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Full text of "Die Theresianische Militär-Akademie zu Wiener-Neustad : und ihre Zöglinge von der Gründung der Anstalt bis auf unsere Tage"

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DIE 



THERESIANISCHE MILITÄR-AKADEMIE 



UND 



IHRE ZÖGLINGE. 



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ZWEITER BAND. 









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DIE 



THERESIANISCHE MILITÄR-AKADEMIE 



ZU 



WIENER-NEUSTADT 



UND 



IHRE ZÖGLINGE 



VON DER 



GRÜNDUNG DER ANSTALT RIS ALF UNSERE TAGE 



VON 



JOHANN §y()BODA 

MAJOR UND GRUPPENVORSTAND IM K. K. MINISTERIUM FÜR LANDESVERTEIDIGUNG. 



-0~ 



MIT 6 TAFELN IN HELIOGRAVÜRE, 15 TAFELN IN LICHTDRUCK, 10 HOLZSCHNITTEN UND 

EINEM SITUATIONSPLAN. 






ZWEITER BAND. 



WIEN 1894. 

DRUCK DER KAISERLICH-KÖNIGLICHEN HOF- UND STAATSDRUCKEREI. 



SELBSTVERLAG DES VERFASSERS. 



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ALLE RECHTE VORBEHALTEN, 



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1 838. *) 

8. September. 

Erste Ausmusterung (8. Classe). 



Achbauer Johann Nepomuk von, geb. zu 
Olschan in Mähren 2. April 1819, eingetr. 
25. Oct. 1830 und starb 28. März 1835 in der 
Akademie. 

Ackelshausen Franz Freiherr von, Sohn 
eines Oberstlieutenants, geb. zu Beraun in Böh- 
men 4. April 1819, eingetr. 28. Oct. 1830, 
wurde als k. k. Gadet zu Erzh. Rainer-Inf. Nr. 1 1 
ausgemustert, 7. März 1845 Lieut. m. G., 
10. April 1848 Lieut. h. G., 11. Aug. 1849 
Oberlieut., kam 1. Dec. 1850 zu Menrad Freih. 
v. Geppert-Inf. Nr. 43 und quitt, den activen 
Dienst 15. Sept. 1851 mit Beibehalt des Militär- 
Charakters. Am 21. Juni 1859 zu Menrad Freih. 
v. Geppert-Inf. Nr. 43 wieder eingetheilt, trat 
er 1. Aug. 1861 in den Ruhestand, wurde l.Mai 
1866 reactiviert, mit 1. Oct. d. J. jedoch aber- 
mals pensioniert. Ackelshausen machte in dem 
Feldzuge 1848 den Straßenkampf zu Frankfurt 
a. M. 18. Sept., im Jahre 1859 den Feldzug in 
Italien und jenen von 1866 als Gommandant des 
Schlachtviehvertheilungs-Depots beiml. Armee- 
corps mit Am 1. Jan. 1871 wurde Ackelshausen 
in die nichtactive Landwehr, mit der Eintheilung 
zum Landwehr-Bat. Königgrätz Nr. 29 über- 
nommen, avancierte 1 1 . Nov. 1 872 zum Hauptm. 
2. GL, 1. Nov. 1875 zum Hauptm. 1. Cl. und 
kam 1 . Sept. d. J. zum Landwehr-Bat. Beraun 
Nr. 34. Am 31. Mai 1876 erfolgte seine zeit- 
liche Activierung zur Führung derFremdenevidenz 
bei der Landwehr-Evidenthaltung Nr. 33 in Prag, 



am 25. Oct. 1882 seine definitive Übersetzung 
in den Activstand als zweiter Evidenzofficier 
daselbst, 1. Mai 1884 seine Übernahme in den 
Ruhestand. Er verblieb auch seither im Domicil 
zu Prag, wo er 7. Sept. 1885 starb. Ackels- 
hausen war seit 14. Oct. 1851 mit Johanna, 
verwitweten MatSjka verehelicht. 

Aichelburg Alfred Graf, Sohn eines Tabak- 
und Sterapelgefälls-Verlegers, geb. zu Baden bei 
Wien 28. Nov. 1820, eingetr. 21. April 1831, 
wurde als Fähnr. zu Franz Adolf Freih. v. Pro- 
haska-Inf. Nr. 7 ausgemustert, 1. Dec. 1841 zu 
Erzh. Ludwig-Inf. Nr. 8 transf., trat 15. Aug. 
1843in den Ruhestand und starb 16. Juni 1856 zu 
Zwölfaxing in Niederösterreich. Wegen Ursprung 
und Abstammung sowie wegen der Standeser- 
höhungen dieses, auch im reichsfreiherrlichen 
Stande blühenden Geschlechtes, welches früher 
in Deutschland seßhaft war, sich aber seither in 
Kärnten und Böhmen ausgebreitet hat, vergl. 
Karl Graf Aichelburg, Ausmusterungsjahrg. 1772. 

Apfaltrer von Apfaltrem Rudolf Reichsfrei- 
herr, Sohn des 15. Febr. 1844 verstorbenen 
Majors Wenzel Johann Reichsfreiherrn Apfal- 
trer von Apfaltrern, aus dessen zweiter Ehe mit 
Amalie Fürer von Heimendorf, geb. zu Iglau in 
Mähren 17. April 1819, eingetr. 21. Oct. 1830, 
wurde als Fähnrich zu Friedrich Karl Gustav 
Frejh. v. Langenau-Inf. Nr. 49 ausgemustert, 
17. April 1841 Lieut. h. G., 1. Mai 1818 
Oberlieut., 24. Sept. 1819 Hauptm. 2. Gl. und 



*) Mit der neuen Organisierung der Akademie, welche am 11. September 1837 zur Durchführung 
gelangte, wurde der akademische Lehrcurs von acht auf sieben Jahre herabgesetzt und für die besonders 
Befähigten der höhere Curs geschaffen, in welchem dieselben nach ihrer Ernennung zu (Fähnrichen) 
Lieutenants minderer Gehör durch ein Jahr ihre weitere Ausbildung erhielten, um nach dessen befriedigender 
Ahsolvierung als Lieutenants höherer Gebür in die selbst gewählten Truppenkörper eingetheilt zu werden. 
Durch den Übergang von demaltenzum neuen Lehrgebäude war im Jahre 1838 die gleichzeitige Ausmusterung 
zweier Classen nothwendig, welche am 8. September stattfand. 



6 



1838. 



21. Aug. 1853 Hauptm. 1. Classe. Im Jahre 
1848 begleitete Apfaltrer mit seinem Bataillon 
Seine Majestät den Kaiser Ferdinand nach dem 
Hoflager in Olmütz. Am 28. Oct.d.J. kämpfte er in 
Wien im Augarten und zeichnete sich hier bei 
Einnahme einer Barricade besonders aus, wofür 
ihm das Militär- Verdienslkreuz verliehen wurde. 
Am 29. Oct. rettete er bei einer Recognoscierung 
in der Rossau eine k. k. Gefällencassa. Während 
des Winter-Feldzuges in Ungarn war er bei dem 
Blockadecorps Komorns und zeichnete sich 
1 7. März 1849 durch tapfere Verteidigung einer 
Mörser-Batterie aus. Beim Überfalle der Insur- 
genten auf Kaposvär 13. Juni d. J., rettete er als 
Bataillons-Adjutant sein Bataillon vor Gefangen- 
schaft, indem er demselben, sich durch einen In- 
surgentenhaufen durchschlagend, rechtzeitig die 
Nachricht von dem Rückzüge der übrigen Ab- 
theilungen überbrachte. In der Schlacht bei Ko- 
morn 2. Juli 1849, leistete Apfaltrer ersprießliche 
Dienste durch Führung der im Acser Walde zer- 
streuten Abtheilungen des Bataillons. Im Jahre 
1850 machte er die Expedition nach Cattaro 
mit, erhielt 11. Juli 1855 die Kämmererswürde 
und trat 1. Dec. d. J. in den Ruhestand. Im 
Jahre 1864 wurde ihm der Majors- Charakter 
verliehen. Apfaltrer starb im November 1893 zu 
Krupp in Krain, Er war Herr der Güter Krupp, 
Freithurn und Grünhof in Krain und seit 29. April 
1856 mit Silvine Gräfin Margheri-Comandona 
vermählt Das Geschlecht Apfaltrer von Apfal- 
trern gehört dem bayrischen Uradel an und 
wurde in den erbländisch-österreichischen Frei- 
herrenstand, sowie in den Reichsfreiherrenstand 
mit Diplom dd. Wien 2. Jan. 1672 erhoben. 

Augustin Theodor Freiherr von, ein Sohn 
des am 6. März 1859 verstorbenen Feldzeug- 
meisters Vincenz Freiherrn von Augustin, aus 
dessen erster Ehe mit Theresia Haller, geb. 
zu Wiener-Neustadt 19. Febr. 1819, eingetr. 
19. Oct. 1831, wurde als Fähnr. zu Friedrich 
Karl Gustav Freih. v. Langenau-Inf. Nr. 49 aus- 
gemustert, 1. Febr. 1841 zu Karl Fürst Liechten- 
stein Chevaux-leg. Nr. 5 (gegenwärtig Johannes 
Joseph Fürst von Liechtenstein- Drag. Nr. 10) 
transf., 16. Mai 1842 Oberlieut., 8. April 1848 
Sec-Rittm., 24. Dec. 1850 Prera.-Rittm., 21. Juni 
1854 Major und Flügel-Adjutant beim 4. Armee- 
Commando, 9. Mai 1856 zu Karl Graf v. Wall- 
moden-Gimborn-Uhlanen Nr. 5 transf., 31. Jan. 
1861 pens. und starb 18. Juli 1889 zu Melk. 
Augustin war Ritter des kaiserl. russischen St Wla- 
dimir-Ordens 4. GL, des großherzogl. toscan. 
Militär- Verdienst- Ordens 2. Gl. und seit 24. Aug. 
1860 mit Josephine von Singer vermählt. 



Benedek Alexander, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Kanta in Siebenbürgen 1 2. Nov. 
1818, eingetr. 25. Od. 1830, wurde als Lieut. 
zu Andreas Freih. v. Märiässy-Inf. Nr. 37 aus- 
gemustert, 1. Jan. 1843 Oberlieut., 27. Nov. 
1848 Gapitänlieut,, 16. Sept. 1849 Hauptm. 

1. Gl., 16. Oct. 1852 Major bei Hannibal Friedrich 
Fürst Thurn und Taxis-Inf. Nr. 50, 8. Dec. 1857 
Oberstlieut. bei Wilhelm Prinz von Preußen-Inf. 
Nr. 34, 5. Mai 1859 Oberst und Regiments- 
Gommandant. Benedek war im Jahre 1859 bei 
der Belagerung und Beschießung von Venedig 
vom 29. Juli an bis zur Gapitulation, machte 
ferners den Feldzug 1859 in Italien mit und 
erhielt in Anerkennung der hervorragenden 
Leistungen in der Schlacht bei Solferino und den 
letzten vorhergegangenen Gefechten (Armeebefehl 
Nr. 44 vom 15. Aug. 1859) das Ritterkreuz des 
Leopold-Ordens. Ebenso wurde er 26. Aug. 1859 
mit dem königl. preuß. Rothen Adler-Orden mit 
den Schwertern decoriert Im Feldzuge 1864 
gegen Dänemark wurde Benedek bei der Er- 
stürmung von Jagel 3. Febr. schwer verwundet 
und für die an den Tag gelegte Tapferkeit und 
Umsicht in diesem Feldzuge durch die Ver- 
leihung des Eisernen Kronen-Ordens 3. Gl., am 
12. März 1864, des großherzogl. Mecklen- 
burg-Schwerin'schen Militär- Verdienstkreuzes am 
24. März und des königl. preuß. Kronen-Ordens 

2. Gl. mit den Schwertern am 12. Mai d. J. ausge- 
zeichnet. An dem Feldzuge 1866 gegen Preußen 
nahm derselbe als Brigadier beim 3. Armee- 
corps Antheil und stand in der Schlacht bei 
Königgrätz am 3. Juli, gegen halb drei Uhr nach- 
mittags mit seiner Brigade auf der Höhe zwischen 
Lipa und Chlum mit der Front nach Westen, als 
der in der Nähe befindliche Feldzeugmeister 
Ritter von Benedek durch einen Generalstabs- 
officier die überraschende Meldung erhielt, dass 
der Gegner sich des, mitten in der österreichischen 
Aufstellung gelegenen Ortes Chlum bemächtigt 
habe. Die Nachricht schien unglaublich; deren 
Richtigkeit wurde aber alsbald vom Höchst- 
commandierenden selbst constatiert, welcher 
gegen Ghlum vorgeritten war und aus der Orts- 
umfassung mit einem heftigen Gewehrfeuer 
empfangen wurde , welches mehrere Officiere 
seiner Suite niederstreckte. Zur Wiedergewinnung 
dieser überaus wichtigen Position dirigierte daher 
der Armee -Gommandant sofort die nächsten 
Truppen -Abtheilungen der Brigade Alexander 
Benedek, das 1. und 3. Bataillon von Erzherzog 
Franz Karl-Inf. Nr. 52, zum Angriffe auf Ghlum, 
von welchen auch das letztgedachle Bataillon in 
den südlichen Theil des Ortes eindrang, aber 



1838. 



unter dem verheerenden Feuer der daselbst 
stehenden feindlichen Abtheilungen ungeheuere 
Verluste erlitt und zum großen Theile abge- 
schnitten und gefangen wurde. Auch Oberst 
Benedek, welcher alle Dispositionen für den an- 
geordneten Sturm mit gewohnter Energie und 
Entschlossenheit ungesäumt getroffen halte, wurde 
bei dieser Gelegenheit an der Spitze der Sturm- 
colonnen abermals schwer verwundet und gerieth 
in feindliche Gefangenschaft, aus welcher er erst 
nach geschlossenem Frieden rückkehrle. Für sein 
Verhalten in diesem Feldzuge wurde Benedek 
3. Oct. 1866 das Militär- Verdienstkreuz zutheil. 
Er avancierte 4. Sept. d. J. zum Generalmajor 
und wurde Brigadier bei der 7. Division in Pola, 
1. Mai 1867 aber bei der 1. Division in Wien. 
Am 10. Oct. 1868 wurde er dem Reichs-Kriegs- 
Ministerium temporär zugetheilt, erhielt 15. Mai 
1869 das Commando der in Wien neu zur Auf- 
stellung gelangten 3. Infanterie-Brigade bei der 
1. Infanterie - Truppen - Division, kam 25. Dec. 
1869 in definitive Zutheilung beim Reichs-Kriegs- 
Ministerium, wurde daselbst 24. Nov. 1870 Chef 
der 3. Section, auf diesem Dienstposten 1 . Nov. 
1 872zumFcldmarschall-Lieut. befördert, 1 8. Jan. 
1874 in Anerkennung seiner vorzüglichen Lei- 
stungen mit dem Gommandeurkreuz des St. 
Stephan-Ordens und 10. Febr. d. J. durch die 
Verleihung der Geheimen Rathswürde ausge- 
zeichnet, 25. Juni 1876 aber zum Präsidenten 
des Militär - Appellationsgerichtes ernannt, bei 
welchem Anlasse er in würdiger Anerkennung 
der in seiner bisherigen Anstellung geleisteten 
vorzüglichen Dienste den Orden der Eisernen 
Krone 1. Gl. erhielt. Er starb, seit 16. Dec. 
1877 Oberst-Inhaber des Inf. -Reg. Nr. 60, im 
Jahre 1878. 

Bolfras von Ahnenburg Friedrich, Sohn 

des gleichnamigen Oberstlieutenants, geb. zu 
Budweis in Böhmen 1. April 1819, eingetr. 
21. Oct. 1830, wurde 6. April 1836 wegen 
minderer Kriegsdiensttauglichkeit mit einer Pen- 
sion aus der Militärerziehung entlassen und ist 
bald darauf im elterlichen Hause gestorben. Er 
war ein Bruder des 7. Dec. 1870 zu Baden bei 
Wien verstorbenen Obersten August Bolfras von 
Ahnenburg, vergl. Ausmusterungsjahrg. 1820, 
wo auch nähere Auskunft über Ursprung und 
Abstammung dieses Adelsgeschlechtes vorkommt. 

Bonjean von Mondenheim Ferdinand Adam, 

geb. zu PrzemySl in Galizien 1. Febr. 1819, 
eingetr. 26. Oct 1830, wurde als Fähnr. zu 
Wilhelm Friedrich Fürst zu Bentheim-Steinfurt- 
Inf. Nr. 9 ausgemustert, avancierte daselbst 
10. Dec. 1842 zum Lieut. h. G., 22. April 1848 



zum Oberlieut., 20. Juli 1849 zum Hauptm. 
2. GL, 6. Febr. 1853 zum Hauptm. 1. Gl. und 
ist in der Schlacht bei Magenta, 4. Juni 1859, 
vor dem Feinde geblieben. 

Boog-Royko Joseph, Sohn eines Handlungs- 
mannes, geb. zu Wien 2. April 1821, eingetr. 
25. Oct. 1830, wurde a's k. k. Cadet zu Erzh. 
Friedrich-Inf. Nr. 1 6 ausgemustert und 1 5. März 

1846 mit Abschied entlassen. Sein weiterer 
Lebenslauf ist nicht bekannt. 

Burkhardt von der Klee Anton Reichsfrei- 
herr, Sohn des 9. Nov. 1827 verstorbenen Franz 
Reichsfreiherrn Burkhardt von der Klee, Herrn auf 
Marschendorf in Böhmen, geb. zu Bölohrad in 
Böhmen 9. April 1819, n. A. 31. März 1819, 
kam 18. Oct. 1830 in die Akademie, wurde 
25. Nov. 1834 von seinen Angehörigen aus der 
Militärerziehung nach Hause genommen, trat 
aber bald darauf als Cadet beim 6. Jäger-Bat. 
ein und rückte daselbst, sowie im 24. Jäger-Bat. 
stufenweise bis zum Hauptm. vor. In letzterer 
Eigenschaft nahm Burkhardt an dem Feldzuge 
1859 in Italien Antheil und fand auf den Ge- 
filden von Solferino 24. Juni, durch eine feind- 
liche Kugel im Unterleibe getroffen, den Tod der 
Ehre. Für seine hervorragend tapferen Leistun- 
gen bei dieser Gelegenheit ward ihm nachträglich 
das Militär- Verdienstkreuz zuerkannt Burkhardt 
entstammt einem alten Adelsgeschlechte, welches 
mit Diplom vom 23. März 1723 in den Reichs- 
freiherrenstand erhoben wurde. 

Blitz Gustav Joseph, Sohn eines Rittmeisters, 
geb. zu Mezö-Petri in Ungarn 29. Mai 1818, 
eingetr. 25. Oct. 1830, wurde als Fähnr. zum 
1 . Szökler Grenz-Inf.-Reg. Nr. 1 4 ausgemustert, 
später als Lieut. m. G. zu Dom Miguel Herzog 
von Braganza-Inf. Nr. 39 übersetzt und starb im 
Jahre 1841. 

De TrailX de Wardin Karl August Freiherr, 
Sohn eines Gutsbesitzers und Landstandes, geb. 
4. Jan. 1820 zu Mariazeil in Niederösterreich, 
eingetr. 22. Oct. 1830, wurde als Fähnr. zu 
Karl Ludwig Herzog von Lucca-Inf. Nr. 24 aus- 
gemustert, 16. März 1842 Lieut. h. G., 24. Jan. 

1847 Oberlieut., 1. Dec. 1848 zum GQMSt. 
transf., 21. Febr. 1849 Hauptm., hat die Feld- 
züge 1848 und 1849 mitgemacht und für seine 
Leistungen vor dem Feinde 19. Dec. 1848 die 
Allerhöchste Zufriedenheit, 22. Oct. 1849 das 
Militär- Verdienstkreuz erhalten. Vom 1. Dec. 
1850 bis 1. Febr. 1852 war De Traux Professor 
der Terrainlehre und des Situationszeichnens an 
der Neustädter Akademie, wurde 1 8. Juli 1853 
Major, 3. April 1859 Oberstlieut. im Corps, 
nahm an dem Feldzuge 1859 in Tirol als 



8 



1838. 



Generalstabs-Ghcf des Erzherzogs Karl Ludwig 
theii und trat 1. März 1860 in den zeitlichen, 

25. Nov. 1870 in den bleibenden Ruhestand 
und erhielt bei letzterem Anlasse den Oberstens- 
Gharakter ad honores. Am 17. Febr. 1871 
wurde De Traux als Commandant des Landwehr- 
Bat. Villach Nr. 22 (jetzt Nr. 27) in die nicht- 
active k.k. Landwehr eingetheilt, 1. Nov. 1872 in 
die active k. k. Landwehr übersetzt und unter 
gleichzeitiger Ernennung zum Commandanten 
des Landwehr-Bat Gilli Nr. 20 zum wirklichen 
Obersten befördert Am 1. Oct. 1880 trat er 
als Titular-Generalmajor definitiv in den Ruhe- 
stand und starb zu Cilli 17. Sept. 1883. De 
Traux war seit 17. Sept. 1854 mit Josephine 
geb. Freiin von Zois-Edeisstein vermählt, welcher 
Ehe ein Sohn und eine Tochter entsproßen. 

Du Hamel de Querlonde Alois Chevalier, 

Sohn eines Obersten, geb. zu Sondrio 3. Sept 
1818, eingetr. 23. Nov. 1830, wurde bei der 
Ausmusterung als Fähnr. bei Jakob Ritt. v. 
Luxem-Inf. Nr. 27 eingetheilt, 1. Febr. 1843 
Lieut. h. G., 11. April 1848 Oberlieut., 6. Juni 
1849 Hauptm. 2. Gl., 18. Oct. 1851 Hauptm. 
1.C1., 21. April 1859 Major bei Franz Adolf 
Freih. v. Prohaska-Inf. Nr. 7, 2. Aug. 1865 
k. und k. Kämmerer, 2. Juli 1806 Oberstlieut, 
23. April 1 869 Oberst und Reserve- Commandant, 

26. Dec. 1871 Commandant bei Franz Freih. 
v. Kuhn-Inf. Nr. 17. Du Hamel de Querlonde hat 
an allen feindlichen Gelegenheiten seines betref- 
fenden Regiments theilgenommen, trat 1. Febr. 
1875 in den Ruhestand und lebt seither in Graz. 

Fenner von Fenneberg Ferdinand Franz 

Joseph Freiherr, Sohn des Feldmarschall-Lieute- 
nants und Maria-Theresien-Ordensritters Franz 
Philipp Freiherrn Fenner von Fenneberg, geb. zu 
Bruneck in Tirol 31. Oct. 1818, kam 16. Oct. 
1829 in die Akademie, wurde als k. k. Cadet zu 
Erzh. Karl-Inf. Nr. 3 ausgemustert, im Jahre 1839 
zum Lieut. im Tiroler Kaiser- Jäger* Reg. befördert 
und quitt. 31. Aug. 1843 den Militärdienst ohne 
Beibehalt desOfficiers-Charakters. NachVeröffent- 
lichung seiner Schrift: , Ost er reich und seine Ar- 
mee* (1847), worin er die Organisation des öster- 
reichischen Heerwesens angriff, begab er sich 
nach Süddeutschland, bis ihn die Ereignisse des 
Jahres 1848 wieder nach Osterreich zurück- 
führten. Daselbst trat er in Wien in den October- 
tagen als Adjutant Messenbausers auf und entkam 
nach der Einnahme Wiens durch die Kaiserlichen 
nach Deutschland. Bei der Volkserhebung in der 
Pfalz 1849 begab er sich dahin und wurde vom 
sogenannten Landesausschusse zum Oberbefehls- 
haber und Chef des Gcneralslabes des pfälzischen 



Insurgentenhaufens ernannt. Nachdem der auf 
seinen Rath unternommene Versuch, die Festung 
Landau zu überrumpeln misslang, erhielt er noch 
am Tage dieses Unfalls seine Entlassung. Er be- 
gab sich nun nach Baden, dann in die Schweiz ; 
aus Zürich ausgewiesen, wanderte er nach 
Amerika aus, wo er im Jahre 1851 zu New-York 
eine deutsche Zeitschrift 9 Atlantis* begründete. 
Neben dieser Thätigkeit als Insurgent entwickelte 
er eine analoge als Schriftsteller. Anfanglich warf 
er sich auf Belletristik, übersetzte und leitete 
mit einem Vorworte ein : Alfieris » Von der 
Tyrannei* (Morheim 1845, 16°). In dem belletri- 
stischen Sammelwerke: 9 Aula der sclionen Lite- 
ratur* erschien seine Übersetzung des Romans: 
„ Der Müller vonAngiboult oder Georg Sand* und 
im Jahre 1 846 redigierte er die * Ulmer Chronik* , 
ein politisches Volksblatt. Nach der Katastrophe 
trat er aber als Berichterstatter der Ereignisse 
auf, in denen er eine so traurige Rolle gespielt, 
und gab heraus: 9 Geschichte der Oct obertage. 
Geschildert und mit allen Actenstücken belegt* 
(l.Theil, Leipzig 1849); , Zur Geschichte der 
rheinpfälzischen Revolution und des badisclienAuf- 
Standes*, zweite vermehrte und verbesserte Auf- 
lage (Zürich 1 850, Kisling, 8°). Seine poetischen 
Schöpfungen aus dieser Epoche nannte er be- 
zeichnend „Galgenlieder*. Mittels kriegsrecht- 
lichen Urtheils vom 4. Aug. 1849 ist Fenner 
wegen des Verbrechens des Hochverrathes seines 
Adels für verlustig erklärt worden. Infolge eines 
Majestätsgesuches hat Fenner die Bewilligung zur 
straffreien Rückkehr in die österreichischen Staaten 
erhalten und ist bald darauf in Tirol gestorben. 

Fttrstl Andreas, geb. zu Wien 22. Mai 1818, 
eingetr. 25. Oct. 1830 und starb 6. Oct. 1833 
zu Wien. 

Frank Joseph, Sohn eines Postdirectors, geb. 
zu Venedig 22. Mai 1818, eingetr. 3. Dec. 1830, 
wurde als k. k. Cadet zu Kaiser-Inf. Nr. 1 ausge- 
mustert und 8. Juni 1846 mit Abschied entlassen. 

Franz Karl, Sohn eines Capitänlieutenants, 
geb. zu Laibach 13. Aug. 1818, eingetr. 30. Oct. 
1830, wurde als Fähnr. bei Alois Graf v. Kinsky- 
(nf. Nr. 47 ausgemustert, avancierte 1. Sept 1842 
zum Lieut. h. G. und quitt. 15. Juni 1846 
den Militärdienst ohne Beibehalt des Ofliciers- 
Charakters. 

Fromllller Joseph von, Sohn eines Kreis- 
kanzlisten, geb. zu Klagenfurt 22. Dec. 1818, 
eingetr. 1. Nov. 1829, wurde als Cadet zu Eugen 
Graf v. Haugwitz-Inf. Nr. 38 ausgemustert, 
7. April 1848 Lieut. m. G., 1. Juni d. J. Lieut. 
h. G., 20. Nov. 1849 Oberlieut. und trat 15. Aug. 
1S55 aus dem Armeeverbande. 



1838. 



9 



Gall Ludwig Ritter von, Sohn eines Majors, 
geb. zu Wien 5. April 1819, eingetr. 30. Oct. 
1830, wurde 26. Nov. 1836 vorzeitig als Regi- 
mentscadet zu Philipp Prinz zu Hessen-Homburg- 
Inf. Nr. 19 ausgemustert, 31. Aug. 1844 zu 
Emerich Freih. v. Bakonyi-Inf. Nr. 33 transf., 
1. Sept. d. J. zum Lieut. m. G., 15. Mai 1848 
zum Lieut. h. G., 19. Sept. 1848 zum Oberlieut. 
befördert, trat 31. Mai 1853 in den Ruhestand, 
lebte seither zu Wien und starb daselbst 22. Febr. 
1871. 

Gerber Alois Edler von, Sohn des Platz- 
Obersten zu Theresiensladt, geb. zu Prag 6. Aug. 

1818, eingetr. 28. Oct. 1830, wurde als k. k. 
Gadet zu Friedrich Graf v. Hochenegg-Inf. Nr. 20 
ausgemustert, 1 . Oct. 1 845 Lieut. m. G., 1 1. April 

1848 Lieut. h. G., 13. März 1849 Oberlieut., 
1. Juli 1854Hauptra. 2. GL, 16. März 1855 
Hauptm. 1. Gl., 1. Febr. 1860 zu Joseph Ritt, 
v. Schmerling-Inf. Nr. 67 transf., 20. März 1868 
Major bei Alois Graf v. Mazzuchelli-Inf. Nr. 10, 
14. Aug. 1869 zeitlich pens., 30. Oct 1870 re- 
activiert und bei Adolf Freih. v. Rossbacher-Inf. 
Nr. 71 eingetheilt, trat 1. März 1874 definitiv in 
den Ruhestand. 

Hallavanya Marcus, Sohn eines Majors, 
geb. zu Perjasica in der Militärgrenze 10. April 

1819, eingetr. 20. Oct. 1830, wurde als Fähnr. 
zu Erzh. Leopold-Inf. Nr. 53 ausgemustert, avan- 
cierte 16. Dec. 1843 zum Lieut. h. G. und trat 
4. April 1849 aus dem Armeeverbande. 

Hantken von Prudnik Johann Ritter, Sohn 
des im Jahre 1846 verstorbenen k. k. Finanz- 
beamten Johann Ritter Hantken von Prudnik, geb. 
zu Jabiunkau in Schlesien 2 1 . Oct. 1819, eingetr. 
14. Jan. 1831, wurde als Fähnr. zu Karl Freih. v. 
Fürstenwärther-Inf. Nr. 56 ausgemustert, 16. Dec. 
1842 Lieut. h.G., 1. Mai 18 48 Oberlieut., 22. Juni 

1849 Hauptm. 2. Gl., 15. Nov. 1851 Hauptm. 
1. Gl. bei Joseph Graf v.Jellaöiö-Inf. Nr. 46, l.Mai 
1856 zu Karl Freih. v. Fürstenwärther-Inf. Nr. 56 
rucktransf., 28. März 1859 Major, 1. Nov. 1861 
zuErzh.Stephan-Inf.Nr.58 transf., 17. Juni 1866 
pensioniert. Am 14. Juni 1870 als Commandant 
des schlesischen Landwehr-Bataillons Teschen 
Nr. 10 in die nichtactive k. k. Landwehr über- 
nommen, wurde er mit 31. Oct. 1872 in den 
Ruhestand des Heeres rück versetzt und starb zu 
Florenz am 23. Juni 1890. Hantken hat die Feld- 
züge 1848, 1849 und 1859 in Italien mitge- 
macht. Er gehörte einer Adelsfamilie an, welche 
ehemals bei Neustadt in Preußisch-Schlesien an- 
sässig war und schon im Jahre 1560 vom Kaiser 
Ferdinand I. mit dem Prädicate „von Prudnik* 
geadelt wurde. Mit dem Diplom des Kaisers Leo- 



pold I. vom 12. Nov. 1678 aber wurde dem 
Johann Hantken von Prudnik, bestellten Berg- 
hauptmann im Bisthume Breslau, diese Nobili- 
sierung, nachdem »hierüber ausgefertigte Kaiser- 
und königliche Diploma per injurias temporum 
verlohren worden", bestätiget und derselbe in 
den Ritterstand des Erbkönigreiches Böhmen und 
dessen incorporierten Lande erhoben. 

Henniger von Seeberg Eduard Freiherr, 

Sohn des im Jahre 1860 verstorbenen Emanuel 
Adolf Freiherrn Henniger von Seeberg, aus dessen 
Ehe mit Anna Kessler von Sprengeisen, geb. zu 
Wien 19. Juli 1818, eingetr. 30. Oct. 1830, 
wurde als Fähnr. zu Joseph Friedrich Freih. v. 
Palombini-Inf. Nr. 36 ausgemustert, 26. Sept. 
1846 Lieut. h. G., 8. Oct. 1848 Oberlieut., 
1. Sept. 1852 Hauptm. 2. Gl., 1. Sept. 1854 
Hauptm. 1. GL, 1. Febr. 1860 zu Johann Graf v. 
Nobili-Inf. Nr. 74 transf., 16. Aug. 1864 Major, 
1. Juni 1867 pens., lebt zu Wien. Henniger hat 
im Jahre 1848 den Straßenkampf in Krakau, 
1849 den Feldzug in Ungarn und 1866 gegen 
Preußen mitgemacht. Über Abstammung und 
Standeserhöhungen dieses Geschlechtes vergl. 
Leopold Ludwig Freiherrn Henniger von Seeberg, 
Ausmusterungsjahrg. 1829. 

Hess Karl, geb. zu Prag 10. Sept. 1818, 
eingetr. 14. Oct. 1830, wurde 9. Oct. 1837 vor- 
zeitig als Regimentscadet zu Joseph Friedrich 
Freih. v. Palombini-Inf. Nr. 36 ausgemustert und 
starb 24. Aug. 1 838 zu Prag. 

Kalik Anton Ritter von, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu BohorodczanyinGalizien 2. Dec. 
1818, eingetr. 26. Oct. 1830, wurde als Lieut. 
h. G. zum Inf.-Reg. Laval Graf v. Nugent Nr. 30 
ausgemustert. In der Regiments-Gadettenschule 
als Lehrer verwendet, rückte er 1. Febr. 1845 
zum Oberlieut. vor, wurde aber noch im näm- 
lichen Jahre, 31. Mai in gleicher Eigenschaft zum 
GQMSt. nach Wien übersetzt. In diesem wurde 
er 15. April 1848 Hauptm., 26. Sept. 1849 
Major, 25. Aug. 1853 Oberstlieut und 27. März 
1857 Oberst, in welcher Eigenschaft er als Vor- 
steher des Evidenzbureaus thätig war. Im Jahre 
1848 war Kalik Chef des Generalstabes bei der 
Truppen-Division des Feldmarschall-Lieut. Freih. 
v.Gsorich, welche zu dem, zur Gernierung Wiens 
bestimmten Armeecorps gehörte. Am 28. Oct 
d. J. erstürmte er aus freiem Antriebe mit der 
Bedeckungsabtheilung einer gegen die Matzleins 
dorfer Linie aufgestellten Fuß-Batterie den Bahn 
viaduct, sowie den Linienwall, machte 30. Oct 
das Treffen bei Schwechat mit und führte 31. Oct 
die Avantgarde auf dasGlacis vor dem Burgthore 
Nachdem von den auf den Basteien postierten 



10 



1838. 



Insurgenten das Feuer eröffnet worden und die 
Hofburg durch das von den Belagerern erwiderte 
furchtbare Geschützfeuer in der That sehr ge- 
fährdet war, riethKaük zur unverzüglichen Forcie- 
rung des äußeren Burgthores, erwirkte durch 
eindringliche Vorstellungen die Erlaubnis zum 
Angriffe und führte nun alle Maßregeln, welche 
dessen Erstürmung zur Folge hatten, rasch, 
energisch und muthvoll durch. Nun machte er im 
Jahre 1849 den Feldzug in Ungarn mit, wohnte den 
Treffen bei Windschacht und Schemnitz, der 
Schlacht bei Käpolna und dem Treffen bei Acsbei, 
und zeichnete sich überall so aus, dassihmmitden 
Allerhöchsten Entschließungen vom 6. April, 
16. Mai und 18. Oct. 1849 die Allerhöchste 
Zufriedenheit zu erkennen gegeben und für 
sein tapferes und umsichtiges Benehmen im 
Treffen bei Schemnitz; am 4. Jan. 1 850 das Militär- 
Verdienstkreuz verliehen wurde, welcher Ver- 
leihung aus Anlass der Anerkennung, die das 
Capitel des Maria Theresien-Ordens seinem muth- 
vollen Benehmen vor dem Feinde zollte, 1 5. April 

1850 das Ritterkreuz des Leopold-Ordens folgte. 
In seiner Stellung als Oberst wirkte Kalik als 
Professor in der Kriegsschule und war anläss- 
lich der orientalischen Wirren mit einer diploma- 
tischen Mission in den Orient betraut. Am 2 1 . Jan. 
1864 wurde Kalik Generalmajor, machte den 
Feldzug 1864 gegen Dänemark als Brigadier 
beim 6. Armeecorps mit und starb 16. Juli 1864 
zu Altona. Kalik besaß auch den russ. St. Sta- 
nisiaus-Orden 2. Gl. mit der Krone und wurde 
21. Dec. 1858 als Ritter des Leopold - Ordens 
statutengemäß in den Rilterstand erhoben. 

Karojlovic von Brondolo Johann, Sohn 
eines Hauptmannes, geb. zu Dragaliö im Gradis- 
caner Grenz-Regimentsbezirke 27. Jan. 1819, 
eingetr. 19. Oct. 1830, wurde als Fähnr. zu 
Friedrich Freih. v. Bianchi-Inf. Nr. 63 ausge- 
mustert, 1. Nov. 1841 Lieut. h. G., 29. Mai 
1847 Oberlieut., 1. April 1849 Capitänlieut., 
nahm an dem ungarischen Feldzuge 1848 und 
1 849 theil und hatte Gelegenheit, sich in Sieben- 
bürgen hauptsächlich im Heydte'schen Streifcorps 
durch besondere Tapferkeit auszuzeichnen, wofür 
ihm 5. Aug. 1849 der Eiserne Kronen-Orden 3. Gl. 
verliehen ward. Karojloviö avancierte 1. Febr. 

1851 zum Hauptm. 1. Gl., 1. Mai 1859 zum 
Major bei Heinrich Freih. v. Rossbach-Inf. Nr. 40 
und erwarb sich im italienischen Feldzuge des- 
selben Jahres durch sein hervorragend tapferes 
Verhalten bei Montebello dasMilitär- Verdienstkreuz 
(AllerhöchsteEntschließungvom8.Junil859).Am 
1. Febr. 1860 zum Inf.-Reg. Ferdinand IV. Groß- 
herzog von ToscanaNr. 66 übersetzt, rückte er da- 



selbst 14. Juni 1866 zum Oberstlieut. vor, nahm 
an dem Feldzuge 1866 theil und wurde 23. April 
1869 Oberstund Reserve-Gommandant, 24. Oct. 
1869 aber Regiments- Gommandant. Am 1. Sept. 
1875 trat Karojlovic, der auch die Militär- Ver- 
dienst-Medaille am Bande des Militär- Verdienst- 
kreuzes besitzt, in den bleibenden Ruhestand 
und lebt zu Leu tschau in Ungarn. 

Kletzl Edler von Mannen Eduard, Sohn 

eines Rittmeisters, geb. zu Wien 16. März 1819, 
eingetr. 26. Oct. 1830, wurde als Fähnr. zu 
Erzh. Friedrich-lnf.Nr. 16 ausgemustert, 16. März 
1844 zum Lieut. h. G., 16. Juli 1848 zum Ober- 
lieut., 1. Mai 1849 zum Hauptm. 2. Gl. befördert 
und starb 5. Nov. 1849 zu Wien. 

Koczian Joseph, geb. zu Ghinoran in Ungarn 
14. Juli 1820, kam 4. Nov. 1830 in die Akademie 
und trat 21. März 1831 aus der Militärerziehung. 
In den Militär-Schematismen erscheint Koczian 
vom Jahre 1838 bis zum Jahre 1840 als Gadet 
bei Erzh. Karl-Inf. Nr. 3 ausgewiesen. 

Lazarini Alexander Freiherr von, ein Sohn 
des 19. April 1832 verstorbenen Franz Anton 
Freiherrn von Lazarini (von der Linie zu Flödnigg), 
aus dessen zweiter Ehe mit Mathilde, geb. Gräfin 
von Stürgkh, geb. zu Flödnigg in Krain 10. Nov. 
1820, eingetr. 5. Dec. 1830, wurde als Fähnr. 
zu Gustav Wilhelm Prinz zu Hohenlohe-Langen- 
burg-Inf. Nr. 17 ausgemustert, rückte im Jahre 
1844 zum Lieut. h. G. im Regimente und in 
demselben Jahre auch zum Oberlieut. bei Ludwig 
Freih. v. Piret de Bihain-Inf. Nr. 27 vor und 
machte die Feldzüge 1848 und 1849 mit. Im 
letzteren Jahre zum Hauplm. und im Jahre 1857 
zum Major befördert, trat Lazarini im Jahre 1 859 
in den Ruhestand und starb zuVelden am 3. Sept. 
1889. Lazarini, der auch die Würde eines k. k. 
Kämmerers bekleidete, war der jüngere Bruder 
des Guido Freiherrn von Lazarini (Ausmusterungs- 
jahrg. 1835). Näheres über die freiherrliche 
Familie von Lazarini ist zu finden bei Franz Frei- 
herrn von Lazarini (Ausmusterungsjahrg. 1764). 

Leyendeker von Leyenstein August, Sohn 

eines Oberlieutenants, geb. zu Prag 19. Febr. 
1819, eingetr. 18. Oct. 1830, wurde als Fähnr. 
zu Friedrich Graf v. Hochenegg-Inf. Nr. 20 aus- 
gemustert, in welchem Regimente er im Jahre 
1848 die Ereignisse in Prag und 1849 den Fekl- 
zug in Ungarn mitmachte. Er avancierte 1 8. Nov. 
1842 zum Lieut h. G., 1. Jan. 1847 zum Ober- 
lieut., 2. Mai 1849 zum Hauptm 2. GL, 1. Febr. 
1852 zum Hauptm. 1. Gl., trat 16. März d. J. 
in den Pensionsstand, wurde 1. Aug. 1855 als 
Platz-Hauptm. zu Lemberg angestellt, 1. Febr. 
1856 pens., 25. Juni 1859 zum Platz-Hauptm. 



1838. 



11 



in Komorn ernannt und 1. Nov. 1861 abermals 
in den Ruhestand ruckversetzt. Leyendcker starb 
14. Oct. 1865 zu Asch in Böhmen. 

Litzelhofen Eduard Freiherr von, der Sohn 
eines begüterten kärn tnerischen Edelmannes ,geb~ 
zu St. Martin 15. Jan. 1820, eingetr. 1. Febr. 
1831, wurde bei der Ausmusterung als Fähnr. zu 
Anton Graf v. Kinsky-Inf. Nr. 47 eingetheilt, 1 . Sept. 
1842 Lieut. h. G., 11. April 18 48 Oberlieutenant. 
Als solcher kam er 15. April d. J. zum GQMSt., 
welchem er bereits seit dem Jahre 1 844 zuge- 
theilt war und wurde daselbst 16. Juli 1849 
Hauptmann. Litzelhofen hatte den Feldzug 1848 
in Südtirol und Italien mit den Gefechten bei 
Dolce" 8. Juli und Rivoli 22. Juli und die Belage- 
rung von Peschiera, im Jahre 1 849 denFeldzugnach 
Piemont mit der Schlacht bei Novara 23. März, 
die Expedition in das Römische mit der Beschie- 
ßung von Bologna vom 8. bis 16. Mai, die 
Belagerung von Ancona vom 24. Mai bis 18. Juni 
und den weiteren Zug gegen Garibaldi bis St. 
Martino mitgemacht. Darauf versah er die Stelle 
desGeneralstabs-Chefs bei den kaiserlichen Occu- 
pationstruppen in Toscana, in den päpstlichen 
Legationen und Marken. Für sein ausgezeichnetes 
Verhalten in den Kriegsjahren 1848 und 1849 
erhielt er mit kaiserlichem Befehlschreiben vom 
24. April 1850 das Militär- Verdienstkreuz, auch 
hatte ihn der Großherzog von Toscana, 14. Sept. 
1854, mit dem Militär-Verdienst-Orden 2. Gl. 
und Papst Pius IX., 26. Sept. 1849, mit 
dem Ritterkreuze des päpstl. St. Gregor-Ordens 
ausgezeichnet In den darauf folgenden Friedens- 
jahren mit dem Dienste im Generalstabe beschäf- 
tigt, vollendete er die Mappierung des Neograder 
Gomitates in Ungarn. Am 29. Febr. 1856 zum 
Major und 5. Mai 1859 zum Oberstlieut. vor- 
rückend, befand sich Litzelhofen im Feldzuge des 
Jahres 1859 als Generalstabs-Ghef im 8. Armee- 
corps und machte die Schlacht bei Solferino 
24. Juni mit. Dass das 8. Armeecorps im 
Feldzuge 1859 immer richtig verpflegt und 
soweit es im Ressort des Armeecorps gelegen 
war, immer gut disponiert wurde, dass das- 
selbe 24. Juni das 14stündige Gefecht bei 
San Martino so ehrenvoll durchfechten konnte 
und den auf kaiserlichen Befehl angetretenen 
Rückzug in so'musterhafter Ordnung bewirkt hat, 
ist zum großen Theile das Verdienst Litzelhofens. 
Für sein Verhalten in diesem Feldzuge und vor- 
nehmlich an diesem Schlachttage wurde ihm 
17. Oct. 1859 das Ritterkreuz des Maria There- 
sien-Ordens und 25. April 1860 die statuten- 
mäßige Erhebung in den Freiherrenstand zutheil. 
Am 22. Sept. 1861 wurde Litzelhofen Oberstund 



Generalstabs-Ghef beim Generalcommando zu 
Prag, machte den Feldzug 1866 gegen Preußen 
als Generalstabs-Chef beim 1. Infanterie-Armee- 
corps mit und erhielt am 3. Oct 1866 für 
seine Leistungen in diesem Feldzuge die Aller- 
höchste belobende Anerkennnung. Nach herge- 
stelltem Frieden kam er als Generalstabs- 
Ghef zum Generalcommando nach Lemberg und 
wurde 20. März 1868 Generalmajor und Bri- 
gadier bei der 14. Truppen-Division, im Jahre 
1873 Feldmarschall-Lieut und Gommandant der 
1 9. Infanterie-Truppen-Division zu Pilsen, im Jahre 

1878 Militärcommandant zu Krakau, im Jahre 

1879 Inhaber des Inf.-Reg. Nr. 47, Comman- 
dierender General zu Lemberg, 1881 in gleicher 
Eigenschaft nach Prag übersetzt und zum Feld- 
zeugmeister befördert, starb 18. Jan. 1882. 

Lutz von Treuenhort Cajetan, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Prag 8. Jan. 1819, eingetr. 
23. Oct. 1830, wurde als Fähnr. zu Franz Richter 
von Binnen thal-Inf. Nr. 14 ausgemustert, 16. Aug. 
1841 zum Lieut. h. G., 11. April 1848 zum 
Oberlieut, 26. Dec. 1850 zum Hauptra. 2. Gl., 
16. Oct. 1853 zumHauplm. 1.G1. befördert Lötz 
hatte im Jahre 1848 beim Ausbruche der Revolu- 
tion die Ereignisse in Wien mit seinem daselbst 
in Garnison gestandenen Regimente mitgemacht, 
welches beim Schutze öffentlicher Gebäude und 
der kaiserlichen Hofburg verwendet, mit den 
Aufrührern wiederholt ins Gefecht kam. Im Feld- 
zuge 1 848 und 1 849 focht er auf dem italienischen 
Kriegsschauplatz, war in letzterem Jahre bei der 
Gernierung von Venedig, trat am 31. Aug. 1854 
in den Ruhestand und starb 1. Mai 1887 zu Graz. 

Malcomes Julius Freiherr von, Sohn eines 
Straßen-Commissärs, geb. zu Wels in Oberöster- 
reich 27. Aug. 1818, kam 1. Jan. 1830 in die 
Akademie und trat 19. Oct 1833 aus der 
Militärerziehung. In den Militär-Schematismen 
erscheint Malcomes im Jahre 1838 als Gadet bei 
Friedrich Freih. v. Mrnutillo-Drag. Nr. 3 (gegen- 
wärtig Kaiser Franz Joseph-Drag. Nr. 11), 1843 
als Lieut bei Sz£kler Grenz-Husaren Nr. 11 
(gegenwärtig Joseph Prinz zu Windisch-Graetz- 
Husaren), avancierte hier im Jahre 1850 zum 
Oberlieut, 1852 zum Sec.-Rittm., trat als solcher 
1. Mai 1856 in den Ruhestand und starb zu 
Amberg in Bayern 25. Sept. 1872. 

Marschall Wilhelm Wenzel Freiherr von, 
Sohn eines Majors, geb. zu Brüx in Böhmen 
10. April 1819, eingetr. 24. Oct. 1830, wurde 
als Fähnr. zu Joseph Freih. v.Koudelka-Inf. Nr. 40 
ausgemustert, avancierte 6. Oct 1841 zum Lieut. 
h. G. und quitt. 30. Sept. 1844 den Militärdienst 
ohne Beibehalt des Officiers-Charakters. 



12 



1838. 



Moritz Karl, geb. zu Kronstadt 27. März 
1819, eingetr. 16.0ct. 1830, wurde als Fähnr. zu 
Theodor Freih. v.Wacquant-Geozelles-Inf. Nr. 62 
ausgemustert, 16. Juli 1843 Lieut. h. G., 1. Aug. 
1848 Oberlieut, 20. Jan. 1849 außertourlich 
Capitänlieut., machte im Feldzuge desselben 
Jahres in Siebenbürgen 1 7. Jan. das Gefecht bei 
Szökefalva, 21. Jan. und 4. Febr. die Schlachten 
bei Hermannstadt und Salzburg, 3. und 19. März 
die Gefechte bei Mediasch und Zeiden mit her- 
vorragender Tapferkeit und Aufopferung mit und 
war bei der Wiedereroberung Siebenbürgens, bei 
der Recognoscierung von Sz6nt-Kiräly und am 

23. Juli 1849 im Treffen bei Szemerja. Am 
16. Dec. 1850 zum Hauptm. 1. Cl. und 21. April 
1859 zum Major bei Dom Miguel-Inf. Nr. 39 
befördert, nahm er in dem Feldzuge 1859 am 
8. Juni an dem Gefechte bei Melegnano und am 

24. Juni an der Schlacht bei Solferino theil, 
wurde 11. Febr. 1865 Oberstlieut. bei Erzh. 
Karl Ferdinand-Inf. Nr. 51 und 11. Juni 1866 
Oberst und Regiments-Gommandant daselbst. 
Im Feldzuge 1866 mit dem Regimente im 
4. Corps eingetheilt, zeichnete er sich bei König- 
grätz durch hervorragende Tapferkeit aus, gerieth 
schwer verwundet in Kriegsgefangenschaft, aus 
welcher er jedoch schon nach drei Tagen zurück- 
kehrte, und wurde mit Allerhöchster Ent- 
schließung vom 31. Dec. in Anerkennung seines 
tapferen Verhaltens mit dem Militär- Verdienst- 
kreuze ausgezeichnet. Am 14. April 1873 zum 
Gommandanten der 1. Infanterie-Brigade bei der 
1 5. Infanterie-Truppen-Division ernannt und am 
29. Oct. d. J. zum Generalmajor befördert, wurde 
er Ende Juni 1876 in gleicher Eigenschaft zur 
64. Infanterie-Brigade übersetzt, trat 1. April 
1878 in den wohlverdienten Ruhestand und 
erhielt bei diesem Anlasse für seine langjährige, 
im Frieden und im Kriege stets pflichtgetreue 
Dienstleistung mit der Allerhöchsten Entschlie- 
ßung vom 22. März d. J. den Feldmarschall- 
Lieutenanls- Charakter ad honores. Moritz lebt 
zu Pressburg. 

Noris Paul, Sohn eines Stabsofficiers, geb. 
zu Monza 7. Aug. 1816, eingetr. 11. Nov. 1830, 
wurde als Fähnr. zu Eugen Graf v. Haugwitz-lnf. 
Nr. 38 ausgemustert, 1. Jan. 1841 Lieut. h. G., 
8. Dec. 1817 Oberlieut., gerieth im März 1848 
zu Brescia in Kriegsgefangenschaft und trat als 
Hauptin. in die Reihen der italienischen Armee. 
Im Jahre 1855 nahm Noris mit Bewilligung 
seiner Regierung an dem Krim-Kriege gegen 
Russland theil und wurde für sein Verhalten in 
demselben mit dem otlom. Medschidie'-Orden und 
mit der königl. engl. Tapferkeit s-Medaille de- 



coriert. Im Feldzuge 1859 wurde er für bewiesene 
Tapferkeit am Schlachtfelde zum Major ernannt 
und erhielt die silberne Tapferkeits-Medaille. Im 
Jahre 1860 wohnte Noris der Belagerung von 
Gaeta bei, wurde nach Einnahme dieser Festung 
Oberstlieut. und Gommandant des 47. Infanterie- 
Regiments und erhielt das Ritterkreuz des 
St Mauritius- und Lazarus-Ordens. Im Jahre 
1862 zum Oberst vorgerückt, wurde er mit 
seinem Regimente zur Bekämpfung der in Sici- 
lien ausgebrochenen Unruhen abgesendet, im 
Jahre 1863 in Disponibilität versetzt, schon im 
folgenden Jahre aber mit dem Commando der 
zur Bekämpfung der Briganten in der Provinz 
Basilicata mobilisierten Truppen betraut und 
führte daselbst die durch die traurigen Ver- 
hältnisse gebotenen Maßregeln mit großer Sicher- 
heit und Energie durch. Im Feldzuge 1866 com- 
mandierte Noris das 8 1 . Infanterie-Regiment und 
kam nach abgeschlossenem Frieden abermals in 
die Basilicata, wo er noch zu Ende des Jahres 
1870 die Operationen zur Bekämpfung des 
Brigantaggio leitete. Seine Verdienste hierbei 
wurden vom Ministerium durch wiederholte 
Belobungen anerkannt und derselbe im Jahre 

1868 mit dem Officierskreuze des Ordens 
der italienischen Krone und im Jahre 1809 
mit dem Gommandeurkreuze des St. Mau- 
ritius- und Lazarus-Ordens decoriert. In dem 
letzten Annuario Militare delRegno d'Italiakommt 
Noris nicht mehr vor. 

Orloschich Peter, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Alt-Pazua 10. Mai 1818, eingetr. 
19. Oct. 1830, wurde 31. Juli 1836 vorzeitig 
als Regimcntscadet zu Georg Freih. v. Rukavina- 
Inf. Nr. 61 ausgemustert und 30. Sept. 18 IG 
mit Abschied entlassen. Sein weiterer Lebens- 
lauf konnte nicht ermittelt werden. 

Osvadic Anton, Sohn eines Oberlieutenants, 
geb. 19. Jan. 1819, eingetr. 19. Oct. 1830, 
wurde als Regimentscadet zu Alexander I. Kaiser 
von Russland-Inf. Nr. 2 ausgemustert, 1. Febr. 
1839 k. k. Gadet, 16. April 184i Lieut. m. G., 
1. Febr. 1848 Lieut. h. G., 1. Oct. d. J. Ober- 
lieut., 1. Aug. 1849 Hauptm. 2. CL, 1. Dec. 1850 
Hauptm. 1 . Gl., 3 1 .Jan. 1 864 Major, 26. April 1 806 
zum Liccaner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 1 und 23. April 

1869 als Oberstlieut. zu Alexander I. Kaiser von 
Russland-Inf. Nr. 2 transf., 30. Oct. 1871 Reserve- 
Commandant bei Joseph Freih. v. Soköevic-Inf. 
Nr. 78, 1. Mai 1874 Oberst, 15. Oct. 1876 
Regiments-Gommandant bei Franz Freih. v. Philip- 
povic-Inf. Nr. 70. OsvadiC trat mit 1. April 1879 
in den Ruhestand, bei welchem Anlasse ihm mit 
Allerhöchster Entschließung vom 14. März d. J. 



1838. 



13 



der Gcncralmajors-Charaktcr ad honores und in 
Anerkennung seiner langjährigen, stets pflicht- 
getreuen Dienste der Orden der Eisernen Krone 
3. Gl. verliehen wurde. Er lebt in Wien. Osva- 
dic hat die Feldzüge 1818, 1859, 1866 und die 
Occupation von Bosnien und der Hercegovina im 
Jahre 1878 mitgemacht. 

Pagliarucci von Kieselstein Alexander 

Ritter, Sohn eines Gutsbesitzers und Landstandes, 
geb. zu Krainburg in Krain 20. Mai 1818, ein- 
getr. 23. Oct. 1830, wurde als Fähnr. zu Gustav 
Wilhelm Prinz zu Hohenlohe-Langenburg-Inf. 
Nr. 17 ausgemustert, 1. Juli 1843 Lieut. h. G., 
1. Jan. 1845 zu Laval Graf v. Nugent-Inf. Nr. 30 
transf.,27.0ct. 1 846 Oberlieut. und trat 30. Juli 
1850 aus dem Armee verbände. Er hat die Feld- 
züge 1848 und 1849 in Ungarn mitgemacht. 

Paic Moses, Sohn eines Hauptmannes, geb. 
zu Novidol im Szluiner Grenz-Regimentsbezirke 
28. Febr. 1819, eingetr. 23. Oct 1830, wurde 
als Fähnr. zu Erzh. Karl Ferdinand- Inf. Nr. 51 
ausgemustert, übertrat später als Finanzwach- 
Commissär in Givil-Staatsdienste und lebt noch 
gegenwärtig im Ruhestande zu Semlin. 

Paumgartten Maximilian Freiherr von, Sohn 
eines Feldmarschall-Lieutenants, geb. zu Her- 
mannstadt 25. Oct. 1818, eingetr. 16. Dec.1829, 
wurde als k. k. Cadet zu Hoch- und Deutsch- 
meister-Inf. Nr. 4 ausgemustert, 1. Juni 1840 
Lieut. h. G. bei Johann Freih. v. Paumgartten- 
Inf. Nr. 21, 31. Mai 1844 pens., lebt zu Her- 
mannstadt. 

Praschinger Anton, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Jedlersdorf in Niederösterreich 
10. März 1819, eingetr. 23. Oct. 1830, wurde 
als Fähnr. zu Alois Freih. v. Gollner-Inf. Nr. 48 
ausgemustert, 1. Mai 1843 Lieut. h. G., 24. Juni 
1848 Oberlieut, 30. Nov. 1850Hauptm. 2. GL, 
1. Juni 1851 Hauptm. 1. CK, 1. Nov. 1858 
pens. und starb 23. Jan. 1891 zu St Georgen. 
Er hatte den Feldzug 1848 in Italien mitgemacht 
imd war von Ende 1848 bis 1850 Kanzlei- 
Director beim Militär -Districts-Commando in 
Großwardein. 

Preradovic Peter von, ein Sohn des seit- 
her verstorbenen Fähnrichs Jovan Preradovic* 
des Warasdiner St. Georger Grenz-Inf. -Reg. Nr. 6, 
aus dessen Ehe mit Pelagia aus dem Hause 
Ivißid, erblickte zu Grabovnica in der bestande- 
nen Militärgrenze am 7. März 1819 das Licht 
der Welt, kam nach dem Tode seines Vaters am 
3. Nov. 1830 aus der Regimentsschule zu Belo- 
vär in die Akademie und wurde, nachdem er 
sich durch alle Studienjahre hindurch als der 
Vorzüglichste unter seinen Glassengenossen be- 



hauptet hatte, am 8. Sept. 1838 als Lieut. zu 
Emerich Freih. von Bakonyi-Inf. (dermal Kaiser 
Leopold II.) Nr. 33, welches Regiment damals 
in Mailand garnisonierte, ausgemustert. Schon 
beim Beginn humanistischer Studien in der Aka- 
demie ward er sich des inneren Dranges bewusst, 
alle Dinge poetisch zu gestalten. Die große 
Feuersbrunst, welche am 8., 9. und 10. Sept. 
1834 ganz Wr.-Neustadt einzuäschern drohte 
und bei welcher auch die Zöglinge die werk- 
tätigste Hilfe geleistet, gab ihm zum ersten- 
male Veranlassung, mit einem größeren Gedichte 
in deutscher Sprache vor seine Kameraden zu 
treten, und nun geschah es bei jeder sich dar- 
bietenden Gelegenheit mit der vollen Begeisterung 
einer für alles Schöne und Edle glühenden Jüng- 
lingsseele. In Mailand widmete sich Preradovic 
emsig dem Studium der deutschen Literatur, 
las und dichtete manches Lied in deutscher 
Sprache und hatte, ohne Berührung mit der 
Heimat, im fremden Lande seine Muttersprache 
beinahe ganz vergessen. Erst Ivan Kukuljeviö- 
Sakcmski, der aus der ungarischen Nobelgarde 
als Oberlieut. zu Bakonyi-Inf. eingetheilt worden 
war und aufPreradoviö großen Einfluss gewonnen 
hatte, gab seinen poetischen Bestrebungen eine 
nationale Richtung und weckte sein Interesse 
für die urwüchsigen slavischen Volksgesänge 
seiner Heimat. Preradovic" übersetzte nun ein- 
zelne dieser Gesänge und wählte auch mit Vor- 
liebe nationale Stoffe für seine deutschen Arbeiten. 
Das erste Gedicht dieser Art ist : , Das Uskoken- 
mädchen*, welches in der Agramer Zeitschrift 
„Croatia" erschien. Als aber im Jahre 1843 
sein Regiment nach Dalmatien verlegt wurde, 
traf er dort einen von vaterländischer Begeiste- 
rung gehobenen Kreis von Kameraden, die 
heimatlichen Erinnerungen seiner Kinderjahre 
wirkten mit elementarer Gewaltauf seine empfäng- 
liche Seele und er fasste den Entschluss, sich 
nur der slavischen Muse zu widmen. In Zara 
war von Anton Kuzmanic ein neues croatisches 
Blatt n Zora dalmatinska* , d. i. Dalmatinisches 
Morgenrolh, eben ins Leben gerufen worden 
und diesem widmete Preradovi6 im Jahre 1811 
sein erstes für den Druck bestimmtes Gedicht 
in seiner Muttersprache n Zora puca — bit ce 
danal* (Morgenröthe — es wird Tag!), welches 
ein ungeahntes Aufsehen erregte. Die ihm von 
allen Seiten zuströmenden Anerkennungen ver- 
anlassten ihn nunmehr, sich mit ganzer Kraft 
dem Studium der croatischen Sprache und ihrer 
neueren Literatur hinzugeben. Im Jahre 1846 
gab Preradoviö seine erste Sammlung croatischer 
Gedichte unter dem Titel „prvienci 11 (Zara 1816, 



14 



1838. 



Dcmarchi-Rugicr) heraus, in welchen unter 
anderm das Gedicht 9 Der Vila Traum 9 in klang- 
vollen Terzinen die düstere Vergangenheit des 
südslavischen Volkes schildert und eine bessere 
Zukunft prophezeit. Es herrscht darin ein reiches 
poetisches Lehen und der Dichter erweist sich 
hierin bereits als einer der besten südslavischen 
Lyriker. Seine Majestät der Kaiser zeichnete 
den Autor durch die Verleihung der goldenen 
Medaille für Kunst und Wissenschaft aus. In- 
zwischen war Preradoviö 22. Sept. 1844 zum 
Oberlieut. vorgerückt, marschierte im Jahre 1847 
mit seinem Regimente nach Italien, wo dieses 
nach wiederholtem Garnisonswechsel zur Be- 
satzung nach Mantua kam. Hier nahm er am 
19. April 1818 an dem Ausfalle bei Gli Angeli, 
am 4. Mai an dem Vorpostengefechte daselbst, 
am 13. Mai an dem Recognoscierungs-Gefechte 
der Linie Curtatone-Montanara, am 29. Mai an 
dem Angriff auf diese verschanzte Linie, endlich 
am 30. Mai an dem Gefechte bei Goito thätig 
theil, avancierte 1. Juli 1848 zum Capitänlieut., 
16. Oct. d. J. zum Hauptm., wurde am 1. Mai 
1849 q. t. zum t. Ranal-Grenz-Inf.-Reg. Nr. 10 
transf. und von seinem Beschützer, dem Banus 
Grafen v. Jellaßtä zum Chef der Kriegssection des 
bestandenen Banalrathes ernannt, in welcher 
Stellung er sich durch die Conscription, Aus- 
hebung und Mobilmachung der Nationaltruppen 
in der Starke von 15.000 Mann nicht unwesent- 
liche Verdienste erworben und einen hohen Grad 
administrativer Kenntnisse an den Tag gelegt 
hatte. Nach Auflösung des Banalrathes brachte 
ihn der Banus in das croatisch-slavonische Gene- 
ral com man do und zog ihn dann im Februar 
1851 als Ynhabers-Adjutanten in seine nächste 
Umgebung. Nun konnte sich Prcradovki seiner 
schriftstellerischen Thätigkeit mehr denn je wid- 
men. Er ließ nunmehr, nachdem er schon im 
Vorjahre ein Festgedicht auf den Banus unter 
dem Titel w Pjcsma svetl. banu baronu Jusipu 
Jelacivu Btnhnskomu i tijegovoj supruci Sofiji* 
(Agram 1850, Gaja) veröffentlicht hatte, einen 
neuen Band seiner Dichtungen unter dem Titel 
9 Nove pjesme* ([Neue Lieder], Agram 1851, 
Franz Zupan) im Drucke erscheinen und arbeitete 
mit vollem Eifer daran, der Sprache seines Volkes 
und seiner Muse auch in der Gesellschaft Eingang 
und Geltung zu verschaffen. Wie einem, dem 
Dichter inTeuffenbaehs 9 Nwen Illustrier teil Vater- 
land i sehen Ehrenlmch* (Wien und Tesehen, Ver- 
lag der k. u. k. Hofbuchhandlung Karl Prochaska), 
2. Tb., S. 101, gewidmeten Artikel aus der Feder 
des Hauptmannes Karl Gröber zu entnehmen, 
brachte ihm jedoch dieses Streben manche Ent- 



täuschung und viel Kummer, und mancher Ein- 
spruch der Vorgesetzten gegen seine literarische 
Thätigkeit drückte ihn vollends nieder. Es war 
auch Ursache, dass er sich mehr und mehr von 
der Öffentlichkeit zurückzog und einem Kreise 
anschloss, der in eine andere geheimnisvolle Welt 
sich flüchtend, spiritistischen Untersuchungen 
huldigte. Erst der Wechsel des Garnisonsortes, 
verbunden mit der nothwendig gewordenen An- 
spannung seiner geistigen Kräfte zu geänderter 
militärischer Berufstätigkeit vermochte seine 
Misstimmung und seine spiritistischen Träume- 
reien zu unterbrechen. Im Jahre 1852 in politi- 
schen Angelegenheiten zu Omer Pascha nach 
Travnik gesendet, avancierte Preradoviö 1 6. Oct. 
1852 zum Major beim Deutsch-Banaler Grenz- 
Inf.-Reg. Nr. 12, wurde 16. Jan. 1854 zum 
Romanen-Banater Grenz-Inf.-Reg. Nr. 13 transf. 
und bald darauf zur Dienstleistung zum Wiener 
Generalcommando berufen. Am 9. Nov. 1857 
erfolgte seine Eintheilung zum GQMSt., 9. April 

1 858 seine Beförderung zum Oberstlieut., 25. Juni 

1859 zum Obersten im Corps. Während des 
Feldzuges 1859 in Italien war Preradoviö zuerst 
als Sous-Chef des Generalstabes beim 1 . Armee- 
Gommando, dann als Chef der 3. Abtheilung 
beim Generalcommando der IV. Armee ein- 
getheilt. Nach dem Friedensschlüsse kam er 
nach Temcsvär und verfiel in eine besorgnis- 
erregende Melancholie, welcher er in dem Ge- 
dichte 9 suho drvo* beredten Ausdruck gibt. In 
diese Zeit fällt auch die Dichtung 9 Die neue 
Sontie*, ein nicht zu Ende gebrachter Lobgesang 
auf den Spiritismus, die Zuflucht seiner Phantasie 
in solchen trüben Augenblicken. Immer aber 
wusste er sich loszureißen und sein Antlitz 
jenem einzigen großen Geiste zuzuwenden, der 
ihm die herrliche, von der großen Regung tief 
religiösen Gefühls durchdrungene % 0de an Gott* 
in die begnadete Feder dictierte. DenFeldzugl866 
machte Preradoviö als Brigadier im 3. Armeecorps 
mit, ohne indes in ein Gefecht gekommen zu 
sein, avancierte 21. Aug. 1866 zum General- 
major mit der Eintheilung als Brigadier bei der 
20. Truppen-Division, wurde 11. Juli 1868 
Brigadier bei der 14. Truppen-Division und kam 
bald darauf in gleicher Eigenschaft zur 2. Trup- 
pen-Division nach Wien, wo er nun bis an sein 
Lebensende verblieb. Hier beschäftigte ihn in ein- 
gehender Weise dos schon früher angeregte Pro- 
jeet, eine große, seines Volkes würdige Zeitung 
zu gründen, und als durch die ruhrige Thätig- 
keit einiger Schriftsteller und ihrer Freunde der 
, Vienac* wirklieh zustande kam, eröffnete Prera- 
dovie den Reigen vaterländischer Schöpfungen 



1838. 



15 



mit seiner ob bezeichneten „Ode an Gott* in 
drei Gesängen. Anfangs litt das Blatt am Mangel 
an Mitarbeitern und so musste denn Preradoviö 
umso schöpferischer sein, um den spärlichen 
national-literarischen Nachwuchs zu paralysieren. 
Es folgten in rascher Aufeinanderfolge im Jahre 
1870 „Die Schlange* und der Sonetten- Gyclus 
„Den lieben Todten* ; im Jahre 1871 „An die 
Mutter* und sein letztes Gedicht „ DerMuezzim* . 
Anfangs 1872 litt seine Gesundheit in bedenk- 
licher Weise und alle versuchten Curen waren 
erfolglos, er beschloss sein Leben am 18. Aug. 
1872 zu Fahrafeid bei Vöslau. In Preradovic 
verlor die Armee einen hochverdienten, dem 
Allerhöchsten Kaiserhause auf das innigste er- 
gebenen General, die croatische Nation ihren 
größten lyrischen Dichter. Preradoviö war zwei- 
mal vermählt; das erstemal seit 11. Oct. 1848 
mit Pauline, geb. de Ponte, welche 4. Mai 1855 
zu Motta im Venetianischen starb. Am 17. April 
1865 vermählte er sich zum zweitenmale mit 
Emma Regner von Bleyleben. Aus der ersten 
Ehe stammt der LinienschifTs-Lieutenant Du§an 
von Preradoviö zu Pola. Im Jahre 18G4 wurde 
dem damaligen Obersten Peter von Preradovic" 
in Anbetracht seiner militärischen Verdienste 
Allerhöchst gestattet, sich des, seinen Vorfahren 
von Kaiser Ferdinand II. unterm 15. März 1626 
verliehenen ungarisch-croatischen Adelstandes 
prävalieren zu dürfen. 

Reimitzer Edler von Reimitzthal Alois, Sohn 

eines Oberlieutenants, geb. zu Mainz 18. April 
1819, eingetr. 20. Oct. 1830, wurde als Fähnr. 
zu Leopold Prinz beider Sicilien-Inf. Nr. 22 aus- 
gemustert, 2. Juni 1841 Lieut. h. G., 24. April 
1847 Oberlieut, 22. Oct. 1848 Gapitänlieut., 
20. Dec. 1850 Hauptm. 1.C1., 30. Jan. 1859 
Major, 23. Mai 1859 zum krainerisch-küsten- 
ländischen Freiwilligen-Bataillon, 20. Sept. d. J. 
zu Gustav Wilhelm Prinz zu Hohenlohe-Langen- 
burg-Inf. Nr. 17 transf., 1. März 1860 pens. 
und starb zu Poljane in Groatien 1. Oct. 1886. 

Reindl Adolf, geb. zu Kudsier 7. Mai 1818, 
eingetr. 14. Oct. 1830 und starb 10. Jan. 1833 
in der Akademie. 

Reising von Reisinger Karl Freiherr, Sohn 
des 28. Febr. 1 848 verstorbenen Fcldmarschall- 
Licutenants Maximilian Freiherrn Reising von 
Reisinger, geb. zu Olmütz 24. Oct. 1818, ein- 
getr. 23. Oct. 1830, wurde als Fähnr. zu Kaiser- 
Inf. Nr. 1 ausgemustert, 5. März 1842 Lieut., 
28. April 1848 Oberlieut. bei Theodor Graf Bailiet 
v. Latour-Inf. Nr. 28, l.Sept. 1848 Gapitänlieut., 
3. April 1 849 Hauptm., 1 7. Juni 1 859 Major, 1 . Juli 
1865 als Oberstlieut. pens., lebt zu Wien. Er 



machte die Feldzüge 1 848, 1 849 und 1 859 in Ita- 
lien mit, wurde für Vicenzaö. Juli 1848 belobt, für 
seine Gesammtleistungen in den Feldzügen 1848 
und 1849 aber 1 1. Juli 1850 mit dem Militär- Ver- 
dienstkreuze ausgezeichnet. Vom Jahre 1850 
bis zu seiner Pensionierung war Reising in der 
Dienstleistung beim Erzherzog Heinrich und 
wurde 16. Nov. 1865 mit dem Ritterkreuze 
1. Cl. des großherzogl. hess. Ludwig-Ordens 
decoriert. Die Familie Reising von Reisinger hat 
den böhmischen Adelstand mit Diplom dd. Wien 
4. Juli 1731 und den erbländischen österreichi- 
schen Freiherrenstand mit Diplom dd. Wien 
8. Febr. 1845 erworben. 

Riese Richard Freiherr von, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Jarom£r in Böhmen 
19. Juni 1818, eingetr. 29. Oct. 1829, wurde 
als k. k. Gadet zu Johann Freih. v. Paumgartten- 
Inf. Nr. 21 ausgemustert, 16. Febr. 1843 Lieut 
m. G., 16 Jan. 1846 Lieut. h. G., 1. Juli 1848 
Oberlieut., 1. Juli 1852 Hauptm. 2. CL, 25. Nov. 
1854 Hauptm. 1. GL, 10. April 1860 als Major 
pens., lebt zu Prag. 

Romanich Franz, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Lapac in der Militärgrenze 10. Mai 1818, 
eingetr. 23. Oct. 1830, wurde als Fähnr. zu 
Anton Freih. v. Mayer-Inf. Nr. 45 ausgemustert 
und quitt. 15. März 1845 den Militärdienst ohne 
Beibehalt des OfOciers-Gbarakters. 

Rösgen Johann, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Udine 24. Juli 1818, eingetr. 21. Oct. 
1830, wurde als Fähnr. zu Emil Prinz von 
Hessen und bei Rhein-Inf. Nr. 54 ausgemustert, 
1. Nov. 1841 Lieut h. G., 11. April 1848 
Oberlieut., 23. März 1849 Capitänlieut., 1. Oct. 
1851 Hauptm. 1. Gl., trat 1. März 1862 als 
Major in den Ruhestand, lebt zu Wien. Rösgen 
hat die Feldzüge 1848, 1849 und 1859 mitge- 
macht. 

Rueber von Ruebersburg Moriz Freiherr, 

geb. zu Padua 28. Jan. 1819, war ein Sohn des 
bekannten Generalmajors und Maria Theresien- 
Ordensritters Freiherrn von Rueber, dessen Name 
in der Geschichte der Kriege gegen Napoleon I. 
mit Auszeichnung genannt wird. Er kam 15. Dec. 
1830 in die Akademie, wurde $ls Fähnr. zu 
Erzh. Franz Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 32 ausge- 
mustert, 16. Febr. 1843 Lieut. h. G., 2. Juni 
1848 Oberlieut., 30. Aug. 1849 zum GQMSt. 
transf., 1 2. Nov. d. J. Hauptm., 5. Sept 1 853 mit 
dem Ritterkreuze des päpstl. St. Gregor-Ordens 
und 19. Dec. 1854 mit dem großherzogl. toscan. 
Militär-Verdienst-Orden 2. Cl. decoriert, 1 7. April 
1859 Major. Er hat die Feldzüge 1848, 1849 
und 1859 in Italien mitgemacht und sich für 



10 



1838. 



sein Verhalten bei Montebello den Ausdruck der 
Allerhöchsten belobenden Anerkennung und den 
Eisernen Kronen-Orden 3. GL, dann für seine 
Leistungen bei Solferino das Militär- Verdienst- 
kreuz erworben. Am 21. April 1861 wurde 
Rueber Oberstlieut., 24. Nov. 1863 Vorstand 
der 1 . Abtheilung beim Landes-Generalcommando 
in Zara, 20. Oct. 1865 Oberst, nahm noch an 
dem italienischen Feldzuge 1866 theil und starb 
17. Sept. 1866 zu Gormons an der Cholera. 

Sabolic Joseph, Sohn eines Oberlieutenants, 
geb. zu Gospid in der Militärgrenze 3. März 1819, 
eingetr. 26. Oct. 1830, wurde als Fähnr. zum 
Warasdiner St. Georger Grenz-Inf.-Reg. Nr. 5 aus- 
gemustert, 1 . Sept. 1 847 Lieut. h. G., 5. Juni 1 848 
Oberlieut., 21. April 1849 Hauptm. 2. Gl., l.Nov. 
1852 Hauptm. 1. Gl., 16. Sept. 1862 Major beim 
Oguliner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 3, 23. April 1869 
Oberstlieut. beim Gradiscaner Grenz-Inf.-Reg. 
Nr. 8, 26. Dec. 1871 Reserve-Gommandant bei 
Friedrich Wilhelm Ludwig Großherzog von Baden- 
in f. Nr. 50, 1. Nov. 1873 Oberst, am 6. Sept. 
1874Regiments-Gommandantbei Karl Alexander 
Großherzog von Sachsen- Weimar -Eisenach-Inf. 
Nr. 64 und trat 1. Mai 1876 in den Ruhe- 
stand, bei welchem Anlasse er in Anerkennung 
seiner langjährigen und vorzüglichen Dienst- 
leistung durch den Ausdruck der Allerhöchsten 
Zufriedenheit ausgezeichnet wurde. Saboliö starb 
zu Belovär 29. Jan. 1889. 

Schertlin Joseph, geb. zuTemesvär 17. März 
1819, kam 22. Oct. 1830 in die Akademie 
und trat 22. Aug. 1834 aus der Militärerziehung. 
Sein weiterer Lebenslauf konnte nicht ermittelt 
werden. 

Schmidt Friedrich, Sohn eines Capitän- 
lieutenants, geb. zu Wallachisch-Meseritsch in 
Mähren 21. Jan. 1819, eingetr. 21. Oct. 1830, 
wurde als Fähnr. zum 1. Banal-Grenz-Inf.-Reg. 
Nr. 10 ausgemustert, l.Jan. 1847 Lieut. h. G., 
1. April 1848 Oberlieut., machte den Feldzug 
desselben Jahres in Italien mit und ist bei Tre 
Palude 18. Juni 1848, vor demFeinde geblieben. 

Seismit-Doda Ludwig Ritter von, Sohn 
eines Doctors der Rechte und Fiscal-Adjuncten, 
geb. zu Zara 14. April 1818, eingetr. 25. Oct. 
1 830, wurde bei der Ausmusterung als Fähnr. 
zu Arthur Herzog von Wellington-Inf. Nr. 42 ein- 
gelheilt, 1. Nov. 1838 zürn 11. Jäger-Bat. transf., 
1. Mai 1843 Lieut., 7. April 1848 Oberlieut., 
quitt 17. Mai 1848 und nahm Dienste in der 
italienischen Armee, in welcher sein Name durch 
die Verteidigung Venedigs im Jahre 1849 unter 
Manin zuerst bekannt geworden ist. Im Jahre 
1859 war Seismit-Doda Oberstlieut. und Chef 



des Generalstabes der toscanischen Division im 
5. Armeecorps (Prinz Napoleon). Nach dem Feld- 
zuge zum Obersten befördert, organisierte er zu 
Parma nach einander die zwei Regimenter der 
gleichnamigen Brigade und wurde kurz nachher 
mit dem Gommando derselben betraut. Im Feld- 
zuge 1860 im Kirchenstaate drang er bei der 
Belagerung von Ancona an der Spitze eines 
Regimentes der erste durch die Porta Pia in die 
Stadt und wurde hierfür mit dem Gommancleur- 
kreuze des savoy'schen Militär-Ordens belohnt, so- 
wie auch noch während des Feldzuges zum Gene- 
ralmajor befördert. Während des Feldzuges 1866 
commandierte er die Division zu Parma. Seismit- 
Doda war in der neunten legislativen Periode 
Deputierter in der italienischen Kammer für die 
Stadt Urbino, die er im Feldzuge 1 860 der Erste 
besetzt hatte und von welcher er das Ehren- 
bürgerrecht erhielt. Er stand in dem Rufe eines 
gründlich militärisch-wissenschaftlich gebildeten 
Generals, war durch längere Zeit Armee-Inspector, 
Mitglied des Infanterie- Comics und dabei mit der 
Oberleitung der „Rivista Militare italiana* betraut. 
Seismit-Doda besaß die Gommandeurkreuze des 
königl. ital. St. Mauritius- und Lazarus-Ordens, 
des savoy'schen Militär-Ordens, sowie auch des 
Ordens der italienischen Krone. Neuere Nach- 
richten fehlen und im letzten Annuario Militare 
del Regno d'Italia kommt sein Name nicht 
mehr vor. Er war ein Bruder des Federico Seis- 
mit-Doda, welcher seit dem Jahre 1865 als 
Deputierter die Stadt Udine in der italienischen 
Kammer vertrat. Dieser wurde später Senator und 
endlich unter Cairoli Finanzminister, in welcher 
Eigenschaft er den Plan zur Abschaffung der 
Mehlsteuer entwarf. Im September 1890 musste 
er seine Entlassung nehmen, nachdem er auf 
einem Banket zu Udine taktlose irridentistische 
Anreden ohne Widerspruch entgegengenommen 
hatte und starb zu Rom am 9. Mai 1893. 

Sohn von Geisberg Simon, Sohn eines 
Oberlieutenants, geb. zu Mies in Böhmen 
15. Sept. 1818, eingetr. 21. Oct. 1830, wurde 
9. Aug. 1836 vorzeitig als Gemeiner zu Anton 
Freih. Mayer von Heldenfeld-Inf. Nr. 4-5 ausge- 
mustert, 9. Sept. 1837 Regimentscadet, l.Dec. 
1845 k. k. Gadet, 12. Sept. 1846 Lieut. m. G., 
1. Juni 1848 Lieut. h. G., 1. Aug. 1849 Ober- 
lieut., 10. Oct. 1854 Hauptm. 2. GL, 14. März 
1859 Hauptm. 1. Gl., 1. Juni 1864 pens. und 
starb zu Holic 25. Juni 1889. Sohn von Geisberg 
hat die Feldzüge 1848 und 1849 mitgemacht. 

Soroczyfiski Roman von, Sohn eines Guts- 
besitzers, geb. zu Jaroslau in Galizien 18. Dec. 
1820, eingetr. 15. April 1831, wurde als Fähnr. 



1838. 



17 



zu Anton Freih. v. Bertoletti-Inf. Nr. 15 aus- 
gemustert, 2. April 1842 Lieut. h. G., 3. Mai 
1*48 Oberlieut., 14. Mai 1849 Hauptm. 2. Gl., 
13. Dec. 1850 Hauptm. 1. GL, 31. Dec. 1856 
pens., lebt zu Choronöw in Galizien. Soroczyriski 
hat an allen feindlichen Gelegenheiten seines 
Regiments in der Kriegsepoche 1848 und 1849 
theilgenommen. 

