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LEPIDOPTEREN
DER
SCHWEIZ.
/
VON
PROFESSOR DR HEINRICH FREY.
LEIPZIG,
VERLAG VON WILHELM ENGELMANN.
18S0.
(
C- 3 13 1345
Alle Hechte vorbehaltev.
^x
HERRN
PROFESSOR P. C. ZELLER
IN STETTIN,
DEM MELSTER.
GEWIDMET
VOM SCHULER UND FREUNDE
IN ZÜRICH.
Vor rode.
Am Abend eines arbeitsreichen Lebens übergebe ich ein Buch der
Oeflfentlichkeit, welches mir seit einem Menschenalter als zu erstrebendes
Ziel vor der Seele schwebte.
Als ich im Sommer 1849, in den sonnigen Tagen der Jugend, ein
unermüdlicher Wanderer und passionirter Lepidopterologe, unser herrliches
Land zum ersten Male durchstrichen hatte in weiter Ausdehnung , von
den Glarner Bergen durch das Berner Oberland bis zur eisigen Pracht
des Gorner Grates und den göttlichen transalpinen Seen, fasste ich den
Plan, eine Lepidopteren-Fauna der Schweiz zusammen zu bringen.
üoch indem ich jetzt dieses Buch zu veröffentlichen wage , wie
sehr ist das Können hinter dem Wollen zurückgeblieben! Wie dürftig
erscheint dem Verfasser die eigene Arbeit!
Zu meiner Entschuldigung darf ich sagen : es waren eben nur spär-
lich zugemessene Mussestunden , welche ich jenem Vorhaben widmen
konnte, und in manchen Jahren anstrengendster Berufsarbeit haben sie
gänzlich gefehlt. Und auch in der besten Zeit konnten nur hier und da
einmal wenige Wochen des Hochsommers alpinen Forschungsreisen ge-
widmet werden. Der Jura blieb mir fast fremd.
Unsere schweizersche Landeskunde hat in den letzten dreissig Jahren
beträchtliche Fortschritte gemacht und auch die Lepidopteren-Welt ist
dabei nicht leer ausgegangen.
Wir schweigen von den alten Anfangsarbeiten des achtzehnten Jahr-
hunderts und von den Sammlern im Anfang des neunzehnten.
Im Jahre 1S18 veröffentlichte Meisner, ein Deutscher, den ersten
Versuch einer Macrolepidopteren-Fauna der Schweiz, eine für die damalige
Zeit bedeutende Studie. 1S.j2 erhielten wir von Meyer-Dür .eine sehr
tüchtige Bearbeitung der Tagfalter. Aus den fünfziger Jahren stammen
dann die höchst sorgfältigen Monographien Laharpe's über die schweizer-
schen Geometriden, Pyralo-Crambiden und Tortriciden. Leider hat unge-
nügende Kenntniss deutscher Literatur, mangelhafte Sammlung und eine
unglückselige Spezies-Jagd vieles hineingetragen, was man wegwünschen
möchte. Die ICntwirrung hnt mir unendliche Mühe verursacht und ist
VI Vorrede.
leider nur theilweise gelungen, da man mit der Mittheilung Laharpe'scher
Typen in Lausanne etwas ängstlich und zurückhaltend gewesen ist. Es
folgen dann meine Arbeiten über die Tineen und Pterophoren der Schweiz.
Aus den 70er Jahren liegen einzelne werthvolle Localfaunen von
Täschler, Peyer-Imhof, Christ, Kiggenbach-Stehlin, Engster und als bei
weitem bestes die Fauna von Bergün, durch P. C. Zeller geschrieben,
vor. Vielleicht darf ich noch meine genauere Schilderung des Albula-
passes anreihen.
Zahlreiche Sammler des Landes haben mit bienenartigem Fleisse
mittlerweile Material um Material angehäuft.
Indessen wie weit sind wir noch hinter dem Ziele einer irgendwie
genügenden schweizerschen Lepidopteren-Fauna zurück!
Bringt auch vorliegendes Buch ein mächtiges Material , so wird —
wir erhoffen es — nach einem Menschenalter ein befähigterer Forscher
etwas Vollendeteres und Besseres liefern können.
Unsere schweizerschen Lepidopterologen haben leider bisher aus einer
der wichtigsten Fundgruben, aus der Larvenbeobachtung, zu wenig ge-
schöpft und das Studium der Microlepidopteren gar sehr vernachlässigt.
Man hat mich bei meiner Arbeit auf das Freudigste und Aufopferndste
unterstützt, so dass ich den nachfolgenden Herren Lepidopterologen öffent-
lichen Dank abzustatten verpflichtet bin.
Ich nenne die Namen des Banquier Kiggenbach-Stehlin in Basel
und der Sammelgenossen Knecht, Leonhart und Anderer, sowie des Dr.
Christ daselbst, des Lehrers Wullschlegel im Aargau, Boll's, früher in
Bremgarten (jetzt in Texas), des Pfarrers A. Rätzer (Ferenbalm, Gadmen,
Siselen und Büren) im Canton Bern, sowie des Notars F. Jäggi in Bern
und Guedat's in Tramelan am Berner Jura. Für Genf bin ich Frci-
Gessner, dem Custos der dortigen entomologischeu Sammlung, für Wallis
dem Insektenhändler 0. Anderegg zu grossem Danke verbunden. Höchst
werthvolle Beiträge erhielt ich für Graubünden von meinen Freunden.
Dr. E. Killias, Badearzt in Tarasp, und L. Caflisch, Advoeat, sowie-auch
von L. Bazzigher in Chur , für St. Gallen durch den Photographen
M. Täschler in St. Fiden. Manches von Interesse lieferten mir über den
Thurgau. Pfarrer Engster in Dusnang, für Schaffhausen der früher dort
lebende Apotheker Trapp: sowie endlich mein medizinischer College
Professor G. Huguenin, Custos M. Paul und 11. Zeller-Doldcr, sämnitlich
in Zürich, zu nennen sind. Ohne jene freundliche aufojjferude Beiliülfe
hätte ich diese Arbeit nicht liefern können.
Zürich. IT). Juni ISSO.
H. Frey.
Literatur-Verzeiclmiss mit den Abkürzungen.
Wir übergelien die grösseren , zum Theii klassischen Werke , sowie die sonst alige-
gemein bekannten Schriften und Arbeiten von Bergsträsser, Boisduvai, Bork-
iiausen, Ciiarpentier, Clerck, Curtis, Donovan, Duponchel-Godart,
E s p e r , E V e I' s m a n n , F a b r i c i u s , Fischer von R o e s i e r s t a m ni , F r e y e r ,
Froelich, Guenee, Hawortli, von Heinemann, H er r i ch-Schä ff er , von
Heyden, Hühner, Laspeyres, Latreille, Lederer, Linne, Mi liiere,
Nickerl, von Nolcken, Ochsenheimer und Treit schke , Pallas, Panzer,
R a m b u r , R e u 1 1 i , R o e s s 1 e r , S c h i f f e r m i 1 1 e r (und Denis), S c o p o I i , Speyer,
Stainton, Stephens, Tengström, Thunberg, von Tisch er, Walleng ren,
Wood, Z e 1 1 e r , Z e 1 1 e i- s t e d t und Z i n c k e n .
Wir verweisen hinsichtlich der genannten Schriften auf das allgemein verbreitete
Buch von Stau dinger und Wocke, Catalog der Lepidopteren des europaischen Faunen-
gebietes. Dresden 1871. Für genauere Nachweise bietet H agen , Bibliotheca entomo-
logica, Leipzig 1862 und 1863, eine reichliche Fundgrube.
Für unsere Schwe izersche Lepidopterenwelt übergehen wir die alten Arbeilen
von Fucssly und Sulzer. Wir bezeichnen nur das WerthvoUere und Neuere.
Meisner, C. F. A. Verzeichniss der bis jetzt bekannt gewordenen Schweizerschen
Schmetterlinge. Naturwissenschaftlicher Anzeiger 1818, 1819, Bern.
Meyer-Dür, L. R., Verzeichniss der Schmetterlinge der Schweiz (Abtheilung 1,
Tagfalter). Neue Denkschriften der allgemeinen Schweizersclien Gesellschaft. 1853.
Laharpe, J. C. de, Abhandlungen über Geometriden, Pyralo-Crambiden und Tor-
triciden in der gleichen Zeitschrift 1853. 1855. 1858.
Frey, H. Die Tineen und Pterophoren der Schweiz. Zürich 1856 (sowie zahlreiche
Abhandlungen in der Linnaea entomologica, der Stettiner enfomologischen Zeitung und den
Mittlieilungen der Schweizerschen entomologischen Gesellschaft).
Dann die Lepidopteren des Albulapasses in Graubünden. Chur 1877, in dem .Jahres-
bericht der naturforschenden Gesellschaft Graubündens.
In Gemeinschaft mit Wullschlegel , J., die Sphingiden und Bonibyciden der
Schweiz. Schweiz, entom. Zeitschr. Bd. 4, 187 4.
Wullschlegel, Noctuinen der Schweiz. Gleiche Zeitschrift. Bd. 4. 1873.
Peyerimhoff, H. de, Materiaux complementaires pour la Faune des Lepidöpteres
de la Suisse. In den Mittlieilungen der Schweiz, ent. Zeitschr. Bd. 3. 1872.
Täschler, M., Grundlage der Lepidopteren-Fauna der Kantone St. Gallen und
Appenzell. St. Gallen 1869/70 und 1875/6 (aus den Verhandlungen der St. Gallischen
natiu'wissenschaftlichen Gesellschaft).
Riggenbach-S tehl i n , F., Die Macrolepidopteren der Bechburg, Schweiz, ent.
Zeitschr. 1877.
Zeller, P. G., Beiträge zur Lei)idopteren-Fauna des Ober-Albula, Stettiner entomo-
logische Zeilschrift 1877 und 187S.
VIII
Literatur-Vorzeichniss mit den Abkürzungen.
Christ, H., Uebcrsicht der um Basel gefundenen Tai^falter und Sjthinges. Basel 1877.
Eugster, Anfänge zu einer Lepidopteren-Fauna des Tiiurgau. Frauenfeid 1879.
CoulerU; L., Notes laissees sur les papilions u. s. w. (Bulletin de la Societö des
Sciences naturelles de Neuchätel 1879).
Für das angrenzende S tel vio-G e b ie t erwähnen wir:
Wocke, M. F., die Lepidopteren-Fauna des Slilfser Jochs, 1875 und 1876 (Uebersicli-
ten der Arbeiten der Schlesischen Gesellschaft für vaterländische Gullur).
Für den Norden:
Staudinger, 0., Reise nach Island, zu entomologischen Zwecken unteiiiommen.
(Stett. ent. Zeitschr. 1837).
Staudinger und Wock , Reise nach Finmarkeu. (Gleiche Zeitschr. 1861).
Wocke, Ein Beitrag zur Lepidopteren-Fauna Norwegens. (Gleiche Zeitschr. 1864).
Für Höhenbestimmungen bedienten wir uns der Dufour'schen Karte und des
Werkes von J. M. Ziegler, Sammlung absoluter Hohen der Schweiz. Zürich 1853.
Leider haben hinsichtlich der
des Druckes stattgefunden.
*Bazzigher = Baz.
*Benteli = Beut.
Bergsträsser = Bergstr.
Boisduval = Bsd.
Borkhausen = Bkh.
*Catlisch = CatL
Charpentier = Charp.
Clerck = Gl.
*Couleru = Coul.
Curtis = Gurt. (p.).
Donovan = Donov.
Douglas = Dougl.
Duponchel = Dup.
Esper = Esp.
Eversmann = Eversm.
Fabricius = Fab
Fischer von Roslerstamm =
F.-R.
Freyer = Frr. -
Froelich = Froel.
Guenee = Gn.
*Gu6dat = Ge.
Abkürzungen.
selben im nachfolgenden Te.vte einige Unregelmässigkeiten
Die mit einem * bezeichneten Namen beziehen sich auf
schriftliche Mittheilunaen.
Haworlh = Haw.
Heinemann, von = v. Hein.
Herrich-Schäffer = H.-S.
Heyden, von = v. Heyd.
Huebner = Hb.
Hufnagel = Hufn.
*Huguenin = Hug.
*Jä2gi = Ja.
*Killias = Kill.
Laharpc, de = Lah.
Laspeyres = Lasp.
Latreille = Latr.
Lederer = Led.
Lefebvre = Lef.
Linne = L.
Meisner = Ms.
Meyer-Dür = M.-D.
Ochsenheimer = O.
Peyerimhotr == P.-l.
^Rätzer == Rä.
Kam))ur = Rmh.
Riggenbach-Stehlin = R.-S.
*Rothcnbach = Rthb.
Rottenburg = Rttb.
SchilTermiller (und Denis) =
S. V.
Schneider = Schneid.
Scopoli = Scop.
Stainton = Sta.
Staudinger = Stdgr.
Stephens = Steph.
Täschler = Tä.
Tengströni af = Teiigstr. (p.;.
Thunberg = Thunb. (p.).
Tischer, von = Ti.
Treilschke = Tr.
Villiers = Vill.
Wullschlegel = Wu.
Zeller P. G. = Z.
*Zeller-Dülder = Zell.-Dold.
Zelterstedt = Zottersf.
Zincken = Zk.
Eiuleituiig.
Ein geistvoller schvveizerscher iNalui'forsfhor, 11. Christ, sngt in einem
schönen Buche') über unser Faunengehiet : »Eine Welt voll Gegensätzen
und doch voll hannonisciier Schönheit ragt unser kleines Land an der
(irenze Süd- und Mitteleuropas hervor, nicht durch i-auniliclie Austiehnung,
aber durch einen Reichthuni von Erscheinungen . wie er auf so kleinem
Räume nirgends sich »wieder bietet.«
Gewiss, unser Faunengebiet ist ein kleines Land. Seine Abgren-
zungen sind zum Theil unnatürliche. So wird der Rhein zweimal bei
Basel und Schaflhausen von kleinen Landestheilen überschritten; die Ost-
grenze ist eine ganz künstliche; westwärts springt ein Stück mit Prunt-
rut weit vor, wie vom Nordosten her Yorarlbcrger Land sich eindrängt.
Unsere Südgrenze fällt nur theilweise mit der Wasserscheide der Alpen
zusammen. Darüber hinaus liegen die herrlichen Tessiner und Grau-
bUndner Thäler, die eine Flora enthalten , w eiche sich erst beträchtlich
weiter im Süden Italiens wiederholt.
Von 23» 37' bis zu 28 o 9' 25" ragt von Westen nach Osten die
Grenze, von 47 ^ 48' 30" bis zu 45 ^ 48' vom Norden zum Süden.
Man berechnet den Flächenraum auf nur 752'/2 geographische Quadrat-
meilen.
Hiervon nehmen nach einer alleren Berechnung ein:
Felsen, Gletscher uml bleibender Schnee'^; 83-/:j DMcilen.
Seen und Flüsse 41Y(i
Gebäude und Plätze 33 ','2
Strassen und Wege 92
Grundstücke aller Art 477^5
Unsere Alpweiden ergeben etwas weniger als ^jz, der Gesanuntlläche,
ungefähr 144 DMeilen. Noch immer, wenn auch arg und vielfaih in un-
verzeihlichster Weise von Habsucht und bäuerlichem Unverstände verwüstet,
bedeckt, namentlich im Gebirge, der Wald ein beträchtliches Areal.
Wir erhalten ein um wenig geringeres Waldareal gegenüber der Aus-
dehnung alpiner Grasflächen. Die Berechnung ergiebt 135 DMeilen Waldland
gegenüber anderen Cullurländern allerdings ein ungünstigeres Yerhältniss).
Indessen die Gesanuntmenge des dem Ackerl)au entzogenen Landes,
der Alpen und Wälder, ist denn doch eine l)edeutende, ein für das
Insektenleben nicht hoch genug zu schätzender Vortheil.
1) Das Pflanzenleben der Schweiz. Zürich 1879.
2) Die Schneegrenze lässt sich natiirlicii nur annäiicrnd beslimnien. \)\v Bruder
Schlagin t WC i t nehmen für die Nordschweiz 8ä00 , l'ür die östlichen Centralalpcn 8300,
für Wallis und die südlicheren Theile Graubündens 8520 — 8800 und südlich vom Monte
Rosa 9500' an.
X Einleitung.
Denn vergleichen wir das dicht besetzte und zum Theil übervölkerte
schweizersche Mittel land mit der nationalen künstlichen Wiesencultur,
welciier Gegensatz ergibt sich hier ! Hier hat der Mensch das ursprüng-
liche Geschelien der Natur tief heruntergedrückt und ihren alten Reich-
thum fast vernichtet. Vergleiche man die reiche Insektenwelt der Cantone
Wallis und Graul)ünden mit den armseligen Ueberresten , welche das
Zürcher Landchen noch bewahrt hat.
Unsere Berge entzücken den sinnigen Naturfreund mit ihrer wunder-
baren Pracht. Sie machen dem Laien den Eindruck des Beständigen gegen-
über der vergänglichen Meereswoge.
Doch dem Forscher entrollt sich ein anderes Hild. liier-, vom Wasser
hervorgerufen und unterhalten , ein l)eständiger Verwltterungs- und Zer-
bröcklungsprozess, ein Sinken der Gipfel und, durch eigennützigen Unver-
stand des Menschen unterhalten, eine fortschreitende Verwüstung grüner
Flächen.
Weitere Veränderungen , durch grosse kosmische Einflüsse hervor-
gerufen , Verbesserung des Climas Erwärmung) und Verschlechterung
(Abkühlung) gehen ihren stillen unabänderlichen Weg.
Doch bleiben wir bei der Gegenwart stehen. Fragen wir, welches
ist in den gröbsten Hauptzügen die Beschaffenheit des jetzigen schweizer-
schen Gebietes?
Die baierisch-schwäbische Ebene, ein wahres Plateau, setzt sich in
jenes fort und bildet, als Flach-, Hügel-, Tief- untl Mittelland be-
zeichnet, mit ewigen Erhebungen und Vertiefungen einen beträchtlichen
Theil des Areals, den eigentlichen Culturboden. Seine mittlere Erhebung
können wir auf 950 — 1300' annehmen.
Die angrenzende baierisch-schwäbische Hochebene mit weit grösserem
Areal besitzt eine mittlere Höhe von 1350'.
Bei Basel mit etwa 800' läuft dann noch die rheinische Ebene aus.
Wir erhalten zw^eitens den westlichen Grenzwall der jurassischen
Berge, von Genf bis zum Randen bei SchaflFhausen. Er bedeckt in der
Schweiz ungefähr 85 — 90 D Meilen, also ungefähr '/g des ganzen Areals.
Seine mittlere Erhebung beträgt 2/5 der Alpen, etwa 2150 — 3600'. Seine
Spitzen gewinnen im Chasseral 4955, Chasseron 4958, Moni Suchet 4912,
Mont Tendre 5173 und La Dole 5175'.
Drittens begegnen wir dem ungeheueren Steinwall der Alpen — der
Grenzmauer des mittleren und südlichen Europas, mit mittlerer Höhe von
6000 — 8500 ', und am Mont Blanc und Monte Rosa die höchsten Gipfel-
puncte Europas bildend. Als höcliste Spitzen erwähnen wir Piz Bernina
im Osten 12,475, Finsleraarhorn 13,160, Monte Rosa 14,269 und Mont
Blanc im Westen 14,809'.
In etwas freigebiger Ausdehnung tlürfen wir das alpine Areal auf
ungefähr 414 DMeilen, also auf mehr als 2/5 des ganzen Gebietes taxiren.
Viertens endlich treten uns südlich die italienischen Landstriche und
Thäler entgegen. Hier, bei Locarno, begegnen wir bei 641' der tiefsten
Stelle des Landes.
Die Höhenverhältnisse, selbst die mittleren, bieten also den gewal-
ligsten Unterschied dar.
Unser Millelland, ein Hügelland, besitzt, wie so eben bemerkt, eine
Elevation von 950^ — 1300'. Sein Clima ist also ein weit rauheres, als es
die gleiche geogi'aphische Breite eines wahren Tieflandes ergeben würde.
Danzig am Strande der Ostsee und Bern haben nahezu die gleiche mill-
Einleitung.
XI
lere Jahrestemperatur. In den höheren Alpen hei-rschl mehr und mehr
nordisches Klima.
Wunderbar begiinstitit , durch den Nordwall der Alpen zum Theile,
sind die italienisciien Thäler und ihie südlichen Auslaufer zu den Seen.
Der Wasserspiegel des Lago maggiore j)eträgt etwa 620', derjenige des
Lago di Lugano 92(3 und des Lago di Como 660, während nördlich der
Alpen Bodensee 1240, Züricher 1258, Vierwaldslätler 1347 und Genfer
See 1154' Hebung besitzen.
Solche Höhenverschiedenheiten, wie sie kein kleines Land Europas
auch nur im Entferntesten aufzuweisen hat, müssen natürlich zu den
ditTerentesten Temperaturverhältnissen und von letzteren abhängig zu der
verschiedenartigsten Flora und Fauna führen.
Man nimmt nach v. Humboldt an, dass ilas vertikale Aufsteigen von
721' 1 R, Wärmeverlust ergebe, welcher allerdings in Höhen von etwa
6000' l)eträchtlich zunehme. Etwas abweichende Zahlen erhielten die
Brüder Schlagin Iw ei t für den Monte Rosa.
Wir eeben eine Tabelle :
Orte
Höhe
Tempenituren in ° C.
Winter
Frühling
Sommer
Herbst
Jahres-
mittel
Maximum
der Kälte
Höchste
Wärme
Bellinzona
729'
+3,19
+ 12,78
+2 1,79
+ 12,39
+ 12,58
— 6,8
+31,5
Lugano
92(3
+ 2,54
+ 12,9 4
+ 20,79
+ 12,04
+ 11,92
— ",o
+33,1
Sion
1625
+ 1,2
+ 11,2
+ 19,3
+ 10,5
+ 10,61
— ','
—
Montreux
t1S5
+2,41
+ 10,40
4-18,69
+ 10,65
+ 10,54
— 8,7
+29,7
I5asel
1763
+ 1,00
+ 9,79
+ 17,98
+ 9,23
+ 9,50
— 13,3
+30,3
Cliur
1844
+0,3
+ 9,5
+ 17,4
+ 9,3
+ 9,16
—
—
Ölten
1216
+0,21
+ 9,36
+ 17,85
+ 8,89
+ 9,09
— 13,1
+30,5
Zürich
1268
+ 0,06
+ 9,26
+ 17,73
+ 8,91
+ 8,99
— 13,9
+ 29,7
Bern
1576
— 0,73
+ 8,38
+ 16,88
+ 8,02
+ 8,13
— 13,6
+80,7
St. Gallen
2081
— 0,90
+ 7,84
-1-16,04
+ 7,89
4- 7,72
— 15,1
+28,7
Trogen
2786
— 0,74
+ 6,69
+ 14,86
+ 7,07
+ 6,96
— 16,5
+ 26,6
Beatenberg (Bern)
3530
— 0,80
+ 5,81
+ 13,92
+ 6,68
+ 6,43
— 15,8
+26,3
Einsiedeln
2803
— 2,3
+ 5,81
+ 14,17
+ ß,l
4- 5,9
— 19,0
+ 26,3
Klosters
37 09
— 2,84
+ 5,00
+ 12,98
+ 5,68
+ 5,13
— 20,7
+26,6
I\eckingen Überwallis}
4026
— 4,58
+ 3,72
-(-13,16
+ 4,73
4- 4,26
— 22,0
+27,4
Anderniatt
'i 4 4 3
— 5,00
+ 3,7
4-10,81
+ 3,7
+ 3,6
—
—
Zernetz
4608
— 5,8
+ 3,61
+ 12,9
+ 4,8
+ 3,8
—
—
Splügen, Dorf
4 460
— 3,29
+ 3,31
+ 12,27
+ 4,97
+ 3,66
— 23,4
+26,4
Davos
5080
— 3,79
+ 1,94
4-10,84
+ 3,13
+ 2,33
—24,7
+23,2
Sils-Maria
5510
— 6,53
+ 1,18
+ 10,54
+ 2,59
+ 1,93
— 23,0
4-22,8
Grimsel
5778
— 4,32
+ 0,32
+ 9,04
+ 2,4
+ 1,61
?
?
Simplon-Hospiz
6183
— 5,76
+ 0,18
+ 9,13
+ 1,83
+ 1,34
— 20,5
+20,5
Bernhard in
6384
— 6,011
— 0,12
+ 8.66
+ 1,29
+ 0,96
— 21,0
+ 18,8
Gotthard-Hosi)iz
6491
—7,04
— 1,90
+ 7,03
+ 0,41
— 0,37
— 24,0
+20,0
.iulier-Pass
7040
—7,58
— 1,16
+ 7,53
4- 0,46
— 0,19
— 23,9
4-19,8
St. Bernhard-Hospiz
7628
— 7,77
— 2,71
+ 5,75
— 0,58
— 1,33
— 22,4
-j-17,6
*
Wir konnnen zu den atmosphärischen INiederschlägen.
Besässe der Quergürtel europäischen Landes, welcher die Ketten der
Alpen trägt, die geringe Meereshöhe der rheinischen oder lombardo-vene-
tianischen Ebene, er würde ein viel n)ilderes, weicheres und wasser-
ärmeres Clima zeigen; ein reinerer wolkenfreierer Himmel wüi'de sich
ausspannen über ein reizloseres Land. Wir hätten alsdann auch eine
südlichere Lepidopteren-Fauna .
*) Die Jahrestemperatur der höchsten Gipfel scheint —13 bis —15" zu betragen.
XII Einleitung.
Die belrächtliclio Erhebung verschlechten also das schweizersche
Gebiet und führt zu reichlicheren Niederschlügen, zu einem kühleren und
feuchteren Clima.
Dass es entsetzlich viel im Hochgebirge regnet, wissen wir zur Genüge.
Ja es gibt ungünstige Sommer im Alpenlande, wo fast jede lepidoplero-
logische Forschung, namentlich in den nördlichen Alpen, unmöglich ist.
Der in der Gestalt von Schnee und Regen erfolgende jährliche Nieder-
schlag beträgt für Nord- und Mitteldeutschland 19,92", für das Alpenland
im Mittel über 40. Die Gebirge Grossbritanniens in edlem Wetteifei-
haben es auf 38,83 gebracht.
Einmal verdichten an hohen Bergen sich die Wasserdünste zu Wolken
und Nebeln. Dann bringt die zerrissene Beschaffenheit des Berglandes mit
seinen Kämmen und Thälern eine Menge ungleicher Erwärmungsverhält-
nisse des Bodens und der unteren Luftschichten herbei, welche wiederum
zu häufigen wässerigen Niederschlägen aus der Atmosphäre führen müssen.
So wird also einmal durch Wolken- und Nebelbildung vielfach die
Besonnung höherer alpiner Flächen und Halden behindert. Dann bindet
die Verdunstung des feuchteren Bodens — und hier kommt die stärkere
Bethauung der Gebirgsgegenden noch in das Spiel — eine ansehnlichere
Wärmemenge als in der Ebene.
Die atmosphärischen jährlichen Niederschläge ergeben für Schaffhausen
83 Cm., Basel 92, Gersau 165, Lugano 157, Bellinzona 180. Man er-
kennt an einigen dieser Zahlen, wie die steile Bergwand des Tessin das
Wassergas von Süden kommender Luft condensirt. Freilich ist aber auch
hier die Menge heller sonnenreicher Intervalle eine grössere als im
trüben mittleren und nördlicheren Theile des Landes. Ein lokaler er-
wärmender Luftstrom für letztere ist freilich der Föhn.
Als weiterer, die Temperatur örtlich erniedrigender Vorkommnisse
haben wir noch der Gletscher," die bisweilen tief in die Culturregion
hinabsteigen, sowie der, theils im Mittelland, theils auf den Bergen ge-
legenen Torfmoore zu gedenken. Sie stellen feuchte verdunstende, wärme-
bindende , nebelreiche Stellen dar. Als Beleg diene (S. XI) das kalte
Clima von Einsiedeln.
Den Orts-Verhältnissen (der Lage, Besonnung und der Natur des
Gesteins), sowie den Temperaturverschiedenheiten unseres Landes ent-
spricht die Flora. Wie von den Gestaden der italienischen Seen bis zu
den Schneespitzen uns eine ganze Reihenfolge der Climale entgegentritt,
so erkennen wir auch eine Anzahl übereinander gelagerter Florenbezirke
oder «Regionen« von inuner nördlicherem Character, l)is zuletzt Schnee
und F^is alles Leben ei'tödten.
Die Vegetationsverhältnisse sind jedoch lokal gar manchen Schwan-
kungen unterworfen. Sie gestalten sich anders im Westen als im Osten,
günstiger im Süden als im Norden, besser auf dem kristallinischen massen-
haften Gestein der (lentralalpen als im geschichteten und dabei so zer-
rissenen und zerklüfteten Gebiete der Kalkalpen. Hier liegt die Vege-
tationsgrenze liefer. Besonnung und öi'tlicher l'euchtigkeitsgrad greifen
stark ein. Sonnige, dem Süden zugekehrte Berglehnen und nach Norden
gerichtete Bergwände bieten der Verschiedenheiten gar manche; trockiKM'c
sonnigere Stellen gegenüber nassen, an Seen und Glelsi'liern l)elindlichen
Oertlichkeiten nicht minder.
Im unteren Tessin, d(Mn tiefst gelegi^nen Theile iler Schweiz, be-
gegnen wir einer südlicheil Flora. Orangen-, Citronen-, Granat-, Lorl)eer-
Einleitung. Xlil
und Feigeühiiume überwintern im Freien; die Kastanie in imposantem
Wuciise bildet Wälder: an den Bäumen rankt sich die. Weinrebe empor.
Oelbaum und Kirschlorbeer sind verwildert. An den ferneren Süden
mahnen Cactus opuntia und Agave americana. Wir befinden uns hiei-
auf krystallinischem Gesteine und in einer Meereshöhe von 6 — 700', Nörd-
lich der Alpen wiederholt sich in den glühend heissen Schluchtthälern des
mittleren Wallis nur noch einmal das wunderbare Yegetationsbild, in der
Umgebung von Sion, allerdings in 1600' Höhe. Aber hier werfen die nörd-
lichen Kalkwände Licht- und Wärmestrahlen in reichlichster Fülle zurück.
[■nlernehmen wir, von Sion aufsteigend, einen massigen Tagemarsch, so
befinden wir uns zuletzt in einer völlig verschiedenen Welt. Verschwunden
sind Laub- und Nadelhölzer, wir haben sie allmählich unter uns den
AI)schie(l nehmen sehen. Auf bäum- und slrauchloser Fläche empfängt
uns die Vegetation der Hochalpen oder diejenige unserer letzten hoch-
nordischen Länder.
Lepidopteren sind an die Pflanzenwelt auf das hinigste gebunden.
Am Morgen fingen wir ein Geschöpf des Südens, um Mittag bietet sich ein
Wesen des Berglandes dar und wenige Stunden später haben wir ein Geschö])f
erbeutet, welches der hohe Norden, etwa Finmarken, beherl)ergt — und
unter uns noch siclitl)ar liegt der südliche Ausgangspunkt der Frühstunde !
Die Zahl der Pflanzen, auf kleinen Flächenraum zusaunnengedrängl,
ist demgemäss auch eine merkwürdige grosse. Wir besitzen mehr als
3000 Phanerogamen , zu welchen fast die gleiche Menge kryptogamischer
Gewächse hinzukonnnt. Die Vegetationsgrenzen der Alpen sind die gün-
stigsten unserer Berge. Tiefer gehen sie herab im .Iura. Elin weiteres
Sinken, trotz der Massenhaftigkeit seiner Rücken, zeigt uns der Schwarzwald,
ein noch grösseres die Vogesen. Man wird sclion nordisch angemuthet.
Gedenken wir zunächst des W'aldes. hi dem Mittellande begegnen
wir nur noch Resten einer alten Bewaldung; hier dominiren die Laub-
hölzer. Nach aufwärts im Gebirge tritt der Nadelholzwald an die Stelle.
Mit unverminderter Kraft reicht er l)is 5000'; bei 7000 beginnt er zu
erlöschen, natürlicii früher in den nördlichen als den südlichen Alpen.
Einige der letzleren Orle l)ieten unge\Aöhnlich günstige Vegetationsverhäll-
nisse dar, so die Stelviokette.
Am höchsten steigt die wetterliarlc Arve (Pinus cembra). An man-
chen Lokalitäten bis 7500, am Stelvio über 7800'. Unter 5000' gedeiht
sie nicht mehr recht. Dem Jura fehlt sie.
Ihr nahe kommt die Lärche (P. larix). Sie gewinnt 7000'. (ileicli
der Arve ist sie in den Centralalpen am verlireitelsten. Beides sind Bäume
des Ostens.
In grösster Ausbreitung begegnen wii- in der Nord- und NN'eslschweiz
der Rolhlanne (P. abies). In der nördlichen Schweiz erreicht sie 5500'.
in den Centralalpen 6000, im Engadin und Münslerthale 6500 — 7000.
Die \\ eisslanne (P. picea) gewinnt im .Iura ihre grösste Veibreilung
in Höhen von 2100 — 4000'. Beides sind übrigens westliche Coniferen.
Die Föhre (P. sylvestris) verändert sich von 6000' an zur Leg-Föhre (P.
mughus) . Sie und Junijierus nana überragen l>eträchllich die Arvengrenze.
Wir unterbrechen liir einen Augenidick unsere Schilderung des Hoch-
gebirgswaldes , um der Alpenrose (Bhododendi'on) zu gedenken. Ihi'e
Mittelgrenze kann man auf 6000 — 6700' .iiinelimen. Die eine Art. B.
ferrugineum, ist die viel verbreitelere, sie liel)t kalkarmen Boden, findet
sich im Urgebir^e sehr verbreitet, koinnit ferner in Torfmooren und selbst
XIV Einleitung.
auch im Jura vor. R. Iiirsuluin zieht in beschränkterem Vorkommen
kalkreichen Boden vor. Dem Lepidopterologen bietet die Alpenrose nur
Schutz- und Ruheplätze seiner .lagdthiere dar.
Unter den Laubholzern erreichen reine Buchenbestände 3700'. Ver-
einzelt geht unser Baum (F. sylvatica) auf 4200 und 4300', noch höher
am Ghasseral und Camoghe, nämlich auf 4600 — 5000'.
Die Eiche (Quercus) (indet sich verbreitet bis auf 2400', vereinzelt
bis zu 3600. Sie ist in starker Abnahme begriffen.
Der prächtige Bergahorn (Acer pseudo-platanus) , gleichfalls der Ver-
nichtung entgegentreibend , steigt an günstigen Stellen der nördlichen
Schweiz bis 5000'.
Die Linde (Tilia europaea) endet bei 3600'; auch die Weisserle
(Alnus incana) dringt nicht zu höheren Bergen empor.
Die Birke (Betula) erreicht in den Berner und Graubündner Bergen
Elevationen von 5 — 5800', ebenso der Vogelbeerbaum (Sorbus aucuparia).
Ihnen nahe kommt noch einigermassen die Zitterpappel (Populus tremula) .
Dagegen dringt, als achtes Kind des Gebirges, die Alpenerle (A. viridis)
bis zur Schneegrenze vor.
Die massenhafte Cullur der Stein- und Kernobstbäume grenzt sich
im Allgemeinen mit 2800', in Graubiinden etwa mit 3500' ab. Dei-
Wallnussbaum (.luglans regia) erreicht in Tessin und Graubünden die
Elevation von 3200', während er in der nördlichen Schweiz bei 2500
und 2000' zu endigen pflegt.
Die Weinrebe (Vitis vinifera) bedingt vielfach mit den an die Stelle
der verschwundenen Wälder getretenen Culturwiesen den Character des
Mittellandes und der niederen Gebirgshalden. Ihre Cultur geht in der
nördlichen Schweiz auf 15 — 1700', in Graubünden auf 2200, im Wallis auf
2500, doch stellenweise, z. B. im Aostathale, noch einmal beträchtlich höher.
Die Kastanie (Castanea vesca), der herrliche Baum (seine wenigen
Lepidopteren stimmen mit denjenigen der Eiche), ist massenhaft im Süden
und bis zum Genfer See verbreitet, und dann tritt er nochmals am Vier-
waldstätter See an geschützten Lagen , ebenso auch noch bei Zug* auf
Seine Höhengrenze nimmt man zu 2400 — 2800' an.
Wir haben also difTerente »Regionen« des Pflanzenlebens kennen ge-
lernt. Ihnen entspricht mehr weniger das Hee^ der Lepidopteren.
Die Eintheilungen, welche man hier geben kann und gegeben hat.
tragen innner den Character einer gewissen Willkürlichkeit; ihnen klebl
gewöhnlich der Wohnort und das Forschungsgebiet des Autors an. Süden
und Norden unseres Faunengebietes ändern da sehr vieles.
So geben wir als einen bequemen, und den Lepidopterologen durch
das Werk der Brüder Speyer bereits bekannten, Anhaltepunkt die Ein-
theilung von 0. Heer, doch mit gewissen Modificationen.
1) Die untere Region, wie sie im Süden unseres Faunengebietes
an den italienischen Seen erscheint. Man könnte sie. welche im Wallis
und Tessin südliche Pflanzen und Lepidopteren beherbergt, mit der Lebens-
sphäre des Nussbaums, also mit einer Elevation von 2500 — 3000' und
mehr abgrenzen. Ihre Erhebungen in Gestalt von Hügeln und Bergen
gewinnen bereits ein viel rauheres Clima.
2) Die Berg-Region, als deren Grenzmarke wir etwa das Erlöschen
der Buche mit einer Höhe von 4000 — 4600' und mehi- bezcMchnen dürfen.
3) Die untere AI ])en-R egion. Die Laubhölzer haben abgenom-
men und verschwinden allmählich, die Coniferen bilden den Waid, ihre
Einleitung
XY
Erhebung können wir in den nördlichen Alpen auf 5000 und 5500, in den
sütllichen auf 6500 — 7000' und hier und da einmal noch höher schätzen.
4) Die 1) e r e A 1 p e n r e g i o n , in den nördlichen Alpen von 5500
und 6000' beginnend, in den niiltleren erst mit 7000', um in den süd-
lichen Bergen 8000' und mehr zu überschreiten. Die llolzgewächse sind
auf ein Minimum reducirt und verschwinden gänzlich. Die hochalpinen
Phanerogamen bestinunen den Character der Flora, um, innner kleiner
und dürftiger werdend , den Moosen und Flechten zu weichen , w eiche
noch an günstigen Stellen höchster Alpenspitzen getroften werden.
5) Die untere Schneeregion, die letzte Grenze des Lebens. Im
Norden von 7000 und 7500', um im Süden bei 8 — 9000 zu l)eginnen.
Die dürftigste Vegetation herrscht, Schneefelder bleiben vielfach während
kurzer kälterer Sonuner liegen. In ungünstiger Zeit umfasst die Todes-
ruhe des Winters mehrere Jahre. Die Cryptogamen bestimmen den Cha-
racter; doch hier und da, seilest in bedeutendster Erhebung, noch Resle
offenblühender Pflanzen.
Unsere Lepid opteren, phytophage Insekten in ihrer Jugend, gehor-
chen diesen Vegetationsgesetzen. Allerdings spielt die Besonnung hier stark
hinein und auch die Windströme machen sich sehr geltend, so dass pflanz-
liches und Lepidopferen- Leben nicht überall parallel gehen, wie das
arktische und alpine Terrain leicht erkennen lassen. In unseren tiefsten
Regionen finden wir eine reichlichere Lepidopterenfauna, welcher freilich
der Mensch mit seiner »Cultur« einen unerbittlichen Vernichtungskampf
bereitet. Einzelne südliche Formen sind hier bei uns eingedrungen (s. u.].
Im mittleren Gebirgslande. unter besseren Verhältnissen, herrscht eben-
falls noch eine Fülle der Lepidopteren-Arten. Manches, was man aus dem
Norden kennt und unserem Tiefgebiete fehlt, stellt sich jetzt schon ein.
In den unteren Alpen neue Erscheinungen; aber die Reihe der Arten der
Ebene nimmt allmählich ab. An den höchsten Grenzplätzen kommt
Weniges, jedoch höchst Interessantes hinzu ; aber die Abnahme der Be-
wohner tieferer Regionen ist eine enorme. Wir haben, auch im südlich-
sten Alpenlande, über 8500' kaum eine neue Art mehr.
Um eine Vorstellung der Abnahme vom unteren Alpengebiete bis zum
Hochgebirge zu liefern, gebe ich eine Tabelle und berücksichtige zugleich
nordische Beobachtungen. Sie hat nur einen ungefähren W erth , abge-
sehen von allen Beobachtungslücken , da über dasjenige , was Art und
Varietät bildet, natürlich kein Abschluss zu erreichen ist.
Gruppen.
(Bergün Zeller)
docli auch bis zum
Weissenstein (in
ungefährer Zahl).
Albulapass
(Frey).
Dovrefjeld
(Wocke).
Finmarken
(Staudinger,
Wocke).
Island
(Staudinger).
Papilioniden
Sphlngiden
Bombyciden
Noctuiden
91
44
15
2
28
10
43
6
(viel 7,u gering)
(zu gering)
97
17
59
33
93
24
IßO
24
13
3
12
2
11
24
24
1
3
21
Geomelriden 97 17 ST) 35
Pyraio-Crambiden 59 23 13 '17
Tortriciden 93 24 34 36
Tineiden IßO 24 50 57
Pterophoriden i 13 3 ß 2
Der Reichthum an heliophilen Tagfaltern ist also ein sehr bedeut
im sonnigen und südlicheren Al|)eulande gegenüber dem trüben i
reichen Norden.
ü
9
10
3
3
7
1
ender
•eszen-
XVI
Einleitung.
Rechne ich, allerdings in nur sehr ungefährem Ueherschlage das zu-
sammen , was ich auf den höchsten Grenzplätzen des Lebens, in unge-
fährer Höhe von 8500' an in unseren Alpen noch antraf, so ist es eine
verschwindend kleine Anzahl, wenn man al)siehl von demjenigen, was
Windslröme etwa hinauftrieben.
Ich nenne Pier. Callidice, Arg. Pales, Ereb. Gorge , Arct. Cervinii,
Agr. Culminicola, Das. Tenebraria , Psod. Alticolaria, Scop. Valesialis,
Dichr. Harpeana und But. Glacialis unter den letzten der Getreuen, welche
ich dort in eisiger Höhe noch fand.
Man wird die Frage entgegen bringen, wie hoch ist die Zahl der
zur Zeit in unserem Faunengebiete beobachteten Arten?
Ich gehe ungern auf die Beantwortung der Frage ein, weil sie sich
eigentlich bei dem mangelhaften Wissen der Gegenwart nicht lösen lässt
und weil, wie vorhin l)emerkt, zwischen Art und Varietät keine Grenze
zu ziehen ist. Der Arlbegriff ist in dem Nachfolgenden weiter ausge-
dehnt, als es bisher bei den Lepidopterologen (namentlich den industriellen)
üblich ist; die Artenzahl fällt darum relativ geringer aus. Es kann sich
also nur um sehr unsichere Zahlenangaben handeln.
Schweizersclie Lepidopteren :
a) ohne Varietäten b) mit Varietäten
(diese Angabe ziemlich unsicherer Natur)
171 65
61 30
170 26
439 56
375 67
191 23
334 36
727 17
35 1
5
Papilioniden
Sphingiden
Bombyciden
Noctuiden
Geometriden
Pyralo-Cran)biden
Tortriciden
Tineiden
Plerophorinen
Alucitinen
2508 2829."
Wir kommen zu einer anderen hochwichtigen Frage.
Woher stammen die gegenwärtigen Lepidopteren der Seh weiz?
Eine thatsächliche Lösung lässt sich wohl niemals gewinnen. Eine wahr-
scheinliche, an der Hand vorsichtiger Hypothesen, erachten wir für möglich.
Auch noch in der- jUngei'en sogenannten Tertiärformation herrschte in
unserem Areal, wie beispielsweise bei Oeningen am Bodensee, eine süd-
liche Pflanzen- und Insektenvvelt. Dieses hat 0. Heer nachgewiesen.
.Jene damalige l'lora und Fauna verschwand oder änderte sich uu)
durch den Funiiruch der sogenannten (ilelscher- und Eiszeit, einer Folge
beständig abnehmender Wiirme.
Mächtige Schnee- und Glelscherfelder bedeckten damals uns(M' Faiuien -
gel)iet. Die Spuren letzlerer g(>hen lief in diis Miltelland, bis Genf und
Zürich herab.
Hatte aber -damals eine vollkommene Vereisung des schweizei"-
sehen Areals stallgefunden?
Um diese Frage dreht sich j'igentlich Alles.
Warjene Vereisung eiiu» allgemeine, so musste ihr jedes frühere Pflanzen-
iMul Thierleben zum Opfer gefallen und hinterhei' eine neue Pflanzen- und
'Ihierwelt entwedfM' wiiMlei- enlslan<len oder \on begilnsliglei-en Stellen ein-
gewandert sein, das Ahnenthum der jetzigen einlu^imischen Organismen.
Einleitung. XVII
War jene Vereisung aber keine volisläudige — und dieses ist ganz
entschieden unsere Ansicht — wir lialten jene eben für geringer, als man
Jahre lang hindurch angenommen iiat — dann haben in unserem »ver-
schlechterten« Glima auf grünen Oasen mitten in Eis und Schnee und in
den glücklicheren angrenzenden Ländern Pflanzen und Thierc sich viel-
fach erhalten können, und aus letzleren (theils unverändert gebliebenen,
theils im Laufe der Jahrtausende zu anderen Arten umgewandelten) ist
ein Theil, vielleicht ein grosser, der jetzigen Insekten- und Lepidopleren-
welt der Schweiz abzuleiten.
Gewiss trui' damals unser Faunengebiet einen abweichenden klima-
tischen Gharacter gegenüber dem der Gegenwart, wohl verwandt dem-
jenigen, was heutigen Tages nördlichere Länder aufweisen. Allein man
ist unserer Ansicht nach denn doch zu weit gegangen , wenn man so-
gleich an den subpolaren und polaren Norden, an Labrador, Lappland und
das nördliche Sibirien gedacht, wenn man sich eine Flora, nur bestehend
aus Lichenen, Moosen, Gräsern und gewissen hochnordischen Phanerogamen,
vorgestellt hat.
Jene schweizerschen grünen Inseln des Lebendigen mit reicher Vege-
tation — und wir nehmen sie als ausgedehnte an — genossen zweier
Vorzüge, einmal wärmerer Nachbargebiete, und dann eines mehr sonnen-
reichen CHmas. Letzteres ist aber für heliophile Thiere (gedenke man
nur der Tagfalter) eine Lebensbedingung ersten Rangs.
Die Temperatur stieg hinterher, ohne Zweifel sehr langsam, wieder.
In welchem Grade wissen wir nicht.
Gar manche alte Glieder der Eiszeit zogen sich während jener p]r-
wärmungsepoche mehr nordwärts, oder sie stiegen unsere Berghalden
hinauf, um einem weniger zusagenden Clima allmählich auszuweichen.
Wie vieles aber nordwärts und hinauf gewandert und was unten
geblieben ist, das vermag Niemand zu sagen.
Jedenfalls aber besteht ein nicht unbeträchtlicher Theil unserer alpinen
Flora und Schmetlerlingswelt aus jenen Zeitgenossen des Rennthleres.
Wir würtlcn also auf diesem Wege zu unseren alpinen Lepidopteren
gekommen sein. Der Caucasus im Südosten, im Norden Riesengebirg und
Sudelen, der Harz, der Schwarzwald, Vogesen, Pyrenaeen , die schot-
tischen und scandinavischen Berge bis zu ihrer Abflachung gegen den
Nordpol, das polare Sibirien hätten so ihre Gebirgsfalter erhalten.
Diese Reste einer urallen Fauna haben zum Theil den alten spezi-
iischen Gharacter bewahrt, zum Theil haben sie sich, anderen Climaten
gehorchend , im Laufe langer Zeiten umgewandelt. Die (Konstanz dieser
Glieder einer urallen Ahnenreihe ist merkwürdiger als die Veränderung,
welche der sonnenreiche Sommer unserer Südalpen u. s. w. gegenül)er
dem feuchten, wasserreichen Scandinavlen herbeigeführt haben mag.
Wir stellen uns somit hier — die Thatsachen zwingen dazu — aul
den Standpunkt der Descendenztheorie ; doch wir vergessen auch die
wunderbare Persistenz mancher Spezies nicht.
Wir haben also zwischen den zu unseren Bergen emporgestiegenen
Genossen der Eiszeil und den unten sitzengebliebenen und veränderten
Formen unterschieden.
Nehmen wir auch die Anzahl der letzteren nicht unerheblich an, so
vermögen wir daraus doch nicht den gegenwärtigen Reichthum der Lepi-
dopterenwelt des schweizerschen Faunengebietes zu erklären.
Wir haben also nach andercMi r)m'llen zu suchen.
1)
XVIII Einleitung.
Wenn wir auch nach tiem Früheren begreifen, dass alpine Arien
verwandte Spezies in der Ebene zeigen , wenn wir auch die Umwand-
lung der Arten recht bedeutend anneinnen wollen, so müssen wir an eine
Einwanderung aus benachbarten Faunengebieten denken.
"Woher diese hnmigration '?
Zunächst werden wir an Südeuropa, an die Länder des Mittelmeeres,
an den Nordrand Afrikas und an Kleinasien zu denken haben. Die afri-
kanische Immigration leidet an geographischen Schwierigkeiten , weniger
die mediterrane. Denn von Frankreich aus, dem Rhonebecken entlang,
und von der ungarischen Ebene her liegen bequeme Einwanderungswege
in das Alpenland vor. Auch die westliche Barriere des Jura bietet bei
geringerer Höhe der Känune kein erhebliches Ilinderniss dar.
Einen anderen , gewiss wichtigeren, Einwnnderungsweg bietet das
mittlere und nördliche Asien, sagen wir das asiatisch-sibirische Faunen-
gebiet dar, wie ja unser kleines, von Wasser durchschnittenes Eui'opa
nur den westliclien Ausläufer des grossen asiatischen Festlandes, der
»Wiege der Menschheit« herstellt.
Ist dieser Einwanderungszug ein grosser und wie gestaltete er sich?
Darüber können wir keine thatsächiiche Antwort geben. Sicher hat
ihn E. Hofmann 1) sehr überschätzt; denn nicht Jedes, was in Europa
und Asien vorkommt, muss denmach aus letzterem Wclllheil in ersleren
übergewandert sein.
Einen Versuch, diese asiatischen Immigranten zu bestimmen, gebe ich
also auf. Der Thatsachen sind leider zu wenige.
Unser Weltverkehr bringt es mit sich, dass auch von Amerika aus
einzelne Arten in die europäische Lepidoplerenwelt eingeführt worden
sind. So findet sich beispielsweise Oecophora Pseudospretella zur Stunde
nicht allein in England und Hamburg, sondern, mitten im (kontinent, in
Frankfurt.
Noch eine andere Frage dieser Immigranten und der sesshaft geblie-
benen Glieder des tieferen Mittellandes i»ietet sich ilai-. Was ist unten
geblieben, was breitete sich nach aid'wärts aus, um den Autochthonen
sich zuzugesellen, und was kam (etwa in Folge einer Verschlechterung
des Climas)'-) wieder tiefer herab? So müsslen sich also die Grenzgebiete
in fast unlösbarer Weise verwirren.
Unserer y\nsicht nach ist dieses Im Laufe der Jahrlausende auch ge-
schehen.
Wir wollen nun an einer Anzahl von Einzelheiten Belege für das
oben Ausgesjirochene beizubringen vei'suchen. Gehen wir zuerst zur
alten alpinen Fauna. Unterscheiden wii- also 1) Arten de r II ochalpen ,
wel che un v erän derl i m höh e n Nord en so w ie auf a nderen euro-
päischen Gebirgen vorkommen, 2) Arten, welche, auf den
Alpen und im Norden lebend, nur geringe Veränderungen
erfahren lial)en, ')) solche, w e I c h i^ g r össer e U m wa n d I u n g en
im Norden und anderen (iebirgen (1 urch ma c h ten , I) Arten,
welche entweder nur der ai"k tischen Zone oder dem Alpen-
1) IsoporiiMi clor curoiiiüsclion Tai:;l'ai(in'. SUilli^iui IS7;{.
iJ) Astronoinisciic StiKÜcn inacluni os seiir waluscIuMnlicli, dass wir soit fast fi'JO .lali-
reu in einer Peiiode langsamen Hückgangs der Wiirnie uns l)elinden. I2/(S selieint die
liödisle Wiirme iilier unseren) l'ann(Migel»iete gelierrsdil zu liahen. Manelios, was histori-
sclie llelierliei'erungen und anrgegralx'iu^ lU'sle zeigen, sprielil sehr für jene t)esländige
Veiscideclilerung des (lliina nnd ein licgdnnenes AlisleiL'rn nianclier Inseklenarten.
Einleitung. XIX
lande zukoiunion, dann 5) dunkle Vorkommnisse der Alpen-
zone, und endlich 6) ei n gedrungene Südeuropäe r od e r Südländer.
Natürlich greifen wir nur prägnante Beispiele heraus.
1) Unverändert nach Jahrtausenden, trotz weit entfernter Wohnsitze,
haben sich erhalten z. B. Pier. Napi Var. Bryoniae , Lyc. Phereles, Lyc.
Optilete Var. Cyparissus, Lyc. Aegon Var. Aegidion, Arg. Pales und ihre
Var. Arsilache, Erel). Manlo, Syr. Serratulae, S. Andi'oniedae, Zyg. Fili-
jiendulac, Z. Lonicerae, Set. Irrorella, Arct. Caja, Spil. Menthastri, Hep.
ilunudi, II. Velleda , Ps. Opacella und Hirsutella, Pyg. Beclusa , Acr.
Euphorbiae, Agr. Hyperborea, Conflua, Guprea, Decora, Recussa, Char.
(Iraminis, Dianth. Caesia, Ilad. Lateritia, Furva, Gemmea, An. Cordigera,
Plus. Divergens, Gnoph. Sordaria, Gnoph. Dilucidaria . Psod. Chaonaria
und Horridaria, Pygni. Fusca, Fid. Picearia, Lygr. Prunala, Populata, Cid.
Munitata, Canibrica. No])iliaria und Minorata, Scop. Centuriella, Sudetica,
Murana, Herc. Holosericealis und Rupicolalis, Bot. Nubilalis, Decrepitalis,
Inquinatalis, Furvalis, Cramb. Pratellus, Dumctellus, Truncateilus, Macu-
lalis, Myellus, Furcatellus, Culmellus, Tristellus, Cat. Marginea Var. Auri-
ciliella, Tortr. Forsterana, Sciaph. Osscana, Couch. Deutschiana und Ruti-
lana, Penth. Arbutella, Mygindana, Metallicana Var. Irriguana, Scheflerana,
Schulziana. Rivulana, Urticana, Lacunana, Bipunctana, Steg. Pinicolana,
Frlcetana, Nemorivaga, Quadrana, Mercuriana, Augustana, Phox. Uncana,
Unguicana, Myrtillana, Lyp. Maurella, Tin. Fulvimitrella, Myrm. Ochra-
cceila, Inc. Rupella, Swam. Conspersella, Arg. Sorbiella, Cruciferarum,
Gel. Ericelella. Infernalis, Continuella, Longicornis, Viduella, Auch. Da-
phnella, lleyd. Auromaculata, Orn. Interruptelhi, Lith. .Junoniella, Plat.
Zetterstedtii, Fisclieri, Ambl. Acanthodactyla, Mim. Pelidnodaclylus, Ptero-
dactylus und Leiopt. Tephradactjlus.
Auch noch als sonderl)arer Erscheinungen lial)en wir dorjenigen zu
gedenken, wo heutigen Tages Lepidopteren nur im Alpenland und Caucasus
vorkommen, wie Parn. Delius, oder nur in den Alpen und Pyrenäen, wie
Pier. Callidice, oder auf den Alpen, den Vogesen und dem Schwarzwald,
wie Erel). Slygne.
2) Leichtere Umwandlungen in den Alpen und im Norden , sowie
aiulercn Gebirgen erlitten unter Anderen i) Col. Palaeno und Var. Lappo-
nica, Pol. Virgaureae und Var. Granula, Lyc. Dunzelii, Van. Urticae und
Var. Polaris. Arg. Selene und Var. Heia. Arg. Thore und Var. Borealis,
Ereb. Var. Adyte und Euryale, Par. Iliera, Ilesp. Comma und Var, Catena,
Zyg. Exulans und Var. Vanadis, Nem. Planlaginis, Spll. Fuliginosa und
Var. Borealis, Agr. Speciosa und Var. Arclica, An. Melanopa (und Tristis
der Alpen), An. Paludata, Cid. Montanata und Var. Lapponica.
Auch auf anderen Gebirgen sehen wir Aehnliehes. Freilich ist das
Material zur Stunde noch ein zu ungenügendes, um hier Vieles miltheilcn
zu können.
So ist Ereb. Cassiopc unserer Alpen auf den Vogesen, dem Harze
und den schlesischen Gebirgen zu Epiphron, Ereb. Gorge zur Gorgone in
den Pyrenäen geworden. Meiner Ansicht nach I)ilden die Parnassier der
osteuropäischen und mittelasiatischen Berge mit unserem schweizerscheii
P. Delius (welcher, wie wir vorhin erfuhren, nur in dem Caucasus un-
verändert sich erhallen hat) Glieder einer nächsten Verwandlschaftsreihe.
Es unterliegt keinem Zweifel , dass Nem, Caucasica nur eine lebhaftere
1) Eine Grenze gegen die erstero und dritte Gruppe zu ziehen, ist natüilicli unmöglich.
b*
XX Einleitung.
Form der Pl;int;ii;inis bildet u. a. m. Doch wir brechen den Gegenstand
al), um nicht allzuweit abzuschweifen.
3) Erheblichere Umwandlungen haben ebenfalls staltgefunden und
wir erkennen sie in gleicher Weise, wenn wir nach dem hohen Norden,
wie nach anderen Gegenden des europäisch-asiatischen Faunengebietes
umblicken.
Unserer Ansicht nach haben sich Col. Phicomone zum PSastes, Palaeno
zur Pelidne umgestaltet (oder auch umgekehrt). Col. Myrmidone und
Boothi sind das gleiche Thier, ebenso Mel. Cynthia und Iduna. Diesellte
innige Verwandtschaft existirl zwischen Mel. Asleria und der Aurella-
Parthenie-Alhaliagruppe, zwischen Had. Maillardi und ]*>xulis u. d. m.
4a) Rein nordische Arten, für welche eine Al)leifung aus der alpinen
und Fjszeit-F^auna fehlt, sind initer andern: Arg. Chariclea, F'reya, Polaris,
Frigga , Ereb. Embia und Disa , Chion. Jutta, Norna, Oeno, Also, Semi-
dea, Arct. Borealis und Thulea , unter den Noctuen Pachn. Carnea, Plus.
Microgamma , Parilis, Diasema , auch An. Bohen)anni, Melaleuca, Algida,
Schoenherri. Amissa, Zetterstedtii und Quieta zählen dahin, eine sonder-
bare Gruppe. Unter den Geonietren nennen wir Cid. Serraiia, Frigidaria,
Abrasaria, unter den Pyraliden Scop. Gracilella, Cramb. Trichostoma, Bot.
Ephippialis, unter den Wicklern Graph. Giintheri, Biscutana, Phacana,
unter den Tineen Ad. Esmarkella, Gel. Tarandella, Pers[)ersella, Orn.
Polygrammella, Nepl. Lapponica.
Wir haben vieles hier noch übergangen.
4b. Wir gehen über zu den Arten, welche, in vielfach räthsel-
hafter Weise, nur dem Alpenlande zukommen, den» Norden sowie anderen
kälteren Gebirgen mangeln. Wir heben heraus: Mel. Asteria, Ereb. Eri-
phyle, Mnestra, (Arete), Pharte, Ceto^ Qeme, Glacialis, Tyndarus , Gorge,
Goante , Pronoe, Chion. Aello, Syr. Cacaliae; ferner Ino Stalices Yar.
Chrysocephala , Zyg. Minos Var. Pluto , Filipendulae Var. Mannii , Fausta
Yar. Jucunda ; ferner die Setinen b-rorella Yar. Freyeri , Andereggii und
Ritlelensis, dann Roseida Yar. Melanomos, Kuhlweini Yar. Alpesiris.
7\urila Yar. Ramosa , Arct. Maculosa Yar. Siniplonia , Cervini mit ihrer
Yar. Hnateckii, Spil. Sordida, Hep. Carnus, Ps. Tenella und Plumislrella,
Bond). Alpicola. Unter den Noctuen gedenken wii- der Agr. Culminicola,
Helvetina, Birivia, Decora, Simplonia, Fatidica, Plus. Aemula, Devergens,
An. Nigrita , unter den Spannern der Das. Tenebraria, Psod. Alticolaria.
Auffallend gross ist die Zahl derartiger K^leinschmetterlinge, doch wohl
vielfach auf mangelhafter bishei'iger Beobachtung beiuhend und darum
trügerisch. Wir nennen: Scop. Yalesialis n)il der Aar. Oclonella, Heic.
llelveticalis und Yar. Lugubralis, sowie Rupesti-alis. Bot. Rhododendralis.
Murinalis, Austriacalis, Sororialls und Nilidalis, Ci'amb. llortuellus Yar.
Ces|)itellus, Zermaltensis, Luctiferellus , Pn ramidellus, Spuriellus, Conibi-
nellus, As. Aethiojiella Yar. Alpicolella, Sphal. Alpicolana, Conch. Aurofa-
sciana, Penlh. Noi'icana, Metalliferana, Spuriana, Dichr. Bugnoniana, llai-
peana , Rhaeticana , Alpicolana. Unter den Tineen I)egegnen wir, al)er-
mals wohl aus mangelnder Beobachlung. einer sehr grossen Anzahl liei-
niischer Formen. Mel. Ciliai-is und Lugubris. Tal. Al[)eslrella , Neu).
Panicensis , Swani. Allei'uans und Caflischiella , l'lul. Genialella, Ivxap.
Duratella, Dep. Montium, Al])igena , CotoneastiM , ll^ulenii und Laserpitii.
Sym. Signella, Gel. Acupediella, Praeclarella , Ochripalpella , Petasilis.
Melaleucella, Perpetuella , Elalella , ErschofTii , Killiasii, Diffluella , Cacu-
minum, Excelsa, Sieudeliella, Holosericeella, Feralella, Succinctella, Sub-
Einleitune;. XXI
missella . Libertinella , Helificella, Hyps. Basiguttellus , Anch. Grisescens.
Liiureolella, Oec. Rhaelk-ii, Heul. Slntaiiolla und Laserpitiolla , Biit. Am-
phonycella und Glacialis, At-rol. Atljcctella . Ocn. Coj)iosclla, Zell. Saxi-
IVaiiac , Orn. AljuCola und Pfaflcnzelleri , Co!. Albisquaniella , Aoripennis,
Aelliiops, Reclilinec'lla , Fulvostinaniella, (lollina, Mediost i'ii^ala, Bn'gensis,
Albulae, Chaul. Aequidentcllus, EI. Freyi, Juiiensis, Sublimis und Ileinc-
niannii, Buc. Faligatclla. Jugicola, Valesiaca und Alpicola, Nept. Dryadis,
Oed. Rogenhoferi.
5. Zu den auirallenden Vorkonnnnissen der Alpen, welche weder
durch Tempera! ur- noch Fiora-Din'erenzen erklärt werden können, müssen
wir einige, unser Faunengebiel durchschneidende, botanische und enlo-
mologisehe Grenzlinien rechnen. So gehört Anth. Ausonia Vai", Simplonia
dem Wallis. Mel. Asteria dem Osten unseres Alpengebietes an. Arct.
Cervini erstreckt sich nach bisherigem Wissen nur bis zur Simplonkette,
Cramb. Zermattensis in gleicher \N'eiso. während Cramb. Maculalis nur
in Gi'aulninden angel rollen ist. Die meisten unserer Alpenl)ewohner sind
allerdings vom Montblanc bis zum Slelvio zu irellen.
6. Wir haben ferner der eingedrungenen SUdeuropäer zu gedenken.
Ihre Zahl ist keine grosse und ihre Abgi'enzung eine sehr missliche.
Unbedenklich ziehen wir Anth. Eupheno und Rhod. Cleopatra hier-
her. Sie haben sich bis Lugano \orgescho])en. Hierher zählen wir ferner
Lyc. Escheri, Jolas . Pol. Hipponoe, Var. Gordius. Viel weiter nördlich,
nämlich bis Basel und Zürich, ging Lyc. Baetica. Gewiss hat ein nicht
uid)elrächtlicheres F^inwandern 'dem Genfer See entlang der Rhone hinaid'
in das Wallis stattgefunden. Wir machen nur aufmeiksam auf Xyl. Lapi-
dea Var. Sabinae. dal. Opalina und Plat\ptei-a. Eurr. Adulatrix, Cat. Puer-
|)era , Hem. NNcthenieraria , Orth. Vicinai'ia und auf Par. Aprilella, um
Anderes zu übergehen.
Wir reihen noch zwei andere Fragen an.
a) Besitzt der Jura eine e i g e n t h ü m 1 i c h e L e p i d o p t e r e n -
V a u n a ?
Wir können nur svenige Arten und Formen beibringen. Lyc. Corydon
mit Var. Syngrapha, Pol. Xanthomista als Var. Nivescens, Gar. Jurassica
dürfte man anführen. Anderes wiederholt sich in den Alpen.
1») Haben ursprünglich alpine Lepidopteren tieferab-
w ä r t s im Lande eine U ni g e s t a 1 1 u n g zu anderen Spezies er-
fahren? Es liegt nahe, auf dem Wege der Hypothese (wir bemerken
es ausdrücklich) in Pier. Bi-yoniae den Stammvater der P. Napi, in Gol.
HNale den Abkönunling der Pliicomone zu erblicken, Lyc. Argus von
Aegidion , die Melitaeen-Gruppe Alhalia-Parthenie von Asleria abzuleiten.
Mel. Maturna von Var. Wolfensbergeri. Zyg. F]\ulans für den Urvater zahl-
reicher Zygaenen zu erachten und dergleichen mehr. Gewiss haben diese
Vermuthungen vollstes Recht auf weitere Prüfung — allein wie soll man
einen zwingenden thatsächlichen Beweis führen? Unsere Sache hier ist
es nicht.
Wir verlassen hi(Miiiit das verlockende Gebiet der Hyjiothesen. Wir
wenden uns zu den nüchteren Thatsachen. Wir bringen unser Verzeichniss.
Hölieiiverzeichnisß in Pariser Füssen.
Aarau (Aargau; Wil.
Aarberg (Bern) 1379.
Aarburg (Aargan) 1236.
Agno (Tessin) 908.
Aigle (Wallis) 1290.
Airolo (Tessin) 3629.
Albiila-Pass (Graubünden) 7120.
Algabi (Wallis) 3425.
Alpien (Wallis) 4895.
Alpnach (Unterwalclen) 1437.
.Mvarieu (Graubünden) 4076.
Amden (St. Gallen) 2801.
Amsteg (Uri) 1640.
Andermall (Uri) 444 5.
Ardetz (Graubünden) 4523.
Arlesheim (Baselland) 1062.
Auvernier (Neuchätel) 1388.
Baden (Aargau) 1179.
Baldern (Albis) (Zürich) 2309.
Bahne, Col de (Wallis) 6785.
Baltschieder (Wallis) 4760.
Basel (Basel-Stadt) 763.
Bauma (Zürich) 1982.
Bealonberg (Bern) 3530.
Rechburg bei Ocnsingen iSolotliurn) 1819.
Beleben (Baselland) 3385.
Bellaggio (Italien) 666.
Bellalj) (Wallis) 6317.
Hellinzona (Tessin) 729.
Belp (Bern) 1631.
iSerglialp (Glarus) 4981.
Hcrgiin ((iraubünden) 427."i.
B6risal am Sini|)lon (Wallis) 4768.
Bern (Bern) 1576.
Borneck (St. Gallen) 1296.
Bernhardin (Graubünden) 658 4.
Bernina-Pass (Graubünden) 7182.
Bcriiina-Wirthshäuser (Graubundeii; 6321.
Bevers (Graubünden) 5264.
Bex (Waadt) 1259.
Biasca (Tefesin) 1043.
Biel (Bern) 1371.
Bicier (Peters-) Insel (Bern) 1471.
Bipp (Bern) 1523.
Blaise, Ste. (Neuchätel) 2120.
Blauen (Baselland) 2373.
Boezingen (Bern) 1372.
Bonfol (Bern) 1373.
Bormio (bagni vecchij (Italieiij 4707.
Boudry (Neuchätel) 1448.
Braunegg (Aargau) 1328.
Bre, Monte, bei Lugano (Tessin) 2909.
Bremgarten (Aargau) 1143.
Brieg (Wallis) 2180.
Brienz (Bern) 1859.
Brugg (Aargau) 1060.
Brusio (Graubünden) 2709.
Buchs (Zürich) 1404.
Bünzen (Aargau) 1354.
Büren (Bern) 1327.
Burgdorf (Bern) 1675.
Calanda bei Ghur (Graubünden) 86,")0.
Cantoniera quarta des Stelvio (Italien) 78()6.
Casaccia (Graubünden) 4490.
Cauma-See bei Flims (Graubünden) 3078.
Cavaglia (Graubünden) 5236.
Celerina (Graubünden) 5306.
Chamouny (Savoien) 3282.
Champpr> (Wallis) 3180.
Chasseral (Bein) 4955.
Chasseron (WaadI) 4958.
Chäteau d'Oex (WaadI) 2900.
Chaumont (Kreiburg) 3608.
Chexbres (Waadt) 1788.
Höhenverzeichniss in Pariser Füssen.
XXII I
Chiaclavuol bei Bergün (Grauiniiuien) 5727.
Chiavenna (Italien) 1023.
Chules (Neuchätel) 1364.
Chur (Graubünden) 1844.
Churwalden (Graubünden) 3731.
Cierfs (Graubünden) 5119.
Coltura (Graubünden) 3091.
Combes (Neuchätel) 1693.
Constanz (Baden) 1253.
Cornauv (Neuchätel) 1385.
Cresciuno (Tessin) 831.
Gressier (Neuchätel) 1370.
Cresta (Graubünden) 5293.
Crevola (Italien 1031.
Croix Ste iWaadl) 3552.
Daubensee der Gemmi (Wallis) 0791.
üavos, Dörfli (Graubünden) 4 793.
Davos, Platz (Graubünden) 4 790.
Dazio grande (Tessin) 2869.
Degersheini (St. Gallen) -2654.
Denens (Wnadl) 1542.
Dictikon (Zürich) 12üü.
üischuialhal (Graubünden) 5400.
Disentis (Graubünden) 3600.
Döle (Waadt) 5175.
Domo d'Ossola Italien) 1555.
Dorneck (Solothurn) 91 1.
Dübendorf (Zürich) 1331.
Dürreck (Baselland) 3386,
Dusnang (Thurgau) 1847.
Ebenalp (Appenzell) 4925.
Eggiswyl (Bern) 2231.
Egliswyl (Aargau) 1717.
Eigenthal am Pilatus (Luzern) 3213.
Einsiedeln (Schwyz) 2803.
Elm (Glarus) 3029.
Engelberg (Unterwaldenj 3085.
Engelberg, Berg bei Ölten (Solothurn) 2198.
Engstlen (Bern) 5715.
Ennenda ^Glarus) 1465.
Erlenbach (Bern) 2272.
Ermattingen (Thurgau) 1265.
Evolena (Wallis) 4245.
l'ählensee ^Appenzell; 4479.
Faido (Tessin) 2201.
Fain, Val da, Eingang (Graubünden 6321.
I'aulhorn (Bern) 8260.
Felsberg (Graubünden) 174 8.
Ferenbalm Bern, 1529.
Filisur (Graubünden, 3200.
Fischenthal (Zürich, 2404.
Fischingen Thuri-au] 1939.
Flinis (Graubünden) 3401.
Flimser Stein (Graubünden) 8303.
Fluela-Pass (Graubünden) 7394.
Fontanezier (Waadt) 2549.
Franzenshöhe des Stelvio (Tirol) 6717.
Frauenfeld Thurgau) 1290.
Frohburg am Hauenstein ;Solothurny 2601.
Frutigen (Bern) 2613.
Fürstenau (Graubünden) 2013.
Furka-Pass (Wallis) 7419.
Gadmen (Bern) 3700.
Gaebris (Appenzell) 3856.
Gais (Appenzell) 287 5.
St.. Gallen (St. Gallen) 2081.
Gamsen (Wallis) 2044.
Gasterthal (Bern) 4603.
Gemmi-Pass (Bern] 7086.
Generoso, Monte (Tessin) 5199.
Genf (Genf) 1165.
Gentel-Alp (Bern) 3540.
Gingins (Waadt) 1678.
Giornico (Tessin) 1216.
Giubiasco (Tessinj 717.
Glarus (Glarus; 1397.
Güschenen (Uri) 3386.
Goldau (Schwyz) 1615.
Gomagoi am Stelvio (Tirol) 4070.
Gondo (Wallis) 2164.
Gorner Grat bei Zermalt Wallis) 934 0.
Gotthard (Tessin) 6491.
Grengiols (Wallis) 3263.
Grimsel (Bern) 5778.
Grindelwald (Bern) 3220.
Grono (Graubünden) 939.
Gürgaletsch bei Parpan (Graubünden) 7.'i24.
Guensberg (Solothurn) 1921.
Gurnigel, Bad. iBern; 3554.
Gurnigel, Schwarzbrünneli (Bern) 4020.
Gurnigel, oberer (Bern) 4765.
Gurten (Bern) 2666.
Gullannen (Bern, 3291.
(i^sulatluh bei Aarau (Aargau] 2379.
Ilaldenstein (Graubünden) 1724.
llasennialt (Solothurn) 4 400.
Hauenstein (Solothurn 2254.
Hindelbank (Bern) 1616.
Hohenstollen (Unterwaiden) 7640.
Holderbank (Solothurn) 2215.
Homberg (Aargau) 2451.
Hörn, Slälzer (Graubünden) 7936.
Hütten (Zürich) 2278.
Hundslein (Appenzell^ 67S5.
XXIV
Höbenverzeichniss in Pariser Füssen.
.lamans, Col de (Waadt; 3783.
Jean, St. (Neuchatel 1343.
Igis (Graubünden; 1773.
Ilanz (Graubünden! 'i\'\'2.
Indcn (Wallis) 3620.
Ins (Bern) 1610.
Interlaken (Bernj 1753.
Inzlingen (Baden) 1167.
Jochpass (Unterwaiden; 6905.
Jolimont (Bern) 1859.
Jorat bei Lausanne fWnadI 2857.
Irchel (Zürich) 2143.
Isella am Simplon (Italien; 2042,
.lulierpass (Graubünden) 7040.
Juslistiial am Thuner See (Bern) 3760.
Kandersteg (Bern) 3602.
Kasten, Hoher (Appenzell) 5538.
Katzensee bei Zürich (Züricli) 13C1.
Klönthal (Glarus) 2475.
Klosters i'Graubünden) 3709.
Krayalp (St. Gallen) 6156.
Kreuzungen (Tiuirgau) 1304.
Küttigen (Aargau) 1307.
Kyburg, Schloss (Zürich) 1939.
LachauKdefonds (Neuchatel) 3071.
Landeron (Neuchatel) 1345.
Langnau (Bern) 2068.
Lägernberg bei Baden (Aargau) 2654.
Languard, Piz (Graulninden) 10,053.
Laret, Alp, bei St. Moritz (Graubünden) 6460.
Latrigen (Bern) 1385.
Latsch (Graubünden) 4950.
Lauenen (Bern) 3879.
Lausanne (Waadt) 1583.
Lauterbrunnen (Bern 2434.
Lavey (Waadt) 1333.
Lax (Wallis) 3451.
Lecco (Italien) 926.
Lenk (Bern) 3309.
Lenz (Graubünden] 4063.
Lenzburg (Aargau) 1222.
Loonhard, St. (St. Gallen) 1558.
Leuk, Stadt (Wallis) 2438.
Lenker Bad (Wallis) 4 536.
Lichtensteig (St. Gallen) 2611.
Liestal (Baselland) 962.
Lrgerz (Bern) 1335.
Ligniöres (Neuchatel; 2485.
Locarno (Tessin) 641.
Locle [Neuchatel; 2826.
Lostorf iSolothurn; 1394.
Luc, Sl. (Wallis) 5054.
Lugano (Tessin) 926.
Lungern (Unterwaiden) 2241.
Luzern (Luzern) 1347.
Macugnaga (Italien) 4039.
Magadino (Tessin) 616.
Maienfeld (Graubünden) 1555,
Malans (Graubünden) 1718.
Maloja (Graubünden) 5393.
Mandach (Aargau) 1864.
Manis (Graubünden) 3573.
Marly bei Freiburg (Freiburg 1804.
Martigny (Wallis) 1302.
Marwies (Appenzell) 6310.
Matt (Glarus) 2543.
Maurice, St. (Wallis) 1259.
Meiringen (Bern) 1863.
Mellingen (Aargau) 1072.
Mels (St. Gallen) 1536.
Mendrisio (Tessin) 1250.
Mettmenstetten (Zürich) 1459.
Metzerlen (Solothurn) 1767.
Moerel (Moerill; (Wallis) 2383.
Moerschwyl (St. Gallen) 1736.
Moleson (Freiburg) 6172.
Mollis (Glarus) 1379.
Montcherand (Waadt) 1376.
Mont d'Or (Frankreich) 4504.
Montmirail (Neuchatel; 1385.
Moosseedorf (Bern; 1635.
Morges (Waadtj 1154.
Moritz, St. (Graubünden) 3464.
Moro, Monte (Wallis) 8386.
Moudon (Waadt) 1583.
Mühlen (St. Gallen) 1524.
Münchenbuchsee (Bern) 1616.
Münster (Wallis; 4168.
Muottas bei Samaden (Graubünden) 7942.
Muraigl, AlpbeiSamaden i Graubünden) 67 72.
Muranza, Val (Graubünden; 6705.
Murren (Bern) 5017.
Nairs (Graubünden) 3760.
Naters (Wallis] 2385.
Neftenbach (Zürich) 1277.
Neuchatel (Neuchatel) 1346.
Neuveville (Neuenstadt) (Bern 1{;'i4.
Nidau (Bern) 1416.
Niesen (Bern) 7280.
Nikolas, SL (Wallis) 3580.
Nürensstorf (Zürich) 1582.
Nyon (Waadt) 124 6.
Obefgestelen (Wallis) 4174.
Obshildeii (ihuiis 21196.
Höhenverzeichniss in Pariser Füssen.
XXV
Ofiringen Aargan 1216.
Ollon (Waadt; 1893.
Ölten (Solothurn; 1216.
Orbe (Waadt) 1376.
Ormont (Ormond) (Waadt) 3;i81.
Ofa, Alp bei Pontresina (Graubünden 6928.
Othmarsingen (Aargau) 1221.
Oucliy (Waadt; 1154.
Palezieux (Waadt) 1986.
Palpuogna bei Bergiin Granbiinden; 5904.
Panex (Waadt) 2847.
Panixer Pass (Glarus) 7425.
Parpan (Graui)ünden) 4633.
Passwang (Solotliurn) 3094.
Payerne (Waadt) 1391.
Pfäfers (St. Gallen) 2525.
Pfäffikon (Zürich) 1665.
Pfynwaid (Wallis) 1715.
Pilatus (Luzern) 6858.
Ponte (Graubünden) 520 J.
Pontresina (Graubünden) 5566.
Po-scliiavo Graubünden) 3118.
Prägels (Bern) 2550.
Proniontogno 'Graubünden) 2521.
Ragaz (St. Gallen) 1664.
Randa (Wallis) 4535.
Randen (Schaffliausen) 2594.
Raron (Wallis) 2322.
Rawyl (Bern) 6970.
Renan (Bern) 2758.
Rheineck (St. Gallen) 1234.
Rheinfelden Aargau) 840.
Rhone, Hohe ^Zürich u. s. w. 3781.
Rhonegletscher (Wallis) 5390.
Richetligrat (Glarus) 6970.
RifTelberg bei Zermatt (Wallis; 7910.
Rigi (Scliwyz) 5541.
Rorschach (St. Gallen 1233.
Rosegg, Val (Graubünden) 5975.
Rosenlaui (Bern) 4160.
Rossiniere (Waadt) 2798.
Roveredo (Graubünden 911.
Rueggisberg (Bern) 2855.
Rupperswyl (Aaigauj 1115.
Saanen (Bern) 3149.
Saas (Wallis) 4982.
Safenwyl (Aargau) 1484.
Saillon (Wallis) 1743.
Saleve, Mont, bei Genf 3605.
Salgetsch (Wallis) 2170.
Salvatore, Monte (Tessin) 2797.
Salvan i Wallis) 2850.
Samaden (Graubünden, 5362.
Sandalp, obere (Glarus) 5966.
Sardasca (Graubünden) 6033.
Saargans (St. Gallen) 14 96.
Saxon (Wallis) 1644.
Scaletta (Graubünden) 8062.
Schaefler (Appenzell) 5843.
Schafmatt bei Ölten (Solothurn) 2362.
SchatThausen (SchatThausen) 1222.
Schangnau (Bern) 3100.
Schännis (St. Gallen) 1361.
Scheidegg, grosse (Bern) 6037.
Schinberg (Aargau) 2247.
Schinznach (Aargau) 1057.
Schniadribach der Gemnii (Bern) 6360.
Schnebelhorn (Zürich) 3987.
Schupfen (Bern) 1607.
Schuls (Graubünden) 3725.
Schwarenbach der Gemnii (Wallis) 6360.
Schwarz-Brünneli am Gurnigel (Bern) 4020.
Schwarzenegg (Bern) 2915.
Schwarzer See bei Zermatt (Wallis) 7873.
Schwendi (Appenzell) 2589.
Seealpthal (See) (Appenzell) 3515.
Seedorf (Bern) 1776.
Seen (Zürich) 1404.
Septimer (Graubünden) 7115.
Sertigthal (Graubünden) 5369.
Sierre (Siders) (Wallis) 1696.
Sils-Maria (Graubünden) 5510.
Silvajjlana (Graubünden) 5587.
Silvretta-Gletscher bei Klosters Graubün-
den) 6391.
Simpeln (Wallis) 4340.
Simplon, Pass (Wallis) 6218.
Simplon, Hospiz (Wallis) 6183.
Sion (Sitten) (Wallis) 1625.
Siselen (Bern) 1478.
Sissach (Baselland) 1141.
Soglio (Graubünden, 3349.
Solothurn (Solothurn) 1355.
Sorvilier (Bern) 2158.
Souaillon (Neuchätel) 1354.
Sparenalp bei Klosters (Graubünden) 4880.
Speer (St. Gallen) 6021.
Splügen (Graubünden j 6510.
Stachelberg (Glarus) 2044.
Sfaffelegg (Aargau) 1918.
Stalden (Wallis) 2567.
Steinegletscher am Susten Bern) 574 3.
Stelvio, Pass (Tirol) 8610.
Stockhorn (Bern) 6767.
XXVI
Höhenverzeichniss in Pariser Füssen.
Suchet, Moni (Waadt) 4912.
Surenenpass (Unterwaklen) 7076.
Sustenpass (Bern) 6957.
Tamins (Graubünden) 2106.
Täsch (Wallis) 4Ü78.
Tarasp (Graul)ünden) 3417.
Tavanasa (Graubünden) 24:26.
Teufelsbrücke (üri) 4294.
Teufen (Appenzell) 2537.
Thalweil (Zürich) i472.
Thielle (Zihl) (Bern) 134S.
Thun (Bern) 1730.
Tiefenkasten (Graubünden) 2650.
Toess (Zürich) '1324.
Tour d'Ai (Waadt) 7336.
Tour de Gourze (Waadt) 2858.
Trafoi (Tirol) 4765.
Tramelan (Bern) 2857.
Trininüs (Graubünden) 3315.
Trins (Graubünden) 2647.
Trons (Graubünden) 2648.
Trübseealp bei Engelberg (Untorwalden)
5800.
Turtig (Wallis) 1986.
Turtmann (Wallis) 2070.
Uetliberg (Zürich) 2687.
Umbrail, Piz, am Stelvio (Italien) 9340.
Unterseen (Bern) 1724.
Urbachthal (Bern) 2827.
Urweid (Born) 2343.
Ltzwyl, Nieder- (St. Gallen) 1592.
Utzwyl, Ober- (St: Gallen) 1761.
Valengin (Neuchatel) 2011.
Valzeina (Graubünden) 3725.
Varen (Varon) (Wallis) 2407.
Vettan (Graubünden; 5070.
Vevey (Waadt) 1154.
Via mala (Graubünden) 2657.
Vicosoprano (Graubünden) 334 6.
Viege (Vispach) (Wallis) 2216.
Viesch (Wallis) 324 4.
Viescher Wald (W^illis) 3581.
Villeneuve (Waadt) 1154.
Villigen (Aargau) 1121.
Villmergen (Aargau) 1288.
Visperterminen (Wallis) 4205.
Vulpera (Graubünden) 3925.
Wädensweil (Zürich) 1505.
Wäggis (Luzern) 1347.
W^aldhäuser bei Flims (Graubünden) 3392.
Waldkirch (St. Gallen) 1952.
Wallenstadt (St. Gallen) 1315.
Walperswyl (Bern) 1371.
Wartburg (Solothurn) 2099.
Wa.sen (Uri) 282'..
Wasserfluh (Aargau) 2675.
Wattwyl (St. Gallen) 3158.
Wauwyl (Luzern) 1622.
Weissbad (Appenzell) 2524.
WcLssenburg (Bern) 2270.
Weissenstein, oberhalb Bergün Graubün-
den) 6249.
Weissenslein , oberhalb Solothurn (Solo-
thurn) 3919.
Wengen (Bern) 4011.
Wengernalp (Bern) 5797.
Wesen (St. Gallen) 1310.
Wettingen (Aargau) 1127.
W^ildegg (Aargau) 1356.
Wimmis (Bern) 1678.
Winterthur (Zürich) 1358.
Wohlen (Aargau) 1287.
Wülflingen (Zürich) 1318.
Würenlos (Aargau) 1378.
Wyl (St. Gallen) 1816.
Yverdon (Waadt) 1345.
Yvorne (Waadt) 1468.
Zermatt (Wallis) 5073.
Zernetz (Graubünden) 4 608.
Zizers (Graubünden) 1748.
Zmutt (Wallis) 6588.
Zofingen (Aargau) 1342.
Zürich (Zürich) 1268.
Zweilülschin 1705.
I. Rhopalocereii.
Papilioniden.
Papilio L.
P. Podalirius L. {Hübner [Hb.] 388. 389).
Raupe (R.) an Schlehen- und Pflaiimenhäumen ; ebenso an Prunus avium
[R.Benleli [Beut.]] . Der Psalter (F.) in zwei Generationen vom Mai bis Juni hin-
ein, dann im Juli und August kommt über die ganze schweizerische Hoch-
ebene zwischen Jura und Alpen, bald seltener, bald häufiger, vor; er liebt
Rergspitzen und sonnige Hänge und pflegt etwa 3000' Meereshöhe nicht zu
überschreiten. Doch begegnete ihm Wocke [Wo.) ausnahmsweise noch im
angrenzenden Tiroler Dorf Trafoi in 4765' Höhe.
Die zweite Generation wird nach Meyer-Dür [31. -D.) an den heissen
Hängen des Unterwallis zwischen Raron (2322') und luden (3620') weiss-
licher mit Annäherungen an die südeuropäische Varietät Zanclaeus Zeller Z.)
(S. Isis 1847. 213 1).
P. MachaonL. [Hb. 390. 391).
R. an Daucus carota und einer Anzahl anderer Umbelliferen.
Ueberall gemein, im Tieflande mit doppelter (Mai, Juni, dann Juli und
August) im höheren Gebirge nur mit einfacher Generation Juli und August).
Im Gegensatze zur vorigen Species steigt P. Machaon mit vereinzelten Stücken
hoch im Gebirge bis zu 6 und 7000' auf (beispielsweise im Ober-Engadin
und auf der Franzenshöhe des Stelvio 6717'). Die Exemplare des zweiten
Fluges haben die Neigung, ein dunkleres Gelb sowie einen weniger breiten
Dorsalstreifen des Hinterleibs zu gewinnen 2).
1) Wir begegnen liier zum ersten Male einem Verhältniss, welches uns später nocli
öfter entgegentreten wird, jener Verschiedenheit der Exemplare zweier Generationen.
M'a^/ace hat dafüi- das schreckliche Wort »Sa ison -Dimorp h ismus« erfunden. Neben
diesem ze itl ichen Dimorphismus unterscheiden wir noch den geschlechtlichen,
d. h. die Verschiedenheit des Mannes und Weibes.
2) Das Genus Thais F. mit der Spezies Polyxena S. V. dürfte unserem Faunen-
gebiete wohl fehlen. Allerdings soll nach Füssly (vergl. Meisner [Ms] das Thier vor langer
Zeit einmal im Tessin gefangen worden sein. Trapp begegnete ihm am 19. April 1857
zahlreich in den Weinbergen des italienischen Stadtchens Orta.
Frey, Lepidopteren. ^
"2 I. Rhopaloceren.
Parnassius Latr. [Doritis 0.].
Unser Faunengebiet l)eherbergt die drei europäischen Formen.
P. Apollo L. (Hb. 396. 397. 730. 731).
R. im Früliling an Sedum album , nach TreitschJie [Tr.) auch an S.
Telephium.
F. mit längerer individueller Flugzeit in einer, aber lang ausgezogener
Generation , welche nach Klima und Erhebung von Ende Mai bis weit in
den August sich erstreckt. Das Thier bevorzugt sonnige Halden und Fels-
lehnen.
In der schweizerischen Ebene nur selten und vereinzelt; dagegen sehr
verbreitet am Jura, von Schaffhausen, dem Lägernberg bei Baden und von
Basel bis zum Genfer See. Er erreicht hier auf dem Chasseral 4955' Höhe.
Dann in der ganzen Alpenkette , allerdings vorwiegend in den Thälern und
in geringerer Erhebung, doch auch in Höhen von 6000 und 6500'. Bis zur
Baumgrenze reicht er freilich nur ausnahmsweise einmal [Wo.); Ober-
Engadin am Fusse des Fex-Gletschers {Bischoff [Bi.]); Celeriner Alp {3Ien-
gelbir [Mgb.]; schwarzer See bei Zermatt [Jäggi [Ja.]). Hier also zuletzt in
7873' Meereshöhe i) .
P. Delius Esp. {Hb. 649—652, 684, 685 und Herr ich -Schaff er [H.-S.]
317—318).
R. auf Saxifraga aizoides an nassen, vielfach überwässerten Stellen,
wozu Z. in seiner Bergüner Fauna (faun. berg.) zu vergleichen ist 2).
1) M.-D. hebt mit Recht hervoi'; dass der alpine P. Apollo kleiner sei, dass die weisse
Grundfarbe der Flügel klarer, mehr milchweiss erscheine, sowie die Augenspiegel meist
kleiner und blasser als beim jurassischen. Letzterer dagegen besitze ein dichteres , mehr
in's Gelbliche ziehendes Weiss, wovon die schwarzen Flecke und hochrothen Augenspiegel
zierlich abstechen. Von Interesse ist dann noch die richtige Bemerkung, dass an den
Exemplaren des Jura der Inncnrandfleck des Vorderflügels auf der Unterseite roth gekernt
erscheint, nicht aber beim alpinen Apollo.
Man begegnet als sehr seltenen Vorkommnissen in unserm Faunengebiete Exemplaren,
bei welchen der äussere Vorderrandsfleck des ersten Flügelpaares sowie dessen Innen-
randsfleck oberwiirts roth gekernt sind (nach Art des P. Delius). 1875 fanden sich einige
derartige Stücke auf der Sissacher Fluh (2161') {Christ); einmal erhielt der alte An-
deregg (der Stammvater der bekannten Sammler-Familie) das Thier im Wallis [M.-D.).
Eine Aberration mit gelben Flecken bei Homburg in der Nähe Basels gefangen (F. Burch-
hardt). Eines am 10. October (I) 1816 auf dem Hügel Tourbillon bei Sion gefangenen
Zwitters gedenkt endlich Meisner (Ms.).
2) In sonderbarem Gegensatze steht eine Angabe von M.-ü. Er fand im Obercngadin
bei Ponlresina in den ersten Junitagen die Raupen lebhaft hin- und herkriechend auf
den mit Scmpervivum überzogenen Felsen und Mauern der Strasse (Schweiz, ent. Zlsciu-.
1. 143).
Pierlden. 3
F. der schweizer'schen Ebene und dem Jura gänzlich fehlend, daeeeen
in weitester Verbreitung durcli unsere Alpen vorkommend , und zwar von
Chamouny bis über die Ostgrenze hinaus am Stelvio. Auch den nördlichen
Alpen , denjenigen der Cantone Glarus [Heer] und St. Gallen [Keiser] fehlt
er nicht.
Die Flugplätze sind nasse Stellen, die Ufer der Bäche, versumpfte Wie-
sen. An trocknen , felsigen Abhängen könnte man höchstens einem ver-
sprengten Exemplare begegnen.
• Die schöne , auch durch ihre Variationen interessante Spezies beginnt
wohl schon bei etwa 4000'. (Z.) bei Bergün in Graubünden (4275); Simplon
{Christ). Elevationsgrenze 7 — 7500'. Auf den höchsten alpinen Grenz-
plätzen des Insektenlebens fehlend [Frey] .
P. Mnemosyne L. [Hb. 398),
R. auf Corydalis [Kindermcmn] .
Der F. fliegt auf feuchten Grasstellen im Juni und Juli . aber nur lokal
und bis zu sehr massiger (höchstens wohl 5000' betragender) Erhebung in
unseren Alpen. Dem Jura und der Ebene fehlt er.
Im Wallis häufig Lenker Bad (4536'), Baltschieder Thal, Simplonstrasse
etwas oberhalb Brieg [Trapp], sowie noch oberhalb Berisal (4768') ; weiter
westlich im Val de TArolla und am Col de Trient [Riggenhach-StehUn [ß.-S.]);
Urbachthal hinter Meiringen im Canton Bern [M.-D., Snell und Ja.) ; im
Gadmenthal bei 4500' [Rätzer [Rii.]); Umgebungen Engelberg's im Surenen-
thal und Engst lenalp [Ms.) ; ebenso im Gentelboden nahe am Abhang der
Engstlenalp [derselbe); Wasen (2823') Canton Uri nach Wullschlegel [Wu.];
Weggithal [Frey); über Einsiedeln (2803'); im Alplhal am Fusse der Mythen
nicht selten [M. Paul); auf Wiesen bei Pfäfers (2525') und Bergen um Wallen-
stadt (1315') [Eisenring); Valzeina (3725') [Atnstein] . Graubünden, Veltlin
und Chamouny (3232') [Salis-Marschlins und M.-D.i. Im Bezirk des Stelvio
scheint er nach [Wo.) zu fehlen.
Pieride n.
Aporia Hb.
A. Crataegi L. [Hb. 399. 400j.
Die überwinternde R. an Schlehen, Pflaumenbäumen, Weissdorn, Sorbus
aucuparia. Im Hochgebirge neben letztgenannter Pflanze noch an Prunus
padus [Wo.) und Cotoneaster [Frey).
F. im Juni mancher Jahre gemein, höher aufwärts im Juli und noch im
August fliegend, ohne die Laubholzgrenze jedoch zu überschreiten. Noch bei
Bergün (Z.), Sils-Maria im Oberengadin (5558')i [Frey] und im benachbarten
Trafoi [Wo.] . Elevalion in den südlichen Alpen etwas über 5500'.
I. Rhopaloceren.
Pieris Schrk.
C. Brassicae L. [Hh. 401—403).
R. an Kohlgewächsen.
F. im Tieflande der Schweiz in doppeller Generation (Mai und Juni —
dann im Juli und August) überall gemein. Schon in der Höhe von Evolena
im Unterwallis [Trapp], also in einer Erhebung von 4245' wird die Genera-
tion zur einfachen. Unser Thier , allerdings als vereinzeltes Vorkommniss,
gewinnt noch Höhen von 7 — 8000' ; so nach meinen Beobachtungen auf dem
Riffelberg bei Zermatt 7910', auf der Fuorcla da Surlej im Oberengadin, so-
wie auf dem Albula-Passe (7120') i).
P. Eapae L. [Hb. 404. 405).
R. von denselben Futterpflanzen wie die vorherige Art lebend.
F. in der Ebene in doppelter Generation, im Hochgebirge mit einfacher. 2)
Hier geht er vereinzelt bis gegen die Schneegrenze. Neben den bei P.
Brassicae genannten Flugplätzen seien beispielsweise noch die Gemmi 7086'
[M.-D.), sowie Schilthorn und Tschingelgletscher erwähnt.
P. Napi L. [Hb. 406. 407) und Var. Bryoniae Hb. [Hb. 407).
Ich bin sehr geneigt mit Weismann (Studien zur Descendenz-Theorie I,
28) in Bryoniae die alte dimorphe Stammart der Eiszeit und in Napi die
nachträglich entstandene, monomorphere Gestalt der Ebene zu erblicken.
^) Heber die Verschiedenheit beider Generationen bemerkt M.-D. :
Bei der Frühlingsgeneration sind die Hinterflügel breiter und an der Basis schwarz
bestäubt. Die Vorderflügelspitze ist grau , nicht sehr scharf von der weissen Grundfarbe
abstechend. Der Hinterleib oben schwarz, aber mit weisslicher filzartiger Behaarung
überzogen.
Die Sommergeneration führt mehr rundliche, an der Basis kaum merklich geschwärzte
Hinterflügel, tiefschwarze Flügelspitze , welche nur dem Rande nach graulich erscheint.
Die weissliche Behaarung des Hinterleibes fehlt. Er ist oberwärts tief schwarz, unten weiss.
2) "Wir folgen wiederum hinsichtlich der Verschiedenheiten beider Generationen M.-D.
Die Frühlingsfalter mattw eiss, Vordertlügelspitze schmal graulich , die Wurzel beider
Flügelpaare schwarz bestäubt. Der Mitteltleck der Vorderflügel , sow ie der Fleck am
Vorderrand der Hinterflügel klein, meist blass graulich, oder auch ganz fehlend. Die
linterseite der Hinterflügel mattgelb mit schwarzer Bestäubung, welche besonders durch
die Medianader zu einem Streifen sich anhäuft. Lang behaarter Hinterleib.
Die Sommerfalter etwas grösser, reiner, weiss mit viel breiterer schwarzer oder
schwärzlicher Spitze, meist grösseren und stärkeren Mitteltlecken namenilich beim 5,
welches noch einen grauen Schattenstreifen am Innenrand besitzt. An der Wurzel der
Hintertlügcl fast ohne alle schwarze Bestäubung (was auch noch bei der Sonuiiergeneration
der nachfolgenden Arten P. Napi und Daplidice vorkommt). Unterseite der Hinterflügel
einfarbig blassgelb mit kaum merklicher schwärzlicher Bestäubung in der Mitlelfalte. Die
Weiber oberwärts auffallend gelblich, die schwarzen Flecke und die verdunkelte Flügel-
spitze stärker und deutlicher hervortretend. Hinterleib nicht so dunkel, etwas weisslich
behaart.
Pieriden. 5
R. neben Kohlarten an Reseden, Turritis glabra und Biscutella.
Als Napi in zwei (gegenüber der vorigen Art etwas früheren) Genera-
tionen durch die ganze Ebene häufig ^j .
Die Männer der Var. Bryoniae erinnern mehr an die Frühlingsgeneration.
Der Grundton der weiblichen Flügel wechselt sehr. In niederen Lokalitäten,
wie z. B. bei Meiringen 1865'), kommen Uebergänge vor iM.-D.).
Von allen Alpen, namentlich aus geringeren Erhebungen , während in
beträchtlicher Höhe die dimorphe Form selten wird, ebenso vom Jura
(Hasenmatt (4460'), Nesselboden, Brennets (2548') vom Doubs, sowie von
Tramelan im berner Jura (2857') [Guedat [Ge.]) , vom Chasseral (4955') [Couleru
[Coul.]]. Hier, auch in den Waadtländer Alpen (Dent de Janian, Ormond
(3581') etc.) behalten die Flügel einen mehr gelblichen Farbenton [M.-D.].
P, Callidice Esp. [Hb. 408. 409).
Die Nahrungspflanze derR. unbekannt. Die graue Puppe unter Steinen.
F. auf allen Alpen, denjenigen von Graubünden, Glarus, St. Gallen öst-
lich, ebenso dem Pilatus [Knecht) bis nach Chamouny, bald seltener, bald
häufiger. Seine Generation ist eine einfache. In tieferen Lagen kann man
ihm schon in den letzten Maitagen (Z.) oder im Juni begegnen, während er
an höheren und höchsten Stellen im Juli und August sehr rasch umherfliegt.
Bereits bald oberhalb Rosenlaui (4600') beginnend [M.-D.)j geht er über
8000' und mehr, bis an die Schneegrenze (Piz Gorvatsch in Graubünden,
Gorner Grat (9346') und Zermatter Berge überhaupt [Frey]).
Im Gegensatze zur vorigen Art fehlt P. Callidice dem Norden gänzlich.
Sie kommt typisch nur noch in den Pyrenäen und dann als Var. Chrysidice
H.-S. auf dem Hochgebirge Kleinasiens vor.
P. Daplidice L. [Hb. 414. 415) und Var. Bellidiee O. [Hb. 931—934).
R. zweimal im Jahre an Kohlarten , an Reseda lutea, Turritis glabra,
Alyssum etc.
Die beiden Erscheinungsformen des F. sind so verschieden, dass sie
schon in älterer Zeit Ochsenheimer [0.] dahin führten, die kleinere Frühlings-
generalion mit dem Namen der Bellidiee zu versehen.
1) Die erste Generation nach M.-D. etwas kleiner. Aussenrand der Vorderflügel
convex, Hinterflügel breit gestreckt. Basis aller vier Flügel lebhaft schwarz (beim (5 auch
der Vorderrand). Die Adern nach dem Hinterrand verbreitert, schwärzlich auslaufend.
Die Adern der Hinterflügel sämmtlich grün bestäubt und nach oben durchschimmernd.
Flügelspitze und Vorderflügelflecke oberwärts grau.
Die zweite Generation, oftmals als ausgebildete Napaeae Esp. (Hb. Fig. 664. 665) vor-
kommend, erscheint grösser (namentlich im weiblichen Geschlechte', mit gerundeteren
Hinterflügeln und reinerem Weiss. Flügelspitze und Flecke treten scharfer hervor , die
schwarze Bestäubung der Wurzel fällt geringer aus, die Hinterflügeladern schimmern viel
weniger hindurch. Die Unterseite der Hinterflügel bald blass, bald gelblich; die schwärz-
lich grüne Bestäubung der Adern tritt stark zurück.
6 I. Rhopaloceren.
Die geographische Verbreitung des im April und Mai zum ersten , und
im Juli und August zum zweiten Male fliegenden Thieres ist bei uns eine
eigenthümliche. Häufiger ist es nur im Hauptthale des Wallis schon mit der
Frühlingsgeneration [Jenner] ^ als namentlich mit der sommerlichen. Letztere
traf ich bis St. Nikolas im Vispthale (3580') öfters. Schon nach dem Genfer
See hin wird Daplidice spärlicher , und in den meisten übrigen Gegenden
unseres Faunengebietes erscheint unsere Spezies selten oder wird einmal als
merkwürdiges vereinzeltes Vorkommniss bemerkt. So wurde beispielsweise
in einer langen Jahresreihe ein Exemplar bei Zürich (allerdings einer armen
Localität) gefangen. — Von Ingis am Neuenburger See (R. Snell); St. Gallen
{Täschler [Tä.\]; Schaffhausen [Trapp j; Basel (mit häufigerer Sommergenera-
tion); Liestal (962') [Christ); Schupfen (1607') im Canton Bern [Rothenbach
[Rthb.\). Um Bern seit den Tagen von Ms. selten geworden und nur noch
stellenweise vorkommend, z. B. bei Elfenau [Bent.]. Von Zofingen (1342')
und Lenzburg (1222') im Aargau [Wu.]. Aus Graubünden fehlt sogar jede
neuere Nachricht, während P. Daplidice dort früher getroffen wurde.
Authocliaris Bsd.
A. Beüa Cr. [Hb. 417. 418) Var. Simplonia Frr. [Hb. 926—928).
Die R. der bei uns wohl allein erscheinenden Varietät ist noch unbekannt.
Der F. erscheint lokal im südwestlichen Theile unseres Faunengebietes.
Der centralen und östlichen Schweiz fehlt er gänzlich. Dann begegnet man
ihm in der östreichischen Bergwelt auf den Seisser und Antholzer Alpen.
Endlich soll er auf denjenigen des Altai fliegen.
Simplonia ist von Anfang Juni bis Mitte Juli durch das Wallis in Er-
hebungen von 3 — 5000' sehr verbreitet [Trapp- Simplon [Änderegg, Christ);
Laquinthal bei Simpeln [Ja.); aber auch schon bei Visp in 2216' Höhe
[Christ, Ja.) und noch auf dem Ryff'elberg bei Zermatt und ferner im AroUa-
thal [R.-S.]. Ein Exemplar bei Kandersteg (3602') am 15. Juli wohl ver-
irrt [Trapp).
Die typische Frühlingsform Belia soll etwas abgeflogen schon Anfangs
Mai bei Sion an Wiesen längs der Rhone gefangen sein [Trapp).
Unserer Ansicht nach herrscht hier das gleiche Verhältniss wie bei P.
Bryoniae und Napi. Simplonia die alte Grundform hat sich nachträglich in
Belia und Ausonia fib. umgewandelt.
A. Cardamines L. Hb. 419. 420. 424. 425).
R. an Turritis glabra, Sisymbrium alliaria , Arabis Gerardi , Barbaroa
vulg. etc.
F. überall von Ende April durcli den Mai bis in den Juni ; in höheren
Gegenden später, so bei Bergün bis in den Juli [Z.]; St. Moritz (5464'. An-
fang Juli [Mengelbir [Mgb.]); nach der Mitte desselben bei Guttannen (3291');
oberes Gadmenthal (über 3700') ; Justisthal (3760') oberhalb Merligen am
Pieriden. 7
Thunersee [M.-D. Jenner); Leuk (2438') [Ja.]; bei Zermatt (5073') noch An-
fangs August (Frey) .
Die Höhengrenze dürfte also zwischen 5 — 6000' liegen. Doch ist die
Art hier nur noch sehr vereinzelt vorhanden ; das schwarze Querzeichen des
Vorderflügels verkleinert sich dabei.
A. Eupheno Esp. Hb. O. L. (?). Euphenoides Stg. [Hb. 421 — 423).
In den letzten Jahren'ani Monte Bre (2909') bei Lugano von einer Basler
Dame, Frau Süffevt-Mieg gefangen.
Leucophasia Steph.
L. Sinapis L. [Hb. 410. 411) und Varr. Lathyri Hb. [Hb. 191. 798).
Diniensis Bsd. Erysimi Bkh.
R. an Lotus corniculatus, Latliyrus pratensis und Trifolium pratense.
F. in der ganzen schweizerschen Ebene, April bis in den Juni und dann
Mitte Juli in den August hinein.
Die Frühlingsgeneration [Hb. 410. 411) beim r^ mit grauschwarzer
Flügelspitze (unterwärts gelblich) und zwei darunter in den Rand verdunkelt
auslaufenden Adern. Unterseite der Hinterflügel lebhaft grün -gelblich.
Q statt des dunklen Fleckes in der abgerundeteren Flügelspitze nur mit
einigen verdunkelten Adern oder einförmig weiss. Die Unterseite der Hinter-
flügel wie beim q^.
Zweite Generation mit reinerem Weiss, tief schwarzem Fleck in der
Flügelspitze fast ohne dunkle Aderausläufe. Unterseite der Hinterflügel heller
(bei Exemplaren von Bellinzona [729'] auffallend gelblich nach Trapp . Q
auf beiden Flächen fast rein weiss.
Im Wallis geht die Sommergeneration nahe an die südliche Varietät
Diniensis. Bei Varen (2407') in der Nähe Leuk's von Christ gefangen.
Var. Lathyri kam ganz vereinzelt bei Basel und Liestal vor [Knecht^
Christ:. Auch Annäherungen an Erysimi fehlen nichf [Christ]. Die beiden
letztgenannten Formen von Oftringen (1216') und Lenzburg [Wu.). Unsere
Art geht im Gebirge höher hinauf, als man früher annahm. Bergün im Ge-
wände der Frühlingsform von Ende Mai bis in den Juli (Z.); oberhalb Zerraatt
nach der Julimitte [Trapp). Am Stelvio sogar noch bei 6000' [Wo.].
Colias Fab.
C. Palaeno L. Hb. 434. 435 und 602. 603) (Philomene) sowie Var. Eviro-
pomene O. und Var. Q Werdandi H.-S. 41. 42. 621).
R. an Vaccinium uliginosum.
Linne hatte wohl die nordische Form [H.-S. 403. 404), welche Stgr. als
Var. Lapponica aufführt (beim (J' oberhalb blassgelb, mit schmaler schwärz-
licher Randbinde und grünlicher Unterfläche der Hinterflügel), bei seiner Be-
schreibung vor Augen.
8 I. Rhopaloceren.
Bei uns in der Schweiz, wie auch im Schwarzwald (Torfmoor von Hin-
terzarten) sowie in den Vogesen (See von Lipach) kommt die typische Palaeno
vor, welche in dem Faunengebiet unmerklich in Var. Europomene {(^ kleiner,
lebhafter gelb, schwarze Binde breiter) übergeht. Die weiblichen Exemplare
fallen alsdann weisslich gelblich, schwach gelb oder lebhaft citronengelb aus
(Werdandi H.-S.) .
Der schöne Falter beginnt schon mit 2600'. Ende Juni und im Juli,
natürlich lokal, meist an nassen Stellen , wo die Nahrungspflanze vielfach
wächst, um vier bis sechs Wochen später in Höhen von circa 6500' zu endigen.
Auf den höchsten Flugplätzen fehlt er. Vom Wallis bis zur Ostgrenze Grau-
bündens bald seltener, bald häufiger.
Var. Werdandi aus dem Wallis {Anderegg); Alpen von Obergestein zwi-
schen 5—6000' [Frey); von Bellalp [6317'); M. Thion; Engelberg (3085'
[Christ); Engadin bei St. Moritz und Weissenstein (6249') [Frey) ; Berge um
Churwalden [Huguenin [Hug.]); Davos [R.-S.).
Ob C. Palaeno dem Tieflande zukomme, steht anhin. 31. erwähnt eines
bei Luthry am Genfer See, Trapp eines bei Burgdorf (1749') gefangenen
Exemplares. Dagegen schon vom Torfmoor bei Einsiedeln [Paul) ; ebenso
vom See des Taillieres im Neuenburger Jura [31s.) und aus dem Bernischen
von Tramelan [Ge].
C. Phioomone Esp. [Hb. 436. 437).
B. noch unbekannt.
Der schöne, namentlich im männlichen Geschlechte sehr variable F. (aus
welchem möglicherweise C. Hyale hervorgegangen ist) erscheint bald seltener,
bald häufiger auf dem ganzen Alpengebiete der Schweiz von der Westgrenze
bis zum Stilfser Joch. Nach der Erhebung schon vom Juni an bis tief in den
August. Als tiefste Fundstelle kennen wir Obslalden am Wallensee (2096')
[Christ). Ueber der Begion des Baumwuchses oftmals sehr häufig (z. B. Pass-
höhe des Albula). Höhengrenze etwa 7500—8000'.
C. Hyale L. [Hb. 438. 439. ? H.-S. 33. 34.
B. (sowohl grün als bunt gezeichnet) an Trifolium, Medicago, Coronilla,
Vicia und Hippocrepis comosa.
F. gemein in der ganzen Hochebene mit 2 Generationen, einer spär-
licheren (Mai und Juni) und einer reichlicheren (Juli bis September). Höher,
z. B. schon bei Bergün nur einmal im Jahre [Z.).
C. Hyale bewohnt nicht allein den Jura, sondern auch die Alpen und
zwar immer seltener und seltener werdend bis zu Höhen von 7 und 8000'
(z. B. Stelvio, Albula, Biffelberg) , wo sie mit Phicomono zu fliegen pflegt.
Etwaige Modificationen sind noch zu erforschen.
C. EdusaL. (///;. 429—331) und Var. Heiice Hb. [Hb. 440. 441 i.
B. an Cytisus, Onobrvchis und Medicago saliva.
Lycaeniden. 9
Vom F. gilt so zremlieh alles, was bei der vorhergehenden C. Hyale be-
merkt wurde.
Hochalpin. In vereinzelten, aber reinen Exemplaren begegnete ich ihm
auf den Alpen hoch über Sils-Maria im Engadin über 7000' ; noch höher sah
ich ihn einstmals auf dem Riffelberg bei Zermatt in etwa 8000' fliegen. Meine
(wenigen, hochalpinen Exemj^lare verhalten sich denjenigen der Ebene voll-
kommen gleich.
Im sonderbaren Sommer \ 879 war er in der ganzen Schweiz , nament-
lich mit der zweiten Generation überaus häufig. Ich sah ihn vom graubünd-
ner Weissenstein durch den ganzen Canton , namentlich bei Bergün Ende
August, ebenso später um Zürich überall in Menge. Gleiches meldete man
aus Basel.
Die weibliche Varietät Heiice, sonst selten, kam gleichfalls häufiger bei
Basel vor R.-S.\ Ein Exemplar auf dem graulmndner Weissenstein fing
damals H. Lanz.
ßhodocera Bsd.
Bh. Rhamni L. [Hb. 442—444).
R. an Rhamnus catharticus und frangula (im Gebirge vielleicht noch an
Rh. pumilus .
F. meiner Ansicht nach in zweifacher Generation , einer sommerlichen
(Juni und Juli , und einer herbstlichen (vom August an mit nachfolgender
Ueberwinterung' .
Im ganzen Flachlande gemein, aber nicht hoch aufsteigend. Zwar noch
häufig bei Tarasp (Killias [Kill.]) in 3417' Höhe und seltener schon bei Ber-
gün [Z.]. Vereinzelt (als Ausnahme einmal in beträchtlicher Höhe , so im
Canton Appenzell am hohen Kasten [Tä.) in 5538' Höhe, ebenso auf der
Gemmi am Daubensee (6791') [Trapp).
Rh. Cleopatra L. [Hb. 445. 446).
Dieser F., an dessen Artrechten ich, beiläufig bemerkt, stark zweifle,
wurde kürzlich von Madame Siiffert-Mieg im Canton Tessin am Monte Bre
getroffen.
Lycaeniden.
Thecla Fab.
T. Betulae L. Jib. 383— 385 .
R. an Schlehen- und Pflaumenbäumen im Frühsommer.
F. in einer spätsoramerlichen Generation von Ende Juli bis in den Herbst
hinein) bald seltener, bald häufiger in der Ebene , selbst noch bei Tarasp
häufig [Kill.), dann am Monte Generoso im Tessin (5199') [Jenner^ . Die nicht
Itedeutende Höhengrenze wie bei den verwandten Arten bedarf näherer
Feststellung. Bei Bergün fand ihn Z. nicht mehr.
10 I- Rhopaloceren.
r
T. Spini S. V. [Hb. 376. 377).
R. Ende Mai und im Juni an Rhamnusarlen, sowie Schlehen und Pflaumen.
F. im Thale weit verbreitet, keineswegs aber überall. Seine Flugzeit ist
im Allgemeinen der Juli. Er mag mit einer Erhebung von circa 4000' endi-
gen [M.-D.].
Basel, Liestal [Knecht^ Christ.; Zürich Katzensee [Hug.]; Schaffhausen
{Trapp): im Aargau am ganzen vvestlichen^^Jurazug , z. B. der Bechburg bei
Oensingen im Canton Solothurn (1819'] [R.-S.); bei Solothurn [Jenner); am
dortigen Weissenstein (3949) (Stygelos Rysi) sehr zahlreich [M.-D.). Im
Wallis von Brieg (2180'^ abwärts, stellenweise sehr häufig [M.-D.); dann aus
Graubünden, wie bei Alvaneu (4076') {Zeller-Dolder [Zell.-Dold.]) , Igis
(1773') [Amstein]: von Schuls (3725') und Tarasp (Ä7//., Wo.).
T. W. album. Knoch. [Hb. 380. 381).
R. an Linden und Ulmen.
F. im Juli. Bern in den Lindenalleen um die Stadt öfter; Burgdorf
{M.-D.); im Canton Waadt selten {Laharpe [Lah.]); von Basel (R.-S.),
Liestal [Christ); der Bechburg [R.-S.); von Marly bei Freiburg (1804'); Neuve-
ville am Schlossberg 1654' {Coul.) ; von Zürich (Balgrist [Zell.-Dold.] und Ütli-
berg [Hug.]).
T. Ilieis Esp. (Linceus Fab.) {Hb. 378. 379).
R. an Ulmen und Eichen.
F. im Juni und Juli. Basel [Knecht); Liestal {Christ); von der Bechburg
{R.-S.); Burgdorf; Solothurn; St. Blaise-Neuveville (Coi</.j ; in der Waadt
öfter {M.-D.) ; Gysulafluh bei Aarau (2379') [Hug.)., und im ganzen Aargaui-
schen Jura {W'U.); lokal um Zürich; um St. Gallen selten (Tä.), auch von
Ober-Utzwyl {Wegelinj; aus Graubünden von Igis [Amstein) und von Goltura
im Bergell (3091') {Bazzigher [Baz.]).
T. Acaciae Fab. {Hb. 743—746).
R. an Schlehen.
F. nur lokal im Juli. Bieler See auf dem Mugglinger und Tramberg in
Weinbergen [Rthb.); ferner im Canton Aargau bei Oftringen und Aarburg
(1236') [Wu.); von Basel [Knecht); Liestal {Christ ; von Tramelan {Ge.); der
Bechburg [R.-S.]; Zürich {Zell.-Dold.;.
T. Pruni L. Hb. 386. 387).
R. an Schlehen.
F. lokal von Mitte Juni bis in den August. Basel und Liestal [Knecht,
Christ); im Aargauer Jura [Wu.'; St. Blaise-Neuveville [Coul.); Aarberg und
Schupfen {Rthb.); Lausanne und Orbe (1376') {Lah.); Schaffhausen nicht selten
[Trapp.); Zürich am Katzensee {Hug.); in Graubünden bei Igis {Amstein) und
Chur :ä7//. und Ca/lisch [Caß.]).
Lycaeniden. 11
T. Quercus L. Hb. 368—370^ und Ab. Bellus Gerhard [Hb. 621).
R. an Eichen.
F. wohl überall wo Eichen wachsen and mit ihnen endigend, bald sel-
tener, bald häufiger. Die Cantone Basel und Baselland, Solothurn, Aargau,
Bern, Waadt, die Urcantone , Graubünden, St. Gallen, Schaffhausen und
Zürich. Ein Thier des Tieflandes.
Die schöne Var. Bellus mit rothen Vorderflügelflecken wurde vor langer
Zeit einmal bei Winterthur von Pfarrer /?or(/or/" gefangen.
T. Rubi L. [Hb. 364. 365. 786).
R. polyphag. Ich erzog sie vor langen Jahren mit Genista tinctoria. An-
geführt sind ferner Spartium scoparium, Cytisus, Onobrychis , Rubus (?),
Sedum palustre. Sicher an Vaccinium vitis idaea Z. {und wohl auch an
Helianthemum vulgare) .
Ueberall in der Tiefe, schon mit einfacher Generation im April und Mai
beginnend; in der Höhe, wo das Thier seltener wird, bis weit in den Juli
hinein fliegend.
Im Thale des Ober-Engadin [Pfaffenzeller) ; bei Bergün noch häufig (Z.).
Sie geht vereinzelt noch bis zum graubündner Weissenstein , fehlt dagegen
der Passhöhe des Albula gänzlich, während sie Wo. am Stelvio noch auf der
Franzenshöhe antraf, wie schon früher in Norwegen auf Dovrefjeld bei Fok-
stuen. Die Exem[)lare ändern dabei nicht, weder in unseren noch den nor-
wegischen Bergen.
Polyommatus Latr.
P. Virgaureae L. [Hb. 349 — 351) und Var. Q Zermattensis Fallou.
[An. S. Fr. 1865, 101, PI. 2, 3).
R. an Rumex acetosa und Solidago virgaurea.
Auffallender Weise der schweizer'schen Ebene fehlend (bei Chur einmal
[Cafl.]), dagegen im Jura an höheren Lokalitäten häufig, stellenweise in Un-
zahl, ebenso in Alpthälern bis zu beträchtlicher Höhe, z. B. Wengernalp
(5797'), Fuss der Furka, Ober-Engadin (5500'), Bergeil, Stelvio hier bis
7000' nach Wo. Die Flugzeit mit Ende Juni schon beginnend tlurch den
Juli bis in den August.
Das Weib unseres alpinen P. Virgaureae hat nicht mehr die lebhaft gold-
roth braune Farbe. Es erscheint mehr und mehr braunglänzend, z. B. im
Ober-Engadin (schon bei Bergün^, und wird durch zunehmende Verdüsterung
allmälig zur Walliser Varietät Zermattensis (deren Vorkommen im Maderaner
Thal schon Stehelin-Imhof erwähnt) . In Zermatt Ende Juli und Anfang August
im Jahre 1869 selten von mir getroffen. Aus dem benachbarten Saasthal
und von Evolena [R.-S.) . Sehr schöne Stücke erhielt ich später von Anderegg.
Die dazu gehörigen Männchen behalten so ziemlich den allen Typus ; doch
12 I. Rhopaloceren.
etwas kleiner, bisweilen mit etwas breiterem Aussenrand der Flügel. Zu-
weilen auf dem vorderen Flügelpaare mit schwarzem Queraderstrich des
ersten Flügelpaares. Doch kommt letzterer auch an Exemplaren anderer
tieferer Gegenden vor.
P, Chryseis S. V. Hb. O. (Eurydiee Rottenbach) [Hb. 337. 338) und
Var. EurybiaO. (Eurydiee Hb. Esp.) Uh. 339— 3i2).
R. auf Rumex-Arten.
F. im Sommer nach der Höhe vom .luni bis in den August. Durch das
schweizer sehe Tiefland und niedere Gegenden ;der Alpen wie des .Jura sehr
verbreitet, aber nur lokal und an manchen Orten selten. Die Drainirung
bereitet dem auf nassen Wiesen lebenden Thiere den Untergang, wie es z. R.
l)ei Zürich, wo ich es vor 25 Jahren fing, verschwunden ist.
Aus dem P. Chryseis der Ebene geht nun allmälig die alpine Varietät
Eurybia hervor, deren Weiber eine analoge Verdüsterung wie diejenigen des
P. Virgaureae zeigen, aber allerdings sehr variiren. Var. Eurybia (wohl die
alpine Stammform, [S. 4|) ist in unseren, namentlich südlichen Alpen vom
Wallis bis zum Stelvio weit verbreitet, an manchen Stellen und in einzelnen
Jahren massenhaft, so dass sie z. B. im Ober-Engadin, St. Moriz, Sils-Maria,
zwischen Pontresina ;5566') und den Bernina Wirthshäusern (6321' zu Hun-
derten auf den Wiesen, namentlich um Polygonum bistorta fliegend, zur Be-
lebung der Gegend beiträgt. Ueber 4000' scheint jene Varietät die alleinige
Form geworden zu sein, so bei Andermatt (4445') {vo)i SchenJi], bei Bergün
(Z. ]. Ueber der Grenze des Baumwuchses, beispielsweise auf dem Albula-
Passe (Frey), erlischt sie rasch.
P. Hipponoe Esp. (Alciphron Rottb.) Hb. 356. 356) und Var. Gordius
Sulzer [Hb. 343—345).
R. an Rumex im nördlichen Deutschland).
P. Hipponoe erscheint nur äusserst selten bei uns, so Engelberg im Juli
[Freyi und Viesch (3244') im Oberwallis Ende Juni [Trapp], wird aber im
Bergeil häufig iBaz.) und ])ewohnt den Elsass [Chiist].
Die Varietät Gordius am Südrande des Faunengebietes , obgleich hier
stellenweise höher aufsteigend im Juli und August, so im Wallis, dem unteren
wie dem oberen (bei Viesch, Naters (2385'), Zermatt, Saas (4932'), Gondo
(2164')); von Chamouny, sowie auch dem Mont Saleve bei Genf (3605') [Lah.].
dem Tessin bei Bellinzona [Jenner); Bergell [Baz.]; ebenso unterhalb und
auch noch oberwärts in Trafoi am Stelvio (Frei/, Wo.). Mir kam das Thier
überall nur selten vor, namentlich im weil)lichen Geschlechte.
P. Circe S. V. (Dorilis Hufnagel) [IIb. 334 — 336) und Var. Montana
M.-D. (II. 2j (Subalpina Speyer).
R. an Kumex-Arten.
F. an sonnigen Stellen der schweizer'schen El)ene von Basel bis Grau-
Lycaeniden. 13
bünden, und auch bei Lugano 926' [Hiig.), ebenso am Jura Wu. ; hier
bald seltener, bald häufiger in zwei Generationen (Mai. dann August und
September) .
Die schöne grössere alpine Varietät mit ihren wiederun) sich mehr und
mehr verdüsternden weiblichen Stücken weit durch das südlichere Alpen-
gebiet verbreitet, wenn auch uieistens selten. Evolena f/i.-.S.!; Zermatt
[Frey); Simplen [Ja.]; Gotthard, Urweid, Guttannen [M.-D. ., Gailmen Hä.);
nach dem Surenenpass (Höhe 7076') bei Engelberg [Christ : Prättigau Kill.];
Bergün [Z.]: Sils-Maria und Samaden 3362' Frey.
P. Phlaeas L. [Hb. 362. 363) und Var. Eleus Fab.
R. an Rumex acetosa.
F. vom April bis in den Juli und dann im August und im Anfang Sep-
tember. Er geht bis in den höchsten Norden Europa's, beschränkt sich je-
doch auf die schweizer sehe Ebene und niedere Berge etwa bis gegen 3000',
da aber wohl überall vorkommend. Ausnahmsweise trafen ihn jedoch Wo.
noch bei Trafoi und von Schenfi im Ober-Engadin. Niemals sah Z. bei Bergün
das Thier, während es in der Höhe von Tarasp [Kill.] vorkommt und selbst
das Davos erwähnt wird.
Die beiden Generationen erscheinen im Süden unter differentem An-
sehen. Die verdüsterte sommerliche Erscheinungsform mit verlängertem
Afterwinkel und Schwänzchen ist bekanntlich mit dem besonderen Namen
Eleus versehen worden. Annäherungen an sie beobachtet man im Tessin
und dem Wallis [Trapp). Vereinzelt kommt endlich der vollendete Eleus
hier und da einmal an heissen Stellen vor. so im rnterwallis [Ms.]; von
Naters [Christ]; dann zwischen Gamsen (2044') und Vispach 2093' M.-D.)^
von Hüningen [R.-S. .
P. Helle Hb. (Amphidamas Esp.) Hb. 331 — 333 .
R. an Rumex acetosa, auch an Polygonum bistorta.
F. bei uns als Gebirgsthier. Ende Juni und noch im Anfang Juli ganz
lokal und immer spärlicher werdend. Am Ober-Gurnigel über dem Schwarz-
brünneli in 4020' kam er früher häufig vor [M.-D.]. Seither ist die Gegend
entsumpft und Helle F. verschwunden. In alter Zeit fing ihn Ms. auf dem
Moleson 6172') und vermuthete ihn auf der ganzen Bergkette , welche aus
dem Canton Bern in das Freiburger Ländchen zieht.
Zur Zeit nur vom Hasliberg bei Meiringen R. Snell ; aus dem Justis-
thale amThunerSee [Jenner j; vom Pilatus [Wu.) und zwar von der Emsigen-
Alp, wo ihn Dr. Christ 1877 erbeutete; sowie Aelpithal am Stockhorn
[Ruegsegger] . i) '
I; Gurnigel-Exemplare 'Ja."; unterscheiden sich in mancher Hinsicht von nord-
deutschen. Die Männchen sind heller mit sehr lebhaftem violettem Schiller und be-
trächtlich breiterer rother Fleckenbinde am Hinterflügelrand. Die HintertUigel unter-
wärts selber. Die Weibchen erscheinen ebenfalls lichter, in den erwähnten rothen
14 I. Rhopaloceren.
Lycaena Fab.
Ii. Baetica L. [Hb. 373—375].
R. in den Samenhülsen von Colulea arborescens (anderwärts auch den-
jenigen des Spartium scoparium).
Seit den Tagen Füssly's, welcher vor mehr als 100 Jahren das Thier im
Unter-Wallis gefunden halte , sind einige wenige vereinzelte Stücke im
Faunengebiete gefangen worden. Basel [Dickenmann)\ Hottingen (Züricher
Vorstadt) am 13. August und 6. October 1879 zwei (^j^ (fi. Stiell) ; früher
schon bei Lausanne [Lah.)J)
L. Amyntas S. V. (Argiades Pall., Tiresias Rottb.) (Hb. 322—324) und
Var. Polysperchon Bergstr. [Hb. 319), Var. Coretas (S. V.) O.
R. an Trifolium pratense und arvense , Medicago falcata und lupuliua,
Lotus corniculatus, Anthyllis vulneraria und Pisum sativum.
Die Frühlingsgeneration (Mai) ist der kleinere Polysperchon, zu welchen
die auf der Unterseite der Hinterflügel der rothen Flecken entbehrende
Aberration Coretas gezogen werden muss; die Sommergeneration (Juli,
August) stellt den grösseren Amyntas dar. Letzterer dürfte im Faunen-
gebiete die spärlichere Form bilden.
Wohl durch das ganze Tiefland , an offenen sowohl trocknen als nassen
Waldstellen, meistens nicht häufig. Die offenl)ar geringe Elevation bedarf
genauerer Studien.
L. Aegon S. V. (Argyrotoxus Bergstr.) [Hb. 313 — 315).
R. an Ononis spinosa, Colutea arborescens und Genisten.
F. wohl überall, vielfach gemein an offenen trocknen wie nassen freien
Stellen und in Wäldern. In der Ebene in zwei Generationen (Mai und Juni,
Juli und August). Höher im Gebirge nur einmal im Jahre. Er überschreitet
in den südlichen Thälern 4000', so bei Zermatt, am Simplen, Bellalp (/«.),
bei Bergün (Z.), im benachbarten tii-oler Dorf Trafoi. Hier häufig in kleinen
dunklen Exemplaren , im männlichen Geschlechte mit auffallend breiter
schwarzer Randbegrenzung (Frey). Walliser Exemplare (wohl aus der Tiefe'
mit braungrauer Unterseite und sehr kleinen Augenflecken [M.-D.j.
L. Argus L. [Hb. 316 — 318) und Var. ^ Argyrognomon Bergstr. und
Var. Aegidion Ms.
Als Futterpflanzen gelten Genisten (Spartium scopariuni; Melilotus, Tri-
folium, Onobrychis und Lotus corniculatus.
Flecken den Männchen ähnlich. Die Hogenreihen violetter Zeichnungen auf beiden Flügeln
hell und sehr gross. Auf den vorderen iiaben sie eine Kreis-, auf den hinleren eine llalb-
niondform.
1) L. Telicanus Lang nach allen Angaben von Wredoiv im Misox, selbst bei (Ihur,
nach Eisenriny bei Ragaz. Niemand konnte dieses bisher bestätigen.
Lycaeniden. 15
F. (ich halte ihn für gute Art in der Eljene mit den zwei Generationen
der L. Aegon, im Gebirg nur einmal.
Die Tiefform, deren vereinzelt vorkommende blau überflogene weibliche
Exemplare die Abweichung Argyrognomon darstellen, findet sich im Faunen-
gebiete nur lokal, so z. B. bei Basel und Liestal [Knecht . Christ); auf dem
Aargauer Jura [Wu.): von St. Blaise-Neuveville (Co?//.); um die Bechburg
[R.-S.]. Argus ist häufig im Hauptthale des Wallis . vom Genfer See bis
nach Sierre (1665') und Brieg (2180') (3/.-Z>. ; selten bei Ghur [Cafl.); um St.
Gallen [Ta. und Degersheim (2654' i 'Müller] : aus dem Gadmenthale [Hä.];
und an anderen Orten, wie Zürich, gänzlich fehlend.
Var. Argyrognomon fing Wu. meistens bei Vevey.
Mit steigender Elevation wird unser Thier kleiner, im männlichen Ge-
schlechte trüber blau, im weiblichen bleibt es fast ausnahmslos braun. Die
Unterseite gestaltet sich bräunlich grau, die jVugenflecke kleiner; das Both
wird trüber. Dieses ist Ms.'s Var. Aegidion. Noch l)ei Bergün ist das
Thier ein Argus : allein es bräunt sich die Unterfläche (Z. . Am Weissenstein
zeigt sich bald Argus, bald Aegidion, im 01>er-Engadin nur letztere Varietät
[Frey] . Aegidion ist übrigens auf den Hochalpeu vom Wallis bis zur Ost-
grenze Graubündens sehr verbreitet. Die Baumgrenze überschreitet sie nur
in vereinzelten Exemplaren. So traf ich sie auf der Passhöhe des Albula
nur ganz selten und auf den höchsten Flugplätzen der Alpen niemals, i)
L. Optilete Knoch {Hb. 310—312), Var. Cyparissus Hb. (///). 654 — 657),
B. an Yaccinium uliginosum . vielleicht auch an V. myrtillus und V.
oxycoccos.
Die Stammart fehlt wohl. Im Gebirge, schon im Torfmoor bei Einsie-
deln [Paul] (Juli und August), erscheint die auch dem Norden angehörende
kleinere Var. Cyparissus, vielleicht mit etwas hellerer Unterseite.
Lokal aber in grosser Ausdehnung durch das Alpengebiet der Cantone
Wallis, Bern. Unterwaiden und Graubünden. Elevation von ungefähr
4_7000'.
L. Battus Hb. (Orion, Fall., Telephii Esp.) (Hb. 328—330).
R. an Sedum telephium und (?, album.
F. vorwiegend im Tessin , dort mit doppelter Generation (April und
Juni, sowie Juli mit August), sowie in den italienischen Thälern Grau-
bündens.
1) L. Lycidas Trapp. Trapp (Mittlieil. d. Schweiz, ent. Ges. I, 103) unlersclieidet
als Mittelform zwischen L. Aegon und Argus dieses Thier, welches im letzten Drittheile
des Juni an nassen Stellen auf der Simplonstrasse etwas oberhalb Brieg 1857 von ihm und
1861 \on M.-D. erbeutet wurde. Ich sali vor langen Jahren ein paar Stücke dieser Lycaene,
welche aber bei ihrer bedeutenden Grösse sicher nicht hierlier geboren können, aber nur
flüchtig, so dass ich mir kein Urtheil erlaube. Spätere Versuche, mir behufs genauerer
Prüfung Exemplare zu verschaffen, blieben resultatlos.
16 I. Rliopaloceren.
Im Tessin bei Faido (2201') {A. Gerber) , schon zwischen Dazio grande
(2869') und Giornico (1216') [Ms.], bei Biasca (1043') (Gerber], bis herab nach
Magadino (616') [M.-D. und Trapp): die Sommerfalter hier beträchtlich grösser
als die Frühlingsgeneration ; Lugano oft (M.-D.); von Crevola, Südseite des
Simplen (1031') [Ja.]; Bergeil und Misox (Kill.); Puschlav (Gerbe)-). Aus der
Thalsohle des Ober-Engadin (?) (Pfuffenzeller , Mgb.). Ferner von der Süd-
seile des Simplen, bei Isella (2042') an Sedum album (!) häufig (Ja.).
L. HylasS. V. (Baton Bergstr.) [Hb. 325—327).
R. an Thymus Serpyllum und Coronilla varia.
F. in den gewöhnlichen zwei Generationen durch die schweizer'sche
Ebene weit verbreitet, vielfach aber selten. Basel [R.-S., Knecht); Lostorf
(1294'); Canton Solothurn [Stehelin-Imhof) ; St. Blaise-Neuveville (Cow/.); Bech-
burg (R.-S.); Aarberg (Rthb.); Burgdorf (M.-D.) ; Gadmen (Rü.); Waadtland
(Lah.); im Wallis [M.-D.), so von Berisal (Jü.). Für die Niederungen Grau-
bündens fehlen Mittheilungen. Auf den Alpen (und das Thier geht, wie ich
bei Zermatt und auf dem Albulapass sah, bis zu 7000' Meereshöhe) in weite-
ster Verbreitung (Cantone Waadt, Wallis, Bern, Graubünden] . freilich mei-
stens vereinzelt, aber ohne erhebliche Abänderungen.
L. Pheretes Hb. [Hb. 495. 496. 548. 549].
R. unbekannt.
F. nur auf den Alpen (dem Jura fehlend). Er dürfte unter 5000' be-
ginnen, um mit 7000' und mehr zu endigen.
Durch das Hochgebirg in weitester Verbreilung (Alpen von Waadt,
Wallis, Bern, Uri , Unterwaiden, Luzern (Bründlen Alp des Pilatus [TFm.]),
von Glarus, St. Gallen, Appenzell, Graubünden.
Das gewöhnlich seltenere Thier im Juli und August fliegend. Die sehr
spärlichen Weiber etwas abändernd. Ein sehr schönes Exemplar mit bläu-
lichen Mittelflecken in der Escher-Zollikof er' sehen Sammlung der Zürcher
polytechnischen Schule.
L. Orbitulus De Prunner) (Hb. 522—525. 761. 762).
Die schöne R. fand vor einigen Jahren Gustos Royenhofer am Stelvio
unter Steinen. Die Nahrungspflege noch immer unbekannt.
Auf allen Alpen des Faunengebietes (untl schon auf dem Pilatus I ITw.])
vom Montblanc bis zum Stelvio, oft ungemein häufig. Vertikale \'erbreitüng
von ungefähr 5 — 8000' und mehr (so am Gornergrat bei Zermatt).
Die schöne, ruhig fliegende Lycaene variirt schon bei uns nach Grösse,
Flügelschnitt, Farbe, dunkler Randbegrenzung der männlichen Flügel, nach
Zeichnungen und Färbung der weiblichen (letzlere erhält zuweilen an der
Flügelwurzel leicht bläulichen Anflug) ungemein, ohne dass ich lokale Ver-
schiedenheilen zu erkennen vermochte.
lAcaeniden. 17
Eine schöne Aberration des Q [H.-S. 24. 25 [fiiischlich als Aquilo be-
zeiclinel) mit ansehnlichen weissiichen Mittelzeichen beider Flügel, mit einer
Bogenreihe weisslicher Flecken des vorderen und ein paar gleichen Fleckchen
auf dem hinteren Flügelpaare kommt im oberen Engadin seilen vor.
Auf den Pyrenäen verändert sich unser Thier zur Var. Pyrenaica (Bsd.);
auf den Hergen Kleinasiens und Armeniens , al)er auch auf der si)anischen
Sierra nevada, wird sie zu Var. Dardanus [Freijer [Frr.]) . Im höchsten Norden
erhalten vsir L. Orbitulus zuletzt als verkümmerte kleine, monomorphe
Form, als Aquilo [Bsd.]. Die sibirische Varietät Wosnesenskii (Menelries)
kenne ich nicht.
L. Agestis S. V. (Astrarehe Bergst. Medon Esp.) [IIb. 303 — 305).
U. an Erodium ciculailum, aber auch noch an anderen Pflanzen.
F. in grösster Verbreitung. Im Flachlande ziendich spärlich oder ge-
radezu seilen in den zwei Generationen (herbstliche im August und Sep-
tember). Die Stücke der ersten Generation tragen oberwärts nur Anfänge
oder Spuren rothgelber Randmonde, während sie bei den Sonunerexemplaren
über alle \ier Flügel grösser und deutlichei' sich gestalten. Im Süden ist
letzteres in noch höhcM'em Grade der Fall, womit sich statt der Ixu uns grauen
Unterseite eine bräuidichgelbe verbindet [M.-D.].
Mäuhgei" dann am .Iura ;in heissen Stellen, wo er hoch aufsteigt (Vy'eissen-
stein, Chasseral, Dole [5175'j etc.) und im Eingang mancher vVIpenthäler, um
mit ihnen und auf den Alpen zu ansehnlicher Erhelning zu gelangen. In
den Walliser, Berner und (iraubündner Alpen namentlich gemein im Hilde
der Frühlingsgeneration mit allmählichem Verschwinden aller rother Fleck-
chen der Oberseite l)eim Männchen, widu'cnd den weiblichen F^xemplaren
immer noch erheldichere Randmonde anhaften (Z., Fvey.. Die Generation
wird hierbei (schon bei BergUn Z.) einfach. Ilöheugrenze etwa bei 6500'
beginnend. Vereinzelt noch iUiei- 7000'.
L. Eros O. (///;. 555. 55(>. 11. -S. 212. 213).
R. unbekannt.
F. im .lidi und August namentlich in den Walliser, Berner und Hündnei"
Alpen, in letzteren wohl am häuligsten , schon zienili<'h lief etwa mit 3500'
beginiu'ud. [Tfupp traf ihn einstens schon bei Slalden im Nikolaithal in
2567' und Jü. kürzlich sogar bei Viege) . Hei 5 und 0000' stellenw eise häulig,
bei 7000' nur noch sehr spärlich iz. B. Albulapass).
hAolena (/?.-.S'.i, Zermatt, luden [M.-D.], Berisal bis (iondo und isella
[Ja.]] über den Hadern von Leuk, auch auf der Genuni am IJaubensee [Trapp);
M. Thion Chrisl); bei Kandersleg; Hreitbodenalj» idter Meiringen [iM.-D.);
Gadmen [Rä.. C/n-isl). Im Ober-Iuigadin slellenw(>ise gemein; Sils-Maiia,
St. Moritz, Celerina (530()'), Samaden (5:{()2'), Pontresina. Am Weissenslein
bei Bergün (selten) nach Z. Von Tai-asp [Christ.]. Im Davos und dem
Misox (Ä7//.).
Frey, Lepidopteren. 2
^8 I. Rhopaloceren.
Die Männchen etwas vnriirend. Die (seltenen) Weiber hier und da mit
weisslichem Queraderfleck des Vorderflügels (Z.), gewöhnlich nur schwach
bläulich angehaucht, selten ganz bläulich üJ)erflogen, wie es analog l)ei
L. Alexis, Adonis etc. bemerkt wird.
L. Alexis S. V. (Icarus Rottenb.) {IIb. 292 — 29'i) und Var. Icarinus
Scriba [Frr. 676. 'I. 2).
R. an Ononis spinosa, Medicago falcata und minima, Trifolium monta-
num. Noch erwähnt sind Melilotus, Genisla, Astragalus und sogar Fragaria.
F. in doppelter Generation, wo7ai in warmen Jahren und Lokalitäten noch
eine dritte herbstliche Erscheinung kommt. So fand z. B. Jenner Mitte
September diese Art am Monte Generoso.
In der Ebene überall gemein, ebenso im niederen Gebirge, um zulelzl
auf höheren Alpen seltener zu werden und mit etwa 7000' zu endigen.
Die Frühlings- und Sommergeneration bieten wenig Difl'erenzen im
Faunengebiele dar. Die Männchen des Sommerfluges zeigen mehr röthlich
schinuiierndes, die des Frühlings mehr reines Blau [M.-D.) . Blau id)erllogene
Weibchen von Kalkboden, aber auch autleren Stellen der Ebene. Auf den
Alpen fehlt der blaue Anflug gewöhnlich ganz oder erscheint nur einmal
schwach. Die Randflecke bleiben hier kleiner.
Die Ab. Icarinus (Alexius Frr.) (ohne schwarze Basalpunkle der Unter-
seite der Vord(>rflügel) ganz vereinzelt unter der Schaar typischer Stücke, so
z. B. von Zürich (Jlug.); von Basel [Knecht)] der Bechburg [H.-S.); von Aigle
(1290'); Naters und Evolena [R.-S.).
L. EumedonEsp. illh. 301. 302. 700. 701).
R. soll in den Früchten von Geranium sanguineum leben,
F. in der Ebene nur ganz vereinzelt, so z. B. 1865 im Bremgartner
Walde bei Bern. Vom Jura, so am Ghasseral in 3500', auch oberhalb Neuve-
ville [Colli., Rthh.). Dann in den Alpen, aber wohl nirgends gemein. Alpen
des Waadtlandes oberhalb Bex und Ormond [Lah.]; Gemmi bei Kandersteg
3700' und Breitbodenalp bei Meiringen [M.-D.); im Wallis bei Evolena [Trapp
und R.-S.); Zermatt [R.-S.); von Saas und Turtmann (2070') [Christ); über
Visperterminen (4205'); bei Baltschieder (4760') [Trapp); vom Simplen [Der-
selbe und JH.); Leuk [Ja.); von Bergün (/.); aus dem Ober-Engadin, bei Sils-
Maria, St. Moritz, Celerina, Samaden (Muoltas (7942') [Wolfensberger]) (aber
immer vereinzelt); von Trafoi unterhalb der Franzenshöhe [Wo., Frey).
Die Walliser Exemplare öfter noch mit rolhen Randflecken auf den Ilin-
tei-flügeln , wähi'cnd die ans Gi'aubüntlen und Trafoi nur i)eim Q S|)uren
jener erkennen lassen.
Von lüide Juni ])is Anfang August. Ilöhengrcnze etwa 6500'.
Lo Icarius Bsp, (Amanda Sehneid.) [IIb. 283 — 285. 752—754).
I''. nm- in der östlichen i^k'ke unseres Faunengebietes hei Tarasp [Kill.),
doi-l ;iImt in Mclir/.ilil. Audi iinlerliiilb Ti-.il'oi im Juli.
Lycaenideii. 19
L. Escheri Hb. (Agestor God.) Hb. 799. 800. 867. 808).
R. iin])ekannl.
Der südliche F. nur in's Wallis liereinragend ; dort im Juli stellenweise
an blumigen Halden liäulig. Im Hauptlhale bis Brieg lieraul" [M.-D.] ; von l.euk
(Ja.); Evolena [R.-S.]; Zermatt [Frey]^); Saas [Christ); am Simplen und zwar
von Berisal bis Gondo [Ja., Ch)-ist) und auf der Südseile ])ei Isella [Ja.].
L. Adonis S. V. (Bellargus Rottb.) [Ifh. 298—300) und Var. Ceronus
Esp. [IIb. 295—297).
R. an Hijipocrepis comosa, Genista sagittalis, Trifolium, Coronilla und
Stacliys.
F. bei uns im Tieflande wohl überall, bald seltener, l)ald häufiger in
(Ion zwei Generationen so vieler Lycaenen (Mai und einer häufigeren im Juli
und August), im Gebirge allmälig mit einfacher.
liier am Fusse des Jura und in manchen Alpenthälern häufig. Höher
im alpinen Ge]>irge, kaum mehr häufig zu nennen, so z. B. im oberen Enga-
din, wähi'end ihn Z. bei Bergün noch zahlreich antraf. Höhengrenze etwa
6000 — 6000'. Auf Albulapass sehr selten [Frei/j. Die alpinen Weiber fast
einfarbig braun oder nur sehr schwach bläulich angehaucht.
Die prachtvoll blaue Varietät des Q Ceronus von Basel [Knecht) uiul
Liestal [Christ); von Bern [Ja.).
Die merkwürdige seltene Aberration Cinnus [Hb. 830. 831) ohne Augen-
Hecke auf der Unterseite der Flügel aus dem Basel benachbarten Solothurni-
sclien Dorneck (911') [Knecht, Leonhart).
L. Corydon. Poda. Scop. [IIb. 286—288) und Var. Syngrapha Kefer-
stein [IIb. 742).
R. auf Coronilla, Vicia, Aslragalus, dann von Hippocrepis comosa [Frey).
F. in einer einzigen sonunerlichen Generation im Juli und August. Bald
seltener, bald häufiger, zuweilen massenhaft. Ganz fehlend bei Burgdorf,
im Emmenthal und 01)erargau [M.-D.). Nur ganz lokal bei Bern [Beut.].
Anderwärts, namentlich auf Kalkboden , so am Fusse des Jura [M.-D.) und
im Hauptlhale des Wallis [M.-D.. Frey) unsäglich gemein. Ebenso recht
häufig in niederen Alpen; häufig bis 5 und 6000' (so im Engadin). 7000'
erreichen selbst in unseren südlichen Alpen nur vereinzelte Exemplare.
Unsere schweizer'sche L. Corydon ist etwas kleiner als norddeutsche
Stücke, der Mann mit schmaler schwärzlicher Randbinde und etwas lilasserer
Grundfarbe ; das Weib ohne nennenswerthe Verschiedenheit. Im Hochge-
birge begegnet man ganz dem gleichen Geschöpf, nur ^^ird es kleiner.
Var. Syngrapha fand sich einmal bei Tramelan [Ge.). Ich sah sie.
1) Eine prachtvolle männliclie Aljeri'alion, die äussere Fleckenreihe der Unterseite auf
beiden Flüiieln in Striche aiisiiezoi^en, fing ich dort in den ersten Aiigusltai^en 1Sß9.
20 !• Rhopaloceren.
L. Dorylas Hb. (Hylas Esp.) [Hb. 289—291).
R. an Trifolium und Melilotus officinalis.
F. in der Ebene zweimal (Mai und Juni, dann Juli und August) gewöhn-
lich selten, noch am meisten auf kalkigem Boden. Selten oder spärlicher
bei Basel (C//r/s/); vom Berner und Neuchateier Jura [CoiiL); Zürich {Frey);
vom Gadmendiale [Rü.]; St. Gallen [Tu.); öfter im Wallis, so z. B. ])ei Viege
und Berisal [Ja.) ; hier und da in Graubünden , sowie unseren südlichen
Thälern. Erhebliche Aberrationen sind selten. 1876 im August traf ich
ein prächtig blaues ^ am Stulser Weg bei Bergün. Kleinere Exemplare
von Zermatt [Frey). Die Höhengrenze scheint bei 5000' zu liegen. Natür-
lich ist hier die Generation zur einfachen hochsommerlichen geworden.
L. Daphnis S. V. (Meleager Esp.) [Hb. 280—282).
R., wie es scheint, unbekannt.
F. nur ganz vereinzelt im Südwest- und südöstlichen Faunengebiete.
Im Wallis zwischen Varen und Siders [Mb.); an letzterem Orle Ende Juni
[Ja.); Salgetsch (2170') [Benf.) und Pfynwald (1715') zwischen Leuk und
Sierre. Dort ei'hielt einstens Trapp am 19. Juli zwei frische männliche
Exemplare. Dann von Viege [Ja.], heim Kurhause von Tai-asp [Pestalozzi-
Hirzel und Kill.).
L. Dämon S. V. [Hb. 275—277).
R. an Onobrychis (und gewiss noch verwandten Pllanzen).
F. im Juli und August. SchaUhausen [Trapp); St. Gallen [Tä.); Zürich
[Breini, Frey); Baden (1 159') (F/'c^); sonst im Aargau vereinzelt [Wu.); Licslal
[Christ); Ariesheim (1062') [Knecht). Gegen die Berge hin, sowohl nach dem
Jura wie den Alpen häufiger, stellenweise, wie im Wallis sehr gemein nn er-
dend (und auch stellenweise ganz fehlend, so nach Z. bei Bergün .
In den Walliser, Berner und (iraubündner vMpen bis gegen 6000'. Üie
Exeni|)lare kleiner, sonst keine erheblichere Umänderung.
L. Donzelii Bsd. (///;. 955-957. II. -S. .351. 352).
R. unbekaiml.
Der F. (im Norden und in Asien \^ i(>der- vorkommendi Itewohnl bei uns
in (Mufacher Son)in(M'gen(Mali(in die yMpen, meislens lokal und s(>lleii, nanuMit-
licli das Weil». Die schwciztM-schen iMännclien dunkler und (ruber, als noi-d-
russisclie |{\('m|>lai(^ (von Pctrosowodsk am Onega See).
bu Wallis. Z(>inia(t [Frey); Saas [U.S.); Turlmanlhal [Christ); Simplon
[Andcreyy). Im JMigadin Sils-Maria , St. Moritz , Celerina , Samaden (F/(!//
u. A.); Val Bosegg, auf dem Weg(! zum Gletscher- [\Volfensl)eryer]; ValBevers
[ZeU.-l)<)l(l.\ IJei TiaCoi unlerhalb der Franz(>nsliölu' öftei- (Hol. Den cen-
tralen und nördliclicn Alpen sclieinl das Thi(>rchen zu fehlen. Die vertikale
Verltreiliing etwa von lOOO' bis zu 6000 und 6500'.
Lycacnidcn. 21
L. Argiolus L. [IIb. 272—274).
R. an Rhamnus frangula. Andere Nahrungspflanzen unsicher.
F., in der Regel selten, doch wohl durch den ganzen ebeneren Theil
unseres Faunengebietes in zwei Generationen (April und Mai, dann .luli und
August) verbreitet. Bei Sion (1625') un Mai sehr häufig [Trapp). Die ver-
tikale Verbreitung eine geringere. Man traf ihn in 2700' oberhall) Leuk
[M.-D.]. dann höher im Sertigthal und Bergell [h'/'U-), ferner bei Göschenen
auf der Gotthardslrasse in 3386' [R.-S.) ; endlich vom Solothurner Weissen-
stein [Ja.].
L. Sebrus Bsd.
H. unbekannt.
Der südliche F. im Wallis in doppelter (Generation April bis in den
•luni, dann um Mitte .luli [M.-D.\'].
Von iUgle (1290') li.-S., CIn-isl) bis nach Brieg an sonnigen oder feuchten
Stellen, hier oft sehr häutig, namentlich in der Frühlingsgencration [Trapp);
von Schaffhausen [Trapp); vom 01)er-Engadin [Bi. nach Mfjb.) '!'!.
L. Alsus S. V. [Minimus Fuessly). [IIb. 278. 279).
R. in den Hülsen verschiedener Pa])ilionaceen (Z.), wie Astragakis gly-
cyphyllos und cicer, dann in den Blüthen sowie Fruchtkelchen von Anthyllis
vulneraria [A. Schmid, Mühlicj).
F. wohl nur in einer, aber lang ausgezogenen Generation, in der F^bene
\om Mai, höher erst vom .luni an. Ueberall und häufiger. Sehr gemein im
.luni, auf dem .Jura in lürhebungen von 3 — 4000'. Häufig auf den Alpen, in
l)edeutender Höhe erst im .luli und August. Man l)egegnel hier nicht selten
einzelnen ungewöhnlich grossen, reichlicher blau bestäul)ten Stücken.
Uöhengrenze über 7000'.
L. Aeis S. V. (Semiargus Rottb.) [IIb. 269—271) und Var. Montana M.-D.
R. an Anthyllis vulneraria, in den Köpfen von Armeria vulgaris.
F. wohl nur in einfacher längerer Generation mit successiver F^ntwick-
lung. Im Flachlande von Ende Mai bis in den .luli, später im mittleren Ge-
birge und auf Höhen von 6 — 7000' im Juli und August.
In der Tiefe wohl überall, l)ald seltener bald häufigei- , auf den Alpen
von Zermatt und dem Simplen l)is zum unteren Engadin und Stelvio.
Hochalpine Stücke werden auffallend klein [Var. Montana).
L. Cyllarus Rottb. Esp. [IIb. 266—268).
R. an Astragalus, Trifolium, Melilotus, Onobrychis und Genista.
F. im Mai an den meisten Stellen der Ebene selten. Häufig in dei-
Waadl [Lah.) und bei Sion [Trapp). Vom Jura und aus Alpenthälern , so
z. B. bei Tarasp [Christ); auch Bergell [Pfaffenzdler) . Höhengrenze gering,
kaum 3500'. Doch traf ihn Wo. noch in der Elevation von Trafoi.
22 J- Rliopaloceren.
In Grösse, Flügelschnitl , Auiienpunktcn und uiolalliscli lilaui;rüner
Wurzelbestäubung wechselnd. Letztere wird grünlicher und verkleinert
sich bei walliser Stücken, deren Unterseite sich dabei aufhellt in Annäherung
an südliche Exemplare [M.-D.].
L. Jolas O. [IIb. 879—882).
R. in den Sanienhülsen der Colutea arborescens.
F. dem Süden, dann dem wärmeren Osten (Ungarn etc.) angehörig.
Als zufälliger Einwanderer, gleich L. Baetica (S. 14) von Bent. einstens
mit 3 Stücken (2 (^ und 1 5) i™ -'imi 18(30 im heissen Sierre getroffen.
L. Alcon S. V. [Hb. 263—265).
F. von Ende .luni bis in den August; sowohl in der F^bene wie in den
Alpen vorkommend. Seine Höhengrenze in den südlichen Alpen bis gegen
7000' [Wo.].
Von Basel [Christ] ; Bei'n (friUier nach Ms.) ; Zürich [Breini , Frey,
Hug.)., Schaft'hausen {Trapp); St. Gallen [Tä.); auf trocknen steinigen Stel-
len am Fusse des Jura z. B. bei Ölten [Wu.)j St. Biaise [Coitl.)] bei Biel
und Solothurn [M.-D.); von Gadnjen [Rä.); im Wallis weit verbreitet, so
Evolena, Zermatt [Frey), Visperlerminen [Ben!.); von dem Simplonzug (auch
dem Laquinthal) nach Ja. Um Weissbad (2524') ziemlich häufig [Peyer-Imhof
[P.-/.]) ; bei Bergün am Stulser Weg öfter (Z.); aus dem Ober-Engadin
[Saraz) und von Tarasp [Kill.), aber einzeln.
L. Euphemvis Hb. [Hb. 257—259) .
R. (?) in den Samenköpfen von Sanguisorba officinalis (/l. Schmid).
F. auf sumpfigen Wiesen des Tieflandes im Juni, Juli und August, al)er
auffallend selten und lokal.
Von Liestal [Christ]; im Aarthal bei Oftringen [Wii.); von den Aarwiesen
bei Aarau [R. Siiell); um Bern [Ja.]; Schupfen und Aarberg [Rthb.'.; von Ins
am Neuenburger See [Snell); Neuveville [Coul.);. Aus der Waadt an der
Tour de Gourze (2858') und vom Jorat (2857) [Lah.'^; früher am Fusse des
Ütliberges bei Zürich [Bremi) . Aus dem Münsterthal [ZeU.-DoUL).
L. Arion L. [IIb. 254 — 256) und Var. Obscura Christ.
R. zweifelsohne an Thyums serpyllum (Z.) .
F. auf Wiesen in einfacher Generation von Mitle Juni bis in den August,
sehr weit verbreitet durch das Tiefland und die Ilügclregion , dann im Jura
und bis 6000' und mehr in den Alpen ; stollenvscisc häufiger , an anderen
Orten ganz spärlich.
Besonders grosse und schöne Exemplare aus der Leventina [Trapp), was
schon Ms. füi- Giornico bemerkt hatte.
In den Alpen und zwar schon bei massiger lu'hebung kleiner und mit
mehr und mehr schwäizlicli \ ei'dunkelten Flüi^eln. Dieses bildel die \ar.
Er\ciniden. Lib\thei(1rn. Apiituriden. 23
Obsciii';i. \\cIohe von Zermall bis zum Stelvio iicli-olVon wurde. Schon l»ei
Lieslal oi'liiell Dr. Christ ausnahmsweise ein dorai'H;^ stark \er(lüslerles Stück.
L. Erebus Knoch (Areas Rottb.) Hb. 260—262) .
R. wohl an Sauguisorba offii'inalis.
F. auf nassen Wiesen gleichzeitig mit L. Eupiiemu.s. An (h'nselben
Stellen wie L. luiphemus [Wu.)\ Aarau [Snell]; aus dorn Torfmoor- von Ein-
siedeln [Pdu/] . Zwischen Schupfen und Aarberg [lUhh.); Bern; Lenk (3309');
Lauenen (3879'j [Ja.] . Selten am .lorat [Lah.]; ein Stück am Chasseral [Cuul.) .
Eryciniden.
Nemeobius Staph.
N. Lucina L. >Hb. 21. 22).
R. an l'rimula und Ampfer.
F. im Frühling, dem Mai und Juni wohl überall, auch im Tessin bei
Lugano (926') [R.-S.]. Bei Lecco fing im August (!) 1879 Dr. Christ ein
Stück. Er dürfte 3000' nicht viel überschreiten.
Libytheiden.
Libythea Fab.
L. Celtis Esp. (///). 447—4 49).
R. an Celtis australis.
F. im Juli auf der Südseile des Simplon. So bei Isella [Ja.) und bei
Crevola [Escher). Beide Orte liegen l^ereits in Italien. Im Tessin?
Apaturiden.
Apatura Fa}>.
A. Iris L. IIb. 117. 118. 584; und Var. Jole S. V. [IIb. 622. 623 .
R. an Salix caprea und aurita.
F. von Ende Juni bis in den August in Laubwaldungen. In weitester
Verbreitung (Canlone Basel, Aargau, Zürich, Rei-n, Neuchatel, Waadi, ScliaH-
hausen, Thurgau, St. Gallen, Glarus, Graidoünden, so Rheinthal, Chur, vor-
deres Prättigau [Kill.]). Bewohnt nur tiefer gelegene Theile und über-
schreitet wohl nicht 3000'.
Jole (ohne Weiss) nur als ganz vereinzelte Seltenheit, so bei Bern [Ms.],
Burgdorf M.-D.) und Liestal [Christ).
A. Ilia S. V. IIb. 1 15. 116 und Var. Clytie S. V. ///;. I 13. 114).
R. an Populus tremula . tlann an P. |)\ lamidalis [M.-D.]. dilatata und
canescens ; ebenso an Weiden.
24 '• Hliopaincereii.
F. gleiciizeilig mit dem vorigen, bald seltener, doeh wohl im Allgemeinen
häufiger als jener. Meistens ist wohl Var. Clytie zahlreicher als die Slamm-
art zu treflen. Dieselbe Erseheinungszeit und ähnliche Verbreitung nach
Fläche und Höhe. Doch ist er für Schaflhausen nicht und für Graubünden
nur mit dem unteren Misox [Wredoiv) erwähnt. Vom Monte Bre [Christ).
Nymphaliden.
Limenitis Fat).
L. Populi L. [Hb. 108— 110) und Var. rf Tremulae Esp.
R. an Populus tremula.
F. im .Juni und Anfang Juli in Lauliholzwaldungcn der unteren Region,
gewöhnlich als seltenere Erscheinung, llöhengrenze ungefähr 2500'.
Basel und Liestal vereinzelt; Aargau, z. B. Bremgarten [Boll), Lenzburg.
Gysulafluh u. s. w. [Wu.]; Zürich. Häufiger im Berner Mittelland (Bern,
Burgdorf, SchU[)fen, Aarberg), während er im Canton Waadt seltener wird
und bei Genf fehlt [M.-D.); Schalfhausen, St. Gallen [Tä.), Thurgau [Eugsler);
im Ganton Glarus, z.B. bei Mollis (1379') (Heer); für Graidjündcn kennt man
Chur, Trins (2647') und Tiefenkasten (2650') [KiU.].
Die schöne Aberration Trenmiae ohne Weiss als Seltenheit von Krauch-
thal bei Burgdorf [M.-D.) und Chur [Kill.).
L. Camilla S. V. [Hb. 106. 107).
R. an Loniceren (L. coerulea, xylosleum, ca|)rifolium und pericix meniun).
F. namenllich an Waldrändern im Juni durch den .luli und an höher ge-
legenen Stellen noch im August. Im Allgemeinen seltener als die nachfol-
gende Art und vielen Gegenden fehlend.
Basel vereinzelt nach Christ. Derselbe erhielt Mitte Oc(ol)ei- i!) ein
Exemplar. (Eine zweite Generation scheint in Italien vorzukommen [Z.])]
Bechbiu'g bei Oensingen (/?.-^^); SchaIVhausen [Trapp): Thui'gau ^Sulzhcryer);
Canton St. Gallen [Tä.); zweifelhaft im Canton Zürich (in den Umgebungen
der Stadt fehlend); Aargau [Wu.), so bei Ehrendingen am Lägern [Snell);
Bern, Schü|)fen uml Burgdorf (il/. -/>.); Gadnien [Hä.) und bei Sorvilier im ber-
ner Jura (2158') [Huy.); von St. Blaise bis Neuveville [Coul.); bei Lausanne am
Jorat und bei Sauvabelin [Lah.)\ im Wallis weit ver])reitet, Grengiols (3263'),
Leuk, auch in Seitenthälern [M.-D.. Trapp). Bei (ilarus und F^nneda, sowie
am Eingang des Klönlhales (2475') [Frey). In Graubünden [Kill.). Hier ist
als höchste l)isherige Flugstelle Bergün zu nennen (/. und Frey); aber das
Thier ist dort sehr selten geworden.
L. Sibylla [Hb. 103—105).
R. an den nämlichen Loniceren.
F. in gleicher l^^rscheinungszeit , aber gemeiner und woid üljcrall Nor-
konm)end. Seine Höhenverbreilung bleibt geringer.
F^ine Aberration ohne weisse Binde von Laufenburg (.1. Müller).
Nymplialiden. ' "25
Neptis Fab.
N. Liicilla S. V. ijlb. 101. 102 .
R. an Spiniea salicifolia.
F. von Lugano Anfangs Augusl \Ms.\, vom dortigen Monlo Brc Jm-uu
Sulj'cvl-Mieij).
Vor Jahren fand in der Nähe des Lago niaggiore ebenfalls Trapp ein
Exemplar.
Vanessa.
V. Levana L. IIb. 97. 98. 728. 729 , Var. Prorsa L. IIb. 94 — 96) und
Var. Porima O. [Hb. 728. 729).
R. an der grossen Brennessel in waldigem Terrain.
Der F. bietet uns das frappanteste Heispiel des sogenannten Saison-
Dimorphismus (S. 1) unter allen Schmetterlingen des euro|iäischen Faiuien-
gel)ietes dar. Aus überwinternden Puppen entsteht Levana , die Friihlings-
generation; aus deren Nachkömmlingen, aus der Sommerbrut entwickelt sich
Prorsa. Porima einzeln einmal im Freien l»eol>achlel, liisst sich künstlich
züchten [Dorfmeister, Mitth. des naturw. Ver. für Steiermark 1864 und Weis-
111(111)1^ s Werk S. 1).
Der interessante schöne Faller nur in der El)cne und dem Hügel lande
verbreitet, an vielen Orten gänzlich fehlend, im Mai und Hochsommer.
Basel, stellenweise häufig, dann von Lieslal Christ); \on der HcM-hburg
[H.-S.]; im berner Miltellande häufig, so um Iku'gdoif, Schupfen und im
ganzen überaargau; Lenzburg [Wu.'^ und Bern 'Ja.]; Canton Glariis [Heer):
in Graul)Unden von Tavanasa im vorderen Rheinlhal (2426'] [Briiyyer und
Ragaz (1664') [Eisenring) als Seltenheit. In dei- westlichen Schweiz nur noch
bis Payerne (1391'), Lueens und Moudon (1583') verbreitet; südwestlich vom
.lorat, von Lausanne bis Genf fehlt ei- gänzlich [M.-D.), ebenso in den Can-
Lonen Schallhausen, Thurgau, St. Gallen und Züi'ich [Frey).
V. C. album L. [IIb. 92. 93).
R. an Linien, Hopfen, Urtica urens, Ribes rul)rum und grossularia,
Hasel und I.,onicera xylosleum.
F. in zwei Generalionen Mai untl.luni, dann im Spätsommer und llerbsl
mit überwinternden Flxemplaren.
Ueberall; doch nach meinen Fj-fahrungen im Alpenlaiul zi(Miilicli lief,
etwas über 4000', endigend. Auf Hochalpen traf ich ihn nicht.
V. Polyehloros L. [IIb. 81. 82).
1{. an Jjreitblättrigen Weiden, Ulmen-, Kirsch-, Birnbäumen, ebenso
(nach M.-D.) an Populus pyramidalis in der Schweiz.
F. in einer sommerlichen Generation mit Ueberwinterung. In der F^bene
und dem Hügelland überall.
26 I. Rhopaloceren.
Die Elevation eine geringe; so noch von Bergün (Z.j. Kill, erwähnt
sogar das Ober-Engadin.i)
V. Urticae L. [Hb. 87—89).
R. an Brennessehi.
F. in zwei Generationen. dei"en erslere Mitte iMai und letztere (mit
Ueberwinterung) Mitte August l)eginnl. Ueberall gemein l)is zu den höch-
sten Alpen , wo man den Faller noch an Silene acaulis saugend antreffen
kann. Die hochalpinen Exemplare sind denjenigen der Ebene gleich. Die
hochnordische Var. Polaris Stgr. fehlt unseren höchsten Flugplatzen.
V. JoL. [Hb. 77. 78).
R. an Urtica dioica und auf Hopfen.
F. in zwei Generationen, von Ende April bis Mitte Juni , dann vom
August an mit partieller Ueberwinterung.
Ueberall; keineswegs aber an allen Orten gleich gemein. Vereinzelt
bis zu 6- und 7000'.
V. Antiopa L. [Hb. 79. 80).
R. an Weidenarten, auch an Birken.
F. im Sommer mit einziger Generation und Iheilweiser Uel>er\\ inlerung.
Ueberall, vereinzelt (die hochalpinen Salix-Arten erklären das Vorkommen)
noch in sehr bedeutender Höhe, so z. B. in etwa 7400' 1876 auf dem Albula.
Aehnliches berichtete früher Staudinyer [Stgr.] vom Grossglockner.
V. Atalanta L. [Hb. 75. 76).
R. an Urtica dioica.
¥. von Mitte Mai und dann häufiger von Mitte Juli an.
Ueberall. Vereinzelten frischen Exemplaren begegnet man noch weit
über der Baumgrenze.
V. CarduiL. [Hb. 75. 76).
R. polyphag an Brennesseln, verschiedenen Distelarten, Malva, Gnapha-
lium, Achillea und Artemisia.
Mit doppelter analoger Generation, welche natürlich im Hochgebirge zur
einlachen ge\\orden ist. Hier kann man ilem kosmopolitischen Faller noch
in Höhen 7500 — S500' begegnen. In den meisten .lahi-en luii' selten, da-
gegen 1879 in ungeheuerer McMige mit merkwürdigen Wandei-zügcn und
auch auf den Hoch-Alpen sehr häufig.
1) T)as Heimatsrecfit der V. Xantlioniclas S. V. stellt auf scfiwäclieslcn Füsson. Der
ver.slorl)ono IM'nir(>r liordoifin Seen bei WinteiMhur soll ihn mehrmals aus der R. erzogen
haben. NieiiKuid rmid später eine V. Xanthomolas im t'aunen-Gebiele.
Nymphaliden. 27
Melitaea Fab.
M. Cynthia S. V. Hb. [Hb. 3. 569. 570. 608. 609).
Die R. (schwjirz mit gelben Querringen) polypiiag. In hochgelegenem
Terrain iil)erwintert sie zwei Mal.
F. im .luli und August, gerne an steinigen Halden, um Felsen, indessen
auch auf Wiesen und öden hochgelegenen Stellen. Er findet sich auf allen
Alpen l)ald seltener , bald häufiger) vom Montblanc bis zum Pilatus \Wh..j
und Stelvio in Höhen von etwa 5 — SOOO'. Dem .Iura ganzlich fehlend.')
