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Full text of "Die Lepidopteren der Schweiz"

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LEPIDOPTEREN 



DER 



SCHWEIZ. 



/ 



VON 



PROFESSOR DR HEINRICH FREY. 



LEIPZIG, 

VERLAG VON WILHELM ENGELMANN. 

18S0. 



( 



C- 3 13 1345 



Alle Hechte vorbehaltev. 



^x 




HERRN 

PROFESSOR P. C. ZELLER 

IN STETTIN, 
DEM MELSTER. 



GEWIDMET 



VOM SCHULER UND FREUNDE 



IN ZÜRICH. 



Vor rode. 



Am Abend eines arbeitsreichen Lebens übergebe ich ein Buch der 
Oeflfentlichkeit, welches mir seit einem Menschenalter als zu erstrebendes 
Ziel vor der Seele schwebte. 

Als ich im Sommer 1849, in den sonnigen Tagen der Jugend, ein 
unermüdlicher Wanderer und passionirter Lepidopterologe, unser herrliches 
Land zum ersten Male durchstrichen hatte in weiter Ausdehnung , von 
den Glarner Bergen durch das Berner Oberland bis zur eisigen Pracht 
des Gorner Grates und den göttlichen transalpinen Seen, fasste ich den 
Plan, eine Lepidopteren-Fauna der Schweiz zusammen zu bringen. 

üoch indem ich jetzt dieses Buch zu veröffentlichen wage , wie 
sehr ist das Können hinter dem Wollen zurückgeblieben! Wie dürftig 
erscheint dem Verfasser die eigene Arbeit! 

Zu meiner Entschuldigung darf ich sagen : es waren eben nur spär- 
lich zugemessene Mussestunden , welche ich jenem Vorhaben widmen 
konnte, und in manchen Jahren anstrengendster Berufsarbeit haben sie 
gänzlich gefehlt. Und auch in der besten Zeit konnten nur hier und da 
einmal wenige Wochen des Hochsommers alpinen Forschungsreisen ge- 
widmet werden. Der Jura blieb mir fast fremd. 

Unsere schweizersche Landeskunde hat in den letzten dreissig Jahren 
beträchtliche Fortschritte gemacht und auch die Lepidopteren-Welt ist 
dabei nicht leer ausgegangen. 

Wir schweigen von den alten Anfangsarbeiten des achtzehnten Jahr- 
hunderts und von den Sammlern im Anfang des neunzehnten. 

Im Jahre 1S18 veröffentlichte Meisner, ein Deutscher, den ersten 
Versuch einer Macrolepidopteren-Fauna der Schweiz, eine für die damalige 
Zeit bedeutende Studie. 1S.j2 erhielten wir von Meyer-Dür .eine sehr 
tüchtige Bearbeitung der Tagfalter. Aus den fünfziger Jahren stammen 
dann die höchst sorgfältigen Monographien Laharpe's über die schweizer- 
schen Geometriden, Pyralo-Crambiden und Tortriciden. Leider hat unge- 
nügende Kenntniss deutscher Literatur, mangelhafte Sammlung und eine 
unglückselige Spezies-Jagd vieles hineingetragen, was man wegwünschen 
möchte. Die ICntwirrung hnt mir unendliche Mühe verursacht und ist 



VI Vorrede. 

leider nur theilweise gelungen, da man mit der Mittheilung Laharpe'scher 
Typen in Lausanne etwas ängstlich und zurückhaltend gewesen ist. Es 
folgen dann meine Arbeiten über die Tineen und Pterophoren der Schweiz. 

Aus den 70er Jahren liegen einzelne werthvolle Localfaunen von 
Täschler, Peyer-Imhof, Christ, Kiggenbach-Stehlin, Engster und als bei 
weitem bestes die Fauna von Bergün, durch P. C. Zeller geschrieben, 
vor. Vielleicht darf ich noch meine genauere Schilderung des Albula- 
passes anreihen. 

Zahlreiche Sammler des Landes haben mit bienenartigem Fleisse 
mittlerweile Material um Material angehäuft. 

Indessen wie weit sind wir noch hinter dem Ziele einer irgendwie 
genügenden schweizerschen Lepidopteren-Fauna zurück! 

Bringt auch vorliegendes Buch ein mächtiges Material , so wird — 
wir erhoffen es — nach einem Menschenalter ein befähigterer Forscher 
etwas Vollendeteres und Besseres liefern können. 

Unsere schweizerschen Lepidopterologen haben leider bisher aus einer 
der wichtigsten Fundgruben, aus der Larvenbeobachtung, zu wenig ge- 
schöpft und das Studium der Microlepidopteren gar sehr vernachlässigt. 

Man hat mich bei meiner Arbeit auf das Freudigste und Aufopferndste 
unterstützt, so dass ich den nachfolgenden Herren Lepidopterologen öffent- 
lichen Dank abzustatten verpflichtet bin. 

Ich nenne die Namen des Banquier Kiggenbach-Stehlin in Basel 
und der Sammelgenossen Knecht, Leonhart und Anderer, sowie des Dr. 
Christ daselbst, des Lehrers Wullschlegel im Aargau, Boll's, früher in 
Bremgarten (jetzt in Texas), des Pfarrers A. Rätzer (Ferenbalm, Gadmen, 
Siselen und Büren) im Canton Bern, sowie des Notars F. Jäggi in Bern 
und Guedat's in Tramelan am Berner Jura. Für Genf bin ich Frci- 
Gessner, dem Custos der dortigen entomologischeu Sammlung, für Wallis 
dem Insektenhändler 0. Anderegg zu grossem Danke verbunden. Höchst 
werthvolle Beiträge erhielt ich für Graubünden von meinen Freunden. 
Dr. E. Killias, Badearzt in Tarasp, und L. Caflisch, Advoeat, sowie-auch 
von L. Bazzigher in Chur , für St. Gallen durch den Photographen 
M. Täschler in St. Fiden. Manches von Interesse lieferten mir über den 
Thurgau. Pfarrer Engster in Dusnang, für Schaffhausen der früher dort 
lebende Apotheker Trapp: sowie endlich mein medizinischer College 
Professor G. Huguenin, Custos M. Paul und 11. Zeller-Doldcr, sämnitlich 
in Zürich, zu nennen sind. Ohne jene freundliche aufojjferude Beiliülfe 
hätte ich diese Arbeit nicht liefern können. 

Zürich. IT). Juni ISSO. 

H. Frey. 



Literatur-Verzeiclmiss mit den Abkürzungen. 

Wir übergelien die grösseren , zum Theii klassischen Werke , sowie die sonst alige- 
gemein bekannten Schriften und Arbeiten von Bergsträsser, Boisduvai, Bork- 
iiausen, Ciiarpentier, Clerck, Curtis, Donovan, Duponchel-Godart, 
E s p e r , E V e I' s m a n n , F a b r i c i u s , Fischer von R o e s i e r s t a m ni , F r e y e r , 
Froelich, Guenee, Hawortli, von Heinemann, H er r i ch-Schä ff er , von 
Heyden, Hühner, Laspeyres, Latreille, Lederer, Linne, Mi liiere, 
Nickerl, von Nolcken, Ochsenheimer und Treit schke , Pallas, Panzer, 
R a m b u r , R e u 1 1 i , R o e s s 1 e r , S c h i f f e r m i 1 1 e r (und Denis), S c o p o I i , Speyer, 
Stainton, Stephens, Tengström, Thunberg, von Tisch er, Walleng ren, 
Wood, Z e 1 1 e r , Z e 1 1 e i- s t e d t und Z i n c k e n . 

Wir verweisen hinsichtlich der genannten Schriften auf das allgemein verbreitete 
Buch von Stau dinger und Wocke, Catalog der Lepidopteren des europaischen Faunen- 
gebietes. Dresden 1871. Für genauere Nachweise bietet H agen , Bibliotheca entomo- 
logica, Leipzig 1862 und 1863, eine reichliche Fundgrube. 

Für unsere Schwe izersche Lepidopterenwelt übergehen wir die alten Arbeilen 
von Fucssly und Sulzer. Wir bezeichnen nur das WerthvoUere und Neuere. 

Meisner, C. F. A. Verzeichniss der bis jetzt bekannt gewordenen Schweizerschen 
Schmetterlinge. Naturwissenschaftlicher Anzeiger 1818, 1819, Bern. 

Meyer-Dür, L. R., Verzeichniss der Schmetterlinge der Schweiz (Abtheilung 1, 
Tagfalter). Neue Denkschriften der allgemeinen Schweizersclien Gesellschaft. 1853. 

Laharpe, J. C. de, Abhandlungen über Geometriden, Pyralo-Crambiden und Tor- 
triciden in der gleichen Zeitschrift 1853. 1855. 1858. 

Frey, H. Die Tineen und Pterophoren der Schweiz. Zürich 1856 (sowie zahlreiche 
Abhandlungen in der Linnaea entomologica, der Stettiner enfomologischen Zeitung und den 
Mittlieilungen der Schweizerschen entomologischen Gesellschaft). 

Dann die Lepidopteren des Albulapasses in Graubünden. Chur 1877, in dem .Jahres- 
bericht der naturforschenden Gesellschaft Graubündens. 

In Gemeinschaft mit Wullschlegel , J., die Sphingiden und Bonibyciden der 
Schweiz. Schweiz, entom. Zeitschr. Bd. 4, 187 4. 

Wullschlegel, Noctuinen der Schweiz. Gleiche Zeitschrift. Bd. 4. 1873. 

Peyerimhoff, H. de, Materiaux complementaires pour la Faune des Lepidöpteres 
de la Suisse. In den Mittlieilungen der Schweiz, ent. Zeitschr. Bd. 3. 1872. 

Täschler, M., Grundlage der Lepidopteren-Fauna der Kantone St. Gallen und 
Appenzell. St. Gallen 1869/70 und 1875/6 (aus den Verhandlungen der St. Gallischen 
natiu'wissenschaftlichen Gesellschaft). 

Riggenbach-S tehl i n , F., Die Macrolepidopteren der Bechburg, Schweiz, ent. 
Zeitschr. 1877. 

Zeller, P. G., Beiträge zur Lei)idopteren-Fauna des Ober-Albula, Stettiner entomo- 
logische Zeilschrift 1877 und 187S. 



VIII 



Literatur-Vorzeichniss mit den Abkürzungen. 



Christ, H., Uebcrsicht der um Basel gefundenen Tai^falter und Sjthinges. Basel 1877. 
Eugster, Anfänge zu einer Lepidopteren-Fauna des Tiiurgau. Frauenfeid 1879. 
CoulerU; L., Notes laissees sur les papilions u. s. w. (Bulletin de la Societö des 
Sciences naturelles de Neuchätel 1879). 

Für das angrenzende S tel vio-G e b ie t erwähnen wir: 

Wocke, M. F., die Lepidopteren-Fauna des Slilfser Jochs, 1875 und 1876 (Uebersicli- 
ten der Arbeiten der Schlesischen Gesellschaft für vaterländische Gullur). 

Für den Norden: 

Staudinger, 0., Reise nach Island, zu entomologischen Zwecken unteiiiommen. 
(Stett. ent. Zeitschr. 1837). 

Staudinger und Wock , Reise nach Finmarkeu. (Gleiche Zeitschr. 1861). 

Wocke, Ein Beitrag zur Lepidopteren-Fauna Norwegens. (Gleiche Zeitschr. 1864). 

Für Höhenbestimmungen bedienten wir uns der Dufour'schen Karte und des 
Werkes von J. M. Ziegler, Sammlung absoluter Hohen der Schweiz. Zürich 1853. 



Leider haben hinsichtlich der 
des Druckes stattgefunden. 

*Bazzigher = Baz. 
*Benteli = Beut. 
Bergsträsser = Bergstr. 
Boisduval = Bsd. 
Borkhausen = Bkh. 
*Catlisch = CatL 
Charpentier = Charp. 
Clerck = Gl. 
*Couleru = Coul. 
Curtis = Gurt. (p.). 
Donovan = Donov. 
Douglas = Dougl. 
Duponchel = Dup. 
Esper = Esp. 
Eversmann = Eversm. 
Fabricius = Fab 
Fischer von Roslerstamm = 

F.-R. 
Freyer = Frr. - 
Froelich = Froel. 
Guenee = Gn. 
*Gu6dat = Ge. 



Abkürzungen. 

selben im nachfolgenden Te.vte einige Unregelmässigkeiten 
Die mit einem * bezeichneten Namen beziehen sich auf 
schriftliche Mittheilunaen. 



Haworlh = Haw. 
Heinemann, von = v. Hein. 
Herrich-Schäffer = H.-S. 
Heyden, von = v. Heyd. 
Huebner = Hb. 
Hufnagel = Hufn. 
*Huguenin = Hug. 
*Jä2gi = Ja. 
*Killias = Kill. 
Laharpc, de = Lah. 
Laspeyres = Lasp. 
Latreille = Latr. 
Lederer = Led. 
Lefebvre = Lef. 
Linne = L. 
Meisner = Ms. 
Meyer-Dür = M.-D. 
Ochsenheimer = O. 
Peyerimhotr == P.-l. 
^Rätzer == Rä. 
Kam))ur = Rmh. 
Riggenbach-Stehlin = R.-S. 



*Rothcnbach = Rthb. 
Rottenburg = Rttb. 
SchilTermiller (und Denis) = 

S. V. 
Schneider = Schneid. 
Scopoli = Scop. 
Stainton = Sta. 
Staudinger = Stdgr. 
Stephens = Steph. 
Täschler = Tä. 
Tengströni af = Teiigstr. (p.;. 
Thunberg = Thunb. (p.). 
Tischer, von = Ti. 
Treilschke = Tr. 
Villiers = Vill. 
Wullschlegel = Wu. 
Zeller P. G. = Z. 
*Zeller-Dülder = Zell.-Dold. 
Zelterstedt = Zottersf. 
Zincken = Zk. 



Eiuleituiig. 



Ein geistvoller schvveizerscher iNalui'forsfhor, 11. Christ, sngt in einem 
schönen Buche') über unser Faunengehiet : »Eine Welt voll Gegensätzen 
und doch voll hannonisciier Schönheit ragt unser kleines Land an der 
(irenze Süd- und Mitteleuropas hervor, nicht durch i-auniliclie Austiehnung, 
aber durch einen Reichthuni von Erscheinungen . wie er auf so kleinem 
Räume nirgends sich »wieder bietet.« 

Gewiss, unser Faunengebiet ist ein kleines Land. Seine Abgren- 
zungen sind zum Theil unnatürliche. So wird der Rhein zweimal bei 
Basel und Schaflhausen von kleinen Landestheilen überschritten; die Ost- 
grenze ist eine ganz künstliche; westwärts springt ein Stück mit Prunt- 
rut weit vor, wie vom Nordosten her Yorarlbcrger Land sich eindrängt. 
Unsere Südgrenze fällt nur theilweise mit der Wasserscheide der Alpen 
zusammen. Darüber hinaus liegen die herrlichen Tessiner und Grau- 
bUndner Thäler, die eine Flora enthalten , w eiche sich erst beträchtlich 
weiter im Süden Italiens wiederholt. 

Von 23» 37' bis zu 28 o 9' 25" ragt von Westen nach Osten die 
Grenze, von 47 ^ 48' 30" bis zu 45 ^ 48' vom Norden zum Süden. 

Man berechnet den Flächenraum auf nur 752'/2 geographische Quadrat- 
meilen. 

Hiervon nehmen nach einer alleren Berechnung ein: 

Felsen, Gletscher uml bleibender Schnee'^; 83-/:j DMcilen. 

Seen und Flüsse 41Y(i 

Gebäude und Plätze 33 ','2 

Strassen und Wege 92 

Grundstücke aller Art 477^5 

Unsere Alpweiden ergeben etwas weniger als ^jz, der Gesanuntlläche, 
ungefähr 144 DMeilen. Noch immer, wenn auch arg und vielfaih in un- 
verzeihlichster Weise von Habsucht und bäuerlichem Unverstände verwüstet, 
bedeckt, namentlich im Gebirge, der Wald ein beträchtliches Areal. 

Wir erhalten ein um wenig geringeres Waldareal gegenüber der Aus- 
dehnung alpiner Grasflächen. Die Berechnung ergiebt 135 DMeilen Waldland 
gegenüber anderen Cullurländern allerdings ein ungünstigeres Yerhältniss). 

Indessen die Gesanuntmenge des dem Ackerl)au entzogenen Landes, 
der Alpen und Wälder, ist denn doch eine l)edeutende, ein für das 
Insektenleben nicht hoch genug zu schätzender Vortheil. 



1) Das Pflanzenleben der Schweiz. Zürich 1879. 

2) Die Schneegrenze lässt sich natiirlicii nur annäiicrnd beslimnien. \)\v Bruder 
Schlagin t WC i t nehmen für die Nordschweiz 8ä00 , l'ür die östlichen Centralalpcn 8300, 
für Wallis und die südlicheren Theile Graubündens 8520 — 8800 und südlich vom Monte 
Rosa 9500' an. 



X Einleitung. 

Denn vergleichen wir das dicht besetzte und zum Theil übervölkerte 
schweizersche Mittel land mit der nationalen künstlichen Wiesencultur, 
welciier Gegensatz ergibt sich hier ! Hier hat der Mensch das ursprüng- 
liche Geschelien der Natur tief heruntergedrückt und ihren alten Reich- 
thum fast vernichtet. Vergleiche man die reiche Insektenwelt der Cantone 
Wallis und Graul)ünden mit den armseligen Ueberresten , welche das 
Zürcher Landchen noch bewahrt hat. 

Unsere Berge entzücken den sinnigen Naturfreund mit ihrer wunder- 
baren Pracht. Sie machen dem Laien den Eindruck des Beständigen gegen- 
über der vergänglichen Meereswoge. 

Doch dem Forscher entrollt sich ein anderes Hild. liier-, vom Wasser 
hervorgerufen und unterhalten , ein l)eständiger Verwltterungs- und Zer- 
bröcklungsprozess, ein Sinken der Gipfel und, durch eigennützigen Unver- 
stand des Menschen unterhalten, eine fortschreitende Verwüstung grüner 
Flächen. 

Weitere Veränderungen , durch grosse kosmische Einflüsse hervor- 
gerufen , Verbesserung des Climas Erwärmung) und Verschlechterung 
(Abkühlung) gehen ihren stillen unabänderlichen Weg. 

Doch bleiben wir bei der Gegenwart stehen. Fragen wir, welches 
ist in den gröbsten Hauptzügen die Beschaffenheit des jetzigen schweizer- 
schen Gebietes? 

Die baierisch-schwäbische Ebene, ein wahres Plateau, setzt sich in 
jenes fort und bildet, als Flach-, Hügel-, Tief- untl Mittelland be- 
zeichnet, mit ewigen Erhebungen und Vertiefungen einen beträchtlichen 
Theil des Areals, den eigentlichen Culturboden. Seine mittlere Erhebung 
können wir auf 950 — 1300' annehmen. 

Die angrenzende baierisch-schwäbische Hochebene mit weit grösserem 
Areal besitzt eine mittlere Höhe von 1350'. 

Bei Basel mit etwa 800' läuft dann noch die rheinische Ebene aus. 

Wir erhalten zw^eitens den westlichen Grenzwall der jurassischen 
Berge, von Genf bis zum Randen bei SchaflFhausen. Er bedeckt in der 
Schweiz ungefähr 85 — 90 D Meilen, also ungefähr '/g des ganzen Areals. 
Seine mittlere Erhebung beträgt 2/5 der Alpen, etwa 2150 — 3600'. Seine 
Spitzen gewinnen im Chasseral 4955, Chasseron 4958, Moni Suchet 4912, 
Mont Tendre 5173 und La Dole 5175'. 

Drittens begegnen wir dem ungeheueren Steinwall der Alpen — der 
Grenzmauer des mittleren und südlichen Europas, mit mittlerer Höhe von 
6000 — 8500 ', und am Mont Blanc und Monte Rosa die höchsten Gipfel- 
puncte Europas bildend. Als höcliste Spitzen erwähnen wir Piz Bernina 
im Osten 12,475, Finsleraarhorn 13,160, Monte Rosa 14,269 und Mont 
Blanc im Westen 14,809'. 

In etwas freigebiger Ausdehnung tlürfen wir das alpine Areal auf 
ungefähr 414 DMeilen, also auf mehr als 2/5 des ganzen Gebietes taxiren. 

Viertens endlich treten uns südlich die italienischen Landstriche und 
Thäler entgegen. Hier, bei Locarno, begegnen wir bei 641' der tiefsten 
Stelle des Landes. 

Die Höhenverhältnisse, selbst die mittleren, bieten also den gewal- 
ligsten Unterschied dar. 

Unser Millelland, ein Hügelland, besitzt, wie so eben bemerkt, eine 
Elevation von 950^ — 1300'. Sein Clima ist also ein weit rauheres, als es 
die gleiche geogi'aphische Breite eines wahren Tieflandes ergeben würde. 
Danzig am Strande der Ostsee und Bern haben nahezu die gleiche mill- 



Einleitung. 



XI 



lere Jahrestemperatur. In den höheren Alpen hei-rschl mehr und mehr 
nordisches Klima. 

Wunderbar begiinstitit , durch den Nordwall der Alpen zum Theile, 
sind die italienisciien Thäler und ihie südlichen Auslaufer zu den Seen. 
Der Wasserspiegel des Lago maggiore j)eträgt etwa 620', derjenige des 
Lago di Lugano 92(3 und des Lago di Como 660, während nördlich der 
Alpen Bodensee 1240, Züricher 1258, Vierwaldslätler 1347 und Genfer 
See 1154' Hebung besitzen. 

Solche Höhenverschiedenheiten, wie sie kein kleines Land Europas 
auch nur im Entferntesten aufzuweisen hat, müssen natürlich zu den 
ditTerentesten Temperaturverhältnissen und von letzteren abhängig zu der 
verschiedenartigsten Flora und Fauna führen. 

Man nimmt nach v. Humboldt an, dass ilas vertikale Aufsteigen von 
721' 1 R, Wärmeverlust ergebe, welcher allerdings in Höhen von etwa 
6000' l)eträchtlich zunehme. Etwas abweichende Zahlen erhielten die 
Brüder Schlagin Iw ei t für den Monte Rosa. 

Wir eeben eine Tabelle : 



Orte 


Höhe 






Tempenituren in ° C. 






Winter 


Frühling 


Sommer 


Herbst 


Jahres- 
mittel 


Maximum 
der Kälte 


Höchste 
Wärme 


Bellinzona 


729' 


+3,19 


+ 12,78 


+2 1,79 


+ 12,39 


+ 12,58 


— 6,8 


+31,5 


Lugano 


92(3 


+ 2,54 


+ 12,9 4 


+ 20,79 


+ 12,04 


+ 11,92 


— ",o 


+33,1 


Sion 


1625 


+ 1,2 


+ 11,2 


+ 19,3 


+ 10,5 


+ 10,61 


— ',' 


— 


Montreux 


t1S5 


+2,41 


+ 10,40 


4-18,69 


+ 10,65 


+ 10,54 


— 8,7 


+29,7 


I5asel 


1763 


+ 1,00 


+ 9,79 


+ 17,98 


+ 9,23 


+ 9,50 


— 13,3 


+30,3 


Cliur 


1844 


+0,3 


+ 9,5 


+ 17,4 


+ 9,3 


+ 9,16 


— 


— 


Ölten 


1216 


+0,21 


+ 9,36 


+ 17,85 


+ 8,89 


+ 9,09 


— 13,1 


+30,5 


Zürich 


1268 


+ 0,06 


+ 9,26 


+ 17,73 


+ 8,91 


+ 8,99 


— 13,9 


+ 29,7 


Bern 


1576 


— 0,73 


+ 8,38 


+ 16,88 


+ 8,02 


+ 8,13 


— 13,6 


+80,7 


St. Gallen 


2081 


— 0,90 


+ 7,84 


-1-16,04 


+ 7,89 


4- 7,72 


— 15,1 


+28,7 


Trogen 


2786 


— 0,74 


+ 6,69 


+ 14,86 


+ 7,07 


+ 6,96 


— 16,5 


+ 26,6 


Beatenberg (Bern) 


3530 


— 0,80 


+ 5,81 


+ 13,92 


+ 6,68 


+ 6,43 


— 15,8 


+26,3 


Einsiedeln 


2803 


— 2,3 


+ 5,81 


+ 14,17 


+ ß,l 


4- 5,9 


— 19,0 


+ 26,3 


Klosters 


37 09 


— 2,84 


+ 5,00 


+ 12,98 


+ 5,68 


+ 5,13 


— 20,7 


+26,6 


I\eckingen Überwallis} 


4026 


— 4,58 


+ 3,72 


-(-13,16 


+ 4,73 


4- 4,26 


— 22,0 


+27,4 


Anderniatt 


'i 4 4 3 


— 5,00 


+ 3,7 


4-10,81 


+ 3,7 


+ 3,6 


— 


— 


Zernetz 


4608 


— 5,8 


+ 3,61 


+ 12,9 


+ 4,8 


+ 3,8 


— 


— 


Splügen, Dorf 


4 460 


— 3,29 


+ 3,31 


+ 12,27 


+ 4,97 


+ 3,66 


— 23,4 


+26,4 


Davos 


5080 


— 3,79 


+ 1,94 


4-10,84 


+ 3,13 


+ 2,33 


—24,7 


+23,2 


Sils-Maria 


5510 


— 6,53 


+ 1,18 


+ 10,54 


+ 2,59 


+ 1,93 


— 23,0 


4-22,8 


Grimsel 


5778 


— 4,32 


+ 0,32 


+ 9,04 


+ 2,4 


+ 1,61 


? 


? 


Simplon-Hospiz 


6183 


— 5,76 


+ 0,18 


+ 9,13 


+ 1,83 


+ 1,34 


— 20,5 


+20,5 


Bernhard in 


6384 


— 6,011 


— 0,12 


+ 8.66 


+ 1,29 


+ 0,96 


— 21,0 


+ 18,8 


Gotthard-Hosi)iz 


6491 


—7,04 


— 1,90 


+ 7,03 


+ 0,41 


— 0,37 


— 24,0 


+20,0 


.iulier-Pass 


7040 


—7,58 


— 1,16 


+ 7,53 


4- 0,46 


— 0,19 


— 23,9 


4-19,8 


St. Bernhard-Hospiz 


7628 


— 7,77 


— 2,71 


+ 5,75 


— 0,58 


— 1,33 


— 22,4 


-j-17,6 

* 



Wir konnnen zu den atmosphärischen INiederschlägen. 

Besässe der Quergürtel europäischen Landes, welcher die Ketten der 
Alpen trägt, die geringe Meereshöhe der rheinischen oder lombardo-vene- 
tianischen Ebene, er würde ein viel n)ilderes, weicheres und wasser- 
ärmeres Clima zeigen; ein reinerer wolkenfreierer Himmel wüi'de sich 
ausspannen über ein reizloseres Land. Wir hätten alsdann auch eine 
südlichere Lepidopteren-Fauna . 

*) Die Jahrestemperatur der höchsten Gipfel scheint —13 bis —15" zu betragen. 



XII Einleitung. 

Die belrächtliclio Erhebung verschlechten also das schweizersche 
Gebiet und führt zu reichlicheren Niederschlügen, zu einem kühleren und 
feuchteren Clima. 

Dass es entsetzlich viel im Hochgebirge regnet, wissen wir zur Genüge. 
Ja es gibt ungünstige Sommer im Alpenlande, wo fast jede lepidoplero- 
logische Forschung, namentlich in den nördlichen Alpen, unmöglich ist. 

Der in der Gestalt von Schnee und Regen erfolgende jährliche Nieder- 
schlag beträgt für Nord- und Mitteldeutschland 19,92", für das Alpenland 
im Mittel über 40. Die Gebirge Grossbritanniens in edlem Wetteifei- 
haben es auf 38,83 gebracht. 

Einmal verdichten an hohen Bergen sich die Wasserdünste zu Wolken 
und Nebeln. Dann bringt die zerrissene Beschaffenheit des Berglandes mit 
seinen Kämmen und Thälern eine Menge ungleicher Erwärmungsverhält- 
nisse des Bodens und der unteren Luftschichten herbei, welche wiederum 
zu häufigen wässerigen Niederschlägen aus der Atmosphäre führen müssen. 

So wird also einmal durch Wolken- und Nebelbildung vielfach die 
Besonnung höherer alpiner Flächen und Halden behindert. Dann bindet 
die Verdunstung des feuchteren Bodens — und hier kommt die stärkere 
Bethauung der Gebirgsgegenden noch in das Spiel — eine ansehnlichere 
Wärmemenge als in der Ebene. 

Die atmosphärischen jährlichen Niederschläge ergeben für Schaffhausen 
83 Cm., Basel 92, Gersau 165, Lugano 157, Bellinzona 180. Man er- 
kennt an einigen dieser Zahlen, wie die steile Bergwand des Tessin das 
Wassergas von Süden kommender Luft condensirt. Freilich ist aber auch 
hier die Menge heller sonnenreicher Intervalle eine grössere als im 
trüben mittleren und nördlicheren Theile des Landes. Ein lokaler er- 
wärmender Luftstrom für letztere ist freilich der Föhn. 

Als weiterer, die Temperatur örtlich erniedrigender Vorkommnisse 
haben wir noch der Gletscher," die bisweilen tief in die Culturregion 
hinabsteigen, sowie der, theils im Mittelland, theils auf den Bergen ge- 
legenen Torfmoore zu gedenken. Sie stellen feuchte verdunstende, wärme- 
bindende , nebelreiche Stellen dar. Als Beleg diene (S. XI) das kalte 
Clima von Einsiedeln. 

Den Orts-Verhältnissen (der Lage, Besonnung und der Natur des 
Gesteins), sowie den Temperaturverschiedenheiten unseres Landes ent- 
spricht die Flora. Wie von den Gestaden der italienischen Seen bis zu 
den Schneespitzen uns eine ganze Reihenfolge der Climale entgegentritt, 
so erkennen wir auch eine Anzahl übereinander gelagerter Florenbezirke 
oder «Regionen« von inuner nördlicherem Character, l)is zuletzt Schnee 
und F^is alles Leben ei'tödten. 

Die Vegetationsverhältnisse sind jedoch lokal gar manchen Schwan- 
kungen unterworfen. Sie gestalten sich anders im Westen als im Osten, 
günstiger im Süden als im Norden, besser auf dem kristallinischen massen- 
haften Gestein der (lentralalpen als im geschichteten und dabei so zer- 
rissenen und zerklüfteten Gebiete der Kalkalpen. Hier liegt die Vege- 
tationsgrenze liefer. Besonnung und öi'tlicher l'euchtigkeitsgrad greifen 
stark ein. Sonnige, dem Süden zugekehrte Berglehnen und nach Norden 
gerichtete Bergwände bieten der Verschiedenheiten gar manche; trockiKM'c 
sonnigere Stellen gegenüber nassen, an Seen und Glelsi'liern l)elindlichen 
Oertlichkeiten nicht minder. 

Im unteren Tessin, d(Mn tiefst gelegi^nen Theile iler Schweiz, be- 
gegnen wir einer südlicheil Flora. Orangen-, Citronen-, Granat-, Lorl)eer- 



Einleitung. Xlil 

und Feigeühiiume überwintern im Freien; die Kastanie in imposantem 
Wuciise bildet Wälder: an den Bäumen rankt sich die. Weinrebe empor. 
Oelbaum und Kirschlorbeer sind verwildert. An den ferneren Süden 
mahnen Cactus opuntia und Agave americana. Wir befinden uns hiei- 
auf krystallinischem Gesteine und in einer Meereshöhe von 6 — 700', Nörd- 
lich der Alpen wiederholt sich in den glühend heissen Schluchtthälern des 
mittleren Wallis nur noch einmal das wunderbare Yegetationsbild, in der 
Umgebung von Sion, allerdings in 1600' Höhe. Aber hier werfen die nörd- 
lichen Kalkwände Licht- und Wärmestrahlen in reichlichster Fülle zurück. 

[■nlernehmen wir, von Sion aufsteigend, einen massigen Tagemarsch, so 
befinden wir uns zuletzt in einer völlig verschiedenen Welt. Verschwunden 
sind Laub- und Nadelhölzer, wir haben sie allmählich unter uns den 
AI)schie(l nehmen sehen. Auf bäum- und slrauchloser Fläche empfängt 
uns die Vegetation der Hochalpen oder diejenige unserer letzten hoch- 
nordischen Länder. 

Lepidopteren sind an die Pflanzenwelt auf das hinigste gebunden. 
Am Morgen fingen wir ein Geschöpf des Südens, um Mittag bietet sich ein 
Wesen des Berglandes dar und wenige Stunden später haben wir ein Geschö])f 
erbeutet, welches der hohe Norden, etwa Finmarken, beherl)ergt — und 
unter uns noch siclitl)ar liegt der südliche Ausgangspunkt der Frühstunde ! 

Die Zahl der Pflanzen, auf kleinen Flächenraum zusaunnengedrängl, 
ist demgemäss auch eine merkwürdige grosse. Wir besitzen mehr als 
3000 Phanerogamen , zu welchen fast die gleiche Menge kryptogamischer 
Gewächse hinzukonnnt. Die Vegetationsgrenzen der Alpen sind die gün- 
stigsten unserer Berge. Tiefer gehen sie herab im .Iura. Elin weiteres 
Sinken, trotz der Massenhaftigkeit seiner Rücken, zeigt uns der Schwarzwald, 
ein noch grösseres die Vogesen. Man wird sclion nordisch angemuthet. 

Gedenken wir zunächst des W'aldes. hi dem Mittellande begegnen 
wir nur noch Resten einer alten Bewaldung; hier dominiren die Laub- 
hölzer. Nach aufwärts im Gebirge tritt der Nadelholzwald an die Stelle. 
Mit unverminderter Kraft reicht er l)is 5000'; bei 7000 beginnt er zu 
erlöschen, natürlicii früher in den nördlichen als den südlichen Alpen. 
Einige der letzleren Orle l)ieten unge\Aöhnlich günstige Vegetationsverhäll- 
nisse dar, so die Stelviokette. 

Am höchsten steigt die wetterliarlc Arve (Pinus cembra). An man- 
chen Lokalitäten bis 7500, am Stelvio über 7800'. Unter 5000' gedeiht 
sie nicht mehr recht. Dem Jura fehlt sie. 

Ihr nahe kommt die Lärche (P. larix). Sie gewinnt 7000'. (ileicli 
der Arve ist sie in den Centralalpen am verlireitelsten. Beides sind Bäume 
des Ostens. 

In grösster Ausbreitung begegnen wii- in der Nord- und NN'eslschweiz 
der Rolhlanne (P. abies). In der nördlichen Schweiz erreicht sie 5500'. 
in den Centralalpen 6000, im Engadin und Münslerthale 6500 — 7000. 

Die \\ eisslanne (P. picea) gewinnt im .Iura ihre grösste Veibreilung 
in Höhen von 2100 — 4000'. Beides sind übrigens westliche Coniferen. 

Die Föhre (P. sylvestris) verändert sich von 6000' an zur Leg-Föhre (P. 
mughus) . Sie und Junijierus nana überragen l>eträchllich die Arvengrenze. 

Wir unterbrechen liir einen Augenidick unsere Schilderung des Hoch- 
gebirgswaldes , um der Alpenrose (Bhododendi'on) zu gedenken. Ihi'e 
Mittelgrenze kann man auf 6000 — 6700' .iiinelimen. Die eine Art. B. 
ferrugineum, ist die viel verbreitelere, sie liel)t kalkarmen Boden, findet 
sich im Urgebir^e sehr verbreitet, koinnit ferner in Torfmooren und selbst 



XIV Einleitung. 

auch im Jura vor. R. Iiirsuluin zieht in beschränkterem Vorkommen 
kalkreichen Boden vor. Dem Lepidopterologen bietet die Alpenrose nur 
Schutz- und Ruheplätze seiner .lagdthiere dar. 

Unter den Laubholzern erreichen reine Buchenbestände 3700'. Ver- 
einzelt geht unser Baum (F. sylvatica) auf 4200 und 4300', noch höher 
am Ghasseral und Camoghe, nämlich auf 4600 — 5000'. 

Die Eiche (Quercus) (indet sich verbreitet bis auf 2400', vereinzelt 
bis zu 3600. Sie ist in starker Abnahme begriffen. 

Der prächtige Bergahorn (Acer pseudo-platanus) , gleichfalls der Ver- 
nichtung entgegentreibend , steigt an günstigen Stellen der nördlichen 
Schweiz bis 5000'. 

Die Linde (Tilia europaea) endet bei 3600'; auch die Weisserle 
(Alnus incana) dringt nicht zu höheren Bergen empor. 

Die Birke (Betula) erreicht in den Berner und Graubündner Bergen 
Elevationen von 5 — 5800', ebenso der Vogelbeerbaum (Sorbus aucuparia). 
Ihnen nahe kommt noch einigermassen die Zitterpappel (Populus tremula) . 
Dagegen dringt, als achtes Kind des Gebirges, die Alpenerle (A. viridis) 
bis zur Schneegrenze vor. 

Die massenhafte Cullur der Stein- und Kernobstbäume grenzt sich 
im Allgemeinen mit 2800', in Graubiinden etwa mit 3500' ab. Dei- 
Wallnussbaum (.luglans regia) erreicht in Tessin und Graubünden die 
Elevation von 3200', während er in der nördlichen Schweiz bei 2500 
und 2000' zu endigen pflegt. 

Die Weinrebe (Vitis vinifera) bedingt vielfach mit den an die Stelle 
der verschwundenen Wälder getretenen Culturwiesen den Character des 
Mittellandes und der niederen Gebirgshalden. Ihre Cultur geht in der 
nördlichen Schweiz auf 15 — 1700', in Graubünden auf 2200, im Wallis auf 
2500, doch stellenweise, z. B. im Aostathale, noch einmal beträchtlich höher. 

Die Kastanie (Castanea vesca), der herrliche Baum (seine wenigen 
Lepidopteren stimmen mit denjenigen der Eiche), ist massenhaft im Süden 
und bis zum Genfer See verbreitet, und dann tritt er nochmals am Vier- 
waldstätter See an geschützten Lagen , ebenso auch noch bei Zug* auf 
Seine Höhengrenze nimmt man zu 2400 — 2800' an. 

Wir haben also difTerente »Regionen« des Pflanzenlebens kennen ge- 
lernt. Ihnen entspricht mehr weniger das Hee^ der Lepidopteren. 

Die Eintheilungen, welche man hier geben kann und gegeben hat. 
tragen innner den Character einer gewissen Willkürlichkeit; ihnen klebl 
gewöhnlich der Wohnort und das Forschungsgebiet des Autors an. Süden 
und Norden unseres Faunengebietes ändern da sehr vieles. 

So geben wir als einen bequemen, und den Lepidopterologen durch 
das Werk der Brüder Speyer bereits bekannten, Anhaltepunkt die Ein- 
theilung von 0. Heer, doch mit gewissen Modificationen. 

1) Die untere Region, wie sie im Süden unseres Faunengebietes 
an den italienischen Seen erscheint. Man könnte sie. welche im Wallis 
und Tessin südliche Pflanzen und Lepidopteren beherbergt, mit der Lebens- 
sphäre des Nussbaums, also mit einer Elevation von 2500 — 3000' und 
mehr abgrenzen. Ihre Erhebungen in Gestalt von Hügeln und Bergen 
gewinnen bereits ein viel rauheres Clima. 

2) Die Berg-Region, als deren Grenzmarke wir etwa das Erlöschen 
der Buche mit einer Höhe von 4000 — 4600' und mehi- bezcMchnen dürfen. 

3) Die untere AI ])en-R egion. Die Laubhölzer haben abgenom- 
men und verschwinden allmählich, die Coniferen bilden den Waid, ihre 



Einleitung 



XY 



Erhebung können wir in den nördlichen Alpen auf 5000 und 5500, in den 
sütllichen auf 6500 — 7000' und hier und da einmal noch höher schätzen. 

4) Die 1) e r e A 1 p e n r e g i o n , in den nördlichen Alpen von 5500 
und 6000' beginnend, in den niiltleren erst mit 7000', um in den süd- 
lichen Bergen 8000' und mehr zu überschreiten. Die llolzgewächse sind 
auf ein Minimum reducirt und verschwinden gänzlich. Die hochalpinen 
Phanerogamen bestinunen den Character der Flora, um, innner kleiner 
und dürftiger werdend , den Moosen und Flechten zu weichen , w eiche 
noch an günstigen Stellen höchster Alpenspitzen getroften werden. 

5) Die untere Schneeregion, die letzte Grenze des Lebens. Im 
Norden von 7000 und 7500', um im Süden bei 8 — 9000 zu l)eginnen. 
Die dürftigste Vegetation herrscht, Schneefelder bleiben vielfach während 
kurzer kälterer Sonuner liegen. In ungünstiger Zeit umfasst die Todes- 
ruhe des Winters mehrere Jahre. Die Cryptogamen bestimmen den Cha- 
racter; doch hier und da, seilest in bedeutendster Erhebung, noch Resle 
offenblühender Pflanzen. 

Unsere Lepid opteren, phytophage Insekten in ihrer Jugend, gehor- 
chen diesen Vegetationsgesetzen. Allerdings spielt die Besonnung hier stark 
hinein und auch die Windströme machen sich sehr geltend, so dass pflanz- 
liches und Lepidopferen- Leben nicht überall parallel gehen, wie das 
arktische und alpine Terrain leicht erkennen lassen. In unseren tiefsten 
Regionen finden wir eine reichlichere Lepidopterenfauna, welcher freilich 
der Mensch mit seiner »Cultur« einen unerbittlichen Vernichtungskampf 
bereitet. Einzelne südliche Formen sind hier bei uns eingedrungen (s. u.]. 

Im mittleren Gebirgslande. unter besseren Verhältnissen, herrscht eben- 
falls noch eine Fülle der Lepidopteren-Arten. Manches, was man aus dem 
Norden kennt und unserem Tiefgebiete fehlt, stellt sich jetzt schon ein. 
In den unteren Alpen neue Erscheinungen; aber die Reihe der Arten der 
Ebene nimmt allmählich ab. An den höchsten Grenzplätzen kommt 
Weniges, jedoch höchst Interessantes hinzu ; aber die Abnahme der Be- 
wohner tieferer Regionen ist eine enorme. Wir haben, auch im südlich- 
sten Alpenlande, über 8500' kaum eine neue Art mehr. 

Um eine Vorstellung der Abnahme vom unteren Alpengebiete bis zum 
Hochgebirge zu liefern, gebe ich eine Tabelle und berücksichtige zugleich 
nordische Beobachtungen. Sie hat nur einen ungefähren W erth , abge- 
sehen von allen Beobachtungslücken , da über dasjenige , was Art und 
Varietät bildet, natürlich kein Abschluss zu erreichen ist. 



Gruppen. 



(Bergün Zeller) 
docli auch bis zum 
Weissenstein (in 
ungefährer Zahl). 



Albulapass 
(Frey). 



Dovrefjeld 

(Wocke). 



Finmarken 

(Staudinger, 

Wocke). 



Island 
(Staudinger). 



Papilioniden 
Sphlngiden 
Bombyciden 
Noctuiden 



91 


44 


15 


2 


28 


10 


43 


6 


(viel 7,u gering) 


(zu gering) 


97 


17 


59 


33 


93 


24 


IßO 


24 


13 


3 



12 

2 

11 

24 



24 
1 
3 

21 



Geomelriden 97 17 ST) 35 

Pyraio-Crambiden 59 23 13 '17 

Tortriciden 93 24 34 36 

Tineiden IßO 24 50 57 

Pterophoriden i 13 3 ß 2 

Der Reichthum an heliophilen Tagfaltern ist also ein sehr bedeut 

im sonnigen und südlicheren Al|)eulande gegenüber dem trüben i 
reichen Norden. 





ü 


9 

10 
3 
3 
7 
1 

ender 
•eszen- 



XVI 



Einleitung. 



Rechne ich, allerdings in nur sehr ungefährem Ueherschlage das zu- 
sammen , was ich auf den höchsten Grenzplätzen des Lebens, in unge- 
fährer Höhe von 8500' an in unseren Alpen noch antraf, so ist es eine 
verschwindend kleine Anzahl, wenn man al)siehl von demjenigen, was 
Windslröme etwa hinauftrieben. 

Ich nenne Pier. Callidice, Arg. Pales, Ereb. Gorge , Arct. Cervinii, 
Agr. Culminicola, Das. Tenebraria , Psod. Alticolaria, Scop. Valesialis, 
Dichr. Harpeana und But. Glacialis unter den letzten der Getreuen, welche 
ich dort in eisiger Höhe noch fand. 

Man wird die Frage entgegen bringen, wie hoch ist die Zahl der 
zur Zeit in unserem Faunengebiete beobachteten Arten? 

Ich gehe ungern auf die Beantwortung der Frage ein, weil sie sich 
eigentlich bei dem mangelhaften Wissen der Gegenwart nicht lösen lässt 
und weil, wie vorhin l)emerkt, zwischen Art und Varietät keine Grenze 
zu ziehen ist. Der Arlbegriff ist in dem Nachfolgenden weiter ausge- 
dehnt, als es bisher bei den Lepidopterologen (namentlich den industriellen) 
üblich ist; die Artenzahl fällt darum relativ geringer aus. Es kann sich 
also nur um sehr unsichere Zahlenangaben handeln. 

Schweizersclie Lepidopteren : 
a) ohne Varietäten b) mit Varietäten 

(diese Angabe ziemlich unsicherer Natur) 

171 65 

61 30 

170 26 

439 56 

375 67 

191 23 

334 36 

727 17 

35 1 

5 



Papilioniden 

Sphingiden 

Bombyciden 

Noctuiden 

Geometriden 

Pyralo-Cran)biden 

Tortriciden 

Tineiden 

Plerophorinen 

Alucitinen 

2508 2829." 

Wir kommen zu einer anderen hochwichtigen Frage. 

Woher stammen die gegenwärtigen Lepidopteren der Seh weiz? 

Eine thatsächliche Lösung lässt sich wohl niemals gewinnen. Eine wahr- 
scheinliche, an der Hand vorsichtiger Hypothesen, erachten wir für möglich. 

Auch noch in der- jUngei'en sogenannten Tertiärformation herrschte in 
unserem Areal, wie beispielsweise bei Oeningen am Bodensee, eine süd- 
liche Pflanzen- und Insektenvvelt. Dieses hat 0. Heer nachgewiesen. 

.Jene damalige l'lora und Fauna verschwand oder änderte sich uu) 
durch den Funiiruch der sogenannten (ilelscher- und Eiszeit, einer Folge 
beständig abnehmender Wiirme. 

Mächtige Schnee- und Glelscherfelder bedeckten damals uns(M' Faiuien - 
gel)iet. Die Spuren letzlerer g(>hen lief in diis Miltelland, bis Genf und 
Zürich herab. 

Hatte aber -damals eine vollkommene Vereisung des schweizei"- 
sehen Areals stallgefunden? 

Um diese Frage dreht sich j'igentlich Alles. 

Warjene Vereisung eiiu» allgemeine, so musste ihr jedes frühere Pflanzen- 
iMul Thierleben zum Opfer gefallen und hinterhei' eine neue Pflanzen- und 
'Ihierwelt entwedfM' wiiMlei- enlslan<len oder \on begilnsliglei-en Stellen ein- 
gewandert sein, das Ahnenthum der jetzigen einlu^imischen Organismen. 



Einleitung. XVII 

War jene Vereisung aber keine volisläudige — und dieses ist ganz 
entschieden unsere Ansicht — wir lialten jene eben für geringer, als man 
Jahre lang hindurch angenommen iiat — dann haben in unserem »ver- 
schlechterten« Glima auf grünen Oasen mitten in Eis und Schnee und in 
den glücklicheren angrenzenden Ländern Pflanzen und Thierc sich viel- 
fach erhalten können, und aus letzleren (theils unverändert gebliebenen, 
theils im Laufe der Jahrtausende zu anderen Arten umgewandelten) ist 
ein Theil, vielleicht ein grosser, der jetzigen Insekten- und Lepidopleren- 
welt der Schweiz abzuleiten. 

Gewiss trui' damals unser Faunengebiet einen abweichenden klima- 
tischen Gharacter gegenüber dem der Gegenwart, wohl verwandt dem- 
jenigen, was heutigen Tages nördlichere Länder aufweisen. Allein man 
ist unserer Ansicht nach denn doch zu weit gegangen , wenn man so- 
gleich an den subpolaren und polaren Norden, an Labrador, Lappland und 
das nördliche Sibirien gedacht, wenn man sich eine Flora, nur bestehend 
aus Lichenen, Moosen, Gräsern und gewissen hochnordischen Phanerogamen, 
vorgestellt hat. 

Jene schweizerschen grünen Inseln des Lebendigen mit reicher Vege- 
tation — und wir nehmen sie als ausgedehnte an — genossen zweier 
Vorzüge, einmal wärmerer Nachbargebiete, und dann eines mehr sonnen- 
reichen CHmas. Letzteres ist aber für heliophile Thiere (gedenke man 
nur der Tagfalter) eine Lebensbedingung ersten Rangs. 

Die Temperatur stieg hinterher, ohne Zweifel sehr langsam, wieder. 
In welchem Grade wissen wir nicht. 

Gar manche alte Glieder der Eiszeit zogen sich während jener p]r- 
wärmungsepoche mehr nordwärts, oder sie stiegen unsere Berghalden 
hinauf, um einem weniger zusagenden Clima allmählich auszuweichen. 

Wie vieles aber nordwärts und hinauf gewandert und was unten 
geblieben ist, das vermag Niemand zu sagen. 

Jedenfalls aber besteht ein nicht unbeträchtlicher Theil unserer alpinen 
Flora und Schmetlerlingswelt aus jenen Zeitgenossen des Rennthleres. 

Wir würtlcn also auf diesem Wege zu unseren alpinen Lepidopteren 
gekommen sein. Der Caucasus im Südosten, im Norden Riesengebirg und 
Sudelen, der Harz, der Schwarzwald, Vogesen, Pyrenaeen , die schot- 
tischen und scandinavischen Berge bis zu ihrer Abflachung gegen den 
Nordpol, das polare Sibirien hätten so ihre Gebirgsfalter erhalten. 

Diese Reste einer urallen Fauna haben zum Theil den alten spezi- 
iischen Gharacter bewahrt, zum Theil haben sie sich, anderen Climaten 
gehorchend , im Laufe langer Zeiten umgewandelt. Die (Konstanz dieser 
Glieder einer urallen Ahnenreihe ist merkwürdiger als die Veränderung, 
welche der sonnenreiche Sommer unserer Südalpen u. s. w. gegenül)er 
dem feuchten, wasserreichen Scandinavlen herbeigeführt haben mag. 

Wir stellen uns somit hier — die Thatsachen zwingen dazu — aul 
den Standpunkt der Descendenztheorie ; doch wir vergessen auch die 
wunderbare Persistenz mancher Spezies nicht. 

Wir haben also zwischen den zu unseren Bergen emporgestiegenen 
Genossen der Eiszeil und den unten sitzengebliebenen und veränderten 
Formen unterschieden. 

Nehmen wir auch die Anzahl der letzteren nicht unerheblich an, so 
vermögen wir daraus doch nicht den gegenwärtigen Reichthum der Lepi- 
dopterenwelt des schweizerschen Faunengebietes zu erklären. 

Wir haben also nach andercMi r)m'llen zu suchen. 

1) 



XVIII Einleitung. 

Wenn wir auch nach tiem Früheren begreifen, dass alpine Arien 
verwandte Spezies in der Ebene zeigen , wenn wir auch die Umwand- 
lung der Arten recht bedeutend anneinnen wollen, so müssen wir an eine 
Einwanderung aus benachbarten Faunengebieten denken. 

"Woher diese hnmigration '? 

Zunächst werden wir an Südeuropa, an die Länder des Mittelmeeres, 
an den Nordrand Afrikas und an Kleinasien zu denken haben. Die afri- 
kanische Immigration leidet an geographischen Schwierigkeiten , weniger 
die mediterrane. Denn von Frankreich aus, dem Rhonebecken entlang, 
und von der ungarischen Ebene her liegen bequeme Einwanderungswege 
in das Alpenland vor. Auch die westliche Barriere des Jura bietet bei 
geringerer Höhe der Känune kein erhebliches Ilinderniss dar. 

Einen anderen , gewiss wichtigeren, Einwnnderungsweg bietet das 
mittlere und nördliche Asien, sagen wir das asiatisch-sibirische Faunen- 
gebiet dar, wie ja unser kleines, von Wasser durchschnittenes Eui'opa 
nur den westliclien Ausläufer des grossen asiatischen Festlandes, der 
»Wiege der Menschheit« herstellt. 

Ist dieser Einwanderungszug ein grosser und wie gestaltete er sich? 

Darüber können wir keine thatsächiiche Antwort geben. Sicher hat 
ihn E. Hofmann 1) sehr überschätzt; denn nicht Jedes, was in Europa 
und Asien vorkommt, muss denmach aus letzterem Wclllheil in ersleren 
übergewandert sein. 

Einen Versuch, diese asiatischen Immigranten zu bestimmen, gebe ich 
also auf. Der Thatsachen sind leider zu wenige. 

Unser Weltverkehr bringt es mit sich, dass auch von Amerika aus 
einzelne Arten in die europäische Lepidoplerenwelt eingeführt worden 
sind. So findet sich beispielsweise Oecophora Pseudospretella zur Stunde 
nicht allein in England und Hamburg, sondern, mitten im (kontinent, in 
Frankfurt. 

Noch eine andere Frage dieser Immigranten und der sesshaft geblie- 
benen Glieder des tieferen Mittellandes i»ietet sich ilai-. Was ist unten 
geblieben, was breitete sich nach aid'wärts aus, um den Autochthonen 
sich zuzugesellen, und was kam (etwa in Folge einer Verschlechterung 
des Climas)'-) wieder tiefer herab? So müsslen sich also die Grenzgebiete 
in fast unlösbarer Weise verwirren. 

Unserer y\nsicht nach ist dieses Im Laufe der Jahrlausende auch ge- 
schehen. 

Wir wollen nun an einer Anzahl von Einzelheiten Belege für das 
oben Ausgesjirochene beizubringen vei'suchen. Gehen wir zuerst zur 
alten alpinen Fauna. Unterscheiden wii- also 1) Arten de r II ochalpen , 
wel che un v erän derl i m höh e n Nord en so w ie auf a nderen euro- 
päischen Gebirgen vorkommen, 2) Arten, welche, auf den 
Alpen und im Norden lebend, nur geringe Veränderungen 
erfahren lial)en, ')) solche, w e I c h i^ g r össer e U m wa n d I u n g en 
im Norden und anderen (iebirgen (1 urch ma c h ten , I) Arten, 
welche entweder nur der ai"k tischen Zone oder dem Alpen- 

1) IsoporiiMi clor curoiiiüsclion Tai:;l'ai(in'. SUilli^iui IS7;{. 

iJ) Astronoinisciic StiKÜcn inacluni os seiir waluscIuMnlicli, dass wir soit fast fi'JO .lali- 
reu in einer Peiiode langsamen Hückgangs der Wiirnie uns l)elinden. I2/(S selieint die 
liödisle Wiirme iilier unseren) l'ann(Migel»iete gelierrsdil zu liahen. Manelios, was histori- 
sclie llelierliei'erungen und anrgegralx'iu^ lU'sle zeigen, sprielil sehr für jene t)esländige 
Veiscideclilerung des (lliina nnd ein licgdnnenes AlisleiL'rn nianclier Inseklenarten. 



Einleitung. XIX 

lande zukoiunion, dann 5) dunkle Vorkommnisse der Alpen- 
zone, und endlich 6) ei n gedrungene Südeuropäe r od e r Südländer. 
Natürlich greifen wir nur prägnante Beispiele heraus. 

1) Unverändert nach Jahrtausenden, trotz weit entfernter Wohnsitze, 
haben sich erhalten z. B. Pier. Napi Var. Bryoniae , Lyc. Phereles, Lyc. 
Optilete Var. Cyparissus, Lyc. Aegon Var. Aegidion, Arg. Pales und ihre 
Var. Arsilache, Erel). Manlo, Syr. Serratulae, S. Andi'oniedae, Zyg. Fili- 
jiendulac, Z. Lonicerae, Set. Irrorella, Arct. Caja, Spil. Menthastri, Hep. 
ilunudi, II. Velleda , Ps. Opacella und Hirsutella, Pyg. Beclusa , Acr. 
Euphorbiae, Agr. Hyperborea, Conflua, Guprea, Decora, Recussa, Char. 
(Iraminis, Dianth. Caesia, Ilad. Lateritia, Furva, Gemmea, An. Cordigera, 
Plus. Divergens, Gnoph. Sordaria, Gnoph. Dilucidaria . Psod. Chaonaria 
und Horridaria, Pygni. Fusca, Fid. Picearia, Lygr. Prunala, Populata, Cid. 
Munitata, Canibrica. No])iliaria und Minorata, Scop. Centuriella, Sudetica, 
Murana, Herc. Holosericealis und Rupicolalis, Bot. Nubilalis, Decrepitalis, 
Inquinatalis, Furvalis, Cramb. Pratellus, Dumctellus, Truncateilus, Macu- 
lalis, Myellus, Furcatellus, Culmellus, Tristellus, Cat. Marginea Var. Auri- 
ciliella, Tortr. Forsterana, Sciaph. Osscana, Couch. Deutschiana und Ruti- 
lana, Penth. Arbutella, Mygindana, Metallicana Var. Irriguana, Scheflerana, 
Schulziana. Rivulana, Urticana, Lacunana, Bipunctana, Steg. Pinicolana, 
Frlcetana, Nemorivaga, Quadrana, Mercuriana, Augustana, Phox. Uncana, 
Unguicana, Myrtillana, Lyp. Maurella, Tin. Fulvimitrella, Myrm. Ochra- 
cceila, Inc. Rupella, Swam. Conspersella, Arg. Sorbiella, Cruciferarum, 
Gel. Ericelella. Infernalis, Continuella, Longicornis, Viduella, Auch. Da- 
phnella, lleyd. Auromaculata, Orn. Interruptelhi, Lith. .Junoniella, Plat. 
Zetterstedtii, Fisclieri, Ambl. Acanthodactyla, Mim. Pelidnodaclylus, Ptero- 
dactylus und Leiopt. Tephradactjlus. 

Auch noch als sonderl)arer Erscheinungen lial)en wir dorjenigen zu 
gedenken, wo heutigen Tages Lepidopteren nur im Alpenland und Caucasus 
vorkommen, wie Parn. Delius, oder nur in den Alpen und Pyrenäen, wie 
Pier. Callidice, oder auf den Alpen, den Vogesen und dem Schwarzwald, 
wie Erel). Slygne. 

2) Leichtere Umwandlungen in den Alpen und im Norden , sowie 
aiulercn Gebirgen erlitten unter Anderen i) Col. Palaeno und Var. Lappo- 
nica, Pol. Virgaureae und Var. Granula, Lyc. Dunzelii, Van. Urticae und 
Var. Polaris. Arg. Selene und Var. Heia. Arg. Thore und Var. Borealis, 
Ereb. Var. Adyte und Euryale, Par. Iliera, Ilesp. Comma und Var, Catena, 
Zyg. Exulans und Var. Vanadis, Nem. Planlaginis, Spll. Fuliginosa und 
Var. Borealis, Agr. Speciosa und Var. Arclica, An. Melanopa (und Tristis 
der Alpen), An. Paludata, Cid. Montanata und Var. Lapponica. 

Auch auf anderen Gebirgen sehen wir Aehnliehes. Freilich ist das 
Material zur Stunde noch ein zu ungenügendes, um hier Vieles miltheilcn 
zu können. 

So ist Ereb. Cassiopc unserer Alpen auf den Vogesen, dem Harze 
und den schlesischen Gebirgen zu Epiphron, Ereb. Gorge zur Gorgone in 
den Pyrenäen geworden. Meiner Ansicht nach I)ilden die Parnassier der 
osteuropäischen und mittelasiatischen Berge mit unserem schweizerscheii 
P. Delius (welcher, wie wir vorhin erfuhren, nur in dem Caucasus un- 
verändert sich erhallen hat) Glieder einer nächsten Verwandlschaftsreihe. 
Es unterliegt keinem Zweifel , dass Nem, Caucasica nur eine lebhaftere 



1) Eine Grenze gegen die erstero und dritte Gruppe zu ziehen, ist natüilicli unmöglich. 

b* 



XX Einleitung. 

Form der Pl;int;ii;inis bildet u. a. m. Doch wir brechen den Gegenstand 
al), um nicht allzuweit abzuschweifen. 

3) Erheblichere Umwandlungen haben ebenfalls staltgefunden und 
wir erkennen sie in gleicher Weise, wenn wir nach dem hohen Norden, 
wie nach anderen Gegenden des europäisch-asiatischen Faunengebietes 
umblicken. 

Unserer Ansicht nach haben sich Col. Phicomone zum PSastes, Palaeno 
zur Pelidne umgestaltet (oder auch umgekehrt). Col. Myrmidone und 
Boothi sind das gleiche Thier, ebenso Mel. Cynthia und Iduna. Diesellte 
innige Verwandtschaft existirl zwischen Mel. Asleria und der Aurella- 
Parthenie-Alhaliagruppe, zwischen Had. Maillardi und ]*>xulis u. d. m. 

4a) Rein nordische Arten, für welche eine Al)leifung aus der alpinen 
und Fjszeit-F^auna fehlt, sind initer andern: Arg. Chariclea, F'reya, Polaris, 
Frigga , Ereb. Embia und Disa , Chion. Jutta, Norna, Oeno, Also, Semi- 
dea, Arct. Borealis und Thulea , unter den Noctuen Pachn. Carnea, Plus. 
Microgamma , Parilis, Diasema , auch An. Bohen)anni, Melaleuca, Algida, 
Schoenherri. Amissa, Zetterstedtii und Quieta zählen dahin, eine sonder- 
bare Gruppe. Unter den Geonietren nennen wir Cid. Serraiia, Frigidaria, 
Abrasaria, unter den Pyraliden Scop. Gracilella, Cramb. Trichostoma, Bot. 
Ephippialis, unter den Wicklern Graph. Giintheri, Biscutana, Phacana, 
unter den Tineen Ad. Esmarkella, Gel. Tarandella, Pers[)ersella, Orn. 
Polygrammella, Nepl. Lapponica. 

Wir haben vieles hier noch übergangen. 

4b. Wir gehen über zu den Arten, welche, in vielfach räthsel- 
hafter Weise, nur dem Alpenlande zukommen, den» Norden sowie anderen 
kälteren Gebirgen mangeln. Wir heben heraus: Mel. Asteria, Ereb. Eri- 
phyle, Mnestra, (Arete), Pharte, Ceto^ Qeme, Glacialis, Tyndarus , Gorge, 
Goante , Pronoe, Chion. Aello, Syr. Cacaliae; ferner Ino Stalices Yar. 
Chrysocephala , Zyg. Minos Var. Pluto , Filipendulae Var. Mannii , Fausta 
Yar. Jucunda ; ferner die Setinen b-rorella Yar. Freyeri , Andereggii und 
Ritlelensis, dann Roseida Yar. Melanomos, Kuhlweini Yar. Alpesiris. 
7\urila Yar. Ramosa , Arct. Maculosa Yar. Siniplonia , Cervini mit ihrer 
Yar. Hnateckii, Spil. Sordida, Hep. Carnus, Ps. Tenella und Plumislrella, 
Bond). Alpicola. Unter den Noctuen gedenken wii- der Agr. Culminicola, 
Helvetina, Birivia, Decora, Simplonia, Fatidica, Plus. Aemula, Devergens, 
An. Nigrita , unter den Spannern der Das. Tenebraria, Psod. Alticolaria. 

Auffallend gross ist die Zahl derartiger K^leinschmetterlinge, doch wohl 
vielfach auf mangelhafter bishei'iger Beobachtung beiuhend und darum 
trügerisch. Wir nennen: Scop. Yalesialis n)il der Aar. Oclonella, Heic. 
llelveticalis und Yar. Lugubralis, sowie Rupesti-alis. Bot. Rhododendralis. 
Murinalis, Austriacalis, Sororialls und Nilidalis, Ci'amb. llortuellus Yar. 
Ces|)itellus, Zermaltensis, Luctiferellus , Pn ramidellus, Spuriellus, Conibi- 
nellus, As. Aethiojiella Yar. Alpicolella, Sphal. Alpicolana, Conch. Aurofa- 
sciana, Penlh. Noi'icana, Metalliferana, Spuriana, Dichr. Bugnoniana, llai- 
peana , Rhaeticana , Alpicolana. Unter den Tineen I)egegnen wir, al)er- 
mals wohl aus mangelnder Beobachlung. einer sehr grossen Anzahl liei- 
niischer Formen. Mel. Ciliai-is und Lugubris. Tal. Al[)eslrella , Neu). 
Panicensis , Swani. Allei'uans und Caflischiella , l'lul. Genialella, Ivxap. 
Duratella, Dep. Montium, Al])igena , CotoneastiM , ll^ulenii und Laserpitii. 
Sym. Signella, Gel. Acupediella, Praeclarella , Ochripalpella , Petasilis. 
Melaleucella, Perpetuella , Elalella , ErschofTii , Killiasii, Diffluella , Cacu- 
minum, Excelsa, Sieudeliella, Holosericeella, Feralella, Succinctella, Sub- 



Einleitune;. XXI 

missella . Libertinella , Helificella, Hyps. Basiguttellus , Anch. Grisescens. 
Liiureolella, Oec. Rhaelk-ii, Heul. Slntaiiolla und Laserpitiolla , Biit. Am- 
phonycella und Glacialis, At-rol. Atljcctella . Ocn. Coj)iosclla, Zell. Saxi- 
IVaiiac , Orn. AljuCola und Pfaflcnzelleri , Co!. Albisquaniella , Aoripennis, 
Aelliiops, Reclilinec'lla , Fulvostinaniella, (lollina, Mediost i'ii^ala, Bn'gensis, 
Albulae, Chaul. Aequidentcllus, EI. Freyi, Juiiensis, Sublimis und Ileinc- 
niannii, Buc. Faligatclla. Jugicola, Valesiaca und Alpicola, Nept. Dryadis, 
Oed. Rogenhoferi. 

5. Zu den auirallenden Vorkonnnnissen der Alpen, welche weder 
durch Tempera! ur- noch Fiora-Din'erenzen erklärt werden können, müssen 
wir einige, unser Faunengebiel durchschneidende, botanische und enlo- 
mologisehe Grenzlinien rechnen. So gehört Anth. Ausonia Vai", Simplonia 
dem Wallis. Mel. Asteria dem Osten unseres Alpengebietes an. Arct. 
Cervini erstreckt sich nach bisherigem Wissen nur bis zur Simplonkette, 
Cramb. Zermattensis in gleicher \N'eiso. während Cramb. Maculalis nur 
in Gi'aulninden angel rollen ist. Die meisten unserer Alpenl)ewohner sind 
allerdings vom Montblanc bis zum Slelvio zu irellen. 

6. Wir haben ferner der eingedrungenen SUdeuropäer zu gedenken. 
Ihre Zahl ist keine grosse und ihre Abgi'enzung eine sehr missliche. 

Unbedenklich ziehen wir Anth. Eupheno und Rhod. Cleopatra hier- 
her. Sie haben sich bis Lugano \orgescho])en. Hierher zählen wir ferner 
Lyc. Escheri, Jolas . Pol. Hipponoe, Var. Gordius. Viel weiter nördlich, 
nämlich bis Basel und Zürich, ging Lyc. Baetica. Gewiss hat ein nicht 
uid)elrächtlicheres F^inwandern 'dem Genfer See entlang der Rhone hinaid' 
in das Wallis stattgefunden. Wir machen nur aufmeiksam auf Xyl. Lapi- 
dea Var. Sabinae. dal. Opalina und Plat\ptei-a. Eurr. Adulatrix, Cat. Puer- 
|)era , Hem. NNcthenieraria , Orth. Vicinai'ia und auf Par. Aprilella, um 
Anderes zu übergehen. 

Wir reihen noch zwei andere Fragen an. 

a) Besitzt der Jura eine e i g e n t h ü m 1 i c h e L e p i d o p t e r e n - 
V a u n a ? 

Wir können nur svenige Arten und Formen beibringen. Lyc. Corydon 
mit Var. Syngrapha, Pol. Xanthomista als Var. Nivescens, Gar. Jurassica 
dürfte man anführen. Anderes wiederholt sich in den Alpen. 

1») Haben ursprünglich alpine Lepidopteren tieferab- 
w ä r t s im Lande eine U ni g e s t a 1 1 u n g zu anderen Spezies er- 
fahren? Es liegt nahe, auf dem Wege der Hypothese (wir bemerken 
es ausdrücklich) in Pier. Bi-yoniae den Stammvater der P. Napi, in Gol. 
HNale den Abkönunling der Pliicomone zu erblicken, Lyc. Argus von 
Aegidion , die Melitaeen-Gruppe Alhalia-Parthenie von Asleria abzuleiten. 
Mel. Maturna von Var. Wolfensbergeri. Zyg. F]\ulans für den Urvater zahl- 
reicher Zygaenen zu erachten und dergleichen mehr. Gewiss haben diese 
Vermuthungen vollstes Recht auf weitere Prüfung — allein wie soll man 
einen zwingenden thatsächlichen Beweis führen? Unsere Sache hier ist 
es nicht. 

Wir verlassen hi(Miiiit das verlockende Gebiet der Hyjiothesen. Wir 
wenden uns zu den nüchteren Thatsachen. Wir bringen unser Verzeichniss. 



Hölieiiverzeichnisß in Pariser Füssen. 



Aarau (Aargau; Wil. 

Aarberg (Bern) 1379. 

Aarburg (Aargan) 1236. 

Agno (Tessin) 908. 

Aigle (Wallis) 1290. 

Airolo (Tessin) 3629. 

Albiila-Pass (Graubünden) 7120. 

Algabi (Wallis) 3425. 

Alpien (Wallis) 4895. 

Alpnach (Unterwalclen) 1437. 

.Mvarieu (Graubünden) 4076. 

Amden (St. Gallen) 2801. 

Amsteg (Uri) 1640. 

Andermall (Uri) 444 5. 

Ardetz (Graubünden) 4523. 

Arlesheim (Baselland) 1062. 

Auvernier (Neuchätel) 1388. 

Baden (Aargau) 1179. 

Baldern (Albis) (Zürich) 2309. 

Bahne, Col de (Wallis) 6785. 

Baltschieder (Wallis) 4760. 

Basel (Basel-Stadt) 763. 

Bauma (Zürich) 1982. 

Bealonberg (Bern) 3530. 

Rechburg bei Ocnsingen iSolotliurn) 1819. 

Beleben (Baselland) 3385. 

Bellaggio (Italien) 666. 

Bellalj) (Wallis) 6317. 

Hellinzona (Tessin) 729. 

Belp (Bern) 1631. 

iSerglialp (Glarus) 4981. 

Hcrgiin ((iraubünden) 427."i. 

B6risal am Sini|)lon (Wallis) 4768. 

Bern (Bern) 1576. 

Borneck (St. Gallen) 1296. 

Bernhardin (Graubünden) 658 4. 

Bernina-Pass (Graubünden) 7182. 



Bcriiina-Wirthshäuser (Graubundeii; 6321. 

Bevers (Graubünden) 5264. 

Bex (Waadt) 1259. 

Biasca (Tefesin) 1043. 

Biel (Bern) 1371. 

Bicier (Peters-) Insel (Bern) 1471. 

Bipp (Bern) 1523. 

Blaise, Ste. (Neuchätel) 2120. 

Blauen (Baselland) 2373. 

Boezingen (Bern) 1372. 

Bonfol (Bern) 1373. 

Bormio (bagni vecchij (Italieiij 4707. 

Boudry (Neuchätel) 1448. 

Braunegg (Aargau) 1328. 

Bre, Monte, bei Lugano (Tessin) 2909. 

Bremgarten (Aargau) 1143. 

Brieg (Wallis) 2180. 

Brienz (Bern) 1859. 

Brugg (Aargau) 1060. 

Brusio (Graubünden) 2709. 

Buchs (Zürich) 1404. 

Bünzen (Aargau) 1354. 

Büren (Bern) 1327. 

Burgdorf (Bern) 1675. 

Calanda bei Ghur (Graubünden) 86,")0. 

Cantoniera quarta des Stelvio (Italien) 78()6. 

Casaccia (Graubünden) 4490. 

Cauma-See bei Flims (Graubünden) 3078. 

Cavaglia (Graubünden) 5236. 

Celerina (Graubünden) 5306. 

Chamouny (Savoien) 3282. 

Champpr> (Wallis) 3180. 

Chasseral (Bein) 4955. 

Chasseron (WaadI) 4958. 

Chäteau d'Oex (WaadI) 2900. 

Chaumont (Kreiburg) 3608. 

Chexbres (Waadt) 1788. 



Höhenverzeichniss in Pariser Füssen. 



XXII I 



Chiaclavuol bei Bergün (Grauiniiuien) 5727. 

Chiavenna (Italien) 1023. 

Chules (Neuchätel) 1364. 

Chur (Graubünden) 1844. 

Churwalden (Graubünden) 3731. 

Cierfs (Graubünden) 5119. 

Coltura (Graubünden) 3091. 

Combes (Neuchätel) 1693. 

Constanz (Baden) 1253. 

Cornauv (Neuchätel) 1385. 

Cresciuno (Tessin) 831. 

Gressier (Neuchätel) 1370. 

Cresta (Graubünden) 5293. 

Crevola (Italien 1031. 

Croix Ste iWaadl) 3552. 

Daubensee der Gemmi (Wallis) 0791. 

üavos, Dörfli (Graubünden) 4 793. 

Davos, Platz (Graubünden) 4 790. 

Dazio grande (Tessin) 2869. 

Degersheini (St. Gallen) -2654. 

Denens (Wnadl) 1542. 

Dictikon (Zürich) 12üü. 

üischuialhal (Graubünden) 5400. 

Disentis (Graubünden) 3600. 

Döle (Waadt) 5175. 

Domo d'Ossola Italien) 1555. 

Dorneck (Solothurn) 91 1. 

Dübendorf (Zürich) 1331. 

Dürreck (Baselland) 3386, 

Dusnang (Thurgau) 1847. 

Ebenalp (Appenzell) 4925. 

Eggiswyl (Bern) 2231. 

Egliswyl (Aargau) 1717. 

Eigenthal am Pilatus (Luzern) 3213. 

Einsiedeln (Schwyz) 2803. 

Elm (Glarus) 3029. 

Engelberg (Unterwaldenj 3085. 

Engelberg, Berg bei Ölten (Solothurn) 2198. 

Engstlen (Bern) 5715. 

Ennenda ^Glarus) 1465. 

Erlenbach (Bern) 2272. 

Ermattingen (Thurgau) 1265. 

Evolena (Wallis) 4245. 

l'ählensee ^Appenzell; 4479. 

Faido (Tessin) 2201. 

Fain, Val da, Eingang (Graubünden 6321. 

I'aulhorn (Bern) 8260. 

Felsberg (Graubünden) 174 8. 

Ferenbalm Bern, 1529. 

Filisur (Graubünden, 3200. 

Fischenthal (Zürich, 2404. 

Fischingen Thuri-au] 1939. 



Flinis (Graubünden) 3401. 

Flimser Stein (Graubünden) 8303. 

Fluela-Pass (Graubünden) 7394. 

Fontanezier (Waadt) 2549. 

Franzenshöhe des Stelvio (Tirol) 6717. 

Frauenfeld Thurgau) 1290. 

Frohburg am Hauenstein ;Solothurny 2601. 

Frutigen (Bern) 2613. 

Fürstenau (Graubünden) 2013. 

Furka-Pass (Wallis) 7419. 

Gadmen (Bern) 3700. 

Gaebris (Appenzell) 3856. 

Gais (Appenzell) 287 5. 

St.. Gallen (St. Gallen) 2081. 

Gamsen (Wallis) 2044. 

Gasterthal (Bern) 4603. 

Gemmi-Pass (Bern] 7086. 

Generoso, Monte (Tessin) 5199. 

Genf (Genf) 1165. 

Gentel-Alp (Bern) 3540. 

Gingins (Waadt) 1678. 

Giornico (Tessin) 1216. 

Giubiasco (Tessinj 717. 

Glarus (Glarus; 1397. 

Güschenen (Uri) 3386. 

Goldau (Schwyz) 1615. 

Gomagoi am Stelvio (Tirol) 4070. 

Gondo (Wallis) 2164. 

Gorner Grat bei Zermalt Wallis) 934 0. 

Gotthard (Tessin) 6491. 

Grengiols (Wallis) 3263. 

Grimsel (Bern) 5778. 

Grindelwald (Bern) 3220. 

Grono (Graubünden) 939. 

Gürgaletsch bei Parpan (Graubünden) 7.'i24. 

Guensberg (Solothurn) 1921. 

Gurnigel, Bad. iBern; 3554. 

Gurnigel, Schwarzbrünneli (Bern) 4020. 

Gurnigel, oberer (Bern) 4765. 

Gurten (Bern) 2666. 

Gullannen (Bern, 3291. 

(i^sulatluh bei Aarau (Aargau] 2379. 

Ilaldenstein (Graubünden) 1724. 

llasennialt (Solothurn) 4 400. 

Hauenstein (Solothurn 2254. 

Hindelbank (Bern) 1616. 

Hohenstollen (Unterwaiden) 7640. 

Holderbank (Solothurn) 2215. 

Homberg (Aargau) 2451. 

Hörn, Slälzer (Graubünden) 7936. 

Hütten (Zürich) 2278. 

Hundslein (Appenzell^ 67S5. 



XXIV 



Höbenverzeichniss in Pariser Füssen. 



.lamans, Col de (Waadt; 3783. 

Jean, St. (Neuchatel 1343. 

Igis (Graubünden; 1773. 

Ilanz (Graubünden! 'i\'\'2. 

Indcn (Wallis) 3620. 

Ins (Bern) 1610. 

Interlaken (Bernj 1753. 

Inzlingen (Baden) 1167. 

Jochpass (Unterwaiden; 6905. 

Jolimont (Bern) 1859. 

Jorat bei Lausanne fWnadI 2857. 

Irchel (Zürich) 2143. 

Isella am Simplon (Italien; 2042, 

.lulierpass (Graubünden) 7040. 

Juslistiial am Thuner See (Bern) 3760. 

Kandersteg (Bern) 3602. 

Kasten, Hoher (Appenzell) 5538. 

Katzensee bei Zürich (Züricli) 13C1. 

Klönthal (Glarus) 2475. 

Klosters i'Graubünden) 3709. 

Krayalp (St. Gallen) 6156. 

Kreuzungen (Tiuirgau) 1304. 

Küttigen (Aargau) 1307. 

Kyburg, Schloss (Zürich) 1939. 

LachauKdefonds (Neuchatel) 3071. 

Landeron (Neuchatel) 1345. 

Langnau (Bern) 2068. 

Lägernberg bei Baden (Aargau) 2654. 

Languard, Piz (Graulninden) 10,053. 

Laret, Alp, bei St. Moritz (Graubünden) 6460. 

Latrigen (Bern) 1385. 

Latsch (Graubünden) 4950. 

Lauenen (Bern) 3879. 

Lausanne (Waadt) 1583. 

Lauterbrunnen (Bern 2434. 

Lavey (Waadt) 1333. 

Lax (Wallis) 3451. 

Lecco (Italien) 926. 

Lenk (Bern) 3309. 

Lenz (Graubünden] 4063. 

Lenzburg (Aargau) 1222. 

Loonhard, St. (St. Gallen) 1558. 

Leuk, Stadt (Wallis) 2438. 

Lenker Bad (Wallis) 4 536. 

Lichtensteig (St. Gallen) 2611. 

Liestal (Baselland) 962. 

Lrgerz (Bern) 1335. 

Ligniöres (Neuchatel; 2485. 

Locarno (Tessin) 641. 

Locle [Neuchatel; 2826. 

Lostorf iSolothurn; 1394. 

Luc, Sl. (Wallis) 5054. 



Lugano (Tessin) 926. 

Lungern (Unterwaiden) 2241. 

Luzern (Luzern) 1347. 

Macugnaga (Italien) 4039. 

Magadino (Tessin) 616. 

Maienfeld (Graubünden) 1555, 

Malans (Graubünden) 1718. 

Maloja (Graubünden) 5393. 

Mandach (Aargau) 1864. 

Manis (Graubünden) 3573. 

Marly bei Freiburg (Freiburg 1804. 

Martigny (Wallis) 1302. 

Marwies (Appenzell) 6310. 

Matt (Glarus) 2543. 

Maurice, St. (Wallis) 1259. 

Meiringen (Bern) 1863. 

Mellingen (Aargau) 1072. 

Mels (St. Gallen) 1536. 

Mendrisio (Tessin) 1250. 

Mettmenstetten (Zürich) 1459. 

Metzerlen (Solothurn) 1767. 

Moerel (Moerill; (Wallis) 2383. 

Moerschwyl (St. Gallen) 1736. 

Moleson (Freiburg) 6172. 

Mollis (Glarus) 1379. 

Montcherand (Waadt) 1376. 

Mont d'Or (Frankreich) 4504. 

Montmirail (Neuchatel; 1385. 

Moosseedorf (Bern; 1635. 

Morges (Waadtj 1154. 

Moritz, St. (Graubünden) 3464. 

Moro, Monte (Wallis) 8386. 

Moudon (Waadt) 1583. 

Mühlen (St. Gallen) 1524. 

Münchenbuchsee (Bern) 1616. 

Münster (Wallis; 4168. 

Muottas bei Samaden (Graubünden) 7942. 

Muraigl, AlpbeiSamaden i Graubünden) 67 72. 

Muranza, Val (Graubünden; 6705. 

Murren (Bern) 5017. 

Nairs (Graubünden) 3760. 

Naters (Wallis] 2385. 

Neftenbach (Zürich) 1277. 

Neuchatel (Neuchatel) 1346. 

Neuveville (Neuenstadt) (Bern 1{;'i4. 

Nidau (Bern) 1416. 

Niesen (Bern) 7280. 

Nikolas, SL (Wallis) 3580. 

Nürensstorf (Zürich) 1582. 

Nyon (Waadt) 124 6. 

Obefgestelen (Wallis) 4174. 

Obshildeii (ihuiis 21196. 



Höhenverzeichniss in Pariser Füssen. 



XXV 



Ofiringen Aargan 1216. 

Ollon (Waadt; 1893. 

Ölten (Solothurn; 1216. 

Orbe (Waadt) 1376. 

Ormont (Ormond) (Waadt) 3;i81. 

Ofa, Alp bei Pontresina (Graubünden 6928. 

Othmarsingen (Aargau) 1221. 

Oucliy (Waadt; 1154. 

Palezieux (Waadt) 1986. 

Palpuogna bei Bergiin Granbiinden; 5904. 

Panex (Waadt) 2847. 

Panixer Pass (Glarus) 7425. 

Parpan (Graui)ünden) 4633. 

Passwang (Solotliurn) 3094. 

Payerne (Waadt) 1391. 

Pfäfers (St. Gallen) 2525. 

Pfäffikon (Zürich) 1665. 

Pfynwaid (Wallis) 1715. 

Pilatus (Luzern) 6858. 

Ponte (Graubünden) 520 J. 

Pontresina (Graubünden) 5566. 

Po-scliiavo Graubünden) 3118. 

Prägels (Bern) 2550. 

Proniontogno 'Graubünden) 2521. 

Ragaz (St. Gallen) 1664. 

Randa (Wallis) 4535. 

Randen (Schaffliausen) 2594. 

Raron (Wallis) 2322. 

Rawyl (Bern) 6970. 

Renan (Bern) 2758. 

Rheineck (St. Gallen) 1234. 

Rheinfelden Aargau) 840. 

Rhone, Hohe ^Zürich u. s. w. 3781. 

Rhonegletscher (Wallis) 5390. 

Richetligrat (Glarus) 6970. 

RifTelberg bei Zermatt (Wallis; 7910. 

Rigi (Scliwyz) 5541. 

Rorschach (St. Gallen 1233. 

Rosegg, Val (Graubünden) 5975. 

Rosenlaui (Bern) 4160. 

Rossiniere (Waadt) 2798. 

Roveredo (Graubünden 911. 

Rueggisberg (Bern) 2855. 

Rupperswyl (Aaigauj 1115. 

Saanen (Bern) 3149. 

Saas (Wallis) 4982. 

Safenwyl (Aargau) 1484. 

Saillon (Wallis) 1743. 

Saleve, Mont, bei Genf 3605. 

Salgetsch (Wallis) 2170. 

Salvatore, Monte (Tessin) 2797. 

Salvan i Wallis) 2850. 



Samaden (Graubünden, 5362. 
Sandalp, obere (Glarus) 5966. 
Sardasca (Graubünden) 6033. 
Saargans (St. Gallen) 14 96. 
Saxon (Wallis) 1644. 
Scaletta (Graubünden) 8062. 
Schaefler (Appenzell) 5843. 
Schafmatt bei Ölten (Solothurn) 2362. 
SchatThausen (SchatThausen) 1222. 
Schangnau (Bern) 3100. 
Schännis (St. Gallen) 1361. 
Scheidegg, grosse (Bern) 6037. 
Schinberg (Aargau) 2247. 
Schinznach (Aargau) 1057. 
Schniadribach der Gemnii (Bern) 6360. 
Schnebelhorn (Zürich) 3987. 
Schupfen (Bern) 1607. 
Schuls (Graubünden) 3725. 
Schwarenbach der Gemnii (Wallis) 6360. 
Schwarz-Brünneli am Gurnigel (Bern) 4020. 
Schwarzenegg (Bern) 2915. 
Schwarzer See bei Zermatt (Wallis) 7873. 
Schwendi (Appenzell) 2589. 
Seealpthal (See) (Appenzell) 3515. 
Seedorf (Bern) 1776. 
Seen (Zürich) 1404. 
Septimer (Graubünden) 7115. 
Sertigthal (Graubünden) 5369. 
Sierre (Siders) (Wallis) 1696. 
Sils-Maria (Graubünden) 5510. 
Silvajjlana (Graubünden) 5587. 
Silvretta-Gletscher bei Klosters Graubün- 
den) 6391. 
Simpeln (Wallis) 4340. 
Simplon, Pass (Wallis) 6218. 
Simplon, Hospiz (Wallis) 6183. 
Sion (Sitten) (Wallis) 1625. 
Siselen (Bern) 1478. 
Sissach (Baselland) 1141. 
Soglio (Graubünden, 3349. 
Solothurn (Solothurn) 1355. 
Sorvilier (Bern) 2158. 
Souaillon (Neuchätel) 1354. 
Sparenalp bei Klosters (Graubünden) 4880. 
Speer (St. Gallen) 6021. 
Splügen (Graubünden j 6510. 
Stachelberg (Glarus) 2044. 
Sfaffelegg (Aargau) 1918. 
Stalden (Wallis) 2567. 
Steinegletscher am Susten Bern) 574 3. 
Stelvio, Pass (Tirol) 8610. 
Stockhorn (Bern) 6767. 



XXVI 



Höhenverzeichniss in Pariser Füssen. 



Suchet, Moni (Waadt) 4912. 

Surenenpass (Unterwaklen) 7076. 

Sustenpass (Bern) 6957. 

Tamins (Graubünden) 2106. 

Täsch (Wallis) 4Ü78. 

Tarasp (Graul)ünden) 3417. 

Tavanasa (Graubünden) 24:26. 

Teufelsbrücke (üri) 4294. 

Teufen (Appenzell) 2537. 

Thalweil (Zürich) i472. 

Thielle (Zihl) (Bern) 134S. 

Thun (Bern) 1730. 

Tiefenkasten (Graubünden) 2650. 

Toess (Zürich) '1324. 

Tour d'Ai (Waadt) 7336. 

Tour de Gourze (Waadt) 2858. 

Trafoi (Tirol) 4765. 

Tramelan (Bern) 2857. 

Trininüs (Graubünden) 3315. 

Trins (Graubünden) 2647. 

Trons (Graubünden) 2648. 

Trübseealp bei Engelberg (Untorwalden) 

5800. 
Turtig (Wallis) 1986. 
Turtmann (Wallis) 2070. 
Uetliberg (Zürich) 2687. 
Umbrail, Piz, am Stelvio (Italien) 9340. 
Unterseen (Bern) 1724. 
Urbachthal (Bern) 2827. 
Urweid (Born) 2343. 
Ltzwyl, Nieder- (St. Gallen) 1592. 
Utzwyl, Ober- (St: Gallen) 1761. 
Valengin (Neuchatel) 2011. 
Valzeina (Graubünden) 3725. 
Varen (Varon) (Wallis) 2407. 
Vettan (Graubünden; 5070. 
Vevey (Waadt) 1154. 
Via mala (Graubünden) 2657. 
Vicosoprano (Graubünden) 334 6. 
Viege (Vispach) (Wallis) 2216. 
Viesch (Wallis) 324 4. 
Viescher Wald (W^illis) 3581. 



Villeneuve (Waadt) 1154. 
Villigen (Aargau) 1121. 
Villmergen (Aargau) 1288. 
Visperterminen (Wallis) 4205. 
Vulpera (Graubünden) 3925. 
Wädensweil (Zürich) 1505. 

Wäggis (Luzern) 1347. 

W^aldhäuser bei Flims (Graubünden) 3392. 

Waldkirch (St. Gallen) 1952. 

Wallenstadt (St. Gallen) 1315. 

Walperswyl (Bern) 1371. 

Wartburg (Solothurn) 2099. 

Wa.sen (Uri) 282'.. 

Wasserfluh (Aargau) 2675. 

Wattwyl (St. Gallen) 3158. 

Wauwyl (Luzern) 1622. 

Weissbad (Appenzell) 2524. 

WcLssenburg (Bern) 2270. 

Weissenstein, oberhalb Bergün Graubün- 
den) 6249. 

Weissenslein , oberhalb Solothurn (Solo- 
thurn) 3919. 

Wengen (Bern) 4011. 

Wengernalp (Bern) 5797. 

Wesen (St. Gallen) 1310. 

Wettingen (Aargau) 1127. 

W^ildegg (Aargau) 1356. 

Wimmis (Bern) 1678. 

Winterthur (Zürich) 1358. 

Wohlen (Aargau) 1287. 

Wülflingen (Zürich) 1318. 

Würenlos (Aargau) 1378. 

Wyl (St. Gallen) 1816. 

Yverdon (Waadt) 1345. 

Yvorne (Waadt) 1468. 

Zermatt (Wallis) 5073. 

Zernetz (Graubünden) 4 608. 

Zizers (Graubünden) 1748. 

Zmutt (Wallis) 6588. 

Zofingen (Aargau) 1342. 

Zürich (Zürich) 1268. 

Zweilülschin 1705. 



I. Rhopalocereii. 

Papilioniden. 
Papilio L. 

P. Podalirius L. {Hübner [Hb.] 388. 389). 

Raupe (R.) an Schlehen- und Pflaiimenhäumen ; ebenso an Prunus avium 
[R.Benleli [Beut.]] . Der Psalter (F.) in zwei Generationen vom Mai bis Juni hin- 
ein, dann im Juli und August kommt über die ganze schweizerische Hoch- 
ebene zwischen Jura und Alpen, bald seltener, bald häufiger, vor; er liebt 
Rergspitzen und sonnige Hänge und pflegt etwa 3000' Meereshöhe nicht zu 
überschreiten. Doch begegnete ihm Wocke [Wo.) ausnahmsweise noch im 
angrenzenden Tiroler Dorf Trafoi in 4765' Höhe. 

Die zweite Generation wird nach Meyer-Dür [31. -D.) an den heissen 
Hängen des Unterwallis zwischen Raron (2322') und luden (3620') weiss- 
licher mit Annäherungen an die südeuropäische Varietät Zanclaeus Zeller Z.) 
(S. Isis 1847. 213 1). 

P. MachaonL. [Hb. 390. 391). 

R. an Daucus carota und einer Anzahl anderer Umbelliferen. 

Ueberall gemein, im Tieflande mit doppelter (Mai, Juni, dann Juli und 
August) im höheren Gebirge nur mit einfacher Generation Juli und August). 
Im Gegensatze zur vorigen Species steigt P. Machaon mit vereinzelten Stücken 
hoch im Gebirge bis zu 6 und 7000' auf (beispielsweise im Ober-Engadin 
und auf der Franzenshöhe des Stelvio 6717'). Die Exemplare des zweiten 
Fluges haben die Neigung, ein dunkleres Gelb sowie einen weniger breiten 
Dorsalstreifen des Hinterleibs zu gewinnen 2). 



1) Wir begegnen liier zum ersten Male einem Verhältniss, welches uns später nocli 
öfter entgegentreten wird, jener Verschiedenheit der Exemplare zweier Generationen. 
M'a^/ace hat dafüi- das schreckliche Wort »Sa ison -Dimorp h ismus« erfunden. Neben 
diesem ze itl ichen Dimorphismus unterscheiden wir noch den geschlechtlichen, 
d. h. die Verschiedenheit des Mannes und Weibes. 

2) Das Genus Thais F. mit der Spezies Polyxena S. V. dürfte unserem Faunen- 
gebiete wohl fehlen. Allerdings soll nach Füssly (vergl. Meisner [Ms] das Thier vor langer 
Zeit einmal im Tessin gefangen worden sein. Trapp begegnete ihm am 19. April 1857 
zahlreich in den Weinbergen des italienischen Stadtchens Orta. 

Frey, Lepidopteren. ^ 



"2 I. Rhopaloceren. 

Parnassius Latr. [Doritis 0.]. 
Unser Faunengebiet l)eherbergt die drei europäischen Formen. 

P. Apollo L. (Hb. 396. 397. 730. 731). 

R. im Früliling an Sedum album , nach TreitschJie [Tr.) auch an S. 
Telephium. 

F. mit längerer individueller Flugzeit in einer, aber lang ausgezogener 
Generation , welche nach Klima und Erhebung von Ende Mai bis weit in 
den August sich erstreckt. Das Thier bevorzugt sonnige Halden und Fels- 
lehnen. 

In der schweizerischen Ebene nur selten und vereinzelt; dagegen sehr 
verbreitet am Jura, von Schaffhausen, dem Lägernberg bei Baden und von 
Basel bis zum Genfer See. Er erreicht hier auf dem Chasseral 4955' Höhe. 
Dann in der ganzen Alpenkette , allerdings vorwiegend in den Thälern und 
in geringerer Erhebung, doch auch in Höhen von 6000 und 6500'. Bis zur 
Baumgrenze reicht er freilich nur ausnahmsweise einmal [Wo.); Ober- 
Engadin am Fusse des Fex-Gletschers {Bischoff [Bi.]); Celeriner Alp {3Ien- 
gelbir [Mgb.]; schwarzer See bei Zermatt [Jäggi [Ja.]). Hier also zuletzt in 
7873' Meereshöhe i) . 

P. Delius Esp. {Hb. 649—652, 684, 685 und Herr ich -Schaff er [H.-S.] 
317—318). 

R. auf Saxifraga aizoides an nassen, vielfach überwässerten Stellen, 
wozu Z. in seiner Bergüner Fauna (faun. berg.) zu vergleichen ist 2). 



1) M.-D. hebt mit Recht hervoi'; dass der alpine P. Apollo kleiner sei, dass die weisse 
Grundfarbe der Flügel klarer, mehr milchweiss erscheine, sowie die Augenspiegel meist 
kleiner und blasser als beim jurassischen. Letzterer dagegen besitze ein dichteres , mehr 
in's Gelbliche ziehendes Weiss, wovon die schwarzen Flecke und hochrothen Augenspiegel 
zierlich abstechen. Von Interesse ist dann noch die richtige Bemerkung, dass an den 
Exemplaren des Jura der Inncnrandfleck des Vorderflügels auf der Unterseite roth gekernt 
erscheint, nicht aber beim alpinen Apollo. 

Man begegnet als sehr seltenen Vorkommnissen in unserm Faunengebiete Exemplaren, 
bei welchen der äussere Vorderrandsfleck des ersten Flügelpaares sowie dessen Innen- 
randsfleck oberwiirts roth gekernt sind (nach Art des P. Delius). 1875 fanden sich einige 
derartige Stücke auf der Sissacher Fluh (2161') {Christ); einmal erhielt der alte An- 
deregg (der Stammvater der bekannten Sammler-Familie) das Thier im Wallis [M.-D.). 
Eine Aberration mit gelben Flecken bei Homburg in der Nähe Basels gefangen (F. Burch- 
hardt). Eines am 10. October (I) 1816 auf dem Hügel Tourbillon bei Sion gefangenen 
Zwitters gedenkt endlich Meisner (Ms.). 

2) In sonderbarem Gegensatze steht eine Angabe von M.-ü. Er fand im Obercngadin 
bei Ponlresina in den ersten Junitagen die Raupen lebhaft hin- und herkriechend auf 
den mit Scmpervivum überzogenen Felsen und Mauern der Strasse (Schweiz, ent. Zlsciu-. 
1. 143). 



Pierlden. 3 

F. der schweizer'schen Ebene und dem Jura gänzlich fehlend, daeeeen 
in weitester Verbreitung durcli unsere Alpen vorkommend , und zwar von 
Chamouny bis über die Ostgrenze hinaus am Stelvio. Auch den nördlichen 
Alpen , denjenigen der Cantone Glarus [Heer] und St. Gallen [Keiser] fehlt 
er nicht. 

Die Flugplätze sind nasse Stellen, die Ufer der Bäche, versumpfte Wie- 
sen. An trocknen , felsigen Abhängen könnte man höchstens einem ver- 
sprengten Exemplare begegnen. 

• Die schöne , auch durch ihre Variationen interessante Spezies beginnt 
wohl schon bei etwa 4000'. (Z.) bei Bergün in Graubünden (4275); Simplon 
{Christ). Elevationsgrenze 7 — 7500'. Auf den höchsten alpinen Grenz- 
plätzen des Insektenlebens fehlend [Frey] . 

P. Mnemosyne L. [Hb. 398), 

R. auf Corydalis [Kindermcmn] . 

Der F. fliegt auf feuchten Grasstellen im Juni und Juli . aber nur lokal 
und bis zu sehr massiger (höchstens wohl 5000' betragender) Erhebung in 
unseren Alpen. Dem Jura und der Ebene fehlt er. 

Im Wallis häufig Lenker Bad (4536'), Baltschieder Thal, Simplonstrasse 
etwas oberhalb Brieg [Trapp], sowie noch oberhalb Berisal (4768') ; weiter 
westlich im Val de TArolla und am Col de Trient [Riggenhach-StehUn [ß.-S.]); 
Urbachthal hinter Meiringen im Canton Bern [M.-D., Snell und Ja.) ; im 
Gadmenthal bei 4500' [Rätzer [Rii.]); Umgebungen Engelberg's im Surenen- 
thal und Engst lenalp [Ms.) ; ebenso im Gentelboden nahe am Abhang der 
Engstlenalp [derselbe); Wasen (2823') Canton Uri nach Wullschlegel [Wu.]; 
Weggithal [Frey); über Einsiedeln (2803'); im Alplhal am Fusse der Mythen 
nicht selten [M. Paul); auf Wiesen bei Pfäfers (2525') und Bergen um Wallen- 
stadt (1315') [Eisenring); Valzeina (3725') [Atnstein] . Graubünden, Veltlin 
und Chamouny (3232') [Salis-Marschlins und M.-D.i. Im Bezirk des Stelvio 
scheint er nach [Wo.) zu fehlen. 

Pieride n. 

Aporia Hb. 

A. Crataegi L. [Hb. 399. 400j. 

Die überwinternde R. an Schlehen, Pflaumenbäumen, Weissdorn, Sorbus 
aucuparia. Im Hochgebirge neben letztgenannter Pflanze noch an Prunus 
padus [Wo.) und Cotoneaster [Frey). 

F. im Juni mancher Jahre gemein, höher aufwärts im Juli und noch im 
August fliegend, ohne die Laubholzgrenze jedoch zu überschreiten. Noch bei 
Bergün (Z.), Sils-Maria im Oberengadin (5558')i [Frey] und im benachbarten 
Trafoi [Wo.] . Elevalion in den südlichen Alpen etwas über 5500'. 



I. Rhopaloceren. 



Pieris Schrk. 

C. Brassicae L. [Hh. 401—403). 

R. an Kohlgewächsen. 

F. im Tieflande der Schweiz in doppeller Generation (Mai und Juni — 
dann im Juli und August) überall gemein. Schon in der Höhe von Evolena 
im Unterwallis [Trapp], also in einer Erhebung von 4245' wird die Genera- 
tion zur einfachen. Unser Thier , allerdings als vereinzeltes Vorkommniss, 
gewinnt noch Höhen von 7 — 8000' ; so nach meinen Beobachtungen auf dem 
Riffelberg bei Zermatt 7910', auf der Fuorcla da Surlej im Oberengadin, so- 
wie auf dem Albula-Passe (7120') i). 

P. Eapae L. [Hb. 404. 405). 

R. von denselben Futterpflanzen wie die vorherige Art lebend. 

F. in der Ebene in doppelter Generation, im Hochgebirge mit einfacher. 2) 
Hier geht er vereinzelt bis gegen die Schneegrenze. Neben den bei P. 
Brassicae genannten Flugplätzen seien beispielsweise noch die Gemmi 7086' 
[M.-D.), sowie Schilthorn und Tschingelgletscher erwähnt. 

P. Napi L. [Hb. 406. 407) und Var. Bryoniae Hb. [Hb. 407). 

Ich bin sehr geneigt mit Weismann (Studien zur Descendenz-Theorie I, 
28) in Bryoniae die alte dimorphe Stammart der Eiszeit und in Napi die 
nachträglich entstandene, monomorphere Gestalt der Ebene zu erblicken. 

^) Heber die Verschiedenheit beider Generationen bemerkt M.-D. : 

Bei der Frühlingsgeneration sind die Hinterflügel breiter und an der Basis schwarz 
bestäubt. Die Vorderflügelspitze ist grau , nicht sehr scharf von der weissen Grundfarbe 
abstechend. Der Hinterleib oben schwarz, aber mit weisslicher filzartiger Behaarung 
überzogen. 

Die Sommergeneration führt mehr rundliche, an der Basis kaum merklich geschwärzte 
Hinterflügel, tiefschwarze Flügelspitze , welche nur dem Rande nach graulich erscheint. 
Die weissliche Behaarung des Hinterleibes fehlt. Er ist oberwärts tief schwarz, unten weiss. 

2) "Wir folgen wiederum hinsichtlich der Verschiedenheiten beider Generationen M.-D. 

Die Frühlingsfalter mattw eiss, Vordertlügelspitze schmal graulich , die Wurzel beider 
Flügelpaare schwarz bestäubt. Der Mitteltleck der Vorderflügel , sow ie der Fleck am 
Vorderrand der Hinterflügel klein, meist blass graulich, oder auch ganz fehlend. Die 
linterseite der Hinterflügel mattgelb mit schwarzer Bestäubung, welche besonders durch 
die Medianader zu einem Streifen sich anhäuft. Lang behaarter Hinterleib. 

Die Sommerfalter etwas grösser, reiner, weiss mit viel breiterer schwarzer oder 
schwärzlicher Spitze, meist grösseren und stärkeren Mitteltlecken namenilich beim 5, 
welches noch einen grauen Schattenstreifen am Innenrand besitzt. An der Wurzel der 
Hintertlügcl fast ohne alle schwarze Bestäubung (was auch noch bei der Sonuiiergeneration 
der nachfolgenden Arten P. Napi und Daplidice vorkommt). Unterseite der Hinterflügel 
einfarbig blassgelb mit kaum merklicher schwärzlicher Bestäubung in der Mitlelfalte. Die 
Weiber oberwärts auffallend gelblich, die schwarzen Flecke und die verdunkelte Flügel- 
spitze stärker und deutlicher hervortretend. Hinterleib nicht so dunkel, etwas weisslich 
behaart. 



Pieriden. 5 

R. neben Kohlarten an Reseden, Turritis glabra und Biscutella. 

Als Napi in zwei (gegenüber der vorigen Art etwas früheren) Genera- 
tionen durch die ganze Ebene häufig ^j . 

Die Männer der Var. Bryoniae erinnern mehr an die Frühlingsgeneration. 
Der Grundton der weiblichen Flügel wechselt sehr. In niederen Lokalitäten, 
wie z. B. bei Meiringen 1865'), kommen Uebergänge vor iM.-D.). 

Von allen Alpen, namentlich aus geringeren Erhebungen , während in 
beträchtlicher Höhe die dimorphe Form selten wird, ebenso vom Jura 
(Hasenmatt (4460'), Nesselboden, Brennets (2548') vom Doubs, sowie von 
Tramelan im berner Jura (2857') [Guedat [Ge.]) , vom Chasseral (4955') [Couleru 
[Coul.]]. Hier, auch in den Waadtländer Alpen (Dent de Janian, Ormond 
(3581') etc.) behalten die Flügel einen mehr gelblichen Farbenton [M.-D.]. 

P, Callidice Esp. [Hb. 408. 409). 

Die Nahrungspflanze derR. unbekannt. Die graue Puppe unter Steinen. 

F. auf allen Alpen, denjenigen von Graubünden, Glarus, St. Gallen öst- 
lich, ebenso dem Pilatus [Knecht) bis nach Chamouny, bald seltener, bald 
häufiger. Seine Generation ist eine einfache. In tieferen Lagen kann man 
ihm schon in den letzten Maitagen (Z.) oder im Juni begegnen, während er 
an höheren und höchsten Stellen im Juli und August sehr rasch umherfliegt. 
Bereits bald oberhalb Rosenlaui (4600') beginnend [M.-D.)j geht er über 
8000' und mehr, bis an die Schneegrenze (Piz Gorvatsch in Graubünden, 
Gorner Grat (9346') und Zermatter Berge überhaupt [Frey]). 

Im Gegensatze zur vorigen Art fehlt P. Callidice dem Norden gänzlich. 
Sie kommt typisch nur noch in den Pyrenäen und dann als Var. Chrysidice 
H.-S. auf dem Hochgebirge Kleinasiens vor. 

P. Daplidice L. [Hb. 414. 415) und Var. Bellidiee O. [Hb. 931—934). 

R. zweimal im Jahre an Kohlarten , an Reseda lutea, Turritis glabra, 
Alyssum etc. 

Die beiden Erscheinungsformen des F. sind so verschieden, dass sie 
schon in älterer Zeit Ochsenheimer [0.] dahin führten, die kleinere Frühlings- 
generalion mit dem Namen der Bellidiee zu versehen. 



1) Die erste Generation nach M.-D. etwas kleiner. Aussenrand der Vorderflügel 
convex, Hinterflügel breit gestreckt. Basis aller vier Flügel lebhaft schwarz (beim (5 auch 
der Vorderrand). Die Adern nach dem Hinterrand verbreitert, schwärzlich auslaufend. 
Die Adern der Hinterflügel sämmtlich grün bestäubt und nach oben durchschimmernd. 
Flügelspitze und Vorderflügelflecke oberwärts grau. 

Die zweite Generation, oftmals als ausgebildete Napaeae Esp. (Hb. Fig. 664. 665) vor- 
kommend, erscheint grösser (namentlich im weiblichen Geschlechte', mit gerundeteren 
Hinterflügeln und reinerem Weiss. Flügelspitze und Flecke treten scharfer hervor , die 
schwarze Bestäubung der Wurzel fällt geringer aus, die Hinterflügeladern schimmern viel 
weniger hindurch. Die Unterseite der Hinterflügel bald blass, bald gelblich; die schwärz- 
lich grüne Bestäubung der Adern tritt stark zurück. 



6 I. Rhopaloceren. 

Die geographische Verbreitung des im April und Mai zum ersten , und 
im Juli und August zum zweiten Male fliegenden Thieres ist bei uns eine 
eigenthümliche. Häufiger ist es nur im Hauptthale des Wallis schon mit der 
Frühlingsgeneration [Jenner] ^ als namentlich mit der sommerlichen. Letztere 
traf ich bis St. Nikolas im Vispthale (3580') öfters. Schon nach dem Genfer 
See hin wird Daplidice spärlicher , und in den meisten übrigen Gegenden 
unseres Faunengebietes erscheint unsere Spezies selten oder wird einmal als 
merkwürdiges vereinzeltes Vorkommniss bemerkt. So wurde beispielsweise 
in einer langen Jahresreihe ein Exemplar bei Zürich (allerdings einer armen 
Localität) gefangen. — Von Ingis am Neuenburger See (R. Snell); St. Gallen 
{Täschler [Tä.\]; Schaffhausen [Trapp j; Basel (mit häufigerer Sommergenera- 
tion); Liestal (962') [Christ); Schupfen (1607') im Canton Bern [Rothenbach 
[Rthb.\). Um Bern seit den Tagen von Ms. selten geworden und nur noch 
stellenweise vorkommend, z. B. bei Elfenau [Bent.]. Von Zofingen (1342') 
und Lenzburg (1222') im Aargau [Wu.]. Aus Graubünden fehlt sogar jede 
neuere Nachricht, während P. Daplidice dort früher getroffen wurde. 

Authocliaris Bsd. 

A. Beüa Cr. [Hb. 417. 418) Var. Simplonia Frr. [Hb. 926—928). 

Die R. der bei uns wohl allein erscheinenden Varietät ist noch unbekannt. 

Der F. erscheint lokal im südwestlichen Theile unseres Faunengebietes. 
Der centralen und östlichen Schweiz fehlt er gänzlich. Dann begegnet man 
ihm in der östreichischen Bergwelt auf den Seisser und Antholzer Alpen. 
Endlich soll er auf denjenigen des Altai fliegen. 

Simplonia ist von Anfang Juni bis Mitte Juli durch das Wallis in Er- 
hebungen von 3 — 5000' sehr verbreitet [Trapp- Simplon [Änderegg, Christ); 
Laquinthal bei Simpeln [Ja.); aber auch schon bei Visp in 2216' Höhe 
[Christ, Ja.) und noch auf dem Ryff'elberg bei Zermatt und ferner im AroUa- 
thal [R.-S.]. Ein Exemplar bei Kandersteg (3602') am 15. Juli wohl ver- 
irrt [Trapp). 

Die typische Frühlingsform Belia soll etwas abgeflogen schon Anfangs 
Mai bei Sion an Wiesen längs der Rhone gefangen sein [Trapp). 

Unserer Ansicht nach herrscht hier das gleiche Verhältniss wie bei P. 
Bryoniae und Napi. Simplonia die alte Grundform hat sich nachträglich in 
Belia und Ausonia fib. umgewandelt. 

A. Cardamines L. Hb. 419. 420. 424. 425). 

R. an Turritis glabra, Sisymbrium alliaria , Arabis Gerardi , Barbaroa 
vulg. etc. 

F. überall von Ende April durcli den Mai bis in den Juni ; in höheren 
Gegenden später, so bei Bergün bis in den Juli [Z.]; St. Moritz (5464'. An- 
fang Juli [Mengelbir [Mgb.]); nach der Mitte desselben bei Guttannen (3291'); 
oberes Gadmenthal (über 3700') ; Justisthal (3760') oberhalb Merligen am 



Pieriden. 7 

Thunersee [M.-D. Jenner); Leuk (2438') [Ja.]; bei Zermatt (5073') noch An- 
fangs August (Frey) . 

Die Höhengrenze dürfte also zwischen 5 — 6000' liegen. Doch ist die 
Art hier nur noch sehr vereinzelt vorhanden ; das schwarze Querzeichen des 
Vorderflügels verkleinert sich dabei. 

A. Eupheno Esp. Hb. O. L. (?). Euphenoides Stg. [Hb. 421 — 423). 
In den letzten Jahren'ani Monte Bre (2909') bei Lugano von einer Basler 
Dame, Frau Süffevt-Mieg gefangen. 

Leucophasia Steph. 

L. Sinapis L. [Hb. 410. 411) und Varr. Lathyri Hb. [Hb. 191. 798). 
Diniensis Bsd. Erysimi Bkh. 

R. an Lotus corniculatus, Latliyrus pratensis und Trifolium pratense. 

F. in der ganzen schweizerschen Ebene, April bis in den Juni und dann 
Mitte Juli in den August hinein. 

Die Frühlingsgeneration [Hb. 410. 411) beim r^ mit grauschwarzer 
Flügelspitze (unterwärts gelblich) und zwei darunter in den Rand verdunkelt 
auslaufenden Adern. Unterseite der Hinterflügel lebhaft grün -gelblich. 
Q statt des dunklen Fleckes in der abgerundeteren Flügelspitze nur mit 
einigen verdunkelten Adern oder einförmig weiss. Die Unterseite der Hinter- 
flügel wie beim q^. 

Zweite Generation mit reinerem Weiss, tief schwarzem Fleck in der 
Flügelspitze fast ohne dunkle Aderausläufe. Unterseite der Hinterflügel heller 
(bei Exemplaren von Bellinzona [729'] auffallend gelblich nach Trapp . Q 
auf beiden Flächen fast rein weiss. 

Im Wallis geht die Sommergeneration nahe an die südliche Varietät 
Diniensis. Bei Varen (2407') in der Nähe Leuk's von Christ gefangen. 

Var. Lathyri kam ganz vereinzelt bei Basel und Liestal vor [Knecht^ 
Christ:. Auch Annäherungen an Erysimi fehlen nichf [Christ]. Die beiden 
letztgenannten Formen von Oftringen (1216') und Lenzburg [Wu.). Unsere 
Art geht im Gebirge höher hinauf, als man früher annahm. Bergün im Ge- 
wände der Frühlingsform von Ende Mai bis in den Juli (Z.); oberhalb Zerraatt 
nach der Julimitte [Trapp). Am Stelvio sogar noch bei 6000' [Wo.]. 

Colias Fab. 

C. Palaeno L. Hb. 434. 435 und 602. 603) (Philomene) sowie Var. Eviro- 
pomene O. und Var. Q Werdandi H.-S. 41. 42. 621). 
R. an Vaccinium uliginosum. 

Linne hatte wohl die nordische Form [H.-S. 403. 404), welche Stgr. als 
Var. Lapponica aufführt (beim (J' oberhalb blassgelb, mit schmaler schwärz- 
licher Randbinde und grünlicher Unterfläche der Hinterflügel), bei seiner Be- 
schreibung vor Augen. 



8 I. Rhopaloceren. 

Bei uns in der Schweiz, wie auch im Schwarzwald (Torfmoor von Hin- 
terzarten) sowie in den Vogesen (See von Lipach) kommt die typische Palaeno 
vor, welche in dem Faunengebiet unmerklich in Var. Europomene {(^ kleiner, 
lebhafter gelb, schwarze Binde breiter) übergeht. Die weiblichen Exemplare 
fallen alsdann weisslich gelblich, schwach gelb oder lebhaft citronengelb aus 
(Werdandi H.-S.) . 

Der schöne Falter beginnt schon mit 2600'. Ende Juni und im Juli, 
natürlich lokal, meist an nassen Stellen , wo die Nahrungspflanze vielfach 
wächst, um vier bis sechs Wochen später in Höhen von circa 6500' zu endigen. 
Auf den höchsten Flugplätzen fehlt er. Vom Wallis bis zur Ostgrenze Grau- 
bündens bald seltener, bald häufiger. 

Var. Werdandi aus dem Wallis {Anderegg); Alpen von Obergestein zwi- 
schen 5—6000' [Frey); von Bellalp [6317'); M. Thion; Engelberg (3085' 
[Christ); Engadin bei St. Moritz und Weissenstein (6249') [Frey) ; Berge um 
Churwalden [Huguenin [Hug.]); Davos [R.-S.). 

Ob C. Palaeno dem Tieflande zukomme, steht anhin. 31. erwähnt eines 
bei Luthry am Genfer See, Trapp eines bei Burgdorf (1749') gefangenen 
Exemplares. Dagegen schon vom Torfmoor bei Einsiedeln [Paul) ; ebenso 
vom See des Taillieres im Neuenburger Jura [31s.) und aus dem Bernischen 
von Tramelan [Ge]. 

C. Phioomone Esp. [Hb. 436. 437). 

B. noch unbekannt. 

Der schöne, namentlich im männlichen Geschlechte sehr variable F. (aus 
welchem möglicherweise C. Hyale hervorgegangen ist) erscheint bald seltener, 
bald häufiger auf dem ganzen Alpengebiete der Schweiz von der Westgrenze 
bis zum Stilfser Joch. Nach der Erhebung schon vom Juni an bis tief in den 
August. Als tiefste Fundstelle kennen wir Obslalden am Wallensee (2096') 
[Christ). Ueber der Begion des Baumwuchses oftmals sehr häufig (z. B. Pass- 
höhe des Albula). Höhengrenze etwa 7500—8000'. 

C. Hyale L. [Hb. 438. 439. ? H.-S. 33. 34. 

B. (sowohl grün als bunt gezeichnet) an Trifolium, Medicago, Coronilla, 
Vicia und Hippocrepis comosa. 

F. gemein in der ganzen Hochebene mit 2 Generationen, einer spär- 
licheren (Mai und Juni) und einer reichlicheren (Juli bis September). Höher, 
z. B. schon bei Bergün nur einmal im Jahre [Z.). 

C. Hyale bewohnt nicht allein den Jura, sondern auch die Alpen und 
zwar immer seltener und seltener werdend bis zu Höhen von 7 und 8000' 
(z. B. Stelvio, Albula, Biffelberg) , wo sie mit Phicomono zu fliegen pflegt. 
Etwaige Modificationen sind noch zu erforschen. 

C. EdusaL. (///;. 429—331) und Var. Heiice Hb. [Hb. 440. 441 i. 
B. an Cytisus, Onobrvchis und Medicago saliva. 



Lycaeniden. 9 

Vom F. gilt so zremlieh alles, was bei der vorhergehenden C. Hyale be- 
merkt wurde. 

Hochalpin. In vereinzelten, aber reinen Exemplaren begegnete ich ihm 
auf den Alpen hoch über Sils-Maria im Engadin über 7000' ; noch höher sah 
ich ihn einstmals auf dem Riffelberg bei Zermatt in etwa 8000' fliegen. Meine 
(wenigen, hochalpinen Exemj^lare verhalten sich denjenigen der Ebene voll- 
kommen gleich. 

Im sonderbaren Sommer \ 879 war er in der ganzen Schweiz , nament- 
lich mit der zweiten Generation überaus häufig. Ich sah ihn vom graubünd- 
ner Weissenstein durch den ganzen Canton , namentlich bei Bergün Ende 
August, ebenso später um Zürich überall in Menge. Gleiches meldete man 
aus Basel. 

Die weibliche Varietät Heiice, sonst selten, kam gleichfalls häufiger bei 
Basel vor R.-S.\ Ein Exemplar auf dem graulmndner Weissenstein fing 
damals H. Lanz. 

ßhodocera Bsd. 

Bh. Rhamni L. [Hb. 442—444). 

R. an Rhamnus catharticus und frangula (im Gebirge vielleicht noch an 
Rh. pumilus . 

F. meiner Ansicht nach in zweifacher Generation , einer sommerlichen 
(Juni und Juli , und einer herbstlichen (vom August an mit nachfolgender 
Ueberwinterung' . 

Im ganzen Flachlande gemein, aber nicht hoch aufsteigend. Zwar noch 
häufig bei Tarasp (Killias [Kill.]) in 3417' Höhe und seltener schon bei Ber- 
gün [Z.]. Vereinzelt (als Ausnahme einmal in beträchtlicher Höhe , so im 
Canton Appenzell am hohen Kasten [Tä.) in 5538' Höhe, ebenso auf der 
Gemmi am Daubensee (6791') [Trapp). 

Rh. Cleopatra L. [Hb. 445. 446). 

Dieser F., an dessen Artrechten ich, beiläufig bemerkt, stark zweifle, 
wurde kürzlich von Madame Siiffert-Mieg im Canton Tessin am Monte Bre 
getroffen. 

Lycaeniden. 

Thecla Fab. 

T. Betulae L. Jib. 383— 385 . 

R. an Schlehen- und Pflaumenbäumen im Frühsommer. 

F. in einer spätsoramerlichen Generation von Ende Juli bis in den Herbst 
hinein) bald seltener, bald häufiger in der Ebene , selbst noch bei Tarasp 
häufig [Kill.), dann am Monte Generoso im Tessin (5199') [Jenner^ . Die nicht 
Itedeutende Höhengrenze wie bei den verwandten Arten bedarf näherer 
Feststellung. Bei Bergün fand ihn Z. nicht mehr. 



10 I- Rhopaloceren. 

r 
T. Spini S. V. [Hb. 376. 377). 

R. Ende Mai und im Juni an Rhamnusarlen, sowie Schlehen und Pflaumen. 

F. im Thale weit verbreitet, keineswegs aber überall. Seine Flugzeit ist 
im Allgemeinen der Juli. Er mag mit einer Erhebung von circa 4000' endi- 
gen [M.-D.]. 

Basel, Liestal [Knecht^ Christ.; Zürich Katzensee [Hug.]; Schaffhausen 
{Trapp): im Aargau am ganzen vvestlichen^^Jurazug , z. B. der Bechburg bei 
Oensingen im Canton Solothurn (1819'] [R.-S.); bei Solothurn [Jenner); am 
dortigen Weissenstein (3949) (Stygelos Rysi) sehr zahlreich [M.-D.). Im 
Wallis von Brieg (2180'^ abwärts, stellenweise sehr häufig [M.-D.); dann aus 
Graubünden, wie bei Alvaneu (4076') {Zeller-Dolder [Zell.-Dold.]) , Igis 
(1773') [Amstein]: von Schuls (3725') und Tarasp (Ä7//., Wo.). 

T. W. album. Knoch. [Hb. 380. 381). 

R. an Linden und Ulmen. 

F. im Juli. Bern in den Lindenalleen um die Stadt öfter; Burgdorf 
{M.-D.); im Canton Waadt selten {Laharpe [Lah.]); von Basel (R.-S.), 
Liestal [Christ); der Bechburg [R.-S.); von Marly bei Freiburg (1804'); Neuve- 
ville am Schlossberg 1654' {Coul.) ; von Zürich (Balgrist [Zell.-Dold.] und Ütli- 
berg [Hug.]). 

T. Ilieis Esp. (Linceus Fab.) {Hb. 378. 379). 

R. an Ulmen und Eichen. 

F. im Juni und Juli. Basel [Knecht); Liestal {Christ); von der Bechburg 
{R.-S.); Burgdorf; Solothurn; St. Blaise-Neuveville (Coi</.j ; in der Waadt 
öfter {M.-D.) ; Gysulafluh bei Aarau (2379') [Hug.)., und im ganzen Aargaui- 
schen Jura {W'U.); lokal um Zürich; um St. Gallen selten (Tä.), auch von 
Ober-Utzwyl {Wegelinj; aus Graubünden von Igis [Amstein) und von Goltura 
im Bergell (3091') {Bazzigher [Baz.]). 

T. Acaciae Fab. {Hb. 743—746). 
R. an Schlehen. 

F. nur lokal im Juli. Bieler See auf dem Mugglinger und Tramberg in 
Weinbergen [Rthb.); ferner im Canton Aargau bei Oftringen und Aarburg 

(1236') [Wu.); von Basel [Knecht); Liestal {Christ ; von Tramelan {Ge.); der 
Bechburg [R.-S.]; Zürich {Zell.-Dold.;. 

T. Pruni L. Hb. 386. 387). 

R. an Schlehen. 

F. lokal von Mitte Juni bis in den August. Basel und Liestal [Knecht, 
Christ); im Aargauer Jura [Wu.'; St. Blaise-Neuveville [Coul.); Aarberg und 
Schupfen {Rthb.); Lausanne und Orbe (1376') {Lah.); Schaffhausen nicht selten 
[Trapp.); Zürich am Katzensee {Hug.); in Graubünden bei Igis {Amstein) und 
Chur :ä7//. und Ca/lisch [Caß.]). 



Lycaeniden. 11 

T. Quercus L. Hb. 368—370^ und Ab. Bellus Gerhard [Hb. 621). 

R. an Eichen. 

F. wohl überall wo Eichen wachsen and mit ihnen endigend, bald sel- 
tener, bald häufiger. Die Cantone Basel und Baselland, Solothurn, Aargau, 
Bern, Waadt, die Urcantone , Graubünden, St. Gallen, Schaffhausen und 
Zürich. Ein Thier des Tieflandes. 

Die schöne Var. Bellus mit rothen Vorderflügelflecken wurde vor langer 
Zeit einmal bei Winterthur von Pfarrer /?or(/or/" gefangen. 

T. Rubi L. [Hb. 364. 365. 786). 

R. polyphag. Ich erzog sie vor langen Jahren mit Genista tinctoria. An- 
geführt sind ferner Spartium scoparium, Cytisus, Onobrychis , Rubus (?), 
Sedum palustre. Sicher an Vaccinium vitis idaea Z. {und wohl auch an 
Helianthemum vulgare) . 

Ueberall in der Tiefe, schon mit einfacher Generation im April und Mai 
beginnend; in der Höhe, wo das Thier seltener wird, bis weit in den Juli 
hinein fliegend. 

Im Thale des Ober-Engadin [Pfaffenzeller) ; bei Bergün noch häufig (Z.). 
Sie geht vereinzelt noch bis zum graubündner Weissenstein , fehlt dagegen 
der Passhöhe des Albula gänzlich, während sie Wo. am Stelvio noch auf der 
Franzenshöhe antraf, wie schon früher in Norwegen auf Dovrefjeld bei Fok- 
stuen. Die Exem[)lare ändern dabei nicht, weder in unseren noch den nor- 
wegischen Bergen. 

Polyommatus Latr. 

P. Virgaureae L. [Hb. 349 — 351) und Var. Q Zermattensis Fallou. 
[An. S. Fr. 1865, 101, PI. 2, 3). 

R. an Rumex acetosa und Solidago virgaurea. 

Auffallender Weise der schweizer'schen Ebene fehlend (bei Chur einmal 
[Cafl.]), dagegen im Jura an höheren Lokalitäten häufig, stellenweise in Un- 
zahl, ebenso in Alpthälern bis zu beträchtlicher Höhe, z. B. Wengernalp 
(5797'), Fuss der Furka, Ober-Engadin (5500'), Bergeil, Stelvio hier bis 
7000' nach Wo. Die Flugzeit mit Ende Juni schon beginnend tlurch den 
Juli bis in den August. 

Das Weib unseres alpinen P. Virgaureae hat nicht mehr die lebhaft gold- 
roth braune Farbe. Es erscheint mehr und mehr braunglänzend, z. B. im 
Ober-Engadin (schon bei Bergün^, und wird durch zunehmende Verdüsterung 
allmälig zur Walliser Varietät Zermattensis (deren Vorkommen im Maderaner 
Thal schon Stehelin-Imhof erwähnt) . In Zermatt Ende Juli und Anfang August 
im Jahre 1869 selten von mir getroffen. Aus dem benachbarten Saasthal 
und von Evolena [R.-S.) . Sehr schöne Stücke erhielt ich später von Anderegg. 
Die dazu gehörigen Männchen behalten so ziemlich den allen Typus ; doch 



12 I. Rhopaloceren. 

etwas kleiner, bisweilen mit etwas breiterem Aussenrand der Flügel. Zu- 
weilen auf dem vorderen Flügelpaare mit schwarzem Queraderstrich des 
ersten Flügelpaares. Doch kommt letzterer auch an Exemplaren anderer 
tieferer Gegenden vor. 

P, Chryseis S. V. Hb. O. (Eurydiee Rottenbach) [Hb. 337. 338) und 
Var. EurybiaO. (Eurydiee Hb. Esp.) Uh. 339— 3i2). 

R. auf Rumex-Arten. 

F. im Sommer nach der Höhe vom .luni bis in den August. Durch das 
schweizer sehe Tiefland und niedere Gegenden ;der Alpen wie des .Jura sehr 
verbreitet, aber nur lokal und an manchen Orten selten. Die Drainirung 
bereitet dem auf nassen Wiesen lebenden Thiere den Untergang, wie es z. R. 
l)ei Zürich, wo ich es vor 25 Jahren fing, verschwunden ist. 

Aus dem P. Chryseis der Ebene geht nun allmälig die alpine Varietät 
Eurybia hervor, deren Weiber eine analoge Verdüsterung wie diejenigen des 
P. Virgaureae zeigen, aber allerdings sehr variiren. Var. Eurybia (wohl die 
alpine Stammform, [S. 4|) ist in unseren, namentlich südlichen Alpen vom 
Wallis bis zum Stelvio weit verbreitet, an manchen Stellen und in einzelnen 
Jahren massenhaft, so dass sie z. B. im Ober-Engadin, St. Moriz, Sils-Maria, 
zwischen Pontresina ;5566') und den Bernina Wirthshäusern (6321' zu Hun- 
derten auf den Wiesen, namentlich um Polygonum bistorta fliegend, zur Be- 
lebung der Gegend beiträgt. Ueber 4000' scheint jene Varietät die alleinige 
Form geworden zu sein, so bei Andermatt (4445') {vo)i SchenJi], bei Bergün 
(Z. ]. Ueber der Grenze des Baumwuchses, beispielsweise auf dem Albula- 
Passe (Frey), erlischt sie rasch. 

P. Hipponoe Esp. (Alciphron Rottb.) Hb. 356. 356) und Var. Gordius 
Sulzer [Hb. 343—345). 

R. an Rumex im nördlichen Deutschland). 

P. Hipponoe erscheint nur äusserst selten bei uns, so Engelberg im Juli 
[Freyi und Viesch (3244') im Oberwallis Ende Juni [Trapp], wird aber im 
Bergeil häufig iBaz.) und ])ewohnt den Elsass [Chiist]. 

Die Varietät Gordius am Südrande des Faunengebietes , obgleich hier 
stellenweise höher aufsteigend im Juli und August, so im Wallis, dem unteren 
wie dem oberen (bei Viesch, Naters (2385'), Zermatt, Saas (4932'), Gondo 
(2164')); von Chamouny, sowie auch dem Mont Saleve bei Genf (3605') [Lah.]. 
dem Tessin bei Bellinzona [Jenner); Bergell [Baz.]; ebenso unterhalb und 
auch noch oberwärts in Trafoi am Stelvio (Frei/, Wo.). Mir kam das Thier 
überall nur selten vor, namentlich im weil)lichen Geschlechte. 

P. Circe S. V. (Dorilis Hufnagel) [IIb. 334 — 336) und Var. Montana 
M.-D. (II. 2j (Subalpina Speyer). 
R. an Kumex-Arten. 
F. an sonnigen Stellen der schweizer'schen El)ene von Basel bis Grau- 



Lycaeniden. 13 

bünden, und auch bei Lugano 926' [Hiig.), ebenso am Jura Wu. ; hier 
bald seltener, bald häufiger in zwei Generationen (Mai. dann August und 
September) . 

Die schöne grössere alpine Varietät mit ihren wiederun) sich mehr und 
mehr verdüsternden weiblichen Stücken weit durch das südlichere Alpen- 
gebiet verbreitet, wenn auch uieistens selten. Evolena f/i.-.S.!; Zermatt 
[Frey); Simplen [Ja.]; Gotthard, Urweid, Guttannen [M.-D. ., Gailmen Hä.); 
nach dem Surenenpass (Höhe 7076') bei Engelberg [Christ : Prättigau Kill.]; 
Bergün [Z.]: Sils-Maria und Samaden 3362' Frey. 

P. Phlaeas L. [Hb. 362. 363) und Var. Eleus Fab. 

R. an Rumex acetosa. 

F. vom April bis in den Juli und dann im August und im Anfang Sep- 
tember. Er geht bis in den höchsten Norden Europa's, beschränkt sich je- 
doch auf die schweizer sehe Ebene und niedere Berge etwa bis gegen 3000', 
da aber wohl überall vorkommend. Ausnahmsweise trafen ihn jedoch Wo. 
noch bei Trafoi und von Schenfi im Ober-Engadin. Niemals sah Z. bei Bergün 
das Thier, während es in der Höhe von Tarasp [Kill.] vorkommt und selbst 
das Davos erwähnt wird. 

Die beiden Generationen erscheinen im Süden unter differentem An- 
sehen. Die verdüsterte sommerliche Erscheinungsform mit verlängertem 
Afterwinkel und Schwänzchen ist bekanntlich mit dem besonderen Namen 
Eleus versehen worden. Annäherungen an sie beobachtet man im Tessin 
und dem Wallis [Trapp). Vereinzelt kommt endlich der vollendete Eleus 
hier und da einmal an heissen Stellen vor. so im rnterwallis [Ms.]; von 
Naters [Christ]; dann zwischen Gamsen (2044') und Vispach 2093' M.-D.)^ 
von Hüningen [R.-S. . 

P. Helle Hb. (Amphidamas Esp.) Hb. 331 — 333 . 

R. an Rumex acetosa, auch an Polygonum bistorta. 

F. bei uns als Gebirgsthier. Ende Juni und noch im Anfang Juli ganz 
lokal und immer spärlicher werdend. Am Ober-Gurnigel über dem Schwarz- 
brünneli in 4020' kam er früher häufig vor [M.-D.]. Seither ist die Gegend 
entsumpft und Helle F. verschwunden. In alter Zeit fing ihn Ms. auf dem 
Moleson 6172') und vermuthete ihn auf der ganzen Bergkette , welche aus 
dem Canton Bern in das Freiburger Ländchen zieht. 

Zur Zeit nur vom Hasliberg bei Meiringen R. Snell ; aus dem Justis- 
thale amThunerSee [Jenner j; vom Pilatus [Wu.) und zwar von der Emsigen- 
Alp, wo ihn Dr. Christ 1877 erbeutete; sowie Aelpithal am Stockhorn 
[Ruegsegger] . i) ' 



I; Gurnigel-Exemplare 'Ja."; unterscheiden sich in mancher Hinsicht von nord- 
deutschen. Die Männchen sind heller mit sehr lebhaftem violettem Schiller und be- 
trächtlich breiterer rother Fleckenbinde am Hinterflügelrand. Die HintertUigel unter- 
wärts selber. Die Weibchen erscheinen ebenfalls lichter, in den erwähnten rothen 



14 I. Rhopaloceren. 

Lycaena Fab. 

Ii. Baetica L. [Hb. 373—375]. 

R. in den Samenhülsen von Colulea arborescens (anderwärts auch den- 
jenigen des Spartium scoparium). 

Seit den Tagen Füssly's, welcher vor mehr als 100 Jahren das Thier im 
Unter-Wallis gefunden halte , sind einige wenige vereinzelte Stücke im 
Faunengebiete gefangen worden. Basel [Dickenmann)\ Hottingen (Züricher 
Vorstadt) am 13. August und 6. October 1879 zwei (^j^ (fi. Stiell) ; früher 
schon bei Lausanne [Lah.)J) 

L. Amyntas S. V. (Argiades Pall., Tiresias Rottb.) (Hb. 322—324) und 
Var. Polysperchon Bergstr. [Hb. 319), Var. Coretas (S. V.) O. 

R. an Trifolium pratense und arvense , Medicago falcata und lupuliua, 
Lotus corniculatus, Anthyllis vulneraria und Pisum sativum. 

Die Frühlingsgeneration (Mai) ist der kleinere Polysperchon, zu welchen 
die auf der Unterseite der Hinterflügel der rothen Flecken entbehrende 
Aberration Coretas gezogen werden muss; die Sommergeneration (Juli, 
August) stellt den grösseren Amyntas dar. Letzterer dürfte im Faunen- 
gebiete die spärlichere Form bilden. 

Wohl durch das ganze Tiefland , an offenen sowohl trocknen als nassen 
Waldstellen, meistens nicht häufig. Die offenl)ar geringe Elevation bedarf 
genauerer Studien. 

L. Aegon S. V. (Argyrotoxus Bergstr.) [Hb. 313 — 315). 

R. an Ononis spinosa, Colutea arborescens und Genisten. 

F. wohl überall, vielfach gemein an offenen trocknen wie nassen freien 
Stellen und in Wäldern. In der Ebene in zwei Generationen (Mai und Juni, 
Juli und August). Höher im Gebirge nur einmal im Jahre. Er überschreitet 
in den südlichen Thälern 4000', so bei Zermatt, am Simplen, Bellalp (/«.), 
bei Bergün (Z.), im benachbarten tii-oler Dorf Trafoi. Hier häufig in kleinen 
dunklen Exemplaren , im männlichen Geschlechte mit auffallend breiter 
schwarzer Randbegrenzung (Frey). Walliser Exemplare (wohl aus der Tiefe' 
mit braungrauer Unterseite und sehr kleinen Augenflecken [M.-D.j. 

L. Argus L. [Hb. 316 — 318) und Var. ^ Argyrognomon Bergstr. und 
Var. Aegidion Ms. 
Als Futterpflanzen gelten Genisten (Spartium scopariuni; Melilotus, Tri- 
folium, Onobrychis und Lotus corniculatus. 

Flecken den Männchen ähnlich. Die Hogenreihen violetter Zeichnungen auf beiden Flügeln 
hell und sehr gross. Auf den vorderen iiaben sie eine Kreis-, auf den hinleren eine llalb- 
niondform. 

1) L. Telicanus Lang nach allen Angaben von Wredoiv im Misox, selbst bei (Ihur, 
nach Eisenriny bei Ragaz. Niemand konnte dieses bisher bestätigen. 



Lycaeniden. 15 

F. (ich halte ihn für gute Art in der Eljene mit den zwei Generationen 
der L. Aegon, im Gebirg nur einmal. 

Die Tiefform, deren vereinzelt vorkommende blau überflogene weibliche 
Exemplare die Abweichung Argyrognomon darstellen, findet sich im Faunen- 
gebiete nur lokal, so z. B. bei Basel und Liestal [Knecht . Christ); auf dem 
Aargauer Jura [Wu.): von St. Blaise-Neuveville (Co?//.); um die Bechburg 
[R.-S.]. Argus ist häufig im Hauptthale des Wallis . vom Genfer See bis 
nach Sierre (1665') und Brieg (2180') (3/.-Z>. ; selten bei Ghur [Cafl.); um St. 
Gallen [Ta. und Degersheim (2654' i 'Müller] : aus dem Gadmenthale [Hä.]; 
und an anderen Orten, wie Zürich, gänzlich fehlend. 

Var. Argyrognomon fing Wu. meistens bei Vevey. 

Mit steigender Elevation wird unser Thier kleiner, im männlichen Ge- 
schlechte trüber blau, im weiblichen bleibt es fast ausnahmslos braun. Die 
Unterseite gestaltet sich bräunlich grau, die jVugenflecke kleiner; das Both 
wird trüber. Dieses ist Ms.'s Var. Aegidion. Noch l)ei Bergün ist das 
Thier ein Argus : allein es bräunt sich die Unterfläche (Z. . Am Weissenstein 
zeigt sich bald Argus, bald Aegidion, im 01>er-Engadin nur letztere Varietät 
[Frey] . Aegidion ist übrigens auf den Hochalpeu vom Wallis bis zur Ost- 
grenze Graubündens sehr verbreitet. Die Baumgrenze überschreitet sie nur 
in vereinzelten Exemplaren. So traf ich sie auf der Passhöhe des Albula 
nur ganz selten und auf den höchsten Flugplätzen der Alpen niemals, i) 

L. Optilete Knoch {Hb. 310—312), Var. Cyparissus Hb. (///). 654 — 657), 
B. an Yaccinium uliginosum . vielleicht auch an V. myrtillus und V. 
oxycoccos. 

Die Stammart fehlt wohl. Im Gebirge, schon im Torfmoor bei Einsie- 
deln [Paul] (Juli und August), erscheint die auch dem Norden angehörende 
kleinere Var. Cyparissus, vielleicht mit etwas hellerer Unterseite. 

Lokal aber in grosser Ausdehnung durch das Alpengebiet der Cantone 
Wallis, Bern. Unterwaiden und Graubünden. Elevation von ungefähr 
4_7000'. 

L. Battus Hb. (Orion, Fall., Telephii Esp.) (Hb. 328—330). 
R. an Sedum telephium und (?, album. 

F. vorwiegend im Tessin , dort mit doppelter Generation (April und 
Juni, sowie Juli mit August), sowie in den italienischen Thälern Grau- 
bündens. 



1) L. Lycidas Trapp. Trapp (Mittlieil. d. Schweiz, ent. Ges. I, 103) unlersclieidet 
als Mittelform zwischen L. Aegon und Argus dieses Thier, welches im letzten Drittheile 
des Juni an nassen Stellen auf der Simplonstrasse etwas oberhalb Brieg 1857 von ihm und 
1861 \on M.-D. erbeutet wurde. Ich sali vor langen Jahren ein paar Stücke dieser Lycaene, 
welche aber bei ihrer bedeutenden Grösse sicher nicht hierlier geboren können, aber nur 
flüchtig, so dass ich mir kein Urtheil erlaube. Spätere Versuche, mir behufs genauerer 
Prüfung Exemplare zu verschaffen, blieben resultatlos. 



16 I. Rliopaloceren. 

Im Tessin bei Faido (2201') {A. Gerber) , schon zwischen Dazio grande 
(2869') und Giornico (1216') [Ms.], bei Biasca (1043') (Gerber], bis herab nach 
Magadino (616') [M.-D. und Trapp): die Sommerfalter hier beträchtlich grösser 
als die Frühlingsgeneration ; Lugano oft (M.-D.); von Crevola, Südseite des 
Simplen (1031') [Ja.]; Bergeil und Misox (Kill.); Puschlav (Gerbe)-). Aus der 
Thalsohle des Ober-Engadin (?) (Pfuffenzeller , Mgb.). Ferner von der Süd- 
seile des Simplen, bei Isella (2042') an Sedum album (!) häufig (Ja.). 

L. HylasS. V. (Baton Bergstr.) [Hb. 325—327). 

R. an Thymus Serpyllum und Coronilla varia. 

F. in den gewöhnlichen zwei Generationen durch die schweizer'sche 
Ebene weit verbreitet, vielfach aber selten. Basel [R.-S., Knecht); Lostorf 
(1294'); Canton Solothurn [Stehelin-Imhof) ; St. Blaise-Neuveville (Cow/.); Bech- 
burg (R.-S.); Aarberg (Rthb.); Burgdorf (M.-D.) ; Gadmen (Rü.); Waadtland 
(Lah.); im Wallis [M.-D.), so von Berisal (Jü.). Für die Niederungen Grau- 
bündens fehlen Mittheilungen. Auf den Alpen (und das Thier geht, wie ich 
bei Zermatt und auf dem Albulapass sah, bis zu 7000' Meereshöhe) in weite- 
ster Verbreitung (Cantone Waadt, Wallis, Bern, Graubünden] . freilich mei- 
stens vereinzelt, aber ohne erhebliche Abänderungen. 

L. Pheretes Hb. [Hb. 495. 496. 548. 549]. 

R. unbekannt. 

F. nur auf den Alpen (dem Jura fehlend). Er dürfte unter 5000' be- 
ginnen, um mit 7000' und mehr zu endigen. 

Durch das Hochgebirg in weitester Verbreilung (Alpen von Waadt, 
Wallis, Bern, Uri , Unterwaiden, Luzern (Bründlen Alp des Pilatus [TFm.]), 
von Glarus, St. Gallen, Appenzell, Graubünden. 

Das gewöhnlich seltenere Thier im Juli und August fliegend. Die sehr 
spärlichen Weiber etwas abändernd. Ein sehr schönes Exemplar mit bläu- 
lichen Mittelflecken in der Escher-Zollikof er' sehen Sammlung der Zürcher 
polytechnischen Schule. 

L. Orbitulus De Prunner) (Hb. 522—525. 761. 762). 

Die schöne R. fand vor einigen Jahren Gustos Royenhofer am Stelvio 
unter Steinen. Die Nahrungspflege noch immer unbekannt. 

Auf allen Alpen des Faunengebietes (untl schon auf dem Pilatus I ITw.]) 
vom Montblanc bis zum Stelvio, oft ungemein häufig. Vertikale \'erbreitüng 
von ungefähr 5 — 8000' und mehr (so am Gornergrat bei Zermatt). 

Die schöne, ruhig fliegende Lycaene variirt schon bei uns nach Grösse, 
Flügelschnitt, Farbe, dunkler Randbegrenzung der männlichen Flügel, nach 
Zeichnungen und Färbung der weiblichen (letzlere erhält zuweilen an der 
Flügelwurzel leicht bläulichen Anflug) ungemein, ohne dass ich lokale Ver- 
schiedenheilen zu erkennen vermochte. 



lAcaeniden. 17 

Eine schöne Aberration des Q [H.-S. 24. 25 [fiiischlich als Aquilo be- 
zeiclinel) mit ansehnlichen weissiichen Mittelzeichen beider Flügel, mit einer 
Bogenreihe weisslicher Flecken des vorderen und ein paar gleichen Fleckchen 
auf dem hinteren Flügelpaare kommt im oberen Engadin seilen vor. 

Auf den Pyrenäen verändert sich unser Thier zur Var. Pyrenaica (Bsd.); 
auf den Hergen Kleinasiens und Armeniens , al)er auch auf der si)anischen 
Sierra nevada, wird sie zu Var. Dardanus [Freijer [Frr.]) . Im höchsten Norden 
erhalten vsir L. Orbitulus zuletzt als verkümmerte kleine, monomorphe 
Form, als Aquilo [Bsd.]. Die sibirische Varietät Wosnesenskii (Menelries) 
kenne ich nicht. 

L. Agestis S. V. (Astrarehe Bergst. Medon Esp.) [IIb. 303 — 305). 

U. an Erodium ciculailum, aber auch noch an anderen Pflanzen. 

F. in grösster Verbreitung. Im Flachlande ziendich spärlich oder ge- 
radezu seilen in den zwei Generationen (herbstliche im August und Sep- 
tember). Die Stücke der ersten Generation tragen oberwärts nur Anfänge 
oder Spuren rothgelber Randmonde, während sie bei den Sonunerexemplaren 
über alle \ier Flügel grösser und deutlichei' sich gestalten. Im Süden ist 
letzteres in noch höhcM'em Grade der Fall, womit sich statt der Ixu uns grauen 
Unterseite eine bräuidichgelbe verbindet [M.-D.]. 

Mäuhgei" dann am .Iura ;in heissen Stellen, wo er hoch aufsteigt (Vy'eissen- 
stein, Chasseral, Dole [5175'j etc.) und im Eingang mancher vVIpenthäler, um 
mit ihnen und auf den Alpen zu ansehnlicher Erhelning zu gelangen. In 
den Walliser, Berner und (iraubündner Alpen namentlich gemein im Hilde 
der Frühlingsgeneration mit allmählichem Verschwinden aller rother Fleck- 
chen der Oberseite l)eim Männchen, widu'cnd den weiblichen F^xemplaren 
immer noch erheldichere Randmonde anhaften (Z., Fvey.. Die Generation 
wird hierbei (schon bei BergUn Z.) einfach. Ilöheugrenze etwa bei 6500' 
beginnend. Vereinzelt noch iUiei- 7000'. 

L. Eros O. (///;. 555. 55(>. 11. -S. 212. 213). 

R. unbekannt. 

F. im .lidi und August namentlich in den Walliser, Berner und Hündnei" 
Alpen, in letzteren wohl am häuligsten , schon zienili<'h lief etwa mit 3500' 
beginiu'ud. [Tfupp traf ihn einstens schon bei Slalden im Nikolaithal in 
2567' und Jü. kürzlich sogar bei Viege) . Hei 5 und 0000' stellenw eise häulig, 
bei 7000' nur noch sehr spärlich iz. B. Albulapass). 

hAolena (/?.-.S'.i, Zermatt, luden [M.-D.], Berisal bis (iondo und isella 
[Ja.]] über den Hadern von Leuk, auch auf der Genuni am IJaubensee [Trapp); 
M. Thion Chrisl); bei Kandersleg; Hreitbodenalj» idter Meiringen [iM.-D.); 
Gadmen [Rä.. C/n-isl). Im Ober-Iuigadin slellenw(>ise gemein; Sils-Maiia, 
St. Moritz, Celerina (530()'), Samaden (5:{()2'), Pontresina. Am Weissenslein 
bei Bergün (selten) nach Z. Von Tai-asp [Christ.]. Im Davos und dem 
Misox (Ä7//.). 

Frey, Lepidopteren. 2 



^8 I. Rhopaloceren. 

Die Männchen etwas vnriirend. Die (seltenen) Weiber hier und da mit 
weisslichem Queraderfleck des Vorderflügels (Z.), gewöhnlich nur schwach 
bläulich angehaucht, selten ganz bläulich üJ)erflogen, wie es analog l)ei 
L. Alexis, Adonis etc. bemerkt wird. 

L. Alexis S. V. (Icarus Rottenb.) {IIb. 292 — 29'i) und Var. Icarinus 
Scriba [Frr. 676. 'I. 2). 

R. an Ononis spinosa, Medicago falcata und minima, Trifolium monta- 
num. Noch erwähnt sind Melilotus, Genisla, Astragalus und sogar Fragaria. 

F. in doppelter Generation, wo7ai in warmen Jahren und Lokalitäten noch 
eine dritte herbstliche Erscheinung kommt. So fand z. B. Jenner Mitte 
September diese Art am Monte Generoso. 

In der Ebene überall gemein, ebenso im niederen Gebirge, um zulelzl 
auf höheren Alpen seltener zu werden und mit etwa 7000' zu endigen. 

Die Frühlings- und Sommergeneration bieten wenig Difl'erenzen im 
Faunengebiele dar. Die Männchen des Sommerfluges zeigen mehr röthlich 
schinuiierndes, die des Frühlings mehr reines Blau [M.-D.) . Blau id)erllogene 
Weibchen von Kalkboden, aber auch autleren Stellen der Ebene. Auf den 
Alpen fehlt der blaue Anflug gewöhnlich ganz oder erscheint nur einmal 
schwach. Die Randflecke bleiben hier kleiner. 

Die Ab. Icarinus (Alexius Frr.) (ohne schwarze Basalpunkle der Unter- 
seite der Vord(>rflügel) ganz vereinzelt unter der Schaar typischer Stücke, so 
z. B. von Zürich (Jlug.); von Basel [Knecht)] der Bechburg [H.-S.); von Aigle 
(1290'); Naters und Evolena [R.-S.). 

L. EumedonEsp. illh. 301. 302. 700. 701). 

R. soll in den Früchten von Geranium sanguineum leben, 

F. in der Ebene nur ganz vereinzelt, so z. B. 1865 im Bremgartner 
Walde bei Bern. Vom Jura, so am Ghasseral in 3500', auch oberhalb Neuve- 
ville [Colli., Rthh.). Dann in den Alpen, aber wohl nirgends gemein. Alpen 
des Waadtlandes oberhalb Bex und Ormond [Lah.]; Gemmi bei Kandersteg 
3700' und Breitbodenalp bei Meiringen [M.-D.); im Wallis bei Evolena [Trapp 
und R.-S.); Zermatt [R.-S.); von Saas und Turtmann (2070') [Christ); über 
Visperterminen (4205'); bei Baltschieder (4760') [Trapp); vom Simplen [Der- 
selbe und JH.); Leuk [Ja.); von Bergün (/.); aus dem Ober-Engadin, bei Sils- 
Maria, St. Moritz, Celerina, Samaden (Muoltas (7942') [Wolfensberger]) (aber 
immer vereinzelt); von Trafoi unterhalb der Franzenshöhe [Wo., Frey). 

Die Walliser Exemplare öfter noch mit rolhen Randflecken auf den Ilin- 
tei-flügeln , wähi'cnd die ans Gi'aubüntlen und Trafoi nur i)eim Q S|)uren 
jener erkennen lassen. 

Von lüide Juni ])is Anfang August. Ilöhengrcnze etwa 6500'. 

Lo Icarius Bsp, (Amanda Sehneid.) [IIb. 283 — 285. 752—754). 

I''. nm- in der östlichen i^k'ke unseres Faunengebietes hei Tarasp [Kill.), 
doi-l ;iImt in Mclir/.ilil. Audi iinlerliiilb Ti-.il'oi im Juli. 



Lycaenideii. 19 

L. Escheri Hb. (Agestor God.) Hb. 799. 800. 867. 808). 
R. iin])ekannl. 

Der südliche F. nur in's Wallis liereinragend ; dort im Juli stellenweise 
an blumigen Halden liäulig. Im Hauptlhale bis Brieg lieraul" [M.-D.] ; von l.euk 
(Ja.); Evolena [R.-S.]; Zermatt [Frey]^); Saas [Christ); am Simplen und zwar 
von Berisal bis Gondo [Ja., Ch)-ist) und auf der Südseile ])ei Isella [Ja.]. 

L. Adonis S. V. (Bellargus Rottb.) [Ifh. 298—300) und Var. Ceronus 
Esp. [IIb. 295—297). 

R. an Hijipocrepis comosa, Genista sagittalis, Trifolium, Coronilla und 
Stacliys. 

F. bei uns im Tieflande wohl überall, bald seltener, l)ald häufiger in 
(Ion zwei Generationen so vieler Lycaenen (Mai und einer häufigeren im Juli 
und August), im Gebirge allmälig mit einfacher. 

liier am Fusse des Jura und in manchen Alpenthälern häufig. Höher 
im alpinen Ge]>irge, kaum mehr häufig zu nennen, so z. B. im oberen Enga- 
din, wähi'end ihn Z. bei Bergün noch zahlreich antraf. Höhengrenze etwa 
6000 — 6000'. Auf Albulapass sehr selten [Frei/j. Die alpinen Weiber fast 
einfarbig braun oder nur sehr schwach bläulich angehaucht. 

Die prachtvoll blaue Varietät des Q Ceronus von Basel [Knecht) uiul 
Liestal [Christ); von Bern [Ja.). 

Die merkwürdige seltene Aberration Cinnus [Hb. 830. 831) ohne Augen- 
Hecke auf der Unterseite der Flügel aus dem Basel benachbarten Solothurni- 
sclien Dorneck (911') [Knecht, Leonhart). 

L. Corydon. Poda. Scop. [IIb. 286—288) und Var. Syngrapha Kefer- 
stein [IIb. 742). 

R. auf Coronilla, Vicia, Aslragalus, dann von Hippocrepis comosa [Frey). 

F. in einer einzigen sonunerlichen Generation im Juli und August. Bald 
seltener, bald häufiger, zuweilen massenhaft. Ganz fehlend bei Burgdorf, 
im Emmenthal und 01)erargau [M.-D.). Nur ganz lokal bei Bern [Beut.]. 
Anderwärts, namentlich auf Kalkboden , so am Fusse des Jura [M.-D.) und 
im Hauptlhale des Wallis [M.-D.. Frey) unsäglich gemein. Ebenso recht 
häufig in niederen Alpen; häufig bis 5 und 6000' (so im Engadin). 7000' 
erreichen selbst in unseren südlichen Alpen nur vereinzelte Exemplare. 

Unsere schweizer'sche L. Corydon ist etwas kleiner als norddeutsche 
Stücke, der Mann mit schmaler schwärzlicher Randbinde und etwas lilasserer 
Grundfarbe ; das Weib ohne nennenswerthe Verschiedenheit. Im Hochge- 
birge begegnet man ganz dem gleichen Geschöpf, nur ^^ird es kleiner. 

Var. Syngrapha fand sich einmal bei Tramelan [Ge.). Ich sah sie. 



1) Eine prachtvolle männliclie Aljeri'alion, die äussere Fleckenreihe der Unterseite auf 
beiden Flüiieln in Striche aiisiiezoi^en, fing ich dort in den ersten Aiigusltai^en 1Sß9. 



20 !• Rhopaloceren. 

L. Dorylas Hb. (Hylas Esp.) [Hb. 289—291). 

R. an Trifolium und Melilotus officinalis. 

F. in der Ebene zweimal (Mai und Juni, dann Juli und August) gewöhn- 
lich selten, noch am meisten auf kalkigem Boden. Selten oder spärlicher 
bei Basel (C//r/s/); vom Berner und Neuchateier Jura [CoiiL); Zürich {Frey); 
vom Gadmendiale [Rü.]; St. Gallen [Tu.); öfter im Wallis, so z. B. ])ei Viege 
und Berisal [Ja.) ; hier und da in Graubünden , sowie unseren südlichen 
Thälern. Erhebliche Aberrationen sind selten. 1876 im August traf ich 
ein prächtig blaues ^ am Stulser Weg bei Bergün. Kleinere Exemplare 
von Zermatt [Frey). Die Höhengrenze scheint bei 5000' zu liegen. Natür- 
lich ist hier die Generation zur einfachen hochsommerlichen geworden. 

L. Daphnis S. V. (Meleager Esp.) [Hb. 280—282). 

R., wie es scheint, unbekannt. 

F. nur ganz vereinzelt im Südwest- und südöstlichen Faunengebiete. 
Im Wallis zwischen Varen und Siders [Mb.); an letzterem Orle Ende Juni 
[Ja.); Salgetsch (2170') [Benf.) und Pfynwald (1715') zwischen Leuk und 
Sierre. Dort ei'hielt einstens Trapp am 19. Juli zwei frische männliche 
Exemplare. Dann von Viege [Ja.], heim Kurhause von Tai-asp [Pestalozzi- 
Hirzel und Kill.). 

L. Dämon S. V. [Hb. 275—277). 

R. an Onobrychis (und gewiss noch verwandten Pllanzen). 

F. im Juli und August. SchaUhausen [Trapp); St. Gallen [Tä.); Zürich 
[Breini, Frey); Baden (1 159') (F/'c^); sonst im Aargau vereinzelt [Wu.); Licslal 
[Christ); Ariesheim (1062') [Knecht). Gegen die Berge hin, sowohl nach dem 
Jura wie den Alpen häufiger, stellenweise, wie im Wallis sehr gemein nn er- 
dend (und auch stellenweise ganz fehlend, so nach Z. bei Bergün . 

In den Walliser, Berner und (iraubündner vMpen bis gegen 6000'. Üie 
Exeni|)lare kleiner, sonst keine erheblichere Umänderung. 

L. Donzelii Bsd. (///;. 955-957. II. -S. .351. 352). 

R. unbekaiml. 

Der F. (im Norden und in Asien \^ i(>der- vorkommendi Itewohnl bei uns 
in (Mufacher Son)in(M'gen(Mali(in die yMpen, meislens lokal und s(>lleii, nanuMit- 
licli das Weil». Die schwciztM-schen iMännclien dunkler und (ruber, als noi-d- 
russisclie |{\('m|>lai(^ (von Pctrosowodsk am Onega See). 

bu Wallis. Z(>inia(t [Frey); Saas [U.S.); Turlmanlhal [Christ); Simplon 
[Andcreyy). Im JMigadin Sils-Maria , St. Moritz , Celerina , Samaden (F/(!// 
u. A.); Val Bosegg, auf dem Weg(! zum Gletscher- [\Volfensl)eryer]; ValBevers 
[ZeU.-l)<)l(l.\ IJei TiaCoi unlerhalb der Franz(>nsliölu' öftei- (Hol. Den cen- 
tralen und nördliclicn Alpen sclieinl das Thi(>rchen zu fehlen. Die vertikale 
Verltreiliing etwa von lOOO' bis zu 6000 und 6500'. 



Lycacnidcn. 21 

L. Argiolus L. [IIb. 272—274). 

R. an Rhamnus frangula. Andere Nahrungspflanzen unsicher. 

F., in der Regel selten, doch wohl durch den ganzen ebeneren Theil 
unseres Faunengebietes in zwei Generationen (April und Mai, dann .luli und 
August) verbreitet. Bei Sion (1625') un Mai sehr häufig [Trapp). Die ver- 
tikale Verbreitung eine geringere. Man traf ihn in 2700' oberhall) Leuk 
[M.-D.]. dann höher im Sertigthal und Bergell [h'/'U-), ferner bei Göschenen 
auf der Gotthardslrasse in 3386' [R.-S.) ; endlich vom Solothurner Weissen- 
stein [Ja.]. 

L. Sebrus Bsd. 

H. unbekannt. 

Der südliche F. im Wallis in doppelter (Generation April bis in den 
•luni, dann um Mitte .luli [M.-D.\']. 

Von iUgle (1290') li.-S., CIn-isl) bis nach Brieg an sonnigen oder feuchten 
Stellen, hier oft sehr häutig, namentlich in der Frühlingsgencration [Trapp); 
von Schaffhausen [Trapp); vom 01)er-Engadin [Bi. nach Mfjb.) '!'!. 

L. Alsus S. V. [Minimus Fuessly). [IIb. 278. 279). 

R. in den Hülsen verschiedener Pa])ilionaceen (Z.), wie Astragakis gly- 
cyphyllos und cicer, dann in den Blüthen sowie Fruchtkelchen von Anthyllis 
vulneraria [A. Schmid, Mühlicj). 

F. wohl nur in einer, aber lang ausgezogenen Generation, in der F^bene 
\om Mai, höher erst vom .luni an. Ueberall und häufiger. Sehr gemein im 
.luni, auf dem .Jura in lürhebungen von 3 — 4000'. Häufig auf den Alpen, in 
l)edeutender Höhe erst im .luli und August. Man l)egegnel hier nicht selten 
einzelnen ungewöhnlich grossen, reichlicher blau bestäul)ten Stücken. 
Uöhengrenze über 7000'. 

L. Aeis S. V. (Semiargus Rottb.) [IIb. 269—271) und Var. Montana M.-D. 

R. an Anthyllis vulneraria, in den Köpfen von Armeria vulgaris. 

F. wohl nur in einfacher längerer Generation mit successiver F^ntwick- 
lung. Im Flachlande von Ende Mai bis in den .luli, später im mittleren Ge- 
birge und auf Höhen von 6 — 7000' im Juli und August. 

In der Tiefe wohl überall, l)ald seltener bald häufigei- , auf den Alpen 
von Zermatt und dem Simplen l)is zum unteren Engadin und Stelvio. 

Hochalpine Stücke werden auffallend klein [Var. Montana). 

L. Cyllarus Rottb. Esp. [IIb. 266—268). 

R. an Astragalus, Trifolium, Melilotus, Onobrychis und Genista. 

F. im Mai an den meisten Stellen der Ebene selten. Häufig in dei- 
Waadl [Lah.) und bei Sion [Trapp). Vom Jura und aus Alpenthälern , so 
z. B. bei Tarasp [Christ); auch Bergell [Pfaffenzdler) . Höhengrenze gering, 
kaum 3500'. Doch traf ihn Wo. noch in der Elevation von Trafoi. 



22 J- Rliopaloceren. 

In Grösse, Flügelschnitl , Auiienpunktcn und uiolalliscli lilaui;rüner 
Wurzelbestäubung wechselnd. Letztere wird grünlicher und verkleinert 
sich bei walliser Stücken, deren Unterseite sich dabei aufhellt in Annäherung 
an südliche Exemplare [M.-D.]. 

L. Jolas O. [IIb. 879—882). 

R. in den Sanienhülsen der Colutea arborescens. 
F. dem Süden, dann dem wärmeren Osten (Ungarn etc.) angehörig. 
Als zufälliger Einwanderer, gleich L. Baetica (S. 14) von Bent. einstens 
mit 3 Stücken (2 (^ und 1 5) i™ -'imi 18(30 im heissen Sierre getroffen. 

L. Alcon S. V. [Hb. 263—265). 

F. von Ende .luni bis in den August; sowohl in der F^bene wie in den 
Alpen vorkommend. Seine Höhengrenze in den südlichen Alpen bis gegen 
7000' [Wo.]. 

Von Basel [Christ] ; Bei'n (friUier nach Ms.) ; Zürich [Breini , Frey, 
Hug.)., Schaft'hausen {Trapp); St. Gallen [Tä.); auf trocknen steinigen Stel- 
len am Fusse des Jura z. B. bei Ölten [Wu.)j St. Biaise [Coitl.)] bei Biel 
und Solothurn [M.-D.); von Gadnjen [Rä.); im Wallis weit verbreitet, so 
Evolena, Zermatt [Frey), Visperlerminen [Ben!.); von dem Simplonzug (auch 
dem Laquinthal) nach Ja. Um Weissbad (2524') ziemlich häufig [Peyer-Imhof 
[P.-/.]) ; bei Bergün am Stulser Weg öfter (Z.); aus dem Ober-Engadin 
[Saraz) und von Tarasp [Kill.), aber einzeln. 

L. Euphemvis Hb. [Hb. 257—259) . 

R. (?) in den Samenköpfen von Sanguisorba officinalis (/l. Schmid). 

F. auf sumpfigen Wiesen des Tieflandes im Juni, Juli und August, al)er 
auffallend selten und lokal. 

Von Liestal [Christ]; im Aarthal bei Oftringen [Wii.); von den Aarwiesen 
bei Aarau [R. Siiell); um Bern [Ja.]; Schupfen und Aarberg [Rthb.'.; von Ins 
am Neuenburger See [Snell); Neuveville [Coul.);. Aus der Waadt an der 
Tour de Gourze (2858') und vom Jorat (2857) [Lah.'^; früher am Fusse des 
Ütliberges bei Zürich [Bremi) . Aus dem Münsterthal [ZeU.-DoUL). 

L. Arion L. [IIb. 254 — 256) und Var. Obscura Christ. 

R. zweifelsohne an Thyums serpyllum (Z.) . 

F. auf Wiesen in einfacher Generation von Mitle Juni bis in den August, 
sehr weit verbreitet durch das Tiefland und die Ilügclregion , dann im Jura 
und bis 6000' und mehr in den Alpen ; stollenvscisc häufiger , an anderen 
Orten ganz spärlich. 

Besonders grosse und schöne Exemplare aus der Leventina [Trapp), was 
schon Ms. füi- Giornico bemerkt hatte. 

In den Alpen und zwar schon bei massiger lu'hebung kleiner und mit 
mehr und mehr schwäizlicli \ ei'dunkelten Flüi^eln. Dieses bildel die \ar. 



Er\ciniden. Lib\thei(1rn. Apiituriden. 23 

Obsciii';i. \\cIohe von Zermall bis zum Stelvio iicli-olVon wurde. Schon l»ei 
Lieslal oi'liiell Dr. Christ ausnahmsweise ein dorai'H;^ stark \er(lüslerles Stück. 

L. Erebus Knoch (Areas Rottb.) Hb. 260—262) . 
R. wohl an Sauguisorba offii'inalis. 

F. auf nassen Wiesen gleichzeitig mit L. Eupiiemu.s. An (h'nselben 
Stellen wie L. luiphemus [Wu.)\ Aarau [Snell]; aus dorn Torfmoor- von Ein- 
siedeln [Pdu/] . Zwischen Schupfen und Aarberg [lUhh.); Bern; Lenk (3309'); 
Lauenen (3879'j [Ja.] . Selten am .lorat [Lah.]; ein Stück am Chasseral [Cuul.) . 

Eryciniden. 

Nemeobius Staph. 

N. Lucina L. >Hb. 21. 22). 

R. an l'rimula und Ampfer. 

F. im Frühling, dem Mai und Juni wohl überall, auch im Tessin bei 
Lugano (926') [R.-S.]. Bei Lecco fing im August (!) 1879 Dr. Christ ein 
Stück. Er dürfte 3000' nicht viel überschreiten. 

Libytheiden. 

Libythea Fab. 

L. Celtis Esp. (///). 447—4 49). 
R. an Celtis australis. 

F. im Juli auf der Südseile des Simplon. So bei Isella [Ja.) und bei 
Crevola [Escher). Beide Orte liegen l^ereits in Italien. Im Tessin? 

Apaturiden. 

Apatura Fa}>. 

A. Iris L. IIb. 117. 118. 584; und Var. Jole S. V. [IIb. 622. 623 . 

R. an Salix caprea und aurita. 

F. von Ende Juni bis in den August in Laubwaldungen. In weitester 
Verbreitung (Canlone Basel, Aargau, Zürich, Rei-n, Neuchatel, Waadi, ScliaH- 
hausen, Thurgau, St. Gallen, Glarus, Graidoünden, so Rheinthal, Chur, vor- 
deres Prättigau [Kill.]). Bewohnt nur tiefer gelegene Theile und über- 
schreitet wohl nicht 3000'. 

Jole (ohne Weiss) nur als ganz vereinzelte Seltenheit, so bei Bern [Ms.], 
Burgdorf M.-D.) und Liestal [Christ). 

A. Ilia S. V. IIb. 1 15. 116 und Var. Clytie S. V. ///;. I 13. 114). 

R. an Populus tremula . tlann an P. |)\ lamidalis [M.-D.]. dilatata und 
canescens ; ebenso an Weiden. 



24 '• Hliopaincereii. 

F. gleiciizeilig mit dem vorigen, bald seltener, doeh wohl im Allgemeinen 
häufiger als jener. Meistens ist wohl Var. Clytie zahlreicher als die Slamm- 
art zu treflen. Dieselbe Erseheinungszeit und ähnliche Verbreitung nach 
Fläche und Höhe. Doch ist er für Schaflhausen nicht und für Graubünden 
nur mit dem unteren Misox [Wredoiv) erwähnt. Vom Monte Bre [Christ). 

Nymphaliden. 

Limenitis Fat). 

L. Populi L. [Hb. 108— 110) und Var. rf Tremulae Esp. 

R. an Populus tremula. 

F. im .Juni und Anfang Juli in Lauliholzwaldungcn der unteren Region, 
gewöhnlich als seltenere Erscheinung, llöhengrenze ungefähr 2500'. 

Basel und Liestal vereinzelt; Aargau, z. B. Bremgarten [Boll), Lenzburg. 
Gysulafluh u. s. w. [Wu.]; Zürich. Häufiger im Berner Mittelland (Bern, 
Burgdorf, SchU[)fen, Aarberg), während er im Canton Waadt seltener wird 
und bei Genf fehlt [M.-D.); Schalfhausen, St. Gallen [Tä.), Thurgau [Eugsler); 
im Ganton Glarus, z.B. bei Mollis (1379') (Heer); für Graidjündcn kennt man 
Chur, Trins (2647') und Tiefenkasten (2650') [KiU.]. 

Die schöne Aberration Trenmiae ohne Weiss als Seltenheit von Krauch- 
thal bei Burgdorf [M.-D.) und Chur [Kill.). 

L. Camilla S. V. [Hb. 106. 107). 

R. an Loniceren (L. coerulea, xylosleum, ca|)rifolium und pericix meniun). 

F. namenllich an Waldrändern im Juni durch den .luli und an höher ge- 
legenen Stellen noch im August. Im Allgemeinen seltener als die nachfol- 
gende Art und vielen Gegenden fehlend. 

Basel vereinzelt nach Christ. Derselbe erhielt Mitte Oc(ol)ei- i!) ein 
Exemplar. (Eine zweite Generation scheint in Italien vorzukommen [Z.])] 
Bechbiu'g bei Oensingen (/?.-^^); SchaIVhausen [Trapp): Thui'gau ^Sulzhcryer); 
Canton St. Gallen [Tä.); zweifelhaft im Canton Zürich (in den Umgebungen 
der Stadt fehlend); Aargau [Wu.), so bei Ehrendingen am Lägern [Snell); 
Bern, Schü|)fen uml Burgdorf (il/. -/>.); Gadnien [Hä.) und bei Sorvilier im ber- 
ner Jura (2158') [Huy.); von St. Blaise bis Neuveville [Coul.); bei Lausanne am 
Jorat und bei Sauvabelin [Lah.)\ im Wallis weit ver])reitet, Grengiols (3263'), 
Leuk, auch in Seitenthälern [M.-D.. Trapp). Bei (ilarus und F^nneda, sowie 
am Eingang des Klönlhales (2475') [Frey). In Graubünden [Kill.). Hier ist 
als höchste l)isherige Flugstelle Bergün zu nennen (/. und Frey); aber das 
Thier ist dort sehr selten geworden. 

L. Sibylla [Hb. 103—105). 

R. an den nämlichen Loniceren. 

F. in gleicher l^^rscheinungszeit , aber gemeiner und woid üljcrall Nor- 
konm)end. Seine Höhenverbreilung bleibt geringer. 

F^ine Aberration ohne weisse Binde von Laufenburg (.1. Müller). 



Nymplialiden. ' "25 

Neptis Fab. 

N. Liicilla S. V. ijlb. 101. 102 . 

R. an Spiniea salicifolia. 

F. von Lugano Anfangs Augusl \Ms.\, vom dortigen Monlo Brc Jm-uu 
Sulj'cvl-Mieij). 

Vor Jahren fand in der Nähe des Lago niaggiore ebenfalls Trapp ein 
Exemplar. 

Vanessa. 

V. Levana L. IIb. 97. 98. 728. 729 , Var. Prorsa L. IIb. 94 — 96) und 
Var. Porima O. [Hb. 728. 729). 

R. an der grossen Brennessel in waldigem Terrain. 

Der F. bietet uns das frappanteste Heispiel des sogenannten Saison- 
Dimorphismus (S. 1) unter allen Schmetterlingen des euro|iäischen Faiuien- 
gel)ietes dar. Aus überwinternden Puppen entsteht Levana , die Friihlings- 
generation; aus deren Nachkömmlingen, aus der Sommerbrut entwickelt sich 
Prorsa. Porima einzeln einmal im Freien l»eol>achlel, liisst sich künstlich 
züchten [Dorfmeister, Mitth. des naturw. Ver. für Steiermark 1864 und Weis- 
111(111)1^ s Werk S. 1). 

Der interessante schöne Faller nur in der El)cne und dem Hügel lande 
verbreitet, an vielen Orten gänzlich fehlend, im Mai und Hochsommer. 

Basel, stellenweise häufig, dann von Lieslal Christ); \on der HcM-hburg 
[H.-S.]; im berner Miltellande häufig, so um Iku'gdoif, Schupfen und im 
ganzen überaargau; Lenzburg [Wu.'^ und Bern 'Ja.]; Canton Glariis [Heer): 
in Graul)Unden von Tavanasa im vorderen Rheinlhal (2426'] [Briiyyer und 
Ragaz (1664') [Eisenring) als Seltenheit. In dei- westlichen Schweiz nur noch 
bis Payerne (1391'), Lueens und Moudon (1583') verbreitet; südwestlich vom 
.lorat, von Lausanne bis Genf fehlt ei- gänzlich [M.-D.), ebenso in den Can- 
Lonen Schallhausen, Thurgau, St. Gallen und Züi'ich [Frey). 

V. C. album L. [IIb. 92. 93). 

R. an Linien, Hopfen, Urtica urens, Ribes rul)rum und grossularia, 
Hasel und I.,onicera xylosleum. 

F. in zwei Generalionen Mai untl.luni, dann im Spätsommer und llerbsl 
mit überwinternden Flxemplaren. 

Ueberall; doch nach meinen Fj-fahrungen im Alpenlaiul zi(Miilicli lief, 
etwas über 4000', endigend. Auf Hochalpen traf ich ihn nicht. 

V. Polyehloros L. [IIb. 81. 82). 

1{. an Jjreitblättrigen Weiden, Ulmen-, Kirsch-, Birnbäumen, ebenso 
(nach M.-D.) an Populus pyramidalis in der Schweiz. 

F. in einer sommerlichen Generation mit Ueberwinterung. In der F^bene 
und dem Hügelland überall. 



26 I. Rhopaloceren. 

Die Elevation eine geringe; so noch von Bergün (Z.j. Kill, erwähnt 
sogar das Ober-Engadin.i) 

V. Urticae L. [Hb. 87—89). 

R. an Brennessehi. 

F. in zwei Generationen. dei"en erslere Mitte iMai und letztere (mit 
Ueberwinterung) Mitte August l)eginnl. Ueberall gemein l)is zu den höch- 
sten Alpen , wo man den Faller noch an Silene acaulis saugend antreffen 
kann. Die hochalpinen Exemplare sind denjenigen der Ebene gleich. Die 
hochnordische Var. Polaris Stgr. fehlt unseren höchsten Flugplatzen. 

V. JoL. [Hb. 77. 78). 

R. an Urtica dioica und auf Hopfen. 

F. in zwei Generationen, von Ende April bis Mitte Juni , dann vom 
August an mit partieller Ueberwinterung. 

Ueberall; keineswegs aber an allen Orten gleich gemein. Vereinzelt 
bis zu 6- und 7000'. 

V. Antiopa L. [Hb. 79. 80). 

R. an Weidenarten, auch an Birken. 

F. im Sommer mit einziger Generation und Iheilweiser Uel>er\\ inlerung. 
Ueberall, vereinzelt (die hochalpinen Salix-Arten erklären das Vorkommen) 
noch in sehr bedeutender Höhe, so z. B. in etwa 7400' 1876 auf dem Albula. 
Aehnliches berichtete früher Staudinyer [Stgr.] vom Grossglockner. 

V. Atalanta L. [Hb. 75. 76). 
R. an Urtica dioica. 

¥. von Mitte Mai und dann häufiger von Mitte Juli an. 
Ueberall. Vereinzelten frischen Exemplaren begegnet man noch weit 
über der Baumgrenze. 

V. CarduiL. [Hb. 75. 76). 

R. polyphag an Brennesseln, verschiedenen Distelarten, Malva, Gnapha- 
lium, Achillea und Artemisia. 

Mit doppelter analoger Generation, welche natürlich im Hochgebirge zur 
einlachen ge\\orden ist. Hier kann man ilem kosmopolitischen Faller noch 
in Höhen 7500 — S500' begegnen. In den meisten .lahi-en luii' selten, da- 
gegen 1879 in ungeheuerer McMige mit merkwürdigen Wandei-zügcn und 
auch auf den Hoch-Alpen sehr häufig. 



1) T)as Heimatsrecfit der V. Xantlioniclas S. V. stellt auf scfiwäclieslcn Füsson. Der 
ver.slorl)ono IM'nir(>r liordoifin Seen bei WinteiMhur soll ihn mehrmals aus der R. erzogen 
haben. NieiiKuid rmid später eine V. Xanthomolas im t'aunen-Gebiele. 



Nymphaliden. 27 

Melitaea Fab. 

M. Cynthia S. V. Hb. [Hb. 3. 569. 570. 608. 609). 

Die R. (schwjirz mit gelben Querringen) polypiiag. In hochgelegenem 
Terrain iil)erwintert sie zwei Mal. 