Spaczer Alphons von, Sohn des gleich- 
namigen, seither verstorbenen Hauptmannes, aus 
dessen Ehe mit Anna von Pudelko, geb. zu Gran 
10. Febr. 1818, eingetr. 19. Oet. 1829, wurde 
als Fähnr. zu Philipp Prinz von Hessen-Homburg- 
Inf.Nr. 19 ausgemustert, 16. Febr. 1842 Lieut. 
h. G., 30. April 1848 Oberlieut., 1. Juli d. J. 
zum GQMSt. trän s f., war beim Ausbruch der 
Revolution in Wien 1848 in der Operationskanzlei 
des Gouverneurs Feldmarschall Fürsten zu Win- 
disch-Graetz eingetheilt, hat den Gefechten und 
dem Vereinigungsraarsche des Reserve-Corps von 
Leango bis Verona, dann der operierenden Haupt- 
armee über Mantua gegen Goito und dem Streif- 
zuge der Brigade Seh warzenberg gegen Guidizzola 
und Macaria (1. Juni), der Einnahme vonVicenza 
undPadua, endlich den Schlachten und Gefechten 
vom 23. bis inclusive 2 7 . Juli beigewohn t und wurde 
für sein Verhalten in der Schlacht bei Gustoza 
mit Armeebefehl belobt. Am 21. Febr. 1849 zum 
Hauptm. im GQMSt. befördert und zur Truppen- 
Division des Feldmarschall - Lieut. Grafen von 
Schaffgotsch eingetheilt, machte er im Feldzuge 
desselben Jahres die Schlacht bei Novara 23. März 
mit und war dann in der Division des Feldmarschall- 
Lieul. Susan bei Bewältigung des Aufstandes in 
Brescia thätig. Seither im Jahre 1851 als Sous- 
Ghef des Generalstabes beim 7. Armeecorps, 
1 852 bei der Truppen-Division des Feldmarschall - 
Lieut. Freiherrn von Ajroldi in Gomo und bei jener 
Seiner kaiserl.Hoheit desErzherzogs KarlFerdinand 
in Verona, 1853 bei der Truppen-Division Falken- 
hayn in Venedig, Rath in Triest, beim 1. Armee- 
corps (Wengersky) in Pest verwendet, wurde 
Spaczer 6. März 1854 zum Major im Corps 
befördert und vorerst zum Generalstabs-Chef des 
in Graz stehenden Armeecorps des Feldmarschall- 
Lieut Freiherrn von Csorich, im folgenden Jahre 
aber des 3. Armeecorps des Fürsten Eduard von 
Schwarzenberg ernannt und in dieser Eigenschaft 
mit der Aufstellung der Übungslager beiBisamberg, 
Wimpassing, Zillingsdorf, Neunkirchen und Paren- 
dorf jeweilig betraut. Im Jabre 1859 war er kurze 
Zeit Generalstabs-Chef des 2. Armeecorps des 
Feldmarschall-Lieut. Eduard Fürsten zu Liechten- 
stein in Krakau, avancierte 17. April 1859 zum 
Oberstlieut. im GQMSt. und machte als General- 

Wr.-NeustädterMil.-Akad. IL 



stabs-Chef beim Streifcorps des Feldmarschall- 
Lieut. Freiherrn von Urban die Gefechte bei Como, 
Varese, Monza mit und erhielt anlässig der per- 
sönlichen Führung eines von Casteggio gegen 
Voghera gemachten Vorstoßes, sowie für sein 
Verhalten in dem nachgefolgten Gefechte bei 
Montebello (20. Mai) am 2. Juni 1859 das Mili- 
tär-Verdienstkreuz. Ebenso wurde er 5. Juni 1859 
mit demkönigl. preuß. Rothen Adler-Orden 3. Gl. 
decoriert. Nachdem Friedensschlüsse kam Spaczer 
zur Landesbeschreibung des Auslandes nach 
Wien, am 1. Febr. 1860 aber zur Truppendienst- 
leistung zu dem neu aufgestellten Inf.-Rcg. Wilhelm 
Freih. v.RamraingNr. 72 undmachte in dieser Ein- 
theilung den Feldzug 1 864 gegen Dänemark, sowie 
die Occupation von Schleswig-Holstein mit. Am 
1 1. Juni 1866 zum Obersten vorgerückt, comman- 
dierte er im Feldzuge desselben Jahres sein, in 
der Brigade Abele des 1 . Armeecorps eingeteiltes 
Regiment 28. Juni im Gefechte bei München- 
grätz, 29. Juni im Treffen bei Ji6fn und am 3. Juli 
in der Schlacht bei Königgrätz, worauf er das 
Commando der Brigade Leiningen des 1. Corps 
bis zu deren Auflösung führte. Für hervorragend 
tapfere und sonst vorzügliche Leistungen in diesem 
Feldzuge erhielt Spaczer mit Allerhöchster Ent- 
schließung vom 3. Oct. 1866 die Allerhöchste 
belobende Anerkennung, somit die Berechtigung 
zum Tragen der Militär-Verdienst-Medaille am 
Bande des Militär- Verdienstkreuzes. Am 1. Nov. 
1872 trat Spaczer in den Ruhestand, erhielt den 
Generalmajors-Charakter ad honores und lebt 
seither in Wien. Er wurde am 20. Aug. 1883 
in den Adelstand erhoben. 

SperrO Michael, Sohn eines Oberlieutenants, 
geb. zuUnter-LapacimLiccaner Grenz-Regiments- 
bezirke 14. Sept. 1818, eingetr. 23. Oct. 1830, 
wurde als Fähnr. zu Wenzel Freih. v. Watlet- 
Inf. Nr. 41 ausgemustert, 1. Nov. 1838 zum 
9. Jäger-Bat. transf., 16. Juli 1843 Lieut. h. G., 
9. April 1848 Oberlieut., 11. Oct. d. J. Capitän- 
lieut., 6. März 1849 Hauptm. beim 3. Jäger- 
Bat., 1. Sept. 1856 zum 6., 1. Juli 1858 
zum 15. Jäger-Bat. transf., 18. Mai 1859 Major 
und Commandant des 13. Jäger-Bat., 15. Juni 
1859 zum 2. mährischen Freiwilligen-Schützen- 
Bat., 13. Sept. 1859 zum Warasdiner St. Georger 
Grenz-Inf.-Reg. Nr. 6 transf., 1. Dec. 1860 pens., 
lebte zu Graz und starb daselbst 14. Juli 1882. 
Sperro hatte die Feldzüge 1848, 1849 und 1859 
in Italien mitgemacht und 1848 dem Gefechte 
bei Sorio 8. April, den Scharmützeln bei Croce 
Bianca 18. und 29. April, dem Angriff auf Monta- 
nara 29. Mai, der Einnahme vonVicenza 10. Juni, 
der Schlacht bei Sommacampagna 23. Juli, dem 



18 



1838. 



Treffen und Gefechte bei Volta 26. und 27. Juli, 
dem Scharmützel bei Lodi 1. Aug., dann dem 
Gefechte vor Mailand 4. Aug. und 1859 der 
Schlacht bei Magenta 4. Juni beigewohnt. 

Sterr Edler von Schlachtenlohn. Franz, 

Sohn eines Rittmeisters, geb. zu Villach 23. Dec. 
1818, eingetr. 27. Oct. 1830, wurde als Fähnr. 
zu Maximilian Freih. v. Wimpffen-Inf. Nr. 1 3 aus- 
gemustert, 1 . März 1841 Oberlieut. bei Heinrich 
Graf zuHardegg-Kürass. Nr. 7 (gegenwärtig Drag.- 
Reg. Karl V. Leopold Herzog- von Lothringen 
und Bar Nr. 7), 3. Febr. 1 846 Rittm. 2. Gl., 9.0ct. 
1848 Rittm. 1. Glasse. Er hatte mit dem Regi- 
mente im Jahre 1848 in der Armee des Banus, 
Feldmarschall-Lieut. Freiherrn von Jellatfic vorerst 
die Vorpostengefechte bei Pakosd und Vellencze, 
die Einschließung und Belagerung Wiens bis 
EndeOctober, das Treffen beiSchwechat 30. Oct., 
die Schlacht bei Bäbolna 28. Dec. und das 
Treffen bei Moor 30. Dec. mitgemacht. Ebenso 
hatte Sterr im weiteren Verlaufe des Winter-Feld- 
zuges 1849 an allen feindlichen Gelegenheiten 
des Regiments einschließig der Schlacht bei 
Isaszeg, endlich im Sommer-Feldzuge desselben 
Jahres bis zur Schlacht bei Hegyes 14. Juli theil- 
genommen, kam 6. Dec. 1851 als Major zu 
Friedrich August König von Sachsen- Kürass. 
Nr. 3 (gegenwärtig Drag.-Reg. Albert König 
von Sachsen Nr. 3) und starb 21. Febr. 1855 
zu Püspöki in Ungarn. 

Strauss Ludwig, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu Nikolsburg in Mähren 24. Juli 1818, 
eingetr. 18. Oct. 1830, wurde als Fähnr. zu 
Wilhelm Herzog zu Nassau-Inf. Nr. 29 aus- 
gemustert, avancierte 1. Oct. 1841 zum Lieut. 
h. G. und quitt. 16. April 1845 den Militärdienst 
ohne Beibehalt des Officiers-Charakters. Am 
16. März 1846 als Fourier bei Erzh. Stephan-Inf. 
Nr. 58 eingetheilt, kam Strauss 1. April 1854 
als Rechnungs-Accessist 1 . Gl. zum Militär-Rech- 
nungs-Departement nach Lemberg, rückte 1. Dec. 
1854 zum Rechnungs-Official 5 Gl. vor, wurde 
als solcher 1. Jan. 1856 zu Adolf Herzog von 
Nassau-Inf. Nr. 15 transf., l.März 1856 Rech- 
nungs-Official 4. GL, 1. Sept. 1857 zum 
2. Genie -Bataillon tran?L, 1. März 1858 Rech- 
nungs-Official 3. GL, 1. Mai 1859 zum Garnisons- 
spital nach Krakau transf., 1. Juli 1859 Rech- 
nungs-Official 2. GL, l.Mai 1864 zu Friedrich 
Franz Großherzog von Mecklenburg - Schwerin- 
lnf. Nr. 57, 1. Aug. 1864 zum 20. Jäger- Bat. 
transf. und starb 10. Dec. 1864 zu Krakau. 

SzabÖ Karl, geb. zu Nugy-Ajta in Sieben- 
bürgen 13. Dec. 1818, eingetr. 25. Oct. 1830, 
starb 14. März 1838 in der Akademie. 



Taulow von Rosenthal Eduard Ritter, geb. 
als Sohn eines Regierungsrathes zu Zaleszczyki 
in Galizien 14. Jan. 1820, eingetr. 2. Nov. 1 829 ? 
wurde als k. k. Gadet zu Friedrich Karl Gustav 
Freih.v.Langenau-Inf. Nr. 49 ausgemustert, 1. Mai 
1839 zum Lieut. m. G. bei Friedrich Graf v. 
Hochenegg-Inf. Nr. 20 befördert und starb 
14. Sept. 1840 zu Neu-Sandec in Galizien. 

Terbuhovich Emanuei, Sohn eines Ober- 
lieutenanls, geb. zu Kriviput in der Militärgrenze 
7. Febr. 1819, eingetr. 20. Oct. 1$30, wurde 
als Lieut. zu Georg Freih. Rukavinavon Vidovgrad- 
Inf. Nr. 61 ausgemustert, 1. Juli 1844 Oberlieut., 
30. Juni 1848 Gapitänlieut. beim Oguliner Grenz- 
Inf.-Reg. Nr. 3 und starb im Monate Nov. 1848. 

Veiten Karl Edler von, Sohn eines Ritt- 
meisters, geb. zu Molsheim im Elsass 4. Sept. 
1818, eingetr. 22. Oct. 1830, wurde als Fähnr. zu 
Gustav Prinz von Wasa-lnf. Nr. 60 ausgemustert, 
16. März 1812 Lieut. h. G., 24. Mai 1848 Ober- 
lieut., 31. Aug. 1819 Hauplm. 2. Gl., 6. Sept. 
1850 Hauptm. 1. Gl., 13. Mai 1859 Major im 
Armeestande und Train-Commandant des 1 . Inf.- 
Armeecorps, nahm in dieser Eigenschaft an dem 
Feldzuge desselben Jahres theil und verließ 
22. Oct. 1859 den activen Dienst. Nur wenige 
Tage nachher reactiviert, wurde er 15. Nov. 
1859 Platz-Major in Venedig, 1. Nov. 186G 
Platz-Commandant in Trient, 1. Juni 1868 zum 
Stadt- und Platzcommando in Wien transf., 
1. Nov. 1871 Oberstlieut, 1. Nov. 1879 Oberst, 
trat 1. Sept. 1880 definitiv in den Ruhestand 
und erhielt bei diesem Anlasse in Anerkennung 
seiner langjährigen und stets vorzüglichen Dienst- 
leistung das Militär- Verdienstkreuz. Er starb zu 
Wien 22. Mai 1889. Veiten besaß seit 4. Oct 
1873 den pers. Sonnen- und Löwen-Orden 
4. Glasse. Wie Johann Ghristian von Heilbachs 
„Adelslexikon 11 (Ilmenau 1826, bei Bernh. Fried r. 
Voigt), 2. Bd., S. 638, zu entnehmen, wurde ein 
Rittmeister im preußischen Husaren-Regimente 
9 von Eben*, Johann Friedrich Veiten, den 21. Oct. 
1786 geadelt. Es dürfte dies, wenn nicht der 
Vater, so doch der Großvater des hier in Rede 
stehenden Karl Edlen von Veiten gewesen sein. 

Vetter von der Lilie Gustav Graf, ein Sohn 
des 9. Oct. 1833 verstorbenen Majors Karl Gra- 
fen Vetter von der Lilie, aus dessen Ehe mit 
Sophie geb. Gräfin von Dernath, geb. zu Neu- 
hübel in Mähren 14. Aug. 1819, eingetr. 1. Juni 
1831, wurde als Fähnr. zu Emerich Freih. v. 
Bakonyi-Inf. Nr. 33 ausgemustert, 16. Nov. 1842 
Lieut. h. G., 15. Mai 1848 Oberlieut., 16. Jan. 
1849 Gapitänlieut., 14. Mai d. J. Hauptin. 
1. Glasse. Er versah als Lieutenant Bataillons- 



1838. 



19 



Adjutantendienste, machte im Feldzuge 1848 
in Italien den Rückzug von Pavia 20. März, 
die Gefechte und sonstigen Affairen bei Man- 
tua 6. und 19. April (Ausfall aus Gli Angeli), 
2., 3. und 4. Mai (Gefechte und Ausfall aus dem 
Fort Belfiose), Recognoscierungs - Gefecht bei 
Curtatone 13. Mai, den Angriff auf die verschanz- 
ten Linien daselbst 29. Mai, das Gefecht beiGoito 
3(). Mai, die enge Einschließung von Mantua vom 
17. bis 27. Juli, die Gefechte daselbst 24., 25. 
und 26. Juli und das Artilleriegefecht bei Grotta 
d'Adda 1. Aug. mit. Im Feldzuge 1819 bethei- 
ligte er sich an dem Gefechte von Gravellone bei 
Pavia 20. März, an den Schlachten von Mortara 
21. März und Novara 23. März, an dem Gefecht 
bei Olengo 23. März, an der Beschießung von 
Novara 24. März, an der Erstürmung von Livorno 
10. und 11. Mai, an den Avantgarde-Gefechten 
gegen Garibaldi bei St. Angelo inVado 29. Juli und 
Macerata Feltria 30. Juli und an dem weiteren 
Verlauf der Expedition gegen Garibaldi. Seine ver- 
dienstlichen Leistungen in diesen beiden Feld- 
zügen erwarben ihm die Allerhöchste belobende 
Anerkennung und nachträglich das Militär -Ver- 
dienstkreuz. Am 2. Nov. 1857 kam Vetter als 
Major zum Inf. -Reg. Erzh. Franz Karl Nr. 52, 
16. Juni 1863 als Oberstlieut. zu Ludwig III. 
Großherzog von Hessen Inf. Nr. 14, machte in 
diesem Regimente den Feldzug 1859 beider Ver- 
teidigung des Tonale in Tirol, dann den Feld- 
zug 1864 gegen Dänemark mit den Gefechten 
bei Oberselk 3. Febr., bei Kamrad 4. Febr., bei 
Oeversee 6. Febr., dem Treffen bei Veile 8. März 
und die Berennung und Beschießung von Fride- 
ricia 19., 20., 21. März mit und erhielt für die 
im Gefechte bei Veile an den Tag gelegte Tapfer- 
keit 8. März 1864 die Allerhöchste belobende 
Anerkennung und später das mecklenburg-schwe- 
rin'sche Militär- Verdienstkreuz. Am 30. Juni 1866 
wurde Vetter Oberst und Gommandant des Inf.- 
Reg. Erzh. Albrecht Nr. 44 und machte mit dem- 
selben im Feldzuge 1866 das Gefecht bei Köni- 
ginhof 29. Juni und die Schlacht bei Königgrätz 
3. Juli, in welcher ihm zwei Pferde unter dem 
Leibe erschossen wurden, mit. In Anerkennung der 
hervorragend tapferen und vorzüglichen Leistun- 
gen im Feldzuge gegen Preußen wurde ihm mit 
Allerhöchstem Befehlschreiben vom 3. Oct. 1866 
die Allerhöchste Belobung ausgesprochen und 
später die Militär- Verdienst- Medaille am Bande 
des Militär- Verdienstkreuzes verliehen. Im Jahre 
1869 nahm Vetter thätigen Antheil an der Be- 
kämpfung des Aufstandes in Süddalmatien und 
fand erneute Gelegenheit zu besonderer Auszeich- 
nung. Nach der infolge von Elementarhindernissen 



misslungenen Expedition nach Dragalj (19. und 
20. Oct. 1869) wurde Vetter mit seinem Regi- 
mente vorerst zur Beobachtung des insurgierlen 
Districtes in Risano zurückgelassen und machte 
erst die zweite Expedition nach Dragalj unter Com- 
mando des Oberst Jovanovic mit. Die Vorrückung 
begann 25. Oct. 1 869 um 10 Uhr früh und es bilde- 
ten zwei Bataillone von Erzherzog Albrecht-Infan- 
lerie mit vier Raketengeschützen und einer Genie- 
Gompagnie die Vorhut. Diese passierte das Defil£ 
von Knezlac unbeanstandet, erreichte um zwei 
Uhr nachmittags das Dorf Napoda bei Onirina, 
eine Stunde von Crkvice, wurde hier aber plötzlich 
von den rechtsseitigen Höhen her angegriffen und 
in einen Kampf verwickelt, welcher erst nach einer 
Stunde mit der Vertreibung des Feindes aus sei- 
ner Position endete. Auf dem Weiter marsche 
durch das DefilG von Han, dessen Ausgang die 
Insurgenten durch ihre Stellung auf den Bergen 
Zagvozdak und BraSjan beherrschten, musste der 
Feind erst durch mehr als zweistündiges Geschütz- 
feuer soweit erschüttert werden, dass dieProviant- 
colonne mit ihrer Bedeckung in die Ebene von 
Dragalj debouchieren konnte. Oberst Vetter führte 
den Gonvoi an der Spitze von zwei Bataillonen Erz- 
herzog Albrecht- Infanterie, einer Gompagnie von 
Maroiöiö- Infanterie und zwei Raketengeschützen 
glücklich in das Fort, wo er von der Besatzung mit 
Jubel empfangen wurde. Um den Marsch über die 
Ebene von Dragalj zu sichern, ließ Oberst Jova- 
noviö an der Brücke über den Dversno-Bach zu- 
nächst des Defileausganges bei Han zwei Ge- 
schütze auffahren, welche die Höhen von BraÖjan 
von den Insurgenten säuberten. Bei dieser Gele- 
genheit wurde er von einer feindlichen Kugel am 
linken Fuße verwundet, aus dem Gefechte getra- 
gen und der Rückmarsch nach Risano nunmehr 
unter Gommando des Obersten Vetter angetreten. 
Bei Napoda, in derselben Gegend wie am vorigen 
Tage, wurde die Arrifcregarde von den Insurgen- 
ten angegriffen und hatte von Knezlac an wäh- 
rend ihres Herabschreitens über die Serpentinen 
nach Risano besonders viel zu leiden. Der Zweck 
der Expedition nach Dragalj war übrigens unge- 
achtet des schlechten Wetters und der bedeuten- 
den Verluste erreifcht; die Verproviantierung der 
beiden Posten Dragalj und Crkvice war gelungen 
und das Militärcommando von Dalmatien konnte 
die gesammte Kraft der unterstehenden Truppen 
fortan gegen die Aufständischen in der 2uppa ver- 
wenden. Auch den folgenden Operationen in der 
KrivoSije wohnte Vetter mit seinem Regimente bei 
und erhielt in Allerhöchster Anerkennung seiner 
hervorragend tapferen und sonst verdienstlichen 
Gesammtleistungen daselbst 11. Jan. 1870 den 



w)* 



20 



1838. 



Eisernen Kronen-Orden 3. Glasse. Am 26. Dec. 
1871 zum Comraandanten der 2. Infanterie-Bri- 
gade bei der 19. Infanterie- Truppen-Division er- 
nannt, kam Vetter 14. April 1873 in gleicher 
Eigenschaft zur 17. Infanterie- Truppen-Division, 
avancierte 1 . Mai d. J. zum Generalmajor, ward 
jedoch durch die Abnahme des Sehvermögens 
gezwungen, dem activen Dienst zu entsagen, trat 
1. Juni 1876 in den Ruhestand, wurde aus die- 
sem Anlasse in huldvoller Anerkennung seiner 
langjährigen, im Frieden und vor dem Feinde vor- 
züglich bewährten Dienstleistung durch die alier- 
gnädigste Verleihung des Ritterkreuzes des Leo- 
pold - Ordens ausgezeichnet. Er lebt zu Graz. 
Vetter war seit 1. Juli 1852 mit Julie, Tochter des 
Feldmarschall - Lieutenants Joseph Ritter von 
Malter vermählt. Nach ihrem Ableben heiratete 
er 18. Oct. 1871 Marie, die Tochter des Bana- 
ter Gutsbesitzers Paul Jagodics de Kernyetcsa. 
Der ersten Ehe entstammen vier Söhne (Gustav, 
Arthur, Rudolf und Guido) und eine Tochter 
(Maria) ; der zweiten Ehe eine Tochter (Melanie). 
Den Ursprung des Geschlechtes Vetter von der 
Lilie verlegt Johann Christian Hellbach in seinem 
„Adelslexikon" (Ilmenau 1826, gedruckt und ver- 
legt bei Bernhard Friedrich Voigt), 2. Bd., S. 642, 
nach Schlesien, wo es die im Fürstenthum Oppeln 
gelegene Herrschaft Mieslitz besaß. Es wurde im 
Jahre 1587 in die Landmannschaft in Steiermark 
aufgenommen, wo ihm damals Burg Feistritz, 
Tüffer^Thurnisch, ein Hof zu Pettau und ein 
Haus zu Graz angehörte und mehrere Sprossen 
im 16. und 17. Jahrhundert sehr ansehnliche 
Würden behaupteten. Den Grafenstand brachte 
Johann Balthasar Vetter von der Lilie in die Fami- 
lie, welchem am 1. Febr. 1653 vom Kaiser Fer- 
dinand III. nebst dieser Standeserhebung die 
Begünstigung zugestanden wurde, sich auch Frei- 
herrn zu Burg-Feistritz nennen und schreiben zu 
dürfen. 

Villani Christoph Freiherr von, Sohn eines 
Gutsbesitzers, geb. zu Rabin in Böhmen 20. Oct. 
1819, eingetr. 30. Oct. 1830, wurde als Cadet 
zu Theoder Graf Baillet von Latour-Inf. Nr. 28 
ausgemustert, 25. April 1847 Lieut. m. G. bei 
August Graf zu Leiningen -Westerb urg-Inf. Nr. 31, 
26. Oct. 1848 Lieut. h. G., 29. Mai 1849 Ober- 
lieut. und starb 16. Aug. 1849. 

Villani Karl (Drahotin Marie) Freiherr 
von, geb. zu Schüttenhofen in Böhmen 23. Jan. 
1818, ein Sohn des Maria Ignaz Ferdinand 
Freiherrn von Villani (geb. 1787, gest. 1855), er- 
hielt den ersten Unterricht durch Privatlehrerund 
kam später in die Normalschule der Piaristen in 
Budweis. Am 30. Oct. 1830 kam er zur mili- 



tärischen Ausbildung in die Wiener-Neustädter 
Militär-Akademie, aus welcher er als Fähnr. zu 
Joseph Friedrich Freih. v. Palombini-Inf. Nr. 36 
ausgemustert wurde. In diesem Regimente rückte 
er am 16. Juni 1842 zum Lieut. vor und 
garnisonierte mit demselben zuerst in Prag und 
Caslau, später in Galizien, wo bekanntlich im 
Jahre 1846 die Revolution ausgebrochen war, 
welche zu der von den Schutzmächten ver- 
einbarten Besitzergreifung des Freistaates Krakau 
durch Österreich führte. Abträgige Äußerungen 
Viilanis über die Rechtmäßigkeit dieses Kampfes 
der Regierung gegen die nationale Erhebung 
sollen — wie dies auch Dr. Constant v. Wurz- 
bach in seinem „Biographischen Lexikon des 
Kaisertums Österreich", 50. Th., S. 30 1 , an- 
deutet — den österreichischen Officier in arge 
Gollisionen mit seinen Vorgesetzten gebracht und 
seine Stellung im Regimente erschüttert haben ; 
er trat am 30. April 1847 in den Ruhestand, 
verließ aber bald darauf vollständig die Reihen 
der kaiserlichen Armee. Aber schon ein Jahr vor- 
her hatte er sich mit Mathilde, einer Tochter des 
ersten Zuckerindustriellen Herz in Böhmen, ver- 
ehelicht und das Gut Stfiikov bei Beneschau er- 
worben, wo er sich nunmehr ausschließlich dem 
rationellen Betriebe der Landwirtschaft widmete. 
Auch wurde er bald darauf in den böhmischen 
Landtag gewählt, in welchem er zu der damaligen 
Opposition gehörte. Als im Jahre 1848 auch in 
Österreich die Revolution ausbrach, schloss er 
sich mit dem ganzen Feuereifer eines dem bis- 
herigen Regime abholden Fortschrittmannes der 
nationalen Bewegung seines engeren Vaterlandes 
an und sah sich bald zum Commandanten der in 
Prag unter den Namen „Svornost" gebildeten 
Bürgerwehr gewählt. Als nach der denkwürdigen 
Pfingstwoche die Bewegung in Prag, die einen 
gewaltsamen Charakter angenommen hatte, ihrem 
Erlöschen entgegengieng, ward Villani gefänglich 
eingezogen, aber nach achtwöchentlicher Unter- 
suchungshaft, da er keiner Schuld überwiesen 
werden konnte, vornehmlich auf Einschreiten des 
österreichischen Reichstages wieder entlassen. 
Im Jahre 1850 wurde er in den Prager Gemeinde- 
rath, im Jahre 1865 zum Bürgermeister von 
Beneschau berufen und er blieb es bis zum Jahre 
1870. Inzwischen wählten ihn im Jahre 1867 
die Landgemeinden für Beneschau, VlaSim und 
Neveklov zum Abgeordneten in den böhmischen 
Landtag, in welchem er die bekannte Declaration 
mit unterschrieb. Von der Zeit an, in welcher er 
aus den Reihen der kaiserlichen Armee trat, 
machte er auch große Reisen durch ganz Europa, 
und 1867 befand er sich unter den öechischen 



1838. 



21 



Pilgern, welche die ethnographische Ausstellung 
in Moskau besuchten und Russland für die 
Selbständigkeitszwecke Böhmens zu gewinnen 
trachteten. Als nationaler Dichter hat sich 
Villani einen guten Namen erworben. Schon im 
Jahre 1836 halte er sich in kleineren Poesien 
versucht, welche in den schöngeistigen Blättern 
„ Kvety* und , Vöela* erschienen. Im Jahre 1844 
erschien von ihm ein Band Gedichte im Drucke 
unter dem Titel: *Lyra a mec* (Prag 1844 bei 
Jaroslav PospfSil); dann im Jahre 1846 in Prag 
dessen gesammelte Schriften (Vojenskt zpSvy, 
Lipy Icvit, DeJclamace, Srnir, Dopisy z Prahy), 
-welche im Jahre 1862 eine zweite Auflage er- 
lebten. Im Jahre 1850 gab er auf seine Unkosten 
die von Maty ausgeführte cechische Übersetzung 
der Geschichte der französischen Revolution von 
Mignet heraus. Im Jahre 1851 erschien aber sein 
Gedicht „Ulehöeni" (Erleichterung), mit gegen- 
überstehender deutscher Übersetzung und Piano- 
begleitung von Joseph August Heller. Im Jahre 
1855 unternahm er die Ausführung eines sprach- 
lichen Kunststückes; anlässlich einer Debatte über 
die Reichhaltigkeit der dechischen Sprache schrieb 
er nämlich in acht Tagen ein didaktisches Ge- 
dicht in 15 Gesängen — einer derselben wurde 
in der Zeitschrift „Lutnfr" abgedruckt — jedes 
Gedicht zählte 20 Strophen, jede Strophe sechs 
Zeilen und das ganze Gedicht 1800 Verse, 
in welchen sich nur Reime auf änl, enl 
und ost finden. Im Beginn seines literarischen 
Auftretens begegnen wir auch seinen deutschen 
Arbeiten in der Zeitschrift von Glaser: „Ost und 
West 11 . Später erschienen seine nationalen Dich- 
tungen öfter im „Lumir". Als beste Leistung 
seiner Muse wird das Lustspiel „§tedry veöer", 
das ist: der Christabend (Prag 1869) bezeichnet. 
Ungedruckt befinden sich unter seinen Papieren 
zahlreiche lyrische Gedichte und Balladen in 
böhmischer Sprache. Mehrere seiner vaterländi- 
schen Lieder wurden von den besseren Lieder- 
componisten Böhmens, von Alois Jelen, Fr. Pivo- 
da, J. Soukup und J. A. Heller in Musik gesetzt 
Noch sei bemerkt, dass Villani — wie man 
wissen will, aus Anlass eines in den Volksmund 
übergegangenen und bis nach Serbien gedrungenen 
Liedes — als Organisator der serbischen Truppen 
nach Serbien berufen worden sei, welche Stelle 
er aber nach Vertreibung des Fürstenhauses 
Obrenovi6 niedergelegt habe. Villani ist am 
24. März 1883 auf Schioss Stfizkov in Böhmen 
gestorben und hat aus seiner Ehe mit Mathilde, 
geb. Herz, drei Söhne und drei Töchter hinter- 
lassen. Zur Genealogie der böhmischen Frei- 
herren von Villani, welche sich auch Villani de 



Pillonico schreiben, sei hier bemerkt, dass diese 
Familie nach Johann Christian v. Hellbachs 
„Adelsleatikon" (Ilmenau 1826, gedruckt und 
verlegt bei Bernhard Friedrich Voigt), 2. Bd., 
S. 645, und nach den weiteren Quellen Baibin, 
Tabul.Bohem. gen. Spangenbergs Adelssp, IL Th. 
218. Gauhe, I. Th. 1963. Zedier, 48. Bd. 1363, 
aus Italien stammt und ihre Abstammung von 
Ugolin Villani de Pillonico ableitet, der im Jahre 
1181 Bürgermeister zu Perugia war. Als erster 
Stammvater der heutigen Freiherren von Villani 
in Böhmen, von welchem der genealogische 
Nachweis ohne Unterbrechung bis auf die Gegen- 
, wart geführt werden kann, erscheint Karl Hyacinth 
Villani von Pillonico, der Sohn Aureis, aus dessen 
Ehe mit Maria Euphrosyne , geborene Cantuzzi. 
Karl Hyacinth (geb. 1610, gest. 1656) tratl634 
in die kaiserliche Armee, in welcher er sich zum 
Obersten eines Regiments zu Fuß und zum 
kaiserlichen Rathe emporschwang. Schon am 
27. Febr. 1642 erhielt er als Ritter das Incolat 
der böhmischen Krone, mit Diplom vom 10. Jan. 
1649 aber wurde er in den böhmischen Frei- 
herrenstand erhoben. Er hatte sich zweimal ver- 
heiratet. Seine erste Gattin Maria Katharina de 
Noille (gest. 1649) war aus den Niederlanden 
gebürtig, seine zweite, Dorothea Francisca, ver- 
witwete Freiin Malovec, eine geborene Belvicov 
von Nostiz. Er besaß in Böhmen die Güter Libi- 
chov, Sukorady und Teyn an der Elbe. 

Wolfram Johann Wilhelm, geb. zu Czerno- 
witz 23. Oct. 1818, kam 26. Oct. 1830 in die 
Akademie und wurde wegen physischer Nicht- 
eignung für den Kriegsdienst 17. Jan. 1837 aus 
der Militärerziehung entlassen. Sein Lebenslauf 
konnte nicht weiter verfolgt werden. 

Zerbs Anton, Sohn eines Lieutenants, geb. 
zu Petrinja in der Militärgrenze 8. Jan. 1819, 
eingetr. 23. Oct. 1830, wurde als Fähnr. zum 
2. Banal-Grenz-Inf.-Reg. Nr. 1 1 ausgemustert, in 
welchem er 1. April 1844 zum Lieut. h. G., 
30. März 1848 zum Oberlieut., 16. Nov. d. J. 
zum Capitänlieut, 21. Juni 1849 zum Hauptm. 
1. Cl. vorrückte, an den Feldzügen 1848 in 
Italien und 1849 in Ungarn Antheil nahm und 
sich für seine Verdienste vor dem Feinde die 
Allerhöchste Zufriedenheit und das Militär- Ver- 
dienstkreuz erwarb. Am 1. Nov. 1850 wurde 
Zerbs beim Otocaner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 2 einge- 
theilt und 1. Aug. 1858 zeitlich pens., kam 
13. Jan. 1861 als Militär- Attache" zum General- 
Consulate nach Sarajevo, 1. Aug. 1861 aber in 
den zeitlichen Ruhestand wieder zurück. Am 
22. Jan. 1862 traf ihn die Ernennung zum 
Archivar beim Generalstabe, später, bei gleich- 



1838. 



zeitiger Übersetzung in den Arnieestand, die Be- 
rufung zum provisorischen Vorstand der 1. Ab- 
theilung der III. (Intendanz-) Section im tech- 
nischen und administrativen Militär- Comite\ auf 
welchem Dienstposten er bis 3. Oct. 1871 ver- 



blieb. Am' 1. Febr. 1877 tratZerbs, seither beim 
Generalcommando in Agram zugetheilt, in den 
Ruhestand, legte kurz darauf die Officiers -Charge 
ab und lebt als Militärpensionist zu Prag. 



1838. 

8. September. 
Zweite Ausmusterung (7. Glasse). 



Andrievic von Knespolie Joseph, geb. zu 

Sikirevci in der Militärgrenze 9. Mai 1819, ein- 
getr. 18. Oct. 1831, wurde als k. k. Gadet zu 
Wilhelm 1. König der Niederlande-Inf. Nr. 26 
ausgemustert, 10. Oct. 1841 Lieut. m. G. t 1. Jan. 
1846 Lieut. h. G., 7. Jan. 1849 Oberlieut., 
l.Dec. 1850Hauptm. 2. Gl., 12. Juli 1853 
Hauptm. 1. Gl., 29. Juni 1859 Major, 31. Dec. 
1861 zumDeutsch-BanaterGrenz-Inf.-Reg. Nr. 12 
übersetzt und starb 3. Juli 1864. 

Axster Karl Edler von, geb. zu Krumau in 
Böhmen 4. Jan. 1820, eingetr. 18. Oct. 1831, 
wurde als Fähnr. zu Erzh. Albrecht-Inf. Nr. 4i 
ausgemustert, rückte 1. April 1842 zum Lieut. 
h. G. vor und quitt. 15. April 1847 den Militär- 
dienst ohne Beibehalt des Officiers-Charakters. 

Ballarini Johann Karl Edler von, geb. zu 
Szent-Gothärd in Ungarn 14. Nov. 1819, ein- 
getr. 30. März 1832, wurde 8. Sept. 1838 als 
Fähnr. ausgemustert und nach Hörung des höheren 
Gurses 2. Sept. 1839 als Lieut. h. G. beim Pion- 
nier-Gorps eingetheilt, 23. Mai 1843 Oberlieut., 
1. Mai 1848 Gapitänlieut. beim 24. Jäger-Bat., 
21. Sept. d. J. Hauptm., 16. April 1857 Major 
beim 18. Jäger-Bat., 1. Juli 1859 zum 2. Jäger- 
Bat. transf., 21. No/. 1859 Oberstlieut. und ist 
23. Jan. 1861 zu Wien gestorben. Er hatte alle 
feindlichen Gelegenheiten seines betreffenden 
Stammkörpers in seiner jeweiligen Eintheilung 
mitgemacht. 

Bartha von Dalnokfalva Ladislaus, geb. zu 

Keszthely in Ungarn 3. Juni 1819, eingetr. 1 1 . Oct. 
1831, wurde als Fähnr. zu Erzh. Karl Ferdinand- 
Inf. Nr. 51 ausgemustert, am 18. Oct. 1843 zum 
Lieut. h. G., 15. Aug. 1849 zum Oberlieut., 
1. Dec. 1850 zum Hauptm. 2. GL, 4. Aug. 1853 
zum Hauptm. 1. Gl., am 11. Febr. 1865 zum 
Major befördert und hat in seinem Regimente den 
Feldzug 1848 und 1849 in Siebenbürgen, sowie 
1859 in Italien mitgemacht. Im Feldzuge 1866 
war Bartha mit dem Regimente in der Brigade 
des Oberst Pöckh im 4. Corps eingetheilt und 
hatte an allen Affairen desselben, namentlich an 



dem Gefechte bei Schweinschädel am 29. Juni, 
sowie an der Schlacht bei Königgrätz am 3. Juli 
rühmlichen Antheil genommen. In letzterer, bei 
dem ebenso mörderischen als zwecklosen Kampf«? 
um den Swiep-Wald, war das Inf. -Reg. Erzh. Karl 
Ferdinand Nr. 51 im ersten Treffen der Brigade 
eingetheilt, welches von der Südseite unter Hurrah- 
und Eljenrufen und unter klingendem Spiele sich 
in den Wald geworfen hatte und nach Zurück- 
drängung des Gegners tlieils auf Benatek und 
SowÖtic, theils auch in die Südwestecke des Wal- 
des, mit den vordersten Bataillonen bis an den 
Westrand desselben vorgedrungen war, als die 
Brigade, bevor noch Oberst Pöckh seine unwill- 
kürlich auseinander gekommenen Truppen zu 
sammeln und neu zu ordnen vermochte, durch 
einen ebenso überraschenden als heftigen An- 
griff der von Norden her eingedrungenen, weit 
überlegenen feindlichen Golonnen in Flanke und 
Rücken gefasst, gezwungen wurde, sich unter 
furchtbaren Verlusten einen Ausweg aus dem 
Walde zu bahnen. Das erste Treffen war beinahe 
aufgerieben. Es würde zu weit führen, hier die 
Details dieser blutigen Kämpfe, welche in dem 
officiellen Generalstabswerk„Österra>As Kämpfe 
im Jahre 1866" (Wien 1868), 3. Bd., volle 
Würdigung gefunden haben, eingehend zu schil- 
dern, es genüge hervorzuheben, dass das Regi- 
ment Erzherzog Karl Ferdinand in der Schlacht 
bei Königgrätz einen Gesammtverlust von 490ffi- 
cieren und 1520 Mann erlitten hatte. Sämmtliche 
Stabsofficiere, Adjutanten und Berittene waren dem 
Unternehmen auf den Swiep-Wald zum Opfer ge- 
fallen, mit alleiniger Ausnahme des Majors Bartha, 
welchem es nun beschieden blieb, die Trümmer 
des Regiments zu sammeln und zurückzuführen, 
was ihm auch ungeachtet der herrschenden Ver- 
wirrung unter dem Schutze der, auf der Höhe von 
MaslowSd aufgestellten österreichischen Batterien 
gelang. Als das 4. Gorps um die Mittagsstünde den 
Befehl erhalten hatte, zur Besetzung der Höhen 
zwischen Ghlum, Nedöliät und Sendraäic zurück- 
zugehen, führte Bartha die Reste des Regiments 



1838. 



23 



in die angewiesene Stellung zwischen Chlum und 
Schanze III auf der Höhe nördlich Swöty und 
bewegte sich bei dem allgemr inen Rückzuge am 
späten Abend gleichzeitig mit der Arrieregarde- 
Brigade Erzherzog Joseph bis zum Ziegelschlage 
in bester Ordnung zurück, um den Elbeübergang 
bei Placka zu gewinnen. Im weiteren Verlaufe 
des Rückzuges wurde das Regiment bei dem 
ersten Elbearm durch eigene Fuhrwerke zer- 
sprengt und die auf der Brücke befindliche Ab- 
theilung in den Fluss gedrängt; einzelne Theile 
marschierten dann durch die Festung, andere 
seitwärts derselben auf Neu-Koniggrätz, wo es 
den unermüdlichen Bemühungen Barthas gelang, 
sein Regiment wieder zu sammeln und am 6. Juli 
inLandskron mit der Brigade zu vereinigen. Für die 
»verdienstlichen Leistungen* im Feldzuge 1866 
erhielt Barlha mit Allerhöchster Entschließung 
vom 3. Oct. 1866 die Allerhöchste belobende An- 
erkennung und infolge dessen die im Jahre 1 890 
neu gestiftete Militär-Verdienst-Medaille am Bande 
des Militär- Verdienstkreuzes; . für hervorragende 
Tapferkeit* in diesem Feldzuge aber mit Aller- 
höchster Entschließung vom 31. Dec. 1866 das 
Militär- Verdienstkreuz. Am 23. April 1869 kam 
Bartha als Oberstlieut. zu Anton Freih. v. Molli- 
nary-Inf.Nr.38 und am 26. Dec. 1871 als Reserve- 
Commandanl zu Joseph Freih. v. Habermann-Inf. 
Nr. 39, wo er am 1. Nov. 1874 zum Obersten 
vorrückte. Am 1. Dec. 1875 trat er nach dem 
Superarbitrierungsergebnisse als ganz invalid 
in den bleibenden Ruhestand und lebt seither in 
Wien. Am 29. Juli 1889 wurde Bartha von 
Seiner Majestät dem Kaiser in den Adelstand 
mit dem Prädicate „von Dalnokfalva* erhoben. 

Bleul Edler von Westerland Gottfried, geb. 

zu Jaroslau in Galizien 15. Dec. 1819, eingetr. 
20. Oct. 1832, wurde als Fähnr. zum Deutsch- 
Banater Grenz-Inf.-Reg. Nr. 12 ausgemustert, 
Ende Juli 1842 als Lieut. pens. und starb 30. Sept. 
1852 zu Tyrnau hi Ungarn. 

B08S0W8ki Januar von, geb. zu Bulowice 
in Galizien 4. Febr. 1820, eingetr. 3. Nov. 1831, 
wurde 8. Sept. 1838 als Fähnr. ausgemustert 
und nach Hörung des höheren Gurses 2. Sept. 
1839 als Lieut. m. G. zu Andreas Freih. v. 
Märiässy-Inf. Nr. 37 eingetheilt, avancierte da- 
selbst zum Lieut. h. G. und starb im Jahre 1844. 

Catty Johann, geb. zu Zistersdorf in Nieder- 
österreich 12. Oct. 1819, eingetr. 29. Oct. 1831, 
wurde als Fähnr. zu Hoch- und Deutschmeister- 
Inf. Nr. 4 ausgemustert, im Jahre 1842 zum 
Lieut. h. G., 1848 zum Oberlieut., 1850 zum 
Hauptm. befördert und hat an allen feindlichen 
Gelegenheilen seines Regimentes in der Kriegs- 



epoche 1848 und 1849 theiigenommen. Noch im 
Jahre 1850 zu Gustav Wocher-Inf. Nr. 25 transf., 
starb Catty zu Legnago 17. Sepl. 1853. 

Chrzoszezewski Theophil von, geb. zu Zlo- 
zeniecl5. Dec. 1821, eingetr. 14. Oct. 1831 und 
starb 1. Oct. 1838 in der Akademie. 

Czillich Eugen von, geb. zu Wien 20. Aug. 
1821, eingetr. 25. Oct. 1831, wurde als Fähnr. 
zu Erzh. Rainer-Inf. Nr. 1 1 ausgemustert, 1 . Nov. 
1838 Lieut. bei Ludwig I. König von Bayern- 
Drag. Nr. 2, 29. Dec. 1843 Oberlieut., 15. Der. 
1847Sec.-Rittm. bei Karl Freih. v. Kress-Ghevaux- 
leg. Nr. 7 (gegenwärtig Alexander IL Kaiser von 
Russland - Uhlanen Nr. 11) und starb 16. Dec. 
1818 zu Stuhlweißenburg in Ungarn. 

Dobay von Dobö Joseph, geb. zu Bürkös in 
Siebenbürgen 16. April 1820, eingetr. 19. Oct. 
1831, wurde als Fähnr. zum 2. Szedier Grenz- 
Inf.-Reg. Nr. 15 ausgemustert, 1. Juli 1841 zum 
Lieut. h. G., 16. Juni 1848 zum Oberlieut., 
2. Oct. d. J. zum Gapitänlieut. befördert, trat 
1. Nov. 1848 in die Reihen der ungarischen 
Insurrections Armee mit der Eintheüung als 
Hauptmann beim Honväd-Bataillon Nr. 32 und 
avancierte hier bis zum Obersten. Mit der Aller- 
höchsten Entschließung vom 18. April 1869 
wurde Dobay zum Obersten in der königl. ungari- 
schen Landwehr und Gommandanten des IV. Land- 
wehr-Districtes zu Pressburg ernannt und erhielt 
für die erworbenen besonderen Verdienste um 
die Ausbildung der Haupt- und Districts-Lehr- 
abtheilung mit Allerhöchster Entschließung vom 
15. Jan. 1870 die Allerhöchste belobende An- 
erkennung, welche ihn zum Tragen der im Jahre 
1890 neu gestifteten Militär- Verdienst-Medaille 
berechtigt. Ebenso wurde er für seine hervor- 
ragenden Verdienste um die Organisierung und 
Ausbildung der königl. ungarischen Landwehr- 
truppen mit Allerhöchstem Handschreiben vom 
30. Oct. 1871 mit dem Ritterkreuze des Leopold- 
Ordens decoriert. Mit 1. Mai 1875 erfolgte seine 
Beförderung zum Generalmajor, mit 1. Mai 
1880 zum Feldmarschall-Lieutenant. Am l.Nov. 
1885 trat Dobay in den Ruhestand und erhielt 
bei diesem Anlasse in huldvoller Anerkennung 
seiner langjährigen guten Dienstleistung aber- 
mals den Ausdruck der Allerhöchsten Zufrieden- 
heit. Er lebt zu Pötermezö in Ungarn. 

Driquet Edler von Ehrenbruck Johann, geb. 

zu Prag 9. März 1820, eingetr. 24. Oct. 1831, 
wurde als Fähnr. zu Ferdinand Graf v. Ceccopieri- 
Inf. Nr. 23 ausgemustert, avancierte 16. April 
1844 zum Lieut. h. G. und quitt. 31. Juli 1845 
den Militärdienst ohne Beibehalt des Üfficiers- 
Gharakters. 



24 



1838. 



Du Hamel de Querlonde Einanuel Chevalier, 
geb. zu Wien 6. Febr. 1820, eingetr. 24. Oct 
1831, wurde bei der Ausmusterung als Fähnr.bei 
Maximilian Freih. v. Wimpflen-Inf. Nr. 13 einge- 
teilt, 1. April 1840 zuErzh.KarMnf.Nr.3transf., 
14. Jan. 1843 zum Lieut. h. G., 11. April 1848 
zum Oberlieut befördert. Seit l.Mai 1844 bei der 
Militär-Mappierung in Ungarn, seit 10. Aug. 1845 
beim GQMSt mit ausgezeichnetem Erfolge verwen- 
det, kam er 1. Juli 1847 definitiv ins Corps und 
rückte daselbst 31. Juli 1848 zura Hauptm. vor. 
Anfangs 1848 war Du Hamel im Corps-Haupt- 
quartier des Feldzeugm. Grafen Nugent, hat das 
Gefecht bei Friedau und Groß-Sonntag (2. Nov.) 
mitgemacht und mit Allerhöchster Entschließung 
vom 23. April 1850 für sein ausgezeichnetes 
Benehmen in diesem Gefechte das Militär- Ver- 
dienstkreuz erhalten. Später stand er beim Ge- 
neralmajor Maierhofer, dann bei der Brigade 
Hallavanya und Draskovid in Verwendung und 
nahm an der Einnahme von Neusalz am 1 1. und 

12. Juni 1849 theil. Am 5. März 1851 ward 
Du Hamel mit dem Ritterkreuze des königl. 
schwed. Schwert- Ordens decoriert, avancierte 

1. Nov. 1856 zum Major, 9. Mai 1859 zum 
Oberstlieut., wurde 12. Febr. 1860 zu Siegmund 
Freih. v. ReischachJnf. Nr. 21, 11. Oct. 1864 
zu Friedrich Franz Großherzog von Mecklenburg- 
Schwerin-Inf. Nr. 57 transf., 9. Nov. 1862 k. k. 
Kämmerer, 18. Dec. 1864 Militär- Attache' bei 
der k. k. Botschaft inParis, 29. März 1866 Oberst, 

13. Nov. d. J. zum Generalstabe, 17. Dec. d. J. als 
Regiments-Commandantzu Franz Graf v. Kheven- 
hüller-Inf. Nr. 35, 19. Febr. 1867 aber zu Leo- 
poldll. Großherzog vonToscana-Inf. Nr. 71 trans- 
feriert. Am 28. Dec. 1871 zumCommandantender 

2. Infanterie-Brigade bei der 12. Infanterie-Trup 
pen- Division ernannt, wurde Du Hamel 1. Nov. 
1872 Generalmajor auf diesem Dienstposten, 
am 29. Oct. 1873 in gleicher Eigenschaft zur 
68. Infanterie -Brigade übersetzt und 1. Nov. 
1874 pensioniert. Du Hamel starb im Jahre 1880 
zu Graz. 

Ecke Edler von Rosenstern Friedrich, geb. 

zu Wien 28. Mai 1819, eingetr. 24. Oct. 1831, 
wurde 8. Sept. 1838 als Fähnr. ausgemustert 
und nach Absolvierung des höheren Curses 
2. Sept 1839 als Lieut. h. G. zu Herzog Wil- 
helm von Nassau Inf. Nr. 29 eingetheilt und 
starb als solcher im Jahre 1841. 

Eder von Eichenheim Constantin, geb. zu Alt- 

Bunzlau in Böhmen 1 1 . Aug. 1819, eingetr. 20.0ct. 

1831 und starb 25. Jan. 1833 in der Akademie. 

Esch Adolf, geb. zu Szegedin in Ungarn 

2. Juni 1820, eingetr. ü. Nov. 1832, wurde als 



k. k. Cadet zu Joseph Freih. v. Koudelka-lnf. 
Nr. 40 ausgemustert, 1. Juni 1839 Lieut m. G. 
bei Kaiser Ferdinand-Inf. Nr. 1, 1. Nov. 1842 
Lieut.h. G., 1. Febr. 1845 zuFranz Graf v.Kheven- 
huller-Metsch-Inf. Nr. 35 transf., 26. Juni 1848 
Oberlieut, 16. Oct 1849 Hauptm. 2. Cl. und 
starb zu Prag 30. Sept. 1 850. 

Fantinato Angelo Giovanni Maria, geb. zu 
Venedig 2. Nov. 1819, kam 3. Oct. 1831 in 
die Akademie und trat 7. JuH 1832 aus der 
Militärerziehung. 

Forst huber Edler von Forstberg Wilhelm 

Karl, geb. zu Triest 15. Juni 1819, eingetr. 
14. Oct. 1831, wurde als Lieut. m. G. ausge- 
mustert und nach Hörung des höheren Curses 
2. Sept. 1839 als Lieut. h. G. bei Georg Freih. 
v. Rukavina-Inf. Nr. 61 eingetheilt, 1. Juli 1845 
Oberlieut, trat 27. Oct. 1848 in die Reihen der 
ungarischen Armee. Forsthuber war später Be- 
amter der königl. ungarischen Ostbahn in Pest. 

FrieSS Wilhelm Reichsfreiherr von, geb. 
zu Kettenhof bei Schwechat in Niederösterreich 
8. März 1822, eingetr. 1. Nov. 1831, wurde 
als Fähnr. zu Philipp Prinz von Hessen-Homburg- 
Inf. Nr. 19 ausgemustert, 10. April 1842 Lieut. 
h. G., am 4. Oct. 1813 Oberlieut. bei Erzh. 
ErnsMnf. Nr.48, 1. Juli 1844 zu Gustav Wocher- 
Inf. Nr. 25 transf., 19. Juli 1848 Capitänlieut. 
bei Constanlin Großfürst von Russland -Inf. 
Nr. 18, 10. Juni 18 49 Hauptmann. Friess machte 
die Feldzüge 1848 und 1849 in Italien mit und 
wurde für ausgezeichnete Dienstleistung vor dem 
Feinde mit dem Militär- Verdienstkreuze decoriert 
Er starb 4. Febr. 1851 zu Wien. 

Gerrich Joseph, geb. zu Polyän in Sieben- 
bürgen 7. Nov. 1819, eingetr. 19. Oct 1831, 
wurde 1. Jan. 1835 vorzeitig als Cadet zum 
2. Szedier Grenz-lnf.-Reg. Nr. 15 ausgemustert, 
1. Juni 1835 zu Johann August Freih. v. Turszky- 
Inf. Nr. 62 transf. und 30. April 18 46 mit 
Abschied entlassen. 

Goffin Edler von Gotthardtsburg Franz, geb. 

zu Kladrau in Böhmen 12. Nov. 1820, eingetr. 
24. Oct. 1831, wurde als Fähnr. zu Theodor Graf 
Baillet de Latour-Inf.Nr. 28 ausgemustert, 27. Mai 
1844 Lieut. h.G., 21. Juni 1848 Oberlieut, machte 
mit dem Regimente die Feldzüge 1848 und 1849 
in Italien mit und erhielt für sein Verhalten bei 
Yicenza das Militär- Verdienstkreuz. Am 22. Sept 
1849 wurde er Hauptm. 2. Cl., 24. Juni 1854 
Hauptm. 1. Gl., war im Feldzuge 1859 bei der 
Stabs- Infanterie im Hauptquartiere, rückte 14. Juni 
1866 zum Major im Regimente vor und wurde 
für seine hervorragenden Leistungen im Feld- 
zuge 1866 in Italien zufolge Allerhöchster Eni- 



1838. 



25 



Schließung vom 18. Juli 1866 durch die Verlei- 
hung des Eisernen Kronen -Ordens 3. Cl. ausge- 
zeichnet. Am 1. Dec. 1868 trat Goffin als Oberst- 
lieut. in den Ruhestand und starb 3. Juli 1869 
zu Präg. 

Gttrtz Wilhelm von, geb. zu Kowanitz in 
Böhmen 22. April 1820, eingetr. 21. Oct. 1831, 
wurde als Fähnr. zu Werner Freih. von Trapp- 
Inf. Nr. 25 ausgemustert, avancierte 16. Nov. 
1843 zum Lieut. h. G., 1. Juni 1848 zum Ober- 
hVut. und hat mit seinem Regimente im italieni- 
schen Feldzuge 1848 die Gefechte bei Visco 
17. April, bei Palmanuova 19. und 20. April, 
bei Cornuda 9. Mai, bei Vicenza 20. und 21. Mai, 
die Vorpostengefechte bei Verona 27. Juni und 
bei Ca de Capri 1 4. Juli, die Schlacht bei Sona 
und Somraacampagna 23. Juli, das Gefecht bei 
Salionze 24. Juli, die Schlacht bei Gustoza 

25. Juli, das Treffen bei Volta 27. Juli; im 
Jahre 1849 die Besatzung von Piacenza vom 
20. März bis zum Waffenstillstände, endlich die 
Blockade von Venedig vom 10. bis 25. Aug. mit- 
gemacht. Am 19. Nov. 1850 avancierte Görtz 
zum Hauptm. 2. CL, 1. April 1854 zum Hauptm. 
1. CL im Regimente, kam 1. Mai 1856 sls 
Riltm. 1. CL ins Adjutanten - Corps, wurde 
23. April 1859 zum Major im Corps befördert, 
nach Auflösung desselben 1. Jan. 1861 in die 
Rangsevidenz von Friedrich Franz Großherzog 
von Mecklenburg-Schwcrin-Inf. Nr. 57 eingetheilt 
und war während dieser Zeit, in den Jahren 1856 
bis 1859, als Conceptsofficier beim Armee- 
Commando in Italien, 1859 als Vorstand der 
1. Abtheilung beim Landes-Generalcommando in 
Verona, 1860 und 1861 als Corps-Adjutant beim 
5. Armeecorps und von da ab alsTruppen-Com- 
raando- Adjutant in Triest verwendet. Mit 1. Jan. 
1865 erfolgte seine Einröckung zur Truppen- 
dienstleistung beim Regimente mit gleichzeitiger 
Beförderung zum Oberstlieut., in welcher Eigen- 
schaft er im Feldzuge 1866 an der Kanonade bei 
Salney 30. Juni, an der Schlacht bei Königgrälz 
3. Juli und an dem Treffen bei Blumenau 22. Juli 
theilnahm und für hervorragende Leistungen in 
diesem Feldzuge durch die Verleihung des 
Militär- Verdienstkreuzes ausgezeichnet wurde. Am 

26. Juli 1866 wurde Görtz Oberst, 16. Febr. 
1867 Regiments-Commandant, 22. Jan. 1874 
Commandant der 2. Infanterie - Brigade bei der 
7. Infanterie-Truppen-Division in Triest, 1. Mai 
1874 Generalmajor, dann 1. Mai 1878 als Com- 
mandant der 14. Infanterie-Brigade dem General- 
commando in Graz zugetheill, auf welchem Dienst- 
posten er 1. Mai 1879 zum Feldmarschall-Lieut. 
avancierte und 3. Juni 1882 starb. Görlz war auch 



Ritter des kaiserl. russ. St. Annen-Ordens 2. CL, 
Comthur des königl. ital. Mauritius- und Lazarus- 
Ordens, des großherzogl. mecklenburgischen 
Haus-Ordens der wendischen Krone, endlich Be- 
sitzer des pers. Sonnen- und Löwen-Ordens 3.CL 
Er war mit Klara Freiin von Scherpon vermählt, 
aus welcher Ehe drei Söhne und drei Töchter 
entsprossen. 

Grodzicki Thomas von, geb. zu Malinöwka 
in Galizien 1. Nov. 1819, eingetr. 14. Oct. 1831, 
wurde als Fähnr. zu Ferdinand Freih. v.Fleischer- 
Inf. Nr. 35 ausgemustert, 16. Juli 1843 Lieut. 
h. G., 11. April 1848 Oberlieut., 8. Juli 1849 
Capitänlieut., 2. April 1853 zu Erzh. Stephan- 
Inf. Nr. 58 transf., 2. Juni d. J. Hauptm. 1. CL, 
13. Juli 1859 Major bei Erzh. Ludwig Viclorlnf. 
Nr. 65, 1. Febr. 1860 zu Heinrich Freih. v. 
Rossbach-Inf. Nr. 40 transf., 1. März 1867 
zeitlich pens., 26. Juli 1868 reactiviert und bei 
Friedrich Franz Großherzog von Mecklenburg- 
Schwerin-Inf. Nr. 57 eingetheilt, 28. Oct. 186S 
Oberstlieut. bei Wilhelm Prinz zu Schleswig- 
Holstein-Glücksburg-Inf. Nr. 80, 28. April 1869 
Reserve- Commandant in diesem Regimente und 
ist 22. April 1871 zu Karaionka Strumilowa in 
Galizien gestorben. Grodzicki hat im Jahre 1848 
die Belagerung und Einnahme von Wien, dann 
die Feldzuge 1849 in Ungarn und 1866 in 
Böhmen mitgemacht. 

Hagenvon Hagenburg August, geb. zu Triest 

22. Febr. 1820, eingetr. 22. März 1832, wurde 
8. Sept. 1838 zum Fähnr. ernannt und nach Ab- 
solvierung des höheren Curses 2. Sept. 1839 als 
Lieut. h. G. zum Inf.-Reg. Leopold Prinz beider 
Sicilien Nr. 22 eingetheilt. Er avancierte 23. April 

1845 zum Oberlieut., 1. März 1849 zum Capitän- 
lieut., 16. Aug. d. J. zum Hauptm. 1. Cl. und 
trat 15. Oct. 1855 in Pension. Am 1. April 1857 
kam Hagen als Rittmeister - Ökonomieofficier 
wieder in die active Dienstleistung, wurde 1 . April 
1861 zum 1. Gendarmerie-Reg. transf. und 
1. Oct. 1865 in den Ruhestand rückversetzt. Er 
starb 12. Febr. 1869 zu Wien. 

Herdliczka Wilhelm, geb. zu Pisek in Böh- 
men 22. Dec. 1819, eingetr. 17. Oct. 1832, 
wurde als Fähnr. zu Erzh. Stephan-Inf. Nr. 58 
ausgemustert, 1. Nov. 1838 zum 3. Jäger -Bat. 
transf., 16. Sept. 1842 Lieut. h. G., 11. Dec. 

1846 Oberlieut., 1. März 1849 Capitänlieut. und 
starb 29. Juni 1849 zu Kirchberg in Ober- 
österreich. 

JUptner Gustav, geb. zu Prag 7. Jan. 1821, 
eingetr. 1 3. Oct. 1 832, wurde als Fähnr. zu Leon- 
hard Graf von Rothkirch und Panthen-tnf. Nr. 1 2 
ausgemustert, 1. Jan. 1841 Lieut. h. G., 1. Sept. 



26 



1838. 



1847 Oberheut., 28. Aug. 1849 Hauptm. 2. Gl. 
und quitt. 31. März 1851 den Militärdienst ohne 
Beibehalt des Officiers- Charakters. Arn 25. Jan. 
1 853 trat Jüptner bei der Finanz-Landes-Direction 
in Ofen ein, wurde daselbst 16. Oct. 1854 Kanzlei- 
Assistent, 7. Oct. 1858 Kanzlei-Official, 19. Jan. 
1866 Amtsofficial beim Pester Hauptzollamte 
und rückte in dieser Charge zweimal in höhere 
Gehaltsclassen vor. Sein weiterer Lebenslauf 
konnte nicht ermittelt werden. 

Kipferling Joseph, geb. zu Wien 25. Mai 
1819, eingetr. 17. Oct. 1831, wurde alsFähnr. zu 
Franz Xaver von Richter-Inf. Nr. 14 ausgemustert, 
16. Oct. 1841 Lieut. h. G., 11. April 1848 
Oberlieut., 16. Oct. 1850 Hauptm. 2. Cl. und 
trat 17. Sept. 1853 aus dem Armeeverbande. 

Kirsch Edler von Kronfest Heinrich, geb. 

zu Kronstadt in Siebenbürgen 9. Nov. 1819, 
eingetr. 19. Oct. 1831, wurde bei der Ausmuste- 
rung als Fähnr. zu Theodor Freih. v. Wacquant- 
Geozelles-Inf. Nr. 62 eingetheilt, 16. April 1842 
Lieut. h. G., 30. März 1847 zu Joseph Freih. v. 
Koudelka-Inf. Nr. 40 transf., 21. März 1848 
Oberlieut., 1. Aug. 1849 Hauptm. 2. CL, U.Mai 
1851 Hauptm. 1. Cl., 1. Juni 1859 zu Franz Graf 
von Gyulai-Inf. Nr. 33 transf., 16. Mai 1862 
Major, 3. Juli 1866 Oberstlieut., 7. Mai 1867 zu 
Friedrich Wilhelm Großherzog von Mecklenburg- 
Strelitzlnf. Nr. 31 transf., 28. April 1869 
Reserve Commandant, 24. Nov. 1870 q. t. zu 
Erzh. Wilhelm Inf. Nr. 12 übersetzt, l.Mai 1871 
daselbst Oberst und 31. Oct. 1872 Regiments- 
Commandant, trat 1. Nov. 1874 in den Ruhe- 
stand und lebte seither in Pilsen, wo er im Jahre 
1889 starb. Kirsch hat die Feldzüge 1848, 1849, 
1859 und 1866 in Italien mitgemacht und war 
durch mehrere Jahre als Compagnie-Commandant 
und alö Professor der Reglements an der Genie- 
Akademie sehr erfolgreich verwendet. 

KneÜC Karl, geb. zu Si§(5ani in der Militär- 
grenze 27. Febr. 1820, eingetr. 5. Oct. 1831, 
wurde als Fahnr. zum Warasdiner Creuzer Grenz - 
Inf.-Reg. Nr. 5 ausgemustert, 1. Juli 1844 Lieut. 
h. G., 16. April 1818 Oberlieut., 16. Nov. d. J. 
Capitänlieut., 15. Juni 1849 Hauptm. 1. Cl., 
1. April 1859 Major beim Gradiscaner Grenz- 
Inf.-Reg. Nr. 8, 1. Febr. 1862 pens. und starb zu 
Belovar 18. April 1891. Er hat die Feldzüge 
1848, 1849 und 1859 in Italien mitgemacht. 

KniSCh Karl, geb. zu Wien 6. Aug. 1819, 
eingetr. 29. Oct. 1831, wurde als k. k. Cadet zu 
Philipp Prinz von Hessen - Homburg-Inf. Nr. 19 
ausgemustert, 16. Der. 1838 Lieut. bei Ferdinand 
Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha-HusarenNr.8. 
1. Miirz 1839 zu Alois Graf v. Mazzuchelli-Inf. 



Nr. 10 transf., 1. Oct. 1847 Oberlieut., 4. Juli 1849 
Hauptm. 2. Cl., 12. Aug. 1850 Hauptm. 1. CL, 
28. Mai 1859 Major, 1. Juli d. J. zum 4. ost- 
galizischen Frei willigen- Bat., 1. Oct. 1859 zu 
Friedrich Franz Großherzog von Mecklenburg- 
Schwerin-Inf. Nr. 57 transf., 29. Aug. 1866 
Oberstlieut., 19. Jan. 1868 pens., 23. April 1869 
reactiviert und bei Heinrich Freih. v. Handel-Inf. 
Nr. 10 eingetheilt, 1. Mai 1870 Reserve - Com- 
mandant bei Erzh. Siegmund-Inf. Nr. 45, 1. Nov. 
1870 Oberst, 23. April 1873 Regiments- Com- 
mandant bei Friedrich Freih. v.Kellner-Inf.Nr.41, 
trat 1. April 1874 in den Ruhestand und starb 
zu Mauer bei Wien 22. Sept. 1882. Knisch hat 
den Feldzug 1866 gegen Preußen mitgemacht 
und für seine hervorragenden Leistungen in dem- 
selben 3. Oct. 1866 die Allerhöchste belobende 
Anerkennung erhalten. 

Königsbrunn Siegmund Reichsfreiherr von, 
Sohn des 20. Sept. 1830 verstorbenen k. k. 
Kämmerers, mährisch - schlesischen Gubernial- 
rathes und ständischen Verordneten Ludwig 
Reichsfreiherrn von Königsbrunn, geb. zuDeutsch- 
Knönitz in Mähren 12. Juli 1822, eingetr. 
28. April 1832, wurde als Fähnr. zu Michael 
Freih. v. Mihalievits - Inf. Nr. 57 ausgemustert, 
14. Jan. 1844 Lieut. h. G., 11. April 1848 Ober- 
lieut., 27. Oct 1849 Hauptm. 2. Cl., 14. Aug. 
1853 Hauptm. 1. Cl., quitt. 31. März 1858 mit 
Beibehalt des Militär - Charakters und starb 
zwischen 1881 und 1885. Königsbrunn war 
seit 18. Mai 1853 k. k. Kämmerer, Comthurdes 
Deutschen Ordens zu Groft-Sonntag, Ordensspitler 
und Rathsgebietiger der Bailei Österreich. Er 
entstammt einem alten Adelsgeschlechte, welches 
am 3'. Mai 1642 die Erneuerung und Bestätigung 
des alten reichsritterlichen Adels, 10. Sept. 1685 
den erbländisch- österreichischen Ritterstand mit 
dem Geschlecht snamen „von Königsbrunn" und 
12. Aug. 1716 den Reichsfreiherrenstand er- 
worben hatte. 

Krippel Friedrich, geb. zu Salzburg 20. Jan. 
1820, eingetr. 23. Oct. 1831, wurde alsFähnr. 
zu Leopold Großherzog von Baden -Inf. Nr. 59 
ausgemustert, in welchem Regimente er 1 6. Febr. 
1813 zum Lieut. h. G. t 1. Juli 1848 zum Ober- 
lieut., 3. Sept. 1849 zum Hauptm. 2. CL, 20. Juli 
1851 zum Hauptm. 1. Cl. vorrückte und an dem 
Sommer-Feldzuge 1 849 in Ungarn Antheil nahm. 
In der Relation über das Gefecht hei Csorna 
(13. Juni 1849) wird der damalige Oberlieut. 
Krippel unter den Ausgezeichneten genannt und 
erhielt für sein tapferes Verhalten bei dieser 
Gelegenheit 21. April 1850 das Militär- Verdienst- 
kreuz. Am 16. Nov. 1851 zu Hannibal Friedrich 



1838. 



27 



Fürst von Thurn uad Taxis-Inf. Nr. 50 übersetzt, 
wurde Krippel 1 . April 1 866 Major und fand in 
der Schlacht bei Custoza den Tod auf dem Felde 
der Ehre (24. Juni 1866). Für seine in dieser 
Schlacht an den Tag gelegte Tapferkeit wurde 
demselben mit Allerhöchster Entschließung vom 
1 8. Juli 1 866 nachträglich der Orden der Eisernen 
Krone 3. Cl. zuerkannt. 

Lari$ch und Nimsdorf Joseph Ritter von, 
geb. zu Sternberg in Mähren 15. Oct. 1820, 
eingetr. 3. Nov. 1831, wurde bei der Ausmuste- 
rung als Fähnr. zu Herzog Wilhelm von Nassau- 
Inf. Nr. 29 eingetheilt, 7. Nov. 1841 Lieut. h.G., 
am 11. April 1848 OberlieuL, machtein den 
Feldzügen 1848 und 1849 in Italien insbesondere 
die Blockade und Belagerung von Venedig mit, 
rückte 2. Mai 1849 zum Hauptm. 2. GL, 
2 t. Dec. d. J. zum Hauptm. 1. Gl. vor, wurde 
am 30. Sept. 1852 zu Alexander III. Kaiser von 
Kussland - Inf. Nr. 61 transf., daselbst 11. Juni 
1859 zum Major befördert und nahm an den 
Feldzügen 1859 in Italien und 1866 gegen 
Preußen thätigen Antheil. Am 17. Juli 1866 
wurde Larisch Oberstlieut., am 23. April 1869 
Oberst und Reserve- Gommandant und am 1. Jan. 
1872 Gommandant des Inf.-Reg. Erzh. Joseph 
Nr. 37. Am 12. Oct. 1876 zum Gommandanten 
der 38. Infanterie-Brigade ernannt, erfolgte auf 
diesem Dienstposten am 1. Mai 1877 seine Be- 
förderung zum Generalmajor. Am 1. April 1881 
trat Larisch in den Ruhestand und wurde bei 
diesem Anlasse in Anerkennung seiner lang- 
jährigen, im Frieden und im Kriege vorzüglichen 
Dienstleistung, nebst der Verleihung des Feld- 
marschall-Lieutenants-Gharakters ad honores, mit 
dem Ritterkreuze des Leopold-Ordens decoriert, 
welcher Auszeichnung am 21. März 1882 die 
statutenmäßige Erhebung in den Ritterstand 
folgte. Larisch lebt zu Krems in Niederösterreich. 
Er besitzt seit 1873 den kaiserl. russ. St. Annen- 
Orden 2. Cl. und den pers. Sonnen- und Löwen- 
Orden 3. Classe. 

Lorenz Hartwig, geb. zu Neuhaus in Böhmen 
29. Jan. 1820, eingetr. 29. Oct. 1831, wurde 
als Fähnr. zu Alois Graf v. Mazzuchelli Inf. Nr. 10 
ausgemustert, 1. Nov. 1838 Lieut. m. G., 1. Nov. 
1841 Lieut. h. G., 1. Oct. 1847 Oberlieut. und 
quitt. 28. Febr. 1849 den Militärdienst ohne Bei- 
behalt des Officiers-Charakters. 

Maquic Robert, geb. zu Velika ÖreSnjevica 
im St. Georger Grenz-Regimentsbezirke 7. Juni 
1819, eingetr. 5. Oct. 1831, wurde als Fähnr. zu 
Erzh. Franz Karl-Inf. Nr. 52 ausgemustert, 1. Juni 
1845 Lieut. h. G., 1. Aug. 1848 Oberlieut., 
1 Juni 1849 Hauptm., 21. April 1859 Major im 



Szluiner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 4, 0. Mai 186G 
Oberstlieut., 26. Juni 1868 Gommandant des 
1. Banal-Grenz-Inf.-Reg. Nr. 10, 28. Oct. 1868 
Oberst und hat die Feldzüge 1848, 1849 und 
1859 in Italien mitgemacht. Am 1. Nov. 1872 
trat Maquiö in den Ruhestand, bei welchem An- 
lasse er in Anerkennung seiner langjährigen 
Dienste durch den Ausdruck der Allerhöchsten 
Zufriedenheit ausgezeichnet wurde. Er starb zu 
Agram 5: März 1889. 

Marstfvszky Edler von Marsova Ferdinand, 

geb. zu Wien 20. Juli 1819, eingetr. 16. Oct. 
1832, wurde bei der Ausmusterung als Fähnr. 
zu Alexander I. Kaiser von Russland - Inf. Nr. 2 
eingetheilt, 1. Mai 1848 Oberlieut., 20. Oct. d. J. 
Gapitänlieut., quitt. 27. Juli 1849 den Militär- 
dienst mit Beibehalt des Charakters und starb 
zu Graz 16. Jan. 1871. 

Mumb von MUhlheim Heinrich, geb. zu 
Padua 12. Sept. 1819, eingetr. 31. Oct. 1831, 
wurde als Fähnr. zu Erzh. Franz Karl-Inf. Nr. 52 
ausgemustert, wo er nach einer beinahe acht- 
jährigen Dienstleistung die Officiers-Charge quit- 
tierte. Am 18. Dec. 1847 trat Mumb freiwillig 
als Regimentscadet bei Heinrich Freih. v. Hess- 
Inf. Nr. 49 ein, wurde daselbst Lieut. m. G., 
1. Juni 1818 zu Karl Ludwig Herzog von Parma- 
Inf. Nr. 24 transf., 1. April 1849 Lieut. h. G., 
1. Juni 1851 Oberlieutenant. Am 8. Jan. 1854 
übertrat Mumb von Mühlheim als Commissär bei 
der venelianischen Polizei in Civil-Staatsdienste, 
wurde dann Intendant des kaiserlichen Palastes 
in Venedig und war später Saalkam rnerdiener 
Seiner Majestät des Kaisers. 

Part8Ch Vincenz, geb. zu Wien 2. März 
1820, eingetr. 15. Oct. 1831, wurde als Fähnr. 
zu Franz Adolf Freih. v. Prohaska-Inf. Nr. 7 aus- 
gemustert, 1. Aug. 1839 zu Maximilian Freih. v. 
Wimpffen-Inf. Nr. 13 transf., 21. Sept 1843 
Lieut. h. G., 22. Juli 1848 Oberlieut., 1. Juli 
1849 Hauptm. 2. Cl. und quitt. 15. Jan. 1851 
den Militärdienst ohne Beibehält des Officiers- 
Charakters. 

Pascotini Dominik, geh. zu Triest 13. Mai 
1819, eingetr. 21. Oct. 1831, wurde als Fähnr. 
zu Leopold Prinz beider Sicilien-Inf. Nr. 22 aus- 
gemustert, 1. Nov. 1838 Lieut. h. G. , 19. Mai 
1848 Oberlieut., 22. Nov. 1849 Hauptm. 2. CL, 
30. April 1852 Hauptm. 1. CL, 30. Sept. 1858 
pens., 29. Aug. 1859 reacliviert und bei Franz 
Graf v. Wimpffen-Inf. Nr. 22 eingetheilt, 1. Jan. 
1863 zuEugenGrafv.Haugwilz-Inf.Nr. 38 transf., 
6. Febr. 1864 Major bei Franz Graf v. Wimpffen- 
Inf. Nr. 22, 1. Mai 1867 pens., starb zu Pettau. 



28 



1838. 



Podoski Peter von, geb. zu Lubiczko in 
Galizien 12. Febr. 1820, eingetr. 13. Oct. 1831, 
wurde als Fähnr. zu Joseph von Benczur-Inf. 
Nr. 34 ausgemustert, 1. Febr. 1842 Lieut. h. G., 
IG. Juni 1848 Oberlieut. und trat 1. Oct. d. J. 
in die Reihen der ungarischen Armee. 

Priffaut Franz Ritter von, geb. zu Lukavec 
in Böhmen 3. Oct. 1819, eingetr. 3. Nov. 1831, 
wurde als Fähnr. zu Wenzel Graf Vetter von 
Lilienberg-Inf. Nr. 18 ausgemustert, 16. Juli 
1842 Lieut. h. G., 11. April 1848 Oberlieut., 
G. April 1850 Hauplm. 2. GL, 1. Febr. 1852 
Hauptm. 1. Gl. und quitt. 15. Juni 1853 den 
Militärdienst ohne Beibehalt des Officiers-Cha- 
rakters. 

Ringelsheim Joseph Freiherr von, geb. zu 
Salzburg 14. März 1820, eingetr. 30. Oct. 1831, 
wurde 8. Sept. 1838 zum Fähnr. ernannt und 
nach Hörung des höheren Curses 2. Sept. 1839 
als Lieut. m. G. zu Erzh. Wilhelm-Inf. Nr. 12 
eingetheilt, 1. Jan. 1841 Lieut. h. G., 27. Mai 
184G Oberlieutenant. Seit 11. Juni 1844 in der 
Militär-Zeichnungs-Kanzlei und seit 1. April 1846 
bei der Militär-Mappierung in Ungarn verwendet, 
kam Ringelsheim infolge seiner vielseitigen 
Brauchbarkeit 5. Mai 1847 definitiv zum GQMSt. 
und rückte daselbst 13. Juni 1848 zum Hauptm., 
8. Nov. 1849 zum Major, 12. April 1854 zum 
Oberstlieut., 21. Oct. 1857 zum Obersten vor. 
Im Feldzuge 1848 in Italien machte er als Gene- 
ralstabsofficier im Corps des Feldzeugm. Grafen 
Nugent den ersten und zweiten Angriff aufVicenza 
und im 1. Reserve-Corps das Gefecht bei Salionze 
24. Juli, dann 1849 die Schlacht von Novara 
und die Belagerung von Malghera, endlich in 
Ungarn als Generalstabs-Chef die Cernierung 
von Peterwardein mit. Am 24. Febr. 1857 mit 
dem Ritterkreuze 1 . Cl. des herzogl. parma'schen 
Constantin- St. Georgs-Ordens decoriert, war 
Ringelsheim im italienischen Feldzuge 1859 
Generalstabs-Chef des 5. Armeecorps (Stadion) 
und erhielt 2. Juni 1859 für sein Verhalten bei 
Montebello das Militär- Verdienstkreuz, 15. Aug. 
1859 aber für seine hervorragenden Leistungen 
in der Schlacht bei Solferino und den letztvor- 
hergegangenen Gefechten den Eisernen Kronen- 
Orden 2 Cl., nachdem ihm schon zuvor, 31. März 
1859 für seine während des Friedens erworbenen 
Verdienste das Ritterkreuz des Leopold-Ordens 
zutheil geworden war. Am 26. April 1865 wurde 
Ringelsheim Generalmajor, machte den Feldzug 
1866 gegen Preußen als Brigadier im 1. Armee- 
corps mit und erhielt für hervorragende und 
tapfere Dienstleistung in diesem Feldzuge 3. Oct. 
1866 die Kriegsdecoration zum Ritterkreuze des 



Leopold-Ordens, dann 1. Dec. 1866 das Cora- 
thurkreuz des königl. sächs. Albrecht-Ordens. An 
der Spitze dieser, von zwei deutsch-böhmischen 
Regimentern, Württemberg Nr. 73 und Hannover 
Nr. 42, gebildeten Brigade kämpfte er im Corps 
Glam-Gallas und erbrachte den Befähigungsnach- 
weis, dass er nicht bloß als Generalstäbler, sondern 
auch als Truppenführer seinen Mann zu stellen 
wisse. Seine Kaltblütigkeit im bleiernen Hagel- 
schauer der Zündnadelgewehre, seine unerschüt- 
terliche Ruhe, mit welcher er im ärgsten Feuer seine 
Dispositionen ertheilte, flössten seinen Vorgesetzten 
und Untergebenen Bewunderung ein. Am Morgen 
des Unglückstages von Königgrätz erhält Ringels- 
heim die Ordre Benedeks, seinBrigade-Commando 
an den Obersten Serenyi abzugeben und sich als 
Adlatus des Erzherzogs Ernst zum 3. Corps zu 
begeben. Dieses Corps hatte eine der schwierig- 
sten Stellungen, die Schlüsselposition um Lipa 
und Chlum zu halten. Es hat furchtbar gelitten 
und 191 Officiere, 6570 Todte und Verwundete 
vor Königgrätz allein auf dem Schlachtfelde 
gelassen. Mit dem ihm eigenen taktischen Scharf- 
blick erkannte sofort Ringelsheim die hohe Wich- 
tigkeit der Position von Chlum, befahl die Ver- 
rammlung der Ortseingänge und als nun durch 
Überrumplung Chlum genommen wurde, beor- 
dete Ringelsheim das Regiment Franz Karl Nr. 52 
augenblicklich zur Wiedereinnahme des verlore- 
nen Postens. Doch es war schon zu spät und die 
Furchtbarkeit der nun eingetretenen Katastrophe 
sofort ersehend, ritt der General zum Oberfeld- 
herrn, um ihm das Geschehene zu melden und 
ihn zu bestimmen, durch Heranziehung der 
Armeereserven das geschehene Unheil wieder 
gut zu machen, bis sich endlich der schwankende 
Generalissimus dazu entschied, wars leider aber- 
mals zu spät. Im Vereine mit Erzherzog Ernst 
bot Ringelsheim das Übermenschliche auf, die 
gelockerten taktischen Verbände des dritten Corps 
fest zusammenzuhalten und so geordnet, als nur 
die Möglichkeit es gestattete, dasselbe über die 
Elbe zurückzuführen. Nach dem Friedensschlüsse 
wurde Ringelsheim als Brigadier in Wien einge- 
theilt, übernahm 3. Juli 1869 das Commando 
der 2. Truppen-Division in Wien ; wurde 24. Oct. 
1869 Feldmarschall-Lieut. und 18. Sept. 1870 
Cornmandant der 16. Truppen-Division und Mili- 
tärcommandant in Hermannstadt. Auf diesem 
Dienstposten wurde er 9. April 1876 zum In- 
haber des Inf.-Reg. Nr. 30 ernannt, 13. Sept. 
d. J. in Anerkennung seiner vorzüglichen Dienst- 
leistung durch die Verleihung des Eisernen 
Kronen -Ordens 1. Cl., 26. Sept. d. J. durch 
Verleihung der Geheimen Rathswürde ausge- 



1838. 