M. Maturna L. [H.-S. 132), Var. Wolfensbergeri Frey.
R. poivphag; junge Espen, Eschen, Buchen, Wollweiden, dann noch an
Melampyrum nemorosum, Veronica, Scabiosa und Plantago.
Die Stammart , die typische Maturna des Flachlandes fehlt uns. Stall
dessen erscheint im Alpeugebirge, aber nur an wenigen Orten, im Juni und
.luli eine merkwürdige Abänderung (welche ich nach meinem Freunde
R. ff o//l?/)6'6e/'r/e/- benannt habe).
Als Fundstellen bekannt: der Südabhang des Maloja etwa 4600' [Myb.)
an der Strasse; das Val Rosegg bei Pontresina etwa gegen 6000' {M.-D.,
Wolfensbercjer] . Ein paar ganz abgeflogene Stücke einstens bei Sils-Maria
[Frey]; Lagalp unterhalb Languard [Saraz)\ aus dem unteren Misox [Kill.].
Endlich aus dem westlichen Wallis, Val Anniviers [Mennet], in der Sammlung
von Dr. Christ.
Var. Wolfensbergeri 2) ist etwa um ein Viertheil kleiner als die typische
Maturna. Die Grundfarbe des Männchens ist ein trüberes, düsteres, durch
mehr Schwarz verdunkeltes Rothbraun. Dagegen nehmen die weisslichen
Zeichnungen der Oberseite überhand (allerdings nicht in demjenigen Grade,
welche von Stgr. erhaltene westsibirische Stücke, die Var. Uralensis von
Lederer, zeigen). Mein einziges weibliches, schweizer'sches Exemplar ist
durch die Uel)erhandnahme des Weisslichen auffallend bunt.
Die Unterseite meiner sämmtlichen Stücke erinnert weit mehr an die-
jenige der M. Cynthia als die der typischen Maturna. 3)
M. Artemis S. V. (Aurinia Rottenb.) [Hb. 4 — 6) und Var. Merope de
Prunner [Il.-S. 13^. 135;.
R. auf Scabiosen, Centaureen, Planlago und Veronica.
F. im Mai (meistens von der zweiten Hälfte an) durch den .luni. -
1) Unsere Exemplare, \venn auch \ielfach in beiden Geschlechtern variirend, bleiben
stets dimorph. Im hohen Norden begegnen wir M. Iduna Dalman, meiner Ansiclil
nach der gleiclien, monomorph gewordenen Spezies.
2) Ich kann hier nur nach 7 Exemplaren urtheilen — und fasse mich desshalb so kiiiz.
3) Ich halte M. Cynthia für die alte Stammform der Eiszeit, aus welcher sich sowohl
Var. Uralensis als Wolfensbergeri zunächst entwickelten und die dann zur Abzweigung der
M. Maturna des Flachlandes freilich bis nach Estland und Peterburii i^efüliil hat.
2S I- Rhopaloceren.
Die Form der Ebene wohl überall vom Jura durch die Ebene und das
IJügelland bis gegen und in die Voralpen. Die Ilöhengrenze jener kennen
wir nicht und Uebergangsformen zur montanen und alpinen Form müssen
jedenfalls sehr selten sein. Mir kam niemals etwas dieser Art vor.^)
Var. Merope mit im Grunde genommen gleicher Raupe [Frey), und
schönen Variationen , von 5 — 8000' wohl auf allen Alpen, den südlicheren
häufig, ja oft sehr gemein, auf den nördlicheren seltener.
Die Grenze zwischen Stammart und Varietät bedarf genauerer Forschun-
gen. Z. fand bei Bergün niemals Artemis, dagegen auf dem dortigen Lal-
scher Kulm und })ei Palpuogna die ächte Merope.
M. CinxiaL. [Hb. 7. 8).
R. an Plantago lanceolata, Veronica, llieraciun), Achillea.
F. von Mitte Mai l)is in den .luni auf Wiesen und niederen Berghalden,
wohl überall. Ilöhengrenze gering; nach M.-D. etwa 3000', womit meine
Erfahrungen übereinstimmen.
M. Phoebe S. V. [Hb. 13. 14).
R. an Cenlaurea scabiosa und jacea, sowie an Plantago lanceolata.
F. in doppelter Generation (Mai und .luni, dann Juli und August), im
llochgel)irg Juli und August. Ei' ist weil vei'breilct, von Schaffhausen [Trupp
bis Lugano [Hug.], aber vielen Orten fehlend, oder nur als Seltenheit (Lau-
sanne, Bern, Zürich, St. Gallen [2081']) zukommend. Vom Jura bis in die
Al|>en. Ungemein lebhafte feuerige Stücke im Wallis; trüber, verdüstert
im Aargauer Jura [Wn.] uml der Ebene, sowie den Alpen, wo er im F^ngadin
gegen 6000' Meereshöhe erreicht.
M. Didyma O. (Hb. 9. 10).
R. [)olypliag, bei uns an Scabiosa, Centaurea , Plantago, Teucrium cha-
maedrys, Euphorbien etc.
F. in der Tiefe, vom .Iura bis Graubünden, weit verbreitet (stellenweise
häulig, alter auch manchen Gegenden, z. B. nach M.-l>. dem Emmenlhal und
Burgtlorf ganz fehlend) mit den zwei (ieneralionen ; im Gel)irge einmal. Die
grosse! individuelle Veränderlichkeit gestattet kaum, Lokaldifferenzen , wie
.S7f//.'.S' Var. Alpina anzunehmen , da gleiches in der F^bene vorkonnul. Im
Süden, in der Thalsohle des Wallis und in dei" Levenlina und im männlichen
Geschlechte feuerig roth, im (iebirgc kleinci' und weniger lebhaft, während
das ^ legellos abzuändern scheint. Ilöhengrenze in den Gi'aubündner und
Walliser Alpen bis gegen GOOO'.
\) Icti lege hier wcnigei Wcrth auf Grösse und l'iirbung, als auf die ungleiclie i{o-
scliuppunji der Arlcinls und Merope. Nach der Eiszeit-Theorie würde Merope Slamni- und
Arlt-niis altiicieilelt- Koimi sein.
Nyniplialiden. 29
M. Dictynna Esp, [Hb. 15, 16). i)
R. auf Valeriana, Melampyriim und Spiraeen.
F. im Juni und Juli, im Gebirge nocli im August, im Tieflande gewöhn-
lich auf nassen Stellen, in den Alpen auch an trocknen Bergabhängen , z. H.
bei Bergün.
In grosser Verbreitung durch das Tief- und Hügelland in einlacher
Generation von Ende Mai durch den Juni. Höher auf dem Jura \\ie den
Alpen später.
Die alpinen Exemplare kleiner und tridier; ihnen fehlen die hellen
Fleckenreihen auf der Oberseite der Hinterflügel annähernd oder gänzlich.
Höhengrenze gegen 6000'. z.B. imOber-Engadin bei Sils-Maria undSamaden.
M. Athalia Rottenb. Esp. [Hb. 17. 18) und Var. Pyronia (Corythalia)
Hb. [Hb. 583—588).
H. an Melampyrum-Arten, Plantago , Veronica, Chrysanthemum corym-
bosum, Digitalis ochroleuca.
F. von Mitte Juni bis Anfang August wohl überall vorkommend (bei
Lugano schon im April und Mai [M.]], stellenweise gemein. Auch auf nie-
deren Bergen tles Jura wie der Alpenkette häufig, ebenso in Hochlhälern,
z. B. Hergün, Überengadin, am Stelvio oberhalb Trafoi [Wo.); vom Simplon
[Jo)-ris). Höhengrenze etwa die gleiche der M. Dictynna.
Unsere schweizer'sche Athalia steht in Grösse und Schönheit meistens
liinlei' der norddeutschen Form beträchtlich zurück; ebenso ändert sie viel
weniger ab, was schon M.-D. richtig angab. Lel)hafte feuerige Stücke sah
ich \on Luzern (1347') und Ghur, iMgb. endlich vom Comersee.
Ab. Corythalia (mehr rothbraun, weniger schwarz) von Grengiols im
Ober- Wallis [Tvapp)\ von Trafoi [Wo.].
\] Die mit Dictjnna beginnenden Melitaeen gehören zu einem der scliwierigsten Ab-
schnitte der Lepidopterologie. Ich habe im Jahre 1878 wiederum einmal viel Zeit unil
Mühe auf dieselben verwendet. Durch die Güte meiner Freunde und Correspondenten,
tler Henn A. Sclwiid in Regensburg, B. Moschler und /. Schilde in Bautzen, L. Caßisch in
Chur, U . .1/. Schöyen in Christiania u. A. mit freundlicher Beihülfe Slaudinger s bin ich
zur Ansicht und Prüfung von etwa .SOO Exemplaren der verschiedensten Gegenden ge-
langt. Meiner Ansicht nach ist nur eine Art scharf getrennt, nämlich die alte primiire,
der Eiszeil angehorige M. Asteria Frr. Aus iiu' ging zunächst M. Varia Bi. iiervor, welche
zur Parthenie H.-S. sich gestaltete. Von jener alpinen Grundform abzuleiten ist elien-
falls M. Aurelia Nickerl. Beide (Varia und Parthenie) gehen in die altbekannte M. Athalia
über, und — wenigstens nach nordischen Stücken zu urtheilen , existirt zwischen Athalia
und Dictynna auch keine scharfe Grenze. — Ich besitze aus dci' Schweiz intermediäre
Stücke. Zwischen Athalia einer- und Parthenie, sowie Aui-elia andererseits und hei
Schöyen s grossem interessantem Material von GJirisliania , sowie dem DoM'cfjeld lassen
unsere üblichen , vorwiegend an deutschen Exemplaren gewonnenen Trennungsmerkmale
mehr oder weniger im Stiche Indessen, \n Anpassung an übliche Systematik, befolge ich
die gewöhnliche Speziesreihe.
30 I- Rhopaloceren.
M. Aurelia Niokerl und Var. Rhaetica Frey. [M.-D. I, 2).
R. an Melampyrum und Plantago.
F. im Juni und Juli. Unsere scliweizer'schen Exemplare mit Parallel-
Verhalten zu norddeutschen, wie es bei Athaiia vorkommt.
Von Chur mit geringer Höhenverhreilung in Menge durch Cafl. Das
Thier, natürlich einem gewissen Wechsel unterworfen, kleiner, lebhafter
rothbraun, weniger trüb, mit feineren schwarzen Zeichnungen, das ^ nicht
selten mit sehr lichten braunen Fleckenreihen (Var. Rhaetica).
Bei Rergün auf Wiesen im Juli nicht selten mit ein/.elnen Uebergängen
gegen M. Athaiia [Z.]. Von Tarasp [Christ). Dann von Kvolena, Viesch,
der Bellalp [R.-S.). Sicher noch (aber mit Parthenie verwechselt) an zahl-
reichen anderen Orten.
M. Parthenie H.-S. (Parthenoides Keferst.) [11. -S. 136. 137. il/.-Z). 1, 3. 4)
und Var. Varia Bisehoff [M.-D. I, 5. 6).
R. an Scabiosen [Frey].
F. in zwei Generationen , Juni , dann August und September , in der
Ebene an trocknen, wie nassen Stellen.
Basel, Liestal, Sissach (1141'); Bechburg; Engelberg (2198') l)ei Ölten und
der Gyselafluh [Wu.) oft; Zürich; St. Gallen; Graubünden; Solothurn ClSbö'),
Burgdorf; Interlaken (1753'); Brienz (1859'); Meiringen ; Oberhasli [M.-D.];
Aigle; zwischen Salgetsch und Sierre ; überall bei Gadmen [Rä.); Berg-
halden des Unter-Wallis ; ferner von den Bädern von Leuk ; von Zermatt
[Frey); vom Simplen [Jorris); von Lugano.
Exemplare von Basel (auch aus dem Elsass), Zürich, Graubünden sind
grösser, von feurigerem Rothbraun und von feineren Zeichnungen als Stücke
von Frankfurt a. M. Kleiner, aber ungemein feurig aus dem Tessin.
Im Gebirge gestaltet sie sich mehr und mehr zur trüberen, kleineren Var.
Varia. Bei Zermatt, Riffelberg, schwarzem See [Frey]; Simplen, vom Ross-
bodenlhal und der Passhöhe [JH.). Verbreitet im Engadin inid hier bis gegen
7000'. Alpen um Sils, St. Moritz, Samaden (Muottas und am Piz Padella);
ValRoseg bei Pontresina [Schenl{); von) Bernina, nanientlich im Ueuthal (6321')
und mehr [Mgb. u. A.); auf dem Albulapasse nur nach der Engadiner Seite
[Frey); bei Trafoi selten.
M. V'aria wechselt sehr nach Grösse und Form, wie sie denn bei Zermatt
unzweifelhaft in M. Parthenie übergelit. Prachtvolle Aberi'alioiKMi ans dem
Ober-Engadin in der Sammlung von J{. Zcll.-Dold. zu Zürich.
M. Asteria Frr. [Il.-S. 3. 4. 568).
H. unbekannt.
V. im .hili und August, in Höhen von 7000' und mehr. Nciten diMi öst-
reichischen Alpen erreicht ei- mit seinei* Westgrenze aHein den (l.uiloii Grau-
bünden.
Nymplialiden. 31
In den zwanziger Jahren auf dem Calanda (8650') aufgefunden von
Wredoiv. Dann von den Churer Alpen [Kriechhüumer]: Berge über Chur-
walden [Ilifg.):, vom Gürgaletscli (7524') ol)erhalb Parpan [Caßiscli]; aus dem
Val da fain {Wolfensherger); von der Passhöhe des Albula, aber l)eiderseits
thalal)^^ärls bald fehlend [Frey). In manehen Sonuuern an lel/lerer Stelle
häufig mit eigenlhümlichem Fluge und zahlreichen Variationen.
Argyimis Fab.
A. Selene S, V. [Hb. 26. 27).
R. an Viola.
I^. in zwei Generationen, Juni, dann August und September. Im Ge-
birge nur einmal.
Seltener und viel vereinzelter als die nachfolgende A. Euphrosyne. Von
Basel [Knecht); der Bechburg [R.-S.) und dem Jura [Christ); hier und da im
Aargau [Wu.]; Büren (1327'; und Solothurn [Ms.); Burgdorf, Bern, Lattri-
gen , Meiringen und das Oberhaslithal bis über Guttannen oft [M.-D.j; im
Gadmenthal nach dem Steinegletscher [Frey) ; in der V^ aadt bei Lausanne
[Lall.); Canton St. Gallen und noch oberhalb Amden (2801') nach den Chur-
firsten (Tä., Müller); bei Zürich ganz vereinzelt in der Nähe der Trichters-
hauser Mühle [Zell.-Dold., R. Snell); ferner noch aus Graubünden, von Chur-
walden (3731') [Hug.]; dem Daves, oberen Engadin, sowie dem angrenzenden
Trafoi (A7//., Wo.). Endlich noch aus dem Tessin (^Ms.); so am Monte Gene-
roso im September [Jenner) . Meistens selten und vereinzelt. Höhengrenze
wohl etwas über 5500'.
Die alpinen Exemplare auf der Unterseite der Hinterflügel blasser, aber
mit verdunkelterem Roth, norwegischen Stücken sich annähernd.
A. Euphrosyne L. [Hb. 28—30,.
R. an Viola und auch an Fragaria.
V . in einfacher Generation vom April bis Ende Juli nach der Erhebung
des Bodens.
In der Ebene wohl überall , auch in niederen Berggegenden von Basel
bis Graubünden, vom Tessin (Lugano nach M.-D.) bis Schaflhausen. In den
höheren Bergen mehr vereinzelt, so bei Zermatt, auf Surenen [Christ] auf
der Gemmi (Schmadribach [6360'] nach Snell); Graubündner Weissenstein
Z.); im Ober-Engadin. Ilöhengrenze der letzten Exemplare etwas bei 6000'.
Alpine F^xemplare pllegen stark schwarz gezeichnet zu sein; ihre Lnlerseite
bietet das Rothe und Violette verdunkelt dar. Am Ghasseral scheint Cottl.
Aehnliches getroflen zu haben.
A. Pales S. V. [IIb. 31. 35. 38 und 39), Var. Q Napaea Hb. (IIb. Fig.
757. 758, sowie 563. 564 [als Pales bezeichnet; Fig. 964) und Var.
Arsilache Esp. [flh. 36. 37 .
R. poKphag an niederen Alpen-Ptlanzen.
32 '• Rhopaloceren.
F. dem Jura fehlend, aber im Sommer auf allen Alpen und hier vielfach
sehr häufig. Unter 5000' kam er mir niemals vor. Im August und noch in
den Anfang des Septembers hinein auf Höhen von 8 — 9000'.
A. Pales variirt ganz ausserordentlich nach Grösse, Flügelschnitl, Flügel-
farbe und schwarzer Zeichnung, selbst wenn man vor der Unterfläche der
llinterflügel absieht.
Gehen wir von hochalpinen Exemplaren aus, so haben wir einen kleinen,
spitzwinkligeren , in beiden Geschlechtern gleichmässig hellbraunen , fein
gezeichneten Falter.
Tiefer abwärts, in Höhen von 7000' und weniger, wird Pales grösser,
zuweilen viel stumpfflügliger. Dabei kann sich der alte Monomorphismus
erhalten. Derartigen Weibern gab IIb. den sehr unpassenden Namen der
Vai". Isis, eine Benennung, welche meiner Ansicht nach einzugehen hal. Oder
das Weib verdunkelt sich; es entsteht ein Dimorphisnuis. Darauf bezieht
sich Ifh.'s Napaea und seine Fig. 964 [Pales).
lune Menge Aberrationen , zum Theil der merkwürdigsten Art reihen
sich nun an. Hohe slerile Stellen des Albulapasses lieferten mir manche.
Weiter abwärts auf nassen Stellen, mitunter noch in nicht unbeträcht-
licher Meereshöhe (so z. B. an den Ul'ei-n des Statzer See's ])ei St. Moritz im
Engadin) ist A. Pales zur Yar. Arsilache geworden. Sie konunt nur sehr
lokal unserem Faunengebiete zu. So Waadtländer Alpenthäler [Lah.);
framelan (Ge.); im Ober-Emmenthal im sogenannten Breitmoos zwischen
Eggiswyl und Rothenbach in ungefähr 2000' Höhe, ferner in der Gegend um
Schangnau (3100') [M.-D.]. Im Torfmooi" von Einsiedeln häufig [M. Paul).
Die letzeren Exemplare klein, ziemlich stark schwarz gezeichnet, norwegi-
schen Stücken meiner Sammlung sehr nahe kommend, an Grösse und statt-
lichem Aussehen Stücken der nordostdeutschen Tiefebene (Meckleni)urg,
Ponunern), ebenso denjenigen des Oberharzes weit nachstehend.
A. DiaL. <nh. 31—33).
R. an Viola-Arten, vielleicht auch an Prunella vulgaris.
F. in zwei (ienei-ationen Api'il und Mai, daiui .fuli und August) . In
w^armen .lahren und heissen Lokalitäten wohl auch dreimal \orkonmiend.
In der ganzen ebenen und Hügel-Region von Basel bis Lugano [Hiig.].
Bei Bergün fehlend (Z.j; bei Tialoi noch vereinzelt (Ho.). Höhengrenze
etwa bei 30()0'.
A. Amathusia Esp. [Ilh. 'M — 54).
R. an Polygonum bistorta und sicher noch an andci-en Pdanzen.
F. Ende Juni und im Juli in grosser Verbreitung durch das Faunen-
gebiel, im Allgemeinen abei' lokal \ orkoinmend. Ms sind vorwiegend niedere
und mittlere Al|)engegenden, wo man namentlich aufwiesen dem Tliiere zu
begegnen pflegt.
Wallis, Obergestelen ^H 74' bis Münster (41 68') gemein JI.-D.) und vom
Nymph^liden. 33
Simplon [R.-S., Christ.^ Ja., Jorris); Evolena [R.-S.): Canton Bern (Guster-
undOeschinenthal, Meiringen und Oberhasli, Lauterbrunnen (2434'); Grindel-
wald (3220'); Emnienthal etc. (M.-D.); Rosenlaui, Hasli-, Beatenberg (3530')
[R. Snell); Leuk (Ja.); Gadmen [Ratz.]; Engstleualp [Beut.]; ferner Engelberg
[Christ); Pilatus [Knecht); St. Gallen und Appenzeller Berge [TU. und P.-J.);
Fischenthal im Canton Zürich (2404') und hohe Bohne (3781') [Hiig.); Glarus
(Mühlebach- untl Krauchthal-Alp) [Frey, Heer); Graubünden, so bei Klosteis
(3709') [Hug.); vor dem Bergüner Stein und auf ßergüner Wiesen (Z.); im
oberen Engadin (Val Bevers nach von Schenk, Südseite des Maloja (5593') nach
Mgb. und Frey) und häuhg oberhalb Vicosoprano (3346') im Bergell [Mgl.).
Für den .Jura bei Tranielan [Ge.). Die Ilöhengrenze also etwa 5500', doch nur
von vereinzelten Stücken erreicht.
A. Thore Hb. [Hb. 571—573).
R. unbekannt.
F. frühzeitig schon vom .luni an in niederen Alpen, aber ganz lokal und
fast immer seltener.
Surenenlhal hinter Engelberg; Gadmenthal [Rä. und Andere); Rosen-
laui, Oberhaslithal, oberhalb Meiringen und dem Reichenbach häufig [M.-D.)
und an der liandeck [Snell); von Gadmen [Rä.); selten in den Waadtländer
Bergen, wie im Pays-dEnhaut Romand, zwischen Rougemont und Rossiniere,
oberhall» Chateau dOex (290()') bis gegen Saanen ^3149') [M.-D.). Aus der
Ostschweiz im Seealplhal 3515') (Canton Appenzell), aber selten [P.-J.), im
Kalfeuserthal [Eisenring); im Canton Glarus (*?] nach Heer; in Graubünden
oberhalb Flims [Christ), bei Bergün selten (Z.) und von Tarasp [Kill.). Die
Höhengrenze etwa bei 5000'.
A. Daphne S. V. [Hb. 45. 46).
R. an Kulius idaeus und fruticosus, dann an Viola ['!).
F. im .luni und .luli in der südwestlichen Ecke unseres Faunengebietes,
in Unterwallis. So bei Saillon und Sierre [Ms.); von Martigny [Wu.); öfter
von Sion [Ja.); dann von luden bei Leuk [Snell). Ferner (aber mit gerin-
gerer Zu\erlässigkeit) Engelberg [Bremi); Oftringen [Wu.); Ragaz-Pfäfers
Eisen ring).
A. Ino Esp. [Hb. 40. 411.
R. an Sanguisorba onicinalis, Spiraea aruncus und ulmaria; anRubus(?) .
F. im .luni und Juli namentlich auf nassen Wiesen sehr weit verbreitet
(auch dem Berner .Iura bei Tramelan nach (ic. zukonmiend) bis in das
Rergell und Puschlav, aller manchen Orten, z.B. Basel, fehlend, an anderen,
wie Zürich, sehr selten. In den Walliser und Graubündner Alpen. Im En-
gadin überschreitet er, ohne eine Aenderung zu erfahren, eine Meereshöhe
von 5000'.
Frey, Lepidopteren. 3
34 l- Rhopalocereu.
A. Latonia L. {Hb. S9. 60).
R. an Viola-Arten, an Onobrychis und Anchusa officinalis.
F. in der Ebene während des April und Mai, dann wieder vom Juli an
in den Herbst, in der Höhe nur einmal. Mehr weniger geraein erreicht er
zuletzt ohne Aenderungen darzubieten, al)er nur in vereinzelten E\eni])laren,
Höhen von 7 — 8000'.
Die Var. Valdensis Esp. (zusammengeflossene Silberflecke) von der Bech-
burg [R.-S.].
A. Aglaja L. [IIb. 65. 66).
K. an Viola-Arten und gewiss noch anderen niederen Pflanzen.
F. im Juli und August allenthalben , haulig noch in Höhen von 5000 ',
sehr vereinzelt über der Baumgrenze. Weibliche Exemplare des Alpen-
gebietes oft gross, dunkel gefärbt und mit violettem Schimmer.
A, Niobe L. und Var. Eris Meigen [Hb. 61. 62).
B. an Viola-Arten getroffen.
F. in einer sonunerlichen Generation. Die in Deutschlantl so gemeine
silberfleckige Slammart nur selten vorkonunend , so z. B. noch bei Basel
[Christ) und vom Aargauer Jura [Wu.]; bei Churwalden [IJug.]; überhaupt
ist Niobe im Flach- und Hügellande vielfach fehlend (z. B. bei Zürich]
oder selten.
Höher im schweizer'schen Gebirge als silberlose Var. Eris und dann oft
sehr häufig, sowohl auf dem Jura, wie der Alpen. Vereinzelt noch bei 6-
und 7000'.
A. Adippe L. [Hb. 63. 64) und Var. Cleodoxa O. [IIb. 888. 889).
R. an Viola odorata und tricolor.
F. in einfacher Sommergeneration, wohl etwas später als A. Niobe.
Wohl allenthalben im tiefer gelegenen Faunengebiete, etwa mit 3500'
Höhengrenze. ')
In der nördlichen Schweiz ist die silberlose Var. Cleodoxa eine verein-
zelte Erscheinung, in der Tessiner Leventina häutig nach Trapp; auch bei
Lugano angetroli'en (Frau Süffert-Miecj) .
A. Paphia L. [IIb. 69. 70] und Var. Q Valesina Esp. [IIb. 767. 768).
R. an Viola- und [1] Rubus-Arten.
F. von Ende Juni bis in den Anfang des Augusts.
In den tieferen Theileu unseres Landes wohl überall und meistens
häufig. In den nördlichen und mittleren begegnet man der verdunkelten
Form des W^eibes nur sehr vereinzelt. Häufiger wird sie im südlichen Faii-
nengebiele. Via mala (2567') [WoJfensbcrger); Flims [Cu/l.), noch liäuliger in
den transalpinen Tliälern (iraubiindens [Kill.); von Magadino (616'] [/cll.-
1) liulcsscn t'aiul iliii Uo. -.w)] Slclvio ikh-Ii liis ijci^'cii die {"rnuzcnsliöluv
Satyriden. 35
Dold.); im Wallis hei Naters (K.-.S.); von Visp [Ch)-isl); \on Zermatt iliier
traf ich sie einstmals bei Stalden (2567') sehr häufig); von Grevola an der
Südseite des Simplon.
A. Pandora S. V. [Hb. 71. 72. 606. 607).
R. an Viola tricolor (nach Frr.).
F. nur in der Thalsohle des Wallis. Im unleren Theile hatte ihn vor
langer Zeit Ms. bei Martigny und Fouly etc. Mitte Juni nicht selten ange-
trollen. Spiitei', 1857, kam Trapp am zweiten August ein schönes Q auf
Distell)lüthen im Yiescher Walde (3581') vor.
Satyriden.
Melauargia Meig.
M. Galatea L. (//6. 183—185) und Var. Proeida Herbst. [IIb. 658. 659 .
R. an Gräsern.
F. in der nördlichen Schweiz von Mitte Juni bis in den August; im
Süden schon vom Mai an. Im tieferen Theile überall gemein, ohne jedoch
3000' erheblich zu überschreiten , wenigstens in regelnuissigerem Vorkom-
men. So fehlt er im Albulalhale bei Rergün, während er noch in Alvaneu
getroffen wird. Ebenso mangelt er schon in Tarasp [Kill.). Dagegen bei
Rasel nur auf den Höhen [Christ).
Uel)ergänge zur Var. Proeida oder vollendete Proeida kommen im Wallis
und Tessin, selbst schon in dem heissen Terrain der Rechburg vor [R.-S.).
EreMa Bsd.i)
E. Cassiope Fab. [Hb. 626. 627) und Var. Nelamus Bsd. [M.-D. II, 3).
F. wohl überall auf den Alpen i^Walliser, Rerner, Unterwaldner, Lrner,
Glarner, St. Galler und Appenzeller, sowie Graubündner Rerge) . Dem Jura
gänzlich mangelnd. Ausnahmsweise schon bei 4000', meistens von 5500 —
7000' (vereinzelt noch 1000' höher). Liebt sonnige blumenreiche Halden.
Q sehr selten. Flugzeit Juli und August.
E. Cassiope variirt nach Ausmaass, Flügelschnitt, nach der Grösse der
rostfarbenen Rinden sowie der Zahl und Ausbildung der Augenpunkte be-
trächtlich.
Rei Var. Nelamus Rsd. (Rernensis M.-D. II, 3) löst beim (^ sich die
Rinde in einzelne kleine verloschene rostrothe Fleckchen auf; Augenpunkte
sehr klein, 2 oder auch 3 auf dem Vordei'ffügel. Noch verloschener die Rost-
lleckchen der Hinterflügel und meist ohne schwarze Punkte. Rei einzelnen
Stücken fehlt alles Rostrotli mit sämnitlichen Augenpunkten. Die Rerner,
Glarner und Graul)ündner Alpen liefern diese Erscheinungsform vorwiegend,
1) Nur weiiiiie der Gräser verzehrende FVaui)en des Genus Erebia sind bekannl.
3*
36 I- Rhopaloceren.
aber durchaus nicht ausschliesslich, wie sie denn auch R.-S. von der Furca
und Christ von der Trübseealp (5800') bei Engelberg erwähnen.
Als Var. Valesiana sieht M.-D. (II, 4. 5) grössere Exemplare mit ausge-
bildeterer, zusammenhängenderer Binde mit zahlreicheren (4 — 5 auf dem
Vorderflügel) und grösseren Augenpunkten an. Mehr der Meienvvand und
den höheren südlichen Walliser Alpen zukommend, doch auch vereinzelt den
Graubündnern.
In noch höherer Ausbildung zeigen sich Binden. und Augenpunkte bei
Knoch's Var. Epiphron [M.-D. II, 6. 1) vom Harz, dem schlesischen Altvater
und den Vogesen, z. B. von Iloheneck, Bei einzelnen weiblichen Exemplaren
gewinnen die Augenflecke weisse .Pupillen , was höchstens einmal in ganz
schwachen Spuren bei unserer schweizer'schen E. Cassiope Q auftritt.
V. Epiphron fehlt dem Alpengebiete ganz (auch dem Schwarzwalde).
E. Melampus Fuessly (///;. 624. 625) und Var. Sudetioa Stgr.
F. auf allen Alpen (auch dem Pilatus (6565') [Christ]] und häufig, stellen-
weise gemein im Juli und August. Das Weib wird nur sehr spärlich (ge-
wöhnlich später) gefangen. Er steigt tief abwärts bis etwa 3000' (nach
M.-D. selbst bis 2000' [?]), ist zwischen 4 und 6000' am zahlreichsten und
endet mit vereinzelten Stücken über 7000'. Er variii-t nicht sehr beträcht-
lich. Die Vergrüsserung der rostrothen Flecke gibt Stgr.'s Var. Sudetica.
Ihr Vorkommen im Prättigau meldet Zell.-Dold.
Im August 1849 fing ich eine prächtige Aberr. des (J^ mit 4 ansehnlichen
weisslichen Vorderflügelflecken beim Walliser Dorfe Banda (4535').
E. Eriphyle Rthb. Frr. [M.-D. II, 8).
Meiner Ansicht nach von E. Melampus abgezweigt und ihr nahe kom-
mend; nach [M.-D.] im Fluge verschieden von jener und E. Cassiope.
Von der Gemmi und Meienwand [Rthb.^ M.-D.]; am Niesen [Ja.]; von
der Teufelsbrücke (4294') [Frey]; aus dem Wallis [Anderegg]; aus Graubünden
vom Bernhardin (6584') nach dem Ilinterrhein-Thal [Bthb.] und vom Flimser
Stein (8320') [Cafl.]. Von 4000' bis gegen 6000' fliegend.
E. MnestraHb. [IIb. 540—543. Jl.-S. 96).
F. im .luli und August seltener (namentlich das Q sehr seilen) und lokal
an Schutthalden, Wegen etc., nicht auf Blumen. Von 5—7000' etwa.
Alpen von Ghamouny öfter [Ms.]; ans dem Wallis bei Zermatt [Frey];
vom (iornergletscher und vom Simplon [Jil.]; ferner von der Bellalp [Bent.];
Grimsel, nach dem Aargletscher [Ms.]; Meienwand {M.-D., Frey]; im Mejen-
tlial (l(>s Gantons Tri [Wu.]; bei Bergün hinten im Val Tuors (/.); vom Albula
nacli Ponte abuiirts ein Ex. [Frey]; aus dem Über-Engadin bei Samaden, nach
den Muottas [Frey]; um St. Moritz [Mgb.]; im Val Bosegg [Schenk': \on dem
SteKIu obcirhalb (I(M" Franzenshöhe [Wo.].
E, Pharte Hb. [Hb. 491—494. 11. -S. 95).
F. in der i:('\\ öhnliclicn flrsciicinunL's/.cil dcv \ Crw andicn weit ver-
Satyriden. 37
breitet, doch lokalisirt , namentlich an etwas nassen Stellen innerhalb der
Bauinij;renze ; etwa von 4 — 6000'.
Im Wallis aus dem Val d'Arolla [R.-S.), aus der Umgebung des Simplen
{Anderegg); von den Alpen oberhalb Obergestein [Frey]] in den Berner Ber-
gen , so am Ober-Gurnigel [Ms.) und zwar oberhalb des Schwarzbrünnleins
sehr gemein [M.-D.]; von der Gemmi an beiden Abfällen, nordwärts schon
am Eingang des Gasterthales und den Abhängen des Kienthals, der Grimsel-
strasse oberhalb der Handeckfälle etc. [M.-D.)\ aus dem Gadmenthal (fiä.);
von Surenen bei Engclberg iChrisf); vom Pilatus [31. Paul); der Mühlebach-
alp über Engl im Canlon (ilarus: Kalfeuser Alpen des Canlon St. Gallen
[Eisenrin;/ ; für Graubünden vom Flimser Stein [Cafl.]; in der Thalsohle
des ol)eren Engadin nicht oft iMgb., Sehen/,-) ; an dem Fluela (7394') {R.-S.);
lokal am Slelvio [Eppelsheint] .
E, Pyrrha S. V. (Manto Esp.) [Hb. 235. 236), Var. Coecilia Hb. [Hb.
213. 214, H.-S. 58 i. 585) und Bubastis Ms. [Frr. 38. 1 und 91. 4)
sowie Var, Pyrrhula Frey.
Die Stanmiform im .bini und.luli weit verbreitet, vielfach häufig, an an-
deren Orten seltener oder fehlend. Walliser, Waadtländer, Berner Alpen
(z. B. Gurnigel, Gemmi, Kandersteg , Oberhasli. Wengernalp oft ; Gadmen
[Rä.]; Unlerwalden (Engclberg); vom Pilatus {M. Paul); von den Appen-
zeller [Tu.) und St. Galler Bergen 'Eisenring); in den Graubündner Bergen
selten, so von Alp Tschita oberhalb Bergün (Z.) und aus der Thalsohle des
Engadin.
Die Aberr. Caecilia (fast ganz einförmig schwarzbraun) von Engelberg
{Frey), dem Jochpass {Zell.-Dold.); von Gadmen {Rä.).
Ab. Bubastis (hat weisse Flecke auf der Unterseite des IlinterflUgels und
die Franzen des letzteren dunkel gescheckt), von Leuk durch Ms. entdeckt;
vom Aargauer Schinberg (225 7') (/?.-S.i; Gadmen {Zell. -Bold.); vom Pilatus
{Wu.) und den Vogesen (Christ).
Die Ilöhenverbreitung der ziemlich wechselnden Art von 3600 — 6000',
also im Allgemeinen innerhalb der Baumgrenze.
Anders wird es mit der von mir aufgefundenen Graubündner Var.
Pyrrhula. Sie fliegt auf dem Albulapass hoch über der Region der Nadel-
hölzer in manchen Jahren im .luli und August nicht gerade selten, doch sehr
lokal. Caß. fing sie auch auf dem Gürgaletsch oberhalb Parpan.
Bedeutend kleiner als die Stammform, im Ausmaasse einer ansehnlichen
E. Melampus oder einer Eriphyle. Vorderflügel etwas stumpfer. Die Zeich-
nungen recht wechselnd.
Die am lebhaftesten gezeichneten Männchen zeigen auf den Vorder-
llügeln 6 rostrolhe Keilstreifen ohne Augen. Gewöhnlicher fehlt der vor-
derste im Apicaltheil , so dass also nur 5 vorhanden sind. Der nunmehi"
erste Apicalfleck ist immer der ansehnlichste, jedoch von ungleicher Aus-
38 I. Kliopalocereii.
dehnung. In ihm und seinem Gefährten können 2 kleine kernk)se schwärze
Augenpunkte erscheinen. Die 'i lieferen rostrollien Keilflecke erfain-en all-
niälig eine Reduction Ins zum völligen Verscln\inden. Auf den Hinter-
flügeln bemerkt man nach Yi nicht selten einen rostfarbenen Keilstrich. Vor
ihm tritt zuweilen ein kleinerer auf. Sehr selten ist letzterer bis zum Oval
verkürzt. El)enso l)emerkl man nur ausnahmsweise gegen den Afterwinkel
zu noch 2 oder 1 rostfarl)iges Fleckchen. Die Unterseite ist diejenige einer
männlichen Pyrrha.
In noch höherem Grade ist diese Llnterfläche der Hinterflügel beim ^
für die Zusanunengehörigkeit unserer Form mit Pyrrha in ihren gelblichen
Flecken bezeichnend. Die beiden Striche im Apicaltheil des Vorderflügels
sind oberwärts stark verkürzt , zu langen Querovalen geworden , bald mit,
bald ohne Augenpunkte. Die Hinterflügel fleckenlos, einförmig. Eine Aber-
ration hat nur in den Vorderflügeln rostfarbenen Schimmer. Sie erinnert an
Ab. Caecilia der Stammform ; doch die Unterseite der Ilinterllügel bewahrt
ihre gelben Flecken.
E. Ceto Hb. [Hb. 578. 579].
F. erscheint auf seinen Wohnplätzen schon von Ende .luni an. um ge-
wöhnlich Finde .luli nur noch al)geflogene Stücke darzubieten.
Von Evolena [R.-S.]; Zermatt (ß. -8. und Frey); Turtmann (C//r/i7i; dem
Simplon (an der Südseite häufig [Ja.]]; vom Leuker-Bad und nach Inden [Ms.);
in den Waadtländer Alpen l)ei Ormond [M.-D.) ; ferner aus Graul)ünden , so
im Bergell oberhalb Vicosoprano und im Ober-Engadin bei Samaden [Mgb.];
ebenso im unteren F^ngadin bei Ardetz (4525') und Tarasp [Schenk, Kill.]; vom
Stelvio unterhalb Gomagoi (4069') [Frey].
Höhengrenze etwa 4000—4800'.
E. Medusa S. V. [Hb. 45. 103. 104) und Var. Hippomedusa O.
R. an Panicum und Setaria.
F. wohl überafl in der Flbene und dem Ilügellande im Mai und .luni. bald
seltener , bald häufiger. Höher im Gebirge (wo er noch im .luli fliegt) als
kleinere Var. Hippomedusa (welche meiner Ansicht nach mit Styr.'s nordi-
scher Var. Polaris zusammenfällt).
Für letztere wird erwähnt : Basel [Orislhal] und Liestal [Christ); auf den
Kämmen und höchsten Grasabhängen des Jura, am Weissenstein in 3700 —
3900' Höhe sehr häufig [M.-D.]; ebenso von der Bechburg [U.S.]. Dann
bewohnt Var. Hippomedusa die Alpen (aber wohl nur lokal), so das Lauler-
brunnerthal bis zum Bergdorf Wengen (4011'); in Graubünden Nairs (3760'),
den Gürgaletsch [Caf.]. Häufig 1871 oberhalb Trafoi, jedoch weit unter der
Franzenshöhe endigend [Frey).
E. Oeme Hb. [IIb. 530—533).
F. im Juli auf niederen Alpen schon (nördliche Berge) von 3000' an,
vereinzelt wohl noch über 5500' (südliche).
Satyriden. 39
Wallisor Berge [Anderegg); Bernor Alpen (hier z. B. ;itii (iurnigel selir
häulig (jy. -/>.); sellener auf Waadtländer Bergen {M.-D.); auf Ti'iibseealp Itci
Engelberg und Surenen {Christ); aus dem Gadnicnlhal {Ra.) ; Seliwyz im
oberen Sihllhal oberliall) Einsiedeln [Knecht, M. Paul]; Brjschalp im Weggi-
tlial [l'^eg); im Canlon Glarus von Mülilebachalp oberhalb Engi [h'ejj); See-
alplhal nach P.-J. In Graubünden das Vorkommen unsicher. Auf der Nord-
seite des Stelvio (Wo.).
Das Thier variirt ziendich. Die Stücke von Einsiedcin auffallend kloin
und an Augenpunkten verarmt.
E. Stygne O. [Hb. 223. 224. II. -S. 90. 91).
F. I»egiunt schon in sehr geringer J<]levation zu fliegen, so nach I5cutli
im Schwarzwalde sogar bei 950', ferner in den Vogesen [h')-ön<'r) . Im Jura
am Dürreck i3386'j, Beleben (4350') (Chr/sl) und dann am ganzen westlichen
Grenzzug des Gel)irges, vom Chasseral [CoiiL). Ferner in niederen Alpen
der Cantone Wallis, Bern, Unterwaiden, Glarus, Appenzell und St. Gallen;
auf dem Pilatus [M. Paul), ebenso [Derselbe] am Fusse der Mythen im Canton
Schwyz. Auf der hohen Bhone und in Graubünden l)ei Churwalden [Ihig.);
von Bergün (Z.) Ziemlich wechselnd ; die Stücke des Jura mit dem meisten
Rostroth und den entwickellsten Augenpunkten.
Ilöhengrenzen von 2800 ])is über 4000'. Die Flugzeit vom Juni an.
D. Nerine Frr. [H.-S. 69—74).
F. erreicht mit Exemplaren, welche sich noch am meisten an Var. Bcich-
linl H.-S. anreihen , aber doch manches F^igenthümliche darbieten (so dass
ich eine l)esondere Var, Italica anzunehmen geneigt wäre; die südöstliche
Ecke unseres Faunengebietes.
hl Graubünden eine Stunde hinler Zernetz (4608') im Münslerthale
(Champ long) nach Curo; bei Cierfs (5119') an einem Bergsturz und im ^'al
Muranza [11. Zell.-Dold.]; sowie im Val da Fi-aele [Derselbe): dann südlich vom
Stelvio an den alten Bädern von Bormio (4707'), häufig auf Schutthalden im
Juli und August [Curo, Wo.). Nach Curo geht er tief hinab zum Gomersee,
wie er auch am Monte Grigna oljerhall) Eecco vorkommt [Christ).
E. Evias Lef . (Bonellii Hb.) f//6. 892— 895).
F. nur dem südlichen Theil des Faunengebieles angehörend, dem Wallis
und Graubünden. In ersterem Canton im Mai und Anfang des Juni au war-
men, kräuterreichen Halden, später und höher im Juli ; so nach Trapp l)ei
Sion, Visperterminen, im Baltschieder Thale, bei Gamsen ; ebenso vom Sim-
plen [Trapp und Ja.); von Brieg [Christ und Jorris); von Evolena [R.-S.).
Dann aus Graubünden, bei Tiefenkasten [Cafl.); aus dem oberen Engadin,
der Alp Nuova bei St. Moritz, also in etwa 6000' Höhe [Mgb.); ferner aus
dem Daves [R.-S.].
40 •• Khopaloceren.
B. Glaeialis Esp. (Alecto Aut.) [H.-S. 173. 174j und Var. Pluto Esp.,
sowie Var. Aleeto Hb. [Hb. 528. 529).
F. auf den meisten liochalpen, nördlichen, wie südlichen, von 6 — 8000'
und mehr, an Schutthalden, Felsen etc., im Juli und August. Den Bergen
des Waadtlandes aber fehlend [Lah.]. Die augenlose Form bildet die Regel.
Hier kann es bis zum Verschwinden jedes rothen Anfluges auf Ober- und
Unterseile kommen (Pluto Esp.). Der Esper'sche Name Glaeialis hat also
hier einzutreten und die l)ei uns sehr selten vorkommende augenführende
Gestalt die Hb. 'sehe Benennung Aleclo zu tragen.
Von allen Hochalpen, den Wallisern. Bernern etc. bis zu den Bündnern
und dem Stelvio. Auch der Pilatus besitzt unsere Spezies. Die augeführende
Abweichung Aleclo erseheint nur ganz selten ; so aus dem Oberhasli M.-D.],
vom Piz Umbrail (9340') [Zell.-Dold.) und vom Stelvio in sehr Jiedeutendei-
(8000' und mehr betragender) Höhe [Wo., Frey).
Hier und da fliegt die schwer zu erhaschende Art einmal auch auf den
ärmlichen Grasflächen jener hochalpinen Stellen.
E. Manto S. V. (Lappona Esp.) [Hb. 512— 514).
E. Manto ist in grösster Verbreitung und mit mannichfalligem Wechsel
dem Alpengebiete zukommend, mangelt aber dem Jura. Sein eigenthüm-
1 icher Flug (nur E. Tyndarus bietet etwas Verwandtes dar) lässt ihn augen-
blicklich erkennen. Seine Tiefgrenze kennen wir nicht genau. Das Thier
mag bei 4000' hier und da beginnen. Es erhebt sich auf 8000' und mehr.
Unsere schweizer'schen Exemplare sind norwegischen von Dovrefjeld voll-
kommen gleich.
E. Tyndarus Esp. [Hb. 209—212).
F. im Juli und August auf allen Alpen, milunler sehr gemein, gewöhn-
lich häufig. Er n)ag in den nördlichen Alpen mit 4000, in den südlichen
mit 5000' beginnen. Ueber 6000' Meereshöhe wird er sparsam. Auf den
höchsten Fangplätzen traf ich ihn nicht mehr, wie er schon 1000' über der
Baumgrenze auffallend selten wird. Dem Jura, gleich der vorigen Art, feh-
lend. Er variirt nicht erheblich in unseren) Faunengebiele , wohl aber in
anderen Gebirgen (Pyrenäen, Caucasus).
E. Gorge Esp. [Hb. 502—505), Var. Erynnis Esp. [H.-S. I75i und Var.
Triopes Speyer.
F. im Juli und August in weitester Verbreitung, stellenweise allerdings
selten, durch das Alpengebiet vom Wallis bis zum Stelvio und nordwärts zu
den Glarner, Appenzeller und St. Galler Alpen. Die Tiefengrenze mag l)ei
4800 ' liegen, die Erhebung übersteigt im stldlichen Alpengebiele 8000'. An
Strassen, Felsen, Schutthalden (seltener auf Wiesen) begegnet man dem
flüchtigen Falter.
Satyriden. 41
Unsere häufisiste Form führt im Spitzonthcil des VorderllUgels zwei bald
grössere, bald kleinere, mehr oder weniger weissgekernle Augenflecke.
Durch Verkümmerung letzterer, welche zuletzt zum völligsten Ver-
schwinden gehen kann, erhalten wir die in den West- und Ost-Alpen selten
vorkommende Varieliit Erynnis.
Den vollkonmienen Gegensatz bildet die Spetjersche Var. Triopes. 3
grosse, stark weissgekernle, in ihren schwarzen Randbegrenzungen sich be-
rührende, schwarze Augenflecke nehmen die Apicalpartie des Vorderflügels
l)ei (^ und § P'"; -^ — 4 kleinere den Ilinterllügelrand. Triopes scheint den
östlichen Alpen mehr anzugehören. Vereinzelt im Ober-Engadin wird sie
auf ilem Allndapass nicht seilen und zur verbreitetsten Erscheinung am
Stelvio. ich habe sie dort mit der gewöhnlichen typischen (jorge und mit
Erynnis in Copula getroffen.
E. Goante Esp. [Hb. 233. 234).
Wiederum im .luli und August in derselben weitesten Verbreitung. Der
schöne Falter, an ähnlichen Stellen vorkonmiend , fliegt ruhiger, beginnt
schon liefer, mitunter bereits bei 3000' aufzutreten und endigt, selbst an
der Südgrenzc der Alpen, bei höchstens 6500'.
Nennenswerthen Variationen bin ich nie begegnet. Zell.-Üold. traf
einstens E. Nerine und Goante in hybrider Begattung.
E.PronoeEsp. (7/6. 215— 2 17), Var. PithoHb. 1/76. 574— 77. 1000. 100 I).
Die am spätesten erscheinende Erebie der Alpen von Ende Juli durch
den August. Die Männer häufig, die Weiber selten.
Die Stammlorm Pronoe, mit zusanunenhängender Rostbinde der Vorder-
flügel, zwei weissgekernlen Augen und manchmal gegen den Innenrand hin
noch einem dritten, selbst einem vierten blinden Augenfleck und Hinter-
flügeln, w eiche 3 getrennte Rostflecke, bald mit w eissgekernlen bald blinden
Augen, führen, kommt den östreichischen Alpen zu und fehlt iler Schweiz.
Aus jener (irundform geht durch allmäliges Verschwinden des Rost-
rothen (zuerst auf den llinlerflügeln, dann auf den vorderen , durch Reduc-
lion der Augenflecke der Vorderflügel auf zwei im Spitzentheil) die Var. Pitho
hervor. Bei einzelnen (^ können letzlere Rostflecke auch verschwinden,
während das ^ gewöhnlich noch etwas Rostroth und entwickeltere Augen-
flecke darbietet.
Walliser, Waadlländer, Berner, St. Galler, Ap|)enzeller, sowie Bündner
Alpen [M.-D.]; auch vom südwestlichen .Iura an der Dolo. Manche Stücke
aus den südwestlichen Alpen nähern sich noch Pronoe, ebenso Exemplare
vom Leukerbad [Trapp]. Aus Graul)ünden und Wallis sah ich nur ächte
typische Pitho. Elevation von 5000 — 6000'. Noch weit höher, jedoch sehr
selten, auf der Passhöhe des Stelvio [Wo.].
E. Medea S. V,, (Aethiops Esp.) [Hb. 220— 222 .
R. an Dactylis.
42 '■ Rhopiiloceren.
F. im Juli und Auijusl hiiufig und wohl überall in derEhene, ;mi und
tiuf dem .lurii, sowie in den niederen Alpen. Die lloheni^renze 4500 — 5000',
ohne dass diese Stücke von denjenigen der Ebene abwichen. Im heissen
Unterwallis mil lichterem Braun und breiterer Rostbinde.
E. Ligea L. [Hh. 225—228).
R. an Milium elTusum.
F. (bei uns alljährlich; von Mille .luni bis in den Augusl. In der Ebene,
am .Iura und in den Voralpen. Er endet mit 4000 — 4500'. So ist er bei
Bergün und Traloi seilen. Er findet sich noch im Bergeil, geht aber dem
Ober-Engadin ab.
Zell.-Dold. fing einige kleinere Stücke am Silvretla-Glelscher [6391') bei
Klosters, welche als eine Uebergangsform zur nachfolgenden Art gelten
köJinen.
E. Euryale Hb. i Frr. 91. 1 und 2 [schlesische Forml und ll.-S. 97 — 101;,
Var. Adyte Hb, [Frr. 61.3 und 4, sowie Hb. 759. 760), Var.
Philomela Esp. [IIb, 789. 790 unil wohl auch 218 und 219) und
Ab. Ocellaris Stgr.
Uel)er diese vielbesprochene Erebia herrschen Verschiedenheiten der
Ansichten. M.-D. hat vor längeren .Jahren den Gegenstand erörtert. Nach
genauer Prüfung stimme ich vollkommen bei.
Die schlesische Euryale (sie gilt einmal als Grundform) besitzen wir
nicht. Unser F. ist schon von Ms. trefflich bezeichnet worden. Er l)emerkte :
1) sind die Flügel des schlesischen Geschöpfes mehr verlängert, 2) besitzt
die rostfarbene Binde der Vorderflügel bei der Sehlesierin geradlinige Be-
grenzung, während sie bei schweizer'schen Stücken an beiden Räudern un-
gefähr in der Mitte eingebogen ist, 3) führt die schlesische Euryale regel-
mässig zw ischen den beiden oberen Augenpunkten und dem vierten (gegen
den Aiialwinkel befindlichen) noch einen dritten kleineren, etwas mehr gegen
den llinlenand hinausgerückten Augenpunkt. Letzterer fehlt dem schwei-
zer sehen Falter constant. Endlich 4) ist l)eim schlesischen i^ die Unterseite
der llinterflügel mit deutlich orangegelber Binde versehen,, w'elche unserem
Thiere abgeht.
Diese nördlichere Form fehlt also, oder kommt annähernd einmal in ein-
zelnen Stücken vor (wie die schlesische Eiu'yale vereinzelt eine Adyte ent-
wickelt). Wir besitzen nur Vai". Adyte.') Sie verhält sich zur Sehlesierin
etwa wie E. Cassiope zu Jvpiphron [M.-D.). Als A])errationen dei'selben
nehme ich Philomela und ücellaris an.
Adjte im .luli und August in grössler Verbreitung durch das Alpenland
von 2800 bis 5- und 6000 ', ja wohl noch etwas höher in den südlichen Alpen.
1) Ich iniiclilt! ührii,'ciis Ad\,te als Stannnronn belracliton. Inlciinocliär \orlialtoii sicli
Slüclco aus Norwci^cii von Don ivl'jckl.
Satyriden. 43
Bei 7000' fehlt sie. Auch vom Jura, so ;mi Solothurner Weissenslein schon
Ende Juni (I\I.-D.); vom (Ihasseral [Coul.].
Var. Phihimehi vom Gurniij;el, dort aber selir liaulig in 4000' Höhe.'j
Ah. Ocellaris (die Flüiielhinde in ijjelrennle kleinere sch\var/[)unklirle
Rosttlecke zerfallen) aus dem Canlon Glarus [('lirisl;.
Einen prachtvollen llerma]ihrotlilen . h'nks miinnlich . reclils weihlich,
fing ich im Juli 1805 auf dem Grauhündner Maloja.
Cliiouobas Bsd. [Oeneis Hb.).
Ch. Aello Hb. [Hb. 519— 521). 2)
F. (der einzige Repräsentant des nordischen Genus im südwestlichen
Europal manchfach . namentlich in der Zahl der Augenflecke, wechselnd.
Vom Mai und Juni bis in den August, zweijährig (nw Ganton Bern mit glei-
cher, in der Ostschweiz mit ungleiclier Jahreszahl (M.-D. und Frey). Er
findet sich durch das ganze Alj>engebiel weil verl)reitel, vom Wallis bis zui'
östlichsten Iilcke Graubündens. Nur für die nördlichen Alpen liegen wenige
Notizen vor; doch vom Schäfler (5843') in Appenzell [Tä.); el)enso vom Pila-
tus [Wu., Knecht); für die Südseite der Alpen fehlt jede Mittheilung.
Ch. Aello beginnt schon tief. Ich traf ihn einstens hinter Engelberg,
und M.-D. berichtet für die Berner Berge von einer Tiefengrenze bis zu
2000'. Aello gewinnt Höhen von 7000' (so 1879 auf dem Albula, früher von
den Silser Alpen). Er fliegt vielfach an Felsen, Steinhalden, aber auch auf
alpinen Grasplätzen. Häufig kam er mir niemals vor.
Satyriis Fab.
S. Hermione L. [Hb. 122—124) und Var. Alcyone S. V. (Hb. 125. 126).
R. an Holcus lanatus.
F. im Juli und August. Beide Formen im Wallis sehr häufig, am süd-
lichen Jura nur Hermione (i7.s. und Coul.';.
Alcyone im Canton Waadt bei Lausanne, aber auch dort Hermione
[M.-D.); Basel, am dortigen Jura, Liestal nur Hermione [Christ); Alcyone von
Homburg [Derselbe); von der Bechburg in beiden Formen (R.-S.); aus dem
Aargau [Wu.); Graubünden nur in den drei transalpinen Thälern, Puschlav,
1) M.-D. bemerkt hierzu: Grosser, mit gestreckteren Vorderfliigeln und auf der Obci -
Seite eine meist schmale, trübe, zerstückelte, krumm begrenzte Binde, beim 5 stets mil
blinden Augen. Sie ist ein wahres Mittelding imd verbindet die beiden Extreme (d. li.
Euryale und Adyte). Der (J unten mehr Adyte, das £ bald der schlesischen Euryale,
bald demjenigen unserer alpinen Adyte ähnlich, indem bei einzelnen Stücken die Unter-
seite der Ilinterflügel bald eine lehmgelbe, bald eine weissgezackte Binde, bald mit 2, bald
mit 4—3 Augen führt. — Auch bei Rosenlaui Uebergangsformen.
2) Prioritäts-Fanatiker werden gewiss die Entdeckung von Z., dass der älteste Name
Pap. Danaus ist (vergl. SchranJc und Moll, Naturhistorische Briefe, I, 102. Salzburg 1785)
mit Entzücken begrüssen und — neueConfusion machen.
44 I- Riiopaloceien.
Misox und Bergell [Kill.); Hermione von Lugano [R.-S.]. Bei Zürich ver-
schwunden [Frei/]; aus dem Canlon St. Gallen von Obcr-Uzwyl ITä.]. Her-
mione bei Schaflhausen öfter [Trapp).
Höhengrenze höchstens 3000'.
S. Proserpina S- V. (Circe Fab.) [Hh. 119—121).
R. an Anthoxanlhuni, Bronius, Lolium.
F. nur lokal, und den meisten Orten fehlend, Hiegt im Juli und August.
Er scheint nur der westlichen Schweiz mit sehr geringer Erhebung anzuge-
hören und dann in den Iransalpinen Thälern Grauliündens uiederzukehren,
so im Bergell {P/'a/}'e)i zeller, M<jb.]. Dagegen verljreitet im ganzen Canton
Bern zwischen dem .Iura und den Voralpen, stellenweise häufig. (Aarberg,
Schupfen, Burgdorf, Solothurn); Bern [Ms.. Jenner)\ ferner vom Beatenberg
[R. Snell); von der Bcchburg [R.-S.); aus dem Aargauer Jura [Wu.); St. Blaise
und Umgebung [Coul.); bei Basel seltener [Christ).
S. Briseis L. [Hb. 130. 131).
R. an Sesleria und anderen Gräsern.
F. spät im August bis in den September an dürren Abhängen, wiederum
mit unbedeutender Elevalion und nur an wenigen Stellen des westlichen
Faunengebietes vorkonunend und an anderen Orten . wo er früher flog, ver-
schwunden.
Genf am Mont Saleve; Waadtlanil ; Canton Bern , aber auch da im Aus-
sterben begriffen ; am Jura noch am häufigsten, so z. B. bei Biel (1371') [31. -D.)
und Bözingen (1372') [Benl.) , dann an der Bcchburg [R.-S.) , sowie auf
tlem Jurazug in tlen Umgel^ungen Basels [Christ]. Aus dem Bergell [Pfa/I'en-
zeller, Mgb.).
S. Semele L. [IJb. 143. 144. 826. 827).
B. ;m Aira canescens und c;iespitosa.
F. an ilürren steinigen Orten, vielfach nicht seilen, im Hochsommer.
Basel und Umgebungen, am Jurazug häufig. Von Aarberg, Burgdorf, vom
Obergui'nigel mit sehr Icbliaftem ilolhgelb; Waadt, so Joral. Chexbres (1788').
Tour de Gourze und im ganzen Byfthal [M.-D.); im Wallis gemein. Seilen
l)ci Sl. (iallen [Tu.), Zürich [Frey); von Hütten (2278') an der hohen Rhone,
von (Jüldau (1015') [Zell.-Dold.]; weit verbreitet durch (Jraubündcn , doch
bei Bergün und im oberen Engadin fehlend ; wohl aber im unteren i)ei Ardelz
[Schenk]; vom Davos, dem Bündner Oberland [31. -D.), dem Bergell [31(fb.).
Höliengi-enze sehr ungleich, 4500 — (iOOO' [Trapp). Am Slelvio traf bei
8000' Wo. noch zwei grosse, lebhaft gefärbte Stücke.
S. Arethusa Esp. [Hb. 154. 155).
Schien bisher unserem Faunengebiete nicht mehr anzugehören. Sie
findet sich im Hoch- und Spätsommer bei Istein im Grossherzogthum Baden
[Reulti). Dagegen erwähnl Christ ihr Vorkonunen von Anniviers [31ennel).
SaUiidcii. 45
S. Statilinus Hufn. [Hb. 507—509. II.-S. 177).
F. in zwei Generationen , im Frühling und im August und September.
Im Ctinton Wallis von Brieg bis Martigny herunter auf trockenen , heissen
Stellen und an Felsen hiiufig. Auch von Locarno [Niig.].
S. Phaedra L. (Dryas Scop.) {IIb. 127—129).
R. an Avena elatior.
F. im Juli und August weit verbreitet , aber lokal und vielen Stellen
fehlend. Er bewohnt nasse Wiesen und trockne grasreiche Stellen, Halden
etc. Basel und Umgebungen; im Canton Bern am Thunersee, Gunten am
Fuss des Beatenbergs; St. Blaise undNeuveville; Aarberg und Worben(1349');
am .Iura häufiger (JcL); in der Waadt am Jorat [M.-D.]. Gemein im Wallis,
hier, wie z. B. zwischen Varen und Salgetsch, von ausnehmender Grosse und
Schönheit, der (J* mit grossen Augenflecken [Ms., M.-D.) . Bei Lugano [R.-S.) .
Bei Zürich nur an einzelnen Stellen, so z. B. bei der Trichtershauser Mühle
[SneU]; ferner von Goldau [Zell.-Dold.]; um St. Gallen und aus dem Toggen-
Inirg (^ä.j; aus Graubünden [Kill.).
S. Actaea Esp., Var. Cordula Fab. [Hb. 619. 620).
Der im weiblichen Geschlechte sehr variable F. im Juli und August nur
auf südliche Landestheile jjeschränkt , dort mitunter häufig. Bei Bex (1293')
und Aigle und dann durch das Tlial des Wallis bis Viesch ; auch in Seiten-
thälern; so im Val d'Entremont [Wu.], Val d'IIerins [H.-S.) und Vispthal
{Frei/]; auf der Südseite des Simplen noch bei Isella [Jci.) und Crevola [Christ];
im Tessin bei Giornico und Cresciano (831') [Trapp). Von Brusio (2709')
im Pusehlav [Caf!.). ?Wengernalp [Ms.).
Die Höhengrenze Ins 3000'.
Pararge Hb.
P. Maera L. [IIb. 174. 175) und Var. Adrasta Hb. [Hb. 836—839).
B. an Poa annua, Glyceria fluitans, Hordeum marinum und Fesluca.
F. an warmen Stellen der Ebene in zwei Generationen Ende Mai und
dann Juli und August; an rauheren und höheren Stellen von Ende Juni bis
in den August mit einfacher.
Weit verbreitet; in der Ebene, dem Hügelland und der Bergregion. In
der Ebene manchen Orten fehlend', z. B. Zürich. Auch in den südlichen
Thälern Graubündens und dem Tessin [Trapp) bis Lugano [M.-D.). Hier
schon vom April an. Im (iebirge, Jura wie Alj)en bis 45000 und 5000'
häulig, dann seltener werdeiul und in 5 — 6000' Erhebung endigend, höhere
Fangplätze nicht mehr erreichend.
Uebergänge zur helleren, lebhafteren Var. Adrasta (doch ohne das An-
sehen rheinischer Stücke vollkommen zu gewinnen) an heissen Lokalitäten.
So bei Istein und Liestal derartige weibliche Stücke im August [Christi, sowie
46 I- Rhopaloceren.
am Jura [Wu., Trapp]\ von Lignleres 1^2485') und dem Chasseral, im Bergell
bis 4000' [M(jh.)\ aus dem Wallis, Aigle, Varen, Saigetsch [M.-D.) un<l im
Vai d'llerins [R.-S.].
P. HieraPab. [Hb. 176).
R. unbekannt.
F. in der Ebene und Hügelregion zweimal im Jahre, in der ersten Gene-
ration schon ^on den ersten Maitagen an, dann im Juli und August, in den
Alpen ebenfalls einer der am frühesten erscheinenden Falter.
In der Ebene lokal, so z. B-. bei Zürich am Fuss des Ütlibergs (Frey), in
der Glarner Thalsohle (Heer). In den Alpen sehr verbreitet, namentlich den
niederen. Sie erreicht Höhen von 5000 und im südlichen Gebiete bis zu
6000' (so am Graubündner Weissenstein [Z.]]. Auch vom Rigi (Sne//) und
Mont Saleve bei Genf {M.-D.].
P. Megaera L. [Hb. 177. 178).
R. gleich den Verwandten an Gräsern.
F. überall in der Ebene mit doppelter Erscheinungszeit 'Mai und Juni,
dann von Mitte August an) .
Exemplare zweiter Generation aus den heissen Walliser Thalgegenden,
z. B. von Saigetsch und Varen, lassen Uebergänge zur südlichen Var. Lyssa
Bsd. erkennen {M.-D.).
Höhengrenze höchstens bei 4000'.
P. Egeria (L.) Esp. O. {Hb. 181. 182) und Var. Meone Esp. Hb. O.
{Hb. 179. 180).
R. an Triticum repens.
F. in den gewöhnlichen zwei Generationen überall als Bewohner der
Wälder. Er steigt sehr wenig auf, doch traf ihn Z. noch bei Bergün.
In heissen Sommern und sehr warmen Stellen mit Uebergängen zur
hochgelben Var. Meone, so im Unter- Wallis und derTessiner Riviera {Trapp);
sowie bei Lugano {M.-D. und Christ).
P. Dejanira L. (Achine Seop.) {IIb. 170. 171).
R. an Gräsern, wie Carex, Lolium etc.
F. vom letzten Drittheile des Juni tief in den Juli hinein, ein Bewohner
der Laubwaldungen, al)er lokal und mit sehr geringer Ilöhenverbreilung.
Von Basel's Umgebungen, Grut, Liestal, Illenthal u. s. w. [Christ); von
der Bechburg [R.-S.), aus dem Aargau {Ms.); von Zürich; von Schafl'hausen
{Trapp); vereinzelt im Canton St. Gallen {Tu.); von Kaiserstuhl l)ei Lungern
(Unterwaiden); Aarberg, Worben und um den Bieler See {M.-D.); so von
Neuveville {CouL); von Glarus {Heer). Aus Graubünden gab ihn Amstein
an; doch fehlen neuere Xachriclilcii Liiinzlich.
Satyriden. 47
P. Eudora Fab. (Lycaon Rottenb.) (776.163. 164).
R. unbekannt.
F. im .Juli und August, verbreitet im Süden, vereinzelt nordwärts.
Gemein im Wallis [M.-S., M.-D.), einmal bis zum Genfer See herunter-
steigend und bis zur Höhe von Zermatt gehend, dort aber spärlich [Freyr^ aus
dem unteren Engadin (schon nach Schenkhei Zernetz) und dem Bergell [Kill.].
Von Lostorf, aber selten [Stchelin-Imhofr, ebenso Umgebungen St. Gallen's
[Tä.)\ vom Randen (2594') bei Schalihausen [Trapp); am .Iura bei Biel und
Neuveville [M.-D.).
Die höchste Fundstelle würde Zermatt mit etwa SOOO' sein.
P. Janira L. [IIb. 161. 162) und Var. HispuUa Hb. [Hb. 593—596).
R. an Poa und anderen Gräsern.
F. in der Ebene und dem Ilügellande sehr gemein, vom .Juni an in
den August. Höhengrenze bei 4000' und in den südlicheren Alpen etwas
höher. So hoch über Bergün auf dem Latsch-Stulser Weg von Z. und Frey
im August.
Annäherungen an die lebhaftere , hellere Var. HispuUa namentlich im
Süden, z.B. Trons (2648') in Graubünden [Cafl.) und im Bergell [Zell.-
Dold.]. Die vollendete Form dürfte fehlen.
Höhengrenze über 4000'.
P. Hyperanthus L. [Hb. 172. 173) und Var. Arete MüU. (776. 173).
R. an Milium etfusum und Poa annua.
F. von Mitte .Juni an bis in den August, in der Ebene und dem niederen
Berglande gemein, auch südlich noch im Bergell [Baz.) . Die augenlose Aber-
ration Arete vereinzelt überall einmal. Höhengrenze etwa 3400' [M.-D.].
P. IdaEsp. [Hb. 158. 159).
Von Locarno im August [Hug.] .
P. TithonusL. (Hb. 156. 157. 612).
R. an Gräsern, wie Poa annua.
F. von Ende Juli in den August, lokal in milderen Gegenden der mitt-
leren und südlichen Schweiz, mitunter häufig. Im Canton Bern bei Schupfen
und Aarberg; dann den .Iura entlang bis gegen Neuchatel (1346') hier bei Ins
{Snell,. In der Waadt häufig, so z. B. zwischen Genf und Morges. Aus
dem Misox iWredow) , so von Roveredo (911'; Hug.): vom Livinerthal im
Tessin Tr(ipp) .
Nördlicher gefunden bei Luzern [WK'.'.; Basel und Umgebungen [Christ ;
l)ei Wyl 1816') ' Eisenring) . Bei Zürich fing ich ihn niemals und ])ez\veine
das Vorkommen im (lanlon Glarus nach llco- sehi".
48 I- Rliopaloceren.
Coeiionympha Hb. i)
C. Hero L. [IIb. 252. 253. 849. 850 1.
R. an Elymus europaeiis und anderen Gräsern.
F. im .funi und .Tuli; bei uns eine lokale Seltenheit. Der verstorbene
Dr. Imhof erwähnt ihres Vorkommens bei Basel (nach Knecht ist vielleicht
Ariesheim es gewesen); in neuester Zeit von Bonfol (1373') l)ei Pruntrut
[A. Kimdig); aus dem Canton St. Gallen bei Mühlen (1524') als Seltenheit ge-
fangen von J. Müller [Tä.].
C. Iphis S. V. [Hb. 249—251).
R. an Gräsern, wie Brachypodium sylvaticum, Cynosurus, Melica ciliata.
F. im .luni und Juli nur lokal. Am Bieler See, an den Abhängen des
.Iura bei Twann und Prägeiz (2550') [Rthb.); am .forat und Moleson {Lab.); aus
dem Aargau [Wu.):, Bechburg [R.-S.]] auf dem Basel angrenzenden Theile
des .Iura und zwar variirend (Christ); von Schaffhausen, am Randen oft
[Trapp); von Pfäfers [Zell.-Dold.]; von Tarasp (häufig) und dem Bergeil [Baz.] .
C. Arcania L. Hb. 240—242) und Var. Darwiniana Stgr. [H.-S. 186. 187) .
R. an Melica ciliata und nutans.
F. im .Juni und .luli , lokal. An der Südseite des .Iura , bei Lausanne
häufig (ü/s., M.-D.]; aus dem Thale des Wallis; vom Simplon [Jorris,; auf
den .lurazügen bei Basel [Christ); bei der Bechburg [R.-S.); Neuveville und
Umgebung [CouL), von Zürich [Frey); Canton St. Gallen, so Rorschach, Ober-
uzwyl , Degersheim (2660'), Bernek (1296') [Tu. und Ändere); bei Malans
(1718') [A7nstein); vom Misox [Wi-edow) und Bergell [Baz.).
Die Erhebung in der Regel keine bedeutende; doch fand ich die Spezies
noch bei Trafoi vereinzelt.
Z u r V a r i e t ä t Darwiniana Stgr., welche der Aufsteller mit den Wor-
ten : »Var. subalpina, minor, al. post. subtus fascia tenui alba« charakterisirt,
bemerke ich Folgendes. Die gewöhnliche C. Arcania besitzt die gelblich
weisse Binde auf der Unterseite der Hinterflügel wurzelwärts zahnförmig
verlängert und das Gostalauge dieser Unterseite beginnt wurzelwärts über
die Binde sich vorzuschieben. Bei einem Traf'oier Exemplar verkürzt sich
der Zahn; bei zwei Stücken von Macugnaga fehlt er, das Auge ist in die
Binde um ein weniges mehr eingescholjen. Bei Stücken aus dem Wallis
und Exemplaren der Escher'schen Sanunlung an der polytechnischen Schule
in Zürich ohne Oilsbezeichnung findet sich bei zahnlosei- Binde das Gostal-
auge ganz in letzlere herausgedrängt. An eine Verbindung mit SalArion ist
meiner Ansicht nach nicht zu denken. Vom Simplon, so heim Dorle Simpeln
(4340'), ferner Lenk. Visp [Ja.).
1) C. Ocdipus l"al). wollto Jiremi in den zwanziger .laliion auf oinoni Torfmoor bei
Düfjendorf in der Nälic Ziiiiclis !.,'ol'ani^cn liaben. l)a .seit 50 .laluen das Thier Niemand
fand, veiiiuillir- ich cineu diuiiiils sclir Ificiil nioiiliclicii) Irrlliiiin.
Hesperiden. 49
C. Satyrion Esp. (Phüea Hb.) [Hb. 234. 255).
F. im Juli und August auf allen Alpen (vom Wallis bis in das Tirol)
ziemlich variirend, doch ohne Uebergänge zu C. Arcania. Er mag bei 4000'
auftreten. Hei 7000' beginnt er in unserem Faunengebiete seltener zu wer-
den, während er 1000' tiefer noch oftmals sehr zahlreich vorkommt.
C. PamphilusL. [IIb. 237—239) und Var. Lyllus Esp. [Hb. 557. 558).
R. an Cynosurus, Poa, Antlioxanthum.
F. im Tieflande in zwei Generationen (vom Mai in den .luni und im
August), im Hochgebirge nur einmal. Die beiden Generationen, im Süden
recht verschieden [Z.] , lassen noch erheblichere Differenzen im Tessin [Trapp] .
geringere nördlich der Alpen erkennen. Die zweite Generation an heissen
Stellen und in warmen Jahren mit Annäherungen an Var. Lyllus des Südens.
Die volle heller und schmaler geränderte f^yllus-Form wii-d wohl nur selten
erreicht. Höhengrenze etwa 6000'.
C. Davus Fab. (Tiphon Rottenb.) [Hb. 243. 244).
R. an Festuca elatior.
1". im Juni und Juli auf sumpfigen Wiesen, aber lokal, beträchtlich al)-
ändernd.
SchalThausen, allein im Scharrensumpfe [Trapp); Zürich am Katzensee
u. s. w. ; von der hohen Rhone [Hhcj.)\ lokal im Canton St. Gallen [Tä.]\ von
Gais (2875') und Weissbad [P.-J.]; Ragaz [Ainstchi): Glarus [Heer]; vom Hall-
wyler See (Um.) ; von Bern [Ms.]; Schupfen und dem Val Travers [Rthb.);
im Saanenthal an der Lenk [M.-D.]; Waadt [Lah.].
Die Höhengrenze wohl sehr unbedeutend.
Hesperiden.
Spilothyrus Dup.
S. Malvarum Hoflfmannsegg. (Aleeae Esp.) [Hb. 450. 451).
Die leidige Verwechslung mit der nachfolgenden Art gestattet nicht, das
Vorkommen genauer zu bestimmen.
F. von Burgdorf nach Originalexemplaren von M.-D. [Frey). In den
Umgebungen Basels, so an der Wiese und dem Grenzacher Hörnli [Knecht),
mit do])pelter Generalion (im Mai und August) nach Christ, ebenso nach dem-
selben an der Südseile des Simplon zwischen Isella und Ci'CNola. Von Ghur,
dem Domleschg und ganzen Rheinthal, elicnso dem unleren Misox [Kill., Baz.).
M.-D. bezeichnet den Falter als lokal und durchaus nicht häulig. so an
dem Jura hin von Biel bis JN'euchätel, el)enso bei Schü[)l'en und Aarberg.
Höhengrenze gering ; aber unbekannt.
S. Althaeae Hb. [Hb. 452. 453).
R. an Malven.
F. ^^ iederum in zwei Generationen. Die Verbreitung unsicher.
Frey, Lfpidopteren. 4
50 I- Rliopalorereii.
Züi'ich, selten (Freji); im Berner Oherlnnd und /Avisehen Zweilütsdiinen
[Speijer] ; wie es sclieinl in) Auuusl im ll;m|)nliale des tiimzen Wiiliis ver-
breitet [M.-D.]; im Bergell nach Bnz. ; ferner \on Lugano nach Trupp und
C/irist; \om Pilatus [Knecht).
S. Lavaterae Esp. [Hb. 454 — 450).
R. an Stach ys recta zwischen den Blattern versponnen.
F. vom .luni l»is in den August in der südwestlichen Ecke unseres
Faunengehietes, d. h. im Wallis, in dem flauptthale hier aber bis Morel
(2383') und Lax (3451') aufsteigend), ebenso auch in den Nebenihiilern (z. B.
dem Vispthale) mit etwa 4000' Erhebung. FriUier (»ei Bern, jetzt fehlend
[M.-D.]. Ferner vom Twanniterg am Bieler See, von St. Blaise-Neuve\ ille
[Coul.], und von Chexlires [M.-D.]. hi Graubünden, wo ihn ältere ver-
storbene Forscher lAnisfcin und Wredou^] angaben . hat ihn Niemand später
mehr getroffen.
Syrichthus Bsd.'
S. Carthami Hb. [Hb. 720—723).
In zwei Generalionen fliegend, im Juni und dann im .luli uthI August.
Vom .Iura bei Biel, St. Blaise .Ciml. u.s. w.; von (jadmen [Ha. . üurch
das ganze OI)er-\Vallis [die Thiere der zweiten Generation sehr gross und
1) Wir Ijesitzen nur eine kleinere Aiizalil der .sc-liwarzen , wei.ssge.sciieckten S\ rich-
tluis-.\rten in unserem Kaunengebiele, iilücklicliei'welse , mochten wir sagen. Denn die
Verwirrung ist liier eine unlösbare. Sie beginnt schon in iilterer Zeit und wird durrli
liambur's unselige IJearbeilung (beser Thiere erst recld gross. Was seine S. Cailinae
und Onopordi sind , weiss eigentlich Niemand mit Sichcrheil zu sagen. Ledcrer erhiell
als Rambur's S. Cirsii einstens aus Frankreich sowohl 8. l'ritillum, wie Carlliami, ja sogar
S. Alveolus. In neuerer Zeil hal)en Frr.. H.-S., sowie Z. durcli gute Abl)ildungen uml
Besclireibungen manclies aufgelielll. Allein die Unterbringung der vorhandenen Literatur.
verbunden mit der üblichen Priorilals-.Tagd der Gegenwart, lassen zu keinem AI)S(ldns<c
kommen.
Nach zahlreichen Unlersuchungen uml iMnsamndungen möchte ich unter den zu l)e-
sprechenden l-"nrmen S. Carthami, \ielleichl Cacaliae, siclier Andromedae (gleicli der nor
dischen Cenlaureae), suwie Alveolus und Serlorius für rclati\ »gute« Arten eracliten. Da
gegen l)leibl die (irupi)e S. I'iililium, Alveus, Serralulae, Onojionli und Caecus ein Chaos.
H.-S. trügt leider dni'ch eine thilerlassungssUnde einen Theil der Schuld. Hütte er aul
Hb's Bilder tig. 4f)1^'46."> nicht übergrossen Werlh gelegl (nach zwei in Zürich Itelind-
lichen Exemplaren des HüOnei' sehen Werkes kann man daraus Alles machen), halle er
(anstatt liier zum Tlieil damit widersprechen(b) Besclueibungen zu geben) neue bihlliehe
Darstellungen geliefert, so würden wir wohl lieutigen Tages weiter .sein. Ich bemühle
mich lange, zu einem gedi-iingten i^J'gelMiisse zu gelangen. Das Nacldbigende (wobei frei^
lieh di(! bokalangaben der NOrgiinger S(>hr unsicher werden) isl was ich glaut)e, eriiiillell
zu haben.
1) Als S. I'rililluiu tllt. (in meinen Augen die U pische t'orm der l^lbene), welche In
der Schweiz und Deulschland bald sellener, bald häuliger IHegl , t)elrachle icli die Kurni
mit den giöss'rn weissen l'leekiMi der Olierscile ; l'iHiicikolhc nach aliwarls rosiroth;
l'nlerseile dei' II iiilcrIlML'el brann oder (ihAcii-rnn Ulis Bilder t-'itl. '.(!/. uml /.fi", sind
Hosjicrideii. 51
schön, wiihrend die dos Juni kleiner und l)riiunlieli überflogen erseheinen);
von der Seh.ifin.ill hei Ollen (23()2') [Kncclü]. Für (ir;iubünden nur T;ir,is|»
[Christ) .
S. Fritillum O., Var. AlveusHb,, Var. Serratulae Rbi'., Var. Onopoi'di
Rbr,, Var. Caeeus Frr. uud Var. Cirsii M.-D.
F. in 7.\\o'\ Generjilionen Juni und Auuusl in dei' Rl)ene, iiüher in dem
Gebii-ge nnl einfacher.
Von Zürich (Frey): aus dem Wallis i^Brieg, F^volena f/?.-S. ; Zermatt
[Frey); Gadmen [Cliristj: Triftalj) [li.-S.).
SudfleicMi. Besser Mocli auf der Oberseite der IlinU'rflügel viel zu deutlieli gezeiclinet)
iiat Frr. das Ding i349. 4) abgejjildel. — S. l'ritillum geiil durcii Zwischeiiformen über in
2) Var. Alveus Hb. Die l'ieclven kleiner; das l''alterelien in Grösse wechselnd; Unter-
seite der Hinlerflügel bräunlich oder meistens grünlich mit reichlicherem Weiss; Fühler-
kolbe unterwärts meistens rostrolh. Hb. 's 6t — 63 sind wiedei'um nicht gelungen.
3) Verkleinern sich die weisslichen Flecke auf der Oberseite noch mehr, so erhallen
wir Serratulae \on H.-S., Fig. 18 und 19, ebenso Hb.s Fig. ."»ü6, welche ich für ebenso
sicher erachte als Ü.s Alveus [I, 1, t06]. Der ,5 oberwärfs grauschwarz ; Fnterseite der
Hinterllügel grünlich. U oberwiirls grünlichbraun überllogen. Fühlerkolbe bei beiden
(ieschiechtern in der Regel unterwärts kastanienbraun oder lichter braun. Ein wichtigeres
Merkmal (was nur selten den Dienst versagt) hat Stgr. noch aufgefunden iZ., Fauna berg.
312,. Nämlich der costale Basallleck der Unterseite des Hinterflügels — er kann oval
oder rundlich erscheinen — bleibt isolirl.
Veraiml die Oberseite der Vorderllügel an weissen Fleckchen mehr, so erhalten wir
H.-S. Fig. 20 — 22, ein Geschöpf, welches ^S7^r. in seinem Gatalog meiner Ansicht nach mit
Unrecht Caeeus Frr. nennt.
4y S. Caeeus Frr. (493, 3. 4) mit .schiefergrauer Oberseite, in beiden Geschlechtern
aus den ösireichischen Alpen stammend, besitze ich in einem .sehr schönen glatt-
schuppigen 5 ^om Albulapasse. Die Vordertlügelfranzen sind von der Spitze an tief ab-
wärts verdunkelt, die Unterseite der Hinterllügel ist mehr bräunlichgrün [Frr.'s Bild zeigt
letzlere grasgrün). Mit S. Serratulae hat Caeeus wenig Verwandtschaft. Der eiförmige
Costaltleck auf der Unterseite des zweiten Flügelpaares ist mit der hinteren l'lecken reihe
verbunden.
'■')) M.-Ü. hat endlich noch einen S. Cirsii. DasThier (von welchem ich ein originales
Pär(;hen besitze] ist eine hübsche , auffallende, südliche Abänderung des S. Alveus. Da
Hambur's Cirsii nicht näher Ijekannt , mag es den Namen des \erdienfen scliweizerschen
Beobachters tragen.
S. Cirsii besitzt die Grösse von S. Alveus. Flügel gestreckter, spitzwinkliger, als bei
jenem. (5 auffallend gelb bestäubt , wie ich es in der Gruppe nie sah; die weissgelben
Würfelllecke der Vordertlügel gross und scharf ausgeprägt; auf der Oberseile der Hinler-
tlügel die Miltelbinde und die Aussenrandfleckchen gleichfalls sehr dcullich; ihre Unler-
seite braun mit vielem Weiss, so dass man an S. Carthami in etwas erinnert wird ; Al'ler-
busch gelblich. £. mit etwas breiteren gedrungeren l'lügeln; die Spitze des vorderen
IMügelpaares stumpfer, das hintere Paar stark olivenbraun Übergossen. Die Grundfarbe
der Oberseile dunkel, die l'leckenreihe wie beim .5- '>'^' Zeichnung der Oberseile des
letzten Flügelpaares erscheint nur sehr verloschen. Unterwärls die Vordertlügel nach dem
Dorsalrande ziendich stark verdunkelt; das br:uinc Coloiil der Hinlertlügel lebhafter
braun als beim J .
4*
52 I- Rhopaloceren.
Var. Alveus.
R. an Polentilla incana in Norddeutschland (Z.).
F. in zwei Generationen die lil)ene, in einer das Gebirg hewuiinend.
Basel, Lieslal [Christ)-, Engellierg [Frey); Wallis, im Val d'Arolla [U.-S.):
Daves [Derselbe); vom oberen Engadin , dem Albuia und von Trafoi [Frey).
Höhengrenze über 7000'.
Var. Serratulae und Var. Caecus.
F. im Juli und August im Gebirge; mir gleich Chi'ist in der Ebene nicht
vorgekommen.
Surenen bei Engelberg [Christ), auch sonst dort; Berge von GraubUnden,
so das Davos [R.-S.), das Ober-Engadin mit Nebenthälern ; vom Albuia : aus
Trafoi [Frey). Durch Verarmung an weissen Fleckchen selten beim (j^ , sehr
gewöhnlich beim § und durch gi-Un!ich-l)räunlichen Anflug der dunklen
Grundfarbe des letzteren entsteht die von II. -S. 21 und 22 abgebildete Form,
Caecus von Stgr. An den meisten der genannten Orten mit Serratulae vor-
kommend. Auch vom Fluela-Pass und von Alvaneu [R.-S.).
Höhenverbreitung wie l)ei Var. Alveus.
Die Var. Caecus Frr. scheint l)elrächt!ich selten zu sein. Zwei Exem-
plare vom Alltulapasse gefangen im .luli und August [Frey].
Var. Onopordi.
üb M.-D., welcher das Thier vereinzelt am Jura antraf, richtig bestimmt
hatte, steht anhin. — R.-S. erwähnt noch Evolena und das Davos.
Var. Cirsii. M-D.
Nach M.-D. in zwei Generalionen, im Juni, dann August und September
fliegend, sowohl an warmen Halden, wie mageren und tortigen Wiesen, aber
vereinzelt. Salgelsch und Varen, sowie am Fusse des Eggerlierges im Wallis :
von Ikirgdorf, Stiegenlos und Resi bei Solothurn ; ebenso nach Breiiii aus den
Umgebungen Zürichs ein Exemplar (?). Ferner sind erwähnt Basel [Christ),
die Bechburg und Saut du Doubs [R.-S.).
S. Caealiae Rbr, [II. -S. Fig. 23.') 24. 25).
Nach Z.'s guter Beschreibung nicht gerade schwer zu erkennen. Die
Grösse unseres Falters ist einigermassen, doch nicht sehr l)eträchtlich wech-
selnd. Oberseite gleichmässig grauschwarz, trüber, glanzloser als bei der
vorigen Gruj)pe und bei Andromedae; Analwinkel abgerundet, wie bei letz-
terer. Die zwei JVlittelbiiulen auf der Oberseite der Hinterflügi^l ganz ver-
IoscIkhi oder häuliger noch f(!hlend. I*' ranzen weisslich (nicht schneeweiss
wie bei der nachfolgenden Spezies) mit schwarzen nach aussen verschmähir-
ten schwäi'zlichen Slrichen. findessen l)leiben letztere auch zuweilen "leich-
1y Fii,'. "i-i im l'lüi,'('lscliiiil( iiiclil i.'('luiiii(Mi und zu si'luviuz colorirt.
Hesperiden. 53
breit). Unterseile der Hiuterflügel trübe, verloschen. EndUch ist die vveiss-
liciie Halbbindc der Untei-seile jenes Flügeipaares an der Subcoslalader
würze Iwärts zu einem Zahn verlängert, wahrend sie bei S. Fri-
lilluni und deren Varietäten geradlinig erscheint.
F. im Juli und August mit raschem Fluge auf fast allen Alpen vom süd-
westlichen Wallis bis zur tiroler Grenze, hi Grauhüntlen häulig. Die ver-
tikale Verbreitung ungefähr von 5500 — 7500'.
S. Andromedae "Wallengren.
Z.'5 trefflicher Charakteristik folge ich hier wiederum fast wörtlich.
Grösse diejenige der vorigen Art ; Analwinkel derselbe , ebenso der
nändiche zahnartige Vorsprung an der llan)binde der Unterfläche; Grund-
farbereinschwarz, freilich durch weissliche Härchen gelichtet; Flecke der
Vorderflügel rein weiss, grösser und meistens viereckiger. Ein vortreff-
liches Artmerkmal gibt die schräg einwärts ziehende Querreihe weisser
Punkte (Fleckchen), in welche der Doppelpunkt der Querader aufgenommen
ist, unterhalb dessen bis zum Innenrande drei Punkte folgen , von welchen
der oberste weder bei Alveus und Serratulac, noch bei Cacaliae je vorhanden
ist. Auf den Ilinterflügeln von der verloschenen Mittelbinde nur die Costa 1-
hälftc deutlich ausgedrückt, und die dem Ilinterrand nahe ist in einen nel)el-
artigen Schleier zusannnengeflossen. Die Franzen J)reit, schnceweiss. mit
gleichbreiten tiefschwarzen Strichen. Auf der Unterseite sind die weissen
Zeichnungen nicht wie bei S. Cacaliae verwischt, in der dritten Zelle (vom
Hinterrande gezählt), welche schwärzlich überflogen ist, liegen zwei weisse
Fleckchen. Das hintere derselben ist gerundet oder unregelmässig vier-
eckig, das vordere länglich rund, gegen das hintere hin lang zugespitzt
und es zuweilen berührend.
S. Andromedae beginnt, wenigstens in den ösl reichischen Alpen, unter
4000', gewinnt aber zuletzt beträchtliche F^rhebungen.
Von der Gemmi [Speyer); in GraubUnden , Berge um Bergün, vom
Weissenstein , schon vom Beginn des .Uini an durch den .luli hinauf zum
Albula-Passe ; dort bis in den August, doch nicht gemein auf ebenen Gras-
flächen (Z., Frei/); aus dem Ober-Engadin [Zell.-Dold.); vom Stelvio dicht bei
der Franzenshöhe [Stgr., Fi'cy)'-, nach Wo. dort noch 1000' höher. Für die
westlichen Alpen fehlen alle Nachrichten.
S. Alveolus Hb. (Malvae L.) [IIb. 466. 467) und Var. Taras Meig. {Hh.
847. 848).
R. an Potentillen, Walderdbeeren. Comariini |)alüstre [Z.).
F. vom Ende April bis F^nde Mai und länger in dem Tieflande ; hoher
im Gobirg noch bis tief in den .luli. Bei 6000' noch stellenweise häulig, bei
7000' ganz vereinzelt.
Var. Taras (die weissen Vorderflügelflecke mehr weniger zusammen-
geflossen) scheint nur selten in unsereui Faunengehiete vorzukonnnen.
54 ^- Rliopaloceren.
Icli lind iiKinclie andere Beohfichler liiilen sie niemals. Doch erwähnen ihrer
M.-D. lind Trapp oline Orlsani;al)en ; dann vonGailmen und vom Niesen (./«,].
Vom Alhula l)esilze ich ein c^, dessen Oberseile genau derjenigen von
Var. IIn poleiicas J.ed. enlspriciil , während unterwärts die llinterdUgel ge-
wöhnliche Zeichnung darbieten.
S. Sertorius Hoffmannsegg (Sao Hb.) [Hb. 471. 472).
R. an Poterium sanguisorba ; auch von llindiecren.
F. im Tiefiande mit doppelter Genei-ation, Mai in den Juni , dann im
Spälsonnncr. An höher gelegenen Orten, z. B. Zcrniatt, einmal im Juli und
August.
Weit verbreitet, aber keineswegs überall. Umgebungen Basels (Lieslal.
Ramsach, Metzerlen [^1767'], Schafmall^ nach Christ nndKnedil^ Schatl'hausen
am Randen Trapp); Zürich nicht häulig [F}'ey]] bei St. Gallen selten [Tä.y,
am Jura, so St. Blaise-Neuveville iCoul.); im Bei'n'schen Mittellande, an den
Hügeln um Rurgtlorf, im Oberhaslithal ])ei Meiringen; dann von Lausanne;
namentlich aber im Wallis an sonnigen Berghalden [M.-D.''-; in Graul)ünden
bei Bergün (Z.) ; aus dem unleren Engadin (A'/7/.) und vom IMz Okel bei
(]hur (Ca//.).
Eine kleine schöne Form trat ich im Juli bei Zermalt. Flügel oberwärts
dunkel, die meisten Flecke klein. Fühler, I'alpen , sowie die Rückeidläche
des Ko|)res uiul der Bi'usl gelJ) übei'zogen. Die Unterseile bietet keine \'ei--
schiedenheit dar.
Thanaos Bsd. (Nisoniades Hb.).
Th. Tages L. [Hb. 456. 457).
R. an Teesdalia, Lotus, Coronilla, lu-^ngium, Ibei'is.
I''. im A|)ril und Mai, dann .luli und August. Ueberall, wenig iindeind.
bis 5000' häulig, dann nur vereinzelt. Ilochalpin traf ich ihn nicht, wohl
aber Wo. vereinzelt am Stelvio.
Hesperia Bsd.
H. Linea S. V. (Thaumas Hufn.) [Ilh. 4«5— 487).
R. an Fcslnca, Aiia. Phleiim.
F. von Enile Juni an, im .luli iiiui August sehr gemein im Tiel- und
Hügellande. Uöhengrenze etwa bei 3500', im südlichen Faunengebiele
höher, so z. B. bei Zermatt [Frc)/) .
11. Lineola O.
R. an Gräsern, so an An-henalhei-um.
F. im Soimner in der Ebene uiul im Gebirge, hier höher aufsteigeiui.
bi derF:bene sellenei' und lokaler, z. R. Rern, Lieslal, Rasel. Sl. (lallen ;
im Gebirge (auch dem .Iura zukommend vcrbreilel und siidlach gcMuein, bis
5000' und mehr: neben dem Jura, in den Gantonen Wallis und Graubüiulen.
Hes|)tMi(leii, 55
H. Actaeon Esp. Hb. 488-490).
R. an Gräsern, so an Calaniogrostis epigeios.
F. im Hoch- untl Spätsonniicr ; nach bisherigen Angalten lokal, doch
gewiss sehr häufig übersehen.
Von Basel; hier fing sie Knecht 1879; von Züricli lli<</-, Freji) ; vom
L.igern bei Baden R. SneU] ; von 8l. Biaise und Umgebungen [CouL): aus
(\cu Umgebungen St. Gallons selten [Tä.]: für Graubiinden aus Tarasp allein
bekannt und dort verbreitet [Kill.]. Ja. I>emerkl: »im Thale des Wallis
überall". Von Zermatt 'Zf//.-Aj/(/.\
H. Sylvanus Esp. Hb. i 82— 484).
H. an Festuca, Poa, Avena und IJoIcus.
F. im .luni, .luli und August sehr verbreitet, auch am .luia. Kv steigt
ziemlich hoch im Ge])irge auf und gewinnt in Graubünden, sowie am Slelvio
llöhengrenzen von 6000'.
H. Comma L. [Hb. 479 — 481) und Var. Catena Keittel und Stgr.
R. an Coronilla varia.
F, im .luli und August in grösst(M' Vei'breilung. Iliilier im (iebirge
grösser, dunkler, namentlich bei weiblichen Stücken . die Var. Gatena aus
dem nördlichsten Scandinavien weit übertrcfiend. Von den Walli^^er itis zu
den Graubündner und Tiroler Alpen. Ich Itegegnete dieser ilesperie doi1
noch in Höhen von 7000 — 7500', aber vereinzelt.
Cyclopides. Hb.
C. Steropes S. V. (Morpheus Pallas.) [IIb. 473. 474).
Nur die südlichste Stelle unseres Faunengebietes mit s(>ln' geringiM-
Höhengrenze ei'reichend. Ms. fand ihn schon 1804 unterhalb Giornico und
an der Südseite des Monte Genere, Ti-app 20. Juli 1857 l)ei Giubiasco (717')
unweit Mugadino am Lage maggiore, nicht selten. a])er verflogen.
Carterocephalus Led.
C. Paniscus Fab. (Palaemon Pallas.) IIb. 475. 476).
R. an Plantago, nach anderen Angaben an Gräsern.
F. im Mai und .luni überall auf lichten, Ijegrasten Waldslcllcn dci- Kbene
und des Hügellandes und bis zur Bergregion stellenweise luiudu . som Jura
bis zu den Voral))en.
Im Alpenlande gewiss nur lokal; dodi, wcnigslcns in (ir-aubiiudeii auf-
steigend, so bei Bergün nach Z. End(^ Juni selten, eltenso von l-liiiis und dem
Davos (Ä7//.).
Im Jahre 1865, Ende Juli, erhielt ich fast auf der Passhöhe dos Maloja
zwei männliche Stücke, ein schlechtes imd (mu vollkonunen i-(Mnes Exemplar,
56 II- Sphingiden.
Das letztere ist nun so interessant, dass ich ihm ein paar Zeilen widme.
Kleiner, robuster, weil kurz- und rundflügliger. Auf der Oberseile der
llintcrflügel die drei typischen gelben Flecken des Mittelfeldes. Dagegen
fehlt die Bogenreihe vor dem Aussenrande. Die Unterseite ändert gegenüber
Exemplaren der schweizer'schen Ebene und norddeutschen Stücken nicht.
II. Sphingiden.
Sphinges.
Acherontia 0.
O. Atropos L. {Hb. 68).
R. im Hochsommer auf Kartoffelpflanzen, auf Datura stramonium. Lycium
barbai'um, ja selbst an Evonymus europaeus u. s. w.
F. im Spätherbste oder dem nächsten .lahre früh im Sonuner. Ueberall,
bald seltener, bald häufiger. Bei seinem sehr entwickelten Fliigvermögen
kam er bisweilen hoch im (jel)irge vor.
Sphinx 0.
S. Convolvuli L. {Hb. 70).
R. verborgen im Spätsommer an Winden, namentlich C. arvensis.
F. mit der Entwicklung von A. Atropos.
Man traf ilm bis gegen und bis 8000'; so an der Canloniera (piarla des
Stelvio (7866') {Speyer) und auf der Trift-Klubhütte des Gadmenthals in un-
gefähr 8000' [Rü.] .
S. LigustriL. {Hb. 69).
B. an Liguster und Syringa; seltener an Spiraea nimaria und Eschen,
ja sogar an Cytisus purpurcus.
F. im Mai und .luni. Stellenweise liäiilig im Gadmenihjile: mit der Esche
geht unser Thier bis 4500' {Md.); stellenwcMse seltener otler selten im tiefe-
ren Theile unseres Faunengebietes.
Von einer llöhengrenze des Faltei-s ist natürlich keine Rede.
S. Pinastri L. {Hb. 67).
R. an Pinus syl\esti-is, ausnahmsweise einmal an einer anderen Pinus-
Art im Spätsommer uml Herbste.
I'. vom Miii bis in den Juli . elw;i bis 5000' ansteigend und nattlrlicii
nach (l(>ni VorkonuiuMi der .\;ihrungspllanze bald liäiiliger. bald seltener.
Sphinges. 57
Deilephila 0.
D. Vespertilio Esp. [IIb. 62. 103. 104).
R. im Juni und Juli an Epilol)iuni rosmarinifoliuni und dodonaei.
F. Iheils im Herbste, theils nach der Ueberwintcruni? im nächsten Jahre.
Genf und Nordseile des Genfer See's {Wii.); im Wallis {Änderegg und
Andere); früher bei Zürich und Wülflins;en (1318') [Bremi); von Winterthur
(1358'] [Biedermann]'^ Umgebungen Basels [Imhof . R.-S.]; von St. Blaise-
Neuveville [CoiiL); Lenzburg [liingier; ; Wimniis (1678') am Fuss des Niesen
[Ms.]; Bern [Ms. und Rlhb.: bei Neuveville [Coul.]; von Engelberg [Frey);
von Bergün [Lashis): von Chur und aus dem Bergell (A7//., Baz.].
D. Hippophaes Esp. [Hb. 109).
R. im August und September an Hippophae rhamnoides.
F. im nächsten Frühsommer. Genf [Ms., Rthb.); Wallis [Ms.. Anderegg.
\Vu.\] Baltschieder bei Visp [Jä.]\ bei Ragaz [Eisenring).
D. Galii S. V. [Hb. 64).
R. im Spätsommer und Herbst an Galium und Epilobium.
F. I)is\veilen noch in demselben Herbste , gewöhnlich im folgenden
Sommer. Ueberall, meistens selten. Noch im Daves [B.-S.) und dort noch
im Sertigthale [Kill.); und dem oberen Engadin [Mgb.); ebenso im unteren
Engadin hoch über Ardelz [Kill.) getroffen.
D. Euphorbiae L. [Hb. 66) und Var. Paralia Nickerl.
R. an Euphorbien, E. cyparissias und esula.
F. selten noch im gleiciien Spätsommer, gewöhnlich erst im nächsten
Jahre Mai und Juni. Wohl überall, bald häufig, bald zur Seltenheit verein-
zelt. Er erreicht Elevationen von ö — 6000', so im Gadmenthal [Rä-] und
im oberen Engadin zwischen Sils und dem Maloja [Hnaleck und Frey, ZelL-
Dold.).
Var. Paralia (mit röthlich übergossenen VorderflUgeln) vereinzelt, so am
Jura [Rä.).
D. Lineata Fab. (Livornica Esp.) [Hb. 65. 112).
R. im Sonnner an Galium, Scabiosen und der Weinrebe.
F. entweder schon im Herbste oder dem nächsten Frühsonnner als Zug-
vogel an vielen Orten des Faunengebictes. Bern [Ms., Rä.) und Diablerels
[Ms.); Schupfen ißthb.); Neuenlmrger See [Coul.); im Aargauer und Solo-
thurnerJura, sowie um Lenzburg [Wu.); im Maderaner Thal [Slehelin-Imhof);
t'/anlon Glarus [Heer); l)ei Zürich [Zell. -Bold., Hag.); aus den Umgel)ungen
Winterthurs [Biedermann); Pfäfers [Eisenring); im Ober-Engadin (P/"a//'t'n-
zeller); so bei Celerina [Wolfensberger); bei Vicosoprano im Bergell [ZelL-
Hnld.). Auf der Steinal]) bei Gadmen noch bis gegen 6000' Höhe.
58 JI- Spl)ingiden.
D. Celerio L. Hb. 59).
Die Raupe dieses Ziiiivoi;cls auf dem Weinstock.
F. iiii Sepleml)cr oder ersl dem nächsten Jahre ^i^elrotlen im Canton
Tessin [Ms.) ; im Bergeil bei Vicoso|)i-ano [Zell.-Dold.) ; Lausanne ^Ü.-S.);
Yverdon (1345') [Ms.]] Bern (i7s., /iö.); Oflringen [W}(.)\ in Aarau er-
zoi;en [Boll); Winlerthur [llu(j.)\ iNeftenbach (1277') [Kubier] und Wädens-
weil (1345') [Dietrich]; bei Sargans (1496'j [Tä.].
D. Elpenor L. (Hb. 61).
R. an Epilobiuni, Circaea, Impatiens [Ms.], iler Weinrebe und Ampe-
lopsis hederaeea.
F. gewöhnlich erst im folgenden Mai untl Juni. Wohl überall, bald
hiuiliger, bald seltener. In Glai'us bis zur Bergregion; im (ladinenthal bis
i300', im Ober-Engadin über 5000', etwa bis gegen 5500' [Pf'a/f'eiizeller .
D. Porcellus L. [Hb, 60).
R. an Galiuni (erst nach Sonnenuntei'gang sichtbar werdend] ; auch
Hlpilobium erwähnt.
F. im Mai und Juni, wohl überall, aber an vielen Orten nicht häulig.
Er erreicht das Ober-Engadin [Pfiilj'cnzeller] . Feiner natürlich vorgekom-
menen Bästardbildung zwischen D. Elpenor und Porcellus gedenkt Ihig.
(Mitth. schw. ent. Ges. 111, 510).
D. NeriiL. [Hb. 63).
R. in heissen Jahren (1834, 1854, 1857 und 1859) auf dem Oleander.
F. im Oktober. Basel, Aarau und Aargau , Zürich, St. Gallen, Glarus
und GraubUnden.
Smeriuthus 0.
S. TiliaeL. ///). 72).
R. an Linden und Ulmen; auch auf Kirschbäumen, Castanea vesca, Erlen,
Birken und Eschen.
F. bald häufiger, bald sellenei-, je nach dem Voi-koinn)en (M-stg(Miannl(>r
Bäume im Mai und Juni durch tlas ganze Faunengebiet. Nach Heer eri'eichl
er im Canton Glarus die Bergregion. Nach Hü. bleibt er gleich der nach-
folgenden Art im Gadmenthale bei 2000 — 2500'.
S. Ocellata L. [Hb. 73).
R. an Weiden und Apfelbäumen.
F., wie S. Tiliae erscheinend, allgemein verbreitet, doch wie es scheint
wenig in das (iel)ii'ge aufsteigend.
Die llohengrenze der vorigen Art gleich.
S. Populi L. [Hb. 74).
R. an den verschiedenen Populus-Arten ; auch an WcMden.
Spbinges. 59
F. ühenill im Mcii und Juni die noch in demselben Ilei'hste sich ent-
wicIvchuhMi E\eni])liM'e iiuflallend iiell | \Vii.\). In den (liuitonen St. (lallen
und (ilarus noch die Bcr|j;fCü;ion {gewinnend {Tä., llcev . VAncv Parlheuo-
i-eiiesis tUesei" Arl, sowie der voi'hergehenden gedenkt J^-.
Pterogou Bsd.
F. Oenotherae S. V. (Proserpina Fall.) [Hh. 58).
R. an Epiloltium hirsutuin . angusli- und rosniarinilolinni . sowie an
Oenothera l)iennis.
F. im Mai und .Juni, gerne (zuweilen schon am Tage' um wohlriechende
Blumen lliegend, so an Silene nulans [Wu.).
Graubilnden [Mengokl's Sammlung), dann im (Ihurer llhointhal und ein-
mal 600' unter Bergün (AV//., Z.); ebenso hinter Klosters im Prätligau als
Rau|>e [Hiüinj]] bis 1000' bei Gadmen [Rü.]\ Ragaz [Eisenriiu/ ; bei (iais
[P.-I.]; Schairhausen selten [Trupp); Basel, nahe bei Hüningen mit 1). Vcsper-
lilio [R.-S.); Canton Zürich, aus den Umgebungen Winlerthurs [Biederinann]
und von Kyburg (1939') [Frei/]; von Gais [P.-I-] und Borschach [Tä.]; im
Aargau, Lenz[)urg, Oftringen, Zofingen, dem Aarthal NonAarbui'g bis Brugg
(I060'\ dann am liallwyler See [Wu.]; Bern {3Js. und Hä.]; Burgdorf [Hlhh.);
hei Schupfen selten [Derselbe]; von Neuveville [Coiil.]; am Genfer See bei
Villcneuve [Wu.].
Macroglossa 0.
M. Stellatarum L. [Hb. 57) .
R. an Galium.
V. im Sonuner und Spiitlierbsl. dann mit |)artieller Ueberwinterung.
l'eberall gemeiner mit l)elrächtlicher Ele\ation, so bei Zernuitt , auf
denj Albulapasse, also in Höhen über 7000'.
M. Bombyliformis O. [Hb. 55. M7).
B. an Loniceren und [f] Galium.
F. mit doppelter Generation (Mai und .luni , dann von Ende .luli an).
Seine Höhengrenze so viel bis jetzt liekannt l)ei Gadmen [Hd.] und Bergün
[Frei/]; also über 4000'.
M. Fueiformis O. (L.) [Hb. 56).
B. an Scabiosa arvensis und succisa.
F. mit gleicher ErsclKMuiingszeil wie der vorhergehende, und wohl iü)er-
all vorkommend. Er scheint höher im Gel)irge aufzusteigen, so im Gadmen-
Ihal l)is über 5000' (Rä.).
60 II- Sphingiden.
Sesiiden.
Trochilium Scop.
T. Apiforme Gl. (Hb. 51).
R. zweijäliriü im Holze der Pappeln.
F. von Ende Mai bis in den Anlang des Juli, ül)erall in den tieferen
Gegenden unseres Faunengebietes vorkommend, und zwar je nach der ört-
lichen Cultur der Pa]ipeln bald häufiger, ])ald zur Seltenheit geworden.
Die Höhengrenze (kaum eine erhebliche) bleibt noch zu ermitteln. Bis-
her nur in der schweizer'schen Hochebene zwischen Jura und Alpen getroflen.
T. Bembeciforme Hb. (Crabroniforme Lewin) {IIb. 98).
R. zweijährig im Holze der Weide (Salix caprea).
F. im Juni und Juli. Bisher nur an wenigen Orten gefunden , so von
Burgdorf [M.-D.) und von Lenzburg [Wu.) sehr selten.
Sciapteron Stgr.
S. Asiliforme S. V. (Tabaniforme Rottenb.) (///). 44. H.-S. 3).
R. in den Stämmen junger Pappeln.
F. gleichzeitig mit T. Apiforme, aber selten.
Von (lenf (,1/.s.); bei Siselen (1478') im Canton Bern {Hö.); von Zürich
auf dem Zürich-Berg und von Buchs (1404') [Ilwj.]. Aus GraubUnden (A7//.)
und ein Exemplar von Rorschach [Tä.].
Sesia Fab.
? S. Seoliaeformis Bkh. Jlb. Hl).
R. unter der Rinde von Betula ail>a.
F. angegeben für Gadmen [RU.] und das Bergeil [Pfa/fcnzcller] . Ich
bezweifle das Vorkommen.
S. Spheciformis Fab. {Ilh. 11. 78).
R. an Alnus glutinosa.
F. im Juni vom Bieler-See (ßä.); von St. Gallen ein Stück {Ta.): von
der hohen Rohne am Züricher See [llu(i.]\ (ilarus bis zur Bergregion (?)
nach y/ee/-; bei Zürich einmal [Frei/)] um Bremgarten [Boll]; sowie dem be-
nachbarten Bünzen (1354'), ebenso von Lenzburg einzeln {Wu.); von Bern
{Ms.). Da l\ls. hier die Birke als Nahrungspflanze angab, ist möglicherweise
eine Verwechslung n)it der vorhergehenden S])ezies vorhanden gewesen.
S. Anthraciformis Esp. (Andronaeformis Lasp.) II. -S. 50).
Angeblich von Ms. bei Bern gefangen, ist sie erst kürzlich als Mitglied des
Faunengebietes sicher nachgewiesen worden \n den Umgebungen Zürichs
im sogenannten Slöcker Tobel [Hiff/.].
Sesiiden. 61
S. Tipuliformis Gl. {IIb. 49).
R. in den Zweiyen von Ribes,
F. im Juni und nach Alt der Verwandten in den heissen Mittagsstunden
die Nahrungspflanze umfliegend oder zur Ruhe benutzend. Er konnnl wohl
überall im Tief- und Hiigellande vor. Wir id)ergehen deshalb die zahl-
reichen Angaben.
Die vertikale Erhebung nicht ganz unbedeutend , da sie licifl/i im
Schwarzwalde und zwar im liöllenthale bei 2'2ö0' und Bü. bei Gadmen noch
hoher angetroflcn haben.
S. Cephiformis O. [II.-S. 32).
R. Nahrungspflanze unsicher — Coniferen V
F. scheint in unserem Faunengebiete sehr vereinzelt vorzukonunen.
Nur Wu. traf ihn im Aai"gau iiu Wiggerthale. bei üftringen und Lenzburg.
?S. Conopiformis Esp. (Nomadaeformis Lasp.) [II.-S. 40).
R. in Eichenstämmen.
Ms. I)ei-ichtet von dem Vorkommen bei Genf und das alte Atnslein'sL'he
Verzeichniss von demjenigen bei (Ihur.
S. Cynipiformis Esp. (Asiliformis Rottenb.) [IIb. 95).
R. in dci' Eiche, namentlich in den stehengel>liebenen Wurzelsliuumen.
F. von Rremgarten [Bo/l); im Canton Aargau, im Wigger-, Aar- und
Aathale, bei Lenzburg vereinzelt [Wu.) ; aus Graul)ünden (Ä7//.) ; von St.
Gallen [Tu.]; ebenso von Zürich [Hug.).
S. Myopiformis Bkh. (Mutillaeformis Lasp.) (7/6. 45. 91) ,
R. unter der Rinde von Apfel- und Pflaumenl)äumen.
F. im .luni. Zürich selten [Frey); Rremgarten .sparsam (ßo//, Frey)] aus
dem Aargau von Oftringen und Lenzburg (Hw.); von Langnau (2068') auf
Ligusterl)lüthen einmal in Mehrzahl ; Rern [Ms.]; Siselen am Rleler-See [Rü.];
aus dem Wallis, zwischen Visp und Visperterminen [Ja.]; von Chur [Kill.).
S. Culieiformis L. [IIb. 151. 152j.
R. in ilen Stämmen der Rirke und Erle.
F. von Ende Mai den .luni hindurch, und, wie es scheint, recht selten.
Hremgarten [Boll]; Lenzburg [Wu.]; von Rern [Ms.); von Neuveville [CouL);
von St. Gallen ein Exemplar [Tä.]; von Malans [Kill.).
S. Stomoxyformis Hb. [IIb. 47).
Die Ernidirungsweise der Larve unbekannt.
F. eine \ereinzelte Seltenheit. Zwei l'>\emplare fing einstens Bull bei
Bremgarten. Eins in meiner Sanuulung.
S. Pormicaeformis Esp. {IIb. 20).
R. in Weiden-Arten.
F. wiedei'um Lianz vei'einzelt. Hei'u (Ms.); aus dem Gadmenthale und
62 II- SphinijidiMi.
von Siselen [Bö.); aus doin Anrgaii, so von Villingen bei Brugg, am Engel-
berg, jedoch selten [Wn.]; von Bi-enigarlen [Bolljj doch zweifelhall ; von
Manis (3573') nach Amstcin, aber unsicher. Von Zürich in der Naclibar-
schaft der Irren-Anstalt [Hug.).
S. lehneumoniformis Fab. lll.-S. 19) und Var. Megillaeformis Hb.
[flh. 114. H.-S. 39).
K. in den Wurzeln von Anlhyllis vulneraria (/.), von Lotus corniculatiis
vielleicht auch \on llij)|)ocrepis coinosa u. s. \v.
Aus Graubünden, so von Bergün (Z. , Boll, Frey) Mitte Juli. Im Canlon
(liarus bis zur Rergregion [Heer]: Bei'n [Ms.]; Gadmen und Siselen [Bä.];
am Born, Kngelberg, am unteren llauenstein, auf dei" Südseite des Belchen,
bei Erlinsbach: »wo llippocrepis wächst« [W'U.); bei Scliwendi (2589') im
Ganton Appenzell [P.-I.]: bei Zürich, am iltlil)erg und auch auf <lem anderen
Seeufer [Frcij] .
Var. Megillaeformis (nui- mit drei gelben Ilinterleibs-Gürteln) traf /cll.-
Dold. bei Geierina wiihrend eines Schneefalles, ebenso P.-l. bei Scliwendi.
Die Hohem erbreitung also übei- 5000'.
S. Tenthredeniformis Lasp. (Empiformis Esp.) [IIb. 52. H.-S. 7 — 9).
H. in den Wui'zeln der Kuphorl)ien.
F. im .luni und Juli. Bei Zürich und dem Itenachbarten Bi'emgarten
[Bull], ziemlich selten; Bern und tJenf [Ms.); von Luzern [lltty.]. Vom Aar-
gauer Jura keine Seltenheit, auf der Frohbui'g des llauensteins CäCOr), auf
Burg [Wu.)\ selten von Neuveville [Coul.]] bei Biel einmal gefangen [Blhh.].
Indessen unser Thier steigt weit höher aufwärts, so am Stelvio [Wo.) und im
Ober-Engadin, gewinnt also eine Höhengrenze über 5000'.
S. Philanthiformis Lasp. (Muscaeformis Vieweg).
U. in den Wurzeln von Statice armeria.
F. bei Genf [Ms.]; im unleren Theile des Wiggei'thales . im Aathale bei
Lenzburg, jedoch selten [Wii.).
S. Leucomelaena Z. Stgr.
Ich fing ein sicheres Exemplar vor .lahren im Juni bei Bi'emgarlen.
S. Leuoopsidiformis Esp. [11. -S. 53).
lt. in den Wurzeln der Euphorbien.
F. bisher nur von Lenzbui-g (H/^), aber seilen.')
Benibecia. Hb.
B. Hylaeiformis Lasp. (///;. 48. 108. II. -S. 2).
H. in den Wiu-zeli\ und Sieniieln der Himbeere.
1) S. C.li IN s i (I i l'o im i s l{s|) soll iKicIi ;l/.v. Iici TImiii, und S. (1 li h I c i di lO r in i s
IIb. (I* l'o S(i |) i l'o i- III i s ().) iiiuli ilt'mst'lIxMi bei Locic und (iciil' et'lrollL'ii \\oi(b'ii sein.
Alle Itcslidiiiiiiii^cn bncbcn :uis.
Thyrididen. Zygaenidcn. (J3
F. von VAnir iCafl.) und aus dem oberen Kngadin (Frei/); im (ImuIou Aar-
eau vom Eni^elheri; und Born niclil izai' seilen (IT//.).
Höllengrenze iU)er •iOOO'.
Thyrididen.
Tliyris lUiger.
Th. Feneatrina S. V. (Fenestrella Seop.) [Hb. U\) .
H. an dulenfoi-mig eingerolllen HIaltspilzen der Clematis viltalha.
F. \om Mai in den Juli hinein; wie es sclieinl, in unserem Faunen-
gebiete selten.
(iivitduinden im Rheinlhale (A7//.); im Appenzeller Weisshad (P.-/. );
Sl. (iaileii ein Sliick [Tu. \ Zürich und nähere Umgeltung seilen [Frei/, Zell.-
Doltl. inid H)((/.]: am Sehnehelhorn (3987') [der Letztor); bei Schatriiaiisen
einzeln [Trapp : Hern seilen Ms.. Rii.): aus dem (Danton Aargau am Fngel-
berg bei Boin alijälirig um bliihemlen Hollunder; ebenso jedes Jahr auf der
Hechburg [R.-S.): von NeuNeville [Cnul.]--, aus dem Wallis [Ms.); so von
Viege [J(i.) ■
Zygaeniden.
Iiio. Leacli.
J. Pruni S. V. [HIj. 4).
H. an Prunns spinosa.
F. im .luni und .luli. Vom Lägernberg bei Baden, aber selten [Frctj):
von Hi'emgarlen [Ball,] von Aarau, Wildegg (1350'), Schinznach ,1057'), Lenz-
Inirg, niemals abei- häufig [Wu.i\ \oh Biel (/}«.) ; Ligerz und Hiel [Jä.)\ von
St. Blaiso-Neiiveville [Coul.); von Berneck im Canton St. Gallen [Tu.].
J. Globulariae Hb. (///>. i. 3).
H. an Globularia.
F. (durch die verfeincMMe FUhlers|)itze, die schlankere Körperform, die
grösseren und breiteren Flügel l<Mcht kenntlich) vom Juni an lliegcMid.
Von Hern [Ms. und /?(/.); von Siselen, aus Gadmen, Thal nml Alpen
[Hü.). Für das Wallis erwähnt ./(■/. den Sim|)lon und Zermatt. (An letzterem
Orte sah ich sie niemals). Von Aarau (?) nach Roll :, von Luzern »gemein^
[M.-D.)\ aus dem Canlon Aargau, von Born, Engelberg, stellenweise nicht
selten, auch von der Wartburg (Hu.); I)ei Aarberg [lit/il).). Von Hiel: von
der Hechburg nicht selten [li.-S.]: ^on St. Blaise-Neuveville [Cou/.]: ans den
Umgebungen Zürichs, schon näher der Stadl [llug.); dann oberhalb Tlialweil
(1472') (/?. Snell).
Die Höhengrenze ist eine ziemlich belr'äclillichc. Ich traf, b-eilicli nui- in
wenigen Exemplaren, unsere Art im .luli unmittelbar neben l'rafoi , also in
unirefähr 4S00' • frcMÜcli war sie dort seilen uewoivlen.
64 II- Sphingiden.
J. Statices L. [Hb. 1), Var. Chrysocephala Nickerl [H.-S. 76) und
Heydenreichii Led. {If.-S. 75).
R. im Tieflande an Cenlaurea scabiosa halbininirend. Für das Hoch-
gebirge kennen wir die Nahrungspflanzen nicht.
F. unten im Mai und Juni , im Gebirge noch Ende Juli und im August
vorkonnnend. Nacli der Ei'hebung treten Geslaltsveränderungen ein. Unsei'
Thier wird kkMner, zarter und dünnschuppiger und ergibt die Var. Chryso-
cephala. Mein verstorbener Freund gab den Namen, wie ich aus münd-
licher Mittheilung weiss, nach einem Irrlhume. Nasse und aufgeweichte
Exemplare gewinnen leicht rölhliche Köpfe, und werden auch über die
grünen Vorderflügel stellenweise rothfleckig.
Geht man von Hohen von etwa 5000' aus in unserem Alpenlande, so
zeigen sich beide Formen, Stammart und Varietät, neben einander und
durch Uebergänge verbunden. In tieferen Gegenden bemerkt man unter
einer Ueberzahl einmal eine typische Var. Chrysocephala. An hochalpinen
Flugplätzen herrscht letztere vor; ja sie kann ausschliesslich vorhanden sein.
Doch auch hier erscheint einmal wieder eine kleinere, aber typische J. Stati-
ces der Ebene (wie man sie im Flachlande fangen kann). Auch die Fühler,
die Gestalt der Flügel, ja der ganze Körperbau gehen manchen Wechsel ein.
Graulmnden , so oberes Engadin [Zell.-DolcL, Frey \x. k.) und unteres
bei Tarasp [KiU.)\ Daves [Hug.); Bergün (häufig schon von Ende Mai an [Z.]].
Dort fing ich ein ausgeprägtestes Stück der Var. Chrysocephala ; Daves nicht
selten {R.-S.); Ganton St. Galten, Toggenburg, Appenzeller Berge [Tä.]]
Weissbad, gemein [P--I-]; Glarus {Heer); Bern, Liegerz, Urweid , Engstlen
(5710'), sowie Visp [Ja.]; Schaflliausen [Trapp); von Zermatt und den dorti-
gen Alpen [Frey]; Zürich und Umgebungen, ebenso Winterthur [Biedermann);
Bremgarlen [Boll); dann im übrigen Aargau auf dem Born am Engelberg,
der Gysulafluh bei Aarau, bei Lenzburg [Wu.). Gemein bei Lugano [M.-D.).
Var. Chrysocephala habe ich auf den Hochalpen des Engadin und Zer-
matts bei 8000' und darüber gefangen.
Var. Heydenreichii von (?) Siselen [Rä.); südlich vom Monte Rosa [Slgr.).
Zygaeua. Fab.
Z. Minos S. V. (Pilosellae Esp.) [Hb. 8. II. -S. 1;}. 14. 15), Var, Nubi-
gena Mann (? Pluto O.) [IIb. 88), Var. Polygalae Esp. i//.-.S. IG)
und Interrupta Stgr.
R. an Thynms serpyllum, l'impinella, Trifolium u. s. w.
F. recht veränderlich in seinem ausgedehnten Vorkonnnen (wie sclion
die Mezeichungsreihe lehrt). Jeder, welcher in unserem schweizersclien
Hochgebirge Beo]>aclitungen angestellt hat, weiss, dass kt'ineGrenze zwischen
Z. Minos und Var, Nubigena, d. h. jenen hlxemplaren , NNcIche Mann früher
vom (Jros.s-Glockner verschickte, exislirl. Ich besitze im Uebrigen in meiner
Sariiiulung zwei Slücke, welche ich im oberen luigadiii. einige l.iiiseud Fuss
Zygaoniden. (55
über Sils-Maria 1SG5 fing, gegenüber \\ol('hon die Mamf^che Var. Nubigena
als grosses, dicht besehupjites, dunkel gefärbtes Tliier erscheint.
Z. Minos kommt von Ende Mai l)is in den August wohl überall vor.
Basel und Umgebungen, Aar- und Thurgau, Sehaflhausen , Zürich, Glarus,
St. Gallen, Bern, Neuchatel, das untere und ol)ere Wallis, (irauJJünden.
Im niederen Aljienlande von Zermatt bis zum Fusse des Slelvio im ge-
wöhnlichen Ansehen. Höher aufwärts, Alpen um Zermatt und auf denjenigen
des Oberengadin . allmälig zur Nubigena, mit welcher O.'s Pluto zu ver-
einigen ich sehr geneigt bin, sich umgestaltend. Nach meinen Erfahrungen
in Erhebungen über 6000' bedeutend seltener und lokal werdend; so z. B.
traf ich sie niemals auf dem Albula-Pass und mehreren, genau durchsuchten
überengadiner Alpen.
Var. Polygalae fand ich einstens am Eingange des Klönthaies bei Glarus.
H.-S. erwähnt sie für Naters im Wallis, für die Bechburg; Christ traf sie
ebenfalls im Wallis und Kill, bei Tarasp. (Flecke zusammengeflossen).
Ab. Interrupta wohl nur als selteneres Vorkommniss , so von Gadmen
[Rä.] und von Trafoi [Stgr.] (Mittelflecke stark getrennt). i)
Vereinzelt erreicht Z. Minos 7000' und mehr.
Z. Scabiosae Esp. [Hb. 86).
K. an Trifolium und ('?) Vicia.
F. im .Tuni und .hili, in unserem Faunengebiete nur vereinzelt vor-
kommend.
Im Wallis bei Leuk und Sierre [Als.); aus dem Gadmcnthal [Hü.]: Um-
gebungen Zürichs, so am Katzensee und am Lägernberg bei Baden [Huy. und
Snell], doch seltenei" vorkommend. Schadhausen (hinteres Mühlenthal und
vom Mosenthal, sumpfige Abhänge hinter dem l)enachbarten Doi'fe Flurlingen
[Trapp). Aus den Umgebungen Basels ist von Knecht das Wiesenlhai und
.4. 1(?ow/?a/-/ Waidhof bei Inglingen (1167') angeführt; von Gadmen [liä.): von
Wyl im Canton St. Gallen [Tu.]; Graubünden (im Amstein^schen Verzeichniss);
sicher (wie ich durch Autopsie weiss) in typischen Stücken bei Celerina im
Ober-Engadin [ZelL-DoUI.]^ also über 5000'. was zur Zeil die Ilöhengrenze
bildet.
Z. Romeo Dup. [H.-S. 48. 49) und Var. Freyeri Led. (Orion H.-S.)
(//.-.S. 3).
Wir sind über das schweizer'sche Bürgerrecht dieser Zygaene wenig
aufgeklärt, ^tgr. schrieb mir, dass er in Rthb.'s Sammlung Exemplare des
ächten Orion getroffen habe, welche mit Sicherheit im Tessin gesammelt
wurden. Dann fing SU/r. letzteres Thier im .luli un(erhall) Macugnaga bei
Geppo Morelli im Val Anzasca, aber schon verflogen, da die Spezies früh-
i) Nach Ms. sollte Z. Bri z ae Esp. bei Sierre in Wallis gefunden sein. Da Niemand
eine Brizae später fand, liegt ein — damals sehr leicht möglicher — Hestimmungst'ehler
zweifelsohne vor.
Frey, Lepidopteren. 5
6ß II. Sphingiden.
zeitig erscheint. Zwei Exemplare dieser Ausbeute in meiner Sammlung
stinunen mit Stücken vollständig überein, welclie ich vor 30 Jahren hier in
Zürich in der ßordor/' sehen Sammlung sah und welche nach der Versiche-
rung des ehemaligen Zürcher'schen Insectenhändlers Biedermann aus dem
Wallis stammen sollten; Südseite des Simplon , so aus dem Val Vedro bei
Grevola [Rä.]: von Gondo [Bent. und Ja.).
Z. Achilleae Esp. [Hb. 9(). 97), Var. Bellis Hb. [IIb. 10) und Var. Vieiae
Hb. (//6. 11).
R. an Trifolium, Lotus, Ästragalus, Coronilla etc.
F. in tieferen Gegenden schon von Ende Mai bis in den Juli fliegend.
Er ist sehr weit verl)reitet von Basel und l'mgel>angen bis in das unlere
Wallis, so z.B. St. Maurice (1259') (/{.-N.j, am Simplon zwischen Gondo und
Algabi (3425') [Ja.] und von da durch das Berner Land bis nach St. Gallen
und Graubünden, wie Bergün (Z.), dem oberen Engadin [Zell.-Dohl.. Frei/]:
von Trafoi und Bormio [Wo.) und dem Daves [li.-S.].
Im Engelberger Thale und später auf den Alpen von Zermatt traf icii
eine kleinere Form des Thieres, dünner beschuppt und mit einem gegen den
Afterwinkel ausgezogenen äussersten Vorderflügelfleck.
Var. Bellis, grösser und dunkler, wird als im Wallis vorkommend von
Knecht angeführt und aus dem Val Vedro [Rä.].
Var. Vieiae mit kleineren Flecken und äusserer abgerundeter Makel von
St. Maurice [R.-S.]; Tarasp [Kill.], Wengen [Christ] , von Basel [Knecht); aus
dem Gadmenlhale als seltener [Rü.); vom Piz Und)rail am Stehio [Zell. -Bold.).
Die Höhengrenze überschreitet 6000' bei uns.
Z. Exulans Hoehenwarth [Hb. 12. 101 ) und Var. Vanadis Dalman.
R. schon von Ms. gut beschrieben , an niederen Alpenpflanzen lebend.
Die dünnen weisslichen Cocons unter Steinen zuweilen sehr häufig, aber
schwer ablösbar.
F. wohl schon mit 5000' beginnend und bis 8500' und mehr gehend,
findet sich von der westlichen Walliser Grenze bis zur Ostgrenze Graubün-
dens und darül)er hinaus. Mitunter kann er in förndichen Schaaren er-
scheinen, wie ich es Anfangs August 1871 am Sielvio zwischen der Ganto-
niera quarla und dem Beginn des schweizerischen Val Muranza ((3705') be-
(»bachtele.
Ziendich variirend und mit Annäherungen an die hochnordische Varietät
Vanadis. Gewöhnlich finden sich in unseren schweizer\s(then Sannidungen
derartige Exemplare, obgleich ich das \^)i-kommen jenei" borealen Form in
unserem Faunengebiete nicht l)eslreiten \\ill.')
1) Z Gy na rac Esp. ist siflicr ivoinc Hcwdhin'riii der .Schweiz, obgleich sie einstens
Ms. als im Wallis üelioUcii eiwiihiile.
Zyttnoiiidt'ii. (57
Z. Meliloti Esp. [IIb. 82 und Var, Stentzii Frr. (//.-.S. Sß. 87).
H. auf nassen Wiesenslellen an Trifolium . Lotus und anderen ver-
wandten, zur Krnälu'unsj; der Zyyaenen-I.arven dienenden, niederen Fllanzen.
V. von Ende Mai durch den Juni und in den Juli hinein fliegend. Er
konunl vereinzelt und seltener in unsereiu Flach- und Ilügellande vor, ohne,
wie ich annehmen muss, gerade besonders hoch in das Gebirge aufzusteigen.
Doch erreicht Z. Meliloti noch die Thalsohle des Ober-Engadin , wie sie
auch den untersten Theil dieses Alpenthales, l)ei Tarasp [Kill.) bewohnt. Von
St. Gallen [Tii..\ Dusnang (1847') [Eugster]-^ Schafl'hausen [Trapp]; Bremgarten
[Boll)] bei Oflringen lokal [Wii.]; ebenso örtlich meistens auf nassen Wiesen
bei Zürich (z. B.am Katzensee und bei Wytikon) [Frey). Ferner von Liestal
[Christ) und Dorneck [Knecht,; vom Pilatus [Christ); im Wallis l)ei Viege und
Lenk [Jii.) und aus dem Saasthale (R.-S.'j.
Var. Stentzii (mit rothem Gürtel) fand sich nach Pfaß'enzeller im Bergeil :
bei Macugnaga [Stgr.) (4039'); bei Zürich einmal in der Nähe der Trichters-
liauser Mühle R. Snell) .
?Z. Charon Hb. [H.-S. 69. 70).
Das schweizersche Bürgerrecht der schönen Zygäne wurde erst kürzlich
constatirt. Il.-S. bemerkt: »der Insektenhändler Biedermann brachte viele
I^xemplare aus Fiemont«. Stgr. in seinem Catalog citirt die Alpen des süd-
lichen Wallis, also Macugnaga (er fliegt dort Ende Mai in frischen Exem-
plaren); vom Val Vedro Mitte Juli, auch mit rothem Gürtel [Hü.]. Man \Nir<l
im Canton Tessin unserem Thier verbreitet begegnen können , wie es Ifng.
l»ei Locarno (041') in der That schon getroffen hat.
Z. Trifolii Esp. (///;. 79. 134. 135), Var. Orobi Hb. [Hh. 133) und Con-
fluens Stg. [Hh. 165).
R. auf sumpfigen Wiesen an Trifolium etc.. vielleicht auch an Lotus.
F. im Juni vereinzelt vorkommend.
St. Gallen [Tä.); Bern, sowie Gadmen und die dortigen Berge [liä.]:
von der Bechburg [R.-S.); von St. Blaise-Neuveville [Conl.); von Lauter-
l)runnen [Christ); aus dem Wallis [Ja.]; so dem Bagnethal und Val Vedro am
Simplon [Rä.]. Unsicher die Angaben 5o//'s;nvon Bremgarten» und Jfeer\s :
»im Canton Glarus bis zur Bergregion«; sicher aber das örtliche Vorkonmicn
bei Zürich in der Nähe der Trichtershauser Mühle [R. Snell].
Ab. Orobi Hb. (die beiden Miltelflecke des VorderflUgels sind getrennt)
von Trafoi [Wo.).
Ab. Confluens (ntil zusammengeflossenen Flecken) wurde von Iliig. bei
Zürich getroflen.
Die Höhengrenze also bis gegen 5000'.
Z. Lonicerae Esp. [flh. 7. 160) und Var. Major (Frey).
B. an Trifolium. Lotus. Vicia und andei-en niederen Pflanzen.
68 II- Sphingiden.
F. im Juni und Juli. In der Ebene und den Hügelregionen nach allen
Nachrichten vorkommend, mitunter 'seltener , in der Regel häutiger oder
gemein.
Die grosse, meistens mit spitzerem Vorderflügel und breiterem Saume
des hinteren Flügelpaares versehene Form unseres Thieres, meine Var. Major,
fand Ms. in den Cantonen Tessin nnd Wallis. Im Vispthale häutig, z. B.
1869 in der Nähe von St. Nicolas. El)enso trafen das Thier Trapp im Wallis
und Rü. im dortigen Bagnethal. Aehnlich einige Exemplare von Chur (welche
ich in Cafl.'s Sanunlung sah); schon mehr an die gewöhnliche Z. Lonicerae
sich anreihend von Bergün (Z., Frey).
Eine Ab. mit zusammenfliessenden rolhen Flecken fing ich bei Zürich,
ein gelbes Stück Kill, bei Tai'asp.'/
Z. Filipendulae L. {IIb. '^\], Var. Mannii H.-S. {H.-S. 109. 110), PVar.
Oehsenheimeri Z. und Var. Cytisi Hb. {IIb. 2(1).
R. an Trifolium, Lotus, Hiej-acium und einer Anzahl anderei' niederer
Pflanzen.
F. in der schweizer'schen Ebene schon von Ende Mai an, in den Juni
und Juli hinein. Hier überall, so dass wir keine Spezial-Angal)en liefern.
Die dreifleckige Var. Cytisi vereinzelt; bei Bellinzona {Ms.); aus dem
Gadmenthal (Rä.); von Zürich {Frey); häufiger fand sie Hü. am Simplon und
auf den Torfmooren bei Siselen.
Höher im Gebirge wird Z. Filipendulae seltener; sie wandelt sich allmälig
in die kleinere, dünnschuppige Var. Mannii um. Schon in der Thalsohle des
oberen FLngadin von St. Moritz bis zum Maloja-Fasse beobachtet man dei-
Uebergänge gar manche. Auf den höheren Alpen daselbst ist Var. Mannii die
stehende Erscheinungsform. Ebenso am Stelvio, von den Zermatter Alpen
{Frey) und denjenigen des Gadmenthales {Jiü.).
Mit Z. Transal()inaO.'s (theilweise) zusammenfallend dürfte Var. Oehsen-
heimeri Z. ein Thier des Südens sein.
Theils in der Grösse der Stammart, theils von belrächllicherem Aus-
masse, sonst in Habitus, Flecken der Vorderflügel mit der Stammart über-
einstimmend, dagegen mit breiterer schwarzer Hinlerllügel-Begrenzung. Ihr
Vorkommen erwähnen R.-S. für die Bechburg und Christ für die Südseile
des Simplon (Isella und Grevola) .
1) Stgr. in seinem Cataioge hat eine Var. Dubia von Macugnaga aufgeslellt, welche er
bei Z. Trifolii auffülirl. Er erwähnt als Synonyme Ub.s Transalpina (Kig. 15. 19), O.s
Transalpina (theilweise), dann Lerferer's Medicaginis (Z. b. V. 11.96), sowie das Bihl der
Z. Stuecliadis Bkh., welches H.-S. Fig. 43 gegeben hat, und endlich die gute Abbildung
Bsd.'s in seiner Monographie der Zygaeuen (IV. 4. als Charon).
Nach meiner Autopsie halle ich diese Z. Dubia für den nördlichen variirlen Auslaufer
der Z. Sloechadis, ohne indessen eine Veiwandtsclial'l mit der grossen Var. der Louicerae
verkennen zu wollen.
Zysaenitlon 69
Z. Medicaginis O. (Ferulae Led.) IIb. 20), Var. Hippocrepidis Hb.
{H.-S. 52-55) und Var. Angelieae O. [Hb. 120. 121).
R. an Aslragalus, Trifoliiini , Lotus und anderen niederen Nahrungs-
|)llanzen der Zygaenen.
Wir halten diese drei verbreiteten Zygaenen tür eine und dieselbe Art,
wie wir im schvveizer'sehen Alpengebiete bei langjährigen Beobachtungen
der Uebergänge gar manche getroffen haben.
Beginnen wir mit Z. Medicaginis, welche vielleicht die Slammlorm sein
dürfte, so fehlt sie dem eigentlichen Flachlande der Schweiz gänzlich, wenn
sie auch schon bei Chur [Cafl.) vorkommt. In Höhen von 3500' (im Walli-
ser Vispthal, bei Klosters [//t^^.J, unterhalJ) Bergün , im unteren Engadin,
z. B. bei Tarasp, ferner bei Zernetz, l)is in die südlichen Thäler des Puscli-
lav und Bergeil bildet sie ein häufiges, stellenweise gemeines Vorkomnmiss
[Frey); nicht minder im Wallis und in Graubünden bis 6000', dann mit einem
tief in den August andauernden Fluge.
Vorderflügel bald mehr grünlich, bald in Violelt-Schwarz verändert.
Saum der Hinterflügel immer breit, aber wechselnd, zuweilen sehr breit.
Das Roth bald nach der Carmoisinfarbe , bald nach dem Zinnobei'roLhen
gehend. Unterwärts sind die rothen Vorderflügelflecken zusammengeflossen.
Var. Hippocrepidis ist in unserem Tief- und Hügellande weit verbreitet
und stellenweise, auf trocknen sonnigen Plätzen, häufiger. Im Alpenlande,
z.B. im oberen Engadin, geht sie in Z. Medicaginis über.
Graubünden bis Tarasp (AV//.); und aus dem Daves [R.-S.]; St. Gallen
lokal [Tä.]; Glarus [FveiJ-.; Zürich verbreitet; J)ei Weissbad und Gais [P.-L);
Schaffhausen {Trapp); Umgebungen Basels [Christ , Knecht); vom Aargauer
und Solothurner Jura, so am Weissenstein [Speyer); der Bechburg [R.-S.);
Schupfen Rthb.); dem Berner Oberland hier bei Murren l)is 5017', sowie aus
ilem Kanderthale [Speyer); von Neuveville [Coul.). Dann aus dem Wallis,
so von Evolena [R.-S.), dem Zermatter Thale [Frey) , von Sion und dem
Viescher Walde (Ja.).
Var. Angelieae 0. nehme ich mit Wahrscheinlichkeit als Mitglied der
schweizerischen Fauna auf. Ich kann einige Exemplare meiner Sammlung
aus dem Ober-Engadin hier nur unterbringen; von St. Blaise-IS'euveville
nach Coul.
Z. Ephialtes L., Var. Falcatae Hb. ll.-S. 91), Var. Coronillae S. V.
[IIb. 13), Var. Trigonellae Bsp. Aeacus (Hb.) [IIb. 18) und Var.
Peucedani Esp. Hb. 75. 76) mit ihrer Var. Athamanthae Esp.
R. des wunderbar wechselnden Thieres an Coronillen, Klee-Arten etc.
Die schwarze Stanunform Ephialtes (nehmen wir sie also vorläufig ein-
mal als solche!) mit rothen Hinterleibsgürteln und sechs Vorderflügelflecken.
Fünf derselben ergeben Var. Falcatae. Mit gelbem Abdominalgürtel erhalten
wir sechsfleckig Coronillae, fünffleckig Trigonellae. Var. Peucedani ist die
70 "• Spliingidi-n.
rolhc Foi'in inil sechs Vorderrandsflecken und rolhcii UMlcrtliii;oln. Fallt der
sechste Vorderllügeltleck weg, so hal)en wir die Ah. Alhaiiianthae.
Z. Ephialles mit ihren schwarzen Verwandten ist nur auT einen kleine-
ren Theil des Wallis beschränkt. So zwischen Leuk und Sierre. wo sie 3h.
in aller Zeit häufiger antraf. Von Varen, von Gondn und Crevola [H.-S. und
Clinstj; vom Val Vedro am letzteren Orte [Rä.]. Auch Falcatae und die gelb-
geringelte Var. Trigonellae traf man dort.
Die rothe Var. Peucedani vom Simplon 'U.S.); dann aus den Umgehun-
gen Basels, so von Istein, Liestal, Arlesheim , Ilüniiigcn , dem l)adnischen
Grenzacher Ilorn [Clwist . Knecht, A. Leonharl)-. von Neuvcville am Bieler
See [Ms.]., hc\ Hiel, namentlich Bözingen und auch hei Siselcn [Rä.].
Z, Fausta L. [Uh. 27. 122), Var. Jucunda Ms. und Var. Genevensis
Miniere.
H. an Goronilla.
F. im Juli und August. Im Gebirge höher aufsteigend, gestaltet er sich
allmälig zur Var. Jucunda.
Vorkonunen ein sehr örtliches. Pfäiers mit den angrenzenden Höhen
[Ms., Eisenring]] Calfeuser Thal [Tä.)\ Schalfhausen , in einzelnen Jahren
öfters {Trapp): Blauen (3589') Gempen, Liestal, Passwang (3094') (Christ,
Knecht) j Bechburg und Günsberg (1921') [R.-S.); oberhalb Solothurn und
am dortigen Weissenstein {Spetjer) ; bei Auenstein, Villigen (1121') am
Schlossberg und auf anderen Stellen des Gaisbergs [Wu.); von Locle (2826'1
[Fuessly); von Sierre [üerselhe).
Die typische Form also bis gegen 3ÜÜ0'.
Var. Jucunda auf der Alp Anceindaz am Fusse der Diablerels [Ms.]] aus
dem Wallis (von wo Anderegg sie mir schickte); von Kandersteg [31.-1). Boll):
aus dem Gadmenlhale und vom Aletschgletscher in Höhen von 5500' und 6000'
bis 7000' [Rä.); vom Mürlschenslock am Wallcnsee [llug.]. Mitte Juli 1873
trafen Z., Boll und Frey am Stulser Weg, dicht oberhalb BergUn diese Form
massenhaft; später ei-hielt Z. dort auch weibliche Exemplare. In der Folge
l)is 1879 dort zum Verschwinden selten ! Jucunda ist kleiner mit mehr weni-
ger verschwindendem rothen liinterleibsgürtel.
Noch kleiner und blassei- werdend erscheint Var. Salevensis vom Moni
Saleve bei Genf.
Z. Onobrychis S. V. (Carniolica Scop.) Üb. 28 mil Var. Diniensis
H.-S. Il.-S. 111-112), Hedysari Hb. [ill). 29. 30), Berolinensis
Stg. und Var. Flaveola Esp.
R. an Ono})r>(chis.
F. im Juli und August, ein Bewohner lieferer Gegenden, namentlich der
westlichen Schweiz; an trocknen sonnigen Stellen.
Im wärmeren Theile des Wallis gemein, so vom llauptlial. soni iNicolai-
ihal, von Villeneuve und Martigny (IT//.); \on Viege, von Nj^on (1240') [Rü.).
Syiiloinicleii. 71
Chexbres [Wu.]; Bern nicht gemein [Ms., H(i.):, Scliwarzenegg i29l5') bei
Tluin (ir//.); von Brenigai-Ien idcn) doiligen Mulseiielleri liänfig (Boll); Ziiricii
iiuf ganz lokal; Winleilluir Biedevmann); von Lnngern (2241') und ileni
IMIatus [Wu.]; SchalFhausen , mitunter oft [Trupp]] auf trocknen sonnigen
Hügeln und Bergen der (Kantone Baselland, Solothurn und Aargau, z. B. am
llauenslein (2254'), tieni Engelberg, auf der Gysula- und Wasserfluh (2675'),
dem liomberg (2451') [Wu.], der Bechburg [R.-S.]\ Biel [Bthh.]\ St. Blaise-
Neuveville [Cotd.]; St. Gallen, an verschiedenen Stellen [Tri.]; (iraubünden
im Rheinthal, Domleschg und Oberland [Kill.].
Var. Diniensis von der "Bechburg annähernd; dann aus dem Yal
Vedro [Hä .] . Voi'derflügelflecke sehr gross, gelb gerändert.
Vai". Iled}sari im Aargau vereinzelt hier und da unter der Stamn)art
[Wn .]; Basel [Knecht]] Bechliurg (/?.-8.) häufig; häutiger als die Stammart
bei N}on [R(i .]] aus dem Wallis. Vorderfltigelflecke klein unti ohne roilien
beibesgürtel.
Var. Berolinensis in tieferen Gegenden, so Basel, Auenslein und Aarau
bisweilen [Wu.]] von der Bechburg [li.-S.]. Ohne gel])Iiclie Begrenzung dei-
V'ordertlügelflecke.
Var. Flaveola (ganz gelbj traf Knecht bei bostorf.
Üie Höhenverbreilung eine geringe.
Syntomiden.
Hyntoniis Hb.
S. Phegea L. [Hl). 99. 100).
B. an ni(Mleren Pflanzen.
F. \otn .luni an bis in den August an lichten . trocknen Stellen. Er
komnjt indessen erst jenseits der Berner Alpenkettc , also im Wallis und in
den italienischen Thälern, dann gewöhnlich zahlreich vor.
Im südlichsten Misox uml dem B(>rgell unterhalb Soglio (3349') und Ihal-
abwärts in zunehmender Zahl [Baz., Mgb-] ] aus dem unleren Puschlav
[Pfa/f'enzeller]] aus dem Münsterthal [Kill.]. Im Tessin [Ms.]] so bei Faido
[Rthb.] und Mendrisio (1250') {F)-ei/-Gessnen . Gemein ferner im Haupthaie
des Wallis, im Val d'Herins, dem Val d'Anniviers (hier noch bei St. Luc
5054') nach R.-S.] dem Saas- [Christ] und dem Nicolaithal. Auf der Süd-
seile des Simplen zwischen Crevola und Isella [Ja.].
Vereinzelt noch bis 5000' (nach Speijer auch Trafoi).
Naclia Bsd.
N. Ancilla L. [IIb. 114).
R. auf .lungcrmannia, Parmelia etc.
F. vom Juni bis in den August.
Bei Basel [R.-S.]] Liestal und Sissach [Christ]] von der Bechburg [R.-S.]]
72 lll- Bombyciden.
bei Schaffliausen einzeln [Trapp); im Canlon Aarij;au an sleinigen, mit Ge-
büsch bewachsenen Stellen, z. B. bei Lenzbury und Oflringcn [Wu.); zu
Cornaux bei Neuveville, selten {CoiiL); ßiel (Ja. und liä.); Villencuve [Wu.)
und mit weiter Verbreitung im Wallis; auch von Genf (Sammluni^ des Mu-
seums) von Ragaz [Tit.); aus dem unteren Bergell (Baz.).
N. Punctata Fab. [Hb. 115).
F, von Ende Juni bis Juli im Wallis an gleichen Orten, wie der vorher-
gehende [Als.]. Zwischen Visp und Vispcrterminen Anfang Juli häufig
[Frey); von Stalden [Christ) und Zermatt [R.-S.); von Varen [Christ); Sierre,
Sion , Visp (7ä.) und Brieg (^o//); im unteren Thcile des Entremonl-Thalos
[Wu.); aus dem unteren Bergeil [Baz-.).
III. Bombyciden.
Nycteoliden.
Sarrotripa On.
S. Revayana S. V. (7/6. 7), (Undulana Hb.) und Var. Dilutana Hb.
[IJh. 6 , Degenerana Hb. [Hb. 8), Punctana Hb. [Hb. 9), Ramo-
sana Hb. [Hb. 10).
R. an Eichen und Weiden.
F. im Hochsommer, in einzelnen Exemplaren überwinternd [Wu.).
Schafthausen [Trapp); Zürich {Frey und ZelL-DoUL). Im Aargau an
verschiedenen Stellen, so z. B. Bremgarten [Boll); von Lenzburg, dem Engel-
berg und von Oftringen [Wu.); von der Bechburg [R.-S.); von Bern [Ja.]; aus
dem Wallis bei Gamsen [Anderegg); von St. Gallen [Tä.); aus Graubünden
[Mengold); so von Chur [Caß.).
Als Revayana gilt die mehr weniger einförmig graue Form. Von Zürich
und der Bechburg. Dilutana ist ebenfalls mit grauen Vorderflügeln ver-
sehen , welche einen dunkleren , selbst bis zur Querbinde vergrösserlen
Costalfleck führen. Von der Bechburg und aus dem Wallis [Anderegg).
Var. Degenerana hat graulich oder grünliche Grundfarbe mit schwärz-
licher reichlicher Fleckenbildung. Bei Zürich namentlich von an Salix lel)en-
den Larven erzogen; von der Bechburg [R.-S.) und Bern [Rä.). Var. Punc-
tana zeigt Vorderflügel meist mit 3 (aber von 1 — 6 wechselnden) schwarzen
Punkten. Von Zürich und der Bechburg. Var. Ramosana, deren Vorderflügel
eine schwärzliche oder dunkelbraune verästelte Längsbinde zeigen, li-af ich
niemals in der Schweiz.
Bei der so wechselnden Gestaltung ist die Annahme einer Stanmiform
natürlich ganz willkürlich.
Nyctcülidcn. Litliosiden. 73
^ Earias Hb.
E. Vernana Hb. [Uh. 1(31).
R. ;in Sill)ef|>;ip|)eln Z. .
F. nach den Vorsiclici'ungen von ZeU.-Dold. durcli Dwlruh im Tossin bei
Mendrisio gefangen, lui allen Anisleiti' sehen Verzeichnisse auch für Grau-
hünden angegeben, doch Niemand fing sie später.
E. Chlorana L. [Hb. 160).
R. an Weiden.
F. im April, dann dem Juni und Juli. Ueberall im Tiellande.
Die Höhengrenze unbekannt.
Hylophila Hb.
H. Prasinana L. {Hb. 158).
R. an Buchen und Eichen.
F. in) Fridding: in den tieferen Gegenden wohl überall,
llöhenverbreitung nicht unbeträchtlich. Ca/I. ling sie bei Gliur am
Pizokel, Rü. im Gadmenthale selbst bis gegen 4500'.
H. Quercana S. V. (Bicolorana Fuessly) [Hb. 159).
R. an der Eiche.
F. im Juli. Im Graubiindner Rheinlhale [h'ill.]; Schanhausen [Trapp);
Zürich selten ßug., Freij]; an verschiedenen Orten des Aargau, z. B. Lenz-
burg und Wildegg [Wu.); elienso auf der Bcchburg [R.-S.) keine Selten-
heit; Bern seilen und auch am Jura (Ja.).
Lithosiden.
Nola Hb.M
N. Cucullatella L. (Palliolalis Hb.) IIb. 149 .
R. im Frühling an Schlehen und anderen Prunus-Aiten ; ebenso an Pyrus.
F. vom Juni an.
St. Gallen [TcL); Zürich selten [Uuy. und Frei/ ; sowie vom Ijenachbar-
ten Balgrist [Zell.-Dold.]; für den Aargau kennen wir Bremgarten [Bod);
Ollen, Aar!)urg und Lenzburg [Wu.]; Bern und Siselen [Rä.]; Wallis (.1//-
deregg) und St. Gallen selten [Tä.].
N. Strigula S. V. Hb. 16).
R. an Quercus.
F. im Sommer, bishei' nur von der Bechburg {H.-S.)\ von Züi'icli Ifiig. •
Bremgarten [Boll] und in einem Exemplare von (Ihur [Cafl.].
1 ) Keine Art des Genus Nola scheint erheblicher im (iebirge aufzusteigen.
74 III. Hoinhyciden.
N. Cicatricalis Tr. {H.-S. I3i— 136 .
Von Ziiricli [h^rei/i: noii Hrcm.uai'ten [BoU)\ von Oftringen und Lenzl»ui-g
vereinzcll Wu.; von Hasol [Kiicclin iiiul dor Bechburi; [li.-S.][ von Hnrii-
dorf [Ja.].
N. Confusalis H.-S.
R. an iricIuMi lind Ikiclicn.
Von Zürich durch Zell .-Dohl . imuI Uit<i. ; dann von der Bechhurg (fi.-N.;;
aus (h>r (iegciul \oii (Ihur [k'ill.j.
N. Cristulalis Hb. [Hb. 17).
K. an Tcucriniu Chaniaedrys.
F. vom Juägoruberü; bei Baden [Frei/ ; dann aus dem WaUis [Andereyy] .
Niidjiriii Stei»h.
N. Senex Hb. (///>. 236. 237).
R. an .lungormannicn.
F. nur von wenigen SleMon. So von Landeron am Bieler See Coiil. ;
bei S<-iiüjifen als Seilenheil im Juli {Rthb.); Genf (Sammlung des Museum).
N. Mundana L. [IJb. 63. 64).
R. an Flechten der Wände und Steine.
F. von Ende .luni durch ilen Juli und an höheren Lagen noch bis in den
August.
Im tieferen Theile unseres Gebietes an zahlreichen Orten. In den Alpen
wohl überall, bald seltener, baki hautiger, vom Wallis l»is zum Engadin.
llöhengrenze über 6000'.
N. Murina Hb. [Hb. 62).
R. an Flechten.
F. (nur die südwestliche Ecke unseres Faunengebietes eben noch er-
reichend) im Jidi und August. Nicht seilen bei Vevey []Vii.)j Genf Museum-
Sanunlung); aus dem Wallis [tliig.].
Calligeiiiii Dup.
C. Rosea Fab. (Miniata Forster) [IIb. MI).
R. an Parmelia etc.
F. im Juni und Juli in unseren LaubwaldungcMi. r(<clil weit \crbreilci.
aber vielfach vereinzelt und selten.
Hä. traf ihn noch bei 4500' im (iadmenthale und ]\ o. obcLhalb Trafoi.
Die Hühengrenze also bis 4500' und 5000'.
l.iHiosidcMi. 75
Seliua Sclirjiiik.
S. IrroreaS. V. (IrrorellaL.) Ill>. lO-'i . Var. Freyeri Niekerl F//-. 459,
;ij , Andereggii H.-S. IJ.-S. 45. 46; und Rifi'elensis Pallou L\nii.
S. E. F. 1865. 11. 2).
R. an Flechten, Parnielien u. s. w.
F. im Juli und August; in der Tiefe milder gewühnlichen t\ pischcn
Foi'iu, im Hochgebirge mit interessanten Variationen.
Von Basel, sowie der Bechburg (/?.-.S.); Schatliiausen und Umgebungen;
ebenso Winlerthur [Biedermann) ; Zürich. An vielen Slellen im Aargau
; U';^ ; von Bremgarten IBoll); St. Blaise-Neuveville [Cou/.); Biel [Hl/ih. :
Umgebungen Bürens (JIs.); im Gatbnenthale , von der untersten Thalstufe
bis zu höheren Alpen sehr häutig [Rä.i; von Murren und der Gemmi; voiu
Golthard oberhalb Amsteg (1640') [Frey); im oberen und unteren Wallis,
sowie von Genf {3Is.); für den Canton Appenzell bei Teufen (2573') [Tä.]
und im Seealpthal (P.-/.); St. Gallen und Amden [Müller). In Grau-
bünden bei Bergün , und hier an manchen Stellen nicht selten (Z.j; im
Daves [U.S.); im oberen Engadin (Ä7//., Frey); sowie im unteren bis Tarasp
[Kill.); bei Trafoi häufig [Frey). Nach Wo. unten als h-rorea. Bei 5000'
beginnt schon Var. Andereggii in einzelnen Exemplaren, üben wird sie zur
fast herrschenden Form des Stelvio-Passes.
Die Stammart erreicht (freilich recht vereinzelt) noch Höhen bis 6000'.
Eine Aberration des Q, klein mit bräunlichen Vorderflügeln, von Sils-
Maria im Oberengadin in meiner Sammlung [Frey] .
Var. Freyeri (blasser) im oberen Engadin, so dem Val Fain am Bernina
und den Umgebungen vonSils [Pfaffenzeller., Zell.-Dold.. Wolfensberyer, P>'(-''.l; •
hn Gadmenthale auf den Alpen, z. B. der unleren Gadmenfluh [lUL' : von
Zermatt und Trafoi [Frey). Das Q klein, sehr selten. Höhengrenze 7000'
und mehr.
Var. Andereggii (dunkelstreilig). Gleich der vorhergehenden nur hoch-
alpin. Von den höheren Alpen des Gadmenthales [lUi.]\ von dem obern Enga-
din, namentlich dem Val Fain; dann vom Slelvio [Frey ; von Zermatl, d. h. von
dem Riflelberge bis zum Gornergrale hin [Frey,; aus dem Calfeuser Thal des
Canlons St. Gallen [Keller ; von den höheren Alpen des Gailmenlhales [Hü.];
aus dem Saasthal und von Bellalp [R.-S.]; vom Simplen /{('/.) öfters. Das Q
vielleicht etwas häufiger. Hier also eine Elcvation von mehr als 8000'.
Var. Rillelensis an der letztgenannten Walliser Lokalität, wo sie Fullou
entdeckte und ich sie 1869 bis zu etwa 8500' selten antraf, in Graubünden
traf ich sie niemals ; wohl aber fanil sie Wo. am Piz Umbrail des Stelvio
(grau überflogen) .
S. Roseida S. V. IIb. 106. 107, 11. -S. 51 und Var. Melanomes Nickerl
IL-S. 69. 70).
Die Stammart scheint nur sehr vereinzelt bei uns vorzukommen. Auf
76 III. Bonibyciden.
dem Lindeiiberu; hei Winlerlhiir traf sie Hug. in kleinen , aber typisi-litMi
Exemplaren. Dann ii;e(lenkt ihrer von St. Blaise-Neuveville Coul.
Vai'. Melanomes (dunkler) wird in den Graul)ündner llochalpen eine in
manchen Jahren stellenweise sehr häufige Erscheinung. So im oberen En-
iiadin ; von der Alp Muraigl und den Muottas Ijei Samaden , vom Bernina,
namentlich am Eingange des Val Fain , dann den Alpen oberhalb Sils [M<jh.,
Wolfensher ger ], Frey u. A.). Sehr gemein traf ich sie während mehrerer
Jahre im Juli und August auf eng begrenzter Stelle des Albulapasses. Allein
auch dort ist das Q kaum aufzutreiben. Man muss es aus unter Steinen
gefundenen Puppen erziehen. Ilöhengrenze etwa 7500'. In den Walliser
Alpen habe ich vergeblich nach Var. Melanomes gesucht. Sie scheint also
nur dem östlichen Alpengebiete anzugehören.
Eine interessante männliche Var. (von Wolfensherger im Ober-Engadin
gefangen und mir freundlich überlassen) bildet eine Art Uebergang zu S.
Aurita, Var. Ramosa.
S. Kuhlweini Hb. (7/6. 290. 291], Var. Alpestris Z.
Slgr. gibt Macugnaga als Fundslelle an, Z. (Stett. ent. Ztg. 1865, 33;
das Wallis. Unser Thier erkennt man gegenüber der nachfolgenden S. Aurita
leicht daran, dass ihm an der Wurzel der Vorderflügel ein schwai'zer Punkl
fehlt.
S. Aurita Esp. [Hh. 108. H.-S. 50; und Var. Ramosa Fab. [Hh. 109. 110).
R. an Flechten, auf den Hochalpen gleich der Puppe unter Steinen oft-
mals sehr häufig.
F. vom Juni bis in den August.
Wir behandeln Stannnform und Var. Ramosa mit einander, da über die
Verbindung kein Zweifel herrschen kann. Aurita , eine Bewohnerin des
Tieflandes und der niederen Höhen, konnnt, allerdings in vereinzelten, aber
vollkommen unveränderten Exemplaren im südlichen Alpengebiele (z. B.
dem Engadin) noch i)is zu 5500' vor. Von massigen Elevationen an begeg-
net man nn't ihr untermischt die dunkelstreifige Var. Ramosa. Diese lie-
hauptet zuletzt das Fehl. Auf ihren höchsten Fundplätzen (8500—9000'
und mehr) wird Ramosa kleiner (zuweilen in auffallender Weise) . auf den
Vord(M'nügeln blasser, sowie durch die Verbreitung des Schwarzen auf den
Vorderllügel-Adern dunkler, wobei die liinterllü^el noch ein lebhaft uelbes
(lolorit bewahren können.
Aus Graubünden. So fliegt in den Strassen von Poschiavo ^3118') nichl
selten Aurita. um sich gegen den Bernina-Pass bis in das Cavaglia ^5236'
fortzusetzen [Mgh.]. Im oberen Engadin, doch nicht häufig [Frey'; bei Ber-
gün , namentlich am Stein mit Ramosa zusannnen {X.); bei Mels 153()'l
ist Aurita sehr häufig [Slöllier bei Tit.). Als Var. Ramosa im Appenzeller
Seealpthal {P.-l.) und dortigen Alpen ITä., Müller); von der F-l)enalp . dem
hohen Kasten (hier bei etwa 5500' und dem ilundstein (6785') (77/.. Midier);
Litliosideii. 77
von der oberen Sandalp (5630') des Canton Glariis [Frey] ; vom Gotlhard
[R.-S.) und als Aurila bei Amsteg [Frey). Als Raniosa vom Pilatus, der
Furka, Wengernalp [Wu.) ; ferner auf höheren Stellen des Gadmenlhales
sehr häufig [Rü.]; el)enso von anderen ßerner Alpen , wie bei Murren und
der Gemmi ilUhh.). hi der Levenlina des Tessin als Aurita und dann im
Oberwallis [Ms.). lU^berhaupt im ganzen Wallis sehr gemein. llel)ergänge
zwischen Aurita und Ramosa bei Zermalt {Rii. . Kamosa traf ich fasl bis
zur vollen Höhe des Gornergrales und von Schi'»!,- noch auf (h'iii (iipfcl des
Piz banguard bei Pontresina (10,053').
Eine schöne l)raune Ab. des (J* von Sils-Mai'ia in meiner Sanuulung.
S. Eborina S. V. (Mesomella L.) [IIb. 104. 266 .
R. an Flechten.
F. im .luui und Juli. Er scheint bei uns wenig verl)reilel zu sein und
nui" tiefere Stellen zu bewohnen.
Bei St. Gallen ziendich selten (77;.); bei Zürich lokal iZcll.-Dold. und
Hiiy.); Umgebungen Winlerlhurs [Bieilerniann] . Für den Aargau bei Lenz-
burg, Oftringeu etc. nicht seilen [Wu.) und von Aarau [J<i.)\ bei Schupfen,
früher nicht selten [Rthb.]; Umgebungen Berns und an anderen Orten nicht
selten [Ms.]; aus dem Gadmenthal [Hiig.]; Sl. Blaise-Neuveville [CohI.].
Genf (Sammlung des Museum'; \on Chur [Baz-.).
Litliosia Fab.
L. Muscerda Hufn. {Hb. 103).
Bei Siselen am liieler See seilen Rü.j. Vau Exemplar bei Chur [Cufl.].
L. Griseola Hb. [Hb. 97).
R. an Flechten, namentlich denjenigen der Eichen und Pappeln.
F. im .luni und Juli.
Von Centovalli bei Locarno [Zdl.-DoJd.]: von der Bechburg [R.-S.)\ von
Lenzluirg, Oflringen , dem Engelberg und Born, hier und da [Wti.)\ Bern
seilen [Rä.)\ Schupfen [Rthb.]; von Neuveville (CW/.I; Zürich [Huy.]. Genfer
Sjimmluug. In der Nähe von Tarasp, l^'eltaner Alp. [Pcstalozzi-JIirzd].
L. Depressa Esp. (Deplana Esp. und Helveola O.) [üb. 95. 96).
R. an Flechten der Nadelhölzer.
F. im Juni und Juli.
St. Gallen, öfter (Tä.) ; Schaffhausen , einzeln [Trapp]; Bremgarlen
(fio//); Zürich Huy.]; Lenzburg und Oftringen, keine Seltenheit [Wu.]. Von
der Bechburg, nicht häufig [R.-S.]; dagegen von Schlipfen [Hlhb.] und Bern
[Rü.] nicht selten; von Biel [Jü.]; von St. Blaise-Neuveville ('oiil.]: aus dem
Wallis l)eL Sion [Ja.] ; Genf (Sanuulung und für (iraubünden von Chui-,
Trinuuis 1^3315') [Kill.]; sowie bei Trafoi [Wo.].
Höhenverbreilung eine geringere.
78 l'l- noiiiljyoidon.
L. Lurideola Zincken (Zk.) \W). 100 !?|).
F. im Soinnior. Von Schafl'hausen einzeln (Trapp); aus dem Aargau,
z. B. Lenzhurg, üftringen , Lostoii" etc. [Wu.]; Schü])fen, häufigei" [Rt/ih.-.
von Siselen [Hü.]; Zürich [lliuj.]; von Zermatt [Firij). Aus dem Appenzeller
Seealpthal (P.-//; vom Mürtschenstock und dem Graul)ündner iJorle Klosters
[Ilng.]; vom Oher-Engadin oft [Frey); St. Blaise-Neuveville Coul.i; Bergün.
häufig [Z., Frey); elienso bei Trafoi bis zur Baumgrenze (Frc//, Wo.).
Hohenvei'l)reitung also über 'iOOO'.
L. Complana L. [Fischer von RilsJerstanim \F. R.\ 45. 1. a — cl.
B. an Flechten.
¥. im .luni und .luli.
St. Gallen [Tä.); Thalsoide des Canton (ilarus [Heer): Scliatfliausen ein-
zeln; Bern [ßh. und /i«.); Schüpren [ßthb.); Siselen und Gadmenthal [lUi. :
von Weissenburg (2270') [Jhig.]; im Aargau von Bremgarten [lioll]: ferner
von Oftringen, dem Born, Engelberg, der Gysulafluh , sowie von Lenzbui'g
[Wii,.). Von der Bechburg hiiulig [B.-S.); dagegen von St. Blaise-Neuveville
seltener {Coul.i; von Zürich [Ilug.); aus Graubünden [Kill.). — Verwechs-
lung mit der vorhergehenden Art mag vielleicht einmal vorgekommen sein.
L. CaniolaHb. (///). 220).
Auenstein im Aargauer .Iura und von der Wartburg (TF?/.); Neuveville.
am dortigen Schlossberg [Cojil.); Gadmen [Rä.]: Genf (Museum).
L. Unita Hb. (///;. 93 1 und Var. Arideola Hering {II. -S. 57—59).
Ms. bemerkt für den (Danton Bern : »selten«. Ich besitze» ein E\em])lai'
aus Züi'ich. Heers Angabe eines Vorkommens im Canton (ilai-us halle ich
für Irrig, Bei Chur traf sie einmal Cajl.
L, Luteola S. V. (Lutarella L.) (///>. 92) und Var. Pallifrons Z.
B. an Flechten.
F. im .kini und .luli, höher noch im August.
Vereinzelt im Faunengebiete, stellenweise öfter. Von Poschiavo [Zell.-
holiL); aus dem Davos {R.-S.); vom Davos und dem untei-en i<]ngadin [Kill.):
bei |}(u-gün häufig (Z.); zwischen Borschach und Ilorn [Tit.); vom Bremgai-ten
(?) nach Boll. Am Aargauer Engelberg und von Lenzburg (11?/.); B(>rner'
Alpen [Rä.) und Meiringen [Hug.); von Sion {JU.).
Var. Pallifrons von Tarasp, wie /. berichtet. llöhengrenz(» etwa ."iOOd'.
L. Aureola Hb. (Sororcula Hufn.) [IIb. 98).
U. an Flechten der Laubbäume.
F. im Mai und .luni. Zürich mul Lmgebungen, nicht häufig {/elL-Dold.,
Ilug.. Frey); von Dusnang im Thurgau [Kugsler). Nicht selten bei St. Gallen
und so bis zur Baumgrenze [Tä.) uiul in yXppenzell bis zui" hlbenalp iu mehr
AiTliidon. 79
als 5000' Höhe [Derselbe); ebenso l)is zu i^leicher Erhebunc; im Canton (ilariis
[Heer,; von Schalfliausen [Trapp); \on Brenigarten und Oftringen [Bo/I und
W(f.]; von ßei'n [3Is. und ./ä.); von Scliüpfen [Ht/ih.j; Siselen [Hä. /, ebenso
bei der Becliburg [R.-S.]; aus dem oberen Engadin [Zcl/.-Dolcl.].
L. Cereola Hb. (///). 99).
F. [die barve kennt man nicht^ im .hib und Anfang August, bislier nui-
in den W'alliser und Graubündner Al])en, sowie l)ei Trafoi beobachtet .
Sudseite des Simplen (Laquinllia!) nach Hd. Engadiner Berge [ZelL-
Dol(L); so auf der Celeriner Alp und l)ei St. Moritz [Mgh.)\ rmgeltungeii von
Samaden und Sils, sowie im Val Fain [Frei/]. Ini Bergün ziendieli selten [/.) .
Die Höhengrenze mag etwa bei 6000' liegen. Bei Trafoi, an den (h-ei
heiligen Brunnen des letzteren Ortes, schon unter 5000' selten und Ncrrin/cil
(HV)., Freij . Exemplare aus Estland sind iniseren volIkomnKMi gleich.
(jiiopliria Stepli.
G. QuadraL. [Hb. 101. 102).
R. an Baumflechten, namentlich denjenigen der Eiche.
F., im .luli, kommt an manchen Stellen unseres Faunengebietes häulig
vor, an anderen nur selten (im sonderbaren Gegensatze zu dem südlichen
Deutschland). Die Höhenverbreitung ist wohl keine irgendwie erheblichere.