F. im .luli und August, gerne an steinigen Halden, um Felsen, indessen 
auch auf Wiesen und öden hochgelegenen Stellen. Er findet sich auf allen 
Alpen l)ald seltener , bald häufiger) vom Montblanc bis zum Pilatus \Wh..j 
und Stelvio in Höhen von etwa 5 — SOOO'. Dem .Iura ganzlich fehlend.') 

M. Maturna L. [H.-S. 132), Var. Wolfensbergeri Frey. 

R. poivphag; junge Espen, Eschen, Buchen, Wollweiden, dann noch an 
Melampyrum nemorosum, Veronica, Scabiosa und Plantago. 

Die Stammart , die typische Maturna des Flachlandes fehlt uns. Stall 
dessen erscheint im Alpeugebirge, aber nur an wenigen Orten, im Juni und 
.luli eine merkwürdige Abänderung (welche ich nach meinem Freunde 
R. ff o//l?/)6'6e/'r/e/- benannt habe). 

Als Fundstellen bekannt: der Südabhang des Maloja etwa 4600' [Myb.) 
an der Strasse; das Val Rosegg bei Pontresina etwa gegen 6000' {M.-D., 
Wolfensbercjer] . Ein paar ganz abgeflogene Stücke einstens bei Sils-Maria 
[Frey]; Lagalp unterhalb Languard [Saraz)\ aus dem unteren Misox [Kill.]. 
Endlich aus dem westlichen Wallis, Val Anniviers [Mennet], in der Sammlung 
von Dr. Christ. 

Var. Wolfensbergeri 2) ist etwa um ein Viertheil kleiner als die typische 
Maturna. Die Grundfarbe des Männchens ist ein trüberes, düsteres, durch 
mehr Schwarz verdunkeltes Rothbraun. Dagegen nehmen die weisslichen 
Zeichnungen der Oberseite überhand (allerdings nicht in demjenigen Grade, 
welche von Stgr. erhaltene westsibirische Stücke, die Var. Uralensis von 
Lederer, zeigen). Mein einziges weibliches, schweizer'sches Exemplar ist 
durch die Uel)erhandnahme des Weisslichen auffallend bunt. 

Die Unterseite meiner sämmtlichen Stücke erinnert weit mehr an die- 
jenige der M. Cynthia als die der typischen Maturna. 3) 

M. Artemis S. V. (Aurinia Rottenb.) [Hb. 4 — 6) und Var. Merope de 
Prunner [Il.-S. 13^. 135;. 
R. auf Scabiosen, Centaureen, Planlago und Veronica. 
F. im Mai (meistens von der zweiten Hälfte an) durch den .luni. - 



1) Unsere Exemplare, \venn auch \ielfach in beiden Geschlechtern variirend, bleiben 
stets dimorph. Im hohen Norden begegnen wir M. Iduna Dalman, meiner Ansiclil 
nach der gleiclien, monomorph gewordenen Spezies. 

2) Ich kann hier nur nach 7 Exemplaren urtheilen — und fasse mich desshalb so kiiiz. 

3) Ich halte M. Cynthia für die alte Stammform der Eiszeit, aus welcher sich sowohl 
Var. Uralensis als Wolfensbergeri zunächst entwickelten und die dann zur Abzweigung der 
M. Maturna des Flachlandes freilich bis nach Estland und Peterburii i^efüliil hat. 



2S I- Rhopaloceren. 

Die Form der Ebene wohl überall vom Jura durch die Ebene und das 
IJügelland bis gegen und in die Voralpen. Die Ilöhengrenze jener kennen 
wir nicht und Uebergangsformen zur montanen und alpinen Form müssen 
jedenfalls sehr selten sein. Mir kam niemals etwas dieser Art vor.^) 

Var. Merope mit im Grunde genommen gleicher Raupe [Frey), und 
schönen Variationen , von 5 — 8000' wohl auf allen Alpen, den südlicheren 
häufig, ja oft sehr gemein, auf den nördlicheren seltener. 

Die Grenze zwischen Stammart und Varietät bedarf genauerer Forschun- 
gen. Z. fand bei Bergün niemals Artemis, dagegen auf dem dortigen Lal- 
scher Kulm und })ei Palpuogna die ächte Merope. 

M. CinxiaL. [Hb. 7. 8). 

R. an Plantago lanceolata, Veronica, llieraciun), Achillea. 

F. von Mitte Mai l)is in den .luni auf Wiesen und niederen Berghalden, 
wohl überall. Ilöhengrenze gering; nach M.-D. etwa 3000', womit meine 
Erfahrungen übereinstimmen. 

M. Phoebe S. V. [Hb. 13. 14). 

R. an Cenlaurea scabiosa und jacea, sowie an Plantago lanceolata. 

F. in doppelter Generation (Mai und .luni, dann Juli und August), im 
llochgel)irg Juli und August. Ei' ist weil vei'breilct, von Schaffhausen [Trupp 
bis Lugano [Hug.], aber vielen Orten fehlend, oder nur als Seltenheit (Lau- 
sanne, Bern, Zürich, St. Gallen [2081']) zukommend. Vom Jura bis in die 
Al|>en. Ungemein lebhafte feuerige Stücke im Wallis; trüber, verdüstert 
im Aargauer Jura [Wn.] uml der Ebene, sowie den Alpen, wo er im F^ngadin 
gegen 6000' Meereshöhe erreicht. 

M. Didyma O. (Hb. 9. 10). 

R. [)olypliag, bei uns an Scabiosa, Centaurea , Plantago, Teucrium cha- 
maedrys, Euphorbien etc. 

F. in der Tiefe, vom .Iura bis Graubünden, weit verbreitet (stellenweise 
häulig, alter auch manchen Gegenden, z. B. nach M.-l>. dem Emmenlhal und 
Burgtlorf ganz fehlend) mit den zwei (ieneralionen ; im Gel)irge einmal. Die 
grosse! individuelle Veränderlichkeit gestattet kaum, Lokaldifferenzen , wie 
.S7f//.'.S' Var. Alpina anzunehmen , da gleiches in der F^bene vorkonnul. Im 
Süden, in der Thalsohle des Wallis und in dei" Levenlina und im männlichen 
Geschlechte feuerig roth, im (iebirgc kleinci' und weniger lebhaft, während 
das ^ legellos abzuändern scheint. Ilöhengrenze in den Gi'aubündner und 
Walliser Alpen bis gegen GOOO'. 



\) Icti lege hier wcnigei Wcrth auf Grösse und l'iirbung, als auf die ungleiclie i{o- 
scliuppunji der Arlcinls und Merope. Nach der Eiszeit-Theorie würde Merope Slamni- und 
Arlt-niis altiicieilelt- Koimi sein. 



Nyniplialiden. 29 

M. Dictynna Esp, [Hb. 15, 16). i) 

R. auf Valeriana, Melampyriim und Spiraeen. 

F. im Juni und Juli, im Gebirge nocli im August, im Tieflande gewöhn- 
lich auf nassen Stellen, in den Alpen auch an trocknen Bergabhängen , z. H. 
bei Bergün. 

In grosser Verbreitung durch das Tief- und Hügelland in einlacher 
Generation von Ende Mai durch den Juni. Höher auf dem Jura \\ie den 
Alpen später. 

Die alpinen Exemplare kleiner und tridier; ihnen fehlen die hellen 
Fleckenreihen auf der Oberseite der Hinterflügel annähernd oder gänzlich. 
Höhengrenze gegen 6000'. z.B. imOber-Engadin bei Sils-Maria undSamaden. 

M. Athalia Rottenb. Esp. [Hb. 17. 18) und Var. Pyronia (Corythalia) 
Hb. [Hb. 583—588). 

H. an Melampyrum-Arten, Plantago , Veronica, Chrysanthemum corym- 
bosum, Digitalis ochroleuca. 

F. von Mitte Juni bis Anfang August wohl überall vorkommend (bei 
Lugano schon im April und Mai [M.]], stellenweise gemein. Auch auf nie- 
deren Bergen tles Jura wie der Alpenkette häufig, ebenso in Hochlhälern, 
z. B. Hergün, Überengadin, am Stelvio oberhalb Trafoi [Wo.); vom Simplon 
[Jo)-ris). Höhengrenze etwa die gleiche der M. Dictynna. 

Unsere schweizer'sche Athalia steht in Grösse und Schönheit meistens 
liinlei' der norddeutschen Form beträchtlich zurück; ebenso ändert sie viel 
weniger ab, was schon M.-D. richtig angab. Lel)hafte feuerige Stücke sah 
ich \on Luzern (1347') und Ghur, iMgb. endlich vom Comersee. 

Ab. Corythalia (mehr rothbraun, weniger schwarz) von Grengiols im 
Ober- Wallis [Tvapp)\ von Trafoi [Wo.]. 



\] Die mit Dictjnna beginnenden Melitaeen gehören zu einem der scliwierigsten Ab- 
schnitte der Lepidopterologie. Ich habe im Jahre 1878 wiederum einmal viel Zeit unil 
Mühe auf dieselben verwendet. Durch die Güte meiner Freunde und Correspondenten, 
tler Henn A. Sclwiid in Regensburg, B. Moschler und /. Schilde in Bautzen, L. Caßisch in 
Chur, U . .1/. Schöyen in Christiania u. A. mit freundlicher Beihülfe Slaudinger s bin ich 
zur Ansicht und Prüfung von etwa .SOO Exemplaren der verschiedensten Gegenden ge- 
langt. Meiner Ansicht nach ist nur eine Art scharf getrennt, nämlich die alte primiire, 
der Eiszeil angehorige M. Asteria Frr. Aus iiu' ging zunächst M. Varia Bi. iiervor, welche 
zur Parthenie H.-S. sich gestaltete. Von jener alpinen Grundform abzuleiten ist elien- 
falls M. Aurelia Nickerl. Beide (Varia und Parthenie) gehen in die altbekannte M. Athalia 
über, und — wenigstens nach nordischen Stücken zu urtheilen , existirt zwischen Athalia 
und Dictynna auch keine scharfe Grenze. — Ich besitze aus dci' Schweiz intermediäre 
Stücke. Zwischen Athalia einer- und Parthenie, sowie Aui-elia andererseits und hei 
Schöyen s grossem interessantem Material von GJirisliania , sowie dem DoM'cfjeld lassen 
unsere üblichen , vorwiegend an deutschen Exemplaren gewonnenen Trennungsmerkmale 
mehr oder weniger im Stiche Indessen, \n Anpassung an übliche Systematik, befolge ich 
die gewöhnliche Speziesreihe. 



30 I- Rhopaloceren. 

M. Aurelia Niokerl und Var. Rhaetica Frey. [M.-D. I, 2). 

R. an Melampyrum und Plantago. 

F. im Juni und Juli. Unsere scliweizer'schen Exemplare mit Parallel- 
Verhalten zu norddeutschen, wie es bei Athaiia vorkommt. 

Von Chur mit geringer Höhenverhreilung in Menge durch Cafl. Das 
Thier, natürlich einem gewissen Wechsel unterworfen, kleiner, lebhafter 
rothbraun, weniger trüb, mit feineren schwarzen Zeichnungen, das ^ nicht 
selten mit sehr lichten braunen Fleckenreihen (Var. Rhaetica). 

Bei Rergün auf Wiesen im Juli nicht selten mit ein/.elnen Uebergängen 
gegen M. Athaiia [Z.]. Von Tarasp [Christ). Dann von Kvolena, Viesch, 
der Bellalp [R.-S.). Sicher noch (aber mit Parthenie verwechselt) an zahl- 
reichen anderen Orten. 

M. Parthenie H.-S. (Parthenoides Keferst.) [11. -S. 136. 137. il/.-Z). 1, 3. 4) 
und Var. Varia Bisehoff [M.-D. I, 5. 6). 

R. an Scabiosen [Frey]. 

F. in zwei Generationen , Juni , dann August und September , in der 
Ebene an trocknen, wie nassen Stellen. 

Basel, Liestal, Sissach (1141'); Bechburg; Engelberg (2198') l)ei Ölten und 
der Gyselafluh [Wu.) oft; Zürich; St. Gallen; Graubünden; Solothurn ClSbö'), 
Burgdorf; Interlaken (1753'); Brienz (1859'); Meiringen ; Oberhasli [M.-D.]; 
Aigle; zwischen Salgetsch und Sierre ; überall bei Gadmen [Rä.); Berg- 
halden des Unter-Wallis ; ferner von den Bädern von Leuk ; von Zermatt 
[Frey); vom Simplen [Jorris); von Lugano. 

Exemplare von Basel (auch aus dem Elsass), Zürich, Graubünden sind 
grösser, von feurigerem Rothbraun und von feineren Zeichnungen als Stücke 
von Frankfurt a. M. Kleiner, aber ungemein feurig aus dem Tessin. 

Im Gebirge gestaltet sie sich mehr und mehr zur trüberen, kleineren Var. 
Varia. Bei Zermatt, Riffelberg, schwarzem See [Frey]; Simplen, vom Ross- 
bodenlhal und der Passhöhe [JH.). Verbreitet im Engadin inid hier bis gegen 
7000'. Alpen um Sils, St. Moritz, Samaden (Muottas und am Piz Padella); 
ValRoseg bei Pontresina [Schenl{); von) Bernina, nanientlich im Ueuthal (6321') 
und mehr [Mgb. u. A.); auf dem Albulapasse nur nach der Engadiner Seite 
[Frey); bei Trafoi selten. 

M. V'aria wechselt sehr nach Grösse und Form, wie sie denn bei Zermatt 
unzweifelhaft in M. Parthenie übergelit. Prachtvolle Aberi'alioiKMi ans dem 
Ober-Engadin in der Sammlung von J{. Zcll.-Dold. zu Zürich. 

M. Asteria Frr. [Il.-S. 3. 4. 568). 

H. unbekannt. 

V. im .hili und August, in Höhen von 7000' und mehr. Nciten diMi öst- 
reichischen Alpen erreicht ei- mit seinei* Westgrenze aHein den (l.uiloii Grau- 
bünden. 



Nymplialiden. 31 

In den zwanziger Jahren auf dem Calanda (8650') aufgefunden von 
Wredoiv. Dann von den Churer Alpen [Kriechhüumer]: Berge über Chur- 
walden [Ilifg.):, vom Gürgaletscli (7524') ol)erhalb Parpan [Caßiscli]; aus dem 
Val da fain {Wolfensherger); von der Passhöhe des Albula, aber l)eiderseits 
thalal)^^ärls bald fehlend [Frey). In manehen Sonuuern an lel/lerer Stelle 
häufig mit eigenlhümlichem Fluge und zahlreichen Variationen. 

Argyimis Fab. 

A. Selene S, V. [Hb. 26. 27). 

R. an Viola. 

I^. in zwei Generationen, Juni, dann August und September. Im Ge- 
birge nur einmal. 

Seltener und viel vereinzelter als die nachfolgende A. Euphrosyne. Von 
Basel [Knecht); der Bechburg [R.-S.) und dem Jura [Christ); hier und da im 
Aargau [Wu.]; Büren (1327'; und Solothurn [Ms.); Burgdorf, Bern, Lattri- 
gen , Meiringen und das Oberhaslithal bis über Guttannen oft [M.-D.j; im 
Gadmenthal nach dem Steinegletscher [Frey) ; in der V^ aadt bei Lausanne 
[Lall.); Canton St. Gallen und noch oberhalb Amden (2801') nach den Chur- 
firsten (Tä., Müller); bei Zürich ganz vereinzelt in der Nähe der Trichters- 
hauser Mühle [Zell.-Dold., R. Snell); ferner noch aus Graubünden, von Chur- 
walden (3731') [Hug.]; dem Daves, oberen Engadin, sowie dem angrenzenden 
Trafoi (A7//., Wo.). Endlich noch aus dem Tessin (^Ms.); so am Monte Gene- 
roso im September [Jenner) . Meistens selten und vereinzelt. Höhengrenze 
wohl etwas über 5500'. 

Die alpinen Exemplare auf der Unterseite der Hinterflügel blasser, aber 
mit verdunkelterem Roth, norwegischen Stücken sich annähernd. 

A. Euphrosyne L. [Hb. 28—30,. 

R. an Viola und auch an Fragaria. 

V . in einfacher Generation vom April bis Ende Juli nach der Erhebung 
des Bodens. 

In der Ebene wohl überall , auch in niederen Berggegenden von Basel 
bis Graubünden, vom Tessin (Lugano nach M.-D.) bis Schaflhausen. In den 
höheren Bergen mehr vereinzelt, so bei Zermatt, auf Surenen [Christ] auf 
der Gemmi (Schmadribach [6360'] nach Snell); Graubündner Weissenstein 
Z.); im Ober-Engadin. Ilöhengrenze der letzten Exemplare etwas bei 6000'. 
Alpine F^xemplare pllegen stark schwarz gezeichnet zu sein; ihre Lnlerseite 
bietet das Rothe und Violette verdunkelt dar. Am Ghasseral scheint Cottl. 
Aehnliches getroflen zu haben. 

A. Pales S. V. [IIb. 31. 35. 38 und 39), Var. Q Napaea Hb. (IIb. Fig. 
757. 758, sowie 563. 564 [als Pales bezeichnet; Fig. 964) und Var. 
Arsilache Esp. [flh. 36. 37 . 
R. poKphag an niederen Alpen-Ptlanzen. 



32 '• Rhopaloceren. 

F. dem Jura fehlend, aber im Sommer auf allen Alpen und hier vielfach 
sehr häufig. Unter 5000' kam er mir niemals vor. Im August und noch in 
den Anfang des Septembers hinein auf Höhen von 8 — 9000'. 

A. Pales variirt ganz ausserordentlich nach Grösse, Flügelschnitl, Flügel- 
farbe und schwarzer Zeichnung, selbst wenn man vor der Unterfläche der 
llinterflügel absieht. 

Gehen wir von hochalpinen Exemplaren aus, so haben wir einen kleinen, 
spitzwinkligeren , in beiden Geschlechtern gleichmässig hellbraunen , fein 
gezeichneten Falter. 

Tiefer abwärts, in Höhen von 7000' und weniger, wird Pales grösser, 
zuweilen viel stumpfflügliger. Dabei kann sich der alte Monomorphismus 
erhalten. Derartigen Weibern gab IIb. den sehr unpassenden Namen der 
Vai". Isis, eine Benennung, welche meiner Ansicht nach einzugehen hal. Oder 
das Weib verdunkelt sich; es entsteht ein Dimorphisnuis. Darauf bezieht 
sich Ifh.'s Napaea und seine Fig. 964 [Pales). 

lune Menge Aberrationen , zum Theil der merkwürdigsten Art reihen 
sich nun an. Hohe slerile Stellen des Albulapasses lieferten mir manche. 

Weiter abwärts auf nassen Stellen, mitunter noch in nicht unbeträcht- 
licher Meereshöhe (so z. B. an den Ul'ei-n des Statzer See's ])ei St. Moritz im 
Engadin) ist A. Pales zur Yar. Arsilache geworden. Sie konunt nur sehr 
lokal unserem Faunengebiete zu. So Waadtländer Alpenthäler [Lah.); 
framelan (Ge.); im Ober-Emmenthal im sogenannten Breitmoos zwischen 
Eggiswyl und Rothenbach in ungefähr 2000' Höhe, ferner in der Gegend um 
Schangnau (3100') [M.-D.]. Im Torfmooi" von Einsiedeln häufig [M. Paul). 
Die letzeren Exemplare klein, ziemlich stark schwarz gezeichnet, norwegi- 
schen Stücken meiner Sammlung sehr nahe kommend, an Grösse und statt- 
lichem Aussehen Stücken der nordostdeutschen Tiefebene (Meckleni)urg, 
Ponunern), ebenso denjenigen des Oberharzes weit nachstehend. 

A. DiaL. <nh. 31—33). 

R. an Viola-Arten, vielleicht auch an Prunella vulgaris. 

F. in zwei (ienei-ationen Api'il und Mai, daiui .fuli und August) . In 
w^armen .lahren und heissen Lokalitäten wohl auch dreimal \orkonmiend. 

In der ganzen ebenen und Hügel-Region von Basel bis Lugano [Hiig.]. 
Bei Bergün fehlend (Z.j; bei Tialoi noch vereinzelt (Ho.). Höhengrenze 
etwa bei 30()0'. 

A. Amathusia Esp. [Ilh. 'M — 54). 

R. an Polygonum bistorta und sicher noch an andci-en Pdanzen. 

F. Ende Juni und im Juli in grosser Verbreitung durch das Faunen- 
gebiel, im Allgemeinen abei' lokal \ orkoinmend. Ms sind vorwiegend niedere 
und mittlere Al|)engegenden, wo man namentlich aufwiesen dem Tliiere zu 
begegnen pflegt. 

Wallis, Obergestelen ^H 74' bis Münster (41 68') gemein JI.-D.) und vom 



Nymph^liden. 33 

Simplon [R.-S., Christ.^ Ja., Jorris); Evolena [R.-S.): Canton Bern (Guster- 
undOeschinenthal, Meiringen und Oberhasli, Lauterbrunnen (2434'); Grindel- 
wald (3220'); Emnienthal etc. (M.-D.); Rosenlaui, Hasli-, Beatenberg (3530') 
[R. Snell); Leuk (Ja.); Gadmen [Ratz.]; Engstleualp [Beut.]; ferner Engelberg 
[Christ); Pilatus [Knecht); St. Gallen und Appenzeller Berge [TU. und P.-J.); 
Fischenthal im Canton Zürich (2404') und hohe Bohne (3781') [Hiig.); Glarus 
(Mühlebach- untl Krauchthal-Alp) [Frey, Heer); Graubünden, so bei Klosteis 
(3709') [Hug.); vor dem Bergüner Stein und auf ßergüner Wiesen (Z.); im 
oberen Engadin (Val Bevers nach von Schenk, Südseite des Maloja (5593') nach 
Mgb. und Frey) und häuhg oberhalb Vicosoprano (3346') im Bergell [Mgl.). 
Für den .Jura bei Tranielan [Ge.). Die Ilöhengrenze also etwa 5500', doch nur 
von vereinzelten Stücken erreicht. 

A. Thore Hb. [Hb. 571—573). 

R. unbekannt. 

F. frühzeitig schon vom .luni an in niederen Alpen, aber ganz lokal und 
fast immer seltener. 

Surenenlhal hinter Engelberg; Gadmenthal [Rä. und Andere); Rosen- 
laui, Oberhaslithal, oberhalb Meiringen und dem Reichenbach häufig [M.-D.) 
und an der liandeck [Snell); von Gadmen [Rä.); selten in den Waadtländer 
Bergen, wie im Pays-dEnhaut Romand, zwischen Rougemont und Rossiniere, 
oberhall» Chateau dOex (290()') bis gegen Saanen ^3149') [M.-D.). Aus der 
Ostschweiz im Seealplhal 3515') (Canton Appenzell), aber selten [P.-J.), im 
Kalfeuserthal [Eisenring); im Canton Glarus (*?] nach Heer; in Graubünden 
oberhalb Flims [Christ), bei Bergün selten (Z.) und von Tarasp [Kill.). Die 
Höhengrenze etwa bei 5000'. 

A. Daphne S. V. [Hb. 45. 46). 

R. an Kulius idaeus und fruticosus, dann an Viola ['!). 

F. im .luni und .luli in der südwestlichen Ecke unseres Faunengebietes, 
in Unterwallis. So bei Saillon und Sierre [Ms.); von Martigny [Wu.); öfter 
von Sion [Ja.); dann von luden bei Leuk [Snell). Ferner (aber mit gerin- 
gerer Zu\erlässigkeit) Engelberg [Bremi); Oftringen [Wu.); Ragaz-Pfäfers 
Eisen ring). 

A. Ino Esp. [Hb. 40. 411. 

R. an Sanguisorba onicinalis, Spiraea aruncus und ulmaria; anRubus(?) . 

F. im .luni und Juli namentlich auf nassen Wiesen sehr weit verbreitet 
(auch dem Berner .Iura bei Tramelan nach (ic. zukonmiend) bis in das 
Rergell und Puschlav, aller manchen Orten, z.B. Basel, fehlend, an anderen, 
wie Zürich, sehr selten. In den Walliser und Graubündner Alpen. Im En- 
gadin überschreitet er, ohne eine Aenderung zu erfahren, eine Meereshöhe 
von 5000'. 

Frey, Lepidopteren. 3 



34 l- Rhopalocereu. 

A. Latonia L. {Hb. S9. 60). 

R. an Viola-Arten, an Onobrychis und Anchusa officinalis. 

F. in der Ebene während des April und Mai, dann wieder vom Juli an 
in den Herbst, in der Höhe nur einmal. Mehr weniger geraein erreicht er 
zuletzt ohne Aenderungen darzubieten, al)er nur in vereinzelten E\eni])laren, 
Höhen von 7 — 8000'. 

Die Var. Valdensis Esp. (zusammengeflossene Silberflecke) von der Bech- 
burg [R.-S.]. 

A. Aglaja L. [IIb. 65. 66). 

K. an Viola-Arten und gewiss noch anderen niederen Pflanzen. 
F. im Juli und August allenthalben , haulig noch in Höhen von 5000 ', 
sehr vereinzelt über der Baumgrenze. Weibliche Exemplare des Alpen- 
gebietes oft gross, dunkel gefärbt und mit violettem Schimmer. 

A, Niobe L. und Var. Eris Meigen [Hb. 61. 62). 

B. an Viola-Arten getroffen. 

F. in einer sonunerlichen Generation. Die in Deutschlantl so gemeine 
silberfleckige Slammart nur selten vorkonunend , so z. B. noch bei Basel 
[Christ) und vom Aargauer Jura [Wu.]; bei Churwalden [IJug.]; überhaupt 
ist Niobe im Flach- und Hügellande vielfach fehlend (z. B. bei Zürich] 
oder selten. 

Höher im schweizer'schen Gebirge als silberlose Var. Eris und dann oft 
sehr häufig, sowohl auf dem Jura, wie der Alpen. Vereinzelt noch bei 6- 
und 7000'. 

A. Adippe L. [Hb. 63. 64) und Var. Cleodoxa O. [IIb. 888. 889). 

R. an Viola odorata und tricolor. 

F. in einfacher Sommergeneration, wohl etwas später als A. Niobe. 

Wohl allenthalben im tiefer gelegenen Faunengebiete, etwa mit 3500' 
Höhengrenze. ') 

In der nördlichen Schweiz ist die silberlose Var. Cleodoxa eine verein- 
zelte Erscheinung, in der Tessiner Leventina häutig nach Trapp; auch bei 
Lugano angetroli'en (Frau Süffert-Miecj) . 

A. Paphia L. [IIb. 69. 70] und Var. Q Valesina Esp. [IIb. 767. 768). 

R. an Viola- und [1] Rubus-Arten. 

F. von Ende Juni bis in den Anfang des Augusts. 

In den tieferen Theileu unseres Landes wohl überall und meistens 
häufig. In den nördlichen und mittleren begegnet man der verdunkelten 
Form des W^eibes nur sehr vereinzelt. Häufiger wird sie im südlichen Faii- 
nengebiele. Via mala (2567') [WoJfensbcrger); Flims [Cu/l.), noch liäuliger in 
den transalpinen Tliälern (iraubiindens [Kill.); von Magadino (616'] [/cll.- 

1) liulcsscn t'aiul iliii Uo. -.w)] Slclvio ikh-Ii liis ijci^'cii die {"rnuzcnsliöluv 



Satyriden. 35 

Dold.); im Wallis hei Naters (K.-.S.); von Visp [Ch)-isl); \on Zermatt iliier 
traf ich sie einstmals bei Stalden (2567') sehr häufig); von Grevola an der 
Südseite des Simplon. 

A. Pandora S. V. [Hb. 71. 72. 606. 607). 

R. an Viola tricolor (nach Frr.). 

F. nur in der Thalsohle des Wallis. Im unleren Theile hatte ihn vor 
langer Zeit Ms. bei Martigny und Fouly etc. Mitte Juni nicht selten ange- 
trollen. Spiitei', 1857, kam Trapp am zweiten August ein schönes Q auf 
Distell)lüthen im Yiescher Walde (3581') vor. 

Satyriden. 

Melauargia Meig. 

M. Galatea L. (//6. 183—185) und Var. Proeida Herbst. [IIb. 658. 659 . 

R. an Gräsern. 

F. in der nördlichen Schweiz von Mitte Juni bis in den August; im 
Süden schon vom Mai an. Im tieferen Theile überall gemein, ohne jedoch 
3000' erheblich zu überschreiten , wenigstens in regelnuissigerem Vorkom- 
men. So fehlt er im Albulalhale bei Rergün, während er noch in Alvaneu 
getroffen wird. Ebenso mangelt er schon in Tarasp [Kill.). Dagegen bei 
Rasel nur auf den Höhen [Christ). 

Uel)ergänge zur Var. Proeida oder vollendete Proeida kommen im Wallis 
und Tessin, selbst schon in dem heissen Terrain der Rechburg vor [R.-S.). 

EreMa Bsd.i) 

E. Cassiope Fab. [Hb. 626. 627) und Var. Nelamus Bsd. [M.-D. II, 3). 

F. wohl überall auf den Alpen i^Walliser, Rerner, Unterwaldner, Lrner, 
Glarner, St. Galler und Appenzeller, sowie Graubündner Rerge) . Dem Jura 
gänzlich mangelnd. Ausnahmsweise schon bei 4000', meistens von 5500 — 
7000' (vereinzelt noch 1000' höher). Liebt sonnige blumenreiche Halden. 
Q sehr selten. Flugzeit Juli und August. 

E. Cassiope variirt nach Ausmaass, Flügelschnitt, nach der Grösse der 
rostfarbenen Rinden sowie der Zahl und Ausbildung der Augenpunkte be- 
trächtlich. 

Rei Var. Nelamus Rsd. (Rernensis M.-D. II, 3) löst beim (^ sich die 
Rinde in einzelne kleine verloschene rostrothe Fleckchen auf; Augenpunkte 
sehr klein, 2 oder auch 3 auf dem Vordei'ffügel. Noch verloschener die Rost- 
lleckchen der Hinterflügel und meist ohne schwarze Punkte. Rei einzelnen 
Stücken fehlt alles Rostrotli mit sämnitlichen Augenpunkten. Die Rerner, 
Glarner und Graul)ündner Alpen liefern diese Erscheinungsform vorwiegend, 



1) Nur weiiiiie der Gräser verzehrende FVaui)en des Genus Erebia sind bekannl. 

3* 



36 I- Rhopaloceren. 

aber durchaus nicht ausschliesslich, wie sie denn auch R.-S. von der Furca 
und Christ von der Trübseealp (5800') bei Engelberg erwähnen. 

Als Var. Valesiana sieht M.-D. (II, 4. 5) grössere Exemplare mit ausge- 
bildeterer, zusammenhängenderer Binde mit zahlreicheren (4 — 5 auf dem 
Vorderflügel) und grösseren Augenpunkten an. Mehr der Meienvvand und 
den höheren südlichen Walliser Alpen zukommend, doch auch vereinzelt den 
Graubündnern. 

In noch höherer Ausbildung zeigen sich Binden. und Augenpunkte bei 
Knoch's Var. Epiphron [M.-D. II, 6. 1) vom Harz, dem schlesischen Altvater 
und den Vogesen, z. B. von Iloheneck, Bei einzelnen weiblichen Exemplaren 
gewinnen die Augenflecke weisse .Pupillen , was höchstens einmal in ganz 
schwachen Spuren bei unserer schweizer'schen E. Cassiope Q auftritt. 

V. Epiphron fehlt dem Alpengebiete ganz (auch dem Schwarzwalde). 

E. Melampus Fuessly (///;. 624. 625) und Var. Sudetioa Stgr. 

F. auf allen Alpen (auch dem Pilatus (6565') [Christ]] und häufig, stellen- 
weise gemein im Juli und August. Das Weib wird nur sehr spärlich (ge- 
wöhnlich später) gefangen. Er steigt tief abwärts bis etwa 3000' (nach 
M.-D. selbst bis 2000' [?]), ist zwischen 4 und 6000' am zahlreichsten und 
endet mit vereinzelten Stücken über 7000'. Er variii-t nicht sehr beträcht- 
lich. Die Vergrüsserung der rostrothen Flecke gibt Stgr.'s Var. Sudetica. 
Ihr Vorkommen im Prättigau meldet Zell.-Dold. 

Im August 1849 fing ich eine prächtige Aberr. des (J^ mit 4 ansehnlichen 
weisslichen Vorderflügelflecken beim Walliser Dorfe Banda (4535'). 

E. Eriphyle Rthb. Frr. [M.-D. II, 8). 

Meiner Ansicht nach von E. Melampus abgezweigt und ihr nahe kom- 
mend; nach [M.-D.] im Fluge verschieden von jener und E. Cassiope. 

Von der Gemmi und Meienwand [Rthb.^ M.-D.]; am Niesen [Ja.]; von 
der Teufelsbrücke (4294') [Frey]; aus dem Wallis [Anderegg]; aus Graubünden 
vom Bernhardin (6584') nach dem Ilinterrhein-Thal [Bthb.] und vom Flimser 
Stein (8320') [Cafl.]. Von 4000' bis gegen 6000' fliegend. 

E. MnestraHb. [IIb. 540—543. Jl.-S. 96). 

F. im .luli und August seltener (namentlich das Q sehr seilen) und lokal 
an Schutthalden, Wegen etc., nicht auf Blumen. Von 5—7000' etwa. 

Alpen von Ghamouny öfter [Ms.]; ans dem Wallis bei Zermatt [Frey]; 
vom (iornergletscher und vom Simplon [Jil.]; ferner von der Bellalp [Bent.]; 
Grimsel, nach dem Aargletscher [Ms.]; Meienwand {M.-D., Frey]; im Mejen- 
tlial (l(>s Gantons Tri [Wu.]; bei Bergün hinten im Val Tuors (/.); vom Albula 
nacli Ponte abuiirts ein Ex. [Frey]; aus dem Über-Engadin bei Samaden, nach 
den Muottas [Frey]; um St. Moritz [Mgb.]; im Val Bosegg [Schenk': \on dem 
SteKIu obcirhalb (I(M" Franzenshöhe [Wo.]. 

E, Pharte Hb. [Hb. 491—494. 11. -S. 95). 

F. in der i:('\\ öhnliclicn flrsciicinunL's/.cil dcv \ Crw andicn weit ver- 



Satyriden. 37 

breitet, doch lokalisirt , namentlich an etwas nassen Stellen innerhalb der 
Bauinij;renze ; etwa von 4 — 6000'. 

Im Wallis aus dem Val d'Arolla [R.-S.), aus der Umgebung des Simplen 
{Anderegg); von den Alpen oberhalb Obergestein [Frey]] in den Berner Ber- 
gen , so am Ober-Gurnigel [Ms.) und zwar oberhalb des Schwarzbrünnleins 
sehr gemein [M.-D.]; von der Gemmi an beiden Abfällen, nordwärts schon 
am Eingang des Gasterthales und den Abhängen des Kienthals, der Grimsel- 
strasse oberhalb der Handeckfälle etc. [M.-D.)\ aus dem Gadmenthal (fiä.); 
von Surenen bei Engclberg iChrisf); vom Pilatus [31. Paul); der Mühlebach- 
alp über Engl im Canlon (ilarus: Kalfeuser Alpen des Canlon St. Gallen 
[Eisenrin;/ ; für Graubünden vom Flimser Stein [Cafl.]; in der Thalsohle 
des ol)eren Engadin nicht oft iMgb., Sehen/,-) ; an dem Fluela (7394') {R.-S.); 
lokal am Slelvio [Eppelsheint] . 

E, Pyrrha S. V. (Manto Esp.) [Hb. 235. 236), Var. Coecilia Hb. [Hb. 
213. 214, H.-S. 58 i. 585) und Bubastis Ms. [Frr. 38. 1 und 91. 4) 
sowie Var, Pyrrhula Frey. 

Die Stanmiform im .bini und.luli weit verbreitet, vielfach häufig, an an- 
deren Orten seltener oder fehlend. Walliser, Waadtländer, Berner Alpen 
(z. B. Gurnigel, Gemmi, Kandersteg , Oberhasli. Wengernalp oft ; Gadmen 
[Rä.]; Unlerwalden (Engclberg); vom Pilatus {M. Paul); von den Appen- 
zeller [Tu.) und St. Galler Bergen 'Eisenring); in den Graubündner Bergen 
selten, so von Alp Tschita oberhalb Bergün (Z.) und aus der Thalsohle des 
Engadin. 

Die Aberr. Caecilia (fast ganz einförmig schwarzbraun) von Engelberg 
{Frey), dem Jochpass {Zell.-Dold.); von Gadmen {Rä.). 

Ab. Bubastis (hat weisse Flecke auf der Unterseite des IlinterflUgels und 
die Franzen des letzteren dunkel gescheckt), von Leuk durch Ms. entdeckt; 
vom Aargauer Schinberg (225 7') (/?.-S.i; Gadmen {Zell. -Bold.); vom Pilatus 
{Wu.) und den Vogesen (Christ). 

Die Ilöhenverbreitung der ziemlich wechselnden Art von 3600 — 6000', 
also im Allgemeinen innerhalb der Baumgrenze. 

Anders wird es mit der von mir aufgefundenen Graubündner Var. 
Pyrrhula. Sie fliegt auf dem Albulapass hoch über der Region der Nadel- 
hölzer in manchen Jahren im .luli und August nicht gerade selten, doch sehr 
lokal. Caß. fing sie auch auf dem Gürgaletsch oberhalb Parpan. 

Bedeutend kleiner als die Stammform, im Ausmaasse einer ansehnlichen 
E. Melampus oder einer Eriphyle. Vorderflügel etwas stumpfer. Die Zeich- 
nungen recht wechselnd. 

Die am lebhaftesten gezeichneten Männchen zeigen auf den Vorder- 
llügeln 6 rostrolhe Keilstreifen ohne Augen. Gewöhnlicher fehlt der vor- 
derste im Apicaltheil , so dass also nur 5 vorhanden sind. Der nunmehi" 
erste Apicalfleck ist immer der ansehnlichste, jedoch von ungleicher Aus- 



38 I. Kliopalocereii. 

dehnung. In ihm und seinem Gefährten können 2 kleine kernk)se schwärze 
Augenpunkte erscheinen. Die 'i lieferen rostrollien Keilflecke erfain-en all- 
niälig eine Reduction Ins zum völligen Verscln\inden. Auf den Hinter- 
flügeln bemerkt man nach Yi nicht selten einen rostfarbenen Keilstrich. Vor 
ihm tritt zuweilen ein kleinerer auf. Sehr selten ist letzterer bis zum Oval 
verkürzt. El)enso l)emerkl man nur ausnahmsweise gegen den Afterwinkel 
zu noch 2 oder 1 rostfarl)iges Fleckchen. Die Unterseite ist diejenige einer 
männlichen Pyrrha. 

In noch höherem Grade ist diese Llnterfläche der Hinterflügel beim ^ 
für die Zusanunengehörigkeit unserer Form mit Pyrrha in ihren gelblichen 
Flecken bezeichnend. Die beiden Striche im Apicaltheil des Vorderflügels 
sind oberwärts stark verkürzt , zu langen Querovalen geworden , bald mit, 
bald ohne Augenpunkte. Die Hinterflügel fleckenlos, einförmig. Eine Aber- 
ration hat nur in den Vorderflügeln rostfarbenen Schimmer. Sie erinnert an 
Ab. Caecilia der Stammform ; doch die Unterseite der Ilinterllügel bewahrt 
ihre gelben Flecken. 

E. Ceto Hb. [Hb. 578. 579]. 

F. erscheint auf seinen Wohnplätzen schon von Ende .luni an. um ge- 
wöhnlich Finde .luli nur noch al)geflogene Stücke darzubieten. 

Von Evolena [R.-S.]; Zermatt (ß. -8. und Frey); Turtmann (C//r/i7i; dem 
Simplon (an der Südseite häufig [Ja.]]; vom Leuker-Bad und nach Inden [Ms.); 
in den Waadtländer Alpen l)ei Ormond [M.-D.) ; ferner aus Graul)ünden , so 
im Bergell oberhalb Vicosoprano und im Ober-Engadin bei Samaden [Mgb.]; 
ebenso im unteren F^ngadin bei Ardetz (4525') und Tarasp [Schenk, Kill.]; vom 
Stelvio unterhalb Gomagoi (4069') [Frey]. 

Höhengrenze etwa 4000—4800'. 

E. Medusa S. V. [Hb. 45. 103. 104) und Var. Hippomedusa O. 

R. an Panicum und Setaria. 

F. wohl überafl in der Flbene und dem Ilügellande im Mai und .luni. bald 
seltener , bald häufiger. Höher im Gebirge (wo er noch im .luli fliegt) als 
kleinere Var. Hippomedusa (welche meiner Ansicht nach mit Styr.'s nordi- 
scher Var. Polaris zusammenfällt). 

Für letztere wird erwähnt : Basel [Orislhal] und Liestal [Christ); auf den 
Kämmen und höchsten Grasabhängen des Jura, am Weissenstein in 3700 — 
3900' Höhe sehr häufig [M.-D.]; ebenso von der Bechburg [U.S.]. Dann 
bewohnt Var. Hippomedusa die Alpen (aber wohl nur lokal), so das Lauler- 
brunnerthal bis zum Bergdorf Wengen (4011'); in Graubünden Nairs (3760'), 
den Gürgaletsch [Caf.]. Häufig 1871 oberhalb Trafoi, jedoch weit unter der 
Franzenshöhe endigend [Frey). 

E. Oeme Hb. [IIb. 530—533). 

F. im Juli auf niederen Alpen schon (nördliche Berge) von 3000' an, 
vereinzelt wohl noch über 5500' (südliche). 



Satyriden. 39 

Wallisor Berge [Anderegg); Bernor Alpen (hier z. B. ;itii (iurnigel selir 
häulig (jy. -/>.); sellener auf Waadtländer Bergen {M.-D.); auf Ti'iibseealp Itci 
Engelberg und Surenen {Christ); aus dem Gadnicnlhal {Ra.) ; Seliwyz im 
oberen Sihllhal oberliall) Einsiedeln [Knecht, M. Paul]; Brjschalp im Weggi- 
tlial [l'^eg); im Canlon Glarus von Mülilebachalp oberhalb Engi [h'ejj); See- 
alplhal nach P.-J. In Graubünden das Vorkommen unsicher. Auf der Nord- 
seite des Stelvio (Wo.). 

Das Thier variirt ziendich. Die Stücke von Einsiedcin auffallend kloin 
und an Augenpunkten verarmt. 

E. Stygne O. [Hb. 223. 224. II. -S. 90. 91). 

F. I»egiunt schon in sehr geringer J<]levation zu fliegen, so nach I5cutli 
im Schwarzwalde sogar bei 950', ferner in den Vogesen [h')-ön<'r) . Im Jura 
am Dürreck i3386'j, Beleben (4350') (Chr/sl) und dann am ganzen westlichen 
Grenzzug des Gel)irges, vom Chasseral [CoiiL). Ferner in niederen Alpen 
der Cantone Wallis, Bern, Unterwaiden, Glarus, Appenzell und St. Gallen; 
auf dem Pilatus [M. Paul), ebenso [Derselbe] am Fusse der Mythen im Canton 
Schwyz. Auf der hohen Bhone und in Graubünden l)ei Churwalden [Ihig.); 
von Bergün (Z.) Ziemlich wechselnd ; die Stücke des Jura mit dem meisten 
Rostroth und den entwickellsten Augenpunkten. 

Ilöhengrenzen von 2800 ])is über 4000'. Die Flugzeit vom Juni an. 

D. Nerine Frr. [H.-S. 69—74). 

F. erreicht mit Exemplaren, welche sich noch am meisten an Var. Bcich- 
linl H.-S. anreihen , aber doch manches F^igenthümliche darbieten (so dass 
ich eine l)esondere Var, Italica anzunehmen geneigt wäre; die südöstliche 
Ecke unseres Faunengebietes. 

hl Graubünden eine Stunde hinler Zernetz (4608') im Münslerthale 
(Champ long) nach Curo; bei Cierfs (5119') an einem Bergsturz und im ^'al 
Muranza [11. Zell.-Dold.]; sowie im Val da Fi-aele [Derselbe): dann südlich vom 
Stelvio an den alten Bädern von Bormio (4707'), häufig auf Schutthalden im 
Juli und August [Curo, Wo.). Nach Curo geht er tief hinab zum Gomersee, 
wie er auch am Monte Grigna oljerhall) Eecco vorkommt [Christ). 

E. Evias Lef . (Bonellii Hb.) f//6. 892— 895). 

F. nur dem südlichen Theil des Faunengebieles angehörend, dem Wallis 
und Graubünden. In ersterem Canton im Mai und Anfang des Juni au war- 
men, kräuterreichen Halden, später und höher im Juli ; so nach Trapp l)ei 
Sion, Visperterminen, im Baltschieder Thale, bei Gamsen ; ebenso vom Sim- 
plen [Trapp und Ja.); von Brieg [Christ und Jorris); von Evolena [R.-S.). 
Dann aus Graubünden, bei Tiefenkasten [Cafl.); aus dem oberen Engadin, 
der Alp Nuova bei St. Moritz, also in etwa 6000' Höhe [Mgb.); ferner aus 
dem Daves [R.-S.]. 



40 •• Khopaloceren. 

B. Glaeialis Esp. (Alecto Aut.) [H.-S. 173. 174j und Var. Pluto Esp., 
sowie Var. Aleeto Hb. [Hb. 528. 529). 

F. auf den meisten liochalpen, nördlichen, wie südlichen, von 6 — 8000' 
und mehr, an Schutthalden, Felsen etc., im Juli und August. Den Bergen 
des Waadtlandes aber fehlend [Lah.]. Die augenlose Form bildet die Regel. 
Hier kann es bis zum Verschwinden jedes rothen Anfluges auf Ober- und 
Unterseile kommen (Pluto Esp.). Der Esper'sche Name Glaeialis hat also 
hier einzutreten und die l)ei uns sehr selten vorkommende augenführende 
Gestalt die Hb. 'sehe Benennung Aleclo zu tragen. 

Von allen Hochalpen, den Wallisern. Bernern etc. bis zu den Bündnern 
und dem Stelvio. Auch der Pilatus besitzt unsere Spezies. Die augeführende 
Abweichung Aleclo erseheint nur ganz selten ; so aus dem Oberhasli M.-D.], 
vom Piz Umbrail (9340') [Zell.-Dold.) und vom Stelvio in sehr Jiedeutendei- 
(8000' und mehr betragender) Höhe [Wo., Frey). 

Hier und da fliegt die schwer zu erhaschende Art einmal auch auf den 
ärmlichen Grasflächen jener hochalpinen Stellen. 

E. Manto S. V. (Lappona Esp.) [Hb. 512— 514). 

E. Manto ist in grösster Verbreitung und mit mannichfalligem Wechsel 
dem Alpengebiete zukommend, mangelt aber dem Jura. Sein eigenthüm- 
1 icher Flug (nur E. Tyndarus bietet etwas Verwandtes dar) lässt ihn augen- 
blicklich erkennen. Seine Tiefgrenze kennen wir nicht genau. Das Thier 
mag bei 4000' hier und da beginnen. Es erhebt sich auf 8000' und mehr. 
Unsere schweizer'schen Exemplare sind norwegischen von Dovrefjeld voll- 
kommen gleich. 

E. Tyndarus Esp. [Hb. 209—212). 

F. im Juli und August auf allen Alpen, milunler sehr gemein, gewöhn- 
lich häufig. Er n)ag in den nördlichen Alpen mit 4000, in den südlichen 
mit 5000' beginnen. Ueber 6000' Meereshöhe wird er sparsam. Auf den 
höchsten Fangplätzen traf ich ihn nicht mehr, wie er schon 1000' über der 
Baumgrenze auffallend selten wird. Dem Jura, gleich der vorigen Art, feh- 
lend. Er variirt nicht erheblich in unseren) Faunengebiele , wohl aber in 
anderen Gebirgen (Pyrenäen, Caucasus). 

E. Gorge Esp. [Hb. 502—505), Var. Erynnis Esp. [H.-S. I75i und Var. 
Triopes Speyer. 

F. im Juli und August in weitester Verbreitung, stellenweise allerdings 
selten, durch das Alpengebiet vom Wallis bis zum Stelvio und nordwärts zu 
den Glarner, Appenzeller und St. Galler Alpen. Die Tiefengrenze mag l)ei 
4800 ' liegen, die Erhebung übersteigt im stldlichen Alpengebiele 8000'. An 
Strassen, Felsen, Schutthalden (seltener auf Wiesen) begegnet man dem 
flüchtigen Falter. 



Satyriden. 41 

Unsere häufisiste Form führt im Spitzonthcil des VorderllUgels zwei bald 
grössere, bald kleinere, mehr oder weniger weissgekernle Augenflecke. 

Durch Verkümmerung letzterer, welche zuletzt zum völligsten Ver- 
schwinden gehen kann, erhalten wir die in den West- und Ost-Alpen selten 
vorkommende Varieliit Erynnis. 

Den vollkonmienen Gegensatz bildet die Spetjersche Var. Triopes. 3 
grosse, stark weissgekernle, in ihren schwarzen Randbegrenzungen sich be- 
rührende, schwarze Augenflecke nehmen die Apicalpartie des Vorderflügels 
l)ei (^ und § P'"; -^ — 4 kleinere den Ilinterllügelrand. Triopes scheint den 
östlichen Alpen mehr anzugehören. Vereinzelt im Ober-Engadin wird sie 
auf ilem Allndapass nicht seilen und zur verbreitetsten Erscheinung am 
Stelvio. ich habe sie dort mit der gewöhnlichen typischen (jorge und mit 
Erynnis in Copula getroffen. 

E. Goante Esp. [Hb. 233. 234). 

Wiederum im .luli und August in derselben weitesten Verbreitung. Der 
schöne Falter, an ähnlichen Stellen vorkonmiend , fliegt ruhiger, beginnt 
schon liefer, mitunter bereits bei 3000' aufzutreten und endigt, selbst an 
der Südgrenzc der Alpen, bei höchstens 6500'. 

Nennenswerthen Variationen bin ich nie begegnet. Zell.-Üold. traf 
einstens E. Nerine und Goante in hybrider Begattung. 

E.PronoeEsp. (7/6. 215— 2 17), Var. PithoHb. 1/76. 574— 77. 1000. 100 I). 

Die am spätesten erscheinende Erebie der Alpen von Ende Juli durch 
den August. Die Männer häufig, die Weiber selten. 

Die Stammlorm Pronoe, mit zusanunenhängender Rostbinde der Vorder- 
flügel, zwei weissgekernlen Augen und manchmal gegen den Innenrand hin 
noch einem dritten, selbst einem vierten blinden Augenfleck und Hinter- 
flügeln, w eiche 3 getrennte Rostflecke, bald mit w eissgekernlen bald blinden 
Augen, führen, kommt den östreichischen Alpen zu und fehlt iler Schweiz. 

Aus jener (irundform geht durch allmäliges Verschwinden des Rost- 
rothen (zuerst auf den llinlerflügeln, dann auf den vorderen , durch Reduc- 
lion der Augenflecke der Vorderflügel auf zwei im Spitzentheil) die Var. Pitho 
hervor. Bei einzelnen (^ können letzlere Rostflecke auch verschwinden, 
während das ^ gewöhnlich noch etwas Rostroth und entwickeltere Augen- 
flecke darbietet. 

Walliser, Waadlländer, Berner, St. Galler, Ap|)enzeller, sowie Bündner 
Alpen [M.-D.]; auch vom südwestlichen .Iura an der Dolo. Manche Stücke 
aus den südwestlichen Alpen nähern sich noch Pronoe, ebenso Exemplare 
vom Leukerbad [Trapp]. Aus Graul)ünden und Wallis sah ich nur ächte 
typische Pitho. Elevation von 5000 — 6000'. Noch weit höher, jedoch sehr 
selten, auf der Passhöhe des Stelvio [Wo.]. 

E. Medea S. V,, (Aethiops Esp.) [Hb. 220— 222 . 
R. an Dactylis. 



42 '■ Rhopiiloceren. 

F. im Juli und Auijusl hiiufig und wohl überall in derEhene, ;mi und 
tiuf dem .lurii, sowie in den niederen Alpen. Die lloheni^renze 4500 — 5000', 
ohne dass diese Stücke von denjenigen der Ebene abwichen. Im heissen 
Unterwallis mil lichterem Braun und breiterer Rostbinde. 

E. Ligea L. [Hh. 225—228). 

R. an Milium elTusum. 

F. (bei uns alljährlich; von Mille .luni bis in den Augusl. In der Ebene, 
am .Iura und in den Voralpen. Er endet mit 4000 — 4500'. So ist er bei 
Bergün und Traloi seilen. Er findet sich noch im Bergeil, geht aber dem 
Ober-Engadin ab. 

Zell.-Dold. fing einige kleinere Stücke am Silvretla-Glelscher [6391') bei 
Klosters, welche als eine Uebergangsform zur nachfolgenden Art gelten 
köJinen. 

E. Euryale Hb. i Frr. 91. 1 und 2 [schlesische Forml und ll.-S. 97 — 101;, 
Var. Adyte Hb, [Frr. 61.3 und 4, sowie Hb. 759. 760), Var. 
Philomela Esp. [IIb, 789. 790 unil wohl auch 218 und 219) und 
Ab. Ocellaris Stgr. 

Uel)er diese vielbesprochene Erebia herrschen Verschiedenheiten der 
Ansichten. M.-D. hat vor längeren .Jahren den Gegenstand erörtert. Nach 
genauer Prüfung stimme ich vollkommen bei. 

Die schlesische Euryale (sie gilt einmal als Grundform) besitzen wir 
nicht. Unser F. ist schon von Ms. trefflich bezeichnet worden. Er l)emerkte : 
1) sind die Flügel des schlesischen Geschöpfes mehr verlängert, 2) besitzt 
die rostfarbene Binde der Vorderflügel bei der Sehlesierin geradlinige Be- 
grenzung, während sie bei schweizer'schen Stücken an beiden Räudern un- 
gefähr in der Mitte eingebogen ist, 3) führt die schlesische Euryale regel- 
mässig zw ischen den beiden oberen Augenpunkten und dem vierten (gegen 
den Aiialwinkel befindlichen) noch einen dritten kleineren, etwas mehr gegen 
den llinlenand hinausgerückten Augenpunkt. Letzterer fehlt dem schwei- 
zer sehen Falter constant. Endlich 4) ist l)eim schlesischen i^ die Unterseite 
der llinterflügel mit deutlich orangegelber Binde versehen,, w'elche unserem 
Thiere abgeht. 

Diese nördlichere Form fehlt also, oder kommt annähernd einmal in ein- 
zelnen Stücken vor (wie die schlesische Eiu'yale vereinzelt eine Adyte ent- 
wickelt). Wir besitzen nur Vai". Adyte.') Sie verhält sich zur Sehlesierin 
etwa wie E. Cassiope zu Jvpiphron [M.-D.). Als A])errationen dei'selben 
nehme ich Philomela und ücellaris an. 

Adjte im .luli und August in grössler Verbreitung durch das Alpenland 
von 2800 bis 5- und 6000 ', ja wohl noch etwas höher in den südlichen Alpen. 



1) Ich iniiclilt! ührii,'ciis Ad\,te als Stannnronn belracliton. Inlciinocliär \orlialtoii sicli 
Slüclco aus Norwci^cii von Don ivl'jckl. 



Satyriden. 43 

Bei 7000' fehlt sie. Auch vom Jura, so ;mi Solothurner Weissenslein schon 

Ende Juni (I\I.-D.); vom (Ihasseral [Coul.]. 

Var. Phihimehi vom Gurniij;el, dort aber selir liaulig in 4000' Höhe.'j 
Ah. Ocellaris (die Flüiielhinde in ijjelrennle kleinere sch\var/[)unklirle 

Rosttlecke zerfallen) aus dem Canlon Glarus [('lirisl;. 

Einen prachtvollen llerma]ihrotlilen . h'nks miinnlich . reclils weihlich, 

fing ich im Juli 1805 auf dem Grauhündner Maloja. 

Cliiouobas Bsd. [Oeneis Hb.). 
Ch. Aello Hb. [Hb. 519— 521). 2) 

F. (der einzige Repräsentant des nordischen Genus im südwestlichen 
Europal manchfach . namentlich in der Zahl der Augenflecke, wechselnd. 
Vom Mai und Juni bis in den August, zweijährig (nw Ganton Bern mit glei- 
cher, in der Ostschweiz mit ungleiclier Jahreszahl (M.-D. und Frey). Er 
findet sich durch das ganze Alj>engebiel weil verl)reitel, vom Wallis bis zui' 
östlichsten Iilcke Graubündens. Nur für die nördlichen Alpen liegen wenige 
Notizen vor; doch vom Schäfler (5843') in Appenzell [Tä.); el)enso vom Pila- 
tus [Wu., Knecht); für die Südseite der Alpen fehlt jede Mittheilung. 

Ch. Aello beginnt schon tief. Ich traf ihn einstens hinter Engelberg, 
und M.-D. berichtet für die Berner Berge von einer Tiefengrenze bis zu 
2000'. Aello gewinnt Höhen von 7000' (so 1879 auf dem Albula, früher von 
den Silser Alpen). Er fliegt vielfach an Felsen, Steinhalden, aber auch auf 
alpinen Grasplätzen. Häufig kam er mir niemals vor. 

Satyriis Fab. 

S. Hermione L. [Hb. 122—124) und Var. Alcyone S. V. (Hb. 125. 126). 

R. an Holcus lanatus. 

F. im Juli und August. Beide Formen im Wallis sehr häufig, am süd- 
lichen Jura nur Hermione (i7.s. und Coul.';. 

Alcyone im Canton Waadt bei Lausanne, aber auch dort Hermione 
[M.-D.); Basel, am dortigen Jura, Liestal nur Hermione [Christ); Alcyone von 
Homburg [Derselbe); von der Bechburg in beiden Formen (R.-S.); aus dem 
Aargau [Wu.); Graubünden nur in den drei transalpinen Thälern, Puschlav, 



1) M.-D. bemerkt hierzu: Grosser, mit gestreckteren Vorderfliigeln und auf der Obci - 
Seite eine meist schmale, trübe, zerstückelte, krumm begrenzte Binde, beim 5 stets mil 
blinden Augen. Sie ist ein wahres Mittelding imd verbindet die beiden Extreme (d. li. 
Euryale und Adyte). Der (J unten mehr Adyte, das £ bald der schlesischen Euryale, 
bald demjenigen unserer alpinen Adyte ähnlich, indem bei einzelnen Stücken die Unter- 
seite der Ilinterflügel bald eine lehmgelbe, bald eine weissgezackte Binde, bald mit 2, bald 
mit 4—3 Augen führt. — Auch bei Rosenlaui Uebergangsformen. 

2) Prioritäts-Fanatiker werden gewiss die Entdeckung von Z., dass der älteste Name 
Pap. Danaus ist (vergl. SchranJc und Moll, Naturhistorische Briefe, I, 102. Salzburg 1785) 
mit Entzücken begrüssen und — neueConfusion machen. 



44 I- Riiopaloceien. 

Misox und Bergell [Kill.); Hermione von Lugano [R.-S.]. Bei Zürich ver- 
schwunden [Frei/]; aus dem Canlon St. Gallen von Obcr-Uzwyl ITä.]. Her- 
mione bei Schaflhausen öfter [Trapp). 
Höhengrenze höchstens 3000'. 

S. Proserpina S- V. (Circe Fab.) [Hh. 119—121). 

R. an Anthoxanlhuni, Bronius, Lolium. 

F. nur lokal, und den meisten Orten fehlend, Hiegt im Juli und August. 
Er scheint nur der westlichen Schweiz mit sehr geringer Erhebung anzuge- 
hören und dann in den Iransalpinen Thälern Grauliündens uiederzukehren, 
so im Bergell {P/'a/}'e)i zeller, M<jb.]. Dagegen verljreitet im ganzen Canton 
Bern zwischen dem .Iura und den Voralpen, stellenweise häufig. (Aarberg, 
Schupfen, Burgdorf, Solothurn); Bern [Ms.. Jenner)\ ferner vom Beatenberg 
[R. Snell); von der Bcchburg [R.-S.); aus dem Aargauer Jura [Wu.); St. Blaise 
und Umgebung [Coul.); bei Basel seltener [Christ). 

S. Briseis L. [Hb. 130. 131). 

R. an Sesleria und anderen Gräsern. 

F. spät im August bis in den September an dürren Abhängen, wiederum 
mit unbedeutender Elevalion und nur an wenigen Stellen des westlichen 
Faunengebietes vorkonunend und an anderen Orten . wo er früher flog, ver- 
schwunden. 

Genf am Mont Saleve; Waadtlanil ; Canton Bern , aber auch da im Aus- 
sterben begriffen ; am Jura noch am häufigsten, so z. B. bei Biel (1371') [31. -D.) 
und Bözingen (1372') [Benl.) , dann an der Bcchburg [R.-S.) , sowie auf 
tlem Jurazug in tlen Umgel^ungen Basels [Christ]. Aus dem Bergell [Pfa/I'en- 
zeller, Mgb.). 

S. Semele L. [IJb. 143. 144. 826. 827). 

B. ;m Aira canescens und c;iespitosa. 

F. an ilürren steinigen Orten, vielfach nicht seilen, im Hochsommer. 

Basel und Umgebungen, am Jurazug häufig. Von Aarberg, Burgdorf, vom 
Obergui'nigel mit sehr Icbliaftem ilolhgelb; Waadt, so Joral. Chexbres (1788'). 
Tour de Gourze und im ganzen Byfthal [M.-D.); im Wallis gemein. Seilen 
l)ci Sl. (iallen [Tu.), Zürich [Frey); von Hütten (2278') an der hohen Rhone, 
von (Jüldau (1015') [Zell.-Dold.]; weit verbreitet durch (Jraubündcn , doch 
bei Bergün und im oberen Engadin fehlend ; wohl aber im unteren i)ei Ardelz 
[Schenk]; vom Davos, dem Bündner Oberland [31. -D.), dem Bergell [31(fb.). 

Höliengi-enze sehr ungleich, 4500 — (iOOO' [Trapp). Am Slelvio traf bei 
8000' Wo. noch zwei grosse, lebhaft gefärbte Stücke. 

S. Arethusa Esp. [Hb. 154. 155). 

Schien bisher unserem Faunengebiete nicht mehr anzugehören. Sie 
findet sich im Hoch- und Spätsommer bei Istein im Grossherzogthum Baden 
[Reulti). Dagegen erwähnl Christ ihr Vorkonunen von Anniviers [31ennel). 



SaUiidcii. 45 

S. Statilinus Hufn. [Hb. 507—509. II.-S. 177). 

F. in zwei Generationen , im Frühling und im August und September. 
Im Ctinton Wallis von Brieg bis Martigny herunter auf trockenen , heissen 
Stellen und an Felsen hiiufig. Auch von Locarno [Niig.]. 

S. Phaedra L. (Dryas Scop.) {IIb. 127—129). 

R. an Avena elatior. 

F. im Juli und August weit verbreitet , aber lokal und vielen Stellen 
fehlend. Er bewohnt nasse Wiesen und trockne grasreiche Stellen, Halden 
etc. Basel und Umgebungen; im Canton Bern am Thunersee, Gunten am 
Fuss des Beatenbergs; St. Blaise undNeuveville; Aarberg und Worben(1349'); 
am .Iura häufiger (JcL); in der Waadt am Jorat [M.-D.]. Gemein im Wallis, 
hier, wie z. B. zwischen Varen und Salgetsch, von ausnehmender Grosse und 
Schönheit, der (J* mit grossen Augenflecken [Ms., M.-D.) . Bei Lugano [R.-S.) . 
Bei Zürich nur an einzelnen Stellen, so z. B. bei der Trichtershauser Mühle 
[SneU]; ferner von Goldau [Zell.-Dold.]; um St. Gallen und aus dem Toggen- 
Inirg (^ä.j; aus Graubünden [Kill.). 

S. Actaea Esp., Var. Cordula Fab. [Hb. 619. 620). 

Der im weiblichen Geschlechte sehr variable F. im Juli und August nur 
auf südliche Landestheile jjeschränkt , dort mitunter häufig. Bei Bex (1293') 
und Aigle und dann durch das Tlial des Wallis bis Viesch ; auch in Seiten- 
thälern; so im Val d'Entremont [Wu.], Val d'IIerins [H.-S.) und Vispthal 
{Frei/]; auf der Südseite des Simplen noch bei Isella [Jci.) und Crevola [Christ]; 
im Tessin bei Giornico und Cresciano (831') [Trapp). Von Brusio (2709') 
im Pusehlav [Caf!.). ?Wengernalp [Ms.). 

Die Höhengrenze Ins 3000'. 

Pararge Hb. 

P. Maera L. [IIb. 174. 175) und Var. Adrasta Hb. [Hb. 836—839). 

B. an Poa annua, Glyceria fluitans, Hordeum marinum und Fesluca. 

F. an warmen Stellen der Ebene in zwei Generationen Ende Mai und 
dann Juli und August; an rauheren und höheren Stellen von Ende Juni bis 
in den August mit einfacher. 

Weit verbreitet; in der Ebene, dem Hügelland und der Bergregion. In 
der Ebene manchen Orten fehlend', z. B. Zürich. Auch in den südlichen 
Thälern Graubündens und dem Tessin [Trapp) bis Lugano [M.-D.). Hier 
schon vom April an. Im (iebirge, Jura wie Alj)en bis 45000 und 5000' 
häulig, dann seltener werdeiul und in 5 — 6000' Erhebung endigend, höhere 
Fangplätze nicht mehr erreichend. 

Uebergänge zur helleren, lebhafteren Var. Adrasta (doch ohne das An- 
sehen rheinischer Stücke vollkommen zu gewinnen) an heissen Lokalitäten. 
So bei Istein und Liestal derartige weibliche Stücke im August [Christi, sowie 



46 I- Rhopaloceren. 

am Jura [Wu., Trapp]\ von Lignleres 1^2485') und dem Chasseral, im Bergell 
bis 4000' [M(jh.)\ aus dem Wallis, Aigle, Varen, Saigetsch [M.-D.) un<l im 
Vai d'llerins [R.-S.]. 

P. HieraPab. [Hb. 176). 

R. unbekannt. 

F. in der Ebene und Hügelregion zweimal im Jahre, in der ersten Gene- 
ration schon ^on den ersten Maitagen an, dann im Juli und August, in den 
Alpen ebenfalls einer der am frühesten erscheinenden Falter. 

In der Ebene lokal, so z. B-. bei Zürich am Fuss des Ütlibergs (Frey), in 
der Glarner Thalsohle (Heer). In den Alpen sehr verbreitet, namentlich den 
niederen. Sie erreicht Höhen von 5000 und im südlichen Gebiete bis zu 
6000' (so am Graubündner Weissenstein [Z.]]. Auch vom Rigi (Sne//) und 
Mont Saleve bei Genf {M.-D.]. 

P. Megaera L. [Hb. 177. 178). 

R. gleich den Verwandten an Gräsern. 

F. überall in der Ebene mit doppelter Erscheinungszeit 'Mai und Juni, 
dann von Mitte August an) . 

Exemplare zweiter Generation aus den heissen Walliser Thalgegenden, 
z. B. von Saigetsch und Varen, lassen Uebergänge zur südlichen Var. Lyssa 
Bsd. erkennen {M.-D.). 

Höhengrenze höchstens bei 4000'. 

P. Egeria (L.) Esp. O. {Hb. 181. 182) und Var. Meone Esp. Hb. O. 
{Hb. 179. 180). 
R. an Triticum repens. 

F. in den gewöhnlichen zwei Generationen überall als Bewohner der 
Wälder. Er steigt sehr wenig auf, doch traf ihn Z. noch bei Bergün. 

In heissen Sommern und sehr warmen Stellen mit Uebergängen zur 
hochgelben Var. Meone, so im Unter- Wallis und derTessiner Riviera {Trapp); 
sowie bei Lugano {M.-D. und Christ). 

P. Dejanira L. (Achine Seop.) {IIb. 170. 171). 

R. an Gräsern, wie Carex, Lolium etc. 

F. vom letzten Drittheile des Juni tief in den Juli hinein, ein Bewohner 
der Laubwaldungen, al)er lokal und mit sehr geringer Ilöhenverbreilung. 

Von Basel's Umgebungen, Grut, Liestal, Illenthal u. s. w. [Christ); von 
der Bechburg [R.-S.), aus dem Aargau {Ms.); von Zürich; von Schafl'hausen 
{Trapp); vereinzelt im Canton St. Gallen {Tu.); von Kaiserstuhl l)ei Lungern 
(Unterwaiden); Aarberg, Worben und um den Bieler See {M.-D.); so von 
Neuveville {CouL); von Glarus {Heer). Aus Graubünden gab ihn Amstein 
an; doch fehlen neuere Xachriclilcii Liiinzlich. 



Satyriden. 47 

P. Eudora Fab. (Lycaon Rottenb.) (776.163. 164). 

R. unbekannt. 

F. im .Juli und August, verbreitet im Süden, vereinzelt nordwärts. 

Gemein im Wallis [M.-S., M.-D.), einmal bis zum Genfer See herunter- 
steigend und bis zur Höhe von Zermatt gehend, dort aber spärlich [Freyr^ aus 
dem unteren Engadin (schon nach Schenkhei Zernetz) und dem Bergell [Kill.]. 
Von Lostorf, aber selten [Stchelin-Imhofr, ebenso Umgebungen St. Gallen's 
[Tä.)\ vom Randen (2594') bei Schalihausen [Trapp); am .Iura bei Biel und 
Neuveville [M.-D.). 

Die höchste Fundstelle würde Zermatt mit etwa SOOO' sein. 

P. Janira L. [IIb. 161. 162) und Var. HispuUa Hb. [Hb. 593—596). 

R. an Poa und anderen Gräsern. 

F. in der Ebene und dem Ilügellande sehr gemein, vom .Juni an in 
den August. Höhengrenze bei 4000' und in den südlicheren Alpen etwas 
höher. So hoch über Bergün auf dem Latsch-Stulser Weg von Z. und Frey 
im August. 

Annäherungen an die lebhaftere , hellere Var. HispuUa namentlich im 
Süden, z.B. Trons (2648') in Graubünden [Cafl.) und im Bergell [Zell.- 
Dold.]. Die vollendete Form dürfte fehlen. 

Höhengrenze über 4000'. 

P. Hyperanthus L. [Hb. 172. 173) und Var. Arete MüU. (776. 173). 

R. an Milium etfusum und Poa annua. 

F. von Mitte .Juni an bis in den August, in der Ebene und dem niederen 
Berglande gemein, auch südlich noch im Bergell [Baz.) . Die augenlose Aber- 
ration Arete vereinzelt überall einmal. Höhengrenze etwa 3400' [M.-D.]. 

P. IdaEsp. [Hb. 158. 159). 
Von Locarno im August [Hug.] . 

P. TithonusL. (Hb. 156. 157. 612). 

R. an Gräsern, wie Poa annua. 

F. von Ende Juli in den August, lokal in milderen Gegenden der mitt- 
leren und südlichen Schweiz, mitunter häufig. Im Canton Bern bei Schupfen 
und Aarberg; dann den .Iura entlang bis gegen Neuchatel (1346') hier bei Ins 
{Snell,. In der Waadt häufig, so z. B. zwischen Genf und Morges. Aus 
dem Misox iWredow) , so von Roveredo (911'; Hug.): vom Livinerthal im 
Tessin Tr(ipp) . 

Nördlicher gefunden bei Luzern [WK'.'.; Basel und Umgebungen [Christ ; 
l)ei Wyl 1816') ' Eisenring) . Bei Zürich fing ich ihn niemals und ])ez\veine 
das Vorkommen im (lanlon Glarus nach llco- sehi". 



48 I- Rliopaloceren. 

Coeiionympha Hb. i) 
C. Hero L. [IIb. 252. 253. 849. 850 1. 

R. an Elymus europaeiis und anderen Gräsern. 

F. im .funi und .Tuli; bei uns eine lokale Seltenheit. Der verstorbene 
Dr. Imhof erwähnt ihres Vorkommens bei Basel (nach Knecht ist vielleicht 
Ariesheim es gewesen); in neuester Zeit von Bonfol (1373') l)ei Pruntrut 
[A. Kimdig); aus dem Canton St. Gallen bei Mühlen (1524') als Seltenheit ge- 
fangen von J. Müller [Tä.]. 

C. Iphis S. V. [Hb. 249—251). 

R. an Gräsern, wie Brachypodium sylvaticum, Cynosurus, Melica ciliata. 

F. im .luni und Juli nur lokal. Am Bieler See, an den Abhängen des 
.Iura bei Twann und Prägeiz (2550') [Rthb.); am .forat und Moleson {Lab.); aus 
dem Aargau [Wu.):, Bechburg [R.-S.]] auf dem Basel angrenzenden Theile 
des .Iura und zwar variirend (Christ); von Schaffhausen, am Randen oft 
[Trapp); von Pfäfers [Zell.-Dold.]; von Tarasp (häufig) und dem Bergeil [Baz.] . 

C. Arcania L. Hb. 240—242) und Var. Darwiniana Stgr. [H.-S. 186. 187) . 

R. an Melica ciliata und nutans. 

F. im .Juni und .luli , lokal. An der Südseite des .Iura , bei Lausanne 
häufig (ü/s., M.-D.]; aus dem Thale des Wallis; vom Simplon [Jorris,; auf 
den .lurazügen bei Basel [Christ); bei der Bechburg [R.-S.); Neuveville und 
Umgebung [CouL), von Zürich [Frey); Canton St. Gallen, so Rorschach, Ober- 
uzwyl , Degersheim (2660'), Bernek (1296') [Tu. und Ändere); bei Malans 
(1718') [A7nstein); vom Misox [Wi-edow) und Bergell [Baz.). 

Die Erhebung in der Regel keine bedeutende; doch fand ich die Spezies 
noch bei Trafoi vereinzelt. 

Z u r V a r i e t ä t Darwiniana Stgr., welche der Aufsteller mit den Wor- 
ten : »Var. subalpina, minor, al. post. subtus fascia tenui alba« charakterisirt, 
bemerke ich Folgendes. Die gewöhnliche C. Arcania besitzt die gelblich 
weisse Binde auf der Unterseite der Hinterflügel wurzelwärts zahnförmig 
verlängert und das Gostalauge dieser Unterseite beginnt wurzelwärts über 
die Binde sich vorzuschieben. Bei einem Traf'oier Exemplar verkürzt sich 
der Zahn; bei zwei Stücken von Macugnaga fehlt er, das Auge ist in die 
Binde um ein weniges mehr eingescholjen. Bei Stücken aus dem Wallis 
und Exemplaren der Escher'schen Sanunlung an der polytechnischen Schule 
in Zürich ohne Oilsbezeichnung findet sich bei zahnlosei- Binde das Gostal- 
auge ganz in letzlere herausgedrängt. An eine Verbindung mit SalArion ist 
meiner Ansicht nach nicht zu denken. Vom Simplon, so heim Dorle Simpeln 
(4340'), ferner Lenk. Visp [Ja.). 



1) C. Ocdipus l"al). wollto Jiremi in den zwanziger .laliion auf oinoni Torfmoor bei 
Düfjendorf in der Nälic Ziiiiclis !.,'ol'ani^cn liaben. l)a .seit 50 .laluen das Thier Niemand 
fand, veiiiuillir- ich cineu diuiiiils sclir Ificiil nioiiliclicii) Irrlliiiin. 



Hesperiden. 49 

C. Satyrion Esp. (Phüea Hb.) [Hb. 234. 255). 

F. im Juli und August auf allen Alpen (vom Wallis bis in das Tirol) 
ziemlich variirend, doch ohne Uebergänge zu C. Arcania. Er mag bei 4000' 
auftreten. Hei 7000' beginnt er in unserem Faunengebiete seltener zu wer- 
den, während er 1000' tiefer noch oftmals sehr zahlreich vorkommt. 

C. PamphilusL. [IIb. 237—239) und Var. Lyllus Esp. [Hb. 557. 558). 

R. an Cynosurus, Poa, Antlioxanthum. 

F. im Tieflande in zwei Generationen (vom Mai in den .luni und im 
August), im Hochgebirge nur einmal. Die beiden Generationen, im Süden 
recht verschieden [Z.] , lassen noch erheblichere Differenzen im Tessin [Trapp] . 
geringere nördlich der Alpen erkennen. Die zweite Generation an heissen 
Stellen und in warmen Jahren mit Annäherungen an Var. Lyllus des Südens. 
Die volle heller und schmaler geränderte f^yllus-Form wii-d wohl nur selten 
erreicht. Höhengrenze etwa 6000'. 

C. Davus Fab. (Tiphon Rottenb.) [Hb. 243. 244). 

R. an Festuca elatior. 

1". im Juni und Juli auf sumpfigen Wiesen, aber lokal, beträchtlich al)- 
ändernd. 

SchalThausen, allein im Scharrensumpfe [Trapp); Zürich am Katzensee 
u. s. w. ; von der hohen Rhone [Hhcj.)\ lokal im Canton St. Gallen [Tä.]\ von 
Gais (2875') und Weissbad [P.-J.]; Ragaz [Ainstchi): Glarus [Heer]; vom Hall- 
wyler See (Um.) ; von Bern [Ms.]; Schupfen und dem Val Travers [Rthb.); 
im Saanenthal an der Lenk [M.-D.]; Waadt [Lah.]. 

Die Höhengrenze wohl sehr unbedeutend. 

Hesperiden. 

Spilothyrus Dup. 

S. Malvarum Hoflfmannsegg. (Aleeae Esp.) [Hb. 450. 451). 

Die leidige Verwechslung mit der nachfolgenden Art gestattet nicht, das 
Vorkommen genauer zu bestimmen. 

F. von Burgdorf nach Originalexemplaren von M.-D. [Frey). In den 
Umgebungen Basels, so an der Wiese und dem Grenzacher Hörnli [Knecht), 
mit do])pelter Generalion (im Mai und August) nach Christ, ebenso nach dem- 
selben an der Südseile des Simplon zwischen Isella und Ci'CNola. Von Ghur, 
dem Domleschg und ganzen Rheinthal, elicnso dem unleren Misox [Kill., Baz.). 

M.-D. bezeichnet den Falter als lokal und durchaus nicht häulig. so an 
dem Jura hin von Biel bis JN'euchätel, el)enso bei Schü[)l'en und Aarberg. 

Höhengrenze gering ; aber unbekannt. 

S. Althaeae Hb. [Hb. 452. 453). 
R. an Malven. 
F. ^^ iederum in zwei Generationen. Die Verbreitung unsicher. 

Frey, Lfpidopteren. 4 



50 I- Rliopalorereii. 

Züi'ich, selten (Freji); im Berner Oherlnnd und /Avisehen Zweilütsdiinen 
[Speijer] ; wie es sclieinl in) Auuusl im ll;m|)nliale des tiimzen Wiiliis ver- 
breitet [M.-D.]; im Bergell nach Bnz. ; ferner \on Lugano nach Trupp und 
C/irist; \om Pilatus [Knecht). 

S. Lavaterae Esp. [Hb. 454 — 450). 

R. an Stach ys recta zwischen den Blattern versponnen. 

F. vom .luni l»is in den August in der südwestlichen Ecke unseres 
Faunengehietes, d. h. im Wallis, in dem flauptthale hier aber bis Morel 
(2383') und Lax (3451') aufsteigend), ebenso auch in den Nebenihiilern (z. B. 
dem Vispthale) mit etwa 4000' Erhebung. FriUier (»ei Bern, jetzt fehlend 
[M.-D.]. Ferner vom Twanniterg am Bieler See, von St. Blaise-Neuve\ ille 
[Coul.], und von Chexlires [M.-D.]. hi Graubünden, wo ihn ältere ver- 
storbene Forscher lAnisfcin und Wredou^] angaben . hat ihn Niemand später 
mehr getroffen. 

Syrichthus Bsd.' 

S. Carthami Hb. [Hb. 720—723). 

In zwei Generalionen fliegend, im Juni und dann im .luli uthI August. 

Vom .Iura bei Biel, St. Blaise .Ciml. u.s. w.; von (jadmen [Ha. . üurch 

das ganze OI)er-\Vallis [die Thiere der zweiten Generation sehr gross und 

1) Wir Ijesitzen nur eine kleinere Aiizalil der .sc-liwarzen , wei.ssge.sciieckten S\ rich- 
tluis-.\rten in unserem Kaunengebiele, iilücklicliei'welse , mochten wir sagen. Denn die 
Verwirrung ist liier eine unlösbare. Sie beginnt schon in iilterer Zeit und wird durrli 
liambur's unselige IJearbeilung (beser Thiere erst recld gross. Was seine S. Cailinae 
und Onopordi sind , weiss eigentlich Niemand mit Sichcrheil zu sagen. Ledcrer erhiell 
als Rambur's S. Cirsii einstens aus Frankreich sowohl 8. l'ritillum, wie Carlliami, ja sogar 
S. Alveolus. In neuerer Zeil hal)en Frr.. H.-S., sowie Z. durcli gute Abl)ildungen uml 
Besclireibungen manclies aufgelielll. Allein die Unterbringung der vorhandenen Literatur. 
verbunden mit der üblichen Priorilals-.Tagd der Gegenwart, lassen zu keinem AI)S(ldns<c 
kommen. 

Nach zahlreichen Unlersuchungen uml iMnsamndungen möchte ich unter den zu l)e- 
sprechenden l-"nrmen S. Carthami, \ielleichl Cacaliae, siclier Andromedae (gleicli der nor 
dischen Cenlaureae), suwie Alveolus und Serlorius für rclati\ »gute« Arten eracliten. Da 
gegen l)leibl die (irupi)e S. I'iililium, Alveus, Serralulae, Onojionli und Caecus ein Chaos. 
H.-S. trügt leider dni'ch eine thilerlassungssUnde einen Theil der Schuld. Hütte er aul 
Hb's Bilder tig. 4f)1^'46."> nicht übergrossen Werlh gelegl (nach zwei in Zürich Itelind- 
lichen Exemplaren des HüOnei' sehen Werkes kann man daraus Alles machen), halle er 
(anstatt liier zum Tlieil damit widersprechen(b) Besclueibungen zu geben) neue bihlliehe 
Darstellungen geliefert, so würden wir wohl lieutigen Tages weiter .sein. Ich bemühle 
mich lange, zu einem gedi-iingten i^J'gelMiisse zu gelangen. Das Nacldbigende (wobei frei^ 
lieh di(! bokalangaben der NOrgiinger S(>hr unsicher werden) isl was ich glaut)e, eriiiillell 
zu haben. 

1) Als S. I'rililluiu tllt. (in meinen Augen die U pische t'orm der l^lbene), welche In 
der Schweiz und Deulschland bald sellener, bald häuliger IHegl , t)elrachle icli die Kurni 
mit den giöss'rn weissen l'leekiMi der Olierscile ; l'iHiicikolhc nach aliwarls rosiroth; 
l'nlerseile dei' II iiilcrIlML'el brann oder (ihAcii-rnn Ulis Bilder t-'itl. '.(!/. uml /.fi", sind 



Hosjicrideii. 51 

schön, wiihrend die dos Juni kleiner und l)riiunlieli überflogen erseheinen); 
von der Seh.ifin.ill hei Ollen (23()2') [Kncclü]. Für (ir;iubünden nur T;ir,is|» 

[Christ) . 

S. Fritillum O., Var. AlveusHb,, Var. Serratulae Rbi'., Var. Onopoi'di 
Rbr,, Var. Caeeus Frr. uud Var. Cirsii M.-D. 
F. in 7.\\o'\ Generjilionen Juni und Auuusl in dei' Rl)ene, iiüher in dem 
Gebii-ge nnl einfacher. 

Von Zürich (Frey): aus dem Wallis i^Brieg, F^volena f/?.-S. ; Zermatt 
[Frey); Gadmen [Cliristj: Triftalj) [li.-S.). 



SudfleicMi. Besser Mocli auf der Oberseite der IlinU'rflügel viel zu deutlieli gezeiclinet) 
iiat Frr. das Ding i349. 4) abgejjildel. — S. l'ritillum geiil durcii Zwischeiiformen über in 

2) Var. Alveus Hb. Die l'ieclven kleiner; das l''alterelien in Grösse wechselnd; Unter- 
seite der Hinlerflügel bräunlich oder meistens grünlich mit reichlicherem Weiss; Fühler- 
kolbe unterwärts meistens rostrolh. Hb. 's 6t — 63 sind wiedei'um nicht gelungen. 

3) Verkleinern sich die weisslichen Flecke auf der Oberseite noch mehr, so erhallen 
wir Serratulae \on H.-S., Fig. 18 und 19, ebenso Hb.s Fig. ."»ü6, welche ich für ebenso 
sicher erachte als Ü.s Alveus [I, 1, t06]. Der ,5 oberwärfs grauschwarz ; Fnterseite der 
Hinterllügel grünlich. U oberwiirls grünlichbraun überllogen. Fühlerkolbe bei beiden 
(ieschiechtern in der Regel unterwärts kastanienbraun oder lichter braun. Ein wichtigeres 
Merkmal (was nur selten den Dienst versagt) hat Stgr. noch aufgefunden iZ., Fauna berg. 
312,. Nämlich der costale Basallleck der Unterseite des Hinterflügels — er kann oval 
oder rundlich erscheinen — bleibt isolirl. 

Veraiml die Oberseite der Vorderllügel an weissen Fleckchen mehr, so erhalten wir 
H.-S. Fig. 20 — 22, ein Geschöpf, welches ^S7^r. in seinem Gatalog meiner Ansicht nach mit 
Unrecht Caeeus Frr. nennt. 

4y S. Caeeus Frr. (493, 3. 4) mit .schiefergrauer Oberseite, in beiden Geschlechtern 
aus den ösireichischen Alpen stammend, besitze ich in einem .sehr schönen glatt- 
schuppigen 5 ^om Albulapasse. Die Vordertlügelfranzen sind von der Spitze an tief ab- 
wärts verdunkelt, die Unterseite der Hinterllügel ist mehr bräunlichgrün [Frr.'s Bild zeigt 
letzlere grasgrün). Mit S. Serratulae hat Caeeus wenig Verwandtschaft. Der eiförmige 
Costaltleck auf der Unterseite des zweiten Flügelpaares ist mit der hinteren l'lecken reihe 
verbunden. 

'■')) M.-Ü. hat endlich noch einen S. Cirsii. DasThier (von welchem ich ein originales 
Pär(;hen besitze] ist eine hübsche , auffallende, südliche Abänderung des S. Alveus. Da 
Hambur's Cirsii nicht näher Ijekannt , mag es den Namen des \erdienfen scliweizerschen 
Beobachters tragen. 

S. Cirsii besitzt die Grösse von S. Alveus. Flügel gestreckter, spitzwinkliger, als bei 
jenem. (5 auffallend gelb bestäubt , wie ich es in der Gruppe nie sah; die weissgelben 
Würfelllecke der Vordertlügel gross und scharf ausgeprägt; auf der Oberseile der Hinler- 
tlügel die Miltelbinde und die Aussenrandfleckchen gleichfalls sehr dcullich; ihre Unler- 
seite braun mit vielem Weiss, so dass man an S. Carthami in etwas erinnert wird ; Al'ler- 
busch gelblich. £. mit etwas breiteren gedrungeren l'lügeln; die Spitze des vorderen 
IMügelpaares stumpfer, das hintere Paar stark olivenbraun Übergossen. Die Grundfarbe 
der Oberseile dunkel, die l'leckenreihe wie beim .5- '>'^' Zeichnung der Oberseile des 
letzten Flügelpaares erscheint nur sehr verloschen. Unterwärls die Vordertlügel nach dem 
Dorsalrande ziendich stark verdunkelt; das br:uinc Coloiil der Hinlertlügel lebhafter 
braun als beim J . 

4* 



52 I- Rhopaloceren. 

Var. Alveus. 

R. an Polentilla incana in Norddeutschland (Z.). 

F. in zwei Generationen die lil)ene, in einer das Gebirg hewuiinend. 

Basel, Lieslal [Christ)-, Engellierg [Frey); Wallis, im Val d'Arolla [U.-S.): 
Daves [Derselbe); vom oberen Engadin , dem Albuia und von Trafoi [Frey). 
Höhengrenze über 7000'. 

Var. Serratulae und Var. Caecus. 

F. im Juli und August im Gebirge; mir gleich Chi'ist in der Ebene nicht 
vorgekommen. 

Surenen bei Engelberg [Christ), auch sonst dort; Berge von GraubUnden, 
so das Davos [R.-S.), das Ober-Engadin mit Nebenthälern ; vom Albuia : aus 
Trafoi [Frey). Durch Verarmung an weissen Fleckchen selten beim (j^ , sehr 
gewöhnlich beim § und durch gi-Un!ich-l)räunlichen Anflug der dunklen 
Grundfarbe des letzteren entsteht die von II. -S. 21 und 22 abgebildete Form, 
Caecus von Stgr. An den meisten der genannten Orten mit Serratulae vor- 
kommend. Auch vom Fluela-Pass und von Alvaneu [R.-S.). 

Höhenverbreitung wie l)ei Var. Alveus. 

Die Var. Caecus Frr. scheint l)elrächt!ich selten zu sein. Zwei Exem- 
plare vom Alltulapasse gefangen im .luli und August [Frey]. 

Var. Onopordi. 

üb M.-D., welcher das Thier vereinzelt am Jura antraf, richtig bestimmt 
hatte, steht anhin. — R.-S. erwähnt noch Evolena und das Davos. 

Var. Cirsii. M-D. 

Nach M.-D. in zwei Generalionen, im Juni, dann August und September 
fliegend, sowohl an warmen Halden, wie mageren und tortigen Wiesen, aber 
vereinzelt. Salgelsch und Varen, sowie am Fusse des Eggerlierges im Wallis : 
von Ikirgdorf, Stiegenlos und Resi bei Solothurn ; ebenso nach Breiiii aus den 
Umgebungen Zürichs ein Exemplar (?). Ferner sind erwähnt Basel [Christ), 
die Bechburg und Saut du Doubs [R.-S.). 

S. Caealiae Rbr, [II. -S. Fig. 23.') 24. 25). 

Nach Z.'s guter Beschreibung nicht gerade schwer zu erkennen. Die 
Grösse unseres Falters ist einigermassen, doch nicht sehr l)eträchtlich wech- 
selnd. Oberseite gleichmässig grauschwarz, trüber, glanzloser als bei der 
vorigen Gruj)pe und bei Andromedae; Analwinkel abgerundet, wie bei letz- 
terer. Die zwei JVlittelbiiulen auf der Oberseite der Hinterflügi^l ganz ver- 
IoscIkhi oder häuliger noch f(!hlend. I*' ranzen weisslich (nicht schneeweiss 
wie bei der nachfolgenden Spezies) mit schwarzen nach aussen verschmähir- 
ten schwäi'zlichen Slrichen. findessen l)leiben letztere auch zuweilen "leich- 



1y Fii,'. "i-i im l'lüi,'('lscliiiil( iiiclil i.'('luiiii(Mi und zu si'luviuz colorirt. 



Hesperiden. 53 

breit). Unterseile der Hiuterflügel trübe, verloschen. EndUch ist die vveiss- 
liciie Halbbindc der Untei-seile jenes Flügeipaares an der Subcoslalader 
würze Iwärts zu einem Zahn verlängert, wahrend sie bei S. Fri- 
lilluni und deren Varietäten geradlinig erscheint. 

F. im Juli und August mit raschem Fluge auf fast allen Alpen vom süd- 
westlichen Wallis bis zur tiroler Grenze, hi Grauhüntlen häulig. Die ver- 
tikale Verbreitung ungefähr von 5500 — 7500'. 

S. Andromedae "Wallengren. 

Z.'5 trefflicher Charakteristik folge ich hier wiederum fast wörtlich. 

Grösse diejenige der vorigen Art ; Analwinkel derselbe , ebenso der 
nändiche zahnartige Vorsprung an der llan)binde der Unterfläche; Grund- 
farbereinschwarz, freilich durch weissliche Härchen gelichtet; Flecke der 
Vorderflügel rein weiss, grösser und meistens viereckiger. Ein vortreff- 
liches Artmerkmal gibt die schräg einwärts ziehende Querreihe weisser 
Punkte (Fleckchen), in welche der Doppelpunkt der Querader aufgenommen 
ist, unterhalb dessen bis zum Innenrande drei Punkte folgen , von welchen 
der oberste weder bei Alveus und Serratulac, noch bei Cacaliae je vorhanden 
ist. Auf den Ilinterflügeln von der verloschenen Mittelbinde nur die Costa 1- 
hälftc deutlich ausgedrückt, und die dem Ilinterrand nahe ist in einen nel)el- 
artigen Schleier zusannnengeflossen. Die Franzen J)reit, schnceweiss. mit 
gleichbreiten tiefschwarzen Strichen. Auf der Unterseite sind die weissen 
Zeichnungen nicht wie bei S. Cacaliae verwischt, in der dritten Zelle (vom 
Hinterrande gezählt), welche schwärzlich überflogen ist, liegen zwei weisse 
Fleckchen. Das hintere derselben ist gerundet oder unregelmässig vier- 
eckig, das vordere länglich rund, gegen das hintere hin lang zugespitzt 
und es zuweilen berührend. 

S. Andromedae beginnt, wenigstens in den ösl reichischen Alpen, unter 
4000', gewinnt aber zuletzt beträchtliche F^rhebungen. 

Von der Gemmi [Speyer); in GraubUnden , Berge um Bergün, vom 
Weissenstein , schon vom Beginn des .Uini an durch den .luli hinauf zum 
Albula-Passe ; dort bis in den August, doch nicht gemein auf ebenen Gras- 
flächen (Z., Frei/); aus dem Ober-Engadin [Zell.-Dold.); vom Stelvio dicht bei 
der Franzenshöhe [Stgr., Fi'cy)'-, nach Wo. dort noch 1000' höher. Für die 
westlichen Alpen fehlen alle Nachrichten. 

S. Alveolus Hb. (Malvae L.) [IIb. 466. 467) und Var. Taras Meig. {Hh. 
847. 848). 
R. an Potentillen, Walderdbeeren. Comariini |)alüstre [Z.). 
F. vom Ende April bis F^nde Mai und länger in dem Tieflande ; hoher 
im Gobirg noch bis tief in den .luli. Bei 6000' noch stellenweise häulig, bei 
7000' ganz vereinzelt. 

Var. Taras (die weissen Vorderflügelflecke mehr weniger zusammen- 
geflossen) scheint nur selten in unsereui Faunengehiete vorzukonnnen. 



54 ^- Rliopaloceren. 

Icli lind iiKinclie andere Beohfichler liiilen sie niemals. Doch erwähnen ihrer 
M.-D. lind Trapp oline Orlsani;al)en ; dann vonGailmen und vom Niesen (./«,]. 
Vom Alhula l)esilze ich ein c^, dessen Oberseile genau derjenigen von 
Var. IIn poleiicas J.ed. enlspriciil , während unterwärts die llinterdUgel ge- 
wöhnliche Zeichnung darbieten. 

S. Sertorius Hoffmannsegg (Sao Hb.) [Hb. 471. 472). 

R. an Poterium sanguisorba ; auch von llindiecren. 

F. im Tiefiande mit doppelter Genei-ation, Mai in den Juni , dann im 
Spälsonnncr. An höher gelegenen Orten, z. B. Zcrniatt, einmal im Juli und 
August. 

Weit verbreitet, aber keineswegs überall. Umgebungen Basels (Lieslal. 
Ramsach, Metzerlen [^1767'], Schafmall^ nach Christ nndKnedil^ Schatl'hausen 
am Randen Trapp); Zürich nicht häulig [F}'ey]] bei St. Gallen selten [Tä.y, 
am Jura, so St. Blaise-Neuveville iCoul.); im Bei'n'schen Mittellande, an den 
Hügeln um Rurgtlorf, im Oberhaslithal ])ei Meiringen; dann von Lausanne; 
namentlich aber im Wallis an sonnigen Berghalden [M.-D.''-; in Graul)ünden 
bei Bergün (Z.) ; aus dem unleren Engadin (A'/7/.) und vom IMz Okel bei 
(]hur (Ca//.). 

Eine kleine schöne Form trat ich im Juli bei Zermalt. Flügel oberwärts 
dunkel, die meisten Flecke klein. Fühler, I'alpen , sowie die Rückeidläche 
des Ko|)res uiul der Bi'usl gelJ) übei'zogen. Die Unterseile bietet keine \'ei-- 
schiedenheit dar. 

Thanaos Bsd. (Nisoniades Hb.). 

Th. Tages L. [Hb. 456. 457). 

R. an Teesdalia, Lotus, Coronilla, lu-^ngium, Ibei'is. 

I''. im A|)ril und Mai, dann .luli und August. Ueberall, wenig iindeind. 
bis 5000' häulig, dann nur vereinzelt. Ilochalpin traf ich ihn nicht, wohl 
aber Wo. vereinzelt am Stelvio. 

Hesperia Bsd. 

H. Linea S. V. (Thaumas Hufn.) [Ilh. 4«5— 487). 
R. an Fcslnca, Aiia. Phleiim. 

F. von Enile Juni an, im .luli iiiui August sehr gemein im Tiel- und 
Hügellande. Uöhengrenze etwa bei 3500', im südlichen Faunengebiele 
höher, so z. B. bei Zermatt [Frc)/) . 

11. Lineola O. 

R. an Gräsern, so an An-henalhei-um. 

F. im Soimner in der Ebene uiul im Gebirge, hier höher aufsteigeiui. 

bi derF:bene sellenei' und lokaler, z. R. Rern, Lieslal, Rasel. Sl. (lallen ; 
im Gebirge (auch dem .Iura zukommend vcrbreilel und siidlach gcMuein, bis 
5000' und mehr: neben dem Jura, in den Gantonen Wallis und Graubüiulen. 



Hes|)tMi(leii, 55 

H. Actaeon Esp. Hb. 488-490). 

R. an Gräsern, so an Calaniogrostis epigeios. 

F. im Hoch- untl Spätsonniicr ; nach bisherigen Angalten lokal, doch 
gewiss sehr häufig übersehen. 

Von Basel; hier fing sie Knecht 1879; von Züricli lli<</-, Freji) ; vom 
L.igern bei Baden R. SneU] ; von 8l. Biaise und Umgebungen [CouL): aus 
(\cu Umgebungen St. Gallons selten [Tä.]: für Graubiinden aus Tarasp allein 
bekannt und dort verbreitet [Kill.]. Ja. I>emerkl: »im Thale des Wallis 
überall". Von Zermatt 'Zf//.-Aj/(/.\ 

H. Sylvanus Esp. Hb. i 82— 484). 

H. an Festuca, Poa, Avena und IJoIcus. 

F. im .luni, .luli und August sehr verbreitet, auch am .luia. Kv steigt 
ziemlich hoch im Ge])irge auf und gewinnt in Graubünden, sowie am Slelvio 
llöhengrenzen von 6000'. 

H. Comma L. [Hb. 479 — 481) und Var. Catena Keittel und Stgr. 
R. an Coronilla varia. 

F, im .luli und August in grösst(M' Vei'breilung. Iliilier im (iebirge 
grösser, dunkler, namentlich bei weiblichen Stücken . die Var. Gatena aus 
dem nördlichsten Scandinavien weit übertrcfiend. Von den Walli^^er itis zu 
den Graubündner und Tiroler Alpen. Ich Itegegnete dieser ilesperie doi1 
noch in Höhen von 7000 — 7500', aber vereinzelt. 

Cyclopides. Hb. 

C. Steropes S. V. (Morpheus Pallas.) [IIb. 473. 474). 

Nur die südlichste Stelle unseres Faunengebietes mit s(>ln' geringiM- 
Höhengrenze ei'reichend. Ms. fand ihn schon 1804 unterhalb Giornico und 
an der Südseite des Monte Genere, Ti-app 20. Juli 1857 l)ei Giubiasco (717') 
unweit Mugadino am Lage maggiore, nicht selten. a])er verflogen. 

Carterocephalus Led. 

C. Paniscus Fab. (Palaemon Pallas.) IIb. 475. 476). 

R. an Plantago, nach anderen Angaben an Gräsern. 

F. im Mai und .luni überall auf lichten, Ijegrasten Waldslcllcn dci- Kbene 
und des Hügellandes und bis zur Bergregion stellenweise luiudu . som Jura 
bis zu den Voral))en. 

Im Alpenlande gewiss nur lokal; dodi, wcnigslcns in (ir-aubiiudeii auf- 
steigend, so bei Bergün nach Z. End(^ Juni selten, eltenso von l-liiiis und dem 
Davos (Ä7//.). 

Im Jahre 1865, Ende Juli, erhielt ich fast auf der Passhöhe dos Maloja 
zwei männliche Stücke, ein schlechtes imd (mu vollkonunen i-(Mnes Exemplar, 



56 II- Sphingiden. 



Das letztere ist nun so interessant, dass ich ihm ein paar Zeilen widme. 
Kleiner, robuster, weil kurz- und rundflügliger. Auf der Oberseile der 
llintcrflügel die drei typischen gelben Flecken des Mittelfeldes. Dagegen 
fehlt die Bogenreihe vor dem Aussenrande. Die Unterseite ändert gegenüber 
Exemplaren der schweizer'schen Ebene und norddeutschen Stücken nicht. 



II. Sphingiden. 

Sphinges. 

Acherontia 0. 

O. Atropos L. {Hb. 68). 

R. im Hochsommer auf Kartoffelpflanzen, auf Datura stramonium. Lycium 
barbai'um, ja selbst an Evonymus europaeus u. s. w. 

F. im Spätherbste oder dem nächsten .lahre früh im Sonuner. Ueberall, 
bald seltener, bald häufiger. Bei seinem sehr entwickelten Fliigvermögen 
kam er bisweilen hoch im (jel)irge vor. 

Sphinx 0. 

S. Convolvuli L. {Hb. 70). 

R. verborgen im Spätsommer an Winden, namentlich C. arvensis. 

F. mit der Entwicklung von A. Atropos. 

Man traf ilm bis gegen und bis 8000'; so an der Canloniera (piarla des 
Stelvio (7866') {Speyer) und auf der Trift-Klubhütte des Gadmenthals in un- 
gefähr 8000' [Rü.] . 

S. LigustriL. {Hb. 69). 

B. an Liguster und Syringa; seltener an Spiraea nimaria und Eschen, 
ja sogar an Cytisus purpurcus. 

F. im Mai und .luni. Stellenweise liäiilig im Gadmenihjile: mit der Esche 
geht unser Thier bis 4500' {Md.); stellenwcMse seltener otler selten im tiefe- 
ren Theile unseres Faunengebietes. 

Von einer llöhengrenze des Faltei-s ist natürlich keine Rede. 

S. Pinastri L. {Hb. 67). 

R. an Pinus syl\esti-is, ausnahmsweise einmal an einer anderen Pinus- 
Art im Spätsommer uml Herbste. 

I'. vom Miii bis in den Juli . elw;i bis 5000' ansteigend und nattlrlicii 
nach (l(>ni VorkonuiuMi der .\;ihrungspllanze bald liäiiliger. bald seltener. 



Sphinges. 57 

Deilephila 0. 

D. Vespertilio Esp. [IIb. 62. 103. 104). 

R. im Juni und Juli an Epilol)iuni rosmarinifoliuni und dodonaei. 

F. Iheils im Herbste, theils nach der Ueberwintcruni? im nächsten Jahre. 

Genf und Nordseile des Genfer See's {Wii.); im Wallis {Änderegg und 
Andere); früher bei Zürich und Wülflins;en (1318') [Bremi); von Winterthur 
(1358'] [Biedermann]'^ Umgebungen Basels [Imhof . R.-S.]; von St. Blaise- 
Neuveville [CoiiL); Lenzburg [liingier; ; Wimniis (1678') am Fuss des Niesen 
[Ms.]; Bern [Ms. und Rlhb.: bei Neuveville [Coul.]; von Engelberg [Frey); 
von Bergün [Lashis): von Chur und aus dem Bergell (A7//., Baz.]. 

D. Hippophaes Esp. [Hb. 109). 

R. im August und September an Hippophae rhamnoides. 
F. im nächsten Frühsommer. Genf [Ms., Rthb.); Wallis [Ms.. Anderegg. 
\Vu.\] Baltschieder bei Visp [Jä.]\ bei Ragaz [Eisenring). 

D. Galii S. V. [Hb. 64). 

R. im Spätsommer und Herbst an Galium und Epilobium. 

F. I)is\veilen noch in demselben Herbste , gewöhnlich im folgenden 
Sommer. Ueberall, meistens selten. Noch im Daves [B.-S.) und dort noch 
im Sertigthale [Kill.); und dem oberen Engadin [Mgb.); ebenso im unteren 
Engadin hoch über Ardelz [Kill.) getroffen. 



D. Euphorbiae L. [Hb. 66) und Var. Paralia Nickerl. 

R. an Euphorbien, E. cyparissias und esula. 

F. selten noch im gleiciien Spätsommer, gewöhnlich erst im nächsten 
Jahre Mai und Juni. Wohl überall, bald häufig, bald zur Seltenheit verein- 
zelt. Er erreicht Elevationen von ö — 6000', so im Gadmenthal [Rä-] und 
im oberen Engadin zwischen Sils und dem Maloja [Hnaleck und Frey, ZelL- 
Dold.). 

Var. Paralia (mit röthlich übergossenen VorderflUgeln) vereinzelt, so am 
Jura [Rä.). 

D. Lineata Fab. (Livornica Esp.) [Hb. 65. 112). 

R. im Sonnner an Galium, Scabiosen und der Weinrebe. 

F. entweder schon im Herbste oder dem nächsten Frühsonnner als Zug- 
vogel an vielen Orten des Faunengebictes. Bern [Ms., Rä.) und Diablerels 
[Ms.); Schupfen ißthb.); Neuenlmrger See [Coul.); im Aargauer und Solo- 
thurnerJura, sowie um Lenzburg [Wu.); im Maderaner Thal [Slehelin-Imhof); 
t'/anlon Glarus [Heer); l)ei Zürich [Zell. -Bold., Hag.); aus den Umgel)ungen 
Winterthurs [Biedermann); Pfäfers [Eisenring); im Ober-Engadin (P/"a//'t'n- 
zeller); so bei Celerina [Wolfensberger); bei Vicosoprano im Bergell [ZelL- 
Hnld.). Auf der Steinal]) bei Gadmen noch bis gegen 6000' Höhe. 



58 JI- Spl)ingiden. 

D. Celerio L. Hb. 59). 

Die Raupe dieses Ziiiivoi;cls auf dem Weinstock. 

F. iiii Sepleml)cr oder ersl dem nächsten Jahre ^i^elrotlen im Canton 
Tessin [Ms.) ; im Bergeil bei Vicoso|)i-ano [Zell.-Dold.) ; Lausanne ^Ü.-S.); 
Yverdon (1345') [Ms.]] Bern (i7s., /iö.); Oflringen [W}(.)\ in Aarau er- 
zoi;en [Boll); Winlerthur [llu(j.)\ iNeftenbach (1277') [Kubier] und Wädens- 
weil (1345') [Dietrich]; bei Sargans (1496'j [Tä.]. 

D. Elpenor L. (Hb. 61). 

R. an Epilobiuni, Circaea, Impatiens [Ms.], iler Weinrebe und Ampe- 
lopsis hederaeea. 

F. gewöhnlich erst im folgenden Mai untl Juni. Wohl überall, bald 
hiuiliger, bald seltener. In Glai'us bis zur Bergregion; im (ladinenthal bis 
i300', im Ober-Engadin über 5000', etwa bis gegen 5500' [Pf'a/f'eiizeller . 

D. Porcellus L. [Hb, 60). 

R. an Galiuni (erst nach Sonnenuntei'gang sichtbar werdend] ; auch 
Hlpilobium erwähnt. 

F. im Mai und Juni, wohl überall, aber an vielen Orten nicht häulig. 
Er erreicht das Ober-Engadin [Pfiilj'cnzeller] . Feiner natürlich vorgekom- 
menen Bästardbildung zwischen D. Elpenor und Porcellus gedenkt Ihig. 
(Mitth. schw. ent. Ges. 111, 510). 

D. NeriiL. [Hb. 63). 

R. in heissen Jahren (1834, 1854, 1857 und 1859) auf dem Oleander. 
F. im Oktober. Basel, Aarau und Aargau , Zürich, St. Gallen, Glarus 
und GraubUnden. 

Smeriuthus 0. 

S. TiliaeL. ///). 72). 

R. an Linden und Ulmen; auch auf Kirschbäumen, Castanea vesca, Erlen, 
Birken und Eschen. 

F. bald häufiger, bald sellenei-, je nach dem Voi-koinn)en (M-stg(Miannl(>r 
Bäume im Mai und Juni durch tlas ganze Faunengebiet. Nach Heer eri'eichl 
er im Canton Glarus die Bergregion. Nach Hü. bleibt er gleich der nach- 
folgenden Art im Gadmenthale bei 2000 — 2500'. 

S. Ocellata L. [Hb. 73). 

R. an Weiden und Apfelbäumen. 

F., wie S. Tiliae erscheinend, allgemein verbreitet, doch wie es scheint 
wenig in das (iel)ii'ge aufsteigend. 

Die llohengrenze der vorigen Art gleich. 

S. Populi L. [Hb. 74). 

R. an den verschiedenen Populus-Arten ; auch an WcMden. 



Spbinges. 59 

F. ühenill im Mcii und Juni die noch in demselben Ilei'hste sich ent- 
wicIvchuhMi E\eni])liM'e iiuflallend iiell | \Vii.\). In den (liuitonen St. (lallen 
und (ilarus noch die Bcr|j;fCü;ion {gewinnend {Tä., llcev . VAncv Parlheuo- 
i-eiiesis tUesei" Arl, sowie der voi'hergehenden gedenkt J^-. 

Pterogou Bsd. 

F. Oenotherae S. V. (Proserpina Fall.) [Hh. 58). 

R. an Epiloltium hirsutuin . angusli- und rosniarinilolinni . sowie an 
Oenothera l)iennis. 

F. im Mai und .Juni, gerne (zuweilen schon am Tage' um wohlriechende 
Blumen lliegend, so an Silene nulans [Wu.). 

Graubilnden [Mengokl's Sammlung), dann im (Ihurer llhointhal und ein- 
mal 600' unter Bergün (AV//., Z.); ebenso hinter Klosters im Prätligau als 
Rau|>e [Hiüinj]] bis 1000' bei Gadmen [Rü.]\ Ragaz [Eisenriiu/ ; bei (iais 
[P.-I.]; Schairhausen selten [Trupp); Basel, nahe bei Hüningen mit 1). Vcsper- 
lilio [R.-S.); Canton Zürich, aus den Umgebungen Winlerthurs [Biederinann] 
und von Kyburg (1939') [Frei/]; von Gais [P.-I-] und Borschach [Tä.]; im 
Aargau, Lenz[)urg, Oftringen, Zofingen, dem Aarthal NonAarbui'g bis Brugg 
(I060'\ dann am liallwyler See [Wu.]; Bern {3Js. und Hä.]; Burgdorf [Hlhh.); 
hei Schupfen selten [Derselbe]; von Neuveville [Coiil.]; am Genfer See bei 
Villcneuve [Wu.]. 

Macroglossa 0. 

M. Stellatarum L. [Hb. 57) . 
R. an Galium. 

V. im Sonuner und Spiitlierbsl. dann mit |)artieller Ueberwinterung. 
l'eberall gemeiner mit l)elrächtlicher Ele\ation, so bei Zernuitt , auf 
denj Albulapasse, also in Höhen über 7000'. 

M. Bombyliformis O. [Hb. 55. M7). 
B. an Loniceren und [f] Galium. 

F. mit doppelter Generation (Mai und .luni , dann von Ende .luli an). 
Seine Höhengrenze so viel bis jetzt liekannt l)ei Gadmen [Hd.] und Bergün 
[Frei/]; also über 4000'. 

M. Fueiformis O. (L.) [Hb. 56). 

B. an Scabiosa arvensis und succisa. 

F. mit gleicher ErsclKMuiingszeil wie der vorhergehende, und wohl iü)er- 
all vorkommend. Er scheint höher im Gel)irge aufzusteigen, so im Gadmen- 
Ihal l)is über 5000' (Rä.). 



60 II- Sphingiden. 

Sesiiden. 

Trochilium Scop. 

T. Apiforme Gl. (Hb. 51). 

R. zweijäliriü im Holze der Pappeln. 

F. von Ende Mai bis in den Anlang des Juli, ül)erall in den tieferen 
Gegenden unseres Faunengebietes vorkommend, und zwar je nach der ört- 
lichen Cultur der Pa]ipeln bald häufiger, ])ald zur Seltenheit geworden. 

Die Höhengrenze (kaum eine erhebliche) bleibt noch zu ermitteln. Bis- 
her nur in der schweizer'schen Hochebene zwischen Jura und Alpen getroflen. 

T. Bembeciforme Hb. (Crabroniforme Lewin) {IIb. 98). 
R. zweijährig im Holze der Weide (Salix caprea). 

F. im Juni und Juli. Bisher nur an wenigen Orten gefunden , so von 
Burgdorf [M.-D.) und von Lenzburg [Wu.) sehr selten. 

Sciapteron Stgr. 

S. Asiliforme S. V. (Tabaniforme Rottenb.) (///). 44. H.-S. 3). 

R. in den Stämmen junger Pappeln. 

F. gleichzeitig mit T. Apiforme, aber selten. 

Von (lenf (,1/.s.); bei Siselen (1478') im Canton Bern {Hö.); von Zürich 
auf dem Zürich-Berg und von Buchs (1404') [Ilwj.]. Aus GraubUnden (A7//.) 
und ein Exemplar von Rorschach [Tä.]. 

Sesia Fab. 

? S. Seoliaeformis Bkh. Jlb. Hl). 
R. unter der Rinde von Betula ail>a. 

F. angegeben für Gadmen [RU.] und das Bergeil [Pfa/fcnzcller] . Ich 
bezweifle das Vorkommen. 

S. Spheciformis Fab. {Ilh. 11. 78). 

R. an Alnus glutinosa. 

F. im Juni vom Bieler-See (ßä.); von St. Gallen ein Stück {Ta.): von 
der hohen Rohne am Züricher See [llu(i.]\ (ilarus bis zur Bergregion (?) 
nach y/ee/-; bei Zürich einmal [Frei/)] um Bremgarten [Boll]; sowie dem be- 
nachbarten Bünzen (1354'), ebenso von Lenzburg einzeln {Wu.); von Bern 
{Ms.). Da l\ls. hier die Birke als Nahrungspflanze angab, ist möglicherweise 
eine Verwechslung n)it der vorhergehenden S])ezies vorhanden gewesen. 

S. Anthraciformis Esp. (Andronaeformis Lasp.) II. -S. 50). 
Angeblich von Ms. bei Bern gefangen, ist sie erst kürzlich als Mitglied des 
Faunengebietes sicher nachgewiesen worden \n den Umgebungen Zürichs 
im sogenannten Slöcker Tobel [Hiff/.]. 






Sesiiden. 61 

S. Tipuliformis Gl. {IIb. 49). 

R. in den Zweiyen von Ribes, 

F. im Juni und nach Alt der Verwandten in den heissen Mittagsstunden 
die Nahrungspflanze umfliegend oder zur Ruhe benutzend. Er konnnl wohl 
überall im Tief- und Hiigellande vor. Wir id)ergehen deshalb die zahl- 
reichen Angaben. 

Die vertikale Erhebung nicht ganz unbedeutend , da sie licifl/i im 
Schwarzwalde und zwar im liöllenthale bei 2'2ö0' und Bü. bei Gadmen noch 
hoher angetroflcn haben. 

S. Cephiformis O. [II.-S. 32). 

R. Nahrungspflanze unsicher — Coniferen V 

F. scheint in unserem Faunengebiete sehr vereinzelt vorzukonunen. 
Nur Wu. traf ihn im Aai"gau iiu Wiggerthale. bei üftringen und Lenzburg. 

?S. Conopiformis Esp. (Nomadaeformis Lasp.) [II.-S. 40). 
R. in Eichenstämmen. 

Ms. I)ei-ichtet von dem Vorkommen bei Genf und das alte Atnslein'sL'he 
Verzeichniss von demjenigen bei (Ihur. 

S. Cynipiformis Esp. (Asiliformis Rottenb.) [IIb. 95). 

R. in dci' Eiche, namentlich in den stehengel>liebenen Wurzelsliuumen. 

F. von Rremgarten [Bo/l); im Canton Aargau, im Wigger-, Aar- und 
Aathale, bei Lenzburg vereinzelt [Wu.) ; aus Graul)ünden (Ä7//.) ; von St. 
Gallen [Tu.]; ebenso von Zürich [Hug.). 

S. Myopiformis Bkh. (Mutillaeformis Lasp.) (7/6. 45. 91) , 
R. unter der Rinde von Apfel- und Pflaumenl)äumen. 
F. im .luni. Zürich selten [Frey); Rremgarten .sparsam (ßo//, Frey)] aus 
dem Aargau von Oftringen und Lenzburg (Hw.); von Langnau (2068') auf 
Ligusterl)lüthen einmal in Mehrzahl ; Rern [Ms.]; Siselen am Rleler-See [Rü.]; 
aus dem Wallis, zwischen Visp und Visperterminen [Ja.]; von Chur [Kill.). 

S. Culieiformis L. [IIb. 151. 152j. 

R. in ilen Stämmen der Rirke und Erle. 

F. von Ende Mai den .luni hindurch, und, wie es scheint, recht selten. 
Hremgarten [Boll]; Lenzburg [Wu.]; von Rern [Ms.); von Neuveville [CouL); 
von St. Gallen ein Exemplar [Tä.]; von Malans [Kill.). 

S. Stomoxyformis Hb. [IIb. 47). 

Die Ernidirungsweise der Larve unbekannt. 

F. eine \ereinzelte Seltenheit. Zwei l'>\emplare fing einstens Bull bei 
Bremgarten. Eins in meiner Sanuulung. 

S. Pormicaeformis Esp. {IIb. 20). 
R. in Weiden-Arten. 

F. wiedei'um Lianz vei'einzelt. Hei'u (Ms.); aus dem Gadmenthale und 



62 II- SphinijidiMi. 

von Siselen [Bö.); aus doin Anrgaii, so von Villingen bei Brugg, am Engel- 
berg, jedoch selten [Wn.]; von Bi-enigarlen [Bolljj doch zweifelhall ; von 
Manis (3573') nach Amstcin, aber unsicher. Von Zürich in der Naclibar- 
schaft der Irren-Anstalt [Hug.). 

S. lehneumoniformis Fab. lll.-S. 19) und Var. Megillaeformis Hb. 
[flh. 114. H.-S. 39). 

K. in den Wurzeln von Anlhyllis vulneraria (/.), von Lotus corniculatiis 
vielleicht auch \on llij)|)ocrepis coinosa u. s. \v. 

Aus Graubünden, so von Bergün (Z. , Boll, Frey) Mitte Juli. Im Canlon 
(liarus bis zur Rergregion [Heer]: Bei'n [Ms.]; Gadmen und Siselen [Bä.]; 
am Born, Kngelberg, am unteren llauenstein, auf dei" Südseite des Belchen, 
bei Erlinsbach: »wo llippocrepis wächst« [W'U.); bei Scliwendi (2589') im 
Ganton Appenzell [P.-I.]: bei Zürich, am iltlil)erg und auch auf <lem anderen 
Seeufer [Frcij] . 

Var. Megillaeformis (nui- mit drei gelben Ilinterleibs-Gürteln) traf /cll.- 
Dold. bei Geierina wiihrend eines Schneefalles, ebenso P.-l. bei Scliwendi. 

Die Hohem erbreitung also übei- 5000'. 

S. Tenthredeniformis Lasp. (Empiformis Esp.) [IIb. 52. H.-S. 7 — 9). 

H. in den Wui'zeln der Kuphorl)ien. 

F. im .luni und Juli. Bei Zürich und dem Itenachbarten Bi'emgarten 
[Bull], ziemlich selten; Bern und tJenf [Ms.); von Luzern [lltty.]. Vom Aar- 
gauer Jura keine Seltenheit, auf der Frohbui'g des llauensteins CäCOr), auf 
Burg [Wu.)\ selten von Neuveville [Coul.]] bei Biel einmal gefangen [Blhh.]. 
Indessen unser Thier steigt weit höher aufwärts, so am Stelvio [Wo.) und im 
Ober-Engadin, gewinnt also eine Höhengrenze über 5000'. 

S. Philanthiformis Lasp. (Muscaeformis Vieweg). 
U. in den Wurzeln von Statice armeria. 

F. bei Genf [Ms.]; im unleren Theile des Wiggei'thales . im Aathale bei 
Lenzburg, jedoch selten [Wii.). 

S. Leucomelaena Z. Stgr. 

Ich fing ein sicheres Exemplar vor .lahren im Juni bei Bi'emgarlen. 

S. Leuoopsidiformis Esp. [11. -S. 53). 
lt. in den Wurzeln der Euphorbien. 
F. bisher nur von Lenzbui-g (H/^), aber seilen.') 

Benibecia. Hb. 

B. Hylaeiformis Lasp. (///;. 48. 108. II. -S. 2). 
H. in den Wiu-zeli\ und Sieniieln der Himbeere. 



1) S. C.li IN s i (I i l'o im i s l{s|) soll iKicIi ;l/.v. Iici TImiii, und S. (1 li h I c i di lO r in i s 
IIb. (I* l'o S(i |) i l'o i- III i s ().) iiiuli ilt'mst'lIxMi bei Locic und (iciil' et'lrollL'ii \\oi(b'ii sein. 
Alle Itcslidiiiiiiii^cn bncbcn :uis. 



Thyrididen. Zygaenidcn. (J3 

F. von VAnir iCafl.) und aus dem oberen Kngadin (Frei/); im (ImuIou Aar- 
eau vom Eni^elheri; und Born niclil izai' seilen (IT//.). 
Höllengrenze iU)er •iOOO'. 

Thyrididen. 

Tliyris lUiger. 

Th. Feneatrina S. V. (Fenestrella Seop.) [Hb. U\) . 

H. an dulenfoi-mig eingerolllen HIaltspilzen der Clematis viltalha. 

F. \om Mai in den Juli hinein; wie es sclieinl, in unserem Faunen- 
gebiete selten. 

(iivitduinden im Rheinlhale (A7//.); im Appenzeller Weisshad (P.-/. ); 
Sl. (iaileii ein Sliick [Tu. \ Zürich und nähere Umgeltung seilen [Frei/, Zell.- 
Doltl. inid H)((/.]: am Sehnehelhorn (3987') [der Letztor); bei Schatriiaiisen 
einzeln [Trapp : Hern seilen Ms.. Rii.): aus dem (Danton Aargau am Fngel- 
berg bei Boin alijälirig um bliihemlen Hollunder; ebenso jedes Jahr auf der 
Hechburg [R.-S.): von NeuNeville [Cnul.]--, aus dem Wallis [Ms.); so von 
Viege [J(i.) ■ 

Zygaeniden. 

Iiio. Leacli. 

J. Pruni S. V. [HIj. 4). 

H. an Prunns spinosa. 

F. im .luni und .luli. Vom Lägernberg bei Baden, aber selten [Frctj): 
von Hi'emgarlen [Ball,] von Aarau, Wildegg (1350'), Schinznach ,1057'), Lenz- 
Inirg, niemals abei- häufig [Wu.i\ \oh Biel (/}«.) ; Ligerz und Hiel [Jä.)\ von 
St. Blaiso-Neiiveville [Coul.); von Berneck im Canton St. Gallen [Tu.]. 

J. Globulariae Hb. (///>. i. 3). 

H. an Globularia. 

F. (durch die verfeincMMe FUhlers|)itze, die schlankere Körperform, die 
grösseren und breiteren Flügel l<Mcht kenntlich) vom Juni an lliegcMid. 

Von Hern [Ms. und /?(/.); von Siselen, aus Gadmen, Thal nml Alpen 
[Hü.). Für das Wallis erwähnt ./(■/. den Sim|)lon und Zermatt. (An letzterem 
Orte sah ich sie niemals). Von Aarau (?) nach Roll :, von Luzern »gemein^ 
[M.-D.)\ aus dem Canlon Aargau, von Born, Engelberg, stellenweise nicht 
selten, auch von der Wartburg (Hu.); I)ei Aarberg [lit/il).). Von Hiel: von 
der Hechburg nicht selten [li.-S.]: ^on St. Blaise-Neuveville [Cou/.]: ans den 
Umgebungen Zürichs, schon näher der Stadl [llug.); dann oberhalb Tlialweil 
(1472') (/?. Snell). 

Die Höhengrenze ist eine ziemlich belr'äclillichc. Ich traf, b-eilicli nui- in 
wenigen Exemplaren, unsere Art im .luli unmittelbar neben l'rafoi , also in 
unirefähr 4S00' • frcMÜcli war sie dort seilen uewoivlen. 



64 II- Sphingiden. 

J. Statices L. [Hb. 1), Var. Chrysocephala Nickerl [H.-S. 76) und 
Heydenreichii Led. {If.-S. 75). 

R. im Tieflande an Cenlaurea scabiosa halbininirend. Für das Hoch- 
gebirge kennen wir die Nahrungspflanzen nicht. 

F. unten im Mai und Juni , im Gebirge noch Ende Juli und im August 
vorkonnnend. Nacli der Ei'hebung treten Geslaltsveränderungen ein. Unsei' 
Thier wird kkMner, zarter und dünnschuppiger und ergibt die Var. Chryso- 
cephala. Mein verstorbener Freund gab den Namen, wie ich aus münd- 
licher Mittheilung weiss, nach einem Irrlhume. Nasse und aufgeweichte 
Exemplare gewinnen leicht rölhliche Köpfe, und werden auch über die 
grünen Vorderflügel stellenweise rothfleckig. 

Geht man von Hohen von etwa 5000' aus in unserem Alpenlande, so 
zeigen sich beide Formen, Stammart und Varietät, neben einander und 
durch Uebergänge verbunden. In tieferen Gegenden bemerkt man unter 
einer Ueberzahl einmal eine typische Var. Chrysocephala. An hochalpinen 
Flugplätzen herrscht letztere vor; ja sie kann ausschliesslich vorhanden sein. 
Doch auch hier erscheint einmal wieder eine kleinere, aber typische J. Stati- 
ces der Ebene (wie man sie im Flachlande fangen kann). Auch die Fühler, 
die Gestalt der Flügel, ja der ganze Körperbau gehen manchen Wechsel ein. 

Graulmnden , so oberes Engadin [Zell.-DolcL, Frey \x. k.) und unteres 
bei Tarasp [KiU.)\ Daves [Hug.); Bergün (häufig schon von Ende Mai an [Z.]]. 
Dort fing ich ein ausgeprägtestes Stück der Var. Chrysocephala ; Daves nicht 
selten {R.-S.); Ganton St. Galten, Toggenburg, Appenzeller Berge [Tä.]] 
Weissbad, gemein [P--I-]; Glarus {Heer); Bern, Liegerz, Urweid , Engstlen 
(5710'), sowie Visp [Ja.]; Schaflliausen [Trapp); von Zermatt und den dorti- 
gen Alpen [Frey]; Zürich und Umgebungen, ebenso Winterthur [Biedermann); 
Bremgarlen [Boll); dann im übrigen Aargau auf dem Born am Engelberg, 
der Gysulafluh bei Aarau, bei Lenzburg [Wu.). Gemein bei Lugano [M.-D.). 

Var. Chrysocephala habe ich auf den Hochalpen des Engadin und Zer- 
matts bei 8000' und darüber gefangen. 

Var. Heydenreichii von (?) Siselen [Rä.); südlich vom Monte Rosa [Slgr.). 

Zygaeua. Fab. 

Z. Minos S. V. (Pilosellae Esp.) [Hb. 8. II. -S. 1;}. 14. 15), Var, Nubi- 

gena Mann (? Pluto O.) [IIb. 88), Var. Polygalae Esp. i//.-.S. IG) 

und Interrupta Stgr. 

R. an Thynms serpyllum, l'impinella, Trifolium u. s. w. 

F. recht veränderlich in seinem ausgedehnten Vorkonnnen (wie sclion 

die Mezeichungsreihe lehrt). Jeder, welcher in unserem schweizersclien 

Hochgebirge Beo]>aclitungen angestellt hat, weiss, dass kt'ineGrenze zwischen 

Z. Minos und Var, Nubigena, d. h. jenen hlxemplaren , NNcIche Mann früher 

vom (Jros.s-Glockner verschickte, exislirl. Ich besitze im Uebrigen in meiner 

Sariiiulung zwei Slücke, welche ich im oberen luigadiii. einige l.iiiseud Fuss 



Zygaoniden. (55 

über Sils-Maria 1SG5 fing, gegenüber \\ol('hon die Mamf^che Var. Nubigena 
als grosses, dicht besehupjites, dunkel gefärbtes Tliier erscheint. 

Z. Minos kommt von Ende Mai l)is in den August wohl überall vor. 
Basel und Umgebungen, Aar- und Thurgau, Sehaflhausen , Zürich, Glarus, 
St. Gallen, Bern, Neuchatel, das untere und ol)ere Wallis, (irauJJünden. 

Im niederen Aljienlande von Zermatt bis zum Fusse des Slelvio im ge- 
wöhnlichen Ansehen. Höher aufwärts, Alpen um Zermatt und auf denjenigen 
des Oberengadin . allmälig zur Nubigena, mit welcher O.'s Pluto zu ver- 
einigen ich sehr geneigt bin, sich umgestaltend. Nach meinen Erfahrungen 
in Erhebungen über 6000' bedeutend seltener und lokal werdend; so z. B. 
traf ich sie niemals auf dem Albula-Pass und mehreren, genau durchsuchten 
überengadiner Alpen. 

Var. Polygalae fand ich einstens am Eingange des Klönthaies bei Glarus. 
H.-S. erwähnt sie für Naters im Wallis, für die Bechburg; Christ traf sie 
ebenfalls im Wallis und Kill, bei Tarasp. (Flecke zusammengeflossen). 

Ab. Interrupta wohl nur als selteneres Vorkommniss , so von Gadmen 
[Rä.] und von Trafoi [Stgr.] (Mittelflecke stark getrennt). i) 

Vereinzelt erreicht Z. Minos 7000' und mehr. 

Z. Scabiosae Esp. [Hb. 86). 

K. an Trifolium und ('?) Vicia. 

F. im .Tuni und .hili, in unserem Faunengebiete nur vereinzelt vor- 
kommend. 

Im Wallis bei Leuk und Sierre [Als.); aus dem Gadmcnthal [Hü.]: Um- 
gebungen Zürichs, so am Katzensee und am Lägernberg bei Baden [Huy. und 
Snell], doch seltenei" vorkommend. Schadhausen (hinteres Mühlenthal und 
vom Mosenthal, sumpfige Abhänge hinter dem l)enachbarten Doi'fe Flurlingen 
[Trapp). Aus den Umgebungen Basels ist von Knecht das Wiesenlhai und 
.4. 1(?ow/?a/-/ Waidhof bei Inglingen (1167') angeführt; von Gadmen [liä.): von 
Wyl im Canton St. Gallen [Tu.]; Graubünden (im Amstein^schen Verzeichniss); 
sicher (wie ich durch Autopsie weiss) in typischen Stücken bei Celerina im 
Ober-Engadin [ZelL-DoUI.]^ also über 5000'. was zur Zeil die Ilöhengrenze 
bildet. 

Z. Romeo Dup. [H.-S. 48. 49) und Var. Freyeri Led. (Orion H.-S.) 
(//.-.S. 3). 
Wir sind über das schweizer'sche Bürgerrecht dieser Zygaene wenig 
aufgeklärt, ^tgr. schrieb mir, dass er in Rthb.'s Sammlung Exemplare des 
ächten Orion getroffen habe, welche mit Sicherheit im Tessin gesammelt 
wurden. Dann fing SU/r. letzteres Thier im .luli un(erhall) Macugnaga bei 
Geppo Morelli im Val Anzasca, aber schon verflogen, da die Spezies früh- 

i) Nach Ms. sollte Z. Bri z ae Esp. bei Sierre in Wallis gefunden sein. Da Niemand 
eine Brizae später fand, liegt ein — damals sehr leicht möglicher — Hestimmungst'ehler 
zweifelsohne vor. 

Frey, Lepidopteren. 5 



6ß II. Sphingiden. 

zeitig erscheint. Zwei Exemplare dieser Ausbeute in meiner Sammlung 
stinunen mit Stücken vollständig überein, welclie ich vor 30 Jahren hier in 
Zürich in der ßordor/' sehen Sammlung sah und welche nach der Versiche- 
rung des ehemaligen Zürcher'schen Insectenhändlers Biedermann aus dem 
Wallis stammen sollten; Südseite des Simplon , so aus dem Val Vedro bei 
Grevola [Rä.]: von Gondo [Bent. und Ja.). 

Z. Achilleae Esp. [Hb. 9(). 97), Var. Bellis Hb. [IIb. 10) und Var. Vieiae 
Hb. (//6. 11). 

R. an Trifolium, Lotus, Ästragalus, Coronilla etc. 

F. in tieferen Gegenden schon von Ende Mai bis in den Juli fliegend. 
Er ist sehr weit verl)reitet von Basel und l'mgel>angen bis in das unlere 
Wallis, so z.B. St. Maurice (1259') (/{.-N.j, am Simplon zwischen Gondo und 
Algabi (3425') [Ja.] und von da durch das Berner Land bis nach St. Gallen 
und Graubünden, wie Bergün (Z.), dem oberen Engadin [Zell.-Dohl.. Frei/]: 
von Trafoi und Bormio [Wo.) und dem Daves [li.-S.]. 

Im Engelberger Thale und später auf den Alpen von Zermatt traf icii 
eine kleinere Form des Thieres, dünner beschuppt und mit einem gegen den 
Afterwinkel ausgezogenen äussersten Vorderflügelfleck. 

Var. Bellis, grösser und dunkler, wird als im Wallis vorkommend von 
Knecht angeführt und aus dem Val Vedro [Rä.]. 

Var. Vieiae mit kleineren Flecken und äusserer abgerundeter Makel von 
St. Maurice [R.-S.]; Tarasp [Kill.], Wengen [Christ] , von Basel [Knecht); aus 
dem Gadmenlhale als seltener [Rü.); vom Piz Und)rail am Stehio [Zell. -Bold.). 

Die Höhengrenze überschreitet 6000' bei uns. 

Z. Exulans Hoehenwarth [Hb. 12. 101 ) und Var. Vanadis Dalman. 

R. schon von Ms. gut beschrieben , an niederen Alpenpflanzen lebend. 
Die dünnen weisslichen Cocons unter Steinen zuweilen sehr häufig, aber 
schwer ablösbar. 

F. wohl schon mit 5000' beginnend und bis 8500' und mehr gehend, 
findet sich von der westlichen Walliser Grenze bis zur Ostgrenze Graubün- 
dens und darül)er hinaus. Mitunter kann er in förndichen Schaaren er- 
scheinen, wie ich es Anfangs August 1871 am Sielvio zwischen der Ganto- 
niera quarla und dem Beginn des schweizerischen Val Muranza ((3705') be- 
(»bachtele. 

Ziendich variirend und mit Annäherungen an die hochnordische Varietät 
Vanadis. Gewöhnlich finden sich in unseren schweizer\s(then Sannidungen 
derartige Exemplare, obgleich ich das \^)i-kommen jenei" borealen Form in 
unserem Faunengebiete nicht l)eslreiten \\ill.') 



1) Z Gy na rac Esp. ist siflicr ivoinc Hcwdhin'riii der .Schweiz, obgleich sie einstens 
Ms. als im Wallis üelioUcii eiwiihiile. 



Zyttnoiiidt'ii. (57 

Z. Meliloti Esp. [IIb. 82 und Var, Stentzii Frr. (//.-.S. Sß. 87). 

H. auf nassen Wiesenslellen an Trifolium . Lotus und anderen ver- 
wandten, zur Krnälu'unsj; der Zyyaenen-I.arven dienenden, niederen Fllanzen. 

V. von Ende Mai durch den Juni und in den Juli hinein fliegend. Er 
konunl vereinzelt und seltener in unsereiu Flach- und Ilügellande vor, ohne, 
wie ich annehmen muss, gerade besonders hoch in das Gebirge aufzusteigen. 

Doch erreicht Z. Meliloti noch die Thalsohle des Ober-Engadin , wie sie 
auch den untersten Theil dieses Alpenthales, l)ei Tarasp [Kill.) bewohnt. Von 
St. Gallen [Tii..\ Dusnang (1847') [Eugster]-^ Schafl'hausen [Trapp]; Bremgarten 
[Boll)] bei Oflringen lokal [Wii.]; ebenso örtlich meistens auf nassen Wiesen 
bei Zürich (z. B.am Katzensee und bei Wytikon) [Frey). Ferner von Liestal 
[Christ) und Dorneck [Knecht,; vom Pilatus [Christ); im Wallis l)ei Viege und 
Lenk [Jii.) und aus dem Saasthale (R.-S.'j. 

Var. Stentzii (mit rothem Gürtel) fand sich nach Pfaß'enzeller im Bergeil : 
bei Macugnaga [Stgr.) (4039'); bei Zürich einmal in der Nähe der Trichters- 
liauser Mühle R. Snell) . 

?Z. Charon Hb. [H.-S. 69. 70). 

Das schweizersche Bürgerrecht der schönen Zygäne wurde erst kürzlich 
constatirt. Il.-S. bemerkt: »der Insektenhändler Biedermann brachte viele 
I^xemplare aus Fiemont«. Stgr. in seinem Catalog citirt die Alpen des süd- 
lichen Wallis, also Macugnaga (er fliegt dort Ende Mai in frischen Exem- 
plaren); vom Val Vedro Mitte Juli, auch mit rothem Gürtel [Hü.]. Man \Nir<l 
im Canton Tessin unserem Thier verbreitet begegnen können , wie es Ifng. 
l»ei Locarno (041') in der That schon getroffen hat. 

Z. Trifolii Esp. (///;. 79. 134. 135), Var. Orobi Hb. [Hh. 133) und Con- 
fluens Stg. [Hh. 165). 

R. auf sumpfigen Wiesen an Trifolium etc.. vielleicht auch an Lotus. 

F. im Juni vereinzelt vorkommend. 

St. Gallen [Tä.); Bern, sowie Gadmen und die dortigen Berge [liä.]: 
von der Bechburg [R.-S.); von St. Blaise-Neuveville [Conl.); von Lauter- 
l)runnen [Christ); aus dem Wallis [Ja.]; so dem Bagnethal und Val Vedro am 
Simplon [Rä.]. Unsicher die Angaben 5o//'s;nvon Bremgarten» und Jfeer\s : 
»im Canton Glarus bis zur Bergregion«; sicher aber das örtliche Vorkonmicn 
bei Zürich in der Nähe der Trichtershauser Mühle [R. Snell]. 

Ab. Orobi Hb. (die beiden Miltelflecke des VorderflUgels sind getrennt) 
von Trafoi [Wo.). 

Ab. Confluens (ntil zusammengeflossenen Flecken) wurde von Iliig. bei 
Zürich getroflen. 

Die Höhengrenze also bis gegen 5000'. 

Z. Lonicerae Esp. [flh. 7. 160) und Var. Major (Frey). 

B. an Trifolium. Lotus. Vicia und andei-en niederen Pflanzen. 



68 II- Sphingiden. 

F. im Juni und Juli. In der Ebene und den Hügelregionen nach allen 
Nachrichten vorkommend, mitunter 'seltener , in der Regel häutiger oder 
gemein. 

Die grosse, meistens mit spitzerem Vorderflügel und breiterem Saume 
des hinteren Flügelpaares versehene Form unseres Thieres, meine Var. Major, 
fand Ms. in den Cantonen Tessin nnd Wallis. Im Vispthale häutig, z. B. 
1869 in der Nähe von St. Nicolas. El)enso trafen das Thier Trapp im Wallis 
und Rü. im dortigen Bagnethal. Aehnlich einige Exemplare von Chur (welche 
ich in Cafl.'s Sanunlung sah); schon mehr an die gewöhnliche Z. Lonicerae 
sich anreihend von Bergün (Z., Frey). 

Eine Ab. mit zusammenfliessenden rolhen Flecken fing ich bei Zürich, 
ein gelbes Stück Kill, bei Tai'asp.'/ 

Z. Filipendulae L. {IIb. '^\], Var. Mannii H.-S. {H.-S. 109. 110), PVar. 
Oehsenheimeri Z. und Var. Cytisi Hb. {IIb. 2(1). 

R. an Trifolium, Lotus, Hiej-acium und einer Anzahl anderei' niederer 
Pflanzen. 

F. in der schweizer'schen Ebene schon von Ende Mai an, in den Juni 
und Juli hinein. Hier überall, so dass wir keine Spezial-Angal)en liefern. 

Die dreifleckige Var. Cytisi vereinzelt; bei Bellinzona {Ms.); aus dem 
Gadmenthal (Rä.); von Zürich {Frey); häufiger fand sie Hü. am Simplon und 
auf den Torfmooren bei Siselen. 

Höher im Gebirge wird Z. Filipendulae seltener; sie wandelt sich allmälig 
in die kleinere, dünnschuppige Var. Mannii um. Schon in der Thalsohle des 
oberen FLngadin von St. Moritz bis zum Maloja-Fasse beobachtet man dei- 
Uebergänge gar manche. Auf den höheren Alpen daselbst ist Var. Mannii die 
stehende Erscheinungsform. Ebenso am Stelvio, von den Zermatter Alpen 
{Frey) und denjenigen des Gadmenthales {Jiü.). 

Mit Z. Transal()inaO.'s (theilweise) zusammenfallend dürfte Var. Oehsen- 
heimeri Z. ein Thier des Südens sein. 

Theils in der Grösse der Stammart, theils von belrächllicherem Aus- 
masse, sonst in Habitus, Flecken der Vorderflügel mit der Stammart über- 
einstimmend, dagegen mit breiterer schwarzer Hinlerllügel-Begrenzung. Ihr 
Vorkommen erwähnen R.-S. für die Bechburg und Christ für die Südseile 
des Simplon (Isella und Grevola) . 



1) Stgr. in seinem Cataioge hat eine Var. Dubia von Macugnaga aufgeslellt, welche er 
bei Z. Trifolii auffülirl. Er erwähnt als Synonyme Ub.s Transalpina (Kig. 15. 19), O.s 
Transalpina (theilweise), dann Lerferer's Medicaginis (Z. b. V. 11.96), sowie das Bihl der 
Z. Stuecliadis Bkh., welches H.-S. Fig. 43 gegeben hat, und endlich die gute Abbildung 
Bsd.'s in seiner Monographie der Zygaeuen (IV. 4. als Charon). 

Nach meiner Autopsie halle ich diese Z. Dubia für den nördlichen variirlen Auslaufer 
der Z. Sloechadis, ohne indessen eine Veiwandtsclial'l mit der grossen Var. der Louicerae 
verkennen zu wollen. 



Zysaenitlon 69 

Z. Medicaginis O. (Ferulae Led.) IIb. 20), Var. Hippocrepidis Hb. 
{H.-S. 52-55) und Var. Angelieae O. [Hb. 120. 121). 

R. an Aslragalus, Trifoliiini , Lotus und anderen niederen Nahrungs- 
|)llanzen der Zygaenen. 

Wir halten diese drei verbreiteten Zygaenen tür eine und dieselbe Art, 
wie wir im schvveizer'sehen Alpengebiete bei langjährigen Beobachtungen 
der Uebergänge gar manche getroffen haben. 

Beginnen wir mit Z. Medicaginis, welche vielleicht die Slammlorm sein 
dürfte, so fehlt sie dem eigentlichen Flachlande der Schweiz gänzlich, wenn 
sie auch schon bei Chur [Cafl.) vorkommt. In Höhen von 3500' (im Walli- 
ser Vispthal, bei Klosters [//t^^.J, unterhalJ) Bergün , im unteren Engadin, 
z. B. bei Tarasp, ferner bei Zernetz, l)is in die südlichen Thäler des Puscli- 
lav und Bergeil bildet sie ein häufiges, stellenweise gemeines Vorkomnmiss 
[Frey); nicht minder im Wallis und in Graubünden bis 6000', dann mit einem 
tief in den August andauernden Fluge. 

Vorderflügel bald mehr grünlich, bald in Violelt-Schwarz verändert. 
Saum der Hinterflügel immer breit, aber wechselnd, zuweilen sehr breit. 
Das Roth bald nach der Carmoisinfarbe , bald nach dem Zinnobei'roLhen 
gehend. Unterwärts sind die rothen Vorderflügelflecken zusammengeflossen. 

Var. Hippocrepidis ist in unserem Tief- und Hügellande weit verbreitet 
und stellenweise, auf trocknen sonnigen Plätzen, häufiger. Im Alpenlande, 
z.B. im oberen Engadin, geht sie in Z. Medicaginis über. 

Graubünden bis Tarasp (AV//.); und aus dem Daves [R.-S.]; St. Gallen 
lokal [Tä.]; Glarus [FveiJ-.; Zürich verbreitet; J)ei Weissbad und Gais [P.-L); 
Schaffhausen {Trapp); Umgebungen Basels [Christ , Knecht); vom Aargauer 
und Solothurner Jura, so am Weissenstein [Speyer); der Bechburg [R.-S.); 
Schupfen Rthb.); dem Berner Oberland hier bei Murren l)is 5017', sowie aus 
ilem Kanderthale [Speyer); von Neuveville [Coul.). Dann aus dem Wallis, 
so von Evolena [R.-S.), dem Zermatter Thale [Frey) , von Sion und dem 
Viescher Walde (Ja.). 

Var. Angelieae 0. nehme ich mit Wahrscheinlichkeit als Mitglied der 
schweizerischen Fauna auf. Ich kann einige Exemplare meiner Sammlung 
aus dem Ober-Engadin hier nur unterbringen; von St. Blaise-IS'euveville 
nach Coul. 

Z. Ephialtes L., Var. Falcatae Hb. ll.-S. 91), Var. Coronillae S. V. 
[IIb. 13), Var. Trigonellae Bsp. Aeacus (Hb.) [IIb. 18) und Var. 
Peucedani Esp. Hb. 75. 76) mit ihrer Var. Athamanthae Esp. 
R. des wunderbar wechselnden Thieres an Coronillen, Klee-Arten etc. 
Die schwarze Stanunform Ephialtes (nehmen wir sie also vorläufig ein- 
mal als solche!) mit rothen Hinterleibsgürteln und sechs Vorderflügelflecken. 
Fünf derselben ergeben Var. Falcatae. Mit gelbem Abdominalgürtel erhalten 
wir sechsfleckig Coronillae, fünffleckig Trigonellae. Var. Peucedani ist die 



70 "• Spliingidi-n. 

rolhc Foi'in inil sechs Vorderrandsflecken und rolhcii UMlcrtliii;oln. Fallt der 
sechste Vorderllügeltleck weg, so hal)en wir die Ah. Alhaiiianthae. 

Z. Ephialles mit ihren schwarzen Verwandten ist nur auT einen kleine- 
ren Theil des Wallis beschränkt. So zwischen Leuk und Sierre. wo sie 3h. 
in aller Zeit häufiger antraf. Von Varen, von Gondn und Crevola [H.-S. und 
Clinstj; vom Val Vedro am letzteren Orte [Rä.]. Auch Falcatae und die gelb- 
geringelte Var. Trigonellae traf man dort. 

Die rothe Var. Peucedani vom Simplon 'U.S.); dann aus den Umgehun- 
gen Basels, so von Istein, Liestal, Arlesheim , Ilüniiigcn , dem l)adnischen 
Grenzacher Ilorn [Clwist . Knecht, A. Leonharl)-. von Neuvcville am Bieler 
See [Ms.]., hc\ Hiel, namentlich Bözingen und auch hei Siselcn [Rä.]. 

Z, Fausta L. [Uh. 27. 122), Var. Jucunda Ms. und Var. Genevensis 
Miniere. 

H. an Goronilla. 

F. im Juli und August. Im Gebirge höher aufsteigend, gestaltet er sich 
allmälig zur Var. Jucunda. 

Vorkonunen ein sehr örtliches. Pfäiers mit den angrenzenden Höhen 
[Ms., Eisenring]] Calfeuser Thal [Tä.)\ Schalfhausen , in einzelnen Jahren 
öfters {Trapp): Blauen (3589') Gempen, Liestal, Passwang (3094') (Christ, 
Knecht) j Bechburg und Günsberg (1921') [R.-S.); oberhalb Solothurn und 
am dortigen Weissenstein {Spetjer) ; bei Auenstein, Villigen (1121') am 
Schlossberg und auf anderen Stellen des Gaisbergs [Wu.); von Locle (2826'1 
[Fuessly); von Sierre [üerselhe). 

Die typische Form also bis gegen 3ÜÜ0'. 

Var. Jucunda auf der Alp Anceindaz am Fusse der Diablerels [Ms.]] aus 
dem Wallis (von wo Anderegg sie mir schickte); von Kandersteg [31.-1). Boll): 
aus dem Gadmenlhale und vom Aletschgletscher in Höhen von 5500' und 6000' 
bis 7000' [Rä.); vom Mürlschenslock am Wallcnsee [llug.]. Mitte Juli 1873 
trafen Z., Boll und Frey am Stulser Weg, dicht oberhalb BergUn diese Form 
massenhaft; später ei-hielt Z. dort auch weibliche Exemplare. In der Folge 
l)is 1879 dort zum Verschwinden selten ! Jucunda ist kleiner mit mehr weni- 
ger verschwindendem rothen liinterleibsgürtel. 

Noch kleiner und blassei- werdend erscheint Var. Salevensis vom Moni 
Saleve bei Genf. 

Z. Onobrychis S. V. (Carniolica Scop.) Üb. 28 mil Var. Diniensis 
H.-S. Il.-S. 111-112), Hedysari Hb. [ill). 29. 30), Berolinensis 
Stg. und Var. Flaveola Esp. 
R. an Ono})r>(chis. 

F. im Juli und August, ein Bewohner lieferer Gegenden, namentlich der 
westlichen Schweiz; an trocknen sonnigen Stellen. 

Im wärmeren Theile des Wallis gemein, so vom llauptlial. soni iNicolai- 
ihal, von Villeneuve und Martigny (IT//.); \on Viege, von Nj^on (1240') [Rü.). 



Syiiloinicleii. 71 

Chexbres [Wu.]; Bern nicht gemein [Ms., H(i.):, Scliwarzenegg i29l5') bei 
Tluin (ir//.); von Brenigai-Ien idcn) doiligen Mulseiielleri liänfig (Boll); Ziiricii 
iiuf ganz lokal; Winleilluir Biedevmann); von Lnngern (2241') und ileni 
IMIatus [Wu.]; SchalFhausen , mitunter oft [Trupp]] auf trocknen sonnigen 
Hügeln und Bergen der (Kantone Baselland, Solothurn und Aargau, z. B. am 
llauenslein (2254'), tieni Engelberg, auf der Gysula- und Wasserfluh (2675'), 
dem liomberg (2451') [Wu.], der Bechburg [R.-S.]\ Biel [Bthh.]\ St. Blaise- 
Neuveville [Cotd.]; St. Gallen, an verschiedenen Stellen [Tri.]; (iraubünden 
im Rheinthal, Domleschg und Oberland [Kill.]. 

Var. Diniensis von der "Bechburg annähernd; dann aus dem Yal 
Vedro [Hä .] . Voi'derflügelflecke sehr gross, gelb gerändert. 

Vai". Iled}sari im Aargau vereinzelt hier und da unter der Stamn)art 
[Wn .]; Basel [Knecht]] Bechliurg (/?.-8.) häufig; häutiger als die Stammart 
bei N}on [R(i .]] aus dem Wallis. Vorderfltigelflecke klein unti ohne roilien 
beibesgürtel. 

Var. Berolinensis in tieferen Gegenden, so Basel, Auenslein und Aarau 
bisweilen [Wu.]] von der Bechburg [li.-S.]. Ohne gel])Iiclie Begrenzung dei- 
V'ordertlügelflecke. 

Var. Flaveola (ganz gelbj traf Knecht bei bostorf. 

Üie Höhenverbreilung eine geringe. 

Syntomiden. 

Hyntoniis Hb. 

S. Phegea L. [Hl). 99. 100). 

B. an ni(Mleren Pflanzen. 

F. \otn .luni an bis in den August an lichten . trocknen Stellen. Er 
komnjt indessen erst jenseits der Berner Alpenkettc , also im Wallis und in 
den italienischen Thälern, dann gewöhnlich zahlreich vor. 

Im südlichsten Misox uml dem B(>rgell unterhalb Soglio (3349') und Ihal- 
abwärts in zunehmender Zahl [Baz., Mgb-] ] aus dem unleren Puschlav 
[Pfa/f'enzeller]] aus dem Münsterthal [Kill.]. Im Tessin [Ms.]] so bei Faido 
[Rthb.] und Mendrisio (1250') {F)-ei/-Gessnen . Gemein ferner im Haupthaie 
des Wallis, im Val d'Herins, dem Val d'Anniviers (hier noch bei St. Luc 
5054') nach R.-S.] dem Saas- [Christ] und dem Nicolaithal. Auf der Süd- 
seile des Simplen zwischen Crevola und Isella [Ja.]. 

Vereinzelt noch bis 5000' (nach Speijer auch Trafoi). 

Naclia Bsd. 

N. Ancilla L. [IIb. 114). 

R. auf .lungcrmannia, Parmelia etc. 

F. vom Juni bis in den August. 

Bei Basel [R.-S.]] Liestal und Sissach [Christ]] von der Bechburg [R.-S.]] 



72 lll- Bombyciden. 

bei Schaffliausen einzeln [Trapp); im Canlon Aarij;au an sleinigen, mit Ge- 
büsch bewachsenen Stellen, z. B. bei Lenzbury und Oflringcn [Wu.); zu 
Cornaux bei Neuveville, selten {CoiiL); ßiel (Ja. und liä.); Villencuve [Wu.) 
und mit weiter Verbreitung im Wallis; auch von Genf (Sammluni^ des Mu- 
seums) von Ragaz [Tit.); aus dem unteren Bergell (Baz.). 

N. Punctata Fab. [Hb. 115). 

F, von Ende Juni bis Juli im Wallis an gleichen Orten, wie der vorher- 
gehende [Als.]. Zwischen Visp und Vispcrterminen Anfang Juli häufig 
[Frey); von Stalden [Christ) und Zermatt [R.-S.); von Varen [Christ); Sierre, 
Sion , Visp (7ä.) und Brieg (^o//); im unteren Thcile des Entremonl-Thalos 
[Wu.); aus dem unteren Bergeil [Baz-.). 



III. Bombyciden. 

Nycteoliden. 

Sarrotripa On. 

S. Revayana S. V. (7/6. 7), (Undulana Hb.) und Var. Dilutana Hb. 
[IJh. 6 , Degenerana Hb. [Hb. 8), Punctana Hb. [Hb. 9), Ramo- 
sana Hb. [Hb. 10). 

R. an Eichen und Weiden. 

F. im Hochsommer, in einzelnen Exemplaren überwinternd [Wu.). 

Schafthausen [Trapp); Zürich {Frey und ZelL-DoUL). Im Aargau an 
verschiedenen Stellen, so z. B. Bremgarten [Boll); von Lenzburg, dem Engel- 
berg und von Oftringen [Wu.); von der Bechburg [R.-S.); von Bern [Ja.]; aus 
dem Wallis bei Gamsen [Anderegg); von St. Gallen [Tä.); aus Graubünden 
[Mengold); so von Chur [Caß.). 

Als Revayana gilt die mehr weniger einförmig graue Form. Von Zürich 
und der Bechburg. Dilutana ist ebenfalls mit grauen Vorderflügeln ver- 
sehen , welche einen dunkleren , selbst bis zur Querbinde vergrösserlen 
Costalfleck führen. Von der Bechburg und aus dem Wallis [Anderegg). 

Var. Degenerana hat graulich oder grünliche Grundfarbe mit schwärz- 
licher reichlicher Fleckenbildung. Bei Zürich namentlich von an Salix lel)en- 
den Larven erzogen; von der Bechburg [R.-S.) und Bern [Rä.). Var. Punc- 
tana zeigt Vorderflügel meist mit 3 (aber von 1 — 6 wechselnden) schwarzen 
Punkten. Von Zürich und der Bechburg. Var. Ramosana, deren Vorderflügel 
eine schwärzliche oder dunkelbraune verästelte Längsbinde zeigen, li-af ich 
niemals in der Schweiz. 

Bei der so wechselnden Gestaltung ist die Annahme einer Stanmiform 
natürlich ganz willkürlich. 



Nyctcülidcn. Litliosiden. 73 

^ Earias Hb. 

E. Vernana Hb. [Uh. 1(31). 
R. ;in Sill)ef|>;ip|)eln Z. . 

F. nach den Vorsiclici'ungen von ZeU.-Dold. durcli Dwlruh im Tossin bei 
Mendrisio gefangen, lui allen Anisleiti' sehen Verzeichnisse auch für Grau- 
hünden angegeben, doch Niemand fing sie später. 

E. Chlorana L. [Hb. 160). 
R. an Weiden. 

F. im April, dann dem Juni und Juli. Ueberall im Tiellande. 
Die Höhengrenze unbekannt. 

Hylophila Hb. 

H. Prasinana L. {Hb. 158). 
R. an Buchen und Eichen. 

F. in) Fridding: in den tieferen Gegenden wohl überall, 
llöhenverbreitung nicht unbeträchtlich. Ca/I. ling sie bei Gliur am 
Pizokel, Rü. im Gadmenthale selbst bis gegen 4500'. 

H. Quercana S. V. (Bicolorana Fuessly) [Hb. 159). 

R. an der Eiche. 

F. im Juli. Im Graubiindner Rheinlhale [h'ill.]; Schanhausen [Trapp); 
Zürich selten ßug., Freij]; an verschiedenen Orten des Aargau, z. B. Lenz- 
burg und Wildegg [Wu.); elienso auf der Bcchburg [R.-S.) keine Selten- 
heit; Bern seilen und auch am Jura (Ja.). 

Lithosiden. 

Nola Hb.M 

N. Cucullatella L. (Palliolalis Hb.) IIb. 149 . 

R. im Frühling an Schlehen und anderen Prunus-Aiten ; ebenso an Pyrus. 

F. vom Juni an. 

St. Gallen [TcL); Zürich selten [Uuy. und Frei/ ; sowie vom Ijenachbar- 
ten Balgrist [Zell.-Dold.]; für den Aargau kennen wir Bremgarten [Bod); 
Ollen, Aar!)urg und Lenzburg [Wu.]; Bern und Siselen [Rä.]; Wallis (.1//- 
deregg) und St. Gallen selten [Tä.]. 

N. Strigula S. V. Hb. 16). 
R. an Quercus. 

F. im Sommer, bishei' nur von der Bechburg {H.-S.)\ von Züi'icli Ifiig. • 
Bremgarten [Boll] und in einem Exemplare von (Ihur [Cafl.]. 



1 ) Keine Art des Genus Nola scheint erheblicher im (iebirge aufzusteigen. 



74 III. Hoinhyciden. 

N. Cicatricalis Tr. {H.-S. I3i— 136 . 

Von Ziiricli [h^rei/i: noii Hrcm.uai'ten [BoU)\ von Oftringen und Lenzl»ui-g 
vereinzcll Wu.; von Hasol [Kiicclin iiiul dor Bechburi; [li.-S.][ von Hnrii- 
dorf [Ja.]. 

N. Confusalis H.-S. 

R. an iricIuMi lind Ikiclicn. 

Von Zürich durch Zell .-Dohl . imuI Uit<i. ; dann von der Bechhurg (fi.-N.;; 
aus (h>r (iegciul \oii (Ihur [k'ill.j. 

N. Cristulalis Hb. [Hb. 17). 
K. an Tcucriniu Chaniaedrys. 
F. vom Juägoruberü; bei Baden [Frei/ ; dann aus dem WaUis [Andereyy] . 

Niidjiriii Stei»h. 

N. Senex Hb. (///>. 236. 237). 
R. an .lungormannicn. 

F. nur von wenigen SleMon. So von Landeron am Bieler See Coiil. ; 
bei S<-iiüjifen als Seilenheil im Juli {Rthb.); Genf (Sammlung des Museum). 

N. Mundana L. [IJb. 63. 64). 

R. an Flechten der Wände und Steine. 

F. von Ende .luni durch ilen Juli und an höheren Lagen noch bis in den 
August. 

Im tieferen Theile unseres Gebietes an zahlreichen Orten. In den Alpen 
wohl überall, bald seltener, baki hautiger, vom Wallis l»is zum Engadin. 

llöhengrenze über 6000'. 

N. Murina Hb. [Hb. 62). 

R. an Flechten. 

F. (nur die südwestliche Ecke unseres Faunengebietes eben noch er- 
reichend) im Jidi und August. Nicht seilen bei Vevey []Vii.)j Genf Museum- 
Sanunlung); aus dem Wallis [tliig.]. 

Calligeiiiii Dup. 

C. Rosea Fab. (Miniata Forster) [IIb. MI). 
R. an Parmelia etc. 

F. im Juni und Juli in unseren LaubwaldungcMi. r(<clil weit \crbreilci. 
aber vielfach vereinzelt und selten. 

Hä. traf ihn noch bei 4500' im (iadmenthale und ]\ o. obcLhalb Trafoi. 
Die Hühengrenze also bis 4500' und 5000'. 



l.iHiosidcMi. 75 

Seliua Sclirjiiik. 

S. IrroreaS. V. (IrrorellaL.) Ill>. lO-'i . Var. Freyeri Niekerl F//-. 459, 
;ij , Andereggii H.-S. IJ.-S. 45. 46; und Rifi'elensis Pallou L\nii. 
S. E. F. 1865. 11. 2). 

R. an Flechten, Parnielien u. s. w. 

F. im Juli und August; in der Tiefe milder gewühnlichen t\ pischcn 
Foi'iu, im Hochgebirge mit interessanten Variationen. 

Von Basel, sowie der Bechburg (/?.-.S.); Schatliiausen und Umgebungen; 
ebenso Winlerthur [Biedermann) ; Zürich. An vielen Slellen im Aargau 
; U';^ ; von Bremgarten IBoll); St. Blaise-Neuveville [Cou/.); Biel [Hl/ih. : 
Umgebungen Bürens (JIs.); im Gatbnenthale , von der untersten Thalstufe 
bis zu höheren Alpen sehr häutig [Rä.i; von Murren und der Gemmi; voiu 
Golthard oberhalb Amsteg (1640') [Frey); im oberen und unteren Wallis, 
sowie von Genf {3Is.); für den Canton Appenzell bei Teufen (2573') [Tä.] 
und im Seealpthal (P.-/.); St. Gallen und Amden [Müller). In Grau- 
bünden bei Bergün , und hier an manchen Stellen nicht selten (Z.j; im 
Daves [U.S.); im oberen Engadin (Ä7//., Frey); sowie im unteren bis Tarasp 
[Kill.); bei Trafoi häufig [Frey). Nach Wo. unten als h-rorea. Bei 5000' 
beginnt schon Var. Andereggii in einzelnen Exemplaren, üben wird sie zur 
fast herrschenden Form des Stelvio-Passes. 

Die Stammart erreicht (freilich recht vereinzelt) noch Höhen bis 6000'. 

Eine Aberration des Q, klein mit bräunlichen Vorderflügeln, von Sils- 
Maria im Oberengadin in meiner Sammlung [Frey] . 

Var. Freyeri (blasser) im oberen Engadin, so dem Val Fain am Bernina 
und den Umgebungen vonSils [Pfaffenzeller., Zell.-Dold.. Wolfensberyer, P>'(-''.l; • 
hn Gadmenthale auf den Alpen, z. B. der unleren Gadmenfluh [lUL' : von 
Zermatt und Trafoi [Frey). Das Q klein, sehr selten. Höhengrenze 7000' 
und mehr. 

Var. Andereggii (dunkelstreilig). Gleich der vorhergehenden nur hoch- 
alpin. Von den höheren Alpen des Gadmenthales [lUi.]\ von dem obern Enga- 
din, namentlich dem Val Fain; dann vom Slelvio [Frey ; von Zermatl, d. h. von 
dem Riflelberge bis zum Gornergrale hin [Frey,; aus dem Calfeuser Thal des 
Canlons St. Gallen [Keller ; von den höheren Alpen des Gailmenlhales [Hü.]; 
aus dem Saasthal und von Bellalp [R.-S.]; vom Simplen /{('/.) öfters. Das Q 
vielleicht etwas häufiger. Hier also eine Elcvation von mehr als 8000'. 

Var. Rillelensis an der letztgenannten Walliser Lokalität, wo sie Fullou 
entdeckte und ich sie 1869 bis zu etwa 8500' selten antraf, in Graubünden 
traf ich sie niemals ; wohl aber fanil sie Wo. am Piz Umbrail des Stelvio 
(grau überflogen) . 

S. Roseida S. V. IIb. 106. 107, 11. -S. 51 und Var. Melanomes Nickerl 
IL-S. 69. 70). 

Die Stammart scheint nur sehr vereinzelt bei uns vorzukommen. Auf 



76 III. Bonibyciden. 

dem Lindeiiberu; hei Winlerlhiir traf sie Hug. in kleinen , aber typisi-litMi 
Exemplaren. Dann ii;e(lenkt ihrer von St. Blaise-Neuveville Coul. 

Vai'. Melanomes (dunkler) wird in den Graul)ündner llochalpen eine in 
manchen Jahren stellenweise sehr häufige Erscheinung. So im oberen En- 
iiadin ; von der Alp Muraigl und den Muottas Ijei Samaden , vom Bernina, 
namentlich am Eingange des Val Fain , dann den Alpen oberhalb Sils [M<jh., 
Wolfensher ger ], Frey u. A.). Sehr gemein traf ich sie während mehrerer 
Jahre im Juli und August auf eng begrenzter Stelle des Albulapasses. Allein 
auch dort ist das Q kaum aufzutreiben. Man muss es aus unter Steinen 
gefundenen Puppen erziehen. Ilöhengrenze etwa 7500'. In den Walliser 
Alpen habe ich vergeblich nach Var. Melanomes gesucht. Sie scheint also 
nur dem östlichen Alpengebiete anzugehören. 

Eine interessante männliche Var. (von Wolfensherger im Ober-Engadin 
gefangen und mir freundlich überlassen) bildet eine Art Uebergang zu S. 
Aurita, Var. Ramosa. 

S. Kuhlweini Hb. (7/6. 290. 291], Var. Alpestris Z. 

Slgr. gibt Macugnaga als Fundslelle an, Z. (Stett. ent. Ztg. 1865, 33; 
das Wallis. Unser Thier erkennt man gegenüber der nachfolgenden S. Aurita 
leicht daran, dass ihm an der Wurzel der Vorderflügel ein schwai'zer Punkl 
fehlt. 

S. Aurita Esp. [Hh. 108. H.-S. 50; und Var. Ramosa Fab. [Hh. 109. 110). 

R. an Flechten, auf den Hochalpen gleich der Puppe unter Steinen oft- 
mals sehr häufig. 

F. vom Juni bis in den August. 

Wir behandeln Stannnform und Var. Ramosa mit einander, da über die 
Verbindung kein Zweifel herrschen kann. Aurita , eine Bewohnerin des 
Tieflandes und der niederen Höhen, konnnt, allerdings in vereinzelten, aber 
vollkommen unveränderten Exemplaren im südlichen Alpengebiele (z. B. 
dem Engadin) noch i)is zu 5500' vor. Von massigen Elevationen an begeg- 
net man nn't ihr untermischt die dunkelstreifige Var. Ramosa. Diese lie- 
hauptet zuletzt das Fehl. Auf ihren höchsten Fundplätzen (8500—9000' 
und mehr) wird Ramosa kleiner (zuweilen in auffallender Weise) . auf den 
Vord(M'nügeln blasser, sowie durch die Verbreitung des Schwarzen auf den 
Vorderllügel-Adern dunkler, wobei die liinterllü^el noch ein lebhaft uelbes 
(lolorit bewahren können. 

Aus Graubünden. So fliegt in den Strassen von Poschiavo ^3118') nichl 
selten Aurita. um sich gegen den Bernina-Pass bis in das Cavaglia ^5236' 
fortzusetzen [Mgh.]. Im oberen Engadin, doch nicht häufig [Frey'; bei Ber- 
gün , namentlich am Stein mit Ramosa zusannnen {X.); bei Mels 153()'l 
ist Aurita sehr häufig [Slöllier bei Tit.). Als Var. Ramosa im Appenzeller 
Seealpthal {P.-l.) und dortigen Alpen ITä., Müller); von der F-l)enalp . dem 
hohen Kasten (hier bei etwa 5500' und dem ilundstein (6785') (77/.. Midier); 



Litliosideii. 77 

von der oberen Sandalp (5630') des Canton Glariis [Frey] ; vom Gotlhard 
[R.-S.) und als Aurila bei Amsteg [Frey). Als Raniosa vom Pilatus, der 
Furka, Wengernalp [Wu.) ; ferner auf höheren Stellen des Gadmenlhales 
sehr häufig [Rü.]; el)enso von anderen ßerner Alpen , wie bei Murren und 
der Gemmi ilUhh.). hi der Levenlina des Tessin als Aurita und dann im 
Oberwallis [Ms.). lU^berhaupt im ganzen Wallis sehr gemein. llel)ergänge 
zwischen Aurita und Ramosa bei Zermalt {Rii. . Kamosa traf ich fasl bis 
zur vollen Höhe des Gornergrales und von Schi'»!,- noch auf (h'iii (iipfcl des 
Piz banguard bei Pontresina (10,053'). 

Eine schöne l)raune Ab. des (J* von Sils-Mai'ia in meiner Sanuulung. 

S. Eborina S. V. (Mesomella L.) [IIb. 104. 266 . 

R. an Flechten. 

F. im .luui und Juli. Er scheint bei uns wenig verl)reilel zu sein und 
nui" tiefere Stellen zu bewohnen. 

Bei St. Gallen ziendich selten (77;.); bei Zürich lokal iZcll.-Dold. und 
Hiiy.); Umgebungen Winlerlhurs [Bieilerniann] . Für den Aargau bei Lenz- 
burg, Oftringeu etc. nicht seilen [Wu.) und von Aarau [J<i.)\ bei Schupfen, 
früher nicht selten [Rthb.]; Umgebungen Berns und an anderen Orten nicht 
selten [Ms.]; aus dem Gadmenthal [Hiig.]; Sl. Blaise-Neuveville [CohI.]. 
Genf (Sammlung des Museum'; \on Chur [Baz-.). 

Litliosia Fab. 

L. Muscerda Hufn. {Hb. 103). 

Bei Siselen am liieler See seilen Rü.j. Vau Exemplar bei Chur [Cufl.]. 

L. Griseola Hb. [Hb. 97). 

R. an Flechten, namentlich denjenigen der Eichen und Pappeln. 

F. im .luni und Juli. 

Von Centovalli bei Locarno [Zdl.-DoJd.]: von der Bechburg [R.-S.)\ von 
Lenzluirg, Oflringen , dem Engelberg und Born, hier und da [Wti.)\ Bern 
seilen [Rä.)\ Schupfen [Rthb.]; von Neuveville (CW/.I; Zürich [Huy.]. Genfer 
Sjimmluug. In der Nähe von Tarasp, l^'eltaner Alp. [Pcstalozzi-JIirzd]. 

L. Depressa Esp. (Deplana Esp. und Helveola O.) [üb. 95. 96). 

R. an Flechten der Nadelhölzer. 

F. im Juni und Juli. 

St. Gallen, öfter (Tä.) ; Schaffhausen , einzeln [Trapp]; Bremgarlen 
(fio//); Zürich Huy.]; Lenzburg und Oftringen, keine Seltenheit [Wu.]. Von 
der Bechburg, nicht häufig [R.-S.]; dagegen von Schlipfen [Hlhb.] und Bern 
[Rü.] nicht selten; von Biel [Jü.]; von St. Blaise-Neuveville ('oiil.]: aus dem 
Wallis l)eL Sion [Ja.] ; Genf (Sanuulung und für (iraubünden von Chui-, 
Trinuuis 1^3315') [Kill.]; sowie bei Trafoi [Wo.]. 

Höhenverbreilung eine geringere. 



78 l'l- noiiiljyoidon. 

L. Lurideola Zincken (Zk.) \W). 100 !?|). 

F. im Soinnior. Von Schafl'hausen einzeln (Trapp); aus dem Aargau, 
z. B. Lenzhurg, üftringen , Lostoii" etc. [Wu.]; Schü])fen, häufigei" [Rt/ih.-. 
von Siselen [Hü.]; Zürich [lliuj.]; von Zermatt [Firij). Aus dem Appenzeller 
Seealpthal (P.-//; vom Mürtschenstock und dem Graul)ündner iJorle Klosters 
[Ilng.]; vom Oher-Engadin oft [Frey); St. Blaise-Neuveville Coul.i; Bergün. 
häufig [Z., Frey); elienso bei Trafoi bis zur Baumgrenze (Frc//, Wo.). 

Hohenvei'l)reitung also über 'iOOO'. 

L. Complana L. [Fischer von RilsJerstanim \F. R.\ 45. 1. a — cl. 

B. an Flechten. 

¥. im .luni und .luli. 

St. Gallen [Tä.); Thalsoide des Canton (ilarus [Heer): Scliatfliausen ein- 
zeln; Bern [ßh. und /i«.); Schüpren [ßthb.); Siselen und Gadmenthal [lUi. : 
von Weissenburg (2270') [Jhig.]; im Aargau von Bremgarten [lioll]: ferner 
von Oftringen, dem Born, Engelberg, der Gysulafluh , sowie von Lenzbui'g 
[Wii,.). Von der Bechburg hiiulig [B.-S.); dagegen von St. Blaise-Neuveville 
seltener {Coul.i; von Zürich [Ilug.); aus Graubünden [Kill.). — Verwechs- 
lung mit der vorhergehenden Art mag vielleicht einmal vorgekommen sein. 

L. CaniolaHb. (///). 220). 

Auenstein im Aargauer .Iura und von der Wartburg (TF?/.); Neuveville. 
am dortigen Schlossberg [Cojil.); Gadmen [Rä.]: Genf (Museum). 

L. Unita Hb. (///;. 93 1 und Var. Arideola Hering {II. -S. 57—59). 

Ms. bemerkt für den (Danton Bern : »selten«. Ich besitze» ein E\em])lai' 
aus Züi'ich. Heers Angabe eines Vorkommens im Canton (ilai-us halle ich 
für Irrig, Bei Chur traf sie einmal Cajl. 

L, Luteola S. V. (Lutarella L.) (///>. 92) und Var. Pallifrons Z. 

B. an Flechten. 

F. im .kini und .luli, höher noch im August. 

Vereinzelt im Faunengebiete, stellenweise öfter. Von Poschiavo [Zell.- 
holiL); aus dem Davos {R.-S.); vom Davos und dem untei-en i<]ngadin [Kill.): 
bei |}(u-gün häufig (Z.); zwischen Borschach und Ilorn [Tit.); vom Bremgai-ten 
(?) nach Boll. Am Aargauer Engelberg und von Lenzburg (11?/.); B(>rner' 
Alpen [Rä.) und Meiringen [Hug.); von Sion {JU.). 

Var. Pallifrons von Tarasp, wie /. berichtet. llöhengrenz(» etwa ."iOOd'. 

L. Aureola Hb. (Sororcula Hufn.) [IIb. 98). 

U. an Flechten der Laubbäume. 

F. im Mai und .luni. Zürich mul Lmgebungen, nicht häufig {/elL-Dold., 
Ilug.. Frey); von Dusnang im Thurgau [Kugsler). Nicht selten bei St. Gallen 
und so bis zur Baumgrenze [Tä.) uiul in yXppenzell bis zui" hlbenalp iu mehr 



AiTliidon. 79 

als 5000' Höhe [Derselbe); ebenso l)is zu i^leicher Erhebunc; im Canton (ilariis 
[Heer,; von Schalfliausen [Trapp); \on Brenigarten und Oftringen [Bo/I und 
W(f.]; von ßei'n [3Is. und ./ä.); von Scliüpfen [Ht/ih.j; Siselen [Hä. /, ebenso 
bei der Becliburg [R.-S.]; aus dem oberen Engadin [Zcl/.-Dolcl.]. 

L. Cereola Hb. (///). 99). 

F. [die barve kennt man nicht^ im .hib und Anfang August, bislier nui- 
in den W'alliser und Graubündner Al])en, sowie l)ei Trafoi beobachtet . 

Sudseite des Simplen (Laquinllia!) nach Hd. Engadiner Berge [ZelL- 
Dol(L); so auf der Celeriner Alp und l)ei St. Moritz [Mgh.)\ rmgeltungeii von 
Samaden und Sils, sowie im Val Fain [Frei/]. Ini Bergün ziendieli selten [/.) . 

Die Höhengrenze mag etwa bei 6000' liegen. Bei Trafoi, an den (h-ei 
heiligen Brunnen des letzteren Ortes, schon unter 5000' selten und Ncrrin/cil 
(HV)., Freij . Exemplare aus Estland sind iniseren volIkomnKMi gleich. 

(jiiopliria Stepli. 

G. QuadraL. [Hb. 101. 102). 

R. an Baumflechten, namentlich denjenigen der Eiche. 

F., im .luli, kommt an manchen Stellen unseres Faunengebietes häulig 
vor, an anderen nur selten (im sonderbaren Gegensatze zu dem südlichen 
Deutschland). Die Höhenverbreitung ist wohl keine irgendwie erheblichere. 