29 



zeichnet, 19. Oct. 1878 als Commandierender 
General nach Brunn berufen und 1. Nov. d. J. 
zum Feldzeugm. befördert. Am 8. April 1883 
trat er freiwillig in den Ruhestand, da sein physi- 
scher Zustand ihm, dem gewissenhaftesten 
Pflichtmenschen, es nicht mehr möglich erschei- 
nen ließ, selbst alle die zahlreichen Agenden 
seines Berufes zu versehen und erhielt bei diesem 
Anlasse mit einem Allerhöchsten Handschreiben 
in Anerkennung seiner nahezu 50jährigen, im 
Kriege wie im Frieden stets ausgezeichneten 
und hervorragend pflichttreuen Dienstleistung 
„als ein sichtbares Merkmal der Allerhöchsten 
Anerkennung* das Großkreuz des Leopold-Ordens. 
Ringelsheim lebte seither zu Graz. Die letzte Zeit 
seines Lebens war sein Geist umnachtet — aus 
diesem Zustand erlöste ihn der Tod am 2. Juni 
1893. 

Salvini Joseph, Sohn eines Linienschiffs - 
Fähnrichs, geb. zu Venedig 20. Febr. 1820, ein- 
getr. 3. Oct. 1831, wurde 1. Aug. 1836 vor- 
zeitig als Cadet zu Erzh. Friedrich-Inf. Nr. IC 
ausgemustert und 20. Juli 1 840 mit Abschied 
entlassen. 

Schindler Georg Ritter von, geb. zu Prag 
1. Mai 1821, eingelr. 10. Febr. 1833, wurde 
als Fähnr. zu Theodor Graf Baillet de Latour-Inf. 
Nr. 28 ausgemustert, 7. Dec. 1843 Lieut. h. G., 

1. Juli 1848 Oberlieut., 22. Sept. 1849 Hauptm. 

2. Gl., 1. Juni 1854 Hauptm. 1. Cl. und trat 
28. Febr. 1862 aus dem Armeeverbande. 

Schmidegg de Sär-Ladäny (Thomas) Karl 

Graf, Sohn des verstorbenen k. k. Kämmerers 
Thomas Grafen Schmidegg de Sär-Ladany, aus 
dessen Ehe mit Josepha, geborenen Gräfin Quabeck 
war zu Pressburg 2. Nov. 1820 geb., kam 
4. Nov. 1831 in die Akademie und verließ die- 
selbe 6. Oct 1836, trat aber schon im folgenden 
Jahre als Cadet bei Karl Graf v. Civalart-Uhlanen 
Nr. 1 in Militärdienste, wurde im Jahre 1841 
Lieut bei Erzh. Ferdinand Karl d'Este-Husaren 
Nr. 3 und quitt. 31. Dec. 1842. Seither verwal- 
tete Schmidegg den ihm später zugefallenen 
väterlichen Besitz Nagy-Berki und starb zu Fünf- 
kirchen 8. Jan. 1890. Er entstammt einem alten 
Adelsgeschlechte, weiches im Jahre 1675 in der 
Person des Jeremias- Messerschmidt von Schmid- 
egg die Bestätigung des allen Adels, am 30. März 
1689 das ungarische Baronat und am 7. Febr. 
1738 den Grafenstand erworben hatte. 

Schwaiger Karl, geb. zu Jägerndorf in 
Schlesien 1. Sept. 1820, eingetr. 31. Oct. 1832, 
wurde 8. Sept. 1838 zum Fähnr. ernannt und 
nach Hörung des höheren Curses 2. Sept. 1839 
als Lieut. h. G. bei Kaiser-Inf. Nr. 1 eingetheilt, 



18. Juli 1846 Oberlieut., 7. März 1849 Capitän- 
lieut., 15. Dec. 1850 Hauptm. 1. Gl., 16. Nov. 
1851 zu Hannibal Friedrich Fürst von Thurn 
und Taxis-Inf. Nr. 50 transf., 7. Aug. 1854 
Major, 6. Jan. 1862 Oberstlieut., 25. Dec. d. J. 
Oberst, fand in der Schlacht bei Gustoza 
24. Juni 1866, bei der Erstürmung des Gehöftes 
Pasquali durch das Herz geschossen, den Helden- 
tod. Für die bei dieser Gelegenheit an den Tag 
gelegte hervorragende Tapferkeit wurde ihm nach- 
träglich mit Allerhöchster Entschließung vom 
18. Juli 1866 das Ritterkreuz des Leopold- 
Ordens zuerkannt. 

Schwarzel Benjamin, geb. zu Graz 24. Sept. 
1819, eingetr. 22. Oct. 1831, wurde 8. Sept. 
1 838 zum Fähnr. ernannt und nach Hörung des 
höheren Curses 2. Sept. 1839 als Lieut. h. G. 
bei Erzh. Ludwig-Inf. Nr. 8 eingetheilt, im Jahre 
1843 pens., lebt zu Iglau. 

Stumpf Balthasar, geb. zu Verona 3. Juni 
1819, eingetr. 22. Oct. 1831, wurde als Cadet 
zu Maximilian Freih. v. Wimpffen-Inf. Nr. 13 
ausgemustert, 25. Aug. 1848 Lieut. m. G., 
31. Oct. d. J. Lieut. h. G., 30. Sept. 1849 Ober- 
lieut. und quitt. 31. Juli 1858 den Dienst ohne 
Beibehalt des Officiers-Charakters. 

Testa Heinrich Freiherr von, Sohn des 
Feld- Kriegs- Concipisten Bartholomäus Freiherrn 
von Testa, geb. zu Peterwardein 9. April 1821, 
eingetr. 23. April 1833, wurde als Fähnr. zu 
Erzh. Leopold-Inf. Nr. 53 ausgemustert, 1. Nov. 
1838 Lieut., 20. Juni 1845 Oberlieut, 17. März 
1849 Capitänlieut., 3. Jan. 1850 Hauptm. 1 CL, 
30. April 1859 Major, 11. Juni 1866 Oberst- 
lieut., hat die Feldzüge 1848, 1849, 1859 und 
1866 mitgemacht und starb 3. Juli 1866, in der 
Schlacht bei Königgrätz von einer Kugel in das 
Haupt getroffen, den Heldentod. 

Tobias Edler vonHohendorf Siegmund, geb. 

zu Josefstadt in Böhmen 28. April 1821, eingetr. 
24. Oct. 1831, wurde 8. Sept. 1838 zum Fähnr. 
ernannt und nach Absolvierung des höherenCurses 
am 2. Sept 1839 als Lieut. m. G. zum 4. Jäger- 
Bat. eingetheilt, 16. April 1814 Lieut. h. G., 
1. Nov. 1847 Oberlieut. beim 10. Jäger-Bai., 
1. Juli 1848 Capitänlieut., 1. März 1849 Hauptm., 

1. Nov. 1850 zum 21.Jäger-Bat. transf., 21. April 
1859 Major beim 7. Jäger-Bat., 19. Febr. 1861 
Oberstlieut., 7. Mai 1864 zum 18. Jäger-Bat. 
transf., 31. Juli 1865 Oberst, 1. Oct. 1870 Bri- 
gadier bei der 23. Truppen -Division zu Weiß- 
kirchen und am 1. Mai 1871 Generalmajor auf 
diesem Dienstposten. Am 31. Oct. 1872 zur 

2. Infanterie -Brigade bei der 31. Infanterie- 
Truppen - Division und ein Jahr darauf zur 



30 



1838, 1839. 



1 . Infanterie-Brigade derselben Division übersetzt, 
war Tobias durch andauernde Krankheit ge- 
zwungen, der activen Dienstleistung zu entsagen, 
trat 1. Aug. 1876 in den Ruhestand, bei welchem 
Anlasse ihm in Anerkennung seiner langjährigen 
und pflichtgetreuen Dienste der Feldmarschall- 
Lfeutenants - Charakter ad honores und das 
Militär- Verdienstkreuz verliehen wurde. Er lebte 
seither in Graz, wo er 1. Febr. 1888 starb. Tobias 
machte die Feldzüge 1848, 1849, 1859 in Italien, 
1864 gegen Dänemark und 1866 gegen Preußen 
mit und gerieth im Gefechte bei Paleslro 3 1 . Mai 
1859 in feindliche Gefangenschaft, aus welcher 
er 10. Aug. d. J. rückkehrte. För seine hervor- 
ragenden Leistungen im Feldzuge 1866 gegen 
Preußen wurde ihm 6. Oct. 1867 das Ritter- 
kreuz des Leopold-Ordens zulheil. 

Topol'lC Karl, Sohn eines Lieutenants, geb. 
zu Sveti-Gjurgj in der Militärgrenze 9. Jan. 1820, 
eingetr. 5. Oct. 1831, wurde 31. Juli 1836 vor- 
zeitig als Regimentscadet zu Erzh. Leopold-Inf. 
Nr. 53 ausgemustert, 10. Juli 1844 Lieut m. G., 

1 . Juli 1 846 zum Warasdiner Greuzer Grenz-Inf.- 
lleg. Nr. 5 transf., 25. Febr. 1848 Lieut. h. G., 
25. Oct. d. J. Oberlieut., 26. Sept. 1849 Hauptm. 

2. Cl. und starb zu Mantua 20. März 1850. Er 
hat die Feldzüge 1848 und 1849 mitgemacht. 

Valmagini Franz von, geb. zu Triest 8. Juli 
1819, eingetr. 22. Oct. 1831, wurde als Fähnr. 
zu Menrad Freih. v. Geppert-Inf. Nr. 43 ausge- 
mustert und quitt. Ende Juni 1847. Am 16. Febr. 
1849 trat Valmagini als Fourier beim Pionnier- 
Corps wieder ein, wurde 11. April 1849 Gadet, 
16. Juli d. J. Lieut. m. G., 1. Dec. 1849 Lieut. 
h. G., 3. Juni 1854 Oberlieut., 29. Juni 1865 
Hauptm. 2. Gl. und 23. April 1869 Hauptm. 
1. Classe. Valmagini wurde am 14. Oct. 1857 
mit dem ottoman. Medschidte-Orden 4. GL, am 



1. Aug. 1873 mit dem kaiserl. russ. St. Annen- 
Orden 3. Gl. decorierl, trat am 1. Juni 1876 mit 
Majors-Gharakter in den Ruhestand und lebto 
seither zu Pettau in Steiermark, wo er am 13. Mai 
1877 starb. Er war seit 1. Jan. 1867 mit der 
Witwe Karoline Strnad vermählt, welcher Ehe* 
nebst zwei Töchtern ein Sohn, Franz Karl, ent- 
stammt. 

Vogtberg Karl Edler von, geb. zu Wien 
12. Febr. 1819, eingetr. 23. Oct. 1831, wurde 
als Fähnr. zu Erzh. Friedrich-Inf. Nr. 16 ausge- 
mustert und starb im Jahre 1847 als Lieut. h. G. 

Wallenweber Aldobrand, geb. zu Graz 
7. Mai 1819, eingetr. 22. Oct. 1831, wurde als 
k. k. Gadet zu Gustav Prinz von Wasa-Inf. Nr. 60 
ausgemustert, 16. März 1842 Lieut. m. G., 
1. Juli 1845 Lieut. h. G., 3. Oct. 1848 Ober- 
lieut., 1. Dec. 1850 Hauptm. 2. GL, 15. Nov. 
1851 Hauptm. 1. GL, 13. Mai 1859 Major bei 
Wilhelm Prinz-Regent von Preußen-Inf. Nr. 34, 
1. Febr. 1860 zu Ferdinand IV. Großherzog von 
Toscana-Inf. Nr. 66, 9. Dec. 1862 zu Erzh. Franz 
Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 32 transf., 11. Oct. 
1864 Oberstheut, bei Joseph Freih. v. Maroiöic- 
Inf. Nr. 7, 22. Juni 1866 Oberst, 8. Sept. d. J. 
zu Franz Graf v. Gyulai-Inf. Nr. 33 transf., com- 
mandierte das Regiment Maroiöiö-Inf. Nr. 7 im 
Feldzuge 1866 in Italien und erhielt 18. Juli 
1866 in Anerkennung hervorragend tapferer 
Leistungen in der Schlacht von Gustoza das 
Ritterkreuz des Leopold-Ordens. Wallenweber 
starb 8. Sept. 1870 zu Graz. 

Young Franz Freiherr von, geb. auf Schloss 
Obern theilneuburg bei Asch in Röhmen 28. Juni 
1819, eingetr. 17. Oct. 1831, wurde als Fähnr. 
zu Erzh. Kari-Inf. Nr. 3 ausgemustert und starb 
18. Febr. 1840 in Wien. 



1839. 

2. September, 



Adler von Adlerskampf Karl, geb. zu 

Theresienstadt 27. März 1820, eingetr. 21. Oct. 
1832, wurde als Lieut. m. G. zum 2. Jäger- Bat. 
ausgemustert, 1. Sept. 1843 Lieut. h. G., 1. Mai 
1847 zum 7. Jäger-Bat. transf., 26. Juli 1848 
Oberlieut., 12. Sept. 1849 Hauptm. 2. GL, 1. Juli 
1851 Hauptm. 1. Cl. und trat 5. Mai 1858 aus 
dem Armeeverbande. 

Appel August, geb. zu Este in Italien 
9. Aug. 1820, eingetr. 13. Oct. 1832, wurde als 
Lieut. m. G. zu Joseph Freih. v. Koudelka - Inf. 
Nr. 40 ausgemustert, 16. Aug. 1842 Lieut. h. G., 



11. April 1848 Oberlieut., 1. Sept. 1849 Hauptm. 
2. Gl., 1. Aug. 1850 pens. und starb bald 
nachher. 

Attems Freiherr auf Heiligenkreuz Julius 

Cäsar Reichsgraf von, Sohn des 8. Mai 1854 ver- 
storbenen k. k. Kämmerers Anton Joseph Reichs- 
grafen von Attems Freiherrn auf Heiligenkreuz, 
aus dessen Ehe mit Maria Karolina, geb. Reichs- 
gräfin vonThurn-Valsässina, geb. zu Graz 18. Sept. 
1821, eingetr. 21. Oct. 1832, wurde 24. Sept. 
1837 von seinen Eltern nach Hause genommen, 
trat jedoch 9. Oct. 1837 als unobligater Regi- 



1839. 



31 



menlscadet bei Friedrich Xaver Prinz vonHohen- 
zollern- Hechingen -Chevaux- leg. Nr. 2 ein, in 
welchem er 1. Mai 1842 zum Lieut., 8. Juni 
1848 zum Oberlieut. vorrückte und sich im 
ungarischen Feldzuge 1848 und 1849, nament- 
lich für sein tapferes Verhalten bei Hodrics 
22. Jan. 1849, das Militär - Verdienstkreuz und 
den kaiserl. russ. St. Wladimir - Orden erwarb. 
Am 1. Febr. 1851 wurde Attems Rtttm. 2. GL, 
im Juni d. J. k. k. Kämmerer, 30. Juni 1853 
Rittm. 1. Gl., 25. Juli 1859 Major, 1. März 1861 
zu Karl Graf v. Wallmoden-Gimborn-Uhlanen Nr. 5 
transf., 1. Jan. 1865 Oberstlieut., hat als solcher 
den Feldzug 1866 gegen Preußen mitgemacht 
und ist 19. Jan. 1867 zu Gyöngyös verstorben. 
Attems entstammt einem alten, vielfach ver- 
zweigten Adelsgeschlechte , welches urkundlich 
schon im 1 2. Jahrhunderte in Friaul ansässig war 
und den erbländisch-österreichischen Freiherren- 
stand mit Diplom dd. Graz 25. April 1605, die 
Reichsgrafenwürde aber mit Diplom dd. Regens- 
burg 6. Sept. 1630 erworben hatte. Er war 
ein Bruder des Obersthofmeisters Ihrer kaiserl. 
und königl. Hoheit der Frau Erzherzogin Maria 
Immaculata, des Feldmarschall-Lieut. Alexander 
Reichsgrafen von Attems Freiherrn auf Heiligen- 
kreuz, vergl. Ausmusterungsjahrg. 1832. 

Augustin Michael Freiherr von, Sohn des 
Feldzeugmeisters Vincenz Freiherrn von Augustin, 
aus dessen Ehe mit Therese, geb. Rössler, er- 
blickte 20. Aug. 1822 zu Wiener- Neustadt das 
Licht der Welt, kam 20. Oct. 1832 in die Aka- 
demie und wurde als Lieut. m. G. zu Jakob Ritt, 
v. Luxem-Inf. Nr. 27 eingelheilt, wo er 16. Mai 
1844 zum Lieut. h. G. vorrückte. Am 1. Aug. 
d. J. kam Augustin als Oberlieut. zu Erzh. 
Leopold-Inf. Nr. 53, wurde daselbst 22. Oct. 

1848 Capitänlieut., 1. Juli 1850 Hauptm. 1. Gl., 
12. Mai 1854 Major und 7. Juni 1859 Oberst- 
lieutenant. Er hatte schon die Feldzüge 1 848 und 

1849 in Italien als Hauptm. mitgemacht und 
wurde für sein tapferes Verhalten in der Schlacht 
von Novara vom Feldmarschall Grafen Radetzky 
öffentlich belobt. Im Jahre 1859 commandierte 
er sein Bataillon mit besonderer Kaltblütigkeit 
und Umsicht, besetzte 30. Mai Paleslro und hielt 
sich daselbst, die feindliche Übermacht nicht 
scheuend, drei Stunden lang mit großer Tapfer- 
keit, wofür er 15. Aug. 1859 mit dem Orden der 
Eisernen Krone 3. Gl. ausgezeichnet wurde. Auch 
im Gefechte bei Confienza und in den Schlachten 
bei Magenta und Solferino bewies Augustin jene 
Entschlossenheit und den richtigen Scharfblick, 
welche ihn in entscheidenden Momenten charak- 
terisierten. Am 16. Oct. 1860 zum Obersten und 



Commandanten des Inf.-Reg. Joseph Freib. v. 
Sokcevi6 Nr. 78 ernannt, trat Augustin 1. Juli 
1862 in den zeitlichen Ruhestand und starb 
27. Oct. d. J. zu Venedig. 

Baumgarten Maximilian von, Sohn des am 
31. Oct. 1831 zu Brunn verstorbenen Majors im 
Ruhestande Emanuel von Baumgarten (Aus- 
musterungsjahrg. 1792), geb. zu Mährisch-Neu- 
stadt 26. Febr. 1820, eingetr. 21. Oct. 1832, 
wurde 2. Sept. 1839 zum Lieut. m. G. ernannt 
und nach Hörung des höheren Curses 11. Sept. 
1840 als Lieut. h. G. zu Joseph von Fölseis-Inf. 
Nr. 29 eingetheilt, wo er 17. Juli 1847 zum 
Oberlieut., 5. März 1849 zum Capitänlieut., 
1. Sept. d. J. aber zum Hauptm. 1. Cl. vorrückte. 
Mit diesem Regimente nahm er im Jahre 1 846 
an der Unterdrückung des Aufstandsversuches 
in Krakau thätigen Antheil und zeichnete sich in 
den Gefechten bei Podgörze und Krakau durch 
Tapferkeit und Umsicht aus. Im Jahre 1848 focht 
er in Italien, 1849 in Ungarn und war dann im 
Jahre 1850 bei der Truppenaufstellung gegen 
Preußen, 1854 und 1855 gegen Russland. Am 
13. Mai 1859 kam Baumgarten als Major zu 
Stephan Freih. v. Wernhardt-Inf. Nr. 1 6 und er- 
hielt 15. Aug. 1859 in Anerkennung hervor- 
ragender Leistungen in der Schlacht bei Solferino 
und in den vorangegangenen Gefechten das Mili- 
tär-Verdienstkreuz. Am 1. Febr. 1860 zu Wil- 
helm Prinz zuSchleswig-Holstein-Glücksburg-Inf. 
Nr. 80 übersetzt, avancierte Baumgarten 21. Jan. 
1864 zum Oberstlieut. in diesem Regimente, 
nahm mit demselben an dem Feldzuge 1864 in 
Dänemark theil und war bei der Vorrückung 
gegen Fridericia vom Gorps-Gommando speciell 
mit dem Gommando der Avantgarde betraut. Am 
1. Juni 1866 kam er als Oberst und Regiments- 
Gommandant zu Karl Alexander Großherzog von 
SachsenAVeimar-Eisenach-Inf. Nr. 64 und er- 
warb sich in dieser Eigenschaft durch seine her- 
vorragend tapferen und vorzüglichen Leistungen 
indem Feldzuge 1866 gegen Preußen den Eisernen 
Kronen-Orden 3. Gl. (A. V. B. Nr. 60 vom 4. Nov. 
1866). Es war sein Regiment, welches bei Mas- 
lovöd und Biskupitz die wiederholten Angriffe 
feindlicher Dragoner- und Kürassier-Regimenter 
erfolgreich zurückwies und bei diesem Anlasse 
einen Gesammtverlust von 1 8 Officieren und bei- 
nahe 1300 Mann erlitt. Am 26. Dec. 1871 zum 
Commandanten der 2. Infanterie-Brigade, am 
23. April 1873 zum Generalmajor und am 6.März 
1878 zum Commandanten der 30. Infanterie- 
Tiuppen-Division ernannt, rückte er auf diesem 
Dienstposten am 1. Mai 1878 zum Feldmarschall- 
Lieut. vor, wurde infolge einer plötzlich einge- 



32 



1839. 



tretenen Störung des Sehvermögens auf sein An- 
suchen am 1. Aug. 1879 in den Ruhestand über- 
nommen und bei diesem Anlasse in Anerkennung 
seiner langjährigen ersprießlichen Dienstleistung 
mit dem Ausdrucke der Allerhöchsten Zufrieden- 
heit ausgezeichnet, welchem im Jahre 1890 die 
Verleihung der neu gestifteten Militär- Verdienst- 
Medaille folgte. Baumgarten ist auch Comman- 
deur des großherzogl. Sachsen-Weimar'scben 
Ordens vom weißen Falken, Ehrenbürger der 
Landeshauptstadt Czemowitz und der königl. 
ungarischen Freistadt Erlau. Er war wieder- 
holt dem Generalstabe zugetheilt, beschäftigte 
sich gerne mit militär- und naturwissenschaft- 
lichen Arbeiten und hat zuletzt einen kriti- 
schen Versuch über ein Maß von Schall-Intensi- 
täten veröffentlicht. Er lebt in Wien. Baumgarten 
ist der Bruder des am 10. Mai 1878 zu Olmütz 
verstorbenen Oberst -Brigadiers Friedrich von 
Baumgarten (Ausmusterungsjahrg. 1845) und 
des Feldmarschall-Lieutenants Alois von Baum- 
garten (Ausmusterungsjahrg. 1833). 

Belodedich Alexander, geb. zu Alt-Szlanka- 
men in der Militärgrenze 4. Jan. 1821, eingetr. 
20. Nov. 1832 und starb 22. Mai 1835 in der 
Akademie. 

Bogner von Steinburg Guido Ritter, geb. 

zu St. Veit in Kärnten, eingetr. 14. Oct. 1831, 
wurde als Lieut. m. G. zu Emil Prinz von Hessen 
und bei Rhein-Inf. Nr. 54 ausgemustert, 1. Aug. 
1843 Lieut. h. G., 21. April 1848 Oberlieut., 
16. Juli 1849 Hauptm. 2. Gl., 11. März 1853 
Hauptm. 1. Gl., 1. Febr. 1860 zu Leopold II. 
Großherzog von Toscana-Inf. Nr. 71 transf., 
1. Nov. 1864 Major bei Franz GrafFolliot de 
Crenneville-Inf. Nr. 75, 23. April 1869 Oberst- 
lieut., 31. Oct. 1872 Reserve-Commandant und 
1. Mai 1875 Oberst bei Heinrich Rupprecht von 
Virtsolog-Inf. Nr. 40, trat 1. Febr. 1876 in den 
Ruhestand und starb 15. Mai 1888 zu Klagen- 
furt. Er hat die Feldzüge 1848, 1849, 1859 
und 1866 in Italien mitgemacht und 3. Juni 
1859 für seine hervorragend tapferen Leistungen 
in den Gefechten bei Magen ta und Turbigo das 
Militär-Verdienstkreuz. 20. Juli 1866 aber für 
sein Verhalten in der Schlacht bei Custoza 
24. Juni 1866 den Eisernen Kronen-Orden 3. Gl. 
erhalten. 

Borota Johann von, geb. zu Bovic in der 
Militärgrenze 24. Sept. 1820, eingetr. 2. Nov. 
1832 wurde 31. Juli 1836 als Gadet zu Phib'pp 
Prinz von Hessen-Homburg-Inf. Nr. 1 9 ausgemu- 
stert, 1. Jan. 1840 zu Joseph Freih. v. Koudelka- 
Inf. Nr. 40, 16. Aug. 1841 zum 1. Banal-Grenz- 
Inf.-Reg. Nr. 10 transf., 8. Febr. 1847 Lieut. 



m. G., 30. März 1848 Lieut. h. G., 16. Sept- 
d. J. Oberlieut., 1. Sept. 1849 Hauptm. 2. CL, 
15. März 1855 Hauptm. 1. Gl., 1. Aug. 1860 
pens. und starb zu Glina 24. Juli 1886. 

Boset zu Trautenberg Albert Ritter, geb. 

zu Leutschach in Steiermark 18. April 1821, 
eingetr. 24. Oct. 1831, wurde als k. k. Cadet 
zu Jakob Ritt. v. Luxem-Inf. Nr. 27 ausgemustert 
und 16. Dec. 1840 über eigenes Ansuchen ent- 
lassen. Am 21. Mai 1843 trat Boset als unobli- 
gater Fourier beim 4. Artillerie-Reg. ein, diente 
in dieser Charge in mehreren Truppenkörpern 
und wurde 9. April 1 848 ständischer Beamter in 
Steiermark. Am 6. Juli 1848 ließ er sich zum 
steirischen Freiwilligen-Schützen-Bataillon auf 
Kriegsdauer assentieren, machte als Unterofficier 
die Feldzüge 1848 und 1849 mit, übertrat 
später wieder als Fourier zur Militär-Rechnungs- 
Branche, wurde 1. April 1854 Rechnungs- 
Accessist 2. Cl., 1. Oct. 1856 Rechnungs- 
Accessist 1. Gl., 1. März 1857 Rechnungs-Official 
5. GL, 1. März 1858 Rechnungs-Official 4. Gl., 
1. März 1859 Rechnungs-Official 3. Cl., 1. Jan. 
1867 Rechnungsführer 2. Gl. beim Landes- 
Fuhrwesen-Gommando zu Prag, 1. Mai 1868 
q. t. zu Prinz Karl von Preußen-Drag. Nr. 8 
transf. und 11. März 1869 Rittmeister-Rech- 
nungsführer 1. Gl. in demselben Regimente. Am 
1. Oct. 1870 trat Boset in den zeitlichen, 1. Juli 
1871 in den definitiven Ruhestand und lebte 
seither in Prag. Wie Chr. Fr. v. Meding E., pag. 
125 und 249 zu entnehmen, stammt der Adel- 
stand dieser Familie von Joseph Boset, Pächter 
der Domäne Stadl in Steiermark her, welcher 
im Jahre 1762 mit dem Prädicate ,von Trauten- 
berg" nobilitiert und im Jahre 1769, als Besitzer 
der Herrschaften Trautenberg und Altenburg, in 
den Ritterstand erhoben wurde. 

Deäk Alois von, geb. zu Csik-Sz6pviz in 
Siebenbürgen 25. Aug. 1820, eingetr. 20. Oct. 
1832, wurde als k. k. Gadet zu Emerich Freih. v. 
Bakonyi-Inf. Nr. 33 ausgemustert, rückte daselbst 
zum Lieut. m. G. vor, kam im Jahre 1843 zur 
ungarischen Garde und quitt, im Jahre 1 844. Im 
Jahre 1845 freiwillig als Gadet zu Heinrich LXIV. 
Fürst Reuß-Köstritz-Husaren Nr. 7 assentiert, 
wurde Deäk 1848 Lieut. m. G. bei Erzh. Rainer- 
Inf. Nr. 11, in demselben Jahre Lieut. h. G., 
1849 Oberlieut. bei Ernst August König von 
Hannover-Husaren Nr. 2 und quitt, im Jahre 
1852 abermals den Militärdienst ohne Beibehalt 
des Officiers- Charakters. Am 25. Juni 1859 als 
Oberlieut. beim Pressburger Freiwilligen-Bataillon 
wieder eingetheilt, kam er 1. Oct. 1859 zu Wil- 
helm III. König der Niederlande-Inf. Nr. 63, 



1839. 



33 



avancierte hier 30. Oct. 1870 zum Hauptm. 
2. Cl., 1. Mai 1875 zum Hauptm. 1. GL, trat 
l.Juni 1876 in den Ruhestand und starb 20. Aug. 
1887 zu Hermannstadt. 

Deschmayer Maximilian, geb. zu Graz 
10. Sept. 1819, eingetr. 15. März 1832, wurde 
als Lieut. ra. G. zu Leopold Großherzog von 
Baden*Inf. Nr. 59 ausgemustert und trat 1. Oct 
1840 in Pension. Am 1. Nov. 1842 reactiviert 
und als Lieut. h. G. zur Stockerauer Monturs- 
commision übersetzt, ruckte Deschmayer daselbst 
20. April 1849 zum Oberlieut vor, kam 30. April 
1859 als Hauptm. 2. Gl. zur Prager Monturs- 
commission, wo er 1. Juni 1863 zum Hauptm. 
1.C1. avancierte. Am 1. Sept. 1869 wurde Desch- 
mayer pens. und lebt seither zu Prag. 

Duleszko Blasius, geb. zu Örmcnyes in 
Siebenbürgen 10. Jan. 1820, eingetr. 22. März 
1832, wurde als k. k. Cadet zu Andreas Freih. 
v. Mariässy-Inf. Nr. 37 ausgemustert, 16. März 
1841 Lieut. m. G., 5. Sept. 1844 Lieut. h. G., 
1. Oct. 1848 Oberlieut. und trat 30. Nov. 1848 
in die Reihen der ungarischen Armee. Am 1 8. April 
1 869 wurde Duleszko zum Major bei der königl. 
ungarischen Landwehr ernannt und dem Pester 
Districts-Commando zugetheilt, 26. Juli 1 869 aber 
Commandant des 17. Bataillons zu Oravicza, 
1. Mai 1871 Oberstlieutenant. Sein weiterer 
Lebenslauf ist nicht bekannt. 

Dutczyhski Alexander, geb. zu Zatozce in 
Galizien 1. Nov. 1819, eingetr. 13. Oct. 1831, 
wurde als k. k. Cadet zu Friedrich Freih. v. 
Bianchi, Duca di Gasa Lanza-Inf. Nr. 63 ausge- 
mustert, 1. Sept. 1845 Lieut. m. G., 11. April 
1848 Lieut. h. G., 1. März 1849 Oberlieut., 
l.Juni 1854 Hauptm. 2. Gl., 1. Mai 1855 
Hauptm. 1. Gl., 1. Febr. 1860 zu Ladislaus 
Freih. v. Nagy-Inf. Nr. 70 transf., 1. Juli 1860 
pens. und starb 28. April 1889 zu Lemberg. 

Förstl Karl Anton, geb. zu Graz 7. Dec. 
1819, eingetr. 26. Febr. 1832, starb bei seinen 
Eltern 5. Febr. 1838 zu Olmütz. 

Gallina Joseph Wilhelm, geb. zu Graz 
17. Nov. 1820, eingetr. 17. Oct. 1832, wurde als 
Lieut. m. G. zu Eugen Graf v. Haugwitz-Inf. Nr. 38 
ausgemustert, 16. April 1843 Lieut. h.G., 8. April 
1848 Oberlieutenant. Seit 16. Jan. 1848 dem 
GQMSt. zugetheilt, wurde er wegen seiner viel- 
seitigen Kenntnisse und seiner Verwendbarkeit 
schon 1 . Juli d. J. definitiv dahin übersetzt und 
rückte im Corps 21. Febr. 1849 zum Hauptm., 
23. März 1854 zum Major, 17. April 1859 zum 
Oberstlieut., 21. Mai 1860 zum Obersten vor. 
Gallina hat im Jahre 1848 bei der Brigade Wohl- 
gemuth und Roth den Rückzug von Mailand nach 

Wr.-Neustadter Mü-Akad. II. 



Verona, das Gefecht bei Sona (30. April), den 
Angriff auf Goito (29. Mai), bei der Division 
Haller das Gefecht bei Sommacampagna, die 
Forcierung des Überganges bei Salionze, die 
Schlacht bei Cusloza; im Aug. 1848 endlich 
bei der Brigade Liechtenstein die Expedition 
gegen Modena mitgemacht. Im Jahre 1849 war 
er bei der Brigade Grawert des 2. Armeecorps 
und nahm an der Schlacht von Novara theil. Am 

16. Febr. 1853 wurde er mit dem Ritterkreuze 
des herzogl. Sachsen -ernestin. Haus -Ordens, 

4. März 1855 mit dem großherzogl. toscan. 
Militär- Verdienst-Orden 2. Gl. decoriert. Im Feld- 
zuge 1866 war Gallina Generalstabs-Ghef des 

5. Armeecorps und erhielt in Anerkennung her- 
vorragend tapferer Leistungen in der Schlacht 
von Gustoza 24. Juni 1866 und in den derselben 
vorhergegangenen und nachgefolgten Gefechten, 
dann der sonst in diesem Feldzuge erworbenen 
Verdienste das Ritterkreuz des Leopold-Ordens, 
wurde 9. Nov. 1867 Generalmajor und Brigadier 
bei der 4. Truppen-Division, 26. Jan. 1868 dem 
Reichs-Kriegs-Ministerium zugetheilt, 3. Jan. 1869 
zum Chef der 1 . Section ernannt und 20. April 
1869 mit der Leitung des Generalstabes betraut. 
Auf diesem Dienstposten avancierte Gallina 1 . Mai 

1873 zum Feldmarschall-Lieut., wurde 18. Jan. 

1874 in Anerkennung seiner vorzüglichen Lei- 
stungen mit dem Orden der Eisernen Krone 2. Gl. 
decoriert, 14. Juni d. J. unter Bekanntgabe des 
Ausdruckes der Allerhöchsten Zufriedenheit für 
die in der bisherigen Verwendung durch eine 
Reihe von Jahren geleisteten ausgezeichneten 
Dienste zum Gommandanten der 30. In- 
fanterie-Truppen-Division ernannt, kam dann 

6. März 1 878 als Militärcommandant nach Krakau, 
trat 1 . Sept. d. J., erneuert durch die Allerhöchste 
belobende Anerkennung seiner langjährigen, im 
Frieden und im Kriege stets ausgezeichneten 
Dienstleistung belohnt, in den wohlverdienten 
Ruhestand und lebte seither in Wien, wo er bald 
darauf starb. Als militärischer Schriftsteller ist 
Gallina durch mehrere gediegene Werke, darunter: 
„ Theorie der Märsche" und „ Technik der Armee- 
Leitung", ferner durch verschiedene meist in 
„StrefTleurs Militär- Zeitschrift * veröffentlichte 
Aufsätze strategisch-taktischen Inhalts, dann über 
Verpflegs- und Trainwesen rühmlichst bekannt 
geworden. 

Gogoltan Georg, geb. zu Szent-Györgyur im 
Banate 3. Sept. 1820, eingetr. 10. Oct. 1832, 
wurde als Lieut. m. G. zu Theodor Freih. v. 
Wacquant-Geozelles-Inf. Nr. 62 ausgemustert, 

17. Febr. 1844 Lieut. h. G., 16. Aug. 1848 Ober- 
lieut. und starb 17. April 1850 zu Riva in Südtirol. 

*> 



34 



1839. 



Grodzicki Anton Kasimir von, geb. zu Mali- 
nöwka in Galizien, eingetr. 29. Oct. 1832, wurde 
als Lieut. m. G. zu Erzh. Stephan-Inf. Nr. 58 aus- 
gemustert, in welchem er 16. Juni 1841 zum 
Lieut. h. G. und 16. Oct. 1847 zum Oberlieut. 
vorrückte. Als solcher wohnte er der Belagerung 
von Wien bei, wurde im Generalstabsdienste 
verwendet und erhielt für sein tapferes und ent- 
schlossenes Benehmen bei der Einnahme der 
Stadt am 28. Oct. die Allerhöchste Zufrieden- 
heil sbezeigung und später das Militär- Verdienst- 
kreuz. Grodzicki blieb auch während des Winter- 
Feldzuges in Ungarn beim GQMSt. zugetheilt, 
wohnte rühmlich den Gefechten und Schiachten 
bei Raab 11. Dec. 1848, bei Käpolna 27. Febr., 
Hatvan 5. April und bei Pest 11. und 16. April 
1819 bei, wurde 21. Febr. d. J. zum GQMSt. 
transf. und avancierte daselbst 23. März 1849 
zum Hauptmann. Im Sommer-Feldzuge machte er 
die Schlacht bei Raab 28. Juni, bei Acs und Har- 
kaly am 2., bei Komorn 11. Juli und bei Drey- 
spitz 10. Aug. mit. Am 16. Febr. 1854 wurde 
Grodzicki zeitlich pens., 1 . Juni d. J. aber als 
Archivar beim GQMSt. angestellt und starb als 
Hauptm. des Armeestandeszu Graz 28. Dec. 1868. 

Hartmann von Hartenthai Gottfried, geb. zu 

Budweis 17. Juli 1821, eingetr. 30. Oct. 1832 
in die 2. Glasse der Akademie, wurde als Lieut. 
in. G. zu Erzh. Leopold-Inf. Nr. 53 ausgemustert, 

1. Oct. 1839 zu Wenzel Graf Vetter von Lilienberg - 
Inf. Nr. 18 transf., 16. Sept. 1843 Lieut. h. G., 
9. Mai 1848 Oberlieut., 12. Oct. 1850 Hauptm. 

2. Cl., 13. Juni 1852 Hauptm. 1. Gl., 17. Mai 
1859 Major bei Erzh. Ludwig-Inf. Nr. 8, 31. Dec. 
d. J. zu dem in der Errichtung begriffenen Inf.- 
Reg. Nr. 71 transf., 12. Nov. 1867 Oberstlieut. 
bei Erzh. Salvator-Inf. Nr. 77, 28. April 1869 
Reserve - Commandant, 1. Mai 1872 Oberst da- 
selbst, 16. Jan. 1874 Regiments-Commandant bei 
Ernst Ritt. v. Hartung-Inf. Nr. 47 und starb als 
solcher noch im nämlichen Jahre. 

Herget Johann Ritter von, geb. zu Prag 1. Juni 
1822, eingetr. 1 4.Dec. 1 835 in die 4. Classe, wurde 
alsLieut. m. G. zu Arthur Herzog von Wellin gton- 
Inf. Nr. 42 ausgemustert, 16. April 1845 Lieut. 
h. G., 1. Juli 1848 Oberlieut., 7. Aug. 1851 
Hauptm. 2. Gl., 12. April 1854 Hauptm. 1. Gl., 
14. Juli 1859 Major, 1. Febr. 1860 zu Alexander 
Graf von Mensdorff-Pouilly-Inf. Nr. 73 transf., 
17. Juli 1866 Oberstlieut., 28. April 1869 
Reserve -Gommandant, 24. Oct. d. J. Oberst, 
28. Dec. 1871 Regiments-Commandant daselbst, 
in welcher Eigenschaft er 3. Oct. 1875 den 
kaiserl. russ. St. Annen-Orden 2. Gl. erhielt. 
Herget hat in den Feldzügen 1 848 die Erstürmung 



der Höhen des Monte Baldo und das Gefecht bei 
Rivoli, 1849 die Gernierung von Peschiera, 1859 
die Schlacht bei Solferino, 1866 das Gefecht bei 
Podkost, das Treffen bei Ji£fn, dann die Schlacht 
bei Königgrätz mitgemacht. Am 15. Aug. 1859 
wurde ihm für sein tapferes Benehmen in der 
Schlacht bei Solferino das Militär- Verdienstkreuz, 
3. Oct. 1866 für sein tapferes Benehmen im Feld- 
zuge gegen Preußen die Allerhöchste belobende 
Anerkennung zutheil, welche ihn zum Tragen 
der Militär-Verdienst-Medaille am Bande des 
Militär-Verdienstkreuzes berechtigt. Am 1. März 
1876 trat Herget in den Ruhestand, bei welchem 
Anlasse ihm in Anerkennung seiner langjährigen, 
im Kriege wie im Frieden pflichtgetreuen Dienste 
der Orden der Eisernen Krone 3. Cl. verliehen 
wurde. Er lebt zu Prag. 

Höffern von Saalfeld Heribert Ritter, geb. 
zu Graz 11. Sept. 1822, eingetr. 18. Oct. 1832, 
wurde als Lieut. m. G. beim Tiroler Kaiser-Jäger- 
Regiment eingetheilt, in welchem er 3. Oct. 1844 
zum Lieut. h. G., 12. Juni 1848 zum Oberlieut., 
16. Juni 1851 zum Hauptm. 2. CL, 27. Jan. 
1852 zum Hauptm. 1. Cl., 29. Dec. 1860 zum 
Major, 10. Febr. 1865 zum Oberstlieut., 28. Oct. 
1868 zum Obersten vorrückte und an den Feld- 
zügen 1848, 1849, 1859 in Italien, dann 1866 
in Südtirol Antheil nahm. In der Schlacht bei 
Magenta (4. Juni 1859) wurde Höffern schwer 
verwundet und gerieth in feindliche Kriegsgefan- 
genschaft, aus welcher er 21. Juli 1859 rück- 
kehrte. Für sein Verhalten vor dem Feinde in 
diesem Feldzuge erhielt er 3. Juli 1859 den 
Eisernen Kron-Orden 3. Classe. Im Feldzuge 1866 
commandierte Höffern eine Halbbrigade in Judi- 
carien und zeichnete sich namentlich bei Cimego 
16. Juli, durch Tapferkeit und Umsicht voitheil- 
haft aus, wofür ihm 4. Oct. 1 866 das Ritterkreuz 
des Leopold-Ordens zuerkannt wurde. Am 
19. Dec. 1869 zum Regiments-Commandanten 
ernannt, trat Höffern mit 1. April 1875 unter 
Zuzählung von zehn Jahren zur anrechnungs- 
fähigen Dienstzeit in den Ruhestand, wobei ihm 
der Generalmajors-Charakter ad honores verliehen 
wurde. Er starb im Jahre 1891 in Graz. 

Huszär Emerich von, geb. zu Wien 26. Jan. 
1823, eingetr. 1. Oct. 1832 und starb 6. Aug. 
1837 in der Akademie. 

Jovanovic von Sakabent Joseph, geb. zu 

Zengg 24. Mai 1820, eingetr. 2. Jan. 1833, 
wurde als Lieut. m. G. zu Erzh. Karl Ferdinand- 
Inf. Nr. 51 ausgemustert, 4. Oct. 1844 Lieut. 
h. G, 16. Nov. 1848 Oberlieut., 16. April 1852 
Hauptm. 2. Cl., 16. April 1854 Hauptm. 1. Cl., 
2. Febr. 1860 zu Karl Alexander Großherzog von 



1839. 



35 



Sachsen -Weimar -Eisenach -Inf. Nr. 64 transf., 
1. Juni 1864 als Major pens., lebt zu Zengg. Er 
machte die Feldzüge 1848, 1849unddie Blockade 
von Venedig 1859 mit. 

Kälnoky Freiherr von Köröspatak Karl Graf, 
geb. zu Kronstadt in Siebenbürgen 1. Sept. 1820, 
eingetr. 5. Dec. 1832, wurde 23. Oct. 1835 
wegen andauernder Kränklichkeit mit einer 
Pension aus der Militärerziehung entlassen, trat 
jedoch nach Herstellung seiner Gesundheit im 
Jahre 1838 als Gadet bei Szedier Husaren Nr. 1 1 
eindrückte im Jahre 1840 zum Lieut vor und starb 
im Mail 842. Er entstammt einem der ältesten und 
angesehensten Adelsgeschlechter Siebenbürgens, 
welches mit den Grafen Mikös von Hidv6g und 
Nemes von Hidv6g gleichen Ursprung hat und 
aus welchem Samuel Kälnoky von Köröspatak mit 
Diplom dd. Wien 2. April 1697 in den unga- 
rischen Grafenstand erhoben wurde. 

Kammel von Kampfthal Karl, geb. zu Wien 

18. Dec. 1820, eingetr. 21. Oct. 1832, wurde als 
Lieut. m. G. zum 6. Jäger-Bat. ausgemustert, 
1. Juli 1846 Lieut. h. G., 1. Juli 1848 Oberlieut., 
1849 zum 18. Jäger-Bat. transf., 16. Febr. 1852 
Hauptm. 2. Gl., 1. Nov. d. J. Hauptm. 1. GL, 
18. Nov. 1860 pens. und legte bald darauf den 
Militär-Charakter ab. Er hatte in seiner jeweiligen 
Einteilung an allen feindlichen Begebenheiten 
der Kriegsjahre 1848 und 1 849 theilgenommen. 

Karaisl von Karais Karl Freiherr, geb. zu 
Wien 27. Juni 1821, eingetr. 2. Oct. 1833, 
wurde als Lieut. m. G. zu Friedrich Karl Gustav 
Freih. v. Langenau-Inf. Nr. 49 ausgemustert, 
15. Febr. 1813 Lieut. h. G., 15. März 1845 Ober- 
lieut. bei Erzh. Johann-Drag. Nr. 1,1. Dec. 1848 
Sec.-Rittm., 14. Oct. 1850 in den Freiherrenstand 
erhoben, 20. Juni 1852 Prem.-Rittm., 1. Aug. 
1856 pensioniert. Karaisl machte den Feldzug 
1848 und über eigenes Ansuchen auch den 
Feldzug 1866 und zwar als Ordonnanz - Officier 
des Generalmajors Brandenstein mit und erhielt 
für seine Leistungen in demselben (15. Oct. 1866) 
den Majors -Charakter. Er starb 5. Dec. 1869 zu 
Bukarest. 

Kee$ Georg Ritter von, Sohn des im Jahre 
1826 verstorbenen Cameral-Präfecten Georg 
Ritter von Kees, aus dessen Ehe mit Anna Perler, 
verw. Otlilinger, ist zu Ofen 24. Nov. 1822 
geboren, kam 25. Oct. 1832 in die Akademie und 
wurde bei seiner Ausmusterung als Lieut. m. G. 
zu Ferdinand Freih. v. Fleischer-Inf. Nr. 35 ein- 
geteilt, wo er 1. Mai 1844 zum Lieut. h. G., 

21. April 1848 zum Oberlieut. vorrückte. Seit 

22. April 1843 beim GQMSt. zugetheilt, wurde 
er im Zeichnenfach, sowie bei der Landesauf- 



nahme in Nieder-Ungarn ein Jahr, in Böhmen 
zwei Jahre, in Ober-Ungarn ein Jahr verwendet und 
kam 16. Mai 1848 q. t. definitiv in dieses Corps. 
Im Feldzuge 1 848 in Italien nahm er im zweiten 
Corps am 23. Juli an dem Gefechte bei Santa 
Giustina, am 25. Juli an der Schlacht bei Custoza, 
am 27. Juli an dem Gefechte bei Volta, am 

4. Aug. an dem Angriff auf Mailand und am 
26. Aug. an dem Gefechte bei Morazzone, 1849 
im Hauptquartier am 22. März an dem Gefechte 
bei Mortara und am 23. März an der Schlacht 
bei Novara theil , wurde für seine vorzüglichen 
Leistungen in jedem Feldzuge in den Relationen 
des Feldmarschalls Grafen Radetzky zweimal unter 
den Ausgezeichnetsten genannt und am 7. Juli 
1850 mit dem Militär- Verdienstkreuze decoriert. 
Am 1. Aug. 1849 erfolgte seine Beförderung 
zum Hauptm., am 1 .Nov. 1 856 zum Major und am 

5. Mai 1 859 zum Oberstlieutenant. Kees war 1 856 
Mappierungs-Director in derWallachei, 1857 Vor- 
stand der Directionskanzlei beim Generalstabe, 
machte den Feldzug 1 859 im Allerh. Hauptquartier 
mit, kam am 1. Sept. d. J. als Mappieiungs-Unter- 
Director nach Szath mär, im April 1860 als General- 
stabs-Chef beim 3. Armeecorps, im nächsten Jahr 
in das Evidenzbureau, zu dessen Vorstand er am 

24. Juni 1864, unter Beförderung zum Oberst er- 
nannt wurde. Während des Feldzuges von 1866 
gegen Preußen war Kees im Hauptquartier der 
Nord-Armee, erhielt nach demselben, am 1 3. Nov. 
1866, die Eintheiiung zum k. k. Infanterie- 
Regiment Nr. 28 und wurde am 16. Febr. 1867 
zu dessen Commandanten ernannt. Am 24. Sept. 
1 868 erfolgte seineErnennung zum provisorischen, 
am 6. Sept. 1869 zum wirklichen Commandanten 
der Neustädter Militär- Akademie, wo er am 
30. April 1870 zum Generalmajor vorrückte. Auf 
seine Bitte am 27. Juli 1872 von dieser Stelle 
enthoben, erhielt er am 31. Oct. 1872 das 
Comraando der 1 Brigade bei der 32. Truppen- 
Division zu Miskolcz, sodann am 29. Juli 1874 
das Commando der 31.. Truppen -Division zu 
Budapest und avancierte auf diesem Dienstposten 
am 16. April 1875 zum Feldmarschall-Lieutenant. 
Im Jahre 1878 machte er dieOccupation Bosniens 
und der Hercegovina mit und wurde in Anerken- 
nung seiner bewährten Commandoführung am 
3. Dec. 1878 mit dem Ritterkreuze des Leopold- 
Ordens ausgezeichnet, dann 30. Oct. 1881 zum 
Militärcommandanten in Kaschau, 12. April 1882 
zum Geheimen Rath, 28. Dec. 1882 zum Inhaber 
des k. k. Infanterie-Regiments Nr. 85 und am 1 . Jan. 
1 883zum Commandanten des 6.Corps ernannt. Am 

25. April 1884 erfolgte seine Beförderung zum 
Feldzeugmeister und wurde ihm am 2 1 . Aug. 1 88 i 



36 



1839. 



anlässlich seines 50jährigen Dienstjubiläums 
in Anerkennung der im Kriege wie im Frieden 
ausgezeichneten Dienstleistung der Orden der 
Eisernen Krone 1. GL, bei der auf sein 
Ansuchen am 1. April 1887 erfolgten Über- 
nahme in den Ruhestand aber für seine mehr als 
50jährigen, im Frieden und Kriege stets vorzüg- 
lichen Dienste das Großkreuz des Leopold-Ordens 
mit der Kriegsdecoration des Ritterkreuzes verlie- 
hen. Kees lebt zu Bösing. Er ist seit 26. Juli 1853 
mit Marie, geb. Reichetzer vermählt; von den Kin- 
dern dieser Ehe sind zwei Söhne und vier Töchter 
amLeben. Der Adelstand der Familie Kees datiert 
aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts. Der k. k. 
Regierungs- und Commerzienrath Johann Georg 
Kees wurde mit Diplom vom 26. Mai 1 753 in den 
Adelstand und der Vice-Präsident beim nieder- 
österreichischen Appellationsgerichte Franz Bern- 
hard von Kees — Urgroßvater des hier in Rede 
stehenden Feldzeugmeisters Georg Ritter von 
Kees — mit Diplom vom 1. Dec. 1764 in den 
erblichen Ritterstand erhoben. 

Kocziczka von Freibergswall Alexander 

Ritter, geb. zu Salzburg 4. Aug. 1820, eingetr. 
25. Oct. 1832, wurde als Lieut. m. G. zu Dom 
Miguel Herzog von Braganza-Inf. Nr. 39 aus- 
gemustert, 1. März 1843 Lieut. h. G., 29. Aug. 
1848 Oberlieut., 1. Oct. 1849 Hauptm. 2. Gl., 
17. Mai 1851 Hauptm. 1. GL, 20. Jan. 1859 
in den Adelstand erhoben, 2. Juli 1859 Major, 
22.Junil866 Oberstlieut., 23. April 1869 Oberst, 
28. April 1869 Reserve-Commandant und 26. Dec. 
1871 Regiments-Commandant, dabei ununter- 
brochen im nämlichen Regimente dienend. Am 
19. April 1876 bei Übersetzung in den Armee- 
stand zum Platz- Gommandanten in Agram ernannt, 
trat er 1. Nov. 1877 als Generalmajor ad honores 
in den Ruhestand und starb im Jahre 1 885 zu Brunn. 
Kocziczka war vom Oct. 1845 bis Aug. 1849 als 
Lehrer an der Olmützer Cadetten-Compagnie mit 
vorzüglichem Erfolge verwendet. Er machte die 
Feidzüge 1859 und 1866 in Italien mit und 
erhielt für seine hervorragenden Leistungen vor 
dem Feinde 15. Aug. 1859 das Militär- Verdienst- 
kreuz und 18. Juli 1866 den Eisernen Kronen- 
Orden 3. Glasse. Am 9. Nov. 1867 ward 
Kocziczka mit dem ottoman. Medschidi£-Orden 
3. Cl., 1. Aug. 1873 mit dem kaiserl. russ. 
St. Annen-Orden 2. GL, 4. Oct. d. J. mit dem 
pers. Sonnen- und Löwen-Orden 3. Gl., 13. Jan. 
1874 mit dem Comthurkreuz des königl. ital. 
St. Mauritius- und Lazarus-Ordens decoriert. 

Konarski Alexander von, geb. zu Polana in 
Galizien 26. März 1821, eingetr. 29. Oct. 1833, 
wurde als Lieut. m. G. zu Laval Graf Nugent- 



Inf. Nr. 30 ausgemustert, quitt, den Militärdienst 
im Jahre 1842 ohne Beibehalt des Officiers- 
Gharakters und widmete sich der Bühne als 
Schauspieler unter dem Pseudonym Kronfeld. 
Seit dem Jahre 1 890 den Anforderungen seines 
bisherigen Berufes physisch nicht mehr gewach- 
sen, fristet Konarski gegenwärtig sein Leben nur 
mehr als Souffleur. 

La Renoti&re von Kriegsfeld Franz, geb. 

zu Triest 17. Febr. 1821, eingetr. 5. Oct. 
1832, wurde als Lieut. m. G. zu Anton Graf v. 
Kinsky-Inf. Nr. 47 ausgemustert, 11. Nov. 1814 
Lieut. h. G., 22. Oct. 1845 Oberlieut., 2. April 
1847 Hauptm., machte als solcher die Feld- 
züge 1848 und 1849 in Italien mit und erhielt 
für seine rühmlichen Leistungen vor dem Feinde 
nachträglich das Militär- Verdienstkreuz. Er kam 

17. Nov. 1850 zu Peter Zanini-Inf. Nr. 16, 23. März 
1851 aber zur Marine-Inf., wurde daselbst 

18. Nov. 1858 Major, 11. Juli 1859 Oberstlieut, 
trat 16. Mai 1861 mit der Vormerkung für eine 
Marine-Friedensanstellung in den Ruhestand und 
kam 23. März 1866 als Marine • Ergänzungs- 
bezirks- Commandant nach Spalato. 

Matauschek von Bendorf Alois Ritter, geb. 

zu Neuhaus in Böhmen 16. Jan. 1821, ein- 
getr. 28. Oct. 1831, wurde als k. k. Gadet zu 
Joseph Freih. v. Koudelka-Inf. Nr. 40 ausge- 
mustert, 4. Nov. 1844 Lieut. m. G., 1. März 
1845 zu Julius Freih. v. Haynau-Inf. Nr. 57 
transf., 1. Juli 1848 Lieut. h. G., 16. Dec. d. J. 
Oberlieut., 28. Juli 1854 Hauptm. 2. Gl., 
30. Mai 1859 Hauptm. 1. Cl., 31. März 1860 
pens. und starb 11. Jan. 1870 zu Brod in der 
Militärgrenze. Er hatte die Feldzüge 1848, 1819 
und 1859 mitgemacht. 

Mattanovich Franz Edler von, geb. zu 
Petrinja im 2. Banal-Grenz-Regimentsbezirke 
30. April 1821, eingetr. 17. Oct. 1832, wurde 
als Lieut. m. G. zu Alois Freih. v. Gollner-Inf. 
Nr. 48 ausgemustert, 1. Juli 1844 Lieut. h. G., 
3. Oct. 1848 Oberlieut., war vom 1. Juni 1845 
bis Ende Aug. 1849 Erziehungshaus-Comman- 
dant in Ödenburg und von da ab bis Nov. 1852 
vorerst Brigade- Adjutant, später Divisions-Ad- 
jutant bei Seiner kaiserl. Hoheit dem Herrn 
Erzherzog Ernst und rückte dazwischen 21. Dec. 
1850 zum Hauptm. 2. Cl. und 3. Juni 1852 
zum Hauptm. 1. Gl. vor. Während des Feld- 
zuges 1859 dem Generalstabe zugetheilt, rückte 
Mattanovich im December desselben Jahres zur 
Truppendienstleistung beim Regimente wieder 
ein, wurde 1. Oct. 1865 q. t. zu Ludwig IL 
König von Bayern-Inf. Nr. 5, 21. Nov. d. J. als 
Major zu Johann Graf v. Goronini-Gronberg-Inf. 



1839. 



37 



Nr. 6 transf. und 1. Nov. 1 866 Ergänzungsbezirks- 
Comraandantdaselbst Am 23. April 1 869 erfolgte 
seine Beförderung zum Oberstlieut. bei Erzh. 
Joseph-Inf. Nr. 37 und unmittelbar darauf seine 
Ernennung zum Reserve- Gommandanten dieses 
Regiments. In diesem Verhältnisse blieb er — 
mittlerweile am 16. April 1875 zum Obersten 
vorgerückt — bis 1. Mai 1876, worauf er das 
Commando des Inf.-Reg. Alexis Großfürst von 
Russland Nr. 39 übernahm. Am 1. Sept. 1878 
mit Wartegebür beurlaubt, trat Mattanovich — 
welcher 1872 in den Adelstand mit dem Prä- 
dicate , Edler von" erhoben worden war — 

1. Nov. 1878 in den Ruhestand und lebt zu 
Marburg. 

Meltzer Julius Joseph, geb. zu Easchau 
21. Febr. 1821, eingetr. 24. Oct. 1832, wurde 

2. Sept. 1839 zum Lieut. m. G. ernannt und 
11. Sept. 1840 aus dem höheren Curse als 
Lieut. h. G. bei August Graf zu Leiningen- Wester- 
burg-Inf. Nr. 31 eingetheilt, 16. Aug. 1846 
Oberlieut., 1. März 1849 Capitänlieut., 14. März 
d. J. Hauptm., machte die Feldzüge 1848 und 
1849 mit und erhielt für seine tapferen Leistun- 
gen in demselben den Eisernen Kronen -Orden 

3. Glasse. Er starb 14. Nov. 1849. 

Melzer von Bärenheim Isidor, geb. zu Gör- 
kau in Böhmen 15. April 1821, eingetr. 1. Oct 
1832, wurde 9. Oct 1837 vorzeitig als Regi- 
mentscadet zu Arthur Herzog von Wellington- 
Inf.Nr.42 ausgemustert, bald darauf zum 1. Jäger- 
Bat transf., diente daselbst bis zum Jahre 1844 
und starb als Wachtmeister eines Dragoner-Re- 
giments im Jahre 1849. 

Meyer Heinrich von, geb. zu Baranöw in 
Galizien 7. Febr. 1821, eingetr. 12. Oct. 1832, 
wurde als Lieut m. G. zu Joseph vonBenczur-Inf. 
Nr. 34 ausgemustert, 26. Juli 1843 Lieut. h. G. 
und trat 1 . Oct 1 848 in die Reihen der ungari- 
schen Armee. Am 22. Juli 1869 erfolgte seine 
Ernennung zum Major in der königl. ungarischen 
Landwehr und Gommandanten des 66. Bataillons 
zu Paks, 1. Nov. 1872 zum Oberstlieutenant 
Sein weiterer Lebenslauf ist nicht bekannt. 

Mikes von Zabola Clemens Graf, ein Sohn 
des im Jahre 1 836 verstorbenen Stephan Grafen 
Mikes von Zabola, aus dessen Ehe mit Clara 
Freiin von Orban, geb. zu Sz6k in Ungarn 3. Dec. 
1820, kam 6. Sept. 1832 in die Akademie und 
trat 15. Aug. 1836 aus der Militärerziehung. 
In der Bewegung des Jahres 1 848 trat er in die 
Reihen der ungarischen Nationalarmee und vor- 
nehmlich seinen Bemühungen im Vereine mit 
jenen des Obersten B6thlen war es gelungen, 
dass das Regiment Kossuth -Husaren gebildet 



wurde. Mikes, der den Rang eines Obersten be- 
kleidete, war einer der ausdauerndsten und um- 
sichtigsten Kämpfer im siebenbürgischen Revo- 
lutionskriege. In allen Schlachten und Gefechten 
durch Bravour und Geschicklichkeit hervorragend, 
war er bald ein Liebling Berns geworden, der 
auch mit dem Gedanken umgieng, ihm nach der 
Einnahme von Hermannstadt das Commando der 
Siebenbürger Armee zu übertragen, als ihn auf 
dem Schlachtfelde das Geschick ereilte. In einer 
der ersten Affairen vor Hermannstadt 9. Jan. 
1849 fand Mikes, durch eine Kanonenkugel ge- 
troffen, den Tod. Er entstammt einem sehr alten 
und angesehenen siebenbürgischen Adelsge- 
schlechte, aus welchem Michael Freiherr Mikes 
von Zabola mit Diplom dd. Wien 4. Mai 1696 
in den ungarischen Grafenstand erhoben wurde. 

Mislik Karl, geb. zu Kuty in Galizien 8. Oct 
1820, eingetr. 12. Oct. 1832, wurde 2. Sept. 
1839 zum Lieut. m. G. ernannt und nach Ab- 
solvierung des höheren Gurses 11. Sept. 1840 
als Lieut. h. G. bei August Graf zu Leiningen- 
Westerburg-Inf. Nr. 31 eingetheilt, 15. Juli 1812 
zu Johann Freih. v. Sivkovich-Inf. Nr. 41 transf., 
27. Aug. d. J. Oberlieut, 1. Sept 1848 Capitän- 
lieut, 1. April 1849 Hauptm., 31. Juli 1852 
pens. und starb 7. Febr. 1858 zu Czernowitz. 
Er hatte mit seinem Regimente an allen feind- 
lichen Begebenheiten der Kriegsjahre 1848 und 
1849 theilgenommen. 

Musetich Ferdinand, geb. zu Montona 
17. Oct 1822, eingetr. 10. Dec. 1832, wurde 
als Lieut. m. G. zu Wilhelm I. König der Nieder- 
lande-Inf. Nr. 26 ausgemustert, 1. Febr. 1842 
zu Joseph Friedrich Freih. v. Palombini - Inf. 
Nr. 36 transf., 16. Febr. 1843 Lieut. h. G., 
1 9. April 1 848 Oberlieut, 20. Dec. 1 850 Hauptm. 
2. Cl., 1. Juli 1853 Hauptm. 1. Cl., 13. Aug. 
1863 Major bei Albert Kronprinz von Sachsen- 
Inf. Nr. 11, 1. April 1866 zu Erzh. Stephan- 
Inf. Nr. 58 transf., 23. April 1869 Oberstlieut, 
starb als solcher 29. Nov. d. J. zu Wien. Er 
hatte die Feldzüge 1848, 1849, 1859 und 1866 
mitgemacht 

Neffzern Ferdinand Freiherr von, geb. zu 
Moor in Ungarn 16. Mai 1820, eingetr. 
4. Oct 1832, verließ 25. Oct. 1834 die 
Akademie und kam unmittelbar darauf in das 
Regiments -Erziehungshaus von Friedrich Karl 
Gustav Freih. v. Langenau-Inf. Nr. 49 nach St. 
Polten, von wo er 20. Aug. 1837 zu Philipp 
Prinz von Hessen-Horaburg-Inf. Nr. 1 9 als Cadet 
assentiert und zur Fortsetzung der militärischen 
Ausbildung in die Grazer Cadetten-Compagnie 
eingetheilt wurde. Am 1. Oct 1840 rückte 



38 



1839. 



Neffzern zum Regiraente ein, verließ jedoch Ende 
Aug. 1844 den Militärdienst und lebte nun 
einige Zeit bei seinen Angehörigen zu Moor. Im 
Sept. 1845 trat er abermals als Gadet bei Wil- 
helm 1. König von Württemberg-Husaren Nr. 6 
ein, starb aber schon im März 1846 am Typhus 
zu Brzezan in Galizien. Das freiherrliche Ge- 
schlecht Neffzern stammt aus dem Hause der 
Freiherren von Thomagnini, welches den böhmi- 
schen Adel am 1 . Dec. 1 660 und den böhmischen 
Freiherrenstand im Jahre 1737 erworben hatte. 
Die erbländisch-österreichische Genehmigung zum 
Namens Wechsel als „ Freiherren von Neffzern' 
erfolgte am 12. Aug. 1754. 

Oreskovich Friedrich, geb. zu Obljaj in der 
Militärgrenze 4. März 1821, eingetr. 24. Oct. 
1832 und starb 20. Juni 1839 in der Akademie. 

Pilati Edler von Tassulen Wilhelm, Sohn 

des Hauptmannes Wilhelm Pilati von Ferdinand 
Großherzog vonToscana-Inf.Nr. 7, aus dessen Ehe 
mit Wilhelmine, geborene Hitschmann, Tochter 
des furstl. Dietrichsteinischen Guterinspectors 
Andreas Karl Hitschmann, geb. zu Rovigo am 
30. Nov. 1820, kam am 11. Oct. 1832 in die 
Akademie und erhielt bei seiner Ausmusterung 
die Eintheilung als Lieut. m. G. bei Emerich 
Freih. v. Bakonyi-lnf. Nr. 33, wo er am 1. Dec. 
1843 zum Lieut. h. G., 15. Juni 1848 zum Ober- 
lieut., 24. März 1849 zum Hauptm. 2. Cl. und 
17. Oct. d. J. zum Hauptm. 1. Cl. vorrückte. 
Schon als Lieutenant wurde Pilati theils zum 
directen Vortrage, theils zur Leitung der Regi- 
mentsschulen mit Auszeichnung verwendet und 
hatte einer diesfalligen im Frühjahre 1845 er- 
haltenen Belobung die Berufung an die Grazer 
Cadetten-Compagnie zu danken, in welcher er 
vom Herbste 1845 bis Ende Sept. 1849 
als Lehrer mit dem Vortrage der Feld- und per- 
manenten Befestigung, dann des Abrichtungs- 
und Exercierreglements betraut war. Aus Ge- 
sundheitsrücksichten gezwungen, am 1. Juni 

1858 in den zeitlichen Ruhestand zu treten, 
erholte sich Pilati in kurzer Zeit und konnte 
genau nach Jahresfrist den activen Dienst wieder 
antreten und mit dem Inf.- Reg. Heinrich Freih. 
v. Rossbach Nr. 40, in welches er am 1. Juni 

1859 eingetheilt wurde, an der Schlacht bei 
Solferino, am 24. Juni, thätigen Antheil nehmen. 
In diesem Regimente, inzwischen am 14. Juni 
1863 zum Major vorgerückt, machte Pilati im 
Feldzuge 1866 als selbständiger Bataillons- 
Commandant die Expedition gegen Neu-Berun 
(Weichselübergang bei Goczalkowice am 1 7. Juli), 
dann gegen Klapka entlang der Kis ueza mit, 
wurde am 23. April 1 869 Oberstlieut. und Reserve- 



Commandant. In dieser Eigenschaft kam er am 
5. Aug. 1871 zum Inf. -Reg. Erzh. Karl Ferdinand 
Nr. 51 nach Klausenburg, avancierte hier 1 . Nov. 
1873 zum Obersten und wurde mit der Aller- 
höchsten Entschließung vom 15. Mai 1871 in 
den Adelstand mit dem Prädicate „Edler von 
Tassulen* erhoben. Am 8. Oct 1875 traf üin 
die Ernennung zum Commandanten des In f. -Reg. 
Wilhelm Prinz zu Schleswig-Holstein-Glücksburg 
Nr. 80 t am 12. Juni 1878 zum Commandanten 
der 9. Infanterie-Brigade und in dieser Ver- 
wendung am 1. Nov. d. J. die Beförderung zum 
Generalmajor. Zwei Jahre später war Pilafi 
gezwungen der weiteren activen Dienstleistung 
zu entsagen; er wurde am 1. März 1880 auf 
sein eigenes Ansuchen in den wohlverdienten 
Ruhestand übernommen und lebt zu Theben 
a. d. Donau. Pilati wurde in der Relation des 
Festungs-Commandanten in Pescbiera, Feldmar- 
schall-Lieut. Freiherrn von Lang, vom 8. Nov. 1 860 
bezüglich der musterhaften Führung des seinem 
Commando unterstellten detachierten 3. Bataillons 
des Baron Rossbach 40. Linien-Infanterie-Regi- 
ments mit Auszeichnung erwähnt und ihm anläss- 
lich seines Scheidens aus dem Verbände des Lem- 
berger Generalates für die langjährige, stets vor- 
zügliche Führung des ihm anvertrauten Infanterie- 
Regiments Nr. 80 die Anerkennung des General- 
commandos ausgedrückt. 

Pucher Franz, geb. zu Marburg 9. April 
1821, kam 17. Oct. 1832 in die Akademie, 
trat 25. Nov. 1834 aus der Militärerziehung und 
diente später als Cadet bei Dom Miguel Herzog 
von Braganza-Inf. Nr. 39 vom Jahre 1 839 bis 
zum Jahre 1843. 

PllteaniVincenz Freiherr von, geb. zu Sutitz 
in Böhmen 13. Mai 1822, eingetr. 14. Nov. 1832, 
wurde als Lieut. m. G. zu Theodor Graf Baillet 
de Latour-Inf. Nr. 28 ausgemustert, kam später 
als Lieut h. G. zu Kaiser Franz Joseph-Husaren 
Nr. 1 und starb als Oberlieut. dieses Regiments 
im Jahre 1818. 

Rath Karl Freiherr von, geb. zu Prag 4. Aug. 
1820, eingetr. 21. Oct. 1832, wurde bei der 
Ausmusterung Lieut. m. G. bei Philipp Prinz von 
Hessen-Homburg-Inf. Nr. 19, 23. Juni 1843 
Lieut. h. G. Beim Beginne der Feindseligkeiten 
im Jahre 1818 in Italien von Riva aus nur mit 
einem Dolmetsch zurRecognoscierung entsendet, 
wurde er 7. April in Malcesine durch Verrath 
gefangen genommen, kehrte aber nach dem 
Siegeszuge Radetzkys am 4. Aug. d. J. aus der 
Gefangenschaft wieder zurück. Am 21. Aug. 1848 
wurde Rath zum Oberlieut. befördert, focht — im 
Feldzuge 1819 mit seinem Bataillon in der 



1839. 



39 



Brigade Generalmajor Graf Degenfeld eingetheilt 
— 23. März in der Schlacht bei Novara, avan- 
cierte 29. Dec. 1849 zum Hauptm. 2. Gl. und 
23. Jan. 1853 zum Hauptm. 1. Glasse. Im Feld- 
zuge 1859 in Italien war er mit seinem Regi- 
inente im 9. Armeecorps eingetheilt und kämpfte 
mit Auszeichnung 24. Juni bei Solferino. Am 

1. Juli 1859 zum Major und am 11. Juni 1866 
zum Oberstlieut. befördert, zeichnete er sich im 
Feldzuge 1866 in Italien in der Schlacht bei 
Custoza am 24. Juni 1866 im 7. Corps, Brigade 
Scudier, vorzüglich aus, wurde in derselben durch 
einen Schuss in die rechte Brustseite schwer ver- 
wundet und in Anerkennung seiner hervorragend 
tapferen Leistungen am 18. Juli mit dem Orden 
der Eisernen Krone 3. Gl. ausgezeichnet. Am 
23 Mai 1869 erfolgte seine Beförderung zum 
Obersten und Regiments-Commandanten, 25. Juli 
1876 seine Ernennung zum Gommandanten der 
19. Infanterie-Brigade und 1. Nov. d. J. zum 
Generalmajor. Auf sein Ansuchen am 1. April 
1881 in den Ruhestand übernommen, geruhte 
ihn Seine Majestät in Anerkennung seiner lang- 
jährigen vorzüglichen und vor dem Feinde aus- 
gezeichneten Dienstleistung nebst der Verleihung 
des Feldmarschall - Lieutenants - Charakters ad 
honores mit dem Orden der Eisernen Krone 

2. Cl. auszuzeichnen und am 6. Jan. 1883 huld- 
reichst in den Freiherrenstand zu erheben. Rath 
lebt zu Teplitz in Böhmen. 

Rieder Laurenz, geb.zuWien 16.0ct. 1819, 
eingetr. 15. März 1832 und starb 12. Febr. 1838 
in der Akademie. 

Rother Leopold, geb. zu Wien 2. Juni 1822, 
eingetr. 23. Oct. 1832, wurde als Lieut. m. G. 
zu Erzh. Rainer-Inf. Nr. 1 1 ausgemustert, 1 . Oct. 
1 839 zu Karl Ludwig Graf Ficquelmont-Drag. Nr. 6, 
1. Oct. 1841 zu Emil Prinz von Hessen und bei 
Rhein-Inf.Nr. 54transf. und quitt. 11. Aug. 1843. 
Am 1. Aug. 1848 trat Rother als Lieut. h. G. 
beim 2. steirischen Schützen -Bataillon ein, 
avancierte daselbst 12. April 1849 zum Ober- 
lieut. und erwarb sich 4. Febr. 1850 lür seine 
verdienstvollen Leistungen in den Feldzügen 1848 
und 1849 das Militär- Verdienstkreuz. Nach Auf- 
lösung der Frei-Bataillone 30. April 1850 pens., 
wurde Ter 1. Jan. 1854 rearbitriert und bei 
der Stockerauer Monturscommission eingetheilt, 
l.Aug. 1854 zu Felix Fürst von Jablonowski Inf. 
Nr. 57 transf. und 30. Juni 1858 mit Hauptmanns- 
Charakter pensioniert. Er lebt zu Boltuschanitza. 

Schiffer Bernhard, geb. zu Wien 20. Juni 
1820, eingetr. 25. Oct. 1832, wurde als Lieut. 
m. G. zu Franz Xaver von Richter-lnf. Nr. 14 
ausgemustert. In diesem Regimente brachte 



es Schiffer 24. Febr. 1843 zum Lieut. h. G., 
1. Juli 1848 zum OberlieuL, 7. Oct. 1851 zum 
Hauptm. 2. Gl., 4. Mai 1854 zum Hauptm. 
1. Gl., machte die Feldzüge 1848, 1849 und 
1859 in Italien mit und wurde für die in der 
Schlacht bei Magenta bewiesene Tapferkeit im 
Juli 1859 mit dem Militär- Verdienstkreuze aus- 
gezeichnet. Am 10. Oct. 1860 erhielt derselbe 
das Ritterkreuz 1. Gl. des großberzogl. hess. 
Ordens Philipp des Großmüthigen, wurde 20. Oct. 
1865 Major und Gommandant der Monturscom- 
mission zu Alt-Ofen und trat 23. Juli 1868 in den 
Ruhestand. 

Schweickhard Goswin Reichsfreiherr von, 
Sohn des 21. Mai 1829 verstorbenen Artillerie- 
Majors Friedrich Reichsfreiherrn von Schweick- 
hard aus dessen Ehe mit Babette von Duras, 
geb. zu Wien 27. April 1821, eingetr. 23. Oct. 
1832, wurde als k. k. Gadet zu Erzh. Karl-InT. 
Nr. 3 ausgemustert, 16. Juli 1843 Lieut. m. G., 
1. Sept. 1846 Lieut. h. G., 1. Juli 1848 Ober- 
lieut., 3. April 1854 Hauptm. 2. CL, 5. März 
1859 Hauptm. 1. Gl., 22. April d. J. zur 
Kriegs-Gommissariats-Branche als Adjunct 1 . Gl. 
transf., 12. Mai 1859 Kriegs-Gommissär, 1. Sept. 
1865 pens., lebt zu Piesting. Schweickhard 
stand vom 1. Oct. 1856 bis 1. Nov. 1858 an dem 
Gadetten-lnstitute zu Hainburg als Lehrer der 
Mathematik mit sehr gutem Erfolge in Verwen- 
dung. Der erste Wappenbrief dieses Geschlechtes 
datiert vom Jahre 1611; den Reichsfreiherren- 
stand und den bayrischen Freiherrenstand hat 
die Familie mit Diplom des Kurfürsten Karl 
Theodor von Pfalzbayern als Reichsvicar mit 
Diplom dd. München 1. Juni 1790 erworben. 

Settini Peter Gonte, geb. zu Venedig 18. Jan. 
1820, eingetr. 5. März 1833, wurde als k. k. 
Gadet zu Menrad Freib. v. Geppert-Inf. Nr. 43 
ausgemustert und diente daselbst bis 1847. 

Smerczek Moriz, geb. zu Znaim 3. Aug. 
1820, eingetr. 5. Oct. 1833, wurde als Lieut. 
m. G. zu Michael Freih. v. Mihalievits-Inf. Nr. 57 
ausgemustert und quitt, aus Anlass eines Ren- 
contres mit einer Givilperson und Misshandlung 
derselben, den Militärdienst im Jahre 1844 ohne 
Beibehalt des Officiers-Gharakters. Im Jahre 1846 
trat Smerczek wieder in Militärdienste und zwar 
bei Ludwig l. König von Bayern-Drag. Nr. 2 ein, 
in welchem Regimente er sich durch seine her- 
vorragende Tapferkeit bei Goito (1848) die große 
silberne Tapferkeits-Medaille erwarb. Im Jahre 
1849 und 1850 finden wir ihn als Lieut. beim 
Fuhrwesen-Gorps eingetheilt und als solcher steht 
er im Schematismus vom Jahre 1850 auf 
pag. 516 unrichtig unter dem Namen Smereczek 



40 



1839. 



verzeichnet. Später hat Smerczek abermals den 
Militärdienst verlassen und ist im Jahre 1837 
gestorben. 

Strasoldo von Graffemberg Franz Graf, 

Sohn des im Jahre 1 849 verstorbenen Ferdinand 
Grafen Strasoldo von Graffemberg, aus dessen 
Ehe mit Regina, geborenen Gontessa von Sbruglio, 
geb. zu Udine U.Juni 1820, kam 23. Nov. 1832 
in die Akademie, wurde 31. Juli 1836 als Regi- 
mentscadet zu Erzh. Rainer-Inf. Nr. 11 ausge- 
mustert, lO.Aug. 1841 zu Peter Zanini-Inf. Nr. 16 
transf., 15. Dec. 1842 mit Abschied entlassen. 
Später trat Strasoldo abermals in Militärdienste, 
avancierte bis zum Oberlieut. bei Gustav Wilhelm 
Prinz zu Hohenlohe-Langenburg-Inf. Nr. 1 7 und 
starb als solcher im Oct. 1854. Er war seit dem 
Jahre 1851 mit der Sternkreuz-Ordensdame 
Rosalie Edle Horväth von Szalaber vermählt, 
aus welcher Ehe ein Sohn, Joseph Graf Strasoldo 
von Graffemberg, geb. 27. Nov. 1852, entstammt. 
Über Ursprung und Abstammung, sowie Standes« 
Erhöhungen des gräflichen Geschlechtes Strasoldo 
vergl. Franz Graf Strasoldo, Abgangsjahrg, 1755. 
Streichert Joseph, geb. zu Verona 12. Dec. 
1820, eingetr. 25. Oct. 1832, wurde als Lieut. 
in. G. zu Erzh. Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 32 aus- 
gemustert, noch in demselben Jahre Lieut. h. G., 

1. Juni 1848 Oberlieut., 1. Aug. 1850 Hauptm. 

2. Cl., 1. Juli 1852 Hauptm. 1. Gl., 1854 pens., 
lebte zu Graz und starb daselbst 26. Jan. 1875. 
Er hatte im Jahre 1 848 die Belagerung von Wien, 
1 849 den Feldzug in Ungarn mitgemacht. 

Udwarnicki Joseph Freiherr von, geb. zu 
Janöw in Galizien 19. März 1821, eingetr. 
14. Oct. 1832 und starb 8. Oct. 1834 in der 
Akademie. 

Villa Johann Edler von, geb. zu Monza 
29. Febr. 1820, eingetr. 10. Nov. 1831, wurde 
als Lieut. m. G. zu Erzh. Albrecht-Inf. Nr. 44 
ausgemustert, 1. Nov. 1844 Lieut. h. G., 9. April 

1848 Oberlieut., 3. Sept. 1851 Hauptm. 2. GL, 
20. Nov. 1853 Hauptm. 1. GL, 1. Febr. 1860 
zu Großfürst Nikolaus Gzesarewitsch-Inf. Nr. 61 
transf., 9. Mai 1866 Major. Am 1. Mai 1871 zum 
Oberstlieut. bei Joseph Freih. v. Maroicld-Inf. 
Nr. 7 befördert, trat Villa 1. April 1873 in den 
Ruhestand und erhielt bei diesem Anlasse in 
Anerkennung seiner langjährigen, sehr guten 
Dienstleistung und bewährten Pflichttreue das 
Militär- Verdienstkreuz. Er starb im Jahre 1892 
zu Innsbruck. Villa machte die Feldzüge 1848, 

1849 in Italien und 1866 gegen Preußen mit. 
Weeber Johann, geb. zuWienl6.Mail819, 

eingelr. 22. Oct. 1831, wurde als k. k. Gadet zu 
Karl Ludwig Herzog von Lucca-Inf. Nr. 24 aus- 



gemustert, 7. Mai 1845 Lieut. m. G., 11. April 

1848 Lieut. h. G., 1. Juli 1849 Oberlieut., 1 .Jan. 
1852 pens. und ist 25. Juli 1880 zu Wr. - Neu- 
stadt gestorben. Er hat die Feldzüge 1 84-8 und 

1849 in Ungarn mitgemacht. 

Welser von Welsersheimb Freiherr von 

GumptensteinOtto Reichsgraf, Sohn des am S.Juli 
1874 verstorbenen Geheimen Rathes, k. k. Käm- 
merers und ehemaligen Gouverneurs von Illyrien, 
Reichsgrafen Leopold Caspar VincenzWelser von 
Welsersheimb, aus dessen Ehe mit Antonie, geb. 
Gräfin Szäpäry, und älterer Bruder des gegen- 
wärtigen k. k. Ministers für Landesverteidigung 
Feldzeugmeisters Zeno Reichsgrafen Welser 
von Welsersheimb, geb. zu Graz am 4. Oct. 
1822, kam zur militärischen Ausbildung in die 
Wiener-Neustädter Militär- Akademie am lO. Oct. 
1832 und erhielt bei der Ausmusterung seine 
Eintheilung als Lieut. m. G. beim Inf. -Reg. Franz 
Adolf Freih. v. Prohaska Nr. 7, wo er am 19. Juni 
1846 zum Lieut. h. G. vorrückte. Am 17. Nov. 
d. J. kam er als Oberlieut. zu Plülipp Prinz von 
Hessen-Homburg-Inf. Nr. 19 und rückte hier am 
18. Mai 1849 zum Hauptm. 2. Gl. und am 16. Febr. 