Glarus i>is zur montanen (?) Region [Heer] und ebenso im Canton St.
Gallen [Tä.)\ Umgebungen Winterthurs [Biedermann) und Ziii'iclis (hier sehr
sparsam); Bremgarten [Boll): Lenzburg und Oftringen , auch in NadelJKjIz-
\\aldungen (IV//.): Bechburg, ziemlich häufig [H.-S.): bei Alpnach [\i'M')
am Fusse des Pilatus [B.-S.]; Schlipfen, nicht selten ßtlib.i; bei Bern öftei's,
sowie von Siseh^n Ms. und Rä.); von St. Blaise-Neuve\ ille, gemein (Co///.);
(ienfer Sanunlung; l)ei Martigny [Hü.); aus dem Bergell [P/'a/l'enze/ler,.
G. Rubrieollis L. [Hb. 94).
R. an Flechten.
F. im Mai und .luni in Laubwaldungen.
bn (-anton (jlarus bis zur Baumgrenze (was sicher falsch ist) nach Heer;
St. (iallen [Tu.); Weissbad [P.-I.]; Dusnang [Engster); Winterthur [Bie(h'r-
mann)\ Umgel>ungen Zürichs, doch nicht häulig [Zell. -Bold. . Hug.^ Frey):
von Bremgarten [Boll); von Oflringen und Lenzburg [\Vn.); Bechburg [H.-S.)
Bern [Ms.. IIa. und Ja.]; Siselen und Gadmen (Thal und Alpem. aber ziem-
lich selten [liä."^; von St. Blaise-Neuveville ziemlich seilen [Cotfl.]: \uu Zer-
matt [Rä).
Arctiiden.
Emydia Hb.
E. Grammica L. (Striata L.) (///;. 122. 1231.
R. an niedeien Pflanzen, wie HiiM-acium, Fesluca. Arleinisia. Oiioiiis etc.
80 J'I- Bombycidoii.
F., im Juli fliegend, findet sich nur sehr lok;il und selten in unserem
F.iunengehiele. Bei St. Gallen ein Exemplar (Tä.); vom Randen bei Schaft-
liausen [Trapp). Aus dem Saanenthal hoclialpin ein Exemplar [Ja.]; Souaillon
hei St. Blaise [Coul.]. Im Wallis, bei Leuk, Morel u. s. w. früher nicht sel-
ten von Ms. getroffen; von Nalers [Ja.]; von Brieg [R.-S.]; von N von am
Genfer See 7{a.;. Ol) die Var. Melanoptera Brahm [IIb. 244. 242 , jemals
hei uns vorkam, weiss ich nicht.
E. Cribrum L. (///>. i20. 121), Var. Punctigera Frr. [Frr. 140. 1. c),
und Var. Candida Cyrilli [IIb. 119).
R. an Calluna und niederen Pflanzen.
F. im Sommer, aber nur sehr lokal. Bei Bern sehr selten [Ms.]. Von
Sils im oberen Engadin [Hnateck): von Tarasp und dem Bergeil [Kill.]; St.
Blaise-Neuveville mehrmals [Coul.]. Zweifelhaft bleibt die Angabe 5o/r,9 :
bei Bremgarten.
Die Varietäten Punctigera und Candida (ersterer Vorderfliigel mit weni-
gen schwarzen Punkten versehen , währentl bei letzterer auf den weissen
Flügeln ein schwarzer Doppelpunkt in der Mitte vorhanden ist, zu welchem
noch eine kleine Anzahl derartiger Randpunkte hinzukommen) finden sich
im südlichen Faunengebiete; so im Wallis, woher sie Anderegg mir lieferte.
Zwischen Visp und Visperterminen , ferner bei Naters zu Ende Juni, zwi-
schen Isella und Grevola am Simplen [Ja.]; aus dem Bergell [Pfu/fenzeller/.
Var. Candida ist einmal auch im Über-Engadln [k'ilL] und dann noch
bei Poschiavo l^von Sche7ik] getroffen worden. y\uf der Südseite des Simplon
erreicht sie gegen 4800' Höhe [Rä.].
Deiopeia Stepli.
D. Pulchella L. (Pulehra S. V.) [Hb. 113).
R. an niederen Pllanzen.
Nur an sehr wenigen Orten. Von Basel an beiden Rheinseiten [Kneclil,
Leonhart , H. Sulger); ein Exemplar an der Südseite des Simplon zwischen
Isella und Grevola [JH.] ; Genf [Ms.]. Soll auch bei Büren vorgekommen
sein [Ms., Coiil.]. liä. fand sie einstens Mitte October im Gadmcnthal bis
zu ungefähr 3G00', Flügelfragmente in dem Netz einer Spiiuie sannuelte
auch noch Baz. im Bergell.
llöhenverbreitung bis etwa 4000'.
Euchelia Bsd.
E. Jaeobaeae L. [IIb. 113 .
U. auf Senecio jacobaea, an Tussilago alba und Seneeio paludosa.
F. im Mai und Juni, hiiher im Gebirge (wo er bis über 4000' aufsteigen
kann) noch in dem Juli.
Arclilden. Sl
Im Canton Glarus [Heer] und St. Gallen {Tä.); Sehaffhausen oft [Trapp);
Wintei'thur und Zürich; Bremgarten häufii; [BoH): sehr verl)reitet und mit-
unter häulig im Aargau [Wu.]; Basel Knecht eU\); Bechburg [R.-S.]: Bern
[Ms., Rä.); Gadmenthal nicht häufig und Siselen [Bö.;; Schupfen selten
[Bthb.]; Neuveville gemein [CouL), sehr häufig von Bex [3Is.]. In Graubün-
den noch wenig beobachtet, von Ragaz(?) [Amsteinj; nur von Bergün an Tussi-
lago alba öfter Z. . Frey).
Nemeophiha Stepli.
N. RussulaL. Hb. 124. 125).
R. an Plantago , beontodon . Galium, Nesseln und andern niederen
Pflanzen.
F. in doppelter Generation, .luni und Spätsommer, im höheren Gebirge
natürlich mit einfacher.
Von Basel und Islein [Knecht und B.-S.); Zürich an verschiedenen Stel-
len z. B. Katzensee. Wallisellen [Zell. -Bold.. Hug., P^'^'y]'- Sclialfhausen und
Canton St. Gallen vereinzelt [Trapp, Tä.) ; von Bremgarten [Boll) und an-
deren Stellen des Aargaus [Wu.).; Siselen [Bä.); Schupfen und Emmenlhai
[Bthb.); Lenk [R.-S.); Nyon [Rä.) ; Genf (Sammlung des Museum); Neuve-
ville [Coul.]; aus dem Wallis [Anderegg), so vom Simplen [Ja.); von Locarno
[Hug.). In den Bergkantonen wie Glarus, Bern, bei Gadmen [Rä.) und
Murren [Speyer), im Wallis, Graubünden (Ober-Engadin [Mgb., Zell. -Bold ,
Frey]), sowie Tarasp [R.-S.'^ gewinnt er die höheren Alpen, doch meistens
nur vereinzelt.
Höhengrenze etwa bei 5500 — 6000' und dann ein stärkeres Ausmaass.
N. Plantaginis L. [Hb. 127. 128), Var. Hospita S.V. [Hb. 1261 und
Matronalis Frr. [Hb. 238).
R. an niederen Pflanzen. In den Hochalpen gleich der Puppe gewöhn-
lich unter Steinen zu finden.
F. von Ende Mai bis in den Juli hinein, an den höchsten Flugplätzen im
Juli und August.
Var. Hospita (mit weissen schwarzgefleckten Hinterflügeln des (j^^ und
Var. Matronalis (Hinterflügel fast ganz schwarz) finden sich untermischt mit
der Stammart, doch letztere Abweichung erst höher im Gebir-ge. Alpine
weibliche Flxemplare vorwiegend mit dottergelben Hinterflügeln.
Unser Thier mangelt dem Tiefiande mit Ausnahme Schaflhausens [Trapp).
Doch findet es sich schon im Basellande auf dem Wiesenberg [R.-S.) und der
Schafmatt [Knecht); überhaupt auf dem Jura weit verbreitet, Chasseral,
Chaumont (3608') [Coul.), Renan (2758') und Sorvilier [Hug.]. Auf dem
Hörnli (3496') an der östlichen Grenze des (lantons Zürich mit den beiden
Varietäten [Berselbe); Aom Pilatus [Wu.); Berner Alpen , so auch mit ihren
Varietäten im Gadmenthal [Rä.); in den Glarner Alpen tibei- der Grenze des
l" r e y , Lepidojitpi-fii. 6
S2 "f Bombyciäen.
Holzwuchses [Heer); am Sentis-See [Ja.); im Appenzeller Seealpthal (ziem-
lich selten) nach P.-J.; Alpen um Ragaz [Eisenrin(j): Togtienbuiger Vorbei'ge
[Frei); Graubündner Berge und llochthiiler, üavos (R.-S.). ßergün (Z.), vom
oberen Engadin, sowie in den ßerner und Walliser Alpen. Gemein ist sie
stellenweise im Über-Engadin. auf der Furka ; seltener auf dem Albu!a|)asse
(ebenso auch bei Trafoi), sowie auf den Alpen um Zermatl Freij .
Höhengrenze von 7000 und 7500' bis zu 8000' im südlichsten Hocli-
gelnrge.
CallimorpUa Latr.
C. Dominula L. (///;. 117. 118).
R. an Himbeeren, Prunus und niederen Pflanzen.
F. von F^nde Juni an durch den Juli; weit verl)reitet stellenweise hiiiili-
ger, fast gemein, um an anderen Orten seltener zu werden, liv bevorzugt
nasse Stellen, Schluchten.
Basel [Knecht); im Aargau wohl nirgends selten [Wu.). Vereinzelt von
Winterthur [Huy., Biedermann) und Zürich. Schaffhausen spärlich [Trapp);
Zug, Luzern, Weggis, Altorf [Wu.); Bechburg R.-S.). Bern selten [Ms.);
dagegen gemein in den Thälern des Berner Oberlands (schon b:i Unlerseen
('1724') und Lauterbrunn [Ms.); Gadmenthal ziemlich häuhg [Rä.); Gemmi
am Schwarenbach in ungefähr 6000' [Speyer) : vom Fusse des Jolimont [Coul.);
Vevey [Wu.); Wallis [R.-S.); so z. B. bei Zermatt [Rä.), dann zwischen Viege
und Turtig [Ja.); in den Gantonen St. Gallen [Tä.) und Glarus [Heer) »bis
zur Baumgrenzeu; aus Graubünden in den tieferen und minieren Gegenden
[Kill.). Im (iadmenthal noch bis zu 4000' [Rü.).
Höhengrenzen \on 4500 — 6000' bilden wohl inuner Ausnahmen.
C. HeraL. [IIb. 116).
R. an Rubus, Epilobium imd niederen Pflanzen.
F. im Juli und August, gern an lilüthen iles F^u])al()rium canna])inum
und Origanum vulgare.
iiei Basel [Knecht) ; bei Schallhausen [Trapp) : um St. Gallen fehlend
[Tä.); dagegen bei Rorschach [\Veh)-le) und Berneck [Frei); sowie bei Ragaz:
im Thurgau Euystc)-); (Danton (ilarus [Heer): Graubünden an lieferen Stellen
häufig [Kill.); Winterthur [Huy.]; Zürich selten [Frey,; Bremgarlen [Boll :
Baden, am Absturz des Fagern [Frey); Bechburg gemein [R.-S.): wie denn
C. Hera in den Gaiilonen Baselland, Aargau und Solothurn auf trocknen Al)-
hiingen nirgends selten ist [Wii.): von Lungern und dem Fusse des Pilatus
[Derselbe); Bei-n sehr seilen, liäuliger hei Unterseen und Brienz (1859') (ilis.);
im unteren Theil des Gadmenlhals [Rä. ; von Sl. Blaise-Neuveville recht
haulig [Coul.): von (ülie\bres, \evey, Villcneuve H>/.); im unleren und
mittleren Wallis gemein [Wu., Frey u. A.).
liä . laiul die llöhengrenze im Gadmenlhale clwa bei ;5600'.
Arcliiden. 83
Pleretes Led.
. P. Matronula L. [llh. 138. 139).
U. \erl)orgeu auf feuchten Waldstellen an Lonicera, Corylus etc., zwei-
mal überwinternd.
F. im Hügellande der Schweiz weit verbreitet, aber als Seltenheit.
Basel [Knecht): von Liestal (woher ich sie vor langen Jahren erhielt);
Bechburg (/{.-N. ; Schafl'hausen vom Randen [Stierlin); von Fischingen im
Thurgau (Eugster); Zürich [Hug., ZelL-Dold. und Frey); Winterthur und
Flaach [Hug.)\ von Ermattingen (1265') im Canton Thurgau [R.-S.); im Aar-
gau, so von Bremgarten [Boll): ferner von Lostorf, Lenzburg, Ölten etc., be-
sonders in alten, mit Gebüsch bewachsenen Steinbrüchen iWu.); vom Hauen-
stein [fhig. : Bern [Ms., Rthh.): Schlossberg bei Neuveville [CouL); St. Gallen
Scheillia); von Lichtensteig (2611'), Berneck und Waltwyl f3158') , von
Kagaz [Kaiser,: Glarus [Heer\; von Chur iCaf}.) und auch sclion frUliei" in
(iraubünden getroffen [Kill.).
Arctia Schrauk.
A. Caja L. [Hb. 130— 132 1.
R. |)()l\phag.
F. im liügellande überall und auch in das Gebirge beträchtlich aufstei-
genil (wie er denn auch im nördlichen Norwegen bei Bodoe [67" IK'j nach
Stgr. und Ho. noch vorkommt). So von Bergün (Z. ; und aus dem Gadmen-
Ihal /{(■/.,: auch Heer gibt ihn für den Canton Glarus bis zur Baumgrenze an.
Im Hochsommer 1869 noch auf dem Riffelljerg bei Zei-matt [Frey).
A, Flavia Fuessly iUb. 315—318,.
B. an Cotoneaster. doch vorwiegend an niederen Alpenpflanzen, wie
Aconitum.
Ein hochalpines, lokales, im Jahre 1778 in Graubünden entdecktes In-
sekt. Der merkwürdige F. wiederholt sich erst wieder in Sibirien , ohne
sich zu ändern. Entwicklung zw^eijährig. Flugzeit Juli und Anfang August.
Bei Trafoi nur selten [Stgr., Frey); oberes Engadin , so Pontresina
[M.-D. ; Umgebungen Samadens [Heer, Wagner . Pfaff'enzeller , Frey);
(^elerina [Wolfensherger., Zell.-Dold.); Umgebungen von Sils [Hnateck); vom
Weissenstein und Bergün (Z., Boll, Frey u. A.); aus dem üavos [Haury).
Dann in kleineren mit mehr Weiss versehenen Stücken im Berner Gadmen-
thal und zwar nach Rä. vom dortigen Ürosistock, Schafberg, der Steinalp
und dem Wendengletscher. Endlich ist noch der Griesgletscher , an der
Grenze des Ober-Wallis und Val Formazzo, angegeben i/Jä. .
Die Graubündner Exemplare variiren wenig. Sehr selten sind Stücke
mit gelbem Hinterleib [Zell.-Dold. ). Innige weibliche Exemplare, welche
ich erzog, haben bräunlich gelbe Hinterflügel. — Die Erziehung aus
normalen Eiern gelingt mit nothwendiger Sorgfalt bei einmaliger Ueber-
winterung im Tieflande.
ß*
84 m. Bombycideii.
Die Höhengrenze mag gewöhnlich et\\;is ül)oi" (iOOO', «in l»oson(leren
Stellen auch noch 7000', beiragen.
A. Villica [Hb. ISG).
l\. an niederen Pflanzen.
F. im Juni und Juli, nur in ganz beschränktem Vorkommen dem \\ eslen
und Süden unseres Faunengebieles angehörig.
Bei Yverdon undMartigny selten [Ms.); im Wallis trafen sie Frey-Gessner
und Ja. bei Sierre, Lenk und Visp, dann in weiterer Verbreitung durch die
Thalsohle {M. Paul). Genf (Sammlung des Museum). Aus dem Bergell
[Pfuffenz-eller , Boll , Baz-. und Cafl.). Auch von St. Gallen einmal durch
Scheälin getroffen [Tä.]. Die Angabe Ileer's: »aus dem Ganton Glarus« bleibl
unsicher.
Walliser Stücke, welche ich von Anderegg erhielt, besitzen ein geringes
Ausmaass; die weisslichen Vorderilügelllecke klein, die schwarzen des hin-
teren Flügelpaares ansehnlich.
Die Höhengrenze ist keine irgendwie ei'hebliche , doch noch näher zu
bestimmende.
A. Purpurea L. (Purpurata L.) [Hb. i42'.
R. an Galium, Plautago, Uumex und anderen niederen Pflanzen.
F. im Sommer, Juni und Juli, im schweizer'schen ebenen untl hügligen
Lande sehr weit verbreitet.
Das Thier scheint nicht erheblich aufzusteigen ; doch in dem Toggenburg
nicht selten [Frei, Mülle?'] .
Höhengrenze unermittelt.
A. Hebe L. [Hb. 129)
scheint unserem Faunengebiete fast völlig zu fehlen. Nur Hü. berichtet,
sie sei in den 60cr Jahren im Solothui'ner Jura gefangen worden.
A. Aulica L. [IIb. 139) und Var. Curialis Esp. (CivicaHb., Maculata
Lang) Hb. 140. 141,.'^
Die Slannnform erreicht bei Ariesheim in der Nähe Basels [li.-S.) el)en
noch die nordwestliche Ecke unseres Faunengebieles.
Var. Curialis steht für die Schweiz auf ziendich schwachen Füssen.
Die Angabe Coitl.'s »bei Neuveville selteiu<, ei-achle ich als werthlos; dagegen
hatte sie Pfa/l'ciizel/cr im Bergell gelrollen und Slg.\s luind bei Macugnaga ist
damit im Einklang.
I ) Als t'in tU-ispiol , wdliiii tier l'rioi'iliils-l'imiilisnnis zuletzt riiliioii kniin, mii.nc die
Benu'rlvung gelten, dass in dein Cataluge von Slg.-Wo. nach einem last Imndeit Jahif
allen, liingsl vergessenen Verzeieliniss von Lang der (nur durch einen Drucklehler begieil-
liche) unsinnige Name Maculania dem nniicn Tliierc anr:;('z\vuni^en wurde!
Arctiiden. 85
A. MacvQosa S. V. Hh. 144. 145), Var. Simplonica Bsd, \H-S. 4 — 6).
R. ;in niederen und hochalpinen Pflanzen.
Die typische Stammform fehlt wohl sicher unserem schweizer'schen
Faunongebiete — und wenn hier und da einmal eine Maculosa erwälmt wird,
so l)eruht dieses auf Unkenntniss, auf der Verwechslung mit dei" bei uns
allein vorkommenden alpinen Varietät Simplonica. Letztere erscheint in
unseren südlichen westlichen wie östlichen) Hochalpen und gewinnt hier
Erhebungen von 7500' und mehr.
Im Wallis auf dem Simplonpasse ' Anderegg , Ja. und Frey). Dann be-
gegnen wir ihr wieder auf den Ilochalpen des Ober-Engadin, so in den Ber-
gen um Sils, auf dem Bernina und dem Albulapasse , hier aber selten [ZelL-
Dold. , Hnatecli , Wolfensbevger . Ball, Frey]. Dem an das Unter-Engadin
angrenzenden Sielvio-Gebiete scheint sie schon zu fehlen ■ Uo., Stgr.^ Frey).
A. Casta Esp, [IIb. 127. 219).
R. versteckt an Galium, Asperula und anderen niederen Pflanzen.
F. im Fridisommer. Er findet sich nur in der südwestlichen Ecke un-
seres Faunengebietes. Aus dem Wallis [Anderegg).
Höhengrenze gering, aber Näheres unbekannt.
A. Cervini Fallou [Ftdlou in den Ann. S. E. Fr. '1S64. PI. 10, 1— :{) und
Var. Hnateekii Frey.
R. wenigstens zweimal überwinlei'nd und glcMch der Puppe unter
Steinen. Sie scheint vorzugsweise an Rhamnus alpinus zu leben, ohne je-
doch niedere Pflanzen zu verschmähen.
F. nur als hochalpines Insekt des südlichen Wallis bisher bekannt.
Entdeckt von Fallou auf dem RilTell)erg bei Zermatt. Schon einige hun-
dert Fuss ld)er dem Hotel begegnet man einzelnen Stücken. Häufiger wird
die interessante Arctia am Fusse des Gorner-Grates, um etwa 3 — 400' unter
der Spitze dieses wunderbaren Aussichtspunktes zu endigen. Sie fliegt nur
in sehr warmen Mittagsstunden, aber matt und armselig.
Ich erzog aus im August un'tgebraclilen Feiern in meiner Wohnung in
Zürich, zuletzt im geheizten Zimmer, zwei im Dezember desselben
Jahres sich entwickelnde Stücke.
Var. Hnateekii, diese monomor]>he, d. h. in beiden Geschlechtern gleich-
massig helle und gelbe, Form [vaii Anderegg auf einer anderen mir unbekann-
ten Lokalität des Wallis (ich vei-nuühe die Simplonkette).^)
Höhengrenze bis 8500' und mehr.
A. Quenselii PaykuU [llh. 353—355).
R. zweimal überwinternd an niederen hochalpinen Pflanzen, vielfach an
passenden Stellen gleich der Puppe unter Steinen.
t) Eine Verwandtscliatt mit der sibirisclien A. (ilyphyra \on Eversmann [H.-S. 169,
bezweifle icli sehr.
gß III. Briiiil)yciden.
F. im völliuen Gogensatze zu der nach bisherigen Fifahiuiiiien so enii
hegrenzlcn A. Cervini in weiter Verbreitung, .so in Labrador. Lappiand untl
unserer Hochalpenkette vom Grossglockner l)is zum RitTelberg bei Zermatt.
An warmen, sonnigen Tagen des Juli und August in den Mittagsstunden
(11—2 Uhr; fliegend.
Am Stelvio, so um die Cantoniera quarta auf der Südseite des Passes
[ZelL-Dold., Frey : Alpen des Ober-Engadin. so um Samaden am Piz Padella
und auf der Alp Muraigl Zell.-Dold. . WoJfensherger . Frei/: Silser Alpen
[Stgr., Wolfensherger, Frey): Val Fain [von Heyden: Albula-Pass 'Z. . ^o//.
Frey u. A.) ; ferner von den Alpen zwischen Stalla und dem Avers-Thal
{Wolfensherger): vom Panixer Pass (7425') [Mengold] und vom Gürgaletsch
bei Parpan Cüfl.\\ Berge um Zermatt, so auf dem Rifl'el Falluu. Frey .
Ocuogyna Lecl.
O. ParasitaHb. {Hh. 146. 228 .
Aus dem Wallis von Anderegg. Alle näheren Angaben fehlen fast völlig.
Nur Rä. führt das Laquinthal auf.
Spilosoraa Steph.
S. Fuliginosa L. Uh. 143 .
R. an niederen Pflanzen.
F. im Mai und Juni. Im ganzen Faunengebiete. Ei- erreicht, wenig-
stens im Ober-Engadin iZelL-Dold., Pfaffenzeller , Frey , noch Höhen üJ)er
Ö500', ohne eine (etwa an nordische Exemplare erinnernde] Variation zu
erfahren.
S. Luctifera S. V. iHh. 147).
R. an niederen Pflanzen, wie Cynoglossum. Stellaria. Veronica.
F. im Juni und Juli.
Von Basel und ümge])ungen {II. -S., Knecht. Leonlmrt/. am .Iura Jh..
Boll) und dort in der Gegend \on Bipp (1564') nicht selten [Ms.]: Aarau
(Boll); ebenso am Engelberg, Bern, Lostorf, Küttigen (1307') nicht selten
[Wu.); um die Bechburg häufig \R.-S.r, St. Blaise-Xeuveville selten {Coiil. :
von Zermatl {Ja.): dem östlichen Faunengebiete, wie es scheint, fehlend.
Höhengrenze unbekannt, doch wohl gering.
S. Sordida Hb. Uh. 151) und Var. (^ Carbonis Frr. Fr)-. 642, 4).
R. an niederen Alpenpflanzen.
F. im Juli und August. Canton Schwyz, auf der Bi'\s(lialp im \V(>ggi-
Ihal in ungefähr 4500' [Frey); Berner Alpen [Rthh.): so im Gadmeulhal und
auf den dortigen Bergen [Rä.]: Walliser Alpen, so vom itilVelbei-g und dem
Simplon Ja.); Bergün {Z.) an verschiedenen Stellen und im Fngailin. so bei
Samaden, (^^lerina , Sils Pfd/fcnzclh')- . Zell.-I)<i/<l.. Witlfensherger . H.-S.,
I
Hf'pialidon. ^7
Frey. — Die Varietät Carbonis r_f izleiclmiässig , zeichnungslos. schwärz-
lich) lindet sich wohl überall dazwischen. Häufig soll sie im Gadmenthale
sein [Rä- .
S. Sordida wird bis gegen 6000' aufsteigen.
S. Mendica Gl. Hb. 148. 149,.
R. an Plantago und zahlreichen anderen niederen Pflanzen.
F. im Mai durch den Juni, zwar verbreitet, doch meistens seilen.
Basel {Knecht, Leonhart]; Bechburg (R.-S.); Fischingen (1939') imTluirgau
[Engster :'. von Zürich Freij : Schatf'hausen , einmal {Trapp); im Aargau ver-
b^^eitet, so bei Bremgarten und Aaraii {BolF]; ferner von Lenzburg, Ölten,
Aarburg, Lostorf etc. {Wu.;; von Zürich ; Bern [Ms.]; Siselen und Gadmen
\Rä.]; Neuveville [CouL); Genf {Ms.'; aus dem Tessin von Locarno [Zell.-
Dold.]; Graubünden bis zur mittleren Bergregion unil auch bei Tarasp [Kill.].
Die vertikale Verbreitung wohl eine geringere.
S. Lubrioipeda Esp, [III). 155. 156 .
R. an HoUunder und niederen Pflanzen.
F. meistens seltener, doch wohl id)erall vorkounnend ; in seinem kaum
bedeutendem Aufsteigen noch näher zu untersuchen.
Höhengrenze bei 4500' {Rä.).
S. Menthastri Esp. Hb. 152. 153,.
R. an niederen Pflanzen.
F. im Mai und Juni in ähnlicher Verbreitung wie die vorhergehende Art:
auch noch im Bergell {Baz.).
Höhengrenze wie bei der vorigen Art.
S. "ürticae Esp. [Hb. 154).
R. und F. wie l)ei der vorigen Spezies, doch selten, so Zürich {Frey)
und Canton St Gallen (Tä.'; von Bern [Rä.]; ferner von Oftringen Wu.).
Wohl auf Verwechslung beruhen Angaben eines sehr häutigen Vorkonnnens
bei St. Blaise- Neuveville [Coul.) , Winterthur {Biedermann) und Brem-
garten [BoH] .
Hepialiden.
Hepi.ilus Fab.
H. Humuli -L. (Hb. 203. 204).
R. an Wurzeln, namentlich nasser Wiesenstollen.
F. im Juni und Juli in der Abenddännnerung (liegend, relierall in der
Ebene, sowie im Jura und den Alpen.
Höhengrenze über 600(1': so Marwiel (6130') [Miiller) und auf dem Sentis
88 III. Bombyciden.
Frei); im Davos (/?.-8.), oberen Engadin [Pfa/fenzelU')- , Frei/jj Val Aveivs
[BiedernKtnu]^ den Glarner Hochal[)en [Heer); bei Gadmen, wo sie meistens im
Juni nur Ivurze Zeil fliegt [Rä. ; Evolena [R.-S.]; Zermatt und Trafoi [Frey).
H. Sylvinus L. [Hb. 205—207. 252).
R. in den Wurzehi von Plantago, Malva, Althea und Lavaterae.
F. im Spätsommer.
Basel (/?.-S., Knecht, Leonhart); SchafHiausen [Trap])): St. Gallen (7V/. ;
Winterthur [Biedermunn]; Zürich, ziemlicii selten [Freij); (il'lei" von Brem-
garten [Bolt): von Lenzburg und Wildegg [Wu.]\ Bern und Gadmen oft [Hä.r.
Schupfen selten [Rthl).): am Chasseral oft 'Co?//.l; Genf (Museum).
Auf den Bergen des Gadmenthales bis 5300' häufig und noch höher auf
der Franzenshöhe am Stelvio [Wo.).
H. Velleda Hb. [Hb. 212. 233. 234).
Vom Cherbenon im Wallis [Ms.); Ursernthai [Derselbe); Wasen an der
Gotthardslrasse [Wu.]; auf den Alpen des Gadmenthales häufiger [Rü. und
anderen Berner Bergen [Rthb.). Nach Ghitiani vom Monte Rosa ('? Zermatt),
dem Simplon und vonChamouny; ferner den Graubündner Hochalpen, sowie
dem Stelvio [Kill.); gleichfalls aus dem Appenzeller Hochgebirge [Tä.).
Das vertikale Aufsteigen mag sich demjenigen der vorhergehenden
Spezies anreihen.
H. Camus Esp. O. [Hb. 214. H.-S. 5).
Ueber der Baumgrenze auf der Stein- und Wendenalp [Rä.); von den
Hochalpen des Glarner Krauchthaies [Heer).
Elevation bis etwa 6000'.
H. Lupulinus L. [Hb. 210. 211).
R. an Wurzeln, wie von Solidago, Aster, Plantago.
F. wohl im ganzen Flach- und Hügellande, l)ald häufiger, bald seltener,
um wenigstens vereinzelt noch die Alpenregion zu gewinnen , so auf den
Bergen des Gadmenthales [Rä.) und im oberen Engadin [Pfaffen zeller) .
Höhengrenze über 5000'.
G. GannaHb. [Hb. 215).
Bern sehr selten [Ms.); El)enalp im (Janton Appenzell [P.-L); oberhalb
Sils-Maria im Ober-Engadin ein F^xemplar in wenigstens ()000' zu Ende .luli
[Frey); ebenso in ungefähr gleicher Hohe vom Graid»Undncr \\ cissenslcin
[Zell. -Bold. ).^)
H. HectusL. IIb. 208. 209. 258. 297. 298).
K. an den Wui'zeln von Prinuila, Humex, Heideki'aiil und Weizen.
I] Die Angabe von Coul. : bei St. Biaise-Neuveville niciil seKen, borulit j^ewiss auf
einem Irrlliume,
Cossiden. Cochliopoden. S9
F. von Endo Mai in don tieferen Gegenden ihäufieer nnd mit nhend-
lieheni Fluge.
Wolil iil)erall. Aus der Aipeni'ogion im Appenzeller Seealpllud V.-l. \
im (Jadinenllial und den niederen Bergen 1ms zu 'i300' (Rä.).
Cossiden.
Cossus Fab.
C. Ligniperda Fab. (Cossus L.) [Hb. 198 .
R. im Holze tler verschiedenslen Lauhhäunie.
F. im Sommer, gewöhnlich nicht gar selten. Fi- konnnl überall vor ;
aber die Höhengrenze bleibt noch zu erforschen. Für (iraubünden erwähnt
Kill. Trons und Tarasp. Im Gadmentluil noch bei 4000' einmal.
Zeuzera Latr.
Z. Aesculi L. (Pyrina L.) [Hb. 202i.
R. in den Stammen und Zweigen der vei'schiedensten Laul)liölzer mit
wohl nur geringer Elevation. Für zwei Stellen, Bern und die Bechburg, füh-
ren die Art als nicht selten Rä. und R.-S. an, sonst erscheint sie selten.
Basel; Aarau , Bi'enigai'ten 'Bnll [ Bern (.///. und Rä.]; Neuveville
[Coul.]; ferner von Winlerthur Biedcnnann] und Zürich Hiig., Freij); von
Frauenfeld, ein Exemplar [Si(lzher(/er]; Weissbad im (lanton Appenzell
(Tö.); St. Gallen [Tä.] und Graubünden nach den alten Verzeichnissen von
Wredoiv und Amstein.
Phragmatoecia Newmau.
P. Arundinis Hb. (Castanea Hb.) [W). 200. 201).
R. in den Halmen von Arundo.
Bei Zürich ein F^xemplar (i. Diclricli gefunden.
Eiidagria IJsd.
E.? Pantherinus O. (Ulula Hb.) IIb. 157. lliS .
Nach Ms. wurde voi' langer Zeil ein Exemplar im Waadllande gefangen.
Seit 60 .Jahren kam Niemand ein zweites Stück zu Gesicht, so dass das Vor-
kommen sehr unsicher bleibt. Doch findet sich das Insekt im Südwesten
Europas vor, so dass eine Ausbreitung bis in unser Faunengeluet an sich
nicht unwahrscheinlich ist.
Cochliopoden.
Limacodes Latr. (Heterogenea Kuoch).
L. Testudo S. V. Hb. K34. 165 .
R, an Eichen.
F. in der Ebene und dem Hügellande, Mai und Juni.
90 m. Ronibvciden.
Basel [Knechl, Lconliuii]: Zürich nicht gemein [ZelL-Dold., Hug., Frey);
Winterthur [Biedermann]] Umtrehiingen St. Gallens nicht häufig [Tä.]] Aar-
gau, da wo noch alte Eichen stehen, häufiger {Wn.]\ Bremgarten [Boll):
Bechburg, öfter [R.-S.); ebenso von Bern (7iä.); dagegen seltener bei Schupfen
[Rthb.]: von Chur [Caß.).
L. Asellus S. V. [Hb. 166. 167).
R. an Buchen.
F. im Juni und Juli, aber bei uns seltener, so in den Cantoiien Born.
Aargau, Zürich und St. Gallen [Tä.).
Psychiden.')
Psyche Schrank.
P. Graminella S. V. (Unicolor Hufn.) [Hb. 1. F. R. 41).
Die sacktragende R. an Sparüuni, Briza, Anthoxanthum und anderen
Gräsern.
F. im Juni und Juli, ohne Zweifel wohl im ganzen lieferen Terrain, wie
wir denn seine Ausbreitung von Basel bis in's Wallis und von dort bis zum
Ganton St. Gallen und Graubünden kennen.
Die Höhengrenze bedarf genauerer Ermittlung.
Nicht ganz sicher ist das Vorkommen am Bergüner Stein Z.)2; und noch
weniger die y\ngabe Heers : »bis zur Bergregion des Canlons Glarus«.
C. ViUoseUa O. iJI.-S. 100).
Aus dem oberen Engadin bei Sils die Säcke an Felsen und auch erzogen
[Hnateck, ZeU.-Dold.).
Höhengrenze über 5500'.
P. Opacella H.-S. [H.-S. 102).
F. im Frühsommer, bei uns bisher nur an wenigen Orten angelroÜen.
Von Lugano [fluf/. ; aus den Umgebungen Bergüns (Z. ; vom Bergell [Kill.]
und dem Stelvio, bis nahe zur Baumgrenze [Wo.].
Die Höhenverbreitung ist also eine über 6000' gehende.
P. Muscella S. V. [Hb. 8) .
Bei Bi-emgarten [Boll]; Genf (Museum); \om Killelbei-g bei Zormalt /ä.].
Alles ist hier noch sehr unsicher.
1) Die Zahl dei- im scliweizer'schen Faunc>nii;ebiele bisher aurtiffuiuioiieii Psychidon
erscheint aiifliilicnci i;eririg. Leider ist diese (liiippe von den Sammlern bis znr Zeit sein
vernachliissii^l i^c^blieben und in nolliij;e(li'nn!^ener' Ndrsiclii; habe ich mich hiei- anl' ein
Minimum hesehiiinken müssen
2) Z. erliicH keinen l'allei- und die Sticke i'eiielhen hinterher in \erUist.
«
Psych iden. 91
P. Plumifera O. H.-S. 103).
Alpen des G;i(liiienth;iles liäulij; Jin. : von Mendrisio iniTessin. Kndc^
iMiirz und von Malans im April llug.]: von den Bei'i-'en des Kniiadin [M(/h..
Ffei/); vom Weissenslein olierhaib Bergün bis zum Passe heraul'. nielit irerade
selten (Z. , Frei/]; auch an tieferen Stellen des Canlons (Jraubünden Kill.];
vom Joch und der Maienwand im Canlon Bern [Ja.]: am Pic d'Arzinol (9241')
hei Evolena im westlichen Wallis (ß.-S. ;.
P. Plumistrella Hb. {Hb. 213).
Vom Simplon Jü., Rü. und llug.]; auch sonst aus dem Wallis .l/H/c/tv/f/
und ./(>".); vom Gotthard oberhalb Airolo 3629') Zcll.-Dold.], der Maienwand
[Jü. und von den Engadiner Alpen [Frey); von der Grimsel [R.-S.]; von den
Alpen des Gadmenthales und dem Stockhorn [Rä.).
P. Tenella Speyer.
Säcke an Felsen des Alpengebieles.
F. im Juli. Von den Bergen des südlichen Wallis, so bei Zermall bis
gegen den Rifielberg hin {Frei/); von Sils-Maria {Ilnateck), von woher ich aus
überschickten Larven das Thier erzogen habe; aus dem Bergell {Baz.).'^)
P. Calvella O. (Hirsuteila Hb.) [IIb. 3 .
Vom Simplon und auf dei" Südseite des Passes {Ja.); vom Chasseral
{Coul.]; dann aus den Berner Alpen Rthb.); aus dem Engadin [ZelL-Dold.);
von der Bechburg {R.-S.); von Oftringen {Wu.) und Züricii {Frey). An letz-
terem Orte gerade keine Seltenheit. 2)
Elevation also ül)er 5000'.
Epicliuopteryx Hb.
E. BombyceUa S. V. [IIb. 4).
F. aus dem Aargau von Bremgarten , selten {Roll); dann im unleren
Theile des Wiggerthales und ])ei Lenzburg, aber nicht häufig [Wu.]; Neuve-
ville {Coul.]; nach Ja. von Schupfen, Leuk und Lugano; von Siselen auf
nassen Wiesen , Ende Juni häufig Rü.; ein sicheres F^xemplar von Zürich
kenne ich zur Zeit nicht.
Das Thier scheint nicht in das Gebiree aufzusleiüon.
i; Eine der P. Tenella nahe verwandte Spezies, aber im Aderverlaul'e etwas abwei-
chend , sowie dunkler und kleiner ting ich 1869 im Hochsommer im Tliale von Zermatt.
Natürlich wage ich hier keine sichere Bestimmung, ."sollte übiigens (woran ich kaum
zweifle) das Thierchen neu sein, so möchte ich dafür den Namen P. Zermaftensis vor-
schlagen.
2) Z. hatte früher Bergün als Fundplatz angeführt. In seiner Fauna dieser Gegend
bemerkt er aber, er sei, indem keiner der Säcke zur Entwicklung gelangte, hinterher un-
sicher geworden.
92 "I- Bombyciden.
E. Pulla Esp. IIb. ? 7i.
F. in der Ebene wiilirend eines wannen Frühlings schon im April und
Mai nicht selten auf Wiesen. In dem Tiefland erwähnen sein Vorkommen
alle Berichterstatter.
Das Thierchen steigt im Gebirge auf. So in den Berner Alpen und dem
Gadmenthale [Ja., Hä.), dem Ober-Engadin [Mgb., Frey). Von Bergiin, Ende
Mai und l)is in den Juli auf dem Weissenstein [Z.). Kleine Exemplare,
w^elche ich von der Passhühe des Albula besitze (Ende Juli), kann ich nur
hierher ziehen, obgleich die Grenze der Art schwer zu bestimmen ist.
Die Elevation würde also 7200' betragen.
E. Sieboldii Reutti.
Einige Exemplare traf ich bei Zürich. Zwei Stücke, von mir auf dem j
Albula-Pass gefangen, möchte ich wenigslens fragweise hierher ziehen. Auf
dem Stelvio, an der Franzenshöhe begegnete ihr ül))"igens auch Wo., was
mit meiner Beobachtung übereinstimmt.
Cochlophaues Stgr.
C. Helix Siebold, i,
Die wunderliche H. mit ihrem an ein Schneckengehäuse mahnenden
Sacke trafen Boll und ich vor längeren Jahren an eng begrenzter Stelle des
Lägernbergs bei Baden an Teucriura chamaedrys, Ilelianthemum vulgare etc.
Vom Mont Saleve bei Genf [Ball) und von Mendrisio [Hng.]. Sicher weit
verbreitet, aber unbeachtet geblieben.
Höhengrenze vorläufig unbestimmbar.
Fiimea Hb.
F. Nitidella O. (Intermediella Bruand.) {llh. 1 6;.
R. an Baumstämmen. Felsen, Mauern.
Bergün (die Säcke häufig) nach Z., Zürich, öfters erzogen [Frei/); Lugano
[Hug.); Neuveville [Coii/.); vom Jura, von Schü()fen \Ht/ih.): (ienf (Museum).
— Das Aufsteigen im (iebirge noch unermittelt; doch überschreitet sie bei
Bergün nach Z. 4000'.
T. Sepium Speyer (Tabulella Bruand).
R. an den Flechten alter Schlehen.
Hei Zürich ein paar- Mal erzogen [Frey).
T. Betulina Z. (Anieanella Bruand).
B. an Baumlleclilen.
Kam mir niemals bei Zürich vor. Doch erwälinl sie Ihig.
1) Claus (S(. c. Z. 1S66, ."iäSj erzdg zuerst das so langü gosuclite Maniiclioii des par-
thenogcnelisclieti 'l'lueres.
I
LiparidiMi, 93
Lipariden.
Orgyia 0.
O. Gonostigma Fab. [Hb. 78. 253).
R. an sehr verschiedenen Laubhölzern, wie Eichen, Apfel-, Birn-.
Pnaunienbäumen, Schlehen .
F. im Sonnner, meistens im Juli, wohl im ganzen Flachlande der
Schweiz , doch meistens nicht häufig. Die l)edeutenilste uns bekannt ge-
wordene Elevation findet bei Gadmen \Rä.) statt.
O. Antiqua L. Hb. 77. 235).
R. in ähnlicher Lebensweise.
F. in sommerlicher und zweiter herbstlicher Generation überall und
häufiger. Auch er erreicht noch das Gadmenthal (Rä.) und das Bergeil
Dasychira Steph.
D. Fascelina L. (Medicaginis Hb.) IIb. 81).
R. an niederen Pflanzen. Klee, Onobrychis. Plantago u. s. w.
F. im Juni und Juli, ül)erall im Tieflande, meistens häufiger. Er steigt
im Gebirge und zwar ganz beträchtlich mit abnehmender Zahl aufwärts. So
in den Alpen des Gadmenthales bis zu G200' [Rä.]; von der Passhöhe der
Gemmi [R.-S.i; im Engadin bis etwa 5500', mitunter häufiger vorkonnii(>nd
[Pfaffen zeller, Freij] .
D. Pudibunda L. (Juglandis Hb.) [Hb. 84. 85).
R. poly|)hag.
F. im Frühling überall, vielfach häufig. Höhengrenze nach den vor-
handenen spärlichen Angaben vielleicht l)ei 4500' [Rä.].
Laria Hb.
L. V. nigrum ///;. 71).
R. an Linden- und F]ichenl)üschen.
F. im Juni und Juli, lokal und gewöhnlich seltener.
Von Zürich [Zell.-Dold., Frei/): Utngebungen Winlerthurs [Bieder tnann);
Bremgarten IBoll) und andern Lokalitäten im Aargau, wie am Engelberg,
Boi"n, in den Wäldei'n l»ei üllen und f.enzburg U'//.); Bechburg , öfters
[R.-S.]; Bern, selten (^c7.); Schupfen, sehr selten [Rthb.j; Neuve\ille [Coiil..:
St. Gallen, selten (7a.); Genf (Museum .
Leucoina Steph.
L. Salicis L. [Hb. 70).
R. an l^appeln und liölier im (iebii'ge an Weiden (Z. .
94 I'I- Bonibyciden.
An vielen Orten häufig, so um Basel, im Aargau, bei Schupfen, Siselen,
Neuveville, bei Ghur. Anderwärts, wo Pappeln fehlen, wie bei Zürich, sel-
ten [Frey). Die vertikale Verbreitung reicht in die Voralpen und höher, so
bis Gadmen [Rä.] und Bergün (Z.).
Porthesia Stepli.
P. Chrysorrhoea L. [Hb. 67. 2i8. 249).
K. an Eichen, Weissdorn, Schlehen, Apfelbäumen etc.
F. gemein von Ende .Juni den Sonnner hindurch. Im ganzen lieferen
Faunengebiele bis nach Lugano {M.-D.).
llöhengrenze wohl namhaft unter 4000'.
P. Auriflua S. V. (Similis Puessly) [llh. G8. (39j.
U. in ähnlicher Lebensweise wie diejenige der vorigen Art . auch an
Hosen.
F. in gleiche!' Flugzeit , wohl ül)erall , doch wohl etwas seltener. Hei
Zürich einmal ^erheerend getroffen [Fi'ey ■
Höhengrenze noch zu ermitteln.
Psilura Stepli.
P. Monacha L. [Hb. 74).
H. an Eichen, Föhren, aber pohphag.
F. im .luli untl August. Wohl im ganzen Flachlande, an manchen Üi'ten
\^ie Zürich ZelL-Dold., Hi<(j., Fi'cijj , el)enso Sl. Gallen [Tä.) seltener; an
andern Lokalitäten häutig, wie namentlich in der westlichen Schweiz.
Höllengrenze, wie es scheint, eine gei'ingere, alier nicht festgestellt. Uli.
fand sie am Simplen in Lärchenwaldungen oft.
Die Var. Eremita 0. scheint im schweizerischen Faunengebiete zu fehlen.
P. Dispar L. [Hb. 75. 7(i).
H. an sehr verschiedenen Laubbäinnen.
V. im Juli und August, ebenfalls mehr auf das Ti(>fland eingegrenzt.
Das Gadmenthal {M(i.) zeigt gegenwärtig die grösstc b(»kannle Elexation.
Bonibyciden.
Bonibyx Bsil.
B. Crataegi L. [IIb. IGi) und Var. Ariae Hb. [IIb. 288. 289).
R. an Erlen, Hirken, Weiden, Schlehen n. s. w .
F. im Herbste. Wohl durch das FLu-hland und die ilügelregion des
Faunen-Gel)ietes weit \erbreitet. Wir kennen zur Zeil die Cantone Basel.
Bern, Aargau, Zürich, St. (Jallen, sowie Gi-aubiinden als FuiulsU^llen.
Boinb>cideii. 95
Var. Ariae lebt als Raupe im oberen Kngadin an Alnus viridis. Die
Entwicklung des F. erfolgt oft erst nach mehrjälii'iger Puppenruhe. Ifnateck,
Zcll.-Do/d. und ich erzogen sie, aber vereinzelt, von tlorther; dann aus dem
Gadmenllial und vom Simplon [Bä.). Grösser und dunkler.
B. Populi L. [Hb. 163 und Var. Alpina Zell.-Dold. (i. 1.).
R. an Erlen, Schlehen, den Stänunen älterer Eichen [Frei/) und Kirsch-
bäumen [Wu.].^]
Durch die ganze Tiefregion der Schweiz verbreitet, l)ald häufiger, bald
seltener.
Var. Alpina ist eine schöne Gebirgsform unserer Spezies mit mehr Weiss
auf den Vorderflügeln , namentlich denjenigen des q^. //«a/ec/i hat sie vor
Jahren zu Sils-Maria im Engadin erzogen und ZeU.-Dohl. dann für seine
Sammlung erworben. Sie ist bis zui" Stunde eine grosse Seltenheit.
B. Alpicola Stgr. (Franconica S. V. pro parte).
R. polyphag, jedoch vorzugsweise an nassen Stellen des Alpenlandes,
dortige Weiden-Arten verzehrend.
F. (schwierig zu erziehen, wenn man nicht die Puppen unter Steinen
einsanmieln kann) im Juli und August.
Von Trafoi [Fvey] und höher vom Stelvio-Passe; Engadinei' Alpen, so
bei Sils [Frey]^ Alp Muraigl [Zell.-Dold., Wolfensherger . Frey]] Albula-Passe
und tiefer abwärts am Weissenstein [Frey, Z.); selbst bis unterhalb des Ber-
güner Steins [Wolfensberger); Berge des Gadmenlhales [Rä.) bis zur Steinalp
am Susten [Frey); von der Grimsel [U.S.); auf Cherbenon-Alp im Wallis
[Ms.]; von der Simplonstrasse (./ä.); von Zei-matt [Freyi.
Höhengrenze 5 — 7000'.
B. CastrensisL. (///;. 177. 178).
R. an niedern Pflanzen, Erica- und iüiphorl»iuni-Arteii u. s. \v.
F. im Juli und August, doch lokal, wie er denn der nördlichen Schweiz
ganz zu mangeln scheint. Von Tarasp (AV//.); von Basel [Knecht] vom Jura
bei St. Blaise-Neuveville, seilen [Coiil.); vom Mont Saleve bei Genf [Frey-
Gessner); aus dem Wallis an verschiedenen Stellen, z. B. dem Vieschwalde
und Brieg [Ms.); Bern, äusserst selten [Ms.].
Höhengrenzc noch unbekannt (4000'?).
B. Neustria L. [IIb. 179. bSO).
R. gemein und oftmals schädlich an I.aubhnlzcrn . wie namentlich an
Obstbäumen.
F. überall im Juli uiul August.
Die Elevation für die Gantone St Gallen und Bern taxiren Hü. inid Tii.
gegen 3000'. Ich traf das Thier niemals in den niederen Alpen.
1) Stelnheil und Wo. taiidoii Ix'i Trafoi die Raupen an Piiuis lari\.
96 III. Bombyciden.
B. Lanestris L. [Hb. 169. 170) und Var. Arbuseulae Frr. Frr. 590. ?).
R. an Schlehen, Linden, Weiden und anderen Laui)hüizern.
F. im Frühling ; überall von Basel und Schaflhausen bis nach Genf, dem
Wallis und ostwärts nach Graubünden.
Var. Arbuseulae (über welche so Manches verhandelt worden isti lel)t
auf Alnus viridis und Salix-Arten in den Alpen. Ihre Puppe kann mehrerei"
Jahre zur Entwicklung bedürfen.
Schöne Exemplare in der Sammlung von Zell.-Dohl. im Balgrist l)ei
Zürich. Sie weichen von der Stammart nicht unbeträchtlich ab.
B, Catax L. (Everia Knoch, Hb. O.) [Hb. 166. 167).
R. an Crataegus und Prunus spinosa.
F. im Herbste. Er ist an manchen Orten im ebeneren Landesthelle ein
selteneres Insekt, so bei Winterthur und Zürich [Ihixj.^ Biedeniiann , Fret^),
ebenso im Aargau bei Bremgarten [Boll], sowie Lenzburg und Ölten [Wo.],
im Canton Bern bei Schupfen iRthb.), während er im Thurgau bei Dusnang-
[Engster und im Emmenthal häufiger wird {Rthb.r. St. Blaise (Com/.); St.
Gallen [Tä.) und Bern, sowie in dei" Waadt {Ms.)\ aus den Glarner Thä-
lern [Heer).
Ilöhengrenze unbekannt, doch wohl nur eine geringe.
B. Rimicola S. V. (Catax O.) IIb. 168).
R. an Eichen.
F. im Spätherbst, nur sehr einzeln und selten bei uns angetroffen.
Bei Zürich seit langen Jahren von Niemand gefunden , während ihn Ms.
einstens, aber gewiss irrthümlich, als nicht selten bezeichnet hatte. Aus dem
Aargau vom Südabhange des Engelbergs bei Oftringen (Wii.'r, von Landei'on
und St. Blaise [CoiiL). Weitere Angaben fehlen.
B. Trifolii S. V. [IIb. 171) und Var. Medioaginis Bkh.
R. nach der Ueberwinterung an Trifolium und niederen Pflanzen.
F. vom Juli an in den August. Er ist im Gegensatze zu einem älteren
Ausspruche Ms.'s durchaus nicht überall, wo Klee gebaut wird, gemein.
Basel, wohl selten [Knecht]; Thurgau bei Dusnang [Engster); Zürich
lokal und auch da sehr sparsam, doch an beiden Seeufern [Hiig., Frey];
lii'emgarten, hier bisweilen öfter [ßoll. Frei/], sowie in anderen Aargauischen
Landestheilen, wie Oflringen, Lenzburg und Aarburg [Wu.); gleichfalls häu-
figer auf der Bechburg [R.-S.]; bei Bern (i/5., /{ä.); Schupfen [Rtlib.]; von
Weissenburg [hhig.]; St. Blaise-Neuveville [Coul.]; vom Randen bei SchalV-
hausen [Trapp]; um St. Gallen, ziemlich selten [Tä.]. In der Thalsohle des
Cantons Glarus traf ihn Heer; Graubünden und auch im Rergell (A7//., Ha:.].
Var. Medicaginis (heller, gelblicher mit der Stammail verbreite!.
Die Elevation wohl eine eerimie.
Bombyciden. 97
B. Quercus L. {Hb. 172. 225) und Var. Alpina Frey.
R. polyphng, an Laubhölzern. aber auch an niederen Pflanzen.
F. im Juli und August.
Gemein im ganzen lieferen und Hügellande. Sie erhebt sich, wenn
auch vereinzelt, im Hochgebirge (von Zermatt , Gadmen, bis in das Ober-
Engadin) auf 6 — 7000' und wird hier zu einer interessanten dunkleren Varie-
tät in beiden Geschlechtern. In diesen höheren kälteren Regionen über-
wintert die Puppe.
Diese alpine Form (der Mann tiefer braun, die verl)reiterte Rinde blasser,
die Franzen der Hinterflügel hell, das Weib der Var. Callunae Palmer nahe-
kommend) ist getrofTen auf dem Slelvio, dem Hochgebirge um Zermatt, in
dem Ober-Engadin (von hier durch mich erzogen) , von den höheren Alpen
des Gadmenthales (/?</.), vom Sardasca im Graubündner Prättigau mit glück-
licher Erziehung {ZeU.-Dold.)J)
B. Rubi L. [Hb. 174).
R. auf den verschiedensten niederen Pflanzen, auf Laubholzbüschen.
F. im Juni und Juli, der (^ bei Tage fliegend. Ueberall und nach Tü.
im Canton St. Gallen bis zur subalpinen Region vordringend. Rü. erhielt
im Gadmenthale unser Thier noch über 5000'.
Crateronyx Dup.
C. Dumeti L. {Hb. 164).
R. an niederen Pflanzen, beispielsweise Leontodon, Hieracium u. s. w.
F. im Spätherbste, (j^ am warmen Tage fliegend. Er kommt nach Allem,
was wir wissen , nur vereinzelt und selten in unserem Faunengebiete vor.
Zürich, Ripp, Rremgarten, Solothurner undAargauer Jura, Neuchatel [Jü.);
St. Blaise-Neuveville {CouL); ebenso aus dem Ganton St. Gallen {Tit.).
C. Dumeti scheint wenig aufzusteigen; doch alle näheren Angaben
fehlen.
C. Taraxaci S. V. {Hb. 165. 166).
R. an niederen Pflanzen.
Erreicht noch unsere südlicheren Alpen. So fand im Ursernthaie des
Gotthard Dietrich ein Exemplar und ein zweites Hug. in dem Dismathale des
Daves.
Lasiocampa Latr.
L. PotatoriaL. {Hb. 182. 183;.
R. auf Gräsern, an Hecken und auf lichten Waldstellen.
F. im Juli und August. Ueberall häufiger; er geht vereinzelt bis Rer-
gün, Trafoi und in das Ober-Engadin, also über 5000'.
L. PruniL. {Hb. 186).
R. an verschiedenen Laubhölzern, an Tilia, Prunus u. s. \v.
1) Rä. fand indessen auch die typische Form arn Sleinegletscher des Sustens , also in
ansehnlicher Höhe.
Frey, Lepidopteren. 7
98 in. Bombyciden.
F. im Juni undJuli in geringer, noch genauer zu bestimmender Elevation.
Wie es scheint im ganzen Tief- und Hügellande sehr weit verbreitet,
doch wohl fast überall seltener.
L. Quercifolia L. [Hb. 187. 188).
R. an sehr verschiedenen Laubhölzern, namentlich Schlehen, Pflaumen-,
Bim- und Apfelbäumen.
F. im Hochsommer. Er findet sich überall im Flach- und Hügellande
der Schweiz und dürfte wohl kaum höher als sein Vorgänger aufsteigen ;
doch traf ihn einstmals Kill, im Unter-Engadin noch beträchtlich über 4000'.
L. Populifolia S. V. [Hb. 189).
R. an Pappeln und Weiden.
F. im Hochsonnuer sich entwickelnd, eine grosse Seltenheit in unserem
Faunengebiete.
So ist unser Thier bei Zürich seit langen .Jahren fehlend. Im Aargau
zwei Exemplare [Wu.] ; ein Exemplar von Bern [Als,] und von der Bechburg
(i?.-S.); Bremgarten, selten [Ball).
L. Betulifolia Fab. [Hb. 191. 192).
R. an Laubhölzern.
F. im Frühsommer, selten in den Gantonen St. Gallen , Zürich , Thur-
und Aargau, Solothurn (Bechburg [/J.-S.]); St. Blaise-Neuveville, sehr selten
(Cou/.); Bern und (nach alten unl)estimmten Angaben) Graubünden.')
L. Ilieifolia L. [Hb. 190).
R. an Salix, nach Wu. auf Vaccinium myrtillus.
F. im Frühsommer, bei uns eine Seltenheit. Bern (/}«.]; Schupfen
{Rthb.); Oftringen im Aargau (Wii.); bei Zürich fehlend; von Graubünden,
so dem Bergeil [Baz.].
Die Höhengrenze beider Arten wohl eine sehr geringe.
L. Lunigera Esp. und Var. Lobulina Esp. [Üb. 180. 181).
R. an Pinus sylvestris und picea.
F. im August, ganz selten und lokal. Var. Lol)ulina dunkler, mit
schwärzlichen Vorderflügeln.
Im Gadmenthale an der Schattenseile, bis zu 4500' dort vorkonunend
(Rü.), was mit einer beträchtlichen Nord-Verbreitung des Thieres überein-
stimmt.
L. Pini L. [IIb. 184. 185) und Var. Montana Stgr.
R. an Pinus sylvestris.
F. vom Juni an in Föhrenwaldungen.
\) Eines merkwürdigen l-'undes, einer wolil iiyiuiden Korni von «Juorcifoiia und He-
Inlil'olin, i^edeiikl Hikj. (Scliwz. enl. Ztscli. IV, 30).
Endromiden. Safurniden. 99
Von Winterlhur [Bieder'manti , Hug.]; bei Zürich (die Föhre fehlt fast
ganz) sehr selten [Zell.-Dold.. Frei/); im Aargau bei Bremgarten selten [Boll]
und meistens auch an andern Lokalitäten spärlicher, wie in den Waldungen
von Zofingen, Oftringen und Lenzburg [Wti.); bei Bern [Ms. und Rthb.); von
der Bechburg nicht selten [R.-S.) ; aus Graubünden {Kill.]; so von Chur
{Cafl.).
Die schöne interessante Var. Montana (ein grosses, kräftiges, dicht-
schuppiges Thier mit tief kupferfarbenen und lebhaft vveisslich gezeichneten
Vorderflügeln in l)eiden Geschlechtern) bei Bern nach Rä. und Anderen häu-
fig , auch noch bei Gadmen vorkommend , zeigt sich nach Wu. unter der
Stammart im Aargau nur ^ereinzelt; ebenso noch von der Bechburg [R.-S.).
Endromiden.
Endromis Bsd.
E. Versicolora L. [Hb. 1.2).
R. an Betula, Tilia, Alnus etc. an lichten WaUlstellen.
F. im ersten Frühling, dem April und Mai. In Graubünden dicht bei
Chur (auf der Au) nach Caß. öfter; von Ragaz [Eisc'nn'ng)\ von St. Gallen
und dem Toggenburg {Tit.); aus dem Canton Glarus bei Mollis {Heer); Win-
terthur und Züi'ich selten ; von Dusnang im Thurgau {Engster); für den Aar-
gau das Bünzener Torfmoor bei Brenigarten {Boll , Frey); sonst noch an an-
deren Stellen des Aargau, doch niemals häufig [Wu.]; bei Eigenthal (3212')
am Pilatus einstmals als R. sehr zahlreich an Erlen {Wu.); Bern {Ms., Rä.);
Gadmen nicht gar selten {Letzterer); um Basel nicht selten {R.-S.). Für die
südwestliche Schweiz fehlen alle Angaben.
Elevation gewiss nur gering.
Saturniden.
Satui'iiia Schrank.
S. Pyri S. V. {Hb. 56).
R. an BirnbiUunen, Kirschen, Prunus-Arten, Ulmen etc.
F. im Mai nur den südlichsten Theilen unseres Faunengebietes ange-
hörig ;(?) Neuenburg {Ms.); von Genf {Derselbe); Vevey {Wu.); im Unterwallis
l)ei Martigny {Wu.]; von Mendrisio {Kill.); von Lugano [Hug.); am Monte Bre
und noch häufiger am Cassarate {M.-D.). Aus dem Veltlin aufsteigend er-
reicht das Thier eben noch vereinzelt Brusio (270<)'j im untersten Pusch-
lav (Ä7//.).
S. Carpini S. V. (Pavonia L.) {Hb. 53. 54).
R. an Schlehen, Weiden, Rubus, Heidekraut, Vaccinium u. s. w.
F. im Fnihling, ülxM'all. Im (laiiton Sl. Gallen {Tu.) bis zur Bergregion;
100 III- Bombyciden.
bis zu den Alpen des Gadmenlhales [Bö.]; in der Tluilsohle des Ober-Enga-
din (nach Pfaffenzeller) .
Also bis über 5000' aufsteigend.
Aglia 0.
A. TauL. [Hb. 51. 52).
R. an Buchen, Linden, Birken, Erlen.
F. im Frühling, (J^ am sonnigen Tage fliegend.
Ueberall. Er steigt im Canton Glarus [Heer) bis zu 4000', auf der
Ebenalp am Senlis gegen 4500' [Tä.) und im Gadmenlhale [Rä.) bis zu
5000' auf. Doch ist eine solche Erhebung wohl nur eine lokale Erscheinung.
In dem so gründlich und so meisterhaft untersuchten Bergüner Terrain traf
ihn Z. niemals.
Drepanuliden.
Platypteryx Laspeyres.
P. Falcula S. V, (Falcataria L.) {Hb. 44).
R. an Birken, weniger an Erlen.
F. mit Frühlings- und Sommergeneration.
St, Gallen [Tä.); Umgebungen Zürichs, namentlich an nassen Stellen
(höhere Wiesen des Ütlibergs und an^Katzensee) nicht selten [Frey]] auch
um die Irrenanstalt [Hug.); Winterthur [Biedermann]] für den Aargau bei
Bremgarten , sowie in den Wäldern des Wigger-, Aar- und Aathales (5o//,
Wu.)\ Bechburg [R.-S.]; Bern [Ja.) und Gadmenthal [Bä.); öfter bei Schupfen
[Bthb.); St. Blaise-Neuveville [Coid.]; St. Gallen [Tä.) ; im Graubündner
Rheinthal und auch bei Tarasp {Kill.).
Die Ilöhengrenze (gewiss über 3000' gehend) bleibt noch unsicher.
P. Curvatula Bkh. (Harpagula Hb.) [Hb. 42. 43).
R. an Alnus.
F. im Frühling und dem Juli.
Im Aargau, dem Wigger-, Aar- und Aalhai um Erlen, aber seilen [Wu.]]
von St. Blaise-Neuveville [CouL).
P. Sicula S. V. (Harpagula Esp.) (///;. 41).
R. an Linden, Birken, Eichen etc.
F. wie der vorhergehende in doppelter Generation. Von Bern, aber
vereinzelt [Bä.); bei Zürich scheint er zu fehlen [Frey); Umgebungen Winter-
thurs [Biedermann); aus den liei den vorigen Arten genannten Gegenden des
Cantons Aargau [Wu.) ; seilen um Lignieres [CouL); nicht seilen um die
Bechburg [R.-S.).
Er scheint nur im Tieflande vorzukommen. Doch sind die geographi-
Drepanuliden. 101
sehen Angaben hier wie bei den vorhergehenden und folgenden Arten sehr
mangelhaft.
P. Lacertula S. V. (Lacertinaria L.) [Hb. 49) .
R. an Birken.
F. mit zweimaliger Erscheinungszeit, abermals auf die niederen Gegen-
den unseres Faunengebietes beschränkt: doch überschreitet er bei Bergün
[Z.) in der norddeutschen Frühlingsform entsprechenden Exemplaren, eine
Höhengrenze von 4000'.
St. Gallen hier und da {Tä.); Zürich nicht gerade selten; aus den Um-
gebungen Winterthurs [Biedermann) \ Bremgarten in Waldsümpfen nicht ge-
rade selten [Boll); Bechburg öfter (ß.-8.); ebenso in den vielfach erwähnten,
von Wu. untersuchten Gegenden des Aargaus. Bern, häufig (jRä. und Rthb.);
bei St. Jean und Souaillon [CouL).
P. Unguietda Hb. (Cultraria Fab.) [Hb. 48).
R. an Buchen.
F. in doppelter, analoger Generation. Umgebungen Zürichs, seltener
[Zell.-Dold. und Hug.) und Winterthurs [Biedermann); Bern und Gadmenthal
[Rä.); Schupfen [Rthb.); St. Blaise-Neuveville [CouL); ferner von Tramelan
[Ge.); selten von Bremgarten [Boll) und im übrigen Aargau, am Engelberg,
Born, bei Leuzburg in lichten Buchenwaldungen [Wu.); St. Gallen [Tä.) und
Degersheim [Müller] .
Die Höhengrenze im Gadmenthal 4500' [Rä.).
P. Hamula Bsp. (Binaria Hufn.) [Hb. 46. 47).
R. an Eichen.
F. mit der gleichen Erscheinungszeit.
Von Zürich [Hug.)., wohl aber selten, da ich ihn nie traf. Nicht selten
bei Schupfen [Rthb.); dagegen um Bern vereinzelt [Rä. und Ja.); von der
Bechburg [R.-S.) und St. Blaise-Neuveville [CouL).
Cilix Leach.
C. Spinula S. V. (Glaucata Scop.) [IIb. 40).
R. an Schlehen.
F. zweimal im Jahre. Im Tieflande der Schweiz verbreitet , obgleich
sicher oft genug übersehen.
Selten an manchen Orten , wie Basel, Born, Schupfen , Cressier und
Landeron [CouL), häufiger dagegen anderwärts, so bei Siselen [Rä.), bei
Zürich [Frey) und Winterthur (jB/erfermann) ; ferner von Bern [Jü.), der Bech-
burg [R.-S.], von St. Gallen [Tä.], der Thalsohle von Ghur [KilL).
Höhenverbreitung unbekannt.
1;02 IH- Boinbyciden.
Notodontiden.
Harpyia 0.
H, Bicuspis Bkh. [Hb. 36).
R. an Birken.
F. im Mai und Juni, eine grosse Seltenheit für unser Faunengebiet. Oft-
ringen und Lenzburg (ly^«.); Neuveville iCow/.); Bergeil [Baz.)\ Zürich [Frei/].
H. PureulaL. [Hb. 39).
R. an Weiden.
F. im Frühsommer, wohl überall, aber seltener. Er erscheint auch auf
dem Jura, so der Bechburg [R.-S.) und noch im niederen Alpengebiete, wie
bei Bergün [Frey] und Gadmenthal; hier bei 4500' [M.) . Um St. Gallen viel
seltenei als H. Bifida [Tä.].
H. Bifida Hb. [Hb. 38) .
R. an Pappeln, namentlich Populus tremula.
F. im Mai und Juni, dem ganzen Hügellande der Schweiz , doch als sel-
tenere Erscheinung zukommend. Nur für die Bechburg [R.-S.) und Brem-
garten wird eines häufigeren Vorkommens gedacht.
Auch H. Bifida erreicht das niedere Alpengebiet, so im Gadmenthal [Rä.)
und gewinnt annähernd gleiche Höhengrenze wie H. Furcula.
H. Erminea Esp. [Hb. 35) .
R. an Pappeln und Weiden.
F. im Frühsommer. Niemals von Zürich ; aus dem Canton Bern , dem
Aargau , von der Bechburg [R.-S.); von Basel [Lconhart, III); von St. Jean
und Landeron [Conl.) selten. Für Graubünden führen sie nur die allen Ver-
zeichnisse von Wredoiv und Ai)istein, aber kein neueres mehr auf, dagegen
fand ro« ScZ/ew/»: Raupen bei Samaden (?) . Also selten und vereinzelt. Heer's
Angabe für Glarus bis zur Bergregion ist kaum richtig.
H. VinulaL. [Hb. 34).
R. an Weiden und Pappeln.
F. gleich der vorigen Art sich entwickelnd , aber als gemeineres Insekt
überall vorkommend. Unter allen Arten dos Genus steigt er am meisten auf.
Er ist noch bei 3500 — 4500' relativ häufig, selbst noch im Davos und im Ober-
Engadin in mehr als 5000' Meereshöho. Als höchster Fundplatz ist der
Riffelberg bei Zermatt zur Zeit bekannt.
Stauropus Germar.
S. FagiL. [Ub.'S\).
R. an sehr verschiedenen Laubhölzern, so an Eichen, Buchen , Haseln,
an Prunus padus, selbst an Cytisus laburiuun.
Notodontiden. 103
F. im Frühling und Sommer. Verbreitet und wohl im ganzen Flach-
und llügellande vorkommend , meistens als selteneres Insekt. Heer's An-
gabe : »Glarus bis zur Bergregion« stimmt mit der Höhenverbreitung in Nord-
deulschland [Speyer) sehr wohl überein. i)
Hybocami)a L.
H. Milhauseri Fab. (//i. 32. 33).
R. au Buchen und Eichen.
F. im Frühjahr, Mai und Juni. Er kommt nur im Tieflande, wohl in sehr
weiter Verbreitung aber als grosse Seltenheit vor. Als Fundplätze kennen
wir namentlich verschiedene Stellen der Cantone Bern, Aargau, Zürich, dann
die Bechburg.
Notodonta 0.
N. Dictaea L. (Tremula Cl.) [Hb. 22).
R. an Birken und Pappeln.
F. im Frühling, zuweilen mit zweiter Generation auch im Hochsommer.
Im ganzen Flachlande der Schweiz, doch wohl nirgends eigentlich häufig.
Die vertikale Verbreitung noch unermittelt. Notizen aus den Alpen fehlen.
N. Dietaeoides Esp. [Hb. 23. 24).
R. an Birken.
F. im Mai und Juni und recht vereinzelt, seltener als die vorhergehende
Spezies. Von Oftringen im Aargau [Wu.]; von der Bechburg (ß.-S.); Genf
(Museum); im Wallis, oberhalb Brieg (il/5.); aus Graubünden in Mengold's
Sammlung; bei Zürich von Hug. getroffen, von mir freilich niemals; VVin-
terthur [Biedermann] .
N. Ziczac L. [Hb. 26).
R. an Weiden und Pappeln.
F., im Frühling und Sommer überall und wohl nirgends eine Seltenheit
in den tieferen Regionen. Nach RU. im Gadmenthale bis 4500', während ihn
Z. bei ßergün vermisste und ich niemals ein Stück in den Alpen antraf.
N. Tritophus Fab. [Hb. 27) .
R. an Pappeln.
F. im Frühsommer. Im ganzen Flachlande der Schweiz , aber überall
selten nach den so oft erwähnten Gewährsmännern ; auch von Basel [Knecht) ,
der Bechburg [R.-S.), von St. Blaise-Neuveville [CouL), St. Gallen [Tä.) und
von Chur [Cafl.).
1) Uropus Ulmi S. V. sollte nach Jlis. bei Winterthur gefunden worden sein. Da
seit mehr als 60 Jahren Niemand in der Schweiz das Thier antraf, ist höchst wahrschein-
lich damals ein Irrthum vorgefallen. Sicher falsch ist eine jener oberflächlichen Bremi' schon
Angaben, welche eines Vorkommens bei Zürich gedenkt.
104 III. Bombyciden.
N. Trepida Esp. (Tremula S. V.) (Hb. 30).
R. an Eichen.
F. im Frülijahr. Im ganzen Flacii- und Hügellande — unsere Quellen
sind die alten — seltener.
Elevation ganz unbekannt, wohl unbedeutend.
N. TorvaHb. [Hb. 29).
R. an Pappeln und Espen.
F. wie der vorige erscheinend , nur selten und von wenigen Orten ge-
troffen. Bern [Rä.]; für den Aargau von Bremgarten [Boll) und von Lenzburg,
Oftringen und am dortigen Jura [Wu.]; vom Jolimont [Coul.]. Ferner aus
den Umgebungen Winterthurs (Ä/ec/ej-mami) ; St. Gallen {Ta.)\ Base\{Leonhart) .
N. Dromedarius L. [Hb. 28).
R. an Birken und an Erlen.
F. im Frühling, zuweilen auch in zweiter hochsommerlicher Generation
[Frey). Unsere Art wesentlich im Tieflande; doch erreicht sie noch bei Le
Prese im Puschlav nach von Schenk fast 3000' und im Gadmenthale sogar
3600' (i?ä.); Graubünden {Mengold's Sammlung); Chur [Cafl.) ; um St.
Gallen ziemlich selten (Tä.); von Winterthur, Zürich. Im Aargau weit ver-
breitet, ebenso im Canton Bern; St. Blaise-Neuveville [Coul.); von Chexbres
[Wu.]\ Genf (Museum); \N^allis, so bei Visp [Ja.].
N. Chaonia S. V. [IIb. 10. 11).
R. an der Eiche.
F. im ersten Frühling. Um St. Gallen selten [Tu.]; von Zürich [ZelL-
Dold.) ; Albis und Winterthur [Hug. und Biedermann). Von Bremgarten
[Boll) ; sowie ferner aus dem Aargau beim Engelberg', Born , Hauenstein,
Gysulafluh und Lenzburg, aber stets vereinzelt [Wii.) . Von St. Blaise-Neuve-
ville »gemein« (?) nach Coid.
Höhengrenze gering ; doch näheres fehlt.
N. Querna S. V. [Hb. 9) .
R. abermals an Eichen.
F. im ersten Frühjahr. Allein vom Südabhange des Aargauer Engel-
bergs vereinzelt [Wu.) und dann noch in der Sammlung des Genfer Museum.
N. Trimacula Esp. [H.-S. 84; und Var. Dodonaea S. V. [Hb. 8. H.-S. 83) .
R. an Birken und Eichen.
F. im April und Mai. (Bei Dodonaea die Vordcrflügel grau und weiss
gebändert, während bei Trimacula die Aussenhälfte weisslich isl)^ Bei Solo-
Ihurn einmal [Ms.]; Bern [liü.); an den Südabhängen des Solothurner und
Aargauer Jura, an letzteren) stellenweise keine Seltenheit, so am Born,
Notodontiden. 105
Engelberg, Gysulafluh , Hauenslein, Olhniarsingen , ferner von LenzJmrg
(TVw.); von der Bechburg [R.-S.]; Genf (Museum); aus dem Canton
Zürich {Hug.) .
N. BicoloraHb. {Hb. 18).
R. an Birken.
Der auffallende F. nur sehr vereinzelt und selten an wenigen Orten in
unserem Faunengebiete getroften. So von Bremgarten [Boll) und Oftringen
{Wii.); von der Bechburg [R.-S.).
Lophopteryx Steph.
L. Camelina L. [Hb. 19).
R. an Linden , Birken , Espen", Erlen , Buchen , Eichen , Apfelbäumen,
also polyphag.
F. im Mai und Juni. Weit verbreitet und an vielen Orten häufiger.
Gefunden in den Cantonen Basel, St. Gallen, Zürich, Aargau, Bern, Waadt
und Graubünden (hier noch bei Tarasp und im Bergell) nach den gewöhn-
lichen Quellen.
Rä. traf diese Art im Gadmenthale noch bis 4500'.
L. CueuUina S. V. [Hb. 20).
R. an Ahorn.
F. im Frühsommer , aber nur sehr lokal. Zürich, bei der Irrenanstalt
[Hug.]; Umgebungen Winterthurs , selten [Biedermann); von der Bechburg,
selten [R.-S.)\ aus dem Aargau, aber nur an einzelnen Orten [Wu.)\ ver-
einzelt im Canton St. Gallen [Tä.]] von Sierre im Wallis [Hug.]; von Gad-
men [Rü.).
Pterosoma Germ.
P. PalpinaL. [Hb. 16).
R. an Populus und Salix.
F. häufig im Frühling. Graubünden, St. Gallen, Zürich, Basel, Aargau,
Bern, Waadt, Wallis, Tessin (bei Lugano), also wohl überall. Seine Er-
hebung eine geringere ; doch noch im Gadmenthale [Rä.) .
Dryuobia Dup.
D. Velitaris Esp. Hb. 15).
R. an Eichen und Pappeln.
F. im Juni. Um St. Gallen selten [Tä.]; Winlerthur, Zürich [Ms., Zell.-
Dold.); Bremgarten, sowie am Engelberg und Born, a])er niemals häufig
[Boll und Wu.); Basel und Bechburg [R.-S.); Bern [Ms., Rä.); Schupfen,
sehr selten (Rthb.); sehr selten von Neuveville iCoul.).
106 III- Bombyciden.
D. Melagona Bkh. (IIb 14).
R. an Buchen.
Von Bern [Rä.); Bechburg [R.-S.]; im Aargau am Engelberg und Born,
doch selten [Wu.).
Oluphisia Bsd.
G. CrenataEsp. {Hb. 12. H.-S. 124).
R. an Pappeln.
F. im Frühling. Nur ganz vereinzelt und ziemlich selten in einem
Theile des westlichen Faunengebietes. Bei Zofingen , Oftringen , Ölten,
Aarau, Wildegg [Wu.); um die Bechburg [R.-S.]; St. Blaise-Neuveville sehr
selten [Coul.)\ Zürich [ZeÜ.-Dold.].
Psilophora Steph.
P. Plumigera S. V. [Hb. 13. 250).
R. an Acer campestris, namentlich an Waldrändern.
F. im tiefsten Spätherbste, Ende Oktober und im Noveml)er.
Zürich (hier die häufigste aller Notodonten [Frey] und auch häufig im
benachbarten Bremgarten [Boll] ; Winterthur [Ms. und Biedermann] ; von
Dusnang [Engster); im Aargau verbreitet [Wu.); Bechburg, selten [R.-S.);
Bipp [Ms.); Bern [Rä.]; Neuveville, häufig [CouL); Basel [Knecht u. A.);
Wattwyl (3158') [Frei); St. Gallen [Tä.); Chur [Caf].).
Zur Höhenverbreitung sei bemerkt, dass Rä. das Thier noch im Gadmen-
thal, aber grösser und verdunkelter, 'traf.
Cnetocampa Steph.
C. Processionea L. [Hb. 159. 160).
R. in bekann lor Lebensweise und Schädlichkeit an der Eiche.
F. im August und September. Zürich (selten); von den benachbarten
Dörfern Dübondorf, Wallisellen und Maur [Hug.); von Luzern [Derselbe); im
Aargau bei Villmergen (1288'), Othmarsingen , Lenzburg, Wildegg u. s. w.
[Boll, Wu.); Bern, früher sehr selten, jetzt verschwunden (i/s., Rä.); St.
Blaise-Neuveville [CouL); bei Denens (1542') in der Waadt [Derselbe); um die
Bechburg nicht häufig; ferner von Basel (/L-S., Ä«ec/(i) . In Graul)ünden,
wie es scheint, niemals getroflen [Kill.).
C. Pityocampa S. V. (7/^. 161).
R. an langnadligen Pinus-Arten, l)ei uns namentlich an P. sylvestris.
F. im Mai und Juni. Er erreicht nur die südlichsten 'J'heile des Faunen-
gebietes, wo er stellenweise verheerend auftritt.
Aus dem Puschlav, aber nur bei Brusio [Frey): dem Bergcll [W'U.). Süd-
lich von Genf, auf savoyischem Boden [Frey-(lessner); von Nyon [ Fach med de
Notodontiden. 107
Bottens); überhaupt im Wtiadllunde gemein und schädlich, von Palezieux
(1986'; bis Gingins (1678') am Fuss der Dole (Rä.); früher ebenfalls von
Denens [Ms.]. Für das Unter-Wallis fehlen alle Angaben. Von Yisper-
terminen (./«.).
Phalera Hb.
P. Bucephala L. [Hb. 19i. 195).
R, an Eichen, Buchen, Haseln, Linden, Weiden elc.
F. im Mai und Juni häufig. Er steigt mit oft sehr dunklen Exemplaren
im Gadmenthale bis zu 4000' auf (/?«.).
Pygaera 0.
P. Anastomosis L. [Hb. 87).
R. an Espen und Weiden.
F. mit doppelter Generation im Mai und zu Anfang September.
Graubünden [Mengold's Sammlung); Umgebungen Zürichs [ZeU-Dold.]
und Winlerthurs [Biedermann); aus verschiedenen Stellen des Aargaus, wie
Bremgarten (J5o//), den Umgebungen Badens u. a. 0. [Wu.]; Bern [Ms.,Rä.);
Gadmenthal, nicht selten und mit der Espe bis 4500' aufsteigend [Rä.);
Schupfen, sehr selten [Rthb.); St. Blaise-Neuveville [CouL)\ am Strandboden
des Bieler Sees an Salix triandra häufig [Rä.) ; von Basel [Stehelin-Imhuf,
SuUjev) .
P. CurtulaL. [Hb. 89).
R. an Weiden und Pappeln.
F. in doppeltem Vorkonnnen, ähnlich der vorhergehenden Spezies und
weit verbreitet.
Graubünden, so im Rheinthal (Ä7//.) und aus dem Ober-Engadin [Bi.
bei Mgb.); Umgebungen St, Gallons [Tä.]; Zürich, Winterlhur und Brem-
garten , dann im übrigen Aargau (bekannte Quellen); auch bei Mellingen
(1087') und von Luzorn [Wu.); Bern, Gadmenthal [Rä.); Schupfen [Rthb.);
St. Blaise-Neuveville, so bei Montmirail [CouL); Becliburg [R.-S.) und Basel
{Kriecht, Leonhart) .
Höhengrenze über 5000',
P. Anaehoreta S. V. [Hb. 88) .
R. an Pappeln und Weiden.
F. in gleicher Erscheinungszeit.
Graubünden im Rheinthal [Kill.) und Ober-Engadin [Mijb.); St. (iailen
[Tä.); Zürich, Winterthur; die gewöhnlich erwaihnten Aargauer Lokalilälen
[Wu.); Bern [Rä.) und St. Blaise-Neuveville [CouL).
Höhengrenze ähnlich wie bei der vorhergelienden Art,
108 III. Bombyciden.
P. Reclusa S. V. (Pigra Hufn.) [Hb. 90).
R. an Weiden.
F. in der bei den vorhergehenden Arten erwähnten Erscheinungszeit.
Im Hochgebirge wird die Generation nattirlich zur einfachen.
Graubünden im Rheinthal, dem Rergell [Ba.z.) und im Ober-Engadin
[Mgb.). Ich traf sie hier am Silser See. Umgebungen^St. Gallens [Tä.]; ver-
breitet in den Cantonen Ztirich und Aargau, Basel, Luzern, Bern (auch im
Gadmenlhale) und Waadt. Sie fehlt wohl nirgends und gewinnt, wenigstens
im Ober-Engadin, eine Meereshöhe von mehr als 5500'.
Cymatophoriden.
Clonophora Bsd.
G. DerasaL. {Hb. 66).
R. an Him- und Brombeeren, am Tage in eingerollten dürren Blättern.
F. im Juni. Er lebt versleckt und scheint sich über das Hügelland nicht
zu erheben. Seine Verbreitung ist eine ausgedehnte, indem man ihn in den
Cantonen Basel, Solothurn, Aargau, Zürich, Luzern, Bern, NeuchciteJ, Waadt,
St. Gallen und Graubünden angetroffen hat.
lieber die Höhengrenze fehlen Beobachtungen.
Thyatira 0.
T. Batis L. [Hb. 65).
R. an Rubus-Arten.
F. im Frühling und Sommer überall. Er scheint höher im Gebirge auf-
zusteigen ; aber die genauere Ermittlung der Elevation fehlt auch hier. Nur
Rü. gedenkt seines Vorkommens bei Gadmen bis 4000'.
Cymatopliora Tr.
C. Oetogesima Hb. [Hb. 209).
R. an Populus-Arten.
F. in unserem Faunengebiet selten und vereinzelt.
Zürich (Hug. und Frey); Winterthur [Hvg. und Biedermann); aus dem
Aargau von den bekannten Fundstellen und auch von Luzern {Wu.); Gad-
men, selten, sowie von Bern [Rä.); Neuveville [Coul.]; Bechburg [R.-S.];
Basel [Knecht, Leonhart).
C. Or. S. V. (///;. 210).
R. an den gleichen Pflanzen, wie bei der vorigen Art.
F. in derselben Erscheinungszeil, aber gemeiner und überall ver-
breitet.
Das Aufsteigen im Gebirge kennen wir zur Zeit noch nicht.
Cymatophoriden. 109
C. Bipuneta Bkh. (Duplaris L.) {Hb. 211).
R. an Pappeln und Weiden.
F. im Ticflande mit doppeller Generation, im höheren Gebirge mit
einfacher.
Zürich [Zell. -Bold. ^ ff'fQ-]'-! Winterthur [Biedermann); Bremgarten [Boll];
ebenso von Aarberg, am Born und Engelberg, Lenzburg [Wu.]; Bechburg
(R.-S.); Bern und im Gadmenthale [Rä.); Thun, Lenk {Ja.); Schupfen {Rthb.);
Neuveville [Coid.) ; St. Gallen [Tu.]; Graulmnden, so bei Chur [Cofl.)
und höher.
bii Alpenlande bei Bergün nicht selten [Z.]. Ich erhielt sie auch von
dem angrenzenden Tiroler Dorf Trafoi und oberhalb desselben.
Die Höhengrenze in den Südalpen wird öOOO' überschreiten, während
sie für das Gadmenthal Rü. zu 4000' annimmt.
C. Fluctuosa Hb. {Hb. 212).
R. nach Art der vorherigen.
F. abermals in doppelter Generation. Jedenfalls sehr wenig verbreitet,
so an verschiedenen Orten des Aargaus {Wii.) und in den Umgebungen
Winterthurs {Biedermann) .
Asplialia Hb.
A. RuftcoUis S. V. {Hb. 207).
R. an Eichen.
F. im Beginne des Frühlings. Zürich, nicht hüufig [Frey); einmal am
Aargauer Engelberg {Wu.); St. Blaise-Neuveville {Coul.).
Weitere Mittheilungen fehlen.
A. Diluta S. V. {Hb. 206).
R. an Eichen.
F. möglicherweise mit doppelter Generation im ebeneren Gebiete.
Bremgarten, selten {Boll); um Lenzburg und Oftringen nicht gar selten
{Wu.); von der Bechburg selten {R.-S.); von Landeron (früher häufig) [Coul.).
A. Flavieornis L. {Hb. 208).
R. an Birken.
F. im ersten Frühling. Seine Höhengrenze bleibt unermittelt. Er ist
seltener als in Deutschland.
Um St. Gallen, nicht häufig, auch von Degersheim {Müller, Tit.); um
Zürich mehrfach {Zell.-Dold., Hiig., Frey); von Winterthur öfter {Bieder-
mann). Bern und Gadmenthal, an letzterem Orte häufig [Rä.); Bremgarten
nicht selten {Boll); Oftringen, vom Engelljerg und Lenzburg {Wu.).
A. Xanthoceros Hb. (Ridens Fab.) {Hb. 205).
R. an Eichen.
110 IV. Noctuiden.
F. im Frühlniij;. Zürich, Aargau, zwischen Rorschach und Mörschwyl
(r«.); von der Bechburg [R.-S.); St. Blaise-Neuvevilie [Coul.].
IV. Noctuiden.
Diloba Stepli.
D. Caeruleocephala L. [Hb. 196).
R. an Schlehen, Weissdorn, Ajifelbiiunien u. s. w.
F. im Spiitsommer hiiufig. Etwa l)is 2500' aufsteigend.
Simyra 0. Tr.
PS. Nervosa S. V. [Hb. 226).
Soli im Wallis vorkommen [Gn.].
Deinas Steph.
D. CoryliL. [Hb. 17. 18).
R. an Buchen, Eichen, Linden, Haseln, Erlen.
F. im Mai und auch im Juli, wohl überall im tieferen Landestheile (aus
Graubünden fehlen alle Angaben). Bis 4200' im Gadmenthale [Uii.].
Acronycta 0. Tr.
A. Leporina L. [Hb. 15. 16) und Var. Bradyporina Tr. [II. -S. 636).
R. an Espen, Weiden, Birken und Alnus vii'idis.
F. im .Tuli. In den Cantonen Basel, Aargau, Zürich, Schaffhausen, St.
Gallen, Bern; auch vom .Iura, Tramelan [Ge.)\ vom Appenzeller Weissbad
\P.-I.); aus dem Churer Rheinthal, von Tarasp und Trafoi [k'ilL). Gewöhn-
lich ein selteneres Vorkommniss.
Höhengrenze im Gadmenthale ungefiihr 4200' und bei Trafoi 5000'.
Var. Bradyporina (mit dunkleren, graueren Vorder(lügeln) bei Bern
hiiufiger als die Stanuuarl [Ja.); vom Gadmenthal [Rü.); Aargauer Fundplätze
[Wu:.]; Bremgarten [Bali); Zürich [Frei/); Berneck bei S(. Gallen (7'ä.);
Weissbad [Slölkcr); Graui)ünden nach älteren Angaben.
A. Aceris L. [Hb. 13. 14).
R. an Eichen, Haseln, Ahorn, Rosskastanien u. s. w.
F. im Mai und Juni, sehr verbreitet. Aus aUen Ganionen erwähnt.
Im (;a(lm('i)llial(> bis elwa i?00' (liä.).
IV. Noctuiden. 1 j 1
A. Megaeephala L. (Hb. 10. 11).
R. an Pappeln, Espen, Weiden.
F. im Juni, an den meisten Orten iiäufiger.
Nach Rä. in der mittleren Scliweiz bis etwa 5000' ansteigend.
Ein sehr grosses dunkles Stück von Tramelan [Ge.).
A. Alni L. [Hb. 3).
R. an Erlen, Eichen, Linden, Kirschbäumen.
F. im Juni. Rern [Beut.); Burgdorf (i/.-/).); Schupfen [Rthb.]; Bechburg
(R.-S.); Alpnach, Luzern , Wäggis [Wu.); verbreitet im Aargau [Derselbe);
Rheinthal und Bergell (AV//., Baz.).
A. Strigosa S. V. [Hb. 2).
R. an Crataegus oxyacantha.
F. im Juni. Von Bern seilen [Bent.]; von Burgdorf [M.-D.)\ aus dem
Aargau [Wu.].
A. Tridens S. V. (?//?;. 5).
R. an Weiden, Pappeln, Schlehen, Apfelbäumen.
F. im Mai und Juni, wohl überall. Er scheint bis in die Vorberge auf-
zusteigen [Wu.].
A. PsiL. (?//6. 4).
R. an Schlehen, Apfelbäumen, Pappeln.
F. im Mai und Juni, verbreitet um! häufigei".
Im Gadmenthale dürfte er 5500' erreichen {Rü).
A. Cuspis Hb. [Hb. 504).
R. an Alnus glutinosa.
F. im Mai und Juni, selten und sehr lokal. Tramelan [Ge.]; ?St. Blaise-
Neuveville [CouL); Schupfen [Rthb.); Aargauer Stellen [Wu.); i G\i\vus [Heer);
? Graubünden (ältere Quellen).
A. Meuyanthidis Vieweg [Hb. 67) .
R. an Menyanthes und Lysimachia, auf nassen Wiesen.
F. lokal im Mai. Uallwyler See, ol)erer Theil des Aathales, Torfmoor
von Wauwyl (1622'), zwischen 01(i-ingen und Safenwyl (1484') [Wu.). St.
Gallen (rä.) und Graubünden Sfgr.). Die Höhengrenze unbekannt.
A. Aurieoma S. V. [Hb. 8).
R. polyphag an Laubholzern und niederen Pflanzen.
F. im Mai und Juni, dann im August. Wohl überall, bald häufiger,
bald seltener.
Er geht hoch in das Gebirge, freilich vereinzelt; so bei Trafoi bis zui"
112 IV. Noctuiden.
Baumgrenze [Wo.]. Eine ilunklere, schön gezeichnete Form traf Bit. im
Gadmenthale.
A. Euphorbiae S. V. {Hb. 529) und Var. Montivaga Gn. [Frr. 737).
R. polyphag.
F. im Mai und Juni, dann nochmals im Spätsommer. Wohl überall,
vom Jura [Ge.) zum Simplon bis Graubünden.
Var. Montivaga (grösser und dunkler), die Gebirgsform , stellenweise
häufig, so im Gadmenthale. Von Trafoi und am Slelvio; hier noch in mehr
als 8000' Höhe.
A. Euphrasiae Bkh. [H.-S. 87—89. 374. 375).
R. polyphag, gern an Campanulen im Jura.
F. mit denselben zwei Generationen, im Tieflande, am Jura und in den
Alpen. Er erreicht nicht nur das höhere Gadmenthal [Rä.], sondern auch
die Thalsohle des oberen Engadin [Pfaffenzeller., M.-D., Frey).
A. Rumicis 1j. [Hb. 9).
R. polyphag, an Laubhölzern wie niederen Pflanzen.
F. in zwei Generationen. Im Gebirge, so der Ebenalp in Appenzell
und bei Trafoi [Wo.) zu 5000' und mehr.
A. LigustriL. (//6. 21).
R. an Liguster und Eschen.
F. im Mai und Juni, seltener, doch weitverbreitet. Cantone Basel,
Thur- und Aargau, Zürich, Solothurn, Bern, Neuchatel, St. Gallen, Glarus,
Graubünden.
Bryophila Tr.
B. Raptricvaa Hb. {Hb. 29) und Var. Deeeptricula Hb. {Hb. 30).
R. an Flechten von Baumstämmen und Mauern.
F. im Hoch- und Spätsonnner. Basel und Bechburg (ß.-S.); Aargauer
Fundstellen mit Holderbank (2215') {Wu.); Bremgarten [Boil]; Zürich [Hag.
und Zell. -Dold.); St. Blaise-Neuveville {CouL).
Var. Deeeptricula (mit rothbraunen Vorderflügeln) ist bei Oftringen
häufiger als die Stammform {Wu.); Bremgarten {Boll); Bechburg {R.-S.];
Basel {Leonhart); St. Blaise-Neuveville {CouL).
B. Fraudatrieula Hb. {Hb. 28).
R. an Flechten.
F. im Juli von Bern {Ja.) und Basel {Knecht).
B. Ravula Hb. {Hb. 461) und Var. Ereptrieula Tr. {Hb. 863).
R. mit ähnlicher Lebensweise.
IV. Noctiiiden. 113
F. im Juli und August, seltener. Zürich ijiur/., Frey]] Lenzburg (IF?/.);
Bechburg [li.-S.]] St. Blaise-Neuveviile {CouL); Cliur [Baz.].
Var. Erepti'icula (mit schwiirzliclien Vorderflügeln , grauer Basis und
Flügelmakeln) von Zofingen, Oftringen und Aarl)urg , nicht häufig [Wu.];
Bechburg {R.-S.); St. Blaise-NeuveviUe [Coul.); St. Gallen (7(7.).
B, Spoliatricula S. V. (Algae Fab.) [Hb. 26j und Var. Degener Esp.
R. an Flechlen der Lau])bäume.
F. im Sommer, lokal und seltener. Bern [Bent.]; Schupfen [Rthb.); Siselen
(R(7.); St. Blaise-Neuveviile (CouL); Aargauer Fund|)l;it/e [Wii.); Bechburg
{R.-S.]; Genf (Museum).
Die Var. Degener (mit fast einfarbig grünen Vorderflügeln) von Si-
selen [Rä.].
B. Glandifera S. V. (Muralis Forster) [Hb. 24) und Var. Par Hb.
[Hb. 5 IG).
R. an Stein- und Mauerflechlen.
F. im Sommer seltener und vei'einzelt. Burgdorf [M.-D.) früher häufi-
ger; Schupfen [Rthb.]] St. Blaise-Neuveviile [Coul.]; Tramelan [Ge); Ouchy
[Panchaud de Bottens); Genf (Museum); Zürich [Ffey); Rorschach {Tu.); Chur
(Ä7//.); Ghiavenna {Mgb.].
Var. Par (heller, verloschener) von Grindelwald und Martigny [Wn.)
und sonst im Wallis {Anderegg]; aus Graubünden [Amslein] .
B. Perla S. V. {Hb. 25).
R. an Steinflechten.
F. im Hochsommer in weitester Verbreitung. Noch am Stein unterhalb
Bergün (Z.) und im Ober-Engadin {Pfaffenzeller) ^ also wohl die am höchsten
aufsteigende Bryophila.
Eine schöne Var. mit vielem Gelb von Tramelan {Ge.).
Moma Hb.
M. Orion Esp. (Aprilina S. V.) {Hb. 22).
IV. an Eichen und Buchen.
F. vom Frühling bis in den Juli, sehr verbreitet von Schaffhausen bis
Genf, doch stellenweise, wie zu Zürich, fehlend oder sehr seilen. Höhen-
grenze wohl unbedeutend.
Diplithera 0.
D. Ludifiea L. {Hb. 23).
R. an Crataegus, Apfelbäumen, Prunus jiadus, Salix caprea.
F. im Mai und Juni und dann im Hochsommer, verbreitet, aber seltener.
Die gewöhnlichen Aargauei- und Berner Fundslellen; Bechburg [R.-S.]:
Frey, Lepidoijtereu. 8
114 . IV. Noctuiden.
Zürich {Frey); St. Gallen {Tu.) und Ragaz-Pfäfers {Eisenring); Schaffhausen
[Trapp).
Höhengrenze woh! unbedeutend.
Panthea Hb.
P. Coenobita Esp. {Hb. 72).
R. an Pinusarten.
F. im Mai und Juni, selten. Bern {Beut.); Gurnigel {Ja.]; um Oftringen,
Lenzburg u. s. w. [Wu.); Reinach {Boll); Bechburg {R.-S.); Tramelan (Ge.);
?Glarus {Heer).
Agrotis 0. Lederer.
A. Porphyrea S. V. (Strigula Thunberg) (///>. 93).
R. an Heidekraut.
F. im Sommer. Von Base\ {Leonhart); Aargauer und Berner Fundplätze ;
Torfmoor von Bünzen {Wu.); Bellalp im Wallis {Ja.); Sils im oberen Engadin
[Hnateck) .
Höhe wohl bis 6000'.
A. Polygona S. V. {Hb. 125).
R. an Polygonum und Rumex.
F. im Friihsommer lokal. Vom Aargauer [Wu.) und dem Rerner Jura,
der Bechburg [R.-S.) und dem Wallis [Anderegg) . Steigt wohl wenig auf.
A. Sigma S. V. (Signum Fab.) [Hb. 122).
R. polyphag, auch an Vil)urnum lantana und Cytisus laburnum.
F. im Juni und Juli, doch meistens vereinzelt. Aargauer und Berner
Fundstellen; Bechburg [R.-S.); Zürich [Frey); Schaffhausen [Trapp); üus-
nang im Thurgau [Engster); St. Gallen (7V/.); Graubünden (Kill.).
A. Janthina S. V. [Hb. 100).
R. polyphag an niederen Pflanzen, Primulen, Mercurialis, Arum etc.
F. im Juli und August, meistens selten und vereinzelt. Berner und
Aargauer Lokalitäten; Bechburg {J{.-S.); Tramelan {(h\]: Zürich [Frei/]:
Fischingen {Engster); St. Gallen {Tä.); Ghur {Ca/I.).
Höhengrenze wohl gegen 3000'.
A. Linogrisea S. V. {Hb. 101. 531).
R. an Primeln und anderen niederen Pflanzen.
F. im Juni und Juli , seKeii und mit geringer Elevation, wohl nur dem
Westen angehörend.
Neuchatel {Rihh.) ; St. Blaise-Neuveville {Coul.) ; Burgdorf {M.-D.);
Oftringen, Engelberg, Frohl)urg , Beichen [Wu.); aus dem Wallis, .so den)
Vis])thal (M.-l).) und von (iamscn {Anderegg).
IV. Noctuiden. 115
A. FimbriaL. (Hb. 102. 551. 552).
R. polyphag an niederen Pflanzen , Primulen , Nesseln , auch an Loni-
ceren etc.
F. im Sommer überall, bald seltener, bald häufiger. Er eri'eicht , viel-
leicht vom Winde erfasst, bedeutende Hohen, so bis 8000' {Heei-, liä.). Eine
stehende Alpenl)ewohnerin ist A. Fimbria aber kaum.
A. SobrinaBsd. [H.-S. 127—129) u. Var. Gruneri Gn. [Dup. 59. 5. b).
F. Ende Juli und im August, wohl nur dem westlichen Theile des
Faunengebietes als seltenere Erscheinung angehörig. Berner Oberland
{Rthb.]; Oftringen und Aarthal (11^/.).
Var. Gruneri (grösser, mit graueren Vorderüügeln) von Gadmen (ßä.)
und Eigenthal am Pilatus {Wu.).
A. PunieeaHb. [Hb. 115).
R. an niederen Pflanzen, sowie Him- und Brombeeren.
Aus dem Wallis (S'/r/?.); von Siselen {Hä.); im Aargau von Wildegg, dem
Engelberg und der Gysulafluh [Wu^.].
A. Augur Fab. [Hb. 184).
R. an niederen Pflanzen, wie Primulen, Leontodon, auch von Loniceren,
Vil)urnum und Prunus-Arten.
F. im .luni und Juli, wohl im ganzen Tieflande, hald häufiger, bald sel-
tener und auch in den Alpen, so dem Gadmentlia! unti dem ganzen Engadin
von Tarasp [Kill.) bis Sils-Maria [Hnateck] .
Höhenverbreitung (iber 5500'.
A. SennaHb. [IIb. 771. 772).
F. nur aus den südlicheren Alpen , so Gamsen im Wallis {Anderegg);
zwischen Täsch und Zermatt auf Ali)wiesen [Slri/ve): von Cbur {Tr.) .
A. Ravida S. V. (Obseura Brahm) {Hb. 126).
K. an niederen Pflanzen.
F. vom Eingelberg bei Oftringen, von Eigenthal {Wu.); von Flims und
Tarasp iCafl., Kill.).
A. Pronuba L. {Hb. 103) und Var. Innuba Tr.) [Frr. 275).
R. an niederen Pflanzen.
F. im Juli gemein und überall vereinzelt, noch hoch im (iebirge. So am
IMz Umbrail der Stelviokelte in 8000'; Berner Hochalpen bei 10,000' {Hü.).
Var. Iniudja (Thorax luid Vorderflügel gleichfarl>ig) untermischt mit der
Stammart; auch aus dem Bergell {Baz.).
A. Subsequa S. V. (Orbona Hufn.) {IIb. 106).
R. an niederen Pflanzen, wie l'rinuda. Pl.inlago, Leontodon.
8*
1 16 IV. Noctuiden.
F. im Juni und Juli, seltener. Basel [Knecht); Bechburg [R.-S.); Lenz-
burg [Ringier); Oftringen und Aarburg [Wu.); Bern {Rä.)\ St. Blaise-Neuve-
ville [CouL); Genf (Museum); Glarus [Heer).
A. Comes Hb. (Orbona Fab.) [IIb. 521) und Var. Prosequa Tr.
R. an Primulen, Lamiuni, Urtica etc.
F. im Juni und Juli. Aus den Gantonen Basel, Aargau, Bern, Waadt,
St. Gallen, Scliad'liausen und Graubünden, vielfach als seltener erwähnt.
Var. Prosecjua (Vorderflügel dunkler und deutlicher hell gezeichnet)
untermischt mit der Stanunform von Lenzburg [Wu.].
A. Castanea Esp. (Cerasina Frr.) [H.-S. 131 — 133) und Var. Negleeta
Hb. [Hb. 160).
R. polyphag an Heide, Heidelbeeren, BlUthen von Taraxacum, Trago-
pogon, Crepis, Hieracien.
F. im Sommer, nur sehr lokal. Lenzburg [Wu.)] Bern [Beut.).
Var. Negleeta von Bern, dann von Schupfen sehr selten, weniger in den
Berner Alpen [Rthb.); von Meiringen und Nyon [Rä.). Graue Form.
A. Hyperborea Zetterst.
F. im Hochsommei- sehr selten. Von Chur (Ca/L); Sils-Maria [Hnatcck,
von Heinemann [v. Hein.], Frey). Ich fing ein Stück in 7000' Höhe, ebenso
Wolfensberger auf der Celeriner Alp. Unsere Stücke gleichen lappländischen
vollkommen.
A. Collina Bsd. (Montana Frr.) [H.-S. 142).
Aus dem Berner Oberland ((»'»., H.-S.) und Wallis [Lederer) selten.
A. Triangulum Hufn. [Hb. 497).
B. an Primulen, Geum etc.
F. vom Juni bis August sehr verbreitet mit ungleicher Häufigkeit. Noch
bei Sils-Maria, also in mehr als 5500'.
A. Baja S. V. [Hb. 119).
B. an Primula elatior.
F. vom Juni bis Septeujber, an manchen Orten häuliger, an antlorn sel-
tener. Auch aus dem Gadmenthale [Rä.) und von Sils-Maria [Hnateck).
A. Sincera Hb. (ZeUeri H.-S.) [H.-S. 512. 513), Var. Rhaetica Stgr.
R. unbekannt. Nur die trüber graue und mit dci'artigen , iiicht aufge-
hellten Hinlerflügeln versehene Var. Rhaetica erscheint als Seltenheit im
Grauhündner Hochland. So im Engadin J)ei Sils-Maria durch Nachlfang er-
halten [Hnateck, Frey); von Bergün ein Ex. [Z.). Flugzeit .luli und August
lliiliemirenze ilber 5500'.
i
IV. Noctuiden. 117
A. Speciosa H.b (Ifb. 491) vind Var. Obscura Frey.
H. unbekannt.
F. in derselben Zeit, doeh verbreiteter, häufiger weil liefer absteigend.
Sils-Maria [v. llmn., Frey, Hnatech) \ vom Weissenstein [Wolfensberger);
Bergell {Ba.z.); Andermatl {Speijer)] Wallis [Stgr.]; Engsllenalp {Ja.); Gad-
nien mit 4000' häufiger (ßä.); von Langnau im Emmentliale etwas über
2000' [Rthb.].
Var. Obscura mit ganz dunkel sehwarzgrauen Vorderflügeln findet sich
sehr vereinzelt im Ober-Engadin.
A. Candelisequa S. V. [IIb. 397) und Var. Signata Stgr.
~ R. an niederen Pflanzen.
F. seltener, im Juni und Anfang Juli vom Jura, so dem Aargauer , z. B.
ßelchen, Hauenstein [Wu.), der Bechlmrg (fi.-S.), dem Berner, wie Tramelan
(Ge.) und St. Blaise-Neuveville [Coul.); dann aus den Alpen, Gadmen [Rä.)
und Thalsohle des obern Engadin [Pfaffenzellcr) .
Var. Signata (heller und mit sehr deutlichen schwarzen Zackenlinien)
vom Aargauer Jura und der Bechburg {R.-S.).
A. C. nigrum L. [IIb. 111).
R. an niederen Pflanzen.
F. im Mai und Juni, dann im September, sehr weit verbreitet, bald sel-
tener, bald häufiger.
Aus den tieferen Theilen wohl aller Cantone. Erreicht Sils-Maria
{Hnateck); auch aus dem Bergell [Baz.].
A. Ditrapezium Bkh. (Tristigma Tr.) [Hb. 472).
R. an Primulen, Lamiuni etc.
F. im Juni und Juli in weiter Verbreitung durch das Tiefland , am Jura
und in Alpenlhälern , so bei Chur. Allein aus höheren Regionen von Sils-
Maria [Hnateck), dann auch noch aus dem Bergell [Baz.).
A. Rhomboidea Tr. (Stigmatica Hb.) [Hb. 470. 471).
R. an niederen Pflanzen, Primula, Galium, Pulmonaria.
F. wie der vorhergehende, doch seltener und vereinzelt.
ßechburg [R.-S.)', Aargauer Fundstellen [Wu.); Bremgarten [Boll]; Bern
[Bent.); Siselen und Ferenbalm [Rä.); Schupfen, Langnau [Rthb.); Genf
(Museum); St. Gallen [Tä.) und Sehaffhausen [Trapp).
A. Xanthographa S. V. [Hb. 138).
R. an Gräsern.
F. im August und September in weitester Verbreitung, stellenweise
häufig.
Basel [Knecht); Bechburg [R.-S.); Aargauer Fundplätze [Wu.); Brem-
garten [Boll); Bern [Bent.); Siselen und Nyon [Rä.]; Zürich [Frey); Schaff-
hausen [Trapp); St. Gallen (rä.).
118 IV. Noctuiden.
A. Kubi Vieweg (Bella Bkh.) [H.-S. 81).
R. an Grasarten und niederen Pflanzen.
F. in doppelter Generation, bei uns selten und lokal.
Bern {Ja,); Siselen [Rä.) , hier öfter; Schupfen (Rthb.]\ am Fuss des
Engelbergs, von Oftringen und Lenzburg [Wii.]; von Zürich [v. Hnm.); von
Chur und am Gürgaletsch über 6000' [Ca/L); auch von Tarasp '.Kill.].
A. Dahlü Hb. [Hb. 465. 466).
R. an niederen Pflanzen.
Ein Exemplar vom Fusse des Born bei Aarburg {Wu.) .
A. Brunnea S. V. [Hb. 121).
R. polyphag, an Brombeeren, Solidago, Primulen, Pteris aquilina etc.
F. vom Juni an tief in den Hochsommer hinein.
Wohl überall im Tieflande, am Jura, wie in den Voralpen. Noch von
Flims [CafL] und aus dem Bergell [Baz.) . Im Hochgebirge scheint A. Brunnea
zu fehlen. Bei Zürich einstens während des Mai's in finsteren Tannenwal-
dungen gemein; jetzt fast verschwunden [Frey).
Die Höhengrenze also eine geringere.
A. Pestiva S. V. [Hb. 114. 467—469).
R. an Pteris aquilina, Primula elatior und Mespilus germanica.
F. von Ende Mai bis in den August, lokal. So von der Bechburg (Ü.-S.);
Aargauer Fundstellen mit Bremgarten [Wu. und Boll)\ Eigenthal am Pilatus
[Wu.)\ Bern [Beut.); Burgdorf [M.-D.]; Gadmenthal [Rä.]; Berner Alpen
[Rtfib.]; Viege [Zell.-Dold.]: Genf (Museum); St. Gallen, selten {Tä.)\ Sils-Maria
[Hnateck].
Also bis 5500' aufsteigend.
A. ConfluaTr. [H.-S. 154. 455).
R. an niederen Pflanzen, wie Silene, Plantago, Polygonum bistoi-la.
F. in den Berner Alpen [Rthb.); Beleben, Engelberg, Eigenthal (1V'</.).
A. DepunctaL. [Hb. 120. 502).
R. an niederen Pflanzen, z. B. an Primula elatior.
F. im Juli und August, verbreitet, aber selten.
Berner und Aargauer Fundstellen, am Jura bei St. Blaise-Neuvcville
[CouL); aus den Berner Alpen [Rthb.); von Gadiiion ßU.); dem Wallis [Be.);
im Tieflande bis Schafl'hausen ; ebenso in Graubünden und hier in's Bergell
(Baz.) und das obere Engadin [Bi.) gehend.
Höhengrenze etwa 5500'.
A. Glareosa Esp. (Hebraica Hb.) [IIb. 642. 643).
R. an Blüthen der Hieracien.
IV. Noctuiden. 119
F. im September, lokal und selten. Gamsen im Wallis {Anderegg);
Bern [Bent.]; St. Blaise-Neuveville [CouL); Lenzburg [Wii.]; Bechburg [R.-S.).
Nicht aus der Ostschweiz. Höhenverbreitung wohl gering.
A. Margaritacea Bkh. (Glareosa TT.)[Hb. 130).
R. an Plantago.
F. selten und lokal im Juli. Aargauer Fundstellen [Wu.]:, St. Blaise-
Neuveville [Colli.]; Schaffhausen [Trapp). Wohl ein Thier des Tieflandes.
A. Multangula Hb. [Hb. 116).
R. an Galium mollugo und anderen niederen Pflanzen.
F. im Hochsommer, ein Bewohner des Jura und der Alpen. Bechburg
[R.-S.]; Aargauer Jura (TFi/.); St. Blaise-Neuveville [Coul.]; V^'n\Vis[Ände7rgg];
Bern [Trapp]; Chur [Cafl.]; oberes Engadin an Disteln [M.-D.].
Also über 5000' aufsteigend.
A. Rectangula S. V. [Hb. 110) und Var. Andereggii Bsd. [H.-S. 172).
Beide Formen . die Stammart und die kleinere dunklere Var. aus dem
Wallis, den Umgebungen Gamsens [Anderegg) und von Evolena [R.-S.) .
A. CupreaS. V. [Hb. 62).
R, an Taraxacum und wohl anderenniederen Pflanzen.
F. im Juli und August auf Blumen (Disteln, Scabiosen etc.).
Vom Jura und den Alpen. Aargauer Jura [Wu.) ; Tramelan [Gc.];
Ghasseral [CouL); Walliser Alpen [Anderegg), so dem Saasthal [R.-S.) und
Umgebungen von Zermatt [Frey] . Im Gadmenthale bis zu beträchtlicher Höhe
[Rä.]; von Gais [P.-I.) und der Ebenalp [Tä.]; Bergün, häufig [Z., Frey);
Daves [R.-S.]; oberes Engadin bis zum Maloja [Hnateck, Frey, M.-D.).
Höhengrenze etwa 5500'.
A. Ocellina (S. V.) [Hb. 129).
F. im Juli und August auf der ganzen Alpenkette, mitunter gemein, so
im Ober-Engadin an Polygonum bistorta. Er erreicht 7000' Höhe und geht
al)wärts wohl bis 4000'.
A. Alpestris Bsd. [H.-S. 5. 6i.
F. im August. Walliser Alpen und Wengernalp [Benl.]; Bergün und
Ober-Engadin (Z., Frey).
A. PlectaL. [IIb. 117).
R. an niederen Pflanzen, wie der Runkelrübe (Beta rapacea) etc.
F. vom Sommer bis in den Herbst, bald häufiger, bald selten. Er er-
scheint auch auf dem Jura und in der subalpinen Zone. Cantone Basel, Solo-
thurn, Aargau. Bern, Wallis, Zürich, St. Gallen und Graubünden.
A. Leucogaster Frr. [H.-S. \).
Lenzburg, sehr selten [Wu.]; ein Exemplar von Zürich [Frerj] .
120 IV. Noctuiden.
A. Musiva Hb. [Hb. 118).
R. ;in uiodei'en Pflanzen, wie Cichoria inlybus, Picris etc.
F. im Aui^usl, selten, vom Jura, den Alpen, auch aus tieferen Tlieilen.
Bechburg {R.-S.); Beleben iWu.); Meiringen [A. Kündig); Gadmen [Rä.);
Hohenstollen iiei 6500' [M.-D.); Langnau [Rthb.); aus dem Wallis [Anderegcj) .
In Granbünden })isher nur von Tarasp [Kill.].
A. Flammatra S. V. [IIb. 124).
H. an Taraxacum, Potentilla etc.
Bisher nur im Aargau (vom Born und Aarburg [Wu.]), von Tramelan
[Ge.) und dem Wallis {Anderegg) getroffen.
A. Sagittifera Hb. (Candelisequa Hb.) (Hb. 532).
Aus dem Wallis [Anderegg, Bent.)\ Genf (Museum); Oftringen und Born
{Wu.)\ am See von Poschiavo [von Schenk). Selten.
A. Fennica Tauscher [H.-S. 146. 147).
Sehr selten und vereinzelt. Aus dem Aargau, im dortigen Aarthal zwei
Stücke, ebenso von der Wengernalp [Wii.).
A. Pyrophila S. V. (Simulans Hufn.) [Hb. 43).
R. an Grasarten und niederen Pflanzen.
F. von wenigen Stellen.
Bern [Bent.); Schupfen [Rthb.); Sorvilier [Hug.); St. Blaise-Neuveville
[Coul.]; Genfer See [F7T.); Oftringen, Lenzburg [Wu.); Chur [Caß.) und
Sils-Maria [Hnateck]. Also bis 5500'.
A. Lucernea L. (Cataleuca Bsd.) [Jl.-S. 7. 8. 574. 575).
R. unbekannt.
F. beschränkt und seilen im Alpengebiele. Wallis ((/».); Gadmenlhal
[Rü.)\ aus dem Ober-Engadin , .so im Juli und August bei Sils-Maria und
auf den angrenzenden Bergen [Hnateck, Stgr. und Frey); ebenso auch mehr
thalabwärls.
A. Nyothemera Hb. (Bsd.) [Hb. 712. 852. II. -S. 171).
Nur aus beschränkten Stellen der ll()chal])en. Wallis [U.S.]: Ober-
Engadin an den Abhängen des Septimer [Bi. nach Mgb.).
A. Culminicola Stgr. (? Valesiaca Bsd.).
1869 am 5. August fand ich am Walliser Gornergrat in etwa 9000' zwei
an Silene acaulis schwärmende Stücke. Als ich Stg. und Anderegg ., welche
entfernt davon sammelten, herbeitelegraphirt hatte , gelang es noch einige
Exemplare zu sanmieln. Später trafen die interessante Agrolis Zell.-Dold.
und Wo. auf dem Stelvio. ersterer am Piz Umbrail und Iclzlerer sowohl im
IV. Noctuiden. 121
Freien bei 7 — 8000', wie (liircii Naciilfang auf der dortigen, schon mehrfach
erwähnten Franzenshöhe. Meine Entdeckung (wenn sie nicht Bsd. schon
früher kannte) hIeilH bis zur Stunde eine hociialpine Seitenlieit.
A. Helvetina Bsd. [II.-S. 1 2 — 1 4) .
R. unter Steinen.
F. im Juli und August in unseren Alpen, ein seltenes, geschätztes Thier.
Besonders aus dem Berner Oberlande und Meiringen [Ja.. RfJih., Wu.
und Ledere)-]; Gadmen (fiä.); Weissenstein [Wolfensberf/er, Zell.-Dold.) . Am
Stelvio auf der Franzenshöhe [Wo. und Eppelsheim) .
Höhenverbreitung bis zu 6- und 7000'.
A. Lucipeta S. V. [Hb. 41. H.-S. 372).
R. an Tussilago farfara, Petasites officinalis, Euphorbia cyparissias.
F. im Hochsommer, selten und vereinzelt.
Zürich [Frey); Oftringen, Aarburg, Born [Wu.)\ aus dem Thurgau [R.-S.)\
von Schaffhausen [Trapp); aus dem Bergell [Baz.).
A. Putris L. [Hb. 245).
R. an Plantago [Wu.). Ich fand sie an Graswurzeln.
F. im Juni und Juli, wohl überall, sowohl im Tief- und Hügellande,
wie im Jura und bis in die Voralpen und in's Bergell [Baz.); doch wohl
kaum häufig.
A. Signifera S. V. [Hb. 132).
R. an Plantago.
F. im Wallis, Umgebungen von Gamsen [Änderegg); Ober-Engadin am
Fusse der Alpen [Pfajfenzeller]; unteres Engadin (Ä7//.) und Bergell [Baz.).
Aus der Ebene und dem Aargauer Jurazuge von Oftringen, Aarburg und dem
Born [Wu.].
Höhengrenze über 5000'.
A. Foreipula S. V. [Hb. 547).
R. auf Rumex-Arten [Wu.].
F. im Juli und August. Vom Jura bei Oftringen und dem Born [Wu.);
von der Bechburg [R.-S.); vom Pilatus [Wu.]; Berner Alpen [lUhb.] und dem
Gadmenthale [Rä.): Wallis [Änderegg]^ so von Zermatt [Ja.). Also wohl nur
im Westen ?
A. Fimbriola Bsp. [Hb. 603). '
R. an Gräsern.
F. im Juni und Juli. Nur am Jura, an sonnigen Hängen des Aargaus
(IVm.), und dem Canton Wallis angehörig. Gamsen [Anderegg]; Evolena und
Saaslhal [R.-S.]. Auch aus dem Unterwallis [Wu.].
122 IV. Noctuiden.
A. Latens Hb. [Hb. 419. 806. 807).
R. an niederen Pflanzen, wie Alsine media u. s. w.
F. vom Jura und den Alpen. Engelberg und Hauenstein {Wu.); Bech-
burg {R.-S.]. Viege und Umgebungen [M.-D.]; Simplon-Hospiz [Ä. Gerbei^];
Berner Oberland [Bent.), so vom Haslithal [Rthb.) und Grindelwald [Wu.]. Aus
den Graubündner Bergen bei Cresta im oberen Engadin [M.-D.].
Höhengrenze etwa 5500'.
A. Grisescens Tr. (Corrosa H.-S.) [Hb. Ul. U.S. 418).
R. unbekannt.
F. im Juli und August. Von Bern (fraglich) [Ja.]. Sonst nur vom Jura
und den Alpen. Engelberg und Belchen, selten [Wu.)\ vom Schwefelberg
der Slockhornkette [Beut.]; Berner Oberland, wie Murren [Speyer); Gadmen-
thal [Rä.); zwischen Täsch und Zermatt [Stj'uve); für Graubünden von Flims
(Ca/Z.); von Sils und Celerina [Frey, Wolfensberger); Unterengadin [Kill.);
Daves [R.-S.); vom Stelvio, Franzenshöhe [Wo.).
Höhengrenze über 6700'.
A. Birivia Hb. [Hb. 631. 876. H.-S. 9. 10).
Selten und in ihrer Naturgeschichte unbekannt. Im Wallis bei Gamsen
[Änderegg) und dem Val d'Entremont [Wii.); aus Graubünden von Chur [Cafl.)
und Tarasp [Kill.) .
A. Decora S. V. [Hb. 45. 402. H.-S. 15. 16. 476. 477).
R. unbekannt.
F. im Sommer aus dem Jura und den Alpen, seltener. Belchen [Wu.);
Bechburg [R.-S.); Sorvilier [Hug.); Walliser Alpen [Änderegg); bei Zermatt
[Frey) und nach Täsch abwärts [Struve); Berner Alpen [Rthb.); so hoch auf-
steigend auf den Bergen des Gadmenthales [Rä.); Sils-Maria [Hnateck, Frey);
Val Fex [von Schenk); Tarasp [Kill.); Trafoi bis zur Franzenshöhe [Wo.].
Ueber 6700' gehend.
A. Simplonia Hb. [Hb. 798. 799. H.-S. 478. 479).
R. unbekannt. Die Puppe noch am meisten unter Steinen gleich der-
jenigen anderer hochalpinen Agrolidcn.
F. im Juli und August, nur aus den Alpen. Wallis [Änderegg); Zermatt
{Frey), abwärts bis Täsch, also beträchtlich unterhalb 5000' [Struve); Rift'el-
borg [Frey); Berge um Leuk und Pic d'Arzinol [R.-S.); Berner Berge, schon
in der Stockhornkette ; sie geht im Gadmenthale bis etwa 3800' herab [Rä.);
aus dem ürner Meienthal [Wii.); im oberen Engadin [Frey und Andere);
Franzenshöhe gegen 7000' [Frey).
A. Cos Hb. [Hb. 720. II. -S. 420).
F. im Juli, aus den Alpen. Wallis, wohl hiuifiger [Änderegg); von Sils-
Maria [Hnateck und Frey); ? St. Blaise-Neuveville [Coul.).
Höhengrenze über 5500'.
IV. Noctuiden. 123
A. (?)Fusca Bsd. (rf Septentrionalis Mösehler) (Fn'. 393. 2).
Das bisher nur aus Labrador bezogene Thier soll nach Frr. auf den
Walliser Alpen vorgekommen sein.
A. Cinerea S. V. {Hb. 155. 156. H.-S. 439).
R. an Rumex, Taraxacum u. s. vv. [Wu.).
F. im Juni und Juli sehr weit verbreitet in der Ebene, dem Jura wie in
den Alpen. Hier vom Wallis bis nach Tarasp.
Ilöhengrenze über 5000'.
A. PutaHb. [Hb. 255. 715. 716).
Ein Exemplar von Rern (Hauptmann Benteli).
A. Exelamationis L. [Hb. 149).
R. an Gramineen und Wurzelgewächsen, mitunter schädlich.
F. im Mai und Juni und dann wieder im August überall, von der Ebene,
wie den Rergen des Jura und aus den Alpen, 'hier natürlich mit einfacher
Generation, doch wohl nicht hoch aufsteigend ; so schon bei Bergün seltener
[Z.]. Indessen traf sie Wu. noch auf dem Gemsmättli des Pilatus in mehr
als 6000' Höhe.
A. ReeussaHb. [Hb. 630. H.-S. 21).
Nur aus den Alpen Ende Juli und namentlich dem August (eine der
späteren Noctuen) gern auf Disteln.
Chur [Caß.]; Ober-Engadin zwischen Sils und Silvaplana [Frey] und
weiter thalabwärts ; Tarasp [Kill.); Daves [K.-S.]; Wallis, so auf den Alp-
wiesen bei Zermatt [Struve]; Berner Alpen [Rthb.]; Gadmenlhal von 4000'
an nicht selten [Rä.); vom Pilatus und zwar auf Bründelenalp und dem Gems-
mättli [Wu.).
Höhengrenze über 6000'.
A. Nigricans L. (Fumosa S. V.) [Hb. 153. H.-S. 526).
R. an Taraxacum und andern niederen Pflanzen.
F. im Hochsommer in der Ebene wie den Alpen, aber nicht häufig.
Von Oftringen, Aarburg und Lenzburg [Wu.); von der Bechburg [H.-S.);
Berner Alpen [Rthb.); von Gadmen und Siselen ziemlich selten [Rä.); St.
Blaise-Neuveville [CouL); Wallis [Anderegg]; Graubünden, so bei Chur (CofJ.)
I und im Ober-Engadin [Ei.).
A. Tritiei L. [H.-S. 529. 530), Var. Eruta Hb. [Hb. 623) und Aquilina
S. V. [Hb. 135. 535. 536. H.-S. 533. 540).
R. an Gramineen.
F. im Juni und Juli, wie es scheint, weniger verbreitet. Lenzburg
nicht häufig [Wu.); ebenso auf der Bechburg [R.-S.); aus dem Wallis [An-
deregg); aus dem Engadiner Val Bevers [von Schenk] und dem Bergell [Bdz.).
124 IV. Noctuiflen.
Var. Eruta ebendaluM-, wo sie Andereyfj erzieht. Von Nalers ein
Stück (Be.). Dunkler, mehr einfarbig.
Var. Aquilina (Esper's Vitta) ist wohl am meisten im Jura vorkommend,
doch auch bei Basel {Leonhart) getroffen worden. Heller, grösser.
Bechburg [R.-S.); Oftringen, Engelberg, Wartburg, Aarburg, Born und
häufiger bei Lenzburg {Wu.); hier lebt sie gern in Weinbergen; ebenso und
bisweilen sehr häufig, sowie schädlich bei St. Blaise-Neuveville [Coid.); von
St. Gallen [Tä.); von Chur [Cafl.) und dem Bergell [Baz.).
A. Vitta Hb. {IIb. 533. 534).
F. vom Aargauer Jura {Wtc.)^ der Bechburg {R.-S.), sowie dem Wallis
{Anderegg)-, nicht häufig.
A. Distinguenda Led. (//.-8. N. Schmetterl. 60. 61).
Lederer erhielt ein Walliser Paar von Anderegg, ein anderes Stück Hug.
A. Obelisca S. V. {H.-S. 529. 530).
B. an Taraxacum und anderen niederen Pflanzen.
F. im August und September nicht häufig und nur lokal. So von Aar-
burg und Lenzburg [Wu.); Bechburg {R.-S.); um Bern und Schupfen einzeln
{Bent. und Rthb.); Siselen und Nyon {Rä.); Saut du'Doubs {R.-S.); aus den
Alpen des Wallis {Anderegg).
A. Saucia Hb. {Hb. 378. 81 1 . 812) und Var. Margaritosa Haw. (776.564) .
R. an Taraxacum und niederen Pflanzen.
F. im Mai und Juni , dann wieder im August und September. Lokal
und nirgends häufig. Basel {Knecht); Lenzburg am Schlossberg {Wu.); Bech-
burg [R.-S.); Bern {Be.); Wallis {Anderegg); Chur {Baz.).
Yav. Margaritosa (gescheckt) von Bern, von Martigny und Lenzburg [Wu.].
A. TruxHb. {IIb. 123—1^'6. 768—770. 77.-S. 525).
R. an Melilotus vulgaris.
Der so variable Falter im August und Se])tember, lokal. Von Lenzburg,
auch von Wildegg und Rupperswyl auf den dortigen Aarinseln und zwar mit
schönen Abweichungen {Wii.); aus dem Wallis {Anderegg).
A. Suflfusa S. V. (Ypsilon Rottenb.) [IIb. 134).
R. an Wurzeln namcnllich denjenigen der Gräser.
F. meistens häufig vom Juli bis Oktober in Gärten, Feldern und au Wald-
rändern. In grösster Verbreitung durch unser Faunengebiet mit Inbegriff"
des Jura und der Alpen. Hier (allerdings vereinzelt) im Ober-Engadin , so
bei Sils-Maria und hoch am Triftgletscher des Gadmenthales.
A. Segetum S. V. (Clavis Rottenb.) {IIb. 146. 147).
R. an (iraswurzeln und anderen Wurzelgewächsen. Den Getreide- und
Kartoffelfeldern zuweilen schädlich.
IV. Noctuiden. 125
F. im Mai bis Novenibei' iibei'all häufig. Audi vom .Iura und den AlptMi,
wie dem Gadmentliale [Bä.) und von Siis-Maria [llnatccii] .
Elevation etwa 5500'.
A. Cortieea S. V. [Hb. 145).
B. an Gräsern, wie auch an Löwenzahn und ELii»horl)ien.
F. vom Mai bis August, verbreitet, stellenweise liäufiger; weniger aus
dem Flach- und Ilügellande, wie Genf (Museum), Bern [Bent.], Schü()fen
[Filhh.) und Bremgarten [Ball] ^ St. Gallen, selten [Tu.) und vom Jura, wie
Tranielan [Ge.)^ der Bechburg (/{.-N.j, dem Aargauer (TT'*«.) und St. Blaise-
Neuveville [Coid.], als den Voralpen und Alpen der Cantone Wallis, Bern,
Graul)Unden; von Evolena [R.-S.) bis Tarasp [Kill.].
A. CrassaHb. [Hb. 152. 560).
B. an Gräsern [Wn.].
Lenzburg einzeln auf der Schiitzenmatt {Wii.); Berge um Neuveville
[Colli.) selten; Bern [Ja.]; Wallis [Rthb.']; Genf (Museum),
A. VaUigera S. V. (Vestigialis Hufn.) [Hb. 150. 478).
R. an niederen Pllanzen, Prenanthes, Absinthium, Echium, Anchusa.
F. im Wallis [Ande)-eggj Bent.).
A. FatidicaHb, {Hb. 704. 705. H.-S. 591. 592).
R. unter Steinen gleich der Puppe nicht so ganz selten.
F. auf den Hochalpen. Wengernalp [Wu.}; aus dem Ober-Engadin, so
Silser Alpen, Alpen um Celerina, Muottas bei Samaden, Passhöhe des Albula
[Frey, Wolfen sberger, Zell.-Dold., Z. u. A.). Das Q mit halbausgebildeten
Flügeln selten.
Höheugrenze bei 7000' wenigstens in unserem Faunengebiet. Auf dem
Stelvio noch beträchtlich höher von Wo. getroffen.
A. Praecox L. [Hb. 70).
R. polyphag, im Tessin an Medicago saliva, ferner an Onobrychis, Eu-
phorbia, Trifolium u. s. w. Am Tage im Sande verborgen.
F. im Sommer. Von Basel [Knecht); von Bern, Ende August [Ja.) und
von Agno (908') im unteren Tessin [Frei-Gessner und Wu.).
A. Herbida S. V. (Prasina S. V.) [Jlb. 76).
R. polyphag, im Herbste gern an Pteris aquilina schattiger Wälder, im
Frühling an Primula elatior u. s. w.
F. sehr verbreitet im Juni und Juli im ebenen und Hügel-Land, ferner
bis zu den Höhen des Jura und in die Voralpen in manclifachen Ab-
änderungen.
Die Höhengrenze bleibt noch genauer zu ermitteln. Bedeutend ist
sie kaum.
126 IV. Noctuiden.
A. Oeculta L. [Hb. 79) und (?) Var. Implieata Lefebvre.
R. polyphag an Taraxacuni, Epilol)ium u. s. w., nachdem sie vorher im
Herbste häufig in eingerollten vertrockneten Brombeerblättern getroffen
wurde.
F. verbreitet, doch seltener als die vorhergehende Spezies und vielen
Orten fehlend. Er fliegt im Juni und Juli.
Bern und Berner Oberland [Beut.); von Gadmen [Rä. und Frey); Burgdorf
{M.-D.); Langnau im Emmenthale [Rlhb.]; Siselen öfter; im Gadmenthale
kaum über 4000' aufsteigend {Rä.); im Aargau, von Oftringen, dem Engel-
berg, der Wartburg, von Aarburg, dem Born, Lenzburg, niemals aber häufig
[Wu.]. Ganz vereinzelt bei St. Gallen [Tä.) ; von Cliur [Cafl.)\ aus dem
Davos [R.-S.) und dem Ober-Engadin [Zell.-Dold.].
Die hochnoi-dische Varietät Implieata , kleiner und heller, soll im Gad-
menthal am Triftgletscher vorgekommen sein [Rä.].
Charaeas Stepli.
Ch. Graminis L. iilb. 480. 481).
R. an Gramineen, zuweilen verheerend.
F. im Sommer, am Tage auf den Blüthen der Disteln , der Scabiosen,
Centaureen. Er findet sich freilich lokal, doch mitunter auch an tieferen
Stellen, so im Aargauer Jura iWu.)^ aber dem Flachland im Allgemeinen
fehlend, dann auf dem übrigen Jurazug, so bei Tramelan [Crc.] und endlich
auf den Alpen. Hier an der Südgrenze in nicht unbeträchtlicher Höhe.
Am Pilatus [Wu.]] im Berner Oberland, so Meiringen , Gadmen (bei
4000' öfter nach Rä.); Grindelwald, sowie im Urner Meienthal {Wu.)\ im
Wallis häufig {Anderegg); so auch bei Zei'matt [Struve, Frey); von St. Gallen
ein Exemplar, von den Appenzeller Bergen [Tä.); in Graubünden, im Ober-
Engadin , so bei Sils [Hnateck) und weiter abwärts bis Samaden und Ponl-
resina [Frey); im Davos fand sie R.-S. häufig.
Höhengrenze etwa 6000'.
Neuron ia.
N. Popularis Fab. [Hb. 59] .
R. an Lolium perenne, Triticum repens und anderen Gräsei'n.
F. im Hochsommer bis in den September, in weiter Verbreitung.
Bern [Beat.); Schü])fen [Rlhb.); Burgdorf (il/. -/>.); Böningen [R.-s]; knr-
gauer Fundstellen (H'^«.); Bechburg [R.-S.); Sorvilier [Hug.]; Tramelan (G(^);
St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Dusnang [Engster); Zürich [Zell.-Dold.]; Nüren-
storf [Di.etrich); Kreuzungen [R.-S.).
bn Alpengebiet von Meiringen und Innertkirchen (1927'), sowie Gadmen
[Rii.); aus dem Davos [R.-S.); wie dann nach Kill, in Graubünden verbreitet.
IIölicnL'renzc clwa hei <)000'.
IV. NocUiiden. 127
N. Cespitis S. V. {Hb. 428).
R. an Gräsern, wie Aira caespisosa und Triticum repens.
F. von Mitte Juni in den Juli , August und September , an grasigen,
sonnigen Stellen, an Echium, Silene schwärmend. Er ist selten und lokal.
Als Fundplätze sind zur Zeit bekannt: Basel ISulge}'); Bechburg (ß.-S.);
Kreuzungen [Derselbe); St. Gallen einmal [Tä.]; Canton Glarus [Heer); Chur
{CafJ.]\ im Aargau Oftringen, Engelberg, Wartburg, Aarburg, Lenzburg
[Wu:]: Bern (5(m^); Schlipfen (/?//; 6.); Ferenbalm und Siselen [Rü.]; Chas-
seral [CouL); Gurnigel [Ringiev); Wallis, bei Gamsen [Anderegg].
Höhenverbreitung unbekannt, kaum erheblich.
Mjiiiiestra Tr.
M. Leucophaea S. V. [Hb. 80. 817).
R. an zahlreichen niederen Pflanzen, auch Gräsern.
F. vom Frühling, den Sommer hindurch, überall, auch auf dem Jura
und bis zu den Voralpen, doch keineswegs überall häufiger. Er erreicht die
Höhe von Bergün (Z.) und kommt auch dem Bergeil und Misox (A7//.) zu.
Einer etwas kleineren dunkleren Abweichung aus dem Gadmenthale ge-
denkt Rü.
M. Serratilinea Tr. [Hb. 365. H.-S. 486).
B. an IMantago und Verbascum.
F. im Juli und August. Aus dem Wallis [Gn.]; aus dem Ober-Engadin
(Thalsohle) nach Ifaffenzel.ler. Ist letztere Angalte wirklich richtig, so hätten
wir zwischen 5 — 6000' die Elevationsgrenze.
M. Advena S. V. [Hb. 81).
K. polyphag an einer langen Reihe niederer Pflanzen nach deutschen
Angaben und nach Wu. auch an Gräsern.
F. bei uns selten im Juli. Basel [Knecht]; Bechburg [R.-S.}; Bern [Beut.]]
Langnau und Schupfen [Rthb.]; aus dem Berncr Oberland und dem Gadmen-
thale [M.-D. und Rü.); von Luzern und dem Pilatus, sowie den Aargauer
Stellen [Wu.) und von Bremgarten [Ball); aus der Thalsohle des Ober-Enga-
din [Pfa/fenzeller]; unteres Engadin mit Trafoi (Kill); Sfelvio (Franzens-
höhe) nach Wu.
Die Höhengrenze bis etwa 7000'.
M. Tincta Brahm (7/6. 77).
R. an Heidelbeeren, Ononis spinosa.
F. Ende Juli und im August vom Jura und den Alpen.
Berner Oberland, Gadmen, hier bis zu den Alpen im Juli häufiger (/?«.)
und Rosenlaui [M.-D.); Langnau [Rthb.); vom Engelberg bei Oftringen und
dem Beleben [Wu.): Bechburg f/f.-S.l; St. Gallen ein Stück [Tä.); Glarus
128 IV. Noctuiden.
[Heer]: in GraübUnden von Casliel (3697') (Ca/?.) und von Tarasp {Kill.).
Nach den meisten Angal)en seilen und mit einer iiinter der vorhergehenden
Spezies weit zurückbleibenden Elevation.
M. NebTÜosa Hufn. [Hb. 78) .
R. an niederen Pflanzen, Primula elalior, Lamium, Verbascum u. s. w ,
auch an Prunus padus [Wu.) .
F. im Juni und Juli überall, bald häufiger, bald seltener, noch in ilen
Voralpen z. B. dem Gadmenlliale [Hü.) und bei Taras|) [Kill.).
M. Contigua S. V, [IIb. 85. 609).
R. an Genisten, an anderen niederen Pflanzen, an Heidelbeeren, Brom-
beeren, Birken.
F. vom Juni an und, wie es scheint, nicht übei'all.
Bern, häufig [Bent.)] Burgdorf und überhaslithal [M.-D.); von Langnau
[Rthb.)-j vom Gadmenthale (Rä.); von Tramelan im Berner Jura [Ge.]; vom
Jolimont, Chasseral [Coul.); vom Rigi [R.-S.); vom Fuss des Pilatus bei Alp-
nach und Eigenthal, auf seiner Höhe beim Gemsmättli ; sowie ferner ])ei
Oftringen, Engelberg, Wartburg, Born, Lenzburg nicht selten [Wii.);
Bechburg [R.-S.]; Genf (Museum); von Bremgarten [Boll); bei St. Gallen
[Tu.); Chur [Cafl.); Tarasp [Kill.).
Vereinzelt bis 6000'.
M. Thalassina Hufn. [Hb. 483) und Var. Achates Hb. [Hb. 498. 610).
R. polyphag an den verschiedensten Pflanzen, Birken, Berberis , Brom-
beeren, Vaccinien , Spartium , Chenopodium, Senecio , Solidago , Achillea,
getroffen.
F. im Juni und an höheren Stellen noch im Juli, l)ei uns nur lokal und
vielen Orten fehlend.
Bern [Bent.); Meiringen [M.-D.); Langnau [Rthb.); Gadmenthal [Rä.);
Tramelan [Ge.); St. Blaise-Neuveville [CouL); Alpnach und die gewohnten
Aargauer Lokalitäten [Wu.); Bremgarten [Boll); Bechburg [R.-S.); Genf
(Museum); Zürich [Hiig.); St. Gallen [Tä.); Graubünden [Memjold); so bei
Chur [Cafl.) und mit besonders dunklen Stücken bei Tarasp [Kill.).
Die (unbedeutende) Ab. Achates mit einförmiger gefärbten, aber rölh-
Hcheren Vorderflügeln, kam vereinzelt vor auf der Bechburg, sowie den Süd-
abhängen des Born und Engelbergs, endlich um Lenzbui'g [R.-S. und }Vu.).
Die Fllevation der Art wohl nur sehr massig.
M. Suasa S. V. (Dissimilis Knoeh) [IIb. 426).
R. polyphag an den verschiedensten Plhinzen, an Cruciferen, Melilotus,
Trifolium, Lacluca, Chenopodium und auf den Aarinseln sogar nach Wu. auf
Tamarix germanica.
F. von luule Mai bis in den .luli und August, wohl auf den lieferen
(
IV. Nocfuiden. 129
Theil des Faunengebielos beschivinkl , doch hier keineswegs übenill vor-
koininend.
Bec'lihui!.' H.-S. : im Aiiranu von Leiizhurt;;, \Vii(h'ij;u und Hupperswyl
[Wi(.]: von Bern [Be.]; Schupfen [Rthb.); St. Biaise-Xeuvevine ('<>nl.]\ Wallis
[li.-S.): Sl. Gallen Tu. ; von Chur [Cafl. und Tarasp Kill.).
M. Pisi L. (Hb. 429) .
R. an niederen Pflanzen, wie Taraxacuni, Runiex , Erl)sen , gern auf
nassen Wiesen.
F. im Juni. Basel, Bern, im Aargaii, Zürich, Schaffhausen, St. Gallen,
Grauhiinden, wohl überall im tieferen Lande. Auch vom Jura und den Alpen
in \erschiedener Färbung, so aus dem Gadmenthale [liä.] und bei Andermalt
(Spei/er)^ Gais in Appenzell [P.-J.], dem Vatzer Berg in Graubünden [Kill.).,
dem Ober-Engadin M.-D., Hnateck); Bergeil \Baz.). Sie erreicht noch
Höhen von 6000', so den Graubündneffen und zwar allein zwischen der Wart-
burg und Oftringen durch die »Bachdalenu.
P. Flavieincta S. V. [Hh. 46).
R. polyphag an niederen Pflanzen, Runiex, Senecio, GheHdonium, Ci-
chorien und Gampanulen. Auch von Ribes grossularia, selbst von Weiden.
F. im September.
Basel [Sidger); Tramelan (Ge.); Lausanne [Panchaud de Bottens); Genf
Museum ; Berner Alpen häufiger [Rthb.]; Oftringen, Aarburg [Wu.); St.
Galleu einmal Tä.); Chur [CafL); Ober-Engadin [Zell. -Bold. ]\ Bergell (ßas.; .
Bis über 5000' aufsteigend.
P. RuÜGincta Hb. [Hb. 1i1 . 748) und Var. Mueida Gn. [Frr. 509. 3).
B. polyphag, an Asplenium ruta muraria, Hieracien , Silene nutans,
Grepis biennis und Gampanula rotundifolia [Wu.).
F. im Herbste, gern an Felsen, einzeln überwinternd, namentlich vom
.Iura und hinsichtlich der gelben Zumischung auf den VorderflUgeln dort sehr
wechselnd.
\m Aargauischen .Iura, auch bei Lenzburg und dem Staufberg [Wii.);
Bechburg, nicht selten iR.-S.]; Burgdorf, sehr vereinzelt (i/.-/5.); St. Blaise-
Neuveville [CouL); aus dem Wallis [Led.); vom Engadin [ZelL-Dold.].
Die der gelben Beimischung fast entbehrende , hellere Ai)weichung
Mueida ist nach Wu. im Jura fast eben so zahlreich vorkommend als die
Stammform.
Höhengrenze bis 5000' und mehr.
P. Xanthomista Hb. [IIb. 6 4 7) (Nigrocincta Tr.) uiul Var. Nivescens
Stgr. [Il.-S. 4Si).
R. an Dipsacus sylvestris und Hieracien [Wu).
F. nach .Art der vorigen Spezies im Seplembcr und Octohcr , gern an
Felsen ruhend.
IV. Noctuiden. 1 r>7
Im Aargau vorn Born, Aarburg, dem Engelberg und Oftringen [Wu.];
Neuveville [Coid.)] Pilatus (Wu.); aus dem Berner Oberland, dem Hasli- und
Gadmenthal öfter [Rä., M.-D.)\ aus dem Wallis (Anderegg), so von Ober-
gestelen (4174') [A. Gerber): Schatfhausen [Trapp): von St. Gallenein Exem-
plar (jTä.); Chur [Ca{l.)\ St. Moritz im Engadin 'Sp. und Zell.-Dold.); von
Sils [Hnateck), aber selten; endlich von Magadino im Tessin [Zell.-Dold.].
V. Nivescens entdeckte Wu. als Seltenheit bei Oftringen und Aarburg,
sosvie am dortigen Born und hinterher noch bei Lenzburg. Das Thier, nur
an wenigen warmen Stellen vorkommend und sehr selten, pflanzte sich durch
Erziehung vom Ei an fort. Heller, viel weisslicher.
P. Canescens Dup. H.-S. 466) .
Bisher nur aus dem Wallis, wo sie Anderegg auffand.
P. Suda Hb. [Hb. 802).
R. an Galium.
F. aus dem Wallis, von .l/)rfe/"(^/y(/ erbeutet ; doch auch von den Süd-
abhängen des Jura bei Bonigen und Ölten (I216'i [Wu.]. Jede weitere
Mittheilung fehlt.
P. ChiL. Hb. 49).
R. polyphag, an Acjuilegia, Sonchus, Lacluca, Silenc nutans, sowie an
Loniceren u. s. w.
F. in zwei Generationen, die letzte noch tief im Herbste, doch wohl sel-
ten in Mehrzahl.
Bern 'Bent.]\ Burgdorf 'M.-D.)\ im Gadmenthale noch von 4000 bis zu
6000' und zwar noch im September öfters [Derselbe)] Simmenthai [Jä.)\
Langnau, Schupfen [Rt/tb.]; die Aargauer Fundstellen [Wu.]; von der Bech-
burg [R.-S.]; St. Blaise--\euvevilIo öfter [Coul.); Tramelan [Ge.); Bremgarten
[Bali); von Zürich und Umgebungen [Frey, Zell.-Dold.); Schafihausen [Trapp);
St. Gallen bis zur Bergregion öfter [Tä.); Graubünden, weitverbreitet [Kill.)
und hier noch bis Sils [Hnateck) .
Dryobota Led.
D. Protea S. V. [Hb. 406).
R. an Eichen.
F. durch das Tiefland in) Herbste verbreitet, doch zur Zeit kaum mehr
häufig zu nennen.
Genf [M.-D.); Bern [Bent.); Siselen [Rä.); St. Blaise-Neuveville [Coul);
Schupfen [Rthb.); die Aargauer Stellen , welche Wu. untersucht hat; Bech-
burg [R.-S.]; Zürich und Umgebung [Zell.-Dold., Hug.). Ich selbst fand
sie freilich hier nie. Von Schaffhausen [Trapp] und von St. Gallen [Tä.];
von Chur und Mayenfeld \Cufl.).
138 IV. Noctuiden.
Dichonia Hb.
D. Convergens S. V. {Hb. 84).
H. an Eichen.
F. im Spätsommer. Er ist nur an einzelnen Orten gefunden worden.
St. Blaise-iNeuveville, seltener [Coul.]; Beehburi;; '/i.-S.j; im Solothurner und
Aargauer Jura vereinzelt {Wu.); aus dem Canton Glarus, noch vom Richetli-
grat {Heer). Hier ist offenbar falsch bestimmt worden.
D. Aprilina L. {Hb. 71. 721. 722).
R. an Eichen, am Tage in die Spalten der Rinde älterer Bäume ein-
gedrückt.
F. im Spätsommer (gleich den anderen, die Eiche bewohnenden Insekten
mit der Vernichtung dieser Bäume seltener geworden).
Basel [Knecht, Sulgen; in den Cantonen Aargau und Solothurn {Wu.);
(ienf (Museum); Siselen {Hä.); ferner von Zürich seltener {Frey); Schaff-
hausen [Trapp und St. Gallen (Tä. ; in Glarus {Heer) und Graubünden
{Mengold) und zwar sehr wahrscheinlich aus der Churer Gegend {Kill.).
Cliariptera Gn.
Ch. Culta S. V. (Viridana Waloh) {flb. 34) .
R. an Schlehen, Pllaumenbäumen und Weissdorn, am Tage versteckt.
F. im Juni und Juli. Bei uns nur l)eschränkt und selten vorkommend.
Im Aargau von der Gysulafluh, der Wartlnu-g und dem Engelberg Itei
Oftringen {Wu.); von der Bechburg {R.-S.); Traraelan {Ge.). Dann fand ihn
Tä. einmal bei St. Gallen und Kill, ebenso bei Tarasp. Dieses ist Alles, was
wir zur Zeit wissen.
Miselia Steph.
M. Oxyacanthae L. [Hb. Sil.
H. an Schlehen, Pflaumen, Weissdorn.
F. im September und October, wohl überall an lieferen Stellen.
Die in'chl bedeutende llöhengrenze ist noch zu (M-mitteln. Bei Tarasp
traf diese Art noch Kill.
Valeria Oerinar.
V. Jaspidea Villers {H.-S. 426).
!{. von Schlehen.
F. von der Gysulafluh bei Aarau [Wu.).
V. Oleagina S. V. (///;. 33) .
Von Tramelan [Ge.].
IV. Noctuiden. 139
Apamea Tr.
A. Testacea S. V. {Hb. 139i.
R. an Griiseni.
F. im Juli und Aucust vei'borgen. lok;ii, doch stellemveise häufig.
Basel [H.-S. und Knecht); Aargauer Fundstellen [Wu.); Bechhurg 'R.-S.];
Bern [Bent.]: Langnau (Rthb.); Neuveville [Coul.]; Zürich [Zell. -Bold, und
Hiig.); Genf (Museum. ';
Luperina Bsd.
L. Texta Esp. (Cytherea Fab., Matura Hufn.) [Hb. 10*». 548j.
R. verborgen an Gräsern.
F. im .Fuli und August, vereinzelt, selten und nur von wenigen Stellen.
Basel [Knecht, SuUjer) . Im Aargau am Born, Aarl)urg, Oftringen, Wart-
burg, Schlossberg zu Lenzburg [Wu.]; dann noch von Bern [Jä.)\ von Siselen
[Rn.]] St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Biel und Langnau [Rlhh.].
Im östlichen Theile unseres Faunengebietes wohl des Gänzlichen
fehlend. 2)
L. Virens L. Hb. !2J35) .
R. an Gräsern.
F. im Sommer als vereinzelte Seltenheit bei uns.
Aus dem Wallis von Sierre [Frei-Gessner] , bei Stalden (.4. Kündig); bei
Zermatt Bent.); zwischen Möi'el und Naters [M.-D.).
Coid. erwähnt noch eines Vorkonunens bei Neuveville. Bei Tarasp ein-
mal im September [Kill.) .
Hadena Tr.
H. Satura S. V. Hb. Tr, (Porphyrea S. V.) (///;. 75).
R. polyphag, an niederen Pflanzen, z.B. Eupatorium cannabinum, dann
an Kubus-Arten, Loniceren u. s. w.
F. im Hochsommer und beginnenden Herbste nicht allein in Waldungen,
sondern auch Baumgärten [Wu.); wie es scheint fast überall seltener.
Bechburg RS.); W'artburg , Oftringen, Lenzburg [Wu.); Schüi)fen.
Aarberg, im Emmenthal [Rthb.); Bern [Bent.]; Bremgarten [Boll); Zürich und
Umgebungen, aber selten Frei/, Zell.-Dold.); Chur Cnfl.).
H, Adusta Esp, [Hb. (iOO— 608).
R. an niederen Pflanzen. Taraxacum, Galium u. s. w.
F. im .luli und August in weiterer Verbreitung und mit beträchtlicher
Elevation. Auf dem .Iura, so der Bechl)urg (fi.-.S'.): vom Engelberg und
1) A. Dumei'lii Dup. iincti Sulr/er l)ei Btisel ?).
-ii L. Hubella Dup. (H.-S. 100, 431. 432). Soll im WallLs vorkommen »ach Stgr.
140 IV. Noctuiden.
Lenzburg, aber vereinzelt [Wu.] : von Sorvilier ^ (//«(/.) ; von Bremgarlen
[Boll]] von Zürich am Katzensee [Hug.]. Ferner und häufiger aus den Alpen,
so dem Pihitus und bei Eigenlhal, den Bernei- Bergen, wie dem Gadmen-,
liasli- und Grindelwaldthal [Wu.); im östlichen Alpenlande, von dem St.
Gallischen Weisstannenthal {Tel.) und aus Graubünden. Hier von Bergün
(Z.), dem Ober-Engadin [Wolf'ensherye)- und ZeU.-Dold.), wie von Sils [Hna-
tech); im Unter-Engadin bei Tarasp [Kill.'. Aul' dem angi'enzenden Stelvio
noch auf der Franzenshühe [Wo.].
Einzelne Exemplare steigen alsoJ)is 7000' auf.
H. Ochroleuca S. V. [Hb. 91).
R. an Gräsern.
F. im Juli und August, nur im Wallis und bei Basel [Leonhart] getroffen.
In jenem Ganton bei Morel im Juli {Beut., Ja.).
H. PlatineaTr. [H.-S. 40. 487).
F. vereinzelt an sonnigen Halden des Jura. So von Oftringen und dem
Engelberg [Wu.), von der Bechlnii-g R.-S.), aber immer vereinzelt und
selten; ferner aus dem Wallis, so dem Yisplhale [Zell.-Dold.). Aus dem
unteren Bergell, öfter [Baz.).
H. Zeta Tr. [H.-S. 416) und Var. Pernix Hb. [Hb. 801. H.-S. 54).
Die Stammform , im Juli und August , aus dem Jura, so der Bechburg
'[R.-S.) und der Südseite des Aargauer Belchens [Wu.]; dann von den Alpen.
Hochthürligrat im Kienthal [Rä.]] Zermatt [Bent.)\ Weissenstein [Z.)\ Tarasp
(Ä7//.). Auf der Franzenshöhe in fast 7000' [Wo.).
Var. Pernix (viel dunkler und, wie ich annehme, mit der nachfolgenden
H. Maillardi sowie der nordischen H. Exulis Lefebvre eine und dieselbe Art
bildend) nur von den Alpen. So vom Simplen [Gerber); Zermatt [Frey); dem
Berner Oberland und dem Pilatus [Wu.): vom Gadmenthal, sowie dem Wen-
den- und Steinengletscher [Rä.); dann aus GraubUnden, nämlich dem oberen
Engadin , wo sie verbreitet, aber immer selten an Steinen und Felsen ge-
troffen wird, so Samaden, St. Moritz und Sils [Zell.-Dold., Frey, Hnateck),
Berninapass [Pfaffenzeller); endlich bei Tarasp [Kill.).
Das bisher bekannte Aufsteigen mag 6000' betragen.
H. Maillardi Hb. [H.-S. 55).
Spät in dem Juli und namentlich dem ganzen August in den Alpen. So
im Berner Oberland, z.. B. bei Lauterbrunnen [Bent. und Wu.)] von Rosenlaui,
der Meienwand und Engstlen [M.-D.); vom Gadmenthale und den Ali)en
(jRä.); von Zermalt [Frey); dem Bagnelhal [Rä.]; aus dem Davos [Spengler]
und dem Ober-Engadin, wie Celerina, St. Moritz, Sils [Zell.-Dold., Hnateck,
Frey); der Languard-Alp (./«.); aber immer vereinzelt.
Am Stelvio (Franzenshöhe) bis gegen 7000' [Wo.].
IV. XorluidcMi. 141
H. Gemme a Tr. [H.-S. 70).
Wiodeniiii nur im (iebirij;e, spül im Sommer ersclieinend. Vom Aar-
gauer Beichen [W^k.': I)isl)er vorwiegend von den Alpen mil elwa GOOO'
Höiiengi-enze. Heiner Oberland [Beul.]] Gadnier Bei'ge bis liel' in den Sep-
UMnber, aber seltener yjr/'.; von Laulerbninnen (VI";/.). Aus dem \\'allis,
von den Alpen bei Marllgny [Derselbe]] aus dem 01)cr-Engadin , so bei Sils
{Hnatecl,]; vom Daves [R.-S.].
H. Rubrirena Tr. [Hb. 826. H.-S. 57).
Nur von den Alpen im .Ulli und Augiisl. seilen, an Felsen, SlrassiMiein-
fassungen, Telegraphenslangen u. dergl.
Hei'uer Al{)en , so (lentthal [Beul.], Rosenlaui und Oberliasli [M.-I).),
lüigsllenlhal [.lii.) und (iadmen [Rii. . (iraubünilen , wie Bergiin [/.,: dann
das obere Kngadin von Samaden Ins /inn Maloja M.-D.^ von Sch('nl,. fbutteck,
ti'eij); endlieli das Davos [Speiujler .
Elevalion elwa 5500'.
H. Furva S. V. 77/;. 407).
R. an Gräsern, z. B. an Aira.
F. im .(uli und August, mil unter an Flcliium-Bliithen.
Verbreitet, aber seilen. Sl. Gallen (7V/".); Aargauer Fundplätze [\Vu. ;
Gadmenihal [Hä.]; Wallis (^'/).i; Ül)er-Kngadin , so Nachts gelangen \on
Hnateeh und Frey bei Sils-Maria ; von Tai-asp [Kill. ] aus dem Bergell iBaz.).
Höllenverbreitung wie bei der vorhergeliendeu All.
H. Lateritia Hufn. (Molochina Hb.) [Hb. 74).
R. verltorgen an Gräsern.
¥. im Hochsommer.
Aargauer Fundstellen [Wu.); Wallis [Beut.), so von Evolena [R.-S.) und
Zermatt [Frey); Gadmenthal [Rä.]; Kalfeuserlhal in St. Gallen [Keller); Chur-
walden [Hug.). Verbreitet im olleren Kngadin von Samaden aufwärts
[von Schenk, Hnateck. Frey]; von Tai-asp 'Kill.). Auf der Franzenshöhe [Wo.)
bis gegen 7000'.
H. Polyodon L. (Monoglypha Hufn.) [Hb. 82).
R. an den Wurzeln d(M' Gräsei'.
. F. im Sommer, dem Juli und August, verbreitet. Aus dem lieferen
Landestheile von Basel l)is Genf und Chur. hn Engadin bis Sils-Maria
[Hnateck) .
Also bis 5500'.
H. Lithoxylea S. V.
R. an Gräsern.
F. gleichzeitig mit dem vorigen. Basel KnecJtl , Stihjer^\ ; Aargauer
142 'V. Noctuideri.
Stellen und Bremgarten [Wu. und Boll) ; ßechburg [R.-S.); Bern, nicht häutig
[Bent.]; Rucheggberg iJü.)] Burgdorf [M.-D.]; Siselen [Bä.); Zürich und Um-
gebungen {Frey, Zell.-Doki.]; St. Gallen, öfter [Tä.]; von Chur häufiger iCaß.\.
H. Sublustris Esp. (7/6. 240 .
Einzeln von Lenzburg [Wu.]; Gadmen {Rä.) ; Genf (Museum;; Bechburg
und Kreuzungen [B.-S.]] von Chur [Cafl.] und vom Bergeil [Baz.).
H. Infesta Tr. (Sordida Bkh.) [Hb. 484).
R. an Gräsern.
F. hier und da in der Ebene, dann vom Jura und den Alpen; nicht
gemein.
Basel [Knecht u. A.); Bechburg [B.-S.]] Aargauer Fundstellen nebst
Bremgarten [Wu. und BoU]] von Alpnach [W'ii.)\ Schupfen und Emmenthal
[Bthb.); Gadmen und Siselen [Rä.]; St. Blaise-Neuveville [CouL), St. Gallen
[Tä.]; von Tarasp einmal [Kill.].
Höhengrenze massig.
H. Basilinea S. V. [Hb. 427) .
R. an Gi'amineen. Wif. fand sie jung zu nasser Erntezeil häufig mit
den Garben in die Scheunen eingeschleppt.
Basel [Knecht]; im Aargau bisweilen häuhg [Wu.]:, Bechburg [R.-S.];
Sorvilier [Htig.) ; Bern , am Gurnigel [Beut.); Schupfen , Milnchenbuchsee
[Rthb.); Gadmen, kaum 4000' überschreitend [Rä.); St. Gallen [Tit.); Ober-
Engadin [Zell.-Dold.) und auch bei Tarasp häufiger [Kill.].
Erhebt sich etwa bis 5500'.
H. Rurea Fab. [Hb. 241 und Var. Alopecurus Esp. (Combusta Dup.)
:?y/6. 366).
R. verborgen an Gräsern, wie Lolium, Trilicum repens u. s. w.
F. im .fuli vereinzelt in dem Tieflande, \Nohl verbi-clteter in dem Ge-
l)irge, dem Jura wie den Alpen.
Bern, ßerner Oberland und Gurnigel [Beut.]; Siselen und Gadmenthal
[Rä.); Bechburg iR.-S.); Aargauer Fundstellen [Wu.) und Bremgarten {l?o//) ;
Genf (Museum); St. Gallen, öfter [Tä.) ; Chur [Cafl.]. Engadin und Sils-
Maria [Zell.-Dold. und Hnateck); auch im Unter-Engadin [Kill.]; von Bergün
ein Exemplar [Z.].
Die Var, Alopecui'us (besser als Combusta den Sammlern l)ekannt) nkit
einfarbigen dunkelbi'aunen Vorderllügeln s])ärlich unter der Stammform, hu
Gadmenthale ist sie so häufig als jene [Rä.].
llöhenverbreilung etwa 5500'.
H. Scolopaeina Esp. ///;. 460) .
R. an (iräscrn. an Briza media, Scii'piis p.iliisiris und s\lvaticus.
IV. Noctuiden. 143
F. im Juni und Juli, lokal und seltener.
Bern {Beut.); Buclieggberg [Ja.]; Schupfen {Bthb.:; Üftringen und Lenz-
l)urg [Wu.); Brenigarten [BoU); Zürich [Frey); Genf (Museum).
Höhenverbreitung wohl ziemlich gering.
H. Hepatica S. V. (Characterea Hb.) [Hb. 133. 638).
R. an Graniineen. Hohle Pflanzenstengel an den Flugplätzen in das
(iras gelegt, dienen nach Wu. zu ihrer Einsanmdung.
F. lokal und seltenei-.
Basel [Stehel in- Inihof ] Bechburg [B.-S.)\ Aargauer Fundstellen [Wu.]\
Bechburg /{.-8.); Bern [Beut.); Neuveville {CouL); aus dem Gadmenlhale und
von Siselen \Bä.); ferner von Schatfhausen [Trapp]; von Zürich [Hag.]; aus
dem Churer Rheinthal [Wredoir. Anistein]: von Tarasp [Kill.] und aus dem
Borgell [BazA.
H. GeminaHb. [Hb. 482 1 und Var. Remissa Tr. [H.-S. 584 .
R. an Grasei-n. aber auch anderen niederen Pflanzen, wie Taraxacum
und Primulen.
F. vereinzeil an begrasten Stellen der Wälder und an Waldrändern.
Vom Engelberg, Oftringen und Lenzburg, selten [Wu.]; von Neuveville
Colli.]; von den Davoser Alpen [Spengler].
Var. Remissa (die hellere, geschecktere Foi-m, von Neuveville [Conl.];
(ienf ^Museum) und aus den Graubündner Alpen, so bei St. Moritz [Mgb. und
Zi'll.-Dold.] und von Sils-Maria [llnateck .
Ilöhengrenze etwa 5500'.
H. Unanimis Tr. [H.-S. 581).
R. an Gräsern^ nach Wu. besonders an Phalaris arundinacea.
F. im Mai; bisher nur in einem beschränkten Theile des wesdiclien
Faunengebietes vorgekonunen.
Bern [Beut., Ja.]; vereinzelt im Solothurner und Aargauci' .Iura : so Bech-
burg [R.-S.] ; am Wauwyler See, bei Zolingen, Üftringen, im Aarthal, dem
Aa- und Bünzthale, dem Torfmoor von Bünzcn, doch nirgends häuliu Wu.].
Wahrscheinlich auch von Tarasp [Kill.].
H. lUyrica Frr. (Scortea H.-S.) H.-S. 582) .
Gadmenthal und zwar nicht selten , sowie schon von Ende Mai an er-
scheinend [Rä.]; von Bern im August [Ja.]; Bechburg [R.-S.]; Lenzburg
(W-».); von Tarasp [Kill.].
H. Didyma Esp. [Frr. 75. 1 . 2 , Var. Nictitans Esp. ///'. tiht; und Var.
Leucostigma Esp. F)r. 443. i].
R. an Graswurzeln.
F. im Sommer, überall und vielfach häufig, nicht allein im Tieflande,
sondern auch vom Jura und den unteren Al[)en.
144 'V- Noctuideii.
Var. Niclitans im Jura unter der StamMiforin , wie den Aargauer Fund-
stellen <Wu.] und von der Bechburg (R.-S.j; von Glarus [Heer, und von
Cluir iCaß.j. Vorderflügel braun mit weisser Makel.
Var. Leucostigma von Bern [Bent.], der Bechburg [R.-S.]. Alle drei Foi--
inen fand liä. l)ei Siselen häufiger. Schwärzlich, weiss gefleckt.
H. Ophiogramma Esp. (7/6. 355).
Bisher nur \on Siselen [Ra...
H. Literosa Haw. (Suffuruncula Tr.).
H. an Gräsern.
1^ im Hochsommer. Umgebungen von Gamsen [Anderegg]. Ich erzog
von dort das Tliier. Martigny [Rä.)\ von (^hur Cafl^. Also nur dem Süden
angeiHM'end.
H. Strigilis Cl. [Fir. 273, a— c), Var. Latruncula S. V. [Hb. 94 und
Var. Aethiops Haw. [Hb. 776).
R. an Gi'äsern.
F. im Hochsommer häufiger. Auch noch aus dem Bergell [Baz.] und
von Traloi in etwa 5000' Höhe [Frey).
Var. Lalrunciila abermals weit verbreitet, so von Gadmen Rü.), Bergün
[Z.j und Tarasj) Kill.. Heller, mitunter rothJU'aun.
Var. Aethiops 'mit einfarbigen schwärzlichen Vorderflügeln) aus den
Berner Alpen und annähernd von Lenzlnirg [Wu.]; Basel [h'neclit ; Bech-
burg [R.-S.i.
H. Bieoloria Vill., Var. Furuncula Hb. [Hb. 5 '(5) und Var. Vietuncula
Hb. [Hb. 96).
Stammart von Bern [Bent.) und von Zürich [Hug.). Die Var. gleich jener
im Sommer von Bern [Bent., Rä.); Siselen (fiä.i; Schupfen [Rthb.)] Ofti-ingen,
Lenzburg {Wu.); St. Blaise-Neuveville [ConL). Furuncula ist bei Siselen
seltener, dort kommt aber Var. Vinctuncula häufiger, el)enso wie in Bern
vor [Rä.). Erstere durchaiis braun, letztere nnt schwarzer Mittelbinde.
Dipterygi.a Stepli.
D. Pinastri L. (Scabriuscula L.) [Hb. 246;.
R. an niederen Pflanzen, wie Runiex, Taraxacum.
F. im .hini seilen und vereinz(dl. Basel (Gerber); Bern und Buchegg-
berg [Bent.^ Ja. ; Hurgdoi-f und Uberhasli [M.-D.); Siselen [Rä.'] Schupfen
[Rthb.); Oftringen und Fenzburg Wie.]:, Tramelan [Ce.); St. Gallen [Tä.];
(iraid)ün(len [Hleriyold ; so (iller im l lUer-l'Jigadin und aus dem Miso\ [Kill. .
Hyppa Diip.
H. Bectilinea Esp. IIb. ,248) .
\\. .in Pleris a(|uilina, AiUhi'iscus sylNCstris.
IV. Noctuirlen. NT)
F. seltener, aber weit verbreilcl bis \n den Jiiivi und die Alpentliäler.
Bern nnd Bern(>r Oberland [Beut.], sowie Gadnien an schattieren Wald-
rändern [liä.]: I.aniinaii (Hthb. : im Solotliurner und Aargauei' Jura , auch in
den Wäldern der Ebene, sowie bei Oftiiuiien und Lenzbursj; (Hw.i; Basel
•Jll. . In den östlichen Geilenden schein! er selten zu sein. Bei Chur fing
ihn cintnal ('(tjl.
Khizogrjiiiniia Led.
R. Petrorhiza Bkh. (Detersa Esp.) lll). i^iW.
|{. an Berbeiis, am Tage \ersleckl.
I'. im Juli uml August, wohl ül)ei'all. in der Kbene . wie dem Jura und
den Alpen. Hier erreicht er das (iadmentha! Vi//.;, dew Stein vor Hergün Z.
nmXFveii)^ sowie Tarasp [Kill.].
Cliloautha ßsd.
C. Hyperici S. V. ///;. 250).
An sonnigen geschützten Bergabhängen des Aargauer Born selten [Wu.]\
dann aus dem Wallis Beut.].
C. Perspieillaris (Polyodon Cl.) Hb. 249 .
H. an Hypericum perl'oratum.
F. in doppelter (Generation , im Fridding und im Hochsonnner ; wie es
scheint, wesentlich den tieferen Landestheilen angehörig, hier an warmen
sonnigen Stellen, an wenigen Orten häufiger.
Basel {Leonhart); Bechburg [R.-S.; Siselen [Rä.]; Neuveville, selten
[Coul.]; Aargauer Fundstellen und Schloss Brauneck iWu.); Brenigarlen
[B()ll\\ Zürich und Schaühausen, öfter [Frey, Trapp); von St. Gallen aus dem
Hagenbuchwalde [Tä.]; von Chur [Cafl.) und aus dem Bergeil [Baz. .