Glarus i>is zur montanen (?) Region [Heer] und ebenso im Canton St. 
Gallen [Tä.)\ Umgebungen Winterthurs [Biedermann) und Ziii'iclis (hier sehr 
sparsam); Bremgarten [Boll): Lenzburg und Oftringen , auch in NadelJKjIz- 
\\aldungen (IV//.): Bechburg, ziemlich häufig [H.-S.): bei Alpnach [\i'M') 
am Fusse des Pilatus [B.-S.]; Schlipfen, nicht selten ßtlib.i; bei Bern öftei's, 
sowie von Siseh^n Ms. und Rä.); von St. Blaise-Neuve\ ille, gemein (Co///.); 
(ienfer Sanunlung; l)ei Martigny [Hü.); aus dem Bergell [P/'a/l'enze/ler,. 

G. Rubrieollis L. [Hb. 94). 

R. an Flechten. 

F. im Mai und .luni in Laubwaldungen. 

bn (-anton (jlarus bis zur Baumgrenze (was sicher falsch ist) nach Heer; 
St. (iallen [Tu.); Weissbad [P.-I.]; Dusnang [Engster); Winterthur [Bie(h'r- 
mann)\ Umgel>ungen Zürichs, doch nicht häulig [Zell. -Bold. . Hug.^ Frey): 
von Bremgarten [Boll); von Oflringen und Lenzburg [\Vn.); Bechburg [H.-S.) 
Bern [Ms.. IIa. und Ja.]; Siselen und Gadmen (Thal und Alpem. aber ziem- 
lich selten [liä."^; von St. Blaise-Neuveville ziemlich seilen [Cotfl.]: \uu Zer- 
matt [Rä). 

Arctiiden. 

Emydia Hb. 

E. Grammica L. (Striata L.) (///;. 122. 1231. 

R. an niedeien Pflanzen, wie HiiM-acium, Fesluca. Arleinisia. Oiioiiis etc. 



80 J'I- Bombycidoii. 

F., im Juli fliegend, findet sich nur sehr lok;il und selten in unserem 
F.iunengehiele. Bei St. Gallen ein Exemplar (Tä.); vom Randen bei Schaft- 
liausen [Trapp). Aus dem Saanenthal hoclialpin ein Exemplar [Ja.]; Souaillon 
hei St. Blaise [Coul.]. Im Wallis, bei Leuk, Morel u. s. w. früher nicht sel- 
ten von Ms. getroffen; von Nalers [Ja.]; von Brieg [R.-S.]; von N von am 
Genfer See 7{a.;. Ol) die Var. Melanoptera Brahm [IIb. 244. 242 , jemals 
hei uns vorkam, weiss ich nicht. 

E. Cribrum L. (///>. i20. 121), Var. Punctigera Frr. [Frr. 140. 1. c), 
und Var. Candida Cyrilli [IIb. 119). 

R. an Calluna und niederen Pflanzen. 

F. im Sommer, aber nur sehr lokal. Bei Bern sehr selten [Ms.]. Von 
Sils im oberen Engadin [Hnateck): von Tarasp und dem Bergeil [Kill.]; St. 
Blaise-Neuveville mehrmals [Coul.]. Zweifelhaft bleibt die Angabe 5o/r,9 : 
bei Bremgarten. 

Die Varietäten Punctigera und Candida (ersterer Vorderfliigel mit weni- 
gen schwarzen Punkten versehen , währentl bei letzterer auf den weissen 
Flügeln ein schwarzer Doppelpunkt in der Mitte vorhanden ist, zu welchem 
noch eine kleine Anzahl derartiger Randpunkte hinzukommen) finden sich 
im südlichen Faunengebiete; so im Wallis, woher sie Anderegg mir lieferte. 
Zwischen Visp und Visperterminen , ferner bei Naters zu Ende Juni, zwi- 
schen Isella und Grevola am Simplen [Ja.]; aus dem Bergell [Pfu/fenzeller/. 

Var. Candida ist einmal auch im Über-Engadln [k'ilL] und dann noch 
bei Poschiavo l^von Sche7ik] getroffen worden. y\uf der Südseite des Simplon 
erreicht sie gegen 4800' Höhe [Rä.]. 

Deiopeia Stepli. 

D. Pulchella L. (Pulehra S. V.) [Hb. 113). 
R. an niederen Pllanzen. 

Nur an sehr wenigen Orten. Von Basel an beiden Rheinseiten [Kneclil, 
Leonhart , H. Sulger); ein Exemplar an der Südseite des Simplon zwischen 
Isella und Grevola [JH.] ; Genf [Ms.]. Soll auch bei Büren vorgekommen 
sein [Ms., Coiil.]. liä. fand sie einstens Mitte October im Gadmcnthal bis 
zu ungefähr 3G00', Flügelfragmente in dem Netz einer Spiiuie sannuelte 
auch noch Baz. im Bergell. 

llöhenverbreitung bis etwa 4000'. 

Euchelia Bsd. 

E. Jaeobaeae L. [IIb. 113 . 

U. auf Senecio jacobaea, an Tussilago alba und Seneeio paludosa. 
F. im Mai und Juni, hiiher im Gebirge (wo er bis über 4000' aufsteigen 
kann) noch in dem Juli. 



Arclilden. Sl 

Im Canton Glarus [Heer] und St. Gallen {Tä.); Sehaffhausen oft [Trapp); 
Wintei'thur und Zürich; Bremgarten häufii; [BoH): sehr verl)reitet und mit- 
unter häulig im Aargau [Wu.]; Basel Knecht eU\); Bechburg [R.-S.]: Bern 
[Ms., Rä.); Gadmenthal nicht häufig und Siselen [Bö.;; Schupfen selten 
[Bthb.]; Neuveville gemein [CouL), sehr häufig von Bex [3Is.]. In Graubün- 
den noch wenig beobachtet, von Ragaz(?) [Amsteinj; nur von Bergün an Tussi- 
lago alba öfter Z. . Frey). 

Nemeophiha Stepli. 

N. RussulaL. Hb. 124. 125). 

R. an Plantago , beontodon . Galium, Nesseln und andern niederen 
Pflanzen. 

F. in doppelter Generation, .luni und Spätsommer, im höheren Gebirge 
natürlich mit einfacher. 

Von Basel und Islein [Knecht und B.-S.); Zürich an verschiedenen Stel- 
len z. B. Katzensee. Wallisellen [Zell. -Bold.. Hug., P^'^'y]'- Sclialfhausen und 
Canton St. Gallen vereinzelt [Trapp, Tä.) ; von Bremgarten [Boll) und an- 
deren Stellen des Aargaus [Wu.).; Siselen [Bä.); Schupfen und Emmenlhai 
[Bthb.); Lenk [R.-S.); Nyon [Rä.) ; Genf (Sammlung des Museum); Neuve- 
ville [Coul.]; aus dem Wallis [Anderegg), so vom Simplen [Ja.); von Locarno 
[Hug.). In den Bergkantonen wie Glarus, Bern, bei Gadmen [Rä.) und 
Murren [Speyer), im Wallis, Graubünden (Ober-Engadin [Mgb., Zell. -Bold , 
Frey]), sowie Tarasp [R.-S.'^ gewinnt er die höheren Alpen, doch meistens 
nur vereinzelt. 

Höhengrenze etwa bei 5500 — 6000' und dann ein stärkeres Ausmaass. 

N. Plantaginis L. [Hb. 127. 128), Var. Hospita S.V. [Hb. 1261 und 
Matronalis Frr. [Hb. 238). 

R. an niederen Pflanzen. In den Hochalpen gleich der Puppe gewöhn- 
lich unter Steinen zu finden. 

F. von Ende Mai bis in den Juli hinein, an den höchsten Flugplätzen im 
Juli und August. 

Var. Hospita (mit weissen schwarzgefleckten Hinterflügeln des (j^^ und 
Var. Matronalis (Hinterflügel fast ganz schwarz) finden sich untermischt mit 
der Stammart, doch letztere Abweichung erst höher im Gebir-ge. Alpine 
weibliche Flxemplare vorwiegend mit dottergelben Hinterflügeln. 

Unser Thier mangelt dem Tiefiande mit Ausnahme Schaflhausens [Trapp). 
Doch findet es sich schon im Basellande auf dem Wiesenberg [R.-S.) und der 
Schafmatt [Knecht); überhaupt auf dem Jura weit verbreitet, Chasseral, 
Chaumont (3608') [Coul.), Renan (2758') und Sorvilier [Hug.]. Auf dem 
Hörnli (3496') an der östlichen Grenze des (lantons Zürich mit den beiden 
Varietäten [Berselbe); Aom Pilatus [Wu.); Berner Alpen , so auch mit ihren 
Varietäten im Gadmenthal [Rä.); in den Glarner Alpen tibei- der Grenze des 

l" r e y , Lepidojitpi-fii. 6 



S2 "f Bombyciäen. 

Holzwuchses [Heer); am Sentis-See [Ja.); im Appenzeller Seealpthal (ziem- 
lich selten) nach P.-J.; Alpen um Ragaz [Eisenrin(j): Togtienbuiger Vorbei'ge 
[Frei); Graubündner Berge und llochthiiler, üavos (R.-S.). ßergün (Z.), vom 
oberen Engadin, sowie in den ßerner und Walliser Alpen. Gemein ist sie 
stellenweise im Über-Engadin. auf der Furka ; seltener auf dem Albu!a|)asse 
(ebenso auch bei Trafoi), sowie auf den Alpen um Zermatl Freij . 

Höhengrenze von 7000 und 7500' bis zu 8000' im südlichsten Hocli- 
gelnrge. 

CallimorpUa Latr. 

C. Dominula L. (///;. 117. 118). 

R. an Himbeeren, Prunus und niederen Pflanzen. 

F. von F^nde Juni an durch den Juli; weit verl)reitet stellenweise hiiiili- 
ger, fast gemein, um an anderen Orten seltener zu werden, liv bevorzugt 
nasse Stellen, Schluchten. 

Basel [Knecht); im Aargau wohl nirgends selten [Wu.). Vereinzelt von 
Winterthur [Huy., Biedermann) und Zürich. Schaffhausen spärlich [Trapp); 
Zug, Luzern, Weggis, Altorf [Wu.); Bechburg R.-S.). Bern selten [Ms.); 
dagegen gemein in den Thälern des Berner Oberlands (schon b:i Unlerseen 
('1724') und Lauterbrunn [Ms.); Gadmenthal ziemlich häuhg [Rä.); Gemmi 
am Schwarenbach in ungefähr 6000' [Speyer) : vom Fusse des Jolimont [Coul.); 
Vevey [Wu.); Wallis [R.-S.); so z. B. bei Zermatt [Rä.), dann zwischen Viege 
und Turtig [Ja.); in den Gantonen St. Gallen [Tä.) und Glarus [Heer) »bis 
zur Baumgrenzeu; aus Graubünden in den tieferen und minieren Gegenden 
[Kill.). Im (iadmenthal noch bis zu 4000' [Rü.). 

Höhengrenzen \on 4500 — 6000' bilden wohl inuner Ausnahmen. 

C. HeraL. [IIb. 116). 

R. an Rubus, Epilobium imd niederen Pflanzen. 

F. im Juli und August, gern an lilüthen iles F^u])al()rium canna])inum 
und Origanum vulgare. 

iiei Basel [Knecht) ; bei Schallhausen [Trapp) : um St. Gallen fehlend 
[Tä.); dagegen bei Rorschach [\Veh)-le) und Berneck [Frei); sowie bei Ragaz: 
im Thurgau Euystc)-); (Danton (ilarus [Heer): Graubünden an lieferen Stellen 
häufig [Kill.); Winterthur [Huy.]; Zürich selten [Frey,; Bremgarlen [Boll : 
Baden, am Absturz des Fagern [Frey); Bechburg gemein [R.-S.): wie denn 
C. Hera in den Gaiilonen Baselland, Aargau und Solothurn auf trocknen Al)- 
hiingen nirgends selten ist [Wii.): von Lungern und dem Fusse des Pilatus 
[Derselbe); Bei-n sehr seilen, liäuliger hei Unterseen und Brienz (1859') (ilis.); 
im unteren Theil des Gadmenlhals [Rä. ; von Sl. Blaise-Neuveville recht 
haulig [Coul.): von (ülie\bres, \evey, Villcneuve H>/.); im unleren und 
mittleren Wallis gemein [Wu., Frey u. A.). 

liä . laiul die llöhengrenze im Gadmenlhale clwa bei ;5600'. 



Arcliiden. 83 

Pleretes Led. 

. P. Matronula L. [llh. 138. 139). 

U. \erl)orgeu auf feuchten Waldstellen an Lonicera, Corylus etc., zwei- 
mal überwinternd. 

F. im Hügellande der Schweiz weit verbreitet, aber als Seltenheit. 

Basel [Knecht): von Liestal (woher ich sie vor langen Jahren erhielt); 
Bechburg (/{.-N. ; Schafl'hausen vom Randen [Stierlin); von Fischingen im 
Thurgau (Eugster); Zürich [Hug., ZelL-Dold. und Frey); Winterthur und 
Flaach [Hug.)\ von Ermattingen (1265') im Canton Thurgau [R.-S.); im Aar- 
gau, so von Bremgarten [Boll): ferner von Lostorf, Lenzburg, Ölten etc., be- 
sonders in alten, mit Gebüsch bewachsenen Steinbrüchen iWu.); vom Hauen- 
stein [fhig. : Bern [Ms., Rthh.): Schlossberg bei Neuveville [CouL); St. Gallen 
Scheillia); von Lichtensteig (2611'), Berneck und Waltwyl f3158') , von 
Kagaz [Kaiser,: Glarus [Heer\; von Chur iCaf}.) und auch sclion frUliei" in 
(iraubünden getroffen [Kill.). 

Arctia Schrauk. 

A. Caja L. [Hb. 130— 132 1. 
R. |)()l\phag. 

F. im liügellande überall und auch in das Gebirge beträchtlich aufstei- 
genil (wie er denn auch im nördlichen Norwegen bei Bodoe [67" IK'j nach 
Stgr. und Ho. noch vorkommt). So von Bergün (Z. ; und aus dem Gadmen- 
Ihal /{(■/.,: auch Heer gibt ihn für den Canton Glarus bis zur Baumgrenze an. 
Im Hochsommer 1869 noch auf dem Riffelljerg bei Zei-matt [Frey). 

A, Flavia Fuessly iUb. 315—318,. 

B. an Cotoneaster. doch vorwiegend an niederen Alpenpflanzen, wie 
Aconitum. 

Ein hochalpines, lokales, im Jahre 1778 in Graubünden entdecktes In- 
sekt. Der merkwürdige F. wiederholt sich erst wieder in Sibirien , ohne 
sich zu ändern. Entwicklung zw^eijährig. Flugzeit Juli und Anfang August. 

Bei Trafoi nur selten [Stgr., Frey); oberes Engadin , so Pontresina 
[M.-D. ; Umgebungen Samadens [Heer, Wagner . Pfaff'enzeller , Frey); 
(^elerina [Wolfensherger., Zell.-Dold.); Umgebungen von Sils [Hnateck); vom 
Weissenstein und Bergün (Z., Boll, Frey u. A.); aus dem üavos [Haury). 
Dann in kleineren mit mehr Weiss versehenen Stücken im Berner Gadmen- 
thal und zwar nach Rä. vom dortigen Ürosistock, Schafberg, der Steinalp 
und dem Wendengletscher. Endlich ist noch der Griesgletscher , an der 
Grenze des Ober-Wallis und Val Formazzo, angegeben i/Jä. . 

Die Graubündner Exemplare variiren wenig. Sehr selten sind Stücke 
mit gelbem Hinterleib [Zell.-Dold. ). Innige weibliche Exemplare, welche 
ich erzog, haben bräunlich gelbe Hinterflügel. — Die Erziehung aus 
normalen Eiern gelingt mit nothwendiger Sorgfalt bei einmaliger Ueber- 
winterung im Tieflande. 

ß* 



84 m. Bombycideii. 

Die Höhengrenze mag gewöhnlich et\\;is ül)oi" (iOOO', «in l»oson(leren 
Stellen auch noch 7000', beiragen. 

A. Villica [Hb. ISG). 

l\. an niederen Pflanzen. 

F. im Juni und Juli, nur in ganz beschränktem Vorkommen dem \\ eslen 
und Süden unseres Faunengebieles angehörig. 

Bei Yverdon undMartigny selten [Ms.); im Wallis trafen sie Frey-Gessner 
und Ja. bei Sierre, Lenk und Visp, dann in weiterer Verbreitung durch die 
Thalsohle {M. Paul). Genf (Sammlung des Museum). Aus dem Bergell 
[Pfuffenz-eller , Boll , Baz-. und Cafl.). Auch von St. Gallen einmal durch 
Scheälin getroffen [Tä.]. Die Angabe Ileer's: »aus dem Ganton Glarus« bleibl 
unsicher. 

Walliser Stücke, welche ich von Anderegg erhielt, besitzen ein geringes 
Ausmaass; die weisslichen Vorderilügelllecke klein, die schwarzen des hin- 
teren Flügelpaares ansehnlich. 

Die Höhengrenze ist keine irgendwie ei'hebliche , doch noch näher zu 
bestimmende. 

A. Purpurea L. (Purpurata L.) [Hb. i42'. 

R. an Galium, Plautago, Uumex und anderen niederen Pflanzen. 

F. im Sommer, Juni und Juli, im schweizer'schen ebenen untl hügligen 
Lande sehr weit verbreitet. 

Das Thier scheint nicht erheblich aufzusteigen ; doch in dem Toggenburg 
nicht selten [Frei, Mülle?'] . 

Höhengrenze unermittelt. 

A. Hebe L. [Hb. 129) 

scheint unserem Faunengebiete fast völlig zu fehlen. Nur Hü. berichtet, 
sie sei in den 60cr Jahren im Solothui'ner Jura gefangen worden. 

A. Aulica L. [IIb. 139) und Var. Curialis Esp. (CivicaHb., Maculata 
Lang) Hb. 140. 141,.'^ 
Die Slannnform erreicht bei Ariesheim in der Nähe Basels [li.-S.) el)en 
noch die nordwestliche Ecke unseres Faunengebieles. 

Var. Curialis steht für die Schweiz auf ziendich schwachen Füssen. 
Die Angabe Coitl.'s »bei Neuveville selteiu<, ei-achle ich als werthlos; dagegen 
hatte sie Pfa/l'ciizel/cr im Bergell gelrollen und Slg.\s luind bei Macugnaga ist 
damit im Einklang. 



I ) Als t'in tU-ispiol , wdliiii tier l'rioi'iliils-l'imiilisnnis zuletzt riiliioii kniin, mii.nc die 
Benu'rlvung gelten, dass in dein Cataluge von Slg.-Wo. nach einem last Imndeit Jahif 
allen, liingsl vergessenen Verzeieliniss von Lang der (nur durch einen Drucklehler begieil- 
liche) unsinnige Name Maculania dem nniicn Tliierc anr:;('z\vuni^en wurde! 



Arctiiden. 85 

A. MacvQosa S. V. Hh. 144. 145), Var. Simplonica Bsd, \H-S. 4 — 6). 

R. ;in niederen und hochalpinen Pflanzen. 

Die typische Stammform fehlt wohl sicher unserem schweizer'schen 
Faunongebiete — und wenn hier und da einmal eine Maculosa erwälmt wird, 
so l)eruht dieses auf Unkenntniss, auf der Verwechslung mit dei" bei uns 
allein vorkommenden alpinen Varietät Simplonica. Letztere erscheint in 
unseren südlichen westlichen wie östlichen) Hochalpen und gewinnt hier 
Erhebungen von 7500' und mehr. 

Im Wallis auf dem Simplonpasse ' Anderegg , Ja. und Frey). Dann be- 
gegnen wir ihr wieder auf den Ilochalpen des Ober-Engadin, so in den Ber- 
gen um Sils, auf dem Bernina und dem Albulapasse , hier aber selten [ZelL- 
Dold. , Hnatecli , Wolfensbevger . Ball, Frey]. Dem an das Unter-Engadin 
angrenzenden Sielvio-Gebiete scheint sie schon zu fehlen ■ Uo., Stgr.^ Frey). 

A. Casta Esp, [IIb. 127. 219). 

R. versteckt an Galium, Asperula und anderen niederen Pflanzen. 
F. im Fridisommer. Er findet sich nur in der südwestlichen Ecke un- 
seres Faunengebietes. Aus dem Wallis [Anderegg). 
Höhengrenze gering, aber Näheres unbekannt. 

A. Cervini Fallou [Ftdlou in den Ann. S. E. Fr. '1S64. PI. 10, 1— :{) und 
Var. Hnateekii Frey. 

R. wenigstens zweimal überwinlei'nd und glcMch der Puppe unter 
Steinen. Sie scheint vorzugsweise an Rhamnus alpinus zu leben, ohne je- 
doch niedere Pflanzen zu verschmähen. 

F. nur als hochalpines Insekt des südlichen Wallis bisher bekannt. 

Entdeckt von Fallou auf dem RilTell)erg bei Zermatt. Schon einige hun- 
dert Fuss ld)er dem Hotel begegnet man einzelnen Stücken. Häufiger wird 
die interessante Arctia am Fusse des Gorner-Grates, um etwa 3 — 400' unter 
der Spitze dieses wunderbaren Aussichtspunktes zu endigen. Sie fliegt nur 
in sehr warmen Mittagsstunden, aber matt und armselig. 

Ich erzog aus im August un'tgebraclilen Feiern in meiner Wohnung in 
Zürich, zuletzt im geheizten Zimmer, zwei im Dezember desselben 
Jahres sich entwickelnde Stücke. 

Var. Hnateekii, diese monomor]>he, d. h. in beiden Geschlechtern gleich- 
massig helle und gelbe, Form [vaii Anderegg auf einer anderen mir unbekann- 
ten Lokalität des Wallis (ich vei-nuühe die Simplonkette).^) 

Höhengrenze bis 8500' und mehr. 

A. Quenselii PaykuU [llh. 353—355). 

R. zweimal überwinternd an niederen hochalpinen Pflanzen, vielfach an 
passenden Stellen gleich der Puppe unter Steinen. 



t) Eine Verwandtscliatt mit der sibirisclien A. (ilyphyra \on Eversmann [H.-S. 169, 
bezweifle icli sehr. 



gß III. Briiiil)yciden. 

F. im völliuen Gogensatze zu der nach bisherigen Fifahiuiiiien so enii 
hegrenzlcn A. Cervini in weiter Verbreitung, .so in Labrador. Lappiand untl 
unserer Hochalpenkette vom Grossglockner l)is zum RitTelberg bei Zermatt. 
An warmen, sonnigen Tagen des Juli und August in den Mittagsstunden 
(11—2 Uhr; fliegend. 

Am Stelvio, so um die Cantoniera quarta auf der Südseite des Passes 
[ZelL-Dold., Frey : Alpen des Ober-Engadin. so um Samaden am Piz Padella 
und auf der Alp Muraigl Zell.-Dold. . WoJfensherger . Frei/: Silser Alpen 
[Stgr., Wolfensherger, Frey): Val Fain [von Heyden: Albula-Pass 'Z. . ^o//. 
Frey u. A.) ; ferner von den Alpen zwischen Stalla und dem Avers-Thal 
{Wolfensherger): vom Panixer Pass (7425') [Mengold] und vom Gürgaletsch 
bei Parpan Cüfl.\\ Berge um Zermatt, so auf dem Rifl'el Falluu. Frey . 

Ocuogyna Lecl. 

O. ParasitaHb. {Hh. 146. 228 . 

Aus dem Wallis von Anderegg. Alle näheren Angaben fehlen fast völlig. 
Nur Rä. führt das Laquinthal auf. 

Spilosoraa Steph. 

S. Fuliginosa L. Uh. 143 . 

R. an niederen Pflanzen. 

F. im Mai und Juni. Im ganzen Faunengebiete. Ei- erreicht, wenig- 
stens im Ober-Engadin iZelL-Dold., Pfaffenzeller , Frey , noch Höhen üJ)er 
Ö500', ohne eine (etwa an nordische Exemplare erinnernde] Variation zu 
erfahren. 

S. Luctifera S. V. iHh. 147). 

R. an niederen Pflanzen, wie Cynoglossum. Stellaria. Veronica. 

F. im Juni und Juli. 

Von Basel und ümge])ungen {II. -S., Knecht. Leonlmrt/. am .Iura Jh.. 
Boll) und dort in der Gegend \on Bipp (1564') nicht selten [Ms.]: Aarau 
(Boll); ebenso am Engelberg, Bern, Lostorf, Küttigen (1307') nicht selten 
[Wu.); um die Bechburg häufig \R.-S.r, St. Blaise-Xeuveville selten {Coiil. : 
von Zermatl {Ja.): dem östlichen Faunengebiete, wie es scheint, fehlend. 

Höhengrenze unbekannt, doch wohl gering. 

S. Sordida Hb. Uh. 151) und Var. (^ Carbonis Frr. Fr)-. 642, 4). 

R. an niederen Alpenpflanzen. 

F. im Juli und August. Canton Schwyz, auf der Bi'\s(lialp im \V(>ggi- 
Ihal in ungefähr 4500' [Frey); Berner Alpen [Rthh.): so im Gadmeulhal und 
auf den dortigen Bergen [Rä.]: Walliser Alpen, so vom itilVelbei-g und dem 
Simplon Ja.); Bergün {Z.) an verschiedenen Stellen und im Fngailin. so bei 
Samaden, (^^lerina , Sils Pfd/fcnzclh')- . Zell.-I)<i/<l.. Witlfensherger . H.-S., 



I 



Hf'pialidon. ^7 

Frey. — Die Varietät Carbonis r_f izleiclmiässig , zeichnungslos. schwärz- 
lich) lindet sich wohl überall dazwischen. Häufig soll sie im Gadmenthale 
sein [Rä- . 

S. Sordida wird bis gegen 6000' aufsteigen. 

S. Mendica Gl. Hb. 148. 149,. 

R. an Plantago und zahlreichen anderen niederen Pflanzen. 

F. im Mai durch den Juni, zwar verbreitet, doch meistens seilen. 

Basel {Knecht, Leonhart]; Bechburg (R.-S.); Fischingen (1939') imTluirgau 
[Engster :'. von Zürich Freij : Schatf'hausen , einmal {Trapp); im Aargau ver- 
b^^eitet, so bei Bremgarten und Aaraii {BolF]; ferner von Lenzburg, Ölten, 
Aarburg, Lostorf etc. {Wu.;; von Zürich ; Bern [Ms.]; Siselen und Gadmen 
\Rä.]; Neuveville [CouL); Genf {Ms.'; aus dem Tessin von Locarno [Zell.- 
Dold.]; Graubünden bis zur mittleren Bergregion unil auch bei Tarasp [Kill.]. 

Die vertikale Verbreitung wohl eine geringere. 

S. Lubrioipeda Esp, [III). 155. 156 . 
R. an HoUunder und niederen Pflanzen. 

F. meistens seltener, doch wohl id)erall vorkounnend ; in seinem kaum 
bedeutendem Aufsteigen noch näher zu untersuchen. 
Höhengrenze bei 4500' {Rä.). 

S. Menthastri Esp. Hb. 152. 153,. 
R. an niederen Pflanzen. 

F. im Mai und Juni in ähnlicher Verbreitung wie die vorhergehende Art: 
auch noch im Bergell {Baz.). 

Höhengrenze wie bei der vorigen Art. 

S. "ürticae Esp. [Hb. 154). 

R. und F. wie l)ei der vorigen Spezies, doch selten, so Zürich {Frey) 
und Canton St Gallen (Tä.'; von Bern [Rä.]; ferner von Oftringen Wu.). 
Wohl auf Verwechslung beruhen Angaben eines sehr häutigen Vorkonnnens 
bei St. Blaise- Neuveville [Coul.) , Winterthur {Biedermann) und Brem- 
garten [BoH] . 

Hepialiden. 

Hepi.ilus Fab. 

H. Humuli -L. (Hb. 203. 204). 

R. an Wurzeln, namentlich nasser Wiesenstollen. 

F. im Juni und Juli in der Abenddännnerung (liegend, relierall in der 
Ebene, sowie im Jura und den Alpen. 

Höhengrenze über 600(1': so Marwiel (6130') [Miiller) und auf dem Sentis 



88 III. Bombyciden. 

Frei); im Davos (/?.-8.), oberen Engadin [Pfa/fenzelU')- , Frei/jj Val Aveivs 
[BiedernKtnu]^ den Glarner Hochal[)en [Heer); bei Gadmen, wo sie meistens im 
Juni nur Ivurze Zeil fliegt [Rä. ; Evolena [R.-S.]; Zermatt und Trafoi [Frey). 

H. Sylvinus L. [Hb. 205—207. 252). 

R. in den Wurzehi von Plantago, Malva, Althea und Lavaterae. 

F. im Spätsommer. 

Basel (/?.-S., Knecht, Leonhart); SchafHiausen [Trap])): St. Gallen (7V/. ; 
Winterthur [Biedermunn]; Zürich, ziemlicii selten [Freij); (il'lei" von Brem- 
garten [Bolt): von Lenzburg und Wildegg [Wu.]\ Bern und Gadmen oft [Hä.r. 
Schupfen selten [Rthl).): am Chasseral oft 'Co?//.l; Genf (Museum). 

Auf den Bergen des Gadmenthales bis 5300' häufig und noch höher auf 
der Franzenshöhe am Stelvio [Wo.). 

H. Velleda Hb. [Hb. 212. 233. 234). 

Vom Cherbenon im Wallis [Ms.); Ursernthai [Derselbe); Wasen an der 
Gotthardslrasse [Wu.]; auf den Alpen des Gadmenthales häufiger [Rü. und 
anderen Berner Bergen [Rthb.). Nach Ghitiani vom Monte Rosa ('? Zermatt), 
dem Simplon und vonChamouny; ferner den Graubündner Hochalpen, sowie 
dem Stelvio [Kill.); gleichfalls aus dem Appenzeller Hochgebirge [Tä.). 

Das vertikale Aufsteigen mag sich demjenigen der vorhergehenden 
Spezies anreihen. 

H. Camus Esp. O. [Hb. 214. H.-S. 5). 

Ueber der Baumgrenze auf der Stein- und Wendenalp [Rä.); von den 
Hochalpen des Glarner Krauchthaies [Heer). 
Elevation bis etwa 6000'. 

H. Lupulinus L. [Hb. 210. 211). 

R. an Wurzeln, wie von Solidago, Aster, Plantago. 

F. wohl im ganzen Flach- und Hügellande, l)ald häufiger, bald seltener, 
um wenigstens vereinzelt noch die Alpenregion zu gewinnen , so auf den 
Bergen des Gadmenthales [Rä.) und im oberen Engadin [Pfaffen zeller) . 

Höhengrenze über 5000'. 

G. GannaHb. [Hb. 215). 

Bern sehr selten [Ms.); El)enalp im (Janton Appenzell [P.-L); oberhalb 
Sils-Maria im Ober-Engadin ein F^xemplar in wenigstens ()000' zu Ende .luli 
[Frey); ebenso in ungefähr gleicher Hohe vom Graid»Undncr \\ cissenslcin 

[Zell. -Bold. ).^) 

H. HectusL. IIb. 208. 209. 258. 297. 298). 

K. an den Wui'zeln von Prinuila, Humex, Heideki'aiil und Weizen. 



I] Die Angabe von Coul. : bei St. Biaise-Neuveville niciil seKen, borulit j^ewiss auf 
einem Irrlliume, 



Cossiden. Cochliopoden. S9 

F. von Endo Mai in don tieferen Gegenden ihäufieer nnd mit nhend- 
lieheni Fluge. 

Wolil iil)erall. Aus der Aipeni'ogion im Appenzeller Seealpllud V.-l. \ 
im (Jadinenllial und den niederen Bergen 1ms zu 'i300' (Rä.). 

Cossiden. 

Cossus Fab. 

C. Ligniperda Fab. (Cossus L.) [Hb. 198 . 

R. im Holze tler verschiedenslen Lauhhäunie. 

F. im Sommer, gewöhnlich nicht gar selten. Fi- konnnl überall vor ; 
aber die Höhengrenze bleibt noch zu erforschen. Für (iraubünden erwähnt 
Kill. Trons und Tarasp. Im Gadmentluil noch bei 4000' einmal. 

Zeuzera Latr. 

Z. Aesculi L. (Pyrina L.) [Hb. 202i. 

R. in den Stammen und Zweigen der vei'schiedensten Laul)liölzer mit 
wohl nur geringer Elevation. Für zwei Stellen, Bern und die Bechburg, füh- 
ren die Art als nicht selten Rä. und R.-S. an, sonst erscheint sie selten. 

Basel; Aarau , Bi'enigai'ten 'Bnll [ Bern (.///. und Rä.]; Neuveville 
[Coul.]; ferner von Winlerthur Biedcnnann] und Zürich Hiig., Freij); von 
Frauenfeld, ein Exemplar [Si(lzher(/er]; Weissbad im (lanton Appenzell 
(Tö.); St. Gallen [Tä.] und Graubünden nach den alten Verzeichnissen von 
Wredoiv und Amstein. 

Phragmatoecia Newmau. 

P. Arundinis Hb. (Castanea Hb.) [W). 200. 201). 
R. in den Halmen von Arundo. 
Bei Zürich ein F^xemplar (i. Diclricli gefunden. 

Eiidagria IJsd. 

E.? Pantherinus O. (Ulula Hb.) IIb. 157. lliS . 

Nach Ms. wurde voi' langer Zeil ein Exemplar im Waadllande gefangen. 
Seit 60 .Jahren kam Niemand ein zweites Stück zu Gesicht, so dass das Vor- 
kommen sehr unsicher bleibt. Doch findet sich das Insekt im Südwesten 
Europas vor, so dass eine Ausbreitung bis in unser Faunengeluet an sich 
nicht unwahrscheinlich ist. 

Cochliopoden. 

Limacodes Latr. (Heterogenea Kuoch). 

L. Testudo S. V. Hb. K34. 165 . 
R, an Eichen. 
F. in der Ebene und dem Hügellande, Mai und Juni. 



90 m. Ronibvciden. 

Basel [Knechl, Lconliuii]: Zürich nicht gemein [ZelL-Dold., Hug., Frey); 
Winterthur [Biedermann]] Umtrehiingen St. Gallens nicht häufig [Tä.]] Aar- 
gau, da wo noch alte Eichen stehen, häufiger {Wn.]\ Bremgarten [Boll): 
Bechburg, öfter [R.-S.); ebenso von Bern (7iä.); dagegen seltener bei Schupfen 
[Rthb.]: von Chur [Caß.). 

L. Asellus S. V. [Hb. 166. 167). 
R. an Buchen. 

F. im Juni und Juli, aber bei uns seltener, so in den Cantoiien Born. 
Aargau, Zürich und St. Gallen [Tä.). 

Psychiden.') 

Psyche Schrank. 

P. Graminella S. V. (Unicolor Hufn.) [Hb. 1. F. R. 41). 

Die sacktragende R. an Sparüuni, Briza, Anthoxanthum und anderen 
Gräsern. 

F. im Juni und Juli, ohne Zweifel wohl im ganzen lieferen Terrain, wie 
wir denn seine Ausbreitung von Basel bis in's Wallis und von dort bis zum 
Ganton St. Gallen und Graubünden kennen. 

Die Höhengrenze bedarf genauerer Ermittlung. 

Nicht ganz sicher ist das Vorkommen am Bergüner Stein Z.)2; und noch 
weniger die y\ngabe Heers : »bis zur Bergregion des Canlons Glarus«. 

C. ViUoseUa O. iJI.-S. 100). 

Aus dem oberen Engadin bei Sils die Säcke an Felsen und auch erzogen 

[Hnateck, ZeU.-Dold.). 

Höhengrenze über 5500'. 

P. Opacella H.-S. [H.-S. 102). 

F. im Frühsommer, bei uns bisher nur an wenigen Orten angelroÜen. 
Von Lugano [fluf/. ; aus den Umgebungen Bergüns (Z. ; vom Bergell [Kill.] 
und dem Stelvio, bis nahe zur Baumgrenze [Wo.]. 

Die Höhenverbreitung ist also eine über 6000' gehende. 

P. Muscella S. V. [Hb. 8) . 

Bei Bi-emgarten [Boll]; Genf (Museum); \om Killelbei-g bei Zormalt /ä.]. 
Alles ist hier noch sehr unsicher. 



1) Die Zahl dei- im scliweizer'schen Faunc>nii;ebiele bisher aurtiffuiuioiieii Psychidon 
erscheint aiifliilicnci i;eririg. Leider ist diese (liiippe von den Sammlern bis znr Zeit sein 
vernachliissii^l i^c^blieben und in nolliij;e(li'nn!^ener' Ndrsiclii; habe ich mich hiei- anl' ein 
Minimum hesehiiinken müssen 

2) Z. erliicH keinen l'allei- und die Sticke i'eiielhen hinterher in \erUist. 



« 



Psych iden. 91 

P. Plumifera O. H.-S. 103). 

Alpen des G;i(liiienth;iles liäulij; Jin. : von Mendrisio iniTessin. Kndc^ 
iMiirz und von Malans im April llug.]: von den Bei'i-'en des Kniiadin [M(/h.. 
Ffei/); vom Weissenslein olierhaib Bergün bis zum Passe heraul'. nielit irerade 
selten (Z. , Frei/]; auch an tieferen Stellen des Canlons (Jraubünden Kill.]; 
vom Joch und der Maienwand im Canlon Bern [Ja.]: am Pic d'Arzinol (9241') 
hei Evolena im westlichen Wallis (ß.-S. ;. 

P. Plumistrella Hb. {Hb. 213). 

Vom Simplon Jü., Rü. und llug.]; auch sonst aus dem Wallis .l/H/c/tv/f/ 
und ./(>".); vom Gotthard oberhalb Airolo 3629') Zcll.-Dold.], der Maienwand 
[Jü. und von den Engadiner Alpen [Frey); von der Grimsel [R.-S.]; von den 
Alpen des Gadmenthales und dem Stockhorn [Rä.). 

P. Tenella Speyer. 

Säcke an Felsen des Alpengebieles. 

F. im Juli. Von den Bergen des südlichen Wallis, so bei Zermall bis 
gegen den Rifielberg hin {Frei/); von Sils-Maria {Ilnateck), von woher ich aus 
überschickten Larven das Thier erzogen habe; aus dem Bergell {Baz.).'^) 

P. Calvella O. (Hirsuteila Hb.) [IIb. 3 . 

Vom Simplon und auf dei" Südseite des Passes {Ja.); vom Chasseral 
{Coul.]; dann aus den Berner Alpen Rthb.); aus dem Engadin [ZelL-Dold.); 
von der Bechburg {R.-S.); von Oftringen {Wu.) und Züricii {Frey). An letz- 
terem Orte gerade keine Seltenheit. 2) 

Elevation also ül)er 5000'. 

Epicliuopteryx Hb. 

E. BombyceUa S. V. [IIb. 4). 

F. aus dem Aargau von Bremgarten , selten {Roll); dann im unleren 
Theile des Wiggerthales und ])ei Lenzburg, aber nicht häufig [Wu.]; Neuve- 
ville {Coul.]; nach Ja. von Schupfen, Leuk und Lugano; von Siselen auf 
nassen Wiesen , Ende Juni häufig Rü.; ein sicheres F^xemplar von Zürich 
kenne ich zur Zeit nicht. 

Das Thier scheint nicht in das Gebiree aufzusleiüon. 



i; Eine der P. Tenella nahe verwandte Spezies, aber im Aderverlaul'e etwas abwei- 
chend , sowie dunkler und kleiner ting ich 1869 im Hochsommer im Tliale von Zermatt. 
Natürlich wage ich hier keine sichere Bestimmung, ."sollte übiigens (woran ich kaum 
zweifle) das Thierchen neu sein, so möchte ich dafür den Namen P. Zermaftensis vor- 
schlagen. 

2) Z. hatte früher Bergün als Fundplatz angeführt. In seiner Fauna dieser Gegend 
bemerkt er aber, er sei, indem keiner der Säcke zur Entwicklung gelangte, hinterher un- 
sicher geworden. 



92 "I- Bombyciden. 

E. Pulla Esp. IIb. ? 7i. 

F. in der Ebene wiilirend eines wannen Frühlings schon im April und 
Mai nicht selten auf Wiesen. In dem Tiefland erwähnen sein Vorkommen 
alle Berichterstatter. 

Das Thierchen steigt im Gebirge auf. So in den Berner Alpen und dem 
Gadmenthale [Ja., Hä.), dem Ober-Engadin [Mgb., Frey). Von Bergiin, Ende 
Mai und l)is in den Juli auf dem Weissenstein [Z.). Kleine Exemplare, 
w^elche ich von der Passhühe des Albula besitze (Ende Juli), kann ich nur 
hierher ziehen, obgleich die Grenze der Art schwer zu bestimmen ist. 

Die Elevation würde also 7200' betragen. 

E. Sieboldii Reutti. 

Einige Exemplare traf ich bei Zürich. Zwei Stücke, von mir auf dem j 
Albula-Pass gefangen, möchte ich wenigslens fragweise hierher ziehen. Auf 
dem Stelvio, an der Franzenshöhe begegnete ihr ül))"igens auch Wo., was 
mit meiner Beobachtung übereinstimmt. 

Cochlophaues Stgr. 

C. Helix Siebold, i, 

Die wunderliche H. mit ihrem an ein Schneckengehäuse mahnenden 
Sacke trafen Boll und ich vor längeren Jahren an eng begrenzter Stelle des 
Lägernbergs bei Baden an Teucriura chamaedrys, Ilelianthemum vulgare etc. 
Vom Mont Saleve bei Genf [Ball) und von Mendrisio [Hng.]. Sicher weit 
verbreitet, aber unbeachtet geblieben. 

Höhengrenze vorläufig unbestimmbar. 

Fiimea Hb. 

F. Nitidella O. (Intermediella Bruand.) {llh. 1 6;. 
R. an Baumstämmen. Felsen, Mauern. 
Bergün (die Säcke häufig) nach Z., Zürich, öfters erzogen [Frei/); Lugano 

[Hug.); Neuveville [Coii/.); vom Jura, von Schü()fen \Ht/ih.): (ienf (Museum). 
— Das Aufsteigen im (iebirge noch unermittelt; doch überschreitet sie bei 
Bergün nach Z. 4000'. 

T. Sepium Speyer (Tabulella Bruand). 
R. an den Flechten alter Schlehen. 
Hei Zürich ein paar- Mal erzogen [Frey). 

T. Betulina Z. (Anieanella Bruand). 
B. an Baumlleclilen. 
Kam mir niemals bei Zürich vor. Doch erwälinl sie Ihig. 

1) Claus (S(. c. Z. 1S66, ."iäSj erzdg zuerst das so langü gosuclite Maniiclioii des par- 
thenogcnelisclieti 'l'lueres. 



I 



LiparidiMi, 93 

Lipariden. 

Orgyia 0. 

O. Gonostigma Fab. [Hb. 78. 253). 

R. an sehr verschiedenen Laubhölzern, wie Eichen, Apfel-, Birn-. 
Pnaunienbäumen, Schlehen . 

F. im Sonnner, meistens im Juli, wohl im ganzen Flachlande der 
Schweiz , doch meistens nicht häufig. Die l)edeutenilste uns bekannt ge- 
wordene Elevation findet bei Gadmen \Rä.) statt. 

O. Antiqua L. Hb. 77. 235). 

R. in ähnlicher Lebensweise. 

F. in sommerlicher und zweiter herbstlicher Generation überall und 
häufiger. Auch er erreicht noch das Gadmenthal (Rä.) und das Bergeil 

Dasychira Steph. 

D. Fascelina L. (Medicaginis Hb.) IIb. 81). 

R. an niederen Pflanzen. Klee, Onobrychis. Plantago u. s. w. 

F. im Juni und Juli, ül)erall im Tieflande, meistens häufiger. Er steigt 
im Gebirge und zwar ganz beträchtlich mit abnehmender Zahl aufwärts. So 
in den Alpen des Gadmenthales bis zu G200' [Rä.]; von der Passhöhe der 
Gemmi [R.-S.i; im Engadin bis etwa 5500', mitunter häufiger vorkonnii(>nd 
[Pfaffen zeller, Freij] . 

D. Pudibunda L. (Juglandis Hb.) [Hb. 84. 85). 
R. poly|)hag. 

F. im Frühling überall, vielfach häufig. Höhengrenze nach den vor- 
handenen spärlichen Angaben vielleicht l)ei 4500' [Rä.]. 

Laria Hb. 

L. V. nigrum ///;. 71). 

R. an Linden- und F]ichenl)üschen. 

F. im Juni und Juli, lokal und gewöhnlich seltener. 

Von Zürich [Zell.-Dold., Frei/): Utngebungen Winlerthurs [Bieder tnann); 
Bremgarten IBoll) und andern Lokalitäten im Aargau, wie am Engelberg, 
Boi"n, in den Wäldei'n l»ei üllen und f.enzburg U'//.); Bechburg , öfters 
[R.-S.]; Bern, selten (^c7.); Schupfen, sehr selten [Rthb.j; Neuve\ille [Coiil..: 
St. Gallen, selten (7a.); Genf (Museum . 

Leucoina Steph. 

L. Salicis L. [Hb. 70). 

R. an l^appeln und liölier im (iebii'ge an Weiden (Z. . 



94 I'I- Bonibyciden. 

An vielen Orten häufig, so um Basel, im Aargau, bei Schupfen, Siselen, 
Neuveville, bei Ghur. Anderwärts, wo Pappeln fehlen, wie bei Zürich, sel- 
ten [Frey). Die vertikale Verbreitung reicht in die Voralpen und höher, so 
bis Gadmen [Rä.] und Bergün (Z.). 

Porthesia Stepli. 

P. Chrysorrhoea L. [Hb. 67. 2i8. 249). 

K. an Eichen, Weissdorn, Schlehen, Apfelbäumen etc. 
F. gemein von Ende .Juni den Sonnner hindurch. Im ganzen lieferen 
Faunengebiele bis nach Lugano {M.-D.). 

llöhengrenze wohl namhaft unter 4000'. 

P. Auriflua S. V. (Similis Puessly) [llh. G8. (39j. 

U. in ähnlicher Lebensweise wie diejenige der vorigen Art . auch an 
Hosen. 

F. in gleiche!' Flugzeit , wohl ül)erall , doch wohl etwas seltener. Hei 
Zürich einmal ^erheerend getroffen [Fi'ey ■ 

Höhengrenze noch zu ermitteln. 

Psilura Stepli. 

P. Monacha L. [Hb. 74). 

H. an Eichen, Föhren, aber pohphag. 

F. im .luli untl August. Wohl im ganzen Flachlande, an manchen Üi'ten 
\^ie Zürich ZelL-Dold., Hi<(j., Fi'cijj , el)enso Sl. Gallen [Tä.) seltener; an 
andern Lokalitäten häutig, wie namentlich in der westlichen Schweiz. 

Höllengrenze, wie es scheint, eine gei'ingere, alier nicht festgestellt. Uli. 
fand sie am Simplen in Lärchenwaldungen oft. 

Die Var. Eremita 0. scheint im schweizerischen Faunengebiete zu fehlen. 

P. Dispar L. [Hb. 75. 7(i). 

H. an sehr verschiedenen Laubbäinnen. 

V. im Juli und August, ebenfalls mehr auf das Ti(>fland eingegrenzt. 
Das Gadmenthal {M(i.) zeigt gegenwärtig die grösstc b(»kannle Elexation. 

Bonibyciden. 

Bonibyx Bsil. 

B. Crataegi L. [IIb. IGi) und Var. Ariae Hb. [IIb. 288. 289). 

R. an Erlen, Hirken, Weiden, Schlehen n. s. w . 

F. im Herbste. Wohl durch das FLu-hland und die ilügelregion des 
Faunen-Gel)ietes weit \erbreitet. Wir kennen zur Zeil die Cantone Basel. 
Bern, Aargau, Zürich, St. (Jallen, sowie Gi-aubiinden als FuiulsU^llen. 



Boinb>cideii. 95 

Var. Ariae lebt als Raupe im oberen Kngadin an Alnus viridis. Die 
Entwicklung des F. erfolgt oft erst nach mehrjälii'iger Puppenruhe. Ifnateck, 
Zcll.-Do/d. und ich erzogen sie, aber vereinzelt, von tlorther; dann aus dem 
Gadmenllial und vom Simplon [Bä.). Grösser und dunkler. 

B. Populi L. [Hb. 163 und Var. Alpina Zell.-Dold. (i. 1.). 

R. an Erlen, Schlehen, den Stänunen älterer Eichen [Frei/) und Kirsch- 
bäumen [Wu.].^] 

Durch die ganze Tiefregion der Schweiz verbreitet, l)ald häufiger, bald 
seltener. 

Var. Alpina ist eine schöne Gebirgsform unserer Spezies mit mehr Weiss 
auf den Vorderflügeln , namentlich denjenigen des q^. //«a/ec/i hat sie vor 
Jahren zu Sils-Maria im Engadin erzogen und ZeU.-Dohl. dann für seine 
Sammlung erworben. Sie ist bis zui" Stunde eine grosse Seltenheit. 

B. Alpicola Stgr. (Franconica S. V. pro parte). 

R. polyphag, jedoch vorzugsweise an nassen Stellen des Alpenlandes, 
dortige Weiden-Arten verzehrend. 

F. (schwierig zu erziehen, wenn man nicht die Puppen unter Steinen 
einsanmieln kann) im Juli und August. 

Von Trafoi [Fvey] und höher vom Stelvio-Passe; Engadinei' Alpen, so 
bei Sils [Frey]^ Alp Muraigl [Zell.-Dold., Wolfensherger . Frey]] Albula-Passe 
und tiefer abwärts am Weissenstein [Frey, Z.); selbst bis unterhalb des Ber- 
güner Steins [Wolfensberger); Berge des Gadmenlhales [Rä.) bis zur Steinalp 
am Susten [Frey); von der Grimsel [U.S.); auf Cherbenon-Alp im Wallis 
[Ms.]; von der Simplonstrasse (./ä.); von Zei-matt [Freyi. 

Höhengrenze 5 — 7000'. 

B. CastrensisL. (///;. 177. 178). 

R. an niedern Pflanzen, Erica- und iüiphorl»iuni-Arteii u. s. \v. 

F. im Juli und August, doch lokal, wie er denn der nördlichen Schweiz 
ganz zu mangeln scheint. Von Tarasp (AV//.); von Basel [Knecht] vom Jura 
bei St. Blaise-Neuveville, seilen [Coiil.); vom Mont Saleve bei Genf [Frey- 
Gessner); aus dem Wallis an verschiedenen Stellen, z. B. dem Vieschwalde 
und Brieg [Ms.); Bern, äusserst selten [Ms.]. 

Höhengrenzc noch unbekannt (4000'?). 

B. Neustria L. [IIb. 179. bSO). 

R. gemein und oftmals schädlich an I.aubhnlzcrn . wie namentlich an 
Obstbäumen. 

F. überall im Juli uiul August. 

Die Elevation für die Gantone St Gallen und Bern taxiren Hü. inid Tii. 
gegen 3000'. Ich traf das Thier niemals in den niederen Alpen. 



1) Stelnheil und Wo. taiidoii Ix'i Trafoi die Raupen an Piiuis lari\. 



96 III. Bombyciden. 

B. Lanestris L. [Hb. 169. 170) und Var. Arbuseulae Frr. Frr. 590. ?). 

R. an Schlehen, Linden, Weiden und anderen Laui)hüizern. 

F. im Frühling ; überall von Basel und Schaflhausen bis nach Genf, dem 
Wallis und ostwärts nach Graubünden. 

Var. Arbuseulae (über welche so Manches verhandelt worden isti lel)t 
auf Alnus viridis und Salix-Arten in den Alpen. Ihre Puppe kann mehrerei" 
Jahre zur Entwicklung bedürfen. 

Schöne Exemplare in der Sammlung von Zell.-Dohl. im Balgrist l)ei 
Zürich. Sie weichen von der Stammart nicht unbeträchtlich ab. 

B, Catax L. (Everia Knoch, Hb. O.) [Hb. 166. 167). 

R. an Crataegus und Prunus spinosa. 

F. im Herbste. Er ist an manchen Orten im ebeneren Landesthelle ein 
selteneres Insekt, so bei Winterthur und Zürich [Ihixj.^ Biedeniiann , Fret^), 
ebenso im Aargau bei Bremgarten [Boll], sowie Lenzburg und Ölten [Wo.], 
im Canton Bern bei Schupfen iRthb.), während er im Thurgau bei Dusnang- 
[Engster und im Emmenthal häufiger wird {Rthb.r. St. Blaise (Com/.); St. 
Gallen [Tä.) und Bern, sowie in dei" Waadt {Ms.)\ aus den Glarner Thä- 
lern [Heer). 

Ilöhengrenze unbekannt, doch wohl nur eine geringe. 

B. Rimicola S. V. (Catax O.) IIb. 168). 

R. an Eichen. 

F. im Spätherbst, nur sehr einzeln und selten bei uns angetroffen. 

Bei Zürich seit langen Jahren von Niemand gefunden , während ihn Ms. 
einstens, aber gewiss irrthümlich, als nicht selten bezeichnet hatte. Aus dem 
Aargau vom Südabhange des Engelbergs bei Oftringen (Wii.'r, von Landei'on 
und St. Blaise [CoiiL). Weitere Angaben fehlen. 

B. Trifolii S. V. [IIb. 171) und Var. Medioaginis Bkh. 

R. nach der Ueberwinterung an Trifolium und niederen Pflanzen. 

F. vom Juli an in den August. Er ist im Gegensatze zu einem älteren 
Ausspruche Ms.'s durchaus nicht überall, wo Klee gebaut wird, gemein. 

Basel, wohl selten [Knecht]; Thurgau bei Dusnang [Engster); Zürich 
lokal und auch da sehr sparsam, doch an beiden Seeufern [Hiig., Frey]; 
lii'emgarten, hier bisweilen öfter [ßoll. Frei/], sowie in anderen Aargauischen 
Landestheilen, wie Oflringen, Lenzburg und Aarburg [Wu.); gleichfalls häu- 
figer auf der Bechburg [R.-S.]; bei Bern (i/5., /{ä.); Schupfen [Rtlib.]; von 
Weissenburg [hhig.]; St. Blaise-Neuveville [Coul.]; vom Randen bei SchalV- 
hausen [Trapp]; um St. Gallen, ziemlich selten [Tä.]. In der Thalsohle des 
Cantons Glarus traf ihn Heer; Graubünden und auch im Rergell (A7//., Ha:.]. 

Var. Medicaginis (heller, gelblicher mit der Stammail verbreite!. 

Die Elevation wohl eine eerimie. 



Bombyciden. 97 

B. Quercus L. {Hb. 172. 225) und Var. Alpina Frey. 

R. polyphng, an Laubhölzern. aber auch an niederen Pflanzen. 

F. im Juli und August. 

Gemein im ganzen lieferen und Hügellande. Sie erhebt sich, wenn 
auch vereinzelt, im Hochgebirge (von Zermatt , Gadmen, bis in das Ober- 
Engadin) auf 6 — 7000' und wird hier zu einer interessanten dunkleren Varie- 
tät in beiden Geschlechtern. In diesen höheren kälteren Regionen über- 
wintert die Puppe. 

Diese alpine Form (der Mann tiefer braun, die verl)reiterte Rinde blasser, 
die Franzen der Hinterflügel hell, das Weib der Var. Callunae Palmer nahe- 
kommend) ist getrofTen auf dem Slelvio, dem Hochgebirge um Zermatt, in 
dem Ober-Engadin (von hier durch mich erzogen) , von den höheren Alpen 
des Gadmenthales (/?</.), vom Sardasca im Graubündner Prättigau mit glück- 
licher Erziehung {ZeU.-Dold.)J) 

B. Rubi L. [Hb. 174). 

R. auf den verschiedensten niederen Pflanzen, auf Laubholzbüschen. 

F. im Juni und Juli, der (^ bei Tage fliegend. Ueberall und nach Tü. 
im Canton St. Gallen bis zur subalpinen Region vordringend. Rü. erhielt 
im Gadmenthale unser Thier noch über 5000'. 

Crateronyx Dup. 

C. Dumeti L. {Hb. 164). 

R. an niederen Pflanzen, beispielsweise Leontodon, Hieracium u. s. w. 

F. im Spätherbste, (j^ am warmen Tage fliegend. Er kommt nach Allem, 
was wir wissen , nur vereinzelt und selten in unserem Faunengebiete vor. 
Zürich, Ripp, Rremgarten, Solothurner undAargauer Jura, Neuchatel [Jü.); 
St. Blaise-Neuveville {CouL); ebenso aus dem Ganton St. Gallen {Tit.). 

C. Dumeti scheint wenig aufzusteigen; doch alle näheren Angaben 
fehlen. 

C. Taraxaci S. V. {Hb. 165. 166). 
R. an niederen Pflanzen. 

Erreicht noch unsere südlicheren Alpen. So fand im Ursernthaie des 
Gotthard Dietrich ein Exemplar und ein zweites Hug. in dem Dismathale des 
Daves. 

Lasiocampa Latr. 
L. PotatoriaL. {Hb. 182. 183;. 

R. auf Gräsern, an Hecken und auf lichten Waldstellen. 
F. im Juli und August. Ueberall häufiger; er geht vereinzelt bis Rer- 
gün, Trafoi und in das Ober-Engadin, also über 5000'. 

L. PruniL. {Hb. 186). 

R. an verschiedenen Laubhölzern, an Tilia, Prunus u. s. \v. 



1) Rä. fand indessen auch die typische Form arn Sleinegletscher des Sustens , also in 
ansehnlicher Höhe. 

Frey, Lepidopteren. 7 



98 in. Bombyciden. 

F. im Juni undJuli in geringer, noch genauer zu bestimmender Elevation. 
Wie es scheint im ganzen Tief- und Hügellande sehr weit verbreitet, 
doch wohl fast überall seltener. 

L. Quercifolia L. [Hb. 187. 188). 

R. an sehr verschiedenen Laubhölzern, namentlich Schlehen, Pflaumen-, 
Bim- und Apfelbäumen. 

F. im Hochsommer. Er findet sich überall im Flach- und Hügellande 
der Schweiz und dürfte wohl kaum höher als sein Vorgänger aufsteigen ; 
doch traf ihn einstmals Kill, im Unter-Engadin noch beträchtlich über 4000'. 

L. Populifolia S. V. [Hb. 189). 

R. an Pappeln und Weiden. 

F. im Hochsonnuer sich entwickelnd, eine grosse Seltenheit in unserem 
Faunengebiete. 

So ist unser Thier bei Zürich seit langen .Jahren fehlend. Im Aargau 
zwei Exemplare [Wu.] ; ein Exemplar von Bern [Als,] und von der Bechburg 
(i?.-S.); Bremgarten, selten [Ball). 

L. Betulifolia Fab. [Hb. 191. 192). 

R. an Laubhölzern. 

F. im Frühsommer, selten in den Gantonen St. Gallen , Zürich , Thur- 
und Aargau, Solothurn (Bechburg [/J.-S.]); St. Blaise-Neuveville, sehr selten 
(Cou/.); Bern und (nach alten unl)estimmten Angaben) Graubünden.') 

L. Ilieifolia L. [Hb. 190). 

R. an Salix, nach Wu. auf Vaccinium myrtillus. 

F. im Frühsommer, bei uns eine Seltenheit. Bern (/}«.]; Schupfen 
{Rthb.); Oftringen im Aargau (Wii.); bei Zürich fehlend; von Graubünden, 
so dem Bergeil [Baz.]. 

Die Höhengrenze beider Arten wohl eine sehr geringe. 

L. Lunigera Esp. und Var. Lobulina Esp. [Üb. 180. 181). 

R. an Pinus sylvestris und picea. 

F. im August, ganz selten und lokal. Var. Lol)ulina dunkler, mit 
schwärzlichen Vorderflügeln. 

Im Gadmenthale an der Schattenseile, bis zu 4500' dort vorkonunend 
(Rü.), was mit einer beträchtlichen Nord-Verbreitung des Thieres überein- 
stimmt. 

L. Pini L. [IIb. 184. 185) und Var. Montana Stgr. 
R. an Pinus sylvestris. 
F. vom Juni an in Föhrenwaldungen. 



\) Eines merkwürdigen l-'undes, einer wolil iiyiuiden Korni von «Juorcifoiia und He- 
Inlil'olin, i^edeiikl Hikj. (Scliwz. enl. Ztscli. IV, 30). 



Endromiden. Safurniden. 99 

Von Winterlhur [Bieder'manti , Hug.]; bei Zürich (die Föhre fehlt fast 
ganz) sehr selten [Zell.-Dold.. Frei/); im Aargau bei Bremgarten selten [Boll] 
und meistens auch an andern Lokalitäten spärlicher, wie in den Waldungen 
von Zofingen, Oftringen und Lenzburg [Wti.); bei Bern [Ms. und Rthb.); von 
der Bechburg nicht selten [R.-S.) ; aus Graubünden {Kill.]; so von Chur 
{Cafl.). 

Die schöne interessante Var. Montana (ein grosses, kräftiges, dicht- 
schuppiges Thier mit tief kupferfarbenen und lebhaft vveisslich gezeichneten 
Vorderflügeln in l)eiden Geschlechtern) bei Bern nach Rä. und Anderen häu- 
fig , auch noch bei Gadmen vorkommend , zeigt sich nach Wu. unter der 
Stammart im Aargau nur ^ereinzelt; ebenso noch von der Bechburg [R.-S.). 

Endromiden. 

Endromis Bsd. 

E. Versicolora L. [Hb. 1.2). 

R. an Betula, Tilia, Alnus etc. an lichten WaUlstellen. 

F. im ersten Frühling, dem April und Mai. In Graubünden dicht bei 
Chur (auf der Au) nach Caß. öfter; von Ragaz [Eisc'nn'ng)\ von St. Gallen 
und dem Toggenburg {Tit.); aus dem Canton Glarus bei Mollis {Heer); Win- 
terthur und Züi'ich selten ; von Dusnang im Thurgau {Engster); für den Aar- 
gau das Bünzener Torfmoor bei Brenigarten {Boll , Frey); sonst noch an an- 
deren Stellen des Aargau, doch niemals häufig [Wu.]; bei Eigenthal (3212') 
am Pilatus einstmals als R. sehr zahlreich an Erlen {Wu.); Bern {Ms., Rä.); 
Gadmen nicht gar selten {Letzterer); um Basel nicht selten {R.-S.). Für die 
südwestliche Schweiz fehlen alle Angaben. 

Elevation gewiss nur gering. 

Saturniden. 

Satui'iiia Schrank. 

S. Pyri S. V. {Hb. 56). 

R. an BirnbiUunen, Kirschen, Prunus-Arten, Ulmen etc. 

F. im Mai nur den südlichsten Theilen unseres Faunengebietes ange- 
hörig ;(?) Neuenburg {Ms.); von Genf {Derselbe); Vevey {Wu.); im Unterwallis 
l)ei Martigny {Wu.]; von Mendrisio {Kill.); von Lugano [Hug.); am Monte Bre 
und noch häufiger am Cassarate {M.-D.). Aus dem Veltlin aufsteigend er- 
reicht das Thier eben noch vereinzelt Brusio (270<)'j im untersten Pusch- 
lav (Ä7//.). 

S. Carpini S. V. (Pavonia L.) {Hb. 53. 54). 

R. an Schlehen, Weiden, Rubus, Heidekraut, Vaccinium u. s. w. 

F. im Fnihling, ülxM'all. Im (laiiton Sl. Gallen {Tu.) bis zur Bergregion; 



100 III- Bombyciden. 

bis zu den Alpen des Gadmenlhales [Bö.]; in der Tluilsohle des Ober-Enga- 
din (nach Pfaffenzeller) . 

Also bis über 5000' aufsteigend. 

Aglia 0. 

A. TauL. [Hb. 51. 52). 

R. an Buchen, Linden, Birken, Erlen. 

F. im Frühling, (J^ am sonnigen Tage fliegend. 

Ueberall. Er steigt im Canton Glarus [Heer) bis zu 4000', auf der 
Ebenalp am Senlis gegen 4500' [Tä.) und im Gadmenlhale [Rä.) bis zu 
5000' auf. Doch ist eine solche Erhebung wohl nur eine lokale Erscheinung. 
In dem so gründlich und so meisterhaft untersuchten Bergüner Terrain traf 
ihn Z. niemals. 

Drepanuliden. 

Platypteryx Laspeyres. 

P. Falcula S. V, (Falcataria L.) {Hb. 44). 

R. an Birken, weniger an Erlen. 

F. mit Frühlings- und Sommergeneration. 

St, Gallen [Tä.); Umgebungen Zürichs, namentlich an nassen Stellen 
(höhere Wiesen des Ütlibergs und an^Katzensee) nicht selten [Frey]] auch 
um die Irrenanstalt [Hug.); Winterthur [Biedermann]] für den Aargau bei 
Bremgarten , sowie in den Wäldern des Wigger-, Aar- und Aathales (5o//, 
Wu.)\ Bechburg [R.-S.]; Bern [Ja.) und Gadmenthal [Bä.); öfter bei Schupfen 
[Bthb.); St. Blaise-Neuveville [Coid.]; St. Gallen [Tä.) ; im Graubündner 
Rheinthal und auch bei Tarasp {Kill.). 

Die Ilöhengrenze (gewiss über 3000' gehend) bleibt noch unsicher. 

P. Curvatula Bkh. (Harpagula Hb.) [Hb. 42. 43). 
R. an Alnus. 

F. im Frühling und dem Juli. 

Im Aargau, dem Wigger-, Aar- und Aalhai um Erlen, aber seilen [Wu.]] 
von St. Blaise-Neuveville [CouL). 

P. Sicula S. V. (Harpagula Esp.) (///;. 41). 

R. an Linden, Birken, Eichen etc. 

F. wie der vorhergehende in doppelter Generation. Von Bern, aber 
vereinzelt [Bä.); bei Zürich scheint er zu fehlen [Frey); Umgebungen Winter- 
thurs [Biedermann); aus den liei den vorigen Arten genannten Gegenden des 
Cantons Aargau [Wu.) ; seilen um Lignieres [CouL); nicht seilen um die 
Bechburg [R.-S.). 

Er scheint nur im Tieflande vorzukommen. Doch sind die geographi- 



Drepanuliden. 101 

sehen Angaben hier wie bei den vorhergehenden und folgenden Arten sehr 
mangelhaft. 

P. Lacertula S. V. (Lacertinaria L.) [Hb. 49) . 

R. an Birken. 

F. mit zweimaliger Erscheinungszeit, abermals auf die niederen Gegen- 
den unseres Faunengebietes beschränkt: doch überschreitet er bei Bergün 
[Z.) in der norddeutschen Frühlingsform entsprechenden Exemplaren, eine 
Höhengrenze von 4000'. 

St. Gallen hier und da {Tä.); Zürich nicht gerade selten; aus den Um- 
gebungen Winterthurs [Biedermann) \ Bremgarten in Waldsümpfen nicht ge- 
rade selten [Boll); Bechburg öfter (ß.-8.); ebenso in den vielfach erwähnten, 
von Wu. untersuchten Gegenden des Aargaus. Bern, häufig (jRä. und Rthb.); 
bei St. Jean und Souaillon [CouL). 

P. Unguietda Hb. (Cultraria Fab.) [Hb. 48). 

R. an Buchen. 

F. in doppelter, analoger Generation. Umgebungen Zürichs, seltener 
[Zell.-Dold. und Hug.) und Winterthurs [Biedermann); Bern und Gadmenthal 
[Rä.); Schupfen [Rthb.); St. Blaise-Neuveville [CouL); ferner von Tramelan 
[Ge.); selten von Bremgarten [Boll) und im übrigen Aargau, am Engelberg, 
Born, bei Leuzburg in lichten Buchenwaldungen [Wu.); St. Gallen [Tä.) und 
Degersheim [Müller] . 

Die Höhengrenze im Gadmenthal 4500' [Rä.). 

P. Hamula Bsp. (Binaria Hufn.) [Hb. 46. 47). 

R. an Eichen. 

F. mit der gleichen Erscheinungszeit. 

Von Zürich [Hug.)., wohl aber selten, da ich ihn nie traf. Nicht selten 
bei Schupfen [Rthb.); dagegen um Bern vereinzelt [Rä. und Ja.); von der 
Bechburg [R.-S.) und St. Blaise-Neuveville [CouL). 

Cilix Leach. 

C. Spinula S. V. (Glaucata Scop.) [IIb. 40). 

R. an Schlehen. 

F. zweimal im Jahre. Im Tieflande der Schweiz verbreitet , obgleich 
sicher oft genug übersehen. 

Selten an manchen Orten , wie Basel, Born, Schupfen , Cressier und 
Landeron [CouL), häufiger dagegen anderwärts, so bei Siselen [Rä.), bei 
Zürich [Frey) und Winterthur (jB/erfermann) ; ferner von Bern [Jü.), der Bech- 
burg [R.-S.], von St. Gallen [Tä.], der Thalsohle von Ghur [KilL). 

Höhenverbreitung unbekannt. 



1;02 IH- Boinbyciden. 

Notodontiden. 

Harpyia 0. 

H, Bicuspis Bkh. [Hb. 36). 
R. an Birken. 

F. im Mai und Juni, eine grosse Seltenheit für unser Faunengebiet. Oft- 
ringen und Lenzburg (ly^«.); Neuveville iCow/.); Bergeil [Baz.)\ Zürich [Frei/]. 

H. PureulaL. [Hb. 39). 

R. an Weiden. 

F. im Frühsommer, wohl überall, aber seltener. Er erscheint auch auf 
dem Jura, so der Bechburg [R.-S.) und noch im niederen Alpengebiete, wie 
bei Bergün [Frey] und Gadmenthal; hier bei 4500' [M.) . Um St. Gallen viel 
seltenei als H. Bifida [Tä.]. 

H. Bifida Hb. [Hb. 38) . 

R. an Pappeln, namentlich Populus tremula. 

F. im Mai und Juni, dem ganzen Hügellande der Schweiz , doch als sel- 
tenere Erscheinung zukommend. Nur für die Bechburg [R.-S.) und Brem- 
garten wird eines häufigeren Vorkommens gedacht. 

Auch H. Bifida erreicht das niedere Alpengebiet, so im Gadmenthal [Rä.) 
und gewinnt annähernd gleiche Höhengrenze wie H. Furcula. 

H. Erminea Esp. [Hb. 35) . 

R. an Pappeln und Weiden. 

F. im Frühsommer. Niemals von Zürich ; aus dem Canton Bern , dem 
Aargau , von der Bechburg [R.-S.); von Basel [Lconhart, III); von St. Jean 
und Landeron [Conl.) selten. Für Graubünden führen sie nur die allen Ver- 
zeichnisse von Wredoiv und Ai)istein, aber kein neueres mehr auf, dagegen 
fand ro« ScZ/ew/»: Raupen bei Samaden (?) . Also selten und vereinzelt. Heer's 
Angabe für Glarus bis zur Bergregion ist kaum richtig. 

H. VinulaL. [Hb. 34). 

R. an Weiden und Pappeln. 

F. gleich der vorigen Art sich entwickelnd , aber als gemeineres Insekt 
überall vorkommend. Unter allen Arten dos Genus steigt er am meisten auf. 
Er ist noch bei 3500 — 4500' relativ häufig, selbst noch im Davos und im Ober- 
Engadin in mehr als 5000' Meereshöho. Als höchster Fundplatz ist der 
Riffelberg bei Zermatt zur Zeit bekannt. 

Stauropus Germar. 

S. FagiL. [Ub.'S\). 

R. an sehr verschiedenen Laubhölzern, so an Eichen, Buchen , Haseln, 
an Prunus padus, selbst an Cytisus laburiuun. 



Notodontiden. 103 

F. im Frühling und Sommer. Verbreitet und wohl im ganzen Flach- 
und llügellande vorkommend , meistens als selteneres Insekt. Heer's An- 
gabe : »Glarus bis zur Bergregion« stimmt mit der Höhenverbreitung in Nord- 
deulschland [Speyer) sehr wohl überein. i) 

Hybocami)a L. 

H. Milhauseri Fab. (//i. 32. 33). 

R. au Buchen und Eichen. 

F. im Frühjahr, Mai und Juni. Er kommt nur im Tieflande, wohl in sehr 
weiter Verbreitung aber als grosse Seltenheit vor. Als Fundplätze kennen 
wir namentlich verschiedene Stellen der Cantone Bern, Aargau, Zürich, dann 
die Bechburg. 

Notodonta 0. 

N. Dictaea L. (Tremula Cl.) [Hb. 22). 
R. an Birken und Pappeln. 

F. im Frühling, zuweilen mit zweiter Generation auch im Hochsommer. 

Im ganzen Flachlande der Schweiz, doch wohl nirgends eigentlich häufig. 

Die vertikale Verbreitung noch unermittelt. Notizen aus den Alpen fehlen. 

N. Dietaeoides Esp. [Hb. 23. 24). 

R. an Birken. 

F. im Mai und Juni und recht vereinzelt, seltener als die vorhergehende 
Spezies. Von Oftringen im Aargau [Wu.]; von der Bechburg (ß.-S.); Genf 
(Museum); im Wallis, oberhalb Brieg (il/5.); aus Graubünden in Mengold's 
Sammlung; bei Zürich von Hug. getroffen, von mir freilich niemals; VVin- 
terthur [Biedermann] . 

N. Ziczac L. [Hb. 26). 

R. an Weiden und Pappeln. 

F., im Frühling und Sommer überall und wohl nirgends eine Seltenheit 
in den tieferen Regionen. Nach RU. im Gadmenthale bis 4500', während ihn 
Z. bei ßergün vermisste und ich niemals ein Stück in den Alpen antraf. 

N. Tritophus Fab. [Hb. 27) . 

R. an Pappeln. 

F. im Frühsommer. Im ganzen Flachlande der Schweiz , aber überall 
selten nach den so oft erwähnten Gewährsmännern ; auch von Basel [Knecht) , 
der Bechburg [R.-S.), von St. Blaise-Neuveville [CouL), St. Gallen [Tä.) und 
von Chur [Cafl.). 

1) Uropus Ulmi S. V. sollte nach Jlis. bei Winterthur gefunden worden sein. Da 
seit mehr als 60 Jahren Niemand in der Schweiz das Thier antraf, ist höchst wahrschein- 
lich damals ein Irrthum vorgefallen. Sicher falsch ist eine jener oberflächlichen Bremi' schon 
Angaben, welche eines Vorkommens bei Zürich gedenkt. 



104 III. Bombyciden. 

N. Trepida Esp. (Tremula S. V.) (Hb. 30). 
R. an Eichen. 

F. im Frülijahr. Im ganzen Flacii- und Hügellande — unsere Quellen 
sind die alten — seltener. 

Elevation ganz unbekannt, wohl unbedeutend. 

N. TorvaHb. [Hb. 29). 

R. an Pappeln und Espen. 

F. wie der vorige erscheinend , nur selten und von wenigen Orten ge- 
troffen. Bern [Rä.]; für den Aargau von Bremgarten [Boll) und von Lenzburg, 
Oftringen und am dortigen Jura [Wu.]; vom Jolimont [Coul.]. Ferner aus 
den Umgebungen Winterthurs (Ä/ec/ej-mami) ; St. Gallen {Ta.)\ Base\{Leonhart) . 

N. Dromedarius L. [Hb. 28). 

R. an Birken und an Erlen. 

F. im Frühling, zuweilen auch in zweiter hochsommerlicher Generation 
[Frey). Unsere Art wesentlich im Tieflande; doch erreicht sie noch bei Le 
Prese im Puschlav nach von Schenk fast 3000' und im Gadmenthale sogar 
3600' (i?ä.); Graubünden {Mengold's Sammlung); Chur [Cafl.) ; um St. 
Gallen ziemlich selten (Tä.); von Winterthur, Zürich. Im Aargau weit ver- 
breitet, ebenso im Canton Bern; St. Blaise-Neuveville [Coul.); von Chexbres 
[Wu.]\ Genf (Museum); \N^allis, so bei Visp [Ja.]. 

N. Chaonia S. V. [IIb. 10. 11). 

R. an der Eiche. 

F. im ersten Frühling. Um St. Gallen selten [Tu.]; von Zürich [ZelL- 
Dold.) ; Albis und Winterthur [Hug. und Biedermann). Von Bremgarten 
[Boll) ; sowie ferner aus dem Aargau beim Engelberg', Born , Hauenstein, 
Gysulafluh und Lenzburg, aber stets vereinzelt [Wii.) . Von St. Blaise-Neuve- 
ville »gemein« (?) nach Coid. 

Höhengrenze gering ; doch näheres fehlt. 

N. Querna S. V. [Hb. 9) . 
R. abermals an Eichen. 

F. im ersten Frühjahr. Allein vom Südabhange des Aargauer Engel- 
bergs vereinzelt [Wu.) und dann noch in der Sammlung des Genfer Museum. 

N. Trimacula Esp. [H.-S. 84; und Var. Dodonaea S. V. [Hb. 8. H.-S. 83) . 

R. an Birken und Eichen. 

F. im April und Mai. (Bei Dodonaea die Vordcrflügel grau und weiss 
gebändert, während bei Trimacula die Aussenhälfte weisslich isl)^ Bei Solo- 
Ihurn einmal [Ms.]; Bern [liü.); an den Südabhängen des Solothurner und 
Aargauer Jura, an letzteren) stellenweise keine Seltenheit, so am Born, 



Notodontiden. 105 

Engelberg, Gysulafluh , Hauenslein, Olhniarsingen , ferner von LenzJmrg 

(TVw.); von der Bechburg [R.-S.]; Genf (Museum); aus dem Canton 
Zürich {Hug.) . 

N. BicoloraHb. {Hb. 18). 
R. an Birken. 

Der auffallende F. nur sehr vereinzelt und selten an wenigen Orten in 
unserem Faunengebiete getroften. So von Bremgarten [Boll) und Oftringen 

{Wii.); von der Bechburg [R.-S.). 

Lophopteryx Steph. 

L. Camelina L. [Hb. 19). 

R. an Linden , Birken , Espen", Erlen , Buchen , Eichen , Apfelbäumen, 
also polyphag. 

F. im Mai und Juni. Weit verbreitet und an vielen Orten häufiger. 
Gefunden in den Cantonen Basel, St. Gallen, Zürich, Aargau, Bern, Waadt 
und Graubünden (hier noch bei Tarasp und im Bergell) nach den gewöhn- 
lichen Quellen. 

Rä. traf diese Art im Gadmenthale noch bis 4500'. 

L. CueuUina S. V. [Hb. 20). 

R. an Ahorn. 

F. im Frühsommer , aber nur sehr lokal. Zürich, bei der Irrenanstalt 
[Hug.]; Umgebungen Winterthurs , selten [Biedermann); von der Bechburg, 
selten [R.-S.)\ aus dem Aargau, aber nur an einzelnen Orten [Wu.)\ ver- 
einzelt im Canton St. Gallen [Tä.]] von Sierre im Wallis [Hug.]; von Gad- 
men [Rü.). 

Pterosoma Germ. 

P. PalpinaL. [Hb. 16). 

R. an Populus und Salix. 

F. häufig im Frühling. Graubünden, St. Gallen, Zürich, Basel, Aargau, 
Bern, Waadt, Wallis, Tessin (bei Lugano), also wohl überall. Seine Er- 
hebung eine geringere ; doch noch im Gadmenthale [Rä.) . 

Dryuobia Dup. 

D. Velitaris Esp. Hb. 15). 

R. an Eichen und Pappeln. 

F. im Juni. Um St. Gallen selten [Tä.]; Winlerthur, Zürich [Ms., Zell.- 
Dold.); Bremgarten, sowie am Engelberg und Born, a])er niemals häufig 
[Boll und Wu.); Basel und Bechburg [R.-S.); Bern [Ms., Rä.); Schupfen, 
sehr selten (Rthb.); sehr selten von Neuveville iCoul.). 



106 III- Bombyciden. 

D. Melagona Bkh. (IIb 14). 

R. an Buchen. 

Von Bern [Rä.); Bechburg [R.-S.]; im Aargau am Engelberg und Born, 
doch selten [Wu.). 

Oluphisia Bsd. 

G. CrenataEsp. {Hb. 12. H.-S. 124). 

R. an Pappeln. 

F. im Frühling. Nur ganz vereinzelt und ziemlich selten in einem 
Theile des westlichen Faunengebietes. Bei Zofingen , Oftringen , Ölten, 
Aarau, Wildegg [Wu.); um die Bechburg [R.-S.]; St. Blaise-Neuveville sehr 
selten [Coul.)\ Zürich [ZeÜ.-Dold.]. 

Psilophora Steph. 

P. Plumigera S. V. [Hb. 13. 250). 

R. an Acer campestris, namentlich an Waldrändern. 

F. im tiefsten Spätherbste, Ende Oktober und im Noveml)er. 

Zürich (hier die häufigste aller Notodonten [Frey] und auch häufig im 
benachbarten Bremgarten [Boll] ; Winterthur [Ms. und Biedermann] ; von 
Dusnang [Engster); im Aargau verbreitet [Wu.); Bechburg, selten [R.-S.); 
Bipp [Ms.); Bern [Rä.]; Neuveville, häufig [CouL); Basel [Knecht u. A.); 
Wattwyl (3158') [Frei); St. Gallen [Tä.); Chur [Caf].). 

Zur Höhenverbreitung sei bemerkt, dass Rä. das Thier noch im Gadmen- 
thal, aber grösser und verdunkelter, 'traf. 

Cnetocampa Steph. 

C. Processionea L. [Hb. 159. 160). 

R. in bekann lor Lebensweise und Schädlichkeit an der Eiche. 

F. im August und September. Zürich (selten); von den benachbarten 
Dörfern Dübondorf, Wallisellen und Maur [Hug.); von Luzern [Derselbe); im 
Aargau bei Villmergen (1288'), Othmarsingen , Lenzburg, Wildegg u. s. w. 
[Boll, Wu.); Bern, früher sehr selten, jetzt verschwunden (i/s., Rä.); St. 
Blaise-Neuveville [CouL); bei Denens (1542') in der Waadt [Derselbe); um die 
Bechburg nicht häufig; ferner von Basel (/L-S., Ä«ec/(i) . In Graul)ünden, 
wie es scheint, niemals getroflen [Kill.). 

C. Pityocampa S. V. (7/^. 161). 

R. an langnadligen Pinus-Arten, l)ei uns namentlich an P. sylvestris. 

F. im Mai und Juni. Er erreicht nur die südlichsten 'J'heile des Faunen- 
gebietes, wo er stellenweise verheerend auftritt. 

Aus dem Puschlav, aber nur bei Brusio [Frey): dem Bergcll [W'U.). Süd- 
lich von Genf, auf savoyischem Boden [Frey-(lessner); von Nyon [ Fach med de 



Notodontiden. 107 

Bottens); überhaupt im Wtiadllunde gemein und schädlich, von Palezieux 
(1986'; bis Gingins (1678') am Fuss der Dole (Rä.); früher ebenfalls von 
Denens [Ms.]. Für das Unter-Wallis fehlen alle Angaben. Von Yisper- 
terminen (./«.). 

Phalera Hb. 

P. Bucephala L. [Hb. 19i. 195). 

R, an Eichen, Buchen, Haseln, Linden, Weiden elc. 
F. im Mai und Juni häufig. Er steigt mit oft sehr dunklen Exemplaren 
im Gadmenthale bis zu 4000' auf (/?«.). 

Pygaera 0. 

P. Anastomosis L. [Hb. 87). 

R. an Espen und Weiden. 

F. mit doppelter Generation im Mai und zu Anfang September. 

Graubünden [Mengold's Sammlung); Umgebungen Zürichs [ZeU-Dold.] 
und Winlerthurs [Biedermann); aus verschiedenen Stellen des Aargaus, wie 
Bremgarten (J5o//), den Umgebungen Badens u. a. 0. [Wu.]; Bern [Ms.,Rä.); 
Gadmenthal, nicht selten und mit der Espe bis 4500' aufsteigend [Rä.); 
Schupfen, sehr selten [Rthb.); St. Blaise-Neuveville [CouL)\ am Strandboden 
des Bieler Sees an Salix triandra häufig [Rä.) ; von Basel [Stehelin-Imhuf, 
SuUjev) . 

P. CurtulaL. [Hb. 89). 

R. an Weiden und Pappeln. 

F. in doppeltem Vorkonnnen, ähnlich der vorhergehenden Spezies und 
weit verbreitet. 

Graubünden, so im Rheinthal (Ä7//.) und aus dem Ober-Engadin [Bi. 
bei Mgb.); Umgebungen St, Gallons [Tä.]; Zürich, Winterlhur und Brem- 
garten , dann im übrigen Aargau (bekannte Quellen); auch bei Mellingen 
(1087') und von Luzorn [Wu.); Bern, Gadmenthal [Rä.); Schupfen [Rthb.); 
St. Blaise-Neuveville, so bei Montmirail [CouL); Becliburg [R.-S.) und Basel 
{Kriecht, Leonhart) . 

Höhengrenze über 5000', 

P. Anaehoreta S. V. [Hb. 88) . 

R. an Pappeln und Weiden. 

F. in gleicher Erscheinungszeit. 

Graubünden im Rheinthal [Kill.) und Ober-Engadin [Mijb.); St. (iailen 
[Tä.); Zürich, Winterthur; die gewöhnlich erwaihnten Aargauer Lokalilälen 
[Wu.); Bern [Rä.) und St. Blaise-Neuveville [CouL). 

Höhengrenze ähnlich wie bei der vorhergelienden Art, 



108 III. Bombyciden. 

P. Reclusa S. V. (Pigra Hufn.) [Hb. 90). 

R. an Weiden. 

F. in der bei den vorhergehenden Arten erwähnten Erscheinungszeit. 
Im Hochgebirge wird die Generation nattirlich zur einfachen. 

Graubünden im Rheinthal, dem Rergell [Ba.z.) und im Ober-Engadin 
[Mgb.). Ich traf sie hier am Silser See. Umgebungen^St. Gallens [Tä.]; ver- 
breitet in den Cantonen Ztirich und Aargau, Basel, Luzern, Bern (auch im 
Gadmenlhale) und Waadt. Sie fehlt wohl nirgends und gewinnt, wenigstens 
im Ober-Engadin, eine Meereshöhe von mehr als 5500'. 

Cymatophoriden. 

Clonophora Bsd. 

G. DerasaL. {Hb. 66). 

R. an Him- und Brombeeren, am Tage in eingerollten dürren Blättern. 

F. im Juni. Er lebt versleckt und scheint sich über das Hügelland nicht 
zu erheben. Seine Verbreitung ist eine ausgedehnte, indem man ihn in den 
Cantonen Basel, Solothurn, Aargau, Zürich, Luzern, Bern, NeuchciteJ, Waadt, 
St. Gallen und Graubünden angetroffen hat. 

lieber die Höhengrenze fehlen Beobachtungen. 

Thyatira 0. 

T. Batis L. [Hb. 65). 
R. an Rubus-Arten. 

F. im Frühling und Sommer überall. Er scheint höher im Gebirge auf- 
zusteigen ; aber die genauere Ermittlung der Elevation fehlt auch hier. Nur 
Rü. gedenkt seines Vorkommens bei Gadmen bis 4000'. 

Cymatopliora Tr. 

C. Oetogesima Hb. [Hb. 209). 

R. an Populus-Arten. 

F. in unserem Faunengebiet selten und vereinzelt. 

Zürich (Hug. und Frey); Winterthur [Hvg. und Biedermann); aus dem 
Aargau von den bekannten Fundstellen und auch von Luzern {Wu.); Gad- 
men, selten, sowie von Bern [Rä.); Neuveville [Coul.]; Bechburg [R.-S.]; 
Basel [Knecht, Leonhart). 

C. Or. S. V. (///;. 210). 

R. an den gleichen Pflanzen, wie bei der vorigen Art. 
F. in derselben Erscheinungszeil, aber gemeiner und überall ver- 
breitet. 

Das Aufsteigen im Gebirge kennen wir zur Zeit noch nicht. 



Cymatophoriden. 109 

C. Bipuneta Bkh. (Duplaris L.) {Hb. 211). 

R. an Pappeln und Weiden. 

F. im Ticflande mit doppeller Generation, im höheren Gebirge mit 
einfacher. 

Zürich [Zell. -Bold. ^ ff'fQ-]'-! Winterthur [Biedermann); Bremgarten [Boll]; 
ebenso von Aarberg, am Born und Engelberg, Lenzburg [Wu.]; Bechburg 
(R.-S.); Bern und im Gadmenthale [Rä.); Thun, Lenk {Ja.); Schupfen {Rthb.); 
Neuveville [Coid.) ; St. Gallen [Tu.]; Graulmnden, so bei Chur [Cofl.) 
und höher. 

bii Alpenlande bei Bergün nicht selten [Z.]. Ich erhielt sie auch von 
dem angrenzenden Tiroler Dorf Trafoi und oberhalb desselben. 

Die Höhengrenze in den Südalpen wird öOOO' überschreiten, während 
sie für das Gadmenthal Rü. zu 4000' annimmt. 

C. Fluctuosa Hb. {Hb. 212). 

R. nach Art der vorherigen. 

F. abermals in doppelter Generation. Jedenfalls sehr wenig verbreitet, 
so an verschiedenen Orten des Aargaus {Wii.) und in den Umgebungen 
Winterthurs {Biedermann) . 

Asplialia Hb. 

A. RuftcoUis S. V. {Hb. 207). 
R. an Eichen. 

F. im Beginne des Frühlings. Zürich, nicht hüufig [Frey); einmal am 
Aargauer Engelberg {Wu.); St. Blaise-Neuveville {Coul.). 
Weitere Mittheilungen fehlen. 

A. Diluta S. V. {Hb. 206). 

R. an Eichen. 

F. möglicherweise mit doppelter Generation im ebeneren Gebiete. 
Bremgarten, selten {Boll); um Lenzburg und Oftringen nicht gar selten 
{Wu.); von der Bechburg selten {R.-S.); von Landeron (früher häufig) [Coul.). 

A. Flavieornis L. {Hb. 208). 

R. an Birken. 

F. im ersten Frühling. Seine Höhengrenze bleibt unermittelt. Er ist 
seltener als in Deutschland. 

Um St. Gallen, nicht häufig, auch von Degersheim {Müller, Tit.); um 
Zürich mehrfach {Zell.-Dold., Hiig., Frey); von Winterthur öfter {Bieder- 
mann). Bern und Gadmenthal, an letzterem Orte häufig [Rä.); Bremgarten 
nicht selten {Boll); Oftringen, vom Engelljerg und Lenzburg {Wu.). 

A. Xanthoceros Hb. (Ridens Fab.) {Hb. 205). 
R. an Eichen. 



110 IV. Noctuiden. 

F. im Frühlniij;. Zürich, Aargau, zwischen Rorschach und Mörschwyl 

(r«.); von der Bechburg [R.-S.); St. Blaise-Neuvevilie [Coul.]. 



IV. Noctuiden. 

Diloba Stepli. 

D. Caeruleocephala L. [Hb. 196). 

R. an Schlehen, Weissdorn, Ajifelbiiunien u. s. w. 

F. im Spiitsommer hiiufig. Etwa l)is 2500' aufsteigend. 

Simyra 0. Tr. 

PS. Nervosa S. V. [Hb. 226). 
Soli im Wallis vorkommen [Gn.]. 

Deinas Steph. 

D. CoryliL. [Hb. 17. 18). 

R. an Buchen, Eichen, Linden, Haseln, Erlen. 

F. im Mai und auch im Juli, wohl überall im tieferen Landestheile (aus 
Graubünden fehlen alle Angaben). Bis 4200' im Gadmenthale [Uii.]. 

Acronycta 0. Tr. 

A. Leporina L. [Hb. 15. 16) und Var. Bradyporina Tr. [II. -S. 636). 

R. an Espen, Weiden, Birken und Alnus vii'idis. 

F. im .Tuli. In den Cantonen Basel, Aargau, Zürich, Schaffhausen, St. 
Gallen, Bern; auch vom .Iura, Tramelan [Ge.)\ vom Appenzeller Weissbad 
\P.-I.); aus dem Churer Rheinthal, von Tarasp und Trafoi [k'ilL). Gewöhn- 
lich ein selteneres Vorkommniss. 

Höhengrenze im Gadmenthale ungefiihr 4200' und bei Trafoi 5000'. 

Var. Bradyporina (mit dunkleren, graueren Vorder(lügeln) bei Bern 
hiiufiger als die Stanuuarl [Ja.); vom Gadmenthal [Rü.); Aargauer Fundplätze 
[Wu:.]; Bremgarten [Bali); Zürich [Frei/); Berneck bei S(. Gallen (7'ä.); 
Weissbad [Slölkcr); Graui)ünden nach älteren Angaben. 

A. Aceris L. [Hb. 13. 14). 

R. an Eichen, Haseln, Ahorn, Rosskastanien u. s. w. 

F. im Mai und Juni, sehr verbreitet. Aus aUen Ganionen erwähnt. 

Im (;a(lm('i)llial(> bis elwa i?00' (liä.). 



IV. Noctuiden. 1 j 1 

A. Megaeephala L. (Hb. 10. 11). 
R. an Pappeln, Espen, Weiden. 
F. im Juni, an den meisten Orten iiäufiger. 
Nach Rä. in der mittleren Scliweiz bis etwa 5000' ansteigend. 
Ein sehr grosses dunkles Stück von Tramelan [Ge.). 

A. Alni L. [Hb. 3). 

R. an Erlen, Eichen, Linden, Kirschbäumen. 

F. im Juni. Rern [Beut.); Burgdorf (i/.-/).); Schupfen [Rthb.]; Bechburg 
(R.-S.); Alpnach, Luzern , Wäggis [Wu.); verbreitet im Aargau [Derselbe); 
Rheinthal und Bergell (AV//., Baz.). 

A. Strigosa S. V. [Hb. 2). 
R. an Crataegus oxyacantha. 

F. im Juni. Von Bern seilen [Bent.]; von Burgdorf [M.-D.)\ aus dem 
Aargau [Wu.]. 

A. Tridens S. V. (?//?;. 5). 

R. an Weiden, Pappeln, Schlehen, Apfelbäumen. 

F. im Mai und Juni, wohl überall. Er scheint bis in die Vorberge auf- 
zusteigen [Wu.]. 

A. PsiL. (?//6. 4). 

R. an Schlehen, Apfelbäumen, Pappeln. 

F. im Mai und Juni, verbreitet um! häufigei". 

Im Gadmenthale dürfte er 5500' erreichen {Rü). 

A. Cuspis Hb. [Hb. 504). 

R. an Alnus glutinosa. 

F. im Mai und Juni, selten und sehr lokal. Tramelan [Ge.]; ?St. Blaise- 
Neuveville [CouL); Schupfen [Rthb.); Aargauer Stellen [Wu.); i G\i\vus [Heer); 
? Graubünden (ältere Quellen). 

A. Meuyanthidis Vieweg [Hb. 67) . 

R. an Menyanthes und Lysimachia, auf nassen Wiesen. 

F. lokal im Mai. Uallwyler See, ol)erer Theil des Aathales, Torfmoor 
von Wauwyl (1622'), zwischen 01(i-ingen und Safenwyl (1484') [Wu.). St. 
Gallen (rä.) und Graubünden Sfgr.). Die Höhengrenze unbekannt. 

A. Aurieoma S. V. [Hb. 8). 

R. polyphag an Laubholzern und niederen Pflanzen. 
F. im Mai und Juni, dann im August. Wohl überall, bald häufiger, 
bald seltener. 

Er geht hoch in das Gebirge, freilich vereinzelt; so bei Trafoi bis zui" 



112 IV. Noctuiden. 

Baumgrenze [Wo.]. Eine ilunklere, schön gezeichnete Form traf Bit. im 
Gadmenthale. 

A. Euphorbiae S. V. {Hb. 529) und Var. Montivaga Gn. [Frr. 737). 

R. polyphag. 

F. im Mai und Juni, dann nochmals im Spätsommer. Wohl überall, 
vom Jura [Ge.) zum Simplon bis Graubünden. 

Var. Montivaga (grösser und dunkler), die Gebirgsform , stellenweise 
häufig, so im Gadmenthale. Von Trafoi und am Slelvio; hier noch in mehr 
als 8000' Höhe. 

A. Euphrasiae Bkh. [H.-S. 87—89. 374. 375). 

R. polyphag, gern an Campanulen im Jura. 

F. mit denselben zwei Generationen, im Tieflande, am Jura und in den 
Alpen. Er erreicht nicht nur das höhere Gadmenthal [Rä.], sondern auch 
die Thalsohle des oberen Engadin [Pfaffenzeller., M.-D., Frey). 

A. Rumicis 1j. [Hb. 9). 

R. polyphag, an Laubhölzern wie niederen Pflanzen. 
F. in zwei Generationen. Im Gebirge, so der Ebenalp in Appenzell 
und bei Trafoi [Wo.) zu 5000' und mehr. 

A. LigustriL. (//6. 21). 

R. an Liguster und Eschen. 

F. im Mai und Juni, seltener, doch weitverbreitet. Cantone Basel, 
Thur- und Aargau, Zürich, Solothurn, Bern, Neuchatel, St. Gallen, Glarus, 
Graubünden. 

Bryophila Tr. 

B. Raptricvaa Hb. {Hb. 29) und Var. Deeeptricula Hb. {Hb. 30). 
R. an Flechten von Baumstämmen und Mauern. 

F. im Hoch- und Spätsonnner. Basel und Bechburg (ß.-S.); Aargauer 
Fundstellen mit Holderbank (2215') {Wu.); Bremgarten [Boil]; Zürich [Hag. 
und Zell. -Dold.); St. Blaise-Neuveville {CouL). 

Var. Deeeptricula (mit rothbraunen Vorderflügeln) ist bei Oftringen 
häufiger als die Stammform {Wu.); Bremgarten {Boll); Bechburg {R.-S.]; 
Basel {Leonhart); St. Blaise-Neuveville {CouL). 

B. Fraudatrieula Hb. {Hb. 28). 
R. an Flechten. 
F. im Juli von Bern {Ja.) und Basel {Knecht). 

B. Ravula Hb. {Hb. 461) und Var. Ereptrieula Tr. {Hb. 863). 
R. mit ähnlicher Lebensweise. 



IV. Noctiiiden. 113 

F. im Juli und August, seltener. Zürich ijiur/., Frey]] Lenzburg (IF?/.); 
Bechburg [li.-S.]] St. Blaise-Neuveviile {CouL); Cliur [Baz.]. 

Var. Erepti'icula (mit schwiirzliclien Vorderflügeln , grauer Basis und 
Flügelmakeln) von Zofingen, Oftringen und Aarl)urg , nicht häufig [Wu.]; 
Bechburg {R.-S.); St. Blaise-NeuveviUe [Coul.); St. Gallen (7(7.). 

B, Spoliatricula S. V. (Algae Fab.) [Hb. 26j und Var. Degener Esp. 

R. an Flechlen der Lau])bäume. 

F. im Sommer, lokal und seltener. Bern [Bent.]; Schupfen [Rthb.); Siselen 
(R(7.); St. Blaise-Neuveviile (CouL); Aargauer Fund|)l;it/e [Wii.); Bechburg 
{R.-S.]; Genf (Museum). 

Die Var. Degener (mit fast einfarbig grünen Vorderflügeln) von Si- 
selen [Rä.]. 

B. Glandifera S. V. (Muralis Forster) [Hb. 24) und Var. Par Hb. 
[Hb. 5 IG). 
R. an Stein- und Mauerflechlen. 

F. im Sommer seltener und vei'einzelt. Burgdorf [M.-D.) früher häufi- 
ger; Schupfen [Rthb.]] St. Blaise-Neuveviile [Coul.]; Tramelan [Ge); Ouchy 
[Panchaud de Bottens); Genf (Museum); Zürich [Ffey); Rorschach {Tu.); Chur 
(Ä7//.); Ghiavenna {Mgb.]. 

Var. Par (heller, verloschener) von Grindelwald und Martigny [Wn.) 
und sonst im Wallis {Anderegg]; aus Graubünden [Amslein] . 

B. Perla S. V. {Hb. 25). 

R. an Steinflechten. 

F. im Hochsommer in weitester Verbreitung. Noch am Stein unterhalb 
Bergün (Z.) und im Ober-Engadin {Pfaffenzeller) ^ also wohl die am höchsten 
aufsteigende Bryophila. 

Eine schöne Var. mit vielem Gelb von Tramelan {Ge.). 

Moma Hb. 

M. Orion Esp. (Aprilina S. V.) {Hb. 22). 

IV. an Eichen und Buchen. 

F. vom Frühling bis in den Juli, sehr verbreitet von Schaffhausen bis 
Genf, doch stellenweise, wie zu Zürich, fehlend oder sehr seilen. Höhen- 
grenze wohl unbedeutend. 

Diplithera 0. 

D. Ludifiea L. {Hb. 23). 

R. an Crataegus, Apfelbäumen, Prunus jiadus, Salix caprea. 
F. im Mai und Juni und dann im Hochsommer, verbreitet, aber seltener. 
Die gewöhnlichen Aargauei- und Berner Fundslellen; Bechburg [R.-S.]: 

Frey, Lepidoijtereu. 8 



114 . IV. Noctuiden. 

Zürich {Frey); St. Gallen {Tu.) und Ragaz-Pfäfers {Eisenring); Schaffhausen 
[Trapp). 

Höhengrenze woh! unbedeutend. 

Panthea Hb. 

P. Coenobita Esp. {Hb. 72). 

R. an Pinusarten. 

F. im Mai und Juni, selten. Bern {Beut.); Gurnigel {Ja.]; um Oftringen, 
Lenzburg u. s. w. [Wu.); Reinach {Boll); Bechburg {R.-S.); Tramelan (Ge.); 
?Glarus {Heer). 

Agrotis 0. Lederer. 

A. Porphyrea S. V. (Strigula Thunberg) (///>. 93). 
R. an Heidekraut. 

F. im Sommer. Von Base\ {Leonhart); Aargauer und Berner Fundplätze ; 
Torfmoor von Bünzen {Wu.); Bellalp im Wallis {Ja.); Sils im oberen Engadin 

[Hnateck) . 

Höhe wohl bis 6000'. 

A. Polygona S. V. {Hb. 125). 
R. an Polygonum und Rumex. 

F. im Friihsommer lokal. Vom Aargauer [Wu.) und dem Rerner Jura, 
der Bechburg [R.-S.) und dem Wallis [Anderegg) . Steigt wohl wenig auf. 

A. Sigma S. V. (Signum Fab.) [Hb. 122). 

R. polyphag, auch an Vil)urnum lantana und Cytisus laburnum. 

F. im Juni und Juli, doch meistens vereinzelt. Aargauer und Berner 
Fundstellen; Bechburg [R.-S.); Zürich [Frey); Schaffhausen [Trapp); üus- 
nang im Thurgau [Engster); St. Gallen (7V/.); Graubünden (Kill.). 

A. Janthina S. V. [Hb. 100). 

R. polyphag an niederen Pflanzen, Primulen, Mercurialis, Arum etc. 

F. im Juli und August, meistens selten und vereinzelt. Berner und 
Aargauer Lokalitäten; Bechburg {J{.-S.); Tramelan {(h\]: Zürich [Frei/]: 
Fischingen {Engster); St. Gallen {Tä.); Ghur {Ca/I.). 

Höhengrenze wohl gegen 3000'. 

A. Linogrisea S. V. {Hb. 101. 531). 

R. an Primeln und anderen niederen Pflanzen. 

F. im Juni und Juli , seKeii und mit geringer Elevation, wohl nur dem 
Westen angehörend. 

Neuchatel {Rihh.) ; St. Blaise-Neuveville {Coul.) ; Burgdorf {M.-D.); 
Oftringen, Engelberg, Frohl)urg , Beichen [Wu.); aus dem Wallis, .so den) 
Vis])thal (M.-l).) und von (iamscn {Anderegg). 



IV. Noctuiden. 115 

A. FimbriaL. (Hb. 102. 551. 552). 

R. polyphag an niederen Pflanzen , Primulen , Nesseln , auch an Loni- 
ceren etc. 

F. im Sommer überall, bald seltener, bald häufiger. Er eri'eicht , viel- 
leicht vom Winde erfasst, bedeutende Hohen, so bis 8000' {Heei-, liä.). Eine 
stehende Alpenl)ewohnerin ist A. Fimbria aber kaum. 

A. SobrinaBsd. [H.-S. 127—129) u. Var. Gruneri Gn. [Dup. 59. 5. b). 

F. Ende Juli und im August, wohl nur dem westlichen Theile des 
Faunengebietes als seltenere Erscheinung angehörig. Berner Oberland 
{Rthb.]; Oftringen und Aarthal (11^/.). 

Var. Gruneri (grösser, mit graueren Vorderüügeln) von Gadmen (ßä.) 
und Eigenthal am Pilatus {Wu.). 

A. PunieeaHb. [Hb. 115). 

R. an niederen Pflanzen, sowie Him- und Brombeeren. 
Aus dem Wallis (S'/r/?.); von Siselen {Hä.); im Aargau von Wildegg, dem 
Engelberg und der Gysulafluh [Wu^.]. 

A. Augur Fab. [Hb. 184). 

R. an niederen Pflanzen, wie Primulen, Leontodon, auch von Loniceren, 
Vil)urnum und Prunus-Arten. 

F. im .luni und Juli, wohl im ganzen Tieflande, hald häufiger, bald sel- 
tener und auch in den Alpen, so dem Gadmentlia! unti dem ganzen Engadin 
von Tarasp [Kill.) bis Sils-Maria [Hnateck] . 

Höhenverbreitung (iber 5500'. 

A. SennaHb. [IIb. 771. 772). 

F. nur aus den südlicheren Alpen , so Gamsen im Wallis {Anderegg); 
zwischen Täsch und Zermatt auf Ali)wiesen [Slri/ve): von Cbur {Tr.) . 

A. Ravida S. V. (Obseura Brahm) {Hb. 126). 
K. an niederen Pflanzen. 

F. vom Eingelberg bei Oftringen, von Eigenthal {Wu.); von Flims und 
Tarasp iCafl., Kill.). 

A. Pronuba L. {Hb. 103) und Var. Innuba Tr.) [Frr. 275). 

R. an niederen Pflanzen. 

F. im Juli gemein und überall vereinzelt, noch hoch im (iebirge. So am 
IMz Umbrail der Stelviokelte in 8000'; Berner Hochalpen bei 10,000' {Hü.). 

Var. Iniudja (Thorax luid Vorderflügel gleichfarl>ig) untermischt mit der 
Stammart; auch aus dem Bergell {Baz.). 

A. Subsequa S. V. (Orbona Hufn.) {IIb. 106). 

R. an niederen Pflanzen, wie l'rinuda. Pl.inlago, Leontodon. 

8* 



1 16 IV. Noctuiden. 

F. im Juni und Juli, seltener. Basel [Knecht); Bechburg [R.-S.); Lenz- 
burg [Ringier); Oftringen und Aarburg [Wu.); Bern {Rä.)\ St. Blaise-Neuve- 
ville [CouL); Genf (Museum); Glarus [Heer). 

A. Comes Hb. (Orbona Fab.) [IIb. 521) und Var. Prosequa Tr. 

R. an Primulen, Lamiuni, Urtica etc. 

F. im Juni und Juli. Aus den Gantonen Basel, Aargau, Bern, Waadt, 
St. Gallen, Scliad'liausen und Graubünden, vielfach als seltener erwähnt. 

Var. Prosecjua (Vorderflügel dunkler und deutlicher hell gezeichnet) 
untermischt mit der Stanunform von Lenzburg [Wu.]. 

A. Castanea Esp. (Cerasina Frr.) [H.-S. 131 — 133) und Var. Negleeta 
Hb. [Hb. 160). 
R. polyphag an Heide, Heidelbeeren, BlUthen von Taraxacum, Trago- 
pogon, Crepis, Hieracien. 

F. im Sommer, nur sehr lokal. Lenzburg [Wu.)] Bern [Beut.). 
Var. Negleeta von Bern, dann von Schupfen sehr selten, weniger in den 
Berner Alpen [Rthb.); von Meiringen und Nyon [Rä.). Graue Form. 

A. Hyperborea Zetterst. 

F. im Hochsommei- sehr selten. Von Chur (Ca/L); Sils-Maria [Hnatcck, 
von Heinemann [v. Hein.], Frey). Ich fing ein Stück in 7000' Höhe, ebenso 
Wolfensberger auf der Celeriner Alp. Unsere Stücke gleichen lappländischen 
vollkommen. 

A. Collina Bsd. (Montana Frr.) [H.-S. 142). 

Aus dem Berner Oberland ((»'»., H.-S.) und Wallis [Lederer) selten. 

A. Triangulum Hufn. [Hb. 497). 
B. an Primulen, Geum etc. 

F. vom Juni bis August sehr verbreitet mit ungleicher Häufigkeit. Noch 
bei Sils-Maria, also in mehr als 5500'. 

A. Baja S. V. [Hb. 119). 
B. an Primula elatior. 

F. vom Juni bis Septeujber, an manchen Orten häuliger, an antlorn sel- 
tener. Auch aus dem Gadmenthale [Rä.) und von Sils-Maria [Hnateck). 

A. Sincera Hb. (ZeUeri H.-S.) [H.-S. 512. 513), Var. Rhaetica Stgr. 

R. unbekannt. Nur die trüber graue und mit dci'artigen , iiicht aufge- 
hellten Hinlerflügeln versehene Var. Rhaetica erscheint als Seltenheit im 
Grauhündner Hochland. So im Engadin J)ei Sils-Maria durch Nachlfang er- 
halten [Hnateck, Frey); von Bergün ein Ex. [Z.). Flugzeit .luli und August 

lliiliemirenze ilber 5500'. 



i 



IV. Noctuiden. 117 

A. Speciosa H.b (Ifb. 491) vind Var. Obscura Frey. 

H. unbekannt. 

F. in derselben Zeit, doeh verbreiteter, häufiger weil liefer absteigend. 
Sils-Maria [v. llmn., Frey, Hnatech) \ vom Weissenstein [Wolfensberger); 
Bergell {Ba.z.); Andermatl {Speijer)] Wallis [Stgr.]; Engsllenalp {Ja.); Gad- 
nien mit 4000' häufiger (ßä.); von Langnau im Emmentliale etwas über 
2000' [Rthb.]. 

Var. Obscura mit ganz dunkel sehwarzgrauen Vorderflügeln findet sich 
sehr vereinzelt im Ober-Engadin. 

A. Candelisequa S. V. [IIb. 397) und Var. Signata Stgr. 
~ R. an niederen Pflanzen. 

F. seltener, im Juni und Anfang Juli vom Jura, so dem Aargauer , z. B. 
ßelchen, Hauenstein [Wu.), der Bechlmrg (fi.-S.), dem Berner, wie Tramelan 
(Ge.) und St. Blaise-Neuveville [Coul.); dann aus den Alpen, Gadmen [Rä.) 
und Thalsohle des obern Engadin [Pfaffenzellcr) . 

Var. Signata (heller und mit sehr deutlichen schwarzen Zackenlinien) 
vom Aargauer Jura und der Bechburg {R.-S.). 

A. C. nigrum L. [IIb. 111). 

R. an niederen Pflanzen. 

F. im Mai und Juni, dann im September, sehr weit verbreitet, bald sel- 
tener, bald häufiger. 

Aus den tieferen Theilen wohl aller Cantone. Erreicht Sils-Maria 
{Hnateck); auch aus dem Bergell [Baz.]. 

A. Ditrapezium Bkh. (Tristigma Tr.) [Hb. 472). 
R. an Primulen, Lamiuni etc. 

F. im Juni und Juli in weiter Verbreitung durch das Tiefland , am Jura 
und in Alpenlhälern , so bei Chur. Allein aus höheren Regionen von Sils- 
Maria [Hnateck), dann auch noch aus dem Bergell [Baz.). 

A. Rhomboidea Tr. (Stigmatica Hb.) [Hb. 470. 471). 

R. an niederen Pflanzen, Primula, Galium, Pulmonaria. 

F. wie der vorhergehende, doch seltener und vereinzelt. 

ßechburg [R.-S.)', Aargauer Fundstellen [Wu.); Bremgarten [Boll]; Bern 
[Bent.); Siselen und Ferenbalm [Rä.); Schupfen, Langnau [Rthb.); Genf 
(Museum); St. Gallen [Tä.) und Sehaffhausen [Trapp). 

A. Xanthographa S. V. [Hb. 138). 

R. an Gräsern. 

F. im August und September in weitester Verbreitung, stellenweise 
häufig. 

Basel [Knecht); Bechburg [R.-S.); Aargauer Fundplätze [Wu.); Brem- 
garten [Boll); Bern [Bent.); Siselen und Nyon [Rä.]; Zürich [Frey); Schaff- 
hausen [Trapp); St. Gallen (rä.). 



118 IV. Noctuiden. 

A. Kubi Vieweg (Bella Bkh.) [H.-S. 81). 

R. an Grasarten und niederen Pflanzen. 

F. in doppelter Generation, bei uns selten und lokal. 

Bern {Ja,); Siselen [Rä.) , hier öfter; Schupfen (Rthb.]\ am Fuss des 
Engelbergs, von Oftringen und Lenzburg [Wii.]; von Zürich [v. Hnm.); von 
Chur und am Gürgaletsch über 6000' [Ca/L); auch von Tarasp '.Kill.]. 

A. Dahlü Hb. [Hb. 465. 466). 
R. an niederen Pflanzen. 
Ein Exemplar vom Fusse des Born bei Aarburg {Wu.) . 

A. Brunnea S. V. [Hb. 121). 

R. polyphag, an Brombeeren, Solidago, Primulen, Pteris aquilina etc. 

F. vom Juni an tief in den Hochsommer hinein. 

Wohl überall im Tieflande, am Jura, wie in den Voralpen. Noch von 
Flims [CafL] und aus dem Bergell [Baz.) . Im Hochgebirge scheint A. Brunnea 
zu fehlen. Bei Zürich einstens während des Mai's in finsteren Tannenwal- 
dungen gemein; jetzt fast verschwunden [Frey). 

Die Höhengrenze also eine geringere. 

A. Pestiva S. V. [Hb. 114. 467—469). 

R. an Pteris aquilina, Primula elatior und Mespilus germanica. 

F. von Ende Mai bis in den August, lokal. So von der Bechburg (Ü.-S.); 
Aargauer Fundstellen mit Bremgarten [Wu. und Boll)\ Eigenthal am Pilatus 
[Wu.)\ Bern [Beut.); Burgdorf [M.-D.]; Gadmenthal [Rä.]; Berner Alpen 
[Rtfib.]; Viege [Zell.-Dold.]: Genf (Museum); St. Gallen, selten {Tä.)\ Sils-Maria 
[Hnateck]. 

Also bis 5500' aufsteigend. 

A. ConfluaTr. [H.-S. 154. 455). 

R. an niederen Pflanzen, wie Silene, Plantago, Polygonum bistoi-la. 
F. in den Berner Alpen [Rthb.); Beleben, Engelberg, Eigenthal (1V'</.). 

A. DepunctaL. [Hb. 120. 502). 

R. an niederen Pflanzen, z. B. an Primula elatior. 

F. im Juli und August, verbreitet, aber selten. 

Berner und Aargauer Fundstellen, am Jura bei St. Blaise-Neuvcville 
[CouL); aus den Berner Alpen [Rthb.); von Gadiiion ßU.); dem Wallis [Be.); 
im Tieflande bis Schafl'hausen ; ebenso in Graubünden und hier in's Bergell 
(Baz.) und das obere Engadin [Bi.) gehend. 

Höhengrenze etwa 5500'. 

A. Glareosa Esp. (Hebraica Hb.) [IIb. 642. 643). 
R. an Blüthen der Hieracien. 



IV. Noctuiden. 119 

F. im September, lokal und selten. Gamsen im Wallis {Anderegg); 
Bern [Bent.]; St. Blaise-Neuveville [CouL); Lenzburg [Wii.]; Bechburg [R.-S.). 
Nicht aus der Ostschweiz. Höhenverbreitung wohl gering. 

A. Margaritacea Bkh. (Glareosa TT.)[Hb. 130). 
R. an Plantago. 

F. selten und lokal im Juli. Aargauer Fundstellen [Wu.]:, St. Blaise- 
Neuveville [Colli.]; Schaffhausen [Trapp). Wohl ein Thier des Tieflandes. 

A. Multangula Hb. [Hb. 116). 

R. an Galium mollugo und anderen niederen Pflanzen. 

F. im Hochsommer, ein Bewohner des Jura und der Alpen. Bechburg 
[R.-S.]; Aargauer Jura (TFi/.); St. Blaise-Neuveville [Coul.]; V^'n\Vis[Ände7rgg]; 
Bern [Trapp]; Chur [Cafl.]; oberes Engadin an Disteln [M.-D.]. 

Also über 5000' aufsteigend. 

A. Rectangula S. V. [Hb. 110) und Var. Andereggii Bsd. [H.-S. 172). 
Beide Formen . die Stammart und die kleinere dunklere Var. aus dem 
Wallis, den Umgebungen Gamsens [Anderegg) und von Evolena [R.-S.) . 

A. CupreaS. V. [Hb. 62). 

R, an Taraxacum und wohl anderenniederen Pflanzen. 

F. im Juli und August auf Blumen (Disteln, Scabiosen etc.). 

Vom Jura und den Alpen. Aargauer Jura [Wu.) ; Tramelan [Gc.]; 
Ghasseral [CouL); Walliser Alpen [Anderegg), so dem Saasthal [R.-S.) und 
Umgebungen von Zermatt [Frey] . Im Gadmenthale bis zu beträchtlicher Höhe 
[Rä.]; von Gais [P.-I.) und der Ebenalp [Tä.]; Bergün, häufig [Z., Frey); 
Daves [R.-S.]; oberes Engadin bis zum Maloja [Hnateck, Frey, M.-D.). 

Höhengrenze etwa 5500'. 

A. Ocellina (S. V.) [Hb. 129). 

F. im Juli und August auf der ganzen Alpenkette, mitunter gemein, so 
im Ober-Engadin an Polygonum bistorta. Er erreicht 7000' Höhe und geht 
al)wärts wohl bis 4000'. 

A. Alpestris Bsd. [H.-S. 5. 6i. 

F. im August. Walliser Alpen und Wengernalp [Benl.]; Bergün und 
Ober-Engadin (Z., Frey). 

A. PlectaL. [IIb. 117). 

R. an niederen Pflanzen, wie der Runkelrübe (Beta rapacea) etc. 

F. vom Sommer bis in den Herbst, bald häufiger, bald selten. Er er- 
scheint auch auf dem Jura und in der subalpinen Zone. Cantone Basel, Solo- 
thurn, Aargau. Bern, Wallis, Zürich, St. Gallen und Graubünden. 

A. Leucogaster Frr. [H.-S. \). 

Lenzburg, sehr selten [Wu.]; ein Exemplar von Zürich [Frerj] . 



120 IV. Noctuiden. 

A. Musiva Hb. [Hb. 118). 

R. ;in uiodei'en Pflanzen, wie Cichoria inlybus, Picris etc. 

F. im Aui^usl, selten, vom Jura, den Alpen, auch aus tieferen Tlieilen. 
Bechburg {R.-S.); Beleben iWu.); Meiringen [A. Kündig); Gadmen [Rä.); 
Hohenstollen iiei 6500' [M.-D.); Langnau [Rthb.); aus dem Wallis [Anderegcj) . 
In Granbünden })isher nur von Tarasp [Kill.]. 

A. Flammatra S. V. [IIb. 124). 
H. an Taraxacum, Potentilla etc. 

Bisher nur im Aargau (vom Born und Aarburg [Wu.]), von Tramelan 
[Ge.) und dem Wallis {Anderegg) getroffen. 

A. Sagittifera Hb. (Candelisequa Hb.) (Hb. 532). 

Aus dem Wallis [Anderegg, Bent.)\ Genf (Museum); Oftringen und Born 
{Wu.)\ am See von Poschiavo [von Schenk). Selten. 

A. Fennica Tauscher [H.-S. 146. 147). 

Sehr selten und vereinzelt. Aus dem Aargau, im dortigen Aarthal zwei 
Stücke, ebenso von der Wengernalp [Wii.). 

A. Pyrophila S. V. (Simulans Hufn.) [Hb. 43). 

R. an Grasarten und niederen Pflanzen. 

F. von wenigen Stellen. 

Bern [Bent.); Schupfen [Rthb.); Sorvilier [Hug.); St. Blaise-Neuveville 
[Coul.]; Genfer See [F7T.); Oftringen, Lenzburg [Wu.); Chur [Caß.) und 
Sils-Maria [Hnateck]. Also bis 5500'. 

A. Lucernea L. (Cataleuca Bsd.) [Jl.-S. 7. 8. 574. 575). 

R. unbekannt. 

F. beschränkt und seilen im Alpengebiele. Wallis ((/».); Gadmenlhal 
[Rü.)\ aus dem Ober-Engadin , .so im Juli und August bei Sils-Maria und 
auf den angrenzenden Bergen [Hnateck, Stgr. und Frey); ebenso auch mehr 
thalabwärls. 

A. Nyothemera Hb. (Bsd.) [Hb. 712. 852. II. -S. 171). 

Nur aus beschränkten Stellen der ll()chal])en. Wallis [U.S.]: Ober- 
Engadin an den Abhängen des Septimer [Bi. nach Mgb.). 

A. Culminicola Stgr. (? Valesiaca Bsd.). 

1869 am 5. August fand ich am Walliser Gornergrat in etwa 9000' zwei 
an Silene acaulis schwärmende Stücke. Als ich Stg. und Anderegg ., welche 
entfernt davon sammelten, herbeitelegraphirt hatte , gelang es noch einige 
Exemplare zu sanmieln. Später trafen die interessante Agrolis Zell.-Dold. 
und Wo. auf dem Stelvio. ersterer am Piz Umbrail und Iclzlerer sowohl im 



IV. Noctuiden. 121 

Freien bei 7 — 8000', wie (liircii Naciilfang auf der dortigen, schon mehrfach 
erwähnten Franzenshöhe. Meine Entdeckung (wenn sie nicht Bsd. schon 
früher kannte) hIeilH bis zur Stunde eine hociialpine Seitenlieit. 

A. Helvetina Bsd. [II.-S. 1 2 — 1 4) . 

R. unter Steinen. 

F. im Juli und August in unseren Alpen, ein seltenes, geschätztes Thier. 

Besonders aus dem Berner Oberlande und Meiringen [Ja.. RfJih., Wu. 
und Ledere)-]; Gadmen (fiä.); Weissenstein [Wolfensberf/er, Zell.-Dold.) . Am 
Stelvio auf der Franzenshöhe [Wo. und Eppelsheim) . 

Höhenverbreitung bis zu 6- und 7000'. 

A. Lucipeta S. V. [Hb. 41. H.-S. 372). 

R. an Tussilago farfara, Petasites officinalis, Euphorbia cyparissias. 
F. im Hochsommer, selten und vereinzelt. 

Zürich [Frey); Oftringen, Aarburg, Born [Wu.)\ aus dem Thurgau [R.-S.)\ 
von Schaffhausen [Trapp); aus dem Bergell [Baz.). 

A. Putris L. [Hb. 245). 

R. an Plantago [Wu.). Ich fand sie an Graswurzeln. 

F. im Juni und Juli, wohl überall, sowohl im Tief- und Hügellande, 
wie im Jura und bis in die Voralpen und in's Bergell [Baz.); doch wohl 
kaum häufig. 

A. Signifera S. V. [Hb. 132). 

R. an Plantago. 

F. im Wallis, Umgebungen von Gamsen [Änderegg); Ober-Engadin am 
Fusse der Alpen [Pfajfenzeller]; unteres Engadin (Ä7//.) und Bergell [Baz.). 
Aus der Ebene und dem Aargauer Jurazuge von Oftringen, Aarburg und dem 
Born [Wu.]. 

Höhengrenze über 5000'. 

A. Foreipula S. V. [Hb. 547). 

R. auf Rumex-Arten [Wu.]. 

F. im Juli und August. Vom Jura bei Oftringen und dem Born [Wu.); 
von der Bechburg [R.-S.); vom Pilatus [Wu.]; Berner Alpen [lUhb.] und dem 
Gadmenthale [Rä.): Wallis [Änderegg]^ so von Zermatt [Ja.). Also wohl nur 
im Westen ? 

A. Fimbriola Bsp. [Hb. 603). ' 

R. an Gräsern. 

F. im Juni und Juli. Nur am Jura, an sonnigen Hängen des Aargaus 
(IVm.), und dem Canton Wallis angehörig. Gamsen [Anderegg]; Evolena und 
Saaslhal [R.-S.]. Auch aus dem Unterwallis [Wu.]. 



122 IV. Noctuiden. 

A. Latens Hb. [Hb. 419. 806. 807). 

R. an niederen Pflanzen, wie Alsine media u. s. w. 

F. vom Jura und den Alpen. Engelberg und Hauenstein {Wu.); Bech- 
burg {R.-S.]. Viege und Umgebungen [M.-D.]; Simplon-Hospiz [Ä. Gerbei^]; 
Berner Oberland [Bent.), so vom Haslithal [Rthb.) und Grindelwald [Wu.]. Aus 
den Graubündner Bergen bei Cresta im oberen Engadin [M.-D.]. 

Höhengrenze etwa 5500'. 

A. Grisescens Tr. (Corrosa H.-S.) [Hb. Ul. U.S. 418). 

R. unbekannt. 

F. im Juli und August. Von Bern (fraglich) [Ja.]. Sonst nur vom Jura 
und den Alpen. Engelberg und Belchen, selten [Wu.)\ vom Schwefelberg 
der Slockhornkette [Beut.]; Berner Oberland, wie Murren [Speyer); Gadmen- 
thal [Rä.); zwischen Täsch und Zermatt [Stj'uve); für Graubünden von Flims 
(Ca/Z.); von Sils und Celerina [Frey, Wolfensberger); Unterengadin [Kill.); 
Daves [R.-S.); vom Stelvio, Franzenshöhe [Wo.). 

Höhengrenze über 6700'. 

A. Birivia Hb. [Hb. 631. 876. H.-S. 9. 10). 

Selten und in ihrer Naturgeschichte unbekannt. Im Wallis bei Gamsen 
[Änderegg) und dem Val d'Entremont [Wii.); aus Graubünden von Chur [Cafl.) 
und Tarasp [Kill.) . 

A. Decora S. V. [Hb. 45. 402. H.-S. 15. 16. 476. 477). 

R. unbekannt. 

F. im Sommer aus dem Jura und den Alpen, seltener. Belchen [Wu.); 
Bechburg [R.-S.); Sorvilier [Hug.); Walliser Alpen [Änderegg); bei Zermatt 
[Frey) und nach Täsch abwärts [Struve); Berner Alpen [Rthb.); so hoch auf- 
steigend auf den Bergen des Gadmenthales [Rä.); Sils-Maria [Hnateck, Frey); 
Val Fex [von Schenk); Tarasp [Kill.); Trafoi bis zur Franzenshöhe [Wo.]. 

Ueber 6700' gehend. 

A. Simplonia Hb. [Hb. 798. 799. H.-S. 478. 479). 

R. unbekannt. Die Puppe noch am meisten unter Steinen gleich der- 
jenigen anderer hochalpinen Agrolidcn. 

F. im Juli und August, nur aus den Alpen. Wallis [Änderegg); Zermatt 
{Frey), abwärts bis Täsch, also beträchtlich unterhalb 5000' [Struve); Rift'el- 
borg [Frey); Berge um Leuk und Pic d'Arzinol [R.-S.); Berner Berge, schon 
in der Stockhornkette ; sie geht im Gadmenthale bis etwa 3800' herab [Rä.); 
aus dem ürner Meienthal [Wii.); im oberen Engadin [Frey und Andere); 
Franzenshöhe gegen 7000' [Frey). 

A. Cos Hb. [Hb. 720. II. -S. 420). 

F. im Juli, aus den Alpen. Wallis, wohl hiuifiger [Änderegg); von Sils- 
Maria [Hnateck und Frey); ? St. Blaise-Neuveville [Coul.). 
Höhengrenze über 5500'. 



IV. Noctuiden. 123 

A. (?)Fusca Bsd. (rf Septentrionalis Mösehler) (Fn'. 393. 2). 

Das bisher nur aus Labrador bezogene Thier soll nach Frr. auf den 
Walliser Alpen vorgekommen sein. 

A. Cinerea S. V. {Hb. 155. 156. H.-S. 439). 
R. an Rumex, Taraxacum u. s. vv. [Wu.). 

F. im Juni und Juli sehr weit verbreitet in der Ebene, dem Jura wie in 
den Alpen. Hier vom Wallis bis nach Tarasp. 
Ilöhengrenze über 5000'. 

A. PutaHb. [Hb. 255. 715. 716). 

Ein Exemplar von Rern (Hauptmann Benteli). 

A. Exelamationis L. [Hb. 149). 

R. an Gramineen und Wurzelgewächsen, mitunter schädlich. 

F. im Mai und Juni und dann wieder im August überall, von der Ebene, 
wie den Rergen des Jura und aus den Alpen, 'hier natürlich mit einfacher 
Generation, doch wohl nicht hoch aufsteigend ; so schon bei Bergün seltener 
[Z.]. Indessen traf sie Wu. noch auf dem Gemsmättli des Pilatus in mehr 
als 6000' Höhe. 

A. ReeussaHb. [Hb. 630. H.-S. 21). 

Nur aus den Alpen Ende Juli und namentlich dem August (eine der 
späteren Noctuen) gern auf Disteln. 

Chur [Caß.]; Ober-Engadin zwischen Sils und Silvaplana [Frey] und 
weiter thalabwärts ; Tarasp [Kill.); Daves [K.-S.]; Wallis, so auf den Alp- 
wiesen bei Zermatt [Struve]; Berner Alpen [Rthb.]; Gadmenlhal von 4000' 
an nicht selten [Rä.); vom Pilatus und zwar auf Bründelenalp und dem Gems- 
mättli [Wu.). 

Höhengrenze über 6000'. 

A. Nigricans L. (Fumosa S. V.) [Hb. 153. H.-S. 526). 
R. an Taraxacum und andern niederen Pflanzen. 
F. im Hochsommer in der Ebene wie den Alpen, aber nicht häufig. 
Von Oftringen, Aarburg und Lenzburg [Wu.); von der Bechburg [H.-S.); 
Berner Alpen [Rthb.); von Gadmen und Siselen ziemlich selten [Rä.); St. 
Blaise-Neuveville [CouL); Wallis [Anderegg]; Graubünden, so bei Chur (CofJ.) 
I und im Ober-Engadin [Ei.). 

A. Tritiei L. [H.-S. 529. 530), Var. Eruta Hb. [Hb. 623) und Aquilina 
S. V. [Hb. 135. 535. 536. H.-S. 533. 540). 
R. an Gramineen. 

F. im Juni und Juli, wie es scheint, weniger verbreitet. Lenzburg 
nicht häufig [Wu.); ebenso auf der Bechburg [R.-S.); aus dem Wallis [An- 
deregg); aus dem Engadiner Val Bevers [von Schenk] und dem Bergell [Bdz.). 



124 IV. Noctuiflen. 

Var. Eruta ebendaluM-, wo sie Andereyfj erzieht. Von Nalers ein 
Stück (Be.). Dunkler, mehr einfarbig. 

Var. Aquilina (Esper's Vitta) ist wohl am meisten im Jura vorkommend, 
doch auch bei Basel {Leonhart) getroffen worden. Heller, grösser. 

Bechburg [R.-S.); Oftringen, Engelberg, Wartburg, Aarburg, Born und 
häufiger bei Lenzburg {Wu.); hier lebt sie gern in Weinbergen; ebenso und 
bisweilen sehr häufig, sowie schädlich bei St. Blaise-Neuveville [Coid.); von 
St. Gallen [Tä.); von Chur [Cafl.) und dem Bergell [Baz.). 

A. Vitta Hb. {IIb. 533. 534). 

F. vom Aargauer Jura {Wtc.)^ der Bechburg {R.-S.), sowie dem Wallis 
{Anderegg)-, nicht häufig. 

A. Distinguenda Led. (//.-8. N. Schmetterl. 60. 61). 

Lederer erhielt ein Walliser Paar von Anderegg, ein anderes Stück Hug. 

A. Obelisca S. V. {H.-S. 529. 530). 

B. an Taraxacum und anderen niederen Pflanzen. 

F. im August und September nicht häufig und nur lokal. So von Aar- 
burg und Lenzburg [Wu.); Bechburg {R.-S.); um Bern und Schupfen einzeln 
{Bent. und Rthb.); Siselen und Nyon {Rä.); Saut du'Doubs {R.-S.); aus den 
Alpen des Wallis {Anderegg). 

A. Saucia Hb. {Hb. 378. 81 1 . 812) und Var. Margaritosa Haw. (776.564) . 

R. an Taraxacum und niederen Pflanzen. 

F. im Mai und Juni , dann wieder im August und September. Lokal 
und nirgends häufig. Basel {Knecht); Lenzburg am Schlossberg {Wu.); Bech- 
burg [R.-S.); Bern {Be.); Wallis {Anderegg); Chur {Baz.). 

Yav. Margaritosa (gescheckt) von Bern, von Martigny und Lenzburg [Wu.]. 

A. TruxHb. {IIb. 123—1^'6. 768—770. 77.-S. 525). 
R. an Melilotus vulgaris. 

Der so variable Falter im August und Se])tember, lokal. Von Lenzburg, 
auch von Wildegg und Rupperswyl auf den dortigen Aarinseln und zwar mit 
schönen Abweichungen {Wii.); aus dem Wallis {Anderegg). 

A. Suflfusa S. V. (Ypsilon Rottenb.) [IIb. 134). 
R. an Wurzeln namcnllich denjenigen der Gräser. 

F. meistens häufig vom Juli bis Oktober in Gärten, Feldern und au Wald- 
rändern. In grösster Verbreitung durch unser Faunengebiet mit Inbegriff" 
des Jura und der Alpen. Hier (allerdings vereinzelt) im Ober-Engadin , so 
bei Sils-Maria und hoch am Triftgletscher des Gadmenthales. 

A. Segetum S. V. (Clavis Rottenb.) {IIb. 146. 147). 

R. an (iraswurzeln und anderen Wurzelgewächsen. Den Getreide- und 
Kartoffelfeldern zuweilen schädlich. 



IV. Noctuiden. 125 

F. im Mai bis Novenibei' iibei'all häufig. Audi vom .Iura und den AlptMi, 
wie dem Gadmentliale [Bä.) und von Siis-Maria [llnatccii] . 
Elevation etwa 5500'. 

A. Cortieea S. V. [Hb. 145). 

B. an Gräsern, wie auch an Löwenzahn und ELii»horl)ien. 

F. vom Mai bis August, verbreitet, stellenweise liäufiger; weniger aus 
dem Flach- und Ilügellande, wie Genf (Museum), Bern [Bent.], Schü()fen 
[Filhh.) und Bremgarten [Ball] ^ St. Gallen, selten [Tu.) und vom Jura, wie 
Tranielan [Ge.)^ der Bechburg (/{.-N.j, dem Aargauer (TT'*«.) und St. Blaise- 
Neuveville [Coid.], als den Voralpen und Alpen der Cantone Wallis, Bern, 
Graul)Unden; von Evolena [R.-S.) bis Tarasp [Kill.]. 

A. CrassaHb. [Hb. 152. 560). 
B. an Gräsern [Wn.]. 

Lenzburg einzeln auf der Schiitzenmatt {Wii.); Berge um Neuveville 
[Colli.) selten; Bern [Ja.]; Wallis [Rthb.']; Genf (Museum), 

A. VaUigera S. V. (Vestigialis Hufn.) [Hb. 150. 478). 

R. an niederen Pllanzen, Prenanthes, Absinthium, Echium, Anchusa. 
F. im Wallis [Ande)-eggj Bent.). 

A. FatidicaHb, {Hb. 704. 705. H.-S. 591. 592). 

R. unter Steinen gleich der Puppe nicht so ganz selten. 

F. auf den Hochalpen. Wengernalp [Wu.}; aus dem Ober-Engadin, so 
Silser Alpen, Alpen um Celerina, Muottas bei Samaden, Passhöhe des Albula 
[Frey, Wolfen sberger, Zell.-Dold., Z. u. A.). Das Q mit halbausgebildeten 
Flügeln selten. 

Höheugrenze bei 7000' wenigstens in unserem Faunengebiet. Auf dem 
Stelvio noch beträchtlich höher von Wo. getroffen. 

A. Praecox L. [Hb. 70). 

R. polyphag, im Tessin an Medicago saliva, ferner an Onobrychis, Eu- 
phorbia, Trifolium u. s. w. Am Tage im Sande verborgen. 

F. im Sommer. Von Basel [Knecht); von Bern, Ende August [Ja.) und 
von Agno (908') im unteren Tessin [Frei-Gessner und Wu.). 

A. Herbida S. V. (Prasina S. V.) [Jlb. 76). 

R. polyphag, im Herbste gern an Pteris aquilina schattiger Wälder, im 
Frühling an Primula elatior u. s. w. 

F. sehr verbreitet im Juni und Juli im ebenen und Hügel-Land, ferner 
bis zu den Höhen des Jura und in die Voralpen in manclifachen Ab- 
änderungen. 

Die Höhengrenze bleibt noch genauer zu ermitteln. Bedeutend ist 
sie kaum. 



126 IV. Noctuiden. 

A. Oeculta L. [Hb. 79) und (?) Var. Implieata Lefebvre. 

R. polyphag an Taraxacuni, Epilol)ium u. s. w., nachdem sie vorher im 
Herbste häufig in eingerollten vertrockneten Brombeerblättern getroffen 
wurde. 

F. verbreitet, doch seltener als die vorhergehende Spezies und vielen 
Orten fehlend. Er fliegt im Juni und Juli. 

Bern und Berner Oberland [Beut.); von Gadmen [Rä. und Frey); Burgdorf 
{M.-D.); Langnau im Emmenthale [Rlhb.]; Siselen öfter; im Gadmenthale 
kaum über 4000' aufsteigend {Rä.); im Aargau, von Oftringen, dem Engel- 
berg, der Wartburg, von Aarburg, dem Born, Lenzburg, niemals aber häufig 
[Wu.]. Ganz vereinzelt bei St. Gallen [Tä.) ; von Cliur [Cafl.)\ aus dem 
Davos [R.-S.) und dem Ober-Engadin [Zell.-Dold.]. 

Die hochnoi-dische Varietät Implieata , kleiner und heller, soll im Gad- 
menthal am Triftgletscher vorgekommen sein [Rä.]. 

Charaeas Stepli. 

Ch. Graminis L. iilb. 480. 481). 

R. an Gramineen, zuweilen verheerend. 

F. im Sommer, am Tage auf den Blüthen der Disteln , der Scabiosen, 
Centaureen. Er findet sich freilich lokal, doch mitunter auch an tieferen 
Stellen, so im Aargauer Jura iWu.)^ aber dem Flachland im Allgemeinen 
fehlend, dann auf dem übrigen Jurazug, so bei Tramelan [Crc.] und endlich 
auf den Alpen. Hier an der Südgrenze in nicht unbeträchtlicher Höhe. 

Am Pilatus [Wu.]] im Berner Oberland, so Meiringen , Gadmen (bei 
4000' öfter nach Rä.); Grindelwald, sowie im Urner Meienthal {Wu.)\ im 
Wallis häufig {Anderegg); so auch bei Zei'matt [Struve, Frey); von St. Gallen 
ein Exemplar, von den Appenzeller Bergen [Tä.); in Graubünden, im Ober- 
Engadin , so bei Sils [Hnateck) und weiter abwärts bis Samaden und Ponl- 
resina [Frey); im Davos fand sie R.-S. häufig. 

Höhengrenze etwa 6000'. 

Neuron ia. 

N. Popularis Fab. [Hb. 59] . 

R. an Lolium perenne, Triticum repens und anderen Gräsei'n. 

F. im Hochsommer bis in den September, in weiter Verbreitung. 

Bern [Beat.); Schü])fen [Rlhb.); Burgdorf (il/. -/>.); Böningen [R.-s]; knr- 
gauer Fundstellen (H'^«.); Bechburg [R.-S.); Sorvilier [Hug.]; Tramelan (G(^); 
St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Dusnang [Engster); Zürich [Zell.-Dold.]; Nüren- 
storf [Di.etrich); Kreuzungen [R.-S.). 

bn Alpengebiet von Meiringen und Innertkirchen (1927'), sowie Gadmen 
[Rii.); aus dem Davos [R.-S.); wie dann nach Kill, in Graubünden verbreitet. 

IIölicnL'renzc clwa hei <)000'. 



IV. NocUiiden. 127 

N. Cespitis S. V. {Hb. 428). 

R. an Gräsern, wie Aira caespisosa und Triticum repens. 

F. von Mitte Juni in den Juli , August und September , an grasigen, 
sonnigen Stellen, an Echium, Silene schwärmend. Er ist selten und lokal. 

Als Fundplätze sind zur Zeit bekannt: Basel ISulge}'); Bechburg (ß.-S.); 
Kreuzungen [Derselbe); St. Gallen einmal [Tä.]; Canton Glarus [Heer); Chur 
{CafJ.]\ im Aargau Oftringen, Engelberg, Wartburg, Aarburg, Lenzburg 
[Wu:]: Bern (5(m^); Schlipfen (/?//; 6.); Ferenbalm und Siselen [Rü.]; Chas- 
seral [CouL); Gurnigel [Ringiev); Wallis, bei Gamsen [Anderegg]. 

Höhenverbreitung unbekannt, kaum erheblich. 

Mjiiiiestra Tr. 

M. Leucophaea S. V. [Hb. 80. 817). 

R. an zahlreichen niederen Pflanzen, auch Gräsern. 

F. vom Frühling, den Sommer hindurch, überall, auch auf dem Jura 
und bis zu den Voralpen, doch keineswegs überall häufiger. Er erreicht die 
Höhe von Bergün (Z.) und kommt auch dem Bergeil und Misox (A7//.) zu. 
Einer etwas kleineren dunkleren Abweichung aus dem Gadmenthale ge- 
denkt Rü. 

M. Serratilinea Tr. [Hb. 365. H.-S. 486). 
B. an IMantago und Verbascum. 

F. im Juli und August. Aus dem Wallis [Gn.]; aus dem Ober-Engadin 
(Thalsohle) nach Ifaffenzel.ler. Ist letztere Angalte wirklich richtig, so hätten 
wir zwischen 5 — 6000' die Elevationsgrenze. 

M. Advena S. V. [Hb. 81). 

K. polyphag an einer langen Reihe niederer Pflanzen nach deutschen 
Angaben und nach Wu. auch an Gräsern. 

F. bei uns selten im Juli. Basel [Knecht]; Bechburg [R.-S.}; Bern [Beut.]] 
Langnau und Schupfen [Rthb.]; aus dem Berncr Oberland und dem Gadmen- 
thale [M.-D. und Rü.); von Luzern und dem Pilatus, sowie den Aargauer 
Stellen [Wu.) und von Bremgarten [Ball); aus der Thalsohle des Ober-Enga- 
din [Pfa/fenzeller]; unteres Engadin mit Trafoi (Kill); Sfelvio (Franzens- 
höhe) nach Wu. 

Die Höhengrenze bis etwa 7000'. 

M. Tincta Brahm (7/6. 77). 

R. an Heidelbeeren, Ononis spinosa. 

F. Ende Juli und im August vom Jura und den Alpen. 

Berner Oberland, Gadmen, hier bis zu den Alpen im Juli häufiger (/?«.) 
und Rosenlaui [M.-D.); Langnau [Rthb.); vom Engelberg bei Oftringen und 
dem Beleben [Wu.): Bechburg f/f.-S.l; St. Gallen ein Stück [Tä.); Glarus 



128 IV. Noctuiden. 

[Heer]: in GraübUnden von Casliel (3697') (Ca/?.) und von Tarasp {Kill.). 
Nach den meisten Angal)en seilen und mit einer iiinter der vorhergehenden 
Spezies weit zurückbleibenden Elevation. 

M. NebTÜosa Hufn. [Hb. 78) . 

R. an niederen Pflanzen, Primula elalior, Lamium, Verbascum u. s. w , 
auch an Prunus padus [Wu.) . 

F. im Juni und Juli überall, bald häufiger, bald seltener, noch in ilen 
Voralpen z. B. dem Gadmenlliale [Hü.) und bei Taras|) [Kill.). 

M. Contigua S. V, [IIb. 85. 609). 

R. an Genisten, an anderen niederen Pflanzen, an Heidelbeeren, Brom- 
beeren, Birken. 

F. vom Juni an und, wie es scheint, nicht übei'all. 

Bern, häufig [Bent.)] Burgdorf und überhaslithal [M.-D.); von Langnau 
[Rthb.)-j vom Gadmenthale (Rä.); von Tramelan im Berner Jura [Ge.]; vom 
Jolimont, Chasseral [Coul.); vom Rigi [R.-S.); vom Fuss des Pilatus bei Alp- 
nach und Eigenthal, auf seiner Höhe beim Gemsmättli ; sowie ferner ])ei 
Oftringen, Engelberg, Wartburg, Born, Lenzburg nicht selten [Wii.); 
Bechburg [R.-S.]; Genf (Museum); von Bremgarten [Boll); bei St. Gallen 
[Tu.); Chur [Cafl.); Tarasp [Kill.). 

Vereinzelt bis 6000'. 

M. Thalassina Hufn. [Hb. 483) und Var. Achates Hb. [Hb. 498. 610). 

R. polyphag an den verschiedensten Pflanzen, Birken, Berberis , Brom- 
beeren, Vaccinien , Spartium , Chenopodium, Senecio , Solidago , Achillea, 
getroffen. 

F. im Juni und an höheren Stellen noch im Juli, l)ei uns nur lokal und 
vielen Orten fehlend. 

Bern [Bent.); Meiringen [M.-D.); Langnau [Rthb.); Gadmenthal [Rä.); 
Tramelan [Ge.); St. Blaise-Neuveville [CouL); Alpnach und die gewohnten 
Aargauer Lokalitäten [Wu.); Bremgarten [Boll); Bechburg [R.-S.); Genf 
(Museum); Zürich [Hiig.); St. Gallen [Tä.); Graubünden [Memjold); so bei 
Chur [Cafl.) und mit besonders dunklen Stücken bei Tarasp [Kill.). 

Die (unbedeutende) Ab. Achates mit einförmiger gefärbten, aber rölh- 
Hcheren Vorderflügeln, kam vereinzelt vor auf der Bechburg, sowie den Süd- 
abhängen des Born und Engelbergs, endlich um Lenzbui'g [R.-S. und }Vu.). 

Die Fllevation der Art wohl nur sehr massig. 

M. Suasa S. V. (Dissimilis Knoeh) [IIb. 426). 

R. polyphag an den verschiedensten Plhinzen, an Cruciferen, Melilotus, 
Trifolium, Lacluca, Chenopodium und auf den Aarinseln sogar nach Wu. auf 
Tamarix germanica. 

F. von luule Mai bis in den .luli und August, wohl auf den lieferen 



( 



IV. Nocfuiden. 129 

Theil des Faunengebielos beschivinkl , doch hier keineswegs übenill vor- 
koininend. 

Bec'lihui!.' H.-S. : im Aiiranu von Leiizhurt;;, \Vii(h'ij;u und Hupperswyl 
[Wi(.]: von Bern [Be.]; Schupfen [Rthb.); St. Biaise-Xeuvevine ('<>nl.]\ Wallis 
[li.-S.): Sl. Gallen Tu. ; von Chur [Cafl. und Tarasp Kill.). 

M. Pisi L. (Hb. 429) . 

R. an niederen Pflanzen, wie Taraxacuni, Runiex , Erl)sen , gern auf 
nassen Wiesen. 

F. im Juni. Basel, Bern, im Aargaii, Zürich, Schaffhausen, St. Gallen, 
Grauhiinden, wohl überall im tieferen Lande. Auch vom Jura und den Alpen 
in \erschiedener Färbung, so aus dem Gadmenthale [liä.] und bei Andermalt 
(Spei/er)^ Gais in Appenzell [P.-J.], dem Vatzer Berg in Graubünden [Kill.)., 
dem Ober-Engadin M.-D., Hnateck); Bergeil \Baz.). Sie erreicht noch 
Höhen von 6000', so den Graubündner Weissenstein [Z.]. 

M. Brassieae L. [Hb. 88), 

R. polyphag an niederen Pflanzen , vorzugsweise an Kohl-Arten. Man 
hat sie bei uns auch an Atropa belladonna, Pai)aver soimiiferum und rhoeas 
getroffen [Wu.\ . 

F. vom Frühling bis Herbst gemein in der Ebene und dem Hügellande, 
ebenso den Höhen des Jura. In den Alpen noch bei Bergtin (Z.) und im 
Davos Kill.). 

M. Persicariae L. [Hb. 64 j und Var. Unicolor Stgr. 

R. polyphag; Rumex, Polygonum, Sambucus, Rubus u. s. w. 

F. im Juni und Juli id)erall, doch wenig aufsteigend. Vom Jura, so der 
Bechburg, in prächtig gefärbten Stücken und Al)en'ationen [U.-S.'\. Den 
höheren Alpen scheint sie zu fehlen; doch im Bergell [Baz.). 

Var. Unicolor (in den Sammlungen als Acci])itrina bezeichnet, ohne das 
weisse Vorderflügelzeichen einzeln bei Aarl)urg und Wildegg (ir/^., eiienso 
von Bern [Bent.) und der Bechburg \R.-S.). 

M. Albieolon Hb. (Hb. 542. 543 . 

Bisher nur bei Basel !»)blass«j durch Knecht und von Airolo (»dunkel« 
durch A. Gerber erhalten. 

M. AlienaHb. [Hb. 441 . 

R. an trocknen sonnigen Stellen, gerne an Melilotus und Hi[)pocrepis 
comosa. 

F. im Mai und Juni, selten und an wenigen Orten. Ofiringen, Wart- 
burg, Born, Aarburg, am Goftersberg bei Lenz])urg [Wu.]; von der Bechburg 
[R.-S.) und dem Berner Oberland [R.-S.]. 

M. Oleracea L. [Hb. 87) . 
. R. polyphag; ich traf sie öfter bei Zürich an Akazien. 

Frey, Lepidopteien. 9 



130 IV. Noctuiden. 

F. im Juni und Juli häufig und wohl überall. Noch auf dem Aargauer 
Jura. Hohen Gegenden scheint er zu fehlen. Doch hat man ilm im Unter- 
Engadin und Bergeil getrollen (AV//,, Baz.j. 

M. Genistae Borkh [Hb. 6i1. 612). 

H. an Ginster und Heidelbeeren. 

F. im Juni und Juli, verbreitet, stellenweise gemein. 

Basel [Knecht u. A.); Bechburg [R.-S.); die bekannten Aargauer Fund- 
plätze [Wu.] ; Bern [Bent.); Burgdorf [M.-D.]; Siselen [Rä.); am Fusse des 
Chasseral [CouL); Genf (Museum); am Pilatus einzeln [Wii.]; Zürich nicht 
oft, auch vom Katzensee (ßug.) und von Mettmenstetten (1459') {Dietrich) \ 
St. Gallen [Tä.) und Degersheim [Müller); für Graubünden im Rheintlial und 
dem Unter-Engadin [Kill.]. Bis zur Bergregion in St. Gallen nach Tä. 

M. Glauea Hb. [Hb. 4i0). 

B. polyphag, an niederen Pflanzen, nfeistentheils bei uns auf Vaccinien. 

F. im Juli fast nur Bewohner des Gebirgs, weniger auf dem Jura als 
den Alpen. 

Burgdorf {M.-D.)\ auf dem Born und Engelberg und im Eigenthal [Wu.]] 
von der Bechburg [R.-S.); vom Pilatus [Wu.)\ Berner Oberland [Bent.]; 
Gadmen [Rä.\; Lenk [Ja.); Wallis [Ancleregg); so zwischen Täsch und Zermatt 
auf Alpwiesen [Struve); Leiik [Speyer) ; von der Ebenalp im Canton Appen- 
zell [Müller). In Graubünden bei Disentis [Speyer), Bergün, aber selten (Z.i, 
im Thale des Ober-Engadin, so Sils [Frey) und Pontresina M.-D.). Auch am 
Stelvio [Frey] und hier bis zur Franzenshöhe [Wo.). 

Die Höhengrenze also erst gegen 7000'. 

M. Dentina S. V. ///;. 408] und Ab. Latenai Pierret Hb. 874 . 

R. an Taraxacum und Hieracien. 

F. vom Mai bis September in grösster Verbreitung vom Juia durch die 
ebeneren Landestheile und ebenso in den Alpen von Wallis bis zur Grau- 
bündner Grenze nach Tirol. Auf Albulapass noch in mehr als 7400' Höhe. 
Im Hochgebirge im Juli und August. 

Ab. Latenai (um vieles dunkler) aus dem Berner Oberland [Lederer], 
vom Pilatus [Wu.) und von der Bechburg [R.-S.).'^) 

M. Marmorosa Bkh. [II.-S. 65) und Var. Mierodon Gn. [Frr. Ol 8. \). 

B. an Hi|)pocrepis comosa, wiihreud des Tages unter Steinen oder sonst 
verborgen. 

F. namenllicli im Jiiia und den Alpen, Mai und Juni uiul dann wieder- 
im August und September. 



1) M. Treitsclikii IJsd. Hh. 7ü6. 7ä7) soll iiacli Co«/, in eiiiLMU Exemplar bei 
Neiivesille gcl'aiijieii sein (?.]. • 



IV. Noctuiden. 131 

Schaffhaii-sen [Trapp]; Seen bei Winteiihur (früher von Pfarrer Rordorf 
gefunden i; Brenigarten ^ßo//); Lägernberg bei Baden [Frey]] Aarburg, Engel- 
berg bei Ollen , Erllnsbacli . Gysulafluh U'//.); dann Bechburg ili.-S.) und 
vom Sülothurner Jura, ebenso demjenigen von Neuenburg und Bern [Wu.]; 
aus dem ValTravers; St. Blaise-Neuveville [Cotd.]; Berner Alpen; Wallis 
Anderegg); Riffelberg bei Zermatt und Siniplon [Ja.]; St. Gallen auf der 
Berneck [Tä.); Graubünden, so von Bergün (Z.). Über-Engadin [Pfaff'cn- 
z-eller) und von Sils [Hndteck] . 

Die viel dunklere Abänderung Microdon fand am Stelvio über der Fi-an- 
zenshöhe Wo. noch in 7500' Erhebung. Von den Gadmer Alpen, namentlich 
der Wendenalp in etwa (3500' Höhe ziemlich hiiulig [Rä.]\ auch vom Simplon 
[Derselbe] . 

M. Chenopodü S. V. (Trifolii Hufn.) [Hb. S^]. 

K. pohphag an Saponaria, Dianthus, Silene intlata. Wu. fand sie n\ei- 
slens samenfressend, abweichend ^on ihrer Lebensweise in Deutschland. 

F. in der Tiefe in zwei Generationen. Basel [R.-S. u. A.); Bechburg 
\ß.~S.]; Lenzburg [Wu.]; Bern [Beut.]: Tramelan [Ge.] und Neuveville [Coul. ; 
Genf (Museum ; St. Gallen [Tu.]; Chur, selten [Cafl. ; . 

Höhenverbreitung wohl gering. 

M. Saponariae Bkh. (Retieulata Vill.) [Hb. 58). 

B. an Saponaria officinalis, an Dianthus, Silene inflata. 

F. im Frühsommer, in unserem Faunengebiele lokal und nuMstens selten. 

Basel [Knecht, Leonhart, Sulyer]; Bechburg, dort 1872 sehr zahlreich 
[H.-S.]; an sonnigen warmen Abhängen des Jura, auch im Aar- und Wigger- 
tlial , auf der Wartburg und bei Lenzburg (Wu.); Bremgarten [Boll.; Burg- 
dorf, Oberhasli und Gadmenthal (üä., M.-T).]; Langnau ; St. Blaise-Neuve- 
ville [Coul.]; Auvernier (1388') [Rthb.]; Genf (Museum); Walliser Bagnethal 
[liä.]; Schaühauseu [Trapp]; St. Gallen beim Xeudorf ein Stück 7a.); Chur 
[Cafl.]; Tarasp [Kill.]. 

Die bedeutendste bisher bekannte Elevation im Gadmenthalc; beträgt 
4000'. 

M. Dysodea S. V. (Chrysozona Bkh.) [Hb. 47). 

R. polyphag, an Prenanthes, Aquilegia, Hieracium, LacUica , Trilolium. 

F. vom Juni bis August. An vielen Stellen häuhger. 

Basel [Knecht. Leonhart]; Bechburg [H.-S.]; Bern [Beut.]; Burgdorf 
[M.-D.]; Schupfen [Rthb.]; Siselen [Rä.]; St. Blaise-Neuveville [Coul.]\ Solo- 
llmrn [M.-D.]: im Gadmenlhale ziemlich selten [Rä.]; die bekannten Aar- 
gauer Fundplätze [Wu.]; Schaffhausen, bei der Teufelsküche [Trapp]; Zürich 
und Umgebungen [Frey, Zell.-Dold.]; St. Gallen Tä.]. 

Die vertikale Verbreitung wohl sehr gering. 

9* 



132 IV. Noctuiden. 

M. Serena S. V. [Hb. 54) und Var. Obscura Stgr. 

R. polyphag, ;ni Taraxaeiini. Picris liieracioides. Ilieracien u. s. w. 

F. in zwei Generationen, Mai -und Juni und dann im August , in weite- 
ster Verbreitung und mancherorts häufiger. 

Von Basel bis Genf, vom Jura zum Wallis und Graubünden. Hier bei 
Bergün (Z.), Tarasp [Kill.) und im oberen Engadin, bei Sils-Maria [Hnateck). 

Var. Obscura (dunkler und gleichfarbiger) fand Z. annähernd In einem 
Exemplare bei Bergün und Wo. am Stelvio bei der Franzenshöhe an Felsen. 
Aus dem Gadmenthale {Rä.) . Von dem Tieflande kennt man noch ein Vor- 
kommen bei Oflringen und Aarburg [Wu.) und auf der Bechburg [R.-S.). 

üie Hölienvei'breitung bis weit über 6000'. 

Diantlioecia Bsd. 

D. (?)Luteago S. V. (OlbienaHb.) [Hb. 829. 830). 

Diese Art, deren R. in den Wurzeln von Silene inflata lebt, soll nach 
Stgr. in der Schweiz vorkommen und bei Speyer findet sich sogar Zürich als 
grober Breini'schev Irrthum erwähnt. 

D. Proxima Hb. {Hb. 409). 

Nur in den Alpen und seltener, im Juli und Augusl. \Va 11 iser Berge 
{Anderegg); Berner Alpen (Benl.); so vom Gadmenthale [Rü.]; Ganton llri 
[Rtlib.)] vom Pilatus [Wu.]; im Appenzeller Seealpthal [P.-J.]; im über- 
Engadin {Wolfensberg er u. A.); so im Val Revers [von Schenk) und bei Sils 
[Hnateck., Frey); auch im Unter-Engadin {Kill.). 

Höhenverbreitung bei uns gegen 6000'. Auf der Franzenshöhe des 
Stelvio noch 1000' höher {Wo.). 

D. Caesia S. V. [Hb. 60). 

R. an Silenen. 

F. an Felsen ruhend, im Jura und den Alpen. Für ersteren kennen wir 
die Bechburg {R.-S.) und die VV^^'schen Fundplätze im Aargau, ferner den 
Neuenburger und Berner Gebirgszug {Coul.) . W^i. bemerkt, dass die jurassi- 
schen (und auch auf der Molasse vorgekonuuenen) Stücke sämmtlich viel 
heller, als die alpinen ausfallen. Von St. Gallen ein Exemplai- {Tä.). In 
den vMpen überall und stellenweise häufiger, vom Wallis bis (;raul>Unden 
und zum Stelvio; mitunter bis zu hedeutender Höhe nicht selten, so im 
Gadmenthale [Ra.). 

Höhengrenze etwa bei 7000'. 

D. Filigrana Esp. {H.-S. 465), Var. Xanthocyanea Hb. Hb. 6i0. 641) 
und Luteocincta Ramb. H.-S. 384). 
R. die Blätter und Samen der Silenen verzehrend. 

F. am Tage an Felsen. Nachts um Blülhen von Silenen und iXelken , ein 
selteneres, tiein Jura und den Alpen angehörendes Insekt. 



I 



IV. Noctuiden. 1*33 

Im Aargau bei Oftringen, Aarburg, Engelbei-g. Lenzlnug, Otliniarsingen, 
Bcaunegg , Lägern 'Wi/.]\ von Sor\ilier Hug.) und von 'rranielan /rC'. ; 
vom Pilatus [Wit.'': Berner Oberland Bimt.]: so aus dem Gadmentliale (jRä.); 
vom Olier-Engadin [Zell -DoUL). 

Var. .Xanthocyanea 'dunkelgrau, mit weniger Gelb der Vordernügel 
fand Wi(. am Jura, aber auch im angrenzenden Aargauer Tieflande, ebenso 
R.-S. auf der Bechburg. An besonders sonnigen Stellen kamen Uebergiinge 
zur Var. Luteocincta vor. Iliei- fanden sich auch Stücke ohne alle gelbe Bei- 
mischung, an D. Conspurcata Frr. erinnernd. Xanthocyanea auch aus dem 
Gadmenthale [Rä.). 

D. Tephroleuca Bsd. [H.-S. 140. 469). 

F. meistens eine Seltenheit. Gefunden l»ei Oflringen \Wu.) und im 
(jadmenthale. Hier auf den Bergen von 5500 — 6500' nicht gerade selten. 
Dagegen vom Simplon selten und viel dunkler [Rä.). Beut, erwähnt noch die 
Berner Alpen. 

D. Magnolii Bsd. H.-S. 71 . 
B. an Silene nutahs. 

F. im Mai und Juni an sonnigen , felsigen Stellen des Jura , auch bei 
Lenzburg, Oftringen, Othmarsingen und in anderen Aargau'schen Gegenden 
[Wu.]; einzeln ferner von der Bechburg [R.-S.]:, St. Blaise-Neuveville [Coul.]; 
aus dem Gadmenthale, aber selten [Rä.] . Von Chur CafJ.) und Tarasp [Kill.]. 
Sonst nirgends getrofl'en. 

D. Conspersa S. V. (Nana Hufn.) ijlb. 52). 

R. an Lychnis-Arten. 

F. im Mai und Juni und im Juli und August. 

Basel [Knecht, Leon hart]] im Aargauer Jura(IV7<.); Bechburg (/{. -8.); 
Chasseral [Coul.]; von Tramelan [de.); von Biel [Wu.]; von Sorvilier [Hug.); 
aus den Alpen, so vom Wallis Anderegg u. A.), wie dem Val de Bagne und 
Simplon [Rä.) ; Berner Alpen [Bent.' und Gadmenthal von 4 — 6000' [Rä.]; 
Meienthal und Pilatus [Wii.]; ferner von St. Gallen bis zur Bergregion [Tä.]; 
für Graubünden von Chur [Kill.); von Bergün [Z.) und den beiden Enga- 
dinen [Kill.' . 

Die Höhenverbreitung wie bei Caesia auf dem Stelvio [Wo.]. 

D. Albimacula Bkh. (Coneinna Hb.) [Hb. 51). 

R. an Silene nutans. jung in den Samenkapseln, dann am Boden. 

F. im Mai und Juni ^ höher im Juli und August, in warmen Jahren in 
tieferen Gegenden wohl mit doppelter Generation. 

Am Aargauer Jura bis zum Lägernberg, auch von Lenzburg (TV'<<.;; von 
der Bechburg [R.-S.]; vom Jura bei Neuveville und im Canton NeuchAtel 
[Coul.]; von Tramelan [Ge.]; von Bremgarten [Bali); St. Gallen (rä.); Bern 



\ 34 IV. Noctuiden. 

[Beut.) und Burgdorf (M.-D.); Gadmenlhal in gleicher Höhe wie Conspersa 
(flö.;, überliau[)t im Berner Oberlande; dann vom Pilatus [Wu..]. In Grau- 
bünden kennen wir das Rheinthal [Amstein] und das Ober-Engadin [ZelL- 
Dold.). Dann noch von Schatlhausen [Trapp] und Genf (Museum); sowie aus 
dem Val de Bagne und vom Simplon [Rä.). 
Höhenverbreitung zwischen 5 — 6000'. 

D. Compta S. V. [Hb. 53). 

R. in den Samenkapseln von Diantiuis, Lychnis, Silene und Cucubalus- 
F. im Mai und .Juni, wohl seltener. Basel [Knecht und Steh eil n-lmhof): 
Bechburg (R.-S.); Bremgarten iBoll); Zürich [Zell. -Do Id.); Schaffhausen 
[Trapp]:, St. Gallen [Tä.]; Aargauer Jura (VFm.), ebenso'dem Berner (wie dem 
Gadmenlhale [Rä.]) und Neuenburger, stellenweise nicht selten [Coul.]; von 
Tramelan [(le.): Wallis, so am Simplon in der Gondoschlucht [Ja.]; vom 
Simplon und dem Val de Bagne [Rä.]: aus dem Oberengadin [Schleich), so- 
wie dem unteren und dem Bergell [Kill.]; von Sils [Hnateck). 
Höhenverbreitung wie bei der vorigen Spezies. 

D. Capsineola S. V. [Hb. 57). 

R. in den Samenkapseln von Lychnis vespertina und diurna , Dianthus, 
Silene. 

F. in zwei Generationen, lokal, bisweilen häufig, doch auch vielen Orten 
fehlend. Er scheint wenig im Gebirge aufzusteigen. 

Basel [Knecht, Leonhart); Bechburg [R.-S.]; im Aargauer .Iura nicht sel- 
ten und auch in der dortigen Ebene \Wu.); von Bremgarten [Soll]; vom 
Pilatus bei Eigenthal und Alpnach und von Luzern; von Wasen an der Gott- 
hardstrasse [Wu.) ; Bern [Beut.]; Schupfen [Rthb.]; Oberhasli und Urweid 
[M.-D.]; von St. Blaise-Neuveville [Coul.]; von Tri^melan [Ge.]; von St. Gallen 
ijä.]; von Chur [Cafl.]. 

D. Cueubali S. V. [Hb. 56). 

R. in den Samenkapseln von Silene inflata. 

F. Im Mai und .luni , dann im Juli und August. Von Basel [Knecht, 
Sitlger); Bechburg [R.-S.]; Zürich und Umgehung Zell.-Dold., Hug.); Brem- 
garten [Boll]; Schaffhausen [Trapp); St. (Jallen [Tel.]; Aargauer Jura , sowie 
Wildegg und Lenzburg [Wu.]; Bern [Bent.]; Langnau [Rthb.]; Siselen [Rä.]: 
St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Tramelan [CiC.]; vom Val de Bagne und Simplon 
[Rä.]; Wallis [Wu.], so vom Lenker Bad [Ja.]. Stellenweise häulig. Ghur. 
Domleschg, Tarasp und Bergell [KUL, Baz.]. Das Aufsteigen im Gebirg noch 
zu ermitteln. 

D. Perplexa S. V. (Carpophaga Bkh.) [Üb. 89). 

H. nieist(Mis in den Samenkapseln von Silene nutans. 
F. in (l()|)pelter Generalion, gleich dei" soi'igenArt, an \\armen sonnigen 
Stellen. 



IV. Noctuiden. 135 

Basel {Knecht u. A.); Bremgarlen BoU); Schaffhausen Trapp ; St. Gallen, 
selten (Tä.; Bern, häufig (J9e/t^j; Burgdorf (.!/.-/>. ;; Schupfen Rihh.)\ Siselen 
(flä.); Berner Oberland, Gotthardstrasse und Meienthal, Gadmen (Rä.); aus 
dem Val de Bagne und vom Simplon [Derselbe): Pilatus, Luzern (Wii.); Bech- 
burg Iß.-S.]; um Neuveville und St. Blaise (Co?«/.); Aargauer Jura bis zum 
Lägernberg [Wie); Chur [Caß.]; aus dem oberen [Zell.-Dold.) und unteren 
Engadin bei Tarasji : auch aus dem Bergeil (Ä7//., Bnz). 

Wu. fand die Exemplare der Alpen und von Luzern meist dunkel, die 
des Jura vorwiegend hellgelb gefärbt. 

D. Capsophila Dup. [[fiH.-S. i62). 

Ob die Artrechte feststehen , wage ich nicht zu entscheiden. Aus dem 
Wallis [Gn. u. A.); bei Aari)urg fing sie Wu. inj August vereinzelt luiter I). 
Pei'plexa, aber seilen. 

D. Echii Bkh. (Irregularis Hufn.) ///). 90). 

Die R. der weit verbreiteten Dianthoecia an Gypsophila-Arten. 

F. bisher nur im Wallis^get rollen, woher ich ilin durch Andereyg erhielt. 

Episema 0. 

E. Glaueina Esp. (Tersa S. V.) [Hb. 140) und Var. Hispana Bsd. 

iH.-S. 105). 
B. an Muscari racemosum unti Anlhericum ramosum. 
Wallis [Gn.]; vom Aargauer Jura , Oftringen, Aarburg und Hauenstein 
[Wu.]-., von der Bechburg selten iß.-S.}. 

Var. Hispana (bläulich, mit deutliehen Makeln aus dem Wallis [Anderef/y) . 

Aporophyla Gn. 

A. Lutulenta S. V. [Hb. 159). 

R. an niederen Pflanzen, Stellaria und Myosotis. 

F. im Herbste, dem September und Anfang October nicht häufig und 
bisher nur sehr lokal getroffen. 

Bern •Bent.]\ Emmenthal [Btld).); Bechburg [R.-S.)\ Oftringeu, Aarbui-g 
und dem Schlossberg bei Leuzburg [Wu.]; aus dem Bergell (ßaz.). 

A. Aethiops O. (Nigra Haworth) [Hb. 859. 860. 8(51). 
R. an Rumex-Arten. 

F. von Mitte Juni bis zum Anfang des August. 

Aus dem Wallis; St. Blaise-Neuveville [Coul.'i; und von Aarburg [Wi/.), 
selten. 

Ammocouia Letl. 

A. Caeeimacula S. V. [Hb. 137). 

R. an niederen Pflanzen, wie Stellaria media, Rumex-Arten. Taraxacum 
und Galium. 



1 36 IV. Nnctuiden. 

F. im Hochsommer und in den Herbst hinein , abermals lokal und fast 
nirgends häufig. 

Basel [Sulger ; Bern 'Bent..)\ die Aargauischen Fundplätze von Wii.; 
Bremgarten [Boll]\ Zürich [Frey]] Bechburg (fl.-S.); St. Blaise-Neuvovillc 
[CouL], Wallis [Speyer); St. Gallen, selten [Tä.]; Chiir [Caß.]. 

A. Vetula Dup. [tl.-S. 108). 

Die südliche Art fand sich in dem Bergeil in der Höhe von Vicosoprano 
[Baz.) und im Wallis, woher Hug. sie erhielt. 

Polia Tr. 

P. Polymita L. (Ridens Hb.) [Hh. 20). 
R. an Primula elatior. 

F. im Juli nur von Wa. getroffen und zwar allein zwischen der Wart- 
burg und Oftringen durch die »Bachdalenu. 

P. Flavieincta S. V. [Hh. 46). 

R. polyphag an niederen Pflanzen, Runiex, Senecio, GheHdonium, Ci- 
chorien und Gampanulen. Auch von Ribes grossularia, selbst von Weiden. 
F. im September. 

Basel [Sidger); Tramelan (Ge.); Lausanne [Panchaud de Bottens); Genf 
Museum ; Berner Alpen häufiger [Rthb.]; Oftringen, Aarburg [Wu.); St. 
Galleu einmal Tä.); Chur [CafL); Ober-Engadin [Zell. -Bold. ]\ Bergell (ßas.; . 
Bis über 5000' aufsteigend. 

P. RuÜGincta Hb. [Hb. 1i1 . 748) und Var. Mueida Gn. [Frr. 509. 3). 

B. polyphag, an Asplenium ruta muraria, Hieracien , Silene nutans, 
Grepis biennis und Gampanula rotundifolia [Wu.). 

F. im Herbste, gern an Felsen, einzeln überwinternd, namentlich vom 
.Iura und hinsichtlich der gelben Zumischung auf den VorderflUgeln dort sehr 
wechselnd. 

\m Aargauischen .Iura, auch bei Lenzburg und dem Staufberg [Wii.); 
Bechburg, nicht selten iR.-S.]; Burgdorf, sehr vereinzelt (i/.-/5.); St. Blaise- 
Neuveville [CouL); aus dem Wallis [Led.); vom Engadin [ZelL-Dold.]. 

Die der gelben Beimischung fast entbehrende , hellere Ai)weichung 
Mueida ist nach Wu. im Jura fast eben so zahlreich vorkommend als die 
Stammform. 

Höhengrenze bis 5000' und mehr. 

P. Xanthomista Hb. [IIb. 6 4 7) (Nigrocincta Tr.) uiul Var. Nivescens 
Stgr. [Il.-S. 4Si). 
R. an Dipsacus sylvestris und Hieracien [Wu). 

F. nach .Art der vorigen Spezies im Seplembcr und Octohcr , gern an 
Felsen ruhend. 



IV. Noctuiden. 1 r>7 

Im Aargau vorn Born, Aarburg, dem Engelberg und Oftringen [Wu.]; 
Neuveville [Coid.)] Pilatus (Wu.); aus dem Berner Oberland, dem Hasli- und 
Gadmenthal öfter [Rä., M.-D.)\ aus dem Wallis (Anderegg), so von Ober- 
gestelen (4174') [A. Gerber): Schatfhausen [Trapp): von St. Gallenein Exem- 
plar (jTä.); Chur [Ca{l.)\ St. Moritz im Engadin 'Sp. und Zell.-Dold.); von 
Sils [Hnateck), aber selten; endlich von Magadino im Tessin [Zell.-Dold.]. 

V. Nivescens entdeckte Wu. als Seltenheit bei Oftringen und Aarburg, 
sosvie am dortigen Born und hinterher noch bei Lenzburg. Das Thier, nur 
an wenigen warmen Stellen vorkommend und sehr selten, pflanzte sich durch 
Erziehung vom Ei an fort. Heller, viel weisslicher. 

P. Canescens Dup. H.-S. 466) . 

Bisher nur aus dem Wallis, wo sie Anderegg auffand. 

P. Suda Hb. [Hb. 802). 
R. an Galium. 

F. aus dem Wallis, von .l/)rfe/"(^/y(/ erbeutet ; doch auch von den Süd- 
abhängen des Jura bei Bonigen und Ölten (I216'i [Wu.]. Jede weitere 
Mittheilung fehlt. 

P. ChiL. Hb. 49). 

R. polyphag, an Acjuilegia, Sonchus, Lacluca, Silenc nutans, sowie an 
Loniceren u. s. w. 

F. in zwei Generationen, die letzte noch tief im Herbste, doch wohl sel- 
ten in Mehrzahl. 

Bern 'Bent.]\ Burgdorf 'M.-D.)\ im Gadmenthale noch von 4000 bis zu 
6000' und zwar noch im September öfters [Derselbe)] Simmenthai [Jä.)\ 
Langnau, Schupfen [Rt/tb.]; die Aargauer Fundstellen [Wu.]; von der Bech- 
burg [R.-S.]; St. Blaise--\euvevilIo öfter [Coul.); Tramelan [Ge.); Bremgarten 
[Bali); von Zürich und Umgebungen [Frey, Zell.-Dold.); Schafihausen [Trapp); 
St. Gallen bis zur Bergregion öfter [Tä.); Graubünden, weitverbreitet [Kill.) 
und hier noch bis Sils [Hnateck) . 

Dryobota Led. 

D. Protea S. V. [Hb. 406). 

R. an Eichen. 

F. durch das Tiefland in) Herbste verbreitet, doch zur Zeit kaum mehr 
häufig zu nennen. 

Genf [M.-D.); Bern [Bent.); Siselen [Rä.); St. Blaise-Neuveville [Coul); 
Schupfen [Rthb.); die Aargauer Stellen , welche Wu. untersucht hat; Bech- 
burg [R.-S.]; Zürich und Umgebung [Zell.-Dold., Hug.). Ich selbst fand 
sie freilich hier nie. Von Schaffhausen [Trapp] und von St. Gallen [Tä.]; 
von Chur und Mayenfeld \Cufl.). 



138 IV. Noctuiden. 

Dichonia Hb. 

D. Convergens S. V. {Hb. 84). 

H. an Eichen. 

F. im Spätsommer. Er ist nur an einzelnen Orten gefunden worden. 
St. Blaise-iNeuveville, seltener [Coul.]; Beehburi;; '/i.-S.j; im Solothurner und 
Aargauer Jura vereinzelt {Wu.); aus dem Canton Glarus, noch vom Richetli- 
grat {Heer). Hier ist offenbar falsch bestimmt worden. 

D. Aprilina L. {Hb. 71. 721. 722). 

R. an Eichen, am Tage in die Spalten der Rinde älterer Bäume ein- 
gedrückt. 

F. im Spätsommer (gleich den anderen, die Eiche bewohnenden Insekten 
mit der Vernichtung dieser Bäume seltener geworden). 

Basel [Knecht, Sulgen; in den Cantonen Aargau und Solothurn {Wu.); 
(ienf (Museum); Siselen {Hä.); ferner von Zürich seltener {Frey); Schaff- 
hausen [Trapp und St. Gallen (Tä. ; in Glarus {Heer) und Graubünden 
{Mengold) und zwar sehr wahrscheinlich aus der Churer Gegend {Kill.). 

Cliariptera Gn. 

Ch. Culta S. V. (Viridana Waloh) {flb. 34) . 