1851 zum Hauptm. 1. Gl. vor, nahm mit diesem 
Regimente an den Feldzügen 1848 und 1849 tlieil 
und zeichnete sich immer durch echten Soldaten- 
muth, der mit wahrer Todesverachtung den 
größten Gefahren furchtlos entgegengieng, aus. 
Seit 8. Dec. 1851 k. k. Kämmerer undamlG.Mai 

1852 zu Karl Freih. v. Guloz-Inf. Nr. 31 transf., 
traf ihn am 3. Mai 1857 die Beförderung zum 
Major bei Erzh. Rainer-Inf. Nr. 59. Hier fand er 
im Feldzuge 1859 erneuerte Gelegenheit, seine 
Soldatentugenden zu bewähren, indem er sich 
schon im Treffen bei Montebcllo am 20. Mai durch 
besondere Bravour in der Führung seines Batail- 
lons hervorthat, im Gefechte der Truppen -Divi- 
sion Urban bei Gastenedolo am 15. Juni d.J. aber, 
durch seine ohne Befehl mit seinem Bataillon 
gegen Giliverghe ausgeführte Flankenbewegung 
zum günstigen Ausgange des Gefechtes wesent- 
lich beitrug. Für diese Waffen that ward ihm am 
7. Juli 1859 der Eisernen Kronen-Orden 3. GL, 
in Anerkennung hervorragend tapferer Leistun- 
gen in der Schlacht bei Solferino 24. Juni 1859 
aber, in welcher das vereinigte Regiment unter 
seinem Gommandanten Obersten Schroeder 
mit oft bewährter Bravour focht, am 15. Aug. 
1859 das Militär - Verdienstkreuz zutheil. Am 
27. Dec. d. J. avancierte Welsersheimb zum 
Oberstlieut. bei Erzh. Heinrich-Inf. Nr. 62, kam 
dann am 20. Febr. 1860 als Regiments-Comman- 
dant zu Alexander I. Kaiser von Russland - Inf. 
Nr. 2 und wurde hier am 18. Aug. 1860 Oberst. 



1839, 1840. 



41 



Am 3. Dec. 1862 wurde er mit demEliren-Com- 
thurkreuze des großherzogl. Oldenburg. Haus- 
und Verdienst-Ordens, am 1. Nov. 1864 mit dem 
königl. preuß. Kronen -Orden 2. Gl. decoriert. 
Den Feldzug 1866 in Italien hat Welsersheimb 
als Brigadier im 7. Armeecorps mitgemacht und 
für seine ausgezeichneten Leistungen in demsel- 
ben den Eisernen Kronen-Orden 2. Gl. erhalten. 
Nach dem Friedensschlüsse erhielt er als disponi- 
bel gewordener Brigadier am 11. Sept. 1866 das 
Gommando des Inf.-Reg. Karl Freih. v. Steininger 
Nr. 68, avancierte aber schon am 9. Nov. 1867 
zum Generalmajor mit der Bestimmung als Bri- 
gadier bei der 8. Truppen-Division in Trient, welche 
Station dem jungen, noch nicht 50jährigen Gene- 
ral so verhängnisvoll werden sollte. Als Welsers- 
heimb seine Brigade übernommen hatte, führte 
er in den Bergen Südtirols die gewagtesten Par- 
tien aus, bei denen er als ungemein gewandter 
Bergsteiger Unglaubliches leistete. Wie wir dem 
„Fremdenblatt" von Gustav Heine (Wien,4°)l 87 1 , 
Nr. 70, dann der „ Volks- und Schützenzeitung" 
(Innsbruck, 4°), Nr. 31 vom 13. März 1871 
entnehmen, war Welsersheimb am 8. März 1871, 
von Levico kommend, auf dem Wege nach Trient 
begriffen. Um den Weg abzuschneiden, beschloss 
er mit seinen Begleitern, seinem Adjutanten Ober- 
lieut. Radlitzka und dem Genie-Oberlieut. Ritter 
von Ettmeyer, über den noch zugefrorenen See 
von Galdonazzo zu gehen. Nach Zurücklegung 
der größeren Strecke brach letztgenannter ein, 
der nun jeden weiteren Versuch aufgab und sich 1 
lieber für den Umweg um den See entschied. Der 
General und sein Adjutant versuchten es weiter, 
aber auch letzterer brach ein und Welsersheimb 
der ihm helfen wollte, mit ihm. Oberlieut. Ett- 
meyer eilte sofort zur nächsten* Ortschaft, um 
Hilfe zu bringen und requirierte auch von Porgine 
Militär. Doch alle Hilfe kam zu spät. Der Adju- 



tant war bald untergesunken, während sich Wel- 
sersheimb beinahe eine Stunde über Eis erhielt. 
In dem Augenblick, als militärische Hilfe aus Por- 
gine anlangte, sank auch er unter. Die Leichen 
beider wurden erst am nächsten Tage unter dem 
Eise aufgefunden ; jene des Generals wurde nach 
Graz gebracht und in der Familiengruftbeigesetzt. 
Graf Welsersheimb war unvermählt geblieben. 
Näheres über das Geschlecht der Reichsgrafen 
Welser von Welsersheimb, dessen Abstammung 
die Genealogen von Kaiser Justinians Feldherrn 
Belisar ableiten, ist bei der Biographie des Reichs- 
grafen Franz Welser von Welsersheimb, Ausmu- 
sterungsjahrg. 1819, zu finden. 

Wodniansky von Wildenfeld Podivin Frei- 
herr, geb. zu Mostau in Böhmen 1. Febr. 1821, 
eingetr. 22. Oct. 1832, wurde alsk. k. Gadet zu 
Philipp Prinz von Hessen -Homburg -Inf. Nr. 19 
ausgemustert und 17. Jan. 1842 mit Abschied 
entlassen. 

Wolf Hugo, geb. zu Johannesberg in Böh- 
men 15. Nov. 1820, kam 23. Oct. 1832 in die 
Akademie, wurde als Lieut. m. G. zu Johann Bap- 
tist Freih. v. Paumgartten - Inf. Nr. 21 ausgemu- 
stert, 14. April 1843 zum Lieut. h. G., 18. April 
1848 zum Oberlieut. befördert, machte den Feld- 
zug 1 848 in Italien mit, wurde 29. Mai d. J. beim 
Angriffe auf Montanara während der Erstürmung 
von Gurtatone schwer verwundet und ist 6. Juni 
1848 zu Mantua an den Folgen dieser Wunde 
gestorben. 

Zanardi Alois, geb. zu Zara 27.März 1821, 
eingetr. 8. Nov. 1832, wurde als Lieut. m. G. zu 
Anton Freih. v. Mayer-Inf. Nr. 45 ausgemustert, 
31. Juli 1843 zeitlich pens., 16 Oct. 1845 reac- 
tiviert, 16. Nov. d. J. Lieut. h. G., 31. März 1846 
zu Erzh. Wilhelm-Inf. Nr. 12 transf., 11. April 
1848 Oberlieut. und starb, wie dem Grundbuchs- 
blatte zu entnehmen ist, 17. Sept. 1849 zu Pest. 



1840. 

11. September. 



Barrault Rudolf, geb. zu Gapo d'lstria 
10. Nov. 1821, eingetr. 5. Oct. 1833 und starb 
25. April 1 835 in der Akademie. 

Bender von Säbelkampf Friedrich, Sohn 

eines Oberlieutenants, geb. zu Reichenberg 

1. Aug. 1821, eingetr. 21. Oct. 1833, wurde als 
Lieut. m. G. zu Leopold Großherzog von Baden- 
in f. Nr. 59 ausgemustert, in welchem Regimente 
er 16. Mai 1846 zum Lieut. h. G., 1. Sept. 1848 
zum Oberlieut., 16. März 1851 zum Hauptm. 

2. Gl. vorrückte und an den Feldzögen 1848 und 



1849 in Italien und Südtirol theilnahm. Am 
23. Sept. 1852 zu Erzh. Albrecht-Inf. Nr. 41 
übersetzt, avancierte Bender 1853 zum Hauptm. 
1. Gl., kam 7. März 1856 zu Dom Miguel Herzog 
von Braganza-lnf. Nr. 39 und trat 1. Aug. 1863 
als Major in denRuhestand. Er starb am 26. Febr. 
1881 zu Prag. 

Benkö Napoleon, Sohn eines Capitänlieute- 
nants, geb. zu Käzdi Väsärhely 20. Jan. 1822, 
kam 26. Oct. 1833 in die Akademie und trat 
9. Oct. 1837 aus der Militärerziehung. Später 



42 



1840. 



diente Benkö als Cadet beim 2. Szedier Grenz- 
Inf. - Reg. Nr. 15 vom Jahre 1841 bis zum Jahre 
1847. 

Bergmann Friedrich, geb. zu Gattaro 25. Aug. 
1821, eingetr. 1 5. Oct. 1 833, wurde 3. Juli 1 838 
vorzeitig als Regimentscadet zu Alois Freih. v. 
Gollner-Inf. Nr. 48 ausgemustert, 1. April 1848 
Lieut. m. G., 16. Oct. 1848 Lieut. h. G., 1. Sept. 
1849 Oberheut, und trat 1. Juni 1850 aus dem 
Armeeverbande. 

Bolzano Edler von Kronstätt Ludwig, Sohn 
eines Großhändlers, geb. zu Prag 6. Aug. 1822, 
eingetr. 18. Oct. 1834, wurde als Lieut. m. G. 
zum Pionnier-Corps ausgemustert, 16. Juni 1843 
Lieut. h. G., 16. Juni 1847 Oberlieut., 16. Juni 
1849 Hauptm. 2. GL, 1. Dec. 1849 Hauptm. 
1.C1., 31. Aug. 1853 zum Flotillen • Corps transf., 
23. April 1859 Major, 22. April 1860 zum 
Pionnier-Corps rückversetzt, 1. Juni 18670berst- 
lieut., 28. Oct. 1868 zu Ladislaus Freih v. Nagy- 
Inf. Nr. 70 transf.. 28. April 1869 Reserve-Com- 
mandant daselbst, 30. Oct. 1871 Oberst, 15. Febr. 
1872 Regiments-Commandant bei Emil Freih. v. 
Kussevich-Inf. Nr. 33, trat 1. Oct 1876 in den 
Ruhestand und starb zu Graz 26. Febr. 1884. 

Bonomi Jakob, geb. zu Lodi 14. Dec. 1822, 
kam 24. Oct. 1833 in die Akademie und trat 
13. Juli 1835 aus der Militärerziehung. 

Boschina Karl Joseph, geb. zu Peterwardein 
4. Nov. 1821, eingetr. 1. Oct. 1833, wurde 

9. Oct. 1837 vorzeitig als Regimentscadet zu 
Erzh. Leopold -Inf. Nr. 53 ausgemustert, 1. Jan. 
1845 k. k. Gadet bei Erzh. Stephan-Inf. Nr. 58, 
17. Juli d. J. Lieut. h. G., nahm an dem ungari- 
schen Feldzuge 1848/1849 thätigen Theil und 
ist in der Schlacht bei Isasz6g 6. April 1849 
gefallen. 

Cattaneo Johann, Sohn eines Staatsbeamten, 
geb. zu Gomo 15. Nov. 1821, eingetr. 24. Oct. 
1833, wurde als Gadet zu Menrad Freih. v. 
Geppert-Inf. Nr. 43 ausgemustert, 27. Oct. 1847 
Lieut. m. G. und trat 1. April 1848 in die Reihen 
der italienischen Armee. 

Bossen Daniel, geb. zu Gospiö 3. Sept. 
1821, eingetr. 16. Oct. 1833 und starb 13. Juli 
1837 in der Akademie. 

Farkas Karl, geb. zu Kecskemet in Ungarn 

10. April 1822, kam 19. Oct. 1833 in die Aka- 
demie und trat 9. Oct. 1837 aus der Militär- 
erziehung. 

Filippi Joseph de, geb. zu Mailand 12. März 
1821, eingetr. 22. April 1833 und wurde 22. Oct. 
1 834 von seinen Angehörigen aus der Militär- 
er/iehung nach Hause penommen. Sein weiterer 
Lebenslauf konnte nicht ermittelt werden. Muth- 



maßlich ist er ein Vetter des gleichnamigen, im 
Juni 1873 verstorbenen Professors der italieni- 
schen Sprache am k. k. Gymnasium bei den 
Schotten in Wien, der durch Herausgabe einer 
italienischen Sprachlehre in den weitesten Kreisen 
bekannt geworden ist. Die Familie hat den Reichs- 
adel und den österreichisch-erbländischen Adel 
mit Diplom dd. Prag 26. Jan. 1810 erworben. 

Frits Siegmund von, Sohn eines Gutsbesitzers, 
geb. zu Regete Ruszka in Ungarn 12. Aug. 1 820, 
eingetr. 15. Oct. 1834, wurde als Lieut. m. G. 
zu Johann Graf v. Nostitz-Rieneck-Chevaux-leg. 
Nr. 7 ausgemustert, 21. Juli 1844 Oberlieut., 
1. Juli 1848 Sec.-Rittm., 20. Mai 1849 Prem.- 
Rittm. und starb als solcher 1 2. Juli 1 849 auf 
Schloss Buhal in Steiermark. 

Gallovich Alexander, Sohn eines Lieute- 
nants, geb. zu Josefsdorf in Ungarn 13. März 
1822, eingetr. 8. Nov. 1833, wurde 11. Sept. 
1840 zum Lieut. m. G. ernannt und nach Hörung 
des höheren Curses 13. Sept. 1841 als Lieut. 
h. G. zu Dom Miguel Herzog von Braganza-Inf. 
Nr. 39 ausgemustert, 1. Oct. 1844 zum Deutscb- 
Banater Grenz-Inf.-Reg. Nr. 12, 1. Aug. 18 4G 
zu Johann August Freih. v. Turszky-Inf. Nr. G2 
transf. und starb 18. Juni 1848 zu Budapest. 

Gelich Richard Paul, Sohn eines Oberst- 
lieutenants, geb. zu Pressburg 2. Juni 1821, 
eingetr. 14. Oct. 1833, wurde als Lieut. m. G. 
zu Wenzel Freih. v. Watlet-Inf. Nr. 41 ausge- 
mustert, 1. Nov. 1840 zu Leonhard Graf Roth - 
kirch und Panthen-Inf. Nr. 12 transf., 24. Juli 
1844 Lieut. h. G., 1. Juni 1845 zu Laval Graf 
Nugent-lnf. Nr. 30 transf. und trat 30. Nov. 1848 
in die Reiben der ungarischen Armee als Ober- 
lieut. beim 13. Hon vöd -Bataillon. Später in den 
Generalstab übersetzt, diente er daselbst bis 
zum Range eines Majors, in welcher Eigenschaft 
er auch Chef der Militär-Centralkanzlei des 
ungarischen Kriegs-Ministeriums war. Nach der 
Gapitulation von Vilägos flüchtete er ins Ausland, 
wo er anfanglich in Hamburg, Altona, dann in 
Brüssel und endlich sieben Jahre in England 
lebte. In Hamburg trat Gelich zuerst als Schrift- 
steller auf, und es erschienen von ihm die beiden 
Broschüren: „ William in Schleswig undHolstein* 
und „ Ungarns Fall" . Im Jahre 1855 begann er 
auch die Herausgabe eines Werkes : „ The hun- 
garian gcnerals of the war of 1848/1849, Lon- 
don u , von welchem aber infolge seines Eintrittes 
in die britisch- deutsche Legion nur drei Hefte 
erschienen. Er machte in dieser Legion als Major 
des 5. leichten Infanterie-Regiments den Krim- 
Krieg mit. Bei der Umwandlung derselben in 
eine Militärcolonie für das Gap der guten Hoflf- 



1840. 



43 



nung nahm Gelich 1857 seinen Abschied und 
kehrte im Juli 1858 — von der, den ehemali- 
gen k. k. Officieren im Jahre 1857 ertheilten 
bedingten Amnestie Gebrauch machend — nach 
Österreich zurück, wo er sich in Olraütz vor das 
für solche Officiere niedergesetzte Kriegsgericht 
stellte. Nach einer zehnmonatlichen Unter- 
suchungshaft von Seiner Majestät begnadigt, 
begab er sich dann zu seiner Familie nach Sze- 
gedin und im Jahre 1860 nach Pest, wo er die 
im Auslande begonnene publicisiische Laufbahn 
fortsetzte. Im Jahre 1861 gründete und redigierte 
er in Temesvär das politische Tagblatt „ Grenz- 
böte*, welches den Deäk'schen Standpunkt warm 
vertretend, beim Anbruch des Provisoriums 
durch das Statthalterei-Präsidium unterdrückt 
wurde. Im Jahre 1862 wurde er Mitarbeiter des 
„Pester Lloyd* und Correspondent mehrerer 
hervorragender Wiener und ausländischer Jour- 
nale. Im Jahre 1866 erschien im Pester Lloyd 
jener Cyclus militärischer Briefe, welche unter 
dem Titel 9 Briefe eines alten Soldaten* in einer 
Broschüre zusammengefasst, bei Gerold in Wien 
veröffentlicht wurden und sowohl im In- als 
Auslande eine sehr vorteilhafte Beurtheilung 
erfuhren. Es war die erste Kritik über den Feld- 
zug und die erste Anregung der Wehrfrage. Im 
Mai 1867 entwarf er in der bei Emich erschiene- 
nen Broschüre: „Tdje'kozds a hazai hadrend- 
szerröl alkotandö törvhiyjavaslat körül* die Haupt- 
grundzüge des neuen Wehrgesetzes. Im Juli 1867 
erfolgte Gelichs Ernennung zum königl. ungari- 
schen Sectionsrathc, in welcher Eigenschaft er 
vom 1 1 . Juli 1 867 bis November 1 869 das königl. 
ungarische Landesvertheidigungs - Ministerium 
leitete. Vom Monate Juli bis December 1867 unter- 
handelte er fast selbständig mit den Vertretern 
des gemeinsamen Kriegs-Ministeriums über das 
zu vereinbarende neue Wehrgesetz und arbeitete 
dann den ersten Entwurf aus, der bei den weite- 
ren Verhandlungen bezüglich der principiellen 
Ausgangspunkte und der wesentlichsten Details 
als Basis diente. Dann leitete Gelich als Sections- 
rath das 5. Departement des königl. ungari- 
schen Landesvertheidigungs -Ministeriums bis 
10. April 1870; an diesem Tage wurde er auf 
seine Bitte um Enthebung von seinem Posten 
von Seiner Majestät in allergnädigster Würdigung 
seiner um das Zustandekommen des 1868 er 
Wehrgesetzes und die Durchführung der Vor- 
arbeiten für die aufzustellende königl. ungarische 
Landwehr erworbenen Verdienste zum Obersten 
und Commandanten des königl. ungarischen 
i. Landwehr-Bataillons ernannt. Im Jahre 1871 
erfolgte seine Beförderung zum Commandanten 



der königl. ungarischen 15. Landwehr-Brigade 
in Pressburg, worauf er 1872 das Commando 
der 18. Brigade in Groß-Kanizsa, und endlich 
nach der neuen Organisation jenes der 82. In- 
fanterie-Brigade in Fünfkirchen übernahm. Dort 
verfiel Gelich anfangs 1S77 in eine schwere 
langandauernde Krankheit, wurde superarbitriert 
und Ende December 1878 mit Generalmajors- 
Gharakter pens. und für den Ernstfall zur Dis- 
position gestellt. Im selben Jahre erschien im 
Verlage von Hartleben in Wien von Gelich die 
Broschüre „Die Reorganisation der Heeresmacht 
Österreich- Ungarns mit Bezugnahme auf die Re- 
visionsfrage*, welche von der gesammten Presse 
sehr günstig besprochen wurde. Im Ruhestande 
beschäftigte er sich einige Jahre mit der Aus- 
arbeitung eines großen geschichtlichen Werkes 
über den ungarischen Krieg von 1848 und 1849, 
welches in drei starken Bänden im Verlage von 
A. Aigner in Budapest unter dem Titel „Magyar- 
orszög fäggetlensigi harcza* erschien. Dieses 
Werk, das später auch in deutscher Sprache 
erscheinen wird, wurde von der Presse ob seiner 
Objectivität und Gründlichkeit als eine der besten 
Quellen für die spätere Geschichtsschreibung 
bezeichnet. General Gelich, der in Budapest 
lebt, setzt noch heute seine publicistische Thätig- 
keit fort. 

Giesl von Gieslingen Heinrich Karl Frei- 
herr, erblickte zu Olmütz als Sohn des dortigen 
Platz-Hauptmannes Johann Giesl von Gieslingen, 
aus dessen Ehe mit Anna geb. von Adlersfeld, 
am 7. Aug. 1821 das Licht der Welt, kam 
am 27. Oct. 1833 in die Neustädter Akademie 
und wurde als Lieut. m. G. zum 12. Jäger-Bat. 
ausgemustert. Gleich nach dem Einrücken beim 
Bataillon wurde er mit der Leitung der Cadetten- 
schule betraut, 19. Mai 1843 Bataillons-Adjutant, 
16. April 1844 Lieut h.G., 1 1. Febr. 1848 wegen 
vorzüglicher Dienstleistung außer der Rangstour 
Oberlieut. und leistete im October desselben Jahres 
bei der Begleitung des Allerhöchsten Hofes von 
Schönbrunn nach Mähren sehr gute Dienste. 
Unterwegs von Znaim aus mit seinem Bataillon 
zur Occupations- Armee vor W r ien rückbeordert, 
nahm Giesl an den folgenden Ereignissen da- 
selbst thätigst Antheil, wurde 28. Oct. bei Er- 
stürmung der Leopoldstädter Gavallerie-Kaserne 
verwundet und kam nach eingetretener Recon- 
valescenz Mitte December mit der Hauptarmee 
nach Ungarn. Das schwache Streifcorps des 
Obersten Gollery rückte von Leva aufwärts des 
Granflusses bis Zsarnowitz vor und bestand 
22. Jan. 1849 bei Hodrics (auf der Straße nach 
Schemnitz) ein glänzendes Gefecht gegen den 



44 



1840. 



General Arthur Görgey, der hier die ganze Bat- 
terie und seinen Generalstabs-Chef Heinrich 
Pusztelnik einbüßte. Für dieses Gefecht im Berg- 
defile" von Hodrics wurde dem Oberst Coilery 
das Ritterkreuz des Militär Maria Theresien- 
Ordens in der Promotion vom 29. Juli 1849 
zuerkannt, während sein Adjutant Oberlieut. 
Giesl für die hierbei bewiesene Umsicht und 
Tapferkeit am 6. April 1849 den Ausdruck der 
besonderen Allerhöchsten Zufriedenheit und in 
der Folge, 4. Jan. 1850, das Militär- Verdienstkreuz 
erhielt. Am 1. März 1849 zum Gapitänlieut 
befördert, commandierte Giesl die Arrieregarde 
im Gefechte bei Waitzen und wurde in der 
Relation des Generalmajors Fürsten Jablonowski 
lobend erwähnt. Ebenso erscheint dessen Ver- 
halten in der Schlacht bei Nagy-Sarlö 19. April, 
wo er das 12. Jäger-Bataillon ad interira comman- 
dierte, in der Gefechtsrelation des Corps-Com- 
mandanten Feldmarschall - Lieutenants Wohl- 
gemuth wieder lobend hervorgehoben. Am 1. Juni 

1849 rückte Giesl zum Hauptm. vor und wurde 
für sein ausdauernd tapferes Benehmen bei der 
Einnahme von Raab 28. Juni und in der Schlacht 
bei Komorn 2. Juli, an welchem Tage er mit 
der 1. Jäger-Division an der hartnäckigen Ver- 
teidigung des Dorfes Ö-Szöny in der Brigade 
Benedek theilnahm, unterm 21. Aug. 1849 
abermals durch den Ausdruck der Allerhöchsten 
Zufriedenheit ausgezeichnet. Am 3. Aug. 1849, 
bei Forcierung des Theißüberganges, über- 
schiffte Giesl mit der 1 . Jäger-Division ans linke 
Ufer im Angesichte des Feindes, erstürmte so- 
fort den Brückenkopf von Neu-Szegedin und 
behauptete ihn, bis der Brückenschlag vollendet 
war und so Verstärkung folgen konnte. Für diesen 
neuen Beweis von Umsicht und Tapferkeit wurde 
ihm 8. Dec. 1 849 der Orden der Eisernen Krone 
3. Cl. verliehen. Diesen Verdiensten vor dem 
Feinde folgte nun auch eine ausgezeichnete Ver- 
wendung Giesls in den Friedensjahren. Im Jahre 

1850 wurde er dreimal von Stuhlweißenburg 
aus in das Komorner, Graner, Pester, Tolnaer 
und Somogyer Gomitat mit Jäger-Gompagnien 
zur Herstellung der gesetzlichen Ordnung ent- 
sendet und ihm für die durch Thätigkeit, Umsicht 
und Energie erzielten Resultate jedesmal die 
vollste Anerkennung des 3. Armee-Commandos 
ausgesprochen. Am 5. Aug. 1856 wurde Giesl 
probeweise zum fungierenden Stabsofficier beim 
17. Gendarmerie-Reg. ernannt, mit 1. Jan. 1857 
definitiv in dieses Corps als Rittm. 1 . Gl. transf., 
14. Juli 1857 zum Major befördert und im Jahre 
1858 in das 19., im Jahre 18G0 aber in das 
7. Gendarmerie-Reg. übersetzt. Als exponiertem 



Major in Fünfkirchen wurde ihm im Jahre 1 859 
für die Aufrechthaltung der öffentlichen Sicher- 
heit in den Comitaten Zala, Somogy und Baranya 
die volle Anerkennung der Gendarmerie-Gen eral- 
Inspection und in den Jahren 1861 und 1862 
für die erfolgreiche Verwendung zu Skalitz und 
Szenitz in militärisch-politischer Richtung die 
gleiche Anerkennung des Gommandiereoden 
Generals, Feldzeugmeisters Grafen von Coronini 
ausgesprochen. Mit Allerhöchst unterzeichnetem 
Diplome vom 3. Sept. 1863 erfolgte die Er- 
hebung Giesls in den Ritterstand mit Beibehält 
des, von der Kaiserin Maria Theresia am 10. Aug. 
1773 bereits dem Großvater desselben verliehe- 
nen Prädicates „Gieslingen*. Am 22. Mai 1865 
wurde er außertourlich zum Oberstlieut. in der 
Gendarmerie befördert und ihm das Commando 
der Wiener Militär-Polizeiwache übertragen, wo 
er 30. Aug. 1866 zum Obersten vorrückte. Nach 
Auflösung der Militär-Polizeiwache in Wien wurde 
Giesl 23. April 1869 zu Wilhelm Freih. von Ram- 
ming-Inf. Nr. 72 transf. und schon 28. April d. J. 
zum Reserve-Commandanten daselbst ernannt. 
Für die als Gommandant der Wiener Polizei- 
wache stets an den Tag gelegte Pflichttreue und 
Umsicht wurde ihm 1. Mai 1869 abermals der 
Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit bekannt 
gegeben. Am 29. Oct. 1870 wurde Giesl zum 
Gommandanten des Inf. -Regiments Gustav Freih. 
v. Wetzlar Nr. 16 ernannt. Als dieses Regi- 
ment am 8. Nov. 1871 mit dem Warasdiner 
Infanterie-Regiment verschmolzen wurde, erfolgte 
am 26. Dec. 1871 seine Ernennung zum Gen- 
darmerie-Inspector, in welcher Stellung er die 
Reorganisierung der Gendarmerie durchführte, 
worauf er am 25. April 1874 zum Generalmajor, 
am 20. April 1879 zum Feldmarschall-Lieut. 
vorrückte und in Anerkennung seiner sowohl 
im Kriege als auch auf seinem gegenwärtigen 
Posten geleisteten vorzüglichen Dienste am 
25. April 1883 mit dem Orden der Eisernen 
Krone 2. Gl. und am 21. Juni d. J. durch die 
Erhebung in den Freiherrenstand ausgezeichnet 
wurde. Weitere Beweise Allerhöchster Huld und 
Gnade wurden ihm am 13. März 1884 durch die 
Verleihung der Geheimraths- Würde, am 25. April 
1887 durch die Ernennung zum Inhaber des 
Warasdiner Inf. -Reg. Nr. 16, welches er als 
Oberst commandierte, sowie auch durch die 
Auszeichnung mit dem Orden der Eisernen 
Krone 1. Gl. (Kriegsdecoration 3. Gl.), welchen 
er am 3. Sept. 1888 anlässlich seines 50 jähri- 
gen Dienst Jubiläums in Anerkennung seiner 
stets vorzüglichen, vor dem Feinde ausgezeich- 
neten Dienstleistung erhielt. Die von echtem 



1840. 



45 



ritterlichen Geiste beseelten Stabs- und Ober- 
officiere der k. k. Gendarmerie verewigten ihren 
verehrten Chef nach dieser letzteren kaiserlichen 
Auszeichnung durch die Errichtung einer Stiftung. 
Mit Allerhöchster Entschließung vom 27. April 
1 889 wurde ihm in Erwägung der von demselben 
Seiner Majestät dem Kaiser und dem durch- 
lauchtigsten Kaiserhause geleisteten Dienste, 
daher als Merkmal der Allerhöchsten Gnade der 
Feldzeugmeisters-Gharakter verliehen. Giesl war 
seit 22. Nov. 1849 mit Emilie Christoph ver- 
heiratet, welche 20. Sept. 1885 zu Meran starb 
und vermählte sich zum zweitenraale am 16. Nov. 
1892 mit Maria Ludovica Karolina Schön Edle 
von Liebingen. Der ersten Ehe entstammen 
nebst zwei Töchtern, zwei Söhne: 1. Arthur 
Freiherr Giesl von Gieslingen, Major im General- 
stabs- Corps und Generalstabs- Chef bei der Caval- 
lerie-Truppen-Division in Lemberg (vergl. Aus- 
musterungsjahrg. 1875) und 2. Wladimir Frei- 
herr Giesl von Gieslingen, Hauptm. im General- 
stabs-Corps und Militär-Attach6 in Constantinopel 
(vergl. Ausmusterungsjahrg. 1879). 

Gobitsch Wilhelm, geb. zu Esseg 27. Nov. 
1812, kam 9. Oct. 1833 in die Akademie und 
wurde 1. Dec. 1838 wegen physischer Gebrechen 
mit einer Pension aus der Militärerziehung ent- 
lassen und ist seither verschollen. 

Gold Georg, Sohn eines Cassabeamten, geb. 
zu Wien 2. Oct. 1822, eingetr. 17. Oct 1832, 
wurde 11. Sept. 1840 als Lieut. m. G. zu Joseph 
Freih. v. Koudelka-Inf. Nr. 40 ausgemustert, 
15. Febr. 1842 pens. und starb zu Kaschau 
26. März 1843. 

Hadik von Futak B<§la Reichsgraf, Sohn 
des im Jahre 1852 verstorbenen k. k. Käm- 
merers und Rittmeisters a. D. Adam Reichsgrafen 
Hadik von Futak, aus dessen Ehe mit Johanna 
Reichsgräfin von Dernath, geb. zu Homonna in 
Ungarn 29. Sept. 1821, kam 19. Juni 1833 in 
die Akademie, verließ jedoch, von der Vorliebe 
für den Seedienst angeregt, schon am 22. Dec. 
1834 dieselbe, um in die Marine-Akademie zu 
Venedig einzutreten, aus welcher er 1 6. Juli 1 840 
als Marinecadet ausgemustert wurde. Am 1 9 . April 
1844 wurde Hadik Fregatten-Fähnrich, 31. Dec. 
1846 Linienschiffs-Fähnrich, 24. Aug. 1848 
Fregatten-Lieutenant, 17. Nov. 1849 Linien- 
schiffs-Lieutenant und erwarb sich durch Wohl- 
verhalten und Tapferkeit den Eisernen Kronen- 
Orden 3. Gl. (Allerhöchste Entschließung vom 
5. April 1850). Als der Erzherzog Ferdinand 
Maximilian in die Marine trat, kam Hadik zu 
Höchstdemselben als Dienstkämmerer und wurde 
10. Aug. 1855 Corvetten-Capitän, 5. Mai 1856 



Fregatten-Capitän, 11. Dec. 1856 Linienschiffs - 
Capitän und Obersthofme ister Seiner kaiserl. 
Hoheit des Marine- Ober - Commandanten Erz- 
herzog Ferdinand Maximilian, 3. März 1857 unter 
Enthebung von der Dienstleistung als Obersthof- 
meister, Admirals-Adjutant beim Marine-Ober- 
Commando und erhielt bei diesem Anlasse in 
Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste 
das Ritterkreuz des Leopold-Ordens. Während 
der nur kurz unterbrochenen Dienstleistung beim 
Hofstaate des Erzherzogs Ferdinand Maximilian, 
nachherigen Kaisers von Mexiko, erhielt Hadik 
auch in rascher Folge 5. Juli 1853 das Ritter- 
kreuz des Verdienst-Ordens derkönigl. bayrischen 
Krone, 14. Sept. 1854 das Commandeurkreuz 
des königl. sächs. Albrecht-Ordens, 30. April 
1855 das Commandeurkreuz des königl. belg. 
Leopold-Ordens und das Commandeurkreuz des 
königlich portugiesischen Militär-Ordens der unbe- 
fleckten Jungfrau von Villa- Vi(josa, 10. Aug. 1855 
das Commandeurkreuz des königl. griech. Erlöser- 
Ordens, 8. Oct. 1855 den päpstl. Christus-Orden 
und 26. Mai 1860 die Geheime Rathswürde. Am 
23. März 1861 wurde Hadik zum Stellvertreter 
des Marine-Ober- Commandanten ernannt, quitt, 
aber schon 15. Juli d. J. die bekleidete Charge 
mit Beibehalt des Militär - Charakters, erhielt 
bei diesem Anlasse unter Enthebung von der 
Dienstleistung als Vorstand des Hauses beim 
Erzherzog Ferdinand Maximilian den Contre- 
Admirals-Charakter ad honores und den Eisernen 
Kronen-Orden 2. Cl. und starb 19. April 1885 
zu Homonna. Er war seit 1 5. Febr. 1 860 mit 
Helene Gräfin Barköczy von Szala vermählt; aus 
dieser Ehe entsprossen vier Söhne und zwei 
Töchter. Die Reichsgrafen Hadik entstammen 
einem alten, sehr angesehenen ungarischen Ge- 
schlechte und führen das Prädicat s Futak" von 
einer gleichnamigen Herrschaft im Bäcser Comitat. 
Den ungarischen Grafenstand führt die Familie 
auf Grund des Diploms dd. Wien 20. März 
1763; in den Reichsgrafenstand wurde der k. k. 
Geheime Rath, General-Feldmarschall und Hof- 
kriegsraths-Präsident Andreas von Hadik vom 
Kaiser Joseph II. mit Diplom vom 1 4. April 1777 
erhoben. 

Haems Ernst Freiherr von, geb. zu Ofen 
19. Mai 1821, eingetr. 20. Oct. 1833 und starb 
7. April 1834 in der Akademie. 

Hammer Rudolf, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Wien 11. Aug. 1823, eingetr. 12. Nov. 
1833, wurde als Lieut. m. G. zu Erzh. Karl-lnf. 
Nr. 3 ausgemustert, 12. Juli 1844 Lieut. h. G., 
1 1. April 1848 Oberlieut., 30. Jan. 1851 Hauptm. 
2. Cl., 3. April 1854 Hauptm. 1. Cl., 1. Juli 



48 



1840. 



Johanna Freiin Karg von Bebenburg, geb. zu 
Wien 2. April 1823, eingetr. 19. Oct. 1833, 
wurde als k. k. Gadet zu Eugen Franz Prinz von 
Savoyen-Drag. Nr. 5 ausgemustert, 29. Juni 
1844 Lieut., 12. Nov. 1848 Oberlieut., 1. Juli 
1853 Rittm. 2. Cl., 1. März 1854 Rittm. 1. Gl. 
bei Karl Prinz von Preußen-Drag. Nr. 8, 1. März 
1860 zu Maximilian Joseph IL König vonBayern- 
Kürass. Nr. 2 transf., 1. Juni 1860 pens., erhielt 
8. Juni 1862 den Majors-Charakter und starb 
2. Sept. 1889 zu Salzburg. Er war k. k. Käm- 
merer und seit 29. Mai 1856 mit Marianne 
Freiin von Tinti vermählt Die Familie Locella 
erhielt mit Diplom der Kaiserin Maria Theresia 
dd. Wien 20. Oct. 1744 mit der Bestätigung des 
400jährigen Adels den böhmischen Ritterstand 
und mit Diplom dd. Wien 29. Sept. 1764 den 
erbländisch-österreichischen Freiherrenstand. 

Lorenz Gustav, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu Neuhaus in Böhmen 16. April 1822, 
eingetr. 1. Mai 1834, wurde 11. Sept. 1840 
zum Lieut. m. G. ernannt und nach Hörung des 
höheren Curses 13. Sept. 1841 als Lieut. h G. 
bei Anton Freih. v. Bertoletti-lnf. Nr. 15 ein- 
geteilt, 26. Sept. 1847 Oberlieut., 30. April 
1819 Hauptm. 2. GL, 30. Sept. 1850 Hauptm. 
1. Cl., 13. Mai 1859 Major, 23. Mai d. J. zu 
Alois Graf v. Mazzuchelli-Inf. Nr. 1 transferiert. 
Er hat die Feldzüge 1848, 1849 in Ungarn, 1859 
in Italien, 1866 gegen Preußen mitgemacht und 
in Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung in 
dem letzteren Feldzuge 26. Juli 1866 das Militär- 
Verdienstkreuz erhalten. Am 1. Aug. 1866 
wurde Lorenz zeitlich pens., 1. Nov. d. J. bei 
Alois Graf v. Mazzuchelli-Inf. Nr. 10 wieder ein- 
getheilt, 12. Nov. 1867 zum Oberstlieut. be- 
fördert, 23. April 1869 zum Generalstabe transf., 
1. Mai 1870 Reserve- Gommandant bei Erzh. 
Ludwig Salvatorlnf. Nr. 58, 1. Nov. 1871 
Oberst auf diesem Dienstposten, 23. April 1873 
Regiments-Commandant bei Erzh. Ludwig Victor- 
Inf. Nr. 65 und 24. März 1877 Gommandant 
der 48. Infanterie-Brigade. Am 20. Aug. 1877 
trat Lorenz als Generalmajor ad honores in den 
Ruhestand, wurde am 1. Dec. 1882 durch Ver- 
leihung des Officierskreuzes des königl. serb. 
Takowo- Ordens ausgezeichnet und starb im 
Jahre 1888 zu Fünfkirchen in Ungarn. 

Maschek von Maasburg Hugo, Sohn eines 

Landrechts-Secretärs, geb. zu Prag 17. Sept. 
1822, eingetr. 20. Nov. 1834, wurde als Lieut. 
in. G. zu Joseph Friedrich Freih. v. Palombini- 
Inf. Nr. 36 ausgemustert, 1. Nov. 1 8 li Lieut. 
h. G., 11. April 1818 Oberlieut., 15. Sept. 
1851 Hauptm. 2. Gl., 1. Febr. 1854 Hauptm. 



1. CL, 9. Mai 1866 Major, 16. Juli 1867 pens. 
und ist 27. Febr. 1890 zu Wien gestorben. 
Maschek hatte den Feldzug 1866 gegen Preußen 
mitgemacht und 12. Oct. 1866 für sein Ver- 
halten in diesem Feldzuge die Allerhöchste be- 
lobende Anerkennung erhalten. 

Mentzingen Gonstantin Freiherr von und 
zu, ein Sohn des 3. Jan. 1870 verstorbenen 
großherzoglich baden'schen Kammerherrn und 
kaiserl. russischen Obersten a. D. Ernst Frei- 
herrn von und zu Mentzingen, aus dessen Ehe 
mit Antonia Freiin Leutrum von Erlingen, war 
zu Karlsruhe 16. Mai 1821 geb., kam 9. Aug. 
1836 in die Akademie und verließ dieselbe 
schon 2. Aug. 1839. Am 1. Nov. d. J. betrat 
Mentzingen als Regimentscadet bei Hoch- und 
Deutschmeister-Inf. Nr. 4 die militärische Lauf- 
bahn, avancierte im Jahre 1841 zum Lieut. 
m. G. bei Leopold Großherzog von Baden-Inf. 
Nr. 59, wurde im Jahre 1845 q. t. zu Erzh. 
Joseph-Husaren Nr. 2 transf., daselbst 1847 
zum Oberlieut., 1849 zum Rittm. 2. Gl., 1850 
zum Rittm. 1. Gl. befördert, trat 1. April 1852 
in den Ruhestand und lebt gegenwärtig in Wien. 
Er war mit Marie Döry von Jobbahäza vermählt, 
welche 5. Sept. 1888 starb. Das freiherrliche 
Geschlecht von und zu Mentzingen gehört dem 
Kraichgauer Uradel der vormaligen reichs- 
unmittelbaren Ritterschaft in Schwaben an und 
bildet einen Zweig des freiherrlichen Geschlech- 
tes Göler von Ravensburg. 

Milutinovic Paul, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Sluinjici in der Militärgrenze 15. März 
1822, eingetr. 31. Oct. 1833, wurde als k. k. 
Cadet zum Gzaikisten - Bataillon ausgemustert, 
1. Juni 1845 Lieut. m. G. bei Johann August 
Freih. v. Turszky-lnf. Nr. 62, 1. Juli 1848 Lieut. 
h. G., 16. Febr. 1849 Oberlieut. beim Romanen- 
Banater Grenz-Inf.-Reg. Nr. 16, 1. April 1851 
zu Joseph Graf Jellachich de Bu2im-Inf. Nr. 46 
transf., 1. Nov. 1851 Hauptm. 2. Gl., 6. Jan. 
1853 Hauptm. 1. Cl., 1. Sept. 1855 zum Peter- 
wardeiner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 9 transf. und starb 
12. März 1858. 

Murgu Elias, geb. zu Modrzewie 17. Febr. 
1822, eingetr. 31. Oct. 1833 und starb 9. Febr. 
1838 in der Akademie. 

Nadler Franz, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Suczawa in der Bukowina 24. März 1822, 
eingetr. 3. Oct. 1833, wurde 11. Sept. 1840 
zum Lieut. m. G. ernannt, nach Hörung des 
höheren Curses 13. Sept. 1841 als Lieul. h. G. 
bei Leonhard Graf Rothkirch und Panthen-Inf. 
Nr. 12 eingetheilt, 26. Oct. 1846 Oberlieut. und 
kam 1. Juli 1848 q. t. zum GQMSt., in welchem 



1840. 



49 



er 26. Juli d. J. zum Hauptm. und 30. Nov. 1850 
zum Major avancierte. Schon seit 20. Juni 1845 
dem GQMSt. zugetheilt, war Nadler in der 
Militär- Zeichnungs-Kanzlei, dann zeitweise iro 
Marsch-, im statistischen endlich im publicisti- 
schon Bureau verwendet, kam 7. Aug. 1848 in 
das Hauptquartier nach Italien und hat noch in 
diesem Jahre den Streifzug gegen Garibaldi und 
das Gefecht bei Morazzone 26. Aug., im folgen- 
den Jahre aber den Feldzug in Piemont mit der 
Schlacht von Novara mitgemacht. Für seine her- 
vorragenden Leistungen vor dem Feinde wurde 
ihm am 14. Juli 1849 der Eiserne Kronen- 
Orden 3. Gl. zutheil. Am 28. Oct. 1852 zu 
Ludwig III. Großherzog von Hessen-Inf. Nr. 1 4 
transf., trat Nadler 1. April 1854 in den Ruhe- 
stand und starb 3. Dec. 1858 zu Gräfenberg. 

Neuhauser Hermann Ferdinand Edler von, 
Sohn eines Obersten, geb. zu Komorn 15. Jan. 
1822, eingetr. 20. Oct. 1833, wurde 11. Sept. 
1840 zumLieut. m.G. ernannt, nach Absolvierung 
des höheren Gurses 13. Sept. 1841 als Lieut. 
h. G. bei Kaiser-Inf. Nr. 1 eingeteilt, 22. März 

1848 Oberlieut., zeichnete sich 1848 in Mailand 
aus, indem er aus der Zecca, wo seine Gompagnie 
als Besatzung lag, mit 1 5 Mann die stark besetzte 
Bartholomäus-Kirche umgieng und den Feind dar- 
aus vertrieb, wofür ihm am 31. Jan. 1850 das 
Militär- Verdienstkreuz zutheil wurde. Im Jahre 

1849 commandierte Neuhauser eine Division des 
Regiments bei der Vorrückung gegen Mortara 
(21. März) und wurde hierbei schwer verwundet. 
Er avancierte 23. März 1849 zum Gapitänlieut., 
28. Dec. 1852 zum Hauptm. 1. Gl., kam 1. Mai 

1856 zum Adjutanten- Corps, wurde 28. Febr. 

1857 Major, 28. April 1859 Oberstlieut., nahm 
am Feldzuge 1859 in Italien theil und erhielt 
15. Aug. 1859 in Anerkennung der hervor- 
ragenden Leistungen in der Schlacht bei Solferino 
und den letzten vorhergegangenen Gefechten den 
Eisernen Kronen-Orden 3. Glasse. Am 27. Dec. 
1 859 q. t zu Franz Graf v. Gyulai-Inf. Nr. 33 über- 
setzt, trat Neuhauser 1. Sept. 1864 als Oberst 
in Pension und lebte seither vorerst in Wien, seit 
dem Jahre 1878 in Perchtoldsdorf, wo er auch 
27. Nov. 1891 starb. 

Nicke Alexander, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Olschan in Mähren 14. Nov. 1821, 
eingetr. 13. Oct. 1833, wurde als Lieut. m. G. 
zu Arthur Herzog vonWellington-Inf. Nr. 42 aus- 
gemustert, 12. Juli 1845 Lieut. h. G., 1. Juli 
1848 Oberlieut., 3. Febr. 1852 Hauptm. 2. GL, 
6. Aug. 1854 Hauptm. 1. Cl., 9. Mai 1866 Major, 
23. April 1869 Oberstlieut. im Generalstabe und 
zum Generalstabs-Chef beim 1 2. Truppen-Di vi- 

Wr.NeuBtädter Mi!.- Akad. II . 



sions- und Militärcommando zu Krakau ernannt 
und auf diesem Dienstposten 28. April 1871 als 
Generalstabsofficier in den Concretualstand von 
Georg V. König von Hannover-Inf. Nr. 42 ein- 
getheilt. Am 1. Jan. 1872 erfolgte seine Er- 
nennung zum Reserve-Gommandanten bei Joseph 
Freih. v. Maroi&ö-Inf. Nr. 7, im Jahre 1874 seine 
Beförderung zum Obersten und im Jahre 1878 
zum Festungs - Gommandanten in Alt-Gradisca. 
Mit 1. Aug. 1878 mit Wartegebür beurlaubt, 
trat er am 1. Oct. d. J. als Generalmajor in den 
Ruhestand und starb zu Baden bei Wien 1 2. Jan. 
1881. Nicke hat die Feldzüge 1859 und 1866 
mitgemacht und 21. Mai 1859 für seine hervor- 
ragend tapferen Leistungen bei Robecco (5. Juli 
1859) das Militär- Verdienstkreuz erhalten. 

Niedzielski Ladislaus Ritter von, Sohn eines 
Gutsbesitzers, geb. zu Blaszkowa in Galizien 
9. Jan. 1821, eingetr. 30. Sept. 1832, wurde 
als k. k. Cadet zu Anton Freih. v. Bertoletti-Inf. 
Nr. 1 5 ausgemustert, 22. Nov. 1841 Lieut. m.G., 
16. Nov. 1845 Lieut. h. G., 7. Oct. 1848 Ober- 
lieut., 27. Dec. 1849 Hauptm. 2. Gl., 1. Aug. 
1854 Hauptm. 1. Cl., 1. März 1868 pens. 
und 19. April 1868 Major ad honores, lebte 
zu Wien und ist seither gestorben. Nie- 
dzielski machte die Feldzüge 1848 und 1849 in 
Ungarn, 1859 und 1866 in Italien mit und wurde 
im Jahre 1848 an der Taborbrücke in Wien, 
dann 1849 bei Nagy-Sarlö (19. April) schwer 
verwundet 

Paul Joseph, Sohn eines Hauptmannes, geb. 
zu Orlät in Siebenbürgen 18. März 1822, ein- 
getr. 26. Oct. 1833, wurde als Lieut m. G. zum 
2. Szedier Grenz-Inf.-Reg. Nr. 1 5 ausgemustert, 
1. Jan. 1843 Lieut. h. G., 31. Juni 1846 pens., 
31. Aug. d. J. reactiviert, 1. Febr. 1851 Oberlieut. 
bei Johann Graf v. Coronini-Gronberg-Inf. Nr. 6, 
15. Dec. 1851 pens. und verzichtete Ende Juli 
1860 gegen zweijährige Abfertigung auf den 
Weiterbezug der Pension und auf den Officiers- 
Gharakter. 

Pecchio von Weitenfeld Karl Ritter, Sohn 
eines Hauptmannes, geb. zu Devic in Böhmen 
24. Sept. 1822, eingetr. 15. Oct. 1833, wurde 
wegen minderer Kriegsdiensteignung bis zur 
Beendigung weiterer Vorstudien für den Civil- 
Staatsdienst 1. Nov. 1839 pens., wendete sich 
jedoch 1. März 1841 als Praktikant der Feld- 
Kriegskanzlei-Branche zu, wurde 10. Oct. 1845 
Feld-Kriegskanzlei-Adjunct, 10. Aug. 1853 zur 
Kriegs-Cassa nach Prag transf., 28. Febr. 1854 
Feld -Kriegskanzlist, 29. Sept. 1854 Kriegs- 
Cassa-Official 4. CL, 2. März 1856 Kriegs-Cassa- 
Official 3. Gl., 15. Juni 1858 Kriegs-Gassa-Offi- 



48 



1840. 



Johanna Freiin Karg von Bebenburg, geb. zu 
Wien 2. April 1823, eingetr. 19. Oct. 1833, 
wurde als k. k. Gadet zu Eugen Franz Prinz von 
Savoyen-Drag. Nr. 5 ausgemustert, 29. Juni 
1844 Lieut., 12. Nov. 1848 OberlieuL, 1. Juli 
1853 Rittm. 2. GL, 1. März 1854 Rittm. 1. Gl. 
bei Karl Prinz von Preußen-Drag. Nr. 8, 1. März 
1860 zu Maximilian Joseph IL König vonBayern- 
Kürass. Nr. 2 transf., 1. Juni 1860 pens., erhielt 
8. Juni 1862 den Majors-Charakter und starb 
2. Sept. 1889 zu Salzburg. Er war k. k. Käm- 
merer und seit 29. Mai 1856 mit Marianne 
Freiin von Tinti vermählt. Die Familie Locella 
erhielt mit Diplom der Kaiserin Maria Theresia 
dd. Wien 20. Oct. 1744 mit der Bestätigung des 
400jährigen Adels den böhmischen Ritterstand 
und mit Diplom dd. Wien 29. Sept. 1764 den 
erbländisch-Österreichischen Freiherrenstand. 

Lorenz Gustav, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu Neuhaus in Böhmen 16. April 1822, 
eingetr. 1. Mai 1834, wurde 11. Sept. 1840 
zum Lieut. m. G. ernannt und nach Hörung des 
höheren Curses 13. Sept. 1841 als Lieut. h. G. 
bei Anton Freih. v. Bertoletti-lnf. Nr. 15 ein- 
getheilt, 26. Sept. 1847 Oberlieut., 30. April 
1849 Hauptm. 2. Gl., 30. Sept. 1850 Hauptm. 
1. Cl., 13. Mai 1859 Major, 23. Mai d. J. zu 
Alois Graf v. Mazzuchelli-Inf. Nr. 10 transferiert. 
Er hat die Feldzüge 1848, 1849 in Ungarn, 1859 
in Italien, 1866 gegen Preußen mitgemacht und 
in Anerkennung vorzüglicher Dienstleistung in 
dem letzteren Feldzuge 26. Juli 1866 das Militär- 
Verdienstkreuz erhalten. Am 1. Aug. 1866 
wurde Lorenz zeitlich pens., 1. Nov. d. J. bei 
Alois Graf v. Mazzuchelli-Inf. Nr. 10 wieder ein- 
getheilt, 12. Nov. 1867 zum Oberstlieut. be- 
fördert, 23. April 1869 zum Generalstabe transf., 
1. Mai 1870 Reserve- Gommandant bei Erzh. 
Ludwig Salvatorlnf. Nr. 58, 1. Nov. 1871 
Oberst auf diesem Dienstposten, 23. April 1873 
Regiments-Commandant bei Erzh. LudwigViclor- 
Inf. Nr. 65 und 24. März 1877 Gommandant 
der 48. Infanterie-Brigade. Am 20. Aug. 1877 
trat Lorenz als Generalmajor ad honores in den 
Ruhestand, wurde am 1. Dec. 1882 durch Ver- 
leihung des Officierskreuzes des königl. serb. 
Takowo- Ordens ausgezeichnet und starb im 
Jahre 1888 zu Fünfkirchen in Ungarn. 

Maschek von Maasburg Hugo, Sohn eines 

Landrechts-Secretärs, geb. zu Prag 17. Sept. 
1822, eingetr. 20. Nov. 1834, wurde als Lieut. 
in. G. zu Joseph Friedrich Freih. v. Palombini- 
Inf. Nr. 36 ausgemustert, 1. Nov. 184.1 Lieut. 
h. G., 11. April 1818 Oberlieut., 15. Sept. 
1851 Hauptm. 2. Cl., 1. Febr. 1854 Hauptm. 



1. Cl., 9. Mai 1866 Major, 16. Juli 1867 pens. 
und ist 27. Febr. 1890 zu Wien gestorben. 
Maschek hatte den Feldzug 1866 gegen Preußen 
mitgemacht und 12. Oct. 1866 für sein Ver- 
halten in diesem Feldzuge die Allerhöchste be- 
lobende Anerkennung erhalten. 

Mentzingen Constantin Freiherr von und 
zu, ein Sohn des 3. Jan. 1870 verstorbenen 
großherzoglich baden'schen Kammerherrn und 
kaiserl. nissischen Obersten a. D. Ernst Frei- 
herrn von und zu Mentzingen, aus dessen Ehe 
mit Antonia Freiin Leutrum von Ertingen, war 
zu Karlsruhe 16. Mai 1821 geb., kam 9. Aug. 
1836 in die Akademie und verließ dieselbe 
schon 2. Aug. 1839. Am 1. Nov. d. J. betrat 
Mentzingen als Regimentscadet bei Hoch- und 
Deutschmeister-Inf. Nr. 4 die militärische Lauf- 
bahn, avancierte im Jahre 1841 zum Lieut. 
m. G. bei Leopold Großherzog von Baden-lnf. 
Nr. 59, wurde im Jahre 1845 q. t. zu Erzh. 
Joseph-Husaren Nr. 2 transf., daselbst 1 8i7 
zum Oberlieut., 1849 zum Rittm. 2. Gl., 1850 
zum Rittm. 1. Gl. befördert, trat 1. April 1852 
in den Ruhestand und lebt gegenwärtig in Wien. 
Er war mit Marie Döry von Jobbahäza vermählt, 
welche 5. Sept. 1888 starb. Das freiherrliche 
Geschlecht von und zu Mentzingen gehört dem 
Kraichgauer Uradel der vormaligen reichs- 
unraittelbaren Ritterschaft in Schwaben an und 
bildet einen Zweig des freiherrlichen Geschlech- 
tes Göler von Ravensburg. 

Milutinovic Paul, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Sluinjici in der Militärgrenze 15. März 
1822, eingetr. 31. Oct. 1833, wurde als k. k. 
Cadet zum Czaikisten- Bataillon ausgemustert, 
1. Juni 1845 Lieut. m. G. bei Johann August 
Freih. v. Turszky-Inf. Nr. 62, 1. Juli 1848 Lieut. 
h. G., 16. Febr. 1849 Oberlieut. beim Romanen- 
Banater Grenz-lnf.-Reg. Nr. 16, 1. April 1851 
zu Joseph Graf Jcllachich de Bu2im-lnf. Nr. 46 
transf., 1. Nov. 1851 Hauptm. 2. Cl., 6. Jan. 
1853 Hauptm. 1. Cl., 1. Sept. 1855 zum Peter- 
wardeiner Grenz-Inf.-Rcg. Nr. 9 transf. und starb 
12. März 1858. 

Murgu Elias, geb. zu Modrzewie 17. Febr. 
1822, eingetr. 31. Oct. 1833 und starb 9. Febr. 
1838 in der Akademie. 

Nadler Franz, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Suczawa in der Bukowina 24. März 1822, 
eingetr. 3. Oct. 1833, wurde 11. Sept. 1840 
zum Lieut. m. G. ernannt, nach Hörung des 
höheren Curses 13. Sept. 1841 als Lieut. h. G. 
bei Leonhard Graf Rothkirch und Panthen-lnf. 
Nr. 12 eingetheilt, 26. Oct. 1846 Oberlieut. und 
kam 1. Juli 1848 q. t. zum GQMSt., in welchem 



1840. 



49 



er 26. Juli d. J. zum Hauptm. und 30. Nov. 1850 
zum Major avancierte. Schon seit 20. Juni 1845 
dem GQMSt. zugetheilt, war Nadler in der 
Militär-Zeichnungs-Kanzlei, dann zeitweise im 
Marsch-, im statistischen endlich im publicisti- 
sehen Bureau verwendet, kam 7. Aug. 1848 in 
das Hauptquartier nach Italien und hat noch in 
diesem Jahre den Streifzug gegen Garibaldi und 
das Gefecht bei Morazzone 26. Aug., im folgen- 
den Jahre aber den Feldzug in Piemont mit der 
Schlacht von Novara mitgemacht. Für seine her- 
vorragenden Leistungen vor dem Feinde wurde 
ihm am 14. Juli 1849 der Eiserne Kronen- 
Orden 3. Gl. zutheil. Am 28. Oct. 1852 zu 
Ludwig III. Großherzog von Hessen-Inf. Nr. 14 
transf., trat Nadler 1. April 1854 in den Ruhe- 
stand und starb 3. Dec. 1858 zu Gräfenberg. 

Neuhauser Hermann Ferdinand Edler von, 
Sohn eines Obersten, geb. zu Komorn 15. Jan. 
1822, eingetr. 20. Oct. 1833, wurde 11. Sept. 
1840 zumLieut. m.G. ernannt, nach Absolvierung 
des höheren Gurses 13. Sept. 1841 als Lieut. 
h. G. bei Kaiser-Inf. Nr. 1 eingetheilt, 22. März 

1848 Oberlieut., zeichnete sich 1848 in Mailand 
aus, indem er aus der Zecca, wo seine Gompagnie 
als Besatzung lag, mit 1 5 Mann die stark besetzte 
Bartholomäus-Kirche umgieng und den Feind dar- 
aus vertrieb, wofür ihm am 31. Jan. 1850 das 
Militär- Verdienstkreuz zutheil wurde. Im Jahre 

1 849 commandierte Neuhauser eine Division des 
Regiments bei der Vorrückung gegen Mortara 
(21. März) und wurde hierbei schwer verwundet. 
Er avancierte 23. März 1849 zum Capitänlieut., 
28. Dec. 1852 zum Hauptm. 1. Gl., kam 1. Mai 

1856 zum Adjutanten- Corps, wurde 28. Febr. 

1857 Major, 28. April 1859 Oberstlieut., nahm 
am Feldzuge 1859 in Italien theil und erhielt 
15. Aug. 1859 in Anerkennung der hervor- 
ragenden Leistungen in der Schlacht bei Solferino 
und den letzten vorhergegangenen Gefechten den 
Eisernen Kronen-Orden 3. Glasse. Am 27. Dec. 
1 859 q. t zu Franz Graf v. Gyulai-Inf. Nr. 33 über- 
setzt, trat Neuhauser 1. Sept. 1864 als Oberst 
in Pension und lebte seither vorerst in Wien, seit 
dem Jahre 1878 in Perchtoldsdorf, wo er auch 
27. Nov. 1891 starb. 

Nicke Alexander, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Olschan in Mähren 14. Nov. 1821, 
eingetr. 13. Oct. 1833, wurde als Lieut. m. G. 
zu Arthur Herzog von Wellington- Inf. Nr. 42 aus- 
gemustert, 12. Juli 1845 Lieut. h. G., 1. Juli 
1848 Oberlieut., 3. Febr. 1852 Hauptm. 2. GL, 
6. Aug. 1854 Hauptm. 1. Gl., 9. Mai 1866 Major, 
23. April 1869 Oberstlieut. im Generalstabe und 
zum Generalstabs-Ghef beim 12. Truppen-Divi- 

Wr.-Neustädter Mil. Akad. II . 



sions- und Militärcommando zu Krakau ernannt 
und auf diesem Dienstposten 28. April 1871 als 
Generalstabsofficier in den Concretualstand von 
Georg V. König von Hannover-Inf. Nr. 42 ein- 
getheilt. Am 1. Jan. 1872 erfolgte seine Er- 
nennung zum Reserve-Gommandanten bei Joseph 
Freih. v. Maroißiß-Inf. Nr. 7, im Jahre 1874 seine 
Beförderung zum Obersten und im Jahre 1878 
zum Festungs - Gommandanten in Alt-Gradisca. 
Mit l.Aug. 1878 mit Wartegebür beurlaubt, 
trat er am 1. Oct. d. J. als Generalmajor in den 
Ruhestand und starb zu Baden bei Wien 12. Jan. 
1881. Nicke hat die Feldzüge 1859 und 1866 
mitgemacht und 21. Mai 1859 für seine hervor- 
ragend tapferen Leistungen bei Robecco (5. Juli 
1859) das Militär- Verdienslkreuz erhalten. 

Niedzielski Ladislaus Ritter von, Sohn eines 
Gutsbesitzers, geb. zu Blaszkowa in Galizien 
9. Jan. 1821, eingetr. 30. Sept. 1832, wurde 
als k. k. Cadet zu Anton Freih. v. Bertoletti-Inf. 
Nr. 1 5 ausgemustert, 22. Nov. 1841 Lieut. m.G., 
16. Nov. 1845 Lieut. h. G., 7. Oct. 1848 Ober- 
lieut., 27. Dec. 1849 Hauptm. 2. Gl., 1. Aug. 
1854 Hauptm. 1. Cl., 1. März 1868 pens. 
und 19. April 1868 Major ad honores, lebte 
zu Wien und ist seither gestorben. Nie- 
dzielski machte die Feldzüge 1848 und 1849 in 
Ungarn, 1859 und 1866 in Italien mit und wurde 
im Jahre 1848 an der Taborbrücke in Wien, 
dann 1849 bei Nagy-Sarlö (19. April) schwer 
verwundet. 

Paul Joseph, Sohn eines Hauptmannes, geb. 
zu Orlät in Siebenbürgen 18. März 1822, ein- 
getr. 26. Oct. 1833, wurde als Lieut m. G. zum 
2. Szökler Grenz-Inf.-Reg. Nr. 1 5 ausgemustert, 
1. Jan. 1843 Lieut. h. G., 31. Juni 1846 pens., 
31. Aug. d. J. reacti viert, l.Febr. 1851 Oberlieut. 
bei Johann Graf v. Coronini-Gronberg-Inf. Nr. 6, 
15. Dec. 1851 pens. und verzichtete Ende Juli 
1860 gegen zweijährige Abfertigung auf den 
Weiterbezug der Pension und auf den Officiers- 
Gharakter. 

Pecchio von Weitenfeld Karl Ritter, Sohn 
eines Hauptmannes, geb. zu Devic in Böhmen 
24. Sept. 1822, eingetr. 15. Oct. 1833, wurde 
wegen minderer Kriegsdiensteignung bis zur 
Beendigung weiterer Vorstudien für den Civil- 
Staatsdienst 1. Nov. 1839 pens., wendete sich 
jedoch 1. März 1841 als Praktikant der Feld- 
Kriegskanzlei-Branche zu, wurde 10. Oct. 1845 
Feld- Kriegskanzlei- Adjunct, 10. Aug. 1853 zur 
Kriegs-Gassa nach Prag transf., 28. Febr. 1854 
Feld - Kriegskanzlist, 29. Sept. 1854 Kriegs- 
Gassa-Official 4. GL, 2. März 1856 Kriegs-Cassa- 
Official 3. Gl., 15. Juni 1858 Kriegs- Gassa-Offi- 



50 



1840. 



cial 2. CL, 20. Nov. 1861 Kriegs-Cassa-Official 
1. CK, 1. Mai 1872 Militär-Zahlmeister bei der 
Militär-Cassa in Temesvär, trat 1. Nov. 1877 in 
den Ruhestand und starb 17. Nov. 1889 auf 
seiner Besitzung in Devic bei Prag. 

Pehm Adolf, Sohn eines Rittmeisters, geb. 
zu Aversa in Italien 12. April 1823, eingetr. 
21. Oct. 1834, wurde als Lieut. m. G. zu Johann 
Freih. v. Hrabovsky-Inf. Nr. 14 ausgemustert, 
1. Juli 1845 zum Lieut. h. G., 1. Aug. 1848 
zum Oberlieut. befördert, war im Jahre 1846 
Bataillons-Adjutant, im Jahre 1848 Brigade- 
Adjutant des 6. Oct. d. J. bei der Taborlinie 
in Wien gefallenen Generalmajors von Bredy 
und nahm dann mit seinem Regimente an dem 
Feldzuge 1848 in Ungarn theil. Am 1. Juni 
1849 wurde er als Hauptm. 2. Gl. zu Karl Lud- 
wig Herzog von Parma-Inf. Nr. 24 eingetheilt, 
rückte hier 1. Juli 1851 zum Hauptm 1. Cl. vor, 
kam dann 1. Jan. 1856 als Rittm. 1. Cl. ins 
Adjutanten-Corps und wurde als solcher im Präsi- 
dialbureau des Armee-Ober-Commandos verwen- 
det. Am 28. Febr. 1857 erfolgte seine Beförderung 
zum Major und Flu gel -Adjutanten beim 4. Armee- 
Commando und 22. Mai 1859 zum Oberstlieut. 
und Corps- Adjutanten beim 6. Armeecorps, in 
welchem er den Feldzug 1859 mitmachte. Im 
Jahre 1860 kam Pehm in die Dienstleistung zum 
Generalcommando in Ofen und erhielt auf 
diesem Dienstposten nach Auflösung des Ad- 
jutanten-Corps seine Einlheilung zu Ludwig III. 
Großherzog von Hessen-Inf. Nr. 14. Am 29. Dec. 
1860 rückte er zur Truppendienstleistung bei 
Erzh. Karl Ludwig-Inf. Nr. 3 ein, avancierte hier 
8. Juli 1865 zum Obersten und Regiments-Com- 
mandanten und fand an der Spitze dieses Regi- 
ments im Feldzuge gegen Preußen 27. Juni 1 866 
bei Trautenau den Heldentod. Mit der Aller- 
höchsten Entschließung vom 3. Oct. 1866 wurde 
ihm nachträglich der Eiserne Kronen -Orden 
3. Cl. zuerkannt. 

Periss Leopold, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Sossiza in Illyrien 4. Febr. 1822, 
eingetr. 16. Oct. 1833, wurde als Lieut. m. G. 
zu Emerich Freih. v. Bakonyi-Inf. Nr. 33 ausge- 
mustert und trat 31. Jan. 1847 aus dem Armee- 
verbande. 

Piatrik von Lanzenberg Ladislaus, Sohn 

eines Hauptmannes, geb. zu Josefstadt 6. Oct. 
1821, eingetr. 28. Sept. 1833, wurde 11. Sept. 
1840 zum Lieut. m. G. ernannt und nach Ab- 
solvierung des höheren Curses 13. Sept. 1841 
als Lieut. h. G. bei Theodor Graf Baillet de La- 
tour-Inf. Nr. 28 eingetheilt, 19. April 1848 Ober- 
lieut, 28. Juni 1849 Hauptm. 2. Cl., 14. März 



1853 Hauptm. 1. Cl., 1. Febr. 1860 zu Jobann 
Graf v. Nobili-Inf. Nr. 74 transf., 12. April 1862 
Major, 1. Juli 1864 pens., lebt zu Prag. Er hat 
alle feindlichen Gelegenheiten seines Regiments 
in der Kriegsepoche 1848 und 1849 mitgemacht 

Pillersdorf, (n. A. Pillerstorff) Anton Frei- 
herr von, geb. zu Biskupitz in Mähren 10. April 
1822, eingetr. 25. Oct. 1833, wurde als Lieut. 
m. G. zu Michael Freih. v. Mihalievits-Inf. Nr. 5 7 
ausgemustert, rückte bald darauf zum Lieut. 
h. G. und 1849 zum Oberlieut vor. Im ungari- 
schen Feldzuge desselben Jahres, an welchem 
Pillersdorf mit seinem Regimente thätig theil - 
nahm, wurde er in der Schlacht bei Pered 
21. Juni schwer verwundet und starb nach er- 
folgter Amputation des zerschmetterten Fußes 
zu Tyrnau im Juli desselben Jahres. Für seine 
vor dem Feinde an den Tag gelegte tapfere 
Haltung wurde ihm nachtraglich der Eiserne 
Kronen-Orden 3. Cl. zuerkannt. Über Ursprung 
und Abstammung dieses Geschlechtes, sowie 
über dessen Standeserhöhungen vergl. Joseph 
Freiherr von Pillersdorf, Austrittsjahrg. 1792. 

Pohanka von Kulmsieg Norbert, Sohn eines 
Lieutenants, geb. zu Rokican in Böhmen 16. Juni 
1821, eingetr. 12. April 1834, wurde als Lieut 
zu Ferdinand Freih. v. Fleischer-Inf. Nr. 35 aus- 
gemustert und trat 7. Dec. 1844 aus dem Militär- 
verbande. Er gieng später nach Amerika, betbei- 
ligte sich an den Kämpfen gegen die Indianer 
in der Provinz Alabama und ist seit dem Jahre 
1850 verschollen. 

Pokorny Anton, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Neuhaus in Böhmen 1. Juni 1822, ein- 
getr. 19. Nov. 1833, wurde als Gadet zu Theodor 
Freih. v. Wacquant-Geozelles-lnf. Nr. 62 ausge- 
mustert, 16. Juli 1846 Lieut. m. G., 1. Aug. 
1848 Lieut. h. G., 1. Jan. 1850 Oberlieut. und 
trat 15. Sept. 1853 aus dem Armeeverbande. 
Im Jahre 1854 gieng Pokorny nach Amerika, wo 
er als Major an dem amerikanischen Bürgerkriege 
theilnahm und nach eingetretenem Frieden eine 
Agentur errichtete. Er starb im Jahre 1868 in 
New-York. 

Pollack von Klumberg Alexander Ritter, 
Sohn eines Architekten, geb. zu Pest 22. Mai 
1821, eingetr. 23. Oct. 1833, wurde als Lieut. 
zu Friedrich Anton Prinz von Hohenzollern- 
Hechingen-Cbevaux-leg. Nr. 2 ausgemustert, 
17. Dec. 1847 Oberlieut., 10. Oct. 1849 Rittm. 
2. Gl., 1. Oct. 1852 Rittm. 1. Gl., 10. April 1858 
Major bei Kaiser Ferdinand-Kürass. Nr. 4, 4. Nov. 
1863 Oberstlieut., 18. Febr. 1866 Oberst und 
Regiments-Commandant bei Philipp Graf Stadion- 
Kürass. Nr. 9. Er war im Jahre 1846 bei der 



1840. 



51 



Bekämpfung des Aufstandes in Galizien und 
machte die Feldzüge 1848, 1849 und 1859 in 
Italien, dann 1866 bei der Nord- Armee gegen 
Preußen mit. Bei der Deckung des Rückzuges 
nach der unglücklichen Schlacht bei Königgrätz 
erwarb sich Pollack den vollsten Anspruch auf 
allgemeine Anerkennung, indem er in einer 
glänzenden Attaque das 3. preußische Dragoner- 
Regiment fasste und das zur Unterstützung her- 
beigeeilte 1 1. Uhlanen-Regiment zurückwarf, wo- 
durch der in dieser Richtung zurückgehenden 
Infanterie der ynbelästigte Übergang über die 
Elbe ermöglicht wurde. Der Eiserne Kronen- 
Orden 3. Gl. war (16. Oct. 1866) die Belohnung 
für diese Waffenthat, welcher Verleihung 1 6. Juli 
1867 die statutenmäßige Erhebung in den Ritter- 
stand mit dem Prädicate „von Klumberg* folgte. 
Am 16. Juli 1870 erfolgte seine Ernennung zum 
Brigadier bei der 13. Inianterie-Truppen-Division 
in Stuhlweißenburg, 1. Mai 1872 die Beförde- 
rung zum Generalmajor auf diesem Dienstposten. 
Am 7. Juli 1872 wurde Pollack General-Fuhr- 
wesens-Inspector, 14. April 1874 unter Aufrecht- 
haltung dieses Wirkungskreises Militär-Inspector 
des k. k. Staats-Hengstendepots und 14. Oct. 
d. J. überdies auch General-Remontierungs-ln- 
spector. In diesen vielseitigen Verwendungen 

1. Mai 1877 zum Feldmarschall-Lieul. befördert, 
wurde Pollack 6. Sept. 1877 dem Generalcom- 
mando in Prag zugetheilt, und ihm bei diesem 
Anlasse für die bisher geleisteten vorzüglichen 
Dienste der Ausdruck der Allerhöchsten Zufrie- 
denheit bekannt gegeben. Am 1. Dec. 1877 trat 
er in den Ruhestand und starb 27. Febr. 1889 
zu Wien. 

PrelautSCh Wenzel, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Prag 11. April 1822, eingetr. 
6. Juni 1834, wurde 11. Sept. 1840 zum Lieul. 
m. G. ernannt und nach Absolvierung des höhe- 
ren Gurses 13. Sept. 1841 als Lieut. h. G. bei 
Werner Freih. v. Trapp-lnf. Nr. 25 eingetheilt, 
11. April 1848 Oberlieut., 2. Juli 1850 Hauptm. 

2. GL, 20. Mai 1852 Hauptm. 1. Gl., 1. April 
1853 zu Johann Graf v. Coronini-Cronberg Inf. 
Nr. 6, 1. Jan. 1856 in das Cadetten-Institut zu 
Hainburg, 1. Oct d. J. in das Gadetten-Institut 
zu Marburg als Lehrer der Mathematik transf. 
und starb daselbst 16 Dec. 1857. Prelautsch 
hat im Jahre 1848 die Gefechte bei Palmanuova 
17. und 19. April, bei Vicenza 10. und 21. Mai, 
bei Goito 30. Mai und den Angriff auf die ver- 
schanzten Linien bei Gurtatone 29. Mai mitge- 
macht. 

Rehm Edgar Edmund, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Josefstadt 3. Mai 1822, eingetr. 



12. Oct 1833, wurde 11. Sept. 1840 zum Lieut. 
m. G. ernannt, nach Absolvierung des höheren 
Gurses als Lieut. h. G. zu Wilhelm I. König der 
Niederlande-lnf. Nr. 26 eingetheilt, war im Jahre 

1842 Bataillons-Adjutant, 1844 dem GQMSt 
zugetheilt, wurde im Jahre 1847 Inspections- 
Officier, später Lehrer der Kriegsgeschichte und 
der französischen Sprache an der Genie-Akade- 
mie und mehrere Jahre mit der Ausbildung der 
in Wien befindlichen türkischen Officiere betraut, 
wurde im Jahre 1848 Oberlieut, 1849 Hauptm. 
2. GL, 1850 Hauptm. 1. GL, 16. März 1852 
definitiv pens. und starb 29. Juni 1857 zu Rohr- 
bach. 

Ridler Edler von Greif in Stein Karl 

Friedrich, Sohn eines Regierungsrathes, geb. zu 
Wien 18. Jan. 1822, eingetr. 5. Juli 1835, wurde 
als Lieut. m. G. zu Erzh. Ludwig-Inf. Nr. 8 aus- 
gemustert, 9. Nov. 1844 Lieut. h. G., 16. Dec. 

1847 zum Tiroler Kaiser- Jäger-Reg. transf., 1 . Juli 

1848 Oberlieut, 1. März 1852 Hauptm. 2 GL, 
15. Jan. 1853 Hauptm. 1. CL, trat 1. Juli 1860 
in den zeitlichen Pensionsstand, erhielt 8. Nov. 
1868 den Majors- Charakter ad honores und lebt 
zu Wien. Ridler machte die Feldzüge 1 848 und 
1849, dann 1859 in Italien mit und wurde für 
seine hervorragend tapferen Leistungen im letzt- 
genannten Feldzuge am 2. Juni 1859 mit dem 
Militär- Verdienstkreuze decoriert. 

Scharich Johann, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Iglau in Mähren 4. Dec. 1821, eingetr. 
31. Oct. 1833, wurde als Lieut. m. G. zu Fried- 
rich Freih. v. Bianchi, Duca di Gasa Lanza-Inf. 
Nr. 63 ausgemustert, avancierte 16. Juni 1844 
zum Lieut h. G. und quitt. 1 5. Mai 1 848 den 
Militärdienst ohne Beibehält des Officiers-Cba- 
rakters. 

Scherb Friedrich Edler von, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Wien 23. April 1822, 
eingetr. 24. Oct. 1833, wurde als Lieut. m. G. 
zu Maximilian Freih. v. Wimpffen-Inf. Nr. 13 
ausgemustert, 16. Nov. 1845 pens., legte später 
den Officiers- Charakter ab und lebt gegenwärtig 
als Schriftsteller und Journalist in Wien. 

Schiff ler Ferdinand, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu Pest 3. Mai 1822, eingetr. 17. Oct. 1833, 
wurde als Lieut. m. G. zu Wilhelm I. König der 
Niederlande-lnf. Nr. 26 ausgemustert, im Jahre 

1843 zum Lieut. h. G., 1848 zum Oberheut., 
1850 zum Hauptm. 2. GL, 1852 zum Hauptm. 
1. Gl. befördert und starb als solcher 31. Juli 
1855 zu Karasz in Ungarn. 

Schneeberger Joseph Alois, Sohn eines 
Oberlieutenants, geb. zu Graz 20. Juni 1821, 
eingetr. 16. Oct. 1833, wurde als Lieut. m. G. 



52 



1840. 



zu Gustav Wilhelm Prinz von Hohcnlohe-Langen- 
burg-Inf. Nr. 17 ausgemustert, 1. Aug. 1845 
Lieut. h. G., 1. Mai 1848 Oberlieut, 16. Juni 
1849 Hauptm. 2. Gl. und starb 7. Jan. 1850 zu 
Laibach. Schneeberger hatte in den Kriegsjahren 
1848 und 1849 an allen feindlichen Gelegen- 
heiten seines Regiments thätig theilgenommen. 
Seibert Ulrich, Sohn eines Lieutenants, geb. 
zu Csäkvär in Ungarn 24. Sept. 1821, eingetr. 

24. Oct. 1833, wurde als Lieut. m. G. zu Gustav 
Prinz von Wasa-lnf. Nr. 60 ausgemustert, rückte 
daselbst bis zum Hauptm. 2. Cl. vor und starb 
30. Oct 1851 zu Prag. 

Sieber Heinrich, Sohn eines Juweliers, geb. 
zu Wien 6. März 1823, eingetr. 23. Oct 1833, 
wurde als k. k. Gadet zu Theodor Graf Baillet de 
Latour-Inf. Nr. 28 ausgemustert, 1. Jan. 1844 zu 
Leopold IL Großherzog von Toscana-Drag. Nr. 4 
transf., 1. März 1845 Lieut bei Kaiser-Husaren 
Nr. 1 , 5. Sept. 1 848 Oberlieut, 1 . Dec. 1 850 Rittm., 
30. April 1854 pens., trat später in Civil-Staats- 
dienste und ist gegenwärtig noch Official bei der 
Finanz-Landes-Direction in Krakau. 

Sootor Karl, Sohn eines Lieutenants, geb. 
zu Salzburg 26. Juni 1821, eingetr. 25. Oct 
1833, wurde als Cadet zu Hoch- und Deutsch- 
meister-Inf. Nr. 4 ausgemustert und scheint bald 
darauf den Militärdienst verlassen zu haben. 

Stadl Oltokar Reichsfreiherr von und zu, 
Solm des 16. Dec. 1822 verstorbenen k. k. 
Kämmerers Georg Reichsfreiherrn von und zu 
Stadl, geb. zu Graz 20. Nov. 1821, eingetr. 
19. Oct. 1833, wurde als Lieut m. G. zu Karl 
Ludwig Graf Ficquelmont-Drag. Nr. 6 ausge- 
mustert, 10. Juni 1848 Oberlieut,. 30. Nov. 1850 
Rittm. 2. GL, 1. Juli 1854 Rittm. 1. GL, 1. März 
1857 pens., starb 25. Mai 1888 zu Graz. Stadl 
war k. k. Kämmerer, Nutznießer der von Franz 
Leopold und Johann Rudolf von Stadl gestifteten 
Fideicommisse und in erster Ehe seit 7. Febr. 
1853 mit Josephine Gräfin Bussy de Mignot, 
nach deren 4. Juni 1854 erfolgtem Ableben aber 
seit 20. Febr. 1860 mit Gabriele Gräfin von Lam- 
berg vermählt Nur aus der zweiten Ehe ist eine 
Tochter entsprossen. Stadl gehört dem steirischen 
Uradel an ; den Reichsfreiherrenstand hat dieses 
Geschlecht gleichzeitig mit demerbländisch-öster- 
reichischen Freiherrenstande mit Diplom dd. Linz 

25. Aug. 1614 erworben. 

Staut Adolf, Sohn eines Oberlieutenants, 
geb. 12. Oct. 1821, eingetr. 5. Nov. 1833, wurde 
als Lieut m. G. zu Joseph von Benczur-Inf. 
Nr. 34 ausgemustert, 16. Febr. 1844 Lieut. h. G. 
und trat 1. Oct 1848 in die Reihen der unga- 
rischen Insurrections - Armee. Am 26. Juli 1869 



wurde Staut Major in der königlich ungarischen 
Landwehr, 15. Sept. 1869 Commandant des 
40. Landwehr- Bataillons zu Sätoralja-Ujhely, 
1. Mai 1871 Oberstlieut, trat 1. Juni 18 79 
als Titular - Oberst in den Ruhestand und starb 
27. Febr. 1880. 

Stratico Nikolaus, SohneinesStaatsbeamten 9 
geb. zu Venedig 1. Oct 1820, eingetr. 31. Oct. 
1833, wurde als Lieut. m. G. zu Menrad Freib. 
v. Geppert-lnf. Nr. 43 ausgemustert und diente 
daselbst bis zum Jahre 1848. 