C. Radiosa Esp. [Hb. 434).
B. an Hypericum.
F. hier und da an warmen mit der genannten Pflanze bewachsenen
Stellen, bisher fast nur vom Jura vorgekommen. So Nom Belchen , Born,
dem Fingelberg, Wartburg, Staffelegg, Gaisberg bis etwa 1500' Meereshöhe
{Wu.'r, dann noch von Schaffhausen [Trapp ;.
Eriopiis Tr.
E. Pteridis Fab. (Purpureofasciata Piller) Hb. 05).
B. an Pteris acjuilina.
F. bisher nur bei Lenzburg auf einzelnen lichten Waldstellen vorge-
kommen und zwar im Juli und August als Seltenheit [Wn.] und von Genf
(Museum) . ^)
■\, E. Latreillei Dup. HO. 818 — 890) halle //«rt/ecA- einstens l)ei Chiavenna .^cfun-
<l<'n. Ich sah seine zahlreichen Exemplare. Auch wohl noch im südlichen Bergell'?
Frey, Lepidopteren. .)
146 IV. Nncliiidoii
Polypliaeuis Bsd.
P. Prospicua Bkh. (Sericata Esp.) (///;. 108).
R. auf Lonicera xylosteum, Ligustrum vulgare, wiihnMid des Tages in
dürren Blättern verborgen.
F. nur ganz vereinzelt und selten. Bechburg [H.-S.!] Aarburg in fie-
bUsclien [Rthb.]; Lenzburg, sehr selten (TF?/.!; Biel (Hauptmann BentelL; he\
Gressier und Landeron ein Stück [Coul.]; Wallis [Bent.). In» Osten von
l'ljilers iUmyler] und Chur (Cr///.).
Trachea Hb.
T. Atripliois L. (///>. 831.
R an niederen Pflanzen, gei"n an Huniex-Arten.
F. im Juli und August im ebeneren Lande überall, von Genf bis Chur
und an manchen Orten häufiger.
Wo. fand noch bei Trafoi unterhalb 5000' ein Exemplar.
Eiiplexia Stepli.
E. Lucipara L. [tih. 55).
R. polyphag, an Brom- und Himbeeren, Chelidonium, Aquilegia u. s. w.
F. im Juni und Juli überall im tiefer gelegenen Faunengebiete. In der
montanen Region vom Jolimonl [CnuL), von Tarasp und Trafoi {Kill.).-
Habryiitis Led.
H. Soita Hb. [Hb. 68. 475).
R. an niederen Pflanzen und nach der Ueberwinterung zur Zeit der
A[)relbliithe an Fju-rnkraut im düsteren Nadelholzwalde.
F. von Ende Juni in den Juli hinein.
Von Neuveville [Coul.)-, von Burgdorf (ü/. -/>.); Oftringen und Lenzburg,
sehr selten [Wu.); St. Gallen (früher von Scheälin gefunden); bei Ghur ein
Stück xCafJ.]. Um Winterthur und Zürich war H. Scita früher relativ häufig.
Jetzt ist sie, obgleich der in Zürichs Utngebungen befindliche Zolliker und
Sihlvvald wenig Veränderungen erfahren haben , gänzlich verschwunden
[Frey).
Brotoloniia Led.
B. MeticulosaL. [Hb. 67).
W. an niederen Pflanzen, auch Geranien der Gärten.
F. wohl in doppelter (ieneration, überall, bald liäufiger, liald seltener
(auch in den ilalienischen Thälern, wie dem Bergeil). Ich traf ihn noch bei
Sils-IVLnia im Oher-i^ngadin. also in etwa 5500'.
IV. Nofhiideii. 147
Mania Tr.
M. Maura L. Hh. iiSß;.
H. ;iii nie(i(U't'n PHitii/on , 'raraxacum und kraulaili^on (i(n\ii('lisen , an
Berheris, sowie an Alnus incana unserer Flussufer.
F. im HocIisonHiier bis in den Sep(einl)er verborgen in dunklen (le\\{'ilh(>n.
unter Brüeken u. s. \v.
Wohl ühei-all vom .lui'a bis Gi'aul)ün(len. Das Aulsleitjen im Gebirge
isl nucli zu ermilleln: doeli scheint es ein sehe geringes zu sein.
Naeiiia Stepli.
N. Typiea L. [Hb. 61).
K. an niederen Pflanzen, z. B. Lamiuni und Urtiea; nach Wii. zuweilen
.sogar der Weinrebe schädlieh.
F. im Sommer in weiter Verbreitung (hireli das Flach- und Hügelland
der Schweiz , an manchen Orten häufig ; hier und <la al)er auch, w ie bei
Zürich, sehen.
Die Ilöiiengrenze wohl eine recht geringe, wie denn schon bei Gadmen
die Alt fehlt.
Jaspidea Bsd.
J. Celsia L. [Hb. 72. 73) .
R. in Graswurzeln der Nadelholzwaldungen.
F, im Spätsommer, namentlich dem September.
Bi.sher nur als grosse Seltenheit der Oslschweiz bekannt gewesen.
Ragaz-Pfäfers {Kaiser); von Chiiv [Scheuchzer und Cafl. : \itn Zizers (1748')
[Amstein); vom Kurhause Tarasp, öfter {Kill.).
Hydroecia Oii.
H. Nictitans Bkh. [Hb. 221) und Var. Lucens Frr. H.-S. 285—288).
K. an Ciräsei-n (;?j.
F. im Hochsommer im tieferen Ter-rain.
Sissach {Pnnc/iaitä de Üotlens); Bechburg [U.S.); Bern, hI(M' noch auf
der Spitze des Bantiger (292')'; (fiä., Renf.\] Burgdorf f/1/. -/>.); Aargauer Fund-
plätze (H'//. mit Ölten [Strahl) und Bremgarten [Bollr, Zürich [Huy.j: von
Coltura im Bergeil [Baz.]. Ein selteneres Thier.
Var. Lucens (mit weissücher odei- nilhlicher Makel der Vorderflügel) von
Bern [Ja.] und Bünzen [Boll).
H. Mioaeea Esp. [Hb. 224 .
R. an Tussilago. Arundo, Ii-is, Glyceria, Atri|)lex.
F. im September bisher als lokale Seltenheit nur bei Lenzburg [Wu.).
H. Petasitae Double day.
Em Exemplar von der Bechburg ß.-S.).
10*
148 tV. Nocliiideii,
(jortyiia 0.
G. Plavago S. V. (Ochracea Hb.) Hb. ISG. 187).
R. in Stielen von Sanibucus, von Verbascuni. Valeriana ofticinalis und
Eupatorium cannabinum, Arctium lappa und verschiedenen Distelarlen.
F. im Spätsommer bis in den September, merkwürdig vereinzelt in
unserem Faunenü,cbiete. Von Siselen {hü.]; von Oftringen, ans dem Aar-
thal von Aarburg bis Hrugg [Wit.]; von Bremgarlen {Bali) und in einem
Exem|)lare von St. Gallen (7a.).
Nonagria 0.
N. Typhae Esp. (Arundinis Fab.) [flb. 415).
R. in Typha latifolia.
F. in der Nahe Bremgartens, von Boll erzogen; dann von Rheineck [Tä.]
und auch bei Chur {Call.). Gewiss noch an gar manchen Orten. ^)
Tapiiiostola Letl.
F. Fulva Hb. [Hb. 496).
Ein Exemplar von der Bechburg ^R.-S.).
Calamia Hb.
C. Bathyerga Frr. (Lutosa Hb.) [11. -S. 312. 313).
R. an den Wurzeln \on Phragmites comnumis, aber nur an vor Uebei-
schwemmungen möglichst geschützten Stellen.
F. sehr lokal nach vorhandenen Beobachtungen. Bern an der Aar
(Hauptmann Benteli), dann weiter abwärts an den Ufern des Flusses bei
Aarburg und Wildegg, sehr selten [Wu.].
C. Phragmitae Hb. {Hb. 230).
Wurde bisher nur in der Nähe des Bieler Sees an den Ffern der Zihl
(Thiele) gefunden [Coul.) .
Leucania 0.
L. Pudorina S. V. (Impudens Hb.) [Hb. 229).
R. gleich den Verwandten versteckt an Gräsern.
F. meistens an nassen Stellen von Mitte Juni an. Bisher nur von weni-
gen Orten her bekannt. Bern und Berner 0])erland [lUhb.j; Oflringen, Aar-
l)urg, Wildegg [Wu.) und vom llallwyler See [Frei-Gessner)\ von St. Blaise-
Neuveville [CouL); von Tramelan (Ge.); von Genf (Museuu)) und von Schall-
hausen (r/'ap;.»). Meistens als seilen erwähnt.
1) Die Nonagiieii iinseios Faiuioiiiichietos sind sclir woniii uiiU'isuclil. Wii' haben
siclicr noch ('ini;j;(' Arloii zu erwarten.
IV. Noctuidon. 1 !9
L. Impura Hb. IIb. 396).
R. ;iii Grjisei'ii.
F. im Juli und Aiiiiust , veri)r(Mlo(i'r als tue vofiiie Art. doch viellach
wenii; häufig, an nassen Grasst eilen [Wa.].
Von Basel [Knechl^ Leonhart]\ Bechburg [R.-S.]: Bern Trupp); Schupfen
IHl.hb.]: Siselen, öfter Hä.,: St. Blaise-xXeuveville iCoul.'.: Ofti'ingen , I.enz-
l>urg untl an (lein Ufer der Aar {Wh.): Bremgarten BoU)] Genf (Museuni;;
SchafVhausen [Trupp]-. Grauhünden Mou/ofd . wohl aus den Umgehungen
Churs.
L. Pallens L. Ilh. 234 und Var. Ectypa Hb. [Ilh. 231 .
R. an Taraxacum und vielen niederen I'flanzen.
F. im Juni und dann wieder im August noch Ncriucileter als der- xorige
und stellenweise häufig, ja genuun.
Wohl überall im lieferen Lande, sowie am Jura. Auch noch bei Tarasp
{KüL).
L. Obsoleta Hb. (///;. 233 .
R. an Phraguntes comnuinis.
F. im Juni: bisher nur l^ei Oftringen [Wu.], Burgdorf ;jy.-i^. und Brem-
garten [BoU] getroffen.
L. Straminea Tr. 7/.-.S. 321—323).
R. an Phragmiles comnuinis.
F. im Juni und Juli am Aarufer von Aaiburg bis Wildegg Wu.): Brem-
garten [BoUi] Bern und Schatfliausen Trapp ; aus dem Reusslhale Hug).
L. Scirpi Dup., Var. Montium Bsd. U.-S. 324. 325j.
Als Seltenheit ^on den W'alliser Hochalpen [Gu. .
L. Punctosa Tr. [H.-S. 310).
Nach Hug. aus dem Wallis. Alle andei'en Angaben fehlen.
L. Comma L. {Hb. 618).
R. an Gräsern und Rumex-Arten.
F. im Juli, verbreitet, an einzelnen Orten häufiger.
Bechburg (R.-S.); Bern und Berner Alpen [Rfhb.]: Gadmen , vom Thal
bis zu den Al])en häufig (fiä.); Burgdorf {M.-D.)\ im Aarthal von Aarburg bis
Wildegg, im Wiggerthal und vom Pilatus (Wm.); Genf (Museum); Bremgarten
{BoU); Zürich [Frey); verbreitet und häufig im Wallis, so von Sion , dem
Riffel und dem Simplon {Jü.). Ebenso von Chur [Cafl.), Bergün (Z.), dem
Ober-Engadin, wie Sils u. s. w. [ZelL-Dold., Bent.^ Hnateck, Frey).
Elevation über 7000'.
L. Andereggii Bsd. {H.-S. 326).
Seltener und nur aus den Alpen im Hochsommer. Meienthal {Wu.);
150 IV. Noctuiden.
ßerner Alpen [Rthb.:; vom Sustenpass [Ja.]; von den Gadnier Alpen in Höhen
von 5 — 7000' nicht sehr selten {Rä.)\ Engadin {Zed.-lJold.); von Sils [Unateck);
auf dem Stelvio [Frey) .
L. Conigera S. V. [Hb. 222).
R. an niederen Pflanzen, Erdbeeren.
F. im Sommer, in weiterer Verbreitung.
Bern [Bent.)\ Siselen, selten [Rä.)\ das Oberhasli- M.-D.) und Gadmen-
thal bis über die Waldgrenze, an Scabiosen , Disteln (fiä.); Erlenbach im
Simmenthai (2272') und Schupfen [Hlhb.); Burgdorf [M.-D.)\ Neuveville
{Coul.)\ Sorvilier [Hug.)\ Tramelan \Ge.)\ Luzern {W'U.)\ Bechburg (R.-S.);
Aargauer Fundstellen [Wt(,.)\ St. Gallen (Tä.); Chur [Cajl.]\ Sils-Maria
{Unateck); Tarasp {Kill.) und Bergeil (Baz.).
Elevation also zwischen ö- und 6000'.
L. Evidens Hb. {Hb. 369).
Von den Berner Alpen als bedeutendere Seltenheit {Rthb.).
L. Vitellina Hb. [Hb. 379. 589).
R. an Gräsern.
F. im August und September, selten und lokal.
Bern [Ja.); Siselen. öfter; im Gadmenthale noch bei 4000', aber selten
'flö.]; Oftringen [Wu.); Lenzburg {Beut.) auf grasigen freien Stellen der
Waldungen und deren Rändern; Genf (^Museum); Bechburg [R.-S.); Chur
{Cafl.\ und Sils [Hnateck).
Höhengrenze 5500'.
L. Loreyi Dup. \^H.-S. 309. 314;.
Als einzelne Seltenheit im Oclober bei Lenzburg auf nasser grasiger
Waldstelle [Wa.).
L. album L. [Hb. 'ü'il).
R. an Gräsern luid niederen Pflanzen.
F. von Genf bis Schatihausen und Chur verbreitet und häufig, in erster
Generation im Mai und .luni . in zweiter von Ende Juli bis in den October.
Den Alpen mangelnd.
L. Albipuncta S. V. Hb. 223).
R. an Gi'äsern und niederen Pflanzen; mit Taraxacuiii und Stellaria
media zu erziehen.
F. in dei" schweizersclien l'-bcne von Basel, Schatihausen, dem Bodensee
bis Genf und Chur; sehen im Gadmenthale {Rä.) ; den Alpen sonst fehlend.
L. Lithargyrea Bsp. ///;. 225).
R. an Gräsern, Plantago, Tara.vacum.
IV. NoctuidfMi. J51
F. slellenweise häufig, wolil überall im tielcreii Liinde , erreicht die
Berner Alpen [Rthh.-, Gadmen [Rä.). Engelberg [Uikj-] und Tarasp 'Kill.).
L. Turca L. 7/6. 218).
R. an Gi'äsern und niederen Ptlanzen.
F. vom Juli bis in den September , hier und da einmal hiiufigei', doch
bisher nur sehr lokal.
Oftringen, Engelberg, Lenzburg i^Wu. ; Bremgarlen [Boil]; Genf (Mu-
seum); Chur [Cafl.].
Mjthimna Ou.
M. Imbecilla Fab. [Hb. 555. 728. 729).
F. in den Alpen, aber auch (in einem Exemplare) von dem .Iura vom
Chasseral [Coiil).
Man hat ihn im .Juli und beginnenden August in Gadmen, zwar nicht im
Thale, sondern auf den Bergen etwa in 5000' auf Disteln und Echiuni ge-
troffen [Rä., Boll, Wu.). Sehr gemein ist er als rf an blühendem Polygonum
bistorta auf den Wiesen des Ober-Engadin . von Sils bis über Pontresina
hinaus; aus dem Daves [R.-S.]] bei Bergün ebenfalls nicht selten (Z.i. Die
letzten sehr vereinzelten Exemplare traf ich noch auf dem Weissenstein. Die
Passhöhe des Albula erreicht unsere Art nicht. Am Stelvio unterhalb der
Franzenshöhe [Wo.] nicht oft.
Höhengrenze 6000' und darüber.
Graminesia Stepli.
G. Trilinea S. V. (Trigrammica Hufn.) [Hb. 216).
R. an Plantago und Rumex acetosella.
F. im Mai und .Juni vereinzelt und seltener, doch an zahlreichen Orten.
Bern, selten; Berner Oberland (jßen/.); Meiringen und Burgdorf (i/.-Z).);
Gadmen [Rä.); Schlipfen [Rthb.]: Siselen (Rä.); St. Blaise-Neuveville [Coul.\;
Tramelan (Ge.); Aargauer Fundstellen, noch am zahlreichsten bei Lenzburg
[Wu.); Bremgarten [Boll]; Zürich und Umgebung, selten [Zell.-Dold., Freij);
Schaffhausen [Trapp); St. Gallen [Tä.]; Chur [Cafl.].
Caradrina 0.
C. Exigua Hb. [Hb. 362).
F. Ende Juli und im August, dem Lichte zufliegend.
Siselen. 1879 nicht seilen [Rä.]; von Lenzburg [Wu.j; Chur [Cafl.].
C. Morpheus Hufn. [Hb. 161).
R. an Convoivulus, Urtica und anderen niederen Pflanzen.
F. Ende Juni nur ganz vereinzelt und selten im Faunengebiele bisher
getroffen. Bern [Beut.]; Siselen [Rä.]; Tramelan [Ge.]; Basel (///.); Bechburg
152 'V. Noctuideii.
[R.-S.f] Aarburg uiul Auenslein 1^//.); von Wildegg llia/.]; St. Galleu, ein
Stück [Tu:,: von Evolena (R.-8.).
C. Cubicularis S. V. (Quadripunetata Fab.) IIb. 417).
R. an niederen Pflanzen, wie Alsine media.
F. im Juni und Juli in der ganzen Ebene und dem llügellande ver-
breitet, meistens liäufiger, mitunter gemein. Im Gadmenlliale noeli gemein,
aber etwas dunkler [Rä.]. Er erreicht am jurassischen Weissenslein 4000',
und in den Alpen bei Bergün noch etwas mehr (Z., Frey); im Stelviogel^iet
auf der Franzenshöhe, also in fast 7000', noch ein Stück von Wo. getroffen.
C. Jurassiea R.-S. (? Fusoieornis Ramb.).
R.-S. fand durch Nachtfang in nicht unbeträchtlicher Anzahl dieses
interessante Thier, was in keiner Weise mit der vorhergehenden Spezies und
wohl auch nicht mit der südlichen C. Fuscicoi'nis verbunden w^erden kann.
Es hält ungefähr die Mitte zwischen C. Cubicularis und Kespersa fkurz-
flügliger, gedrungener als die erstere , dagegen kleiner als die letztere, mit
welcher es in der Flügelform stimmt) . Die Farbe ist silbergrau. Mit Cubi-
cularis hat es gemein die schwarzen Punkte am Costalrand der Vorderflügel,
zwei sehr markirt, zwei etwas weniger ausgesprochen, und die Hinlerflügel,
welche besonders beim rf viel weisser sind, als bei Respersa , kaum gegen
den Rand etwas grau angeflogen. Mit Respersa besitzt übrigens die Zeich-
nung der Vorderflügel viel Aehnliches. Doch ist das schwarze Zackenband
etwas mehr gegen die Flügelmilte gerückt und aus einer zusammenhängen-
den Zackenlinie bestehend, während bei Respersa die Zacken eigentlich nur
aus verschränkt stehenden schwarzen Punkten gebildet sind. Endlich ist
die Flugzeit fast drei Wochen früher.
So lautet die treffende, fast unvei-änderl wiedergegebene Beschreibung
des Entdeckers.
Die R. leider noch unbekannt.
Bisher nur von der Bechburg [R.-S.].
C. Seiini Bsd. (H.-S. 91 .
R. an Pilzen {Paul].
F. aus dem Wallis (ßn.) und \Aahrscheinlich auch bei Aarburg U'//. .
C. Pulmonaris Esp. {Hh. 98).
R. an Pulinonaria officinalis.
F. vereinzelt im Aargau 'bei Ollringen) \(Mi Wh. gctrolVcti : dann von
TivinnUan ijie.'i.
C. Respersa S. V. (///;. 194).
K. an Planlago-Arten.
1'". im ,luni und .fuli lokal und da in d(M- lieget seilen.
\(»n (\('y IJechbure R.-S.), den .\ai;j;auer Fundslell(>n mit Lenzburt;
IV. Nocdiidon. 153
{Wu.]: Souiiillon Coid. ; Breniiiarten ßo//i; Graubüiidcn SU/)-. ,so\(Hi(;imr
Ca/!.]. Aus den Alpen mir vom Gadnienlhalp, nanicnllicli dem unteren an
Kalkfelsen, doch bis zur Baumgrenze [Rü. .
C. Alsines Brahm. Hb. 577).
R. an Grasarten, Plantago, Rurnex. Lamiuin u. s. \\ .
F. hn Sommer häufiger, in allen Landestlieilen lielroilen. Auch in. den
Alpen ; so von ßellalp und der grossen Scheitlegg !•/«., vom Gadmenlhal uml
hier auf Rlumen, namentlich Disteln , an sonnigen Hängen bis 6000' RH.);
auch aus dem Berge II ißaz. .
C. Superstes Tr. (Blanda Hb.) Hh. 162 .
R. an Gräsern, l'lantago etc.
F. im Juli und Anfang August. A;ii'bnrg und Oflriiigcn , selten (U'^^i;
Bechburg (/i.-S.i; Bern [Ja. ; Siselen [Rü. ; Wallis bei (iamsen [Äfideregg);
MUhlenlhal bei Schaffhausen [Trapp)] Clhur Ca//.;; Tarasp [Kill.].
C. Ambigua S. V. (Plantaginis Hb.) [Hb. 576 .
R. an Löwenzahn, Salat und anderen niederen j'fhinzen.
F". im Juni, dann nochmals im August und September.
Basel [Knecht u. A.); Aargauer Stellen [Wu.)] Bechburg R.-S. \ St.
Blaise-Neuveville [Coul.]; Genf (Museum;; Nyon [Rä.); Bern Bent.]\ Siselen
\Rä.)\ St. Gallen [Tä.'\ und Tarasp [Kill.).
C. Taraxaci Hb. (Blanda S. V.) (U.S. 380).
R. an Plantago.
F". von Ende Juni in den August.
Weil verbreitet, hi den Cantonen Basel, Sololhurn. Bern, Genf, an den
gleichen Orten wie die vorhergehende. Auch von Schü|)fen [Rthb.); Zürich
am Katzensee [Hiig.); Glarus [Heer); Chur, und zwar häufiger [Cafl.).^)
C. Gluteosa Tr. (Uliginosa Bsd.) [H.-S. 293).
Nur aus dem Wallis, wo sie Anderecjg früher erzog [Speyer] .
C. Palustris Hb. Hb. 367. H.-S. 292).
R. an niederen Pflanzen, z. B. Plantago.
Die interessante Noctue wurde bisher, sehen wir ab vom Wallis [Gn.),
nur in Graubünden , namentlich im Engadin getroffen. Sie fliegt in den
dortigen Hochthälern mit Beginn des Frühlings, d. h. von Ende Mai in den
Juni hinein und zwar beim Einbruch der Dämmerung. Stellenweise ist sie
häufig. Chur (Ca//.); Bergün(Z.); Samaden, Sils-Maria (//?ia/ecA-, Frey u. A.);
Pontresina und Roseggthal (PfaffenzeUer, M.-D.): aus dem Bergell [Baz.].
1) C. Gilva Donzel dürfte den südöstiicticn Grauliündner Bergen Ivauin felilen, da
sie bei Trafoi und auT dein .Slulvin von Wo. nm\ Stgr. als Sejienheit getroffen worden ist.
154 IV. Nncliiiden.
Höhengrenze gegen 6000'. Dio Verbreitung nach der Tiefe blieb un-
l)ekannl. Etwa 4000' f.
C. Arcuosa Haw. (Airae Frr.) [H.-S. 178. 179j.
R. an Griisern, wie Aira caespitosa.
F. von Ende Juni bis in den August, seilen und sehr lokal.
Bei Oftringen und Lenzburg auf feuchten lichten GraspUitzen in Waldern
und an Waldrändern [Wu.). Ein Exemplar fand ich vor .Jahren bei Zürich.
Acosmetia Steph.
A. Caliginosa Hb. [Hb. 474. H.-S. 435).
J(i. erbeulete das Thier im Wallis (27. Juni) bei Lenk.
Kusiiia Bsd.
R. Tenebrosa Hb. {Hb. 158. 503).
R. an Geum urbanum, Fragaria, Viola und anderen niederen Pflanzen;
auch an Rubus.
F. von Ende Juni in den August an manchen Orten , doch kaum häufig.
Bern und Berner Oberland {lithb.); Gadmenthal und Siselen [Rä.]: Bech-
burg [R.-S.]: St. Blaise-Neuveville [CouL); Genf (Museum); Aargauer Fund-
stellen mit Zofingen, ebenso Hergiswyl am Fusse des Pilatus [Wu.); Brem-
garten [Boll): Zürich und Balgrist [Hug., Zell .-Dold.) ; St. Gallen [Tä.): Chur
[Cafl.]; Bergün [Z.].
Amphipyra 0.
A. Tragopogonis L. [Hb. 40).
R. polyphag, an niederen Pflanzen, auch an Esparsette.
F. im August und September weit verbreitet und auch an manchen
Orten seltener. Von Basel bis Genf, am Jura, wie bei der Bechburg [R.-S.)
und von Tramelan [Ge.). Auch aus dem Alpengebiete; so Gadmenthal [Rä.)\
Simplon [Ja.); Churwalden [Huy.); St. Moritz [Mgb.)\ Sils-Maria [Hnateck).
Das Thier mag gegen 6000' erreichen.
A. Tetra Fab. [Hb. 39 1.
R. an Stellaria, Hieracium.
F. bisher nur ganz vereinzelt einmal zufällig in unserem Faunengebiele
getrotten. So im Aargau bei Oftringen [Wu.) und vom Gurnigel [Ringiev).
A. Pyramidea L. [Hb. 36).
R. an Prunus- und Pyrus-Arten. daneben noch von Weissdorn, Pappeln
und Liguster.
F. vom Juli bis in den Herbst überall im Tief- und Ilügellande, kaum
wohl in dein Gebirge aufsteigend.
IV. Noctiiiden. 155
A. Perflua Fab. Jlh. 35).
R. pulyphac;. ;m jungen Aprelhäiimen . Schlehen, Ligusler, an Loni-
cent xylosteum.
F. mit der Erscliehiunuszeit des vorigen, doch selten.
Bern 'Beut./, Burgdorf [M.-D.)\ Schlipfen [Rthb.]; Beehlxirg (R.-S.);
Oftringen ^Engclherg'i und Lenzburg [W\i.]\ Aarau {Gerber); Zürich und
Balgrist [Frei/, Zell.-Dold.'; im Thurgau von Braunau iß.-S.); Dusnang und
Degersheim [ Engster] ; von Ragaz-Pfafers [Kaiser]; von Chur und dem Rhein-
thal [Amstein u. s. w.).
Unsere Art erreicht, aber seltener geworden, noch das Gadmenthal (fio.) .
Die Höhenverbreitung also keine erheblichere.
A. Cinnamomea Göze [Hb. 37).
R. an Ulmen, Pappeln; auch Evonymus und Loniceren erwähnt.
F. nur als lokale Seltenheit. Von Bremgarten [Boll)\ Genf (früher von
dort häufiger nach Bent.).
Taeniocampa Gn.
T. Gothiea L. [Hb. 112).
R. poiyphag, an Taraxacum, Galium, Genista, Linden, Schlehen u.s.\v.
F. im Frühling im Flach- und Hügellande überall und häufig. Von Genf
(Museum) bis Tarasp [Kill.]. Noch im Gadmenthale [Rä.].
T. Miniosa S. V. [Hb. 174).
R. an Eichen.
F. im Frühling wie die vorige Art und da, wo Eichen vorkommen, über-
all, doch seltener.
T. Cruda S. V. (Pulverulenta Fab.) ([?] Hb. 173).
R. an Eichen.
F. gleich T. Miniosa, häufig.
T. Populeü Fab. [H.-S. 109).
R. an Pappeln, namentlich Populus tremula.
F. im Frühling vom Tieflande bis zu den Höhen des Jura, doch lokal
und seltener.
Bisher getroffen bei Bern [Bent.]., Lignieres [Coul.], Schupfen [Rlhb.].
Ferner von den durch Wu. so gründlich durchsuchten Aargauer Stellen ; von
Schaffhausen [Trapp); von Balgrisl bei Zürich [Zell.-Dold.]; von C\\\\Y[Kill.] .
T. Stabilis S. V. :?] Hb. 171).
R. an Eichen, Buchen, Linden. Pappeln u. s. w .
I 50 I^ ■ Noctiiitlon.
F. im FrüliliiiLi durch den ganzen tieferen Tlieil des Faunengel)ieles mehr
oder weniger häufig. Im Gadmenlhale noch luiidig 7{ä/.
T. Gracilis S. V. Hb. 168).
R. zwischen versponnenen Rubus-Blältern. dann an Spirviea uhiiai-ia und
anderen Pflanzen.
F. in ahnlicher Zeil und gleichem Terrain wie der \oi-ige, also ebenfalls
in weitester Yerl)reitiing, aJ^er seltener.
Wie es scheint nur im Tieflande.
T. Instabilis S. V. (Incerta Hufn.) Hh. 165.
R. polyphag, in der Westschweiz bisweilen den Obstbäumen schädlich.
F. gemein im Frtdijahr an den meisten Orten. In grosster Ausdehnung
durch das Tiefland; doch auch im Schächen- und (Jadmenthal , am Briinig,
so\Nie vom Rigi und Pilatus {}\u.).
T. OpimaHb. Hb. 424. 676. 677;.
Fi. an Eichen.
F. gleichzeitig, aber seltener und lokal.
Schupfen ilUhb.); im Aargau an den westlichen Abhängen des Engel-
bergs, der Wartl)urg , im Wiggerthal und von Lenzburg [Wu.) . Von Zürich
und Balgrist [Frey^ Zell.-Dold.).
T. Munda S. V. [Hb. 166' und Var. Immaculata Stgr.
R. polyphag. an Obstbäumen, Eichen, Buchen, Pappeln, Linden.
F. im Frühling überall, meistens häufiger, nur in tiefer gelegenem
Terrain (wie denn Z. bei seinen gründlichen Studien in der Höhe von Bergün
niemals eine Taeniocampa fand, um von eigenen Erfahrungen zu schweigen) .
Die fleckenlose Var. Immaculata von Lenzburg und der Wartburg (U^w.),
von Bern [Bent ) und ziemlich häufig von Chur [Ca/l.].
Panolis Hb.
P. Piniperda Panzer ([?] Hb. 476),
R. an Pinus sylvestris.
F. im ersten Frühling nach der Cultur des Nahrungsbaumes bald häufi-
ger, bald seltener, bald gänzlich fehlend.
Rem, häufig [Bent.]] Rurgdorf [M.-D.]] Bechburg (fi.-S.); im Aargau
nirgends eine Seltenheit [Wu.) ; im Walliser Vispthal, meistens mit sehr
blassen Stücken [M.-D.]; Zürich und Balgrist selten [Frcijj Zell.-Dold.); eben-
so von St. Gallen [Tä.]: von Graubünden [Mengold), so bei Chur [Ca/l.].
Höhenverbreitung nur gering, aber noch näher zu bestinnnen.
Paclmobia Gn.
P. Leueographa S. V. [Hb. 411. 572).
R. an niederen Pflanzen, wie Plantago , Stellaria, Taraxacum , auch an
Heidelbeeren.
IV. Nncüiidcn. 157
F. im ersten Friihlinii, luässi^ \ei'l)r<'itel und seilen.
Bern [heul.]: Siselen [Rü.] Aargauer Fundstelli^n W'ii. und Hreni-
garten [Boll)\ Zürieli l»ei Balgrisl [Zell .-Dold., Ftri/): aucli nocli im ()l)ei"en
Engadin [Bi.].
P. Rubrieosa S. V. (///>. 430 .
K. an niederen Fllanzen, wie Riirnex, Taraxaeum, Lactnca.
F. im Frülding lokal und keineswegs häuHg. Basel [Kintchl \ Bechburg
(/i.-N.); Bern iBent.); Meiringen [Gerber) und Berner Alpen 'Rthl).\: Cliasseral
[Colli.]; Aargauer FundpUitze [Wu.]; Brenigarten [Boll); Zürich und Balgrist
[Frei/. Zell.-Duhl.-. St. Gallen ^Tü..\ Ober-Kngadin IHnatevk. Beut.;.
Mesogona Bsd,
M. Oxalina Hb. [IIb. 219).
B. an FJiissufern von Ei'len. namentlich Alnus incana, und Fappeln.
F. im Hoclisomnier, \om August an l)is in den Anfang Oclol^er iiinein,
doch nur an wenigen Stellen beobachtet.
Basel [Knecht, Leonhart); Brenigarten [Boll, Freij); Oftringen und Lenz-
burg 'Wu.); Bern [Bent.]: Genf (Museum); Chui- Kill.]; Sils [Hnatecl;] und
Tarasp [Kill.].
Am vorletzten Orte allein in einei- Höhe von zwischen o- and (iOOO'
get rollen.
M. Acetosellae S. V. [Hb. 220. 881. 882).
R. an Eichen.
Bisher nur beobachtet im August und September auf der Bechl>urg
[R.-S.], den Aargauer Fundstellen [Wu.); dann noch von Genf (Museum).
Elevation also gering. Das Thier fehlt dem ganzen östlichen Theile, mit
Ausnahme St. Gallens, wo Tä. im Hagenbuchwalde ein Exemplar erbeutet hat.
Hiptelia Gn,
H. Ochreago Hb. (Rubeeula Tr.) [H.-S. 437. 438).
Aus den ßerner Alpen \Rthb. , dem Gadmen- und dem Meienthal selten
[Wu.i.
Dicycla Gn.
D. Oo L. [Hb. 867).
B. an Eichen.
F. bei uns nur lokal und selten. Lenzburg [Wu.]; Biel (Hauptmann
Betitelt); Burgdorf [M.-D.].; St. Blalse-Neuveville [Coul.]; Schupfen iRthb.);
aus dem Oberhasli [M.-D. r. St. fiallen Tä.: und nach älteren Verzeichnissen
auch aus Graubünden.
158 IV. Noolniden.
Calymiiia Hb.
C. Pyralina S. V. [Wi. W.\ .
\\. zwisc'lieii vcrsponntMU'n BlüKcrn von Kichon, Ulinon. Birken, Weiden,
P.ippeln, Apl'el- und Birnbiiinnen.
F. im Sommer vom .luii an. weil verl)reitel, an manchen Orlen sparsam,
anderwärts liäidieer.
Aus den Canlonen Basel, Aai'iiau , Bei-n . Zürich, S(. Gallen und Grau-
hiiiulen. Bei Ghui' häufig (Ca//.'; auch aus (i(Mn Domleschc; [kill.].
Uöhengrenze wohl unbedeutend.
C. DifflnisL. {Ilh. 202).
W. an l Imen.
F. selten und nur von sehr wenigen ürlen bekannt.
Bern [BenL mui Hü.): I.enzl)urg [Wit.,; Sl. (iailen (7(7. ; Zilricli Dirf-
n'cli); (ienf Museum).
C. Afflnis L. [Hh. 201 i.
W. an Fliehen und Ihnen. ^
F. selten und selir vereinzelt. Basel iLeonlian, (it'i'her ; Bern Beut. :
Ol'tringen , Lenzburg und Baden U'//.) ; (ienf iMuseuni; ; Chur in einem
Stück (Ca/L).
C. Trapezina L. [Hb. 200).
R. an Laubhölzern, namentlich Eichen.
F. im Juli und August. Gemein im ganzen Tief- und HUgellande. auch
im Bergell gefuntlen [Baz.]. Dem Alpenlande fehlend.
Cosniia 0.
C. Paleacea Esp. (Fulvago S. V.) (Hb. 198. \[VS .
R. zwischen den Blättern der Birke und Zitterpappel.
F. im Juli und August, lokal und selten.
Im Aargau von der Wartburg, dem Born und Oftringen (TV'/r); von dei-
Bechburg iß.-S.]; Bern [Bent.]: Siselen (/{ä.j: Genf (Museum : Zürich [Frey);
St. Gallen {TiL); Bergell [Baz.].
Dyschorista Led.
D. Suspecta Hb. [IIb. 633).
Bern zu Anfang August von Ja. gefunden.
D. Ypsilon S. V. (Pissipuncta Haw.) [Hb. 136).
R an Pappeln.
F. nach dem Norkommen dieser Bäume im Tieflaiide bald häufiger, bald
spärlicher oder (wie z. B. bei Zürich) zur Seltenheil geworden. Er fliegt im
UochsouHuer und schein! nicht im Gebirge aufzusteigen.
IV. No.-luid.Mi. ir,«»
Plastenis Bsd.
P. Retusa L. Hh. 214 .
R. an Weidon. zwischen den versj3onnenen liliittein.
V. überall, wohl im Tiel- und llüircllande \ nn (ieiil' l»is Tarasp KiU. .
Kluiizeil der" .luli.
P. Subtusa S. V. Hb. 213 .
K. an Pappeln nnd Espen.
F. mehr lokal im Juli. Basel (Knechl): Heehlnirii [H.-S.]:. Bern {Beul.,
Ja. ; Siselen {tiä. ; Schilpten [Rthb.]; St. Blaise-iNeuveville [Coitl. : Tranielan
((iV\ ; Aargauer Fundstellen [Wu.); Bremgarlen [Boli\ Lausanne iPaiir/KiKd
ih' Bottens : Genf (Museum); Schaffhausen [Trapp].
("iiToedia On.
C. Ambusta S. V. [IIb. 215 .
R. an wiUlen Apfelbäumen.
F. im August im Wallis [Gn.) und von N\on Hü. .
C. Xerampelina Hb. [Hb. 421) und Var. Unicolor Gn.
Zu Ende August und Anfang Septeinl)er von der Bechl>ui"g (fi.-S.); von
Bern an Ulmen ßä. .
Var. Unicolor (mit fast einfarbigen Vorderflügeln) ebenfalls von Bern,
öfter Rä.).
Cleoceris Bsd.
C. SalieetiBkh. (Viminalis Fab.) [Hb. 50;.
R. zwischen zusammengesponnenen Blättern schmalblättriger Weiden-
arien.
F. im Juli und August im lieferen Gebiete weit verbreitet und auch in
dem Jura wie den Alpen von Bern (so im Gadmenthale bis 4000' und mehr
[Rä.]) und Graubünden (hier bis Tarasp [ä7//.]). Exemplare von Sils und
Ponlresina sind ungewöhnlich dunkel [Frey]. Rä. al)er fand sie im Gadmen-
thale grösser, l)ald heller, bald dunkler.
Die Höhengrenze 5500',
Orthosia 0.
O. Lota Cl. [Hb. 167).
R. an Weiden, Pappeln, Erlen, auch an Heidelbeeren.
F. im September und October.
Basel [R.-S.); häufiger in den Thälern und auf den Bergen des Jura
{Wu.]\ Bechburg [R.-S.]] von Bern und St. Blaise-Neuveville [Coul.) gemein;
von Burgdorf [M.-D.)\ Siselen und Gadmen (ßä.); Genf (Museum); Zürich
und Umgebungen [Frey^ ZelL-Dold.); Schaffhausen [Trapp); St. Gallen (rä.);
Chur, im dortigen Rheinthal [Caß.].
Höhenverbreitun" nicht beträchtlich.
lOO TV. Xooliiideii.
O. Maeilenta Hb. [Hb. 418 .
H. ;iii BiiclK'n.
I'. im Aiirgau fnsl illier.ill, wo Buchen wachsen, an Wakh'ändern nnti in
lichten Geholzen, in einzelnen Jahi-en [laidiger, namentlich um Lenzl)m-i;
[Wu.]] Heclibniij; [R.-S.]-^ Bern, zuweilen häufiger \Bent.)\ von Siselen und
dem (iadmentliale Kä.i; St. Blaise-Neuveville [CouL): Tranielan [Ge.].
O. Ferruginea S. V. (Circellaris Hufn.) [Hb. 181).
K. auf Ulmen, aljer auch niederen Pflanzen , in (\e\- .liii-'end in den KHtz-
chen der Wollweiden und Espen.
F. sehr weit verbreitet, eine häutigere Arl.
Aus alleu Cantonen. Auch von iWn Berner Alpen (Hthb.' .
O. Ruflna L. (Helvola L.) [Hb. 184).
B. an Eichen.
K. im Sej)tend)er und October, weit ver]>reitet , an manchen üi-ten
durchaus nicht selten. Wohl überall im Tiel'lande von Basel bis Genf und
Chur. Auch vom Jura, deui Gadmenthale ißä.) und Tarasp [KiH.].
O. Pistacina S. V. (Lychnidis Fab.) Hb. 131), Var. Canaria Esp., Var.
Serina Esp, und Var. Rubetra Esp. [Hb. 707. 708 .
B. pohphag, an Schlehen, IMlaunien. Kii'schbäumen , Alsine, (^entaurea
jacea, Scabiosen l1. s. w.
F. ungemein al)ändernd , vom September an in den Spälherbsl hinein
und an einzelnen Stellen häuliger.
Basel [k'nedit ; Aargauei' Fundplälze , häulig bei LcMizburg [Wii. ; \(»n
Bremgarten (lidll,; Bechburg H.-S.]: Bern [Bent.]] Burgdorf (.17.-0.); Schu-
pfen und Langnau [JUhb.); Siselen :/{'.); Zürich, selten [Freij] und Balgrisl
{Zell.-DokL); St. Gallen einmal ^7«.); Chur und Bergell Cafl., Baz. .
Var. Ganaria (dunkler, fast schwärzlich) fand sich bei Basel, der B»H'h-
burg; Bern und Lenzburg.
Var. Serina (mit den hellsten, fast einfarbigen Vordei-llügeln, \on den-
selben Üi'ten.
Var. Rubreta (mit rothbraunen , fast gleichfarbigen Vordeiflügeln \ on
Basel und der Bechburg, sowie von Chur [Cafl.].
O. Nitida S. V. (7/6. 180).
R. an Planlago, Veronica oflicinalis und chamacdrys.
F\ im August und Se[)lendjer, ziendich selten.
Lenzburg {Wu.]\ Bern und Siselen 'Beut.. Ii(i.]; Einmi'iithal Hllib. \
Gurnigel {Ringier]; St. Blaise-Neuveville (Co;//.); Genf (Museum) .
O. Humilis S. V. (776. 170).
Von Biirgdoi'f Anfang OcIoIxm- von M.-l). gefang(Mi : Sl. Blaise-Xeu\ cn ille
(Coui.,.
IV. Noctuiden. 161
O. Laevis Hb. [Hb. 163).
Von Bern selten [Rä.]; St. Blaise-Neuveville [CoiiL).
O. LituraL. [Hb. 127).
R. an Weiden, HeidellDeeren und anderen Pflanzen.
F. vom September bis in den spätesten Herbst nicht häufie.
Basel (7//); Bechburg [R.-S.); Aargauer Stellen und Bremgarlen [Wii.,
BoIIk Bern {Ben(.); Schupfen und Einmenthal [Rl/ib.]; Burgdorf [31. -D.];
Neuveville [Coul.); Siselen und Gadnienlhal (ßä.); Genf {Bent.]-^ SchatTluuisen
[Trapp]] St. Gallen, ein Stück (Tä.); Chur(Cf///.): Ober-Engadin (ZeU.-Dold.).
Xauthia Tr.
X. Citrago L. [Hb. 188).
B. zwischen versponnenen Lindenblättern.
F. von Ende August bis in den October.
Im Aargau und dem Canton Solothurn sehr verbreitet, ohne häufig zu
sein [Wu.)\ Bechburg [R.-S.)\ Bremgarten [BoU)\ Bern [Bent.); St. Blaise-
Neuveville [CouL); Tramelan [Ge.]] Burgdorf und Gadmenthal [M.-D.]; auch
sonst in der Berner subalpinen Zone; Genf (Museum); Schatrhausen Trapp);
St. Gallen [Tu.]; GraubUnden [Kill.). Nirgends aber häufig.
X. Aurago S. V. [Hb. 197) und Var. Fucata Esp. [Aurago Hb. 196).
R. an Eichen.
F. im August und September, doch meistens seltener. Bern und Schli-
pfen, öfter [Bent. und Rthb.); Burgdorf [M.-D.]: St. Bhn'se [CokL): Siselen
(fiä.); Aargauer Fundstellen [Wtc.) ; Bechburg, öfter [R.-S.); Bremgarten,
häufiger [BolV;; Zürich, selten {Frcy^^: ebenso Schafi'hausen [Trapp): von Sl.
Gallen [Tä.) .
Var. Fucata (gleichmässiger, mit hellerer, orangefarbener Mittelbinde)
fanden Wu. (bisweilen unter der Stammform in den Wäldern) bei Lenzburg,
Rä. bei Bern und R.-S. auf der Bechburg.
X. Flavago Fab. (Togata Esp., Silago Hb.) [Hb. 191).
R. anfänglich in Weidenkätzchen , dann an verschiedenen niederen
Pflanzen, wie Leontodon und Hieracien.
F. von Ende August bis in den tiefsten Spätherbst, verbreitet und
häufiger.
Basel [Sulger); Bechburg [R.-S.); Bern [Beut.]; Burgdorf (.1/.-/).); Schu-
pfen [Rthb.); Siselen und Gadmen [Rü.); Tramelan [(k'.); Genf (Museum);
Aargauer Fundstellen [Wu..) und Bremgarten [Boll); Zürich [Zell.-DoUL);
Schaffhausen [Trapp); Ragaz [Ringier ■. Chur [Cafl.].
Im Gadmenthale traf Rü. das Thier l>is 5500'.
X. Fulvago L. (Cerago S. V.) [Hb. 190. 444) und Var. Flavescens Esp.
[Hb. 445).
R. anfaivgs an den Kätzchen von Salix caprea und Populus tremula, dann
an niederen Pflanzen, namentlich Taraxacum und Hieracien,
Frey. Lepidopteren. ^\
162 IV. Noctuiden.
F. im Ilerhsle, verl^reitet und bis zur sul>alpineii Erhebung gelangend.
So im ganzen ebeneren Faunengebiete, ebenso vom Jura. Aus dem Dom-
leschg (etwa 2000'], von Tarasp [Kill.) und dem Gadmenthale [Rä.).
Var. Flavescens liier und da unter den typischen Exemplaren, aber viel
sparsamer; so von Oftringen und Lenzburg [Wii.], sowie der Beehburg [H.-S.)
und von Bern [Ja.). Heller, zeiehnungsloser.
X. Gilvago S. V. [Hb. 443) und Var. Palleago Hb. [Hb. 442).
R. an Ulmen und in Kätzchen der Espen.
F. im Spätsommer und Herbste, mitunter nicht selten, doch nur lokal.
Basel [Knecht, Sulger); Beehburg (R.-S); Bern [Bent.]; Siselen [Rä.]:
von St. Blaise [Coid.]] Genf (Museum); Oftringen selten, Lenzburg häufiger
[Wh.]] von Schaffhausen [Trapp).
Var. Palleago (mit fast einfarbig gelben Vorderflügeln) von Bern [Jü.).
X. Oeellaris Bkh. und Var. Lineago Gn. [Hb. 1 93) .
An Pappeln im September und October bei Lenzburg selten [Wu.]; dann
gleichfalls selten von Bern [Beut.]; von Chur [CafJ.). Ob von der vorigen
Art wirklich verschieden, steht anhin.
Var. Lineago (graulich,, gelb gestreift) von Basel [R.-S. und Andere).
Hoporiua Bsd.
H. Croceago S. V. [Hb. 189).
R. an Eichen.
F. im Herbste. Bern, nicht hüui\a,[ßent.); von Schupfen (ß^//?>.;; Siselen
(fiü.); hier und da bei Neuveville und St. Blaise [Conl.]\ Genf (Museum);
im Aargau mit der Eiche weit verbreitet bis auf die Höhen des Jura, doch
nirgends häufig [Wu.); Beehburg [R.-S.)\ Bremgarten [Boll): von Zürich,
recht selten [Frey); Schafl'hausen , nicht selten [Trapp); St. Gallen, selten
[Tu.); Graubünden [Mengold xmd Cafl.).
Orrhodia Hb.
O. Serotina O. (Fragariae Esp.) [IIb. 104).
R. an niederen Pflanzen.
Von Basel [Leonhart); hc\ Lenzburg vom Beginn des October an und
noch tief in den Winter, ja selbst bis Mitte März hinein [Wu.).
O. Erythrocephala S. V. [IIb. 176) und Var. Glabra S. V. [IIb. 438).
R. polyphag , an Galium moflugo, Taraxacum , Plantago u. s. w., aber
auch an Eichen.
F. im Herbste,
Basel [Knecht); weit veri)reitet im Aargauer Jura (selbst zu höheren
Stellen) und im Tieflande [Wu.); Bern [Bent.); Genf (Museum).
L'eberall, wohl aber als seltenere Art.
IV. Noctuiden. 163
Viir. Glabni (dunkler, der Costalnmd, die l^eiden Makeln und die Aussen-
randbinde hellgrau) an den genannten Äargauer Lokalitäten (l^/^); von der
Heehburg (/{.-S.); Landeron (Com/.); Bern [Bent.); Siselen [Ra.].
Wu. fand, dass die mit Eichenblättern genährten Raupen dunkler ge-
t'.irble, zu Glabra iibei-gehende Schnietlerlinge lieferten.
O. Veronicae Hb. (Dolosa Hb.) Hb. 541. 632 .
Von St. Maurice im Unlerwallis und von Zürich \Hug.).
O. Silene S. V. (Vau punetatum Esp.) W). 175, und Var. Immacu-
lata Stgr.
R. an niederen Pflanzen, aber auch an Schlehen.
F. im Herbste, wie es scheint, mit sehr ungleicher Enlwicklung.szeit bis
in den Winter hinein [Wu.].
Bern [Jä.)\ St. Blaise-Neuveville [Coul.); Genf (Museum); Äargauer
Fundstellen [Wu.]; Balgrist bei Zürich [Zell.-Dold.]] Schaffhausen {Tr(ipp);
St. Gallen (Tä.); Degersheim [Müller]] Chur, häufiger [Cafl.].
Var. Immaculata (ohne Vorderflügel-Flecke) (vielleicht zur vorigen 7\i'l
zählend) in einem Stück von Bern \Bcnt.].
Silene geht bis Gadmen [Bä.)A]
O. Vaccinii L. [Frr. 46. 2), Var. Spadieea S. V. [IIb. 179 und Var.
Mixta Stgr. [Hb. 177).
R. polyphag ; Pappeln, Heidel-, Brom- und Himbeeren, Thjmus.
F. häufiger im Spätherbste und im Winter bei wärmerem Wetler.
Als Stammform l)etrachtet ^^tyr. die fast gleichmässig kujjferbraunen
Exemplare.
Aus allen tieferen Lokalitäten , auch am Jura und bis Gadmen aufstei-
gend [Rä.).
Var. Spadieea (mit mehr oder weniger schwärzlich gebänderten Vorder-
flügeln) von Lenzburg [Wu.], derBechburg [R.-S.], von Bern [Beut.), Siselen
[Rä.] und Genf (Museum) .
Var. Mixta (mit heller gebänderten Vorderflügeln [in Hb.'s Fig. 177
kaum ersichtlich]) von Lenzburg, seltener (M<.), dann von derBechburg
[R.-S.] und von Bern [Bent.], sowie von Siselen [Rä.].
O. Ligula Esp., Var. Polita Hb. (Brigensis Bsd.) [Hb. 178. H.-S. 459)
und Var. Subspadicea Stgr. (Spadieea Haworth [Haw.]).
Die Artrechte scheinen mir auf schwächsten Füssen zu stehen.
Als Stammart nimmt Stgr. die auf den Vorderflügeln schwärzliche, nach
auswärts weisslich gebänderte Form an.
R. in mit der vorhergehenden verwandter Lebensweise.
F. von Lenzburg vom September an. nicht häufig [Wu.]; von Bern und
Siselen [Beut., Rä.].
•1) Keine Art des Genus Orrhodia gewinnt nacli Z. melir die Hüiie \un Bergiin.
ii*
164 IV. Noctuiden.
Var. Polita (Voi'derflUgel schwärzlich , mehr oder weniger grau mar-
morirt) bei Oftringen und Lenzburg [Wu. und Ringiei') , doch seltener; Bech-
burg [R.-S.); Wallis [Gn.).
Var. Subspadicea (rothbraun, häufig weisslich gegittert) von Siselen [Rä.].
O. Rubiginea S. V. [Hb. 183).
R. an Weidenkätzchen, dann niederen Pflanzen.
F. von Ende August, den Herbst hindurch in den Frühling , in weiter
Verbreitung, doch keineswegs an allen Orten und sonst vielfach als selten
erwähnt.
Bern [Bent.]; Burgdorf [M.-D.]; Siselen, selten (Rä.): St. Blaise [Coul.];
Bechburg [R.-S.]:, an den Aargauer Fundstellen, auf den Bergen häufiger als
in den Thälern , ebenso am Pilatus [Wu.); Zürich und Umgebungen [Frey,
ZeU.-Dold. u. A.); St. Gallen [Tä.]; Ghur (Cr///.).
Scopelosema Curtis.
S. Satellitia L. [IIb. 182).
R. polyphag. Sie soll nach Wu. neben anderen Raupen auch Blattläuse
fressen.
F. vom August zum Herbste und noch überwintert im Frühling, weil
verbreitet, stellenweise häufiger, mitunter fast gemein. Aus der ganzen
ebeneren Schweiz, von Basel bis Genf und ostwärts l)is Ghur. Auch noch im
Gadmenthale [Rä.).
Scoliopteryx Germar.
S. Libatrix L. [Hb. 436).
R. an Weiden und Pappeln.
F. im .luni und Anfang .luli , dann im August und September, überall
und häufig. Man hat ihn noch am Wildkirchli (4614') [Tu.), zu Sils im Obei--
Engadin getroffen [Hnateck], ja im Stelvio-Gebiefnoch auf der Franzenshölie
[Wo.), also in fast 7000' Elevalion.
Xylina 0.
X, Semibrunnen Haw. (Oeulata Germar.) [H.-S. 460) .
F. vom September an mit Ueberwinlerung, lokal und seilen.
Basel [Knecht, Siilger); Bechburg [R.-S.); Aargauer Fundstellen (ir*/.);
Siselen (Rä.); Genf (Museum); Ghur [Ca/1.).
X, Petrificata S. V. (Socia Hufn.) [Hb. 239).
R. an Eichen, Obstbäumen, Linden, Ulmen.
F. gleich dem vorigen, in weiter Verbreitung durch die ganze tiefere
Region des Faunengebietes und auch noch bei Gadnien \on Rä. beobachtet.
IV. Noctiiiden. 1 (j5
X. Confonnis S. V. (Furcifera Hufn.) {Hb. HS,.
R. nanienllicli an Alnus incaiia und glutinosa.
F. mit der Ersc'lieinungszeit des vorigen wiederum in iilmlicher Verbrei-
tung, el)enso aus dem Gadmenthale [Rä.]. Er dürfte aber höher im Geliirge
aufsteigen, indem ihn Hug. noch aus dem Engadin erwähnt. Manche Ver-
zeichnisse bezeichnen ihn als selten.
X. Ingrica H.-S. [H.-S. 507. 573).
F. im Hochsommer. Er findet sich seilen auf dem Jura, ebenfalls selten
und nur an wenigen Stellen des Alpengebietes nach bisherigen Erfahrungen.
Aus dem tieferen ebeneren Terrain nur von Bern •Bent.^ Ja.), sowie
von Chur, öfter [CafL). Von den Berner Alpen [Rthb.]; so aus dem Gadmen-
thale, öfter (iRä.); Engelberg bei Oftringen (Wu.) und aus dem Ober-Engadin
[Zell. -Bold. ).
X. Lambda Fab., Var. Zinckenii Tr. [ll.-S. 135).
Wir kennen nur in beschränktem, ganz seltenem, Vorkommen in unserem
Faunengebiete die Var. Zinckenii , welche Wu. bei Oflringen an) F"usse des
dortigen Engelbergs auf nasser VValdwiese getroflen hat.
X. Rhizolitha Fab. (Ornithopus Hufn.) [Hb. 242).
R. an Eichen, Schlehen.
F. im August, September und später. Im Flach- uml Hügellande wohl
überall, bald häufiger, bald vereinzelter, von Genf bis Graubünden.
X. Lapidea Hb. [Hb. 382), Var. Sabinae Hb. [Hb. 76ü. 767).
R. an .luniperus sabina im Wallis.
F. von Gamsen und dessen Umgebungen durch die Familie Aiulereg;/
gefunden und vielfach verbreitet.
X. Merckii Rmb. (Ripagina Hb.) [Hb. 840).
Nach Hug. im Wallis. Jede weitere Angabe über diese südliche Art fehlt.
Calocaiiipa Steph.
C. Vetusta Hb. (Hb. 459).
R. an niederen Pflanzen, namentlich nasser Stellen; doch auch an
Populus.
F. im Spälsonnner und Herbste (auch überwinternd), im Allgemeinen
selten, tloch verbreitet. Basel [Knecht): Bochburg (R.-8.); Bern und Bernei-
Oberland [BenL:, Gadmon (/Ja.); Schupfen [Rlhb.]; Burgdorf [M.-D.]; Lan-
deron und St. .Jean [Coul.]] Tramelan [Ge.); Genf (Museum); Aargauer Fund-
plälze [Wu.]; Bremgarten [Boll]; bei Zürich im Balgrisl [Zetl.-Dold.]; St,
Gallen [Tä.); Graubünden [Mengoki), so von Chur [Cajl.).
166 IV. Noctiiiden.
Also iu \v{?ilostcr Vei'l)r(Mlung, wenn auch seilen und wohl nur in die
untere Alpenregion des Canlons Bern aufsteigend.
C. ExoletaL. [Hb. 244).
R. der verwandten Art an zahlreichen nieileren Pflanzen, wie Pisuin,
Taraxaeuni, Lactuca, Lamiuni, Liliuni martagon u. s. w.
V. mit der gleichen Erscheinungszeit.
Basel [Sulger, Panchaud de Bottens); Aargauer Stollen und Breingarten
iWu., Boll); Bern [Beut.]] Schupfen [Rtfib.); Neuveville und Lignieres (Co«/.);
Tranielan [Ge.); Gadmcnthal (Rä.); aus dem Wallis [Bent.]; Zürich {Frey,
ZeU.-Dold.)] von Schaft'hausen [Trapp] \ St. Gallen (7a.) und von Sargans
[Meli]] für Graubünden aus dem Rheinthale, von Flims und dem Bergeli
{Caß., Baz.). Bei Bergün im Juli und August die R. mehrmals gefunden (Z.,
Frey). Ueberall selten.
Höhenverbreitung beträchtlich übei- 4000'.
C. Solidaginis Hb. [IIb. 256).
R. auf Vaccinium niyrtillus.
F. im September als seltenes Vorkonunniss im Jura und den Alpen, doch
sehr lokal. Gysulalluh und Reichen [Wii.); Berner Alpen, so im Gadmen-
thale [Rä.) und aus dem Oberhasli [Rthb. und M.-D.); vom Pilatus in mehr
als 4000' [Wu.].
Xylomiges Gn.
X. Conspicillaris L. [IIb. 237) und Var. Melaleuca Vieweg [Hb. 236).
R. an niederen Pflanzen.
F. lokal und selten. Bechburg [R.-S.); Aargauer Fundstellen (IVm.);
Bremgarten [Boll); Tranielan [Ge.]; Genf (Museum); Sierre [Hug.)\ St. Gallen
(rö.); Chur (Co//.).
Var. Melaleuca (Thorax weisslich, Vorderflügel schwärzlich, am llinler-
rande weisslich) findet sich hier und da unter der Stammform [Wu.)\ von
der Bechburg [R.-S.], dem Jolimont [Coul.) und der Churer Gegend [Cafl.].
Scotochostra Led.
S. PuUa S. V. [IIb. 238. 692. 693 .
Soll nach Hay. im Wallis vorkonunen.
Asteroscopus Bsd.
A. Cassinea S. V. (Sphinx Hufn.) [IIb. 5. 6).
R. an Eichen, IJnden, Buchen, Wollweiden.
F. im Spätherbst, wohl überall in der F^hene und f»is zu d(>n Höhen des
Aaigauer Jura, lieber das Alponland fehlt jede Angabe.
IV. Noctuiden. |67
A. Nubeculosa Esp. [Hb. 3. 4).
R. an Ulmen und Birken.
F. im ersten Frühlinti; ; bei uns eine Seltenheit, einmal von mir hei Zui'ich
gefunden. Aus Graubiinden nach 3Ietu/old.
Dasypolia Ou.
D. Templi Thunberg [Hb. 373).
R. in den Wurzeln von Heracleum spondylium.
Aus dem Wallis. Alles Nähere fehlt.
Xylocaiiipa On.
X. Lithorhiza Tr. (Areola Esp.) [Hb. 398).
R. an Lonicera xylosteum.
F. im ersten Frühling, Miirz und April, selten und nur an wenigen Orten
bisher getrof!en. Im Aargau von Oftringen, der Wartburg und dem F^ngel-
berg [Wu.]: von St. Blaise-Neuveville {CouL); Tramelan [Ge.]; Genf (Museum).
Bei Zürich fand ihn Niemand.
Lithocampa (xii.
L. Ramosa Esp. [Hb. 247).
R. in schattigem Walde an Loniceren.
F. im Mai und Anfang ,Iuni. Bern, seilen [BenL.)\ Enmienthal , sehr
selten [Rt/ib.]] Gadmen {Rä.); St. Blaise-Neuveville {CouL); Bechlmrg [R.-S.):
Oftriugen und Pilatus {Wu.); Balgrist bei Zürich [Zell.-Dold.]. Während er
an den letztgenannten Orten ebenfalls sehr sparsam erscheint, ist er relativ
häufig bei Chur {Caß.) . Dann noch von Bergün (Z.), Tarasp (A7//.) und Sils
im 0})er-Engadin [Freij).
Die Höhengrenze zwischen 5- und 6000'.
Calophasia Stepli.
C. Platyptera Esp. {Hb. 254) .
R. an Linarien.
F. nur bei Genf im Juli und August {Frei/) und Nyon {Rü.j eben noch
unser Faunengebiet erreichend.
C. Linariae S. V. (Lunula Hufn.) [Hb. 252).
R. an Linaria vulgaris und alpina.
F. in doppelter Generation in weitester Verbreitung itn Tieflande; vom
Jura, wie dem Weissenslein (./«.), dem Chasseral {Coid.\ und Genf (Museum).
Von Chur (CV;//.) und Tarasp {lülL). Höheren Alpengegenden wohl fehlend.
Cuciillia Schrank.
C. Verbasci L. {Hb. 266).
R. an Verbascum, und nach dessen Vorkommen bald häufiger, bald
seltener.
168 IV. Noctuiden.
F. im Mai und Juni weit verbreitet, im Flacli- und Hüi^eliande unseres
Faunengebietes überall getroffen. Auch noch im Gadmenthale [Rä.).
C. Scrophulariae S. V. (Hb. 267).
R. an Scrophularia aquatica und nodosa.
F. mit der Erscheinungszeit der vorigen Art. Er kommt wohl überall
vor, bald häufiger, bald seltener. In den Alpen (nach Baz. auch im Bergell)
noch in der Höhe von Bergün. Die Raupen hier an letzter Pflanzenart [Z.,
Frey). Ich erzog aus ihnen in Zürich zwei ganz dunkle, der C. Verbasci sehr
ähnliche Stücke.
C. Lyehnitidis Ramb. [H.-S. 204).
R. an Verbascum-Arten.
Von Gadmeu und Ferenbalm [Rä.]\ von Chur [Cajh).
C. Thapsiphaga Tr. (•?//6. 816).
R. an Verbascum.
Von Basel [R.-S.].
C. Asteris S. V. [Hb. 260. 506).
R. an Solidago virgaurea , an Astern, zuweilen auch an Gnaphalium
uliginosum und sylvaticum.
F. wohl im ganzen Flach- und Hügel lande, an manchen Orten jedoch
selten. Man hat ihn in niederen Alpengegendon noch getroffen, so bei Gad-
men [Rä.].
Höhengrenze wohl unter 4000'.
C. Umbratica L. [Hb. 263).
R. an Peucedanum, Sonchus, Canipanida, Cichorium (theilweise sicher).
F. vom Mai bis October, nirgends selten im Flach- und HUgellande,
ebenso vom Jura. Er dringt gleichfalls in die niedere Alpenzone ein; so
noch von Bergün [Z.].
Elevation über 4000'.
C. Lactucae S. V. [H.-S. 189).
R. an Prenanlhes purpurca und Lacluca.
F. vom Frühling bis in den Juli, ebenfalls weil verbreitet, alxM- sc^llcner
als die vorhergehende Art.
Wohl im ganzen tiefei'en Faunengel)iele : vom .Iura l)ei Tramelan [Cit'.)
und aus den Alpen, aus dem Gadmenthale bis 4000' (/{«.), von Bergün [Z.)
und von Celerina [M.-Ü.].
Ilöhenverbreitung etwa 5500'.
C. Lucifuga S. V. [Hb. 262).
R. an Prenanthes. Wit. erzog sie mit Taiaxacum.
V. im Frülisommer. Von den Aargaiier Fundslellen ( U'/^) ; von der Bech-
burg [R.-S.]; Bern [BeiU.]; im Berner Oberland [Derselbe und Rlhb.); aus
IV. Noctuiden. 169
(lotii Gadnionlhalc [Uä.)\ vom Rousslhal im (Danton Uri {Wu.); von Chur
C'«//.); von Tarasp [Kill.]. Wo. fand auf dem Stelvio bei der Franzenshöhe
im August noch eine Raupe. Unsere Art kann also bis gegen 7000' auf-
steigen. Sic ist wohl mit der nachfolgenden die am höchsten beobachtete
Cucullia.
C. Campanulae Frr. [H.-S. N. Schmetterl. 127).
R. an Campanula rotundifolia, meistens mit Ichneumonenlarven besetzt.
F. im FrUhsommer, selten und an wenigen Orten mit Sicherheit l)eob-
achtet. Von Seen bei Winterthur, wo ihn vor langen Jahren /{o/'c/or/' ent-
deckt hatte. Von Töss bei letzterer Stadt [Frey); dann Aargauer Fundstellen
mit Lenzburg [Wu.]; Tramelan (Ge.); Rechburg (/i.-S.); St. Gallen [Tä.];
von Chur und Trins [Ca/I.]; Samaden [Pfaffen zeller) . Noch auf der Franzens-
höhe des Stelvio [Wo.^ Struve).
C. Santolinae Rmb. [II.-S. 198).
Diese südliche Art traf Wu. an warmen Abhängen der Wartburg , des
Borns in abendlichem Fluge an Silenen, Saponaria und Echium.
C. Chamomillae S. V. und Var. Chrysanthemi Hb. [Hb. 686. 687).
R. an Camillen.
F. Ende April und im Mai. Vom Stachelberger Rade im Canton Glarus
[Gerber) und von Oftringen [Wu.): von Tramelan [Ge.]. Die dunklere Var.
Chrysanthemi an vorletztem Orte vereinzelt [Wu.).'^)
C. Santoniei Hb. [Hb. 584. 585) und Var. Odorata Gn.
R. auf Camillen unter denjenigen der C. Chamomillae.
Von Oftringen und auch bei Auenstein [Wu.).
Var. Odorata (von grösserem Ausmaass und heller Vorderflügelfärbung)
hat der alte Anderegg im Wallis getrofl'en und vielfach versendet.
C. GnaphalüHb. [Hb. 582. 583).
R. an Solidago virgaurea.
F. an verschiedenen Stellen der nordwestlichen und centralen Schweiz,
doch nirgends häufig. Er dringt in die n)ittelschweizerische Aljienzone vor.
Rern [Bent.]; Ferenbalm und Gadmenlhal Hü.)] Meienlhal, Pilatus, Luzern,
vom Rigi [Wu.); dann von den Aargauer Fundplätzen, sowie vom Lägern bei
Baden [Derselbe); fiechburg [R.-S.).
Höhenverbreitung eine massige.
C. Abrotani S. V. (Artemisiae Hufn.) [Hb. 257) .
R. an Artemisia campestris und vulgaris und auch auf Matricaria
chamomilla.
1) C. Tanaceti S. V. [Hb. 263) soll von Wredow in älterer Zeit bei Chur erzogen
worden sein.
170 IV. Noctuiden.
F. im Juni und Juli, nur sehr vereinzelt an wenigen Stellen.
Von Aarburg und Lostorf [Wit,.); dann noch von Bern [Rthb.].
C. Absinthii L. [Hb. 258).
R. an Artemisia absinthiuin und vulgaris.
F. vereinzelt im Juni und Juli. Von Bern häutig [Beut.]] von Burgdorf
[M.-D.); von Lostorf, beim Schlosse VV^artenfeld, einzeln [Wu.]; von Zürich,
selten [Frey); ein Exemplar von Vulpera (3925') im Unter-Engadin [Kill.].
Höhengrenze bei 4000'.
Eurhipia Bsd.
E. Adulatrix Hb. [Hb. 517. 649. 650).
R. im Süden an Pistacia lentiscus und terebinthus, welche bei uns
fehlen.
F. wohl mit doppelter Generation. Nur aus dem Wallis, wo ihn Än-
deregg in ganz gewöhnlichen Stücken tindet.
Telesilla H.-S.
T. Amethystina Hb. [Hb. 69. 597. 598).
R. an den Dolden von Peucedanum Chabraei und cervaria.
F. von Ende Mai, im Juni. Man hat ihn l)ei Oftringen am Engelberg
[Wii.) und in manchen Jahren, nicht ganz selten, durch Nachlfang bei Chur
[Cafl.) getroflen.
Nur dem ebeneren Lande angehörig.
Plusia 0.
P. Triplasia L. [Hb. 626).
R. an Brennesseln.
F. im Mai und Juni wohl überall im Flach- und Ilügellande, stellenweise
häulig, an anderen Orten, wie z. B. bei Zürich, seltener.
Unsere Art geht noch in das Bergeil und bis Tarasp [Baz., Kill.). Im
Gadmenthale traf sie selten Rä. noch bis zu 5000'.
P. Asclepiadis S. V. [Hb. 627).
R. an Cynanchum vincetoxicum.
F. im Mai und Juni, nur an wenigen Stellen des Jura und der subaljunen
Regionen. Im Gadmenthal und zwar häutiger (/{«.); Meiringen (ßo//, Uu.);
Reichen im Aargauer Jura [Wu.); am Fusse des Ghasseral [Coul.]; von Tra-
melan [(jd.); von Chur [Cafl.) und Tarasp [Kill.).
P. Urticae Hb. (Tripartita Hufn.) [IIb. 625).
U. an Brennesseln.
IV. Noctuiden. 171
F. mit der Erscheinungszeit lies vorigen, verl>reileler, doeli keineswegs
überall.
Basel [Knecht]] Bechburg [R.-S.)\ Bern [Beut.]; Burgdorf (iJ/.-Z>.); Chas-
seral [Coid.) ; Tramelan [Ge.) ; Genf (Museum) ; llaslithal , Lauterbrunn,
Schwarzenegg , vMpnach, Pilatus, Äargauer Fundstellen [Wu.]; St. Gallen
(Tä.); Graubünden {Menf/old); so aus dem unteren (A7//.) und dem oberen
Engadin [ZeU.-Dol(l.)\ aus dem Wallis [Hug.) und von Airolo (3629') (Geröe/-).
Im Gadmenthale bis zur Baun)grenze (/fö.); vom Speer (6021') [Müller.
P. Concha Fab. (C. aureum Knooh.) [Hb. 287).
B. an Aquilegia und Thalictrum.
F. im Sommer, von Ende Juni an, im Juli imd August. In der Ebene,
bald vorkommend, bald fehlend.
Bern, seltener {Bent.)\ Burgdorf (M.-D.); im Aargau bei Oftringen und
ilem Engelberg, sowie Egliswyl, und zwar sehr selten [Wu.); dagegen öfter
bei Bremgarten [Boll] und Zürich nebst Umgebungen [Zell.-Dold., Frey u. A.);
St. Gallen selten [Tä.]; Ragaz-Pfäfers [Eiscnriny); Graultünden {Mengold).
Wohl nur im Tief lande.
P. DeaurataEsp. [Hb. 288. H.-S. 207).
Die Nahrungspflanze als Geheimniss verschwiegen.
F. im Wallis aus den Umgebungen Gamsens, wo sie die Aiiderer/g'sche
San)mlerfamilie seit langen Jahren erzogen hat; bei Chur nur einigemal
Nachts gefangen [Caß.].
P. Moneta Fab. [Hb. 289).
B. an Aconitum napellus und lycoctonum.
F. etwas früher als P. Concha. Er erscheint verbreitet im Canton Bern,
auch am Jura, wie der Bechburg [R.-S.), bei Tramelan (Gß.), Neuveville
[Cotd.); Oron [Panchaud de Bottens): Pilatus und Äargauer Fundstellen [Wii.),
sowie Bremgarten [Boll); Zürich; im Stachelberger Bade (^2014); Canton
Glarus und im Glarner Klönthale [Freij]; St. Gallen [Tä.); Bagaz [Eisenring);
Graubünden im Churer Bheinthal (A7//.1 und bei BergUn nicht selten [Z.].
Im Gadmenthale erhebt er sich bis gegen 5000' [Hü.).
P. Illustris Fab. [Hb. 274).
B. an Aconitum lycoctonum.
F. gleichzeitig mit dem vorigen, hoch im Gebirge aufsteigend.
Zürich, am Ütliberg häufiger [Freg u. A.); Äargauer Fundstellen [Wn.)
nebst Bremgarten [Boll); am Jura bei Tramelan [(ie.). Hier eine schöne
Aberration, der Ilinterrand der Vorderilügel messingglänzend [Derselbe).
Siselen, Berner Alpen und Gadmen [Rä.]; Appenzeller und St. Galler Alpen,
wie unterhalb der Ebenalp [Tu.) und von der Ilüttenal[) [Midier]; Glarus
172 'V. Noctuiden.
{Heer); Chur [Caß.)\ Bergiin (Z.) ; Ober-Engadin , so Sils- Maria [Hnaleck,
Frey)] Tarasp [Kill.); von der Franzenshöhe [Wo.).
Elevation 6—7000'.
P. Modesta Hb. [Hb. 354) .
R. an Pulmonaria officinalis.
F. während des Juni und Juli, im Gegensalze zur vorigen Art ganz lokal
und nur an wenigen Stellen des Jura.
Bechburg [R.-S.]; im Aargau an der Wartburg, dem Engelberg bei
Oftringen , Born , Goffersberg und Lütisbuch bei Lenzburg , niemals aber
häufig [Wu.).
P. Chrysitis L. [Hb. 272) .
R. polyphag, an Nesseln, Disteln, Hanf, Marrubium, Galeopsis, Salvia,
Echium u. s. w.
F. in zwei Generationen in weitester Verbreitung durch unser Faunen-
gebiet, keineswegs aber überall häulig. Er steigt massig in den Alpen auf.
So hat man ihn im Bergeil [Baz.], Gadmen- {Hö.) und Ursernthaie [Wu.)j
ebenso (freilich ganz vereinzelt) auch bei Bergün (Z.) getroffen. Die Hoch-
alpen erreicht er nicht.
Höhengrenze über 4000'.
P. Orichalcea Esp. (Chryson Esp.) [Hb. 278).
R. an Eupatorium cannabinum.
F. im Juli und August, durch das Flach- und Hügelland weit verbreitet,
vom Wallis l)is nach Graul)ünden (doch manchen Orten, wie z. B. Basel und
Schaffhausen fehlend) und vom Jura bis zum Fusse der Alpen.
Die (ohne Zweifel geringe) Elevation bleibt noch zu ermitteln.
P. Bractea S. V. [Hb. 279) .
R. im Jura an Hieracium pilosella gefunden (und hinterher mit Taraxa-
cum und Pieris hieracoides gefüttert [Wm.]).
F. im Juli und August, eine seltene Erscheinung (man könnte an eine
aussterbende Art denken), jedoch an sehr zahlreichen Orten einmal gelroMen ;
von der Ebene in den Jura und die Alpen.
Basel und Bechburg [R.-S.); Aargauer Platze und Pilatus [Wu.): Bern
[Beut.) und Berner Alpen, z. B. vom Giessbach, Gadmenlhal und Meienwand,
öfter [Bä.); Lenk (Ja.); Schupfen [Rtfib.); am Chasseral [Coul.); Tramelan
{Ge.); Dole oberhalb Nyon [M.-D.]; im Canton Zürich von Bauma (1982')
[Wolfensberger) und Berg Dietikon [BoU); Schaü'hausen [Trapp); St. (iallen
[Tä.); Gais [P.-L); Seealpthal [Müller); aus dem Wallis, wie von Evolena
[R.-S.); von Chur und Passugg [Ca/J.); von Bergün (Z.); Sils-Maria [Hnaleck).
Höhengrenze etwa 5500',
IV. Noctuiden. 173
P. Aemula S. V. [Hb. 280).
Dieses interessante, im Juli und August fliegende Mitglied unserer Fauna
verdankt man Rä. Er fand ein (von mir zum Ueberfluss eingesehenes)
Exemplar hei Gadmen. Bisher sicher nur aus Steiermark bekannt.
P. Festueae L. [Hb. 277).
R. auf nassen Wiesen, Sümpfen an Schilf und Sumpfgräsern.
F. von Ende .luli in den August der tieferen Region als selteneres Thier
angehörig, bei Sils-Maria bis etwa 5500' aufsteigend.
Bern [Bent.); Moor bei Bönigen [M.-D.]; zwischen Bieler und Neuchäteler
See an der ZihI [Coid.); Aargauer Fundstellen (IT//.) mit Aarau [Bent.) und
Bremgarten [BoU)\ St. Gallen [Ta.)\ Bergeil [Baz.].
P. Mya Hb. (V. argenteum Esp.) [Hb. 275).
Die Naturgeschichte ist bisher noch ein Geheimniss der Sanunler-Familie
Änderegg.
Nur aus dem Wallis; ohne Zweifel von den Umgebungen Gamsens.
P. Circumflexa S. V. (Gutta Gn.) [Hb. 285).
Wu. fand die R. auf Malricaria chamomilla, niemals auf Achillea.
F. vom Juni und Juli an, lokal.
Basel [R.-S. u. A. — wie er auch dem Elsass angehört); aus dem Aar-
gau bei Aarburg, Born, Engelberg, Wartburg, dem Schloss- und Gollersberg,
bei Lenzburg auf sonnigen Stellen [Wu.]; von Bremgarten auf nasser Wald-
blösse [BoU]\ von Ragaz-Pfä fers [Eisenn'ng); aus dem Churer Rheinthal [Cafl.]:
von Sierre [Hiig.) .
P. Jota L., Var. Percontationis Tr. [H.-S. 265) und Var. Inscripta Esp.
R. an niederen Pflanzen, Primula. Lamium, Phyteuma spicatum: auch
von Lonicera xylosteum.
F. im Juli und August, verbreitet, aber ziemlich selten. W^ohl überall
im Tieflande, im Aargauer, Solothurner und Berner Jura [Wu., R.-S., Coul.).
Auch im Gadnienthal [Rä.], dem Seealpthal [P.-L], dem Domleschg [Kill.],
Bergeil [Baz.\ und von Tarasp [Kill.].
Var. Percontationis (das Silberzeichen ein y bildend) vereinzelt unter
der Stammform. Aargauer Fundstellen [Wii,.]; Langnau [Rthb.]; vom Simmen-
thal, z. B. bei Lenk, sowie von Gadmen (Rä.).
Var. Inscripta (ohne Silberzeichnung) bei Gadmen (/{(/.); Tramelan [de.].
Höhenverbreitung eine mittlere. 3 — 4000'.
P. Pulchrina Haw. (V. aureum Gn.) [Ulb. 282i .
Ich bezweifle die Artrechte sehr.
Ein Stück von Gais fP.-/.); von Cliur [CafJ.]; nach Rä. aus dem Gadmen-
Ihal. von den Simmenthaler Alpen, Chasseral und DöIe : von Tramelan [Ge.].
174 'V. Noctuiden.
P. Gamma L. [tfb. 283).
R. an sehr verschiedenen niederen Pflanzen, bisweilen Culturgewächsen,
z. B. dem Lein, schädlich.
F. überall bis zu den höchsten alpinen Flugplätzen, in der Tiefe gemein,
in höheren Gegenden während der meisten Jahre selten, in der Ebene mit
doppelter, in warmen Jahren gewiss mit dreifacher Generation. 1871 be-
gegnete ich ihm in unzähliger Menge im Stelvio-Gebiete bis zu 8000'. 1879
war das Thier enorm gemein in der Schweiz , sowie auch auf der Südseite
der Alpen verbreitet und verursachte hier erheblichen Schaden {Curo).
P. NiHb. [Hb. 284).
R. an Brennesseln.
F. sehr selten und bisher von der Bechburg (R.-S.), sowie einmal am
5. August l)ei Bern gefangen. Auch aus dem Gadmenthale [IIa.].
P. Interrogationis L. [Hb. 281).
R. an Vaccinium uHginosum.
F. im Juni und Juli bis in den Anfang August , Abends an Blumen. In
der Ebene selten und vereinzelt. Je ein Exemplar fand sich bei Burgdorf
[M.-D.) und Schupfen [Hthb.)] Bremgarten auf einem Torfmoor (Rothwasser-
moos genannt) im Juni [Boll). Verbreitet, aber vielerorts selten im Gebirge.
Von der hohen Rohne am Zürcher See [Hug.]; vom Berner Oberland,
wie von dem Hohenstollen im Oberhasli und aus dem Gadmenthale, häufiger
{Rä.j; vom Pilatus [Wu.]; seltener als im Berner Alpengebiete in Graubüu-
den, so dem Davos [R.-S.], dem Ober-Engadin {Pfaffhiz-eller), hier bei Sils
[Unalcck]; von Tarasp [KilL). Bei Bergün fehlt er des Gänzlichen (Z.).
P. Ain Hochenwarth [Hb. 290) .
Die seltene, im August fliegende Art (R. unbekannt) im Alpengebiete.
Ober-Engadin bei Sils-Maria [Fi'ey] . Ilnateck fing sie dort öfter, nach seiner
Versicherung gegen den Abend; Pontresina [Ja.); Bergün, so z. B. am Stul-
ser Wege [Frey); von Ragaz-Pfäfers [Kaiser)] im Wallis vom Simplon (ü</.),
Viesch und Zermatt (Ja.); Dent d'Oche im Savoy'schen Ghablais [M.-D.);
vom Gadmenthal [Rä.]; vom Stelvio über Trafoi [Wo.).
Höllengrenze über 5000', tief herabsteigend.
P. Divergens Fab. (Hochenwarthi Hochenwarth.) [Hb. 286. 449).
R. an niederen Pflanzen, gleich der Puppe, unter Steinen.
F. im Juli und August auf den Alpen, bald häufiger, bald seltener; vom
Pilatus [Wu.) bis zu den Walllser und Graubündner Bergen. 1870 war
er auf der Passhöhe des Albula ausserordentlich gemein, 1879 nur in ein
paar Exemplaren aufzutreiben.
llöhengrcnze 7000 bis 8000' (Riflelberg bei Zermatt). IW dürfte kaum
unter 5000' vorkommen.
IV. Noctuiden. 175
P. Devergens Hb. (Hb. oOO. 501).
Die schwarze R., gleich der Puppe, unter Steinen.
F. im Allgemeinen seltener und höher aufsteigend als die vorige Art.
Noch am häufigsten wohl im Wallis. Von der Simplonkette [Auderegg).
Auf dem RiH'elherg hei Zermatt. bis hoch gegen den Gorner-Grat war sie
1S69 häufig [Frey). Im Ober-Engadin sparsam und nur an hohen Stellen,
so z. B. am Bernina [Ja.] und dem Piz Padeila, selten auf Albula-Pass [Frey);
vom Stelvio am Piz rnd)rail, seilen [Wo.]; aus dem Canlon Bern von den
Alpen des Oberhasli-Thales [M.-D.).'^)
Höheugrenze l)is etwa 8000'. 2)
Aedia Hb.
A. Leucomelas Hb. (Funesta Bsp.) [IIb. 804).
R. an Winden.
F. im Ilochsonmier , in auffallender Weise nur von wenigen tieferen
Stellen des Unterlandes.
Von Basel [R.-S., Leonhart, IJl.)', ^on der Bechl)ui's (R.-S.); aus dem
Unter- Wallis von Martigny [Wk.].
Anarta Tr.
A. MyrtilliL. [Hb. 98).
R. an Erica-Arten.
F. mit doppelter Generation (Mai und Juni, dann Juli und August). Aus
dem Wallis, vom Simplon [Joris); Canton Bern, so von Bern, öfter [Beut.);
Burgdorf [M.-Ö.)\ Oberhasli [Trapp]; Gadmenthal bis 6000' [Ha.]. Im Aar-
gau von Oftringen und Lenzburg [Wu.), sowie bei Breragarten auf sumpfigen
Stellen, bei Wohlen und dem Torfmoor von Bünzen [Boll]: Tramelan [G<'.);
Schaffhausen [Trapp]; St. Gallen [Tu.].
Schöne Varietäten (die Vorderflügel dunkel chocoladebraun ohne hellere
Zumischung) traf Rii. in Gadmen.
A, Cordigera Thunb. [IIb. 99).
R. an Vaceinium uHginosum.
F. vom Mai bis in den Juli an sumpfigen, torfigen Stellen der Ebene und
der Alpen. Bremgarten im Rothwassermoos, sowie im Torfmoor bei Bünzen
[Boll); Berner Gebirge [Rthb.], so von Gadmen [Rä.]; aus dem Wallis [An-
deregg); aus Graubünden, so dem Domleschg [Stößel), Bergün (Z.), dem
1) Die Angabe Heers »von den Glarner Alpen bis 7000'« dürfte sich auf die vorher-
gehende Art beziehen.
2) Die drei Arten gciiöron wohl wieder einer Fornienieilio an. Ich betraclde P.
Devergens als die älteste der llochalpen, von welcher Divergens und weiter in dem Tief-
land Ain sich entwickelten.
176 IV- Noctuiden.
oberen Engadin, wie dem Schafherg bei Samaden und dem Morteratsch Glet-
scher bei Pontresina (!/.-/>.), von Sils-Maria [Hnateck).
Höhengrenze etwa bei 6000'.
A. Melanopa Thunb. (Vidua Hb.) [Hb. 403. H.-S. 433. 434) und Var.
Tristis Hb. oder Rupestralis Hb. [Hb. 446).
Es ist ganz willkürlich, die nordische Form als Stammform zu betrach-
ten und in dem mit dunkleren Hinterflügeln versehenen Thiere unserer Hoch-
alpen, A. Tristis, die Varietät zu erblicken.
F. im Sommer auf den schweizerischen Alpen überall , bald häufiger,
bald seltener. Man begegnet ihm vielfach in der Nähe abschmelzender
Schneefelder oder auf Silene acaulis. Der Flug ein wilder. Annäherungen
an die nordische Melanopa kommen vor, obgleich inuiier noch erhebliche
Differenz bleibt.
Höhengrenze etwa 8000'.
A. Nigrita Bsd. [II. -S. 296) .
F. Ende Juli und im August, nur auf hohen alpinen Stellen und selten.
Die Flugweise eine ruhigere als bei der vorigen Art , an Schutthalden und
auf Silene acaulis.
WcUliser Hochalpen [Anderegg]] Rawyl-Pass (6970') an der Grenze von
Wallis und Bern (Ja.); von der Passhöhe des Albula, selten [Frey]; auf der
Höhe des Stelvio, etwas häufiger (Ho. und Stnive]. Das Bild bei 11. -S.
sehr gut.
Höhengrenze wohl über 8000'.
A. Punesta PaykuU (Funebris Hb.) [If.-S. 209. 210).
Das hochnordische Geschöpf als grösste Seltenheit in unseren Hochalpen.
Berner Gebirge [BtJib.'-. im Gadmenthale nach dem Susleni)asse zu in etwa
4600' [Bä.); aus dem oberen F^ngadin bei der Ada (Sennhütte) von Samaden
[von Schenk].
Heliaca H.-S.
H. Heliaca S. V. (Tenebrata Seop.) [IIb. 316).
R. an Cerastium arvense und triviale, Blüthen wie Samen verzehrend.
F. im Mai und Juni gemein und wohl überall ; auch aus den italienischen
Thälern. Dem Alpengebiete in der Regel fehlend. Doch Iraf ihn Mo. bei
Trafoi, also etwas unterhalb 5000'.
Omia Gii.
O. Cymbalariae Hb. [IIb. 432).
Nur aus der Alponzone, eine der früh (liegenden Noctuen, schon von
Endo Juni an, ücrn an blühenden Svnizenesisfen.
IV. Noctuiden. 177
Im Wallis boi Marligny (TF//.K auf dem' Simplon, im Zermattor Thal
und dem Leuker Bade {Jä.)[ Meienwand und Berner Alpen [Bent.]. Von Cliur
[Caß.], von Bergün (Z.) und dem Ober-Engadin, so vom Schafberp, bei Pont-
resina [M.-ü.) und von Sils [Ilnatcck, Frey); vom Stelvio an Senecio doronicuni
bis 7000' [Wo.]. Stellenweise, wie im Wallis, einmal häufiger. Den nörd-
lichen Alpen wohl fehlend.
Heliothis Tr.
H. Ononidis S. V. {Hb. 312).
R. an ünonls spinosa und arvensis.
F. im Juni, dann im Juli und August, lokal. Aus dem Wallis, von den
Umgel)ungen Gamsens [Anderegg) und von Sierre [Hug.]\ an den Südal)-
hängen des Aargauer Jura vereinzelt, so von der Wartburg, Born und Gysula-
fluh [Wu.)\ Biel, sehr selten [Rthb.); Schaffhausen [Trapp).
H. Dipsaceus L. [Hb. 311).
R. polyphag, an niederen Pflanzen und Sträuchern. Nach Wit. in den
Samenkapseln der Silene inflata, auch an den Blüthen der Picris hieracoides.
F. im Juni und Juli, in den tieferen Gegenden unseres Faunengebieles
weit verbreitet, von Basel bis in das Wallis, vom Jura, z. B. St. Blaise-
Neuveville [Coul.]., bis Chur [Cafl.]. Auch aus dem Dondeschg, dem Unter-
luigadin und Misox [Kill.).
H. Peltiger S. V. [Hb. 310).
R. in den Samenkapseln von Hyoscyamus und auch am Mais (Zea mays).
F. im Juli und August, seltener.
Simplon [Ja.), sowie Yisp [M.-D.) und Wallis überhaupt [Bent. und
R.-S.); häufiger bei St. Blaise-Neuvevllle [Coul.]; Renan [Hug.)\ Bern und
Siselen [Rii.]] Aargauer Fundstellen [Wn.) mit Bremgarten , am Mutscheller
[Ball]] ein Stück von Zürich [Frey); bei Diesbach im Canlon Glarus [Der-
selbe); Chur [Cafl.). 1879 im August vereinzelt auf dem Weissenstein [Lanz)
und der Passhöhe des Albula [Frey .
Höhengrenze über 7000'.
H. Armiger Hb. [Hb. 370).
R. an Reseda lutea.
F. in doppelter Generation, Juli und September bis Octol)er.
Basel [Knecht u. A.); Bern, seilen [Bent.): St. Blaise-Neuveville [Conl.];
Bechburg {R.-S.]; Genf (Museum); Ormond [Panchaud de Bottens); Aargauer
Fundstellen mit Lenzburg an sonnigen Stellen, \\\\ Jura an Schutthalden mit
der Nahrungspflanze, doch seltner [Wu.\; Bremgarten an Onobrychis [Bali).
Er geht bis in das Gadmenthal [Rä.].
F r y . Lepidnpteren. 1 2
178 IV. Noctuiden.
Chariclea Stepli.
Ch. DelphinüL. [Hb. 204).
R. an Delpliinium consolida.
Kürzlich bei Basel gefinulen [Knecht).
Ch. Marginata Fab. (Umbra Hufn.) [IIb. 185).
R. an Ononis spinosa und arvensis.
F. im Juni. Basel [Knecht, Leonhart^ Sulger); an den Südabhängendes
Jura, besonders in den Canlonen Aargau [Wu.) und Solothurn ; Bechburg
[R.-S.); Bern [Beut.]: Schupfen [Rthb.)- Siselen [Bii.)- St. Blaise-Neuveville
[CouL); Genf (Museum); St. Gallen [Tu.); Graubünden, so liei Chur und
Fürstenau (SOI 3') [Kill.); stellenweise als selten, andernorts als häufiger
angegeben.
Euterpia Gn.
E. LoudetiBsd. [Il.-S. 228. 229). i)
R. an Gypsophilen und Silenen.
F. (sonst nur dem Südosten unseres Welttheiles angehörig) im Wallis und
in den Umgebungen Gamsens [Anderegg) sicher nicht selten. Auch aus dem
Unterwallis in zwei Exemplaren [Wu.).
A. Luctuosa S. V. [IIb. 305. 306).
R. an Qonvolvulus arvensis.
F. in zwei Generalionen (Mai und Hochsommer). Er l)ewohnt manche
Stellen des Tief- und Hügellandes, um anderwärts ganz oder fast völlig zu
fehlen.
Basel [Knecht, Leonhart); Bechburg [R.-S.); im Aargau sehr weit ver-
breitet [Wu.) und auch von Bremgarten [BoH); von Bipp im Canton Bern
(1523') [R.-S.); Genf (Museum); Vevey und Boudry (1448') am Neuen-
burger See [Rthb.); Wallis [Anderegg); ^on Evolena [R.-S.); in Zürich und
Umgebungen jedenfalls eine Seltenheit; Schaffhausen [Trapp); St. Gallen,
seltener [Tä.).
Talpochares Led.
T. Dardouini Bsd. (Mendaoulalis Frr.) [Frr. 330. 2).
R. in den Samenkapseln von Anthericum ramosum.
Diese südliche und südöstliche Art fand sich an den Abhängen des Jura,
am Bieler See auf sonnigen, felsigen Halden zu Ende Juni und Anfang Juli
[Rtht)). Ausserdem gedenkt Pfaffenz-eller eines Vorkommens im Puschlav.
T. Polygramma Bsd. Dup. [II.-S. 257).
Aus dem Wallis, sehr seilen ((in.).
1) Nacli dein verstorbenen Hofzalinarzt l.oiidot in Karlsrulie benannt, also nicht Laudeli.
IV. Noctuiden. 179
T. Paula Hb. [Hb. 452).
R. an Gnaphaliuni-Arten.
F. bisher nur von Ihig. einmal bei Zürich c;elroffen.
Erastria 0.
E. Argentula Hb. (Bankiana Fab.) [IIb. 292).
R. an Carex.
Von Rasel [Knecht , Leonhart); Genf (Museum); aus den Umgebungen
Zürichs [Snell]; aus dem Sitterwahl bei St. Gallen auf sumpfiger Wiese, ein
Stück [Tä.].
E. Unca S. V. (Uncula Cl.) [Hb. 293).
R. auf Cyperus- und Carex-Arten.
F. auf Sumpfwiesen, bald seltener, bald häufiger ; im Mai und .Juni weil
verbreitet, aber kaum höher als 4000' im Gebirge (.Iura) aufsteigend.
Umgebungen Basels, lokal [Knecht]; Bern und Berner Oberland [Beut.];
Siselen [Rä.]; Neuveville und St. Blaise [Coul.); Schupfen [lUhb.]; Lenk [Ja.];
Weissenstein bis etwa 4000' auf nasser Wiese [M.-D.]; Eigenlhal am Pilatus
[Wu.]; am Hallwyler See [Frei-Gessner und Wu.); Bremgarten [Bolij und
ebenso im Torfmoor von Bünzen [Boll und Wu.); Zürich (Kalzensee, aber
auch am linken Seeufer) [Frey): Balgrisl [ZeU.-Dohl.<; St. Gallen im Martins-
tol)eI [Tä.); Schaffhausen im Scharren und auch vom Bodensee [Trapp).
E. Candidula S. V. (Pusilla View.) [Hb. 295).
R. an Gräsern.
Bisher nur von der Gysulafluh sehr selten getrollten [Wn.).
E. VenustulaHb. [Hb. 294).
F. sehr vereinzelt und selten in den Cantonen Bern und Aargau. Von
Schupfen [Rthb.); von Aarburg, Born und dem Golfersl^erg bei Lenzburg an
trocknen, sonnigen Stellen, endlich noch vom Lägern bei Baden [Wu.).
E. Atratula S. V. (Deceptoria Scop.) [IIb. 296).
R. an Wiesengräsern.
F. im Mai und .Tuni Er ist an vielen Orten des Flach- und Hügellandes
verbreitet und häufig, so im Aargau und in der östlichen Schweiz, dagegen
mangelt er bei Bern und Genf nach den Verzeichnissen. Eine irgendwie
beträchtliche Elevation scheint zu fehlen.
E. Fuscula S. V. (Fasciana L.) [Hb. 297).
R. an Rubus-Arten.
F. im Mai und .)uni, in seiner Verbreitung älinlicli dem vorigen. Noch
aus dem Bergell [Baz-.).
12*
180 IV. Noctuiden.
Phothedes Grii.
P. Captiuncula Tr. {H.-S. 173. 174).
Bisher im Appenzeller Seealptluil und zwar ziemlich häufig gefunden
{P.-I.); el)enso in den älteren Verzeichnissen von Amstein und Wredotv aus
den Umgebungen Churs angeführt. Dann traf sie Hü. hei Gadmen und am
Simplon bis zu 5500'. Flugzeit von Mitte .luli an.
Prothyniia Hb.
P. Aenea S. V. (Viridaria Cl.) [Üb. 350).
F. im April und Mai und dann wieder Ende .luli und im August, überall,
wohl im ganzen Flach- und llügellande, von dem Jura und den Alpen. Flr
ist, wie in der Ebene, hier in Höhen von 4000 — 5000' noch häufig, z. B. bei
Bergün (mit schön gerötheten weiblichen Exemplaren), ebenso auf dem dorti-
gen Weissenstein bei GOOO', um aber höher rasch abzunehmen. Aus den
Walliser, Berner, Appenzeller und Graubündner Alpen. Auch noch auf dem
Hohenkasten [Tä.]. Die höchsten Flugplätze erreicht ei" nicht mehr.
Agrophila Bstl.
A. Sulphurea S. V. (Trabealis Soop.) [IIb. 291).
B. an Convoivulus arvensis.
F. im Mai und Juni und dann mit spätsommerlicher Generation sowohl
in der Ebene, wie namentlich dem Jura und den Alpenthälern, vielfach häu-
fig. (Man kennt das Vorkommen von der Südwest-Grenze bis Tarasp).
Stellenweise, wie bei Zürich [Ifug.j ZelL-Dold.) und Schupfen [Rthb.)^ selten.
Man hat unser Thier noch in der Höhe von Zern)att und Trafoi, also etwas
unter 5000' getroffen.
Euclidia 0.
E. Mi Cl. [Ifb. 340).
U. an Kleearten.
F. im Mai und .luni überall im Flach- und Hügellande, wie vom Jura
und den Voralpen. 3J.-D. fantl bei Viege im Wallis Exemplare mit gelblich
gefleckten Ilinterflügeln.
E. Glyphica L. [Hb. 347).
B, an Kleeai-ten und anderen niederen l^flanzen.
F. gemein mit zwei Generationen wie der vorhergehende. Er steigt im
(Jebirge höhei-auf. So ist er im obei'en l^jigadin l)is Sils-Maria (Hnatcck) noch
ziemlich verbreitet. Noch höher auf den (Jadmer Alpen (/{(/.).
Oraminodes Gu.
G. AlgiraL. [IIb. 323).
Diese südliche Art ist nur ganz vereinzelt und zwai- fast ausschliesslich
im südlichen Faunengebiele getroflen worden.
IV. Noctuiden. 181
Wallis [Rlhb.]; Genf und noch am Gurten ('£:666') bei Bern (./ä.); von
Ouchy [Panchaiid de Ballens]; dann einmal bei Siscien (/io.); auch von Grono
(939') im unleren Misox [Amslein).
Pseudopliia Ou.
P, Lunaris S. V. [Hb. 3 22).
R. an juni^en Eichen und Eichenbüschen.
F. im Mai und Juni, ein Bewohner des Tieflandes, von Basel [Knechlj bis
Genf (Museum) und Graubiinden [Menfjold) verl)reitel.
Catephia 0.
C. Alchymista S. V. [Hb. 303).
R. an Eichen.
F. gewöhnlich im Juni , gern an den Stammen der Eiche. Er ist in
unserem Faunengebicte , wenn auch massig verbreitet, stets als Seltenheit
getrolVen worden.
Bern (ßen^); Burgdorf (i/.-/>.; Aarbcrg {Rlhb.): St. Blaise-Neuveville
[Colli.); Bechburg [R.-S.); Oftringen und im lÄUisl)uchwalde bei Lenzburg
[Wii.]; Bremgarlen iBoll). Bei Zürich kam er mir* niemals in langen Jalu'en
vor; dagegen traf ihn Hug. St. Gallen, ein Stück [Tä.); Chur an Obstköder,
öfter iCaß.).
C. Alchymista ist ein Bewohner des Tieflandes.
Catocala Schrank.
C. FraxiniL, [Hb. 327).
R. an Paj>i)eln, Esp(>n, Birken, Eschen, Ulmen, Eichen und Buchen.
F. im Spätsommer bis in den October, in weiter Verbreitung im Tief-
lande, aber an den meisten Oi'ten seilen.
Aus den Cantonen Basel, Aargau, Solothurn , Bern, Genf, Zürich , St.
Gallen (auch im Toggenburg [Fret\)j Glarus.
C. Nupta L. [Hb. 330).
R. an Bappeln und Weiden.
F. im Spätsommer und Herbst, im ganzen Flach- und Ilugellande und
zwar vielfach häufig. Noch von Gais (R-/.), und auch aus dem Bergell
(jBa3.), also in mehr als 3000' Hohe.
C. Dilecta Hb. [IIb. 388).
R. an Eichen.
F. als grosse Seltenheil nur von Wii. im Aargau getroffen. So am Fusse
des Engelbergs bei Oftringen und am Born, an Waldrändern.
182 IV. Noctiiiden.
C. SponsaL. [Hb. 333).
R. an Eichen, verbreitet, von nianclien Orten als seilen bezeiclinel.
F. im Juli und August.
Basel [Knecht); Bern [Beni.) \ Burgdorf [M.-D.) und Schupfen (ß//?6.);
Siselen [Rä.]] St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Lausanne [Panchaud de Bottens);
im Aarthal, im Wigger- und Aathal bei Lenzburg, am Born und Engell)erg
[Wu.], sowie von Bremgarlen [Boll]; selten bei Zürich und St. Gallen [Frey,
Tä.) ; Ragaz-Pfäfers [Eisenrimj) ; Graubünden, im Ilauptthale des Rheins
[Caß. u. A.).
C. Promissa S. V. [Hb. 334. 657. 658).
R. mit der vorigen an Eichen; Puppe an der Rinde der zahmen Kastanie
[Wu.].
F. in der Erscheinungszeit der vorigen Art, aber seltener.
Bcchburg (/L-8.); Bern [Benl.)\ Burgdorf [M.-D.); Schupfen [Rthb.);
Siselen [Rä.); Neuveville [CouL); an den Aargauer Fundstellen [Wu. und
BoU); Wäggis [Wu.); Zürich [Frei,); St. Gallen [Tä.); Clmv [Caß. und Mengold) .
Beide Arten erreichen das Gebirge nicht.
C. ElectaBkh. [Hb. 331).
R. an Weiden.
F. im Juli und August, auch noch später, in einer gewissen Verbreitung,
manchfach al)er selten.
Basel und Umgebung [R.-S., Kneclil, Sulger); Bern [Beul.); Burgdoi'f
[M.-D.); Schupfen [Rothb.); Siselen [Rä.); am Neuenburger See [CouL); Aar-
gauer Fundplätze und Bremgarlen [Wu. und Boll); Zürich und Balgrist [Frey,
ZeU.-Dold.]\ Schaflhausen [Trapp); Rorschach (7'«.); vonChur, häuliger (CV///.) .
C. Puerpera. Giorna, Tr. (Pellex Hb.) [Hb. 135. 594. 605).
R. an Weiden und Pappeln.
F., ein Mitglied der südeuropäischen Fauna, eben noch in unsei'en süd-
lichen Thälern im llochsonuDei". Im Wallis, wo ihn Andercyg vielfach erzog
(also wohl Umgebungen Gamsensl; von Turtmann; im Visi>thal bei Stahlen
[Struve] . Ich sah ihn in diesem Thale mehrfach lliegen. Cerbcr cvwWhui
noch Zermatt. Dann aus den südlichen Thälern Graubündens , dem Bei'geil
und von Brusio im unlei'en Puschlav [Baz.).
Elevation etwa 5000'.
C. Paranympha L. [IIb. 336. 601).
B. an Schlehen und Pllaum(!nb;uüneu.
F. im Juli und August, in weilestci- Verbreitung diircii das Flach- und
Hügelland, vom .hii'a liis nach Graubünden , auch nördlich in den Canlonen
Schalfliausen [Trapp) und St. Gallen [Tä.). Als höchsten Punkt kenne ich
zur Zeit den Graubündner Badeort Alvaneu [Kill.).
IV. Nociuiden. ]S3
Spiiitherops Bsd.
S. Spectrum Esp. [Hb. 325).
R. an Genisten.
Bisher ist diese südeiiropäische Noclue nur im Bei-geli, ziieist von P/a/fen-
zcller und hinterher von Baz.^ erbeutet worden [Kill.).
S. Dilucida Hb. [Hb. 383. 558).
\\. an llippocrepis eoniosa, Onohrychis und Medieago.
Von der Bechbury, nicht hiiufig [R.-S.]\ Südseite des Born und Aarluirg,
selten [Wa.) .
Toxocanipa On.
T. Lusoria L. [H.-S. 240).
R. an Astragalus glycyphyllos.
F. wurde bei Oftringen im August von Wu. erzogen. Die Angabe eines
VorkoMHuens bei Glarus [Heer] ist wohl kaum riciitig.
Nui' im Tieflande.
T. Pastinum Tr. [H.-S. 'ik'i. 243).
R. an Astragalus, Vicia und Coronilla.
F. im Juli, nur in wenigen Gegeiulen bisher beobachtet. IV«. fand unser
Tier am Beleben , Born, Engelberg, an sonnigen, mit Gebüsch bewachsenen
Stellen; Balgrisl [Zell.-Dold.); ein Exemplar von St. Gallen [Tä.]; in Grau-
bünden einmal bei Ghur [Cafl.) und dann von Vettan (5070') [Pestalozzi-
Hirzel); ? im Canton Glarus [Heer).
Also übei" 5000' aufsteigend.
T. Viciae Hb. [Hb. 671—673).
R. an Vielen.
F. von der Bechburg [R.-S.]; Schupfen [Rthb.j; St. Blaise-Neuveville
[CouL); Genf (^Museum); Engelberg bei Oftringen [Wu.]', Balgrist bei Zürich
[Zell.-Dold.); St. Gallen, ein Exemplar von der Berneck CA'/.), auch von
üegersheini [Müller); Graubünden bei Chur [Ca/I.) und häulig von Tarasp
(Ä7//.) .
T. Craccae S. V. [IIb. 320. 669, 670. II.-S. 425^.
R. an Astragalus, Vicia.
F. bei Bern und häufiger bei (iunlen am Tluinersee Hauptmann Benleli);
St. Blaise-Neuveville [CoiiL); im Aargau selten, vom Born und Engelberg
[Wu.); Chur [Ca(L); häufig bei Tarasp [Kill.).
Aventia Dup.
A. Flexula S. V. [IIb. 19).
R. an Flechten der Bäume und Sti'äucher (Prunus, Crataegus).
Ig4 IV. Noctuiden.
F. im Juni und .Juli in ziemlicher Verbreitung durch das Tiel- und
Hügelland, mitunter in Mehi-zahl, anderenorts selten.
Basel [Knecht, Siilger); Bechburg, öfter (R.-S.); Tramelan [Ge.); Öh-
ringen, Born und Lenzburg, keine Seltenheit (W//.); Bremgarten, ebenso
[BoU]; Zürich, selten (//«</., Frey); St. Gallen, hier und da in lichten Waldern
(Tä.); Ghur [Cafl.].
Boletot)i.i Bsd.
B. Fuliginaria L. (Carbonaria S. V.) [Hb. 1.51. 548. 549).
R. auf Flechten, so z. B. an Gartenwänden.
F. im Juli in unserem Faunengebiete massig verbreilel. Bern Bent. :
Burgdorf [M.-D.]\ im Aargau bei Oftringen und Lenzburg, auch in Wohnun-
gen, niemals aber häufiger [Wu.]. Bei Bremgarten und Zürich, selten (5o//,
Frey]] Chur und Flims [Cafl.]; auch noch im Gadmenthale [Hü.].
Helia Gn.
H. Calvaria S. V. [IIb. 23) .
\{. an Weiden und Pappeln.
F. im Juli und August. Man hat ihn beol)achlet bei Siselen [Rä.), bei
Oftringen , Lenzburg , Wettingen im Aargau, auch in Häusern, aber selten
(Wu.). Dann fand ihn durch Nachlfang Ca/I. bei Ghur zahlreicher.
Zanclogiiathcs Led.
Z. Tarsiplumalis Hb. [Hb. 125).
R. polyphag, an niederen Pllanzen.
F. von Ende Juni den Juli hindurch, lokal und selten. Berner Jura, sehr
selten [Rthb.); Tvvann, Urbach [JcL); Bechburg, nicht häufig [R.-S.); Oftrin-
gen und Lenzburg, wiederum seltener [Wu.); Zürich [Hug.); GraubUnden
(%r.), hier bei Chur [Ca/l).
Z. Grisealis S. V. [IIb. 4).
11. an Chrysosplenium beol>achtet.
F. im Juni. Bern [Beul.]; Schüplcn, in Gebüschen hiudig [Rthb.]; Si-
selen [Rä.); Ofti"ingen und Lenzburg, nicht selten [WU'.); Bechburg [R.-S. ;
bei Zürich am Katzensee [Hug.); St. Gallen, seilen [Tä.); von Ghur bis zur
monlanen Uegion, selten (Ca//.).
Z. Tarsipennalis Tr. (Tarsierinalis Hb.) [Hb. 'öj.
\\. an Gi'amineen.
1'. im Juni und .luli. Bisher nur an wenigen Stellen unseres Faunen-
gebieles getroden , nämlich bei Basel [Panchaud de Botlens)^ bei ScIiUpfen
[Rthb.), Siselen (/{(7.) und Lenzl)urg [Wii.). Hug. erwähnt ihn noch für
Zürich.
IV. Noctuiden. 185
Z. Tarsierinalis Knoeh. [U.-S. C11).
R. poly[)luig, so von Clematis vitalba, Rubus, Taraxacum, Lactuca.
F. vom Juni bis in den Angast.
Basel (fi.-S.); Bern {Beut.): Schupfen {Rthb.]; Bechburg {R.-S.); Neuve-
viile (Cotd.); Burgdorf (il/. -/>.); Siselen (fiä.); Aargauer Fundstellen [Wu.];
häufig bei Zürich [Frey]; St. Gallen [Tu.]; Bergeil {Baz.).
Z. Emortualis S. V. {Hb. 1).
R. auf Eichen.
F. im Mai und Juni.
Basel [Knecht)-, Bechburg {R.-S.\: Bern, nicht häufig [Beut.); Schupfen,
nicht selten (Rthb.); Siselen und Lattrigen (Rö.); Neuveville [CouL); Engel-
berg, Oftringen, Aarburg, Lenzburg, nicht häufig [Wie); bei St. Gallen im
Galgentobel, sehr selten [Tit.); Zürich am Katzensee [Hug.); aus Graubünden
seit den Tagen Mengold's aber nicht mehr aufgefunden [Kill.]).
Madopa Steph.
M. Salicalis S. V. IJb. 3j.
R. an Salix caprea.
F. im Juni und Juli, in jüngeren Waldschlägen. Wh. fand ihn bei Aar-
burg l)is Wildegg, bei Ofti-ingen und Lenzburg , aber niemals häufig. Bei
Schupfen, sehr selten [Rthb.] ; aus dem Lattriger Walde, selten [Rä.) ; von
Hremgarten und Zürich, selten [Bali, Frey); um St. Galleu (7"«.); aus dem
Wallis von Visp [Ja.).
Heriiiiuia Lalr. *)
H. CrinaUs Tr. (Barbalis S. V.) [Hb. 5).
R. an Trifolium ['!).
F. im Mai und Juni, in der Nähe von Eichen. Wh. fand ihn bei Oft-
ringen, am Engelberg, Born und bei Lenzburg, sowie bei Alpnach nicht sel-
ten. EI>enso berichten Beut, und Rthb. von Bern und Schupfen ; von Landeron
ein Stück [Cuul.); von Zürich [Hny.); [1] aus dem Engadiner Val Rosegg [Jü.).
H. Tentaeulalis S. V. (Tentacularia L.) [Hb. 6. U.-S. 607. 608) und Var.
Modestalis von Heyden (v. Heyd.).
R. an llieracium.
F. der Stammform im Juni bis August, von der Ebene bis in tlie Vor-
alpen verbreitet. Basel [Knecht, Hl); Bern, Lrweid [Ja.): Berner V'orberge,
nicht seilen [Rthb.\, so unterhalb Grind(>l\vaid in etwa 2500' Höhe [Spci/er);
Gadmen, hier bis 4000' gemein; Pilatus, Luzern und im Aarthale, nirgends
1j H. Cribra 1 i s IIb. welthe mil dem ungelicuprlichen Namen Cribruinalis im Kata-
log von Slgr.-Wo. prangt, ist sicher niemals bei Ziirich gefangen worden.
186 IV. Noctuiden.
seilen {Wu.); von Neuveviilc [CouL); St. Gallen {Tit.); in Graubiinden, aus
dem Rheinthale und beiden Engadinen [Kill.).
Var. Modestalis (ich besitze auch ein norwegisches Exemplar) findet sich
im Ober-Engadin und auch im Wallis, so von_] Evolena [R.-S.]; aus dem
Lenker Thale und vom Simplon (Rä.). Im ersteren Thale traf sie v. Heijd. zu
Anfang August zahlreich bei St. Moritz ; dann fand sie HncUeck bei Sils-Maria,
wo ich ihr mehrfach begegnete. Häufig an einer Stelle bei Pontresina [Stgr.] .
Bei Bergün (es würde zur Zeil der niedrigste Fundplalz sein) begegnete ihr
Z. vom zweiten Drittheile des Juni bis fast zu Ende Juli in grosser Menge.
Auch am Fusse des Stelvio oberhalb Trafoi im Walde [Wo.). Endlich von
höheren Stellen des Gadmenthales [Rä.).
Höhengrenze bis gegen 6000'.
H. DerivalisHb. [Hb. 19. H.-S. 609).
F. im Juni und Juli. Bei Amsteg, häufig [Speyer]] Val Vedro am Simplon
(Rä.); von Basel [Knecht, Panchaud de Bottens); Biel , Misox [Rthb.]; Urbach
[Ja.]; Siselen , selten [Rä.); von den Aargauer Stellen, nicht selten [Wu.];
Bechburg [R.-S.]; St. Blaise und Landeron [CouL); bei St. Gallen [Tä.).
Pechipogon Hb.
P. Barbalis Cl. (Pectitalis Hb.) [Hb. 122).
R. an Eichen, Birken, Erlen.
F. im Juni.
Von Basel [R.-S.]; von Gadnicn und Siselen, in Waldlichtungen öfter
[Rä.]; aus Graubünden [Memjold] und neuerdings von Ghur [Ca/l.].
Bomolocha Hb.
B. Fontis Thunberg (Crassalis Fab.) [Hb. 12. 172) und Var. (J^ Terri-
cularis Hb. [Hb 163).
R. an Vaccinium myrtillus.
F. mit der Heidelbeere weit bis höher in das Gebirge verbreitet, von
Ende Mai l>is in den Juli. Bechburg [R.-S.]; Bern [Beut.]; Schupfen und
Langnau [Rthb.]; Burgdorf [M.-D.]; Ennnenthal [Ja.]; Gadmen [Rä.]; Aar-
gauer Fundslellen , sowie von Wäggis und am Pilatus [Wu.]; Bremgarlen
[Boll); Zürich [Frey); hohe Rhone [Huy.]; Bergeil [Baz.].
Var. Terricularis (die männlichen Vorderflügel fast ganz schwarz , aus-
wärts mit weisslichcn Linien) von der Bechburg [R.-S.) und öfter im Gad-
menthale [Rä.].
Hypeua Tr.
H. Rostralis L. (///;. 10. 193. 194).
R. an Hopfen.
F. v.'ohl in zwei Generationen. Er ist gemein im t'anzen Flach- und
IV. Noctuiden. 187
Hügellande; ebenso auch noch in den Voralpcn, wie dem GadnienÜiale
[Rä.) vorkommend.
H. Proboscidalis L. {Hb. 7) .
R. an Nessehi, gerne in Wäldern.
F. im Juni und August, an den meisten Orten häufig.
Wohl überall im Flach- und Hügellande. Noch bis Gadmen [RU-] auf-
steigend.
H. Obesalis Tr. [flh. 8) .
R. gesellschaftlich an Nesseln.
F. im Juli und August, lokal und selten.
Bechburg [R.-S.]; Schupfen und Meiringen [Rthh.]; Gadmen [Rü.); Bern
[Beut.); Chasseral [Conl.]; Oftringen [Wu.]; Val Vedro und Simplon (fiö.,
Ja.); St. Gallen [TcL); Zürich [Ihig.); Chur und Tarasp [Kill.); Bergün (Z.);
Bergell [Baz.).
Elevation bis gegen 5000'.
Tholomiges Led.
T. Turfosalis Wo. [H.-S. 620).
Auf Torfsümpfen bei Brenigarten und dem Bünzner Moos [BoU^ Frey);
am Katzensee bei Zürich im Juni [Frey).
Rivula On.
R. Sericealis Scop. 7/6. 56).
R. an Gräsern.
F. im Juni und Juli. Zürich [Frey); Siselen [Rü.); Bern [Bent.]\ Gad-
men (Rä.); Lauenon im Simmenthai [Ja.); Sion [Ja.); Sim{)lon [Rü. und Ja.);
St. Gallen {Tä.); Dusnang [Eugster). An vielen Orten sicher übersehen.
Ilöhengrenze etwa 4000'.
Brephos 0.
B. Parthenias L. [IIb. 341. 342).
R. an Birken und Buchen.
F. in den ersten warmen Tagen des Vorfrühlings.
Basel [Gerber); Bern [Beut,); Burgdorf (J/. -/>.); Langnau [Rt/ib.); Lau-
sanne [R.-S., Panchaud de Bottens); am rechten Ufer des Bieler Sees [CouL);
Genf (Museum): Aargauer Fundslellen [Wu.] und Brenigarten [BoU]; Zürich
[Paul); St. Gallen [Tä.); Graubünden [Mengold).
Bei Gadmen bis 5000' Ende Mai [RcL).
B. Notha [Hb. 343. 344).
R. an Espen und Weiden , ähnlich fliegend und verbreitet , doch wohl
meistens seltener.
V. Geometridon.
Basel [Knecht u. A.); Bechhui'g {li.-S.); Aargau [Wu. und Boll)] Bern
[Berit.) und Schupfen [Rthl).); Sl. Blaise-Neuveville [Cord.]; Genf (Museum);
bei Zürich, stellenweise öfter [Frey); nicht selten bei Gadmen bis zur Ele-
vation der vorigen Art.
B. Puella Esp. [Hb. 345).
B. an Populus treniula.
F. bisher nur im Aargau von Wu. getroli'en am Westabhange des Engel-
beigs gegen Oftringen, auf den BlUthen von Mercurialis perennis.
V. Geometrideu.
Pseiuloterpa H.-S.
P. Cythisaria S. V. (Pruinata Hufn.) [Hb. 2) und Var. Agrestaria Dup.
B. an Ginslerarien und auch an Cylisus.
F. vom Juni bis August. Von Wangen im Canlon Zürich [\39\')[Bremi ;
Basel [Sulger); Bechburg [R.-S.]; Biel [Rlfib.]; St. Blaise-Neuveville [Coul.);
von Lausanne [Lah.]; vom Simplon , namentlich im Val Vedro und hier lüs
etwa 4300' aufsteigend [Rä.); Schaffhausen [Ti-app); St. Gallen [Tä.); Chur
[Cafl.]] Bergell [Baz.]. Bald seltener, bald häufigei".
Var. Agrestaria (kleiner, gleichfarbig grüne VorderflUgel und nur am
Vorderrand weiss gestreift) von Lausanne [Lah.].
Geometra Bsd.
G. Papilionaria L. [Hb. 6).
B. an Birken, Silberpappeln, Erlen, Buchen.
F. in zwei Generationen (Mai und Juni , dann im Hochsommer) wohl
ül>erall, aber fast nirgends häulig. Er erreicht noch , aber sehr selten ge-
worden, bei Gadmen 3700' [Rä.]:, ebenso auch Tarasp, daselbst öfter [Kill.].
G. VernariaHb. [Hb. 7).
B. an Clematis vitalba.
F. im Hochsommer. Basel und Mechburg \R.-S.]\ im (^anlon Mcrii
[M.-D.. Rä.); St. Blaise-Neuveville [Coul.]; von Crissier (1502'); Doul)s
[Bruand]; Aargauer Fund|)lätze [Wu.); Lausanne [Lah.]; Zürich [Brenii,
Hug., Frey); Schaffhausen [Trapp]; St. Gallen (7V(.); GraubUndcn [Kill.].
Noch auf dem Simplon [Ja., Rä.]. Hier bis etwa 4300'.
Pliorodesma Bsd.
Ph. Bajularia S. V. (Pustulata Hufn.) [Hb. 3).
B. an der ImcIic.
V. Geometridcn. 189
F. im Juni und Juli, vereinzeil und selten. Zürich am Ütliberg [Bremi);
Bern [M.-D.]\ Burgdorf [Heuser); Schupfen {Rthh.]\ St. Blaise-Neuveville,
öfter [Colli.]; Lausanne [Lah.].
Ph. Smaragdaria Fab. [Hb. \).
R. an Achillea inillefolium, Tanacetum, Artemisia und Senecio.
F. von Ende Juni im Juli. Auenstein, Yilligen und Aarl)urg [Wn.]]
Guttannen [Beul.); oberhall) Sion [Rä.); Evolena [R.-S.].
Elevation ül)er 4000',
Nemoria Hb.
N. Viridata L. (Cloraria Hb.) [Hh. 352).
R. an Crataegus, Gorylus, Belula.
F. ^m Mai und Juni und dann von Ende Juli in den August, häufig auf
feuchten und trockneren Hängen und Waldvviesen. Verbreitet, doch nur
den tieferen Gegenden angehörig. Bechburg (ß.-S.); Bern [Rä.]; Schupfen
und Burgdorf [Rthh.. M.-D.): am Jorat (Lah.); Bex und Aigle (R.-S.j; Lenz-
burg [Wu.]; Zürich [Brcnii, Frei/]: Schaffhausen [Trapp \ Chur [CafL):
Bergeil [Baz.].
N. Porrinata Z, [H.-S. 566).
R. an Crataegus, Corylus und Rubus.
F. im Mai und Anfang Juni, dann wieder im August. Mit Sicherheit von
Zürich [Iliig., Frey); Schaffhausen [Trapp); Aargauer Stellen und Südabhänge
des Jura [Wu.]; Gadmen [Rü.]; Bergün , schon von Anfang Juni an [Z.];
Bergell [Baz.].
Erhebt sich also ül)er 4000'.
N. Aestivaria Hb. (Strigata MüU.) [IIb. 9).
R. an Carpinus, Eichen, Schlehen, Rosen u. s. w.
F. mit doppelter Generation, einer früh- und spälsommerlichen.
Basel (///); Bechburg [R.-S.]; Aargauer Stellen, namentlich im Jura
[Wu.]; Siselen [Rä.]; Burgdorf und Emmenthal ; St. Blaise-Neuveville [Coul.];
Zürich, am Katzensee [Ihig.]; Chur, öfter [Cufl.); Bergell [Baz.].
Thalera Hb.
Th. Bupleuraria S. V. (Pimbrialis Scop., Thymiaria L.) [Hb. 8).
R. an Achillea, Solidago, Artemisia.
F. wohl ziemlich selten vom Juli in den August.
Basel [Knecht]:. Bechburg [R.-S.'i; Aargauer Fundstellen und Lägernberg
[Wu.); Zürich [Bremi^ Huy.); Schaffhausen [Trapp]; Tramelan [Ge.) und St.
Blaise-Neuveville [Coul.]; Berneck bei St. Galleu [Tä.]; Chur [Cafl.]; Bern,
Burgdorf [M.-D.]; Lys, Nidau [Rthb.]; Lausanne [Lavaux ; Monlcherand bei
Orbe ;1376';; Salgetsch bei Sierra [Lah.]. .
190 V. Geometriden.
Jodis Hb.
J. Putata L. {Hb. 10).
R. an Vaccinium myrtillus.
F. häufig von Ende Mal in den Juli, wohl überall an lieferen Stellen.
J. Lactearia L. (Aeruginaria S. V.) {Hb. 46).
R an Birken.
F. vom Mai an gemein und wohl in liefer gelegenen Gegenden überall.
Seine und der vorhergehenden Art Höhengrenzen sind unermittelt.
Acidalia Tr.
A. Pygmaearia Hb. (Parvularia Lah.) [IIb. 335. 336).
Bsd. scheint südschweizerisclie Exemplare gehabt zu hal)en. Aus dem
Misox (C. Zeller).
A. Aureolaria S. V. (Trilineata Scop.) [Hb. 62).
R. an niederen Pflanzen (?).
F. im Juli. Nach Brcmi von Zürich und Frauenfeld (?); Neuveville [Coul.);
Aargauer Jura an trocknen Stellen, seltener [Wu.]; Leuk, Viege, Zermatl (?)
[Jü.]; von Evolena [R.-S.); am Simplen [Rü.]; von Tarasp [Kill.).
Mit Sicherheit nur warmen Gegenden zukommend und über 4000' auf-
steigend.
A. Plaveolaria Hb. [Hb. 341).
R. wohl an niederen Pflanzen.
F. während des Juli in den August hinein im Gebirge in einer Höhe von
4 — 6000' und mehr. Von Wallis bis Graubünden, stellenweise gemein. Das
Weib ist nur selten zu Ireff'en. Seltener am Jura, so l)ei Souaillon (Cow/.).
A.'Perochraria P. E. [F. R. 49, a — g).
R. an Gräsern (?).
F. im Juli und August, verbreitet im Tieflande, stellenweise gemein, eben-
so am Jura ; dann im Alpenlande von Zermatt (./ä., Frey) bis Trafoi [Kill.], bii
Gadmenthale bei^ecnete dieser Art in mehr als 5000' Höhe noch häufiger Rii.
A. OchreataS. V. [IIb. 96. F. R. 50. 1 a— c) .
F. von Ende Juni bis in den August. Chasseral [Conl.]; Lausanne [Lafi.)]
St. Gallen [Tä.)- Chur [Cafl.). Unsichere Angaben habe ich Übergangen.
A. Macilentaria H.-S. [II.-S. 230. 231. 340. 341).
Lah. fand das Thier zu Rovcreaz bei Lausanne.
A. RufariaHb. [IIb. 112).
\\. au Sicllaria und niederen Pflanzen.
V. Geometriden. 191
F. im Juli und August, an trocknen wannen Stellen, Von Basel [Knecht);
Schaffhausen [Trapp); St. Gallen [Tu.]. Dann am Jura, so dem Lägernberg
[Frey), den Aargauer Fundstellen [Wu.), der Bechburg (i?.-8.), Biel ißä.),
St. Blaise-Neuveviile {Coul.}; bei Orbe, Lausanne um! im Wallis [L(th.]\ auch
noch in den italienischen Thälern [Derselbe).
A. (?) Litigiosaria H.-S. [H.-S. 303. 304).
Nach Lah. (f) von Lausanne; ('?) von St. Blaise-Neuveviile [CouL).
A. Sericeata Hb. [Hb. 404).
F. im Juni und Juli aus dem Wallis; hier an warmen trocknen Höhen
mitunter häufig. Martigny , Sierre, Viege , Naters, Brieg, Zermatt (La//.,
JH., Frei/).
A. Moniliata S. V. (IIb. 59).
F. von St. Blaise-Neuveviile [Coul.]; vom Bodensee [Lah.)\ aus dem
Bergell [Baz-.).
A. Auroraria Bkh. (Muricata Hufn.) [Hb. 63).
R. an Flantago und niederen Pflanzen überhaupt.
F. im Hochsonnner. Mit Sicherheit von Siselen [Bd.), von Viege, dem
Simplen [Joris). Kaum von Winterthur und dem Thurgau [Bremi).
A. Dimidiata S. V. (Scutalata Hufn.) [Hb. 72).
R. wohl an niederen Pllanzen (?) .
F. im Sonuner, vielleicht in zwei Generationen. Aargauer Fundstellen
{Wu.): von Siselen und Bern [Bü.); von Chur [Cafl.]. Bald seltener, bald
häufiger.
A. Contiguaria Hb. [Hb. 105).
R. an Sedum.
F. im Juli. Aus dem Wallis von St. Nicolas [Lah.), von Zermatt [Frey),
von Brieg [Anderegg), von Evolena [B.-S.), vom Simplen, dem Bagnethal
[Bd.); dunklere Exemplare von Bergün [Frey); Bergell [Baz.).
Höhengrenze etwa 5000'.
A. (?) Sodaliaria H.-S. [H.-S. 466).
Nach Hag. vom Lägernberg im September (?) .
A. Incanaria Hb. (Virgularia Hb.) [Hb. 1001, Var. Paleaceata G-n.
(Dilutaria Hb.) [IIb. 589, Calcearia Z. (Cantenaria Bsd.) [H.-S.
437) und Var. BischofiFiaria Hb. [Hb. 586—588).
R. soll an Rhamnus und Padus leben.
F. überall gemein, vom Juni bis in den August, gern in Häusern. Nach
192 V. Geometriden.
Caß. von Chur und nach Lah. Var. Calcearia (weisslich) von Meiringen, wäh-
rend R.-S. Var. Paleaceata als auf der Bechburg vorkommend angibt.
Var. Bischolliaria, über welche Lah. selbst nicht in das Reine kam (er
erwälnit Lausanne, Aigle und Meiringen — und wurde selbst wieder un-
sicher) ist — wie ich nach Ansicht zweier Originalexemplare seiner Samm-
lung versichern darf — nichts als eine auffallend schwärzlich übergossene
Var. der gemeinen Incanaria. Die Abbildung von IIb. ist schlecht.
A. Straminata Tr. {II. -S. 82. 83).
Diese Art, vom .luni bis August fliegend, ist erwähnt von Lah. für Burg-
dorf {Heuser) und Aarberg {Rthh.); bei Siselen {Rä.): nach Wu. von den
Hängen des Aargauer .Iura.
A. Pallidata S. V. {H.-S. 110—113).
F. im .luli. Nach Lah. von Lausanne undBellinzona ; von St. Blaise-Neuve-
ville [CouL).
A. (?) Subserieeata Haw. (Pinguedinata Z. und Asbestaria Z.) {H.-S.
409. 410).
Soll nach Jii. bei Lugano gefangen worden sein (?) .
A. (?)Laevigaria Hb. (Renularia Hb.) {Hb. 74. 331).
Lah. erwähnt den Bodensee {Leiner)., Meiringen, St. Blaise-Neuveville
{Colli.) und Lausanne (?).
A. Pusillaria Hb. (Herbariata Fab.) {Hb. 99).
Nur aus dem Misox {C. Zeller).
A. Bisetata Hufn. (//.-8. 11G).
F. im .Tuli und August, eine häufigere und wohl im ganzen tieferen
Lande überall vorkommende Acidalie. Von Lausanne {Lah.) bis Chur {Cafl.)
und Bergell [Baz.).
A. Trigeminata Haw. (Reversata Tr.) {IIb. 73).
F. im .luni und .luli. Aargauer Fundstellen und Lägern {Wa.)-. bei
Bern {M.-D.)\ Lausanne [Lah.).
A. Rusticata S. V. {Hb. 241 und Var. VulpinariaH.-S. (/A.-S. 473. 474).
F. im. luli und August, ziemlich voi'breitel. Häufig auf der Südseite der
Alpen; oft im Wallis {Lah.)^ so von Sion. Viege, Brieg [Ja.); Lausanne {Lah.);
St. Blaise-Neuveville {CouL); Bern, Meiringen {M.-D., Heuser); Bechburg
{R.-S.); Chur, nicht oft {Ca/}.).
Var. Vulpinaria (heller, VorderflUgel mit rülhlichci- Mitlelbinde) vom
Val Vcdio am Simplon {Rä.), von Gondo: südlich von den Alpen überhaupt
häutiuer.
V. Geometriden. 193
A. Osseata S. V. (Humiliata Hufn.) [Hb. 102).
R. vielleicht an Ononis spinosa.
F. von Ende Juni im Juli und August, wohl im ganzen Tieflande; stellen-
weise häufig, so bei Siselen [Rü.]; anderwärts, wie bei Chur [Cafl.), seltener;
St. Blaise-Neuveville [CouL); vom Stelvio {Wo.) und dem Bergeil [Baz.]; bei
Bergün am Tuors nicht selten. Z. fand die dortigen Stücke grösser, trüber
gelblich als die schlesischen, und immer mit geröthetem Costalrand.
Höhengrenze also über 4000'.
A. Dilutaria Hb. (Interjeetaria Bsd.) [Hb. 100. H.-S. 78. 79).
F. Mitte Juni bis Mitte Juli im Gebüsch. Von Lausanne [Lah.]; Burg-
dorf [31. -D.) und Aarburg [Wu.); auch von Bellinzona [Lah.]. Selten.
A. Holoserieeata Dup. {H.-S. 80. 81).
F. vom Juni bis August, seltener und mehr dem Westen und Süden an-
gehörig. Lausanne, Ufer des Genfer Sees, im ganzen Rhonethal {Lah.); Fuss
des Jura ißthb.): Biel {Rä.): Solothurn {M.-D.); Lägernberg {Frey); Aarburg
und Oftringen {Wu.)] Bern, Bödeli {Jcl.); St. Gallen (Tä.) ; Tarasp {Kill.).
A. Inornata Haw. (Suflfusata Tr.) (H.-S. 309) und Var. Deversaria H.-S.
[H.-S. 305—308, 314).
R. an Rumex.
Ob die Stammform im Faunengebiete vorkommt, bleibt fraglich; doch
gedenkt ihrer R.-S. von der Bechburg. Var. Deversaria, mit deutlicherer
Zeichnung, Strichen und Linien, kommt im Juni und Juli stellenweise häufiger
vor. Bechburg {R.-S.); Biel {Rthb., Rä.); Lausanne, Vevey , Aigle {Lah.,
Rthb.); verbreitet im Wallis, wie Sion, Sierre {Ja.); Val Vedro , öfter {Rä.);
Schupfen (Rthb.); Aargauer Jura, nicht oft {Wu.); Tarasp {Kill.).
A. Subversaria Lah., nach einem (!) Exemplar von Rthb. aufgestellt, ist
zu streichen.
A. Aversata L. (Hb. 56) und Var. Spoliata Stgr. (Aversata Tr.)(//6. 389) .
R. an Genisten, Spartium und wohl auch an niederen Pflanzen.
F. von Ende Juni im Juli und August (am Genfer See in zwei Genera-
tionen) ist mit der bindenlosen Form Spoliata ziemlich gleich verbreitet und
stellenweise häufig. Basel {Knecht); von St. Gallen {Tä.) und Zürich {Hug.)
bis in das W^allis ; vom ganzen Jurazug (hier mitunter wie bei St. Blaise-
Neuveville [CouL] häufig), und auch ins Alpengebiet eindringend, so bei
Gadmen bis 4000' Höhe. Tarasp (ä7//.) und Bergeil {Baz.). Zwischenformen
aus dem Wallis {Frey) .
A. Emarginata L. {Hb. 1 07) .
R, an Galium, Convolvulus.
F. Ende Juli und im August, seltener. Oftringen . an feuchten Wald-
Frey, Lepidopteren. j| 3
194 V- Geometriden.
rändern des Engelbergs [Wu.]; Aarberg [Rthb.]; Siselen (fiö.); Lausanne und
Paudex {Lah.); Zürich (?) [Bremi): Schaffhausen [Trapp]; Chur [Cafl.].
Höhengrenze wohl eine sehr geringe.
A. Immorata L. [Hb. 133).
R. an Erica, gewiss auch noch an anderen Pflanzen.
F. im Mai, dann im Juli und August aufwiesen und an Waldrändern,
öfter und sehr verbreitet. Er scheint indessen im Alpenlande nur massig
aufzusteigen, so im Gadmenthal bis an die Alpen [Rä.] und Bergün , selten
(Z.); auch aus dem Domleschg und von Tarasp [Kill.); von Zermatt [Frey);
von Evolena [R.-S.]. Lah. berichtet von Uebergängen zur dunklen schwärz-
lichen Var. Tessellaria Bsd. [H.-S. 227).
Elevation 4800'.
A. Rubricaria S. V, (Rubiginata Hfn.) [Hb. 111. 487) .
F. an trocknen Stellen, vom Juli in den August. Basel [Knecht •. an
sonnigen Stellen des Aargauer Jura [Wu.]\ Bechburg [R.-S.]; St. Blaise-
Neuveville [CouL); Aarberg [Rthb.]; Lausanne, öfter [Lah.]; Sion [Jä.)\ Schafl-
hausen [Trapp]; am Bodensee [Lemer]; Berneck bei St. Gallen [Tä.]; Chur
[Cafl.] . Manchfach als selten erwähnt.
Bei Lausanne eine Var. mit hellerer Mittelbinde häufiger als die Stammart.
A. Marginepunctata Göze (Immutata S. V.) [Hb. 108. H.-S. 101).
R. an Sedum.
F. vom Juni bis in den August (nach Rä. in zwei Generationen). Bech-
burg [R.-S.]; Berner Jura und Thuner See (fi.-S.); Sorvilier [Hug.]; St.
Blaise-Neuveville [Coul.]; Siselen [Rä.]; Bern [Ja.]; Lausanne [Lah.]; Vevey
[Rthb.]; Simplen [Joris, Ja.]; St. Gallen [Tä.]; Zürich [Frei/]; Chur [Cafl.];
Tarasp [Kill.]; aus dem Tessin vom Salvadore [Ja.].
hn Gadmenthal gegen 6000' sich erhebend [Rä.].
A. (?)Luridata Z. [H.-S. '?419 und y)Falsariai( 463 und Var. Confinaria
H.-S. [H.-S. 315—317).
Die Stammart aus dem Bergeil (5a;j.). Die hellere Var. soll im Juli vom
Simplon gefangen sein [Ja.].
A. Mutata Tr. (PIneanata L.) [H.-S. 98—100).
R. an Dianthus, Lychnis, Thymus.
F. von Mitte Juni an. Am ganzen Aargauer und Berner .Iura (TT^?/..
Rthb.^ Coul.]; in den Alpen weitverbreitet und stark herabsteigend [Lah.]:
Berner Alpen, Gadmen , namentlich auf den Bergen [Rä.]; Scheidegg, Ur-
weid [Ja.]; im Wallis wohl sehr verbreitet l)is Zermatt [Frey]; Seealplhal
und Gais [P.-J.]; Klosters [Hug.]; Bergün (Z. 1; Ober-Engadin und Trai'oi
[Frey]. Alpine Stücke sind oft erheblich verdunkelt.
Elevation bis 6000'.
V. Geometriden. 195
A.' Fumata Steph. (Commutata Prr.) [H.-S. 91 — 93).
R. an Vaccinium myrtillus.
F. variirend , vom Juni in den August. Züricli [Frey); hohe Rhone
[Hug.]; Chur [Caß.]. In den Alpen, von Chamouny [Lah.) bis ins obere
Engadin [Pfaffenzeller] und Tarasp [Kill.], sehr verbreitet und stellenweise
häufiger an schattigen, mit Heidelbeeren bewachsenen Stellen.
Elevation gegen 6000'.
A. Remutaria Hb. [Hb. 98. H.-S. 86—90. •?94. 95).
R. an niederen Pflanzen, so an Vielen.
F. vom Mai an sehr verbreitet im Tieflande. Vom Jura des Aargau
(IFh.), der Bechburg (jR.-S.); vom Chasseral [CoiiL): von Tarasp {Kill.). Den
Alpen selbst wohl fehlend.
A. Nemoraria [Hb. 89. H.-S. 102;.
Lausanne iLah.): Simplon (Joris): Malans {Ämstein).
A. Punctata Tr. (Subpunctata H.-S., Cerusaria Lah.) [H.-S. 311 — 313).
F. vom Mai bis in den Juli. Am Genfer See von Mitte Juli, sowie im
Rhonethal [Lah.]; Wallis und Simplon bis Crevola [Rä.); Biel , Frinvilliers
(1598') und Thuner See [Rthb.): Bechburg [R.-S.): Aargau (TFm.); Zürich
[Frey)] St. Gallen {Tel.): Degersheim {Müller); Weissbad [P.-J.): Chur,
öfter [Cafl.).
A. Caricaria Reutti [H.-S. 553. 554).
F. auf sumpfigen Stellen von Mitte Juni in den Juli. Von Aigle {Lah.):
im Sumpfgebiete von Siselen öfter {Rä.); Zürich, am Ütliberg (Fi-ey) und
Katzensee {Hug.); Chur {Caß.). Selten.
A. Immutata L. (Sylvestraria Hb.) {Hb. 97. H.-S. 103—105).
F. wohl in doppelter Generation , indem ein Vorkommen vom Ende Mai
bis in den August erwähnt wird.
Aargauer Fundplätze {Wu.): Siselen, seltener als die vorhergehende Art
[Rä.); Bechburg {R.-S.): Berner Jura und Schupfen {Rthb.); St. Blaise-
Neuveville {Coul.): Lausanne, selten {Lah.): Zürich, öfter (Frey) und am
Katzensee [Hug.); aus dem oberen Engadin {Pfaffenzeller): von Tarasp [Kill.):
Bergeil {Baz.).
A. StrigariaHb. {Hb. 95. H.-S. 114—115).
R. an Birken (?:.
F. ziemlich selten von Ende Juni bis in den August. St. Blaise-Neuve-
ville {Coul.); Lausanne und Thal von Aigle {Lah.): Salgetsch und Sierre
[M.-D.); Viege {Ja.): Siselen, öfter [Rü.). Bei Zürich fand ich ihn nicht.
13*
196 V. Geometriden.
A. Umbellaria Hb. (Compararia H.-S. Lah.) [Hb. 437, 438. H.-S.
299—303).
F. im Frühsommer. Lausanne und Aigle {Lah.); Burgdorf {M.-D.);
zwischen Aarberg und Worben iRthb.); Aargauer Jura [Wu.]; Bechburg
{R.-S.); Zürich [Hug., Frey); Chur (Kriechbaumer) ; Tarasp {Kill.).
Manche Angaben erscheinen zweifelhaft.
A. Strigilaria Hb. (Nigropunctata Led. Prataria Bsd. Lah.) {Hb. 108.
H.-S. 108. i09).
R. an Vicia und Stachys.
F. von Ende Juni bis in den August. Basel {Knecht); Bechburg [R.-S.);
Aargauer Fundstellen {Wu.); verbreitet im Canton Bern {M.-D., Rä.); Chas-
seral [CouL); Lausanne {Lah.); Zürich, häuüger {Hug., Frey); St. Gallen [Tä.);
Chur und Tarasp {Cafl., Kill.).
Nach Rä. im Gadmenthale bis 4200' aufsteigend.
A. Imitaria Hb. {Hb. 51).
Im Mai und September im Tessin ; so von Lugano an Felsen {Lah.);
vom Cassarate {Ja.). Vom Berner Jura {Coul. und Ge.). RiL erwähnt noch
Siselen und Ferenbalm.
A. Ornata Scop. {Hb. 70).
R. an Thymus serpyllum.
F. in zwei Generationen, vom Mai an und wieder im Spätsommer. Wohl
überall, vom Jura in das Wallis und bis Tarasp.
Er mag bei Bergün (Z.) und im Gadmenthale {Rä.) etwa 4500' erreichen.
A. Decorata S. V. [Hb. 71).
R. vielleicht auch an Thymus.
F., wie es scheint, bisher fast nur, mit Ausnahme von St. Blaise-Neuve-
ville {Coul.), aus dem unteren Wallis, dort verbreitet und häufig. Von
Martigny thalaufwärts. Lah. fand die Walliser Exemplare weisslicher als
Oestreichische.
Höhengrenze unbekannt, wohl sehr gering.
Zonosonia Led.
Z. Pendularia Cl. {Hb. 66).
R. an Birken.
F. im Frühsommer und dann wieder im August, wohl in grösserer Ver-
breitung durch das Tiefland, bald als häufiger, bald als selten erw^ähnt.
Zürich {Bremi, Frey); Bern und Burgdorf {Rthb., Rä.); Luzern [Hug.);
im Aargau weit verbreitet [Wu.); von Lausanne {Lah.); St. Gallen {Tä.) und
Chur' {Mengold) .
Elevation wohl sehr gerine;.
V. Geometriden. 197
Z. Orbieularia Hb. [Hb. 60).
R. an Eichen. Salix und Alnus.
F. im Frülisommer, bei uns selten und vereinzelt. Von Basel [Sulger);
von Oftringen, Eglisvvyl und Othmarsingen im Aargau [Wu.]; Zürich [ZelL-
DokL, Hug.); Bechburg [R.-S.); SchüjDfen [Rthb.]; Burgdorf (3/. -Z).;; Bern,
Ferenbalm, Siselen {Rä.).
Z. Omicronaria S. V. (Annulata Schulze) [Hb. 65).
R. an Acer und Betula.
F. im Frühsommer , dann im Juli und August verbreitet , keineswegs
aber häufiger. Aus den Cantonen Aargau, Bern, Zürich, Schaffhausen, St.
Gallen. Von Lausanne [Lah.); aus Graubünden [Mengold und Amstein).
Elevation wohl sehr gering.
Z. Pupillaria Hb. [Hb. 69) und Var. Gyrata Hb. [Hb. 434).
Vom Lago Maggiore im Juli [Lah.): Nyon, Anfang August (fiö.); Öh-
ringen, Aarburg, Othmarsingen [Wu.]. Var. Gyrata (Augenpunkte deutlich,
Flügel dunkel quergestreift) unter der Stammart.
Z. PorataFab. ßb. 67).
R. an Eichen.
F. im Frühsonmier und dann im Juli und August, seltener. Basel [Pan-
chaud de BottenSj-, Bechburg {R.-S.): Bern [Ja.); Siselen [Rä.); Schupfen
[Rthb.); aus den Aargauer Fundplätzen (TFt^.j; St. Blaise-Neuveville (Cornaux)
[CouL); Zürich [ZeU.-Dold. , Hug. ; Sehaffhausen [Trapp).
Z. Punctaria L. [Hb. 574) und Var. Ruüciliaria H.-S. (Sehaeflferaria
Lah.).
R. an Eichen und Birken.
F. in denselben zwei Generationen, wie es scheint weit verbreitet.
Basel und Bechburg [R.-S.); Zürich [Hug.. Zell.-Dold., Frey: Schaffhausen
[Trapp); St. Gallen [Tä.); Aargau [Wu.]; Canton Bern [Rthb., 3I.-D., Rä.j;
St. Blaise-Neuveville [CouL); Lausanne [Lah.); Malans [Amstein).
Var. Ruficiliaria (die Vorderflügel des grösseren Thieres dichter punclirt.
einfarbiger, Franzen röthlich , nicht roth gebändert) vom Lago Maggiore
[Lah.). — Lah. hat diese Varietät im zweiten Ergänzungshefte Fig. 1 abge-
bildet.
Z. Trilinearia Bkh. Hb. 68) und Var. Strabonaria Z.
R. an Buchen (?).
F, wiederum zweimal. Er ist in Buchwäldern sehr verl)reitet . von
Basel und Lausanne bis Chur. Die kleinere Sommerform (heller, mit weniger
deutlich gestreiften Flügeln) Z.'s Strabonaria von Chur [Cafl.]. Bei Gadmen
noch bei 4500' [Rü.][l).
198 ^- Geometriden.
Timandra Dup.
T. Amataria L. [Hb. 52) .
R. an Rumex, Atriplex u. s. w.
F. im Mai und von Ende Juli in den August, antrocknen, sonnigen
Stellen. Basel [Sulger) ; Zürich [Bremi, Hug.), aber nicht oft; Dusnang
[Engster); St. Gallen, öfter [Tu.); Aargau, häufig [Wu.); Bechburg [R.-S.);
Bern, Siselen, Schupfen [Rä., Rthb.); Tramelan [Ge.); St. Blaise-Neuveville
[CouL); am Nordrande des Genfer Sees [Lah.). In Graubünden fehlend und
in das Alpengebiet nicht eindringend.
Pellonia Dup.
P. Vibicaria Cl. [Hb. 50).
R. an Schlehen, Ginster und Tanacetum vulgare.
F. vom Juni an in den Juli, an trocknen, sonnigen Stellen. Basel [R.-S.);
am Jura, dem Aargauer [Wu.) und Berner, wie Biel [Rthb., Ja.); Tramelan
[Ge.) und St. Blaise-Neuveville [CouL); von der Bechburg [R.-S.); vom Gen-
fer See [Lah.); aus dem Wallis, von Sion , Leuk [Ja.). Bei Zürich, selten
[Bremi, Frey); von Chur am 3Iittelberg [Cafl.). Noch bei Bergün, und zwar
öfter (Z.).
Höhengrenze über 4000'.
P. Calabraria Z. [Hb. ■?49. 365).
R. an Asperula calabrica (in Italien).
F. in gleicher Erscheinungszeit wie der vorige, lokal, an heissen, trock-
nen Stellen. So am Genfer See und im Rhonethal [Lah.); am Mont Saleve
bei Genf [M.-D.); Sion, Simplem, Sierre und Leuk (Ja.). Zweifellos ist
Bremi' s Citat : »vom Irchel im Canton Zürich« falsch.
Rhyparia Hl).
R. Melanaria L. [Hb. 86).
R. an Vaccinium uliginosum (auch an jungen Zitterpappeln).
F. im Juni. Vo
Tannen [Ball, Frey).
F. im Juni. Von Bremgarten am Rande eines Torfmoors unter hohen
Abraxas Leach (Zerene Tr.).
A. Grossulariata L. [Hb. 81. 82).
R. an Schlehen und Ribes.
F. von Ende Juni bis in den August, wohl überall , vielfach aber selten.
Aei Jura verbreitet. Die Alpenzone gewinnt er nicht.
A. Pantaria L. [Hb. 84).
Von Pontarlier (2586') [Bruand] und aus dem Sihlwakle bei Zürich nach
Bremi {f\. Eine Seltenheit.
V. Geometriden. 199
A. Ulmata Fab. (Sylvata Scov.)' [Hb. 85. 391. 392).
R. an Prunus paclus.
F. im Hochsommer (Juli), lokal. Basel [Leonhart); Aargau, um Lenzburg
und ßraunegg (1328'); Doubs [Briiand); Zürich im Sihlwalde [Bremi); St.
Gallen und Schännis (1361') [Tä.); Chur [Cafl.].
A. Adustata S. V. {Hb. 75).
R. an Evonymus europaeus.
F. in doppelter Generation, von Ende Mai und dann abermals im August
und September. Basel [R.-S., Knecht); Zürich [Bremi, Frey); im Aargau
verbreitet [Wu.); Bechburg [R.-S.); St. Blaise-Neuveville [CouL); von Bern,
Aarberg, Schupfen, Burgdorf [M.-D.); Siselen und bis Gadmen [Rthb., Rü.);
Sierre und Cassarate im Tessin [Ja.); St. Gallen {Tel.): Chur und Tamins
(2106') [Cafl.]. Stellenweise häufiger.
A. Marginata L. [Hb. 80), Var. Naevaria Hb. [Hb. 71) und Var. Pollu-
taria Hb. {Hb. 80; .
R. an Pappeln und Weiden.
F. in zwei Generationen, mit seiner an Flecken verarmten weissen Var.
Pollutaria, wie mit der reichlich schwarz gefleckten Naevaria , wohl überall,
in der Ebene, am Jura und in den Alpencantonen vom Wallis bis Graubün-
den. Noch von Evolena {R.-S.), aus Gadmen Ret.) und von Bergün (Z.]; so-
wie von Trafoi {Wo.), an letzterem Orte in stark schwarzen Exemplaren.
Höhengrenze etwa bei 4800'.
Bapta Steph.
B. Pictaria Curt. [H.-S. 40).
R. an Schlehen und jungen Eichen.
F. im Frühling. Von Lausanne {Lah.); aus dem Wallis [Anderegg).
B. Taminata S. V. (BimacTÜata Fab.) [Hb. 90).
R. an Eichen [f] .
F. im Mai und Juni. Basel [Knecht); im Aargau, öfter [Wu.]; Zürich
[Freijj; Bern [Ja.); Schupfen [Rthb.); Burgdorf (il/. -/).); Siselen, selten {RcL);
Oberhasli {M.-D.); Bechburg {R.-S.); Neuveville und Cressier [CouL); Lau-
sanne und Aigle [Lah.) .
B. Temerata S. V. (//6.91. 376. 377).
R. an Eichen.
F. im Frühling. Zürich, nicht selten (Frey); aus dem Aargau [Wu.);
Basel {Knecht); Bechburg [R.-S.); Burgdorf, Schupfen, Guggisberg , Siselen
{M.-D., Rthb., Rä. und Ja.); Jolimont und Souaiüon {Coul.); Tramelan {Ge.);
St. Gallen {Tä.j; Chur [Cafl.).
Alle drei Arten des Genus scheinen nur dem Tieflande anzugehören.
200 V. Geometriden.
Stegania Dup.
S, Permutataria Hb. (Trimaculata Vill.) [Hb. 92).
Nach Ja. vom Cassarate.
S. Cararia Hb. [Hb. 36. H.-S. 70).
F. im Juli. Von der Bechburg [R.-S.].
Cabera Tr.
C. Pusaria L. [Hb. 87) und Var. Rotundaria Haw.
R. an Erlen, Birken und Haseln,
F. vom Mai in den Juni , dann Juli und August , wohl überall . in der
schweizer'schen Ebene , vom Jura bis zu den Alpen. Hier erreicht er bei
Bergün (Z.) und im Gadmenthale eine Elevation bis etwa 4500'.
Var. Rotundaria (mit rundlicheren Flügeln, die vorderen mit doppelter
dunkler Querlinie , die innere costalwärts gespalten) von Siselen und Gad-
meu, selten [Rä.).
C. Exanthemata Scop. [Hb. 88).
R an Haseln, Erlen, Birken.
F. wohl mit dergleichen, doppelten Erscheinung. Wiederum sehr weit
verbreitet. Dieselbe Höhengrenze wie bei der vorigen Art.
Numeria Dup.
N. Pulveraria L. [Hb. 203).
R. an Birken und Sahlweiden.
F. an lichten Waldstellen von Ende Mai durch den Juni , zahlreicher im
westlichen Theile unseres Faunengebietes, ziemlich variirend. Basel [R.-S.];
am Engelberg und bei Lenzburg mitunter zahlreicher [Wu.); Bern, selten
[Ja.); Burgdorf im Sommerwald, manchmal häufig; am Fusse des Chasseral,
selten [Coul.]; Tramelan (Ge.); Lausanne (Sauvabelin) [Lah.); Zürich, selten
[Frey); St. Gallen und Degersheim [Tä., Maller); Randen bei Schatiliausen
{Seiler); Bergün (Z.); Bergell [Bas.).
Bei Gadmen traf Rä. eine kleinere, lebhafter braune und mehr ein-
farbige, verloschen gebänderte Var. bis 4000' an feuchten Waldrändern nicht
gerade selten. Es ist eine interessante, hübsche Form.
N. Capreolaria S. V. [Hb. 204. 205).
R. an Pinus sylvestris.
F. im Juli und August in Nadelholzwaldungen. Gysulafluh iWu.); Bech-
burg [R.-S.); Biel, Chasseral [Hug.); St. Blaise-Neuvevillc [Coul.]; Lausanne
(am Jorat) und Waadtländer Alpen [Lah.); Schupfen [Rthb.); Gurnigel (M.-D.);
Zürich und Schnebelhorn [Hug.); Chur, lokal [Cufl.)\ Bergell [Baz.).
Im Gadmenthale bis etwa 3000' (Rä.).
V. Geometriden. 201
EUopia Tr.
E. Prosapiaria L. (Fasciaria S. V.) {Hb. 5) und Var. Prasinaria Hb.
[Hb. 4).
R. an Pinus sylvestris und anderen Pinus-Arten.
F. im Mai und wieder im Hochsommer, in Nadelholzwäldern weit ver-
breitet, mehr als grüne Var. Prasinaria. Bechburg [R.-S.]; Engelberg bei
Oftringen {Wu.); Jorat bei Lausanne {Lah.); Wallis [Hug.]; Bern (Lattrigen-
wald) [Rä.]; Schupfen [Rthb.]; Niesen und Lauenen [Ja.); Oberhasli (i/.-Z).);
Zürich und hohe Rhone {Hug.); Schaffhausen {Trapp); beiGais, gemein (P.-/.);
St. Gallen {Tu.); Chur, Klosters. Rothhorn und Val Avers {Cafl., Hug.).
Im Gadmen- und Guttannenthal bis zu 5000' {Rü.).
Metrocampa Latr.
M. Margaritaria L. {Hb. 13).
R. an Eichen. Buchen, Pappeln und anderen Laubhölzern.
F. im Juni und Juli in Buchenwaldern , hier und da häufiger, ander-
wärts s^elten.
Basel {Sulger); Aargau {Wu.); Bechburg {R.-S.); Bern, öfter, Siselen
{Rä.); Schupfen {Rthb.): St. Blaise-Neuveville {Coul.); Tramelan {Ge.); Lenk
{Ja.); Lausanne, häufig {Lah.); Zürich (Ütliberg) {Bremi)\ Schaffhausen
(Trapp); Dusnang {Engster); St. Gallen und Weissbad {Tel., Müller); Churer
Rheinthal [Cafl. u. A.); Bergell {Baz.).
M. Honoraria S. V. [Hb. 16).
R. an Eichen.
Nur von St. Blaise-Neuveville {Coul.) und aus Graubünden von Mengold.
Cafl. und Kill, fanden sie dort nicht.
Eugouia Hb.
E. Angularia S. V. (Quercinaria Hufn.) {Hb. 22. H.-S. 76. 77) und Var.
Infuseata Stgr.
R. an Eichen.
F. im Juli und August, verbreitet. Oftringen und Aargauer Jura {Wu.);
Bechburg {R.-S.); Bern, Bucheggberg {Ja.); Siselen {Rä.); Sorvilier {Hug.);
St. Blaise-Neuveville {Coul.); Tramelan {Ge.); Lausanne {Lah.); Zürich {Hug.,
Frey); Schaffliausen {Trapp); St. Gallen {Tä.); Chur und Trins {Cafl.).
Var. Infuseata (mehr oder weniger bräunlich überflogen) von Bern und
Siselen {Rä.).
E. Alniaria S. V. Esp. Tr. (Autumnaria Werneburg) {Hb. 26).
R. an Laubhölzern.
F. zu Ende des Sommers. Lausanne, in Buchenwäldern selten {Lah.) :
Zürich und Sihlwald {Bremi): Bechburg {R.-S.); Chur {Cafl.): Bergell {Baz.).
202 ^'- Geometriden.
E. Tiliaria Bkh. Tr, Dup. (Canaria Hb. Esp. Wood) (PAlniaria L.)
Hb. 23).
R. an Laubhölzern.
F. im Spätsommer, seltener. Bechburg [R.-S.]; im Aargau {Wii.); Bern
[Ja.]; St. Blaise-Neuveville [CouL); Zürich iBretni, Frey); St. Gallen [Tä.).
E. Erosaria S. V. [H.-S. 12. "73) undVar. Quercinaria Bkh. (//.-S. 74. 75).
R. an Eichen.
F. im Juli. Basel [Panchaud de Bottens); Bern [Rä.]: Schlipfen [Rthb.];
Bechburg [R.-S.); Bieler Insel (^ä.) ; St. Blaise-Neuveville [CouL] ; Chur
[Amstein, Cafl.) und Trins \Caß.).
Selenia Hb.
S. Illunaria Hb. (Bilunaria Esp.) [Hb. 36. 37).
R. an Sorbus aucuparia, Birken, Obstbäumen.
F. in doppelter Generation, sehr weit verbreitet, auch am Jura und be-
trächtlich in die Alpen vordringend , so bis Bergün ;Z. i, das Engadiner Yal
Rosegg (Ja.), ja sogar auf den Gadmer Alpen noch bei 7000' gefangen, be-
deutend grösser und dunkler, womit norwegische Exemplare meiner Samm-
lung übereinstimmen.
S. Lunaria S.V. [Hb. 451) und Var. Delunaria Hb. [Hb. 34).
R. polyphag, Schlehen, Weissdorn, Apfelbäume, Eichen u. s. w.
F. im südlichen Faunengebiete in zwei Generationen , seltener, aber
weitverbreitet. Von Basel und Lausanne bis Chur [Lah., Cafl.]. Im Gad-
menthale bis etwa 4000' [Rä.].
Var. Delunaria kleiner und heller) aus dem Bergell [Baz.).
S. Illustraria Hb. (Tetralunaria Hufn.) [Hb. 33).
R. an Eichen, Erlen, Himbeeren.
F. in doppelter Generation, doch bei weiter Verbreitung seltener. Von
Basel und Lausanne bis Chur. Ein Aufsteigen im Gebirge ist unbekannt.
Pericallia Steph.
P. Syringaria L. [Hb. 29) .
R. an Loniceren , auch an Syringa und Ligustrum«^
F. im Juli, wiederum weit verbreitet, aber vereinzelt. Noch im Bergell
[Baz.]. Im Gadmenthale bis etwa 4000' aufsteigend [Rü.].
Odoutoptera Steph.
O. Dentaria Hb. (Bidentata Cl.) [Hb. 12).
R. an Eichen, Erlen, Carpinus, selbst Pinus sylvestris.
Mai, Juni und Juli. Wiederum in weiter Verbreitung, aber kaum
im
A
V. Geometriden. 2 03
häufiger; vom Jura zum Genfer See bis nach Trafoi [Speyer). Nach Rä. im
Gadmenthale bis 4500' aufsteigend, wie denn auch Z. das Thier bei Bergün
im Val Tuors noch antraf; noch höhere Verbreitung gewinnt unsere Spezies
bei Trafoi [Wo.].
Himera Dup.
H. Pennaria L. [Hb. 14).
R. an Eichen.
F. im September und October, bald seltener, bald häufiger. Bechburg
(fi.-S.); verbreitet im Aargau [Wu.]; Burgdorf, Schupfen, Bern [M.-D.,
Rthb.); Siselen, häufig (üä.) ; St. Blaise-Neuveville [CouL); Zürich [Frey);
St. Gallen (Tä.); Chur, seltener [Cafl.).
Crocallis Tr.
C. Elinguaria L. [Hb. 20).
R. an Eichen, Linden, Ginster.
F. im Juni und Juli (an höheren Stellen noch im August) , wie es scheint,
an den meisten Orten seltener. Basel [Knecht); Bern [Ja.]; Langnau, Burg-
dorf, Schupfen [Rthb.]; Siselen [Rä.]; Sorvilier [Hug.); St. Blaise-Neuveville
[CouL); Tramelan [Ge.); Aargauer Fundstellen [Wu.); Zürich [Frey); SchafF-
hausen [Trapp); Dusnang [Engster); St. Gallen, öfter [Tel.); Churwalden
[Hug.) und Trins [Cafl.). Im Gadmenthal bei 4000', öfter [Rä.) und noch
höher von Bergün [Z.) .
Eurymene Dup.
E. Dolabraria L. [Hb. 42).
R. an Laubholz, Eichen, Linden, Buchen.
F. im Mai und Juni in weitester Verbreitung , bald häufiger, bald sel-
tener. Bei Gadmen noch in etwa 5500' Höhe einmal gefangen [Rä.).
Angerona Dup.
A. Prunaria L. [Hb. 123) und Var. Corylaria Thunb. (Sordiata Fuessly)
[Hb. 122).
R. polyphag, an Schlehen, Rubus, Erica, Ulmen, Loniceren u. s. w.
F. von Ende Mai bis in den Juli, wohl überall und auch wohl , als sel-
tenere Erscheinung, die Var. Corylaria (braun mit breitem hellem Querband)
nach den mir gewordenen Angaben.
In der Alpenzone nicht getroffen. Aus dem Bergeil [Baz.) .
Urapteryx Leach.
U. Sambuearia L. [Hb. 28).
R. an Sambucus, Lonicera und Hedera helix.
F. von der Mitte Juni in den Juli hinein, sehr verbreitet , aber mitunter
204 V. Geometriden.
sparsamer, stellenweise aber hiiufig. Vom Jura bis Graubünden, so bei
Chur, Flims [Cafl.].
Im Gadmentiiale noch bis 4000' [Rä.).
Bumina Dup.
R. Crataegata L. (Luteolata L.) [Hb. 32).
R. an Eichen , Obstbäumen , Schlehen , Crataegus ; im Gadmenthal an
Sorbus aucuparia und Birken.
F. im Tieflande in zwei Generationen, im Mai und Juni, dann im August.
Wohl überall.
Bei Gadmen bis 4200'; ebenso bei Bergün in auffallend blassem Vor-
kommen (Z.).
Epione Dup.
E. Apiciaria S. V. [Hb. 47).
R. an Weiden, Espen, Pappeln.
F. im Juni und wieder im Herbst. Basel [R.-S.]; verbreitet im Canton
Aargau (so nach Wu. bei Aarau, Oftringen, Wildegg und Leuzburg); ebenso
Bern (Schupfen [Rthb.]; von Münchenbuchsee, Siselen , Aarberg [Rä.]); Tra-
melan (Ge.); Lausanne [Lah.]\ Zürich [Hug.]\ St. Gallen (Tä.); Chur [Cafl.);
Albulathal; Bergell [Baz.); Tarasp [Kill.); Trafoi {Wo.).
Elevation 4800'.
E. Parallelaria S. V. [Hb. 43. 44).
R. an Weiden.
F. im Juni, Juli und August. Oftringen und Aarburg, seltener an
Waldrändern {Wu.); St. Blaise-Neuveville {CouL); Schupfen {Rthb.); St.
Gallen [Tä.); in Graubünden weit verbreitet, so von Bergün (Z.) und Tarasp
[KilL), aus dem oberen Engadin {Pfaffenzeller) und dem Bergell {Baz.);
Trafoi {Wo.).
Elevation 5500'.
E. Advenaria Hb. {Hb. 45).
R. an Heidelbeeren.
F. im Frühsommer. Verbreitet in den Cantonen Basel, Zürich, Aargau,
Bern , Schatfhausen , Thurgau , St. Gallen. Auch noch von Trafoi verein-
zelt {Wo.).
Höhengrenze gegen 5000'.
Venilia Dup.
V. Maeularia L. {Hb. 135), Var. Quadrimaculata Hatchett und Var.
Fuscaria Stgr.
R. an Lamium-Arlen und anderen niederen Pflanzen.
F. in der Ebene im Frühling, höher noch im Juli, ja selbst zu Anfang
V. Geometriden. 205
August, gemein, sowohl im Tieflande wie am Jura und in den Alpen. Hier
erreicht er nach Rä. im Gadmenthale 5500'. Ich traf ihn niemals in der-
artiger Höhe, dagegen ist er noch bei Bergün (Z.) häufig ; auch von der Prader
Alp bei Trafoi [Wo.].
Var. Quadrimaculata (mit nur vier schwärzlichen Costalflecken) nach
Bremi bei Zürich und Var. Fuscaria (mit ganz bräunlichen Flügeln) ebenda-
selbst nach ZeU.-Dold. Ich kenne beide Varietäten in Natur nicht.
Macaria Curt.
M. NotataL. [Hb. 53. 316).
R. an Salix caprea.
F. im Juni und Juli seltener. Basel [Knecht); Doubs [Bricand); St. Blaise-
Neuveville [CouL); Lausanne [Lah.]; Bechburg (ß.-S.); Bern [Ja.]; Siselen
[Rä.); Oftringen, Wildegg, Lenzburg [Wu.); Zürich [Bremi); SchafThausen
[Trapp); St. Gallen [Tä.); Bergell [Baz.).
M. Alternata S. V. [Hb. 315).
R. an Laubholz, so an Rhamnus.
F. im Juni, stellenweise häufiger im August. Jorat [Lah.]; St. Blaise-
Neuveville [CouL); Bern [Rä.); Siselen [Rä.]; Burgdorf, Fuss des Jura bei
Solothurn , Lauterbach, Lenzburg, Wildegg [Wii.]; Zürich [Hug.); Tarasp
[Kill.); Bergell [Baz.).
M. Signaria Hb. [Hb. 313).
R. an Pinus.
F. im Juni und Juli, mitunter häufiger. Bechburg [R.-S.]; Solothurn,
am Jura [M.-D.); Bern und Emmenthal [Ja.); Jorat [Lah.); Bergwälder bei
Wildegg und Gysulafluh [Wii.]; Zürich, seltener [Hug.^ Frey); Schaffhausen
[Trapp); Weissbad [P.-L); St. Gallen [Tä.); Trafoi [Wo.].
Elevation gegen 5000'.
M. Liturata L, [Hb. 54. 314).
R. an verschiedenen Nadelhölzern.
F. im Mai und Juli, seltener in Nadelholzwäldern. Bechburg [R.-S.];
Bern (^ä.J; Burgdorf [M.-D.]; Schupfen [Rthb.]; Siselen und Aarberg [Rä.);
St. Blaise-Neuveville [CouL); Tramelan [Ge.); Aargauer Jura [Wn..]; Brem-
garten(£o//, Frey); St. Gallen (Tä.); Chur, öfter (Ca/Z.); Trafoi (Ä7//.); Bergell
[Baz.); Bormio [Kill.).
Ploseria Bsd.
P. Diversata S. V. (Pulverata Thunb.) [Hb. 202).
R. an jungen Büschen von Populus tremula.
F. im Mai bei Lauterbach und der Wartburg [Wu.) ; ?von Zürich
[Bremi) .
206 V. Georaetriden.
Hibernia Latr.
H. Ruprieapraria S. V. [Hb. 222).
R. an Schlehen und Crataegus.
F. im ersten Frühling, manchmal schon im Februar. Bern (fiö.); Schu-
pfen [Rthb.); Burgdorf {Heuser); Siselen [Rä.]; Sorvilier [Hicg.); Tramelan
(Ge.) ; Lausanne [Leresche] \ Aargau [Wu.]] Zürich [Hug.]; Schaffhausen
{Trapp]; St. Gallen [TäX
H. Bajaria S. V. {Hb. 194).
R. an Liguster, Schlehen, Eichen.
F. im Frühling. Bechburg {R.-S.); im Aargau verbreitet (TFm.); Bern
(Ja.); Neuveville {CouL); Lausanne {Lah.); Churer Rheinthal {Mengold).
H. Leucophaearia S. V. {Hb. 195. H.-S. 350).
R. an Eichen und Buchen.
F. im ersten Frühling, verbreitet. Aus den Cantonen Bern , Aargau,
Zürich, Schaffhausen, St. Gallen, Graubünden, Waadt. Seltener.