R. an Schlehen, Pllaumenbäumen und Weissdorn, am Tage versteckt. 

F. im Juni und Juli. Bei uns nur l)eschränkt und selten vorkommend. 

Im Aargau von der Gysulafluh, der Wartlnu-g und dem Engelberg Itei 

Oftringen {Wu.); von der Bechburg {R.-S.); Traraelan {Ge.). Dann fand ihn 

Tä. einmal bei St. Gallen und Kill, ebenso bei Tarasp. Dieses ist Alles, was 

wir zur Zeit wissen. 

Miselia Steph. 

M. Oxyacanthae L. [Hb. Sil. 

H. an Schlehen, Pflaumen, Weissdorn. 

F. im September und October, wohl überall an lieferen Stellen. 
Die in'chl bedeutende llöhengrenze ist noch zu (M-mitteln. Bei Tarasp 
traf diese Art noch Kill. 

Valeria Oerinar. 

V. Jaspidea Villers {H.-S. 426). 
!{. von Schlehen. 
F. von der Gysulafluh bei Aarau [Wu.). 

V. Oleagina S. V. (///;. 33) . 

Von Tramelan [Ge.]. 



IV. Noctuiden. 139 

Apamea Tr. 

A. Testacea S. V. {Hb. 139i. 

R. an Griiseni. 

F. im Juli und Aucust vei'borgen. lok;ii, doch stellemveise häufig. 

Basel [H.-S. und Knecht); Aargauer Fundstellen [Wu.); Bechhurg 'R.-S.]; 
Bern [Bent.]: Langnau (Rthb.); Neuveville [Coul.]; Zürich [Zell. -Bold, und 
Hiig.); Genf (Museum. '; 

Luperina Bsd. 

L. Texta Esp. (Cytherea Fab., Matura Hufn.) [Hb. 10*». 548j. 

R. verborgen an Gräsern. 

F. im .Fuli und August, vereinzelt, selten und nur von wenigen Stellen. 

Basel [Knecht, SuUjer) . Im Aargau am Born, Aarl)urg, Oftringen, Wart- 
burg, Schlossberg zu Lenzburg [Wu.]; dann noch von Bern [Jä.)\ von Siselen 
[Rn.]] St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Biel und Langnau [Rlhh.]. 

Im östlichen Theile unseres Faunengebietes wohl des Gänzlichen 
fehlend. 2) 

L. Virens L. Hb. !2J35) . 

R. an Gräsern. 

F. im Sommer als vereinzelte Seltenheit bei uns. 

Aus dem Wallis von Sierre [Frei-Gessner] , bei Stalden (.4. Kündig); bei 
Zermatt Bent.); zwischen Möi'el und Naters [M.-D.). 

Coid. erwähnt noch eines Vorkonunens bei Neuveville. Bei Tarasp ein- 
mal im September [Kill.) . 

Hadena Tr. 

H. Satura S. V. Hb. Tr, (Porphyrea S. V.) (///;. 75). 

R. polyphag, an niederen Pflanzen, z.B. Eupatorium cannabinum, dann 
an Kubus-Arten, Loniceren u. s. w. 

F. im Hochsommer und beginnenden Herbste nicht allein in Waldungen, 
sondern auch Baumgärten [Wu.); wie es scheint fast überall seltener. 

Bechburg RS.); W'artburg , Oftringen, Lenzburg [Wu.); Schüi)fen. 
Aarberg, im Emmenthal [Rthb.); Bern [Bent.]; Bremgarten [Boll); Zürich und 
Umgebungen, aber selten Frei/, Zell.-Dold.); Chur Cnfl.). 

H, Adusta Esp, [Hb. (iOO— 608). 

R. an niederen Pflanzen. Taraxacum, Galium u. s. w. 
F. im .luli und August in weiterer Verbreitung und mit beträchtlicher 
Elevation. Auf dem .Iura, so der Bechl)urg (fi.-.S'.): vom Engelberg und 



1) A. Dumei'lii Dup. iincti Sulr/er l)ei Btisel ?). 

-ii L. Hubella Dup. (H.-S. 100, 431. 432). Soll im WallLs vorkommen »ach Stgr. 



140 IV. Noctuiden. 

Lenzburg, aber vereinzelt [Wu.] : von Sorvilier ^ (//«(/.) ; von Bremgarlen 
[Boll]] von Zürich am Katzensee [Hug.]. Ferner und häufiger aus den Alpen, 
so dem Pihitus und bei Eigenlhal, den Bernei- Bergen, wie dem Gadmen-, 
liasli- und Grindelwaldthal [Wu.); im östlichen Alpenlande, von dem St. 
Gallischen Weisstannenthal {Tel.) und aus Graubünden. Hier von Bergün 
(Z.), dem Ober-Engadin [Wolf'ensherye)- und ZeU.-Dold.), wie von Sils [Hna- 
tech); im Unter-Engadin bei Tarasp [Kill.'. Aul' dem angi'enzenden Stelvio 
noch auf der Franzenshühe [Wo.]. 

Einzelne Exemplare steigen alsoJ)is 7000' auf. 

H. Ochroleuca S. V. [Hb. 91). 
R. an Gräsern. 

F. im Juli und August, nur im Wallis und bei Basel [Leonhart] getroffen. 
In jenem Ganton bei Morel im Juli {Beut., Ja.). 

H. PlatineaTr. [H.-S. 40. 487). 

F. vereinzelt an sonnigen Halden des Jura. So von Oftringen und dem 
Engelberg [Wu.), von der Bechlnii-g R.-S.), aber immer vereinzelt und 
selten; ferner aus dem Wallis, so dem Yisplhale [Zell.-Dold.). Aus dem 
unteren Bergell, öfter [Baz.). 

H. Zeta Tr. [H.-S. 416) und Var. Pernix Hb. [Hb. 801. H.-S. 54). 

Die Stammform , im Juli und August , aus dem Jura, so der Bechburg 
'[R.-S.) und der Südseite des Aargauer Belchens [Wu.]; dann von den Alpen. 
Hochthürligrat im Kienthal [Rä.]] Zermatt [Bent.)\ Weissenstein [Z.)\ Tarasp 
(Ä7//.). Auf der Franzenshöhe in fast 7000' [Wo.). 

Var. Pernix (viel dunkler und, wie ich annehme, mit der nachfolgenden 
H. Maillardi sowie der nordischen H. Exulis Lefebvre eine und dieselbe Art 
bildend) nur von den Alpen. So vom Simplen [Gerber); Zermatt [Frey); dem 
Berner Oberland und dem Pilatus [Wu.): vom Gadmenthal, sowie dem Wen- 
den- und Steinengletscher [Rä.); dann aus GraubUnden, nämlich dem oberen 
Engadin , wo sie verbreitet, aber immer selten an Steinen und Felsen ge- 
troffen wird, so Samaden, St. Moritz und Sils [Zell.-Dold., Frey, Hnateck), 
Berninapass [Pfaffenzeller); endlich bei Tarasp [Kill.). 

Das bisher bekannte Aufsteigen mag 6000' betragen. 

H. Maillardi Hb. [H.-S. 55). 

Spät in dem Juli und namentlich dem ganzen August in den Alpen. So 
im Berner Oberland, z.. B. bei Lauterbrunnen [Bent. und Wu.)] von Rosenlaui, 
der Meienwand und Engstlen [M.-D.); vom Gadmenthale und den Ali)en 
(jRä.); von Zermalt [Frey); dem Bagnelhal [Rä.]; aus dem Davos [Spengler] 
und dem Ober-Engadin, wie Celerina, St. Moritz, Sils [Zell.-Dold., Hnateck, 
Frey); der Languard-Alp (./«.); aber immer vereinzelt. 
Am Stelvio (Franzenshöhe) bis gegen 7000' [Wo.]. 



IV. XorluidcMi. 141 

H. Gemme a Tr. [H.-S. 70). 

Wiodeniiii nur im (iebirij;e, spül im Sommer ersclieinend. Vom Aar- 
gauer Beichen [W^k.': I)isl)er vorwiegend von den Alpen mil elwa GOOO' 
Höiiengi-enze. Heiner Oberland [Beul.]] Gadnier Bei'ge bis liel' in den Sep- 
UMnber, aber seltener yjr/'.; von Laulerbninnen (VI";/.). Aus dem \\'allis, 
von den Alpen bei Marllgny [Derselbe]] aus dem 01)cr-Engadin , so bei Sils 
{Hnatecl,]; vom Daves [R.-S.]. 

H. Rubrirena Tr. [Hb. 826. H.-S. 57). 

Nur von den Alpen im .Ulli und Augiisl. seilen, an Felsen, SlrassiMiein- 
fassungen, Telegraphenslangen u. dergl. 

Hei'uer Al{)en , so (lentthal [Beul.], Rosenlaui und Oberliasli [M.-I).), 
lüigsllenlhal [.lii.) und (iadmen [Rii. . (iraubünilen , wie Bergiin [/.,: dann 
das obere Kngadin von Samaden Ins /inn Maloja M.-D.^ von Sch('nl,. fbutteck, 
ti'eij); endlieli das Davos [Speiujler . 

Elevalion elwa 5500'. 

H. Furva S. V. 77/;. 407). 

R. an Gräsern, z. B. an Aira. 

F. im .(uli und August, mil unter an Flcliium-Bliithen. 

Verbreitet, aber seilen. Sl. Gallen (7V/".); Aargauer Fundplätze [\Vu. ; 
Gadmenihal [Hä.]; Wallis (^'/).i; Ül)er-Kngadin , so Nachts gelangen \on 
Hnateeh und Frey bei Sils-Maria ; von Tai-asp [Kill. ] aus dem Bergell iBaz.). 

Höllenverbreitung wie bei der vorhergeliendeu All. 

H. Lateritia Hufn. (Molochina Hb.) [Hb. 74). 

R. verltorgen an Gräsern. 

¥. im Hochsommer. 

Aargauer Fundstellen [Wu.); Wallis [Beut.), so von Evolena [R.-S.) und 
Zermatt [Frey); Gadmenthal [Rä.]; Kalfeuserlhal in St. Gallen [Keller); Chur- 
walden [Hug.). Verbreitet im olleren Kngadin von Samaden aufwärts 
[von Schenk, Hnateck. Frey]; von Tai-asp 'Kill.). Auf der Franzenshöhe [Wo.) 
bis gegen 7000'. 

H. Polyodon L. (Monoglypha Hufn.) [Hb. 82). 

R. an den Wurzeln d(M' Gräsei'. 
. F. im Sommer, dem Juli und August, verbreitet. Aus dem lieferen 
Landestheile von Basel l)is Genf und Chur. hn Engadin bis Sils-Maria 

[Hnateck) . 

Also bis 5500'. 

H. Lithoxylea S. V. 
R. an Gräsern. 
F. gleichzeitig mit dem vorigen. Basel KnecJtl , Stihjer^\ ; Aargauer 



142 'V. Noctuideri. 

Stellen und Bremgarten [Wu. und Boll) ; ßechburg [R.-S.); Bern, nicht häutig 
[Bent.]; Rucheggberg iJü.)] Burgdorf [M.-D.]; Siselen [Bä.); Zürich und Um- 
gebungen {Frey, Zell.-Doki.]; St. Gallen, öfter [Tä.]; von Chur häufiger iCaß.\. 

H. Sublustris Esp. (7/6. 240 . 

Einzeln von Lenzburg [Wu.]; Gadmen {Rä.) ; Genf (Museum;; Bechburg 
und Kreuzungen [B.-S.]] von Chur [Cafl.] und vom Bergeil [Baz.). 

H. Infesta Tr. (Sordida Bkh.) [Hb. 484). 

R. an Gräsern. 

F. hier und da in der Ebene, dann vom Jura und den Alpen; nicht 
gemein. 

Basel [Knecht u. A.); Bechburg [B.-S.]] Aargauer Fundstellen nebst 
Bremgarten [Wu. und BoU]] von Alpnach [W'ii.)\ Schupfen und Emmenthal 
[Bthb.); Gadmen und Siselen [Rä.]; St. Blaise-Neuveville [CouL), St. Gallen 
[Tä.]; von Tarasp einmal [Kill.]. 

Höhengrenze massig. 

H. Basilinea S. V. [Hb. 427) . 

R. an Gi'amineen. Wif. fand sie jung zu nasser Erntezeil häufig mit 
den Garben in die Scheunen eingeschleppt. 

Basel [Knecht]; im Aargau bisweilen häuhg [Wu.]:, Bechburg [R.-S.]; 
Sorvilier [Htig.) ; Bern , am Gurnigel [Beut.); Schupfen , Milnchenbuchsee 
[Rthb.); Gadmen, kaum 4000' überschreitend [Rä.); St. Gallen [Tit.); Ober- 
Engadin [Zell.-Dold.) und auch bei Tarasp häufiger [Kill.]. 

Erhebt sich etwa bis 5500'. 

H. Rurea Fab. [Hb. 241 und Var. Alopecurus Esp. (Combusta Dup.) 

:?y/6. 366). 

R. verborgen an Gräsern, wie Lolium, Trilicum repens u. s. w. 

F. im .fuli vereinzelt in dem Tieflande, \Nohl verbi-clteter in dem Ge- 
l)irge, dem Jura wie den Alpen. 

Bern, ßerner Oberland und Gurnigel [Beut.]; Siselen und Gadmenthal 
[Rä.); Bechburg iR.-S.); Aargauer Fundstellen [Wu.) und Bremgarten {l?o//) ; 
Genf (Museum); St. Gallen, öfter [Tä.) ; Chur [Cafl.]. Engadin und Sils- 
Maria [Zell.-Dold. und Hnateck); auch im Unter-Engadin [Kill.]; von Bergün 
ein Exemplar [Z.]. 

Die Var, Alopecui'us (besser als Combusta den Sammlern l)ekannt) nkit 
einfarbigen dunkelbi'aunen Vorderllügeln s])ärlich unter der Stammform, hu 
Gadmenthale ist sie so häufig als jene [Rä.]. 

llöhenverbreilung etwa 5500'. 

H. Scolopaeina Esp. ///;. 460) . 

R. an (iräscrn. an Briza media, Scii'piis p.iliisiris und s\lvaticus. 



IV. Noctuiden. 143 

F. im Juni und Juli, lokal und seltener. 

Bern {Beut.); Buclieggberg [Ja.]; Schupfen {Bthb.:; Üftringen und Lenz- 
l)urg [Wu.); Brenigarten [BoU); Zürich [Frey); Genf (Museum). 
Höhenverbreitung wohl ziemlich gering. 

H. Hepatica S. V. (Characterea Hb.) [Hb. 133. 638). 

R. an Graniineen. Hohle Pflanzenstengel an den Flugplätzen in das 
(iras gelegt, dienen nach Wu. zu ihrer Einsanmdung. 

F. lokal und seltenei-. 

Basel [Stehel in- Inihof ] Bechburg [B.-S.)\ Aargauer Fundstellen [Wu.]\ 
Bechburg /{.-8.); Bern [Beut.); Neuveville {CouL); aus dem Gadmenlhale und 
von Siselen \Bä.); ferner von Schatfhausen [Trapp]; von Zürich [Hag.]; aus 
dem Churer Rheinthal [Wredoir. Anistein]: von Tarasp [Kill.] und aus dem 
Borgell [BazA. 

H. GeminaHb. [Hb. 482 1 und Var. Remissa Tr. [H.-S. 584 . 

R. an Grasei-n. aber auch anderen niederen Pflanzen, wie Taraxacum 
und Primulen. 

F. vereinzeil an begrasten Stellen der Wälder und an Waldrändern. 
Vom Engelberg, Oftringen und Lenzburg, selten [Wu.]; von Neuveville 
Colli.]; von den Davoser Alpen [Spengler]. 

Var. Remissa (die hellere, geschecktere Foi-m, von Neuveville [Conl.]; 
(ienf ^Museum) und aus den Graubündner Alpen, so bei St. Moritz [Mgb. und 
Zi'll.-Dold.] und von Sils-Maria [llnateck . 

Ilöhengrenze etwa 5500'. 

H. Unanimis Tr. [H.-S. 581). 

R. an Gräsern^ nach Wu. besonders an Phalaris arundinacea. 

F. im Mai; bisher nur in einem beschränkten Theile des wesdiclien 
Faunengebietes vorgekonunen. 

Bern [Beut., Ja.]; vereinzelt im Solothurner und Aargauci' .Iura : so Bech- 
burg [R.-S.] ; am Wauwyler See, bei Zolingen, Üftringen, im Aarthal, dem 
Aa- und Bünzthale, dem Torfmoor von Bünzcn, doch nirgends häuliu Wu.]. 
Wahrscheinlich auch von Tarasp [Kill.]. 

H. lUyrica Frr. (Scortea H.-S.) H.-S. 582) . 

Gadmenthal und zwar nicht selten , sowie schon von Ende Mai an er- 
scheinend [Rä.]; von Bern im August [Ja.]; Bechburg [R.-S.]; Lenzburg 
(W-».); von Tarasp [Kill.]. 

H. Didyma Esp. [Frr. 75. 1 . 2 , Var. Nictitans Esp. ///'. tiht; und Var. 
Leucostigma Esp. F)r. 443. i]. 
R. an Graswurzeln. 

F. im Sommer, überall und vielfach häufig, nicht allein im Tieflande, 
sondern auch vom Jura und den unteren Al[)en. 



144 'V- Noctuideii. 

Var. Niclitans im Jura unter der StamMiforin , wie den Aargauer Fund- 
stellen <Wu.] und von der Bechburg (R.-S.j; von Glarus [Heer, und von 
Cluir iCaß.j. Vorderflügel braun mit weisser Makel. 

Var. Leucostigma von Bern [Bent.], der Bechburg [R.-S.]. Alle drei Foi-- 
inen fand liä. l)ei Siselen häufiger. Schwärzlich, weiss gefleckt. 

H. Ophiogramma Esp. (7/6. 355). 
Bisher nur \on Siselen [Ra... 

H. Literosa Haw. (Suffuruncula Tr.). 
H. an Gräsern. 

1^ im Hochsommer. Umgebungen von Gamsen [Anderegg]. Ich erzog 
von dort das Tliier. Martigny [Rä.)\ von (^hur Cafl^. Also nur dem Süden 
angeiHM'end. 

H. Strigilis Cl. [Fir. 273, a— c), Var. Latruncula S. V. [Hb. 94 und 
Var. Aethiops Haw. [Hb. 776). 

R. an Gi'äsern. 

F. im Hochsommer häufiger. Auch noch aus dem Bergell [Baz.] und 
von Traloi in etwa 5000' Höhe [Frey). 

Var. Lalrunciila abermals weit verbreitet, so von Gadmen Rü.), Bergün 
[Z.j und Tarasj) Kill.. Heller, mitunter rothJU'aun. 

Var. Aethiops 'mit einfarbigen schwärzlichen Vorderflügeln) aus den 
Berner Alpen und annähernd von Lenzlnirg [Wu.]; Basel [h'neclit ; Bech- 
burg [R.-S.i. 

H. Bieoloria Vill., Var. Furuncula Hb. [Hb. 5 '(5) und Var. Vietuncula 
Hb. [Hb. 96). 

Stammart von Bern [Bent.) und von Zürich [Hug.). Die Var. gleich jener 
im Sommer von Bern [Bent., Rä.); Siselen (fiä.i; Schupfen [Rthb.)] Ofti-ingen, 
Lenzburg {Wu.); St. Blaise-Neuveville [ConL). Furuncula ist bei Siselen 
seltener, dort kommt aber Var. Vinctuncula häufiger, el)enso wie in Bern 
vor [Rä.). Erstere durchaiis braun, letztere nnt schwarzer Mittelbinde. 

Dipterygi.a Stepli. 

D. Pinastri L. (Scabriuscula L.) [Hb. 246;. 

R. an niederen Pflanzen, wie Runiex, Taraxacum. 

F. im .hini seilen und vereinz(dl. Basel (Gerber); Bern und Buchegg- 
berg [Bent.^ Ja. ; Hurgdoi-f und Uberhasli [M.-D.); Siselen [Rä.'] Schupfen 
[Rthb.); Oftringen und Fenzburg Wie.]:, Tramelan [Ce.); St. Gallen [Tä.]; 
(iraid)ün(len [Hleriyold ; so (iller im l lUer-l'Jigadin und aus dem Miso\ [Kill. . 

Hyppa Diip. 

H. Bectilinea Esp. IIb. ,248) . 

\\. .in Pleris a(|uilina, AiUhi'iscus sylNCstris. 



IV. Noctuirlen. NT) 

F. seltener, aber weit verbreilcl bis \n den Jiiivi und die Alpentliäler. 
Bern nnd Bern(>r Oberland [Beut.], sowie Gadnien an schattieren Wald- 
rändern [liä.]: I.aniinaii (Hthb. : im Solotliurner und Aargauei' Jura , auch in 
den Wäldern der Ebene, sowie bei Oftiiuiien und Lenzbursj; (Hw.i; Basel 
•Jll. . In den östlichen Geilenden schein! er selten zu sein. Bei Chur fing 
ihn cintnal ('(tjl. 

Khizogrjiiiniia Led. 
R. Petrorhiza Bkh. (Detersa Esp.) lll). i^iW. 
|{. an Berbeiis, am Tage \ersleckl. 

I'. im Juli uml August, wohl ül)ei'all. in der Kbene . wie dem Jura und 
den Alpen. Hier erreicht er das (iadmentha! Vi//.;, dew Stein vor Hergün Z. 
nmXFveii)^ sowie Tarasp [Kill.]. 

Cliloautha ßsd. 
C. Hyperici S. V. ///;. 250). 

An sonnigen geschützten Bergabhängen des Aargauer Born selten [Wu.]\ 
dann aus dem Wallis Beut.]. 

C. Perspieillaris (Polyodon Cl.) Hb. 249 . 

H. an Hypericum perl'oratum. 

F. in doppelter (Generation , im Fridding und im Hochsonnner ; wie es 
scheint, wesentlich den tieferen Landestheilen angehörig, hier an warmen 
sonnigen Stellen, an wenigen Orten häufiger. 

Basel {Leonhart); Bechburg [R.-S.; Siselen [Rä.]; Neuveville, selten 
[Coul.]; Aargauer Fundstellen und Schloss Brauneck iWu.); Brenigarlen 
[B()ll\\ Zürich und Schaühausen, öfter [Frey, Trapp); von St. Gallen aus dem 
Hagenbuchwalde [Tä.]; von Chur [Cafl.) und aus dem Bergeil [Baz. . 

C. Radiosa Esp. [Hb. 434). 
B. an Hypericum. 

F. hier und da an warmen mit der genannten Pflanze bewachsenen 
Stellen, bisher fast nur vom Jura vorgekommen. So Nom Belchen , Born, 
dem Fingelberg, Wartburg, Staffelegg, Gaisberg bis etwa 1500' Meereshöhe 
{Wu.'r, dann noch von Schaffhausen [Trapp ;. 

Eriopiis Tr. 

E. Pteridis Fab. (Purpureofasciata Piller) Hb. 05). 

B. an Pteris acjuilina. 

F. bisher nur bei Lenzburg auf einzelnen lichten Waldstellen vorge- 
kommen und zwar im Juli und August als Seltenheit [Wn.] und von Genf 
(Museum) . ^) 

■\, E. Latreillei Dup. HO. 818 — 890) halle //«rt/ecA- einstens l)ei Chiavenna .^cfun- 
<l<'n. Ich sah seine zahlreichen Exemplare. Auch wohl noch im südlichen Bergell'? 
Frey, Lepidopteren. .) 



146 IV. Nncliiidoii 

Polypliaeuis Bsd. 

P. Prospicua Bkh. (Sericata Esp.) (///;. 108). 

R. auf Lonicera xylosteum, Ligustrum vulgare, wiihnMid des Tages in 
dürren Blättern verborgen. 

F. nur ganz vereinzelt und selten. Bechburg [H.-S.!] Aarburg in fie- 
bUsclien [Rthb.]; Lenzburg, sehr selten (TF?/.!; Biel (Hauptmann BentelL; he\ 
Gressier und Landeron ein Stück [Coul.]; Wallis [Bent.). In» Osten von 
l'ljilers iUmyler] und Chur (Cr///.). 

Trachea Hb. 

T. Atripliois L. (///>. 831. 

R an niederen Pflanzen, gei"n an Huniex-Arten. 

F. im Juli und August im ebeneren Lande überall, von Genf bis Chur 
und an manchen Orten häufiger. 

Wo. fand noch bei Trafoi unterhalb 5000' ein Exemplar. 

Eiiplexia Stepli. 

E. Lucipara L. [tih. 55). 

R. polyphag, an Brom- und Himbeeren, Chelidonium, Aquilegia u. s. w. 
F. im Juni und Juli überall im tiefer gelegenen Faunengebiete. In der 
montanen Region vom Jolimonl [CnuL), von Tarasp und Trafoi {Kill.).- 

Habryiitis Led. 

H. Soita Hb. [Hb. 68. 475). 

R. an niederen Pflanzen und nach der Ueberwinterung zur Zeit der 
A[)relbliithe an Fju-rnkraut im düsteren Nadelholzwalde. 

F. von Ende Juni in den Juli hinein. 

Von Neuveville [Coul.)-, von Burgdorf (ü/. -/>.); Oftringen und Lenzburg, 
sehr selten [Wu.); St. Gallen (früher von Scheälin gefunden); bei Ghur ein 
Stück xCafJ.]. Um Winterthur und Zürich war H. Scita früher relativ häufig. 
Jetzt ist sie, obgleich der in Zürichs Utngebungen befindliche Zolliker und 
Sihlvvald wenig Veränderungen erfahren haben , gänzlich verschwunden 
[Frey). 

Brotoloniia Led. 

B. MeticulosaL. [Hb. 67). 

W. an niederen Pflanzen, auch Geranien der Gärten. 

F. wohl in doppelter (ieneration, überall, bald liäufiger, liald seltener 
(auch in den ilalienischen Thälern, wie dem Bergeil). Ich traf ihn noch bei 
Sils-IVLnia im Oher-i^ngadin. also in etwa 5500'. 



IV. Nofhiideii. 147 

Mania Tr. 

M. Maura L. Hh. iiSß;. 

H. ;iii nie(i(U't'n PHitii/on , 'raraxacum und kraulaili^on (i(n\ii('lisen , an 
Berheris, sowie an Alnus incana unserer Flussufer. 

F. im HocIisonHiier bis in den Sep(einl)er verborgen in dunklen (le\\{'ilh(>n. 
unter Brüeken u. s. \v. 

Wohl ühei-all vom .lui'a bis Gi'aul)ün(len. Das Aulsleitjen im Gebirge 
isl nucli zu ermilleln: doeli scheint es ein sehe geringes zu sein. 

Naeiiia Stepli. 

N. Typiea L. [Hb. 61). 

K. an niederen Pflanzen, z. B. Lamiuni und Urtiea; nach Wii. zuweilen 
.sogar der Weinrebe schädlieh. 

F. im Sommer in weiter Verbreitung (hireli das Flach- und Hügelland 
der Schweiz , an manchen Orten häufig ; hier und <la al)er auch, w ie bei 
Zürich, sehen. 

Die Ilöiiengrenze wohl eine recht geringe, wie denn schon bei Gadmen 
die Alt fehlt. 

Jaspidea Bsd. 

J. Celsia L. [Hb. 72. 73) . 

R. in Graswurzeln der Nadelholzwaldungen. 

F, im Spätsommer, namentlich dem September. 

Bi.sher nur als grosse Seltenheit der Oslschweiz bekannt gewesen. 
Ragaz-Pfäfers {Kaiser); von Chiiv [Scheuchzer und Cafl. : \itn Zizers (1748') 
[Amstein); vom Kurhause Tarasp, öfter {Kill.). 

Hydroecia Oii. 

H. Nictitans Bkh. [Hb. 221) und Var. Lucens Frr. H.-S. 285—288). 

K. an Ciräsei-n (;?j. 

F. im Hochsommer im tieferen Ter-rain. 

Sissach {Pnnc/iaitä de Üotlens); Bechburg [U.S.); Bern, hI(M' noch auf 
der Spitze des Bantiger (292')'; (fiä., Renf.\] Burgdorf f/1/. -/>.); Aargauer Fund- 
plätze (H'//. mit Ölten [Strahl) und Bremgarten [Bollr, Zürich [Huy.j: von 
Coltura im Bergeil [Baz.]. Ein selteneres Thier. 

Var. Lucens (mit weissücher odei- nilhlicher Makel der Vorderflügel) von 
Bern [Ja.] und Bünzen [Boll). 

H. Mioaeea Esp. [Hb. 224 . 

R. an Tussilago. Arundo, Ii-is, Glyceria, Atri|)lex. 

F. im September bisher als lokale Seltenheit nur bei Lenzburg [Wu.). 

H. Petasitae Double day. 

Em Exemplar von der Bechburg ß.-S.). 

10* 



148 tV. Nocliiideii, 

(jortyiia 0. 

G. Plavago S. V. (Ochracea Hb.) Hb. ISG. 187). 

R. in Stielen von Sanibucus, von Verbascuni. Valeriana ofticinalis und 
Eupatorium cannabinum, Arctium lappa und verschiedenen Distelarlen. 

F. im Spätsommer bis in den September, merkwürdig vereinzelt in 
unserem Faunenü,cbiete. Von Siselen {hü.]; von Oftringen, ans dem Aar- 
thal von Aarburg bis Hrugg [Wit.]; von Bremgarlen {Bali) und in einem 
Exem|)lare von St. Gallen (7a.). 

Nonagria 0. 

N. Typhae Esp. (Arundinis Fab.) [flb. 415). 
R. in Typha latifolia. 

F. in der Nahe Bremgartens, von Boll erzogen; dann von Rheineck [Tä.] 
und auch bei Chur {Call.). Gewiss noch an gar manchen Orten. ^) 

Tapiiiostola Letl. 

F. Fulva Hb. [Hb. 496). 

Ein Exemplar von der Bechburg ^R.-S.). 

Calamia Hb. 

C. Bathyerga Frr. (Lutosa Hb.) [11. -S. 312. 313). 

R. an den Wurzeln \on Phragmites comnumis, aber nur an vor Uebei- 
schwemmungen möglichst geschützten Stellen. 

F. sehr lokal nach vorhandenen Beobachtungen. Bern an der Aar 
(Hauptmann Benteli), dann weiter abwärts an den Ufern des Flusses bei 
Aarburg und Wildegg, sehr selten [Wu.]. 

C. Phragmitae Hb. {Hb. 230). 

Wurde bisher nur in der Nähe des Bieler Sees an den Ffern der Zihl 
(Thiele) gefunden [Coul.) . 

Leucania 0. 

L. Pudorina S. V. (Impudens Hb.) [Hb. 229). 

R. gleich den Verwandten versteckt an Gräsern. 

F. meistens an nassen Stellen von Mitte Juni an. Bisher nur von weni- 
gen Orten her bekannt. Bern und Berner 0])erland [lUhb.j; Oflringen, Aar- 
l)urg, Wildegg [Wu.) und vom llallwyler See [Frei-Gessner)\ von St. Blaise- 
Neuveville [CouL); von Tramelan (Ge.); von Genf (Museuu)) und von Schall- 
hausen (r/'ap;.»). Meistens als seilen erwähnt. 



1) Die Nonagiieii iinseios Faiuioiiiichietos sind sclir woniii uiiU'isuclil. Wii' haben 
siclicr noch ('ini;j;(' Arloii zu erwarten. 



IV. Noctuidon. 1 !9 

L. Impura Hb. IIb. 396). 

R. ;iii Grjisei'ii. 

F. im Juli und Aiiiiust , veri)r(Mlo(i'r als tue vofiiie Art. doch viellach 
wenii; häufig, an nassen Grasst eilen [Wa.]. 

Von Basel [Knechl^ Leonhart]\ Bechburg [R.-S.]: Bern Trupp); Schupfen 
IHl.hb.]: Siselen, öfter Hä.,: St. Blaise-xXeuveville iCoul.'.: Ofti'ingen , I.enz- 
l>urg untl an (lein Ufer der Aar {Wh.): Bremgarten BoU)] Genf (Museuni;; 
SchafVhausen [Trupp]-. Grauhünden Mou/ofd . wohl aus den Umgehungen 
Churs. 

L. Pallens L. Ilh. 234 und Var. Ectypa Hb. [Ilh. 231 . 

R. an Taraxacum und vielen niederen I'flanzen. 

F. im Juni und dann wieder im August noch Ncriucileter als der- xorige 
und stellenweise häufig, ja genuun. 

Wohl überall im lieferen Lande, sowie am Jura. Auch noch bei Tarasp 
{KüL). 

L. Obsoleta Hb. (///;. 233 . 
R. an Phraguntes comnuinis. 

F. im Juni: bisher nur l^ei Oftringen [Wu.], Burgdorf ;jy.-i^. und Brem- 
garten [BoU] getroffen. 

L. Straminea Tr. 7/.-.S. 321—323). 
R. an Phragmiles comnuinis. 

F. im Juni und Juli am Aarufer von Aaiburg bis Wildegg Wu.): Brem- 
garten [BoUi] Bern und Schatfliausen Trapp ; aus dem Reusslhale Hug). 

L. Scirpi Dup., Var. Montium Bsd. U.-S. 324. 325j. 
Als Seltenheit ^on den W'alliser Hochalpen [Gu. . 

L. Punctosa Tr. [H.-S. 310). 

Nach Hug. aus dem Wallis. Alle andei'en Angaben fehlen. 

L. Comma L. {Hb. 618). 

R. an Gräsern und Rumex-Arten. 

F. im Juli, verbreitet, an einzelnen Orten häufiger. 

Bechburg (R.-S.); Bern und Berner Alpen [Rfhb.]: Gadmen , vom Thal 
bis zu den Al])en häufig (fiä.); Burgdorf {M.-D.)\ im Aarthal von Aarburg bis 
Wildegg, im Wiggerthal und vom Pilatus (Wm.); Genf (Museum); Bremgarten 
{BoU); Zürich [Frey); verbreitet und häufig im Wallis, so von Sion , dem 
Riffel und dem Simplon {Jü.). Ebenso von Chur [Cafl.), Bergün (Z.), dem 
Ober-Engadin, wie Sils u. s. w. [ZelL-Dold., Bent.^ Hnateck, Frey). 

Elevation über 7000'. 

L. Andereggii Bsd. {H.-S. 326). 

Seltener und nur aus den Alpen im Hochsommer. Meienthal {Wu.); 



150 IV. Noctuiden. 

ßerner Alpen [Rthb.:; vom Sustenpass [Ja.]; von den Gadnier Alpen in Höhen 
von 5 — 7000' nicht sehr selten {Rä.)\ Engadin {Zed.-lJold.); von Sils [Unateck); 
auf dem Stelvio [Frey) . 

L. Conigera S. V. [Hb. 222). 

R. an niederen Pflanzen, Erdbeeren. 

F. im Sommer, in weiterer Verbreitung. 

Bern [Bent.)\ Siselen, selten [Rä.)\ das Oberhasli- M.-D.) und Gadmen- 
thal bis über die Waldgrenze, an Scabiosen , Disteln (fiä.); Erlenbach im 
Simmenthai (2272') und Schupfen [Hlhb.); Burgdorf [M.-D.)\ Neuveville 
{Coul.)\ Sorvilier [Hug.)\ Tramelan \Ge.)\ Luzern {W'U.)\ Bechburg (R.-S.); 
Aargauer Fundstellen [Wt(,.)\ St. Gallen (Tä.); Chur [Cajl.]\ Sils-Maria 
{Unateck); Tarasp {Kill.) und Bergeil (Baz.). 

Elevation also zwischen ö- und 6000'. 

L. Evidens Hb. {Hb. 369). 

Von den Berner Alpen als bedeutendere Seltenheit {Rthb.). 

L. Vitellina Hb. [Hb. 379. 589). 

R. an Gräsern. 

F. im August und September, selten und lokal. 

Bern [Ja.); Siselen. öfter; im Gadmenthale noch bei 4000', aber selten 
'flö.]; Oftringen [Wu.); Lenzburg {Beut.) auf grasigen freien Stellen der 
Waldungen und deren Rändern; Genf (^Museum); Bechburg [R.-S.); Chur 
{Cafl.\ und Sils [Hnateck). 

Höhengrenze 5500'. 

L. Loreyi Dup. \^H.-S. 309. 314;. 

Als einzelne Seltenheit im Oclober bei Lenzburg auf nasser grasiger 
Waldstelle [Wa.). 

L. album L. [Hb. 'ü'il). 

R. an Gräsern luid niederen Pflanzen. 

F. von Genf bis Schatihausen und Chur verbreitet und häufig, in erster 
Generation im Mai und .luni . in zweiter von Ende Juli bis in den October. 
Den Alpen mangelnd. 

L. Albipuncta S. V. Hb. 223). 

R. an Gi'äsern und niederen Pflanzen; mit Taraxacuiii und Stellaria 
media zu erziehen. 

F. in dei" schweizersclien l'-bcne von Basel, Schatihausen, dem Bodensee 
bis Genf und Chur; sehen im Gadmenthale {Rä.) ; den Alpen sonst fehlend. 

L. Lithargyrea Bsp. ///;. 225). 

R. an Gräsern, Plantago, Tara.vacum. 



IV. NoctuidfMi. J51 

F. slellenweise häufig, wolil überall im tielcreii Liinde , erreicht die 
Berner Alpen [Rthh.-, Gadmen [Rä.). Engelberg [Uikj-] und Tarasp 'Kill.). 

L. Turca L. 7/6. 218). 

R. an Gi'äsern und niederen Ptlanzen. 

F. vom Juli bis in den September , hier und da einmal hiiufigei', doch 
bisher nur sehr lokal. 

Oftringen, Engelberg, Lenzburg i^Wu. ; Bremgarlen [Boil]; Genf (Mu- 
seum); Chur [Cafl.]. 

Mjthimna Ou. 

M. Imbecilla Fab. [Hb. 555. 728. 729). 

F. in den Alpen, aber auch (in einem Exemplare) von dem .Iura vom 
Chasseral [Coiil). 

Man hat ihn im .Juli und beginnenden August in Gadmen, zwar nicht im 
Thale, sondern auf den Bergen etwa in 5000' auf Disteln und Echiuni ge- 
troffen [Rä., Boll, Wu.). Sehr gemein ist er als rf an blühendem Polygonum 
bistorta auf den Wiesen des Ober-Engadin . von Sils bis über Pontresina 
hinaus; aus dem Daves [R.-S.]] bei Bergün ebenfalls nicht selten (Z.i. Die 
letzten sehr vereinzelten Exemplare traf ich noch auf dem Weissenstein. Die 
Passhöhe des Albula erreicht unsere Art nicht. Am Stelvio unterhalb der 
Franzenshöhe [Wo.] nicht oft. 

Höhengrenze 6000' und darüber. 

Graminesia Stepli. 

G. Trilinea S. V. (Trigrammica Hufn.) [Hb. 216). 

R. an Plantago und Rumex acetosella. 

F. im Mai und .Juni vereinzelt und seltener, doch an zahlreichen Orten. 

Bern, selten; Berner Oberland (jßen/.); Meiringen und Burgdorf (i/.-Z).); 
Gadmen [Rä.); Schlipfen [Rthb.]: Siselen (Rä.); St. Blaise-Neuveville [Coul.\; 
Tramelan (Ge.); Aargauer Fundstellen, noch am zahlreichsten bei Lenzburg 
[Wu.); Bremgarten [Boll]; Zürich und Umgebung, selten [Zell.-Dold., Freij); 
Schaffhausen [Trapp); St. Gallen [Tä.]; Chur [Cafl.]. 

Caradrina 0. 

C. Exigua Hb. [Hb. 362). 

F. Ende Juli und im August, dem Lichte zufliegend. 

Siselen. 1879 nicht seilen [Rä.]; von Lenzburg [Wu.j; Chur [Cafl.]. 

C. Morpheus Hufn. [Hb. 161). 

R. an Convoivulus, Urtica und anderen niederen Pflanzen. 
F. Ende Juni nur ganz vereinzelt und selten im Faunengebiele bisher 
getroffen. Bern [Beut.]; Siselen [Rä.]; Tramelan [Ge.]; Basel (///.); Bechburg 



152 'V. Noctuideii. 

[R.-S.f] Aarburg uiul Auenslein 1^//.); von Wildegg llia/.]; St. Galleu, ein 

Stück [Tu:,: von Evolena (R.-8.). 

C. Cubicularis S. V. (Quadripunetata Fab.) IIb. 417). 

R. an niederen Pflanzen, wie Alsine media. 

F. im Juni und Juli in der ganzen Ebene und dem llügellande ver- 
breitet, meistens liäufiger, mitunter gemein. Im Gadmenlliale noeli gemein, 
aber etwas dunkler [Rä.]. Er erreicht am jurassischen Weissenslein 4000', 
und in den Alpen bei Bergün noch etwas mehr (Z., Frey); im Stelviogel^iet 
auf der Franzenshöhe, also in fast 7000', noch ein Stück von Wo. getroffen. 

C. Jurassiea R.-S. (? Fusoieornis Ramb.). 

R.-S. fand durch Nachtfang in nicht unbeträchtlicher Anzahl dieses 
interessante Thier, was in keiner Weise mit der vorhergehenden Spezies und 
wohl auch nicht mit der südlichen C. Fuscicoi'nis verbunden w^erden kann. 

Es hält ungefähr die Mitte zwischen C. Cubicularis und Kespersa fkurz- 
flügliger, gedrungener als die erstere , dagegen kleiner als die letztere, mit 
welcher es in der Flügelform stimmt) . Die Farbe ist silbergrau. Mit Cubi- 
cularis hat es gemein die schwarzen Punkte am Costalrand der Vorderflügel, 
zwei sehr markirt, zwei etwas weniger ausgesprochen, und die Hinlerflügel, 
welche besonders beim rf viel weisser sind, als bei Respersa , kaum gegen 
den Rand etwas grau angeflogen. Mit Respersa besitzt übrigens die Zeich- 
nung der Vorderflügel viel Aehnliches. Doch ist das schwarze Zackenband 
etwas mehr gegen die Flügelmilte gerückt und aus einer zusammenhängen- 
den Zackenlinie bestehend, während bei Respersa die Zacken eigentlich nur 
aus verschränkt stehenden schwarzen Punkten gebildet sind. Endlich ist 
die Flugzeit fast drei Wochen früher. 

So lautet die treffende, fast unvei-änderl wiedergegebene Beschreibung 
des Entdeckers. 

Die R. leider noch unbekannt. 

Bisher nur von der Bechburg [R.-S.]. 

C. Seiini Bsd. (H.-S. 91 . 
R. an Pilzen {Paul]. 
F. aus dem Wallis (ßn.) und \Aahrscheinlich auch bei Aarburg U'//. . 

C. Pulmonaris Esp. {Hh. 98). 
R. an Pulinonaria officinalis. 

F. vereinzelt im Aargau 'bei Ollringen) \(Mi Wh. gctrolVcti : dann von 
TivinnUan ijie.'i. 

C. Respersa S. V. (///;. 194). 
K. an Planlago-Arten. 

1'". im ,luni und .fuli lokal und da in d(M- lieget seilen. 
\(»n (\('y IJechbure R.-S.), den .\ai;j;auer Fundslell(>n mit Lenzburt; 



IV. Nocdiidon. 153 

{Wu.]: Souiiillon Coid. ; Breniiiarten ßo//i; Graubüiidcn SU/)-. ,so\(Hi(;imr 
Ca/!.]. Aus den Alpen mir vom Gadnienlhalp, nanicnllicli dem unteren an 
Kalkfelsen, doch bis zur Baumgrenze [Rü. . 

C. Alsines Brahm. Hb. 577). 

R. an Grasarten, Plantago, Rurnex. Lamiuin u. s. \\ . 

F. hn Sommer häufiger, in allen Landestlieilen lielroilen. Auch in. den 
Alpen ; so von ßellalp und der grossen Scheitlegg !•/«., vom Gadmenlhal uml 
hier auf Rlumen, namentlich Disteln , an sonnigen Hängen bis 6000' RH.); 
auch aus dem Berge II ißaz. . 

C. Superstes Tr. (Blanda Hb.) Hh. 162 . 

R. an Gräsern, l'lantago etc. 

F. im Juli und Anfang August. A;ii'bnrg und Oflriiigcn , selten (U'^^i; 
Bechburg (/i.-S.i; Bern [Ja. ; Siselen [Rü. ; Wallis bei (iamsen [Äfideregg); 
MUhlenlhal bei Schaffhausen [Trapp)] Clhur Ca//.;; Tarasp [Kill.]. 

C. Ambigua S. V. (Plantaginis Hb.) [Hb. 576 . 

R. an Löwenzahn, Salat und anderen niederen j'fhinzen. 

F". im Juni, dann nochmals im August und September. 

Basel [Knecht u. A.); Aargauer Stellen [Wu.)] Bechburg R.-S. \ St. 
Blaise-Neuveville [Coul.]; Genf (Museum;; Nyon [Rä.); Bern Bent.]\ Siselen 
\Rä.)\ St. Gallen [Tä.'\ und Tarasp [Kill.). 

C. Taraxaci Hb. (Blanda S. V.) (U.S. 380). 

R. an Plantago. 

F". von Ende Juni in den August. 

Weil verbreitet, hi den Cantonen Basel, Sololhurn. Bern, Genf, an den 
gleichen Orten wie die vorhergehende. Auch von Schü|)fen [Rthb.); Zürich 
am Katzensee [Hiig.); Glarus [Heer); Chur, und zwar häufiger [Cafl.).^) 

C. Gluteosa Tr. (Uliginosa Bsd.) [H.-S. 293). 

Nur aus dem Wallis, wo sie Anderecjg früher erzog [Speyer] . 

C. Palustris Hb. Hb. 367. H.-S. 292). 

R. an niederen Pflanzen, z. B. Plantago. 

Die interessante Noctue wurde bisher, sehen wir ab vom Wallis [Gn.), 
nur in Graubünden , namentlich im Engadin getroffen. Sie fliegt in den 
dortigen Hochthälern mit Beginn des Frühlings, d. h. von Ende Mai in den 
Juni hinein und zwar beim Einbruch der Dämmerung. Stellenweise ist sie 
häufig. Chur (Ca//.); Bergün(Z.); Samaden, Sils-Maria (//?ia/ecA-, Frey u. A.); 
Pontresina und Roseggthal (PfaffenzeUer, M.-D.): aus dem Bergell [Baz.]. 

1) C. Gilva Donzel dürfte den südöstiicticn Grauliündner Bergen Ivauin felilen, da 
sie bei Trafoi und auT dein .Slulvin von Wo. nm\ Stgr. als Sejienheit getroffen worden ist. 



154 IV. Nncliiiden. 

Höhengrenze gegen 6000'. Dio Verbreitung nach der Tiefe blieb un- 
l)ekannl. Etwa 4000' f. 

C. Arcuosa Haw. (Airae Frr.) [H.-S. 178. 179j. 
R. an Griisern, wie Aira caespitosa. 

F. von Ende Juni bis in den August, seilen und sehr lokal. 
Bei Oftringen und Lenzburg auf feuchten lichten GraspUitzen in Waldern 
und an Waldrändern [Wu.). Ein Exemplar fand ich vor .Jahren bei Zürich. 

Acosmetia Steph. 

A. Caliginosa Hb. [Hb. 474. H.-S. 435). 

J(i. erbeulete das Thier im Wallis (27. Juni) bei Lenk. 

Kusiiia Bsd. 

R. Tenebrosa Hb. {Hb. 158. 503). 

R. an Geum urbanum, Fragaria, Viola und anderen niederen Pflanzen; 
auch an Rubus. 

F. von Ende Juni in den August an manchen Orten , doch kaum häufig. 

Bern und Berner Oberland {lithb.); Gadmenthal und Siselen [Rä.]: Bech- 
burg [R.-S.]: St. Blaise-Neuveville [CouL); Genf (Museum); Aargauer Fund- 
stellen mit Zofingen, ebenso Hergiswyl am Fusse des Pilatus [Wu.); Brem- 
garten [Boll): Zürich und Balgrist [Hug., Zell .-Dold.) ; St. Gallen [Tä.): Chur 
[Cafl.]; Bergün [Z.]. 

Amphipyra 0. 

A. Tragopogonis L. [Hb. 40). 

R. polyphag, an niederen Pflanzen, auch an Esparsette. 

F. im August und September weit verbreitet und auch an manchen 
Orten seltener. Von Basel bis Genf, am Jura, wie bei der Bechburg [R.-S.) 
und von Tramelan [Ge.). Auch aus dem Alpengebiete; so Gadmenthal [Rä.)\ 
Simplon [Ja.); Churwalden [Huy.); St. Moritz [Mgb.)\ Sils-Maria [Hnateck). 

Das Thier mag gegen 6000' erreichen. 

A. Tetra Fab. [Hb. 39 1. 

R. an Stellaria, Hieracium. 

F. bisher nur ganz vereinzelt einmal zufällig in unserem Faunengebiele 
getrotten. So im Aargau bei Oftringen [Wu.) und vom Gurnigel [Ringiev). 

A. Pyramidea L. [Hb. 36). 

R. an Prunus- und Pyrus-Arten. daneben noch von Weissdorn, Pappeln 
und Liguster. 

F. vom Juli bis in den Herbst überall im Tief- und Ilügellande, kaum 
wohl in dein Gebirge aufsteigend. 



IV. Noctiiiden. 155 

A. Perflua Fab. Jlh. 35). 

R. pulyphac;. ;m jungen Aprelhäiimen . Schlehen, Ligusler, an Loni- 
cent xylosteum. 

F. mit der Erscliehiunuszeit des vorigen, doch selten. 

Bern 'Beut./, Burgdorf [M.-D.)\ Schlipfen [Rthb.]; Beehlxirg (R.-S.); 
Oftringen ^Engclherg'i und Lenzburg [W\i.]\ Aarau {Gerber); Zürich und 
Balgrist [Frei/, Zell.-Dold.'; im Thurgau von Braunau iß.-S.); Dusnang und 
Degersheim [ Engster] ; von Ragaz-Pfafers [Kaiser]; von Chur und dem Rhein- 
thal [Amstein u. s. w.). 

Unsere Art erreicht, aber seltener geworden, noch das Gadmenthal (fio.) . 

Die Höhenverbreitung also keine erheblichere. 

A. Cinnamomea Göze [Hb. 37). 

R. an Ulmen, Pappeln; auch Evonymus und Loniceren erwähnt. 
F. nur als lokale Seltenheit. Von Bremgarten [Boll)\ Genf (früher von 
dort häufiger nach Bent.). 

Taeniocampa Gn. 

T. Gothiea L. [Hb. 112). 

R. poiyphag, an Taraxacum, Galium, Genista, Linden, Schlehen u.s.\v. 
F. im Frühling im Flach- und Hügellande überall und häufig. Von Genf 
(Museum) bis Tarasp [Kill.]. Noch im Gadmenthale [Rä.]. 

T. Miniosa S. V. [Hb. 174). 
R. an Eichen. 

F. im Frühling wie die vorige Art und da, wo Eichen vorkommen, über- 
all, doch seltener. 

T. Cruda S. V. (Pulverulenta Fab.) ([?] Hb. 173). 
R. an Eichen. 
F. gleich T. Miniosa, häufig. 

T. Populeü Fab. [H.-S. 109). 

R. an Pappeln, namentlich Populus tremula. 

F. im Frühling vom Tieflande bis zu den Höhen des Jura, doch lokal 
und seltener. 

Bisher getroffen bei Bern [Bent.]., Lignieres [Coul.], Schupfen [Rlhb.]. 
Ferner von den durch Wu. so gründlich durchsuchten Aargauer Stellen ; von 
Schaffhausen [Trapp); von Balgrisl bei Zürich [Zell.-Dold.]; von C\\\\Y[Kill.] . 

T. Stabilis S. V. :?] Hb. 171). 

R. an Eichen, Buchen, Linden. Pappeln u. s. w . 



I 50 I^ ■ Noctiiitlon. 

F. im FrüliliiiLi durch den ganzen tieferen Tlieil des Faunengel)ieles mehr 
oder weniger häufig. Im Gadmenlhale noch luiidig 7{ä/. 

T. Gracilis S. V. Hb. 168). 

R. zwischen versponnenen Rubus-Blältern. dann an Spirviea uhiiai-ia und 
anderen Pflanzen. 

F. in ahnlicher Zeil und gleichem Terrain wie der \oi-ige, also ebenfalls 
in weitester Yerl)reitiing, aJ^er seltener. 

Wie es scheint nur im Tieflande. 

T. Instabilis S. V. (Incerta Hufn.) Hh. 165. 

R. polyphag, in der Westschweiz bisweilen den Obstbäumen schädlich. 

F. gemein im Frtdijahr an den meisten Orten. In grosster Ausdehnung 
durch das Tiefland; doch auch im Schächen- und (Jadmenthal , am Briinig, 
so\Nie vom Rigi und Pilatus {}\u.). 

T. OpimaHb. Hb. 424. 676. 677;. 

Fi. an Eichen. 

F. gleichzeitig, aber seltener und lokal. 

Schupfen ilUhb.); im Aargau an den westlichen Abhängen des Engel- 
bergs, der Wartl)urg , im Wiggerthal und von Lenzburg [Wu.) . Von Zürich 
und Balgrist [Frey^ Zell.-Dold.). 

T. Munda S. V. [Hb. 166' und Var. Immaculata Stgr. 

R. polyphag. an Obstbäumen, Eichen, Buchen, Pappeln, Linden. 

F. im Frühling überall, meistens häufiger, nur in tiefer gelegenem 
Terrain (wie denn Z. bei seinen gründlichen Studien in der Höhe von Bergün 
niemals eine Taeniocampa fand, um von eigenen Erfahrungen zu schweigen) . 

Die fleckenlose Var. Immaculata von Lenzburg und der Wartburg (U^w.), 
von Bern [Bent ) und ziemlich häufig von Chur [Ca/l.]. 

Panolis Hb. 

P. Piniperda Panzer ([?] Hb. 476), 

R. an Pinus sylvestris. 

F. im ersten Frühling nach der Cultur des Nahrungsbaumes bald häufi- 
ger, bald seltener, bald gänzlich fehlend. 

Rem, häufig [Bent.]] Rurgdorf [M.-D.]] Bechburg (fi.-S.); im Aargau 
nirgends eine Seltenheit [Wu.) ; im Walliser Vispthal, meistens mit sehr 
blassen Stücken [M.-D.]; Zürich und Balgrist selten [Frcijj Zell.-Dold.); eben- 
so von St. Gallen [Tä.]: von Graubünden [Mengold), so bei Chur [Ca/l.]. 

Höhenverbreitung nur gering, aber noch näher zu bestinnnen. 

Paclmobia Gn. 

P. Leueographa S. V. [Hb. 411. 572). 

R. an niederen Pflanzen, wie Plantago , Stellaria, Taraxacum , auch an 
Heidelbeeren. 



IV. Nncüiidcn. 157 

F. im ersten Friihlinii, luässi^ \ei'l)r<'itel und seilen. 
Bern [heul.]: Siselen [Rü.] Aargauer Fundstelli^n W'ii. und Hreni- 
garten [Boll)\ Zürieli l»ei Balgrisl [Zell .-Dold., Ftri/): aucli nocli im ()l)ei"en 

Engadin [Bi.]. 

P. Rubrieosa S. V. (///>. 430 . 

K. an niederen Fllanzen, wie Riirnex, Taraxaeum, Lactnca. 

F. im Frülding lokal und keineswegs häuHg. Basel [Kintchl \ Bechburg 
(/i.-N.); Bern iBent.); Meiringen [Gerber) und Berner Alpen 'Rthl).\: Cliasseral 
[Colli.]; Aargauer FundpUitze [Wu.]; Brenigarten [Boll); Zürich und Balgrist 
[Frei/. Zell.-Duhl.-. St. Gallen ^Tü..\ Ober-Kngadin IHnatevk. Beut.;. 

Mesogona Bsd, 

M. Oxalina Hb. [IIb. 219). 

B. an FJiissufern von Ei'len. namentlich Alnus incana, und Fappeln. 

F. im Hoclisomnier, \om August an l)is in den Anfang Oclol^er iiinein, 
doch nur an wenigen Stellen beobachtet. 

Basel [Knecht, Leonhart); Brenigarten [Boll, Freij); Oftringen und Lenz- 
burg 'Wu.); Bern [Bent.]: Genf (Museum); Chui- Kill.]; Sils [Hnatecl;] und 
Tarasp [Kill.]. 

Am vorletzten Orte allein in einei- Höhe von zwischen o- and (iOOO' 
get rollen. 

M. Acetosellae S. V. [Hb. 220. 881. 882). 

R. an Eichen. 

Bisher nur beobachtet im August und September auf der Bechl>urg 
[R.-S.], den Aargauer Fundstellen [Wu.); dann noch von Genf (Museum). 

Elevation also gering. Das Thier fehlt dem ganzen östlichen Theile, mit 
Ausnahme St. Gallens, wo Tä. im Hagenbuchwalde ein Exemplar erbeutet hat. 

Hiptelia Gn, 

H. Ochreago Hb. (Rubeeula Tr.) [H.-S. 437. 438). 

Aus den ßerner Alpen \Rthb. , dem Gadmen- und dem Meienthal selten 

[Wu.i. 

Dicycla Gn. 

D. Oo L. [Hb. 867). 
B. an Eichen. 

F. bei uns nur lokal und selten. Lenzburg [Wu.]; Biel (Hauptmann 
Betitelt); Burgdorf [M.-D.].; St. Blalse-Neuveville [Coul.]; Schupfen iRthb.); 
aus dem Oberhasli [M.-D. r. St. fiallen Tä.: und nach älteren Verzeichnissen 
auch aus Graubünden. 



158 IV. Noolniden. 

Calymiiia Hb. 

C. Pyralina S. V. [Wi. W.\ . 

\\. zwisc'lieii vcrsponntMU'n BlüKcrn von Kichon, Ulinon. Birken, Weiden, 
P.ippeln, Apl'el- und Birnbiiinnen. 

F. im Sommer vom .luii an. weil verl)reitel, an manchen Orlen sparsam, 
anderwärts liäidieer. 

Aus den Canlonen Basel, Aai'iiau , Bei-n . Zürich, S(. Gallen und Grau- 
hiiiulen. Bei Ghui' häufig (Ca//.'; auch aus (i(Mn Domleschc; [kill.]. 

Uöhengrenze wohl unbedeutend. 

C. DifflnisL. {Ilh. 202). 
W. an l Imen. 

F. selten und nur von sehr wenigen ürlen bekannt. 
Bern [BenL mui Hü.): I.enzl)urg [Wit.,; Sl. (iailen (7(7. ; Zilricli Dirf- 
n'cli); (ienf Museum). 

C. Afflnis L. [Hh. 201 i. 

W. an Fliehen und Ihnen. ^ 

F. selten und selir vereinzelt. Basel iLeonlian, (it'i'her ; Bern Beut. : 
Ol'tringen , Lenzburg und Baden U'//.) ; (ienf iMuseuni; ; Chur in einem 
Stück (Ca/L). 

C. Trapezina L. [Hb. 200). 

R. an Laubhölzern, namentlich Eichen. 

F. im Juli und August. Gemein im ganzen Tief- und HUgellande. auch 
im Bergell gefuntlen [Baz.]. Dem Alpenlande fehlend. 

Cosniia 0. 

C. Paleacea Esp. (Fulvago S. V.) (Hb. 198. \[VS . 

R. zwischen den Blättern der Birke und Zitterpappel. 

F. im Juli und August, lokal und selten. 

Im Aargau von der Wartburg, dem Born und Oftringen (TV'/r); von dei- 
Bechburg iß.-S.]; Bern [Bent.]: Siselen (/{ä.j: Genf (Museum : Zürich [Frey); 
St. Gallen {TiL); Bergell [Baz.]. 

Dyschorista Led. 

D. Suspecta Hb. [IIb. 633). 

Bern zu Anfang August von Ja. gefunden. 

D. Ypsilon S. V. (Pissipuncta Haw.) [Hb. 136). 

R an Pappeln. 

F. nach dem Norkommen dieser Bäume im Tieflaiide bald häufiger, bald 
spärlicher oder (wie z. B. bei Zürich) zur Seltenheil geworden. Er fliegt im 
UochsouHuer und schein! nicht im Gebirge aufzusteigen. 



IV. No.-luid.Mi. ir,«» 

Plastenis Bsd. 

P. Retusa L. Hh. 214 . 

R. an Weidon. zwischen den versj3onnenen liliittein. 
V. überall, wohl im Tiel- und llüircllande \ nn (ieiil' l»is Tarasp KiU. . 
Kluiizeil der" .luli. 

P. Subtusa S. V. Hb. 213 . 
K. an Pappeln nnd Espen. 

F. mehr lokal im Juli. Basel (Knechl): Heehlnirii [H.-S.]:. Bern {Beul., 
Ja. ; Siselen {tiä. ; Schilpten [Rthb.]; St. Blaise-iNeuveville [Coitl. : Tranielan 
((iV\ ; Aargauer Fundstellen [Wu.); Bremgarlen [Boli\ Lausanne iPaiir/KiKd 
ih' Bottens : Genf (Museum); Schaffhausen [Trapp]. 

("iiToedia On. 

C. Ambusta S. V. [IIb. 215 . 
R. an wiUlen Apfelbäumen. 
F. im August im Wallis [Gn.) und von N\on Hü. . 

C. Xerampelina Hb. [Hb. 421) und Var. Unicolor Gn. 

Zu Ende August und Anfang Septeinl)er von der Bechl>ui"g (fi.-S.); von 
Bern an Ulmen ßä. . 

Var. Unicolor (mit fast einfarbigen Vorderflügeln) ebenfalls von Bern, 
öfter Rä.). 

Cleoceris Bsd. 

C. SalieetiBkh. (Viminalis Fab.) [Hb. 50;. 

R. zwischen zusammengesponnenen Blättern schmalblättriger Weiden- 
arien. 

F. im Juli und August im lieferen Gebiete weit verbreitet und auch in 
dem Jura wie den Alpen von Bern (so im Gadmenthale bis 4000' und mehr 
[Rä.]) und Graubünden (hier bis Tarasp [ä7//.]). Exemplare von Sils und 
Ponlresina sind ungewöhnlich dunkel [Frey]. Rä. al)er fand sie im Gadmen- 
thale grösser, l)ald heller, bald dunkler. 

Die Höhengrenze 5500', 

Orthosia 0. 

O. Lota Cl. [Hb. 167). 

R. an Weiden, Pappeln, Erlen, auch an Heidelbeeren. 

F. im September und October. 

Basel [R.-S.); häufiger in den Thälern und auf den Bergen des Jura 
{Wu.]\ Bechburg [R.-S.]] von Bern und St. Blaise-Neuveville [Coul.) gemein; 
von Burgdorf [M.-D.)\ Siselen und Gadmen (ßä.); Genf (Museum); Zürich 
und Umgebungen [Frey^ ZelL-Dold.); Schaffhausen [Trapp); St. Gallen (rä.); 
Chur, im dortigen Rheinthal [Caß.]. 

Höhenverbreitun" nicht beträchtlich. 



lOO TV. Xooliiideii. 

O. Maeilenta Hb. [Hb. 418 . 
H. ;iii BiiclK'n. 

I'. im Aiirgau fnsl illier.ill, wo Buchen wachsen, an Wakh'ändern nnti in 
lichten Geholzen, in einzelnen Jahi-en [laidiger, namentlich um Lenzl)m-i; 
[Wu.]] Heclibniij; [R.-S.]-^ Bern, zuweilen häufiger \Bent.)\ von Siselen und 
dem (iadmentliale Kä.i; St. Blaise-Neuveville [CouL): Tranielan [Ge.]. 

O. Ferruginea S. V. (Circellaris Hufn.) [Hb. 181). 

K. auf Ulmen, aljer auch niederen Pflanzen , in (\e\- .liii-'end in den KHtz- 
chen der Wollweiden und Espen. 

F. sehr weit verbreitet, eine häutigere Arl. 

Aus alleu Cantonen. Auch von iWn Berner Alpen (Hthb.' . 

O. Ruflna L. (Helvola L.) [Hb. 184). 

B. an Eichen. 

K. im Sej)tend)er und October, weit ver]>reitet , an manchen üi-ten 
durchaus nicht selten. Wohl überall im Tiel'lande von Basel bis Genf und 
Chur. Auch vom Jura, deui Gadmenthale ißä.) und Tarasp [KiH.]. 

O. Pistacina S. V. (Lychnidis Fab.) Hb. 131), Var. Canaria Esp., Var. 
Serina Esp, und Var. Rubetra Esp. [Hb. 707. 708 . 

B. pohphag, an Schlehen, IMlaunien. Kii'schbäumen , Alsine, (^entaurea 
jacea, Scabiosen l1. s. w. 

F. ungemein al)ändernd , vom September an in den Spälherbsl hinein 
und an einzelnen Stellen häuliger. 

Basel [k'nedit ; Aargauei' Fundplälze , häulig bei LcMizburg [Wii. ; \(»n 
Bremgarten (lidll,; Bechburg H.-S.]: Bern [Bent.]] Burgdorf (.17.-0.); Schu- 
pfen und Langnau [JUhb.); Siselen :/{'.); Zürich, selten [Freij] und Balgrisl 
{Zell.-DokL); St. Gallen einmal ^7«.); Chur und Bergell Cafl., Baz. . 

Var. Ganaria (dunkler, fast schwärzlich) fand sich bei Basel, der B»H'h- 
burg; Bern und Lenzburg. 

Var. Serina (mit den hellsten, fast einfarbigen Vordei-llügeln, \on den- 
selben Üi'ten. 

Var. Rubreta (mit rothbraunen , fast gleichfarbigen Vordeiflügeln \ on 
Basel und der Bechburg, sowie von Chur [Cafl.]. 

O. Nitida S. V. (7/6. 180). 

R. an Planlago, Veronica oflicinalis und chamacdrys. 
F\ im August und Se[)lendjer, ziendich selten. 

Lenzburg {Wu.]\ Bern und Siselen 'Beut.. Ii(i.]; Einmi'iithal Hllib. \ 
Gurnigel {Ringier]; St. Blaise-Neuveville (Co;//.); Genf (Museum) . 

O. Humilis S. V. (776. 170). 

Von Biirgdoi'f Anfang OcIoIxm- von M.-l). gefang(Mi : Sl. Blaise-Xeu\ cn ille 
(Coui.,. 



IV. Noctuiden. 161 

O. Laevis Hb. [Hb. 163). 

Von Bern selten [Rä.]; St. Blaise-Neuveville [CoiiL). 
O. LituraL. [Hb. 127). 

R. an Weiden, HeidellDeeren und anderen Pflanzen. 

F. vom September bis in den spätesten Herbst nicht häufie. 

Basel (7//); Bechburg [R.-S.); Aargauer Stellen und Bremgarlen [Wii., 

BoIIk Bern {Ben(.); Schupfen und Einmenthal [Rl/ib.]; Burgdorf [31. -D.]; 

Neuveville [Coul.); Siselen und Gadnienlhal (ßä.); Genf {Bent.]-^ SchatTluuisen 

[Trapp]] St. Gallen, ein Stück (Tä.); Chur(Cf///.): Ober-Engadin (ZeU.-Dold.). 

Xauthia Tr. 

X. Citrago L. [Hb. 188). 

B. zwischen versponnenen Lindenblättern. 

F. von Ende August bis in den October. 

Im Aargau und dem Canton Solothurn sehr verbreitet, ohne häufig zu 
sein [Wu.)\ Bechburg [R.-S.)\ Bremgarten [BoU)\ Bern [Bent.); St. Blaise- 
Neuveville [CouL); Tramelan [Ge.]] Burgdorf und Gadmenthal [M.-D.]; auch 
sonst in der Berner subalpinen Zone; Genf (Museum); Schatrhausen Trapp); 
St. Gallen [Tu.]; GraubUnden [Kill.). Nirgends aber häufig. 

X. Aurago S. V. [Hb. 197) und Var. Fucata Esp. [Aurago Hb. 196). 

R. an Eichen. 

F. im August und September, doch meistens seltener. Bern und Schli- 
pfen, öfter [Bent. und Rthb.); Burgdorf [M.-D.]: St. Bhn'se [CokL): Siselen 
(fiä.); Aargauer Fundstellen [Wtc.) ; Bechburg, öfter [R.-S.); Bremgarten, 
häufiger [BolV;; Zürich, selten {Frcy^^: ebenso Schafi'hausen [Trapp): von Sl. 
Gallen [Tä.) . 

Var. Fucata (gleichmässiger, mit hellerer, orangefarbener Mittelbinde) 
fanden Wu. (bisweilen unter der Stammform in den Wäldern) bei Lenzburg, 
Rä. bei Bern und R.-S. auf der Bechburg. 

X. Flavago Fab. (Togata Esp., Silago Hb.) [Hb. 191). 

R. anfänglich in Weidenkätzchen , dann an verschiedenen niederen 
Pflanzen, wie Leontodon und Hieracien. 

F. von Ende August bis in den tiefsten Spätherbst, verbreitet und 
häufiger. 

Basel [Sulger); Bechburg [R.-S.); Bern [Beut.]; Burgdorf (.1/.-/).); Schu- 
pfen [Rthb.); Siselen und Gadmen [Rü.); Tramelan [(k'.); Genf (Museum); 
Aargauer Fundstellen [Wu..) und Bremgarten [Boll); Zürich [Zell.-DoUL); 
Schaffhausen [Trapp); Ragaz [Ringier ■. Chur [Cafl.]. 

Im Gadmenthale traf Rü. das Thier l>is 5500'. 

X. Fulvago L. (Cerago S. V.) [Hb. 190. 444) und Var. Flavescens Esp. 
[Hb. 445). 
R. anfaivgs an den Kätzchen von Salix caprea und Populus tremula, dann 
an niederen Pflanzen, namentlich Taraxacum und Hieracien, 

Frey. Lepidopteren. ^\ 



162 IV. Noctuiden. 

F. im Ilerhsle, verl^reitet und bis zur sul>alpineii Erhebung gelangend. 
So im ganzen ebeneren Faunengebiete, ebenso vom Jura. Aus dem Dom- 
leschg (etwa 2000'], von Tarasp [Kill.) und dem Gadmenthale [Rä.). 

Var. Flavescens liier und da unter den typischen Exemplaren, aber viel 
sparsamer; so von Oftringen und Lenzburg [Wii.], sowie der Beehburg [H.-S.) 
und von Bern [Ja.). Heller, zeiehnungsloser. 

X. Gilvago S. V. [Hb. 443) und Var. Palleago Hb. [Hb. 442). 

R. an Ulmen und in Kätzchen der Espen. 

F. im Spätsommer und Herbste, mitunter nicht selten, doch nur lokal. 

Basel [Knecht, Sulger); Beehburg (R.-S); Bern [Bent.]; Siselen [Rä.]: 
von St. Blaise [Coid.]] Genf (Museum); Oftringen selten, Lenzburg häufiger 
[Wh.]] von Schaffhausen [Trapp). 

Var. Palleago (mit fast einfarbig gelben Vorderflügeln) von Bern [Jü.). 

X. Oeellaris Bkh. und Var. Lineago Gn. [Hb. 1 93) . 

An Pappeln im September und October bei Lenzburg selten [Wu.]; dann 
gleichfalls selten von Bern [Beut.]; von Chur [CafJ.). Ob von der vorigen 
Art wirklich verschieden, steht anhin. 

Var. Lineago (graulich,, gelb gestreift) von Basel [R.-S. und Andere). 

Hoporiua Bsd. 

H. Croceago S. V. [Hb. 189). 

R. an Eichen. 

F. im Herbste. Bern, nicht hüui\a,[ßent.); von Schupfen (ß^//?>.;; Siselen 
(fiü.); hier und da bei Neuveville und St. Blaise [Conl.]\ Genf (Museum); 
im Aargau mit der Eiche weit verbreitet bis auf die Höhen des Jura, doch 
nirgends häufig [Wu.); Beehburg [R.-S.)\ Bremgarten [Boll): von Zürich, 
recht selten [Frey); Schafl'hausen , nicht selten [Trapp); St. Gallen, selten 
[Tu.); Graubünden [Mengold xmd Cafl.). 

Orrhodia Hb. 

O. Serotina O. (Fragariae Esp.) [IIb. 104). 
R. an niederen Pflanzen. 

Von Basel [Leonhart); hc\ Lenzburg vom Beginn des October an und 
noch tief in den Winter, ja selbst bis Mitte März hinein [Wu.). 

O. Erythrocephala S. V. [IIb. 176) und Var. Glabra S. V. [IIb. 438). 

R. polyphag , an Galium moflugo, Taraxacum , Plantago u. s. w., aber 
auch an Eichen. 

F. im Herbste, 

Basel [Knecht); weit veri)reitet im Aargauer Jura (selbst zu höheren 
Stellen) und im Tieflande [Wu.); Bern [Bent.); Genf (Museum). 

L'eberall, wohl aber als seltenere Art. 



IV. Noctuiden. 163 

Viir. Glabni (dunkler, der Costalnmd, die l^eiden Makeln und die Aussen- 
randbinde hellgrau) an den genannten Äargauer Lokalitäten (l^/^); von der 
Heehburg (/{.-S.); Landeron (Com/.); Bern [Bent.); Siselen [Ra.]. 

Wu. fand, dass die mit Eichenblättern genährten Raupen dunkler ge- 
t'.irble, zu Glabra iibei-gehende Schnietlerlinge lieferten. 

O. Veronicae Hb. (Dolosa Hb.) Hb. 541. 632 . 

Von St. Maurice im Unlerwallis und von Zürich \Hug.). 

O. Silene S. V. (Vau punetatum Esp.) W). 175, und Var. Immacu- 
lata Stgr. 

R. an niederen Pflanzen, aber auch an Schlehen. 

F. im Herbste, wie es scheint, mit sehr ungleicher Enlwicklung.szeit bis 
in den Winter hinein [Wu.]. 

Bern [Jä.)\ St. Blaise-Neuveville [Coul.); Genf (Museum); Äargauer 
Fundstellen [Wu.]; Balgrist bei Zürich [Zell.-Dold.]] Schaffhausen {Tr(ipp); 
St. Gallen (Tä.); Degersheim [Müller]] Chur, häufiger [Cafl.]. 

Var. Immaculata (ohne Vorderflügel-Flecke) (vielleicht zur vorigen 7\i'l 
zählend) in einem Stück von Bern \Bcnt.]. 

Silene geht bis Gadmen [Bä.)A] 

O. Vaccinii L. [Frr. 46. 2), Var. Spadieea S. V. [IIb. 179 und Var. 
Mixta Stgr. [Hb. 177). 

R. polyphag ; Pappeln, Heidel-, Brom- und Himbeeren, Thjmus. 

F. häufiger im Spätherbste und im Winter bei wärmerem Wetler. 

Als Stammform l)etrachtet ^^tyr. die fast gleichmässig kujjferbraunen 
Exemplare. 

Aus allen tieferen Lokalitäten , auch am Jura und bis Gadmen aufstei- 
gend [Rä.). 

Var. Spadieea (mit mehr oder weniger schwärzlich gebänderten Vorder- 
flügeln) von Lenzburg [Wu.], derBechburg [R.-S.], von Bern [Beut.), Siselen 
[Rä.] und Genf (Museum) . 

Var. Mixta (mit heller gebänderten Vorderflügeln [in Hb.'s Fig. 177 
kaum ersichtlich]) von Lenzburg, seltener (M<.), dann von derBechburg 
[R.-S.] und von Bern [Bent.], sowie von Siselen [Rä.]. 

O. Ligula Esp., Var. Polita Hb. (Brigensis Bsd.) [Hb. 178. H.-S. 459) 
und Var. Subspadicea Stgr. (Spadieea Haworth [Haw.]). 
Die Artrechte scheinen mir auf schwächsten Füssen zu stehen. 
Als Stammart nimmt Stgr. die auf den Vorderflügeln schwärzliche, nach 
auswärts weisslich gebänderte Form an. 

R. in mit der vorhergehenden verwandter Lebensweise. 
F. von Lenzburg vom September an. nicht häufig [Wu.]; von Bern und 
Siselen [Beut., Rä.]. 

•1) Keine Art des Genus Orrhodia gewinnt nacli Z. melir die Hüiie \un Bergiin. 

ii* 



164 IV. Noctuiden. 

Var. Polita (Voi'derflUgel schwärzlich , mehr oder weniger grau mar- 
morirt) bei Oftringen und Lenzburg [Wu. und Ringiei') , doch seltener; Bech- 
burg [R.-S.); Wallis [Gn.). 

Var. Subspadicea (rothbraun, häufig weisslich gegittert) von Siselen [Rä.]. 

O. Rubiginea S. V. [Hb. 183). 

R. an Weidenkätzchen, dann niederen Pflanzen. 

F. von Ende August, den Herbst hindurch in den Frühling , in weiter 
Verbreitung, doch keineswegs an allen Orten und sonst vielfach als selten 
erwähnt. 

Bern [Bent.]; Burgdorf [M.-D.]; Siselen, selten (Rä.): St. Blaise [Coul.]; 
Bechburg [R.-S.]:, an den Aargauer Fundstellen, auf den Bergen häufiger als 
in den Thälern , ebenso am Pilatus [Wu.); Zürich und Umgebungen [Frey, 
ZeU.-Dold. u. A.); St. Gallen [Tä.]; Ghur (Cr///.). 

Scopelosema Curtis. 

S. Satellitia L. [IIb. 182). 

R. polyphag. Sie soll nach Wu. neben anderen Raupen auch Blattläuse 
fressen. 

F. vom August zum Herbste und noch überwintert im Frühling, weil 
verbreitet, stellenweise häufiger, mitunter fast gemein. Aus der ganzen 
ebeneren Schweiz, von Basel bis Genf und ostwärts l)is Ghur. Auch noch im 
Gadmenthale [Rä.). 

Scoliopteryx Germar. 

S. Libatrix L. [Hb. 436). 

R. an Weiden und Pappeln. 

F. im .luni und Anfang .luli , dann im August und September, überall 
und häufig. Man hat ihn noch am Wildkirchli (4614') [Tu.), zu Sils im Obei-- 
Engadin getroffen [Hnateck], ja im Stelvio-Gebiefnoch auf der Franzenshölie 
[Wo.), also in fast 7000' Elevalion. 

Xylina 0. 

X, Semibrunnen Haw. (Oeulata Germar.) [H.-S. 460) . 

F. vom September an mit Ueberwinlerung, lokal und seilen. 
Basel [Knecht, Siilger); Bechburg [R.-S.); Aargauer Fundstellen (ir*/.); 
Siselen (Rä.); Genf (Museum); Ghur [Ca/1.). 

X, Petrificata S. V. (Socia Hufn.) [Hb. 239). 
R. an Eichen, Obstbäumen, Linden, Ulmen. 

F. gleich dem vorigen, in weiter Verbreitung durch die ganze tiefere 
Region des Faunengebietes und auch noch bei Gadnien \on Rä. beobachtet. 



IV. Noctiiiden. 1 (j5 

X. Confonnis S. V. (Furcifera Hufn.) {Hb. HS,. 

R. nanienllicli an Alnus incaiia und glutinosa. 

F. mit der Ersc'lieinungszeit des vorigen wiederum in iilmlicher Verbrei- 
tung, el)enso aus dem Gadmenthale [Rä.]. Er dürfte aber höher im Geliirge 
aufsteigen, indem ihn Hug. noch aus dem Engadin erwähnt. Manche Ver- 
zeichnisse bezeichnen ihn als selten. 

X. Ingrica H.-S. [H.-S. 507. 573). 

F. im Hochsommer. Er findet sich seilen auf dem Jura, ebenfalls selten 
und nur an wenigen Stellen des Alpengebietes nach bisherigen Erfahrungen. 

Aus dem tieferen ebeneren Terrain nur von Bern •Bent.^ Ja.), sowie 
von Chur, öfter [CafL). Von den Berner Alpen [Rthb.]; so aus dem Gadmen- 
thale, öfter (iRä.); Engelberg bei Oftringen (Wu.) und aus dem Ober-Engadin 
[Zell. -Bold. ). 

X. Lambda Fab., Var. Zinckenii Tr. [ll.-S. 135). 

Wir kennen nur in beschränktem, ganz seltenem, Vorkommen in unserem 
Faunengebiete die Var. Zinckenii , welche Wu. bei Oflringen an) F"usse des 
dortigen Engelbergs auf nasser VValdwiese getroflen hat. 

X. Rhizolitha Fab. (Ornithopus Hufn.) [Hb. 242). 
R. an Eichen, Schlehen. 

F. im August, September und später. Im Flach- uml Hügellande wohl 
überall, bald häufiger, bald vereinzelter, von Genf bis Graubünden. 

X. Lapidea Hb. [Hb. 382), Var. Sabinae Hb. [Hb. 76ü. 767). 
R. an .luniperus sabina im Wallis. 

F. von Gamsen und dessen Umgebungen durch die Familie Aiulereg;/ 
gefunden und vielfach verbreitet. 

X. Merckii Rmb. (Ripagina Hb.) [Hb. 840). 

Nach Hug. im Wallis. Jede weitere Angabe über diese südliche Art fehlt. 

Calocaiiipa Steph. 

C. Vetusta Hb. (Hb. 459). 

R. an niederen Pflanzen, namentlich nasser Stellen; doch auch an 
Populus. 

F. im Spälsonnner und Herbste (auch überwinternd), im Allgemeinen 
selten, tloch verbreitet. Basel [Knecht): Bochburg (R.-8.); Bern und Bernei- 
Oberland [BenL:, Gadmon (/Ja.); Schupfen [Rlhb.]; Burgdorf [M.-D.]; Lan- 
deron und St. .Jean [Coul.]] Tramelan [Ge.); Genf (Museum); Aargauer Fund- 
plälze [Wu.]; Bremgarten [Boll]; bei Zürich im Balgrisl [Zetl.-Dold.]; St, 
Gallen [Tä.); Graubünden [Mengoki), so von Chur [Cajl.). 



166 IV. Noctiiiden. 

Also iu \v{?ilostcr Vei'l)r(Mlung, wenn auch seilen und wohl nur in die 
untere Alpenregion des Canlons Bern aufsteigend. 

C. ExoletaL. [Hb. 244). 

R. der verwandten Art an zahlreichen nieileren Pflanzen, wie Pisuin, 
Taraxaeuni, Lactuca, Lamiuni, Liliuni martagon u. s. w. 

V. mit der gleichen Erscheinungszeit. 

Basel [Sulger, Panchaud de Bottens); Aargauer Stollen und Breingarten 
iWu., Boll); Bern [Beut.]] Schupfen [Rtfib.); Neuveville und Lignieres (Co«/.); 
Tranielan [Ge.); Gadmcnthal (Rä.); aus dem Wallis [Bent.]; Zürich {Frey, 
ZeU.-Dold.)] von Schaft'hausen [Trapp] \ St. Gallen (7a.) und von Sargans 
[Meli]] für Graubünden aus dem Rheinthale, von Flims und dem Bergeli 
{Caß., Baz.). Bei Bergün im Juli und August die R. mehrmals gefunden (Z., 
Frey). Ueberall selten. 

Höhenverbreitung beträchtlich übei- 4000'. 

C. Solidaginis Hb. [IIb. 256). 

R. auf Vaccinium niyrtillus. 

F. im September als seltenes Vorkonunniss im Jura und den Alpen, doch 
sehr lokal. Gysulalluh und Reichen [Wii.); Berner Alpen, so im Gadmen- 
thale [Rä.) und aus dem Oberhasli [Rthb. und M.-D.); vom Pilatus in mehr 
als 4000' [Wu.]. 

Xylomiges Gn. 

X. Conspicillaris L. [IIb. 237) und Var. Melaleuca Vieweg [Hb. 236). 

R. an niederen Pflanzen. 

F. lokal und selten. Bechburg [R.-S.); Aargauer Fundstellen (IVm.); 
Bremgarten [Boll); Tranielan [Ge.]; Genf (Museum); Sierre [Hug.)\ St. Gallen 
(rö.); Chur (Co//.). 

Var. Melaleuca (Thorax weisslich, Vorderflügel schwärzlich, am llinler- 
rande weisslich) findet sich hier und da unter der Stammform [Wu.)\ von 
der Bechburg [R.-S.], dem Jolimont [Coul.) und der Churer Gegend [Cafl.]. 

Scotochostra Led. 

S. PuUa S. V. [IIb. 238. 692. 693 . 
Soll nach Hay. im Wallis vorkonunen. 

Asteroscopus Bsd. 

A. Cassinea S. V. (Sphinx Hufn.) [IIb. 5. 6). 
R. an Eichen, IJnden, Buchen, Wollweiden. 

F. im Spätherbst, wohl überall in der F^hene und f»is zu d(>n Höhen des 
Aaigauer Jura, lieber das Alponland fehlt jede Angabe. 



IV. Noctuiden. |67 

A. Nubeculosa Esp. [Hb. 3. 4). 
R. an Ulmen und Birken. 

F. im ersten Frühlinti; ; bei uns eine Seltenheit, einmal von mir hei Zui'ich 
gefunden. Aus Graubiinden nach 3Ietu/old. 

Dasypolia Ou. 

D. Templi Thunberg [Hb. 373). 

R. in den Wurzeln von Heracleum spondylium. 
Aus dem Wallis. Alles Nähere fehlt. 

Xylocaiiipa On. 

X. Lithorhiza Tr. (Areola Esp.) [Hb. 398). 

R. an Lonicera xylosteum. 

F. im ersten Frühling, Miirz und April, selten und nur an wenigen Orten 
bisher getrof!en. Im Aargau von Oftringen, der Wartburg und dem F^ngel- 
berg [Wu.]: von St. Blaise-Neuveville {CouL); Tramelan [Ge.]; Genf (Museum). 
Bei Zürich fand ihn Niemand. 

Lithocampa (xii. 

L. Ramosa Esp. [Hb. 247). 

R. in schattigem Walde an Loniceren. 

F. im Mai und Anfang ,Iuni. Bern, seilen [BenL.)\ Enmienthal , sehr 
selten [Rt/ib.]] Gadmen {Rä.); St. Blaise-Neuveville {CouL); Bechlmrg [R.-S.): 
Oftriugen und Pilatus {Wu.); Balgrist bei Zürich [Zell.-Dold.]. Während er 
an den letztgenannten Orten ebenfalls sehr sparsam erscheint, ist er relativ 
häufig bei Chur {Caß.) . Dann noch von Bergün (Z.), Tarasp (A7//.) und Sils 
im 0})er-Engadin [Freij). 

Die Höhengrenze zwischen 5- und 6000'. 

Calophasia Stepli. 

C. Platyptera Esp. {Hb. 254) . 
R. an Linarien. 

F. nur bei Genf im Juli und August {Frei/) und Nyon {Rü.j eben noch 
unser Faunengebiet erreichend. 

C. Linariae S. V. (Lunula Hufn.) [Hb. 252). 

R. an Linaria vulgaris und alpina. 

F. in doppelter Generation in weitester Verbreitung itn Tieflande; vom 
Jura, wie dem Weissenslein (./«.), dem Chasseral {Coid.\ und Genf (Museum). 
Von Chur (CV;//.) und Tarasp {lülL). Höheren Alpengegenden wohl fehlend. 

Cuciillia Schrank. 
C. Verbasci L. {Hb. 266). 

R. an Verbascum, und nach dessen Vorkommen bald häufiger, bald 
seltener. 



168 IV. Noctuiden. 

F. im Mai und Juni weit verbreitet, im Flacli- und Hüi^eliande unseres 
Faunengebietes überall getroffen. Auch noch im Gadmenthale [Rä.). 

C. Scrophulariae S. V. (Hb. 267). 

R. an Scrophularia aquatica und nodosa. 

F. mit der Erscheinungszeit der vorigen Art. Er kommt wohl überall 
vor, bald häufiger, bald seltener. In den Alpen (nach Baz. auch im Bergell) 
noch in der Höhe von Bergün. Die Raupen hier an letzter Pflanzenart [Z., 
Frey). Ich erzog aus ihnen in Zürich zwei ganz dunkle, der C. Verbasci sehr 
ähnliche Stücke. 

C. Lyehnitidis Ramb. [H.-S. 204). 
R. an Verbascum-Arten. 
Von Gadmeu und Ferenbalm [Rä.]\ von Chur [Cajh). 

C. Thapsiphaga Tr. (•?//6. 816). 
R. an Verbascum. 
Von Basel [R.-S.]. 

C. Asteris S. V. [Hb. 260. 506). 

R. an Solidago virgaurea , an Astern, zuweilen auch an Gnaphalium 
uliginosum und sylvaticum. 

F. wohl im ganzen Flach- und Hügel lande, an manchen Orten jedoch 
selten. Man hat ihn in niederen Alpengegendon noch getroffen, so bei Gad- 
men [Rä.]. 

Höhengrenze wohl unter 4000'. 

C. Umbratica L. [Hb. 263). 

R. an Peucedanum, Sonchus, Canipanida, Cichorium (theilweise sicher). 

F. vom Mai bis October, nirgends selten im Flach- und HUgellande, 
ebenso vom Jura. Er dringt gleichfalls in die niedere Alpenzone ein; so 
noch von Bergün [Z.]. 

Elevation über 4000'. 

C. Lactucae S. V. [H.-S. 189). 

R. an Prenanlhes purpurca und Lacluca. 

F. vom Frühling bis in den Juli, ebenfalls weil verbreitet, alxM- sc^llcner 
als die vorhergehende Art. 

Wohl im ganzen tiefei'en Faunengel)iele : vom .Iura l)ei Tramelan [Cit'.) 
und aus den Alpen, aus dem Gadmenthale bis 4000' (/{«.), von Bergün [Z.) 
und von Celerina [M.-Ü.]. 

Ilöhenverbreitung etwa 5500'. 

C. Lucifuga S. V. [Hb. 262). 

R. an Prenanthes. Wit. erzog sie mit Taiaxacum. 

V. im Frülisommer. Von den Aargaiier Fundslellen ( U'/^) ; von der Bech- 
burg [R.-S.]; Bern [BeiU.]; im Berner Oberland [Derselbe und Rlhb.); aus 



IV. Noctuiden. 169 

(lotii Gadnionlhalc [Uä.)\ vom Rousslhal im (Danton Uri {Wu.); von Chur 
C'«//.); von Tarasp [Kill.]. Wo. fand auf dem Stelvio bei der Franzenshöhe 
im August noch eine Raupe. Unsere Art kann also bis gegen 7000' auf- 
steigen. Sic ist wohl mit der nachfolgenden die am höchsten beobachtete 
Cucullia. 

C. Campanulae Frr. [H.-S. N. Schmetterl. 127). 

R. an Campanula rotundifolia, meistens mit Ichneumonenlarven besetzt. 

F. im FrUhsommer, selten und an wenigen Orten mit Sicherheit l)eob- 
achtet. Von Seen bei Winterthur, wo ihn vor langen Jahren /{o/'c/or/' ent- 
deckt hatte. Von Töss bei letzterer Stadt [Frey); dann Aargauer Fundstellen 
mit Lenzburg [Wu.]; Tramelan (Ge.); Rechburg (/i.-S.); St. Gallen [Tä.]; 
von Chur und Trins [Ca/I.]; Samaden [Pfaffen zeller) . Noch auf der Franzens- 
höhe des Stelvio [Wo.^ Struve). 

C. Santolinae Rmb. [II.-S. 198). 

Diese südliche Art traf Wu. an warmen Abhängen der Wartburg , des 
Borns in abendlichem Fluge an Silenen, Saponaria und Echium. 

C. Chamomillae S. V. und Var. Chrysanthemi Hb. [Hb. 686. 687). 

R. an Camillen. 

F. Ende April und im Mai. Vom Stachelberger Rade im Canton Glarus 
[Gerber) und von Oftringen [Wu.): von Tramelan [Ge.]. Die dunklere Var. 
Chrysanthemi an vorletztem Orte vereinzelt [Wu.).'^) 

C. Santoniei Hb. [Hb. 584. 585) und Var. Odorata Gn. 
R. auf Camillen unter denjenigen der C. Chamomillae. 
Von Oftringen und auch bei Auenstein [Wu.). 

Var. Odorata (von grösserem Ausmaass und heller Vorderflügelfärbung) 
hat der alte Anderegg im Wallis getrofl'en und vielfach versendet. 

C. GnaphalüHb. [Hb. 582. 583). 

R. an Solidago virgaurea. 

F. an verschiedenen Stellen der nordwestlichen und centralen Schweiz, 
doch nirgends häufig. Er dringt in die n)ittelschweizerische Aljienzone vor. 
Rern [Bent.]; Ferenbalm und Gadmenlhal Hü.)] Meienlhal, Pilatus, Luzern, 
vom Rigi [Wu.); dann von den Aargauer Fundplätzen, sowie vom Lägern bei 
Baden [Derselbe); fiechburg [R.-S.). 

Höhenverbreitung eine massige. 

C. Abrotani S. V. (Artemisiae Hufn.) [Hb. 257) . 

R. an Artemisia campestris und vulgaris und auch auf Matricaria 
chamomilla. 



1) C. Tanaceti S. V. [Hb. 263) soll von Wredow in älterer Zeit bei Chur erzogen 
worden sein. 



170 IV. Noctuiden. 

F. im Juni und Juli, nur sehr vereinzelt an wenigen Stellen. 
Von Aarburg und Lostorf [Wit,.); dann noch von Bern [Rthb.]. 

C. Absinthii L. [Hb. 258). 

R. an Artemisia absinthiuin und vulgaris. 

F. vereinzelt im Juni und Juli. Von Bern häutig [Beut.]] von Burgdorf 
[M.-D.); von Lostorf, beim Schlosse VV^artenfeld, einzeln [Wu.]; von Zürich, 
selten [Frey); ein Exemplar von Vulpera (3925') im Unter-Engadin [Kill.]. 

Höhengrenze bei 4000'. 

Eurhipia Bsd. 

E. Adulatrix Hb. [Hb. 517. 649. 650). 

R. im Süden an Pistacia lentiscus und terebinthus, welche bei uns 
fehlen. 

F. wohl mit doppelter Generation. Nur aus dem Wallis, wo ihn Än- 
deregg in ganz gewöhnlichen Stücken tindet. 

Telesilla H.-S. 

T. Amethystina Hb. [Hb. 69. 597. 598). 

R. an den Dolden von Peucedanum Chabraei und cervaria. 

F. von Ende Mai, im Juni. Man hat ihn l)ei Oftringen am Engelberg 
[Wii.) und in manchen Jahren, nicht ganz selten, durch Nachlfang bei Chur 
[Cafl.) getroflen. 

Nur dem ebeneren Lande angehörig. 

Plusia 0. 

P. Triplasia L. [Hb. 626). 

R. an Brennesseln. 

F. im Mai und Juni wohl überall im Flach- und Ilügellande, stellenweise 
häulig, an anderen Orten, wie z. B. bei Zürich, seltener. 

Unsere Art geht noch in das Bergeil und bis Tarasp [Baz., Kill.). Im 
Gadmenthale traf sie selten Rä. noch bis zu 5000'. 

P. Asclepiadis S. V. [Hb. 627). 

R. an Cynanchum vincetoxicum. 

F. im Mai und Juni, nur an wenigen Stellen des Jura und der subaljunen 
Regionen. Im Gadmenthal und zwar häutiger (/{«.); Meiringen (ßo//, Uu.); 
Reichen im Aargauer Jura [Wu.); am Fusse des Ghasseral [Coul.]; von Tra- 
melan [(jd.); von Chur [Cafl.) und Tarasp [Kill.). 

P. Urticae Hb. (Tripartita Hufn.) [IIb. 625). 
U. an Brennesseln. 



IV. Noctuiden. 171 

F. mit der Erscheinungszeit lies vorigen, verl>reileler, doeli keineswegs 
überall. 

Basel [Knecht]] Bechburg [R.-S.)\ Bern [Beut.]; Burgdorf (iJ/.-Z>.); Chas- 
seral [Coid.) ; Tramelan [Ge.) ; Genf (Museum) ; llaslithal , Lauterbrunn, 
Schwarzenegg , vMpnach, Pilatus, Äargauer Fundstellen [Wu.]; St. Gallen 
(Tä.); Graubünden {Menf/old); so aus dem unteren (A7//.) und dem oberen 
Engadin [ZeU.-Dol(l.)\ aus dem Wallis [Hug.) und von Airolo (3629') (Geröe/-). 

Im Gadmenthale bis zur Baun)grenze (/fö.); vom Speer (6021') [Müller. 

P. Concha Fab. (C. aureum Knooh.) [Hb. 287). 

B. an Aquilegia und Thalictrum. 

F. im Sommer, von Ende Juni an, im Juli imd August. In der Ebene, 
bald vorkommend, bald fehlend. 

Bern, seltener {Bent.)\ Burgdorf (M.-D.); im Aargau bei Oftringen und 
ilem Engelberg, sowie Egliswyl, und zwar sehr selten [Wu.); dagegen öfter 
bei Bremgarten [Boll] und Zürich nebst Umgebungen [Zell.-Dold., Frey u. A.); 
St. Gallen selten [Tä.]; Ragaz-Pfäfers [Eiscnriny); Graultünden {Mengold). 

Wohl nur im Tief lande. 

P. DeaurataEsp. [Hb. 288. H.-S. 207). 

Die Nahrungspflanze als Geheimniss verschwiegen. 

F. im Wallis aus den Umgebungen Gamsens, wo sie die Aiiderer/g'sche 
San)mlerfamilie seit langen Jahren erzogen hat; bei Chur nur einigemal 
Nachts gefangen [Caß.]. 

P. Moneta Fab. [Hb. 289). 

B. an Aconitum napellus und lycoctonum. 

F. etwas früher als P. Concha. Er erscheint verbreitet im Canton Bern, 
auch am Jura, wie der Bechburg [R.-S.), bei Tramelan (Gß.), Neuveville 
[Cotd.); Oron [Panchaud de Bottens): Pilatus und Äargauer Fundstellen [Wii.), 
sowie Bremgarten [Boll); Zürich; im Stachelberger Bade (^2014); Canton 
Glarus und im Glarner Klönthale [Freij]; St. Gallen [Tä.); Bagaz [Eisenring); 
Graubünden im Churer Bheinthal (A7//.1 und bei BergUn nicht selten [Z.]. 

Im Gadmenthale erhebt er sich bis gegen 5000' [Hü.). 

P. Illustris Fab. [Hb. 274). 

B. an Aconitum lycoctonum. 

F. gleichzeitig mit dem vorigen, hoch im Gebirge aufsteigend. 

Zürich, am Ütliberg häufiger [Freg u. A.); Äargauer Fundstellen [Wn.) 
nebst Bremgarten [Boll); am Jura bei Tramelan [(ie.). Hier eine schöne 
Aberration, der Ilinterrand der Vorderilügel messingglänzend [Derselbe). 
Siselen, Berner Alpen und Gadmen [Rä.]; Appenzeller und St. Galler Alpen, 
wie unterhalb der Ebenalp [Tu.) und von der Ilüttenal[) [Midier]; Glarus 



172 'V. Noctuiden. 

{Heer); Chur [Caß.)\ Bergiin (Z.) ; Ober-Engadin , so Sils- Maria [Hnaleck, 
Frey)] Tarasp [Kill.); von der Franzenshöhe [Wo.). 
Elevation 6—7000'. 

P. Modesta Hb. [Hb. 354) . 

R. an Pulmonaria officinalis. 

F. während des Juni und Juli, im Gegensalze zur vorigen Art ganz lokal 
und nur an wenigen Stellen des Jura. 

Bechburg [R.-S.]; im Aargau an der Wartburg, dem Engelberg bei 
Oftringen , Born , Goffersberg und Lütisbuch bei Lenzburg , niemals aber 
häufig [Wu.). 

P. Chrysitis L. [Hb. 272) . 

R. polyphag, an Nesseln, Disteln, Hanf, Marrubium, Galeopsis, Salvia, 
Echium u. s. w. 

F. in zwei Generationen in weitester Verbreitung durch unser Faunen- 
gebiet, keineswegs aber überall häulig. Er steigt massig in den Alpen auf. 
So hat man ihn im Bergeil [Baz.], Gadmen- {Hö.) und Ursernthaie [Wu.)j 
ebenso (freilich ganz vereinzelt) auch bei Bergün (Z.) getroffen. Die Hoch- 
alpen erreicht er nicht. 

Höhengrenze über 4000'. 

P. Orichalcea Esp. (Chryson Esp.) [Hb. 278). 

R. an Eupatorium cannabinum. 

F. im Juli und August, durch das Flach- und Hügelland weit verbreitet, 
vom Wallis l)is nach Graul)ünden (doch manchen Orten, wie z. B. Basel und 
Schaffhausen fehlend) und vom Jura bis zum Fusse der Alpen. 

Die (ohne Zweifel geringe) Elevation bleibt noch zu ermitteln. 

P. Bractea S. V. [Hb. 279) . 

R. im Jura an Hieracium pilosella gefunden (und hinterher mit Taraxa- 
cum und Pieris hieracoides gefüttert [Wm.]). 

F. im Juli und August, eine seltene Erscheinung (man könnte an eine 
aussterbende Art denken), jedoch an sehr zahlreichen Orten einmal gelroMen ; 
von der Ebene in den Jura und die Alpen. 

Basel und Bechburg [R.-S.); Aargauer Platze und Pilatus [Wu.): Bern 
[Beut.) und Berner Alpen, z. B. vom Giessbach, Gadmenlhal und Meienwand, 
öfter [Bä.); Lenk (Ja.); Schupfen [Rtfib.); am Chasseral [Coul.); Tramelan 
{Ge.); Dole oberhalb Nyon [M.-D.]; im Canton Zürich von Bauma (1982') 
[Wolfensberger) und Berg Dietikon [BoU); Schaü'hausen [Trapp); St. (iallen 
[Tä.); Gais [P.-L); Seealpthal [Müller); aus dem Wallis, wie von Evolena 
[R.-S.); von Chur und Passugg [Ca/J.); von Bergün (Z.); Sils-Maria [Hnaleck). 

Höhengrenze etwa 5500', 



IV. Noctuiden. 173 

P. Aemula S. V. [Hb. 280). 

Dieses interessante, im Juli und August fliegende Mitglied unserer Fauna 
verdankt man Rä. Er fand ein (von mir zum Ueberfluss eingesehenes) 
Exemplar hei Gadmen. Bisher sicher nur aus Steiermark bekannt. 

P. Festueae L. [Hb. 277). 

R. auf nassen Wiesen, Sümpfen an Schilf und Sumpfgräsern. 

F. von Ende .luli in den August der tieferen Region als selteneres Thier 
angehörig, bei Sils-Maria bis etwa 5500' aufsteigend. 

Bern [Bent.); Moor bei Bönigen [M.-D.]; zwischen Bieler und Neuchäteler 
See an der ZihI [Coid.); Aargauer Fundstellen (IT//.) mit Aarau [Bent.) und 
Bremgarten [BoU)\ St. Gallen [Ta.)\ Bergeil [Baz.]. 

P. Mya Hb. (V. argenteum Esp.) [Hb. 275). 

Die Naturgeschichte ist bisher noch ein Geheimniss der Sanunler-Familie 
Änderegg. 

Nur aus dem Wallis; ohne Zweifel von den Umgebungen Gamsens. 

P. Circumflexa S. V. (Gutta Gn.) [Hb. 285). 

Wu. fand die R. auf Malricaria chamomilla, niemals auf Achillea. 

F. vom Juni und Juli an, lokal. 

Basel [R.-S. u. A. — wie er auch dem Elsass angehört); aus dem Aar- 
gau bei Aarburg, Born, Engelberg, Wartburg, dem Schloss- und Gollersberg, 
bei Lenzburg auf sonnigen Stellen [Wu.]; von Bremgarten auf nasser Wald- 
blösse [BoU]\ von Ragaz-Pfä fers [Eisenn'ng); aus dem Churer Rheinthal [Cafl.]: 
von Sierre [Hiig.) . 

P. Jota L., Var. Percontationis Tr. [H.-S. 265) und Var. Inscripta Esp. 

R. an niederen Pflanzen, Primula. Lamium, Phyteuma spicatum: auch 
von Lonicera xylosteum. 

F. im Juli und August, verbreitet, aber ziemlich selten. W^ohl überall 
im Tieflande, im Aargauer, Solothurner und Berner Jura [Wu., R.-S., Coul.). 
Auch im Gadnienthal [Rä.], dem Seealpthal [P.-L], dem Domleschg [Kill.], 
Bergeil [Baz.\ und von Tarasp [Kill.]. 

Var. Percontationis (das Silberzeichen ein y bildend) vereinzelt unter 
der Stammform. Aargauer Fundstellen [Wii,.]; Langnau [Rthb.]; vom Simmen- 
thal, z. B. bei Lenk, sowie von Gadmen (Rä.). 

Var. Inscripta (ohne Silberzeichnung) bei Gadmen (/{(/.); Tramelan [de.]. 

Höhenverbreitung eine mittlere. 3 — 4000'. 

P. Pulchrina Haw. (V. aureum Gn.) [Ulb. 282i . 
Ich bezweifle die Artrechte sehr. 

Ein Stück von Gais fP.-/.); von Cliur [CafJ.]; nach Rä. aus dem Gadmen- 
Ihal. von den Simmenthaler Alpen, Chasseral und DöIe : von Tramelan [Ge.]. 



174 'V. Noctuiden. 

P. Gamma L. [tfb. 283). 

R. an sehr verschiedenen niederen Pflanzen, bisweilen Culturgewächsen, 
z. B. dem Lein, schädlich. 

F. überall bis zu den höchsten alpinen Flugplätzen, in der Tiefe gemein, 
in höheren Gegenden während der meisten Jahre selten, in der Ebene mit 
doppelter, in warmen Jahren gewiss mit dreifacher Generation. 1871 be- 
gegnete ich ihm in unzähliger Menge im Stelvio-Gebiete bis zu 8000'. 1879 
war das Thier enorm gemein in der Schweiz , sowie auch auf der Südseite 
der Alpen verbreitet und verursachte hier erheblichen Schaden {Curo). 

P. NiHb. [Hb. 284). 
R. an Brennesseln. 

F. sehr selten und bisher von der Bechburg (R.-S.), sowie einmal am 
5. August l)ei Bern gefangen. Auch aus dem Gadmenthale [IIa.]. 

P. Interrogationis L. [Hb. 281). 

R. an Vaccinium uHginosum. 

F. im Juni und Juli bis in den Anfang August , Abends an Blumen. In 
der Ebene selten und vereinzelt. Je ein Exemplar fand sich bei Burgdorf 
[M.-D.) und Schupfen [Hthb.)] Bremgarten auf einem Torfmoor (Rothwasser- 
moos genannt) im Juni [Boll). Verbreitet, aber vielerorts selten im Gebirge. 

Von der hohen Rohne am Zürcher See [Hug.]; vom Berner Oberland, 
wie von dem Hohenstollen im Oberhasli und aus dem Gadmenthale, häufiger 
{Rä.j; vom Pilatus [Wu.]; seltener als im Berner Alpengebiete in Graubüu- 
den, so dem Davos [R.-S.], dem Ober-Engadin {Pfaffhiz-eller), hier bei Sils 
[Unalcck]; von Tarasp [KilL). Bei Bergün fehlt er des Gänzlichen (Z.). 

P. Ain Hochenwarth [Hb. 290) . 

Die seltene, im August fliegende Art (R. unbekannt) im Alpengebiete. 
Ober-Engadin bei Sils-Maria [Fi'ey] . Ilnateck fing sie dort öfter, nach seiner 
Versicherung gegen den Abend; Pontresina [Ja.); Bergün, so z. B. am Stul- 
ser Wege [Frey); von Ragaz-Pfäfers [Kaiser)] im Wallis vom Simplon (ü</.), 
Viesch und Zermatt (Ja.); Dent d'Oche im Savoy'schen Ghablais [M.-D.); 
vom Gadmenthal [Rä.]; vom Stelvio über Trafoi [Wo.). 

Höllengrenze über 5000', tief herabsteigend. 

P. Divergens Fab. (Hochenwarthi Hochenwarth.) [Hb. 286. 449). 

R. an niederen Pflanzen, gleich der Puppe, unter Steinen. 

F. im Juli und August auf den Alpen, bald häufiger, bald seltener; vom 
Pilatus [Wu.) bis zu den Walllser und Graubündner Bergen. 1870 war 
er auf der Passhöhe des Albula ausserordentlich gemein, 1879 nur in ein 
paar Exemplaren aufzutreiben. 

llöhengrcnze 7000 bis 8000' (Riflelberg bei Zermatt). IW dürfte kaum 
unter 5000' vorkommen. 



IV. Noctuiden. 175 

P. Devergens Hb. (Hb. oOO. 501). 

Die schwarze R., gleich der Puppe, unter Steinen. 

F. im Allgemeinen seltener und höher aufsteigend als die vorige Art. 

Noch am häufigsten wohl im Wallis. Von der Simplonkette [Auderegg). 
Auf dem RiH'elherg hei Zermatt. bis hoch gegen den Gorner-Grat war sie 
1S69 häufig [Frey). Im Ober-Engadin sparsam und nur an hohen Stellen, 
so z. B. am Bernina [Ja.] und dem Piz Padeila, selten auf Albula-Pass [Frey); 
vom Stelvio am Piz rnd)rail, seilen [Wo.]; aus dem Canlon Bern von den 
Alpen des Oberhasli-Thales [M.-D.).'^) 

Höheugrenze l)is etwa 8000'. 2) 

Aedia Hb. 

A. Leucomelas Hb. (Funesta Bsp.) [IIb. 804). 

R. an Winden. 

F. im Ilochsonmier , in auffallender Weise nur von wenigen tieferen 
Stellen des Unterlandes. 

Von Basel [R.-S., Leonhart, IJl.)', ^on der Bechl)ui's (R.-S.); aus dem 
Unter- Wallis von Martigny [Wk.]. 

Anarta Tr. 

A. MyrtilliL. [Hb. 98). 

R. an Erica-Arten. 

F. mit doppelter Generation (Mai und Juni, dann Juli und August). Aus 
dem Wallis, vom Simplon [Joris); Canton Bern, so von Bern, öfter [Beut.); 
Burgdorf [M.-Ö.)\ Oberhasli [Trapp]; Gadmenthal bis 6000' [Ha.]. Im Aar- 
gau von Oftringen und Lenzburg [Wu.), sowie bei Breragarten auf sumpfigen 
Stellen, bei Wohlen und dem Torfmoor von Bünzen [Boll]: Tramelan [G<'.); 
Schaffhausen [Trapp]; St. Gallen [Tu.]. 

Schöne Varietäten (die Vorderflügel dunkel chocoladebraun ohne hellere 
Zumischung) traf Rii. in Gadmen. 

A, Cordigera Thunb. [IIb. 99). 

R. an Vaceinium uHginosum. 

F. vom Mai bis in den Juli an sumpfigen, torfigen Stellen der Ebene und 
der Alpen. Bremgarten im Rothwassermoos, sowie im Torfmoor bei Bünzen 
[Boll); Berner Gebirge [Rthb.], so von Gadmen [Rä.]; aus dem Wallis [An- 
deregg); aus Graubünden, so dem Domleschg [Stößel), Bergün (Z.), dem 



1) Die Angabe Heers »von den Glarner Alpen bis 7000'« dürfte sich auf die vorher- 
gehende Art beziehen. 

2) Die drei Arten gciiöron wohl wieder einer Fornienieilio an. Ich betraclde P. 
Devergens als die älteste der llochalpen, von welcher Divergens und weiter in dem Tief- 
land Ain sich entwickelten. 



176 IV- Noctuiden. 

oberen Engadin, wie dem Schafherg bei Samaden und dem Morteratsch Glet- 
scher bei Pontresina (!/.-/>.), von Sils-Maria [Hnateck). 
Höhengrenze etwa bei 6000'. 

A. Melanopa Thunb. (Vidua Hb.) [Hb. 403. H.-S. 433. 434) und Var. 
Tristis Hb. oder Rupestralis Hb. [Hb. 446). 

Es ist ganz willkürlich, die nordische Form als Stammform zu betrach- 
ten und in dem mit dunkleren Hinterflügeln versehenen Thiere unserer Hoch- 
alpen, A. Tristis, die Varietät zu erblicken. 

F. im Sommer auf den schweizerischen Alpen überall , bald häufiger, 
bald seltener. Man begegnet ihm vielfach in der Nähe abschmelzender 
Schneefelder oder auf Silene acaulis. Der Flug ein wilder. Annäherungen 
an die nordische Melanopa kommen vor, obgleich inuiier noch erhebliche 
Differenz bleibt. 

Höhengrenze etwa 8000'. 

A. Nigrita Bsd. [II. -S. 296) . 

F. Ende Juli und im August, nur auf hohen alpinen Stellen und selten. 
Die Flugweise eine ruhigere als bei der vorigen Art , an Schutthalden und 
auf Silene acaulis. 

WcUliser Hochalpen [Anderegg]] Rawyl-Pass (6970') an der Grenze von 
Wallis und Bern (Ja.); von der Passhöhe des Albula, selten [Frey]; auf der 
Höhe des Stelvio, etwas häufiger (Ho. und Stnive]. Das Bild bei 11. -S. 
sehr gut. 

Höhengrenze wohl über 8000'. 

A. Punesta PaykuU (Funebris Hb.) [If.-S. 209. 210). 

Das hochnordische Geschöpf als grösste Seltenheit in unseren Hochalpen. 
Berner Gebirge [BtJib.'-. im Gadmenthale nach dem Susleni)asse zu in etwa 
4600' [Bä.); aus dem oberen F^ngadin bei der Ada (Sennhütte) von Samaden 

[von Schenk]. 

Heliaca H.-S. 

H. Heliaca S. V. (Tenebrata Seop.) [IIb. 316). 

R. an Cerastium arvense und triviale, Blüthen wie Samen verzehrend. 

F. im Mai und Juni gemein und wohl überall ; auch aus den italienischen 
Thälern. Dem Alpengebiete in der Regel fehlend. Doch Iraf ihn Mo. bei 
Trafoi, also etwas unterhalb 5000'. 

Omia Gii. 

O. Cymbalariae Hb. [IIb. 432). 

Nur aus der Alponzone, eine der früh (liegenden Noctuen, schon von 
Endo Juni an, ücrn an blühenden Svnizenesisfen. 



IV. Noctuiden. 177 

Im Wallis boi Marligny (TF//.K auf dem' Simplon, im Zermattor Thal 
und dem Leuker Bade {Jä.)[ Meienwand und Berner Alpen [Bent.]. Von Cliur 
[Caß.], von Bergün (Z.) und dem Ober-Engadin, so vom Schafberp, bei Pont- 
resina [M.-ü.) und von Sils [Ilnatcck, Frey); vom Stelvio an Senecio doronicuni 
bis 7000' [Wo.]. Stellenweise, wie im Wallis, einmal häufiger. Den nörd- 
lichen Alpen wohl fehlend. 

Heliothis Tr. 

H. Ononidis S. V. {Hb. 312). 

R. an ünonls spinosa und arvensis. 

F. im Juni, dann im Juli und August, lokal. Aus dem Wallis, von den 
Umgel)ungen Gamsens [Anderegg) und von Sierre [Hug.]\ an den Südal)- 
hängen des Aargauer Jura vereinzelt, so von der Wartburg, Born und Gysula- 
fluh [Wu.)\ Biel, sehr selten [Rthb.); Schaffhausen [Trapp). 

H. Dipsaceus L. [Hb. 311). 

R. polyphag, an niederen Pflanzen und Sträuchern. Nach Wit. in den 
Samenkapseln der Silene inflata, auch an den Blüthen der Picris hieracoides. 

F. im Juni und Juli, in den tieferen Gegenden unseres Faunengebieles 
weit verbreitet, von Basel bis in das Wallis, vom Jura, z. B. St. Blaise- 
Neuveville [Coul.]., bis Chur [Cafl.]. Auch aus dem Dondeschg, dem Unter- 
luigadin und Misox [Kill.). 

H. Peltiger S. V. [Hb. 310). 

R. in den Samenkapseln von Hyoscyamus und auch am Mais (Zea mays). 

F. im Juli und August, seltener. 

Simplon [Ja.), sowie Yisp [M.-D.) und Wallis überhaupt [Bent. und 
R.-S.); häufiger bei St. Blaise-Neuvevllle [Coul.]; Renan [Hug.)\ Bern und 
Siselen [Rii.]] Aargauer Fundstellen [Wn.) mit Bremgarten , am Mutscheller 
[Ball]] ein Stück von Zürich [Frey); bei Diesbach im Canlon Glarus [Der- 
selbe); Chur [Cafl.). 1879 im August vereinzelt auf dem Weissenstein [Lanz) 
und der Passhöhe des Albula [Frey . 

Höhengrenze über 7000'. 

H. Armiger Hb. [Hb. 370). 

R. an Reseda lutea. 

F. in doppelter Generation, Juli und September bis Octol)er. 

Basel [Knecht u. A.); Bern, seilen [Bent.): St. Blaise-Neuveville [Conl.]; 
Bechburg {R.-S.]; Genf (Museum); Ormond [Panchaud de Bottens); Aargauer 
Fundstellen mit Lenzburg an sonnigen Stellen, \\\\ Jura an Schutthalden mit 
der Nahrungspflanze, doch seltner [Wu.\; Bremgarten an Onobrychis [Bali). 
Er geht bis in das Gadmenthal [Rä.]. 

F r y . Lepidnpteren. 1 2 



178 IV. Noctuiden. 

Chariclea Stepli. 

Ch. DelphinüL. [Hb. 204). 
R. an Delpliinium consolida. 
Kürzlich bei Basel gefinulen [Knecht). 

Ch. Marginata Fab. (Umbra Hufn.) [IIb. 185). 

R. an Ononis spinosa und arvensis. 

F. im Juni. Basel [Knecht, Leonhart^ Sulger); an den Südabhängendes 
Jura, besonders in den Canlonen Aargau [Wu.) und Solothurn ; Bechburg 
[R.-S.); Bern [Beut.]: Schupfen [Rthb.)- Siselen [Bii.)- St. Blaise-Neuveville 
[CouL); Genf (Museum); St. Gallen [Tu.); Graubünden, so liei Chur und 
Fürstenau (SOI 3') [Kill.); stellenweise als selten, andernorts als häufiger 
angegeben. 

Euterpia Gn. 

E. LoudetiBsd. [Il.-S. 228. 229). i) 

R. an Gypsophilen und Silenen. 

F. (sonst nur dem Südosten unseres Welttheiles angehörig) im Wallis und 
in den Umgebungen Gamsens [Anderegg) sicher nicht selten. Auch aus dem 
Unterwallis in zwei Exemplaren [Wu.). 

A. Luctuosa S. V. [IIb. 305. 306). 

R. an Qonvolvulus arvensis. 

F. in zwei Generalionen (Mai und Hochsommer). Er l)ewohnt manche 
Stellen des Tief- und Hügellandes, um anderwärts ganz oder fast völlig zu 
fehlen. 

Basel [Knecht, Leonhart); Bechburg [R.-S.); im Aargau sehr weit ver- 
breitet [Wu.) und auch von Bremgarten [BoH); von Bipp im Canton Bern 
(1523') [R.-S.); Genf (Museum); Vevey und Boudry (1448') am Neuen- 
burger See [Rthb.); Wallis [Anderegg); ^on Evolena [R.-S.); in Zürich und 
Umgebungen jedenfalls eine Seltenheit; Schaffhausen [Trapp); St. Gallen, 
seltener [Tä.). 

Talpochares Led. 

T. Dardouini Bsd. (Mendaoulalis Frr.) [Frr. 330. 2). 

R. in den Samenkapseln von Anthericum ramosum. 

Diese südliche und südöstliche Art fand sich an den Abhängen des Jura, 
am Bieler See auf sonnigen, felsigen Halden zu Ende Juni und Anfang Juli 
[Rtht)). Ausserdem gedenkt Pfaffenz-eller eines Vorkommens im Puschlav. 

T. Polygramma Bsd. Dup. [II.-S. 257). 
Aus dem Wallis, sehr seilen ((in.). 



1) Nacli dein verstorbenen Hofzalinarzt l.oiidot in Karlsrulie benannt, also nicht Laudeli. 



IV. Noctuiden. 179 

T. Paula Hb. [Hb. 452). 
R. an Gnaphaliuni-Arten. 
F. bisher nur von Ihig. einmal bei Zürich c;elroffen. 

Erastria 0. 

E. Argentula Hb. (Bankiana Fab.) [IIb. 292). 

R. an Carex. 

Von Rasel [Knecht , Leonhart); Genf (Museum); aus den Umgebungen 
Zürichs [Snell]; aus dem Sitterwahl bei St. Gallen auf sumpfiger Wiese, ein 
Stück [Tä.]. 

E. Unca S. V. (Uncula Cl.) [Hb. 293). 

R. auf Cyperus- und Carex-Arten. 

F. auf Sumpfwiesen, bald seltener, bald häufiger ; im Mai und .Juni weil 
verbreitet, aber kaum höher als 4000' im Gebirge (.Iura) aufsteigend. 

Umgebungen Basels, lokal [Knecht]; Bern und Berner Oberland [Beut.]; 
Siselen [Rä.]; Neuveville und St. Blaise [Coul.); Schupfen [lUhb.]; Lenk [Ja.]; 
Weissenstein bis etwa 4000' auf nasser Wiese [M.-D.]; Eigenlhal am Pilatus 
[Wu.]; am Hallwyler See [Frei-Gessner und Wu.); Bremgarten [Bolij und 
ebenso im Torfmoor von Bünzen [Boll und Wu.); Zürich (Kalzensee, aber 
auch am linken Seeufer) [Frey): Balgrisl [ZeU.-Dohl.<; St. Gallen im Martins- 
tol)eI [Tä.); Schaffhausen im Scharren und auch vom Bodensee [Trapp). 

E. Candidula S. V. (Pusilla View.) [Hb. 295). 
R. an Gräsern. 
Bisher nur von der Gysulafluh sehr selten getrollten [Wn.). 

E. VenustulaHb. [Hb. 294). 

F. sehr vereinzelt und selten in den Cantonen Bern und Aargau. Von 
Schupfen [Rthb.); von Aarburg, Born und dem Golfersl^erg bei Lenzburg an 
trocknen, sonnigen Stellen, endlich noch vom Lägern bei Baden [Wu.). 

E. Atratula S. V. (Deceptoria Scop.) [IIb. 296). 

R. an Wiesengräsern. 

F. im Mai und .Tuni Er ist an vielen Orten des Flach- und Hügellandes 
verbreitet und häufig, so im Aargau und in der östlichen Schweiz, dagegen 
mangelt er bei Bern und Genf nach den Verzeichnissen. Eine irgendwie 
beträchtliche Elevation scheint zu fehlen. 

E. Fuscula S. V. (Fasciana L.) [Hb. 297). 
R. an Rubus-Arten. 

F. im Mai und .)uni, in seiner Verbreitung älinlicli dem vorigen. Noch 
aus dem Bergell [Baz-.). 

12* 



180 IV. Noctuiden. 

Phothedes Grii. 

P. Captiuncula Tr. {H.-S. 173. 174). 

Bisher im Appenzeller Seealptluil und zwar ziemlich häufig gefunden 
{P.-I.); el)enso in den älteren Verzeichnissen von Amstein und Wredotv aus 
den Umgebungen Churs angeführt. Dann traf sie Hü. hei Gadmen und am 
Simplon bis zu 5500'. Flugzeit von Mitte .luli an. 

Prothyniia Hb. 

P. Aenea S. V. (Viridaria Cl.) [Üb. 350). 

F. im April und Mai und dann wieder Ende .luli und im August, überall, 
wohl im ganzen Flach- und llügellande, von dem Jura und den Alpen. Flr 
ist, wie in der Ebene, hier in Höhen von 4000 — 5000' noch häufig, z. B. bei 
Bergün (mit schön gerötheten weiblichen Exemplaren), ebenso auf dem dorti- 
gen Weissenstein bei GOOO', um aber höher rasch abzunehmen. Aus den 
Walliser, Berner, Appenzeller und Graubündner Alpen. Auch noch auf dem 
Hohenkasten [Tä.]. Die höchsten Flugplätze erreicht ei" nicht mehr. 

Agrophila Bstl. 

A. Sulphurea S. V. (Trabealis Soop.) [IIb. 291). 

B. an Convoivulus arvensis. 

F. im Mai und Juni und dann mit spätsommerlicher Generation sowohl 
in der Ebene, wie namentlich dem Jura und den Alpenthälern, vielfach häu- 
fig. (Man kennt das Vorkommen von der Südwest-Grenze bis Tarasp). 
Stellenweise, wie bei Zürich [Ifug.j ZelL-Dold.) und Schupfen [Rthb.)^ selten. 

Man hat unser Thier noch in der Höhe von Zern)att und Trafoi, also etwas 
unter 5000' getroffen. 

Euclidia 0. 

E. Mi Cl. [Ifb. 340). 

U. an Kleearten. 

F. im Mai und .luni überall im Flach- und Hügellande, wie vom Jura 
und den Voralpen. 3J.-D. fantl bei Viege im Wallis Exemplare mit gelblich 
gefleckten Ilinterflügeln. 

E. Glyphica L. [Hb. 347). 

B, an Kleeai-ten und anderen niederen l^flanzen. 

F. gemein mit zwei Generationen wie der vorhergehende. Er steigt im 
(Jebirge höhei-auf. So ist er im obei'en l^jigadin l)is Sils-Maria (Hnatcck) noch 
ziemlich verbreitet. Noch höher auf den (Jadmer Alpen (/{(/.). 

Oraminodes Gu. 

G. AlgiraL. [IIb. 323). 

Diese südliche Art ist nur ganz vereinzelt und zwai- fast ausschliesslich 
im südlichen Faunengebiele getroflen worden. 



IV. Noctuiden. 181 

Wallis [Rlhb.]; Genf und noch am Gurten ('£:666') bei Bern (./ä.); von 
Ouchy [Panchaiid de Ballens]; dann einmal bei Siscien (/io.); auch von Grono 
(939') im unleren Misox [Amslein). 

Pseudopliia Ou. 

P, Lunaris S. V. [Hb. 3 22). 

R. an juni^en Eichen und Eichenbüschen. 

F. im Mai und Juni, ein Bewohner des Tieflandes, von Basel [Knechlj bis 
Genf (Museum) und Graubiinden [Menfjold) verl)reitel. 

Catephia 0. 

C. Alchymista S. V. [Hb. 303). 

R. an Eichen. 

F. gewöhnlich im Juni , gern an den Stammen der Eiche. Er ist in 
unserem Faunengebicte , wenn auch massig verbreitet, stets als Seltenheit 
getrolVen worden. 

Bern (ßen^); Burgdorf (i/.-/>.; Aarbcrg {Rlhb.): St. Blaise-Neuveville 
[Colli.); Bechburg [R.-S.); Oftringen und im lÄUisl)uchwalde bei Lenzburg 
[Wii.]; Bremgarlen iBoll). Bei Zürich kam er mir* niemals in langen Jalu'en 
vor; dagegen traf ihn Hug. St. Gallen, ein Stück [Tä.); Chur an Obstköder, 
öfter iCaß.). 

C. Alchymista ist ein Bewohner des Tieflandes. 

Catocala Schrank. 

C. FraxiniL, [Hb. 327). 

R. an Paj>i)eln, Esp(>n, Birken, Eschen, Ulmen, Eichen und Buchen. 

F. im Spätsommer bis in den October, in weiter Verbreitung im Tief- 
lande, aber an den meisten Oi'ten seilen. 

Aus den Cantonen Basel, Aargau, Solothurn , Bern, Genf, Zürich , St. 
Gallen (auch im Toggenburg [Fret\)j Glarus. 

C. Nupta L. [Hb. 330). 

R. an Bappeln und Weiden. 

F. im Spätsommer und Herbst, im ganzen Flach- und Ilugellande und 
zwar vielfach häufig. Noch von Gais (R-/.), und auch aus dem Bergell 
(jBa3.), also in mehr als 3000' Hohe. 

C. Dilecta Hb. [IIb. 388). 
R. an Eichen. 

F. als grosse Seltenheil nur von Wii. im Aargau getroffen. So am Fusse 
des Engelbergs bei Oftringen und am Born, an Waldrändern. 



182 IV. Noctiiiden. 

C. SponsaL. [Hb. 333). 

R. an Eichen, verbreitet, von nianclien Orten als seilen bezeiclinel. 

F. im Juli und August. 

Basel [Knecht); Bern [Beni.) \ Burgdorf [M.-D.) und Schupfen (ß//?6.); 
Siselen [Rä.]] St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Lausanne [Panchaud de Bottens); 
im Aarthal, im Wigger- und Aathal bei Lenzburg, am Born und Engell)erg 
[Wu.], sowie von Bremgarlen [Boll]; selten bei Zürich und St. Gallen [Frey, 
Tä.) ; Ragaz-Pfäfers [Eisenrimj) ; Graubünden, im Ilauptthale des Rheins 
[Caß. u. A.). 

C. Promissa S. V. [Hb. 334. 657. 658). 

R. mit der vorigen an Eichen; Puppe an der Rinde der zahmen Kastanie 

[Wu.]. 

F. in der Erscheinungszeit der vorigen Art, aber seltener. 

Bcchburg (/L-8.); Bern [Benl.)\ Burgdorf [M.-D.); Schupfen [Rthb.); 
Siselen [Rä.); Neuveville [CouL); an den Aargauer Fundstellen [Wu. und 
BoU); Wäggis [Wu.); Zürich [Frei,); St. Gallen [Tä.); Clmv [Caß. und Mengold) . 

Beide Arten erreichen das Gebirge nicht. 

C. ElectaBkh. [Hb. 331). 

R. an Weiden. 

F. im Juli und August, auch noch später, in einer gewissen Verbreitung, 
manchfach al)er selten. 

Basel und Umgebung [R.-S., Kneclil, Sulger); Bern [Beul.); Burgdoi'f 
[M.-D.); Schupfen [Rothb.); Siselen [Rä.); am Neuenburger See [CouL); Aar- 
gauer Fundplätze und Bremgarlen [Wu. und Boll); Zürich und Balgrist [Frey, 
ZeU.-Dold.]\ Schaflhausen [Trapp); Rorschach (7'«.); vonChur, häuliger (CV///.) . 

C. Puerpera. Giorna, Tr. (Pellex Hb.) [Hb. 135. 594. 605). 

R. an Weiden und Pappeln. 

F., ein Mitglied der südeuropäischen Fauna, eben noch in unsei'en süd- 
lichen Thälern im llochsonuDei". Im Wallis, wo ihn Andercyg vielfach erzog 
(also wohl Umgebungen Gamsensl; von Turtmann; im Visi>thal bei Stahlen 
[Struve] . Ich sah ihn in diesem Thale mehrfach lliegen. Cerbcr cvwWhui 
noch Zermatt. Dann aus den südlichen Thälern Graubündens , dem Bei'geil 
und von Brusio im unlei'en Puschlav [Baz.). 

Elevation etwa 5000'. 

C. Paranympha L. [IIb. 336. 601). 

B. an Schlehen und Pllaum(!nb;uüneu. 

F. im Juli und August, in weilestci- Verbreitung diircii das Flach- und 
Hügelland, vom .hii'a liis nach Graubünden , auch nördlich in den Canlonen 
Schalfliausen [Trapp) und St. Gallen [Tä.). Als höchsten Punkt kenne ich 
zur Zeit den Graubündner Badeort Alvaneu [Kill.). 



IV. Nociuiden. ]S3 

Spiiitherops Bsd. 

S. Spectrum Esp. [Hb. 325). 
R. an Genisten. 

Bisher ist diese südeiiropäische Noclue nur im Bei-geli, ziieist von P/a/fen- 
zcller und hinterher von Baz.^ erbeutet worden [Kill.). 

S. Dilucida Hb. [Hb. 383. 558). 

\\. an llippocrepis eoniosa, Onohrychis und Medieago. 
Von der Bechbury, nicht hiiufig [R.-S.]\ Südseite des Born und Aarluirg, 
selten [Wa.) . 

Toxocanipa On. 

T. Lusoria L. [H.-S. 240). 
R. an Astragalus glycyphyllos. 

F. wurde bei Oftringen im August von Wu. erzogen. Die Angabe eines 
VorkoMHuens bei Glarus [Heer] ist wohl kaum riciitig. 
Nui' im Tieflande. 

T. Pastinum Tr. [H.-S. 'ik'i. 243). 

R. an Astragalus, Vicia und Coronilla. 

F. im Juli, nur in wenigen Gegeiulen bisher beobachtet. IV«. fand unser 
Tier am Beleben , Born, Engelberg, an sonnigen, mit Gebüsch bewachsenen 
Stellen; Balgrisl [Zell.-Dold.); ein Exemplar von St. Gallen [Tä.]; in Grau- 
bünden einmal bei Ghur [Cafl.) und dann von Vettan (5070') [Pestalozzi- 
Hirzel); ? im Canton Glarus [Heer). 

Also übei" 5000' aufsteigend. 

T. Viciae Hb. [Hb. 671—673). 

R. an Vielen. 

F. von der Bechburg [R.-S.]; Schupfen [Rthb.j; St. Blaise-Neuveville 
[CouL); Genf (^Museum); Engelberg bei Oftringen [Wu.]', Balgrist bei Zürich 
[Zell.-Dold.); St. Gallen, ein Exemplar von der Berneck CA'/.), auch von 
üegersheini [Müller); Graubünden bei Chur [Ca/I.) und häulig von Tarasp 
(Ä7//.) . 

T. Craccae S. V. [IIb. 320. 669, 670. II.-S. 425^. 

R. an Astragalus, Vicia. 

F. bei Bern und häufiger bei (iunlen am Tluinersee Hauptmann Benleli); 
St. Blaise-Neuveville [CoiiL); im Aargau selten, vom Born und Engelberg 
[Wu.); Chur [Ca(L); häufig bei Tarasp [Kill.). 

Aventia Dup. 

A. Flexula S. V. [IIb. 19). 

R. an Flechten der Bäume und Sti'äucher (Prunus, Crataegus). 



Ig4 IV. Noctuiden. 

F. im Juni und .Juli in ziemlicher Verbreitung durch das Tiel- und 
Hügelland, mitunter in Mehi-zahl, anderenorts selten. 

Basel [Knecht, Siilger); Bechburg, öfter (R.-S.); Tramelan [Ge.); Öh- 
ringen, Born und Lenzburg, keine Seltenheit (W//.); Bremgarten, ebenso 
[BoU]; Zürich, selten (//«</., Frey); St. Gallen, hier und da in lichten Waldern 
(Tä.); Ghur [Cafl.]. 

Boletot)i.i Bsd. 

B. Fuliginaria L. (Carbonaria S. V.) [Hb. 1.51. 548. 549). 

R. auf Flechten, so z. B. an Gartenwänden. 

F. im Juli in unserem Faunengebiete massig verbreilel. Bern Bent. : 
Burgdorf [M.-D.]\ im Aargau bei Oftringen und Lenzburg, auch in Wohnun- 
gen, niemals aber häufiger [Wu.]. Bei Bremgarten und Zürich, selten (5o//, 
Frey]] Chur und Flims [Cafl.]; auch noch im Gadmenthale [Hü.]. 

Helia Gn. 

H. Calvaria S. V. [IIb. 23) . 

\{. an Weiden und Pappeln. 

F. im Juli und August. Man hat ihn beol)achlet bei Siselen [Rä.), bei 
Oftringen , Lenzburg , Wettingen im Aargau, auch in Häusern, aber selten 
(Wu.). Dann fand ihn durch Nachlfang Ca/I. bei Ghur zahlreicher. 

Zanclogiiathcs Led. 

Z. Tarsiplumalis Hb. [Hb. 125). 

R. polyphag, an niederen Pllanzen. 

F. von Ende Juni den Juli hindurch, lokal und selten. Berner Jura, sehr 
selten [Rthb.); Tvvann, Urbach [JcL); Bechburg, nicht häufig [R.-S.); Oftrin- 
gen und Lenzburg, wiederum seltener [Wu.); Zürich [Hug.); GraubUnden 
(%r.), hier bei Chur [Ca/l). 

Z. Grisealis S. V. [IIb. 4). 

11. an Chrysosplenium beol>achtet. 

F. im Juni. Bern [Beul.]; Schüplcn, in Gebüschen hiudig [Rthb.]; Si- 
selen [Rä.); Ofti"ingen und Lenzburg, nicht selten [WU'.); Bechburg [R.-S. ; 
bei Zürich am Katzensee [Hug.); St. Gallen, seilen [Tä.); von Ghur bis zur 
monlanen Uegion, selten (Ca//.). 

Z. Tarsipennalis Tr. (Tarsierinalis Hb.) [Hb. 'öj. 

\\. an Gi'amineen. 

1'. im Juni und .luli. Bisher nur an wenigen Stellen unseres Faunen- 
gebieles getroden , nämlich bei Basel [Panchaud de Botlens)^ bei ScIiUpfen 
[Rthb.), Siselen (/{(7.) und Lenzl)urg [Wii.). Hug. erwähnt ihn noch für 
Zürich. 



IV. Noctuiden. 185 

Z. Tarsierinalis Knoeh. [U.-S. C11). 

R. poly[)luig, so von Clematis vitalba, Rubus, Taraxacum, Lactuca. 

F. vom Juni bis in den Angast. 

Basel (fi.-S.); Bern {Beut.): Schupfen {Rthb.]; Bechburg {R.-S.); Neuve- 
viile (Cotd.); Burgdorf (il/. -/>.); Siselen (fiä.); Aargauer Fundstellen [Wu.]; 
häufig bei Zürich [Frey]; St. Gallen [Tu.]; Bergeil {Baz.). 

Z. Emortualis S. V. {Hb. 1). 
R. auf Eichen. 
F. im Mai und Juni. 

Basel [Knecht)-, Bechburg {R.-S.\: Bern, nicht häufig [Beut.); Schupfen, 
nicht selten (Rthb.); Siselen und Lattrigen (Rö.); Neuveville [CouL); Engel- 
berg, Oftringen, Aarburg, Lenzburg, nicht häufig [Wie); bei St. Gallen im 
Galgentobel, sehr selten [Tit.); Zürich am Katzensee [Hug.); aus Graubünden 
seit den Tagen Mengold's aber nicht mehr aufgefunden [Kill.]). 

Madopa Steph. 

M. Salicalis S. V. IJb. 3j. 

R. an Salix caprea. 

F. im Juni und Juli, in jüngeren Waldschlägen. Wh. fand ihn bei Aar- 
burg l)is Wildegg, bei Ofti-ingen und Lenzburg , aber niemals häufig. Bei 
Schupfen, sehr selten [Rthb.] ; aus dem Lattriger Walde, selten [Rä.) ; von 
Hremgarten und Zürich, selten [Bali, Frey); um St. Galleu (7"«.); aus dem 
Wallis von Visp [Ja.). 

Heriiiiuia Lalr. *) 
H. CrinaUs Tr. (Barbalis S. V.) [Hb. 5). 
R. an Trifolium ['!). 

F. im Mai und Juni, in der Nähe von Eichen. Wh. fand ihn bei Oft- 
ringen, am Engelberg, Born und bei Lenzburg, sowie bei Alpnach nicht sel- 
ten. EI>enso berichten Beut, und Rthb. von Bern und Schupfen ; von Landeron 
ein Stück [Cuul.); von Zürich [Hny.); [1] aus dem Engadiner Val Rosegg [Jü.). 

H. Tentaeulalis S. V. (Tentacularia L.) [Hb. 6. U.-S. 607. 608) und Var. 
Modestalis von Heyden (v. Heyd.). 
R. an llieracium. 

F. der Stammform im Juni bis August, von der Ebene bis in tlie Vor- 
alpen verbreitet. Basel [Knecht, Hl); Bern, Lrweid [Ja.): Berner V'orberge, 
nicht seilen [Rthb.\, so unterhalb Grind(>l\vaid in etwa 2500' Höhe [Spci/er); 
Gadmen, hier bis 4000' gemein; Pilatus, Luzern und im Aarthale, nirgends 



1j H. Cribra 1 i s IIb. welthe mil dem ungelicuprlichen Namen Cribruinalis im Kata- 
log von Slgr.-Wo. prangt, ist sicher niemals bei Ziirich gefangen worden. 



186 IV. Noctuiden. 

seilen {Wu.); von Neuveviilc [CouL); St. Gallen {Tit.); in Graubiinden, aus 
dem Rheinthale und beiden Engadinen [Kill.). 

Var. Modestalis (ich besitze auch ein norwegisches Exemplar) findet sich 
im Ober-Engadin und auch im Wallis, so von_] Evolena [R.-S.]; aus dem 
Lenker Thale und vom Simplon (Rä.). Im ersteren Thale traf sie v. Heijd. zu 
Anfang August zahlreich bei St. Moritz ; dann fand sie HncUeck bei Sils-Maria, 
wo ich ihr mehrfach begegnete. Häufig an einer Stelle bei Pontresina [Stgr.] . 
Bei Bergün (es würde zur Zeil der niedrigste Fundplalz sein) begegnete ihr 
Z. vom zweiten Drittheile des Juni bis fast zu Ende Juli in grosser Menge. 
Auch am Fusse des Stelvio oberhalb Trafoi im Walde [Wo.). Endlich von 
höheren Stellen des Gadmenthales [Rä.). 

Höhengrenze bis gegen 6000'. 

H. DerivalisHb. [Hb. 19. H.-S. 609). 

F. im Juni und Juli. Bei Amsteg, häufig [Speyer]] Val Vedro am Simplon 
(Rä.); von Basel [Knecht, Panchaud de Bottens); Biel , Misox [Rthb.]; Urbach 
[Ja.]; Siselen , selten [Rä.); von den Aargauer Stellen, nicht selten [Wu.]; 
Bechburg [R.-S.]; St. Blaise und Landeron [CouL); bei St. Gallen [Tä.). 

Pechipogon Hb. 

P. Barbalis Cl. (Pectitalis Hb.) [Hb. 122). 
R. an Eichen, Birken, Erlen. 
F. im Juni. 

Von Basel [R.-S.]; von Gadnicn und Siselen, in Waldlichtungen öfter 
[Rä.]; aus Graubünden [Memjold] und neuerdings von Ghur [Ca/l.]. 

Bomolocha Hb. 

B. Fontis Thunberg (Crassalis Fab.) [Hb. 12. 172) und Var. (J^ Terri- 
cularis Hb. [Hb 163). 

R. an Vaccinium myrtillus. 

F. mit der Heidelbeere weit bis höher in das Gebirge verbreitet, von 
Ende Mai l>is in den Juli. Bechburg [R.-S.]; Bern [Beut.]; Schupfen und 
Langnau [Rthb.]; Burgdorf [M.-D.]; Ennnenthal [Ja.]; Gadmen [Rä.]; Aar- 
gauer Fundslellen , sowie von Wäggis und am Pilatus [Wu.]; Bremgarlen 
[Boll); Zürich [Frey); hohe Rhone [Huy.]; Bergeil [Baz.]. 

Var. Terricularis (die männlichen Vorderflügel fast ganz schwarz , aus- 
wärts mit weisslichcn Linien) von der Bechburg [R.-S.) und öfter im Gad- 
menthale [Rä.]. 

Hypeua Tr. 

H. Rostralis L. (///;. 10. 193. 194). 

R. an Hopfen. 

F. v.'ohl in zwei Generationen. Er ist gemein im t'anzen Flach- und 



IV. Noctuiden. 187 

Hügellande; ebenso auch noch in den Voralpcn, wie dem GadnienÜiale 
[Rä.) vorkommend. 

H. Proboscidalis L. {Hb. 7) . 

R. an Nessehi, gerne in Wäldern. 
F. im Juni und August, an den meisten Orten häufig. 
Wohl überall im Flach- und Hügellande. Noch bis Gadmen [RU-] auf- 
steigend. 

H. Obesalis Tr. [flh. 8) . 

R. gesellschaftlich an Nesseln. 

F. im Juli und August, lokal und selten. 

Bechburg [R.-S.]; Schupfen und Meiringen [Rthh.]; Gadmen [Rü.); Bern 
[Beut.); Chasseral [Conl.]; Oftringen [Wu.]; Val Vedro und Simplon (fiö., 
Ja.); St. Gallen [TcL); Zürich [Ihig.); Chur und Tarasp [Kill.); Bergün (Z.); 
Bergell [Baz.). 

Elevation bis gegen 5000'. 

Tholomiges Led. 

T. Turfosalis Wo. [H.-S. 620). 

Auf Torfsümpfen bei Brenigarten und dem Bünzner Moos [BoU^ Frey); 
am Katzensee bei Zürich im Juni [Frey). 

Rivula On. 

R. Sericealis Scop. 7/6. 56). 

R. an Gräsern. 

F. im Juni und Juli. Zürich [Frey); Siselen [Rü.); Bern [Bent.]\ Gad- 
men (Rä.); Lauenon im Simmenthai [Ja.); Sion [Ja.); Sim{)lon [Rü. und Ja.); 
St. Gallen {Tä.); Dusnang [Eugster). An vielen Orten sicher übersehen. 

Ilöhengrenze etwa 4000'. 

Brephos 0. 

B. Parthenias L. [IIb. 341. 342). 

R. an Birken und Buchen. 

F. in den ersten warmen Tagen des Vorfrühlings. 

Basel [Gerber); Bern [Beut,); Burgdorf (J/. -/>.); Langnau [Rt/ib.); Lau- 
sanne [R.-S., Panchaud de Bottens); am rechten Ufer des Bieler Sees [CouL); 
Genf (Museum): Aargauer Fundslellen [Wu.] und Brenigarten [BoU]; Zürich 
[Paul); St. Gallen [Tä.); Graubünden [Mengold). 

Bei Gadmen bis 5000' Ende Mai [RcL). 

B. Notha [Hb. 343. 344). 

R. an Espen und Weiden , ähnlich fliegend und verbreitet , doch wohl 
meistens seltener. 



V. Geometridon. 



Basel [Knecht u. A.); Bechhui'g {li.-S.); Aargau [Wu. und Boll)] Bern 
[Berit.) und Schupfen [Rthl).); Sl. Blaise-Neuveville [Cord.]; Genf (Museum); 
bei Zürich, stellenweise öfter [Frey); nicht selten bei Gadmen bis zur Ele- 



vation der vorigen Art. 



B. Puella Esp. [Hb. 345). 
B. an Populus treniula. 

F. bisher nur im Aargau von Wu. getroli'en am Westabhange des Engel- 
beigs gegen Oftringen, auf den BlUthen von Mercurialis perennis. 



V. Geometrideu. 

Pseiuloterpa H.-S. 

P. Cythisaria S. V. (Pruinata Hufn.) [Hb. 2) und Var. Agrestaria Dup. 

B. an Ginslerarien und auch an Cylisus. 

F. vom Juni bis August. Von Wangen im Canlon Zürich [\39\')[Bremi ; 
Basel [Sulger); Bechburg [R.-S.]; Biel [Rlfib.]; St. Blaise-Neuveville [Coul.); 
von Lausanne [Lah.]; vom Simplon , namentlich im Val Vedro und hier lüs 
etwa 4300' aufsteigend [Rä.); Schaffhausen [Ti-app); St. Gallen [Tä.); Chur 
[Cafl.]] Bergell [Baz.]. Bald seltener, bald häufigei". 

Var. Agrestaria (kleiner, gleichfarbig grüne VorderflUgel und nur am 
Vorderrand weiss gestreift) von Lausanne [Lah.]. 

Geometra Bsd. 

G. Papilionaria L. [Hb. 6). 

B. an Birken, Silberpappeln, Erlen, Buchen. 

F. in zwei Generationen (Mai und Juni , dann im Hochsommer) wohl 
ül>erall, aber fast nirgends häulig. Er erreicht noch , aber sehr selten ge- 
worden, bei Gadmen 3700' [Rä.]:, ebenso auch Tarasp, daselbst öfter [Kill.]. 

G. VernariaHb. [Hb. 7). 

B. an Clematis vitalba. 

F. im Hochsommer. Basel und Mechburg \R.-S.]\ im (^anlon Mcrii 
[M.-D.. Rä.); St. Blaise-Neuveville [Coul.]; von Crissier (1502'); Doul)s 
[Bruand]; Aargauer Fund|)lätze [Wu.); Lausanne [Lah.]; Zürich [Brenii, 
Hug., Frey); Schaffhausen [Trapp]; St. Gallen (7V(.); GraubUndcn [Kill.]. 

Noch auf dem Simplon [Ja., Rä.]. Hier bis etwa 4300'. 

Pliorodesma Bsd. 

Ph. Bajularia S. V. (Pustulata Hufn.) [Hb. 3). 
B. an der ImcIic. 



V. Geometridcn. 189 

F. im Juni und Juli, vereinzeil und selten. Zürich am Ütliberg [Bremi); 
Bern [M.-D.]\ Burgdorf [Heuser); Schupfen {Rthh.]\ St. Blaise-Neuveville, 
öfter [Colli.]; Lausanne [Lah.]. 

Ph. Smaragdaria Fab. [Hb. \). 

R. an Achillea inillefolium, Tanacetum, Artemisia und Senecio. 
F. von Ende Juni im Juli. Auenstein, Yilligen und Aarl)urg [Wn.]] 
Guttannen [Beul.); oberhall) Sion [Rä.); Evolena [R.-S.]. 
Elevation ül)er 4000', 

Nemoria Hb. 

N. Viridata L. (Cloraria Hb.) [Hh. 352). 

R. an Crataegus, Gorylus, Belula. 

F. ^m Mai und Juni und dann von Ende Juli in den August, häufig auf 
feuchten und trockneren Hängen und Waldvviesen. Verbreitet, doch nur 
den tieferen Gegenden angehörig. Bechburg (ß.-S.); Bern [Rä.]; Schupfen 
und Burgdorf [Rthh.. M.-D.): am Jorat (Lah.); Bex und Aigle (R.-S.j; Lenz- 
burg [Wu.]; Zürich [Brcnii, Frei/]: Schaffhausen [Trapp \ Chur [CafL): 
Bergeil [Baz.]. 

N. Porrinata Z, [H.-S. 566). 

R. an Crataegus, Corylus und Rubus. 

F. im Mai und Anfang Juni, dann wieder im August. Mit Sicherheit von 
Zürich [Iliig., Frey); Schaffhausen [Trapp); Aargauer Stellen und Südabhänge 
des Jura [Wu.]; Gadmen [Rü.]; Bergün , schon von Anfang Juni an [Z.]; 
Bergell [Baz.]. 

Erhebt sich also ül)er 4000'. 

N. Aestivaria Hb. (Strigata MüU.) [IIb. 9). 

R. an Carpinus, Eichen, Schlehen, Rosen u. s. w. 

F. mit doppelter Generation, einer früh- und spälsommerlichen. 

Basel (///); Bechburg [R.-S.]; Aargauer Stellen, namentlich im Jura 
[Wu.]; Siselen [Rä.]; Burgdorf und Emmenthal ; St. Blaise-Neuveville [Coul.]; 
Zürich, am Katzensee [Ihig.]; Chur, öfter [Cufl.); Bergell [Baz.]. 

Thalera Hb. 

Th. Bupleuraria S. V. (Pimbrialis Scop., Thymiaria L.) [Hb. 8). 

R. an Achillea, Solidago, Artemisia. 

F. wohl ziemlich selten vom Juli in den August. 

Basel [Knecht]:. Bechburg [R.-S.'i; Aargauer Fundstellen und Lägernberg 
[Wu.); Zürich [Bremi^ Huy.); Schaffhausen [Trapp]; Tramelan [Ge.) und St. 
Blaise-Neuveville [Coul.]; Berneck bei St. Galleu [Tä.]; Chur [Cafl.]; Bern, 
Burgdorf [M.-D.]; Lys, Nidau [Rthb.]; Lausanne [Lavaux ; Monlcherand bei 
Orbe ;1376';; Salgetsch bei Sierra [Lah.]. . 



190 V. Geometriden. 

Jodis Hb. 

J. Putata L. {Hb. 10). 

R. an Vaccinium myrtillus. 

F. häufig von Ende Mal in den Juli, wohl überall an lieferen Stellen. 

J. Lactearia L. (Aeruginaria S. V.) {Hb. 46). 
R an Birken. 

F. vom Mai an gemein und wohl in liefer gelegenen Gegenden überall. 
Seine und der vorhergehenden Art Höhengrenzen sind unermittelt. 

Acidalia Tr. 

A. Pygmaearia Hb. (Parvularia Lah.) [IIb. 335. 336). 

Bsd. scheint südschweizerisclie Exemplare gehabt zu hal)en. Aus dem 
Misox (C. Zeller). 

A. Aureolaria S. V. (Trilineata Scop.) [Hb. 62). 

R. an niederen Pflanzen (?). 

F. im Juli. Nach Brcmi von Zürich und Frauenfeld (?); Neuveville [Coul.); 
Aargauer Jura an trocknen Stellen, seltener [Wu.]; Leuk, Viege, Zermatl (?) 
[Jü.]; von Evolena [R.-S.); am Simplen [Rü.]; von Tarasp [Kill.). 

Mit Sicherheit nur warmen Gegenden zukommend und über 4000' auf- 
steigend. 

A. Plaveolaria Hb. [Hb. 341). 

R. wohl an niederen Pflanzen. 

F. während des Juli in den August hinein im Gebirge in einer Höhe von 
4 — 6000' und mehr. Von Wallis bis Graubünden, stellenweise gemein. Das 
Weib ist nur selten zu Ireff'en. Seltener am Jura, so l)ei Souaillon (Cow/.). 

A.'Perochraria P. E. [F. R. 49, a — g). 

R. an Gräsern (?). 

F. im Juli und August, verbreitet im Tieflande, stellenweise gemein, eben- 
so am Jura ; dann im Alpenlande von Zermatt (./ä., Frey) bis Trafoi [Kill.], bii 
Gadmenthale bei^ecnete dieser Art in mehr als 5000' Höhe noch häufiger Rii. 

A. OchreataS. V. [IIb. 96. F. R. 50. 1 a— c) . 

F. von Ende Juni bis in den August. Chasseral [Conl.]; Lausanne [Lafi.)] 
St. Gallen [Tä.)- Chur [Cafl.). Unsichere Angaben habe ich Übergangen. 

A. Macilentaria H.-S. [II.-S. 230. 231. 340. 341). 
Lah. fand das Thier zu Rovcreaz bei Lausanne. 

A. RufariaHb. [IIb. 112). 

\\. au Sicllaria und niederen Pflanzen. 



V. Geometriden. 191 

F. im Juli und August, an trocknen wannen Stellen, Von Basel [Knecht); 
Schaffhausen [Trapp); St. Gallen [Tu.]. Dann am Jura, so dem Lägernberg 
[Frey), den Aargauer Fundstellen [Wu.), der Bechburg (i?.-8.), Biel ißä.), 
St. Blaise-Neuveviile {Coul.}; bei Orbe, Lausanne um! im Wallis [L(th.]\ auch 
noch in den italienischen Thälern [Derselbe). 

A. (?) Litigiosaria H.-S. [H.-S. 303. 304). 

Nach Lah. (f) von Lausanne; ('?) von St. Blaise-Neuveviile [CouL). 

A. Sericeata Hb. [Hb. 404). 

F. im Juni und Juli aus dem Wallis; hier an warmen trocknen Höhen 
mitunter häufig. Martigny , Sierre, Viege , Naters, Brieg, Zermatt (La//., 
JH., Frei/). 

A. Moniliata S. V. (IIb. 59). 

F. von St. Blaise-Neuveviile [Coul.]; vom Bodensee [Lah.)\ aus dem 
Bergell [Baz-.). 

A. Auroraria Bkh. (Muricata Hufn.) [Hb. 63). 
R. an Flantago und niederen Pflanzen überhaupt. 

F. im Hochsonnner. Mit Sicherheit von Siselen [Bd.), von Viege, dem 
Simplen [Joris). Kaum von Winterthur und dem Thurgau [Bremi). 

A. Dimidiata S. V. (Scutalata Hufn.) [Hb. 72). 

R. wohl an niederen Pllanzen (?) . 

F. im Sonuner, vielleicht in zwei Generationen. Aargauer Fundstellen 
{Wu.): von Siselen und Bern [Bü.); von Chur [Cafl.]. Bald seltener, bald 
häufiger. 

A. Contiguaria Hb. [Hb. 105). 

R. an Sedum. 

F. im Juli. Aus dem Wallis von St. Nicolas [Lah.), von Zermatt [Frey), 
von Brieg [Anderegg), von Evolena [B.-S.), vom Simplen, dem Bagnethal 
[Bd.); dunklere Exemplare von Bergün [Frey); Bergell [Baz.). 

Höhengrenze etwa 5000'. 

A. (?) Sodaliaria H.-S. [H.-S. 466). 

Nach Hag. vom Lägernberg im September (?) . 

A. Incanaria Hb. (Virgularia Hb.) [Hb. 1001, Var. Paleaceata G-n. 

(Dilutaria Hb.) [IIb. 589, Calcearia Z. (Cantenaria Bsd.) [H.-S. 

437) und Var. BischofiFiaria Hb. [Hb. 586—588). 
R. soll an Rhamnus und Padus leben. 
F. überall gemein, vom Juni bis in den August, gern in Häusern. Nach 



192 V. Geometriden. 

Caß. von Chur und nach Lah. Var. Calcearia (weisslich) von Meiringen, wäh- 
rend R.-S. Var. Paleaceata als auf der Bechburg vorkommend angibt. 

Var. Bischolliaria, über welche Lah. selbst nicht in das Reine kam (er 
erwälnit Lausanne, Aigle und Meiringen — und wurde selbst wieder un- 
sicher) ist — wie ich nach Ansicht zweier Originalexemplare seiner Samm- 
lung versichern darf — nichts als eine auffallend schwärzlich übergossene 
Var. der gemeinen Incanaria. Die Abbildung von IIb. ist schlecht. 

A. Straminata Tr. {II. -S. 82. 83). 

Diese Art, vom .luni bis August fliegend, ist erwähnt von Lah. für Burg- 
dorf {Heuser) und Aarberg {Rthh.); bei Siselen {Rä.): nach Wu. von den 
Hängen des Aargauer .Iura. 

A. Pallidata S. V. {H.-S. 110—113). 

F. im .luli. Nach Lah. von Lausanne undBellinzona ; von St. Blaise-Neuve- 
ville [CouL). 

A. (?) Subserieeata Haw. (Pinguedinata Z. und Asbestaria Z.) {H.-S. 

409. 410). 
Soll nach Jii. bei Lugano gefangen worden sein (?) . 

A. (?)Laevigaria Hb. (Renularia Hb.) {Hb. 74. 331). 

Lah. erwähnt den Bodensee {Leiner)., Meiringen, St. Blaise-Neuveville 
{Colli.) und Lausanne (?). 

A. Pusillaria Hb. (Herbariata Fab.) {Hb. 99). 
Nur aus dem Misox {C. Zeller). 

A. Bisetata Hufn. (//.-8. 11G). 

F. im .Tuli und August, eine häufigere und wohl im ganzen tieferen 
Lande überall vorkommende Acidalie. Von Lausanne {Lah.) bis Chur {Cafl.) 
und Bergell [Baz.). 

A. Trigeminata Haw. (Reversata Tr.) {IIb. 73). 

F. im .luni und .luli. Aargauer Fundstellen und Lägern {Wa.)-. bei 
Bern {M.-D.)\ Lausanne [Lah.). 

A. Rusticata S. V. {Hb. 241 und Var. VulpinariaH.-S. (/A.-S. 473. 474). 

F. im. luli und August, ziemlich voi'breitel. Häufig auf der Südseite der 
Alpen; oft im Wallis {Lah.)^ so von Sion. Viege, Brieg [Ja.); Lausanne {Lah.); 
St. Blaise-Neuveville {CouL); Bern, Meiringen {M.-D., Heuser); Bechburg 
{R.-S.); Chur, nicht oft {Ca/}.). 

Var. Vulpinaria (heller, VorderflUgel mit rülhlichci- Mitlelbinde) vom 
Val Vcdio am Simplon {Rä.), von Gondo: südlich von den Alpen überhaupt 
häutiuer. 



V. Geometriden. 193 

A. Osseata S. V. (Humiliata Hufn.) [Hb. 102). 

R. vielleicht an Ononis spinosa. 

F. von Ende Juni im Juli und August, wohl im ganzen Tieflande; stellen- 
weise häufig, so bei Siselen [Rü.]; anderwärts, wie bei Chur [Cafl.), seltener; 
St. Blaise-Neuveville [CouL); vom Stelvio {Wo.) und dem Bergeil [Baz.]; bei 
Bergün am Tuors nicht selten. Z. fand die dortigen Stücke grösser, trüber 
gelblich als die schlesischen, und immer mit geröthetem Costalrand. 

Höhengrenze also über 4000'. 

A. Dilutaria Hb. (Interjeetaria Bsd.) [Hb. 100. H.-S. 78. 79). 

F. Mitte Juni bis Mitte Juli im Gebüsch. Von Lausanne [Lah.]; Burg- 
dorf [31. -D.) und Aarburg [Wu.); auch von Bellinzona [Lah.]. Selten. 

A. Holoserieeata Dup. {H.-S. 80. 81). 

F. vom Juni bis August, seltener und mehr dem Westen und Süden an- 
gehörig. Lausanne, Ufer des Genfer Sees, im ganzen Rhonethal {Lah.); Fuss 
des Jura ißthb.): Biel {Rä.): Solothurn {M.-D.); Lägernberg {Frey); Aarburg 
und Oftringen {Wu.)] Bern, Bödeli {Jcl.); St. Gallen (Tä.) ; Tarasp {Kill.). 

A. Inornata Haw. (Suflfusata Tr.) (H.-S. 309) und Var. Deversaria H.-S. 
[H.-S. 305—308, 314). 

R. an Rumex. 

Ob die Stammform im Faunengebiete vorkommt, bleibt fraglich; doch 
gedenkt ihrer R.-S. von der Bechburg. Var. Deversaria, mit deutlicherer 
Zeichnung, Strichen und Linien, kommt im Juni und Juli stellenweise häufiger 
vor. Bechburg {R.-S.); Biel {Rthb., Rä.); Lausanne, Vevey , Aigle {Lah., 
Rthb.); verbreitet im Wallis, wie Sion, Sierre {Ja.); Val Vedro , öfter {Rä.); 
Schupfen (Rthb.); Aargauer Jura, nicht oft {Wu.); Tarasp {Kill.). 

A. Subversaria Lah., nach einem (!) Exemplar von Rthb. aufgestellt, ist 
zu streichen. 

A. Aversata L. (Hb. 56) und Var. Spoliata Stgr. (Aversata Tr.)(//6. 389) . 

R. an Genisten, Spartium und wohl auch an niederen Pflanzen. 

F. von Ende Juni im Juli und August (am Genfer See in zwei Genera- 
tionen) ist mit der bindenlosen Form Spoliata ziemlich gleich verbreitet und 
stellenweise häufig. Basel {Knecht); von St. Gallen {Tä.) und Zürich {Hug.) 
bis in das W^allis ; vom ganzen Jurazug (hier mitunter wie bei St. Blaise- 
Neuveville [CouL] häufig), und auch ins Alpengebiet eindringend, so bei 
Gadmen bis 4000' Höhe. Tarasp (ä7//.) und Bergeil {Baz.). Zwischenformen 
aus dem Wallis {Frey) . 

A. Emarginata L. {Hb. 1 07) . 

R, an Galium, Convolvulus. 

F. Ende Juli und im August, seltener. Oftringen . an feuchten Wald- 
Frey, Lepidopteren. j| 3 



194 V- Geometriden. 

rändern des Engelbergs [Wu.]; Aarberg [Rthb.]; Siselen (fiö.); Lausanne und 
Paudex {Lah.); Zürich (?) [Bremi): Schaffhausen [Trapp]; Chur [Cafl.]. 
Höhengrenze wohl eine sehr geringe. 

A. Immorata L. [Hb. 133). 

R. an Erica, gewiss auch noch an anderen Pflanzen. 

F. im Mai, dann im Juli und August aufwiesen und an Waldrändern, 
öfter und sehr verbreitet. Er scheint indessen im Alpenlande nur massig 
aufzusteigen, so im Gadmenthal bis an die Alpen [Rä.] und Bergün , selten 
(Z.); auch aus dem Domleschg und von Tarasp [Kill.); von Zermatt [Frey); 
von Evolena [R.-S.]. Lah. berichtet von Uebergängen zur dunklen schwärz- 
lichen Var. Tessellaria Bsd. [H.-S. 227). 

Elevation 4800'. 

A. Rubricaria S. V, (Rubiginata Hfn.) [Hb. 111. 487) . 

F. an trocknen Stellen, vom Juli in den August. Basel [Knecht •. an 
sonnigen Stellen des Aargauer Jura [Wu.]\ Bechburg [R.-S.]; St. Blaise- 
Neuveville [CouL); Aarberg [Rthb.]; Lausanne, öfter [Lah.]; Sion [Jä.)\ Schafl- 
hausen [Trapp]; am Bodensee [Lemer]; Berneck bei St. Gallen [Tä.]; Chur 
[Cafl.] . Manchfach als selten erwähnt. 

Bei Lausanne eine Var. mit hellerer Mittelbinde häufiger als die Stammart. 

A. Marginepunctata Göze (Immutata S. V.) [Hb. 108. H.-S. 101). 

R. an Sedum. 

F. vom Juni bis in den August (nach Rä. in zwei Generationen). Bech- 
burg [R.-S.]; Berner Jura und Thuner See (fi.-S.); Sorvilier [Hug.]; St. 
Blaise-Neuveville [Coul.]; Siselen [Rä.]; Bern [Ja.]; Lausanne [Lah.]; Vevey 
[Rthb.]; Simplen [Joris, Ja.]; St. Gallen [Tä.]; Zürich [Frei/]; Chur [Cafl.]; 
Tarasp [Kill.]; aus dem Tessin vom Salvadore [Ja.]. 

hn Gadmenthal gegen 6000' sich erhebend [Rä.]. 

A. (?)Luridata Z. [H.-S. '?419 und y)Falsariai( 463 und Var. Confinaria 
H.-S. [H.-S. 315—317). 

Die Stammart aus dem Bergeil (5a;j.). Die hellere Var. soll im Juli vom 
Simplon gefangen sein [Ja.]. 

A. Mutata Tr. (PIneanata L.) [H.-S. 98—100). 

R. an Dianthus, Lychnis, Thymus. 

F. von Mitte Juni an. Am ganzen Aargauer und Berner .Iura (TT^?/.. 
Rthb.^ Coul.]; in den Alpen weitverbreitet und stark herabsteigend [Lah.]: 
Berner Alpen, Gadmen , namentlich auf den Bergen [Rä.]; Scheidegg, Ur- 
weid [Ja.]; im Wallis wohl sehr verbreitet l)is Zermatt [Frey]; Seealplhal 
und Gais [P.-J.]; Klosters [Hug.]; Bergün (Z. 1; Ober-Engadin und Trai'oi 
[Frey]. Alpine Stücke sind oft erheblich verdunkelt. 

Elevation bis 6000'. 



V. Geometriden. 195 

A.' Fumata Steph. (Commutata Prr.) [H.-S. 91 — 93). 

R. an Vaccinium myrtillus. 

F. variirend , vom Juni in den August. Züricli [Frey); hohe Rhone 
[Hug.]; Chur [Caß.]. In den Alpen, von Chamouny [Lah.) bis ins obere 
Engadin [Pfaffenzeller] und Tarasp [Kill.], sehr verbreitet und stellenweise 
häufiger an schattigen, mit Heidelbeeren bewachsenen Stellen. 

Elevation gegen 6000'. 

A. Remutaria Hb. [Hb. 98. H.-S. 86—90. •?94. 95). 
R. an niederen Pflanzen, so an Vielen. 

F. vom Mai an sehr verbreitet im Tieflande. Vom Jura des Aargau 
(IFh.), der Bechburg (jR.-S.); vom Chasseral [CoiiL): von Tarasp {Kill.). Den 
Alpen selbst wohl fehlend. 

A. Nemoraria [Hb. 89. H.-S. 102;. 

Lausanne iLah.): Simplon (Joris): Malans {Ämstein). 

A. Punctata Tr. (Subpunctata H.-S., Cerusaria Lah.) [H.-S. 311 — 313). 
F. vom Mai bis in den Juli. Am Genfer See von Mitte Juli, sowie im 
Rhonethal [Lah.]; Wallis und Simplon bis Crevola [Rä.); Biel , Frinvilliers 
(1598') und Thuner See [Rthb.): Bechburg [R.-S.): Aargau (TFm.); Zürich 
[Frey)] St. Gallen {Tel.): Degersheim {Müller); Weissbad [P.-J.): Chur, 
öfter [Cafl.). 

A. Caricaria Reutti [H.-S. 553. 554). 

F. auf sumpfigen Stellen von Mitte Juni in den Juli. Von Aigle {Lah.): 
im Sumpfgebiete von Siselen öfter {Rä.); Zürich, am Ütliberg (Fi-ey) und 
Katzensee {Hug.); Chur {Caß.). Selten. 

A. Immutata L. (Sylvestraria Hb.) {Hb. 97. H.-S. 103—105). 

F. wohl in doppelter Generation , indem ein Vorkommen vom Ende Mai 
bis in den August erwähnt wird. 

Aargauer Fundplätze {Wu.): Siselen, seltener als die vorhergehende Art 
[Rä.); Bechburg {R.-S.): Berner Jura und Schupfen {Rthb.); St. Blaise- 
Neuveville {Coul.): Lausanne, selten {Lah.): Zürich, öfter (Frey) und am 
Katzensee [Hug.); aus dem oberen Engadin {Pfaffenzeller): von Tarasp [Kill.): 
Bergeil {Baz.). 

A. StrigariaHb. {Hb. 95. H.-S. 114—115). 

R. an Birken (?:. 

F. ziemlich selten von Ende Juni bis in den August. St. Blaise-Neuve- 
ville {Coul.); Lausanne und Thal von Aigle {Lah.): Salgetsch und Sierre 
[M.-D.); Viege {Ja.): Siselen, öfter [Rü.). Bei Zürich fand ich ihn nicht. 

13* 



196 V. Geometriden. 

A. Umbellaria Hb. (Compararia H.-S. Lah.) [Hb. 437, 438. H.-S. 
299—303). 
F. im Frühsommer. Lausanne und Aigle {Lah.); Burgdorf {M.-D.); 
zwischen Aarberg und Worben iRthb.); Aargauer Jura [Wu.]; Bechburg 
{R.-S.); Zürich [Hug., Frey); Chur (Kriechbaumer) ; Tarasp {Kill.). 
Manche Angaben erscheinen zweifelhaft. 

A. Strigilaria Hb. (Nigropunctata Led. Prataria Bsd. Lah.) {Hb. 108. 
H.-S. 108. i09). 
R. an Vicia und Stachys. 

F. von Ende Juni bis in den August. Basel {Knecht); Bechburg [R.-S.); 
Aargauer Fundstellen {Wu.); verbreitet im Canton Bern {M.-D., Rä.); Chas- 
seral [CouL); Lausanne {Lah.); Zürich, häuüger {Hug., Frey); St. Gallen [Tä.); 
Chur und Tarasp {Cafl., Kill.). 

Nach Rä. im Gadmenthale bis 4200' aufsteigend. 

A. Imitaria Hb. {Hb. 51). 

Im Mai und September im Tessin ; so von Lugano an Felsen {Lah.); 
vom Cassarate {Ja.). Vom Berner Jura {Coul. und Ge.). RiL erwähnt noch 
Siselen und Ferenbalm. 

A. Ornata Scop. {Hb. 70). 

R. an Thymus serpyllum. 

F. in zwei Generationen, vom Mai an und wieder im Spätsommer. Wohl 
überall, vom Jura in das Wallis und bis Tarasp. 

Er mag bei Bergün (Z.) und im Gadmenthale {Rä.) etwa 4500' erreichen. 

A. Decorata S. V. [Hb. 71). 

R. vielleicht auch an Thymus. 

F., wie es scheint, bisher fast nur, mit Ausnahme von St. Blaise-Neuve- 
ville {Coul.), aus dem unteren Wallis, dort verbreitet und häufig. Von 
Martigny thalaufwärts. Lah. fand die Walliser Exemplare weisslicher als 
Oestreichische. 

Höhengrenze unbekannt, wohl sehr gering. 

Zonosonia Led. 

Z. Pendularia Cl. {Hb. 66). 

R. an Birken. 

F. im Frühsommer und dann wieder im August, wohl in grösserer Ver- 
breitung durch das Tiefland, bald als häufiger, bald als selten erw^ähnt. 

Zürich {Bremi, Frey); Bern und Burgdorf {Rthb., Rä.); Luzern [Hug.); 
im Aargau weit verbreitet [Wu.); von Lausanne {Lah.); St. Gallen {Tä.) und 
Chur' {Mengold) . 

Elevation wohl sehr gerine;. 



V. Geometriden. 197 

Z. Orbieularia Hb. [Hb. 60). 

R. an Eichen. Salix und Alnus. 

F. im Frülisommer, bei uns selten und vereinzelt. Von Basel [Sulger); 
von Oftringen, Eglisvvyl und Othmarsingen im Aargau [Wu.]; Zürich [ZelL- 
DokL, Hug.); Bechburg [R.-S.); SchüjDfen [Rthb.]; Burgdorf (3/. -Z).;; Bern, 
Ferenbalm, Siselen {Rä.). 

Z. Omicronaria S. V. (Annulata Schulze) [Hb. 65). 

R. an Acer und Betula. 

F. im Frühsommer , dann im Juli und August verbreitet , keineswegs 
aber häufiger. Aus den Cantonen Aargau, Bern, Zürich, Schaffhausen, St. 
Gallen. Von Lausanne [Lah.); aus Graubünden [Mengold und Amstein). 

Elevation wohl sehr gering. 

Z. Pupillaria Hb. [Hb. 69) und Var. Gyrata Hb. [Hb. 434). 

Vom Lago Maggiore im Juli [Lah.): Nyon, Anfang August (fiö.); Öh- 
ringen, Aarburg, Othmarsingen [Wu.]. Var. Gyrata (Augenpunkte deutlich, 
Flügel dunkel quergestreift) unter der Stammart. 

Z. PorataFab. ßb. 67). 

R. an Eichen. 

F. im Frühsonmier und dann im Juli und August, seltener. Basel [Pan- 
chaud de BottenSj-, Bechburg {R.-S.): Bern [Ja.); Siselen [Rä.); Schupfen 
[Rthb.); aus den Aargauer Fundplätzen (TFt^.j; St. Blaise-Neuveville (Cornaux) 
[CouL); Zürich [ZeU.-Dold. , Hug. ; Sehaffhausen [Trapp). 

Z. Punctaria L. [Hb. 574) und Var. Ruüciliaria H.-S. (Sehaeflferaria 
Lah.). 

R. an Eichen und Birken. 

F. in denselben zwei Generationen, wie es scheint weit verbreitet. 
Basel und Bechburg [R.-S.); Zürich [Hug.. Zell.-Dold., Frey: Schaffhausen 
[Trapp); St. Gallen [Tä.); Aargau [Wu.]; Canton Bern [Rthb., 3I.-D., Rä.j; 
St. Blaise-Neuveville [CouL); Lausanne [Lah.); Malans [Amstein). 

Var. Ruficiliaria (die Vorderflügel des grösseren Thieres dichter punclirt. 
einfarbiger, Franzen röthlich , nicht roth gebändert) vom Lago Maggiore 
[Lah.). — Lah. hat diese Varietät im zweiten Ergänzungshefte Fig. 1 abge- 
bildet. 

Z. Trilinearia Bkh. Hb. 68) und Var. Strabonaria Z. 

R. an Buchen (?). 

F, wiederum zweimal. Er ist in Buchwäldern sehr verl)reitet . von 
Basel und Lausanne bis Chur. Die kleinere Sommerform (heller, mit weniger 
deutlich gestreiften Flügeln) Z.'s Strabonaria von Chur [Cafl.]. Bei Gadmen 
noch bei 4500' [Rü.][l). 



198 ^- Geometriden. 

Timandra Dup. 

T. Amataria L. [Hb. 52) . 

R. an Rumex, Atriplex u. s. w. 

F. im Mai und von Ende Juli in den August, antrocknen, sonnigen 
Stellen. Basel [Sulger) ; Zürich [Bremi, Hug.), aber nicht oft; Dusnang 
[Engster); St. Gallen, öfter [Tu.); Aargau, häufig [Wu.); Bechburg [R.-S.); 
Bern, Siselen, Schupfen [Rä., Rthb.); Tramelan [Ge.); St. Blaise-Neuveville 
[CouL); am Nordrande des Genfer Sees [Lah.). In Graubünden fehlend und 
in das Alpengebiet nicht eindringend. 

Pellonia Dup. 

P. Vibicaria Cl. [Hb. 50). 

R. an Schlehen, Ginster und Tanacetum vulgare. 

F. vom Juni an in den Juli, an trocknen, sonnigen Stellen. Basel [R.-S.); 
am Jura, dem Aargauer [Wu.) und Berner, wie Biel [Rthb., Ja.); Tramelan 
[Ge.) und St. Blaise-Neuveville [CouL); von der Bechburg [R.-S.); vom Gen- 
fer See [Lah.); aus dem Wallis, von Sion , Leuk [Ja.). Bei Zürich, selten 
[Bremi, Frey); von Chur am 3Iittelberg [Cafl.). Noch bei Bergün, und zwar 
öfter (Z.). 

Höhengrenze über 4000'. 

P. Calabraria Z. [Hb. ■?49. 365). 

R. an Asperula calabrica (in Italien). 

F. in gleicher Erscheinungszeit wie der vorige, lokal, an heissen, trock- 
nen Stellen. So am Genfer See und im Rhonethal [Lah.); am Mont Saleve 
bei Genf [M.-D.); Sion, Simplem, Sierre und Leuk (Ja.). Zweifellos ist 
Bremi' s Citat : »vom Irchel im Canton Zürich« falsch. 