Susic Adolf von, Sohn eines Majors, geb. 
zu Hercegovac in der Militärgrenze 31. Juli 
1821, eingetr. 16. Oct 1833, wurde als Lieut. 
m. G. (Oberbrückenmeister) zum Pontonier-Ba- 
taillon ausgemustert (Pionnier- Corps), 1. Aug. 
1843 Lieut h. G., 6. Juni 1847 Oberlieut, 22. Juli 
1849 Hauptm. 2. Gl., 25. Mai 1850 Hauptm. l.CL, 
29. Mai 1859 Major, 20. Aug. 1860 zu Gustav 
Wilhelm Prinz von Hohenlohe - Langenburg - Inf- 
Nr. 17 transf., 9. Nov. 1867 Oberstlieut bei 
Friedrich Wilhelm Kronprinz von Preußen-Inf. 
Nr. 20, 28. April 1869 Reserve- Commandant, 
1. Mai 1872 Oberst Er machte die Feldzöge 
1848, 1849, 1859 und 1866 in Italien mit, hat 
in den beiden ersteren an der Belagerung von 
Peschiera, der Einnahme von Mailand, an den 
Schlachten von Mortara und Novara, dem Zuge 
nach Parma und an der Belagerung von Venedig 
theilgenommen, stand 1859 im Armee-Haupt- 
quartiere als Referent fürPionnierangelegenheiten 
in Verwendung und erhielt 17. Dec. 1859 för 
seine hervorragenden Leistungen in diesem Feld- 
zuge das Militär -Verdienstkreuz. Im Jahre 1866 
war derselbe Besatzungs- und Vertheidigungs- 
Commandant zu Gastelnuovo in Dalmatien und 
hat dem Gefechte bei Versa angewohnt Am 
1. Oct. 1874 trat Susi6 in den Ruhestand und 
lebt seither zu Cilli in Steiermark. 

Szabd August, Sohn eines Oberlieutenants, 
geb. zu Semlin 3. Juli 1821, eingetr. 31. Oct 
1833, wurde als Lieut. m. G. zu Theodor Freih. 
v. Wacquant-Geozelles-Inf. Nr. 62 ausgemusteit, 
16. Oct 1841 Lieut. h. G., 26. Aug. 1848 Ober- 
lieut, 21. Nov. 1850 Hauptm. 2. Gl., 18. Dec. 
d. J. Hauptm. 1. CL, 16. Mai 1858 Major bei 
den Kaschauer Freiwilligen, 17. Sept. 1859 zu 
Erzh. Heinrich-Inf. Nr. 62 transf., 1. Nov. 1863 
pens., starb 29. März 1871 zu Tyrnau. 

Szent Kiräly Anton von, geb. zu Munkacs 
14. Juli 1821, eingetr. 9. Oct. 1833, wurde 
9. Oct. 1837 vorzeitig als Regimentscadet zu 
Menrad Freih. v. Geppert-lnf. Nr. 43 ausge- 
mustert, 1. Jan. 1843 k. k. Gadet bei Johann 
Baptist Freih. v. Paumgartten-Inf. Nr. 21, 1 . Juli 



1840. 



53 



1848 Lieut ra. G., 8. Febr. 1849 Lieut. h. G., 
16. Jan. 1852 zu Erzh. Ernst-Inf. Nr. 48 transf., 
18. Jan. 1854 Oberlieut., 1. Mai 1859 pens.. 
verfiel in eine Geisteskrankheit und befindet sich 
dermal in der Irren- Heilanstalt des Dr. Schwarczer 
in Budapest. Er hatte an allen feindlichen Gele- 
genheiten seines Regiments in den Kriegsjahren 
1848 und 1849 theilgenommen. 

Tkalcsevich Joseph Freiherr von, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zuPekovce 6. Mai 1822, kam 
24. Oct. 1833 in die Akademie, wurde 11. Sept. 
1 840 zum Lieut. m. G. ernannt, nach Absolvierung 
des höheren Gursesl3. Sept. 1841 als Lieut. h.G. 
zu Georg Freih. v. Rukavina - Inf. Nr. 6 1 ausge- 
mustert und starb als solcher 28. Nov. 1842. 

Turrek Joseph, geb.zuPeteranec in der Mili- 
tärgrenze 18. März 1822, eingetr. 6. Oct. 1833, 
wurde 28. Juli 1839 vorzeitig als Regiments- 
cadet zum Inf.-Reg. Wilhelm I. König der Nieder- 
lande Nr. 26 ausgemustert und diente daselbst 
bis zum Jahre 1845. 

Wallis Freiherr auf Karighmain Ludwig 

Reichsgraf von, Sohn des im Juni 1848 verstor- 
benen k. k. Kämmerers Ludwig Reichsgrafen von 
Wallis, Freiherrn auf Karighmain, aus dessen 
Ehe mit Anna Edlen von Bohr, war zu Wien 
29. Nov. 1822 geboren, kam 20. Oct. 1836 in 
die Akademie und trat 27. April 1838 aus der 
Militärerziehung. Im Jahre 1841 erscheint Wallis 
als Cadet bei Emil Prinz von Hessen und bei 
Rhein-Inf. Nr. 54, 1846 als Lieut, 1850 als 
Oberlieut. bei Banderial-Husaren Nr. 13, 1852 
bei Dom Miguel Herzog vonBraganza-Inf.Nr. 39, 
1853 als Hauptm. in diesem Regimente ausge- 
wiesen. Er nahm mit demselben an dem Feld- 
zuge 1 859 in Italien thätigen Antheil und erhielt 
10. Juli 1859 in Anerkennung hervorragend 
tapferer Leistungen im Gefechte beiMelegnano das 
Militär- Verdienstkreuz, ebenso wie 15. Aug. 1 859 
für sein Verhalten in der Schlacht bei Solferino 
die Allerhöchste Belobung. Am 1. April 1860 
trat Wallis in den zeitlichen Ruhestand, erhielt 
27. Nov. 1866 den Majors -Charakter, quitt. 
1. Juli 1868 den Militärdienst mit Beibehalt des 
Officiers-Charakters und starb 20. Oct. 1877. 
Wallis gehört dem jüngeren, reichsgräflichen 
Hause an, aus welchem der kaiserl. Oberst und 
Commandant des Alt- Wallisischen Regiments zu 
Fuß, Franz Wenzel Freiherr von Wallis auf Karigh- 
main, vom Kaiser Karl VI. mit Diplom vom 



14. Juli 1724 in den erbländisch-österreichischen 
und in den Reichsgrafenstand erhoben wurde. 

Wernlein Julius Karl, Sohn eines Ritt- 
meisters, geb. zu Arnoldstein in Kärnten 24. Juli 
1822, eingetr. 18. Oct. 1834, wurde als Lieut. 
m. G. zum 8. Jäger-Bat. ausgemustert, rückte 
16. Juli 1847 zum Lieut. h. G. vor, kämpfte im 
italienischen Feldzuge 1 848, mit dem Reste seines 
Bataillons im Armeecorps des Feldzeugmeisters 
Freiherrn D'Aspre eingetheilt, 29. April bei 
Pastrengo, 5. Mai bei Ponton, 29. Mai bei Mon- 
tanara und am Ossone, 10. Juni in der Schlacht 
bei Vicenza und fand hier, von einer feindlichen 
Kugel getroffen, den Heldentod. 

Wittmann von Neuborn Eduard, Sohn eines 
Majors, geb. zuWodnan inBöhmen 6. April 1822, 
eingetr. 1. März 1834, wurde als Lieut. m. G. zu 
Michael von Schön-Inf. Nr. 49 ausgemustert, 

I. Nov. 1844 Lieut. h. G., 19. März 1849 Ober- 
lieut., 1. Juli 1849 Hauptm. 2. Gl. beim Peter- 
wardeiner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 9, 16. Oct. 1850 
Hauptm. 1. Gl. beim Broder Grenz-Inf.-Reg. 
Nr. 7, l.Febr. 1851 zum Peterward einer Grenz- 
Inf.-Reg. Nr. 9, 31. Mai 1859 zu Erzh. Leopold- 
Inf. Nr. 53 transf., 23. Juni 1859 Major bei 
Prokop Graf v. Hartmann - Klarstein - Inf. Nr. 9, 
3. Oct. 1860 Commandant des 15. Jäger-Bat., 
10. Juli 1865 Oberstlieut. und trat am 1. Aug. 
1866 in den Ruhestand. Wittmann machte im 
Jahre 1848 die Gernierung und Einnahme von 
Wien, 1849 den Feldzug in Ungarn und 1859 
jenen in Italien mit, wurde für seine Leistungen 
während der Octobertage in Wien, dann während 
des Feldzuges in Ungarn öffentlich belobt, 

15. Aug. 1859 aber für sein Verhalten bei Pa- 
lestro, Magenla und Solferino mit dem Militär- 
Verdienstkreuze decoriert. Wittmann wurde bei- 
nahe zehn Jahre als Professor der Militärstilistik 
und als Compagnie-Commandant mit belobtem 
guten Erfolge an der Wiener - Neustädter Aka- 
demie verwendet und verfasste auch ein Lehr- 
buch der Militärstilistik für diese Anstalt. Am 
25. Juni 1870 wurde er als Commandant 
des steiermärkischen Landwehr-Bat. Nr. 17 
(Graz) in den nichtactiven Stand der k. k. Land- 
wehr übernommen, 1. Nov. 1872 als definitiver 
Bataillons-Gommandant in den Activstand der 
Landwehr* übersetzt, 1. Mai 1874 auf diesem 
Dienstposten zum Obersten befördert und starb 

II. Juli 1875 zu Pöltschach in Steiermark. 



54 



1841. 

13. September. 



Appel Joseph Freiherr von, Sohn des im 
Jahre 1855 verstorbenen Feldmarschall • Lieute- 
nants Joseph Ritter von Appel, geb. zu Lem- 
berg 15. Sept. 1823, eingetr. 13. Oct. 1834, 
wurde als Fähnr. zu Andreas Freih. v. Märiässy- 
Inf. Nr. 37 ausgemustert, 1. Sept. 1845 zum 
Lieut. h. G. im Regimente, 1. Mai 1848 zum 
Oberlieut. bei Johann Freih. v. Sivkovich-Inf. 
Nr. 41 befördert, nahm mit diesem Regimente 
an den Feldzügen 1848 und 1849 in Ungarn 
thätig theil und wurde im Gefechte bei Freidorf 
12. Mai 1849 durch einen Gewehrschuss am 
Oberschenkel schwer verwundet. Am 16. Sept. 
1849 rückte Appel zum Hauptm. 2. Gl., l.März 
1852 zum Hauptm. 1. Gl. vor, kam 20. April 
1859 als Major zu Erzh. Heinrich -In f. Nr. 62, 
avancierte hier 7. Sept. 1865 zum Oberstlieut. 
und erwarb sich in dem Feldzuge 1866 gegen 
Preußen durch Tapferkeit und Umsicht das Mili- 
tär-Verdienstkreuz (Allerhöchste Entschließung 
vom 3. Oct. 1866). In der Schlacht bei König- 
grätz wurde nämlich das von Appel cominan- 
dierte 1 . Bataillon vom frühen Morgen an zu Vor- 
posten gegen Sadowa, dann gegen 10 Uhr zur 
Besetzung vonÖisloves verwendet, in dessen Mitte 
Appel mit dem Feinde zusammenstieß. Er warf 
ihn zurück, machte 70 Gefangene, darunter zwei 
Officiere und behauptete den Ort bis nach 2 Uhr 
gegen wiederholte feindliche Angriffe. Die Batail- 
lonsfahne wurde dabei so zerschossen, dass die 
Stange nur durch mehrere Metallreife zusammen- 
gehalten werden kann. Am 12. Nov. 1867 wurde 
Appel Oberst und Gommandant des Inf. -Reg. 
Gabriel Freih. v. Rodich Nr. 68, 1. Sept. 1874 
Gommandant der 4. Infanterie-Brigade in Wien, 
16. April 1875 Generalmajor auf diesem Dienst- 
posten und nahm im Jahre 1878 als Gommandant 
der 33. Infanterie-Truppen-Division an der Occu- 
pation Bosniens und der Hercegovina thätig 
theil. Am 1. Mai 1879 zum Feldmarschall-Lieut. 
befördert und 1 . Nov. d. J. zum Gommandanten 
der 19. Infanterie-Truppen-Division in Pilsen be- 
rufen, wurde Appel mit Allerhöchster Entschlie- 
ßung vom 26. Sept. 1880 demGeneraleommando 
in Budapest zugetheilt, mit Allerhöchster Ent- 
schließung vom 26. Sept. 1882 in gleicher Eigen- 
schaft zum 2. Corps- und Generalcommando in 
Wien übersetzt, trat mit Ende Febr. 1884 in den 
Ruhestand, und erhielt bei diesem Anlasse mit 
der Allerhöchsten Entschließung vom 7. Febr. 
1881 in Anerkennung seiner langjährigen, im 
Frieden wie im Kriege stets pQichtgetreuen und 



ausgezeichneten Dienste den Orden der Eisernen 
Krone 2. Gl., welcher Auszeichnung mit Diploru 
dd. Wien 23. März 1884 die Erhebung in den 
Freiherrenstand folgte. Appel starb 30. Sept. 
1888 in Wien; er war seit 28. Nov. 1874, mit 
Wilhelmine Lastovich vermählt, welche ihm nur 
kurze Zeit bevor, 20. Juli 1888 im Tode voran- 
gegangen ist. 

ÄXSter Johann Edler von, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Verona 21. Juli 1823, eingetr. 
12. Dec. 1834, wurde als Lieut. m. G. zu 
Leopold Großherzog von Baden -Inf. Nr. 59 aus- 
gemustert, 16. Nov. 1847 Lieut. h. G., 1. Dec. 
1848 Oberlieut., 3. Mai 1854 Hauptm. 2. CL 
und trat 25. Juni 1855 aus dem Armeeverbande. 

Bienkowski Ignaz von, geb. zu Brzezan in 
Galizien 29. Juli 1822, eingetr. 31. Oct. 1834, 
wurde wegen anhaltender Kränklichkeit 19. Juli 
1841 mit einer Pension aus der Militärerziehung 
entlassen und ist bald darauf gestorben. 

Boltizsar Johann von, Sohn eines Güter- 
directors, geb. zu St. Johann in Ungarn 17. Juli 
1822, eingetr. 25. Sept. 1835, wurde als Lieut. 
zu Karl Freih. v. Kress-Chevaux-leg. Nr. 7 aus- 
gemustert, 1 6. Juni 1846 Oberlieut. , quitt 1 5. Nov. 
1816 den Militärdienst ohne Beibehalt des Offi- 
ciers- Charakters und widmete sich der Landwirt- 
schaft. 

Burgau er Edler von Steyerburg Gonsiantin, 

geb. zu Magieröw in Galizien 23. April 1822, 
eingetr. 10. Sept. 1834, wurde 13. Juli 1838 
vorzeitig als Regimentscadet zu Erzh. Franz Karl- 
Inf. Nr. 52 ausgemustert und 7. Dec. 1840 mit 
Abschied entlassen. 

Buzzi Felix, geb. zu Mailand 15. Aug. 1823, 
eingetr. 16. Oct. 1834, wurde als k. k. Gadet zu 
Menrad Freih. v. Geppert-Inf. Nr. 43 ausgemustert 
und 10. Jan. 1845 mit Abschied entlassen. 

Campo Franz Conte, Sohn des Central- 
deputierten gleichen Namens, geb. zu Rovigo 
10. Juli 1823, eingetr. 7. Oct. 1834, wurde als 
Lieut. m. G. zu Anton Freih. v. Mayer-Inf. Nr. 45 
ausgemustert, 8. Nov. 1844 Lieut h. G. und 
quitt. 31. Mai 1848 den österreichischen Militär- 
dienst ohne Beibehalt des Officiers - Charakters. 
Er diente sodann im Jahre 1848 und 1849 
in Venedig als Hauptm. im Generalstabe Pepes 
und blieb von 1850 bis 1859 unangestellt inPie- 
mont. Im Mai 1859 trat er in die in Mittel-Italien 
gebildete Division Mezzocapo als Major ein und 
wurde bei der Verschmelzung der beiden Armeen 
in derselben Charge in sardinische Dienste über- 



1841. 



55 



nommen. Hier rückte er im Jahre 1863 zum 
Oberstlieut., 1866 nach dem Feldzuge zum 
Obersten im Generalstabe vor und starb 3. Nov. 
1869 zu Padua. Gampo war Officier des königl. 
ital. SL Mauritius- und Lazarus - Ordens, dann 
Ritter des Militär-Savoyen-Ordens und des Ordens 
der italienischen Krone. 

Carriere de Tour de Camp Johann Che- 
valier, ^eb. zu Olmütz 6. Mai 1822, eingetr. 
26. Oct. 1834, wurde 20. Juni 1840 vorzeitig 
als Regimentscadet zu Anton Graf v. Kinsky-Inf. 
Nr. 47 ausgemustert und 5. Aug. 1845 als 
unobligat mit Abschied entlassen. Im Jahre 1848 
trat Carriere als Lieut beim steirischen Freiwil- 
ligen-Bataillon ein, rückte daselbst 1849 zum 
Oberlieut. vor, wurde nach Auflösung der Frei- 
willigen-Bataillone 1850 q. t. bei Julius Graf Stra- 
soldo-Graffemberg-Inf. Nr. 61 eingetheilt, quitt, 
später zu Bologna den Militärdienst ohne Beibehalt 
des Officiers-Charakters und starb bald darauf. 

Chiesa Friedrich, geb. zu Mailand 29. April 
1824, eingetr. 16. Oct. 1834, wurde als Lieut. 
m. G. zum 11. Jäger-Bat. ausgemustert, 30. März 
1848 Lieut. h. G. und quitt. 31. Mai 1848 den 
Militärdienst ohne Beibehalt des Officiers-Cha- 
rakters. 

Czappan Michael, geb. zu Tounj in der 
Militärgrenze 12. Mai 1822, eingetr. 9. Oct. 1834, 
wurde 13. Juli 1838 vorzeitig als Regiments- 
cadet zu Dom Miguel Herzog von Braganza-Inf. 
Nr. 39 ausgemustert, 1. Mai 1848 Lieut. m. G., 
16. Sept. d. J. Lieut. h. G. und trat noch in dem- 
selben Jahre in die Reihen der ungarischen Armee. 

Czetz (irrig auch Czecz) Johann, geb. zu 
Gidöfalva in Siebenbürgen 6. Juni 1822, ist der 
Sohn eines Szedier Husaren-Rittmeisters und er- 
hielt von Jugend auf eine militärische Erziehung, 
kam 14. Oct 1834 in die Akademie, wurde 
13. SepL 1841 zum Lieut. m. G. ernannt und 
nach Absolvierung des höheren Curses als Lieut. 
h. G. zu Theodor Freih. v. Wacquant-Geozelles- 
Inf. Nr. 62 ausgemustert, wo er 1. Aug. 1848 
zum Oberlieut. vorrückte. Anfänglich widmete er 
sich der militärischen Schriftstellern und begann 
mit einer Anleitung zur ungarischen Militärsprache 
für deutsche Officiere. Im Jahre 1846 wurde er 
dem GQMSt. zugetheilt und blieb in dieser Ver- 
wendung, bis ihm im Juni 1848 ein Befehl des 
österreichischen Generalstabs-Directoriums in das 
ungarische Kriegs - Ministerium berief. In dieser 
Stellung verfassteer die Berichte und Instructionen 
über und für den damals ausgebrochenen Krieg 
mit den Serben; alsdann wurde er Adjutant von 
Meszaros und folgte diesem ins Lager von Ver- 
basz; nach des letzteren Rückkehr kam er als 



Militärreferent in den Landesvcrtheidigungs -Aus- 
schuss und lernte jetzt die Führer der Insurrec- 
tion kennen. Kossuth ernannte Czetz zumHauptm., 
bald darauf zum Chef des Generalstabes in Sieben- 
bürgen, wo er nach Baldaccis Abberufung das 
Commando der dortigen Armeetrümmer über- 
nahm. Als Bern die siebenbürgische Armee be- 
fehligte, schenkte er Czetz sein volles Vertrauen 
und in den Affairen bei Sibor - Stolzenburg, Viz- 
Akna, Mühlenbach, Alvincz, Mediasch, Hermann- 
stadt und Feketehälom bewies Czetz eine so er- 
folgreiche Thäligkeil, dass er zuerst Oberstlieut., 
bald darauf Oberst und endlich nach Sieben- 
bürgens Unterwerfung auf Berns Antrag im Mai 
1849 General und Commandierender in Sieben- 
bürgen wurde. Eine Verletzung am Fuße hatte 
Czetz verhindert, an den Operationen gegen die 
vordringenden Russen theilzunehmen. Nach der 
Katastrophe von Vilägos hielt sich Czetz längere 
Zeit bei seinen Freunden in Ungarn verborgen, 
bis es ihm im Frühjahr 1850 gelang, seine Flucht 
über Hamburg nach England zu bewerkstelligen. 
Wälirend dieser Zeit gab er in Hamburg die 
Schrift heraus: „Berns Feldzug in Siebenbürgen 
in den Jahren 1848 und 1849. Mit einem Facsi- 
mile Berns" (Hamburg 1850). Im Jahre 1885 
war Czetz Generalstabs- Chef der Argentinischen 
Republik zu Buenos-Ayres. 

Dajewski Anton von, Sohn eines Guts- 
besitzers, geb. zu Olesko in Galizien 22. März 
1822, eingetr. 27. Oct. 1834, wurde als Lieut. 
m. G. zu Wilhelm Prinz von Preußen-Inf. Nr. 34 
ausgemustert, 1. Jan. 1845 Lieut. h. G. und trat 
1. Oct. 1848 in die Reihen der ungarischen 
Armee. 

Deutelmoser Franz, geb. zu Triest 24. Juni 
1824, eingetr. 6. Dec. 1834, wurde als Lieut. 
m. G. zu Michael Freih. v. Mihalievits-Inf. Nr. 57 
ausgemustert, 15. April 1846 Lieut. h. G., 
8. Aug. 1848 Oberlieut., 16. Sept. 1851 zum 
4. Gendarmerie-Reg.transf., 1. Juni 1852 pensio- 
niert. Während seiner activen Dienstleistung war 
Deutelmoser durch längere Zeit als Brigade- 
Adjutant der Generale Liechtenstein, Karger und 
Schiffmann, dann im Jahre 1851 bis zu seiner 
Eintheilung in die Gendarmerie beim Militär- 
geographischen Institute verwendet. Am 1. Aug. 
1862 trat er als Telegraphist 1. Cl. bei der Tele- 
graphenstation Pilsen in Civil-Staatsdienste und 
rückte zum Ober-Telegraphisten vor, trat als 
solcher in den Ruhestand und ist seither ver- 
storben. 

Doda Trajan, Sohn eines Lieutenants, geb. 
zu Prilipecz im Banat 1. Dec. 1822, eingetr. 
29. Oct. 1834, wurde 13. Sept. 1841 zum 



56 



1841. 



Lieut. m. G. ernannt und nach Absolvierung des 
höheren Curses 23. Sept. 1842 als Lieut. h. G. 
in das Romanisch-Banater Grenz-Inf.-Rog. Nr. 1 3 
eingetheilt, rückte 1. April 1848 zum Oberlieut., 
27. Oct. 1848 zum Gapitänlieut, 1. März 1849 
zum Hauptm. vor und machte die Belagerung 
von Venedig 1848 mit, wo er auf Vorposten auf 
Cava Zuccherina einen glücklichen Coup aus- 
führte, indem er 6. Nov. 1 848 mit 40 Mann eine 
feindliche Abtheilung von 40 bis 50 Mann in 
Gavallino aufhob und ihr ein Schiff abjagte. Er 
kam später nach Karansebes und wurde 1 6. Dec. 
1848 im Gefechte bei Ressicza schwer ver- 
wundet. Im Jan. 1849 war Doda Generalstabs- 
officier im Corps des Feldmarschall - Lieut. 
Gläser. Im Treffen bei Arad 8. Febr. dirigierte er 
vier Raketengeschütze über die gefrorene Maros, 
wodurch der Feind zurückgedrängt und mehrere 
umzingelte Abtheilungen des 2. Bataillons 
Leiningen befreit wurden. Später führte er drei- 
mal mit Einsicht und Glück Verproviantierungs- 
Golonnen und zwei 24pfündige Kanonen nach 
Arad. Für sein entschlossenes und einsichtsvolles 
Benehmen bei dieser Gelegenheit wurde ihm der 
Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit und 
24. Febr. 1850 das Militär- Verdienstkreuz zutheil. 
Am 16. April wurde er von seinem Corps abge- 
schnitten und stellte sich beim Malkowsky'schen 
Corps zur Disposition. Er bewährte sich auch 
hier als tüchtiger Generalstabsofficier, machte 
in der Folge unter ClamGallas die Einrückung 
nach Siebenbürgen und die Gefechte bei Illyefalva 
23. Juli und bei Bükszäd 1. Aug. 1849 mit. Am 
26. Nov. 1857 kam Doda als Major zum Waras- 
diner St. Georger Grenz-Inf.-Reg. Nr. 6, 9. April 
1858 q. t. zum Generalstabe und war im Feld- 
zuge 1859 in Dalmatien während der Blockade 
durch die französische Flotte. Am 13. Aug. 1860 
wurde er Oberstlieut. im Corps, 21. Jan. 1864 
Oberst beim Otocaner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 2 
und Platzcommandant zu Venedig, wo er auch 
während der Blockade 1866 verblieb. Am 13. Nov. 
1866 kam er als Generalstabs- Chef zum General- 
commando nach Agram, wurde 13. April 1869 
Brigadier bei der 13. Truppen-Division zu Pest 
und 24. Oct. 1869 bei der 12. Truppen-Division 
zu Karlstadt. Mit 1. Mai 1870 zum Generalmajor 
befördert, trat Doda mit 1. Nov. 1872 in den 
Ruhestand und lebt zu Karansebes. 

Dornfeld Gustav Ritter von, geb. zu Wien 
15. Febr. 1822, eingetr. 23. Oct. 1834, wurde 
13. Juli 1838 vorzeitig als Regimentscadet 
zu Franz Xaver von Richter-Inf. Nr. 14 aus- 
gemustert und 31. März 1842 mit Abschied 
entlassen. 



Ensch-Badenfeld Franz Freiherr von, Sohn 
des im Mai 1813 als Maria Theresien-Ord ens- 
ritter statutenmäßig in den Freiherrenstand 
erhobenen Generalmajors Franz von Ensch, 
geb. zu Palermo 2. Febr. 1823, eingetr. 1 7. Nov. 
1 834, wurde als Lieut. zu Friedrich Xaver Piinz 
von Hohenzollern-Hechingen-Ghevaux-leg. Nr. 2 
ausgemustert, 17. März 1848 Oberlieut, 14. Nov. 
1849 Rittm. 2. Gl., 24. Febr. 1853 Rittnv 1 . Gl., 
31. Oct. 1858 Major bei Karl Fürst Liechlen- 
stein-Uhlanen Nr. 9, 1. März 1863 pens., starb 
zu Wildon 16. Aug. 1873. Er hat den Feldzug 
1849 in Ungarn mitgemacht. 

Fidler Franz, geb. zu Wiener-Neustadt 
16. Febr. 1823, eingetr. 20. Oct. 1834 und 
starb 9. Aug. 1 840 in der Akademie. 

Fries Ludwig Ritter von, Sohn eines Guts- 
besitzers und Landstandes, geb. zu Graz 5. OcL 
1 823, eingetr. 20. Oct. 1 835, wurde alsLieut. m. G. 
zu Ludwig Freih. Piret de Bihain-Inf. Nr. 27 aus- 
gemustert, wo er 1 6. Aug. 1845 zum Lieut. h. G., 

1. Juli 1848 zum Oberlieut. avancierte und an 
dem Feldzuge desselben Jahres in Italien bis 
Ende April theilnahm. Am 1. Oct. 1848 kam er 
als Professor in die Neustädter Akademie, rückte 
in dieser Anstellung 9. Juni 1852 zum Hauptm. 

2. Gl., 7. Aug. 1854 zum Hauptm. 1 Gl. vor und 
wurde 16. Nov. 1855 pensioniert. Seit 25. April 
1S59 reactiviert, wurde Fries im Feldzuge des- 
selben Jahres zuerst beim Golonnen-Verpflegs- 
magazine, seit 20. Mai aber als Train-Comman- 
dant des 9. Armeecorps verwendet und trat 

I. Sept. 1859 in den Ruhestand zurück. Seit 
23. Mai 1860 beim Generalstabe commandiert, 
trat er am 1. Jan. 1884 über eigenes Ansuchen 
in den Ruhestand, legte gleichzeitig den Officiers- 
Gharakter ab und lebt seither als Militärpensionist 
in Wien. 

Frisch Friedrich, Sohn eines Majors, geb. 
zu Neapel 3. Juli 1823, eingetr. 22. Oct. 1835, 
wurde als Lieut. m. G. zu Erzh. Ferdinand d'Este- 
Inf. Nr. 32 ausgemustert, 15. Nov. 1844 Lieut. 
h. G., 26. Aug. 1848 Oberlieut., 1. Dec. 1850 
Hauptm. 2. Gl., 15. Mai 1852 Hauptm. 1. Gl., 

II. Oct. 1864 Major, 1. Febr. 1868 pens., lebt 
zu Pressburg. Frisch hat die Feldzüge 1848 und 
1849 in Ungarn, 1866 gegen Preußen mitge- 
macht und besitzt das Ritterkreuz des herzogl. 
estensischen Adler-Ordens. 

Fröhlich von Elmbach und Groara Ludwig 

Ritter, geb. als Sohn eines Oberlieutenants zu 
Neutitschein in Mähren 14. Febr. 1823, eingetr. 
14. Oct. 1834, wurde als Lieut. m. G. zu Johann 
Baptist Freih. v. Paumgartten-Inf. Nr. 21 ausge- 
mustert, in welchem derselbe 1. Sept 1845 



K 



1841. 



57 



zum Lieut. h. G. und 1. Juni 1848 zum Ober- 
lieut. vorrückte. Er kam 13. Juni d. J. zum 
GQMSt., avancierte daselbst 8. Nov. 1849 zum 
Hauptm., machte den Feldaug 1848 und 1849 
in Italien mit und erwarb sieb für seine 
Leistungen in demselben das Militär- Verdienst- 
kreuz (7. Juli 1850). Am 3. April 1859 zum 
Major im Corps befördert, nahm er am Feld- 
zuge desselben Jahres in Italien theil, wurde 
29. Dec. 1860 Oberstlieut, erhielt 12. Nov. 
1863 das Comthurkreuz des königl. württemb. 
Friedrich-Ordens, 22. Dec. 1864 den königl. 
preuß. Kronen-Orden 2. Gl., 15. Juni 1865 das 
Comthurkreuz 2. Gl. des königl. span. Ordens 
Karl III. f endlich den großherzoglich hess. 
Philipp-Orden 2. Glasse. Am 12. Juni 1865 
rückte Fröhlich zum Obersten vor, war im 
Feldzuge 1866 gegen Preußen Generalstabs- 
Chef beim 6. Armeecorps (seit 9. Dec. 1864) 
und wurde für seine Leistungen in demselben 
3. Oct 1866 mit dem Eisernen Kronen- 
Orden 3. Gl. ausgezeichnet. Am 13. Nov. 
1866 kam Fröhlich als Generalstabs-Chef zum 
Generalcommando in Hermannstadt, 22. Nov. 
1868 zu jenem in Ofen, 1. Oct. 1870 als Briga- 
dier zur 1 2. Truppen-Division nach Krakau und 
avancierte auf diesem Dienstposten 30. April 
1871 zum Generalmajor. Mit Ende Aug. 1873 
wurde Fröhlich auf den wichtigen Posten eines 
Gommandanten der Wiener-Neustädter Militär- 
Akademie berufen und fasste schon im ersten 
Jahre seiner Wirksamkeit alle ihm zur Hebung 
dieser Alma mater zweckentsprechend scheinen- 
den Änderungen in ein Memorandum zusammen, 
welches die Grundlage zu eingehenden Be- 
rathungen im Schöße des Reichs-Kriegs-Mini- 
steriums bildete und die Bewilligung so man- 
cher der beantragten Einführungen im Gefolge 
hatte. Im April 1875 erfolgte seine Ernennung 
zum Gommandanten der 1 3. Infanterie-Truppen- 
Division, mit 1. Nov. 1876 seine Beförderung 
zum Feldmarschall-Lieut. auf diesem Dienst- 
posten, 1. Nov. 1879 seine Ernennung zum 
Commandanten der 5. Truppen-Division und 
2. Febr. 1881 zum Festungs-Commandanten in 
Olmütz. Am 14. April 1885 wurde er durch die 
Ernennung zum Inhaber des Inf. -Reg. Nr. 91 
ausgezeichnet und 26. Aug. 1886 zum 50jähri- 
gen Dienstjubiläum in Anerkennung seiner 
im Kriege wie im Frieden pflichttreuen und stets 
ersprießlichen Dienste mit dem Commandeur- 
kreuze des Leopold-Ordens decoriert. Mit 1 . Aug. 
1887 wurde Fröhlich auf sein Ansuchen in den 
Ruhestand übernommen und erhielt bei diesem 
Anlasse in weiterer Anerkennung seiner im 



Frieden wie vor dem Feinde ausgezeichneten 
Dienstleistung den Feldzeugmeisters-Gharakter 
ad honores. Er lebt zu Wien (Ober-Döbling). 

Garzarolli Edler von Thurnlack Anton, Sohn 

eines Kreiscommissärs, geb. zu Laibach 18. Febr. 
1823, eingetr. 22. Oct. 1834, wurde als Lieut. 
m. G. zu Gustav Wilhelm Prinz von Hohenlohe- 
Langenburg-Inf. Nr. 17 ausgemustert, 15. Sept. 
1845 Lieut. h. G., 1. Juli 1848 Oberlieut., 1. Oct. 
1849 Hauptm. 2. GL, 15. Sept. 1851 Hauptm. 
1. Gl., 1. April 1861 zeitlich pens., 1. Dec. d. J. 
rearbitriert und zur Dienstleistung eingetheilt, 
1. April 1865 aber als Halbinvalide in den 
Pensionsstand rückversetzt und starb 18. Aug. 
1881 zu Laibach. Garzarolli war durch drei Jahre 
theils mit dem Vortrage, theil s mit der Leitung 
der Regiments- Gadettenschule betraut, führte vom 
Jahre 1846 bis 1848 die Gebäude Verwaltung 
zu Laibach und war beim Gastellbaue daselbst 
dem Bauleiter beigegeben. Er hat ferner den 
Feldzug 1 849 in Ungarn bis zur Gapitulation von 
Komorn und jenen von 1859 in Italien mitgemacht. 
GOrtz von Zertin Siegmund, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Weiz in Steiermark 28. Aug. 
1822, eingetr. 30. Oct. 1834, wurde als Lieut. 
m. G. zu Johann Freih. v. Hrabovsky-Inf. Nr. 14 
ausgemustert, 26. Oct. 1846 Lieut. h. G., 1. Juli 
1848 Oberlieut. im GQMSt, machte die Feld- 
züge 1848 und 1849 in Italien mit und erwarb 
sich für die an den Tag gelegte Tapferkeit und 
Umsicht das Militär -Verdienstkreuz (22. Oct. 
1849). Am 23. Oct. 1850 zum Hauptm. im 
GQMSt. befördert, kam Görtz als Professor des 
Situationszeichnens, der Terrainlehre und Mililär- 
Mappierung in die Neustädter Akademie und 
wirkte in dieser Sphäre mit dem besten Erfolge 
bis Ende April 1854. Seit 28. April 1859 Major, 
nahm Görtz an dem Feldzuge desselben Jahres 
in Italien theil und erhielt 27. Juni für seine 
Leistungen bei Magenta undTurbigo den Eisernen 
Kronen-Orden 3. Gl. und 15. Aug. d. J. für 
seine Leistungen in der Schlacht bei Solferino 
den Ausdruck der Allerhöchsten belobenden An- 
erkennung. Am 15. Aug. 1862 wurde er Oberst- 
lieut., 1. Sept. 1862 mit dem königl. preuß. Kronen- 
Orden 3. GL, 5. Oct. 1862 mit dem Ritterkreuze 
1. Gl. des großherzogl. hess. Ludwig - Ordens 
decoriert, kam 27. April 1862 in die Gentral- 
kanzlei des Kriegs - Ministeriums, verblieb in 
dieser Anstellung bis 22. Jan. 1863 und wurde 
dann Generalstabs - Ghef beim 5. Armeecorps in 
Verona. Im Feldzuge 1866 gegen Preußen war 
der am 9. Mai d. J. zum Oberst vorgerückte Görtz 
Generalstabs- Ghef des 4. Armeecorps und ist als 
solcher in der Schlacht bei Königgrälz gefallen. 



58 



18il 



Grimaud d'Orsay Freiherr von Rupt und 
Poyans, von Nogent und Blthune Oskar Reichs- 
graf, Sohn des verstorbenen k. k. Kämmerers 
und Hauptmannes a. D. Maximilian Reichsgrafen 
Grimaud d'Orsay, aus dessen Ehe mit Domenika, 
geb. Reichsgräfin von Lodron-Laterano, verwit- 
weten Gräfin Zichy von Vasonykeö, geb. zu Wien 
24. Dec. 182i, kam l.Nov. 1834 in die Akademie 
und trat 1 7. April 1837 aus der Militärerziehung. 
In den Militär-Schematismen erscheint Grimaud 
d'Orsay im Jahre 1841 alsCadet bei Maximilian 
Freih. v.Wimpffen-Inf. Nr. 13, im Jahre 1843 als 
Lieut. bei König Wilhelm der Niederlande - Inf. 
Nr. 20, im Jahre 1848 als Oberlieut. bei Ludwig 
Freih. Piret de Bihain-Inf. Nr. 27, im Jahre 1858 
als Rittm. bei Friedrich Wilhelm I. Kurfürst von 
Hessen - Gassei - Husaren Nr. 8, quitt, später mit 
Beibehalt des Militär- Charakters und lebt gegen- 
wärtig zu Meran. Er vermählte sich 17. Mai 1845 
mit der Sternkreuz-Ordensdame Leontine Gräfin 
Nugent von Wesmeath und nach deren 13. Aug. 

1850 erfolgtem Ableben 5. Febr. 1877 mit Elisa- 
beth, verwitweten Löwenthal von Linan, geb. 
Juranek. Nur der ersten Ehe ist eine Tochter ent- 
sprossen. Grimaud d'Orsay gehört einem alten, 
ursprünglich französischen Adelsgeschlechte an, 
welches den bayrischen Grafenstand gleichzeitig 
mit der Reichsgrafenwürde vom Kurfürsten Karl 
Theodor von Pfalzbayern als Reichsvicar mit dem 
Diplome dd. München 27. Juni 1792 erworben 
hatte. 

Hemmer Daniel, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu Ghlumec in Böhmen 8. Juli 1821, ein- 
getr. 26. Oct. 1833, wurde als k. k. Gadet zu 
August Graf zu Leiningen-Westerburg-Inf. Nr. 31 
ausgemustert, 6. Aug. 1846 zum Lieut. befördert 
und quitt. 15. März 1848 den Militärdienst ohne 
Beibehalt des Officiers-Charakters. 

Henike Adolf, Sohn eines Majors, geb. 
zu Pressburg 17. Jan. 1824, eingetr. 22. Oct. 
1834, wurde als Lieut. m. G. zu August Graf zu 
Leiningen-Westerburg-Inf. Nr. 31 ausgemustert, 
1. Sept. 1845 Lieut. h. G., 11. Nov. 1848 
Oberlieut., 2. Mai 1850 Hauptm. 2. GL, 1. Febr. 

1851 Hauptm. 1. Gl., hatte an allen feindlichen 
Gelegenheiten seines Regiments in den Kriegs- 
jahren 1 848 und 1 849 rühmlichst theilgenommen 
und wurde für seine hervorragende Tapferkeit 
mit dem Eisernen Kronen-Orden 3. Gl. und mit 
dem kaiserl. russ. St. Annen-Orden 3. Gl. mit 
der Schleife decoriert. Am 16. Mai 1852 zu 
Karl Fürst zu Schwarzenberg-Inf. Nr. 19 transf., 
war Henike aus Gesundheitsrücksichten ge- 
zwungen, der activen Truppendienstleistung zu 
entsagen und trat 21. Dec. 1855 in den Ruhe- 



stand, kam aber 4. April 1 859 ins Kriegrsarchiv 
und 7. Juli 1860 in das Redactionsbureau der 
„ Militär- Zeitung*. Am 9. März 1861 wurde er als 
Gebäude-Inspeclions-Ofßcier nachKomorn einge- 
theilt, 1. Dec. 1861 in gleicher Eigenschaft nach 
Wadowice, 1. Juni 1869 nach Krakau und nach 
Greierung des Militär-Bauverwaltungs-Corps mit 
1. Jan. 1872 als Militär-Baudirector nach Spalato 
übersetzt, im Jahre 1874 zum Major befördert 
und starb als solcher zu Zara 3. Nov. 1878. 

Henriquez Anton Ritter von, Sohn eines 
Majors, geb. 18. Mai 1823 zu Prag, eingetr. 
19. Oct. 1834, wurde 30. Sept. 1841 wegen 
eines Fußleidens mit einer Pension jährlicher 
1 50 fl. G. M. aus der Militärerziehung entlassen, 
trat am 12. Aug. 1842 als Praktikant bei der 
k. k. Cameral-Haupt-Buchhaltung zu Wien in 
Givil-Staatsdienste, rückte zum Rechnungs-Ofticial 
beim Obersten Rechnungshofe vor, trat am 
24. Mai 1884 als Rechnungsrath in den Ruhe- 
stand und ist gegenwärtig auch als Gommissär 
der Versicherungsgesellschaft t Donau 8 in Wien 
thätig. 

Jeschka Paul, geb. zu Wien 1. Juli 18££, 
eingetr. 19. Oct. 1834, wurde 10. Juli 1841 
vorzeitig als Regimentscadet zu Hoch- und 
Deutschraeister-Inf. Nr. 4 ausgemustert und 
21. Nov. 1844 mit Abschied entlassen. 

Jesovits Johann, Sohn eines Apothekers, 
geb. zu Wien 3. Juli 1821, kam am 11. Mai 
1836 in die Akademie, wurde 13. Sept. 1841 
zum Lieut. in. G. ernannt und nach Hörung des 
höheren Gurses 23. Sept. 1842 als Lieut. h. G. 
bei Joseph Freih. v. Koudelka-Inf. Nr. 40 ein- 
gctheUt, wo er 1 1. April 1847 zum Oberlieut. vor- 
rückte. Im Feldzuge 1848 wohnte Jesovits dem 
Straßenkampfe in Bologna (8. Aug.) bei und wurde 
dann bei Bewachung der Küstenstrecke des Po 
di Levante bis Galeri verwendet. Im Frühjahre 
1849 war er als Generalstabsofficier bei der 
Belagerung von Malghera und Venedig und er- 
warb sich durch seine entsprechende unermüdete 
Dienstleistung die Allerhöchste Anerkennung 
und das Militär-Verdienstkreuz. Am 20. Nov. 
18i9 wurde Jesovits im Regimente Hauptm. 
2. Gl., 11. Dec. 1851 Hauptm. t. Cl. und machte 
im Feldzuge 1859 in Italien das Treffen bei 
Montebello 20. Mai, ebenso die Schlacht bei Sol- 
ferino 24. Juni mit, bei welch letzterer Gelegen- 
heit sich das Regiment durch mehrere mit Bra- 
vour ausgeführte Bajonnettan griffe hervorthat. Am 
1. Febr. 18G1 zu Siegmund Freih. v. Reischach- 
lnf. Nr. 21 und 1. Oct. 18G4 mit der Beförderung 
zum Major zum 14. Jäger-Bat. transf., comman- 
dierte er dasselbe in dem unglücklichen Feldzuge 



i 



1841. 



59 



1866 gegen Preußen, war mit diesem in der 
Brigade Jonak des 6. Armeecorps (Ramming) 
eingetheilt und fand bei Wysokow (27. Juni) mit 
5 Officieren und 102 Mann des Bataillons den 
Heldentod. 

Kabos Alois, Sohn eines Hauptmannes, geb. 
zu Gsalöszeg in Siebenbürgen 24. Juli 1822, 
eingetr. 14. Oct. 1834, wurde als Lieut. m. G. 
zu Erzh. Franz Karl-Inf. Nr. 52 ausgemustert, 
16. Juli 1846 Lieut. h. G., 16. Sept. 1848 Ober- 
lieut., l.Mai 1849 Hauptm. 2. Gl., 1. Febr. 
1851 Hauptm. 1.C1. bei Eduard Fürst zu Liechten- 
stein-Inf. Nr. 5, 1. Nov. 1859 pens., starb 
1 8. Sept. 1873 zu Wien. Kabos machte die Feld- 
züge 1848, 1849 und 1859 in Italien mit. 

Kaim Edler von Kaimthal Leopold Anton, 

Sohn eines Majors, geb. zu Sambor in Galizien 
15. Nov. 1822, eingetr. 21. Oct. 1834, wurde 
als Gadet zu Erzh. Albrecht-Inf. Nr. 44 aus- 
gemustert, 16. Sept. 1845 Lieut. m. G. bei 
Prokop Graf von Hartmann- Klarstein-Inf. Nr. 9, 
22. April 1848 Lieut. h. G. und starb 2. Aug. 
1848 in seinem Geburtsorte Sambor. 

Kerner Adolf, Sohn eines Rittmeisters, 
geb. zu La.cka Wola in Galizien 10. Juli 1823, 
eingetr. 28. Oct. 1835, wurde 13. Sept. 1841 
zum Lieut. m. G. ernannt, nach Absolvierung 
des höheren Curses 23. Sept. 1842 als Lieut. 
h. G. zu Erzh. Ludwig-Inf. Nr. 8 eingetheilt, 
6. Mai 1848 Oberlieut., 13. Juni 1848 zum 
GQMSt. transf., 31. Aug. 1849 Hauptm., machte 
im ungarischen Feldzuge 1848 und 1849 die 
Gefechte bei Budamer 11. Dec. 1848, Jekelfalva 
2. Jan. 1849, Pest (Steinbruch) 11, 16. und 
21. April, die Schlachten bei Komorn 2. und 
11. Juli 1819 mit und wurde für sein tapferes 
Benehmen vom Armeecorps - Commandanten 
General der Cavallerie Grafen Schlik öffentlich 
belobt Am 7. Aug. 1857 avancierte Kerner zum 
Major, 15. Juni 1859 zum Oberstlieut. im Corps 
und starb als solcher 11. Mai 1861 zu Verona. 

Kopfinger von Trebbienau Julius, Sohn 

eines Oberstlieutenants, geb. zu Treviso 17. Juli 
1822, eingetr. 18. Nov. 1834, wurde als Lieut. 
m. G. zu Erzh.Friedrich-Inf.Nr. 16 ausgemustert, 
l.Mai 1846 zum Lieut. h. G. befördert und 
starb zu Treviso 4. Juni 1846. 

Kopp Edler von Ankergrund Leopold Joseph, 
Sohn eines Oberlieutenants, geb. zu Klosterneu- 
burg 27. Dec. 1822, eingetr. 22. Oct. 1834, 
wurde 13. Sept. 1841 Lieut. m. G. bei Ferdinand 
Freih. v. Fleischer-Inf. Nr. 35, 20. Juli 1845 
Lieut. h. G., 11. April 1848 Oberlieut., 20.xVug. 
1849 Hauptm. 2. Cl., 4. Juni 1854 Hauptm. 
l.CL 1. Febr. 1860 zu Alexander Graf v. Mens- 



dorff-Pouilly-lnf. Nr. 73 transf., 12. Juni 1865 
Major, 10. Nov. 1866 pens., 9. Nov. 1867 
wieder bei Leopold II. Großherzog von Toscana- 
Inf. Nr. 71 eingetheilt, 23. April 1869 Oberst- 
lieutenant. Mit 1. Nov. 1873 zum Reserve-Com- 
mandanten bei Erzh. Ludwig Viclor-Inf. Nr. 65 
ernannt und mit 1. Mai 1875 daselbst zum 
Obersten befördert, trat er am 1. Jan. 1877 
unter Vormerkung für Localdienste in den Ruhe- 
stand und starb im Jahre 1881 zu Budapest. 
Kopp machte im Jahre 1848 die Prager Ereig- 
nisse, die Feldzüge 1848 und 1849 in Ungarn, 
1859 in Italien und 1866 in Böhmen mit. 

Kottas von Heldenberg Andreas, Sohn des 
22. Jan. 1833 zu Petrinja verstorbenen Majors 
Alexander Kottas von Heldenberg (vergl. Aus- 
musterungsjahrg. 1 784), geb. zu Petrinja in der 
croatischen Mililärgrenze 17. März 1823, eingetr. 
1 7. Oct. 1834, wurde als Lieut. m.G. zu Theodor 
Freih. v. Wacquant-Geozelles-Inf. Nr. 62 aus- 
gemustert, 25. Juli 1846 Lieut. h. G., 24. Sept. 

1848 Oberlieut., 25. Oct. 1848 zum Warasdiner 
Greuzer Grenz-Inf.-Reg. Nr. 5 transf., 16. April 

1849 Hauptm. 2. GL, 24. Juli 1850 zur Arcifcren- 
Leibgarde, 1. Juni 1859 zum 5. Grenz-Inf.-Reg. 
transf., 12. Juli d. J. Hauptm. 1. Gl. und 1. Nov. 
1859 zur Arcieren- Leibgarde rücktransferiert. 
Mit 1. Nov. 1876 zum Major und Garde-Wacht- 
meister befördert, trat er am 1. Dec. 1878 in 
den Ruhestand, erhielt bei diesem Anlasse in 
Anerkennung seiner langjährigen, im Kriege wie 
im Frieden sehr guten Dienstleistung den Aus- 
druck der All erhöchsten Zufriedenheit undhiemit 
auch die Berechtigung zum Tragen der Militär- 
Verdienst-Medaille. Er lebt zu Wien. Wie Johann 
Christian v. Hellbachs „Adelslexikon", 1. Bd., 
S. 692, zu entnehmen, wurde der österr. Haupt- 
mann Anton Kottas im Jahre 1789 mit dem 
Prädicate „von Heldenberg* in den Adelstand 
erhoben. Es dürfte dies der Großvater des hier 
in Rede stehenden Zöglings der Neustädter 
Akademie gewesen sein. Kottas machte die Feld- 
züge 1848 und 1859 mit. 

Krainski von Jelita Alois Ritter, Sohn eines 
Gutsbesitzers, geb. zu Lemberg 19. Juni 1822, 
eingetr. 27. Oct. 1834, wurde 13. Sept. 1841 
zum Lieut. ra. G. ernannt und nach Absolvierung 
des höheren Curses 23. Sept. 1842 zu Erzh. 
Stephan-Inf. Nr. 58 eingetheilt, in welchem Regi- 
mente er im Jahre 1848 bei der Belagerung und 
Einnahme von Wien thätig war und 23. Sept. 
1848 zum Oberlieut. vorrückte. Schon früher 
in der Regiments-Gadettenschule als Lehrer zur 
vollen Zufriedenheit verwendet, kam nun Krainski 
für den Vortrag der Algebra, Fortification und 



MI 

1*41. 

Wiüenlehre \n d> < 'Imltzer Galten ^'mp^rnie und dem Fe: Marschall - LieuL too Simunich in 
.11 i wirkte in eitler Sphäre durch zweieinhalb Ungarn unter den schwierigst«! Verhältnissen mit 
vc^re mit T^rzlg-itLem Erfclge. In. J<*hre 1S51 den witht-gsten, auf die beabsichtigten Kriegs- 
er&t/^en a ch iol Irin, als Lehrb.th für Mlhtär- Operationen bezugnehmenden Missionen betraut, 
tli -.g*Anst.fclteB eine WauVnlehre im Dr.ck*-. machte de; seltne die Yorrückung gegen Ungarn. 
.^m 3- Mal 1>H<1 w^rde fcraih.skl Hauptm. 2-CL. 16. Dec 1S4S d.e Erstürmung and Einnahme 
!••. « f.-L jS-"-> Hauptm. 1. CL. war während des von Tynau. die E^sehlietrjng Tön Leopolds ladt, 
I-i-jeus-tLen Ft.iz ^es 1>*j9 dem GQMSL z .ge- die V^rpcstecst^Hung an der Waaglinie, IS 4 9 
m*-\: ..ni rers^ drn tperatlten Dienst bei der die Cernler.mg Ton Komom nit und war im 
•^e?. L-U-Fier^ne der 2. \rmee. Am 1. April Soinmer-Fel'Izuge in der Brigade Gerstner des 
! v*> kam er zu \V Ineim Prinz ij Schleswig- . 3. Armeecorps enugetheilL welches anfangs Juli 
H.-rV-Ir.-wH- Art» rg-lnf. Nr. v». nahm andern in Esber. auf Streif mgen gegen Moor und die 
I e 22 ^re !*•_■•; gejer. Pre£en th.il und trat weitere Yorrückung mitmachte. Im Ganzen hat 
!. A §.i J. n. den zeltlichen Ruhestand. Am La-:hnit an Tier Schiachten und 14 Gefechten 
!- I*e*. 1 v *' wurde er in d*-n Armeestand üi-er- urd Scharmützeln theil genommen. Am 16. OcL 
se-u: z.i l<r:^ E-*.iemu> u"e*u des GenerAlsiai»es 1^00 rum Hauptm. 2. CL bei FIrzii. Joseph-InL 
z r I'^L-it^: :g zgr wiesen. In dieser Yer- Nr. 37 befördert rückte er 1 i. Juni 1853 zum 
-**-. ;.rg mit 1. N\-i. ^75 zum Major befördert. Hauptm. 1. Gl. bei Erzh. L^dwig-Inf. Nr. 8 Tor, 
erf.-gte mit 1. Febr. 1>70 -*rine Ernennung zum kam am 20. März 1S56 als Rittm. ins Adjutan- 
P—U-M -...:,: t-eim Fe^t mgs-C:>mm*ndo zu There- ten-Corps und wurde 15. April IS 59 Major und 
-^en-t it. Noch :m Eämli;b»-n J<*hre durch die Corps- Adjutant des 1 1 . Armeecorps in Mautua, 
Vr-.^i. nur des klnlgh cäruu-chen Dan ebrog- ■ wo er infolge Ton Cl^ranstrcngting an Lungen- 
4 *r^-r.f CL CL a .?■ gerechnet, trat er am 1. Dec biutiu.g schwer erkrankte. Nach seiner Wieder- 
^7»- ils ir-Til; ii -den Rulestani und lebt zu ge Lesung am 20. Jan. 1S61 zu Heinrich Freih- 
W.em kr^-skl erwarb sl:h um die Yenvil- v. Rossbach-lnf. Nr. 40 transf. und als Stellrer- 
k. T.rTr.r.g ;es S.r^efr^estr^ d^r ch Verbes- ' trett-r des Generalcommando - Adjutanten in Te - 
i^rzz*: «/.r-os hest^i. vr.«rr ur^d Schafurv ne^er c:es^ar einget heilt, traf ihn am 27. Febr. 1804 
H..:sz-I:tel zur L"Lter?tltr Lg url Förderin^ de> die Ernennung zum Plarz-OberstlieuL in Peter- 
e * hi '~A^.jl er. U r.: e rri ■: h: es r_ inni ^*f i! th: e. nk h t w t. -de in, 1 . Not. 1 > h 6 die Transferierung in 
i-- v*-r>.hi*zei.ie VerdieLste. in deren Wür- /.eicher Ei^ensch.ift zum Platzcommando in 
:^- .i r - er s:h.s !•*.. Mö 1S52. da*.n 4. April T^mesTir ur.d am 20. Mai 1S09 als Abtheilungs- 
1>1^ e.tr er: iurih den A .sdr, ck der Aller- J tl r£Ur:d z.;m Gener.tIcommai:do in Ofen, auf 
hl-.h-tec br". . b-rr. ier. . Vierter^: ng a^s^ezeichrie: weichem Dienstposten er am 1. Mai 1872 
w_-se- w .; r:h er zum Tragen der Militlr- zum «.»bersten avancierte. Am 24. Febr. IS 75 
V-^ri er- s*.- Me-i-I.ir brecht \ri ist Ebenso w ^rd . trat Lachiit in den Ruhestand und lebt zu 
l*.m IS. J*n. lv'9 flr die zwe.ker.tspre>.-her.de ; Wien. 

Cnrtr cu.ri tc^ ApjAr.*:-r. zur Verwirklich in.: LirktBf ^Vn^eio. Sohn eines praktischen 

•-er Sth.srthecre -r.i für die XlI ahnung der Arztes, geb. zu Bassano in Italien 22. Oct. 1 822. 
N -tzüwer. i ^r— : ieser Apparate m der Armee- J eingetr. 14. April 1S35, wurde als LieuL m. G. j 

S:^Vzer.rth^ie eine F^*ri:i s~z des Reichs-Kriezs- zu Erzh. Ai treibt- Inf. Nr. 44 ausgemustert. Er j 

V i.5*er ,^i z^thei'. Seinen Ansichten über avancierte 21. OcL 1S45 r^m LieuL h. G., und 

w 

■:-n Wer. des Fe .ergefecLtes in der Taktik de: quitt, den Militärdienst 15. A ig. 1S47 ohne Bei- 

ni/usten Z li-r.f^ ^ai- Er^fki in einer im Jthre behalt des OfÜciers- Charakters. 

!v.-2 mten ien Iniüilen A. R. J- K. erschienenen Lenprich Caspar Johann Reichsfreiherr 

Ervi-.hire A.-:rxk. von. Sohn des 13. Mai IS06 Terstorbenen kai- 

Laclinit Heinr::h Ritter r-.n. S.hn eLues serlichen Rathes und Einreich ungsprotokolls- 

G -te*n'ai:athes. g»rb. zu B;ünn 13. Mai 1S23. Directors der bestandenen obderennsischen Lan- 

karr> -i 1 . O :*. 1 ^ i In «ile Akademie und wjrie bei desre«ierur.g Karl Reichsfreiherrn von Lempruch, 

*>r A;?-:. .ste.ung als Lieut. m. G. bei Friedlich aus dessen Ehe mit Karoline F^enniger, geb. zu 

Gra: T.n H:<hene^^ - Inf. Nr. 2'i> eingeteilt, in SaliLurg 13. Aug. 1S23, eingetr. 2 1 . OcL 1 834, 

we.:lrm Begimer'e er 12.0;t. 1S43 zumLieut. wurde als Lieut. m. G. zum 5. Jäger-BaL aus- 

h. G.. 5. Aug. 1*4^ z:m OberlieuL vorrückte gemustert. 22. Nov. 1S46 LieuL h. G^ Jl.SepL 

un -. *n den Fei h'i^r. 1 >4S and 1 S49 teilnahm. 1 S4S t»berlieuL. 2l». Juni 1 S49 Hauptm. 2. CL, 

We:=t wle*:e:hoIt als C; -rier zwLs*;hen dem starb 23. Juni d. J. zu Kariowitz. Die Familie 

F-l imarstnill Fürsten zu Wm-üsch-Graetz in \Men Lern pruch stammt aus Ostfriesland und hat den 



1841. 



61 



Reichsfreiherrenstand mit Diplom dd. Wien 

18. Aug. 1703 erworben. 

Mold Edler von Mollheim Anton, geb. zu 

Karansebes3.Nov.1822, eingetr. 16. Nov. 1834. 
wurde 28. Juli 1839 vorzeitig als Regiments- 
cadet zu Friedrich Freih. v. Bianchi - Inf. Nr. 63 
ausgemustert, 1. Jan. 1841 k. k. Gadet, 8. April 
1847 Lieut. m. G., 11. April 1848 Lieut. h. G., 
16. März 1849 Oberlieut, 16. Nov. 1853 zu Emü 
Prinz von Hessen und bei Rhein-Inf. Nr. 54 
transf., 1. Aug. 1854 Hauptm. 2. Gl., 1. Mai 
1858 pens., lebt zu Karthaus bei Brunn. 

Molnär Ferdinand von, Sohn eines Majors, 
geb. zu Sepsi Szt. György in Siebenbürgen 

19. März 1823, eingetr. 14. Oct 1834, wurde 
als Lieut zu Paul Freih. v. Wernhardt-Chevaux- 
leg. Nr. 3 ausgemustert, 1. Aug. 1847 Ober- 
lieut., 1. Juli 1849 Rittm. 2. GL, 1. Oct 1852 
Rittm. 1 . GL, 2 1 . Juni 1 859 Major, 1 . Febr. 1 860 
zu Philipp Graf v. Stadion-Kürass. Nr. 9, 14. Juni 
1 863 zu Maximilian Joseph II. König von Bayern- 
Kflrass. Nr. 2 transf., 1. Sept. 1864 pens. und 
starb 10. Juli 1878 zu Makö in Ungarn. 

Perger Ferdinand Ritter von, Sohn eines 
Staatsbeamten, geb. zu Prag 10. Sept 1823, 
eingetr. 26. Oct. 1834, wurde als Lieut m. G., 
zum 1. Jäger -Bat. ausgemustert, 1. Mai 1845 
Lieut h. G., 1. Juni 1848 Oberlieut, 16. Aug. 
1849 Hauptm. 2. GL, 1. Febr. 1851 Hauptm. 
1. CL, 1. Sept 1861 Major und Commandant 
des 32. Jäger-Bat, 9. April 1862 zum 21. Jäger- 
Bat transf., 19. Juli 1866 Oberstlieut, 24. Oct. 
1869 Oberst und Reserve-Gommandant bei Ernst 
Ritt. v. Hartung-Inf. Nr. 47, trat 1. Nov. 1873 
in den Ruhestand und starb 17. Oct. 1890 in 
Wien. Er machte die Feldzöge 1848, 1849 und 
1866 in Italien mit und wurde 18. Juli 1866 für 
seine Leistungen in der Schlacht bei Custoza 
(24. Juni 1866) mit dem Militär- Verdienstkreuz 
decoriert 

Petranek Eduard, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu Krumau in Böhmen 14. April 1823, 
eingetr. 31. Oct 1834, wurde als Lieut. m. G. 
zu Anton Graf v. Kinsky-Inf. Nr. 47 ausgemustert 
und trat 24. Aug. 1845 aus dem Armeever- 
bande. 

Pichler Edler von Deeben Franz, Sohn 

eines Rittmeisters, geb. zu Wien 13. Febr. 1823, 
eingetr. 25. Oct 1834, wurde als Lieut. m. G. 
zu Erzh. Karl-Inf. Nr. 3 ausgemustert, 16. Febr. 
1846 Lieut h. G., 1. Juli 1848 Oberlieut, 
23. Aug. 1849 zum GQMSt. transf., 1. Febr. 
1852 Hauptm. 2. CL bei Erzh. Karl-Inf. Nr. 3, 
16. Oct 1855 Hauptm. 1. GL, 15. Juni 1859 
Major und 1. Mai 1861 zu Erzh. Rainer-Inf. 



Nr. 59 transferiert. Pichler machte die Feklzüge 
1848, 1849 und 1859 in Italien, 1866 aber in 
Südtirol mit. Schon im Jahre 1859 hatte sich 
Pichler durch sein Verhalten bei Montebello das 
Militär- Verdienstkreuz erworben; für seine her- 
vorragende Tapferkeit bei der Vertheidigung von 
Tirol 1866 aber und namentlich für seine Lei- 
stungen in den dreitägigen Kämpfen in der Val 
Sugana wurde ihm mit der Allerhöchsten Ent- 
schließung vom 31. Dec. d. J. das Ritterkreuz 
des Leopold-Ordens zutheil. Am 21. Juli 1866 
stand nämlich Pichler, welcher über zwei Com- 
pagnien des 59., zwei Gompagnien des 22. Regi- 
ments und vier Raketengeschütze verfügte, in 
Primolano und Pianella und wurde am 22. mor- 
gens von den Vortruppen der Division Medici 
angegriffen. Der Übermacht weichend, zog er 
sich in immerwährendem Kampfe auf Tezze und 
von da weiter auf Borgo zurück, welches er 
sogleich verbarricadieren ließ und durch Deta- 
chierung eines Zuges nach San Lorenzo vor 
Umgehung zu schützen suchte. Schon vorher 
hatte er an Feldmarschall-Lieut. Kuhn telegra- 
phiert und von diesem vor der Hand die 2. Depot- 
division des 59. Infanterie-Regiments als Unter- 
stützung zugewiesen erhalten; diese traf 23. mit- 
tags in Borgo ein, kurz bevor eine dreifache An- 
näherung des Feindes avisiert wurde. General 
Medici entwickelte fünf Bataillone mit vier Ge- 
schützen östlich des Ortes und versuchte damit 
einen Frontalangriff, während vier Bataillone das 
SchlossTelvana angriffen, auf welchem eineCom- 
pagnie und die halbe Raketenbatterie aufgestellt 
war. Mit glänzender Bravour wurden die weit 
überlegenen Angriffe wiederholt abgeschlagen, 
aber schon war von dem Detachement in San 
Lorenzo die Meldung eingelaufen, dass es ge- 
zwungen sei, sich zurückzuziehen. Wollte Pichler 
von Trient nicht abgeschnitten werden, so war 
keine Zeit zu verlieren, der Rückzug wurde an- 
getreten und unter dem ununterbrochenen Feuer 
von vier feindlichen Geschützen und durch die 
feindliche Cavallerie harceliert, bis Levico fort- 
gesetzt, welches Pichler, unler Hilfe des gleich- 
zeitig 10 Uhr nachts als Unterstützung einge- 
troffenen 4. Bataillons von Prokop Graf v. Hart- 
mann-Klarstein-Inf. Nr. 9, gegen vier nach ein- 
ander gefolgte Stürme abermals hartnäckig ver- 
teidigte. Als nun in der Nacht auch Levico 
geräumt werden musste, stand den Italienern der 
Weg über Galdonazzo, Vigolo und durch die 
Val Sorda ins Etschthal durch einige Stunden 
unverlheidigt offen ; General Medici benützte aber 
diesen Vortheil nicht, sondern griff erst am 25. 
mittags die Österreicher wieder an, weil ihm 



62 



1841. 



der heldenmüthige Widerstand Pichlers imponiert ' 
und ihn glauben gemacht hatte, dass ihm eine J 
weit größere Macht gegenüber stehe. Am 28. Oct. ' 
1868 wurde Pichler Oberstlieut. im Regimente, 
16. Juli 1870 Reserve-Commandant und trat als 
solcher 27. Dec. 1871 aus dem Armeever- 
bande. 

Pistor Theodor Ritter von, Sohn eines Guts- 
besitzers und Landstandes, geb. zu Radkers- 
burg in Steiermark 16. Nov. 1822, eingetr. 
22. Oct. 1834, wurde 28. Oct. 1839 wegen 
physischer Nichteignung mit einer Pension aus 
der Militärerziehung entlassen. Dessen weiterer 
Lebenslauf konnte nicht ermittelt werden. 

Rainer von LindenbUchel Franz, Sohn eines 
Beamten, geb. zu Klagenfurt 11. Nov. 1822, 
eingetr. 21. Nov. 1834, wurde als Lieut. m. G. zu 
Franz Adolf Freih. v. Prohaska-Inf. Nr. 7 aus- 
gemustert, 17. Mai 1846 Lieut. h. G., 22. Mai 

1848 Oberlieut., 1. Juli 1850 Hauptm. 2. Gl., 

18. Febr. 1853 zu Ludwig Ritt. v. Benedek- 
Inf. Nr. 28 transf. und trat 27. Aug. 1855 aus 
dem Armee verbände. 

Ridler Edler von Greif in Stein Ferdinand 

Rudolf, Sohn eines Regierun gsrathes, geb. zu 
Wien 16. Aug. 1824, eingetr. 1. März 1834, 
wurde alsLieut. m. G. zu Ferdinand Graf v. Cecco- 
pieri-Inf. Nr. 23 ausgemustert, 3. Dec. 1844 
Lieut. h. G., 16. Sept. 1848 Oberlieut, 20. Nov. 

1849 Hauptm. 2. Gl., 1. Dec. 1850 Hauptm. 
1. Cl. und starb 10. Dec. 1860 zu Komorn. 

Roden von Hirzenau Karl Freiherr, Sohn 
des 7. Nov. 1863 verstorbenen k. k. Kämmerers 
und Rittmeisters i. d. A., Karl Freiherrn Roden 
von Hirzenau, aus dessen zweiter Ehe mit der 
Sternkreuz-Ordensdame Adelheid Gräfin v. Wen- 
gersky, geb. zu Hrottowitz in Mähren 1. Juli 1824, 
kam 24. Oct. 1834 in die Akademie und trat 

19. Juli 1838 aus der Militärerziehung. Im Jahre 
1844 finden wir Roden von Hirzenau als Cadet bei 
Heinrich Graf v. Hardegg - Kürass. Nr. 7, 1845 
als Lieut., 1850 als Oberlieut., 1852 als Rittm. 
in demselben Regimente. Im Jahre 1854 kam er 
q. t. zu Ferdinand II. König beider Sicilien-Uhlanen 
Nr. 12, wurde 21. Febr. 1859 Major bei Karl 
Fürst zu Liechtenstein-Uhlanen Nr. 9, trat 1. April 
1862 in den Ruhestand und starb 23. April 1867 
zu Wien. Er gehört einem Adelsgeschlechte an, 
dessen erster Wappenbrief vom Jahre 1 600 datiert 
und welches den Reichsadel mit dem Prädicate 
„von Hirzenau* am 26. März 1652, den böhmi- 
schen Ritterstand 14. April 1667, den alten 
böhmischen Ritterstand 22. Juli 1676, den böhmi- 
schen Freiherrenstand aber mit Diplom dd. Wien 
1 2. Mai 1718 erworben hatte. 



Rosenbaum August Ritter von, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Prag 18. Dec. 1823, ein- 
getr. 14. Dec. 1835, wurde als Lieut m. G. zu 
Erzh. Ludwig-Inf. Nr. 8 ausgemustert, avancierte 
19. Aug. 1845 zum Lieut. h. G., 1. Juli 1848 zum 
Oberlieut., 4. Sept. 1851 zum Hauptm. 2. GL, 
18. Juni 1853 zum Hauptm. 1. Classe. Am 
31. Jan. 1860 zu Paul Freih. v.Ajroldi-Inf. Nr. 23 
transf., trat Rosenbaum 30. Mai 1861 aus dem 
Arraeeverbande, war seither Fabriks-Geschäfls- 
fuhrer zu Brunn und starb als solcher im Jahre 
1883. 

Rothenthal Heinrich Freiherr von, geb. zu 
Sperlunga in Italien 23. April 1822, eingetr. 
31. Oct. 1834, wurde als Lieut. zu Karl Freih. v. 
Mengen- Kürass. Nr. 4 ausgemustert. 13. SepL 
1841 Oberlieut, l.Junil8i9 See. -Rittm., 16. Mai 
1854 pens., lebt zu Maros-Väsarhely. 

RUstel Ignaz Freiherr von, Sohn eines 
Oberstlieutenants, geb. zu Josefstadt 14. Sept. 
1822, eingetr. 31. Oct. 1834, wurde als k. k. 
Cadet zu Anton Freih. v. Mayer-Inf. Nr. 45 aus- 
gemustert, 16. Jan. 1848 Lieut. m. G., machte 
den Feldzug desselben Jahres in Ungarn mit und 
gerieth 31. März 1848 in Kriegsgefangenschaft, 
aus welcher er 4. Aug. d. J. zurückkehrte. Am 
16. Aug. 1818 wurde er Lieut. h. G., 1. Dec. 
1850 Oberlieut., 8. Juni 1856 Hauptm. 2 GL, quitt, 
beim Übertritte in Givil-Staatsdienste 3. Jan. 1858 
als Ober-Telegraphist 2 GL, rückte 1. Jan. 1862 
zum Ober-Telegraphisten 1. Gl. vor und war 
längere Zeit bei der Telegraphen-Hauptstation in 
Wien verwendet. Gegenwärtig ist Rüstel kaiserl. 
Rath und Ober-Postcontrolor beim Verkehrsdienst 
der Post- und Telegraphen-Di rection in Wien. 
Rüstel ward in Anerkennung der in seinem Be- 
rufe erworbenen hervorragenden Verdienste durch 
Verleihung des goldenen Verdienstkreuzes aus- 
gezeichnet. 

Sassic Stephan, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu CremuSnjak in der Militärgrenze 1 2. Dec. 
1822, eingetr. 17. Oct. 1834, wurde als Lieut. 
zu Alois Freih. v. Gollner-Inf. Nr. 48 ausge- 
mustert, 16. Sept. 18i5 Lieut. h. G., 16. Sept 
1818 Oberlieut. beim 2. Banal-Grenz-Inf.-Reg. 
Nr. 11, 16. April 1849 Hauptm. im Szluiner 
Grenz-Inf -R**g. Nr. i, "1. Aug. 1852 q. t. zum 
St. Georger Grenz-Inf.-Reg. Nr. 6 transf., 1. Febr. 
1865 Major, 23 April 1869 OberstlieuL beim Ro- 
manen-Banater Grenz-Inf.-Reg. Nr. 13, 1. Mai 1870 
zum Oguliner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 3 und 12. Aug. 
1871 zum Liccaner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 1 trans- 
feriert. Mit 1. Nov. 1872 zu Ludwig II. König von 
Bayern-Inf. Nr. 5 zugetheilt, erfolgte mit l. Oct. 
1873 dessen Übersetzung zu diesem Regimente. 



63 



1811. 



Noch im nämlichen Jahre durch Verleihung 
des pers. Sonnen- und Löwen-Ordens 4. Gl. 
ausgezeichnet, trat er am 1. April 1874 in den 
definitiven Ruhestand und lebt zu Agram. Sassid 
machte die Feldzüge 1848 und 18i9 in Ungarn, 
1859 und 1866 in Italien mit. 

Schallinger Karl, geb. zu Graz 20. März 
1823, kam 22. Oct. 183iin die Akademie und 
trat 1 3. Juli 1 838 aus der Militärerziehung und 
ist seither verschollen. 

Schestak Johann, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zuNimburg in Böhmen 6. März 1823, eingetr. 
15. Oct. 1834, wurde als Lieut. m. G. zu Maxi- 
milian Freih. v. Reising-Inf. Nr. 1 8 ausgemustert, 
17. Oct. 1845 Lieut. h. G., 16. Aug. 1848 Ober- 
lieut., 1. Sept. 1851 Hauplm. 2. GL, 1. Oct. 1852 
Hauptm. 1 . GL bei Johann Graf v. Coronini-Cron- 
berg-Inf. Nr. 6, März 1861 pens., im Mai 1866 
Etapen- Commandant in Prerau und Sept. 1866 
in den Ruhestand ruckversetzt, erhielt mit Aller- 
höchster Entschließung vom 10. Sept. 1869 den 
Majors-Charakter und lebt zu Prerau. Schestak 
machte die Feldzüge 1848, 1849 und 1859 in 
Italien und 1866 bei der Nord-Armee mit. 

Schmelzer Erwin, Sohn eines Majors, geb. 
zu Wien 10. Juni 1822, eingetr. 28. Oct. 1834, 
wurde zum Lieut. m. G. ernannt und ,23. Sept. 
1842 nach Hörung des höheren Lehrcurses als 
Lieut. h.G. beiEugen Graf v. Haugwitz-lnf. Nr. 38 
eingetheilt, fr. Dec. 1847 Oberlieut., 1. Nov. 1849 
Hauptm. 2. Gl., 7. Nov. 1850 Hauptm. 1. GL, 
9. Juni 1859 Major, 1. Febr. 1862 zu Kaiser 
Franz Joseph-Inf. Nr. 1 transf., 17. Nov. 1865 
Oberstlieut. im GQMSt., 21. Juli 1866 Oberst 
bei Kaiser-Inf. Nr. 1, 11. Sept. d. J. zu Joseph 
Freih. v. Martini-Inf. Nr. 30 transferiert. Ami. Mai 
1873 zum Gommandanten der 1. Infanterie-Bri- 
gade bei der 17. Infanterie -Truppen -Division 
ernannt, wurde Schmelzer l.Mai 1874 General- 
major, trat als solcher am 1. Juni 1875 in den 
Ruhestand und starb im Jahre 1889 zu Volosca 
in Istrien. Schmelzer erwarb sich für seine her- 
vorragend tapferen Leistungen im Feldzuge 1 866 
gegen Preußen das Militär- Verdienstkreuz. 

Schmelzern von Wilmannsegg Joseph Frei- 
herr, Sohn eines Häuptmannes, geb. zu Josef- 
stadt 24. Oct. 1821, eingetr. 24. Oct. 1833, 
wurde als Lieut. m. G. zu Joseph Friedrich Freih. 
v. Palombini-Inf. Nr. 36 ausgemustert, im Jahre 
1848 Oberlieut. beim Illyrisch- Banater Grenz- 
Inf.-Reg. Nr. 18 und starb als solcher im Mai 
1849. Der erste Wappenbrief dieses Geschlech- 
tes datiert vom Jahre 1550; den erbländisch- 
österreichischen Freiherrenstand erwarb dasselbe 
mit Diplom dd. Wien 25. Nov. 1820. 



Schweickhard Friedrich Reichsfreiherr von. 
Sohn des 21. Mai 1829 verstorbenen Artillerie- 
Majors Friedrich Reichsfreiherrn von Schweick- 
hard, aus dessen Ehe mit Barbara von Duras, 
geb. zu Wien 11. Oct. 1822, kam 16. Nov. 1834 
in die Akademie, wurde 13. Sept. 1841 zum 
Lieut. m. G. ernannt und nach Absolvierung des 
höheren Gurses 23. Sept. 1842 bei Hoch- und 
Deutschmeister-Inf. Nr. 4 eingetheilt, 4. Mai 1845 
Lieut. h. G., 1. Juli 1848 Oberlieut., 8. Juni 1849 
Hauptm. 2. GL, 13. Juli 1853 Hauptm. 1. GL, 
1. Febr. 1860 zu Wilhelm Freih. v. Ramming- 
Inf. Nr. 72 transf., 1. Aug. d. J. Major, 1. März 
1861 pens. und slarb 25. Juni d. J. zu Meran. 
Er war ein Bruder des in Hainburg lebenden 
Kriegs-Gommissärs Goswin Reichsfreiherrn von 
Schweickhard, vergLAusmusterungsjahrg. 1839, 
wo auch Näheres über Ursprung und Standes- 
erhöhungen dieses Geschlechtes zu finden. 

Sekulic von Momirov Vincenz Ritter, Sohn 
eines Majors, geb. zu Isbistie imBanate 27. Juni 
1822, eingetr. 29. Oct. 1834, wurde als Lieut. 
m. G. zu Erzh. Karl Ferdinand-lnf. Nr. 51 aus- 
gemustert, in welchem er 12. Juni 1816 zum 
Lieut. h. G. und 28. Nov. 1848 zum Oberlieut. 
vorrückte und an dem Feldzuge 1848 und 1819 
in Siebenbürgen theilnahm. Bei dem Überfalle 
auf Käpolna in Siebenbürgen, 23. Dec. 1848, 
erwarb er sich als Regiments- Adjutant durch 
richtige Dispositionen und persönliche Tapferkeit 
den Eisernen Kronen-Orden 3. GL und bei dem 
Einbrüche aus der Bukowina im Vereine mit dem 
russischen Armeecorps Grotenhjelms durch sein 
verdienstvolles Benehmen den russ. St. Annen- 
Orden. Am 20. Dec. 1852 zum Hauptm. 2. CL, 
30. Juli 1851 zum Hauptm. 1. Gl. befördert, war 
Sekulid längere Zeit Inhabers-Adjutant beim Feld- 
zeugm. Freiherrn Berger von der Pleisse, rückte 
bei Beginn des Feldzuges 1859 in Italien zum 
Regimente freiwillig ein und kam mit demselben 
zur Besatzung von Venedig. Am 11. Juni 1866 
traf ihn die Beförderung zum Major, er nahm an 
dem Feldzuge desselben Jahres gegen Preußen 
theil und ist in der Schlacht bei Königgrätz 
3. Juli, vor dem Feinde geblieben (vergl. Ladis- 
laus Bartha von Dalnokfalva, Ausmusterungsjahrg. 
1838)". Für seine verdienstlichen Leistungen in 
diesem Feldzuge wurde ihm nachträglich das 
Militär- Verdienstkreuz zuerkannt. 

Semagiotto Ludwig Joseph Alois, Sohn eines 
Handelsmannes, geb. zu Treviso 14. Oct. 1822, 
eingetr. 24. Oct. 1833, wurde als Lieut. m. G. zu 
Maximilian Freih. v. Wimpffen-lnf. Nr. 1 3 ausgemu- 
stert, 1. Jan. 1816 Lieut. h. G. und quit». 28. Febr. 
1847 mit Beibehalt des Militär-Charakters. 



64 



1841. 



Sprtzar Ignaz, Sohn eines Oberlieutenants, 
geb. zu Dobl in Steiermark 21. Juni 1822, ein- 
getr. 23. Oct 1834, wurde als Lieut. zu Wil- 
helm L König der Niederlande - Inf. Nr. 26 aus- 
gemustert und starb 6. Mai 1844 zu Udine. 

Steeger Anton Alois, Sohn eines Hof-Büch- 
senspanners, geb. zu Wien 18. Juni 1824, ein- 
getr. 31. Jan. 1833, wurde 30. Sept. 1841 
wegen physischer Gebrechen mit einer jährlichen 
Pension von 1 50 fl. seinen Angehörigen zurück- 
gegeben und widmete sich dann zunächst der 
Kriegskanzlei-Branche. Am 19. Oct. 1844 als 
Feld - Kriegskanzlei - Praktikant aufgenommen, 
wurde er 1. Aug. 18i9 Feld- Kriegskanzlei- Ad- 
junct, übertrat l.Oct. 1849 als Verpflegs- Assistent 
2. Gl. in die Militär- Verpflegs-Branche, wurde 

I. Juli 1854 Verpflegs- Assistent 1. GL, 2. März 
1857 Verpflegs-Accessist 2. Gl., 1. Mai 1859 
Verpflegs-Accesisst 1. Gl., 1. Junid. J. Verpflegs- 
Official 5. Gl., 1. April 1861 Verpflegs-Official 
4. CL, 1. Sept. 1863 Verpflegs-Official 3. GL, 

II. Jan. 1866 Verpflegs-Official 2. GL, mitl. Jan. 
1873 Verpflegs-Official 1. Gl. und erscheint als 
solcher zuletzt im Heeres-Schematismus für das 
Jahr 1881 ausgewiesen. Im Jahre 1848 mit 
hoher kaiserl. Ministerialbewilligung auf unbe- 
stimmte Zeit beurlaubt, machte er die Landes- 
verteidigung von Südtirol mit und war 1866 
Vorstand des 9. Armeecorps-Golonnen-Magazins. 

Steiger Joseph, Sohn eines Oberlieutenants, 
geb. zu Krumau in Böhmen 11. Sept. 1822, 
eingetr. 23. Oct. 1834, wurde als Lieut. m. G. 
zu Leonhard Graf Rothkirch und Panthen-Inf. 
Nr. 12 ausgemustert, 16. April 1844 Lieut. 
h. G. und starb 18. Juli 1846 zu Sanok in 
Galizien. 