H. Aurantiaria Esp. {Hb. 184. H.-S. 351).
R. an Eichen, auch an Obstbäumen; am Simplen {Rä.) an Erlen und
Lärchen.
F. im September und October und überwintert im März, seltener. Bech-
burg {R.-S.); Bern {Rthb., Ja.); Burgdorf {Hemer); Siselen [Rä.); St. Blaise-
Neuveville {CouL); Lausanne (Sauvabelin) {Lah.); am Simplon {Rä.); im Aar-
gau verbreitet {Wu.); Zürich {Frey); Schaffhausen {Trapp); St. Gallen {Tä.).
H. Progemmaria Hb. (Marginaria Borkh.) {Hb. 183).
R. an den verschiedensten Laubhölzern.
F. im März und April. Lausanne {Lah.); St. Blaise-Neuveville, oft {CouL);
Bern {Ja.); Siselen {Rä.); Zürich {Hwj.); im Aargau, häufiger {Wu.); Chur,
nicht oft [Cafl.); Vulpera {KilL).
H. DefoUaria CL {Hb. 1 82) .
R. an den verschiedensten Laubhölzern.
F. im Spätherbst, wohl überall, an manchen Orten häufig.
Aiiisopteryx Steph.
A. Aceraria S. V. {Hb. 185. 514. H.-S. 348. 349).
R. an Eichen, Ahorn.
F. im September, selten.
Basel {Knecht); Bern {Ja.) und Schupfen {Rthb.); Siselen, öfter {Rä.);
Sauvabelin bei Lausanne {Lah.); St. Blaise-Neuveville {CouL); Aargau {Wu.);
Zürich {Voegeli); St. Gallen {Tu.) und Zizers in Graulmnden {Kriechbaumer) .
V. Geometriden. 207
A. Aescularia S. V. [Hb. 189).
R. an Laubholz.
F. im tiefsten Spätherbst und im Frühling überwintert.
Basel [R.-S.); Oftringen und Lenzburg [Wu.]; Bechburg (fi.-S.j; Bern
{Ja.): Burgdorf (/feuse/j ; Schupfen [Rthb.]; Siselen [Rä.): St. Blaise-Neuve-
ville [Coid.]; Tramelan [Ge.); Lausanne, selten [Lah.); Zürich [Hug.]; Schaff-
hausen [Trapp); Dusnang [Engster); St. Gallen [Tu.) und St, Leonhard (1558')
[Müller); Chur vereinzelt und ein Stück von Tarasp [Kill.).
Phigalia Dup.
P. Pilosaria S. V. (Pedaria Fab.) Hb. 176. 594. H.-S. 13).
R. an den verschiedensten Laubhölzern, gern an Eichen und Pappeln.
F. im März und April. Wohl überall von Lausanne [Lah.) bis Chur
[Cafl.)^ bald selten, bald häufiger genannt.
Bistou Leach.
B. Hispidarius S. V. [Hb. \Ti . H.-S. 14).
R. an Eichen, Obstbäumen und dergleichen.
F. im ersten Frühling von Basel [Gerber und bei Lenzburg, hier einzeln
in Obstgärten [Wu.).
B. Pomonarius Hb. [H.-S. 11. 439 .
R. polyphag. an Laubholz.
In der il/e«(/o/f/'schen Sammlung, also aus den Umgebungen Churs.
B. Lapponarius Bsd. [H.-S. 440).
R. an Lärchen.
Der interessante nordische F. (aber auch auf den Bergen des Oest-
reichischen Schlesiens von Wo. getroffen und erzogen, mit seinem Weibe,
welches demjenigen von B. Pomonarius Hb. sehr gleicht) wurde durch v.
Heyd. im Ober-Engadin entdeckt. Bei Pontresina auf dem Wege nach dem
Morteratsch-Gletscher fanden sich drei Raupen. Eine entwickelte sich in
Frankfurt im März.
B. Zonarius S. V. [Hb. 179. 511).
R. an Wiesensalbei, Schafgarbe, Centaureen und Esparsette.
F. im März und April, weniger verbreitet.
Basel [R.-S.]; Aarburg, Aarau, Lenzburg, Braunegg, Lenkhofen [Wu.);
bei Bremgarten (Fre^) : Neuchätel, Locle, St. Blaise-Neuveville [Rthb., Coul.);
Tramelan [Ge.]; Schaffhausen [Bremi] und Chur, ein Stück [Caß.).
B. Alpinus Sulzer (Alpinaria H.-S. Bombycaria Bsd.) [H.-S. 12. 438).
Die schöne R. an niederen Pflanzen bei Sils-Maria. öfter.
F. im Juli, nur aus dem Alpengebiete.
208 ^- Ge'ometriden.
Berner Alpen [Rthb.]; ein Stück aus dem Gadmenlhal iRä.); Walliser
{Anderegg), Graubündner , so am .Weissenslein (Z.) und von Sils- Maria
[Hnateck] .
B. Prodromarius S. V. (Stratarius Hufn. Rthb.) [Hb. 172).
R. polyphag, an Schlehen, Eichen. Ulmen, Pappeln, Weiden.
F. im Frühling, namentlich im April. Wohl überall, von Lausanne
bis Chur, mitunter seltener.
B. Hirtarius Gl. L. (Congeneraria Hb.) [Hb. 174. 175).
R. polyphag, gleich der vorigen Art.
F. überall im Frühling, stellenweise gemein.
Amphidasys Tr.
A. Betularia L. {Hb. 173).
R. polyphag, auf den verschiedensten Laubhölzern.
F. im Mai und Juni, überall und häufiger.
Höhengrenze unbekannt.
Hemerophila Steph.
H. Nyctithemeraria Hb. {Hb. 564 — 566).
F. im Hochsommer, Juli und August. Nur von Neuveville (Com/.) und
dem Wallis, dort häufiger {Anderegg); zwischen Mörill und Naters {M.-D.).^)
Boarmia Tr.
B. Perversaria Bsd. {H.-S. 35. 36).
Aus dem Wallis, von Anderegg gefunden.
B. Cinctaria S. V. {Hb. 166).
R. polyphag an Obst- und Waldbäumen , Sträuchern , an Hypericum,
Tanacetum.
F. im Frühling und in einer Sommergeneration, wohl überall (Lausanne
bis Chur), an manchen Orten, wie Zürich {Frey) und St. Gallen {Tü.)^ selten.
Auch von Tarasp {Kill.).
B. Rhomboidaria S. V. (Gemmaria Brahm) {Hb. 154).
R. ähnlich derjenigen von B. Cinctaria.
F. im Mai, Juni bis in den September. Wohl überall; auch am Simplen
und im Tessin bei Locarno {Hug.) und Lugano [Ja.).
B. Secundaria S. V. {Hb. 156. H.-S. 247).
R. an Pinus sylvestris.
1) Die südfranzösische Nycliiodes Lividaria IIb. {Hb. Uli erreiclit \inser
Faunongebiel nicht, geschweige denn Zürich, wie Lah. angalj.
V. Geometriden. 209
F. vereinzelt in Nadelholzwaklungen. Oberhalb Lausanne {Leresche);
Bern {Jä^; Ferenbalm [Rä.]: Schii])fen [Rthh.r, Burgdorf \ß.-D.)] Bechburg
[R.-S.) ; Zürich (C. Zeller) und Seen bei Winterthur [Rordorf] ; bei Gais
[P.-I.]. Aus Graubünden von Chur und dem See bei Flims Cafl.].
Im Gadnienthale noch ])ei 3000' [Rä. .
B, Abietaria S. V. [Hh. 160).
R. an Salix caprea und Eichen.
F. vom Juni bis August in Nadelholzwaldungen. Am Jorat bei Lausanne,
nicht selten [Lah.]; Bern und Bieler Insel [Rä., Ja.]; Schupfen und Aidau
[Rthb.]; Burgdorf [M.-D.]; Weissenburg und Sorvilier [Hug.]; Gadmen [Rä.];
im Aargau verbreitet 'JVu.): Zürich [Bremi): Dusnang Eugstei-]; Schnebel-
horn, hohe Rhone [Hug.); St. Gallen (Tä.); Gais [P.-L); Chur und Flims
[Cafl.]; Engadin [Hug.].
B. Repandata L. Hb. 161).
R. im Frühling an Farrnkraut in Xadeiholzwaldungen , an Belladonna
und vielen niederen Pflanzen.
F. im .Tuni und Juli, ülierall und nicht selten. Von St. Gallen [Tä.] bis
zum Simplon (y«. und im Gadmenthale bis zur Baumgrenze [Rä.]; von Trafoi
(TVo.); endlich auch im Bergeil [ßaz.].
B. Roboraria S. V. [Hb. 169!.
R. an Eichen und zahlreichen anderen Laubhölzern.
F. im Juni und Juli, wiederum in weitester Verbreitung, manchenorts
seltener.
B. Consortaria Fab. Hb. 168) und Var. Consobrinaria Bkh.
R. an Eichen, Pappeln, Weiden, Schlehen, Loniceren.
F. vom Juni in den August. Basel [Knecht] ; Oftringen und Lenzburg
[Wu.]: Bechburg [R.-S.]; Bern [Ja., Rä.); Burgdorf (i/.-D.); Schupfen [Rthb.];
Siselen, Innertkirchen und Gadmen (.Rä.); Tramelan [Ge.]; Lausanne [Lah.];
Zürich [Hug.]; St. Gallen [Tä.]; Chur [Caß.]. In die niederen Alpen des
Oberhasli und bis Rosenlaui aufsteigend [M.-D.].
Var. Consobrinaria (Vorderflügel einfarbig grau mit dunkler Hinterbinde,
Hinterflügelmitte dunkel punctirt) traf Rä. bei Aarberg in frischem Exem-
plare an einer Platane.
B. Angularia Thunb. (Viduaria S. V.) [Jlb. 165. 364).
R. an Raumflechten , namentlich denjenigen der Eichen und auch der
Buchen.
F. im Juni und Juli. Bechburg [R.-S.'; Lenzburg [Wu.]; Schupfen
[Rthb.]; Burgdorf ß.-D.]; Bern, Gadmen, Siselen Rä.]; St. Blaise-Neuve-
Frey, Lppidopteren. )4
2J0 ^- Geomettiden.
ville [Coid.]; Lausanne [Lah.]; Zürich und Katzensee IHug.); Chur [Cafl.].
Fast überall selten.
Höhenverbreitung im Gadmenthale etwa gegen 4000'.
B. Lichenaria Hufn. [Hb. 164).
R. an Flechten der verschiedensten Baumstämme.
F. im Juni und Juli, nirgends häufig. Basel [R.-S.]] Rheinfelden (840'),
Wildegg, Oftringen, Lenzburg [Wu.''; Bechburg (fi.-S. ; Bern und Siselen
(M.); Burgdorf ^il/.-Z>.); Schupfen [Rthh.]: Tramelan [Ge.) und St. Blaise-
Neuveville [Coul.)\ Lausanne {Leresche); Schaffhausen [Trapp); Dusnang
{Engster); St. Gallen [Tel.); Graubünden [Amstein, Mengold).
B. GlabrariaHb. [Hh. 162. 331).
R. an ßaumflechten, Usnea barbata.
F. selten im Juli und bis jetzt fast nur aus dem Westen. Bötzberg (3721'
[Wu.); Schupfen iRthb.]; Burgdorf [M.-D.); St. Golthard und Lausanne, gelb-
lich angeflogene Exemplare [Lah.); Walliser Alpen (Chavannes) .
B. Crepuscularia S. V. {[Hb. 158) und Var. Biundularia Bkh.
R. polyphag, an Apfel- und Obstbäumen, Schlehen, Birken.
F. gemein im April und Mai, sowie nochmals im Juli und August, wohl
überall im Tieflande.
Var. Biundularia (bis zum Braunschwarzen verdunkelt] von Basel
[Knecht]; von Chur [Caß., Kill.). Bei Gadmen. wo Crepuscularia selten, er-
scheint sie häufiger [Rä.) .
B. Consonaria Hb. [Hb. 157).
R. an Buchen und Eichen.
F. im April und Mai, wohl überall, meistens häufiger. Noch im Simplon-
thale [Ja.) und bei Gadmen bis 4500' [Rä.].
B. Extersaria Hb. (Luridata Bkh.) [Hb. 159).
R. an Birken und Erlen.
F. im Mai und Juni. Von Basel und der Bechburg [R.-S.); häufiger im
Aargau [Wu.), sonst mitunter seltener; Bern [Renk); Schupfen [Rthb.]; Burg-
dorf [M.-D.); St. Blaise-Neuveville [Cotd.]; Sauvabelin [Lah.^; Zürich und
Katzensee, sowie Bünzen im Aargau [Hug.. Frey); von Schaff'hausen [Trapp).
B. Punctularia Hb. Hb. 317).
R. an Rirken und Erlen.
F. im Frühling, wohl überall. Noch aus dem Gadmenlhal, aber seltener
[Rä-), und dem oberen Engadin [Frey).
V. Geometriden. 211
Tephronia Hb.
T, Cineraria S. V. (Sepiaria Hufn.) [Hb. 171 und Var. Carieraria H.-S.
H.-S. 214 .
Aus dem Canton Waadt [Lah.]. '
T. (?) Cremiaria Frr. (Corticaria Dup.) [H.-S. 211 — 213;.
Nach Lah. von Engelberg [C. Zeller und Meiringen [M.-D.]'^).
Pachycuemia Steph.
P. Hippoeastanata Hb. [Hh. 186. H.-S. 330).
R. an Erica.
F. im Mai bei Lenzburg Wu.) und St. Gallen \Tä.): im Sommer von
Schupfen [Rthb. ; von Neuveville [Coul.].
Oiiophos Tr.
G. Furvata S. V. [Hb. 144).
R. an liieracien, überhaupl polyphag an Kräutern und Sträuchern.
F. im Juli und August , hier und da in den tieferen Landestheilen und
in den Alpen. Basel {Knecht]; Aarburg an trocknen, felsigen Stellen [Wu.];
Zürich [Bremi, Hug.): Schaffhausen [Trapp); Bechburg [R.-S.]; Biel {Rthb.);
St. Blaise-Neuveville, öfter [Coul.]; Twann {Rä.); Lausanne {Lah.); Dusnang
{Engster); St. Gallen {Müller); am Fuss der Alpen bei Aigle {Lah.); von
Marschlins {Salis): oberes Engadin {Mgb.); Tarasp {Kill.); Bergell iBaz.).
G. Respersaria Hb. [Hb. 406. H.-S. 505. 506).
R. an Spartium und wohl Genisten.
Bisher nur in vereinzelten Exemplaren im Juli auf der Gysulafluh durch
Wu. erbeutet. Ich sah das Thier.
G. Obseuraria Hb. {Hb. 146,. Var. Argillacearia Stgr. und Var. Cal-
ceata Stgr.
R. an Silene nutans, Lychnis viscaria.
F. im Hochsommer, vom Juli bis Anfang September. Verbreitet im Aar-
gau [Wu.); Bern [Rü., Ja.); Biel [Rthb.); St. Blaise-Neuveville [Coul):
? Zürich, am Albis [Bremi); St. Gallen (rä.); in der Gondoschlucht des Sim-
plen [Ja.).
Var. Argillacearia (hellgrau) traf Rü. bei Siselen.
Var. Calceata (heller, weisslich führt Stgr. als in der Schweiz vor-
kommend an.
1, L'ih. hat hier eine seiner zahh'eichen Confusionen gemacht und sogar H6. 's ganz
räthselhaftes Bild 167 %vohl eine exotische Geonietra citirt. Ich i<am zu keiner Ent-
scheidung.
U*
212 V. Geometriden.
G. Ambiguata Dup. (Meyeraria Lah., Ophthalmieata Led.) [H.-S.
379—381. Lah. 2).
F. im Juni und Juli. Von Aarburg und Biel Rthb.); Lavey 133>' ;
Meiringen [M.-D.); St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Gondoschlucht des Simplon
(Ja.); Zermatt {Frey); Gadmen [Rä.); aus Graubünden an zahlreichen Orten,
so Ghur {Caß.), Bergün (Z.), Val Rosegg und Alp Ota 6939') bei Pontresina
(?)(Jci.); vom Bergeil {Baz.)'^).
Im Gadmenthale bis 4200 und 4500' aufsteigend.
G. Pullata S, V. [H.-S. 70. 501. 502) und Var. Impectinata Gn.
Vom Jura und aus den Alpen. Schaffhausen \Tra})p\\ Weissenstein
[Rthb.]; Bechburg (fl.-S.); Berner Jura, selten /ia.); St. Biaise (Cow/.j; Ober-
hasli [M.-D.]] Maderaner Thal [Bremi]; oberes Engadin (i/5'6.); Franzenshöhe
bei Trafoi [Speyer]. Manche dieser Angaben bezweifle ich, um so mehr als
ich aus Lah.'s hinterlassener Sammlung unter dem Namen Pullata die Var.
Falconaria der nachfolgenden Spezies erhielt (!) 2],
Var. Impectinata (heller, fast weisslich), vom Simplon selten (Rä.).
G. Glaueinaria Hb. (Hb. 150), Var. Falconaria Frr. [H.-S. 66. 67) und
Var, Supinaria Mann,
R. an Sedum.
F. im Juni und Juli an Felsen. Wenig aus tieferen Stellen , wie Burg-
dorf [M.-D.), Gadmenthal i.Rä.], Glarus {Heer), Ghur (Ca/7.] und St. Gallen
{Tä.}, als vom Jura und aus den Alpen (in diesen gemein). Aargauer Jura
{Wu.}; Sorvilier {Hug.); St. Blaise-Neuveville {CouL); Tramelan {Ge.) und
Bechburg [R.-S.]. Wohl im ganzen Hochgebirge, von Wallis bis Graubünden
verbreitet. Wie weit die (violett- graue , dunkler Bestäubung entbehrende
Var. Falconaria verbreitet ist, vermag ich nicht zu sagen. Lah. erwähnt
Pully in der Nähe Lausannes und Neuveville, und Rä, Gadmen. Var. Supi-
naria (der vorigen sehr nahe und kaum haltbar) trafen Z. bei Bergün und Rä.
im Gadmenthal. Die dunkle kleinere Abweichung Plumbearia Stgr.. wie sie
im Rheingau vorkommt, sah ich niemals aus unserem Faunengebiet.
Die Elevation ist eine bedeutende, am Stelvio 8000' überschreitende.
G. Mucidaria Hb. {Hb. 148. H.-S. 266—268) und Var. Griseata (Varie-
gata Dup., Mucidaria H.-S.) [H.-S. 502)
Diese südliche Art mit ihrer (vorwiegend grau gefärbten) Var. Griseata
erreicht noch das Tessin [Zell.-Dold.], so Locarno Hiicj.) und den Monte
Bre [Ja.].
^] Stgr. hat sich mit Kecht, meiner Ansiclil nach, für die Identität der .Meyeraria mit
Ambiguata ausgesprochen. Anderer Ansicht sind Z. (Faun. Berg.) und Rä.
2) Rä. denkt für die vorhergehende Meyeraria an eine hellere Form der Pullata.
i
V. Geometriden. 213
G. Variegata Dup. [H.-S. 503. 504).
R. an Aspleniuin riila muriiria.
F. (durch die nicht gekämmten männlichen Fühler von der vorigen Art
y.ii unterscheiden) von der Bechburg {R.-S.), Lenzburg, sowie den Festungs-
werken von Aarl)urg, aber seltener [Wu.';.
G. Serotinaria S. V. (Hb. U7. H.-S. 328).
Ein Gebirgsfalter, im Juni und Juli an Felsen vorkommend, doch, wie es
scheint, schon mit geringer Elevation beginnend. Umgebungen von Langnau
und am Fusse des Berner Jura [Rthb.j; St. Blaise-Neuveville [CouL); Rosen-
laui und Breitbodenalp, ebenso Meiringen [Lah., M.-D.); aus dem Gadmen-
thale [Rä.]; vom Simplen [Rü., Jü.]; von Zermatt [Frey]] Berge um Chur
[Cafl.)- Bergün (Z. ; oberes Engadin [Mgh.)\ Tarasp [Kill.)\ Bergell [Baz.)\
auch im Tessin bei Faido [Lah.].
Elevation bis gegen 5000'.
G. Sordaria Thunb. und Var. Mendicaria H.-S. [H.-S. 491. 493 .
F. im Juni und Juli im Alpengebiete als Stammform und Yar. Mendi-
caria (dunkler und deutlicher schwärzlich gestreift). Breitbodenalp, Rosen-
laui M.-D.) und Gadmenthal [Rä.], hier häufig ; Appenzeller Berge , Eben-
alp und am Fählensee (Tö., Müller); oberes Engadin [Mgb.]; vom Chas-
seral [Rä.].
Var. Mendicaria traf Rä. in 5000 — 7000' Höhe am Sustenpass. Dann
von Tarasp (Ä7//. und von Trafoi [Wo.].
G. Dilucidaria S. V. [Hb. 143 .
F. im Juli, am Fusse der Alpen bis zur Baumgrenze, häufig an Felsen:
auch am Jura, so von der Bechburg (R.-S.) und von Tramelan [Ge... Im
Alpenlande wohl überall , mitunter wie im Gadmenthale von 4200 — 5000'
häufig [Rä.]. Hier eine trübere, verdunkelte, schöne Form, stärker braun,
auch über die Hinterflügel gezeichnet.
G. Obfuscaria Hb. Hb. 142 und Var. Canaria Hb. (Limosaria Lah.)
[Hb. 344 .
R. wohl an niederen Pflanzen; so an Vielen und Genisten ('?) .
F. im Juli mit der Var. Canaria dunkler, bräunlich-grau) durch das
Alpengebiet, von Wallis bis Graubündeu in grösster Verbreitung.
G. Zelleraria Frr. [H.-S. 57. 58).
R. an niederen Pflanzen, unter Steinen.
F. im Juli und August aus den Graubündner Alpen. Von Ponte in 5202'
Höhe bis zu 7500' auf dem Albula [Frey,] St. Moritz [Zell. - Bold. :, Weissen-
stein. hinter der Albulnquelle' Z.i . Hoch auf dem Stelvio über 8000' [Frey^ .
214 V. Geometriden.
G. Andereggiaria Lah. [Lah. 3. 4).
Meiner Ansicht nach eigene Art und nicht Var. der vorhergehenden.
Aus den Waliiser Bergen [Ander egg] . An der Südseite des Simplon an der
Postslrasse von etwa 4800' an {JiL, Rä.].
G. Caelibaria H.-S. (Spurearia Lah. Sealettaria Mill.) [HS. 507).
R. unter Steinen, niedere alpine Pflanzen verzehrend.
F. hochalpin. Bei Zermatt auf dem Riffelberg, häufig [Frey]; von der Pass-
höhe des Simplon (6218') (Rä.); vom Hochthürligrat am Oeschiner Gletscher
[Derselbe); aus Graubünden von Sils-Maria [Hug.]; Albula-Hospiz, seltener
[Zell.-Dold.^ Z., Freji^; Scaletta (8062') Zell.-Dold.); Stelvio [Wo.]. Das
halbgeflügelte Weib fast nur durch Erziehung zu erhalten. Eine schöne
graue Var. vom Sentis (durch Tu. erbeutet) in meiner Sammlung.
G. Operaria Hb. [Hb. 359; .
F. abermals hochalpin im Juli und August. Berge um Meiringen [Rthb.];
Engelberger Alpen [C. Zeller); oberes Engadin [Mgb.]; über St. Gervais im
Savoy'schen Faucigny noch bei 7000' [Lah.). — Ob von St. Blaise-Neuveville
[Coul.) ?
Dasydia (xn.
D. Tenebraria Esp., Var. Torvaria Hb. [Hb. 366—369) und Var.
Wockearia Stgr.
R. des hochalpinen Thieres an niederen Pflanzen, unter Steinen.
F. im Juli und August von den letzten Grenzgebieten des Insektenlebens.
Vom Gornergrat bis gegen tue Spitze [Fallou, Frey u. A.); Berner Hochalpen
und Gotthard [M.-D.]; Hochalpen des Gadmenthales [Rä.]; Engstier Alpen
[Ja.]; hoch am Titlis (Wendenalp) [Rä.); vom Davos [R.-S.]; Piz Languard
(10053') bei Pontresina; einige hundert Fuss östlich von der Passhöhe des
Albula [Frey]; Hochalpen bei Flims [Cafl.]. Als Stammform betrachtet Stgr.
die Espefsche TeneJ)raria (oberwärts gleichmässig schwarz). Sie mit Tor-
varia (Oberseite gebändert) kommt bei uns verbreitet vor. Die interessante
Var. Wockearia (die Unterseite beider Flügel sehr deutlich gelb gebändert
und an den Vorderflügeln noch ein gelblicher Spitzenfleck, sowie gelblicher
Kopfj von den Hochalpen des Stelvio traf ich einstens in geringer Entfernung
von der Cantoniera quarta beim Eingang in das Val Muranza , schon im
schweizer'schen Gebiete.
Höhengrenze 9000- über 10 000'.
Psodos Tr. ')
P. Alticolaria Mann. [H.-S. N. Schm. 6'( — 67).
Abermals ein Thier der höchslen Al]ien von Piemont . der Schweiz und
I) Das ganze Goiius f'elill den Spilzen des Jura.
V. Geoinetriden. 215
von Tirol. Das schöne interessante Insekt traf Ott auf den Alpen bei Mei-
ringen. Am Piz Umbrail und dem Signalkopf des Stelvio Zell.-Dold , Wo.).
Auf Schutthalden und schwer zu erhaschen.
Höhengrenze beträchtlich über 9000'.
P. Coraeina Esp. (Chaonaria Frr.).
F. im Juli und August, gemein auf allen höheren Alpen vom Wallis bis
zum Stelvio. Nordische Exemplare den unsrigen gleich. 7500' im Faunen-
gebiete erreichend.
P. Trepidaria Hb. [Hb. 343).
F. seltener und etwas später auf den Hochalpen von Wallis, Bern.
Appenzell und Graul)ünden. Variirt kaum. Höhengrenze wie bei der vori-
gen Art.
P. Horridaria S. V. (Alpinata Seop.) 7/6. 590. 591:.
F. im Juli und August, auf allen Hochalpen häufig. Hochnordische
Exemplare vielleicht etwas deutlicher gezeichnet. Höhengrenze wie bei den
vorigen.
P. Alpinata S. V. (Equestraria Bsd., Quadrifaria Sulzer) [Hb. 197).
R. sicherlich an Alpenkräutern.
F. vom Juni bis August im ganzen Alpengebiete verbreitet von 4500 bis
weit über 7000', stellenweise selten, andernorts sehr gemein.
Pygmaeaua Bsd. (Colutogyna Led.).
P. Fusca Thunb. (Venetaria Hb.) {Hb. 329).
F. gleichzeitig mit den vorigen, abermals in grösster Verbreitung durch
das Alpengebiet, von Zermatt (hier in etwa 8000' bis zur Graubündner
Grenze. Das Weib seltener, während das Männchen zuweilen in ganzen
Schw^ärmen getrotlen wird. Die Tiefenverbreitung ist wie bei den vorigen
Arten unbekannt.
Fidonia Tr.
P. Picearia Hb. (Carbonaria Cl.) [Hb. 552 — 555).
F. im Juni beginnend. Aus den Walliser Alpen Anderegg); Bündner
Oberland [Kill.), sowie aus dem Ober-Engadin. Hier vei-breitet [Mgb.), so
von Sils-Maria [Frey) und dem Bernina Ja.). Auch vom Weissenstein (Z.);
aus dem Bergeil [Baz.). Norwegische Stücke sind etwas heller.
Höhenerenze ül)er 6000' M.
I) F. Concordari a Hls., noch im Rlieingau vorkommend, scheint unserem Faunen-
gebiete zu fehlen.
216 V- Geometnden.
P. Conspicuata S. V. (Limbaria Fab.) Hb. 117. 118 .
R. an Genisien und Spai'tiuui scopariiim .
F. im Juli. Vom Randen l)ei Schafthausen [Seiler'; '?aus den Thal-
sürapfen bei Aigle iLah.)^).
Eurranthis Hb.
E. Plumistraria Vill. L. [Hb. 127. 416—420 .
R. an Dorycnium.
Der südliche F. en-eicht eben noch das Wallis Anderegg .
Ematurga Led.
E. Atomaria L. [Hb. 13ti. 526. 527 und Var. Unicoloraria Stgr,
R. polyphag, an niederen Pflanzen, wie Ononis, Calluna. Spartium etc.
F. in zwei Generationen; bekanntlich sehr wechselnd, ül)erall gemein,
so im Tiefiande. am Jura und in den Alpen. In den Walliser und Grau-
bündner Alpen bis 6000' und mehr, mit Neigung zur Verdunklung, wie auch
im Norden.
Var. Unicoloraria (mit gleichmässig verdunkelten Flügeln) traf Rä. in
einem Stücke bei Rern; dann von den Flimser Waldhäusern [Cufl.].
Bupalus Leach.
B. Piniarius L. [Hb. 119. 120. 469. 470 .
R. an Pinus sylvestris.
F. im April und Mai, sehr verbreitet, doch Inder südlichen Schweiz
seltener, als in der nördlichen. Erhebt sich nicht mehr bis Bergün Z), wäh-
rend ihn Rä. noch vom Simplon erwähnt (aber wo?! . Tiefer von Vulpera (AV//., .
Selidoseiiia Hl).
S. Plumaria S. V. (Brunnearia Vill., Erioetaria Vill.) \Hb. 124 .
R. an niederen Pflanzen, z. B. Lotus, Vicia.
F. im Juli und August an trocknen, heissen Stellen. Bechburg [R.-S.]:'
Biel und Chasseral Rthb.]] St. Blaise-Neuve^ille {Coul./. Lausanne [PaDchaiid
de Bottens/., Sion [Lah.]] im Bergeil bei Coltura [Baz.].
Halia Dup.
H. Wawaria L. [Hb. 55).
R. an StachelJjoeren.
F. im Juli und September , mitunter häutig, an den meisten anderen
Orten seltener. Im Aargau verbreitet [Wit.]; Bechburg [R.-S.)\ Sorvilier
^) F. Roraria Fab. ;S pa r t i a ri a T i'.; Hb. 116) soll in Seen von 7{o)Y/or/ einstens
gefunden sein nach Bremi's i;anz unzuverlässiger Angabe.
V. Geometriden. 217
Hug. : St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Tramelan (Ge.); Bern [Rthb.]; Siselen
ßä.); Burgdorf 3/.-/>/: Gadmen [Rä.); Lausanne {Rthh.); Zürich [Bretni);
Schaffhausen [Trapp]; St. Gallen [Tä.) und Waldkirch [Studer); Bergün (Z.);
Samaden [von Schenk): Bergeil (5a2.). Nordische Exemplare (Christiania)
reiner grau als die unserigen.
H. Brunneata Thunb. (Pinetaria Hb.) (Hb. 130. 516. 517).
R. an Vacciniuin myrtillus.
F. im Juni und Juli. Bechburg [R.-S.]; Tramelan [Ge.]; Burgdorf
{3I.-D.); Langnau und Berner Alpen [Rthb.): bei Guttannen [M.-D.]\ Brem-
garten im Torfmoore [Boll, Frey); Alpen von Zermatt [Frey); oJjeres Engadin
(Derselbe); Tarasp (Ä7//.I; Bergeil [Baz-.]: Stelvio [Wo.).
Elevation etwa 5500'.
Diastictis Hb.
D. Artesiaria S. V. hb. 15).
R. an Salix.
F. im Juli. Lausanne [Leresche; Wallis [Anderegg; Bechburg [R.-S.);
ein Exemplar von Bern [Rä.].
Phasiane Dup.
P. Petraria Hb. [Hb. 113).
R. an Pteris aquilina.
F. auf nassen sumpfigen Wiesen im Juni, meistens selten. Zürich, am
Ütliberg [Freyi und Katzeusee [Hug.]; Burgdorf M.-D. ; Langnau und Schu-
pfen [Rthb.]; Siselen [Rä.] ; Lausanne (Sauvabelin) [Lah.]: Aargauer Jura
(ir;/. ; St. Gallen [Tä. und Degersheim [Müller].
P. Glarearia S. V. [Hb. 131).
R. an Lathyrus pratensis.
F. lokal, vom Mai bis August, also wohl in doppelter Generation. Basel
{Imhof, Knecht); Aargauer Jura, öfter [Wu.\; Schtipfen iRthb.); SchafFhausen
Trapp]; St. Galleu [Tä.]; Graubünden [Amstein].
P. Clathrata L. Hb. 132).
R. an Kleearlen.
F. im Frühling, dann im Juli und August. Ueberall gemein in den
Alpen bis 5000'. Bergün [Z.]; Simplon [Ja.]: Zermatt [Frey).
Cleogene Bsd.
C. Tinetaria Hb. (Lutearia Fab.) Hb. 121. H.-S. 361 .
F. von Ende Mai bis Ausgang Juli. Er geht nicht unter 2000', erhebt sich
218 V. Geometriden.
bis gegen 6000'. Gemein im Wallis [Lah.]; so Zermalt; Bagnethal 'ßü.);
Simplon; von der Furka [R.-S.]; von Lenk und dem Berner Oberland [Ja.);
zwischen Bergün bei Preda nach dem Weissenstein beginnend. In grösster
Menge im Ober-Engadin ; Flimser Stein [Cafl.] . Die Baumgrenze kaum
überschreitend.
Elevation etwa 6000'.
C. (?)Illybaria Hb. (Niveata Scop.) [Hb. 207).
Soll einmal an der Südseite des Gotthard oberhalb Airolo gefangen sein
[Bremi] .
Scoria Steph.
S. Dealbata L. (Lineata Scop.) [Hh. 528—631).
R. an niederen Wiesenpflanzen, Lotus, Plantago, Scabiosa u. s. w.
F. von Ende Mai im Juni, verbreitet und häufiger; am Jura kleiner [Lah.] ;
bei Bergün (Z.) und im Simplonthal [Jä.)\ Bagne- und Leukerthal [Rä.].
Aspilates Tr.
A. Gilvaria S. V. [Hh. 201. 534. 535. H.-S. 487).
R. an Hypericum, indessen polyphag.
F. im Juli, August bis September an heissen, trocknen Stellen.
Basel [Knecht); Bechburg [R.-S.]; Biel [Rthb.]; Sorvilier und Renan
[Hug.); St. Blaise-Neuveville, häufig [Coul.]; Tramelan [Ge.]; Meiringen und
Oberstein (i/.-Z).); von Belmont bei Lausanne [Lah.]; vom Aargauer Jura
IWu.) und Lägernberg [Hug.); Mandach (1864') [Bosshard); St. Gallen (Tä.K
A. Strigillaria Hb. {Hb. 125).
R. polyphag, so an Erica, Genista, Senecio u. s. w.
F., wie es scheint, fast nur aus dem Wallis. Im Juni vom Chasseral
[Coul.) und in der Nähe Aigles an den Bergen von Ollon (1893') [Lah.]; von
Viege (i/.-D.); Umgebungen Oltens {Wu.). Bei Zürich niemals gefunden.
Aplasta Hb.
A. Ononaria Fuessly [Hb. 93).
R. an Ononis.
F. im Juli und August, an warmen trocknen Stellen des westlichen
Faunengebieles, doch wohl überall seltener. Aargauer Jura [Wu.); Lau-
sanne [Lah.). Die Angaben BremTs: »Wangen und Baden« werthlos.
Lythria Hb.
L. Plumularia Frr. (Rhaeticaria Lah.) [H.-S. 475 — 477).
R. an Rumex.
F. meistens alj)in, vom Ende des Mai in den Juni , also frühzeitig er-
V. Geometriden. 219
scheinend. Wallis [Anderegg]; Riffel [Ja.]] bei Bergün und höher an der
Albiilastrasse, so bei Palpuogna und dem Weissenstein 'Z.). Verbreitet im
o])eren Engadin [Mgb., Hnateck u. A.); auch aus dem Daves [R.-S.].
Hühengrenze etwa 6000'.
L. Purpuraria L. [Hb. 198).
R. an Pülygonum, Rumex, Thymus.
F. im Juli und August, sonderbar selten im Faunengebiete. Basel
[Knecht); Zürich nach Brenü (gewiss falsch); von Tramelan (Ge.); im Wallis
an trocknen Hügeln [Lah.), so von Yiege und Naters, öfter [Ja.); bei St.
Gallen, einmal [Tel.] .
Ortholitha Hb.
O. (?) Coarctata Fab. [Hb. 219. H.-S. 288).
Nach Tel. bei St. Gallen als Seltenheit.
O. Palumbaria S. V. itlb. 221).
R. an Genisten, Spartium, Cytisus und Heidekraut.
F! in zwei Generationen , im Mai und dem Juni und dann wieder im
Juli und August. Wie es scheint, weit verbreitet. Von Basel und Lausanne
[Lah.)^ von Nyon [Rä.) und vom Berner Jura bis in das Bergell [Baz.]; natür-
lich auch den nördlichen Cantonen zukommend.
O. Cervinata S. V. [Hb. 318).
R. an Malven.
F. nach Tu. bei St. Gallen, im Sommer seltener.
O. Mensuraria S. V. (Limitata Scop.) [Hb. 193).
R. an Gräsern, wie Aira.
F. im Hochsommer verbreitet und stellenweise häutig, auch noch vom
Chasseral [Coul.) und im Alpengebiete der westlichen und östlichen Schweiz
bis etwa 5000'.
O. Moeniata Seop. [Hb. 298) .
R. an Genista, Spartium und (?) Erica.
F. vom Juni bis August. Basel [Knecht); Biel [Rthb.]; vom Berner Jura
[Bent.]; Lausanne [Lah.); von St. Gallen [Tä.]; Bergell [Baz-.]. Kaum von
Zürich [Brenii] .
O. Vicinaria Dup. (Zumsteinaria Lah.) [H.-S. 384).
Die südfranzösische Spezies ist in das Wallis eindringend. Dort fing sie
M.-D. in einem Nadelholzwalde-über Viege Ende Mai und im Juni^l.
1 Wie Lah. eine so leichl zu erkennende Art (icii sah seine Originalexemplare) nicht
zu bestimmen vermochte, ist mir geradezu unbegreiflich.
220 V. Geometriden.
O. Bipunctaria S. V. {Hb. 276) und Var. Gachtaria Prr.
R. polypluig, an niederen Pflanzen.
F. im Juli und August, sehr verbreitet, jawohl überall, mitunter häufig.
Von Basel und dem Jura bis zu den Alpen. Hier bis 6000 und 2000' [Wo.].
Die verdunkelte Form Gachtaria bei Trafoi bis zu 7000' Höhe.
Minoa Bsd.
M. Euphorbiata S. V. (Murinata Scop.) (Hb. 78), Var. Cinerearia Bsd.,
Cyparissiaria Mann und Monochroaria H.-S. {H.-S. 391),
R. an F^uphorbien.
F. im April und Mai, dann wieder im Juli und August. Ueberall ge-
mein, vom Jura durch das Tiefland bis in die Alpen verbreitet und etwa ])is
5000' hier aufsteigend.
Annäherungen an die weisslich graue Var. Cinerea und an die schwärz-
lich graue Cyparissiaria kommen bei uns vor. Erstere von Gadmen (ßä. ,
letztere Formen von dort und Trafoi [Frey] .
Die ausgebildete Var. Cinerearia von Bellinzona [Lah.) und Bergün [Z. .
Var. Monochroaria (gelb) aus dem Wallis [Hug.].
Otlezia Bsd.
O. Chaerophyllata L. (Atrata L.) [Hb. 196).
R. an Chaerophyllum, Anthriscus.
F. im Juni und Juli überall, vom Jura durch das Tiefland bis etwa 6-
und 7000' in den Alpen verbreitet, stellenweise gemein. Nordische Exem-
plare den unserigen gleich.
O. TibialataHb. [Hb. 210. 2111.
Eine Seltenheit, im Juli fliegend. Ormond-dessus [Loh.) und am Pilatus
[Paul), in je einem Exemplare.
Anaitis Dup.
A. Praeformata Hb. (Cassiata Tr.) [Hb. 532. 533).
R. an Hyjiericum .
F. im Juli und August. Bechburg (fi.-S.); seltener von Bern und Lenk
[Ja.); von Burgdorf [M.-D.)\ vom Chasseral und Neuveville [CouL] ; von
Tramelan [Ge.]: Lausanne [Lah.); Ormondthäler [Derselbe^, Obei-hasli, Grin-
delwald, Gadmenthal (hier bis 5500') [licL): im Wallis verbreitet [Anden'gy);
so von der Beialp [Ja.]; St. Gallen [Tä.); Zürich (Hug.): Weissbad [P.-I.);
Chur, seltener, und Flims in 3800 — 4000' [Caß.); Bergün [Z.j.
A. Plagiata L. [Hb. 220).
R. an Hy])ericum.
y. Geomelridcn. 221
F. im Mai und Juui, dann Ende Juli und im August häufiger, überall im
tieferen Faunengebiete. Noch im Davos Spengler). Eine kleinere Ijlassere
Form an) Jorat [Loh.).
L. Paludata Thunb. H.-S. [Hb. 355. H.-S. N. Schm. 53 , Var. Imbutata
Hb. (Sororiata Tr.) [Hb. 403. H.-S. N. Schm. 52).
Die lebhafter gefärbte Var. Imbutata vom Chasseral [CouL] und dann
aus dem Wallis {Anderegg) ; Daves [Hug. und R.-S.) ; Sils-Maria [Frey);
Maloja [Baz-.).
Elevation über 5500'.
Chesias Tr.
Ch. Spartiata Fuessly [Hb. 187).
R. an Spartium, vermuthlich auch an Genisten.
F. selten und ganz lokal. Tr. erwähnt die Ostschweiz. Langnau [Rthb.);
Wallis iHug.].
Ch. Obliquaria S. V. (Rufaria Fab.) [Hb. 225).
R. an Genisten.
F. in doppelter Generation. »Mehr in der Ostschweiz, tiem Rhein ent-
lang« Lah.].
Lobophora Curt.
L. Polyeommata S. V. [Hb. 190).
R. an Llgustram vulgare und ;'?) Lonicera.
F. im Mai und Juni, seltener. Lenzburg und Oftringen [Wu.); Zürich
[Hug.]; St. Gallen Tä.); Chur [Cafh).
L. Sabinata Hb. [Hb. 550. 551).
R. an Juniperus sabina.
F. im Juii und August. Wallis [Anderegg); Zermatt [Jü., Frey); ?aus
Graubünden [Tr.], hinterher von Niemand dort wieder gefunden.
L. Sertata Hb. (Appendieularia Esd.) {Hb. 368. 369).
F. im Mai, selten. Bechburg [R.-S.); Umgebungen Zürichs [Bremi, Frey);
Bern [Rthb.); Gadmen bis 4000' [Rä.); Chasseral ^CouL).
L. Lobulata Hb. (Carpinata Bkh.) [Hb. 362).
R. an Pappeln.
F. im April, mitunter einmal häufiger. Lenzburg und Eglisvvyl [Wu.);
Burgdorf [M.-D.); Schupfen, selten Rthb.); noch im Gadmenthal [Rä.);
Zürich, selten Hug., Frey); Lausanne, in Eichenwäldern [Lah.); Chur, sel-
tener Cafl.); Tarasp [Kill.).
222 V. Geometriden.
L. Hexapterata S. V. (Halterata Hufn.) [Hb. 232) .
R. nn Populus-Arlen.
F. im April und Mcii, dann im Juli. Basel {Knecht); Bechburg [R.-S.];
Lenzburg [Wu.]; vom Jura ; Bern und Schwarzenberg {Ja.); Schupfen {Rthb.)
und Burgdorf {M.-D.)\ Gadmenthal (Rö.); Chasseral ICouI.]; Lausanne i'Sau-
vabelin) [Lah.); Zürich {Frey); Schaffhausen {Trapp); St. Gallen {Tä.); Chur,
nicht oft {Cafl.).
L. Sexalata ViU. {Hb. 228).
R. an Weiden-Arten.
F. im Juni und Juli, seltener. Basel (Knecht); Burgdorf i3I.-D.): Schu-
pfen {Rthb.]; Zürich {Hug.); am Ütliberg {Bremi); Schaff'hausen {Trapp);
Degersheim {Müller); Berge um Aigle {Lah.).
L. ViretataHb. {Hb. 230).
R. an Liguster.
F. vom Mai bis Juli, überall selten. Bechburg [R.-S.); Aargau {Wu.);
Schupfen {Rthb.); Burgdorf {M.-D.); Siselen {Rä.); Chasseral {Coul.); Lau-
sanne und Waadtländer Alpen {Lah.); Zürich {Bremi, Hug.); Seen {Rordoif) .
Clieimatol)ia Steph.
C. BrumataL. {Hb. 191. 405. 509. H.-S. 352).
R. an Obst- und Laubholzbäumen und bekanntlich schädlich.
F. im tiefsten Spätherbst, gemein. Eine von Birken noch bei Bergün
gefundene R. gehört entweder hierher oder zur nachfolgenden Art (Z.).
C. Boreata Hb. {Hb. 413. 414. H.-S. 352).
R. an Birken und anderem Laubholz.
F. gleich dem vorigen, seltener. Lausanne {Lah.); Bern {Ja.); Zürich
{Hug.); St. Gallen {Tä.).
Triphosa Steph.
T. Sabaudiata Dup. [Hb. 584).
R. an alpinem Rhamnus.
F. im Juli und August. Gewöhnlich aus dem Jura und den Alpen. Doch
schon auf Anhöhen um Basel {Knecht) . Im Alpenland etwa bis zu 6000'
Elevation (vom Wallis bis zur Graubündner Grenze) .
T. Dubitata L. {Hb. 265) und Var. Cinereata Steph.
R. an Rhamnus catharcticus.
F. wohl in doppelter Generation (April und Mai, dann Juli und August ,
verbreitet und häufiger. Basel (/{.-S.> im vVarüau vorbreilel ]^(^]; Bech-
bürg [R.-S.); Zürich {Frey); SchafThausen {Trapp); Bern {Ja.); Schupfen m
{Rthb.); selten im Gadmenthal [Rä.); Ti-amelan {(ie.); Lausanne {Lah.): Grau-
V. Geometriden. 223
bünden , so Chur [Cufl.] und Tarasp [Kill.]; am Stelvio bis zur Franzens-
höhe [Wo.].
Yar. Cinereata (kleiner, grauer, ohne den röthlichen Anflug des vorderen
Flügelpaares) von der Bechburg [R.-S.) und annähernd von Basel {Knecht).
Elevation gegen 7000'.
Eucosinia Stepli.
E. Certata Hb. (Cervinata Hb.) [Hb. 266. 573;.
R. an Berberis.
F. im Mai und Juli, ziemlich verbreitet. Basel [Knecht); Aargau [Wu.);
Bechburg [R.-S.]; Zürich [Bremi , Hug.); Schaffhausen [Trapp); Langnau
[Rthb.) und Burgdorf [M.-D.); Bödeli [Ja,]; Tramelan [Ge.]; noch im Gadmen-
thal [Rä.]; Lausanne und Chexbres [Lah.]; Viege [Ja.]; Chur [Cafl.]; Tarasp
[Kill.) undBergün [Z.].
Elevation über 4000'.
E. Montivagata Dup. [H.-S. 203. 204;.
F. im Juli, als ein Geschöpf des Südens noch das Wallis erreichend. So
von Evolena [R.-S.]; zwischen Zermatt und Zmutl [Lah.]; im Laquinthale am
Simplon und im Viescher Wald (fiä., Ja.].
Höhengrenze gegen 5000'.
E. Undulata L. [Rh. 262. 436).
R. an Sahlweiden.
F. im Juni und Juli, verbreitet, aber seltener. Von Basel [R.-S.]; im
Aargau von Oftringen, Aarburg und Lenzburg [Wu.]; Bechburg [R.-S.];
Zürich [Frey); Schupfen [Rthb.]; Burgdorf [M.-D.]; Bern [Bent.]; Rosenlaui,
Gurnigel [M.-D.]; Siselen und Gadmen [Rä.]; Tramelan [Ge.]; Berge von
Aigle [Lah.]; Schaffhausen [Trapp]; St. Gallen [Tä.]; Chur [Cafl.]; Bergeil
[Baz.].
Höhengrenze über 4000'.
Scotosia Steph.
S. Vetulata S. V. [Hb. 263).
R. an Rhamnus catharcticus und (?) frangula.
F. vom Mai bis in den Juli, im Tieflande wohl überall. Noch bis in das
untere Gadmenthal vordringend [Rä.].
S. Rhamnata S. V. (Transversata Hufn.) [Hb. 271. 400).
R. an Rhamnus.
F. im Frühsommer, wohl weit verbreitet, aber seltener. Vom Jura und
vom Canton Waadt [Lah.] bis Tarasp [Kill.].
S. Badiata S. V. Hb. 291).
R. an Rosen.
224 ^- Geomelriden.
F. im Frühling, bei uns seltener und lokal. Basel {Knecht); Lausanne
{Lah.]; Schupfen (R^A6.); Bern [Renk]; Siselen m); Zürk-h [Hucj.]; St. Gallen
[Tä.]; Graubünden [Mengold].
Lygris Hb.
L. Reticulata S. V. [Hb. 308).
R. an Impatiens.
F. im Juli, lokal und selten. Meiringen [M.-D.]; Schupfen [Rthb.); Bern
(Rü., Jä.j] vom Solothurner Weissenstein [M.-D.]] ^von Zürich [Bremi).
L. Prunata L. (Ribesiaria Bsd.) [Hb. 304).
R. an Ribes-Arten, doch auch an anderen Pflanzen.
F. im Juli und August, verbreitet. Aarburg und Lenzburg [W'U.]\ Basel
[Knecht]'^ Bechburg {R.-S.); Bern, Lenk, Lauenen , Gurnigel [Ja.); Burgdorf
(M.-D.); Schupfen (Rthb.); Gadmen IM.); St. Gallen [Tä.]; Gais [P.-I.];
Chur, häufig [Cafl.]. Grosse, hellere Exemplare von Sils-Maria [Frey].
Elevation über 5500'.
L. Testata L. (Achatinata Hb.) [Hb. 30 Ij.
R. an Salix.
F. im Juli und August, lokal. Lauterbach im Aargau [Wu.]] Tour de
Gourze und Jorat [Lah.]; Schupfen [Rthb.]; Lachauxdefond (SOTT) [R.-S. ■,
Zürich [Hug.].
L. Populata L. [Hb. 300).
R. an Vaccinium myrtillus und am Simplon auf Trollius europaeus.
F. von Ende Juni bis in den September, wohl überall und in den Alpen
mitunter häufiger ; auch vom Ghasseral iCoul.]; Tramelan [Ge.).
Elevation bis 6000'.
L. Marmorata Hb. (Associata Bkh.) [Hb. 279).
R. an Stachelbeeren.
F. im Juni und Juli. Von Oftringen [Wu.) und Meiringen [Ja.).
Cidaria Tr.
C. Dotata L. (Pyraliata S. V.) [Hb. 302).
R. an Galium und Primula.
F. im Juli und August. Lauterbach im Aargau [Wii.]; Bechburg [R.-S.];
Burgdorf [M.-D.]; Biel [Rthb.]; Sorvilier [Hug.]; Ghasseral [Coul.]; Tramelan
[Ge.\; Lausanne und Leuk [Lah.]; Simplon und Thal von Leuk [Rä.]; Evolena
[R.-S.]; Zürich [Hug.]; Seen [Rordorj,; St. Gallen (Tä.^ Ghur, im Plessur-
thale ^Caß.]; Bergeil [Baz.].
V. Geometriden. 225
C. Fulvata Hb. [Hb. 297) .
R. an Rosen.
F. im Juni und Juli, überall, bis in das obere Engadin aufsteigend
{Pfaffen zeller, Frey).
Nordische Stücke dieser und der vorigen Art ohne Difl'erenz.
C. Ocellata L. [Hb. 252).
R. an Galium.
F. in zwei Generationen (Mai und Juni, dann Juli und August;, stellen-
weise häufiger. Basel {Leonhart); Bechburg [R.-S.); Aarburg und Lenzburg
[Wu.); Schupfen {Rthb.); Burgdorf (i[/.-Z>.); Bern und Siselen [Rthb.); Berner
Oberland und Bieler Insel {Ja.): Neuveville {Coul.)\ Tramelan (Ge.); Lau-
sanne, öfter {Lall.); Zürich {Frey); St. Gallen {Tä.); Waldkirch {Studer);
Chur, häufiger {Ca.fl.); Bergün ;Z.); Tarasp {Kill.); Bergell [Baz.).
Elevation etwas über 4000'.
C. Rubiginata S. V. (Bicolorata ILnfn.){Hb. 250).
R. an Erlen, Schlehen und Obstbäumen.
F. im Juli, meistens spärlicher. Basel und Bechburg {R.-S.); im Wigger-
und Aarthal, wo Erlen {Wu.); Aarberg und Schupfen {Rthb.); Burgdorf
{M.-D.]; Siselen und Gadmen \Rä.); Lenk, Scheidegg (^ä.); St. Blaise-Neuve-
ville [CouL); Lausanne, am Jorat {Lah.); Zürich [Hug., Frey); St. Gallen {Tä.];
Weissbad, in Mehrzahl [P.-L); Tarasp (Ä7//.); Trafoi {Wo.).
Elevation über 5000'.
C. Variata S. V. [Hb. 293), Var. Obeliscata Hb. {Hb. 296) und Var.
Stragulata Hb. {Hb. 337).
R. an Pinus.
F. vom Mai bis in den Juli, wohl überall, stellenweise häufiger, ander-
wärts seltener. Auch am Jura und im niederen Alpenlande. Var. Obeli-
scata (die bald heller, bald dunkler braune Form) ist ebenfalls ziemlich ver-
breitet; so von der Bechburg [R.-S.); Schupfen [Rthb.); Zürich {Frey];
Schaffhausen {Trapp); Chur {Caft.). Var. Stragulata (hellgrünlich oder fast
weisslich mit schwärzlichen Vorderflügelflecken) von Basel {Knecht); vom
Aargau {Wie); von der Bechburg {R.-S.); von Lausanne {Lah.).
Höhengrenze bei Gadmen {Rä.) und Trafoi {Frey, Wo.), also gegen 5000'.
C. Simulata Hb. (Guenearia H.-S.) {Hb. 345. //.-S. 396).
F. im Juli und xiugust, im Gebirge. Am Jura, so von der Bechburg
[R.-S.]; Zermatt, öfter (Frey); von der Steinalp am Susten (Rä.); von der
Ebenalp in Appenzell [Tä.]; vom Stätzer Hörn bei Parpan [Hug.); vom o])eren
Engadin {Pfaffenzeller); Bergell [Baz.]; Tarasp {Kill); Stelvio {Wo.). In
der Regel eine seltenere Art.
Elevation etwa 5000'.
Frey, Lepidopteren. js
226 V. Geometriden.
C. Juniperata L. (Hb. 294).
R. an Juniperus.
F. vom August an in den Herbst. Bechburg [R.-S.]; Oftringen (TVw.);
Jolimont [CouL); Siselen (fiä.); Meiringen {Ott); Lenk, Gurnigel [Ja.); Tra-
melan [Ge.); Waadtländer Berge {Lah.)\ Lenk und Yieschwald [Ja.); Schu-
pfen [Rthh.); Zürich [Frey); von Schaffhausen [Trapp): von Dusnang [Eugster];
St. Gallen, häufiger [Tä.); Chur, ebenso [CafJ.); Tarasp (Ä7//.) und bis zum
Val Rosegg aufsteigend [M.-D.).
Höhengrenze über 5500'.
C. Cupressata Hb. Hb. 563).
Von der Bechburg [R.-S.).
C. Psittacata S. V. (Siterata Hufn.) [Hb. 227).
R. an Eichen, Linden, Apfel- und Kirschbäumen.
F. im April und Mai, nochmals im Spätsommer; wohl überall im Tief-
lande, stellenweise aber, wie Zürich [Frey] und Chur [Cafl.)^ nicht oft; von
Tarasp (Ä7//.) und dem Bergeil [Baz.].
C. Psittacata erreicht noch das Gadmenthal [Rä.).
C. Miata L. (Coraoiata Hb.) (//6. 278).
R. an niederen Pflanzen? an Eichen und Laubholz?
F. im Juni und Juli, lokal und selten. Oftringen und Lenzburg [Wu.);
Bechburg (R.-S.); Tramelan [Ge.); Gadmen [Rä.); Zürich [Hug.); St. Gallen
[Tä.); Tarasp (Ä7//.) und Bergeil [Baz.].
C. Taeniata Steph. (Arctata Z.) [H.-S. 416).
Diese nordische (doch auch in England und Schlesien vorkommende)
Art selten und lokal, während des Juli in den Alpen. Alpen um Bex (»aux
Plansa) [Lah.); Meiringen und Simmenthai [Ott und Heuser); Gadmen [Rä.);
Simplen [Bent.); Zermatt [Jenner); Via mala [Rthb.). Wie es scheint, inner-
halb der Nadelholzzone. Manche Angaben erscheinen verdächtig.
C. Russata S. V. (Truneata Hufn.) [Hb. 305) und Var. Perfuseata Haw.
[Hb. 445).
R. polyphag , namentlich an niederen Pflanzen (Plantago , Fragaria.
Yaccinium u. s. w.).
F. im Mai und nochmals im August, verbreitet und kaum wohl einem
tieferen Landestheil abgehend, freilich stellenweise seltener. Yar. Perfu-
seata (mit fast ganz bräunlich übergossenen Vorderflügeln) von Tramelan [Ge.^
und vom Chasseral [Coul.); von Lausanne [Lah.); vom Gadmenthal und Um-
gebung [Rä); Zürich [Brenii , C. Zeller). Wie weit Verwechslung mit der
nachfolgenden Art vorkam, vermag ich nicht zu beurtheilen.
C. Immanata Haw. (Perfuseata Lah.) Lah. 9).
R. wohl ähnlich der vorlieriichemlon.
V. Geometriden. 227
F. im Hoch- und Spätsommer. Lenzburg [Wn.]: Tramelan [Ge.]: Lau-
sanne [Lah.)\ Chur [Caß.); Davos [R.-S.); aus dem oberen Engadin , bei
Sils-Maria , schlesischen Stücken gleich [Frey] . Gewiss noch manchfach
verbreitet.
C. Literata Donovan (Ruberata Frr.) [H.-S. 209. 210).
Fast aus Graubünden , so dem oberen Engadin , im Juli und August.
Sils-Maria [Frey): Umgebungen Samadens [Homeyer); dann aus den Um
gebungen Bergüns (Val Tuors und Val Tisch an Lärchen und Weiden im
Juni (Z.); ferner Meiringen [Ott); Gadmen [Rä.).
Elevation 5500'.
C. Firmata Hb. IHh. 515. H.-S. 237—239).
Verbreitet. Aus den Cantonen Aargau, Bern, Waadt, Wallis, Graubün-
den. So von Lenzburg {Wu.]-^ Bern und Burgdorf {Ja.); Schupfen [Rthb.];
St. Blaise-Neuveville {CouL); Aigle iLah.): Viege {3I.-D.); Chur [Mengold).
C. Munitata Hb. [Hb. 346. H.-S. 53),
F. (im Norden verbreitet) aus dem oberen Engadin, bis über 5500' auf-
steigend. Sils-Maria [Frey); Pontresina (70. und Rosegg-GIetscher [Pfaffen-
zeUer) .
C. Aptata Hb. (Hb. 349).
F. von Mitte Juni in den August. Selten in der Tiefe, so bei Schupfen
{Rthb.j und Chur [Cafl.]. Sehr verbreitet in den Alpen vom Wallis bis Trafoi
an Felsen; auch vom Jura, so von Tramelan [Ge.].
Höhengrenze (Graubündner Weissenstein [Z.]) etwa 6000'.
C. Olivata S. V. [Hb. 307) .
R. an Galiura.
F. von Ende Juni bis in den August. Aarburg und Lenzburg (TU;/.);
Bechburg [R.-S.); Biel [Hug.); Bern, Berner Oberland und Lenk [JiL); Schu-
pfen [Rthb.); Burgdorf [M.-D.]; Siselen und Gadmen [Rä.); Tramelan [Ge.);
vom Fusse des Chasseral [CouL); im Canton Waadt häufiger [Lah.); vom
Simplon und Bagnethal; hiergegen 5000' erreichend [Rä.); I)usnaus,[Eugsterj;
St. Gallen (Tä.); Chur (Ca/7.); Tarasp (Ä7//.).
C. Miaria S. V. (Viridaria Fab., Pectinaria Knoeh) [Hb. 292).
R. polyphag, an niederen Pflanzen.
F. von Ende April bis zum Spätsommer (also wohl in zwei Generationen),
verbreitet. Bechburg [R.-S.]; Bern [Ja.]; Siselen [Rä.); Schupfen [Rthb.);
Oberhasli [M.-D.); Gadmen [Rä.]; Zürich, spärlich [Frey); Lugano [Ja.].
Elevation etwa 4200'.
C. Turbata Hb. [Hb. 255 .
F. von Ende Mai durch den Juni und Juli bis in den August, ein Be-
15*
228 V. Geometriden.
wohner des Alpeiigebietes, scheu an Felsen , etwa 6000' erreichend. Vom
Wallis bis Graubünden, mitunter häufiger; auch noch aus dem Bergel! [Baz.];
'/vom Berner Jura bei Tramelan [Ge.].
C. KoUariaria H.-S. [H.-S. 243. 244) und Var. Laetaria Lah. [Lah. 6.
H.-S. 555).
F. vom Juni bis August, aus den Alpen, seltener. Vom Jura und den
Bergen bei Villeneuve [Lah.]; Berner und Waadtländer Alpen (/?ä., 3I.-D.,
Heuser, Lah.]; Bergün, Weissenstein [Z.] und oberes Engadin [Pfaffenzeller] .
Var. Laetaria (heller grün mit dunklerer Mittelbinde) vom Jura und aus
den westlichen Alpen; von Meiringen [Rthh.)\ Gadmen und Bagnethal [Rä.].
Das Bild von U.S. sehr gut, das von Lah., wie alle, schlecht.
Höhengrenze etwa 6000' ') .
C. Lotaria Bsd. (Aqueata Hb.) [Hb. 353. H.-S. 455).
F. von Ende Juni dui'ch den Juli und August, im Gebirge an Felsen.
Vom Jura wie den Alpen. Sorvilier [Hug.]; Chasseral [Rä.); Gadmenthal
[Derselbe]; Engstlen [Jä.j; Evolena fi.-S.); Zermatt [Frey]] Simplen (Ja.).
Verbreitet in Graubünden; so von Chur [Caß.]; Bergün [Z.], selbst im Post-
hause und thalaufwärts bis an den Weissenstein und höher [Frey]; Davos
[R.-S.].
Elevation über 6000' und nach Rä. an der Steinalp des Susten sogar
7000'.
C. Salicata Hb. [Hb. 273) (Abiutaria H.-S.) [H.-S. 382. 383), Var. Pode-
vinariaH.-S. [H.-S. 250), Var. Ruficinctaria Gn. und (?) Var. Pro-
baria Z. [H.-S. 529) .
Ich ziehe alles zusammen. F. von Mitte Mai bis August. Schon bei Bern
und Langnau [Rthb.]; dann vom Jura, dem Berner [Rthb.], so von Tramelan
[Ge.)j Aargauer [Wu.], wie dem Sololhurner, d. h. auf der Bechburg [R.-S.];
dann sehr weit verbreitet in den Alpen, von Zei'matt bis Trafoi [Frey] . Auch
vom Monte Salvadore bei Lugano [Ja.].
Var. Podevinaria (die gelbliche Bestäubung der grünlich-grauen Vorder-
flügel fehlt entweder ganz oder ist nur sehr schwach vorhanden) mit der
vorigen Art, namentlich aus den Alpen. Grössere, hellere, bald mehr bald
weniger gelb bestäubte Exemplare sind dann Ruficinctaria Gn. Sie dürfte
ebenfalls weit verbreitet sein ; Wallis, Aargau [Stgr.] . Var. Probaria iheller
und grauer) unsicher.
Elevation etwa 6000'.
C. (?)Multistrigaria Haw. [H.-S. 196. 197).
Soll bei Aubonne (2059') durch Leresche im Frühling 1853 einmal ge-
fangen worden sein [Lah.].
1) C. A U.Stria caria H.-S. {H.-S. /.SO— 4.1^2) fehlt uns. Da sie aber Wo. oberhalb der
Franzenshülie am Sleivio antraf, wird sie den Alpen des unteren Engadin kaum abgehen.
J
V. Geometriden. 229
C. Didymata L. (Scabrata Hb., Alpestrata Hb.) {Hb. 229. 320. H.-S.
359. 360).
R. an IIeideI])eeren.
P. im August und September. Im Tieflande, wie bei Lenzburg (IT"//.).
Zürich und Tlialwyl [Hug.), Burgdorf ^3/. -/>.), Langnau [Rthb.) und St. Gallen
(Tä.'jj bald häufiger bald selten genannt. Vom Jura, dem Aargauer, ßerner
(Tramelan) und demjenigen von Neuchatel. Aus den Alpen, so den Berner
Bergen bei Guttanneu in 3300' Höhe [M.-D.]; Lenk und Simplon [Ja.); Gad-
men (M.); bei Gais [P.-I.); Chur [Baz.]; Klosters [Hug.) und aus den Um-
gebungen Pontresinas [Jä.)\ von Trafoi [Wo.].
C. Cambrica Curt. (Erutaria Bsd.) [H.-S. 258. 259).
F. im Juli in den Alpen, eine Seltenheit. Von Gais (P.-/.); Prättigau,
hinter Klosters auf der Sparenalp (4880') [Zell. -Bold. ): Gurnigel, Gadmenthal
(an schattigen nassen Stellen, Kienthal und Simplon (Rä.) .
C. Vespertaria S. V. [Hb. 226).
R. an Sorbus aucuparia und aria, an Haseln, Faulbaum und Pappeln.
F. vorzüglich in dem tieferen Gebiete im August und September, ziemlich
verbreitet. Lauterbach und Lenzburg [Wu.]: Bremgarten [Boll): Bern [Rä.]:
Burgdorf und Schupfen [M.-D., Rthb.): Gadmen [Rä.); Chasseral {Coiil.);
Lausanne [Leih.); St. Gallen (rö.j; Churwalden, Parpan (4633') [Cafl.): Roth-
horn [Hug.]; (?) Gotthard [Bremi).
Elevation gegen 5000'.
C, Ineursata Hb. (Deerepitaria Zetterst. H.-S.) [Hb. 351. H.-S. 255.
256. 257) und Var. Montieolaria H.-S. [H.-S. 526. 527).
F. vom Juni bis Anfang August, in den Hochalpen selten. oCentralalpen«
[Rthb.); Rosenlaui [M.-D.); Simplon [Ja. und Beut.); vom Graubündner
Weissenstein (Z. und Hering) .
Elevation etwa 6000'.
C. Fluctuata L. [Hb. 249) und Var. Sempionaria Rä.
R. polyphag, an niederen Pflanzen, so an Kohl-Arten.
F. im Mai und Juni und nochmals im Hochsommer. Ueberall : noch l>ei
Gadmen [Rä.) und bei Bergün, aber selten Z. . Frey). Eine kleinere, sehr
hübsche Form (fast rein weisse Flügel mit verkleinertem schwarzem Costa 1-
fleck des vorderen Paares; kommt in unseren Bergen, dem Simplon und dem
Gadmenthale, vor. Es ist die Var. Sempionaria des Entdeckers Rä.. welchem
unsere Fauna so manchen werthvollen Beitrag verdankt.
C. Montanata S. V. [Hb. 248) und Var. Fuseomarginata Stgr.
R. an Primula elatior; sicher noch an anderen niederen IMlanzen.
F. überall, nach dem Terrain vom Mai bis August, mitunter häufis;, sowohl
230 V. Geometriden.
im Tieflaud, wie aus dem Jura und den Alpen; hier von Zermatt [Frey] bis
Tarasp [Kill.]. Die Var. Fuscomarginata (mit breiter dunkler FlUgelrandbe-
grenzung) führt Sigr. als in der Schweiz vorkommend an. Die nordische Var.
Lapponica Stgr. (kleiner, heller, mit verschwindender Mittelbinde) fehlt uns.
Annäherungen \.vai Loh. bei Exemplaren am Rhonegletscher,
C. Ligustrata S. V. (Quadrifasciaria Cl.) [Hb. 282) .
R. polyphag, an niederen Pflanzen.
F. im Mai und Juni, dann im August und September. Aargauer Fund-
stellen, seltener ( Wu.); Schupfen [Rthb.)\ Burgdorf [M.-D.,; Bechburg [R.-S.]]
Neuveville [Coul.]; Lausanne [Lah.]; Zürich [Bvemi, Hug.); St. Gallen [Tä.);
Chur [Caß.]] von Zermatt [Ja.). Nirgends häufig.
C. Ferrugata (Cl.) [Hb. 460) und Var. Spadicearia S. V.
R. an niederen Pflanzen.
F. überall, nach dem Terrain vom Mai bis in den Hochsommer, in tiefe-
ren Gegenden vvohl mit doppelter Generation. Das Thier erreicht noch den
Graubündner Weissenstein, also etwa 6000' Höhe (Z.).
Var. Spadicearia (weniger deutliche , hellere Mittelbinde der Vorder-
flügel , weisslichere , deutlicher schwärzlich gebänderte Hiuterflügel) auch
bei uns unter der Stammform; ferner im Alpengebiete von Gadmen häufig
mit anderen prächtigen Exemplaren ßä.]; auch von Trafoi [Wo.)^).
C. Sufifumata S. V. [Hb. 306).
R. an Galium.
F. selten und wenig verbreitet, vom Mai bis Juni. Zürich [Hug.]; Bech-
burg [R.-S.); Chasseral [Coul.)] Tramelan [Ge.); Burgdorf, Bern, Langnau
und Schupfen [3J.-D., Rthb.]; Gadmen [Rä.]; Lausanne [Lah.]; Chur [Baz.];
Bergiin (Z.) und Franzenshöhe am Stelvio [Wo.].
Elevalion über 6700'.
C. Quadrifasciaria Tr. (Pomoeriaria Eversmann) //6. 284).
R.an Impatiens.
F. im Frühsommer. Haben keine Irrthümer staltgefunden, dann von
Basel und der Bechburg [R.-S.); von Bern, Siselen [Rü.]; von Schupfen
[Rlhb.]; Meiringen [Ott); Burgdorf (i/.-D.j; Gadmen [Rü.]:, Lausanne [Lah.];
Seen [Rordorf); von Chur [Caß.].
C. Propugnata S. V. (Designata Hufn.) [Hb. 286).
R. an niederen Pflanzen, Kohlarten (?) .
F. vom Mai bis in den August (also wohl in dopjielter Generation) . Bern,
1) C. Livinaria Lah., jedenfalls erbainilich (3) abgebildet, liabe icli übergangen.
Sollte sie (in dieser merkwürdigen Laharpe' sehen Confiision, eine .Vbweicliung der nach-
folgenden C. Blandiata Hb. sein? Ich glaube es.
V. Geometriden. "231
Langnau, Aarberg, Schupfen nach den alten Gewährsmännern, und Gurnigel
[Ja.). Von St. Gallen {Tä.) . Bei Zürich niemals getroffen [Frey); von Tra-
foi [WoA .
Elevation gegen 5000'.
C. FluviataHb. (Gemmata Hb.) Hh. 280. 281. 283. H.-S. 345).
R. an niederen Pflanzen, so an Rumex.
F. im Juli , selten. Lausanne [Leresche); Leuk C. Zeller]; Pontarlier
ißruand); Siselen M.): (?) Zürich [Hug.).
C. Vittata Bkh. (Lignata Hb.) Hb. 270).
Ein zwar abgeflogenes, aber auch nach meiner Ansicht unverkennbares
Exemplar traf Rü. bei Siselen Ende Juli.
C. Dilutata S. V. [Hb. 188) und Var. Obscurata Stgr.
R. polyphag an unseren Laubbäumen.
F. im Spätherbste , gemein. Ob aus den Engadiner Bergen {Pfaffen-
zeller . be/Aveifle ich sehr.
Die stark verdunkelte Var. Obscurata traf /i.-S. auf der Bechburg, eben-
so bei St. Moritz.
Im Gadmenthale mit dunkleren Exemplaren 4000' überschreitend [Rä.].
C. Caesiata S. V. Hb. 275) und Var. Annosata Zetterst.
R. an Heidelbeeren, Weiden; jungen Tannen (?).
F. vom Juni bis August. Schon im Jura, wie es scheint, und dann über-
all im Alpenlande. Elevation bis 7000'. Eine mit schwarzen Vorderflügeln
versehene Aberration fing ich über den Bernina-Wirthshäusern vor langen
Jahren (1853).
Verglichen mit hochnordischen Exemplaren (Norwegen und Island) ist
die schweizersche C. Caesiata ein wenig änderndes Geschöpf.
Var. Annosaria (mit dunkler Mittelbinde der Vorderflügel) vom Berner
Oberland [Lah.]; Gadmen [Rü.]. Eine ganz weissliche Form mit aufgelöster
Binde von Gadmen [Rä. i. litt.).
Elevation über 6500'.
C. Flavicinctata Hb. [Hb. 354;.
F. im Juli und August, seltener. Ich habe ihn (vereinzelt allerdings)
von Zermatt bis nach Trafoi gefangen; auch wohl vom Jura? [Lah.]. Aus
den Einzel-Angaben ist bei Lah. kein Urtheil zu gewinnen.
Elevation 6000' und mehr.
C. Infidaria Lah. und Var. Primordiata Rä.
Sicher eine gute Art. Von Oftringen und der Wartburg (TFw.); Ober-
iiasli [M.-D.]; Gadmen-, Kienthal und Gegend des Leuker Bades [Rä.]; Zer-
232 V. Geometriden.
matt [Frey); Weissbad [P.-I.]; Chur [Cafl.); um Felsen bei Bergün und bis
zum Weissenstein (Z.); Bergeil [Pfaffenzeller); Stelvio [Wo.].
Die kleinere, viel dunklere, an Gelb verarmte und also mehr einfarbige
Var. Primordiata traf Rä. in Lärchenwaldungen des Simplen öfter.
C. CyanataHb. [Hb. 319).
F. im Gebirge, gerade nicht häufig und später erscheinend, vom August
bis in den Herbst. Am Berner Jura [Heuser) und von der Bechburg [R.-S.).
In den Alpen verbreitet. Evolena [R.-S.); Zermatt [Frey); Simplon [Joris);
Gadmen [Rü.); Simmenthai [Ja.); Berge um Chur [Cafl.); Churwalden [Hiig.);
Davos [R.-S.); Bergün (Z., Frey); Tarasp [Kill.).
Nach Rü. geht das mehr als 6000' erreichende Thier tief herab, so noch
nach Bueggisberg, südlich von Bern, bis 2925'.
C. Tophaeeata S. V. [Hh. 309. H.-S. 198. i99).
F. im .luni und .luli, an Felsen des Gebirgslandes verbreitet, aber flüch-
tig und scheu. Von Schafthausen [Trapp) ; im Aargauer .Jura bis zum Lägern-
berg [Wu.)[ von der Bechburg [R.-S.); von Bern und Büren [Beut.]; von
Tramelan [Ge.); im Alpengebiete, wohl nirgends fehlend, von Zermatt bis
nach Trafoi [Frey],
Elevation etwa 5000'.
C. Nobiliaria H.-S. [H-.S. 449. 453. 454).
F. selten, vom Juni bis in den August, nur dem Alpenlande zukommend
und hier, bei Zermatt, über 7500' aufsteigend [Frey).
Oberhasli [M.-D.); Gadmen bis zur Höhe von 7000' (unten in doppelter
Generation) [Rä.); Gemmi [Rthb.); auch schon von Weissenburg [Hug.). Im
Wallis von Leuk [Ja.), vom Simplon [Rä.) und vom Biffelberg bei Zermatt
[Frey); von Tarasp [Kill.); von Bergün (Z.) und (freilich zur Seltenheit ge-
worden) auf der Passhöhe des Albula [Frey)^).
C. Nebulata Tr. [Hb. 571 . H.-S. 370. 371) und Var. AchromariaLah. ^8) .
F, in den mittleren, westlichen und östlichen Alpen, sowie am Jura.
Bechburg [R.-S.); Sorvilier [Hug.); Meiringen, am Fusse des Oberhasli,
Schächenthal [Lah.); Gadmenthal von 4200—5000' [Rä.).
Var. Achromaria (abermals ein ganz unkenntliches Bild) ist eine Nebu-
lata mit deutlicherer Mittelbinde und leicht gelblicher Beschuppung. Sie
stammt von Meiringen [Olt). Später ist noch bemerkt, dass ganz frische
Stücke einen bläuliclien Anflus besitzen, und die Aehnlichkeit mit Nebulata
4) C. Valesiar ia Lah. (7), schlecht abgebildet, sah ich in den beiden Laharpe' achcn
Originalexemplaren von Meiringen und aus dem Wallis. Nach genauer Prüfung sind es
nichts als zwei abgeblassle Formen ilcr nachfolgenden Achromaria, doch mit etwas reich-
licherer gelber Beschuppung. Diese Achromaria vereinige ich aber unbedenklich als Var.
mit Nebulata.
y. Geonietriden. 233
anerkannt. Exemplare der Bechburg und Laharpe' sehe Originale gestatten
mir obiges Urtheil.
C. Incultaria H.-S. [H.-S. 372. 456 .
R. minirend in den Blättern alpiner Primulen.
F. vom .luni ])is in den August. Auf den Alpen sehr verbreitet, schon weit
unter 4000' beginnend, doch gewöhnlich vereinzelter. Waadtlander, Berner,
Walliser und Graubündner Alpen. Im Gadmenthale bis über 7000' [Rä.];
ebenso am Weissenstein (Z.); vom Albulapasse und dem Stelvio iFrey' , an
Felsen: Tarasp (KiU.).
C. Rupestrata S V. (Verberata Scop.) Hb. 192. H.-S. 192^.
R. an Fichten.
F. im Juli und August, sehr gemein im Alpenlande, doch meistens in
niederen Gegenden , die Baumgrenze nicht überschreitend. St. Gallen
(Solitüde bildet nach Tä. den tiefsten Ort. Von Zermatt [Ja., Frey) bis zur
Graubündner Grenze. Auch vom Chasseral in der obersten Waldregion iRü.)
und von Tramelan [Ge.] .
Elevatiou gegen 6000'.
C. Frustrata Tr. (H.-S. 205. 206, und Var. rulvoeinctata Ramb.
F. im Juli und August. Auvernier [Rthb.); Waadtlandter Jura [Lah.];
Meiringen [Ott]: Gadmen von 5 — 6000' und häufiger am Simplen [Rü.'r, oberes
Engadin [Lah.): Trafoi [Frey] und höher [Wo.].
Die gelblichere Yar. Fulvocinctata von der Gadmenfluh an Kalkfelsen
(Rä.) und aus Graubünden [Stgr.].
Elevation über 5000'.
C. Scripturata Hb. (Hb. 274).
F. im Juni und Juli, aus den Alpen. Umgebungen Meiringens. Im
Gadmenthal von 3500 — 4500' (Rä.); hier und da im Unter-Wallis, so von
Salvan (2850') [Chavannes]: Weissenburg [Hug.]; Glarus [Lah.]; Seealpthal,
und zwar öfter [P.-I.] ; Klosters [Hug.]: Bergün [Z.]; Albula und Trafoi
[Frey]; Tarasp [Kill.] und Bergeil [Baz.].
C. Riguata Hb. [Hb. 358) .
R. an Galium.
F. im Juli. Basel [Knecht) ; Bechburg R.-S.): Berneck irä.); Schafl-
hausen [Trapp]; Wallis [Änderegg); so bei Gamsen [M.-D.].
C. Alpieolaria H.-S. (Abstersaria H.-S.) [H.-S. 119. 120 .
R. im Spätlierbsle in den Samenkapseln der Gentiana punctata ; im Val
Rosegg bei Pontresina, im Hochwalde am Fusse des Piz Rosegg [Zell. -Bold.).
Die Exemplare schlüpften im nächsten Frühling in Zürich aus. Ein
Exemplar von der Passhöhe des Albula [Z.], Ende Juli.
234 V. Geometriden.
C. Pieata Hb. [Hb. 13i).
R. polyphag, an niederen Pflanzen,
Vom Chasseral im Juni [CoiiL).
C. Sinuata S. V. (CucuUata Hufn.) [Hb. 288).
R. an Galiuin.
F. im Juni und Juli, seltener. Basel [Knecht); Bechburg [R.-S.]; Bern
[Jü.); Burgdorf und Meiringen [M.-D.); Siselen und Gadmenthal bei etwa
3000' [Rä.) ; Chasseral [CouL); Lausanne [Leresche); Zermatt und Simplon-
thal [Ja.); Maderaner Thal [Bremi]; Zürich [Hug.)\ St. Gallen [Tä.); Ghur
und Flims [Cafl.) .
Elevation etwa 5000'.
C. Galiata S. V. (Chalybeata Hb.) [Hb. 272. 350).
R. an den Blüthen von Galium verum und MoUugo.
F. im Juni und Juli. Er kommt mit helleren Exemplaren , wie sie
Hb. als Chalybeata abgebildet, in weiter Verbreitung vor, doch vielfach als
selteneres Thier.
Basel [Knecht]] am Aargauer und Solothurner Jura [Wu.^ R.-S.); Tra-
melan [Ge.) und St. Blaise-Neuveville , öfter [Coul.]; Burgdorf [M.-D); St.
Gallen [TcL)\ Waldkirch [Studer]] von den Berner Alpen, so Meiringen
[M.-D.] und Gadmen, von der Thalsohle bis zu den höheren Alpen [Rä.)\ von
den Appenzeller Bergen, wie dem Seealpthal [P.-I.]; von Bergün (Z.); vom
oberen und unteren Engadin (Tarasp) (Ä7//.) .
C. Rivata Hb. (Sylvatica Haw.) [Hb. 409).
R. von Galium erzogen, wohl an niederen Pflanzen.
F. von Ende Mai bis gegen den August, also wohl in doppelter Genera-
tion. Basel [Knecht); Bern und Lenk [Ja ); Siselen [Rä.); Tramelan [Ge.];
Schupfen [Rthb.]; Chasseral [Coiil.); Lausanne [Leih.); St. Gallen und Berneck
[Tä.); Degersheim [Müller]; Chur iCafl.]. Erreicht noch Gadmen, aber spär-
lich [Rä.].
C. Alehemillata S. V. (Sociata Bkh.) [Hb. 261. 370).
R. an Galium.
F. von Mitte Mai und dem Juni bis August, stellenweise häufiger. Basel
[Knecht); Bechburg [R.-S.]; Bern und Siselen, ebenso auch Gadmen [Rä.'';
Tramelan (Ge.); (?) Lenk [Ja.]; (?) Zürich [Hug.]: St. Gallen [Tä.] und Wald-
kirch [Studer]; Chur (Ca//.); Tarasp [Kill.]; Trafoi [Eppelsheim] ^] .
C. Alaudaria Frr. (Culmaria H.-S.) [H.-S. 317. 318).
R. an Atragene alpina.
1) Ob Unangulala Ilaw (Bicolcrata F. R.) (H.-S. 338) in unserem Faunengebiete vor-
kommt , bleibt zweifelhaft. Lah. erwähnt Lausanne und Meiringen. Was er vor sich
lialte, ivann ich niclit entwirren. Dann ('.'j von Chur [Bas.].
1
V. Geometriden. 235
F. von Z. bei Bergün, im Juni und deu ei'sten Julihälfte, sowohl an Blu-
men, wie nassen Wegeslellen (Siala, Rugnux, YalTuors). Ebenso von Trafoi
im Thale [Stgr.j Frey, Wo., Hering]. Tief unten noch l)ei Chur [Cafl.).
Elevation etwa 5000'.
C. Albicillata L. [Hb. 76).
R. an Rubus-Arten.
F. im Mai, dann im Juni und Juli, verbreitet. Basel [Knecht u. A.);
Oftringen und Lenzburg (TFj^); Tramelan [Ge.]] Chasseral [Coul.]; Bechburg
(/i.-S.); Aarberg, Schlipfen [Rthb.]: Burgdorf [M.-D.)\ Bern und Emmenthal
\Jä.)] Lausanne (Lah.); Zürich; St. Gallen [Tu.]; Chur \CafJ.]\ Tarasp [Kill.]:,
Bergell [Baz.].
Elevation bei Gadmen etwa 4200' Rä.].
C. Procellata S. V. Hb. 251).
R. an Clematis vitalba.
F. im Mai und Juni und wohl noch in spätsommerlicher Generation.
Basel [Knecht); im Aargau [Wu.) ; von Burgdorf. Aarberg und Schupfen
{M.-D.j Rthb.); Siselen [Rä.); Bechburg [R.-S.); St. Blaise-Neuveville, selten
[Coul.); Zürich [Hug.); Dusnang [Eugster]; St. Gallen [Tä.); Graubünden
[Amstein), so Bergün [Z.]. Mit Ausnahme des letzteren Ortes tiefer.
C. Lugubrata Stgr. (Luctuata S. V.) [Hb. 253. H.-S. 321).
F. im Mai und Juni. Vom Jorat bei Lausanne, von den Alpen bei Aigle
[Lah.); Simplen {Rä.); Aargauer Fundstellen ^Wu.); Schupfen [Rthb.); Burg-
dorf (J/.-Z).); Tramelan [Ge.); Gadmenthal, öfter und bis gegen die Baum-
grenze [Rä.): Zürich [Frey]; Teufen im Canton Appenzell (2691') [Tä.); aus
dem olleren Engadin von Sils-Maria [Frey,; Bergün, öfter und noch bis Pal-
puogna gehend [Z.); Bergell [Baz.) und Trafoi [Wo.].
Höhengrenze etwa bei 6000'.
C. Hastata L. Hb. 256 und Var. Sübhastata von Noloken Hb. 356).
R. an Birken.
F. im Mai und Juni , keine häufigere Erscheinung in unserem Faunen-
gebiete. St. Gallen [Tä.); Zürich [Hug., Frey); im Aargau verbreitet [Wu.);
Chasseral [Coul.); Tramelan \Ge.); Schupfen [Rthb.) ; Meiringen [M.-D.);
Berner Alpen [Rthb.); Gadmen [Rä.); vom Simplon [Derselbe und Joris) und
von Bergün (Z.); Tarasp [Kill.); von Trafoi Frey).
Var. Sübhastata eine kleinere Form mit geringen Abweichungen der
schwarzen Zeichnungen — sie konnte mit demselben Rechte als eigene Art
betrachtet werden) findet sich im Daves [R.-S.) , dann im Gadmenthale;
unten vereinzelt, doch bis herauf zum Sustenpass [Rä.) ; bei Trafoi von der
Prader Alp [Wo.; .
Elevation bis 6 und 7000'.
236 V- Geometriden,
C. Tristata L. Tr. (Funeraria Lah., Limbopunetata von Nolcken).
Diese Art (sicher haben nmache Irrlhüiner bei der Bestimmung stattge-
funden) ist erwähnt von den Waadtländer Alpen, im Juni und Juli [Lah.'.:
den Berner Bergen [Rthb.]] von Tramelan [Ge.]; von Lenzburg [Wu.]; von
Degersheim und der Ebenalp {Müller); von Tarasp [Kill.]. Z. traf sie bei
Bergün bis herauf nach Palpuogna. Ich erhielt sie häufig bei Zürich und
Rä. mehrfach bei Bern. Z.'s und meine Bestimmungen sind wenigstens
sicher.
Elevation bis gegen 6000'.
C. Luctuata Hb. (Hastulata Hb., Tristata Hb. Lah.) (Hb. 254).
Das Vorkommen unsicher. Lausanne Sauvabelin) nach Lah. ; Um-
gebungen Burgdorfs [M.-D.]] Katzensee bei Zürich [Hug.]. Aus den Berner
und Walliser Alpen (Gadmen, Simplen, Bagnethal) nachfiä., häufig in Höhen
von 4 — 5000' ; Chur und Bernhardin [Baz.) . Ich traf niemals eine C. Luctuata
im Faunengebiete.
C. FunerataHb. [Hb. 260. II.-S. 542).
Diese alpine Seltenheit — ich besitze sie nicht — kann aus dem mir ge-
wordenen Materiale nicht entwirrt werden. Die vorliegenden Angaben aus
den Berner, Walliser und Graubündner Alpen betrachte ich als unsicher.
C. Molluginata Hb. {Hb. 371).
R. an Galium erzogen.
F. vom Mai bis in den Juli, aus dem Jura und den Alpen. Waadtländer
Berge, so bei Aigle und am Dent de Jaman (5873') [Lah.); Berner Jura
[Rthb.]; am Fusse des Chasseral [Coul.'); Gadmen, häufig (Rä.): Engsllen und
aus dem Wallis von Leuk '■/(/.) und dem Bagnethal {Ret.); von Zermatt [Frey):
von Bergün [Z.]: Bernhardin {Baz. : Tarasp [Kill.].
C. Afflnitata Steph. (Inciliata Zellerst.) [H.-S. 271. 272 und Var. Tur-
baria Steph. (Afflnitata H.-*S.) [H.-S. 319. 320) .
R. in den Samenkapseln von Lychnis dioica.
F. im Juni und Juli. Vom Weissenstein bei Solothurn und aus den Um-
gebungen Schüpfens [Rthb.j, Emmenthal und Lenk {Ja.); Gadmen [Rä.]; Um-
gebungen Engelbergs {C. Zeller); Trafoi (lUo.). Andere Angaben, als un-
sicher, mussle ich unterlassen.
Var. Turbaria (grösser, mehr weiss auf den Vorderflügeln, llinterüügel
heller), selten von Gadmen (Rä.).
C. Rivulata S. V. (Alchemillata L.) [Hb. 259. H.-S. 289).
R. an Galium.
F. vom Juni bis August. Im Aargau verbreitet [Wa.): Bechburg {R.-S.):
■Chasseral [Coul.); Bern, Gurnigel , Lenk [Ja.); Burgdorf (37. -/>.); Schupfen
V. Geometriden. 237
[Rthb.]; Gadmen in der unteren Nadelholzregion (Rü.]; Simplon [Ja.): Zürich
[Hug.]; Bergün (Z.); Tarasp [Kill.]; Bergell [Baz.). Auch hier manche An-
gaben unsicher.
C. Hydrata Tr. [H.-S. 400).
R. in den Samenkapseln der Silene nutans.
F. im Mai und Juni. An sonnigen Berglehnen des Aargauer Jura [Wu.]:
von Burgdorf Heuser und M.-D.)] Gadmen und Simplon [Rä.]. Wie es
scheint, der ganzen östlichen Schweiz fehlend.
C. Unifasciata Haw. und Var. Aquilaria H.-S. [H.-S. 336;.
F. bei Siselen, Mitte August, selten (Rä.). Var. Aquilaria (dunkler, mit
mehr einfar];)igen Yorderflügeln) erwähnt Stgr. als in unserem Faunengebiete
vorkommend.
C. Minorata Tr. (Ericetata Curt.) [H.-S. 118).
R. wohl noch unbekannt.
F. im Juni, Juli und August in unseren Bergen, sehr weit verbreitet und
häufig. So aus dem Berner Jura, aus den Berner, Waadtländer, Walliser
und Graubündner Alpen , auch in den Appenzeller Bergen und bis Tarasp
[Kill.], sowie in das Bergell [Baz.) gehend.
Höhengrenze über 5500'.
C. Blandiata S. V, (Adaequata Bkh.) [Hb. 258. H.-S. 290. 291).
R. an Euphrasieu.
F. in doppelter Erscheinung , Mai und Juni , dann abermals im Hoch-
sommer. Aus dem ebeneren Theile des Faunengebietes, wie vom Jura und
den Alpen, vom Wallis bis nach Trafoi [Frey).
C. Albulata S. V. [Hb. 257).
R. wohl an niederen Pflanzen.
F. in doppelter Generation, im Früh- und Hochsonuner , ein gemeines
Thier der Ebene, des Jura und des Alpenlaudes. Hier im Juli, vielleicht
mehr aufsteigend, als die vorige Art (Rä.).
Die Höhengrenze etwa 6000'.
C. Candidata S. V. [Hb. 101).
R. an Carpinus.
F. im Mai und Juni, dann im August, stellenweise häufiger. Vom
Jura (Bechburg [R.-S.], Aarburg, Wartburg, Lägern [H'u.]); von St. Blaise-
Neuveville [Coul.)\ sowie aus dem ebeneren Landestheile , wie Lausanne
[Lah.), Bern (Ja.), Siselen [Rü.\ Burgdorf [M.-D.], Schupfen [Rthb.), Zürich
[Hug.) und St. Gallen [Tä.]. Den Alpen wohl fehlend und nur geringe Höhe
erreichend.
238 ^ Geometriden.
C. Sylvata S. V. (Testaeeata Donov.) (fJb. 231).
F. im Juni und Juli, seltener. Aarburg, Aarau [Wu.]: Weissl)ad (P.-/.);
Burgdorf IM.-D.]: Meiringen [Ott]: Siselen (Rü.); in den Nadelholzwaldungen
des Jorat bei Lausanne [Lah.]: von Chur [Baz.).
C. Decolorata Hb. [Hb. 243 .
F. im Juli, seltener. Zwischen Landeron und Cressier [Coul.]; Burgdorf
{M.-D.)\ Chur [Cafl.]: Tarasp [Kill.).'
C. Luteata S. V. [Hb. 103).
R. in den Kätzchen der Alnus-Arlen.
F. im Juni und Juli, unter Birken und Erlen. Oftringen und Gysulafluh
[Wu.]] Bechburg [R.-S.)\ St. Blaise-Neuveville yConl.)-, Schupfen [Rthb.):
Sauvabelin bei Lausanne [Lah.,; Zürich [Hiig.; Schaffhausen [Trapp; Ber-
gUn (Z.).
Elevation über ^000'.
C. Heparata S. V. (Obliterata Hufn.) [Hb. 58).
R. an Erlen.
F. häufiger, im Mai und Juni , dann nochmals im Hochsommer. Wohl
überall im lieferen Faunengebiele, auch von Lugano [Ja.'; und aus den Vor-
alpen (wenigstens den Berner Bergen) [Ja.] und aus dem Gadmenthal, hiei'
bis 4200' (/}«.); liefer bei Tarasp (Ä7//.).
C. Bilineata L. [Hb. 264).
R. polyphag an niederen Pflanzen, Plantago., Galium u. s. w.
F. vom Juni bis August, überall im tieferen Faunengebiete vorkommend.
Höhere Gebirgsplätze scheint er nicht mehr zu erreichen, wie er beispiels-
weise Bergün fehlt [Z.) .
C. Elutata Hb. (Sordidata Fab.) [Hb. 224. 382. 384. 385), Var. Fus-
coundata Donov. [Hb. 381. 383 t und Var. Infuscata Stgr.
R. an Heidelbeeren.
F. im Juni und Juli. Als Stammform nehmen wir das grünliche, dunk-
ler gebänderle Thier an, während wir Fuscoundata und Infuscala . allerdings
willkürlich, als Varietäten l^etrachlen wollen.
Sehr verbreitet vom Jura durch die tiefereu Landeslheile bis in die mitt-
lere Alpenzone.
Var. Fuscoundata (VorderflUgel braunröthlich, schwarz gcl)ändert'' und
auch wohl Infuscata (Vorderflügel fast einfarbig, grau oder braun, undeutlich
schwärzlich gestreift! konmieu , die erstere sicher (Bergeil, Buz.^ und die
letztere höchst wahi-scheinlich Gadmenthal uiul Simplon Rii. . he\ uns voi-.
Höhengrenze wohl GOOO'.
V. Geometriden. 239
C. Impluviata S. V. (Trifaseiata Bkh.) (Hb. 223. H.-S. 193),
R. an Erlen, Linden, Fagus, Heidelljeeren.
F. abermals sehr variirend, vom Mai und Juni bis zum August, wohl in
doppelter Generation. Sehr verbreitet vom Jura liis in das Wallis und von
dort bis nach Graubünden, auch das Puschlav erreichend [Pf a/f'en zeller).
Stark variirend.
C. Capitata H.-S. {fl.-S. 460).
R. an Impatiens.
F. im April und Mai und nochmals im August, bei uns seltener. Im Aar-
gau lokal [Wu.); Bechburg [R.-S.]; Bern iJä.): Oberhasli {Ott'; Siselen (Rö.).
C. Silaceata S. V. [Hb. 477. 478) und Var. Deflavata Stgr. [Hb. 303).
R. an Impatiens.
F. im Mai und Juni und nochmals im Juli und August. Untermischt
mit der Stammart findet sich die Var. Deflavata (ohne Gelb). Basel und
Bechburg [R.-S.); im Aargau, vereinzelt (IT'(/.); Schupfen [Rlhb.]; Burgdorf
[M.-D.]; Bern, Lenk [Ja.): Tramelan (Ge.); am Ghasseral [CouL); Lausanne
und Aigle [Lah.)\ Zürich [Hug.]; Chur [Cafh)\ Bergün [Z.)\ Tarasp [Kill.]\
Bergeil [Baz.); Trafoi [Frey).
Elevation etwa 5000'.
C. Corylata Thunb. (Ruptata Hb.) [Hb. 295).
R. an Weiden, Erlen, Linden. Schlehen, Obstbäumen.
F. im Mai und Juni. Oftringen und Aargauer Jura [Wu.)] Bechburg
(R.-S.); Schupfen [Rthb.): Meiringen und Burgdorf (i/.-Z).); Bern und Gad-
men [Rä.]; Tramelan [Ge.); Lausanne (^Sauvabelin) [Lah.)\ Zürich [Hug.);
St. Gallen [Tä.); Chur [Cafl).
C. Berberata S. V. [Hb. 287).
R. an Berberis.
F. von Ende Mai an in den Sommer hinein. Verbreitet und manchfach
häufig, in der Tiefe, wie dem Jura, so von Tramelan [Ge.) und am Ghasseral
[Coul.) und noch in Alpenthälern : hier von Evolena [R.-S.) und von Zermatt
[Freij) bis Bergün (Z.); auch im Gadmenthale noch bis 4500' [Rä.).
Elevation etwa 5000'.
C. Derivata S. V. (Nigrofasciaria Göze).
R. an Rosen.
F. im Frühling, Mai und Juni, lokal und selten. Basel [Knecht^ und
Bechburg (R.-S.); Aargau (TFw.); Ghasseral (Cow/.); Burgdorf (i/.-Z).); Siselen
(Rä.) : Lausanne und Umgebungen [Loh.) ; Gadmen bis etwa 4000' und
Bagnethal (Rä.); Zürich [Hug.): St. Gallen [Tu.); Chur und oberes Engadin
[Baz.).
240 V. Geometriden.
C- Rubidata S. V. [Hb. 290).
R. an Galium und Asperula.
F. seltener im Juni und Juli. Basel [Knecht]] Aarburg und Leuzburg
[Wu.)\ Bechburg iß.-S.); Schupfen [Rthb.]; ßurgdorf und Meiringen (»ge-
mein« [?]) [M.-D.); Bern (./('/.); Siselen und Gadmen [M.]; Chasseral [Coul.]\
Zürich [Hug.]; Seen bei Winterlhur [Rordorf] ; St. Gallen [Tä.] ; Bergell
[Baz.]. Nach Hug. auch aus dem Wallis.
C. Sagittata Fab. (Comitata Hb.) [Hb. 310).
Bisher vom Simplen, an einer mit Rosen und Glemalis bewachsenen
Stelle in etwa 4200' Höhe gefangen [Bent.]; dann von Tarasp Kill.).
C. Chenopodiata L. (Comitata L.) [Hb. 299).
R. an Chenopodium, Atriplex.
F. im Juli und August, wie es scheint, nur sehr lokal und wohl selten.
Lausanne [Lah.]; ein Exemplar am Rhoneglelscher in etwa 6000' [M.-D.);
Siselen und Seeland [Rä.]; am Fuss des Chasseral [CouL); St. Gallen [Tä.].
Breuii's Angabe: »von Zürich häufiger« ist Unsinn.
C. Lapidata Hb. [Hb. 324. H.-S. 286. 287).
Wurde von Wu. einmal bei Ölten gefangen. Das alte Exemplar sah ich
selbst. Es stimmt mit nordrussischen Stücken vollständig überein.
C. (?) Polygrammata Bkh. [Hb. 277).
R. an Galium. Soll nach Rthb. bei Vevey gefangen worden sein.
C. (?)AquataHb. [Hb. 410).
R. an niederen Pflanzen. Nach Jet. aus der Simplonkette.
C. Vitalbata S. V. [Hb. 269) .
R. au Clematis vitalba.
F. wohl mit doppelter Erscheinung, im Juni und x\ugust. Basel [Knecht);
Bechburg iß.-S.); Lenzburg, Oftringen und am Aargauer Jura [Wu.]; St.
Blaise-Neuveville [CouL); Aarberg [Rthb.]; Siselen [Rä.]; Lausanne, ver-
breitet [Lah.); Sion und Zermatt [Ja.); Zürich [Hug.]; Schaffhausen [Trapp];
Chur, häufiger [Cafl.].
C. Tersata S. V. (Radicaria Lah.) Hb. 268 ['?] 338) und Var. Exsoletaria
H.-S. [H.-S. 399).
R. an Clematis vitalba.
F. im Juni und Juli, in nicht unbeträchtlicher Verbreitung, doch kaum
irgendwo häufiger. Bechburg [R.-S.]; Oftringen [Wu.); Burgdorf und Mei-
ringen [M.-D., Heuser); Siselen [Rä.]; Aarberg und Moudon (1583') [Rthb.];
Zürich [Hug.]; Weissbad [P.-I.]; Chur und Bergün [Z.]; Bergell [Baz.].
V. Geometriden. 241
Radicaria (nach zwei leidlichen Lah.'schen Exemplaren) ziehe ich unbe-
denklich zu Tersata. Vom Simplon und dem Bagnethal, im Juli [Rä.].
Var. Exsoletaria (Vorderflügel wohl weniger spitz, braun, dunkler quer-
gestreift, Wellenlinie gegen den Afterwinkel hin stark weiss verbreitert).
Ein Exemplar aus dem Gadmenthale bei etwa 4500' [Rä.].
C. Aemulata Hb. [Hb. 448).
Nach Lah. von Meiringen [Ott); vom Simplon am Eingang in das Laquin-
thal ißä.), Ende Juli bei etwa 4200' Höhe; Ober-Engadin [Pfaffen zeller] \
Stelviobei 7000' [Wo.].
Collix Gn.
C. Sparsata Tr. [Hb. 398).
R. an Lysimachia vulgaris.
F. im Juni und Juli. Ztirich [Zell.-Üold.]; Schaffhausen [Trapp]; Bad
Lauterbach im Aargau (TFi^.); SchüTpf en [Rthb.]; Burgdorf (ili/.-D.); von Siselen
und Torfmoorgräben und von Ferenbalm [Rä.]; von Chur [Cafl.]; Sils-Maria
im oberen Engadin [Hug.].
Elevation bis 5500'.
Eupithecia Curt.i)
E. Centaureata S. V. (Oblongata Thunb.) [Hb. 240. 452).
R. polyphag, an niederen Pflanzen, wie Scabiosen, Centaureen , Ononis
u. s. w.
F. vom Mai in den Juni, dann nochmals im Hochsommer. Basel [Knecht);
Bechburg [R.-S.]; Bern [Ja.); Burgdorf [M.-D.); Biel [Rthb.]; Siselen [Rä.];
Chasseral [.CouL); Lausanne [Lah.]; Zürich [Hug.); Schaff'hausen [Trapp):
St. Gallen [Tä.]; Rorschach [Eisenring]; Chur und Tarasp [Kill.).
Höhengrenze etwa 4000'.
E. Irriguata Hb. [Hb. 397).
R. an Buchen und Elchen.
F. im Mai. Von Zürich [Frey), sehr selten; von Schupfen [Rthb ]; Si-
selen [Rä.); vom Chasseral [CouL), auch (?) von SchafFhausen.
Elevation wohl gering.
E. Insigniata Hb. (Consignaria Bkh.) [Hb. 245).
R. an Crataegus und an Pyrus-Arten.
1 ) Das so schwierige Geometren-Genus Eupithecia bildet wohl den schwächsten Ab-
schnitt unseres Buches. Einmal sind die kleinen unscheinbaren Thiere wenig beachtet
worden, und dann fehlt es an der so nothwendigen Beobachtung der Larven im höchsten
Grade. Eine Anzahl zweifelhafter Exemplare mussten nothgedrungen übergangen werden.
Sicher ist die Zahl der schweizerschen Arten eine weit höhere.
Frey, Lepidopteren. /{q
242 ^'- Geometriden.
Von der Bechburg, sicher [R.-S.) . Unsicher die Bremische Angabe von
Dübendorf bei Zürich.
Höhenverbreitung gering.
E. Venosata Fab. [Hb. 244).
R. an Blüthen und Samen von Lychnis, Silene und Cucubalus.
F. im Juni und Juli. Becliburg (R.-S.); Chasseral [CouL); Aargauer
Fundstellen [Wu.); Langnau [Rthb.); Burgdorf (M.-D.); Bern und Lenk [Ja.];
von Zürich [Hug.]; von Mörschwyl im Canton St. Gallen (1736') [Tä.]; von
Chur (Ca/7.); Tarasp [Kill.]; Bergell ißaz.); auch noch von Gadmen bei etwa
4000' {Rä.) und von Bergün (Z.).
Höhengrenze über 4000'.
E. (?)Subnotata Hb. (Denotaria Bsd.) [Hb. 458. H.-S. 177).
R. an den Blüthen und Samen von Chenopodium und Atriplex.
Nach CouL vom Schlossberg bei Neuveville und vom Chasseral. Un-
sicher !
E. Linariata S. V. Hb. 242).
R. an den Blüthen und Samenkapseln der Liuaria vulgaris.
F. im Juni und Juli. l)ei uns lokal und selten. Aus dem Aargau [Wii.);
von der Bechburg (R.-S.); von Burgdorf \^Heuser); (?) von Schupfen {Rthb.);
von Chur (ßafh).
Elevation wohl gering, i)
E. Laquearia H.-S. {H.-S. 181. 182).
R. an den Blüthen und Samen der Euphrasia alba.
F. von mir bei Zürich in Mehrzahl erzogen im Frühsommer.
Höhengrenze unbekannt.
E. Pusillaria S. V. (Subumbrata Hb.) {Hb. 233. 378. H.-S. 158. 159).
R. zweifelsohne an Tannen, vielleicht auch an Wachholder.
F. im Mai und Juni in Nadelholz Waldungen. Er erreicht noch Gadmen
[Rä.) und Bergün (Z.) .
Also über 4000'.
E. Strobilata Bkh. (Abietaria Göze) Hb. 449).
R. in den unreifen Samen von Pinus abies, vielleicht auch von P. syl-
vestris.
F. vom Mai bis in den Juli, mitunter häufiger. Lausanne {Lah.); Schu-
pfen {Rthb.); Burgdorf {M.-D.); Zürich und Umgebungen {Zell. -Bold. , Frey);
\) E. Digitaliaria Dietze an Digitalis ambisua , wird unserem Faunengebiete
kaum mangeln.
V. Geometriden. 243
St. Gallen [Tä.); Weissbad (R-/.); noch bei Gadmen {R(L) und Bergün (Z.);
ebenso von Trafoi [Wo.].
Höhengrenze etwa 5000'.
E. Togata Hb. {Hb. 464).
R. in den Zapfen von Pinus abies.
F. im Juni, fast nur aus dem westlichen Faunengebiete und da seltener.
Lenzburg [Wu.]; Bechburg [R.-S.]; Schupfen [Rlhb.); Lausanne [Lah.]. Doch
auch aus Trafoi [Wo.].
Elevation bis gegen 5000'.
E. Debiliata Hb. [Hb. 466).
R. an den Blättern der Heidelbeere.
F. im Juni und Juli. Constanz [Leiner); Bechburg [R.-S.]; Burgdorf
(M.-D.); Zürich, öfter [Frey); Chur, häufig [Cafl.]; Tarasp (Ä7//.); Trafoi [Wo.),
Höhengrenze gegen 5000'.
E. Coronata Hb. [Hb. 372. 373 .
R. polyphag , an den Bliithen niederer Pflanzen, so von Eupatorium,
Lythrum, Clematis, Achillea, Artemisia.
F. im Mai und Juni. Bechburg [R.-S.]; Aarburg [Wu.) ; Schupfen
[Rthb.]; Lausanne [Lah.]; Lugano [M.-D.]: noch im Thale des oberen Engadin
[Bi.), also über 5000'.
E. Reetangulata L. [Hb. 235; , Var. Subaerata Hb. [Hb. 463) und Var.
Nigrosericeata Haw.
R. in Apfelblüthen.
F. im Juni und Juli, gemein im ganzen tieferen Theile des Faunengebietes
und am Fusse des Jura. Doch traf Rä. diese Art noch im Bagnethal bei
Lourtier in etwa 4000' Höhe; auch aus dem Bergell [Baz-.).
Var. Subaerata (mit ganz grünen Vorderflügeln) und Nigrosericeata (fast
gänzlich schwärzlich grau verdunkelt) erwähnt beide von Siselen [Rä.) .
E. Piperata Steph. (Scabiosata Bkh., Subumbrata S. V.. Majoraria
Lah.), (?)Var. Obrutaria H.-S. [H.-S. 145. 146) und Var. Aequi-
strigata Stgr.
R. polyphag, in den Bliithen von Scabiosa, Solidago, Gentiana, Globu-
laria u. s. w.
F. im Juni. Von Burgdorf [Heuser). Von Bergün als Var. Aequistrigata
Vorderflügel weisslich und überall gleichmässig braun gestrichelt) (Z.): Var,
Obrutaria (dunklerer Wurzeltheil der Vorderflügel) vielleicht vom Gurni-
gel [Ja.).
E. Millefoliata Roessler.
R. in den Blüthen der Schafgarbe.
<6*
244 V. Geometriden.
F. im Juli. Ein Exemplar, welches ich bei Zürich fing, hat auch Dietze
als diese Art bestimmt.
E. Suecenturiata L. [Hb. 459. 246).
R. in den Blüthen von Artemisia campestris und vulgaris.
F. von Schlipfen [Rthb.); Burgdorf [Heuser) und Meiringen [Ott)\ Chas-
seral [CouL). Also nur dem Westen zukommend.
Elevation gering.
E. Subfulvata Haw. (Disparata Hb.) [Hb. 247) und Var. Oxydata Tr.
R. an Achillea, Verbascum und Rubus (Blüthen, Beeren) .
F. im Sommer. Sicher von der Bechburg [R.-S.); vom Weissbad (P.-/.);
Tarasp [Kill.) und von Trafoi [Frey).
Var. Oxydata (ohne die rostfarbene Aufhellung der Vorderflügel und
stärker gestreift) vom Simplon und von Gadmen, seltener [Rä.); ebenso von
Trafoi [Wo.).
Elevation etwa 5000'.
E. NanataHb. [Hb. 387. H.-S. 160. 161).
R. an den Blüthen der Galluna vulgaris.
F. vom Sim})lon, woher ich ihn durch Joris erhielt.
E. Innotata Hufn. [Hb. 441. 442).
R. an den Blüthen verschiedener Artemisien.
F. im Juni, Juli und August. Wlldegg (TFw.); Bern [Ja.); Burgdorf
[M.-D.); Siselen [Rä.); Schupfen [Rthb.); St. Blaise-Neuveville [CouL).
E. Tamariseiata Frr.
R. an Myricaria germanica.
F. in zwei Generationen , an den Ufern der Aare. So von Wildeeg,
Aarau und Rupperswyl [Wu.). Andere Angaben ganz unzuverlässig. Ich
halte E. Tamariseiata für eine gute Art des Tieflandes.
E. Modicaria Hb. (Impurata Hb.) [Hb. 347. 361).
R. an Campanula rotundifolia.
F. vom Juni bis in den August. Guttannen [M.-D.); Meiringen, Lau-
sanne und oberes Wallis [Lah.): Zürich [Frey); bei Bergün, öfter abwärts an
der Strasse [Z., Frey).
Höhengrenze ungefähr bei 4500'.
E. Nepetata Mabille (Semigrapharia Gn.).
R. an den Blüthen von Calamintha nepota und alpina.
Vom Gadmen-, Bagne- und Leuker-Thal (Rä.); von Montreux [Dietze).
V. Geometriden. 245
E. Graphata Tr. [H.-S. 189).
R. unbekannt.
F. im Juli. Im Aargau selten [Wti.]; aus dem Wallis [Andereyg). Ob
ganz sicher?
E. Seriptaria H.-S. [H.-S. 123).
R. nicht gekannt.
F. im Gebirge weiter verbreitet , nach dem Terrain bis in den August
hinein. Simplon [Lah. u. A.); Zermatt [Frey); im oberen Gadmenthale [Rä.)
und bis zum Steinegletscher {Frey); im Seealpthal {P.-I.); Chur, selten {Caß.)\
Bergün und Weissenstein (Z.); oberes Engadin {Pfaffenzeller); Trafoi [Frey).
Elevation bis gegen 7000',
E. Isogrammaria H.-S. {H.-S. 188).
R. an Clematis vitalba.
F. im Sommer. Bechburg {R.-S.); Lausanne {Lah.); Zürich {Frey).
Die Höhenverbreitung wohl eine sehr geringe.
E. TenuiataHb. (Inturbaria Frr.) {Hb. 394. H.-S. 168. 169).
R. an Sahlweidenblüthen.
F. im Juni und Juli. Bechburg {R.-S.); Gurnigel {Ja.); Siselen {Rä.);
Lenzburg und Wildegg {Wu.) ; Zürich in Anzahl erzogen {Frey).
Elevation wohl unbedeutend.
E. Plumbeolaria Haw. (Begrandaria Bsd.) {H.-S. 128. 129).
R. in den Blüthen von Melampyrum pratense, doch sicher auch an an-
deren Pflanzen.
Sicher von Zürich {Frey) und Bergün (Z.); unsicher von Lausanne {Lah.)
und Neuveville {CouL).
E. Valerianata Hb. {IHb. 395).
R. an den Blüthen und Samen der Valeriana officinalis.
F. von Bremgarten {Frey); (?) von Schupfen {Rthb.); (?) vonMeiringen wie
dem Reichenbach {M.-D.).
E. (?) Immundata Z. (Argillaeearia H.-S.) {H.-S. 143. 144).
R. an Actaea spicata.
Nach Lah. soll Heuser ein Stück bei Burgdorf gefangen haben.
E. Cauehyata Dup.
R. an den Blüthen von Solidago virgaurea und (?) Aster amellus.
Vom Genfer See an den Bergen {Dietze) .
E. SatyrataHb. {Hb. 439. H.-S. 147—151).
R. polyphag an Blüthen, beispielsweise Scabiosen , Gentaureen , Gen-
tianen, Cirsium, Chrysanthemum und Helianthemum.
246 V. Geometriden.
F. vom Frühsommer bis in den August (vielleicht mit doppelter Genera-
tion). Zürich [Hug.]: St. Gallen [Tä.); Schupfen [Rthb.); Oberhasli {31. -D.;
Wallis [Hug.); vom Splügen [Dietze]; Bergün (Z.).
Elevation über 5000'.
E. Veratraria H.-S. IH.-S. i52).
R. in den Samen von Veratrum album.
F. aus dem Gadmenthale (fiä.j; vom Gurnigel und Guggisberg [Ja.]; bei
Gais [P.-I.].
E. Magnata Milliere.
Eine ganz merkwürdige Art, eine ächte gigantische Eupithecie. Ent-
deckt von Zell.-Dold. auf den Muottas bei Samaden in bedeutender Höhe.
Sicher hat sie auch ifä. im Gadmenthale gefangen. Zell.-Dold.'s freundlicher
Unterstützung verdanke ich die Ansicht eines Original-Exemplares. Milliere
hat sie (139, 3) gut abgebildet.
E. Helveticaria Bsd. [H.-S. 130 — 133) und Var. Areeuthata Frr. {H.-S.
134—137).
R. an Juniperus communis, sabina und nana.
F. im Juni und Juli und dann, wie es scheint, auch noch im Spätherbst.
Sicher aus dem Wallis {Äiideregg, Frey) ; (?) vom Simplon [Ja.) ; (?) von St.
Blaise-Neuveville [CouL); aus den Umgebungen Bergüns (Chiaclavuot) und
vom Weissenstein (Z.), häufiger; von Trafoi {Wo.).
Var, Areeuthata (röthlich-graue , stärker gestreifte Vorderflügel) findet
sich nach Lah. oberhalb Montreux und bei Yvorne ; vom Oberhasli {M.-D.);
von Gadmen {Rä.) und dem oberen Engadin {M.-D.).
Höhengrenze 5500'.
E. Primulata Milliere.
R. an Primula latifolia.
Zell.-Dold. traf sie oberhalb Celerina im oberen Engadin und über dem
Weissenstein an der Fuorcla da Revers. Die Entwicklung in der Ebene
erfolgte im nächsten Juni.
Eine hochalpine Art.
E. Bergunensis Dietze.
Die grosse schöne Eupithecia traf Z. im Juni und Juli in den Umgebun-
gen Bergüns, am Rugnux, nicht gerade häufig.
Höhengrenze über 4000'.
E. Castigiata Hb. (PResiduata Hb.) {IIb. 456. H.-S. 164. 166. 167).
R. im höchsten Grade polyphag, so an Epilobium, Achillea, Ononis, Soli-
dago, Galium, Hypericum, Scabiosa, Campanula, Pteris aquilina.
V. Geometriden. 247
F. im Mai und Juni, verbreitet. Lenzburg und Wildegg [Wu.]; Ztirich
[Frey]; St. Gallen Tä.): Degersheim [Müller); Burgdorf, Meiriugen [M.-D.];
Schupfen [Rthb. ; Gadmen [Rä.]; St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Berge um
Aigle bis 5000' Lah.); Bergün iZ.; Tarasp (Ä7//.;; Trafoi [Wo.].
E. Trisignaria H.-S. H.-S. 175. 176).
R. an den Blüthen und Samen von Heracleum spondylium, Peucedanum
oreoselinum , Angelica sylvestris, Pastinaca sativa, Laserpitium siler und
Thysselinuni palustre.
F. von Zürich [Bremi, Frey); von Siselen [Rä.-, von Lausanne [Lah.);
von Trafoi [Frey) .
Elevation gegen 5000'.
E. Virgaureata Doubleday (Pimpinellata Gn.).
R. an den Blüthen von Solidago und Senecio.
Von Montreux als Larve Dietz-e.
E. Vulgata Haw. (Austeraria H.-S.) [H.-S. 1.38—140).
R. polyphag, so an Sedum, Polygonum, Cucubalus und (!) Rubus.
F. vom Mai in den Juli. Simplen [Ja.); Siselen und Gadmen [Rä,.);
Meiringen und Berner Jura [Rthb.]; St. Blaise-Neuveville [Coul.); Bremgarten
[Frey]; Chur [Cafl.j; Bergün, häufiger (Z.), und oberes Engadin [Pfaffenzeller) .
Elevation etwa 5500'.
E. Campanulata H.-S.
R. in den Samenkapseln von Campanula trachelium.
Von den Bergen des Genfer Sees Dietze) und von Siselen [Rä.]. Da sie
auch bei Trafoi [Wo.j Frey) vorkommt, sicher weit verbreitet.
E. Assimilata Gn.
R. an Ribes rubrum und Humulus lupulus, die Blätter verzehrend.
Zwei Exemplare im letzten Drittheile des Juni bei Siselen [Rä.].
E. Albipunctata Haw. (Tripunotaria H.-S.) H.-S. 461).
R. an Blüthen und Samen von Angelica sylvestris, Cicuta virosa und
Eupatorium cannabinum.
Von der Bechburg (R.-S.); von Gadmen und dem Simplon [Rä.]; von
Chur [CafL).
Höhenverbreitung noch näher zu erforschen.
E. Absinthiata Gl. [Hb. 453) .
R. polyphag an Blüthen niederer Pflanzen, z. B. Artemisia, Achillea,
Tanacetum, Senecio, Solidago und Eupatorium.
248 V. Geometriden.
F. im Mai und Juui. "? Zürich {Bremi); Schupfen [Rthb.)] Siselen {Rä.);
Lausanne {Lah.) .
Elevation eine geringe.
E. (?) Expallidata Gn.
R. an den Blüthen von Solidago virgaurea.
F. fraglich vom Weissbad [P.-I.).
E. (?)Pimpinellata Hb. [Hb. 443. 444. H.-S. 153).
R. an den Blüthen von Pimpinella, Achillea, Bupleurum, Senecio.
F. vom Gurnigel und von Sion [Ja); von St. Blaise-Neuveville [CouL).
Sehr unsicher.
E. (?) Extraversaria H.-S. (Libanotidata Schlag.) [H.-S. 543).
R. an den Samen und Blüthen von Peucedanum oreoselinum.
Nach Lah. von Heuser bei Burgdorf erbeutet; also unsicher genug.
E. Distinctaria H.-S. (Heydeniaria Stgr.) [H.-S. 162).
R. an den Blüthen von Hypericum perforatum und Galium sylvestre.
Vom Rigi und aus dem oberen Engadin durch v. Heycl. erbeutet. Nach
Rü. auch im Gadmenthale bis etvs'a 4000' Höhe.
Elevation über 5000'.
E. Conterminata Z. (Manniaria H.-S.) [H.-S. 156).
Ein Exemplar bei Zürich [Frey), sehr selten.
E. IndigataHb. [Hb. 399. H.-S. 183 — 186).
R. an Pinus sylvestris.
F. im Mai. Bechburg [R.-S.); Lenzburg [Wie); Zürich {Frey); Burgdorf
[M.-D.); Lausanne {Lah.), selten.
Elevation wohl nur sehr gering.
E. Lariciata Frr. [H.-S. 170. 173. 174).
R. an Pinus larix. vielleicht auch an Wachholder.
F. vom April bis Juni. Zürich {Frey); Bechburg [R.-S.); Burgdorf
{M.-D.); Simplen {Rä.); oberes Engadin {M.-D.); Trafoi {Wo., Frey).
Höhengrenze etwa 5500'.
E. Exiguata Hb. {Hb. 379).
R. polyphag, an Weissdorn, Weiden, Stachelbeeren, Berberis, Ahorn,
Eschen.
F. von Ende Mai in den .Juli, seltener. Aarburg und Lenzburg {Wu.);
Bechburg {R.-S.); Schupfen {Rthb.); Chasseral {CouL); Lausanne {Lah.);
Zürich {Frey) .
Elevation nur n)ässiu.
VI. Pyralo-Crambiden. 249
E. Lanceata Hb. (Hospitata Tr.) [Hb. 236).
R. wohl an Nadelhölzern.
F. im Frühling. Nicht gerade selten bei Zürich (Frey); selten von Schu-
pfen {Rfhb.); von Lausanne (Lah.); von Chur [Cafl.].
Höhenverbreitung wohl sehr gering.
E. Sobrinata Hb. [Hb. 465).
R. an den Nadeln und Blüthen des ^Yachholders.
F. von Ende Juli an bis in den September. Im oberen Gadmenthal
gegen den Sustenpass hin [Rä.)\ Schupfen [Rthb.)\ Burgdorf [M'.-D.]; Lau-
sanne (Lah.); Chur [Caß.); Tarasp [Kill.].
Elevation vielleicht gegen 5000'.
E. Pumilata Hb. Hb. 388).
R. polyphag, an Blüthen von Clematis, Erica, Genista, Euphrasia. Glo-
bularia u. s. w.
Ein Exemplar im April von Lausanne [Lah.]^).
VI. Pyralo-Crambideü.
Cletleobia Dup.
C. Brunnealis Tr. (Comparalis Hb.) [Hb. 126)2).
Nur dem Süden und Südwesten als selteneres Thier angehörig. Vom
Comersee (C. Zeller); zwei Exemplare von sonnigen Stellen bei Lausanne
während des Juli [Lah.).
C. Angustalis S. V. [Hb. 21).
R. im Gespinnste unter Lotus corniculatus, die Blüthen verzehrend;
doch sicher auch noch an anderen niederen Pflanzen.
F. vom Mai bis in den Juli, vielleicht im südlichen Theile unseres Faunen-
bezirks mit doppelter Generation ; sowohl an nassen wie trocknen Stellen.
Von Lausanne [Lah.) ; St. Blaise-Neuveville [Coul.) ; Bern und Solothurn
[Bent.); Zürich, an letzterem Orte selten [Frey).
^) (?) E. Fenestrata Milliere. MilUere, der hochverdiente französische Forscher,
hat ein sonderbares Thier beschrieben und (PI. 133. U. 15) abgebildet, eine grosse, weisse
Geometre, welche er bei Fenestres 'Alpes maritimes) in mehr als 6000' Hohe gefunden hat.
Rä. traf drei ähnliche Stücke im Bagnethal bei etwa 5500' Höhe. Sicher über die Identität
bin ich nicht, auch nicht über das Genus.
2) Bei Hb. und H.-S. sind die Pyralo-Crambiden theils unter den Pyraliden, theils
unter den Tineiden abgebildet, was wir zur Vermeidung von Irrungen bemerken. Die vor-
handenen Familien sind als unbrauchbar übergangen worden.
250 VI. Pyralo-Crambiden.
Aglossa Latr.
A. Pinguinalis L. [Hb. 24).
R. an Abfällen verschiedenster Art, im Kehricht, in Holzställen und der-
gleichen in einem Gewebe.
Wohl überall im Juni ; in schlechten Wohnplätzen am verbreitetsten ;
selten wohl noch im Freien. Doch traf ich sie einstens bei Zürich ziemlich
entfernt von Wohnungen. Vom Schwarzsee bei Zermatt im Juli [Bent.]^).
A. Cuprealis Hb. [Hb. 153).
R. wohl mit ähnlicher Lebensweise.
F. wohl durch die Ebene weit verbreitet, aber selten im Faunengebiete.
Von Basel [Imhof); von Zürich [Frey); von Neuveville [Coul.].
Asopia Tr.
A. Glaucinalis L. (Hb. 98) .
F. sehr selten im Sommer. Ein Exemplar in der Sammlung von Rthb.
aus dem Faunengebiete; Bergell bei Promontogno (2521') [Boll).
A. Pimbrialis S. V. (Costaiis Fab.) [Hb. 97).
F. wenig verbreitet. Yevey [Rthb.) ; bei Zürich, sehr selten [Frey).
Früher hatte ihn Brenn in der Zürcher Vorstadt Hottingen in Kuhställen öfter
getroffen. Von Chur [Cafl.).
A. Farinalis L. [Hb. 95j .
R. in den Abfällen der Haushaltungen, in Mehl und in Stroh.
F. im Mai und dann im Hochsommer, wohl überall vom Wallis bis St.
Gallen und Graubünden.
Ich traf ihn noch bei Bergün, also in mehr als 4000' Höhe.
Endotricha Z.
E. FlammeaUs S. V. [Hb. 99).
R. an niederen Eichenbüschen.
F. im Juli und im August, meistens an warmen Stellen des Südwestens.
(?) vom Bodensee [Bremi); Biel [Rthb.); Bödeli, Urweid [Bent.]; St. Blaise-
Neuveville [Coid.); Lausanne, oft [Lah.), ebenso im Wallis, wie z.B. beiViege.
Scoparia Hiiw. (Eudorea Curt.).^)
S. Centuriella S. V. [Hb. 239. H.-S. 93. 94). 2)
Die nordische Art im Hochsommer nur aus den Alpen Graubündens,
1) Lah. hat hier leider mancherlei Verwirrung verursacht. Einzelnes gelang mir
durch Vergleichung seiner Original-Exemplare aufzuhellen.
2j Die R. lebt gewiss wie diejenigen aller anderen Scoparien unter Moos der Bäume,
Steine und Felsen.
VI. Pyralo-Crambiden. 251
sehr selten. Ober-Engadin (C. Zellev und Kriechbaumer); vom Weissenstein
[Zell. -Bold, lind Stgr.).
Elevation etwa 6000'.
S, Ambigvialis Tr. (Dubitalis Steph., Mereurella Lah., Conieella Lah.,
Ancipitella Lah.)[//.-6'. 108. 109).
Ich stehe nicht an, alle obige Citate zu vereinigen, um so mehr, als ich
Originale von Lah. vergleichen konnte. Die Art ist vom Mai durch den ,luni
wohl überall vorhanden, sowohl im Tieflande wie am .Iura und den Alpen ;
hier von Engstlen, dem Simplen und Zermatt [Beut.].
Conieella Lah. (Mittelfeld dorsalwarts sehr verengert, braune Adern im
Hintertheil der Flügel) aus den Umgebungen Aigles. Ancipitella (durch die
Einfachheit der Zeichnungen markirt) von Meiringen [Ott); von Schupfen
[Rthb.]; vom Jorat [Lah.) und vom Simplon [Beut.).
Elevation bis etwa 5000'.
S. Cembrae Haw. (Asphodeliella Lah.),.
Aus den ^Yalliser Alpen, wenn wirklich die Asphodeliella von Lah. mit
Cembrae zusammenfällt, was ich gleich Wo. für sehr wahrscheinlich halte.
S. (?) Ingratella Z. H.-S. 105. 106).
Das schweizersche Bürgerrecht dieser Spezies steht auf schwachen
Füssen. Lah. glaubt Exemplare des Berner Oberlandes hierhin stellen zu
müssen. Mir kam keine dem Faunengebiet angehörige S. Ingratella je zu
Gesicht.
S. Dubitalis Hb. (Pyralella Hb.) [Hb. 49. 167. H.-S. 107).
F. im Juni, gemein und gewiss weit verbreitet.
Zürich [Frey,; Bern und Weissenstein am Jura, sowie Viege [Bent.]; an
den Gestaden des Genfer Sees [Lah.].
S. Manifestella H.-S. [H.-S. 104).
F. im Juni und Juli, meistens im Gebirge. (?) Bern [Bent.); von Bergün
an den Felsen der Susta nicht häufig [Z.]; von Tarasp [Kill.]:, vom Stelvio
[Frey]; ('? aus den Umgebungen St. Gallens [Tä.]. Ob Lah. die richtige Art
von Rthb. hatte, steht anhin.
S. (?) Phaeoleuca Z. (Vesuntialis Gn., Seiaphilella Lah.) [H.-S. 204).
Das schweizersche Bürgerrecht steht auf sehr schwachen Füssen. Von
Neuveville [CouL); am Bieler See bei Thouanne an Felsen [Rthb.), wie uns
Lah. berichtet.
S. Valesialis Dup. (Parella Z.) [H.-S. 100. 103. 119. 120), Var. Octo-
nella Z. und Var. Imparella Lah.
Ich habe diese interessante veränderliche Art unserer höchsten Alpen
(sie fliegt von Mitte Juli in den August hinein auf Erhebungen von 7 — 9000')
stets mit Interesse verfolgt und eine Anzahl frischer Stücke erbeutet; so von
dem Gorner Grat bei Zermatt, wo sie häufiger, und von den Alpen des Ober-
252 VI. Pyralo-Crambiden.
Engadin und dem Albidapasse, wo sie seltener getroflFen wird. Auch sonst
im Wallis [Änderegg) und vom Simplen [Bent.) .
Var. Octonella (die zwei schwarzen Mittelpunkte fehlen) gibt Lah. vom
oberen Engadin und dem Wallis an.
Seine Var. Imparella stammt aus dem Ober-Engadin. Ich sah zwei
seiner Exemplare. Der q^ ist sehr wenig von der typischen Erscheinung des-
selben Geschlechtes verschieden , das Q stimmt genau mit zwei Stücken
meiner Sammlung, von welchen ich das eine vor langen Jahren im oberen
Engadin auf den Hochalpen von Sils, das andere später von der Passhöhe des
Albula gefangen habe. Letztere sind heller, glattschuppiger und spitzflüg-
liger; vielleicht eigene Art i) .
S. Petrophila Standfuss.
Mit Sicherheit im Juni und Juli nur aus unseren Alpen. Ich traf sie
unten im Thale von Zermatt und Z. in den Umgebungen Bergüns (Abhang
der Cresta grande gegen Fontanisla) . Die schweizerschen Exemplare sind
ganz gleich den schlesischen.
Elevation bis 5000'.
S. Sudetica Z. [H.-S. 116. 117).
Im Gegensatz zur vorigen Spezies auch dem Norden angehörig und bei
uns schon von niederen Plätzen im ganzen Alpen lande gemein. So aus den
Bergender Cantone Bern, W^allis, Schwyz, Glarus, St. Gallen und Graubün-
den. Hier schon aus den Umgebungen Churs (Ca//.) . Flugzeit der Juni und Juli.
Höhengrenze etwas über 7000'. Sie dürfte schon über 3000' beginnen.
S. Murana Curt. (Muranella Lah., Parella H.-S.) [H.-S. 101).
F. vom Juni bis in den August, in den Alpen weit verbreitet. Bergün,
an Wänden und Felsen (Z., Frey]:, auf Albulapass nur noch sehr vereinzelt
[Fi^ey]] von Trafoi [Derselbe): Berge bei Aigle im Ormontthale, Westabhang
der Furka und ebenso von Chanipery (3180') im Walliser Val d'Illiers [Lah.].
S. Resinea Haw. (Vandaliella H.-S.) [H.-S. 157).
Die characteristische, auch im Elsass iP.-I.) vorkommende Art nur im
Westen unseres Faunengebietes. Von Schupfen [Rthb.]\ bei Lausanne an
Pappeln und Fruchtbäumen nicht sehr selten [Lah.
S. Laetella Z. [H.-S. 115).
F. (wohl selten) im Sommer. Bremgarten [Boll); Ölten [Wu.]; oberhalb
Lausanne [Lah.); St. Gallen [Tä.].
S. Trunoicolella Stainton (Stt.) (Merourella Z.).
Mit Sicherheit von der Bechbure (R.-S.]. Bei Zürich fehlend.
i) Wie wenig Lah. selbst hier sich auf sicherem Boden befand, lehrt der Umstand,
dass er Wo.'s Exemplare derS. Gracilalis Doubleday von Dovrefjeld als S. Imparella be-
stimmte. Nun ist aber diese Gracilalis [Wo. schickte mir freundlichst einige seiner Nor-
weger ein) ein ganz verschiedenes Thier.
VI. Pyralo-Crambiden. 253
S. Crataegella Hb. [Hb. 231. H.-S. 113).
F. im Juli und August, wohl in der ganzen tieferen Region des Faunen-
gebietes und stellenweise häufiger mit nur geringer Erhebung.
S. Prequentella Stt. (CrataegeUa H.-S.) [H.-S. H4).
Wohl ähnlieh der vorhergehenden Art . mit welcher sie zu vereinigen
ich aber sehr geneigt bin.
S. Pallida Steph. (Oertzeniella H.-S.) [H.-S. 97).
Die bezeichnende Art traf Rthb. bei Schupfen an Hecken einer nassen
Wiese nnd P.-I. bei Gais. Also wohl nur sehr lokal.
Heliothela Gu.
H. Atralis Hb. [Hb. Fig. 27;.
F. Ende Juni und im Juli, bis gegen die Baumgrenze in den westlichen
Alpen [Lah.)\ Berner Alpen Rthb.); Lausanne [Lah.]] Lägernberg bei Baden,
hier seltener [Frey]] ebenso im Seealpthal [P.-I.].
H. Praegalliensis Frey.
Der vorigen Art sehr nahe kommend, doch wohl spezifisch verschieden.
Grösse und Form dieselbe ; vielleicht etwas plumper gebaut. Grundfarbe
ein tiefes Schwarzbraun. Beine im ersten und zweiten Paare heller grau, im
hinteren dunkel; dessen Tarsen grau, schwarz geringelt. Auf den Vorder-
flügeln schimmert der weissliche CostalOeck der Unterseite nicht hindurch.
Hier liegen eine Anzahl stahlblauer, sehr lebhaft erzglänzender Schuppen-
fleckchen, ein grösserer in halber Länge des Innenrandes und vor dem Hinter-
rande eine feine derartige Bogenlinie. Franzen grau mit schwärzlicher
Schuppenlinie; an der Flügelspi(ze etwas heller. Hinterflügel braunschwarz
mit hellerem Vorderrandsfleck. Die Unterseite erinnert sehr an diejenige
der vorhergehenden Art; doch bleiben die vier weisslichen Zeichnungen viel
feiner und schmaler.
Aus dem unteren Bergell bei etwa 3500' Höhe im Angust in zwei Exem-
plaren von Baz. Eins wurde mir überlassen.
Tlireuodes Ou.
T. Pollinalis S. V. [Hb. 29).
R. an Genista, Cytisus und Ononis.
Hier und da um Lausanne im April und Mai [Lah. ; im Canton Bern
[Rthb.]; Neuveville [Coul.]; (?) Balgrist bei Zürich [Zell. -Bold. ].
Catharia Led.
C. Pyrenaealis Dup. (Simplonialis H.-S.) [H.-S. 31—34).
Berner Oberland [Ott]; dann aus dem Wallis Anderegg : ein Exemplar
vom Riffel im August [Bent.]. Mir niemals vorgekommen.
Elevation, wie es den Anschein hat, bedeutend.
254 VI. Pyralo-Crambiden.
Hercyua Tr.
H. Holosericealis Hb. (Schrankiana Hochenw.) Hb. 112).
R. und Puppe unter Steinen.
F. vom Juni bis August, überall auf den Hoehalpen und stellenweise
gemein, nahe am schmelzenden Schnee, später auch an den Strassen und
Steinen. Vom Wallis bis Graubünden und Trafoi.
Hinsichtlich der Schärfe der Zeichnungen und der Intensität des bräun-
lich gelben Anflugs kommen mancherlei Variationen vor. In den südlichen
Alpen, mit etwa 6000' beginnend, gewinnt der F. beträchtliche Elevation.
H. Rupicolalis Hb. (Phrygialis Hb.) [Hb. 42. 139. 198—200).
R. und Puppe unter Steinen.
F. auf allen Hochalpen, vom Monte Rosa bis zum Stelvio. Er dürfte
hinsichtlich der Erscheinungszeit und der Elevation der vorigen Art sich
gleich verhalten.
Auch H. Rupicolalis ändert nicht ganz unbedeutend ab. Die Zeichnun-
gen der Vorderflügel erscheinen in ungleicher Schärfe und die Grundfarbe
graulich oder bräunlich überflogen. Ein schönes Q meiner Sammlung hat
fast zeichnungslose Vorderflügel mit breit schwarzem Hinterrande.
H. Helveticalis H.-S. [H.-S. 127. 128) und Var. Lugubralis Led. (Con-
spurealis Lah.).
F. im Juli und August, an hochalpinen Geröll- und Schutthalden und
darum schwer zu erhaschen.
Die Stammform aus den Walliser Alpen {Änderegg); vom Gorner Grat
[Frey]; Rerner Oberland (Lah.); vom Sustenpass [Beni.]] vom Albulapass
[Frey] . Seltener.
Var. Lugubralis zeigt die Vorderflügel verloschener gezeichnet , unter-
scheidet sich aber augenblicklich durch die Unterseite. Während diese bei
der Stammart weisslich grau ist und die Vorderflügel einen dunklen Mittel-
mond und Aussenrand darbieten, welch' letzterer auch über die Hinterflügel
wegzieht, wird jene Unterseite der Var. fast zeichnungslos und hell eisengrau.
Hochalpen des Rerner Oberlandes [Lah.)\ vom Panixer-Pass (7425') an
der Grenze der Cantone Glarus und Graubünden (£o//i; beide Formen auf dem
Albulapass untermischt, und zwar ist Var. Lugubralis fast häufiger [Frey).
H. Rupestralis Hb. (Andereggialis H.-S.) [Hb. 201—203. H.-S.
124—126).
Sicher nur von den Walliser Alpen [Anderegg) . Aus dem oberen Enga-
din im Juli ['t)(Bent.).
H. Alpestralis Fab. [Hb. 135).
F. im Juli und August, in weitester Verbreitung durch unsere Hochalpen,
stellenweise einmal in Mehrzahl.
VI. Pyralo-Crambiden. 255
Walliser Alpen, so Zermatt [Frerj] und der Simplon [Beut.); Berner, wie
Engstlenalp und Sustenpass [Beut.); Bergün und Weissenstein (Z.); Albula
und oberes Engadin {Frey); Bernina [Bent.].
Ennychia Led.
E. Albofaseialis Tr. [H.-S. 19) und (?)Var. Minutalis Speyer.
R. an Conyza squarrosa.
F. im Juni. Ich fing ihn in wenigen Stücken am Lägernberg bei Baden
als Seltenheit; Ja. bei Twann.
Ich bin sehr geneigt, Speyer's Minutalis hierher zu ziehen. Der Unter-
schied besieht nach ihm in Folgendem : Die Vorderflügel weniger zugespitzt,
ohne Purpurbraun (was übrigens keines meiner Exemplare zeigt), der weisse
Querstreif schmaler, auf den Hinlerflügeln vor dem Innenrand viel entfernter
endigend; ohne weissen Fleck an der Ilinterflügelwurzel; die Franzen ein-
farbig braungrau. — Zwei Exemplare, vom Engelberg bei Oftringen durch
Wie. gefangen, lieferten Speyer das.Material zu seiner Beschreibung. Meine
wenigen schweizerschen Stücke tragen intermediären Character. Also wohl
nur Lokalvarietät.
Odontia Dup.
O. Dentalis S. V. (ßb. 25. H -S. 120).
R. minirend in der Mitlelrippe unterer abgestorbener Blätter von Echium
vulgare.
F. von Ende Juni bis in den August, lokal. (?) Seen bei Winterthur
{Bremi); (?) Balgrist bei Zürich (C. Zeller); Lenk, Urweid, Leuk [Bent.); St.
Blaise , selten {Coul.); Umgebungen von Rolle am Genfer See [Chavannes);
Chur (Ca/7.); Tarasp (Ä7//.)i).
Eurrhypara Hl).
E. Urtiealis S. V. [Hb. 78) .
R. an Brennnesseln, Convolvulus und Ribes.
F. im Juni und Juli, sehr verbreitet im Tieflande (vom Wallis bis Chur),
doch nicht überall häufig und keine erhebliche Elevation erreichend.
Botys Tr.
B. Nigralis Fab. {Hb. 26).
R. an niederen Pflanzen, wie Salvia glutinosa und Glinopodium vulgare.
F. vom Juni an. Unsichere Angaben von Bremi aus der schweizerschen
Ebene. Sicher nur aus dem Alpengebiete. Wallis {Änderegg); Engelberg
(C. Zeller); Bryschalp im Canton Schwyz (etwa 4500') {Frey); Seealpthal, öfter
■1) Tegostoma Comparalis Hb. sollte nach Bremi' s Angabe bei Zürich gefunden sein.
Lah. hat diese Angabe kritiklos aufgenommen. Niemand traf jene Art im Faunengebiete.
256 VI. Pyralo-Crambiden.
{P.-I.): Appenzell (Eben- und Pommenalp) {Tä.); aus Graubünden vomCauma-
see bei Flims [Caß.)\ von Bergün, im Sonnenschein schwärmend [Z.].
Elevation über 5000'.
B. Oetomaeulata L. Fab. (Guttulalis S. V., Funebris Ström) [Hb. 75).
F. Ende Mai und im Juli. Sehr weit verbreitet durch das Tiefland,
mitunter häufig, bn Jura, z. B. am Chasseral {CoiiL), und vom tieferen
Alpengebiete von Wallis, Bern, Zürich, St. Gallen, Graubünden (so z. B. bei
Bergün [Z.]). Vereinzelt noch im oberen Engadin bei etwa 5500' [Frey).
Unsere alpinen Stücke bald mit, bald ohne den weissen Costalpunkt der
Vorderflügel, gleich denjenigen des ebeneren Faunengebietes.
B. Nycthemeralis Hb. (Hb. 148).
F. im Juni, wohl nur selten in der schweizerschen Ebene. Ich fing mit
Boll einige Stücke bei Bremgarten im Nadelholzwalde um Sambucus. Sie
unterscheiden sich in mehrfacher Hinsicht von meinen norddeutschen Exem-
plaren. Einmal erstreckt sich die weisse Grundfarbe beider Flügelpaare
viel weiter wurzelwärts, dann sind gegenüber meinen Schlesiern die Franzen
nicht einförmig grau, sondern weiss und lebhaft schwarz gescheckt. Man
könnte daraus eine Var. Argoviensis machen. Doch ist mein Material zu
dürftig.
B, Anguinalis Hb. (Nigrata Scop.) [Hb. 32).
F. wohl in doppelter Generation, im April und Mai, dann im Juli, weit
verbreitet.
Aus dem Tieflande von Neuchätel, Bern, Solothurn, Zürich, St. Gallen,
Tessin (am Monte Bre [Beut.]); dann in das Gebirge aufsteigend, so von Leuk
[Bent.]. Noch bei Bergün (Z.).
Elevation über 4000'.
B. Cingulata L. [Hb. 30) und Var. Vittalis Lah.
B. an Salvia pratensis in röhrenförmigen Gespinnsten.
F. in weitester Verbreitung durch den tieferen Theil unseres Faunen-
gebietes ; dann durch den Jura und die Alpen ; hier, wie im oberen Engadin,
5500' überschreitend.
Diese alpinen Stücke (sie kommen von den Waadtländer bis zu den
Graubündner Alpen vor) stellen offenbar Lah.'s Var. Vittalis dar. Grösser,
die Vorder- und Ilinterflügelbinde gebogener, die Franzen heller. Die Form
des vorderen Flügelpaares indessen die gleiche wie bei der Stammart.
B. Porphyralis S. V. (Coecinalis Hb.) (7//^. 37. H.-S. 101. 102).
R. kaum gekannt. Von Mentha, Stachys, Thymus (?).
F. im Juni und Juli, meistens selten. Aus den tieferen Gegenden er-
wähnen Bent. Aarau, Bern, Thun, Lenk und Sierre, Coul. St. Blaise-Neuve-
VI. Pyralo-Crambiden. 257
ville und C. Zeller das Tessin. Ich traf ihn nur in den Alpen. Haslithal
und Waadtländer Alpen {Lah.); Mühlebachalp im Canton Glarus [Frey): von
Bergün (Z.); auf Albulapass , gewöhnlich selten, doch in einem Jahre um
Juniperus nana in Unzahl [Frey]; Sils-Maria {Derselbe).
Elevation über 7000'.
B. Punicealis S. V. (Aurata Scop., Porphyralis Hb.) [Hb. 36. H.-S. 1 03) .
R. an Mentha, indessen gewiss noch an anderen Pflanzen.
F. im April und Mai, dann im Juli und August, im Tiel'lande namentlich
an feuchten Stellen sehr verbreitet. Er erreicht im Gebirge geringere Er-
hebung, etwas über 4000', so z. B. am Simplon [Bent.]^ im Seealpthal [P.-L],
bei Tarasp (ä7//.) und Bergün [Z.).
B. Purpuralis L. (Punicealis Hb.) [Hb. 34. H.-S. 105. 106) und Var.
Ostrinalis Hb. [Hb. 113. H.-S. 107. 108).
R. an Mentha arvensis, rotundifolia, hirsuta und sylvestris.
F. im Mai, dann wieder vom Juli an; wohl überall im tieferen Terrain.
Er erreicht niedere Alpengegenden, wie den Gurnigel [Bent.), das Seealpthal
[P.-I.) und Bergün [Z.). Doch auch noch auf dem Weissenstein , also in
etwa 6000' Höhe [Z.].
Ostrinalis (eine im Grunde genommen unbedeutende Varietät , meistens
etwas kleiner, mit lebhafteren weisseren Zeichnungen der Oberseite) kommt
untermischt mit der Stammart vor. Ich traf sie nicht selten bei Zürich und
noch (ungewöhnlich gross) auf der Passhöhe des Albula.
B. Sanguinalis L. (Haematalis Hb.) {Hb. 33. 178).
R. an Thynuis serpyllnm.
Nur aus dem südlichen und südwestlichen Theile unseres Faunengebietes,
im Juli und August. Als Seltenheit von Paudex bei Lausanne {Lah.); von
Biel und am Fusse des Berner Jura {Rthb.); aus dem Wallis, von Viege und
Naters, gleichfalls selten {Bent.); von Tarasp (AV//.), nach der Bestimmung
von Z.
B. Cespitalis S. V. (Sordidalis Hb.) {Hb. 39. 40).
R. in röhrenförmigen Gängen an niederen Pflanzen, wie z. B. Plantago
und Salvia.
F. in dem tieferen Theile unseres Faunengebietes mit doppelter Genera-
tion von Anfang April an und dann wieder beim Beginn des Juli.
Verbreitet und gemein. Ich traf ihn (allerdings frühzeitig) im alpinen
Sommer in einzelnen Jahren in förmlichen Schwärmen, in anderen seltener.
B. Manualis Hb. {Hb. 1 95 - 1 97) .
Walliser und Berner Alpen {Anderegg, Oft). Ich traf diese Art niemals.
Frey, Lepidopteien. \']
258 VI. Pyralo-Crambiden.
B. Aerealis Hb. {[^]Hh. 41) und Var. Opaealis Hb. [H.-S. 137—139.
Hb. 169. 170).
R. sicher polyplujg, an niedeien Pflanzen, wie z. B. Gnaphallum.
Die Stammform scfieint uns zu fehlen. Var. Opaealis (grösser, dunkler]
findet sich von Ende Juni bis in den August durch das Alpengebiet weit ver-
breitet , vom Monte Rosa bis nach Graubünden. Stellenweise ist diese Art
sehr häufig; im Tieflande wohl fehlend.
Elevation über 7000'.
B. Alpinalis S. V. (///;. 63. 175. 176).
R. an Senecio ovatus u. s. w.
F. im Juli und August auf den Alpen, doch auffallend selten. Die Alpen
um die Furka (La/r); Berge des Unterwallis [Derselbe); Gurnigel und Engst-
len-Alp {Be7it.)[ im Engadin (sehr selten nach eigenen Beobachtungen), so
am Fusse des Beruina [Rthb.); von dem Maloja und auch noch von Tarasp
(Kill.). Nach Coul. soll er auch auf dem Chasseral vorkommen.
Elevation gegen 6000',
B. Montieolalis Lah. (üliginosalis Steph., Alpinalis H.-S.)(//.-S. 7 — 10) .
Ich zweifle an den Artrechten des im Hochsommer auf unseren Alpen
häutigen, mitunter gemeinen Thieres nicht. Vom Wallis bis zum Stelvio und
hier noch über 8000' [Frey] . Flugzeit der Juli und August.
Ein intermediäres Exemplar zwischen dieser und der vorhergehenden
Art traf ich wenigstens niemals.
Die Tiefengrenze (wie so oft) noch unerforscht.
B. Muriualis F. R. [F. R. 92. 3).
Die Nahrungspllanzen unbekannt. R. und Puppe unter Steinen.
F. im Juli und August, hochalpin, 8000' (Stelvio) überschreitend [Frey).
Walliser [Amknegg) und Berner Hochalpen [Coul., Beut.); vom Graubündner
Weissenstein unter Steinen häutiger [Zell.-Dold.].
Tiefengrenze vieilciciü schon l)ei 6000'.
B. Austriacalis H.-S. (Donzelalis Gn.) [11. -S. 142).
Z. traf diese alj)ine Form 7\nfang August selten bei Bergün (Chiaclavuot).
Slgr. und Freij begegneten ihr am Stelvio oberhall) Trafoi.
B. Rhododendralis Dup. [U.S. 112. 113).
F. in niederen Alpen schon Fndc .luui tliegend . höher im Juli und
August, mitunter häutig. Vom Wallis bis zur (Jraubündner Grenze. Auf
den benachbarten Bei'gen bei (^hur traf ihn Cajl. Mit dei- Al|)enrose hat er
keinem Gemeinschaft.
Höhengi-enze über 7000' Albid.iK doch da seltenei- [Frey).
VI. Pyralo-Crambiden. 259
B. Paseualis Z. (Lutealis Hb.) {Hb. i45. H.-S. 64—66).
F. im Juli und vVugust, durch das Alpengebiet sehr weit verbreitet.
WaadtUlnder Berge [Lali.); von Evolena {R.-S.); von Zermatt [Frey]; vom
Seealpthal [P.-I.]: von Bergiin und dessen Umgebungen an trocknen Hal-
den (Z.).
Elevation etwa 5000'.
B. Nebulalis Hb. (Pratalis Z.) [H.-S. 11. 12).
F. nach Lah. im Juli und August, in den südwestlichen Alpen sehr ver-
breitet (•?). Simplen, Gurnigel , Scheidegg und Urweid [Bent.){'f); auch vom
Jura {Lah. und Bent.)[^). Mit Sicherheit in dem östlichen Alpengebiete vom
Seealpthal [P.-I-] und aus den Umgebungen Bergüns [Z.].
Höhengrenze 5000'.
B. Sororialis v. Heyd.
Durch den Glanz der Vorderflügel gerade nicht schwer aus der guten
Beschreibung meines verstorbenen Freundes zu erkennen. Heijd. betont
mit Recht eine flüchtige Aehnlichkeit mit B. Rhododendralis. Der Entdecker
traf unsere Spezies im Juli in mehreren Exemplaren oberhalb Pontresina am
Bernina , sowie auf der Alp Laret bei St. Moritz. Ich erbeutete sie bei
Sils-Maria.
Elevation wohl gegen 7000'.
B. (?)Nitidalis v. Hein.
Ob hier wirklich eine Art vorliegt, weiss ich ebenso wenig als v. Hein.
selbst. Ich ting das Thier während des Juli in den sechziger Jahren mehr-
fach im oberen Engadin bei Sils-Maria. Leider schenkte ich iiiin damals zu
wenig Aufmerksamkeit.
B. Decrepitalis H.-S. [H.-S. 67. 68).
Soll bei Meiringen fliegen [Lah.). Mit Sicherheit als selteneres Vor-
kommniss im Juni und Juli bei Bergün [Z.]. Mir kam sie niemals vor; ich
besitze nur nordische Exemplare.
B. Polygonalis Hb. (Limbalis S. V., Rustiealis Hb.) [Hb. 121) und Var.
Meridionalis Wo. [Hb. 67. 204. 205).
R. an Spartium, Cytisus und (?) Polygonum.
F. soll im Wallis getrofl'en sein [Lah.). Von St. Blaise-Neuveville,
selten (Com/.); im Tessin [C. Zeller). Das Vorkommen in unserem Faunen-
gebiete also vielleicht nicht ganz sicher.
B. Flavalis S. V. [Hb. 69) und Var. Lutealis Dup. (Citralis H.-S.).
Die Stammart so 1 1 bei Meiringen [Lah.] und «am Fusse des Gotthard«
[Bremi) vorgekommen sein. Sicher ist sie im Sommer (Juni und Juli) am
17*
260 VI. Pyralo-Crambiden.
Lägernberg hei Baden, nicht gerade seilen [Frey]] ebenso bei St. Blaise-
Neuveville [CouL); aus den Umgebungen St. Gallens (Tä.); Gliur [CafL);
dann von Bergün (Z.); von Tarasp [Kill.]. Auch Viege , der Simplon , die
Urweid und der Sololhurner Weissenstein sind noch erwähnt von Beut.
Var. Lutealis im Wallis und gewiss sehr verbreitet (Umgebungen Gam-
sens [Anderegg]., von Aigle [Loh.]):, dann vom Jura [Rthb., CouL).
Was Stammform und Varietät, ist nicht zu entwirren.
B. (?)Asinalis Hb. [Hb. 185).
Das schweizersche Bürgerrecht erscheint nicht völlig gesichert. Es
erwähnt Beut, ein Vorkonunen im Wallis bei Sierre, Sion, Leuk und Viege.
B. Hyalinalis Hb. [Hb. 74).
R. an Verbascum thapsus(?).
F. im Juni und Juli. Mit Sicherheit von Zürich [Frey]; von Lausanne,
häufiger [Lah.], ebenso von St. Blaise-Neuveville [Coul.]\ Gurnigel [Bent.];
nicht gerade selten von St. Gallen und Degersheim , sowie von Gais und
Weissbad [Tä., P.-I.]; Chur [Caß.].
B. Repandalis S. V. (Pallidalis Tr.) [Hb. 115).
R. an Verbascum-Arten.
F. im Juni und Juli bei Lausanne, nicht selten [Lah.]; von St. Blaise-
Neuveville [CouL]. Alle weiteren Angaben fehlen.
B. Silacealis Hb. (Nubilalis Hb., Luptüinalis Gn.) [Hb. 94. 116).
R. in den Stengeln von Cannabis und Humulus.
F. im Juni bei Paudex [Lah.]. Sonst nirgends getroffen. Bei Zürich
sicher fehlend.
B. Cilialis Hb. (Venosalis Lienig., Virgata Reutti) [Hb. 119).
Bisher nur im Juni und Juli aus den Sümpfen von Aigle durch Lah. ge-
trofTen i) .
B. Pusealis S. V. (Cineralis Hb., Deceptalis Lah.) [Hb. [?] 66).
R. in den Blüthen und Hülsen von Lathyrus pratensis und (?) Solidago
virgaurea.
F. vom Mai an in den Sonnner sehr verbreitet auf Waldwiesen, mit-
unlei' gemein.
Er erreicht Lenk [BenL] und Bergün (/.).
Elevation über 4000'. Dem Hochgebirge sicher fehlend.
B. TerrealisTr. [F.-H. 75, 4).
R. in den Blüthen von Aster amellus und Solidago virgaurea.
1) Lah. erwähnt liier kriliklos B. N u nie rii 1 i s H b., welche C. Z<»//er aus Italien init-
gt'braciil lialte, als bei Zürich vorkoinnieiKi auf lireini's Angabe!
VI. Pyralo-Crambiden. 261
F. im Juni und Juli. Lausanne und Villoneuve [La/i.); von Zerniall im
Thale [Frey); vom Simplon und Yiöge [Beut.]] dann aus Grauhünden, so von
Bergün {Z.) und Tarasp [Kill.].
Höhengrenze ungefähr 5000'.
B. Crocealis Hb. (Ochrealis Hb.) [Hb. 71. 146. F.-R. 75. 2).
R. an Inula-Arten, wie dysenterica und squarrosa.
F. im Juni und Juli und, wie es scheinl, weil verhreilet. Umgebungen
Lausannes (Za/;.), Schüpfens [Rthb.), Zürichs [Frey] und Churs (Caß.). An
letzterem Orte nicht gerade selten. Er erreicht noch Bergün (Z.) .
Elevation über 4000'.
B. Stachydalis Zk. [H.-S. 114).
R. an Stachys sylvatica.
F. im Juni und Juli. Umgebungen Zürichs {Frey), St. Gallens [Tä.],
Degersheims {Müller), Lausannes {Lah.) und Burgdorfs {M.-D.)\ auch aus dem
Tessin C. Zeller).
Scheint bis 4000' aufzusteigen, wie ihn denn noch am Gabris in Appen-
zell (3856') Müller fing.
B. Sambucalis S. V. {Hb. 81).
R. polyphag, an Sambucus, Convoivulus, Syringa u. s. w.
F. im Juni und Juli an nassen Waldstellen verbreitet. Aus den Can-
tonen Waadt {Lah.), Bern {BenL), Zürich {Bremi, Zell.-Dold., Frey) und
Graubünden, so bei Chur [Call.). Hier überschreitet er bei Bergün [Z.) eine
Höhengrenze von 4000'.
B. Verbascalis S. V. (Arcualis Hb.) {Hb. 80).
R. angeblich an Verbascum und Scrophularia und vielleicht an Teucrium
scorodonia.
F. wohl in doppelter Generation (Mai bis August) im Tieflande der West-
schweiz, mitunter selten. Lausanne (Sauvabelin), Villencuve, Aigle {Lah.);
St. Blaise-Neuveville {CouL); Aarberg {Rthb.); Solothurner Weissenstein und
Twann [Bent.) ; Lax und Viege [Derselbe) . Kaum von Zürich {Frey) .
Die Elevation wohl nur eine massige.
B. Rubiginalis Hb. {Hb. 79).
R. an Betonica officinalis.
F. im Früh- und Hochsommer (also in doppeller Generation). Nach bis-
herigen Erfahrungen nur lokal.
Von Sl. Blaise-Neuveville (Com/.); aus dem Tessin, so zwischen Faido und
Giornico [Rthb.) und von Muzzano {Bent.); von Chur [Cafl.)^).
\] B. Ful val i s H b. soll bei Bern gelangen worden sein [Bent.].
262 VI. Pyralo-Crambiden.
B. Ferrugalis Hb. [Hb. 54. 150).
R. au Aster amellus.
F. im Hoch- und Spätsommer an trocknen Stellen. Lausanne (Lali.);
oberhalb Neuveville [Coul.) : Schupfen [Rt/ih.]; Zürich, bei Balgrist [ZelL-
Dold.]\ Bergün (Z. und Frey).
Elevation über 4000'.
B. Prunalis S. V. (Leucophaealis Hb.) [Hb. 77).
R. polyphag, sowohl an Slräuchern, wie an niederen Pflanzen. Ich traf
sie bei Zürich häufig an Aquilegia vulgaris.
F. im .Juni und Juli. Im tieferen Theile des Faunengebietes sicher weil
verbreitet; so von Lausanne (La/?.) bis Zürich [Frey] und Chur [Cafl.]. Den
Alpen scheint unsere Art zu fehlen.
B. Cyanalis Lah.
Luh. fand diese Art nicht selten in den Umgebungen Lausannes vom
Ende Mai bis in den Anfang des Juli und erwähnt noch Schupfen [Rthb.) und
Burgdorf [Heuser). Ich habe zwei wohl erhaltene Originalexemplare zur
genauen Vergleichung in Zürich gehabt. Sie ist sicher eigene, von Lah. gut
beschriebene Art und steht in der Mitte zwischen der vorhergehenden und
nachfolgenden Spezies.
B. Inquinatalis Z. [H.-S. 80).
Diese nordische Art kam bisher nur in den Alpen GraubUndens vor, vom
Juni bis August. So zwischen Palpuogna und dem Weissenstein [Z.) und
auf den Alpen über Sils-Maria [Frey). Das seltene Thier ist hochnordischen
Exemplaren meiner Sammlung gleich. Vielleicht ist es nur Gebirgsform
von B. Prunalis.
Elevation wohl gegen 7000'.
B. Olivalis S. V. (Umbralis Hb.) [Hb. 52).
R. meistens an niederen Pflanzen, Lonicera , Veronica , Lychnis, Urtica
u. s. w.
F. im Juli lokal und selten. Am Jorat bei Lausanne [Lah.]; Lenk und
Lauenen [Be/nt.); Winterthur [Frey); Weissbad [P.-L).
Erreicht eine Höhe von 2500'.
B. Elutalis S. V. (Albidalis Hb.) [Hb. 118. F.-H. 92. 1).
M.-D. traf diese Spezies ziemlich häufig in den Umgebungen von Viege
Ende Mai und Anfang Juni. Bei einer bedeutenden geographischen Ver-
breitung ist dieses beschränkte Vorkommen im Wallis auffallend.
B. Pandalis Hb. (Verbascalis Hb.) [Hb. 59. H.-S. 88) und Var. Ber-
gunensis Z.
Sehr gemein durch die schweizersche Ebene, mit zwei Generationen im
VI. Pyraio-CraiDbiden. 263
Mai und .kini und dann nochmals von Ende Juli an. Audi vom Gurnigel und
Simplon {Beut.).
Var. Bergunensis (mit deutlicheren und breileren Streifen ; die Vorder-
flügel des (^f an» Costalrande stets grau überflogen) traf Z. im Juni auf Wie-
sen um Bergün nicht selten. Ich fing ein derartiges Stück auch bei Zürich.
B. Ruralis Scop. (Vertiealis S. V.) [Hb. 57).
R. an Brennesseln.
Wohl in dem ganzen lieferen Theile des Faunengebietes. Den Alpen
fehlend.
Eurycreon Led.
E. Sticticalis L. (Fuscalis Hb.) [Hb. 45).
R. an Artemisia campestris und vulgaris.
F. im Juli und August, bei uns eine Seltenheit.
Von Neuveville {CouL); (?) von Zürich (C. Zeller].
E. Virescalis Gn. (Clathralis Dup. H.-S.) [H.-S. 47. 48).
F. Ende Juni und im Juli, aus dem Wallis und dort nicht selten, wie es
den Anschein hat. Umgebungen von Gamsen {Anderegg); Viege {M.-D.);
Sion [Bent.].
E. Turbidalis Tr. (Güvalis Hb.) [Hb. 154. H.-S. 73— 76j.
R. an Artemisia campestris.
F. im Juli. Bisher nur von St. Gallen [Tä.) .
E. Palealis S. V. [Hb. 70).
R. in den Dolden von Daucus carota, auch von Feucedanum oreoselinum.
F. im Juni und Juli, lokal. Von Aarburg und Vevey [Rtlib.]; Landeron
{Coul.); aus der Sumpfebene zwischen Sins und dem Neuenburger See [Snell) .
E. Vertiealis L. (Cinctalis Tr., Limbalis Hb.) {Hb. 72. 73).
R. an niederen Pflanzen, Alriplex u. s. w.
F. im Juni und Juli, ziemlich häufig am Fusse der westlichen Alpen und
des Jura auf trocknen sonnigen Wiesen {Lah.. Coul., Rthb.); gemein im
Wallis, so z. B. von Sierre {M. Paul) und Viege {Beut.). Von Bergün, nicht
oft (Z.).
Nomophila Hb.
N. NoctueUa S. V. (Hybridalis Hb.) {Hb. 114. 184).
R. unbekannt.
F. gemein an trocknen warmen Stellen, mit wenigstens zwei Genera-
tionen im Tieflande , auch vom Jura und den Alpen, hier die Baumgrenze
überschreitend. 1879 im August massenhaft auf der Passhöhe des Albula.
264 ^'- Pyralo-Cianibiden.
Psamotis Hb.
P. Pulveralis Hb. [Hb. 109. H.-S. 17. 18).
R. an Mentha aquatica.
F. itn Juli, lokal. Aarberg [Rthh.); Neuveville [CouL); Paudex bei Lau-
sanne, seltener [Lah.]; hiiufig in Sümpfen bei Aigle [Derselbe).
Pionea Gu.
P. Porficalis L. [Hb. 58).
R. an Rohlarten und Diplotaxis.
F. im Mai und im Hochsommer, namentlich in Gemüsegärten, durch das
ganze ebene und niedere Gebirgsland verbreitet, mitunter häufig. Noch bei
Bergün im Juli,, aber seltener [Z., Frey).
Elevation über 4000'.
Orobena Gn.
O. Aenealis S. V. [Hb. 46).
F. den» Westen und Südwesten angehörig. Von St. Blaise-Neuveville,
selten [CouL); Chasseron (4959') [Rthb.). Aus den Umgebungen von Viege
[M.-D.) . Andere Angaben unsicher.
O. Margaritalis S. V. (Extimalis Scop., Erucalis Hb.) [Hb. 55).
R. an Kohlarten, Diplotaxis, Iberis, Thlaspi, Sisymbrium.
F. F^ntle Juni und im Juli. Frauenfeld [Lah.); Zürich [C. Zeller, Frey),
aber seilen; selten bei St. Gallen [Ttt.); von Chur [Cafl.). Verbreiteter im
Wallis [Lah.).
O. Stramentalis Hb. (Elutalis Hb.) [Hb. 62).
R. in den Halmen der Sumpfgräser (?) .
F. im Juli, lokal und selten. Aus dem Canton Zürich, vom Katzensee
und von Thalwyl, an beiden Orten häufiger [Hug.); Schupfen [Rthb.); Neuve-
ville [Colli.); Lausanne [Leresche] und vom Comer-See [C. Zeller).
O. Limbata L. (Praetextalis Hb., Politalis Hb.) [Hb. 61).
R. an Isatis tinctoria.
Ein Exemplar von Lausanne [Leresche); dann aus dem Aargau, wohl aus
den Umgebungen Bren)gartens [Boll).
O. (?) Politalis Hb. [Hb. 183).
Soll nach Cotil. bei Souaillon und Neuveville gefangen sein.
O. Sophialis Fab. (//6. 50).
R. an niederen Pflanzen, im Tieflande an iSisymbrium und Rubia. Die
Nahrungspflanzen höher unbekannt.
F. im Juni und Juli, im Alpenlande sehr weit verbreitet und mitunter
VI. Pyialo-Ciambiden. 265
haiitiy. Von Zeriiuitl und dem Wallis, von den Waadtländer zu den Appen-
zeller und Graul)iindner Bergen, und hier von Chur und Flims {Caß.) bis
Tarasp [Kill.) und dem Stelvio {Frey). Er fliegt schon in sehr geringer Höhe
häufiger und steigt (allerdings sehr vereiuzell) bis 6000' auf.
Perinephele Hb.
P. Lancealis S. V. (Glabralis Hb.) {Hb. 65. 117).
R. an Eupalorium cannabinum (auch an Senecio sarracenica und Sium
latifolium).
F. von Ende Mai bis im Juni auf lichten Waldstellen. Zürich {Bremi,
Frey); Brenigarten {ßoll); Schlipfen {Rthb.); Lüterswyl {Beut.); St. Blaise-
Neuveville [CouL); Paudex {Lah.); östlich bis Chur {Caß.).
Diasemia (jn.
D. Litteralis S. V. (Litterata Scop.) {Hb. 86).
F. in tlcr Ebene zweimal iin.lahi'o. im Mai und dann wieder im Juli,
sowohl auf trocknen wie nassen Waldwiesen. Gemein im Tieflande und
auch am Jura vorkommend {CouL), nimmt er im niederen Alpengebiele an
Individuenzahl kaum ab. In höherem Terrain wird er seltener; doch traf
ich ihn in gewisser Anzahl noch im oberen Engadin von Samaden bis Sils-
Maria und Caß. am Gürgaletsch bei Parpan. 6000' dürfte er wohl nicht
überschreiten. Alpine Exemplare sind denjenigen des Tieflandes vollkom-
men gleich.
Steuia Gn.
S. Punctalis S. V, (Aetnaealis Dup.) ^//.-.S. 24) .
Diese Art erreicht eben noch unser südliches und westliches Faunen-
gebiet.
Vom Lago Maggiore Ende Juli und in einem Exemplare von Lausanne
[Lah.]; vom Mont Suchet am Jura (4912') Bruand).
Agrotera Sehr.
A. Nemoralis Scop. [Hb. 100. 206).
R. noch immer unbekannt.
F. im Juni und Juli im Buchenwalde. Zürich (und zwar an beiden See-
ufern, am Ulli- und Zürichberg) gewöhnlich selten, in einzelnen Jahren
einmal häufiger [Bremi, Frey); Schupfen [Rthb.); Lausanne {Lah.); von Chur
{Caß.): aus dem Tessin (C. Zeller). An letzteren Orten selten.
Elevation wohl sehr gering.
Hydrocampa Gu.
H. Stagnata Donov. (Nymphaealis Tr,, Potamogalis Hb.) [Hb. 82).
R. an Lemna.
266 VI. IHralo-Crambiden.
F. wohl zweimal, im i\lai und Juli, bisher nur vereinzelt im Faunen-
gebiet getroffen. Im Canlon Zürich an den Ufbrn der Glatt [Bremi)[f]\
Miinchenbuchsee (i616'), ziemlich selten [Rthb.]] am Bieler und Neuchäteler
See {Coul.) .
H, Nymphaeata L. (Potamogata L., Potamogalis Tr.) [Hb. 85).
R. an Nymphaea und Potamogeton.
F. im August, wohl bisher wenig beachtet. Zürich (früher häufiger,
jetzt durch die Uferbauten wohl vernichtet) [Bremi , Frey); Bern {Beut.);
Münchenbuchsee (Rthh.) ; St. Blaise-Neuveville , häufig [Coul.); Lausanne
[Lah.]; St. Gallen {Tä.).