Rhyparia Hl). 

R. Melanaria L. [Hb. 86). 

R. an Vaccinium uliginosum (auch an jungen Zitterpappeln). 
F. im Juni. Vo 
Tannen [Ball, Frey). 



F. im Juni. Von Bremgarten am Rande eines Torfmoors unter hohen 



Abraxas Leach (Zerene Tr.). 

A. Grossulariata L. [Hb. 81. 82). 
R. an Schlehen und Ribes. 

F. von Ende Juni bis in den August, wohl überall , vielfach aber selten. 
Aei Jura verbreitet. Die Alpenzone gewinnt er nicht. 

A. Pantaria L. [Hb. 84). 

Von Pontarlier (2586') [Bruand] und aus dem Sihlwakle bei Zürich nach 
Bremi {f\. Eine Seltenheit. 



V. Geometriden. 199 

A. Ulmata Fab. (Sylvata Scov.)' [Hb. 85. 391. 392). 

R. an Prunus paclus. 

F. im Hochsommer (Juli), lokal. Basel [Leonhart); Aargau, um Lenzburg 
und ßraunegg (1328'); Doubs [Briiand); Zürich im Sihlwalde [Bremi); St. 
Gallen und Schännis (1361') [Tä.); Chur [Cafl.]. 

A. Adustata S. V. {Hb. 75). 

R. an Evonymus europaeus. 

F. in doppelter Generation, von Ende Mai und dann abermals im August 
und September. Basel [R.-S., Knecht); Zürich [Bremi, Frey); im Aargau 
verbreitet [Wu.); Bechburg [R.-S.); St. Blaise-Neuveville [CouL); von Bern, 
Aarberg, Schupfen, Burgdorf [M.-D.); Siselen und bis Gadmen [Rthb., Rü.); 
Sierre und Cassarate im Tessin [Ja.); St. Gallen {Tel.): Chur und Tamins 
(2106') [Cafl.]. Stellenweise häufiger. 

A. Marginata L. [Hb. 80), Var. Naevaria Hb. [Hb. 71) und Var. Pollu- 

taria Hb. {Hb. 80; . 

R. an Pappeln und Weiden. 

F. in zwei Generationen, mit seiner an Flecken verarmten weissen Var. 
Pollutaria, wie mit der reichlich schwarz gefleckten Naevaria , wohl überall, 
in der Ebene, am Jura und in den Alpencantonen vom Wallis bis Graubün- 
den. Noch von Evolena {R.-S.), aus Gadmen Ret.) und von Bergün (Z.]; so- 
wie von Trafoi {Wo.), an letzterem Orte in stark schwarzen Exemplaren. 

Höhengrenze etwa bei 4800'. 

Bapta Steph. 

B. Pictaria Curt. [H.-S. 40). 

R. an Schlehen und jungen Eichen. 

F. im Frühling. Von Lausanne {Lah.); aus dem Wallis [Anderegg). 

B. Taminata S. V. (BimacTÜata Fab.) [Hb. 90). 

R. an Eichen [f] . 

F. im Mai und Juni. Basel [Knecht); im Aargau, öfter [Wu.]; Zürich 
[Freijj; Bern [Ja.); Schupfen [Rthb.); Burgdorf (il/. -/).); Siselen, selten {RcL); 
Oberhasli {M.-D.); Bechburg {R.-S.); Neuveville und Cressier [CouL); Lau- 
sanne und Aigle [Lah.) . 

B. Temerata S. V. (//6.91. 376. 377). 

R. an Eichen. 

F. im Frühling. Zürich, nicht selten (Frey); aus dem Aargau [Wu.); 
Basel {Knecht); Bechburg [R.-S.); Burgdorf, Schupfen, Guggisberg , Siselen 
{M.-D., Rthb., Rä. und Ja.); Jolimont und Souaiüon {Coul.); Tramelan {Ge.); 
St. Gallen {Tä.j; Chur [Cafl.). 

Alle drei Arten des Genus scheinen nur dem Tieflande anzugehören. 



200 V. Geometriden. 

Stegania Dup. 

S, Permutataria Hb. (Trimaculata Vill.) [Hb. 92). 
Nach Ja. vom Cassarate. 

S. Cararia Hb. [Hb. 36. H.-S. 70). 
F. im Juli. Von der Bechburg [R.-S.]. 

Cabera Tr. 

C. Pusaria L. [Hb. 87) und Var. Rotundaria Haw. 

R. an Erlen, Birken und Haseln, 

F. vom Mai in den Juni , dann Juli und August , wohl überall . in der 
schweizer'schen Ebene , vom Jura bis zu den Alpen. Hier erreicht er bei 
Bergün (Z.) und im Gadmenthale eine Elevation bis etwa 4500'. 

Var. Rotundaria (mit rundlicheren Flügeln, die vorderen mit doppelter 
dunkler Querlinie , die innere costalwärts gespalten) von Siselen und Gad- 
meu, selten [Rä.). 

C. Exanthemata Scop. [Hb. 88). 
R an Haseln, Erlen, Birken. 

F. wohl mit dergleichen, doppelten Erscheinung. Wiederum sehr weit 
verbreitet. Dieselbe Höhengrenze wie bei der vorigen Art. 

Numeria Dup. 

N. Pulveraria L. [Hb. 203). 

R. an Birken und Sahlweiden. 

F. an lichten Waldstellen von Ende Mai durch den Juni , zahlreicher im 
westlichen Theile unseres Faunengebietes, ziemlich variirend. Basel [R.-S.]; 
am Engelberg und bei Lenzburg mitunter zahlreicher [Wu.); Bern, selten 
[Ja.); Burgdorf im Sommerwald, manchmal häufig; am Fusse des Chasseral, 
selten [Coul.]; Tramelan (Ge.); Lausanne (Sauvabelin) [Lah.); Zürich, selten 
[Frey); St. Gallen und Degersheim [Tä., Maller); Randen bei Schatiliausen 
{Seiler); Bergün (Z.); Bergell [Bas.). 

Bei Gadmen traf Rä. eine kleinere, lebhafter braune und mehr ein- 
farbige, verloschen gebänderte Var. bis 4000' an feuchten Waldrändern nicht 
gerade selten. Es ist eine interessante, hübsche Form. 

N. Capreolaria S. V. [Hb. 204. 205). 

R. an Pinus sylvestris. 

F. im Juli und August in Nadelholzwaldungen. Gysulafluh iWu.); Bech- 
burg [R.-S.); Biel, Chasseral [Hug.); St. Blaise-Neuvevillc [Coul.]; Lausanne 
(am Jorat) und Waadtländer Alpen [Lah.); Schupfen [Rthb.); Gurnigel (M.-D.); 
Zürich und Schnebelhorn [Hug.); Chur, lokal [Cufl.)\ Bergell [Baz.). 

Im Gadmenthale bis etwa 3000' (Rä.). 



V. Geometriden. 201 

EUopia Tr. 

E. Prosapiaria L. (Fasciaria S. V.) {Hb. 5) und Var. Prasinaria Hb. 
[Hb. 4). 

R. an Pinus sylvestris und anderen Pinus-Arten. 

F. im Mai und wieder im Hochsommer, in Nadelholzwäldern weit ver- 
breitet, mehr als grüne Var. Prasinaria. Bechburg [R.-S.]; Engelberg bei 
Oftringen {Wu.); Jorat bei Lausanne {Lah.); Wallis [Hug.]; Bern (Lattrigen- 
wald) [Rä.]; Schupfen [Rthb.]; Niesen und Lauenen [Ja.); Oberhasli (i/.-Z).); 
Zürich und hohe Rhone {Hug.); Schaffhausen {Trapp); beiGais, gemein (P.-/.); 
St. Gallen {Tu.); Chur, Klosters. Rothhorn und Val Avers {Cafl., Hug.). 

Im Gadmen- und Guttannenthal bis zu 5000' {Rü.). 

Metrocampa Latr. 

M. Margaritaria L. {Hb. 13). 

R. an Eichen. Buchen, Pappeln und anderen Laubhölzern. 

F. im Juni und Juli in Buchenwaldern , hier und da häufiger, ander- 
wärts s^elten. 

Basel {Sulger); Aargau {Wu.); Bechburg {R.-S.); Bern, öfter, Siselen 
{Rä.); Schupfen {Rthb.): St. Blaise-Neuveville {Coul.); Tramelan {Ge.); Lenk 
{Ja.); Lausanne, häufig {Lah.); Zürich (Ütliberg) {Bremi)\ Schaffhausen 
(Trapp); Dusnang {Engster); St. Gallen und Weissbad {Tel., Müller); Churer 
Rheinthal [Cafl. u. A.); Bergell {Baz.). 

M. Honoraria S. V. [Hb. 16). 
R. an Eichen. 

Nur von St. Blaise-Neuveville {Coul.) und aus Graubünden von Mengold. 
Cafl. und Kill, fanden sie dort nicht. 

Eugouia Hb. 

E. Angularia S. V. (Quercinaria Hufn.) {Hb. 22. H.-S. 76. 77) und Var. 
Infuseata Stgr. 
R. an Eichen. 

F. im Juli und August, verbreitet. Oftringen und Aargauer Jura {Wu.); 
Bechburg {R.-S.); Bern, Bucheggberg {Ja.); Siselen {Rä.); Sorvilier {Hug.); 
St. Blaise-Neuveville {Coul.); Tramelan {Ge.); Lausanne {Lah.); Zürich {Hug., 
Frey); Schaffliausen {Trapp); St. Gallen {Tä.); Chur und Trins {Cafl.). 

Var. Infuseata (mehr oder weniger bräunlich überflogen) von Bern und 
Siselen {Rä.). 

E. Alniaria S. V. Esp. Tr. (Autumnaria Werneburg) {Hb. 26). 
R. an Laubhölzern. 

F. zu Ende des Sommers. Lausanne, in Buchenwäldern selten {Lah.) : 
Zürich und Sihlwald {Bremi): Bechburg {R.-S.); Chur {Cafl.): Bergell {Baz.). 



202 ^'- Geometriden. 

E. Tiliaria Bkh. Tr, Dup. (Canaria Hb. Esp. Wood) (PAlniaria L.) 

Hb. 23). 
R. an Laubhölzern. 

F. im Spätsommer, seltener. Bechburg [R.-S.]; im Aargau {Wii.); Bern 
[Ja.]; St. Blaise-Neuveville [CouL); Zürich iBretni, Frey); St. Gallen [Tä.). 

E. Erosaria S. V. [H.-S. 12. "73) undVar. Quercinaria Bkh. (//.-S. 74. 75). 

R. an Eichen. 

F. im Juli. Basel [Panchaud de Bottens); Bern [Rä.]: Schlipfen [Rthb.]; 
Bechburg [R.-S.); Bieler Insel (^ä.) ; St. Blaise-Neuveville [CouL] ; Chur 
[Amstein, Cafl.) und Trins \Caß.). 

Selenia Hb. 

S. Illunaria Hb. (Bilunaria Esp.) [Hb. 36. 37). 

R. an Sorbus aucuparia, Birken, Obstbäumen. 

F. in doppelter Generation, sehr weit verbreitet, auch am Jura und be- 
trächtlich in die Alpen vordringend , so bis Bergün ;Z. i, das Engadiner Yal 
Rosegg (Ja.), ja sogar auf den Gadmer Alpen noch bei 7000' gefangen, be- 
deutend grösser und dunkler, womit norwegische Exemplare meiner Samm- 
lung übereinstimmen. 

S. Lunaria S.V. [Hb. 451) und Var. Delunaria Hb. [Hb. 34). 

R. polyphag, Schlehen, Weissdorn, Apfelbäume, Eichen u. s. w. 

F. im südlichen Faunengebiete in zwei Generationen , seltener, aber 
weitverbreitet. Von Basel und Lausanne bis Chur [Lah., Cafl.]. Im Gad- 
menthale bis etwa 4000' [Rä.]. 

Var. Delunaria kleiner und heller) aus dem Bergell [Baz.). 

S. Illustraria Hb. (Tetralunaria Hufn.) [Hb. 33). 
R. an Eichen, Erlen, Himbeeren. 

F. in doppelter Generation, doch bei weiter Verbreitung seltener. Von 
Basel und Lausanne bis Chur. Ein Aufsteigen im Gebirge ist unbekannt. 

Pericallia Steph. 

P. Syringaria L. [Hb. 29) . 

R. an Loniceren , auch an Syringa und Ligustrum«^ 
F. im Juli, wiederum weit verbreitet, aber vereinzelt. Noch im Bergell 
[Baz.]. Im Gadmenthale bis etwa 4000' aufsteigend [Rü.]. 

Odoutoptera Steph. 

O. Dentaria Hb. (Bidentata Cl.) [Hb. 12). 

R. an Eichen, Erlen, Carpinus, selbst Pinus sylvestris. 

Mai, Juni und Juli. Wiederum in weiter Verbreitung, aber kaum 



im 



A 



V. Geometriden. 2 03 

häufiger; vom Jura zum Genfer See bis nach Trafoi [Speyer). Nach Rä. im 
Gadmenthale bis 4500' aufsteigend, wie denn auch Z. das Thier bei Bergün 
im Val Tuors noch antraf; noch höhere Verbreitung gewinnt unsere Spezies 
bei Trafoi [Wo.]. 

Himera Dup. 

H. Pennaria L. [Hb. 14). 

R. an Eichen. 

F. im September und October, bald seltener, bald häufiger. Bechburg 
(fi.-S.); verbreitet im Aargau [Wu.]; Burgdorf, Schupfen, Bern [M.-D., 
Rthb.); Siselen, häufig (üä.) ; St. Blaise-Neuveville [CouL); Zürich [Frey); 
St. Gallen (Tä.); Chur, seltener [Cafl.). 

Crocallis Tr. 

C. Elinguaria L. [Hb. 20). 

R. an Eichen, Linden, Ginster. 

F. im Juni und Juli (an höheren Stellen noch im August) , wie es scheint, 
an den meisten Orten seltener. Basel [Knecht); Bern [Ja.]; Langnau, Burg- 
dorf, Schupfen [Rthb.]; Siselen [Rä.]; Sorvilier [Hug.); St. Blaise-Neuveville 
[CouL); Tramelan [Ge.); Aargauer Fundstellen [Wu.); Zürich [Frey); SchafF- 
hausen [Trapp); Dusnang [Engster); St. Gallen, öfter [Tel.); Churwalden 
[Hug.) und Trins [Cafl.). Im Gadmenthal bei 4000', öfter [Rä.) und noch 
höher von Bergün [Z.) . 

Eurymene Dup. 

E. Dolabraria L. [Hb. 42). 

R. an Laubholz, Eichen, Linden, Buchen. 

F. im Mai und Juni in weitester Verbreitung , bald häufiger, bald sel- 
tener. Bei Gadmen noch in etwa 5500' Höhe einmal gefangen [Rä.). 

Angerona Dup. 

A. Prunaria L. [Hb. 123) und Var. Corylaria Thunb. (Sordiata Fuessly) 
[Hb. 122). 

R. polyphag, an Schlehen, Rubus, Erica, Ulmen, Loniceren u. s. w. 

F. von Ende Mai bis in den Juli, wohl überall und auch wohl , als sel- 
tenere Erscheinung, die Var. Corylaria (braun mit breitem hellem Querband) 
nach den mir gewordenen Angaben. 

In der Alpenzone nicht getroffen. Aus dem Bergeil [Baz.) . 

Urapteryx Leach. 

U. Sambuearia L. [Hb. 28). 

R. an Sambucus, Lonicera und Hedera helix. 

F. von der Mitte Juni in den Juli hinein, sehr verbreitet , aber mitunter 



204 V. Geometriden. 

sparsamer, stellenweise aber hiiufig. Vom Jura bis Graubünden, so bei 
Chur, Flims [Cafl.]. 

Im Gadmentiiale noch bis 4000' [Rä.). 

Bumina Dup. 

R. Crataegata L. (Luteolata L.) [Hb. 32). 

R. an Eichen , Obstbäumen , Schlehen , Crataegus ; im Gadmenthal an 
Sorbus aucuparia und Birken. 

F. im Tieflande in zwei Generationen, im Mai und Juni, dann im August. 
Wohl überall. 

Bei Gadmen bis 4200'; ebenso bei Bergün in auffallend blassem Vor- 
kommen (Z.). 

Epione Dup. 
E. Apiciaria S. V. [Hb. 47). 

R. an Weiden, Espen, Pappeln. 

F. im Juni und wieder im Herbst. Basel [R.-S.]; verbreitet im Canton 
Aargau (so nach Wu. bei Aarau, Oftringen, Wildegg und Leuzburg); ebenso 
Bern (Schupfen [Rthb.]; von Münchenbuchsee, Siselen , Aarberg [Rä.]); Tra- 
melan (Ge.); Lausanne [Lah.]\ Zürich [Hug.]\ St. Gallen (Tä.); Chur [Cafl.); 
Albulathal; Bergell [Baz.); Tarasp [Kill.); Trafoi {Wo.). 

Elevation 4800'. 

E. Parallelaria S. V. [Hb. 43. 44). 

R. an Weiden. 

F. im Juni, Juli und August. Oftringen und Aarburg, seltener an 
Waldrändern {Wu.); St. Blaise-Neuveville {CouL); Schupfen {Rthb.); St. 
Gallen [Tä.); in Graubünden weit verbreitet, so von Bergün (Z.) und Tarasp 
[KilL), aus dem oberen Engadin {Pfaffenzeller) und dem Bergell {Baz.); 
Trafoi {Wo.). 

Elevation 5500'. 

E. Advenaria Hb. {Hb. 45). 

R. an Heidelbeeren. 

F. im Frühsommer. Verbreitet in den Cantonen Basel, Zürich, Aargau, 
Bern , Schatfhausen , Thurgau , St. Gallen. Auch noch von Trafoi verein- 
zelt {Wo.). 

Höhengrenze gegen 5000'. 

Venilia Dup. 

V. Maeularia L. {Hb. 135), Var. Quadrimaculata Hatchett und Var. 
Fuscaria Stgr. 
R. an Lamium-Arlen und anderen niederen Pflanzen. 
F. in der Ebene im Frühling, höher noch im Juli, ja selbst zu Anfang 



V. Geometriden. 205 

August, gemein, sowohl im Tieflande wie am Jura und in den Alpen. Hier 
erreicht er nach Rä. im Gadmenthale 5500'. Ich traf ihn niemals in der- 
artiger Höhe, dagegen ist er noch bei Bergün (Z.) häufig ; auch von der Prader 
Alp bei Trafoi [Wo.]. 

Var. Quadrimaculata (mit nur vier schwärzlichen Costalflecken) nach 
Bremi bei Zürich und Var. Fuscaria (mit ganz bräunlichen Flügeln) ebenda- 
selbst nach ZeU.-Dold. Ich kenne beide Varietäten in Natur nicht. 

Macaria Curt. 

M. NotataL. [Hb. 53. 316). 

R. an Salix caprea. 

F. im Juni und Juli seltener. Basel [Knecht); Doubs [Bricand); St. Blaise- 
Neuveville [CouL); Lausanne [Lah.]; Bechburg (ß.-S.); Bern [Ja.]; Siselen 
[Rä.); Oftringen, Wildegg, Lenzburg [Wu.); Zürich [Bremi); SchafThausen 
[Trapp); St. Gallen [Tä.); Bergell [Baz.). 

M. Alternata S. V. [Hb. 315). 

R. an Laubholz, so an Rhamnus. 

F. im Juni, stellenweise häufiger im August. Jorat [Lah.]; St. Blaise- 
Neuveville [CouL); Bern [Rä.); Siselen [Rä.]; Burgdorf, Fuss des Jura bei 
Solothurn , Lauterbach, Lenzburg, Wildegg [Wii.]; Zürich [Hug.); Tarasp 
[Kill.); Bergell [Baz.). 

M. Signaria Hb. [Hb. 313). 

R. an Pinus. 

F. im Juni und Juli, mitunter häufiger. Bechburg [R.-S.]; Solothurn, 
am Jura [M.-D.); Bern und Emmenthal [Ja.); Jorat [Lah.); Bergwälder bei 
Wildegg und Gysulafluh [Wii.]; Zürich, seltener [Hug.^ Frey); Schaffhausen 
[Trapp); Weissbad [P.-L); St. Gallen [Tä.); Trafoi [Wo.]. 

Elevation gegen 5000'. 

M. Liturata L, [Hb. 54. 314). 

R. an verschiedenen Nadelhölzern. 

F. im Mai und Juli, seltener in Nadelholzwäldern. Bechburg [R.-S.]; 
Bern (^ä.J; Burgdorf [M.-D.]; Schupfen [Rthb.]; Siselen und Aarberg [Rä.); 
St. Blaise-Neuveville [CouL); Tramelan [Ge.); Aargauer Jura [Wn..]; Brem- 
garten(£o//, Frey); St. Gallen (Tä.); Chur, öfter (Ca/Z.); Trafoi (Ä7//.); Bergell 
[Baz.); Bormio [Kill.). 

Ploseria Bsd. 

P. Diversata S. V. (Pulverata Thunb.) [Hb. 202). 
R. an jungen Büschen von Populus tremula. 
F. im Mai bei Lauterbach und der Wartburg [Wu.) ; ?von Zürich 

[Bremi) . 



206 V. Georaetriden. 

Hibernia Latr. 

H. Ruprieapraria S. V. [Hb. 222). 

R. an Schlehen und Crataegus. 

F. im ersten Frühling, manchmal schon im Februar. Bern (fiö.); Schu- 
pfen [Rthb.); Burgdorf {Heuser); Siselen [Rä.]; Sorvilier [Hicg.); Tramelan 
(Ge.) ; Lausanne [Leresche] \ Aargau [Wu.]] Zürich [Hug.]; Schaffhausen 
{Trapp]; St. Gallen [TäX 

H. Bajaria S. V. {Hb. 194). 

R. an Liguster, Schlehen, Eichen. 

F. im Frühling. Bechburg {R.-S.); im Aargau verbreitet (TFm.); Bern 
(Ja.); Neuveville {CouL); Lausanne {Lah.); Churer Rheinthal {Mengold). 

H. Leucophaearia S. V. {Hb. 195. H.-S. 350). 
R. an Eichen und Buchen. 

F. im ersten Frühling, verbreitet. Aus den Cantonen Bern , Aargau, 
Zürich, Schaffhausen, St. Gallen, Graubünden, Waadt. Seltener. 

H. Aurantiaria Esp. {Hb. 184. H.-S. 351). 

R. an Eichen, auch an Obstbäumen; am Simplen {Rä.) an Erlen und 
Lärchen. 

F. im September und October und überwintert im März, seltener. Bech- 
burg {R.-S.); Bern {Rthb., Ja.); Burgdorf {Hemer); Siselen [Rä.); St. Blaise- 
Neuveville {CouL); Lausanne (Sauvabelin) {Lah.); am Simplon {Rä.); im Aar- 
gau verbreitet {Wu.); Zürich {Frey); Schaffhausen {Trapp); St. Gallen {Tä.). 

H. Progemmaria Hb. (Marginaria Borkh.) {Hb. 183). 
R. an den verschiedensten Laubhölzern. 

F. im März und April. Lausanne {Lah.); St. Blaise-Neuveville, oft {CouL); 
Bern {Ja.); Siselen {Rä.); Zürich {Hwj.); im Aargau, häufiger {Wu.); Chur, 
nicht oft [Cafl.); Vulpera {KilL). 

H. DefoUaria CL {Hb. 1 82) . 

R. an den verschiedensten Laubhölzern. 

F. im Spätherbst, wohl überall, an manchen Orten häufig. 

Aiiisopteryx Steph. 

A. Aceraria S. V. {Hb. 185. 514. H.-S. 348. 349). 

R. an Eichen, Ahorn. 

F. im September, selten. 

Basel {Knecht); Bern {Ja.) und Schupfen {Rthb.); Siselen, öfter {Rä.); 
Sauvabelin bei Lausanne {Lah.); St. Blaise-Neuveville {CouL); Aargau {Wu.); 
Zürich {Voegeli); St. Gallen {Tu.) und Zizers in Graulmnden {Kriechbaumer) . 



V. Geometriden. 207 

A. Aescularia S. V. [Hb. 189). 
R. an Laubholz. 

F. im tiefsten Spätherbst und im Frühling überwintert. 

Basel [R.-S.); Oftringen und Lenzburg [Wu.]; Bechburg (fi.-S.j; Bern 
{Ja.): Burgdorf (/feuse/j ; Schupfen [Rthb.]; Siselen [Rä.): St. Blaise-Neuve- 
ville [Coid.]; Tramelan [Ge.); Lausanne, selten [Lah.); Zürich [Hug.]; Schaff- 
hausen [Trapp); Dusnang [Engster); St. Gallen [Tu.) und St, Leonhard (1558') 
[Müller); Chur vereinzelt und ein Stück von Tarasp [Kill.). 

Phigalia Dup. 

P. Pilosaria S. V. (Pedaria Fab.) Hb. 176. 594. H.-S. 13). 

R. an den verschiedensten Laubhölzern, gern an Eichen und Pappeln. 
F. im März und April. Wohl überall von Lausanne [Lah.) bis Chur 
[Cafl.)^ bald selten, bald häufiger genannt. 

Bistou Leach. 

B. Hispidarius S. V. [Hb. \Ti . H.-S. 14). 

R. an Eichen, Obstbäumen und dergleichen. 

F. im ersten Frühling von Basel [Gerber und bei Lenzburg, hier einzeln 
in Obstgärten [Wu.). 

B. Pomonarius Hb. [H.-S. 11. 439 . 
R. polyphag. an Laubholz. 
In der il/e«(/o/f/'schen Sammlung, also aus den Umgebungen Churs. 

B. Lapponarius Bsd. [H.-S. 440). 

R. an Lärchen. 

Der interessante nordische F. (aber auch auf den Bergen des Oest- 
reichischen Schlesiens von Wo. getroffen und erzogen, mit seinem Weibe, 
welches demjenigen von B. Pomonarius Hb. sehr gleicht) wurde durch v. 
Heyd. im Ober-Engadin entdeckt. Bei Pontresina auf dem Wege nach dem 
Morteratsch-Gletscher fanden sich drei Raupen. Eine entwickelte sich in 
Frankfurt im März. 

B. Zonarius S. V. [Hb. 179. 511). 

R. an Wiesensalbei, Schafgarbe, Centaureen und Esparsette. 

F. im März und April, weniger verbreitet. 

Basel [R.-S.]; Aarburg, Aarau, Lenzburg, Braunegg, Lenkhofen [Wu.); 
bei Bremgarten (Fre^) : Neuchätel, Locle, St. Blaise-Neuveville [Rthb., Coul.); 
Tramelan [Ge.]; Schaffhausen [Bremi] und Chur, ein Stück [Caß.). 

B. Alpinus Sulzer (Alpinaria H.-S. Bombycaria Bsd.) [H.-S. 12. 438). 
Die schöne R. an niederen Pflanzen bei Sils-Maria. öfter. 
F. im Juli, nur aus dem Alpengebiete. 



208 ^- Ge'ometriden. 

Berner Alpen [Rthb.]; ein Stück aus dem Gadmenlhal iRä.); Walliser 
{Anderegg), Graubündner , so am .Weissenslein (Z.) und von Sils- Maria 
[Hnateck] . 

B. Prodromarius S. V. (Stratarius Hufn. Rthb.) [Hb. 172). 
R. polyphag, an Schlehen, Eichen. Ulmen, Pappeln, Weiden. 
F. im Frühling, namentlich im April. Wohl überall, von Lausanne 
bis Chur, mitunter seltener. 

B. Hirtarius Gl. L. (Congeneraria Hb.) [Hb. 174. 175). 
R. polyphag, gleich der vorigen Art. 
F. überall im Frühling, stellenweise gemein. 

Amphidasys Tr. 

A. Betularia L. {Hb. 173). 

R. polyphag, auf den verschiedensten Laubhölzern. 
F. im Mai und Juni, überall und häufiger. 
Höhengrenze unbekannt. 

Hemerophila Steph. 

H. Nyctithemeraria Hb. {Hb. 564 — 566). 

F. im Hochsommer, Juli und August. Nur von Neuveville (Com/.) und 
dem Wallis, dort häufiger {Anderegg); zwischen Mörill und Naters {M.-D.).^) 

Boarmia Tr. 

B. Perversaria Bsd. {H.-S. 35. 36). 

Aus dem Wallis, von Anderegg gefunden. 

B. Cinctaria S. V. {Hb. 166). 

R. polyphag an Obst- und Waldbäumen , Sträuchern , an Hypericum, 
Tanacetum. 

F. im Frühling und in einer Sommergeneration, wohl überall (Lausanne 
bis Chur), an manchen Orten, wie Zürich {Frey) und St. Gallen {Tü.)^ selten. 
Auch von Tarasp {Kill.). 

B. Rhomboidaria S. V. (Gemmaria Brahm) {Hb. 154). 
R. ähnlich derjenigen von B. Cinctaria. 

F. im Mai, Juni bis in den September. Wohl überall; auch am Simplen 
und im Tessin bei Locarno {Hug.) und Lugano [Ja.). 

B. Secundaria S. V. {Hb. 156. H.-S. 247). 
R. an Pinus sylvestris. 

1) Die südfranzösische Nycliiodes Lividaria IIb. {Hb. Uli erreiclit \inser 
Faunongebiel nicht, geschweige denn Zürich, wie Lah. angalj. 



V. Geometriden. 209 

F. vereinzelt in Nadelholzwaklungen. Oberhalb Lausanne {Leresche); 
Bern {Jä^; Ferenbalm [Rä.]: Schii])fen [Rthh.r, Burgdorf \ß.-D.)] Bechburg 
[R.-S.) ; Zürich (C. Zeller) und Seen bei Winterthur [Rordorf] ; bei Gais 
[P.-I.]. Aus Graubünden von Chur und dem See bei Flims Cafl.]. 

Im Gadnienthale noch ])ei 3000' [Rä. . 

B, Abietaria S. V. [Hh. 160). 

R. an Salix caprea und Eichen. 

F. vom Juni bis August in Nadelholzwaldungen. Am Jorat bei Lausanne, 
nicht selten [Lah.]; Bern und Bieler Insel [Rä., Ja.]; Schupfen und Aidau 
[Rthb.]; Burgdorf [M.-D.]; Weissenburg und Sorvilier [Hug.]; Gadmen [Rä.]; 
im Aargau verbreitet 'JVu.): Zürich [Bremi): Dusnang Eugstei-]; Schnebel- 
horn, hohe Rhone [Hug.); St. Gallen (Tä.); Gais [P.-L); Chur und Flims 
[Cafl.]; Engadin [Hug.]. 

B. Repandata L. Hb. 161). 

R. im Frühling an Farrnkraut in Xadeiholzwaldungen , an Belladonna 
und vielen niederen Pflanzen. 

F. im .Tuni und Juli, ülierall und nicht selten. Von St. Gallen [Tä.] bis 
zum Simplon (y«. und im Gadmenthale bis zur Baumgrenze [Rä.]; von Trafoi 
(TVo.); endlich auch im Bergeil [ßaz.]. 

B. Roboraria S. V. [Hb. 169!. 

R. an Eichen und zahlreichen anderen Laubhölzern. 
F. im Juni und Juli, wiederum in weitester Verbreitung, manchenorts 
seltener. 

B. Consortaria Fab. Hb. 168) und Var. Consobrinaria Bkh. 

R. an Eichen, Pappeln, Weiden, Schlehen, Loniceren. 

F. vom Juni in den August. Basel [Knecht] ; Oftringen und Lenzburg 
[Wu.]: Bechburg [R.-S.]; Bern [Ja., Rä.); Burgdorf (i/.-D.); Schupfen [Rthb.]; 
Siselen, Innertkirchen und Gadmen (.Rä.); Tramelan [Ge.]; Lausanne [Lah.]; 
Zürich [Hug.]; St. Gallen [Tä.]; Chur [Caß.]. In die niederen Alpen des 
Oberhasli und bis Rosenlaui aufsteigend [M.-D.]. 

Var. Consobrinaria (Vorderflügel einfarbig grau mit dunkler Hinterbinde, 
Hinterflügelmitte dunkel punctirt) traf Rä. bei Aarberg in frischem Exem- 
plare an einer Platane. 

B. Angularia Thunb. (Viduaria S. V.) [Jlb. 165. 364). 

R. an Raumflechten , namentlich denjenigen der Eichen und auch der 
Buchen. 

F. im Juni und Juli. Bechburg [R.-S.'; Lenzburg [Wu.]; Schupfen 
[Rthb.]; Burgdorf ß.-D.]; Bern, Gadmen, Siselen Rä.]; St. Blaise-Neuve- 

Frey, Lppidopteren. )4 



2J0 ^- Geomettiden. 

ville [Coid.]; Lausanne [Lah.]; Zürich und Katzensee IHug.); Chur [Cafl.]. 
Fast überall selten. 

Höhenverbreitung im Gadmenthale etwa gegen 4000'. 

B. Lichenaria Hufn. [Hb. 164). 

R. an Flechten der verschiedensten Baumstämme. 

F. im Juni und Juli, nirgends häufig. Basel [R.-S.]] Rheinfelden (840'), 
Wildegg, Oftringen, Lenzburg [Wu.''; Bechburg (fi.-S. ; Bern und Siselen 
(M.); Burgdorf ^il/.-Z>.); Schupfen [Rthh.]: Tramelan [Ge.) und St. Blaise- 
Neuveville [Coul.)\ Lausanne {Leresche); Schaffhausen [Trapp); Dusnang 
{Engster); St. Gallen [Tel.); Graubünden [Amstein, Mengold). 

B. GlabrariaHb. [Hh. 162. 331). 

R. an ßaumflechten, Usnea barbata. 

F. selten im Juli und bis jetzt fast nur aus dem Westen. Bötzberg (3721' 
[Wu.); Schupfen iRthb.]; Burgdorf [M.-D.); St. Golthard und Lausanne, gelb- 
lich angeflogene Exemplare [Lah.); Walliser Alpen (Chavannes) . 

B. Crepuscularia S. V. {[Hb. 158) und Var. Biundularia Bkh. 

R. polyphag, an Apfel- und Obstbäumen, Schlehen, Birken. 

F. gemein im April und Mai, sowie nochmals im Juli und August, wohl 
überall im Tieflande. 

Var. Biundularia (bis zum Braunschwarzen verdunkelt] von Basel 
[Knecht]; von Chur [Caß., Kill.). Bei Gadmen. wo Crepuscularia selten, er- 
scheint sie häufiger [Rä.) . 

B. Consonaria Hb. [Hb. 157). 
R. an Buchen und Eichen. 

F. im April und Mai, wohl überall, meistens häufiger. Noch im Simplon- 
thale [Ja.) und bei Gadmen bis 4500' [Rä.]. 

B. Extersaria Hb. (Luridata Bkh.) [Hb. 159). 

R. an Birken und Erlen. 

F. im Mai und Juni. Von Basel und der Bechburg [R.-S.); häufiger im 
Aargau [Wu.), sonst mitunter seltener; Bern [Renk); Schupfen [Rthb.]; Burg- 
dorf [M.-D.); St. Blaise-Neuveville [Cotd.]; Sauvabelin [Lah.^; Zürich und 
Katzensee, sowie Bünzen im Aargau [Hug.. Frey); von Schaff'hausen [Trapp). 

B. Punctularia Hb. Hb. 317). 
R. an Rirken und Erlen. 

F. im Frühling, wohl überall. Noch aus dem Gadmenlhal, aber seltener 
[Rä-), und dem oberen Engadin [Frey). 



V. Geometriden. 211 

Tephronia Hb. 

T, Cineraria S. V. (Sepiaria Hufn.) [Hb. 171 und Var. Carieraria H.-S. 
H.-S. 214 . 

Aus dem Canton Waadt [Lah.]. ' 

T. (?) Cremiaria Frr. (Corticaria Dup.) [H.-S. 211 — 213;. 
Nach Lah. von Engelberg [C. Zeller und Meiringen [M.-D.]'^). 

Pachycuemia Steph. 

P. Hippoeastanata Hb. [Hh. 186. H.-S. 330). 
R. an Erica. 

F. im Mai bei Lenzburg Wu.) und St. Gallen \Tä.): im Sommer von 
Schupfen [Rthb. ; von Neuveville [Coul.]. 

Oiiophos Tr. 

G. Furvata S. V. [Hb. 144). 

R. an liieracien, überhaupl polyphag an Kräutern und Sträuchern. 

F. im Juli und August , hier und da in den tieferen Landestheilen und 
in den Alpen. Basel {Knecht]; Aarburg an trocknen, felsigen Stellen [Wu.]; 
Zürich [Bremi, Hug.): Schaffhausen [Trapp); Bechburg [R.-S.]; Biel {Rthb.); 
St. Blaise-Neuveville, öfter [Coul.]; Twann {Rä.); Lausanne {Lah.); Dusnang 
{Engster); St. Gallen {Müller); am Fuss der Alpen bei Aigle {Lah.); von 
Marschlins {Salis): oberes Engadin {Mgb.); Tarasp {Kill.); Bergell iBaz.). 

G. Respersaria Hb. [Hb. 406. H.-S. 505. 506). 
R. an Spartium und wohl Genisten. 

Bisher nur in vereinzelten Exemplaren im Juli auf der Gysulafluh durch 
Wu. erbeutet. Ich sah das Thier. 

G. Obseuraria Hb. {Hb. 146,. Var. Argillacearia Stgr. und Var. Cal- 
ceata Stgr. 

R. an Silene nutans, Lychnis viscaria. 

F. im Hochsommer, vom Juli bis Anfang September. Verbreitet im Aar- 
gau [Wu.); Bern [Rü., Ja.); Biel [Rthb.); St. Blaise-Neuveville [Coul): 
? Zürich, am Albis [Bremi); St. Gallen (rä.); in der Gondoschlucht des Sim- 
plen [Ja.). 

Var. Argillacearia (hellgrau) traf Rü. bei Siselen. 

Var. Calceata (heller, weisslich führt Stgr. als in der Schweiz vor- 
kommend an. 



1, L'ih. hat hier eine seiner zahh'eichen Confusionen gemacht und sogar H6. 's ganz 
räthselhaftes Bild 167 %vohl eine exotische Geonietra citirt. Ich i<am zu keiner Ent- 
scheidung. 

U* 



212 V. Geometriden. 

G. Ambiguata Dup. (Meyeraria Lah., Ophthalmieata Led.) [H.-S. 

379—381. Lah. 2). 

F. im Juni und Juli. Von Aarburg und Biel Rthb.); Lavey 133>' ; 
Meiringen [M.-D.); St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Gondoschlucht des Simplon 
(Ja.); Zermatt {Frey); Gadmen [Rä.); aus Graubünden an zahlreichen Orten, 
so Ghur {Caß.), Bergün (Z.), Val Rosegg und Alp Ota 6939') bei Pontresina 

(?)(Jci.); vom Bergeil {Baz.)'^). 

Im Gadmenthale bis 4200 und 4500' aufsteigend. 

G. Pullata S, V. [H.-S. 70. 501. 502) und Var. Impectinata Gn. 

Vom Jura und aus den Alpen. Schaffhausen \Tra})p\\ Weissenstein 
[Rthb.]; Bechburg (fl.-S.); Berner Jura, selten /ia.); St. Biaise (Cow/.j; Ober- 
hasli [M.-D.]] Maderaner Thal [Bremi]; oberes Engadin (i/5'6.); Franzenshöhe 
bei Trafoi [Speyer]. Manche dieser Angaben bezweifle ich, um so mehr als 
ich aus Lah.'s hinterlassener Sammlung unter dem Namen Pullata die Var. 
Falconaria der nachfolgenden Spezies erhielt (!) 2], 

Var. Impectinata (heller, fast weisslich), vom Simplon selten (Rä.). 

G. Glaueinaria Hb. (Hb. 150), Var. Falconaria Frr. [H.-S. 66. 67) und 
Var, Supinaria Mann, 

R. an Sedum. 

F. im Juni und Juli an Felsen. Wenig aus tieferen Stellen , wie Burg- 
dorf [M.-D.), Gadmenthal i.Rä.], Glarus {Heer), Ghur (Ca/7.] und St. Gallen 
{Tä.}, als vom Jura und aus den Alpen (in diesen gemein). Aargauer Jura 
{Wu.}; Sorvilier {Hug.); St. Blaise-Neuveville {CouL); Tramelan {Ge.) und 
Bechburg [R.-S.]. Wohl im ganzen Hochgebirge, von Wallis bis Graubünden 
verbreitet. Wie weit die (violett- graue , dunkler Bestäubung entbehrende 
Var. Falconaria verbreitet ist, vermag ich nicht zu sagen. Lah. erwähnt 
Pully in der Nähe Lausannes und Neuveville, und Rä, Gadmen. Var. Supi- 
naria (der vorigen sehr nahe und kaum haltbar) trafen Z. bei Bergün und Rä. 
im Gadmenthal. Die dunkle kleinere Abweichung Plumbearia Stgr.. wie sie 
im Rheingau vorkommt, sah ich niemals aus unserem Faunengebiet. 

Die Elevation ist eine bedeutende, am Stelvio 8000' überschreitende. 

G. Mucidaria Hb. {Hb. 148. H.-S. 266—268) und Var. Griseata (Varie- 
gata Dup., Mucidaria H.-S.) [H.-S. 502) 

Diese südliche Art mit ihrer (vorwiegend grau gefärbten) Var. Griseata 
erreicht noch das Tessin [Zell.-Dold.], so Locarno Hiicj.) und den Monte 

Bre [Ja.]. 



^] Stgr. hat sich mit Kecht, meiner Ansiclil nach, für die Identität der .Meyeraria mit 
Ambiguata ausgesprochen. Anderer Ansicht sind Z. (Faun. Berg.) und Rä. 

2) Rä. denkt für die vorhergehende Meyeraria an eine hellere Form der Pullata. 



i 



V. Geometriden. 213 

G. Variegata Dup. [H.-S. 503. 504). 

R. an Aspleniuin riila muriiria. 

F. (durch die nicht gekämmten männlichen Fühler von der vorigen Art 
y.ii unterscheiden) von der Bechburg {R.-S.), Lenzburg, sowie den Festungs- 
werken von Aarl)urg, aber seltener [Wu.';. 

G. Serotinaria S. V. (Hb. U7. H.-S. 328). 

Ein Gebirgsfalter, im Juni und Juli an Felsen vorkommend, doch, wie es 
scheint, schon mit geringer Elevation beginnend. Umgebungen von Langnau 
und am Fusse des Berner Jura [Rthb.j; St. Blaise-Neuveville [CouL); Rosen- 
laui und Breitbodenalp, ebenso Meiringen [Lah., M.-D.); aus dem Gadmen- 
thale [Rä.]; vom Simplen [Rü., Jü.]; von Zermatt [Frey]] Berge um Chur 
[Cafl.)- Bergün (Z. ; oberes Engadin [Mgh.)\ Tarasp [Kill.)\ Bergell [Baz.)\ 
auch im Tessin bei Faido [Lah.]. 

Elevation bis gegen 5000'. 

G. Sordaria Thunb. und Var. Mendicaria H.-S. [H.-S. 491. 493 . 

F. im Juni und Juli im Alpengebiete als Stammform und Yar. Mendi- 
caria (dunkler und deutlicher schwärzlich gestreift). Breitbodenalp, Rosen- 
laui M.-D.) und Gadmenthal [Rä.], hier häufig ; Appenzeller Berge , Eben- 
alp und am Fählensee (Tö., Müller); oberes Engadin [Mgb.]; vom Chas- 
seral [Rä.]. 

Var. Mendicaria traf Rä. in 5000 — 7000' Höhe am Sustenpass. Dann 
von Tarasp (Ä7//. und von Trafoi [Wo.]. 

G. Dilucidaria S. V. [Hb. 143 . 

F. im Juli, am Fusse der Alpen bis zur Baumgrenze, häufig an Felsen: 
auch am Jura, so von der Bechburg (R.-S.) und von Tramelan [Ge... Im 
Alpenlande wohl überall , mitunter wie im Gadmenthale von 4200 — 5000' 
häufig [Rä.]. Hier eine trübere, verdunkelte, schöne Form, stärker braun, 
auch über die Hinterflügel gezeichnet. 

G. Obfuscaria Hb. Hb. 142 und Var. Canaria Hb. (Limosaria Lah.) 
[Hb. 344 . 
R. wohl an niederen Pflanzen; so an Vielen und Genisten ('?) . 
F. im Juli mit der Var. Canaria dunkler, bräunlich-grau) durch das 
Alpengebiet, von Wallis bis Graubündeu in grösster Verbreitung. 

G. Zelleraria Frr. [H.-S. 57. 58). 

R. an niederen Pflanzen, unter Steinen. 

F. im Juli und August aus den Graubündner Alpen. Von Ponte in 5202' 
Höhe bis zu 7500' auf dem Albula [Frey,] St. Moritz [Zell. - Bold. :, Weissen- 
stein. hinter der Albulnquelle' Z.i . Hoch auf dem Stelvio über 8000' [Frey^ . 



214 V. Geometriden. 

G. Andereggiaria Lah. [Lah. 3. 4). 

Meiner Ansicht nach eigene Art und nicht Var. der vorhergehenden. 
Aus den Waliiser Bergen [Ander egg] . An der Südseite des Simplon an der 
Postslrasse von etwa 4800' an {JiL, Rä.]. 

G. Caelibaria H.-S. (Spurearia Lah. Sealettaria Mill.) [HS. 507). 
R. unter Steinen, niedere alpine Pflanzen verzehrend. 
F. hochalpin. Bei Zermatt auf dem Riffelberg, häufig [Frey]; von der Pass- 
höhe des Simplon (6218') (Rä.); vom Hochthürligrat am Oeschiner Gletscher 
[Derselbe); aus Graubünden von Sils-Maria [Hug.]; Albula-Hospiz, seltener 
[Zell.-Dold.^ Z., Freji^; Scaletta (8062') Zell.-Dold.); Stelvio [Wo.]. Das 
halbgeflügelte Weib fast nur durch Erziehung zu erhalten. Eine schöne 
graue Var. vom Sentis (durch Tu. erbeutet) in meiner Sammlung. 

G. Operaria Hb. [Hb. 359; . 

F. abermals hochalpin im Juli und August. Berge um Meiringen [Rthb.]; 
Engelberger Alpen [C. Zeller); oberes Engadin [Mgb.]; über St. Gervais im 
Savoy'schen Faucigny noch bei 7000' [Lah.). — Ob von St. Blaise-Neuveville 
[Coul.) ? 

Dasydia (xn. 

D. Tenebraria Esp., Var. Torvaria Hb. [Hb. 366—369) und Var. 
Wockearia Stgr. 

R. des hochalpinen Thieres an niederen Pflanzen, unter Steinen. 

F. im Juli und August von den letzten Grenzgebieten des Insektenlebens. 
Vom Gornergrat bis gegen tue Spitze [Fallou, Frey u. A.); Berner Hochalpen 
und Gotthard [M.-D.]; Hochalpen des Gadmenthales [Rä.]; Engstier Alpen 
[Ja.]; hoch am Titlis (Wendenalp) [Rä.); vom Davos [R.-S.]; Piz Languard 
(10053') bei Pontresina; einige hundert Fuss östlich von der Passhöhe des 
Albula [Frey]; Hochalpen bei Flims [Cafl.]. Als Stammform betrachtet Stgr. 
die Espefsche TeneJ)raria (oberwärts gleichmässig schwarz). Sie mit Tor- 
varia (Oberseite gebändert) kommt bei uns verbreitet vor. Die interessante 
Var. Wockearia (die Unterseite beider Flügel sehr deutlich gelb gebändert 
und an den Vorderflügeln noch ein gelblicher Spitzenfleck, sowie gelblicher 
Kopfj von den Hochalpen des Stelvio traf ich einstens in geringer Entfernung 
von der Cantoniera quarta beim Eingang in das Val Muranza , schon im 
schweizer'schen Gebiete. 

Höhengrenze 9000- über 10 000'. 

Psodos Tr. ') 
P. Alticolaria Mann. [H.-S. N. Schm. 6'( — 67). 

Abermals ein Thier der höchslen Al]ien von Piemont . der Schweiz und 



I) Das ganze Goiius f'elill den Spilzen des Jura. 



V. Geoinetriden. 215 

von Tirol. Das schöne interessante Insekt traf Ott auf den Alpen bei Mei- 
ringen. Am Piz Umbrail und dem Signalkopf des Stelvio Zell.-Dold , Wo.). 
Auf Schutthalden und schwer zu erhaschen. 
Höhengrenze beträchtlich über 9000'. 

P. Coraeina Esp. (Chaonaria Frr.). 

F. im Juli und August, gemein auf allen höheren Alpen vom Wallis bis 
zum Stelvio. Nordische Exemplare den unsrigen gleich. 7500' im Faunen- 
gebiete erreichend. 

P. Trepidaria Hb. [Hb. 343). 

F. seltener und etwas später auf den Hochalpen von Wallis, Bern. 
Appenzell und Graul)ünden. Variirt kaum. Höhengrenze wie bei der vori- 
gen Art. 

P. Horridaria S. V. (Alpinata Seop.) 7/6. 590. 591:. 

F. im Juli und August, auf allen Hochalpen häufig. Hochnordische 
Exemplare vielleicht etwas deutlicher gezeichnet. Höhengrenze wie bei den 
vorigen. 

P. Alpinata S. V. (Equestraria Bsd., Quadrifaria Sulzer) [Hb. 197). 
R. sicherlich an Alpenkräutern. 

F. vom Juni bis August im ganzen Alpengebiete verbreitet von 4500 bis 
weit über 7000', stellenweise selten, andernorts sehr gemein. 

Pygmaeaua Bsd. (Colutogyna Led.). 

P. Fusca Thunb. (Venetaria Hb.) {Hb. 329). 

F. gleichzeitig mit den vorigen, abermals in grösster Verbreitung durch 
das Alpengebiet, von Zermatt (hier in etwa 8000' bis zur Graubündner 
Grenze. Das Weib seltener, während das Männchen zuweilen in ganzen 
Schw^ärmen getrotlen wird. Die Tiefenverbreitung ist wie bei den vorigen 
Arten unbekannt. 

Fidonia Tr. 

P. Picearia Hb. (Carbonaria Cl.) [Hb. 552 — 555). 

F. im Juni beginnend. Aus den Walliser Alpen Anderegg); Bündner 
Oberland [Kill.), sowie aus dem Ober-Engadin. Hier vei-breitet [Mgb.), so 
von Sils-Maria [Frey) und dem Bernina Ja.). Auch vom Weissenstein (Z.); 
aus dem Bergeil [Baz.). Norwegische Stücke sind etwas heller. 

Höhenerenze ül)er 6000' M. 



I) F. Concordari a Hls., noch im Rlieingau vorkommend, scheint unserem Faunen- 
gebiete zu fehlen. 



216 V- Geometnden. 

P. Conspicuata S. V. (Limbaria Fab.) Hb. 117. 118 . 
R. an Genisien und Spai'tiuui scopariiim . 

F. im Juli. Vom Randen l)ei Schafthausen [Seiler'; '?aus den Thal- 
sürapfen bei Aigle iLah.)^). 

Eurranthis Hb. 

E. Plumistraria Vill. L. [Hb. 127. 416—420 . 
R. an Dorycnium. 
Der südliche F. en-eicht eben noch das Wallis Anderegg . 

Ematurga Led. 

E. Atomaria L. [Hb. 13ti. 526. 527 und Var. Unicoloraria Stgr, 

R. polyphag, an niederen Pflanzen, wie Ononis, Calluna. Spartium etc. 
F. in zwei Generationen; bekanntlich sehr wechselnd, ül)erall gemein, 
so im Tiefiande. am Jura und in den Alpen. In den Walliser und Grau- 
bündner Alpen bis 6000' und mehr, mit Neigung zur Verdunklung, wie auch 
im Norden. 

Var. Unicoloraria (mit gleichmässig verdunkelten Flügeln) traf Rä. in 
einem Stücke bei Rern; dann von den Flimser Waldhäusern [Cufl.]. 

Bupalus Leach. 

B. Piniarius L. [Hb. 119. 120. 469. 470 . 

R. an Pinus sylvestris. 

F. im April und Mai, sehr verbreitet, doch Inder südlichen Schweiz 
seltener, als in der nördlichen. Erhebt sich nicht mehr bis Bergün Z), wäh- 
rend ihn Rä. noch vom Simplon erwähnt (aber wo?! . Tiefer von Vulpera (AV//., . 

Selidoseiiia Hl). 

S. Plumaria S. V. (Brunnearia Vill., Erioetaria Vill.) \Hb. 124 . 

R. an niederen Pflanzen, z. B. Lotus, Vicia. 

F. im Juli und August an trocknen, heissen Stellen. Bechburg [R.-S.]:' 
Biel und Chasseral Rthb.]] St. Blaise-Neuve^ille {Coul./. Lausanne [PaDchaiid 
de Bottens/., Sion [Lah.]] im Bergeil bei Coltura [Baz.]. 

Halia Dup. 

H. Wawaria L. [Hb. 55). 
R. an StachelJjoeren. 

F. im Juli und September , mitunter häutig, an den meisten anderen 
Orten seltener. Im Aargau verbreitet [Wit.]; Bechburg [R.-S.)\ Sorvilier 

^) F. Roraria Fab. ;S pa r t i a ri a T i'.; Hb. 116) soll in Seen von 7{o)Y/or/ einstens 
gefunden sein nach Bremi's i;anz unzuverlässiger Angabe. 



V. Geometriden. 217 

Hug. : St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Tramelan (Ge.); Bern [Rthb.]; Siselen 
ßä.); Burgdorf 3/.-/>/: Gadmen [Rä.); Lausanne {Rthh.); Zürich [Bretni); 

Schaffhausen [Trapp]; St. Gallen [Tä.) und Waldkirch [Studer); Bergün (Z.); 

Samaden [von Schenk): Bergeil (5a2.). Nordische Exemplare (Christiania) 

reiner grau als die unserigen. 

H. Brunneata Thunb. (Pinetaria Hb.) (Hb. 130. 516. 517). 

R. an Vacciniuin myrtillus. 

F. im Juni und Juli. Bechburg [R.-S.]; Tramelan [Ge.]; Burgdorf 
{3I.-D.); Langnau und Berner Alpen [Rthb.): bei Guttannen [M.-D.]\ Brem- 
garten im Torfmoore [Boll, Frey); Alpen von Zermatt [Frey); oJjeres Engadin 
(Derselbe); Tarasp (Ä7//.I; Bergeil [Baz-.]: Stelvio [Wo.). 

Elevation etwa 5500'. 

Diastictis Hb. 
D. Artesiaria S. V. hb. 15). 
R. an Salix. 

F. im Juli. Lausanne [Leresche; Wallis [Anderegg; Bechburg [R.-S.); 
ein Exemplar von Bern [Rä.]. 

Phasiane Dup. 

P. Petraria Hb. [Hb. 113). 
R. an Pteris aquilina. 

F. auf nassen sumpfigen Wiesen im Juni, meistens selten. Zürich, am 
Ütliberg [Freyi und Katzeusee [Hug.]; Burgdorf M.-D. ; Langnau und Schu- 
pfen [Rthb.]; Siselen [Rä.] ; Lausanne (Sauvabelin) [Lah.]: Aargauer Jura 
(ir;/. ; St. Gallen [Tä. und Degersheim [Müller]. 

P. Glarearia S. V. [Hb. 131). 
R. an Lathyrus pratensis. 

F. lokal, vom Mai bis August, also wohl in doppelter Generation. Basel 
{Imhof, Knecht); Aargauer Jura, öfter [Wu.\; Schtipfen iRthb.); SchafFhausen 
Trapp]; St. Galleu [Tä.]; Graubünden [Amstein]. 

P. Clathrata L. Hb. 132). 
R. an Kleearlen. 

F. im Frühling, dann im Juli und August. Ueberall gemein in den 
Alpen bis 5000'. Bergün [Z.]; Simplon [Ja.]: Zermatt [Frey). 

Cleogene Bsd. 

C. Tinetaria Hb. (Lutearia Fab.) Hb. 121. H.-S. 361 . 

F. von Ende Mai bis Ausgang Juli. Er geht nicht unter 2000', erhebt sich 



218 V. Geometriden. 

bis gegen 6000'. Gemein im Wallis [Lah.]; so Zermalt; Bagnethal 'ßü.); 
Simplon; von der Furka [R.-S.]; von Lenk und dem Berner Oberland [Ja.); 
zwischen Bergün bei Preda nach dem Weissenstein beginnend. In grösster 
Menge im Ober-Engadin ; Flimser Stein [Cafl.] . Die Baumgrenze kaum 
überschreitend. 

Elevation etwa 6000'. 

C. (?)Illybaria Hb. (Niveata Scop.) [Hb. 207). 

Soll einmal an der Südseite des Gotthard oberhalb Airolo gefangen sein 
[Bremi] . 

Scoria Steph. 
S. Dealbata L. (Lineata Scop.) [Hh. 528—631). 

R. an niederen Wiesenpflanzen, Lotus, Plantago, Scabiosa u. s. w. 
F. von Ende Mai im Juni, verbreitet und häufiger; am Jura kleiner [Lah.] ; 
bei Bergün (Z.) und im Simplonthal [Jä.)\ Bagne- und Leukerthal [Rä.]. 

Aspilates Tr. 

A. Gilvaria S. V. [Hh. 201. 534. 535. H.-S. 487). 

R. an Hypericum, indessen polyphag. 

F. im Juli, August bis September an heissen, trocknen Stellen. 

Basel [Knecht); Bechburg [R.-S.]; Biel [Rthb.]; Sorvilier und Renan 
[Hug.); St. Blaise-Neuveville, häufig [Coul.]; Tramelan [Ge.]; Meiringen und 
Oberstein (i/.-Z).); von Belmont bei Lausanne [Lah.]; vom Aargauer Jura 
IWu.) und Lägernberg [Hug.); Mandach (1864') [Bosshard); St. Gallen (Tä.K 

A. Strigillaria Hb. {Hb. 125). 

R. polyphag, so an Erica, Genista, Senecio u. s. w. 

F., wie es scheint, fast nur aus dem Wallis. Im Juni vom Chasseral 
[Coul.) und in der Nähe Aigles an den Bergen von Ollon (1893') [Lah.]; von 
Viege (i/.-D.); Umgebungen Oltens {Wu.). Bei Zürich niemals gefunden. 

Aplasta Hb. 

A. Ononaria Fuessly [Hb. 93). 

R. an Ononis. 

F. im Juli und August, an warmen trocknen Stellen des westlichen 
Faunengebieles, doch wohl überall seltener. Aargauer Jura [Wu.); Lau- 
sanne [Lah.). Die Angaben BremTs: »Wangen und Baden« werthlos. 

Lythria Hb. 

L. Plumularia Frr. (Rhaeticaria Lah.) [H.-S. 475 — 477). 

R. an Rumex. 

F. meistens alj)in, vom Ende des Mai in den Juni , also frühzeitig er- 



V. Geometriden. 219 

scheinend. Wallis [Anderegg]; Riffel [Ja.]] bei Bergün und höher an der 
Albiilastrasse, so bei Palpuogna und dem Weissenstein 'Z.). Verbreitet im 
o])eren Engadin [Mgb., Hnateck u. A.); auch aus dem Daves [R.-S.]. 
Hühengrenze etwa 6000'. 

L. Purpuraria L. [Hb. 198). 

R. an Pülygonum, Rumex, Thymus. 

F. im Juli und August, sonderbar selten im Faunengebiete. Basel 
[Knecht); Zürich nach Brenü (gewiss falsch); von Tramelan (Ge.); im Wallis 
an trocknen Hügeln [Lah.), so von Yiege und Naters, öfter [Ja.); bei St. 
Gallen, einmal [Tel.] . 

Ortholitha Hb. 

O. (?) Coarctata Fab. [Hb. 219. H.-S. 288). 
Nach Tel. bei St. Gallen als Seltenheit. 

O. Palumbaria S. V. itlb. 221). 

R. an Genisten, Spartium, Cytisus und Heidekraut. 

F! in zwei Generationen , im Mai und dem Juni und dann wieder im 
Juli und August. Wie es scheint, weit verbreitet. Von Basel und Lausanne 
[Lah.)^ von Nyon [Rä.) und vom Berner Jura bis in das Bergell [Baz.]; natür- 
lich auch den nördlichen Cantonen zukommend. 

O. Cervinata S. V. [Hb. 318). 
R. an Malven. 
F. nach Tu. bei St. Gallen, im Sommer seltener. 

O. Mensuraria S. V. (Limitata Scop.) [Hb. 193). 

R. an Gräsern, wie Aira. 

F. im Hochsommer verbreitet und stellenweise häutig, auch noch vom 
Chasseral [Coul.) und im Alpengebiete der westlichen und östlichen Schweiz 
bis etwa 5000'. 

O. Moeniata Seop. [Hb. 298) . 

R. an Genista, Spartium und (?) Erica. 

F. vom Juni bis August. Basel [Knecht); Biel [Rthb.]; vom Berner Jura 
[Bent.]; Lausanne [Lah.); von St. Gallen [Tä.]; Bergell [Baz-.]. Kaum von 
Zürich [Brenii] . 

O. Vicinaria Dup. (Zumsteinaria Lah.) [H.-S. 384). 

Die südfranzösische Spezies ist in das Wallis eindringend. Dort fing sie 
M.-D. in einem Nadelholzwalde-über Viege Ende Mai und im Juni^l. 



1 Wie Lah. eine so leichl zu erkennende Art (icii sah seine Originalexemplare) nicht 
zu bestimmen vermochte, ist mir geradezu unbegreiflich. 



220 V. Geometriden. 

O. Bipunctaria S. V. {Hb. 276) und Var. Gachtaria Prr. 
R. polypluig, an niederen Pflanzen. 

F. im Juli und August, sehr verbreitet, jawohl überall, mitunter häufig. 
Von Basel und dem Jura bis zu den Alpen. Hier bis 6000 und 2000' [Wo.]. 
Die verdunkelte Form Gachtaria bei Trafoi bis zu 7000' Höhe. 

Minoa Bsd. 

M. Euphorbiata S. V. (Murinata Scop.) (Hb. 78), Var. Cinerearia Bsd., 
Cyparissiaria Mann und Monochroaria H.-S. {H.-S. 391), 

R. an F^uphorbien. 

F. im April und Mai, dann wieder im Juli und August. Ueberall ge- 
mein, vom Jura durch das Tiefland bis in die Alpen verbreitet und etwa ])is 
5000' hier aufsteigend. 

Annäherungen an die weisslich graue Var. Cinerea und an die schwärz- 
lich graue Cyparissiaria kommen bei uns vor. Erstere von Gadmen (ßä. , 
letztere Formen von dort und Trafoi [Frey] . 

Die ausgebildete Var. Cinerearia von Bellinzona [Lah.) und Bergün [Z. . 
Var. Monochroaria (gelb) aus dem Wallis [Hug.]. 

Otlezia Bsd. 

O. Chaerophyllata L. (Atrata L.) [Hb. 196). 

R. an Chaerophyllum, Anthriscus. 

F. im Juni und Juli überall, vom Jura durch das Tiefland bis etwa 6- 
und 7000' in den Alpen verbreitet, stellenweise gemein. Nordische Exem- 
plare den unserigen gleich. 

O. TibialataHb. [Hb. 210. 2111. 

Eine Seltenheit, im Juli fliegend. Ormond-dessus [Loh.) und am Pilatus 
[Paul), in je einem Exemplare. 

Anaitis Dup. 

A. Praeformata Hb. (Cassiata Tr.) [Hb. 532. 533). 

R. an Hyjiericum . 

F. im Juli und August. Bechburg (fi.-S.); seltener von Bern und Lenk 
[Ja.); von Burgdorf [M.-D.)\ vom Chasseral und Neuveville [CouL] ; von 
Tramelan [Ge.]: Lausanne [Lah.); Ormondthäler [Derselbe^, Obei-hasli, Grin- 
delwald, Gadmenthal (hier bis 5500') [licL): im Wallis verbreitet [Anden'gy); 
so von der Beialp [Ja.]; St. Gallen [Tä.); Zürich (Hug.): Weissbad [P.-I.); 
Chur, seltener, und Flims in 3800 — 4000' [Caß.); Bergün [Z.j. 

A. Plagiata L. [Hb. 220). 
R. an Hy])ericum. 



y. Geomelridcn. 221 

F. im Mai und Juui, dann Ende Juli und im August häufiger, überall im 
tieferen Faunengebiete. Noch im Davos Spengler). Eine kleinere Ijlassere 
Form an) Jorat [Loh.). 

L. Paludata Thunb. H.-S. [Hb. 355. H.-S. N. Schm. 53 , Var. Imbutata 
Hb. (Sororiata Tr.) [Hb. 403. H.-S. N. Schm. 52). 
Die lebhafter gefärbte Var. Imbutata vom Chasseral [CouL] und dann 
aus dem Wallis {Anderegg) ; Daves [Hug. und R.-S.) ; Sils-Maria [Frey); 
Maloja [Baz-.). 

Elevation über 5500'. 

Chesias Tr. 

Ch. Spartiata Fuessly [Hb. 187). 

R. an Spartium, vermuthlich auch an Genisten. 

F. selten und ganz lokal. Tr. erwähnt die Ostschweiz. Langnau [Rthb.); 
Wallis iHug.]. 

Ch. Obliquaria S. V. (Rufaria Fab.) [Hb. 225). 
R. an Genisten. 

F. in doppelter Generation. »Mehr in der Ostschweiz, tiem Rhein ent- 
lang« Lah.]. 

Lobophora Curt. 

L. Polyeommata S. V. [Hb. 190). 

R. an Llgustram vulgare und ;'?) Lonicera. 

F. im Mai und Juni, seltener. Lenzburg und Oftringen [Wu.); Zürich 
[Hug.]; St. Gallen Tä.); Chur [Cafh). 

L. Sabinata Hb. [Hb. 550. 551). 
R. an Juniperus sabina. 

F. im Juii und August. Wallis [Anderegg); Zermatt [Jü., Frey); ?aus 
Graubünden [Tr.], hinterher von Niemand dort wieder gefunden. 

L. Sertata Hb. (Appendieularia Esd.) {Hb. 368. 369). 

F. im Mai, selten. Bechburg [R.-S.); Umgebungen Zürichs [Bremi, Frey); 
Bern [Rthb.); Gadmen bis 4000' [Rä.); Chasseral ^CouL). 

L. Lobulata Hb. (Carpinata Bkh.) [Hb. 362). 

R. an Pappeln. 

F. im April, mitunter einmal häufiger. Lenzburg und Eglisvvyl [Wu.); 
Burgdorf [M.-D.); Schupfen, selten Rthb.); noch im Gadmenthal [Rä.); 
Zürich, selten Hug., Frey); Lausanne, in Eichenwäldern [Lah.); Chur, sel- 
tener Cafl.); Tarasp [Kill.). 



222 V. Geometriden. 

L. Hexapterata S. V. (Halterata Hufn.) [Hb. 232) . 

R. nn Populus-Arlen. 

F. im April und Mcii, dann im Juli. Basel {Knecht); Bechburg [R.-S.]; 
Lenzburg [Wu.]; vom Jura ; Bern und Schwarzenberg {Ja.); Schupfen {Rthb.) 
und Burgdorf {M.-D.)\ Gadmenthal (Rö.); Chasseral ICouI.]; Lausanne i'Sau- 
vabelin) [Lah.); Zürich {Frey); Schaffhausen {Trapp); St. Gallen {Tä.); Chur, 
nicht oft {Cafl.). 

L. Sexalata ViU. {Hb. 228). 

R. an Weiden-Arten. 

F. im Juni und Juli, seltener. Basel (Knecht); Burgdorf i3I.-D.): Schu- 
pfen {Rthb.]; Zürich {Hug.); am Ütliberg {Bremi); Schaff'hausen {Trapp); 
Degersheim {Müller); Berge um Aigle {Lah.). 

L. ViretataHb. {Hb. 230). 

R. an Liguster. 

F. vom Mai bis Juli, überall selten. Bechburg [R.-S.); Aargau {Wu.); 
Schupfen {Rthb.); Burgdorf {M.-D.); Siselen {Rä.); Chasseral {Coul.); Lau- 
sanne und Waadtländer Alpen {Lah.); Zürich {Bremi, Hug.); Seen {Rordoif) . 

Clieimatol)ia Steph. 

C. BrumataL. {Hb. 191. 405. 509. H.-S. 352). 

R. an Obst- und Laubholzbäumen und bekanntlich schädlich. 
F. im tiefsten Spätherbst, gemein. Eine von Birken noch bei Bergün 
gefundene R. gehört entweder hierher oder zur nachfolgenden Art (Z.). 

C. Boreata Hb. {Hb. 413. 414. H.-S. 352). 
R. an Birken und anderem Laubholz. 

F. gleich dem vorigen, seltener. Lausanne {Lah.); Bern {Ja.); Zürich 
{Hug.); St. Gallen {Tä.). 

Triphosa Steph. 

T. Sabaudiata Dup. [Hb. 584). 

R. an alpinem Rhamnus. 

F. im Juli und August. Gewöhnlich aus dem Jura und den Alpen. Doch 
schon auf Anhöhen um Basel {Knecht) . Im Alpenland etwa bis zu 6000' 
Elevation (vom Wallis bis zur Graubündner Grenze) . 

T. Dubitata L. {Hb. 265) und Var. Cinereata Steph. 

R. an Rhamnus catharcticus. 

F. wohl in doppelter Generation (April und Mai, dann Juli und August , 
verbreitet und häufiger. Basel (/{.-S.> im vVarüau vorbreilel ]^(^]; Bech- 
bürg [R.-S.); Zürich {Frey); SchafThausen {Trapp); Bern {Ja.); Schupfen m 
{Rthb.); selten im Gadmenthal [Rä.); Ti-amelan {(ie.); Lausanne {Lah.): Grau- 



V. Geometriden. 223 

bünden , so Chur [Cufl.] und Tarasp [Kill.]; am Stelvio bis zur Franzens- 
höhe [Wo.]. 

Yar. Cinereata (kleiner, grauer, ohne den röthlichen Anflug des vorderen 
Flügelpaares) von der Bechburg [R.-S.) und annähernd von Basel {Knecht). 

Elevation gegen 7000'. 

Eucosinia Stepli. 

E. Certata Hb. (Cervinata Hb.) [Hb. 266. 573;. 

R. an Berberis. 

F. im Mai und Juli, ziemlich verbreitet. Basel [Knecht); Aargau [Wu.); 
Bechburg [R.-S.]; Zürich [Bremi , Hug.); Schaffhausen [Trapp); Langnau 
[Rthb.) und Burgdorf [M.-D.); Bödeli [Ja,]; Tramelan [Ge.]; noch im Gadmen- 
thal [Rä.]; Lausanne und Chexbres [Lah.]; Viege [Ja.]; Chur [Cafl.]; Tarasp 
[Kill.) undBergün [Z.]. 

Elevation über 4000'. 

E. Montivagata Dup. [H.-S. 203. 204;. 

F. im Juli, als ein Geschöpf des Südens noch das Wallis erreichend. So 
von Evolena [R.-S.]; zwischen Zermatt und Zmutl [Lah.]; im Laquinthale am 
Simplon und im Viescher Wald (fiä., Ja.]. 

Höhengrenze gegen 5000'. 

E. Undulata L. [Rh. 262. 436). 

R. an Sahlweiden. 

F. im Juni und Juli, verbreitet, aber seltener. Von Basel [R.-S.]; im 
Aargau von Oftringen, Aarburg und Lenzburg [Wu.]; Bechburg [R.-S.]; 
Zürich [Frey); Schupfen [Rthb.]; Burgdorf [M.-D.]; Bern [Bent.]; Rosenlaui, 
Gurnigel [M.-D.]; Siselen und Gadmen [Rä.]; Tramelan [Ge.]; Berge von 
Aigle [Lah.]; Schaffhausen [Trapp]; St. Gallen [Tä.]; Chur [Cafl.]; Bergeil 
[Baz.]. 

Höhengrenze über 4000'. 

Scotosia Steph. 

S. Vetulata S. V. [Hb. 263). 

R. an Rhamnus catharcticus und (?) frangula. 

F. vom Mai bis in den Juli, im Tieflande wohl überall. Noch bis in das 
untere Gadmenthal vordringend [Rä.]. 

S. Rhamnata S. V. (Transversata Hufn.) [Hb. 271. 400). 
R. an Rhamnus. 

F. im Frühsommer, wohl weit verbreitet, aber seltener. Vom Jura und 
vom Canton Waadt [Lah.] bis Tarasp [Kill.]. 

S. Badiata S. V. Hb. 291). 
R. an Rosen. 



224 ^- Geomelriden. 

F. im Frühling, bei uns seltener und lokal. Basel {Knecht); Lausanne 
{Lah.]; Schupfen (R^A6.); Bern [Renk]; Siselen m); Zürk-h [Hucj.]; St. Gallen 
[Tä.]; Graubünden [Mengold]. 

Lygris Hb. 

L. Reticulata S. V. [Hb. 308). 

R. an Impatiens. 

F. im Juli, lokal und selten. Meiringen [M.-D.]; Schupfen [Rthb.); Bern 
(Rü., Jä.j] vom Solothurner Weissenstein [M.-D.]] ^von Zürich [Bremi). 

L. Prunata L. (Ribesiaria Bsd.) [Hb. 304). 

R. an Ribes-Arten, doch auch an anderen Pflanzen. 

F. im Juli und August, verbreitet. Aarburg und Lenzburg [W'U.]\ Basel 
[Knecht]'^ Bechburg {R.-S.); Bern, Lenk, Lauenen , Gurnigel [Ja.); Burgdorf 
(M.-D.); Schupfen (Rthb.); Gadmen IM.); St. Gallen [Tä.]; Gais [P.-I.]; 
Chur, häufig [Cafl.]. Grosse, hellere Exemplare von Sils-Maria [Frey]. 

Elevation über 5500'. 

L. Testata L. (Achatinata Hb.) [Hb. 30 Ij. 

R. an Salix. 

F. im Juli und August, lokal. Lauterbach im Aargau [Wu.]] Tour de 
Gourze und Jorat [Lah.]; Schupfen [Rthb.]; Lachauxdefond (SOTT) [R.-S. ■, 
Zürich [Hug.]. 

L. Populata L. [Hb. 300). 

R. an Vaccinium myrtillus und am Simplon auf Trollius europaeus. 

F. von Ende Juni bis in den September, wohl überall und in den Alpen 
mitunter häufiger ; auch vom Ghasseral iCoul.]; Tramelan [Ge.). 
Elevation bis 6000'. 

L. Marmorata Hb. (Associata Bkh.) [Hb. 279). 
R. an Stachelbeeren. 
F. im Juni und Juli. Von Oftringen [Wu.) und Meiringen [Ja.). 

Cidaria Tr. 

C. Dotata L. (Pyraliata S. V.) [Hb. 302). 

R. an Galium und Primula. 

F. im Juli und August. Lauterbach im Aargau [Wii.]; Bechburg [R.-S.]; 
Burgdorf [M.-D.]; Biel [Rthb.]; Sorvilier [Hug.]; Ghasseral [Coul.]; Tramelan 
[Ge.\; Lausanne und Leuk [Lah.]; Simplon und Thal von Leuk [Rä.]; Evolena 
[R.-S.]; Zürich [Hug.]; Seen [Rordorj,; St. Gallen (Tä.^ Ghur, im Plessur- 
thale ^Caß.]; Bergeil [Baz.]. 



V. Geometriden. 225 

C. Fulvata Hb. [Hb. 297) . 
R. an Rosen. 

F. im Juni und Juli, überall, bis in das obere Engadin aufsteigend 
{Pfaffen zeller, Frey). 

Nordische Stücke dieser und der vorigen Art ohne Difl'erenz. 

C. Ocellata L. [Hb. 252). 

R. an Galium. 

F. in zwei Generationen (Mai und Juni, dann Juli und August;, stellen- 
weise häufiger. Basel {Leonhart); Bechburg [R.-S.); Aarburg und Lenzburg 
[Wu.); Schupfen {Rthb.); Burgdorf (i[/.-Z>.); Bern und Siselen [Rthb.); Berner 
Oberland und Bieler Insel {Ja.): Neuveville {Coul.)\ Tramelan (Ge.); Lau- 
sanne, öfter {Lall.); Zürich {Frey); St. Gallen {Tä.); Waldkirch {Studer); 
Chur, häufiger {Ca.fl.); Bergün ;Z.); Tarasp {Kill.); Bergell [Baz.). 

Elevation etwas über 4000'. 

C. Rubiginata S. V. (Bicolorata ILnfn.){Hb. 250). 

R. an Erlen, Schlehen und Obstbäumen. 

F. im Juli, meistens spärlicher. Basel und Bechburg {R.-S.); im Wigger- 
und Aarthal, wo Erlen {Wu.); Aarberg und Schupfen {Rthb.); Burgdorf 
{M.-D.]; Siselen und Gadmen \Rä.); Lenk, Scheidegg (^ä.); St. Blaise-Neuve- 
ville [CouL); Lausanne, am Jorat {Lah.); Zürich [Hug., Frey); St. Gallen {Tä.]; 
Weissbad, in Mehrzahl [P.-L); Tarasp (Ä7//.); Trafoi {Wo.). 

Elevation über 5000'. 

C. Variata S. V. [Hb. 293), Var. Obeliscata Hb. {Hb. 296) und Var. 
Stragulata Hb. {Hb. 337). 

R. an Pinus. 

F. vom Mai bis in den Juli, wohl überall, stellenweise häufiger, ander- 
wärts seltener. Auch am Jura und im niederen Alpenlande. Var. Obeli- 
scata (die bald heller, bald dunkler braune Form) ist ebenfalls ziemlich ver- 
breitet; so von der Bechburg [R.-S.); Schupfen [Rthb.); Zürich {Frey]; 
Schaffhausen {Trapp); Chur {Caft.). Var. Stragulata (hellgrünlich oder fast 
weisslich mit schwärzlichen Vorderflügelflecken) von Basel {Knecht); vom 
Aargau {Wie); von der Bechburg {R.-S.); von Lausanne {Lah.). 

Höhengrenze bei Gadmen {Rä.) und Trafoi {Frey, Wo.), also gegen 5000'. 

C. Simulata Hb. (Guenearia H.-S.) {Hb. 345. //.-S. 396). 

F. im Juli und xiugust, im Gebirge. Am Jura, so von der Bechburg 
[R.-S.]; Zermatt, öfter (Frey); von der Steinalp am Susten (Rä.); von der 
Ebenalp in Appenzell [Tä.]; vom Stätzer Hörn bei Parpan [Hug.); vom o])eren 
Engadin {Pfaffenzeller); Bergell [Baz.]; Tarasp {Kill); Stelvio {Wo.). In 
der Regel eine seltenere Art. 

Elevation etwa 5000'. 

Frey, Lepidopteren. js 



226 V. Geometriden. 

C. Juniperata L. (Hb. 294). 

R. an Juniperus. 

F. vom August an in den Herbst. Bechburg [R.-S.]; Oftringen (TVw.); 
Jolimont [CouL); Siselen (fiä.); Meiringen {Ott); Lenk, Gurnigel [Ja.); Tra- 
melan [Ge.); Waadtländer Berge {Lah.)\ Lenk und Yieschwald [Ja.); Schu- 
pfen [Rthh.); Zürich [Frey); von Schaffhausen [Trapp): von Dusnang [Eugster]; 
St. Gallen, häufiger [Tä.); Chur, ebenso [CafJ.); Tarasp (Ä7//.) und bis zum 
Val Rosegg aufsteigend [M.-D.). 

Höhengrenze über 5500'. 

C. Cupressata Hb. Hb. 563). 
Von der Bechburg [R.-S.). 

C. Psittacata S. V. (Siterata Hufn.) [Hb. 227). 

R. an Eichen, Linden, Apfel- und Kirschbäumen. 

F. im April und Mai, nochmals im Spätsommer; wohl überall im Tief- 
lande, stellenweise aber, wie Zürich [Frey] und Chur [Cafl.)^ nicht oft; von 
Tarasp (Ä7//.) und dem Bergeil [Baz.]. 

C. Psittacata erreicht noch das Gadmenthal [Rä.). 

C. Miata L. (Coraoiata Hb.) (//6. 278). 

R. an niederen Pflanzen? an Eichen und Laubholz? 

F. im Juni und Juli, lokal und selten. Oftringen und Lenzburg [Wu.); 
Bechburg (R.-S.); Tramelan [Ge.); Gadmen [Rä.); Zürich [Hug.); St. Gallen 
[Tä.); Tarasp (Ä7//.) und Bergeil [Baz.]. 

C. Taeniata Steph. (Arctata Z.) [H.-S. 416). 

Diese nordische (doch auch in England und Schlesien vorkommende) 
Art selten und lokal, während des Juli in den Alpen. Alpen um Bex (»aux 
Plansa) [Lah.); Meiringen und Simmenthai [Ott und Heuser); Gadmen [Rä.); 
Simplen [Bent.); Zermatt [Jenner); Via mala [Rthb.). Wie es scheint, inner- 
halb der Nadelholzzone. Manche Angaben erscheinen verdächtig. 

C. Russata S. V. (Truneata Hufn.) [Hb. 305) und Var. Perfuseata Haw. 
[Hb. 445). 

R. polyphag , namentlich an niederen Pflanzen (Plantago , Fragaria. 
Yaccinium u. s. w.). 

F. im Mai und nochmals im August, verbreitet und kaum wohl einem 
tieferen Landestheil abgehend, freilich stellenweise seltener. Yar. Perfu- 
seata (mit fast ganz bräunlich übergossenen Vorderflügeln) von Tramelan [Ge.^ 
und vom Chasseral [Coul.); von Lausanne [Lah.); vom Gadmenthal und Um- 
gebung [Rä); Zürich [Brenii , C. Zeller). Wie weit Verwechslung mit der 
nachfolgenden Art vorkam, vermag ich nicht zu beurtheilen. 

C. Immanata Haw. (Perfuseata Lah.) Lah. 9). 
R. wohl ähnlich der vorlieriichemlon. 



V. Geometriden. 227 

F. im Hoch- und Spätsommer. Lenzburg [Wn.]: Tramelan [Ge.]: Lau- 
sanne [Lah.)\ Chur [Caß.); Davos [R.-S.); aus dem oberen Engadin , bei 
Sils-Maria , schlesischen Stücken gleich [Frey] . Gewiss noch manchfach 
verbreitet. 

C. Literata Donovan (Ruberata Frr.) [H.-S. 209. 210). 

Fast aus Graubünden , so dem oberen Engadin , im Juli und August. 
Sils-Maria [Frey): Umgebungen Samadens [Homeyer); dann aus den Um 
gebungen Bergüns (Val Tuors und Val Tisch an Lärchen und Weiden im 
Juni (Z.); ferner Meiringen [Ott); Gadmen [Rä.). 

Elevation 5500'. 

C. Firmata Hb. IHh. 515. H.-S. 237—239). 

Verbreitet. Aus den Cantonen Aargau, Bern, Waadt, Wallis, Graubün- 
den. So von Lenzburg {Wu.]-^ Bern und Burgdorf {Ja.); Schupfen [Rthb.]; 
St. Blaise-Neuveville {CouL); Aigle iLah.): Viege {3I.-D.); Chur [Mengold). 

C. Munitata Hb. [Hb. 346. H.-S. 53), 

F. (im Norden verbreitet) aus dem oberen Engadin, bis über 5500' auf- 
steigend. Sils-Maria [Frey); Pontresina (70. und Rosegg-GIetscher [Pfaffen- 
zeUer) . 

C. Aptata Hb. (Hb. 349). 

F. von Mitte Juni in den August. Selten in der Tiefe, so bei Schupfen 
{Rthb.j und Chur [Cafl.]. Sehr verbreitet in den Alpen vom Wallis bis Trafoi 
an Felsen; auch vom Jura, so von Tramelan [Ge.]. 

Höhengrenze (Graubündner Weissenstein [Z.]) etwa 6000'. 

C. Olivata S. V. [Hb. 307) . 

R. an Galiura. 

F. von Ende Juni bis in den August. Aarburg und Lenzburg (TU;/.); 
Bechburg [R.-S.); Biel [Hug.); Bern, Berner Oberland und Lenk [JiL); Schu- 
pfen [Rthb.); Burgdorf [M.-D.]; Siselen und Gadmen [Rä.); Tramelan [Ge.); 
vom Fusse des Chasseral [CouL); im Canton Waadt häufiger [Lah.); vom 
Simplon und Bagnethal; hiergegen 5000' erreichend [Rä.); I)usnaus,[Eugsterj; 
St. Gallen (Tä.); Chur (Ca/7.); Tarasp (Ä7//.). 

C. Miaria S. V. (Viridaria Fab., Pectinaria Knoeh) [Hb. 292). 

R. polyphag, an niederen Pflanzen. 

F. von Ende April bis zum Spätsommer (also wohl in zwei Generationen), 
verbreitet. Bechburg [R.-S.]; Bern [Ja.]; Siselen [Rä.); Schupfen [Rthb.); 
Oberhasli [M.-D.); Gadmen [Rä.]; Zürich, spärlich [Frey); Lugano [Ja.]. 

Elevation etwa 4200'. 

C. Turbata Hb. [Hb. 255 . 

F. von Ende Mai durch den Juni und Juli bis in den August, ein Be- 

15* 



228 V. Geometriden. 

wohner des Alpeiigebietes, scheu an Felsen , etwa 6000' erreichend. Vom 
Wallis bis Graubünden, mitunter häufiger; auch noch aus dem Bergel! [Baz.]; 
'/vom Berner Jura bei Tramelan [Ge.]. 

C. KoUariaria H.-S. [H.-S. 243. 244) und Var. Laetaria Lah. [Lah. 6. 
H.-S. 555). 
F. vom Juni bis August, aus den Alpen, seltener. Vom Jura und den 
Bergen bei Villeneuve [Lah.]; Berner und Waadtländer Alpen (/?ä., 3I.-D., 
Heuser, Lah.]; Bergün, Weissenstein [Z.] und oberes Engadin [Pfaffenzeller] . 
Var. Laetaria (heller grün mit dunklerer Mittelbinde) vom Jura und aus 
den westlichen Alpen; von Meiringen [Rthh.)\ Gadmen und Bagnethal [Rä.]. 
Das Bild von U.S. sehr gut, das von Lah., wie alle, schlecht. 
Höhengrenze etwa 6000' ') . 

C. Lotaria Bsd. (Aqueata Hb.) [Hb. 353. H.-S. 455). 

F. von Ende Juni dui'ch den Juli und August, im Gebirge an Felsen. 
Vom Jura wie den Alpen. Sorvilier [Hug.]; Chasseral [Rä.); Gadmenthal 

[Derselbe]; Engstlen [Jä.j; Evolena fi.-S.); Zermatt [Frey]] Simplen (Ja.). 
Verbreitet in Graubünden; so von Chur [Caß.]; Bergün [Z.], selbst im Post- 
hause und thalaufwärts bis an den Weissenstein und höher [Frey]; Davos 
[R.-S.]. 

Elevation über 6000' und nach Rä. an der Steinalp des Susten sogar 
7000'. 

C. Salicata Hb. [Hb. 273) (Abiutaria H.-S.) [H.-S. 382. 383), Var. Pode- 
vinariaH.-S. [H.-S. 250), Var. Ruficinctaria Gn. und (?) Var. Pro- 
baria Z. [H.-S. 529) . 

Ich ziehe alles zusammen. F. von Mitte Mai bis August. Schon bei Bern 
und Langnau [Rthb.]; dann vom Jura, dem Berner [Rthb.], so von Tramelan 
[Ge.)j Aargauer [Wu.], wie dem Sololhurner, d. h. auf der Bechburg [R.-S.]; 
dann sehr weit verbreitet in den Alpen, von Zei'matt bis Trafoi [Frey] . Auch 
vom Monte Salvadore bei Lugano [Ja.]. 

Var. Podevinaria (die gelbliche Bestäubung der grünlich-grauen Vorder- 
flügel fehlt entweder ganz oder ist nur sehr schwach vorhanden) mit der 
vorigen Art, namentlich aus den Alpen. Grössere, hellere, bald mehr bald 
weniger gelb bestäubte Exemplare sind dann Ruficinctaria Gn. Sie dürfte 
ebenfalls weit verbreitet sein ; Wallis, Aargau [Stgr.] . Var. Probaria iheller 
und grauer) unsicher. 

Elevation etwa 6000'. 

C. (?)Multistrigaria Haw. [H.-S. 196. 197). 

Soll bei Aubonne (2059') durch Leresche im Frühling 1853 einmal ge- 
fangen worden sein [Lah.]. 



1) C. A U.Stria caria H.-S. {H.-S. /.SO— 4.1^2) fehlt uns. Da sie aber Wo. oberhalb der 
Franzenshülie am Sleivio antraf, wird sie den Alpen des unteren Engadin kaum abgehen. 



J 



V. Geometriden. 229 

C. Didymata L. (Scabrata Hb., Alpestrata Hb.) {Hb. 229. 320. H.-S. 

359. 360). 

R. an IIeideI])eeren. 

P. im August und September. Im Tieflande, wie bei Lenzburg (IT"//.). 
Zürich und Tlialwyl [Hug.), Burgdorf ^3/. -/>.), Langnau [Rthb.) und St. Gallen 
(Tä.'jj bald häufiger bald selten genannt. Vom Jura, dem Aargauer, ßerner 
(Tramelan) und demjenigen von Neuchatel. Aus den Alpen, so den Berner 
Bergen bei Guttanneu in 3300' Höhe [M.-D.]; Lenk und Simplon [Ja.); Gad- 
men (M.); bei Gais [P.-I.); Chur [Baz.]; Klosters [Hug.) und aus den Um- 
gebungen Pontresinas [Jä.)\ von Trafoi [Wo.]. 

C. Cambrica Curt. (Erutaria Bsd.) [H.-S. 258. 259). 

F. im Juli in den Alpen, eine Seltenheit. Von Gais (P.-/.); Prättigau, 
hinter Klosters auf der Sparenalp (4880') [Zell. -Bold. ): Gurnigel, Gadmenthal 
(an schattigen nassen Stellen, Kienthal und Simplon (Rä.) . 

C. Vespertaria S. V. [Hb. 226). 

R. an Sorbus aucuparia und aria, an Haseln, Faulbaum und Pappeln. 

F. vorzüglich in dem tieferen Gebiete im August und September, ziemlich 
verbreitet. Lauterbach und Lenzburg [Wu.]: Bremgarten [Boll): Bern [Rä.]: 
Burgdorf und Schupfen [M.-D., Rthb.): Gadmen [Rä.); Chasseral {Coiil.); 
Lausanne [Leih.); St. Gallen (rö.j; Churwalden, Parpan (4633') [Cafl.): Roth- 
horn [Hug.]; (?) Gotthard [Bremi). 

Elevation gegen 5000'. 

C, Ineursata Hb. (Deerepitaria Zetterst. H.-S.) [Hb. 351. H.-S. 255. 
256. 257) und Var. Montieolaria H.-S. [H.-S. 526. 527). 
F. vom Juni bis Anfang August, in den Hochalpen selten. oCentralalpen« 
[Rthb.); Rosenlaui [M.-D.); Simplon [Ja. und Beut.); vom Graubündner 
Weissenstein (Z. und Hering) . 
Elevation etwa 6000'. 

C. Fluctuata L. [Hb. 249) und Var. Sempionaria Rä. 

R. polyphag, an niederen Pflanzen, so an Kohl-Arten. 

F. im Mai und Juni und nochmals im Hochsommer. Ueberall : noch l>ei 
Gadmen [Rä.) und bei Bergün, aber selten Z. . Frey). Eine kleinere, sehr 
hübsche Form (fast rein weisse Flügel mit verkleinertem schwarzem Costa 1- 
fleck des vorderen Paares; kommt in unseren Bergen, dem Simplon und dem 
Gadmenthale, vor. Es ist die Var. Sempionaria des Entdeckers Rä.. welchem 
unsere Fauna so manchen werthvollen Beitrag verdankt. 

C. Montanata S. V. [Hb. 248) und Var. Fuseomarginata Stgr. 
R. an Primula elatior; sicher noch an anderen niederen IMlanzen. 
F. überall, nach dem Terrain vom Mai bis August, mitunter häufis;, sowohl 



230 V. Geometriden. 

im Tieflaud, wie aus dem Jura und den Alpen; hier von Zermatt [Frey] bis 
Tarasp [Kill.]. Die Var. Fuscomarginata (mit breiter dunkler FlUgelrandbe- 
grenzung) führt Sigr. als in der Schweiz vorkommend an. Die nordische Var. 
Lapponica Stgr. (kleiner, heller, mit verschwindender Mittelbinde) fehlt uns. 
Annäherungen \.vai Loh. bei Exemplaren am Rhonegletscher, 

C. Ligustrata S. V. (Quadrifasciaria Cl.) [Hb. 282) . 

R. polyphag, an niederen Pflanzen. 

F. im Mai und Juni, dann im August und September. Aargauer Fund- 
stellen, seltener ( Wu.); Schupfen [Rthb.)\ Burgdorf [M.-D.,; Bechburg [R.-S.]] 
Neuveville [Coul.]; Lausanne [Lah.]; Zürich [Bvemi, Hug.); St. Gallen [Tä.); 
Chur [Caß.]] von Zermatt [Ja.). Nirgends häufig. 

C. Ferrugata (Cl.) [Hb. 460) und Var. Spadicearia S. V. 

R. an niederen Pflanzen. 

F. überall, nach dem Terrain vom Mai bis in den Hochsommer, in tiefe- 
ren Gegenden vvohl mit doppelter Generation. Das Thier erreicht noch den 
Graubündner Weissenstein, also etwa 6000' Höhe (Z.). 

Var. Spadicearia (weniger deutliche , hellere Mittelbinde der Vorder- 
flügel , weisslichere , deutlicher schwärzlich gebänderte Hiuterflügel) auch 
bei uns unter der Stammform; ferner im Alpengebiete von Gadmen häufig 
mit anderen prächtigen Exemplaren ßä.]; auch von Trafoi [Wo.)^). 

C. Sufifumata S. V. [Hb. 306). 

R. an Galium. 

F. selten und wenig verbreitet, vom Mai bis Juni. Zürich [Hug.]; Bech- 
burg [R.-S.); Chasseral [Coul.)] Tramelan [Ge.); Burgdorf, Bern, Langnau 
und Schupfen [3J.-D., Rthb.]; Gadmen [Rä.]; Lausanne [Lah.]; Chur [Baz.]; 
Bergiin (Z.) und Franzenshöhe am Stelvio [Wo.]. 

Elevalion über 6700'. 

C. Quadrifasciaria Tr. (Pomoeriaria Eversmann) //6. 284). 
R.an Impatiens. 

F. im Frühsommer. Haben keine Irrthümer staltgefunden, dann von 
Basel und der Bechburg [R.-S.); von Bern, Siselen [Rü.]; von Schupfen 
[Rlhb.]; Meiringen [Ott); Burgdorf (i/.-D.j; Gadmen [Rü.]:, Lausanne [Lah.]; 
Seen [Rordorf); von Chur [Caß.]. 

C. Propugnata S. V. (Designata Hufn.) [Hb. 286). 
R. an niederen Pflanzen, Kohlarten (?) . 
F. vom Mai bis in den August (also wohl in dopjielter Generation) . Bern, 



1) C. Livinaria Lah., jedenfalls erbainilich (3) abgebildet, liabe icli übergangen. 
Sollte sie (in dieser merkwürdigen Laharpe' sehen Confiision, eine .Vbweicliung der nach- 
folgenden C. Blandiata Hb. sein? Ich glaube es. 



V. Geometriden. "231 

Langnau, Aarberg, Schupfen nach den alten Gewährsmännern, und Gurnigel 

[Ja.). Von St. Gallen {Tä.) . Bei Zürich niemals getroffen [Frey); von Tra- 
foi [WoA . 

Elevation gegen 5000'. 

C. FluviataHb. (Gemmata Hb.) Hh. 280. 281. 283. H.-S. 345). 
R. an niederen Pflanzen, so an Rumex. 

F. im Juli , selten. Lausanne [Leresche); Leuk C. Zeller]; Pontarlier 
ißruand); Siselen M.): (?) Zürich [Hug.). 

C. Vittata Bkh. (Lignata Hb.) Hb. 270). 

Ein zwar abgeflogenes, aber auch nach meiner Ansicht unverkennbares 
Exemplar traf Rü. bei Siselen Ende Juli. 

C. Dilutata S. V. [Hb. 188) und Var. Obscurata Stgr. 

R. polyphag an unseren Laubbäumen. 

F. im Spätherbste , gemein. Ob aus den Engadiner Bergen {Pfaffen- 
zeller . be/Aveifle ich sehr. 

Die stark verdunkelte Var. Obscurata traf /i.-S. auf der Bechburg, eben- 
so bei St. Moritz. 

Im Gadmenthale mit dunkleren Exemplaren 4000' überschreitend [Rä.]. 

C. Caesiata S. V. Hb. 275) und Var. Annosata Zetterst. 

R. an Heidelbeeren, Weiden; jungen Tannen (?). 

F. vom Juni bis August. Schon im Jura, wie es scheint, und dann über- 
all im Alpenlande. Elevation bis 7000'. Eine mit schwarzen Vorderflügeln 
versehene Aberration fing ich über den Bernina-Wirthshäusern vor langen 
Jahren (1853). 

Verglichen mit hochnordischen Exemplaren (Norwegen und Island) ist 
die schweizersche C. Caesiata ein wenig änderndes Geschöpf. 

Var. Annosaria (mit dunkler Mittelbinde der Vorderflügel) vom Berner 
Oberland [Lah.]; Gadmen [Rü.]. Eine ganz weissliche Form mit aufgelöster 
Binde von Gadmen [Rä. i. litt.). 

Elevation über 6500'. 

C. Flavicinctata Hb. [Hb. 354;. 

F. im Juli und August, seltener. Ich habe ihn (vereinzelt allerdings) 
von Zermatt bis nach Trafoi gefangen; auch wohl vom Jura? [Lah.]. Aus 
den Einzel-Angaben ist bei Lah. kein Urtheil zu gewinnen. 
Elevation 6000' und mehr. 

C. Infidaria Lah. und Var. Primordiata Rä. 

Sicher eine gute Art. Von Oftringen und der Wartburg (TFw.); Ober- 
iiasli [M.-D.]; Gadmen-, Kienthal und Gegend des Leuker Bades [Rä.]; Zer- 



232 V. Geometriden. 

matt [Frey); Weissbad [P.-I.]; Chur [Cafl.); um Felsen bei Bergün und bis 
zum Weissenstein (Z.); Bergeil [Pfaffenzeller); Stelvio [Wo.]. 

Die kleinere, viel dunklere, an Gelb verarmte und also mehr einfarbige 
Var. Primordiata traf Rä. in Lärchenwaldungen des Simplen öfter. 

C. CyanataHb. [Hb. 319). 

F. im Gebirge, gerade nicht häufig und später erscheinend, vom August 
bis in den Herbst. Am Berner Jura [Heuser) und von der Bechburg [R.-S.). 
In den Alpen verbreitet. Evolena [R.-S.); Zermatt [Frey); Simplon [Joris); 
Gadmen [Rü.); Simmenthai [Ja.); Berge um Chur [Cafl.); Churwalden [Hiig.); 
Davos [R.-S.); Bergün (Z., Frey); Tarasp [Kill.). 

Nach Rü. geht das mehr als 6000' erreichende Thier tief herab, so noch 
nach Bueggisberg, südlich von Bern, bis 2925'. 

C. Tophaeeata S. V. [Hh. 309. H.-S. 198. i99). 

F. im .luni und .luli, an Felsen des Gebirgslandes verbreitet, aber flüch- 
tig und scheu. Von Schafthausen [Trapp) ; im Aargauer .Jura bis zum Lägern- 
berg [Wu.)[ von der Bechburg [R.-S.); von Bern und Büren [Beut.]; von 
Tramelan [Ge.); im Alpengebiete, wohl nirgends fehlend, von Zermatt bis 
nach Trafoi [Frey], 

Elevation etwa 5000'. 

C. Nobiliaria H.-S. [H-.S. 449. 453. 454). 

F. selten, vom Juni bis in den August, nur dem Alpenlande zukommend 
und hier, bei Zermatt, über 7500' aufsteigend [Frey). 

Oberhasli [M.-D.); Gadmen bis zur Höhe von 7000' (unten in doppelter 
Generation) [Rä.); Gemmi [Rthb.); auch schon von Weissenburg [Hug.). Im 
Wallis von Leuk [Ja.), vom Simplon [Rä.) und vom Biffelberg bei Zermatt 
[Frey); von Tarasp [Kill.); von Bergün (Z.) und (freilich zur Seltenheit ge- 
worden) auf der Passhöhe des Albula [Frey)^). 

C. Nebulata Tr. [Hb. 571 . H.-S. 370. 371) und Var. AchromariaLah. ^8) . 

F, in den mittleren, westlichen und östlichen Alpen, sowie am Jura. 

Bechburg [R.-S.); Sorvilier [Hug.); Meiringen, am Fusse des Oberhasli, 
Schächenthal [Lah.); Gadmenthal von 4200—5000' [Rä.). 

Var. Achromaria (abermals ein ganz unkenntliches Bild) ist eine Nebu- 
lata mit deutlicherer Mittelbinde und leicht gelblicher Beschuppung. Sie 
stammt von Meiringen [Olt). Später ist noch bemerkt, dass ganz frische 
Stücke einen bläuliclien Anflus besitzen, und die Aehnlichkeit mit Nebulata 



4) C. Valesiar ia Lah. (7), schlecht abgebildet, sah ich in den beiden Laharpe' achcn 
Originalexemplaren von Meiringen und aus dem Wallis. Nach genauer Prüfung sind es 
nichts als zwei abgeblassle Formen ilcr nachfolgenden Achromaria, doch mit etwas reich- 
licherer gelber Beschuppung. Diese Achromaria vereinige ich aber unbedenklich als Var. 
mit Nebulata. 



y. Geonietriden. 233 

anerkannt. Exemplare der Bechburg und Laharpe' sehe Originale gestatten 
mir obiges Urtheil. 

C. Incultaria H.-S. [H.-S. 372. 456 . 

R. minirend in den Blättern alpiner Primulen. 

F. vom .luni ])is in den August. Auf den Alpen sehr verbreitet, schon weit 
unter 4000' beginnend, doch gewöhnlich vereinzelter. Waadtlander, Berner, 
Walliser und Graubündner Alpen. Im Gadmenthale bis über 7000' [Rä.]; 
ebenso am Weissenstein (Z.); vom Albulapasse und dem Stelvio iFrey' , an 
Felsen: Tarasp (KiU.). 

C. Rupestrata S V. (Verberata Scop.) Hb. 192. H.-S. 192^. 

R. an Fichten. 

F. im Juli und August, sehr gemein im Alpenlande, doch meistens in 
niederen Gegenden , die Baumgrenze nicht überschreitend. St. Gallen 
(Solitüde bildet nach Tä. den tiefsten Ort. Von Zermatt [Ja., Frey) bis zur 
Graubündner Grenze. Auch vom Chasseral in der obersten Waldregion iRü.) 
und von Tramelan [Ge.] . 

Elevatiou gegen 6000'. 

C. Frustrata Tr. (H.-S. 205. 206, und Var. rulvoeinctata Ramb. 

F. im Juli und August. Auvernier [Rthb.); Waadtlandter Jura [Lah.]; 
Meiringen [Ott]: Gadmen von 5 — 6000' und häufiger am Simplen [Rü.'r, oberes 
Engadin [Lah.): Trafoi [Frey] und höher [Wo.]. 

Die gelblichere Yar. Fulvocinctata von der Gadmenfluh an Kalkfelsen 
(Rä.) und aus Graubünden [Stgr.]. 

Elevation über 5000'. 

C. Scripturata Hb. (Hb. 274). 

F. im Juni und Juli, aus den Alpen. Umgebungen Meiringens. Im 
Gadmenthal von 3500 — 4500' (Rä.); hier und da im Unter-Wallis, so von 
Salvan (2850') [Chavannes]: Weissenburg [Hug.]; Glarus [Lah.]; Seealpthal, 
und zwar öfter [P.-I.] ; Klosters [Hug.]: Bergün [Z.]; Albula und Trafoi 
[Frey]; Tarasp [Kill.] und Bergeil [Baz.]. 

C. Riguata Hb. [Hb. 358) . 
R. an Galium. 

F. im Juli. Basel [Knecht) ; Bechburg R.-S.): Berneck irä.); Schafl- 
hausen [Trapp]; Wallis [Änderegg); so bei Gamsen [M.-D.]. 

C. Alpieolaria H.-S. (Abstersaria H.-S.) [H.-S. 119. 120 . 

R. im Spätlierbsle in den Samenkapseln der Gentiana punctata ; im Val 
Rosegg bei Pontresina, im Hochwalde am Fusse des Piz Rosegg [Zell. -Bold.). 

Die Exemplare schlüpften im nächsten Frühling in Zürich aus. Ein 
Exemplar von der Passhöhe des Albula [Z.], Ende Juli. 



234 V. Geometriden. 

C. Pieata Hb. [Hb. 13i). 

R. polyphag, an niederen Pflanzen, 
Vom Chasseral im Juni [CoiiL). 

C. Sinuata S. V. (CucuUata Hufn.) [Hb. 288). 

R. an Galiuin. 

F. im Juni und Juli, seltener. Basel [Knecht); Bechburg [R.-S.]; Bern 
[Jü.); Burgdorf und Meiringen [M.-D.); Siselen und Gadmenthal bei etwa 
3000' [Rä.) ; Chasseral [CouL); Lausanne [Leresche); Zermatt und Simplon- 
thal [Ja.); Maderaner Thal [Bremi]; Zürich [Hug.)\ St. Gallen [Tä.); Ghur 
und Flims [Cafl.) . 

Elevation etwa 5000'. 

C. Galiata S. V. (Chalybeata Hb.) [Hb. 272. 350). 

R. an den Blüthen von Galium verum und MoUugo. 

F. im Juni und Juli. Er kommt mit helleren Exemplaren , wie sie 
Hb. als Chalybeata abgebildet, in weiter Verbreitung vor, doch vielfach als 
selteneres Thier. 

Basel [Knecht]] am Aargauer und Solothurner Jura [Wu.^ R.-S.); Tra- 
melan [Ge.) und St. Blaise-Neuveville , öfter [Coul.]; Burgdorf [M.-D); St. 
Gallen [TcL)\ Waldkirch [Studer]] von den Berner Alpen, so Meiringen 
[M.-D.] und Gadmen, von der Thalsohle bis zu den höheren Alpen [Rä.)\ von 
den Appenzeller Bergen, wie dem Seealpthal [P.-I.]; von Bergün (Z.); vom 
oberen und unteren Engadin (Tarasp) (Ä7//.) . 

C. Rivata Hb. (Sylvatica Haw.) [Hb. 409). 

R. von Galium erzogen, wohl an niederen Pflanzen. 

F. von Ende Mai bis gegen den August, also wohl in doppelter Genera- 
tion. Basel [Knecht); Bern und Lenk [Ja ); Siselen [Rä.); Tramelan [Ge.]; 
Schupfen [Rthb.]; Chasseral [Coiil.); Lausanne [Leih.); St. Gallen und Berneck 
[Tä.); Degersheim [Müller]; Chur iCafl.]. Erreicht noch Gadmen, aber spär- 
lich [Rä.]. 

C. Alehemillata S. V. (Sociata Bkh.) [Hb. 261. 370). 

R. an Galium. 

F. von Mitte Mai und dem Juni bis August, stellenweise häufiger. Basel 
[Knecht); Bechburg [R.-S.]; Bern und Siselen, ebenso auch Gadmen [Rä.''; 
Tramelan (Ge.); (?) Lenk [Ja.]; (?) Zürich [Hug.]: St. Gallen [Tä.] und Wald- 
kirch [Studer]; Chur (Ca//.); Tarasp [Kill.]; Trafoi [Eppelsheim] ^] . 

C. Alaudaria Frr. (Culmaria H.-S.) [H.-S. 317. 318). 
R. an Atragene alpina. 



1) Ob Unangulala Ilaw (Bicolcrata F. R.) (H.-S. 338) in unserem Faunengebiete vor- 
kommt , bleibt zweifelhaft. Lah. erwähnt Lausanne und Meiringen. Was er vor sich 
lialte, ivann ich niclit entwirren. Dann ('.'j von Chur [Bas.]. 



1 



V. Geometriden. 235 

F. von Z. bei Bergün, im Juni und deu ei'sten Julihälfte, sowohl an Blu- 
men, wie nassen Wegeslellen (Siala, Rugnux, YalTuors). Ebenso von Trafoi 
im Thale [Stgr.j Frey, Wo., Hering]. Tief unten noch l)ei Chur [Cafl.). 

Elevation etwa 5000'. 

C. Albicillata L. [Hb. 76). 

R. an Rubus-Arten. 

F. im Mai, dann im Juni und Juli, verbreitet. Basel [Knecht u. A.); 
Oftringen und Lenzburg (TFj^); Tramelan [Ge.]] Chasseral [Coul.]; Bechburg 
(/i.-S.); Aarberg, Schlipfen [Rthb.]: Burgdorf [M.-D.)\ Bern und Emmenthal 
\Jä.)] Lausanne (Lah.); Zürich; St. Gallen [Tu.]; Chur \CafJ.]\ Tarasp [Kill.]:, 
Bergell [Baz.]. 

Elevation bei Gadmen etwa 4200' Rä.]. 

C. Procellata S. V. Hb. 251). 

R. an Clematis vitalba. 

F. im Mai und Juni und wohl noch in spätsommerlicher Generation. 
Basel [Knecht); im Aargau [Wu.) ; von Burgdorf. Aarberg und Schupfen 
{M.-D.j Rthb.); Siselen [Rä.); Bechburg [R.-S.); St. Blaise-Neuveville, selten 
[Coul.); Zürich [Hug.); Dusnang [Eugster]; St. Gallen [Tä.); Graubünden 
[Amstein), so Bergün [Z.]. Mit Ausnahme des letzteren Ortes tiefer. 

C. Lugubrata Stgr. (Luctuata S. V.) [Hb. 253. H.-S. 321). 

F. im Mai und Juni. Vom Jorat bei Lausanne, von den Alpen bei Aigle 
[Lah.); Simplen {Rä.); Aargauer Fundstellen ^Wu.); Schupfen [Rthb.); Burg- 
dorf (J/.-Z).); Tramelan [Ge.); Gadmenthal, öfter und bis gegen die Baum- 
grenze [Rä.): Zürich [Frey]; Teufen im Canton Appenzell (2691') [Tä.); aus 
dem olleren Engadin von Sils-Maria [Frey,; Bergün, öfter und noch bis Pal- 
puogna gehend [Z.); Bergell [Baz.) und Trafoi [Wo.]. 

Höhengrenze etwa bei 6000'. 

C. Hastata L. Hb. 256 und Var. Sübhastata von Noloken Hb. 356). 

R. an Birken. 

F. im Mai und Juni , keine häufigere Erscheinung in unserem Faunen- 
gebiete. St. Gallen [Tä.); Zürich [Hug., Frey); im Aargau verbreitet [Wu.); 
Chasseral [Coul.); Tramelan \Ge.); Schupfen [Rthb.) ; Meiringen [M.-D.); 
Berner Alpen [Rthb.); Gadmen [Rä.); vom Simplon [Derselbe und Joris) und 
von Bergün (Z.); Tarasp [Kill.); von Trafoi Frey). 

Var. Sübhastata eine kleinere Form mit geringen Abweichungen der 
schwarzen Zeichnungen — sie konnte mit demselben Rechte als eigene Art 
betrachtet werden) findet sich im Daves [R.-S.) , dann im Gadmenthale; 
unten vereinzelt, doch bis herauf zum Sustenpass [Rä.) ; bei Trafoi von der 
Prader Alp [Wo.; . 

Elevation bis 6 und 7000'. 



236 V- Geometriden, 

C. Tristata L. Tr. (Funeraria Lah., Limbopunetata von Nolcken). 
Diese Art (sicher haben nmache Irrlhüiner bei der Bestimmung stattge- 
funden) ist erwähnt von den Waadtländer Alpen, im Juni und Juli [Lah.'.: 
den Berner Bergen [Rthb.]] von Tramelan [Ge.]; von Lenzburg [Wu.]; von 
Degersheim und der Ebenalp {Müller); von Tarasp [Kill.]. Z. traf sie bei 
Bergün bis herauf nach Palpuogna. Ich erhielt sie häufig bei Zürich und 
Rä. mehrfach bei Bern. Z.'s und meine Bestimmungen sind wenigstens 
sicher. 

Elevation bis gegen 6000'. 

C. Luctuata Hb. (Hastulata Hb., Tristata Hb. Lah.) (Hb. 254). 

Das Vorkommen unsicher. Lausanne Sauvabelin) nach Lah. ; Um- 
gebungen Burgdorfs [M.-D.]] Katzensee bei Zürich [Hug.]. Aus den Berner 
und Walliser Alpen (Gadmen, Simplen, Bagnethal) nachfiä., häufig in Höhen 
von 4 — 5000' ; Chur und Bernhardin [Baz.) . Ich traf niemals eine C. Luctuata 
im Faunengebiete. 

C. FunerataHb. [Hb. 260. II.-S. 542). 

Diese alpine Seltenheit — ich besitze sie nicht — kann aus dem mir ge- 
wordenen Materiale nicht entwirrt werden. Die vorliegenden Angaben aus 
den Berner, Walliser und Graubündner Alpen betrachte ich als unsicher. 

C. Molluginata Hb. {Hb. 371). 
R. an Galium erzogen. 

F. vom Mai bis in den Juli, aus dem Jura und den Alpen. Waadtländer 
Berge, so bei Aigle und am Dent de Jaman (5873') [Lah.); Berner Jura 
[Rthb.]; am Fusse des Chasseral [Coul.'); Gadmen, häufig (Rä.): Engsllen und 
aus dem Wallis von Leuk '■/(/.) und dem Bagnethal {Ret.); von Zermatt [Frey): 
von Bergün [Z.]: Bernhardin {Baz. : Tarasp [Kill.]. 

C. Afflnitata Steph. (Inciliata Zellerst.) [H.-S. 271. 272 und Var. Tur- 
baria Steph. (Afflnitata H.-*S.) [H.-S. 319. 320) . 

R. in den Samenkapseln von Lychnis dioica. 

F. im Juni und Juli. Vom Weissenstein bei Solothurn und aus den Um- 
gebungen Schüpfens [Rthb.j, Emmenthal und Lenk {Ja.); Gadmen [Rä.]; Um- 
gebungen Engelbergs {C. Zeller); Trafoi (lUo.). Andere Angaben, als un- 
sicher, mussle ich unterlassen. 

Var. Turbaria (grösser, mehr weiss auf den Vorderflügeln, llinterüügel 
heller), selten von Gadmen (Rä.). 

C. Rivulata S. V. (Alchemillata L.) [Hb. 259. H.-S. 289). 
R. an Galium. 

F. vom Juni bis August. Im Aargau verbreitet [Wa.): Bechburg {R.-S.): 
■Chasseral [Coul.); Bern, Gurnigel , Lenk [Ja.); Burgdorf (37. -/>.); Schupfen 



V. Geometriden. 237 

[Rthb.]; Gadmen in der unteren Nadelholzregion (Rü.]; Simplon [Ja.): Zürich 
[Hug.]; Bergün (Z.); Tarasp [Kill.]; Bergell [Baz.). Auch hier manche An- 
gaben unsicher. 

C. Hydrata Tr. [H.-S. 400). 

R. in den Samenkapseln der Silene nutans. 

F. im Mai und Juni. An sonnigen Berglehnen des Aargauer Jura [Wu.]: 
von Burgdorf Heuser und M.-D.)] Gadmen und Simplon [Rä.]. Wie es 
scheint, der ganzen östlichen Schweiz fehlend. 

C. Unifasciata Haw. und Var. Aquilaria H.-S. [H.-S. 336;. 

F. bei Siselen, Mitte August, selten (Rä.). Var. Aquilaria (dunkler, mit 
mehr einfar];)igen Yorderflügeln) erwähnt Stgr. als in unserem Faunengebiete 
vorkommend. 

C. Minorata Tr. (Ericetata Curt.) [H.-S. 118). 

R. wohl noch unbekannt. 

F. im Juni, Juli und August in unseren Bergen, sehr weit verbreitet und 
häufig. So aus dem Berner Jura, aus den Berner, Waadtländer, Walliser 
und Graubündner Alpen , auch in den Appenzeller Bergen und bis Tarasp 
[Kill.], sowie in das Bergell [Baz.) gehend. 

Höhengrenze über 5500'. 

C. Blandiata S. V, (Adaequata Bkh.) [Hb. 258. H.-S. 290. 291). 

R. an Euphrasieu. 

F. in doppelter Erscheinung , Mai und Juni , dann abermals im Hoch- 
sommer. Aus dem ebeneren Theile des Faunengebietes, wie vom Jura und 
den Alpen, vom Wallis bis nach Trafoi [Frey). 

C. Albulata S. V. [Hb. 257). 

R. wohl an niederen Pflanzen. 

F. in doppelter Generation, im Früh- und Hochsonuner , ein gemeines 
Thier der Ebene, des Jura und des Alpenlaudes. Hier im Juli, vielleicht 
mehr aufsteigend, als die vorige Art (Rä.). 

Die Höhengrenze etwa 6000'. 

C. Candidata S. V. [Hb. 101). 

R. an Carpinus. 

F. im Mai und Juni, dann im August, stellenweise häufiger. Vom 
Jura (Bechburg [R.-S.], Aarburg, Wartburg, Lägern [H'u.]); von St. Blaise- 
Neuveville [Coul.)\ sowie aus dem ebeneren Landestheile , wie Lausanne 
[Lah.), Bern (Ja.), Siselen [Rü.\ Burgdorf [M.-D.], Schupfen [Rthb.), Zürich 
[Hug.) und St. Gallen [Tä.]. Den Alpen wohl fehlend und nur geringe Höhe 
erreichend. 



238 ^ Geometriden. 

C. Sylvata S. V. (Testaeeata Donov.) (fJb. 231). 

F. im Juni und Juli, seltener. Aarburg, Aarau [Wu.]: Weissl)ad (P.-/.); 
Burgdorf IM.-D.]: Meiringen [Ott]: Siselen (Rü.); in den Nadelholzwaldungen 
des Jorat bei Lausanne [Lah.]: von Chur [Baz.). 

C. Decolorata Hb. [Hb. 243 . 

F. im Juli, seltener. Zwischen Landeron und Cressier [Coul.]; Burgdorf 
{M.-D.)\ Chur [Cafl.]: Tarasp [Kill.).' 

C. Luteata S. V. [Hb. 103). 

R. in den Kätzchen der Alnus-Arlen. 

F. im Juni und Juli, unter Birken und Erlen. Oftringen und Gysulafluh 
[Wu.]] Bechburg [R.-S.)\ St. Blaise-Neuveville yConl.)-, Schupfen [Rthb.): 
Sauvabelin bei Lausanne [Lah.,; Zürich [Hiig.; Schaffhausen [Trapp; Ber- 
gUn (Z.). 

Elevation über ^000'. 

C. Heparata S. V. (Obliterata Hufn.) [Hb. 58). 

R. an Erlen. 

F. häufiger, im Mai und Juni , dann nochmals im Hochsommer. Wohl 
überall im lieferen Faunengebiele, auch von Lugano [Ja.'; und aus den Vor- 
alpen (wenigstens den Berner Bergen) [Ja.] und aus dem Gadmenthal, hiei' 
bis 4200' (/}«.); liefer bei Tarasp (Ä7//.). 

C. Bilineata L. [Hb. 264). 

R. polyphag an niederen Pflanzen, Plantago., Galium u. s. w. 

F. vom Juni bis August, überall im tieferen Faunengebiete vorkommend. 
Höhere Gebirgsplätze scheint er nicht mehr zu erreichen, wie er beispiels- 
weise Bergün fehlt [Z.) . 

C. Elutata Hb. (Sordidata Fab.) [Hb. 224. 382. 384. 385), Var. Fus- 
coundata Donov. [Hb. 381. 383 t und Var. Infuscata Stgr. 

R. an Heidelbeeren. 

F. im Juni und Juli. Als Stammform nehmen wir das grünliche, dunk- 
ler gebänderle Thier an, während wir Fuscoundata und Infuscala . allerdings 
willkürlich, als Varietäten l^etrachlen wollen. 

Sehr verbreitet vom Jura durch die tiefereu Landeslheile bis in die mitt- 
lere Alpenzone. 

Var. Fuscoundata (VorderflUgel braunröthlich, schwarz gcl)ändert'' und 
auch wohl Infuscata (Vorderflügel fast einfarbig, grau oder braun, undeutlich 
schwärzlich gestreift! konmieu , die erstere sicher (Bergeil, Buz.^ und die 
letztere höchst wahi-scheinlich Gadmenthal uiul Simplon Rii. . he\ uns voi-. 

Höhengrenze wohl GOOO'. 



V. Geometriden. 239 

C. Impluviata S. V. (Trifaseiata Bkh.) (Hb. 223. H.-S. 193), 

R. an Erlen, Linden, Fagus, Heidelljeeren. 

F. abermals sehr variirend, vom Mai und Juni bis zum August, wohl in 
doppelter Generation. Sehr verbreitet vom Jura liis in das Wallis und von 
dort bis nach Graubünden, auch das Puschlav erreichend [Pf a/f'en zeller). 
Stark variirend. 

C. Capitata H.-S. {fl.-S. 460). 
R. an Impatiens. 

F. im April und Mai und nochmals im August, bei uns seltener. Im Aar- 
gau lokal [Wu.); Bechburg [R.-S.]; Bern iJä.): Oberhasli {Ott'; Siselen (Rö.). 

C. Silaceata S. V. [Hb. 477. 478) und Var. Deflavata Stgr. [Hb. 303). 

R. an Impatiens. 

F. im Mai und Juni und nochmals im Juli und August. Untermischt 
mit der Stammart findet sich die Var. Deflavata (ohne Gelb). Basel und 
Bechburg [R.-S.); im Aargau, vereinzelt (IT'(/.); Schupfen [Rlhb.]; Burgdorf 
[M.-D.]; Bern, Lenk [Ja.): Tramelan (Ge.); am Ghasseral [CouL); Lausanne 
und Aigle [Lah.)\ Zürich [Hug.]; Chur [Cafh)\ Bergün [Z.)\ Tarasp [Kill.]\ 
Bergeil [Baz.); Trafoi [Frey). 

Elevation etwa 5000'. 

C. Corylata Thunb. (Ruptata Hb.) [Hb. 295). 

R. an Weiden, Erlen, Linden. Schlehen, Obstbäumen. 

F. im Mai und Juni. Oftringen und Aargauer Jura [Wu.)] Bechburg 
(R.-S.); Schupfen [Rthb.): Meiringen und Burgdorf (i/.-Z).); Bern und Gad- 
men [Rä.]; Tramelan [Ge.); Lausanne (^Sauvabelin) [Lah.)\ Zürich [Hug.); 
St. Gallen [Tä.); Chur [Cafl). 

C. Berberata S. V. [Hb. 287). 

R. an Berberis. 

F. von Ende Mai an in den Sommer hinein. Verbreitet und manchfach 
häufig, in der Tiefe, wie dem Jura, so von Tramelan [Ge.) und am Ghasseral 
[Coul.) und noch in Alpenthälern : hier von Evolena [R.-S.) und von Zermatt 
[Freij) bis Bergün (Z.); auch im Gadmenthale noch bis 4500' [Rä.). 

Elevation etwa 5000'. 

C. Derivata S. V. (Nigrofasciaria Göze). 

R. an Rosen. 

F. im Frühling, Mai und Juni, lokal und selten. Basel [Knecht^ und 
Bechburg (R.-S.); Aargau (TFw.); Ghasseral (Cow/.); Burgdorf (i/.-Z).); Siselen 
(Rä.) : Lausanne und Umgebungen [Loh.) ; Gadmen bis etwa 4000' und 
Bagnethal (Rä.); Zürich [Hug.): St. Gallen [Tu.); Chur und oberes Engadin 
[Baz.). 



240 V. Geometriden. 

C- Rubidata S. V. [Hb. 290). 

R. an Galium und Asperula. 

F. seltener im Juni und Juli. Basel [Knecht]] Aarburg und Leuzburg 
[Wu.)\ Bechburg iß.-S.); Schupfen [Rthb.]; ßurgdorf und Meiringen (»ge- 
mein« [?]) [M.-D.); Bern (./('/.); Siselen und Gadmen [M.]; Chasseral [Coul.]\ 
Zürich [Hug.]; Seen bei Winterlhur [Rordorf] ; St. Gallen [Tä.] ; Bergell 
[Baz.]. Nach Hug. auch aus dem Wallis. 

C. Sagittata Fab. (Comitata Hb.) [Hb. 310). 

Bisher vom Simplen, an einer mit Rosen und Glemalis bewachsenen 
Stelle in etwa 4200' Höhe gefangen [Bent.]; dann von Tarasp Kill.). 

C. Chenopodiata L. (Comitata L.) [Hb. 299). 

R. an Chenopodium, Atriplex. 

F. im Juli und August, wie es scheint, nur sehr lokal und wohl selten. 
Lausanne [Lah.]; ein Exemplar am Rhoneglelscher in etwa 6000' [M.-D.); 
Siselen und Seeland [Rä.]; am Fuss des Chasseral [CouL); St. Gallen [Tä.]. 
Breuii's Angabe: »von Zürich häufiger« ist Unsinn. 

C. Lapidata Hb. [Hb. 324. H.-S. 286. 287). 

Wurde von Wu. einmal bei Ölten gefangen. Das alte Exemplar sah ich 
selbst. Es stimmt mit nordrussischen Stücken vollständig überein. 

C. (?) Polygrammata Bkh. [Hb. 277). 

R. an Galium. Soll nach Rthb. bei Vevey gefangen worden sein. 

C. (?)AquataHb. [Hb. 410). 

R. an niederen Pflanzen. Nach Jet. aus der Simplonkette. 

C. Vitalbata S. V. [Hb. 269) . 

R. au Clematis vitalba. 

F. wohl mit doppelter Erscheinung, im Juni und x\ugust. Basel [Knecht); 
Bechburg iß.-S.); Lenzburg, Oftringen und am Aargauer Jura [Wu.]; St. 
Blaise-Neuveville [CouL); Aarberg [Rthb.]; Siselen [Rä.]; Lausanne, ver- 
breitet [Lah.); Sion und Zermatt [Ja.); Zürich [Hug.]; Schaffhausen [Trapp]; 
Chur, häufiger [Cafl.]. 

C. Tersata S. V. (Radicaria Lah.) Hb. 268 ['?] 338) und Var. Exsoletaria 
H.-S. [H.-S. 399). 
R. an Clematis vitalba. 

F. im Juni und Juli, in nicht unbeträchtlicher Verbreitung, doch kaum 
irgendwo häufiger. Bechburg [R.-S.]; Oftringen [Wu.); Burgdorf und Mei- 
ringen [M.-D., Heuser); Siselen [Rä.]; Aarberg und Moudon (1583') [Rthb.]; 
Zürich [Hug.]; Weissbad [P.-I.]; Chur und Bergün [Z.]; Bergell [Baz.]. 



V. Geometriden. 241 

Radicaria (nach zwei leidlichen Lah.'schen Exemplaren) ziehe ich unbe- 
denklich zu Tersata. Vom Simplon und dem Bagnethal, im Juli [Rä.]. 

Var. Exsoletaria (Vorderflügel wohl weniger spitz, braun, dunkler quer- 
gestreift, Wellenlinie gegen den Afterwinkel hin stark weiss verbreitert). 
Ein Exemplar aus dem Gadmenthale bei etwa 4500' [Rä.]. 

C. Aemulata Hb. [Hb. 448). 

Nach Lah. von Meiringen [Ott); vom Simplon am Eingang in das Laquin- 
thal ißä.), Ende Juli bei etwa 4200' Höhe; Ober-Engadin [Pfaffen zeller] \ 
Stelviobei 7000' [Wo.]. 

Collix Gn. 

C. Sparsata Tr. [Hb. 398). 

R. an Lysimachia vulgaris. 

F. im Juni und Juli. Ztirich [Zell.-Üold.]; Schaffhausen [Trapp]; Bad 
Lauterbach im Aargau (TFi^.); SchüTpf en [Rthb.]; Burgdorf (ili/.-D.); von Siselen 
und Torfmoorgräben und von Ferenbalm [Rä.]; von Chur [Cafl.]; Sils-Maria 
im oberen Engadin [Hug.]. 

Elevation bis 5500'. 

Eupithecia Curt.i) 

E. Centaureata S. V. (Oblongata Thunb.) [Hb. 240. 452). 

R. polyphag, an niederen Pflanzen, wie Scabiosen, Centaureen , Ononis 
u. s. w. 

F. vom Mai in den Juni, dann nochmals im Hochsommer. Basel [Knecht); 
Bechburg [R.-S.]; Bern [Ja.); Burgdorf [M.-D.); Biel [Rthb.]; Siselen [Rä.]; 
Chasseral [.CouL); Lausanne [Lah.]; Zürich [Hug.); Schaff'hausen [Trapp): 
St. Gallen [Tä.]; Rorschach [Eisenring]; Chur und Tarasp [Kill.). 

Höhengrenze etwa 4000'. 

E. Irriguata Hb. [Hb. 397). 
R. an Buchen und Elchen. 

F. im Mai. Von Zürich [Frey), sehr selten; von Schupfen [Rthb ]; Si- 
selen [Rä.); vom Chasseral [CouL), auch (?) von SchafFhausen. 
Elevation wohl gering. 



E. Insigniata Hb. (Consignaria Bkh.) [Hb. 245). 
R. an Crataegus und an Pyrus-Arten. 



1 ) Das so schwierige Geometren-Genus Eupithecia bildet wohl den schwächsten Ab- 
schnitt unseres Buches. Einmal sind die kleinen unscheinbaren Thiere wenig beachtet 
worden, und dann fehlt es an der so nothwendigen Beobachtung der Larven im höchsten 
Grade. Eine Anzahl zweifelhafter Exemplare mussten nothgedrungen übergangen werden. 
Sicher ist die Zahl der schweizerschen Arten eine weit höhere. 

Frey, Lepidopteren. /{q 



242 ^'- Geometriden. 

Von der Bechburg, sicher [R.-S.) . Unsicher die Bremische Angabe von 
Dübendorf bei Zürich. 

Höhenverbreitung gering. 

E. Venosata Fab. [Hb. 244). 

R. an Blüthen und Samen von Lychnis, Silene und Cucubalus. 

F. im Juni und Juli. Becliburg (R.-S.); Chasseral [CouL); Aargauer 
Fundstellen [Wu.); Langnau [Rthb.); Burgdorf (M.-D.); Bern und Lenk [Ja.]; 
von Zürich [Hug.]; von Mörschwyl im Canton St. Gallen (1736') [Tä.]; von 
Chur (Ca/7.); Tarasp [Kill.]; Bergell ißaz.); auch noch von Gadmen bei etwa 
4000' {Rä.) und von Bergün (Z.). 

Höhengrenze über 4000'. 

E. (?)Subnotata Hb. (Denotaria Bsd.) [Hb. 458. H.-S. 177). 
R. an den Blüthen und Samen von Chenopodium und Atriplex. 
Nach CouL vom Schlossberg bei Neuveville und vom Chasseral. Un- 
sicher ! 

E. Linariata S. V. Hb. 242). 

R. an den Blüthen und Samenkapseln der Liuaria vulgaris. 

F. im Juni und Juli. l)ei uns lokal und selten. Aus dem Aargau [Wii.); 
von der Bechburg (R.-S.); von Burgdorf \^Heuser); (?) von Schupfen {Rthb.); 
von Chur (ßafh). 

Elevation wohl gering, i) 

E. Laquearia H.-S. {H.-S. 181. 182). 

R. an den Blüthen und Samen der Euphrasia alba. 

F. von mir bei Zürich in Mehrzahl erzogen im Frühsommer. 

Höhengrenze unbekannt. 

E. Pusillaria S. V. (Subumbrata Hb.) {Hb. 233. 378. H.-S. 158. 159). 
R. zweifelsohne an Tannen, vielleicht auch an Wachholder. 
F. im Mai und Juni in Nadelholz Waldungen. Er erreicht noch Gadmen 
[Rä.) und Bergün (Z.) . 
Also über 4000'. 

E. Strobilata Bkh. (Abietaria Göze) Hb. 449). 

R. in den unreifen Samen von Pinus abies, vielleicht auch von P. syl- 
vestris. 

F. vom Mai bis in den Juli, mitunter häufiger. Lausanne {Lah.); Schu- 
pfen {Rthb.); Burgdorf {M.-D.); Zürich und Umgebungen {Zell. -Bold. , Frey); 



\) E. Digitaliaria Dietze an Digitalis ambisua , wird unserem Faunengebiete 
kaum mangeln. 



V. Geometriden. 243 

St. Gallen [Tä.); Weissbad (R-/.); noch bei Gadmen {R(L) und Bergün (Z.); 
ebenso von Trafoi [Wo.]. 

Höhengrenze etwa 5000'. 

E. Togata Hb. {Hb. 464). 

R. in den Zapfen von Pinus abies. 

F. im Juni, fast nur aus dem westlichen Faunengebiete und da seltener. 
Lenzburg [Wu.]; Bechburg [R.-S.]; Schupfen [Rlhb.); Lausanne [Lah.]. Doch 
auch aus Trafoi [Wo.]. 

Elevation bis gegen 5000'. 

E. Debiliata Hb. [Hb. 466). 

R. an den Blättern der Heidelbeere. 

F. im Juni und Juli. Constanz [Leiner); Bechburg [R.-S.]; Burgdorf 
(M.-D.); Zürich, öfter [Frey); Chur, häufig [Cafl.]; Tarasp (Ä7//.); Trafoi [Wo.), 
Höhengrenze gegen 5000'. 

E. Coronata Hb. [Hb. 372. 373 . 

R. polyphag , an den Bliithen niederer Pflanzen, so von Eupatorium, 
Lythrum, Clematis, Achillea, Artemisia. 

F. im Mai und Juni. Bechburg [R.-S.]; Aarburg [Wu.) ; Schupfen 
[Rthb.]; Lausanne [Lah.]; Lugano [M.-D.]: noch im Thale des oberen Engadin 
[Bi.), also über 5000'. 

E. Reetangulata L. [Hb. 235; , Var. Subaerata Hb. [Hb. 463) und Var. 
Nigrosericeata Haw. 
R. in Apfelblüthen. 

F. im Juni und Juli, gemein im ganzen tieferen Theile des Faunengebietes 
und am Fusse des Jura. Doch traf Rä. diese Art noch im Bagnethal bei 
Lourtier in etwa 4000' Höhe; auch aus dem Bergell [Baz-.). 

Var. Subaerata (mit ganz grünen Vorderflügeln) und Nigrosericeata (fast 
gänzlich schwärzlich grau verdunkelt) erwähnt beide von Siselen [Rä.) . 

E. Piperata Steph. (Scabiosata Bkh., Subumbrata S. V.. Majoraria 
Lah.), (?)Var. Obrutaria H.-S. [H.-S. 145. 146) und Var. Aequi- 
strigata Stgr. 

R. polyphag, in den Bliithen von Scabiosa, Solidago, Gentiana, Globu- 
laria u. s. w. 

F. im Juni. Von Burgdorf [Heuser). Von Bergün als Var. Aequistrigata 
Vorderflügel weisslich und überall gleichmässig braun gestrichelt) (Z.): Var, 
Obrutaria (dunklerer Wurzeltheil der Vorderflügel) vielleicht vom Gurni- 
gel [Ja.). 

E. Millefoliata Roessler. 

R. in den Blüthen der Schafgarbe. 

<6* 



244 V. Geometriden. 

F. im Juli. Ein Exemplar, welches ich bei Zürich fing, hat auch Dietze 
als diese Art bestimmt. 

E. Suecenturiata L. [Hb. 459. 246). 

R. in den Blüthen von Artemisia campestris und vulgaris. 
F. von Schlipfen [Rthb.); Burgdorf [Heuser) und Meiringen [Ott)\ Chas- 
seral [CouL). Also nur dem Westen zukommend. 
Elevation gering. 

E. Subfulvata Haw. (Disparata Hb.) [Hb. 247) und Var. Oxydata Tr. 

R. an Achillea, Verbascum und Rubus (Blüthen, Beeren) . 

F. im Sommer. Sicher von der Bechburg [R.-S.); vom Weissbad (P.-/.); 
Tarasp [Kill.) und von Trafoi [Frey). 

Var. Oxydata (ohne die rostfarbene Aufhellung der Vorderflügel und 
stärker gestreift) vom Simplon und von Gadmen, seltener [Rä.); ebenso von 
Trafoi [Wo.). 

Elevation etwa 5000'. 

E. NanataHb. [Hb. 387. H.-S. 160. 161). 
R. an den Blüthen der Galluna vulgaris. 
F. vom Sim})lon, woher ich ihn durch Joris erhielt. 

E. Innotata Hufn. [Hb. 441. 442). 

R. an den Blüthen verschiedener Artemisien. 

F. im Juni, Juli und August. Wlldegg (TFw.); Bern [Ja.); Burgdorf 
[M.-D.); Siselen [Rä.); Schupfen [Rthb.); St. Blaise-Neuveville [CouL). 

E. Tamariseiata Frr. 

R. an Myricaria germanica. 

F. in zwei Generationen , an den Ufern der Aare. So von Wildeeg, 
Aarau und Rupperswyl [Wu.). Andere Angaben ganz unzuverlässig. Ich 
halte E. Tamariseiata für eine gute Art des Tieflandes. 

E. Modicaria Hb. (Impurata Hb.) [Hb. 347. 361). 

R. an Campanula rotundifolia. 

F. vom Juni bis in den August. Guttannen [M.-D.); Meiringen, Lau- 
sanne und oberes Wallis [Lah.): Zürich [Frey); bei Bergün, öfter abwärts an 
der Strasse [Z., Frey). 

Höhengrenze ungefähr bei 4500'. 

E. Nepetata Mabille (Semigrapharia Gn.). 

R. an den Blüthen von Calamintha nepota und alpina. 

Vom Gadmen-, Bagne- und Leuker-Thal (Rä.); von Montreux [Dietze). 



V. Geometriden. 245 

E. Graphata Tr. [H.-S. 189). 
R. unbekannt. 

F. im Juli. Im Aargau selten [Wti.]; aus dem Wallis [Andereyg). Ob 
ganz sicher? 

E. Seriptaria H.-S. [H.-S. 123). 

R. nicht gekannt. 

F. im Gebirge weiter verbreitet , nach dem Terrain bis in den August 
hinein. Simplon [Lah. u. A.); Zermatt [Frey); im oberen Gadmenthale [Rä.) 
und bis zum Steinegletscher {Frey); im Seealpthal {P.-I.); Chur, selten {Caß.)\ 
Bergün und Weissenstein (Z.); oberes Engadin {Pfaffenzeller); Trafoi [Frey). 

Elevation bis gegen 7000', 

E. Isogrammaria H.-S. {H.-S. 188). 
R. an Clematis vitalba. 

F. im Sommer. Bechburg {R.-S.); Lausanne {Lah.); Zürich {Frey). 
Die Höhenverbreitung wohl eine sehr geringe. 

E. TenuiataHb. (Inturbaria Frr.) {Hb. 394. H.-S. 168. 169). 
R. an Sahlweidenblüthen. 

F. im Juni und Juli. Bechburg {R.-S.); Gurnigel {Ja.); Siselen {Rä.); 
Lenzburg und Wildegg {Wu.) ; Zürich in Anzahl erzogen {Frey). 
Elevation wohl unbedeutend. 

E. Plumbeolaria Haw. (Begrandaria Bsd.) {H.-S. 128. 129). 

R. in den Blüthen von Melampyrum pratense, doch sicher auch an an- 
deren Pflanzen. 

Sicher von Zürich {Frey) und Bergün (Z.); unsicher von Lausanne {Lah.) 
und Neuveville {CouL). 

E. Valerianata Hb. {IHb. 395). 

R. an den Blüthen und Samen der Valeriana officinalis. 
F. von Bremgarten {Frey); (?) von Schupfen {Rthb.); (?) vonMeiringen wie 
dem Reichenbach {M.-D.). 

E. (?) Immundata Z. (Argillaeearia H.-S.) {H.-S. 143. 144). 
R. an Actaea spicata. 
Nach Lah. soll Heuser ein Stück bei Burgdorf gefangen haben. 

E. Cauehyata Dup. 

R. an den Blüthen von Solidago virgaurea und (?) Aster amellus. 
Vom Genfer See an den Bergen {Dietze) . 

E. SatyrataHb. {Hb. 439. H.-S. 147—151). 

R. polyphag an Blüthen, beispielsweise Scabiosen , Gentaureen , Gen- 
tianen, Cirsium, Chrysanthemum und Helianthemum. 



246 V. Geometriden. 

F. vom Frühsommer bis in den August (vielleicht mit doppelter Genera- 
tion). Zürich [Hug.]: St. Gallen [Tä.); Schupfen [Rthb.); Oberhasli {31. -D.; 
Wallis [Hug.); vom Splügen [Dietze]; Bergün (Z.). 

Elevation über 5000'. 

E. Veratraria H.-S. IH.-S. i52). 

R. in den Samen von Veratrum album. 

F. aus dem Gadmenthale (fiä.j; vom Gurnigel und Guggisberg [Ja.]; bei 

Gais [P.-I.]. 

E. Magnata Milliere. 

Eine ganz merkwürdige Art, eine ächte gigantische Eupithecie. Ent- 
deckt von Zell.-Dold. auf den Muottas bei Samaden in bedeutender Höhe. 
Sicher hat sie auch ifä. im Gadmenthale gefangen. Zell.-Dold.'s freundlicher 
Unterstützung verdanke ich die Ansicht eines Original-Exemplares. Milliere 
hat sie (139, 3) gut abgebildet. 

E. Helveticaria Bsd. [H.-S. 130 — 133) und Var. Areeuthata Frr. {H.-S. 
134—137). 

R. an Juniperus communis, sabina und nana. 

F. im Juni und Juli und dann, wie es scheint, auch noch im Spätherbst. 

Sicher aus dem Wallis {Äiideregg, Frey) ; (?) vom Simplon [Ja.) ; (?) von St. 
Blaise-Neuveville [CouL); aus den Umgebungen Bergüns (Chiaclavuot) und 
vom Weissenstein (Z.), häufiger; von Trafoi {Wo.). 

Var, Areeuthata (röthlich-graue , stärker gestreifte Vorderflügel) findet 
sich nach Lah. oberhalb Montreux und bei Yvorne ; vom Oberhasli {M.-D.); 
von Gadmen {Rä.) und dem oberen Engadin {M.-D.). 

Höhengrenze 5500'. 

E. Primulata Milliere. 

R. an Primula latifolia. 

Zell.-Dold. traf sie oberhalb Celerina im oberen Engadin und über dem 
Weissenstein an der Fuorcla da Revers. Die Entwicklung in der Ebene 
erfolgte im nächsten Juni. 

Eine hochalpine Art. 

E. Bergunensis Dietze. 

Die grosse schöne Eupithecia traf Z. im Juni und Juli in den Umgebun- 
gen Bergüns, am Rugnux, nicht gerade häufig. 
Höhengrenze über 4000'. 

E. Castigiata Hb. (PResiduata Hb.) {IIb. 456. H.-S. 164. 166. 167). 
R. im höchsten Grade polyphag, so an Epilobium, Achillea, Ononis, Soli- 
dago, Galium, Hypericum, Scabiosa, Campanula, Pteris aquilina. 



V. Geometriden. 247 

F. im Mai und Juni, verbreitet. Lenzburg und Wildegg [Wu.]; Ztirich 
[Frey]; St. Gallen Tä.): Degersheim [Müller); Burgdorf, Meiriugen [M.-D.]; 
Schupfen [Rthb. ; Gadmen [Rä.]; St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Berge um 
Aigle bis 5000' Lah.); Bergün iZ.; Tarasp (Ä7//.;; Trafoi [Wo.]. 

E. Trisignaria H.-S. H.-S. 175. 176). 

R. an den Blüthen und Samen von Heracleum spondylium, Peucedanum 
oreoselinum , Angelica sylvestris, Pastinaca sativa, Laserpitium siler und 
Thysselinuni palustre. 

F. von Zürich [Bremi, Frey); von Siselen [Rä.-, von Lausanne [Lah.); 
von Trafoi [Frey) . 

Elevation gegen 5000'. 

E. Virgaureata Doubleday (Pimpinellata Gn.). 
R. an den Blüthen von Solidago und Senecio. 
Von Montreux als Larve Dietz-e. 

E. Vulgata Haw. (Austeraria H.-S.) [H.-S. 1.38—140). 

R. polyphag, so an Sedum, Polygonum, Cucubalus und (!) Rubus. 

F. vom Mai in den Juli. Simplen [Ja.); Siselen und Gadmen [Rä,.); 
Meiringen und Berner Jura [Rthb.]; St. Blaise-Neuveville [Coul.); Bremgarten 
[Frey]; Chur [Cafl.j; Bergün, häufiger (Z.), und oberes Engadin [Pfaffenzeller) . 

Elevation etwa 5500'. 

E. Campanulata H.-S. 

R. in den Samenkapseln von Campanula trachelium. 
Von den Bergen des Genfer Sees Dietze) und von Siselen [Rä.]. Da sie 
auch bei Trafoi [Wo.j Frey) vorkommt, sicher weit verbreitet. 

E. Assimilata Gn. 

R. an Ribes rubrum und Humulus lupulus, die Blätter verzehrend. 
Zwei Exemplare im letzten Drittheile des Juni bei Siselen [Rä.]. 

E. Albipunctata Haw. (Tripunotaria H.-S.) H.-S. 461). 

R. an Blüthen und Samen von Angelica sylvestris, Cicuta virosa und 
Eupatorium cannabinum. 

Von der Bechburg (R.-S.); von Gadmen und dem Simplon [Rä.]; von 
Chur [CafL). 

Höhenverbreitung noch näher zu erforschen. 

E. Absinthiata Gl. [Hb. 453) . 

R. polyphag an Blüthen niederer Pflanzen, z. B. Artemisia, Achillea, 
Tanacetum, Senecio, Solidago und Eupatorium. 



248 V. Geometriden. 

F. im Mai und Juui. "? Zürich {Bremi); Schupfen [Rthb.)] Siselen {Rä.); 
Lausanne {Lah.) . 

Elevation eine geringe. 

E. (?) Expallidata Gn. 

R. an den Blüthen von Solidago virgaurea. 
F. fraglich vom Weissbad [P.-I.). 

E. (?)Pimpinellata Hb. [Hb. 443. 444. H.-S. 153). 

R. an den Blüthen von Pimpinella, Achillea, Bupleurum, Senecio. 
F. vom Gurnigel und von Sion [Ja); von St. Blaise-Neuveville [CouL). 
Sehr unsicher. 

E. (?) Extraversaria H.-S. (Libanotidata Schlag.) [H.-S. 543). 
R. an den Samen und Blüthen von Peucedanum oreoselinum. 
Nach Lah. von Heuser bei Burgdorf erbeutet; also unsicher genug. 

E. Distinctaria H.-S. (Heydeniaria Stgr.) [H.-S. 162). 

R. an den Blüthen von Hypericum perforatum und Galium sylvestre. 
Vom Rigi und aus dem oberen Engadin durch v. Heycl. erbeutet. Nach 
Rü. auch im Gadmenthale bis etvs'a 4000' Höhe. 
Elevation über 5000'. 

E. Conterminata Z. (Manniaria H.-S.) [H.-S. 156). 
Ein Exemplar bei Zürich [Frey), sehr selten. 

E. IndigataHb. [Hb. 399. H.-S. 183 — 186). 
R. an Pinus sylvestris. 

F. im Mai. Bechburg [R.-S.); Lenzburg [Wie); Zürich {Frey); Burgdorf 
[M.-D.); Lausanne {Lah.), selten. 
Elevation wohl nur sehr gering. 

E. Lariciata Frr. [H.-S. 170. 173. 174). 

R. an Pinus larix. vielleicht auch an Wachholder. 

F. vom April bis Juni. Zürich {Frey); Bechburg [R.-S.); Burgdorf 
{M.-D.); Simplen {Rä.); oberes Engadin {M.-D.); Trafoi {Wo., Frey). 
Höhengrenze etwa 5500'. 

E. Exiguata Hb. {Hb. 379). 

R. polyphag, an Weissdorn, Weiden, Stachelbeeren, Berberis, Ahorn, 
Eschen. 

F. von Ende Mai in den .Juli, seltener. Aarburg und Lenzburg {Wu.); 
Bechburg {R.-S.); Schupfen {Rthb.); Chasseral {CouL); Lausanne {Lah.); 
Zürich {Frey) . 

Elevation nur n)ässiu. 



VI. Pyralo-Crambiden. 249 

E. Lanceata Hb. (Hospitata Tr.) [Hb. 236). 
R. wohl an Nadelhölzern. 

F. im Frühling. Nicht gerade selten bei Zürich (Frey); selten von Schu- 
pfen {Rfhb.); von Lausanne (Lah.); von Chur [Cafl.]. 
Höhenverbreitung wohl sehr gering. 

E. Sobrinata Hb. [Hb. 465). 

R. an den Nadeln und Blüthen des ^Yachholders. 

F. von Ende Juli an bis in den September. Im oberen Gadmenthal 
gegen den Sustenpass hin [Rä.)\ Schupfen [Rthb.)\ Burgdorf [M'.-D.]; Lau- 
sanne (Lah.); Chur [Caß.); Tarasp [Kill.]. 

Elevation vielleicht gegen 5000'. 

E. Pumilata Hb. Hb. 388). 

R. polyphag, an Blüthen von Clematis, Erica, Genista, Euphrasia. Glo- 
bularia u. s. w. 

Ein Exemplar im April von Lausanne [Lah.]^). 



VI. Pyralo-Crambideü. 

Cletleobia Dup. 

C. Brunnealis Tr. (Comparalis Hb.) [Hb. 126)2). 

Nur dem Süden und Südwesten als selteneres Thier angehörig. Vom 
Comersee (C. Zeller); zwei Exemplare von sonnigen Stellen bei Lausanne 
während des Juli [Lah.). 

C. Angustalis S. V. [Hb. 21). 

R. im Gespinnste unter Lotus corniculatus, die Blüthen verzehrend; 
doch sicher auch noch an anderen niederen Pflanzen. 

F. vom Mai bis in den Juli, vielleicht im südlichen Theile unseres Faunen- 
bezirks mit doppelter Generation ; sowohl an nassen wie trocknen Stellen. 
Von Lausanne [Lah.) ; St. Blaise-Neuveville [Coul.) ; Bern und Solothurn 
[Bent.); Zürich, an letzterem Orte selten [Frey). 



^) (?) E. Fenestrata Milliere. MilUere, der hochverdiente französische Forscher, 
hat ein sonderbares Thier beschrieben und (PI. 133. U. 15) abgebildet, eine grosse, weisse 
Geometre, welche er bei Fenestres 'Alpes maritimes) in mehr als 6000' Hohe gefunden hat. 
Rä. traf drei ähnliche Stücke im Bagnethal bei etwa 5500' Höhe. Sicher über die Identität 
bin ich nicht, auch nicht über das Genus. 

2) Bei Hb. und H.-S. sind die Pyralo-Crambiden theils unter den Pyraliden, theils 
unter den Tineiden abgebildet, was wir zur Vermeidung von Irrungen bemerken. Die vor- 
handenen Familien sind als unbrauchbar übergangen worden. 



250 VI. Pyralo-Crambiden. 

Aglossa Latr. 

A. Pinguinalis L. [Hb. 24). 

R. an Abfällen verschiedenster Art, im Kehricht, in Holzställen und der- 
gleichen in einem Gewebe. 

Wohl überall im Juni ; in schlechten Wohnplätzen am verbreitetsten ; 
selten wohl noch im Freien. Doch traf ich sie einstens bei Zürich ziemlich 
entfernt von Wohnungen. Vom Schwarzsee bei Zermatt im Juli [Bent.]^). 

A. Cuprealis Hb. [Hb. 153). 

R. wohl mit ähnlicher Lebensweise. 

F. wohl durch die Ebene weit verbreitet, aber selten im Faunengebiete. 
Von Basel [Imhof); von Zürich [Frey); von Neuveville [Coul.]. 

Asopia Tr. 

A. Glaucinalis L. (Hb. 98) . 

F. sehr selten im Sommer. Ein Exemplar in der Sammlung von Rthb. 
aus dem Faunengebiete; Bergell bei Promontogno (2521') [Boll). 

A. Pimbrialis S. V. (Costaiis Fab.) [Hb. 97). 

F. wenig verbreitet. Yevey [Rthb.) ; bei Zürich, sehr selten [Frey). 
Früher hatte ihn Brenn in der Zürcher Vorstadt Hottingen in Kuhställen öfter 
getroffen. Von Chur [Cafl.). 

A. Farinalis L. [Hb. 95j . 

R. in den Abfällen der Haushaltungen, in Mehl und in Stroh. 
F. im Mai und dann im Hochsommer, wohl überall vom Wallis bis St. 
Gallen und Graubünden. 

Ich traf ihn noch bei Bergün, also in mehr als 4000' Höhe. 

Endotricha Z. 

E. FlammeaUs S. V. [Hb. 99). 

R. an niederen Eichenbüschen. 

F. im Juli und im August, meistens an warmen Stellen des Südwestens. 
(?) vom Bodensee [Bremi); Biel [Rthb.); Bödeli, Urweid [Bent.]; St. Blaise- 
Neuveville [Coid.); Lausanne, oft [Lah.), ebenso im Wallis, wie z.B. beiViege. 

Scoparia Hiiw. (Eudorea Curt.).^) 

S. Centuriella S. V. [Hb. 239. H.-S. 93. 94). 2) 

Die nordische Art im Hochsommer nur aus den Alpen Graubündens, 



1) Lah. hat hier leider mancherlei Verwirrung verursacht. Einzelnes gelang mir 
durch Vergleichung seiner Original-Exemplare aufzuhellen. 

2j Die R. lebt gewiss wie diejenigen aller anderen Scoparien unter Moos der Bäume, 
Steine und Felsen. 



VI. Pyralo-Crambiden. 251 

sehr selten. Ober-Engadin (C. Zellev und Kriechbaumer); vom Weissenstein 
[Zell. -Bold, lind Stgr.). 
Elevation etwa 6000'. 

S, Ambigvialis Tr. (Dubitalis Steph., Mereurella Lah., Conieella Lah., 
Ancipitella Lah.)[//.-6'. 108. 109). 

Ich stehe nicht an, alle obige Citate zu vereinigen, um so mehr, als ich 
Originale von Lah. vergleichen konnte. Die Art ist vom Mai durch den ,luni 
wohl überall vorhanden, sowohl im Tieflande wie am .Iura und den Alpen ; 
hier von Engstlen, dem Simplen und Zermatt [Beut.]. 

Conieella Lah. (Mittelfeld dorsalwarts sehr verengert, braune Adern im 
Hintertheil der Flügel) aus den Umgebungen Aigles. Ancipitella (durch die 
Einfachheit der Zeichnungen markirt) von Meiringen [Ott); von Schupfen 
[Rthb.]; vom Jorat [Lah.) und vom Simplon [Beut.). 

Elevation bis etwa 5000'. 

S. Cembrae Haw. (Asphodeliella Lah.),. 

Aus den ^Yalliser Alpen, wenn wirklich die Asphodeliella von Lah. mit 
Cembrae zusammenfällt, was ich gleich Wo. für sehr wahrscheinlich halte. 

S. (?) Ingratella Z. H.-S. 105. 106). 

Das schweizersche Bürgerrecht dieser Spezies steht auf schwachen 
Füssen. Lah. glaubt Exemplare des Berner Oberlandes hierhin stellen zu 
müssen. Mir kam keine dem Faunengebiet angehörige S. Ingratella je zu 
Gesicht. 

S. Dubitalis Hb. (Pyralella Hb.) [Hb. 49. 167. H.-S. 107). 
F. im Juni, gemein und gewiss weit verbreitet. 

Zürich [Frey,; Bern und Weissenstein am Jura, sowie Viege [Bent.]; an 
den Gestaden des Genfer Sees [Lah.]. 

S. Manifestella H.-S. [H.-S. 104). 

F. im Juni und Juli, meistens im Gebirge. (?) Bern [Bent.); von Bergün 
an den Felsen der Susta nicht häufig [Z.]; von Tarasp [Kill.]:, vom Stelvio 
[Frey]; ('? aus den Umgebungen St. Gallens [Tä.]. Ob Lah. die richtige Art 
von Rthb. hatte, steht anhin. 

S. (?) Phaeoleuca Z. (Vesuntialis Gn., Seiaphilella Lah.) [H.-S. 204). 
Das schweizersche Bürgerrecht steht auf sehr schwachen Füssen. Von 
Neuveville [CouL); am Bieler See bei Thouanne an Felsen [Rthb.), wie uns 
Lah. berichtet. 

S. Valesialis Dup. (Parella Z.) [H.-S. 100. 103. 119. 120), Var. Octo- 

nella Z. und Var. Imparella Lah. 

Ich habe diese interessante veränderliche Art unserer höchsten Alpen 

(sie fliegt von Mitte Juli in den August hinein auf Erhebungen von 7 — 9000') 

stets mit Interesse verfolgt und eine Anzahl frischer Stücke erbeutet; so von 

dem Gorner Grat bei Zermatt, wo sie häufiger, und von den Alpen des Ober- 



252 VI. Pyralo-Crambiden. 

Engadin und dem Albidapasse, wo sie seltener getroflFen wird. Auch sonst 
im Wallis [Änderegg) und vom Simplen [Bent.) . 

Var. Octonella (die zwei schwarzen Mittelpunkte fehlen) gibt Lah. vom 
oberen Engadin und dem Wallis an. 

Seine Var. Imparella stammt aus dem Ober-Engadin. Ich sah zwei 
seiner Exemplare. Der q^ ist sehr wenig von der typischen Erscheinung des- 
selben Geschlechtes verschieden , das Q stimmt genau mit zwei Stücken 
meiner Sammlung, von welchen ich das eine vor langen Jahren im oberen 
Engadin auf den Hochalpen von Sils, das andere später von der Passhöhe des 
Albula gefangen habe. Letztere sind heller, glattschuppiger und spitzflüg- 
liger; vielleicht eigene Art i) . 

S. Petrophila Standfuss. 

Mit Sicherheit im Juni und Juli nur aus unseren Alpen. Ich traf sie 
unten im Thale von Zermatt und Z. in den Umgebungen Bergüns (Abhang 
der Cresta grande gegen Fontanisla) . Die schweizerschen Exemplare sind 
ganz gleich den schlesischen. 

Elevation bis 5000'. 

S. Sudetica Z. [H.-S. 116. 117). 

Im Gegensatz zur vorigen Spezies auch dem Norden angehörig und bei 
uns schon von niederen Plätzen im ganzen Alpen lande gemein. So aus den 
Bergender Cantone Bern, W^allis, Schwyz, Glarus, St. Gallen und Graubün- 
den. Hier schon aus den Umgebungen Churs (Ca//.) . Flugzeit der Juni und Juli. 

Höhengrenze etwas über 7000'. Sie dürfte schon über 3000' beginnen. 

S. Murana Curt. (Muranella Lah., Parella H.-S.) [H.-S. 101). 

F. vom Juni bis in den August, in den Alpen weit verbreitet. Bergün, 
an Wänden und Felsen (Z., Frey]:, auf Albulapass nur noch sehr vereinzelt 
[Fi^ey]] von Trafoi [Derselbe): Berge bei Aigle im Ormontthale, Westabhang 
der Furka und ebenso von Chanipery (3180') im Walliser Val d'Illiers [Lah.]. 

S. Resinea Haw. (Vandaliella H.-S.) [H.-S. 157). 

Die characteristische, auch im Elsass iP.-I.) vorkommende Art nur im 
Westen unseres Faunengebietes. Von Schupfen [Rthb.]\ bei Lausanne an 
Pappeln und Fruchtbäumen nicht sehr selten [Lah. 

S. Laetella Z. [H.-S. 115). 

F. (wohl selten) im Sommer. Bremgarten [Boll); Ölten [Wu.]; oberhalb 
Lausanne [Lah.); St. Gallen [Tä.]. 

S. Trunoicolella Stainton (Stt.) (Merourella Z.). 

Mit Sicherheit von der Bechbure (R.-S.]. Bei Zürich fehlend. 



i) Wie wenig Lah. selbst hier sich auf sicherem Boden befand, lehrt der Umstand, 
dass er Wo.'s Exemplare derS. Gracilalis Doubleday von Dovrefjeld als S. Imparella be- 
stimmte. Nun ist aber diese Gracilalis [Wo. schickte mir freundlichst einige seiner Nor- 
weger ein) ein ganz verschiedenes Thier. 



VI. Pyralo-Crambiden. 253 

S. Crataegella Hb. [Hb. 231. H.-S. 113). 

F. im Juli und August, wohl in der ganzen tieferen Region des Faunen- 
gebietes und stellenweise häufiger mit nur geringer Erhebung. 

S. Prequentella Stt. (CrataegeUa H.-S.) [H.-S. H4). 

Wohl ähnlieh der vorhergehenden Art . mit welcher sie zu vereinigen 
ich aber sehr geneigt bin. 

S. Pallida Steph. (Oertzeniella H.-S.) [H.-S. 97). 

Die bezeichnende Art traf Rthb. bei Schupfen an Hecken einer nassen 
Wiese nnd P.-I. bei Gais. Also wohl nur sehr lokal. 

Heliothela Gu. 

H. Atralis Hb. [Hb. Fig. 27;. 

F. Ende Juni und im Juli, bis gegen die Baumgrenze in den westlichen 
Alpen [Lah.)\ Berner Alpen Rthb.); Lausanne [Lah.]] Lägernberg bei Baden, 
hier seltener [Frey]] ebenso im Seealpthal [P.-I.]. 

H. Praegalliensis Frey. 

Der vorigen Art sehr nahe kommend, doch wohl spezifisch verschieden. 
Grösse und Form dieselbe ; vielleicht etwas plumper gebaut. Grundfarbe 
ein tiefes Schwarzbraun. Beine im ersten und zweiten Paare heller grau, im 
hinteren dunkel; dessen Tarsen grau, schwarz geringelt. Auf den Vorder- 
flügeln schimmert der weissliche CostalOeck der Unterseite nicht hindurch. 
Hier liegen eine Anzahl stahlblauer, sehr lebhaft erzglänzender Schuppen- 
fleckchen, ein grösserer in halber Länge des Innenrandes und vor dem Hinter- 
rande eine feine derartige Bogenlinie. Franzen grau mit schwärzlicher 
Schuppenlinie; an der Flügelspi(ze etwas heller. Hinterflügel braunschwarz 
mit hellerem Vorderrandsfleck. Die Unterseite erinnert sehr an diejenige 
der vorhergehenden Art; doch bleiben die vier weisslichen Zeichnungen viel 
feiner und schmaler. 

Aus dem unteren Bergell bei etwa 3500' Höhe im Angust in zwei Exem- 
plaren von Baz. Eins wurde mir überlassen. 

Tlireuodes Ou. 

T. Pollinalis S. V. [Hb. 29). 

R. an Genista, Cytisus und Ononis. 

Hier und da um Lausanne im April und Mai [Lah. ; im Canton Bern 
[Rthb.]; Neuveville [Coul.]; (?) Balgrist bei Zürich [Zell. -Bold. ]. 

Catharia Led. 

C. Pyrenaealis Dup. (Simplonialis H.-S.) [H.-S. 31—34). 

Berner Oberland [Ott]; dann aus dem Wallis Anderegg : ein Exemplar 
vom Riffel im August [Bent.]. Mir niemals vorgekommen. 
Elevation, wie es den Anschein hat, bedeutend. 



254 VI. Pyralo-Crambiden. 

Hercyua Tr. 

H. Holosericealis Hb. (Schrankiana Hochenw.) Hb. 112). 

R. und Puppe unter Steinen. 

F. vom Juni bis August, überall auf den Hoehalpen und stellenweise 
gemein, nahe am schmelzenden Schnee, später auch an den Strassen und 
Steinen. Vom Wallis bis Graubünden und Trafoi. 

Hinsichtlich der Schärfe der Zeichnungen und der Intensität des bräun- 
lich gelben Anflugs kommen mancherlei Variationen vor. In den südlichen 
Alpen, mit etwa 6000' beginnend, gewinnt der F. beträchtliche Elevation. 

H. Rupicolalis Hb. (Phrygialis Hb.) [Hb. 42. 139. 198—200). 

R. und Puppe unter Steinen. 

F. auf allen Hochalpen, vom Monte Rosa bis zum Stelvio. Er dürfte 
hinsichtlich der Erscheinungszeit und der Elevation der vorigen Art sich 
gleich verhalten. 

Auch H. Rupicolalis ändert nicht ganz unbedeutend ab. Die Zeichnun- 
gen der Vorderflügel erscheinen in ungleicher Schärfe und die Grundfarbe 
graulich oder bräunlich überflogen. Ein schönes Q meiner Sammlung hat 
fast zeichnungslose Vorderflügel mit breit schwarzem Hinterrande. 

H. Helveticalis H.-S. [H.-S. 127. 128) und Var. Lugubralis Led. (Con- 
spurealis Lah.). 

F. im Juli und August, an hochalpinen Geröll- und Schutthalden und 
darum schwer zu erhaschen. 

Die Stammform aus den Walliser Alpen {Änderegg); vom Gorner Grat 
[Frey]; Rerner Oberland (Lah.); vom Sustenpass [Beni.]] vom Albulapass 
[Frey] . Seltener. 

Var. Lugubralis zeigt die Vorderflügel verloschener gezeichnet , unter- 
scheidet sich aber augenblicklich durch die Unterseite. Während diese bei 
der Stammart weisslich grau ist und die Vorderflügel einen dunklen Mittel- 
mond und Aussenrand darbieten, welch' letzterer auch über die Hinterflügel 
wegzieht, wird jene Unterseite der Var. fast zeichnungslos und hell eisengrau. 

Hochalpen des Rerner Oberlandes [Lah.)\ vom Panixer-Pass (7425') an 
der Grenze der Cantone Glarus und Graubünden (£o//i; beide Formen auf dem 
Albulapass untermischt, und zwar ist Var. Lugubralis fast häufiger [Frey). 

H. Rupestralis Hb. (Andereggialis H.-S.) [Hb. 201—203. H.-S. 
124—126). 
Sicher nur von den Walliser Alpen [Anderegg) . Aus dem oberen Enga- 
din im Juli ['t)(Bent.). 

H. Alpestralis Fab. [Hb. 135). 

F. im Juli und August, in weitester Verbreitung durch unsere Hochalpen, 
stellenweise einmal in Mehrzahl. 



VI. Pyralo-Crambiden. 255 

Walliser Alpen, so Zermatt [Frerj] und der Simplon [Beut.); Berner, wie 
Engstlenalp und Sustenpass [Beut.); Bergün und Weissenstein (Z.); Albula 
und oberes Engadin {Frey); Bernina [Bent.]. 

Ennychia Led. 

E. Albofaseialis Tr. [H.-S. 19) und (?)Var. Minutalis Speyer. 

R. an Conyza squarrosa. 

F. im Juni. Ich fing ihn in wenigen Stücken am Lägernberg bei Baden 
als Seltenheit; Ja. bei Twann. 

Ich bin sehr geneigt, Speyer's Minutalis hierher zu ziehen. Der Unter- 
schied besieht nach ihm in Folgendem : Die Vorderflügel weniger zugespitzt, 
ohne Purpurbraun (was übrigens keines meiner Exemplare zeigt), der weisse 
Querstreif schmaler, auf den Hinlerflügeln vor dem Innenrand viel entfernter 
endigend; ohne weissen Fleck an der Ilinterflügelwurzel; die Franzen ein- 
farbig braungrau. — Zwei Exemplare, vom Engelberg bei Oftringen durch 
Wie. gefangen, lieferten Speyer das.Material zu seiner Beschreibung. Meine 
wenigen schweizerschen Stücke tragen intermediären Character. Also wohl 
nur Lokalvarietät. 

Odontia Dup. 

O. Dentalis S. V. (ßb. 25. H -S. 120). 

R. minirend in der Mitlelrippe unterer abgestorbener Blätter von Echium 
vulgare. 

F. von Ende Juni bis in den August, lokal. (?) Seen bei Winterthur 

{Bremi); (?) Balgrist bei Zürich (C. Zeller); Lenk, Urweid, Leuk [Bent.); St. 
Blaise , selten {Coul.); Umgebungen von Rolle am Genfer See [Chavannes); 
Chur (Ca/7.); Tarasp (Ä7//.)i). 

Eurrhypara Hl). 

E. Urtiealis S. V. [Hb. 78) . 

R. an Brennnesseln, Convolvulus und Ribes. 

F. im Juni und Juli, sehr verbreitet im Tieflande (vom Wallis bis Chur), 
doch nicht überall häufig und keine erhebliche Elevation erreichend. 

Botys Tr. 

B. Nigralis Fab. {Hb. 26). 

R. an niederen Pflanzen, wie Salvia glutinosa und Glinopodium vulgare. 

F. vom Juni an. Unsichere Angaben von Bremi aus der schweizerschen 
Ebene. Sicher nur aus dem Alpengebiete. Wallis {Änderegg); Engelberg 
(C. Zeller); Bryschalp im Canton Schwyz (etwa 4500') {Frey); Seealpthal, öfter 



■1) Tegostoma Comparalis Hb. sollte nach Bremi' s Angabe bei Zürich gefunden sein. 
Lah. hat diese Angabe kritiklos aufgenommen. Niemand traf jene Art im Faunengebiete. 



256 VI. Pyralo-Crambiden. 

{P.-I.): Appenzell (Eben- und Pommenalp) {Tä.); aus Graubünden vomCauma- 
see bei Flims [Caß.)\ von Bergün, im Sonnenschein schwärmend [Z.]. 
Elevation über 5000'. 

B. Oetomaeulata L. Fab. (Guttulalis S. V., Funebris Ström) [Hb. 75). 

F. Ende Mai und im Juli. Sehr weit verbreitet durch das Tiefland, 
mitunter häufig, bn Jura, z. B. am Chasseral {CoiiL), und vom tieferen 
Alpengebiete von Wallis, Bern, Zürich, St. Gallen, Graubünden (so z. B. bei 
Bergün [Z.]). Vereinzelt noch im oberen Engadin bei etwa 5500' [Frey). 

Unsere alpinen Stücke bald mit, bald ohne den weissen Costalpunkt der 
Vorderflügel, gleich denjenigen des ebeneren Faunengebietes. 

B. Nycthemeralis Hb. (Hb. 148). 

F. im Juni, wohl nur selten in der schweizerschen Ebene. Ich fing mit 
Boll einige Stücke bei Bremgarten im Nadelholzwalde um Sambucus. Sie 
unterscheiden sich in mehrfacher Hinsicht von meinen norddeutschen Exem- 
plaren. Einmal erstreckt sich die weisse Grundfarbe beider Flügelpaare 
viel weiter wurzelwärts, dann sind gegenüber meinen Schlesiern die Franzen 
nicht einförmig grau, sondern weiss und lebhaft schwarz gescheckt. Man 
könnte daraus eine Var. Argoviensis machen. Doch ist mein Material zu 
dürftig. 

B, Anguinalis Hb. (Nigrata Scop.) [Hb. 32). 

F. wohl in doppelter Generation, im April und Mai, dann im Juli, weit 
verbreitet. 

Aus dem Tieflande von Neuchätel, Bern, Solothurn, Zürich, St. Gallen, 
Tessin (am Monte Bre [Beut.]); dann in das Gebirge aufsteigend, so von Leuk 
[Bent.]. Noch bei Bergün (Z.). 

Elevation über 4000'. 



B. Cingulata L. [Hb. 30) und Var. Vittalis Lah. 

B. an Salvia pratensis in röhrenförmigen Gespinnsten. 

F. in weitester Verbreitung durch den tieferen Theil unseres Faunen- 
gebietes ; dann durch den Jura und die Alpen ; hier, wie im oberen Engadin, 
5500' überschreitend. 

Diese alpinen Stücke (sie kommen von den Waadtländer bis zu den 
Graubündner Alpen vor) stellen offenbar Lah.'s Var. Vittalis dar. Grösser, 
die Vorder- und Ilinterflügelbinde gebogener, die Franzen heller. Die Form 
des vorderen Flügelpaares indessen die gleiche wie bei der Stammart. 

B. Porphyralis S. V. (Coecinalis Hb.) (7//^. 37. H.-S. 101. 102). 
R. kaum gekannt. Von Mentha, Stachys, Thymus (?). 
F. im Juni und Juli, meistens selten. Aus den tieferen Gegenden er- 
wähnen Bent. Aarau, Bern, Thun, Lenk und Sierre, Coul. St. Blaise-Neuve- 



VI. Pyralo-Crambiden. 257 

ville und C. Zeller das Tessin. Ich traf ihn nur in den Alpen. Haslithal 
und Waadtländer Alpen {Lah.); Mühlebachalp im Canton Glarus [Frey): von 
Bergün (Z.); auf Albulapass , gewöhnlich selten, doch in einem Jahre um 
Juniperus nana in Unzahl [Frey]; Sils-Maria {Derselbe). 
Elevation über 7000'. 

B. Punicealis S. V. (Aurata Scop., Porphyralis Hb.) [Hb. 36. H.-S. 1 03) . 

R. an Mentha, indessen gewiss noch an anderen Pflanzen. 

F. im April und Mai, dann im Juli und August, im Tiel'lande namentlich 
an feuchten Stellen sehr verbreitet. Er erreicht im Gebirge geringere Er- 
hebung, etwas über 4000', so z. B. am Simplon [Bent.]^ im Seealpthal [P.-L], 
bei Tarasp (ä7//.) und Bergün [Z.). 

B. Purpuralis L. (Punicealis Hb.) [Hb. 34. H.-S. 105. 106) und Var. 
Ostrinalis Hb. [Hb. 113. H.-S. 107. 108). 

R. an Mentha arvensis, rotundifolia, hirsuta und sylvestris. 

F. im Mai, dann wieder vom Juli an; wohl überall im tieferen Terrain. 
Er erreicht niedere Alpengegenden, wie den Gurnigel [Bent.), das Seealpthal 
[P.-I.) und Bergün [Z.). Doch auch noch auf dem Weissenstein , also in 
etwa 6000' Höhe [Z.]. 

Ostrinalis (eine im Grunde genommen unbedeutende Varietät , meistens 
etwas kleiner, mit lebhafteren weisseren Zeichnungen der Oberseite) kommt 
untermischt mit der Stammart vor. Ich traf sie nicht selten bei Zürich und 
noch (ungewöhnlich gross) auf der Passhöhe des Albula. 

B. Sanguinalis L. (Haematalis Hb.) {Hb. 33. 178). 

R. an Thynuis serpyllnm. 

Nur aus dem südlichen und südwestlichen Theile unseres Faunengebietes, 
im Juli und August. Als Seltenheit von Paudex bei Lausanne {Lah.); von 
Biel und am Fusse des Berner Jura {Rthb.); aus dem Wallis, von Viege und 
Naters, gleichfalls selten {Bent.); von Tarasp (AV//.), nach der Bestimmung 
von Z. 

B. Cespitalis S. V. (Sordidalis Hb.) {Hb. 39. 40). 

R. in röhrenförmigen Gängen an niederen Pflanzen, wie z. B. Plantago 
und Salvia. 

F. in dem tieferen Theile unseres Faunengebietes mit doppelter Genera- 
tion von Anfang April an und dann wieder beim Beginn des Juli. 

Verbreitet und gemein. Ich traf ihn (allerdings frühzeitig) im alpinen 
Sommer in einzelnen Jahren in förmlichen Schwärmen, in anderen seltener. 

B. Manualis Hb. {Hb. 1 95 - 1 97) . 

Walliser und Berner Alpen {Anderegg, Oft). Ich traf diese Art niemals. 

Frey, Lepidopteien. \'] 



258 VI. Pyralo-Crambiden. 

B. Aerealis Hb. {[^]Hh. 41) und Var. Opaealis Hb. [H.-S. 137—139. 
Hb. 169. 170). 
R. sicher polyplujg, an niedeien Pflanzen, wie z. B. Gnaphallum. 
Die Stammform scfieint uns zu fehlen. Var. Opaealis (grösser, dunkler] 
findet sich von Ende Juni bis in den August durch das Alpengebiet weit ver- 
breitet , vom Monte Rosa bis nach Graubünden. Stellenweise ist diese Art 
sehr häufig; im Tieflande wohl fehlend. 
Elevation über 7000'. 

B. Alpinalis S. V. (///;. 63. 175. 176). 

R. an Senecio ovatus u. s. w. 

F. im Juli und August auf den Alpen, doch auffallend selten. Die Alpen 
um die Furka (La/r); Berge des Unterwallis [Derselbe); Gurnigel und Engst- 
len-Alp {Be7it.)[ im Engadin (sehr selten nach eigenen Beobachtungen), so 
am Fusse des Beruina [Rthb.); von dem Maloja und auch noch von Tarasp 
(Kill.). Nach Coul. soll er auch auf dem Chasseral vorkommen. 

Elevation gegen 6000', 

B. Montieolalis Lah. (üliginosalis Steph., Alpinalis H.-S.)(//.-S. 7 — 10) . 

Ich zweifle an den Artrechten des im Hochsommer auf unseren Alpen 
häutigen, mitunter gemeinen Thieres nicht. Vom Wallis bis zum Stelvio und 
hier noch über 8000' [Frey] . Flugzeit der Juli und August. 