Steinmetz Leopold von, Sohn eines Oberst- 
lieutenants, geb. zu Sambor in Galizien 27. Mai 
1823, eingetr. 14. Dec. 1835, wurde als Lieut. 
m. G. zu Prokop Graf v. Hartmann-Klarstein-Inf. 
Nr. 9 ausgemustert, 1 5. April 1 843 zeitlich pen- 
sioniert. In diesem Verhältnisse wurde Steinmetz 
am 25. Sept. 1848 als Lehrer der böhmischen 
Sprache an die Wiener-Neustädter Militär-Aka- 
demie berufen, 9. Febr. 1849 reactiviert, 1. April 
d. J. zum Oberlieut. befördert und wirkte auf 
diesem Dienstposten sowohl als Lehrer, wie als 
wohlwollender Erzieher bis zu seinem, 20. Febr. 
1854 erfolgten Ableben. 

Stüver Ferdinand, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Radlowice in Galizien 30. Sept. 
1822, eingetr. 18. Oct. 1835, wurde als Lieut. 
zu Ludwig I. König von Bayern-Drag. Nr. 2 aus- 
gemustert, 2. Mai 1846 Oberlieut., 30. Juni 



1846 zu Karl Freih. v. Kress-Chevaux-leg. Nr. 7 
transf. und starb 28. Juli 1848 zu Znaim. 

Thour von Fernburg Hermann, Sohn eines 
Majors, geb. zu 'Prag 20. Oct. 1822, eingetr. 
28. Oct. 1834, wurde bei der Ausmusterung als 
Lieut. m. G. bei Erzh. Rainer-Inf. Nr. 1 1 ein- 
geteilt, 30. Juni 1845 Lieut. h. G., 1. Juli 

1848 Oberlieut., 3. Aug. 1852 Hauptm. 2. CL, 
14. Febr. 1855 Hauptm. 1. Gl., 8. Juli 1859 
Major, 3. Juni 1866 Oberstlieut., 1. Aug. d. J. 
pensioniert. ThourhatimJahrel848 den Straßen- 
kampf in Frankfurt a. M., 1859 den Feldzug in 
Italien mitgemacht und für die tapferen Leistun- 
gen im Gefechte bei Melegnano das Militär- Ver- 
dienstkreuz und für sein Verhalten in der 
Schlacht bei Solferino die Allerhöchste Belobung 
erhalten, ist somit auch zum Tragen der Militär- 
Verdienst - Medaille am Bande des Militär - Ver- 
dienstkreuzes berechtigt. Im Jahre 1866 war 
Thour in Südtirol. Am 25. Juni 1870 wurde er 
als Gommandant des oberösterreichischen Land- 
wehr-Bat. Wels Nr. 7 in die k. k. Landwelir 
übernommen, 1. Nov. 1874 Oberst auf diesem 
Dienstposten, trat 1. Nov. 1875 definitiv in den 
Ruhestand und lebt seither zu Gmunden. 

Van Marke de Lumen Gottfried Chevalier, 
geb. zu Bochnia 16. Dec. 1822, eingetr. 26. Oct 
1834 und starb 5. Febr. 1838 in der Akademie. 

Wasserthal Friedrich, geb. als Sohn eines 
Oberstlieutenants zu Mailand 21. Nov. 1822, 
eingetr. 16. Oct. 1834, wurde als Lieut. m. G. 
zu Gustav Prinz von Wasa-Inf. Nr. 60 ausgemu- 
stert, 10. Juni 1845 Lieut. h. G. und quitt. 
31. Jan. 1846 den Militärdienst ohne Beibehalt 
des Officiers-Charakters. 

Winczian Joseph, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Vinkovce 29. Oct. 1822, eingetr. 
17. Oct. 1834, wurde als Lieut. m. G. zuEmerich 
Freih. v. Bakonyilnf. Nr. 33 ausgemustert, 
rückte 1. Juli 1845 zum Lieut. h. G. vor und 
starb als solcher 28. April 1848 zu Pavia. 

Zangen Gustav von, Sohn eines Majors, 
geb. zu Prag 31. März 1823, eingetr. 16. Dec. 
1835, wurde als k. k. Gadet zu Erzh. Stephan- 
Inf. Nr. 58 ausgemustert, 1 1. April 1848 Lieut. 
m. G., 1. Aug. d. J. Lieut. h. G., 1. Juni 1849 
Oberlieut., 1. Nov. 1856 pens., 1. Nov. 1858 
zum Haus-Adjutanten des Invalidenhauses in 
Prag übersetzt, 1. April 1864 definitiv pens. 
und 1. Juli 1870 mit der Invalidenversorgung 
bei freier Wahl des Domicils betheilt. Er lebt 
zu Prag. Zangen machte den Winter- Feldzug 

1849 in Ungarn mit. 



65 



1842. 

23. September. 



Adler von Adlerskampf Joseph, Sohn eines 

Majors, geb. zu Theresienstadt in Böhmen 1 1. Juli 

lH'äS, eingetr. 26. Oct. 1835, wurde als Lieut. 

m. G. zu Erzh. Rainer-Inf. Nr. 1 1 ausgemustert, 

tt. Dec. 18-45 Lieut. h. G., 12. Juli 1848 Ober- 

lieut., 7. Dec. 1850 Hauptm. 2. Cl. im GQMSt., 

1. Juni 1854 Hauptm. 1. GL, 25. Juni 1859 

Major und starb 20. März 1862 zu Wien. Adler 

war seit 29. Jan. 1859 mit dem kaiserl. ottom. 

Medschidi6-0rden 4. Gl. decoriert. 

Alexandrowicz Arnold, Sohn eines Ritt- 
meisters, geb. zu Sieklöwka in Galizien 1. April 
1824, eingetr. 15. Oct. 1835, wurde als Lieut. 
m. G. zu Kaiser Ferdinand - Ghevaux - leg. Nr. 1 
(gegenwärtig Kaiser Joseph II. - Uhlanen Nr. 6) 
ausgemustert, 1. Oct. 1847 Oberlieut., 1. März 
1851 Rittm. 2. CL, 1. März 1854 Ritlm. 1. CL, 
9. Juni 1859 Major, 1. Jan. 1860 zu Eduard Graf 
v. Glam-Gallas-Uhlanen Nr. 10, 31. Juli 1863 zu 
Karl Fürst zu Liechtenstein-Uhlanen Nr. 9 transf., 
1. Juni 1865 pens., erhielt den Oberstlieutenants- 
Charakter und lebt zu Pressburg. 

Aurnhammer von Aurnstein Johann, Sohn 

eines Hauptmannes, geb. zu Ragusa 1 5. Juni 1 823, 
eingetr. 28. Oct. 1835, wurde als Lieut. m. G. 
zu Philipp Landgraf von Hessen - Homburg - Inf. 
Nr. 19 ausgemustert, 17. Dec. 1815 Lieut. h. G., 
21. Aug. 1848 Oberlieut., 17. Jan. 1851Hauptm. 
2. CL, 11. Aug. 1857 Hauptm. 1. Gl. und starb 
26. Nov. 1862 zu Legnago. Er hatte an allen 
feindlichen Gelegenheiten seines Regiments in 
der Kriegsepoche 1849 bis 1859 thätig theil- 
genommen. 

Barbarich Angelo, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Venedig 22. Dec. 1823, eingetr. 
30. Sept. 1835, wurde als Lieut. m. G. zu Maxi- 
milian Freih. v.Wimpffen-Inf.Nr. 13 ausgemustert, 
rückte 6. Oct. 1846 zum Lieut. h. G. vor und 
trat 14. März 1848 in Venedig in die Reihen der 
piemontesischen Armee. 

Barbavara Anton, geb. zu Como 6. Sept. 
1823, eingetr. 16. Nov. 1835, wurde 9. Aug. 
1839 von seinen Angehörigen aus der Militär- 
erziehung nach Hause genommen, war später 
Beamter bei der Eisenbahn zu Verona und starb 
daselbst in hohem Alter. 

Barisani Joseph Edler von, Sohn eines 
Cassabeamten, geb. zu Linz 30. April 1823, ein- 
getr. 25. Oct. 1835. wurde als Lieut. m. G. zu 
Wilhelm I. König derNiederlande-lnf. Nr. 26 aus- 
gemustert, 15. Dec. 1847 Lieut. h. G. , 7. April j 

Wr.-NeustüdUr Mil.-Akud. II. 



1849 Oberlieut., 5. Febr. 1851 Hauptm. 2. CL, 
3. Juni 1854 Hauptm. l.CL, 19. Aug. 1863 Major, 
16. Juli 1868 zu Ludwig III. König der Nieder- 
lande-Inf. Nr. 63 transf., 24. Oct. 1869 Oberst- 
lieut. bei Ludwig III. Großherzog von Hessen-Inf. 
Nr. 14, trat als Titular-Oberst in den Ruhestand 
und lebt zu Krems. Er hat die Feldzüge 1848, 
1849 in Ungarn, 1859 in Italien, 1866 gegen 
Preußen mitgemacht und durch sein tapferes 
Verhalten in dem letzteren den Ausdruck der 
Allerhöchsten belobenden Anerkennung sich er- 
worben, ist somit zum Tragen der Militär- Ver- 
dienst-Medaille am Bande des Militär - Verdienst- 
kreuzes berechtigt. Ebenso besitzt Barisani die 
Militär- Verdienst-Medaille am rothen Bande. 

Bogovich Robert von, Officierssohn, geb. zu 
Kostajnica in der Militärgrenze 11. Nov. 1823, 
kam 9. Oct. 1835 in die Akademie und wurde 
13. Oct. 1837 von seinen Angehörigen aus der 
Militärerziehung nach Hause genommen. Aber 
schon im folgenden Jahre trat Bogovich als 
Regimentscadet beim 2. Banal -Grenz - Inf. -Reg. 
Nr. 11 in Militärdienste, wurde 1. Mai 1841 als 
Lieut. und Garde bei der königlich ungarischen 
adeligen Leibgarde eingetheilt und quitt, den 
Dienst im Jahre 1843 ohne Beibehalt des 
Officiers-Charakters. 

Bolzano Edler von Kronstätt Karl, Sohn 

eines Großhändlers, geb. zu Prag 14. Febr. 1824, 
eingetr. 24. Oct. 1836, wurde als Lieut. m. G. zu 
Werner Freih. v. Trapp-Inf. Nr. 25 ausgemustert, 
29. März 1847 Lieut. h. G., 27. Nov. 1848 
Oberlieut., 26. Sept. 1849 zum GQMSt. transf., 
18. Nov. 1850 Hauptm. 2. CL, 31. Mai 1854 
Hauptm. 1. CL, 22. Mai 1859 Major, 20. Oct. 
1865 Oberstlieutenant. Am 23. Mai 1866 kam 
Bolzano als Generalstabs-Chef zum Generalcom- 
mando zu Temesvär, wurde 13. Nov. 1866 zu 
Heinrich Freih. v. Hess -Inf. Nr. 49 transf.; 
13. März 1868 aber Oberst und Regiments-Com- 
mandant bei Hoch- und Deutschmeister-Inf. Nr. 4 
und starb als solcher 18. Aug. 1871 zu Tulln. 
Bolzano machte im Feldzuge 1848 die Cernierung 
von Palmanuova, die Gefechte bei Cornuda, Sa- 
lionze und Ponti, dann die Schlacht bei Custoza 
mit, war im Feldzuge 1849 bei der Belagerung 
von Piacenza und im Jahre 1859 Sous-Chef des 
Generalstabes beim 14. Armeecorps zu Triest. 
Bombieri Simon, geb. zu Verona 28. Oct. 
1824, eingetr. 26. Oct. 1S35 und starb 13. April 
1836 in der Akademie. 



o 



66 



1842. 



Bundschuh Ludwig von, geb. zu Csik 
St. Imre in Siebenbürgen 7. Juli 1823, eingetr. 
5. Oct. 1835, wurde als Regiraentscadet zum 
2. Szekler Grenz - Inf.-Reg. Nr. 15 ausgemustert, 
1 . Jan. 1 842 k. k. Cadet bei Eugen Graf v. Haug- 
witz-Inf. Nr. 38, 1. Dec. 1846 Lieut. m. G., 
8. April 1848 Lieut. h. G., 16. Nov. 1848 Ober- 
lieut., l.Nov. 1852 Hauptm. 2. Cl., 16. Jan. 
1855 Hauptm. 1. Gl., 9. Mai 1866 Major bei 
Georg Graf Jellacjd de Buiim-Inf. Nr. 69, 6. Dec. 
1868 zeitlich pens., 8. März 1870 reactiviert und 
bei Anton Freih. v. Mollinary - Inf. Nr. 38 einge- 
teilt, 1. Nov. 1871 Oberstheut. bei Alexander I. 
Kaiser von Russland - Inf. Nr. 2, 1. April 1875 
Reserve -Commandant bei Bernhard Herzog von 
Sachsen-Meinigen-Inf. Nr. 46, 1. Mai 1876 Oberst 
und 1 . Dec. d. J. Commandant des Inf. - Reg. 
Nr. 32. Am l.Dec. 1878 trat Bundschuh in den 
Ruhestand und lebt zu Kronstadt in Siebenburgen. 

Catty Adolf Freiherr von, geb. als Sohn 
eines Hauptmannes zu Groß-Enzersdorf in Nieder- 
österreich 23. Oct. 1823, eingetr. 2. Dec. 1835, 
wurde 23. Sept. 1842 als Zweiter im wissen- 
schaftlichen Classenrange zum Lieut. m. G. er- 
nannt und nach Hörung des höheren Curses 
29. Sept. 1843 als Lieut. h. G. zu Hoch- und 
Deutschmeister - Inf. Nr. 4 eingetheilt, 1 1 . April 

1 848 zum Oberheut, befördert und kam 20. Mai 

1849 zum GQMSt., wo er 11. Aug. d. J. zum 
Hauptm., 1. Nov. 1856 zum Major, 22. Mai 1859 
zum Oberstheut. und 22. Oct 1864 zum Oberst 
vorrückte. Im Feldzuge 1849 in Ungarn machte er 
den Überfall bei Novoszelicza 20. zum 2 1 . März 
und das Gefecht bei Munkäcs 22. April mit und 
wurde bei letzterer Gelegenheit durch einen Schuss 
im Schenkel schwer verwundet. Nach seiner 
Wiederherstellung kam Catty zur Belagerung von 
Komorn, wohnte der Schlacht 11. Juli 1819 bei 
und erwarb sich für sein Verhalten bei der Grenz- 
vertheidigung Galiziens auf Grund der Allerhöch- 
sten Belobung vom 10. Juni 1849 das Militär- Ver- 
dienstkreuz. In dem Feldzuge 1859 in Italien 
war Catty Generalstabs -Chef beim 3. Corps und 
fand in dieser Eigenschaft Gelegenheit, seine 
Befähigung und Entschiedenheit glänzend zur 
Geltung zu bringen. Schon für seine Leistungen 
bei Magenta und Turbigo ward ihm 27. Juni 1859 
das Ritterkreuz des Leopold - Ordens zutheil, für 
seine Waffenthat bei Solferino aber erhielt er 
15. Aug. 1859 den Eisernen Kronen-Orden 3. Cl. 
und 17. Oct. d. J. das Ritterkreuz des Maria 
Theresien-Ordens. welcherVerleihung2.Mai 1 862 
statutenmäßig die Erhebung in den Freiheiren- 
stand folgte. Nachdem während der Schlacht 
bei Solferino 24. Juni 1859 die Division Schön- 



berger aus ihrer Reservestellung hinter Guidizzolo 
vordisponiert worden war, stand das 3. Armee- 
corps mit 4y 2 Brigaden in einer Linie, eine halbe 
Brigade hatte Guidizzolo besetzt Von der ge- 
nannten Division wurden gleich nach ihrem Ein- 
rücken in die Schlachtlinie Theile des rechten 
Flugeis vom Feinde festgehalten, während das 
Andringen der Franzosen von Casa Morino her, 
die Disponierung einer Unterstützung gegen die 
Strafte nothwendig machte, da die hier kämpfende 
halbe Brigade Rösgen bereits geworfen war. Die 
Brigade Härtung kämpfte, schon erschöpft, um 
den Besitz von Casa nuova und Quagliara, die 
Brigade Wetzlar war bei Robecco zur Degagie- 
rung des 9. Corps theil weise gegen Pieve vorge- 
drungen. Ohne jede nachhaltige Reserve musste 
die stete Besorgnis vor dem Durchbruche der 
schwachen Linie durch den Feind rege sein, was 
von den unberechenbarsten Folgen begleitet 
gewesen wäre: denn rechts halte sich der Kampf 
Cavriana genähert, links war Guidizzolo bedroht. 
Das Festhalten in der Aufstellung ä cheval der 
Strafte war die einzige Möglichkeit, den Kampf 
bis zum Anlangen des 11. Corps hinzuhalten 
und demselben vielleicht noch eine günstige 
Wendung zu geben. Auf dem rechten Flügel des 
Corps war wenig zu besorgen, die größte Gefahr 
drohte von Casa nuova her, wo sich des Feindes 
Kräfte in dem Maße verstärkten, als er den Wider- 
stand des 9. Corps gebrochen und seine Truppen 
aus Medole heranziehen konnte. Um dem Corps- 
Commandanlen Meldung über den Stand der Ver- 
hältnisse erstatten zu können, wollte sich Catty 
auf den linken Flügel begeben. Die Chaussee 
übersetzend, fand er zwei Bataillone Ludwig III. 
Großherzog von Hessen-Infanterie Nr. 14 in der 
Vorrückung und war bemüht mit selben über 
Casa nuova vorzudringen, was aber nicht mehr 
gelang. Auf dem Rückzuge brach der Feind nach 
Zurückdrängen der Brigade Wetzlar auch aus 
Robecco gegen die Straße hervor und drängte 
gegen selbe. Alle Anstrengungen waren ver- 
gebens, es giengen zwei Geschütze verloren und 
die Truppen wurden über die Chaussee geworfen, 
der Feind folgte auf dem Fuße. Der Moment war 
ein entscheidender, der Feind hatte die Mitte des 
Corps durchbrochen, er stand in der Flanke und 
theilweise im Rücken des jenseits der Chaussee 
vorgeschobenen rechten Flügels des Corps. Der 
Rückzug desselben hätte nur mehr längs der 
Höhen stattfinden können, zwei Projects- Kanonen 
waren in des Feindes Händen; das 9. Corps im 
Rückzuge auf Guidizzolo, das 11. noch im An- 
marsch und nicht entwickelt. Die Rückzugslinie 
zwischen dein Mincio und Guidizzolo von den 



1842. 



67 



zurückdisponierten Trains des Corps und der 
vorrückenden Artillerie - Reserve benutzt. Es 
musste daher, um die größten Verluste zu ver- 
meiden, das Gefecht an der Straße um jeden 
Preis hergestellt werden, wozu nur ein Mittel zu 
Gebote stand, den Feind anzugreifen und zu 
werfen, bevor er sich in die Lage setzen konnte 
die errungenen Vortheile weiter zu verfolgen. Die 
dem 3. Corps und mit diesem allen Abtheilungen 
der 1. Armee drohenden Gefahren in ihrer ganzen 
Ausdehnung fühlend und erkennend, dass nur 
das entschiedenste Handeln ohne Rücksicht auf 
die damit verbundenen Opfer zu einer noch mög- 
lichen günstigen Lösung führen konnten, be- 
stimmten den Oberstlieut. Catty, ohne einen 
höheren Befehl erhalten zu haben, die Disposi- 
tionen zum Angriffe im Namen des Corps -Com- 
rnandanten sogleich zu treffen. Er befehligte eine 
Division Leopold I. König der Belgier -Infanterie, 
welche nach vorwärts disponiert war, sich links 
gegen die Straße zu wenden, führte diese Truppe 
selbst vor und es gelang ihm, die eigenen 
geworfenen Abtheilungen um diese Division zu 
sammeln und vereint mit selben über die Straße 
zu dringen. Die Geschütze wurden wieder genom- 
men, der Feind bis Casa nuova zurückgedrängt 
und die Gefechtslinie hergestellt. Durch diese 
entschlossene und selbständige Handlung ward 
derCorps-CommandantFeldmarschall-Lieut.Fürst 
Schwarzenberg in die Lage gebracht, den Kampf 
fortzusetzen und die Aufstellung des Corps bis zum 
Anlangen der Brigaden Greschke und Baltin des 
11. Corps zu behaupten. Im Feldzuge 1866 gegen 
Preußen war Catty Generalstabs-Chef bcim3. Corps 
(ErzherzogErnst), wohnte dem Geschützkampfe bei 
Königinhof am 29. Juni bei, machte das Vorposten- 
gefecht an derBistritzam 2. Juli, sowie die Schlacht 
bei König grätz am 3. Juli mit, wurde in letzterer 
durch den rechten Arm geschossen und aber- 
mals in Anerkennung hervorragend tapferer und 
vorzüglicher Leistungen vor dem Feinde 3. Ocl. 
d. J. mit dem Orden der Eisernen Krone 2. Gl. de- 
coriert. Am 13. Nov. 1866 kam Catty als General- 
stabs - Chef zum Generalcommando nach Graz, 
rückte 1 . Mai 1 869 außer der Tour zum General- 
major vor und erhielt seine Einth eilung als 
Brigadier bei der 3. Infanterie -Truppen-Division, 
wurde 19. Juni 1870 in gleicher Eigenschaft zur 
2. Infanterie-Truppen-Division in Wien übersetzt 
und ihm das Commando des Central -Infanterie- 
Curses übertragen. Mit Allerhöchster Entschlie- 
ßung vom 6. Sept. 1874 erfolgte seine Ernen- 
nung zum Stellvertreter des Chef des General- 
stabes, l.Nov. 1875 die Beförderung zum Feld- 
marscliall-Lieut., 3. Juli 187f> auf seine Bitte die 



Enthebung von diesem Dienstposten und Ernen- 
nung zum Commandanten der 5. Infanterie- 
Truppen-Division, bei welchem Anlasse ihm der 
Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit bekannt 
gegeben wurde, welcher ihn zum Tragen der 
Militär- Verdienst-Medaille berechtigt. Am 2. Nov. 
1879 in gleicher Eigenschaft zur 5. Infanterie- 
Truppen-Division übersetzt, wurde Catty 31. Oct. 

1881 zum Militärcommandanten in Pressburg 
ernannt und auf diesem Dienstposten 12. April 

1882 durch die Verleihung der Geheimen Raths- 
würde und 28. Dec. d. J. durch die Ernennung 
zum Inhaber des Inf. -Reg. Nr. 1 02 ausgezeichnet. 
Am 1. Jan. 1883 wurde Catty Gommandant des 
5. Armeecorps, 1. Nov. 1884 Feldzeugmeister und 
in Anerkennung seiner vorzüglichen Dienstleistung 
13. Febr. 1886 mit dem Orden der Eisernen 
Krone 1. Cl. decoriert. Am 24. Sept. 1889 
wurde er krankheitshalber auf eigenes Ansuchen 
mitWartegebür, jedoch unter dem Vorbehalte der 
Wiederverwendung im Bedarfsfalle beurlaubt und 
bei diesem Anlasse mit einem Allerhöchsten 
Handschreiben durch die Verleihung des Groß- 
kreuzes des Leopold-Ordens erneuert ausgezeich- 
net. Catty ist auch lebenslängliches Herrenhaus- 
mitglied des österreichischen Reichsrathes. Er 
lebt zu Wien. 

Coltelli von Roccamare Jakob, geb. zu Zara 
25. Juli 1823, eingetr. 6. Oct. 1835, wurde 
25. Juni 1840 vorzeitig als Cadet zu Anton 
Freih. v. Mayer - Inf. Nr. 45 ausgemustert, 
16. Dec. 1847 Lieutm. G., 21. Juni 1848 Lieut. 
h. G., 20. Nov. 1849 Oberlieut., 26. März 1855 
Hauptm. 2. CL, 13. April 1859 Hauptm. 1. Cl., 
1. Febr. 1860 zu Eugen Graf v. Haugwitz-Inf. 
Nr. 38 transf., 23. April 1869 Major bei Ernst 
Ritt. v. Härtung- Inf. Nr. 47. Im Jahre 1873 
mit dem Prädicate „ Roccamare" in den öster- 
reichischen Adelstand erhoben, wurde Coltelli 
mit 1. Nov. 1875 zum Oberstlieut. bei Friedrich 
Freiherr von Jacobs-Inf. Nr. 8 befördert, trat mit 

1. Mai 1877 als invalid in den Ruhestand und 
starb zu Graz 24. Aug. 1885. Er machte die 
Feldzüge 1848 und 1849 in Italien, 1866 gegen 
Preußen mit. 

Czikann Camilio, Sohn eines Gubernialrathes, 
geb. zu Znaim in Mähren 2. April 182*3, eingetr. 
22. Oct. 1835, wurde als Lieut. m. G. zu Emil 
Prinz von Hessen und bei Rhein-lnf. Nr. 54 aus- 
gemustert, l.Mai 1847 Lieut. h. G., 2. Oct. 
1848 Oberlieut., 24. Oct. 1849 q. t. zum 
GQMSt., 1. Nov. 1850 aber zum Inf.-Reg. Nr. 54 
wieder zurücktransf., 18. Nov. d. J. Hauptm. 

2. Cl. und 30. Aug. 1853 Hauptm. 1. Classe. Er 
nahm in den Jahren 1816 und 1S4S an den 



5* 



68 



1842. 



Straßengefechten in Krakau, ferners 1848*als 
Bataillons-Adjutant an dem Gefechte bei Somma- 
caropagna (24. Juli) thätigen Antheil, wurde bei 
letzterer Gelegenheit am linken Bein schwer 
verwundet und gerieth in feindliche Gefangen- 
schaft. In den Monaten Juli, Augustund September 
1849 war er Generalstabsofficier der mobilen 
Brigade Melczer in Ungarn, wo er für seine 
Leistungen zweimal öffentlich belobt wurde. Am 
5. Dec. 1855 trat Gzikann in den Ruhestand, 
wurde später bei der Militär -Kanzlei -Branche 
wieder angestellt und erhielt bei der 1. Mai 1868 
erfolgten Rückversetzung in den definitiven Ruhe- 
stand den Majors- Charakter. Gzikann starb 9. Aug. 
1868 zu Wien. 

Dutczyhski Eduard, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu Zalozce in Galizien 29. Dec. 1823, 
eingetr. 14. Oct. 1839, wurde als Lieut. m. G. 
zu Anton Freih. v. Bertoletti-Inf. Nr. 15 aus- 
gemustert. Am 1. Juli 1848 zum Lieut. h. G. 
und 26. Mai 1849 zum Oberlieut. befördert, 
machte Dutczyriski den Winter-Feldzug 1848 auf 
1849 in Ungarn im Regimente mit, wurde schon 
im Sommer-Feldzuge 1849 dem GQMSt. zuge- 
theilt und 27. April 1850 in dieses Corps 
definitiv übersetzt. Hier erfolgte seine Ernennung 
zum Hauptm. im Juni 1852, jene zum Major im 
Dec. 1860. Vor dem Feinde war Dutczyhski ein 
sehr tapferer, entschlossener und umsichtiger 
Soldat. Er nahm thätigen Antheil an den Vor- 
gängen bei Wien und Schwechat im Jahre 1 818, 
an den Gefechten bei Schemnitz, Waitzen, Nagy- 
Sarlö, Schintau undSzered, an den Schlachten bei 
Pered, Raab, Komorn,*Szöreg und Temesvär im 
Jahre 1849 und erhielt für seine Entschlossenheit 
bei Schintau das Militär-Verdienstkreuz. Im italie- 
nischen Feldzuge 1859 verschaffte ihm das 
muthvolle Benehmen bei Magenta den Orden der 
Eisernen Krone 3. Cl. und die Schlacht bei Sol- 
ferino gab ihm Gelegenheit, sich als tüchtiger 
Colonnenführer zu bewähren. In der Friedens- 
epoche ward Dutczyriski durch drei Jahre im 
kriegsgeschichtlichen Bureau und ' durch zwei 
Jahre bei der Mappierung mit sehr gutem Erfolge 
verwendet. Er starb 25. März 1861 zu Miekisz- 
Stary in Galizien. 

Eiseisberg Guido Freiherr von, Sohn des 
k. k. Regierungs-Secretärs und Besitzers der 
Fideicommiss- Herrschaft Steinhaus bei Wels in 
Oberösterreich Peregrin Freiherrn von Eiseisberg, 
aus dessen Ehe mit Antonia von Dornfeld, war 
zu Linz am 2. Jan. 1S24 geb., kam 17. Nov. 
1835 in die Akademie und bei der Ausmuste- 
rung als Lieut. m. G. zum Feldjüger-Bat. Nr. 7, in 
welchem er durch längere Zeit als Bataillons- 



Adjutant verwendet wurde und 16. März 1848 
zum Lieut. h. G., 23. Oct. d. J. zum Oberlieut. 
und 16. Nov. 1849 zum Hauptm. 2. Gl. avan- 
cierte. Mit diesem Bataillon nahm er im Jahre 
1848 an der Bewältigung der Wiener März-Re- 
volution theil und kam dann mit demselben zur 
Armee nach Italien, wo es im Gefechte bei Lonato 
am 6. Aug. eine hart bedrängte Gompagnie 
des Inf.-Reg. Leopold Großherzog von Baden 
Nr. 59 degagierte und vereint mit dieser den 
Feind nach einem neunstündigen Kampfe über 
Lonato und über den Chiese zurückwarf. Nach 
dem Friedensschlüsse war er — inzwischen 
30. Juni 1851 zum Feldjäger-Bat. Nr. 19 transf. 
und in diesem 16. Dec. 1852 zum Hauptm. 1 Cl. 
vorgerückt — vom Jahre 1852 bis 1854 Waflfen- 
Inspector vorerst beim 11., später beim 1 . und 
beim 2. Armeecorps, trat 31. Mai 1855 in den 
Ruhestand und führte persönlich die Verwaltung 
des ihm nach dem Ableben seines Vaters zugefalle- 
nen Fideicommissgutes Steinhaus. In den Jahren 
1861 bis 1866 war Eiseisberg Abgeordneter 
des oberösterreichischen Grundbesitzes im ober- 
österreichischen Landtage und im Abgeordneten- 
hause des österreichischen Reichsrathes, in 
diesem als Marine-Referent in hervorragender 
Weise thätig und blieb auch seither in Ober- 
österreich eines der einflussreichsten Mitglieder 
der conservativ-clericalen Partei. Ebenso war er 
ein ungemein eifriger und rationeller Landwirt, 
der Sommer und Winter in Steinhaus lebte, wo 
er auch am 30. März 1887 sein Leben beschloss. 
Eiseisberg war seit 27. April 1857 mit Maria 
Freiin von Pirquet vermählt, welcher Ehe vier 
Söhne entstammen. 

Enke Alois von, geb. zu Graz 29. Nov. 
1823, eingetr. 20. Oct. 1835 und starb 17. Aug. 
1839 in der Akademie. 

Forget de Barst Maximilian Chevalier, 
Sohn eines Majors, geb. zu Zalozce in Galizien 
29. Juni 1823, kam 15. Oct. 1835 in die Aka- 
demie, wurde als Lieut. m. G. zu Prinz von 
Preußen-Inf. Nr. 34 ausgemustert, trat 1. Oct. 
1818 in die Reihen der ungarischen National- 
garde und wurde bei Aufstellung der königl. 
ungarischen Landwehr als Hauptm. und Gom- 
pagnie-Commandant im 47. Landwehr-Bat. ein- 
getheilt, 1. Mai 1885 als Major ad honores 
pensioniert und lebt zu Budatin. 

Forsthuber Edler von Forstberg Adolf, 

Sohn eines Majors, geb. zu Görz 6. Juli 1823, 
eingetr. 12. Dec. 1835, wurde als Lieut. in. G. 
zu Anton Graf v. Kinsky-Inf. Nr. 47 ausgemustert, 
IG. Aug. 1846 Lieut. h. G., 1. Juli 1848 Ober- 
lieut., 1. Nov. 1819 Hauptin. 2. GL, 16. Nov. 



1842. 



69 



1854 Hauptm. 1. Gl., 1. Juli 1863 Major bei 
Michael Großfürst von Russland-Inf. Nr. 26, 
11. Juni 1866 Oberstlieut. bei Wilhelm Prinz 
zu Schleswig-Holstein-Glücksburg-Inf. Nr. 80. 
Er hat die Feldzüge der Jahre 1848, 1849 und 
1859 in Italien, 1866 gegen Preußen mitge- 
macht und ist in der Schlacht bei Königgrätz 
(3. Juli) vor dem Feinde geblieben. Forsthuber war 
seit 30. März 1858 mit dem großherzogl. toscan. 
Militär- Verdienst-Orden 3. GL, seit 15. Aug. 1859 
für seine Leistungen in der Schlacht bei Solferino 
und den letzten vorhergegangenen Gefechten mit 
dem Militär- Verdienstkreuz decoriert. 

Geramb Franz Freiherr von, Sohn eines 
Majors, geb. zu Graz 19. Nov. 1824, eingetr. 
28. Oct. 1836, wurde 23. Sept. 1842 zum Lieut. 
m. G. ernannt und nach Hörung des höheren 
Curses 29. Sept. 1843 als Lieut. h. G. zu Wil- 
helm I. König der Niederlande-Inf. Nr. 26 aus- 
gemustert, avancierte 29. Juli 1848 zum Ober- 
lieut. im GQMSt. und starb durch Meuchelmord 
zur Zeit der in Wien ausgebrochenen Unruhen 
6. Oct. 1848. Wegen Ursprung und Abstammung 
des nunmehr freiherrlichen Geschlechtes B Ge- 
ramb", sowie dessen Standeserhöhungen vergl. 
Ernst Franz Freiherr von Geramb, Ausmusterungs- 
jahrg. 1 799 und Joseph Reichsritter von Geramb, 
Ausmusterungsjahrg. 1 804. 

Gerlach Theodor, Sohn eines Majors, geb. zu 
Neusohl in Ungarn 2. April 1824, eingetr. 21. Oct. 
1835, wurde als LieuL in. G. zu Erzh. Franz Karl- 
Inf. Nr. 52 ausgemustert, 6. Sept. 1847 Lieut. 
h. G., trat 22. Juli 1850 aus dem Armee verbände, 
war seither Polizeibeamter in Fiume und ist 
gegenwärtig Beamter des k. k. Bezirksgerichtes zu 
Volosca in Istrien. Gerlach ist der Verfasser der 
militärisch -belletristischen Arbeit „Aus dem 
Stegreif, Erinnerungen eines Neustädter Zöglings" 
1865, bei Jakob DirnbÖck, einer launigen, aber 
vollkommen exactenund wahrheitsgetreuen Schil- 
derung des damaligen akademischen Lebens. 

Girten Edler von Eichthal Ernst, Sohn eines 

Majors, geb. zu Iglau 1. Jan. 1824, eingetr. 
27. Oct 1835, wurde als Lieut. m. G. zu Gustav 
Prinz von Wasa-Inf. Nr. 60 ausgemustert, 
9. Dec. 1846 Lieut. h. G. und quitt. 15. Juli 
1847 den Militärdienst ohne Beibehalt des Officiers- 
Gharakters. Girten diente später wieder als Lieut . bei 
Alexander I. Kaiser von Russland-Inf. Nr. 2, trat 
im Jahre 1848 in die Reihen der ungarischen 
Armee, war daselbst Pionnier-Hauptmann und als 
solcher zur Befestigung des Csucsa-Passes ver- 
wendet. 

GoldhannMoriz, Sohn eines Handelsmannes, 
geb. zu Döbling in Niederösterreich 8. Sept. 1822, 



eingetr. 1. Nov. 183G, wurde als Lieut. m. G. zu 
Erzh. Albrecht- Inf. Nr. 44 ausgemustert, 16. Aug. 
1847 Lieut. h. G., 16. Nov. 1848 Oberlieut., 
19. Jan. 1852 Hauptm. 2. Gl., 23. Juli 1854 
Hauptm. 1. Gl., 31. Jan. 1861 pens., starb zu 
Wien 16. Aug. 1888. Goldhann machte die Feld- 
züge 1848 und 1849 in Italien mit und war vom 
23. März bis 25. Aug. 1848 in feindlicher Kriegs- 
gefangenschaft. Als Subalternofficier war Gold- 
hann als Professor und als Commandant in der 
Regiments -Cadettenschule mit dem besten Erfolge 
verwendet. 

Greissing Julius Heinrich von, geb. zu Kron- 
stadt in Siebenbürgen 22. April 1825, eingetr. 
14. Oct. 1835 und starb 18. März 1838 in der 
Akademie. 

Grivichich Johann, geb. zu Perussich in 
Groatien 6. Mai 1824, eingetr. 9. Oct. 1835 und 
starb 15. Aug. 1840 in der Akademie. 

Gröller Achilles Ritter von, geb. zu Pavia 
am 22. Jan. 1824, kam am 23. Oct. 1835 in die 
Akademie, wo ihm im Jahre 1837 die Rettung 
eines Kameraden vom Tode des Ertrinkens gelaug. 
An einem heißen Sommertage desselben Jahres 
hatte die Glasse eben das Bad im sogenannten Kro- 
tenteiche, welcher infolge vorangegangener Regen- 
güsse stark angeschwollen war, verlassen und 
war mit dem Ankleiden beschäftigt, als der Ruf 
erscholl: »Dort ertrinken Zwei!" Sofort sprangen 
Gröller und Kokotoviö, welche noch entkleidet 
und des Seh wimmens vollkommen kundig waren, 
in den Teich und brachten die mit den Wellen 
Ringenden mit Mühe ans Ufer. Erschöpft sank 
Gröller unter und hatte nur noch so viel Kraft 
gefunden, umseinenKameraden mit einem letzten 
Stoß ans Land zu befördern, während er selbst 
auf den Grund kam und sich nur unter dem 
Wasser auf Händen und Füßen kriechend, mühsam 
herauszuarbeiten vermochte. Kokotoviö hatte 
den Kameraden Anton Grafen Bussy, Gröller 
aber Adolf Gatty, den dermaligen Feldzeugmeister 
und Maria Theresien-Ordensritter gerettet. Gröller 
wurde bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. 
bei Johann Freih. v. Hrabovsky-Inf. Nr. 1 4 ein- 
getheilt und rückte hier 1 . Jan. 1 849 zum Ober- 
lieut. vor. Mit diesem Regimente nahm er 
im Jahre 1848 theil an den Kämpfen der März- 
tage in Wien, an den Gefechten von Pontebba 
21. und 23. April, sodann an der Belagerung der 
Bergfeste Osoppo mit den bei derselben vorge- 
fallenen Gefechten, wurde nach der am 1. und 
2. Mai bewirkten Entwaffnung der Mobilgarde zu 
Tolmezzo am 12. Mai als Parlamentär verwendet, 
machte noch am 9. Oct. den Sturm auf das Dorf 
Osoppo mit und war dann nach der am 12. Oct. 



70 



1*42. 



*-::' >.*: *: u C*pii'J»a'i<>f. der F^te bi* Ende November 
P^:.zc',fr.rr.a£d<*nt in Pordenone. hn Monate 
J*r,oar 1*49 finden mir iho ai- Commandanten 
»^f.Cvi^na rr.it derBew.ichung derTaglumento- 
rr. ^ß-; «r.^ betraut, nier* u/bei rn 4. Bataillon in Wien, 
von »o er am 13, Jsii ai* Courier in besonderer 
M-a*>jQ in da* ru-^Uche Hauptquartier entsendet 
n .r->r. Später dem FeIdm«*r-obal!-LieuL von 
P#rrot zur Dien-'Iei-tung zugetheilt, machte er 
<;.e Gefechte von PokhzIö und Tisza-Füred. dann 
Arn 2, Aug. da* Gefecht von Debreczin mit. Von 
O* r/.it Depeachen naeb Wien entsendet gerieth 
er 4 ,r':b Verrath am 7. Aug. zu Zselesz in 
Gefangenschaft einer Guerillabande; doch gelang 
es ;r.m. sich nach fünf Tagen zu ranzionieren und 
rr,i* Hilfe eines Detachements Ton Kaiser-Inf. Nr 1 
nicht nur die eigenen, vor der Gefangennahme in 
eii. sichere- Vers leck gebrachten Depeschen. 
♦oridTTi auch jene des Feldpostcouriers Hauser, 
we.che die Operations berichte des Feldzeug- 
w.ei*terä Freiherrn ron Haynau enthielten, zu- 
stande und an ihre Bestimmung zu bringen. Im 
weiteren Verlaufe des Feldzuges war er bei der 
Cernieruiig ton Komorn bis zu der am 27. Sept. 
1**49 erfolgten Übergabe der Festung. Im Jahre 
1850 kam Gröller mit seinem Regimente zu dem 
in Nordböhmen aufgestellten Obsenrationscorps 
gegen Preußen, avancierte 4. Febr. 1853 zum 
Hauptm. 2. GL, 0. Febr. 1855 zum Hauptm. 
\. CL f machte im Feldzuge 1859 in Italien das 
Gefecht bei Torre Beretti und die Schlacht bei 
Magenta mit und wurde bei letzterer Gelegenheit 
schwer verwundet. Für seine hervorragend 
tapferen Leistungen bei Magenta wurde ihm am 
27. Juni 1859 das Militär-Verdienstkreuz und 
17. Dec. desselben Jahres das Ritterkreuz 1. Gl. 
des großherzogl. hess. Ludwig-Ordens zutheil. 
Im Feldzuge 1864 gegen Dänemark focht 
Groller am Königsberge, bei Oeversee 6. Febr. 
und bei Veile 8. März und erhielt für seine 
besondere Tapferkeil bei Oeversee am 1 0. März 
1864 die Allerhöchste belobende Anerkennung 
und mit dieser die Berechtigung zum Tragen 
der im Jahre 1890 neu gestifteten Militär- Ver- 
dienst-Medaille am Bande des Militär- Verdienst- 
kreuzes, für seine Leistungen bei Veile aber am 
4. Mai 1864 den Orden der Eisernen Krone 
3. Classe. Am 31. Dec. 1865 trat Gröller 
als Major in den Ruhestand und lebt zu Kersch- 
bach hei Radkersburg. An dieser Stelle sei auch 
noch der warme Nachruf angeführt, welcher 
diesem würdigen Officiere anlässig seines 
Scheidens aus dem Regimentsverbande in der 
Geschichte des 14. Inf.-Reg. auf S. 478 
gewidmet wurde, welcher wörtlich lautet: 



* ,Mh der Aii*rrI.OcLiier, Entschließung vorn 
59. Dec 1*65 wurde Hauptm. Achilles von 
Groiier unter Verleihung des Majors-Charakters 
in den Ruhestand versetzt- Dieser wackere 
OfEcier. der s*-ine gesammte Dienstzeit im Regi- 
mente verbrachte, dessen Name auf jedem 
( Ehrenbiatte <kr neueren Geschichte desselben 
.erscheint, dessen hervorragende Tapferkeit zu 
i manchem Erführe beitrug, er wird immer in der 
! Erinnerung nicht njr jener leben, die ihn kannten, 
[Sondern alie. denen wir mit der Geschichte des 
I Regimentes auch seine Thaten übergeben. 
[werden dieses Officiers nur mit Achtung 
(gedenken.* Schließlich muss noch erwähnt 
werden, dass Gröller als Hauptmann für Rettung 
eines Menschen aus den Fluten der Donau vom 
Generalcommando in Wien mit Verordnung* vom 
22. April 1856 eine belobende Anerkennung 
erhalten hatte. 

Hannif Adolf von. geb. zu Perlasz in der 
Militärgrenze 22. Juni 1822, kam 12. Oct 1835 
in die Akademie und wurde 13. Nov. 1839 
wegen körperlicher Gebrechen mit einer Pension 
jährlicher 150 fl. aus der Militärerziehung ent- 
lassen. Nach beendeten Vorstudien im Jahre 1847 
als Feld-Kriegskanzlei- Adjunct beim Generalcom- 
mando zu Peterwardein angestellt und im Jahre 
1848 zu jenem in Verona transferiert, übertrat 
Hannig im Oct. 1849 als zeitlicher Verpflegs- 
Assistent 2. GL in die Verpflegs-Branche, avan- 
cierte im Jahre 1852 zum Verpflegs-Assistenten 
1 Gl., im Jahre 1854 zum Verpflegs-Adjuncten 
und starb als solcher zu Ferrara 15. Febr. 1855. 

Harsch von Almedingen Hugo Ferdinand 
Reichsfreiherr, Sohn des 18. Juni 1846 verstor- 
benen Generalmajors Karl Ferdinand Reichsfrei- 
herrn Harsch von Almedingen, aus dessen Ehe 
mit Katharine Hemmerlein, geb. zu Wien 30. April 
1824, n. A. l.Mai 1824, eingetr. 27. Oct. 1835, 
wurde als Lieut. m. G. zu Karl Freih. v. Fürsten- 
wärther-Inf. Nr. 56 ausgemustert Er rückte 
16. Nov. 1845 zum Lieut. h. G., 3. Juli 1848 
zum Oberlieut., 21. Dec. 1850 zum Hauptm. 
2. Gl. und 2. Jan. 1854 zum Hauptm. 1. Gl. vor. 
Am 1 . Febr. 1 860 zum Inf.-Reg. Friedrich Wil- 
helm Prinz von Preußen Nr. 20 transf., wurde 
Harsch daselbst 28. Juli 1864 Major, 19. Juli 1866 
Oberstlieut., 1. Mai 1867 zu Wilhelm Freih. v. 
Ramming-Inf. Nr. 72 transf. und starb 16. Dec. 
d. J. zu Wien. Harsch hatte die Feldzüge 1 848 
und 1859 in Italien, 1866 gegen Preußen mit- 
gemacht. Er war Besitzer der Fideicommiss-Herr- 
schafl Holzhausen mit Ober- und Nieder-Reuthe 
bei Freiburg im Breisgau. Harsch entstammt einem 
alten ritterlichen Gcschlechtc, dessen Urspiung 



1842. 



71 



mit Sicherheit nicht zu ermitteln ist und aus 
welchem Caspar Harsch von Almedingen in 
Anerkennung der während der ersten Belagerung 
Wiens durch die Türken erworbenen Verdienste 
im Jahre 1 529 den Reichsfreiherrenstand erwor- 
ben hatte. 

Henn von Henneberg - Spiegel Gottheb 

Reichsfreiherr, Sohn des 25. Juni 1841 zu Wien 
verstorbenen k. k. Majors und Seconde-Wacht- 
meisters der Arcieren-Leibgarde Gottlieb Reichs- 
freiherrn Henn von Henneberg -Spiegel (Ausmuste- 
rungsjahrg. 1786), geb. zu Wien 13. Sept. 1823, 
eingetr. 28. Oct. 1835, wurde als Lieut. m. G. 
zu Friedrich Freih. v. Minutillo - Drag. Nr. 3 
ausgemustert, I.Juli 1848 Oberlieut., 21. Juni 
1849 Ritlm. 2. Gl., 2. Juli 1854 Riltm. 
1. GL, quitt. 20. April 1858 diese Charge mit 
Beibehalt des Militär- Charakters und lebt zu 
Hartenberg. Henneberg-Spiegel erhielt 31. Mai 
1860 den Majors-Charakter ad honores und 
13. Oct. 1864 die k. k. Kämmererswürde. Er 
machte die Feldzüge 1848 und 1849 in Ungarn 
mit und war vom Jahre 1846 bis 1848 als 
Cavallerie-Brigade-, 1849 als Divisions- Adjutant 
in Verwendung. Henneberg- Spiegel ist Besitzer 
der Herrschaft Kirchenbirk mit Arnitzgrün und 
Reichenbach in Böhmen und seit 7. Mai 1878 
mit Ernestine, geb. Freiin von Kopal vermählt. 
Hermann August, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Mantua 18. Juni 1823, eingetr. 
15. Oct. 1835, wurde als Lieut. m. G. zu Kaiser 
Ferdinand-Inf. Nr. 1 ausgemustert, 1. Aug. 1846 
Lieut. h. G., 7.Dec. 1848 zu Eduard Graf v.Clam- 
Gallas-Uhlanen Nr. lOtransf., 1 . Juni 1 849 Ober- 
lieut., 20. März 1854 Rittm. 2 Gl., 15. Mai 
1854 zu Maximilian Freih. v.Wimpffen-Inf. Nr. 13 
transf., 5. Juli 1858 Hauptm. 1. GL, 1. Sept. 
1863 pens., starb 9. Oct. 1866 zu Wien an der 
Cholera. Hermann war vom 17. Febr. 1857 bis 
22. Juni 1859 als Compagnie-Commandant und 
Fechtlehrer an der Neustädter Militär-Akademie 
und vordem in gleicher Eigenschaft durch 
mehrere Jahre an der Genie-Akademie zu Kloster- 
bruck mit sehr gutem Erfolge verwendet. 

Hetzko Leopold, geb zu Palmanuova 12. Juni 
1823, eingetr. 30. Oct. 1835, wurde 25. Juni 
1840 vorzeitig als Regimentscadet zu Kaiser- 
Inf. Nr. 1 ausgemustert und 10. Nov. 1845 mil 
Abschied entlassen. 

Hoch Adalbert Ritter von, Sohn eines Hof- 
rathes, geb. zu Prag 5. Dec. 1825, eingetr. 
21. Oct. 1836, wurde 23. Sept. 1842 zum Lieut. 
m. G. ernannt nnd nach Hörung des höheren 
Curses 29. Sept. 1843 als Lieut. h. G. bei Franz 
Adolf Freih. v. Prohaska-Inf. Nr. 7 eingetheilt, 



1. Mai 1848 Oberlieut., 10. Juni 1849 Hauptm. 

2. Gl., 15. Juni 1851 pens., 1. Sept. 1852 
reactiviert und zum Regimente wieder eingetheilt, 
9. April 1853 Hauptm. 1. Gl., 28. Mai 1859 
Major im Armeestande, 19. März 1863 Platz- 
Major zu Venedig, 1. Jan. 1864 pens. und starb 
13. Sept. 1885 zu Görz. 

Horst Ferdinand Ritter von, geb. zu Triest 
18. Juni 1823, eingetr. in die Akademie 15. Oct. 
1835, wurde bei der Ausmusterung Lieut. m. G. 
bei Arthur Herzog von Wellington-Inf. Nr. 42, 
16. Jan. 1847 Lieut h. G., 26. Jan. 1849 Ober- 
lieut., 12. Nov. 1853 Hauptm. 2. Gl., 17. Aug. 
1854 Hauptm. 1. GL, 1. Febr. 1865 pens. Er 
hat den Feldzug 1848 im Großherzogthum Baden, 
den Feldzug 1859 in Italien als Generalstabs- 
officier der Brigade General major Dobriensky mit- 
gemacht und ist 15. Aug. 1859 für sein Verhalten 
in der Schlacht bei Solferino mit dem Militär- Ver- 
dienstkreuze decoriert worden. Am 1. April 1866 
kam Horst als Militär -Verpflegs-Gontrolor nach 
Görz, 1. Oct. 1866 nach Ödenburg, 1. Nov. 1867 
nach Pressburg, am 9. Juli 1869 in die Concepts- 
dienstleislung beim k. k. Ministerium für Landes - 
vertheidigung, wurde hier am 29. Aug. desselben 
Jahres Titular-Major und nach seiner am 14. Juni 
1870 erfolgten definitiven Übersetzung in den 
Activstand der k. k. Landwehr am 1. Nov. des- 
selben Jahres Major, 1. Nov. 1875 Oberstlieut. 
und am 1. Mai 1878 Oberst. Am 1. März 1880 
trat Horst in den Landwehr-Ruhestand und er- 
hielt bei diesem Anlasse in Anerkennung seiner 
langjährigen und vorzüglichen Dienstleistung im 
k. k. Ministerium für Landes vertheidigung den 
Eisernen Kronen-Orden 3. Gl., welcher Auszeich- 
nung den Ordensstatuten gemäß seine Erhebung 
in den österreichischen Ritterstand erfolgte. Er 
starb zu Brunn 9. März 1883. 

Hoszowski Erasmus von, Sohn eines galizi- 
schen Gutsbesitzers, geb. zu Sielec in Galizien 
7. Juni 1823, eingetr. 23. Oct. 1835, wurde als 
Lieut. m. G. zu Karl Ludwig Herzog von Lucca- 
Inf. Nr. 24 ausgemustert, l.Oct. 1843 zu Eugen 
Graf v. Haugwitz - Inf. Nr. 38 transf., 16. Febr. 
1846 Lieut. h.G., quitt. 15. Oct. 1848 den activen 
Militärdienst ohne Beibehalt des Officiers-Charak- 
ters und trat in die Reihen der polnischen Legion 
im ungarischen Feldzuge. Später stand Hoszowski 
in türkischen Diensten und kehrte im Jahre 1869 
in die k. k. österreichischen Staaten wieder 
zurück. 

Jastrz^bski Romuald von, Sohn eines Guts- 
besitzers, geb. zu Wiszniöw in Galizien 29. März 
1825, eingetr. 21. Sept. 1835, wurde als k. k. 
Gadet zu Alois Graf v.Mazzuchelli-Inf. Nr. 10 aus- 



72 



1842. 



gemustert, machte die Bekämpfung des galizi- 
schen Aufstandes 184G mit, wurde 30. April 

1848 Lieut. m. G. und kam zur Belagerung von 
Venedig, wo er bei dem Überfalle der Eisenbahn- 
Batterie in der Nacht vom 6. auf den 7. Juli 

1 849 thätigst mitwirkte und für die hierbei an den 
Tag gelegte Tapferkeit und Umsicht 8. Oct. 1849 
mit dem Ritterkreuze des Leopold-Ordens aus- 
gezeichnet wurde. Er avancierte 18. Juli 1848 
zum Lieut. h. G., 1. Juli 1849 zum Oberlieut., 
25. Febr. 1855 zumHauptm. 2. Gl. bei Maximilian 
Freih. v. Wimpffen-Inf. Nr. 13, trat 30. Juni 
1857 in den Ruhestand, wurde im Jahre 1872 
in den Loco- Versorgungsstand des Lemberger 
Invalidenhauses übernommen und ist daselbst 
gestorben. 

Justenberg Johann von, Sohn eines Guts- 
besitzers, geb. zu Tergowe in der Militärgrenze 
24. Febr. 1824, eingetr. 1. Nov. 1835, wurde 
als Lieut. m. G. zu Leopold Prinz beider Sicilien- 
Inf. Nr. 22 ausgemustert, 23. April 1848 Lieut. 
h. G., 1. März 1849 Oberlieut, 26. Mai 1852 
Hauptm. 2. Gl., 14. Aug. 1854 Hauptm. 1. Gl., 
9.Mai 1 866 Major, 1 6. Juli 1 866 zum 2. Bataillon 
des freiwilligen Alpenjäger Gorps, 1. Nov. 1866 
zum Regimente rücktransf., 1. März 1867 pens., 
lebte zu Graz und ist 5. März 1886 zu Schön- 
stein in Untersteiermark gestorben. Er machte 
den Feldzug 1859 in Italien und 1866 in Südtirol 
mit und erhielt für seine hervorragenden Leistun- 
gen in der Schlacht bei Solferino und den 
letzten vorhergegangenen Gefechten mit der Aller- 
höchsten Entschließung vom 15. Aug. 1859 das 
Militär- Verdienstkreuz. 

Kalten born Albert von, Sohn eines Majors, 
geb. zu Brunn 8. Febr. 1824, eingetr. 27. Oct. 
1835, wurde 23. Sept. 1842 zum Lieut. m. G. 
ernannt und nach Absolvierung des höheren 
Gurses 29. Sept. 1843 als Lieut. h. G. zu Ludwig 
Freih. Piret de Bihain-Inf. Nr. 27 eingetheilt. Er 
avancierte daselbst 11. April 1848 zum Ober- 
lieut., nahm au dem Feldzuge 1848 und 1849 
in Italien Antheil, rückte 16. Juni 1849 zum 
Hauptm. 2. GL, 22. Sept. 1852 zum Hauptm. 
1. Gl., endlich 13. Aug. 1863 zum Major vor, 
machte als solcher den Feldzug 1866 gegen 
Preußen mit und ist bei Trautenau, 27. Juni, 
vor dem Feinde geblieben. 

Kammel von Kampfthal Rudolf, Sohn eines 
Oberlieutenants, geb. zu Wien 14. März 1823, 
eingetr. 10. Nov. 1834, wurde als k. k. Gadet 
zu Erzh. Ludwig-Inf. Nr. 8 ausgemustert, 28. Juni 
1848 Lieut. m. G., 26. Nov. 1848 Lieut. h. G. 
und quitt. 30. April 1850 den Militärdienst ohne 
Beibehalt des Ofticiers-Charakters. 



Kokotovic Alexander Ritter von, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Tomor in derMilitärgrenze 
14. Aug. 1823, eingetr. 9. Oct. 1835, wurde als 
Lieut. m. G. zu Erzh. Leopold-Inf. Nr. 53 aus- 
gemustert und quitt. 31. Jan. 1847 den Militär- 
dienst ohne Beibehalt des Officiers-Gharakters. 
Am 1 . Oct. 1 848 als Lieut. m. G. beim Banaler 
Grenz - Inf. - Reg. Nr. 14 wieder eingetheilt, 
wurde Kokotovic 1. Jan. 1849 LieuL h. G., 
16. Jan. 1849 Oberlieut. beim Deutsch - Banaler 
Grenz-Inf.-Reg. Nr. 12, 6. April 1859 Hauptm. 
2. Gl. beim Gradiscaner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 8, 
1. Mai 1866 Hauptm. 1. Gl. und 1. Mai 1870 
Major beim Serbisch -Banater Grenz-Inf.-Reg. 
Nr. 1 4. Kokotoviö machte die Feldzuge 1848 und 
1849 in Ungarn mit und erhielt für sein Ver- 
halten vor dem Feinde das Militär- Verdienstkreuz. 
Im Jahre 1859 war derselbe bei der Kusten- 
bewachung Dalmatiens und 1866 bei der Be- 
satzung von Peschiera verwendet. Mit 12. Aug. 
1872 zu Johann Graf Nobili-Inf. Nr. 74 transf., 
avancierte er am 1. Nov. 1876 zum Oberstlieut 
bei Joseph Graf Jellaßic* de Bu2im-lnf. Nr. 79 und 
wurde 1. März 1878 Reserve-Gommandant dieses 
Regiments, in welcher Eigenschaft er in dem- 
selben Jahre an der Occupation Bosniens und 
der Hercegovina theilnahm und für sein an den 
Tag gelegtes, hervorragend tapferes Benehmen zu- 
folge Allerhöchster Entschließung vom 3. Dec. 
1878 mit dem Orden der Eisernen Krone 3. C). 
decoriert wurde. Am 1. Nov. 1879 wurde er 
zum Obersten befördert und 1. Mai 1880 zum 
Gommandanten des Warasdiner Inf. -Reg. Gustav • 
Freih. v. Wetzlar Nr. 1 6 ernannt, zufolge Aller- 
höchster Entschließung vom 9. März 1885 Com- 
mandant der 25. Infanterie-Brigade, in welcher 
Dienstverwendung er noch im nämlichen Jahre 
zu Stolac starb. Wegen seiner Betheiligung an 
der Rettung eines Kameraden vom Tode des Er- 
trinkens vergl. Achilles Ritter von Gröller des- 
selben Ausmusterungsjahrganges. 

Kölgen Ferdinand, Sohn eines Oberstlieute- 
nants, geb. zu Groß -Meseritsch in Mähren 2. Jan. 
1824, eingetr. 24. Oct. 1835, wurde als Lieut. 
m. G. zu Ferdiuand Graf v. Geccopieri-Inf. Nr. 23 
ausgemustert, 3 1 . Oct. 1 845 zeitlich pens., 1 .Sept. 
1847 reacti viert und quitt. 15. Nov. d. J. den 
Militärdienst ohne Beibehalt des Officiers-Gharak- 
ters. Im Jahre 1 848 diente Kölgen als Lieut. bei 
den steirischen Schützen, quitt, nach Beendigung 
des Feldzuges abermals den Dienst und trat in 
kaiserlich brasilianische Dienste, aus welchen er 
wieder in die k. k. österreichischen Staaten ruck- 
kehrte. Er war seither Privatbeamter und dürfte 
bereits gestorben sein. 



1842. 



73 



Krzisch Joseph, Sohn eines Oberlieutenants, 
geb. zu Kräka in Siebenbürgen 15. Nov. 1823, 
eingetr. 25. Oct. 1835, wurde 23. Sept. 1842 
zum Lieut. m. G. ernannt und nach Absolvierung 
des höheren Gurses 29. Sept. 1843 als Lieut.h.G. 
zu Friedrich Freih. v. Bianchi-lnf. Nr. 63 (jetzt 
Nr. 55) eingetheilt, 11. April 1848 Oberlieut., 
19. Sept. 1849 Hauptm. 2. Gl., 16. Oct. 1851 
als Rittm. 2. Gl. zum 8., 1. Mai 1852 als 
Rittxn. 1. Gl. zum 15. Gendarmerie-Reg. transf., 
12. Mai 1859 Major, 4. Dec. 1859 q. t. 
zum 18., 1. Oct. 1860 zum 3., 1. Jan. 1861 
zum lO., 1. März 1863 zum 5. Gendarmerie-Reg., 
16. Mai 1866 aber zum 17. Jäger-Bai. transf., 
11. Juni 1866 Oberstlieut., 23. April 1869 Oberst 
bei Erzh. Wilhelm-Inf. Nr. 12, 28. April d. 1. 
Reserve- Gommandant, 1. Dec. 1870 Regiments- 
Gommandant bei Ludwig Prinz von Bayern -Inf. 
Nr. 62. Er nahm an den Feldzügen 1849 in Sie- 
benbürgen und in der Wallachei, 1859 in Italien, 
1866 gegen Preußen thätig theil, wurde 28. Juni 
1866 bei Skalitz verwundet und für seine tapfe- 
ren Leistungen in dem letztgenannten Feldzuge 
28. Oct. 1866 öffentlich belobt. Am 1. Mai 1876 
erfolgte seine Ernennung zumGommandanten der 
32. Infanterie-Brigade, 1. Nov. d. J. seine Beför- 
derung zum Generalmajor und 22. März 1879 
seine Übersetzung in gleicher Eigenschaft zur 
30. Infanterie-Brigade, 1. Mai 1881 seine Ernen- 
nung zum Feldmarschall-Lieut. und Commandan- 
ten der 3 1 . Infanterie - Truppen - Division. Am 
1. Mai 1882 trat Krzisch in den Ruhestand und 
-erhielt aus diesem Anlasse in Anerkennung seiner 
langjährigen im Kriege wie im Frieden pflicht- 
treuen Dienstleistung den Ausdruck der Aller- 
höchsten Zufriedenheit. Er starb zu Graz 26. Aug. 
1889. 

Lettlinger Karl Anton Ludwig, geb. zu Mai- 
land 15. Dec. 1823, kam 21. Oct. 1835 in die 
Akademie und trat 26. Juni 1840 aus der Mili- 
tärerziehung. In den Militär - Schematismen er- 
scheint Lettlinger als Cadet bei Erzh. Ferdinand- 
Husaren Nr. 3 vom Jahre 1843 bis zum Jahre 
1847 ausgewiesen. 

Liebknecht Friedrich, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Bakov in Böhmen 24. Juni 1823, 
eingetr. 20. Oct. 1835, wurde als Lieut. m. G. 
zu Johann Freih. v. Sivkovich-Inf. Nr. 41 ausge- 
mustert, l.Aug. 1846 Lieut. h.G., 19. Juli 1848 
Oberlieut., machte die Feldzüge 1848 und 1849 
in Ungarn mit und zeichnete sich hauptsächlich 
wahrend der Belagerung von Temesvar, bei dem 
Überfalle des feindlichen Lagers bei Freidorf 1 2. Mai 
1849 und bei Erstürmung der feindlichen Batterie 
am linken Begaufer in der Nacht vom 4. auf den 



5. Juli d. J. durch tapferes Verhalten besonders 
aus, wofür ihm die Allerhöchste Anerkennung und 
später das Militär- Verdienstkreuz zutheil wurden. 
Er wurde 16. Jan. 1852 Hauptm. 2. Gl., 12. Juli 
1854 Hauptm. 1. GL, 22. April 1864 Major, 
nahm an den Feldzügen 1 859 in Italien und 1 866 
gegen Preußen thätigen Antheil und erhielt für 
seine hervorragend tapferen Leistungen im letz- 
teren Feldzuge 3. Oct. 1866 den Ausdruck der 
Allerhöchsten belobenden Anerkennung. Seit 
23. April 1869 Oberstlieutenant, starb Liebknecht 
schon am 18. Mai d. J. zu Haida in Böhmen. 

Maravic Emanuel Ritter von, geb.zuBründl 
im ehemaligen Oguliner Grenz-Regimentsbezirke 
am 23. Juli 1824, kam 9. Oct. 1835 in die Aka- 
demie, wurde 23. Sept. 1842 zum Lieut. m. G. 
ernannt und nach Hörüng des höheren Gurses 
am 29. Sept. 1843 als Lieut.h.G. bei Georg Freih. 
v. Rukavina-Inf. Nr. 61 eingetheilt. Er war beim 
Ausbruche der Revolution 1848 in Mailand und 
machte den fünftägigen blutigen Straßenkampf 
mit, kam sodann zum GQMSt., in welchem er den 
Schlachten und Gefechten des folgenden Feld- 
zuges ehrenvoll beiwohnte und sich insbesondere 
bei Erstürmung von Vicenza rühmlichst auszeich- 
nete. Am 22. Oct. d. J. zum Oberlieut. befördert 
und q. t. in den GQMSt. übersetzt, versah Mara- 
vic* während des ungarischen Feldzuges Gene- 
ralstabsdienste bei der Brigade Grammont und 
erhielt für sein tapferes und einsichtsvolles Be- 
nehmen bei Moor (30. Dec.) die Allerhöchste 
Zufriedenheitsbezeigung und später das Militär- 
Verdienstkreuz. Am 16 März 1849 kam er als 
Hauptm. 2. Gl. zum Szluiner Grenz Inf. Reg. Nr. 4, 
rückte daselbst 21. Aug. 1849 zum Hauptm. 
1 . Gl. vor und blieb dem GQMSt. zugetheilt. Im 
Juni 1849 erhielt er die ehrenvolle Mission, das 
siebenbürgische Armeecorps aus Gerna in der 
Wallachei nach Semlin zu führen, was aber aus 
politischen Gründen unterblieb. Am 15. April 
1850 erhielt Maraviö über Antrag des Maria 
Theresiens-Ordenscapitels für sein ausgezeichne- 
tes Benehmen vor dem Feinde den Eisernen Kro- 
nen-Orden 3. Glasse. Am 1. Febr. 1851 kam 
Maravic* in das neu errichtete Inf.-Reg. Johann 
Grafv. GoroniniNr.6 und, nach der 21. Dec. 18 54 
erfolgten Beförderung zum Major, 31. Mai 1856 
q.t.indas Inf.-Reg. Erzh. Leopold Nr. 53, 26. März 
1857 in das Broder Grenz-Inf. Reg. Nr. 7, ferner als 
Oberstlieut. 30. April 1860 in das Gradiscaner 
Grenz-Inf.-Reg. Nr. 8, endlich als Oberst und Regi 
ments-Gommandant 1. April 1862 zum 2. Banal- 
Grenz-Inf.-Reg. Nr. 1 1 und commandierte dieses 
Regiment während des Feldzuges 1866 bei der 
Küstenvertheidung. In demselben Jahre wurde 



74 



1842. 



Maravie in Gemäßheit der Ordensslatuten der 
Eisernen Krone in den österreichischen Ritter- 
stand erhoben. Am 10. Oct. 1868 traf ihn die 
Ernennung zum Brigadier bei der 22. Infanterie- 
Truppen-Division, am 23. April 1869 die Beför- 
derung zum Generalmajor, Ende December erhielt 
<>r das Commando der 2. Brigade der 34. Infan- 
terie-Truppen - Division, Ende October 1872 jenes 
der 2. Brigade der 5. Infanterie Truppen- Division, 
endlich Ende Juni 1875 jenes der 2. Brigade der 
10. Infanterie -Truppen -Division. Infolge eines 
Sturzes aus dem Wagen bei einer Dienstreise in 
eine unheilbare Krankheit verfallen, wurde Mara- 
vic an der Forlsetzung seiner activen Dienstlei- 
stung gehindert, trat am 1. Mai 1876 in den 
Ruhestand und wurde aus diesem Anlasse durch 
die Verleihung des Feldraarschall • Lieutenants- 
Charakters ausgezeichnet. Er lebt zu Agram. 

Microys Julius, Sohn eines Majors, geb. zu 
Wels 15. Oct. 1823, eingetr. 15. Oct. 1835, wurde 
als Lieut. m. G. zu Andreas Freih. v. Märiässy- 
Inf. Nr. 37 ausgemustert, avancierte 16. April 
1848 zum Lieut. h. G., 1. Febr. 1849 zum Ober- 
lieut., 24. Nov. 1850 zum Hauptm. 2. Gl., 3. Juni 
1853 zum Hauptm. 1. Gl., wurde 1. Febr. 1860 
zu Karl Freih. v. Steininger-Inf. Nr. 68 transf. 
und starb 29. April 1862 zu Triest. 

Mlldrovcsich Joseph, Sohn eines Oberlieu- 
tenaiits, geb. zu Gospic 24. Aug. 1823, eingetr. 
23. Dec. 1835, wurde als Lieut. m. G. zu Men- 
rad Freih. v. Geppert-Inf. Nr. 43 ausgemustert, 
30. Sept. 1848 zeitlich pens., 16. Febr. 1850 
wieder eingetheilt, 15. Juni d. J. zum Peter- 
wardeiner Grenz - Inf. - Reg. Nr. 9 transf., 15. Mai 
1851 pens. und befindet sich gegenwärtig, 
wie aus der bei der Fachrcchnungs - Abthei- 
lung des k. u. k. Reichs-Kriegs-Ministeriums ge- 
führten Evidenz constatiert wurde, als geisteskrank 
in der Irrenanstalt zu Feldhof bei Graz. 

Ochsenbauer recte Osumbor Richard, Sohn 
eines Wirtschaftsrathes, geb. zu Smecna in 
Böhmen 11. Jan. 1825, eingetr. 27. Oct. 1836, 
wurde als Lieut. in. G. zu Joseph Friedrich Freih. 
v. Palombini-Inf. Nr. 36 ausgemustert, 16. Mai 
1846 Lieut. h. G., 1. Aug. 1848 Oberlieut. und 
ist 11. Juli 1849 bei Komorn vor dem Feinde 
geblieben. 

Podlewski von Bogorya Vincenz Ambros 
Ritter, Sohn eines Gutsbesitzers, geb. zu Pod- 
hajee in Galizien 14. Sept. 1823, eingetr. 30.0ct. 
1836, wurde als Lieut. m.G. zu LavalGrafNugent- 
Inf. Nr. 30 ausgemustert, 1. Juli 1848 Ober- 
lieut., kam zum GQMSt. und machte den unga- 
rischen Feldzug im Schlik'schen Corps mit, wo 
er mehrere male insbesondere in der Relation über 



' das Gefecht bei Kaschau 4. Jan. 1 849 unter den Aus- 
l gezeichneten erwähnt wird. Für sein lobenswer- 
tes Verhalten vor dem Feinde wurde ihm 2 1 .Febr. 
1 849 der Ausdruck der Allerhöchsten beloben- 
den Anerkennung und 7. Febr. 1850 das Mili- 
tär-Verdienstkreuz zu theil. Am 18. Nov. 1850 
wurde Podlewski Hauptm. 2. GL, 25. Oct. 1852 
Hauptm. 1. Gl., 14. Juli 1855 mit dem Ritler- 
kreuze 2. Gl. des päpstl. Pius- Ordens deeoriert, 
5. Mai 1859 Major, 11. Mai 1864 Oberstlieut., 
20. Oct. 1865 zu Ladisiaus Freih. v. Nagy-lnf. 
Nr. 70 transf., 1. Juli 1866 zeitlich pens., 1 1 . Oct. 
1860 Oberst ad honores und starb 1 7. Febr. 1887 
zu Czemica in Galizien. 

Pokorny Prokop, Sohn eines Hauptmannes. 
geb. zu Neuhaus in Böhmen 5. Jan. 1824, ein- 
getr. 24. Oct. 1835, wurde als Lieut. m. G. zu 
Prokop Graf v. Hartmann-Klarstein-Inf. Nr. 9 aus- 
gemustert, in welchem Regimente er im Juli 
1 846 zum Lieut. h. G., im Sept. 1 848 zum Ober- 
lieut., im Dec. 1852 zum Hauptm. 2. Gl., im Dec. 
1853 zum Hauptm. 1.G1. vorrückte. Er war durch 
längere Zeit Adjutant des Regimentsinhabers 
Feldzeugmeisters Grafen von Hartmann - Klar- 
stein, nahm an den Feldzügen 1848 und 1849 
in Ungarn, 1866 in Böhmen theil und erhielt 
für sein Verhalten bei Szikszö (28. Dec. 1 848) 
das Militär- Verdienstkreuz. Am 1. Juni 1867 traf 
Pokorny als Major in den Ruhestand und lebt 
in Gilli. 

Quadrio de Peranda Johann Moriz, Sohn 
eines Gutsbesitzers, geb. zu Sondrio in Italien 
17. Mai 1822, eingetr. 23. Sept. 1835, wurde 
als Lieut. m. G. zum 10. Jäger-Bat. ausgemustert, 
avancierte 16. Aug. 1845 zum Lieut h. G. und 
quitt den Militärdienst 1. April 1848 ohne Bei- 
behalt des Officiers-Charakters. 

Rainoni Emil, geb. zu Mailand 26. Febr. 
1825, eingetr. 16. Nov. 1835, wurde 13. Juli 
1838 von seinen Angehörigen aus der Militär- 
erziehung nach Hause genommen und ist seither 
verschollen. 

Ramming von Riedkirchen August, Sohn 

des im Dec. 1822 in den Adelstand erhobenen 
Oberstlieutenants Wilhelm von Ramming, geb. 
zu Theresienstadt 1 9. Dec. 1 823, eingetr. 24. Nov. 
1835, wurde als Lieut m. G. zu Alexander I. 
Kaiser von Russland.-Inf. Nr. 2 ausgemustert, 
24. Oct. 1846 Lieut. h. G., 21. Aug. 1848 Ober- 
lieut., trat 30. Nov. 1848 in die Reihen der un- 
garischen Armee und machte die Vertheidigung 
von Komorn als Major im ungarischen General- 
stabe mit. 

Rechbach auf Medemdorf Alexander Frei- 
herr von — einem alten krainerisch-kärntneri- 



75 



1842. 



seilen Geschlechte entstammend, über welches 
genealogische Auskünfte bei Karl Freiherrn von 
Rechbach auf Mederndorf (Ausmusterungsjahrg. 
1758) zu finden — war ein Sohn des 29. Nov. 
1789 geborenen k. k. Kämmerers, Gubernial- 
rathes und gewesenen Kreishauplmannes in Neu- 
stadt! in lllyrien, Johann Friedrich Freiherrn von 
Rechbach auf Mederndorf, aus dessen Ehe mit 
Maria Anna, geborene Gräfin Strasoldo-Villanuova. 
Zu Zara am 12. Juli 1825 geb., kam Rechbach 
am 20. Oct. 1835 in die Akademie, wurde bei 
der Ausmusterung als Lieut. m. G. zu Gustav 
Wilhelm Prinz von Hohenlohe-Langenburg-Inf. 
Nr. 17 eingetheilt, 14. Oct. 1846 Lieut. h. G., 

1. Juli 1848 Oberheut., 12. April 1850 Hauptm. 

2. Cl., 4. Juni 1853 Hauptm. 1. Gl., 31. Jan. 
1860 pensioniert. Am 4. Aug. 1862 wurde 
Rechbach als Verpflegsmagazins - Gontrolor zu 
Palmanuova angestellt, später in gleicher Eigen- 
schaft nach Treviso übersetzt und kam 1. Oct. 
1869 als Gompagnie-Commandant in die tech- 
nische Militär-Akademie zu Wien. Rechbach 
war durch mehrere Jahre als Professor in der 
Reghnents-Cadettenschule zur größten Zufrieden- 
heit verwendet und hatte die Feldzüge 1848 in 
Südtirol, 1849 in Ungarn, 1859 in Italien und 
1866 bei der Armee-Intendanz der Süd-Armee 
mitgemacht. Mit 1. Febr. 1872 als halbinvalid 
unter Vormerkung für eine Localanstellang in 
den Ruhestand rückversetzt, lebte er seither in 
Gormons bei Gradisca, erhielt im Jahre 1878 
den Majors-Charakter ad honores und starb 
25. Oct. 1889 zu Rudolfswerth in Krain. Er war 
seit 7. Febr. 1855 k. k. Kämmerer. 

Schaffer von Schäffersfeld Anton Ritter, 

Sohn eines Gameralbeamten, geb. zu Graz am 
10. Febr. 1825, kam am 28. Nov. 1835 in die 
Akademie und wurde bei der Ausmusterung als 
Lieut. m. G. zu Ludwig Freih. Piret de Bihain- 
Inf. Nr. 27 eingetheilt, wo er nach vielseitiger 
Verwendung als Bataillons-, Regiments- und 
Brigade-Adjutant, Pionnier- und Waffenofficier, 
dann als Lehrer an derRegiments-Cadettenschule, 
am 20. Sept. 1846 zum Lieut. h. G. und am 
25. Juli 1848 außer der Tour zum Oberlieut. 
vorrückte. In dieser Eigenschaft wurde er am 
1. Jan. 1849 dem Generalstabe im Armee-Haupt- 
quartiere des Feldmarschalls Grafen Radetzky in 
Mailand zugetheilt und nach dem Feld zu ge gegen 
Sardinien, am 1. Juli 1849 q. t. in den GQMSt. 
übersetzt. Den Feldzug 1 848 hatte Schaffer mit 
seinem Regimente in Italien mitgemacht und in 
demselben an der Erstürmung von Castelnuovo 
am 1 1. April, wo er auch durch einen Bajonnett- 
slich verwundet wurde, an den Gefechten bei 



Grocebianca (bei Verona) am 18. April, bei 
Pastrengo 30. April, wobei er ein Pferd unter dem 
Leibe verlor, an der Schlacht bei Santa Lucia 
G. Mai, an den Gefechten bei Goito am 30. Mai, 
Vicenza am 10. Juni, Roverbella 26. Juli, Pavia 

3. Aug. und Porta Vigentina bei Mailand 5. Aug. 
theilgenommen. Im Feldzuge 1849, als zugetheilter 
Generalstabsofficier im Hauptquartier des Feld- 
marschalls Grafen Radetzky, war er im Treffen 
bei Mortara 21. März und in der Schlacht bei 
Novara 23. März, aus welcher er eine Schuss- 
wunde im linken Bein davontrug. In diesem Jahre 
nahm er noch an der Expedition gegen Ancona 
unter Feldmarschall-Lieut. Franz Grafen von 
Wimpffen theil und wurde aus diesem Anlasse mit 
der päpstl. Erinnerungs-Medaille decoriert. Im 
Jahre 1850 stand Schaffer vorerst als General- 
stabsofficier bei der Truppen-Di vision des Feldmar- 
schall-Lieut. Gustav Grafen von Wimpffen, später 
bei jener des Feldmarschall -Lieut. Grafen Falken- 
hayn zu Venedig in Verwendung und wurde für 
die umsichtige Etablierung und Einrichtung des 
Lagers bei Pordenone für die Truppen des 
9. Corps mit Gorpserlass vom 20. Oct. 1850 
öffentlich belobt. Als gegen Ende des Jahres 
1850 der Conflict zwischen Österreich und 
Preußen auszubrechen drohte, erhielt Schaffer 
über seine Bitte die Eintheilung als Generalstabs- 
officier bei der Brigade Generalmajor Graf Salis- 
Zizers, welche Ende October dieses Jahres in 
Eilmärschen in das nordöstliche Böhmen abge- 
sendet und als Avantgarde-Brigade des 11. Armee- 
corps — Feldmarschall-Lieut. GrafWengersky — 
an der preußischen Grenze zwischen Nachod und 
Senftenberg mit dem Brigadestab in Adlerkostelec 
echelloniert wurde. Mittlerweile am 18. Nov. 
1850 zum Hauptm. 2. Gl. im GQMSt. befördert, 
kam er nach Eintritt ruhigerer politischer Ver- 
hältnisse nach Brunn zur Truppen -Division des 
Feldmarschall-Lieut. von Wolter; später im Früh- 
jahre 1851 zum 1. Armee -Commando unter 
General der Gavallerie GrafWratislaw nach Wien; 
im Oct. 1851 nach Prag zur Truppen -Division 
Feldmarschall-Lieut. Erzherzog Leopold, wo er 
bis Ende Nov. 1852 verblieb, und unter andern 
auch für das im Frühjahre desselben Jahres aus 
dem Elbe-Herzogthum Holstein unter Feldmar- 
schall-Lieutenant von Legeditsch zurückgezogene 

4. Armeecorps die Dislocationen in Westböhmen 
bei Pilsen und Concurrenz auszumitteln hatte. 
Gegen Ende 1852 zur Militär-Mappierung nach 
Ödenburg in Ungarn berufen, erfolgte 29. Nov. 
1852 seine Vorrückung zum Hauptm. 1. Gl. im 
GQMSt.; im März 1853 seine Berufung zum 
mobilen gegen die Türkei aufgestellten 9. Armee- 



7(\ 



1842. 



corps unter Feldmarschall-Lieut. Grafen Schaff- 
gotsche, respective zur Avantgarde Division Feld- 
marschall-Lieut.Fürst vonLobkowitz nach Petrinja, 
von wo er nach vollzogener Abrüstung Ende 
April 1853 abermals zur Militär- Landesaufnahme 
nach Westungarn (Odenburg) bestimmt wurde, 
und bis März 1854 die ihm anvertrauten Arbeiten 
zu Ende führte. Als zu Beginn des Jahres 1854 
Osterreich gegen das Vordringen Russlands an 
die untere Donau demonstrierte, und zu diesem 
Zwecke seine 3. und 4. Armee in Siebenbürgen, 
der Bukowina und in Galizien an der rechten 
Flanke der russischen Operations-Armee mobili- 
sierte, wurde SchatTer zum zweitenmale von der 
Militär -Mappierung aus Odenburg diesmal zur 
3. Armee unter General der Gavallerie Erzherzog 
Albrecht in das operierende Armee - Hauptquar- 
tier nach Ofen einberufen, mit welchem er — 
speciell zugewiesen dem Gencralstabs-Chef dieser 
Armee, Generalmajor Freiherr von Ramming — 
über Hermannstadt, Kronstadt, Bistritz in Sieben- 
bürgen abrückte, und nach dem im Sept. 1854 
erfolgten Einmärsche des serbischbanatischen Ar- 
meecorps Feldmarschall-Lieut. Graf Goronini in die 
Donaufürstenthümer seine Eintheilung beim mo- 
bilen 9. Armeecorps Feldzeugmeister Fürst Karl 
Schwarzenberg in Gzernowitz erhielt, wo er bis 
Juni 1855 verwendet war. Von da angefangen 
bis zum Beginn des Jahres 1856 war Schaffer 
in den wissenschaftlichen Bureaux des GQMSt. 
zu Wien thätig — zumeist im Landesbeschrei- 
bungs-Bureau des Auslandes — bis ihn im 
Febr. 1856 die Eintheilung zum 2. Armeecorps 
Feldmarschall-Lieut. Graf zu Leiningen nach 
Krakau traf, wo er bis zum Frühjahr 1858 in 
Verwendung blieb. In diese Zeit fallen die im 
Sommer 1857 im Lager bei Wadowice in West- 
galizien durchgeführten lehrreichen Übungen mit 
gemischten Waffen, in den durch Mannigfaltig- 
keit des Terrains hierzu vornehmlich geeigneten 
Übungsrayons am Skawaflusse. Für die erfolg- 
reiche Thätigkeit in dieser Zeit wurde ihm vom 
Commandanten des 2. Armeecorps Feldmar- 
schall-Lieut. Fürst Eduard Lichtenstein die vollste 
Anerkennung seiner in jeder Beziehung ausge- 
zeichneten Dienste öffentlich ausgesprochen. Am 
30. April 1858 wurde er in das Landesbe- 
schreibungs-Bureau des Auslandes nach Wien 
berufen und versah während dieser Verwendung 
bei den Herbst-Manövern desselben Jahres die 
Functionen eines Generalstabs -Chefs bei den, 
unter Gommando der beiden Truppen-Divisionäre 
Feldmarschall-Lieut. Fürst von Montenuovo und 
Freiherr von Handel in Wien zurückgebliebenen 
Truppen,^ welche dem Übungslager bei Neun- 



kirchen nicht beigezogen waren. Am 5. Mai 1859 
erfolgte mit der allgemeinen Mobilmachung des 
k. k. Heeres gegen Sardinien und Frankreich die 
Beförderung Schaffers zum Major im GQMSt. mit 
der Bestimmung als Generalstabs-Sous-Ghef beim 
11. Corps Feldmarschall-Lieut. von Veigl, wel- 
ches in der Schlacht bei Solferino am 24. Juni 
den äußersten linken Flügel im Vordertreffen bei 
Guidizzolo bildete und mit aller Aufopferung den 
Rückzug der 1 . Armee hinter den Mincio deckte . 
In Anerkennung der hervorragenden Leistungen 
Schaffers bei dieser Gelegenheit wurde derselbe 
zufolge Allerhöchsten Armeebefehls Nr. 44 vom 
15. Aug. 1859 mit dem k. k. Militär-Verdienst- 
kreuz (Kriegsdecoration) ausgezeichnet. Nach 
dem Friedensschlüsse erhielt er die Eintheilung 
als Generalstabs-Sous-Chef beim 8. Armeecorps 
Feldmarschall-Lieut. von Benedek, später Feld- 
marschall-Lieut. Graf Thun in Padua; am 13.März 
1860 die Berufung als Professor des höheren 
Adjutanten- und des Generalstabsdienstes an der 
k. k. Kriegsschule, wo er inzwischen — 22. Oct. 
1864 — zum Oberstlieut. im GQMSt. vorgerückt, 
bis zu Ende des Schuljahres 1865 mit ausge- 
zeichnetem Erfolge wirkte und für seine ersprieß- 
liche Dienstleistung am 1. Oct 1865 durch die 
Allerhöchste belobende Anerkennung ausgezeich- 
net, dementsprechend auch im Jahre 1890 mit 
der Militär -Verdienst -Medaille decoriert wurde. 
Am 1. Febr. 1866 zur 5. Abtheilung des Kriegs- 
Ministeriums transf. und am 1 1 . Juni d. J. zum 
Obersten befördert, nahm er thätigen Antheil an 
der Mobilisierung und Instradierung der gegen 
den Feind aufgestellten Nord- und Süd-Armee 
und erntete für die hierbei an den Tag gelegte 
aufopfernde Thätigkeit am 12. Oct. 1866 aber- 
mals den Ausdruck der Allerhöchsten Zu- 
friedenheit Am 1. Jan. 1867 wurde Schaffer 
zum Vorstande der 5. Abtheilung beim k. k. 
Kriegs-Ministerium ernannt und war den reorga- 
nisatorischen Arbeiten des k. k. Heeres am Sitze 
der Militär-Gentralbehörde beigezogen. Die auf 
Allerhöchsten Wunsch Seiner Majestät des Königs 
Karl XIII. von Schweden und Norwegen erfolgte 
Verfassung eines Memoire über die Organisation 
und Thätigkeit des k. k. Generalstabs-Gorps im 
Frieden und im Kriege, erwarb ihm 4. Juli 1867 
das Ritterkreuz des königl. schwed. Schwert- 
Ordens. Am 23. April 1869 wurde Schaffer 
zum Commandanten des Inf. -Reg. Leopold II. 
König der Belgier Nr. 27, bei welchem derselbe 
als Lieut. seine militärische Laufbahn begonnen 
hatte, ernannt und beim Abmärsche desselben 
aus Ungarn in den Ergänzungsbezirk, mit einem 
ihn sehr ehrenden Abschiedsbefehl des Gomman- 



1842. 