Paraponyx Hb.
P. Stratiotalis S. V. (Stratiota L., Paludata Fab.) [Hb. 87).
R. an Stratiotes aloides und anderen Wasserpflanzen.
F. im Juli und August, bisher nur sehr lokal getroff'en. Münchenbuch-
see {Rthb.): Bern (Bent.); St. Blaise-Neuveville (von Chules) [Coul.]. Nach
Bremi sollte die Art auch am Katzensee bei Zürich vorkommen, wo ich ihr
niemals begegnet bin; bei St. Gallen nicht selten [Tä.].
Cataclysta Hb.
C. Lemnata L. (Lemnalis S. V.) [Hb. 83. 84).
R. an Lemna.
F. wohl in doppelter Generation, Mai und Juni , dann Juli und August.
Am unleren Züricher See durch die Uferbauten dem Untergange verfallen ;
am benachbarten Greifen- und Katzensee, aber auch spärlicher werdend; im
Torfmoor bei Bünzen im Aargau [Frey]] in den Sümpfen der Emme unterhalb
Burgdorf [M.-D.); Bern [Benl.]; bei Nidau (1416') und Walperswyl (1371')
[lUhb.]; bei Landeron [Coul.).
Gleich allen vorigen Sumpfpyraliden nur in sehr geringer Elevation.
Niemals traf ich an einem Alpensee ein Geschöpf jener palustrcn Gruppe *] .
Schoenobius Dup.
S. Forücellus Thunb. (Lanceolella Hb.) [Hb. 220. 296. F.-R. 17, 1).
R. in den Stengeln von Poa aquatica und Carex.
Von nassen Wiesen und Sümpfen bei Aarberg und Münchenbuchsee
[Rthb.):, aus den Umgebungen von Neuveville [Coul.).
1) Das wunderbare Genus Accntropus Gurt, mit seiner Spezies A. Niveus r.
Hein. (Badensis von Nolcken) ist an den nördiiciicn Ufern des Bodensees durch
Reutti beobachtet worden. Es fehlt siclier dem schweizerschen Faunengebiete nicht.
Allein wer bekümmert sich dort um ein so kleines weisses Ding!
VI. Pyralo-Craiiihiden. 267
S. Mucronellus S. V. (Straminella Hb.) [Hb. 284. F.-H. 17, 2).
Vom Torfmoor bei Biinzen duivh BoU. Die Exemplare sah ich *).
Crambus Fab.
C. Alpinellus Hb. [Hb. 338)2).
F. im Sommer, Juli, lokal. Umgebungen von Lausanne an wai-men
trocknen Stellen, ebenso am Fusse des Jura, am Genfer See und im unleren
Wallis, so bei Martigny [Lah.]; Neuveville [Coul.)] Boenlgen [Beut.). Von
Wesen am Auslluss des Linthkanales (1310') [Boll],
Höhengrenze wohl sehr niedrig.
C. Cerusellus S. V. (Auriferella Hb., Barbella Hb.) [Hb. 61 . 62).
An der Ausmündung des Flon bei Lausanne auf sandiger, Irockner An-
höhe [Lah.]; von Zermatt, Ende Juli [Frey).
Elevation gegen 5000'.
C. Uliginosellus Z.
Eine durch die weissen Hinterflugel von dem nachfolgenden C. Pascuellus
sehr leicht zu unterscheidende Art.
Flugzeit im Juni und Juli, auf nassen, versumpften Wiesen. Auf einem
Sumpfplateau (Mosses) bei Aigle [Lah.]; vom Solotliurner Weissenstein , von
Leuk und Viege [Bent.)\ am Katzensee bei Zürich häufiger, ganz überein-
stimmend mit Preussischen Exemplaren von Z. [F)-ey); Gais und Weissbad,
gemein (P.-/.); unterhalb BergUn (Z.).
Ilöhengrenze 4000'.
C. Pascuellus L. [Hb. 131) und Var. Scirpellus Lah.
F. gemein im Juni und Juli. Wie es scheint, in grösster Verbreitung.
Aus den Cantonen Sololhurn (Weissenstein), Bern, Waadt, Wallis, Zürich,
St. (iailen. Appenzell und Gi-aubünden.
Im niederen Alpcngebiete verbreitet, so z. B. bei Bergün (Z.); im oberen
Engadin [Frey); auch von Zeinnatt [Derselbe].
Alpine Stücke haben vielfach die weisse Längsbinde weniger glänzend
und gleich den llinlertlügeln etwas verdunkelt. Auch die Franzen letzterer
verdüstern sich etwas.
La/(.'.S' Var. Scirpellus, in drei Excmplai'cn aus den Sümpfen von Aigle
im Juni und Juli gefangen, bin ich mit Wo. geneigt hierher zu stellen. Ohne
Auto[)sie ist aus seiner langen Beschreibung nicht viel zu entnehmen.
Höhengrenze über 5500'.
C. Sylvellus Hb. (Adipellus Tr.) [Hb. 369. 370).
F. auf nassen Wiesen im Juni und Juli. Von Hofwyl und Münchenbuch-
1) Chilo Pliragmi tellus Tr. soll nach Coul. bei St. ßlaise-Neuveville vorgekom-
men sein. Sictier falsche Angabe.
2) Die Raupen des Genus Crambus an Moos und den Stämmen der Gräser,
268 ^''- Pyralo-Crambidcn.
See, öfter [Rtlib.]; auf dem Joral, seltener [Lah.]; bei Zürich, z. B. am Ütliberg,
nicht oft [Bremi, Frey); Gais, nicht häufig [P.-I.)\ Chur [Kriechbaumer] .
C. Alienellus Zk, (Zinckenellus Tr.) [H.-S. 3).
F. im Mai auf nassen torfigen Wiesen. Verbreitet, wenn auch nicht
häutig, auf den Torfmooren Bremgartens [Boll, Frey). Im .luli aus dem
oberen Engadin von der versumpften Umgelnmg des Statzer Sees [Frey].
Diese letzteren Exemplare sind kleiner und besitzen mehr Weiss auf den
VorderflUgeln als Pommersche Stücke von Stettin. Auch meine Bremgartner
Alienellus, wenn gleich im typischen Ausmaasse, zeigen diesen aufgehellten
Character des vorderen Flügelpaares.
Elevation über 5500'.
C. Pratellus L. (Pratorum Fab.) [Hb. 401).
Der gemeinste aller Crambiden. Ueberall in der Ebene und den Vor-
bergen. Auch die Alpenwiesen wimmeln manchmal von ihm. Von Ende
Mai an l)is Ende Juli. Ich traf ihn von Zermatt bis zum Albula, also hier
über 7000', doch seltener geworden. Alpine Stücke scheinen mir etwas
dunkler zu sein als diejenigen des Tieflandes, was auch Z. bei seinen Ber-
günern fand.
C. Lucellus Hb. [H.-S. 135).
Diese Spezies berührt den Süden unseres Faunengebietes.
Ziemlich häufig an warmen Stellen des Genfer Sees und auch bei Aigle
[Lah.); Simplen und (?) Bern {Beut.); von Chur, häufiger [Z., Cafl.). Flug-
zeit von Ende Juni in den Juli.
Die Höhengrenze wohl unbedeutend.
C. Dumetellus Hb. (PrateUa Hb.) [Hb. 29. 389. 390).
Eine weit verbreitete, von Ende Mai bis tief in den Sommer hinein vor-
kommende Art. Wohl in der ganzen Ebene und auf den niederen Bergen,
namentlich an trocknen Stellen häufiger. Auch in den Alpen (Gais-Weiss-
bad [P.-I.], bei Chur [Cafl.], Bergün [Z.], oberes Engadin [Frey], von Trafoi
[Wo.]).
Elevation etwa 5500'.
C. Hortuellus Hb. [Hb. 46) und Var. CespiteUus Hb. {IIb. 45).
Weit verbreitet im tieferen Terrain von Anfang Juni an und auch in das
Gebirge aufsteigend; so am Gurnigel [Bent.); bei Bergün [Z.]; von Tral'oi
[Frey) .
Var. CespiteUus (heller, kleiner) untermischt mit der Stammform. ')
1) C. RorellusL. (Cralerellus Scop.). Diese Craiiil)idc lelill siclu-i' unsLTcm Faunen-
gebiete nicht. Allein ich kenne keine Fundstelle mit Sicherheit. Nur Cotd. erwähnt ihrer
von St. Blaise -Neuveville (?).
VI. Pyralo-Cianibiden. 269
C, Chrysonuchellus Seop. (Campella Hb.) [Hb. 44).
F. sehr gemein, naiiientlich auf nassen, sumpfigen Gi'asflaclien von Ende
Juni an in den Juli hinein. Zürich [Frey); Bremgarten {BoIIj: Bieler Insel,
Jolimonl und Monte Salvadore [Bent.); St. Blaise-Neuveville Co///.); (?) En-
gadin [Bent.].
Die Erhebung wohl nur gering.
C. Zermattensis Frey.
Das prächtige Thier entdeckte ich 1869 in der zweiten Julihälfte über
Zermatt am schwarzen See hoch über Zermalt. Anderegg (welchen ich auf
den Fund aufmerksam gemacht) hat es dann vielfach erbeutet (wohl aus den
Umgebungen des Simplen). Eine hochalpine Art, wohl dem Osten fehlend.
C. Maculalis Zetterstedt (Cacuminalis Z.).
Ich begegnete dieser interessanten nordischen Art nur einmal in den
sechsziger Jahren im oberen Engadin, etwa 1000' über Sils-Maria, Ende Juli
in zwei schönen Stücken noch innerhalb der letzten Lärchen.
C. Falsellus S. V. ißh. 30).
F. an trocknen heissen Stellen, im Juli und August, mitunter häufiger.
Er scheint in dem tieferen Theile des Faunengebietes, namentlich dem süd-
westlicheren, weit verbreitet.
Bisher getroffen bei (?) Zürich [C. Zeller); an der alten Stadtmauer von
Bremgarten [Boll , Frey); Solothurn [Rthb.]: Bieler Insel {Bent.); Neuveville
[Cotil.); Umgebungen von Lausanne und am Genfer See [Lah.); Simplon und
Viege [Bent.); Zermatt [Frey]. In der östlichen Schweiz fanden unsere Art
P.-I. bei Gais, Amstein in Graubünden , Cafl. im Bergell, Z. bei Bergün und
Kill, bei Tarasp.
Die Ilöhengrenze liegt also über 4000'.
C. Verellus Zinoken [H.-S. 137).
Bisher nur in zwei Exemplaren von Paudex bei Lausanne durch Lah.
getroffen.
C. Conchellus S. V. (Stenziellus Tr.) (//,-.S. 1) und Var. Rhombella Z.
Diese hübsche Art ist, soweit meine F^rfahrungen reichen , im Juni und
Juli fliegend, eine häufige Bewohnerin des Alpenländes und zwar in grösster
Ausdehnung, vom Westen bis zur Graubündner Grenze. Im Flachlande be-
gegnete ich ihr niemals.
Walliser, Berner, Appenzeller und Graubündner Alpen. Im Ober-
Engadin bei Samaden und Sils-Maria, nicht selten [Frey). Auch noch von
Trafoi bis zur Franzenshohe (IFo,, Frey).
Die Höhengrenze weit über 6000'.
Ueber Var. Rhombella bemerkt Z. : »Die Flügel kürzer, der Spitzentheil
270 ^l- Pyialo-Crambiden.
der Liingsbinde der VorderflUgel mit kürzerem rhombischen Fleck gerade
über den Mittelrand. Ich erhielt sie aus der Schweiz«.
C. Pinetellus L. (Pinellus L.) [Hb. 38. H.-S. 2).
Mit Sicherheit von Breragarten {Boll^ F^'ßy)- Zweifelhaft das Vorkommen
des mit voriger Art so nahe verwandten Crambus bei Burgdorf [Heuser) und
Engelberg (C Zeller] .
C. Mytilellus Hb. [Hb. 287).
Um Lausanne , ziemlich selten im Juni und dann nochmals im August
(Lah.): Biel [Rthb.)- Neuveville [Coul.) und Tarasp (Ä7//.). Letztere Exem-
plare sah ich.
C. MyeUus Hb. (Pinetella Seop.) [Hb. 37).
F. im Juni und Juli, wie es scheint, weit verbreitet, wenn alle Angaben
richtig sind. Zürich, Irchel , Rigi und Engelberg [C. Zeller, Brerni); Lenk
[Bent.]; Schupfen [Bthb.); von St. Gallen {Tä.); von Chur [Cafl.]; ein Exem-
plar von Bergün (Z.); von Tarasp (Kill.).
Fllevation etwas über 4000'.
C. Speculalis Hb. [H.-S. 87).
Von Ende Mai bis in den August, fast nur aus den Alpen, auf Wiesen
und an Sträuchern, aber seltener. In Grösse wechselnd.
Zermatt [Frey); Lenk [Bent.); Chur [Cajl.); Bergün und Weissenstein
[Z.); oberes Engadin und Trafoi [Frey); Tarasp [Kill.).
Höhengrenze 6000'.
C. Luctiferellus Hb. [Hb. 324) und Var. Luetuellus H.-S. [H.-S. 21).
F. im Juli und August, in den Hoclialpen an trocknen steinigen Stellen,
namentlich Schutthalden. Ich traf ihn nirgends häufig. Er variirt in der
Ausdehnung der weissen Zeichnungen sehr beträchtlich.
Von Zermatt zwischen Riffelhorn und Gorner Grat [Frey); vom Simplon
[Bent. u. A.); Gotthard [Frey); Höhe des Gürgaletsch [Cajl.); Weissenstein [Z.);
Hochalpen bei Sils-Maria, Passhöhe des Bernina [Frey); Stelvio [Wo., Frey).
Man kann ihm noch über 8000' begegnen (Gorner Grat und Passhöhe
des Stelvio).
C. Margaritellus Hb. [Hb. 39).
F. häufig auf nassen Grasplätzen im Juni und Juli, weniger jedoch im
Jura [Lah.) als in der Ebene und den Alpen.
Zürich [Frey]; Bremgarten [Roll); Aarau, Lenk und Gurnigel [Bent.];
Schupfen [Rthb.); St. Blaise-Neuveville [Coul.); am Jorat bei Lausanne [Lah.);
St. Gallen und Degersheim [Tä., Mülle)-): Gais und Weissbad [P.-L); Bergün
[Z.]; Samaden [Frey).
Elevation über 5000'.
VI. Pyralo-Crambiden. 271
C. Pyramidellus Tr, ( Margaritellus S, V. [H.-S. 5) .
F. im Juni und Juli, ziemlicii selten. Chasseral (CouL); niedere Alpen
bei Aigle und Val d'Illier (Lah.): Alpen von Zermatt (nach dem schwarzen
See) [Frey); Seealpthal {?■-!.); Graubünden [Kriechbemme}'), so bei Bergün
und W'eissenstein (Z.) und aus dem oberen Engadin [Boll] .
C. Pyramidellus ist durch die drei Längsstrichelchen der Franzen und
den weissen Faltenwiseh der Falte, welcher ebenfalls die Franzen durchsetzt,
leicht zu unterscheiden. Dr. Schleich fing am Weissenstein unsere Art ((J*)
in Begattung mit C. Speculalis (Q)!
C. Furcatellus Zetterst. (Radiellus Curt., Radiolellus H.-S., Lapponi-
cellus Dup.) [H.-S. 4) .
Eine hochalpine, nicht gerade häufige Art, Juli und August.
Zermatt (Gorner Grat) [Frey]; Passhöhe des Albula, sowie Engadiner
Alpen [Frey u. A.); Stelvio [Wo.).
Höhengrenze beträchtlich ül)er7000'.
C. Radiellus Hb. [Hb. 325).
F. nicht gerade selten im Alpenlande, im Juli und August. Simplen
[Beut.]; Zermatt, Gemmi und Gotthard [C. Zeller, Rthb., Lah., Frey); Glarner
Alpen [Frey]; Weissenstein und Albulapass (Z., Frey); sehr verbreitet im
oberen Engadin [Derselbe); vom Stelvio [Wo., Frey).
Höhengrenze bis 7500' (Stelvio) i).
C. Spuriellus Hb. (Pedriolellus Dup., Aridellus H.-S.) [Hb. 471.
H.-S. 17. 18).
F. im Juli in den Alpen, seltener. Vom Simplon [Joris und Anderegg);
Meiringen [Lah.). Ich traf ihn bei Trafoi einige hundert Fuss höher an der
Postsfrasse und Wo. noch höher von 6000 bis 7500"-).
C. Coulonellus Dup. (Taeniellus Z.) [H.-S. 6).
F. von Ende Juni an durch den Juli bis in den August, im Jura [Lah.)
und den Alpen, hier schon in den Thälern beginnend.
Niesen, Gurnigel und Leuk [Beut.]; St. ßlaise-Neuveville, am Chasseral (?)
[CouL); Alpen von Appenzell [Tu., Müller); Glarner Alpen, z. B. untere Sand-
alp häufiger [Frey); Bergeil, zwischen Coltura und Soglio [Cafl.]; Bergün, am
Cuolm da Latsch und W eissenstein [Z.]; Albula-Hospiz, mftunter zahlreicher
[Frey).
Elevation 6000'.
1) C. Fiilgi(iellus II l>. sdll nac'li Lah. von Beut, in t^inem Exemplar auf iltT Genimi
gefangen sein. Icti bezweitle tlieses selir.
"1] C. Co mb inell US S. V. (Pe t ri f icel I u s Hb., S i nipl o n ie I lu s Dup.) soll nach
P.-I. im Seealpthal sehr häufig sein. Ich \ei'muthe eine Veiwechslung mit der nachfolgen-
den selir verbreiteten Art.
272 VI. Pyralo-Crambiden.
C. Culmellus L. (Strigella Fab., Straminella Hb.) (Hb. 49) und Var.
Obscurellus v. Hein.
F. gemein von Ende Juni an auf Wiesen und wohl überall. Er erreicht
ohne Veränderung im Alpengebiele nicht unbedeutende Erhebungen , so
Bergün (Z.) und Zermatt (Frey).
Auf den Zermatter Alpen und im oberen Engadin begegnete ich aus-
schliesslich der kleineren und viel trüber bräunlich beschuppten Var. Ob-
scurellus. Sie mag bis 7000' sich erheben.
C. Aureliellus F.-R. [F.-R. 89. 'I).
Nur lokal und selten im .(uni und Juli in Sümpfen; so von Aigle [Lah.]
und den Umgebungen Luzerns [Paul].
C. Saxonellus Zk. (Chrysellus Tr.) [F.-R. 89. 2).
Im Juli selten in der westlichen Schweiz. Als Fundplätze der Weissen-
stein und der Simplen [BenL); Burgdorf [M.-D.) und Paudex bei Lausanne
[Lah.].
C. InquinateUus S. V. [Hb. 54).
F. im August und September auf warmen , trocknen Stellen. Um Lau-
sanne [Lah.]; Neuveville [Coiil.]; Bern [Bent.]] Schupfen [Rthb.]; um Zürich,
nicht häufig [Frey]; Malans [Amstein) .
C. Geniculeus Haw. (Angulatellus Dup., H.-S., Suspeetellus Z.) [H.-S.
8—40).
F. abermals spät fliegend, im August und September. Lausanne [Lah.];
Neuveville [Coul.]; Schupfen [Rthb.]; sehr selten bei Zürich [Frey].
C. (?)DeliellusHb. [Hb. 402. 403).
Diese Art will Lah. auf den trocknen und heissen Hügeln in den Um-
gebungen von Sion im September getroffen haben , ebenso Coul. bei St.
Blaise-Neuveville.
C. TristeUus S. V. (CulmeUus Hb., Aquilellus Tr., H.-S.) [Hb. 50. 404).
Die sehr variable Art ist häufig, mitunter gemein und sicher dem ganzen
tieferen Theile unseres Faunengebietes zukommend. Sie erhebt sidi in die
Alpen zu massiger Höhe; so bei Bei-gün [Z.], Ende Juli und im August, und
bei Zermatt [Frey).
Elevation gegen 5000'.
C. (?)Selasellu8 Hb. [Hb. 405. 406).
Lah. berichtet: »Pas tres rare ; un peui)artout, en aout« [Lah., Brcmi,
Rthb.]. Sie gehört wohl ohne Zweifel gleich (]. Deliellus zu Trislellus.
C. Luteellus S. V. (Exoletella und [?] Ochreella Hb.) (///;. 48. [?]55).
Lah. erwähnt Wallis und Tessin , z. B. (Bellinzona), l>is zum Gotthard,
den Fuss des Jura( ß//(6.) und Neuveville [Coul.].
VI. Pyralo-Crambiden. 273
C. Lithargyrellus Hb. [Hb. 227).
Bislier sicher nur von Tarasp, wo ihn Ä7//. erbeutele und Z. bestimmte.
Auch vom französischen .Iura (Bruatul) (wenn richti;^ delerminirt wurde).
Das Gleiche yilt von der Angabe Coul/s über ein Vorkommen bei St. Blaise-
Neuveville.
C. Perlellus Scop. [Hb. 40), Var. Warringtoniellus St. und Var. Eostel-
lus Lah. (Monochromellus H.-S.) [ll.-S. KU).
F. überall häufig aufwiesen im .luli und August, namentlich an trocknen
Stellen, hn Gebirge werden die Adern der Vorderfiügel grau überflogen,
was Var. Warringtoniellus ergibt (allerdings sah ich sie niemals vollkommen
ausgebildet in unseren Bergen, dagegen traf ein Stück bei St, Gallen Tä.)
Zuletzt, hoch auf den Alpen (so im Engadin , wo ich dieser Form bisweilen
begegnet bin) tritt uns ein kleineres, kurzflügligeres Geschöjif mit einfarbig
bleiglänzenden Flügeln entgegen, die Var. Rostellus von Lnh. Ev hatle sie
aus den Walliser und Berner Hochalpen vor Augen.
Auch Z. (fauu. berg.) stimmt meiner Ansicht bei.
Als Var. Rostellus bis 7000' aufsteigend (Engadinei- Alpen).
Dioryctia ZJ)
D. Abietella S. V. (Decuriella Hb., Sylvestrella Ratzeburg, Splendi-
della H.-S.) [flb. 74. If.-S. 43).
n. in den Zapfen von Pinus sylvestris und a!)ies; auch unter der Rinde?
F. im .Juli, spärlich und vereinzelt. Zürich [Bremi); Bremgarten [Boll,
Frey); Schupfen [Rthb.); Scheidegg [Beut.); von Neuveville [Coul.); am Jorat
[Lah.); Weissbad [P.-I.].
Slei"t in das Gebiri2:e, doch wohl nur unbedeutend.
s'-'j
Nephopteryx Z.
N. Roborella S. V. (Spissieella Fab., Legatoa Haw., Legatella Steph.)
[Hb. 75).
R. zwischen den Blättern der Fliehe in ovalem Gewebe.
F. im .Juni und .luli. Vom französischen .Iura [Briianiiy, im Faunen-
gebiele bei Neuveville [Coul.); Burgdoif (il/.-i>.j; Schupfen Jit/ib.); Bern und
Sion [Bent.); Lausanne [Lah.); Zürich, sehr selten, und ebenso von Brem-
garten [Frey,.
Nur dem Tieflande angehörig.
N. Rhenella Zk. (Palumbella Hb.) illb. 70. If.-S. [f\ 130).
R. an Pappeln und Weiden.
F. von Neuveville [Coul.) und Schupfen IRthb.).
1) Das scliöne Genus Eromonc Uli. sdicinl mil keiner seiner Allen die südliclM
Zone unseres Faunengebietes zu ei reiciHMi.
Frey, Lepidopteren. \$
274 ^I- Pyralo-Crambiden.
N. Janthinella Hb. [Hb. 374. 375. H.-S. 131).
F. im Juli, wie es scheint lokal. Von Dübendorf bei Zürich [Bremi),
jedenfalls unsicher; von Schupfen [Rihb.)- von Burgdorf [Lah.); von der Ur-
weid [Bent.) .
N. Argyrella S. V. [Hb. 64) .
F. Ende Juli und im August, lokal aus dem Westen und Süden. Burg-
dorf [M.-D.); Biel und Neuveviile [CotiL); Bellinzona {Lah.).
Etiella Z.
E. Zinckenella Tr. (Etiella Tr. F.-R. [F.-R. 29, 3).
Bisher nur aus dem Wallis von Viege im Juni [M.-D..^ Bent.).
Pempelia Hb.
P. Carnella L. (Semirubella Seop.) [Hb. 66) und Var. Sanguinella Hb,
[Hb. 65).
B. nicht sicher bekannt.
F. im Juli und August auf trocknen Wiesen und, wie es den Anschein
hat, im Westen häufiger als im Osten.
In der Waadt gemein, auch auf den Bergen [Lah.); Weissenstein (Jura)
und Thun [Bent.): Zürich, spärlich [Frei/); von Ghur [Caß.).
Var. Sanguinella (mit weissem Costalrande der Vorderflügel) von Lenk
und der Urweid.
Unsere Art scheint 4000' Meereshöhe nicht mehr zu erreichen.
P. Cingilella Z. [H.-S. Fig. 31).
B. in den Samen der Tamarix germanica.
F. von W ildeegauf den dortigen Aarinseln [Wa.).
P. Formosa Haw. (Perfluella Zk.) [H.-S. 49).
Mit Sicherheit nur von Schupfen, woher ich Stücke von Blhl). besitze.
P. Fusea Haw. (Carbonariella F.-R. [F.-H. 60. 1).
F. ziemlich häulig auf Torfmooren und dann auf den Alpen um Heide-
kraut; in warmen Gegenden, wie dem Tessin, schon von Mitte Mai an [Bent.).
in höheren im .kini und Juli. Scliweizersche Stücke viel weniger weiss be-
stiiubt als isländische. Von burgdoi-f [M.-D.); von Thun [Bthh.); .-lus den
Torfmooren von Bremgai't{>n [Hol/, Frey); vomJorat, dem Simplon nahe am
ll(»s|)iz [Lah.); Zermatt [Freij); aus dem obei'en Engadin [l)ei-se/l)e): von»
Weissenstein (/.).
Elevation etwas über (iOOO'. Auf der Passhöhe des All)ula begegnete
ich ihr indcsscMi iiiclil iiicjir.
VI. Pyralo-Craiiibiden. 275
P. Palumbella S. V. (Contubernella Hb.) [Hb. 72).
R. in einem rüliren form igen Schlauch unter Polygala chamaebuxus.
Mitunter selten, im Juni und .Juli. Umgebungen Berns {Rthb.); auf dem
Jura [Colli.)] Chur (Ca/7.). Verbreitet in den Alpen, doch auch hier vielfach
spärlich. Im oberen Engadin bis 7000' [Frey); gemein am Weissenstein auf
sonnigen blumenreichen Wiesen, dagegen sparsam bei Bergün (Z.); Gadmen-
Ihal (Frey); Alpen um Bex [Loh.) und am Gornergletscher bei Zermatt [Beut.).
P. Obductella P.-R. (Origanella Schläger) [F.-R. 85).
R. versponnen an Origanum vulgare , Mentha arvensis und Calamintha
acinos.
F. im Hochsommer. Lausanne [Lah.]; Neuveville (Co///.); Lägernberg
bei Baden, öfter [Frey].
P. Adornatella Tr. [tf.-S. 77. 78).
F. im Mai und Juni um Thymus. Lausanne [Lah.); Schupfen [Rthb.);
Burgdorf [M.-D.]; im Osten aus dem Seealpthal [P.-I.].
P. Subornatella Dup. (SerpyUetorum Z.) [H.-S. 62).
R. an Thynms und Globularia.
F. um Thynuis im Sommer. Im Berner Jura [Hlhb.]. Ich besitze ein
grosses schönes Exemplar, welches einstens Boll von einer Alpenreise mit-
brachte; von Tarasp [Kill.]. Jede weitere Notiz fehlt.
P. Ornatella S. V. (Criptella Hb.) [Hb. 77).
R. zweifelsohne an Thymus serpyllum.
F. um Thymus im Juni und Juli , wohl durcli die ganze schweizersche
Ebene und stellenweise häufiger; vom Jura [Rthb.] und aus den Voralpen;
Tarasp [R'ill.], sowie noch höher, z. B. Zermalt, Über-Engadin und Trafoi
[Frey): Jilso in weitester Verbreitung.
Elevation gegen 5600'.
Asarta Z.
A. AethiopellaDup. (Monspesulalis Dup., Helvetiealis Z.) [H.-S. 55 — 57)
und Var. Alpicolella Z. [H.-S. 50. 51).
F. im Juli und August auf trocknen sonnigen hochalpinen Grasflächen.
Rifielberg [Frey); Simplen [Bent.]; Passhöhe des Gotthard und Furka [Coul.];
Joch und Engstlenalp [Bent.] . Auf den Bergen bei Bergün, wie dem Latscher
Kulm, und von Chiaclavuot sowie dem Weissenstein, selten (Z.); Albula
[Frey] und Stelvio [Derselbe).
Die hellere Var. Alpicolella unterniisclit mit der Stammart.
Das Thier erreicht 8000' und ist siellenweise (Riflellterg) durchaus
nicht selten.
18*
276 ^I- Pyi'alo-Cranibiden.
Catastia Hb.
C. Marginea S. V. (Atrella Fab., Antiopella Zinoken) {Hb. 28) und Var.
Aurieiliella Hb. (Aurieella Zetterst.) [IIb. 340).
Von der Stammart sah Z. durch A7//. drei im oberen Engadin bei Silva-
plana (5587') gefangene Stücke.
Dagegen erscheint im Juli die Var. Aurieiliella (auch die Vorderflügel-
franzen goldgelb) in grösster Verbreitung durch das Alpenland, vom Wallis
bis zum Stelvio. Sie mag bei 5000' beginnen, ist aber bei 7000' selten ge-
worden. Höher traf ich sie niemals.
Hypochalcia Hb.
H. Melanella Tr. (Germarella Dup.) [fl.-S. 72. 73).
R. an den Wurzeln von bupleurum falcalum.
Soll nach Lah. durch lilhl). l)ci Thun gefangen worden sein.
H. Ahenella S. V. (Aeneella Hb.) [IIb. 11. 58).
R. in röhrenförmigen Gängen unler Helianthemum vulgare und Artemi-
sia campestris.
F. im Juni und Juli, verbreitet, aber kaum häufiger.
Am Irchel im Canton Zürich [Brei)ii]; von Zürich [Fretj] ■, Engelberg
[C. Zeller]; Burgdorf [M.-D.); Neuveville [CouL); Lausanne und Yvorne
(1468') [Lah.]; Solothurner Wcissenstein, Lenk und Sierre (ß«;/.); St. Gallen
[Tä.); ein Exemplar l)ei Bergün [Z.); von Tarasp [Kill.].
Elevation über 4000' I).
Eucarpliia Hb.
E. Eippertella Z. (Prodromella Dup.) [fl.-S. 65. 66).
Aus dem Wallis durch die Sammler-Familie Ändereyg; von Viege [Beut.);
ein Kxem])lai' im Thale bei Zermatt, Ende Juli [Frey].
Episebiiia Hb.
E. Farrella Curt. (Lafauryella Constant.).
R in den Blülhen der Antliyllis vulneraria.
ll'o. in seinem und Slyr.'s (<atalog erwähnt das Wallis und lienl. Knde
Juni Vieiie. Dieses ist Alles, was ich zur Zeit weiss.
1) II. Ugnolla IIb. {Hb. fi7) sollen Brenii um Irchel und Dup. aus (Um- Schweiz er-
liiillcn hallen. Gewiss irrifi; diese Ar! }.;eliüil dem Osten luirojias an.
II. Dii^nella IIb. [Hh. 35) soll von lillih. nach Lah. bei Biel iielangen worden sein.
.Sjchei- l'alsc^li ; es hand(dl sich abei'nials um eine ösiliche Spezies.
11. I)e<(irella Uli., V a r. G e r in a r e II a Zk. i7/.-.S'. 198) , angeblich \on Brcnii i\iu
licliel eibeulcl, sielil licw iss in deisellien Kaleydric.
VI. Pyralo-Cianiltidoii. 27/
Brephia v. Hein.
B. Compositella Tr. [H.-S. 128).
l\. in Gespinnsien unter Helianliieiiuiin vulgare und Arleniisia campeslris.
F. im Mai untl Juni nur im Tieflande. Lausanne [Lah.]; Biel IRthb.);
zweifelhaft von Dübendorf [Bremi), da icli ihm nie bei Zürich begegnet l>in ;
von Viegc [Beul.].
Acrobasis Z.
A. ObtusellaHb. [IIb. 215. F.-R. 57. 3).
R. an den Blättern tier Bii-nbäume und Sehlehen.
F. von Ende Juni an. Aus den Umgebungen Zürichs, doch selten [Frei/],
und von Dübendorf [Bremi,: von Basel [Imhof). Nach Coiil. von St. Blaise-
Neuveville.
A. Consociella Hb. (TumideUa Dup.) (7/6. 328).
R. zwischen zusanunengesponnenen Eichen])latlern.
F. im .luli in Eicliwaldungen. Zürich, auf dem Züi'ichberg [Bn'ini\
NeusVville [CouL); Ufer des Bieler Sees [Rthh.); Lausanne [Lah.].
A. Tumidella Zk. (VerruceUa Hb.) [Hb. 73).
R. an Eichen.
F. im Juli. Von Basel [Imhof); Neuveville [Cotd.]; Bern und Bieler Insel
[Beut.]] Zürich {Frey}; St. Gallen {Müller, Tä.]; Chur {CafL) .
A. Rubrotibiella F.-R. [F.-R. GO. 2).
R. al)ermals an Fliehen.
F. im Juli nach Lah. durch Coal. bei Neuveville erl)eutet.
A. Rubrotibiella gleich den sämmtlichen Acrobasis-Arten , nur dem
ebeneren Faunengebiete anSijehörig ') .
Myelois Z.
M. Rosella Scop. (Pudorella Hb.) (///;. 63).
F. im Juli und August, im schweizerschen Faunengebiele selten und
vereinzelt. Dübendorf l)ei Zürich, sicher '^ß/'f//<r; Bremgarlen [Boll]; Lau-
sanne [Lah.]; Tarasp [Kill.].
Ilöhengrenze gegen 3500'.
M. Cribrum S. V. (Cribrella Hb.) [Hb. (i7).
R. im Marke grosser Dislelarten.
F. im Juni. Filiher bei Züi'ich, jetzt in P'olge der Gultur vei'schw lUKh'n
{Bremi, Frey); Biel [Rlhb.); Neuveville [CouL); Burgdoif [31. -D.); Villeneuve
{Lah.); Viege {Beut.); ostwärts bis Chur {Caß.).
Bisher nur aus der Ebene.
1) Trachonitis Crislella Hb. Hb. 7(5) soll nacli Lali. Anisteiu hei Malans ge-
fangen haben. Ich bezweifle das seh \v ei /.ersehe lUiiüerrecht seiir.
278 VI- Pyralo-Ciambiden.
M. Flaviciliella H.-S. (Sedacovella Eversmann) [H.-S. 144).
F. in den Alpen im Juli und August (gewiss nicht von Burgdoi'f , wie
Lall, schreibt). Als Vorkommen kenne ich nur Graubünden. Ober-Engadin
[v. Heyd.); bei Sils-Maria im Val Fex (links an der Halde) [Pfaff'enzeller); Süd-
seite des Albulapasses (rechts nach den Seenhütten) auf trockner Grashalde
[Frey]. Im Allgemeinen selten.
Elevation etwa 7000'.
M. (?)CrudeUa Z. (Cruentella H.-S. und Infuscatella H.-S.) [H.-S. 28.
210), Var. Luridatella H.-S. [H.-S. 22. 23).
Die dunklere Var. Luridatella soll im August häufig bei Sierre und Raron
nach M.-D. (Lah.) sich vorfinden. Ob die Slammart auch vorkommt, ob das
Ganze überhaupt richtig ist, vermag ich zur Zeit nicht zu sagen.
M. (?) Legatella Hb. [Hb. 71. H.-S. 46).
R. an Birken und dem Faulbaum.
Soll bei Villeneuve vorkommen [Rtlib.], ebenso bei Neuveville [Coid.) .
M. Suavella Zk. [H.-S. 202).
R. in röhrenförmigen Gespinnsten an Schlehen und Weissdorn.
F. im Juli, selten. Zürich [Frey); Aarberg [Rlhb.]; Neuveville [CouL);
Lausanne [Lah] .
Wohl nur im Tieflande.
M. Advenella Zk. [H.-S. 201).
R. versponnen in den Blüthen des Weissdorns.
F. im Juli, bei uns selten. Bern [Beut.) und Aarberg [Rthb.].
M. Ceratoniae Z. [F.-R. 56).
R. in den Früchten der Ceratonia silifjua, des Johannisbrodbaumes. Mit
jenen aus südlichen Ländern imporlirt, kann sie bei uns zur Entwicklung
gelangen. So erhielt sie Breini einstens in Zürich aus hiesigen Pharmazien.
Nyctegretis Z.
N. Achatinella Hb. [Hb. 451).
R. vielleicht an Thymus.
F. im Juli von Wan (?) im Berner Jura [Uih.].
Ancylosis Z.
A. Cinnamomella Dup. (Dilutella Tr. Z.) [H.-S. 58 — 61).
R. an den Wurzolblättern iler GlobulaiMa.
F. im September und, wohl überwintert, im ersten Frühling, dann im
Juni 'Lah., Rl/ib.) an trocknen warmen Stellen.
VI. Pyralo-Crambideii. 279
Aus der Waadl , Le Muiiremont , OUon, Lavaiix [Lali.]; Viege [Beut.);
Neuvcville {Cotd.}; Biel, Schlipfen [lUhb.) ; Burgdorf {HL-D.) ; Bechburg
(ß.-S.); Lägernl)erg Ijei Baden [Frey].
Ich finde unsere Exemplare auffallend blass.
Zophoilia Z.
Z. Convolutella Hb. (Grossulariella Tr.) [IIb. 34).
B. an Stachel- und Johannisbeeren.
F. im Frühling, selten. Bisher nur von Neuveville [CouL).
Euzopliera Z.
E. Terebrella Zk. [Il.-S. 199).
B. an den grünen Zapfen von Pinus abies.
F. von Mitte Mai an.
Brenigartcn {BoU]\ Burgdorf (il/.-Z>.); Schupfen (/i//;/j.); Lausanne [Luh.),
stellenweise häufiger.
Homoeosoma Curt.
H. Binaevella Hb. (Petrella H.-S.) [Uh. 383. 11. -S. 80. 81).
R. in Stengeln und Köpfen von Distel-Arten.
F. bei Weissbad {P.-L). Unsichere Angaben eines Vorkommens bei
Zürich [Breini] und Schupfen [lilhb.] kommen hinzu.
H. Nebulea S. V. [Hb. 157).
B. in Köpfen von Carduus nutans.
F. im Mai und .lull. Zwei Exemplare von Zürich [Frey).
H. Sinuella Fab. (Elongella Hb. Tr.) [Hb. 174).
B. soll in den Stengeln von Chenopodium leben.
Häufig im Wallis, an trocknen warmen Orten den Weinbergen entlang
[Lah.].
Auerastia Hb.
A. (?)LotellaHb. (MinioseUaZk., Pulverella Hb.) Hb. 334. H.-S. 90. 92) .
R. unter Grasbüschen, wie von Aira caneseens, Festuca ovina und Cala-
magroslis epigeios, am Meere von Anunophila aienaria, einem Dünengras.
Sie kann auch dem Roggen schädlich werden.
Ende Juni von Bern [Benl.]^ doch wohl unsicher.
Ephestia Ou.
E. Elutella Hb. [Hb. 163).
B. in abgestorbenen Püanzenstofl'en, so an alten Baumstämmen, in Bei-
280 VI- Pyialo-CraiiibiciiMi.
sighaufen , altem niorscliem Pfalilvvei-k , in allen llolzsUillen. Verbi'eitel in
Häusern.
Gemein, wohl in zwei Generationen im Mai und Hochsommer.
Das Thier seheint indessen nicht höher im Gebirge vorzukommen.
E. Interpunetella Hb. [IIb. 310).
R. in getrockneten Früchten; bei uns vermuthlich importirt, so z. B. in
Mandelkernen (in Droguerie-Geschäften Lyons sehr häufig, Lah.).
Umgebungen Oltens [Wu.); zwei Exemplare von Zürich {Frey).
G.alleria Fal».
G. Mellonella L. (Cereella Fab.) [fJb. 25).
R. in Bienenstöcken gesellig.
F. im Fiaihling, dann wieder im .luli und August, wohl durch das ganze
liefere Faunengebiel verbreitet, aber wenig beachtet. Aus dem Canton
Waadt [Lah.]; von St. Blaise-Neuveville [Coul.) ; von Winterthur [Bremi);
Zürich und Bremgarten [Frey] .
Aphoiuia Hb.
A. Colonella L. (Sociella L.) {Hb. 22).
R. in Wespennestern gesellig.
F. im Juni. Gleich der vorigen Art begegnet man ihm in Häusern, ;in
Mauern u. s. w. Verbreitung wohl die nämliche. Waadt {Lah.); St. Blaise-
Neuveville [CouL); Aarau, Lenk {Bent.]; Zürich und Bremgarten {Frey\; St.
Gallon {Tä.); Clmr {Caß.).
Mellisoblaptes Z.
M. Anellus S. V. (Sociella Hb.) {IJb. 24. H.-S. 151).
R. in röhrenförmigen Gespinnsien am Boden, wohl von niederen Ptlan-
zen lebend.
F. im .luli. Von Neuveville {CouL); (?) Lenk {Beut.); Ghur {Bremi) . Bei
Zürich wohl fehlend {Frey).
Acliroea Hb.
A. (?)GrisellaFab. (CinoreolaHb., Alvearia Fab.) {IIb. 1)1 [als Bonibj-vJ,
[H.-S. 149. 150).
, R. in Bienenstöcken nach Art der G. Mellonella.
F. im Juni. Bisher nur von Neuveville [CouL); also ziemlich unsicher.
VII. Toitriciden. 281
VII. Tortricideii, )
Khacodia Hb.
R. Caudana Fab. (Efifractana Hb.) [Hb. 175. F.-R. 54. 55. I a. b) und
Var. Emargana Fab. [Hb. 233. F.-R. 55 c— e).
R. an Zitterpappeln und Weiden.
F. im August und September. Oberhalb Lausanne auf dem .Jorat {Lah.);
von St. Blaise-Neuvevillc [Coul.]: von Schupfen [Rlhb.]; von Züi'ich [Frey].
Var. Emargana (mit braun gegitterten Vorderflügein) bisher nur von
Schupfen (ßthb.), woher ich ein Exemplar besitze.
R. Efifractana Fr oelich (Froel.) (Scabrana Fab., Caudana Hb.) [Hb. 232.
55. 2).
F. (ob von der vorigen Art verschieden?) überwintert im Frühling.
Schupfen [Rthb.]; St. Croix [Leresche]; Bern, Burgdorf, Aarau [Beut.).
Teras Tr.
T. Cristana S. V. und Varr. [Hb. 83. 176. H.-S. 25. 26. 27. 237).
R. an Laubholz, z. B. an Schlehen.
F. im tiefsten Spätherbste und nach der Ueberwinlerung im Frühling. 2)
Lausanne [Lah.); St. Blaise-Neuveville [Coul.); Schupfen und Langnau
[Rthb.]; Bremgarten [Boll); Zürich [Frey); Chur [Caß.).
T. Umbrana Hb. [Hb. 59. F.-R. 35).
R. an Sahlweiden und Sorbus.
F. im Frühling. Von I^ausanne [Lah.) und Schupfen [Rthb.).
T. Hastiana L. (Scubrana S. V., Logiana Fab.) (Hb. 58. 61. 87, 169.
177. 198. 216. 234. 235. 335. H.-S. 7. 10. 11. 12. 13).
R. im Herbste an den verschiedensten Salix-Arten.
F. im October und November, dann wieder überwintert im Frühling.
Abermals in gewaltiger Variations-Reihe. Auch hier ist mein Material allzu
knapp, um zu bestimmen , welche Formen uns alle zukommen und welche
mangeln.
1) Ich bin hier dem Verzeichnisse von Wo. genau gefolgt, obgleich ich es für ein sehr
mangelhaftes erachte. Besseres vermöchte ich freilich auch kaum zu geben und, als Dar-
steiler einer Fauna, habe ich keine neuen systematischen Versuche hier zu bringen.
2) Das wunderbar variirende Thier erscheint bei uns allzu selten , um angeben zu
können, welche seiner Formen dem Faunengebiete zukommen luid welche fehlen. Doli
und ich fingen in langen Jahren nur zwei Exemplare,
282 Vll. TDiliiciden.
F. in unserem Faunengebiele im Spälherljsle, nacli bisherigen (allerdings
dürftigen) BeobachUingen auffallend seilen. St. Blaise-Neuveville (Com/.);
Schupfen [Rthb.); Bern und Burgdorf [Beut.]; Zürich (C. Zellef, Frey)\ noch
bei Trafoi [Wo.) .
Elevation gegen 5000'.
T. Abietana Hb. [Hb. 275. 276. F.-R. 34. 35).
Nur Lah. hat diese Art, und zwar häufiger, am Jorat getroffen im Spät-
herbste und dem folgenden Frühling. Ich sah niemals ein schweizersches
Exemplar.
T. (?) Maccana Tr. [U.S. 14—16).
R. an Vaccinien.
Nach Rthb. bei Schupfen. Das iicimalsrecht der noi'dischen Art er-
scheint sehr zweifelhaft.
T. Mixtana Hb. [Hb. 215).
R. an Heidekraut.
F. nach bisherigen (sparsamen) Beobachtungen im schweizerschen
Faunengebiete selten. Ueberwinlert im ersten Frühling bei Schupfen [Rlhb.],
von St. Blaise-Neuveville [Coul.) und von Bremgarten (7?o//, Frey).
T. Logiana S. V. (Tristana Hb., Germarana Fröl., Erutana H.-S.) [IIb.
50. 64. 217. n.-S. 9. 24).
R. an Viburnum opulus und lanlana.
Der höchst veränderliche F., im Juni und im Spälherbste fliegend, ist
bisher nur selten getroffen worden.
Lausanne [Lah.); Schupfen [Rthb.); Zürich [Frey).
T. Hippophaeana v. Heyd. und Var. Ragazana v. Heyd.
Mein verstorbener Freund entdeckte die schöne, ungemein variable Art
als Raupe in der August-Mitte bei Ragaz an Ilippophae rhamnoides und fand
sie dann später am Rheinufer des südlichen Badens.
F. im September und October. Ragaz [o. Heyd.); aus dem Wallis durch
Andereyy als l\. erhalten und erzogen [Frey).
Man könnte eine Reihe von Varietäten aufstellen. »Bei Ragazana nimmt
das Costaldreieck fast den ganzen Spitzentheil des lichter grauen Vorder-
ffügels ein« [v. Heyd.). Die Farbe der Vorderffügel wechselt aber von hellem
weisslichem Grau bis zur tief dunkelgrauen Eisenfarbe. Der Costalfleck
ändert in Ausdehnung und Deutlichkeit sehr bedeutend ; er kann völlig ver-
schwinden in der trüben Grundfarbe. Ich besitze ein lixemplar von A)i-
deregg aus dem Wallis, wo von der Vorderflügelspitze bis zur Wurzel eine
breite schwefelgelbe schiefe Längslnnde hinzieht. So nur nach zehn er-
zogenen Stücken meiner Sanunlung, von welchen keines dem andern gleicht.
VII. Toitricidcn. 283
T. Cyaneana P.-I.
Da die Besclireihung des französischen Forschers i) {gerade nicht beson-
ders aufgefallen ist, gel)e ich eine neue des schönen, übrigens etwas variablen
Tiiierchens.
Grösse über T. Ferrugana, auffallend kurzflüglig, Hlnterrand mit stum-
pfer Spitze. Kopf, Thorax, Palpen schneeweiss ; letztere unterwärts grau.
Weiss bildet dann ebenfalls die Grundfarbe der Vorderflügel. Am Costal-
rande nach einem Drittheileder Länge zeigt sich, mit breiter Basis beginnend,
ein braunschwarzer, convex einspringender Fleck. Unterhalb desselben ein
rostfarbiger aufgerichteter Schuppenwulst. Gegen den Ilinterrand hin
schwärzliche Verdunklung ; eine noch viel ansehnlichere, nahe der Wurzel
endigend und am Dorsaltheile rauhschuppig. Flügelfranzen bräunlich grau
mit feiner schwarzer Wurzellinie. Unterhalb letzterer, in halber Länge des
Aussenrandes eine Reihe schwarzer Pünktchen. Hinterflügel grau, nach
aussen verdunkelt. F'ranzen mit doppelter feiner dunkler Wurzellinie.
Drei Exemplare. Schinzuach im September [P.-I.]; ein altes Stück in
meiner Sammlung und ein sehr schönes (J^ im April von Paul gefunden.
Beide letztere von Zürich.
T. Abügardana Froel. (Variegana S. V., Cristana Hb.) [Hb. 55), Var.
Permutatana Dup. [H.-S. 28) und Var. Nycthemerana Hb. (As-
peranaFab.) {Hb. 240),
R. an Schlehen, Weissdorn, Obstbäumen und im Hochthale des Engadin
an Cotoneaster vulgaris.
Die Stammform im Spätsommer von Lausanne [Lah.)\ St. Blaise-Ncuve-
ville [Colli.]; Schupfen [Rthb.]; Bern [Beut.]; selten bei Zürich [C. Zeller,
Frey); St. Gallen [Tel.); von Bergün häufiger (Z.); sehr verbreitet und durch-
aus nicht selten im oberen Engadin, auch von Zermatt [Frey).
Var. Permutatana (eine ziemlich unbedeutende Varietät, etwas grösser,
vielleicht mit etwas spitzeren VorderflUgeln, welche mehr gelblich überflogen
und in der Aussenhälfte stärker aufgehellt sind) betrachtet Lci/i. gleich mir
als Var. der Abilgärdana, Coul. erzog sie mit der Stanunform. Mir kam sie
niemals vor,
Var. Nycthemerana (die innere Vorderflügelhälfte weiss, die äussere
schwärzlich grau verdunkelt) ist bei Zürich gerade keine Seltenheit [Frey);
Basel [Imhof); Berneck [Müller); Bergün [Z.].
Höhengrenze über 5500'.
T. Boscana Fab. (Cerusana Hb.) [Hb. 63).
R. an Ulmen.
F. von Basel [Imhof] und von Burgdorf [Heuser). Vielleicht die eine
Generation der grauen T. Parisiana Gn.
1) Schwz. e. Zeitschr. III. 409,
284 VII. Turtncidcn.
T. Literana L. [Mb. 89. 90 . Var. Asperana S. V. (Literana Hb., Squa-
manaFab., Squamulana Hb., Irrorana Hb.) [Hb. 88. 91 — 94. 96.
H.-S. 2. 3).
R. an Eichen.
F. bei uns seilen, im Spätlierbste und dem ersten Frühling. Die Stamm-
form (wenn man sie dafür nehmen will) von Schupfen [Rthb.].
Var. Asperana (blassgrün oder grünlich grau mit aufgerichteter Be-
schuppung) von Zürich [C. Zeller):, St. Blaise-Neuveville [Coul.]; won Leresche
oberhalb Fontanezier am Fusse des Waadtlander Jura (2549') [Lah.]\ St.
Gallen [Tä.].
T. Treueriana Hb. (Niveana Fab.) Üb. 100. F.-R. 25. 2).
R. an Birken.
F. im Spätherbst und überwintert im Frühling.
Von Lausanne, im Walde von Sauvabelin [Lah.]; von Zürich, selten \Freij) .
T. Roseidana Hb. (Hb. Nebulana) [IIb. 103. 104).
R. vielleicht an Pappeln, Espen und Birken.
Bisher nur als Seltenheit getroffen bei Schupfen [Rlhb.) und Bremgarten
[Boll). Letzteres Exemplar in meiner Sammlung.
T. Favillaceana Hb. (Sponsana Fab.) [Hb. 62. H.-S. 270).
R. vielleicht an Buchen.
F. im Spätsonuner, selten. Lausanne [Lah.]; St. Blaise-Neuveville
[Colli.); Schupfen [Rlhb.]; Zürich [C. Zeller., P>'^'y)-
T. Rufana S. V. (Autumnana Hb., Lucidana Tr.) [Hb. 178. H.-S. 20).
R. an Sahl weiden.
Der schöne variable Wickler bisher nur vom Aargauer Engelberg (Wu.)
und von Bremgarten [Boll), also seilen.
T. Schalleriana L. [Hb. 288. 289).
R. an Symphylum officinale.
F. im August und September. Von Lausanne, häutiger [Lah.); St. Blaise-
Neuveville [Coul.); Bern [Beut.); Schupfen [Rlhb.]; Bremgarten [Boll]; Zürich,
seilen [Frei/i; St. Gallen [Tä.].
T. Comparana Hb. [Hb. 284).
B. an Comarum paluslre, Ilimbeeixui und Weiden.
F. im.luli und August, wohl seilen. Lausanne [Lah.); St. Blaise-Neuve-
ville [Coul.]; Schupfen [Rlhb.]; Zürich [Frey].
T. Adspersana Hb. Fröl. [Hb. 259. 11. -S. 406).
H. an Pdtenlilla, 'rormentilla, Poterium und Sanguisori)a.
VII. Tortriciden. 285
F. im Juli und August, verbreitet. Zürich, nicht selten {Frey); St. Gallen
[Tu]; Burgdorf, Lenk und Siniplon [Beut.); Ste. Croix [Leresche]] Lausanne
[Lah.].
Erzogene Exemplare von Zürich sind viel heller als gleiche Stücke von
Frankfurt.
T. Ferrugana S. V. (Gilvana und Ochreana Fröl.) [F.-R. SS — 25. H.-S.
407) und Var. Tripunetana Hb. [lih. 129].
R. an Eichen, Birken u. s. w.
F. im Herbste und überwintert im ersten Frühling. Von Lausanne
[Lah.]] St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Schupfen [lUhb.]; von Zürich [C. Zeller,
Frey) .
Var. Tripunetana (mit drei dunklen VorderflUgelflecken) von Lausanne
[Lah.) und Burgdorf {Henser).
T. Lithargyrana H.-S. (Rufana Hb.) [H.-S. 23. Hb. 127).
R. vielleicht au Buchen.
F. eine Seltenheil. Paudex l)ei Lausanne [Lah.); Schupfen [Htlib.);
Zürich {Frey). .Tedesmal nur ein Exemplar.
T. Queroinana Z. {H.-S. 21. 22).
R. an Eichen.
Aus dem Wallis [Anderegg]; von Aigle {Lah.); von Zürich, einmal ge-
troffen [Frey) .
T. Forskaleana L. {Hb. U3).
R. an Ahorn.
F. im Juli von Lausanne {Lah.); von St. Blaise-Neuveville {Coul.); von
Zürich, a])er seltener [C. Zeller, Frey) und von St. Gallen [Tä.).
T. Holmiana L. [Hb. 39).
R. an Birn- und Apfelbäumen, auch an Weissdorn.
F. im .luli und August, meistens vereinzelt. Lausanne {Lah.); St. Blaise-
Neuveville [Coul.); Schupfen {Rthb.); Zürich {C. Zeller, Frey); St. Gallen (rä.);
(;hur {Ca/1.). W^ohl nirgends häufig.
T. Contaminana Hb. [Ifb. 142) und Var. Dimidiana Froel. [Hb.
299. 300).
R. an Crataegus, Schlehen und Obstbäumen.
Der variable F. vom August an. Er scheint nirgends häutiger zu sein.
Lausanne [Lah.); St. Blaise-Neuveville [Coul.); Rem [Beut.); Schupfen
[Rthb.); Zürich, selten (Frey).
Var. Dimidiana (dunkelbraun) von Zürich, sehr selten [Derselbe).
286 VIl. Tortriciden.
Tortrix Tr.
T. Piceana L. (Oporana Hb., XylosteanaHb.) (Hb. 112. 264. F.-R. 43, 1).
R. an Piniis sylvestris; auch (?) an .luniperus.
F. im Hochsommer, wie es scheint, selten. Lausanne [Loh.); Schii|)fen
{Rthb.)] Bremgarten [Frey); Zürich [C. Zeller., Ff'<^y)-
Gewiss in weiter Verbreitung.
T. Ameriana Tr. (Podana Scop., Oporana Fab., Pyrastrana und Con-
generanaHb.) {Hb. 124. 295).
R. an Loniceren, Sahlvveiden, Olislbäumen u. s. w.
F. im Juni und .luli, verbreitet und nicht selten. Lausanne [Lah.)\ St.
Blaise-Neuveville [CouL); Schupfen {Rthb.); Bern und Burgdorf [Bent.];
Zürich, häufig [Frey)- St Gallen [Tä.); Ghur {Cafl).
T. Decretana Tr. [F.-R. 44, 2).
R. wohl mit idinlicher Lebensweise wie T. Ameriana.
Wo. in seinem und Stgr.\^ Catalog gibt die Schweiz an. Nur auf die
Autorität des hochverdienten Lepidopterologen nehme ich diese Art auf.
T. Crataegana Hb. (Roborana Hb.) [Hb. 107. 126. F.~R. 45. e. f).
R. an Laubholz, an Eichen, Apfelbäumen, Populus tremula.
F. im Juli. Lausanne, häufig [Lah.]] St. Blaise-Neuveville [Coiil.]] Bieler
bisel {Bent.): St. Gallen {Tä.); Zürich, nicht gemein {Frey).
Ob überall (mit Ausnahme der St. Galler Exemplare, welche ich sah)
richtig bestimmt wurde, weiss ich nicht.
T. Xylosteana L. (Piceana ProeL , Charaeterana Hb.) [Hb. 125. F.-R.
45, a — d. g. h).
R. polyphag, an Laubholz, Eichen, selbst an Hypericum und Brombeeren.
F. im Hochsommer, häufig und gewiss sehr verbreitet.
Naters {Bent.); Wallis {Anderegg); Lausanne [Lnh.); St. Blaise-Neuve-
ville (('()?//.); Schupfen {Rthb.); Zürich {Frey).
T. Laevigana S. V. (Rosana L., Oxyacanthana und Acerana Hb.)
[IIb. 117. 118. 302).
R. polyphag, an Laubhülzern und niederen Pflanzen.
F. im Juni und Juli, im ganzen niederen Lande gemein.
T. SorbianaHb. (///;. 113).
R. an Eichen. Kirschbäumen und Sorbus.
F. im Juni, im Allgemeinen seltener. Lausanne und am Fusse des Mont-
blanc {Lüh.); Sl. Blaise-Neuveville {CokI.); Schupfen {Rlhb.): Zürich {Frey).
VII. Torfriciden. 287
T. Consimilana Tr. (Semialbana Gn.) [H.-S. 54,. 347).
R. an Loniceren.
F. im Juni und Juli, wie es scheint, meistens seltener. Lausanne, an
Hecken [Lah.]; Schupfen {Rlhh.); Zürich [Frei/): \Veiss])a(l [P.-I.].
Höllengrenze über 2500'.
T. Costana Fab. (G-nomana Hb., Spectrana Tr.) (///>. 131. U.S. 32).
R. an Scir|)us lacuslris und Iris [)seudacorus.
F. im Sommer, wie es den Anschein hat, selten.
Ein Exemplar bei Lausanne [Lorsche], ein zweites von Zürich und ein
paar Stücke bei Zermatt [Frey) .
Hohengrenze etwa bei 5000'.
T. Corylana Fab. (Textana Hb,) [Hb. 115).
R. an Laul)ht)lzern und niederen Pflanzen.
F. gemein im Sommer in der ganzen Ebene.
T. Ribeana Hb. [Hb. 114).
R. gleich der vorigen Art.
F. häutiger im Sommer. Nach Z. noch l)ei Bergün.
Elevation über 4000'.
T. Cerasana Hb. (Avellana FroeL) [Hb. 119).
R. an Obsibäumen, Schlehen.
F. im Juni und Juli, wiederum häufiger. Lausanne, an Haselbüschen
[Lah.]; St. Blaise-Neuveville {Cou!.)\ Bern [Bent.); Zürich {Freij); St. Gal-
len [Ta.).
T. Cinnamomeana Tr. (Croceana Froel.) {F.-R. 9. 2).
R. an Heidelbeeren.
F. im Juni und Juli, seltener. Wälder oberhalb Lausanne [Loh.]: Schu-
pfen Ißthb.); Zürich (C. ZeUcr, Frey); Gais und Weissbad {P.-I.).
T. Heparana S. V. (CarpinianaHb.) [Hb. \ 16) unrl Var. Vulpisana H.-S.
{H.-S. 34).
R. an Laubholz und wohl auch an niederen Pflanzen.
F. im Sommer, Juni und Juli, als die Stammart gemein. Vom Siinplon
erwähnt ihn Beut.
Var. Vulpisana (Vorderflügel (lunkelkaslanienl)raun , Franzen geröthet)
nach bisherigen F^rfahrungen selten. Sümpfe um Aigle {Lili.r, Zürich [Frey).
T. Dumetana Tr. {F.-R. 20. 4).
R. an Origanum vulgare, vielleicht polyphag.
F. etwas später, Ende .Juli und im August. Bei Lausanne, in Hecken
nicht sehr selten {Loh.); Bern nnd Aarau {Beut.): Zürich, selten {Frey).
288 VII. Toitriciden.
T. Lecheana L. [Hb. 67).
R. an Eichen und Kernobslliäumen.
F. im Juni und Juli, sellener. Scliüpfen [Rthh.); Bern und Viege [Bent.);
St. Blaise-Neuveville [CouL); Zürich (C. Zelle r , Frey); bei St. Gallen, häufi-
ger {Tu.).
Sehweizersche Exemplare sind weniger lebhaft gezeichnet als nord-
deutsche.
T. Inopiana Haw. (Centrana H.-S.) {If.-S. N. Schm. 31).
R. an verschiedenen Wurzeln niederer Pllanzen. In den russischen
Ostseeprovinzen traf sie -von Nolcken an denjenigen der Artemlsia campestris.
F. im Juli , eine Seltenheil. An nassen , mit Eu])atorium cannabinum
Ijewachsenen Waldstellen bei Bremgarten [lioll) und Zürich [Frey); von St.
Gallen (Martinstobel) {HJüller).
T. Histrionana Proel. (//6. 3 10. 31 1) .
R. zwischen Nadeln der Pinus al)ies.
F. seltener, vom Juni bis in den August. Lausanne [Lah.)\ Bern [Bent.);
Schupfen {Rthh.); Gais [P.-L).
T. Musculana Hb. [IIb. 98).
R. polyphag, an niederen Pflanzen, an Himbeeren, wie Laul)hölzern, so
an der Birke.
F. im Mai und Juni, bei uns eine seltenere Erscheinung. Sauva«belin
bei Lausaune an Eichen [Leih.); St. Blaise-Neuveville [CouL); Schlipfen [Rlhb.);
Zürich, sehr spärlich [Frey); St. Gallen [Tu.). Er erreicht noch bedeutende
Hohen, so bei der Franzenshöhe bei Trafoi über 6700'.
T. Unifaseiana Dup. (Productana Z., Obliterana H.-S. (77.-8. 60. 361).
R. an Liguster ('/).
F., ein südliches Thier, bisher nur l)ei Lausanne (Paudex) von LaJi. an
Hainbuchenhecken getroffen.
T. Strigana Hb. (Gnomana S. V., RhombicanaH.-S.) [Hb. 141. 7/.-8. 46) .
R. an Arlemisia, Jurinca, vielleicht auch an Gnaphalium.
F. von Ende Juni in den Juli. Bisher nur bei Ollon (1893') an heissen
Lehnen getroffen (LaA.)').
T. Diversana Hb. (Aeerana Haw., Viduana Froel.) [Hb. 251. H.-S.
50—52).
R. polyphag, an Laubholz.
F. im Juni und Juli. Er scheint in unserem Faunengebiete selten zu
sein. Zwei Flxemplare erzog ich l)ei Zürich. Von Schupfen [lithb.); häuligei-
von Lausanne [Lah.].
1) Als Var. Str;unincnn;i II. -S. [H.-S. 39. 4n), .ihorlinll) Trnl'oi [Wo.].
VII. Tortriciden. 289
T. Ochreana Hb. (Hb. 134).
F. Ende Mai und im Juni. Wie es scheint, nur dem Südwesten ange-
hörig, so bei Aigle [Lah.], Viege [M.-D.) und St. Bhiise-Neuveville [Coul.]^).
T. Rigana Sodofifsky (Horridana Hb., Modestana Tr.) [Hb. 327) und
Var. Monticolana Frey.
R. in röhrenförmigen Gängen an Anemonen.
F. im Juli und August auf unseren südlicheren Alpen als Var. Monti-
colana, d. h. kleiner und grauer als Stücke der deulscheu Ebene und Lyons.
Aus dem Wallis [Anderegg) und vom RilTelberg bis gegen 8000', stellenweise
gemein [Frey], sowie dem schwarzen See oberhalb Zermatt [Bent.); von St.
Blaise-Neuveville [CoiiL). In GraubUnden oberhalb Bergün bei Palpuogna
und auf dem Cuolm da Latsch (Z.); Albula, Engadiner Berge (z. B. Alpen von
Samaden und Sils-Maria) [Frey]; Piz Umbrail am Slelvio [Wo.).
Höhengrenze gegen 8000'.
T, Oxyacanthana H.-S. [H.-S. 161).
Zwei Stücke im Mai bei Lausanne [Lah.].
T. Ministrana L. (Ferrugana Hb.) [Hb. 56).
R. an Birken und Rhanmus angeführt (was ich bezweifle).
F. im Mai und Juni in Buchenwäldern, in der Ebene weit verbreitet.
Z. traf das Thier noch bei Bergün und Wo. bei Trafoi.
Elevation 4800'.
T. Bifaseiana Hb. (Audouinana Dup.) [H.-S. 62).
F. im Juli, nach bisherigen Beobachtungen eine Seltenheit im Faunen-
gebiete. Im Juli l)ei Lausanne [Lah.) ; von Bremgarten [Bali) und von
Zürich [Frey) .
T. Conwayana Fab. (Hofmannseggana Hb.) [Hb. 150).
R. in den Beeren von Ligustrum n ulgare, vielleicht auch in den Früch-
ten von Fraxinus.
F. in der Ebene im Juni und Juli, verbreitet und kaum irgendwo selten.
Lausanne [Lah.); St. Blaise-Neuveville [CouL); Bern [Bent.); Bremgarten
[Bali); Zürich [C. Zeller, Frey); St. Gallen [Tä.).
T. Bergmanniana L. (Rosana Hb.) [Hb. 137. 340).
R. an Rosen, im Hochgebirg an Rosa alpina.
F. im Juni und Jidi, im ganzen tieferen Terrain verbreitet. Noch von
Bergün ((Z., Frey, und aus dem oberen Engadin bei Samaden und Sils-Maria
[Frey); an der Franzenshöhe [Wo.).
Elevation über 6500'.
1) Da T.CinctanaS. V. bei Trafoi lliegt.wird sie dem unteren Engadin kaum mangeln.
Frey, Lepidopteren. 49
290 ^^I'- Tortricidcn.
T. Loeflingiana L. (Plumbana Hb., Plumbeolana Haw.) illh. 54) und
Var. EctypanaHb. [Hb. 190).
R. in eingerollten Blättern der Eiche.
F. im Juni und Juli. Bei Lausanne; gemein [Lah.]; Viege [Bent.]; St.
Blaise-Neuveville [CouL); Schlipfen [Bthb.); Zürich, aber nicht häufig (Fre2/) .
Var. Ectypana (fast ohne Rostbraun der Vorderflügel) untermischt mit
der Stammart,
T. Viridana L. [Hb. 156).
R. anfangs in den Blaltknospon der Eiche, dann in eingerollten Blättern.
F. vom Juni an, überall im Tieflande. Noch im Bergell zwischen Si)ino
und Soglio (3349'j [Caß.).
T. Forsterana Fab. (Adjunetana Tr.) [F.-R. 9. 1).
R. an Vaceinium myrtillus und uliginosum.
F. im Juni und Juli, in der Ebene wie im Gebirge. Bremgarten (Z?o//,
Frey); St. Blaise-Neuveville [Coul.)\ Berner Alpen [Rthb.); Ebenalp im Can-
ton Appenzell {P.-I.); Bergün, selten (Z.); Engadin [Loh.).
Elevalion ungefähr 5500'.
T. Viburnana S. V. (Unitana Hb., Rhombana S. V., Unitana Hb.) {IIb.
123. 173, IL-S. 45) und (?)Var. Scrophulariana H.-S. (Galiana
Curtis) [H.-S. 404. 405).
R. an Wurzelblättern von Umbelliferen.
F. im Hochsommer. Sehr gemein auf Viehtriften des (Waadtländer)
Jura; von St. Blaise-Neuveville [Coul.]. Vom Seealpthal häufig [P.-L)\ von
Bergün erzogen (Z.); häufig im oberen Engadin, von Samaden bis Sils-Maria
[Frey] .
Ob Var. Scrophulariana (kleiner, Vorderflügel dunkler und spitzer) wirk-
lich dem Faunen-Gebiete angehört, vermag ich nicht zu entscheiden. Nach
Lah. wahrscheinlich vom Gotthard.
T. Lusana H.-S. [H.-S. 330. 419) und Var. Dohrniana H.-S.
R. an lleidell)eeren, sicher auch an anderen niederen Pflanzen.
Im Hochsommer, mit Sicherheit in Graubünden. So traf sie Z. schon
von Mitte Juni an l)ei Bergün. Ich begegnete ihr zahlreich während (I(M-
seclisziger .lahre im oberen Engadin, von Samaden bis nach Sils-Maiia ; auf
dem Albula häufiger [Freij) . Aus der Mittel- und Westschweiz erwähnt Lah.
den Col de Jaman (5783'), die Berge um Üllon , des Val d'Iliers, sowie den
Jura, dann Beut, den Gurnigel, den Niesen und Engstlen.
Die Höhengrenze überschreitet (Albula) 7000'.
T. Steineriana S. V. (Chrysitana Hb.) [Hb. 170. 317. Il.-S. 57. 58).
R. an niederen Pflanzen, so an Dentaria enneapln llos. Sanicula europaea.
Anemone hepatica und Vcrali'um alhuiu.
VII. Tortriciden. 291
F. während des Flochsommers in den Alpen. \\'estalpen , so Ormont-
dessus, Meii'ingen [Lah.^ Rlhb.); bei Chamouny (?) [Lah.]; Gurnigel und Joch
[Bent.); Seealpthal (P.-/.); im Canton Glariis von der Sandalp [Frey] und von
Berglialp [Boll^ P^^^y)'-, aus dem oberen Engadin (Sils-Maria, Saniaden l, sowie
von der Höhe des Albulapasses [Frey).
Elevation über 7000'.
T. Flavana Hb. (Palleana Hb.) [Hb. 157. H.-S. 37. 38), Var. leterana
Froel. (Flavana Hb.) [IIb. 258) und Var. Intermediana H.-S.
{H.-S. 420. 421).
R. an Eichen und Heidelbeeren.
T. Flavana (die bleichste, leicht gelblich angeflogene Form) fliegt im Juli
in unseren Alpen. Waadtländer Berge [Lah.), Berner [Rthb., Bent.], See-
alpthal [P.-I.]; Oberes Engadin im Yal Fex [Frey].
Var. leterana führt die Vorderflügel des (^ schwefel- und des Q sogar
mehr ockergelb. P.-I. begegnete dem Thier häufig im Seealpthal.
Var. Intermediana (mit mittlerem Colorit) von den Waadtländer Alpen
(auf dem Berge von Avarre) [Lah.).
Elevation bis etwa 6000'.
T. Rusticana Tr. (Helvolana Hb., Seneoionana Froel.) [Hb. 301.
F.-R. 10. 2).
R. an Heidelbeeren.
F. im Frühling, wohl in w^eitester Verbreitung durch das Flachland;
auch vom Jura [Coul.]; aus den Alpen, so von Bergün , und zwar schon von
Ende Mai an (Z.), und dem oberen Engadin [Frey).
Elevation etwa 5500'.
T. Pilleriana S. V. (Luteolana Hb.) [Hb. 136. 172. H.-S. 349).
R. an niederen Pflanzen, z. B. Stachys, Artemisla, am Weinslock , an
Glemalis vitalba, Pyrus u. s. w.
F. im Juli vorwiegend in der südwestlichen Schweiz. OUon , Aigle, so-
wohl im Thal auf nassen Wiesen als an den mit der Rebe bepflanzten Hängen
entlang der Strasse nach den Ormonts [Lah.) ; von St. Blaise-Neuveville
[Colli.) . In den sechsziger Jahren bei Bremgarten in einem Weinberg merk-
lich schädlich. Demnach ist Lah. im Unrecht, wenn er das Vorkommen auf
dem schweizerschen Weinstock läugnet.
T. GrotianaFab. (Flavana Hb.) [F.-R. 11. 1. Hb. 133).
R. vielleicht an Eichen.
Nach Lah. häufiger, auch auf niederen Alpen ohne Ortsangabe [Rthb.
und C. Zeller); aus dem Bergell zwischen Soglio und Coltura [Caß.]; von
Trafoi [Wo.). Auch (?) von St. Blaise-Neuveville [Coul.].
19*
292 VII. Tortriciden.
T. Gnomana Gl. L. {F.-R. 10. 1).
R. polyphag an Laubhölzern, auch von Heidelbeeren.
F. im Juli. Kaum von Zürich (C. Zeller]. Aus dem Wallis, so unter-
halb St. Nicolas im Zermatter Thal [Lah.) in Erlengehölz; von Viege und
Morel [ßent.]; von St. Blaise-Neuveville [Coul.); von Tarasp [Caß.]; von Tra-
foi [Wo.).
Elevation etwa 5000'.
T. Gerningana S. V. (Pectinana Hb.) {Hb. 108. H.-S. 239. 414).
R. polyphag an niederen Pflanzen, so an Scabiosa columbaria , Lotus
corniculatus, Plantago.
F. im Juli und August. Vom Jura (Ste. Croix und Fontanezier nach Leresche,
sowie St. Blaise-Neuveville nach Coul.) und den Alpen. Hier auf dem Gürga-
letsch bei Chur [Caß.)\ dann in der Thalsohle des Engadin und auf den Ber-
gen, vom Bernina und der Passhöhe des Albula; mitunter die (^ häufig, wäh-
rend das 9 extrem selten bleibt. Bei Bergün noch fehlend (Z.).
Elevation über 7200'.
T. Prodromana Hb. (Walkerana Curtis) [H.-S. 33) .
R. an Potenlilla.
F. Ich erzog ein Exemplar hier in Zürich aus Räupchen, welche ich
aus dem oberen Engadin (Celerina oder Samaden) erhalten hatte.
T. Terreana Tr. (Favillaceana Hb. und (?)Rusticana Hb.) [Hb. 255.
(?)102).
F. im Frühling, von Ende April an. Gemein nach Lah. oberhalb Lau-
sanne (Sauvabelin); von Schupfen [Rthb.]; von Zürich , aber selten [Frey);
auch bei Trafoi an Alnus viridis [Wo.).
Elevation gegen 5000'.
Sciaphila.
S. Pratana Hb. (Osseana Scop,) [Hb. 227. 228).
R. polyphag an niederen Pflanzen, auf den Hochalpen unter Steinen.
F. im Juli und August. Für den Jura gedenkt seiner nur Coul. " Auf den
Alpen gemein, gerne an trocknen Stellen. Schon mit etwa 4000' (Bergün
nach Z.) beginnend, um vereinzelt in Höhen von 7500 — SOOO' zu endigen.
Unsere Schweizersclien Stückt; , wenn auch vielfach in hellerem und
dunklerem Colorit wechselnd, scheinen nicht die dunklere braune (Grund-
farbe und die scharfen braunschwarzen Zeichnungen meiner Isländischen
Exen)|)lare zu erreichen.
S. GouanaL. (Argentana GL, Magnana Hb., Margaritalis Hb.) [Hb. 48.
HC). 225. 226.
H. wohl an niederen Pflanzen.
¥. im Sonimei-, gern auf fcuchlen Wiesen , weniger im Ticflande, wie
VII. Toftriciden. 293
z. B. im Canlon Züricli {Hug.) und von Sauvabclin bei Lausanne [Lah.], als
aus dem Gebirge; von St. Blaise-Neuveville [Coul.]. Von den Alpen des
Wallis bis nach Appenzell und Graubünden eine häufigere Erscheinung.
Noch auf der Franzenshöhe des Stelvio [Wo.].
Höllengrenze etwa 6700'.
S. Penziana Hb. (Bellana Curtis, Diurneana Gn.) [Hb. 85. H.-S. \\1.
118) und (?)Var. Styriacana (Candidana Lah.) [H.-S. 119. 120).
R. an niederen Pflanzen, wie an Hippocrepis comosa.
F. im Alpenland, schon bei Chur [Ca(l.) . Er scheint zwischen 6000-
und 7000' zu endigen.
Penziana, ziemlieh wechselnd, in grösster Verbreitung im Juni und Juli,
von Zermatt bis Trafoi (hier noch bis zur Franzenshöhe [Tro.]), stellenweise
seltener und schon ziemlich weit unten beginnend; auch am Jura [Coul.,
Rthh., Heuser .1 Wu.) .
Var. Styriacana (kleiner, kurzfliigliger, grauer und mit weniger scharfen
und dunklen Zeichnungen der Vorderflügel) besitze ich aus den östreichi-
schen Alpen. In den unserigen bin ich ihr niemals begegnet, wie ich denn
auch niemals ein von Anderen gefangenes Stück sah.
Var. Candidana (der Styriacana sehr nahe verwandt, in Ausmaass und
Grösse an die nachfolgende S. Wahlbomiana erinnernd : mit reiner weissen
Vorderflügeln und einigen Abweichungen der dunkleren Zeichnungen) ziehe
ich mit V. Hein, sicher hierher. Lah. traf diese seine Form am Genfer See
im Juni auf den Wegen durch die Weinberge von Lavaux, wo sie an Mauern
der Schattenseite ruhte. Dann soll sie Heuser bei Burgdorf gefangen haben.
S. Chrysanthemana Dup.') [H.-S. 108 — 111).
R. an niederen Pflanzen.
Umgebungen von Lausanne an Corylus avellana nicht, selten im Juni
[Lah.). Ich traf sie nur im oberen Engadin selten und bei Trafoi. Hier noch
vereinzelt bis zur Franzenshöhe [Wo.).
Elevation gegen 7000'.
S. Wahlbomiana L. [Hb. '203. 11. -S. 107. 115—116), Var. Alticolana
H.-S. [H.-S. 112), Var. Virgaureana Tr. [H.-S. 102. 103], Var.
Minorana H.-S. (Minusculana Z., Pascuana Walker und Sta.
[H.-S. \0i — 106), Var. Communana H.-S. [IL-S. 113. 114), Var.
Incertana Tr. [H.-S. 121. 122), Var. Derivana Lah. 2).
R. polyphag an den verschiedensten niederen Pflanzen.
1) S. Chrysantliemana und die folgende, so veränderliches. Wahlbomiana mit Allem,
was Wo. als Varietäten herbeigezogen hat, bilden eine der schwierigsten Wickler-Gruppen.
Den grösseren Theil meiner Exemplare revidirte einstens H.-S. Freilich habe ich hinter-
her noch mehrfach vereinzelte , sehr abweichende Stücke erhalten , welche ich übergehe,
um keine neue Verwirrung zu machen.
2) Da es unmöglich ist, die zahlreichen , hier als Varietäten erwähnten Formen ohne
die genauesten, ausführlichsten Beschreibungen deutlich zu machen, und da ich unter mei-
294 ^11- Tortriciden.
F. im Frühling, dann im Hoclisommcr. An höiieren Lokalitäten natür-
lich nur einmal im Jahre.
Die Stammform Wahlbomiana gemein im Flachlande, auf dem Jura und
in den Alpen. Simplon {Bent.); Weissbad [P.-I.]; Bergün (Z.) .
Var. Alticolana im Hochsommer von Zermatt [Frey] ; bei Gamsen (.1/i-
deregg); von Ghur [Cafl.]; Bergün und Weissenslein, nicht selten (Z.); aus
dem oberen Engadin, von Samaden bis Sils-Maria [Frey); bei Trafoi von der
Prater Alp [Wo.).
Var. Virgaureana von Lenk [Bent.]; bei Zürich im Juli, häufig ; St. Gallen
[TtL]\ Degersheim , nicht selten [Müller]] Weissbad, gemein [P.-I.]; Chur
[Caß.); St. Blaise-Neuveville [Coul.].
Var. Minorana. Das kleinere Geschöpf vom Simplon [Bent.]] von Gam-
sen [Anderegg)] gemein bei Bremgarten [Boll), Zürich [Frey), St. Gallen [Tel.],
Degersheim [Müller) .
Var. Communana soll nach Lah. die verbreitetste Form bei Lausanne
sein. Ob er richtig bestimmt, weiss ich nicht. Bei Zürich kam mir niemals
eine ausgesprochene Communana vor. Von der Franzenshöhe [Wo.).
Var. Incertana findet sich nach Lah. während des Juni und Juli, nicht
sehr selten, an Hecken bei Lausanne.
Var. Derivana nach demselben Beobachter im Juni bei Aigle.
S. (?)Pascuana (Pasivana) Hb. (//6. 99. /7.-S. 100. 101).
Nach Rthb. von Schupfen, nach C. Zeller und Frey von Zürich. Ich bin
hinterher über die Richtigkeit dieser Angaben sehr zweifelhaft geworden,
wie ich denn diese Spezies zu S. Wahlbomiana ziehen möchte.
S. Abrasana Dup. [H.-S. 99).
Auch dieser Wickler dürfte möglicherweise noch in die Variations-Reihe
der S. Wahlbomiana hineinzählen. Im Mai von Sion [Lah.) und von Lugano
[M.-D.), wenn richtig bestimmt worden ist.
S. Nubilana Hb. (Glareana Froel., Hybridana Dup.) [Hb. 111).
R. an Weissdorn und Schlehen.
F. von Ende Mai durch den Juni, im tieferen Faunengebiete an Weiss-
dornhecken gemein.
Seine Elevation scheint eine sehr geringe zu sein.
Sphaleroptera Gu.
S. Alpieolana Hb. [Hh. 328. 329. H.-S. 395).
Das interessante Thier im männlichen Geschlechte nach heiler und dün-
nem reichlichen Materiale der Uebergängo melirere besitze, führe icii ohne Characterisliiv
die Varietäten einfach auf. Ich niiichte übrigens S. Clnysanliiemana auch in die ausge-
dehnte Variations-Reihe der Wahlbomiana einfügen. — 0. Hofmann (Stett. e. Zeit. 1872,
433) will namentlich nach der Form der Legerohre zwei Arten-Gruppen, nämlich Wahl-
bomiana vmd Minorana unterscheiden. Er kann Recht haben.
VII. Tord-iciden. 295
keler, sowie nach gelber Beschiipinmu; der Vorderflüüiel zieiulicli wechselnd.
Das Q (mit verkümmerten Flügeln) eine Seltenheit.
F., ein Solin der llochalpen, von Wallis bis Stelvio. Er erreicht, in
bald häufigerem, bald seltenerem Vorkommen , aber mit weitester Verbrei-
tung die Südgrenze unserer Alpen, meistens an trocknen steinigen Stellen
Höhen von 7200— 8000' [Freij, Wo.].
Doloploca Hb.
D. Punctulana S. V. (Punctulella Tr., Schlemmerella Hb.) [IIb. Mi.
H.-S. 376).
R. an Lonicera xylosteum und (?) Berl)eris vulgaris.
F. im Tieflande unseres Faunengebietes eine Seltenheit. Ein Stück von
Bremgarten {Boll), ein zweites von St. Gallen [Tä.).
Cheiinatopliila Steph.
C. Hyemana Hb. (Tortricella Hb., Abietana Froel., Alternella Tr.,
Hyemella Tr.) [Hb. 11. 267. 11. -S. 123. 124).
R. an Eichen.
Der häufige F. im tiefsten Spätherbste, Oclober und Anfang November,
dann iil)erwintert wieder im ersten Frühling. Er ist im ebeneren Faunen-
gebiete wohl überall vorhanden.
Olimlia Gn.
O. Hybridana Hb. (Rectifaseiana Haw., Puellana Froel.) (Hb. 238.
Il.-S. 132—133), Var. Albulana Tr. [H.-S. 190. 191) und (?)Var.
Pedemontana Stgr.
Hyl^ridana und ihre unliedeuteude Var. Albulana dürften in dem ebene-
ren Theile unseres Faunengebietes mit dojipelter Generation im Mai , dann
nochmals im Juli und August weit verbreitet sein. Hybridana und Albulana
aus dem Wallis von Gamsen [Äuderegc/]; Albulana häufig J)ei Zürich [Frey);
von Viege und vom Weissenstein bei Solothurn [Beut.]; von Schupfen {Rthb.)
und gemein von Lausanne [Lah.].
Var. Pedemontana (die Grundfarbe der Vorderflügel ist bräunlich und
die Zeichnungen erscheinen natürlich verloschener) traf Stijv. von Ende Juni
in den Juli bei Macugnaga. Wir werden sie ohne Zweifel also auch aus dem
südlichsten Theile unseres Faunengebietes erwarten dürfen.
O. Ulmana Hb. (Areolana Hb.) [Hb. 278. 279).
R. in versponnenen Blättern der Aquilegia vulgaris.
F. vom Juni bis in den August , doch wohl nur im Tieflande. Zürich,
in den Wäldern des Üllibergs (f/e//); Burgdorf [Bent.); Scliüpfen [Rthb.];
Lausanne, auf dem Jorat [Lah.]; in der östlichen Schweiz bei St. Gallen, häu-
ti'^ iTä.].
296 VII. Tortriciden.
Conchylis Tr.
C. Hamana L. (Trigonana S. V., Diversana Hb.) [Hb. 139. 140).
R. an Ononis repens.
F. nur im unteren ebeneren Faunengebiete im Juni und Juli, und liier,
wie es scheint, lokal. Lausanne [Lah.); St. Blaise Neuveville [Coul.]; Schu-
pfen [Rthb.]; bei Zürich, sehr spärlich und vereinzelt (C. Zeller, Frey). Auch
bei Bergün, wo er über 4000' seine Höhengrenze erreicht, doch nur ganz
selten (Z.).
C. Zoegana (Hamana Gl.) [Hb. 138).
R. in Wurzeln, so von Scabiosa columbaria, vielleicht auch von Cirsium
arvense.
F. im Juli und August, bei uns selten. Von Zürich [C. Zeller, Frey);
von Solothurn und Bern [Bent.); aus dem Berner Jura und dem Oberhasli
[Rthb.); St. Blaise-Neuveville [CouL); Berge des Canton Waadt [Lah.); Berneck
[Tel.). Noch aus dem oberen Engadin [Caß.).
Höhengrenze also über 5000'.
C. Perfusana Gn. [H.-S. 247. 248).
Niiv Lah. erwähnt diese Art. Er traf sie im Juni auf Grasflächen nie-
derer und mittlerer Alpen an Waldrändern. Col de Jaman und Fanex (2847')
oberhalb OUon.
C. Callosana H.-S.
Aus dem Wallis. Ich erhielt vor einigen Jahren die schöne Art in vier
ungewöhnlich grossen, vortrefllichen Exemplaren durch Andcrcgy , ohne
Zweifel aus den Umgebungen Gamsens. Möglicherweise hat sie Lah. als
Perfusana beschrieben.
C. (?)PurpuratanaTr. [H.-S. 69).
Nach Lah. hier und da im Mai und Juni, vereinzelt bei Lausanne und
Aigle auf Grasflächen. Mir kam sie niemals vor.
C. Schreibersiana Froel. (Lediana S. V.) [Hb. 151. 306).
R. unter der Rinde von Ulmen und Pappeln getroffen.
Bisher nur von Basel [Imhof) und Sl. Blaise-Neuveville [CouL).
C. Cruentana ProeL (Augustana Tr.) [H.-S. 94).
R. an den Blülhen von Achillea millefolium, ebenso von Origanum
vulgare.
F. im Juli, seltenei". Lausanne [Lah.); Zürich [Frey); Sl. G;dlen [Tä.);
auf den Wiesen bei Bergün, nicht gerade seilen (Z.).
VII. Tortriciden. 297
C. Sanguisorbana H.-S. {H.-S. 412).
R. in den Samenköpfen der Sanguisorba officinalis.
Lah. erwähnt eines von Leresche bei Ste. Croix gefangenen Exemplares.
Ich sah nie ein schweizersches Stück. Da aber Lah. Exemplare von Wo.
hatte, ist die Bestimmung eine sicliere.
C. Roserana Froel. (Ambiguella Hb.) {Hb. 153. H.-S. 93).
R. im .luni an blühenden Weintrauben, dann in zweiter Generation und
im Herbste an den unreifen Beeren als schädliches Insect. Indessen lebt sie
zweifelsohne noch an anderen Pflanzen. Als solche hat man z. B. die Früchte
von Ligustrum vulgare und Loniceren beobaciitet.
Verbreitet und häufig. Bei Bergün (Z.) überschreitet sie, allerdings
seltener geworden, eine Meereshöhe von 4000'.
C. Straminea Haw. (Tischerana Tr.) ([?] F.-R. 12. 2).
R. an Centaureen (?).
F. im Juli aus dem oberen Engadin , so bei Sils-Maria , selten [Frey);
(?) von St. Blaise-Neuveville [Coul.].
C. (?)Jucundana Dup. [F.-R. 40. 2. H.-S. 82).
Aus dem Tessin nach C. Zeller.
C. Dipoltana Tr. (Dipoltella Hb., Margaritana Haw.) [Hb. 345).
R. in den Dolden von Achillea millefolium.
F. bisher nur von Schupfen [Rthb.) und vom Lägernberg bei Baden [Frey] .
C. Zephyrana Tr. [H.-S. 70—74).
R. in den Wurzeln und dem Stamm von Eryngium campestre.
F. (bekanntlich sehr variirend) bisher nur von Lausanne und Aigle. Lah.^
welchem wir diese Angabe verdanken, traf die Form mit gelben und grauen
Vorderflügeln.
C. Aeneana Hb. [Hb. 188).
Der prächtige Wickler wurde im Juni 1873 von ßoll l)ei Bremgarten
mehrfach getroffen. Einige Exemplare in meiner Sammlung.
C. Rutilana Hb. [Hb. 249).
R. an Juniperus-Arten.
F. im Juni und Juli. Zwischen Bremgarten und Dietikon (1200') [Boll
und Frey); dann vom Jura und in den Alpen, sowohl den westlichen, wie
östlichen. So bei Zermatt [Frey); auf den Muottas bei Samaden [Bent.);
vom Albulapasse, stellenweise häufig an .luniperus nana [Frei/); vom Stelvio
[Wo.). Exemplare der deutschen Ebene und unserer Alpen sind ganz
gleich.
Elevation 7200' und mehr.
298 '^'II. Tortriciden.
C. Aurofaseiana Mann (Valdensiana H.-S.) [H.-S. N. Schm. 33).
Das interessante schöne Thierchen nur auf unseren Hochalpen, an Juni-
perus nana im Juli und August. Berge des Berner Oberlandes [Ott); Enga-
diner Alpen [Pfaffenzeller). Ich begegnete dieser Spezies bald seltener, bald
häufiger auf dem Albulapass in etwa 7400'. Beträchtlich tiefer fand sie Z.
bei Bergün (Chiaclavuot) und dann am Weissenstein schon im Juni ; noch von
der Höhe des Stelvio [Wo.]^).
C. Baumanniana S. V. (Hartmanniana Cl., G-emmatella Scop.) [Hb. 146).
F. verbreitet und vielfach gemein aufwiesen, nach der Höhe vom Mai
bis in den Juli fliegend , in der Ebene , wie auf dem Jura und den niederen
Alpen.
Die Höhengrenze bleibt zu ei'mitteln. Ich schätze sie bis etwa 5000'.
C. Decimana S. V. [Hh. 145).
F. von Ende Mai bis in den Juli, kaum aber irgendwo häufig, wenn auch
sehr weit verbreitet. Jura (La/i.); Chasseral [Coul.]-^ auf den Waadtländcr
Alpen, aber selten [Lah.]\ aus dem Wallis [Bent.); Meiringen [Ott); Zürich,
auf den Wiesen des Ütlibergs, sparsam [Frey); Weissbad [P.-J.); Ebenalp im
Canton Appenzell [Tä.); vom Weissenstein (Z.); aus dem oberen Engadin
[Caß.); vom Pass des Stelvio [Wo.).
Elevation über 7000'.
C. Tesserana S. V. (Aleella Schulze) [Hb. 144. H.-S. 327).
R. in Wurzeln niederei" Pflanzen, so der Picris.
F. auf Grasflächen der Ebene in z\\ei Generationen, von Ende April in
den Mai, und dann nochmals im Juli. In dem Tieflande gemein und auch
am Jura vorkommend, scheint er nur niedere Alpengegenden, wie Bergün (Z.),
noch zu erreichen.
Seine Höhengrenze etwas über 4000'.
C. Badiana Hb. (Rubigana Tr.) [Hb. Hl).
R. wohl polyphag an niederen Pflanzen. Erzogen von Orobus niger.
F. im Juni und Juli. Berge bei Bex mit etwa 3500' Erhebung [Lah.);
von Aarau [Bent.); bei Zürich, an lichten grasreichen Waldstellen, öfter [Freij);
üegersheim [Müller); ebenso häufiger bei Gais und Weissbad [P.-I.); bei
Trafoi und aufwärts [Wo.).
Höhengrenze über 5000'.
C. Deutsehiana Zetterst. (Lutulentana Lah., Chalcana Paekard) [II. -S.
N. Schm. 35).
Der interessante hiU)Sche Wickler (ci- soll auch in Labrador vorkonnnen,
wie er im Norden der scandinavischeii Halbinsel mctrollen wui'de) ist bei uns
1) G. Vulncratiiiia ZeUcrst. Irnl' \Vü. au I der tiaiizeiisliölie.
VII. Tortriciden. 299
eine hochalpine Seltenheit. Lah. traf ihn am Fusse der Dent de midi im
Unterwallis, dann von Tour d'Ai in etwa 7000' Höhe. Ein einziges Exemplar
fanden Boll und Frey auf der Passhöhe des Albula Ende Juli; vom Stelvio
[Eppelsheim] . Nach Lah in niederen Alpen der Westsehweiz (was ich
bezweifle). Meine norwegischen Exemplare sind dem schweizerschen Stücke
gleich.
C. Kindermanniana Tr. [F.-R. 12. 1. H.-S. 68).
R. in den Endtrieben der Artemisia campestris.
Mit Sicherheit nur aus dem Wallis, in den Umgebungen Gamsens
[Anderegg) .
C. Helveticana v. Heyd. [1H.-S. 95).
R. im Anfang des Juli in den Samenkapseln der Gentiana acaulis bei
St. Moritz und Pontresina. Der nachfolgenden C. Francillana sehr nahe
kommend.
C. (?) Smeathmaniana Fab. (Fabriciana Hb.) [Hb. 149).
R. in den Blüthen von Achillea millefolium und Anthemis cotula.
Nach Coul. von St. Blaise-Neuveville ; von Schupfen [Rthb.] und von
Zürich [C. Zeller). Mir sehr zweifelhaft und vermuthlich mit C. Badiana
verwechselt.
C. (?)Ricliteriana F.-R. [F.-R. 40. 3).
Die norddeutsche Art soll nach Lah. in einem Exemplare während des
Septembers in den Weinbei'gen von Sion vorgekommen sein. Mir sehr
zweifelhaft.
C. Rubellana Hb. (Ciliella Hb.) [Hb. 180. 285).
R. in den Samenkapseln von Primula und Linaria.
F. im Tieflande im April und Mai , dann nochmals im Ilochsonmier.
Verbreitet und häufig; auch im Jura, sowie den Alpen. Gais und Weissbad
[P.-L); Chur [Caf].]] Bergün und Weissenstein (Z.); aus dem oberen Enga-
din, selten [Frey).
Die Höhengrenze etwa bei 6000'.
C. Phaleratana H.-S. [H.-S. 84. 85).
R. in den Blüthen der Solidago virgaurea.
Ein selteneres Thier im tieferen F^aunengebiete, im Juli an feuchten, mit
Eupatorium cannabinum bewachsenen Waldstellen. Zürich [Frey); Brem-
garten [Boll); ferner von Weissbad [P.-L.).
C. Roseana Haw. (Rubellana Hb., Dipsaceana Dup.) [Hb. 286. 287.
H.-S. 76—78) .
R. in den Samen von Dipsacus arvensis, wohl auch von Arctium lappa.
300 VII. Tortricidcn.
F. im Juni und Juli. Viege {Bent.)\ Bex , Iiäufiger [Lab.]; Sie. Croix
{Bent.); St. Blaise-Neuveville {CouL); Zürich, seilen [Frei]).
C. Humidana H.-S. (Rupicola Curtis , Marginana Stephens) ilL-S.
86. 87).
R. in den Slengein von Eupaloriuni cannabinum (?).
F. von Paudex bei Lausanne [Lah.] und von Weissbad, selten [P.-I.].
Mir niemals begegnet.
C. Mussehliana Tr. [H.-S. 88—90).
R. in den Stengeln von Alisma plantago.
F. im Juni, mit Sicherheit auf nassen versumpften Grasstellen des Katzen-
sees {Frey); nach Lah. sowohl von Lausanne auf nassen, wie (?) bei Aigle auf
trocknen Wiesenstellen (Juni und September).
C. Notulana Z. ([?lManniana H.-S.) ([?] //.-S. 67).
R. in den Slengein von Mentha sylvestris.
F. bisher nur von Weissbad, selten [P.-l.].
C. Gilvicomana Z. (Flaviscapulana H.-S.) [H.-S. 97).
R. an Chenopodium.
F. im Juni, seilen. Aus dem Canton Waadt, ohne nähere Ortsangabe
[Leresche] . Ein einziges Exemplar bei Zürich (Frey) .
C. (?) Gratiosana Lah.
Aus den Umgebungen von Lausanne im August [Lah. und Leresche).
Mir unbekannt und sehr zweifelhaft.
C. Ambiguana Froel. (Pallidana H.-S. und Pumilana H.-S.) [IL-S.
65. 66).
Umgebungen von Bergün, im Val Tuors (Z.); von Zürich [Frey); nach
Heuser von Burgdorf; Waadlländer Alpen und Jura [Leresche).
C. Carduana Z. (Hybridella Hb., Dissolutana H.-S.) [IJb. 351. H.-S. 83),
R. an Chaerophyllum bulbosum.
F. Ende Juli von Paudex [Lah.); seilen bei Zürich [Frey).
C. Pallidana Z. [H.-S. 389).
F. im Tieflande vom Mai an, höher im Gebirge l)ei Beginn des Sommers.
C. Pallidana scheint weit verbi-eilel /u sein. Zürich, und gerade nicht
seilen [Frey); Bern, Burgdorf, Gurnigel [Beut.); vom Jorat bei Lausanne
[Lah.); St. Gallen, nicht selten in Laubwaldungen [Tä.); von Bergün (Z.);
(?) Val Rosegg im oberen Engadin [Beut.); Trafoi [Wo.).
Elevation ül)er 5000'.
VII. Tortriciden. 301
C. Posterana Z. (Ambiguana Tr.) [H.-S. 64).
R. in den Blüthen von Centaurea, Carduus und Arctium.
F. bei Sion Mitte August [Lah.).
C. Dubitana Hb. [Hb. 71).
R. in den Blüllien von Senecio jacobaea , Girsium lanceolatum, Hiera-
cium-Arten und Picris hieracoides.
F. vom Mai an. Zürich (C. Zeller, Frey); Bern [Benl.)\ Schupfen {RtJib.);
Gurnigel [Beut.]; St. Blaise-Neuveville [Coid.]; Waadtländer Alpen und Furka
[Lah.]; Bergün (Z.); noch auf der Franzenshöhe [Wo.].
Elevalion 6700'.
Phtheochroa Steph.
P. Rugosana Hb. [Hb. 82) .
R. in versponnenen Beeren der Bryonia dioica.
F. im Juni, bisher nur von Lausanne [Lah.], von St. Blaise-Neuveville
[Colli.) und Schupfen [Rthb.).
P. Amandana H.-S.
Aus dem Wallis, wohl den Umgebungen Gamsens, von Änderegg erhal-
ten [Frey) .
Retiuia Gn.
R. Duplana Hb. [Hb. 229. 230).
R. in den Endtrieben junger Kiefern.
F. im Beginne des Frühlings, keineswegs aber häufiger. Zürich und
Bremgarten [Frey/^ Schupfen [Rthb.); Lausanne [Lah.]; Wallis [Anderegg) und
Chur (Ca//.).
Elevation, wie es scheint, nur gering,
R. Pinivorana Z. (Pudendana H.-S.) [H.-S. 149. 150).
Von Schupfen, durch RtJib. erbeutet [Lah.].
R. Turionana Hb. [Hb. 1i^. 221) und Var. Mughiana Z.
R. in den Knospen von Finus sylvestris.
F. nach Lah. von Basel [Iinhnf) untl Mciringen, Schupfen (/{//??>.), selten.
Var. Mughiana, bisher nur aus den Alpen, zeigt auf den Vorderflügeln
sehr wenig eingemischte Rostfarbe. Die Zeichnung (bisweilen verfliessend)
ist dunkler, fast braun, nur mit gelblichem Schimmer. Aussenrand der Hin-
terflügel dunkler, Fühler des (j^ viel deutlicher dunkel geringelt als bei der
Stammform. Die Grösse wechselnd. Von Bergün an Knieholzsträuchern
im letzten Drittheile des Juni, doch nicht häufig [Z.).
Höhenurenze über 4000'.
302 vir. Tortriciden.
R. Buoliana S. V. (Xylosteana Hb. und Gremmana Hb.) [Hb. 154. 269.
H.-S. 49).
R. in den Endtrieben von Pinus sylvestris, schädlich.
F. als Seltenheit bei Zürich, dann vereinzelt bei Bremgarten [Frey,
Bull); von Langnau [Rthb.); von St. Blaise-Nenveville [Coul.) und aus dem
Wallis von Sion. ^)
R. Resinana Fab. (Resinella L., Obesana Lah.) [IIb. 29 und ['?] 72).
R. in Harzgallen von Pinus sylvestris.
Von Zürich, selten (C. Zeller, Frey)] ein Stück von Bergün Ende Juni
(Z.); von Langnau [Rthb.) ; von St. Blaise-Neuveville [Coiil.].
Obesana von Lah. ist das Q unserer Art.
Pentliiua Tr.
P. Profundana S. V. (Porphyrana Hb.) [IIb. 26. F.-R. 62. 1).
R. zwischen den Blättern der Eiche.
F. von Ende Juni an bis in den August.
Zürich, nicht gerade häufig [C. Zeller, Frey); Aarau und Bern [Beut.);
Schupfen [Rthb.); St. Blaise-Neuveville [Coul.); Lausanne, an Eichen nicht
selten [Lah.)^) .
P. Salicana S, V. (Salicella L.) [Hb. 11).
R. an Weiden und Pappeln.
F. im Juni und Juli, ein gemeineres bisect aus den Cantonen Graubün-
den, Zürich, Bern, Neuchätel und Waadt.
P. Inundana S. V. [Hb. 60) .
Bei Neuveville von Coul. erzogen und bei Schupfen von Rthb. gefangen.
P. Semifasciana Haw. (Acutana Tr.) [H.-S. 179. 180).
R. an Sahlweiden.
Ein Stück von Lausanne [Lah.); von St. Blaise-Neuveville [Coul.); dann
von Schupfen [Rthb.) und Burgdorf [Heuser). In der östlichen und nördlichen
Schweiz bisher noch nicht getroffen.
P. Hartmanniana L. (Seriptana Hb.) {IIb. 1 lOj.
R. wahrscheinlich an Weiden-Arten.
F. Ende Juni in Gebüschen bei Lausanne, öfter [Lah.); St. Blaise-Neuve-
ville bis in den August [Coul.); von Schupfen im September [Rthb.); Bern,
1) Var. Pinicolana Doubicday Iraf \]'o. bei Bonnio an Pinus niughus. Icii habe sie
ebenfalls von dort.
2) P. Sc lireb er i ana L. {Hb. 4.1) ist für .S|. i?!aise-Ncuveville von Cotil. anü;op;ohen.
Ich verniullic hier einen irrthutn.
VII. Toitriciden. 303
Juli [Beut.]. Bei Züricli, wie es sclieint, gleich <leni gjinzen östlielien Theile
unseres Faunengeliietes fehlend.
Elevation wohl nur gering.
P. CapreanaHb. {Hb. 250] i).
Im .Ulli von Lausanne [Loh.) ; St. Blaise-Neuveville {CouL] ; von Zürich
[Frey] .
P. Corticana Hb. (Pieana Froel., Capreana Dup.) (Hb. 13).
.Joral hei Lausanne [Lab.]] von Zürich Freiji.
P. (?)Betuletana Haw. (Leuoomelana Gn., Capreana H.-S.) [H.-S. 182).
R. an IJirken.
Das Vorkommen im Faunengebiete noch unsicher. Nach Loh. zwei
l<lxemplare im August in den Umgebungen von Lausanne (Sauval)elin) .
P. Sororculana Zetterst. (Praelongana Gn., Betuletana H.-S.) {II.-S.
251. 252).
Mit Sicherheit ist die an Birken lebende Art nur bei Bergün (Z.^, in der
zweiten Junihälfte selten, geti'offen worden. Mir kam sie niemals vor.
P. SaueianaHb. {Hb. 305. H.-S. 181).
R. an Heidelbeeren, vielleicht auch an Vaccinium uliginosum.
F. von Ende Juni an bis in den August, verbreitet, mitunter häufig,
namentlich in den Alpen des Wallis, der Cantone Bern, Uri (Gotthard),
Appenzell (bei Gais, P.-I.) und Graubünden; so im Bergeil [Cafl.) und noch
auf Berninapass {Frey); sowie auf der Franzenshöhe {Wo.). Im tieferen
Faunengebiete am Jura [CouL), bei Schupfen {Rthb.) und Zürich {Frey).
Elevation wohl gegen 7000'.
P. Variegana Hb. (Poecilana Froel., Cynosbatella Walker, Sta.j
{Hb. 14).
R. an Schlehen und Pflaumenbäumen, bei Bergün an Sorbus.
F. im Juni, gemein. Er überschreitet an dem genannten Orte, wenn
auch seltener geworden, 4000' Meereshöhe.
P. Pruniana Hb. {Hb. 15).
R. an Schlehen und Weissdorn.
F. im Juni, sehr gemein im Tieflande. Man hat ihn auch am Fusse des
Jura, am Jolimont {Coid.) getroffen. In den Voralpen kam er mir (gleich Z.
1) P. Capreana und die drei nachfolgenden Arten bieten grosse Scliwierigkeilen und
viele Verwirrung dar. Wie weit die Citate meiner Vorgänger richtig sind , vermag ich
nicht zu sagen.
304 VII- Tortriciden.
bei Bergün) niemals vor, dagegen berichtet La/?, aus den ([?] Waadtländer)
Alpen von einer Var. mit aufgehellter Fliigelspitze.
Elevation unermittelt.
P. Ochroleucana Hb. [Hb. 304).
R. an Rosen.
F. häufig im Juni und .Tuli, im tieferen Theile unseres Faunengebietes
sicher überall. Lausanne (La/?.), Schupfen [Rthb.) und Zürich [Frey).
P. Dimidiana Sodoflfsky [H.-S. 164. 165).
R. an Birken und Linden.
F. bisher nur Ende Mai und im .Juni von Bergün. Weder Lah. kam das
Thier um Lausanne, noch mir jemals um Zürich vor.
P. Oblongana Haw. (Marginana Haw., Sauciana Dup., Seilana Gn.)*)
R. in Distelköpfen Dipsacus).
Nur aus dem Appenzeller Weissbade von P.-I. erwähnt. Mir mit Aus-
nahme Zürichs im schvseizerschen Faunengebiete niemals vorgekommen.
P. (?) Sellana Hb. [Hb. 331. H.-S. 183).
R. in den Köpfen von Dipsacus.
Ich bin zweifelhaft, ob dieses Thier in unserem Faunengebiete mit
Sicherheit angetroffen worden ist. Von Lausanne und im Thale von Aigle
[Lah.) im April und Mai, dann im Juli. Von Zürich und dem Engelberger
Thal [Frey) , nach alten verdächtig gewordenen Angaben ; St. Gallen , hier
und da [Tä.); von Ghur (Ca//.).
P. Gentianana Hb. [Hb. 12).
F. im Juni auf den Bergen bei Lausanne [Lah.]; Schupfen [Hthb.); Zürich
[Frey); Bergün (Z.).
Höhengrenze über 4000'.
P. Noricana H.-S. {II.-S. 147).
Der hochalpine seltenere F., im Juli und August fliegend, scheint nur
die östliche Hochgebirgszone zu erreichen. Von den Silser Alpen und auf
der Höhe des Albulapasses, an schlecht bewachsenen, steinigen Grashalden
und desshalb schwer zu erhaschen [Frey); vom Stelvio [Wo.).
Höhengrenze 7;)00' und mehr.
P. Nigricostana(Squalidana H.-S.) und Var. Remyana H.-S.) [II.-S. 276).
Den seltenen Wickler trafen Lah. bei Lausanne, Wti. am Aargauer Engel-
berg und Frey (im Hochsonuner) zweimal bei Zürich. Das eine dieser Stücke
ist die Var. Remyana (mit mehr Gell) am Dorsalrande).
1) Die naclit'olgeink'h zwei Arien sind abeiiuals seliw ieiii,'e iiiul unsicliei'c.
VII. Tortriciden. 305
P. Tiüigana Hb. [Hb. 109).
R. in den Stengeln von Impatiens.
Nach Lah. von Lausanne und Aigle im Juni und August; von Schlipfen
[Rthb.); ein Exemplar von Zürich [Frey).
P. Textana Hb. [Hb. 307—309. H.-S. N. Schm. 39).
R. }3ei Zürich in den Herztrieben von Scabiosa arvensis , auf trocknen
Waldwiesen.
F. im Juli und August, selten. Zürich [Frey]; St. Gallen [Tu.] und vom
Gäbris (3856') [Müller); Burgdorf (J/. -/).): Schupfen und Berner Alpen [Rthb.);
Val d'Illiers im Wallis [Lah.].
Scheint etwa bei 4000' zu endigen.
P. Lapideana H.-S. (Digitaliana Mühlig) [H.-S. 246).
R. in den Wurzeln von Digitalis ambigua.
Zur Zeit nur in einem Buchenwalde bei Lausanne in einem einzigen
Exemplare von Lah. getroffen.
P. Turfosana H.-S. [H.-S. 220. 221).
Bisher nur in wenigen Exemplaren aus einem Torfmoor bei Bremgarten
[Bolly Frey) . Die schweizerschen Stücke dunkler und lebhafter hell gezeich-
net als hochnordische, von Bossekop stammende Exemplare meiner Sammlung.
P. ArbutanaHb. (Arbutella L.) [Hb. 195).
R. an Arctostaphylus offieinalis und (in Norddeutschland) an Vaccinium
vitis idaea.
F. im Mai und Juni, in höheren Lagen erst im Juli. Umgebungen Wülf-
lingens (1296') bei Winterthur [Frey); Hochalpen des Oberhasli [Ott). Für
Graubünden von Bergün [Z.); verbreitet im Engadin und noch (ohne jegliche
Veränderung) auf der Passhöhe des Albula vorhanden [Frey]; Stelvio [Wo.].
Höhengrenze 7200'.
P. Mygindana S. V. (Flammeana Hb. , Fulvipunctana Haw.) [Hb,
181.321).
R. an Vaccinium vitis idaea.
F. im Juni und Juli, nicht häufig. Von der hohen Rhone [Frey); Berner
Alpen, Grimse\ [ßent.); aus dem Wallis, sehr dunkel [Änderegg); Bergün und
Weissenstein (Z.); Val Rosegg [Berit.).
Elevation über 6000'.
P. Rufana Scop. (Rosetana Hb.) [Hb. 130. 222), Var. Puh.); von St. Blaise-Neuve-
ville {CouL); Schupfen {Rlhb.); von Trafoi {Eppelsheim) . Mir niemals vor-
gekommen.
G. Modicana Z. (Modestana H.-S.) {H.-S. 301. 392).
Im Juni und Juli auf den Waldwicsen des Ütlibergs bei Zürich {Frey);
von Genf (Mus.).
G. Hepaticana Tr. (Trochilana Froel.) [F.-R. 63. I. H.-S. 223).
Nach Wo. wird diese Art als in der Schweiz vorkommend erwähnt.
Oberhalb Trafoi im Walde an Senecio nemorensis [Wo.).
Elevation 5000'.
G. Confusana H.-S.
R. in den Stielen von Senecio jacobaea , gewiss auch noch an anderen
Pflanzen.
Zwei Exemplare Ende Juli von Zürich {Frei/.).
G. Graphana Tr. {H.-S. 409) .
Von Zürich, selten {Frey); von St. Blaise-Neuveville {CouL).
G. Kochiana H.-S. [H.-S. 236).
Aus den Umgebungen Burgdorfs durch Heuser {Lah.).
G. Nigricana H.-S. [H.-S. 138).
Bei Lausanne zu Anfang Juli in den Nadelhoizwaldungen des Jorat, nicht
selten {Lah.); von Schupfen {Rlhb.); von Zürich {C. Zeller.). Ich traf sie hier
mitunter in Mehrzahl.
314 "^'11- Tortriciden. \
G. Comitana S. V. (Tedella Cl. L., Heroyniana Froel., Piceana Hb.)
[Hb. 72).
R. an Tannennadeln.
F. gemein im Mai und Hochsommer in der ganzen Ebene und im niederen
Gebirge, am Jura und in den Alpen. Hier nocii, freilich seilen, oberhalb
Bergiin bei Preda (Z.J; oberhalb Trafoi [Eppelsheim) .
Elevation etwa 5500'.
G. ProximanaH.-S. [IL-S. 127).
R. an Tannen.
F. im Mai (?) bei Lausanne [Lah.); vom Jura [Leresche); Schupfen [Rthb.);
Zürich [C. Zeller, Frey] und Berneck [Müller].
Wohl seltener.
G. Demarniana F.-R. (F.-R. 65. 3. H.-S. 232).
R. in den Kätzchen von Betula und Alnus.
Bisher nur von Lah. bei Lausanne im Walde von Sauvabelin, im Juni
einstmals getroffen.
G. Couleruana Dup. (Riseana H,-S., Trochilana v. Hein.) [H.-S. 186).
R. an Teucrium montauum.
F. dem Westen, namentlich dem Jura zukommend, im Juni und Juli
fliegend. Berner Jura [Rthb., Coiil.]\ Mauremont bei Lausanne, ein Exemplar
[Lah.]; ebenso aus dem Wallis durch Anderegg [Frey.].
G. Campoliliana S. V, (Sutoocellana Donov., Equitana Froel.)
[H.-S. 269).
R. an Sahlvveiden.
F. im Mai und Juni, häufiger wohl im ganzen ebeneren Faunengebiete.
Auch aus dem Tessin vom Monte Bre [Beut.) und noch in grösseren Exem-
plaren bei Bergün (Z.).
Höhengrenze über 4000'.
G. Nisella Cl. (Siliceana Hb. [IIb. 196), Var. Petrana Hb. (Pavonana
Donov.) [IJb. 210) und Var. Decorana Hb. [Hb. 265).
R. an Weiden und Pappeln.
F. in der nördlichen Schweiz mit einfacher SomiiuM'generation im Juli
und August. Lah. erwähnt noch eine Erscheinung im Frühling.
Lausanne [Lah.]; St. Blaise-Neuveville [Cuul.]; Bern [Beut.]; Schupfen
[Rthb.]; Zürich [Frey.]. Sicher weit verbreitet im lieferen Theile des Faunen-
gebietes.
Die Stammform mit rostrolhem Coslalfleck bei uns in Mehrzahl.
Var. Petrana (ohne Rostroth) bei Zürich, häutiger [Frey], wie auch bei
Lausanne \Lah.) .
VII. Tortriciden. 315
Var. Decorana (mit breitem rostfarbenem Querbande der Vorderflügel)
von Glarus [Lah.) und vereinzelt von Zürich {Frey).
G. Ustulana Hb. [IIb. 231).
R. wohl an Corylus. Ich erzog einstens den schönen Wickler aus ver-
mengten Laubholzblattern .
F. im Juli und zu Anfang August an Waldrändern, seltener. Zürich
[C. Zeller, Frey); Bern [Rthb.).
G. Penkleriana P.-R. (Mitterpacheriana Tr.) [F.-R. 19. 20. 1).
R. an Erlen und Haseln.
F. vom Juni bis in den August, eine häufigere und sehr variable Er-
scheinung.
Wallis I Anderegg) ; Lausanne [Lah.]; St. Blaise-Neuveville [CouL);
Schupfen, Lenk und ßerner Jura [Bent.)\ Aarau [Derselbe); Zürich (Frey);
Berneck [Tä.); Gals und Weissbad [P.-l.]; Chur (Cafl.).
Bei Trafoi bis 5000'. [Frey.).
Gr. Ophthalmicana Hb. [Hb. 51).
R. an Populus tremula.
F. im August und September. Von Lausanne [Lah.); Schupfen [Rthb.);
Burgdorf [Heuser); Zürich, aber spärlich [Frey.).
Die (wohl unbedeutende) Höhengrenze unbekannt.
G. Solandriana L. (SemilunanaFroel.,Parmatana [theilweise] P.-R.) [Hb.
48. F.-R. 4 u— z), Var, Sinuana Hb. (Parmatana Hb.) [IIb. 212.
253. 254. F.-R. I. 2) und Var. Trapezana Fab. (Ratana Hb.)
[Hb. 236).
R. an Haseln, Birken, Zitterpappeln und Sahlweiden.
F. im Juli und August. Lausanne [Lah.}; Neuveville [Coul.]; Schupfen
[Rthb.); Zürich, häufiger [Frey.); St. Gallen [Tä.). Noch bei Bergün an Birken
in kleineren (meistens ockergelben und bräunlichen) Exemplaren , Mitte
August [Z., Frey).
G. (?) Semifuscana Steph. (Sciurana H.-S., Melaleucana Dup.) [H.-S.
75. 426).
Soll bei Neuveville von Coul. gelroflen sein. Mir sehr zweifelhaft. i)
G. Bilunana Haw. (Cretaceana FroeL) [Hb. 318).
R. soll in den Kätzchen von Birken und Erlen leben.
F. bisher nur im Wallis bei Viege im Juni [M.-D.).
h) Ob G. Sordidana Hb. im Faunengebiete vorliommt, weiss icli nicht.
310 VII. Tortriciden.
G, Tetraquetrana Haw. (Angulana Haw., Prutetana Hb.) [Hb. 293.294,
F.-R. 52. 53. 1).
R. an Birken und Erlen.
F. im Juni und Juli, häufiger. Neuveville {CouL); Zürich (C. Zellen, Frey);
mehrfach, doch nicht mehr häufig, von Bergün [Z.].
G. Immundana F.-R. [F.-R. 53. 2).
R. an Erlen und Birken.
F. bisher nur von Lausanne im Juni [Lah.]; dann von Trafoi , einzeln
[Eppelsheim] .
Elevalion 4800'.
G. Monachana F.-R. (Crenana Hb.) [Hb. 242. F.-R. 53. 3 a— d).
R. an schmal- und breitblälterigen Weiden, im Juni und Juli im Ober-
Engadin.
F., höchst variabel, im Juli und August. Von Samaden, St. Moritz, Sils-
Maria [Frey); bisher nur als alpines Vorkommniss.
Elevation über 5500'.
G. Dissimilana Tr. (Similana Hb., Bimaculana Donov.) [Hb. 41.
F.-R. 62. 2j.
R. an Birken und wohl auch an Erlen.
F. im Hochsommer. Schupfen [Rthb.); Ölten [Wu.); Zürich, häufiger
[C. Zeller, Frey); aus dein Ober-Engadin von Sils-Maria bis Samaden [Frey).
G. Incarnatana Hb. (Amoenana Hb.) [Hb. i91. 248).
R. an Rosen.
F. im Hochsonnner um Rosen , Brombeeren und Weiden. In unserem
Faunengebiete, wie es scheint, nur ganz vereinzelt.
Lausanne, im September [Lercsche) ; St. Rlaise-Neuveville (Coul.);
Schupfen [Rthb.); Genf (Mus.); von BergUn, im August ein kleines Stück ohne
Rosa-Farbe [Z.).
Höhenverbreitung über 4000'.
G. Suffusana Z. [H.-S. 178).
R. an \V(Mss(k)rn und Birnbäumen.
F. im Juni und Juli, wohl häufiger. Bisher nur von Lausanne [Luh.),
von Genf (Mus.), von Zürich [C. Zeller, Frey) und von St. Gallen [Tä.).
Höhengrenze unbekannt.
G. Tripunctana S. V. (Ocellana Hb., Cynosbana Haw.) [IIb. 18).
R. an Rosen.
F. (an den gelben Palpen leicht kenntlich) häufig im Juli in Hecken und
Gärten. Lausanne [Lah.); Schupfen [Rlhb.); Züi-ich [Frey); Rergün [Z.); aus
dem oberen Engadin (Sils-Maria, Samaden) [Frey).
Elevation 5500'.
VII. Tortiiciden. 317
G. Roborana S. V. (Aquana Hb., Cynosbana Fab.) [IIb. 17).
R. an Rosen.
F. gemein im Juli in Hecken. Lausanne [Lah.); St. Blaise-Neuveville
[CouL); Schlipfen {Rt/ib.); Zürich [Frey).
G. Similana S. V. (Asseclana Hb., Stroemiana Froel.) [Hb. [?] 19.
F.-R. 63. 2).
F. im Mai und Juni. Auf den Waldwiesen des Uelliberges bei Zürich
und auch auf dem anderen Seeufer, keine seltene Erscheinung {Frei/); Brem-
garten {Boll); Engelberg im Aargau [Wu.); Schupfen [lUhb.]; Bern [Wu.);
Villeneuve [Lah.); Bergün, selten [Z.).
G. Mendiculana Tr. {H.-S. 146).
F. auf Heidekraut. An der Grimsel (5777'), bei Meiringen [Ott); Waadt-
länder Alpen [Lah.).
G. Scutulana Tr. (Pflugiana Haw., Profundana Froel.) [F.-R. 64. a. c.
e. f. g.).
R. in Distelstengeln.
F. vom Solothurner Weissenstein im Juli [Beut.); von St. Blaise-Neuve-
ville [CouL); von Samaden und von Trafoi, selten [Frey).
G. Cirsiana Z. (Scutulana F.-R.) [H.-S. 225. F.-R. 64. b. d.).
R. im Mark von Cirsium palustre und Senecio jacobaea.
F. im Juni und Juli im Alpenlande an sonnigen Lehnen , doch seltener.
Im Thale von Etivaz [Lah.); Gais und Weissbad (P.-I.); Bergün auf Wiesen,
nicht selten [Z.); oberes Engadin [Frey). Auch von Trafoi [Wo.); von Ein-
siedeln [Paul); endlich vom Solothurner Weissenstein [Rthb.).
Elevation etwa 5800'.
G. Trigeminana Steph. (Poecilana Gn.) [H.-S. 226) .
F. im Juni und Juli, selten. Oberhalb Lausanne und auf den Bergen bei
Ollon [Lah.).
G. Luctuosana Dup. (Tetragonana Steph.) [H.-S. 227).
Von Burgdorf [Heuser); Zürich, am Uetlil)erg im Juli mehrfach [Frey);
St. Gallen [TiL),
G. Sublimana H.-S. (Pictana Lah. [Q]) [H.-S. 229).
F. im Juni und Juli. Aus ilem Unter- Wallis, vom Yal d'Illiers in etwa
5500'; öfter bei Bergün (oberhalb Palpuogna und ])ei Chiaclavuot) nach Z.;
Val Rosegg [Beut.); Gelernier Alpen bis etwa 7000' [Frey); auch auf der Fran-
zenshühe [Wo.].
318 VII. Tortriciden.
G. Brunniehiana S. V. (Profundana Hb., Rustieana Haw.) {Hb. 21.
r.-R. 65. 1).
R. ;in Tussilago farfara.
F. im Juni und Juli verbreitet und häufig. In der Ebene und den Alpen-
tliälern. In Graubünden erreiciit er noch den Weissenstein (Z.).
Elevation 6000'.
G. (?) Turbidana Tr. {H.-S. 245).
Von Burgdorf auf einer nassen Wiese um Tussilago im Mai [M.-D.]. —
Da Lah. das gute Bild von H.-S. für w^enig kenntlich erklärt, bleibt das Vor-
kommen unsicher.
G. Foeneana Tr. (Foenella L.) [Hb. 40).
R. in den Stengeln der Arlemisia vulgaris.
Aus den Umgebungen von Viege im Juni [M.-D.] . Sonst von Niemand
gefunden, doch eine Verwechslung unmöglich.
G. CitranaHb. [Hb. 185).
R. in den Blüthen der Achillea millefolium.
F. wohl nur im Südwesten unseres Faunengebietes. Lausanne, Genfer
See und Aigle {Lah.); Schupfen [Rthb.).
G. PupiUana Gl. (Absynthiana Hb.) [Hb. 34).
R. an Artemisia absinthium. Nur aus dem Wallis von Anderegg [Lah..,
Frey) .
G. Ineana Z. [H.-S. 298. 299).
R. in den Zweigen von Artemisia campestris.
F. von Schupfen [Rthb.]; (?) Simplen, Bernina im Juli [Beut.). Mir nie-
mals vorgekommen (und die Angabe eines Vorkommens in den Alpen sehr
verdächtig) .
G. Conterminana H.-S. (Caeeimaculana Dup.) [H.-S. 297).
R. an den Blüthen von Salat, Lactuca virosa und scariola.
F. im Juni und Juli. Lausanne [Lah.]; Neuveville [Coul.]\ von Zürich ('?)
nach C. ZcUer.
G. Aspidiseana Hb. (Dahlbomiana Zetterst., Nebritana H.-S.) (77/;. 256.
H.-S. 241).
R. in den Rlüthen von Solidago virgaurea und Chrysocoma linosyris.
F. im Mai und Juni. Lausanne, häufiger [Lah.); St. Blaise -Neuve-
ville [CouL); Schupfen [Rihb.); Zürich [Frey); St. (iailen [Tä.); Bergün [Z.];
Ober-Engadin [Frey); am Stelvio noch bis zur F^'anzenshöho [Wo.).
Elevation 6700'.
VII. Tortriciden. 319
G. Hyperieana Hb. [IIb. 23) .
R. in den Blättern von Ihpericuni.
F. vom Mai in tlen.luli, überall und hiiiifii:;. In den Alpen bis etwa 6000'
ohne jede Variation.
G. Mirificana Frey.
In der Grosse der bekannten nachfolgenden G. Strobilana, also beträcht-
lich kleiner als die vorhergehende Species und dal)ei zienüich schmainügllg.
Kopf, Palpen, Fühler, Brust und Leib dunkelgrau. Ebenso erscheint die
Grundfarbe der Vorderflügel, welche stellenweise mit bräunlichen Schuppen
belegt sind. Nach einem Driltheil der Flügellänge erscheint eine schief
gerichtete hellgraue Doppel binde. Eine zweite, schmälere beginnt nach zwei
Drittheilen mit doppelten Schenkeln, um nach deren Vereinigung einfach den
Afterwinkel zu gewinnen. Sie hat das Ansehen eines schief gerichteten }'.
An der Flügelspitze einige weissgraue Costalhäkchen. Spiegel schwarz,
seitlich mit silberner Linie eingefasst und von einer solchen durchzogen.
Franzen grau , von scharfer weisser Linie durchtheilt. Hinterflügel grau,
Franzen heller. Vorderfltigel unterwärts braungrau. Am Spitzentheile
schimmern zwei helle Costalhäkchen durch.
Aus dem Wallis von Anderegg ; Südseite des Simplon in bedeutender Höhe.
G. Albersana Hb. (Rhediana Haw.) [Hb. 224. H.-S. 154).
R. an Lonicera periclymenum und anderen Arten.
F. im Juni. Zürich, selten [Freij]; St. Gallen [Tä.]; bei Bergün, häu-
figer (Z.).
Elevation unter 4000'.
G. Tenebrosana Dup. (Nebritana Z.) [H.-S. 292).
R. an Erl)sen und sicher noch in den Hülsen anderer Papilionaceen
(Vicia sylvatica, Lathyrus sylvestris).
F. vom Mai bis in den Juli. Lausanne (La/;.); St. Blaise-Neuveville (Cow/.);
Burgdorf [M.-D.]; Schupfen [Rtlib.]; Zürich [Frei/]; noch bei Bergün [Z.].
Höhengrenze über 4000'.
G. Nebritana Tr. (Pisana Gn.) [Ff.-S. 234).
R. in den Hülsen der Erbsen und der Colutea arborescens.
F. von Lausanne, seilen [Lah.); St. Blaise-Neuveville (Co?//.).
G. Zebeana Ratzeburg [II.-S. 354. 422).
R. unter der Rinde von Lärchen.
Ich traf ein Exemplar im Juli bei Sils-Maria, also in mehr als 5500'.
G. Funebrana Tr.
R. in den Früchten der Pflaumen und Schlehen.
320 "^11- Tortriciden.
F. gewiss überall. Bisher von Lausanne, bei Paudex [Lah.); von Aar-
burg [Rthb.) und von Zürich [Frey).
G. (?) Gemmiferana Tr. {H.-S. 294).
Vielleicht von Paudex bei Lausanne [Lah.), um so unsicherer, als Hb. 243
(Zachana) citirt wird.
G. Caecana Schläger [H.-S. 257).
R. wohl an ünobrychis.
F. im Juli. Bisher nur von Lausanne [Lah.) und aus dem \Yallis durch
Änderegg [Frey) .
G. Succedana S. V. (Asseolana Hb., Decorana Haw.) [Hb. 194).
R. an Cytisus, sicher noch an anderen verwandten niederen Pflanzen,
wie Genisten.
F. im Juni und Juli. Vom Berner und dem südlicheren Jura [Rihh.,
Leresche, CoiiL); von Lausanne und Aigle [LaJi.); von Würenlos bei Baden
[Boll. Frey]:, von Bergün [Z.) und von Silvaplana am Ufer des Inns [Frey);
bis gegen die Franzenshöhe am Stelvio (Wo.).
Elevation über 6500'.
G. Servillana Dup. [H.-S. 98) .
R. in angeschwollenen Aesten der Sahlweide.
F. bisher nur im Juni bei Lausanne [Lali.).'^)
G. Strobilana Hb. (Strobilella L., KoUarana Hb.) [Hb. 70. 323. 324.
//.-S. 254).
R. in Tannenzapfen.
F. imMai undJuni. Zürich, häufiger (Fr??/); Burs,dori [Heuser); St. Blaise-
Neuveville [CouL); Jorat bei Lausanne und sui)alpine Thäler des Südwestens.
G. CoroUana Hb. [Hb. 282. H.-S. 235).
R. angeblich in den von Populnea verursachten Anschwellungen der
Espenzweige.
F. bei Lausanne am See entlang, selten im Juni [Lah.).
G. Woeberiana S. V. (Ornatana Hb.) [Hb. 32).
R. in dem Bast der Schlehen und Obstbäumen, schädlich werdend.
Lausanne, im Juni um Ilaselhecken [Lah.]] St. Blaise-Neuveville [CouL);
Schupfen [Rthb.]; Burgdorf [Beut.].
i
1) G. (?) Microgra uimäna Steph. bleibt zur Zeit ganz unsicher. Nach Zrt/i. hat
sie Bruand am Jura getrofTen.
G. (?) S plen d i tl ulana G n. (Fratornana Steph.). Aus der .'^cliweiz nach Gn.
VII. Tortriciden. 321
G. Seopariana H.-S. (Lathyrana Froel.) [H.-S. 324).
R. wohl an Genista.
F. im Juni bei Lausanne [Leresche); ein Exemplar von Würenlos bei
Baden an Genista {Frey).
G. Cosmophorana Tr. [H.-S. 325).
R. in Harzgallen von Pinus sylvestris.
F. iniMai und Juni, selten. VonLangnau ißthb.); einmal bei Zürich [Frey]]
ein paar Stücke l)ei Bergün an Knieholz (Z.).
G. (?) Coniferana Ratzeburg (Separatana H.-S.) [H.-S. 322).
R. im Baste von Pinus-Arten.
Nach Lah. durch Rthh. in einem Exemplare im Faunengebiete getroffen.
Die Ortsangabe fehlt
G. Paetolana Z. (Dorsana Ratzeburg) {H.-S. 253).
R. im Baste von Fichten.
Bisher nur von Schupfen {Rthb.].
G. Duplicana Zetterst. (Interruptana H.-S. , Genieulana Lah. H.-S.)
{H.-S. 280).
R. soll an Tannen, nach anderen Angaben an Juniperus leben.
F. im Juni und Juli, seltener, auch in den Alpen. Lausanne {Lah.]]
Schupfen {Hthb.)\ Zermatt {Lah., Frey); Bergün, an Stellen ohne Juniperus;
Trafoi {Wo.).
Höhengrenze gegen 5000'.
G. Gundiana Hb. (Compositella Fab.) {Hb. 42. H.-S. 281).
F. aufwiesen und Hecken iniFr-ühling, häufig. Lausanne(La/K); St. Blaise-
Neuveville {Coul.) : Bern und Schupfen {Beut, und Rthb.); Aarau {Beut.);
Bremgarten {Bali.); Zürich {Frey); Chur {Cafl.); Trafoi {Wo.).
Höhengrenze gegen 5000'.
G. Loderana Tr. (Perlepidana Haw., Sehrankiana Froel.. Lathyrana
H.-S.) {H.-S. 265. [r\Hb. 207).
B. zwischen Blättern von Oroltus niger.
F. im Frühling, namentlich auf Waldwiesen und grasreichen Wald-
blössen , eine häufigere Art.
Sauvabelin bei Lausanne {Lah.); St. Blaise-Neuveville {Coul.); Schupfen
{Rthh.); Umgebungen Bremgartens lind Zürichs {Bo/l, Frey): Berneck (il/<y//pr).
G. Fissana Froel. (Diflfusana H.-S., Divisana Dup.) {H.-S. 284).
F. vom Lägernberg bei Baden, nicht gerade selten im Juni {Frey); Jura,
selten {Rthb.); St. Blaise-Neuveville [Coul.]; vom Jorat bei Lausanne in Mehr-
Frey, Lepidopteren. jf
322 VII. Tnrtriciden.
zahl (Lah.); von Chur [Cciß.]] von dem Stelvio oberhalb Trafoi, bis etwa
6000'. {Wo.).
G. Dorsana Fab. (Lunulana S. V., Megerleana Froel., Jungiana Froel.)
[Hb. 35).
R. an Erbsen und Wicken.
F. von Mitte Mai an, selten. Lausanne (la/i.); Burgdorf (i)/.-Z).); Zürich,
einmal [Frey).
G. (?) Inquinatana Hb. [Hb. 43. H.-S. 278).
St. Blaise-Neuveville [Cojil.) ; dann Anfang Juli bei Bern getroffen
[Bent.]. In beiden Fällen kaum richtig.
G. Orobana Tr. (Arcigera Tengström) [H.-S. 288).
Von Langnau [Rthb.] nach Lah.
G. Coronülana Z. (Argyrana Tr.) [H.-S. 282).
Von Schlipfen (Rthb.) nach Lah. Niemals bei Zürich vorgekommen
[Frey) .
G. Mediana S. V. (Aurana Fab.) [Hb. 179. H.-S. 411).
R. in den Samen von Horacleum.
F. vom Mai bis in den Juli, in unserem Faunengebiete eine Seltenheit.
Von St. Pre bei Morges [A. Forel); Schupfen {Rthb.)] bei Viege in der Form
der /f.-8. 'sehen Al)bildung (Vorderflügel mit Ausnahme des braunen Costal-
randes ganz gelb) {M.-TJ.); Mitte Juli noch bei ßergün in der gewöhnlicheren
gelb gefleckten Form, wie sie IIb. 179 gibt, ebenfalls selten {Z.).'^)
Carpocapsa Tr.
C. Pomonana S. V. (Pomonella L.) {IIb. 30).
R. in Aepfeln, Birnen, auch Aprikosen.
F. im Juni und Juli, gemeiner und sicher im ganzen Tieflande, vom
Wallis bis Chur. Er erreicht noch Tarasp, also etwa 4000'.
C. Fagiglandana Z. (Grossana Haw., Splendana Ratzeburg) {H.-S.
157—160).
R. in Buchnüssen.
F. im Juni. Ste. Groix {Leresche); Schupfen {Rthb.); Burgdorf {Heuser);
Zürich, spärlich {Frey).
C. Splendana Hb. {IIb. 31).
R. in Eicheln.
1) Ueber G. Senccionana Lah., erlaube ich mir Ivoin LIrlheil. Sie konnte möglicher-
weise hieiher zählen, wenn man sie noch fortführen wollte.
^
VII. Tortriciden. 323
F. im Juni und Juli. Paudex liei Lausanne {Leih. ■. Wimmis bei Thun
{Rthb./, Olteu ,Wu.,.\
Coptolonia Led.
C. Janthinana Dup. (Ineisana H.-S.) H.-S. 1*73 .
R. in den Früchten des Weissdorns.
F. bisher nur sehr vereinzelt. An trocknen Hangen bei Lausanne im
Juli: von Schupfen [Rthh. : von St. Gallen 'Tü.'k
Phthoroblastis Led.
P. Argyrana Hb. (Atromargana Steph.) Hb. 46. H.-S. 192i.
R. soll in der Borke von Eichen leben.
F. selten und sehr vereinzelt. Ein Exemplar von Lausanne Lah,' : ein
zweites von Basel Imhof) .
P. Plumbatana Z. (Splendidulana Walker) H.-S. 321 .
Von Zürich und, im Juli, aus dem oberen Eneadin [Frey).
Elevation 5300'.
P. Spiniana Dup. (Trigonana Steph.) {H.-S. 267).
Zürich Frey ; Schupfen Rthh. : Bern, im h\\3.ns.\ Bent. : Neuvevilie Co;//.).
P. Ephippana Hb. (PopuLnana Fab.) Hb. 246;.
R. an Sahlweiden.
Nach C. Zeller von Zürich; nach Rthb. von Schupfen: bei St. Blaise-
Neuveville {CouL).
P. Regiana Z. (Trauniana Haw.) H.-S. 400—102).
R. an Ahorn und später unter Ahornrinde.
F. bisher nur von St. Gallen [TU.].
P. (?) Trauniana S. V. (Floricolana Hb., Conjugana Z.) 7/6. 38. 32ö.
H.-S. 403 .
Nach C. Zelle)- einmal im Septemlier bei Zürich und nach Caul. bei
St. Blaise-Neu\eville. Mir zweifelhaft. Vei'w echslung mit der vorigen?
P. (?) Oohsenheimeriana Z. (Loxiana H.-S.) H.-S. 323).
Nach Lah. in einem Exemplare durch M.-D. bei Burgdorf gefangen. Mir
wiederum zweifelhaft.
1 C. Rea u mii rea n a v. Hi'xd., (loien I.ai'\e in tleii Frücliloii vdii Caslaiiea vesca
lebt , fehlt sicher lieiii südlichen Faunengebiete niciil. Doch liat sie nocli Niemand ge-
trofTen.
C. Amplana Hb. R. in Eicheln und Haselnüssen dürfte ebenfalls bei uns voiiian-
den sein.
21*
324 VII. Tortiiciden.
P. Flexana Z. (Vigeliana v. Heyd.) [II.-S. 195).
R. an Fagus sylvatica.
Zürich, gerade keine Seltenheit im Juni {Frey); Bremgarten (ßo//); Schu-
pfen [Rthb.).
P. Germarana Hb. (Germana Hb. und H.-S., Atropurpurana Haw.,
Pulvifrontana Z.) [Hb. 47. H.-S. 258).
St. Blaise-Neuveville (Com/.); Burgdorf [M.-D.]; Schlipfen (Rthb.);
Zürich (Frey).
P. Daldorüana Fab. (Rhediella GL, Aurana Hb.) [Hb. [?] 22).
R, in unreifen Früchten des Weissdorns.
F. von Ende April bis in den .luli. Lausanne, öfter [Lah.); St. Blaise-
Neuveville [Colli.); Aarberg (/?f/)6.); Burgdorf (5(?w/.); bei Zürich, in massiger
Anzahl, einmal häufiger an Weissdornhecken [Frey).
Tmetocera Led.
T. Ocellana S. V. (Luscana Fab., Comitana Hb.) [Hb. 16. H.-S. 371)
und (?)Var, Laricana Z.
R. polyphag an Laubholz; ferner (?) an Lärchen.
F. im Juni und Juli. Von Lausanne, ziemlich selten [Lah.); Schupfen
[Rthb.); Zürich (auch gerade nicht häufig), an den Rändern der Laubholz-
wälder [Frey).
Var. Laricana Z. (in Lärchenwaldungen) traf ich mehrfach bei Zürich. Da
die Vorderflügel mehr verdunkejt, Ausmaass und Form etwas abweichen,
möchte ich eine eigene Art annehmen.
Steganoptycha H.-S.
S. Aceriana Dup. [H.-S. 350).
R. in Pappelknospen und später deren Zweigen.
F. im Juli. Bei Paudex, nicht selten [Lah.); ein Exemplar aus dem Wallis
von Andercyg [Frey); Genf (Mus.).
S. Dealbana Froel. (Incarnana Haw., Minorana Tr., F.-R.) [F.-R.
22. 1 a— c).
R. an Pappeln^ Weiden; aber sicher in unserem Faunengebiete noch an
anderen Laul)hölzern.
F. im Juni und Juli, mitunter in Mehrzahl. Lausanne, oft (wo Erlen
stehen) [Lah.); Schupfen [Rthb.); Zürich [C. Zeller, Frey) .'^)
S. Simplana F.-R. [F.-R. 22. 2).
R. an Populus tremula.
1) S. Neglecta na Dup. traf Eppelsheini am SIelvio in ungefalir 6500' Hohe.
VII. Torfriciden. 325
Der einfache, schöne Wickler ist im Hochsommer eine Seltenheit. Biirg-
dorf [Heuser]; Schupfen [Rthb.]; Bremgarlen [Boll] und Zürich [Frei/).
S. Delitana F.-R. [F.-R. 65. 2J .
Aus dem Wallis von Anderecjg [F.-R.].
S. Nigromaculana Haw. (Preyeriana F.-R.) [F.-R. 51. 3).
F. im Juli, bei uns eine Seltenheit. Bisher nur von Zürich , wo ich ihn
seit fünfundzwanzig Jahren dreimal am Fusse des Ülliberges fing. Dann von
Einsiedeln [Paul).
S. Ramana H.-S. (Ramella L,, Triquetrana Hb., Sesquilunana Haw.)
[Hb. [?]280).
B. in den Kätzchen der Birken.
F. im Juni. Von Lausanne, selten [Lah.)\ von Zürich, sehr selten (fye^) .
S. Oppressana Tr. [ll.-S. 242).
R. wohl an Fappeln und Weiden.
F. im Juli von Lausanne [Lah.]; Genf (Mus.); Lugano [Beut.). Mir kam
der Wickler niemals bei Zürich vor [Frey).
S. Pinicolana Z. [U.-S. 384. 385).
R. an Pinus larix und P. cembra.
Der nordische (ziemlich variirende) F. im Alpengebiete im Juli und
August. In den sechsziger Jahren und 1879 im Engadin verheerend. Er dringt
zuletzt bis zu den höchsten Standplätzen der Coniferen vor. Jedenfalls ist
er eines unserer scluidlichslen Ilochgebirgs-Insekten. Doch traf ihn Z bei
Bergün nur einmal! bn ganzen oberen Engadin bis unterhalb Ponte [Frey),
auch aus dem Wallis [Ändei'egg); von Trafoi [Eppelsheim) und Bormio [Wo.).
Elevation von über 4000' bis gegen 7000'.
S. Corticana Hb. [Hb. 270. [?]209).
B. an Eichen.
F. von Ende Juni an, häufiger. Sauvabelin bei Lausanne [Lah.); Schu-
pfen [Rthb.); Bremgarten [Boll); bei Zürich, nicht selten, auch manchfach von
Eichen erzogen [Frey).
S. Rufimitrana H.-S. [H.-S. 139).
F. Ende Juli vom Graubündner Weissenstein (Z.). Unsicher das V^or-
konuneu von Viege im Wallis [M.-ü.); sicher vom Stelvio in 7500' Höhe
[Eppelsheim) .
S. Ratzeburgiana Saxesen [H.-S. 333).
R. in den Trieben von Pinus abies.
F. im Juli und August. Umgebungen von Lausanne [Lah.); Schupfen
[Rthb.]; Jura [Bruand,; Bern und Solothurner Weissenstein [Beut.); Brem-
326 ^i^- Tortriciden.
garten [Boll). Bei Zürich niemals getroffen [Frey]; Gais, häufiger [P.-I.];
noch bei Bergün (Z.) .
Eievation über 4000'.
S. Nanana Tr. (Nana H.-S.) [H.-S. 129).
R. an Nadeln von Pinus abies.
F. vom Juni in den August. Bei Lausanne am Jorat (La/?.); Ste. Croix {Le-
resche); Schupfen [lithb.]; bei Zürich im Hochsommer, abei' seilen [Frey).
S. Vaeciniana Z. [H.-S. 206).
R. an Heidelbeeren und Berberis.
F. im Mai und Juni. Basel [Imhof); Bremgarten, häufiger auf Torfmooren
[Boll, Frey); Bergün [Z.].
Eievation über 4000'.
S. Nemorivaga Tengström.
R. minirend in den Blättern von Arbutus uva ursi.
Der nordische F. auf unseren Hochalpen. F^in Stück von der Höhe des
Albulapasses, andere Exemplare noch höher am Stelvio (Frey, Wo.).
Eievation wenigstens 7500'.
S. Ericetana H.-S. (Flexulana Dup., Collicolana v. Hein.) (H.-S. 136).
F. von Ende Juni bis in den August, fast nur in und auf den Alpen.
Doch auch von St. Blaise-Neuveville [Coid.), von Schupfen [lUhh.) und Brem-
garten [Boll). Dann im Wallis [Ja.) und von Zermatt [Frey); Glarner Berge,
wie Mühlebachalp [Frey); Bergün (Z.); in dem oberen Engadin verbreitet
und ebenso vom Stelvio [Frey).
S. Caflischiana Frey.
Der vorigen Art sicher verwandt, aber ebenso gewiss von ihr spezifisch
verschieden.
Roll und ich erbeuteten auf dem Alliulapasse, einige hundert Fuss höher
auf felsigem Terrain, wo nur noch einige künnnerliche hochalpine Weiden-
arten wuchsen, mehrere männliche Stücke , von welchen leider noch ein
Theil zu Grunde ging. Nach einem gut erhaltenen männlichen Exemplare
meiner Sammlung folgt die Beschreibung.
Etwas grösser und auffallend breit- und stumpfflügliger als die vorher-
gehende Spezies. Die Grundfarbe von Kopf, Brust und Abdomen ist ein
ganz tiefes dunkles Schiefergrau, leicht bi'äunlich angehaucht. Nach zwei
Driltheilen beginnt, etwas vom Coslalrandc entfernt, ein verloschenes dunk-
leres Querband, welches dem Innenrandc zu dunkler und schmäler N\ird.
Franzen von der Flügelfarbe, ilinleidügel und Franzen heller grau.
S. Cuphana Dup. (Fractifasciana Havsr., Vepretana Froel., Caricana
Gn.) [H.-S. 134).
R. an und in Scabiosen.
VII. Tortriciden. 327
F. im Frühling, namentlich auf nassen Wiesen im Tieflande verbreitet.
Am Jorat bei Lausanne [Lah.); Schupfen [Rthb.]; Bremgarlen {ßoll); Zürich
{Frey); Clmr [CafL). In den Alpen, so von Bergün (Z.), vom Albulapasse, und
hier die volle Höhe gewinnend [Freij); aus dem oberen Engadin, Öfter [Pfaffen-
zeller, Frey) .
S. Quadrana Hb. [Hb. 223. H.-S. 137. 256).
F. vom Mai bis in den Juli, vorwiegend im Gebirge. Lausanne (Sauva-
belin) [Lah.)\ Zürich, selten [Frey); Frutigen, Gemmi, Berner Oberland [Rthb.);
bei Bergün (Z.); aus dem oberen Engadin, so bei Samaden [Frey); von der
Passhöhe des Albula [Derselbe); von Trafoi [Wo.].
Elevation 7200'.
S. Pygmaeana Hb. (Antennana Froel.) [Hb. 69).
R. an den Nadeln der Fichte.
Ein Exemplar von Zürich [Frey) ; Bern [Beul.) und Schupfen [Rthb.) , selten.
S. Abiegnana Dup. Z. [H.-S. 128).
Abermals, wie es scheint, seilen. Ein Stück von Jorat [Lah.)^ ein anderes
Anfang August von Schupfen [Rthb.) und ein drittes von Bremgarlen [Frey).
S. Mercuriana Hb. (Monticolana Walker) (//6. 322).
R. an Dryas oclopelala.
F. im Sommer auf den Alpen. Walliser Alpen [Ott^ Anderegg); Waadt-
liinder (Anceindaz) [Lah.); Gemmi [Rthb.]; Panixer Pass [Boll); Appenzeller
Berge, so am Fahlensee (4479'] [Müller); Bergün und Albulapass (Z., Frey);
Oberengadin [Frey u. A.).
Stellenweise in Mehrzahl. Wie weit nordische und schottische Stücke
abweichen, steht anhin.
Elevation von 4000 bis über 7000'.
S. Augustana (Cruciana Zetterst.) [Hb. 205. H.-S. 362).
R. an Weiden.
F. im Juni und Juli. Zürich, häutiger (F/'gy;; St. Gallen [Tä.]; St. Blaise-
Neuveville [Coul.); Schupfen [Rthb.); Jura und niedere westliche Alpen [Lah.);
Bergün (Z.); Thalsohle des Engadin, Samaden und Sils-Maria [Frey); von
Trafoi, häufig [Fppelshenn).
Alpine Exemplare kleiner, dunkler, zeichnungsloser.
Ilöhengrenze über 5500'.
S. Rubiginosana H.-S. [H.-S. 185).
Ein Exemplar im Juli von Zürich [Frey), ein zweites im Aargau am
Engelberg [Wu.).
S. Ulmariana Z. (Trimaculana Donov., Lithoxylana Dup., Mitter-
bachiana Haw.) [H.-S. 176. 177).
R. an Ulmen (Vi .
328 ^^'- Tortriciden.
Ziemlich selten um Hecken bei Lausanne [Lah.); Bern [Bent.); Zürich,
nicht oft im Juli (C. Zeller, Frey).
S. Minutana Hb. (Achatana Froel., Paediscana Stgr.) (Hb. 73. H.-S.
174. 175).
R. an Pappeln.
F. im Juli von Lausanne, seltener [Lah.]; Bern [Beut.) und Zürich
[C. Zeller, Frey).
Phoxopteryx Tr.
P. Mitterbach eriana S. V. (Retusana Haw., Subuncana Haw., Penk-
leriana Tr. und P.-R.) [Hb. 192. F.-R. 21).
R. an Eichen.
F. im Frühsommer. Lausanne [Lah.) ; St. Blaise-Neuveville [Coul.];
Bern, Lenk [Beut.); Schupfen [Rthb.]; Zürich [Frey); St. Gallen [Tä.); Chur
[Cafl.). Eine häufigere Art.
P. Harpana Hb. (Laetana Fab.) [Hb. 77).
R. an Populus tremula.
F. im Juli, häufiger. Lausanne [Lah.); Schupfen [Rthb.]; Zürich [Frey);
aus dem oberen Engadin in grossem trübem Exemplar erzogen [Derselbe) .
Höiiengrenze etwa 5500'.
P. Fluctigerana H.-S. (Biarcuana Steph., Crenana Dup.) [H.-S. 319).
R. \ielleicht an Sahlweiden.
F. im Mai und Juni. Von Schupfen [Rthb.); Burgdorf, Lenk [Bent.); vom
Fusse des Jura [Coul.]; vom Gurnigel [Ja.); Zürich, seilen [Frey); Bergün [Z.);
Trafoi ^Wo.).
Elevation bis 5000'.
P. Diminutana Haw. (Cuspidana Tr.) [H.-S. 238).
R. an Salix repens und anderen Weidenarten.
Von St. Bhiise-Neuveville [Coul.); von Schupfen [Rthb.]; von Zürich, am
Katzensee ein Exemj^lar [Frey); von St. Gallen, F]ndc Juni [Tit.).
P. Uncana Hb. (Geminana Donov.) [Hb. 76).
Bei Zürich im Juni, aber selten [Frey); St. Blaise-Neuveville [Coul.);
Bergün, selten (Z.); hier untl da im Juli im olieren Engadin [Frey); von Trafoi
[Eppelsheim) .
Höhengrenze 5500'.
P. Unguicana Fab. (Unguicella L., FalcanaHb., Fractifasciana Steph.)
[IIb. 78).
V. l'^iHJc IMai und im Juni um Hoidekr.iul.
VII. Tortrieiden. 329
Wallis {Anderegg) ; Viege und SiiDplon {Bent.) ; St. Bhiise-Neuveville
[CoiiL); Schlipfen [Rlhb.); Torfmoore bei Bremgarlen und ßünzen {Boll, Frey);
Chur {Caß.); Bergün, bis zum Weissenstein häufig (Z.); oberes Engadin {Frey) .
Elevation 6000'.
P. Siculana Hb. (Apicella v. Hein.) {Hb. 79).
R. an Rhamnus, vielleicht auch an Ligustrum und Cornus.
F. bei Zürich, auf Waldwiesen häufiger {Frey); Neuveville {CouL); Or-
monts oberhalb Aigle {Lah.).
P. Comptana Froel. {H.-S. 318) und (?)Var. Incomptana Lah.
R. an Potentillen.
F. im Juli von Zermatt {Frey); vom Lägernberg, zaidreicher {Derselbe);
Bergün und bis zum Weissenstein , verbreitet (Z.); Albulapass und oberes
Engadin {Frey).
Elevation über 7000'.
Za/i's Incomptana bin ich geneigt, als Var. hierher zu zählen. Die Farbe
rein braun, die FlUgelspitze schärfer, rein weisses Schrägband von dunkler
Linie durchsetzt. Die weisse Zeichnung über dem Innenwinkel ist 8-förmig
gebogen und die Costalhäkchen stehen deutlicher paarweise.
Vom Chaux-de-Mont in etwa 7000' {Lah.).
P. Badiana S. V. (Lundana Fab.) {Hb. 53).
R. an Vicia und Orobus.
F. häufiger in der Ebene, im Mai und dann nochmals im Hochsommer.
Zürich {Frey); Bremgarten {Boll); Schupfen {Rthb.); St. Blaise-Neuveville
{CouL); Waadtland, auch in den Bergen und Alpen {Lah.); vom Simplen
{Beut.); von Bergün [Z.].
Elevation über 4000'.
P. Myrtillana (Lyellana Curtis, Derasana Steph., DentanaLah., [?]Luana
Lah.) 1) {H.-S. 316).
R. an Vaccinium myrtillus.
F. im Juni und Juli. Vom Joral {Lah.); Zürich, Katzensee [C. /eller,
Frey); vom (?) Berner Jura {Rthb.); St. Blaise-Neuveville {CouL); Bern und
Gurnigel {Beul.) ; Tour d'Ai {Lah.) ; Oberwallis {Olt) ; F^insiedeln {Paul); am
Graubündner Weissenstein um Vaccinium uliginosum (Z.).')
Elevation 6000'.
P. Derasana Hb. (Unculana Haw.) [Hb. 206).
R. an Heidelbeeren.
1) P. Luana, in mittlerer Hölie auf den Alpen von Aigle, Bex und des Unferwallis vor-
kommend, reiht Lah. unmittelbar an P. Badiana an. Etwas grösser, die dunkle Grimd-
farbe ist schwärzlich grau, der weisse Costaistreifen bleibt ohne braune Punkte. Kaum
eigene Art.
330 VII. Tortriciden.
F. im Juli; aus dem Wallis durch Anderegg {Frey); St. Blaise-Neuveville
{Colli.)] Schlipfen {Rthh.); Zürich, am Kalzensee {Frey); eine seltene Art.
Rhopobota Led.
K. Naevana Hb. (Unipunctana Haw.) {Hb. 261 . H.-S. 275) und Var.
Geminana Steph.
R. polyphag, an Prunus-Arten, Vaccinium, Sorbus und Hex aquifolium.
F. vom Ende Mai an in den Hochsonmier. Am Jorat im Buschwerk
haulig, auch an Obstbäumen ; in den Wäldern oberhalb Aigle an Siechpalme
lebend [Lah.); von Zürich, nicht selten {Frey).
Var. Geminana kleiner, glänzender, dunkler grau, nicht selten bei
Bremgarten {Frey).
Rhyacionia H.-S.
R. Hastiana Hb. (Torridana Led.) [Hb. 186).
R. in den Trieben von Hieraciecn.
F. im Sonuner vom Lägernberg bei Baden, selten [Frey].
Dicliroiiiamplia Gu.
D. Petiverana Haw. (Petiverella L., Montana Scop.) [Hb. 37).
R. in den Wurzeln der Achillea millefolium.
F. von Ende Mai in den Hochsommer, wohl nn't doppelter Generation;
auch noch in das Alpengebiet eindringend.
Lausanne und Waadtländer Alpen {Lah.); St. Blaise-Neuveville {CouL);
Schupfen [Rthb.); Zürich, aber viel seltener als anderwärts [C. Zeller ^ Frey);
St. Gallen, öfter [Tä.); Genf (Mus.). Noch bei Zermatt [Frey).
Elevation 4800'.
D. Alpinana Tr. (Strigana Haw., Jacquiniana Haw. , Politana Gn.)
{H.-S. 155. 156).
Ziemlich selten bei Lausanne um Klee [Lah.]; von den {'! Berner) Alpen
[Rthb.); von Zürich, selten, dann von Zerniatt und Trafoi [Frey und Wo.).
Elevation gegen 5000'.
D. (?) Rejectana Lah.
Mir ganz unbekannt. Aus der Sammlung von Rthb. und vom Berner
Oberland [Lah.].
D. Caliginosana Tr. (Sirapliciana Haw.) {H.-S. 263).
R. in den Wuizehi von Artemisia vulgaris.
Von Aarberg durch Rthl). Noch erwähnt sind (aber unsicher) Vi^ge,
Weissenslein bei Sololluirn und Bern [Rent.].
VII. Tortriciden. 331
D. Agilana Tengström.
Vier (3^ bei Bergüii im Juni (Z.).
Elevation über 4000'.
D. (?) Distinctana v. Hein.
Ob wirklich von D. Agiiana verschieden?
Von Bergün im Juli und August (Z.). Mir niemals vorgekommen.
D. Rhaeticana Frey.
Ich fing diese auffallende hochalpine Art in zwei männlichen Stücken auf
der Passhöhe des Bernina. Ein drittes, wiederum männliches Exemplar er-
hielt ich aus dem Wallis durch Anderegg. Das ^ leider unbekannt. Die
Spezies aber sehr auffallend.
Grösser als Harpeana. Vorderflügel auffallend schmal mit zwar abgerun-
deter, aber stark vorspringender Spilze und ganz schiefem Hinterrande. Die-
ser zeigt unter der Spitze eine weissliche Einkerbung. Grundfarbe von Kopf,
Palpen, Fühlern, Brust und Leib mäusegrau. Die tief grauen Vorderflügel, in
Zeichnung wechselnd, bald nur ganz verloschen heller, bald mit ansehnlichem
deutlichem hellgrauen Fleck gegen den Afterwinkel hin, oder auch mit einem
dahin gerichteten, gebogenen, weisslichen Querband. Mehr wurzelwärts
erscheint dann noch eine zweite lichtere Innenrandsslelle. Franzen weisslich
mit feiner schwärzlicher Wurzel- und Spitzenlinie. Eine Reihe schwarzer
Punkte unterhalb der Franzen, wie bei D. Harpeana. Hinterflügel bald
dunkhn-, bald heller grau mit lichterer Befranzung. Unterseite der Vorder-
llügel mit weisslichem Costalrande.
Höhengrenze über 7000'.
D. Ligulana H.-S. (Plusiana Stgr.) {H.-S. 279).
F. im Hochsonuner aus den Alpen, vielfach im Lärchenwalde. Ober-
Wallis [Ott] nach Lah.; von /l/K/e/-e(/(/ dorther erhalten [Frey]\ Simplon {Bent.);
im oberen Engadin bei Samaden bis Sils-Maria [Frey); Val Rosegg [Bent.);
Franzenshöhe am Stelvio [Wo.].
Elevation bis 7000'.
D. Harpeana Frey, Stgr.
Der hochalpine Wickler im Juli und August auf der Passhöhe des Bernina
[Frey]; dann von Zermatt auf dem Gornergrat, bis zu etwa 9000' [Stgr., Frey);
vom Stelvio [Eppelsheim] .
Das Thierchen fliegt nur an mit Rhamnus pumilus bewachsenen Stellen.
Hieran lebt die R. ohne Zweifel.
D. Plumbagana Tr. (Salicetana Prittwitz, Tanaceti Walker) [11. -S. 289) .
Ich traf im Juli und Anfang August den Wickler (in etwas kleinerem
Ausmaasse) häufiger im oberen Engadin, bei Sanjaden und St. Moritz.
332 VII. Tortriciden.
D. Subsequana Haw. (Monticolana Dup., Montanana H.-S., Alpestrana
H.-S.) {II. -S. 193).
Vom Weissbad [P.-I.]; Bergiin, von Mitte Juni bis Ende Juli (Z.); ver-
breitet im oberen Engadin, von Samaden bis Sils-Maria in Lärchenwaldungen
[Ft^ey) . Ob in der Ebene, wie bei Thun [Bent.] , erscheint mir etwas zweifelhaft.
D. Acuminatana Z. (Germarana Tr.) [H.-S. 282).
Von Thun [Ja.) und von Trafoi {Frey). Erstere Angabe unsicher.
D. (?)Cacaleana H.-S.
Vom Weissbad (P.-/.). Alles andere ganz unsicher.
D. Bugnionana Dup. ( ^ Chavanneana Lah.) {H.-S. 126).
F. hochalpiU; im Juli und August. Walliser Hochalpen, durch Anderegy
erhalten {Frey); von der Passhöhe des Bernina und Albula {Frey); Stelvio {Wo.).
Der Wickler fliegt an nassen hochalpinen Grasstellen.
Elevation 7500—8000'.
D. (?) Gruneriana H.-S. {H.-S. 261. 262).
Nach Lah. oberhalb Lausanne und bei Bex; nach Hthb. bei Schupfen.
Mir sehr zweifelhaft.
D. Plumbana Seop. (Zachana Tr., Blepharana H.-S.) {H.-S. 197. 198).
B. in Wurzeln niederer Pflanzen.
F. gemein, im Tieflande im Frühling und dann nochmals im Hochsommer.
Noch im niederen Alpengebiete, wie dem Weissbad [P.-I.) und dem Thale von
Bergün (Z.). Auf höheren Alpen kam mir diese Spezies niemals vor.
VIII. Tineen. 333
VIII. Tineen.)
Choreutiden.-)
Choreutis Hb.
C. Bjerkandrella Thunb. (Vibrana Hb.) [Hb. 202).
R. versponnen zwischen Blättern von Inula s.ilicina und helenium, dann
in den Blättern von Carduus crispus und an Carlina acaulis.
F. im Juli und August. Ziemlich häufig im Appenzeller Seeaipthal in
etwa 3000' Höhe (P.-/.) und von Bergün (Z.); von Trafoi [Wo., Frey).
Elevation über 4800'.
Simaethis Leach.
S. Pariana Gl. (Parialis Tr.) [Flh. 1. 2. F.-R. 26).
R. an Apfelbäumen und Weissdorn.
F. im Sommer und dann im Herbste , verbreitet und wohl dem ganzen
tieferen Faunengebiete zukommend.
S. Diana Hb. (//Ö.274. H.-S. 257—261).
Bisher nur in einem Exemplare am 15. August vom Rugnux bei Ber-
gün (Z.).
S. Fabrieiana (?)L., Steph., H.-S. (Oxyaeanthella L., Dentana Hb.,
Aeternalis Tr.) [Hb. 4. 5).
R. an Nessehi.
F. im Mai und im August, wohl überall. Er erreicht die Alpenzone, so
1) Schon im Jahre 1854 veröflentlichtc mein Freund Sta. sein ganz vortrelTliches
Werk über die Tineiden Grossbritanniens. Ich nahm seine mit Professor Z. verein-
barten, systematischen Grundlinien unter wenigen Modificationen fast unverändert an,
als ich 1856 mein kleineres faunistisches Buch über die Tineen und Plerophoren der
Schweiz schrieb. Später hat dann H.-S. natürlich Vieles daran aussetzen müssen und
V. Hein, stellte alsdann hinterher sein System der Tineiden auf, wobei ihn ein frühzeitiger
Tod ereilte. Diese ?'. T/em. sehe Arbeit, halb vollendet hinterlassen, hat zuletzt Wo. aus
Pietäts-Rücksichten im Sinne des Verstorbenen fortgesetzt und vollendet. Ich bin weit
entfernt, dem letzleren hochverdienten Lepidopterologen daraus einen Vorwurf zu machen.
Allein meine Beurtheilung der v. //ew. 'sehen Arbeit kann hierdurch nicht im Mindesten
modificirt werden. Letzlere ist meiner Ansicht nach eine vollkommen verfehlte und na-
mentlich im Gebiete der Gelechiden eine ganz klägliche, um nicht mehr zu sagen.
2) Diese Abtheilung steht, wie in allen systematischen früheren Versuchen, hier sicher
am unrichtigen Orte. Eine bleibende, bessere Stellung wird man ihr erst in der Folge,
nach genauerer Kennlniss der exotischen Kleinscbmetterlinge, verleihen können.
334 ^'11'- Tineen.
die Scheidegg [Bent.), Bergün (Z.), das obere Engadin und Zermalt [Frey);
Trafoi {Wo}}.
Elevalion 5500' i).
Tineiden.
Melasina Bsd.^)
M. Ciliaris O. (Lugubris Hb.) [Hb. 216. II.-S. 112. 113).
R. in langem cylindrischen Sacke an niederen Pflanzen der Alpen.
F. im Juli und August. Vom Ritfelberg [Frey]; Beialp [Bent.)\ vom oberen
Engadin und dem Albula [Frey). Bei Palpuogna olierhalb Bergün traf das
Thier Z., am Stelvio Wo.
Verbreitung etwa von 5500 bis gegen 8000'.
M. Lugubris Hb. [Uh. 217. H.-S. 114).
F. im Hochsommer. Ich zweifle an den Artrechten. Von den Walliser
Hochalpen {Anderegg): von den Bergen des oberen Engadin [Frey); oberhalb
der Franzenshöhe {Wo.).
Elevation über 7000'.
Talaeoporia Hb.
T. Politella O. (Lefebvriella Dup.) [F.-B. 38. 2 a— c).
Die sacktragende H. an Flechten der Felsen und Bretterwände.
F. im Juni von Lausanne {Lah.).
T. Pseudobombycella Hb. (Tessellea Haw. , Andereggiella Dup.)
{F.-B. 37).
Sack an Baum- und Mauerflechten.
F. vom Mai bis Juli. Lausanne {Lah.)] St. Blaise-Neuveville {CouL);
Zürich [Frey); im Alpenlande von Bergün (Z.); Trafoi [Wo.).
Elevation über 4500'.
T. Alpestrella v. Hnm.
Sack an Felsen.
F. im Juli und August. Aus dem oberen Engadin (so bei Sils-Maria bis
zum Maloja im Juni und Juli), dann auch von Zermalt, obgleich etwas ab-
weichend {Frey).
Soleiiobia Z.
S. Triquetrella F.-R. {F.-R. 39).
R. an Dematium virescens.
1) Die Gruppe der A ly c li i<l e n fehlt unserem Faiinengebicte nacli bisliprigen Kilcili-
rnns^en gänzlicli.
^) Das Genus Melasina steht liier sicher an schlechlesier Stelle. Die Arien sind
durchaus nicht festgestellt, worin ich Z. beistimme.
Tineiden. 335
Von Lausanne [Lab.)] (?) von Viege [Bent.]. Bei Zürich kam sie mir
niemals vor.
S. (?)Inconspicuella Sta.
Wahrscheinlich etwas über dem Graubündner Weissenstein IZ.]. Die
Art-Unterscheidung ist leider im ganzen Genus eine sehr schwierige, wie ich
denn auch eine Anzahl unsicherer Exemplare besitze.
Lypiisa Z.
L. Maurella S. V. [Hb. 122).
R. sacktragend an Steinflechten.
Die auch auf Dovre in Norwegen vorkommende Art traf Z. im Juni mehr-
fach bei Bergün an Pulsatilla alpina fliegend.
Xysmatodoma Z.
X. Melanella Haw.) (SteUiferella P.-R.) {F.-R. 59).
Die sacktragende R. an Baumstämmen und Bretterwänden.
F. (das 2 soll dimorph, bald geflügelt, bald flügellos sein), wie es
scheint, selten. Von Bremgarten {BoUj; von Samaden [Pfaffen zeller).
Höhengrenze gegen 5500'.
Diplodoma Z.
D. Marginepunotella Steph. (Siderella Z.) [H.-S. 319).
R. einen sonderbaren Doppelsack tragend, an Baumstämmen und Bretter-
wänden. Sie gilt als fleischfressend. -
F. nur in dem Alpengebiete, schon bei Bergün (Z.), dann aus dem Bergell
[Baz.] und aus dem oberen Engadin [Frey); aus dem Wallis [Anderegg).
Elevation etwa 5500'.
Oclisenlieimeria Hb. ')
O. BisonteUa Lienig (Urella H.-S.) [H.-S. 246) .
Von Zürich, Anfang August [Brenn\ Frey); von St. Gallen [Tu.].
O. Urella P.-R. (Birdella Gurt.).
Zwei nicht ganz sichere l<lxempiare von Zürich [Bremi], Ende Mai.
O. Vacculella F.-R. (Taurella Hb.) [Hb. 188. H.-S. 247).
F. im Juli von Schaffhausen [Frey).
Euplocamus Latr.
E. Fuesslinellus Sulzer (Anthracinalis Scop., Arithracinella S. V.) [Hb.
224. //.-S. 241— 243).
R. in faulenden Buchenschwämmen.
1) Das Genus Ochsenheimeria befindet sich (meiner Meinung nach) auch hier nicht
am richtigen Orte. Es scheint im üebrigen nur unserem Tieflande anzugeliören. Die
Raupen wohl alle an Gramineen.
336 VHI. Tineen.
F. aus den Umgebungen Zürichs und von Dübendorf [Bremi] . Seit langen
Jahren verschwunden; von St. Gallen [Tu.]; St. Bhiise-Neuveville [Coul.].
Scardia Tr.
S. Boleti Fab. (Choragella S. V., Mediellus O.) [H.-S. 314).
R. in den Holzschwämmen der Weiden, Pappeln, Buchen, Linden.
F. von Langnau {Rthb.); auch von Viege und dem Gurnigel erwähnt [Bent] .
S. Tessulatella Z. (//.-S. 315).
Ein Exemplar Ende Juni bei Bergün (Z.) ; mehrfach im Juli von Trafoi (T^^ o.) .