Ein intermediäres Exemplar zwischen dieser und der vorhergehenden 
Art traf ich wenigstens niemals. 

Die Tiefengrenze (wie so oft) noch unerforscht. 

B. Muriualis F. R. [F. R. 92. 3). 

Die Nahrungspllanzen unbekannt. R. und Puppe unter Steinen. 

F. im Juli und August, hochalpin, 8000' (Stelvio) überschreitend [Frey). 
Walliser [Amknegg) und Berner Hochalpen [Coul., Beut.); vom Graubündner 
Weissenstein unter Steinen häutiger [Zell.-Dold.]. 

Tiefengrenze vieilciciü schon l)ei 6000'. 

B. Austriacalis H.-S. (Donzelalis Gn.) [11. -S. 142). 

Z. traf diese alj)ine Form 7\nfang August selten bei Bergün (Chiaclavuot). 
Slgr. und Freij begegneten ihr am Stelvio oberhall) Trafoi. 

B. Rhododendralis Dup. [U.S. 112. 113). 

F. in niederen Alpen schon Fndc .luui tliegend . höher im Juli und 
August, mitunter häutig. Vom Wallis bis zur (Jraubündner Grenze. Auf 
den benachbarten Bei'gen bei (^hur traf ihn Cajl. Mit dei- Al|)enrose hat er 
keinem Gemeinschaft. 

Höhengi-enze über 7000' Albid.iK doch da seltenei- [Frey). 



VI. Pyralo-Crambiden. 259 

B. Paseualis Z. (Lutealis Hb.) {Hb. i45. H.-S. 64—66). 

F. im Juli und vVugust, durch das Alpengebiet sehr weit verbreitet. 
WaadtUlnder Berge [Lali.); von Evolena {R.-S.); von Zermatt [Frey]; vom 
Seealpthal [P.-I.]: von Bergiin und dessen Umgebungen an trocknen Hal- 
den (Z.). 

Elevation etwa 5000'. 

B. Nebulalis Hb. (Pratalis Z.) [H.-S. 11. 12). 

F. nach Lah. im Juli und August, in den südwestlichen Alpen sehr ver- 
breitet (•?). Simplen, Gurnigel , Scheidegg und Urweid [Bent.){'f); auch vom 
Jura {Lah. und Bent.)[^). Mit Sicherheit in dem östlichen Alpengebiete vom 
Seealpthal [P.-I-] und aus den Umgebungen Bergüns [Z.]. 

Höhengrenze 5000'. 

B. Sororialis v. Heyd. 

Durch den Glanz der Vorderflügel gerade nicht schwer aus der guten 
Beschreibung meines verstorbenen Freundes zu erkennen. Heijd. betont 
mit Recht eine flüchtige Aehnlichkeit mit B. Rhododendralis. Der Entdecker 
traf unsere Spezies im Juli in mehreren Exemplaren oberhalb Pontresina am 
Bernina , sowie auf der Alp Laret bei St. Moritz. Ich erbeutete sie bei 
Sils-Maria. 

Elevation wohl gegen 7000'. 

B. (?)Nitidalis v. Hein. 

Ob hier wirklich eine Art vorliegt, weiss ich ebenso wenig als v. Hein. 
selbst. Ich ting das Thier während des Juli in den sechziger Jahren mehr- 
fach im oberen Engadin bei Sils-Maria. Leider schenkte ich iiiin damals zu 
wenig Aufmerksamkeit. 

B. Decrepitalis H.-S. [H.-S. 67. 68). 

Soll bei Meiringen fliegen [Lah.). Mit Sicherheit als selteneres Vor- 
kommniss im Juni und Juli bei Bergün [Z.]. Mir kam sie niemals vor; ich 
besitze nur nordische Exemplare. 

B. Polygonalis Hb. (Limbalis S. V., Rustiealis Hb.) [Hb. 121) und Var. 
Meridionalis Wo. [Hb. 67. 204. 205). 
R. an Spartium, Cytisus und (?) Polygonum. 

F. soll im Wallis getrofl'en sein [Lah.). Von St. Blaise-Neuveville, 
selten (Com/.); im Tessin [C. Zeller). Das Vorkommen in unserem Faunen- 
gebiete also vielleicht nicht ganz sicher. 

B. Flavalis S. V. [Hb. 69) und Var. Lutealis Dup. (Citralis H.-S.). 
Die Stammart so 1 1 bei Meiringen [Lah.] und «am Fusse des Gotthard« 
[Bremi) vorgekommen sein. Sicher ist sie im Sommer (Juni und Juli) am 

17* 



260 VI. Pyralo-Crambiden. 

Lägernberg hei Baden, nicht gerade seilen [Frey]] ebenso bei St. Blaise- 
Neuveville [CouL); aus den Umgebungen St. Gallens (Tä.); Gliur [CafL); 
dann von Bergün (Z.); von Tarasp [Kill.]. Auch Viege , der Simplon , die 
Urweid und der Sololhurner Weissenstein sind noch erwähnt von Beut. 

Var. Lutealis im Wallis und gewiss sehr verbreitet (Umgebungen Gam- 
sens [Anderegg]., von Aigle [Loh.]):, dann vom Jura [Rthb., CouL). 

Was Stammform und Varietät, ist nicht zu entwirren. 

B. (?)Asinalis Hb. [Hb. 185). 

Das schweizersche Bürgerrecht erscheint nicht völlig gesichert. Es 
erwähnt Beut, ein Vorkonunen im Wallis bei Sierre, Sion, Leuk und Viege. 

B. Hyalinalis Hb. [Hb. 74). 

R. an Verbascum thapsus(?). 

F. im Juni und Juli. Mit Sicherheit von Zürich [Frey]; von Lausanne, 
häufiger [Lah.], ebenso von St. Blaise-Neuveville [Coul.]\ Gurnigel [Bent.]; 
nicht gerade selten von St. Gallen und Degersheim , sowie von Gais und 
Weissbad [Tä., P.-I.]; Chur [Caß.]. 

B. Repandalis S. V. (Pallidalis Tr.) [Hb. 115). 
R. an Verbascum-Arten. 

F. im Juni und Juli bei Lausanne, nicht selten [Lah.]; von St. Blaise- 
Neuveville [CouL]. Alle weiteren Angaben fehlen. 

B. Silacealis Hb. (Nubilalis Hb., Luptüinalis Gn.) [Hb. 94. 116). 
R. in den Stengeln von Cannabis und Humulus. 

F. im Juni bei Paudex [Lah.]. Sonst nirgends getroffen. Bei Zürich 
sicher fehlend. 

B. Cilialis Hb. (Venosalis Lienig., Virgata Reutti) [Hb. 119). 

Bisher nur im Juni und Juli aus den Sümpfen von Aigle durch Lah. ge- 
trofTen i) . 

B. Pusealis S. V. (Cineralis Hb., Deceptalis Lah.) [Hb. [?] 66). 

R. in den Blüthen und Hülsen von Lathyrus pratensis und (?) Solidago 
virgaurea. 

F. vom Mai an in den Sonnner sehr verbreitet auf Waldwiesen, mit- 
unlei' gemein. 

Er erreicht Lenk [BenL] und Bergün (/.). 

Elevation über 4000'. Dem Hochgebirge sicher fehlend. 

B. TerrealisTr. [F.-H. 75, 4). 

R. in den Blüthen von Aster amellus und Solidago virgaurea. 



1) Lah. erwähnt liier kriliklos B. N u nie rii 1 i s H b., welche C. Z<»//er aus Italien init- 
gt'braciil lialte, als bei Zürich vorkoinnieiKi auf lireini's Angabe! 



VI. Pyralo-Crambiden. 261 

F. im Juni und Juli. Lausanne und Villoneuve [La/i.); von Zerniall im 
Thale [Frey); vom Simplon und Yiöge [Beut.]] dann aus Grauhünden, so von 
Bergün {Z.) und Tarasp [Kill.]. 

Höhengrenze ungefähr 5000'. 

B. Crocealis Hb. (Ochrealis Hb.) [Hb. 71. 146. F.-R. 75. 2). 

R. an Inula-Arten, wie dysenterica und squarrosa. 

F. im Juni und Juli und, wie es scheinl, weil verhreilet. Umgebungen 
Lausannes (Za/;.), Schüpfens [Rthb.), Zürichs [Frey] und Churs (Caß.). An 
letzterem Orte nicht gerade selten. Er erreicht noch Bergün (Z.) . 

Elevation über 4000'. 

B. Stachydalis Zk. [H.-S. 114). 

R. an Stachys sylvatica. 

F. im Juni und Juli. Umgebungen Zürichs {Frey), St. Gallens [Tä.], 
Degersheims {Müller), Lausannes {Lah.) und Burgdorfs {M.-D.)\ auch aus dem 
Tessin C. Zeller). 

Scheint bis 4000' aufzusteigen, wie ihn denn noch am Gabris in Appen- 
zell (3856') Müller fing. 

B. Sambucalis S. V. {Hb. 81). 

R. polyphag, an Sambucus, Convoivulus, Syringa u. s. w. 

F. im Juni und Juli an nassen Waldstellen verbreitet. Aus den Can- 
tonen Waadt {Lah.), Bern {BenL), Zürich {Bremi, Zell.-Dold., Frey) und 
Graubünden, so bei Chur [Call.). Hier überschreitet er bei Bergün [Z.) eine 
Höhengrenze von 4000'. 

B. Verbascalis S. V. (Arcualis Hb.) {Hb. 80). 

R. angeblich an Verbascum und Scrophularia und vielleicht an Teucrium 
scorodonia. 

F. wohl in doppelter Generation (Mai bis August) im Tieflande der West- 
schweiz, mitunter selten. Lausanne (Sauvabelin), Villencuve, Aigle {Lah.); 
St. Blaise-Neuveville {CouL); Aarberg {Rthb.); Solothurner Weissenstein und 
Twann [Bent.) ; Lax und Viege [Derselbe) . Kaum von Zürich {Frey) . 

Die Elevation wohl nur eine massige. 

B. Rubiginalis Hb. {Hb. 79). 
R. an Betonica officinalis. 

F. im Früh- und Hochsommer (also in doppeller Generation). Nach bis- 
herigen Erfahrungen nur lokal. 

Von Sl. Blaise-Neuveville (Com/.); aus dem Tessin, so zwischen Faido und 
Giornico [Rthb.) und von Muzzano {Bent.); von Chur [Cafl.)^). 



\] B. Ful val i s H b. soll bei Bern gelangen worden sein [Bent.]. 



262 VI. Pyralo-Crambiden. 

B. Ferrugalis Hb. [Hb. 54. 150). 

R. au Aster amellus. 

F. im Hoch- und Spätsommer an trocknen Stellen. Lausanne (Lali.); 
oberhalb Neuveville [Coul.) : Schupfen [Rt/ih.]; Zürich, bei Balgrist [ZelL- 
Dold.]\ Bergün (Z. und Frey). 

Elevation über 4000'. 

B. Prunalis S. V. (Leucophaealis Hb.) [Hb. 77). 

R. polyphag, sowohl an Slräuchern, wie an niederen Pflanzen. Ich traf 
sie bei Zürich häufig an Aquilegia vulgaris. 

F. im .Juni und Juli. Im tieferen Theile des Faunengebietes sicher weil 
verbreitet; so von Lausanne (La/?.) bis Zürich [Frey] und Chur [Cafl.]. Den 
Alpen scheint unsere Art zu fehlen. 

B. Cyanalis Lah. 

Luh. fand diese Art nicht selten in den Umgebungen Lausannes vom 
Ende Mai bis in den Anfang des Juli und erwähnt noch Schupfen [Rthb.) und 
Burgdorf [Heuser). Ich habe zwei wohl erhaltene Originalexemplare zur 
genauen Vergleichung in Zürich gehabt. Sie ist sicher eigene, von Lah. gut 
beschriebene Art und steht in der Mitte zwischen der vorhergehenden und 
nachfolgenden Spezies. 

B. Inquinatalis Z. [H.-S. 80). 

Diese nordische Art kam bisher nur in den Alpen GraubUndens vor, vom 
Juni bis August. So zwischen Palpuogna und dem Weissenstein [Z.) und 
auf den Alpen über Sils-Maria [Frey). Das seltene Thier ist hochnordischen 
Exemplaren meiner Sammlung gleich. Vielleicht ist es nur Gebirgsform 
von B. Prunalis. 

Elevation wohl gegen 7000'. 

B. Olivalis S. V. (Umbralis Hb.) [Hb. 52). 

R. meistens an niederen Pflanzen, Lonicera , Veronica , Lychnis, Urtica 
u. s. w. 

F. im Juli lokal und selten. Am Jorat bei Lausanne [Lah.]; Lenk und 

Lauenen [Be/nt.); Winterthur [Frey); Weissbad [P.-L). 
Erreicht eine Höhe von 2500'. 

B. Elutalis S. V. (Albidalis Hb.) [Hb. 118. F.-H. 92. 1). 

M.-D. traf diese Spezies ziemlich häufig in den Umgebungen von Viege 
Ende Mai und Anfang Juni. Bei einer bedeutenden geographischen Ver- 
breitung ist dieses beschränkte Vorkommen im Wallis auffallend. 

B. Pandalis Hb. (Verbascalis Hb.) [Hb. 59. H.-S. 88) und Var. Ber- 
gunensis Z. 
Sehr gemein durch die schweizersche Ebene, mit zwei Generationen im 



VI. Pyraio-CraiDbiden. 263 

Mai und .kini und dann nochmals von Ende Juli an. Audi vom Gurnigel und 
Simplon {Beut.). 

Var. Bergunensis (mit deutlicheren und breileren Streifen ; die Vorder- 
flügel des (^f an» Costalrande stets grau überflogen) traf Z. im Juni auf Wie- 
sen um Bergün nicht selten. Ich fing ein derartiges Stück auch bei Zürich. 

B. Ruralis Scop. (Vertiealis S. V.) [Hb. 57). 
R. an Brennesseln. 

Wohl in dem ganzen lieferen Theile des Faunengebietes. Den Alpen 
fehlend. 

Eurycreon Led. 

E. Sticticalis L. (Fuscalis Hb.) [Hb. 45). 

R. an Artemisia campestris und vulgaris. 

F. im Juli und August, bei uns eine Seltenheit. 

Von Neuveville {CouL); (?) von Zürich (C. Zeller]. 

E. Virescalis Gn. (Clathralis Dup. H.-S.) [H.-S. 47. 48). 

F. Ende Juni und im Juli, aus dem Wallis und dort nicht selten, wie es 
den Anschein hat. Umgebungen von Gamsen {Anderegg); Viege {M.-D.); 
Sion [Bent.]. 

E. Turbidalis Tr. (Güvalis Hb.) [Hb. 154. H.-S. 73— 76j. 
R. an Artemisia campestris. 
F. im Juli. Bisher nur von St. Gallen [Tä.) . 

E. Palealis S. V. [Hb. 70). 

R. in den Dolden von Daucus carota, auch von Feucedanum oreoselinum. 

F. im Juni und Juli, lokal. Von Aarburg und Vevey [Rtlib.]; Landeron 

{Coul.); aus der Sumpfebene zwischen Sins und dem Neuenburger See [Snell) . 

E. Vertiealis L. (Cinctalis Tr., Limbalis Hb.) {Hb. 72. 73). 

R. an niederen Pflanzen, Alriplex u. s. w. 

F. im Juni und Juli, ziemlich häufig am Fusse der westlichen Alpen und 
des Jura auf trocknen sonnigen Wiesen {Lah.. Coul., Rthb.); gemein im 
Wallis, so z. B. von Sierre {M. Paul) und Viege {Beut.). Von Bergün, nicht 
oft (Z.). 

Nomophila Hb. 

N. NoctueUa S. V. (Hybridalis Hb.) {Hb. 114. 184). 

R. unbekannt. 

F. gemein an trocknen warmen Stellen, mit wenigstens zwei Genera- 
tionen im Tieflande , auch vom Jura und den Alpen, hier die Baumgrenze 
überschreitend. 1879 im August massenhaft auf der Passhöhe des Albula. 



264 ^'- Pyralo-Cianibiden. 

Psamotis Hb. 

P. Pulveralis Hb. [Hb. 109. H.-S. 17. 18). 
R. an Mentha aquatica. 

F. itn Juli, lokal. Aarberg [Rthh.); Neuveville [CouL); Paudex bei Lau- 
sanne, seltener [Lah.]; hiiufig in Sümpfen bei Aigle [Derselbe). 

Pionea Gu. 

P. Porficalis L. [Hb. 58). 

R. an Rohlarten und Diplotaxis. 

F. im Mai und im Hochsommer, namentlich in Gemüsegärten, durch das 
ganze ebene und niedere Gebirgsland verbreitet, mitunter häufig. Noch bei 
Bergün im Juli,, aber seltener [Z., Frey). 
Elevation über 4000'. 

Orobena Gn. 

O. Aenealis S. V. [Hb. 46). 

F. den» Westen und Südwesten angehörig. Von St. Blaise-Neuveville, 
selten [CouL); Chasseron (4959') [Rthb.). Aus den Umgebungen von Viege 
[M.-D.) . Andere Angaben unsicher. 

O. Margaritalis S. V. (Extimalis Scop., Erucalis Hb.) [Hb. 55). 

R. an Kohlarten, Diplotaxis, Iberis, Thlaspi, Sisymbrium. 

F. F^ntle Juni und im Juli. Frauenfeld [Lah.); Zürich [C. Zeller, Frey), 
aber seilen; selten bei St. Gallen [Ttt.); von Chur [Cafl.). Verbreiteter im 
Wallis [Lah.). 

O. Stramentalis Hb. (Elutalis Hb.) [Hb. 62). 

R. in den Halmen der Sumpfgräser (?) . 

F. im Juli, lokal und selten. Aus dem Canton Zürich, vom Katzensee 
und von Thalwyl, an beiden Orten häufiger [Hug.); Schupfen [Rthb.); Neuve- 
ville [Colli.); Lausanne [Leresche] und vom Comer-See [C. Zeller). 

O. Limbata L. (Praetextalis Hb., Politalis Hb.) [Hb. 61). 
R. an Isatis tinctoria. 

Ein Exemplar von Lausanne [Leresche); dann aus dem Aargau, wohl aus 
den Umgebungen Bren)gartens [Boll). 

O. (?) Politalis Hb. [Hb. 183). 

Soll nach Cotil. bei Souaillon und Neuveville gefangen sein. 

O. Sophialis Fab. (//6. 50). 

R. an niederen Pflanzen, im Tieflande an iSisymbrium und Rubia. Die 
Nahrungspflanzen höher unbekannt. 

F. im Juni und Juli, im Alpenlande sehr weit verbreitet und mitunter 



VI. Pyialo-Ciambiden. 265 

haiitiy. Von Zeriiuitl und dem Wallis, von den Waadtländer zu den Appen- 
zeller und Graul)iindner Bergen, und hier von Chur und Flims {Caß.) bis 
Tarasp [Kill.) und dem Stelvio {Frey). Er fliegt schon in sehr geringer Höhe 
häufiger und steigt (allerdings sehr vereiuzell) bis 6000' auf. 

Perinephele Hb. 

P. Lancealis S. V. (Glabralis Hb.) {Hb. 65. 117). 

R. an Eupalorium cannabinum (auch an Senecio sarracenica und Sium 
latifolium). 

F. von Ende Mai bis im Juni auf lichten Waldstellen. Zürich {Bremi, 
Frey); Brenigarten {ßoll); Schlipfen {Rthb.); Lüterswyl {Beut.); St. Blaise- 
Neuveville [CouL); Paudex {Lah.); östlich bis Chur {Caß.). 

Diasemia (jn. 

D. Litteralis S. V. (Litterata Scop.) {Hb. 86). 

F. in tlcr Ebene zweimal iin.lahi'o. im Mai und dann wieder im Juli, 
sowohl auf trocknen wie nassen Waldwiesen. Gemein im Tieflande und 
auch am Jura vorkommend {CouL), nimmt er im niederen Alpengebiele an 
Individuenzahl kaum ab. In höherem Terrain wird er seltener; doch traf 
ich ihn in gewisser Anzahl noch im oberen Engadin von Samaden bis Sils- 
Maria und Caß. am Gürgaletsch bei Parpan. 6000' dürfte er wohl nicht 
überschreiten. Alpine Exemplare sind denjenigen des Tieflandes vollkom- 
men gleich. 

Steuia Gn. 

S. Punctalis S. V, (Aetnaealis Dup.) ^//.-.S. 24) . 

Diese Art erreicht eben noch unser südliches und westliches Faunen- 
gebiet. 

Vom Lago Maggiore Ende Juli und in einem Exemplare von Lausanne 
[Lah.]; vom Mont Suchet am Jura (4912') Bruand). 

Agrotera Sehr. 

A. Nemoralis Scop. [Hb. 100. 206). 

R. noch immer unbekannt. 

F. im Juni und Juli im Buchenwalde. Zürich (und zwar an beiden See- 
ufern, am Ulli- und Zürichberg) gewöhnlich selten, in einzelnen Jahren 
einmal häufiger [Bremi, Frey); Schupfen [Rthb.); Lausanne {Lah.); von Chur 
{Caß.): aus dem Tessin (C. Zeller). An letzteren Orten selten. 

Elevation wohl sehr gering. 

Hydrocampa Gu. 

H. Stagnata Donov. (Nymphaealis Tr,, Potamogalis Hb.) [Hb. 82). 
R. an Lemna. 



266 VI. IHralo-Crambiden. 

F. wohl zweimal, im i\lai und Juli, bisher nur vereinzelt im Faunen- 
gebiet getroffen. Im Canlon Zürich an den Ufbrn der Glatt [Bremi)[f]\ 
Miinchenbuchsee (i616'), ziemlich selten [Rthb.]] am Bieler und Neuchäteler 

See {Coul.) . 

H, Nymphaeata L. (Potamogata L., Potamogalis Tr.) [Hb. 85). 
R. an Nymphaea und Potamogeton. 

F. im August, wohl bisher wenig beachtet. Zürich (früher häufiger, 
jetzt durch die Uferbauten wohl vernichtet) [Bremi , Frey); Bern {Beut.); 
Münchenbuchsee (Rthh.) ; St. Blaise-Neuveville , häufig [Coul.); Lausanne 
[Lah.]; St. Gallen {Tä.). 

Paraponyx Hb. 

P. Stratiotalis S. V. (Stratiota L., Paludata Fab.) [Hb. 87). 
R. an Stratiotes aloides und anderen Wasserpflanzen. 
F. im Juli und August, bisher nur sehr lokal getroff'en. Münchenbuch- 
see {Rthb.): Bern (Bent.); St. Blaise-Neuveville (von Chules) [Coul.]. Nach 
Bremi sollte die Art auch am Katzensee bei Zürich vorkommen, wo ich ihr 
niemals begegnet bin; bei St. Gallen nicht selten [Tä.]. 

Cataclysta Hb. 

C. Lemnata L. (Lemnalis S. V.) [Hb. 83. 84). 

R. an Lemna. 

F. wohl in doppelter Generation, Mai und Juni , dann Juli und August. 
Am unleren Züricher See durch die Uferbauten dem Untergange verfallen ; 
am benachbarten Greifen- und Katzensee, aber auch spärlicher werdend; im 
Torfmoor bei Bünzen im Aargau [Frey]] in den Sümpfen der Emme unterhalb 
Burgdorf [M.-D.); Bern [Benl.]; bei Nidau (1416') und Walperswyl (1371') 
[lUhb.]; bei Landeron [Coul.). 

Gleich allen vorigen Sumpfpyraliden nur in sehr geringer Elevation. 
Niemals traf ich an einem Alpensee ein Geschöpf jener palustrcn Gruppe *] . 

Schoenobius Dup. 

S. Forücellus Thunb. (Lanceolella Hb.) [Hb. 220. 296. F.-R. 17, 1). 
R. in den Stengeln von Poa aquatica und Carex. 

Von nassen Wiesen und Sümpfen bei Aarberg und Münchenbuchsee 
[Rthb.):, aus den Umgebungen von Neuveville [Coul.). 



1) Das wunderbare Genus Accntropus Gurt, mit seiner Spezies A. Niveus r. 
Hein. (Badensis von Nolcken) ist an den nördiiciicn Ufern des Bodensees durch 
Reutti beobachtet worden. Es fehlt siclier dem schweizerschen Faunengebiete nicht. 
Allein wer bekümmert sich dort um ein so kleines weisses Ding! 



VI. Pyralo-Craiiihiden. 267 

S. Mucronellus S. V. (Straminella Hb.) [Hb. 284. F.-H. 17, 2). 
Vom Torfmoor bei Biinzen duivh BoU. Die Exemplare sah ich *). 

Crambus Fab. 

C. Alpinellus Hb. [Hb. 338)2). 

F. im Sommer, Juli, lokal. Umgebungen von Lausanne an wai-men 
trocknen Stellen, ebenso am Fusse des Jura, am Genfer See und im unleren 
Wallis, so bei Martigny [Lah.]; Neuveville [Coul.)] Boenlgen [Beut.). Von 
Wesen am Auslluss des Linthkanales (1310') [Boll], 
Höhengrenze wohl sehr niedrig. 

C. Cerusellus S. V. (Auriferella Hb., Barbella Hb.) [Hb. 61 . 62). 

An der Ausmündung des Flon bei Lausanne auf sandiger, Irockner An- 
höhe [Lah.]; von Zermatt, Ende Juli [Frey). 
Elevation gegen 5000'. 

C. Uliginosellus Z. 

Eine durch die weissen Hinterflugel von dem nachfolgenden C. Pascuellus 
sehr leicht zu unterscheidende Art. 

Flugzeit im Juni und Juli, auf nassen, versumpften Wiesen. Auf einem 
Sumpfplateau (Mosses) bei Aigle [Lah.]; vom Solotliurner Weissenstein , von 
Leuk und Viege [Bent.)\ am Katzensee bei Zürich häufiger, ganz überein- 
stimmend mit Preussischen Exemplaren von Z. [F)-ey); Gais und Weissbad, 
gemein (P.-/.); unterhalb BergUn (Z.). 

Ilöhengrenze 4000'. 

C. Pascuellus L. [Hb. 131) und Var. Scirpellus Lah. 

F. gemein im Juni und Juli. Wie es scheint, in grösster Verbreitung. 

Aus den Cantonen Sololhurn (Weissenstein), Bern, Waadt, Wallis, Zürich, 
St. (iailen. Appenzell und Gi-aubünden. 

Im niederen Alpcngebiete verbreitet, so z. B. bei Bergün (Z.); im oberen 
Engadin [Frey); auch von Zeinnatt [Derselbe]. 

Alpine Stücke haben vielfach die weisse Längsbinde weniger glänzend 
und gleich den llinlertlügeln etwas verdunkelt. Auch die Franzen letzterer 
verdüstern sich etwas. 

La/(.'.S' Var. Scirpellus, in drei Excmplai'cn aus den Sümpfen von Aigle 
im Juni und Juli gefangen, bin ich mit Wo. geneigt hierher zu stellen. Ohne 
Auto[)sie ist aus seiner langen Beschreibung nicht viel zu entnehmen. 

Höhengrenze über 5500'. 

C. Sylvellus Hb. (Adipellus Tr.) [Hb. 369. 370). 

F. auf nassen Wiesen im Juni und Juli. Von Hofwyl und Münchenbuch- 



1) Chilo Pliragmi tellus Tr. soll nach Coul. bei St. ßlaise-Neuveville vorgekom- 
men sein. Sictier falsche Angabe. 

2) Die Raupen des Genus Crambus an Moos und den Stämmen der Gräser, 



268 ^''- Pyralo-Crambidcn. 

See, öfter [Rtlib.]; auf dem Joral, seltener [Lah.]; bei Zürich, z. B. am Ütliberg, 
nicht oft [Bremi, Frey); Gais, nicht häufig [P.-I.)\ Chur [Kriechbaumer] . 

C. Alienellus Zk, (Zinckenellus Tr.) [H.-S. 3). 

F. im Mai auf nassen torfigen Wiesen. Verbreitet, wenn auch nicht 
häutig, auf den Torfmooren Bremgartens [Boll, Frey). Im .luli aus dem 
oberen Engadin von der versumpften Umgelnmg des Statzer Sees [Frey]. 
Diese letzteren Exemplare sind kleiner und besitzen mehr Weiss auf den 
VorderflUgeln als Pommersche Stücke von Stettin. Auch meine Bremgartner 
Alienellus, wenn gleich im typischen Ausmaasse, zeigen diesen aufgehellten 
Character des vorderen Flügelpaares. 
Elevation über 5500'. 

C. Pratellus L. (Pratorum Fab.) [Hb. 401). 

Der gemeinste aller Crambiden. Ueberall in der Ebene und den Vor- 
bergen. Auch die Alpenwiesen wimmeln manchmal von ihm. Von Ende 
Mai an l)is Ende Juli. Ich traf ihn von Zermatt bis zum Albula, also hier 
über 7000', doch seltener geworden. Alpine Stücke scheinen mir etwas 
dunkler zu sein als diejenigen des Tieflandes, was auch Z. bei seinen Ber- 
günern fand. 

C. Lucellus Hb. [H.-S. 135). 

Diese Spezies berührt den Süden unseres Faunengebietes. 

Ziemlich häufig an warmen Stellen des Genfer Sees und auch bei Aigle 
[Lah.); Simplen und (?) Bern {Beut.); von Chur, häufiger [Z., Cafl.). Flug- 
zeit von Ende Juni in den Juli. 

Die Höhengrenze wohl unbedeutend. 

C. Dumetellus Hb. (PrateUa Hb.) [Hb. 29. 389. 390). 

Eine weit verbreitete, von Ende Mai bis tief in den Sommer hinein vor- 
kommende Art. Wohl in der ganzen Ebene und auf den niederen Bergen, 
namentlich an trocknen Stellen häufiger. Auch in den Alpen (Gais-Weiss- 
bad [P.-I.], bei Chur [Cafl.], Bergün [Z.], oberes Engadin [Frey], von Trafoi 
[Wo.]). 

Elevation etwa 5500'. 

C. Hortuellus Hb. [Hb. 46) und Var. CespiteUus Hb. {IIb. 45). 

Weit verbreitet im tieferen Terrain von Anfang Juni an und auch in das 
Gebirge aufsteigend; so am Gurnigel [Bent.); bei Bergün [Z.]; von Tral'oi 
[Frey) . 

Var. CespiteUus (heller, kleiner) untermischt mit der Stammform. ') 



1) C. RorellusL. (Cralerellus Scop.). Diese Craiiil)idc lelill siclu-i' unsLTcm Faunen- 
gebiete nicht. Allein ich kenne keine Fundstelle mit Sicherheit. Nur Cotd. erwähnt ihrer 
von St. Blaise -Neuveville (?). 



VI. Pyralo-Cianibiden. 269 

C, Chrysonuchellus Seop. (Campella Hb.) [Hb. 44). 

F. sehr gemein, naiiientlich auf nassen, sumpfigen Gi'asflaclien von Ende 
Juni an in den Juli hinein. Zürich [Frey); Bremgarten {BoIIj: Bieler Insel, 
Jolimonl und Monte Salvadore [Bent.); St. Blaise-Neuveville Co///.); (?) En- 
gadin [Bent.]. 

Die Erhebung wohl nur gering. 

C. Zermattensis Frey. 

Das prächtige Thier entdeckte ich 1869 in der zweiten Julihälfte über 
Zermatt am schwarzen See hoch über Zermalt. Anderegg (welchen ich auf 
den Fund aufmerksam gemacht) hat es dann vielfach erbeutet (wohl aus den 
Umgebungen des Simplen). Eine hochalpine Art, wohl dem Osten fehlend. 

C. Maculalis Zetterstedt (Cacuminalis Z.). 

Ich begegnete dieser interessanten nordischen Art nur einmal in den 
sechsziger Jahren im oberen Engadin, etwa 1000' über Sils-Maria, Ende Juli 
in zwei schönen Stücken noch innerhalb der letzten Lärchen. 

C. Falsellus S. V. ißh. 30). 

F. an trocknen heissen Stellen, im Juli und August, mitunter häufiger. 
Er scheint in dem tieferen Theile des Faunengebietes, namentlich dem süd- 
westlicheren, weit verbreitet. 

Bisher getroffen bei (?) Zürich [C. Zeller); an der alten Stadtmauer von 
Bremgarten [Boll , Frey); Solothurn [Rthb.]: Bieler Insel {Bent.); Neuveville 
[Cotil.); Umgebungen von Lausanne und am Genfer See [Lah.); Simplon und 
Viege [Bent.); Zermatt [Frey]. In der östlichen Schweiz fanden unsere Art 
P.-I. bei Gais, Amstein in Graubünden , Cafl. im Bergell, Z. bei Bergün und 
Kill, bei Tarasp. 

Die Ilöhengrenze liegt also über 4000'. 

C. Verellus Zinoken [H.-S. 137). 

Bisher nur in zwei Exemplaren von Paudex bei Lausanne durch Lah. 
getroffen. 

C. Conchellus S. V. (Stenziellus Tr.) (//,-.S. 1) und Var. Rhombella Z. 

Diese hübsche Art ist, soweit meine F^rfahrungen reichen , im Juni und 
Juli fliegend, eine häufige Bewohnerin des Alpenländes und zwar in grösster 
Ausdehnung, vom Westen bis zur Graubündner Grenze. Im Flachlande be- 
gegnete ich ihr niemals. 

Walliser, Berner, Appenzeller und Graubündner Alpen. Im Ober- 
Engadin bei Samaden und Sils-Maria, nicht selten [Frey). Auch noch von 
Trafoi bis zur Franzenshohe (IFo,, Frey). 

Die Höhengrenze weit über 6000'. 

Ueber Var. Rhombella bemerkt Z. : »Die Flügel kürzer, der Spitzentheil 



270 ^l- Pyialo-Crambiden. 

der Liingsbinde der VorderflUgel mit kürzerem rhombischen Fleck gerade 
über den Mittelrand. Ich erhielt sie aus der Schweiz«. 

C. Pinetellus L. (Pinellus L.) [Hb. 38. H.-S. 2). 

Mit Sicherheit von Breragarten {Boll^ F^'ßy)- Zweifelhaft das Vorkommen 
des mit voriger Art so nahe verwandten Crambus bei Burgdorf [Heuser) und 
Engelberg (C Zeller] . 

C. Mytilellus Hb. [Hb. 287). 

Um Lausanne , ziemlich selten im Juni und dann nochmals im August 
(Lah.): Biel [Rthb.)- Neuveville [Coul.) und Tarasp (Ä7//.). Letztere Exem- 
plare sah ich. 

C. MyeUus Hb. (Pinetella Seop.) [Hb. 37). 

F. im Juni und Juli, wie es scheint, weit verbreitet, wenn alle Angaben 
richtig sind. Zürich, Irchel , Rigi und Engelberg [C. Zeller, Brerni); Lenk 
[Bent.]; Schupfen [Bthb.); von St. Gallen {Tä.); von Chur [Cafl.]; ein Exem- 
plar von Bergün (Z.); von Tarasp (Kill.). 

Fllevation etwas über 4000'. 

C. Speculalis Hb. [H.-S. 87). 

Von Ende Mai bis in den August, fast nur aus den Alpen, auf Wiesen 
und an Sträuchern, aber seltener. In Grösse wechselnd. 

Zermatt [Frey); Lenk [Bent.); Chur [Cajl.); Bergün und Weissenstein 
[Z.); oberes Engadin und Trafoi [Frey); Tarasp [Kill.). 

Höhengrenze 6000'. 

C. Luctiferellus Hb. [Hb. 324) und Var. Luetuellus H.-S. [H.-S. 21). 

F. im Juli und August, in den Hoclialpen an trocknen steinigen Stellen, 
namentlich Schutthalden. Ich traf ihn nirgends häufig. Er variirt in der 
Ausdehnung der weissen Zeichnungen sehr beträchtlich. 

Von Zermatt zwischen Riffelhorn und Gorner Grat [Frey); vom Simplon 
[Bent. u. A.); Gotthard [Frey); Höhe des Gürgaletsch [Cajl.); Weissenstein [Z.); 
Hochalpen bei Sils-Maria, Passhöhe des Bernina [Frey); Stelvio [Wo., Frey). 

Man kann ihm noch über 8000' begegnen (Gorner Grat und Passhöhe 
des Stelvio). 

C. Margaritellus Hb. [Hb. 39). 

F. häufig auf nassen Grasplätzen im Juni und Juli, weniger jedoch im 
Jura [Lah.) als in der Ebene und den Alpen. 

Zürich [Frey]; Bremgarten [Roll); Aarau, Lenk und Gurnigel [Bent.]; 
Schupfen [Rthb.); St. Blaise-Neuveville [Coul.); am Jorat bei Lausanne [Lah.); 
St. Gallen und Degersheim [Tä., Mülle)-): Gais und Weissbad [P.-L); Bergün 
[Z.]; Samaden [Frey). 

Elevation über 5000'. 



VI. Pyralo-Crambiden. 271 

C. Pyramidellus Tr, ( Margaritellus S, V. [H.-S. 5) . 

F. im Juni und Juli, ziemlicii selten. Chasseral (CouL); niedere Alpen 
bei Aigle und Val d'Illier (Lah.): Alpen von Zermatt (nach dem schwarzen 
See) [Frey); Seealpthal {?■-!.); Graubünden [Kriechbemme}'), so bei Bergün 
und W'eissenstein (Z.) und aus dem oberen Engadin [Boll] . 

C. Pyramidellus ist durch die drei Längsstrichelchen der Franzen und 
den weissen Faltenwiseh der Falte, welcher ebenfalls die Franzen durchsetzt, 
leicht zu unterscheiden. Dr. Schleich fing am Weissenstein unsere Art ((J*) 
in Begattung mit C. Speculalis (Q)! 

C. Furcatellus Zetterst. (Radiellus Curt., Radiolellus H.-S., Lapponi- 
cellus Dup.) [H.-S. 4) . 
Eine hochalpine, nicht gerade häufige Art, Juli und August. 
Zermatt (Gorner Grat) [Frey]; Passhöhe des Albula, sowie Engadiner 
Alpen [Frey u. A.); Stelvio [Wo.). 

Höhengrenze beträchtlich ül)er7000'. 

C. Radiellus Hb. [Hb. 325). 

F. nicht gerade selten im Alpenlande, im Juli und August. Simplen 
[Beut.]; Zermatt, Gemmi und Gotthard [C. Zeller, Rthb., Lah., Frey); Glarner 
Alpen [Frey]; Weissenstein und Albulapass (Z., Frey); sehr verbreitet im 
oberen Engadin [Derselbe); vom Stelvio [Wo., Frey). 
Höhengrenze bis 7500' (Stelvio) i). 

C. Spuriellus Hb. (Pedriolellus Dup., Aridellus H.-S.) [Hb. 471. 
H.-S. 17. 18). 
F. im Juli in den Alpen, seltener. Vom Simplon [Joris und Anderegg); 
Meiringen [Lah.). Ich traf ihn bei Trafoi einige hundert Fuss höher an der 
Postsfrasse und Wo. noch höher von 6000 bis 7500"-). 

C. Coulonellus Dup. (Taeniellus Z.) [H.-S. 6). 

F. von Ende Juni an durch den Juli bis in den August, im Jura [Lah.) 
und den Alpen, hier schon in den Thälern beginnend. 

Niesen, Gurnigel und Leuk [Beut.]; St. ßlaise-Neuveville, am Chasseral (?) 
[CouL); Alpen von Appenzell [Tu., Müller); Glarner Alpen, z. B. untere Sand- 
alp häufiger [Frey); Bergeil, zwischen Coltura und Soglio [Cafl.]; Bergün, am 
Cuolm da Latsch und W eissenstein [Z.]; Albula-Hospiz, mftunter zahlreicher 
[Frey). 

Elevation 6000'. 



1) C. Fiilgi(iellus II l>. sdll nac'li Lah. von Beut, in t^inem Exemplar auf iltT Genimi 
gefangen sein. Icti bezweitle tlieses selir. 

"1] C. Co mb inell US S. V. (Pe t ri f icel I u s Hb., S i nipl o n ie I lu s Dup.) soll nach 
P.-I. im Seealpthal sehr häufig sein. Ich \ei'muthe eine Veiwechslung mit der nachfolgen- 
den selir verbreiteten Art. 



272 VI. Pyralo-Crambiden. 

C. Culmellus L. (Strigella Fab., Straminella Hb.) (Hb. 49) und Var. 
Obscurellus v. Hein. 
F. gemein von Ende Juni an auf Wiesen und wohl überall. Er erreicht 
ohne Veränderung im Alpengebiele nicht unbedeutende Erhebungen , so 
Bergün (Z.) und Zermatt (Frey). 

Auf den Zermatter Alpen und im oberen Engadin begegnete ich aus- 
schliesslich der kleineren und viel trüber bräunlich beschuppten Var. Ob- 
scurellus. Sie mag bis 7000' sich erheben. 

C. Aureliellus F.-R. [F.-R. 89. 'I). 

Nur lokal und selten im .(uni und Juli in Sümpfen; so von Aigle [Lah.] 
und den Umgebungen Luzerns [Paul]. 

C. Saxonellus Zk. (Chrysellus Tr.) [F.-R. 89. 2). 

Im Juli selten in der westlichen Schweiz. Als Fundplätze der Weissen- 
stein und der Simplen [BenL); Burgdorf [M.-D.) und Paudex bei Lausanne 

[Lah.]. 

C. InquinateUus S. V. [Hb. 54). 

F. im August und September auf warmen , trocknen Stellen. Um Lau- 
sanne [Lah.]; Neuveville [Coiil.]; Bern [Bent.]] Schupfen [Rthb.]; um Zürich, 
nicht häufig [Frey]; Malans [Amstein) . 

C. Geniculeus Haw. (Angulatellus Dup., H.-S., Suspeetellus Z.) [H.-S. 

8—40). 

F. abermals spät fliegend, im August und September. Lausanne [Lah.]; 
Neuveville [Coul.]; Schupfen [Rthb.]; sehr selten bei Zürich [Frey]. 

C. (?)DeliellusHb. [Hb. 402. 403). 

Diese Art will Lah. auf den trocknen und heissen Hügeln in den Um- 
gebungen von Sion im September getroffen haben , ebenso Coul. bei St. 
Blaise-Neuveville. 

C. TristeUus S. V. (CulmeUus Hb., Aquilellus Tr., H.-S.) [Hb. 50. 404). 

Die sehr variable Art ist häufig, mitunter gemein und sicher dem ganzen 
tieferen Theile unseres Faunengebietes zukommend. Sie erhebt sidi in die 
Alpen zu massiger Höhe; so bei Bei-gün [Z.], Ende Juli und im August, und 
bei Zermatt [Frey). 

Elevation gegen 5000'. 

C. (?)Selasellu8 Hb. [Hb. 405. 406). 

Lah. berichtet: »Pas tres rare ; un peui)artout, en aout« [Lah., Brcmi, 
Rthb.]. Sie gehört wohl ohne Zweifel gleich (]. Deliellus zu Trislellus. 

C. Luteellus S. V. (Exoletella und [?] Ochreella Hb.) (///;. 48. [?]55). 
Lah. erwähnt Wallis und Tessin , z. B. (Bellinzona), l>is zum Gotthard, 
den Fuss des Jura( ß//(6.) und Neuveville [Coul.]. 



VI. Pyralo-Crambiden. 273 

C. Lithargyrellus Hb. [Hb. 227). 

Bislier sicher nur von Tarasp, wo ihn Ä7//. erbeutele und Z. bestimmte. 
Auch vom französischen .Iura (Bruatul) (wenn richti;^ delerminirt wurde). 
Das Gleiche yilt von der Angabe Coul/s über ein Vorkommen bei St. Blaise- 
Neuveville. 

C. Perlellus Scop. [Hb. 40), Var. Warringtoniellus St. und Var. Eostel- 

lus Lah. (Monochromellus H.-S.) [ll.-S. KU). 

F. überall häufig aufwiesen im .luli und August, namentlich an trocknen 
Stellen, hn Gebirge werden die Adern der Vorderfiügel grau überflogen, 
was Var. Warringtoniellus ergibt (allerdings sah ich sie niemals vollkommen 
ausgebildet in unseren Bergen, dagegen traf ein Stück bei St, Gallen Tä.) 
Zuletzt, hoch auf den Alpen (so im Engadin , wo ich dieser Form bisweilen 
begegnet bin) tritt uns ein kleineres, kurzflügligeres Geschöjif mit einfarbig 
bleiglänzenden Flügeln entgegen, die Var. Rostellus von Lnh. Ev hatle sie 
aus den Walliser und Berner Hochalpen vor Augen. 

Auch Z. (fauu. berg.) stimmt meiner Ansicht bei. 

Als Var. Rostellus bis 7000' aufsteigend (Engadinei- Alpen). 

Dioryctia ZJ) 

D. Abietella S. V. (Decuriella Hb., Sylvestrella Ratzeburg, Splendi- 

della H.-S.) [flb. 74. If.-S. 43). 

n. in den Zapfen von Pinus sylvestris und a!)ies; auch unter der Rinde? 

F. im .Juli, spärlich und vereinzelt. Zürich [Bremi); Bremgarten [Boll, 
Frey); Schupfen [Rthb.); Scheidegg [Beut.); von Neuveville [Coul.); am Jorat 
[Lah.); Weissbad [P.-I.]. 

Slei"t in das Gebiri2:e, doch wohl nur unbedeutend. 



s'-'j 



Nephopteryx Z. 

N. Roborella S. V. (Spissieella Fab., Legatoa Haw., Legatella Steph.) 
[Hb. 75). 
R. zwischen den Blättern der Fliehe in ovalem Gewebe. 
F. im .Juni und .luli. Vom französischen .Iura [Briianiiy, im Faunen- 
gebiele bei Neuveville [Coul.); Burgdoif (il/.-i>.j; Schupfen Jit/ib.); Bern und 
Sion [Bent.); Lausanne [Lah.); Zürich, sehr selten, und ebenso von Brem- 
garten [Frey,. 

Nur dem Tieflande angehörig. 

N. Rhenella Zk. (Palumbella Hb.) illb. 70. If.-S. [f\ 130). 
R. an Pappeln und Weiden. 
F. von Neuveville [Coul.) und Schupfen IRthb.). 



1) Das scliöne Genus Eromonc Uli. sdicinl mil keiner seiner Allen die südliclM 
Zone unseres Faunengebietes zu ei reiciHMi. 

Frey, Lepidopteren. \$ 



274 ^I- Pyralo-Crambiden. 

N. Janthinella Hb. [Hb. 374. 375. H.-S. 131). 

F. im Juli, wie es scheint lokal. Von Dübendorf bei Zürich [Bremi), 
jedenfalls unsicher; von Schupfen [Rihb.)- von Burgdorf [Lah.); von der Ur- 
weid [Bent.) . 

N. Argyrella S. V. [Hb. 64) . 

F. Ende Juli und im August, lokal aus dem Westen und Süden. Burg- 
dorf [M.-D.); Biel und Neuveviile [CotiL); Bellinzona {Lah.). 

Etiella Z. 

E. Zinckenella Tr. (Etiella Tr. F.-R. [F.-R. 29, 3). 

Bisher nur aus dem Wallis von Viege im Juni [M.-D..^ Bent.). 

Pempelia Hb. 

P. Carnella L. (Semirubella Seop.) [Hb. 66) und Var. Sanguinella Hb, 

[Hb. 65). 

B. nicht sicher bekannt. 

F. im Juli und August auf trocknen Wiesen und, wie es den Anschein 
hat, im Westen häufiger als im Osten. 

In der Waadt gemein, auch auf den Bergen [Lah.); Weissenstein (Jura) 
und Thun [Bent.): Zürich, spärlich [Frei/); von Ghur [Caß.). 

Var. Sanguinella (mit weissem Costalrande der Vorderflügel) von Lenk 
und der Urweid. 

Unsere Art scheint 4000' Meereshöhe nicht mehr zu erreichen. 

P. Cingilella Z. [H.-S. Fig. 31). 

B. in den Samen der Tamarix germanica. 

F. von W ildeegauf den dortigen Aarinseln [Wa.). 

P. Formosa Haw. (Perfluella Zk.) [H.-S. 49). 

Mit Sicherheit nur von Schupfen, woher ich Stücke von Blhl). besitze. 

P. Fusea Haw. (Carbonariella F.-R. [F.-H. 60. 1). 

F. ziemlich häulig auf Torfmooren und dann auf den Alpen um Heide- 
kraut; in warmen Gegenden, wie dem Tessin, schon von Mitte Mai an [Bent.). 
in höheren im .kini und Juli. Scliweizersche Stücke viel weniger weiss be- 
stiiubt als isländische. Von burgdoi-f [M.-D.); von Thun [Bthh.); .-lus den 
Torfmooren von Bremgai't{>n [Hol/, Frey); vomJorat, dem Simplon nahe am 
ll(»s|)iz [Lah.); Zermatt [Freij); aus dem obei'en Engadin [l)ei-se/l)e): von» 
Weissenstein (/.). 

Elevation etwas über (iOOO'. Auf der Passhöhe des All)ula begegnete 
ich ihr indcsscMi iiiclil iiicjir. 



VI. Pyralo-Craiiibiden. 275 

P. Palumbella S. V. (Contubernella Hb.) [Hb. 72). 

R. in einem rüliren form igen Schlauch unter Polygala chamaebuxus. 

Mitunter selten, im Juni und .Juli. Umgebungen Berns {Rthb.); auf dem 
Jura [Colli.)] Chur (Ca/7.). Verbreitet in den Alpen, doch auch hier vielfach 
spärlich. Im oberen Engadin bis 7000' [Frey); gemein am Weissenstein auf 
sonnigen blumenreichen Wiesen, dagegen sparsam bei Bergün (Z.); Gadmen- 
Ihal (Frey); Alpen um Bex [Loh.) und am Gornergletscher bei Zermatt [Beut.). 

P. Obductella P.-R. (Origanella Schläger) [F.-R. 85). 

R. versponnen an Origanum vulgare , Mentha arvensis und Calamintha 
acinos. 

F. im Hochsommer. Lausanne [Lah.]; Neuveville (Co///.); Lägernberg 
bei Baden, öfter [Frey]. 

P. Adornatella Tr. [tf.-S. 77. 78). 

F. im Mai und Juni um Thymus. Lausanne [Lah.); Schupfen [Rthb.); 
Burgdorf [M.-D.]; im Osten aus dem Seealpthal [P.-I.]. 

P. Subornatella Dup. (SerpyUetorum Z.) [H.-S. 62). 

R. an Thynms und Globularia. 

F. um Thynuis im Sommer. Im Berner Jura [Hlhb.]. Ich besitze ein 
grosses schönes Exemplar, welches einstens Boll von einer Alpenreise mit- 
brachte; von Tarasp [Kill.]. Jede weitere Notiz fehlt. 

P. Ornatella S. V. (Criptella Hb.) [Hb. 77). 

R. zweifelsohne an Thymus serpyllum. 

F. um Thymus im Juni und Juli , wohl durcli die ganze schweizersche 
Ebene und stellenweise häufiger; vom Jura [Rthb.] und aus den Voralpen; 
Tarasp [R'ill.], sowie noch höher, z. B. Zermalt, Über-Engadin und Trafoi 
[Frey): Jilso in weitester Verbreitung. 

Elevation gegen 5600'. 

Asarta Z. 

A. AethiopellaDup. (Monspesulalis Dup., Helvetiealis Z.) [H.-S. 55 — 57) 
und Var. Alpicolella Z. [H.-S. 50. 51). 

F. im Juli und August auf trocknen sonnigen hochalpinen Grasflächen. 
Rifielberg [Frey); Simplen [Bent.]; Passhöhe des Gotthard und Furka [Coul.]; 
Joch und Engstlenalp [Bent.] . Auf den Bergen bei Bergün, wie dem Latscher 
Kulm, und von Chiaclavuot sowie dem Weissenstein, selten (Z.); Albula 
[Frey] und Stelvio [Derselbe). 

Die hellere Var. Alpicolella unterniisclit mit der Stammart. 

Das Thier erreicht 8000' und ist siellenweise (Riflellterg) durchaus 
nicht selten. 

18* 



276 ^I- Pyi'alo-Cranibiden. 

Catastia Hb. 

C. Marginea S. V. (Atrella Fab., Antiopella Zinoken) {Hb. 28) und Var. 
Aurieiliella Hb. (Aurieella Zetterst.) [IIb. 340). 
Von der Stammart sah Z. durch A7//. drei im oberen Engadin bei Silva- 
plana (5587') gefangene Stücke. 

Dagegen erscheint im Juli die Var. Aurieiliella (auch die Vorderflügel- 
franzen goldgelb) in grösster Verbreitung durch das Alpenland, vom Wallis 
bis zum Stelvio. Sie mag bei 5000' beginnen, ist aber bei 7000' selten ge- 
worden. Höher traf ich sie niemals. 

Hypochalcia Hb. 

H. Melanella Tr. (Germarella Dup.) [fl.-S. 72. 73). 
R. an den Wurzeln von bupleurum falcalum. 
Soll nach Lah. durch lilhl). l)ci Thun gefangen worden sein. 

H. Ahenella S. V. (Aeneella Hb.) [IIb. 11. 58). 

R. in röhrenförmigen Gängen unler Helianthemum vulgare und Artemi- 
sia campestris. 

F. im Juni und Juli, verbreitet, aber kaum häufiger. 

Am Irchel im Canton Zürich [Brei)ii]; von Zürich [Fretj] ■, Engelberg 
[C. Zeller]; Burgdorf [M.-D.); Neuveville [CouL); Lausanne und Yvorne 
(1468') [Lah.]; Solothurner Wcissenstein, Lenk und Sierre (ß«;/.); St. Gallen 
[Tä.); ein Exemplar l)ei Bergün [Z.); von Tarasp [Kill.]. 

Elevation über 4000' I). 

Eucarpliia Hb. 

E. Eippertella Z. (Prodromella Dup.) [fl.-S. 65. 66). 

Aus dem Wallis durch die Sammler-Familie Ändereyg; von Viege [Beut.); 
ein Kxem])lai' im Thale bei Zermatt, Ende Juli [Frey]. 

Episebiiia Hb. 

E. Farrella Curt. (Lafauryella Constant.). 
R in den Blülhen der Antliyllis vulneraria. 

ll'o. in seinem und Slyr.'s (<atalog erwähnt das Wallis und lienl. Knde 
Juni Vieiie. Dieses ist Alles, was ich zur Zeit weiss. 



1) II. Ugnolla IIb. {Hb. fi7) sollen Brenii um Irchel und Dup. aus (Um- Schweiz er- 
liiillcn hallen. Gewiss irrifi; diese Ar! }.;eliüil dem Osten luirojias an. 

II. Dii^nella IIb. [Hh. 35) soll von lillih. nach Lah. bei Biel iielangen worden sein. 
.Sjchei- l'alsc^li ; es hand(dl sich abei'nials um eine ösiliche Spezies. 

11. I)e<(irella Uli., V a r. G e r in a r e II a Zk. i7/.-.S'. 198) , angeblich \on Brcnii i\iu 
licliel eibeulcl, sielil licw iss in deisellien Kaleydric. 



VI. Pyralo-Cianiltidoii. 27/ 

Brephia v. Hein. 

B. Compositella Tr. [H.-S. 128). 

l\. in Gespinnsien unter Helianliieiiuiin vulgare und Arleniisia campeslris. 

F. im Mai untl Juni nur im Tieflande. Lausanne [Lah.]; Biel IRthb.); 
zweifelhaft von Dübendorf [Bremi), da icli ihm nie bei Zürich begegnet l>in ; 
von Viegc [Beul.]. 

Acrobasis Z. 

A. ObtusellaHb. [IIb. 215. F.-R. 57. 3). 

R. an den Blättern tier Bii-nbäume und Sehlehen. 

F. von Ende Juni an. Aus den Umgebungen Zürichs, doch selten [Frei/], 
und von Dübendorf [Bremi,: von Basel [Imhof). Nach Coiil. von St. Blaise- 
Neuveville. 

A. Consociella Hb. (TumideUa Dup.) (7/6. 328). 
R. zwischen zusanunengesponnenen Eichen])latlern. 
F. im .luli in Eicliwaldungen. Zürich, auf dem Züi'ichberg [Bn'ini\ 
NeusVville [CouL); Ufer des Bieler Sees [Rthh.); Lausanne [Lah.]. 

A. Tumidella Zk. (VerruceUa Hb.) [Hb. 73). 
R. an Eichen. 
F. im Juli. Von Basel [Imhof); Neuveville [Cotd.]; Bern und Bieler Insel 

[Beut.]] Zürich {Frey}; St. Gallen {Müller, Tä.]; Chur {CafL) . 

A. Rubrotibiella F.-R. [F.-R. GO. 2). 
R. al)ermals an Fliehen. 

F. im Juli nach Lah. durch Coal. bei Neuveville erl)eutet. 
A. Rubrotibiella gleich den sämmtlichen Acrobasis-Arten , nur dem 
ebeneren Faunengebiete anSijehörig ') . 

Myelois Z. 

M. Rosella Scop. (Pudorella Hb.) (///;. 63). 

F. im Juli und August, im schweizerschen Faunengebiele selten und 
vereinzelt. Dübendorf l)ei Zürich, sicher '^ß/'f//<r; Bremgarlen [Boll]; Lau- 
sanne [Lah.]; Tarasp [Kill.]. 

Ilöhengrenze gegen 3500'. 

M. Cribrum S. V. (Cribrella Hb.) [Hb. (i7). 

R. im Marke grosser Dislelarten. 

F. im Juni. Filiher bei Züi'ich, jetzt in P'olge der Gultur vei'schw lUKh'n 
{Bremi, Frey); Biel [Rlhb.); Neuveville [CouL); Burgdoif [31. -D.); Villeneuve 
{Lah.); Viege {Beut.); ostwärts bis Chur {Caß.). 

Bisher nur aus der Ebene. 



1) Trachonitis Crislella Hb. Hb. 7(5) soll nacli Lali. Anisteiu hei Malans ge- 
fangen haben. Ich bezweifle das seh \v ei /.ersehe lUiiüerrecht seiir. 



278 VI- Pyralo-Ciambiden. 

M. Flaviciliella H.-S. (Sedacovella Eversmann) [H.-S. 144). 

F. in den Alpen im Juli und August (gewiss nicht von Burgdoi'f , wie 
Lall, schreibt). Als Vorkommen kenne ich nur Graubünden. Ober-Engadin 
[v. Heyd.); bei Sils-Maria im Val Fex (links an der Halde) [Pfaff'enzeller); Süd- 
seite des Albulapasses (rechts nach den Seenhütten) auf trockner Grashalde 
[Frey]. Im Allgemeinen selten. 

Elevation etwa 7000'. 

M. (?)CrudeUa Z. (Cruentella H.-S. und Infuscatella H.-S.) [H.-S. 28. 
210), Var. Luridatella H.-S. [H.-S. 22. 23). 
Die dunklere Var. Luridatella soll im August häufig bei Sierre und Raron 
nach M.-D. (Lah.) sich vorfinden. Ob die Slammart auch vorkommt, ob das 
Ganze überhaupt richtig ist, vermag ich zur Zeit nicht zu sagen. 

M. (?) Legatella Hb. [Hb. 71. H.-S. 46). 
R. an Birken und dem Faulbaum. 
Soll bei Villeneuve vorkommen [Rtlib.], ebenso bei Neuveville [Coid.) . 

M. Suavella Zk. [H.-S. 202). 

R. in röhrenförmigen Gespinnsten an Schlehen und Weissdorn. 
F. im Juli, selten. Zürich [Frey); Aarberg [Rlhb.]; Neuveville [CouL); 
Lausanne [Lah] . 

Wohl nur im Tieflande. 

M. Advenella Zk. [H.-S. 201). 

R. versponnen in den Blüthen des Weissdorns. 

F. im Juli, bei uns selten. Bern [Beut.) und Aarberg [Rthb.]. 

M. Ceratoniae Z. [F.-R. 56). 

R. in den Früchten der Ceratonia silifjua, des Johannisbrodbaumes. Mit 
jenen aus südlichen Ländern imporlirt, kann sie bei uns zur Entwicklung 
gelangen. So erhielt sie Breini einstens in Zürich aus hiesigen Pharmazien. 

Nyctegretis Z. 

N. Achatinella Hb. [Hb. 451). 
R. vielleicht an Thymus. 

F. im Juli von Wan (?) im Berner Jura [Uih.]. 

Ancylosis Z. 

A. Cinnamomella Dup. (Dilutella Tr. Z.) [H.-S. 58 — 61). 
R. an den Wurzolblättern iler GlobulaiMa. 

F. im September und, wohl überwintert, im ersten Frühling, dann im 
Juni 'Lah., Rl/ib.) an trocknen warmen Stellen. 



VI. Pyralo-Crambideii. 279 

Aus der Waadl , Le Muiiremont , OUon, Lavaiix [Lali.]; Viege [Beut.); 
Neuvcville {Cotd.}; Biel, Schlipfen [lUhb.) ; Burgdorf {HL-D.) ; Bechburg 
(ß.-S.); Lägernl)erg Ijei Baden [Frey]. 

Ich finde unsere Exemplare auffallend blass. 

Zophoilia Z. 

Z. Convolutella Hb. (Grossulariella Tr.) [IIb. 34). 
B. an Stachel- und Johannisbeeren. 
F. im Frühling, selten. Bisher nur von Neuveville [CouL). 

Euzopliera Z. 

E. Terebrella Zk. [Il.-S. 199). 

B. an den grünen Zapfen von Pinus abies. 
F. von Mitte Mai an. 

Brenigartcn {BoU]\ Burgdorf (il/.-Z>.); Schupfen (/i//;/j.); Lausanne [Luh.), 
stellenweise häufiger. 

Homoeosoma Curt. 

H. Binaevella Hb. (Petrella H.-S.) [Uh. 383. 11. -S. 80. 81). 
R. in Stengeln und Köpfen von Distel-Arten. 

F. bei Weissbad {P.-L). Unsichere Angaben eines Vorkommens bei 
Zürich [Breini] und Schupfen [lilhb.] kommen hinzu. 

H. Nebulea S. V. [Hb. 157). 

B. in Köpfen von Carduus nutans. 

F. im Mai und .lull. Zwei Exemplare von Zürich [Frey). 

H. Sinuella Fab. (Elongella Hb. Tr.) [Hb. 174). 
B. soll in den Stengeln von Chenopodium leben. 
Häufig im Wallis, an trocknen warmen Orten den Weinbergen entlang 

[Lah.]. 

Auerastia Hb. 

A. (?)LotellaHb. (MinioseUaZk., Pulverella Hb.) Hb. 334. H.-S. 90. 92) . 
R. unter Grasbüschen, wie von Aira caneseens, Festuca ovina und Cala- 
magroslis epigeios, am Meere von Anunophila aienaria, einem Dünengras. 
Sie kann auch dem Roggen schädlich werden. 

Ende Juni von Bern [Benl.]^ doch wohl unsicher. 

Ephestia Ou. 

E. Elutella Hb. [Hb. 163). 

B. in abgestorbenen Püanzenstofl'en, so an alten Baumstämmen, in Bei- 



280 VI- Pyialo-CraiiibiciiMi. 

sighaufen , altem niorscliem Pfalilvvei-k , in allen llolzsUillen. Verbi'eitel in 
Häusern. 

Gemein, wohl in zwei Generationen im Mai und Hochsommer. 

Das Thier seheint indessen nicht höher im Gebirge vorzukommen. 

E. Interpunetella Hb. [IIb. 310). 

R. in getrockneten Früchten; bei uns vermuthlich importirt, so z. B. in 
Mandelkernen (in Droguerie-Geschäften Lyons sehr häufig, Lah.). 
Umgebungen Oltens [Wu.); zwei Exemplare von Zürich {Frey). 

G.alleria Fal». 

G. Mellonella L. (Cereella Fab.) [fJb. 25). 

R. in Bienenstöcken gesellig. 

F. im Fiaihling, dann wieder im .luli und August, wohl durch das ganze 
liefere Faunengebiel verbreitet, aber wenig beachtet. Aus dem Canton 
Waadt [Lah.]; von St. Blaise-Neuveville [Coul.) ; von Winterthur [Bremi); 
Zürich und Bremgarten [Frey] . 

Aphoiuia Hb. 

A. Colonella L. (Sociella L.) {Hb. 22). 

R. in Wespennestern gesellig. 

F. im Juni. Gleich der vorigen Art begegnet man ihm in Häusern, ;in 
Mauern u. s. w. Verbreitung wohl die nämliche. Waadt {Lah.); St. Blaise- 
Neuveville [CouL); Aarau, Lenk {Bent.]; Zürich und Bremgarten {Frey\; St. 
Gallon {Tä.); Clmr {Caß.). 

Mellisoblaptes Z. 

M. Anellus S. V. (Sociella Hb.) {IJb. 24. H.-S. 151). 

R. in röhrenförmigen Gespinnsien am Boden, wohl von niederen Ptlan- 
zen lebend. 

F. im .luli. Von Neuveville {CouL); (?) Lenk {Beut.); Ghur {Bremi) . Bei 
Zürich wohl fehlend {Frey). 

Acliroea Hb. 

A. (?)GrisellaFab. (CinoreolaHb., Alvearia Fab.) {IIb. 1)1 [als Bonibj-vJ, 
[H.-S. 149. 150). 

, R. in Bienenstöcken nach Art der G. Mellonella. 

F. im Juni. Bisher nur von Neuveville [CouL); also ziemlich unsicher. 



VII. Toitriciden. 281 



VII. Tortricideii, ) 

Khacodia Hb. 

R. Caudana Fab. (Efifractana Hb.) [Hb. 175. F.-R. 54. 55. I a. b) und 
Var. Emargana Fab. [Hb. 233. F.-R. 55 c— e). 

R. an Zitterpappeln und Weiden. 

F. im August und September. Oberhalb Lausanne auf dem .Jorat {Lah.); 
von St. Blaise-Neuvevillc [Coul.]: von Schupfen [Rlhb.]; von Züi'ich [Frey]. 

Var. Emargana (mit braun gegitterten Vorderflügein) bisher nur von 
Schupfen (ßthb.), woher ich ein Exemplar besitze. 

R. Efifractana Fr oelich (Froel.) (Scabrana Fab., Caudana Hb.) [Hb. 232. 

55. 2). 

F. (ob von der vorigen Art verschieden?) überwintert im Frühling. 
Schupfen [Rthb.]; St. Croix [Leresche]; Bern, Burgdorf, Aarau [Beut.). 

Teras Tr. 

T. Cristana S. V. und Varr. [Hb. 83. 176. H.-S. 25. 26. 27. 237). 
R. an Laubholz, z. B. an Schlehen. 

F. im tiefsten Spätherbste und nach der Ueberwinlerung im Frühling. 2) 
Lausanne [Lah.); St. Blaise-Neuveville [Coul.); Schupfen und Langnau 
[Rthb.]; Bremgarten [Boll); Zürich [Frey); Chur [Caß.). 

T. Umbrana Hb. [Hb. 59. F.-R. 35). 
R. an Sahlweiden und Sorbus. 
F. im Frühling. Von I^ausanne [Lah.) und Schupfen [Rthb.). 

T. Hastiana L. (Scubrana S. V., Logiana Fab.) (Hb. 58. 61. 87, 169. 
177. 198. 216. 234. 235. 335. H.-S. 7. 10. 11. 12. 13). 
R. im Herbste an den verschiedensten Salix-Arten. 
F. im October und November, dann wieder überwintert im Frühling. 
Abermals in gewaltiger Variations-Reihe. Auch hier ist mein Material allzu 
knapp, um zu bestimmen , welche Formen uns alle zukommen und welche 
mangeln. 



1) Ich bin hier dem Verzeichnisse von Wo. genau gefolgt, obgleich ich es für ein sehr 
mangelhaftes erachte. Besseres vermöchte ich freilich auch kaum zu geben und, als Dar- 
steiler einer Fauna, habe ich keine neuen systematischen Versuche hier zu bringen. 

2) Das wunderbar variirende Thier erscheint bei uns allzu selten , um angeben zu 
können, welche seiner Formen dem Faunengebiete zukommen luid welche fehlen. Doli 
und ich fingen in langen Jahren nur zwei Exemplare, 



282 Vll. TDiliiciden. 

F. in unserem Faunengebiele im Spälherljsle, nacli bisherigen (allerdings 
dürftigen) BeobachUingen auffallend seilen. St. Blaise-Neuveville (Com/.); 
Schupfen [Rthb.); Bern und Burgdorf [Beut.]; Zürich (C. Zellef, Frey)\ noch 
bei Trafoi [Wo.) . 

Elevation gegen 5000'. 

T. Abietana Hb. [Hb. 275. 276. F.-R. 34. 35). 

Nur Lah. hat diese Art, und zwar häufiger, am Jorat getroffen im Spät- 
herbste und dem folgenden Frühling. Ich sah niemals ein schweizersches 
Exemplar. 

T. (?) Maccana Tr. [U.S. 14—16). 
R. an Vaccinien. 

Nach Rthb. bei Schupfen. Das iicimalsrecht der noi'dischen Art er- 
scheint sehr zweifelhaft. 

T. Mixtana Hb. [Hb. 215). 

R. an Heidekraut. 

F. nach bisherigen (sparsamen) Beobachtungen im schweizerschen 
Faunengebiete selten. Ueberwinlert im ersten Frühling bei Schupfen [Rlhb.], 
von St. Blaise-Neuveville [Coul.) und von Bremgarten (7?o//, Frey). 

T. Logiana S. V. (Tristana Hb., Germarana Fröl., Erutana H.-S.) [IIb. 
50. 64. 217. n.-S. 9. 24). 

R. an Viburnum opulus und lanlana. 

Der höchst veränderliche F., im Juni und im Spälherbste fliegend, ist 
bisher nur selten getroffen worden. 

Lausanne [Lah.); Schupfen [Rthb.); Zürich [Frey). 

T. Hippophaeana v. Heyd. und Var. Ragazana v. Heyd. 

Mein verstorbener Freund entdeckte die schöne, ungemein variable Art 
als Raupe in der August-Mitte bei Ragaz an Ilippophae rhamnoides und fand 
sie dann später am Rheinufer des südlichen Badens. 

F. im September und October. Ragaz [o. Heyd.); aus dem Wallis durch 
Andereyy als l\. erhalten und erzogen [Frey). 

Man könnte eine Reihe von Varietäten aufstellen. »Bei Ragazana nimmt 
das Costaldreieck fast den ganzen Spitzentheil des lichter grauen Vorder- 
ffügels ein« [v. Heyd.). Die Farbe der Vorderffügel wechselt aber von hellem 
weisslichem Grau bis zur tief dunkelgrauen Eisenfarbe. Der Costalfleck 
ändert in Ausdehnung und Deutlichkeit sehr bedeutend ; er kann völlig ver- 
schwinden in der trüben Grundfarbe. Ich besitze ein lixemplar von A)i- 
deregg aus dem Wallis, wo von der Vorderflügelspitze bis zur Wurzel eine 
breite schwefelgelbe schiefe Längslnnde hinzieht. So nur nach zehn er- 
zogenen Stücken meiner Sanunlung, von welchen keines dem andern gleicht. 



VII. Toitricidcn. 283 



T. Cyaneana P.-I. 



Da die Besclireihung des französischen Forschers i) {gerade nicht beson- 
ders aufgefallen ist, gel)e ich eine neue des schönen, übrigens etwas variablen 
Tiiierchens. 

Grösse über T. Ferrugana, auffallend kurzflüglig, Hlnterrand mit stum- 
pfer Spitze. Kopf, Thorax, Palpen schneeweiss ; letztere unterwärts grau. 
Weiss bildet dann ebenfalls die Grundfarbe der Vorderflügel. Am Costal- 
rande nach einem Drittheileder Länge zeigt sich, mit breiter Basis beginnend, 
ein braunschwarzer, convex einspringender Fleck. Unterhalb desselben ein 
rostfarbiger aufgerichteter Schuppenwulst. Gegen den Ilinterrand hin 
schwärzliche Verdunklung ; eine noch viel ansehnlichere, nahe der Wurzel 
endigend und am Dorsaltheile rauhschuppig. Flügelfranzen bräunlich grau 
mit feiner schwarzer Wurzellinie. Unterhalb letzterer, in halber Länge des 
Aussenrandes eine Reihe schwarzer Pünktchen. Hinterflügel grau, nach 
aussen verdunkelt. F'ranzen mit doppelter feiner dunkler Wurzellinie. 

Drei Exemplare. Schinzuach im September [P.-I.]; ein altes Stück in 
meiner Sammlung und ein sehr schönes (J^ im April von Paul gefunden. 
Beide letztere von Zürich. 

T. Abügardana Froel. (Variegana S. V., Cristana Hb.) [Hb. 55), Var. 
Permutatana Dup. [H.-S. 28) und Var. Nycthemerana Hb. (As- 
peranaFab.) {Hb. 240), 

R. an Schlehen, Weissdorn, Obstbäumen und im Hochthale des Engadin 
an Cotoneaster vulgaris. 

Die Stammform im Spätsommer von Lausanne [Lah.)\ St. Blaise-Ncuve- 
ville [Colli.]; Schupfen [Rthb.]; Bern [Beut.]; selten bei Zürich [C. Zeller, 
Frey); St. Gallen [Tel.); von Bergün häufiger (Z.); sehr verbreitet und durch- 
aus nicht selten im oberen Engadin, auch von Zermatt [Frey). 

Var. Permutatana (eine ziemlich unbedeutende Varietät, etwas grösser, 
vielleicht mit etwas spitzeren VorderflUgeln, welche mehr gelblich überflogen 
und in der Aussenhälfte stärker aufgehellt sind) betrachtet Lci/i. gleich mir 
als Var. der Abilgärdana, Coul. erzog sie mit der Stanunform. Mir kam sie 
niemals vor, 

Var. Nycthemerana (die innere Vorderflügelhälfte weiss, die äussere 
schwärzlich grau verdunkelt) ist bei Zürich gerade keine Seltenheit [Frey); 
Basel [Imhof); Berneck [Müller); Bergün [Z.]. 

Höhengrenze über 5500'. 

T. Boscana Fab. (Cerusana Hb.) [Hb. 63). 
R. an Ulmen. 

F. von Basel [Imhof] und von Burgdorf [Heuser). Vielleicht die eine 
Generation der grauen T. Parisiana Gn. 



1) Schwz. e. Zeitschr. III. 409, 



284 VII. Turtncidcn. 

T. Literana L. [Mb. 89. 90 . Var. Asperana S. V. (Literana Hb., Squa- 
manaFab., Squamulana Hb., Irrorana Hb.) [Hb. 88. 91 — 94. 96. 
H.-S. 2. 3). 
R. an Eichen. 

F. bei uns seilen, im Spätlierbste und dem ersten Frühling. Die Stamm- 
form (wenn man sie dafür nehmen will) von Schupfen [Rthb.]. 

Var. Asperana (blassgrün oder grünlich grau mit aufgerichteter Be- 
schuppung) von Zürich [C. Zeller):, St. Blaise-Neuveville [Coul.]; won Leresche 
oberhalb Fontanezier am Fusse des Waadtlander Jura (2549') [Lah.]\ St. 
Gallen [Tä.]. 

T. Treueriana Hb. (Niveana Fab.) Üb. 100. F.-R. 25. 2). 
R. an Birken. 

F. im Spätherbst und überwintert im Frühling. 
Von Lausanne, im Walde von Sauvabelin [Lah.]; von Zürich, selten \Freij) . 

T. Roseidana Hb. (Hb. Nebulana) [IIb. 103. 104). 
R. vielleicht an Pappeln, Espen und Birken. 

Bisher nur als Seltenheit getroffen bei Schupfen [Rlhb.) und Bremgarten 
[Boll). Letzteres Exemplar in meiner Sammlung. 

T. Favillaceana Hb. (Sponsana Fab.) [Hb. 62. H.-S. 270). 
R. vielleicht an Buchen. 

F. im Spätsonuner, selten. Lausanne [Lah.]; St. Blaise-Neuveville 
[Colli.); Schupfen [Rlhb.]; Zürich [C. Zeller., P>'^'y)- 

T. Rufana S. V. (Autumnana Hb., Lucidana Tr.) [Hb. 178. H.-S. 20). 
R. an Sahl weiden. 

Der schöne variable Wickler bisher nur vom Aargauer Engelberg (Wu.) 
und von Bremgarten [Boll), also seilen. 

T. Schalleriana L. [Hb. 288. 289). 

R. an Symphylum officinale. 

F. im August und September. Von Lausanne, häutiger [Lah.); St. Blaise- 
Neuveville [Coul.); Bern [Beut.); Schupfen [Rlhb.]; Bremgarten [Boll]; Zürich, 
seilen [Frei/i; St. Gallen [Tä.]. 

T. Comparana Hb. [Hb. 284). 

B. an Comarum paluslre, Ilimbeeixui und Weiden. 

F. im.luli und August, wohl seilen. Lausanne [Lah.); St. Blaise-Neuve- 
ville [Coul.]; Schupfen [Rlhb.]; Zürich [Frey]. 

T. Adspersana Hb. Fröl. [Hb. 259. 11. -S. 406). 

H. an Pdtenlilla, 'rormentilla, Poterium und Sanguisori)a. 



VII. Tortriciden. 285 

F. im Juli und August, verbreitet. Zürich, nicht selten {Frey); St. Gallen 
[Tu]; Burgdorf, Lenk und Siniplon [Beut.); Ste. Croix [Leresche]] Lausanne 
[Lah.]. 

Erzogene Exemplare von Zürich sind viel heller als gleiche Stücke von 
Frankfurt. 

T. Ferrugana S. V. (Gilvana und Ochreana Fröl.) [F.-R. SS — 25. H.-S. 
407) und Var. Tripunetana Hb. [lih. 129]. 
R. an Eichen, Birken u. s. w. 

F. im Herbste und überwintert im ersten Frühling. Von Lausanne 
[Lah.]] St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Schupfen [lUhb.]; von Zürich [C. Zeller, 
Frey) . 

Var. Tripunetana (mit drei dunklen VorderflUgelflecken) von Lausanne 
[Lah.) und Burgdorf {Henser). 

T. Lithargyrana H.-S. (Rufana Hb.) [H.-S. 23. Hb. 127). 
R. vielleicht au Buchen. 

F. eine Seltenheil. Paudex l)ei Lausanne [Lah.); Schupfen [Htlib.); 
Zürich {Frey). .Tedesmal nur ein Exemplar. 

T. Queroinana Z. {H.-S. 21. 22). 
R. an Eichen. 

Aus dem Wallis [Anderegg]; von Aigle {Lah.); von Zürich, einmal ge- 
troffen [Frey) . 

T. Forskaleana L. {Hb. U3). 
R. an Ahorn. 

F. im Juli von Lausanne {Lah.); von St. Blaise-Neuveville {Coul.); von 
Zürich, a])er seltener [C. Zeller, Frey) und von St. Gallen [Tä.). 

T. Holmiana L. [Hb. 39). 

R. an Birn- und Apfelbäumen, auch an Weissdorn. 

F. im .luli und August, meistens vereinzelt. Lausanne {Lah.); St. Blaise- 
Neuveville [Coul.); Schupfen {Rthb.); Zürich {C. Zeller, Frey); St. Gallen (rä.); 
(;hur {Ca/1.). W^ohl nirgends häufig. 

T. Contaminana Hb. [Ifb. 142) und Var. Dimidiana Froel. [Hb. 
299. 300). 
R. an Crataegus, Schlehen und Obstbäumen. 

Der variable F. vom August an. Er scheint nirgends häutiger zu sein. 
Lausanne [Lah.); St. Blaise-Neuveville [Coul.); Rem [Beut.); Schupfen 
[Rthb.); Zürich, selten (Frey). 

Var. Dimidiana (dunkelbraun) von Zürich, sehr selten [Derselbe). 



286 VIl. Tortriciden. 



Tortrix Tr. 



T. Piceana L. (Oporana Hb., XylosteanaHb.) (Hb. 112. 264. F.-R. 43, 1). 
R. an Piniis sylvestris; auch (?) an .luniperus. 

F. im Hochsommer, wie es scheint, selten. Lausanne [Loh.); Schii|)fen 
{Rthb.)] Bremgarten [Frey); Zürich [C. Zeller., Ff'<^y)- 
Gewiss in weiter Verbreitung. 

T. Ameriana Tr. (Podana Scop., Oporana Fab., Pyrastrana und Con- 
generanaHb.) {Hb. 124. 295). 
R. an Loniceren, Sahlvveiden, Olislbäumen u. s. w. 
F. im Juni und .luli, verbreitet und nicht selten. Lausanne [Lah.)\ St. 
Blaise-Neuveville [CouL); Schupfen {Rthb.); Bern und Burgdorf [Bent.]; 
Zürich, häufig [Frey)- St Gallen [Tä.); Ghur {Cafl). 

T. Decretana Tr. [F.-R. 44, 2). 

R. wohl mit idinlicher Lebensweise wie T. Ameriana. 
Wo. in seinem und Stgr.\^ Catalog gibt die Schweiz an. Nur auf die 
Autorität des hochverdienten Lepidopterologen nehme ich diese Art auf. 

T. Crataegana Hb. (Roborana Hb.) [Hb. 107. 126. F.~R. 45. e. f). 

R. an Laubholz, an Eichen, Apfelbäumen, Populus tremula. 

F. im Juli. Lausanne, häufig [Lah.]] St. Blaise-Neuveville [Coiil.]] Bieler 
bisel {Bent.): St. Gallen {Tä.); Zürich, nicht gemein {Frey). 

Ob überall (mit Ausnahme der St. Galler Exemplare, welche ich sah) 
richtig bestimmt wurde, weiss ich nicht. 

T. Xylosteana L. (Piceana ProeL , Charaeterana Hb.) [Hb. 125. F.-R. 
45, a — d. g. h). 
R. polyphag, an Laubholz, Eichen, selbst an Hypericum und Brombeeren. 
F. im Hochsommer, häufig und gewiss sehr verbreitet. 
Naters {Bent.); Wallis {Anderegg); Lausanne [Lnh.); St. Blaise-Neuve- 
ville (('()?//.); Schupfen {Rthb.); Zürich {Frey). 

T. Laevigana S. V. (Rosana L., Oxyacanthana und Acerana Hb.) 
[IIb. 117. 118. 302). 
R. polyphag, an Laubhülzern und niederen Pflanzen. 
F. im Juni und Juli, im ganzen niederen Lande gemein. 

T. SorbianaHb. (///;. 113). 

R. an Eichen. Kirschbäumen und Sorbus. 

F. im Juni, im Allgemeinen seltener. Lausanne und am Fusse des Mont- 
blanc {Lüh.); Sl. Blaise-Neuveville {CokI.); Schupfen {Rlhb.): Zürich {Frey). 



VII. Torfriciden. 287 

T. Consimilana Tr. (Semialbana Gn.) [H.-S. 54,. 347). 

R. an Loniceren. 

F. im Juni und Juli, wie es scheint, meistens seltener. Lausanne, an 
Hecken [Lah.]; Schupfen {Rlhh.); Zürich [Frei/): \Veiss])a(l [P.-I.]. 
Höllengrenze über 2500'. 

T. Costana Fab. (G-nomana Hb., Spectrana Tr.) (///>. 131. U.S. 32). 

R. an Scir|)us lacuslris und Iris [)seudacorus. 
F. im Sommer, wie es den Anschein hat, selten. 

Ein Exemplar bei Lausanne [Lorsche], ein zweites von Zürich und ein 
paar Stücke bei Zermatt [Frey) . 
Hohengrenze etwa bei 5000'. 

T. Corylana Fab. (Textana Hb,) [Hb. 115). 
R. an Laul)ht)lzern und niederen Pflanzen. 
F. gemein im Sommer in der ganzen Ebene. 

T. Ribeana Hb. [Hb. 114). 
R. gleich der vorigen Art. 

F. häutiger im Sommer. Nach Z. noch l)ei Bergün. 
Elevation über 4000'. 

T. Cerasana Hb. (Avellana FroeL) [Hb. 119). 

R. an Obsibäumen, Schlehen. 

F. im Juni und Juli, wiederum häufiger. Lausanne, an Haselbüschen 
[Lah.]; St. Blaise-Neuveville {Cou!.)\ Bern [Bent.); Zürich {Freij); St. Gal- 
len [Ta.). 

T. Cinnamomeana Tr. (Croceana Froel.) {F.-R. 9. 2). 

R. an Heidelbeeren. 

F. im Juni und Juli, seltener. Wälder oberhalb Lausanne [Loh.]: Schu- 
pfen Ißthb.); Zürich (C. ZeUcr, Frey); Gais und Weissbad {P.-I.). 

T. Heparana S. V. (CarpinianaHb.) [Hb. \ 16) unrl Var. Vulpisana H.-S. 
{H.-S. 34). 
R. an Laubholz und wohl auch an niederen Pflanzen. 
F. im Sommer, Juni und Juli, als die Stammart gemein. Vom Siinplon 
erwähnt ihn Beut. 

Var. Vulpisana (Vorderflügel (lunkelkaslanienl)raun , Franzen geröthet) 
nach bisherigen F^rfahrungen selten. Sümpfe um Aigle {Lili.r, Zürich [Frey). 

T. Dumetana Tr. {F.-R. 20. 4). 

R. an Origanum vulgare, vielleicht polyphag. 

F. etwas später, Ende .Juli und im August. Bei Lausanne, in Hecken 
nicht sehr selten {Loh.); Bern nnd Aarau {Beut.): Zürich, selten {Frey). 



288 VII. Toitriciden. 

T. Lecheana L. [Hb. 67). 

R. an Eichen und Kernobslliäumen. 

F. im Juni und Juli, sellener. Scliüpfen [Rthh.); Bern und Viege [Bent.); 
St. Blaise-Neuveville [CouL); Zürich (C. Zelle r , Frey); bei St. Gallen, häufi- 
ger {Tu.). 

Sehweizersche Exemplare sind weniger lebhaft gezeichnet als nord- 
deutsche. 

T. Inopiana Haw. (Centrana H.-S.) {If.-S. N. Schm. 31). 

R. an verschiedenen Wurzeln niederer Pllanzen. In den russischen 
Ostseeprovinzen traf sie -von Nolcken an denjenigen der Artemlsia campestris. 

F. im Juli , eine Seltenheil. An nassen , mit Eu])atorium cannabinum 
Ijewachsenen Waldstellen bei Bremgarten [lioll) und Zürich [Frey); von St. 
Gallen (Martinstobel) {HJüller). 

T. Histrionana Proel. (//6. 3 10. 31 1) . 
R. zwischen Nadeln der Pinus al)ies. 

F. seltener, vom Juni bis in den August. Lausanne [Lah.)\ Bern [Bent.); 
Schupfen {Rthh.); Gais [P.-L). 

T. Musculana Hb. [IIb. 98). 

R. polyphag, an niederen Pflanzen, an Himbeeren, wie Laul)hölzern, so 
an der Birke. 

F. im Mai und Juni, bei uns eine seltenere Erscheinung. Sauva«belin 
bei Lausaune an Eichen [Leih.); St. Blaise-Neuveville [CouL); Schlipfen [Rlhb.); 
Zürich, sehr spärlich [Frey); St. Gallen [Tu.). Er erreicht noch bedeutende 
Hohen, so bei der Franzenshöhe bei Trafoi über 6700'. 

T. Unifaseiana Dup. (Productana Z., Obliterana H.-S. (77.-8. 60. 361). 
R. an Liguster ('/). 

F., ein südliches Thier, bisher nur l)ei Lausanne (Paudex) von LaJi. an 
Hainbuchenhecken getroffen. 

T. Strigana Hb. (Gnomana S. V., RhombicanaH.-S.) [Hb. 141. 7/.-8. 46) . 
R. an Arlemisia, Jurinca, vielleicht auch an Gnaphalium. 
F. von Ende Juni in den Juli. Bisher nur bei Ollon (1893') an heissen 
Lehnen getroffen (LaA.)'). 

T. Diversana Hb. (Aeerana Haw., Viduana Froel.) [Hb. 251. H.-S. 
50—52). 
R. polyphag, an Laubholz. 

F. im Juni und Juli. Er scheint in unserem Faunengebiete selten zu 
sein. Zwei Flxemplare erzog ich l)ei Zürich. Von Schupfen [lithb.); häuligei- 
von Lausanne [Lah.]. 

1) Als Var. Str;unincnn;i II. -S. [H.-S. 39. 4n), .ihorlinll) Trnl'oi [Wo.]. 



VII. Tortriciden. 289 

T. Ochreana Hb. (Hb. 134). 

F. Ende Mai und im Juni. Wie es scheint, nur dem Südwesten ange- 
hörig, so bei Aigle [Lah.], Viege [M.-D.) und St. Bhiise-Neuveville [Coul.]^). 

T. Rigana Sodofifsky (Horridana Hb., Modestana Tr.) [Hb. 327) und 
Var. Monticolana Frey. 

R. in röhrenförmigen Gängen an Anemonen. 

F. im Juli und August auf unseren südlicheren Alpen als Var. Monti- 
colana, d. h. kleiner und grauer als Stücke der deulscheu Ebene und Lyons. 
Aus dem Wallis [Anderegg) und vom RilTelberg bis gegen 8000', stellenweise 
gemein [Frey], sowie dem schwarzen See oberhalb Zermatt [Bent.); von St. 
Blaise-Neuveville [CoiiL). In GraubUnden oberhalb Bergün bei Palpuogna 
und auf dem Cuolm da Latsch (Z.); Albula, Engadiner Berge (z. B. Alpen von 
Samaden und Sils-Maria) [Frey]; Piz Umbrail am Slelvio [Wo.). 

Höhengrenze gegen 8000'. 

T, Oxyacanthana H.-S. [H.-S. 161). 

Zwei Stücke im Mai bei Lausanne [Lah.]. 

T. Ministrana L. (Ferrugana Hb.) [Hb. 56). 

R. an Birken und Rhanmus angeführt (was ich bezweifle). 
F. im Mai und Juni in Buchenwäldern, in der Ebene weit verbreitet. 
Z. traf das Thier noch bei Bergün und Wo. bei Trafoi. 
Elevation 4800'. 

T. Bifaseiana Hb. (Audouinana Dup.) [H.-S. 62). 

F. im Juli, nach bisherigen Beobachtungen eine Seltenheit im Faunen- 
gebiete. Im Juli l)ei Lausanne [Lah.) ; von Bremgarten [Bali) und von 
Zürich [Frey) . 

T. Conwayana Fab. (Hofmannseggana Hb.) [Hb. 150). 

R. in den Beeren von Ligustrum n ulgare, vielleicht auch in den Früch- 
ten von Fraxinus. 

F. in der Ebene im Juni und Juli, verbreitet und kaum irgendwo selten. 
Lausanne [Lah.); St. Blaise-Neuveville [CouL); Bern [Bent.); Bremgarten 
[Bali); Zürich [C. Zeller, Frey); St. Gallen [Tä.). 

T. Bergmanniana L. (Rosana Hb.) [Hb. 137. 340). 

R. an Rosen, im Hochgebirg an Rosa alpina. 

F. im Juni und Jidi, im ganzen tieferen Terrain verbreitet. Noch von 
Bergün ((Z., Frey, und aus dem oberen Engadin bei Samaden und Sils-Maria 
[Frey); an der Franzenshöhe [Wo.). 

Elevation über 6500'. 



1) Da T.CinctanaS. V. bei Trafoi lliegt.wird sie dem unteren Engadin kaum mangeln. 
Frey, Lepidopteren. 49 



290 ^^I'- Tortricidcn. 

T. Loeflingiana L. (Plumbana Hb., Plumbeolana Haw.) illh. 54) und 
Var. EctypanaHb. [Hb. 190). 
R. in eingerollten Blättern der Eiche. 

F. im Juni und Juli. Bei Lausanne; gemein [Lah.]; Viege [Bent.]; St. 
Blaise-Neuveville [CouL); Schlipfen [Bthb.); Zürich, aber nicht häufig (Fre2/) . 
Var. Ectypana (fast ohne Rostbraun der Vorderflügel) untermischt mit 
der Stammart, 

T. Viridana L. [Hb. 156). 

R. anfangs in den Blaltknospon der Eiche, dann in eingerollten Blättern. 
F. vom Juni an, überall im Tieflande. Noch im Bergell zwischen Si)ino 
und Soglio (3349'j [Caß.). 

T. Forsterana Fab. (Adjunetana Tr.) [F.-R. 9. 1). 

R. an Vaceinium myrtillus und uliginosum. 

F. im Juni und Juli, in der Ebene wie im Gebirge. Bremgarten (Z?o//, 
Frey); St. Blaise-Neuveville [Coul.)\ Berner Alpen [Rthb.); Ebenalp im Can- 
ton Appenzell {P.-I.); Bergün, selten (Z.); Engadin [Loh.). 

Elevalion ungefähr 5500'. 

T. Viburnana S. V. (Unitana Hb., Rhombana S. V., Unitana Hb.) {IIb. 
123. 173, IL-S. 45) und (?)Var. Scrophulariana H.-S. (Galiana 
Curtis) [H.-S. 404. 405). 
R. an Wurzelblättern von Umbelliferen. 

F. im Hochsommer. Sehr gemein auf Viehtriften des (Waadtländer) 
Jura; von St. Blaise-Neuveville [Coul.]. Vom Seealpthal häufig [P.-L)\ von 
Bergün erzogen (Z.); häufig im oberen Engadin, von Samaden bis Sils-Maria 
[Frey] . 

Ob Var. Scrophulariana (kleiner, Vorderflügel dunkler und spitzer) wirk- 
lich dem Faunen-Gebiete angehört, vermag ich nicht zu entscheiden. Nach 
Lah. wahrscheinlich vom Gotthard. 

T. Lusana H.-S. [H.-S. 330. 419) und Var. Dohrniana H.-S. 

R. an lleidell)eeren, sicher auch an anderen niederen Pflanzen. 

Im Hochsommer, mit Sicherheit in Graubünden. So traf sie Z. schon 
von Mitte Juni an l)ei Bergün. Ich begegnete ihr zahlreich während (I(M- 
seclisziger .lahre im oberen Engadin, von Samaden bis nach Sils-Maiia ; auf 
dem Albula häufiger [Freij) . Aus der Mittel- und Westschweiz erwähnt Lah. 
den Col de Jaman (5783'), die Berge um Üllon , des Val d'Iliers, sowie den 
Jura, dann Beut, den Gurnigel, den Niesen und Engstlen. 

Die Höhengrenze überschreitet (Albula) 7000'. 

T. Steineriana S. V. (Chrysitana Hb.) [Hb. 170. 317. Il.-S. 57. 58). 
R. an niederen Pflanzen, so an Dentaria enneapln llos. Sanicula europaea. 
Anemone hepatica und Vcrali'um alhuiu. 



VII. Tortriciden. 291 

F. während des Flochsommers in den Alpen. \\'estalpen , so Ormont- 
dessus, Meii'ingen [Lah.^ Rlhb.); bei Chamouny (?) [Lah.]; Gurnigel und Joch 
[Bent.); Seealpthal (P.-/.); im Canton Glariis von der Sandalp [Frey] und von 
Berglialp [Boll^ P^^^y)'-, aus dem oberen Engadin (Sils-Maria, Saniaden l, sowie 
von der Höhe des Albulapasses [Frey). 

Elevation über 7000'. 

T. Flavana Hb. (Palleana Hb.) [Hb. 157. H.-S. 37. 38), Var. leterana 
Froel. (Flavana Hb.) [IIb. 258) und Var. Intermediana H.-S. 
{H.-S. 420. 421). 
R. an Eichen und Heidelbeeren. 

T. Flavana (die bleichste, leicht gelblich angeflogene Form) fliegt im Juli 
in unseren Alpen. Waadtländer Berge [Lah.), Berner [Rthb., Bent.], See- 
alpthal [P.-I.]; Oberes Engadin im Yal Fex [Frey]. 

Var. leterana führt die Vorderflügel des (^ schwefel- und des Q sogar 
mehr ockergelb. P.-I. begegnete dem Thier häufig im Seealpthal. 

Var. Intermediana (mit mittlerem Colorit) von den Waadtländer Alpen 
(auf dem Berge von Avarre) [Lah.). 
Elevation bis etwa 6000'. 

T. Rusticana Tr. (Helvolana Hb., Seneoionana Froel.) [Hb. 301. 
F.-R. 10. 2). 
R. an Heidelbeeren. 

F. im Frühling, wohl in w^eitester Verbreitung durch das Flachland; 
auch vom Jura [Coul.]; aus den Alpen, so von Bergün , und zwar schon von 
Ende Mai an (Z.), und dem oberen Engadin [Frey). 
Elevation etwa 5500'. 

T. Pilleriana S. V. (Luteolana Hb.) [Hb. 136. 172. H.-S. 349). 

R. an niederen Pflanzen, z. B. Stachys, Artemisla, am Weinslock , an 
Glemalis vitalba, Pyrus u. s. w. 

F. im Juli vorwiegend in der südwestlichen Schweiz. OUon , Aigle, so- 
wohl im Thal auf nassen Wiesen als an den mit der Rebe bepflanzten Hängen 
entlang der Strasse nach den Ormonts [Lah.) ; von St. Blaise-Neuveville 
[Colli.) . In den sechsziger Jahren bei Bremgarten in einem Weinberg merk- 
lich schädlich. Demnach ist Lah. im Unrecht, wenn er das Vorkommen auf 
dem schweizerschen Weinstock läugnet. 

T. GrotianaFab. (Flavana Hb.) [F.-R. 11. 1. Hb. 133). 

R. vielleicht an Eichen. 

Nach Lah. häufiger, auch auf niederen Alpen ohne Ortsangabe [Rthb. 
und C. Zeller); aus dem Bergell zwischen Soglio und Coltura [Caß.]; von 
Trafoi [Wo.). Auch (?) von St. Blaise-Neuveville [Coul.]. 

19* 



292 VII. Tortriciden. 

T. Gnomana Gl. L. {F.-R. 10. 1). 

R. polyphag an Laubhölzern, auch von Heidelbeeren. 

F. im Juli. Kaum von Zürich (C. Zeller]. Aus dem Wallis, so unter- 
halb St. Nicolas im Zermatter Thal [Lah.) in Erlengehölz; von Viege und 
Morel [ßent.]; von St. Blaise-Neuveville [Coul.); von Tarasp [Caß.]; von Tra- 
foi [Wo.). 

Elevation etwa 5000'. 

T. Gerningana S. V. (Pectinana Hb.) {Hb. 108. H.-S. 239. 414). 

R. polyphag an niederen Pflanzen, so an Scabiosa columbaria , Lotus 
corniculatus, Plantago. 

F. im Juli und August. Vom Jura (Ste. Croix und Fontanezier nach Leresche, 
sowie St. Blaise-Neuveville nach Coul.) und den Alpen. Hier auf dem Gürga- 
letsch bei Chur [Caß.)\ dann in der Thalsohle des Engadin und auf den Ber- 
gen, vom Bernina und der Passhöhe des Albula; mitunter die (^ häufig, wäh- 
rend das 9 extrem selten bleibt. Bei Bergün noch fehlend (Z.). 

Elevation über 7200'. 

T. Prodromana Hb. (Walkerana Curtis) [H.-S. 33) . 
R. an Potenlilla. 

F. Ich erzog ein Exemplar hier in Zürich aus Räupchen, welche ich 
aus dem oberen Engadin (Celerina oder Samaden) erhalten hatte. 

T. Terreana Tr. (Favillaceana Hb. und (?)Rusticana Hb.) [Hb. 255. 

(?)102). 

F. im Frühling, von Ende April an. Gemein nach Lah. oberhalb Lau- 
sanne (Sauvabelin); von Schupfen [Rthb.]; von Zürich , aber selten [Frey); 
auch bei Trafoi an Alnus viridis [Wo.). 

Elevation gegen 5000'. 

Sciaphila. 

S. Pratana Hb. (Osseana Scop,) [Hb. 227. 228). 

R. polyphag an niederen Pflanzen, auf den Hochalpen unter Steinen. 

F. im Juli und August. Für den Jura gedenkt seiner nur Coul. " Auf den 
Alpen gemein, gerne an trocknen Stellen. Schon mit etwa 4000' (Bergün 
nach Z.) beginnend, um vereinzelt in Höhen von 7500 — SOOO' zu endigen. 

Unsere Schweizersclien Stückt; , wenn auch vielfach in hellerem und 
dunklerem Colorit wechselnd, scheinen nicht die dunklere braune (Grund- 
farbe und die scharfen braunschwarzen Zeichnungen meiner Isländischen 
Exen)|)lare zu erreichen. 

S. GouanaL. (Argentana GL, Magnana Hb., Margaritalis Hb.) [Hb. 48. 
HC). 225. 226. 
H. wohl an niederen Pflanzen. 
¥. im Sonimei-, gern auf fcuchlen Wiesen , weniger im Ticflande, wie 



VII. Toftriciden. 293 

z. B. im Canlon Züricli {Hug.) und von Sauvabclin bei Lausanne [Lah.], als 
aus dem Gebirge; von St. Blaise-Neuveville [Coul.]. Von den Alpen des 
Wallis bis nach Appenzell und Graubünden eine häufigere Erscheinung. 
Noch auf der Franzenshöhe des Stelvio [Wo.]. 
Höllengrenze etwa 6700'. 

S. Penziana Hb. (Bellana Curtis, Diurneana Gn.) [Hb. 85. H.-S. \\1. 
118) und (?)Var. Styriacana (Candidana Lah.) [H.-S. 119. 120). 

R. an niederen Pflanzen, wie an Hippocrepis comosa. 

F. im Alpenland, schon bei Chur [Ca(l.) . Er scheint zwischen 6000- 
und 7000' zu endigen. 

Penziana, ziemlieh wechselnd, in grösster Verbreitung im Juni und Juli, 
von Zermatt bis Trafoi (hier noch bis zur Franzenshöhe [Tro.]), stellenweise 
seltener und schon ziemlich weit unten beginnend; auch am Jura [Coul., 
Rthh., Heuser .1 Wu.) . 

Var. Styriacana (kleiner, kurzfliigliger, grauer und mit weniger scharfen 
und dunklen Zeichnungen der Vorderflügel) besitze ich aus den östreichi- 
schen Alpen. In den unserigen bin ich ihr niemals begegnet, wie ich denn 
auch niemals ein von Anderen gefangenes Stück sah. 

Var. Candidana (der Styriacana sehr nahe verwandt, in Ausmaass und 
Grösse an die nachfolgende S. Wahlbomiana erinnernd : mit reiner weissen 
Vorderflügeln und einigen Abweichungen der dunkleren Zeichnungen) ziehe 
ich mit V. Hein, sicher hierher. Lah. traf diese seine Form am Genfer See 
im Juni auf den Wegen durch die Weinberge von Lavaux, wo sie an Mauern 
der Schattenseite ruhte. Dann soll sie Heuser bei Burgdorf gefangen haben. 

S. Chrysanthemana Dup.') [H.-S. 108 — 111). 

R. an niederen Pflanzen. 

Umgebungen von Lausanne an Corylus avellana nicht, selten im Juni 
[Lah.). Ich traf sie nur im oberen Engadin selten und bei Trafoi. Hier noch 
vereinzelt bis zur Franzenshöhe [Wo.). 

Elevation gegen 7000'. 

S. Wahlbomiana L. [Hb. '203. 11. -S. 107. 115—116), Var. Alticolana 
H.-S. [H.-S. 112), Var. Virgaureana Tr. [H.-S. 102. 103], Var. 
Minorana H.-S. (Minusculana Z., Pascuana Walker und Sta. 
[H.-S. \0i — 106), Var. Communana H.-S. [IL-S. 113. 114), Var. 
Incertana Tr. [H.-S. 121. 122), Var. Derivana Lah. 2). 
R. polyphag an den verschiedensten niederen Pflanzen. 



1) S. Chrysantliemana und die folgende, so veränderliches. Wahlbomiana mit Allem, 
was Wo. als Varietäten herbeigezogen hat, bilden eine der schwierigsten Wickler-Gruppen. 
Den grösseren Theil meiner Exemplare revidirte einstens H.-S. Freilich habe ich hinter- 
her noch mehrfach vereinzelte , sehr abweichende Stücke erhalten , welche ich übergehe, 
um keine neue Verwirrung zu machen. 

2) Da es unmöglich ist, die zahlreichen , hier als Varietäten erwähnten Formen ohne 
die genauesten, ausführlichsten Beschreibungen deutlich zu machen, und da ich unter mei- 



294 ^11- Tortriciden. 

F. im Frühling, dann im Hoclisommcr. An höiieren Lokalitäten natür- 
lich nur einmal im Jahre. 

Die Stammform Wahlbomiana gemein im Flachlande, auf dem Jura und 
in den Alpen. Simplon {Bent.); Weissbad [P.-I.]; Bergün (Z.) . 

Var. Alticolana im Hochsommer von Zermatt [Frey] ; bei Gamsen (.1/i- 
deregg); von Ghur [Cafl.]; Bergün und Weissenslein, nicht selten (Z.); aus 
dem oberen Engadin, von Samaden bis Sils-Maria [Frey); bei Trafoi von der 
Prater Alp [Wo.). 

Var. Virgaureana von Lenk [Bent.]; bei Zürich im Juli, häufig ; St. Gallen 
[TtL]\ Degersheim , nicht selten [Müller]] Weissbad, gemein [P.-I.]; Chur 
[Caß.); St. Blaise-Neuveville [Coul.]. 

Var. Minorana. Das kleinere Geschöpf vom Simplon [Bent.]] von Gam- 
sen [Anderegg)] gemein bei Bremgarten [Boll), Zürich [Frey), St. Gallen [Tel.], 
Degersheim [Müller) . 

Var. Communana soll nach Lah. die verbreitetste Form bei Lausanne 
sein. Ob er richtig bestimmt, weiss ich nicht. Bei Zürich kam mir niemals 
eine ausgesprochene Communana vor. Von der Franzenshöhe [Wo.). 

Var. Incertana findet sich nach Lah. während des Juni und Juli, nicht 
sehr selten, an Hecken bei Lausanne. 

Var. Derivana nach demselben Beobachter im Juni bei Aigle. 

S. (?)Pascuana (Pasivana) Hb. (//6. 99. /7.-S. 100. 101). 

Nach Rthb. von Schupfen, nach C. Zeller und Frey von Zürich. Ich bin 
hinterher über die Richtigkeit dieser Angaben sehr zweifelhaft geworden, 
wie ich denn diese Spezies zu S. Wahlbomiana ziehen möchte. 

S. Abrasana Dup. [H.-S. 99). 

Auch dieser Wickler dürfte möglicherweise noch in die Variations-Reihe 
der S. Wahlbomiana hineinzählen. Im Mai von Sion [Lah.) und von Lugano 
[M.-D.), wenn richtig bestimmt worden ist. 

S. Nubilana Hb. (Glareana Froel., Hybridana Dup.) [Hb. 111). 
R. an Weissdorn und Schlehen. 

F. von Ende Mai durch den Juni, im tieferen Faunengebiete an Weiss- 
dornhecken gemein. 

Seine Elevation scheint eine sehr geringe zu sein. 

Sphaleroptera Gu. 

S. Alpieolana Hb. [Hh. 328. 329. H.-S. 395). 

Das interessante Thier im männlichen Geschlechte nach heiler und dün- 



nem reichlichen Materiale der Uebergängo melirere besitze, führe icii ohne Characterisliiv 
die Varietäten einfach auf. Ich niiichte übrigens S. Clnysanliiemana auch in die ausge- 
dehnte Variations-Reihe der Wahlbomiana einfügen. — 0. Hofmann (Stett. e. Zeit. 1872, 
433) will namentlich nach der Form der Legerohre zwei Arten-Gruppen, nämlich Wahl- 
bomiana vmd Minorana unterscheiden. Er kann Recht haben. 



VII. Tord-iciden. 295 

keler, sowie nach gelber Beschiipinmu; der Vorderflüüiel zieiulicli wechselnd. 
Das Q (mit verkümmerten Flügeln) eine Seltenheit. 

F., ein Solin der llochalpen, von Wallis bis Stelvio. Er erreicht, in 
bald häufigerem, bald seltenerem Vorkommen , aber mit weitester Verbrei- 
tung die Südgrenze unserer Alpen, meistens an trocknen steinigen Stellen 
Höhen von 7200— 8000' [Freij, Wo.]. 

Doloploca Hb. 

D. Punctulana S. V. (Punctulella Tr., Schlemmerella Hb.) [IIb. Mi. 
H.-S. 376). 

R. an Lonicera xylosteum und (?) Berl)eris vulgaris. 
F. im Tieflande unseres Faunengebietes eine Seltenheit. Ein Stück von 
Bremgarten {Boll), ein zweites von St. Gallen [Tä.). 

Cheiinatopliila Steph. 

C. Hyemana Hb. (Tortricella Hb., Abietana Froel., Alternella Tr., 
Hyemella Tr.) [Hb. 11. 267. 11. -S. 123. 124). 
R. an Eichen. 

Der häufige F. im tiefsten Spätherbste, Oclober und Anfang November, 
dann iil)erwintert wieder im ersten Frühling. Er ist im ebeneren Faunen- 
gebiete wohl überall vorhanden. 

Olimlia Gn. 

O. Hybridana Hb. (Rectifaseiana Haw., Puellana Froel.) (Hb. 238. 
Il.-S. 132—133), Var. Albulana Tr. [H.-S. 190. 191) und (?)Var. 
Pedemontana Stgr. 

Hyl^ridana und ihre unliedeuteude Var. Albulana dürften in dem ebene- 
ren Theile unseres Faunengebietes mit dojipelter Generation im Mai , dann 
nochmals im Juli und August weit verbreitet sein. Hybridana und Albulana 
aus dem Wallis von Gamsen [Äuderegc/]; Albulana häufig J)ei Zürich [Frey); 
von Viege und vom Weissenstein bei Solothurn [Beut.]; von Schupfen {Rthb.) 
und gemein von Lausanne [Lah.]. 

Var. Pedemontana (die Grundfarbe der Vorderflügel ist bräunlich und 
die Zeichnungen erscheinen natürlich verloschener) traf Stijv. von Ende Juni 
in den Juli bei Macugnaga. Wir werden sie ohne Zweifel also auch aus dem 
südlichsten Theile unseres Faunengebietes erwarten dürfen. 

O. Ulmana Hb. (Areolana Hb.) [Hb. 278. 279). 

R. in versponnenen Blättern der Aquilegia vulgaris. 

F. vom Juni bis in den August , doch wohl nur im Tieflande. Zürich, 
in den Wäldern des Üllibergs (f/e//); Burgdorf [Bent.); Scliüpfen [Rthb.]; 
Lausanne, auf dem Jorat [Lah.]; in der östlichen Schweiz bei St. Gallen, häu- 
ti'^ iTä.]. 



296 VII. Tortriciden. 

Conchylis Tr. 

C. Hamana L. (Trigonana S. V., Diversana Hb.) [Hb. 139. 140). 

R. an Ononis repens. 

F. nur im unteren ebeneren Faunengebiete im Juni und Juli, und liier, 
wie es scheint, lokal. Lausanne [Lah.); St. Blaise Neuveville [Coul.]; Schu- 
pfen [Rthb.]; bei Zürich, sehr spärlich und vereinzelt (C. Zeller, Frey). Auch 
bei Bergün, wo er über 4000' seine Höhengrenze erreicht, doch nur ganz 
selten (Z.). 

C. Zoegana (Hamana Gl.) [Hb. 138). 

R. in Wurzeln, so von Scabiosa columbaria, vielleicht auch von Cirsium 
arvense. 

F. im Juli und August, bei uns selten. Von Zürich [C. Zeller, Frey); 
von Solothurn und Bern [Bent.); aus dem Berner Jura und dem Oberhasli 
[Rthb.); St. Blaise-Neuveville [CouL); Berge des Canton Waadt [Lah.); Berneck 
[Tel.). Noch aus dem oberen Engadin [Caß.). 

Höhengrenze also über 5000'. 

C. Perfusana Gn. [H.-S. 247. 248). 

Niiv Lah. erwähnt diese Art. Er traf sie im Juni auf Grasflächen nie- 
derer und mittlerer Alpen an Waldrändern. Col de Jaman und Fanex (2847') 
oberhalb OUon. 

C. Callosana H.-S. 

Aus dem Wallis. Ich erhielt vor einigen Jahren die schöne Art in vier 
ungewöhnlich grossen, vortrefllichen Exemplaren durch Andcrcgy , ohne 
Zweifel aus den Umgebungen Gamsens. Möglicherweise hat sie Lah. als 
Perfusana beschrieben. 

C. (?)PurpuratanaTr. [H.-S. 69). 

Nach Lah. hier und da im Mai und Juni, vereinzelt bei Lausanne und 
Aigle auf Grasflächen. Mir kam sie niemals vor. 

C. Schreibersiana Froel. (Lediana S. V.) [Hb. 151. 306). 
R. unter der Rinde von Ulmen und Pappeln getroffen. 
Bisher nur von Basel [Imhof) und Sl. Blaise-Neuveville [CouL). 

C. Cruentana ProeL (Augustana Tr.) [H.-S. 94). 

R. an den Blülhen von Achillea millefolium, ebenso von Origanum 
vulgare. 

F. im Juli, seltenei". Lausanne [Lah.); Zürich [Frey); Sl. G;dlen [Tä.); 
auf den Wiesen bei Bergün, nicht gerade seilen (Z.). 



VII. Tortriciden. 297 

C. Sanguisorbana H.-S. {H.-S. 412). 

R. in den Samenköpfen der Sanguisorba officinalis. 

Lah. erwähnt eines von Leresche bei Ste. Croix gefangenen Exemplares. 
Ich sah nie ein schweizersches Stück. Da aber Lah. Exemplare von Wo. 
hatte, ist die Bestimmung eine sicliere. 

C. Roserana Froel. (Ambiguella Hb.) {Hb. 153. H.-S. 93). 

R. im .luni an blühenden Weintrauben, dann in zweiter Generation und 
im Herbste an den unreifen Beeren als schädliches Insect. Indessen lebt sie 
zweifelsohne noch an anderen Pflanzen. Als solche hat man z. B. die Früchte 
von Ligustrum vulgare und Loniceren beobaciitet. 

Verbreitet und häufig. Bei Bergün (Z.) überschreitet sie, allerdings 
seltener geworden, eine Meereshöhe von 4000'. 

C. Straminea Haw. (Tischerana Tr.) ([?] F.-R. 12. 2). 
R. an Centaureen (?). 

F. im Juli aus dem oberen Engadin , so bei Sils-Maria , selten [Frey); 
(?) von St. Blaise-Neuveville [Coul.]. 

C. (?)Jucundana Dup. [F.-R. 40. 2. H.-S. 82). 
Aus dem Tessin nach C. Zeller. 

C. Dipoltana Tr. (Dipoltella Hb., Margaritana Haw.) [Hb. 345). 
R. in den Dolden von Achillea millefolium. 
F. bisher nur von Schupfen [Rthb.) und vom Lägernberg bei Baden [Frey] . 

C. Zephyrana Tr. [H.-S. 70—74). 

R. in den Wurzeln und dem Stamm von Eryngium campestre. 
F. (bekanntlich sehr variirend) bisher nur von Lausanne und Aigle. Lah.^ 
welchem wir diese Angabe verdanken, traf die Form mit gelben und grauen 
Vorderflügeln. 

C. Aeneana Hb. [Hb. 188). 

Der prächtige Wickler wurde im Juni 1873 von ßoll l)ei Bremgarten 
mehrfach getroffen. Einige Exemplare in meiner Sammlung. 

C. Rutilana Hb. [Hb. 249). 

R. an Juniperus-Arten. 

F. im Juni und Juli. Zwischen Bremgarten und Dietikon (1200') [Boll 
und Frey); dann vom Jura und in den Alpen, sowohl den westlichen, wie 
östlichen. So bei Zermatt [Frey); auf den Muottas bei Samaden [Bent.); 
vom Albulapasse, stellenweise häufig an .luniperus nana [Frei/); vom Stelvio 
[Wo.). Exemplare der deutschen Ebene und unserer Alpen sind ganz 
gleich. 

Elevation 7200' und mehr. 



298 '^'II. Tortriciden. 

C. Aurofaseiana Mann (Valdensiana H.-S.) [H.-S. N. Schm. 33). 

Das interessante schöne Thierchen nur auf unseren Hochalpen, an Juni- 
perus nana im Juli und August. Berge des Berner Oberlandes [Ott); Enga- 
diner Alpen [Pfaffenzeller). Ich begegnete dieser Spezies bald seltener, bald 
häufiger auf dem Albulapass in etwa 7400'. Beträchtlich tiefer fand sie Z. 
bei Bergün (Chiaclavuot) und dann am Weissenstein schon im Juni ; noch von 
der Höhe des Stelvio [Wo.]^). 

C. Baumanniana S. V. (Hartmanniana Cl., G-emmatella Scop.) [Hb. 146). 

F. verbreitet und vielfach gemein aufwiesen, nach der Höhe vom Mai 
bis in den Juli fliegend , in der Ebene , wie auf dem Jura und den niederen 
Alpen. 

Die Höhengrenze bleibt zu ei'mitteln. Ich schätze sie bis etwa 5000'. 

C. Decimana S. V. [Hh. 145). 

F. von Ende Mai bis in den Juli, kaum aber irgendwo häufig, wenn auch 
sehr weit verbreitet. Jura (La/i.); Chasseral [Coul.]-^ auf den Waadtländcr 
Alpen, aber selten [Lah.]\ aus dem Wallis [Bent.); Meiringen [Ott); Zürich, 
auf den Wiesen des Ütlibergs, sparsam [Frey); Weissbad [P.-J.); Ebenalp im 
Canton Appenzell [Tä.); vom Weissenstein (Z.); aus dem oberen Engadin 
[Caß.); vom Pass des Stelvio [Wo.). 

Elevation über 7000'. 

C. Tesserana S. V. (Aleella Schulze) [Hb. 144. H.-S. 327). 

R. in Wurzeln niederei" Pflanzen, so der Picris. 

F. auf Grasflächen der Ebene in z\\ei Generationen, von Ende April in 
den Mai, und dann nochmals im Juli. In dem Tieflande gemein und auch 
am Jura vorkommend, scheint er nur niedere Alpengegenden, wie Bergün (Z.), 
noch zu erreichen. 

Seine Höhengrenze etwas über 4000'. 

C. Badiana Hb. (Rubigana Tr.) [Hb. Hl). 

R. wohl polyphag an niederen Pflanzen. Erzogen von Orobus niger. 

F. im Juni und Juli. Berge bei Bex mit etwa 3500' Erhebung [Lah.); 
von Aarau [Bent.); bei Zürich, an lichten grasreichen Waldstellen, öfter [Freij); 
üegersheim [Müller); ebenso häufiger bei Gais und Weissbad [P.-I.); bei 
Trafoi und aufwärts [Wo.). 

Höhengrenze über 5000'. 

C. Deutsehiana Zetterst. (Lutulentana Lah., Chalcana Paekard) [II. -S. 
N. Schm. 35). 
Der interessante hiU)Sche Wickler (ci- soll auch in Labrador vorkonnnen, 
wie er im Norden der scandinavischeii Halbinsel mctrollen wui'de) ist bei uns 



1) G. Vulncratiiiia ZeUcrst. Irnl' \Vü. au I der tiaiizeiisliölie. 



VII. Tortriciden. 299 

eine hochalpine Seltenheit. Lah. traf ihn am Fusse der Dent de midi im 
Unterwallis, dann von Tour d'Ai in etwa 7000' Höhe. Ein einziges Exemplar 
fanden Boll und Frey auf der Passhöhe des Albula Ende Juli; vom Stelvio 
[Eppelsheim] . Nach Lah in niederen Alpen der Westsehweiz (was ich 
bezweifle). Meine norwegischen Exemplare sind dem schweizerschen Stücke 
gleich. 

C. Kindermanniana Tr. [F.-R. 12. 1. H.-S. 68). 
R. in den Endtrieben der Artemisia campestris. 

Mit Sicherheit nur aus dem Wallis, in den Umgebungen Gamsens 
[Anderegg) . 

C. Helveticana v. Heyd. [1H.-S. 95). 

R. im Anfang des Juli in den Samenkapseln der Gentiana acaulis bei 
St. Moritz und Pontresina. Der nachfolgenden C. Francillana sehr nahe 
kommend. 

C. (?) Smeathmaniana Fab. (Fabriciana Hb.) [Hb. 149). 

R. in den Blüthen von Achillea millefolium und Anthemis cotula. 

Nach Coul. von St. Blaise-Neuveville ; von Schupfen [Rthb.] und von 
Zürich [C. Zeller). Mir sehr zweifelhaft und vermuthlich mit C. Badiana 
verwechselt. 

C. (?)Ricliteriana F.-R. [F.-R. 40. 3). 

Die norddeutsche Art soll nach Lah. in einem Exemplare während des 
Septembers in den Weinbei'gen von Sion vorgekommen sein. Mir sehr 
zweifelhaft. 

C. Rubellana Hb. (Ciliella Hb.) [Hb. 180. 285). 

R. in den Samenkapseln von Primula und Linaria. 

F. im Tieflande im April und Mai , dann nochmals im Ilochsonmier. 
Verbreitet und häufig; auch im Jura, sowie den Alpen. Gais und Weissbad 
[P.-L); Chur [Caf].]] Bergün und Weissenstein (Z.); aus dem oberen Enga- 
din, selten [Frey). 

Die Höhengrenze etwa bei 6000'. 

C. Phaleratana H.-S. [H.-S. 84. 85). 

R. in den Blüthen der Solidago virgaurea. 

Ein selteneres Thier im tieferen F^aunengebiete, im Juli an feuchten, mit 
Eupatorium cannabinum bewachsenen Waldstellen. Zürich [Frey); Brem- 
garten [Boll); ferner von Weissbad [P.-L.). 

C. Roseana Haw. (Rubellana Hb., Dipsaceana Dup.) [Hb. 286. 287. 
H.-S. 76—78) . 
R. in den Samen von Dipsacus arvensis, wohl auch von Arctium lappa. 



300 VII. Tortricidcn. 

F. im Juni und Juli. Viege {Bent.)\ Bex , Iiäufiger [Lab.]; Sie. Croix 

{Bent.); St. Blaise-Neuveville {CouL); Zürich, seilen [Frei]). 

C. Humidana H.-S. (Rupicola Curtis , Marginana Stephens) ilL-S. 

86. 87). 
R. in den Slengein von Eupaloriuni cannabinum (?). 
F. von Paudex bei Lausanne [Lah.] und von Weissbad, selten [P.-I.]. 
Mir niemals begegnet. 

C. Mussehliana Tr. [H.-S. 88—90). 

R. in den Stengeln von Alisma plantago. 

F. im Juni, mit Sicherheit auf nassen versumpften Grasstellen des Katzen- 
sees {Frey); nach Lah. sowohl von Lausanne auf nassen, wie (?) bei Aigle auf 
trocknen Wiesenstellen (Juni und September). 

C. Notulana Z. ([?lManniana H.-S.) ([?] //.-S. 67). 
R. in den Slengein von Mentha sylvestris. 
F. bisher nur von Weissbad, selten [P.-l.]. 

C. Gilvicomana Z. (Flaviscapulana H.-S.) [H.-S. 97). 
R. an Chenopodium. 

F. im Juni, seilen. Aus dem Canton Waadt, ohne nähere Ortsangabe 
[Leresche] . Ein einziges Exemplar bei Zürich (Frey) . 

C. (?) Gratiosana Lah. 

Aus den Umgebungen von Lausanne im August [Lah. und Leresche). 
Mir unbekannt und sehr zweifelhaft. 

C. Ambiguana Froel. (Pallidana H.-S. und Pumilana H.-S.) [IL-S. 
65. 66). 

Umgebungen von Bergün, im Val Tuors (Z.); von Zürich [Frey); nach 
Heuser von Burgdorf; Waadlländer Alpen und Jura [Leresche). 

C. Carduana Z. (Hybridella Hb., Dissolutana H.-S.) [IJb. 351. H.-S. 83), 
R. an Chaerophyllum bulbosum. 
F. Ende Juli von Paudex [Lah.); seilen bei Zürich [Frey). 

C. Pallidana Z. [H.-S. 389). 

F. im Tieflande vom Mai an, höher im Gebirge l)ei Beginn des Sommers. 

C. Pallidana scheint weit verbi-eilel /u sein. Zürich, und gerade nicht 
seilen [Frey); Bern, Burgdorf, Gurnigel [Beut.); vom Jorat bei Lausanne 
[Lah.); St. Gallen, nicht selten in Laubwaldungen [Tä.); von Bergün (Z.); 
(?) Val Rosegg im oberen Engadin [Beut.); Trafoi [Wo.). 

Elevation ül)er 5000'. 



VII. Tortriciden. 301 

C. Posterana Z. (Ambiguana Tr.) [H.-S. 64). 

R. in den Blüthen von Centaurea, Carduus und Arctium. 
F. bei Sion Mitte August [Lah.). 

C. Dubitana Hb. [Hb. 71). 

R. in den Blüllien von Senecio jacobaea , Girsium lanceolatum, Hiera- 
cium-Arten und Picris hieracoides. 

F. vom Mai an. Zürich (C. Zeller, Frey); Bern [Benl.)\ Schupfen {RtJib.); 
Gurnigel [Beut.]; St. Blaise-Neuveville [Coid.]; Waadtländer Alpen und Furka 
[Lah.]; Bergün (Z.); noch auf der Franzenshöhe [Wo.]. 

Elevalion 6700'. 

Phtheochroa Steph. 

P. Rugosana Hb. [Hb. 82) . 

R. in versponnenen Beeren der Bryonia dioica. 

F. im Juni, bisher nur von Lausanne [Lah.], von St. Blaise-Neuveville 
[Colli.) und Schupfen [Rthb.). 

P. Amandana H.-S. 

Aus dem Wallis, wohl den Umgebungen Gamsens, von Änderegg erhal- 
ten [Frey) . 

Retiuia Gn. 

R. Duplana Hb. [Hb. 229. 230). 

R. in den Endtrieben junger Kiefern. 

F. im Beginne des Frühlings, keineswegs aber häufiger. Zürich und 
Bremgarten [Frey/^ Schupfen [Rthb.); Lausanne [Lah.]; Wallis [Anderegg) und 
Chur (Ca//.). 

Elevation, wie es scheint, nur gering, 

R. Pinivorana Z. (Pudendana H.-S.) [H.-S. 149. 150). 
Von Schupfen, durch RtJib. erbeutet [Lah.]. 

R. Turionana Hb. [Hb. 1i^. 221) und Var. Mughiana Z. 

R. in den Knospen von Finus sylvestris. 

F. nach Lah. von Basel [Iinhnf) untl Mciringen, Schupfen (/{//??>.), selten. 

Var. Mughiana, bisher nur aus den Alpen, zeigt auf den Vorderflügeln 
sehr wenig eingemischte Rostfarbe. Die Zeichnung (bisweilen verfliessend) 
ist dunkler, fast braun, nur mit gelblichem Schimmer. Aussenrand der Hin- 
terflügel dunkler, Fühler des (j^ viel deutlicher dunkel geringelt als bei der 
Stammform. Die Grösse wechselnd. Von Bergün an Knieholzsträuchern 
im letzten Drittheile des Juni, doch nicht häufig [Z.). 

Höhenurenze über 4000'. 



302 vir. Tortriciden. 

R. Buoliana S. V. (Xylosteana Hb. und Gremmana Hb.) [Hb. 154. 269. 
H.-S. 49). 
R. in den Endtrieben von Pinus sylvestris, schädlich. 
F. als Seltenheit bei Zürich, dann vereinzelt bei Bremgarten [Frey, 
Bull); von Langnau [Rthb.); von St. Blaise-Nenveville [Coul.) und aus dem 
Wallis von Sion. ^) 

R. Resinana Fab. (Resinella L., Obesana Lah.) [IIb. 29 und ['?] 72). 
R. in Harzgallen von Pinus sylvestris. 

Von Zürich, selten (C. Zeller, Frey)] ein Stück von Bergün Ende Juni 
(Z.); von Langnau [Rthb.) ; von St. Blaise-Neuveville [Coiil.]. 
Obesana von Lah. ist das Q unserer Art. 

Pentliiua Tr. 

P. Profundana S. V. (Porphyrana Hb.) [IIb. 26. F.-R. 62. 1). 

R. zwischen den Blättern der Eiche. 

F. von Ende Juni an bis in den August. 

Zürich, nicht gerade häufig [C. Zeller, Frey); Aarau und Bern [Beut.); 
Schupfen [Rthb.); St. Blaise-Neuveville [Coul.); Lausanne, an Eichen nicht 
selten [Lah.)^) . 

P. Salicana S, V. (Salicella L.) [Hb. 11). 
R. an Weiden und Pappeln. 

F. im Juni und Juli, ein gemeineres bisect aus den Cantonen Graubün- 
den, Zürich, Bern, Neuchätel und Waadt. 

P. Inundana S. V. [Hb. 60) . 

Bei Neuveville von Coul. erzogen und bei Schupfen von Rthb. gefangen. 

P. Semifasciana Haw. (Acutana Tr.) [H.-S. 179. 180). 

R. an Sahlweiden. 

Ein Stück von Lausanne [Lah.); von St. Blaise-Neuveville [Coul.); dann 
von Schupfen [Rthb.) und Burgdorf [Heuser). In der östlichen und nördlichen 
Schweiz bisher noch nicht getroffen. 

P. Hartmanniana L. (Seriptana Hb.) {IIb. 1 lOj. 
R. wahrscheinlich an Weiden-Arten. 

F. Ende Juni in Gebüschen bei Lausanne, öfter [Lah.); St. Blaise-Neuve- 
ville bis in den August [Coul.); von Schupfen im September [Rthb.); Bern, 



1) Var. Pinicolana Doubicday Iraf \]'o. bei Bonnio an Pinus niughus. Icii habe sie 
ebenfalls von dort. 

2) P. Sc lireb er i ana L. {Hb. 4.1) ist für .S|. i?!aise-Ncuveville von Cotil. anü;op;ohen. 
Ich verniullic hier einen irrthutn. 



VII. Toitriciden. 303 

Juli [Beut.]. Bei Züricli, wie es sclieint, gleich <leni gjinzen östlielien Theile 
unseres Faunengeliietes fehlend. 
Elevation wohl nur gering. 

P. CapreanaHb. {Hb. 250] i). 

Im .Ulli von Lausanne [Loh.) ; St. Blaise-Neuveville {CouL] ; von Zürich 

[Frey] . 

P. Corticana Hb. (Pieana Froel., Capreana Dup.) (Hb. 13). 
.Joral hei Lausanne [Lab.]] von Zürich Freiji. 

P. (?)Betuletana Haw. (Leuoomelana Gn., Capreana H.-S.) [H.-S. 182). 
R. an IJirken. 

Das Vorkommen im Faunengebiete noch unsicher. Nach Loh. zwei 
l<lxemplare im August in den Umgebungen von Lausanne (Sauval)elin) . 

P. Sororculana Zetterst. (Praelongana Gn., Betuletana H.-S.) {II.-S. 
251. 252). 
Mit Sicherheit ist die an Birken lebende Art nur bei Bergün (Z.^, in der 
zweiten Junihälfte selten, geti'offen worden. Mir kam sie niemals vor. 

P. SaueianaHb. {Hb. 305. H.-S. 181). 

R. an Heidelbeeren, vielleicht auch an Vaccinium uliginosum. 

F. von Ende Juni an bis in den August, verbreitet, mitunter häufig, 
namentlich in den Alpen des Wallis, der Cantone Bern, Uri (Gotthard), 
Appenzell (bei Gais, P.-I.) und Graubünden; so im Bergeil [Cafl.) und noch 
auf Berninapass {Frey); sowie auf der Franzenshöhe {Wo.). Im tieferen 
Faunengebiete am Jura [CouL), bei Schupfen {Rthb.) und Zürich {Frey). 

Elevation wohl gegen 7000'. 

P. Variegana Hb. (Poecilana Froel., Cynosbatella Walker, Sta.j 
{Hb. 14). 
R. an Schlehen und Pflaumenbäumen, bei Bergün an Sorbus. 
F. im Juni, gemein. Er überschreitet an dem genannten Orte, wenn 
auch seltener geworden, 4000' Meereshöhe. 

P. Pruniana Hb. {Hb. 15). 

R. an Schlehen und Weissdorn. 

F. im Juni, sehr gemein im Tieflande. Man hat ihn auch am Fusse des 
Jura, am Jolimont {Coid.) getroffen. In den Voralpen kam er mir (gleich Z. 



1) P. Capreana und die drei nachfolgenden Arten bieten grosse Scliwierigkeilen und 
viele Verwirrung dar. Wie weit die Citate meiner Vorgänger richtig sind , vermag ich 
nicht zu sagen. 



304 VII- Tortriciden. 

bei Bergün) niemals vor, dagegen berichtet La/?, aus den ([?] Waadtländer) 
Alpen von einer Var. mit aufgehellter Fliigelspitze. 
Elevation unermittelt. 

P. Ochroleucana Hb. [Hb. 304). 
R. an Rosen. 

F. häufig im Juni und .Tuli, im tieferen Theile unseres Faunengebietes 
sicher überall. Lausanne (La/?.), Schupfen [Rthb.) und Zürich [Frey). 

P. Dimidiana Sodoflfsky [H.-S. 164. 165). 
R. an Birken und Linden. 

F. bisher nur Ende Mai und im .Juni von Bergün. Weder Lah. kam das 
Thier um Lausanne, noch mir jemals um Zürich vor. 

P. Oblongana Haw. (Marginana Haw., Sauciana Dup., Seilana Gn.)*) 
R. in Distelköpfen Dipsacus). 

Nur aus dem Appenzeller Weissbade von P.-I. erwähnt. Mir mit Aus- 
nahme Zürichs im schvseizerschen Faunengebiete niemals vorgekommen. 

P. (?) Sellana Hb. [Hb. 331. H.-S. 183). 

R. in den Köpfen von Dipsacus. 

Ich bin zweifelhaft, ob dieses Thier in unserem Faunengebiete mit 
Sicherheit angetroffen worden ist. Von Lausanne und im Thale von Aigle 
[Lah.) im April und Mai, dann im Juli. Von Zürich und dem Engelberger 
Thal [Frey) , nach alten verdächtig gewordenen Angaben ; St. Gallen , hier 
und da [Tä.); von Ghur (Ca//.). 

P. Gentianana Hb. [Hb. 12). 

F. im Juni auf den Bergen bei Lausanne [Lah.]; Schupfen [Hthb.); Zürich 
[Frey); Bergün (Z.). 

Höhengrenze über 4000'. 

P. Noricana H.-S. {II.-S. 147). 

Der hochalpine seltenere F., im Juli und August fliegend, scheint nur 
die östliche Hochgebirgszone zu erreichen. Von den Silser Alpen und auf 
der Höhe des Albulapasses, an schlecht bewachsenen, steinigen Grashalden 
und desshalb schwer zu erhaschen [Frey); vom Stelvio [Wo.). 
Höhengrenze 7;)00' und mehr. 

P. Nigricostana(Squalidana H.-S.) und Var. Remyana H.-S.) [II.-S. 276). 
Den seltenen Wickler trafen Lah. bei Lausanne, Wti. am Aargauer Engel- 
berg und Frey (im Hochsonuner) zweimal bei Zürich. Das eine dieser Stücke 
ist die Var. Remyana (mit mehr Gell) am Dorsalrande). 



1) Die naclit'olgeink'h zwei Arien sind abeiiuals seliw ieiii,'e iiiul unsicliei'c. 



VII. Tortriciden. 305 

P. Tiüigana Hb. [Hb. 109). 

R. in den Stengeln von Impatiens. 

Nach Lah. von Lausanne und Aigle im Juni und August; von Schlipfen 
[Rthb.); ein Exemplar von Zürich [Frey). 

P. Textana Hb. [Hb. 307—309. H.-S. N. Schm. 39). 

R. }3ei Zürich in den Herztrieben von Scabiosa arvensis , auf trocknen 
Waldwiesen. 

F. im Juli und August, selten. Zürich [Frey]; St. Gallen [Tu.] und vom 
Gäbris (3856') [Müller); Burgdorf (J/. -/).): Schupfen und Berner Alpen [Rthb.); 
Val d'Illiers im Wallis [Lah.]. 

Scheint etwa bei 4000' zu endigen. 

P. Lapideana H.-S. (Digitaliana Mühlig) [H.-S. 246). 
R. in den Wurzeln von Digitalis ambigua. 

Zur Zeit nur in einem Buchenwalde bei Lausanne in einem einzigen 
Exemplare von Lah. getroffen. 

P. Turfosana H.-S. [H.-S. 220. 221). 

Bisher nur in wenigen Exemplaren aus einem Torfmoor bei Bremgarten 
[Bolly Frey) . Die schweizerschen Stücke dunkler und lebhafter hell gezeich- 
net als hochnordische, von Bossekop stammende Exemplare meiner Sammlung. 

P. ArbutanaHb. (Arbutella L.) [Hb. 195). 

R. an Arctostaphylus offieinalis und (in Norddeutschland) an Vaccinium 
vitis idaea. 

F. im Mai und Juni, in höheren Lagen erst im Juli. Umgebungen Wülf- 
lingens (1296') bei Winterthur [Frey); Hochalpen des Oberhasli [Ott). Für 
Graubünden von Bergün [Z.); verbreitet im Engadin und noch (ohne jegliche 
Veränderung) auf der Passhöhe des Albula vorhanden [Frey]; Stelvio [Wo.]. 

Höhengrenze 7200'. 

P. Mygindana S. V. (Flammeana Hb. , Fulvipunctana Haw.) [Hb, 
181.321). 
R. an Vaccinium vitis idaea. 

F. im Juni und Juli, nicht häufig. Von der hohen Rhone [Frey); Berner 
Alpen, Grimse\ [ßent.); aus dem Wallis, sehr dunkel [Änderegg); Bergün und 
Weissenstein (Z.); Val Rosegg [Berit.). 
Elevation über 6000'. 

P. Rufana Scop. (Rosetana Hb.) [Hb. 130. 222), Var. Purpurana Haw. 
und Var. Arenana Lah. 
F. im Juni und Juli, gern an steinigen ufern der Flüsse und Bäche, mei- 
stens eine seltenere Erscheinung. 

Frey, Lepidopteren. 20 



306 VII. Tortriciden. 

Von Zürich (?) n;ich C. ZeUer ; bei Bi'emgarten auf einer kleinen Reuss- 
insel (ßo//, Frey]\ Umgehungen Oltens [W't(-.)\ Burgdorf (ü/.-/).); von Ulligen 
und Lenk [Bent.)\ St. Blaise-Neuveville [Coul.]^ sowie aus dem Wallis (ßen^); 
sehr gemein an den Ufern des Baches J)ei Schwendi [P.-I.]; von Chur [Cafl.]. 

Var. Purpurana (lebhafter geröthet) vereinzeil unter der Stammform. 

Zu unserer variablen Spezies zähle ich ohne Bedenken Lah.'s Arenana. 
Kleiner, der Ilinlerrand der VorderflUgel abgerundet; die Farbe liräunlicli- 
oder olivengrau, die Zeichnungen deutlicher. 

Lah. traf das Thierchen, zwei Jahre lang zahlreich, an der Einmündung 
des Baches von Paudex in den Genfer See um Salix Iriandra und zwar wohl 
mit doppelter Generation im .Tuni und August. Wo. begegnete ihr als alpiner 
Form noch bei Trafoi, also gegen 5000'. 

P, Striana S. V. (Rusticana Hb., Faseiolana Hb., Paseiana Haw.) [Hh. 
66. 260). 

F. im Juni und August, auf trocknen Wiesen verbreitet. Zürich, nicht 
hiiniig (C. Zeller, Frey); im Canton Bern häufig [Rthb.); St. Blaise-Neuveville 
[CouL); am Solothurner Weissenstein [Beut.); gemein bei St. Gallen {Tu.), 
sowie Gais und Weissbad [P.-L); von Trafoi [Wo.). 

Elevation gegen 5000'. 

P. Branderiana L., (Maurana Hb., ViduanaHb., Plebejana Froel.) [Hb. 
122. 303. H.-S. 41). 

R. an Populus tremula. 

Wie es scheint, nur sehr lokal. Umgebungen von Viege [M.-D. nach 
Ja.); St. Blaise-Neuveville [CouL); Schupfen [Rthb.). Mit Sicherheit in der 
Nähe Zürichs am Albis (Baldern) getroffen [Pnnl). 

P. (?)Astrana Gn. H.-S. [H.-S. N. Schm. 151). 

R. an Polygonum iiistorta, den Blüthen wie Fruchtähren, 
bn Berner Jura und oberhalb Ste. Croix nach Lah. ''s mir zweifelhafter 
Angabe. 

P. Siderana Tr. {H.-S. 203 und N. Schm. 40). 
R. an Spiraea salicifolia und Sca])iosa arvensis. 

Bisher nur von Meiringen durch Olt und von Burgdorf durch Heuser 
[Lah.); selten. 

P. Metallicana Hb. (Metallana Froel., Nebulosana Zetterst.) [IIb. 68) 

und (?)Var. Irriguana H.-S. [II. -S. 424. 425). 

F. aus dem tieferen Faunengebiete von St. Blaise-Neuveville [CouL); 

von Schupfen [Rthb.) und Meiringen [Ott); niedere Alpen des Westens, 

Ghampery, Val d'Illiers (LaÄ.); Bergün im Juli, nicht oft; ebenso gleichzeitig 

aus dem oberen Engadin [Frey) und Val Rosegg [Baut.); vom Slelvio [Frey). 



VII. Tortriciden. 307 

Var. Irriguana (wenn wirklich nicht eigene Art) i) ist kleiner, spitzflüg- 
liger und besitzt bei einer schwer zu schildernden dunkleren Zeichnung der 
Vorderflügel zahlreichere helle Bleilinien über letztere. 

Bisher nur von Ende Juni an bis in den August auf den Alpen. Emnien- 
Ihaler Berge [Rthb.); Weissenstein {Z.l; Passhöhe des Albula, Engadiner 
Alpen [Fi'ey) und Pontresina [Benl.); am Stelvio {Frey und \Vo.]'^). 

P. (?) Porphyrana Lah. 

Diese Art von Lah., w^elche der nachfolgenden P. Spuriana sich annähern 
soll und nach zwei männlichen Stücken, das eine vom Gross-Glockner [Man)}) 
und das andere von Meiringen [Ott), getroffen wurde, kenne ich nicht. Sie 
ist mir aber sehr zweifelhaft. 

P. (?)Micana Tr. (Stibiana Gn.) [H.-S. 243). 

Das schweizersche Bürgerrecht erscheint nicht gesichert. Angeführt 
sind Zürich nach C. Zeller (wo das Thier sicher fehlt), St. Blaise-Neuveville 
{CouL), Schupfen und Berner Jura [Rthb.], sowie Lenk [Bent.]. 

P. Metalliferana H.-S. [H.-S. 204). 

Die Naturgeschichte des interessanten alpinen \\^icklers kennen wir 
noch nicht. Man begegnet ihm meistens in der Nähe dort wachsender 
Distelarten. 

F. im Juli und August. Zermatt, auf dem Riffelberg [Frey); Alp Ancein- 
daz und Furka [Lah.); Berge um Leuk [Bent.); Ober-Aargletscher [Frey); 
Rosenlaui [Bent.); Weissenstein [Z.); Alpen des oberen Engadin [Freyu. A.); 
am Stelvio bis hoch über 8000' [Derselbe) . Aus niederen Regionen nach P.-L , 
so am Bach bei Schwendi und im Seealpthale. Vom Jura nach Lah. ober- 
halb Ste. Croix [Leresche). 

Ein schönes Exemplar meiner Sammlung entbehrt aller bleiglänzender 
Querzeichnung auf den Vorderflügeln. Es stammt von den Hochalpen bei 
Sils-Maria. 

Elevation von 2500 und 3000 bis 8500'. 

P. Palustrana Z. (Disertana H.-S.) [H.-S. 213—215) und (?)Var. Men- 

dosana Lah. 

Die Stammform besitze ich nicht aus unserem Faunengebiele, wohl aber 

aus dem Schwarzwalde. Erwähnt ist sie vom Stelvio (^Vo.), vom Simplon 

(Ja.), sowie von Rosenlaui und der Scheidegg [Bent.]. Mit Sicherheit (neben 

dem Stelvio) von Gais und Weissbad [P.-L] . 



1) Wo. citirt Nebulosana bei Metallicana und Z. hei Irriguana. Da mir norwegische 
Exemplare fehlen, kann ich i<eine Entscheidung geben. 

2) Die Angabe von Lah. über ein Vorkommen der schlcsischen 8. Sudelana Slandfuss 
bei Burgdorf [Heuser) ist sicher falsch. 



308 VII. Tortriciden. 

Ich bin nicht sicher, dass Mendosana nur Var. in einer so schwierigen 
Gruppe darstellt. Doch halte ich es für wahrscheinlich. 

Berner Alpen [Rthb.); während des Juli in und etwas über der Thal- 
sohle des Ober-Engadin, häufiger und auch oberhalb Trafoi an der Stelvio- 
Strasse [Frey) . 

Var. Puerilana Mann, welche v. Hein, vom Grossglockner erwähnt, dürfte 
vielleicht auch hierher zählen. 

Höhengrenze über 6000'. 

P. Seheflferana H.-S. (Purfurana H.-S.) [H.-S. U4. 145). 

P. Schefferana traf Z. Anfang Juli oberhalb Bergüns bei Palpuogna in 
zwei männlichen Exemplaren. Berner Alpen [Rthh.]; vom Jura, Mont d'Or 
[Bnmnd)\ vom Stelvio bei etwa 7000' [Wo.]. Mir kam sie niemals im Alpen- 
gebiete vor. 

Höhengrenze zwischen 5 — 6000'. 

P. Zinckenana Froel. (Schulziana Fab., Pinetana Hb. und Ahrensiana 
Hb.)" (7/6. 57. 337. 338). 

F. während des Juni in Torfmooren bei Bremgarten, seltener (jBo//, Frey)] 
im Alpenlande später, verbreitet von Zermatt bis zum Albula; doch hier sel- 
ten geworden [Frey]. 

Elevation etwa 7200'. 

P. Spuriana H.-S. [H.-S. 334). 

Der hochalpine kleine Wickler im Juli und zu Anfang August. Ich traf 
ihn mitunter an Stellen, wo Dryas octopetala vorwiegend wuchs. 

Alpen von Zermatt, im Ober-Engadin auf denjenigen von Sils und des 
Bernina, vom Albula [Frey], meistens vereinzelt ; ebenso bei 7000' selten am 
Stelvio [Wo.]: im Westen auf den Alpen bei Evolena (Genfer Mus.) . 

Höhengrenze wohl über 7500'. 

P. Olivana Tr. (Micana Froel.) [H.-S. 218. 219. [?] 243) . 

F. auf nassen, sumpfigen Wiesen, häufig im Juni und Juli , höher wohl 
noch im August. Im ebeneren Faunengebiete und der niederen Bergregion. 

Die Höhengrenze bleibt unermitlelt. Doch vielleicht im oberen Enga- 
din 5500'. 

P. Arcuana L. (Arcuella Cl.) [Hb. 33) i). 

R. wohl mit Gorylus in irgend einer Weise verbunden. 

F. im Juni und Juli, wohl überall (bald seltener, bald häufiger) im Flach- 



1) Ich habe schon einmal, beim Beginne der Tortriciden (S. 281) die Mangel des Tor- 
triciden-Verzeichnisses von Wo. in seinem und Stgr.'s Katalog erwähnt. Und hier er- 
scheint Arcuana L. ! Welche Systematik ! 



VII. Tortriciden. 309 

lande und in niederen Berggegenden. Noch von Bergün (Z.) und von Tra- 

foi [Wo.). 

Elevatiou also etwa 4800'. 

P. Rivulana Scop. (Conchana Hb.) [Hb. 106). 

R. an Erlen. 

F. im Juni und Juli, gemein auf nassen und bergigen Wiesen des tieferen 
und niedrigeren Berggebietes unseres Terrain. Indessen noch in höheren 
Lagen. So nicht allein bei Gais und Weissbad {P.-I-) und bei Bergün (Z.), 
sondern auch häufig in der Thalsohle des Ober-Engadin [Freij)\ Trafoi [Wo.). 

Elevatiou über 5500'. 

P. Umbrosana Frr. [H.-S. 207. 208). 

R. vielleicht an Erlen. 

Lah. traf im Mai und Juni, dann nochmals im Juli und August diese Art 
in feuchten Gehölzen bei Sauvabelin oberhalb Lausanne und Coul. erwähnt 
St. Blaise-Neuveville. Ich sah niemals ein schweizersches Exemplar. 

P. UrticanaHb. [Hb. 65. H.-S. 209. 210]. 

R. polyphag, an niederen Pflanzen und Laubhölzern. 

F. im tieferen Theile wohl mit doppelter Generation (Mai unti Juni, dann 
Juli und August), in höheren Lagen mit einfacher. .| 

Lausanne und Waadtländer Alpen, häufig [Lah.)] St. Blaise-Neuveville 
[Coul.)] Schupfen (/{^/i6.); Zürich, seltener (Fre?/) ; aus dem Wallis (^nrfere^^); 
von Bergün, aber nicht gemein [Z.). 

Erhebung bis über 4000'. 

P. Lacunana S.V. (MicanaHaw., DecussanaZetterst.) [H.-S. 338 — 340) . 

Gemein wahrend des Mai und Juni im tieferen Faunengebiete. Noch bei 
Bergün (Z.) und in der Thalsohle des oberen Engadin [Frey), ebenso von 
Trafoi [Eppelsheim) , also 5500' Meereshöhe überschreitend. 

P. (?)Rurestrana H.-S. (Rupestrana Dup.) [H.-S. 211. 212). 

Unsicher. Nach Lah. auf trocknen Grasstellen im Mai von Pindoux 
oberhalb Chexbres. 

P. Lucivagana Z. (Lucana Gn. ) [H.-S. 335 — 337). 

F. im Juni und Juli, verbreitet; im Hochgebirge 4800' erreichend. 

Von Zürich, auf den Waldwiesen des Ütliberges häufiger [Frey); am Jorat 
oberhalb Lausanne [Lah.); Aigle und auf niederen ([?] Waadtländer) Alpen 
[Derselbe); (?)vom Jolimont und Gurnigcl [Beut.); mit Sicherheit endlich von 
Bergün, aber selten geworden (Z.); Trafoi [Wo.). 



310 "^'I- Tortriciden. 

P. Cespitana Hb. [Hb. 244—245) und (?) Var. Mavipalpana H.-S. 
[H.-S. 216. 217). 
F. im ebeneren Theil unseres Faunengebietes in zwei Generationen 
(Mai und Juni, dann Juli und Hoclisonuuer) , mitunter häufig. Auch im Ge- 
birge sehr verbreitet, von den Walliser bis zu den Graubündner Alpen. 
Gemein im Engadin und hier etwa 6000' nicht überschreitend, ohne die ge- 
ringste Abänderung zu bieten [Frey). 

Var. Flavipalpana (Vorderflügel breiter, Kopf und Palpen hell bräunlich- 
gelb) traf Lah. häufig bei Bellinzona. i) 

P. Bipunctana Fab. [H.-S. 230). 

R. an Vaccinium myrtillus. 

F. im Juni und Juli und, soweit die Nahrungspflanze wächst, wohl ül)er- 
all, bald häufiger, bald seltener. Er erreicht in Graubünden am Weissen- 
stein (Z.) eine Höhengrenze von 6000' und auf der Passhöhe des Albula als 
seltenere Erscheinung [Frey] eine solche von etwa 7200'. Auch vom Stel- 
vio (IFo.). 

P. Charpentieriana Hb. [Hb. 281. II.-S. 201). 

F., wie es scheint, nur in den Alpen, den niederen, wie höheren (Wallis, 
Waadtland, Bern, Glarus, Graubünden). Ich begegnete ihm auf Mühlebach- 
alp im Canton Glarus , auf den Bergen des Ober-Engadin und Zermatls in 
etwa 6 — 7000' Höhe. Wo. traf ihn am Stelvio in ähnlicher Elevation. 

P. Gigantana H.-S. (Fulgidana Gn., Textana Dup., Helveticana Dup.) 
[IL-S. 233). 
Der schöne Wickler fliegt im Juni auf Waldwiesen, kaum aber häufiger. 
Lausanne und Villeneuve [Lah.)\ Aarburg [Wu.]\ Berner Alpen und Solo- 
thurner Weissenstein (Rthb.); vereinzelt bei Bremgarlen [ßoll) und auf den 
Waldwiesen des Ütlibergs bei Zürich, seltener am rechten Seeufer [Frey. 
Bremi, C. Zeller). Wo. traf auf der Franzenshöhe am Stelvio (also hoch in 
den Alpen) noch im August ein Stück. 

P. Hercyniana Tr, (Clausthaliana Ratzeburg) [H.-S. 131). 

R. zwischen den Nadeln von Pinus abies. 

F. zu F^nde Juni und während des Juli in Nadelholzwaldungen über 
Lausanne, nicht selten [Lah.)\ aus dem Canton Bern [lilhb.]] ein Exemplar 
von Zürich [Frey], 

P. Achatana S. V. (Marmorana Hb.) [Hb. 25). 

R. an (Crataegus oxyacantha, Schlehen und Obstbäumen. 
F. im Juni und Juli. Zürich, selten (AVn/^; St. (iailen und Berneck [Tu.]] 
Chur [Cajl.)\ Bern [Bent.) und aus dem Wallis, \on Andereyy erhalten [Frey). 
1) P. Bifasciana llaw. (Do( rci)i(ai)a H.-S. 222) von Boriiiio (Wo.). 



VII. Tortriciden. 311 

P. Trifoliana H.-S. [H.-S. 372). 

F. im Juli. Von Schupfen [Rthb.) und von Aarburg [Wu.]. Im Faunen- 
gebiete eine Seltenheit nach bisherigen Erfahrungen. Bei Trafoi traf ihn Wo. 
Elevation gegen 5000'. 

P. Antiquana Hb. (Quadrimaculana Haw.) {Hb. 213. 214). 
R. in den Wurzeln von Stachys. 
Bisher nur von Chur [Cafl.] und aus den Yoralpen von Bex im August 

[Lah.]. 

Aspis Tr. 

A. Uddmanniana L. (Aehatana Hb., Solandriana Fab.) [Hb. 49). 

R. an Brombeeren. 

F. im Juni und Juli, durch das Tiefland wohl weil verbreitet, kaum aber 
höher im Gebirge. Lausanne [Lah.); St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Schupfen 
[Rthb.)- Bremgarten [Boll); Zürich (C. Zeller , Freij); von St. Gallen [Tä.]; 
vom Weissbad [P.-I.]; Chur [Cafl). 

Aphelia Steph. 

A. Lanceolana Hb. (Dibeliana Hb , Pauperana Curtis, Haw., Expalli- 
dana Haw., Egenana Haw., Plagana Haw., Signana H.-S.) [Hb. 
80. 272. H.-S. 317). 
F. auf nassen, mit Binsen bewachsenen Grasfliichen, mitunter gemein. 
Im Tieflande wohl mit doppelter Generation. Verbreitet vom Wallis bis 
nach Trafoi. Hier und im oberen lilngadin gewinnt unsere Spezies eine Höhen- 
grenze von 5500—6000'. 

Eudemis Hb. 

E. Euphorbiana Frr. [H.-S. 189). 
R. an Euphorbien. 
Bisher nur im Juli von St. Blaise-Neuveville [Coul.). 

E. Botrana S. V. (Reliquana Hb.) {H.-S. 315). 

Im iMai aus den Umgebungen von Viege [M.-D.); im IVlai und Juni bei 
St. Blaise-Neuveville [Coul.] . 

E. Artemisiana Z. (Trifasciana H.-S.) [H.-S. 184). 
R. in den Blüthenköpfen von Allium oleraceum. 

F. im August, selten. Bern [Bent.]; Schupfen und Biel {Rthb.); Neuve- 
ville {Coul.); Doubs {Rruanü). Der Ostschweiz fehlend. 

E. Andereggiana Gn. {H.-S. 416). 

Aus dem Wallis von Anderegg. iMir gleich Lah. unbekannt. 



312 "VII. Tortriciden. 

Lobesia Gn. 

L. Permixtana Hb. (Fischerana Tr., Leucopterana Froel.) [Hb. 75. 
H.-S. 314). 
Von Zürich iin Juni nieiirfach, doch stets selten [Frey]; Breingarlen [Boll]; 
Schupfen um Nadelholz [Rthb.); Lausanne, selten [Lah.). 

Eccopsis Z. 

E. Latifasciana Haw. (Aurofasciana Haw., DormoyanaDup., Venustana 

Hb.) IIb. ;?26). 

F. von Ende Juni im Juli. Zürich [C. Zeller)., so Umgebungen des Ütli- 
bergs im Nadolholzwalde ; am Engelberg bei Ölten [W'U.)\ Schupfen {Rthb.); 
St. Blaisc-Neuveville [Coul.)\ Sauvabelin bei Lausanne [Lah.). 

Gleich der vorigen Art wohl nur im Tieflande. 

örapliolitha. 

G. Grandaevana Z. (Tussilaginana H,-S.) [H.-S. 240. 348). 
R. in den Wurzeln von Petasites niveus. 

F. vom Juni in den Juli im Gebirge. Bei Sie. Croix am Jura [Leresche); 
in den Thälern von Ormonls und im Val d'lUiers [Lah.); Lenk, Gurnigel, 
Niesen [Beut.): Weissbad, öfter [P.-L); Einsiedeln [Paul); Bergün in dunk- 
leren Iilxemplaren (Z.); Trafoi (TV'o). 

Höhengrenze über 4000'. 

G. Infidana Hb. [Hb. 296—298) . 

Nur aus dem Ober-Wallis [C. Zeller). Mir etwas verdächtig. 

G. Expallidana Haw. (Ibiceana KoUar.). 

G. Expallidana ist das Glied einer sehr schwierigen Gruppe und vielleicht 
als Art nicht sicher gestellt. Aus den Bemerkungen von H.-S. (»der Hohen- 
warthiana sehr nahe, kleiner, Flügel etwas schmaler; ein dunkleres Wurzel- 
feld fehlt; der Spiegel hat zwei scharfe schwarze Längslinien , wie sie auch 
oft bei liohenwarlhiana vorkon)men«) iässt sich nicht viel entnehmen. Mir 
blieb die Art unbekannt. 

Aus dem Sumpfe von Aigle im .luli [Lah). [Mann hatte sie am Gross- 
Glockner getroffen). 

G. Laharpana Lah. 

Die Ai"ti(M-hte scheinen niir zweifelhaft nach zwei Oi'iginal-Exemplarcm 
des luitdeckers Hihh. Möglicherweise habe ich das Thier auch von Zürich. 
Bei Schüj)fen während des Juli auf einer mit Heidekraut bewachsenen 
Waldblösse [lUhb.]. 



VII. Tortriciden. 313 

G. Hohenwarthiana S. V. (Monetulana Hb., Decipianä Lah.) [Hb. 257. 
Il.-S. 296) und Var. Jaceana H.-S. (Pupillana Hb.) [Hb. 20). 

R. an Hypericiun und an den BlUlhenknospen von Ccnlaureen. 

F. im NNärnieren Theile der Schweiz mit doppelter Generalion, im Juni 
und im August, verbreitet. Lausanne, Berge von Ollon und Aigle [Lah.); 
Viege [Bent.); St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Schupfen [Rlhb.); Solotiiurner 
Weissenstein [Bent.); Zürich, nicht selten {Frey); St. Gallen (Tö.); Gais und 
Weissl)ad [P.-l.]; selten bei Bergün (Z.); Trafoi [Wo.]. 

Var. Jaceana (kleiner, YorderflUgei heller, rölhlich ockergelb mit kaum 
dunklerer Zeichnung). Mit Sicherheit, und zwar häufiger in grossen Exem- 
plaren, von Bergün (Z.), 

Elevation über 4000'. 

G. Aemulana Schlaeger (Latiorana H.-S.) {II. -S. 312). 

R. in Samen und Blüthen von Aster amellus und Solidago virgaurea. 
Nach Lah. zwei Exemplare aus den Umgebungen von Lausanne. 

G. Caecimaculana Hb. (Kollariana H.-S.) {IIb. 27. H.-S. 295). 

Bei Lausanne im Juni und im August {Lah.); von St. Blaise-Neuve- 
ville {CouL); Schupfen {Rlhb.); von Trafoi {Eppelsheim) . Mir niemals vor- 
gekommen. 

G. Modicana Z. (Modestana H.-S.) {H.-S. 301. 392). 

Im Juni und Juli auf den Waldwicsen des Ütlibergs bei Zürich {Frey); 
von Genf (Mus.). 

G. Hepaticana Tr. (Trochilana Froel.) [F.-R. 63. I. H.-S. 223). 
Nach Wo. wird diese Art als in der Schweiz vorkommend erwähnt. 
Oberhalb Trafoi im Walde an Senecio nemorensis [Wo.). 
Elevation 5000'. 

G. Confusana H.-S. 

R. in den Stielen von Senecio jacobaea , gewiss auch noch an anderen 
Pflanzen. 

Zwei Exemplare Ende Juli von Zürich {Frei/.). 

G. Graphana Tr. {H.-S. 409) . 

Von Zürich, selten {Frey); von St. Blaise-Neuveville {CouL). 

G. Kochiana H.-S. [H.-S. 236). 

Aus den Umgebungen Burgdorfs durch Heuser {Lah.). 

G. Nigricana H.-S. [H.-S. 138). 

Bei Lausanne zu Anfang Juli in den Nadelhoizwaldungen des Jorat, nicht 
selten {Lah.); von Schupfen {Rlhb.); von Zürich {C. Zeller.). Ich traf sie hier 
mitunter in Mehrzahl. 



314 "^'11- Tortriciden. \ 

G. Comitana S. V. (Tedella Cl. L., Heroyniana Froel., Piceana Hb.) 

[Hb. 72). 

R. an Tannennadeln. 

F. gemein im Mai und Hochsommer in der ganzen Ebene und im niederen 
Gebirge, am Jura und in den Alpen. Hier nocii, freilich seilen, oberhalb 
Bergiin bei Preda (Z.J; oberhalb Trafoi [Eppelsheim) . 

Elevation etwa 5500'. 

G. ProximanaH.-S. [IL-S. 127). 
R. an Tannen. 

F. im Mai (?) bei Lausanne [Lah.); vom Jura [Leresche); Schupfen [Rthb.); 
Zürich [C. Zeller, Frey] und Berneck [Müller]. 
Wohl seltener. 

G. Demarniana F.-R. (F.-R. 65. 3. H.-S. 232). 
R. in den Kätzchen von Betula und Alnus. 

Bisher nur von Lah. bei Lausanne im Walde von Sauvabelin, im Juni 
einstmals getroffen. 

G. Couleruana Dup. (Riseana H,-S., Trochilana v. Hein.) [H.-S. 186). 
R. an Teucrium montauum. 

F. dem Westen, namentlich dem Jura zukommend, im Juni und Juli 
fliegend. Berner Jura [Rthb., Coiil.]\ Mauremont bei Lausanne, ein Exemplar 
[Lah.]; ebenso aus dem Wallis durch Anderegg [Frey.]. 

G. Campoliliana S. V, (Sutoocellana Donov., Equitana Froel.) 
[H.-S. 269). 

R. an Sahlvveiden. 

F. im Mai und Juni, häufiger wohl im ganzen ebeneren Faunengebiete. 
Auch aus dem Tessin vom Monte Bre [Beut.) und noch in grösseren Exem- 
plaren bei Bergün (Z.). 

Höhengrenze über 4000'. 

G. Nisella Cl. (Siliceana Hb. [IIb. 196), Var. Petrana Hb. (Pavonana 
Donov.) [IJb. 210) und Var. Decorana Hb. [Hb. 265). 

R. an Weiden und Pappeln. 

F. in der nördlichen Schweiz mit einfacher SomiiuM'generation im Juli 
und August. Lah. erwähnt noch eine Erscheinung im Frühling. 

Lausanne [Lah.]; St. Blaise-Neuveville [Cuul.]; Bern [Beut.]; Schupfen 
[Rthb.]; Zürich [Frey.]. Sicher weit verbreitet im lieferen Theile des Faunen- 
gebietes. 

Die Stammform mit rostrolhem Coslalfleck bei uns in Mehrzahl. 

Var. Petrana (ohne Rostroth) bei Zürich, häutiger [Frey], wie auch bei 
Lausanne \Lah.) . 



VII. Tortriciden. 315 

Var. Decorana (mit breitem rostfarbenem Querbande der Vorderflügel) 
von Glarus [Lah.) und vereinzelt von Zürich {Frey). 

G. Ustulana Hb. [IIb. 231). 

R. wohl an Corylus. Ich erzog einstens den schönen Wickler aus ver- 
mengten Laubholzblattern . 

F. im Juli und zu Anfang August an Waldrändern, seltener. Zürich 
[C. Zeller, Frey); Bern [Rthb.). 

G. Penkleriana P.-R. (Mitterpacheriana Tr.) [F.-R. 19. 20. 1). 

R. an Erlen und Haseln. 

F. vom Juni bis in den August, eine häufigere und sehr variable Er- 
scheinung. 

Wallis I Anderegg) ; Lausanne [Lah.]; St. Blaise-Neuveville [CouL); 
Schupfen, Lenk und ßerner Jura [Bent.)\ Aarau [Derselbe); Zürich (Frey); 
Berneck [Tä.); Gals und Weissbad [P.-l.]; Chur (Cafl.). 

Bei Trafoi bis 5000'. [Frey.). 

Gr. Ophthalmicana Hb. [Hb. 51). 
R. an Populus tremula. 

F. im August und September. Von Lausanne [Lah.); Schupfen [Rthb.); 
Burgdorf [Heuser); Zürich, aber spärlich [Frey.). 

Die (wohl unbedeutende) Höhengrenze unbekannt. 

G. Solandriana L. (SemilunanaFroel.,Parmatana [theilweise] P.-R.) [Hb. 
48. F.-R. 4 u— z), Var, Sinuana Hb. (Parmatana Hb.) [IIb. 212. 
253. 254. F.-R. I. 2) und Var. Trapezana Fab. (Ratana Hb.) 
[Hb. 236). 

R. an Haseln, Birken, Zitterpappeln und Sahlweiden. 

F. im Juli und August. Lausanne [Lah.}; Neuveville [Coul.]; Schupfen 
[Rthb.); Zürich, häufiger [Frey.); St. Gallen [Tä.). Noch bei Bergün an Birken 
in kleineren (meistens ockergelben und bräunlichen) Exemplaren , Mitte 
August [Z., Frey). 

G. (?) Semifuscana Steph. (Sciurana H.-S., Melaleucana Dup.) [H.-S. 

75. 426). 

Soll bei Neuveville von Coul. gelroflen sein. Mir sehr zweifelhaft. i) 

G. Bilunana Haw. (Cretaceana FroeL) [Hb. 318). 
R. soll in den Kätzchen von Birken und Erlen leben. 
F. bisher nur im Wallis bei Viege im Juni [M.-D.). 



h) Ob G. Sordidana Hb. im Faunengebiete vorliommt, weiss icli nicht. 



310 VII. Tortriciden. 

G, Tetraquetrana Haw. (Angulana Haw., Prutetana Hb.) [Hb. 293.294, 
F.-R. 52. 53. 1). 
R. an Birken und Erlen. 

F. im Juni und Juli, häufiger. Neuveville {CouL); Zürich (C. Zellen, Frey); 
mehrfach, doch nicht mehr häufig, von Bergün [Z.]. 

G. Immundana F.-R. [F.-R. 53. 2). 
R. an Erlen und Birken. 
F. bisher nur von Lausanne im Juni [Lah.]; dann von Trafoi , einzeln 

[Eppelsheim] . 

Elevalion 4800'. 

G. Monachana F.-R. (Crenana Hb.) [Hb. 242. F.-R. 53. 3 a— d). 

R. an schmal- und breitblälterigen Weiden, im Juni und Juli im Ober- 
Engadin. 

F., höchst variabel, im Juli und August. Von Samaden, St. Moritz, Sils- 
Maria [Frey); bisher nur als alpines Vorkommniss. 

Elevation über 5500'. 

G. Dissimilana Tr. (Similana Hb., Bimaculana Donov.) [Hb. 41. 
F.-R. 62. 2j. 
R. an Birken und wohl auch an Erlen. 

F. im Hochsommer. Schupfen [Rthb.); Ölten [Wu.); Zürich, häufiger 
[C. Zeller, Frey); aus dein Ober-Engadin von Sils-Maria bis Samaden [Frey). 

G. Incarnatana Hb. (Amoenana Hb.) [Hb. i91. 248). 

R. an Rosen. 

F. im Hochsonnner um Rosen , Brombeeren und Weiden. In unserem 
Faunengebiete, wie es scheint, nur ganz vereinzelt. 

Lausanne, im September [Lercsche) ; St. Rlaise-Neuveville (Coul.); 
Schupfen [Rthb.); Genf (Mus.); von BergUn, im August ein kleines Stück ohne 
Rosa-Farbe [Z.). 

Höhenverbreitung über 4000'. 

G. Suffusana Z. [H.-S. 178). 

R. an \V(Mss(k)rn und Birnbäumen. 

F. im Juni und Juli, wohl häufiger. Bisher nur von Lausanne [Luh.), 
von Genf (Mus.), von Zürich [C. Zeller, Frey) und von St. Gallen [Tä.). 
Höhengrenze unbekannt. 

G. Tripunctana S. V. (Ocellana Hb., Cynosbana Haw.) [IIb. 18). 

R. an Rosen. 

F. (an den gelben Palpen leicht kenntlich) häufig im Juli in Hecken und 
Gärten. Lausanne [Lah.); Schupfen [Rlhb.); Züi-ich [Frey); Rergün [Z.); aus 
dem oberen Engadin (Sils-Maria, Samaden) [Frey). 

Elevation 5500'. 



VII. Tortiiciden. 317 

G. Roborana S. V. (Aquana Hb., Cynosbana Fab.) [IIb. 17). 
R. an Rosen. 

F. gemein im Juli in Hecken. Lausanne [Lah.); St. Blaise-Neuveville 
[CouL); Schlipfen {Rt/ib.); Zürich [Frey). 

G. Similana S. V. (Asseclana Hb., Stroemiana Froel.) [Hb. [?] 19. 

F.-R. 63. 2). 

F. im Mai und Juni. Auf den Waldwiesen des Uelliberges bei Zürich 

und auch auf dem anderen Seeufer, keine seltene Erscheinung {Frei/); Brem- 

garten {Boll); Engelberg im Aargau [Wu.); Schupfen [lUhb.]; Bern [Wu.); 

Villeneuve [Lah.); Bergün, selten [Z.). 

G. Mendiculana Tr. {H.-S. 146). 

F. auf Heidekraut. An der Grimsel (5777'), bei Meiringen [Ott); Waadt- 
länder Alpen [Lah.). 

G. Scutulana Tr. (Pflugiana Haw., Profundana Froel.) [F.-R. 64. a. c. 

e. f. g.). 
R. in Distelstengeln. 

F. vom Solothurner Weissenstein im Juli [Beut.); von St. Blaise-Neuve- 
ville [CouL); von Samaden und von Trafoi, selten [Frey). 

G. Cirsiana Z. (Scutulana F.-R.) [H.-S. 225. F.-R. 64. b. d.). 

R. im Mark von Cirsium palustre und Senecio jacobaea. 

F. im Juni und Juli im Alpenlande an sonnigen Lehnen , doch seltener. 
Im Thale von Etivaz [Lah.); Gais und Weissbad (P.-I.); Bergün auf Wiesen, 
nicht selten [Z.); oberes Engadin [Frey). Auch von Trafoi [Wo.); von Ein- 
siedeln [Paul); endlich vom Solothurner Weissenstein [Rthb.). 

Elevation etwa 5800'. 

G. Trigeminana Steph. (Poecilana Gn.) [H.-S. 226) . 

F. im Juni und Juli, selten. Oberhalb Lausanne und auf den Bergen bei 
Ollon [Lah.). 

G. Luctuosana Dup. (Tetragonana Steph.) [H.-S. 227). 

Von Burgdorf [Heuser); Zürich, am Uetlil)erg im Juli mehrfach [Frey); 
St. Gallen [TiL), 

G. Sublimana H.-S. (Pictana Lah. [Q]) [H.-S. 229). 

F. im Juni und Juli. Aus ilem Unter- Wallis, vom Yal d'Illiers in etwa 
5500'; öfter bei Bergün (oberhalb Palpuogna und ])ei Chiaclavuot) nach Z.; 
Val Rosegg [Beut.); Gelernier Alpen bis etwa 7000' [Frey); auch auf der Fran- 
zenshühe [Wo.]. 



318 VII. Tortriciden. 

G. Brunniehiana S. V. (Profundana Hb., Rustieana Haw.) {Hb. 21. 
r.-R. 65. 1). 

R. ;in Tussilago farfara. 

F. im Juni und Juli verbreitet und häufig. In der Ebene und den Alpen- 
tliälern. In Graubünden erreiciit er noch den Weissenstein (Z.). 
Elevation 6000'. 

G. (?) Turbidana Tr. {H.-S. 245). 

Von Burgdorf auf einer nassen Wiese um Tussilago im Mai [M.-D.]. — 
Da Lah. das gute Bild von H.-S. für w^enig kenntlich erklärt, bleibt das Vor- 
kommen unsicher. 

G. Foeneana Tr. (Foenella L.) [Hb. 40). 
R. in den Stengeln der Arlemisia vulgaris. 

Aus den Umgebungen von Viege im Juni [M.-D.] . Sonst von Niemand 
gefunden, doch eine Verwechslung unmöglich. 

G. CitranaHb. [Hb. 185). 

R. in den Blüthen der Achillea millefolium. 

F. wohl nur im Südwesten unseres Faunengebietes. Lausanne, Genfer 

See und Aigle {Lah.); Schupfen [Rthb.). 

G. PupiUana Gl. (Absynthiana Hb.) [Hb. 34). 

R. an Artemisia absinthium. Nur aus dem Wallis von Anderegg [Lah.., 

Frey) . 

G. Ineana Z. [H.-S. 298. 299). 

R. in den Zweigen von Artemisia campestris. 

F. von Schupfen [Rthb.]; (?) Simplen, Bernina im Juli [Beut.). Mir nie- 
mals vorgekommen (und die Angabe eines Vorkommens in den Alpen sehr 
verdächtig) . 

G. Conterminana H.-S. (Caeeimaculana Dup.) [H.-S. 297). 
R. an den Blüthen von Salat, Lactuca virosa und scariola. 
F. im Juni und Juli. Lausanne [Lah.]; Neuveville [Coul.]\ von Zürich ('?) 
nach C. ZcUer. 

G. Aspidiseana Hb. (Dahlbomiana Zetterst., Nebritana H.-S.) (77/;. 256. 
H.-S. 241). 
R. in den Rlüthen von Solidago virgaurea und Chrysocoma linosyris. 
F. im Mai und Juni. Lausanne, häufiger [Lah.); St. Blaise -Neuve- 
ville [CouL); Schupfen [Rihb.); Zürich [Frey); St. (iailen [Tä.); Bergün [Z.]; 
Ober-Engadin [Frey); am Stelvio noch bis zur F^'anzenshöho [Wo.). 
Elevation 6700'. 



VII. Tortriciden. 319 

G. Hyperieana Hb. [IIb. 23) . 

R. in den Blättern von Ihpericuni. 

F. vom Mai in tlen.luli, überall und hiiiifii:;. In den Alpen bis etwa 6000' 
ohne jede Variation. 

G. Mirificana Frey. 

In der Grosse der bekannten nachfolgenden G. Strobilana, also beträcht- 
lich kleiner als die vorhergehende Species und dal)ei zienüich schmainügllg. 
Kopf, Palpen, Fühler, Brust und Leib dunkelgrau. Ebenso erscheint die 
Grundfarbe der Vorderflügel, welche stellenweise mit bräunlichen Schuppen 
belegt sind. Nach einem Driltheil der Flügellänge erscheint eine schief 
gerichtete hellgraue Doppel binde. Eine zweite, schmälere beginnt nach zwei 
Drittheilen mit doppelten Schenkeln, um nach deren Vereinigung einfach den 
Afterwinkel zu gewinnen. Sie hat das Ansehen eines schief gerichteten }'. 
An der Flügelspitze einige weissgraue Costalhäkchen. Spiegel schwarz, 
seitlich mit silberner Linie eingefasst und von einer solchen durchzogen. 
Franzen grau , von scharfer weisser Linie durchtheilt. Hinterflügel grau, 
Franzen heller. Vorderfltigel unterwärts braungrau. Am Spitzentheile 
schimmern zwei helle Costalhäkchen durch. 

Aus dem Wallis von Anderegg ; Südseite des Simplon in bedeutender Höhe. 

G. Albersana Hb. (Rhediana Haw.) [Hb. 224. H.-S. 154). 

R. an Lonicera periclymenum und anderen Arten. 

F. im Juni. Zürich, selten [Freij]; St. Gallen [Tä.]; bei Bergün, häu- 
figer (Z.). 

Elevation unter 4000'. 

G. Tenebrosana Dup. (Nebritana Z.) [H.-S. 292). 

R. an Erl)sen und sicher noch in den Hülsen anderer Papilionaceen 
(Vicia sylvatica, Lathyrus sylvestris). 

F. vom Mai bis in den Juli. Lausanne (La/;.); St. Blaise-Neuveville (Cow/.); 
Burgdorf [M.-D.]; Schupfen [Rtlib.]; Zürich [Frei/]; noch bei Bergün [Z.]. 

Höhengrenze über 4000'. 