77 



dierenden Generals ausgezeichnet. Am 6. Juli 
1871 zum Generalstabs - Chef beim General- 
commando in Graz ernannt, erhielt er am 16. Sept. 
1873 das Commando der 2. Infanterie - Brigade 
und rückte auf diesem Dienstposten am 29. Oct. 
d. J. zum Generalmajor vor, bei welcher Gelegen- 
heit ihm vom Leiter des Generalstabes, Feld- 
marschall-Lieut. Freiherrn von Gallina, in Aner- 
kennung seiner 23jährigen vorzüglichen Dienst- 
leistung im Corps und aufopfernder Hingebung 
für den Allerhöchsten Dienst die vollste Zufrieden- 
heit ausgesprochen wurde. Ingleichen nahm der 
Commandierende General zu Graz, Feldzeug- 
meister Freiherr von John, die Gelegenheit seines 
Abtretens von dem Posten des Generalstabs- 
Ghefs wahr, um ihm für sein erfolgreiches Wirken 
als solcher, für die besondere Umsicht, gediegene 
Sachkenntnis und den mit dem regsten Pflicht- 
gefühle bethätigten Diensteifer mit Befehl vom 
23. Oct. 1873 öffentlich die vollste Anerkennung 
zu zollen. Als im Jahre 1874 durch den um die 
geistige Hebung des Heeres hochverdienten 
Reichs-Kriegs-Minister Feldzeugmeister Freiherrn 
von Kuhn 20 militär-wissenschaftliche Zweig- 
vereine ins Leben traten, wurde Schaffer im 
Nov. 1874 von der Garnison Graz zum Präses 
des dortigen Vereins gewählt und versah diesen 
Vertrauensposten bis zu seinem Abgehen von 
Graz 1878. Am 25. Mai 1878 wurde Schaffer 
dem Generalcommando in Prag zugetheilt, am 
1. Nov. d. J. zum Feldmarschall-Lieut. befördert, 
kurze Zeit darauf, 18. Nov., zum Gomman- 
danten der Lagerfestung Krakau ernannt und da- 
selbst gleichzeitig mit den Functionen eines zu- 
getheilten Generals beim k. k. Militärcommando 
unter Feldmarschall-Lieut Freiherr von Litzel- 
hofen betraut Auf diesem wichtigen Grenzposten, 
der seit dem Friedensschlüsse nach dem Feld- 
zuge 1866 unter keinem speciell ernannten 
Festungs-Commandanten stand, hatte Schaffer 
vielfach Gelegenheit, die ihm als theoretisch und 
praktisch durchgebildeten Militär innewohnende 
Umsicht und Energie an den Tag zu legen, und 
in dieser heiklen Friedensstellung nicht nur die 
vollste Zufriedenheit seiner Vorgesetzten im Gc- 
neralate Lemberg, sondern auch im Sept 1881 
bei Gelegenheit der Inspicierung der Truppen und 
der Festung Krakau durch Seine Majestät die Aller- 
höchste Anerkennung des obersten Kriegsherrn 
zu erwerben. In Krakau war es auch, wo er als 
Festungs-Commandant bei Aufnahme des, bis- 
her als Kaserne, Gefangenhaus und zu Maga- 
ziuszwecken benützten, altehrwürdigen König- 
schlosses amWawel durch Delegierte des Landes- 
ausschusses in Lemberg, diese bei Anfertigung 



der Pläne im Interesse des vom Lande Galizien 
Allerhöchst erbetenen Wiederaufbaues mit vollster 
Bereitwilligkeit unterstützte, wofür ihm vom Land- 
marschall Geheimrath Dr. Zyblikiewicz im Namen 
des Landesausschusses der wärmste- Dank abge- 
stattet wurde. Mit 1. Oct 1882 trat Schaffer über 
eigenes Ansuchen in den wohlverdienten Ruhe- 
stand, aus welchem Anlasse ihm mit Allerhöchster 
Entschließung vom 3. Sept. 1882 für seine 
40jährige pflichtgetreue und bewährte Dienst- 
leistung abermals der Ausdruck derAllerhöchsten 
Zufriedenheit bekannt gegeben wurde. Schaffer 
von Schäffersfeld ist Landstand in Steiermark und 
besitzt auch das Marianerkreuz des Deutschen 
Ritterordens. Er lebt zu Graz. 

Schestak Joseph, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Grubisnopolje in der Warasdiner 
Militärgrenze 1. April 1823, eingetr. 17. Oct. 
1834, wurde als Lieut m. G. bei Alois Freih. v. 
Gollner-Inf. Nr. 48 eingetheilt, 11. Febr. 1848 
Lieut. h. G., 26. Oct. d. J. Oberlieut, 1. Juni 
1852 Hauptm. 2. Gl., 21. Juli 1854 Hauptm. 
1. Gl., 1. Juni 1859 pens., trat 30. April 1868 
aus dem Heeresverbande. 

Schimmelpenning van der Oye Vincenz 

Freiherr, Sohn eines Gubernialsecretärs, geb. zu 
Graz 23. März 1825, eingetr. 22. Oct. 1836, 
wurde als Lieut. m. G. zu Franz Graf v. Klieven- 
hüller-Metsch-Inf. Nr. 35 ausgemustert, 15. Jan. 
1845 Oberlieut. bei Philipp Landgraf von Hessen- 
Homburg-Inf. Nr. 19, 2 1. Aug. 1 848 Gapitänlieut, 
18. Nov. d. J. Hauptm., 9. Mai 1858 Major bei 
Joseph Graf Jellachichde Buiim-Inf. Nr.46, 1 1 . Juni 
1866 Oberstlieut, machte die Feldzüge 1848, 
1849, 1859 in Italien, 1866 gegen Preußen mit, 
gerieth (3. Juli 1866) in der Schlacht bei König- 
grätz, wo er schwer verwundet wurde, in Kriegs- 
gefangenschaft und kehrte aus derselben erst 
21. Sept. d. J. wieder zurück. Am 1. Aug. 1867 
trat Schimmelpenning als Oberst in den Ruhe- 
stand und lebt zu Böhmisch-Leipa. 

Schmidt Adolf, Sohn eines Oberlieutenants, 
geb. zu Brunn 2. Oct. 1823, eingetr. 19. Oct. 
1835 und wurde als Lieut. m. G. zum Inf.-Reg. 
Michael Freih. v. Mihalievits Nr. 57 ausgemustert 
Er avancierte in demselben 17. Dec. 1847 zum 
Lieut. h. G., 28. Aug. 1848 zum Oberlieut, 
14. Jan. 1854 zum Hauptm. 2. Ct, 24. April 
1857 zum Hauptm. 1. Gl. und trat 2. Oct. 1860 
aus dem Armeeverbande. 

Schmitt von Kehlau Ignaz, Sohn eines 
Generalmajors, geb. zu Znaim in Mähren 10. Aug. 
1823, eingetr. 18. Oct. 1835, wurde als Lieut 
m. G. zu Johann Baptist Freih. v. Paumgartten- 
Inf. Nr. 2 1 . ausgemustert* 10. Jan. 1816 Lieut, 



78 



1842. 



h. G., 1. Juli 1848 Oberlieut., 14. Sept. 1851 
Hauptm. 2. GL, 7. Nov. 1854 Hauptm. 1. GL, 
1. Febr. 1860 zu Franz Graf Foliiot de Crenne- 
ville-Poulet-Inf. Nr. 75 transf., 14. Aug. 1861 
Major, 1 1. Juni 1 866 Oberstlieut., 23. April 1869 
Oberst, 28. April 1869 Reserve-Gommandant. 
Mit 1 . Nov. 1872 zum Regiments-Gommandanten 
und mit 25. Juli 1876 zum Commandanten der 
29. Infanterie • Brigade ernannt, erfolgte mit 
1 . Nov. d. J. seine Beförderung zum General- 
major. Mit 1. Juli 1879 trat Schmitt aus Gesund- 
heitsrücksichten in den Ruhestand, wurde bei 
diesem Anlasse in Anerkennung seiner lang- 
jährigen, im Frieden und im Kriege sehr guten 
Dienstleistung mit dem Ritterkreuze des Leopold- 
Ordens decoriert und starb im August 1879 zu 
Wien. Er hat die Feldzüge 1848, 1849, 1859 
und 1866 mitgemacht und für sein hervorragend 
tapferes Verhalten in der Schlacht bei Solferino 
24. Juni 1859 das Militär- Verdienstkreuz und 
bei Gustoza 24. Juni 1866 den Ausdruck der 
Allerhöchsten belobenden Anerkennung erhalten. 
Schmitt besaß seit 1867 das Officierskreuz des 
kaiserl. franzi Ordens der Ehrenlegion. 

Schröder von Stötteritz Nikolaus, geb. zu 
Brunn 2. Dec. 1823, kam 15. Oct. 1835 in die 
Akademie und wurde 13. Juli 1838 von seinen 
Angehörigen aus der Militärerziehung nach Hause 
genommen. In den Militär-Schematismen er- 
scheint Schröder vom Jahre 1842 an als Gadet 
bei Erzh. Wilhelm-Inf. Nr. 1 2 ausgewiesen, wurde 
im Jahre 1849 zum Lieut. m. G., in demselben 
Jahre zumLieut. h.G. befördert, nahm mit diesem 
Regimente an dem Feldzuge 1848 und 1849 
theil und erhielt für sein Verhalten vor dem 
Feinde im Jahre 1850 das Militär- Verdienstkreuz. 
Am 31. Juli 1853 trat Schröder aus dem Armee- 
verbande. 

Schwarz Marius, geb. zu Pest 19. Nov. 
1823, kam 21. Oct. 1835 in die Akademie und 
wurde 13. Juli 1838 von seinen Angehörigen 
aus der Militärerziehung nach Hause genommen. 
Im Jahre 1840 trat Schwarz als Regimentscadet 
bei Joseph von Benczur-lnf. Nr. 34 in Militär- 
dienste, avancierte im Jahre 1 844 zum k. k. Ca- 
deten bei Alois Graf v. Mazzuchelli-Inf. Nr. 1 0, 
1847 zum Lieut. ra. G., 1848 zum Lieut. h. G., 

1849 zum Oberlieut., nahm an allen feindlichen 
Gelegenheiten seines Regiments in der Kriegs- 
epoche 1848 und 1819 theil und starb 18. Nov. 

1850 zu Wieliczka in Galizien. 

Siebenrok Edler von Wallheim Johann Ro- 
bert, geb. zu Jaroslau in Galizien 19. Mai 1S23, 
eingetr. 21. Oct. 1835, wurde als Lieut. m. G. 
zu Erzh. Karl-Inf. Nr. 3 ausgemustert, 2. Juni 



1846 Lieut. h. G., 1. Juli 1848 Oberlieut., 
24. Febr. 1852 Hauptm. 2. GL, 1. Nov. 1854 
Hauptm. 1. GL, 30. Juni 1856 pens., lebte zu 
Wien und starb nach längerer Geisteskrankheit 
in der Heilanstalt zu Ober-Döbling am 9. Jan. 
1880. Siebenrok war der Sohn des im Jahre 
1832 zu Alt-Ofen verstorbenen Dragoner-Ritt- 
meisters Daniel von Siebenrok, welcher in der 
Schlacht bei Mannheim ein Bein verlor und für 
seine vor dem Feinde erworbenen Verdienste in 
den Adelstand mit dem Prädicate »Edler von 
Wallheim 8 erhoben wurde. 

Skrzeszewski Friedrich Ritter von, Solm 
eines Staatsbeamten, geb. zu Lemberg 26. Aug. 
1824, eingetr. 24. Oct. 1835, wurde als Lieut. 
m. G. zu Alois Graf v. Mazzuchelli-Inf. Nr. 1 
ausgemustert, 16. April 1847 Lieut. h.G., 16. Nov. 
1848 Oberlieut., 20. Mai 1851 Hauptm. 2. Gl., 
31. Oct. 1853 pens. und ist gegenwärtig Archiv- 
Vorstand der k. k. General-Inspection der öster- 
reichischen Eisenbahnen in Wien. 

Sohn von Geissberg Johann, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Josefstadt 6. Jan. 1824, 
eingetr. 16. Febr. 1836, wurde als Lieut. m. G. 
zu Erzh. Karl Ferdinand -Inf. Nr. 51 ausgemustert, 
31. Aug. 1847 pens. und starb 9. Nov. 1880. 

Spinette Karl Freiherr von, Sohn des 
31. Jan. 1846 verstorbenen Feldmarschall- 
Lieutenants Johann Freiherrn von Spinette, geb. 
zu Prag 19. April 1823, eingetr. 21. Oct. 1834, 
wurde als Lieut. m. G. zu Franz Adolf Freih. v. 
Prohaska-Inf. Nr. 7 ausgemustert, 13. Sept. 1846 
Lieut. h. G., 20. Juni 1848 Oberlieut., 13. Dec. 
1850 Hauptm. 2. Gl., 18. Aug. 1853 Hauptm. 
1. GL, 1. Mai 1865 zeitlich, 5. Juni 1866 mit 
Majors-Charakter definitiv pens., lebte zu Klagen- 
furt und starb daselbst 11. Nov. 1891. Spinette 
erwarb sich für seine hervorragend tapferen Lei- 
stungen in den Feldzügen 1848, 1849 das Mili- 
tär-Verdienstkreuz. Er war seit 2. Febr. 1864 
mit Maria Freiin vonHerbert vermählt, aus welcher 
Ehe ein Sohn und eine Tochter entsprossen. 
Spinette entstammt einem alten lothringischen 
Geschlechte, welches vom Herzog Karl am 15. Juli 
1653 in den Adelstand erhoben wurde. Den 
österreichischen Ritterstand erwarb die Familie 
mit Diplom vom 1 1. Juli 1836 und den erblichen 
österreichischen Freiherrenstand mit Diplom vom 
17. Dec. 1846. 

Steinbauer von Angerstein Ignaz, Sohn 

eines Hauptmannes, geb. zu Klagenfurt 20. Dec. 
1823, eingetr. 16. Oct. 1835, wurde als Lieut. 
m. G. zu Emerich Freih. v. Bakonyi-Inf. Nr. 33 
ausgemustert, 16. Sept. 1846 Lieut. h. G., 
1 i. Sept. 1 8 48 Oberlieut., 27. März 1 8 19 Hauptm . 



1842. 



79 



2. Ca., 29. Jan. 1851 Hauptm. 1. GL, 20. März 

1859 Major bei Dom Miguel Herzog von Bra- 
ganza-Inf. Nr. 39, 1. Febr. 1864 Oberstlieut. bei 
Karl Alexander Großherzog von Sachsen- Weimar- 
Eisenach-Inf. Nr. 64, 1. Juni 1866 q. t. zu Fried- 
rich Wilhelm Großherzog von Mecklenburg-Stre- 
litz-Inf. Nr. 31 transf. und starb 29. Aug. 1866 
zu Pisino in Istrien. Steinbauer hatte die Feld- 
zöge 1848, 1849, 1859 und 1866 in Italien 
mitgemacht und 2. Juni 1859 für seine hervor- 
ragende Tapferkeit im Gefechte bei Montebello, 
in welchem er verwundet ward, das Militär- Ver- 
dienstkreuz, ebenso wie 29. Juli 1866 für sein 
Verhalten in der Schlacht hei Gustoza die Aller- 
höchste belobende Anerkennung erhalten. Er 
war seit 18. Febr. 1857 mit dem Ritterkreuze 
des königl. bayr. St. Michael-Ordens und seit 
1. Sept. 1860 mit dem Ritterkreuze des Civil- 
Verdienst-Ordens der königl. bayrischen Krone 
decoriert. 

Susich Anton von, Sohn eines Majors, geb. 
zu Ivanska in der bestandenen Militärgrenze 
22. Nov. 1823, eingetr. 18. Dec. 1835, wurde 
bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. bei Hein- 
rich Constantin Freih. v. Herbert-Rathkeal-Inf. 
Nr. 45 eingetheilt, 16. Juli 1846 Lieut. h. G., 

1. Nov. 1848 Oberlieut., 2. Dec. 1852 Hauptm. 

2. GL, 26. Juli 1854 Hauptm. 1. GL, 1. Febr. 

1860 zu Eugen Graf v. Haugwitz-lnf. Nr. 38 transf., 
1. März 1865 Major, 20. April d. J. zum 

1. Banal-Grenz-Inf.-Reg. Nr. 10 transf., 24. Oct. 
1869 Oberstlieut. beim Broder Grenz-Inf.-Reg. 
Nr. 7, 1. Oct. 1873 zu Alexander I. Kaiser von 
Russland-Inf. Nr. 2 transf., 1. Aug. 1874 Re- 
serve-Commandant bei Joseph Graf Jellaclc* de 
Bu2im-Otocaner-Inf.Nr. 79, 1. Nov. 1875 Oberst, 

2. Aug. 1876 Commandant bei Gustav Freih. v. 
Wetzlar-Inf. Nr. 16. Am 1. Juli 1880 trat Susich 
in den Ruhestand und lebt zu Gilli in Steiermark. 
Er hat den Feldzug 1866 in Hauen mitgemacht. 

Tomasini Georg, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Waitzen in Ungarn 26. April 1822, kam 
1 1 . Oct. 1833 in die Akademie, wurde 23. Sept. 
1S12 wegen physischer Gebrechen mit einer 
Pension aus der Militärerziehung entlassen und 
nach Beendung der notwendigen weiteren Vor- 
studien als Praktikant in die Feld-Kriegs-Kanzlei- 
Branche übernommen. Im April 1848 betrat 
Tomasini bei dem in Leoben errichteten 3. Wiener 
Freiwilligen-Bataillon die Soldatenlaufbahn, wurde 
daselbst schon 1. Mai 1848 zum Lieut. m. G., 
noch in demselben Jahre zum Lieut. h. G. bei 
Alois Graf v. Mazzuchelli-Inf. Nr. 10, im Jahre 
1849 zum Oberlieut. befördert, nahm an den 
Feldzügen 1848 und 1849 thätigen Theil und 



erhielt für seine Leistungen vor dem Feinde das 
Militär -Verdienstkreuz und den kaiserl. russ. 
St. Annen-Orden 3. GL mit der Schleife. Im Jahre 
1850 kam Tomasini q. t. zu Erzh. Siegmund-Inf. 
Nr. 45, im Jahre 1851 zu Eduard zu Fürst Liechten- 
stein-Inf. Nr. 5, quitt. 30. Juni 1852 den Militär- 
dienst ohne Beibehalt des Officiers- Charakters 
und stand später in Staatspostdiensten. 

Tunkl von Aschbrunn und Hohenstadt Fer- 
dinand Freiherr, Sohn eines Gutsbesitzers, geb. 
zu Panaschow-Augezd in Böhmen 18. Mai 1823, 
eingetr. 11. Dec. 1835, wurde vorzeitig als 
Regimentscadet zu Ernst Herzog zu Sachsen- 
Goburg-Saalfeld-Uhlanen Nr. 1 ausgemustert, in 
welchem Regimente er 1. Aug. 1847 zum Lieut., 
1. März 1849 zum Oberlieut., 18. März 1854 
zum Rittm. 2. GL, 21. Juni 1855 zum Rittm. 
1. GL, 12. Aug. 1801 zum Major vorrückte, an 
den Feldzügen 1849 in Ungarn und 1859 in 
Italien theilnahm und für sein Verhalten in der 
Schlacht bei Pered (21. Juni 1849) mit dem 
kaiserl. russ. St. Annen-Orden mit den Schwer- 
tern decoriert wurde. Am 20. April 1865 kam 
Tunkl als Oberstlieut. zu Karl Prinz von Preußen- 
Kürass. Nr. 8, machte den Feldzug 186G 
gegen Preußen mit, erwarb sich durch seine 
Leistungen in der Schlacht bei Königgrätz das 
Militär- Verdienstkreuz und wurde 1. Mai 18G8 
zeitlich pens. (Domicil Prag). Am 23. April 18G9 
wurde Tunkl reactiviert und bei Nikolaus I. 
Kaiser von Russland-Drag. Nr. 5 eingetheilt, 
24. Oct. 1 869 Oberst und Regiments-Comman- 
dant bei Alfred Fürst zu Windisch-Graetz-Drag. 
Nr. 14, l.Nov. 1875 mit Wartegebür beurlaubt 
und am 1. Jan. 1877 pensiouiert. Er lebt zu 
Unter- Vogau in Steiermark. Tunkl entstammt 
einem alten mährischen Adelsgeschlechte, dessen 
Prädicat früher Hausbrunn, dann Ausprunn zu- 
letzt Asprung und Hohenstadt lautete. Erst mit 
der Entscheidung des Ministeriums des Innern 
vom 2. Mai 1890, Nr. 138 a wurde festgestellt, 
dass die freiherrliche Familie Tunkl (alias Tunkel) 
berechtigt ist, sich Freiherren Tunkl von Asch- 
brunn und Hohenstadt zu nennen. 

Wickenburg Gustav Graf von, geb. zuGrün- 
bühel in Niederösterreich 6. April 1825, eingetr. 
27. Oct. 1835 und starb 2G. Oct. 183G in der 
Akademie. 

Wurth Edler Von Hartmühl August Fried- 
rich, Sohn des 8. Febr. 1865 zu Josefstadt 
verstorbenen Obersten Franz Würth Edlen von 
Hartmühl, geb. zu Theresienstadt in Böhmen 
19. März 1824, kam 27. Oct. 1835 in die Aka- 
demie und wurde bei der Ausmusterung als 
Lieut. m. G. in das Inf.-Reg. Friedrich Graf v. 



80 



1842, 1843, 



Hochenegg Nr. 20 eingetheilt, wo er 1. Juli 1845 
zum Lieut. h. G., und 21. Juli 1848 zum Ober- 
lieut. vorrückte. Er machte den Feldzug 1848 
und 1849 in Ungarn mit und erhielt für seine 
ausgezeichneten Leistungen vor dem Feinde den 
Eisernen Kronen-Orden 3. Glasse. Am 1. Oct. 
1850 zu Prinz von Preußen-Inf. Nr. 34 transf., 
rückte Würth 29. Oct. d. J. zum Hauptm. 2. Gl., 
15. Jan. 1852 zum Hauptm. 1. Gl. vor, kam 
2. Juli 1854 zum GQMSt., 16. Febr. 1856 als 
Rittmeister zum Adjutanten-Corps, avancierte da- 
selbst 15. April 1859 zum Major und wurde als 
solcher 3. Juni 1861 zu Erzh. Joseph-Inf. Nr. 37 
eingetheilt. Am 1. Aug. 1864 traf ihn die Beför- 
derung zum Oberstlieut. bei Georg Graf Jella&c' 
de Bu2im-Inf. Nr. 69, 1. Juli 1860 zum Obersten 
undRegiments-Gominandantenbei Erzh. Wilhelm- 
Inf. Nr. 12, 31. Oct. 1872 zum Commandanten 
der 2. Infanterie-Brigade bei der 32. Infanterie- 
Truppen-Division. Am 1. Nov. 1873 erfolgte 
seine Beförderung zum Generalmajor auf diesem 
Dienstposten, mit 13. Mai 1878 die Ernennung 
zum Commandanten der 32. Infanterie-Truppen- 
Division. Am 15. Sept. 1878 avancierte Würth 



zum Feldmarschall-Lieut., trat 1. Nov. 1879 
auf sein Ansuchen in den Ruhestand und wurde 
bei diesem Anlasse in Anerkennung seiner lang- 
jährigen, stets pflichlgetreuen, vor dem Feinde 
ausgezeichneten Dienstleistung mit dem Ritter- 
kreuze des Leopold-Ordens decoriert. Er starb 
8. März 1880 zu Wien. Würth machte den Feld- 
zug 1866 bei der Nord-Armee mit und erhielt für 
seine vorzüglichen Leistungen in demselben das 
Militär- Verdienstkreuz und den sächs. Albrecht- 
Orden 2. Glasse. 

Wyczolkowski Cyrill von, Sohn eines Guts- 
besitzers, geb. zu Falkowa in Galizien 29. März 
1825, eingetr. 21. Sept. 1835, wurde als Lieut. 
m. G. zu Joseph Freih. v. Koudelka-Inf. Nr. 40 
ausgemustert, 1. Oct. 1846 Lieut. 1. Gl., 2. Sept. 
1848 Oberlieut., 16. Sept. 1849 pens., 1. Aug. 
1851 wieder bei Heinrich Freih. v. Rossbach-lnf. 
Nr. 40 eingetheilt, 1. Febr. 1852 Hauptm. 2. Gl., 
1. Aug. 1854 Hauptm. 1. Gl., 1. Febr. 1860 
zu Ferdinand IV. Großherzog von Toscana-Inf. 
Nr. 66 transf., 24. April 1864 Major, trat 1. Juni 
1868 in den Ruhestand und lebt zu Wien. 



1843. 

29. September. 



Angyelich Georg, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Crkvenibog in Croaücn 12. April 
1825, eingetr. 26. Oct. 1836, wurde als k. k. 
Cadet zum Deutsch -Banater Grenz- Inf. -Reg. 
Nr. 12 ausgemustert, 1. April 1848 Lieut. 
m. G., 26. Juli d. J. Lieut. h. G., 1 . Dec. d. J. Ober- 
lieut., 1. Febr. 1851 zu Erzh. Ernst-Inf. Nr. 48, 
1. März d. J. zu Erzh. Stephan-Inf. Nr. 58 transf., 

20. März 1853 Hauptm. 2. GL, 12. Nov. 1854 
Hauptm. 1. GL, 11. April 1866 Major und starb 
7. Nov. 1867 zu Wien. Angyelich hat den Feld- 
zug 1866 gegen Preußen mitgemacht und erhielt 
3. Oct. 1866 für seine Leistungen in demselben 
das Militär- Verdienstkreuz. 

Antolkovich Johann, Sohn des Stadtcassiers 
zu Agram, geb. zu Agram 28. Dec. 1822, ein- 
getr. 22. Oct. 1836, wurde als Lieut. zu Karl 
Ludwig Graf v. Ficquelmont-Drag. Nr. 6 ausgemu- 
stert, 1. Dec. 1848 zum Oberlieut. befördert, 
15. März 1850 pens. und starb zu Fiume 

21. Sept. 1850. 

Amtinovich Joseph, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Tabor in Böhmen 8. März 
1824, eingetr. 16. Oct. 1835, wurde als Lieut. 
m. G. zu Gustav Wocher-Inf. Nr. 25 aus- 
gemustert, avancierte 1. Febr. 1838 zum Lieut. 



h. G., 11. Febr. 1849 zum Oberlieut., 16. Juni 
1854 zum Hauptm. 2. Gl. und quitl. 30. Nov. 
d. J. den Militärdienst ohne Beibehalt des Olficiers- 
Gharakters. 

Auersperg Eugen Reichsgraf von, ein Sohn 
des 30. Dec. 1849 verstorbenen Leopold Reichs- 
grafen von Auersperg, geb. zu Judenburg in 
Steiermark 13. Aug. 1825, eingetr. 26. Sept. 
1837, wurde als Lieut. m. G. zum 7. Feldjäger- 
Bat. ausgemustert, avancierte 1. Juli 1848 zum 
Lieut. h. G., 1. März 1849 zum Oberlieut und 
quitt, den Dienst 31. Oct. 1852 ohne Beibehalt 
des Officiers- Charakters. Er ist mit Helene, geb. 
Nobile di Scudalanzoni vermählt. Wegen Ur- 
sprung und Abstammnng des reichsgräflichen 
und fürstlichen Geschlechtes „Auersperg" vergl. 
Wolfgang Reichsgraf von Auersperg, Austritls- 
jahrg. 1768. 

Auersperg Heinrich Reichsgraf von, Sohn 
des 29. Febr. 1848 verstorbenen k. k. Kämme- 
rers, Oberlieutenants a. D. und Postmeisters zu 
Kaisdorf, Karl Reichsgrafen von Auersperg, aus 
dessen erster Ehe mit Theresia Reichsgräfin 
von Khuen-Belasi, geb. zu Feldkirchen in Steier- 
mark 3. Sept. 1825, eingetr. 26. Oct. 1836, 
wurde 31. Dec. 1841 von seinem Vater aus der 



1843. 



81 



Militärerziehung nach Hause genommen. Im 
Jahre 1 846 finden wir ihn als Cadet hei Franz 
Adolf Freih. v. Prohaska - Inf. Nr. 7, im Jahre 
1847 als Lieut m. G. bei Gustav Wilhelm Prinz 
von Hohenlohe-Langenburg-Inf. Nr. 17, wo er 
im Jahre 1848 zum Lieut. h. G. und 1849 zum 
Oberlieut. avancierte. Im Jahre 1852 q. t. zum 
12. Gendarmerie-Reg. übersetzt, wurde Auers- 
perg im Jahre 1853 zum Rittm. 2. GL befordert, 
als solcher im Jahre 1 854 zum 2. Gendarmerie- 
Reg. übersetzt, ruckte hier im Jahre 1856 zum 
Rittm. 1. Gl. vor, trat mit 1. Jan. 1860 in den 
Ruhestand und starb 19. Oct. 1879. Er war 
k. k. Kämmerer und seit 10. Febr. 1851 mit 
Francisca, geb. Gräfin S£gur-Cabanac verheiratet, 
aus welcher Ehe ein Sohn und zwei Töchter 
entsprossen. 

Bariola Pompejus, Sohn eines Rechnungs- 
führers der Mailänder Sparcassa, geb. zu Mailand 
10. Aug. 1824, eingetr. 20. Oct. 1836, wurde 
29. Sept. 1843 zum Lieut. m. G. ernannt und 
nach Hörung des höheren Curses 30. Sept. 1 844 
als Lieut. h. G. bei Menrad Freih. v. Geppert- 
Inf. Nr. 43 eingeteilt, 1. April 1848 Oberlieut. 
und quitt. 15. Juni d. J. den Militärdienst ohne 
Beibehalt des Officiers - Charakters. Schon in 
Österreich dem GQMSt. zugetheilt, wurde Bariola 
im Jahre 1849 in Sardinien als Hauptmann in 
dasselbe Corps aufgenommen, zeichnete sich 
1859 wiederholt aus und rückte in demselben 
Jahre zum Major, Ende 1860 zum Oberstlieut. 
und 1862 zum Obersten vor. Er war als 
Stabsofficier fast beständig der Generalstabs- 
Chef des Generals La Marmora, dessen unbe- 
dingtes Vertrauen er besaß und als dieser im 
Jahre 1866 das Amt eines Generalstabs-Chefs 
der gesammten Armee unter dem Commando 
des Königs Victor Emanuel übernahm, erbat er 
sich den Obersten Bariola zum Sous-Chef. Beim 
Rücktritte La Marmoras wurde Bariola General- 
major und Brigadier und 1867 Director des 
Militär-Bureaus beim Generalstabs-Ober-Com- 
mando. Im Jahre 1874 erfolgte seine Ernennung 
zum Commandanten der Militär-Truppen-Division 
in Messina, im Jahre 1878 jener in Rom; im 
Jahre 1881 erhielt er das Commando des 
9. Armeecorps in Bari und ist seit dem Jahre 
1884 Commandant des 2. Armeecorps in Ales- 
sandria. Außer den Feldzügen in Italien hat 
Bariola die Feldzüge 1855 und 1856 in der Krim 
mitgemacht. Während seiner Dienstleistung als 
Commandant der Truppen-Division in Messina 
im Winter von 1874 auf 1875 hatte er Gelegen- 
heit gefunden, der bei Tavazzina gestrandeten 
österreichisch-ungarischen Kriegsbrigg Sa'fda aus- 

Wr.-Nenstadter Mil.-Akad. IL 



giebige Hilfe zu leisten und wurde hierfür mit 
dem Comthurkreuze des Franz Joseph-Ordens 
ausgezeichnet. Er ist Officier des königl. ital. 
Militär- Savoyen Ordens, Großkreuz des Ordens 
der italienischen Krone, sowie des St. Mauritius- 
und Lazarus -Ordens, dann Ritter des königl. 
preuß. Rothen Adler-Ordens 2. Cl. 

Bienerth Karl Freiherr von, Sohn des pen- 
sionierten Capitänlieutenants Andreas Bienerth, 
geb. zu Judenburg 20. April 1825, eingetr. 

23. Oct. 1836, wurde 29. Sept 1843 zum 
Lieut. m. G. befördert und nach Hörung des 
höheren Curses 30. Sept. 1844 als Lieut. h. G. 
zum Inf. -Reg. Anton Graf v. Kinsky Nr. 47 einge- 
theilt, avancierte daselbst 17. Mai 1848 zum 
Oberheut und kam 21. Febr. 1849 zum GQMSt, 
wo er 10. Nov. d. J. zum Hauptm. vorrückte. 
Er hat die Feldzüge 1848 und 1849 in Italien 
mitgemacht und für sein tapferes und umsich- 
tiges Benehmen im Feldzuge 1 849 am 1 4. Juli d. J. 
den Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit, 
22. Oct 1849 aber das Militär- Verdienstkreuz 
erhalten. Am 5. Juli 1853 wurde Bienerth mit 
dem silbernen Kreuze des königl. griech. Erlöser- 
Ordens, 1. Jan. 1858 mit dem kaiserl. österr. 
Eisernen Kronen-Orden 3. Gl., 24. Oct. d. J. mit 
dem königl. preuß. Rothen Adler-Orden 3. Cl. 
decoriert, kam 11. Mai 1858 als Major in das 
Adjutanten-Corps und nahm an dem Feldzuge 
1859 iü Italien theil, in welchem er 2. Juni 
d. J. den Ausdruck der belobenden Anerkennung 
und für die hervorragenden Leistungen in der 
Schlacht bei Solferino das Ritterkreuz des Leo- 
pold-Ordens erhielt, worauf er auf Grund der 
Ordensstatuten im Jahre 1860 in den Ritter- 
stand erhoben wurde. Nach dem Friedensschlüsse 
kam Bienerth zum Kriegs-Ministerium, wurde 
28. Nov. 1860 Oberstlieut, 1. Jan. 1861 in die 
Rangsevidenz zu Eduard Fürst von Liechtenstein- 
Inf. Nr. 5, 14. Nov. 1861 definitiv in den Stand zu 
August Graf v. Degenfeld-Schonburg-Inf. Nr. 36 
eingetheilt, daselbst 1 5.Aug. 1 862 zum Regiments- 
Commandanten und 25. Dec. d. J. zum Obersten 
ernannt. Den Feldzug 1866 in Italien machte er 
als Brigadier mit und erhielt 18. Juli 1866 für 
seine hervorragend tapferen Leistungen in der 
Schlacht beiCustoza den Eisernen Kronen-Orden 
2. Cl., welcher Auszeichnung auf Grund der 
Allerhöchsten Entschließung vom 20. Oct. 
1868 die statutenmäßige Erhebung in den Frei- 
herrenstand folgte. Am 13. Nov. 1866 kam 
Bienerth als Generalstabs-Chef zum General- 
Commando nach Prag, wurde 3. Jan. 1869 Bri- 
gadier bei der 21. Truppen-Division zu Agram, 

24. Oct. 1869 Generalmajor, später Brigadier 



82 



1843. 



bei der 20. Truppen-Division zu Pest und 1. Febr. 
1872 bei der 28. Truppen-Division in Laibach. 
In der Zwischenzeit ward Bienerth zu den Com- 
missionsverhandlungen über die Beförderungs- 
vorschrift für das k. und k. Heer nach Wien 
berufen, dann vom 10. Juni bis Ende Oct. 1873 
der Reglements-Gommission in Wien beigezogen 
und betheiligte sich vornehmlich an dem Zustande- 
kommen des 1. Theiles des neuen Exercier- 
reglements für die k. und k. Fußtruppen. Am 
1. Nov. 1873 wurde er zum Commandanten der 
1 3. Infanterie-Truppen-Division in Budapest er- 
nannt, auf diesem Dienstposten 1 9.0ct. 1 874 zum 
Feldmarschall- Lieut. befördert, 18. Febr. 1876 in 
gleicher Eigenschaft zur 1. Infanterie-Truppen- 
Division in Wien übersetzt Am 21. Aug. 1878 
vorübergehend mit demCommando des 4. Armee- 
corps betraut, wurde er 19. Oct. 1878 zum Com- 
mandanten der 2. Infanterie-Truppen-Division und 
des Stabsofficierscurses ernannt und ihm mit Aller- 
höchster Entschließung vom 4. Mai 1879 in Aner- 
kennung hervorragend tapferer Leistungen 
während der Occupation in Bosnien und der 
Hercegovina das Commandeurkreuz des Leo- 
pold-Ordens verliehen. Am 7. Aug. 1879 zum 
Militär-Commandanten in Krakau ernannt und 
zufolge Allerhöchster Entschließung vom 6. April 
1881 durch Verleihung der Geheimen Raths- 
würde ausgezeichnet, starb er daselbst im Jahre 
1882. 

Bogovich von Grombothal Gustav Ritter, 
Sohn eines Generalmajors, geb. zu Petrinja 
in der Militärgrenze 13. Juli 1825, eingetr. 
19. Sept. 1836, wurde als Lieut. zu Erzh. Franz 
Joseph- Drag. Nr. 3 ausgemustert, 1. Juli 1848 
Oberlieut., 1. Aug. 1849 Rittm. 2. Gl., 16. Aug. 
1855Rittm. 1 Gl.; hat die Feldzüge 1848 und 
1849 in Ungarn mitgemacht und starb 13. Febr. 
1857 zuPrzeworsk in Galizien. 

Boni Hannibal, Sohn eines Majors, geb. zu 
Gremona 6. Mai 1824, eingetr. 25. Oct. 1836, 
wurde als Lieut. m. G. zu Eugen Graf v. Haugwitz- 
Inf. Nr. 38 ausgemustert, avancierte daselbst 
1. Aug. 1847 zum Lieut. h. G. und verließ 
22. März 1848 die Reihen der kaiserl. öster- 
reichischen Armee. 

Boniperti Johann von, geb. zu Komorn in 
Ungarn 31. Oct. 1824, eingetr. 24. Oct. 1836, 
wurde 29. Juli 1839 vorzeitig als Regimen tscadet 
zu Dom Miguel Herzog von Braganza-Inf. Nr. 39 
ausgemustert, 31. Oct. 1844 als Garde und 
Lieut. zur venetianischen adeligen Leibgarde 
transf., 1848 Oberlieut. bei Ferdinand Graf v. 
Geccopieri-Inf. Nr. 23, 1851 Hauptm.2. Gl., 1852 
Hauptm. l.CL, 1860 zu Anton Graf v. Kinsky-Inf. 



Nr. 47 transf., 9. Mai 1866 Major, 30. Oct. 
1870 Oberstlieut. bei Wilhelm Freih. v. Alemann- 
Inf. Nr. 43, 1. Mai 1874 zum Reserve-Comman- 
danten in diesem Regimente ernannt. Am 1. Mai 
1876 zum Obersten befördert, trat Boniperti 
1. Sept. d. J. auf sein Ansuchen in den Ruhe- 
stand und lebt zu Fünfkirchen. 

Bussy-Mignot Anton Graf von, Sohn des 
17. April 1862 verstorbenen k. k. Kämmerers 
Marcus Grafen von Bussy-Mignot, aus dessen Ehe 
mit Katharina Freiin von Bartenstein, geb. 2. Nov. 
1824, kam am 5. Jan. 1836 in die Akademie 
und trat 31. Oct. 1839 aus der Militärerziehung. 
Im Jahre 1842 zum Lieut. bei Friedrich Xaver 
Prinz von Hohenzollern-Hechingen-Chevaux-leg. 
Nr. 2 ernannt, starb Bussy-Mignot 1. Juli 1849 an 
der Cholera, Er entstammt einer alten, aus Bur- 
gund stammenden Familie, deren Grafenstand 
im Jahre 1724 die Bestätigung erhielt, und aus 
welcher der Großvater des hier in Rede stehen- 
den Zöglings, Amatus Graf von Bussy-Mignot, 
als einer der treuesten Anhänger Ludwig XVI. 
den Bourbons ins Exil folgte, sodann in öster- 
reichische Dienste trat und als Generalmajor 
21. Sept. 1804 starb. Das Geschlecht ist im 
Mannesstamme erloschen. 

Chrzaszczewski Victor von, Sohn eines 
Gutsbesitzers, geb. zu Lemberg 27. März 1824, 
eingetr. 28. Oct. 1835, wurde als Lieut. m. G. 
zu Anton Freih. v. Bertoletti-Inf. Nr. 15 ausge- 
mustert, 1. Sept. 1849 Lieut. h. G., 1. Dec. d. J. 
Oberlieut., 15. Aug. 1851 Hauptm. 2. Gl., 
16. Nov. d. J. zu Joseph Graf Jellachich de 
Buzun-Inf. Nr. 46 transf., 21. März 1.853 Hauptm. 
1. Gl., 30. Juni 1855 pens., starb 21. Juni 1857 
zu Brunn. Chrzaszczewski hat an allen feind- 
lichen Gelegenheiten seines Regiments in den 
Kriegsjahren 1848 und 1849 theilgenommen. 

De Fin Oskar Freiherr, Sohn des 26. Juli 
1880 verstorbenen k. k. Kämmerers und Majors 
a. D. Julius Freiherrn de Fin, aus dessen Ehe 
mit Aloisia Freiin von Mohr, geb. zu Venedig 
4. März 1826, kam 18. Oct. 1836 in die Akade- 
mie und trat 8. Mai 1 837 aus der Militärerziehung. 
Im Jahre 1842 ,finden wir ihn als Cadet bei Prinz 
Eugen von Savoyen-Drag. Nr. 5, in welchem 
Regimente er 1. April 1844 zum Lieut., 1. Juni 
1848 zum Oberlieut., 13. April 1853 zum 
Rittm. 2. Gl. vorrückte und an dem Feldzuge 
1848 und 1849 in Siebenbürgen theilnahm. 
Am 1. Nov. 1855 quitt. De Fin den activen 
Dienst mit Beibehalt des Rittmeister- Charakters, 
trat aber 15. Juli 1866 als Hauptm. 2. Gl. bei 
dem neuerrichteten Alpenjäger-Corps ein, machte 
mit demselben den Feldzug desselben Jahres in 



1843. 



83 



Italien mit und wurde nach dem Friedensschlüsse 
mit 1. Nov. 1866 in das frühere Verhältnis rück- 
versetzt Am 1. Oct. 1870 als Rittm. 2. Cl. in 
die Evidenz der böhmischen Landwehr-Dragoner- 
Escadron Nr. 10 und l.Dec. 1871 als Hauptm. 

2. Cl. in den nichtactiven Stand des Landwehr- 
Bat. Prag Nr. 33 übernommen, wurde De Fin 
1 . Nov. 1872 als Instructions-Officier beim Land- 
wehr-Bat. Eger Nr. 41 in den Activstand der k. k. 
Landwehr übersetzt, 1. Mai 1873 zum Hauptm. 
1. Cl. befördert, 5. Nov. d. J. zum Comman- 
danten des Landwehr- Bat. Tabor Nr. 46 er- 
nannt, avancierte 25. Mai 1875 zum Major und 
erhielt 21. Nov. 1878 das Commando des Land- 
wehr-Bat. Königgrätz Nr. 29. Am 1. Nov. 1879 
kam De Fin als Oberstlieut. in gleicher Eigen- 
schaft zum Landwehr-Bat. Budweis Nr. 28, trat 

1. März 1881 in den Ruhestand und starb 
24. Mai 1889 zu Prag. De Fin war seit dem 
Jahre 1860 k. k. Kämmerer und seit 23. Juli 

1856 mit seiner Cousine Maria Theresia, geb. 
Freiin de Fin vermählt, welcher Ehe ein Sohn 
und drei Töchter entsproßen. 

D'Elseaux Albert, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Mies in Böhmen 15. April 1825, ein- 
getr. 25. Oct. 1836, wurde als Lieut. m. G. zu 
Franz Graf v. Khevenhüller-Metsch-Inf- Nr. 35 
ausgemustert, 16. Sept. 1847 Lieut. h. G., 

3. Sept. 1849 0berlieut., 16. Oct. 1853 Hauptm. 

2. Cl., 17. April 1855 Hauptm. 1. Cl., 31. Aug. 

1857 zu Constantin Großfürst von Russland-Inf. 
Nr. 18 transferiert. D'Elseaux machte die Feld- 
züge 1848 und 1849 mit, quitt. 30. Aug. 1858 
mit Beibehalt des Militär- Charakters und wurde 
15. März 1870 als Compagnie - Commandant 
beim 58. HonvgdBat. in Pressburg eingetheilt, 
1. Nov. 1870 zum Major und Commandanten 
des 20. Bataillons, 1. Nov. 1874 zum Oberst- 
lieut. und 1. Mai 1877 als Commandant des 
52. Bataillons zum Obersten ernannt. Er trat 
1. Juni 1880 in den Ruhestand und lebt zu 
Losoncz. 

Dierkes Paul, Sohn eines Majors, geb. zu 
Wien 14. Febr. 1825, eingetr. 19. Oct. 1835, 
wurde als Lieut. zu Kaiser Ferdinand-Uhlanen 
Nr. 4 ausgemustert und quitt, seine Charge 
31. Nov. 1848 ohne Beibehalt des Officiers- 
Charakters. 

Dobruczki Victor von, Sohn eines Guts- 
besitzers, geb. zu Podkamien in Galizien 23. Oct. 
1825, eingetr. 23. Oct. 1835, wurde als Lieut. 
m. G. zu Prinz von Preußen-Inf. Nr. 34 ausge- 
mustert, avancierte 6. April 1848 zum Lieut. 
h. G. und trat 1 . Oct. 1 848 in die Reihen der 
ungarischen Armee. Am 16. Aug. 1869 wurde 



Dobruczki als Hauptmann und Compagnie-Com- 
mandant im 49. Landwehr-Bat. in die königl. 
ungarische Landwehr eingetheilt und trat 3. Oct. 
1876 aus dem Landwehr verbände. 

Döpfner Joseph Freiherr von, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Verona 16. Juni 1825, 
eingetr. 22. Oct. 1837, wurde 29. Sept. 1843 
zum Lieut. m. G. ernannt und nach Hörung des 
höheren Curses 30. Sept. 1844 als Lieut. h. G. 
bei Kaiser Ferdinand-Inf. Nr. 1 eingetheilt, wo 
er 1. Mai 1848 zum Oberlieut. vorrückte. Am 
1. Juli d. J. zum GQMSt. übersetzt, machte er 
den Feldzug desselben Jahres in Italien und 
jenen von 1849 vorerst gleichfalls in Italien, 
vom 12. Mai 1849 an aber in Ungarn mit und 
fand wiederholt Gelegenheit, sich durch Muth 
und Entschlossenheit hervorzuthun. Für sein 
Verhalten beim Überfalle von Nyärasd, welchen 
er 30. Mai 1849 mit zwei Compagnien Infanterie 
und einen Zug Cavallerie ausführte, wurde ihm die 
Belobung des 2. Armeecorps-Commandos, für 
seine Leistungen im Gefechte bei Böös 16. Juni 
d. J. aber mit Allerhöchster Entschließung vom 
10. Juli 1849 der Ausdruck der Allerhöchsten 
belobenden Anerkennung zutheil. In der Schlacht 
bei Komorn 2. Juli d. J. verlor Döpfner das Pferd 
unter dem Leibe und erhielt für die an diesem 
Tage und am 1 1 . Juli d. J. an den Tag gelegte 
Tapferkeit mit Allerhöchster Entschließung vom 
1 . Sept. 1 849 abermals den Ausdruck der Aller- 
höchsten Zufriedenheit und für seine Gesammt- 
leistungen während des ganzen Feldzuges 1849 
in Ungarn am 18. Oct. 1849 dieselbe Aner- 
kennung, im Jahre 1850 aber das Militär- Ver- 
dienslkreuz und den kaiserl. russ. St. Annen- 
Orden 3. Cl. mit den Schwertern. Am 2. Sept. 
1849 wurde Döpfner Hauptm., 27. März 1857 
Major, machte den Feldzug 1859 in Italien als 
Generalstabs-Chef des 2. Armeecorps mit und 
erhielt für die in der Schlacht bei Magenta aus 
eigenem Antriebe bewirkte Zurückführung der 
Brigade Baltin aus einer sehr gefährdeten Stel- 
lung und für die im weiteren Verlaufe des Ge- 
fechtes erworbenen Verdienste das Ritterkreuz 
des Leopold-Ordens, 17. Oct. 1859 aber durch 
Capitelbeschluss das Ritterkreuz des Maria The- 
resien-Ordens, welcher Auszeichnung 15. Aug. 
1860 die statutenmäßige Erhebung in den Frei- 
herrenstand folgte. Die Brigade Baltin stand in 
der Schlacht bei Magenta 4. Juni 1859 am 
äußersten rechten Flügel der Gefechtslinie bei 
Buffalora, welchen Ort dieselbe auf das stand- 
hafteste durch volle vier Stunden gegen alle 
Angriffe des überlegenen Feindes vertheidigte 
und war durch den im Centrum bei Ponte nuova 



6* 



84 



1843. 



di Mageuta erfolgten Durchbruch, sowie durch 
die Umgehung in der rechten Flanke, welche 
das ganze französische Armeecorps Mac Mahon 
bewerkstelligte, in beiden Flanken und im Rücken 
ernstlich bedroht. Die Gefahr abgeschnitten zu 
werden, war umso größer, als der Ort Buffalora 
der vorgeschobenste Theil der Schlachtlinie war 
und alle disponiblen Reserven gegen die Haupt- 
straße dirigiert werden mussten, wo der Gegner 
nach Verdrängung der Brigade Burdina rasch 
vorrückte. In diesem Momente der größten Gefahr 
machte Döpfner in seiner Eigenschaft als Gene- 
ralstabs-Chef den Corps-Commandanten auf die 
Notwendigkeit der schleunigen Rückberufung 
der Brigade Baltin aufmerksam; aber schon war 
die Meldung eingelaufen, dass feindliche Truppen 
zu weit im Rücken dieser Brigade vorgedrungen 
seien, um zu derselben noch durchkommen zu 
können. Da keine Truppe bei Ca nuova zur Ver- 
fügung stand und Döpfner die Unmöglichkeit 
längeren Zögerns erkannte, erbot er sich frei- 
willig zu dem Versuche, die Brigade Baltin selbst 
zurückzuholen. Nur von einem Dragoner begleitet 
und als dessen Pferd erschossen wurde, ganz 
allein, gelang es ihm, im heftigsten feindlichen 
Kreuzfeuer und der feindlichen Infanterie nur 
durch die Schnelligkeit seines Pferdes entkom- 
mend, bis zum zweiten Treffen der Brigade Baltin 
zu gelangen, welches er sofort zur Degagierung 
des Vordertreffens disponierte. Im schnellsten 
Laufe seines Pferdes wendete er sich dann nach 
Buffalora, umritt diesen Ort im heftigsten Kar- 
tätschen,- und Kleingewehrfeuer auf der, dem 
Feinde zugekehrten nördlichen Seite, überbrachte 
dem am nordwestlichen Eingange des Ortes 
befindlichen Brigadier die Disposition für den 
Rückzug und gab demselben nach eigener An- 
schauung die noch einzig mögliche Richtung an. 
Von hier eilte er noch zu den in der rechten 
Flanke aufgestellten zwei Divisionen vomUhlanen- 
Reg. Franz II. König beider Sicilien Nr. 1 2 und 
forderte dieselben zur Deckung des Rückmarsches 
auf. Die Brigade Baltin gelangte so durch das 
rechtzeitige Eingreifen Döpfners ohne Verlust 
irgend einer Abtheilung bis Ca nuova zurück 
und hier erst in gleiche Höhe und Verbindung 
mit den übrigen Truppen. Diese Stellung wurde 
nun gehalten, bis die Offensive der um 4 Uhr 
nachmittags erschienenen Division Feldmar- 
schall -Lieut Reischach des 7. Armeecorps, 
welche ä cheval der Hauptstraße vorrückte und 
mit dem rechten Flügel bis Ca nuova reichte, in 
der Höhe dieses Gehöftes ihr Ziel fand. Aber zu 
eben dieser Zeit hatte der Feind mit starken 
Umgehungs-Golonnen Mercallo besetzt und drang 



von da in die Flanke und Rücken der bei Ca 
nuova stehenden Truppen vor, wodurch deren 
Rückzug umsomehr bedroht wurde, als auch im 
Centrum auf der Hauptstraße das Gefecht gegen 
Magenta zurückgegangen war. Das Grenadier- 
Bataillon von Prokop Graf v. Hartmann-Klarstein- 
Inf. Nr. 9, wurde zur Erstürmung von Mercallo 
beordert, ein Bataillon des 2. Banal-Grenz-Inf.- 
Reg. Nr. 11 und das 4. Bataillon von Erzh. 
Rainer-Inf. Nr. 59, beide vom 1. Armeecorps, 
folgten als Unterstützung. Dreimal griff das 
Grenadier-Bataillon den Ort an, konnte den- 
selben aber nicht erobern ; im Gegentheile brach 
der Feind mit Übermacht hervor und bedrohte 
den Rückzug sämmtlicher noch zwischen Magenta 
und Buffalora stehenden Truppen so ernstlich, 
dass nur schnelle Hilfe einer Katastrophe vorzu- 
beugen vermochte. Major Döpfner, wegen Gefahr 
im Verzuge außer Stande, höhere Weisungen ein- 
zuholen, führte das 1. Bataillon Hartmann-Infan- 
terie dem Grenadier-Bataillon zu Hilfe und gieng 
an der Spitze der Sturmcolonnen, nachdem er auch 
das 2. und 3. Bataillon Hartmann-Infanterie auf- 
gefordert hatte, als Reserve zu folgen, dem Feinde 
entgegen. Es kam zu einem längeren Hand- 
gemenge, welches das feindliche Vordringen ver- 
zögerte. Hierdurch, sowie durch den in größter 
Ordnung Schritt für Schritt bewirkten Rückzug 
gewannen die Truppen der Brigaden Koudelka, 
Baltin und mehrere Bataillone des 1. Corps die 
Zeit, den Ort Magenta zu erreichen, welcher 
unmittelbar darauf heftig angegriffen wurde. Bei 
diesen Angriffen stellte sich Döpfner, um die 
bereits über die Eisenbahn bis an die Ortsum- 
fassung vorgedrungenen feindlichen Colonnen 
zurückzuweisen, nach vorher eingeholter Bewil- 
ligung des Feldmarschall-Lieut. Grafen v. Clam- 
Gallas an die Spitze der hinter dem Bahnhof in 
Reserve stehenden Abtheilungen des 7. Armee- 
corps, führte dieselben bis an die Ortsumfassung 
und brachte durch wohlangebrachtes Feuer den 
Feind alsbald zumWeichen. Noch am 2 5. Juni 1859 
zum Oberstlieut. befördert, kam Döpfner 9. März 
1860 als Militär- Attache zur k. k. Gesandtschaft 
nach St. Petersburg und wurde in dieser Ver- 
wendung 1. Sept. 1860 mit dem kaiserl. russ. 
St. Stanislaus-Orden 2. Cl. mit der Krone, 
20. Jan. 1861 mit dem kaiserl. russ. St. Annen- 
Orden 2. Cl., sowie 12. Jan. 1863 mit dem 
Comthurkreuze 2. Cl. des großherzogl. hess. 
Philipp-Ordens decoriert. Am 27. Dec. 1864 
wurde er Oberst und Regiments- Commandant 
bei Karl Alexander Großherzog von Sachsen- 
Weimar-Eisenach-Inf. Nr. 64-, machte den Feld- 
zug 1806 als Generalstabs-Chef des 2. Armee- 



1843. 



85 



corps mit und erwarb sich für seine verdienst- 
lichen Leistungen in demselben abermals die 
Allerhöchste belobende Anerkennung (Aller- 
höchste Entschließung vom 1. Oct. 1866). Am 

1. Dec. 1866 wurde Döpfner Vorstand des 
Bureaus für Eisenbahn-, Dampfschiff- und Tele- 
graphenwesen beim Kriegs-Ministerium, 14. Febr. 
1868 Generalslabs- Chef beim Gerieralcommando 
in Lemberg, 15. Sept. 1869 Brigadier bei der 

13. Truppen-Division zu Pest, 1. Nov. 1870 
Generalmajor, 1. Mai 1875 Gommandant der 

24. Infanterie - Truppen - Division, 1. Nov. d. J. 
Feldmarschall-Lieut und 1 1 . Febr. 1 8 7 8 in gleicher 
Eigenschaft zur 11. Infanterie-Truppen-Division 
übersetzt. Am 8. April 1882 erfolgte seine Ernen- 
nung zum Präsidenten des Militär-Obergerichtes, 
12. April d. J. zum wirklichen Geheimen Rathe, 

28. Dec. 1882 zum Inhaber des Inf.-Reg. Ludwig 
Wilhelm I. Markgraf von Baden-Baden Nr. 23, 

25. April 1885 zum Titular- Feldzeugmeister auf 
diesem Dienstposten. Am 13. Sept. 1889 ge- 
ruhte ihm Seine Majestät der Kaiser den Orden der 
Eisernen Krone 1.C1. zu verleihen und ihn 12. März 
1890 zum Präsidenten des Obersten Militär- 
Gerichtshofes zu ernennen. Auf diesem Dienst- 
posten starb Döpfner 16. Nov, 1891 zu Wien. Er 
war auch lebenslängliches Mitglied des Herren- 
hauses des österreichischen Reichsrathes und seit 

26. Febr. 1863 mit Alexandrine vonManderstjerna 
vermählt, welcher Ehe drei Töchter entsproßen. 

Dlltczyfiski Ladislaus, Officierssohn, geb. 
zu Zaloice in Galizien 29. Dec. 1823, eingetr. 

14. Oct. 1835, wurde bei der Ausmusterung als 
Lieut. m. G. bei Anton Freih. v. Bertoletti-Inf. 
Nr. 15 eingetheilt, 1. Aug. 1846 Lieut. h. G., 

29. Nov. 1848 Oberlieut., zeichnete sich während 
des ungarischen Feldzuges durch persönliche 
Bravour, aneiferndes Beispiel und gute Ein- 
wirkung auf die Truppe als Regiments- und 
Brigade- Adjutant, dann als Compagnie-Comman- 
dant mehrmals ganz besonders aus und wurde 
für sein Verhalten bei Nagy-Sarlö (19. April 
1849) mit dem Militär -Verdienstkreuze, für 
Szöreg (5. Aug.) mit dem Eisernen Kronen-Orden 
3. Gl., endlich für seine Leistungen in der 
zweiten Hälfte des ungarischen Feldzuges mit 
dem russ. St. Annen-Orden 3. Gl. decoriert. Am 
19. Dec. 1850 kam Dutczyriski als Hauptm. 

2. Gl. zum GQMSt. und übertrat 31. März 1854 
als Ingenieur zur südöstlichen Staatsbahn, war 
im Jahre 1878 Ingenieur bei der k. k. Statlhallerei 
in Lemberg, trat als Baurath im Jahre 1882 in 
den Ruhestand und lebt in Wien. 

Eitelberg von EdelbergEmanuel, Sohn eines 
Majors, geb. zu Brunn 2. Sept. 1824, eingetr. 



20. Oct. 1836, wurde 29. Sept. 1843 zum Lieut. 
m.G. ernannt und nach Absolvierung des höheren 
Gurses 30. Sept. 1844 als Lieut. h. G. zu Karl 
von Schmeling-Inf. Nr. 29 eingetheilt, in welchem 
Regimente er 11. April 1848 zum Oberlieut., 
17. Juli 1849 zum Hauptm. 2. Gl. und 15. Juli 
1851 zum Hauptm. 1. Cl. vorrückte. Eitelberg 
nahm an dem Feldzuge 1859 in Italien thätigen 
Antheil und fand auf den Gefilden von Solferino 

24. Juni den Heldentod. Für seine hervor- 
ragenden Leistungen vor dem Feinde wurde ihm 
nachträglich (1 7. Aug. 1 859) der Eiserne Kronen- 
Orden 3. Cl. zuerkannt. 

Entner Ernst, Sohn eines Oberlieutenants, 
geb. zu Ehrenhausen in Steiermark 24. Dec. 

1824, eingetr. 26. Oct. 1836, wurde als Lieut. 
m. G. zu Ludwig Freih. Piret de Bihain-Inf. 
Nr. 27 ausgemustert, 1. Sept. 1847 Lieut. h. G., 

25. Aug. 1848 Oberlieut., 11. Aug. 1853 Hauptm. 
2. Gl., 1. Jan. 1855 Hauptm. 1. Gl., 8. Febr. 
1864 Major. Unerschrockenheit, Entschlossen- 
heit und Tapferkeit waren die hervorragendsten 
Züge seines Charakters als Soldat, welche er 
schon im Jahre 1849 in Ungarn als Oberlieut. 
mehrfach bethätigte. In diesem Jahre kämpfte 
Entner in der Armee des Banus und zeichnete 
sich vor Peterwardein (24. und 25. Mai), bei der 
Einnahme von Neusatz (12. Juni), im Treffen bei 
Ö-Becse (25. Juni), in der Schlacht bei Hegyes 
(14. Juli), endlich bei der Übergabe von Peter- 
wardein (7. Sept.) vorteilhaft aus. Im Jahre 
1 859 in Italien nahm Entner mit seinem Regi- 
mente an den unglücklichen Schlachten bei 
Magenta und Solferino theil und wurde für sein 
tapferes Verhalten bei Magenta mit dem Militär- 
Verdienstkreuze decoriert. Der Feldzug 1864 in 
Schleswig bot Entner neue Gelegenheit zur Aus- 
zeichnung, seine vor Oeversee (6. Febr.) an den 
Tag gelegte Tapferkeit fand in der Verleihung des 
Ordens der Eisernen Krone 3. Gl. die Allerhöchste 
Anerkennung, welche dieser ausgezeichnete Soldat 
jedoch nicht lange überlebte. Er endete sein 
Leben in der Stadt Schleswig 25. März 1864 in- 
folge der bei Oeversee durch die linke Hüfte 
erhaltenen Schusswunde. 

Fichtenau Ferdinand Ritter von, geb. 2. Nov. 

1825, eingetr. 20. Oct. 1836, wurde 14. Juli 
1841 vorzeitig als Regimen tscadet zu Gustav 
Wilhelm Prinz von Hohenlohe-Langenburg-Inf. 
Nr. 17 ausgemustert, 2. Juni 1845 Lieut. m. G., 
1. Aug. 1847 Lieut. h. G. und trat 15. Febr. 
1848 aus dem Armeeverbande. 

FleiSSner von Wostrowitz Eduard Freiherr, 
Sohn des 1 8. Nov. 1826 verstorbenen Rittmeisters 
Johann Freiherrn Fleissner von Wostrowitz, aus 



86 



1843. 



dessen Ehe mit Anna Piller, geb. zu Lemberg 
27. Jan. 1825, eingetr. 25.0ct. 1836, wurdeals 
Lieut. zu Simon Chevalier Fitzgerald-Chevaux-leg. 
Nr. 6 (gegenwärtig Alexander Graf von Üxküll- 
Gyllenband- Husaren Nr. 16) ausgemustert, 9. Juni 
1848 Oberlieut., 10. Aug. 1852 Rittm. 2. Cl., 
20. März 1854 Rittm. 1.C1., U.Juni 1866 Major, 
28. Oct. 1868 Oberstlieut. bei Karl Graf v. Grünne- 
Uhlanen Nr. 1, rückte 1. Nov. 1872 zum Obersten 
vor, trat als solcher 1. Sept. 1874 in den Ruhe- 
stand und starb zu Wien 29. April 1888. Er hat 
die Feldzöge 1848, 1849 in Ungarn, 1866 gegen 
Preußen mitgemacht und sich im Jahre 1849 
vor dem Feinde das Militär- Verdienstkreuz er- 
worben. Fleissner war seit 29. Nov. 1862 mit 
Irene Walz vermählt, welcher Ehe zwei Söhne 
und zwei Töchter entstammen. 

Girardoni Franz, Sohn eines Fabriksbesitzers 
in Tattendorf, geb. zu Mönchendorf in Nieder- 
österreich 11. Sept. 1824, eingetr. 27. Sept. 
1838, wurde als Lieut. zu Prinz Eugen von Sa- 
voyen-Drag. Nr. 5 ausgemustert, 1. Juli 1848 
Oberlieut., 26. Aug. 1849 Rittm. 2. Gl., 1. Mai 
1854 Rittm. 1. Gl., 16. April 1857 Major, 
20. Juli 1861 Oberstlieut., 1. Dec. 1862 pens., 
lebt zu Wiener-Neustadt. 

Glass von Felsenstern Johann, Sohn eines 
Lieutenants, geb. zu Alt-Ofen 22. Sept. 1824, 
eingetr. 16. Oct. 1836, wurde als k. k. Cadet zu 
Franz Graf v. Khevenhüller-Metscb-Inf. Nr. 35 aus- 
gemustert, 11. April 1848 Lieut. m. G., 4. Aug. 
d. J. Lieut. h. G., 5. Aug. 1849 Oberlieut., trat 
28. Febr. 1858 in Pension und verzichtete am 
8. März 1861 auf Charge und Pension gegen 
zweijährige Pensionsabfertigung. 

Gliran Alexander, Sohn eines Oberstlieute- 
nants, geb. zu Ö-Borlov£nyimBanate2 O.Mai 1824, 
eingetr. 28. Oct. 1836, wurde 29. Sept. 1843 
Lieut. m. G. und nach Absolvierung des höheren 
Gurses 30. Sept. 1844 als Lieut. h. G. zu Erzh. 
Franz Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 32 eingetheilt, 
20. Aug. 1848 Oberlieut. und 1. Dec. 1850 
Hauptm. 2. Classe. Am 24. Jan. 1851 zum 
GQMSt. übersetzt, avancierte Guran 20. Febr. 
1852 zum Hauptm. 1. CL, 5. Mai 1859 zum 
Major, 2 1 . März 1 864 zum Oberstlieut., 1 1 . Juni 
1866 zum Obersten. Er machte die Feldzüge 
1848, 1849 und 1859 in Italien mit und erwarb 
sich 27. Juni 1859 für seine Leistungen in dem 
Feldzuge desselben Jahres die Allerhöchste belo- 
bende Anerkennung. Am 26. Sept. 1866 wurde 
Guran Commandant der Kriegsschule und der mili- 
tär-administrativen Lehranstalt und 3. Jan. 1869 
Vorstand der 5. Abtheilung des Reichs- Kriegs- 
Ministeriums, im Jahre 1872 Commandant der 



1. Brigade der 6. Infanterie - Truppen - Division, 

I. Mai 1873 Generalmajor und im Jahre 1876 
Director des Militär-geographischen Instituts, auf 
welchem Dienstposten er sich an der Herausgabe 
der großen neuen Specialkarte der Österreichisch- 
ungarischen Monarchie in hervorragender Weise 
betheiligte und am 1. Mai 1878 zum Feldmar- 
schall-Lieut. avancierte. Im Jahre 1879 trat Guran 
in den Ruhestand und starb zu Wien 1 8. Mai 
1888. Guran war Ritter des österr. Leopold- 
Ordens, Großkreuz des kaiserl. russ. St. Stanislaus- 
Ordens, des königl. ital. St. Mauritius- und Lazarus- 
Ordens und Großofficier des pers. Sonnen- und 
Löwen-Ordens. 

Herzberg Karl, Sohn eines Capitänlieute- 
nants, geb. zu Hermannstadt 17. Oct. 1824, 
eingetr. 16. Oct. 1836, wurde als Lieut. m. G. 
zu Karl Ludwig Herzog von Lucca-Inf. Nr. 2i 
ausgemustert, in welchem Regimente er 16. Dec. 
1845 zum Lieut. h. G., 14. Sept. 1848 zum 
Oberlieut., 31. März 1852 zum Hauptm. 2. Cl. 
avancierte und an den Feldzögen 1848 und 1 849 
in Siebenbürgen th eilnahm. Am 1. April 1853 
zu Hannibal Friedrich Fürst von Thurn und 
Taxis-Inf. Nr. 50 transf., rückte Herzberg 20. Juli 
1854 zum Hauptm. 1. Cl. vor, war im Feldzuge 
1859 bei den Küstenvertheidigungstruppen, kam 
mit 1. Febr. 1860 q. t. zu Karl Alexander Groß- 
herzog von Sachsen- Weimar-Eisenach-Inf. Nr. 64 
und trat 27. Nov. 1864 als Major in den Ruhe- 
stand. Er lebt zu Hermannstadt. 

Hörmayer Joseph, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu St. Polten 28. Febr. 1824, ein- 
getr. 27. Oct. 1835, wurde als Lieut. m. G. zu 
Leopold Prinz beider Sicilien-Inf. Nr. 22 aus- 
gemustert, im Jahre 1848 Lieut. h. G., 1849 
Oberlieut. und quitt. 1850 den Militärdienst 
ohne Beibehalt des Officiers-Charakters. Später 
trat Hörmayer als Capitän in kaiserlich brasilia- 
nische Dienste, kehrte dann wieder nach Wien 
zurück und starb daselbst 31. Dec. 1866. 

Janku Johann, geb. zu Wien 26. Jan. 1827, 
eingetr. 30. Sept. 1836 und verließ 31. März 
1838 die Akademie. 

Kerndler Alexander, Sohn eines Haupt* 
mannes, geb. zu Prag 27. Oct 1824, eingetr. 
29. Oct. 1836, wurde als Lieut. m. G. zu Leopold 
Großherzog von Baden-Inf. Nr. 59 ausgemustert, 

I I . April 1 848 Lieut. h. G., 1 3 Febr. 1 849 Ober- 
lieut., 16. Sept. 1853 Hauptm. 2. Classe. Kerndler 
war durch längere Zeit als Professor in der 
Cadettenschule, als Bataillons-Adjutant, Proviant- 
officier, Waffenofficier, dann vom Jahre 1851 
bis 1 853 als Professor in der Cadetten-Compagnie 
zu Olmütz zur vollen Zufriedenheit verwendet, 



1843. 



87 



nahm an dem Feldzuge 1 848 und 1 849 in Un- 
garn thätigen Antheil und wohnte den Gefechten 
bei Käpolna, Erlau, Csorna-Raab, Acs, Komorn 
und Arad bei. Am 16. Oct. 1858 trat Kemdler 
als Finanzwach-Cornmissär in Civil-Staatsdienste 
und war als solcher längere Zeit zu Rumburg in 
Böhmen stationiert. 

KipfeHing Franz, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Neapel 30. Mai 1824, eingetr. 27. Oct. 
1836, wurde als Lieut. m. G. zu Andreas Freih. 
v. Märiässy-Inf. Nr. 37 ausgemustert, quitt 
15. Juni 1848 den Militärdienst ohne Beibehalt 
des Officiers-Charakters und ist seither ge- 
storben. 

Kriizek Joseph, Sohn eines Grenz-Ober- 
lieutenants, geb. zu Vinkovce in Slavonien 
11. März 1825, eingetr. 14. Oct. 1836, wurde 
29. Sept. 1843 wegen Kränklichkeit mit 150 fl. 
pens., trat später als Praktikant bei der slavoni- 
schen Grenz-Baudirection ein, wurde 26. Jan. 
1840 Fourier beim Broder Grenz-Inf.-Reg. Nr. 7, 
14. Mai 1849 Feldwebel, 11. Sept. d. J. Lieut. 
m. G, 20. April 1850 Lieut. h. G., 1. Mai 1866 
Oberlieut., 1. Oct. 1873 zu Ludwig II. König 
von Bayern-Inf. Nr. 5 transf., 1. Mai 1874 
Hauptm. 2. Cl., wurde 1. Nov. 1875 als ganz- 
invalid pens., lebt zu Vinkovce. 

Lempicki von Junosza Theophil Ritter, geb. 
zu Przeworsk in Galizien, eingetr. 4. Oct. 1 836, 
wurde als Lieut. m. G. zu Laval Graf Nugent- 
Inf. Nr. 30 ausgemustert, 9. Aug. 1846 Lieut. 
h. G., 5. Juli 1848 Oberlieut., 1. Febr. 1851 
Hauptm. 2. Gl. bei Gustav Prinz von Wasa-Inf. 
Nr. 60, 22. April 1852 Hauptm. 1. Gl., quitt. 
31. Oct. 1856 den Militärdienst ohne Beibehalt 
des Officiers-Charakters und ist seither ge- 
storben. 

Leyritz August Edler von, Sohn eines Ritt- 
meisters, geb. zu Wien 24. Juni 1826, eingetr. 
22. Oct. 1836, wurde als Lieut. zu Karl Freih. 
v. Mengen-Kürass. Nr. 4 ausgemustert, 18. April 
1845 Oberlieut. bei Menrad Freih. v. Geppert- 
Inf. Nr. 43, 3. Juni 1845 zu Nikolaus I. Kaiser von 
Russland -Husaren Nr. 9 transf., 1. Juni 1849 
Rittm. 2. Gl., 13. Nov. d.J.Rittm. l.Classe. Leyritz 
machte die Feldzüge 1 848 und 1 849 in Ungarn 
mit und zeichnete sich insbesondere bei Käpolna 
27. Febr. 1849 aus, wofür ihm auch die Aller- 
höchste belobende Anerkennung und später das 
Militär- Verdienstkreuz zutheil wurde; in der 
zweiten Periode erwarb er sich durch sein 
tapferes und ausgezeichnetes Benehmen das 
Ritterkreuz des kaiserl. russ. Wladimir-Ordens 
4. Classe. Den 7. Juli 1854 zum Major befördert, 



trat Leyritz 1. Aug. 1863 in den Ruhestand und 
starb 24. Nov. d. J. im Irrenhause zu Wien. 

Lipka Eduard, Sohn eines Majors, geb. zu 
Caravaggio in der Lombardie 19. Dec. 1823, 
eingetr. 25. Oct. 1835, wurde alsRegimentscadet 
zu Alfred Fürst zu Windisch-Graetz-Chevaux- 
leg. Nr. 4 (gegenwärtig Drag.-Reg. Nr. 14) aus- 
gemustert, 30. Sept. 1843 Lieut., 15. April 
1849 pens., 1. Mai 1851 als Oberlieut. wieder 
eingetheilt, 2. Dec. 1854 Rittm. 2. Gl., 13. Febr. 
1857 Rittm. 1. Gl. und 31. Dec. 1863 definitiv 
in den Ruhestand rückversetzt. Er starb am 
2. Juni 1871 zu Teichen . 

Mainone von Mainsberg Karl, Sohn eines 

Oberstlieutenants, geb. zu Krems 31. März 1822, 
eingetr. 16. Oct. 1836, wurde als Lieut. m. G. 
zu Erzh. Karl-Inf. Nr. 3 ausgemustert, 1 . April 
1847 Lieut. h. G., 1. Sept. 1848 Oberlieut., 
kam 5. Nov. d. J. zum GQMSt., machte die Feld- 
züge 1848 in Italien mit und erwarb sich durch 
sein einsichtsvolles und entschlossenes Benehmen 
vor dem Feinde das Militär-Verdienstkreuz 
(12. April 1850). Am 18. Nov. 1850 wurde 
er Hauptm. 2. Gl., erhielt 14. Juni 1851 den 
kaiserl. russ. St. Wladimir-Orden 4. Cl., 7. Nov. 
1851 das Ritterkreuz des großherzogl. toscan. St. 
Joseph-Ordens, 28. Sept. 1856 den päpstl. Pius- 
Orden 2. Cl., avancierte 20. Juli 1853 zum 
Hauptm. 1,C1., 22. Mai 1859 zum Major, nahm 
an dem Feldzuge 1859 in Italien theil und 
wurde (27. Juni 1859) für seine Leistungen 
in der Schlacht bei Magenta durch Verleihung 
des Eisernen Kronen - Ordens 3. Cl., dann 
(15. Aug. 1859) für seine hervorragenden 
Leistungen in der Schlacht bei Solferino durch 
Verleihung des Ritterkreuzes des Leopold-Ordens 
ausgezeichnet. Am 4. Mai 1865 wurde Mainone 
Oberstlieut., erwarb sich für sein Verhalten 
im Feldzuge 1866 den Ausdruck der Aller 
höchsten belobenden Anerkennung (3. Oct. 1866), 
kam 1 3. Nov. d. J. zu Franz Freih. v. Paumgartien- 
Inf. Nr. 76, wurde daselbst 9. Nov. 1867 Oberst 
und starb 1. Jan. 1869 zu Klagenfurt. 

Mamming Johann Reichsgraf von, Sohn 
des 21. Oct. 1845 verstorbenen königl. bayri- 
schen Majors Ferdinand Reichsgrafen von Mam- 
ming, geb. zu Meran in Tirol 16. Mai 1822, 
eingetr. 22. Oct. 1835, wurde als Lieut m. G. 
zum Kaiser- Jäger-Reg. ausgemustert, 1. März 
1848 Lieut. h. G., 17. Febr. 1849 Oberlieut., 
1. Nov. 1852 Hauptm. 2. Cl., 1. Juni 1854 
Hauptm. 1. Cl., 1. Febr. 1855 pens. und starb 
30. Oct. 1888 zu Meran. Er machte im Jahre 
1848 die Landesverteidigung in Tirol, 1849 
den Feldzug in Ungarn mit und wurde für sein 



88 



1843. 



Verhalten in diesem Feldzuge im Brigadebefehl 
. vom 2. Juli d. J. öffentlich belobt. Mamming war 
seit 9. Aug. 1851 mit Maria Preschern vermählt, 
welcher Ehe ein Sohn, Otto Rudolf, geb. 
10. Sept. 1852, entstammt. 

Matzak von Ottenburg Gustav, geb. zu 

Prag 3. Dec. 1823, kam 18. Jan. 1836 in die 
Akademie und trat 23. März 1840 aus der 
Militärerziehung, ließ sich aber noch in dem- 
selben Jahre als Regimentscadet zu Maximilian 
Freih. v. Reising-Inf. Nr. 18 assentieren und 
starb als solcher im Nov. 1843. 

Mikulitsch Emil Ritter von, geb. zu Mantua 

23. März 1825, eingetr. 14. Oct. 1836 und starb 
21. Jan. 1843 in der Akademie. 

Mitscherling Franz, geb. zu Szunyogsz6g 
in Siebenbürgen 19. April 1825, eingetr. 29. Dec. 
1836, wurde 25. Juni 1840 vorzeitig als Regi- 
mentscadet zum 1. Wallachen- Grenz-Inf.-Reg. 
Nr. 16 ausgemustert, 1. Oct. 1848 Lieut. m. G., 
20. Oct. d. J. Lieut. h. G., 1 . Juli 1 849 pensioniert. 
Am 30. März 1850 trat Mitscherling als Districts- 
Goncipist und zeitweiliger Polizeidirector zu 
Fogaras in Givil-Staatsdienste, kam 27. Febr. 
1852 als Bezirksamts-Adjunct nachCsik-Szereda, 
19. Nov. 1852 als Unter-Bezirkscommissär nach 
Szilagy-Cseh und rückte hier 20. Nov. 1854 
zum Bezirksamts-Adjuncten 2. Cl. und 1. Aug. 
1857 zum Bezirksamts-Adjuncten 1. Gl. vor. 
Sein weiterer Lebenslauf konnte nicht ermittelt 
werden. 