Elevation also wenigstens 4800'.
Tinea Z.
T. ImellaHb. {Hb. 347. 77.-8. 323).
R. in trocknen Thierstoffen.
Von Bremgarten [Boll) und von Zürich {Frey) .
T. Perruginella Hb, (Splendella Hb.) [Hb. 348. 381).
F. von der Mitte Juni an durch den Juli ])ei Zürich an Waldrändern {Fr'ey)\
Bremgarten {Boll); Lausanne {Lah.); Viege [Beut.). Im Alpengebiete bisher
nur von Bergün (Z.) .
Höhengrenze über 4000'.
T. Rusticella Hb. (Laevigella S. V., Saturella Haw.) {Hb. 339).
R. polyphag, an Pelzen, Wollenstoffen u. s. w.
F. im Juni und Juli, gemein. Mit menschlichen Wohnungen hoch in das
Gebirge aufsteigend; so in die Alpen des Canton Waadt {Lah.) und von
Bergün (Z.) bisindasOber-Engadin, wieSamaden(7^>-e?/); auchvonTrafoi(Wo.).
Elevation über 5300'.
T. Pulvimitrella Sodoflfsky (Rupella Haw., Bohemanella Zetterst.)
(77.-8. 283).
R. in faulem Holze der Buche und Hainbuche, sowie in Birkenschwänunen.
F. im Hochsommer. Von Bremgarten {Frey, 7..\\ von Bergün {Fre[i) und
im ül)eren Engadin l)ei Samaden {Pfaffcnzeller) .
T. Tapetiella L. {Hb. 91).
R. an thierischen Stoffen, z. B. an Pelz, Filz, dann auch an getrockneten
pflanzlichen Substanzen.
F. im ganzen Sommer, gemein. Ich begegnete ihm noch in Samaden,
also in mehr als 5200'.
T. Arcella Fab. (Clematella Z.) {Hb. 256).
R. in faulendem Holze.
I
Tineiden. 337
F. bei Zürich im Juni und noch Ende August mehrfach, also wohl in
doppeller Generation [Frey); von Bern (5f»/.); von St. Blaise-iNeuveville (Com/.);
von Lausanne [Lah.)\ Weissbad (P.-/.).
T. Parasitella Hb. (Carpinetella Sta.) [Hb. 16).
R. in Boletus lebend.
Von Zürich und Schaffhausen [Frey] .
T. Granella L. [Hb. 165. H.-S. 285).
R. in allen möglichen trocknen Pllanzensloffen, so in Getreidevorräthen,
und diesen oftmals schädlich.
F. im Frühling und Sommer, bn ganzen tieferen Faunengebiete gemein.
T. Cloaeella Haw. (Inümella v. Heyd.) [H.-S. 284).
R. in faulendem Holze und in Baumschwämmen.
F. vom Juni bis August. Bisher nur von Bremgarten [BoU)\ vielleicht
auch von Zürich [Frey]; ein Exemplar noch von Bergün (Z.l; endlich von
Trafoi (]ro.).
T. Albipunetella Haw. (//.-8. 632).
In mehreren Stücken von Zürich während des Sonuners an Wald-
rändern [Frey).
T. Ignicomella F.-R. (Cortieella Tengström) [H.-S. 279. 280).
F. bisher nur aus dem oberen Flngadin F^nde Juni and im Juli, St. Moritz,
Silvaplana, Sils-Maria [Frey); auch vom Stelvio [Eppelsheiin] .
T. Albicomella H.-S. (Albicapilla Z.) [H.-S. 324).
Zwei Flxemplare aus dem Wallis durch Audereyg erhalten. Alles
Nähere fehlt.
T. Misella Z. (H.-S. 277).
R. vermullilich in Holzmassen.
F. im S|)ätsommei' l)ei Zürich [Frey).
T. Spretella S. V. (Fuseipunetella Haw.) [H.-S. 300).
R. an trocknen, pflanzlichen und thierischen Stoffen in Wohnungen.
F. vom Juni bis September. Zürich [Frey], Bremgarten [Boll); Schupfen
[Rthb.]] noch, aber selten, von Bergün [Z.) und in etwa 7000' auf der Franzens-
höhe [Wo.).
T. Pellionella L. Hb. 15. H.-S. 278).
R. an trocknen thierischen Stollen, an Wolle, Federn u. s. \v.
F. den ganzen wärmeren Theil des Jrihres hindurch.
Frey, Lepidopteren. ^2
338 Vni. Tineen.
Z. fiind das Thierchen häufiger bei Bergün und ich nocli bei Sam,aden und
auf dem Albulapasse, ebenso Ho. auf derFranzensliöhe, also in mehr als 7000'.
T. Biselliella Hummel (Crinella Tr.) [H.-S. 281).
R. in dünnhäutigem Sack als .schädliches Thier an trocknen pflanzlichen
und namentlich thierischen Stoffen.
F. den ganzen Sommer hindurch, überall gemein, vielfach schädlich.
Ich begegnete ihm noch in Zermatt und im oberen Eneadin zu Sils-Maria.
Elevation 5500'.
T. Nigripunctella Haw., Frey {JI.-S. 268).
R. an Parietaria officinalis.
F. in einem einzigen Exemplare im Juli von Zürich [Frey).
T. (?) Parietariella H.-S., v. Hein. (Nigripunctella v. Heyd.).
Soll im oberen Iilngadin getroffen worden sein nach i\ Hein. Mir ist die
Angabe verdächtig. Wohl Verwechslung mit der vorhergehenden Art.
T. Semifulvella Haw. (Robiginella F.-R.) [H.-S. 301).
F, im Juli von Zürich [Frey), als Seltenheit. Von Burgdorf [Lah.].
T. Simplicella H.-S. (Angusticolella Z.) [H.-S. 321 . 322).
Bisher nur bei Genf Anfang Juni getroffen (Mus.).
T. Pustulatella Z. [H.-S. 636).
Das sacktragende Räupchen an altem Mauerwerk in Ritzen, von einer
graugrünen Staubflechte zehrend.
F. im Juni und Juli. Zürich, sehr selten [Frey]] an den alten Stadtmauern
Bremgartens im Juli, häufiger (ßo//, Frey).'^)
T. Vinculella P.-R. (Pagenstecherella v. Heyd.) [H.-S. 275).
R. in ziemlich breitem scharfkantigen Sack (an beiden Enden etwas
erweitert) an alten Mauern, eine graugrüne Staubflechle fressend.
F. im Juli bei Rremgarten und Baden [Boll, Frey).
T. Argentimaeulella Sta. [H.-S. 600).
R. an ähnlicher oder gleicher Staubflechte (dem Jugendzusland einer
Cladonia), mit zarten, oft einen Zoll langen, schlangenartigen Gängen, welche
dem Steine aufliegen.
F. Mille Juni an allen Mauern des Schlosses von Baden [Frey).
Myrmecozela Z.
M. Ochraceella Tengström.
R. zwischen den Nadeln der Coniferen in Ameisenhaufen lebend.
1) T. Confusella H.-S. [H.-S. 276] liaf Eppelsheim am SIelvio.
Tineiden. 339
F. (dem Norden angehörig) aus dem Engadin und zwar selten , so von
St. Moritz [v. Heyd.^ ^fQ^'-] und aus dem Wallis [Anderegg).
Lampronia Z.
L. Plavimitrella Hb. [Uh. 429. H.-S. 292).
Bisher nur von Züricli, wo ich ihr im Juni in zwei Exemplaren begegnete,
und von Lausanne [Loh.]. Sehr zweifelhaft in zwei Generationen von
St. Blaise-Neuveville [Coul.], ebenso von Burgdorf [Bent.].
L. Praelatella S. V. (Luzella Frr., Stipella Tr.) {H.-S. 294. 295).
B.. sacktragend und von eigenthümlichen Sitten ^ anFragaria vesca, Geum
urbanum und Spiraea ulmaria.
F. im Juni und Juli. Zürich [Frcg); Bremgarten [Boll); Lausanne [Lah.);
Degersheim [Müller); Weissbad (P.-/.); in der ersten Julihälfte bei Bergün
(aber nur mit unterbrochenem hinenslreifen) (Z.); Trafoi [Wo.).
Elevatiou gegen 5000'.
L. Variella Fab. (Rubiella Bjerkander) [F.-R. 82. 1).
B. in den jungen Trieben der Himbeere.
F. zu Anfang Juni auf lichten Waldstellen. Zürich, am Fusse des Ctli-
berges [Frey); Bremgarten, an der alten Stadtmauer [Boll); (?) von St. Blaise-
Neuveville [Coul.]; aus dem Alpengebiete nur von Bergün [Z.).
Höhengrenze über 4000'.
TeichoMa H.-S.
T. Verhuellella v. Heyd. [H.-S. 820) .
B. an Asplenium ruta muraria und trichomanes an altem Mauerwerk und
Felsen. Anfangs minirend, dann in einem Sacke.
F. im Juni. Zürich, an Felsen des Ütliberges (fre?/) ; Bremgarten, häufig
[Frey); vereinzelt noch bei Bergün [Z.), also in mehr als 4000' Höhe.
Incurvaria Haw.
I. Muscalella Fab. (Masculella Hb.) [Hb. L25. H.-S. 307),
B. gleich denjenigen des Genus anfangs minirend, wohl in Eichenblättern,
dann im Sacke unter abgefallenem Laube.
F. im Mai bei Zürich (/^/T^); (?) von Bern und dem Monte Bre [Bent.); aus
dem Ober-Engadin [PfaffenzeUer); von Splügen (C. Zeller); (?) St. Blaise-
Neuveville [Coul.).
I. Pectinea Haw. (Zinckenii Z., Masculella S. V.) H.-S. 305—307).
B. anfänglich an Birken.
F. im April und Mai. Züi-ich, häufiger (F/vv/ ; Bremgarten [Boll]; (?) von
dem Cassarate [Bent.); Lausanne [Lah.); von Chur [Call.]; Ende Mai noch
von Bersün in einem Stück /. .
Höhengrenze über 4000'.
22*
340 VIII. Tineen.
I. Koerneriella Z. IIJ.-S. 309. 310).
H. unter abgefalleneni Buchenlaube.
F. l)isher nur bei Zürich , am rechten Seeufer bei Balgrist und zwar
seltener [Zell .-Bold .] .
I. Oehlmanniella Hb. (Oehlmanni Haw.) ill.-S. 296. 297).
R. mit ähnlicher Lebensweise wie die vorhergehende.
F. im Juni liei Zürich an schattigen Waldrändern, selten [Frey); (?) St.
Blaise-Neuveville (Co?//.); (?) vom Monte Salvadore und am Cassarate [Beut.].
I. (?)Capitella L. (Flavimitrella Dup.) [II. ~S. 293).
B. in abweichender Lebensweise die Knospen der Johannisbeeren aus-
fressend.
Von lithb. Ende Juli auf der Grimsel. Doch nicht ganz sicher. Noch
viel unsicherer die Angabe CouVs. von St. Blaise-Neuveville und Benfs. von |
Burgdorf.
I. Vetulella Zetterst. [U.S. 311. 312 [Var.]).
Nur von Bergün in einem Exemplar, wohl im Juli (Z.'; von Trafoi [Wo.].
Elevation 4800'.
R. lupella S. V. (Capitella Tr.) [ll.~S. 288—290).
F. der Ebene fehlend, dagegen Im Hochsommer in den Alpen und wohl
auch im Jura [Rthb.) vorkommend. Von Bergün (Z.); oberes Engadin, von
Samaden bis Sils-Maria [Frey u. A.) ; zwischen Kandersteg und der Gemmi
[Rthb.]; vom Gurnigel [Bent.)\ Alpen der Wesischweiz [Lah.].
Neniophora Hl). j
N. Swammerdamella L. [Hb. 410. 411). ■
R. anfänglich die Blätter der Buche und Eiche minirend , dann Sack-
Irägerin unter abgefallenem Laube, also die Lebensweise des vorhergehenden
Genus fortsetzend.
F. im April, gemein und durcli das ganze Flachland sicher verjjreitet.
In einem abweichenden Stücke Ende Juni bei Bergün von Z. erbeutet.
Elevation über 4000'.
N. Sehwarziella Z. (//.-S. 213. 214).
R. mit ihrem Sack an Fliehen (?) .
F. zu Anfang Juni bei Zürich, aber selten [Frey)\ vom Simplon [Bent.)\
von Mayenfeld (1555') [Cuß.); dann in demselben Monat von Bergün [Z.).
lliihengi-enze ül)er 4000'.
N. Panzerella Hb. [Hb. 412. H.-S. 216).
R. vielleicht an Heidelbeeren.
Tineiden. 341
F. im Frühling. Bisher nur von Lausanne [Lah.), von Chur {Cafh) und
von Bergün (Z.).
Elevalion über 4 000'.
N. Pilulella Hb. (Pilella Tr.) [Hb. 409. H.-S. 215).
R. vielleicht an Heidelbeeren.
F. im Juni. Bei Zürich unter Nadelholz, häufiger {Frey); Lausanne {Lah.)\
Gurnigel [Beut.]; Degersheim {Müller); Chur {Cafl.); Bergün {Z.); oberes En-
gadin, Sil.s-Maria und St. Moritz {Frey); Trafoi {Wo.).
Elevation 5500'.
N. Pilella S. V. {Hb. 235. H.-S. 217).
F. von Ende Mai an. Wohl aus dem Wallis {F.-R.); vom Berner Jura
{Rthb.); Zürich, selten {Frey); St. Gallen {Ta.); von Gais {P.-F); von Chur
{Cafl.); von Bergün (Z.); aus dem oberen Engadin, von St. Moritz und Sils-
Maria {Frey); Trafoi {Wo.).
Höhengrenze wie bei der vorigen Art.
N. Metaxella Hb. {Hb. 413).
F. im Mai und Juni an Waldrändern. Bei Zürich, häufiger {Frey); Brem-
garten(5o//); Schupfen (fi//i6.); (?J St.Blaise-Neuveville(Cou/.); LausannefZa/?.).
Adela Latr.»)
A. Fibulella S. V. (Frischii Haw.) {H.-S. 236. 237).
l\. in den Samenkapseln der Veronica chamaedrys und officinalis.
F. in der Ebene im Mai und Juni, im Alpengebiete im Hochsommer.
Zürich {Frey); Bremgarten {BoU]; Degersheim {Müller): Lausanne {Lah.); Genf
(Mus.). Im Alpenlande von Mühlebachalp im Canton Glarus {Frey); von
Samaden {Pfaffenzeller] : von Trafoi {Frey); am Stelvio auf der Franzenshöhe
gegen 7000' {Wo.). Unsere Exemplare bald mit, bald ohne hellen Vorder-
flügelfleck.
A. Violella Tr. (Tombacinella H.-S.) {H.-S. 240).
R. in den Samenkapseln von Hypericum perforatum.
F. Ende Juni und im Juli vom Lägernberg bei Baden {Frey).
A. Ruümitrella Scop. (Frischella Hb.) {Hb. 425. 426. H.-S. 224. 239.
250. 251).
R. mit ihrem Sack unter Sisymbrium alliaria.
Zürich im April, nicht gerade häufig {Frey). Noch bei Trafoi {Wo.).
Elevation 4800'.
A. Associatella F.-R. {F.-R. 68. I a— d).
F. Ende Juni und im Juli um Nadelholz.
1) Die R. bilden älinliche Säcke wie diejenigen des Genus Nemotois,
342 VIII. Tineen.
Zürich, an beiden Seeiifern [Frei/]: Bremgarten [Boll; Schupfen {Rthb.);
Lausanne [Lah.]; noch von Gais (P.-/.).
A. Sulzeriella Z. (Sulzella L., PDegeerella Seop., Sultzii Haw.) [Hb.
121. ^.-8. 227).
Raupensack unter Liguslerhecken , an welchen der F. zu fliegen pflegt.
Im Juni bei Lausanne [Lah.)\ St. Blaise-Neuveville {CouL); Schupfen und
Berner Jura [Rtlib.)\ Bern und Burgdorf (i?e/(^); Zürich und Lägernberg [Frei/];
Bremgarten [Boll.]; auch von Yiege und ans dem Tessin bei Lugano [Bent.].
A. DegeerellaL. (DegeerüHaw., Geerella Hb., CroesellaScop., Phryga-
noides Retz.) [Hb. 130. F -li. 66 und 67. 1 a— c).
K. an niederen Pflanzen, wie an Anemonen, Vaccinien und Rumex.
F. im Mai und Juni, gewiss im ganzen tieferen Faunengebiete. Genf
[Fässlij); Lausanne [Lah.]; St. Blaise-Neuveville [CouL); Schupfen [Rthb.);
Bremgarten [ßoll); Zürich und Lägernberg [Fi'ey); St. Gallen [Tä.]\ Um-
gebungen Churs [Baz.].
A. Ochsenheimerella Hb. [Hb. 359).
R. vielleicht an Heidelbeeren.
F. im Mai und Juni, selten. Bremgarten [Boll, Frey); Schupfen (Rthb.);
Lausanne [Lah.) .
Das schöne Thierchen geht noch vereinzelt bis Bergün [Z.]; ebenso bis
Trafoi [Wo.) .
Elevation über 4800'.
A. Viridella Scop. (Vindella Fab., Eeaumurella Cl., Viridis Hav^.,
Sphingiella Hb.) [Hb. 129. H.-S. 218).
Raupensack zwischen abgefallenem Laube, namentlich unter Fliehen.
F. im Frühling, schwärmend um knospende Eichen. Genf [FüssIijj; Lau-
sanne, häufig [Lah.]\ Schupfen [Rthb.]; St. Gallen [Tä.).
A. Cuprella S. V. (Aeneella Zetterst., Crinitella Zetterst.) [H.-S. 219),
Bisher nur in einem Stück aus dem Seealpthal [P.-I.].
Nemotois Hb.
N. Scabiosellus Scop. (Metallicus Poda, Cuprea Haw., Frischella
Schrank) [H.-S. 229. 2Ö6).
R. in den Blüthen der Scabiosa arvensis.
F. im Juni, gemein in der Ebene auf Waldwiesen , etwas später im Ge-
birge, so in Alpenthälern und auf niederen Alpenwiesen, doch die Baumgrenze
nicht überschreitend. Zürich [Frey); Bremgarten [Boü); Lausanne [Lah.);
Schupfen (Rthb.); Gais und Weissbad (P.-f.); Canlon St. Gallen [Tu.); Thur-
gau [FtKjstev); CantonGlarus [Frey); Berner Oberland, so ])ei Meiringen; Ober-
W^allis [At)(lereyg, Frey); Bergün (Z.).
Elevation über 4000'.
Hyponomeutiden. 343
N. Cupriacellus Scop. (CypriaceUa Hb.) {Hb. 445. H.-S. 220. 252).
R. vielleicht in den Blülhen von Scabiosen, nach anderen besseren An-
gaben von Sedum-Arlen.
F. im Juli vom Lägernberg bei Baden [Frey] und von Bergiin (Z.).
Höheng reuze über 4000'.
N. Prodigellus Z. v. Hein.
F. auf trocknen sonnigen Waldwiesen bei Zürich {Frey) und Brem-
garten {Boll) im Sommer. Es ist ohne Zweifel die von Z. beschriebene Art.
N. Violellus F.-R. (CypriaceUa Lienig) [H.-S. 231. 232).
R. in den Blüthen von Gentiana asclepladea, ciliata und pneumonanthe.
F. im .Juli und zu Anfang August auf nassen Wald- und Bergwiesen bei
Züvich {Frey); St. Gallen(rö.); Gais und Weissbad (P.-/.-); vonEinsiedeln(PaM/).
N. Panicensis Frey.
Diese prächtige Art der Hochalpen traf Boll im Juli oder zu Anfang
August auf dem Panixer Pass, an der Grenze von Glarus und Graubünden.
§ rolhköpfig. Uns kam sie noch nicht vor. N. Panicensis ist jedenfalls eine
der selteneren Vorkommnisse des Alpenlandes.
N. Minimellus S. V. {H.-S. 235).
R. in den Blüthen von Scabiosa succisa.
F. im Juli und August bei Zürich, an beiden Seeufern {Frey). Er fliegt
auftrocknen Plätzen, namentlich um Scabiosa columbaria.
N. Dumerilellus Dup. (Inauratella Dup., Basochella Hb.) {H.-S. 321.
322).
R. an Hypericum und Hieracium.
F. von Lausanne {Lah.) und von felsigen Höhen des Berner Jura im
Juli {Rthb.).
Hyponomeiatiden.
Swammerdamia Hb.
S. Apicella Donov. (Combinella Hb., Comptella Hb., Compta Haw.,
Auroflnitella Dup.) {H.-S. 282).
R. in kleinen Gesellschaften in ansehnlichem Gewebe an beschatteten
Schlehenbüschen ; auch an Pflaumenbäumen.
F. Ende Mai und im Juni. Von Zürich, sehr selten {Frey); von Degers-
heim {Müller); von Chur (Ca/7.).
S. Caesiella Hb. (Heroldella Hb., Lutarea Var. y., Haw.) {F.-R. 13
a— k, H.-S. 326).
R. an Birken.
344 ^11'- Tineen.
F. von Zürich im Juni an lichten Waldstellen . jedoch seilen und ver-
einzelt {Frey); von Bergün [Z.].
Höhengrenzc über 4000'.
S. Compunctella H.-S. [H.-S. 325).
R. an Sorbus aucuparia.
F. um Zürich Ende Mai und den Juni hindurch an lichten Waldstellen,
doch nicht häufig.
S. Oxyacanthella Dup. {H.-S. 327).
R. an Crataegus oxyacantha.
F. im Juni bei Zürich [Freij) und von St. Gallen (Tä.).')
S.PyrellaVill. (CerasieUaHb., CaesiellaHaw.) [F.-R. 14 a — 1, II.-S. 328j.
R. an Obstbäumen, Apfel-, Kirsch- und Pflaumenbäumen.
F. im April und Mai l)ei Zürich, gemein, spärlicher nochmals Ende Juli
und im August [FreAj); Bremgarten [BoU); Schupfen [Rthb.); Chur [Cafl.].
S. Conspersella Tengström, v. Nolcken.
R. an Empetrum nigruni.
Die nordische Art bisher nur von Skjv. einstmals im oberen Engadin,
hoch über Sils-Maria in einigen Stücken im Juli getroflcn.
S. Alternans Stgr., Frey.
F. bei Sils-Maria von Mitte Juli an.
Elevation über 5500'.
S. Caflischiella Frey.
Ich reihe hier noch ein interessantes Geschöpf an, dessen Kennt niss ich
Anderegg in einem, aber vortrefi'lichen J^^xemplare verdanke.
Der S. Alpiceila F.-R. nahe verwandt, al)er grösser, breitllügliger und
dunkler. Kopf und Brust weisslich grau, Fühler bräunlich, stark gezahnt ((^f ) .
Vorderflügel weisslich grau, durch bräunliche Schuppen stark \erdunkel(.
Der Costalrand gewinnt im letzten Drittheile seiner Länge eine weisse, gegen
die FlUgelspitze sich verbreiternde weisse Randbegrenzung. Dicht unter ihm
acht schwarze Punkte reihenweise. Die Wurzelpartie des Dorsalrandes und
Flügels überhaupt braun verdunkelt. Nach einem Drittheil ein .schiefgerich-
teter brauner Bogenslreifen. Ueber ihn hinaus eine weissliche Fär})ung mit
schwarzen Pünktchen. Franzen weisslich grau, unterhalb der Flügelspilze
bis zu zwei Drittheilen des Randes an der Wurzel braunschwarz, liinter-
flügel und Franzen hellgrau.
Wohl aus den Umgebungen von Gamsen.
)) Die an .ScIiIcIumi Norkoininciulc S. Spiniclla IIb. dütflo kaum uiiseicni i'aunon-
gebick' nianiieln , ebenso S. Ileroldclla 'Ir. an liiiken.
Hyponomeutiden. 345
Scythropia Jth.
S. Crataegella L. [Hb. 257).
R. gescllii; in grossen Gewoben an Crataegus oxyacanlha.
F. im Juni und Juli. Zürich {F)-c>j]; Bremgarten [BoH); Schlipfen [lithb.];
häufig bei St. Gallen [Tel.] und Degersheim [Müller). Sicher überall.
Höhengrenze unermittelt.
Ilyponomeiita Z.
H. Plumbellus S. V. (Plumbea Haw.) [Hb. 86). .
R. vereinzelt an Evonjunis europaeus.
F. gemein und sicher überall in dem tieferen Theile unseres Fauneu-
gebietes im Hochsommer.
H. Variabilis Z. (Padella L.) (Hb. 393—395).
R. an Schlehen, Weissdorn und am Pflaumenbaume. Das gemeine Insekt
tritt zuweilen verwüstend auf, wie ich es einmal zwischen Lenz (4063') und
Filisur (3260') im Albulathal l)eobachtete, ebenso im Graul)ündner Vorder-
rheinthale von llanz (2152') l)is nach Dissentis (3600') herauf.
Wohl überall im tieferen Gebiete und im niederen Alpenlande. Doch
traf Z. noch ein Stück etwas unter 6000' am Graubündner Weissenstein. Wo
es da gelebt haben mag?
H. Malinellus Z.
R. im FrUhsonuner am Apfelbaum, die Blätter skelettirend.
F. im. Ulli und August. Zürich und Baden, gemein [Frey); Schupfen [Rthb.].
Sicher im ganzen Tieflande.
H. Evonymi Z. (Evonymella Scop., Cognatella Tr., Cagnagella Hb.)
[Hb. 39!. 392).
R. an F^vonymus europaeus, bekanntlich in manchen Jahren verwüstend.
F. im Juli und August, ül)erall gemein vom Oberwallis bis Chur.
Elevatiou unbekannt.
H. Padi Z. (Evonymella L.) [Hb. 88).
R. an Prunus padus.
F. mit gleicher Erscheinungszeit wie die vorhergehenden Arten.
Wohl überall im tieferen Faunengebiete. Noch häufig bei Bergün (Z.).
Sonderbar genug traf Wo. auf der Höhe des Stelvio ein herauf gewehtes
Stück.
Psecadia Hb.
P. Bipunctella Fab. (Echiella S. V.) [IIb. 105).
R. an Echium vulgare.
346 '^'III- Tineen.
Von Ragaz [Tit.); von Chur [Caß.]; vom Berner Jura [Rthh.); von St.
Blaise-Neuveville [CouL); aus dem Wallis (?).
P. Pusiella Römer (Scalella [?]Scop., Z., Sequella S. V., Lithospermella
Hb.) (IIb. 104).
R. an Lithospermum officinale und vielleicht auch an Pulmonaria officinalis.
St. Blaise-Neuveville {CouL); Zürich, im Juli selten [Frey); von St. Gal-
len [Tä.]; von Chur und Felsberg (1748') [Caß.); im August von Zermatt
{Frey] .
Elevation 4800'.
P. Decemguttella Hb. {IIb. 303).
R. an Lithospermum officinale.
F. im Mai und Juni. Zürich {Frey); aus dem Aargau {Bremi).
P. Funerella Fab. (Funerea Haw.) {Hb. 85).
R. an Lithospermum officinale und an Symphytum officinale.
F. im Mai und Juni, selten. Schupfen {Rthb.); Hallwyler See {Boll);
Zürich {Frey).
P. Flavitibiella H.-S. (Flavianella Eversmann).
Ich vermuthe mit Z. die R. an Thalictrum.
F., früher nur aus dem osteuropäischen Faunengebiete bekannt, im
Juni im Thale von Bergün weit verbreitet (Z.).
Elevation über 4000'.
Prays Sta.
P. Curtisellus Donov. (Maculella Fab., Ciirtisii Haw., Coenobitella
Hb.) (///;. 309).
R. in Knospen von Fraxinus.
F. bei Zürich im Juni, seltener {Frey); bei Gais und Weissbad {P.-J.)\
St. Gallen {Tä.).
P. Ruüceps V. Hein. (Rustica Haw.^ Simplicella H.-S.) {H.-S. 360).
Im Juli von Zürich {Frey); von St. Gallen {T/i.). Bei derselben Lebens-
weise der Larve halle ich dieses Thier nur für eine Var. der vorhergehenden
Art. Gleicher Ansicht ist Sla.
Plutelliden.
Plutella Schrank.
P. Dalella sta. (Vittella Hb., Marmorosella Wo.) {Hb. 104. H.-S. 639
R. in Island an Arabis petraea.
F. bei Samadcn {P/'d/fenzeUe)-); von Bergün während des Juni in hellen
Exemplaren (Z.); von Trafoi {Stgr., Frey).
Elevation über 5000'.
Plutelliden. 347
P. Porrectella L. (Hesperidella Hb.) [Hb. 169).
R. in versponnenen Blättern von Hesperis malronalis.
F. im Mai und Juni. Zürich [Fveij); Bremgarten [Boll]; Schupfen [Rthb.)]
Lausanne [Loh.]; Genf (Mus.); Chur [Caß.).
P. Geniatella F.-R. [H.-S. 347).
R. vielleicht an Cerastium oder Ilutchinsia.
Der hochalpine F. im Juli und August. Vom Simplon {Anderegg nach
F.-K.); Zeriiiatt, auf dem Riffelberg {Frey); im oberen Engadin, von den
Alpen bei Celerina , Sils , vom Bernina und Albula [Derselbe]; vom Slelvio
[Wo.].
Elevation über 7200'.
P. Cruciferarum Z. (Xylostella Hb., Maculipennis Curtis) [Hb. H9.
It.-S. 350).
R. polyphag an Küchenkräutern , Loniceren und anderen niederen
Pflanzen.
F. in zwei langen Generationen, im ganzen Tieflande gemein. Wie noch
im höchsten Norden vorhanden, so auch in bedeutender Höhe des Alpen-
landes. Im oberen Engadin, hoch über der Baumgrenze, auf dem Albula-
pass in etwa 7500' Höhe [Frei/], allein als seltenes Vorkomniniss , wie es
schon Z. 3000' tiefer bei Bergün beobachtet hat.
P. (?)Incarnatella Steudel.
Nach einem Exemplar von Tarasp durch Steudel erbeutet, ist mir unbe-
kannt und verdächtig.
Cerostonia Latr.
C. Sequella Cl. (Nyethemerella S. V., Nycthemerus Fab.) [IIb. 103.
H.-S. 394).
R. an Linden und (?) Weiden.
F. vom .Juni in den August hinein fliegend, wohl selten.
Zürich [Frey]; Schupfen [Rthb.]; St. Blaise-Neuveville [Coiil.]; Lausanne
[Lah.).
C. Vittella L. (Sisymbrella S. V.) i^Hb. 349. (?)421. II.-S. 392) und
Var. Carbonella Hb. [IIb. 421).
R. an Laichen, Buchen. Rüstern und (?) an Loniceren.
F. von Ende Juni an. Zürich [Frey); von Dübendorf [Brenii); Bern
[Bent.); Lausanne [Lah.).
Die schwarze Var. Carbonella traf ich bei Zürich an Rüstern , aller-
dings selten.
348 ^'lll- Tineen.
C. Pissella Hb. (Radiatella Donov. , Radiatus Haw., Varians Haw.,
Variella Hb., Byssinella Hb., Unitella Hb., Lutarella Hb., Ful-
vella Dup., Lutosus Haw., Flaviciliatus Haw., Unitella Tr.,
Rufimitrellus Steph., Parallella Panzer) [Hb. 106. 108. 147. 168.
380. II.-S. 376. 391).
R. an Eichen, auch an Pappeln und Ulmen.
Der ungemein variirende Falter (die lange Synonymenreihe spricht da-
für) findet sich vom Juli an bis in den Herbst und dann überwintert im ersten
Frühling wohl in der ganzen ebeneren Schweiz. Zürich [Frey]; Bremgarten
[BoU); Schupfen [Rthb.); Lausanne [Lah.].
C. CosteUa Fab. [IIb. 107).
R. an Eichen und Buchen.
Zürich, vom Sommer bis in den beginnenden Herbst öfter [Frey); Schu-
pfen [Rthb.); St. Blaise-Neuveville [CouL): Lausanne [Lah.); St. Gallen [Tu.].
C. Sylvella L. (Bifasciatus Haw.) [IIb. 420).
R. an Eichen.
Ein Exemplar aus der Gegend von Neuchätel [Lah.); (?) von St. Blaise-
Neuveville [CouL); von Zürich, sehr selten [Frey).
C. AntenneUa S. V. (Lucella Fab., Mucronella Hb.) [Hb. 99).
R. an Eichen.
F. im Juli und August , selten. Zürich [Frey); Schupfen [Rthb.); Lau-
sjuine [Lah.).
C, Alpella S. V. (Alpinus Fab.) [II.-S. 618. 619).
R. an Eichen.
F. von Zürich, an einem Waldrande einmal [Frey); Gais und Weissbad,
selten [P.-L).
C. Persieella S. V. (Nemorella Fab., Nemorum Fab.) [IIb. 100).
R. soll an Pfirsichbiiumen leben.
F. im Juli. Bei Lausanne in Weinbergen, nicht seilen [Lah.).
C. Scabrella L. (Bifissella S. V., Pterodactylella Hb.) [IIb. 102. II.-S.
620).
R. an Apfel- und Obstbäumen.
F. im Juli, selten. Schupfen [Rthb.) und Lausanne [Lah.).
C. Horridella Tr. (Falcella Steph., Subfaloella Curtis) [II.-S. 373).
R. an Obstbäumen und an Schlehen.
Zürich [lircmi. Frey) und Schupfen [Rthb.), selten im Sonnner.
Exapatiden. 349
C. Asperella L. (Clairvillella Fab., Palcatella Donov.) [Hb. 101).
R. i\n A|)fell)äumen und an Eichen.
F. im Juli und August, selten. Zürich [Frey); Schupfen ißthb.); St.
Blaise-Neuveville [Coul.]; Lausanne [Lah.]: Chur [Cafl.].
C. Nemorella L. (Hamella Hb., Cultrea Haw.) [Hb. 282).
H. an Loniceren.
F. im .luni und Juli. St. Gallen (Tä.); Zürich [Frey.\ Bremgarten [Boll)
Schupfen [Rthb.]; Lausanne [Lah.].
C. Faleella S. V. (Dorsella Fab., Dorsatus Fab.) [IIb. 112).
R. an Loniceren.
F. im Juli und August an Waldrändern. Zürich [Frey]', Bern [Bent.];
Lausanne [Lah.); St. Gallen [Tä.]; Bergün (Z. ) ; Samaden [Frey).
Elevation über -5300'.
C. Xylostella L. (Dentella Fab., Dentata Fab., Harpella S. V.) (7//^. 110).
R. an Loniceren.
F. vom Juni bis in den August, häufiger. Zürich [Frey]; Bremgarien [Boll] ;
Schupfen [Rlhb.]; Lausanne [Ldh.]; St. Gallen [Tä.]; von Bergün [Z.].; aus
dem oberen Engadin bei Samaden [Fi-ey).
Elevation über 5300'.
Theristis Sta.
T. Cultrella Hb. (Caudella L., Panzerella Donov., Aeinaeidella Hb.,
Aeinacidea Haw.) Jlb. 109. 237).
R. an Evonymus europaeus.
F. vom August in den Herbst und im ersten Frühling. Von Bremgarten
[Boll) und Zürich [Frey], aber selten; St. Blaise-Neuveville [CouL).
Exapatiden.
Exapate Hb.
E. Gelatella L. ( Congelatella GL, Gelatana Hb.) (Hb. 266).
R. verspoiuien an Zweigspitzen von Liguslrum vulgare, aber auch an
anderen Laubhölzern, wie der Schlehe.
F. im tiefsten Spätherbste, im Üctol)er und November, und wohl auch
überwinternd.
Zürich bei Wxlikon^ nach Breini; von Langnau [Hthb.\; Lausanne [Lah.).
E. Duratella v. Heyd.
R. an Pinus larix.
F. im tiefsten Späthei-bste, October und November, im oberen Engadin,
so von Pontresina (r. Heyd) und Sils-Maria [Hnateck).
350 Vni. Tineen.
Dasy Stoma Curtis.
D. Salieella Hb. (Salicis Haw.) {[I.-S. 329. a. b).
R. an Erlen. Sahlvveiden, schmalblättrigen Salix-Arten und Ahorn. In-
dessen auch von Potentilla anserina (!)
F. bei Zürich, im April als Seltenheit [Bremi, Frey) und von Chur [Cafl.].
Chimabjicche Z.
C. Phryganella Hb. [Hh. 10. H.-S. 330).
R. in versponnenen Blättern der Eiche, Buche und Erle.
F. im Spätherbste, häufig. Zürich [Frey]; Bremgarten [Boll]; Schupfen
[Rthb.); St. Blaise-Neuveville [CouL); Lausanne [Lah.].
C. Fagella S. V. [IIb. 12. H.-S. 332) und Var. Dormoyella Dup.
R. an Laubhölzern, Buchen, Birken, Weiden, Espen und dem Vogel-
beerbaume.
F. im Frühling, mitunter schon vom März an, an Baumstämmen. Wohl
überall in der ebeneren Schweiz.
Var. Dormoyella Dup. (Vorderflügel etwas dunkler) nur von St. Blaise-
Neuveville [CouL).
Seniioscopis Hb.
S. Strigulana S. V. (Atomella Hb., Consimilella Hb.) [IIb. 13. 334).
R. wahrscheinlich an Pappeln.
F. zu Ende März, einmal bei Zürich [Frey).
S. Avellanella Hb. [Hb. Tl. H.-S. 333).
R. noch nicht ermittelt.
F. im Frühling an Baumstämmen. Von Zürich, nicht gerade gemein (F/r?/);
von Lausanne [Lah.].
Epigraphia Hb.
E. Steinkellneriana S. V. (Steinkellneri Haw., Chaiacterella Hb.) [Hb.
26. H.-S. 335).
R. an Sorbus und Crataegus.
F. im Frühling, dem April. St. Gallen (Tä.); Zürich [Frey); Bin"gdorf
[Bent.]] St. Blaise-Neuveville [CouL)] Lausanne [Lah.).
Gelechiden.
Exaeretia St.
E. AUisella Sta.
R. in den jungen Stielen von Artemisia vulgaris.
F. bisher nur in einem F'vem])lai-e bei Taras]) von A7//. gefunden.
Gelechiden 351
Phibalocera Stepli.
P. Fagana S. V. (Faganella Tr., QuercanaFab., CancellaHb.) [Hb. 153.
453. 454).
R. an Buchen, Eichen, Birnbäumen und Brombeeren.
Zürich {Bremi, Frey); Brem^arten {BoII}; Bern, Lenk [Bent.]; St. Blaise-
Neuveville {CouL); Schupfen {Bthb.]; Lausanne [Lah.].
Depressaria Haw.
D. Costosa Haw. (Spartiana Hb., Depunetella Hb.) [Hb. 199. 378).
R. an Sparlium scoparium, Ulex europaeus und sicher noch anderen
niederen Pflanzen.
VomJorat [Lah.) und Samaden im Juli [Fretj), je ein Exemplar; (?) auch
von Bern [Beut.).
D. Liturella S. V. (Flavosa Haw., Flavella Hb.) [Hb. 97).
R. an Centaurea jacea, nigra und montana.
F. Ende Juni und im Juli, häufig. Schupfen [Rthb.); Zürich [Frey); von
Bergün [Z.); von Siis-Maria [Frey); auch noch aus dem Bergeil von Collura
[Baz.), sowie von Trafoi [Wo.).
Elevation 5500'.
D. Pallorella Z. (Sparmanniella H.-S.) [H.-S. 449).
R. an Serralula tinctoria und Centaurea scabiosa und jacea.
Ein Exemplar Anfang Mai bei Zürich [Frey)\ ein zweites von Degersheim
[Müller) .
D. Nanatella Sta.
R. mit rührenartiger Wohnung an Carlina vulgaris.
F. im Sommer von Zürich, und'zwar selten [Frey).
D. Petasitae Standfuss [H.-S. 624).
R. an den jungen Blättern von Tussilago alba.
F. vom Weissbad [P.-I ), sowie von Chur [Caß.) und im Juli und August
von Bergün (Z., Frey).
Elevation 4300'.
D. Arenella S. V. (Yeatiana Thunberg, Gilvella Hb., Gilvosa Haw.)
[Hb. 96. F.-R. 33. 2).
R. an Centanreen, Kletten, Cirsium lanceolalum und Sonchus Carolina.
F. im Herbst und Frühling. Vom Jorat [Lah.); St. Blaise-Neuveville
[Coul.]; Schupfen [Hihb.); Zürich [Bremi); St. Gallen {Tii.); Bergün [Z.);
Ober-Engadin, wohl ^on Samaden [Pfa/fenzeller) .
Elevation 5300'.
D. Subpropinquella Sta.
R. an Centaureen und Disteln.
352 VIII. Tineen.
F. bi.sher nur von Genf im August (Mus."! und aus dem Wallis (Um-
gebungen Gamsens) , woher ich ihn von Anderegg ohne weitere Angabe
mehrfach erhielt.
D. Purpurea Haw. (Vaeeinella Hb.) [Hb. 416).
R. von Torilis anthriscus; auch von Daucus carota.
F. im Sommer bis zum Frühling. Genf (Mus.); Lausanne [Lah.]; St.
Blaise-Neuveville(Co«//.); Zürich (/*'/■<??/); Dusnang [Eugster) und St. Gallen [Tu.].
D. Hypericella Tr. (Liturella Hb.) [Hb. [?]83. H.-S. 433).
R. an Hypericum-Arten.
F. vom Juni und Juli an. Lausanne {Lah.]\ St. Blaise-Neuveville [CouL);
Zürich, öfter [Frey] .
D. Oeellana Fab. (Characterella S. V., Signella Hb., Signosa Haw.)
[Hb. 80).
R. an Weiden, so an Salix caprea, viminalis, cinerea.
F. bisher von St. Blaise-Neuveville [Coiil.), von Zürich, und zwar selten
[Bremi, Frey)^ sowie von Chur (Cafl.).
D. Alstroemeriana Gl., L. (Alstroemeri Haw., Monilella S. V., Puella
Hb.) [Hb. 82).
R. an Conium maculatum.
Bisher nur von Chur [Cafl.).
D. Yeatiana Fab. (Yeatsii und PutridaHaw., Putridella Steph., Vento-
sellaH.-S.) [H.-S. 455).
R. noch unbekannt.
Ein Exemplar bei Lausanne [Lah.]^ und ein anderes von 'Genf (Mus.),
dann ein drittes bei Zürich [Frey).
D. Impurella Metzner [F.-H. 48. 3 a. b) .
R. an Conium maculatum und Cicuta virosa.
F. im Spätsommer und dem nächsten Frühling. Lausanne [Lah.]\ Schu-
pfen [nthb.)] Bremgarten [Boll)] Zürich [Frey).
D. Laterella S. V. (Heraeliella Tr.) [Hb. 417. F.-H. 33. 4 a. b).
R. in Getreidefeldern an Centaurea cyanus.
F. im Juni und Juli, bisher nur von St. Blaise-Neuveville [CoiiL), \on
Schupfen [lilJib.) und Zürich [Frey).
D. Montium Frey.
R. aus einer alpinen Umbellifei'o ei'zogen.
F. im August in Zürich enlwickeil, der \t)rigen Art nahe kommenil.
Aus den Umgebungen Celeriiias im obei-cn l^igadin.
Gelechiden. 353
D. ApplanaFab. (Cicutella Hb., ApplanellaFab., Heracliella Zetterst.)
[Hb. 79. 419. F.-R. 47. 48. 1).
R. an Chaerophyllum bulbosum, sylvestre and temulentum, Heracleum
spondyüum, Anthriscus sylvestris und Angelica sylvestris.
F. im Spätsommer und im kommenden Frühling. Genf (Mus.); Lau-
sanne [Lall.); St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Schupfen [Rlhb.]; Zürich [Bremi)\
Obstalden am Wallensee [Frey); St. Gallen (Tä.); Chur [Cafl.].
D. Ciliella Sta. (Annexella Z.).
F. bisher nur von Bergün (Z.) und Trafoi [Eppdshcim).
Höhengrenze 4800'.
D, Alpigena Frey (Silerella Pf aflfenz eller) und Var. Salevensis Frey.
W. in der Nähe Samadens an Laserpitium siler von Pfa/fciizeller entdeckt.
F. Anfang August in Zürich erzogen.
Var. Salevensis Frey ist der Stammform recht nahe kommend und in
einzelnen Stücken ihr sehr ähnlich, doch etwas kleiner und stark variirend,
indem das Colorit, von der Färbung derD. Alpigena an, bei vielen Exemplaren
heller und heller braun (etwa wie G. Zephyrella Hb.) sich gestaltet, ja bei
einem Exemplare gelb-grau geworden ist. Demgemäss wechselt die Färl)ung
der Palpen , des Kopfes und des Wurzelfeldes der Vorderflügel von einem
lebhaften Braungelb und einem lichten Braun, welches jeden gelben Farben-
ton verlieren und der Grundfarl)ie der Vorderflügel nahe kommen kann. Die
Verdunklung, welche auf das Wurzelfeld folgt, geringer als J)ei Alpigena oder
häufig ganz fehlend. Das Gleiche gilt von der Verdunklung im Mittelfelde
der Vorderflügel, die nur selten in schwacher Andeutung überhaupt vorhan-
den ist. Sonst die Zeichnung wie l)ei Alpigena. Unterwärts ist der S[)itzen-
theil des Vorderflügels stärker verdunkelt als bei letztgenannter Art.
Frei-Gessner fand an Laserpitium siler im Frühsonuner auf dem Mont
Saleve die R. Ich erzog im Hochsonnner in Zürich etwa ein Dutzend.
D. Cotoneastri Nickerl.
R. an Cotoneaster.
F. von Samaden; im September vom Entdecker erzogen.
D. Depressella Hb. (Depressana Haw., Collarella Zetterst.) (///;. 407).
R. in den Dolden von Daucus carota , PeucedaiuMii oreoselinum und
anderen Umbel Uferen.
Bei Bergün und von Z. erzogen (Z., Frey).
Elevation über 4000'.
D. Marmotella v. Heyd., Frey ([?] Senecionis Stgr. , Sarracenella
Rössler).
R. die Blätter von Senecio doronicum (und S. sarracenica) minirend.
Frey, Lepiilopteren. 23
354 VIII. Tineen.
F. Ende Juli in Züricli entwickelt. Aus den Umgebungen von St. Moritz;
vom Stelvio [Wo.). Diese Art fällt möglicherweise mit D. Senecionis Stgr. zu-
sammen und wohl sicher mit Sarracenella Rössler.
D. Capreolella Z. (Caprella Sta.) {IJ.-S. 452) .
R. an Pimpinella saxifraga.
F. im Herbst und Frühling. Aus den Umgeliungen Zürichs ( Brenn'); von
Ghur [Cafl.].
D. Angelicella Hb. (Rubidella Dup., Parilella Reutti) [Hb. 337) .
R. in den zusammengezogenen Spitzen der Angelica sylvestris auf feuch-
ten Waldstellen.
F. im Juni. Von St. Blaise-Neuveville [CouL); bei Zürich, häufiger
[Frey); ebenso noch bei Bergün [Z.) und Trafoi [Wo.).
Also mehr als 4500' Höhe erreichend.
D. Heydenii Z.
K. an Heracleum austriacum und sicher auch an anderen Umbelliferen
(H. austriacum fehlt uns).
F. im Spätsommer, aber nicht gemein; mit Ausnahme Bergüns (Z.) lun-
auf den Hochalpen. Vom Faulhorn (8260), der Grimsel (5778'), und dem Col
de Bahne (6785') [v. Iteyd); aus dem oberen Engadin von St. Moritz Itis zum
Berninapass [v. Hei/d.^ Frey u. A.); vom Stelvio [Wo.).
D. Pimpinellae Z. (Pulverella Eversm.) [H.-S. 439).
R. in den Dolden von Pimpinella saxifraga.
F. bisher nur von Bergün (Z.) und häufig von Trafoi [Wo.).
D. Laserpitii Nickerl.
R. an Laserpitium hirsutum.
F. vom August an bei Bergün (Z.) und im Ober-Engadin, stellenweise
häufig, so Pontresina , Samaden , Celerina , St. Moritz, Sils- Maria [Nichrrl,
V. Heyd., Pfa/fenzeUer, Frey).
Elevalion über 5500'.
D. Libanotidella Schläger [II.-S. 423. 424).
R. an Athamanta libanotis.
F. im Juli und August. Häuhg auf dem Lägernberg bei Baden und auch
aus dem oberen Engadin {Frey).
Der vorhergehenden Art sehr nahe konuneiul, so dass wohl beide zu
V(!reinigen sein dürften.
D. Hofmannii Sta.
R. an Athamanta libanoliS; etwas frülier als diejenige der vorhergehen-
den Spezies.
F. an derselben Stelle des I.ägernbergs [Frey), seltener.
Gelechiden. 355
D. Puleherrimella Sta.
R. an Valeriana olticinalis und Bunium floxuosuni.
F. Ende Juni bei Genf (Mus.) .
D. Douglasella Sta. (Miserella v. Heyd.) {fl.-S. 426) .
R. von einer unbekannten Unibellifere erzogen.
Einige Stücke des F. fanden sicli bei Brenigarten [Boll] .
D. Absinthivora Frey.
Ich erhielt, um Arteniisien seiner Angalje nach gefangen, von Andorf/g
einige Exemplare des interessanten Geschöpfes. Es ist der D. Aljsintliiella
II. -S. nahe verwandt, aber, wie ich annehmen muss, spezifisch verschieden.
Kleiner, auffallend schmaintigliger. Kopf, Brust, Schulterdecken viel
dunkler als l)ei der Art von II. -S. und kaum von der Grundfarbe der Vorder-
lliigel verschieden. Die Taster schwärzlich grau, das Endglied mit zwei breiten
schwarzen (iürteln. Die Vorderflügel dunkler Itraungrau ; die schwarze
Zeichnung am Basaltheil des Ilinterrandes entweder nur sehr schwach ent-
wickelt oder ganz fehlend (bei D. Absinthiella ist sie sehr stark ausgesprochen) .
Unterwärts zeigen die Ilinterflügel am Rande des Spilzentheiles die schwarzen
Punkte ^ai't und verloschen (bei Absinthiella gi-oss und deutlich).
D. Albipunctella Hb. (Albipuncta Haw., Aegopodiella Hb.) {IIb. 149).
R. an Chaerophyllum.
F. einmal von Zürich [Bremi).
D. Chaerophylli Z. (Chaerophyllinella H.-S.) {H.-S. 441).
R. an den Blüthen von Chaerophyllum l)ulbosum, seltener C. temulum.
F. im Spätsommer. Nur von Schupfen [Rthb.).
D. Nervosa Haw. (Daucella Tr., Apiella Hb.) [Hb. 94. H.-S. [?] 443).
R. an Cicuta virosa, Oenanlhe crocata, Phellandrium a([uaticum, Sium
latifolium.
F. im Spätsommer. Bisher nur von Schupfen [Rthb.] und ("?) von St.
Blaise-Neuveville [Coid.].
Eiiicostoma Sta.
E. Lobella S. V. (Thunbergiana Fab., Thunbergii Haw.) [IIb. 238).
R. an Schlehen.
F. im Mai und .luni. Bisher nur von Lausanne [Lah.].
Psoricoptera Sta.
P. Gibbosella Z. {II. -S. 470).
R. an Eichen und Wollweiden.
23*
356 VIII. Tineen.
F. bisher nur von Neuveville {CouL). Ich sah keins jener Exemplare.
Indessen ein Irrlhum ist hier kaum möglich.
Symmoca Hb.
S, Signella Hb. [Hb. 211).
F. im .Fuli und August in unseren Alpen an Felsen, weit ver])reitet, aber
spärlich. Das kleinflüglige Q ist eine Seltenheit. Ober- Wallis bei Gamsen
[Dup., Frey); Berner Oberland [Boll); bei Bergün, selten (Z.); oberes En-
gadin, zwischen Samaden und Celerina, sowie bei Sils-Maria {Frey); häufiger
am Stelvio, an der Franzenshöhe {Wo.).
Ilöhengrenze über 6500'.
Gelecliia Z.^)
G. Sordidella Hb. [Hb. 229).
R. noch immer unbekannt.
F. im Juni untl Juli an Waldwiesen. Von Zürich [Frey); von Lausanne
und Genf [Lah.); von Vevey und von Burgdorf [Rthb.). Im Alpengebiete traf
ich das schöne Thierchen noch bei Zermatt und Z., vereinzelt allerdings, im
Juli bei Bergün.
Höhengrenze etwa 4800'.
G. Ferrugella S. V. (Ferruginella H.-S., Coriacella Hb.) {IIb. 233).
R. an Campanula persicifolia und auch an Scabiosa columbaria.
F. im Juni. Von Burgdorf (i/.-D.); aus dem Berner Jura {Rlhb.): Sl.
Blaise-Neuveville {CouL): von den (?) westlichen Alpen nach unzuverlässiger
Angabe von H.-S.
G. Plammella Hb. (Formosella Hb.) {IIb. 160).
Bisher nur von Genf im Juni in zwei Exem[)laren (Mus.) .
G. Rufescens Haw. (Tinctella Steph., Isabella F.-R., (?) Diaphanella
Z.) {H.-S. 457).
R. zwischen eingerollten Grasblältern.
F. im Juni und Juli. Man hat ihn l)isher nur bei Zürich {Frey) und Lau-
sanne {La/i.) beobachlet.
G. Tripunetella S. V. {IIb. 217. II. -S. 'i62) und Var. Maculosella H.-S.
{H.-S. 463).
R. unter Steinen auf unseren Hochal|)en.
F. im Juli und August, auf den AI|)on wohl überall von 5 — 8000' Höhe;
1) Ich belialle das ältere Genus Gelecliia bei, oiino jodocii die Noihwendigkcil einer
Auflosung zu veriienncn. Von der Einllieiiung aber , welclie r. //e/«. versucble, niussle
abgeseiien werden (vgl. S. 3;}3 Anni.),
Gelechiden. 357
indessen schon aus den Umgebungen von Sl. Blaise-Neuveville [Coul.)^ von
St. Gallen [Tä.] und von Chur [Caß.).
Var.Maculosella (mit verdunkelter Vorderflügelstelle) bisher nur aus dem
Alpengebiete. Westliche Alpen [Lah.]; zwischen Ilandeck und Grimsel {Boll);
Gais und \Veissl)ad (P.-/.); Berglialp im Canlon Glarus [Frey); Bergün [Z.].
G. TurpeUa S. V. ( Pingvünella Tr.) [Hb. 21).
R. an Pappeln.
Bisher nur von St. Blaise-Neuveville [Coul.) .
Gr. Hippophaella Sehrank (Basalis Sta., Basipunctella H.-S.) [ll.-S. 530) .
R. an Hippophae rhamnoides.
F. im September und Octcber. Von Ragaz [v. Heyd.); aus dem Wallis in
den Umgebungen von Gamseu [Anderegg] .
G. Acupediella v. Heyd., Frey.
R. an Hippophae rhamnoides.
F. im Spatherbste , von G. Hippophaella völlig verschieden (was ich
gegenid)er Wo. bemerken muss) . Bisher nur von Ragaz [v. Heijd.).
G. Cinerella L. (Cinerea Haw., Ardeliella Hb.) [Hb. 173. 437).
F. im Juni und Juli. St. Gallen (7a.) und Degcrsheim [Müller); Zürich,
nicht gerade seilen [Freg); ßremgarlen [Boll); Schupfen [Rthb.]; St. Blaise-
Neuveville [Coul.]; Lausanne [üih.]. Unsere Gelechie erreicht noch in Mehr-
zahl Bergün (Z.), also eine Höhengrenze über 4000'.
G. Triannulella H.-S. (Sepiella Rössler) [H.-S. 458),
R. an Convolvulus sepium.
F. bisher nur von Lausanne [Lah.).
G. Scintillella F.-R. [F.-R. 77. 3 a. b).
R. an Helianlhemum vulgare,
hl einigen Exemplaren während des Juli vom Lägernbcrg bei Baden [Freg) .
G. Praeclarella H.-S. ([?] Terrestrella Z.).
F. als Praeclarella im oberen F^ngadin während des Juli und zu Anl'ang
August, selten [Freg). Ich bin nach Vergleichung von Original-Exemplaren
sehr geneigt, trotz kleinerer Diflerenzen Terrestrella damit zu vereinigen.
Letztere IrafZ. Ende Juni und Anfang Juli bei Bei'gün zwischen Gräsern und
niederen Pflanzen.
G. LentiginoseUa Ti. [F.-R. 80. 3).
R. in Blattspitzen von Genisla germanica und linctoria.
F. Ende Juli und im August. Von Würenlos bei Baden und aus dem
oberen Engadin, in den Umgebungen Samadens, aber seltener [Freg).
358 VIU. Tineen.
G. Oehripalpella Frey.
Eine höclist auffallende Arl. {Z., in aller bewährter Freundschaft, iiat
die mir neuen Gelechien sämnitlich gesehen und als ilini unbekannt erklärt,
so dass ich hier einiges Vertrauen in Anspruch nehmen darf).
Vielleicht der G. Lentiginosella verwandt oder auch der G. Velocella,
aber beträchtlich (um ein Viertheil) grösser, überhaupt zu den ansehnlichsten
Arten des Genus zählend.
Die Oberfläche des Kopfes ist bei reinen Exemplaren mehr weniger
gelblich grau. Die Palpen — und hieran erkennt man diese Art augenblick-
lich — sind hoch orangegelb, Thorax, Leib und Vorderflügel dunkel braun-
grau; letztere ziemlich fein beschuppt, aber ohne Glanz. Ihre Zeichnung
fällt nach meinen drei guten Stücken etwas wechselnd aus. Man entdeckt
zwei schwarze Pünktchen im Mittelfelde neben einander gestellt. Nach vier
l'ünftheilen der Flügellänge zeigt sich am Coslalrande ein weisslich gelber
Ilaken (bei einem meiner Stücke fast gänzlich verschwunden). Franzen
gelblich grau. Unterhalb ihrer Basis kann eine schwärzliche Punktreihe vor-
kommen , aber auch mangeln. Ilinterllügel grau mit zarter, ockerfarbiger
Wurzellinie.
Zwei Exemplare traf ich an der Stelvio-Slrasse oberhalb Trafoi entweder
Ende Juli oder Anfang August. Ein etwas al)weichendes Stück erhielt ich
aus dem Wallis von Andere(j<j.
Elevation etwa 5000'.
G. Petasitis Pfaffenzeller.
R. an Petasites niveus.
Die auffallende Gelechie traf v. Heyd. zuerst bei St. Moritz, woher ich
ein dermaliges Stück von ihm erhielt. In den Alpen kam die Art mir niemals
vor, wohl aber in einem Stück bei Züi'icli im llochsonuner.
Elevation über 5500'.
G. Melaleucella Constant (Mariae Frey).
F. auf den Ilochalpen im Juli und August. Im oberen Engadin , hoch
über Sils-Maria. und vom Riffelberg und Gornergrat bei Zermatt {Frey). Das
halbgcflügelle Q sehr selten.
llöhengrenze etwa 9000'.
G. Continuella Z. {II. -S. 512).
F. im Juli und August in den Ilochalpen, an Felsen. Von der Fiirka und
aus dem oberen Engadin, so bei St. Moritz und Sils-Maria [Frey); bei Trafoi
(Praler Alp), einzeln [Wo.).
G. Perpetuella F.-R. (Interalbieella Q H.-S.) [H.-S. 511).
F. im Juli und August, meistens lioclialpin an Felsen. Aus dem Wallis
{Anderegg); Berner Oberland [Boü); Bergün [Z.); Engadin, wie Samaden,
Geleehiden. 359
Celeriiiii, Sils-Maria {Frey); am Slolvio unter- und oberhalb der Franzenshöhe
bis etwa 7500' häufig [Derselbe und Wo.).
G. ElateUa P.-R. [H.-S. 499).
F. im Juli und August. Von der Furka [Ball); aus dem oberen Engadin,
so zwisciien Samaden und Cclerina, (huin mehrfach aus den Umgebungen von
Sils-Maria (Val Fex) [Frey); vom Stelvio {Wo.).
G. Servella Z. (Perrea Frey).
Bisher nur vom Rifft'lberg bei Zermatt, wo ich sie in der zweiten Juli-
häHte mehrfach fing, und — ohne nähere Herkunft — von Anderegg aus
dem Wallis.
Elevation gegen 8000'.
G. Farinosae Frey.
R. im Mai an Primula farinosa auf versumpften Wiesen.
F. im .luni und Juli bei Zürich, seltener {Frey).
G. Quaestionella H.-S. {H.-S. 587).
Von Zürich aus unbeobachteter R. einstmals erzogen und von H.-S. da-
mals bestimmt.
G. Ericetella Hb. (GallineUa Tr., Betiüea Haw.) {Hb. 470. H.-S. 585).
R. an Heidekraut.
F. am Heidekraut im Frühling und dann nochmals im Hochsommer. In
den Alpen natürlich mit einmaliger Generation. Auf nassen, torfigen Wiesen,
so bei Zürich [Bremi), den Torfmooren Bremgartens {Boll); von St. Blaise-
Neuveville [CouL); Schupfen {Rthb.); im oberen Engadin bei Samaden, Pon-
tresina und Sils-Maria [Frey).
Hühengrenze über 5500'.
G. Infernalis H.-S. {H.-S. 584).
Ein Exemplar um Heidelbeeren oberhalb Sils-Maria in etwas über 6000'
Höhe und ein anderes viel tiefer bei Zermatt {Frey) .
G. Tussilaginis Frey.
R. im Herbste in den Blättern von Tussilago farfara von mir entdeckt.
F. im Frühsommer. Bei Zürich, seilen {Frey); vom Löwenfall bei Weiss-
bad {P.-L).
G. Moritzella F.-R. (Hüarella Metzner) {Hb. 476. 477. F.-R. 30. 1 a— c).
R. an Lychnis dioica.
F. mir nur aus dem oberen Wallis l)ekannl. Ein schönes Exemplar aus
den Umgebungen Gamsens durch Anderegg.
;',(30 VIH. Tineen.
G, Sororculella Hb. {Hb. 440).
R. im Miü an Salix caprea, an Eich- und Vogclheerbäumen.
F. im Juli. Bisher allein als seltenes Thier von Zürich (f/e//).')
G. Alacella Z. [H.-S. 485).
R. an Flechten der Eichbäume.
F. im Juni und Juli. Bremgarlen [Boll); Schlipfen (Rthb.); St. Blaise-
Neuveville [CouL).
G. Terrella S. V. (Lutarea Haw., Zephyrella 't'r.) [F.-H. 80. 1. 96. 1).
R, an Grasstielen in einem Gewebe.
F. gemein im Juni und Juli, sicher in der ganzen ebeneren Schweiz
vorkommend. Auch aus den Alpen. So von Engelberg, ferner von Zermatt
und dem oberen Engadin [Frey); bei Bergün, seltener [Z.).
Elevation etwa 5500'.
G. Acuminatella Sircom.
R. die Blätter der Disteln und der Centaurea scabiosa minirend.
F. zweimal im Jahre, im Frühling und Hochsommer. Bei Zürich als eine
seltenere Gelechie {Frey).
G. Senectella Z. [H.-S. 507).
F. in einem Exemplare aus Bremgarten [Bull].
G. Tectella H.-S.
F. von H.-S. aus der Brcnti' scheu Sannnlung (also aus den Umgebungen
Zürichs) beschrieben. Ob eine haltbare Art?
G. MouflfeteUa S. V. (Pedisequella Hb., Punctifera Haw.) [IIb. 95. 245).
R. in versponnenen Blättern der Loniceren.
F. im Juni und Juli, sicher überall. Lausanne [Lah.)\ Bremgarten [Boll);
Zürich, häufiger {Freij); aus dem Alpenlande noch von Bergün {/.).
Elevation über 4000'.
G. Galbanella Z. [H.-S. 515).
F. im Juni und Juli. In der Kbene an einem 'l'oifmoor bei Hi'enigarleii
an den Stämmen alter Tannen [lioll, Frey); im Engelltei-ger Thal [C. Zeller]:.
aus dem Über-Engadin {Pfu/l'e)izeUcr).
Elevation ü])er 5200'.
G. (?)Basaltinella Z. (Domestica Var, ß. Haw.) [H.-S. 500).
Bisher nur von Neuveville (CouL). Üb sicher?
1) G. Decülorella Z [lai Kppelsheini \}ü\ Tialoi.
Gelechiden. 361
G. Scotinella Metzner [H.-S. 505) .
Sollen und veroinzell hei Zürich an Waklränilern im Juli [Frey).
G. EhombeUa S. V. (Rhombea Haw.) [Üb. 277. 77.-8. 479].
R. in eingerolllen Blattern des Apfelbaumes.
F. im Juli, seltener. Zürich [Frey); Bremgarten [Boll); Schüplcn [Rthb.).
G. Instabilella Douglas (Petrophilella Frey , Samadensis Pfaflfen-
zeller i. 1).
R. an Phuitago und Atriplex ^iu England an P. maritima und A. portu-
lacoides) .
F. im Juli und August. Öfter an Felsen bei St. Moritz, Sils-Maria, Cele-
rina [Frey, v. Heyd., Wolfensberyer).
Elevation 5500 '.
G, Samadensis, welche ich nach Ansicht beiderseitiger Original-Exem-
plare von InstaJ)ilella nicht zu unterscheiden vermag, traf P['(i/fenzeller Ende
Juli-ani Fusse des Piz Padella bei Samaden,
G. Proximella Hb. (77/>. 228. H.-S. 492) und Var. Saltuum Z.
R. an Birken und Erlen.
F. zu Anfang Juni. St. Gallen {Tä. und Müller); Zürich [Frey); Brem-
garten [Boll]; St. Blaise-Neuvevillc {Cotd.); Lausanne [Lah.].
Yar. Saltuum [Z.) (grösser, grauer, mit einem Eängsstrich statt der zwei
schwarzen Mittelpunkte der Vorderflügel) von Bergün (Z.j; dann aus dem
Wallis durch Andeveyy erhalten [Frey). Vielleicht eigene Art.
Ilöhengrenze über 4000'.
G. NotateUa Hb. (Euratella Ti.) (77. -S. 493).
R. an Wollweiden.
F. im Frühling von Zürich [Frey) und Bremgarten [Bali]. Nocii bei
Bergün in der zweiten Junihälflo [Z.].
G. Vulgella S. V. (Aspera Haw.) '776. 346. 77. -S. 500).
R. zwischen Weissdornblättern.
F. im Juni und .luli bei Züi'ich, nicht selten [Frey]] Bremgai'ten [Hall).
G. Humeralis Z. (Lyella Gurt.) (77.-8. 477. 478).
F. vom .luni l>is in den Herbst uml überwintert nochmals im ersten
Frühling, bekanntlich sehr variabel. Zürich (Frey); Bremgai-ten [Boll]:,
Schupfen [Rthb.); Lausanne [Lall.]; Ghur [Cajl.].
G. Erschoffii Frey.
tlbenso schmalflüglig als G. Ilumeralis, abci" um ein \icrtli(Ml klein(M'
und auffallend grobschuppig. Kopf (nur die Stirn bleibt hell), Brust und
VorderflUgel dunkelgrau; Taster wcissgrau, schwarz geringelt, das Endglied
362 Vlll. Tineen.
doppelt. Fühler hellgrau, mit schwärzlichen Gürteln. Die Vorderflügel zeigen
einen tiefschvvarzen, breiten, plumpen Strich in der Falte, welcher von der
Wurzel ausgeht und ungefähr ein Drittheil der ganzen Flügellänge erreicht.
Vor ihm (costalwärts) eine feine ockergelbe, nicht genau begrenzte Linie.
Die hinlere Vorderflügelhälfte, namentlich die Spitze, ist mit weisslichen
Schuppen reichlich bedeckt. Die Hinterflügel dos q^ ziemlich dunkelgrau,
beim § auffallend hell.
Zwei Stücke aus dem Wallis, ohne nähere Bezeichnung von Andereyg.
G. Killiasii Frey.
An G. Ilumeralis im ganzen Habitus erinnernd, doch ungewöhnlich
schmalflüglig und etwas grösser als die angezogene Spezies. Augenblicklich
an ganz ungewöhnlich grobschuppigen Vorderflügeln zu erkennen. Kopf
hellbräunlichgrau ; Taster mit schwärzlichem Endgliede ; Fühler grau-
schwarz, geringelt; Thorax und Abdomen dunkel rauchgrau. Die Afterspitze
des letzteren über mehrere Ringe gelbgrau aufgehellt.
Auch hier ist die fernere Beschreibung der Vorderflügel ungemein
schwierig , wenn auch der ganze Habitus des Thieres dem Sachkenner als
sehr bezeichnend erscheint. Im Ue])rigen variiren meine (vollkommen un-
versehrten) Exemplare etwas. Die VorderflUgel erscheinen dunkelgrau,
stellenweise durch lichtere eingemengte Schuppen weisslicher. WurzelwärtS;
l)eginnend in der Gostalfalte, bemerkt man eine schwarze, längliche [aber
unbestimmt begrenzte) Verdunkelung, also eine Art von Streifen. Nach
zwei Drittheilen der Flügellänge (vom Costal- und Dorsalrande gleichmässig
entfernt) erscheint ein deutlicher schwarzer Punkt. Die Flügels})itze
schwärzlich verdunkelt mit schwarzer Punktreihe unter der Wurzel der
grauen Franzen. Unter der Flügelspilze führen letztere einen unbestimmten
helleren weisslichen Strahl, um nach dem Aflerwinkel zu wieder dunkler zu
werden. Hinlei-flügel und Franzen grau.
Mehrere Exemplare von Andereijg aus dem Wallis. Meinem Freunde
Dr. E. Killias zu Ehren genannt.
G. Diffluella Mann, Frey.
F. in niederen wie in den höchsten Alpen, vom Juni bis in den Augusl.
Riflelberg bei Zerraatt [Frey]; Berner Hochalpen; Bergün (Z.); einmal sehr
häufig auf dem Albulapass [Freu]] vom Stelvio [Wo.].
Elevalion 4000—8000'.
G. Artemisiella Fab. [F.-R. 30. '2 a und b).
R. in den Blalti'ieben der Artemisia campcstris (auch an Thymus
serpyllum).
F. im .luni und.Iüli, im Glarner Klön- und Sei'nfliia! häiilig ^F/r/y), eben-
so von Bergün (Z.) und im obei'en Engadin bei Sainatlen, sowie St. Moritz
[Frey); Schvvendi (R-/.).
F^levation über öOOO'.
Gelecliideu. 363
G. Obsoletella P.-R. F.-li. 79 a— k) .
R. in den Stielen von Alripiex und Clienopodiuni.
F. nur einmal von Zürich durch Uaupenzucht erhallen [Vueyeli).
G. Cacuminum Frey, Z.
Ich traf Ende Juli und im Auiiusl das Thierchen, hochalpin über kurzes
Gi'as Ilioi^end, bei Sils-Maria , dann auf dem Rill'elberg bei Zermalt und noch
auf der Fasshöhe des Albula. Z. begegnete ihm bei Herglin und bis zum
Weissenstein. Ich halle es für spezilisch verschieden von der allerdings
nahe \ei'\vandlen G. Murineila 11. -S.
Elevalion gegen 8000'.
G. Excelsa Frey.
Ich besitze nur ein einziges mannliches Exemplar der merkwürdigen
Art; Irolztiem gebe ich eine kurze Beschreibung.
Aus der Verwaudtschaflsreihe der Diffluella und Ai'temisiella, freilich von
viel geringerem Ausmaasse, eine unserer kleinsten Gelechien, kaum in der
Gi'össe von G. Cacuminum.
Koj)f, Brust, Abdomen massig dunkelgr.iu (letzteres nu't weisslicher
Endspilze); Taster weisslich nul schwarzem Endring; Fidder grau, verloschen
dunkel geringelt. Vorderflügel grau (unter der Lupe dunkel mit zahlreichen
zerstreuten weisslichen Schüppchen). In der Flügelspilze wii'd die Färbung
eine dunklere. Die Franzen ziendich hellgrau. IlinlerÜügel und Befranzung
licht grau.
Vom Gornergrat in mehr- als 8000' im Ilochsonuner.
G. Steudeliella Frey.
Ein ganz sonderbares Thiei-, welches ich nicht recht unterzubringen
vermag; augenblicklich tlurch die scharf zuges[)ilzlen , ieinschuppigen,
schwach glänzenden Vorderflügel (etwa nach Art der G. Inornalella Douglas
[aber weniger breit]) zu erkennen.
Etwa in der Grösse der G. Terrella. Die ganze Farbe ist ein dunkles
Rehl)raun. Die Vorderflügel bleiben zeichnungslos. Die Palpen und die
Stirn erscheinen gelblich braun, ebenso die Franzen des vorderen Flügel-
paares. Ilinterflügel und Franzen etwas glänzend, tief dunkelgrau.
Zwei Exemplare. Eins ohne nähere Bezeichnung aus dem Wallis
[Andercfj(j). Das andere fing ich über der Passhöhc des Albula in mehr als
7200' Höhe.
G. Myricariella Reutti.
R. im Juni in den Knospen der Tamarix germanica.
Reutti entdeckte den F. auf den Rheininseln bei bahr. Als Fundstelle
kenne ich zur Zeit nur eine Halbinsel der Reuss bei Bremgarten. Dort Ende
Juni und zu Anfang Juli [Bali, Frey). Später verschwunden.
364 Vlll. Tineen.
G. Fugitivella Z. {H.-S. 571).
R. an Ulmen.
F. von Zürich, doch nach bisherigen Erfalirungen selten [Brenü].
G. Fugacella Z.
Ein Exemplar nach der Mitte Juni bei Genf (Mus.). *
G. Alburnella Z. [H.-S. 489. 490).
R. an Rirken.
F. bei Zürich, selten [C. Zeller, Frei/); St. Rlaise-Neuveville {Coiil.).
G. Scriptella Hb. (Blattariae Haw.) [H.-S. 480. 570).
R. zwischen Blattern von Acer campestris.
F. Mitte Juni. Bisher nur von Zürich {Frey); (?) von St. Blaise-Neuve-
ville [Coul.].
G. Diffinis Haw. (Dissimilella Tr., Scabidella Z.) [H.-S. 568).
R. an Sauerampfer in einem Gange lebend.
Von Samadcn [Pfajj'enzeller) .
G. Longicornis Curtis (Histrionella Hb., Zebrella Tr.) [Hb. 464) und
Var. Alpicola Frey.
R. an Erica.
F. im Frühling von St. Blaisc-Ncuveville [Coul.] ; auf Torfsüm|>fen l)ei
Bremgarten, häufig (7?o//, Frey); von der Hohen Rhone im Juni [Frey). In den
Alpen gemein. Auf der Hohe des Albula im Juli und August in förmlichen
Schwärmen. Walliser, Berner, Glarner und Graubündner Alpen.
Var. Alpicola (um ein Drittheil kleinci", im weiblichen Geschlochte viel
lebhafter gezeichnet) vom All)ula und den höchsten Al[)en des Ober-Engadin, |
so ül>er Sils-Maria [Frey).
Elevation bis 8000'.
G. Holosericeella H.-S, (Cognatella v. Hein.). i
F. im Juli aus dem olleren Engadin , so von Samadcn und Ceierina, S(. 1
Moritz, Sils-Maria, an (i-ocknen Grashalden [Frey, r. Ileyd.); als Cognalclla
(ich halle sie der Holosericeella identisch) Eude Jimi und {\v\\ .luli hin-
durch von Bergün (/.).
G. Distinctella Z. (/'.-/{. 80. 2).
R. vielleicht an Thymus serpyllum.
F. bei Zürich, seiton [Frey). Häutig im oberen Engadin um Tlunuis
serpjllum im Juli und August {Frey); ebenso von J'lvolena (Genfer Mus.).
G. Oppletella H.-S. [H.-S. 582).
Mitte August in einem l<>xemplare von Bergün (/.).
1
Gelechiden. 365
G. Lugubrella Fab. (Luetificella Hb.) [Hb. 3121.
Eine Seltenheit. Von Ciiur iB)'emi); bei Bergün (Z.); von Saniaden
iPfafl'enzeller)] von St. Moritz (c. Ueyd.).
Elevation etwa 5ö00'.
G. ViduellaFab. (Luctuella Hb., Luctiferella H.-S.) [IIb. 144. H.-S.
N. Schni. 42).
F. in der ebeneren Schweiz nur sehr vereinzelt in der zweiten .Tuni-
hälfte. Zürich (Frey); Brenigarten [Boll); Neuveville [Coul.]; Lausanne [Lah.);
oberes Engadin von Sils-Maria {Frey); oberhall> Bergüns zwischen P;il|)iiogna
und dem Weissenstein (Z.); Trafoi (Prader Alp) [Wo.).
Elevation über 5500'.
G. Feralella Z.
Ein Exemplar Ende .luni bei Bergün von Z. getrofTen.i)
G. Quadrella Fab. (Scopolella Hb., Funestella Hb.) [Ifb. 466).
B. an den Endspifzen der Berl)eris.
F. im Juli mehrfach von Zermatt [Frey); el^enso von Bergün (Z.).
Elevation 4800'.
G. (?) Tristella v. Hein.
Nach einem (!) Exemplare, welches er im oberen Engadin fing, durch
V. Hein, aufgestellt. Wohl Alsinella Z. ?
G. Tischeriella Z. {H.-S. 472).
R. an Silene nutans.
F. vom Lägernberg und einmal von Züricli im Juli [Frey). An erstereni
Orte in Mehrzahl.
G. Maeulea Haw. (Blandella Douglas) (77.-8. 503).
R. au Stellaria holoslea.
Ich traf ein Exemplar (die Zeit habe ich vergessen) einstens l)ei Brem-
garten.
G. Vicinella Douglas (Manniella F.-R.) (77.-S. 474. 592. 593).
B. vielleicht an Silene-Arten.
Aus dem oberen Engadin, ohne Zweifel aus den Umgebungen Samadens
{Pfaffenzeller).
G. Sequax Haw. (Apicistrigella) {If.-S. 483).
R. in versponnenen Blattern von Helianthemum vulgare (und auch von
Dorycnium herbaceum) .
F. im Juni und .luli. Zürich {Frey); Brenigarten [Boll); i Seealpthal
1) Stelt. e. Ztg. 1873, 110.
366 VIII. Tineen.
(P.-/.); Engelberg [C. Zeller]: Bergün (Z.); oberes Engadin bei Saniaden
[PfulfenZ'eller)\ westliche Alpen [Lah.].
Elevution 5500' und mehr.
G. Eleetella F.-R. [H.-S. 504).
R. an Pinus ai)ies und ])icea, sowie von .Inniperns coniiuunis.
F. im Juni und Juli, baiisanne [Lah.); Schupfen {lilhb.).
G. Cauliginella v. Heyd.
R. in den Stengeln der Silene nulans, liier eine Anschwellung ]>ewirkend.
F. l)isher nur vom Lägernberg im Juli, stellenweise dort häufiger (F/'C//) .
G. Leucatella L. (Leuoatea Haw.) {Hb. 146).
R. zwischen den Blattern von Crataegus oxyacantha , Pyrus malus und
Sorbus aucuparia.
F. Ende Juni und im Juli, in unserem Faunengebiele auffallend seilen.
St. Gallen [Tä.]; Zürich {Frey]; Bremgarten {Boll); Schupfen {Hthb.].
G. Albiceps Z. (Aleella Steph.) {fl.-S. 476).
R. noch unermittelt (Eichen, Obstbäumen [?]) .
F. (meiner Ansicht nach nur eine Varietät der nachfolgenden Art) an
Waldrändern bei Zürich Ende Juli {Frey]; ebenso von St. Gallen {Tä.].
G. NaneUa S. V. (Nana Var. ß Haw.) {Hb. 267 und [?] 268. II.-S. 502).
R. an Blüthen des Birnbaumes oder an Flechten der Pflaumenbäume.
(Beide Angaben unzuverlässig.)
F. im Juli, eher seltener als die vorhergehende Art. Zürich {Frey];
Bremgarten {Boll] .
G. Dodecella L. (Favillatieella Z., Reussiella Ratzeburg) {H.-S. 501).
R. in den Knospen von Pinus sylvestris.
F. im Juni und Juli. Von Zürich, nicht gerade selten {Frey].
G. Suecinctella Z. ')
F. bisher nur von Bergün unter Nadelholz. Ende Juni und im Beginn
des Juli, selten.
G. Affinis Haw. (Tegulella H.-S.).
R. am Moose der Maiiei-n und Dächer.
F. im Juni und Juli. Icli traf ihn in lang(> ^er^osscnen Jahi-en sehr
häulig in den Dachkannnern des ehemaligen llniversitäls-Gel)äudes. Seil her
völlig verschwunden.
G. Umbriferella H.-S. (Atrella Haw.) {H.-S. 524).
R. in den Stielen von Ilypei-icum.
Bisher nur von Zürich im Juli {Frey].
1) stell, c. 7Aii. 1872, 10S.
Gelechiden. 367
G. Submissella Frey.
Der G. Reinissella Z. nalie verwaiult, kleiner, inil ziemlich abgerundeten
Vorderflügeln.
Kopf und Brust oberwärts auffallend hell-lehmgrau ; Leib tief dunkel-
grau ; Palpen mit schwärzlichem Endgliede, im Uebrigeu heller; Fühler
weisslich grau, tief schwarz geringelt. Die Vorderflügel — es ist eine jener
zahlreichen ; schwer zu beschreibenden Gelechien, welche al)er ein geübtes
Auge augenblicklich als besondere Art erkennt — sind liraungraii, im Spilzen-
(heil schwärzlich verdunkelt. Am Coslalrande erscheint nach Drei vierteln ein
weisses, häkchenartiges Fleckchen. Am Dorsalrande, fast in halber Flügel-
iänge (also der Wurzel beträchtlich näher) , l)emerkt man ein ähnliches
kleineres Gegenfleekchen; Franzen hellgrau, namentlich unter der Flügel-
spitze. Hinlerflügel oinfar])ig grau.
Ein paar Exemplare des interessanten Thierchens erhielt ich ohne nähere
Angabe von Anderegg aus dem Wallis, also wohl den Umgebungen von
Gamsen.
G. Vorticella ([?]Seop.) Z.
R. an Genisla tinctoria und sicher noch an anderen niederen Pflanzen.
F. im Juni und .Tuli von Zürich, gemein [Frey]-, von Bremgarten {Boll);
von St. Gallen und Degersheim (7a., Malier)] von Lausanne [Lah.].
G. Taeniolella Z.
R. an Lotus corniculatus , Medicago minima und Trifolium.
F. im .Juli, gemein bei Zürich [Frey] und Bremgarten [BoU] auf Wald-
wiesen und lichten W^aldstellen.
G. Coronillella Ti. [H.-S. 522).
R. zwischen Blättern der Coronilla varia.
F. im Juni und Juli auf Waldwiesen ; sicher sehr weit verbreitet. Von
Zürich und Bremgarten, häufig [Frey^ BoU); von Bergün (/.) und dem oberen
Engadin , wie von Samaden und Sils-Maria [Frey]\ von der Franzenshöhe
[Wo.). Vielfach in grösseren al[)inen Exemplaren.
Elevation über 6500'.
i
G. Biguttella F.-R. [U.S. ö2i).
R. an Genisla tinctoria und Medicago saliva, auch an Doronicum.
Zwei Flxemplare von Zürich (mit höchster Wahrscheinlichkeit hierher
gehörig) [Frey).
G. Anthyllidella Hb. (Albipalpella H.-S.) [U.S. 525).
R. minirend in den Blättern von Anthyllis vulneraria, Lathyrus jiraten-
sis, Onobrychis u. s. w.
F. im lieferen Lande mit doppeltei-, in) Hochgebirge mit einfacher
368 VIII. Tineen.
Generation. Zürich und Baden [Frey]- (?) Seealpthal (P.-/.); bei Bergün,
von Anfang Juni (Z.); oberes Engadin, Samaden, St. Moritz und Sils [Frey].
Elevation über 5500'.
G. Ligulella Z. (Vortieella Tr., Cinctella Hb.) [Hb. 142).
Bisher nur von Bergün im .luli, wo sie häufiger fliegt (Z.); von Ti-afoi
[Wo.).
Elevation 4800'.
G. Albifrontella v. Hein.
Ich fing im Sommer mehrere Exemplare dieser Arl l)ei Zürich und auf
dem Lägernberg bei Baden.
G. Unicolorella Z., H.-S.
F. von Mille Juni an auf den Bergwiesen des Ütli bei Zürich, aber selten
[Frey); Bremgarten [Boll); Lausanne [Lah.); von Bergün (Z.).
Möhengren/.e über 4000'.
G. Tenebrella Hb. (^ TenebroseUa F.-R.) [Ifb. 434. JI.-S. 528).
R. in den Wurzeln und Schösslingen von Rumex acetosella.
F. im Juni und Juli von Zürich und Bremgarten [Frey^ Boll); gemein bei
Trafoi [Wo.).
Elevation 4800'.
G. Bifractella Douglas [H.-S. 548).
R. in den Samen von Inula dysenterica und Conyza sipiarrosa.
F. im Juli und August. Bei Zürich, sehr seilen [Frey]; häufiger an der
allen Stadtmauer von Bremgarten [Boll, Frey).
G. Dimidiella S. V. [Hb. 253).
F. im Juli von Bergün (Z.) und aus dem oberen Engadin, so von Beyers
und St. Moritz [Frey].
Elevation 5500'.
G. Gerronella Z. [H.-S. 464).
^ F. bishci' nui- von Breingarlen an Fai'rnkraul in einem Exemplare [lioll],
G. Cerealella Olivier (Granella Latr.).
U. in Golreidekörnern.
F, bei Zürich in (Muigen Exem]>laren im Freien , dann häufig in der
dortigen ]>otanischen Saimnluug [Frey].
G. Suboeellea Steph. (Internella Z., Dissonella H.-S.) [H.-S. 553).
B. in einem Sacke .in Origanum vulgare und wohl ;uich an Quendel.
F. von F^nde Mai ;m. Zürich, seilen [Frey); aus dem oberen I^ngadin
Gelechiden. ' 369
bei Silvaplana um Thymus serpylluin am Ufer dos Inn liiiu liger zu Anfang
Juli [Frey).
G. Gemmella L. (Nivea Haw., Nivella Steph., Nigrovittella Dup.,
Lepidella F.-R.) [JL-S. 488).
R. an Eichen; wie ich vermufhe, an Flechten derselben.
F. selten; von Zürich [Frcij] und Bremgarlen [Boll).
G. Lueulella Hb. (Subrosea Haw.) {flh. 397. fl.-S. 197).
R. soll im faulenden Holze leben.
F. bisher nur (ohne Mona(s-Angabe) von Bremgarlen (Boll).
G. Naeviferella Z. [ff.-S. 547).
R. die Blätter von Atriple\ und Chenopodium minirend.
F. im Mai und Juni (zuweilen auch noch im Septeml)er) . Zürich und
Baden {Frei/]; Bremgarlen [Boll)] Schupfen [Rtlib.].
G. StipellaHb. [Hb. 138).
Kaum von der vorigen Art zu trennen.
Einige Exemplare von Zürich und Glarus (Frei/).
G. Herrmannella Fab. (Schaeflferella Donov., Zinckeella Hb.) [flh. 401.
402).
R. an Atriplex und Chenoj>odium minirend.
F. im Mai und Juni und nochmals im Juli und August. Bisher, und zwar
als häufig, von Zürich [Freij) und Bremgarten (Boll) beol)aclilet. Sicher in
weitester Vei-l)reitung durch den lieferen Theil unseres Faunengebietes.
G. Libertinella Z. (Superbella Frey).
F. im Juni und Juli in unseren östlichen Alpen. Schon l)ei Bergün,
häufiger (Z.); dann in grosser Verl>reitung durch das ganze obere Eugadin,
von Bevers herauf bis zum Maloja an trocknen Grasplätzen {Frey); vom Stelvio
bis gegen 7000' [Wo.].
G. Micella S. V. (Asterella TL) [II.-S. 543).
R. im Frühling in den Trieben der Mind)eere.
F. im Juni und Juli in spätem Fluge. Bisher nur von Zürich, und daselbst
nicht gemein [Frey).
G. Heliacella H.-S. (Rogenhoferi Stgr.) [U.S. 544).
R. sicher an Dryas octopetala.
F. im Juli und August; vom Albulapasse, mitunter zahlreich [Frey); \om
Stelvio [Stgr.. Wo.^ Frey); in den Blüfhen der genannlen PManze.
Elevation 7200' und mehr.
Frey, Lepidopteren. 24
370 VIII. Tineen.
G. Erieinella Dup. (Mioella Hb.) (Hb. 210. II.-S. 540).
R, an Heidekraut in einem Gewebe.
F. von Pfäftikon (1665') im Canlon Zürich {St(te7-) und von Bremgarten
[Boll) .
G. Decurtella Hb. [Hb. 311. H.-S. 539).
R. noch unbekannt.
F. an trockner Grashalde des Lägernbergs im Juli , zuweilen luiufiger
{Frey).
Parasia Dup.
P. Neuropterella P.-R. (H.-S. 556).
R. an Girsium acaule.
Ein Exemplar aus der Zürcher Umgebung [Bremi)\ bei Bergün im Juli (Z.).
Elevalion über 4200'.
P. Lappella L. (Aestivella) (H.-S. 559).
R. in den Köpfen der Klette.
Ein Stück von Zürich in einer Waldlichtung (Frey); von St. Gallen (7'«.);
gemein bei Bergün, wie die Erziehung lehrt (Z.).
Elevation 4200'.
P. Aprilella H.-S. (H.-S. 963).
Aus dem Wallis , von den Umgebungen Gamsens ein sehr schönes
Exemplar. Alles Nähere mir unbekannt. Sonst nur aus dem Südosten.
Chelaria Haw.
C. Hübnerella Donov. (Conscriptella Hb., Conscripta Haw., Rhomboi-
della Curtis) (Hb. 283).
R. an Birken und Zitterpappeln.
F. im Hochsominer. Von Lausanne (Lah.) und von Zürich (Frey)., selten.
Cleodora Curtis.
C. Cytisella Curtis (Coenulentella F,-R., Walkeriella Dougl., Fusci-
pennis Wood) (U.-S. 562).
Von der Furka, ein Exemplar (Lah.).
C. Tanaoetella Sehrk., Rössler (Striatella Hb.) (Hb. 288).
R. in den Stielen von Tanacetum vulgare.
F. Ende Juni und im Juli, auf dem Lägernberg (Frey).
Hypsolophus Haw.
H. UstulelluB Fab. (Ustulatus Fab., Capueinella Hb.) (Hb. 159. 333).
R. vermuthlich an Birken.
Gelechiden. 371
F. im Mai und Juni, doch, wie es scheint, seltener. Zürich (F/v//); Brem-
garten [Boll); Lausanne [Luh.].
H. Fasciellus Hb. \Ub. Hl).
R. an Schlehen.
F. von Mitte Mai an, häufiger und gewiss in weiter Verbreitung. Bisher
von Zürich [Frey u. A.); Bremgarten (ßo//); Bern [Beut.)] Schupfen [Rlhb.];
St. Blaise-Neuveviile [CouL); von St. Gallen [Tä.) und von Degersheim
[Müller); aus dem Tessin vom Cassarate [Bent.].
H. Limosellus Schläger, Frey (Defleotivellus H.-S.)(//.-S. 383).
R. auflichten Waldslellen an niederen Pflanzen, wie Erdbeeren, Klee,
Scabiosen, Plantago.
F. im Mai; von Bremgarten [Boll] und Zürich [Frey).
H. SilaceUus Hb. [IIb. 117).
Vor längeren Jahren ein Stück auf dem Liigernberg gefangen [Frey); (?)
St. Blaise-Neuvevllle [CouL).
H. Marginellus Fab. (Striatella Hb., Clarella Tr.) [Hb. 154).
R. an Juniperus.
F. bisher nur zwischen Diotikon und Bremgarten in einem Wäldchen
getrolien [Boll] .
H. Verbasoellus S. V. [Hb. 98. H.-S. 583).
R. an Verbascum-Arlen.
F. im Juli und September. Bremgarten [Boll); Zürich [Frey]; häufig bei
Bergün (Z., Frey).
Höhengrenze über 4000'.
H. Juniperellus L. [Hb. i16. F.-R. 97).
R. an Wachholder.
F. in der ersten Julihälfte; am Graubündner Weissenstein, häufiger (Z.);
auch von Gais [P.-I-) und Trafoi [Fppelsheini].^)
Elevation etwa 6000'.
H. SabineUus Z. [H.-S. 468. 469).
R. an Juniperus sabina.
F. aus der Schweiz.
H. Basiguttellus v. Hein.
Ich glaube nicht zu irren, wenn ich zwei Exemplare, aus dem Wallis
von Andereyg erhalten, hierher ziehe.
4) H. Barbe Mus Hb., im Fauiii'iigebiete felibMul. auf der iManzensliöhe [Wo.).
24*
372 ^UI- Tineen.
H. Obscuripennis Frey.
Ich erhielt diese, sicher neue Art aus dem Wallis von Anderegg, zwar
ohne nähere Angabe, aber in einer Mehrzaid sehr guter Exemplare.
Der vorigen Spezies verwandt, aber um ein Vieriheil kleiner, im Uebri-
gen ziemlich wechselnd.
Kopf, Stirn, Taster hellgrau; Endglied schwarz geringelt, vorhergehendes
einwärts nach oben schwarz gefleckt ; Vorderflügel trüb staul)grau mit leicht
bräunlichem Anfluge; massig grobschuppig, im Mittelfelde mitunter leicht
und unbestimmt weisslich beschuppt. Nach einem Drittheile ein schwarzer
Längsstrich in der Falte, hintersvärts etwas über die Hälfte ein schwarzer
Punkt. Franzen einfarbig grau, nur in der Spitze ein kleiner, indessen in
den Flügel selbst eindringender schwarzer Strahl. Einige meiner Stücke,
namentlich alle Q, sind schwärzlich grau verdüstert.
H. Asinellus Hb. [Hb. 166. II.-S. 529).
Aus dem Wallis von Anderegg in mehreren frischen Stücken [Frey).
Sophrouia Hb.
S. Renigerella F.-R. [H.-S. 6211.
Bei Zürich eine Seltenheit, Anfang Juli an einem Waldrande des Ütli-
bergs, und Umgebungen Winterthurs [Frey).
S. ParentheseUa L. (Semieostella Hb.) [Hb. 396).
F. im Gebirge gemein. Aus dem Berner Jura [Rthb.)\ dann aber nament-
lich aus den Alpen, den westlichen, wie östlichen. Hier in den Glarner
Bergen in mehr als 5000'; von ßergün [Z.) und im oberen Engadin an ver-
schiedenen Orten J)is etwa 6000' [Frey).
S. Humerella S. V. [H.-S. 372).
R. an Gnaphaiium arenarium, Thymus sei-pyllum und Artemisia
campestris.
F. im Sommer, im Alpengebiete. Vorder-Wäggithal, Mühlebachal]i im
Canton Glarus [Frey]; Seealpthal [P.-F); Bergün [Z.) und im oberen En-
gadin. Hier abermals bis etwa 6000' [Frey).
S, Sicariella Z, [H.-S. 371).
Ein schönes Exemplar von Gamsen durcii Anderegg [Frey).
Hypercalli.i Stepli.
H. Christiernana L. (Christiernini Z., ChristiernellaHb.) [IJb. 452. 152).
I\. an Polygala chamaebuxus.
F. im Juni und Juli, durcli F^uropa weit verbreitet. Zürich, an lichten
Waldrändern und Waldslelien [Frey'; BerniM" Jura [IUhb.)[ Lausanne [Lah.);
d
Gelechiden. 373
St. Gallen [Tä. und Ebenalp Müllen; Weissbad [P.-I.)\ Chur [Cafl.'; Bergün,
seilen iZ.): Ober-Engadin [Ifa/fenz-eller, c. Heyd.); vom Stelvio [Wo.].
Elevation über 6500'.
Pleurota Hb.
P. Bieostella L. (Marginella Fab.) [Hb. 115).
R. an Erica.
F. von Ende Mai bis in den Juli; um Heidekraut, namentlich auf Torf-
sümpfen. Torfmoore bei Bremgarten, häufig (5o//, Frey); von St. Blaise-
\euveville {Coid.); bei Schupfen [Rthb.\; Chur [Caß); Glarner Alpen und
oberes Engadin [Frey); gemein am Weissenstein (Z.); am Stelvio bis gegen
7000' [Wo.).
llöhengrenze etwa 7000'.
Harpella Sehr.
H. BracteellaL. (Hb. 156).
R. in faulendem Holze der Eiche und Buche.
F. bei uns selten. Von Burgdorf [Lah., Ht/ib.]; Chur [Breini, Ca//.); von
Lugano [Bent.]; bei Zürieh mir niemals vorgekonunen.
H. Geofifrella L. (Geoffroyi Haw.) [H.^S. 377).
Bisher nur von Lausanne [Lah.) und im Juli vom Simplen [Bent.).
H. Proboscidella Sulzer (Forüeella Scop., Majorella S. V., Flavella
Fab.) [Hb. 120. H.-S. 407).
R. in faulendem Buchenholze.
F. l>ei uns im Juli und Anfang August, selten. Einsiedeln [Paul); Zürich
[Frey]; Bern [Bent.]; Schupfen [Rtlib.); Lausanne [Lah^; Wallis, bei Gamsen
[Anderegy); St. Gallen (7'a.).
Anchiuia H.-S.
A. Daphnella S. V. ilJb. 81).
R. an Daphne mezereum.
F. von Ende Juni in den.luli hinein. Vom Sihlwalde bei Zürich einmal
iBremi; Engelberg in Unterwaiden [Boll]; Lenk [Beut.); Neuveville [Coul.);
Wallis [Andereyy); bei Bergün, nicht selten (Z.).
Elevation über 4000'.
A. Griseseens Frey. (Insolatella H.-S.) [II. -S. N. Schm. 41).
R. an Daphne striata und wohl noch anderen alpinen Arten.
F. im Juli und August. Aus dem oberen Engadin als Seltenheit getroften,
Samaden, St. Moritz, Sils-Maria [Frey, v. Heyd . Wolfensberyer, Nickeri,. Ich
erhielt ihn noch über der Passhöhe des Albula, also in etwa 7400', in einem
Stück; vom Stelvio (Ho.).
374 \IU. Tineen.
A. Verruoella S. V. (Cneorella Hb.) [IIb. 315).
U. an Diiplino luezeieum.
F. von Mitlo Juni den Juli hindurch. Unter hohem Nadelholz bei Zürich,
häufiger {l'^rey); Sl. Blaise-Neuveville [CouL).
A. Laureolella Z. [If.-S. 421).
R. an Daphse striata.
F. im Juli aus dem oberen Engadin, wie Bernina (Val da Fain), St. Moritz,
Alp Muraigl bei Samaden, Umgebungen von Sils-Maria [Frey); ebenso schon
bei Bergün (Z.); am Stelvio über 7000' [Wo.].
Oecophoriden.
Dasycera Haw.
D. Oliviella Fab. (Olivieri Haw., Aemulella Hb.) [Hb. 222).
R. unter der Rinde von Eichen.
Die prächtige Tinee ist in unserem Faunengebiete seilen. Schallhausen
[Trapp); Lausanne [Lah.); Wallis (Gamsen) \on Anderegg [Frey); von Viege
[Bent.).
Oecopliora Sta.
O. Fuscescens Haw.
Ein Stück von Zürich [Frey], ein zweites im Hochsommer von Bergün
(Z.); vom Stelvio [Eppelsheim) .
Höhengrenze über 6000'.
O. Minutella L. (Oppositella Fab.) [Hb. 121).
R. in Siimereien.
F. im Mai und Juni, in Hausern mitunter häufig. Zürich [Frey); Brem-
garten [Boll); Degersheim [Müller); Schupfen [Rtfib.); Sl. Gallen und Berneck
[Tit., Miiller).^)
B. Sulphurella Hb. (Stipella L., Sta.) [Hb. 150. 336),
R. wahrsclieinlich unter der Rinde der Nadelhölzer.
Der ungemein weitverbreitete F. von Zürich, aber nur seilen [Frey);
Schupfen [Hthb.); Lausanne, auf dem Jorat [Lah.); im Alpenlande bei Bergün
(Z.); ferner von Siunaden , St. Moritz, Sils-Maria [Pfa/I'enzcller, v. Hcyd.,
Frey); auch aus den westlichen Alpen [Lah.); von Zermatt [Frey); von Trafoi
[Eppelsheim) .
Höhengrenze über 5500'.
O. SimileUa Hb. [IIb. 182. H.-S. 4161.
R. unbekannt, wohl mit verwandter Lebensweise.
1) 0. Nnbilosella II. -S. (U.-S. 640), dem scinveizersclicii l'aunengobicto bislier
fohlend, Iraf Wo. Ikn Tialui.
Oecopliorideii. 375
Bisher nur in einem Exemplare von Sils-Maria zu Anfang Juli [Frey] ;
von Trafoi ( Wo.) .
Elevation ."SSOO'-
O. Rhaetica Frey (Engadinella H.-S.) [H.-S. N. Sclnii. 43).
Die schöne hochalpine Form ist in ihren früheren Ständen unbekannt.
F. im Juli und August. Aus dem Oherengadin, bei Samaden [Pfajj'enzellev] und
Sils-Maria [Frey)\ aus den Walliser Ilochalpen [Frei/].
. O. Augustella Hb. (Augusta Haw., Moestella Hb., Funestella Dup.)
(iJb. 177. 465).
R. vernuithlich in faulendem Holze verschiedener Laul)holzbaurae.
F. J>ei uns selten. Im Mai an alten Ulmcnbäumen in einer Allee der
Stadt Zürich {Frey).
O. Procerella S. V. [IIb. 137).
R. wohl in und unter der Rinde kranker Laubholzbaume.
F. in unserem Faunengebiete selten, im Juli Al)ends an Waldrändern
fliegend. Zürich, am Ütliberg (F/c^y); Bremgarten [Boll]; Bern [Beut.)] Schu-
pfen [lithb.]; Lausanne [Lah.); St. Gallen [Tä.].
O. Formosella S. V. [IJb. 248).
R. wohl unter der Rinde von Pappeln.
Als Fundstelle gilt Genf [Hb. und H.-S.) . Mir kam niemals ein schweizer-
sches Stück vor.
O. Lunaris Haw. (Metznerella Tr.) (H.-S. 408).
R. unter der Rinde von Pappeln und Eichen.
Aus dem Wallis durch Anderegg [Frey). Sonst nirgends getroffen.
O. Tinctella Hb. [Hb. 214).
R. an Baiuiiflechten und in faulendem Holze.
F. von Zürich in den Sommermonaten [Frey); von Bremgarten [Boll); von
Schupfen [Rthb.]- St. Gallen (7V/.).
O. Arietella Z. ([?J Tinctella Steph., Sta.) [H.-S. 411).
R. unter Baumrinde.
F. von Schupfen [Rtlib.); doch vielleicht nicht ganz sicher. i)
O. Flavifrontella S. V. (///k 126).
R., sacktragend, unter Buchen.
F. von Zürich (Frey); von Bremgarten {Boll); von Schlipfen, vomWeissen-
stein und Lausanne {Rlhb.^ Ldfi.); von Trafoi {Wo.).
1) 0. Panzerella Steph., bisher nur vom Stelvio in etwa fiOOO'Ilühc {Eppelsheim).
376 \IU. Tineen.
O. Tragicella v. Heyd.
['. im JuJi; aus dem oberen Engadin, so von St. MoriU und Sils-Maria
(r. Heyd., Frey).
Heydeuia Hot'mauu.
H. Profugella Sta.
F. von Bei-gün, Mille Juli (Z.) , und aus dem oberen Engadin [Pfaffen zeller) .
H. Fulviguttella P.-R, ( [?J Flavimaculella Sta.).
R. in den Dolden von Heracieum spondylium.
F. von Zürich im August, mitunter häufiger [Frey).
H. Auromaculata Frey.
F. Ende Juni, am Maloja im ol>eren Engadin , auf der Südseite nach
Casaccia (i490') herab, um Umbelliferen fliegend [Frey); auch von Bergün [Z.)
und noch in Lappland vorkommend [Derselbe).
Elevation etwa 5'2I00'.
H. Statariella v. Heyd.
F. im Juli, im oberen Engadin, so von Alp Laret bei St. Moritz und Sils-
Maria u. s. w. [v. Heyd., Frey).
Höhengrenze ähnlich der vorigen Art.
H. Laserpitiella PfafiFenzeller.
R. in den Samen von Laserpitium hirsutum.
F. im oberen Engadin, von Samaden [Pfaffenzeller).
H. Devotella v. Heyd.
R. in den Dolden von Heracieum spondylium.
F. bei Zürich, in Mehrzahl erzogen [Frey).
Oecogoni.T, Sta.
O. Quadripuncta Haw. (Bifasciella Steph., Kindermanniella H.-S.,
Deaviratella H.-S.) [H.-S. 418).
F. im Juli und August. Bisher nur als SellcMiheit getrotlen, so von der
Bechburg [H.-S.), aus dem Wallis [Andereyy] und \on Genf (Mus.).
Hypatima H.-S.
H. Binotella Thunberg (Moufetella Hb.) [Hb. 245).
Von Bremgarten im Juni, unler allen Tannen am Bande eines Torfmoors j
[Frey).
Ulastobasis Z.
B. Phycidella Z. [Il.-S. 358).
Aus dem Wallis durch Andereyy [Frey).
Oecophoriden. 377
Atemelia H.-S.
A. Torquatella Z. ([?] Compressella H.-S.) IH.-S. 413. 414. [■?]415).
R. in Birkenblättern.
F. vom Katzensee bei Zürich [Frey) .
Butalis Tr.
B. (?)Esperella Hb. (Obscurella Scop.) {Hb. 255).
F. im Juli; bei Trafoi zwischen Felsen [Frey], also kaum dem unleren
Engadin fehlend.
B. Productella Z.
Aus den Umgebungen Zürichs ein F^xemplar [Suter)] selten im See-
alpthal [P.-J.).
B. Amphonycella Hb. (Viridatella H.-S.) {Hb. 473).
F. im ganzen oberen Engatlin während des Hochsonmiers auf trocknen
Grasplätzen. Samaden, St. Moritz, Sils, Pontresina und noch einige hundert
Fuss über der Passhöhe des Alljula; vom Stelvio und noch weit höher im
Wallis vom Gorner Grat [Frey). [Z. traf ihn schon beim Graubündner
Weissenstein.)
Elevation etwa 6 — 8500'.
B. Fallacella Schläger (Armatella H.-S., [?] Fallacella H.-S.) (//.-S. 932).
R. an Helianlhemum vulgare.
bii.luni: an heissen trocknen Stellen des Lägernbergs und im Juli im
ol)eren Engadin bei St. Moritz [Frey]\ ebenso von Bergün (Z.); vom Stelvio,
häufig [Wo.].
Elevation von 4 — 7000'.
B. Senescens Sta. [H.-S. 933).
R. an Tjiymus.
Ein Exemplar von Zürich. Leider habe ich nichts nolirt [Frey].^]
B. Farvella H.-S. [H.-S [?J938).
Bei Zürich, am Ütlil»erg im Juni einmal gefangen [Frey).
B. Laminella H.-S. [II. -S. 935).
R. wohl an llelianthemum vulgare.
F. von Mitte Juni in den .luli hinein. Am iUliberg bei Zürich auf Irockiu'n
Waldwiesen, ebenso wohl auch vom Lägernberg [F)ry); von Bergün (Z.); von
Trafoi [Wo.).
Elevation über 4000'.
I ) B . D i s p a r e 1 1 a T e n g s t r ö m , von Trafoi {Eppelsheim)
378 "V'III- Tineen.
B. ScopoleUa Hb. (Triguttella F.-R.) [F.-R. 72. 3 a— d) .
ß. an Sedum-Arten (wohl S. album).
F. vom Lägernberg [Frey); von St. Blaise-Neuveville [Coul.]. Verbreitet
in den westlichen Alpen , so aus dem Berner Oberlande, von der Furka und
von Domo d'Ossola (1555') [Lah.]; aus dem Wallis [Anderegg]. Sonderbarer-
weise hat man sie in dem östlichen Alpengebiete noch nicht getroffen.
B. Glacialis Frey.
R. unter Steinen, hochalpin.
F. im .Juli und August. Vom RiHelberg, wo ich ilin 1849 entdeckte und
1869 zahlreich traf, bis zu 9000' Höhe; vom Panixer Pass [ßoll); aus den
Hochalpen des Engadin {Stgr., Freg); hoch oben am Stelvio [Wo.].
B. Noricella F.-R., Z. [II.-S. 990).
R. an Epilobium angustifolium,
F. im Juli und August. Im oberen Engadin, Pontresina^ Samaden und
St. Moritz [Frey].
B. Dissimilella H.-S. [H.-S. 989).
R. an Helianthemum vulgare.
F. in den Sommermonaten. Vom Lägernberg erzogen und auch gefangen.
B. Chenopodiella Hb. (Tristella Tr., Limbella Zetterst.) [IIb. 218. 320.
F.-R. 71. 72. 1 a. b).
R. an Atriplex und Chenopodium.
F. vom Mai bis in den Spatsommer, wohl mit doppelter Generalion. Von
Zürich, gerade nicht häutig [Frey); von Bergün (Z.).
Elevation über 4000'.
B. Knochella Fab.
R. an Cerastlum-Arten.
Ein Exemplar, welches ich sah, von Lugano.
B. Inspersella Hb. [Hb. 443. H.-S. 982).
R. an Epilobium angustifolium.
Ein F^xemplar von Bremgarlen [Boll) .
B. (?)Acanthella Godart (Gallicella Z.).
In höchst auffallender Weise berichlet der verstorbene P.-I. von dem
Vorkommen eines F>\cmplares l)ei Schwcndi (Appenzell). Sollte da kein lir-
thum gewaltet haben ?
Paucalia Sta.
P. Latreillella Curtis.
Im Juli und August; von den llochalpen, doch schon auf den Bergen um
Glypbiplerygiden. 379
Chur [Caß.]\ oberes Engadin bis zu etwa 8000' Elevalion [Pfaff'enzeUer]]
vom RitVelberg [Frey] und anderen Walliser Alpen durch Andereyg.
P. Leeuwenhoekella L. (Schmidtella Tr.) [Hb. 261).
R. soll in Lärchenrinde leben, was ich sehr bezweifle.
Der vorigen Art nahe verwandt, in zwei Generationen im April und Mai
und dann wieder im Hochsommer fliegend. Zürich und Baden {Frey); Brem-
garten [Boll); Degersheim {Müller); Lausanne {Lah.). Auch aus den Alpen,
so aus dem öderen Engadin {Frey) und von BergUn (Z.).
Endrosis Sta.
E. Lacteella S. V. (Betulinella Hb., Fenestrella Sta.) {Hb. 20. 448).
B. j)olyphag in faulendem Holze, in Schwanunen , Papier, Erbsen,
Kleie u. a. m.
F. sehr gemein und sicher Überall, vom ersten Frühling jjis zum Winter
(in Wohnungen wenigstens) . Wo. traf ihn noch auf der Franzenshöhe des
Stelvio, also über 6500'.
Glyphipterygiden.
Acrolepia Curtis.
A. Perlepidella Sta. (Ruflceps Wo.) (77.-8. 643).
R. in den Blättern von Conyza squarrosa.
F. Ende Mai und Anfang Juni, eine Seltenheit. Bei Zürich am Ütliberg
{Frey] ; auch von Bremgarlen {Boll) .
A. Granitella Tr. [F.-R. 8 a — 1).
R. die Blätter von Inula dysenlerica und helenium minirend.
F. im Juni und Juli. Bisher nur von Züi'ich {Frey) und von St. Gallen
{Tä.). Am ersteren Orte war er vor Jahren mitunter häutiger (F/'ey). Wun-
derlich genug traf ich nach der Mitte August noch ein Exemplar auf Albula-
Pass, also in mehr als 7200' Höhe.
A. Cariosella Z. (Reticulella Hb.) (776. 171).
B. an und in Gnaphalium.
F. im Mai und Juni, dann nochmals im August an lichten Waidstcllen;
doch im Faunengel)iete seltener. Zürich {Frey); Baden und Würenlos {Boll
und Frey]; Bergün (Z.).
A. Adjectella v. Heyd. ( ?] Arnicella v. Heyd.).
B. in den Blättern von Arnica moutana.
Adjectella v. Heyd. traf ich im Juli und August im ol)eren Engadin^ bei
Samaden, St. Moritz, Sils-Maria und auf dem BcrninapassC; also in einer
380 VIII. Tineen.
Elevation bis etwa 7000'. A. Arnicellaj welche ich vom Entdecker erhieU
und aiKs von Frankfurt überschickten Raupen in Ziiricii niehrl'acli erzogen
habe, halte ich für eine von A. Adjectella vei'schiedene Spezies. Die Angaben
Eppelsheim's und v. Hein. 's im ol>eren Engadin möchte ich auf Adjectella l)e-
ziehen. Doch bin ich hier nicht sicher.
Roesslerstammia Sta. (p. Z.).
R. Erxlebeniella Fab., Z. (Chrysitella Tr.) [H.-S. 355).
R. an Linden.
F. im Frühsommer. Risher nur in wenigen Exemplaren von Boll bei
Rremgarten und in einem Stücke bei Lausanne durch Lah. erbeutet. Nach
bisherigen Erfahrungen also eine seltenere Art. Ich begegnete ihm nie bei
Zürich.
Glyphipteryx Sta.
G. Bergstraesserella Fab. (LinneanaHb.. LinneellaHb., Treitschkeana
Froel.) [F.-H. 81.2 a— c, IIb. 84 und 436).
Die R. des schönen Thierchens ist noch un])ekannt. Ich habe keine
Ahnung der Lebensweise.
F. vom F^nde Mai durch den Juni. Rei Züiich auf lichten Waldstellen,
aber selten {Frey); von Rurgdorf und Lenk [Bent.]; ein grosser rf auch von
Rergün [Z.).
Elevation über 4000'.
G. Thrasonella Scop. (Fuesslella Fab., Seppella Hb., Aillyella Hb.,
Equitella Tr., Triguttella Donov. {F.-B. 83. 1 a— d).
R. in Rinsen.
F. Ende Mai und im .luni. Wohl im ganzen Tieflande gemein. Rei Gais
und Weissbad (P.-7.); in den Glarner Alpen noch bei 4000' [Frey) und etwas
höher noch von Rergün (Z.) .
G. Haworthana Steph. (Zonella Zetterst.).
R. in dei' Wolle von Flriophoi'iim.
F. im.Tuni. Von Torfmooren bei Rremgarten, miliintei' häufig [Boll, Frey).
G. Oculatella Z. [HS. 265).
Die Naturgeschichte noch unbekannt.
F. auf liclilen Waldstellen, mitunter hiiidigcr, doch wohl nur im Tief-
lande. Lausanne [Lit/i.]; Schupfen [lillih.); Rremgarten (ßo//); Zürich [Frey).
G. Equitella Scop. (Kleemanella Fab.) [F.-li. 82. 2 a— d) und Var.
Majorella H.-S.
R. in Scilum-Knospen.
Glypliipterygiden. 381
F. im Juni und Juli. Schupfen (Rlhh.); an der Stadtmnuer von Brem-
garten [Boll). Häufiger wird unsere Art in den Alpen, und hier kommt dann
die mitunter gewaltig grosse Var. Majorella (sonst der Staimnform völlig
gleich) gemengt mit typischen kleineren Stücken vor. So aus dem ol)eren
Engadin zwischen Samaden und Celerina an Kalkfelsen, von Trafoi nebst der
Franzenshöhe und dem Riffelberg l)ei Zermatt [Freu). y\us dem Turtman-
thale (Genfer Mus.).
Bis etwa 7500' Elevation.
G. Fiseheriella Z. (Roesslerstammiella F.-R., Desiderella F,-R.) [F.-R.
82. 3 a— e).
R. an den Samen von Dactylis glomerata.
F. im Frühling, wohl im ganzen Tieflande gemein. Ende Juli noch bei
Bergün (Z.). Ich traf ihn allerdings niemals in unseren Alpen.
Höhengrenze ül)er 4000'.
Aecliniia Sta.
A. Dentella Z. (Subdentella Sta.) [F.-R. 83. 3 a— c).
R. an Angelica sylvestris.
F. im Juni und Juli. Bisher nur bei Zürich an den Waldrändern des
Ütlibergs, seltener [Frey] .
Perittia Sta.
P. Herrichiella v. Heyd. [H.-S. 361).
R. in breiter flacher Mine in dem Blatt von Lonicera xylosteum.
F. im Juni. Bisher nur von Zürich, hier aber häufiger [Frey]. Er er-
reicht mit Bergün eine Höhe von mehr als 4000' (Z.).
P. Obseuripunetella Sta. [U.S. 924) .
R. minirend in Blättern von Lonicera xylosteum. Einmal bei Zürich
[Frey]. Erzogen halje ich kein schweizorsches, wohl aber englische Stücke.
Tinagnia H.-S.
T. Perdicellum Ti., Z. F.-li. 83. 2 a— e) uml Var. Matutinellum Z.
R. noch unbekannt.
F. im Tieflande, im Mai untl Juni an lichten Waldstellen um Erd- und
Himbeei'en, mitunter gesellig. Bei Zürich [Frey); Bremgarten [Boll); Viege
[Bent.)\ Lausanne [Lah.) ; von Genf (Mus.1 und dann (wenn nicht Matu-
tinellum) von Gais, selten (P.-/.i; als Var. von Trafoi [Eppelsheini).
Var. Matutinellum (llaarschopf dunkelgraii , Fühler und Taster grau-
l^raun) vom Grauimndnei- Weissenstein und schon bei Bergün fZ.): aus dem
Val da Fain [Frey): doch sehr wahrscheinlich auch vereiii/.oll im Tieflaiidc
vorkommend, was noch zu ermitteln bleibt.
382 Vlll. Tineen.
T. Dryadis Stgr.
Das interessante kleine Tliier, welches Stgr.^ Rogenhofer xxnd ich bei der
Franzenshöhe des Steivio antrafen , fand sich Ende Jnli und Anfang August
dicht unterhalli des Albula-Hospiz am Fussweg nach dem Weissenstein in
den Blüthen von Dryas octopetaia. 1876 war es sehr häufig. 1879 sah ich
kein Stück.
Höhengrenze etwa 7000'^)
Heliozela H.-S.
H. Metallieella Z. (Sericiellum Haw.) [F.-R. 84. 2).
R. wohl die Blätter der Eiche minirend.
F. im Frühling, in kleinen Gesellschaften um Eichen fliegend. Bisher
nur von Zürich [Frey] .
H. Resplendella Sta.
R. in den Blättern von Alnus glutinöse.
Ein Exemplar von Zürich (Frey)^ sehr selten.
Argyresthiden.
Cedestis Z.
C. Gysseleniella Kuhlwein (Gysselinella Dup.) [F.-R. 74. 3 a — c).
R. in einem Gewebe zwischen den Nadeln von Pinus sylvestris.
F. vom Juni bis in den August, doch nicht gemein. Bei Zürich (Frey)
und Lausanne [Lah.].
C. Farinatella Z. [F.~R. 74. 4 a. b).
R. minirend in den Nadeln von Pinus sylvestris.
Bisher nur von Zürich im Juni und Juli, aber seifen [Frey).
Argyresthi.a Sta.
A. Bufella Tengström [ll.-S. 923).
R. vielleicht an Pi'unus padus.
F. bisher nur in einem Exemplare im Juli von Bergün {/.). Mir
unbekannt.
A. Ephippella Fab. (Pruniella (?)L., Hb., Tetrapodella Steph, , Cornelia
Seop., Ephippium Fab.) (///>. 175. ll.-S. 652).
R. in den Knospen des Kirschbaumes und Ilaseistrauches.
F, vom Juni an, im Flachlande gemein und im Gebirge bis etwa 3000'
aufsteigend.
\) Douglasia Ocnc lostoniel la Sta. (Echii II. -S.) IH.-S. 9G1) wclclif um
Ecliium iliotj;!, dürfte unserem taunent^ebiele kaum mangeln.
Argyresthiden. 383
A. Nitidella Fab. (Maritella F.-R., Pruni Haw., Pruniella Steph.,
[H.-S. 651) und Var. Ossea Haw. (DenudatellaF.-R.) (/A.-.S. G50) .
R. in den Hhittknospen des Weissdorns.
F. schon (vereinzelt) von Ende Mai an, im Juni und Juli gemein und
wohl im ganzen Tieflande vorkommend. Von Zürich [Freij] .
A. Spiniella F.-R. [H.-S. 648).
R. an Soii)us aueuparia.
Bisher nur einmal in der zweiten Julihälfle um Ilaselsträucher am Fusse
des Ütlibergs bei Zürich gefunden {Frey).
A. Conjugella Z. [H.-S. 647).
R. in den Beeren von Sorbus aueuparia.
F. bisher nur von Gais, häufiger (P.-/.), und im Thale von Zerniatt Ende
Juli und im August getroffen [Frey).
Elevation gegen 5000'.
A. Semitestacella Curtis (Semipurpurella v. Hein., Parenthesella Zk.)
[H.-S. 602. 603).
R. vermuthlich an Buchen.
F. im Juli und August, also spät erscheinend. Lausanne [Lali.]] Zürich^
an Waldrändern [Frey).
Höhengrenze wohl eine sehr geringe.
A. Albistria Haw. (Fagetella Moritz) [U.S. 653).
R. in Schlehenknospen.
F. im Juni und Juli, gewiss in grosser Verbreitung, doch bisher nur von
Zürich [Frey) und Bremgarten [Ball).
A. Pulohella Lienig [H.-S. 604).
R. vernuUhlich in den Knospen des Haselstrauches.
F. von Ende Juni bis in den August, aber seilen. Zürich [Frey); Brem-
garten [Boll); St. Gallen [Tu.]; Chur (A7//.); Bergün {/.).
Elevation über 4000'.
A. Mendioa Haw. (Tetrapodella Z.) [II. -S. 646).
R. in den Knos])en der Schlehe.
F. im Juni, wohl überall. Zürich und Baden [Frey); Brenigaiten [Boll);
St. Blaise-Neuveville [Coul.); Lausanne [Lah.); Weissbad (P.-/.).
Elevation gegen 3000'.
A. Fundella F.-R. [F.-R. 15. 4).
R. an Pinus picea.
Bisher nur von Zürich, im Juni [Frey).
384 VIII. Tineen.
A. Retinella Z.
R. in den Knospen der Saldweide.
F. im Juni. An Waldrändern bei Zürich nicht gerade selten (Frey); el)enso
häufiger bei Bergün (Z.).
Er überschreitet also 4000'.
A. Abdominalis Z, (Abdominalella Dup.) [H.-S. ß61).
R. an Juniperus communis.
F., von Bremgarten [Boll); Zürich [Frey]] fiais [P.-I.]; am Slelvio noch
in mehr als 7000', häufiger [Wo.].
A. DilectellaZ. [H.-S. 638).
R. an Juniperus communis.
F. zu Anfang Juli; einmal an einem Waldrande des ütliberges bei
Zürich [Frey) .
A. Marmorata Frey.
Der A. Dilectella nahe verwandt, aber grösser, breitflügliger. Die
Grundfarbe der Vorderflügel bleibt heller. Letztere, gelblich weiss, sind
deutlich braun marmorirt. In der FlügelsjMtze und in hall)er Länge des Dor-
salrandes je ein deutlicher schwarzer Punkt.
' Zwei Exemplare aus dem Wallis von Anderegy erhalten.
A. Sorbiella Ti. [F.-R. 15. 2 a. b).
R. an Cotoneaster und Mespilus.
F. im Juli. Von Gais und Weissbad [P.-I.]; bei Bergün (Z.) und im oberen
Engadin bei Samaden und Sils-Maria [Frey). Ob er dort etwa noch Sorbus
aucuparia bewohnt, muss ernu'ltelt werden. Ich traf ihn ferner bei Trafoi und
in den Umgebungen Zermatts.
Höhengrenze etwa 5800'.
A. Submontana Frey.
R. an Sorl»us aria.
F. im Juni und Juli. Zürich, an den Waldrändern des Ütlibergs [Frey).
In i]en schweizerschen Alpen kam er mir ni(Mii;ils vor; ebenso vermisste ihn
Z. bei Bergün.
A. Curvella L. (Curva Haw., Cornelia Fab., Sparsella S. V.) [F.-Ii. 15.
3a-c).
R. in d(>n Knospen des Aj)felbaumes, vielleicht auch an Schlehen.
l'Mm .liini und Juli, gemein. Zürich [Frey); Ri-emgarten (ßo//); Hcmu
[Jinil.); Schupfen ilU/ih.); Sl . Cjillen (7V/.) und Degersheim (Miil/cr); Chiir
[Cafl.).
Argyreslhiden. 385
A. Andereggiella F.-R. (J-V-ella Haw.) [F.-R. 74. 2 a. b. Jf.-S. 654).
R, in den Knospen von (]oi'ylus avellana und wildwachsenden Apfel-
bäumen.
¥. von Ende .luni an bis in den August. Zürich [Frei/); Brenigarlen
{Boll); von St. Blaise-Neuveville [Coiil.]; Rrieg [Andereyfj): von der Teufels-
briicke (Brenn') .
A. Pygmaeella Hb, ( [?| Rudolphella Esp., Semifasciella Haw.) [Hb.
353. F.-H. 15. 1 a. b).
R. in tlen Knospen l)reitblätlriger Weiden.
F. im .luni und .luli. Von Zürich [Frei/); Bremgai'ten (ßo//); von Degers-
heim [iViHlci-); Sclmplen [Hlhh.); Gurnigel [Beut.); Gais und Weissbad [P.-J.);
Chur [CafL); von Rergün [Z.].
Höhengrenze über 4000'.
A, Goedartella L. (Semiargentella Donov.) (///>. 133) und Var. Literella
Haw.
R. an Riiken und Erlen.
F. im Juni und .luli. Seltener von Zürich [Frey); dann von Schupfen
[Rthb.]; auch von St. Blaise-Neuveville [Coii,!..]. Var. Lilerella (mit all-
gemeinerem Goldanflug der Vordei'flügel) vereinzelt bei Zürich [Frey].
A. Brockeella Hb. (Aurivittella Haw.) [IIb. 362).
R. in den Kätzchen der Birken.
F. im Juni und .Juli. Bisher nur, und zwar selten, bei Zürich, so am
Ütliberg [Frey).
A. Trifaseiata Stgr.
Imu reizendes Thierchen, von Andevcyy im Wallis entdeckt, wohl aus den
Umgebungen Gamsens oder vom Simplen. In der Grösse der A. Fundella,
aljer zarter gebaut. Ungemein leicht zu erkennen. Kopf und Palpen schnee-
weiss , Fühler weiss und schwarz geringelt. Vortlerflügel golden n)il drei
schneeweissen Querbinden, bn Spitzentheil zwei gleichartige Costal- und
ein Dorsalhäkchen. In dei- Spilze selbst ein dunkleres, verloschenes
Pünktchen.
A. Certella Z. [U.S. 656).
R. wohl an Pinus abies.
F. im .luni. Zwei F^xemplare von Zürich (Frey): von Lausanne [Lah.)\
von Rergün (Z.); von Trafoi i TVo.), also 4500' überschreitend.
A. Helvetica v. Hein.
Vom Rernina an .luniperus. Der A. Adominalis Z. verwandt, mir ver-
dächtig.
Frey, Lepidoptereo. 25
386 VIII. Tineen.
A. Aurulentella Sta.
R. die Nadeln von Juniperus communis minirend.
F. bei Zürich im Juni, al)er nur .sehr lokal [Frey)\ von Gais und Weiss-
bad, häufiger [P.-I.). Wie Wo. fand, überschreitet das Thier auf derFranzens-
hölie 6500'.
A. Areeuthina Z. [H.-S. 658).
R. an Wachholder.
F. einmal bei Zürich getroffen {Frey).
A. lUuminatella P.-R. (Bergiella Ratzeburg) [H.-S. 655) .
R. in den Knospen der Nadelhölzer.
F. vom Mai bis in den Juli. Bremgarten [BoU] ; bei Zürich, mitunter
häufiger [Frey); Degersheim [Müller]] verbreitet bei Bergün (Z.); von Trafoi
[Eppelshehn).
Höhengrenze über 4500'.
A. Laevigatella v. Heyd.
R. wohl an Pinus larix.
F. im oberen Engadin vom Juli in den August. Samaden, St. Moritz,
Sils-Maria [v. Heyd.., F^'^y]] ebenso von Trafoi [Frey und Wo.).
Höhengrenze über 5500'.
A. Glabratella Z.
Ein Exemplar Mitte Juni von Bergün (Z.); dann von Trafoi [Wo.).'^)
Ocnerostoma Z.
O. Piniariella Z. ([?] Var. Argentella Z., Galactitella Eversmann) [H.-S.
659. 660).
R. die Nadeln von Pinus sylvestris minirend.
F. von Zürich im April und dann abermals im Juli bei Zürich, jedoch
selten [Frey); von Bergün (Z.).
Elevation über 4000'.
O. Copiosella v. Heyd.
R. die Nadeln der Arve, Pinus cembra, minirend.
F. im Juli und zu Anfang August im oberen Engadin. Von St. Moritz
und Samaden [v. Heyd., Frey); etwas unterhalb der Franzenshöhe des Stelvio
[F^ppelsheim) . Von der vorhergehenden Art völlig verschieden. 2)
1) A. Amianlella Z. traf Wo. bei Trafoi. Sie wird al.so dem scliwcizerschon
Faunengebiele auch zukommen.
2) Wie V. Hein, in seinem Wcrite 0. Copio.sella mit der voilicrgeiicnden bekannten
Art vereinigen wollte, i.sl mir völlig unbegreiflich. Sie sind beide ausse ro rd enti ic h
leicht zu unterscheiden. Derjenige, welchem für diese Diagnose ein Auge fehlte, sollte
einem solchen Gebiete überhaupt fern geblieben sein.
Gracilariden. 387
Zelleria Sta.
Z, Insignipennella Sta.
F. hislier nur, und zwar sehr selten, bei Zürich von Ende April bis in den
Juni {Frey] .
Z. Saxifragae Sta. (Faseiapennella Frey, [?] Alpicella F.-R.) [H.-S.
[•?]359 und N. Schni. 45).
R. an Saxifraga aizoon.
F. im Juli und August. Aus dem oberen Engadin an Felsen bei Samaden,
Celerina, St. Moritz {Frey u. A.); häufig im Thale von Zermalt {Frey) und
noch auf dem Steivio {Wo.].
Elevation also etwa gegen 8000'.
Z. Faseiapennella Sta.
Ein Stück im Juni von Bergün (Z.); vielleicht auch aus dem Wallis {Frey],
Gracilariden.
Gracilaria Haw.
G. Alchimiella Scop. (Thunbergi Haw., Franckella Hb., Swederella
Schalen, Hilaripennella Tr.) {Hb. 379).
R. in einer Dule an Eichblättern.
Von Zürich, nicht häufig, im April und Mai {Frey); von Bremgurten {BoU);
von Lausanne {Lah.).
G. Stigmatella Fab. (Upupaepennella Hb., Triangulella Panz., Trigona
Haw., Oohracea Haw,) {Hb. 203).
R. in einer Dule an breit- und schmalblättrigen Weiden.
F. von Ende August bis in den tiefen Herbst und dann überwintert im
Frühling. St. Blaise-Neuveville {CouL); Zürich {Frey)-, Bremgarten {Boll);
St. Gallen {Tä.); Chur {Caß.).
G. HemidactyleUa Sta. {IIb. 276) .
R. an Acer pseudoplatanus.
F. in doppelter Generation bei Zürich, aber nicht häufig {Frey).
G. Semifascia Haw. (Picipennella F.-R.) {II. -S. 822. 824).
R. an Acer campestris.
Der ungemein variable F. bei Zürich in der zweiten Aprilhälfte und im
Mai, dann nochmals im August, stets aber selten {Frey).
G. Fideila Reutti, v. Heyd.
R. in dem Blatte des Hopfens.
25*
388 VIII. Tineen.
F. im Frühling. Bisher nur von Bremgarlen an einer enge begrenzten
Stelle der alten Stadtmauer.
G. OnustellaHb. ([?]//&. 314. H.-S. 729),
R. an Hopfen, bisher nur von derselben Stelle, welche G. Fidella lieferte.
F. im .luni und Juli. Ich bekenne offen, auf den Verdacht hin , eine
microlepidopterologische Ketzerei zu begehen , dass ich hier an einen so-
genannten Saison-Dimorphismus (S. 1) denken möchte.
G. Populetorum Z. (Tetraonipennella Dup.) [H.-S. 726).
R. an Birken und Zitterpappeln.
F. im Juli und September. Bei Zürich, selten [Frey): aus dem Wallis
{Ande)-egg) .
G. Rufipennella Hb. [Hb. 204. H.-S. 731).
R. in eingerollter Blattecke von Acer pseudoplatanus.
F. bei Zürich, selten im September [Frey]; dagegen kann man der Larve
in den Alpenthälern mitunter in ganz enormer Menge l)egegnen. So bei
Matt (2543') und Elm (3029') im Canton Glarus {Frey); im Schächenthal
[Bremi); auch in der Westschweiz Lah.)J)
G. Elongella L. (Punctella L., Ochrodaetyla S. V., Signipennella Hb.,
Signipennis Haw., Hemidactyla Haw., Roscipennella Tr., Ineon-
stans Sta.) [IIb. 196. H.-S. 730).
R. in eingerollten Blättern der Erle, ebenso auch an Birken.
F. im Frühsommer und im September (überwinternd). Von Zürich (Frey);
Bremgarten [Boll); Schupfen (Rthb.); Lausanne [Lah.); von verschiedenen
Orten des Wallis [Beut.) .
G. Juglandella Mann.
R. in dutenförmig eingerollten Blattheilen von Juglans regia.
Bisher fast nur, aber sehr häufig, aus dem Wallis. So aus den Umgebun-
gen Gamsens [Andereyy] und dem Zermatter Thal , schon hinter Viege ])egin-
nend [Frey) . In der östlichen Schweiz traf sie allein Z. bei Chur sehr häulig.
G. Puneticostella H.-S. (Roscipennella H.-S.) [H.-S. 732).
R. vielleicht an Chenopodium.
F., mir unbekannt, aus der westlichen Schweiz [Lah.).
G. Tringipennella Z. [H.-S. 783).
R. oberseitig die Blätter von Plantago lanceolata minirend.
1) G. Taxi H.-S,, früher von mir unter den scliweizerschen Tineen aufgcführl. wcklie
von Niemanden hinterher aufgefunden werden konnte [liremi halte sein Kxenijihir zu An-
fang August um Taxus bei Züricii gefangen), dürfte wolii aus der Ueihe der Arten zu shei-
clien sein. Unglücklicherweise ist das Stück mit der liremi' schan Sanunlung zu Grunde
gegangen.
Gracilariden. 389
F. im Frühling und noehnuils wahrend der Sommermonate auf trocknen
warmen Wald wiesen. Zürich [Freij]; Bremgarten {BoH); St Gallen [Tä.) und
Degersheim [Müller) .
G. Limosella F. -R. [H.-S. 734).
R. wie eine Lithocolletis (s. u.) die Blättchen von Teucrium chamaedrys
minirend.
F. im Frühling und Hochsommer. Auf dem Lägernberg, selten [Frey);
von Gamsen [Anderegg) . In den östlichen Alpen erreicht das Thierchen (noch
vereinzelt) BergUn (Z.).
Elevation über 4000'.
G. Syringella Fab. (ArdeaepennellaTr,, AnastomosisHaw.) [H.-S. 741).
R. in Duten an Syringa vulgaris, an Liguster und Eschen.
F. in doppelter Generation, einer im Frühling und einer zweiten im
Hochsommer. Im tieferen Faunengebiete sicher überall und mitunter sehr
gemein. Im Gebirge wohl nui" sehr massig ansteigend, so noch in der unteren
Region des Rigi an Eschen [Bremi) .
Elevation etwa 3000'. (?)
G. SimplonieUa F.-R., Bsd. [F.-R. 70. 3 a. b).
Das reizende auffallende Thierchen im Juni um Laubhölzer. Entdeckt
vom alten Anderegg bei Gamsen und dann von seinem Enkel wieder in Ver-
kehr gebracht ; wie es scheint selten.
G. Auroguttella Steph. (Lacertella F.-R.) [H.-S. 738).
R. in dutenförmiger Wohnung an Hypericum-Arten.
F. vom Ende April durch den Mai und Juni und dann nochmals Ende
Juli und im August. Im tieferen Faunengebiete zweifelsohne überall. In
den Alpen noch auf Mürtschenalp in etwa 5000' Höhe [Freg) und etwa noch
1000' höher in den Umgebungen Bergüns [Z.].
Gr. Hofmannella Sdüeich.
R. das Blatt von ürobus vernus minirend.
F. im Mai und Juni. Bisher nur zwischen Killwangen und Würenlos (bei
Baden) [Frey).^)
G. OnonidisZ. (ArgentipunetellaSta., MoniliellaTengström)(//.-8. 735) .
R. an Ononis und Klee minirend.
F. im Juni und Juli. Bisher nur von Bremgarten [BoU), Zürich [Frey)
untl aus den Umgebungen Gamsens [Anderegg) .
I) G. 1 mpe rialel la Mann, Sclilei ch (H.-S. 740) (deren Raupe an Symphytum
otficinale lebt) ist bei uns noch nicht getroffen worden, obgieicli sie gewiss niclit fehlt.
390 ^IH- Tineen.
G. Phasianipennella Hb. (i/6. 321. H.-S. 739) und Var. Quadruplella
Z. [H.-S. 736).
R. an Polygonum hydropiper und persicaria , an Rumex acetosella und
obtusifolia.
F. von Ende August bis in den tiefsten Spatiierbst und überwinternd.
Getroffen l)ei Zürich {Frei/), Bremgarten [Boll] und Scliüpfen [Rthb.).
Var. Quadruplella (vier oblonge gelbe Vorderflügelflecke und gelb
gefleckter Thorax) von Bremgarten [Boll] .
G. Pavoniella Metzner [H.-S. 721).
R. an Margarita bellidiastrum und Aster amellus.
F. wohl im Juni und Juli. Bisher nur aus den Umgebungen Zürichs und
zwar von beiden Seeufern. Auf Waidwiesen des Ütlibergs erreicht sie etwa
2200' Höhe [FreyY).
Coriscium Z.
C. Sulphurellum Haw. (Citrinellum T. -R., Leucapennella Steph.)
[F.-R. 70. 2).
R. unbekannt.
F. Ende April und im Mai, dann nochmals von Ende Juli an. Er ist bei
uns ein seltenes Vorkommniss. Zürich, am Ütliberg in einem Exemplar [Frey);
Bremgarten [Boll]; Umgebungen Lausannes [Lah.); von Genf (Mus.). An
beiden letzteren Orten auch nur in je einem Stück. Auch im Tessin vom
Monte Bre, Anfang Mai [Bent.].
C. Cuculipennellum Hb. (Alaudellum Dup., Ligustrinellum Z. ) H.-S.
718).
R. in einer Dute des Blattes von Ligustrum vulgare.
F. von Ende Juli bis in den September. Bei Zürich, nicht selten [Frey);
Bremgarten [Boll); Schupfen [Rlhb.]; Lausanne [Lah.).
C. Brogniardellum Fab. (Quereetellum Z., Substriga Haw., Curtisella
Dup.) [H.-S. 719).
R. in sehr ansehnlicher Mine in Eichenblättern.
F. im Frühling und nochmals im Spätsommer. Häufiger bei Bremgarten
[Boll); seltener bei Zürich [Frey); Schupfen [lithb.); Lausanne [Lah.); Genf
(Mus.). Ich traf ihn noch auf der Spitze des Ütlibergs in 2687' Meereshöhe.
Ornix Z.
O. Scutulatella Sta.
R. mlnirend an Birken, dann einen Blattrand umbiegend. 2)
1) E. Kullariella F.-R. nül der an Spartiuin lebendcMi L. diiiflo in den (ransali)inen
Thälern zu linden sein.
2) Bei der höchst ähnlichen Lebensweise der Larven des Genus Ornix geben wir für
die nachfolgenden Arten einfach nur die Nalirungspllanze an.
i
Gracilariden. 391
F. bisher nur aus dem Torfmoore von Bünzen durch Zucht erhalten
[Frey) .
O. Betulae Sta.
R. an Birken.
Bisher nur von Zürich, diii'ch Zucht gewonnen {Frey).
O. Scoticella Sta. (Torquillella [p.] H.-S.).
H. an Soi'l)us aucuparia und aria, auch an Birken.
F. Ende Mai und im Juni. Von Zürich {Frey); von Bergün (Z.) und noch
auf dem Maiojapasse, also in 5500' überschreitender Hohe {Frey).
O. Torquillella Z.
R. an Schlehen.
F. im Mai und Juni, dann von der zweiten Julihälfle in den August. Bei
Zürich, seltener {Frey).
O. Finitimella Z. {II.-S. 725).
R. gleich derjenigen der vorhergehenden Art.
F. mit derselben Erscheinungszeit. Bisher nur bei Zürich beobachtet
{Frey) .
O. Avellanella Sta.
R. an Gorylus avellana.
F. häufig mit denselben zwei Generationen bei Zürich (Frey) und sicher
im ganzen tieferen Faunengebiete vorhanden. Wie kaum zu bezweifeln, noch
bis Bergün aufsteigend (Z.).
O. Anglicella Sta.
R. an Crataegus oxyacantha.
F. abermals in zwei Generationen. Bei Zürich gemein und sicher dem
ganzen Tieflande nicht abgehend {Frey).
O. Fagivora Frey (Devoniella Frey).
R. an Fagus sylvalica und Garpinus betulus, meistens an Hecken und in
Anlagen.
F. in der herkömmlichen doppelten Generation. Bei Zürich, mitunter
häufig {Frey) ^) .
O. Pfaflfenzelleri Frey.
R. an Cotoneaster vulgaris.
F., ein Kind des Alpenlandes, im Juni und dann nochmals im späten
1) 0. Alpico 1 a W o., eine interessante Entdeckung aus neuer Zeit , welche auf dem
Stelvio Ende Juli in 7000 — 7500' Hölie um Dryas octopetala fliegt, wird sich ohne Zweifel
in unserem östlichen Alpengebiet noch auffinden lassen.
392 ^^' Tineen.
Hochsommer. Aus dem Puschlav [Pfaffenz-eller) und dem oberen Engadin^
wie Geierina, St. Moritz, Sils-Maria [Wolfetisberger , Frey); selten auf der
Ebenalp {P.-I-); häufig bei Zermatt [Frey).
Höhengrenze etwa 5600'.
O. Interruptella Zetterst. (Caelatella Z.).
R. an Weiden.
F. im Hochsommer in den Alpen. So aus dem oberen Engadin [Xicketi);
ferner am Graubündner Weissenstein (Z.), und über der Passhöhe des Albula
[Boll); von Zermatt als Mine [Frey).
Elevation 7400'.
O. Guttea Haw. ( Guttif erella Dup., Malinella Hb.) [H.-S. 723).
R. am Apfelbaum.
F. im Mai und Juni, sicher überall im Tieflande. Zürich, Baden und
Bremgarten {Frey^ Ball); von Schupfen [lUhb.); von Ghur [CafD.
■ Die (wohl unbedeutende) Höhengrenze bedarf genauerer ErmiKelung.
Coleophoriden.
Coleophora Hb.
C. Juncicolella Sta. ( Inf antinella H.-S.) [H.-S. 666).
Der kleine zierliche Sack (S.) au Heidekraut.
F. im Juni, bisher nur von Würenlos [Boll) und Zürich [Frey].
C. Nigricornis Wo.
Dunkler und mit ungeringelten Fühlern. Aus dem Wallis (Ho.). Diese
(nach einem rf aufgestellte) Art ist mir verdächtig.
C. Laricella Hb. (Argyropennella Tr.) [U.S. 667).
S. an Pinus larix. Die schädliche R. minirt, immer häufiger werdend,
die Nadeln.
F. im ganzen tieferen Faunengebiete, bald gemein, bald spärlicher nach
der Cultur der Lärche. Er erreicht noch, als häufigeres Vorkon)nmiss, die
Höhe von Bergün (Z.). Flugzeit ist der Juni.
Elevation wohl gegen 5000', wenn nicht mehr.
C. Badiipennella F.-R. {Il.-S. 680).
S. an Fischen, Rüstern, Ahorn.
F., nicht gerade häufig während des Juli, i)ei Zürich [Frey).
C. Milvipennis Z.
S. an Bii'ken.
F. im Juli, nicht gerade häufig. Von Zürich und Bünzcn {Frey, Boll).
Coleophoriden. 393
C. Minuseulella H.-S. H.-S. 679).
Ein Exeinphii-, Ende des Sommers, aus den Umgebungen Zürichs [Frey].
C. Limosipennella F.-R. [JL-S. 677).
S. an Rüstern und Erlen.
F. nicht häufig, bei Zürich im Juli [Frey).
C. OehripenneUa Z. [U.-S. 678).
S. an Hecken und feuchten Waldsteilen, auf Stachys sylvatica, ßallola
nigra, Lamium purpureum und album, sowie endlich auf Glechoma hederacea.
F. von Mitte Mai an in den Juni bei Zürich, nicht seilen [Frey).
C. (?) Solitariella Z. [H.-S. 672).
Wahrscheinlich zälilen zwei, vor längeren Jahren bei Samaden Ende
Juli gefangene Stücke hierher {Frey).
C. Flavipennella F,-R. H.-S. 675).
S. an Pyrus communis.
F. von Zürich [Bremi nach H.-S.]; mir niemals vorgekommen und ver-
dachtig.
C. Lutipennella Z. (Elongella Zetterst.) [II. -S. 676).
S. au Eichen.
F. bei Zürich, im Juli an Waldrändern {Frey).
C. Albisquamella H.-S.
Von Samaden, Ende Juli [Frey).
C. Fuseedinella Z. [H.-S. 669) .
S. an Birken, Hainbuchen, Haseln, Rüstein und Erlen.
St. Gallen [Tä.]; Zürich, häufig [Frey): Bremgarten [ßoll); Schupfen
[Rthb.]. ■
C. Binderella KoUar (Lusciniaepennella Z.).
S. an Alnus incana.
Zürich, nicht häufig im Juli [Frey).
C. Viminetella Z. (Lusciniaepennella Tr., Orbitella H.-S., Frey) [H.-S.
670).
S. an breit- untl schmalblältiigeii \\ eidcn.
Bei Zürich, nicht gerade selten [Frey).
C. GryphipenneUaBouche (Lusciniaepennella Z., Frey) [H.-S. 673. 674).
R. an wilden untl cultiviilen Rosen.
Von Zürich und Samaden im Juni und Juli {Frey).
394 VIII. Tineen.
C. Coraeipennella Hb. (Nigricella Steph.) [H.-S. 671).
S. an Apfelbäumen, Schlehen, Kirschen, Weissdorn, Birken und Uhnen.
F. im Juni und Juli gemein. Bei Zürich [Freij) und sicher im ganzen
Flachlande verbreitet.
C. Orbitella Z.
S. an Vaccinien (V. myrtillus, vitis idaea und uliginosum).
Aus den Umgebungen Bremgartens in einem Torfmoore an letzt-
genannter Pflanze {Frey) .
C. Ledi Z.
S. an Cornus, Viburnum, Linde u. s. w.
F. im Juni. Bisher nur von Zürich {Frey) ."
C. ParipenneUa Z. (H.-S. 655).
S. an Haseln, Schlehen, Apfelbäumen, Weissdorn, Cornus, Rosen und
Brombeeren.
F. im Juni. Massig selten bei Zürich [Frey).
C. Fuscoeuprella H.-S. [H.-S. 920 f.).
S. an Corylus avellana.
Bisher allein von Zürich [Frey), und nur als S. gefunden. Allein ein Irr-
Ihum ist bei der so höchst bezeichnenden Form des Raupensackes unmöglich.')
C. Albitarsella Z. {H.-S. 668).
S. an Glechoma hederacea und Origanum vulgare.
F. von Zürich im Sommer, selten {Frey).
C. Alcyonipennella KoUar. {H.-S. 663. 920 c).
S. an Centaurea jacea, scabiosa und nigra.
F. selten. Auf Bergwiesen bei Zürich {Frey), im Juni; Umgebungen
Bergüns im Mai und Juni (Z.) und auch noch aus dem oberen F^ngadin {Frey);
Trafoi {Eppelsheini) .
Elevation gegen 5500'.
C. (?)Puscicornis Z.
Ich bezweifle die Artrechte sehr. Ein von 77. -N. so bestimmtes Exemplar
auf einer Waldwiese des Ütlibergs bei Zürich im Juni {Frey).
C. Deauratella Z. (Alcedinella F.-R.) {H.-S. 664).
S. ohne Zweifel an Klee oder Kräutern unserer Cultur\> iesen. Alan lrifl"t
\) C. Aeripennis Wo., von Stgr. bei Macugnat^a gefangen, wird unserem Faunen-
gcbiete kaum abgehen.
C. Acthiops Wo. Ebenfalls von Macugnaga [Stgr.).
Beide Arten sind nach je einem Stück aufgestellt !
Coleophorideii. 395
ihn zuweilen massenhaft an dem Stamm dort waclisender 01)stbaiime. Bei
Zürich auf Wiesen im Mai und Juni, nicht selten [Frey).
C. Fabriciella Villars (Spissieornis Haw., Mayrella Z., Troohilipennella
Costa {[■'!] Hb. 322).
F. auf trocknen Gi-asstellen in Nadelholzwaidungen. liei Züricli im Juni,
mitunter iiäufiger Frey); auch von BergUn (Z.); Trafoi [Eppelsheim) .
Elevation 4800'.
C. Hemerobiella Scop, (AnseripennellaHb.) [H.-S. 908. F.-R. 69. 70. 1).
S. an Apfel-, Hirn- und Kirschbäumen, ebenso an Cralaetius oxyacantha.
F. sicher im ganzen Tieflande. Bei Zürich im Juli, hautiger (Frey).
C, Anatipennella Hb. (Tiliella Schrank, AnatipennisHaw.) [H.-S. 907).
S. an Laubhölzern, z. B. Sahhvelden.
F. im Juni von Zürich, aber seltener (Frey).
C. Palliatella Zk. (Palliipennella Tr.) [H.-S. 908).
S. an verschiedenen Laubhölzern.
F. l)ei Zürich im Juni und Juli, selten [Frey).
C. Currueipennella Z. [H.-S. 894).
S. an Eichen und Hainbuchen.
F. in der zweiten Julihälfte bei Zürich, jedoch seilen [Frey).
C. Auricella Bosc. (Barbatella P.-R.) [H.-S. 715).
S. an Slachys recta und Belonica oflicinalis.
F. im Juni. Auf nassen Waldwiesen bei Zürich, häufiger [Frey); auch aus
der Weslschweiz [Lah.).
C. Serenella Ti. [H.-S. 692).
S. an Aslragulus glycyphyllos, Hippocrepis comosa, namentlich al>er an
der angepflanzten Colulea arl)orescens.
Bei Zürich, häufiger im Juni und Juli, und auch vom Lägernberg [Frey).
C. Vulnerariae Z. (Albicosta H.-S., Frey) [H.-S. 693. 917. 918).
S. an iVnlhyllis vulneraria.
F. im Juni, nicht selten bei Wüienlos [Frey).
C. Pyrrhulipennella Z. [H.-S. 699).
S. an Heidekraut.
F. im Torfmoor von Bünzen, niemals al)er bei Zürich getrofi'eu [Frey).
C. Conspicuella Z. [U.-S. 705).
S. an Cenlaurea nigra, seabiosa und jacea.
396 VIII. Tineen.
F. im Juni und Juli. Auf Waldwiesen bei Zürich, im Allgemeinen nicht
häufig [Frey] .
C. Valesianella v. Heyd.
Bisher nur aus dem Wallis, leider ohne nähere Angabe, {v. Heyd.) .
C. Lixella Z. (Ornatea Haw., Ornatipennella Steph.) {H.-S. 713).
S. anfänglich an Thymus serphyllum, später an Gräsern.
F. im Juli und August, seltener. Bei Pfäffikon im Canton Zürich (S?/fe/");
Lägernberg [Frey]; Haldenstein (1724') {Cafl.); auch aus dem Canton Tessin
[C. Zeller).
C. OrnatipenneUa Hb. [H.-S. 712).
S. an Gräsern.
F. gewiss überall. Von Genf (Mus.) bis Zürich, im Juni und Juli auf
Waldwiesen, gemein {Frey); l)ei Bergün, selten geworden (Z.).
-Höhengrenze über 4000' i).
C. Ochrea Haw. (Argentipennella Dup., Hapsella Z.) [H.-S. 709).
R. an Helianthemum vulgare.
F. im Sommer, gewöhnlich im Juli. Bisher nur vom Lägernberg {Frey);
ohne Zweifel aber auf dem seh weizerschen Jura weit verbreitet.
C. Wockeella Z. {H.-S. 710).
S. an Betonica officinalis, Stachys hirta und Ranunkeln.
F. Ende Juni und im Juli. Bei Zürich, aber durchaus nicht gemein (Frey).
C. Albifascella Z. (Leucapennella Hb.) {Hb. 205. H.-S. 685).
L. in den Samen der Silene niüans und Lychnis viscaria.
F. im Mai und Juni. Lägernberg {Frey); Engelberg, Kreuzstrasse bei
Aarburg {Mtl.); nirgends häufig.
C. Discordella Z.
S. an Lotus corniculatus.
F. im Sonuner, bei Zürich {Frey).
C. Niveicostella Z. {H.-S. 681).
F. von Zürich {Frey) und Bremgarlen [Doli]., im Sommer auf Waldwiesen,
aber seltener. Wie es scheint, im Alponlande weit verbreitet. Bei Bergün
von Mitte Juni bis Mitte Juli auf trocknen, blumigen Wiesen, nicht selten (Z.).
Elevation über 4000'.
1) Eine eigenlliüniliclie Zwi.sclienruitu der C. Lixella iiiid Ornalipeniiella llies;!, niclil
gerade selten, im Ober-Engadin. Sollte sich in der Folge durch Erziehuntj eine neue Arl
ergeben, so schlage ich den Namen G. Intermediella vor.
Coleophoriden. 397
C. Nubivagella v. Heyd., Z.
Ein woil>liclies Exemplar vom Co! de Bahne durch v. Heyd. Ob sichere
Arl ■? Niemand ist ihr hinterher begegnet.
C. Niveistrigella Wo.
Nach einem Exemplar aus dem Wallis.
C. Tractella v. Heyd.
Aus dem Wallis [v. Heyd.). Mir unbekannt geblieben.
C. Rectilineella F.-R. [H.-S. 697 a. b).
Wohl mit Sicherheit von Berglialp im Canton Glarus in ungefähr 5000'
Meereshöhe [Frey); ebenso aus den Umgebungen Zermatls (Genfer Mus.).
C. OnosmellaBrahm(StruthionipenneUaTr.) [H.-S. 71 6a. b. Hb. PJ209).
S. an Onosma, Betonica, Anchusa, Hieracium.
F. selten. Bei Bergün Ende Juni und im .luli (Z.).
Elevation über 4000'.
C. (?)Inflatae Sta.
R. in den Samenkapseln der Silene inflata.
Ein Exemplar im Mai bei Bremgarten zählt wahrscheinlich hierher [Frey).
C. Therinella Tengström {H.-S.
S. an Disteln.
F. in einigen Stücken im .luni und Juli bei Zürich {Frey); bei Bellin-
zona {Lah.).
C. Troglodytella F.-R. {II.-S. 893) und Var. Ramosella Z.
S. an sehr verschiedenen niederen Pflanzen , wie Eupatorium canna-
Itinum, Inula dysenterica, Conyza squarrosa und Margarita bellidiastrum.
F. im Juni und Juli. Bei Zürich, häufiger {Frey).
Var. Ramosella (mit rein weissen, nicht dunkler geringelten Fühlern)
findet sicli unlcrmischt mit der Stannnarl.
C. Alpicola Wo.
In zwei rj von Sfyr. bei Macugnaga und auf dem Gornergral erhalten.
Mir unbekannt.
C. Nutantella Frey und Mühlig.
S. an Silene nutans.
F. vom t.ägernberg, als sellenes TIn'er {Frey).
C. Argentula Z. {H.-S. 896).
S. an den Hlüdien und Samen von Achillea millefolium.
F. im Juni. Bisher nur von Bremgarten {Frey).
-398 VIII. Tineen.
C. Virgaureae Sta.
S. in den Samen von Solidago virgaurea.
F. von Ende Juli den August hindurch. An lichten Waldsleilen l)ei Zürich,
hier mitunter häufiger {Frey) .
C. FulvosquamellaH.-S. (//.-S. 912).i)
S. an Dryas octopetala.
Die schöne alpine, von mir entdeckte Coleophore findet sich indessen
schon bei Bergün (Z.); dann im oberen Engadin, Samaden, St. Moritz, Sils-
Maria [Frey]; Macugnaga und Gornergrat (Stg)-.]; vom Stelvlo [Wo.).
Elevation etwa von 4000 bis gegen 7000'.
C. Collina Frey.
Ich traf während der zweiten Julihälfte und im Beginn des Augusts diese
Art, welche an C. Fulvosquamella in manchen Stücken sehr nahe heranragt,
im ganzen oberen Engadin, von Samaden bis Sils-Maria, an trocknen, mit
Dianthus bewachsenen Stellen in einer Höhe bis 6000'.
Etwas kleiner als Fulvosquamella ; ihr sonst in Zeichnung verwandt. Die
Vorderflügel sind am Costalrande von der Wurzel bis zur Spitze fein weiss
gerandet. Ihre Grundfarbe ist das ockerfarbige Grau der vorhergehenden
Art. Spitzwinklig von jener weissen Randbegrenzung geht in der hinteren
Flügellänge ein schiefer Längsstrich gegen eine ähnliche weisse, wiederum
den Hinterrand erreichende Medianlinie. Um den Afterwinkel weissliche
Begrenzung, ebenso am Wurzeltheil des Dorsalrandes. Vereinzelte schwärz-
liche Schüppchen treten auf der Flügelfläche auf.
C. Mediostrigata Frey.
Der vorhergehenden Art al)ermals sehr nahe verwandt, in Grösse und
Färbung gleich. Ein vollkommen gerader weisser Medianstrich, bis zu den
Ilinterrandsfranzen, durchsetzt die volle Flügellänge und bildet wohl das
beste Merkmal. Die Befranzung der Flügelspitze weisslich.
In mehreren vollkommen reinen Stücken vom Albula-Passe , also in
7200' Meereshöhe.
C. Brigensis Frey.
Der vorhergehenden Spezies sehr nahe kommend und mit ihr in Grösse
übereinstimmend. Die weisse Costaleinfassung der Vorderflügel etwas l)reiter
und sehr deutlich. Der weisse Medianstreifen nur in der hinteren Flügel-
hälfte entwickelt. Franzenspitze weisslich. Jede schwarze Beschuppung der
mehr l)räunlichen Vortlerflügel fehlt. Das ^ sehr spitzflüglig. Aus dem
Wallis von Anderegy in Mehrzahl.
1) Die hochalpinen, an Fulvosquamella .si('h anrciluMulon Colcophoron hiUlcn meiner
Ansicht nach zur Zeit fast den schwiorii^stcn Ahschnitt der Microlepido|)terol(ii;ie. Ich
könnte — mitunter nur nach vereinzelten (frischen) Exemplaren — ein Dutzend neuer
Spezies beschreiben. Ich beschränke mich auf wenii^e sichere, und auch hier sollten
allerdings gute Abbildungen ergänzend eintreten.
Coleophoriden. 399
C. Albtilae Frey.
Ein recht kleines, aber sehr spezifisches Thierchen derselben Gruppe.
Etwa im Ausmaasse der C. Argentuhi Z. Auffallend dunkel, düsler schiefer-
grau. Die Zeichnungen ganz verloschen. Eine weisse Coslaleinfassung setzt
sich verloschen in die Frenzen vor der Flügelspitze fort. Eine kürzere, ge-
bogene, nicht minder undeutliche, stumpfwinklige, weissliclie Linie undeut-
lich am Aflerwinkel.
Zwei Exemplare am Albula-Pass neben dem Hospiz im August.
C. Otitae Z. [H.-S. 911. 920).
S. an Silene nutans.
F. im Juli. Vom Lägernberg in Anzahl [Frei/] . Jede weitere Beobachtung
fehlt noch immer.
C. Flavaginella Z.
S. an Atriplex und Chenopodium.
F. im Juli und August. Von Lausanne (£«/«.); von Genf (Mus.); bei Sion
im Wallis; von Zürich, häufiger, und von Samaden [Frey).
C. Murinipennella F.-R. (Otidipennella Z.) [II.-S. 881).
S. an den Samen der Luzula pilosa.
F. im April und Mai. Bei Zürich häufiger und auch noch von Samaden
im Hochsommer [Frey); ebenso von Bergün (Z.).
Höhengrenze über 5000'.
C. Caespitiella Z. [H.-S. 877. 878) und Var. Alticolella Mann.
S. an Binsen, Juncus conglomeratus.
F. im Juni und Juli , mitunter in förmlichen Schwärmen. Bei Zürich
[Frey); von Bremgarten [Boll] und sicher überall im ganzen tieferen Faunen-
gebiete. Auch Var. Alticolella (rein weisse, nicht dunkel geringelte Fühler)
unter der Stammart. Z. hätte diese Form meiner Ansicht nach nicht mit
besonderem Namen versehen sollen.
C. Annulatella Tengström (Laripennella Zetterst.) [ff.-S. 901).
S. an Chenopodium und Atriplex.
F. im Sonnner, im Flachlamle verbreitet; aus dem Wallis; von Bergün
(Z.); von Samaden und dem Stelvio, sowie von Zermatt [Frey).
Elevation etwa 6000'.
Elachistiden.
Batrachetlra Sta.
B. Praeangusta Haw. (Turdipennella Tr.) [II.-S. 995).
R. an Populus tremula (sicher auch an anderen Pappelarten); doch
weiteres fehlt noch. In Kätzchen?].
400 VIII. Tineen
F. im Juli und August. Bisher nur, und zwar als Seltenheit, von Zürich
[Freij] .
B. Pinicolella Dup. [II.-S. 996).
F. im Juni und Juli, von den Zweigen der Pinus sylvestris.
Bei Zürich und Bremgarten , aber an l)eiden Orten selten [Frey, Bali);
von Genf (Mus.).
Cosiiiopteryx Hl)., Sta.
C. Scribaiella v. Heyd. [II.-S. 998).
R. in den Blättern von Arundo phragraites minirend, wie Boll und Frei/
entdeckten .
F. im Frühsomraer. Bisher nur von Bremgarten an den Ufern der
Reuss, stellenweise häufig.
C. Eximia Haw. (Drurella Sta., Druryella H.-S.) [II.-S. 999).
R. die Blätter des Hopfens minirend.
F. im Juni. Bei Zürich, sehr selten; bei Bremgarten an der alten
Stadtmauer, ein paar Jahre lang häufig (Fm/, Boll).
C. Schmidiella Frey.
R. die Blätter von Vicia sepium minirend.
F. von Mitte Juni in den Juli hinein an lichten Waldstellen. Zürich,
nicht häufig [Frey); noch seltener bei Bremgarten {Boll, Frey).^)
Bedellia Sta.
B. Somnulentella Z. (Convolvulella Mann) [H.-S. 819).
R. dieBlätter von Convoivulusarvensis, weniger von C. sepium minirend.
F. Ende August und dann nochmals im Spätherl>ste und wohl über-
winternd.
Bisher nur von Zürich [Brcmi, Vocgeli, Frey). Gewöhnlich ist sie selten.
Stathinopoda Z.
S. PedellaL. (Angustipennella Hb., CylindricusFab., CylindrellaFab.)
(Hb. 197).
R. an Erlen.
i) C. Oriclialcea Sta. (Druryella Z.) (icii liaKc , um woiterer Confusion zu ont-
gellen, einstens vorgeschlagen, diese Art, welche in Festuca und llieiochloa niiniii,
C. Hierochloae zu nennen), fehlt sicher unserem Faunengebiele nicht.
Wie Wo. in seinem Cataloge C. Orichaicea Sla. und Diuryella Z. {I''rey) als zwei
Arten anführen konnte, ist mir unverständlich.
Ebenso werden wir mit grosser Wahrscheinlichkeil die weit verhreilele C. Licni-
giella Z. (Mine in Arundo phragmiles) noch als Mitglied der schweizersciuMi Tineen-
Fauna erwarten dürfen, obgleich es mir unmöglich war, in der Nähe meines Wohnortes
das reizende Cieschöpf aid'zulreiben.
Elachistidcn. 401
F. im Juni und Juli. Bisher nur von Lausanne [Lah.]; dann, zwischen
Dielikon und Bremgarten [Boll].^)
ChJiuliodus Tr.
C. lUigerellus Hb. (Falciformis Haw.) [IIb. 333).
R. zwischen Blättern von Aegopodiuni podagraria.
F. jjisher nur von Burgdorf [Rthb.) und Zürich [Brcnii). Mir kam die
Tinee an letzterem Orte niemals vor.
C. Aequidentellus Hofmann.
R. an Meum athamanticum.
F. im Hochsommer und im Octol)er; aus den Umgebungen Samadens
[Pfaffen zeller]:, ein Exemplar von der Franzenshöhe [Wo.].
Höhengrenze etwa 6 — 7000'.
C. Strictellus Wo.
R. an Angelica montana.
F. Ende Juni und im Juli; bei Bergün (Z.), aber selten.
Ele Valien über 5500'.
C. Chaerophyllellus Göze (Chaerophylli Retz, Testaeella Hb.) [Hb. 326).
R. gesellig an verschiedenen Umbelliferen.
F. im Juli und August, dann nochmals vom Spätherl)ste an mit Ueber-
winterung. Von Bremgarten [Boll]-^ von Zürich, zahlreich erzogen und auch
gefangen [Frey); von Chur [Cafl). Bei Bergün über 4000' Höhe (Z.).
C. Scurellus P.-R. [H.-S. 968).
F. in unseren Alpen , nach der Höhe vom Juni bis in den August , mit-
unter häufiger. Berner Oberland [Boll]; Krayalp im Canton St. Gallen (6156')
[Gräfe); von Bergün (Z.); im oberen Engadin weitverbreitet, so beispiels-
weise auf Alp Muraigl bei Samaden, am Berninapasse, im Val da Fain. Ganz
vereinzelt auf der Höhe des Albulapasses [Frey); in ziemlicher Höhe am
Stelvio [Wo., Frey) und ebenso im westlichen Alpengebiete, so im Turtmann-
thale und bei Zermatt (Genfer Mus.), sowie auf dem Riflelberg bei Zermatt
[Freij] .
Höhengrenze von 7 — 8000'.
C. Pontiflcellus Hb. [Hb. 181).
R. (trotz zahlreicher Nachsuchungen von meiner und Anderer Seite) bis
zur Stunde unbekannt.
F. vom Ende Mai bis in den Juli; auf den Bergwiesen des Ulli bei Zürich,
1) Das Genus Oinophila mit der Spezies V. Flavum Haw. (die Larve lebt am Moder
der Weinfasser) fehlt gewiss unserer Fauna nicht,
Froy, Lppidfiptorpn. 2ß
402 VIII. Tineen.
und hier mehr als 2000' Höhe gewinnend [Frey): noch hoher im SeealpUial
[P.-I.]. In den höheren Alpen fehlend.
Chrysoclista Sta.
C. Linneella Gl. (Schaeflferella Dup.) {F.-R. 88. 2).
R. wohl im Holze der Linden.
F. im Juni 1879 bei Zürich (mitten in der Stadt) an alten Linden mit
einem Male zahlreicher getroffen [Frey). Im Seealpthal begegnete ihm noch
P.-I.
C. Flavicaput Haw. (Aurifrontella Hb.) [Hb. 469).
R. in den Zweigen von Crataegus oxyacantha.
F. bisher nur von Rremgarten [Boll).
Laverna Curt.
L. Idaei Z. [H.-S. 921).
R. in den Wurzeln von Epilobium angustifolium.
F. im Mai und Juni. Winterthur [Voegeli)^ Zürich {Frey] und Lausanne
[Lah.), aber selten; bei Rergün, einen Monat später [Z.).
Elevation über 4000'.
L. Conturbatella Hb. [Hb. 450).
R. in den Herztrieben des Epilobium angustifolium.
F. im Juli; bei Zürich [Frey); auch von Bergün (Z.), sowie von St. Moritz
[Fretj] und Trafoi [Wo.].
Elevation etwa 5500'.
L. Propinquella Sta.
R. minirend in den Blättern von Epilobium hirsutum.
F. im Juni, ganz lokal bei Zürich [Frey); von Trafoi [Eppelshehn).
Elevation 4800'.
L. Lacteella Steph. (Gibbiferella Z.) [H.-S. 971).
R. an Epilobium hirsutum.
F. im Juli , seltener. Bisher bei Zürich getroffen [Frey) ; dann von
Degersheim [Müller) und in dem unserem Faunengebiete nahen Trafoi [Wo.).
L. Misoella S. V. (Staintoni Siroom) [Hb. 975).
R. die Blätter von Helianthemum vulgare minirend.
F. in der Ebene mit doppelter Generation (Mai und Juni, dann im Hoch-
sommer), im Gebirge mit einfacher. Von Zürich, Bremgarten und dem
Lägernberg [Frey, Boll); vom Jura und aus den westlichen Alpen [lithb.);
von Bergün [Z.) und aus dem oberen Engadin , so von Revers bis Sils-Maria
[Frey); von der Franzenshöhe [Wo.).
Elevation über 0500'.
I
Elachistiden. 403
L. Rhamniella Z. {Il.-S. 972).
R. in den ßlattspitzen von Rhamnus franguhi, catharclicus und (im
Alpenlande auch) an R. pumila.
F. im Juli und August ; nicht gerade sehr häufig an Waldrändern l)ei
Zürich [Frey]\ von Bergün (Z.).
Elevalion über 4000'.
L. Epilobiella Schrank (Fulvescens Haw., Nebulella Steph.) [F.-R.
73. 74. '1).
R. in den Herztrieben von Epilobium hirsutum.
F. im Spätsommer, gewiss überall im Tieflande.
Zürich, Winterthur und Schaffhausen [Frey); Bremgarten {Bali): Lau-
sanne [Lah.].
L. OchraeeeUa Curtis [H.-S. 1002).
R. in den Blättern von Epilobium hirsutum.
Ein Exemplar des F. im Juni zwischen Neuchätel und Valengin (201 1')
{Rthb.). Sonst nur aus Grossbritannien.
L. Rasehkiella [H.-S. 825. 826).
R. die Blätter von Epilobium angustifolium minlrend.
F. im April und Mai , sowie nochmals im Juli. Von Bremgarten [Boll];
von Zürich [Frey].
L. Schrankella (Locupletella F.-R.) [Hb. 264. F.-R. 88. 3).
R. das Blatt verschiedener Epilobium-Arten minlrend.
Der reizende F. im Juni und nochmals im Spätsommer. Von Bremgarten
[Boll] und Zürich [Frey); Weissbad, selten [P.-L); von Trafoi [Frey] und
noch von der Franzenshöhe [Wo.].
Elevation über 6500'.