G. Nebritana Tr. (Pisana Gn.) [Ff.-S. 234). 

R. in den Hülsen der Erbsen und der Colutea arborescens. 
F. von Lausanne, seilen [Lah.); St. Blaise-Neuveville (Co?//.). 

G. Zebeana Ratzeburg [II.-S. 354. 422). 

R. unter der Rinde von Lärchen. 

Ich traf ein Exemplar im Juli bei Sils-Maria, also in mehr als 5500'. 

G. Funebrana Tr. 

R. in den Früchten der Pflaumen und Schlehen. 



320 "^11- Tortriciden. 

F. gewiss überall. Bisher von Lausanne, bei Paudex [Lah.); von Aar- 
burg [Rthb.) und von Zürich [Frey). 

G. (?) Gemmiferana Tr. {H.-S. 294). 

Vielleicht von Paudex bei Lausanne [Lah.), um so unsicherer, als Hb. 243 
(Zachana) citirt wird. 

G. Caecana Schläger [H.-S. 257). 

R. wohl an ünobrychis. 

F. im Juli. Bisher nur von Lausanne [Lah.) und aus dem \Yallis durch 
Änderegg [Frey) . 

G. Succedana S. V. (Asseolana Hb., Decorana Haw.) [Hb. 194). 

R. an Cytisus, sicher noch an anderen verwandten niederen Pflanzen, 
wie Genisten. 

F. im Juni und Juli. Vom Berner und dem südlicheren Jura [Rihh., 
Leresche, CoiiL); von Lausanne und Aigle [LaJi.); von Würenlos bei Baden 
[Boll. Frey]:, von Bergün [Z.) und von Silvaplana am Ufer des Inns [Frey); 
bis gegen die Franzenshöhe am Stelvio (Wo.). 

Elevation über 6500'. 

G. Servillana Dup. [H.-S. 98) . 

R. in angeschwollenen Aesten der Sahlweide. 
F. bisher nur im Juni bei Lausanne [Lali.).'^) 

G. Strobilana Hb. (Strobilella L., KoUarana Hb.) [Hb. 70. 323. 324. 
//.-S. 254). 
R. in Tannenzapfen. 

F. imMai undJuni. Zürich, häufiger (Fr??/); Burs,dori [Heuser); St. Blaise- 
Neuveville [CouL); Jorat bei Lausanne und sui)alpine Thäler des Südwestens. 

G. CoroUana Hb. [Hb. 282. H.-S. 235). 

R. angeblich in den von Populnea verursachten Anschwellungen der 
Espenzweige. 

F. bei Lausanne am See entlang, selten im Juni [Lah.). 

G. Woeberiana S. V. (Ornatana Hb.) [Hb. 32). 

R. in dem Bast der Schlehen und Obstbäumen, schädlich werdend. 
Lausanne, im Juni um Ilaselhecken [Lah.]] St. Blaise-Neuveville [CouL); 
Schupfen [Rthb.]; Burgdorf [Beut.]. 

i 

1) G. (?) Microgra uimäna Steph. bleibt zur Zeit ganz unsicher. Nach Zrt/i. hat 
sie Bruand am Jura getrofTen. 

G. (?) S plen d i tl ulana G n. (Fratornana Steph.). Aus der .'^cliweiz nach Gn. 



VII. Tortriciden. 321 

G. Seopariana H.-S. (Lathyrana Froel.) [H.-S. 324). 
R. wohl an Genista. 

F. im Juni bei Lausanne [Leresche); ein Exemplar von Würenlos bei 
Baden an Genista {Frey). 

G. Cosmophorana Tr. [H.-S. 325). 
R. in Harzgallen von Pinus sylvestris. 

F. iniMai und Juni, selten. VonLangnau ißthb.); einmal bei Zürich [Frey]] 
ein paar Stücke l)ei Bergün an Knieholz (Z.). 

G. (?) Coniferana Ratzeburg (Separatana H.-S.) [H.-S. 322). 
R. im Baste von Pinus-Arten. 

Nach Lah. durch Rthh. in einem Exemplare im Faunengebiete getroffen. 
Die Ortsangabe fehlt 

G. Paetolana Z. (Dorsana Ratzeburg) {H.-S. 253). 
R. im Baste von Fichten. 
Bisher nur von Schupfen {Rthb.]. 

G. Duplicana Zetterst. (Interruptana H.-S. , Genieulana Lah. H.-S.) 
{H.-S. 280). 
R. soll an Tannen, nach anderen Angaben an Juniperus leben. 
F. im Juni und Juli, seltener, auch in den Alpen. Lausanne {Lah.]] 
Schupfen {Hthb.)\ Zermatt {Lah., Frey); Bergün, an Stellen ohne Juniperus; 
Trafoi {Wo.). 

Höhengrenze gegen 5000'. 

G. Gundiana Hb. (Compositella Fab.) {Hb. 42. H.-S. 281). 
F. aufwiesen und Hecken iniFr-ühling, häufig. Lausanne(La/K); St. Blaise- 
Neuveville {Coul.) : Bern und Schupfen {Beut, und Rthb.); Aarau {Beut.); 
Bremgarten {Bali.); Zürich {Frey); Chur {Cafl.); Trafoi {Wo.). 
Höhengrenze gegen 5000'. 

G. Loderana Tr. (Perlepidana Haw., Sehrankiana Froel.. Lathyrana 
H.-S.) {H.-S. 265. [r\Hb. 207). 
B. zwischen Blättern von Oroltus niger. 

F. im Frühling, namentlich auf Waldwiesen und grasreichen Wald- 
blössen , eine häufigere Art. 

Sauvabelin bei Lausanne {Lah.); St. Blaise-Neuveville {Coul.); Schupfen 
{Rthh.); Umgebungen Bremgartens lind Zürichs {Bo/l, Frey): Berneck (il/<y//pr). 

G. Fissana Froel. (Diflfusana H.-S., Divisana Dup.) {H.-S. 284). 

F. vom Lägernberg bei Baden, nicht gerade selten im Juni {Frey); Jura, 
selten {Rthb.); St. Blaise-Neuveville [Coul.]; vom Jorat bei Lausanne in Mehr- 
Frey, Lepidopteren. jf 



322 VII. Tnrtriciden. 

zahl (Lah.); von Chur [Cciß.]] von dem Stelvio oberhalb Trafoi, bis etwa 
6000'. {Wo.). 

G. Dorsana Fab. (Lunulana S. V., Megerleana Froel., Jungiana Froel.) 
[Hb. 35). 
R. an Erbsen und Wicken. 

F. von Mitte Mai an, selten. Lausanne (la/i.); Burgdorf (i)/.-Z).); Zürich, 
einmal [Frey). 

G. (?) Inquinatana Hb. [Hb. 43. H.-S. 278). 

St. Blaise-Neuveville [Cojil.) ; dann Anfang Juli bei Bern getroffen 
[Bent.]. In beiden Fällen kaum richtig. 

G. Orobana Tr. (Arcigera Tengström) [H.-S. 288). 
Von Langnau [Rthb.] nach Lah. 

G. Coronülana Z. (Argyrana Tr.) [H.-S. 282). 

Von Schlipfen (Rthb.) nach Lah. Niemals bei Zürich vorgekommen 

[Frey) . 

G. Mediana S. V. (Aurana Fab.) [Hb. 179. H.-S. 411). 

R. in den Samen von Horacleum. 

F. vom Mai bis in den Juli, in unserem Faunengebiete eine Seltenheit. 
Von St. Pre bei Morges [A. Forel); Schupfen {Rthb.)] bei Viege in der Form 
der /f.-8. 'sehen Al)bildung (Vorderflügel mit Ausnahme des braunen Costal- 
randes ganz gelb) {M.-TJ.); Mitte Juli noch bei ßergün in der gewöhnlicheren 
gelb gefleckten Form, wie sie IIb. 179 gibt, ebenfalls selten {Z.).'^) 

Carpocapsa Tr. 

C. Pomonana S. V. (Pomonella L.) {IIb. 30). 
R. in Aepfeln, Birnen, auch Aprikosen. 

F. im Juni und Juli, gemeiner und sicher im ganzen Tieflande, vom 
Wallis bis Chur. Er erreicht noch Tarasp, also etwa 4000'. 

C. Fagiglandana Z. (Grossana Haw., Splendana Ratzeburg) {H.-S. 

157—160). 
R. in Buchnüssen. 

F. im Juni. Ste. Groix {Leresche); Schupfen {Rthb.); Burgdorf {Heuser); 
Zürich, spärlich {Frey). 

C. Splendana Hb. {IIb. 31). 
R. in Eicheln. 



1) Ueber G. Senccionana Lah., erlaube ich mir Ivoin LIrlheil. Sie konnte möglicher- 
weise hieiher zählen, wenn man sie noch fortführen wollte. 



^ 



VII. Tortriciden. 323 

F. im Juni und Juli. Paudex liei Lausanne {Leih. ■. Wimmis bei Thun 
{Rthb./, Olteu ,Wu.,.\ 

Coptolonia Led. 

C. Janthinana Dup. (Ineisana H.-S.) H.-S. 1*73 . 
R. in den Früchten des Weissdorns. 

F. bisher nur sehr vereinzelt. An trocknen Hangen bei Lausanne im 
Juli: von Schupfen [Rthh. : von St. Gallen 'Tü.'k 

Phthoroblastis Led. 

P. Argyrana Hb. (Atromargana Steph.) Hb. 46. H.-S. 192i. 
R. soll in der Borke von Eichen leben. 

F. selten und sehr vereinzelt. Ein Exemplar von Lausanne Lah,' : ein 
zweites von Basel Imhof) . 

P. Plumbatana Z. (Splendidulana Walker) H.-S. 321 . 
Von Zürich und, im Juli, aus dem oberen Eneadin [Frey). 
Elevation 5300'. 

P. Spiniana Dup. (Trigonana Steph.) {H.-S. 267). 

Zürich Frey ; Schupfen Rthh. : Bern, im h\\3.ns.\ Bent. : Neuvevilie Co;//.). 

P. Ephippana Hb. (PopuLnana Fab.) Hb. 246;. 
R. an Sahlweiden. 

Nach C. Zeller von Zürich; nach Rthb. von Schupfen: bei St. Blaise- 
Neuveville {CouL). 

P. Regiana Z. (Trauniana Haw.) H.-S. 400—102). 
R. an Ahorn und später unter Ahornrinde. 
F. bisher nur von St. Gallen [TU.]. 

P. (?) Trauniana S. V. (Floricolana Hb., Conjugana Z.) 7/6. 38. 32ö. 
H.-S. 403 . 

Nach C. Zelle)- einmal im Septemlier bei Zürich und nach Caul. bei 
St. Blaise-Neu\eville. Mir zweifelhaft. Vei'w echslung mit der vorigen? 

P. (?) Oohsenheimeriana Z. (Loxiana H.-S.) H.-S. 323). 

Nach Lah. in einem Exemplare durch M.-D. bei Burgdorf gefangen. Mir 
wiederum zweifelhaft. 



1 C. Rea u mii rea n a v. Hi'xd., (loien I.ai'\e in tleii Frücliloii vdii Caslaiiea vesca 
lebt , fehlt sicher lieiii südlichen Faunengebiete niciil. Doch liat sie nocli Niemand ge- 
trofTen. 

C. Amplana Hb. R. in Eicheln und Haselnüssen dürfte ebenfalls bei uns voiiian- 
den sein. 

21* 



324 VII. Tortiiciden. 

P. Flexana Z. (Vigeliana v. Heyd.) [II.-S. 195). 

R. an Fagus sylvatica. 

Zürich, gerade keine Seltenheit im Juni {Frey); Bremgarten (ßo//); Schu- 
pfen [Rthb.). 

P. Germarana Hb. (Germana Hb. und H.-S., Atropurpurana Haw., 
Pulvifrontana Z.) [Hb. 47. H.-S. 258). 
St. Blaise-Neuveville (Com/.); Burgdorf [M.-D.]; Schlipfen (Rthb.); 
Zürich (Frey). 

P. Daldorüana Fab. (Rhediella GL, Aurana Hb.) [Hb. [?] 22). 
R, in unreifen Früchten des Weissdorns. 

F. von Ende April bis in den .luli. Lausanne, öfter [Lah.); St. Blaise- 
Neuveville [Colli.); Aarberg (/?f/)6.); Burgdorf (5(?w/.); bei Zürich, in massiger 
Anzahl, einmal häufiger an Weissdornhecken [Frey). 

Tmetocera Led. 

T. Ocellana S. V. (Luscana Fab., Comitana Hb.) [Hb. 16. H.-S. 371) 
und (?)Var, Laricana Z. 
R. polyphag an Laubholz; ferner (?) an Lärchen. 

F. im Juni und Juli. Von Lausanne, ziemlich selten [Lah.); Schupfen 
[Rthb.); Zürich (auch gerade nicht häufig), an den Rändern der Laubholz- 
wälder [Frey). 

Var. Laricana Z. (in Lärchenwaldungen) traf ich mehrfach bei Zürich. Da 
die Vorderflügel mehr verdunkejt, Ausmaass und Form etwas abweichen, 
möchte ich eine eigene Art annehmen. 

Steganoptycha H.-S. 

S. Aceriana Dup. [H.-S. 350). 

R. in Pappelknospen und später deren Zweigen. 

F. im Juli. Bei Paudex, nicht selten [Lah.); ein Exemplar aus dem Wallis 

von Andercyg [Frey); Genf (Mus.). 

S. Dealbana Froel. (Incarnana Haw., Minorana Tr., F.-R.) [F.-R. 

22. 1 a— c). 

R. an Pappeln^ Weiden; aber sicher in unserem Faunengebiete noch an 
anderen Laul)hölzern. 

F. im Juni und Juli, mitunter in Mehrzahl. Lausanne, oft (wo Erlen 
stehen) [Lah.); Schupfen [Rthb.); Zürich [C. Zeller, Frey) .'^) 

S. Simplana F.-R. [F.-R. 22. 2). 
R. an Populus tremula. 



1) S. Neglecta na Dup. traf Eppelsheini am SIelvio in ungefalir 6500' Hohe. 



VII. Torfriciden. 325 

Der einfache, schöne Wickler ist im Hochsommer eine Seltenheit. Biirg- 
dorf [Heuser]; Schupfen [Rthb.]; Bremgarlen [Boll] und Zürich [Frei/). 

S. Delitana F.-R. [F.-R. 65. 2J . 

Aus dem Wallis von Anderecjg [F.-R.]. 

S. Nigromaculana Haw. (Preyeriana F.-R.) [F.-R. 51. 3). 

F. im Juli, bei uns eine Seltenheit. Bisher nur von Zürich , wo ich ihn 
seit fünfundzwanzig Jahren dreimal am Fusse des Ülliberges fing. Dann von 
Einsiedeln [Paul). 

S. Ramana H.-S. (Ramella L,, Triquetrana Hb., Sesquilunana Haw.) 

[Hb. [?]280). 

B. in den Kätzchen der Birken. 

F. im Juni. Von Lausanne, selten [Lah.)\ von Zürich, sehr selten (fye^) . 

S. Oppressana Tr. [ll.-S. 242). 
R. wohl an Fappeln und Weiden. 

F. im Juli von Lausanne [Lah.]; Genf (Mus.); Lugano [Beut.). Mir kam 
der Wickler niemals bei Zürich vor [Frey). 

S. Pinicolana Z. [U.-S. 384. 385). 

R. an Pinus larix und P. cembra. 

Der nordische (ziemlich variirende) F. im Alpengebiete im Juli und 
August. In den sechsziger Jahren und 1879 im Engadin verheerend. Er dringt 
zuletzt bis zu den höchsten Standplätzen der Coniferen vor. Jedenfalls ist 
er eines unserer scluidlichslen Ilochgebirgs-Insekten. Doch traf ihn Z bei 
Bergün nur einmal! bn ganzen oberen Engadin bis unterhalb Ponte [Frey), 
auch aus dem Wallis [Ändei'egg); von Trafoi [Eppelsheim) und Bormio [Wo.). 

Elevation von über 4000' bis gegen 7000'. 

S. Corticana Hb. [Hb. 270. [?]209). 

B. an Eichen. 

F. von Ende Juni an, häufiger. Sauvabelin bei Lausanne [Lah.); Schu- 
pfen [Rthb.); Bremgarten [Boll); bei Zürich, nicht selten, auch manchfach von 
Eichen erzogen [Frey). 

S. Rufimitrana H.-S. [H.-S. 139). 

F. Ende Juli vom Graubündner Weissenstein (Z.). Unsicher das V^or- 
konuneu von Viege im Wallis [M.-ü.); sicher vom Stelvio in 7500' Höhe 

[Eppelsheim) . 

S. Ratzeburgiana Saxesen [H.-S. 333). 
R. in den Trieben von Pinus abies. 

F. im Juli und August. Umgebungen von Lausanne [Lah.); Schupfen 
[Rthb.]; Jura [Bruand,; Bern und Solothurner Weissenstein [Beut.); Brem- 



326 ^i^- Tortriciden. 

garten [Boll). Bei Zürich niemals getroffen [Frey]; Gais, häufiger [P.-I.]; 
noch bei Bergün (Z.) . 

Eievation über 4000'. 

S. Nanana Tr. (Nana H.-S.) [H.-S. 129). 
R. an Nadeln von Pinus abies. 

F. vom Juni in den August. Bei Lausanne am Jorat (La/?.); Ste. Croix {Le- 
resche); Schupfen [lithb.]; bei Zürich im Hochsommer, abei' seilen [Frey). 

S. Vaeciniana Z. [H.-S. 206). 
R. an Heidelbeeren und Berberis. 
F. im Mai und Juni. Basel [Imhof); Bremgarten, häufiger auf Torfmooren 

[Boll, Frey); Bergün [Z.]. 
Eievation über 4000'. 

S. Nemorivaga Tengström. 

R. minirend in den Blättern von Arbutus uva ursi. 

Der nordische F. auf unseren Hochalpen. F^in Stück von der Höhe des 
Albulapasses, andere Exemplare noch höher am Stelvio (Frey, Wo.). 
Eievation wenigstens 7500'. 

S. Ericetana H.-S. (Flexulana Dup., Collicolana v. Hein.) (H.-S. 136). 
F. von Ende Juni bis in den August, fast nur in und auf den Alpen. 
Doch auch von St. Blaise-Neuveville [Coid.), von Schupfen [lUhh.) und Brem- 
garten [Boll). Dann im Wallis [Ja.) und von Zermatt [Frey); Glarner Berge, 
wie Mühlebachalp [Frey); Bergün (Z.); in dem oberen Engadin verbreitet 
und ebenso vom Stelvio [Frey). 

S. Caflischiana Frey. 

Der vorigen Art sicher verwandt, aber ebenso gewiss von ihr spezifisch 
verschieden. 

Roll und ich erbeuteten auf dem Alliulapasse, einige hundert Fuss höher 
auf felsigem Terrain, wo nur noch einige künnnerliche hochalpine Weiden- 
arten wuchsen, mehrere männliche Stücke , von welchen leider noch ein 
Theil zu Grunde ging. Nach einem gut erhaltenen männlichen Exemplare 
meiner Sammlung folgt die Beschreibung. 

Etwas grösser und auffallend breit- und stumpfflügliger als die vorher- 
gehende Spezies. Die Grundfarbe von Kopf, Brust und Abdomen ist ein 
ganz tiefes dunkles Schiefergrau, leicht bi'äunlich angehaucht. Nach zwei 
Driltheilen beginnt, etwas vom Coslalrandc entfernt, ein verloschenes dunk- 
leres Querband, welches dem Innenrandc zu dunkler und schmäler N\ird. 
Franzen von der Flügelfarbe, ilinleidügel und Franzen heller grau. 

S. Cuphana Dup. (Fractifasciana Havsr., Vepretana Froel., Caricana 
Gn.) [H.-S. 134). 
R. an und in Scabiosen. 



VII. Tortriciden. 327 

F. im Frühling, namentlich auf nassen Wiesen im Tieflande verbreitet. 
Am Jorat bei Lausanne [Lah.); Schupfen [Rthb.]; Bremgarlen {ßoll); Zürich 
{Frey); Clmr [CafL). In den Alpen, so von Bergün (Z.), vom Albulapasse, und 
hier die volle Höhe gewinnend [Freij); aus dem oberen Engadin, Öfter [Pfaffen- 

zeller, Frey) . 

S. Quadrana Hb. [Hb. 223. H.-S. 137. 256). 

F. vom Mai bis in den Juli, vorwiegend im Gebirge. Lausanne (Sauva- 
belin) [Lah.)\ Zürich, selten [Frey); Frutigen, Gemmi, Berner Oberland [Rthb.); 
bei Bergün (Z.); aus dem oberen Engadin, so bei Samaden [Frey); von der 
Passhöhe des Albula [Derselbe); von Trafoi [Wo.]. 

Elevation 7200'. 

S. Pygmaeana Hb. (Antennana Froel.) [Hb. 69). 
R. an den Nadeln der Fichte. 
Ein Exemplar von Zürich [Frey) ; Bern [Beul.) und Schupfen [Rthb.) , selten. 

S. Abiegnana Dup. Z. [H.-S. 128). 

Abermals, wie es scheint, seilen. Ein Stück von Jorat [Lah.)^ ein anderes 
Anfang August von Schupfen [Rthb.) und ein drittes von Bremgarlen [Frey). 

S. Mercuriana Hb. (Monticolana Walker) (//6. 322). 

R. an Dryas oclopelala. 

F. im Sommer auf den Alpen. Walliser Alpen [Ott^ Anderegg); Waadt- 
liinder (Anceindaz) [Lah.); Gemmi [Rthb.]; Panixer Pass [Boll); Appenzeller 
Berge, so am Fahlensee (4479'] [Müller); Bergün und Albulapass (Z., Frey); 
Oberengadin [Frey u. A.). 

Stellenweise in Mehrzahl. Wie weit nordische und schottische Stücke 
abweichen, steht anhin. 

Elevation von 4000 bis über 7000'. 

S. Augustana (Cruciana Zetterst.) [Hb. 205. H.-S. 362). 

R. an Weiden. 

F. im Juni und Juli. Zürich, häutiger (F/'gy;; St. Gallen [Tä.]; St. Blaise- 
Neuveville [Coul.); Schupfen [Rthb.); Jura und niedere westliche Alpen [Lah.); 
Bergün (Z.); Thalsohle des Engadin, Samaden und Sils-Maria [Frey); von 
Trafoi, häufig [Fppelshenn). 

Alpine Exemplare kleiner, dunkler, zeichnungsloser. 

Ilöhengrenze über 5500'. 

S. Rubiginosana H.-S. [H.-S. 185). 

Ein Exemplar im Juli von Zürich [Frey), ein zweites im Aargau am 
Engelberg [Wu.). 

S. Ulmariana Z. (Trimaculana Donov., Lithoxylana Dup., Mitter- 
bachiana Haw.) [H.-S. 176. 177). 
R. an Ulmen (Vi . 



328 ^^'- Tortriciden. 

Ziemlich selten um Hecken bei Lausanne [Lah.); Bern [Bent.); Zürich, 
nicht oft im Juli (C. Zeller, Frey). 

S. Minutana Hb. (Achatana Froel., Paediscana Stgr.) (Hb. 73. H.-S. 
174. 175). 
R. an Pappeln. 

F. im Juli von Lausanne, seltener [Lah.]; Bern [Beut.) und Zürich 
[C. Zeller, Frey). 

Phoxopteryx Tr. 

P. Mitterbach eriana S. V. (Retusana Haw., Subuncana Haw., Penk- 
leriana Tr. und P.-R.) [Hb. 192. F.-R. 21). 

R. an Eichen. 

F. im Frühsommer. Lausanne [Lah.) ; St. Blaise-Neuveville [Coul.]; 
Bern, Lenk [Beut.); Schupfen [Rthb.]; Zürich [Frey); St. Gallen [Tä.); Chur 
[Cafl.). Eine häufigere Art. 

P. Harpana Hb. (Laetana Fab.) [Hb. 77). 

R. an Populus tremula. 

F. im Juli, häufiger. Lausanne [Lah.); Schupfen [Rthb.]; Zürich [Frey); 
aus dem oberen Engadin in grossem trübem Exemplar erzogen [Derselbe) . 
Höiiengrenze etwa 5500'. 

P. Fluctigerana H.-S. (Biarcuana Steph., Crenana Dup.) [H.-S. 319). 

R. \ielleicht an Sahlweiden. 

F. im Mai und Juni. Von Schupfen [Rthb.); Burgdorf, Lenk [Bent.); vom 
Fusse des Jura [Coul.]; vom Gurnigel [Ja.); Zürich, seilen [Frey); Bergün [Z.); 
Trafoi ^Wo.). 

Elevation bis 5000'. 

P. Diminutana Haw. (Cuspidana Tr.) [H.-S. 238). 
R. an Salix repens und anderen Weidenarten. 

Von St. Bhiise-Neuveville [Coul.); von Schupfen [Rthb.]; von Zürich, am 
Katzensee ein Exemj^lar [Frey); von St. Gallen, F]ndc Juni [Tit.). 

P. Uncana Hb. (Geminana Donov.) [Hb. 76). 

Bei Zürich im Juni, aber selten [Frey); St. Blaise-Neuveville [Coul.); 
Bergün, selten (Z.); hier untl da im Juli im olieren Engadin [Frey); von Trafoi 
[Eppelsheim) . 

Höhengrenze 5500'. 

P. Unguicana Fab. (Unguicella L., FalcanaHb., Fractifasciana Steph.) 

[IIb. 78). 

V. l'^iHJc IMai und im Juni um Hoidekr.iul. 



VII. Tortrieiden. 329 

Wallis {Anderegg) ; Viege und SiiDplon {Bent.) ; St. Bhiise-Neuveville 
[CoiiL); Schlipfen [Rlhb.); Torfmoore bei Bremgarlen und ßünzen {Boll, Frey); 
Chur {Caß.); Bergün, bis zum Weissenstein häufig (Z.); oberes Engadin {Frey) . 

Elevation 6000'. 

P. Siculana Hb. (Apicella v. Hein.) {Hb. 79). 

R. an Rhamnus, vielleicht auch an Ligustrum und Cornus. 
F. bei Zürich, auf Waldwiesen häufiger {Frey); Neuveville {CouL); Or- 
monts oberhalb Aigle {Lah.). 

P. Comptana Froel. {H.-S. 318) und (?)Var. Incomptana Lah. 

R. an Potentillen. 

F. im Juli von Zermatt {Frey); vom Lägernberg, zaidreicher {Derselbe); 
Bergün und bis zum Weissenstein , verbreitet (Z.); Albulapass und oberes 
Engadin {Frey). 

Elevation über 7000'. 

Za/i's Incomptana bin ich geneigt, als Var. hierher zu zählen. Die Farbe 
rein braun, die FlUgelspitze schärfer, rein weisses Schrägband von dunkler 
Linie durchsetzt. Die weisse Zeichnung über dem Innenwinkel ist 8-förmig 
gebogen und die Costalhäkchen stehen deutlicher paarweise. 

Vom Chaux-de-Mont in etwa 7000' {Lah.). 

P. Badiana S. V. (Lundana Fab.) {Hb. 53). 

R. an Vicia und Orobus. 

F. häufiger in der Ebene, im Mai und dann nochmals im Hochsommer. 
Zürich {Frey); Bremgarten {Boll); Schupfen {Rthb.); St. Blaise-Neuveville 
{CouL); Waadtland, auch in den Bergen und Alpen {Lah.); vom Simplen 
{Beut.); von Bergün [Z.]. 

Elevation über 4000'. 

P. Myrtillana (Lyellana Curtis, Derasana Steph., DentanaLah., [?]Luana 
Lah.) 1) {H.-S. 316). 
R. an Vaccinium myrtillus. 

F. im Juni und Juli. Vom Joral {Lah.); Zürich, Katzensee [C. /eller, 
Frey); vom (?) Berner Jura {Rthb.); St. Blaise-Neuveville {CouL); Bern und 
Gurnigel {Beul.) ; Tour d'Ai {Lah.) ; Oberwallis {Olt) ; F^insiedeln {Paul); am 
Graubündner Weissenstein um Vaccinium uliginosum (Z.).') 
Elevation 6000'. 

P. Derasana Hb. (Unculana Haw.) [Hb. 206). 
R. an Heidelbeeren. 



1) P. Luana, in mittlerer Hölie auf den Alpen von Aigle, Bex und des Unferwallis vor- 
kommend, reiht Lah. unmittelbar an P. Badiana an. Etwas grösser, die dunkle Grimd- 
farbe ist schwärzlich grau, der weisse Costaistreifen bleibt ohne braune Punkte. Kaum 
eigene Art. 



330 VII. Tortriciden. 

F. im Juli; aus dem Wallis durch Anderegg {Frey); St. Blaise-Neuveville 
{Colli.)] Schlipfen {Rthh.); Zürich, am Kalzensee {Frey); eine seltene Art. 

Rhopobota Led. 

K. Naevana Hb. (Unipunctana Haw.) {Hb. 261 . H.-S. 275) und Var. 
Geminana Steph. 

R. polyphag, an Prunus-Arten, Vaccinium, Sorbus und Hex aquifolium. 

F. vom Ende Mai an in den Hochsonmier. Am Jorat im Buschwerk 
haulig, auch an Obstbäumen ; in den Wäldern oberhalb Aigle an Siechpalme 
lebend [Lah.); von Zürich, nicht selten {Frey). 

Var. Geminana kleiner, glänzender, dunkler grau, nicht selten bei 
Bremgarten {Frey). 

Rhyacionia H.-S. 

R. Hastiana Hb. (Torridana Led.) [Hb. 186). 
R. in den Trieben von Hieraciecn. 
F. im Sonuner vom Lägernberg bei Baden, selten [Frey]. 

Dicliroiiiamplia Gu. 

D. Petiverana Haw. (Petiverella L., Montana Scop.) [Hb. 37). 

R. in den Wurzeln der Achillea millefolium. 

F. von Ende Mai in den Hochsommer, wohl nn't doppelter Generation; 
auch noch in das Alpengebiet eindringend. 

Lausanne und Waadtländer Alpen {Lah.); St. Blaise-Neuveville {CouL); 
Schupfen [Rthb.); Zürich, aber viel seltener als anderwärts [C. Zeller ^ Frey); 
St. Gallen, öfter [Tä.); Genf (Mus.). Noch bei Zermatt [Frey). 

Elevation 4800'. 

D. Alpinana Tr. (Strigana Haw., Jacquiniana Haw. , Politana Gn.) 
{H.-S. 155. 156). 
Ziemlich selten bei Lausanne um Klee [Lah.]; von den {'! Berner) Alpen 
[Rthb.); von Zürich, selten, dann von Zerniatt und Trafoi [Frey und Wo.). 
Elevation gegen 5000'. 

D. (?) Rejectana Lah. 

Mir ganz unbekannt. Aus der Sammlung von Rthb. und vom Berner 
Oberland [Lah.]. 

D. Caliginosana Tr. (Sirapliciana Haw.) {H.-S. 263). 
R. in den Wuizehi von Artemisia vulgaris. 

Von Aarberg durch Rthl). Noch erwähnt sind (aber unsicher) Vi^ge, 
Weissenslein bei Sololluirn und Bern [Rent.]. 



VII. Tortriciden. 331 

D. Agilana Tengström. 

Vier (3^ bei Bergüii im Juni (Z.). 
Elevation über 4000'. 

D. (?) Distinctana v. Hein. 

Ob wirklich von D. Agiiana verschieden? 

Von Bergün im Juli und August (Z.). Mir niemals vorgekommen. 

D. Rhaeticana Frey. 

Ich fing diese auffallende hochalpine Art in zwei männlichen Stücken auf 
der Passhöhe des Bernina. Ein drittes, wiederum männliches Exemplar er- 
hielt ich aus dem Wallis durch Anderegg. Das ^ leider unbekannt. Die 
Spezies aber sehr auffallend. 

Grösser als Harpeana. Vorderflügel auffallend schmal mit zwar abgerun- 
deter, aber stark vorspringender Spilze und ganz schiefem Hinterrande. Die- 
ser zeigt unter der Spitze eine weissliche Einkerbung. Grundfarbe von Kopf, 
Palpen, Fühlern, Brust und Leib mäusegrau. Die tief grauen Vorderflügel, in 
Zeichnung wechselnd, bald nur ganz verloschen heller, bald mit ansehnlichem 
deutlichem hellgrauen Fleck gegen den Afterwinkel hin, oder auch mit einem 
dahin gerichteten, gebogenen, weisslichen Querband. Mehr wurzelwärts 
erscheint dann noch eine zweite lichtere Innenrandsslelle. Franzen weisslich 
mit feiner schwärzlicher Wurzel- und Spitzenlinie. Eine Reihe schwarzer 
Punkte unterhalb der Franzen, wie bei D. Harpeana. Hinterflügel bald 
dunkhn-, bald heller grau mit lichterer Befranzung. Unterseite der Vorder- 
llügel mit weisslichem Costalrande. 

Höhengrenze über 7000'. 

D. Ligulana H.-S. (Plusiana Stgr.) {H.-S. 279). 

F. im Hochsonuner aus den Alpen, vielfach im Lärchenwalde. Ober- 
Wallis [Ott] nach Lah.; von /l/K/e/-e(/(/ dorther erhalten [Frey]\ Simplon {Bent.); 
im oberen Engadin bei Samaden bis Sils-Maria [Frey); Val Rosegg [Bent.); 
Franzenshöhe am Stelvio [Wo.]. 
Elevation bis 7000'. 

D. Harpeana Frey, Stgr. 

Der hochalpine Wickler im Juli und August auf der Passhöhe des Bernina 
[Frey]; dann von Zermatt auf dem Gornergrat, bis zu etwa 9000' [Stgr., Frey); 
vom Stelvio [Eppelsheim] . 

Das Thierchen fliegt nur an mit Rhamnus pumilus bewachsenen Stellen. 
Hieran lebt die R. ohne Zweifel. 

D. Plumbagana Tr. (Salicetana Prittwitz, Tanaceti Walker) [11. -S. 289) . 
Ich traf im Juli und Anfang August den Wickler (in etwas kleinerem 
Ausmaasse) häufiger im oberen Engadin, bei Sanjaden und St. Moritz. 



332 VII. Tortriciden. 

D. Subsequana Haw. (Monticolana Dup., Montanana H.-S., Alpestrana 
H.-S.) {II. -S. 193). 

Vom Weissbad [P.-I.]; Bergiin, von Mitte Juni bis Ende Juli (Z.); ver- 
breitet im oberen Engadin, von Samaden bis Sils-Maria in Lärchenwaldungen 
[Ft^ey) . Ob in der Ebene, wie bei Thun [Bent.] , erscheint mir etwas zweifelhaft. 

D. Acuminatana Z. (Germarana Tr.) [H.-S. 282). 

Von Thun [Ja.) und von Trafoi {Frey). Erstere Angabe unsicher. 

D. (?)Cacaleana H.-S. 

Vom Weissbad (P.-/.). Alles andere ganz unsicher. 

D. Bugnionana Dup. ( ^ Chavanneana Lah.) {H.-S. 126). 

F. hochalpiU; im Juli und August. Walliser Hochalpen, durch Anderegy 
erhalten {Frey); von der Passhöhe des Bernina und Albula {Frey); Stelvio {Wo.). 
Der Wickler fliegt an nassen hochalpinen Grasstellen. 

Elevation 7500—8000'. 

D. (?) Gruneriana H.-S. {H.-S. 261. 262). 

Nach Lah. oberhalb Lausanne und bei Bex; nach Hthb. bei Schupfen. 
Mir sehr zweifelhaft. 

D. Plumbana Seop. (Zachana Tr., Blepharana H.-S.) {H.-S. 197. 198). 

B. in Wurzeln niederer Pflanzen. 

F. gemein, im Tieflande im Frühling und dann nochmals im Hochsommer. 
Noch im niederen Alpengebiete, wie dem Weissbad [P.-I.) und dem Thale von 
Bergün (Z.). Auf höheren Alpen kam mir diese Spezies niemals vor. 



VIII. Tineen. 333 



VIII. Tineen.) 

Choreutiden.-) 

Choreutis Hb. 

C. Bjerkandrella Thunb. (Vibrana Hb.) [Hb. 202). 

R. versponnen zwischen Blättern von Inula s.ilicina und helenium, dann 
in den Blättern von Carduus crispus und an Carlina acaulis. 

F. im Juli und August. Ziemlich häufig im Appenzeller Seeaipthal in 
etwa 3000' Höhe (P.-/.) und von Bergün (Z.); von Trafoi [Wo., Frey). 

Elevation über 4800'. 

Simaethis Leach. 

S. Pariana Gl. (Parialis Tr.) [Flh. 1. 2. F.-R. 26). 
R. an Apfelbäumen und Weissdorn. 

F. im Sommer und dann im Herbste , verbreitet und wohl dem ganzen 
tieferen Faunengebiete zukommend. 

S. Diana Hb. (//Ö.274. H.-S. 257—261). 

Bisher nur in einem Exemplare am 15. August vom Rugnux bei Ber- 
gün (Z.). 

S. Fabrieiana (?)L., Steph., H.-S. (Oxyaeanthella L., Dentana Hb., 
Aeternalis Tr.) [Hb. 4. 5). 
R. an Nessehi. 
F. im Mai und im August, wohl überall. Er erreicht die Alpenzone, so 



1) Schon im Jahre 1854 veröflentlichtc mein Freund Sta. sein ganz vortrelTliches 
Werk über die Tineiden Grossbritanniens. Ich nahm seine mit Professor Z. verein- 
barten, systematischen Grundlinien unter wenigen Modificationen fast unverändert an, 
als ich 1856 mein kleineres faunistisches Buch über die Tineen und Plerophoren der 
Schweiz schrieb. Später hat dann H.-S. natürlich Vieles daran aussetzen müssen und 
V. Hein, stellte alsdann hinterher sein System der Tineiden auf, wobei ihn ein frühzeitiger 
Tod ereilte. Diese ?'. T/em. sehe Arbeit, halb vollendet hinterlassen, hat zuletzt Wo. aus 
Pietäts-Rücksichten im Sinne des Verstorbenen fortgesetzt und vollendet. Ich bin weit 
entfernt, dem letzleren hochverdienten Lepidopterologen daraus einen Vorwurf zu machen. 
Allein meine Beurtheilung der v. //ew. 'sehen Arbeit kann hierdurch nicht im Mindesten 
modificirt werden. Letzlere ist meiner Ansicht nach eine vollkommen verfehlte und na- 
mentlich im Gebiete der Gelechiden eine ganz klägliche, um nicht mehr zu sagen. 

2) Diese Abtheilung steht, wie in allen systematischen früheren Versuchen, hier sicher 
am unrichtigen Orte. Eine bleibende, bessere Stellung wird man ihr erst in der Folge, 
nach genauerer Kennlniss der exotischen Kleinscbmetterlinge, verleihen können. 



334 ^'11'- Tineen. 

die Scheidegg [Bent.), Bergün (Z.), das obere Engadin und Zermalt [Frey); 
Trafoi {Wo}}. 

Elevalion 5500' i). 

Tineiden. 
Melasina Bsd.^) 

M. Ciliaris O. (Lugubris Hb.) [Hb. 216. II.-S. 112. 113). 

R. in langem cylindrischen Sacke an niederen Pflanzen der Alpen. 

F. im Juli und August. Vom Ritfelberg [Frey]; Beialp [Bent.)\ vom oberen 
Engadin und dem Albula [Frey). Bei Palpuogna olierhalb Bergün traf das 
Thier Z., am Stelvio Wo. 

Verbreitung etwa von 5500 bis gegen 8000'. 

M. Lugubris Hb. [Uh. 217. H.-S. 114). 

F. im Hochsommer. Ich zweifle an den Artrechten. Von den Walliser 
Hochalpen {Anderegg): von den Bergen des oberen Engadin [Frey); oberhalb 
der Franzenshöhe {Wo.). 

Elevation über 7000'. 

Talaeoporia Hb. 

T. Politella O. (Lefebvriella Dup.) [F.-B. 38. 2 a— c). 

Die sacktragende H. an Flechten der Felsen und Bretterwände. 
F. im Juni von Lausanne {Lah.). 

T. Pseudobombycella Hb. (Tessellea Haw. , Andereggiella Dup.) 
{F.-B. 37). 
Sack an Baum- und Mauerflechten. 

F. vom Mai bis Juli. Lausanne {Lah.)] St. Blaise-Neuveville {CouL); 
Zürich [Frey); im Alpenlande von Bergün (Z.); Trafoi [Wo.). 
Elevation über 4500'. 

T. Alpestrella v. Hnm. 
Sack an Felsen. 

F. im Juli und August. Aus dem oberen Engadin (so bei Sils-Maria bis 
zum Maloja im Juni und Juli), dann auch von Zermalt, obgleich etwas ab- 
weichend {Frey). 

Soleiiobia Z. 

S. Triquetrella F.-R. {F.-R. 39). 
R. an Dematium virescens. 



1) Die Gruppe der A ly c li i<l e n fehlt unserem Faiinengebicte nacli bisliprigen Kilcili- 
rnns^en gänzlicli. 

^) Das Genus Melasina steht liier sicher an schlechlesier Stelle. Die Arien sind 
durchaus nicht festgestellt, worin ich Z. beistimme. 



Tineiden. 335 

Von Lausanne [Lab.)] (?) von Viege [Bent.]. Bei Zürich kam sie mir 
niemals vor. 

S. (?)Inconspicuella Sta. 

Wahrscheinlich etwas über dem Graubündner Weissenstein IZ.]. Die 
Art-Unterscheidung ist leider im ganzen Genus eine sehr schwierige, wie ich 
denn auch eine Anzahl unsicherer Exemplare besitze. 

Lypiisa Z. 

L. Maurella S. V. [Hb. 122). 
R. sacktragend an Steinflechten. 

Die auch auf Dovre in Norwegen vorkommende Art traf Z. im Juni mehr- 
fach bei Bergün an Pulsatilla alpina fliegend. 

Xysmatodoma Z. 

X. Melanella Haw.) (SteUiferella P.-R.) {F.-R. 59). 

Die sacktragende R. an Baumstämmen und Bretterwänden. 
F. (das 2 soll dimorph, bald geflügelt, bald flügellos sein), wie es 
scheint, selten. Von Bremgarten {BoUj; von Samaden [Pfaffen zeller). 
Höhengrenze gegen 5500'. 

Diplodoma Z. 

D. Marginepunotella Steph. (Siderella Z.) [H.-S. 319). 

R. einen sonderbaren Doppelsack tragend, an Baumstämmen und Bretter- 
wänden. Sie gilt als fleischfressend. - 

F. nur in dem Alpengebiete, schon bei Bergün (Z.), dann aus dem Bergell 

[Baz.] und aus dem oberen Engadin [Frey); aus dem Wallis [Anderegg). 
Elevation etwa 5500'. 

Oclisenlieimeria Hb. ') 

O. BisonteUa Lienig (Urella H.-S.) [H.-S. 246) . 

Von Zürich, Anfang August [Brenn\ Frey); von St. Gallen [Tu.]. 

O. Urella P.-R. (Birdella Gurt.). 

Zwei nicht ganz sichere l<lxempiare von Zürich [Bremi], Ende Mai. 

O. Vacculella F.-R. (Taurella Hb.) [Hb. 188. H.-S. 247). 
F. im Juli von Schaffhausen [Frey). 

Euplocamus Latr. 

E. Fuesslinellus Sulzer (Anthracinalis Scop., Arithracinella S. V.) [Hb. 

224. //.-S. 241— 243). 
R. in faulenden Buchenschwämmen. 



1) Das Genus Ochsenheimeria befindet sich (meiner Meinung nach) auch hier nicht 
am richtigen Orte. Es scheint im üebrigen nur unserem Tieflande anzugeliören. Die 
Raupen wohl alle an Gramineen. 



336 VHI. Tineen. 

F. aus den Umgebungen Zürichs und von Dübendorf [Bremi] . Seit langen 
Jahren verschwunden; von St. Gallen [Tu.]; St. Bhiise-Neuveville [Coul.]. 

Scardia Tr. 

S. Boleti Fab. (Choragella S. V., Mediellus O.) [H.-S. 314). 

R. in den Holzschwämmen der Weiden, Pappeln, Buchen, Linden. 

F. von Langnau {Rthb.); auch von Viege und dem Gurnigel erwähnt [Bent] . 

S. Tessulatella Z. (//.-S. 315). 

Ein Exemplar Ende Juni bei Bergün (Z.) ; mehrfach im Juli von Trafoi (T^^ o.) . 
Elevation also wenigstens 4800'. 

Tinea Z. 

T. ImellaHb. {Hb. 347. 77.-8. 323). 
R. in trocknen Thierstoffen. 
Von Bremgarten [Boll) und von Zürich {Frey) . 

T. Perruginella Hb, (Splendella Hb.) [Hb. 348. 381). 

F. von der Mitte Juni an durch den Juli ])ei Zürich an Waldrändern {Fr'ey)\ 
Bremgarten {Boll); Lausanne {Lah.); Viege [Beut.). Im Alpengebiete bisher 
nur von Bergün (Z.) . 

Höhengrenze über 4000'. 

T. Rusticella Hb. (Laevigella S. V., Saturella Haw.) {Hb. 339). 

R. polyphag, an Pelzen, Wollenstoffen u. s. w. 

F. im Juni und Juli, gemein. Mit menschlichen Wohnungen hoch in das 
Gebirge aufsteigend; so in die Alpen des Canton Waadt {Lah.) und von 
Bergün (Z.) bisindasOber-Engadin, wieSamaden(7^>-e?/); auchvonTrafoi(Wo.). 

Elevation über 5300'. 

T. Pulvimitrella Sodoflfsky (Rupella Haw., Bohemanella Zetterst.) 
(77.-8. 283). 

R. in faulem Holze der Buche und Hainbuche, sowie in Birkenschwänunen. 
F. im Hochsommer. Von Bremgarten {Frey, 7..\\ von Bergün {Fre[i) und 
im ül)eren Engadin l)ei Samaden {Pfaffcnzeller) . 

T. Tapetiella L. {Hb. 91). 

R. an thierischen Stoffen, z. B. an Pelz, Filz, dann auch an getrockneten 
pflanzlichen Substanzen. 

F. im ganzen Sommer, gemein. Ich begegnete ihm noch in Samaden, 
also in mehr als 5200'. 

T. Arcella Fab. (Clematella Z.) {Hb. 256). 
R. in faulendem Holze. 



I 



Tineiden. 337 

F. bei Zürich im Juni und noch Ende August mehrfach, also wohl in 
doppeller Generation [Frey); von Bern (5f»/.); von St. Blaise-iNeuveville (Com/.); 
von Lausanne [Lah.)\ Weissbad (P.-/.). 

T. Parasitella Hb. (Carpinetella Sta.) [Hb. 16). 
R. in Boletus lebend. 
Von Zürich und Schaffhausen [Frey] . 

T. Granella L. [Hb. 165. H.-S. 285). 

R. in allen möglichen trocknen Pllanzensloffen, so in Getreidevorräthen, 
und diesen oftmals schädlich. 

F. im Frühling und Sommer, bn ganzen tieferen Faunengebiete gemein. 

T. Cloaeella Haw. (Inümella v. Heyd.) [H.-S. 284). 

R. in faulendem Holze und in Baumschwämmen. 

F. vom Juni bis August. Bisher nur von Bremgarten [BoU)\ vielleicht 
auch von Zürich [Frey]; ein Exemplar noch von Bergün (Z.l; endlich von 
Trafoi (]ro.). 

T. Albipunetella Haw. (//.-8. 632). 

In mehreren Stücken von Zürich während des Sonuners an Wald- 
rändern [Frey). 

T. Ignicomella F.-R. (Cortieella Tengström) [H.-S. 279. 280). 

F. bisher nur aus dem oberen Flngadin F^nde Juni and im Juli, St. Moritz, 
Silvaplana, Sils-Maria [Frey); auch vom Stelvio [Eppelsheiin] . 

T. Albicomella H.-S. (Albicapilla Z.) [H.-S. 324). 

Zwei Flxemplare aus dem Wallis durch Audereyg erhalten. Alles 
Nähere fehlt. 

T. Misella Z. (H.-S. 277). 

R. vermullilich in Holzmassen. 

F. im S|)ätsommei' l)ei Zürich [Frey). 

T. Spretella S. V. (Fuseipunetella Haw.) [H.-S. 300). 

R. an trocknen, pflanzlichen und thierischen Stoffen in Wohnungen. 

F. vom Juni bis September. Zürich [Frey], Bremgarten [Boll); Schupfen 
[Rthb.]] noch, aber selten, von Bergün [Z.) und in etwa 7000' auf der Franzens- 
höhe [Wo.). 

T. Pellionella L. Hb. 15. H.-S. 278). 

R. an trocknen thierischen Stollen, an Wolle, Federn u. s. \v. 
F. den ganzen wärmeren Theil des Jrihres hindurch. 

Frey, Lepidopteren. ^2 



338 Vni. Tineen. 

Z. fiind das Thierchen häufiger bei Bergün und ich nocli bei Sam,aden und 
auf dem Albulapasse, ebenso Ho. auf derFranzensliöhe, also in mehr als 7000'. 

T. Biselliella Hummel (Crinella Tr.) [H.-S. 281). 

R. in dünnhäutigem Sack als .schädliches Thier an trocknen pflanzlichen 
und namentlich thierischen Stoffen. 

F. den ganzen Sommer hindurch, überall gemein, vielfach schädlich. 
Ich begegnete ihm noch in Zermatt und im oberen Eneadin zu Sils-Maria. 

Elevation 5500'. 

T. Nigripunctella Haw., Frey {JI.-S. 268). 

R. an Parietaria officinalis. 

F. in einem einzigen Exemplare im Juli von Zürich [Frey). 

T. (?) Parietariella H.-S., v. Hein. (Nigripunctella v. Heyd.). 

Soll im oberen Iilngadin getroffen worden sein nach i\ Hein. Mir ist die 
Angabe verdächtig. Wohl Verwechslung mit der vorhergehenden Art. 

T. Semifulvella Haw. (Robiginella F.-R.) [H.-S. 301). 

F, im Juli von Zürich [Frey), als Seltenheit. Von Burgdorf [Lah.]. 

T. Simplicella H.-S. (Angusticolella Z.) [H.-S. 321 . 322). 
Bisher nur bei Genf Anfang Juni getroffen (Mus.). 

T. Pustulatella Z. [H.-S. 636). 

Das sacktragende Räupchen an altem Mauerwerk in Ritzen, von einer 
graugrünen Staubflechte zehrend. 

F. im Juni und Juli. Zürich, sehr selten [Frey]] an den alten Stadtmauern 
Bremgartens im Juli, häufiger (ßo//, Frey).'^) 

T. Vinculella P.-R. (Pagenstecherella v. Heyd.) [H.-S. 275). 

R. in ziemlich breitem scharfkantigen Sack (an beiden Enden etwas 
erweitert) an alten Mauern, eine graugrüne Staubflechle fressend. 
F. im Juli bei Rremgarten und Baden [Boll, Frey). 

T. Argentimaeulella Sta. [H.-S. 600). 

R. an ähnlicher oder gleicher Staubflechte (dem Jugendzusland einer 
Cladonia), mit zarten, oft einen Zoll langen, schlangenartigen Gängen, welche 
dem Steine aufliegen. 

F. Mille Juni an allen Mauern des Schlosses von Baden [Frey). 

Myrmecozela Z. 

M. Ochraceella Tengström. 

R. zwischen den Nadeln der Coniferen in Ameisenhaufen lebend. 

1) T. Confusella H.-S. [H.-S. 276] liaf Eppelsheim am SIelvio. 



Tineiden. 339 

F. (dem Norden angehörig) aus dem Engadin und zwar selten , so von 
St. Moritz [v. Heyd.^ ^fQ^'-] und aus dem Wallis [Anderegg). 

Lampronia Z. 

L. Plavimitrella Hb. [Uh. 429. H.-S. 292). 

Bisher nur von Züricli, wo ich ihr im Juni in zwei Exemplaren begegnete, 
und von Lausanne [Loh.]. Sehr zweifelhaft in zwei Generationen von 
St. Blaise-Neuveville [Coul.], ebenso von Burgdorf [Bent.]. 

L. Praelatella S. V. (Luzella Frr., Stipella Tr.) {H.-S. 294. 295). 

B.. sacktragend und von eigenthümlichen Sitten ^ anFragaria vesca, Geum 
urbanum und Spiraea ulmaria. 

F. im Juni und Juli. Zürich [Frcg); Bremgarten [Boll); Lausanne [Lah.); 
Degersheim [Müller); Weissbad (P.-/.); in der ersten Julihälfte bei Bergün 
(aber nur mit unterbrochenem hinenslreifen) (Z.); Trafoi [Wo.). 

Elevatiou gegen 5000'. 

L. Variella Fab. (Rubiella Bjerkander) [F.-R. 82. 1). 

B. in den jungen Trieben der Himbeere. 

F. zu Anfang Juni auf lichten Waldstellen. Zürich, am Fusse des Ctli- 
berges [Frey); Bremgarten, an der alten Stadtmauer [Boll); (?) von St. Blaise- 
Neuveville [Coul.]; aus dem Alpengebiete nur von Bergün [Z.). 

Höhengrenze über 4000'. 

TeichoMa H.-S. 

T. Verhuellella v. Heyd. [H.-S. 820) . 

B. an Asplenium ruta muraria und trichomanes an altem Mauerwerk und 
Felsen. Anfangs minirend, dann in einem Sacke. 

F. im Juni. Zürich, an Felsen des Ütliberges (fre?/) ; Bremgarten, häufig 
[Frey); vereinzelt noch bei Bergün [Z.), also in mehr als 4000' Höhe. 

Incurvaria Haw. 

I. Muscalella Fab. (Masculella Hb.) [Hb. L25. H.-S. 307), 

B. gleich denjenigen des Genus anfangs minirend, wohl in Eichenblättern, 
dann im Sacke unter abgefallenem Laube. 

F. im Mai bei Zürich (/^/T^); (?) von Bern und dem Monte Bre [Bent.); aus 
dem Ober-Engadin [PfaffenzeUer); von Splügen (C. Zeller); (?) St. Blaise- 
Neuveville [Coul.). 

I. Pectinea Haw. (Zinckenii Z., Masculella S. V.) H.-S. 305—307). 

B. anfänglich an Birken. 

F. im April und Mai. Züi-ich, häufiger (F/vv/ ; Bremgarten [Boll]; (?) von 
dem Cassarate [Bent.); Lausanne [Lah.); von Chur [Call.]; Ende Mai noch 
von Bersün in einem Stück /. . 



Höhengrenze über 4000'. 



22* 



340 VIII. Tineen. 

I. Koerneriella Z. IIJ.-S. 309. 310). 
H. unter abgefalleneni Buchenlaube. 

F. l)isher nur bei Zürich , am rechten Seeufer bei Balgrist und zwar 
seltener [Zell .-Bold .] . 

I. Oehlmanniella Hb. (Oehlmanni Haw.) ill.-S. 296. 297). 
R. mit ähnlicher Lebensweise wie die vorhergehende. 
F. im Juni liei Zürich an schattigen Waldrändern, selten [Frey); (?) St. 
Blaise-Neuveville (Co?//.); (?) vom Monte Salvadore und am Cassarate [Beut.]. 

I. (?)Capitella L. (Flavimitrella Dup.) [II. ~S. 293). 

B. in abweichender Lebensweise die Knospen der Johannisbeeren aus- 
fressend. 

Von lithb. Ende Juli auf der Grimsel. Doch nicht ganz sicher. Noch 
viel unsicherer die Angabe CouVs. von St. Blaise-Neuveville und Benfs. von | 
Burgdorf. 

I. Vetulella Zetterst. [U.S. 311. 312 [Var.]). 

Nur von Bergün in einem Exemplar, wohl im Juli (Z.'; von Trafoi [Wo.]. 
Elevation 4800'. 

R. lupella S. V. (Capitella Tr.) [ll.~S. 288—290). 

F. der Ebene fehlend, dagegen Im Hochsommer in den Alpen und wohl 
auch im Jura [Rthb.) vorkommend. Von Bergün (Z.); oberes Engadin, von 
Samaden bis Sils-Maria [Frey u. A.) ; zwischen Kandersteg und der Gemmi 
[Rthb.]; vom Gurnigel [Bent.)\ Alpen der Wesischweiz [Lah.]. 

Neniophora Hl). j 

N. Swammerdamella L. [Hb. 410. 411). ■ 

R. anfänglich die Blätter der Buche und Eiche minirend , dann Sack- 

Irägerin unter abgefallenem Laube, also die Lebensweise des vorhergehenden 

Genus fortsetzend. 

F. im April, gemein und durcli das ganze Flachland sicher verjjreitet. 

In einem abweichenden Stücke Ende Juni bei Bergün von Z. erbeutet. 
Elevation über 4000'. 

N. Sehwarziella Z. (//.-S. 213. 214). 

R. mit ihrem Sack an Fliehen (?) . 

F. zu Anfang Juni bei Zürich, aber selten [Frey)\ vom Simplon [Bent.)\ 
von Mayenfeld (1555') [Cuß.); dann in demselben Monat von Bergün [Z.). 
lliihengi-enze ül)er 4000'. 

N. Panzerella Hb. [Hb. 412. H.-S. 216). 
R. vielleicht an Heidelbeeren. 



Tineiden. 341 

F. im Frühling. Bisher nur von Lausanne [Lah.), von Chur {Cafh) und 
von Bergün (Z.). 

Elevalion über 4 000'. 

N. Pilulella Hb. (Pilella Tr.) [Hb. 409. H.-S. 215). 

R. vielleicht an Heidelbeeren. 

F. im Juni. Bei Zürich unter Nadelholz, häufiger {Frey); Lausanne {Lah.)\ 
Gurnigel [Beut.]; Degersheim {Müller); Chur {Cafl.); Bergün {Z.); oberes En- 
gadin, Sil.s-Maria und St. Moritz {Frey); Trafoi {Wo.). 

Elevation 5500'. 

N. Pilella S. V. {Hb. 235. H.-S. 217). 

F. von Ende Mai an. Wohl aus dem Wallis {F.-R.); vom Berner Jura 
{Rthb.); Zürich, selten {Frey); St. Gallen {Ta.); von Gais {P.-F); von Chur 
{Cafl.); von Bergün (Z.); aus dem oberen Engadin, von St. Moritz und Sils- 
Maria {Frey); Trafoi {Wo.). 

Höhengrenze wie bei der vorigen Art. 

N. Metaxella Hb. {Hb. 413). 

F. im Mai und Juni an Waldrändern. Bei Zürich, häufiger {Frey); Brem- 
garten(5o//); Schupfen (fi//i6.); (?J St.Blaise-Neuveville(Cou/.); LausannefZa/?.). 

Adela Latr.») 

A. Fibulella S. V. (Frischii Haw.) {H.-S. 236. 237). 

l\. in den Samenkapseln der Veronica chamaedrys und officinalis. 

F. in der Ebene im Mai und Juni, im Alpengebiete im Hochsommer. 
Zürich {Frey); Bremgarten {BoU]; Degersheim {Müller): Lausanne {Lah.); Genf 
(Mus.). Im Alpenlande von Mühlebachalp im Canton Glarus {Frey); von 
Samaden {Pfaffenzeller] : von Trafoi {Frey); am Stelvio auf der Franzenshöhe 
gegen 7000' {Wo.). Unsere Exemplare bald mit, bald ohne hellen Vorder- 
flügelfleck. 

A. Violella Tr. (Tombacinella H.-S.) {H.-S. 240). 
R. in den Samenkapseln von Hypericum perforatum. 
F. Ende Juni und im Juli vom Lägernberg bei Baden {Frey). 

A. Ruümitrella Scop. (Frischella Hb.) {Hb. 425. 426. H.-S. 224. 239. 
250. 251). 

R. mit ihrem Sack unter Sisymbrium alliaria. 

Zürich im April, nicht gerade häufig {Frey). Noch bei Trafoi {Wo.). 

Elevation 4800'. 

A. Associatella F.-R. {F.-R. 68. I a— d). 
F. Ende Juni und im Juli um Nadelholz. 
1) Die R. bilden älinliche Säcke wie diejenigen des Genus Nemotois, 



342 VIII. Tineen. 

Zürich, an beiden Seeiifern [Frei/]: Bremgarten [Boll; Schupfen {Rthb.); 
Lausanne [Lah.]; noch von Gais (P.-/.). 

A. Sulzeriella Z. (Sulzella L., PDegeerella Seop., Sultzii Haw.) [Hb. 

121. ^.-8. 227). 

Raupensack unter Liguslerhecken , an welchen der F. zu fliegen pflegt. 

Im Juni bei Lausanne [Lah.)\ St. Blaise-Neuveville {CouL); Schupfen und 

Berner Jura [Rtlib.)\ Bern und Burgdorf (i?e/(^); Zürich und Lägernberg [Frei/]; 

Bremgarten [Boll.]; auch von Yiege und ans dem Tessin bei Lugano [Bent.]. 

A. DegeerellaL. (DegeerüHaw., Geerella Hb., CroesellaScop., Phryga- 
noides Retz.) [Hb. 130. F -li. 66 und 67. 1 a— c). 
K. an niederen Pflanzen, wie an Anemonen, Vaccinien und Rumex. 
F. im Mai und Juni, gewiss im ganzen tieferen Faunengebiete. Genf 
[Fässlij); Lausanne [Lah.]; St. Blaise-Neuveville [CouL); Schupfen [Rthb.); 
Bremgarten [ßoll); Zürich und Lägernberg [Fi'ey); St. Gallen [Tä.]\ Um- 
gebungen Churs [Baz.]. 

A. Ochsenheimerella Hb. [Hb. 359). 

R. vielleicht an Heidelbeeren. 

F. im Mai und Juni, selten. Bremgarten [Boll, Frey); Schupfen (Rthb.); 
Lausanne [Lah.) . 

Das schöne Thierchen geht noch vereinzelt bis Bergün [Z.]; ebenso bis 
Trafoi [Wo.) . 

Elevation über 4800'. 

A. Viridella Scop. (Vindella Fab., Eeaumurella Cl., Viridis Hav^., 
Sphingiella Hb.) [Hb. 129. H.-S. 218). 
Raupensack zwischen abgefallenem Laube, namentlich unter Fliehen. 
F. im Frühling, schwärmend um knospende Eichen. Genf [FüssIijj; Lau- 
sanne, häufig [Lah.]\ Schupfen [Rthb.]; St. Gallen [Tä.). 

A. Cuprella S. V. (Aeneella Zetterst., Crinitella Zetterst.) [H.-S. 219), 
Bisher nur in einem Stück aus dem Seealpthal [P.-I.]. 

Nemotois Hb. 

N. Scabiosellus Scop. (Metallicus Poda, Cuprea Haw., Frischella 
Schrank) [H.-S. 229. 2Ö6). 
R. in den Blüthen der Scabiosa arvensis. 

F. im Juni, gemein in der Ebene auf Waldwiesen , etwas später im Ge- 
birge, so in Alpenthälern und auf niederen Alpenwiesen, doch die Baumgrenze 
nicht überschreitend. Zürich [Frey); Bremgarten [Boü); Lausanne [Lah.); 
Schupfen (Rthb.); Gais und Weissbad (P.-f.); Canlon St. Gallen [Tu.); Thur- 
gau [FtKjstev); CantonGlarus [Frey); Berner Oberland, so ])ei Meiringen; Ober- 
W^allis [At)(lereyg, Frey); Bergün (Z.). 
Elevation über 4000'. 



Hyponomeutiden. 343 

N. Cupriacellus Scop. (CypriaceUa Hb.) {Hb. 445. H.-S. 220. 252). 
R. vielleicht in den Blülhen von Scabiosen, nach anderen besseren An- 
gaben von Sedum-Arlen. 

F. im Juli vom Lägernberg bei Baden [Frey] und von Bergiin (Z.). 
Höheng reuze über 4000'. 

N. Prodigellus Z. v. Hein. 

F. auf trocknen sonnigen Waldwiesen bei Zürich {Frey) und Brem- 
garten {Boll) im Sommer. Es ist ohne Zweifel die von Z. beschriebene Art. 

N. Violellus F.-R. (CypriaceUa Lienig) [H.-S. 231. 232). 

R. in den Blüthen von Gentiana asclepladea, ciliata und pneumonanthe. 

F. im .Juli und zu Anfang August auf nassen Wald- und Bergwiesen bei 

Züvich {Frey); St. Gallen(rö.); Gais und Weissbad (P.-/.-); vonEinsiedeln(PaM/). 

N. Panicensis Frey. 

Diese prächtige Art der Hochalpen traf Boll im Juli oder zu Anfang 
August auf dem Panixer Pass, an der Grenze von Glarus und Graubünden. 
§ rolhköpfig. Uns kam sie noch nicht vor. N. Panicensis ist jedenfalls eine 
der selteneren Vorkommnisse des Alpenlandes. 

N. Minimellus S. V. {H.-S. 235). 

R. in den Blüthen von Scabiosa succisa. 

F. im Juli und August bei Zürich, an beiden Seeufern {Frey). Er fliegt 
auftrocknen Plätzen, namentlich um Scabiosa columbaria. 

N. Dumerilellus Dup. (Inauratella Dup., Basochella Hb.) {H.-S. 321. 

322). 
R. an Hypericum und Hieracium. 

F. von Lausanne {Lah.) und von felsigen Höhen des Berner Jura im 
Juli {Rthb.). 

Hyponomeiatiden. 

Swammerdamia Hb. 

S. Apicella Donov. (Combinella Hb., Comptella Hb., Compta Haw., 
Auroflnitella Dup.) {H.-S. 282). 
R. in kleinen Gesellschaften in ansehnlichem Gewebe an beschatteten 
Schlehenbüschen ; auch an Pflaumenbäumen. 

F. Ende Mai und im Juni. Von Zürich, sehr selten {Frey); von Degers- 
heim {Müller); von Chur (Ca/7.). 

S. Caesiella Hb. (Heroldella Hb., Lutarea Var. y., Haw.) {F.-R. 13 
a— k, H.-S. 326). 
R. an Birken. 



344 ^11'- Tineen. 

F. von Zürich im Juni an lichten Waldstellen . jedoch seilen und ver- 
einzelt {Frey); von Bergün [Z.]. 
Höhengrenzc über 4000'. 

S. Compunctella H.-S. [H.-S. 325). 
R. an Sorbus aucuparia. 

F. um Zürich Ende Mai und den Juni hindurch an lichten Waldstellen, 
doch nicht häufig. 

S. Oxyacanthella Dup. {H.-S. 327). 
R. an Crataegus oxyacantha. 
F. im Juni bei Zürich [Freij) und von St. Gallen (Tä.).') 

S.PyrellaVill. (CerasieUaHb., CaesiellaHaw.) [F.-R. 14 a — 1, II.-S. 328j. 
R. an Obstbäumen, Apfel-, Kirsch- und Pflaumenbäumen. 
F. im April und Mai l)ei Zürich, gemein, spärlicher nochmals Ende Juli 
und im August [FreAj); Bremgarten [BoU); Schupfen [Rthb.); Chur [Cafl.]. 

S. Conspersella Tengström, v. Nolcken. 
R. an Empetrum nigruni. 

Die nordische Art bisher nur von Skjv. einstmals im oberen Engadin, 
hoch über Sils-Maria in einigen Stücken im Juli getroflcn. 

S. Alternans Stgr., Frey. 

F. bei Sils-Maria von Mitte Juli an. 
Elevation über 5500'. 

S. Caflischiella Frey. 

Ich reihe hier noch ein interessantes Geschöpf an, dessen Kennt niss ich 
Anderegg in einem, aber vortrefi'lichen J^^xemplare verdanke. 

Der S. Alpiceila F.-R. nahe verwandt, al)er grösser, breitllügliger und 
dunkler. Kopf und Brust weisslich grau, Fühler bräunlich, stark gezahnt ((^f ) . 
Vorderflügel weisslich grau, durch bräunliche Schuppen stark \erdunkel(. 
Der Costalrand gewinnt im letzten Drittheile seiner Länge eine weisse, gegen 
die FlUgelspitze sich verbreiternde weisse Randbegrenzung. Dicht unter ihm 
acht schwarze Punkte reihenweise. Die Wurzelpartie des Dorsalrandes und 
Flügels überhaupt braun verdunkelt. Nach einem Drittheil ein .schiefgerich- 
teter brauner Bogenslreifen. Ueber ihn hinaus eine weissliche Fär})ung mit 
schwarzen Pünktchen. Franzen weisslich grau, unterhalb der Flügelspilze 
bis zu zwei Drittheilen des Randes an der Wurzel braunschwarz, liinter- 
flügel und Franzen hellgrau. 

Wohl aus den Umgebungen von Gamsen. 

)) Die an .ScIiIcIumi Norkoininciulc S. Spiniclla IIb. dütflo kaum uiiseicni i'aunon- 
gebick' nianiieln , ebenso S. Ileroldclla 'Ir. an liiiken. 



Hyponomeutiden. 345 

Scythropia Jth. 

S. Crataegella L. [Hb. 257). 

R. gescllii; in grossen Gewoben an Crataegus oxyacanlha. 
F. im Juni und Juli. Zürich {F)-c>j]; Bremgarten [BoH); Schlipfen [lithb.]; 
häufig bei St. Gallen [Tel.] und Degersheim [Müller). Sicher überall. 
Höhengrenze unermittelt. 

Ilyponomeiita Z. 

H. Plumbellus S. V. (Plumbea Haw.) [Hb. 86). . 
R. vereinzelt an Evonjunis europaeus. 

F. gemein und sicher überall in dem tieferen Theile unseres Fauneu- 
gebietes im Hochsommer. 

H. Variabilis Z. (Padella L.) (Hb. 393—395). 

R. an Schlehen, Weissdorn und am Pflaumenbaume. Das gemeine Insekt 
tritt zuweilen verwüstend auf, wie ich es einmal zwischen Lenz (4063') und 
Filisur (3260') im Albulathal l)eobachtete, ebenso im Graul)ündner Vorder- 
rheinthale von llanz (2152') l)is nach Dissentis (3600') herauf. 

Wohl überall im tieferen Gebiete und im niederen Alpenlande. Doch 
traf Z. noch ein Stück etwas unter 6000' am Graubündner Weissenstein. Wo 
es da gelebt haben mag? 

H. Malinellus Z. 

R. im FrUhsonuner am Apfelbaum, die Blätter skelettirend. 

F. im. Ulli und August. Zürich und Baden, gemein [Frey); Schupfen [Rthb.]. 

Sicher im ganzen Tieflande. 

H. Evonymi Z. (Evonymella Scop., Cognatella Tr., Cagnagella Hb.) 
[Hb. 39!. 392). 
R. an F^vonymus europaeus, bekanntlich in manchen Jahren verwüstend. 
F. im Juli und August, ül)erall gemein vom Oberwallis bis Chur. 
Elevatiou unbekannt. 

H. Padi Z. (Evonymella L.) [Hb. 88). 
R. an Prunus padus. 

F. mit gleicher Erscheinungszeit wie die vorhergehenden Arten. 
Wohl überall im tieferen Faunengebiete. Noch häufig bei Bergün (Z.). 
Sonderbar genug traf Wo. auf der Höhe des Stelvio ein herauf gewehtes 
Stück. 

Psecadia Hb. 
P. Bipunctella Fab. (Echiella S. V.) [IIb. 105). 
R. an Echium vulgare. 



346 '^'III- Tineen. 

Von Ragaz [Tit.); von Chur [Caß.]; vom Berner Jura [Rthh.); von St. 
Blaise-Neuveville [CouL); aus dem Wallis (?). 

P. Pusiella Römer (Scalella [?]Scop., Z., Sequella S. V., Lithospermella 
Hb.) (IIb. 104). 
R. an Lithospermum officinale und vielleicht auch an Pulmonaria officinalis. 
St. Blaise-Neuveville {CouL); Zürich, im Juli selten [Frey); von St. Gal- 
len [Tä.]; von Chur und Felsberg (1748') [Caß.); im August von Zermatt 
{Frey] . 

Elevation 4800'. 

P. Decemguttella Hb. {IIb. 303). 
R. an Lithospermum officinale. 
F. im Mai und Juni. Zürich {Frey); aus dem Aargau {Bremi). 

P. Funerella Fab. (Funerea Haw.) {Hb. 85). 

R. an Lithospermum officinale und an Symphytum officinale. 

F. im Mai und Juni, selten. Schupfen {Rthb.); Hallwyler See {Boll); 

Zürich {Frey). 

P. Flavitibiella H.-S. (Flavianella Eversmann). 

Ich vermuthe mit Z. die R. an Thalictrum. 

F., früher nur aus dem osteuropäischen Faunengebiete bekannt, im 
Juni im Thale von Bergün weit verbreitet (Z.). 
Elevation über 4000'. 

Prays Sta. 

P. Curtisellus Donov. (Maculella Fab., Ciirtisii Haw., Coenobitella 
Hb.) (///;. 309). 

R. in Knospen von Fraxinus. 

F. bei Zürich im Juni, seltener {Frey); bei Gais und Weissbad {P.-J.)\ 
St. Gallen {Tä.). 

P. Ruüceps V. Hein. (Rustica Haw.^ Simplicella H.-S.) {H.-S. 360). 

Im Juli von Zürich {Frey); von St. Gallen {T/i.). Bei derselben Lebens- 
weise der Larve halle ich dieses Thier nur für eine Var. der vorhergehenden 
Art. Gleicher Ansicht ist Sla. 

Plutelliden. 

Plutella Schrank. 

P. Dalella sta. (Vittella Hb., Marmorosella Wo.) {Hb. 104. H.-S. 639 
R. in Island an Arabis petraea. 

F. bei Samadcn {P/'d/fenzeUe)-); von Bergün während des Juni in hellen 
Exemplaren (Z.); von Trafoi {Stgr., Frey). 
Elevation über 5000'. 



Plutelliden. 347 

P. Porrectella L. (Hesperidella Hb.) [Hb. 169). 

R. in versponnenen Blättern von Hesperis malronalis. 
F. im Mai und Juni. Zürich [Fveij); Bremgarten [Boll]; Schupfen [Rthb.)] 
Lausanne [Loh.]; Genf (Mus.); Chur [Caß.). 

P. Geniatella F.-R. [H.-S. 347). 

R. vielleicht an Cerastium oder Ilutchinsia. 

Der hochalpine F. im Juli und August. Vom Simplon {Anderegg nach 
F.-K.); Zeriiiatt, auf dem Riffelberg {Frey); im oberen Engadin, von den 
Alpen bei Celerina , Sils , vom Bernina und Albula [Derselbe]; vom Slelvio 
[Wo.]. 

Elevation über 7200'. 

P. Cruciferarum Z. (Xylostella Hb., Maculipennis Curtis) [Hb. H9. 
It.-S. 350). 

R. polyphag an Küchenkräutern , Loniceren und anderen niederen 
Pflanzen. 

F. in zwei langen Generationen, im ganzen Tieflande gemein. Wie noch 
im höchsten Norden vorhanden, so auch in bedeutender Höhe des Alpen- 
landes. Im oberen Engadin, hoch über der Baumgrenze, auf dem Albula- 
pass in etwa 7500' Höhe [Frei/], allein als seltenes Vorkomniniss , wie es 
schon Z. 3000' tiefer bei Bergün beobachtet hat. 

P. (?)Incarnatella Steudel. 

Nach einem Exemplar von Tarasp durch Steudel erbeutet, ist mir unbe- 
kannt und verdächtig. 

Cerostonia Latr. 

C. Sequella Cl. (Nyethemerella S. V., Nycthemerus Fab.) [IIb. 103. 
H.-S. 394). 
R. an Linden und (?) Weiden. 

F. vom .Juni in den August hinein fliegend, wohl selten. 
Zürich [Frey]; Schupfen [Rthb.]; St. Blaise-Neuveville [Coiil.]; Lausanne 
[Lah.). 

C. Vittella L. (Sisymbrella S. V.) i^Hb. 349. (?)421. II.-S. 392) und 
Var. Carbonella Hb. [IIb. 421). 
R. an Laichen, Buchen. Rüstern und (?) an Loniceren. 
F. von Ende Juni an. Zürich [Frey); von Dübendorf [Brenii); Bern 
[Bent.); Lausanne [Lah.). 

Die schwarze Var. Carbonella traf ich bei Zürich an Rüstern , aller- 
dings selten. 



348 ^'lll- Tineen. 

C. Pissella Hb. (Radiatella Donov. , Radiatus Haw., Varians Haw., 
Variella Hb., Byssinella Hb., Unitella Hb., Lutarella Hb., Ful- 
vella Dup., Lutosus Haw., Flaviciliatus Haw., Unitella Tr., 
Rufimitrellus Steph., Parallella Panzer) [Hb. 106. 108. 147. 168. 
380. II.-S. 376. 391). 

R. an Eichen, auch an Pappeln und Ulmen. 

Der ungemein variirende Falter (die lange Synonymenreihe spricht da- 
für) findet sich vom Juli an bis in den Herbst und dann überwintert im ersten 
Frühling wohl in der ganzen ebeneren Schweiz. Zürich [Frey]; Bremgarten 

[BoU); Schupfen [Rthb.); Lausanne [Lah.]. 

C. CosteUa Fab. [IIb. 107). 
R. an Eichen und Buchen. 

Zürich, vom Sommer bis in den beginnenden Herbst öfter [Frey); Schu- 
pfen [Rthb.); St. Blaise-Neuveville [CouL): Lausanne [Lah.); St. Gallen [Tu.]. 

C. Sylvella L. (Bifasciatus Haw.) [IIb. 420). 
R. an Eichen. 

Ein Exemplar aus der Gegend von Neuchätel [Lah.); (?) von St. Blaise- 
Neuveville [CouL); von Zürich, sehr selten [Frey). 

C. AntenneUa S. V. (Lucella Fab., Mucronella Hb.) [Hb. 99). 
R. an Eichen. 

F. im Juli und August , selten. Zürich [Frey); Schupfen [Rthb.); Lau- 
sjuine [Lah.). 

C, Alpella S. V. (Alpinus Fab.) [II.-S. 618. 619). 
R. an Eichen. 

F. von Zürich, an einem Waldrande einmal [Frey); Gais und Weissbad, 
selten [P.-L). 

C. Persieella S. V. (Nemorella Fab., Nemorum Fab.) [IIb. 100). 
R. soll an Pfirsichbiiumen leben. 
F. im Juli. Bei Lausanne in Weinbergen, nicht seilen [Lah.). 

C. Scabrella L. (Bifissella S. V., Pterodactylella Hb.) [IIb. 102. II.-S. 

620). 
R. an Apfel- und Obstbäumen. 
F. im Juli, selten. Schupfen [Rthb.) und Lausanne [Lah.). 

C. Horridella Tr. (Falcella Steph., Subfaloella Curtis) [II.-S. 373). 
R. an Obstbäumen und an Schlehen. 
Zürich [lircmi. Frey) und Schupfen [Rthb.), selten im Sonnner. 



Exapatiden. 349 

C. Asperella L. (Clairvillella Fab., Palcatella Donov.) [Hb. 101). 
R. i\n A|)fell)äumen und an Eichen. 

F. im Juli und August, selten. Zürich [Frey); Schupfen ißthb.); St. 
Blaise-Neuveville [Coul.]; Lausanne [Lah.]: Chur [Cafl.]. 

C. Nemorella L. (Hamella Hb., Cultrea Haw.) [Hb. 282). 
H. an Loniceren. 

F. im .luni und Juli. St. Gallen (Tä.); Zürich [Frey.\ Bremgarten [Boll) 
Schupfen [Rthb.]; Lausanne [Lah.]. 

C. Faleella S. V. (Dorsella Fab., Dorsatus Fab.) [IIb. 112). 
R. an Loniceren. 

F. im Juli und August an Waldrändern. Zürich [Frey]', Bern [Bent.]; 
Lausanne [Lah.); St. Gallen [Tä.]; Bergün (Z. ) ; Samaden [Frey). 
Elevation über -5300'. 

C. Xylostella L. (Dentella Fab., Dentata Fab., Harpella S. V.) (7//^. 110). 

R. an Loniceren. 

F. vom Juni bis in den August, häufiger. Zürich [Frey]; Bremgarien [Boll] ; 
Schupfen [Rlhb.]; Lausanne [Ldh.]; St. Gallen [Tä.]; von Bergün [Z.].; aus 
dem oberen Engadin bei Samaden [Fi-ey). 

Elevation über 5300'. 

Theristis Sta. 

T. Cultrella Hb. (Caudella L., Panzerella Donov., Aeinaeidella Hb., 
Aeinacidea Haw.) Jlb. 109. 237). 
R. an Evonymus europaeus. 

F. vom August in den Herbst und im ersten Frühling. Von Bremgarten 
[Boll) und Zürich [Frey], aber selten; St. Blaise-Neuveville [CouL). 

Exapatiden. 

Exapate Hb. 

E. Gelatella L. ( Congelatella GL, Gelatana Hb.) (Hb. 266). 

R. verspoiuien an Zweigspitzen von Liguslrum vulgare, aber auch an 
anderen Laubhölzern, wie der Schlehe. 

F. im tiefsten Spätherbste, im Üctol)er und November, und wohl auch 
überwinternd. 

Zürich bei Wxlikon^ nach Breini; von Langnau [Hthb.\; Lausanne [Lah.). 

E. Duratella v. Heyd. 
R. an Pinus larix. 

F. im tiefsten Späthei-bste, October und November, im oberen Engadin, 
so von Pontresina (r. Heyd) und Sils-Maria [Hnateck). 



350 Vni. Tineen. 

Dasy Stoma Curtis. 

D. Salieella Hb. (Salicis Haw.) {[I.-S. 329. a. b). 

R. an Erlen. Sahlvveiden, schmalblättrigen Salix-Arten und Ahorn. In- 
dessen auch von Potentilla anserina (!) 

F. bei Zürich, im April als Seltenheit [Bremi, Frey) und von Chur [Cafl.]. 

Chimabjicche Z. 

C. Phryganella Hb. [Hh. 10. H.-S. 330). 

R. in versponnenen Blättern der Eiche, Buche und Erle. 
F. im Spätherbste, häufig. Zürich [Frey]; Bremgarten [Boll]; Schupfen 
[Rthb.); St. Blaise-Neuveville [CouL); Lausanne [Lah.]. 

C. Fagella S. V. [IIb. 12. H.-S. 332) und Var. Dormoyella Dup. 

R. an Laubhölzern, Buchen, Birken, Weiden, Espen und dem Vogel- 
beerbaume. 

F. im Frühling, mitunter schon vom März an, an Baumstämmen. Wohl 
überall in der ebeneren Schweiz. 

Var. Dormoyella Dup. (Vorderflügel etwas dunkler) nur von St. Blaise- 
Neuveville [CouL). 

Seniioscopis Hb. 

S. Strigulana S. V. (Atomella Hb., Consimilella Hb.) [IIb. 13. 334). 
R. wahrscheinlich an Pappeln. 
F. zu Ende März, einmal bei Zürich [Frey). 

S. Avellanella Hb. [Hb. Tl. H.-S. 333). 
R. noch nicht ermittelt. 

F. im Frühling an Baumstämmen. Von Zürich, nicht gerade gemein (F/r?/); 
von Lausanne [Lah.]. 

Epigraphia Hb. 

E. Steinkellneriana S. V. (Steinkellneri Haw., Chaiacterella Hb.) [Hb. 

26. H.-S. 335). 

R. an Sorbus und Crataegus. 

F. im Frühling, dem April. St. Gallen (Tä.); Zürich [Frey); Bin"gdorf 
[Bent.]] St. Blaise-Neuveville [CouL)] Lausanne [Lah.). 

Gelechiden. 

Exaeretia St. 

E. AUisella Sta. 

R. in den jungen Stielen von Artemisia vulgaris. 

F. bisher nur in einem F'vem])lai-e bei Taras]) von A7//. gefunden. 



Gelechiden 351 

Phibalocera Stepli. 

P. Fagana S. V. (Faganella Tr., QuercanaFab., CancellaHb.) [Hb. 153. 
453. 454). 
R. an Buchen, Eichen, Birnbäumen und Brombeeren. 
Zürich {Bremi, Frey); Brem^arten {BoII}; Bern, Lenk [Bent.]; St. Blaise- 
Neuveville {CouL); Schupfen {Bthb.]; Lausanne [Lah.]. 

Depressaria Haw. 

D. Costosa Haw. (Spartiana Hb., Depunetella Hb.) [Hb. 199. 378). 

R. an Sparlium scoparium, Ulex europaeus und sicher noch anderen 
niederen Pflanzen. 

VomJorat [Lah.) und Samaden im Juli [Fretj), je ein Exemplar; (?) auch 
von Bern [Beut.). 

D. Liturella S. V. (Flavosa Haw., Flavella Hb.) [Hb. 97). 

R. an Centaurea jacea, nigra und montana. 

F. Ende Juni und im Juli, häufig. Schupfen [Rthb.); Zürich [Frey); von 
Bergün [Z.); von Siis-Maria [Frey); auch noch aus dem Bergeil von Collura 
[Baz.), sowie von Trafoi [Wo.). 

Elevation 5500'. 

D. Pallorella Z. (Sparmanniella H.-S.) [H.-S. 449). 

R. an Serralula tinctoria und Centaurea scabiosa und jacea. 

Ein Exemplar Anfang Mai bei Zürich [Frey)\ ein zweites von Degersheim 

[Müller) . 

D. Nanatella Sta. 

R. mit rührenartiger Wohnung an Carlina vulgaris. 
F. im Sommer von Zürich, und'zwar selten [Frey). 

D. Petasitae Standfuss [H.-S. 624). 

R. an den jungen Blättern von Tussilago alba. 

F. vom Weissbad [P.-I ), sowie von Chur [Caß.) und im Juli und August 
von Bergün (Z., Frey). 
Elevation 4300'. 

D. Arenella S. V. (Yeatiana Thunberg, Gilvella Hb., Gilvosa Haw.) 
[Hb. 96. F.-R. 33. 2). 
R. an Centanreen, Kletten, Cirsium lanceolalum und Sonchus Carolina. 
F. im Herbst und Frühling. Vom Jorat [Lah.); St. Blaise-Neuveville 
[Coul.]; Schupfen [Hihb.); Zürich [Bremi); St. Gallen {Tii.); Bergün [Z.); 
Ober-Engadin, wohl ^on Samaden [Pfa/fenzeller) . 
Elevation 5300'. 

D. Subpropinquella Sta. 

R. an Centaureen und Disteln. 



352 VIII. Tineen. 

F. bi.sher nur von Genf im August (Mus."! und aus dem Wallis (Um- 
gebungen Gamsens) , woher ich ihn von Anderegg ohne weitere Angabe 
mehrfach erhielt. 

D. Purpurea Haw. (Vaeeinella Hb.) [Hb. 416). 
R. von Torilis anthriscus; auch von Daucus carota. 
F. im Sommer bis zum Frühling. Genf (Mus.); Lausanne [Lah.]; St. 
Blaise-Neuveville(Co«//.); Zürich (/*'/■<??/); Dusnang [Eugster) und St. Gallen [Tu.]. 

D. Hypericella Tr. (Liturella Hb.) [Hb. [?]83. H.-S. 433). 
R. an Hypericum-Arten. 

F. vom Juni und Juli an. Lausanne {Lah.]\ St. Blaise-Neuveville [CouL); 
Zürich, öfter [Frey] . 

D. Oeellana Fab. (Characterella S. V., Signella Hb., Signosa Haw.) 
[Hb. 80). 
R. an Weiden, so an Salix caprea, viminalis, cinerea. 
F. bisher von St. Blaise-Neuveville [Coiil.), von Zürich, und zwar selten 
[Bremi, Frey)^ sowie von Chur (Cafl.). 

D. Alstroemeriana Gl., L. (Alstroemeri Haw., Monilella S. V., Puella 
Hb.) [Hb. 82). 
R. an Conium maculatum. 
Bisher nur von Chur [Cafl.). 

D. Yeatiana Fab. (Yeatsii und PutridaHaw., Putridella Steph., Vento- 
sellaH.-S.) [H.-S. 455). 
R. noch unbekannt. 

Ein Exemplar bei Lausanne [Lah.]^ und ein anderes von 'Genf (Mus.), 
dann ein drittes bei Zürich [Frey). 

D. Impurella Metzner [F.-H. 48. 3 a. b) . 
R. an Conium maculatum und Cicuta virosa. 

F. im Spätsommer und dem nächsten Frühling. Lausanne [Lah.]\ Schu- 
pfen [nthb.)] Bremgarten [Boll)] Zürich [Frey). 

D. Laterella S. V. (Heraeliella Tr.) [Hb. 417. F.-H. 33. 4 a. b). 
R. in Getreidefeldern an Centaurea cyanus. 

F. im Juni und Juli, bisher nur von St. Blaise-Neuveville [CoiiL), \on 
Schupfen [lilJib.) und Zürich [Frey). 

D. Montium Frey. 

R. aus einer alpinen Umbellifei'o ei'zogen. 

F. im August in Zürich enlwickeil, der \t)rigen Art nahe kommenil. 

Aus den Umgebungen Celeriiias im obei-cn l^igadin. 



Gelechiden. 353 

D. ApplanaFab. (Cicutella Hb., ApplanellaFab., Heracliella Zetterst.) 
[Hb. 79. 419. F.-R. 47. 48. 1). 
R. an Chaerophyllum bulbosum, sylvestre and temulentum, Heracleum 
spondyüum, Anthriscus sylvestris und Angelica sylvestris. 

F. im Spätsommer und im kommenden Frühling. Genf (Mus.); Lau- 
sanne [Lall.); St. Blaise-Neuveville [Coul.]; Schupfen [Rlhb.]; Zürich [Bremi)\ 
Obstalden am Wallensee [Frey); St. Gallen (Tä.); Chur [Cafl.]. 

D. Ciliella Sta. (Annexella Z.). 

F. bisher nur von Bergün (Z.) und Trafoi [Eppdshcim). 
Höhengrenze 4800'. 

D, Alpigena Frey (Silerella Pf aflfenz eller) und Var. Salevensis Frey. 

W. in der Nähe Samadens an Laserpitium siler von Pfa/fciizeller entdeckt. 

F. Anfang August in Zürich erzogen. 

Var. Salevensis Frey ist der Stammform recht nahe kommend und in 
einzelnen Stücken ihr sehr ähnlich, doch etwas kleiner und stark variirend, 
indem das Colorit, von der Färbung derD. Alpigena an, bei vielen Exemplaren 
heller und heller braun (etwa wie G. Zephyrella Hb.) sich gestaltet, ja bei 
einem Exemplare gelb-grau geworden ist. Demgemäss wechselt die Färl)ung 
der Palpen , des Kopfes und des Wurzelfeldes der Vorderflügel von einem 
lebhaften Braungelb und einem lichten Braun, welches jeden gelben Farben- 
ton verlieren und der Grundfarl)ie der Vorderflügel nahe kommen kann. Die 
Verdunklung, welche auf das Wurzelfeld folgt, geringer als J)ei Alpigena oder 
häufig ganz fehlend. Das Gleiche gilt von der Verdunklung im Mittelfelde 
der Vorderflügel, die nur selten in schwacher Andeutung überhaupt vorhan- 
den ist. Sonst die Zeichnung wie l)ei Alpigena. Unterwärts ist der S[)itzen- 
theil des Vorderflügels stärker verdunkelt als bei letztgenannter Art. 

Frei-Gessner fand an Laserpitium siler im Frühsonuner auf dem Mont 
Saleve die R. Ich erzog im Hochsonnner in Zürich etwa ein Dutzend. 

D. Cotoneastri Nickerl. 
R. an Cotoneaster. 
F. von Samaden; im September vom Entdecker erzogen. 

D. Depressella Hb. (Depressana Haw., Collarella Zetterst.) (///;. 407). 
R. in den Dolden von Daucus carota , PeucedaiuMii oreoselinum und 
anderen Umbel Uferen. 

Bei Bergün und von Z. erzogen (Z., Frey). 
Elevation über 4000'. 

D. Marmotella v. Heyd., Frey ([?] Senecionis Stgr. , Sarracenella 
Rössler). 
R. die Blätter von Senecio doronicum (und S. sarracenica) minirend. 

Frey, Lepiilopteren. 23 



354 VIII. Tineen. 

F. Ende Juli in Züricli entwickelt. Aus den Umgebungen von St. Moritz; 
vom Stelvio [Wo.). Diese Art fällt möglicherweise mit D. Senecionis Stgr. zu- 
sammen und wohl sicher mit Sarracenella Rössler. 

D. Capreolella Z. (Caprella Sta.) {IJ.-S. 452) . 

R. an Pimpinella saxifraga. 

F. im Herbst und Frühling. Aus den Umgeliungen Zürichs ( Brenn'); von 
Ghur [Cafl.]. 

D. Angelicella Hb. (Rubidella Dup., Parilella Reutti) [Hb. 337) . 

R. in den zusammengezogenen Spitzen der Angelica sylvestris auf feuch- 
ten Waldstellen. 

F. im Juni. Von St. Blaise-Neuveville [CouL); bei Zürich, häufiger 
[Frey); ebenso noch bei Bergün [Z.) und Trafoi [Wo.). 

Also mehr als 4500' Höhe erreichend. 

D. Heydenii Z. 

K. an Heracleum austriacum und sicher auch an anderen Umbelliferen 
(H. austriacum fehlt uns). 

F. im Spätsommer, aber nicht gemein; mit Ausnahme Bergüns (Z.) lun- 
auf den Hochalpen. Vom Faulhorn (8260), der Grimsel (5778'), und dem Col 
de Bahne (6785') [v. Iteyd); aus dem oberen Engadin von St. Moritz Itis zum 
Berninapass [v. Hei/d.^ Frey u. A.); vom Stelvio [Wo.). 

D. Pimpinellae Z. (Pulverella Eversm.) [H.-S. 439). 
R. in den Dolden von Pimpinella saxifraga. 
F. bisher nur von Bergün (Z.) und häufig von Trafoi [Wo.). 

D. Laserpitii Nickerl. 

R. an Laserpitium hirsutum. 

F. vom August an bei Bergün (Z.) und im Ober-Engadin, stellenweise 
häufig, so Pontresina , Samaden , Celerina , St. Moritz, Sils- Maria [Nichrrl, 
V. Heyd., Pfa/fenzeUer, Frey). 

Elevalion über 5500'. 

D. Libanotidella Schläger [II.-S. 423. 424). 

R. an Athamanta libanotis. 

F. im Juli und August. Häuhg auf dem Lägernberg bei Baden und auch 
aus dem oberen Engadin {Frey). 

Der vorhergehenden Art sehr nahe konuneiul, so dass wohl beide zu 
V(!reinigen sein dürften. 

D. Hofmannii Sta. 

R. an Athamanta libanoliS; etwas frülier als diejenige der vorhergehen- 
den Spezies. 

F. an derselben Stelle des I.ägernbergs [Frey), seltener. 



Gelechiden. 355 

D. Puleherrimella Sta. 

R. an Valeriana olticinalis und Bunium floxuosuni. 
F. Ende Juni bei Genf (Mus.) . 

D. Douglasella Sta. (Miserella v. Heyd.) {fl.-S. 426) . 
R. von einer unbekannten Unibellifere erzogen. 
Einige Stücke des F. fanden sicli bei Brenigarten [Boll] . 

D. Absinthivora Frey. 

Ich erhielt, um Arteniisien seiner Angalje nach gefangen, von Andorf/g 
einige Exemplare des interessanten Geschöpfes. Es ist der D. Aljsintliiella 
II. -S. nahe verwandt, aber, wie ich annehmen muss, spezifisch verschieden. 

Kleiner, auffallend schmaintigliger. Kopf, Brust, Schulterdecken viel 
dunkler als l)ei der Art von II. -S. und kaum von der Grundfarbe der Vorder- 
lliigel verschieden. Die Taster schwärzlich grau, das Endglied mit zwei breiten 
schwarzen (iürteln. Die Vorderflügel dunkler Itraungrau ; die schwarze 
Zeichnung am Basaltheil des Ilinterrandes entweder nur sehr schwach ent- 
wickelt oder ganz fehlend (bei D. Absinthiella ist sie sehr stark ausgesprochen) . 
Unterwärts zeigen die Ilinterflügel am Rande des Spilzentheiles die schwarzen 
Punkte ^ai't und verloschen (bei Absinthiella gi-oss und deutlich). 

D. Albipunctella Hb. (Albipuncta Haw., Aegopodiella Hb.) {IIb. 149). 
R. an Chaerophyllum. 
F. einmal von Zürich [Bremi). 

D. Chaerophylli Z. (Chaerophyllinella H.-S.) {H.-S. 441). 

R. an den Blüthen von Chaerophyllum l)ulbosum, seltener C. temulum. 
F. im Spätsommer. Nur von Schupfen [Rthb.). 

D. Nervosa Haw. (Daucella Tr., Apiella Hb.) [Hb. 94. H.-S. [?] 443). 
R. an Cicuta virosa, Oenanlhe crocata, Phellandrium a([uaticum, Sium 

latifolium. 

F. im Spätsommer. Bisher nur von Schupfen [Rthb.] und ("?) von St. 
Blaise-Neuveville [Coid.]. 

Eiiicostoma Sta. 

E. Lobella S. V. (Thunbergiana Fab., Thunbergii Haw.) [IIb. 238). 
R. an Schlehen. 

F. im Mai und .luni. Bisher nur von Lausanne [Lah.]. 

Psoricoptera Sta. 

P. Gibbosella Z. {II. -S. 470). 
R. an Eichen und Wollweiden. 

23* 



356 VIII. Tineen. 

F. bisher nur von Neuveville {CouL). Ich sah keins jener Exemplare. 
Indessen ein Irrlhum ist hier kaum möglich. 

Symmoca Hb. 

S, Signella Hb. [Hb. 211). 

F. im .Fuli und August in unseren Alpen an Felsen, weit ver])reitet, aber 
spärlich. Das kleinflüglige Q ist eine Seltenheit. Ober- Wallis bei Gamsen 
[Dup., Frey); Berner Oberland [Boll); bei Bergün, selten (Z.); oberes En- 
gadin, zwischen Samaden und Celerina, sowie bei Sils-Maria {Frey); häufiger 
am Stelvio, an der Franzenshöhe {Wo.). 

Ilöhengrenze über 6500'. 

Gelecliia Z.^) 
G. Sordidella Hb. [Hb. 229). 
R. noch immer unbekannt. 

F. im Juni untl Juli an Waldwiesen. Von Zürich [Frey); von Lausanne 
und Genf [Lah.); von Vevey und von Burgdorf [Rthb.). Im Alpengebiete traf 
ich das schöne Thierchen noch bei Zermatt und Z., vereinzelt allerdings, im 
Juli bei Bergün. 

Höhengrenze etwa 4800'. 

G. Ferrugella S. V. (Ferruginella H.-S., Coriacella Hb.) {IIb. 233). 

R. an Campanula persicifolia und auch an Scabiosa columbaria. 

F. im Juni. Von Burgdorf (i/.-D.); aus dem Berner Jura {Rlhb.): Sl. 
Blaise-Neuveville {CouL): von den (?) westlichen Alpen nach unzuverlässiger 
Angabe von H.-S. 

G. Plammella Hb. (Formosella Hb.) {IIb. 160). 

Bisher nur von Genf im Juni in zwei Exem[)laren (Mus.) . 

G. Rufescens Haw. (Tinctella Steph., Isabella F.-R., (?) Diaphanella 
Z.) {H.-S. 457). 
R. zwischen eingerollten Grasblältern. 

F. im Juni und Juli. Man hat ihn l)isher nur bei Zürich {Frey) und Lau- 
sanne {La/i.) beobachlet. 

G. Tripunetella S. V. {IIb. 217. II. -S. 'i62) und Var. Maculosella H.-S. 
{H.-S. 463). 

R. unter Steinen auf unseren Hochal|)en. 

F. im Juli und August, auf den AI|)on wohl überall von 5 — 8000' Höhe; 



1) Ich belialle das ältere Genus Gelecliia bei, oiino jodocii die Noihwendigkcil einer 
Auflosung zu veriienncn. Von der Einllieiiung aber , welclie r. //e/«. versucble, niussle 
abgeseiien werden (vgl. S. 3;}3 Anni.), 



Gelechiden. 357 

indessen schon aus den Umgebungen von Sl. Blaise-Neuveville [Coul.)^ von 
St. Gallen [Tä.] und von Chur [Caß.). 

Var.Maculosella (mit verdunkelter Vorderflügelstelle) bisher nur aus dem 
Alpengebiete. Westliche Alpen [Lah.]; zwischen Ilandeck und Grimsel {Boll); 
Gais und \Veissl)ad (P.-/.); Berglialp im Canlon Glarus [Frey); Bergün [Z.]. 

G. TurpeUa S. V. ( Pingvünella Tr.) [Hb. 21). 
R. an Pappeln. 
Bisher nur von St. Blaise-Neuveville [Coul.) . 

Gr. Hippophaella Sehrank (Basalis Sta., Basipunctella H.-S.) [ll.-S. 530) . 
R. an Hippophae rhamnoides. 

F. im September und Octcber. Von Ragaz [v. Heyd.); aus dem Wallis in 
den Umgebungen von Gamseu [Anderegg] . 

G. Acupediella v. Heyd., Frey. 
R. an Hippophae rhamnoides. 

F. im Spatherbste , von G. Hippophaella völlig verschieden (was ich 
gegenid)er Wo. bemerken muss) . Bisher nur von Ragaz [v. Heijd.). 

G. Cinerella L. (Cinerea Haw., Ardeliella Hb.) [Hb. 173. 437). 

F. im Juni und Juli. St. Gallen (7a.) und Degcrsheim [Müller); Zürich, 
nicht gerade seilen [Freg); ßremgarlen [Boll); Schupfen [Rthb.]; St. Blaise- 
Neuveville [Coul.]; Lausanne [üih.]. Unsere Gelechie erreicht noch in Mehr- 
zahl Bergün (Z.), also eine Höhengrenze über 4000'. 

G. Triannulella H.-S. (Sepiella Rössler) [H.-S. 458), 
R. an Convolvulus sepium. 
F. bisher nur von Lausanne [Lah.). 

G. Scintillella F.-R. [F.-R. 77. 3 a. b). 
R. an Helianlhemum vulgare, 
hl einigen Exemplaren während des Juli vom Lägernbcrg bei Baden [Freg) . 

G. Praeclarella H.-S. ([?] Terrestrella Z.). 

F. als Praeclarella im oberen F^ngadin während des Juli und zu Anl'ang 
August, selten [Freg). Ich bin nach Vergleichung von Original-Exemplaren 
sehr geneigt, trotz kleinerer Diflerenzen Terrestrella damit zu vereinigen. 
Letztere IrafZ. Ende Juni und Anfang Juli bei Bei'gün zwischen Gräsern und 
niederen Pflanzen. 

G. LentiginoseUa Ti. [F.-R. 80. 3). 

R. in Blattspitzen von Genisla germanica und linctoria. 
F. Ende Juli und im August. Von Würenlos bei Baden und aus dem 
oberen Engadin, in den Umgebungen Samadens, aber seltener [Freg). 



358 VIU. Tineen. 

G. Oehripalpella Frey. 

Eine höclist auffallende Arl. {Z., in aller bewährter Freundschaft, iiat 
die mir neuen Gelechien sämnitlich gesehen und als ilini unbekannt erklärt, 
so dass ich hier einiges Vertrauen in Anspruch nehmen darf). 

Vielleicht der G. Lentiginosella verwandt oder auch der G. Velocella, 
aber beträchtlich (um ein Viertheil) grösser, überhaupt zu den ansehnlichsten 
Arten des Genus zählend. 

Die Oberfläche des Kopfes ist bei reinen Exemplaren mehr weniger 
gelblich grau. Die Palpen — und hieran erkennt man diese Art augenblick- 
lich — sind hoch orangegelb, Thorax, Leib und Vorderflügel dunkel braun- 
grau; letztere ziemlich fein beschuppt, aber ohne Glanz. Ihre Zeichnung 
fällt nach meinen drei guten Stücken etwas wechselnd aus. Man entdeckt 
zwei schwarze Pünktchen im Mittelfelde neben einander gestellt. Nach vier 
l'ünftheilen der Flügellänge zeigt sich am Coslalrande ein weisslich gelber 
Ilaken (bei einem meiner Stücke fast gänzlich verschwunden). Franzen 
gelblich grau. Unterhalb ihrer Basis kann eine schwärzliche Punktreihe vor- 
kommen , aber auch mangeln. Ilinterllügel grau mit zarter, ockerfarbiger 
Wurzellinie. 

Zwei Exemplare traf ich an der Stelvio-Slrasse oberhalb Trafoi entweder 
Ende Juli oder Anfang August. Ein etwas al)weichendes Stück erhielt ich 
aus dem Wallis von Andere(j<j. 

Elevation etwa 5000'. 

G. Petasitis Pfaffenzeller. 

R. an Petasites niveus. 

Die auffallende Gelechie traf v. Heyd. zuerst bei St. Moritz, woher ich 
ein dermaliges Stück von ihm erhielt. In den Alpen kam die Art mir niemals 
vor, wohl aber in einem Stück bei Züi'icli im llochsonuner. 

Elevation über 5500'. 

G. Melaleucella Constant (Mariae Frey). 

F. auf den Ilochalpen im Juli und August. Im oberen Engadin , hoch 
über Sils-Maria. und vom Riffelberg und Gornergrat bei Zermatt {Frey). Das 
halbgcflügelle Q sehr selten. 

llöhengrenze etwa 9000'. 

G. Continuella Z. {II. -S. 512). 

F. im Juli und August in den Ilochalpen, an Felsen. Von der Fiirka und 
aus dem oberen Engadin, so bei St. Moritz und Sils-Maria [Frey); bei Trafoi 
(Praler Alp), einzeln [Wo.). 

G. Perpetuella F.-R. (Interalbieella Q H.-S.) [H.-S. 511). 

F. im Juli und August, meistens lioclialpin an Felsen. Aus dem Wallis 
{Anderegg); Berner Oberland [Boü); Bergün [Z.); Engadin, wie Samaden, 



Geleehiden. 359 

Celeriiiii, Sils-Maria {Frey); am Slolvio unter- und oberhalb der Franzenshöhe 
bis etwa 7500' häufig [Derselbe und Wo.). 

G. ElateUa P.-R. [H.-S. 499). 

F. im Juli und August. Von der Furka [Ball); aus dem oberen Engadin, 
so zwisciien Samaden und Cclerina, (huin mehrfach aus den Umgebungen von 
Sils-Maria (Val Fex) [Frey); vom Stelvio {Wo.). 

G. Servella Z. (Perrea Frey). 

Bisher nur vom Rifft'lberg bei Zermatt, wo ich sie in der zweiten Juli- 
häHte mehrfach fing, und — ohne nähere Herkunft — von Anderegg aus 
dem Wallis. 

Elevation gegen 8000'. 

G. Farinosae Frey. 

R. im Mai an Primula farinosa auf versumpften Wiesen. 
F. im .luni und Juli bei Zürich, seltener {Frey). 

G. Quaestionella H.-S. {H.-S. 587). 

Von Zürich aus unbeobachteter R. einstmals erzogen und von H.-S. da- 
mals bestimmt. 

G. Ericetella Hb. (GallineUa Tr., Betiüea Haw.) {Hb. 470. H.-S. 585). 

R. an Heidekraut. 

F. am Heidekraut im Frühling und dann nochmals im Hochsommer. In 
den Alpen natürlich mit einmaliger Generation. Auf nassen, torfigen Wiesen, 
so bei Zürich [Bremi), den Torfmooren Bremgartens {Boll); von St. Blaise- 
Neuveville [CouL); Schupfen {Rthb.); im oberen Engadin bei Samaden, Pon- 
tresina und Sils-Maria [Frey). 

Hühengrenze über 5500'. 

G. Infernalis H.-S. {H.-S. 584). 

Ein Exemplar um Heidelbeeren oberhalb Sils-Maria in etwas über 6000' 
Höhe und ein anderes viel tiefer bei Zermatt {Frey) . 

G. Tussilaginis Frey. 

R. im Herbste in den Blättern von Tussilago farfara von mir entdeckt. 
F. im Frühsommer. Bei Zürich, seilen {Frey); vom Löwenfall bei Weiss- 
bad {P.-L). 

G. Moritzella F.-R. (Hüarella Metzner) {Hb. 476. 477. F.-R. 30. 1 a— c). 
R. an Lychnis dioica. 

F. mir nur aus dem oberen Wallis l)ekannl. Ein schönes Exemplar aus 
den Umgebungen Gamsens durch Anderegg. 



;',(30 VIH. Tineen. 

G, Sororculella Hb. {Hb. 440). 

R. im Miü an Salix caprea, an Eich- und Vogclheerbäumen. 
F. im Juli. Bisher allein als seltenes Thier von Zürich (f/e//).') 

G. Alacella Z. [H.-S. 485). 
R. an Flechten der Eichbäume. 

F. im Juni und Juli. Bremgarlen [Boll); Schlipfen (Rthb.); St. Blaise- 
Neuveville [CouL). 

G. Terrella S. V. (Lutarea Haw., Zephyrella 't'r.) [F.-H. 80. 1. 96. 1). 

R, an Grasstielen in einem Gewebe. 

F. gemein im Juni und Juli, sicher in der ganzen ebeneren Schweiz 
vorkommend. Auch aus den Alpen. So von Engelberg, ferner von Zermatt 
und dem oberen Engadin [Frey); bei Bergün, seltener [Z.). 

Elevation etwa 5500'. 

G. Acuminatella Sircom. 

R. die Blätter der Disteln und der Centaurea scabiosa minirend. 
F. zweimal im Jahre, im Frühling und Hochsommer. Bei Zürich als eine 
seltenere Gelechie {Frey). 

G. Senectella Z. [H.-S. 507). 

F. in einem Exemplare aus Bremgarten [Bull]. 

G. Tectella H.-S. 

F. von H.-S. aus der Brcnti' scheu Sannnlung (also aus den Umgebungen 
Zürichs) beschrieben. Ob eine haltbare Art? 

G. MouflfeteUa S. V. (Pedisequella Hb., Punctifera Haw.) [IIb. 95. 245). 
R. in versponnenen Blättern der Loniceren. 

F. im Juni und Juli, sicher überall. Lausanne [Lah.)\ Bremgarten [Boll); 
Zürich, häufiger {Freij); aus dem Alpenlande noch von Bergün {/.). 
Elevation über 4000'. 

G. Galbanella Z. [H.-S. 515). 

F. im Juni und Juli. In der Kbene an einem 'l'oifmoor bei Hi'enigarleii 
an den Stämmen alter Tannen [lioll, Frey); im Engelltei-ger Thal [C. Zeller]:. 
aus dem Über-Engadin {Pfu/l'e)izeUcr). 

Elevation ü])er 5200'. 

G. (?)Basaltinella Z. (Domestica Var, ß. Haw.) [H.-S. 500). 
Bisher nur von Neuveville (CouL). Üb sicher? 



1) G. Decülorella Z [lai Kppelsheini \}ü\ Tialoi. 



Gelechiden. 361 

G. Scotinella Metzner [H.-S. 505) . 

Sollen und veroinzell hei Zürich an Waklränilern im Juli [Frey). 

G. EhombeUa S. V. (Rhombea Haw.) [Üb. 277. 77.-8. 479]. 
R. in eingerolllen Blattern des Apfelbaumes. 
F. im Juli, seltener. Zürich [Frey); Bremgarten [Boll); Schüplcn [Rthb.). 

G. Instabilella Douglas (Petrophilella Frey , Samadensis Pfaflfen- 
zeller i. 1). 
R. an Phuitago und Atriplex ^iu England an P. maritima und A. portu- 
lacoides) . 

F. im Juli und August. Öfter an Felsen bei St. Moritz, Sils-Maria, Cele- 
rina [Frey, v. Heyd., Wolfensberyer). 

Elevation 5500 '. 

G, Samadensis, welche ich nach Ansicht beiderseitiger Original-Exem- 
plare von InstaJ)ilella nicht zu unterscheiden vermag, traf P['(i/fenzeller Ende 
Juli-ani Fusse des Piz Padella bei Samaden, 

G. Proximella Hb. (77/>. 228. H.-S. 492) und Var. Saltuum Z. 

R. an Birken und Erlen. 

F. zu Anfang Juni. St. Gallen {Tä. und Müller); Zürich [Frey); Brem- 
garten [Boll]; St. Blaise-Neuvevillc {Cotd.); Lausanne [Lah.]. 

Yar. Saltuum [Z.) (grösser, grauer, mit einem Eängsstrich statt der zwei 
schwarzen Mittelpunkte der Vorderflügel) von Bergün (Z.j; dann aus dem 
Wallis durch Andeveyy erhalten [Frey). Vielleicht eigene Art. 

Ilöhengrenze über 4000'. 

G. NotateUa Hb. (Euratella Ti.) (77. -S. 493). 
R. an Wollweiden. 

F. im Frühling von Zürich [Frey) und Bremgarten [Bali]. Nocii bei 
Bergün in der zweiten Junihälflo [Z.]. 

G. Vulgella S. V. (Aspera Haw.) '776. 346. 77. -S. 500). 
R. zwischen Weissdornblättern. 
F. im Juni und .luli bei Züi'ich, nicht selten [Frey]] Bremgai'ten [Hall). 

G. Humeralis Z. (Lyella Gurt.) (77.-8. 477. 478). 

F. vom .luni l>is in den Herbst uml überwintert nochmals im ersten 
Frühling, bekanntlich sehr variabel. Zürich (Frey); Bremgai-ten [Boll]:, 
Schupfen [Rthb.); Lausanne [Lall.]; Ghur [Cajl.]. 

G. Erschoffii Frey. 

tlbenso schmalflüglig als G. Ilumeralis, abci" um ein \icrtli(Ml klein(M' 
und auffallend grobschuppig. Kopf (nur die Stirn bleibt hell), Brust und 
VorderflUgel dunkelgrau; Taster wcissgrau, schwarz geringelt, das Endglied 



362 Vlll. Tineen. 

doppelt. Fühler hellgrau, mit schwärzlichen Gürteln. Die Vorderflügel zeigen 
einen tiefschvvarzen, breiten, plumpen Strich in der Falte, welcher von der 
Wurzel ausgeht und ungefähr ein Drittheil der ganzen Flügellänge erreicht. 
Vor ihm (costalwärts) eine feine ockergelbe, nicht genau begrenzte Linie. 
Die hinlere Vorderflügelhälfte, namentlich die Spitze, ist mit weisslichen 
Schuppen reichlich bedeckt. Die Hinterflügel dos q^ ziemlich dunkelgrau, 
beim § auffallend hell. 

Zwei Stücke aus dem Wallis, ohne nähere Bezeichnung von Andereyg. 

G. Killiasii Frey. 

An G. Ilumeralis im ganzen Habitus erinnernd, doch ungewöhnlich 
schmalflüglig und etwas grösser als die angezogene Spezies. Augenblicklich 
an ganz ungewöhnlich grobschuppigen Vorderflügeln zu erkennen. Kopf 
hellbräunlichgrau ; Taster mit schwärzlichem Endgliede ; Fühler grau- 
schwarz, geringelt; Thorax und Abdomen dunkel rauchgrau. Die Afterspitze 
des letzteren über mehrere Ringe gelbgrau aufgehellt. 

Auch hier ist die fernere Beschreibung der Vorderflügel ungemein 
schwierig , wenn auch der ganze Habitus des Thieres dem Sachkenner als 
sehr bezeichnend erscheint. Im Ue])rigen variiren meine (vollkommen un- 
versehrten) Exemplare etwas. Die VorderflUgel erscheinen dunkelgrau, 
stellenweise durch lichtere eingemengte Schuppen weisslicher. WurzelwärtS; 
l)eginnend in der Gostalfalte, bemerkt man eine schwarze, längliche [aber 
unbestimmt begrenzte) Verdunkelung, also eine Art von Streifen. Nach 
zwei Drittheilen der Flügellänge (vom Costal- und Dorsalrande gleichmässig 
entfernt) erscheint ein deutlicher schwarzer Punkt. Die Flügels})itze 
schwärzlich verdunkelt mit schwarzer Punktreihe unter der Wurzel der 
grauen Franzen. Unter der Flügelspilze führen letztere einen unbestimmten 
helleren weisslichen Strahl, um nach dem Aflerwinkel zu wieder dunkler zu 
werden. Hinlei-flügel und Franzen grau. 

Mehrere Exemplare von Andereijg aus dem Wallis. Meinem Freunde 
Dr. E. Killias zu Ehren genannt. 

G. Diffluella Mann, Frey. 

F. in niederen wie in den höchsten Alpen, vom Juni bis in den Augusl. 
Riflelberg bei Zerraatt [Frey]; Berner Hochalpen; Bergün (Z.); einmal sehr 
häufig auf dem Albulapass [Freu]] vom Stelvio [Wo.]. 

Elevalion 4000—8000'. 

G. Artemisiella Fab. [F.-R. 30. '2 a und b). 

R. in den Blalti'ieben der Artemisia campcstris (auch an Thymus 
serpyllum). 

F. im .luni und.Iüli, im Glarner Klön- und Sei'nfliia! häiilig ^F/r/y), eben- 
so von Bergün (Z.) und im obei'en Engadin bei Sainatlen, sowie St. Moritz 
[Frey); Schvvendi (R-/.). 

F^levation über öOOO'. 



Gelecliideu. 363 

G. Obsoletella P.-R. F.-li. 79 a— k) . 

R. in den Stielen von Alripiex und Clienopodiuni. 

F. nur einmal von Zürich durch Uaupenzucht erhallen [Vueyeli). 

G. Cacuminum Frey, Z. 

Ich traf Ende Juli und im Auiiusl das Thierchen, hochalpin über kurzes 
Gi'as Ilioi^end, bei Sils-Maria , dann auf dem Rill'elberg bei Zermalt und noch 
auf der Fasshöhe des Albula. Z. begegnete ihm bei Herglin und bis zum 
Weissenstein. Ich halle es für spezilisch verschieden von der allerdings 
nahe \ei'\vandlen G. Murineila 11. -S. 

Elevalion gegen 8000'. 

G. Excelsa Frey. 

Ich besitze nur ein einziges mannliches Exemplar der merkwürdigen 
Art; Irolztiem gebe ich eine kurze Beschreibung. 

Aus der Verwaudtschaflsreihe der Diffluella und Ai'temisiella, freilich von 
viel geringerem Ausmaasse, eine unserer kleinsten Gelechien, kaum in der 
Gi'össe von G. Cacuminum. 

Koj)f, Brust, Abdomen massig dunkelgr.iu (letzteres nu't weisslicher 
Endspilze); Taster weisslich nul schwarzem Endring; Fidder grau, verloschen 
dunkel geringelt. Vorderflügel grau (unter der Lupe dunkel mit zahlreichen 
zerstreuten weisslichen Schüppchen). In der Flügelspilze wii'd die Färbung 
eine dunklere. Die Franzen ziendich hellgrau. IlinlerÜügel und Befranzung 
licht grau. 

Vom Gornergrat in mehr- als 8000' im Ilochsonuner. 

G. Steudeliella Frey. 

Ein ganz sonderbares Thiei-, welches ich nicht recht unterzubringen 
vermag; augenblicklich tlurch die scharf zuges[)ilzlen , ieinschuppigen, 
schwach glänzenden Vorderflügel (etwa nach Art der G. Inornalella Douglas 
[aber weniger breit]) zu erkennen. 

Etwa in der Grösse der G. Terrella. Die ganze Farbe ist ein dunkles 
Rehl)raun. Die Vorderflügel bleiben zeichnungslos. Die Palpen und die 
Stirn erscheinen gelblich braun, ebenso die Franzen des vorderen Flügel- 
paares. Ilinterflügel und Franzen etwas glänzend, tief dunkelgrau. 

Zwei Exemplare. Eins ohne nähere Bezeichnung aus dem Wallis 
[Andercfj(j). Das andere fing ich über der Passhöhc des Albula in mehr als 
7200' Höhe. 

G. Myricariella Reutti. 

R. im Juni in den Knospen der Tamarix germanica. 

Reutti entdeckte den F. auf den Rheininseln bei bahr. Als Fundstelle 
kenne ich zur Zeit nur eine Halbinsel der Reuss bei Bremgarten. Dort Ende 
Juni und zu Anfang Juli [Bali, Frey). Später verschwunden. 



364 Vlll. Tineen. 

G. Fugitivella Z. {H.-S. 571). 
R. an Ulmen. 
F. von Zürich, doch nach bisherigen Erfalirungen selten [Brenü]. 

G. Fugacella Z. 

Ein Exemplar nach der Mitte Juni bei Genf (Mus.). * 

G. Alburnella Z. [H.-S. 489. 490). 
R. an Rirken. 

F. bei Zürich, selten [C. Zeller, Frei/); St. Rlaise-Neuveville {Coiil.). 

G. Scriptella Hb. (Blattariae Haw.) [H.-S. 480. 570). 
R. zwischen Blattern von Acer campestris. 

F. Mitte Juni. Bisher nur von Zürich {Frey); (?) von St. Blaise-Neuve- 
ville [Coul.]. 

G. Diffinis Haw. (Dissimilella Tr., Scabidella Z.) [H.-S. 568). 
R. an Sauerampfer in einem Gange lebend. 
Von Samadcn [Pfajj'enzeller) . 

G. Longicornis Curtis (Histrionella Hb., Zebrella Tr.) [Hb. 464) und 
Var. Alpicola Frey. 

R. an Erica. 

F. im Frühling von St. Blaisc-Ncuveville [Coul.] ; auf Torfsüm|>fen l)ei 
Bremgarten, häufig (7?o//, Frey); von der Hohen Rhone im Juni [Frey). In den 
Alpen gemein. Auf der Hohe des Albula im Juli und August in förmlichen 
Schwärmen. Walliser, Berner, Glarner und Graubündner Alpen. 

Var. Alpicola (um ein Drittheil kleinci", im weiblichen Geschlochte viel 
lebhafter gezeichnet) vom All)ula und den höchsten Al[)en des Ober-Engadin, | 
so ül>er Sils-Maria [Frey). 

Elevation bis 8000'. 

G. Holosericeella H.-S, (Cognatella v. Hein.). i 

F. im Juli aus dem olleren Engadin , so von Samadcn und Ceierina, S(. 1 
Moritz, Sils-Maria, an (i-ocknen Grashalden [Frey, r. Ileyd.); als Cognalclla 
(ich halle sie der Holosericeella identisch) Eude Jimi und {\v\\ .luli hin- 
durch von Bergün (/.). 

G. Distinctella Z. (/'.-/{. 80. 2). 
R. vielleicht an Thymus serpyllum. 

F. bei Zürich, seiton [Frey). Häutig im oberen Engadin um Tlunuis 
serpjllum im Juli und August {Frey); ebenso von J'lvolena (Genfer Mus.). 

G. Oppletella H.-S. [H.-S. 582). 

Mitte August in einem l<>xemplare von Bergün (/.). 



1 



Gelechiden. 365 

G. Lugubrella Fab. (Luetificella Hb.) [Hb. 3121. 

Eine Seltenheit. Von Ciiur iB)'emi); bei Bergün (Z.); von Saniaden 
iPfafl'enzeller)] von St. Moritz (c. Ueyd.). 
Elevation etwa 5ö00'. 

G. ViduellaFab. (Luctuella Hb., Luctiferella H.-S.) [IIb. 144. H.-S. 

N. Schni. 42). 

F. in der ebeneren Schweiz nur sehr vereinzelt in der zweiten .Tuni- 
hälfte. Zürich (Frey); Brenigarten [Boll); Neuveville [Coul.]; Lausanne [Lah.); 
oberes Engadin von Sils-Maria {Frey); oberhall> Bergüns zwischen P;il|)iiogna 
und dem Weissenstein (Z.); Trafoi (Prader Alp) [Wo.). 

Elevation über 5500'. 

G. Feralella Z. 

Ein Exemplar Ende .luni bei Bergün von Z. getrofTen.i) 

G. Quadrella Fab. (Scopolella Hb., Funestella Hb.) [Ifb. 466). 
B. an den Endspifzen der Berl)eris. 

F. im Juli mehrfach von Zermatt [Frey); el^enso von Bergün (Z.). 
Elevation 4800'. 

G. (?) Tristella v. Hein. 

Nach einem (!) Exemplare, welches er im oberen Engadin fing, durch 
V. Hein, aufgestellt. Wohl Alsinella Z. ? 

G. Tischeriella Z. {H.-S. 472). 

R. an Silene nutans. 

F. vom Lägernberg und einmal von Züricli im Juli [Frey). An erstereni 
Orte in Mehrzahl. 

G. Maeulea Haw. (Blandella Douglas) (77.-8. 503). 

R. au Stellaria holoslea. 

Ich traf ein Exemplar (die Zeit habe ich vergessen) einstens l)ei Brem- 
garten. 

G. Vicinella Douglas (Manniella F.-R.) (77.-S. 474. 592. 593). 
B. vielleicht an Silene-Arten. 
Aus dem oberen Engadin, ohne Zweifel aus den Umgebungen Samadens 

{Pfaffenzeller). 

G. Sequax Haw. (Apicistrigella) {If.-S. 483). 

R. in versponnenen Blattern von Helianthemum vulgare (und auch von 
Dorycnium herbaceum) . 

F. im Juni und .luli. Zürich {Frey); Brenigarten [Boll); i Seealpthal 

1) Stelt. e. Ztg. 1873, 110. 



366 VIII. Tineen. 

(P.-/.); Engelberg [C. Zeller]: Bergün (Z.); oberes Engadin bei Saniaden 
[PfulfenZ'eller)\ westliche Alpen [Lah.]. 
Elevution 5500' und mehr. 

G. Eleetella F.-R. [H.-S. 504). 

R. an Pinus ai)ies und ])icea, sowie von .Inniperns coniiuunis. 
F. im Juni und Juli, baiisanne [Lah.); Schupfen {lilhb.). 

G. Cauliginella v. Heyd. 

R. in den Stengeln der Silene nulans, liier eine Anschwellung ]>ewirkend. 
F. l)isher nur vom Lägernberg im Juli, stellenweise dort häufiger (F/'C//) . 

G. Leucatella L. (Leuoatea Haw.) {Hb. 146). 

R. zwischen den Blattern von Crataegus oxyacantha , Pyrus malus und 
Sorbus aucuparia. 

F. Ende Juni und im Juli, in unserem Faunengebiele auffallend seilen. 
St. Gallen [Tä.]; Zürich {Frey]; Bremgarten {Boll); Schupfen {Hthb.]. 

G. Albiceps Z. (Aleella Steph.) {fl.-S. 476). 
R. noch unermittelt (Eichen, Obstbäumen [?]) . 

F. (meiner Ansicht nach nur eine Varietät der nachfolgenden Art) an 
Waldrändern bei Zürich Ende Juli {Frey]; ebenso von St. Gallen {Tä.]. 

G. NaneUa S. V. (Nana Var. ß Haw.) {Hb. 267 und [?] 268. II.-S. 502). 

R. an Blüthen des Birnbaumes oder an Flechten der Pflaumenbäume. 
(Beide Angaben unzuverlässig.) 

F. im Juli, eher seltener als die vorhergehende Art. Zürich {Frey]; 
Bremgarten {Boll] . 

G. Dodecella L. (Favillatieella Z., Reussiella Ratzeburg) {H.-S. 501). 
R. in den Knospen von Pinus sylvestris. 
F. im Juni und Juli. Von Zürich, nicht gerade selten {Frey]. 

G. Suecinctella Z. ') 

F. bisher nur von Bergün unter Nadelholz. Ende Juni und im Beginn 
des Juli, selten. 

G. Affinis Haw. (Tegulella H.-S.). 

R. am Moose der Maiiei-n und Dächer. 

F. im Juni und Juli. Icli traf ihn in lang(> ^er^osscnen Jahi-en sehr 
häulig in den Dachkannnern des ehemaligen llniversitäls-Gel)äudes. Seil her 
völlig verschwunden. 

G. Umbriferella H.-S. (Atrella Haw.) {H.-S. 524). 
R. in den Stielen von Ilypei-icum. 
Bisher nur von Zürich im Juli {Frey]. 



1) stell, c. 7Aii. 1872, 10S. 



Gelechiden. 367 

G. Submissella Frey. 

Der G. Reinissella Z. nalie verwaiult, kleiner, inil ziemlich abgerundeten 
Vorderflügeln. 

Kopf und Brust oberwärts auffallend hell-lehmgrau ; Leib tief dunkel- 
grau ; Palpen mit schwärzlichem Endgliede, im Uebrigeu heller; Fühler 
weisslich grau, tief schwarz geringelt. Die Vorderflügel — es ist eine jener 
zahlreichen ; schwer zu beschreibenden Gelechien, welche al)er ein geübtes 
Auge augenblicklich als besondere Art erkennt — sind liraungraii, im Spilzen- 
(heil schwärzlich verdunkelt. Am Coslalrande erscheint nach Drei vierteln ein 
weisses, häkchenartiges Fleckchen. Am Dorsalrande, fast in halber Flügel- 
iänge (also der Wurzel beträchtlich näher) , l)emerkt man ein ähnliches 
kleineres Gegenfleekchen; Franzen hellgrau, namentlich unter der Flügel- 
spitze. Hinlerflügel oinfar])ig grau. 

Ein paar Exemplare des interessanten Thierchens erhielt ich ohne nähere 
Angabe von Anderegg aus dem Wallis, also wohl den Umgebungen von 
Gamsen. 

G. Vorticella ([?]Seop.) Z. 

R. an Genisla tinctoria und sicher noch an anderen niederen Pflanzen. 
F. im Juni und .Tuli von Zürich, gemein [Frey]-, von Bremgarten {Boll); 
von St. Gallen und Degersheim (7a., Malier)] von Lausanne [Lah.]. 

G. Taeniolella Z. 

R. an Lotus corniculatus , Medicago minima und Trifolium. 
F. im .Juli, gemein bei Zürich [Frey] und Bremgarten [BoU] auf Wald- 
wiesen und lichten W^aldstellen. 

G. Coronillella Ti. [H.-S. 522). 

R. zwischen Blättern der Coronilla varia. 

F. im Juni und Juli auf Waldwiesen ; sicher sehr weit verbreitet. Von 

Zürich und Bremgarten, häufig [Frey^ BoU); von Bergün (/.) und dem oberen 

Engadin , wie von Samaden und Sils-Maria [Frey]\ von der Franzenshöhe 

[Wo.). Vielfach in grösseren al[)inen Exemplaren. 

Elevation über 6500'. 

i 

G. Biguttella F.-R. [U.S. ö2i). 

R. an Genisla tinctoria und Medicago saliva, auch an Doronicum. 
Zwei Flxemplare von Zürich (mit höchster Wahrscheinlichkeit hierher 
gehörig) [Frey). 

G. Anthyllidella Hb. (Albipalpella H.-S.) [U.S. 525). 

R. minirend in den Blättern von Anthyllis vulneraria, Lathyrus jiraten- 
sis, Onobrychis u. s. w. 

F. im lieferen Lande mit doppeltei-, in) Hochgebirge mit einfacher 



368 VIII. Tineen. 

Generation. Zürich und Baden [Frey]- (?) Seealpthal (P.-/.); bei Bergün, 
von Anfang Juni (Z.); oberes Engadin, Samaden, St. Moritz und Sils [Frey]. 
Elevation über 5500'. 

G. Ligulella Z. (Vortieella Tr., Cinctella Hb.) [Hb. 142). 

Bisher nur von Bergün im .luli, wo sie häufiger fliegt (Z.); von Ti-afoi 
[Wo.). 

Elevation 4800'. 

G. Albifrontella v. Hein. 

Ich fing im Sommer mehrere Exemplare dieser Arl l)ei Zürich und auf 
dem Lägernberg bei Baden. 

G. Unicolorella Z., H.-S. 

F. von Mille Juni an auf den Bergwiesen des Ütli bei Zürich, aber selten 
[Frey); Bremgarten [Boll); Lausanne [Lah.); von Bergün (Z.). 
Möhengren/.e über 4000'. 

G. Tenebrella Hb. (^ TenebroseUa F.-R.) [Ifb. 434. JI.-S. 528). 
R. in den Wurzeln und Schösslingen von Rumex acetosella. 
F. im Juni und Juli von Zürich und Bremgarten [Frey^ Boll); gemein bei 
Trafoi [Wo.). 

Elevation 4800'. 

G. Bifractella Douglas [H.-S. 548). 

R. in den Samen von Inula dysenterica und Conyza sipiarrosa. 
F. im Juli und August. Bei Zürich, sehr seilen [Frey]; häufiger an der 
allen Stadtmauer von Bremgarten [Boll, Frey). 

G. Dimidiella S. V. [Hb. 253). 

F. im Juli von Bergün (Z.) und aus dem oberen Engadin, so von Beyers 
und St. Moritz [Frey]. 
Elevation 5500'. 

G. Gerronella Z. [H.-S. 464). 
^ F. bishci' nui- von Breingarlen an Fai'rnkraul in einem Exemplare [lioll], 

G. Cerealella Olivier (Granella Latr.). 
U. in Golreidekörnern. 

F, bei Zürich in (Muigen Exem]>laren im Freien , dann häufig in der 
dortigen ]>otanischen Saimnluug [Frey]. 

G. Suboeellea Steph. (Internella Z., Dissonella H.-S.) [H.-S. 553). 
B. in einem Sacke .in Origanum vulgare und wohl ;uich an Quendel. 
F. von F^nde Mai ;m. Zürich, seilen [Frey); aus dem oberen I^ngadin 



Gelechiden. ' 369 

bei Silvaplana um Thymus serpylluin am Ufer dos Inn liiiu liger zu Anfang 
Juli [Frey). 

G. Gemmella L. (Nivea Haw., Nivella Steph., Nigrovittella Dup., 
Lepidella F.-R.) [JL-S. 488). 

R. an Eichen; wie ich vermufhe, an Flechten derselben. 
F. selten; von Zürich [Frcij] und Bremgarlen [Boll). 

G. Lueulella Hb. (Subrosea Haw.) {flh. 397. fl.-S. 197). 
R. soll im faulenden Holze leben. 
F. bisher nur (ohne Mona(s-Angabe) von Bremgarlen (Boll). 

G. Naeviferella Z. [ff.-S. 547). 

R. die Blätter von Atriple\ und Chenopodium minirend. 
F. im Mai und Juni (zuweilen auch noch im Septeml)er) . Zürich und 
Baden {Frei/]; Bremgarlen [Boll)] Schupfen [Rtlib.]. 

G. StipellaHb. [Hb. 138). 

Kaum von der vorigen Art zu trennen. 

Einige Exemplare von Zürich und Glarus (Frei/). 

G. Herrmannella Fab. (Schaeflferella Donov., Zinckeella Hb.) [flh. 401. 

402). 

R. an Atriplex und Chenoj>odium minirend. 

F. im Mai und Juni und nochmals im Juli und August. Bisher, und zwar 
als häufig, von Zürich [Freij) und Bremgarten (Boll) beol)aclilet. Sicher in 
weitester Vei-l)reitung durch den lieferen Theil unseres Faunengebietes. 

G. Libertinella Z. (Superbella Frey). 

F. im Juni und Juli in unseren östlichen Alpen. Schon l)ei Bergün, 
häufiger (Z.); dann in grosser Verl>reitung durch das ganze obere Eugadin, 
von Bevers herauf bis zum Maloja an trocknen Grasplätzen {Frey); vom Stelvio 
bis gegen 7000' [Wo.]. 

G. Micella S. V. (Asterella TL) [II.-S. 543). 
R. im Frühling in den Trieben der Mind)eere. 

F. im Juni und Juli in spätem Fluge. Bisher nur von Zürich, und daselbst 
nicht gemein [Frey). 

G. Heliacella H.-S. (Rogenhoferi Stgr.) [U.S. 544). 
R. sicher an Dryas octopetala. 

F. im Juli und August; vom Albulapasse, mitunter zahlreich [Frey); \om 
Stelvio [Stgr.. Wo.^ Frey); in den Blüfhen der genannlen PManze. 
Elevation 7200' und mehr. 

Frey, Lepidopteren. 24 



370 VIII. Tineen. 

G. Erieinella Dup. (Mioella Hb.) (Hb. 210. II.-S. 540). 
R, an Heidekraut in einem Gewebe. 
F. von Pfäftikon (1665') im Canlon Zürich {St(te7-) und von Bremgarten 

[Boll) . 

G. Decurtella Hb. [Hb. 311. H.-S. 539). 
R. noch unbekannt. 
F. an trockner Grashalde des Lägernbergs im Juli , zuweilen luiufiger 

{Frey). 

Parasia Dup. 

P. Neuropterella P.-R. (H.-S. 556). 
R. an Girsium acaule. 

Ein Exemplar aus der Zürcher Umgebung [Bremi)\ bei Bergün im Juli (Z.). 
Elevalion über 4200'. 

P. Lappella L. (Aestivella) (H.-S. 559). 
R. in den Köpfen der Klette. 

Ein Stück von Zürich in einer Waldlichtung (Frey); von St. Gallen (7'«.); 
gemein bei Bergün, wie die Erziehung lehrt (Z.). 
Elevation 4200'. 

P. Aprilella H.-S. (H.-S. 963). 

Aus dem Wallis , von den Umgebungen Gamsens ein sehr schönes 
Exemplar. Alles Nähere mir unbekannt. Sonst nur aus dem Südosten. 

Chelaria Haw. 

C. Hübnerella Donov. (Conscriptella Hb., Conscripta Haw., Rhomboi- 
della Curtis) (Hb. 283). 
R. an Birken und Zitterpappeln. 
F. im Hochsominer. Von Lausanne (Lah.) und von Zürich (Frey)., selten. 

Cleodora Curtis. 

C. Cytisella Curtis (Coenulentella F,-R., Walkeriella Dougl., Fusci- 
pennis Wood) (U.-S. 562). 
Von der Furka, ein Exemplar (Lah.). 

C. Tanaoetella Sehrk., Rössler (Striatella Hb.) (Hb. 288). 
R. in den Stielen von Tanacetum vulgare. 
F. Ende Juni und im Juli, auf dem Lägernberg (Frey). 

Hypsolophus Haw. 

H. UstulelluB Fab. (Ustulatus Fab., Capueinella Hb.) (Hb. 159. 333). 
R. vermuthlich an Birken. 



Gelechiden. 371 

F. im Mai und Juni, doch, wie es scheint, seltener. Zürich (F/v//); Brem- 
garten [Boll); Lausanne [Luh.]. 

H. Fasciellus Hb. \Ub. Hl). 

R. an Schlehen. 

F. von Mitte Mai an, häufiger und gewiss in weiter Verbreitung. Bisher 
von Zürich [Frey u. A.); Bremgarten (ßo//); Bern [Beut.)] Schupfen [Rlhb.]; 
St. Blaise-Neuveviile [CouL); von St. Gallen [Tä.) und von Degersheim 
[Müller); aus dem Tessin vom Cassarate [Bent.]. 

H. Limosellus Schläger, Frey (Defleotivellus H.-S.)(//.-S. 383). 

R. auflichten Waldslellen an niederen Pflanzen, wie Erdbeeren, Klee, 
Scabiosen, Plantago. 

F. im Mai; von Bremgarten [Boll] und Zürich [Frey). 

H. SilaceUus Hb. [IIb. 117). 

Vor längeren Jahren ein Stück auf dem Liigernberg gefangen [Frey); (?) 
St. Blaise-Neuvevllle [CouL). 

H. Marginellus Fab. (Striatella Hb., Clarella Tr.) [Hb. 154). 

R. an Juniperus. 

F. bisher nur zwischen Diotikon und Bremgarten in einem Wäldchen 
getrolien [Boll] . 

H. Verbasoellus S. V. [Hb. 98. H.-S. 583). 

R. an Verbascum-Arlen. 

F. im Juli und September. Bremgarten [Boll); Zürich [Frey]; häufig bei 
Bergün (Z., Frey). 

Höhengrenze über 4000'. 

H. Juniperellus L. [Hb. i16. F.-R. 97). 
R. an Wachholder. 

F. in der ersten Julihälfte; am Graubündner Weissenstein, häufiger (Z.); 
auch von Gais [P.-I-) und Trafoi [Fppelsheini].^) 
Elevation etwa 6000'. 

H. SabineUus Z. [H.-S. 468. 469). 
R. an Juniperus sabina. 
F. aus der Schweiz. 

H. Basiguttellus v. Hein. 

Ich glaube nicht zu irren, wenn ich zwei Exemplare, aus dem Wallis 
von Andereyg erhalten, hierher ziehe. 



4) H. Barbe Mus Hb., im Fauiii'iigebiete felibMul. auf der iManzensliöhe [Wo.). 

24* 



372 ^UI- Tineen. 

H. Obscuripennis Frey. 

Ich erhielt diese, sicher neue Art aus dem Wallis von Anderegg, zwar 
ohne nähere Angabe, aber in einer Mehrzaid sehr guter Exemplare. 

Der vorigen Spezies verwandt, aber um ein Vieriheil kleiner, im Uebri- 
gen ziemlich wechselnd. 

Kopf, Stirn, Taster hellgrau; Endglied schwarz geringelt, vorhergehendes 
einwärts nach oben schwarz gefleckt ; Vorderflügel trüb staul)grau mit leicht 
bräunlichem Anfluge; massig grobschuppig, im Mittelfelde mitunter leicht 
und unbestimmt weisslich beschuppt. Nach einem Drittheile ein schwarzer 
Längsstrich in der Falte, hintersvärts etwas über die Hälfte ein schwarzer 
Punkt. Franzen einfarbig grau, nur in der Spitze ein kleiner, indessen in 
den Flügel selbst eindringender schwarzer Strahl. Einige meiner Stücke, 
namentlich alle Q, sind schwärzlich grau verdüstert. 

H. Asinellus Hb. [Hb. 166. II.-S. 529). 

Aus dem Wallis von Anderegg in mehreren frischen Stücken [Frey). 

Sophrouia Hb. 

S. Renigerella F.-R. [H.-S. 6211. 

Bei Zürich eine Seltenheit, Anfang Juli an einem Waldrande des Ütli- 
bergs, und Umgebungen Winterthurs [Frey). 

S. ParentheseUa L. (Semieostella Hb.) [Hb. 396). 

F. im Gebirge gemein. Aus dem Berner Jura [Rthb.)\ dann aber nament- 
lich aus den Alpen, den westlichen, wie östlichen. Hier in den Glarner 
Bergen in mehr als 5000'; von ßergün [Z.) und im oberen Engadin an ver- 
schiedenen Orten J)is etwa 6000' [Frey). 

S. Humerella S. V. [H.-S. 372). 

R. an Gnaphaiium arenarium, Thymus sei-pyllum und Artemisia 
campestris. 

F. im Sommer, im Alpengebiete. Vorder-Wäggithal, Mühlebachal]i im 
Canton Glarus [Frey]; Seealpthal [P.-F); Bergün [Z.) und im oberen En- 
gadin. Hier abermals bis etwa 6000' [Frey). 

S, Sicariella Z, [H.-S. 371). 

Ein schönes Exemplar von Gamsen durcii Anderegg [Frey). 

Hypercalli.i Stepli. 

H. Christiernana L. (Christiernini Z., ChristiernellaHb.) [IJb. 452. 152). 

I\. an Polygala chamaebuxus. 

F. im Juni und Juli, durcli F^uropa weit verbreitet. Zürich, an lichten 
Waldrändern und Waldslelien [Frey'; BerniM" Jura [IUhb.)[ Lausanne [Lah.); 



d 



Gelechiden. 373 

St. Gallen [Tä. und Ebenalp Müllen; Weissbad [P.-I.)\ Chur [Cafl.'; Bergün, 
seilen iZ.): Ober-Engadin [Ifa/fenz-eller, c. Heyd.); vom Stelvio [Wo.]. 
Elevation über 6500'. 

Pleurota Hb. 

P. Bieostella L. (Marginella Fab.) [Hb. 115). 

R. an Erica. 

F. von Ende Mai bis in den Juli; um Heidekraut, namentlich auf Torf- 
sümpfen. Torfmoore bei Bremgarten, häufig (5o//, Frey); von St. Blaise- 
\euveville {Coid.); bei Schupfen [Rthb.\; Chur [Caß); Glarner Alpen und 
oberes Engadin [Frey); gemein am Weissenstein (Z.); am Stelvio bis gegen 
7000' [Wo.). 

llöhengrenze etwa 7000'. 

Harpella Sehr. 

H. BracteellaL. (Hb. 156). 

R. in faulendem Holze der Eiche und Buche. 

F. bei uns selten. Von Burgdorf [Lah., Ht/ib.]; Chur [Breini, Ca//.); von 
Lugano [Bent.]; bei Zürieh mir niemals vorgekonunen. 

H. Geofifrella L. (Geoffroyi Haw.) [H.^S. 377). 

Bisher nur von Lausanne [Lah.) und im Juli vom Simplen [Bent.). 

H. Proboscidella Sulzer (Forüeella Scop., Majorella S. V., Flavella 
Fab.) [Hb. 120. H.-S. 407). 
R. in faulendem Buchenholze. 

F. l>ei uns im Juli und Anfang August, selten. Einsiedeln [Paul); Zürich 
[Frey]; Bern [Bent.]; Schupfen [Rtlib.); Lausanne [Lah^; Wallis, bei Gamsen 
[Anderegy); St. Gallen (7'a.). 

Anchiuia H.-S. 

A. Daphnella S. V. ilJb. 81). 

R. an Daphne mezereum. 

F. von Ende Juni in den.luli hinein. Vom Sihlwalde bei Zürich einmal 
iBremi; Engelberg in Unterwaiden [Boll]; Lenk [Beut.); Neuveville [Coul.); 
Wallis [Andereyy); bei Bergün, nicht selten (Z.). 

Elevation über 4000'. 

A. Griseseens Frey. (Insolatella H.-S.) [II. -S. N. Schm. 41). 

R. an Daphne striata und wohl noch anderen alpinen Arten. 

F. im Juli und August. Aus dem oberen Engadin als Seltenheit getroften, 
Samaden, St. Moritz, Sils-Maria [Frey, v. Heyd . Wolfensberyer, Nickeri,. Ich 
erhielt ihn noch über der Passhöhe des Albula, also in etwa 7400', in einem 
Stück; vom Stelvio (Ho.). 



374 \IU. Tineen. 

A. Verruoella S. V. (Cneorella Hb.) [IIb. 315). 
U. an Diiplino luezeieum. 

F. von Mitlo Juni den Juli hindurch. Unter hohem Nadelholz bei Zürich, 
häufiger {l'^rey); Sl. Blaise-Neuveville [CouL). 

A. Laureolella Z. [If.-S. 421). 

R. an Daphse striata. 

F. im Juli aus dem oberen Engadin, wie Bernina (Val da Fain), St. Moritz, 
Alp Muraigl bei Samaden, Umgebungen von Sils-Maria [Frey); ebenso schon 
bei Bergün (Z.); am Stelvio über 7000' [Wo.]. 

Oecophoriden. 

Dasycera Haw. 

D. Oliviella Fab. (Olivieri Haw., Aemulella Hb.) [Hb. 222). 
R. unter der Rinde von Eichen. 

Die prächtige Tinee ist in unserem Faunengebiete seilen. Schallhausen 
[Trapp); Lausanne [Lah.); Wallis (Gamsen) \on Anderegg [Frey); von Viege 
[Bent.). 

Oecopliora Sta. 
O. Fuscescens Haw. 

Ein Stück von Zürich [Frey], ein zweites im Hochsommer von Bergün 
(Z.); vom Stelvio [Eppelsheim) . 
Höhengrenze über 6000'. 

O. Minutella L. (Oppositella Fab.) [Hb. 121). 

R. in Siimereien. 

F. im Mai und Juni, in Hausern mitunter häufig. Zürich [Frey); Brem- 
garten [Boll); Degersheim [Müller); Schupfen [Rtfib.); Sl. Gallen und Berneck 

[Tit., Miiller).^) 

B. Sulphurella Hb. (Stipella L., Sta.) [Hb. 150. 336), 
R. wahrsclieinlich unter der Rinde der Nadelhölzer. 

Der ungemein weitverbreitete F. von Zürich, aber nur seilen [Frey); 
Schupfen [Hthb.); Lausanne, auf dem Jorat [Lah.); im Alpenlande bei Bergün 
(Z.); ferner von Siunaden , St. Moritz, Sils-Maria [Pfa/I'enzcller, v. Hcyd., 
Frey); auch aus den westlichen Alpen [Lah.); von Zermatt [Frey); von Trafoi 
[Eppelsheim) . 

Höhengrenze über 5500'. 

O. SimileUa Hb. [IIb. 182. H.-S. 4161. 

R. unbekannt, wohl mit verwandter Lebensweise. 



1) 0. Nnbilosella II. -S. (U.-S. 640), dem scinveizersclicii l'aunengobicto bislier 
fohlend, Iraf Wo. Ikn Tialui. 



Oecopliorideii. 375 

Bisher nur in einem Exemplare von Sils-Maria zu Anfang Juli [Frey] ; 
von Trafoi ( Wo.) . 
Elevation ."SSOO'- 

O. Rhaetica Frey (Engadinella H.-S.) [H.-S. N. Sclnii. 43). 

Die schöne hochalpine Form ist in ihren früheren Ständen unbekannt. 
F. im Juli und August. Aus dem Oherengadin, bei Samaden [Pfajj'enzellev] und 
Sils-Maria [Frey)\ aus den Walliser Ilochalpen [Frei/]. 

. O. Augustella Hb. (Augusta Haw., Moestella Hb., Funestella Dup.) 
(iJb. 177. 465). 

R. vernuithlich in faulendem Holze verschiedener Laul)holzbaurae. 
F. J>ei uns selten. Im Mai an alten Ulmcnbäumen in einer Allee der 
Stadt Zürich {Frey). 

O. Procerella S. V. [IIb. 137). 

R. wohl in und unter der Rinde kranker Laubholzbaume. 

F. in unserem Faunengebiete selten, im Juli Al)ends an Waldrändern 
fliegend. Zürich, am Ütliberg (F/c^y); Bremgarten [Boll]; Bern [Beut.)] Schu- 
pfen [lithb.]; Lausanne [Lah.); St. Gallen [Tä.]. 

O. Formosella S. V. [IJb. 248). 

R. wohl unter der Rinde von Pappeln. 

Als Fundstelle gilt Genf [Hb. und H.-S.) . Mir kam niemals ein schweizer- 
sches Stück vor. 

O. Lunaris Haw. (Metznerella Tr.) (H.-S. 408). 
R. unter der Rinde von Pappeln und Eichen. 
Aus dem Wallis durch Anderegg [Frey). Sonst nirgends getroffen. 

O. Tinctella Hb. [Hb. 214). 

R. an Baiuiiflechten und in faulendem Holze. 

F. von Zürich in den Sommermonaten [Frey); von Bremgarten [Boll); von 
Schupfen [Rthb.]- St. Gallen (7V/.). 

O. Arietella Z. ([?J Tinctella Steph., Sta.) [H.-S. 411). 
R. unter Baumrinde. 
F. von Schupfen [Rtlib.); doch vielleicht nicht ganz sicher. i) 

O. Flavifrontella S. V. (///k 126). 
R., sacktragend, unter Buchen. 

F. von Zürich (Frey); von Bremgarten {Boll); von Schlipfen, vomWeissen- 
stein und Lausanne {Rlhb.^ Ldfi.); von Trafoi {Wo.). 



1) 0. Panzerella Steph., bisher nur vom Stelvio in etwa fiOOO'Ilühc {Eppelsheim). 



376 \IU. Tineen. 

O. Tragicella v. Heyd. 

['. im JuJi; aus dem oberen Engadin, so von St. MoriU und Sils-Maria 
(r. Heyd., Frey). 

Heydeuia Hot'mauu. 
H. Profugella Sta. 

F. von Bei-gün, Mille Juli (Z.) , und aus dem oberen Engadin [Pfaffen zeller) . 

H. Fulviguttella P.-R, ( [?J Flavimaculella Sta.). 
R. in den Dolden von Heracieum spondylium. 
F. von Zürich im August, mitunter häufiger [Frey). 

H. Auromaculata Frey. 

F. Ende Juni, am Maloja im ol>eren Engadin , auf der Südseite nach 
Casaccia (i490') herab, um Umbelliferen fliegend [Frey); auch von Bergün [Z.) 
und noch in Lappland vorkommend [Derselbe). 

Elevation etwa 5'2I00'. 

H. Statariella v. Heyd. 

F. im Juli, im oberen Engadin, so von Alp Laret bei St. Moritz und Sils- 
Maria u. s. w. [v. Heyd., Frey). 

Höhengrenze ähnlich der vorigen Art. 

H. Laserpitiella PfafiFenzeller. 

R. in den Samen von Laserpitium hirsutum. 

F. im oberen Engadin, von Samaden [Pfaffenzeller). 

H. Devotella v. Heyd. 

R. in den Dolden von Heracieum spondylium. 
F. bei Zürich, in Mehrzahl erzogen [Frey). 

Oecogoni.T, Sta. 

O. Quadripuncta Haw. (Bifasciella Steph., Kindermanniella H.-S., 
Deaviratella H.-S.) [H.-S. 418). 
F. im Juli und August. Bisher nur als SellcMiheit getrotlen, so von der 
Bechburg [H.-S.), aus dem Wallis [Andereyy] und \on Genf (Mus.). 

Hypatima H.-S. 

H. Binotella Thunberg (Moufetella Hb.) [Hb. 245). 

Von Bremgarten im Juni, unler allen Tannen am Bande eines Torfmoors j 
[Frey). 

Ulastobasis Z. 
B. Phycidella Z. [Il.-S. 358). 

Aus dem Wallis durch Andereyy [Frey). 



Oecophoriden. 377 

Atemelia H.-S. 

A. Torquatella Z. ([?] Compressella H.-S.) IH.-S. 413. 414. [■?]415). 
R. in Birkenblättern. 

F. vom Katzensee bei Zürich [Frey) . 

Butalis Tr. 

B. (?)Esperella Hb. (Obscurella Scop.) {Hb. 255). 

F. im Juli; bei Trafoi zwischen Felsen [Frey], also kaum dem unleren 
Engadin fehlend. 

B. Productella Z. 

Aus den Umgebungen Zürichs ein F^xemplar [Suter)] selten im See- 
alpthal [P.-J.). 

B. Amphonycella Hb. (Viridatella H.-S.) {Hb. 473). 

F. im ganzen oberen Engatlin während des Hochsonmiers auf trocknen 
Grasplätzen. Samaden, St. Moritz, Sils, Pontresina und noch einige hundert 
Fuss über der Passhöhe des Alljula; vom Stelvio und noch weit höher im 
Wallis vom Gorner Grat [Frey). [Z. traf ihn schon beim Graubündner 
Weissenstein.) 

Elevation etwa 6 — 8500'. 

B. Fallacella Schläger (Armatella H.-S., [?] Fallacella H.-S.) (//.-S. 932). 

R. an Helianlhemum vulgare. 

bii.luni: an heissen trocknen Stellen des Lägernbergs und im Juli im 
ol)eren Engadin bei St. Moritz [Frey]\ ebenso von Bergün (Z.); vom Stelvio, 
häufig [Wo.]. 

Elevation von 4 — 7000'. 

B. Senescens Sta. [H.-S. 933). 
R. an Tjiymus. 
Ein Exemplar von Zürich. Leider habe ich nichts nolirt [Frey].^] 

B. Farvella H.-S. [H.-S [?J938). 

Bei Zürich, am Ütlil»erg im Juni einmal gefangen [Frey). 

B. Laminella H.-S. [II. -S. 935). 

R. wohl an llelianthemum vulgare. 

F. von Mitte Juni in den .luli hinein. Am iUliberg bei Zürich auf Irockiu'n 
Waldwiesen, ebenso wohl auch vom Lägernberg [F)ry); von Bergün (Z.); von 
Trafoi [Wo.). 

Elevation über 4000'. 



I ) B . D i s p a r e 1 1 a T e n g s t r ö m , von Trafoi {Eppelsheim) 



378 "V'III- Tineen. 

B. ScopoleUa Hb. (Triguttella F.-R.) [F.-R. 72. 3 a— d) . 

ß. an Sedum-Arten (wohl S. album). 

F. vom Lägernberg [Frey); von St. Blaise-Neuveville [Coul.]. Verbreitet 
in den westlichen Alpen , so aus dem Berner Oberlande, von der Furka und 
von Domo d'Ossola (1555') [Lah.]; aus dem Wallis [Anderegg]. Sonderbarer- 
weise hat man sie in dem östlichen Alpengebiete noch nicht getroffen. 

B. Glacialis Frey. 

R. unter Steinen, hochalpin. 

F. im .Juli und August. Vom RiHelberg, wo ich ilin 1849 entdeckte und 
1869 zahlreich traf, bis zu 9000' Höhe; vom Panixer Pass [ßoll); aus den 
Hochalpen des Engadin {Stgr., Freg); hoch oben am Stelvio [Wo.]. 

B. Noricella F.-R., Z. [II.-S. 990). 
R. an Epilobium angustifolium, 

F. im Juli und August. Im oberen Engadin, Pontresina^ Samaden und 
St. Moritz [Frey]. 

B. Dissimilella H.-S. [H.-S. 989). 
R. an Helianthemum vulgare. 
F. in den Sommermonaten. Vom Lägernberg erzogen und auch gefangen. 

B. Chenopodiella Hb. (Tristella Tr., Limbella Zetterst.) [IIb. 218. 320. 
F.-R. 71. 72. 1 a. b). 
R. an Atriplex und Chenopodium. 

F. vom Mai bis in den Spatsommer, wohl mit doppelter Generalion. Von 
Zürich, gerade nicht häutig [Frey); von Bergün (Z.). 
Elevation über 4000'. 

B. Knochella Fab. 

R. an Cerastlum-Arten. 

Ein Exemplar, welches ich sah, von Lugano. 

B. Inspersella Hb. [Hb. 443. H.-S. 982). 
R. an Epilobium angustifolium. 
Ein F^xemplar von Bremgarlen [Boll) . 

B. (?)Acanthella Godart (Gallicella Z.). 

In höchst auffallender Weise berichlet der verstorbene P.-I. von dem 
Vorkommen eines F>\cmplares l)ei Schwcndi (Appenzell). Sollte da kein lir- 
thum gewaltet haben ? 

Paucalia Sta. 

P. Latreillella Curtis. 

Im Juli und August; von den llochalpen, doch schon auf den Bergen um 



Glypbiplerygiden. 379 

Chur [Caß.]\ oberes Engadin bis zu etwa 8000' Elevalion [Pfaff'enzeUer]] 
vom RitVelberg [Frey] und anderen Walliser Alpen durch Andereyg. 

P. Leeuwenhoekella L. (Schmidtella Tr.) [Hb. 261). 

R. soll in Lärchenrinde leben, was ich sehr bezweifle. 

Der vorigen Art nahe verwandt, in zwei Generationen im April und Mai 
und dann wieder im Hochsommer fliegend. Zürich und Baden {Frey); Brem- 
garten [Boll); Degersheim {Müller); Lausanne {Lah.). Auch aus den Alpen, 
so aus dem öderen Engadin {Frey) und von BergUn (Z.). 

Endrosis Sta. 

E. Lacteella S. V. (Betulinella Hb., Fenestrella Sta.) {Hb. 20. 448). 

B. j)olyphag in faulendem Holze, in Schwanunen , Papier, Erbsen, 
Kleie u. a. m. 

F. sehr gemein und sicher Überall, vom ersten Frühling jjis zum Winter 
(in Wohnungen wenigstens) . Wo. traf ihn noch auf der Franzenshöhe des 
Stelvio, also über 6500'. 

Glyphipterygiden. 

Acrolepia Curtis. 

A. Perlepidella Sta. (Ruflceps Wo.) (77.-8. 643). 
R. in den Blättern von Conyza squarrosa. 

F. Ende Mai und Anfang Juni, eine Seltenheit. Bei Zürich am Ütliberg 
{Frey] ; auch von Bremgarlen {Boll) . 

A. Granitella Tr. [F.-R. 8 a — 1). 

R. die Blätter von Inula dysenlerica und helenium minirend. 
F. im Juni und Juli. Bisher nur von Züi'ich {Frey) und von St. Gallen 
{Tä.). Am ersteren Orte war er vor Jahren mitunter häutiger (F/'ey). Wun- 
derlich genug traf ich nach der Mitte August noch ein Exemplar auf Albula- 
Pass, also in mehr als 7200' Höhe. 

A. Cariosella Z. (Reticulella Hb.) (776. 171). 

B. an und in Gnaphalium. 

F. im Mai und Juni, dann nochmals im August an lichten Waidstcllen; 
doch im Faunengel)iete seltener. Zürich {Frey); Baden und Würenlos {Boll 
und Frey]; Bergün (Z.). 

A. Adjectella v. Heyd. ( ?] Arnicella v. Heyd.). 
B. in den Blättern von Arnica moutana. 

Adjectella v. Heyd. traf ich im Juli und August im ol)eren Engadin^ bei 
Samaden, St. Moritz, Sils-Maria und auf dem BcrninapassC; also in einer 



380 VIII. Tineen. 

Elevation bis etwa 7000'. A. Arnicellaj welche ich vom Entdecker erhieU 
und aiKs von Frankfurt überschickten Raupen in Ziiricii niehrl'acli erzogen 
habe, halte ich für eine von A. Adjectella vei'schiedene Spezies. Die Angaben 
Eppelsheim's und v. Hein. 's im ol>eren Engadin möchte ich auf Adjectella l)e- 
ziehen. Doch bin ich hier nicht sicher. 

Roesslerstammia Sta. (p. Z.). 

R. Erxlebeniella Fab., Z. (Chrysitella Tr.) [H.-S. 355). 

R. an Linden. 

F. im Frühsommer. Risher nur in wenigen Exemplaren von Boll bei 
Rremgarten und in einem Stücke bei Lausanne durch Lah. erbeutet. Nach 
bisherigen Erfahrungen also eine seltenere Art. Ich begegnete ihm nie bei 
Zürich. 

Glyphipteryx Sta. 

G. Bergstraesserella Fab. (LinneanaHb.. LinneellaHb., Treitschkeana 
Froel.) [F.-H. 81.2 a— c, IIb. 84 und 436). 
Die R. des schönen Thierchens ist noch un])ekannt. Ich habe keine 
Ahnung der Lebensweise. 

F. vom F^nde Mai durch den Juni. Rei Züiich auf lichten Waldstellen, 
aber selten {Frey); von Rurgdorf und Lenk [Bent.]; ein grosser rf auch von 
Rergün [Z.). 

Elevation über 4000'. 

G. Thrasonella Scop. (Fuesslella Fab., Seppella Hb., Aillyella Hb., 
Equitella Tr., Triguttella Donov. {F.-B. 83. 1 a— d). 

R. in Rinsen. 

F. Ende Mai und im .luni. Wohl im ganzen Tieflande gemein. Rei Gais 
und Weissbad (P.-7.); in den Glarner Alpen noch bei 4000' [Frey) und etwas 
höher noch von Rergün (Z.) . 

G. Haworthana Steph. (Zonella Zetterst.). 
R. in dei' Wolle von Flriophoi'iim. 
F. im.Tuni. Von Torfmooren bei Rremgarten, miliintei' häufig [Boll, Frey). 

G. Oculatella Z. [HS. 265). 

Die Naturgeschichte noch unbekannt. 

F. auf liclilen Waldstellen, mitunter hiiidigcr, doch wohl nur im Tief- 
lande. Lausanne [Lit/i.]; Schupfen [lillih.); Rremgarten (ßo//); Zürich [Frey). 

G. Equitella Scop. (Kleemanella Fab.) [F.-li. 82. 2 a— d) und Var. 
Majorella H.-S. 
R. in Scilum-Knospen. 



Glypliipterygiden. 381 

F. im Juni und Juli. Schupfen (Rlhh.); an der Stadtmnuer von Brem- 
garten [Boll). Häufiger wird unsere Art in den Alpen, und hier kommt dann 
die mitunter gewaltig grosse Var. Majorella (sonst der Staimnform völlig 
gleich) gemengt mit typischen kleineren Stücken vor. So aus dem ol)eren 
Engadin zwischen Samaden und Celerina an Kalkfelsen, von Trafoi nebst der 
Franzenshöhe und dem Riffelberg l)ei Zermatt [Freu). y\us dem Turtman- 
thale (Genfer Mus.). 

Bis etwa 7500' Elevation. 

G. Fiseheriella Z. (Roesslerstammiella F.-R., Desiderella F,-R.) [F.-R. 

82. 3 a— e). 
R. an den Samen von Dactylis glomerata. 

F. im Frühling, wohl im ganzen Tieflande gemein. Ende Juli noch bei 
Bergün (Z.). Ich traf ihn allerdings niemals in unseren Alpen. 
Höhengrenze ül)er 4000'. 

Aecliniia Sta. 

A. Dentella Z. (Subdentella Sta.) [F.-R. 83. 3 a— c). 
R. an Angelica sylvestris. 

F. im Juni und Juli. Bisher nur bei Zürich an den Waldrändern des 
Ütlibergs, seltener [Frey] . 

Perittia Sta. 

P. Herrichiella v. Heyd. [H.-S. 361). 

R. in breiter flacher Mine in dem Blatt von Lonicera xylosteum. 
F. im Juni. Bisher nur von Zürich, hier aber häufiger [Frey]. Er er- 
reicht mit Bergün eine Höhe von mehr als 4000' (Z.). 

P. Obseuripunetella Sta. [U.S. 924) . 

R. minirend in Blättern von Lonicera xylosteum. Einmal bei Zürich 
[Frey]. Erzogen halje ich kein schweizorsches, wohl aber englische Stücke. 

Tinagnia H.-S. 

T. Perdicellum Ti., Z. F.-li. 83. 2 a— e) uml Var. Matutinellum Z. 

R. noch unbekannt. 

F. im Tieflande, im Mai untl Juni an lichten Waldstellen um Erd- und 
Himbeei'en, mitunter gesellig. Bei Zürich [Frey); Bremgarten [Boll); Viege 
[Bent.)\ Lausanne [Lah.) ; von Genf (Mus.1 und dann (wenn nicht Matu- 
tinellum) von Gais, selten (P.-/.i; als Var. von Trafoi [Eppelsheini). 

Var. Matutinellum (llaarschopf dunkelgraii , Fühler und Taster grau- 
l^raun) vom Grauimndnei- Weissenstein und schon bei Bergün fZ.): aus dem 
Val da Fain [Frey): doch sehr wahrscheinlich auch vereiii/.oll im Tieflaiidc 
vorkommend, was noch zu ermitteln bleibt. 



382 Vlll. Tineen. 

T. Dryadis Stgr. 

Das interessante kleine Tliier, welches Stgr.^ Rogenhofer xxnd ich bei der 
Franzenshöhe des Steivio antrafen , fand sich Ende Jnli und Anfang August 
dicht unterhalli des Albula-Hospiz am Fussweg nach dem Weissenstein in 
den Blüthen von Dryas octopetaia. 1876 war es sehr häufig. 1879 sah ich 
kein Stück. 

Höhengrenze etwa 7000'^) 

Heliozela H.-S. 

H. Metallieella Z. (Sericiellum Haw.) [F.-R. 84. 2). 
R. wohl die Blätter der Eiche minirend. 

F. im Frühling, in kleinen Gesellschaften um Eichen fliegend. Bisher 
nur von Zürich [Frey] . 

H. Resplendella Sta. 

R. in den Blättern von Alnus glutinöse. 

Ein Exemplar von Zürich (Frey)^ sehr selten. 

Argyresthiden. 

Cedestis Z. 

C. Gysseleniella Kuhlwein (Gysselinella Dup.) [F.-R. 74. 3 a — c). 
R. in einem Gewebe zwischen den Nadeln von Pinus sylvestris. 
F. vom Juni bis in den August, doch nicht gemein. Bei Zürich (Frey) 
und Lausanne [Lah.]. 

C. Farinatella Z. [F.~R. 74. 4 a. b). 

R. minirend in den Nadeln von Pinus sylvestris. 

Bisher nur von Zürich im Juni und Juli, aber seifen [Frey). 

Argyresthi.a Sta. 

A. Bufella Tengström [ll.-S. 923). 
R. vielleicht an Pi'unus padus. 

F. bisher nur in einem Exemplare im Juli von Bergün {/.). Mir 
unbekannt. 

A. Ephippella Fab. (Pruniella (?)L., Hb., Tetrapodella Steph, , Cornelia 
Seop., Ephippium Fab.) (///>. 175. ll.-S. 652). 
R. in den Knospen des Kirschbaumes und Ilaseistrauches. 
F, vom Juni an, im Flachlande gemein und im Gebirge bis etwa 3000' 
aufsteigend. 

\) Douglasia Ocnc lostoniel la Sta. (Echii II. -S.) IH.-S. 9G1) wclclif um 
Ecliium iliotj;!, dürfte unserem taunent^ebiele kaum mangeln. 



Argyresthiden. 383 

A. Nitidella Fab. (Maritella F.-R., Pruni Haw., Pruniella Steph., 
[H.-S. 651) und Var. Ossea Haw. (DenudatellaF.-R.) (/A.-.S. G50) . 
R. in den Hhittknospen des Weissdorns. 

F. schon (vereinzelt) von Ende Mai an, im Juni und Juli gemein und 
wohl im ganzen Tieflande vorkommend. Von Zürich [Freij] . 

A. Spiniella F.-R. [H.-S. 648). 
R. an Soii)us aueuparia. 

Bisher nur einmal in der zweiten Julihälfle um Ilaselsträucher am Fusse 
des Ütlibergs bei Zürich gefunden {Frey). 

A. Conjugella Z. [H.-S. 647). 

R. in den Beeren von Sorbus aueuparia. 

F. bisher nur von Gais, häufiger (P.-/.), und im Thale von Zerniatt Ende 
Juli und im August getroffen [Frey). 
Elevation gegen 5000'. 

A. Semitestacella Curtis (Semipurpurella v. Hein., Parenthesella Zk.) 
[H.-S. 602. 603). 
R. vermuthlich an Buchen. 

F. im Juli und August, also spät erscheinend. Lausanne [Lali.]] Zürich^ 
an Waldrändern [Frey). 

Höhengrenze wohl eine sehr geringe. 

A. Albistria Haw. (Fagetella Moritz) [U.S. 653). 

R. in Schlehenknospen. 

F. im Juni und Juli, gewiss in grosser Verbreitung, doch bisher nur von 
Zürich [Frey) und Bremgarten [Ball). 

A. Pulohella Lienig [H.-S. 604). 

R. vernuUhlich in den Knospen des Haselstrauches. 
F. von Ende Juni bis in den August, aber seilen. Zürich [Frey); Brem- 
garten [Boll); St. Gallen [Tu.]; Chur (A7//.); Bergün {/.). 
Elevation über 4000'. 

A. Mendioa Haw. (Tetrapodella Z.) [II. -S. 646). 

R. in den Knos])en der Schlehe. 

F. im Juni, wohl überall. Zürich und Baden [Frey); Brenigaiten [Boll); 
St. Blaise-Neuveville [Coul.); Lausanne [Lah.); Weissbad (P.-/.). 
Elevation gegen 3000'. 

A. Fundella F.-R. [F.-R. 15. 4). 
R. an Pinus picea. 
Bisher nur von Zürich, im Juni [Frey). 



384 VIII. Tineen. 

A. Retinella Z. 

R. in den Knospen der Saldweide. 

F. im Juni. An Waldrändern bei Zürich nicht gerade selten (Frey); el)enso 
häufiger bei Bergün (Z.). 

Er überschreitet also 4000'. 

A. Abdominalis Z, (Abdominalella Dup.) [H.-S. ß61). 
R. an Juniperus communis. 

F., von Bremgarten [Boll); Zürich [Frey]] fiais [P.-I.]; am Slelvio noch 
in mehr als 7000', häufiger [Wo.]. 

A. DilectellaZ. [H.-S. 638). 

R. an Juniperus communis. 

F. zu Anfang Juli; einmal an einem Waldrande des ütliberges bei 
Zürich [Frey) . 

A. Marmorata Frey. 

Der A. Dilectella nahe verwandt, aber grösser, breitflügliger. Die 
Grundfarbe der Vorderflügel bleibt heller. Letztere, gelblich weiss, sind 
deutlich braun marmorirt. In der FlügelsjMtze und in hall)er Länge des Dor- 
salrandes je ein deutlicher schwarzer Punkt. 

' Zwei Exemplare aus dem Wallis von Anderegy erhalten. 

A. Sorbiella Ti. [F.-R. 15. 2 a. b). 

R. an Cotoneaster und Mespilus. 

F. im Juli. Von Gais und Weissbad [P.-I.]; bei Bergün (Z.) und im oberen 
Engadin bei Samaden und Sils-Maria [Frey). Ob er dort etwa noch Sorbus 
aucuparia bewohnt, muss ernu'ltelt werden. Ich traf ihn ferner bei Trafoi und 
in den Umgebungen Zermatts. 

Höhengrenze etwa 5800'. 

A. Submontana Frey. 

R. an Sorl»us aria. 

F. im Juni und Juli. Zürich, an den Waldrändern des Ütlibergs [Frey). 
In i]en schweizerschen Alpen kam er mir ni(Mii;ils vor; ebenso vermisste ihn 
Z. bei Bergün. 

A. Curvella L. (Curva Haw., Cornelia Fab., Sparsella S. V.) [F.-Ii. 15. 

3a-c). 

R. in d(>n Knospen des Aj)felbaumes, vielleicht auch an Schlehen. 

l'Mm .liini und Juli, gemein. Zürich [Frey); Ri-emgarten (ßo//); Hcmu 
[Jinil.); Schupfen ilU/ih.); Sl . Cjillen (7V/.) und Degersheim (Miil/cr); Chiir 
[Cafl.). 



Argyreslhiden. 385 

A. Andereggiella F.-R. (J-V-ella Haw.) [F.-R. 74. 2 a. b. Jf.-S. 654). 
R, in den Knospen von (]oi'ylus avellana und wildwachsenden Apfel- 
bäumen. 

¥. von Ende .luni an bis in den August. Zürich [Frei/); Brenigarlen 
{Boll); von St. Blaise-Neuveville [Coiil.]; Rrieg [Andereyfj): von der Teufels- 
briicke (Brenn') . 

A. Pygmaeella Hb, ( [?| Rudolphella Esp., Semifasciella Haw.) [Hb. 
353. F.-H. 15. 1 a. b). 

R. in tlen Knospen l)reitblätlriger Weiden. 

F. im .luni und .luli. Von Zürich [Frei/); Bremgai'ten (ßo//); von Degers- 
heim [iViHlci-); Sclmplen [Hlhh.); Gurnigel [Beut.); Gais und Weissbad [P.-J.); 
Chur [CafL); von Rergün [Z.]. 

Höhengrenze über 4000'. 

A, Goedartella L. (Semiargentella Donov.) (///>. 133) und Var. Literella 
Haw. 
R. an Riiken und Erlen. 

F. im Juni und .luli. Seltener von Zürich [Frey); dann von Schupfen 
[Rthb.]; auch von St. Blaise-Neuveville [Coii,!..]. Var. Lilerella (mit all- 
gemeinerem Goldanflug der Vordei'flügel) vereinzelt bei Zürich [Frey]. 

A. Brockeella Hb. (Aurivittella Haw.) [IIb. 362). 
R. in den Kätzchen der Birken. 

F. im Juni und .Juli. Bisher nur, und zwar selten, bei Zürich, so am 
Ütliberg [Frey). 

A. Trifaseiata Stgr. 

Imu reizendes Thierchen, von Andevcyy im Wallis entdeckt, wohl aus den 
Umgebungen Gamsens oder vom Simplen. In der Grösse der A. Fundella, 
aljer zarter gebaut. Ungemein leicht zu erkennen. Kopf und Palpen schnee- 
weiss , Fühler weiss und schwarz geringelt. Vortlerflügel golden n)il drei 
schneeweissen Querbinden, bn Spitzentheil zwei gleichartige Costal- und 
ein Dorsalhäkchen. In dei- Spilze selbst ein dunkleres, verloschenes 
Pünktchen. 

A. Certella Z. [U.S. 656). 
R. wohl an Pinus abies. 

F. im .luni. Zwei F^xemplare von Zürich (Frey): von Lausanne [Lah.)\ 
von Rergün (Z.); von Trafoi i TVo.), also 4500' überschreitend. 

A. Helvetica v. Hein. 

Vom Rernina an .luniperus. Der A. Adominalis Z. verwandt, mir ver- 
dächtig. 

Frey, Lepidoptereo. 25 



386 VIII. Tineen. 

A. Aurulentella Sta. 

R. die Nadeln von Juniperus communis minirend. 

F. bei Zürich im Juni, al)er nur .sehr lokal [Frey)\ von Gais und Weiss- 
bad, häufiger [P.-I.). Wie Wo. fand, überschreitet das Thier auf derFranzens- 
hölie 6500'. 

A. Areeuthina Z. [H.-S. 658). 
R. an Wachholder. 
F. einmal bei Zürich getroffen {Frey). 

A. lUuminatella P.-R. (Bergiella Ratzeburg) [H.-S. 655) . 

R. in den Knospen der Nadelhölzer. 

F. vom Mai bis in den Juli. Bremgarten [BoU] ; bei Zürich, mitunter 
häufiger [Frey); Degersheim [Müller]] verbreitet bei Bergün (Z.); von Trafoi 
[Eppelshehn). 

Höhengrenze über 4500'. 

A. Laevigatella v. Heyd. 
R. wohl an Pinus larix. 

F. im oberen Engadin vom Juli in den August. Samaden, St. Moritz, 
Sils-Maria [v. Heyd.., F^'^y]] ebenso von Trafoi [Frey und Wo.). 
Höhengrenze über 5500'. 

A. Glabratella Z. 

Ein Exemplar Mitte Juni von Bergün (Z.); dann von Trafoi [Wo.).'^) 

Ocnerostoma Z. 

O. Piniariella Z. ([?] Var. Argentella Z., Galactitella Eversmann) [H.-S. 
659. 660). 
R. die Nadeln von Pinus sylvestris minirend. 

F. von Zürich im April und dann abermals im Juli bei Zürich, jedoch 
selten [Frey); von Bergün (Z.). 
Elevation über 4000'. 

O. Copiosella v. Heyd. 

R. die Nadeln der Arve, Pinus cembra, minirend. 

F. im Juli und zu Anfang August im oberen Engadin. Von St. Moritz 
und Samaden [v. Heyd., Frey); etwas unterhalb der Franzenshöhe des Stelvio 
[F^ppelsheim) . Von der vorhergehenden Art völlig verschieden. 2) 

1) A. Amianlella Z. traf Wo. bei Trafoi. Sie wird al.so dem scliwcizerschon 
Faunengebiele auch zukommen. 

2) Wie V. Hein, in seinem Wcrite 0. Copio.sella mit der voilicrgeiicnden bekannten 
Art vereinigen wollte, i.sl mir völlig unbegreiflich. Sie sind beide ausse ro rd enti ic h 
leicht zu unterscheiden. Derjenige, welchem für diese Diagnose ein Auge fehlte, sollte 
einem solchen Gebiete überhaupt fern geblieben sein. 



Gracilariden. 387 

Zelleria Sta. 

Z, Insignipennella Sta. 

F. hislier nur, und zwar sehr selten, bei Zürich von Ende April bis in den 

Juni {Frey] . 

Z. Saxifragae Sta. (Faseiapennella Frey, [?] Alpicella F.-R.) [H.-S. 

[•?]359 und N. Schni. 45). 

R. an Saxifraga aizoon. 

F. im Juli und August. Aus dem oberen Engadin an Felsen bei Samaden, 
Celerina, St. Moritz {Frey u. A.); häufig im Thale von Zermalt {Frey) und 
noch auf dem Steivio {Wo.]. 

Elevation also etwa gegen 8000'. 

Z. Faseiapennella Sta. 

Ein Stück im Juni von Bergün (Z.); vielleicht auch aus dem Wallis {Frey], 

Gracilariden. 

Gracilaria Haw. 

G. Alchimiella Scop. (Thunbergi Haw., Franckella Hb., Swederella 
Schalen, Hilaripennella Tr.) {Hb. 379). 
R. in einer Dule an Eichblättern. 

Von Zürich, nicht häufig, im April und Mai {Frey); von Bremgurten {BoU); 
von Lausanne {Lah.). 

G. Stigmatella Fab. (Upupaepennella Hb., Triangulella Panz., Trigona 
Haw., Oohracea Haw,) {Hb. 203). 
R. in einer Dule an breit- und schmalblättrigen Weiden. 
F. von Ende August bis in den tiefen Herbst und dann überwintert im 
Frühling. St. Blaise-Neuveville {CouL); Zürich {Frey)-, Bremgarten {Boll); 
St. Gallen {Tä.); Chur {Caß.). 

G. HemidactyleUa Sta. {IIb. 276) . 

R. an Acer pseudoplatanus. 

F. in doppelter Generation bei Zürich, aber nicht häufig {Frey). 

G. Semifascia Haw. (Picipennella F.-R.) {II. -S. 822. 824). 

R. an Acer campestris. 

Der ungemein variable F. bei Zürich in der zweiten Aprilhälfte und im 
Mai, dann nochmals im August, stets aber selten {Frey). 

G. Fideila Reutti, v. Heyd. 
R. in dem Blatte des Hopfens. 

25* 



388 VIII. Tineen. 

F. im Frühling. Bisher nur von Bremgarlen an einer enge begrenzten 
Stelle der alten Stadtmauer. 

G. OnustellaHb. ([?]//&. 314. H.-S. 729), 

R. an Hopfen, bisher nur von derselben Stelle, welche G. Fidella lieferte. 
F. im .luni und Juli. Ich bekenne offen, auf den Verdacht hin , eine 
microlepidopterologische Ketzerei zu begehen , dass ich hier an einen so- 
genannten Saison-Dimorphismus (S. 1) denken möchte. 

G. Populetorum Z. (Tetraonipennella Dup.) [H.-S. 726). 
R. an Birken und Zitterpappeln. 
F. im Juli und September. Bei Zürich, selten [Frey): aus dem Wallis 

{Ande)-egg) . 

G. Rufipennella Hb. [Hb. 204. H.-S. 731). 

R. in eingerollter Blattecke von Acer pseudoplatanus. 
F. bei Zürich, selten im September [Frey]; dagegen kann man der Larve 
in den Alpenthälern mitunter in ganz enormer Menge l)egegnen. So bei 
Matt (2543') und Elm (3029') im Canton Glarus {Frey); im Schächenthal 
[Bremi); auch in der Westschweiz Lah.)J) 

G. Elongella L. (Punctella L., Ochrodaetyla S. V., Signipennella Hb., 
Signipennis Haw., Hemidactyla Haw., Roscipennella Tr., Ineon- 
stans Sta.) [IIb. 196. H.-S. 730). 
R. in eingerollten Blättern der Erle, ebenso auch an Birken. 
F. im Frühsommer und im September (überwinternd). Von Zürich (Frey); 
Bremgarten [Boll); Schupfen (Rthb.); Lausanne [Lah.); von verschiedenen 
Orten des Wallis [Beut.) . 

G. Juglandella Mann. 

R. in dutenförmig eingerollten Blattheilen von Juglans regia. 

Bisher fast nur, aber sehr häufig, aus dem Wallis. So aus den Umgebun- 
gen Gamsens [Andereyy] und dem Zermatter Thal , schon hinter Viege ])egin- 
nend [Frey) . In der östlichen Schweiz traf sie allein Z. bei Chur sehr häulig. 

G. Puneticostella H.-S. (Roscipennella H.-S.) [H.-S. 732). 
R. vielleicht an Chenopodium. 
F., mir unbekannt, aus der westlichen Schweiz [Lah.). 

G. Tringipennella Z. [H.-S. 783). 

R. oberseitig die Blätter von Plantago lanceolata minirend. 



1) G. Taxi H.-S,, früher von mir unter den scliweizerschen Tineen aufgcführl. wcklie 
von Niemanden hinterher aufgefunden werden konnte [liremi halte sein Kxenijihir zu An- 
fang August um Taxus bei Züricii gefangen), dürfte wolii aus der Ueihe der Arten zu shei- 
clien sein. Unglücklicherweise ist das Stück mit der liremi' schan Sanunlung zu Grunde 
gegangen. 



Gracilariden. 389 

F. im Frühling und noehnuils wahrend der Sommermonate auf trocknen 
warmen Wald wiesen. Zürich [Freij]; Bremgarten {BoH); St Gallen [Tä.) und 
Degersheim [Müller) . 

G. Limosella F. -R. [H.-S. 734). 

R. wie eine Lithocolletis (s. u.) die Blättchen von Teucrium chamaedrys 
minirend. 

F. im Frühling und Hochsommer. Auf dem Lägernberg, selten [Frey); 
von Gamsen [Anderegg) . In den östlichen Alpen erreicht das Thierchen (noch 
vereinzelt) BergUn (Z.). 

Elevation über 4000'. 

G. Syringella Fab. (ArdeaepennellaTr,, AnastomosisHaw.) [H.-S. 741). 

R. in Duten an Syringa vulgaris, an Liguster und Eschen. 

F. in doppelter Generation, einer im Frühling und einer zweiten im 
Hochsommer. Im tieferen Faunengebiete sicher überall und mitunter sehr 
gemein. Im Gebirge wohl nui" sehr massig ansteigend, so noch in der unteren 
Region des Rigi an Eschen [Bremi) . 

Elevation etwa 3000'. (?) 

G. SimplonieUa F.-R., Bsd. [F.-R. 70. 3 a. b). 

Das reizende auffallende Thierchen im Juni um Laubhölzer. Entdeckt 
vom alten Anderegg bei Gamsen und dann von seinem Enkel wieder in Ver- 
kehr gebracht ; wie es scheint selten. 

G. Auroguttella Steph. (Lacertella F.-R.) [H.-S. 738). 

R. in dutenförmiger Wohnung an Hypericum-Arten. 

F. vom Ende April durch den Mai und Juni und dann nochmals Ende 
Juli und im August. Im tieferen Faunengebiete zweifelsohne überall. In 
den Alpen noch auf Mürtschenalp in etwa 5000' Höhe [Freg) und etwa noch 
1000' höher in den Umgebungen Bergüns [Z.]. 

Gr. Hofmannella Sdüeich. 

R. das Blatt von ürobus vernus minirend. 

F. im Mai und Juni. Bisher nur zwischen Killwangen und Würenlos (bei 
Baden) [Frey).^) 

G. OnonidisZ. (ArgentipunetellaSta., MoniliellaTengström)(//.-8. 735) . 
R. an Ononis und Klee minirend. 

F. im Juni und Juli. Bisher nur von Bremgarten [BoU), Zürich [Frey) 
untl aus den Umgebungen Gamsens [Anderegg) . 



I) G. 1 mpe rialel la Mann, Sclilei ch (H.-S. 740) (deren Raupe an Symphytum 
otficinale lebt) ist bei uns noch nicht getroffen worden, obgieicli sie gewiss niclit fehlt. 



390 ^IH- Tineen. 

G. Phasianipennella Hb. (i/6. 321. H.-S. 739) und Var. Quadruplella 
Z. [H.-S. 736). 
R. an Polygonum hydropiper und persicaria , an Rumex acetosella und 
obtusifolia. 

F. von Ende August bis in den tiefsten Spatiierbst und überwinternd. 
Getroffen l)ei Zürich {Frei/), Bremgarten [Boll] und Scliüpfen [Rthb.). 

Var. Quadruplella (vier oblonge gelbe Vorderflügelflecke und gelb 
gefleckter Thorax) von Bremgarten [Boll] . 

G. Pavoniella Metzner [H.-S. 721). 

R. an Margarita bellidiastrum und Aster amellus. 

F. wohl im Juni und Juli. Bisher nur aus den Umgebungen Zürichs und 
zwar von beiden Seeufern. Auf Waidwiesen des Ütlibergs erreicht sie etwa 
2200' Höhe [FreyY). 

Coriscium Z. 
C. Sulphurellum Haw. (Citrinellum T. -R., Leucapennella Steph.) 
[F.-R. 70. 2). 
R. unbekannt. 

F. Ende April und im Mai, dann nochmals von Ende Juli an. Er ist bei 
uns ein seltenes Vorkommniss. Zürich, am Ütliberg in einem Exemplar [Frey); 
Bremgarten [Boll]; Umgebungen Lausannes [Lah.); von Genf (Mus.). An 
beiden letzteren Orten auch nur in je einem Stück. Auch im Tessin vom 
Monte Bre, Anfang Mai [Bent.]. 

C. Cuculipennellum Hb. (Alaudellum Dup., Ligustrinellum Z. ) H.-S. 

718). 
R. in einer Dute des Blattes von Ligustrum vulgare. 
F. von Ende Juli bis in den September. Bei Zürich, nicht selten [Frey); 
Bremgarten [Boll); Schupfen [Rlhb.]; Lausanne [Lah.). 

C. Brogniardellum Fab. (Quereetellum Z., Substriga Haw., Curtisella 
Dup.) [H.-S. 719). 
R. in sehr ansehnlicher Mine in Eichenblättern. 

F. im Frühling und nochmals im Spätsommer. Häufiger bei Bremgarten 
[Boll); seltener bei Zürich [Frey); Schupfen [lithb.); Lausanne [Lah.); Genf 
(Mus.). Ich traf ihn noch auf der Spitze des Ütlibergs in 2687' Meereshöhe. 

Ornix Z. 

O. Scutulatella Sta. 

R. mlnirend an Birken, dann einen Blattrand umbiegend. 2) 



1) E. Kullariella F.-R. nül der an Spartiuin lebendcMi L. diiiflo in den (ransali)inen 
Thälern zu linden sein. 

2) Bei der höchst ähnlichen Lebensweise der Larven des Genus Ornix geben wir für 
die nachfolgenden Arten einfach nur die Nalirungspllanze an. 



i 



Gracilariden. 391 

F. bisher nur aus dem Torfmoore von Bünzen durch Zucht erhalten 

[Frey) . 

O. Betulae Sta. 
R. an Birken. 
Bisher nur von Zürich, diii'ch Zucht gewonnen {Frey). 

O. Scoticella Sta. (Torquillella [p.] H.-S.). 

H. an Soi'l)us aucuparia und aria, auch an Birken. 

F. Ende Mai und im Juni. Von Zürich {Frey); von Bergün (Z.) und noch 
auf dem Maiojapasse, also in 5500' überschreitender Hohe {Frey). 

O. Torquillella Z. 
R. an Schlehen. 

F. im Mai und Juni, dann von der zweiten Julihälfle in den August. Bei 
Zürich, seltener {Frey). 

O. Finitimella Z. {II.-S. 725). 

R. gleich derjenigen der vorhergehenden Art. 

F. mit derselben Erscheinungszeit. Bisher nur bei Zürich beobachtet 

{Frey) . 

O. Avellanella Sta. 

R. an Gorylus avellana. 

F. häufig mit denselben zwei Generationen bei Zürich (Frey) und sicher 
im ganzen tieferen Faunengebiete vorhanden. Wie kaum zu bezweifeln, noch 
bis Bergün aufsteigend (Z.). 

O. Anglicella Sta. 

R. an Crataegus oxyacantha. 

F. abermals in zwei Generationen. Bei Zürich gemein und sicher dem 
ganzen Tieflande nicht abgehend {Frey). 

O. Fagivora Frey (Devoniella Frey). 

R. an Fagus sylvalica und Garpinus betulus, meistens an Hecken und in 
Anlagen. 

F. in der herkömmlichen doppelten Generation. Bei Zürich, mitunter 
häufig {Frey) ^) . 

O. Pfaflfenzelleri Frey. 
R. an Cotoneaster vulgaris. 
F., ein Kind des Alpenlandes, im Juni und dann nochmals im späten 



1) 0. Alpico 1 a W o., eine interessante Entdeckung aus neuer Zeit , welche auf dem 
Stelvio Ende Juli in 7000 — 7500' Hölie um Dryas octopetala fliegt, wird sich ohne Zweifel 
in unserem östlichen Alpengebiet noch auffinden lassen. 



392 ^^' Tineen. 

Hochsommer. Aus dem Puschlav [Pfaffenz-eller) und dem oberen Engadin^ 
wie Geierina, St. Moritz, Sils-Maria [Wolfetisberger , Frey); selten auf der 
Ebenalp {P.-I-); häufig bei Zermatt [Frey). 
Höhengrenze etwa 5600'. 

O. Interruptella Zetterst. (Caelatella Z.). 

R. an Weiden. 

F. im Hochsommer in den Alpen. So aus dem oberen Engadin [Xicketi); 
ferner am Graubündner Weissenstein (Z.), und über der Passhöhe des Albula 
[Boll); von Zermatt als Mine [Frey). 

Elevation 7400'. 

O. Guttea Haw. ( Guttif erella Dup., Malinella Hb.) [H.-S. 723). 
R. am Apfelbaum. 

F. im Mai und Juni, sicher überall im Tieflande. Zürich, Baden und 
Bremgarten {Frey^ Ball); von Schupfen [lUhb.); von Ghur [CafD. 

■ Die (wohl unbedeutende) Höhengrenze bedarf genauerer ErmiKelung. 

Coleophoriden. 
Coleophora Hb. 

C. Juncicolella Sta. ( Inf antinella H.-S.) [H.-S. 666). 
Der kleine zierliche Sack (S.) au Heidekraut. 
F. im Juni, bisher nur von Würenlos [Boll) und Zürich [Frey]. 

C. Nigricornis Wo. 

Dunkler und mit ungeringelten Fühlern. Aus dem Wallis (Ho.). Diese 
(nach einem rf aufgestellte) Art ist mir verdächtig. 

C. Laricella Hb. (Argyropennella Tr.) [U.S. 667). 

S. an Pinus larix. Die schädliche R. minirt, immer häufiger werdend, 
die Nadeln. 

F. im ganzen tieferen Faunengebiete, bald gemein, bald spärlicher nach 
der Cultur der Lärche. Er erreicht noch, als häufigeres Vorkon)nmiss, die 
Höhe von Bergün (Z.). Flugzeit ist der Juni. 

Elevation wohl gegen 5000', wenn nicht mehr. 

C. Badiipennella F.-R. {Il.-S. 680). 
S. an Fischen, Rüstern, Ahorn. 
F., nicht gerade häufig während des Juli, i)ei Zürich [Frey). 

C. Milvipennis Z. 

S. an Bii'ken. 

F. im Juli, nicht gerade häufig. Von Zürich und Bünzcn {Frey, Boll). 



Coleophoriden. 393 

C. Minuseulella H.-S. H.-S. 679). 

Ein Exeinphii-, Ende des Sommers, aus den Umgebungen Zürichs [Frey]. 

C. Limosipennella F.-R. [JL-S. 677). 
S. an Rüstern und Erlen. 
F. nicht häufig, bei Zürich im Juli [Frey). 

C. OehripenneUa Z. [U.-S. 678). 

S. an Hecken und feuchten Waldsteilen, auf Stachys sylvatica, ßallola 
nigra, Lamium purpureum und album, sowie endlich auf Glechoma hederacea. 
F. von Mitte Mai an in den Juni bei Zürich, nicht seilen [Frey). 

C. (?) Solitariella Z. [H.-S. 672). 

Wahrscheinlich zälilen zwei, vor längeren Jahren bei Samaden Ende 
Juli gefangene Stücke hierher {Frey). 

C. Flavipennella F,-R. H.-S. 675). 
S. an Pyrus communis. 

F. von Zürich [Bremi nach H.-S.]; mir niemals vorgekommen und ver- 
dachtig. 

C. Lutipennella Z. (Elongella Zetterst.) [II. -S. 676). 
S. au Eichen. 
F. bei Zürich, im Juli an Waldrändern {Frey). 

C. Albisquamella H.-S. 

Von Samaden, Ende Juli [Frey). 

C. Fuseedinella Z. [H.-S. 669) . 

S. an Birken, Hainbuchen, Haseln, Rüstein und Erlen. 
St. Gallen [Tä.]; Zürich, häufig [Frey): Bremgarten [ßoll); Schupfen 
[Rthb.]. ■ 

C. Binderella KoUar (Lusciniaepennella Z.). 
S. an Alnus incana. 
Zürich, nicht häufig im Juli [Frey). 

C. Viminetella Z. (Lusciniaepennella Tr., Orbitella H.-S., Frey) [H.-S. 

670). 

S. an breit- untl schmalblältiigeii \\ eidcn. 
Bei Zürich, nicht gerade selten [Frey). 

C. GryphipenneUaBouche (Lusciniaepennella Z., Frey) [H.-S. 673. 674). 
R. an wilden untl cultiviilen Rosen. 
Von Zürich und Samaden im Juni und Juli {Frey). 



394 VIII. Tineen. 

C. Coraeipennella Hb. (Nigricella Steph.) [H.-S. 671). 

S. an Apfelbäumen, Schlehen, Kirschen, Weissdorn, Birken und Uhnen. 
F. im Juni und Juli gemein. Bei Zürich [Freij) und sicher im ganzen 
Flachlande verbreitet. 

C. Orbitella Z. 

S. an Vaccinien (V. myrtillus, vitis idaea und uliginosum). 
Aus den Umgebungen Bremgartens in einem Torfmoore an letzt- 
genannter Pflanze {Frey) . 

C. Ledi Z. 

S. an Cornus, Viburnum, Linde u. s. w. 
F. im Juni. Bisher nur von Zürich {Frey) ." 

C. ParipenneUa Z. (H.-S. 655). 

S. an Haseln, Schlehen, Apfelbäumen, Weissdorn, Cornus, Rosen und 
Brombeeren. 

F. im Juni. Massig selten bei Zürich [Frey). 

C. Fuscoeuprella H.-S. [H.-S. 920 f.). 
S. an Corylus avellana. 

Bisher allein von Zürich [Frey), und nur als S. gefunden. Allein ein Irr- 
Ihum ist bei der so höchst bezeichnenden Form des Raupensackes unmöglich.') 

C. Albitarsella Z. {H.-S. 668). 

S. an Glechoma hederacea und Origanum vulgare. 
F. von Zürich im Sommer, selten {Frey). 

C. Alcyonipennella KoUar. {H.-S. 663. 920 c). 

S. an Centaurea jacea, scabiosa und nigra. 

F. selten. Auf Bergwiesen bei Zürich {Frey), im Juni; Umgebungen 
Bergüns im Mai und Juni (Z.) und auch noch aus dem oberen F^ngadin {Frey); 
Trafoi {Eppelsheini) . 

Elevation gegen 5500'. 

C. (?)Puscicornis Z. 

Ich bezweifle die Artrechte sehr. Ein von 77. -N. so bestimmtes Exemplar 
auf einer Waldwiese des Ütlibergs bei Zürich im Juni {Frey). 

C. Deauratella Z. (Alcedinella F.-R.) {H.-S. 664). 

S. ohne Zweifel an Klee oder Kräutern unserer Cultur\> iesen. Alan lrifl"t 



\) C. Aeripennis Wo., von Stgr. bei Macugnat^a gefangen, wird unserem Faunen- 
gcbiete kaum abgehen. 

C. Acthiops Wo. Ebenfalls von Macugnaga [Stgr.). 
Beide Arten sind nach je einem Stück aufgestellt ! 



Coleophorideii. 395 

ihn zuweilen massenhaft an dem Stamm dort waclisender 01)stbaiime. Bei 
Zürich auf Wiesen im Mai und Juni, nicht selten [Frey). 

C. Fabriciella Villars (Spissieornis Haw., Mayrella Z., Troohilipennella 
Costa {[■'!] Hb. 322). 
F. auf trocknen Gi-asstellen in Nadelholzwaidungen. liei Züricli im Juni, 
mitunter iiäufiger Frey); auch von BergUn (Z.); Trafoi [Eppelsheim) . 
Elevation 4800'. 

C. Hemerobiella Scop, (AnseripennellaHb.) [H.-S. 908. F.-R. 69. 70. 1). 
S. an Apfel-, Hirn- und Kirschbäumen, ebenso an Cralaetius oxyacantha. 
F. sicher im ganzen Tieflande. Bei Zürich im Juli, hautiger (Frey). 

C, Anatipennella Hb. (Tiliella Schrank, AnatipennisHaw.) [H.-S. 907). 
S. an Laubhölzern, z. B. Sahhvelden. 
F. im Juni von Zürich, aber seltener (Frey). 

C. Palliatella Zk. (Palliipennella Tr.) [H.-S. 908). 
S. an verschiedenen Laubhölzern. 
F. l)ei Zürich im Juni und Juli, selten [Frey). 

C. Currueipennella Z. [H.-S. 894). 

S. an Eichen und Hainbuchen. 

F. in der zweiten Julihälfte bei Zürich, jedoch seilen [Frey). 

C. Auricella Bosc. (Barbatella P.-R.) [H.-S. 715). 
S. an Slachys recta und Belonica oflicinalis. 

F. im Juni. Auf nassen Waldwiesen bei Zürich, häufiger [Frey); auch aus 
der Weslschweiz [Lah.). 

C. Serenella Ti. [H.-S. 692). 

S. an Aslragulus glycyphyllos, Hippocrepis comosa, namentlich al>er an 
der angepflanzten Colulea arl)orescens. 

Bei Zürich, häufiger im Juni und Juli, und auch vom Lägernberg [Frey). 

C. Vulnerariae Z. (Albicosta H.-S., Frey) [H.-S. 693. 917. 918). 
S. an iVnlhyllis vulneraria. 
F. im Juni, nicht selten bei Wüienlos [Frey). 

C. Pyrrhulipennella Z. [H.-S. 699). 
S. an Heidekraut. 
F. im Torfmoor von Bünzen, niemals al)er bei Zürich getrofi'eu [Frey). 

C. Conspicuella Z. [U.-S. 705). 

S. an Cenlaurea nigra, seabiosa und jacea. 



396 VIII. Tineen. 

F. im Juni und Juli. Auf Waldwiesen bei Zürich, im Allgemeinen nicht 
häufig [Frey] . 

C. Valesianella v. Heyd. 

Bisher nur aus dem Wallis, leider ohne nähere Angabe, {v. Heyd.) . 

C. Lixella Z. (Ornatea Haw., Ornatipennella Steph.) {H.-S. 713). 

S. anfänglich an Thymus serphyllum, später an Gräsern. 

F. im Juli und August, seltener. Bei Pfäffikon im Canton Zürich (S?/fe/"); 
Lägernberg [Frey]; Haldenstein (1724') {Cafl.); auch aus dem Canton Tessin 
[C. Zeller). 

C. OrnatipenneUa Hb. [H.-S. 712). 
S. an Gräsern. 

F. gewiss überall. Von Genf (Mus.) bis Zürich, im Juni und Juli auf 
Waldwiesen, gemein {Frey); l)ei Bergün, selten geworden (Z.). 
-Höhengrenze über 4000' i). 

C. Ochrea Haw. (Argentipennella Dup., Hapsella Z.) [H.-S. 709). 
R. an Helianthemum vulgare. 

F. im Sommer, gewöhnlich im Juli. Bisher nur vom Lägernberg {Frey); 
ohne Zweifel aber auf dem seh weizerschen Jura weit verbreitet. 

C. Wockeella Z. {H.-S. 710). 

S. an Betonica officinalis, Stachys hirta und Ranunkeln. 

F. Ende Juni und im Juli. Bei Zürich, aber durchaus nicht gemein (Frey). 

C. Albifascella Z. (Leucapennella Hb.) {Hb. 205. H.-S. 685). 
L. in den Samen der Silene niüans und Lychnis viscaria. 
F. im Mai und Juni. Lägernberg {Frey); Engelberg, Kreuzstrasse bei 
Aarburg {Mtl.); nirgends häufig. 

C. Discordella Z. 

S. an Lotus corniculatus. 

F. im Sonuner, bei Zürich {Frey). 

C. Niveicostella Z. {H.-S. 681). 

F. von Zürich {Frey) und Bremgarlen [Doli]., im Sommer auf Waldwiesen, 
aber seltener. Wie es scheint, im Alponlande weit verbreitet. Bei Bergün 
von Mitte Juni bis Mitte Juli auf trocknen, blumigen Wiesen, nicht selten (Z.). 

Elevation über 4000'. 



1) Eine eigenlliüniliclie Zwi.sclienruitu der C. Lixella iiiid Ornalipeniiella llies;!, niclil 
gerade selten, im Ober-Engadin. Sollte sich in der Folge durch Erziehuntj eine neue Arl 
ergeben, so schlage ich den Namen G. Intermediella vor. 



Coleophoriden. 397 

C. Nubivagella v. Heyd., Z. 

Ein woil>liclies Exemplar vom Co! de Bahne durch v. Heyd. Ob sichere 
Arl ■? Niemand ist ihr hinterher begegnet. 

C. Niveistrigella Wo. 

Nach einem Exemplar aus dem Wallis. 

C. Tractella v. Heyd. 

Aus dem Wallis [v. Heyd.). Mir unbekannt geblieben. 

C. Rectilineella F.-R. [H.-S. 697 a. b). 

Wohl mit Sicherheit von Berglialp im Canton Glarus in ungefähr 5000' 
Meereshöhe [Frey); ebenso aus den Umgebungen Zermatls (Genfer Mus.). 

C. OnosmellaBrahm(StruthionipenneUaTr.) [H.-S. 71 6a. b. Hb. PJ209). 
S. an Onosma, Betonica, Anchusa, Hieracium. 
F. selten. Bei Bergün Ende Juni und im .luli (Z.). 
Elevation über 4000'. 

C. (?)Inflatae Sta. 

R. in den Samenkapseln der Silene inflata. 

Ein Exemplar im Mai bei Bremgarten zählt wahrscheinlich hierher [Frey). 



C. Therinella Tengström {H.-S. 

S. an Disteln. 

F. in einigen Stücken im .luni und Juli bei Zürich {Frey); bei Bellin- 
zona {Lah.). 

C. Troglodytella F.-R. {II.-S. 893) und Var. Ramosella Z. 

S. an sehr verschiedenen niederen Pflanzen , wie Eupatorium canna- 
Itinum, Inula dysenterica, Conyza squarrosa und Margarita bellidiastrum. 

F. im Juni und Juli. Bei Zürich, häufiger {Frey). 

Var. Ramosella (mit rein weissen, nicht dunkler geringelten Fühlern) 
findet sicli unlcrmischt mit der Stannnarl. 

C. Alpicola Wo. 

In zwei rj von Sfyr. bei Macugnaga und auf dem Gornergral erhalten. 
Mir unbekannt. 

C. Nutantella Frey und Mühlig. 
S. an Silene nutans. 
F. vom t.ägernberg, als sellenes TIn'er {Frey). 

C. Argentula Z. {H.-S. 896). 

S. an den Hlüdien und Samen von Achillea millefolium. 
F. im Juni. Bisher nur von Bremgarten {Frey). 



-398 VIII. Tineen. 

C. Virgaureae Sta. 

S. in den Samen von Solidago virgaurea. 

F. von Ende Juli den August hindurch. An lichten Waldsleilen l)ei Zürich, 
hier mitunter häufiger {Frey) . 

C. FulvosquamellaH.-S. (//.-S. 912).i) 

S. an Dryas octopetala. 

Die schöne alpine, von mir entdeckte Coleophore findet sich indessen 
schon bei Bergün (Z.); dann im oberen Engadin, Samaden, St. Moritz, Sils- 
Maria [Frey]; Macugnaga und Gornergrat (Stg)-.]; vom Stelvlo [Wo.). 

Elevation etwa von 4000 bis gegen 7000'. 

C. Collina Frey. 

Ich traf während der zweiten Julihälfte und im Beginn des Augusts diese 
Art, welche an C. Fulvosquamella in manchen Stücken sehr nahe heranragt, 
im ganzen oberen Engadin, von Samaden bis Sils-Maria, an trocknen, mit 
Dianthus bewachsenen Stellen in einer Höhe bis 6000'. 

Etwas kleiner als Fulvosquamella ; ihr sonst in Zeichnung verwandt. Die 
Vorderflügel sind am Costalrande von der Wurzel bis zur Spitze fein weiss 
gerandet. Ihre Grundfarbe ist das ockerfarbige Grau der vorhergehenden 
Art. Spitzwinklig von jener weissen Randbegrenzung geht in der hinteren 
Flügellänge ein schiefer Längsstrich gegen eine ähnliche weisse, wiederum 
den Hinterrand erreichende Medianlinie. Um den Afterwinkel weissliche 
Begrenzung, ebenso am Wurzeltheil des Dorsalrandes. Vereinzelte schwärz- 
liche Schüppchen treten auf der Flügelfläche auf. 

C. Mediostrigata Frey. 

Der vorhergehenden Art al)ermals sehr nahe verwandt, in Grösse und 
Färbung gleich. Ein vollkommen gerader weisser Medianstrich, bis zu den 
Ilinterrandsfranzen, durchsetzt die volle Flügellänge und bildet wohl das 
beste Merkmal. Die Befranzung der Flügelspitze weisslich. 

In mehreren vollkommen reinen Stücken vom Albula-Passe , also in 
7200' Meereshöhe. 

C. Brigensis Frey. 

Der vorhergehenden Spezies sehr nahe kommend und mit ihr in Grösse 
übereinstimmend. Die weisse Costaleinfassung der Vorderflügel etwas l)reiter 
und sehr deutlich. Der weisse Medianstreifen nur in der hinteren Flügel- 
hälfte entwickelt. Franzenspitze weisslich. Jede schwarze Beschuppung der 
mehr l)räunlichen Vortlerflügel fehlt. Das ^ sehr spitzflüglig. Aus dem 
Wallis von Anderegy in Mehrzahl. 

1) Die hochalpinen, an Fulvosquamella .si('h anrciluMulon Colcophoron hiUlcn meiner 
Ansicht nach zur Zeit fast den schwiorii^stcn Ahschnitt der Microlepido|)terol(ii;ie. Ich 
könnte — mitunter nur nach vereinzelten (frischen) Exemplaren — ein Dutzend neuer 
Spezies beschreiben. Ich beschränke mich auf wenii^e sichere, und auch hier sollten 
allerdings gute Abbildungen ergänzend eintreten. 



Coleophoriden. 399 

C. Albtilae Frey. 

Ein recht kleines, aber sehr spezifisches Thierchen derselben Gruppe. 
Etwa im Ausmaasse der C. Argentuhi Z. Auffallend dunkel, düsler schiefer- 
grau. Die Zeichnungen ganz verloschen. Eine weisse Coslaleinfassung setzt 
sich verloschen in die Frenzen vor der Flügelspitze fort. Eine kürzere, ge- 
bogene, nicht minder undeutliche, stumpfwinklige, weissliclie Linie undeut- 
lich am Aflerwinkel. 

Zwei Exemplare am Albula-Pass neben dem Hospiz im August. 

C. Otitae Z. [H.-S. 911. 920). 
S. an Silene nutans. 

F. im Juli. Vom Lägernberg in Anzahl [Frei/] . Jede weitere Beobachtung 
fehlt noch immer. 

C. Flavaginella Z. 

S. an Atriplex und Chenopodium. 

F. im Juli und August. Von Lausanne (£«/«.); von Genf (Mus.); bei Sion 
im Wallis; von Zürich, häufiger, und von Samaden [Frey). 

C. Murinipennella F.-R. (Otidipennella Z.) [II.-S. 881). 
S. an den Samen der Luzula pilosa. 

F. im April und Mai. Bei Zürich häufiger und auch noch von Samaden 
im Hochsommer [Frey); ebenso von Bergün (Z.). 
Höhengrenze über 5000'. 

C. Caespitiella Z. [H.-S. 877. 878) und Var. Alticolella Mann. 
S. an Binsen, Juncus conglomeratus. 

F. im Juni und Juli , mitunter in förmlichen Schwärmen. Bei Zürich 
[Frey); von Bremgarten [Boll] und sicher überall im ganzen tieferen Faunen- 
gebiete. Auch Var. Alticolella (rein weisse, nicht dunkel geringelte Fühler) 
unter der Stammart. Z. hätte diese Form meiner Ansicht nach nicht mit 
besonderem Namen versehen sollen. 

C. Annulatella Tengström (Laripennella Zetterst.) [ff.-S. 901). 
S. an Chenopodium und Atriplex. 

F. im Sonnner, im Flachlamle verbreitet; aus dem Wallis; von Bergün 
(Z.); von Samaden und dem Stelvio, sowie von Zermatt [Frey). 
Elevation etwa 6000'. 

Elachistiden. 

Batrachetlra Sta. 

B. Praeangusta Haw. (Turdipennella Tr.) [II.-S. 995). 

R. an Populus tremula (sicher auch an anderen Pappelarten); doch 
weiteres fehlt noch. In Kätzchen?]. 



400 VIII. Tineen 

F. im Juli und August. Bisher nur, und zwar als Seltenheit, von Zürich 

[Freij] . 

B. Pinicolella Dup. [II.-S. 996). 

F. im Juni und Juli, von den Zweigen der Pinus sylvestris. 
Bei Zürich und Bremgarten , aber an l)eiden Orten selten [Frey, Bali); 
von Genf (Mus.). 

Cosiiiopteryx Hl)., Sta. 

C. Scribaiella v. Heyd. [II.-S. 998). 

R. in den Blättern von Arundo phragraites minirend, wie Boll und Frei/ 
entdeckten . 

F. im Frühsomraer. Bisher nur von Bremgarten an den Ufern der 
Reuss, stellenweise häufig. 

C. Eximia Haw. (Drurella Sta., Druryella H.-S.) [II.-S. 999). 
R. die Blätter des Hopfens minirend. 

F. im Juni. Bei Zürich, sehr selten; bei Bremgarten an der alten 
Stadtmauer, ein paar Jahre lang häufig (Fm/, Boll). 

C. Schmidiella Frey. 

R. die Blätter von Vicia sepium minirend. 

F. von Mitte Juni in den Juli hinein an lichten Waldstellen. Zürich, 
nicht häufig [Frey); noch seltener bei Bremgarten {Boll, Frey).^) 

Bedellia Sta. 

B. Somnulentella Z. (Convolvulella Mann) [H.-S. 819). 

R. dieBlätter von Convoivulusarvensis, weniger von C. sepium minirend. 
F. Ende August und dann nochmals im Spätherl>ste und wohl über- 
winternd. 

Bisher nur von Zürich [Brcmi, Vocgeli, Frey). Gewöhnlich ist sie selten. 

Stathinopoda Z. 

S. PedellaL. (Angustipennella Hb., CylindricusFab., CylindrellaFab.) 

(Hb. 197). 
R. an Erlen. 



i) C. Oriclialcea Sta. (Druryella Z.) (icii liaKc , um woiterer Confusion zu ont- 
gellen, einstens vorgeschlagen, diese Art, welche in Festuca und llieiochloa niiniii, 
C. Hierochloae zu nennen), fehlt sicher unserem Faunengebiele nicht. 

Wie Wo. in seinem Cataloge C. Orichaicea Sla. und Diuryella Z. {I''rey) als zwei 
Arten anführen konnte, ist mir unverständlich. 

Ebenso werden wir mit grosser Wahrscheinlichkeil die weit verhreilele C. Licni- 
giella Z. (Mine in Arundo phragmiles) noch als Mitglied der schweizersciuMi Tineen- 
Fauna erwarten dürfen, obgleich es mir unmöglich war, in der Nähe meines Wohnortes 
das reizende Cieschöpf aid'zulreiben. 



Elachistidcn. 401 

F. im Juni und Juli. Bisher nur von Lausanne [Lah.]; dann, zwischen 
Dielikon und Bremgarten [Boll].^) 

ChJiuliodus Tr. 

C. lUigerellus Hb. (Falciformis Haw.) [IIb. 333). 
R. zwischen Blättern von Aegopodiuni podagraria. 

F. jjisher nur von Burgdorf [Rthb.) und Zürich [Brcnii). Mir kam die 
Tinee an letzterem Orte niemals vor. 

C. Aequidentellus Hofmann. 
R. an Meum athamanticum. 
F. im Hochsommer und im Octol)er; aus den Umgebungen Samadens 

[Pfaffen zeller]:, ein Exemplar von der Franzenshöhe [Wo.]. 
Höhengrenze etwa 6 — 7000'. 

C. Strictellus Wo. 

R. an Angelica montana. 

F. Ende Juni und im Juli; bei Bergün (Z.), aber selten. 

Ele Valien über 5500'. 

C. Chaerophyllellus Göze (Chaerophylli Retz, Testaeella Hb.) [Hb. 326). 

R. gesellig an verschiedenen Umbelliferen. 

F. im Juli und August, dann nochmals vom Spätherl)ste an mit Ueber- 
winterung. Von Bremgarten [Boll]-^ von Zürich, zahlreich erzogen und auch 
gefangen [Frey); von Chur [Cafl). Bei Bergün über 4000' Höhe (Z.). 

C. Scurellus P.-R. [H.-S. 968). 

F. in unseren Alpen , nach der Höhe vom Juni bis in den August , mit- 
unter häufiger. Berner Oberland [Boll]; Krayalp im Canton St. Gallen (6156') 
[Gräfe); von Bergün (Z.); im oberen Engadin weitverbreitet, so beispiels- 
weise auf Alp Muraigl bei Samaden, am Berninapasse, im Val da Fain. Ganz 
vereinzelt auf der Höhe des Albulapasses [Frey); in ziemlicher Höhe am 
Stelvio [Wo., Frey) und ebenso im westlichen Alpengebiete, so im Turtmann- 
thale und bei Zermatt (Genfer Mus.), sowie auf dem Riflelberg bei Zermatt 
[Freij] . 

Höhengrenze von 7 — 8000'. 

C. Pontiflcellus Hb. [Hb. 181). 

R. (trotz zahlreicher Nachsuchungen von meiner und Anderer Seite) bis 
zur Stunde unbekannt. 

F. vom Ende Mai bis in den Juli; auf den Bergwiesen des Ulli bei Zürich, 



1) Das Genus Oinophila mit der Spezies V. Flavum Haw. (die Larve lebt am Moder 
der Weinfasser) fehlt gewiss unserer Fauna nicht, 

Froy, Lppidfiptorpn. 2ß 



402 VIII. Tineen. 

und hier mehr als 2000' Höhe gewinnend [Frey): noch hoher im SeealpUial 
[P.-I.]. In den höheren Alpen fehlend. 

Chrysoclista Sta. 

C. Linneella Gl. (Schaeflferella Dup.) {F.-R. 88. 2). 

R. wohl im Holze der Linden. 

F. im Juni 1879 bei Zürich (mitten in der Stadt) an alten Linden mit 
einem Male zahlreicher getroffen [Frey). Im Seealpthal begegnete ihm noch 
P.-I. 

C. Flavicaput Haw. (Aurifrontella Hb.) [Hb. 469). 
R. in den Zweigen von Crataegus oxyacantha. 
F. bisher nur von Rremgarten [Boll). 

Laverna Curt. 
L. Idaei Z. [H.-S. 921). 

R. in den Wurzeln von Epilobium angustifolium. 

F. im Mai und Juni. Winterthur [Voegeli)^ Zürich {Frey] und Lausanne 
[Lah.), aber selten; bei Rergün, einen Monat später [Z.). 
Elevation über 4000'. 

L. Conturbatella Hb. [Hb. 450). 

R. in den Herztrieben des Epilobium angustifolium. 
F. im Juli; bei Zürich [Frey); auch von Bergün (Z.), sowie von St. Moritz 
[Fretj] und Trafoi [Wo.]. 
Elevation etwa 5500'. 

L. Propinquella Sta. 

R. minirend in den Blättern von Epilobium hirsutum. 

F. im Juni, ganz lokal bei Zürich [Frey); von Trafoi [Eppelshehn). 

Elevation 4800'. 

L. Lacteella Steph. (Gibbiferella Z.) [H.-S. 971). 
R. an Epilobium hirsutum. 

F. im Juli , seltener. Bisher bei Zürich getroffen [Frey) ; dann von 
Degersheim [Müller) und in dem unserem Faunengebiete nahen Trafoi [Wo.). 

L. Misoella S. V. (Staintoni Siroom) [Hb. 975). 

R. die Blätter von Helianthemum vulgare minirend. 

F. in der Ebene mit doppelter Generation (Mai und Juni, dann im Hoch- 
sommer), im Gebirge mit einfacher. Von Zürich, Bremgarten und dem 
Lägernberg [Frey, Boll); vom Jura und aus den westlichen Alpen [lithb.); 
von Bergün [Z.) und aus dem oberen Engadin , so von Revers bis Sils-Maria 
[Frey); von der Franzenshöhe [Wo.). 

Elevation über 0500'. 



I 



Elachistiden. 403 

L. Rhamniella Z. {Il.-S. 972). 

R. in den ßlattspitzen von Rhamnus franguhi, catharclicus und (im 
Alpenlande auch) an R. pumila. 

F. im Juli und August ; nicht gerade sehr häufig an Waldrändern l)ei 
Zürich [Frey]\ von Bergün (Z.). 

Elevalion über 4000'. 

L. Epilobiella Schrank (Fulvescens Haw., Nebulella Steph.) [F.-R. 

73. 74. '1). 
R. in den Herztrieben von Epilobium hirsutum. 
F. im Spätsommer, gewiss überall im Tieflande. 

Zürich, Winterthur und Schaffhausen [Frey); Bremgarten {Bali): Lau- 
sanne [Lah.]. 

L. OchraeeeUa Curtis [H.-S. 1002). 

R. in den Blättern von Epilobium hirsutum. 

Ein Exemplar des F. im Juni zwischen Neuchätel und Valengin (201 1') 
{Rthb.). Sonst nur aus Grossbritannien. 

L. Rasehkiella [H.-S. 825. 826). 

R. die Blätter von Epilobium angustifolium minlrend. 
F. im April und Mai , sowie nochmals im Juli. Von Bremgarten [Boll]; 
von Zürich [Frey]. 

L. Schrankella (Locupletella F.-R.) [Hb. 264. F.-R. 88. 3). 

R. das Blatt verschiedener Epilobium-Arten minlrend. 

Der reizende F. im Juni und nochmals im Spätsommer. Von Bremgarten 
[Boll] und Zürich [Frey); Weissbad, selten [P.-L); von Trafoi [Frey] und 
noch von der Franzenshöhe [Wo.]. 

Elevation über 6500'. 

L. Decorella Steph. (Divisella H.-S.) [H.-S. 970). 

R. in gallenartigen Anschwellungen des Stieles von Epilobium hirsutum. 
F. im Herbste mit Ueberwinterung. Schupfen [Rthb.); Bremgarten [Boll); 
Zürich [Frey) . 

L. Subbistrigella Haw. (Sturnipennella Tr., Permutatella F.-R.) [H.-S. 

969). 

R. in den Samenhülsen von Epilobium angustifolium und montanum. 

F. im Mai und Juni, nochmals im Juli und August, an Waldrändern und 
auf Waldblössen. Schupfen [Rthb.]; Bremgarten [Boll); Zürich [Frey); Degers- 
heim [Müller). Sicher weit verbreitet. 

L. Atra Haw. (Hellerella Dup., Putripennella F.-R.) [H.-S. 976). 
R. unter Flechten vom Stamme des Apfelbaumes erzogen, doch wohl im 

26* 



404 VIII. Tineen. 

kranken Holze (unter der Rinde ['?]) lebend ; auch die Früchte von Crataegus 
sind erwähnt. 

F. bisher nur von St. Gallen und Degersheim (Tä., Müller). 

L. Langiella Hb. (Niveipunctella Sta.) (H.-S. 966) i). 

R. das Blatt von Epilobiuni hirsutum, sowie von Circaea luteliana 
niinirend. 

F. im Juli und August, mit Ueberwinterung. Zürich und Winterthur 
[Fvey)\ von Bremgarten [Boll); 

L. Vanella Reutti. 

R. in den Knospen und Trieben von Tamarix germanica. 
F. im .Juni und October. Bisher nur von Wildegg an den Ufern der Aar 
gefunden {Wu.). 

Schreckensteinia Hb. (Clirysocorys Ciirtis). 

S. Pestaliella Hb. (Seissella Haw., Angustipennella Gurt.) [IIb. 449. 
[■?]270). 
R. an Ilim- und Brombeeren. 

F. im April und Mai , dann nochmals im Sonmier. Zürich und Baden 
[Prey]] Bremgarten [Boll); St. Gallen [Tu.) und wohl im ganzen Tieflande. 

Ochromolopis Hb. 

O. letella (letipennella Tr.) [Hb. 361). 

R. an den Blattspitzen von Thesium montanum ([?] und pratense). 
F. von Lausanne [Lah.); von der Gemmi [Rihb.); von Berglialp im Canton 
Glarus [Frey), im Juli und August; häufig bei Bergün (Z.). 
Höhengrenze gegen 6000'. 

Heliodines Sta. 

H. Roesella L. [IIb. 135. 399. 400). 
R. an Alriplex. 

F. im ersten Frühling, dann im Juni und August , h)kai und seltener. 
Von Burgdorf [Rlhb.); von Zürich und Baden [Frei/); von (liuii- [Ca/l.). 

Stagmatophora H.-S. 

S. Serratella Tr. [H.-S. 978). 

R. in einem Gewebe an der Wurzel von Linaria genistifolia gelroflen. 
(Die Pflanze fehlt uns.) 

F. bisher nur als grosse Seltenheit einmal im ebeneren Faunenuebiete. 



1) L. Phragmitella Sla., deren W. in den Koli.eii v()n'l'\i)lia lalifolia lohl , foldl 
sicher unserem raunen£!('I)ie(c nicht. 



i 



Elachisliden. 405 

Ein Stück von Diil)endorf (ß/'g/n/); ein zweites Ijei Zürich im .luni {Frey): ein 
drittes von Ber|j,ün (Z.). Also in mehr als 1000' Höhe. 

S. Heydeniella F.-R. [F.-R. 88. 1). 

R. das Blatt von Betonica officinalis minirend. 

F. sehr selten, bisher nur am Ütliberg bei Zürich (Frey). Die Mine auf 
dortiger versumpfter Wiese. Bei Frankfurt auf Irocknem Sandl»oden. 
Elevation etwa 2000'. 

S. Albiapicella {H.-S. 979). 

B. in den Samenköpfen von Glol)ularia vulgai-is. 

F. bisher nur aus dem Wallis, von Andereyy ei'beulel. 

Autispila Hb. 

A. PfeiflferellaHb. (Stadtmüller ella Hb., QuadriguttellaHaw.) [Hb. 398). 
B. das Blatt von Coiiius sanguineus minirend. 

F. im Frühjahr, l^isweilen schon von Ende April bis in den Juni. Zürich, 
nicht gerade selten [Frey); Bremgarten (Boll): Degersheim [Müller). 

A. Treitschkiella F.-R. [F.-R. 100. 4). 

B. mit gleicher Lebensweise an tlem gleichen Sti'auche. 

F. etwas später erscheinend. Bisher nur ])ei Bi-emgai'len {Frey). 

Steplieiisia Sta. 

S. Brunnichiella Sta. (Magniflcella Z., Stephensella Dougl.) [II.-S. 
'lOK)). 

B. die Blätter von Clino|)()dium vulgai'c minirend. 

F. im Mai und August. Zürich und Lägernberg [Frey): Bremgarten [Boll). 

Elachista Sta.i) 

E. Quadrella Hb. (Quadripuuotella Haw., Tetrastictella Z., G-uttella 
Reutti) [IIb. Fig. 293). 

M. an Luzula pilosa und alhida. 

F. im Juni und Juli. Bei Zürich, in ein/.cliu'ü Jahren nicht selten [Frey):, 
ebenso von Bergün, im Juli (Z.). 
Also ül)er 4000' Hohe. 

E. Tetragonella H.-S. [II.-S. 1010). 
M. an Cai'cx monlana. 

F. im Mai und Juni. Von Engelberg im Clanlnn iJnlerwalden (t'. Zeller); 
von Zürich und Baticn [F'rey); von Bromgarten [Boll). 



1) Die Larven miiiircii in Gräsern. Dessliail) nui' M. ,'Mine) 



406 ^'III- Tineen. 

E. Trapeziella Sta. ([?] Guttifera Haw.). 

M. an Luzula pilosa und albida. 

F. im Mai und Juni, ein selteneres und Ijislier nur Ijci Züricli [Frey] 
beol)achtetes Thier. 

E. Ornithopodella Frey. 
M. in Carex ornithopus. 
F. im Juni, eine Seltenheit l)ei Zürich [Frey). 

E. Magniüeella Tengström (Geminatella H.-S., Regifleella Sireom) 
[Il.-S. 1015). 
M. an Luzula pilosa im hochstämmigen Nadelholzwalde. 
Der prächtige F. vom Juni bis in den August. Bisher nur von Zürich, 
und hier keineswegs häufiger {Frey) . 

E. Nobilella P.-R. [H.-S. 1012). 

M. in Festuca-Arten (wie ich auffand), auch an Aira flexuosa und Agrostis 
stolonifera. 

F. bei Zürich, im Juni, namentlich um Nadelholz [Frey). Ein Stück traf 
Z. noch bei Bergün.i) 

E. Gleichenella Haw. (Fractella H.-S., Trifasciella Tengström) {H.-S. 
1013. 1014). 
M. an sehr verschiedenen Carex-Arten, an Aira caespitosa und Luzula 
pilosa. 

F. vom Mai an bis in den Sonuner hinein. Zürich, Würenlos, Baden 
und Bremgarten {Frey, Boll). Ohne Zweifel im ganzen Tieflande. 

E. Apicipunctella Sta. {H.-S. 951). 

Ein schlechtes Stück von Bremgarten {Boll] habe ich nie erwähnt. Um 
so interessanter ist es, dass Z. des Thierchens von Bergün im Juni und Juli 
gedenkt, Wo. von Trafoi, also 4800'. 

E. Albifrontella Hb. (Quadrella Haw.) {Hh. 432). 

M. in sehr verschiedenen Gräsern, Dactylis glomerata, Koeleria cristala, 
Brachypodium sylvaticum, Molcus mollis und (?) Bromus. 

F. im Mai und Juni. Bisher nur von Schupfen {IWtb.), von Bremgarten 
{Boll) und Zürich {Frey) . Sicher weit verbreitet. 



1) Wie unendlich sciiwicrig die Bestimmung gefangener Eiacliisten ist, dat'iii' lielVil 
selljsl Z. in seiner ausgezeichneten Faun. herg. den besten Beweis. Ueber Bergün , auf 
dem Cuolm da l,alscli, hatte er in Anzahl eine Elachisle gefangen. Sta. liatte aus den 
übersendeten StUeken zuletzt nur eine Art erkennen wollen, wahrend ich drei verschiedene 
Tiiiere erhielt. ()neid>ar halle der hochverdiente Forsciier Verschiedenes vermengt. 



EUicIiislidcn. 

407 
E. Helvetica Frey. 

Bisher nur einmal in den Umgehungen Zürichs gefangen [C. Zeller). 

E. einer eopunctella Haw. [II.-S. 1009). 

M. an verschiedenen Carex-Arten, an schattigen Waldstellen. 
F. im Mai und Juni. Bei Zürich gerade keine Seltenheit (Frey); auch 
von Schupfen [Rthb.). 

E. Luticomella Z. (Guttella Haw.) ([■?]/7.-S. 1011). 

K. an Dactylis glomerata (anfangs minirend, dann im Stiel leidend). 

F. im Juni und Juli. Bei Zürich, aber selten [Frey); St. Gallen [Tu., 

Müller) . 

E. Airae Frey. 

M. an Aira caespilosa. 

F. im Juni und Juli. In den Umgehungen Zürichs, nicht geiade selten 

[Frey). 

E. PerplexeUa Sta. (Subnigrella Frey [?] IJ.-S.). 
M. an Aira caespitosa. 

F. im Juli. Bei Zürich, selten [Frey). Vielleicht die kleinere Soimner- 
gencration der vorhergehenden Spezies. 

E. Subnigrella Douglas ([?] H.-S.) . 
M. an Bronius erectus. 
F. im Juni und August. Mehrfach hei Zürich gefangen [Frey). 

E. Pullella F. -R. [II.-S. 946). 

F. Ende April und im Mai, sowie nochmals im Juli. Bei Zürich um 
Hecken, auf offenen Grasplätzen und trocknen Waldwiesen. Er ist mitunter 
recht häufig [Frey). 

E. ExaeteUa H.-S. Frey (Parvulella [cf] H.-S., Consortella Frey) [II.-S. 
943. 960). 

M. an Poa nemoralis. 

F. im Juli und August, an Waldrändern, ik'i Züi-ich, nicht seilen J'rey), 
und wohl im ganzen Tieflaude der Schweiz vorhanden.') 

E. Incertella Frey. 
M. an Poa-Arlen. 
F. im Mai hei Zürich, aber- nicht häufig [Frey). 



1) E. FreyiStgr., eine neue ho(;tuili)iiK; .Sj)czies , welche Slg^-. am Eingang des 
Weissthorpasses oberiialb des Fusses des Macngnaga-Gletschers, also noch avd' ilaiieni- 
schem Gebiete , in einer Hohe von 5 — COOO' im (Irase (liegend antraf, geht sidiei' dem 
Walliser Grenzgebiete nicht ab. 



408 ^'''- Tineen. 

E. Stabilella Sta. 

F. Ende Mai und Anfang Juni auf Waldwiesen hei Zürich, nicht gemein 

[Frey) . 

E. Elegans Frey. 

M. vielleicht an einer Bronuis-Art. Ich erzog im Hochsommer mehrere 
Exemplare bei Zürich. Die Minen von Wiesen des Ütlibergs. Dort fing ich 
später auch ein Stück. Bisher noch sehr selten. 

E. Sublimis Frey. 

F. in beiden Geschlechtern (in copula) von einer Wiese bei Sils-Maria 
im oberen Engadin, Anfang Juli. 
Elevation über 5500'. 

E. Juliensis Frey. 

F. von Sils-Maria {Frey); früher durch v. lleyä. auf dem Julier-Passe 
(7040') erbeutet. 1) 

D. Herrichii Frey. 

F. im Mai von Zürich und Bremgarton auf trocknen Waldwiesen, selten 
[Frey, Boll] . 

E. Bedelella Sircom (Truncatella Z., Nigrella [p.j H.-S.) (^.-S.Ü421. 
M. an Avena pratensis. 

F, im Mai und nochmals im Juli und August. Bei Zürich auf trocknen 
Waldwiesen, häufiger, dann noch aus dem olieren Engadin (Samaden, St. 
Moritz, Sils-Maria) {Frey). 

Elevation etwa 5500'. 

E. Humilis Z. (Oceultella Douglas) {II. -S. 1030). 

F. im l'rühling bei Zürich, im Juli und August von Samaden {Frey). 
Elevation über 5200'. 

E. Obscurella Sta. ([Q] Pulehella Sta.). 

M. an llolcus mollis (?), Aira caespilosa und Agi'oslis slolonilcra. 
F. in) Frühling und nochmals in) Juli und August, auf trocknen Wald- 
wiesen bei Zürich, nicht gemein {Frey). 

E. Reuttiana Frey (Obscurella H.-S.) {II. -S. 949. 950). 

F. in) April und Juni, auf ti'ocknen Waldwiesen. Bei Züi'ich, aber seilen 
und vereinzelt {Frey). 

E. Incanella F.-B. {II. -S. 957). 

Bei Zürich, im April uiul nochn)als im August, alxM- seltener [Frey). 

1) Wie V. Hein. E. Juliensis (wolclic er nie gesehen lial) mit E. Seiiicoi'iiis Sta. ver- 
hindcn l<onnle, ist mir vnil)ei^roini(li. 



Elachistiden. 409 

E. Bifasciella Tr. (Binella Z.) [H.-S. 959). 

M. an Aira flexuosa, Agroslis slolonifera und Fcsluca. 

F. vom Juni Jus in den August. Bei uns nur aus dem Aipengcl)iele, so 
im Canton Glarus von Mühlel)achalii und aus dem olieren Engadln (Saniaden, 
St. Moritz, Sils-Maria) {Frey); von Trafoi [Eppelshcim] . 

Elevation über 5500'. 

E. AdsciteUa Sta. (Abruptella [^] Sta., Cinctella Z.) [II.-S. 956 [Ad- 
scitella] 944 [Cinctella]). 
M. an Aira eaespitosa , Brachypodinm sylvaticum und Sesleria coerulea. 
F. im Mai und Juni, noch in den Juli hinein. Von Zürich, hier mituntoi- 
an den Waidwiesen des Ütlibergs häufiger (F/-(??/) , dann von Bergün [Z.) und 
aus dem oljeren Engadin [Frey] . 
Elevation etwa 5500', 

E. Taeniatella Z. (Gangabella Frey) ([?] H.-S. 941). 
M. an Brachypodinm sylvalicuin. 
F. im Mai und Juni. Bei Züricli, liäufig [Frey). 

E. Chrysodesmella Z. 

M. an Carex montana. 

F. im Mai und Juni. Erzogen l)ci Züricli. Ohne Zweifel ist das Thier 
eine der seltenen Elachisten [Frey). 

E. Zonariella Tengström (Bisulcella Z.) [U.S. 939). 
M. an Aira eaespitosa. 

F. im Mai, sowie nochmals im .luü und August. Bisher nur von Zürich, 
und zwar als keine Sellenheit [Frey). 

E. Lugdunensis Frey. 

F. mit doppelter Generation (Mai und Juni, dann im liochsonnuci') . Bis- 
her nur von einer heissen trocknen Lokalität des Lägernbergs [Frey). 

E. (?)RudecteUa F.-R. [H.-S. lO'iO). 

Ich sah ein Exemplar des Genfer Mus., Mitte Mai dort gefaiigeu, wel- 
ches ich hier nur unterzubringen wüsste. 

E. Subocellea Steph. 

Nach Z. aus Bergün, von Ende Juni l)is zum Ende des Juli. Mir- niemals 
im Alpenlande vorgekommen. 

E.DisertellaF.-R. (AnserinellaH.-S.,PolliiiariellaSta.)(//.-N. 1018 a. b). 

M. an Brachypodium sylvaticum. 

F, an lichten Waldstellen um Nadelholz, im Juni und .luli. Bei Zürich, 
nicht häufig [Frey) . 



410 Vlll. Tineen. 

E. Rhynchosporella Sta. (Uliginella H,-S., Uliginosella Metzner, Albi- 
della Tengström)(//.-8. 1017). 
M. in den Stielen von Scirpus lacuslris. 

F. von Ende Juni durch den Juli. Auf Toifniooren bei Bremgarlen und 
Bünzen, sowie demjenigen des Kulzensees bei Zürich [Frey). 

E. Utonella Frey. 

M. an Carex glauca und anderen Arien dieses Grases. 

F. im Sommer. Bisher nur von Waldwiesen des Ütlibergs bei Zürich, j 
hier l)is etwa 2000' [Freij) , doch meistens selten [Freij). * 

E. Biatomella Sta, 

M. an Carex-Arten, so an C. glauca. 

F. mit doppelter Generation , Ende April und Mai, dann nochmals im 
August, Bisher nur von Zürich [Frey). 

E, Dispilella Z. [H.-S. 1023). 

Bisher nur ein Exemplar aus dem Canton Tessin (C. Zel/cr)^ welches 
H.-S. bestimmte. 

E. Distigmatella Frey. 

M. an einer Festuca-Art (woid ovina). 

F. an trocknen Waldal>hängen des Ütlibergs, Ende Juni, abei- selten 

[Frey] . 

E. Dispunctella F.-R. [H.-S. 1024). 

F. bisher nur von Würenlos, auf trockner, mit Heidekraut bewachsener 
Stelle [Frey). Da er auch bei Waklsiiut vorkommt, ist diese Art zweifels- 
ohne weiter verbreitet, 

E. Nitidulella F.-R. [H.-S. 1625). 

F. Ende Juni und Anfang Juli an trocknen Berghängen. So am Ütliberg 
und der Lägern [Frey) . 

E. Cygnipennella Hb. (Cygnella Tr., Argentella Gl.) [Hb. 207). 

M, an Dactylis glomorata, Koeleriji cristala, Brachjpodium sylvaticum, 
Festuca (unbekannte Art) u. s. w. 

F. im Mai und Juni, in der ganzen ebeneren Schweiz gemein. Vom Berner 
Jura [lUhb.) und von St. Blaise-Neuveville [CouL), sowie von Genf i^Mus.) 
bis nach Ghur (Ca//.). In den Alpen, wie es scheint, fast fehlend, da nur Z. 
bei Bergün Ende Juni ein Exemplar traf. 

E. Ochreella Sta. (Subalbidella Schläger) [H.-S. 1006). 
M. noch inuner uid)ekannl. 

F. im Juni, an lichten grasigen Waldstellen bei Zürich, so am lUliberg 
und auch am rechten Seeuler, aber selten [Frey) . 



i 



Lilliucullelideii. 411 

E. Heinemannii Frey ( [?] Immolatella Z.). 

F. im ol)ei'en Engadin, bei Sils-Maria, zu Anlaug Juli mit v. JIcüi. aul- 
iiefunden , doch nicht häufig [Frei/]; ebenso seilen bei Bergün (Z.); aucli 
bei Trafoi [Wo.). 

Elevation etwa von 4200 bis 5500' und mehr.i) 

E. Puseochreella Frey. 

Bisher nur von Zürich, als grosse Seltenheit auf höheren Waldwiesen 
beider Seeufer Ende Juli eriialten [Frey). 

E. Mühligiella Frey. 

F. selten und versteckt im Juni und August. Ans den Umgebungen 
Zürichs an äluilichen Lokalitäten wie die \orhergehende Spezies. 

Tischeria Z.2) 
T. Angusticolella v. Heyd. [ll.-S. 864). 
M. an wilden Rosen. 

F. im Frühling, stellenweise häuliger. Von Zürich und Bren)garten [Freij, 
Boll); von Genf (Mus.). 

T. Marginea Haw. (Emyella Dup., Rubioinella F.-R.) [H.-S. 803). 

M. an Brombeeren. 

F. in doppeller Generation (Mai und Juni und nochmals im August), 
sicher überall im ebeneren Faunengebiete. Züiich und Baden [Frei/]; Brem- 
garten [Boll); Schupfen [lUhb.]. 

T. Complanella Hb. (Rufipennella Steph.) {Hb. 428. U.S. 682) . 
M. an Eichen. 
F. im Frühling, wohl im ganzen Flachland und soweit die Eiche wächsl. 

T. Dodonaea Sta. {Frausella v. Heyd.). 
M. an Eichen. 
F. im Mai und Juni. Selten bei Zürich {Fi'ey). 

LithocoUetiden. 
Litliocolletis Z. ' 
L. Roboris Z. (Roborella Sta., Roborifoliella Dup.) [U.-S. 746). 

M. an Eichen (wohl gleich allen LithocoUetiden in do})pelter Generalion). 



1) Icli bin unsicher geblieben, ob E. Immolatella Z. nicht mit E. Iloinenianni zusam- 
menfallt. Erstcre Art traf Wo. auf der Franzenshühe des Stelvio. 

2) Die Raupen miniren. 

3) Die Raupen miniren, die Falter zweimal im Fri.ililing und llochsonuiier. Desshalb 
die Flutrzeit nicht mehr bemerkt. 



412 VIII. Tineen. 

F. im Frühling und Hochsommer ;in Eichen. Bei Zürich, häufig [Frcij); 
von Bremgarlen [Boll); von Lausanne [Lah.]. 

L. Hortella Fab. (Saportella Dup., Kuhlweiniella Z.) [Il.-S. 76f)). 
M. an Eichen. 
F. von Zürich, aber als Seltenheit [Frey). 

L. Distentella F.-R. [H.-S. 756). 
M. an Eichen. 
F. sehr selten. Von Bremgarten [BoU) und Zürich {Frey). 

L. Amyotella Dup. (MüUeriella Z.) [U.S. 755). 
M. an Eichen. 
F. bei Brenjgarlen, häufiger [Boll); von Zürich, selten [Frey). 

L. Cramerella Fab. [II.-S. 764). 
M. an Eichen. 

F. von Schüjjfen [Rthb.); von Brenigarten (Bull); von Züricli, al»er aucli 
hier nicht häufig [Frey). 

L. Heegeriella Z. (Tenella Sta.) [11. -S. 762) . 
M. an Eichen. 
F. bei Zürich und häutig vom Lägernberg [Frey): von Bremgaiten [Boll). 

L. Tenella Z. [II. -S. 763). 

M. an Carpinus betulus, seltener an Prunus avium. 
F. bei Zürich, gemein [Frey). 

L. Alniella Z. (Rajella Z., Alnifoliella Dup.) [II.-S. 761). 
M. an Alnus glutinosa, seltener an A. incana. 
Bei Züi-ich, nicht gerade seilen [Frey). 

L. Alpina Frey. 

M. an Alnus viridis. 

F. bei Brenigarten mit dü|)i>cltcr (leneratiüü [lioll, Frey); in den Alpen 
gewiss nur mit einfacher, so im oberen Engadin bei Samadcn und Sils-Maria 
[Frey), ebenso wohl schon bei Bcr-gün (Z.). 

Elevalion etwa 5500'. 

L. Strigulatella Lienig, Z. ([?| Rajella L.) [II.-S. 789). 

M. an Alnus incana, vi(>lfach sehr gemein, aber nur- vereinzcll an 
A. glutinosa. 

F. von Lausanne [Lah..]; von Brenigarten [BdU); von Baden und Züricli 
[Frey); von Chur [Caß.). Sicher übei-all im ganzcMi 'rie['lande. 

L. Alpina dürfte die Bechte einer besomlercn Art gegenüber L. Strigu- 
latella in Anspi'uch nehmen. 



LilliocollelKlen 4J3 

L. Lantanella Schrank (Elatella Z.) [H.-S. 757). 
M. an Viburnmn lantnna, seilen an V. opuliis. 
F. bisher nur von Züricli, mitunter häufiger [Frey). 

L. Quinqueguttella Sta. 
M. an Salix repens. 
F. bei Zürich, auf dem Torfmoore des Katzensees [Frey). 

L. Junoniella Z. (Vaociniella Sta.) {H.-S. 770). 

M. an Vaccinium vitis idaea. 

F. von Bremgarten am Rande eines Torfmoores (5o//, Frei/)] aus dem 
oberen Rngadin, von Samaden bis Sils-Maria [Frey); von der Franzensliöhe 
des Stelvio [Wo.]. 

Elevation 6500'. 

L. Cerasieolella H.-S. {H.-S. 784. 785) und Var. Mahalebella Mühlig. 

M. von Cerasieolella an Prunus avium, an Waldrändern bei Zürich, 
selten am cullivirten Kirschbaum. Var. Mahalebella lel)t an Prunus Mahaleb. 

F. in der Stammform bei Zürich häufiger und als Var. Mahalebella selten, 
nur in einzelnen Jahren einmal zahlreicher in unseren Gärten zu Irellen, 
dann mehrere Jahre gänzlich fehlend [Frey). 

L. Cydoniella Frey. 

M. an Gydonia vulgaris, seltener in den Blättern des Birnbaumes. 
F. häufiger, wenn auch sehr lokal bei Bremgarten [Ball); selten von 
Zürich [Frey). 

L. Pomifoliella Z. [H.-S. 748 [?] und 749). 

M. selten am wilden, häufig und mitunter sehr gemein am cultivirten 
ApI'elbaum, vielleicht auch noch an Birnbäumen. 

F. von Zürich und Baden {Frey); von Bremgarten (ßo//); sicher al)er im 
ganzen Flachlande. 

L. Oxyacanthae Frey (Pomifoliella [p.] Z.). 
M. an Crataegus oxyacantha. 

F. (wenn wirklich von der vorigen Spezies verschieden) von Brem- 
garten {Boll), sowie von Baden und Zürich {Frey). 

L. Padella Glitz. 
M. an Prunus padus. 

F. bisher nur ol)erhalb Bremgartens nach Dietikon [Boll). Im geheizten 
Zimmer erzogen {Frey). 

L. Spinicolella Sta. (Pruni Frey, Pomonella Z. [p.]). 
M. an Schlehen. 



414 VIH. Tineen. 

F. von Zürich, mitunter einmal hiiufiger [Frey). 
Elevation über 4000'. 

L. Sorbi Frey (Sorbifoliella H.-S.) [H.-S. 775. 776). 
M. an Sorbus aucuparla. 

F. von Schü])fen [Rthb.) und von Zürich, liier mitunter häufig, wenn 
auch lokal [Fretj) . Er erreicht noch bei Bergün mehr als 4000' Meereshöhe (Z.) . 

L. Torminella Frey. 

M. an, Sorbus torminalis, Amelanchier und Cotoncaster. 
F. Bei Zürich, theils an den Waldwiesen des Ütlibergs, theils in Gärten 
um die Stadt [F'rey) . 

L. Faginella Z. (Fagicolella und Phegophagella H.-S., Fagicolella 
Frey, Pomonella Z. [p.]) {H.-S. 111. 778. 783). 
M. an Fagus sylvatica. 
F, als gemeines Insect überall, wo die Buche wächst. 

L. Carpinicolella Sta. (Ilicifoliella Sta., Pomonella Var. Nie.) [H.-S. 

119). 
M. an Carpinus betulus. 
F. bei Zürich, häufig {Fretj); sicher in weitester Verbreitung. 

L. Coryli von Nicelli {H.-S. [?] 771). 
M. an Haseln. 
F. bei Zürich, oft {Frey). 

L. Dubitella H.-S., Frey (Spinicolella H.-S.) {H.-S. 782). 
M. an breitblättrigen Weiden-Arten. 
F. von Zürich {Frey); von Bremgarten {Boll). 

L. Salieieolella Sircom (Capraeella Nicelli, Capreella Frey) {H.-S. 786). 
M. an breitblättrigen Weiden. 
F. auf nassen Stellen bei Bremgarten {Boll und Frey) . 

L. Spinolella Dup, (HUarella Zetterst.) {H.-S. 797). 
M. an breitblättrigen Weiden. 

F. von Lausanne {Lah.) und gemein bei Zürich {Frey). Auch bei Bergün 
traf ihn Z., wie seine treffliche Fauna uns belehrt, noch häufiger. 

L. Cavella Z. (Sehreberella Z.) {H.-S. 753). 

M. an Birken. 

F. von Zürich, aber nicht gerade häufig {Frey). 
L. Ulmifoliella Hb. {Hb. 444). 

M. an Betula alba und lorfacea. 



Lithocolletidcn. 415 

F. vom ßreiugarten, (auch aus dön dortigen Torlniooren) und von Zürich 
[Boll, Frey). Nordische Exemplare fallen dunkler aus. 

L. Quercifoliella Z. [H.-S. 768). 
M. an Eichen. 

F. von Bremgarten [Boll) und Zürich [Frey]\ von Genf (Mus.). Sicher 
im ganzen Tieflande mit der Eiche. i) 

L. Betulae Z. (BetuleUa H.-S.) [II.-S. 744. 780). 

M. an Apfel- und Birnbäumen, anderwärts auch an Birken. 
Bisher von Lausanne [Lah.) und Zürich [Frey). 

L. Corylifoliella Haw. [Hb. 743). 

M. an Obstbäumen (Apfel- und Birnbaum), auch an Sorbus aria , an 
Amelanchier. In anderen Ländern ist sie auch an Crataegus oxyacantha 
beobachtet worden. 

F. (dessen Artrechte, gegenüber der vorhergehenden Art, kaum haltbar 
sein dürften) ist bisher nur bei Zürich in Bergwaldungen [Frey), ebenso bei 
Bergün (Z. ) beobachtet worden. 

Elevation über 4000'. 

L. QuinquenoteUa H.-S. [H.-S. 787). 
M. an Genista sagittalis, aber selten. 
F. bisher nur von Würenlos und Bremgarten [Boll, Frey). 

L. Praxinella Mann [H.-S. 796). 

M. im Frühling an Genista germanica und tinctoria. 

F. im Juni von Würenlos , häufiger, und ebenfalls bei Bremgarten 

[Boll, Frey). 

L. Salietella Z. [H.-S. 759). 

M. an schmalblättrigen Weitlen (Salix purpurea , viminalis, im botani- 
schen Garten Zürichs auch an S. sibirica) und nur ganz selten einmal an 
einer blättrigen Art. 

Bisher nur bei Zürich getroffen [Frey) . 

L. Scabiosella Douglas. 

M. im Frühling an Scabiosa columbaria. 

F. nicht häufig. Allein bei Zürich und zwar an beiden Seeufern auf 
lichten grasigen Waldstellen [Frey). 

L. EmberizaepenneUa Bouche (Pezzoldella v. Heyd.) [H.-S. 798. 799). 
M. an Lonicera xylosteum, caprifolium und tarlarica. 
F. häufig. So von Zürich und Baden [Frey); von Bremgarten [Boll). 

1) L. Messaniella Z., in immergrünen Eichen- und Kaslanicnblättern minirend (mit 
der Kastanie bis Frankfurt a. M. getiend), haben wir sicher im wärmeren, ebeneren Faunen- 
gebiete. Ich traf sie bei Bellaggio in der Villa Melzi. 

Ebenso lebt dort an Platanen L. Platani Stgr. 



416 VIII. Tineen. 

L. Froeliehiella Z. [H.-S. 793). 
M. an Alnus glutinosa und incana. 
F. bisher nur von Zürich, zwar nicht selten, aber ganz lokal [Frey). 

L. Stettinensis von Nieelli (Stettinella H.-S.). 
M. (im tiefsten Spätherbst) an Alnus glutinosa. 

F. bisher nur bei Zürich, und zwar an einer einzigen Stelle am Ütliberg 
vorgekommen [Frey] . 

L. Lautella Z. [H.-S. 750). 

M. an Eichen, namentlich an ganz jungen Büschen. 
F. von Zürich [FrerJ] und Bremgarten [Boll). 

L. Insignitella Z. [H.-S. 788). 

M. an Trifolium medium u. s. vv., anderwärts auch an Medicago. 
F. auf lichten Waldstellen bei Zürich, nicht gerade häufig [Frey). 

L. Bremiella Z. [H.-S. 772—774). 

M. (meistens an Waldrändern) in den Blättchen der Vicia sepium, 
seltener der V. dumetorum, ganz selten an Klee und Orobus. 
Zürich, Baden, Würenlos und Bremgarten [Frey , Boll). 

L. Kleemannella Fab. [Hh. 201. H.-S. 790. 791). 
M. an Alnus glutinosa. 
F. lokal und seltener. Bisher nur von Zürich [Frey). 

L. Schreberella Fab. (Ulminella Z.) [H.-S. 747). 
M. an Uhnus campestris. 
Bisher nur bei Basel, aber zahlreich, als Raupe. Bei Zürich fehlt die 

Art [Frey). 

L. NicelliiZ. [H.-S. 792). 
M. an Corylus avellana. 
F. bisher allein bei Zürich [Frey). 

L. Tristrigiella Haw. [H.-S. 794). 
M. an Uhnus campestris. 
F. bisher nur von Zürich, lokal und selten [Frey). 

L. SylveUa Haw. (AcerfolieUa Z., Acernella Dup.) [H.-S. 813. 814). 
M. an Acer campestris, selten an A. pseudoplalanus. 
F. bisher nur von Zürich [Frey). 

L, Connexella Z. 

M. an Weiden und Pappeln. 

F. bei Zürich, in der Nähe von Balgrist [Frey). 



i 



Lyonetiden. 4t7 

L. Comparella Z. [H.-S. 800). 
M. an Silberpappeln. 
F. ganz lokal, aber milunler häufig. Im Herbste bei Zürich [Frey). 

L. Tremulae Z. {H.-S. 810. 81-1). 
M. an Populus tremula. 

F. massig häufig. Von Zürich, Würcnlos, Baden, Brcmgarlen {Freij, 
BoU). 

L. Populifoliella Ti. (Fritillella Ti.) [II. -S. 807. 808). 
M. an Populus nigra, pyramidalis und canadensis. 
F. in den Umgebungen Zürichs, nicht selten {Frey)j mit Ueberwinterung. 

Lyonetiden. 

Lyonetia Hb. 

L. Frigidarieila v. Heyd. 

R. in einer dutenförmigen Wohnung an schmalblättrigen Weiden des 
Alpenlandes. 

F. im August und später. Oberes Engadin bei St. Moritz , Pontresina 
[v. Heyd., Frey); bei Bergün (Z.). 

Etwa von 4—6000'. 

L. Prunifoliella Hb. {H.-S. 853), Var. Padifoliella Hb. {H.-S. ?54) und 
Var. AlbeUa Eversmann [H.-S. 853). 

R. minirend in Schlehen an Waldrändern, selten an Birken. Im Enga- 
din und bei Zermatt traf ich sie auch an Cotoneaster. 

F., wunderbar variirend, im Juni und Juli, dann nochmals im August 
und September. Bei Zürich [Frey] und Bremgarten [BoU). 

Var. Padifoliella findet sich häufig bei Zürich untermischt mit der 
Stammart, dagegen ausschliesslich, wie es den Anschein hat, in den Alpen, 
so dem oberen Engadin, dann ziemlich häufig bei Zermalt {Frey) . Grösser 
und dunkler gezeichnet. 

Var. Albella fand sich bisher nur bei Zürich. Sie ist die seltenste Form 
und nur von Schlehen erzogen worden. Kleiner mit dunklem Costa Irande. 

L. Clerckella L, (Argyrodaetyla S. V.) H.-S. 836) und Var. Aereella 
Fab. (Autumnella Steph., Semiaurella Wood). 
R. in schlangenförmigem Gang an Apfelbäumen, Prunus avium, Betula 
alba, Sorbus aucuparia und torminalis. 

Bei dem F. — er fliegt vom Juni bis in den August und dann al)ormals 
vom späten Herbste mit Ueberwinterung in den Frühling — findet ein auf- 
fallender Saison-Dimorphismus (S. 1) statt. Die Sommergeneration zeigt 
weisse, die Winterbrut graue Vorderflügel. 

Frey, LepidoptPrcn. j7 



418 VIII. Tineen. 

Gernein und siclicr überall im lieferen Faiinengebiele. Zürich. Giarus, 
Obslalden, Chur [Cafl., Frey); Breragarten IBoll); Schupfen [Rthb.). 

Bei Zerniall (das vorläufig die Höhengrenze bildet) fand sich nur die 
Var. Aereella [Frey], während 800' tiefer l)ei Bergün noch der Saison- 
Dimorphismus existirt [Z.]. 

Phyllociiistis Z. 

P. Suffusella Z. [H.-S. 871). 

R. minirend an Pappeln und Espen. 

F. mit zwei Generalionen. Von Zürich [Frey); Bremgarten (ßo//); Chur 
{Caß.)] im Südwesten von Genf (Mus.). 

P. SalignaZ. [H.-S. 872). 

\\. minirend an schmalblättrigen Weiden (Salix helix , viminalis, 
pur|MU-ea). 

F. wie der vorige und von denselben Orten. 

CemiostoniJi Z. 

C. Susinella v. Heyd. 
M. an Populus Irenuila. 

F. im Juni, dann zu Anfang August. Zürich und Lägernberg [Frey); 
Bremgarten [Boll). 

C. Laburnella v. Heyd. IJI.-S. 876). 

M. an Cytisus laburnum. zuweilen in unsäglicher Menge. 

F. in den zwei Generationen der vorigen Art. Bei Zürich [Frey). 

C. Scitella Z. [H.-S. 873) . 

M. an Apfelbäumen, dann an Birnl)äumen und an Crataegus oxyacantha. 
F. mit zwei Generationen. Gemein bei Bremgarlen {Boll); selten von 
Zürich und dem Lägernberg [Frey). 

Opostega Z. 

O. Crepusculella F.-R. (Auritella Steph.) [If.-S. 809) . 

Bei Zürich auf nassen Wiesen, selten; im Juni und dann im August je 
ein Exemplar {Frey) . 

Bucculatrix Z. 

B. Nigricomella Z. {H.-S. 847) und Var. Aurimaculella Sta. (Rhaeti- 
cella V. Heyd.). 
l\. an Chrysanllienuun UHU'anthemum. 

F. häufig in doppeller Geiu'ralion (im A|)ril uiul Mai , dann noch im 
Sommer) auf Irocknen Waldwiosen, bei Zürich. Var. Aurimaculella (Vorder- 



Lyonetiden. 419 

Hügel mit viei' Goldfleckchen) bei Züricii, selir seilen, im oberen Engadin 
häufiger {Frey); von Bergün (Z.), wo auch die Stammart fliegt; von Trafoi 

[Eppelshehii] . 

Elevation etwa 5500'. 

B. Cristatella Z. ($ Graeilella Frey, Argentisignella H.-S.) {IT.-S. 

[(^] 846). 

R. an AchiJIea millefolium. 

F. mit doppelter Generation. Das höchst abweichende Q (ich traf es 
mit dem (^ in Copula) hat es mir zweifelhaft gemacht, ob unsere schweizer- 
sche B. Cristatella mit der norddeutschen Art wirklich zusammengehört, 
wenn ich auch an män.nlichen Originalexemplaren von Z. keinen Unterschied 
entdecken konnte. Neuere Angaben des hochverehrten Forschers über die 
von ihm liei Bergün gefangenen Stücke haben mich nur in meinem Zweifel 
bestärken können. Ich glaube, dass es sich hier um zwei verwandte Arten, 
eine monomorphe (die deutsche) und eine dimorphe (die schweizersche) 
handeln dürfte. 

B. UlmeUa Mann (Sircomella Sta.) {H.-S. 849). 
R. an Ulmen und wohl auch an Eichen. 

F. im Mai und August. Bei Zürich, nicht häufig {Frey); ein Exemplar 
von Genf (Mus.). 

B. Crataegi Z. (Crataegifoliella Dup.) {H.-S. 850). 
R. an Crataegus oxyacanlha undmonogyna. 
F. im Juni. Schupfen {Rthb.]; Bremgarten {BoU); Zürich {Frey). 

B. Fatigatella v. Heyd. 

Ein interessantes seltenes Thierchen der Hochalpen, vielleicht an Chry- 
santhemum alpinum lebend. 

F. im Hochsommer aus den Umgebungen von St. Moritz, wo ihn i\ Heyd. 
einstens traf. Mir kam das hübsche Thierchen niemals vor. i) 

B. Prangulella Goeze (Rhamnifoliella Tr.) {F.-R. 7 a — M). 
R. an Rhamnus frangula. 

F. im Mai und Juni , dann nochmals im Hochsommer. Von Bremgarten 
{Boll); von Baden und Zürich [Frey); sicher \m ganzen Tieflaude. 

B. Valesiaca Frey ([?] Absynthii Gärtner). 

F. Ende Juli bei Zermatt, nicht gerade selten, um Artemisia absinthiuni. 
Möglicherweise mit Gartner's Art zusammenfallend. 
Elevation 4800'. 



1) B. Jugicola Wo. Von Stgr. am Stelvio in etwa 7300' an ChrysanUiemnm alpi- 
num entdcrkt. Sicher auch in der Schweiz vorhanden. 

27* 



420 VIII. Tineen. 

B. Thoracella Thunberg (Hippocastanella Dup. , Hippoeastani Z.) 
[If.-S. 852). 
R. au Linden und Aesculus hip|)oeasl;Hiuin und vielleichl auch an Alnus 
und Betula. 

F. im Frühling und üochsouuner. Bisher nur von Zürich, al)er selten 
{Frey) . { 

B. Alpina Frey. 

Bisher nur aus dem ol)eren Engadin, hei Sils-Maria auf einer kleinen 
Wiese, zu Ende Juli und im August gefangen {Frey). 
Höllengrenze ungefähr 5500'. 

Nepticuliden. 

Nepticula v. Heyd. 

N. Atricapitella Haw. {H.-S. 835). 
M. an Eichen. 

F. in zwei Generationen im Mai, dann nochmals im Juli und August an 
Eichen. Von Zürich {Frey); von Bremgarten {Boll). 

N. Ruficapitella Haw. (Samiatella [Q] Z., Lamprotornella v. Heyd.). 
M. der vorigen völlig gleich an Eichen. 
F. in derselben Erscheinungszeit und an den gleichen Orten. 

N. Basiguttella v. Hein. 
M. an Fliehen. 
F. bei Zürich im Frühling, aber sehr selten [Frey). 

N. Pygmaeella Sta. (Incognitella Frey). 
M. an Crataegus oxyacantha. 
F. mit doppelter Generation ; bei Zürich {Frey). 

N. Pomella Vaughan. 
M. am Apfelbaume. 
F. gemein; bei Zürich in der gewöhnlichen doppelten Genei-ation {Frey). 

N. Minusoulella H.-S. 
M. an Birnbäumen. 
F. in doppelter Eischeinung; bisher iiur nou Züi-ich {Frey). 

N. Aeneella v. Hein. 
M. an Apfelbaum. 
F wohl von Zürich {Frey). 

N. Oxyacanthella Sta. 

M. an Crataegus oxyacaniha. 

F. zweimal im Jahre, aber diirciiaus niclil gemein; bei Zürich {Frey). 



NepticLiliden. 421 

N. Aueupariae Frey. 
M. an Sürl>us aucuparia. 
F. im Frühsoinmer ; bei Zürich [Frey). 

N. Anomalella Goeze (Ruficapitella Lewis, Centifoliella Westwood). 
M. an wilden und cullivirlen Kosen. 
F. in dopj)e]ter Generation gemein; bei Zürich [Frey). 

N. Paradoxa Frey. 

M. au Crataegus oxyacaulha. 

F. bei Zürich, aber sehr selten [Frey). 

N. Pyri Glitz. 

M. an \N ildeu Birnbäumen, in tiei' ersten Oclüberhallle. 
F. bislier nur von Züricli. Wäiirend des Frühlings im geheizten Zimmei" 
ei'zogen. 

N. Tiliae Frey. 

M. an Lindenbüsehen. 

F. im Frühsommer; mitunter zahlreicher bei Zürich [Frey). 

N. Lonieerarum Frey. 

M. im dunklen Walde an Lonicera xylosleuni. 
F. im Mai. Bisher nur von Züricli [Frey). 

N. Desperatella Frey. 

M. am wilden Apleibaum in Waldern, nutunlei' in L'nzahl. 

F. "wohl im Mai und Juni. Bisher nur von Zürich, zuweilen häidig [Frey). 

N. Speciosa Frey. 

M. an Acer pseudoplalanus, an schall igen Waldstellen. 

F. im Frühsonmier. Bisher nur, und zwar selten, von Zürich [Frey). 

N. Aurella Fab. 

M. im Mai an Brombeeren, im diislereu Nadelliolzwalde. 
F. bisher nur von Bremgarten. Vier Exemplai'c etwas kleitu'r als eng- 
lische ißü//, Frey). 

N. BoUii Frey. 

Gleichzeitig mit tler M. dcv N. Aurclla. an Brombcei'cn. 
F. der N. Freliosa Glitz (aul" (Jeum urbanum lebend] nahe scrwandt. 
Entwicklung im Juni. 

Etwas kleiner, schmalflügliger und xon kräftigeren Farben. Die Noidei- 
flügel besitzen ein dunkles, schwarzbraunes Goloril. Die; Wurzel{)arlie trägt 
schon l)eim r^ einen lebhafteren (ioldglanz, welcher beim Q. ungemein in- 



422 VIII. Tineen. 

tensiv erscheint. Die goldene Querl>inde in der hinleren Fliigelhälfte ist bei 
beiden Arten sehr ähnlich; doch steht sie bei N. Bollii weniger schief, iinil 
gegen die Flügelspitze hin erscheint sie leicht excavirt. 

N. Marginicolella Sta. (Aurella v. Heyd.). 
M. an Ulmus canipestris. 
F. in zwei Generationen; bei Zürich, aber selten [Frey). 

N. Splendidissima Frey (Splendidissimella H.-S.). 
M. an Rubus-Arten, 
F. in der herkömmlichen doppelten Generation; nicht selten l)ei Zürich 

{Frey) . ^) 

N. Gratiosella Sta. (Aurella p. Z., Aurella H.-S.) [H.-S. 832 [?]). 
M. an Crataegus oxyacantha, 
F. im Mai und Juli ; bei Zürich häufiger [Frey]. 

N. Palustrella v. Hein. 

M. an Comarum paluslre, im October, auf einem Torfmoor bei Brem- 
garten. 

F. hinterher in Zürich während des März im geheizten Zinnner erzogen. 

N. Alnetella Sta. 

M. an Alnus glutinosa, 

F. im Frühsommer bei Zürich, aber selten [Frey). 

N. Mespilicola Frey (Ariae H.-S.). 

M. an Amelauchier vulgaris und Sorbus aria. 

F. bei Zürich; nach der Mine zu schliessen auch wohl von Samaden und 
ohne Zweifel von Bergün [Frey] . 
Elevation ühev 4000'. 

N. Regiella Frey. 

M. an Crataegus oxyacantha. 

F. in doppelter Generation. Bisher nur von Zürich, aber sehr selten 

{Frey). 

N. Continuella Sta. 

M. an Birken. 

F. bei Zürich, aber selten [Frey). 

N. Malella Sta. 

M. an Apfelbäumen. 

F. in doppelter Generation. Bisher nur von Zürich {Frey). 



1) N. Dryadclla Ilofnfiann. Diese All, deren M. an Dryas ochtiietala vorkommt, 
traf ich sonderbarer Weise niemals im Faunengebicie. Dagegen erhielt sie Wo. zaiilreich 
am Slclvio zwischen 7000 und 7500' Ilolie. 



NcpticLilidüii. 423 

N. Angulifasciella Sta. 

M. ;in \\ikleu Hosen, im Uct'slen Spiilhorhsle. 
F. I)ei Zürich, nicht gerade seilen {Frey). 

N. Schleichiella Frey. 

M. im Oclol)ei' in den Blattern von Sanguisorba officiiialis. 
Auf einer feuchten Waldwiese des üllibergs bei Zürich. Im geiieizlen 
Zinuner erzogen [Frey]. 

N. Rubivora Wo. 

M. an Kubus caesius, im October. 
V. Ijei Züricli; a])ei" lokal [Frey). 

N. Atric Ollis Sta. 

M. am Apfelbaum, seltenei' an (]r'alaegus o\\acaiUha. 

F. (vielleicht nur in einfacher Generalion; von Zürich im Juni (Frey/. 

N. Agrimoniella Hofmann [H.-S. N. Schm. 169). 
M. an AgT'imonia eupatorium. 
F. in einfacher Generalion im Juni; bi'i Zürich sehr lokal [Frey). 

N. Tityrella Sta. (Basalella H.-S.) [II. -S. 831). 
M. an Fagus sylvalica. 

F- in doppelter Erscheinung; bisher nur von Zürich [Frey) und Brem- 
garten [Boll], a])er an k(Mncm dieser ürle andei's als selten. 

N. Freyella v. Heyd. 

M. an Convolvulus arvensis und sepium. 
F. bisher nur von Zürich [Frey). 

N. (?) Poterii Sta. 

M. wohl sichei' an l*olerium sanguisorba bei Zürich. Erzogen beilich 
nichts [Frey]. 

N. Prunetorum Sta, (Perpusilella v. Heyd.). 
M. an Schlehen und Prunus avium. 
F. im Frühling: bei Zürich, nicht gerade seilen [Frey]. 

N. Plagicolella Sta. 

M. an Schlehen und Z\\elsrhen. 

F. in doppeller Genei-alioii. Hei Zürich häidig [Frey). 

N. Myrtilella Sta. 

M. an Yaccinium myi'lillus und uliginosum. 

F. in do])peller GcMieralion. Eizogen im Früldi?ig bei Züi'ich , aber 
durchaus nicht häulig [Frey]. 



424 ' Vlll. Tineen. 

N. Betulicola Frey. 
M. an ßetula alba. 
F. in doppelter Generation. Bisher nur, aber selten, von Zürich [Frey]. 

M". Glutinös ae Sta. 
M. an Alnus glutinosa. 
F. an einer Stelle bei Zürich, nicht selten [Frey). 

N. Aeeris Frey. 

M. an Acer campestris. 

F. in doppeller Generation ; selten bei Zürich [Frey] . 

N. Argentipedella Z. [H.-S. 834). 
M. an Birken. 

F. im Mai bei Zürich, nicht selten. Einmal auf engbegrenzter Stelle in 
förmlichen Schwärmen gelroften [Frey] . 

N. Microtheriella Wing. Sta. 

M. an Carpinus betulus und (loryius avellana. 

F. zweimal im Jahre. Von Zürich, Baden und Brcmgailcn [Frey, Hollj . 

N. Arcuata Frey (Arcuatella H.-S.). 
M. an Erdbeeren. 
F. (wie es scheint nur einmal) Ende Juni und Anfang Juli ; bei Zürich 

[Frey). 

N. Vimineticola Frey. 
M. an Salix viminalis. 

F. zweimal im Jahre. Bisher lun- von Zürich, im Freien im Juli. Jelzl 
fast vernichtet [Frey]. 

N. Salicis Sta. 

M. an (? schmal- und) breitblältrigcn Weiden. 

F. mit dop[)clter Erscheinungszeil, aber nidit liiiidig. Vun Züi'ich (fVc/y). 

N. Diversa Glitz. 

M. nur an schmalblättrigen Weiden. 

F. von Zürich. Dass er von der vorigen Art \Nirklich verschieden sei, 
ist mir zweifelhaft geblieben. 

N. Luteella Sta. 

M. an Birken (schon Ende Mai). 
F. bisher nur von Zürich [Frey]. 

N. Sorbi v. Hein. 

M. an Sorbus aucu[)aria. 



Nopticulidcn. 425 

F. (von mir nicht erzogen, aber sicher richtig). Bei Zürich und im 
Glarner Alpengebiete noch auf der Mürtschenalp in etwa 5000' Höhe. 

N. Floslactella Haw. 
M. an Hasehi. 
F. in doppelter Erscheinungszeit. Bisher nur von Zürich, aber selten 

[Frey). 

N. Carpinella v. Heyd. 
M. an der Hainbuche. 
F. abermals in doppelter Erscheinung; bei Zürich, mitunter häufiger 

[Fveij). 

N. Fagi Frey. 

F. (in seinen Ai'trechlen etwas unsicher, vielleicht eine kleine Sonuner- 
generation der N. Carpinella) . Gefangen im Juli und i\ugusl bei Zürich [Frey). 

N. Turicensis Frey (Turicella H.-S.) [II.-S. 816). 
M. an der Buche. 
F. in zwei Generationen. Bei Züricli lokal, aber IVüliei- nicht selten [Frey). 

N. AssimileUa Metzner [H.-S. 840). 

i\I. an jungen Büschen von Populus tremula. 

F. im Juli und August. Bei Züi'ich an Waldrändern [Frey). 

N, Trimaeulella Haw. (RufeUa Z.) [H.-S. 843). 
M. in den verschiedenen Pappelarten. 
F. zweimal im Jahre. Bei Zürich, aber seltener [Frey]. 

N. SubbimaeuleUa Haw. (Cursoriella v. Heyd.) [II. -S. 844). 
M. im tiefsten Spälherbsle an Eichen. 
F. im Mai und Juni; von Zürich [Frey] und Bren)garten [Boll). 

N. Apicella Sta. 

M. (?) an Populus trenuda. 

F. von Zürich, in einigen Evcmpiarcn gefangen [Frey]. 

N. Sericopeza Z. (und Decentella H.-S.) [II.-S. 841. 842 und 815). 

B. an Acer platanoides und campostre, diejenige der zweiten (ieneration 
in den Flügelfrüchten. 

F. in einigen Stücken bei Zürich gefangen [Frey]. N. Decentella ^bisher 
noch nicht im Faunengebiele angetroffen) halle ich für die lebhafter gelbe, 
weniger geschwärzte Sommergeneration. 

N. Argyrostigma Frey (Headleyella Sta.). 

Hn Mai bei Zürich in zwei Exemplaren einstmals gefangen [Frey). Die 
Naturgeschichte ist noch unermittelt. 



426 VIll, Tineen. Microptcryyiden. 

N. Intimella Z, 

M. an l)reilbläUrigcu Woiden im Ucrbslc. 
F. von Zürich, aber selten [Frey). 

N. Septembrella Sta. 

M. an Hypericum perforatum. pulchrum und tonienlosuni. 
F. zweimal im Jahre. Zürich [Frey); Brcmgarten [Boll) und noch auf 
der Mürtschenalp in etwa 5000' Höhe. 

N. Cathareticella Sta. 

M. an Rhamnus catharcticus. 

F. wurde im Frühling bei Zürich erzogen [Frey). 

N. Pulverosella Sta. 

M. am wilden Apfelbaume. 

F. (wohl mit doppelter Generation) bei Zürich, selten [Frey). 

N. Cryptella Sta. 

M. an Lotus corniculatus und major. 

F. im Juni. Aufwiesen und Gi'asplätzen bei Zürich [Frey). Höchst 
wahrscheinlich [Sta.) auch noch von Bergün (Z.). 

Trifurcula Z. 

T. Immundella Z. [II. -S. 861). 

F. bisliei" nur einmal Ende Juli bei Würenlos auf einer grasieiclien 
Waldslelle gefunden [Frey). 

Micropterygiden. 

Micropteryx Hb. 

M. Calthella L. [II. -S. 1). 

R. vielleicht an Caltha palustris. 

F. von Ende April in den Mai. Überall im Tieflandc, in den Alpen noch 
in) Juli und August, so \on Samaden und aus den (ilarnci' Alpen [Frey). 
Elevation über öOOü'.i) 

M. Aruncella Scop. [H.-S. 2) und (?) Var. Atrieapilla Wo. 

F. im Mai und Juni, sicher im ganzen Tieflande. Alpen von (llarus und 
Graubünden ferner von Chur [Caß.), sowie von Bergün [Z.) und dem oberen 
Engadin bis zu 7000' Meereshöhe [Frey). 

Eine alpine Var. Atrieapilla, möglicherweise eine neue Form, fand ]\'o. 
am Stelvio unterhalb der Franzenshöhe. 



\ 



1) M. Isobasolla Slgr. von Macugnaga, im 15('i;inii cifs .Iiili i^danLicii und Wdlil mit 
Calthella var. h. Z. zu verbinden, niöclile icii für Var. der voiliorgelicnden Art, i^e-slulzl 
auf die Beschreibung, erachten. 



IX. Plcrophorinen. 427 

M. Thunbergella Fab. [H.-S. 7). 

F. im April und Mai, mitunter häufiger. Bei Zürich [Frey); von Schüpfon 

(lUhb.); von Lausanne [Lah.). 

M. Allionella Fab. (Aureatella Scop.) [H.-S. 6. Hb. 388). 

F. von Schupfen [Rthb.) und Burgdorf [Beut.); dann aus den Alpen, so- 
wohl denjenigen der West- als Ostschweiz. Aus den Waadtiänder Bergen 
[Lah.); von Lenk und Visperterminen ^Bcnt.); von Bryschaip im Canton 
Schw^yz; Ebenalp [P.-L); von Bergün (Z.); aus dem oberen Engadin bei 
Samaden und von Trafoi [Frey), bis zur Franzenshöhe [Wo.). 

Elevation etwa 6500'. 

M. Andersehella H.-S. [H.-S. 4 und [?] 1.5). 

F. in derEl)ene im Frühling. So von Lausanne [Lah.); Schüj>fen [HÜth.); 
Burgdorf [Bent.); Zürich, hier häufig [Frey); St. Gallen (7a.); Chur [Ca/L). 
Noch im oberen Engadin bei Samaden [Pfa/J'enzeller). 

llöhengrenze etwa gegen 5500'. 

M. Rothenbachii Frey. 

F. iu] Frühling. Bei Zürich, allerdings selten [Frey); von Schupfen [Rlhb.). 

M. FastuoseUa Z. [H.-S. \0). 
R. minirend an Haselblättern. 

F. im April und Mai. Bei Zürich, mitunter häufiger [Frey). Auch von 
Bern angegeben [Beut.). 

M. Sparmannella Bosc. (Auropurpurella Haw.) [H.-S. 8). 
B. die Blätter der Birke minirend. 

F. bisher nur von Zürich während des Frühlings, aber seltener [Frey). 
Er soll auch bei Bern getroffen sein [Beut.). 



IX. Pteroplioriiieii. 

Agdistis Hb. 

A. Tamarieis v. Heyd. ( Jl.-S. 42. 43; . 

R. an den Ufern der Aar bei Wildegg an Tamai'iv germanica. 
F. in zwei Generationen erzogen von Wti. Auch aus ilem Wallis bei 
Baltschieder (Ja.) . 

Ciiaeniidopborus Walleiigren. 

C. Rhododactylus S. V. [Hb. 8). 
R. an Rosen. 



428 '^- Pterophoriiicn. 

F. im Juli und August, bei uns auffallend selten. Ein Exemplar von • 
Zürich [Frey); dann von Chur [Cufl.]. 

Platyptilia Hb. 

P. Ochrodaetyla Hb. (Pallidactyla Haw., Migadactyla Haw.) [Hb, 12. 
13. H.-S. 1.3). 
F. bei Zürich von Bremi, niemals al)er von mir in langen Jahren getroffen. 

P. Gonodactyla S. V. (Megadactyla Hb., Zetterstedtii Var. c. Z., 

Tesseradactyla Tr.) [IIb. G. H.-S. 9). 

li. in den Stengeln von Tussilago farfara. 

F. in einer früh- und einer spätsommerlichen Generation. Frauenfeld 
und Zürich, an letzterem Orte häufiger [Freij]] von LenzJ)urg und Ollringen 
[Wu.]] Sl. Gallen [Tä.]; Degersheim [Mi'dkr]; Ebenalp [P.-l.); von Hergün 
(Z.); im Wallis aus dem Turlmannthale (Genfer Mus.); im oberen Engadin 
bei Samaden und St. Moritz {F)'ey]; von Trafoi [Wo.]. 

Elevation über 5500'. 

P. Zetterstedtii Z. (Tesseradactyla Zetterstedt, [? Petradactyla Hb.) 

(//.-^'. [?]7). 

R. in Stengeln verschiedener Senecio-Arten. 

1'. im Juni untl .luli. Bei Zürich, seltener [Frey); I.enzburg und Oftriu- 
gen [W'Il); Westschweiz [Lah.]; St. Gallen [Tu.]; Berglialp im Canlon (Jlarus 
und in Gi'aubünden von Bergün (Z.); von Samaden bis Sils-Maria; von 
Trafoi [Wo.). 

llöhengrenze über 5500'. 

P. Metzneri Z. (BoUii Frey). 

F. im Juli, aus unseren Alpen, aber als Seltenheit. Von tier Meicnuand 
[Boll); von der Grimsel [Lah.); von der Franzenshöhe [Styr. und Wo.); im 
Südwesten von Macugnaga [Slyi-.). 

Elevation ül»er G500'. 

P. Fischeri Z. (Cosmodactyla Schläger) [fl.-S. 1'2). 

R. an (inaj)haliam s^lvaticum uml dioicum. 

t^ von Ende Mai in den Juni und Juli hinein. Von W iiiciilos , s(^lten 
[Frey); von der hohen Rhone [Boll, Frey); aus den westlichen Alpen [Hl/tb.); 
verbreitet bei Bergün ])is zum Weissenstein (Z.); im oberen Engadin bei 
Samailen und Sils-Maria bis etwa (iOOO'. 

Ainblyptiliii Hb, 

A. Acanthodaetyla Hb. [H.-S. 5). 

H. an Ononis spinosa und repens, Stachys sylvatica, speciosa und coc- 
cinea, an Euphrasia ollicinalis, sowie an l'clargonien in Gärten. 



i 



IX. Pterophorincn. 429 

F. in doppeller Generalion, im Juli und August und nochmals im Spät- 
herhsle. Bei uns eine Seltenheil. Von Zürich [Frey); Bremgarten [Boll); von 
der Berneck bei St. Gallen [Tä.]; von Degersheim [MilUer). 

A. Cosmodactyla Hb. (Punctodaetyla Haw.) [H.-S. 4) und Var. Stachy- 
dalis Frey. 

R. im .Tuni an Stachys sylvalica , dann vier bis sechs Wochen später in 
den Samen von Aquilegia vulgaris. 

F. im Spätsommer, häufiger. Von Zürich und Winlerthur [Frcy)\ Lenz- 
burg [Wii.)\ von Bergün (Z.) . Aus dem oberen Engadin bei St. Moritz er- 
hielt sie V. Heyd. 

Var. Stachydalis (auffallend hell, olivenbraun, wohl die Sommei'genera- 
tion, also ein auffallender Saison-Dimorphismus , wenn ich nicht irre) l)ei 
Zürich [Frey). 

Höhengrenze etwa 5700'. 

Oxyptilus Z. 

O. Distans Z.i) 

F. Ausgang Juni und im Juli häufiger von Bergün (Z.); dann Ende Juli 
auf Alp Muraigl bei Samaden in etwa f)700' Höhe (Frey); auch in der dortigen 
Gegend von P/a/J'enzeUei- getrotien , al)er selten; von der Meienwand [Bollj; 
vom Stelvio [Eppelsheim] . 

O. Pilosellae Z. [H.-S. 16). 

R. in den Herztrieljen von Hieracium pilosella. 

Von Zürich [Frey] und von Pfäffikon [Suter]; im Juli und August. 

O. Hieracii Z. [H.-S. U). 

R. in den Herzlrieben von Hieracium umbellatum. 
Zürich, Baden, Würenlos, im Juli [Frey); von Pfäffikon (Sule)-]; von 
St. Gallen [Tä.) und Degersheim [Müller). 

O. Ericetorum Z. [H.-S. 15). 

F. im Juli und August. Bei Zürich auf einer Waldwiese [Frey); von 
Pfäffikon [Suter). 

O. Obscurus Z. (Parvidactyla Haw., Mierodactylus Steph., Dentellus 
Mann) [H.-S. 17). 
R. in den Herztrieben der Stachys alpina. 



1) 0. KollariSta. (H.-S. 38), welcher in einigen Exemplaren von Wo. nahe der 
Passhohe des Stelvio und wahrsclieiniich auch vor lantien .lahien \on C. Zeller bei Aosla 
getiofTeii wurde, dürfte unserer Fauna kaum al)gehen. 



430 I^- l'lcropliorinon. 

F. iiii Juni und dann auch Ende .luli. Von Zürich und Baden, sowie von 
Bergün (Z.) und bei Samaden [Frey]; auch von Trafoi [Eppelsheini) . 
Eievation bis gegen 5500'. 

Mimaeseoptilus Wallengren. 

M. Phaeodactylus Hb. (Lunaedactyla Haw.) {II.~S. 14. 15). 
R. an Ononis repens. 
F. im Sommer. Bei Zürich, ebenso bei Schloss Kyburg , doch selten 

[Frey). 

M. Pelidnodactylus Stein (Mictodactylus [p.] Z.) [H.-S. 24). 
R. an Saxifraiia. 

F. (wenn von den nachfolgenden zvsei Arten überhaupt verschieden) von 
Genf (Mus.). 

M. Serotinus Z. (Bipunctidaetylus Sta., Mictodactylus Var. b. Z.). 
R. in den Herztrieben von Scabiosa arvensis. 

F. im Mai und Juni , dann nochmals im späiesten Sommer. Von 
Villeneuve [Loh.) , dem Berner Jura [Rthb.), von Bremgarten [Boll], von 
Baden und Zürich {Frey), eine häufigere Art; Gais und Weissbad, häufig 
{P.-T.). 

M. Zophodactylus Dup (Loewii Z.). 

R. in den Blüthen von Erytliraea centaureum. 

F. im Herbste. Bei Zürich, lokal und selten [Frey). 

M. Coprodactylus Z. {H.-S. 20). 

R. in den Blüthen der Gentiana verna. 

F. im Juni und Juli. Bei Zürich auf Waldwiesen sehr häufig, ebenso auf 
der hohen Rhone {Frey); von Bremgarten {lioll); aus dem Berner .Iura 
{lifhh.); von St. Gallen {Tu.)] von Degersheim {Mülle}-):, in den Alpen vom 
Monte Rosa bis zum Stelvio, sehr verbreitet und hier Höhen von 6 — 7,000' er- 
reichend {Frey). 

M. Plagiodactylus Sta. {H.-S. 22) . 

R. an Gentiana asciepiadea, auf Bergwiesen. 

F. im Juni und Juli. Bei Zürich, namentlich am ütliberg {Frey): Ber- 
gün (Z.) ; Degersheim und vom Gäbris {Müller) ; Trafoi nahe der Baum- 
grenze {Wo.). 

M. Graphodactylus Tr. {H.-S. 23) . 
R. an Gentianen. 
F. im August. Sehr vereinzelt und spärlich bei Zürich {Frey). 



IX. Ptoropliorincn. 431 

M. Fuscus Retz. (Ptilodactyla Hb., Fuscodactylus Haw.) {IIb. 16. 25). 

H. an Veionica cliamaedrys. 

Bei Zürich im Juni, sehr vereinzelt [Frey); von Lenzburg (Wu.); aus 
den Berner Alpen im Juli [Boll); von St. Gallen [Tä.) und Dec;erslioim 
[Midier); Bergün (Z.). 

Oedematophorus Wallengreii. 

O. Lithodactylus Tr. (SeptodaetylaTr., SimilidaotylaSteph.) [II. -S. 10). 
R. an Inula salicifolia und dysenterica. 

F. von Lausanne [Lah.)\ Lenzburg [Wu.]:, he'\ Zürich Ende Juli und zu 
Anfang August, selten [Frey). 

O. Rogenhoferi Mann. 

F. im Juli und August. 

Aus dem Faunengebiete von Alp Müraigl he\ Samaden [Frey] und vom 
Stelvio [Wo.) mit abendlichem Fluge. Ich glaube ihn auch bei Zermatt 
einstens gefangen zu haben. Leider ging das Exemplar zu Grunde. 

Elevation 6 — GöOO' und mehr. 

Pterophorus Wallengreii. 

P. Pterodactylus Hb. (Monodaetylus L.) [H.-S. 27). 

R. an Convolvulus arvensis. 

F. sicher überall, vom Herbste an und meistens gemein. Noch aus dem 
oberen Engadin von Samaden und St. Moritz , also in einer Meereshöhe 
von mehr als 5500' [Frey). 

Leioptilus Walleugren. 

L. Scarodactylus Z. [H.-S. 32). 

R. in den Herztrieben von Hieracium uml)ellatum und boreale. 

F. von Schupfen [Rthb.); im Juli von Würenlos [Frey); Weissbad [P.-L). 

L. Tephradaetylus Hb. [H.-S. 28). 

R. an lichten Waldstellen, in den Trieben von Solidago virgauroa. 
F. im Juni. Zürich, Sihlwald bei Thalvvyl und Winterthur [Frey); Bergün 
[Z.). Ende Juli aus dem oberen Engadin bei Samaden [Frey); Trafoi [Wo.). 
Elevation über 5200'. 

L. Carphodactylus Hb. [Hb. 19. 20). 

R. in den Herztrieben von Conyza squarrosa. 

F. bisher nur von den Waldwiesen des ütlibergs im Mai und Juni [Frey); 
vielleicht auch aus dem Aargau [Wu.]; sicher im Juni und Juli von Ber- 

gÜD (Z.).i) 

1) Ich vermuthe, dass L. Carphodactylus und unsere schweizersche Form zwei Arten 
bilden dürften. Leider konnte icli niemals die R. des lelzleren Thieres entdecken. 



432 I-^- Pteroplioiinen. 

L- Microdaetylus Hb. [Hb. 26. 27). 

R. in den Blütlien und Stielen von Eupaloriiim cannabinum. 

F. im Mai und Juni und nochmals im Hochsommer. Bei Zürich, an lichten 
Waldstellen häufiger [Frey) . Gewiss im ganzen Tieflande ; allein es fehlt hier 
wieder an Beobachtungen. 

L. Osteodaetylus Z. (Microdaetylus Zetterst.) [H.-S. 29). 

R. an Solidago virgaurea. 

F. im Juli. In den Bergwüldern von Zürich, aber selten [Frey); St. Gallen 
[Tu.]; Weissbad, wohl selten (P.-/.); dann von Bergün (Z.) und noch von 
Samaden [Pfaffenzeller] . 

Elevation etwa 5500'. 

L. Brachydactylus Tr. (Aetodactylus Dup.) [H.-S. \\). 

R. in düsteren, namentlich Nadel holz Waldungen an Prenanthes purpurea. 

F. seltener zu Ende Juni und im Juli an derartigen Stellen. So von 
Zürich an beiden Seeufern und von Winterthur [Frey); aus dem Aargau, ent- 
weder von Lenzburg oder Oftringen [Wu.); von der Berneck ])ei St. Gallen 
{Müller). 

Aciptilia Hb. 

A. Baliodactyla Z. (Tridactyla Steph.) [H.-S. 36). 
R. an Origanum vulgare. 

F. aus der westlichen Schweiz [Lah.) und In mehreren Exemplaren am 
Lägernberg im Juli [Frey); von St. Gallen [Tu.); oberhalb Trafoi [Wo.]. 
Elevation bis 5000'. 

A. Tetradactyla L. (Leueodaetyla Hb., Didactyla Scop., Niveidactyla 
Steph.) {H.-S. 35). 
R. an Thymus serpyllum. 

F. im Hochsommer, überall und gemein, nicht allein in der Ebene, son- 
dern auch ebenso häufig in den Alpen, und hier Höhen von 7000' erreichend. 

A. Pentadactyla L. (Tridactyla Scop.) {Hb. 1). 
R. an Convolviilus ai'vensis und sepium. 

F. sicher überall im Tieflande im Sommer. Doch bei Zürich {Frey) und 
Ri"(ungarlen {Boll) auffallend s|)ärlich; auch bei St. Gallen, seltener [Tä.). 

A. Paludum Z. [H.-S. 19). 

F. auf Torfmooren im Mai und Juni. Von derartigen Stellen bei Bünzen 
und Bremgarlen. sowie (freilich sehr vereinzelt) vom Katzensee bei Zürich 
{Bali, Freij). 



X. Aliicitinen. 433 



X. Alucitiiieii. 

Alueita Z. 

A. Dodecadactyla Hb. [Hb. 29). 

R. in den ani^eschwollenen Zweigen von Loniceni xylosteum. 

F. im Juni l)oi Zürich, sehr selten [Frey); iiiiulii^ei' von Tireingarten [Boll). 

A. Grammodaetyla Z. 

F. im Mai und Juni, sellener im Hochsommer auf höheren Waldwiesen, 
bei Zürich an l»eiden Seeufern, am meisten an den Abhängen des Üllibergs 

[Fm,]. 

A. Desmodaetyla Z. 

R. an Stachys sylvalica und alpina. 

F. im Moclisommer und (?) nochmals im ersten Frühling. Bei Zürich an 
lichten Waldstellen, mitunter häufiger [Frey). 

A. Polydaetyla Hb. (Hexadaetyla Curtis) [Hb. 28) . 

R. in den Hlülhen von Lonicera pericl) menum und wohl auch anderei- 
Spezies. 

F. zweimal im Jahre, im Mai und Juli. Bei Zürich, häufig [Frey); ebenso 
von Bremgarten (ßo//) und Chur [Cafl.); St. (iailen [Tu.). Sicher im ganzen 
Tieflande. 

A. Hexadaetyla Hb. (Hübneri Wallengren) [fJb. 30. 31). 

R. in Anschwellungen des Stieles von Scal)iosa coUnnbaria. 

F. auf Waldwiesen, zuweilen häufig im Mai und Juni, dann nochmals im 
Juli und August. Von Zürich [Frey); von Schupfen [Rtlib.]; von St. Gallen [Tä.). 

Seine Höhengrenze , wie diejenige der anderen Aluciten , scheint eine 
auffallend niedrice zu sein. 



Frey. LepidniiterPii. 



Druckfehler. 

S. 7 Zeile 10 von oben ist hinter Lathyri und Diniensis je ein Comnia einzufügen. 

S. aö Zeile S von oben hinter Vanessa ist Fab. zu ergänzen. 

S. 68 Zeile 17 von oben ist vor Charon das ? zu streichen. 

S. 87 letzte Zeile statt Marwiel ist Marwies zu lesen. 

S. 130 Zeile 25 von oben statt Ab. Lalenai, Var. Latenai. 

S. 178 Zeile 19 von oben ist vor A. Lucluosa der Genus-Name A conti a Ü. einzufügen. 

S. 263 Zeile -2"> von oben statt Sins, 1. Ins. 



Verzeicliiiiss der Abtheilungen, Familien und (lattungen. 



Abraxas Leacli. 198. 
Acheronfia 0. 50. 
Achroea Hb. 280. 
Acidalia Tr. 190. 
Aciptilia Hb. 432. 
Acontia 0. 178. 
Acosmelia Stepli. 1."i4. 
Acrobasis Z. 277. 
Acrolepia Gurt. 379. 
Acronycta 0. HO. 
Adela Latr. 341. 
Aechmia Sla. 381. 
Aedia Hb. 175. 
Agdistis Hb. 427. 
AgliaO. 100. 
Aglossa Latr. 2.")0. 
Agrophila Bsd. 180. 
Agrotera Sehr. 265. 
Agrolis 0. Lcd. 114. 
Alncitiueu 433. 
Alucita Z. 433. 
Amblyptilia Hb. 428. 
Ammoconia Led. 135. 
Amphida.sy.s; Tr. 208. 
Amphipyra 0. 154. 
Anaitis Dup. 220. 
Anarta Tr. 175. 
Anchinia H.-S. 373. 
Ancylosis Z. 278. 
Anerastia Hb. 27 9. 
Angeroma Dup. 203. 
Anisopteryx Steph. 206. 
Anthochari.s Bsd. 6. 
AntLspila Hb. 405. 
Apamea Tr. 139. 
Apaliira Fab. 23. 
Apaturiden 23. 
Aphelia Steph. 311. 



Apliomia Hb. 280. 
Aplasta Hb. 218. 
Aporia H.-S. 3. 
Aporopliila Gn. 135. 
Arclia Sclir. 83. 
Arctiiden 79. 
Argynnis Fab. 31. 
Argyro.slliia Sla. 382. 
Argyresthiden 382. 
Asarta Z. 275. 
Asopia Tr. 250. 
AspIiaHa Hb. 109. 
A.spilatcs Tr. 218. 
Aspis Tr. 311. 
Astero-scopus Bsd. 166. 
Afemelia H.-S. 377. 
Avenfia Dup. 183. 
Bapta Steph. 199. 
Batracliedra Sta. 399. 
Bedellia Sta. 400. 
Bembecia Hb. 62. 
Bision Leach. 207. 
Blastobasis Z. 376. 
Boarmia Tr. 208. 
Boletobia Bsd. 184. 
Boinbycideu 72. 
Bombyciden Bsd. 94. 
Boinbyx Bsd. 94. 
Boniolocha Hb. 186. 
Botys Hb. 255. 
Brephia v. Hein. 277. 
Brephos 0. 187. 
Brotolomia Led. 146. 
Bryophiia Tr. 112. 
Bucculatrix Z. 418. 
Bupakis Leach. 216. 
BulaHs Tr. 377. 
Gabera Tr. 200. 



Calamia Hb. 148. 
Galhgenia Dup. 74. 
Galliiiiorplia Latr. 82. 
Calocanipa Stepli. 165. 
Gaiophasia Steph. 167. 
Gaiymnia Hb. 158. 
Garadrina 0. 151. 
Carpocapsa Tr. 322. 
Garterocephalus Led. 55 
Cataclysla Hb. 266. 
Catastia Hb. 276. 
Galephia 0. 181. 
Gatharia Led. 253. 
Gatocala Sehr. 181. 
Cedestis Z. 382. 
Gemiostoma Z. 418. 
Cerostoma Latr. 347. 
Charaeas Steph. 126. 
Gharlclea Steph. 178. 
Chariptera Gn. 138. 
Ghauliodus Tr. 401. 
Gheimatobia Steph. 222. 
Gheimatophila Steph. 295 
Ghelaria Hb. 370. 
Ghesias Tr. 221. 
Ghimabaeche Z. 350. 
Ghionobas Bsd. 43. 
Gidoantha Bsd. 14 5. 
Choreutiden 333. 
Ghoreutis Hb. 333. 
GhrysocJista Sta. 402. 
Gidaria Tr. 224. 
Gilix Leach. 101. 
Cirroedia Gn. 159. 
Cledeobia Dup. 24 9. 
Gleoceris Bsd. 159. 
Gleodora Gurt. 37 0. 
Gleogene Bsd. 218. 
28* 



436 



Verzeichniss der Al)lhciliini;on, Familien und Gallungen. 



Cnaemidopliorus Wallengr. 

427. 
Gnetocampa Slepli. lOß. 
Gochloplianes Stgr. 92. 
Cochliopoden 89. 
Coenonymplia Hb. 48. 
Culeopiiuia Hb. 392. 
Coleophoriden 392. 
Colias Fab. 7. 
Collix Gn. 241. 
Conchylis Tr. 296. 
Coptoloma Led. 323. 
Coriscium Z. 390. 
Cosmia O. 1."j8. 
Cosmoptcryx Hb. 400. 
Cossiden 89. 
Co.ssus Fab. 89. 
Grambus Fab. 267. 
Grateronyx Dup. 97. 
Grocallis Tr. 203. 
Gucullia Sehr. 167. 
Gyelopides Hb. 55. 
Gymalophora Tr. 108. 
Cymatophoriden 108. 
Dasycera Haw . 374. 
Üasychira Steph. 93. 
Dasydia Gn. 214. 
Dasypolia Gn. 167. 
Dasystoma Gurtis SiiO. 
Deilepliila 0. 57. 
Ueiopeia Steph. 80. 
Demas Steph. 110. 
Depres.saria Haw. 351. 
Dianlhoecia Bsd. 132 
Diaseniia Gn. 265. 
Diaslicti.s Hb. 217. 
Dichonia Hb. 138. 
Diclirnrliam))ha Gn. 330. 
DicAcIa Gn. l.'iT. 
Diloba Steph. 1 lü. 
Diüi'yctia Z. 273. 
Diphlhera 0. 113. 
üipiodoiTia Z. 335. 
Diplerygia Steph. 144. 
Doloploca Hb. 295. 
Drepanuliden 10 0. 
Uiynoi)ia Dup. 105. 
Dryobola I.ed. 137. 
Dysciiori.sta Led. 15S. 
Earia.s Hb. 73. 
Eccopsis Z. 312. 
Elachisla Sla. 405. 



Elachistiden 399. 
Ellopia Tr. 201. 
Ematurga Led. 216. 
Eniydia Hb. 79. 
Endagria Bsd. 89. 
Endotriciia Z. 250. 
Endromiden 99. 
Endroniis Bsd. 99. 
Endrosis Sta. 379. 
Enicostonia Sla. 355. 
Ennychia Led. 255. 
Epheslia Gn. 279. 
Eplchnopleryx Hb. 91. 
Epigrapliia Hb. 350.' 
Epione Dup. 204. 
Epischnia Hb. 276. 
Episenia 0. 135. 
Erasfria 0. 179. 
Erebia Bsd. 35. 
Ei-iopus Tr. 145. 
Eryciniden 23. 
Etiella Z. 274. 
Eucarphia Hb. 276. 
Euchelia Bsd. 80. 
Euclidia 0. 180. 
Eucosmia Steph. 223. 
Eudeniis Hb. 311. 
Eugonia Hb. 201. 
Eupllhecia Gurt. 241. 
Euplexia Steph. 14 6. 
Euplocamus Latr. 335. 
Euripia Bsd. 170. 
Eunanliiis Hl). 2l6. 
Eurihypara Hi). 2,55. 
Eurycreon Led. 263. 
Euryniene Dup. 203. 
Eiiterpia Gn. 178. 
Euzophera Z. 279. 
Exaeretia Sla. 350 
Exapale Hb. 349. 
Exapatiden 349. 
Fidonia Tr. 215. 
Fumea Hb. 92. 
Galleria Fab. 280. 
Gelechia Z. 356. 
Geleehiden 350. 
Geonieira Bsd. 188. 
fweoinotrideii iss. 

(du|iliisia Usd. lOi;. 
Glyphipterygiden 37 9 
(Jlyphiptpryx Sla. 3S0. 
Gnophos Ti'. 211. 



Gnophria Steph. 79. 
Gonophria Bsd. 1 08. 
Gortyna 0. 148. 
Gracilaria Haw. 387. 
Graeilariden 3S7. 
Granimesia Steph. 151. 
Grammodes Gn. 180. 
Grapholitha Tr. 312. 
Habryntis Led. 14 0. 
Hadena Tr. 139. 
Halia Dup. 216. 
Harpella .Sehr. 373. 
Harpyia 0. 102. 
Helia Gn. 184. 
Heliaca l\.-S. 176. 
Heliodines Sla. 404. 
Heliothela Gn. 253. 
Heliolhis Tr. 177. 
Heliozela H.-S. 382. 
Hemerophila Slepii. 208. 
Hepialiden 87. 
Hepialus Fab. 87. 
Hercyna Tr. 254. 
Herniinia Lalr. 185. 
Hesperia Bsd. 54. 
Hesperiden 49. 
He\denia llului. 376. 
Hibernia Latr. 206. 
Hiniera Dup. 203. 
Hiplelia Gn. 157. 
Homoeosoina Gurl. 279. 
Hoporina Bsd. 1()2. 
Hybocampa L. 103. 
Hydrocanipa Gn. 265. 
Hydroecia Gn. 147. 
Hyluphila Hb. 73. 
Hypalinia H.-S. 376. 
Hypena Tr. 186. 
Hypcrcallia Steph. 372. 
IIypt)chaleia Hb. 276. 
H\ |)ononieula Z. 345. 
Hyponomeutiden 3 43. 
Hyp|)a Dup. 144. 
Hy])solophus Haw. 370. 
Jaspidea Bsd. 14 7. 
Incurvaria Ha\\. 339. 
ino Lcacli. 63. 
Jodis Hb. 190. 
Lainpronia Z. 3.S9. 
Laria Hb. 93. 
Lnsiocninpa Latr. 97. 
Laverna (Unlis 402. 



Verzeicliiiiss der AhllR'iluiigen, Fumilien und Gattunt^en. 



437 



Leioi)tihis Walloiigr. 43 1. 
Lcucania 0. 148. 
Leucoma Stepli. 93. 
Leucophasia Steph. 7. 
Libytlica Fab. 23. 
Libytheiden 23. 
Limacodes Latr. 89. 
Linienifis Fab. 24. 
Lipariden Bstl. 93. 
Lilliocampa G». IßT. 
Lithocolletiden 411. 
LilhocoUetis Z. 411. 
I.ithosia Fab. 77. 
Lithosiden 73. 
Lobcsia Gn. 312. 
Lübophora Gurt. 221. 
Lophopteryx SIcpli. 104. 
Luperina Bsd. 139. 
Lycaena Fab. 14. 
Lycaeniden 9. 
lAgris Hb. 224. 
Lyonetia Hb. 417. 
Lyonetiden 4 17. 
Lypusa Z. 335. 
I.ythi-ia Hb. 218. 
Macaria Cuit. 205. 
Macroglossa 0. 59. 
Madopa Steph. 185. 
Mamestra Tr. 127. 
Mania Tr. 147. 
Melanargia Meig. 35. 
Melasiiia Bsd. 334. 
MeFissolilaples Z. 280. 
Melitaca Fab. 27. 
Mesogona Bsd. 157. 
Metrocampa Lati-. 201. 
Micropterygiden 42ß. 
Micropler^x Hb. 420. 
iMimaesoplilus Wallengr. 430. 
iMinoa Bsd. 220. 
Miselia Steph. t3S. 
Moma Hb. 113. 
Myelois Z. 27 7. 
Myrmecozela Z. 338. 
Mythimna Gn. 151. 
Naclia Bsd. 71. 
Naenia Ste|)h. 14 7. 
Nemeobius Steph. 23. 
Nemeo[)liila Stepli. 81. 
Nemophoia Hb. 340. 
Nemoria Hb. 189. 
Nemotois Hb. 342. 



Nopliopter\x Z. 273. 
Nepticula v. He;)d. 420. 
Nepticuliden 420. 
Neptis Fab. 25. 
Neuionia Hb. 126. 
Noctiiideu i lo. 
Nola Hb. 73. 
Nomophila Hb. 263. 
Nonagria 0. I4S. 
Notodonta 0. 103. 
Notodontiden 102. 
Nudaria Steph. 74. 
Numeria Dup. 200. 
N>ctegn'tis Z. 278. 
Wycteoliden 72. 
Nymphaliden 24. 
Oclironiolo})is Hb. 404. 
Ochsenheimeria Hb. 335. 
Ocnerostoma Z. 386, 
Ocnngyna Led. 86. 
Odezia Bsd. 220. 
Odontia Dup. 255. 
Odonto|)lera Steph. 202. 
Oecogonia Sta. 376. 
Oecopliora Sta. 374. 
Oecophoriden 374. 
Oedemato[)Jioia Wallen; 

431. 
Olindia Gn. 295. 
Omia Gn. 176. 
Opostega Z. 418. 
Org>ia 0. 93. 
Ornix Z. 390. 
Orobena Gn. 264. 
Orrhodia Hb. 162. 
Orlholilha Hb. 219. 
Orthosia 0. 195. 
Oxyptilus Z. 429. 
Pachnobia Gn. I")6. 
Pachycnemia Stc|)li. 211. 
Pancalia Sta. 378. 
Panolis Hb. 156. 
Panthca Hb. I 14. 
Papillo ].. I. 
Papilioniden 1 . 
Parai)on\\ Hb. 266. 
Pararge Hb. 43. 
Parasia Dup. 3 7(i. 
Parnassius Latr. 2. 
Pechipogon Hb. 186. 
Pellonia Dup. 198. 
Pempelia Hb. 274. 



Penthina Tr. 302. 
Pericallia Steph. 202. 
Perinephele Hb. 265. 
Perittia Sta. 381. 
Phalera Hb. 107. 
Phasiane Dup. 217. 
Phibalocera Steph. 351. 
Phigalia Dup. 207. 
Phorodesma Bsd. 188. 
Phothedes Gn. 180. 
Phoxopteryx Tr. 328. 
Phragmatoecia Nevvm. 89. 
Phthcüchroa Steph. 301. 
Phthoroblastis Led. 323. 
Phyllocnistis Z. 418. 
Pieriden 3. 
Pieris Schrk. 4. 
Pionea Gn. 264. 
Plastenis Bsd. 159. 
Platypteryx Lasp. 100. 
Platyptilia Hb. 428. 
Pleretes Led. 83. 
Pleurota Hb. 373. 
Ploseria Bsd. 205. 
Plusia 0. 170. 
Plutella Schrank. 346. 
Plutelliden 346. 
Polia Tr. 136. 
Polyonimatus Latr. II. 
Polyphaenis Bsd. 146. 
Porthcsia Steph. 94. 
Prays Sta. 346. 
Piothymia Hb. 180. 
Psamotis Hb. 264. 
Psecadia Hb. 345. 
Pseudolerpa H.-S. 188. 
Pseudophia (in. 181. 
Psilophora Sl<>ph. 106. 
Psilura Slcph. 94. 
Psodos Tr. 214. 
Psoricoptera Sta. 355. 
Psyche Sehr. 90. 
Psychiden B.sd. 90. 
Pteiogon Rsd. 59. 
Pteropliorinen 4 27. 
Plerophoius Wallengr. 43 1 
Pterosoma Gei'm. 105. 
Pygaera (». 107. 
Pygniaeana Rsd. 215. 

Pyralo-Craiiibidcn 2 4 9. 
Relinia (in. 301. 
Hhacodia Hb. 2M, 



438 



Verzeichniss der Abtheilungcii, Familien uiiil (iatUiiigen. 



Rhizogramma Led. 145. 
Rhodocera Bsd. 9. 
Rhopaloceren i. 
Rhopobota Led. 330. 
Rhyaclonia H.-S. 330. 
Rhyparia Hb. 198. 
Rivula Gn. 187. 
Roeslerslammia Sta. 380. 
Rumina Dup. 204. 
Rusina Bsd. 154. 
Sarrotiipa Gn. 72. 
Saturnia Sehr. 99. 
Saturniden 99. 
Satyriden 35. 
Salyius Fab. 43. 
Scardia Tr. 336. 
Schoenobius Dup. 266. 
Schreckensteinia Hb. 404. 
Sciaphila Tr. 292. 
Sciapleron Stgr. 60. 
Scoiiopteryx Germ. 164. 
Scoparia Haw. 250. 
Scopelosoma Gurt. 164. 
Scoria Sleph. 218. 
Scotochrosta Led. 166. 
Scotosia Steph. 223. 
Scytliropia Hb. 3 45. 
Selenia Hb. 20 2. 
Selidosema Hb. 216. 
Semioscopis Hb. 350. 
Sesia F"ab. 60. 
Sesiiden 60. 
Seiina Sehr. 75. 
Simaethis Leacli. 333. 
Simyra 0. MO. 



Smerinthus 0. 58. 
Solenobia Z. 334. 
Sophronia Hb. 372. 
Sphaleroptera Gn. 294. 
Sphinges 56. 
ISphiiig'iden 56. 
Sphinx 0. 56. 
Spilosoma Steph. 86. 
Spilothyrus Dup. 49. 
Spintherops Bsd. 183. 
Stagmatophora H.-S. 404. 
Stathmopoda Z. 400. 
Stauropus Germ. 102. 
Steganla Dup. 200. 
Steganoptyeba H.-S. 324. 
Stenia Gn. 265. 
Stephensia Sta. 405. 
Swamnierdamia Hb. 343. 
Symmoca Hb. 356. 
Syntomiden 71. 
Syntomis Hb. 71. 
Syrichthus Bsd. 50. 
Taeniocampa Gn. 155. 
Talaeoporia Hb. 334. 
Talpochares Led. 178. 
Tapinostola Led. 148. 
Teichobia H.-S. 339. 
Telesella H.-S. 170. 
Tephronia Hb. 211. 
Teras Tr. 281. 
Thalera Hb. 189. 
Thanaos Bsd. 54. 
Thecla Fab. 9. 
Theristis Sla. 349. 
Tholomiires Led. 187. 



Threnodes Gn. 253. 
Thyatira 0. 108. 
Thyrididen 63. 
Thyris Hlig. 63. 
Timandra Dup. 198. 
Tinagma H.-S. 381. 
Tinea Z. 336. 
Tineen 333. 
Tineiden 334. 
Tischeria Z. 4M. 
Tmetocera Led. 324. 
Tortriciden 281. 
Torlrix Tr. 286. 
Toxocampa Gn. 183. 
Trachea Hb. 14 6. 
(Trachonitis Z. 277.) 
Trifurcula Z. 426. 
Triphosa Stejjh. 222. 
Trochilium Scop. 60. 
Urapteryx Leach. 203. 
Valeria Germar. 138. 
Vanessa Fab. 25. 
Venilia Dup. 204. 
Xanthia Tr. 161. 
Xylina 0. 164. 
Xylocampa Gn. 167. 
Xylomyges Gn. 166. 
Xysmatodoma Z. 335. 
Zanclognatlies Led. 184. 
Zelleria Sta. 387. 
Zeuzera Latr. 89. 
Zonosoma Led. 19(>. 
Zophodia Z. 279. 
Zygaena Fab. 64. 
Zygaeniden 63. 



Register der Arteu. 



Die Genera SjUcI in Aljkürzuiigeii angt-führt , Varietäten , welche neben der Stanimrorm 
vorkommen, in Klammern, ebenso fragliche Arten. 



I^ Ehopaloceren. 

Aca.oiae Fab. Thecl. 10. 
•A,cis S. V. Lyc. 21. 

(Var. Montana M.-D. 21). 
Actaea Esp. Var. Cordula Fab. 45. 
Actaeon Esp. Hesp. 55. 
Adippe L. Aigyn. 34. 

(Var. Cleodoxa 0. 34). 
Adonis S. V. Lyc. 19. 

(Var. Q Ceronus Hb. 19). 
Aegon S. V. Lyc. 14. 
Aello Hb. Chion. 43. 
Agestis S. V. Lyc. 17. 
Aglaja L. Argyn. 34. 
Alcon S. V. Lyc. 22. 
Alexis S. V. Lyc. 18. 

(Icarinus Scriba 18). 
Alsus S. V. Lyc. 21. 
Altliaeae Hb. Spil. 49. 
Alveolus Hb. Syr. 53. 

(Var. Taras Meigen 53). 
Amathusia Esp. Argyn. 32. 
Amyntas S. V. Lyc. 14. 

(Var. Polysperclion Bergst. 14). 

(Var. Coretas 0. 14). 
Andromedae Wallengr. Syr. 53. 
Antiopa L. Van. 26. 
Apollo L. Paru. 2. 
Arcaiiia L. Coen. 48. 

(Var. Darwiniana Stgr. 48). 
Arethusa Esp. Sat. 44. 
Argiolus L. Lyc. 21. 
Argus L. Lyc. 14. 

(Var. Argyrognomon Bergstr. 14). 

(Var. Aegidion Ms. 14). 
Arion L. Lyc. 22. 

(Var. Obscura Christ 22). 
Artemis S. V. Mcl. 27. 

(Var. Merope de Prunner 27). 
Asteria Frr. Mel. 30. 
Atalanta L. Van. 2G. 
Athalia Rottb. Mel. 29. 

(Var. PyroniaHb. [Corytlialia] 29) 
Aurelia Nick. Mel. 30). 

(Var. ßhaetica Frey 30). 
Baetica L. Lyc. 41. 



Battus Hb. Lyc. 15. 
Belia Cram. Anthocb. H. 

(Var. Siraplonia Frr. (i). 
Betulae L. Thecl. 9. 
Brassicae L. Pier. 4. 
Briseis L. Sat. 44. 
Cacaliae Rbr. Syr. 52. 
C. album L. Vau. 25. 
C'allidice Esp. Pier. 5. 
i'amilla S. V. Limen. 24. 
Cardamines L. Anthoch. 6. 
Cardui L. Van. 26. 
Carthami Hb. Syr. 50. 
Cassiope Fab. Ereb. 35. 

(Var. Nelamus Bsd. 35). 
Celtis Esp. Libyth. 23. 
Ceto Hb. Ereb. 38. 
C'hryseis S. V. Polyom. 12. 

(Var. Eurybia 0. 12). 
Cinxia L. Mel. 28. 
Circe S. V. Polyom. 12. 

(Var. Montana M.-D. 12). 
Cleopatra L. Rhodoc. 9. 
Comnia L. Hesp. 55. 

Corydon Poda Lyc. 19. 

(Var. Syngrapha Kefersteiu 19). 

Crataegi L. Apor. 3. 
CyHarus Rottb. Lyc. 21. 
Cynthia S. V. Mel. 27. 
Dämon S. V. Lyc. 20. 

Daphue S. V. Argyn. 33. 

Daphnis S. V. Lyc. 20. 

DaplidicQ L. Pier. 5. 
(Var. Beüidice 0. 5). 

Davus Fab. Coeu. 49. 

Dejanira L. Par. 46. 

Delius Esp. Paru. 2. 

Dia L. Argyn. 32. 

Dictynna Esp. Mel. 29. 

Didyma 0. Mel. 28. 

Donzolii Bsd. Lyc. 20. 

Dorylas Hb. Lyc. 20. 

Edusa L. Col. 8. 

(Var. ^ Heiice Hb. 9). 

Egeria L. Par. 46. 
(Var. Meone Esp. 46). 

Erobus Knoch. Lyc. 23. 



Eriphyle Rthb. Ereb. 36. 
Eros 0. Lyc. 27. 
Escheri Hb. Lyc. 19. 
Eudora Fab. Par. 47. 
Euraedon Esp. Lyc. 18. 
Eupbemus Hb. Lyc. 22. 
Eupheno Esp. Authoch. 7. 
Euphrosyne L. Argyn. 31. 
Euryale Hb. Ereb. 42. 
(Var. Adyte Hb. 42). 
(Var. Philomela Esp. 42). 
(Var. Ocellaris Stgr. 42). 
Evias Lef. Ereb. 39). 
Fritiüum Hb. Syr. 51. 
(Var. Alveus Hb. .52). 
(Var. Serratulae Hb. H.-S. 52). 
(Var. Caecus Frr. 52). 
(Var. Onopordi Rbr. 52). 
(Var. Cirsii M.-D. 52). 
Galathea L. Melan. 35. 

(Var. Procida Herbst 35). 
Glacialis Esp. Ereb. 40. 
(Var. Pluto Esp. 40). 
(Var. Alecto Hb. 40). 
Goante Esp. Ereb. 40. 
Gorge Esp. Ereb. 40. 
(Var. Erynnis Esp. 40). 
(Var. Triopes Speyer 40). 
Helle Hb. Polyom. 13. 
Herraioue L. Sat. 43. 

(Var. Alcyone S. V. 43). 
Hero L. Coen. 48. 
Hiera Fab. Pararg. 46. 
Hipponoe Esp. Polyom. 12. 
(Var. Gordius Sulzor 12). 
Hyale L. Col. 8. 
Hylas S. V. Lyc. 16. 
Hyperanthus L. Pararg. 47. 

(Var. Arete Müll. 17). 
Janira L. Pararg. 47. 

(Var. HispuUa Hb. 47). 
Icarius Esp. Lyc. 18. 
Ida Esp. Pararg. 47. 
llia S. V. Apat. 23. 

(Var. Clytio S. V. 23). 
Ilicis Esp. Thecl. 10. 
Ino Esp. Arg. 33. 



440 



Register der Arten. 



Jo L. Van. '2ß. 
Jolas 0. Lyc. 22. 
Ipliis S. V. C'oen. 48. 
Iris L. Apat. 23. 

(Var. Jole S. V. Xi). 
Latonia L. Argyn. 34. 
Lavaterae Hb. Syr. 50. 
Levana L. Van. 25. 

(Var. Prorsa L. 25). 

(Var. Porima 0. 25). 
Ligea L. Eieb. 42. 
Linea S. V. Hesp. 54. 
Lineola 0. Hesp. 54. 
Lucilla S. V. Nept. 25. 
Lucina L. Nemeob. 23. 
(Lycidas Trapp. Lyc. 15). 
Machaon L. Pap. 1. 
Maera L. Pararg. 45. 

(Var. Adrasta Hb. 45). 
Malvarum Hoifmsg. Spil. 49. 
Manto S. V. Ereb. 40. 
Maturna L. Mel. 27. 

(Var. Wolfensbergeri Frey 27). 
Medea S. V. Ereb. 41. 
Medusa S. V. Ereb. 38. 

(Var. Hippomedusa 0. 38). 
Megaera L. Pararg. 46. 
Melampus Fuessly Ereb. 30. 
Mnemosyne L. Farn. 3. 
Muestra Hb. Ereb. 36. 
Napi L. Pier. 4. 

(Var. Bryoniae Hb. 4). 
Nerine Frr. Ereb. 39. 
Niobe L. Argyn. 34. _ 

(Var. Eris Meigen 34). 
(Uedipus Fab. Coen. 4^). 
Oeme Hb. Ereb. 38. 
Optilete Knoch Lyc. 15. 

(Var. Cyparissus Hb. 15). 
Orbitulus Üe Prunner Lyc. 16. 
Palaeno L. C'ol. 7. 

(Var. Europomene 0. 7). 

(Var. g Werdandi H.-S. 7). 
Pales S. V. Argyn. 31. 

(Var. Napaea Hb. 31). 

(Var. Arsilacbe Esp. 31). 
Painplülus L. C'oen. 49. 

(Var. Lyllus Esp. 49). 
Pandura S. V. Argyn. 35. 
Paniscus Fab. C'art. 35. 
Paphia L. Argyn. 34. 

(Var. Q Valesina Esp. 34). 
Parlhenie H.-S. Mel. 3(). 

(Var. Varia Bi. 30). 
Phaedra L. Sat. 45. 
Pharte Hb. Ereb. 36. 
Pheretes Hb. Lyc. 16. 
Phicoinone E.sp. Col. 8. 
Pblaeas L. Pulyom. 13. 

(Var. Eleus Fab. 13). 
Pbufbe S. V. Mel. 28. 
Podalirius L. Pap. I. 
Polychloros L. Van. 25. 
Populi L. Linien. 21. 
Pronoo Esp. Ereb. Var. Pitlio H)j. 41. 



Proserpina S. V. Sat. 44. 
Pruni L. Thecl. 10. 
Pyrrha S. V. Ereb. 37. 

(Var. Caecilia Hb. 37). 

(Var. Bubastis Ms. 37). 

(Var. Pyrrhula Frey 37). 
Qnercus L. Thecl. 11. 

(Var. Bellus Gerhard 11). 
Eapae L. Pier. 4. 
Ehamni L. Rhod. 9. 
Rubi L. Thecl. 11. 
Satyrion Esp. C'oen. 49. 
Sebrus Bsd. Lyc. 21. 
Selene S. V. Argyn. 31. 
Semele L. Sat. 44. 
Sertorius HofTmsg. Syr. 54. 
Sibylla L. Limen. 24. 
Sinapis L. Leucoph. 7. 

(Var. Lathyri Hb. 7). 

(Var. Diniensis Bsd. 7). 

(Var. Erysimi Bkh. 7). 
Spini S. V. Thecl. 10. 
Statilinus Hufn. Sat. 45. 
Steropes S. V. Cycl. 55. 
Stygne 0. Ereb. 39. 
Sylvanus Esp. Hesp. 55. 
Tages L. Than. .54. 
Thore Hb. Argyn. 33. 
Tithonus L. Pararg. 47. 
Tyndarus Esp. Ereb. 40. 
Urticae L. Van. 26. 
Virgaureae L. Polyom. 11. 

(Var. Zermattensis Fallou 11) 
W. albura Knoch. Thecl. 10. 
(Xanthomelas S. V. Van. 26). 

II. Sphingiden. 

Achilleae Esp. Zyg. 66. 

(Var. BelUs Hb. 66). 

(Var. Viciae Hb. 66). 
Ancilla L. Nacl. 71. 
Anthraciforinis Esp. Ses. 60. 
Apiforme Cl. Troch. 60. 
Asiliforme S. V. Sciapt. 60. 
Atropos L. Aclier. 56. 
Bembecifonne Hb. Troch., 60. 
Borabyliforiuis 0. Macr. 59. 
(Brizae Esp. Zyg. 65). 
Celerio L. Deil. 5S. 
Cephifonnis 0. Ses. 61. 
(Chalcidiforinis Hb. Ses. 02). 
Charon Hb. Zyg. 67. 
(Chrysidiformis Esp. Ses. 62). 
(Conopiformis Esp. Ses. 61). 
Oonvolvuli L. Sph. 56. 
Culiciforrais L. Ses. 61. 
Cynipiformis Esp. Ses. 61. 
Blpenor L. Deil. 58. 
Ephialtes L. Zyg. 69. 

(Var. Falcatae Hb. 09|. 

(Var. Coronillae S. V. 69). 

(Var. Trigonellae Esp. 09). 

(1?J Var. Aeacus Hb. (i9|. 

(Var. Peucedaui Esp. 09). 

(Var. Athanianthae Esp. (>9|. 



Euphorbiae L. Deil. 57. 

(Var. Paralia Nick. 57). 
Exulans Hocheuw. Zyg. 66. 

(Var. Vanadis Dalm. 66). 
Fausta L. Zyg. 70. 

(Var. Jucunda Ms. 70). 

(Var. Genevensis Mill. 70j. 
Fenestrina S. V. Thyr. 63. 
Filipendulae L. Zyg. 68. 

(Var. Mannii H.-S. 68). 

(Var. I?] Ochsenheimeri Z. 68). 

(Var. Cytisi Hb. 68). 
Formicaeformis Esp. Ses. 61. 
Fuciforinis 0. Macr. 59. 
Galii S. V. Deil. 57. 
Globulariae Hb. In. 63. 
Hippophaes Esp. Deil. 57. 
Hylaeiformis Lasp. Berab. 02. 
Ichueumoniforniis Fab. Ses. (j2. 

(Var. Megillaeforinis Hb. 02). 
Leuconielaena Z. Ses. (i2. 
Leueopsidiformis Esp. Ses. 62. 
Ligustri L. Sph. 56. 
Lineata Fab. Deil. 57. 
Lonicerae Esp. Zyg. 67. 

(Var. Major Frey 67). 
Medicaginis 0. Zyg. 69. 

(Var. Hippocrepidis Hb. 69). 

(Var. Angelicae Hb. 69). 
Meliloti Esp. Zyg. 07. 

(Var. Stentzii Frr. 67). 
Minos S. V. Zyg. 64. 

(Var. Nubigena Manu 64). 

(Var. Polygalae Esp. 64). 

(Var. Interrupta Stgr. 64). 
Myopiforrais Bkh. Ses. 61. 
Nerii L. Deil. 58. 
Ocellata L. Smer. 58. 
Oenotherae S. V. Pter. 59. 
Onobrychis S. V. Zyg. 70. 

(Var. Diniensis H.-S. 70). 

(Var. Hedysari Hb. 70). 

(Var. Berolinensis Stgr. 

(Var. Flaveola Esp. 70). 
Phegea L. Synt. 71. 
Philanthiformis Lasp. Ses. 
Pinastri L. Sph. 56. 
Populi L. Smer. 58. 
Porcellus L. Deil. 58. 
Pruni S. V. In. 63. 
Punctata Fab. Nacl. 72. 
Komeo Dup. Zyg. 65. 

(Var. Freyeri Led. 65). 
Scabiosae Esp. Zyg. 05. 
Scoliaeforniis Fab. Ses. (JO. 
Spheciformis Fab. Ses. 60. 
Statices L. lu. 64. 

(Var. Chrysocephala Nick, (ili 

(Var. Hcydenroichii Led. lili. 
Slellataruin L. Macr. 59. 
Stomoxyformis Hb. Ses. Ol. 
Tenthrediniformis Lasp. 62. 
Tiliae L. Smor. 5s. 
Tipulit'orniis Cl. Ses. 61. 
Trilolii Esp. Zyg. 67. 



70) 



62. 



Register der Arten. 



441 



(Var. Orobi Hb. (>7|. 
(Var. Confluens Stgr. CT). 
Vespertilio Esp. Deil. 57. 

m. Bombyciden. 

Aesculi L. Zeuz. SO. 
Alpicola Stgr. Bomb. !Jö. 
Aiiachoreta S. V. Pyg. 107. 
Auastomosis L. Pyg. 107. 
Antifjua L. Gon. 03. 
Arundinis Hb. Phragm. 89. 
Asellus S. V. Limac. 90. 
Aulita L. Arct. 84. 

(Var. Uurialis Esp. S4). 
Aureola Hb. Lith. 78. 
Auriflua S. V. Porth. 94. 
Aurita Esp. Set. 70. 

(Var. Kamosa Fab. 76). 
Balis L. Tbyat. 108. 
Betulifolia Fab. Las. 98. 
Betulina Z. Fum. 92. 
Bicolora Hb. Not. 105. 
Bicuspis Bkh. Harp. 102. 
Bifida Hb. Harp. 102. 
Bipuncta Bkh. Cyni. 109. 
Bombycella S. V. Epichn. 91. 
Bucephala L. Phal. 107. 
C'aja L. Arct. 83. 
Calvella 0. Psych. 91. 
Camelina L. Loph. 105. 
Caniola Hb. Lith. 78. 
Camus Esp. Hep. 88. 
Carpini S. V. Sat. 99. 
Casta Esp. Arct. 85. 
Castreusis L. Bomb. 95. 
Catax L. Bomb. 96. 
Cereola Hb. Lith. 79. 
Cervini Fallou Arct. 85. 

(Var. Huatectü Frey 85). 
Chaouia S. V. Not. 104. 
Chlorana L. Ear. 73. 
Chrysorrhoea L. Porth. 94. 
Cicatricalis Tr. Nol. 74. 
Complana L. Lith. 78. 
Confusalis H.-S. Nol. 74. 
Crataegi L. Bomb. 94. 

(Var. Ariae Hb. 94). 
Cribrum L. Erayd. 80. 

(Var. Punctigera Frr. 80). 

(Var. Candida Cyrilli 80). 
Crenata Esp. Gluph. 106. 
Cristulalis Hb. Nol. 74. 
Cucullatella L. Nol. 73. 
CucuUina S. V. Loph. 105. 
Curtula L. Pyg. 107. 
Curvatula Bkh. Plat. 100. 
Depressa Esp. Lith. 77. 
Derasa L. Gonoph. lOS. 
Dictaea L. Not. 103. 
Dictaeoides Esp. Not. 103. 
Diluta S. V. Asph. 109. 
Dispar L. Psil. 94. 
üominula L. Ca lim. 82. 
Dromedarius L. Not. 104. 
Dumeti L. Crater. 97. 



Eborina S. V. Set. 77. 
Erminea Esp. Harp. 102. 
Fagi L. Staur. 102. 
Falcnla S. V. Plat. 100. 
Fascelina L. Das. 93. 
Flavia Fuessly Arct. 83. 
Flavicornis L. Asph. 109. 
Fluctuosa Hb. Cyra. 109. 
Fuliginosa L. Spil. 86. 
Furcula L. Harp. 102. 
Ganna Hb. Hep. 88. 
Gonostigma Fab. Org. 93. 
Graminella S. V. Psych. 90. 
Grammica L. Eroyd. 79. 
Griseola Hb. Lith. 77. 
Hamula Esp. Plat. 101. 
Hebe L. Arc^ 84. 
Hectus L. Hep. SS. 
Helix Sieb. Cochloph. 92. 
Hera L. Callim. 82. 
Humuli L. Hep. s7. 
Jacobaeae L. Euch. sO. 
llicifolia L. Las. 98. 
Irrorea S. V. Set. 75. 

(Var. Freyeri Nick. 75). 

(Var. Andereggii H.-S. 75). 

(Var. Kift"elen;;is Fallou 75). 
Kuhlweini Hb. Var. Alpestris Z. 

Set. 76. 
Lacertula S. V. Plat. 101. 
Lanestris L. Bomb. 96. 

(Var. Arbusculae Frr. 96|. 
Ligniperda Fab. Coss. 89. 
Lubricipeda Esp. Spil. 87. 
Luetifera S. V. Spil. 86. 
Lunigera Esp. Las. 98. 

(Var. Lobulina Esp. 98|. 
Lupulinus L. Hep. 88. 
Liirideola Zk. Lith. 78. 
Luteola S. V. Lith. 7s. 

(Var. Pallifrons Z. 78). 
Maculosa S. V. Arct. Var Siiiiplo- 

nica Bsd. 85. 
Matronula L. Pier. S3. 
Melagona Bkh. Dryn. 106. 
Mendica Cl. Spil. 87. 

(Var. Eustica Hb. 87). 
Menthastri Esp. Spil. ^7. 
Milhauseri Fab. Hyb. 103. 
Monacha L. Psil. 94. 
Mundana L. Nud. 74. 
Murina Hb. Nud. 74. 
Muscella S. V. Psych. 90. 
Muscerda Fab. Lith. 77. 
Neustria L. Bomb. 95. 
Nitidella 0. Fum. 92. 
Octogesima Hb. Cym. 108. 
Opacella H.-S. Psych. 90. 
Or S. V. Cym. lOS. 
Palpina L. Pter. 10.".. 
(Pantherinus 0. Eudag. S9|. 
Parasita Hb. Ocnog. 86. 
Pini L. Las. 98. 

(Var. Montana Stgr. 98). 
Pityocampa S. V. Cnet. 106. 



Plantaginis L. Neni. 81. 

(Var. (JHospita S. V. sl|. 

(Var. (5 Matronalis Frr. 81). 
Plumifera 0. Psych. 91. 
Plumigera S. V. Psil. lor.. 
PlumistreHa Hb. Psych. 91. 
Populi L. Bomb. 95. 

(Var. Alpina Zell.-Dold. 95). 
Populifolia S. V. Las. 98. 
Potatoria L. Las. 97. 
Prasinana L. Hyl. 73. 
Processiouea L. Cnet. 106. 
Pruni L. Las. 97. 
Pudibunda L. Das. 93. 
Pulchella L. Deiop. 80. 
PuUa Esp. Epichn. S2. 
Purpurea L. Arct. 84. 
Pyri S. V. Sat. 99. 
Quadra L. Gnoph. 79. 
Quenselii Payk. Arct. 85. 
yuercana S. V. Hyl. 73. 
Quercifolia L. Las. 98. 
Quercus L. Bomb. 97. 

(Var. Alpina Frey 97). 
Querna S. V. Not. 104. 
Reclusa S. V. Pyg. 108. 
Revayana S. V. (Undulana Hb. 
Sarr. 72. 

(Var. Dilutana Hb. 72). 

(Var. Degenerana Hb. 72). 

(Var. Punctana Hb. 72). 

iVar. Ramosana Hb. 72|. 
ßimicola S. V. Bomb. 96. 
Roseida S. V. Set. 75. 

(Var. Melauomos Nick. 75). 
Eosea Fab. Call. 74. 
Eubi L. Bomb. 97. 
Eubricollis L. Gnoph. 79. 
Ruficollis S. V. Asph. 109. 
Russula L. Nem. Sl. 
Saepium Spey. Fum. 92. 
Senex Hb. Nud. 74. 
Sicnla S. V. Plat. 100. 
Sieboldii Reutt. Epichn. 92. 
Sordida Hb. Spil. st;. 

(Var, (5 Carbonis Frr. sti. 
Spinula S. V. CiL 101. 
Strigula S. V. Nol. 73. 
Sylvinus L. Hep. 8S. 
Taraxaci S. S. Crater. 97. 
Tau L. Agl. 100. 
Tenella Spey. Psych. 91. 
Testudo S. V. Limac. 89. 
Torva Hb. Not. 104. 
Trepida Esp. Not. 104. 
Trifolii S. V. Bomb. 96, 

(Var. Medicaginis Bkh. 96J. 
Trimacula Esp. Not. 104. 

(Var. Dodonaea S. V. 104), 
Tritophus Fab. Not. 103. 
(Ulmi S. V. Urop. 103). 
Unguicula Hb. Plat. 101. 
Unita IIb. Lith. 7s. 

(Var. Arideola Hering 7S). 
Urticac Esp. Spil. 87. 



442 



Register der Arten. 



V. nigrum Fah. Lar. 'J3. 
Velitaris Esp. Dryn. 105. 
Velleda Hb. Hep. 88. 
Vernana Hb. Ear. 73. 
Versicolora L. Endr. '.)'.). 
Villica L. Arct. 84. 
Villosella 0. Psych. 'JÜ. 
Vinula L. Harp. 102. 
Xanthoceros Hb. Aspli. lO'J. 
Ziczac L. Not. 103. 

IV. Noctuiden. 

Abrotani S. V. Cuc. 169. 
Absinthii L. Cuc. 170. 
Aceris L. Acron. 1 10. 
Acetosellae S. V. Mes. 157. 
Adulatrix Hb. Enr. 170. 
Adusta Esp. Had. 139. 
Advena S. V. Mam. 127. 
Aemula S. Y. Plus. 173. 
Aenea S. V. Prot. 180. 
Aethiop.s 0. Apor. 135. 
Affiuis L. Cal. 158. 
Ain Hochenw. Plus. 174. 
Albicoloii Hb. Mam. 129. 
Albimacula Bkh. Dianth. 133. 
Albipuncta S. V. Leuc. 150. 
Alcbymista S. Y. Cat. 181. 
Algira L. Gram. 180. 
Aliena Hb. Mam. 129. 
Alni L. Acron. 111. 
Alpestris Bsd. Agr. 119. 
Aisines Brahra Car. 153. 
Ambigua S. V. Car. 153. 
Ambusta S. V. Cirr. 159. 
Araethystina Hb. Tel. 170. 
Andereggii Bsd. Leuc. 149. 
Aprilina L. Dich. 138. 
Arcuosa Haw. Car. 154. 
Argentula Hb. Er. 179. 
Armiger Hb. Hei. 177. 
Asclepiadis S. Y. Plus. 170. 
Asteris S. Y. Cuc. 108. 
Atratula S. Y. Er. 179. 
Atriplicis L. Trach. 146. 
Augur Fab. Agr. 115. 
Aurago S. Y. Xanth. 101. 

(Yar. Fucata Esp. 161). 
Auricoma S. Y. Acron. 111. 
Baja S. Y. Agr. 116. 
Barbalis Cl. Pech. 186. 
Basilinea S. Y. Had. 142. 
Bathyerga Frr. Cal. 148. 
Bicoloria Vill. Had , Yar. Furuncula 

Hb. 144. 

(Yar. Yictuncula Hb. 141). 
Birivia Hb. Agr. 122. 
Bractea S. Y. Plus. 172. 
Brassicae L. Mam. 129. 
Brunnea S. Y. Agr. 118. 
C. nigrnm L. Agr. 117. 
Caecimacula S. Y. Ammoc. 135. 
Caeruleocephala L. Dil. IIO. 
Caesia S. V. Dianth. 132. 



Caliginosa Hb. Ac. 154. 
Calvaria S. Y. Hei. 184. 
Campanulae Frr. Cuc. 169. 
Gandelisequa S. V. Agr. 117. 

(Yar. Signata Stgr. 117). 
Candidula S. Y. Er. 179. 
Canescens Dup. Pol. 137. 
Capsincola S. Y. Dianth. 134. 
Capsophila Dup. Dianth. 135. 
Captiuncula Tr. Phot. 180. 
Cassinea S. Y. Aster. 166. 
Castanea Esp. Agr. 116. 

(Yar. Neglecta Hb. 116). 
Celsia L. Jasp. 147. 
Cespitis S. Y. Neur. 127. 
Chamomillae S. Y. Cuc. 169. 

(Yar. Chrysanthemi Hb. 169). 
Chenopodii S. V. Mam. 131. 
Chi L. Pol. 137. 
Chrysitis L. Plus. 172. 
Cinerea S. V. Agr. 123. 
Cinnamomea Göz. Amph. 155. 
Circumflexa S. Y. Plus. 173. 
Citrago L. Xanth. 161. 
Coenobita Esp. Panth. 114. 
Collina Bsd. Agr. 116. 
Comes Hb. Agr. 116. 
Comma L. Leuc. 149. 
Cumpta S. V. Dianth. 134. 
Concha Fab. Plus. 171. 
Conflua Tr. Agr. HS. 
Conformis S. Y. Xyl. 165. 
Conigera S. Y. Leuc. 150. 
Conspersa S. Y. Dianth. 133. 
Conspicillaris L. Xyl. 166. 
Contigua S. V. Mam. 128. 
Cordigera Thunb. Au. 175. 
Corticea S. Y. Agr. 125. 
Coryli L. Dem. HO. 
Cos Hb. Agr. 122. 
Craccae S. Y. Tox. 183. 
Crassa Hb. Agr. 125. 
(Cribralis Hb. Herrn. 185). 
Criualis Tr. Herrn. 185. 
Croceago S. Y. Hop. 162. 
Cruda S. V. Taen. 155. 
Cubicularis S. V. Car. 152. 
Cucubali S. Y. Dianth. 134. 
Culminicola Stgr. Agr. 120. 
Culta S. Y. Char. 13S. 
Cuprea S. Y. Agr. 110. 
Cuspis Hb. Acron. 111. 
Cymbalariae Ht. Om. 176. 
Dahlii Hb. Agr. 118. 
Dardouini Bsd. Talp. 178. 
Deaurata Esp. Plus. 171. 
Decora ö. Y. Agr. 122. 
Delphinii L. Char. 17s. 
Dentina S. Y. Mam. 130. 

(Yar. Lateuai Pierr. 130). 
Depuncta L. Agr. 118. 
Derivalis Hb. Herrn. 186. 
Devergens Hb. Plus. 175. 
Didyma Esp. Had. 143. 

(Yar. Niclitaus Esp. 143). 



(Yar. Leucostigma Esp. 143). 
Dilecta Hb. Cat. 181. 
Diffinis L. Calm. 158. 
Dilucida Hb. Spin. 183. 
Dipsaceus L. Hei. 177. 
Distinguenda Led. Agr. 124. 
Ditrapeziura Bkh. Agr. 117. 
Divergens Fab. Plus. 174. 
Dysodea S. Y. Mam. 131. 
Echii Bkh. Dianth. 135. 
Electa Bkh. Cat. 182. 
Emortualis S. Y. Zanc. 185. 
Erythrocephala S. Y. 162. 

(Yar. Glabra S. V. 162). 
Euphorbiae S. Y. Acron. 112. 

(Yar. Montivaga Gn. 112). 
Euphrasiae Bkh. Acron. 112. 
Evidens Hb. Leuc. 150,. 
Exclamationis L. Agr. 123. 
Exigua Hb. Car. 151. 
Exoleta L. Cal. 106. 
Fatidica Hb. Agr. 125. 
Fennica Tausch. Agr. 120. 
Ferruginea S. Y. Orth. 160. 
Festiva S. V. Agr. 11s. 
Festncae L. Plus. 173. 
Filigrana Esp. Dianth. 132. 

(Yar. Xanthocyanea Hb. 132). 

(Yar. Luteocincta Ramb. 132). 
Fimbria L. Agr. 115. 
Fimbriola Esp. Agr. 121. 
Flammatra S. Y.' Agr. 120. 
Flavago S. Y. Gort. 148. 
Flavago Fab. Xanth. 161. 
Flavicincta S. Y. Pol. 136. 
Flexula S. V. Av. 183. 
Fontis Thunb. Born. 186. 
Forcipula S. Y. Agr. 121. 
Fraudatricula Hb. Bryoph. 112. 
Fraxini L. Cat. 181. 
Fuliginaria L. Bol. 184. 
Fulva Hb. Tap. 148. 
Fulvago L. Xanth. 161. 

(Yar. Flavescens Bsp. 161). 
Funesta Payk. An. 176. 
Furva S. Y. Had. 141. 
(Fusca Bsd. Agr. 123). 
Fuscula S. Y. Er. 179. 
Gamma L. Plus. 174. 
Gemiua Hb. Had. 143. 

(Yar. Kemissa Tr. 143). 
Genunea Tr. Had. 141. 
Genistae Bkh. Mam. 130. 
(Gilva Donz. Car. 153). 
Gilvago S. V. Xanth. I(i2. 

(Yar. Palleago Hb. 162). 
Glandifera S. Y. Bryoph. 113. 

(Yar. Par. Hb. 113). 
Glareosa Esp. Agr. 11s. 
Glauca Hb. Mam. 130. 
(ilaucina Esp. Epis. 135. 
Gluteosa Tr. Car. 153. 
Glyphica L. Eucl. 180. 
Gnaphalii Hb. Cuc. 169. 
Gothica L. Taen. 155. 



Register der Arten. 



443 



Gracilis S. V. Taen. 15(5. 
Graminis L. Char. 126. 
Grisealis S. V. Zancl. 184. 
Grisescens Tr. Agr. 122. 
Heliaca S. V. Hei. 176. 
Helvetina Bsd. Agr. 121. 
Hepatica S. V. Had. 14:t. 
Herbida S. V. Agr. 125. 
Humilis S. V. Orth. 1611. 
Hyperborea Zetterst. Agr. 116. 
Hyperici S. V. Chloan. 145. 
Janthina S. V. Agr. 114. 
Jaspidea Vill. Val. 138. 
Illustris Fab. Plus. 171. 
lllyrica Frr. Had. 143. 
Imbecilla Fab. Myth. 151. 
Iinpura Hb. Leuc. 14iJ. 
lufesta Tr. Had. 142. 
Iiigrie-a H.-S. Xyl. 165. 
Iiistabilis S. V. Taen. 156. 
Interrogationis L. Plus. 174. 
Jota L. Plus. 173. 

(Var. Percontationis Tr. 173). 

(Var. Inscripta Bsp. 173). 
Jurassica R.-S. Car. 152. 
L. albura L. Leuc. 150. 
Lactucae S. V. Cuc. 168. 
Laevis Hb. Orth. 161. 
Larabdea Fab. Xyl. Var. Ziuukeiiii 

Tr. 165. 
Lapidea Hb. Xyl. Var. Sabinae 

Hb. 105. 
Latens Hb. Agr. 122. 
Lateritia Hufn. Had. 141. 
Leporina L. Acron. 110. 
Leucogaster Frr. Agr. 119. 
Leucographa S. V. Paehn. 156. 
Leucomelas Hb. Aed. 175. 
Lencopbaea S. V. Mam. 127. 
Libatrix L. Scol. 164. 
Ligula Esp. Orrh. 163. 

(Var. Polita Hb. 163). 

(Var. Subspadicea Stgr. 163). 
Ligustri L. Acron. 112. 
Linariae S. V. Cal. 167. 
Linogrisea S. V. Agr. 114. 
Lithargyrea Esp. Leuc. 150. 
Lithorhiza Tr. Xyl. 167. 
Lithoxylea S. V. Had. 141. 
Litura L. Orth. 161. 
Loreyi Dup. Leuc. 150. 
Lota Gl. Orth. 1.59. 
Loudeti Bsd. Eut. 178. 
Lucernea L. Agr. 120. 
Lucifuga S. V. Cuc. 16S. 
Lucipara L. Eupl. 146. 
Lucipeta S. V. Agr. 121. 
Luctuosa S. V. Ac. 178. 
Ludifica L. Diphth. 113. 
Lunaris S. V. Pseud. 181. 
Lusoria L. Tox. 183. 
Luteago S. V. Dianth. 132. 
Lutuleuta S. V. Apor. 135. 
Lychuitidis Rmb. 168. 
Macilenta Hb. Orth. 160. 



Maguolii Bsd. Dianth. 133. 
Maillardi Hb. Had. 140. 
Margaritacea Blth. Agr. HO. 
Marginalis Fab. Char. 17s. 
Marmorosa Bkh. Main. 130. 
Maura L. Mau. 147. 
Megacephala L. Acron. 111. 
Melanopa Thunb. An. 176. 

(Var. Tristis Hb. Rupestralis 
Hb. 176). 
Menyanthidis View. Acron. 111. 
Merckii Bsd. Xyl. 165. 
Meticulosa L. Brot. 146. 
Mi CL Eucl. 180. 
Micacea Esp. Hydr. 147. 
Miniosa S. V. Taen. 155. 
Modesta Hb. Plus. 172. 
Moneta Fab. Plus. 171. 
Morpheus Hufn. Car. 151. 
Multangula Hb. Agr. 119. 
Munda S. V. Taen. 156. 
Musiva Hb. Agr. 120. 
Mya Hb. Plus. 173. 
Myrtilli L. An. 175. 
Nebulosa Hufn. Mam. 12s. 
(Nervosa S. V. Lim. HO). 
Ni Hb. Plus. 174. 
Nictitans Bkh. Hydr. 147. 

(Var. Lucens Frr. 147). 
Nigricans L. Agr. 123. 
Nigrita Bsd. An. 176. 
Nitida S. V. Orth. 160. 
Notha Hb. Breph. 187. 
Nubeculosa Esp. Ast. 167. 
Nupta L. Cat. 181. 
Nyctheraera Hb. Agr. 12(i. 
Obelisca S. V. Agr. 124. 
Obesalis Tr. Hyp. 187. 
Obsoleta Hb. Leuc. 140. 
Occulta L. Agr. 126. 
Ocellaris Bkh. Xanth. 162. 

(Var. Lineago 6n. 162). 
Ocellina S. V. Agr. 119. 
Ochreago Hb. Hipt. 157. 
Ochroleuca S. V. Had. 140. 
Oleagina S. V. Val. 138. 
Oleracea L. Mam. 129. 
Ononidis S. V. Hei. 177. 
Oo L. Dicycl. 157. 
Ophiogramma Esp. Had. 144. 
Opima Hb. Taen. 156. 
Orichalcea Esp. Plus. 172. 
Orion Esp. Mom. 113. 
Oxalina Hb. Mes. 157. 
Oxyacanthae L. Mis. 138. 
Paleacea Esp. Cosm. 158. 
Pallens L. Leuc. 149. 
Palustris Hb. Car. 153. 
Paranympha L. Cat. 182. 
Parthenias L. Breph. 187. 
Pastinum Tr. Tox. 183. 
Paula Hb. Talp. 179. 
Peltiger S. V. Hei. 177. 
Perflua Fab. Amph. 155. 
Perla S. V. Bryoph. 113. 



Perplexa S. V. Dianth. 134. 
Persicariae L. Mam. 129. 

(Var. Unicolor Stgr. 129). 
Perspicillaris L. Cloanth. 145. 
Petasitae Doub. Hyd. 147. 
Petrificata S. V. Xyl. 164. 
Petrorhiza Bkh. Rhiz. 145. 
Phragraitae Hb. Cal. 148. 
Pinastri L. Dipt. 144. 
. Piniperda Panz. Pan. 156. 
Pistacina S. V. Orth. 160. 

(Var. Canaria Esp. 160). 

(Var. Serina Esp. 160). 

(Var. Rubetra Esp. 16u|. 
Platinea Tr. Had. 140. 
Platyptera Esp. Cal. 167. 
Plecta L. Agr. 119. 
Polygona S. V. Agr. 114. 
Polymita L. Pal. 136. 
Polyodon L. Had. 141. 
Polygramma Bsd. Talp. 178. 
Popularis Fab. Neur. 126. 
Populeti Fab. Taen. 155. 
Porphyrea S. V. Agr. 114. 
Praecox L. Agr. 125. 
Proboscidalis L. Hyp. 187. 
Promissa S. V. Cat. 182. 
Pronuba L. Agr. 115. 

(Var. Innuba Tr. 115). 
Prospicua Bkh. Pol. 146. 
Protea S. V. Dryob. 137. 
Proxima Hb. Dianth. 132. 
Psi L. Acron. 111. 
Pteridis Fab. Er. 145. 
Pudoriua S. V. Leuc. 148. 
PueUa Esp. Breph. 188. 
Puerpera Giorn. Cat. 182. 
Pulchrina Haw. Plus. 173. 
Pulla S. V. Scot. 166. 
Pulraonaris Esp. Car. 152. 
Punctosa Tr. Leuc. 149. 
Punicea Hb. Agr. 115. 
Puta Hb. Agr. 123. 
Putris L. Agr. 121. 
Pyralina S. V. Cal. 158. 
Pyramidea L. Amph. 154. 
Pyrophila S. V. Agr. 129. 
Radiosa Esp. Chloan. 145. 
Ramosa Esp. Lith. 167. 
Raptricula Hb. Bryoph. 112. 

(V.ar. Deceptricula Hb. 112) 
Ravida S. V. Agr. 115. 
Ravula Hb. Bryoph. 112. 
Rectangula S. V. Agr. 119. 

(Var. Andereggii Bsd. 119). 
Rectilinea Esp. Hyp. 1 14. 
Recussa Hb. Agr. 123. 
Respersa S. V. Car. 152. 
Retnsa L. Plast. 1.59. 
Rhi/.olitha Fab. Xyl. 1(i5. 
Rhomboidea Tr. Agr. 117. 
Rostralis L. Uyp. 186. 
Rubi View. Agr. 118. 
Rubiginea S. V. Orrh. 164. 
Rubricosa S. Y. Pachn. 157. 



444 



Register der Arten. 



Rubrirena Tr. Had. N). 
Rufina L. Orth. 100. 
Rufocincta Hb. Pol. i:iO. 

(Var. Mucida Gn. I:t0). 
Rumicis L. Acron. 112. 
Rurea Fab. Had. 142. 

(Var. Alopeiurus E.-p. 142). 
Sagittifera Hb. Agr. 120. 
Salit-alis S. V. Mad. 185. 
Saliceti Bkh. Ckoe. 159. 
Santolinae Rmb. Cnc. 160. 
Santonici Hb. Cuc. 100. 

(Var. Odorata (in. 160). 
Saponariae Bkh. Main. 131. 
SateHitia L. Scop. 164. 
Satura S. V. Had. I:i0. 
Saiicia Hb. Agr. 124. 

(Var. Margaritosa Haw. 124). 
Scirpi Dup. Leuc. 140. 
Scita H