L. Decorella Steph. (Divisella H.-S.) [H.-S. 970).
R. in gallenartigen Anschwellungen des Stieles von Epilobium hirsutum.
F. im Herbste mit Ueberwinterung. Schupfen [Rthb.); Bremgarten [Boll);
Zürich [Frey) .
L. Subbistrigella Haw. (Sturnipennella Tr., Permutatella F.-R.) [H.-S.
969).
R. in den Samenhülsen von Epilobium angustifolium und montanum.
F. im Mai und Juni, nochmals im Juli und August, an Waldrändern und
auf Waldblössen. Schupfen [Rthb.]; Bremgarten [Boll); Zürich [Frey); Degers-
heim [Müller). Sicher weit verbreitet.
L. Atra Haw. (Hellerella Dup., Putripennella F.-R.) [H.-S. 976).
R. unter Flechten vom Stamme des Apfelbaumes erzogen, doch wohl im
26*
404 VIII. Tineen.
kranken Holze (unter der Rinde ['?]) lebend ; auch die Früchte von Crataegus
sind erwähnt.
F. bisher nur von St. Gallen und Degersheim (Tä., Müller).
L. Langiella Hb. (Niveipunctella Sta.) (H.-S. 966) i).
R. das Blatt von Epilobiuni hirsutum, sowie von Circaea luteliana
niinirend.
F. im Juli und August, mit Ueberwinterung. Zürich und Winterthur
[Fvey)\ von Bremgarten [Boll);
L. Vanella Reutti.
R. in den Knospen und Trieben von Tamarix germanica.
F. im .Juni und October. Bisher nur von Wildegg an den Ufern der Aar
gefunden {Wu.).
Schreckensteinia Hb. (Clirysocorys Ciirtis).
S. Pestaliella Hb. (Seissella Haw., Angustipennella Gurt.) [IIb. 449.
[■?]270).
R. an Ilim- und Brombeeren.
F. im April und Mai , dann nochmals im Sonmier. Zürich und Baden
[Prey]] Bremgarten [Boll); St. Gallen [Tu.) und wohl im ganzen Tieflande.
Ochromolopis Hb.
O. letella (letipennella Tr.) [Hb. 361).
R. an den Blattspitzen von Thesium montanum ([?] und pratense).
F. von Lausanne [Lah.); von der Gemmi [Rihb.); von Berglialp im Canton
Glarus [Frey), im Juli und August; häufig bei Bergün (Z.).
Höhengrenze gegen 6000'.
Heliodines Sta.
H. Roesella L. [IIb. 135. 399. 400).
R. an Alriplex.
F. im ersten Frühling, dann im Juni und August , h)kai und seltener.
Von Burgdorf [Rlhb.); von Zürich und Baden [Frei/); von (liuii- [Ca/l.).
Stagmatophora H.-S.
S. Serratella Tr. [H.-S. 978).
R. in einem Gewebe an der Wurzel von Linaria genistifolia gelroflen.
(Die Pflanze fehlt uns.)
F. bisher nur als grosse Seltenheit einmal im ebeneren Faunenuebiete.
1) L. Phragmitella Sla., deren W. in den Koli.eii v()n'l'\i)lia lalifolia lohl , foldl
sicher unserem raunen£!('I)ie(c nicht.
i
Elachisliden. 405
Ein Stück von Diil)endorf (ß/'g/n/); ein zweites Ijei Zürich im .luni {Frey): ein
drittes von Ber|j,ün (Z.). Also in mehr als 1000' Höhe.
S. Heydeniella F.-R. [F.-R. 88. 1).
R. das Blatt von Betonica officinalis minirend.
F. sehr selten, bisher nur am Ütliberg bei Zürich (Frey). Die Mine auf
dortiger versumpfter Wiese. Bei Frankfurt auf Irocknem Sandl»oden.
Elevation etwa 2000'.
S. Albiapicella {H.-S. 979).
B. in den Samenköpfen von Glol)ularia vulgai-is.
F. bisher nur aus dem Wallis, von Andereyy ei'beulel.
Autispila Hb.
A. PfeiflferellaHb. (Stadtmüller ella Hb., QuadriguttellaHaw.) [Hb. 398).
B. das Blatt von Coiiius sanguineus minirend.
F. im Frühjahr, l^isweilen schon von Ende April bis in den Juni. Zürich,
nicht gerade selten [Frey); Bremgarten (Boll): Degersheim [Müller).
A. Treitschkiella F.-R. [F.-R. 100. 4).
B. mit gleicher Lebensweise an tlem gleichen Sti'auche.
F. etwas später erscheinend. Bisher nur ])ei Bi-emgai'len {Frey).
Steplieiisia Sta.
S. Brunnichiella Sta. (Magniflcella Z., Stephensella Dougl.) [II.-S.
'lOK)).
B. die Blätter von Clino|)()dium vulgai'c minirend.
F. im Mai und August. Zürich und Lägernberg [Frey): Bremgarten [Boll).
Elachista Sta.i)
E. Quadrella Hb. (Quadripuuotella Haw., Tetrastictella Z., G-uttella
Reutti) [IIb. Fig. 293).
M. an Luzula pilosa und alhida.
F. im Juni und Juli. Bei Zürich, in ein/.cliu'ü Jahren nicht selten [Frey):,
ebenso von Bergün, im Juli (Z.).
Also ül)er 4000' Hohe.
E. Tetragonella H.-S. [II.-S. 1010).
M. an Cai'cx monlana.
F. im Mai und Juni. Von Engelberg im Clanlnn iJnlerwalden (t'. Zeller);
von Zürich und Baticn [F'rey); von Bromgarten [Boll).
1) Die Larven miiiircii in Gräsern. Dessliail) nui' M. ,'Mine)
406 ^'III- Tineen.
E. Trapeziella Sta. ([?] Guttifera Haw.).
M. an Luzula pilosa und albida.
F. im Mai und Juni, ein selteneres und Ijislier nur Ijci Züricli [Frey]
beol)achtetes Thier.
E. Ornithopodella Frey.
M. in Carex ornithopus.
F. im Juni, eine Seltenheit l)ei Zürich [Frey).
E. Magniüeella Tengström (Geminatella H.-S., Regifleella Sireom)
[Il.-S. 1015).
M. an Luzula pilosa im hochstämmigen Nadelholzwalde.
Der prächtige F. vom Juni bis in den August. Bisher nur von Zürich,
und hier keineswegs häufiger {Frey) .
E. Nobilella P.-R. [H.-S. 1012).
M. in Festuca-Arten (wie ich auffand), auch an Aira flexuosa und Agrostis
stolonifera.
F. bei Zürich, im Juni, namentlich um Nadelholz [Frey). Ein Stück traf
Z. noch bei Bergün.i)
E. Gleichenella Haw. (Fractella H.-S., Trifasciella Tengström) {H.-S.
1013. 1014).
M. an sehr verschiedenen Carex-Arten, an Aira caespitosa und Luzula
pilosa.
F. vom Mai an bis in den Sonuner hinein. Zürich, Würenlos, Baden
und Bremgarten {Frey, Boll). Ohne Zweifel im ganzen Tieflande.
E. Apicipunctella Sta. {H.-S. 951).
Ein schlechtes Stück von Bremgarten {Boll] habe ich nie erwähnt. Um
so interessanter ist es, dass Z. des Thierchens von Bergün im Juni und Juli
gedenkt, Wo. von Trafoi, also 4800'.
E. Albifrontella Hb. (Quadrella Haw.) {Hh. 432).
M. in sehr verschiedenen Gräsern, Dactylis glomerata, Koeleria cristala,
Brachypodium sylvaticum, Molcus mollis und (?) Bromus.
F. im Mai und Juni. Bisher nur von Schupfen {IWtb.), von Bremgarten
{Boll) und Zürich {Frey) . Sicher weit verbreitet.
1) Wie unendlich sciiwicrig die Bestimmung gefangener Eiacliisten ist, dat'iii' lielVil
selljsl Z. in seiner ausgezeichneten Faun. herg. den besten Beweis. Ueber Bergün , auf
dem Cuolm da l,alscli, hatte er in Anzahl eine Elachisle gefangen. Sta. liatte aus den
übersendeten StUeken zuletzt nur eine Art erkennen wollen, wahrend ich drei verschiedene
Tiiiere erhielt. ()neid>ar halle der hochverdiente Forsciier Verschiedenes vermengt.
EUicIiislidcn.
407
E. Helvetica Frey.
Bisher nur einmal in den Umgehungen Zürichs gefangen [C. Zeller).
E. einer eopunctella Haw. [II.-S. 1009).
M. an verschiedenen Carex-Arten, an schattigen Waldstellen.
F. im Mai und Juni. Bei Zürich gerade keine Seltenheit (Frey); auch
von Schupfen [Rthb.).
E. Luticomella Z. (Guttella Haw.) ([■?]/7.-S. 1011).
K. an Dactylis glomerata (anfangs minirend, dann im Stiel leidend).
F. im Juni und Juli. Bei Zürich, aber selten [Frey); St. Gallen [Tu.,
Müller) .
E. Airae Frey.
M. an Aira caespilosa.
F. im Juni und Juli. In den Umgehungen Zürichs, nicht geiade selten
[Frey).
E. PerplexeUa Sta. (Subnigrella Frey [?] IJ.-S.).
M. an Aira caespitosa.
F. im Juli. Bei Zürich, selten [Frey). Vielleicht die kleinere Soimner-
gencration der vorhergehenden Spezies.
E. Subnigrella Douglas ([?] H.-S.) .
M. an Bronius erectus.
F. im Juni und August. Mehrfach hei Zürich gefangen [Frey).
E. Pullella F. -R. [II.-S. 946).
F. Ende April und im Mai, sowie nochmals im Juli. Bei Zürich um
Hecken, auf offenen Grasplätzen und trocknen Waldwiesen. Er ist mitunter
recht häufig [Frey).
E. ExaeteUa H.-S. Frey (Parvulella [cf] H.-S., Consortella Frey) [II.-S.
943. 960).
M. an Poa nemoralis.
F. im Juli und August, an Waldrändern, ik'i Züi-ich, nicht seilen J'rey),
und wohl im ganzen Tieflaude der Schweiz vorhanden.')
E. Incertella Frey.
M. an Poa-Arlen.
F. im Mai hei Zürich, aber- nicht häufig [Frey).
1) E. FreyiStgr., eine neue ho(;tuili)iiK; .Sj)czies , welche Slg^-. am Eingang des
Weissthorpasses oberiialb des Fusses des Macngnaga-Gletschers, also noch avd' ilaiieni-
schem Gebiete , in einer Hohe von 5 — COOO' im (Irase (liegend antraf, geht sidiei' dem
Walliser Grenzgebiete nicht ab.
408 ^'''- Tineen.
E. Stabilella Sta.
F. Ende Mai und Anfang Juni auf Waldwiesen hei Zürich, nicht gemein
[Frey) .
E. Elegans Frey.
M. vielleicht an einer Bronuis-Art. Ich erzog im Hochsommer mehrere
Exemplare bei Zürich. Die Minen von Wiesen des Ütlibergs. Dort fing ich
später auch ein Stück. Bisher noch sehr selten.
E. Sublimis Frey.
F. in beiden Geschlechtern (in copula) von einer Wiese bei Sils-Maria
im oberen Engadin, Anfang Juli.
Elevation über 5500'.
E. Juliensis Frey.
F. von Sils-Maria {Frey); früher durch v. lleyä. auf dem Julier-Passe
(7040') erbeutet. 1)
D. Herrichii Frey.
F. im Mai von Zürich und Bremgarton auf trocknen Waldwiesen, selten
[Frey, Boll] .
E. Bedelella Sircom (Truncatella Z., Nigrella [p.j H.-S.) (^.-S.Ü421.
M. an Avena pratensis.
F, im Mai und nochmals im Juli und August. Bei Zürich auf trocknen
Waldwiesen, häufiger, dann noch aus dem olieren Engadin (Samaden, St.
Moritz, Sils-Maria) {Frey).
Elevation etwa 5500'.
E. Humilis Z. (Oceultella Douglas) {II. -S. 1030).
F. im l'rühling bei Zürich, im Juli und August von Samaden {Frey).
Elevation über 5200'.
E. Obscurella Sta. ([Q] Pulehella Sta.).
M. an llolcus mollis (?), Aira caespilosa und Agi'oslis slolonilcra.
F. in) Frühling und nochmals in) Juli und August, auf trocknen Wald-
wiesen bei Zürich, nicht gemein {Frey).
E. Reuttiana Frey (Obscurella H.-S.) {II. -S. 949. 950).
F. in) April und Juni, auf ti'ocknen Waldwiesen. Bei Züi'ich, aber seilen
und vereinzelt {Frey).
E. Incanella F.-B. {II. -S. 957).
Bei Zürich, im April uiul nochn)als im August, alxM- seltener [Frey).
1) Wie V. Hein. E. Juliensis (wolclic er nie gesehen lial) mit E. Seiiicoi'iiis Sta. ver-
hindcn l<onnle, ist mir vnil)ei^roini(li.
Elachistiden. 409
E. Bifasciella Tr. (Binella Z.) [H.-S. 959).
M. an Aira flexuosa, Agroslis slolonifera und Fcsluca.
F. vom Juni Jus in den August. Bei uns nur aus dem Aipengcl)iele, so
im Canton Glarus von Mühlel)achalii und aus dem olieren Engadln (Saniaden,
St. Moritz, Sils-Maria) {Frey); von Trafoi [Eppelshcim] .
Elevation über 5500'.
E. AdsciteUa Sta. (Abruptella [^] Sta., Cinctella Z.) [II.-S. 956 [Ad-
scitella] 944 [Cinctella]).
M. an Aira eaespitosa , Brachypodinm sylvaticum und Sesleria coerulea.
F. im Mai und Juni, noch in den Juli hinein. Von Zürich, hier mituntoi-
an den Waidwiesen des Ütlibergs häufiger (F/-(??/) , dann von Bergün [Z.) und
aus dem oljeren Engadin [Frey] .
Elevation etwa 5500',
E. Taeniatella Z. (Gangabella Frey) ([?] H.-S. 941).
M. an Brachypodinm sylvalicuin.
F. im Mai und Juni. Bei Züricli, liäufig [Frey).
E. Chrysodesmella Z.
M. an Carex montana.
F. im Mai und Juni. Erzogen l)ci Züricli. Ohne Zweifel ist das Thier
eine der seltenen Elachisten [Frey).
E. Zonariella Tengström (Bisulcella Z.) [U.S. 939).
M. an Aira eaespitosa.
F. im Mai, sowie nochmals im .luü und August. Bisher nur von Zürich,
und zwar als keine Sellenheit [Frey).
E. Lugdunensis Frey.
F. mit doppelter Generation (Mai und Juni, dann im liochsonnuci') . Bis-
her nur von einer heissen trocknen Lokalität des Lägernbergs [Frey).
E. (?)RudecteUa F.-R. [H.-S. lO'iO).
Ich sah ein Exemplar des Genfer Mus., Mitte Mai dort gefaiigeu, wel-
ches ich hier nur unterzubringen wüsste.
E. Subocellea Steph.
Nach Z. aus Bergün, von Ende Juni l)is zum Ende des Juli. Mir- niemals
im Alpenlande vorgekommen.
E.DisertellaF.-R. (AnserinellaH.-S.,PolliiiariellaSta.)(//.-N. 1018 a. b).
M. an Brachypodium sylvaticum.
F, an lichten Waldstellen um Nadelholz, im Juni und .luli. Bei Zürich,
nicht häufig [Frey) .
410 Vlll. Tineen.
E. Rhynchosporella Sta. (Uliginella H,-S., Uliginosella Metzner, Albi-
della Tengström)(//.-8. 1017).
M. in den Stielen von Scirpus lacuslris.
F. von Ende Juni durch den Juli. Auf Toifniooren bei Bremgarlen und
Bünzen, sowie demjenigen des Kulzensees bei Zürich [Frey).
E. Utonella Frey.
M. an Carex glauca und anderen Arien dieses Grases.
F. im Sommer. Bisher nur von Waldwiesen des Ütlibergs bei Zürich, j
hier l)is etwa 2000' [Freij) , doch meistens selten [Freij). *
E. Biatomella Sta,
M. an Carex-Arten, so an C. glauca.
F. mit doppelter Generation , Ende April und Mai, dann nochmals im
August, Bisher nur von Zürich [Frey).
E, Dispilella Z. [H.-S. 1023).
Bisher nur ein Exemplar aus dem Canton Tessin (C. Zel/cr)^ welches
H.-S. bestimmte.
E. Distigmatella Frey.
M. an einer Festuca-Art (woid ovina).
F. an trocknen Waldal>hängen des Ütlibergs, Ende Juni, abei- selten
[Frey] .
E. Dispunctella F.-R. [H.-S. 1024).
F. bisher nur von Würenlos, auf trockner, mit Heidekraut bewachsener
Stelle [Frey). Da er auch bei Waklsiiut vorkommt, ist diese Art zweifels-
ohne weiter verbreitet,
E. Nitidulella F.-R. [H.-S. 1625).
F. Ende Juni und Anfang Juli an trocknen Berghängen. So am Ütliberg
und der Lägern [Frey) .
E. Cygnipennella Hb. (Cygnella Tr., Argentella Gl.) [Hb. 207).
M, an Dactylis glomorata, Koeleriji cristala, Brachjpodium sylvaticum,
Festuca (unbekannte Art) u. s. w.
F. im Mai und Juni, in der ganzen ebeneren Schweiz gemein. Vom Berner
Jura [lUhb.) und von St. Blaise-Neuveville [CouL), sowie von Genf i^Mus.)
bis nach Ghur (Ca//.). In den Alpen, wie es scheint, fast fehlend, da nur Z.
bei Bergün Ende Juni ein Exemplar traf.
E. Ochreella Sta. (Subalbidella Schläger) [H.-S. 1006).
M. noch inuner uid)ekannl.
F. im Juni, an lichten grasigen Waldstellen bei Zürich, so am lUliberg
und auch am rechten Seeuler, aber selten [Frey) .
i
Lilliucullelideii. 411
E. Heinemannii Frey ( [?] Immolatella Z.).
F. im ol)ei'en Engadin, bei Sils-Maria, zu Anlaug Juli mit v. JIcüi. aul-
iiefunden , doch nicht häufig [Frei/]; ebenso seilen bei Bergün (Z.); aucli
bei Trafoi [Wo.).
Elevation etwa von 4200 bis 5500' und mehr.i)
E. Puseochreella Frey.
Bisher nur von Zürich, als grosse Seltenheit auf höheren Waldwiesen
beider Seeufer Ende Juli eriialten [Frey).
E. Mühligiella Frey.
F. selten und versteckt im Juni und August. Ans den Umgebungen
Zürichs an äluilichen Lokalitäten wie die \orhergehende Spezies.
Tischeria Z.2)
T. Angusticolella v. Heyd. [ll.-S. 864).
M. an wilden Rosen.
F. im Frühling, stellenweise häuliger. Von Zürich und Bren)garten [Freij,
Boll); von Genf (Mus.).
T. Marginea Haw. (Emyella Dup., Rubioinella F.-R.) [H.-S. 803).
M. an Brombeeren.
F. in doppeller Generation (Mai und Juni und nochmals im August),
sicher überall im ebeneren Faunengebiete. Züiich und Baden [Frei/]; Brem-
garten [Boll); Schupfen [lUhb.].
T. Complanella Hb. (Rufipennella Steph.) {Hb. 428. U.S. 682) .
M. an Eichen.
F. im Frühling, wohl im ganzen Flachland und soweit die Eiche wächsl.
T. Dodonaea Sta. {Frausella v. Heyd.).
M. an Eichen.
F. im Mai und Juni. Selten bei Zürich {Fi'ey).
LithocoUetiden.
Litliocolletis Z. '
L. Roboris Z. (Roborella Sta., Roborifoliella Dup.) [U.-S. 746).
M. an Eichen (wohl gleich allen LithocoUetiden in do})pelter Generalion).
1) Icli bin unsicher geblieben, ob E. Immolatella Z. nicht mit E. Iloinenianni zusam-
menfallt. Erstcre Art traf Wo. auf der Franzenshühe des Stelvio.
2) Die Raupen miniren.
3) Die Raupen miniren, die Falter zweimal im Fri.ililing und llochsonuiier. Desshalb
die Flutrzeit nicht mehr bemerkt.
412 VIII. Tineen.
F. im Frühling und Hochsommer ;in Eichen. Bei Zürich, häufig [Frcij);
von Bremgarlen [Boll); von Lausanne [Lah.].
L. Hortella Fab. (Saportella Dup., Kuhlweiniella Z.) [Il.-S. 76f)).
M. an Eichen.
F. von Zürich, aber als Seltenheit [Frey).
L. Distentella F.-R. [H.-S. 756).
M. an Eichen.
F. sehr selten. Von Bremgarten [BoU) und Zürich {Frey).
L. Amyotella Dup. (MüUeriella Z.) [U.S. 755).
M. an Eichen.
F. bei Brenjgarlen, häufiger [Boll); von Zürich, selten [Frey).
L. Cramerella Fab. [II.-S. 764).
M. an Eichen.
F. von Schüjjfen [Rthb.); von Brenigarten (Bull); von Züricli, al»er aucli
hier nicht häufig [Frey).
L. Heegeriella Z. (Tenella Sta.) [11. -S. 762) .
M. an Eichen.
F. bei Zürich und häutig vom Lägernberg [Frey): von Bremgaiten [Boll).
L. Tenella Z. [II. -S. 763).
M. an Carpinus betulus, seltener an Prunus avium.
F. bei Zürich, gemein [Frey).
L. Alniella Z. (Rajella Z., Alnifoliella Dup.) [II.-S. 761).
M. an Alnus glutinosa, seltener an A. incana.
Bei Züi-ich, nicht gerade seilen [Frey).
L. Alpina Frey.
M. an Alnus viridis.
F. bei Brenigarten mit dü|)i>cltcr (leneratiüü [lioll, Frey); in den Alpen
gewiss nur mit einfacher, so im oberen Engadin bei Samadcn und Sils-Maria
[Frey), ebenso wohl schon bei Bcr-gün (Z.).
Elevalion etwa 5500'.
L. Strigulatella Lienig, Z. ([?| Rajella L.) [II.-S. 789).
M. an Alnus incana, vi(>lfach sehr gemein, aber nur- vereinzcll an
A. glutinosa.
F. von Lausanne [Lah..]; von Brenigarten [BdU); von Baden und Züricli
[Frey); von Chur [Caß.). Sicher übei-all im ganzcMi 'rie['lande.
L. Alpina dürfte die Bechte einer besomlercn Art gegenüber L. Strigu-
latella in Anspi'uch nehmen.
LilliocollelKlen 4J3
L. Lantanella Schrank (Elatella Z.) [H.-S. 757).
M. an Viburnmn lantnna, seilen an V. opuliis.
F. bisher nur von Züricli, mitunter häufiger [Frey).
L. Quinqueguttella Sta.
M. an Salix repens.
F. bei Zürich, auf dem Torfmoore des Katzensees [Frey).
L. Junoniella Z. (Vaociniella Sta.) {H.-S. 770).
M. an Vaccinium vitis idaea.
F. von Bremgarten am Rande eines Torfmoores (5o//, Frei/)] aus dem
oberen Rngadin, von Samaden bis Sils-Maria [Frey); von der Franzensliöhe
des Stelvio [Wo.].
Elevation 6500'.
L. Cerasieolella H.-S. {H.-S. 784. 785) und Var. Mahalebella Mühlig.
M. von Cerasieolella an Prunus avium, an Waldrändern bei Zürich,
selten am cullivirten Kirschbaum. Var. Mahalebella lel)t an Prunus Mahaleb.
F. in der Stammform bei Zürich häufiger und als Var. Mahalebella selten,
nur in einzelnen Jahren einmal zahlreicher in unseren Gärten zu Irellen,
dann mehrere Jahre gänzlich fehlend [Frey).
L. Cydoniella Frey.
M. an Gydonia vulgaris, seltener in den Blättern des Birnbaumes.
F. häufiger, wenn auch sehr lokal bei Bremgarten [Ball); selten von
Zürich [Frey).
L. Pomifoliella Z. [H.-S. 748 [?] und 749).
M. selten am wilden, häufig und mitunter sehr gemein am cultivirten
ApI'elbaum, vielleicht auch noch an Birnbäumen.
F. von Zürich und Baden {Frey); von Bremgarten (ßo//); sicher al)er im
ganzen Flachlande.
L. Oxyacanthae Frey (Pomifoliella [p.] Z.).
M. an Crataegus oxyacantha.
F. (wenn wirklich von der vorigen Spezies verschieden) von Brem-
garten {Boll), sowie von Baden und Zürich {Frey).
L. Padella Glitz.
M. an Prunus padus.
F. bisher nur ol)erhalb Bremgartens nach Dietikon [Boll). Im geheizten
Zimmer erzogen {Frey).
L. Spinicolella Sta. (Pruni Frey, Pomonella Z. [p.]).
M. an Schlehen.
414 VIH. Tineen.
F. von Zürich, mitunter einmal hiiufiger [Frey).
Elevation über 4000'.
L. Sorbi Frey (Sorbifoliella H.-S.) [H.-S. 775. 776).
M. an Sorbus aucuparla.
F. von Schü])fen [Rthb.) und von Zürich, liier mitunter häufig, wenn
auch lokal [Fretj) . Er erreicht noch bei Bergün mehr als 4000' Meereshöhe (Z.) .
L. Torminella Frey.
M. an, Sorbus torminalis, Amelanchier und Cotoncaster.
F. Bei Zürich, theils an den Waldwiesen des Ütlibergs, theils in Gärten
um die Stadt [F'rey) .
L. Faginella Z. (Fagicolella und Phegophagella H.-S., Fagicolella
Frey, Pomonella Z. [p.]) {H.-S. 111. 778. 783).
M. an Fagus sylvatica.
F, als gemeines Insect überall, wo die Buche wächst.
L. Carpinicolella Sta. (Ilicifoliella Sta., Pomonella Var. Nie.) [H.-S.
119).
M. an Carpinus betulus.
F. bei Zürich, häufig {Fretj); sicher in weitester Verbreitung.
L. Coryli von Nicelli {H.-S. [?] 771).
M. an Haseln.
F. bei Zürich, oft {Frey).
L. Dubitella H.-S., Frey (Spinicolella H.-S.) {H.-S. 782).
M. an breitblättrigen Weiden-Arten.
F. von Zürich {Frey); von Bremgarten {Boll).
L. Salieieolella Sircom (Capraeella Nicelli, Capreella Frey) {H.-S. 786).
M. an breitblättrigen Weiden.
F. auf nassen Stellen bei Bremgarten {Boll und Frey) .
L. Spinolella Dup, (HUarella Zetterst.) {H.-S. 797).
M. an breitblättrigen Weiden.
F. von Lausanne {Lah.) und gemein bei Zürich {Frey). Auch bei Bergün
traf ihn Z., wie seine treffliche Fauna uns belehrt, noch häufiger.
L. Cavella Z. (Sehreberella Z.) {H.-S. 753).
M. an Birken.
F. von Zürich, aber nicht gerade häufig {Frey).
L. Ulmifoliella Hb. {Hb. 444).
M. an Betula alba und lorfacea.
Lithocolletidcn. 415
F. vom ßreiugarten, (auch aus dön dortigen Torlniooren) und von Zürich
[Boll, Frey). Nordische Exemplare fallen dunkler aus.
L. Quercifoliella Z. [H.-S. 768).
M. an Eichen.
F. von Bremgarten [Boll) und Zürich [Frey]\ von Genf (Mus.). Sicher
im ganzen Tieflande mit der Eiche. i)
L. Betulae Z. (BetuleUa H.-S.) [II.-S. 744. 780).
M. an Apfel- und Birnbäumen, anderwärts auch an Birken.
Bisher von Lausanne [Lah.) und Zürich [Frey).
L. Corylifoliella Haw. [Hb. 743).
M. an Obstbäumen (Apfel- und Birnbaum), auch an Sorbus aria , an
Amelanchier. In anderen Ländern ist sie auch an Crataegus oxyacantha
beobachtet worden.
F. (dessen Artrechte, gegenüber der vorhergehenden Art, kaum haltbar
sein dürften) ist bisher nur bei Zürich in Bergwaldungen [Frey), ebenso bei
Bergün (Z. ) beobachtet worden.
Elevation über 4000'.
L. QuinquenoteUa H.-S. [H.-S. 787).
M. an Genista sagittalis, aber selten.
F. bisher nur von Würenlos und Bremgarten [Boll, Frey).
L. Praxinella Mann [H.-S. 796).
M. im Frühling an Genista germanica und tinctoria.
F. im Juni von Würenlos , häufiger, und ebenfalls bei Bremgarten
[Boll, Frey).
L. Salietella Z. [H.-S. 759).
M. an schmalblättrigen Weitlen (Salix purpurea , viminalis, im botani-
schen Garten Zürichs auch an S. sibirica) und nur ganz selten einmal an
einer blättrigen Art.
Bisher nur bei Zürich getroffen [Frey) .
L. Scabiosella Douglas.
M. im Frühling an Scabiosa columbaria.
F. nicht häufig. Allein bei Zürich und zwar an beiden Seeufern auf
lichten grasigen Waldstellen [Frey).
L. EmberizaepenneUa Bouche (Pezzoldella v. Heyd.) [H.-S. 798. 799).
M. an Lonicera xylosteum, caprifolium und tarlarica.
F. häufig. So von Zürich und Baden [Frey); von Bremgarten [Boll).
1) L. Messaniella Z., in immergrünen Eichen- und Kaslanicnblättern minirend (mit
der Kastanie bis Frankfurt a. M. getiend), haben wir sicher im wärmeren, ebeneren Faunen-
gebiete. Ich traf sie bei Bellaggio in der Villa Melzi.
Ebenso lebt dort an Platanen L. Platani Stgr.
416 VIII. Tineen.
L. Froeliehiella Z. [H.-S. 793).
M. an Alnus glutinosa und incana.
F. bisher nur von Zürich, zwar nicht selten, aber ganz lokal [Frey).
L. Stettinensis von Nieelli (Stettinella H.-S.).
M. (im tiefsten Spätherbst) an Alnus glutinosa.
F. bisher nur bei Zürich, und zwar an einer einzigen Stelle am Ütliberg
vorgekommen [Frey] .
L. Lautella Z. [H.-S. 750).
M. an Eichen, namentlich an ganz jungen Büschen.
F. von Zürich [FrerJ] und Bremgarten [Boll).
L. Insignitella Z. [H.-S. 788).
M. an Trifolium medium u. s. vv., anderwärts auch an Medicago.
F. auf lichten Waldstellen bei Zürich, nicht gerade häufig [Frey).
L. Bremiella Z. [H.-S. 772—774).
M. (meistens an Waldrändern) in den Blättchen der Vicia sepium,
seltener der V. dumetorum, ganz selten an Klee und Orobus.
Zürich, Baden, Würenlos und Bremgarten [Frey , Boll).
L. Kleemannella Fab. [Hh. 201. H.-S. 790. 791).
M. an Alnus glutinosa.
F. lokal und seltener. Bisher nur von Zürich [Frey).
L. Schreberella Fab. (Ulminella Z.) [H.-S. 747).
M. an Uhnus campestris.
Bisher nur bei Basel, aber zahlreich, als Raupe. Bei Zürich fehlt die
Art [Frey).
L. NicelliiZ. [H.-S. 792).
M. an Corylus avellana.
F. bisher allein bei Zürich [Frey).
L. Tristrigiella Haw. [H.-S. 794).
M. an Uhnus campestris.
F. bisher nur von Zürich, lokal und selten [Frey).
L. SylveUa Haw. (AcerfolieUa Z., Acernella Dup.) [H.-S. 813. 814).
M. an Acer campestris, selten an A. pseudoplalanus.
F. bisher nur von Zürich [Frey).
L, Connexella Z.
M. an Weiden und Pappeln.
F. bei Zürich, in der Nähe von Balgrist [Frey).
i
Lyonetiden. 4t7
L. Comparella Z. [H.-S. 800).
M. an Silberpappeln.
F. ganz lokal, aber milunler häufig. Im Herbste bei Zürich [Frey).
L. Tremulae Z. {H.-S. 810. 81-1).
M. an Populus tremula.
F. massig häufig. Von Zürich, Würcnlos, Baden, Brcmgarlen {Freij,
BoU).
L. Populifoliella Ti. (Fritillella Ti.) [II. -S. 807. 808).
M. an Populus nigra, pyramidalis und canadensis.
F. in den Umgebungen Zürichs, nicht selten {Frey)j mit Ueberwinterung.
Lyonetiden.
Lyonetia Hb.
L. Frigidarieila v. Heyd.
R. in einer dutenförmigen Wohnung an schmalblättrigen Weiden des
Alpenlandes.
F. im August und später. Oberes Engadin bei St. Moritz , Pontresina
[v. Heyd., Frey); bei Bergün (Z.).
Etwa von 4—6000'.
L. Prunifoliella Hb. {H.-S. 853), Var. Padifoliella Hb. {H.-S. ?54) und
Var. AlbeUa Eversmann [H.-S. 853).
R. minirend in Schlehen an Waldrändern, selten an Birken. Im Enga-
din und bei Zermatt traf ich sie auch an Cotoneaster.
F., wunderbar variirend, im Juni und Juli, dann nochmals im August
und September. Bei Zürich [Frey] und Bremgarten [BoU).
Var. Padifoliella findet sich häufig bei Zürich untermischt mit der
Stammart, dagegen ausschliesslich, wie es den Anschein hat, in den Alpen,
so dem oberen Engadin, dann ziemlich häufig bei Zermalt {Frey) . Grösser
und dunkler gezeichnet.
Var. Albella fand sich bisher nur bei Zürich. Sie ist die seltenste Form
und nur von Schlehen erzogen worden. Kleiner mit dunklem Costa Irande.
L. Clerckella L, (Argyrodaetyla S. V.) H.-S. 836) und Var. Aereella
Fab. (Autumnella Steph., Semiaurella Wood).
R. in schlangenförmigem Gang an Apfelbäumen, Prunus avium, Betula
alba, Sorbus aucuparia und torminalis.
Bei dem F. — er fliegt vom Juni bis in den August und dann al)ormals
vom späten Herbste mit Ueberwinterung in den Frühling — findet ein auf-
fallender Saison-Dimorphismus (S. 1) statt. Die Sommergeneration zeigt
weisse, die Winterbrut graue Vorderflügel.
Frey, LepidoptPrcn. j7
418 VIII. Tineen.
Gernein und siclicr überall im lieferen Faiinengebiele. Zürich. Giarus,
Obslalden, Chur [Cafl., Frey); Breragarten IBoll); Schupfen [Rthb.).
Bei Zerniall (das vorläufig die Höhengrenze bildet) fand sich nur die
Var. Aereella [Frey], während 800' tiefer l)ei Bergün noch der Saison-
Dimorphismus existirt [Z.].
Phyllociiistis Z.
P. Suffusella Z. [H.-S. 871).
R. minirend an Pappeln und Espen.
F. mit zwei Generalionen. Von Zürich [Frey); Bremgarten (ßo//); Chur
{Caß.)] im Südwesten von Genf (Mus.).
P. SalignaZ. [H.-S. 872).
\\. minirend an schmalblättrigen Weiden (Salix helix , viminalis,
pur|MU-ea).
F. wie der vorige und von denselben Orten.
CemiostoniJi Z.
C. Susinella v. Heyd.
M. an Populus Irenuila.
F. im Juni, dann zu Anfang August. Zürich und Lägernberg [Frey);
Bremgarten [Boll).
C. Laburnella v. Heyd. IJI.-S. 876).
M. an Cytisus laburnum. zuweilen in unsäglicher Menge.
F. in den zwei Generationen der vorigen Art. Bei Zürich [Frey).
C. Scitella Z. [H.-S. 873) .
M. an Apfelbäumen, dann an Birnl)äumen und an Crataegus oxyacantha.
F. mit zwei Generationen. Gemein bei Bremgarlen {Boll); selten von
Zürich und dem Lägernberg [Frey).
Opostega Z.
O. Crepusculella F.-R. (Auritella Steph.) [If.-S. 809) .
Bei Zürich auf nassen Wiesen, selten; im Juni und dann im August je
ein Exemplar {Frey) .
Bucculatrix Z.
B. Nigricomella Z. {H.-S. 847) und Var. Aurimaculella Sta. (Rhaeti-
cella V. Heyd.).
l\. an Chrysanllienuun UHU'anthemum.
F. häufig in doppeller Geiu'ralion (im A|)ril uiul Mai , dann noch im
Sommer) auf Irocknen Waldwiosen, bei Zürich. Var. Aurimaculella (Vorder-
Lyonetiden. 419
Hügel mit viei' Goldfleckchen) bei Züricii, selir seilen, im oberen Engadin
häufiger {Frey); von Bergün (Z.), wo auch die Stammart fliegt; von Trafoi
[Eppelshehii] .
Elevation etwa 5500'.
B. Cristatella Z. ($ Graeilella Frey, Argentisignella H.-S.) {IT.-S.
[(^] 846).
R. an AchiJIea millefolium.
F. mit doppelter Generation. Das höchst abweichende Q (ich traf es
mit dem (^ in Copula) hat es mir zweifelhaft gemacht, ob unsere schweizer-
sche B. Cristatella mit der norddeutschen Art wirklich zusammengehört,
wenn ich auch an män.nlichen Originalexemplaren von Z. keinen Unterschied
entdecken konnte. Neuere Angaben des hochverehrten Forschers über die
von ihm liei Bergün gefangenen Stücke haben mich nur in meinem Zweifel
bestärken können. Ich glaube, dass es sich hier um zwei verwandte Arten,
eine monomorphe (die deutsche) und eine dimorphe (die schweizersche)
handeln dürfte.
B. UlmeUa Mann (Sircomella Sta.) {H.-S. 849).
R. an Ulmen und wohl auch an Eichen.
F. im Mai und August. Bei Zürich, nicht häufig {Frey); ein Exemplar
von Genf (Mus.).
B. Crataegi Z. (Crataegifoliella Dup.) {H.-S. 850).
R. an Crataegus oxyacanlha undmonogyna.
F. im Juni. Schupfen {Rthb.]; Bremgarten {BoU); Zürich {Frey).
B. Fatigatella v. Heyd.
Ein interessantes seltenes Thierchen der Hochalpen, vielleicht an Chry-
santhemum alpinum lebend.
F. im Hochsommer aus den Umgebungen von St. Moritz, wo ihn i\ Heyd.
einstens traf. Mir kam das hübsche Thierchen niemals vor. i)
B. Prangulella Goeze (Rhamnifoliella Tr.) {F.-R. 7 a — M).
R. an Rhamnus frangula.
F. im Mai und Juni , dann nochmals im Hochsommer. Von Bremgarten
{Boll); von Baden und Zürich [Frey); sicher \m ganzen Tieflaude.
B. Valesiaca Frey ([?] Absynthii Gärtner).
F. Ende Juli bei Zermatt, nicht gerade selten, um Artemisia absinthiuni.
Möglicherweise mit Gartner's Art zusammenfallend.
Elevation 4800'.
1) B. Jugicola Wo. Von Stgr. am Stelvio in etwa 7300' an ChrysanUiemnm alpi-
num entdcrkt. Sicher auch in der Schweiz vorhanden.
27*
420 VIII. Tineen.
B. Thoracella Thunberg (Hippocastanella Dup. , Hippoeastani Z.)
[If.-S. 852).
R. au Linden und Aesculus hip|)oeasl;Hiuin und vielleichl auch an Alnus
und Betula.
F. im Frühling und üochsouuner. Bisher nur von Zürich, al)er selten
{Frey) . {
B. Alpina Frey.
Bisher nur aus dem ol)eren Engadin, hei Sils-Maria auf einer kleinen
Wiese, zu Ende Juli und im August gefangen {Frey).
Höllengrenze ungefähr 5500'.
Nepticuliden.
Nepticula v. Heyd.
N. Atricapitella Haw. {H.-S. 835).
M. an Eichen.
F. in zwei Generationen im Mai, dann nochmals im Juli und August an
Eichen. Von Zürich {Frey); von Bremgarten {Boll).
N. Ruficapitella Haw. (Samiatella [Q] Z., Lamprotornella v. Heyd.).
M. der vorigen völlig gleich an Eichen.
F. in derselben Erscheinungszeit und an den gleichen Orten.
N. Basiguttella v. Hein.
M. an Fliehen.
F. bei Zürich im Frühling, aber sehr selten [Frey).
N. Pygmaeella Sta. (Incognitella Frey).
M. an Crataegus oxyacantha.
F. mit doppelter Generation ; bei Zürich {Frey).
N. Pomella Vaughan.
M. am Apfelbaume.
F. gemein; bei Zürich in der gewöhnlichen doppelten Genei-ation {Frey).
N. Minusoulella H.-S.
M. an Birnbäumen.
F. in doppelter Eischeinung; bisher iiur nou Züi-ich {Frey).
N. Aeneella v. Hein.
M. an Apfelbaum.
F wohl von Zürich {Frey).
N. Oxyacanthella Sta.
M. an Crataegus oxyacaniha.
F. zweimal im Jahre, aber diirciiaus niclil gemein; bei Zürich {Frey).
NepticLiliden. 421
N. Aueupariae Frey.
M. an Sürl>us aucuparia.
F. im Frühsoinmer ; bei Zürich [Frey).
N. Anomalella Goeze (Ruficapitella Lewis, Centifoliella Westwood).
M. an wilden und cullivirlen Kosen.
F. in dopj)e]ter Generation gemein; bei Zürich [Frey).
N. Paradoxa Frey.
M. au Crataegus oxyacaulha.
F. bei Zürich, aber sehr selten [Frey).
N. Pyri Glitz.
M. an \N ildeu Birnbäumen, in tiei' ersten Oclüberhallle.
F. bislier nur von Züricli. Wäiirend des Frühlings im geheizten Zimmei"
ei'zogen.
N. Tiliae Frey.
M. an Lindenbüsehen.
F. im Frühsommer; mitunter zahlreicher bei Zürich [Frey).
N. Lonieerarum Frey.
M. im dunklen Walde an Lonicera xylosleuni.
F. im Mai. Bisher nur von Züricli [Frey).
N. Desperatella Frey.
M. am wilden Apleibaum in Waldern, nutunlei' in L'nzahl.
F. "wohl im Mai und Juni. Bisher nur von Zürich, zuweilen häidig [Frey).
N. Speciosa Frey.
M. an Acer pseudoplalanus, an schall igen Waldstellen.
F. im Frühsonmier. Bisher nur, und zwar selten, von Zürich [Frey).
N. Aurella Fab.
M. im Mai an Brombeeren, im diislereu Nadelliolzwalde.
F. bisher nur von Bremgarten. Vier Exemplai'c etwas kleitu'r als eng-
lische ißü//, Frey).
N. BoUii Frey.
Gleichzeitig mit tler M. dcv N. Aurclla. an Brombcei'cn.
F. der N. Freliosa Glitz (aul" (Jeum urbanum lebend] nahe scrwandt.
Entwicklung im Juni.
Etwas kleiner, schmalflügliger und xon kräftigeren Farben. Die Noidei-
flügel besitzen ein dunkles, schwarzbraunes Goloril. Die; Wurzel{)arlie trägt
schon l)eim r^ einen lebhafteren (ioldglanz, welcher beim Q. ungemein in-
422 VIII. Tineen.
tensiv erscheint. Die goldene Querl>inde in der hinleren Fliigelhälfte ist bei
beiden Arten sehr ähnlich; doch steht sie bei N. Bollii weniger schief, iinil
gegen die Flügelspitze hin erscheint sie leicht excavirt.
N. Marginicolella Sta. (Aurella v. Heyd.).
M. an Ulmus canipestris.
F. in zwei Generationen; bei Zürich, aber selten [Frey).
N. Splendidissima Frey (Splendidissimella H.-S.).
M. an Rubus-Arten,
F. in der herkömmlichen doppelten Generation; nicht selten l)ei Zürich
{Frey) . ^)
N. Gratiosella Sta. (Aurella p. Z., Aurella H.-S.) [H.-S. 832 [?]).
M. an Crataegus oxyacantha,
F. im Mai und Juli ; bei Zürich häufiger [Frey].
N. Palustrella v. Hein.
M. an Comarum paluslre, im October, auf einem Torfmoor bei Brem-
garten.
F. hinterher in Zürich während des März im geheizten Zinnner erzogen.
N. Alnetella Sta.
M. an Alnus glutinosa,
F. im Frühsommer bei Zürich, aber selten [Frey).
N. Mespilicola Frey (Ariae H.-S.).
M. an Amelauchier vulgaris und Sorbus aria.
F. bei Zürich; nach der Mine zu schliessen auch wohl von Samaden und
ohne Zweifel von Bergün [Frey] .
Elevation ühev 4000'.
N. Regiella Frey.
M. an Crataegus oxyacantha.
F. in doppelter Generation. Bisher nur von Zürich, aber sehr selten
{Frey).
N. Continuella Sta.
M. an Birken.
F. bei Zürich, aber selten [Frey).
N. Malella Sta.
M. an Apfelbäumen.
F. in doppelter Generation. Bisher nur von Zürich {Frey).
1) N. Dryadclla Ilofnfiann. Diese All, deren M. an Dryas ochtiietala vorkommt,
traf ich sonderbarer Weise niemals im Faunengebicie. Dagegen erhielt sie Wo. zaiilreich
am Slclvio zwischen 7000 und 7500' Ilolie.
NcpticLilidüii. 423
N. Angulifasciella Sta.
M. ;in \\ikleu Hosen, im Uct'slen Spiilhorhsle.
F. I)ei Zürich, nicht gerade seilen {Frey).
N. Schleichiella Frey.
M. im Oclol)ei' in den Blattern von Sanguisorba officiiialis.
Auf einer feuchten Waldwiese des üllibergs bei Zürich. Im geiieizlen
Zinuner erzogen [Frey].
N. Rubivora Wo.
M. an Kubus caesius, im October.
V. Ijei Züricli; a])ei" lokal [Frey).
N. Atric Ollis Sta.
M. am Apfelbaum, seltenei' an (]r'alaegus o\\acaiUha.
F. (vielleicht nur in einfacher Generalion; von Zürich im Juni (Frey/.
N. Agrimoniella Hofmann [H.-S. N. Schm. 169).
M. an AgT'imonia eupatorium.
F. in einfacher Generalion im Juni; bi'i Zürich sehr lokal [Frey).
N. Tityrella Sta. (Basalella H.-S.) [II. -S. 831).
M. an Fagus sylvalica.
F- in doppelter Erscheinung; bisher nur von Zürich [Frey) und Brem-
garten [Boll], a])er an k(Mncm dieser ürle andei's als selten.
N. Freyella v. Heyd.
M. an Convolvulus arvensis und sepium.
F. bisher nur von Zürich [Frey).
N. (?) Poterii Sta.
M. wohl sichei' an l*olerium sanguisorba bei Zürich. Erzogen beilich
nichts [Frey].
N. Prunetorum Sta, (Perpusilella v. Heyd.).
M. an Schlehen und Prunus avium.
F. im Frühling: bei Zürich, nicht gerade seilen [Frey].
N. Plagicolella Sta.
M. an Schlehen und Z\\elsrhen.
F. in doppeller Genei-alioii. Hei Zürich häidig [Frey).
N. Myrtilella Sta.
M. an Yaccinium myi'lillus und uliginosum.
F. in do])peller GcMieralion. Eizogen im Früldi?ig bei Züi'ich , aber
durchaus nicht häulig [Frey].
424 ' Vlll. Tineen.
N. Betulicola Frey.
M. an ßetula alba.
F. in doppelter Generation. Bisher nur, aber selten, von Zürich [Frey].
M". Glutinös ae Sta.
M. an Alnus glutinosa.
F. an einer Stelle bei Zürich, nicht selten [Frey).
N. Aeeris Frey.
M. an Acer campestris.
F. in doppeller Generation ; selten bei Zürich [Frey] .
N. Argentipedella Z. [H.-S. 834).
M. an Birken.
F. im Mai bei Zürich, nicht selten. Einmal auf engbegrenzter Stelle in
förmlichen Schwärmen gelroften [Frey] .
N. Microtheriella Wing. Sta.
M. an Carpinus betulus und (loryius avellana.
F. zweimal im Jahre. Von Zürich, Baden und Brcmgailcn [Frey, Hollj .
N. Arcuata Frey (Arcuatella H.-S.).
M. an Erdbeeren.
F. (wie es scheint nur einmal) Ende Juni und Anfang Juli ; bei Zürich
[Frey).
N. Vimineticola Frey.
M. an Salix viminalis.
F. zweimal im Jahre. Bisher lun- von Zürich, im Freien im Juli. Jelzl
fast vernichtet [Frey].
N. Salicis Sta.
M. an (? schmal- und) breitblältrigcn Weiden.
F. mit dop[)clter Erscheinungszeil, aber nidit liiiidig. Vun Züi'ich (fVc/y).
N. Diversa Glitz.
M. nur an schmalblättrigen Weiden.
F. von Zürich. Dass er von der vorigen Art \Nirklich verschieden sei,
ist mir zweifelhaft geblieben.
N. Luteella Sta.
M. an Birken (schon Ende Mai).
F. bisher nur von Zürich [Frey].
N. Sorbi v. Hein.
M. an Sorbus aucu[)aria.
Nopticulidcn. 425
F. (von mir nicht erzogen, aber sicher richtig). Bei Zürich und im
Glarner Alpengebiete noch auf der Mürtschenalp in etwa 5000' Höhe.
N. Floslactella Haw.
M. an Hasehi.
F. in doppelter Erscheinungszeit. Bisher nur von Zürich, aber selten
[Frey).
N. Carpinella v. Heyd.
M. an der Hainbuche.
F. abermals in doppelter Erscheinung; bei Zürich, mitunter häufiger
[Fveij).
N. Fagi Frey.
F. (in seinen Ai'trechlen etwas unsicher, vielleicht eine kleine Sonuner-
generation der N. Carpinella) . Gefangen im Juli und i\ugusl bei Zürich [Frey).
N. Turicensis Frey (Turicella H.-S.) [II.-S. 816).
M. an der Buche.
F. in zwei Generationen. Bei Züricli lokal, aber IVüliei- nicht selten [Frey).
N. AssimileUa Metzner [H.-S. 840).
i\I. an jungen Büschen von Populus tremula.
F. im Juli und August. Bei Züi'ich an Waldrändern [Frey).
N, Trimaeulella Haw. (RufeUa Z.) [H.-S. 843).
M. in den verschiedenen Pappelarten.
F. zweimal im Jahre. Bei Zürich, aber seltener [Frey].
N. SubbimaeuleUa Haw. (Cursoriella v. Heyd.) [II. -S. 844).
M. im tiefsten Spälherbsle an Eichen.
F. im Mai und Juni; von Zürich [Frey] und Bren)garten [Boll).
N. Apicella Sta.
M. (?) an Populus trenuda.
F. von Zürich, in einigen Evcmpiarcn gefangen [Frey].
N. Sericopeza Z. (und Decentella H.-S.) [II.-S. 841. 842 und 815).
B. an Acer platanoides und campostre, diejenige der zweiten (ieneration
in den Flügelfrüchten.
F. in einigen Stücken bei Zürich gefangen [Frey]. N. Decentella ^bisher
noch nicht im Faunengebiele angetroffen) halle ich für die lebhafter gelbe,
weniger geschwärzte Sommergeneration.
N. Argyrostigma Frey (Headleyella Sta.).
Hn Mai bei Zürich in zwei Exemplaren einstmals gefangen [Frey). Die
Naturgeschichte ist noch unermittelt.
426 VIll, Tineen. Microptcryyiden.
N. Intimella Z,
M. an l)reilbläUrigcu Woiden im Ucrbslc.
F. von Zürich, aber selten [Frey).
N. Septembrella Sta.
M. an Hypericum perforatum. pulchrum und tonienlosuni.
F. zweimal im Jahre. Zürich [Frey); Brcmgarten [Boll) und noch auf
der Mürtschenalp in etwa 5000' Höhe.
N. Cathareticella Sta.
M. an Rhamnus catharcticus.
F. wurde im Frühling bei Zürich erzogen [Frey).
N. Pulverosella Sta.
M. am wilden Apfelbaume.
F. (wohl mit doppelter Generation) bei Zürich, selten [Frey).
N. Cryptella Sta.
M. an Lotus corniculatus und major.
F. im Juni. Aufwiesen und Gi'asplätzen bei Zürich [Frey). Höchst
wahrscheinlich [Sta.) auch noch von Bergün (Z.).
Trifurcula Z.
T. Immundella Z. [II. -S. 861).
F. bisliei" nur einmal Ende Juli bei Würenlos auf einer grasieiclien
Waldslelle gefunden [Frey).
Micropterygiden.
Micropteryx Hb.
M. Calthella L. [II. -S. 1).
R. vielleicht an Caltha palustris.
F. von Ende April in den Mai. Überall im Tieflandc, in den Alpen noch
in) Juli und August, so \on Samaden und aus den (ilarnci' Alpen [Frey).
Elevation über öOOü'.i)
M. Aruncella Scop. [H.-S. 2) und (?) Var. Atrieapilla Wo.
F. im Mai und Juni, sicher im ganzen Tieflande. Alpen von (llarus und
Graubünden ferner von Chur [Caß.), sowie von Bergün [Z.) und dem oberen
Engadin bis zu 7000' Meereshöhe [Frey).
Eine alpine Var. Atrieapilla, möglicherweise eine neue Form, fand ]\'o.
am Stelvio unterhalb der Franzenshöhe.
\
1) M. Isobasolla Slgr. von Macugnaga, im 15('i;inii cifs .Iiili i^danLicii und Wdlil mit
Calthella var. h. Z. zu verbinden, niöclile icii für Var. der voiliorgelicnden Art, i^e-slulzl
auf die Beschreibung, erachten.
IX. Plcrophorinen. 427
M. Thunbergella Fab. [H.-S. 7).
F. im April und Mai, mitunter häufiger. Bei Zürich [Frey); von Schüpfon
(lUhb.); von Lausanne [Lah.).
M. Allionella Fab. (Aureatella Scop.) [H.-S. 6. Hb. 388).
F. von Schupfen [Rthb.) und Burgdorf [Beut.); dann aus den Alpen, so-
wohl denjenigen der West- als Ostschweiz. Aus den Waadtiänder Bergen
[Lah.); von Lenk und Visperterminen ^Bcnt.); von Bryschaip im Canton
Schw^yz; Ebenalp [P.-L); von Bergün (Z.); aus dem oberen Engadin bei
Samaden und von Trafoi [Frey), bis zur Franzenshöhe [Wo.).
Elevation etwa 6500'.
M. Andersehella H.-S. [H.-S. 4 und [?] 1.5).
F. in derEl)ene im Frühling. So von Lausanne [Lah.); Schüj>fen [HÜth.);
Burgdorf [Bent.); Zürich, hier häufig [Frey); St. Gallen (7a.); Chur [Ca/L).
Noch im oberen Engadin bei Samaden [Pfa/J'enzeller).
llöhengrenze etwa gegen 5500'.
M. Rothenbachii Frey.
F. iu] Frühling. Bei Zürich, allerdings selten [Frey); von Schupfen [Rlhb.).
M. FastuoseUa Z. [H.-S. \0).
R. minirend an Haselblättern.
F. im April und Mai. Bei Zürich, mitunter häufiger [Frey). Auch von
Bern angegeben [Beut.).
M. Sparmannella Bosc. (Auropurpurella Haw.) [H.-S. 8).
B. die Blätter der Birke minirend.
F. bisher nur von Zürich während des Frühlings, aber seltener [Frey).
Er soll auch bei Bern getroffen sein [Beut.).
IX. Pteroplioriiieii.
Agdistis Hb.
A. Tamarieis v. Heyd. ( Jl.-S. 42. 43; .
R. an den Ufern der Aar bei Wildegg an Tamai'iv germanica.
F. in zwei Generationen erzogen von Wti. Auch aus ilem Wallis bei
Baltschieder (Ja.) .
Ciiaeniidopborus Walleiigren.
C. Rhododactylus S. V. [Hb. 8).
R. an Rosen.
428 '^- Pterophoriiicn.
F. im Juli und August, bei uns auffallend selten. Ein Exemplar von •
Zürich [Frey); dann von Chur [Cufl.].
Platyptilia Hb.
P. Ochrodaetyla Hb. (Pallidactyla Haw., Migadactyla Haw.) [Hb, 12.
13. H.-S. 1.3).
F. bei Zürich von Bremi, niemals al)er von mir in langen Jahren getroffen.
P. Gonodactyla S. V. (Megadactyla Hb., Zetterstedtii Var. c. Z.,
Tesseradactyla Tr.) [IIb. G. H.-S. 9).
li. in den Stengeln von Tussilago farfara.
F. in einer früh- und einer spätsommerlichen Generation. Frauenfeld
und Zürich, an letzterem Orte häufiger [Freij]] von LenzJ)urg und Ollringen
[Wu.]] Sl. Gallen [Tä.]; Degersheim [Mi'dkr]; Ebenalp [P.-l.); von Hergün
(Z.); im Wallis aus dem Turlmannthale (Genfer Mus.); im oberen Engadin
bei Samaden und St. Moritz {F)'ey]; von Trafoi [Wo.].
Elevation über 5500'.
P. Zetterstedtii Z. (Tesseradactyla Zetterstedt, [? Petradactyla Hb.)
(//.-^'. [?]7).
R. in Stengeln verschiedener Senecio-Arten.
1'. im Juni untl .luli. Bei Zürich, seltener [Frey); I.enzburg und Oftriu-
gen [W'Il); Westschweiz [Lah.]; St. Gallen [Tu.]; Berglialp im Canlon (Jlarus
und in Gi'aubünden von Bergün (Z.); von Samaden bis Sils-Maria; von
Trafoi [Wo.).
llöhengrenze über 5500'.
P. Metzneri Z. (BoUii Frey).
F. im Juli, aus unseren Alpen, aber als Seltenheit. Von tier Meicnuand
[Boll); von der Grimsel [Lah.); von der Franzenshöhe [Styr. und Wo.); im
Südwesten von Macugnaga [Slyi-.).
Elevation ül»er G500'.
P. Fischeri Z. (Cosmodactyla Schläger) [fl.-S. 1'2).
R. an (inaj)haliam s^lvaticum uml dioicum.
t^ von Ende Mai in den Juni und Juli hinein. Von W iiiciilos , s(^lten
[Frey); von der hohen Rhone [Boll, Frey); aus den westlichen Alpen [Hl/tb.);
verbreitet bei Bergün ])is zum Weissenstein (Z.); im oberen Engadin bei
Samailen und Sils-Maria bis etwa (iOOO'.
Ainblyptiliii Hb,
A. Acanthodaetyla Hb. [H.-S. 5).
H. an Ononis spinosa und repens, Stachys sylvatica, speciosa und coc-
cinea, an Euphrasia ollicinalis, sowie an l'clargonien in Gärten.
i
IX. Pterophorincn. 429
F. in doppeller Generalion, im Juli und August und nochmals im Spät-
herhsle. Bei uns eine Seltenheil. Von Zürich [Frey); Bremgarten [Boll); von
der Berneck bei St. Gallen [Tä.]; von Degersheim [MilUer).
A. Cosmodactyla Hb. (Punctodaetyla Haw.) [H.-S. 4) und Var. Stachy-
dalis Frey.
R. im .Tuni an Stachys sylvalica , dann vier bis sechs Wochen später in
den Samen von Aquilegia vulgaris.
F. im Spätsommer, häufiger. Von Zürich und Winlerthur [Frcy)\ Lenz-
burg [Wii.)\ von Bergün (Z.) . Aus dem oberen Engadin bei St. Moritz er-
hielt sie V. Heyd.
Var. Stachydalis (auffallend hell, olivenbraun, wohl die Sommei'genera-
tion, also ein auffallender Saison-Dimorphismus , wenn ich nicht irre) l)ei
Zürich [Frey).
Höhengrenze etwa 5700'.
Oxyptilus Z.
O. Distans Z.i)
F. Ausgang Juni und im Juli häufiger von Bergün (Z.); dann Ende Juli
auf Alp Muraigl bei Samaden in etwa f)700' Höhe (Frey); auch in der dortigen
Gegend von P/a/J'enzeUei- getrotien , al)er selten; von der Meienwand [Bollj;
vom Stelvio [Eppelsheim] .
O. Pilosellae Z. [H.-S. 16).
R. in den Herztrieljen von Hieracium pilosella.
Von Zürich [Frey] und von Pfäffikon [Suter]; im Juli und August.
O. Hieracii Z. [H.-S. U).
R. in den Herzlrieben von Hieracium umbellatum.
Zürich, Baden, Würenlos, im Juli [Frey); von Pfäffikon (Sule)-]; von
St. Gallen [Tä.) und Degersheim [Müller).
O. Ericetorum Z. [H.-S. 15).
F. im Juli und August. Bei Zürich auf einer Waldwiese [Frey); von
Pfäffikon [Suter).
O. Obscurus Z. (Parvidactyla Haw., Mierodactylus Steph., Dentellus
Mann) [H.-S. 17).
R. in den Herztrieben der Stachys alpina.
1) 0. KollariSta. (H.-S. 38), welcher in einigen Exemplaren von Wo. nahe der
Passhohe des Stelvio und wahrsclieiniich auch vor lantien .lahien \on C. Zeller bei Aosla
getiofTeii wurde, dürfte unserer Fauna kaum al)gehen.
430 I^- l'lcropliorinon.
F. iiii Juni und dann auch Ende .luli. Von Zürich und Baden, sowie von
Bergün (Z.) und bei Samaden [Frey]; auch von Trafoi [Eppelsheini) .
Eievation bis gegen 5500'.
Mimaeseoptilus Wallengren.
M. Phaeodactylus Hb. (Lunaedactyla Haw.) {II.~S. 14. 15).
R. an Ononis repens.
F. im Sommer. Bei Zürich, ebenso bei Schloss Kyburg , doch selten
[Frey).
M. Pelidnodactylus Stein (Mictodactylus [p.] Z.) [H.-S. 24).
R. an Saxifraiia.
F. (wenn von den nachfolgenden zvsei Arten überhaupt verschieden) von
Genf (Mus.).
M. Serotinus Z. (Bipunctidaetylus Sta., Mictodactylus Var. b. Z.).
R. in den Herztrieben von Scabiosa arvensis.
F. im Mai und Juni , dann nochmals im späiesten Sommer. Von
Villeneuve [Loh.) , dem Berner Jura [Rthb.), von Bremgarten [Boll], von
Baden und Zürich {Frey), eine häufigere Art; Gais und Weissbad, häufig
{P.-T.).
M. Zophodactylus Dup (Loewii Z.).
R. in den Blüthen von Erytliraea centaureum.
F. im Herbste. Bei Zürich, lokal und selten [Frey).
M. Coprodactylus Z. {H.-S. 20).
R. in den Blüthen der Gentiana verna.
F. im Juni und Juli. Bei Zürich auf Waldwiesen sehr häufig, ebenso auf
der hohen Rhone {Frey); von Bremgarten {lioll); aus dem Berner .Iura
{lifhh.); von St. Gallen {Tu.)] von Degersheim {Mülle}-):, in den Alpen vom
Monte Rosa bis zum Stelvio, sehr verbreitet und hier Höhen von 6 — 7,000' er-
reichend {Frey).
M. Plagiodactylus Sta. {H.-S. 22) .
R. an Gentiana asciepiadea, auf Bergwiesen.
F. im Juni und Juli. Bei Zürich, namentlich am ütliberg {Frey): Ber-
gün (Z.) ; Degersheim und vom Gäbris {Müller) ; Trafoi nahe der Baum-
grenze {Wo.).
M. Graphodactylus Tr. {H.-S. 23) .
R. an Gentianen.
F. im August. Sehr vereinzelt und spärlich bei Zürich {Frey).
IX. Ptoropliorincn. 431
M. Fuscus Retz. (Ptilodactyla Hb., Fuscodactylus Haw.) {IIb. 16. 25).
H. an Veionica cliamaedrys.
Bei Zürich im Juni, sehr vereinzelt [Frey); von Lenzburg (Wu.); aus
den Berner Alpen im Juli [Boll); von St. Gallen [Tä.) und Dec;erslioim
[Midier); Bergün (Z.).
Oedematophorus Wallengreii.
O. Lithodactylus Tr. (SeptodaetylaTr., SimilidaotylaSteph.) [II. -S. 10).
R. an Inula salicifolia und dysenterica.
F. von Lausanne [Lah.)\ Lenzburg [Wu.]:, he'\ Zürich Ende Juli und zu
Anfang August, selten [Frey).
O. Rogenhoferi Mann.
F. im Juli und August.
Aus dem Faunengebiete von Alp Müraigl he\ Samaden [Frey] und vom
Stelvio [Wo.) mit abendlichem Fluge. Ich glaube ihn auch bei Zermatt
einstens gefangen zu haben. Leider ging das Exemplar zu Grunde.
Elevation 6 — GöOO' und mehr.
Pterophorus Wallengreii.
P. Pterodactylus Hb. (Monodaetylus L.) [H.-S. 27).
R. an Convolvulus arvensis.
F. sicher überall, vom Herbste an und meistens gemein. Noch aus dem
oberen Engadin von Samaden und St. Moritz , also in einer Meereshöhe
von mehr als 5500' [Frey).
Leioptilus Walleugren.
L. Scarodactylus Z. [H.-S. 32).
R. in den Herztrieben von Hieracium uml)ellatum und boreale.
F. von Schupfen [Rthb.); im Juli von Würenlos [Frey); Weissbad [P.-L).
L. Tephradaetylus Hb. [H.-S. 28).
R. an lichten Waldstellen, in den Trieben von Solidago virgauroa.
F. im Juni. Zürich, Sihlwald bei Thalvvyl und Winterthur [Frey); Bergün
[Z.). Ende Juli aus dem oberen Engadin bei Samaden [Frey); Trafoi [Wo.).
Elevation über 5200'.
L. Carphodactylus Hb. [Hb. 19. 20).
R. in den Herztrieben von Conyza squarrosa.
F. bisher nur von den Waldwiesen des ütlibergs im Mai und Juni [Frey);
vielleicht auch aus dem Aargau [Wu.]; sicher im Juni und Juli von Ber-
gÜD (Z.).i)
1) Ich vermuthe, dass L. Carphodactylus und unsere schweizersche Form zwei Arten
bilden dürften. Leider konnte icli niemals die R. des lelzleren Thieres entdecken.
432 I-^- Pteroplioiinen.
L- Microdaetylus Hb. [Hb. 26. 27).
R. in den Blütlien und Stielen von Eupaloriiim cannabinum.
F. im Mai und Juni und nochmals im Hochsommer. Bei Zürich, an lichten
Waldstellen häufiger [Frey) . Gewiss im ganzen Tieflande ; allein es fehlt hier
wieder an Beobachtungen.
L. Osteodaetylus Z. (Microdaetylus Zetterst.) [H.-S. 29).
R. an Solidago virgaurea.
F. im Juli. In den Bergwüldern von Zürich, aber selten [Frey); St. Gallen
[Tu.]; Weissbad, wohl selten (P.-/.); dann von Bergün (Z.) und noch von
Samaden [Pfaffenzeller] .
Elevation etwa 5500'.
L. Brachydactylus Tr. (Aetodactylus Dup.) [H.-S. \\).
R. in düsteren, namentlich Nadel holz Waldungen an Prenanthes purpurea.
F. seltener zu Ende Juni und im Juli an derartigen Stellen. So von
Zürich an beiden Seeufern und von Winterthur [Frey); aus dem Aargau, ent-
weder von Lenzburg oder Oftringen [Wu.); von der Berneck ])ei St. Gallen
{Müller).
Aciptilia Hb.
A. Baliodactyla Z. (Tridactyla Steph.) [H.-S. 36).
R. an Origanum vulgare.
F. aus der westlichen Schweiz [Lah.) und In mehreren Exemplaren am
Lägernberg im Juli [Frey); von St. Gallen [Tu.); oberhalb Trafoi [Wo.].
Elevation bis 5000'.
A. Tetradactyla L. (Leueodaetyla Hb., Didactyla Scop., Niveidactyla
Steph.) {H.-S. 35).
R. an Thymus serpyllum.
F. im Hochsommer, überall und gemein, nicht allein in der Ebene, son-
dern auch ebenso häufig in den Alpen, und hier Höhen von 7000' erreichend.
A. Pentadactyla L. (Tridactyla Scop.) {Hb. 1).
R. an Convolviilus ai'vensis und sepium.
F. sicher überall im Tieflande im Sommer. Doch bei Zürich {Frey) und
Ri"(ungarlen {Boll) auffallend s|)ärlich; auch bei St. Gallen, seltener [Tä.).
A. Paludum Z. [H.-S. 19).
F. auf Torfmooren im Mai und Juni. Von derartigen Stellen bei Bünzen
und Bremgarlen. sowie (freilich sehr vereinzelt) vom Katzensee bei Zürich
{Bali, Freij).
X. Aliicitinen. 433
X. Alucitiiieii.
Alueita Z.
A. Dodecadactyla Hb. [Hb. 29).
R. in den ani^eschwollenen Zweigen von Loniceni xylosteum.
F. im Juni l)oi Zürich, sehr selten [Frey); iiiiulii^ei' von Tireingarten [Boll).
A. Grammodaetyla Z.
F. im Mai und Juni, sellener im Hochsommer auf höheren Waldwiesen,
bei Zürich an l»eiden Seeufern, am meisten an den Abhängen des Üllibergs
[Fm,].
A. Desmodaetyla Z.
R. an Stachys sylvalica und alpina.
F. im Moclisommer und (?) nochmals im ersten Frühling. Bei Zürich an
lichten Waldstellen, mitunter häufiger [Frey).
A. Polydaetyla Hb. (Hexadaetyla Curtis) [Hb. 28) .
R. in den Hlülhen von Lonicera pericl) menum und wohl auch anderei-
Spezies.
F. zweimal im Jahre, im Mai und Juli. Bei Zürich, häufig [Frey); ebenso
von Bremgarten (ßo//) und Chur [Cafl.); St. (iailen [Tu.). Sicher im ganzen
Tieflande.
A. Hexadaetyla Hb. (Hübneri Wallengren) [fJb. 30. 31).
R. in Anschwellungen des Stieles von Scal)iosa coUnnbaria.
F. auf Waldwiesen, zuweilen häufig im Mai und Juni, dann nochmals im
Juli und August. Von Zürich [Frey); von Schupfen [Rtlib.]; von St. Gallen [Tä.).
Seine Höhengrenze , wie diejenige der anderen Aluciten , scheint eine
auffallend niedrice zu sein.
Frey. LepidniiterPii.
Druckfehler.
S. 7 Zeile 10 von oben ist hinter Lathyri und Diniensis je ein Comnia einzufügen.
S. aö Zeile S von oben hinter Vanessa ist Fab. zu ergänzen.
S. 68 Zeile 17 von oben ist vor Charon das ? zu streichen.
S. 87 letzte Zeile statt Marwiel ist Marwies zu lesen.
S. 130 Zeile 25 von oben statt Ab. Lalenai, Var. Latenai.
S. 178 Zeile 19 von oben ist vor A. Lucluosa der Genus-Name A conti a Ü. einzufügen.
S. 263 Zeile -2"> von oben statt Sins, 1. Ins.
Verzeicliiiiss der Abtheilungen, Familien und (lattungen.
Abraxas Leacli. 198.
Acheronfia 0. 50.
Achroea Hb. 280.
Acidalia Tr. 190.
Aciptilia Hb. 432.
Acontia 0. 178.
Acosmelia Stepli. 1."i4.
Acrobasis Z. 277.
Acrolepia Gurt. 379.
Acronycta 0. HO.
Adela Latr. 341.
Aechmia Sla. 381.
Aedia Hb. 175.
Agdistis Hb. 427.
AgliaO. 100.
Aglossa Latr. 2.")0.
Agrophila Bsd. 180.
Agrotera Sehr. 265.
Agrolis 0. Lcd. 114.
Alncitiueu 433.
Alucita Z. 433.
Amblyptilia Hb. 428.
Ammoconia Led. 135.
Amphida.sy.s; Tr. 208.
Amphipyra 0. 154.
Anaitis Dup. 220.
Anarta Tr. 175.
Anchinia H.-S. 373.
Ancylosis Z. 278.
Anerastia Hb. 27 9.
Angeroma Dup. 203.
Anisopteryx Steph. 206.
Anthochari.s Bsd. 6.
AntLspila Hb. 405.
Apamea Tr. 139.
Apaliira Fab. 23.
Apaturiden 23.
Aphelia Steph. 311.
Apliomia Hb. 280.
Aplasta Hb. 218.
Aporia H.-S. 3.
Aporopliila Gn. 135.
Arclia Sclir. 83.
Arctiiden 79.
Argynnis Fab. 31.
Argyro.slliia Sla. 382.
Argyresthiden 382.
Asarta Z. 275.
Asopia Tr. 250.
AspIiaHa Hb. 109.
A.spilatcs Tr. 218.
Aspis Tr. 311.
Astero-scopus Bsd. 166.
Afemelia H.-S. 377.
Avenfia Dup. 183.
Bapta Steph. 199.
Batracliedra Sta. 399.
Bedellia Sta. 400.
Bembecia Hb. 62.
Bision Leach. 207.
Blastobasis Z. 376.
Boarmia Tr. 208.
Boletobia Bsd. 184.
Boinbycideu 72.
Bombyciden Bsd. 94.
Boinbyx Bsd. 94.
Boniolocha Hb. 186.
Botys Hb. 255.
Brephia v. Hein. 277.
Brephos 0. 187.
Brotolomia Led. 146.
Bryophiia Tr. 112.
Bucculatrix Z. 418.
Bupakis Leach. 216.
BulaHs Tr. 377.
Gabera Tr. 200.
Calamia Hb. 148.
Galhgenia Dup. 74.
Galliiiiorplia Latr. 82.
Calocanipa Stepli. 165.
Gaiophasia Steph. 167.
Gaiymnia Hb. 158.
Garadrina 0. 151.
Carpocapsa Tr. 322.
Garterocephalus Led. 55
Cataclysla Hb. 266.
Catastia Hb. 276.
Galephia 0. 181.
Gatharia Led. 253.
Gatocala Sehr. 181.
Cedestis Z. 382.
Gemiostoma Z. 418.
Cerostoma Latr. 347.
Charaeas Steph. 126.
Gharlclea Steph. 178.
Chariptera Gn. 138.
Ghauliodus Tr. 401.
Gheimatobia Steph. 222.
Gheimatophila Steph. 295
Ghelaria Hb. 370.
Ghesias Tr. 221.
Ghimabaeche Z. 350.
Ghionobas Bsd. 43.
Gidoantha Bsd. 14 5.
Choreutiden 333.
Ghoreutis Hb. 333.
GhrysocJista Sta. 402.
Gidaria Tr. 224.
Gilix Leach. 101.
Cirroedia Gn. 159.
Cledeobia Dup. 24 9.
Gleoceris Bsd. 159.
Gleodora Gurt. 37 0.
Gleogene Bsd. 218.
28*
436
Verzeichniss der Al)lhciliini;on, Familien und Gallungen.
Cnaemidopliorus Wallengr.
427.
Gnetocampa Slepli. lOß.
Gochloplianes Stgr. 92.
Cochliopoden 89.
Coenonymplia Hb. 48.
Culeopiiuia Hb. 392.
Coleophoriden 392.
Colias Fab. 7.
Collix Gn. 241.
Conchylis Tr. 296.
Coptoloma Led. 323.
Coriscium Z. 390.
Cosmia O. 1."j8.
Cosmoptcryx Hb. 400.
Cossiden 89.
Co.ssus Fab. 89.
Grambus Fab. 267.
Grateronyx Dup. 97.
Grocallis Tr. 203.
Gucullia Sehr. 167.
Gyelopides Hb. 55.
Gymalophora Tr. 108.
Cymatophoriden 108.
Dasycera Haw . 374.
Üasychira Steph. 93.
Dasydia Gn. 214.
Dasypolia Gn. 167.
Dasystoma Gurtis SiiO.
Deilepliila 0. 57.
Ueiopeia Steph. 80.
Demas Steph. 110.
Depres.saria Haw. 351.
Dianlhoecia Bsd. 132
Diaseniia Gn. 265.
Diaslicti.s Hb. 217.
Dichonia Hb. 138.
Diclirnrliam))ha Gn. 330.
DicAcIa Gn. l.'iT.
Diloba Steph. 1 lü.
Diüi'yctia Z. 273.
Diphlhera 0. 113.
üipiodoiTia Z. 335.
Diplerygia Steph. 144.
Doloploca Hb. 295.
Drepanuliden 10 0.
Uiynoi)ia Dup. 105.
Dryobola I.ed. 137.
Dysciiori.sta Led. 15S.
Earia.s Hb. 73.
Eccopsis Z. 312.
Elachisla Sla. 405.
Elachistiden 399.
Ellopia Tr. 201.
Ematurga Led. 216.
Eniydia Hb. 79.
Endagria Bsd. 89.
Endotriciia Z. 250.
Endromiden 99.
Endroniis Bsd. 99.
Endrosis Sta. 379.
Enicostonia Sla. 355.
Ennychia Led. 255.
Epheslia Gn. 279.
Eplchnopleryx Hb. 91.
Epigrapliia Hb. 350.'
Epione Dup. 204.
Epischnia Hb. 276.
Episenia 0. 135.
Erasfria 0. 179.
Erebia Bsd. 35.
Ei-iopus Tr. 145.
Eryciniden 23.
Etiella Z. 274.
Eucarphia Hb. 276.
Euchelia Bsd. 80.
Euclidia 0. 180.
Eucosmia Steph. 223.
Eudeniis Hb. 311.
Eugonia Hb. 201.
Eupllhecia Gurt. 241.
Euplexia Steph. 14 6.
Euplocamus Latr. 335.
Euripia Bsd. 170.
Eunanliiis Hl). 2l6.
Eurihypara Hi). 2,55.
Eurycreon Led. 263.
Euryniene Dup. 203.
Eiiterpia Gn. 178.
Euzophera Z. 279.
Exaeretia Sla. 350
Exapale Hb. 349.
Exapatiden 349.
Fidonia Tr. 215.
Fumea Hb. 92.
Galleria Fab. 280.
Gelechia Z. 356.
Geleehiden 350.
Geonieira Bsd. 188.
fweoinotrideii iss.
(du|iliisia Usd. lOi;.
Glyphipterygiden 37 9
(Jlyphiptpryx Sla. 3S0.
Gnophos Ti'. 211.
Gnophria Steph. 79.
Gonophria Bsd. 1 08.
Gortyna 0. 148.
Gracilaria Haw. 387.
Graeilariden 3S7.
Granimesia Steph. 151.
Grammodes Gn. 180.
Grapholitha Tr. 312.
Habryntis Led. 14 0.
Hadena Tr. 139.
Halia Dup. 216.
Harpella .Sehr. 373.
Harpyia 0. 102.
Helia Gn. 184.
Heliaca l\.-S. 176.
Heliodines Sla. 404.
Heliothela Gn. 253.
Heliolhis Tr. 177.
Heliozela H.-S. 382.
Hemerophila Slepii. 208.
Hepialiden 87.
Hepialus Fab. 87.
Hercyna Tr. 254.
Herniinia Lalr. 185.
Hesperia Bsd. 54.
Hesperiden 49.
He\denia llului. 376.
Hibernia Latr. 206.
Hiniera Dup. 203.
Hiplelia Gn. 157.
Homoeosoina Gurl. 279.
Hoporina Bsd. 1()2.
Hybocampa L. 103.
Hydrocanipa Gn. 265.
Hydroecia Gn. 147.
Hyluphila Hb. 73.
Hypalinia H.-S. 376.
Hypena Tr. 186.
Hypcrcallia Steph. 372.
IIypt)chaleia Hb. 276.
H\ |)ononieula Z. 345.
Hyponomeutiden 3 43.
Hyp|)a Dup. 144.
Hy])solophus Haw. 370.
Jaspidea Bsd. 14 7.
Incurvaria Ha\\. 339.
ino Lcacli. 63.
Jodis Hb. 190.
Lainpronia Z. 3.S9.
Laria Hb. 93.
Lnsiocninpa Latr. 97.
Laverna (Unlis 402.
Verzeicliiiiss der AhllR'iluiigen, Fumilien und Gattunt^en.
437
Leioi)tihis Walloiigr. 43 1.
Lcucania 0. 148.
Leucoma Stepli. 93.
Leucophasia Steph. 7.
Libytlica Fab. 23.
Libytheiden 23.
Limacodes Latr. 89.
Linienifis Fab. 24.
Lipariden Bstl. 93.
Lilliocampa G». IßT.
Lithocolletiden 411.
LilhocoUetis Z. 411.
I.ithosia Fab. 77.
Lithosiden 73.
Lobcsia Gn. 312.
Lübophora Gurt. 221.
Lophopteryx SIcpli. 104.
Luperina Bsd. 139.
Lycaena Fab. 14.
Lycaeniden 9.
lAgris Hb. 224.
Lyonetia Hb. 417.
Lyonetiden 4 17.
Lypusa Z. 335.
I.ythi-ia Hb. 218.
Macaria Cuit. 205.
Macroglossa 0. 59.
Madopa Steph. 185.
Mamestra Tr. 127.
Mania Tr. 147.
Melanargia Meig. 35.
Melasiiia Bsd. 334.
MeFissolilaples Z. 280.
Melitaca Fab. 27.
Mesogona Bsd. 157.
Metrocampa Lati-. 201.
Micropterygiden 42ß.
Micropler^x Hb. 420.
iMimaesoplilus Wallengr. 430.
iMinoa Bsd. 220.
Miselia Steph. t3S.
Moma Hb. 113.
Myelois Z. 27 7.
Myrmecozela Z. 338.
Mythimna Gn. 151.
Naclia Bsd. 71.
Naenia Ste|)h. 14 7.
Nemeobius Steph. 23.
Nemeo[)liila Stepli. 81.
Nemophoia Hb. 340.
Nemoria Hb. 189.
Nemotois Hb. 342.
Nopliopter\x Z. 273.
Nepticula v. He;)d. 420.
Nepticuliden 420.
Neptis Fab. 25.
Neuionia Hb. 126.
Noctiiideu i lo.
Nola Hb. 73.
Nomophila Hb. 263.
Nonagria 0. I4S.
Notodonta 0. 103.
Notodontiden 102.
Nudaria Steph. 74.
Numeria Dup. 200.
N>ctegn'tis Z. 278.
Wycteoliden 72.
Nymphaliden 24.
Oclironiolo})is Hb. 404.
Ochsenheimeria Hb. 335.
Ocnerostoma Z. 386,
Ocnngyna Led. 86.
Odezia Bsd. 220.
Odontia Dup. 255.
Odonto|)lera Steph. 202.
Oecogonia Sta. 376.
Oecopliora Sta. 374.
Oecophoriden 374.
Oedemato[)Jioia Wallen;
431.
Olindia Gn. 295.
Omia Gn. 176.
Opostega Z. 418.
Org>ia 0. 93.
Ornix Z. 390.
Orobena Gn. 264.
Orrhodia Hb. 162.
Orlholilha Hb. 219.
Orthosia 0. 195.
Oxyptilus Z. 429.
Pachnobia Gn. I")6.
Pachycnemia Stc|)li. 211.
Pancalia Sta. 378.
Panolis Hb. 156.
Panthca Hb. I 14.
Papillo ].. I.
Papilioniden 1 .
Parai)on\\ Hb. 266.
Pararge Hb. 43.
Parasia Dup. 3 7(i.
Parnassius Latr. 2.
Pechipogon Hb. 186.
Pellonia Dup. 198.
Pempelia Hb. 274.
Penthina Tr. 302.
Pericallia Steph. 202.
Perinephele Hb. 265.
Perittia Sta. 381.
Phalera Hb. 107.
Phasiane Dup. 217.
Phibalocera Steph. 351.
Phigalia Dup. 207.
Phorodesma Bsd. 188.
Phothedes Gn. 180.
Phoxopteryx Tr. 328.
Phragmatoecia Nevvm. 89.
Phthcüchroa Steph. 301.
Phthoroblastis Led. 323.
Phyllocnistis Z. 418.
Pieriden 3.
Pieris Schrk. 4.
Pionea Gn. 264.
Plastenis Bsd. 159.
Platypteryx Lasp. 100.
Platyptilia Hb. 428.
Pleretes Led. 83.
Pleurota Hb. 373.
Ploseria Bsd. 205.
Plusia 0. 170.
Plutella Schrank. 346.
Plutelliden 346.
Polia Tr. 136.
Polyonimatus Latr. II.
Polyphaenis Bsd. 146.
Porthcsia Steph. 94.
Prays Sta. 346.
Piothymia Hb. 180.
Psamotis Hb. 264.
Psecadia Hb. 345.
Pseudolerpa H.-S. 188.
Pseudophia (in. 181.
Psilophora Sl<>ph. 106.
Psilura Slcph. 94.
Psodos Tr. 214.
Psoricoptera Sta. 355.
Psyche Sehr. 90.
Psychiden B.sd. 90.
Pteiogon Rsd. 59.
Pteropliorinen 4 27.
Plerophoius Wallengr. 43 1
Pterosoma Gei'm. 105.
Pygaera (». 107.
Pygniaeana Rsd. 215.
Pyralo-Craiiibidcn 2 4 9.
Relinia (in. 301.
Hhacodia Hb. 2M,
438
Verzeichniss der Abtheilungcii, Familien uiiil (iatUiiigen.
Rhizogramma Led. 145.
Rhodocera Bsd. 9.
Rhopaloceren i.
Rhopobota Led. 330.
Rhyaclonia H.-S. 330.
Rhyparia Hb. 198.
Rivula Gn. 187.
Roeslerslammia Sta. 380.
Rumina Dup. 204.
Rusina Bsd. 154.
Sarrotiipa Gn. 72.
Saturnia Sehr. 99.
Saturniden 99.
Satyriden 35.
Salyius Fab. 43.
Scardia Tr. 336.
Schoenobius Dup. 266.
Schreckensteinia Hb. 404.
Sciaphila Tr. 292.
Sciapleron Stgr. 60.
Scoiiopteryx Germ. 164.
Scoparia Haw. 250.
Scopelosoma Gurt. 164.
Scoria Sleph. 218.
Scotochrosta Led. 166.
Scotosia Steph. 223.
Scytliropia Hb. 3 45.
Selenia Hb. 20 2.
Selidosema Hb. 216.
Semioscopis Hb. 350.
Sesia F"ab. 60.
Sesiiden 60.
Seiina Sehr. 75.
Simaethis Leacli. 333.
Simyra 0. MO.
Smerinthus 0. 58.
Solenobia Z. 334.
Sophronia Hb. 372.
Sphaleroptera Gn. 294.
Sphinges 56.
ISphiiig'iden 56.
Sphinx 0. 56.
Spilosoma Steph. 86.
Spilothyrus Dup. 49.
Spintherops Bsd. 183.
Stagmatophora H.-S. 404.
Stathmopoda Z. 400.
Stauropus Germ. 102.
Steganla Dup. 200.
Steganoptyeba H.-S. 324.
Stenia Gn. 265.
Stephensia Sta. 405.
Swamnierdamia Hb. 343.
Symmoca Hb. 356.
Syntomiden 71.
Syntomis Hb. 71.
Syrichthus Bsd. 50.
Taeniocampa Gn. 155.
Talaeoporia Hb. 334.
Talpochares Led. 178.
Tapinostola Led. 148.
Teichobia H.-S. 339.
Telesella H.-S. 170.
Tephronia Hb. 211.
Teras Tr. 281.
Thalera Hb. 189.
Thanaos Bsd. 54.
Thecla Fab. 9.
Theristis Sla. 349.
Tholomiires Led. 187.
Threnodes Gn. 253.
Thyatira 0. 108.
Thyrididen 63.
Thyris Hlig. 63.
Timandra Dup. 198.
Tinagma H.-S. 381.
Tinea Z. 336.
Tineen 333.
Tineiden 334.
Tischeria Z. 4M.
Tmetocera Led. 324.
Tortriciden 281.
Torlrix Tr. 286.
Toxocampa Gn. 183.
Trachea Hb. 14 6.
(Trachonitis Z. 277.)
Trifurcula Z. 426.
Triphosa Stejjh. 222.
Trochilium Scop. 60.
Urapteryx Leach. 203.
Valeria Germar. 138.
Vanessa Fab. 25.
Venilia Dup. 204.
Xanthia Tr. 161.
Xylina 0. 164.
Xylocampa Gn. 167.
Xylomyges Gn. 166.
Xysmatodoma Z. 335.
Zanclognatlies Led. 184.
Zelleria Sta. 387.
Zeuzera Latr. 89.
Zonosoma Led. 19(>.
Zophodia Z. 279.
Zygaena Fab. 64.
Zygaeniden 63.
Register der Arteu.
Die Genera SjUcI in Aljkürzuiigeii angt-führt , Varietäten , welche neben der Stanimrorm
vorkommen, in Klammern, ebenso fragliche Arten.
I^ Ehopaloceren.
Aca.oiae Fab. Thecl. 10.
•A,cis S. V. Lyc. 21.
(Var. Montana M.-D. 21).
Actaea Esp. Var. Cordula Fab. 45.
Actaeon Esp. Hesp. 55.
Adippe L. Aigyn. 34.
(Var. Cleodoxa 0. 34).
Adonis S. V. Lyc. 19.
(Var. Q Ceronus Hb. 19).
Aegon S. V. Lyc. 14.
Aello Hb. Chion. 43.
Agestis S. V. Lyc. 17.
Aglaja L. Argyn. 34.
Alcon S. V. Lyc. 22.
Alexis S. V. Lyc. 18.
(Icarinus Scriba 18).
Alsus S. V. Lyc. 21.
Altliaeae Hb. Spil. 49.
Alveolus Hb. Syr. 53.
(Var. Taras Meigen 53).
Amathusia Esp. Argyn. 32.
Amyntas S. V. Lyc. 14.
(Var. Polysperclion Bergst. 14).
(Var. Coretas 0. 14).
Andromedae Wallengr. Syr. 53.
Antiopa L. Van. 26.
Apollo L. Paru. 2.
Arcaiiia L. Coen. 48.
(Var. Darwiniana Stgr. 48).
Arethusa Esp. Sat. 44.
Argiolus L. Lyc. 21.
Argus L. Lyc. 14.
(Var. Argyrognomon Bergstr. 14).
(Var. Aegidion Ms. 14).
Arion L. Lyc. 22.
(Var. Obscura Christ 22).
Artemis S. V. Mcl. 27.
(Var. Merope de Prunner 27).
Asteria Frr. Mel. 30.
Atalanta L. Van. 2G.
Athalia Rottb. Mel. 29.
(Var. PyroniaHb. [Corytlialia] 29)
Aurelia Nick. Mel. 30).
(Var. ßhaetica Frey 30).
Baetica L. Lyc. 41.
Battus Hb. Lyc. 15.
Belia Cram. Anthocb. H.
(Var. Siraplonia Frr. (i).
Betulae L. Thecl. 9.
Brassicae L. Pier. 4.
Briseis L. Sat. 44.
Cacaliae Rbr. Syr. 52.
C. album L. Vau. 25.
C'allidice Esp. Pier. 5.
i'amilla S. V. Limen. 24.
Cardamines L. Anthoch. 6.
Cardui L. Van. 26.
Carthami Hb. Syr. 50.
Cassiope Fab. Ereb. 35.
(Var. Nelamus Bsd. 35).
Celtis Esp. Libyth. 23.
Ceto Hb. Ereb. 38.
C'hryseis S. V. Polyom. 12.
(Var. Eurybia 0. 12).
Cinxia L. Mel. 28.
Circe S. V. Polyom. 12.
(Var. Montana M.-D. 12).
Cleopatra L. Rhodoc. 9.
Comnia L. Hesp. 55.
Corydon Poda Lyc. 19.
(Var. Syngrapha Kefersteiu 19).
Crataegi L. Apor. 3.
CyHarus Rottb. Lyc. 21.
Cynthia S. V. Mel. 27.
Dämon S. V. Lyc. 20.
Daphue S. V. Argyn. 33.
Daphnis S. V. Lyc. 20.
DaplidicQ L. Pier. 5.
(Var. Beüidice 0. 5).
Davus Fab. Coeu. 49.
Dejanira L. Par. 46.
Delius Esp. Paru. 2.
Dia L. Argyn. 32.
Dictynna Esp. Mel. 29.
Didyma 0. Mel. 28.
Donzolii Bsd. Lyc. 20.
Dorylas Hb. Lyc. 20.
Edusa L. Col. 8.
(Var. ^ Heiice Hb. 9).
Egeria L. Par. 46.
(Var. Meone Esp. 46).
Erobus Knoch. Lyc. 23.
Eriphyle Rthb. Ereb. 36.
Eros 0. Lyc. 27.
Escheri Hb. Lyc. 19.
Eudora Fab. Par. 47.
Euraedon Esp. Lyc. 18.
Eupbemus Hb. Lyc. 22.
Eupheno Esp. Authoch. 7.
Euphrosyne L. Argyn. 31.
Euryale Hb. Ereb. 42.
(Var. Adyte Hb. 42).
(Var. Philomela Esp. 42).
(Var. Ocellaris Stgr. 42).
Evias Lef. Ereb. 39).
Fritiüum Hb. Syr. 51.
(Var. Alveus Hb. .52).
(Var. Serratulae Hb. H.-S. 52).
(Var. Caecus Frr. 52).
(Var. Onopordi Rbr. 52).
(Var. Cirsii M.-D. 52).
Galathea L. Melan. 35.
(Var. Procida Herbst 35).
Glacialis Esp. Ereb. 40.
(Var. Pluto Esp. 40).
(Var. Alecto Hb. 40).
Goante Esp. Ereb. 40.
Gorge Esp. Ereb. 40.
(Var. Erynnis Esp. 40).
(Var. Triopes Speyer 40).
Helle Hb. Polyom. 13.
Herraioue L. Sat. 43.
(Var. Alcyone S. V. 43).
Hero L. Coen. 48.
Hiera Fab. Pararg. 46.
Hipponoe Esp. Polyom. 12.
(Var. Gordius Sulzor 12).
Hyale L. Col. 8.
Hylas S. V. Lyc. 16.
Hyperanthus L. Pararg. 47.
(Var. Arete Müll. 17).
Janira L. Pararg. 47.
(Var. HispuUa Hb. 47).
Icarius Esp. Lyc. 18.
Ida Esp. Pararg. 47.
llia S. V. Apat. 23.
(Var. Clytio S. V. 23).
Ilicis Esp. Thecl. 10.
Ino Esp. Arg. 33.
440
Register der Arten.
Jo L. Van. '2ß.
Jolas 0. Lyc. 22.
Ipliis S. V. C'oen. 48.
Iris L. Apat. 23.
(Var. Jole S. V. Xi).
Latonia L. Argyn. 34.
Lavaterae Hb. Syr. 50.
Levana L. Van. 25.
(Var. Prorsa L. 25).
(Var. Porima 0. 25).
Ligea L. Eieb. 42.
Linea S. V. Hesp. 54.
Lineola 0. Hesp. 54.
Lucilla S. V. Nept. 25.
Lucina L. Nemeob. 23.
(Lycidas Trapp. Lyc. 15).
Machaon L. Pap. 1.
Maera L. Pararg. 45.
(Var. Adrasta Hb. 45).
Malvarum Hoifmsg. Spil. 49.
Manto S. V. Ereb. 40.
Maturna L. Mel. 27.
(Var. Wolfensbergeri Frey 27).
Medea S. V. Ereb. 41.
Medusa S. V. Ereb. 38.
(Var. Hippomedusa 0. 38).
Megaera L. Pararg. 46.
Melampus Fuessly Ereb. 30.
Mnemosyne L. Farn. 3.
Muestra Hb. Ereb. 36.
Napi L. Pier. 4.
(Var. Bryoniae Hb. 4).
Nerine Frr. Ereb. 39.
Niobe L. Argyn. 34. _
(Var. Eris Meigen 34).
(Uedipus Fab. Coen. 4^).
Oeme Hb. Ereb. 38.
Optilete Knoch Lyc. 15.
(Var. Cyparissus Hb. 15).
Orbitulus Üe Prunner Lyc. 16.
Palaeno L. C'ol. 7.
(Var. Europomene 0. 7).
(Var. g Werdandi H.-S. 7).
Pales S. V. Argyn. 31.
(Var. Napaea Hb. 31).
(Var. Arsilacbe Esp. 31).
Painplülus L. C'oen. 49.
(Var. Lyllus Esp. 49).
Pandura S. V. Argyn. 35.
Paniscus Fab. C'art. 35.
Paphia L. Argyn. 34.
(Var. Q Valesina Esp. 34).
Parlhenie H.-S. Mel. 3().
(Var. Varia Bi. 30).
Phaedra L. Sat. 45.
Pharte Hb. Ereb. 36.
Pheretes Hb. Lyc. 16.
Phicoinone E.sp. Col. 8.
Pblaeas L. Pulyom. 13.
(Var. Eleus Fab. 13).
Pbufbe S. V. Mel. 28.
Podalirius L. Pap. I.
Polychloros L. Van. 25.
Populi L. Linien. 21.
Pronoo Esp. Ereb. Var. Pitlio H)j. 41.
Proserpina S. V. Sat. 44.
Pruni L. Thecl. 10.
Pyrrha S. V. Ereb. 37.
(Var. Caecilia Hb. 37).
(Var. Bubastis Ms. 37).
(Var. Pyrrhula Frey 37).
Qnercus L. Thecl. 11.
(Var. Bellus Gerhard 11).
Eapae L. Pier. 4.
Ehamni L. Rhod. 9.
Rubi L. Thecl. 11.
Satyrion Esp. C'oen. 49.
Sebrus Bsd. Lyc. 21.
Selene S. V. Argyn. 31.
Semele L. Sat. 44.
Sertorius HofTmsg. Syr. 54.
Sibylla L. Limen. 24.
Sinapis L. Leucoph. 7.
(Var. Lathyri Hb. 7).
(Var. Diniensis Bsd. 7).
(Var. Erysimi Bkh. 7).
Spini S. V. Thecl. 10.
Statilinus Hufn. Sat. 45.
Steropes S. V. Cycl. 55.
Stygne 0. Ereb. 39.
Sylvanus Esp. Hesp. 55.
Tages L. Than. .54.
Thore Hb. Argyn. 33.
Tithonus L. Pararg. 47.
Tyndarus Esp. Ereb. 40.
Urticae L. Van. 26.
Virgaureae L. Polyom. 11.
(Var. Zermattensis Fallou 11)
W. albura Knoch. Thecl. 10.
(Xanthomelas S. V. Van. 26).
II. Sphingiden.
Achilleae Esp. Zyg. 66.
(Var. BelUs Hb. 66).
(Var. Viciae Hb. 66).
Ancilla L. Nacl. 71.
Anthraciforinis Esp. Ses. 60.
Apiforme Cl. Troch. 60.
Asiliforme S. V. Sciapt. 60.
Atropos L. Aclier. 56.
Bembecifonne Hb. Troch., 60.
Borabyliforiuis 0. Macr. 59.
(Brizae Esp. Zyg. 65).
Celerio L. Deil. 5S.
Cephifonnis 0. Ses. 61.
(Chalcidiforinis Hb. Ses. 02).
Charon Hb. Zyg. 67.
(Chrysidiformis Esp. Ses. 62).
(Conopiformis Esp. Ses. 61).
Oonvolvuli L. Sph. 56.
Culiciforrais L. Ses. 61.
Cynipiformis Esp. Ses. 61.
Blpenor L. Deil. 58.
Ephialtes L. Zyg. 69.
(Var. Falcatae Hb. 09|.
(Var. Coronillae S. V. 69).
(Var. Trigonellae Esp. 09).
(1?J Var. Aeacus Hb. (i9|.
(Var. Peucedaui Esp. 09).
(Var. Athanianthae Esp. (>9|.
Euphorbiae L. Deil. 57.
(Var. Paralia Nick. 57).
Exulans Hocheuw. Zyg. 66.
(Var. Vanadis Dalm. 66).
Fausta L. Zyg. 70.
(Var. Jucunda Ms. 70).
(Var. Genevensis Mill. 70j.
Fenestrina S. V. Thyr. 63.
Filipendulae L. Zyg. 68.
(Var. Mannii H.-S. 68).
(Var. I?] Ochsenheimeri Z. 68).
(Var. Cytisi Hb. 68).
Formicaeformis Esp. Ses. 61.
Fuciforinis 0. Macr. 59.
Galii S. V. Deil. 57.
Globulariae Hb. In. 63.
Hippophaes Esp. Deil. 57.
Hylaeiformis Lasp. Berab. 02.
Ichueumoniforniis Fab. Ses. (j2.
(Var. Megillaeforinis Hb. 02).
Leuconielaena Z. Ses. (i2.
Leueopsidiformis Esp. Ses. 62.
Ligustri L. Sph. 56.
Lineata Fab. Deil. 57.
Lonicerae Esp. Zyg. 67.
(Var. Major Frey 67).
Medicaginis 0. Zyg. 69.
(Var. Hippocrepidis Hb. 69).
(Var. Angelicae Hb. 69).
Meliloti Esp. Zyg. 07.
(Var. Stentzii Frr. 67).
Minos S. V. Zyg. 64.
(Var. Nubigena Manu 64).
(Var. Polygalae Esp. 64).
(Var. Interrupta Stgr. 64).
Myopiforrais Bkh. Ses. 61.
Nerii L. Deil. 58.
Ocellata L. Smer. 58.
Oenotherae S. V. Pter. 59.
Onobrychis S. V. Zyg. 70.
(Var. Diniensis H.-S. 70).
(Var. Hedysari Hb. 70).
(Var. Berolinensis Stgr.
(Var. Flaveola Esp. 70).
Phegea L. Synt. 71.
Philanthiformis Lasp. Ses.
Pinastri L. Sph. 56.
Populi L. Smer. 58.
Porcellus L. Deil. 58.
Pruni S. V. In. 63.
Punctata Fab. Nacl. 72.
Komeo Dup. Zyg. 65.
(Var. Freyeri Led. 65).
Scabiosae Esp. Zyg. 05.
Scoliaeforniis Fab. Ses. (JO.
Spheciformis Fab. Ses. 60.
Statices L. lu. 64.
(Var. Chrysocephala Nick, (ili
(Var. Hcydenroichii Led. lili.
Slellataruin L. Macr. 59.
Stomoxyformis Hb. Ses. Ol.
Tenthrediniformis Lasp. 62.
Tiliae L. Smor. 5s.
Tipulit'orniis Cl. Ses. 61.
Trilolii Esp. Zyg. 67.
70)
62.
Register der Arten.
441
(Var. Orobi Hb. (>7|.
(Var. Confluens Stgr. CT).
Vespertilio Esp. Deil. 57.
m. Bombyciden.
Aesculi L. Zeuz. SO.
Alpicola Stgr. Bomb. !Jö.
Aiiachoreta S. V. Pyg. 107.
Auastomosis L. Pyg. 107.
Antifjua L. Gon. 03.
Arundinis Hb. Phragm. 89.
Asellus S. V. Limac. 90.
Aulita L. Arct. 84.
(Var. Uurialis Esp. S4).
Aureola Hb. Lith. 78.
Auriflua S. V. Porth. 94.
Aurita Esp. Set. 70.
(Var. Kamosa Fab. 76).
Balis L. Tbyat. 108.
Betulifolia Fab. Las. 98.
Betulina Z. Fum. 92.
Bicolora Hb. Not. 105.
Bicuspis Bkh. Harp. 102.
Bifida Hb. Harp. 102.
Bipuncta Bkh. Cyni. 109.
Bombycella S. V. Epichn. 91.
Bucephala L. Phal. 107.
C'aja L. Arct. 83.
Calvella 0. Psych. 91.
Camelina L. Loph. 105.
Caniola Hb. Lith. 78.
Camus Esp. Hep. 88.
Carpini S. V. Sat. 99.
Casta Esp. Arct. 85.
Castreusis L. Bomb. 95.
Catax L. Bomb. 96.
Cereola Hb. Lith. 79.
Cervini Fallou Arct. 85.
(Var. Huatectü Frey 85).
Chaouia S. V. Not. 104.
Chlorana L. Ear. 73.
Chrysorrhoea L. Porth. 94.
Cicatricalis Tr. Nol. 74.
Complana L. Lith. 78.
Confusalis H.-S. Nol. 74.
Crataegi L. Bomb. 94.
(Var. Ariae Hb. 94).
Cribrum L. Erayd. 80.
(Var. Punctigera Frr. 80).
(Var. Candida Cyrilli 80).
Crenata Esp. Gluph. 106.
Cristulalis Hb. Nol. 74.
Cucullatella L. Nol. 73.
CucuUina S. V. Loph. 105.
Curtula L. Pyg. 107.
Curvatula Bkh. Plat. 100.
Depressa Esp. Lith. 77.
Derasa L. Gonoph. lOS.
Dictaea L. Not. 103.
Dictaeoides Esp. Not. 103.
Diluta S. V. Asph. 109.
Dispar L. Psil. 94.
üominula L. Ca lim. 82.
Dromedarius L. Not. 104.
Dumeti L. Crater. 97.
Eborina S. V. Set. 77.
Erminea Esp. Harp. 102.
Fagi L. Staur. 102.
Falcnla S. V. Plat. 100.
Fascelina L. Das. 93.
Flavia Fuessly Arct. 83.
Flavicornis L. Asph. 109.
Fluctuosa Hb. Cyra. 109.
Fuliginosa L. Spil. 86.
Furcula L. Harp. 102.
Ganna Hb. Hep. 88.
Gonostigma Fab. Org. 93.
Graminella S. V. Psych. 90.
Grammica L. Eroyd. 79.
Griseola Hb. Lith. 77.
Hamula Esp. Plat. 101.
Hebe L. Arc^ 84.
Hectus L. Hep. SS.
Helix Sieb. Cochloph. 92.
Hera L. Callim. 82.
Humuli L. Hep. s7.
Jacobaeae L. Euch. sO.
llicifolia L. Las. 98.
Irrorea S. V. Set. 75.
(Var. Freyeri Nick. 75).
(Var. Andereggii H.-S. 75).
(Var. Kift"elen;;is Fallou 75).
Kuhlweini Hb. Var. Alpestris Z.
Set. 76.
Lacertula S. V. Plat. 101.
Lanestris L. Bomb. 96.
(Var. Arbusculae Frr. 96|.
Ligniperda Fab. Coss. 89.
Lubricipeda Esp. Spil. 87.
Luetifera S. V. Spil. 86.
Lunigera Esp. Las. 98.
(Var. Lobulina Esp. 98|.
Lupulinus L. Hep. 88.
Liirideola Zk. Lith. 78.
Luteola S. V. Lith. 7s.
(Var. Pallifrons Z. 78).
Maculosa S. V. Arct. Var Siiiiplo-
nica Bsd. 85.
Matronula L. Pier. S3.
Melagona Bkh. Dryn. 106.
Mendica Cl. Spil. 87.
(Var. Eustica Hb. 87).
Menthastri Esp. Spil. ^7.
Milhauseri Fab. Hyb. 103.
Monacha L. Psil. 94.
Mundana L. Nud. 74.
Murina Hb. Nud. 74.
Muscella S. V. Psych. 90.
Muscerda Fab. Lith. 77.
Neustria L. Bomb. 95.
Nitidella 0. Fum. 92.
Octogesima Hb. Cym. 108.
Opacella H.-S. Psych. 90.
Or S. V. Cym. lOS.
Palpina L. Pter. 10."..
(Pantherinus 0. Eudag. S9|.
Parasita Hb. Ocnog. 86.
Pini L. Las. 98.
(Var. Montana Stgr. 98).
Pityocampa S. V. Cnet. 106.
Plantaginis L. Neni. 81.
(Var. (JHospita S. V. sl|.
(Var. (5 Matronalis Frr. 81).
Plumifera 0. Psych. 91.
Plumigera S. V. Psil. lor..
PlumistreHa Hb. Psych. 91.
Populi L. Bomb. 95.
(Var. Alpina Zell.-Dold. 95).
Populifolia S. V. Las. 98.
Potatoria L. Las. 97.
Prasinana L. Hyl. 73.
Processiouea L. Cnet. 106.
Pruni L. Las. 97.
Pudibunda L. Das. 93.
Pulchella L. Deiop. 80.
PuUa Esp. Epichn. S2.
Purpurea L. Arct. 84.
Pyri S. V. Sat. 99.
Quadra L. Gnoph. 79.
Quenselii Payk. Arct. 85.
yuercana S. V. Hyl. 73.
Quercifolia L. Las. 98.
Quercus L. Bomb. 97.
(Var. Alpina Frey 97).
Querna S. V. Not. 104.
Reclusa S. V. Pyg. 108.
Revayana S. V. (Undulana Hb.
Sarr. 72.
(Var. Dilutana Hb. 72).
(Var. Degenerana Hb. 72).
(Var. Punctana Hb. 72).
iVar. Ramosana Hb. 72|.
ßimicola S. V. Bomb. 96.
Roseida S. V. Set. 75.
(Var. Melauomos Nick. 75).
Eosea Fab. Call. 74.
Eubi L. Bomb. 97.
Eubricollis L. Gnoph. 79.
Ruficollis S. V. Asph. 109.
Russula L. Nem. Sl.
Saepium Spey. Fum. 92.
Senex Hb. Nud. 74.
Sicnla S. V. Plat. 100.
Sieboldii Reutt. Epichn. 92.
Sordida Hb. Spil. st;.
(Var, (5 Carbonis Frr. sti.
Spinula S. V. CiL 101.
Strigula S. V. Nol. 73.
Sylvinus L. Hep. 8S.
Taraxaci S. S. Crater. 97.
Tau L. Agl. 100.
Tenella Spey. Psych. 91.
Testudo S. V. Limac. 89.
Torva Hb. Not. 104.
Trepida Esp. Not. 104.
Trifolii S. V. Bomb. 96,
(Var. Medicaginis Bkh. 96J.
Trimacula Esp. Not. 104.
(Var. Dodonaea S. V. 104),
Tritophus Fab. Not. 103.
(Ulmi S. V. Urop. 103).
Unguicula Hb. Plat. 101.
Unita IIb. Lith. 7s.
(Var. Arideola Hering 7S).
Urticac Esp. Spil. 87.
442
Register der Arten.
V. nigrum Fah. Lar. 'J3.
Velitaris Esp. Dryn. 105.
Velleda Hb. Hep. 88.
Vernana Hb. Ear. 73.
Versicolora L. Endr. '.)'.).
Villica L. Arct. 84.
Villosella 0. Psych. 'JÜ.
Vinula L. Harp. 102.
Xanthoceros Hb. Aspli. lO'J.
Ziczac L. Not. 103.
IV. Noctuiden.
Abrotani S. V. Cuc. 169.
Absinthii L. Cuc. 170.
Aceris L. Acron. 1 10.
Acetosellae S. V. Mes. 157.
Adulatrix Hb. Enr. 170.
Adusta Esp. Had. 139.
Advena S. V. Mam. 127.
Aemula S. Y. Plus. 173.
Aenea S. V. Prot. 180.
Aethiop.s 0. Apor. 135.
Affiuis L. Cal. 158.
Ain Hochenw. Plus. 174.
Albicoloii Hb. Mam. 129.
Albimacula Bkh. Dianth. 133.
Albipuncta S. V. Leuc. 150.
Alcbymista S. Y. Cat. 181.
Algira L. Gram. 180.
Aliena Hb. Mam. 129.
Alni L. Acron. 111.
Alpestris Bsd. Agr. 119.
Aisines Brahra Car. 153.
Ambigua S. V. Car. 153.
Ambusta S. V. Cirr. 159.
Araethystina Hb. Tel. 170.
Andereggii Bsd. Leuc. 149.
Aprilina L. Dich. 138.
Arcuosa Haw. Car. 154.
Argentula Hb. Er. 179.
Armiger Hb. Hei. 177.
Asclepiadis S. Y. Plus. 170.
Asteris S. Y. Cuc. 108.
Atratula S. Y. Er. 179.
Atriplicis L. Trach. 146.
Augur Fab. Agr. 115.
Aurago S. Y. Xanth. 101.
(Yar. Fucata Esp. 161).
Auricoma S. Y. Acron. 111.
Baja S. Y. Agr. 116.
Barbalis Cl. Pech. 186.
Basilinea S. Y. Had. 142.
Bathyerga Frr. Cal. 148.
Bicoloria Vill. Had , Yar. Furuncula
Hb. 144.
(Yar. Yictuncula Hb. 141).
Birivia Hb. Agr. 122.
Bractea S. Y. Plus. 172.
Brassicae L. Mam. 129.
Brunnea S. Y. Agr. 118.
C. nigrnm L. Agr. 117.
Caecimacula S. Y. Ammoc. 135.
Caeruleocephala L. Dil. IIO.
Caesia S. V. Dianth. 132.
Caliginosa Hb. Ac. 154.
Calvaria S. Y. Hei. 184.
Campanulae Frr. Cuc. 169.
Gandelisequa S. V. Agr. 117.
(Yar. Signata Stgr. 117).
Candidula S. Y. Er. 179.
Canescens Dup. Pol. 137.
Capsincola S. Y. Dianth. 134.
Capsophila Dup. Dianth. 135.
Captiuncula Tr. Phot. 180.
Cassinea S. Y. Aster. 166.
Castanea Esp. Agr. 116.
(Yar. Neglecta Hb. 116).
Celsia L. Jasp. 147.
Cespitis S. Y. Neur. 127.
Chamomillae S. Y. Cuc. 169.
(Yar. Chrysanthemi Hb. 169).
Chenopodii S. V. Mam. 131.
Chi L. Pol. 137.
Chrysitis L. Plus. 172.
Cinerea S. V. Agr. 123.
Cinnamomea Göz. Amph. 155.
Circumflexa S. Y. Plus. 173.
Citrago L. Xanth. 161.
Coenobita Esp. Panth. 114.
Collina Bsd. Agr. 116.
Comes Hb. Agr. 116.
Comma L. Leuc. 149.
Cumpta S. V. Dianth. 134.
Concha Fab. Plus. 171.
Conflua Tr. Agr. HS.
Conformis S. Y. Xyl. 165.
Conigera S. Y. Leuc. 150.
Conspersa S. Y. Dianth. 133.
Conspicillaris L. Xyl. 166.
Contigua S. V. Mam. 128.
Cordigera Thunb. Au. 175.
Corticea S. Y. Agr. 125.
Coryli L. Dem. HO.
Cos Hb. Agr. 122.
Craccae S. Y. Tox. 183.
Crassa Hb. Agr. 125.
(Cribralis Hb. Herrn. 185).
Criualis Tr. Herrn. 185.
Croceago S. Y. Hop. 162.
Cruda S. V. Taen. 155.
Cubicularis S. V. Car. 152.
Cucubali S. Y. Dianth. 134.
Culminicola Stgr. Agr. 120.
Culta S. Y. Char. 13S.
Cuprea S. Y. Agr. 110.
Cuspis Hb. Acron. 111.
Cymbalariae Ht. Om. 176.
Dahlii Hb. Agr. 118.
Dardouini Bsd. Talp. 178.
Deaurata Esp. Plus. 171.
Decora ö. Y. Agr. 122.
Delphinii L. Char. 17s.
Dentina S. Y. Mam. 130.
(Yar. Lateuai Pierr. 130).
Depuncta L. Agr. 118.
Derivalis Hb. Herrn. 186.
Devergens Hb. Plus. 175.
Didyma Esp. Had. 143.
(Yar. Niclitaus Esp. 143).
(Yar. Leucostigma Esp. 143).
Dilecta Hb. Cat. 181.
Diffinis L. Calm. 158.
Dilucida Hb. Spin. 183.
Dipsaceus L. Hei. 177.
Distinguenda Led. Agr. 124.
Ditrapeziura Bkh. Agr. 117.
Divergens Fab. Plus. 174.
Dysodea S. Y. Mam. 131.
Echii Bkh. Dianth. 135.
Electa Bkh. Cat. 182.
Emortualis S. Y. Zanc. 185.
Erythrocephala S. Y. 162.
(Yar. Glabra S. V. 162).
Euphorbiae S. Y. Acron. 112.
(Yar. Montivaga Gn. 112).
Euphrasiae Bkh. Acron. 112.
Evidens Hb. Leuc. 150,.
Exclamationis L. Agr. 123.
Exigua Hb. Car. 151.
Exoleta L. Cal. 106.
Fatidica Hb. Agr. 125.
Fennica Tausch. Agr. 120.
Ferruginea S. Y. Orth. 160.
Festiva S. V. Agr. 11s.
Festncae L. Plus. 173.
Filigrana Esp. Dianth. 132.
(Yar. Xanthocyanea Hb. 132).
(Yar. Luteocincta Ramb. 132).
Fimbria L. Agr. 115.
Fimbriola Esp. Agr. 121.
Flammatra S. Y.' Agr. 120.
Flavago S. Y. Gort. 148.
Flavago Fab. Xanth. 161.
Flavicincta S. Y. Pol. 136.
Flexula S. V. Av. 183.
Fontis Thunb. Born. 186.
Forcipula S. Y. Agr. 121.
Fraudatricula Hb. Bryoph. 112.
Fraxini L. Cat. 181.
Fuliginaria L. Bol. 184.
Fulva Hb. Tap. 148.
Fulvago L. Xanth. 161.
(Yar. Flavescens Bsp. 161).
Funesta Payk. An. 176.
Furva S. Y. Had. 141.
(Fusca Bsd. Agr. 123).
Fuscula S. Y. Er. 179.
Gamma L. Plus. 174.
Gemiua Hb. Had. 143.
(Yar. Kemissa Tr. 143).
Genunea Tr. Had. 141.
Genistae Bkh. Mam. 130.
(Gilva Donz. Car. 153).
Gilvago S. V. Xanth. I(i2.
(Yar. Palleago Hb. 162).
Glandifera S. Y. Bryoph. 113.
(Yar. Par. Hb. 113).
Glareosa Esp. Agr. 11s.
Glauca Hb. Mam. 130.
(ilaucina Esp. Epis. 135.
Gluteosa Tr. Car. 153.
Glyphica L. Eucl. 180.
Gnaphalii Hb. Cuc. 169.
Gothica L. Taen. 155.
Register der Arten.
443
Gracilis S. V. Taen. 15(5.
Graminis L. Char. 126.
Grisealis S. V. Zancl. 184.
Grisescens Tr. Agr. 122.
Heliaca S. V. Hei. 176.
Helvetina Bsd. Agr. 121.
Hepatica S. V. Had. 14:t.
Herbida S. V. Agr. 125.
Humilis S. V. Orth. 1611.
Hyperborea Zetterst. Agr. 116.
Hyperici S. V. Chloan. 145.
Janthina S. V. Agr. 114.
Jaspidea Vill. Val. 138.
Illustris Fab. Plus. 171.
lllyrica Frr. Had. 143.
Imbecilla Fab. Myth. 151.
Iinpura Hb. Leuc. 14iJ.
lufesta Tr. Had. 142.
Iiigrie-a H.-S. Xyl. 165.
Iiistabilis S. V. Taen. 156.
Interrogationis L. Plus. 174.
Jota L. Plus. 173.
(Var. Percontationis Tr. 173).
(Var. Inscripta Bsp. 173).
Jurassica R.-S. Car. 152.
L. albura L. Leuc. 150.
Lactucae S. V. Cuc. 168.
Laevis Hb. Orth. 161.
Larabdea Fab. Xyl. Var. Ziuukeiiii
Tr. 165.
Lapidea Hb. Xyl. Var. Sabinae
Hb. 105.
Latens Hb. Agr. 122.
Lateritia Hufn. Had. 141.
Leporina L. Acron. 110.
Leucogaster Frr. Agr. 119.
Leucographa S. V. Paehn. 156.
Leucomelas Hb. Aed. 175.
Lencopbaea S. V. Mam. 127.
Libatrix L. Scol. 164.
Ligula Esp. Orrh. 163.
(Var. Polita Hb. 163).
(Var. Subspadicea Stgr. 163).
Ligustri L. Acron. 112.
Linariae S. V. Cal. 167.
Linogrisea S. V. Agr. 114.
Lithargyrea Esp. Leuc. 150.
Lithorhiza Tr. Xyl. 167.
Lithoxylea S. V. Had. 141.
Litura L. Orth. 161.
Loreyi Dup. Leuc. 150.
Lota Gl. Orth. 1.59.
Loudeti Bsd. Eut. 178.
Lucernea L. Agr. 120.
Lucifuga S. V. Cuc. 16S.
Lucipara L. Eupl. 146.
Lucipeta S. V. Agr. 121.
Luctuosa S. V. Ac. 178.
Ludifica L. Diphth. 113.
Lunaris S. V. Pseud. 181.
Lusoria L. Tox. 183.
Luteago S. V. Dianth. 132.
Lutuleuta S. V. Apor. 135.
Lychuitidis Rmb. 168.
Macilenta Hb. Orth. 160.
Maguolii Bsd. Dianth. 133.
Maillardi Hb. Had. 140.
Margaritacea Blth. Agr. HO.
Marginalis Fab. Char. 17s.
Marmorosa Bkh. Main. 130.
Maura L. Mau. 147.
Megacephala L. Acron. 111.
Melanopa Thunb. An. 176.
(Var. Tristis Hb. Rupestralis
Hb. 176).
Menyanthidis View. Acron. 111.
Merckii Bsd. Xyl. 165.
Meticulosa L. Brot. 146.
Mi CL Eucl. 180.
Micacea Esp. Hydr. 147.
Miniosa S. V. Taen. 155.
Modesta Hb. Plus. 172.
Moneta Fab. Plus. 171.
Morpheus Hufn. Car. 151.
Multangula Hb. Agr. 119.
Munda S. V. Taen. 156.
Musiva Hb. Agr. 120.
Mya Hb. Plus. 173.
Myrtilli L. An. 175.
Nebulosa Hufn. Mam. 12s.
(Nervosa S. V. Lim. HO).
Ni Hb. Plus. 174.
Nictitans Bkh. Hydr. 147.
(Var. Lucens Frr. 147).
Nigricans L. Agr. 123.
Nigrita Bsd. An. 176.
Nitida S. V. Orth. 160.
Notha Hb. Breph. 187.
Nubeculosa Esp. Ast. 167.
Nupta L. Cat. 181.
Nyctheraera Hb. Agr. 12(i.
Obelisca S. V. Agr. 124.
Obesalis Tr. Hyp. 187.
Obsoleta Hb. Leuc. 140.
Occulta L. Agr. 126.
Ocellaris Bkh. Xanth. 162.
(Var. Lineago 6n. 162).
Ocellina S. V. Agr. 119.
Ochreago Hb. Hipt. 157.
Ochroleuca S. V. Had. 140.
Oleagina S. V. Val. 138.
Oleracea L. Mam. 129.
Ononidis S. V. Hei. 177.
Oo L. Dicycl. 157.
Ophiogramma Esp. Had. 144.
Opima Hb. Taen. 156.
Orichalcea Esp. Plus. 172.
Orion Esp. Mom. 113.
Oxalina Hb. Mes. 157.
Oxyacanthae L. Mis. 138.
Paleacea Esp. Cosm. 158.
Pallens L. Leuc. 149.
Palustris Hb. Car. 153.
Paranympha L. Cat. 182.
Parthenias L. Breph. 187.
Pastinum Tr. Tox. 183.
Paula Hb. Talp. 179.
Peltiger S. V. Hei. 177.
Perflua Fab. Amph. 155.
Perla S. V. Bryoph. 113.
Perplexa S. V. Dianth. 134.
Persicariae L. Mam. 129.
(Var. Unicolor Stgr. 129).
Perspicillaris L. Cloanth. 145.
Petasitae Doub. Hyd. 147.
Petrificata S. V. Xyl. 164.
Petrorhiza Bkh. Rhiz. 145.
Phragraitae Hb. Cal. 148.
Pinastri L. Dipt. 144.
. Piniperda Panz. Pan. 156.
Pistacina S. V. Orth. 160.
(Var. Canaria Esp. 160).
(Var. Serina Esp. 160).
(Var. Rubetra Esp. 16u|.
Platinea Tr. Had. 140.
Platyptera Esp. Cal. 167.
Plecta L. Agr. 119.
Polygona S. V. Agr. 114.
Polymita L. Pal. 136.
Polyodon L. Had. 141.
Polygramma Bsd. Talp. 178.
Popularis Fab. Neur. 126.
Populeti Fab. Taen. 155.
Porphyrea S. V. Agr. 114.
Praecox L. Agr. 125.
Proboscidalis L. Hyp. 187.
Promissa S. V. Cat. 182.
Pronuba L. Agr. 115.
(Var. Innuba Tr. 115).
Prospicua Bkh. Pol. 146.
Protea S. V. Dryob. 137.
Proxima Hb. Dianth. 132.
Psi L. Acron. 111.
Pteridis Fab. Er. 145.
Pudoriua S. V. Leuc. 148.
PueUa Esp. Breph. 188.
Puerpera Giorn. Cat. 182.
Pulchrina Haw. Plus. 173.
Pulla S. V. Scot. 166.
Pulraonaris Esp. Car. 152.
Punctosa Tr. Leuc. 149.
Punicea Hb. Agr. 115.
Puta Hb. Agr. 123.
Putris L. Agr. 121.
Pyralina S. V. Cal. 158.
Pyramidea L. Amph. 154.
Pyrophila S. V. Agr. 129.
Radiosa Esp. Chloan. 145.
Ramosa Esp. Lith. 167.
Raptricula Hb. Bryoph. 112.
(V.ar. Deceptricula Hb. 112)
Ravida S. V. Agr. 115.
Ravula Hb. Bryoph. 112.
Rectangula S. V. Agr. 119.
(Var. Andereggii Bsd. 119).
Rectilinea Esp. Hyp. 1 14.
Recussa Hb. Agr. 123.
Respersa S. V. Car. 152.
Retnsa L. Plast. 1.59.
Rhi/.olitha Fab. Xyl. 1(i5.
Rhomboidea Tr. Agr. 117.
Rostralis L. Uyp. 186.
Rubi View. Agr. 118.
Rubiginea S. V. Orrh. 164.
Rubricosa S. Y. Pachn. 157.
444
Register der Arten.
Rubrirena Tr. Had. N).
Rufina L. Orth. 100.
Rufocincta Hb. Pol. i:iO.
(Var. Mucida Gn. I:t0).
Rumicis L. Acron. 112.
Rurea Fab. Had. 142.
(Var. Alopeiurus E.-p. 142).
Sagittifera Hb. Agr. 120.
Salit-alis S. V. Mad. 185.
Saliceti Bkh. Ckoe. 159.
Santolinae Rmb. Cnc. 160.
Santonici Hb. Cuc. 100.
(Var. Odorata (in. 160).
Saponariae Bkh. Main. 131.
SateHitia L. Scop. 164.
Satura S. V. Had. I:i0.
Saiicia Hb. Agr. 124.
(Var. Margaritosa Haw. 124).
Scirpi Dup. Leuc. 140.
Scita Hb. Habr. 146.
Scolopacina Esp. llad. 142.
Scrophulariae S. V. Cuc. 16S.
Segetum S. V. Agr. 124.
Seiini Bsd. Car. 1.52.
Semibrunnea Haw. Xyl. 104.
Senna Hb. Agr. 115.
Serena S. V. Mam. 132.
Sericealis Scop. Riv. 1S7.
Serotina 0. Orrh. I(i2.
Serratiliuea Tr. Mam. 127.
Sigma S. V. Agr. 114.
Signifera S. V. Agr. 121.
Silene S. V. Orrh. 163.
(Var. Immaculata Stgr. 163).
Simplonia Hb. Agr. 122.
Sincera Hb. Agr. Var. Rhaetica
Stgr. 116.
Sobrina Bsd. Agr. 115.
(Var. Gruneri Gn. 115).
Solidaginis Hb. C'al. 166.
Speciosa Hb. Agr. 117.
(Var. Obscura Frey 117).
Spectrum Esp. Spin. 183.
Spoliatricula S. V. Bryoph. 113.
(Var. Degener Esp. 113).
Sponsa L. C'at. 182.
Stabilis S. V. Taen. 155.
Stramiuea Tr. Leuc. 149.
Strigilis Cl. Had. 144.
(Var. Latruncula S. V. 144).
(Var. Aethiops Haw. 144).
Strigosa S. V. Acron. 111.
Suasa S. V. Mam. 128.
Sublustris Esp. Had. 142.
Subsequa S. V. Agr. 115.
Subtusa S. V. Plast. 159.
Suda Hb. Pol. 137.
Suffu.sa S. V. Agr. 124.
Sulphurea S. V. Agr. 180.
Superstes Tr. Car. 153.
Suspecta Hb. Dys. 158.
(Tanaceti S. V. Cuc. 160|.
Taraxaci Hb. Car. 15:t.
Tarsicrinalis KnocU. Zanc. 185.
Tarsipennalis Tr. Zanc. 184.
Tarsiplumalis Hb. Zanc. 184.
Tempil Thunb. Das. 167.
Tenebrosa Hb. Rus. 154.
Tentaculalis S. V. Herrn. 185.
(Var. Modestalis v. Heyd. 185).
Tephroleuca Bsd. Dianth. 133.
Testacea S. V. Apam. 139.
Tetra Fab. Arapb. 154.
Texta Esp. Lup. 139.
Thalassina Hufn. Mam. 128.
Thapsiphaga Tr. Cuc. 168.
Tincta Brahm Mam. 127.
Tragopogonis L. Amph. 154.
Trapezina L. Cal. 158.
(Treitschkii Bsd. Mam. 130).
Triangulum Hufn. Agr. 110.
Trideus S. V. Acron. 111.
Trilinea S. V. Gram. 151.
Triplasia L. Plus. 170.
Trilici L. Agr. 123.
(Var. Eruta Hb. 123).
(Var. Aquilina S. V. 123).
Trux Hb. Agr. 124.
Turca L. Leuc. 151.
Turfosali.s Wo. Thol. 187.
Typhae Esp. Non. 148.
Typica L. Man. 147.
Umbratica L. Cuc. 168.
Unanimis Tr. Had. 143.
Unca S. V. Er. 179.
Urticae Hb. Plus. 170.
Vaccinii L. Orrh. 163.
(Var. Spadicea S. V. 163).
(Var. Mixta Stgr. 163).
Valligera S. V. Agr. 125.
Venustula Hb. Er. 179.
Verbasci L. Cuc. 167.
Veronicae Hb. Orrh. 163.
Vetula Dup. Ammoc. 136.
Vetusta Hb. Cal. 165.
Viciae Hb. Tox. 183.
Virens L. Lup. 130.
Vitellina Hb. Leuc. 150.
Vitta Hb. Agr. 124.
Xauthographa S. V. Agr. 117.
Xanthomista Hb. Pol. 136.
(Var. Nivescens Stgr. 136).
Xerampelina Hb. Cirr. 1,50.
(Var. Uuicolor Gn. 150).
Ypsilon S. V. Dys. 158.
Zeta Tr. Had. 140.
V. Geometriden,
Abiotaria tS. V. Bna. 200.
Absinthiata Cl. Eup. 247.
Aceraria S. V. Anis. 206.
Adustata S. V. Abr. 100.
Adveuaria Hb. Ep. 2(il.
Aemulata Hb. Cid. 241.
Aescularia S. V. Anis. 207.
Aestivaria Hb. Nem. Is!).
Affinitata Steph. Cid. 236.
(Var. Turbaria Steph. 236).
Alaudaria Frr. Cid. 234.
Albicillata L. Cid. 235.
Albipuuctata Haw. Eup. 217.
Albulata S. V. Cid. 237.
Alchemillata S. V. Cid. 234.
AlchemiUata L. Cid. 236.
Alniaria S. V. Eug. 201.
Alpicolaria H.-S. Cid. 23).
Alpinata S. V. Psod. 215.
Alpinus Sulz. Bist. 207.
Alternata S. V. Mae. 205.
Alticolaria Mann. Psod. 214.
Amataria L. Tim. 198.
Ambiguata Dup. Gnoph. 212.
Andereggiaria Lah. Gnoph. 214.
Angularia S. V. Eug. 201.
iVar. Infuscata Stgr. 201).
Angularia Thunb. Boa. 200.
Apiciaria S. V. Ep. 204.
Aptata Hb. Cid. 227.
Aquata Hb. Cid. 240.
Artesiaria S. V. Diast. 217.
Assimilaria Gn. Eup. 247.
Atomaria L. Em. 216.
(Var. Unicoloraria Stgr. 216).
Aurantiaria Esp. Hib. 206.
Aureolaria S. V. Acid. 100.
Auroraria Bkh. Acid. 191.
(Austriacaria H.-S. Cid. 228).
Aversata L. Acid. 193.
(Var. Spoliata Stgr. 193).
Badiata S. V. Scot. 223.
Bajaria S. V. Hib. 206.
Bajularia S. V. Phor. 188.
Berberata S. V. Cid. 239.
Bergunensis Z. Eup. 246.
Betularia L. Amph. 208.
Bilineata L. Cid. 2t'>.
Bipunctaria S. V. Orth. 220.
Bisetata Hufn. Acid. 102.
Blandiata S. V. Cid. 237.
Boreata Hb. Cheim. 222.
ßrumata L. Cheim. 222.
Brunneata Thunb. Hai. 217.
Bupleuraria S. V. Thal. 189.
Caelibaria H.-S. Gnoph. 214.
Caesiata S. V. Cid. 231.
(Var. Annosata Zetterst. 231).
Calabraria Z. Pell. 108.
Cambrica Curt. Cid. 220.
Campanulata H.-S. Eup. 247.
Candidata S. V. Cid. 237.
Capitata H.-S. Cid. 239.
Capreolaria S. V. Num. 2U0.
Cararia Hb. Steg. 200.
Caricaria Reutti Acid. 195.
Castigiata Hb. Eup. 246.
Cauchyata Dup. Eup. 245. .
Centaureata S. V. Eup. 241.
Certata Hb. Euc. 223.
Cervinata S. V. Orth. 21'.t.
Chaerophyllata L. Odez. 220
Clienopodiata L. Cid. 210.
Cinctaria S. V. Boa. 208.
Cineraria S. V. Tephr. 211.
(Var. Carieraria 11. -S. 21 1|
Clathrata L. Phas. 217.
Register der Arien.
41.-)
(Coarctata Fab. Orth. 2l!l)-
Consoiiaria Hb. Boa. 21U.
t'onspicuata S. V. Fid. 21G.
C'onsortaria Fab. Boa. 209.
(Consobriiiaria Bkh. Boa. 20!)).
Conterminata Z. Eup. 24s.
Contiguaria Hb. Acid. 191.
C'oracina Ksp. Psod. 215.
Corouata Hb. Enp. 243.
Oorylata Thuub. Cid. 2J9.
(-'rataegata L. Rum. 2o4.
Cremiaria Fir. Teplir. 211.
C'iepuscularia S. V. Boa. 210.
t'upressata Hb. Cid. 226.
Cyanata Hb. Cid. tXl.
Cythisaria S. V. Pseud. I^s.
Uealbata L. Soor. 21S.
Debiliata Hb. Eup. 243.
Decolorata Hb. Cid. 238.
Decorata S. V. Acid. 190.
Defoliaria Cl. Hb. 206.
Dentaria Hb. Odont. 202.
Derivata S. V. Cid. 239.
Didymata L. Cid. .29.
(Digitaliaria Dietze Eup. 1\1\.
Dilucidaria S. V. Gnopb. 21 l.
Dilntaria Hb. Acid. 193.
Üilutata S. V. Cid. 231.
(Var. Obscurata Stgr. 231).
Dimidiata S. V. Acid. 191.
Iiistinctaria H.-S. Eup. 24S.
Diversata S. V. Plos. 2oj.
Dülabraria L. Eur. 20;5.
Hotata L. Cid. 224.
Dubitata L. Triph. 222).
(Var. Cinerata Steph. 222).
Elinguaria L. Croe. 203.
Elutata Hb. Cid. 238.
(Var. Fuscoundata Steph. 238).
(Var. Infuseata Stgr. 23S).
Emarginata L. Acid. 193.
Erosaria S. V. Eng. 202.
(Var. Quercinaria Bkh. 202|.
Küphorbiata S. V. Min. 220.
(Var. Cinerearia Bsd. 220).
(Var. Cyparissiaiia Mann 22(i).
(Var. Monüchroaria H.-S. 220).
Exanthemata Scop. C'ab. 200.
Exiguata Hb. Enp. 248.
(Expallidata Gn. Enp. 248).
Extersaria Hb. Boa. 210.
(Extraversaria H.-S. Eup. 248).
(FenestreUa Mill. Enp. 249).
Ferrngata Cl. Cid. 231).
(Var. Spadicearia S. V. 230).
Firmata Hb. Cid. 227.
Flaveolaria Hb. Acid. 190.
Flavicinctaria Hb. Cid. 231.
Flnctuata L. Cid. 229.
(Var. Sempionaria Riitz. 229).
Flnviata Hb. Cid. 2:!1.
Frustata Tr. Cid. 233.
(Var. Fnlvocinctata Eainb. 233).
Fulvata IIb. Cid. 22.5.
Fnmata Steph. Acid. 195.
Funerata Hb. Cid. 236.
Fnrvata S. V. Gnoph. 211.
Fusca Thunb. Pygm. 215.
Galiata S. V. Cid. 234.
Gilvaria S. V. Asp. 21 S.
Glabraria Hb. Boa. 210.
Glarearia S. V. Phas. 217.
Glaucinaria Hb. Gnoph. 212.
(Var. Falconaria Frr. 212).
(Var. Snpinaria Mann 212).
Graphata Tr. Enp. 245.
Grussulariata L. Abr. 198.
Hastata L. Cid. 235.
(Var. Subhastata v. Nolck. 2351.
Helveticaria Bsd. Eup. 240.
(Var. Arcenthata Frr. 210).
Heparata S. V. Cid. 238.
Hexapterata S. V. Lob. 222.
Hippocastanata Hb. Pach. 211.
Hispidarins S. V. Bist. 207.
Hirtarius Cl. Bist. 208.
Holosericeata Dup. Acid. 193.
Honoraria S. V. Metr. 201.
Horridaria S. Y. Psod. 215.
Hydrata Tr. Cid. 2t7.
Illunaria Hb. Sei. 202.
Illnstraria Hb. Eng. 202.
(Hlybaria Hb. Cleog. 218).
Imitaria Hb. Acid. 196.
Imraanata Haw. Cid. 226.
Immorata L. Acid. 194.
Imraundata Z. Eup. 245.
Imnintata L. Acid. 195.
Impluviata S. V. Cid. 239.
Incanaria Hb. Acid. 191.
(Var. Paleaceata Gn. 191).
(Var. Calcearia Z. 191).
(Var. Bischoffiaria Hb. 191).
Incultaiia H.-S. Cid. 233.
lucursata Hb. Cid. 229.
(Var. Monticolaria H.-S. 229).
Indigata Hb. Eup. 248.
Infldaria Lah. Cid. 231.
(Var. Primordiaria Rä. 231).
Innotata'Hufn. Eup. 244.
Inornata Haw. Acid. 193.
(Var. Deversaria H.-S. 19:!).
Insigüiata Hb. Eup. 211.
Irriguata Hb. Enp. 241.
Isograramaria H.-S. Enp. 24-^.
Juniperata L. Cid. 220.
Kollariaria H.-S. Cid. 22s.
(Var. Laetaria I-ah. 22s).
Lactearia L. .Tod. 190.
Laevigaria Hb. Acid. 192.
Lanceata Hb. Eup. 249.
Lapidata Hb. Cid. 240.
Lapponarius Bsd. Bist. 207.
Laquearia H.-S. Eup. 242.
Lariciata Frr. Enp. 248.
Leucophaearia S. V. Hib. 206.
Lichenaria Hufn. Boa. 210.
Lignstrata S. V. Cid. 230.
Linariata S. V. Eup. 242.
Literata Donov. Cid. 227.
Litigiosaria H.-S. Acid. 191.
Liturata L. Mac. 205.
(Livinaria Lah. Cid. 230).
Lobnlata Hb. Lob. 221.
Lotaria Bsd. Cid. 228.
Lnctnata Hb. Cid. 236.
Lngubrata Stgr. Cid. 235.
Lunaria S. V. Sei. 202.
(Lnridata Z. Acid. 194).
(Var. Confinaria H.-S. 194).
Lnteata S. V. Cid. 238.
Macilentaria H.-S. Acid. 190.
Macularia L. Ven. 204.
(Var. Quadrimaculata Hatch. 204).
(Var. Fuscaria Stgr. 204).
Magnata Mill. Enp. 240.
Margaritaria L. Metr. 201.
Marginata L. 199 .
(Var. Naevaria Hb. !'I9).
(Var. Pollutaria Hb. 199).
Marginepunctata Göze Acid. 194.
Marniorata Hb. Lygr. 224.
Melanaria L. Rhyp. 198.
Mensuraria S. V. Orth. 219.
Miaria S. V. Cid. 227.
Miata L. Cid. 226.
Millefoliata Roessl. Enp •J4:J.
Minorata Tr. Cid. 237.
Modicaria Hb. Enp. 2 14.
Moeniata Scop. Orth. 219.
Mollugiiiata Hb. Cid. 230.
Moniliata S. V. Acid. 191.
Montanata S. V. Cid. 229.
(Var. Fuscomarginata Stgr. 229).
Montivagata Dup. Enc. 223.
Mncidaria Hb. Gnoph. 212).
(Var. Grisearia Stgr. 212).
Multistrigaria Haw. Cid. 22s.
Munitata Hb. Cid. 227.
Mutata Tr. Acid. 194.
Nanata Hb. Enp. 244.
Nebnlata Tr. Cid. 232.
(Var. Achroraaria Lah. 232).
Nemoraria Hb. Acid. 195.
Nepetata Mab. Enp. 244.
Nobiliaria H.-S. Cid. 232.
Notata L. Mac. 205.
Nyctheraeraria Hb. Hein. 208.
Obfuscaria Hb. Gnoph. 213.
(Var. Canaria Hb. 213).
Obliquaria S. V. Ches. 221.
Obscuraria Hb. Gnoph. 211.
(Var. Argillacearia Stgr. 211).
(Var. Calceata Stgr. 211).
OceHata L. Cid. 225.
Ochreata S. V. Acid. 190.
Olivata S. V. Üb. 227.
Omicronaria S. V. Zon. 197.
Ononaria Fuessl. Apl. 21 S.
Operaria Hb. Gnoph. 214.
Orbicularis Hb. Zon. 197.
Ornata Scop. Acid. 190.
Osseata S. V. Acid. 193.
Pallidata S. V. Acid. 192.
Palndata Thnnb. An. 221.
446
Register der Arien.
(Var. Inil)utata Hb. 221).
Palumbaria S. V. Orth. 219.
Pantaria L. Abr. 19S.
Papilionaria L. Geoiii. 188.
Parallelaria S. V. Ep. 204.
Pendularia Cl. Zon. 196.
Pennaria L. Him. 203.
Permutataria Hb. Steg. 200.
Perochraria F.-R. Acid. 190.
Perver.saria Bsd. Bo. 208.
Petiaria Hb. Phas. 217.
Pieata Hb. Cid. 234.
Picearia Hb. Fid. 215.
Pictaria Curt. Bapt. 199.
Pilosai-ia S. V. Phig. 207.
Piniarius L. Bup. 21C.
Piperata Steph. Eup. 243.
(Var. Obrutaria H.-S. 243).
(Var. Aequistrigaria Stgr. 243).
Plagiata L. An. 220.
Plumaria S. V. Sei. 216.
Plumbeolaria Haw. Eup. 24.').
Plumistravia Vill. Eur. 216.
Plumularia Frr. Lytb. 218.
Polycommata S. V. Lob. 221.
Polygrammata Bkh. Cid. 240.
Pomonarius Hb. Bist. 207.
Populata L. Lygr. 224.
Porata Fab. Zon. 197.
Povrinata Z. Nem. 189.
Praeformata Hb. An. 220.
Primulata Mill. Eup. 240.
Procellata S. V. Cid. 235.
Prodromavius S. V. Bist. 2os.
Progemmaria Hb. Hib. 206.
Propugnata S. V. ('id. 23(t.
Prosapiavia L. Ell. 201.
(Var. Prasinaria Hb. 201).
Prunaria L. Ang. 203.
(Var. Corylaria Tliunb. 203).
Prunata L. Lygr. 224.
Psittacata S. V. Cid. 226.
Pullata S. V. Gnoph. 212.
(Var. Impeotinata Gn. 212).
Pulveraria L. Num. 200.
Pumilata Hb. Eup. 249.
Punctaria L. Zon. 197.
(Var. Ruftciliaria H.-S. 197).
Punctata Tr. Acid. 195.
Punctularia Hb. Boa. 210.
Pupillaria Hb. Zon. 197.
(Var. Gyrata Hb. 197).
Purpuravia L. Lytb. 219.
Pusaria L. Cab. 200.
(Var. Hiitundaria Haw. 200).
Pusillaria Hb. Acid. 192.
Pusillaria S. V. Eup. 242.
Putata L. Jod. 190.
Pygmaearia Hb. Acid. 190.
Quadrifasciaria Tr. Cid. 230.
ßcctangulata L. Eup. 243.
(Var. Subaorata Hb. 243).
(Var. Nigrosericcata Haw. 213).
Rcnnitaria 111). Acid. 195).
ßepandala L. Hoa. 209.
Respersaria Hb. Gnopb. 211.
Reliculata S. V. Lygr. 224.
Rhamnata S. V. Scot. 223.
Rhomboidaria S. V. Boa. 208.
Riguata Hb. Cid. 233.
Rivata Hb. Cid. 234.
Roboraria S. V. Boa. 209.
(Roraria Fab. Fid. 216).
Rubidata S. V. Cid. 240.
Rubiginata S. V. Cid. 225.
Rubricaria S. V. Acid. 194.
Rufaria Hb. Acid. 190.
Rupestrata S. V. Cid. 233.
Rupicapraria S. V. Hib. 200.
Russata S. V. Cid. 2 26.
(Var. Perfuscata Haw. 226).
Rusticata S. V. Acid. 192.
(Var. Vulpinaria H.-S. 192).
Sabaudiata Dup. Tripb. 222.
Sabinata Hb. Lob. 221.
Sagittata Fab. Cid. 240.
Salicata Hb. Cid. 228.
(Var. Podevinaria H.-S. 228).
(Var. Ruficinetaria Gn. 228).
(Var. Probaria Z. 228).
Sambucaria L. Urapt. 203.
Satyrata Hb. Eup. 245.
Scriptaria H.-S. Eup. 245.
Scripturata Hb. Cid. 233.
Secundaria S. V. Boa. 208.
Sericeata Hb. Acid. 191.
Sorotinaria S. V. Gnoph. 213.
Sertata Hb. Lob. 221.
Se.xalata Vill. Lob. 222.
Signaria Hb. Mac. 205.
Silaceata S. V. Cid. 239.
(Var. Deflavata Stgr. 239).
Sitnulata Hb. Cid. 225.
Sinuata S. V. Cid. 234.
Smaragdaria Fab. Phor. 189.
Sobrinata Hb. Eup. 249.
Sodaliaria H.-S. Acid. 191.
Sordaria Thunb. Gnoph. 213.
(Var. Mcndicaria H.-S. 213).
Sparsata Tr. Coli. 241.
Sparti.ata Fuessl. Ches. 221.
Straminata Tr. Acid. 192.
Strigaria Hb. Acid. 195.
Strigilaria Hb. Acid. 196.
Strigillaria Hb. Asp. 218.
Strobilata Bkh. Eup. 242.
Subfulvata Haw. Eup. 244,
(Var. 0.xydata Tr. 244).
(Subnotata Hb. Eup. 242).
Succenturiata L. Eup. 214.
Subsericeata Haw. Acid. 192.
.Suffumata S. V. Cid. 230.
Sylvata S. V. Cid. 238.
Syringaria L. Per. 202.
Taeniata Stoph. (Jid. 226.
Taiiiari.sciata Frr. Eup. 244.
Tatninata S. V. Bapt. 199.
Testata L. Lygr. 224.
Tibialata Hb. Odez. 220.
Tcmorata S. V. Bapt. 199.
Tenebraria Esp. Das. 211.
(Var. Torvaria Hb. 214).
(Var. Wockearia Stgr. 214).
Tenuiata Hb. Eup. 245.
Tersata S. V. Cid. 240.
(Var. Exsoletaria H.-S. 240).
Tiliaria Bkh. Eng. 202.
Tinctaria Hb. Cleog. 217.
Togata Hb. Eup. 243.
Tophaceata S. V. Cid. 232.
Trepidaria Hb. Psod. 215.
Trigeminata Haw. Acid. 192.
Trilinearia Bkh. Zon. 197.
Trisignaria H.-S. Eup. 247.
Tristata L. Cid. 236.
Turbata Hb. Cid. 227.
Ulmata Fab. Abr. 199.
Umbellaria Hb. Acid. 196.
Undulata L. Euc. 223.
Unifasciata Haw. Cid. 237.
(Var. Aquilaria H.-S. 237).
Valerianata Hb. Eup. 245.
(Valesiaria Lab. Cid. 232).
Variata S. V. Cid. 225.
(Var. Obeliscata Hb. 225).
(Var. Stragulata Hb. 225|.
Variegata Dup. Gnopb. 213.
Venosata Fab. Eup. 242.
Veratraria H.-S. Eup. 246.
Vern.aria Hb. Geoni. 188.
Vespertaria S. V. Cid. 229.
Vetulata S. V. Scot. 223.
Vibicaria Cl. PeH. 198.
Vicinaria Dup. Orth. 219.
Viretata Hb. Lob. 222.
Virgauroata Doubl. Eup. 247.
Viridata L. Nem. 189.
Vitalbata S. V. Cid. 240.
Vittata Bkh. Cid. 231.
Vulgata Haw. Eup. 247.
Wawaria L. Hai. 216.
Zelleraria Frr. Gnoph. 213.
Zonarius S. V. Bist. 207.
VI. Pyralo-Crambiden.
Abietella S. V. Di,.r. 273.
Achatinella Hb. Nyct. 278.
Adornatella Tr. Pemp. 275.
Advenella Zk. Myel. 278.
Aenealis S. V. Orob. 264.
Acrealis Hb. Var. Opacalis Hb.
Bot. 258.
Aothiopella Dup. As. 275.
(Var. Alpioolella Z. 275).
Abenella S. V. Hyp. 276.
Albofiiscialis Tr. Enn. 255.
(Var. (?) Minutalis Speyer 255).
Alienellus Zk. Cramb. 2C8.
Alpestralis Fab. Herc. 254.
Alpinalis S. V. Bot. 258.
Alpinellus Hb. Cramb. 267.
Aml)igualis Tr. Scop. 251.
Anelhis S. V. Meli. 280.
Anguinalis Hb. Bot. 256.
Reeist er der Arten.
447
Angustalis S. V. Cled. 21!».
Argyrella S. V. Nepli. 274.
(Asiualis Hb. Bot. 260).
Atralis Hb. Hei. 253.
Anieliellus F.-R. Cramb. 272.
Austriacalis H.-S. Bot. 25S.
Binaevella Hb. Hom. 27S).
Bruiiuealis Tr. Cled. 249.
C'arnella L. Penip. 274.
(Var. Sanguinella Hb. 274).
Cembrae Haw. Scop. 2.')l.
CentuiieUa S. V. Scop. 2r>0.
Ceratoniae Z. Myel. 278.
CeruseUus S. V. Cramb. 2C7.
CespitaHs S. V. Bot. 257.
ChrysonucheHus Scop. C'ramb. 2f>!>.
Cilialis Hb. Bot. 2ti0.
Cingilella Z. Perap. 274.
Cingulata L. Bot. 256.
(Var. Vittalis Led. 256).
CinnamomeUa Dup. Ane. 27s.
C'olonella L. Aphon. 2SU.
(CombineUus S. V. Cramb. 271).
(Comparalis Hb. Teg. 255).
CorapositeUa Tr. Breph. 277).
Conohenus S. V. Cramb. 269.
(Var. EhombeHns Z. 26'.)).
Consociella Hb. Aerob. 277.
C'onvolutella Hb. Zopli. 279.
C'oulonellus Dup. C'ramb. 271.
Crataegella Hb. Scop. 25:i.
Cribrum S. V. Myel. 277.
(Cristella Hb. Trach. 277).
Crocealis Hb. Bot. 2(il.
(Crudella Z. Var. Luridat.'lla H.-S.
Myel. 278).
Culmellus L. Cramb. 272.
(Var. Obscurellns v. Hein. 272).
Cuprealis Hb. Agl. 250.
Cyanalis Lab. Bot. 262.
(Decorella Hb. Var. Germarella Zk.
Hyp. 276).
(DelieHus Hb. Cramb. 272).
Decrepitalis H.-S. Bot. 259.
Dentalis S. V. Odont. 255.
(Dignella Hb. Hyp. 276).
Dubitalis Hb. Scop. 251.
Dnmetelhis Hb. Cramb. 268.
Elutalis S. V. Bot. 262.
Elutella Hb. Eph. 279.
Falsellus S. V. Cramb. 269.
Farinali.s L. Asop. 250.
Farrella Ciirt. Episch. 270.
Ferrugalis Hb. Bot. 262.
Fimbrialis S. V. Asop. 250.
Flammealis S. V. End. 250.
Flavalis S. V. Bot. 259.
(Var. Lutealis Dup. 259).
FlaviciHella H.-S. Myel. 278.
Forflcalis L. Pion. 264.
Forficellus Tliunb. Schoenob 266.
Formosa Haw. Pemp. 274.
Frequentella Sta. Scop. 253.
(FulgideHus Hb. Cramb. 271).
(Fnlvalis Hb. Bot. 201).
Furcatellus Zetterst. Cr.amb. 271.
Fusca Haw. Pemp. 274.
Fuscalis S. V. Bot. 260.
Geniculeus Haw. Cramb. 272.
Glaucinalis L. Asop. 250.
(Grisella Fab. Acbr. 280).
Ilelveticalis H.-S. Herc. 254.
(Var. Lugubralis Led. 2.54).
Holosericealis Hb. Herc. 254.
Hortuellus Hb. Cramb. 268.
(Var. Cespitellus Hb. 268).
Hyalinalis Hb. Bot. 260.
Jantbinella Hb. Nepb. 274.
(Ingratella Z. Scop. 251).
Inquinatalis Z. Bot. 262.
Inquiiiatellus S. V. Cramb. 272.
luterpunctella Hb. Eph. 280.
Laetella Z. Scop. 252.
Lancealis S. V. Per. 265.
(Legatella Hb. Myel. 278).
Lemn-ita L. Catacl. 266.
(Lignella Hb. Hyp. 276).
Limbata L. ürob. 264.
Litbargyrellus Hb. Cramb. 273.
Litteralis S. V. Dias. 265.
(Lotella Hb. An. 279).
Lucellus Hb. Cramb. 208.
LuctiferelUis Hb. Cramb. 270.
(Var. Luctuellus H.-S. 270).
Luteellus S. V. Crainb. 272.
Maculalis Zetterst. Cramb. 26!).
Manifestella H.-S. Scop. 251.
Manualis Hb. Bot. 257.
Margaritalis S. V. Orob. 264.
Margaritellus Hb. Cramb. 270.
Marginea S. V. Cat. 270.
(Var. Auriciliella Hb. 276).
Melanella Tr. Hyp. 276.
Mellonella L. Call. 280.
Monticolalis Lab. Bot. 2.58.
Mucronellus S. V. Sc'hoenob. 267.
Murana Curt. Scop. 252.
Murinalis F.-R. Bot. 25s.
Jtyellus Hb. Cramb. 270.
MytileHus Hb. Cramb. 27(».
Nebnlalis Hb. Bot. 2.59.
Nebulea S. V. Hom. 279.
Nemoralis Scop. Agrot. 265.
Nigralis Fab. Bot. 255.
(Nitidalis v. Hein. Bot. 259).
(Niveus V. Hein. Acent. 266).
Noctuella S. V. Nom. 263.
(Numeralis Hb. Bot. 260).
Nycthemeralis Hb. Bot. 256.
Nympliaeata L. Hydroc. 266.
Öbductella F.-R. Pemp. 275.
Obtusella Hb. Aerob. 277.
Octomaculata L. Bot. 2.56.
Olivalis S. V. Bot. 202.
Ornatella S. V. Pemp. 275.
Palealis S. V. Euryc. 263.
Pallida Steph. Scop. 253.
Palnmbella S. V. Pemp. 275.
Pandaiis Hb. Bot. 2(i2.
(Var. Bergunensis Z. 2G2).
Pascu.aHs Z. Bot. 259.
Pascuellus L. Cramb. 267.
(Var. Scirpellus Lah. 267).
Perlellus Scop. Cramb. 273.
(Var. Warringtoniellus Sta. 273).
(Var. Rostellus Lah. 273).
Petrophila Standf. Scop. 252.
(Phaeoleuca Z. Scop. 251).
(Phragmitellus Tr. ChU. 267).
Pinguinali.s L. Agl. 2.50.
Pinetellus L. Cramb. 270.
(Politalis Hb. Orob. 204).
Polliualis S. V. Thren. 253.
Polygonalis Hb. Bot. 259.
(Var. Meridionalis Wo. 259).
Porphyralis S. V. Bot. 250.
Praegalliensis Frey Hei. 253.
l'ratellus L. C'ramb. 268.
Prunalis S. V. Bot. 262.
Pulveralis Hb. Psam. 264.
Punctalis S. V. Sten. 265.
Punicealis S. V. Bot. 257.
Purpuralis L. Bot. 257.
(Var. Ostrinalis Hb. 2.57).
Pyramidellus Tr. Cramb. 271.
Pyreuaealis Dup. Cath. 2,53.
Radiellus Hb. Cramb. 271.
Repandalis S. V. Bot. 2t;o.
Resinea Haw. Scop. 152.
Rhenella Zk. Nepb. 273.
Rbododendralis Dup. Bot. 25s.
Rippertella Z. Euc. 276.
Roborella S. V. Neph. 273.
(Rorellus L. Cramb. 268).
Rosella Scop. Myel. 277.
Rubiginalis Hb. Bot. 261.
Rubrotibiella F.-R. Aerob. 277.
Rupestralis Hb. Herc. 254.
Rupicolalis Hb. Herc. 254.
Ruralis Scop. Bot. 263.
Sambucalis S. V. Bot. 261.
Sanguinalis L. Bot. 257.
Saxonellus Zk. Cramb. 272.
(Selasellus Hb. Cramb. 272|.
Silacealis Hb. Bot. 260.
Sinuella Fab. Hom. 279.
Sophiaiis Fab. Orob. 2ti4.
Sororialis v. Heyd. Bot. 259.
Speculalis Hb. Cramb. 270.
Spuriellns Hb. Cramb. 271.
Stachydalis Zk. Bot. 261.
Stagnata Donov. Hydroc. 265.
Sticticalis L. Euryc. 203.
Stramentalis Hb. Orob. 264.
Stratiotalis S. V. Parap. 2(10.
Suavella Zk. Myel. 278.
Subornatella Dup. Pemp. 275.
Sudetica Z. Scop. 252.
Sylvellus Hb. Cramb. 267.
Terebrella Zk. Euz. 279.
Terrealis Tr. Bot. 260.
Tristellus S. V. Cramb. 272. .
Truncicolella Sta. Scop. 252.
Tumidella Zk. Aerob. 277.
Turbidalis Tr. Euryc. 263.
448
Uee;ister der Arten.
Uliginosellus Z. Ciamb. 207.
Urticalis S. V. Eur. 255.
Valesialis Dup. Scop. 251.
(Var. Octonella Lah. 2.M).
(Var. Iraparella Lah. 251).
Verba.scalis S. V. Bot. 2ß1.
Verellus Zk. Cramb. 269.
Verticalis L. Euryc. 263.
Virescalis Gn. Euryc. 263.
Zerraattensis Frey Cramb. 2(ii>.
Zinckenella Tr. Et. 274.
VII. Tortriciden,
Abietana Hb. Ter. 2S2.
Abiegnana Dup. Steg. 327.
Abilgärdana Froel. Ter. 283.
(Var. Permutatana Dup. 2S3).
(Var. Nycthemerana Hb. 283).
Abrasana Dup. Sciaph. 2!t4.
Aceriana Dup. Steg. 324.
Acliatana S. V. Pentb. 310.
Acnminatana Z. Dicbr. 332.
Adspersana Hb. Ter. 284.
Aeraulana Schlaeger. Graph. 3l:i.
Aeneana Hb. ('om-h. 297.
Agilaua Teiigstr. Dicbr. :!:il.
Alber.sana Hb. Graph. 31 '.I.
Alpieolana Hb. Spbal. 291.
Alpiuana Tr. Dicbr. 330.
Auiandaua H.-S. Conch. :10I.
Ambiguana Froel. Concb. 300.
Ameriana Tr. Tort. 286.
(Amplana Hb. Carp. 323).
Andereggiaua Gn. Eud. 311.
Anti<iuana Hb. Penth. :!11.
Arbutana Hb. Penth. 305.
Arcuana L. Pentb. 3(iS.
Argyrana Hb. Pbthor. 32:1.
Artemisiana Z. Eud. 311.
Aspidiscana Hb. Graph. 318.
(Astrana Gn. Pentb. 306).
Augustana Hb. Steg. 327.
Aurofaseiana Mann Concb. 29s.
Badiana Hb. Couch. 298.
Badiana Ö. V. Phox. 329.
Baumanniana S. V. Conch. 298.
Berginanniana L. Tort. 2s9.
(Betuletana Haw. Penth. 30i).
Bifasciana Hb. Tort. 289.
(Bifasciana Haw. Penth. 310).
BUunana Haw. Graph. 315.
Bipunctana Fab. Pentb. 310.
Boscana Fab. Ter. 28!!.
Botrana S. V. Eud. 311.
Branderiana L. Penth. 300.
Brunnichiaua S. V. Graph. 318.
Bugnionana Dup. Dichr. 332.
Huoliana S. V. Ret. 302.
(Var. Pinicolana Doubl. 302).
(Cacaleana H.-S. Dichr. 332).
Caecana Schläger Graph. 320.
Caecimaculana Hb. Graph. 313.
Caflischiana Frey. Steg. 320.
Caligiuosaria Tr. Dichr. :i:iO.
Callosana H.-S. Conch. 290.
('ampoliliana S. V. Graph. 311.
Capreana Hb. Penth. 303.
Carduana Z. Conch. 300.
Caudana Fab. Khac. 281.
(Var. Emargana Fab. 281).
Cerasana Hb. Tort. 287.
Cespitana Hb. Penth. 310.
(Var. Flavipalpana H.-S. 310).
Charpentieriana Hb. Penth. 310.
Chry.«anthemana Dup. Sciaph. 293.
Cinnamomeana Tr. Tort. 287.
Cirsiana Z. Graph. 317.
Citrana Hb. Graph. 318.
Comitana S. V. Graph. 314.
Comparana Hb. Ter. 284.
Comptana Froel. Phox. 329.
(Var. Incomptana Lah. 329).
Confusana H.-S. Graph. 313.
(Coniferana Katzeb. Graph. 321).
Conwayana Fab. Tort. 289.
Consimilana Tr. Tort. 287.
Contaminana Hb. Ter. 285.
(Var. Dimidiana Froel. 285).
Conterminana H.-S. Graph. 318.
Corollana Hb. Graph. 320.
Coronillana Z. Graph. 322.
Corticana Hb. Penth. 303.
Corticana Hb. Stag. 325.
Corylana Fab. Tort. 287.
Cosmophorana Tr. Graph. 321 .
Costana Fab. Tort. 287.
Couleruana Dup. Graph. 314.
Crataegana Hb. Tort. 280.
Cristana S. V. und Var. Ter. 281.
Cruentana Froel. Conch. 296.
Cuphana Dup. Steg. 326.
Cyaneana P.-J. Ter. 283.
Daldorfiana Fab. Phthor. 324.
Dealbana Froel. Steg. 324.
Decimana S. V. Conch. 298.
Decretana Tr. Tort. 286.
Delitana F.-R. Steg. 325.
Demarniana P.-R. Graph. 314.
Derasana Hb. Phox. 329.
Deutschiana Zetterst. Conch. 298.
Dimidiana Sod. Penth. 304.
Diminutana Haw. Phox. 328.
Dipoltana Tr. Conch. 297.
Dissimilana Tr. Graph. 316.
Distinctana v. Hein. Dichr. 331.
Diversana Hb. Tort. 28s.
Dorsana Fab. Graph. 322.
Dubitana Hb. Conch. 301.
Dumetana Tr. Tort. 287.
Duplana Hb. Ret. 301.
Duplicana Zetterst. Graph. 321.
Effractana Froel. Rhac. 281.
Ephippana Hb. Phthor. 323.
Ericetana H.-S. Steg. 326.
Euphorbiaua Frr. Eud. 311.
Expallidana Haw. Graph. 312.
Fagiglandana Z. Carp. 322.
Favillaceana Hb. Ter. 284.
Ferrujiana S. V. Tor. 285.
(Var. Tripunclaiui Hb. 285).
Fissaua Froel. Graph. :!21.
Flavana Hb. Tort. 291.
(Var. Icterana Froel. 291).
(Var. Intermediana H.-S. 291).
Flexana Z. Phthor. 324.
Fluctigerana H.-S. Phox. 328.
Foeneana Tr. Graph. 318.
Forsltäleana L. Ter. 285.
Forsterana Fab. Tort. 290.
Fuligana Hb. Penth. 305.
Funebrana Tr. Graph. 319.
(Geramiferana Tr. Graph. 320).
Germarana Hb. Phthor. 324.
Gentianana Hb. Penth. 304.
Gerningana S. V. Tort. 292.
Gigantana H.-S. Penth. 310.
Gilvicomana Z. Conch. 300.
Guomana Cl. Tort. 292.
Gouana L. Sciaph. 292,
Grandaevana Z. Graph. 312.
Graphana Tr. Graph. 313.
(Gratiosana Lah. Conch. 300).
Grotiana Fab. Tort. 291.
(Gruneriana H.-S. Dichr. 332).
Gundiana Hb. Graph. 321.
Hamana L. Conch. 296.
Harpana Hb. Phox. 328.
Harpeana Frey. Dichr. 331.
Hartmanniana L. Penth. 302.
Hastiana L. Ter. 281.
Hastiana Hb. Rhyac. 330.
Helveticana v. Heyd. Conch. 299.
Heparana S. V. Tort. 287.
(Var. Vulpisana H.-S. 2>i7).
Hepaticana Tr. Graph. 313.
Hercyniana Tr. Penth. 310.
llippophaeana v. Heyd. Ter. 282.
(Var. Ragazana v. Heyd. 282).
Histrionana Froel. 288.
Hohenwarthiaua S. V. Graph. :U:i.
(Var. Jaceana H.-S. 31:1).
Holraiana L. Ter. 285.
Ilumidana H.-S. Conch. 300.
Ilybridana Hb. Olind. 295.
(Var. Albulana Tr. 295).
(Var. Pedemontana Stgr. 29."i).
Hyemana Hb. Cheim. 295.
Hypericana Hb. Graph. 319.
Janthinana Dup. Copt. 323.
Immundana F.-R. Graph. 310.
Incana Z. Graph. 318.
Incarnatana Hb. Graph. 316.
Infidana Hb. Graph. 312.
Inopiana Haw. Tort. 288.
(luquiuatana Hb. Graph. 322).
Inundana S. V. Penth. 302.
(.lucundana Dup. Conch. 297).
Kindermanuiana Tr. Conch. 20!(,
Kochiana H.-S. Graph. 3l:{.
Lacuaana S. V. Penth. 309.
Laevigana S. V. Tort. 286.
Laharpana Lah. Graph. 312.
Lanceolana Hb. Aph. 311.
Lapideana H.-S. Penth. 305.
Latifasciana Haw. Ecc. 312.
Uei^isler dtM' Allen.
449
Lei'lieaiKi L. Tort. 2^8.
Ligulana H.-S. Dichr. 331.
Literaua L. Ter. 284.
(Var. Asperana S. V. 2S4).
Litliargyraua H.-S. Ter. 2S4.
Loderana Tr. Graph. 321.
Loefliiigiana L. Tort. 290.
(Var. Kftypana Hb. 290).
Logiana S. V. Ter. 2S2.
(Luaiia Lall. Phox. 329).
Lucivagaua Z. Penth. 309.
Luctuosana Dup. Graph. 317.
Lusana H.-S. Var. Dohrniaua H.-S.
Tort. 290.
(Maocaua Tr. Ter. 282).
Mediana S. V. Graph. 322.
Mendiculana Tr. Graph. 317.
Mercnriana Hb. Steg. 327.
Metallicana Hb. Penth. 200.
(Var. Irriguana H.-S. 206).
Metalliferana H.-S. Penth. 307.
(Micana Tr. Penth. 307).
(Microgrammana Steph. Graph. 320).
Ministrana L. Tort. 289.
Minutana Hb. Steg. 328.
Mirificana Frey Graph. 319.
Mitterbacheriaoa S. V. Phox. 328.
Mixtana Hb. Ter. 282.
Modicana Z. Graph. 313.
Monachana F.-R. Graph. 316.
Musculana Hb. Tort. 288.
Mussehliana Tr. Conch. 300.
Mygindana S. V. Penth. 305.
Myrtillaua Tr. Phox. 329.
Naevana Hb. Rhop. 330.
(Var. Geminana Steph. 330).
Manana Tr. Steg. 320.
Nebritana Tr. Graph. 319.
(Neglectana Dup. Steg. 324).
Nemorivaga Teugstr. Steg. 320.
Nigricana H.-S. Graph. 313.
Nigricostana Haw. Penth. 304.
(Var. Remyana H.-S. 304).
Nigromaculana Haw. Steg. 32-5.
Nisella Gl. Graph. 314.
(Var. Petrana Hb. 314).
(Var. Decorana Hb. 314).
Norieana H.-S. Penth. 304.
Notulana Z. Conch. 300.
Nubilana Hb. Sciaph. 294.
(Oblongana Haw. Penth. 301).
Ocellana S. V. Tmet. 324.
(Var. Lariciana Z. 324).
Ochreana Hb. Tort. 289.
(ichroleucana Hb. Penth. 3o4.
(ichseuheimeriana Z. Phthor. 323.
Olivana Tr. Penth. 308.
Ophthalraicana Hb. Graph. 315.
Üppressana Tr. Steg. 325.
Orobana Tr. Graph. 322.
Oxyacanthana H.-S. Tort. 289.
Pactolana Z. Graph. 321.
Pallidana Z. Conch. 300.
Palustrana Z. Penth. 307.
(Var. Mendosaua Lah. 307).
Frey, Lepuloptereu.
(Pascuana Hb. Sciapb. 294).
Penlileriana F.-R. Grapli. 315.
Penziana Hb. Sciaph. 'i9J.
(Var. Styriacana H.-S. [Candidana
Lah.) 293).
Perfusana Gn. Conch. 290.
Permixtana Hb. Lob. 312.
Petiverana Haw. Dichr. 330.
Phaleratana H.-S. Conch. 299.
Piceana L. Tort. 280.
Pilleriana S. V. Tort. 291.
l'inicolana Z. Steg. 325.
Pinivorana Hb. Ret. 301.
Plurabagana Tr. Dichr. 331.
Plumbana Scop. Dichr. 332.
Plumbatana Z. Phthor. 323.
Pomonana S. V. Carp. 322.
(Porphyrana Lah. Penth. 307).
Posterana Z. Conch. 301.
Pratana Hb. Sciaph. 292.
Prodroniana Hb. Tort. 292.
Profundana S. V. Penth. 302.
Proxiraana H.-S. Graph. 314.
Pruniana Hb. Penth. 303.
Punctulana S. V. Dol. 295.
Pupillana Cl. Graph. 318.
(P