Mondel August Franz, geb zu Graz 9. Sept. 

1824, eingetr. 26. Oct. 1836 und starb 18. Aug. 
1 840 in der Akademie. 

Munsch Karl, Sohn eines Hotelbesitzers, 
geb. zu Wien 15. Juni 1825, eingetr. 29. Oct. 
1836, wurde als Lieut zu Leopold II. Groß- 
herzog von Toscana-Drag. Nr. 4 ausgemustert, 
16. Juni 1848 Oberlieut., 16. Oct. 1854 Rittm. 
2. GL, 6. März 1855 Rittm. 1. Gl. und starb 

24. Dec. 1856 zu Wien. 

Murgic Michael, geb. zu PeruSil in der 
Militärgrenze 14. Mai 1824, eingetr. 13. Oct. 
1836 und starb 12. Mai 1842 in der Akademie. 

Nagy-Buck Ludwig Edler von, ein Enkel 
des in der Schlacht bei Wagram 6. Juli 1809 
gefallenen Majors und Maria Theresien-Ordens- 
ritters Jakob Fromm, geb. zu Prag am 2. April 

1825, kam am 15. Oct. 1836 in die Wiener- 
Neustädter Akademie, wurde bei der Ausmuste- 
rung als Lieut. m. G. zu Theodor Graf Baillet 
de Latour-Inf. Nr. 28 eingetheilt, wo er 1. April 
1848 zum Lieut. h. G., 1. Sept. d. J. zum 
Oberlieut., 1. Jan. 1854 zum Hauptm. 2. GL, 
12. April 1859 zum Hauptm. 1. Cl. vorrückte. 



Er machte mit diesem Regimente die Einnahme 
von Mailand am 11. Aug. 1848 und die Ver- 
folgung Garibaldis an der Schweizer Grenze mit 
und war im Jahre 1 849 einige Monate Lehrer 
in der Neustädter Akademie, aus welcher Ver- 
wendung er jedoch Ende December desselben 
Jahres über eigene Bitte zum Regimente wieder 
einrückte. Am 28. Oct 1861 trat Nagy-Buck 
aus dem Heeresverbande und bald darauf als 
Beamter in die Dienste der k. k. priv. Südbahn- 
Gesellschaft, wurde hier im Jahre 1873 Vorstand 
des commerziellen statistischen Bureaus und 
1. April 1887 als Bureau- Ghef pensioniert. Erlebte 
zu Wien als botanischer und Gartenbau-Schrift- 
steller, war überdies Redacteur und Herausgeber 
der Fachzeitschrift „Der Obstgarten 8 und ist in 
dieser Eigenschaft 11. Sept. 1892 in Wien ge- 
storben. 

Neumann Edler von Regensberg Ferdinand, 

Sohn eines Rittmeisters, geb. zu Graz 1 1 . Oct. 
1825, eingetr. 25. Oct. 1837, wurde als Lieut. 
m. G. zu Palatinal-Husaren Nr. 1 2 ausgemustert, 

1. Aug. 1846 Oberlieut., 16. März 1849 Rittm. 

2. GL, 1. Nov. 1850 Rittm. 1. GL, 2. Juli 1853 
pens. und ist seither gestorben. 

Novkovich Andreas, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Ober-Polio j in der Militärgrenze 
1. Febr. 1825, eingetr. 13. Oct. 1837, wurde 
als Lieut. m. G. zu Erzh. Albrecht-Inf. Nr. 44 
ausgemustert und starb 13. Jan. 1847 zu Karl- 
stadt. 

Oehm Julius, Sohn eines Majors, geb. zu 
Pancsova in der Militärgrenze 29. Nov. 1824, 
eingetr. 28. Oct. 1836, wurde als Lieut. m. G. zu 
August Graf zu Leiningen- Westerburg-Inf. Nr. 31 
ausgemustert, 15. Mai 1848 Lieut. h. G., 12. Nov. 
1850 Oberlieut., 25. Dec. d. J. Hauptm. 2. GL, 
15. Juni 1853 pens. und starb zu Esseg 8. Febr. 
1891. Oehm war im Jahre 1866 bei der Landes- 
verteidigung in den nordwestlichen Comitaten 
Ungarns unter Gommando des Generalmajors 
Rupprecht und speciell bei der Verteidigung des 
Jablonica-Passes verwendet. 

Pelikan von Plauenwald Johann, Sohn 

eines Oberstlieutenants, geb. zu Iglau 15. Mai 
1824, eingetr. 22. Oct. 1836, wurde als Lieut. 
m. G. zu Alois Graf v. Mazzuchelli-Inf. Nr. 10 aus- 
gemustert, 1. Aug. 1847 Lieut. h. G., 1. Jan. 
1849 Oberlieut; machte 1849 den Feldzug in 
Ungarn mit und ist bei Komorn vor dem Feinde 
geblieben. 

Pendini Ludwig Anton, geb. zu Venedig 
23. Mai 1826, eingetr. 8. Oct. 1836, wurde 
von seinen Angehörigen 4. April 1840 nach 
Hause genommen und ist seither verschollen. 



1843. 



89 



Pirquet-Mordaga von Cesenatico Anton 

Freiherr, Sohn des Feldzeugmeisters und Maria 
Theresien-Ordensritters Peter Freiherrn von Pir- 
quet, geb. zu Pettau in Steiermark 19. März 
1826, kam 30. Oct. 1836 in die Wiener-Neu- 
städter Militär- Akademie und wurde 13. Oct. 1837 
von seinem Vater aus der Militärerziehung nach 
Hause genommen. Er setzte später seine mili- 
tärischen Studien in der Genie-Akademie fort, 
trat aus derselben 21. Oct. 1844 als Lieut. bei 
Heinrich Graf v. Hardegg-Kürass. Nr. 7 ein, kam 
16. Febr. 1846 als Oberlieut. zu Karl Ludwig 
Herzog von Lucca-Inf. Nr. 24, 1 . März 1 848 aber 
als Capitänlieut. zum Tiroler Kaiser-Jäger-Reg., 
wo er 30. Mai 1 848 zum Hauptm. vorrückte. 
Die ersten Proben seiner Tapferkeit legte Pirquet 
schon in den Märztagen in Mailand bei Verteidi- 
gung des Castells ab und war nach dem Abzüge 
aus dieser Stadt bei dem Sturme auf Melegnano 
thätig. Am 8. April bei Verteidigung des Mincio- 
überganges rettete er die zu weit vorgeschobenen 
Vorposten, indem er ihnen auf einem Gen- 
darmeriepferde mitten durch den stärksten Kugel- 
regen den Befehl zum Rückzug überbrachte. Indem 
Treffen bei Pastrengo hielt er die Osteria nuova 
mit seiner Gompagnie besetzt und vertheidigte 
sich tapfer darin am 28. und 29. April gegen 
den weit überlegenen Feind. Am 30. April, als 
die kämpfenden Brigaden den Rückzug antraten, 
sah er augenblicklich die hohe Wichtigkeit, welche 
die Behauptung seines Postens für die zurück- 
ziehenden Brigaden haben müsse. Er lenkte 
daher die Aufmerksamkeit des ganzen feindlichen 
rechten Flügels auf sich, welcher ein heftiges 
Geschütz- und Kleingewehrfeuer auf diesen Punkt 
concentrierte. Um zu verhindern, dass seine 
Mannschaft durch die herabstürzenden Trümmer 
zerschmettert würde, verließ der tapfere Officier 
das unausgesetzt beschossene Haus und stellte 
seine Jäger am Abhänge vor demselben sehr 
zweckmäßig hinter Bäumen, Gräben und Terrain- 
vertiefungen auf. Hier wirkten sie durch wohl- 
gezielte Schüsse dem Andringen des Feindes 
kräftig entgegen; dieser war wiederholt nur auf 
wenige Schritte herangekommen und hatte in 
Pirquet gedrungen, sich zu ergeben. Als endlich 
der rechte feindliche Flügel sich so weit aus- 
gebreitet hatte, dass er ihm in die Flanke kam 
und schon seinen Rücken bedrohte, sammelte 
Pirquet seine Gompagnie, schlug sich mit dem 
Bajonnette durch den ihn umringenden Feind 
durch und erreichte die Etschbrücke in dem 
Augenblicke, als man selbe abzutragen begann. 
Durch diese Waffenthat verhinderte er das Vor- 
rücken der feindlichen Geschütze gegen die Brücke 



und erleichterte den zurückziehenden Truppen 
den Übergang. Am 29. Mai war Pirquet bei der 
Erstürmung der Verschanzungen von Curtatone 
und am Abend des 30. Mai bei der forcierten 
Recognoscierung vor Goito, wo er unter jenen 
sich hervorthat, welche den Straßendamm er- 
stürmten und den in wilder Flucht Gewehre und 
Tornister von sich werfenden Feind in die Häuser 
am Rideau trieben. Gegen die Häuser selbst 
unternahm er mit seiner Gompagnie einen drei- 
maligen Sturm, welcher aber, da er vom Gros 
nicht unterstützt werden konnte, ohne Erfolg 
blieb. Er war auch bei dem Sturme und der 
Einnahme von Vicenza 10. Juni seinen Unter- 
gebenen ein hervorleuchtendes Beispiel der Tapfer- 
keit. Des heldenmüthigen Jünglings letzte Waffen- 
that war der Angriff auf die Position von Rivoli 
22. Juli 1848. Pirquet war mit einer Jäger- 
Division zur Avantgarde bestimmt. Bei dem 
Defile* von Incanale stieß er auf den Feind und 
warf ihn gleich in seine Verschanzungen und aus 
diesen von Felsen zu Felsen bis in gleiche Höhe 
von Rivoli. Schon hatte er den letzten steilen 
Hügel erklommen, als er von einer feindlichen 
Kugel getroffen, zu Boden sank. Die Kugel war 
ihm mitten durch die Brust gedrungen ; er ließ 
sich zurücktragen und hauchte kaum eine Stunde 
später seine Heldenseele aus. Das noch in dem- 
selben Jahre zusammengetretene Maria Theresien- 
Ordenscapitel würdigte seine großen Verdienste 
bei Pastrengo und nahm ihn in die Liste der 
Ordensritter auf. Auf Veranlassung des Tiroler 
Landes-Gomitgs wurden die Gebeine dieses und 
dreier anderer, auf dem Felde der Ehre gebliebe- 
nen tapferen Krieger des Tiroler Kaiser-Jäger- 
Regiments im Februar 1851 nach Innsbruck 
überführt und in der Franciscanerkirche neben 
Andreas Hofer feierlich beigesetzt. 

Plöbst Edler von Flammenburg Johann, 

Sohn eines Hauptmannes, geb. zu Prag 22. April 
1825, eingetr. 24. Oct. 183G, wurde als Lieut. 
m. G. zu Maximilian Freih. v. Reisinglnf. Nr. 18 
ausgemustert, 4. Aug. 1847 Lieut. h. G., ll.Dee. 
1848 Oberlieut., 13. Juni 1852 Hauptm. 2. Gl., 
1. März 1854 Hauptm. 1. Gl., trat 1. Aug. 1858 
mit einem Ruhegehalte jährlicher 320 fl. ö. W. 
aus dem Armeeverbande. Plöbst hatte mit dem 
Regimente an den Straßenkämpfen in Mailand 
vom 18. bis 22. März 1848, dann an allen feind- 
lichen Gelegenheiten desselben in der Kriegs- 
epoche 1848 und 1849 thätig theilgenommen. 
Ponte Anton de, Sohn eines Landrathes, 
geb. zu Zara 10. Febr. 1824, eingetr. 14. Ocf. 
1836, wurde als Lieut. m. G. zu Emerich Freih. 
v. Bakonyi-Inf. Nr. 33 ausgemustert, avancierte 



90 



1843. 



in diesem Reginiente bis zum Hauptm. 1. Gl. 
und starb 6. Jan. 1858 zu Mailand. 

Reymond Karl von, Sohn eines Hofrathes 
der geheimen Haus-, Hof- und Staatskanzlei, geb. 
zu Wien 15. Jan. 1824, eingetr. 22. Oct. 1835, 
wurde als Lieut. m. G. zum 3. Jäger-Bat. aus- 
gemustert und quitt. 30. April 1 848 den Militär- 
dienst ohne Beibehalt des Officiers-Charakters. 

Risenfels Rudolf Freiherr von, geb. zu 
Seissenegg in Niederösterreich 23. März 182G, 
eingetr. 9. Nov. 1836, wurde als Lieut. m. G. 
zu Johann Freih. v. Hrabovsky-Inf. Nr. 14 aus- 
gemustert, 2. Nov. 1849 Lieut. h. G. und quitt. 
30. Sept. 1850 den Militärdienst ohne Beibehalt 
des Officiers-Charakters. 

ROCCO Johann, geb. zu Venedig 10. Oct. 
1824, eingetr. 24. Oct. 1836, wurde wegen 
physischer Nichteignung zu Kriegsdiensten mit 
einer jährlichen Pension von 150 fl. G. M. 
21 . Aug. 1842 aus der Militärerziehung entlassen. 
Sein weiterer Lebenslauf konnte nicht ermittelt 
werden. 

Rustler Rudolf Adalbert, geb. zu Leitmeritz 
10. Febr. 1825, eingetr. 12. Oct. 1836, wurde 
10. Juli 1841 vorzeitig als Regimentscadet zu 
Hoch- und Deutschmeister-Inf. Nr. 4 ausge- 
mustert, 31. Aug. 1841 zu Eugen Graf v. Haug- 
witz-Inf. Nr. 38 transf., 16. März 1845 k. k. 
Gadet, 8. Nov. 1847 Lieut. m. G., 1. Juli 1848 
Lieut. h. G., 1. Juni 1849 Oberlieut., 1. Febr. 
1857 pens. und lebte seither zu Korneuburg. 
Am 1. Juni 1865 wurde Rustler in den Ver- 
sorgungsstand des Prager Invalidenhauses über- 
nommen uud ist seither gestorben. 

Schagar Adolf, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu Glogon im Banate 2.Dec. 1824, eingetr. 
28. Oct. 1836, wurde als Lieut. m. G. zum 
Illyrisch-Banater Grenz-lnf.-Reg. Nr. 18 ausge- 
mustert, im Jahre 1846 zum Lieut. h. G., 1848 
zum Oberlieut. befördert und starb als solcher 
im Mai 1 849. 

Schenoha Johann, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zuAusterlitz in Mähren 15. Mai 1824, eingetr. 
24. Oct. 1836, wurde als Lieut. m.G. zu Michael 
Freih. v. Mihalievits-Inf. Nr. 57 ausgemustert, 
16. Febr. 1847 Lieut. h. G., 1. Sept. 1848 Ober- 
lieut., 15. Juni 1854 Hauptm. 2. Gl., 13.Sept. 1858 
Hauptm. 1 . Classe. Schenoha machte in diesem 
Regimente die Feldzüge 1848, 1849 und 1859 
mit und zeichnete sich bei der Belagerung von 
Venedig 8. Mai 1849 durch besondere Tapfer- 
keit aus. Er sammelte die vor einem feindlichen 
Ausfalle retirierenden Vorposten hinter der ersten 
Parallele bei 100 Mann stark und warf nach 
einem zweistündigen Gefechte die Ausfalls- 



truppen, welche gegen 500 Mann zählten, zu- 
rück, wofür ihm das Militär- Verdienstkreuz zu- 
theil wurde. Schenoha starb 5. Nov. 1865 zu 
Klausenburg. 

Schönecker August, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu Narajöw in Galizien 24. Mai 1824, ein- 
getr. 1. Sept. 1836, wurde als Lieut. m. G. zu 
Theodor Freih. v. Wacquant-Geozelles-Inf. Nr. 62 
ausgemustert, 1. Nov. 1844 Lieut. h. G. bei 
Großfürst Alexander Czesarewitsch, Thronfolger 
von Russland-Husaren Nr. 4, 1. Nov. 1849 Ober- 
lieut. und mit demselben Tage Rittm. bei dem neu 
errichteten Husaren-Reg. Franz Graf v. Schlik 
Nr. 4, 24. Mai 1859 Major, 1. Jan. 1860 zum 
Freiwilligen Husaren-Reg. Nr. 14 transf., 22. April 

1861 Oberstlieut, 1. Juli 1864 zu Alexander 
Herzog von Württemberg - Husaren Nr. 11 und 
1. März 1865 zu Frauz Graf v. Haller-Husaren 
Nr. 12 transf., 22. Aug. 1865 pens. und starb 
zu Wien 29. Oct. 1875. Schönecker wurde in 
den Subalternchargen als Regiments- und Bri- 
gade-Adjutant, dann vom l.Jan. bis letzten April 

1849 in der Operationskanzlei des 1. Armee- 
corps (Feldmarschall - Lieut. Schlik) verwendet, 
hat im weiteren Verlaufe des ungarischen Feld- 
zuges die Recognoscierungs-Gefechte bei Hoch- 
strass 13. Juni und Äcs 30. Juni, die beiden 
Schlachten beiKomorn 2. und 11. Juli und das 
Gefecht bei Dreyspitz 10. Aug. 1849 mitgemacht, 
endlich die Officiers- und Gadettenschulen im 
Husaren-Reg. Franz Graf v. Schlik Nr. 4 durch 
vier Jahre mit ausgezeichnetem Erfolge geleitet. 
Schönecker besaß den ottom. Medschidte-Orden 
4. Glasse. 

Schwarz Karl, Sohn eines Capitänlieute- 
nants, geb. zu Wien 6. Febr. 1 825, eingetr. 24. Oct. 
1836, wurde als k. k. Cadet zu Gustav Prinz 
von Wasa-Inf. Nr. 60 ausgemustert, 3. Oct. 1848 
Lieut. m.G., 24. Sept. 1849 Lieut. h. G., 28. Mai 

1850 Oberlieut., l.Sept. d. J. zur Gendarmerie 
transf., 19. Jan. 1856 Rittm. 2. GL, 30. Dec. 

1862 Rittm. 1. Glasse. Mit Allerhöchster Ent- 
schließung vom 14. Jan. 1876 mit dem Ritter- 
kreuze des Franz Joseph-Ordens decoriert, wurde 
er mit 1. Mai 1877 vom königl. ungarischen Gen- 
darmerie-Commando für Siebenbürgen zum k. k. 
14. Landes-Gendarmerie-Gommando, unter Er- 
nennung zum Major und Landes-Gendarmerie- 
Gommandanten transf., am 1. Nov. 1877 zum 
9. Landes-Gendarmerie-Gommando übersetzt, 
1. Nov. 1879 zum Oberstlieut. und Gommandant 
des 8.Landes-Gendarmerie-Commandos ernannt, 
1 . Nov. 1 885 zum Obersten befördert. Am 1 . Nov. 
1886 trat er über sein eigenes Ansuchen in den 
Ruhestand und lebt zu Linz. Schwarz machte die 



1843. 



91 



Feldzüge 1849 in Ungarn, 1859 und 1860 in 
Italien mit 

Slama von Freyenstein Joseph Ritter, Sohn 

eines Oberstlieutenants, geb. zu Wr. -Neustadt 
20. Nov. 1826, eingetr. 27. Sept. 1838 in die 
3. Classe der Akademie, wurde am 29. Sept. 1 843 
zumLieut. m.G. ernannt und nach Absolvierung 
des höheren Curses am 30. Sept. 1 844 als Lieut. 
h. G. bei Erzh. Friedrich-Inf. Nr. 16 eingetheilt, 
wo er am 2. Mai 1848 zum Oberlieut., am 
28. Juni 1849 zum Hauptm. 2. Gl. und 
31. Dec. 1849 zum Hauptm. 1. Cl. avancierte. 
Durch hochgradige Kurzsichtigkeit und ein be- 
ginnendes tieferes Augenleiden war Slama ge- 
zwungen, dem activen Militärdienste zu entsagen, 
er trat am 1. Mai 1857 in den zeitlichen und 
zwei Jahre später als realinvalid in den defini- 
tiven Ruhestand. Von da ab widmete er sich 
durch zehn Jahre dem Erziehungsgeschäfte und 
erhielt im Jahre 1870 die Stelle eines Bade- 
Directors zu Römerbad in Untersteiermark, die 
er bis zum Jahre 1887 bekleidete. Seit dem Jahre 
1873 ist Slama mit Auguste Freiin Rukavina 
von Vidovgrad, der Tochter des heldenmüthigen 
Vertheidigers von Temesvär, verehelicht und lebt 
gegenwärtig zu Agram. 

Süll von und zu Theissenegg auf Stainburg 

Anton Freiherr, Sohn des 15. März 1852 ver- 
storbenen Anton Freiherrn Soll von und zu 
Theissenegg auf Stainburg, aus dessen erster Ehe 
mit Maria Plappart von Schlusslthal, geb. zu 
Klagenfurt 28. Jan. 1824, eingetr. 21. Oct. 1835, 
wurde als k. k. Cadet zu Anton Graf v. Kinsky-Inf. 
Nr. 47 ausgemustert, 1. Sept. 1845 Lieut. m. G., 
11. April 1848 Lieut. h. G., 3. Aug. 1848 Ober- 
lieut., 20. Mai 1854 Hauptm. 2. Gl., 1. März 
1857 pensioniert. Er hat mit diesem Regimente 
die Feldzöge 1848 und 1849 in Italien mit- 
gemacht und wurde in der Schlacht bei Novara, 
23. März 1849, schwer verwundet. Im Feldzuge 
1859 war er vom 1. Juni bis Ende October im 
Hauptquartier der 1. Armee, im Feldzuge 1866 
in Italien vom 1. Mai bis Ende October als Comman- 
dant der Corps- Ambulanz Nr. 1 verwendet und 
hat in dieser Eigenschaft die Schlacht bei 
Custoza, 24. Juni, mitgemacht. Seitl. Nov. 1866 
bei den Manipulationsämtern des Grazer General- 
commandos angestellt, wurde Soll mit 1. Juli 
1870 in den nichtactiven Stand derk.k. Landwehr 
übernommen, in diesem Verhältnisse 1 Mai 
1873 zum Hauptm. 1 Gl. befördert, und 
2. Juli d. J. als Cadre-Gommandant, beziehungs- 
weise Evidenzofficier in den Activstand des 
Landesschützen-Bat. Oberetschthal Nr. IV ein- 
getheilt Soll starb 17. Dec. 1883 zu Meran. Er 



war iu erster Ehe seit 4. Mai 1870 mit Clemen- 
tine Zwiedinek Edlen von Südenhorst und nach 
deren Ableben in zweiter Ehe seit 18. Oct. 1873 
mit ihrer Seh wester Mathilde Zwiedinek Edlen von 
Südenhorst vermählt. Aus der ersten Ehe ist ein 
Sohn, Ferdinand, geb. 1 4. Nov. 1871, entsprossen. 
Soll entstammt einem alten kärntnerischen Adels- 
geschlechte, über welches Näheres bei Joseph 
Freiherrn Soll von und zu Theissenegg auf Stain- 
burg, Ausmusterungsjahrg. 1805 (5. November) 
vorkommt. 

Stein von Nordenstein Karl, Sohn eines 

Majors, geb. zu Wandorf in Ungarn 18. März 
1825, eingetr. 29. Oct. 1836, wurde als Lieut. 
m. G. zu Philipp Landgraf von Hessen-Homburg- 
Inf. Nr. 19 ausgemustert und quitt. 30. Sept. 
1847 den Militärdienst ohne Beibehalt des 
Officiers-Charakters. Später trat Stein neuer- 
dings als Cadet bei Erzh. Ferdinand Maximilian- 
Chevaux-leg. Nr. 3 ein, wurde im Jahre 1848 zum 
Lieut. befördert und nahm an dem Feldzuge 
desselben Jahres in Siebenbürgen Antheil. 
Beim Rückzuge des Süd-Corps in die Wallachei 
war die Division, in welcher sich Stein befand, 
zu Särkäny zum Abmärsche gestellt, als er in 
Erfahrung brachte, dass einige Geschütze jenseits 
der Brücke vom Feinde genommen worden seien. 
Sogleich commandierte er, ohne einen Befehl 
abzuwarten, dem am linken Flügel stehenden 
Zuge „ Marsch *,attaquierte den Feind und befreite 
die Geschütze, wofür ihm der Eiserne Kronen-Orden 
3. Cl. zutheil wurde. Im Jahre 1849 wurde Stein 
Oberlieut. und quitt, den Militärdienst abermals 
15. April 1853. Einige Zeit nachher trat Stein 
in kaiserlich russische Kriegsdienste, kämpfte 
in Kaukasus und fand in einem Gefechte den 
Tod. Er besaß den kaiserl. russ. St. Annen-Orden 
3. Cl. mit der Schleife. 

Strzelecki Stariislaus Edler von, Sohn eines 
Gutsbesitzers, geb. zu D^bica in Galizien 2. Oct. 
1825, eingetr. 22. Oct. 1836, wurde 29. Sept. 
1843 zum Lieut. m. G. ernannt und nach Absol- 
vierung des höheren Curses 30. Sept. 1844 als 
Lieut. h. G. zu Laval Graf Nugent-Inf. Nr. 30 
eingetheilt Am 11. April 1818 zum Oberlieut. 
und 24. Oct. 1849 zum Hauptm. 2. Cl. befördert, 
machte Strzelecki die Feldzüge 1848 und 1849 
in Ungarn mit, kam 20. Nov. 1850 zum GQMSt., 
avancierte daselbst 16. Nov. 1851 zum Hauptm. 
1. Cl. und wurde 30. April 1851 zu Erzh. Joseph- 
Inf. Nr. 37 transferiert. Durch zwei Jahre als 
Professor des Situalionszeichnens und derTerrain- 
lehre in der Neustädter Akademie verwendet, 
rückte Strzelecki 1. Nov. 1857 zum Regimenlr 
wieder ein und machte im Jahre 1859 den Feld- 



92 



1843. 



zug in Italien mit. Am 1. Sept. 1863 wurde er 
zum Major bei Erzh. Karl Ferdinand-lnf. Nr. 51 
befördert, nahm mit diesem Regimente an dem 
Feldzuge 1866 gegen Preußen theil und fand in 
der Schlacht bei Königgrätz 3. Juli den Helden- 
tod. Für seine verdienstlichen Leistungen in diesem 
Feldzuge wurde ihm nachträglich der Eiserne 
Kronen-Orden 3. Gl. zuerkannt. Vergl. auch La- 
dislaus Bartha von Dalnokfalva, Ausmusterungs- 
jahrg. 1838. 

Thienell Alexander, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu Ofen 20. Oct. 1 824, eingetr. 29. Sept. 1 836, 
wurde als Cadet zu Johann Freih. v. Sivkovich- 
Inf. Nr. 41 ausgemustert und starb 22. Dec. 1845 
zu Klausenburg. 

Thot Anton, Sohn eines Oberlieutenants, 
geb. zu Alt-Banovce (Banovci stari) in der Mililär- 
grenze 5. Mai 1824, kam 22. Sept. 1836 in die 
Akademie, wurde als Lieut. m. G. zu Alois Freih. 
v. Gollner-Inf. Nr. 48 ausgemustert und trat 

3. Oct. 1848 in die Reihen der ungarischen 
Armee. 

Trapp Alois Freiherr von, geb. zu Wien 
13. Aug. 1824, eingetr. 2. Nov. 1836 und starb 

4. Sept. 1839 in der Akademie. 

Trausch Alexander, Sohn eines Majors, geb. 
zu Karlsburg in Siebenbürgen 24. April 1825, 
eingetr. 16. Oct. 1836, wurde bei der Aus- 
musterung Lieut. m. G. bei Dom Miguel Herzog 
von Braganza-Inf. Nr. 39, 14. März 1847 Lieut. 
h. G., 16. Oct. 1848 Oberlieut., 30. Dec. 1849 
Hauptm. 2. GL, 28. April 1853 Hauptm. 1. Cl. 
und trat 29. Dec. 1854 aus dem Armeeverbande. 
Für sein standhaftes Betragen vor dem Feinde 
wurde ihm das Militär- Verdienstkreuz zutheil. 

Trost Karl, geb. 7. Sept. 1824 zu Baden 
bei Wien, woselbst sein Vater Bürgermeister war, 
eingetr. 13. März 1837, wurde als Lieut. m. G. 
zu Michael von Schön-Inf. Nr. 49 ausgemustert, 
26. April 1848 Lieut. h. G., 16. März 1849 
Oberlieut., 29. Juli 1854 Hauptm. 2. Gl. bei 
Eduard Fürst zu Liechtenstein-Inf. Nr. 5 und 
starb 8. Juni 1855 zu Baden. 

Van der Sloot von Vaalmingen Eduard, geb. 

zu Prag am 26. April 1826, kam am 16. Oct. 
1836 in die Akademie, wurde am 29. Sept. 1843 
zum Lieut. m. G. ernannt und nach Absolvierung 
des höheren Gurses am 30. Sept. 1844 als Lieut. 
h. G. bei Erzh. Rainer-Inf. Nr. 1 1 eingetheilt, in 
welchem Regimente er in der damaligen Bundes- 
festung Mainz am 1. Juli 1818 zum Oberlieut. 
vorrückte und sich am 18. und 19. Sept. bei dem 
Aufstande in Frankfurt durch die Erstürmung 
zweier Barricaden hervorthat, wofür ihm auch die 
belobende Anerkennung Seiner kaiserl. Hoheit 



des Reichsverwesers Erzherzog Johann zutheil 
wurde. Anfangs Aug. 1849 dem Generalstabe 
zugetheilt und in das Hauptquartier der Armee 
in Ungarn berufen, erfolgte am 19. Nov. 1850 
seine Beförderung zum Hauptm. 2. Gl. im GQMSt. 
mit der Eintheilung bei der 3. Armee, am 
1. Juni 1855 zum Hauptm. 1 . Classe. Während 
dieser Zeit in allen Zweigen des Generalstabs- 
dienstes mit bestem Erfolge verwendet, machte 
er auch die Occupation der Donau fürstenthümer 
1854 bis 1856 im Hauptquartier zu Jassy mit 
und wurde dann bei der Militäraufnahme der 
Wallachei verwendet. Im Feldzuge 1859 befand 
er sich — 25. Juni d. J. zum Major im GQMSt. 
befördert — im Hauptquartier des 10. Armee- 
corps. Nach dem Friedensschlüsse durch vier Jahre 
als Mappierungs-Unter-Director in Galizien und 
Ungarn verwendet, wurde Van der Sloot 2 1 . Nov. 
1865 aus dieser Stellung zur Truppendienst- 
leistung bei Kaiser Franz Joseph-Inf. Nr. 1 ein : 
getheilt, nahm mit diesem Regimente in der 
Brigade Knebel des 10. Armeecorps an dem 
Feldzuge 1866 gegen Preußen theil, war am 
27. Juni im Treffen bei Trautenau, am 28. im 
Gefechte bei Neu-Rognitz und am 3. Juli in der 
Schlacht bei Königgrätz und wurde für seine her- 
vorragend tapferen und sonst verdienstlichen 
vorzüglichen Leistungen in diesem Feldzuge, 
namentlich für das Treffen bei Trautenau, in 
welchem er mit seinem Bataillon trotz des 
mörderischen feindlichen Feuers mit außer- 
ordentlicher Bravour den wichtigen Punkt, den 
Kapellenberg, erstürmte, mit Allerhöchster Ent- 
schließung vom 3. Oct. mit dem Militär- Verdienst- 
kreuze ausgezeichnet Am 16. Aug. 1866 zum 
Oberstlieut. und am 23. April 1869 zum Obersten 
befördert, wurde Van der Sloot am 28. April 
1869 Reserve-Gommandant des Regiments, am 
26. Dec. 1871 Regiments-Commandant von 
Rudolf Freih. v. Ros3bacher-Inf. Nr. 71 und am 
3. Juli 1874 in den erbländischen Adelstand mit 
dem Prädicate „von Vaalmingen* erhoben. Am 
15. Oct. 1876 traf ihn die Ernennung zum Com- 
mandanten der 32. Infanterie-Brigade und auf 
diesem Dienstposten am 1. Mai 1877 die Beför- 
derung zum Generalmajor. Am 16. Mai 1881 
zum Gommandanten der 20. Infanterie-Truppen- 
Division ernannt und am 1 . Nov. d. J. zum Feld- 
marschall-Lieut. befördert, wurde er am 27. Febr. 
1882 Commandant der 15. Infanterie-Truppen- 
Division zuKaschau und bei der am 8. März 1887 
auf sein Ansuchen erfolgten Übernahme in den 
wohlverdienten Ruhestand in Anerkennung seiner 
4ijährigen, im Frieden und Kriege geleisteten 
pflicht getreuen Dienste durch die Verleihung des 



1843. 



93 



Ordens der Eisernen Krone 2. Gl. ausgezeichnet. 
Van der Sloot lebt zu Wien. 

Vetter von der Lilie Karl Graf, ein Sohn 
des 9. Oct. 1833 verstorbenen k. k. Majors 
Karl Grafen Vetter von der Lilie, aus dessen Ehe 
mit Sophie, geb. Gräfin von Dernalh, geb. zu Neu- 
bübel in Mähren 19. Juni 1825, eingetr. 23. Oct. 
1836, verließ die Akademie 31. Juli 1840. Er 
ist der Bruder des zu Graz lebenden Generalmajors 
Gustav Grafen Vetter von der Lilie (Ausmuste- 
rungsjahrg. 1838). Über sein ferneres Schicksal 
gibt Dr. Constant v. Wurzbachs ^Biographisches 
Lexikon des Kaiserihums Österreich", Wien 1884, 
50. Bd., auf S. 238 Auskunft. Nach diesem ver- 
lässlichen Quellenwerke ist Vetter Mitbesitzer 
der Lehenguter Neuhübel , Neu - Sykowetz 
und Kattendorf in Mähren, Grundbesitzer zu 
Homonna im Zempliner und zu Turin, Bisztra 
und Pallene im Unghvärer Gomitate Ungarns. Er 
heiratete am 16. Oct. 1851 Wally, geborene von 
Malter (geb. 25. Aug. 1834), die Schwester der 
Gattin seines Bruders Gustav, ließ sich dann von 
ihr scheiden und vermählte sich mit einer Gräfin 
Serenyi, welcher Ehe eine Tochter, Alexandrine 
(geb. 1. Mai 1858), entstammt. Wenn wir nicht 
irren, so huldigte der Graf in früheren Jahren der 
Poesie; wenigstens finden wir in der Wiener 
Zeitschrift: „Die Gegenwart", 1848, Nr. 65, 
S. 257, einen schwungvollen „Ghruß an Anastasius 
Grün" von Karl Grafen Vetter unterzeichnet. Auch 
mag unter dem Pseudonym Karl Verett, der eben- 
falls in der „Gegenwart" zu wiederholtenmalen 
auftrat, 1848, Nr. 40: „An Zoe"; Nr. 91 : „Der 
heilige Stein", Graf Karl Vetter sich bergen, 
wenigstens ist Verett das Anagramm seines 
Namens. 

Wimmer Eduard,, Sohn eines Güteradmini- 
strators, geb. zu Wien 3. Sept. 1826, eingetr. 
14. Oct. 1836, wurde bei der Ausmusterung 
Lieut. m. G. bei Maximilian Graf v. Auersperg- 
Kürass. Nr. 5, 1. Juli 1848 Oberlieut., 16. Dec. 
1849 Rittm. 2. Gl., 15. Mai 1851 pens. und 
starb zuLivorno 15. April 1852. Wimmer machte 
die Feldzüge 1848 und 1849 mit und erhielt für 
seine verdienstvollen Leistungen in denselben das 
Militär- Verdienstkreuz. 

Wodniansky von Wildenfeld Joseph Freiherr, 
geb. zu Tyczyn in Galizien 9. Sept. 1824, ein- 
getr. 16. Oct. 1836, trat 4. Jan. 1842 aus der 
Militärerziehung. In den Militär-Schematismen 
finden wir ihn schon im Jahre 1 843 als Gadet 
bei Alois Graf v. Mazzuchelli-Inf. Nr. 10, im Jahre 
1847 als Lieut., 1850 als Oberlieut., 1855 als 
Hauptm. in demselben Regimente, seit dem 
Jahre 1863 bei Erzh. Karl Salvator-Inf. Nr. 77 



und seit 2. Sept. 1866 für eine Majors-Fri^dens- 
anstellung in Vormerkung. Am 27. Nov. 1870 
wurde Wodniansky als Titular- Major pens. und 
lebt zu Prag. 

Woracziczky von Pabienitz Heinrich Graf, 

Sohn des 7. April 1829 verstorbenen Johann 
Grafen Woracziczky von Pabienitz, geb. zu Brunn 
22. März 1825, kam 24. Oct. 1836 in die 
Akademie, trat 12. Oct. 1 84 1 aus der Militär- 
erziehung und übernahm später die Verwaltung 
der ihm nach dem Ableben seines Vaters zuge- 
fallenen Fideicommiss-Herrschaft Petrovic in 
Böhmen. Er ist seit 8. Febr. 1853 mit Karoline 
Freiin Izdenczy von Monostor und Komlös ver- 
mählt, welcher Ehe zwei Söhne entsproßen. 
Den erbländisch - österreichischen Grafenstand 
erwarb die Familie mit Diplom des Kaisers 
Josephs II. vom 21. Juli 1783. 

Zaremba Laurenz Ritter von, Sohn eines 
k. k. Officiers, geb. zu Johannesberg in 
Schlesien 24. Nov. 1824, eingetr. 27. Oct. 183G, 
wurde bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. bei 
Johann Freih. v, Paumgartten-Inf. Nr. 21 ein- 
getheilt, 1. Aug. 1847 Lieut. h. G., 16. Juli 1848 
Oberlieut., 27. April 1853 Hauptm. 2. Gl., 
16. Oct. 1857 Hauptm. 1. Classe. Die eigentliche 
kriegerische Laufbahn erschloss sich Zaremba 
mit dem Ausbruche der Revolution in Mailand 
18. März 1848 und es gaben ihm die erbitterten 
Straßenkämpfe der nächsten fünf Tage hin- 
reichende Gelegenheit, sich durch Entschlossen- 
heit und Umsicht bemerkbar zu machen. Er 
wohnte dann der Einschließung, Beschießung 
und Einnahme Wiens bei, machte die Feldzöge 
1848 und 1849 in Ungarn mit und war so 
glücklich, aus dem beinahe zweijährigen Kriegs- 
leben aus 13 Schlachten und Gefechten unge- 
achtet der mannigfaltigsten Verwendungen unver- 
sehrt hervorzugehen. Im Feldzuge 1859 war 
Zaremba am Vorabende der Schlacht bei Solferino 
als Gommandant einer Division zum Aufsuchen 
von Verbindungen befehligt und rückte erst in 
den Morgenstunden des 24. Juli in Solferino ein, 
wo er bei Beginn des Kampfes die Aufgabe 
erhielt, das 6. Bataillon des Kaiser- Jäger-Regiments 
in derVertheidigung der nordwestlichen Zugänge 
Solferinos zu unterstützen. Bis zu seiner hier 
erfolgten schweren Verwundung hielt er durch 
lange Zeit gegen den übermächtigen Feind Stand 
und wurde in Anerkennung seiner an den Tag 
gelegten hervorragenden Tapferkeit 15. Aug. 
1859 mit dem Eisernen Kronen-Orden 3. Gl. aus- 
gezeichnet, welcher Verleihung 24. Dec. 1860 
die statutenmäßige Erhebung in den erblichen 
Ritterstand folgte. Am 1. Dec. 1863 zu Ludwig 



I 



94 



1843, 18U, 



l 



Ritt. v. Benedek-Inf. Nr. 28 transf., rückte' 
Zaremba hier 3. Febr. 1864 zum Major vor und 
war im Feldzuge 1866 mit seinem Bataillon bei 
der Besatzung von Theresienstadt. Nach Ablauf 
der ersten Waffenstillstands-Periode, 27. Juli, 
traf daselbst die Nachricht ein, dass die Opera- 
tionen wieder aufgenommen würden. Um dem 
Feinde namentlich auf seiner Zufuhrslinie einen 
empfindlichen Schaden zuzufügen, wurde Zaremba 
beauftragt, mit seinem Bataillon, */ a Escadron 
Husaren, */ a Batterie und einem Detachement 
Genie- und PionnierTruppen die wohlbewachte 
Eisenbahnbrücke von Neratovic zu sprengen. Noch 

27. Juli mittags wurde der anbefohlene Ausfall 
gegen das acht Meilen entfernte Neratovic ins Werk 
gesetzt, der Feind beim Morgengrauen des 28. in 
seinen Cantonierungen überfallen, geworfen und die 
Brücke zerstört. Am 29. früh kehrte Zaremba mit 
vielen Gefangenen, erbeuteten Waffen und Bagage 
nach Theresienstadt zurück und erhielt für seine 
bei dieser Gelegenheitbewiesene Entschlossenheit 

28. Sept. 1866 die Allerhöchste belobende 
Anerkennung, ist somit zum Tragen der Militär- 
Verdienst-Medaille am Bande des Militär- Verdienst- 
kreuzes berechtigt. Am 22. Dec. 1868 als 



Professor in die Neustädter Militär-Akademie 
berufen, avancierte Zaremba in dieser Anstellung 
23. April 1869 zum Oberstlieut., 29. Oct. 1873 
zum Obersten und rückte zum Truppendienste 
ein. Er übernahm das Reserve-Gommando bei 
Georg V. König von Hannover Inf. Nr. 42 und 
2. Oct. 1875 das Regiments-Commando bei Hein- 
rich Freih. von Hesslnf. Nr. 49, wurde 15. Juni 
1878 Commandant der Wiener-Neustädter Militär- 
Akademie, 1. Nov. 1878 Generalmajor und trat 
1. Oct. 1880 nach kaum zweijähriger, ereignis- 
reicher Thätigkeit an der Spitze dieser Anstalt, 
eines älteren und wieder auftretenden Leidens 
halber, in den Ruhestand. In Anerkennung seiner 
auf diesem Posten sehr ersprießlichen, wie auch 
seiner im Kriege wie im Frieden stets vorzüg- 
lichen Dienste erhielt Zaremba mit Allerhöchster 
Entschließung vom 21. Sept. 1880 den Ausdruck 
der Allerhöchsten Zufriedenheit, somit auch die 
Berechtigung zum Tragen der Militär- Verdienst- 
Medaille am rotben Bande. Er lebt in Znaim. 
Zaremba besitzt seit 1858 das Ritterkreuz 1 . Gl. des 
herzogl. parm. Ludwig-Ordens und seit 1878 das 
Comthurkreuz II. Gl. des königl. hannov. Ernst 
August-Ordens. 



1844. 

30. September. 



Aichelburg Oskar Graf, Sohn des 5. Febr. 
1860 verstorbenen k. k. Kämmerers und Besitzers 
der Herrschaft BSlohrad in Böhmen Alfons 
Grafen Aichelburg, aus dessen erster Ehe mit 
Josepha, geb. Reichsgräfin Schaffgolsche von 
Khynast und Greiffenstein, geb. zu Bölohrad in 
Böhmen 24. Aug. 1827, eingetr. 30. Oct 1837, 
wurde als Lieut. m. G. zu Nikolaus I. Kaiser von 
Russland-Husaren Nr. 9 ausgemustert, 1. Oct. 
1846 zu Wilhelm I. König von Württemberg- 
Husaren Nr. 6 transf., 10. Mai 1848 Oberlieut., 
29. Sept. 1849 Rittm. 2. GL, quitt. 28. Febr. 
1851 mit Beibehalt des Militär-Charakters und 
starb 31. Oct. 1861 zu Budapest. Über Ursprung 
und Abstammung des Geschlechtes Aichelburg, 
sowie über dessen Standeserhöhungen vergl. Karl 
Graf Aichelburg, Ausmusterungsjahrg. 1772. 

Andrässy Joseph Edler von, Sohn eines 
Tabak-Hauptverlegers, geb. zuKaplitz in Böhmen 
11. Mai 1825, eingetr. 16. Oct. 1837, wurde 
bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. bei Gustav 
Wocher-Inf. Nr. 25 eingetheilt, im Febr. 1848 
Lieut. h. G., 11. Febr. 1849 Oberlieut., 20. Juni 
1854 Hauptm. 2. CL, im März 1858 Hauptm. 
l.CL, 1. Sept. 1867 als Titular-Major pens., 



lebt zu Görz. Er machte die Feldzüge 1848 in 
Italien, 1849 in Ungarn, 1859 in Südtirol und 
1866 gegen Preußen mit und erhielt 15. Aug. 
1859 für die erfolgreiche Vertheidigung des For- 
colo-Passes am Stilfser-Joch gegen Garibaldi das 
Militär- Verdienstkreuz. 

Apfaltrer von Apfaltrern Titus Reichsfrei- 
herr, Sohn des 15. Febr. 1844 verstorbenen 
Majors Wenzel Reichsfreiherrn Apfaltrer von 
Apfaltrern, aus dessen zweiter Ehe mit Amalia 
Führer von Haimendorf, geb. zu Lehenrotte in 
Niederösterreich 6. April 1825, eingetr. 22. Oct. 
1837, wurde als Lieut. m. G. zu Heinrich Freih. 
v. Hess-Inf. Nr 49 ausgemustert, 26. April 1848 
Lieut. h. G., 1. Juni 1 849 Oberlieut., 30. Jan. 
1858 Hauptm. 2. Cl., 11. April 1859 Hauptm. 
1. GL, 1. Febr. 1860 zu Franz Freih. v. Paum- 
gartten-Inf. Nr. 76 transf., 31. Aug. 1866 pens., 
starb zu Dirnberg in Niederösterreich 19. April 
1878. Apfaltrer erhielt 21. Mai 1860 für seine 
hervorragend tapferen Leistungen bei Solferino 
(24. Juni 1859) das Militär- Verdienstkreuz. Er 
war k. k. Kämmerer und seit 5. Aug. 1863 mit 
Maria Gräfin Barbo von Waxenstein vermählt, 
aus welcher Ehe zwei Söhne und eine Tochter 



1844. 



95 



entsprossen. Das Geschlecht Apfaltrer von 
Apfaltrern gehört dem bayrischen Uradel an; es 
wurde mit Diplom dd. Wien 2. Jan. 1672 in den 
erbländisch-österreichischen und in den Reichs- 
freiherrenstand erhoben. 

Auersperg Anton Reichsgraf von, Sohn des 
ti9.Febr. 1 848 verstorbenen k.k. Kämmerers, Ober- 
lieutenants a. D. und Postmeisters zu Kaisdorf in 
Steiermark, Karl Heinrich Reichsgrafen von Auers- 
perg, aus dessen erster Ehe mit Theresia Reichs- 
grafin von Khuen-Belasi, geb. zu Graz 16. Aug. 
1824, eingetr. 20. Oct. 1 835, wurde als Lieut. m.G. 
zu Erzh. Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 26 ausge- 
mustert, 1. Sept. 1848 Lieut. h. G., l.Dec. d. J. 
Oberlieut. im 3. steirischen Schützen-Bataillon 
und kam nach Auflösung desselben zu Erzh. 
Siegmund-Inf. Nr. 45, wo er 26. März 1853 zum 
Hauptm. 2. Cl. und 26. Juli 1854 zum Hauptm. 
1. Gl. vorrückte. Auersperg machte den Feldzug 
1859 in Italien mit und ist in der Schlacht bei 
Magenta, 4. Juni 1 859, vor dem Feinde geblieben. 
Für seine Verdienste vor dem Feinde wurde ihm 
mit Allerhöchstem Armeebefehle dd. Verona am 
27. Juni 1859, Nr. 35, nachträglich das Ritter- 
kreuz des Leopold-Ordens zuerkannt. Auersperg 
war k. k. Kämmerer und Deutscher Ordensritter. 
Wegen Ursprung und Abstammung des reichsgräf- 
lichen und fürstlichen Geschlechtes „Auersperg* 
vergl. Wolfgang Reichsgraf von Auersperg, Aus- 
trittsjahrg. 1768. 

Babich Georg Freiherr von, Sohn eines 
Lieutenants, geb. zu St. Rochus in Steiermark 
30. April 1826, eingetr. 19. Oct. 1837, wurde 
als Lieut. m. G. zu Johann Baptist Freih. v.Paum- 
gartten-Inf. Nr. 21 ausgemustert, 10. April 1848 
Lieut. h. G., war im Jahre 1 848 bei dem fünf- 
tägigen Kampfe in Mailand und wurde bei Curla- 
tone 29. Mai schwer verwundet. Am 8. Febr. 
1 849 zum Oberlieut. befördert, kam er zur Armee 
nach Ungarn, wo er in der Schlacht bei Nagy- 
Sarlö 19. April, die Bedeckung der Brigade- 
Batterie bildete und durch sein entschlossenes 
Benehmen die Wegnahme dieser Batterie durch 
den Feind verhinderte, wofür ihm auch das Mili- 
tär-Verdienstkreuz zuerkannt wurde: Am 7. Nov. 
1854 avancierte Babich zum Hauptm. 2. Cl., 
10. April 1859 zum Hauptm. 1. Cl., 25. Juli 
1866 zum Major, machte die Feldzüge 1859 in 
Italien und 1866 gegen Preußen mit und erhielt 
für seine vorzüglichen Leistungen in dem letz- 
teren den Ausdruck der Allerhöchsten beloben- 
den Anerkennung (Allerhöchste Entschließung 
vom 3. Oct. 1866). Am 1. Mai 1867 wurde er 
zu Franz Graf Wimpffen-Inf. Nr. 22 transf., 
25. April 1874 zum Oberstlieut. befördert, l.Jan. 



1875 zum Reserve-Commandanten ernannl und 
rückte auf diesem Dienstposten 1. Mai 1877 zum 
Obersten vor. Am 1. Nov. d. J. kam Babich als 
Regiments - Commandant zu Erzh. Franz Ferdi- 
nand d'Este-Inf. Nr. 32, führte dieses Regiment 
während der Occupation der Hercegovina 1878 
im Entsatzgefechte von Stolac am 21. August, 
bei der Expedition gegen Kojvic und Klobuk, 
sowie bei dessen Cernierung und Beschießung 

24. bis 28. Sept. und wurde in Anerkennung 
der bei diesen Anlässen an den Tag gelegten 
hervorragend tapferen Leistungen am 18. Dec. 
d. J. mit dem Ritterkreuze des Leopold-Ordens 
ausgezeichnet. Inzwischen 1. Nov. 1878 in 
gleicher Eigenschaft zu Johann Graf v. Nobili- 
Inf. Nr. 74 transf., erfolgte am 6. April 1880 
seine Ernennung zum Commandanten der 2. Ge- 
birgs-Brigade und zum Leiter der Bezirksbe- 
hörde in Trebinje. In dieser Eigenschaft leistete 
Babich hervorragende und erspießliche Dienste, 
welche 16. Juli 1881 in der Verleihung des 
Comthurkreuzes des Franz Joseph - Ordens, 
10. April 1882 in der Allerhöchsten Belobung 
und 27. Oct. d. J. in der Verleihung des 
Ordens der Eisernen Krone 2. Cl. die volle 
Anerkennung Seiner Majestät des Kaisers fanden. 
Am 1. Mai 1883 erfolgte seine Beförderung zum 
Generalmajor, im December desselben Jahres die 
statutenmäßige Erhebung in den Freihefrenstand, 

25. Juli 1888 seine Ernennung zum zugetheilten 
General beim 4. Corps-Commando in Budapest, 
auf welchem Dienstposten ihm anlässlich des 
50jährigen Dienstjubiläums in Anerkennung seiner 
jederzeit hingebenden, pflichtgetreuen, im Kriege 
wie im Frieden wiederholt ausgezeichneten Dienst- 
leistung am 21 . Sept. 1 888 der Ausdruck der Aller- 
höchsten Zufriedenheit bekannt gegeben wurde. 
Am 1. Nov. 1888 avancierte Babich zum Feld- 
marschall-Lieut. und starb am 16. Febr. 1890 
zu Budapest 

Banianin Marcus, Sohn eines Oberlieu- 
tenants, geb. zu Svica in der Karlstädter Militär- 
grenze 5. März 1826, eingetr. 19. Oct. 1837, 
wurde als Lieut. m. G. zu Alois Freih. v. Gollner- 
Inf. Nr. 48 ausgemustert und starb als solcher 
im Jahre 1848. 

Bartels von Bartberg Eduard Ritter, Sohn 
eines Oberstlieutenants, geb. zu Krainburg 1 . Mai 
1826, eingetr. 14. Oct. 1837, wurde bei der 
Ausmusterung zum Lieut. m. G. ernannt und 
22. Sept. 1845 nach Absolvierung des höheren 
Curses als Lieut. h. G. zu Menrad Freih. v. 
Geppert-Inf. Nr. 43 eingetheilt, 1. April 1848 
Oberlieut., 21. Febr. 1849 zum GQMSt. transf., 
16. Juli 1849 Hauptm., 7. Juli 1854 Major, 



96 



1844. 



5. Mai 1859 Oberstlieut., 12. März 1860 zu La- 
zarus Freih. v. Mamula-Inf. Nr. 25 und 16. Jan. 
1863 zu Michael Großfürst von Russland-Inf. 
Nr. 26 transf., 1. Jan. 1866 pens., lebtcu Graz. 
Bartels machte den Feldzug 1848 in Italien, 
1849 die Cernierung und Belagerung von Vene- 
dig mit, war bei dem Angriffe auf Brondolo ver- 
wendet und nahm thätigsten Antheil an dem 
Gefechte bei Gonche 26. April d. J. Für seine ver- 
dienstlichen Leistungen in den Feldzügen 1848 
und 1 849 wurde er vom Feldmarschall Radetzky 
mit Armeebefehl vom 11. Juli 1850 öffentlich 
belobt. Im Feldzuge 1859 war Bartels General- 
stabs-Chef beim 7. Armeecorps (Feldmarschall- 
Lieut. Zobel) und erhielt für sein hervorragend 
tapferes Verhalten vor dem Feinde den Eisernen 
Kronen-Orden 3. Gl. (Allerhöchste Entschließung 
vom 15. Juni 1859). Bezüglich der Thätigkeit 
Bartels als Militär-Schriftsteller verweisen wir 
auf die von Dr. Constant v. Wurzbach in seinem 
„ Biographischen Lexikon des Kaiserthums Öster- 
reich 1 ', 22. Th., S. 473, bezeichneten Quellen. 
Der österreichische Adelstand dieser Familie mit 
dem Prädicat „von Bartberg" datiert vom7.Dec. 
1836, der österreichische Ritterstand vom 
25. Mai 1853. 

Battag Ha deSopramonte e Ponte alto Joseph 

Reichsfreiherr, Sohn des 30. April 1863 zu Prag 
verstorbenen Majors a. D. Franz Reichsfreiherrn 
Battaglia de Sopramonte e Ponte alto, aus dessen 
Ehe mit Theresia Talatzko von Gestetitz, geb. zu 
Pisek in Böhmen 21. Juli 1824, kam 26. Oct. 
1837 in die Akademie, ward 10. Oct. 1842 
wegen physischer Gebrechen mit einer Pension 
aus der Militärerziehung entlassen und wendete 
sich später der Verwaltung des ihm zugefallenen 
Ailodialgutes Bratronic bei Blatna in Böhmen zu. 
Er ist seit 26.Nov. 1872 mit Henriette, geborene 
Freiin von Schönau, verwitweten Freifrau Mac 
Enis ab Atter et Iveaghe, Besitzerin des Ailodial- 
gutes Laian-Enis, vermählt und aus dieser Ehe 
entsproßen ein Sohn und eine Tochter. Den 
Reichsfreiherrenstand mit dem obbezeichneten 
Prädicat hat für die Familie Simon Battaglia mit 
Diplom dd. Wien 15. April 1708 erworben. 

Beke Julius, geb. zu Baröt in Siebenbürgen 
7. April 1826, eingetr. 17. Oct. 1837 und ver- 
ließ die Akademie 26. Juli 1840. Beke diente 
später und zwar vom Jahre 1844 bis 1848 als 
Gadet beim 2. Szelder Grenz-Inf.-Reg. Nr. 15 
und ist seither verschollen. 

Belrupt-Tissac Karl Graf, einziger Sohn 
des k. k. Kämmerers und Oberstlieutenants 
Franz Grafen Belrupt-Tissac (Ausmusterungs- 
jahrg. 1 800), aus dessen Ehe mit Antonie, ge- 



borene Gräfin von Sternberg -Budelsdorf, geb. zu 
Pleternica in Slavonien (dem damaligen Garni- 
sonsorte seines Vaters) am 14. Dec. 1826, in die 
Wiener-Neustädter Militär-Akademie eingetr. am 

28. Sept. 1838, wurde am 30. Sept. 1844 zum 
Lieut. m. G. ernannt, mit der Bestimmung, den 
damals bestandenen höheren Curs zu hören. Nach 
Abschluss desselben avancierte derselbe am 

29. Sept. 1845 zum Lieut. h. G. mit der Ein- 
theilung bei Ludwig Freih. Piret de Bihain-Inf. 
Nr. 27 in Graz. Am 25. Juli 1848 zum Ober- 
lieut. im Regimente befördert, verehelichte er 
sich am 19. Febr. 1849 mit der Sternkreuz- 
Ordensdame Emilie Gräfin von Schaerffenberg, ver- 
witweten Gräfin vonAttems und wurde im Februar 
1850 zu dem damals neu errichteten 13. Gen- 
darmerie-Regimente nach Innsbruck als erster 
Regiments-Adjutant übersetzt. Im Juni 1851 zum 
15. Gendarmerie-Regimente nach Padua transf. 
und mit dem Gommando des Flügels in Rovigo 
betraut, erfolgte am 16. Juli 1851 seine Beförde- 
rung zum Rittmeister, sowie am 4. Oct. d. J. 
die Allerhöchste Ernennung zumk.u. k. Kämmerer. 
Am 31. Dec. 1852 schied Belrupt aus dem 
activen Dienste mit Beibehalt des Militär-Cha- 
rakters, wurde im Jahre 1859 auf Kriegsdauer 
reactiviert, bei der Oberleitung der Tiroler Landes- 
verteidigung eingetheilt und nach Abschluss des 
Waffenstillstandes von Villafranca wieder ent- 
lassen, für welche Dienstleistung er durch den 
Ausdruck der Allerhöchsten belobenden Aner- 
kennung und in der Folge durch Verleihung der 
Militär -Verdienst -Medaille am Bande des Militär- 
Verdienstkreuzes ausgezeichnet wurde. Am 
Schlüsse des Jahres 1 866 legte Belrupt den Militär- 
Charakter nieder. Im April 1869 erhielt er in 
Anerkennung verdienstlicher Leistungen auf dem 
volkswirtschaftlichen Gebiete das Gomthurkreuz 
des Franz Joseph- Ordens; am 22. Dec. 1871 
erfolgte seine Ernennung zum Mitgliede des 
Herrenhauses auf Lebensdauer, im Sommer 
1874 die Wahl in den Vorarlberger Landtag, 
gegen Ende 1874 die Wahl in die Grundsteuer- 
Gentralcommission, an deren Arbeiten er her- 
vorragenden Antheil nahm und dafür im Jahre 
1882 mit dem Sterne zum Comthurkreuze des 
Franz Joseph-Ordens ausgezeichnet wurde. Noch 
vorher und zwar im September des Jahres 1878 
wurde er von Seiner Majestät zum Landeshaupt- 
mann in Vorarlberg ernannt, welche Stelle er 
durch zwei Landtagsperioden, das ist von 1878 
bis 1884 und von da bis 1890 bekleidete, und 
in welcher Eigenschaft erimJahre 1884, gelegent- 
lich des Allerhöchsten Besuches Seiner Majestät 
in Bregenz bei Eröffnung der Arlberg-Bahn, mit 



1814. 



97 



dem Orden der Eisernen Krone 2. GL decoriert 
wurde. Belrupt lebt zu Bregenz. 

Beltrame Anton, Sohn eines Gubernial- 
rathes, geb. zu Vicehza 17. Febr. 1826, eingetr. 
12. Oct. 1836, wurde als k. k. Cadet zu Erzb. 
Karl Ferdinand-Inf. Nr. 51 ausgemustert, avan- 
cierte daselbst 1. Oct. 1848 zum Lieut. m. G. 
und verließ 26. Nov. d. J. die Reihen der kaiser- 
lichen österreichischen Armee. 

Benaglia Joseph, geb. zu Bergamo 19. Febr. 
1826, kam 13. März 1837 in die Akademie und 
trat 26. Juni 1840 aus der Militärerziehung. 

Blzard Johann Ritter von, Sohn eines 
Majors, geb. zu Boly in Ungarn 15. März 1826, 
eingetr. 25. Nov. 1837, wurde bei der Ausmuste- 
rung als Lieut. ra. G. zu Karl Freih. v. Fürsten- 
wärtherlnf. Nr. 56 eingeteilt, 26. Sept. 18i7 
Lieut. h. G. , 1. Dec. 1848 Oberlieut., 1. Aug. 
1853 Hauptm. 2. GL, 1. Febr. 1856 Hauptm. 
1. GL, 1. Jan. 1860 zu Friedrich Wilhelm Prinz 
von Preußen - Inf. Nr. 20 transf., 9. Mai 1866 
Major. Etezard machte die Feldzüge 1848, 1849 
und 1859 in Italien, 1866 gegen Preußen mit 
und erhielt für seine Leistungen im letzten Feld- 
zuge mit der Allerhöchsten Entschließung vom 
3. Oct. 1866 den Eisernen Kronen - Orden 
3. Glasse. Er war in den Jahren 1846 und 1817 
Professor an der Regiments -Cadettenschule und 
vom Jahre 1849 bis 1856, dann in den Jahren 
1860 und 1861 Professor und Commandant 
der Regiraents-Gadetten-Abtheilung. Seit 29. Mai 
1867 dem GQMSt. zugetheilt, war B6zard seither 
zur Truppendienstleistung wieder eingerückt, 
avancierte 1. Nov. 1871 zum Oberstlieut. bei 
Heinrich Freih. v. Handel - Inf. Nr. 10, wurde 
1. Febr. 1874 zum Reserve- Commandanten und 
1. Mai 1876 zum Obersten ernannt, am 1. März 
1877 mit Wartegebür beurlaubt, trat 1. Aug. 
1874 in den Ruhestand und starb im Aug. 1890 
zu Troppau. 

Bohn von Blumenstern Johann, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Prag 19. Febr. 1825, 
eingetr. 26. Oct. 1837, wurde als Lieut. m. G. 
zu Joseph Friedrich Freiherr v. Palombini - Inf. 
Nr. 36 ausgemustert, 16. Aug. 1847 Lieut. 
h. G., 1. März 1849 Oberlieut., 16. Sept. 1853 
Hauptm. 2. GL, 1. April 1855 Hauptm. 1. Gl., 
1. Febr. 1860 zu Johann Graf von Nobili-Inf. 
Nr. 74 transf., 9. Mai 1866 Major, 1. Mai 1872 
Oberstlieut. bei Friedrich Freih. v. Kellner -Inf. 
Nr. 4 1 , 1 . Nov. 1 872 zu Johann Graf v. Nobili-Inf. 
Nr. 74 rücktransf., 1. März 1875 auf ein Jahr mit 
Wartegebür beurlaubt, trat 1. April 1877 als 
invalid in den Ruhestand und lebt zu Prag. Bohn 
machte die Feldzüge 1848 und 1849 mit. 

Wr. -NeuaUdter Mil.-Akad. II. 



Caspary Wilhelm, geb. zu Triest 29. April 
1826, eingetr. 16. Oct. 1837, wurde 14. Juli 
1841 vorzeitig als Regimentscadet zu Leopold 
Prinz beider Sicilien-Inf. Nr. 22 ausgemustert und 

10. Aug. 1815 mit Abschied entlassen. 

Csikowski Franz von, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Verona 10. März 1826, eingetr. 
17. Oct. 1837, wurde als Lieut. m. G. zu Hoch- 
und Deutschmeister - Inf. Nr. 4 ausgemustert, 

11. April 1848 Lieut. h. G., 16. Febr. 1849 
Oberlieut., 5. März 1853 Hauptm. 2. Gl. und 
starb 18. Aug. 1854 zu Korneuburg. 

Daun auf Sassenheim und Callaborn Her- 
mann Friedrich Reichsgraf, Sohn des 24. März 
1858 verstorbenen k. k. Kämmerers, Majors und 
Seconde-Wacbtmeisters der Ersten Arcieren-Leib- 
garde Heinrich Reichsgrafen von Daun, aus dessen 
Ehe mit Emma Gräfin von Locatelli, geb.zuBicske 
in Ungarn 18.Jan.1828, eingetr. 21. Dec. 1837, 
wurde als Gadet zuErzh. Franz Joseph-Drag. Nr. 3 
ausgemustert, 16. Febr. 1846 Lieut. bei Friedrich 
Wilhelm III. König von Preußen-Husaren Nr. 10, 
15. Nov. 1849 q. t. zu Erzh. Ferdinand-Husaren 
Nr. 3 transf., am 16. Nov. d. J. Oberlieut., trat 
2 1 . No v .1850 aus dem A rmeeverbande. Die Familie 
Daun gehört dem rheinischen Uradel an und be- 
trachtet einen Adalbero deDuna als ihrenStamm- 
vater, der in des Erzbischofs Udo von Trier Stifls- 
briefe für das St. Simeonsstift vom Jahre 1075 
als Zeuge aufgeführt erscheint. Die Siammesfolge 
von diesem bis auf den im Jahre 1671 ver- 
storbenen k. k. Obersten Philipp Ernst von Daun, 
welcher vom Kaiser Ferdinand III. am 13. Dec. 
1655 in den Reichsgrafenstand erhoben wurde 
und von da ab bis auf den heutigen Tag ist 
urkundlich nachgewiesen. 

Dawidowsky von Rudzina Karl, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Buccary im Küstenlande 
28. Dec. 1823, eingetr. 18. Oct. 1835, wurde 
als k. k. Cadet zu Leopold Prinz beider Sicilien- 
Inf. Nr. 22 ausgemustert, 17. Febr. 1848 Lieut, 
4. Juni 1849 Oberlieut., 4. Febr. 1858 Hauptm. 
2. GL, 1. Mai 1859 Hauptm. 1. Gl., 1. Febr. 
1860 zu Karl Ritt. v. Franck-Inf. Nr. 79 transf., 

1. Febr. 1867 pens., erhielt 8. Juni 1868 den 
Majors-Gharakter. Er starb 5. Aug. 1887 zu 
Pressburg. 

Fidler Edler von Isarborn Adolf, Sohn eines 

Hauptmannes, geb. zu Wr. - Neustadt in Nieder- 
österreich 20. Nov. 1825, eingetr. 16. Oct. 1837, 
wurde als Lieut. in. G. zuEugenGraf v.Haugwitz- 
Inf. Nr. 38 ausgemustert, 8. Dec. 1847 Lieut. 
h. G., 21. Mai 1818 Oberlieut., 7. Nov. 1850 
Hauptm. 2. GL, 4. Juni 1853 Hauptm. 1. CK, 

2. April 1859 zu Alois Graf v. Mazzuchelli - Inf. 



98 



1844. 



Nr. 10 transf., 11. Juni 1866 Major bei Ernst 
Ritt. v. Hartung-Inf. Nr. 47. Fidler machte die 
Feldzöge 1848, 1849 in Italien im Boten jäger- 
Gorps, 1866 gegen Preußen mit und erhielt 
3. Oct. 1866 für seine hervorragend tapferen 
Leistungen in letzterem Feldzuge die Allerhöchste 
belobende Anerkennung. Während der nun folgen- 
den Friedensjahre bei der Militär - Mappierung, 
später alsMappierungs-Director im Militär-geogra- 
phischen Institute verwendet, erhielt Fidler zufolge 
Allerhöchster Entschließung vom 1. Aug. 1870 
(Personal - Verordnungsblatt Nr. 32 vom 8. Aug. 
1 8 70) in Anerkennung der hervorragend verdienst- 
lichen Leistungen bei der Triangulierung, Map- 
pierung und bei kartographischen Arbeiten das 
Militär - Verdienstkreuz und wurde 1. Nov. 1872 
zum Oberstlieut. auf diesem Dienstposten beför- 
dert. Am 11. Febr. 1874 erfolgte seine Ein- 
theilung zu Rudolf Ritt. v. Rossbacher-Inf. Nr. 71, 
mit der Bestimmung zur Truppendienstleistung, 
1. Juni 1876 seine Ernennung zum Reserve- Com- 
mandanten bei Erzherzog Ludwig Salvator - Inf. 
Nr. 58, 1. Nov. 1876 seine Beförderung zum 
Oberst und 22. März 1877 seine Ernennung zum 
Regiments - Gommandanten, in welcher Eigen- 
schaft er im Jahre 1878 an der Occupation 
Bosniens und der Hercegovina theilnahm. Am 
16. Jan. 1879 wurde Fidler in gleicher Eigen- 
schaft zu Karl Ludwig Herzog von Parma - Inf. 
Nr. 24 transf., 15. April 1882 zum Comman- 
danten der 30. Infanterie-Brigade zu Miskolcz und 
mit 1 . Nov. desselben Jahres zum Generalmajor 
ernannt, trat 1. Juli 1887 auf eigenes Ansuchen 
als Titular - Feldmarschall - Lieutenant in den 
Ruhestand und starb in Wien 6. Nov. 1887. 

Gareiss von Döllitzsturm Heinrich, war 
der älteste Sohn des mit Diplom dd. Wien 
21. März 1856 mit dem vorbezeichneten Prädi- 
cate in den Adelstand erhobenen pensionierten 
Hauptmannes Franz Gareiss, welcher sich be- 
sonders bei der Erstürmung des Dorfes Döllitz in 
der Schlacht bei Leipzig ausgezeichnet hatte und zu 
Prag 24. Jan. 1826 geb., eingetr. 26. Oct. 1837, 
wurde als Lieut. m. G. zu Arthur Herzog von 
Wellington - Inf. Nr. 42 ausgemustert, 18. Sept. 
1847 Lieut. h. G., 10. Febr. 1849 Oberlieut., 
1 . Oct. 1 852 zu Eugen Graf v. Haugwitz-Inf.Nr. 38 
transf., 2. Jan. 1854 Hauptm. 2. Gl., 20. Dec. 
1856Hauptm. 1. Gl., 20. März 1868 Major bei 
Joseph Freih. v. Philippovid-Inf. Nr. 35 und starb 
30. Dec. 1870 zu Prag. Gareiss besaß seit 3. Jan. 
1868 das Ritterkreuz des königl. sächs. Albrecht- 
Ordens. 

Gastgeb Edler von Kriegerstreu Peregrin, 

Sohn eines Hauptmannes, geb. zu Iglau in Mähren 



10. Nov. 1825, eingetr. 14. Oct. 1837, wurde 
30. Sept. 1844 zum Lieut. m. G. ernannt und 
nach Absolvierung des höheren Gurses 22. Sept 
1845 als Lieut. h. G. bei Leopold Großherzog 
von Baden - Inf. Nr. 59 eingetheilt, 1. Juli 1848 
Oberlieut. im GQMSt., 16. Febr. 1850 zu Felix 
Fürstzu Schwarzenberg-Inf. Nr. 2 1 transf , 20.Nov. 

1850 Hauptm. 2. Gl.beiAlois Grafv. Mazzuchelli- 
Inf.Nr. 10, 23.Aug. 1854 Hauptm. 1. Gl., 31. Jan. 
1858 zu Eugen Grafv. Haugwitz - Inf. Nr. 38, 
1. Febr. 1860 zu Wilhelm Freih. v. Grueber-Inf. 
Nr. 54 transf., 1. Juli 1863 pens. und starb 
9. Sept. 1865 zu Wien. Gastgeb hatte im Oct 
1848 die Einnahme von Wien, 1849 die Cernie- 
rung von Komorn, mehrere kleine Gefechte auf 
der Insel Schutt, dann die Einnahme von Raab 
(28. Juni 1849), das Gefecht bei Szegedin, die 
Schlacht bei Szöreg (5.) und jene bei Temesvär 
(9. Aug. 1849) mitgemacht. 

Goffin Edler von Gotthardsburg Hermann, 

Sohn eines Hauptmannes, geb. zu Prag 18. April 
1826, eingetr. 18. Sept. 1837, wurde als k. k. 
Gadet zu Joseph Friedrich Freih. v. Palombini- 
Inf. Nr. 36 ausgemustert, 14. Aug. 1846 mit 
Abschied entlassen. Am 27. April 1849 als 
Gemeiner freiwillig zu Ludwig Ritt. v. Benedek- 
Inf. Nr. 28 assentiert, avancierte Goffin daselbst 
1. Juni 1849 zum Lieut. m. G. und trat 10. April 
1855 aus dem Armeeverbande. 

Hampel von Waffenthal Karl , Sohn eines 
Majors, geb. zu Wien 22. Juli 1825, eingetr. 
26. Oct. 1837, wurde als Lieut. m. G. zu Erzh. 
Franz Karl-Inf. Nr. 52 ausgemustert, 3. Mai 1848 
Lieut. h. G., 1. Oct. 1848 Oberlieut, 2. Febr. 

1851 Hauptm. 2. GL, 15. Oct. 1852 zeitlich 
pens., 23. Juli 1854 als Hauptm. 1. Gl. wieder 
eingetheilt, 1. Aug. 1863 in den Pensionsstand 
rückversetzt und starb 5. Juni 1883 zu Agram. 
Hampel hatte die Feldzüge 1848 und 1849 in 
Italien, sowie im Jahre 1859 die Besetzung von 
Südtirol mitgemacht. 

Heimbach Edler von Ethlersheim Alexan- 
der, Sohn eines Oberzeugwartes, geb. zu Esseg 
21. Febr. 1826, eingetr. 23. Oct. 1837, wurde 
als k. k. Gadet zu Emil Prinz von Hessen und 
bei Rhein-Inf. Nr. 54 ausgemustert, 3. Jan. 1848 
Lieut. m. G., 1. Juli 1849 Oberlieut., 7. Aug. 
1854 Hauptm. 2. Gl., 5. April 1859 Hauptm. 
1. GL, 30. Mai 1866 Major. Er hat mit seinem 
Regimente im Jahre 1818 am 26. April den 
Straßenkampf in Krakau, ferners in Italien 20. Juli 
die Kanonade von Ostiglia, 24. Juli das Gefecht 
bei Sommacampagna, in welchem er verwundet 
wurde, mitgemacht; ebenso 1849 in Ungarn und 
zwar 23. Febr. den Angriff auf Heteny, 20. Juni 



1844. 



99 



das Gefecht bei Pered, 28. Juni die Einnahme 
von Raab, 2. und 11. Juli die Schlachten bei 
Komorn, hierauf die Cernierung dieser Festung 
bis zu deren Übergabe am 4. October. Im Jahre 
1859 war Heimbach mit der Organisation des 
mährischen Freiwilligen-Schützen- Corps betraut, 
kam aber in keine feindliche Gelegenheit; im 
Feldzuge 1 866 kämpfte er in der Schlacht bei 
Gustoza, 24. Juni, und erhielt für seine hervor- 
ragend tapferen Leistungen bei dieser Gelegen- 
heit den Ausdruck der Allerhöchsten belobenden 
Anerkennung und demzufolge auch im Jahre 
1890 die Militär - Verdienst-Medaille am Bande 
des Militär- Verdienstkreuzes. Am 30. Oct. 1872 
erfolgte die Beförderung Heimbachs zum Oberst- 
lieut. bei Ludwig Ritt. v. Benedek-Inf. Nr. 28, im 
Oct. 1874 die Ernennung zum Reserve- Comman- 
danten; am 1. Nov. 1876 wurde er Oberst, 

1. März 1877 Regiments-Gommandant, 1. März 
1882 Commandant der 21. Infanterie - Brigade 
und auf diesem Dienstposten l.Nov. d. J.General- 
major. Am 1. Mai 1884 trat Heimbach in den 
Ruhestand und starb zu Wien l. Nov. 1891. Er 
besaß auch den königl. preuß. Kronen - Orden 

2. GL, das Gommandeurkreuz des königl. ital. 
St. Mauritius- und Lazarus-Ordens und das Offi- 
cierskreuz des pers. Sonnen- und Löwen-Ordens. 
Am 20. Juni 1876 wurde er in den österreichi- 
schen Adelstand mit dem Prädieale .Edler von 
Ethlersheim" erhoben. 

Helle Ludwig, Sohn eines Oberlieutenants, 
geb. zu Debowiec in Galizien 16. Oct. 1825, 
eingetr. 11. Oct. 1837, wurde als Lieut. m. G. 
zu Joseph Freih. v. Koudelka - Inf. Nr. 40 aus- 
gemustert, 1. März 1848 Lieut. h. G., 7. Jan. 
1849 Oberlieut., 22. März 1853 Hauptm. 2. Gl., 
1. Jan. 1858 Hauptm. 1. GL, 11. Juni 1866 
Major, 1 .Aug. d. J. zu Franz Freih. v. Gorizzutti-Inf. 
Nr. 56 transf., 1. Febr. 1868 pensioniert. Am 
19. Oct 1876indennichtactiven Stand desLand- 
wehr-Bat. Krakau Nr. 52 übersetzt, wurde Helle 
mit Urtheil des Schwurgerichtshofes Krakau vom 
1. Oct. 1879 des, in seiner Eigenschaft als Post- 
meister in Krzeszowice angeblich begangenen Ver- 
brechens der Veruntreuung und der Verleumdung 
schuldig erkannt und über ihn vom k. k. Obersten 
Gerichts- und Gassati onshofe unterm 6. März 
1880 die Strafe des schweren Kerkers in der 
Dauer von drei Jahren verhängt, daher auch 
seitens des Landwehrgerichtes Lemberg die 
Gassation der Majors- Charge eintrat. Auf Grund 
der im Jahre 1881 wieder aufgenommenen Unter- 
suchung nach erwiesener Schuldlosigkeit roha- 
biliert erklärt, wurde er aus der schon über 
ein Jahr andauernden Strafhaft entlassen und 



ihm nicht bloß die früher bezogene Pension 
mit dem Einstellungstage, sowie eine Post- 
meistersstelle zuerkannt, sondern auch mit Aller- 
höchster Entschließung vom 12. Juni 1882 
die früher bekleidete Charge eines Majors im 
nichtactiven Stande des Landwehr - Bat. Krakau 
Nr. 52 mit dem vorher innegehabten Range ver- 
liehen. Er starb am 24. Jan. 1886 zu Krosno in 
Galizien. Vergl. auch Mayrhofer von Grünbühel, 
Ausrausterungsjahrg. 1836. Helle hat die Feld- 
züge 1848, 1849 und 1859 in Italien, 1866 
gegen Preußen mitgemacht und für vorzügliche 
Leistungen in dem letzteren die Allerhöchste be- 
lobende Anerkennung erhalten. 

Herdliczka Leo, Sohn eines Rittmeisters, 
geb. zu Jalub in Mähren 26. Jan. 1826, eingetr. 
14. Oct. 1837, wurde als Lieut. m. G. zu Gustav 
Prinz von Wasa-Inf. Nr. 60 ausgemustert, rückte 
im Jahre 1 848 zum Oberlieut. vor, trat später 
in Civil-Staatsdienste und war längere Zeit Inge- 
nieur bei der k. k. Statthalterei zu Wien mit der 
Dienstein theilung bei der Bezirkshauptmannschaft 
in Wiener-Neustadt. 

Hettinger Victor, Sohn eines Majors, geb. 
zu Prag 16. Dec. 1825, eingetr. 22. Oct. 1837, 
wurde als Lieut. m. G. zu Franz Graf v. Kheven- 
hüller-Metsch-Inf. Nr. 35 ausgemustert, 27. Nov. 

1847 Lieut. h. G., 1 7 . Dec. 1 849 Oberlieut., 4. Juni 
1854 Hauptm. 2. Gl., 1. März 1859 Hauptm. 
1. GL, 1. März 1864 pens. und lebt zu Agram. 
Er machte die Feldzüge 1848 und 1849 in Un- 
garn mit. 

Hocheisel Adolf, Sohn eines Rittmeisters, 
geb. zu Budweis in Böhmen 29. Nov. 1826, 
eingetr. 23. Sept. 1838, wurde als Lieut. m. G. 
zu Michael Freih. v. Mihalievits-Inf. Nr. 57 aus- 
gemustert, 17. Juli 1847 Lieut. h. G., 1. Dec. 

1848 Oberlieut., 1. Juli 1849 pens. und starb 
10. Dec. d. J. zu Brunn. 

John Aygust, Sohn eines Capitänlieutenants, 
geb. zu Brück an der Leitha in Niederösterreich 
18. Juli 1825, eingetr. 16. Oct. 1837, wurde 
als k. k. Gadet zu Heinrich Gonstantin Freih. v. 
Herbert-Rathkeal-Inf. Nr. 45 ausgemustert und 

1. Sept. 1848 als Lieut. m. G. zu Alois Graf v. 
Mazzuchelli-Inf. Nr. 10 übersetzt. Er avancierte 
im Regimente 16. März 1849 zum Lieut. h. G., 

2. Nov. 1854 zum Oberlieut., 13. Mai 1859 
zum Hauptm. 2. Gl. und starb 1. März 1&61 zu 
Wien. 

Jovanovic 2ivoin, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Jablanac in der Militärgrenze 
10. Juli 1824, eingetr. 13. Oct. 1836, wurde 
als Lieut. m. G. zum 9. Jäger-Bat. ausgemustert, 
21. April 1848 Lieut. h. G., 26. Juli d. J. Ober- 



100 



1844. 



lieut, 1. Jan. 1851 Hauptm. 2. Cl., 1. Nov. 
1852 Hauptm. 1. GL, 1. Juni 1859 Major beim 
Temesvärer Freiwilligen-Bataillon, 1. Oct. 1859 
q. t. zum Peterwardeiner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 9, 

1. Oct. 1860 zum Titler Grenz-Inf.-Bat. transf., 
starb 1. Sept. 1866. Jovanoviö hatte die Feldzöge 
1848 und 1849 in Italien mitgemacht. 

Kämpf Karl, Sohn eines Oberlieutenants, 
geb. zu Budweis in Böhmen 15. Jan. 1826, ein- 
getr. 17. Oct. 1837, wurde bei der Ausmuste- 
rung als Lieut. m. G. zu Emil Prinz von Hessen 
und bei Rhein-Inf. Nr. 54 eingetheilt, 21. April 
1848 Lieut. h. G., 1. März 1849 Oberlieut., 
16. Jan. 1854 Hauptm. 2. Gl., 7. Aug. d. J. 
Hauptm. 1. Gl., 1. Juni 1862 pens. und starb 
27. Juni 1890 zu Königl. Weinberge bei Prag. 
Er machte die Feldzuge 1848 und 1849 in 
Italien, die Belagerung Venedigs bei Brondolo, 
dann 1859 das Vorpostengefecht an der Sesia 

9. Mai, sowie die Schlachten beiMagenta 4. Juni 
und Solferino 24. Juni mit. 

Kochen Gustav Edler von, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Muszka in Ungarn 15. Juli 
1825, kam 18. Oct. 1837 in die Akademie, 
wurde 30. Sept. 1 844 zum Lieut. m. G. ernannt 
und nach Frequentierung des höheren Gurses 
am 22. Sept. 1845 als Lieut. h. G. zu Ferdinand 
Graf v. Geccopieri-Inf. Nr. 23 eingetheilt, avancierte 
19. Oct. 1848 zum Oberlieut., 1. Dec. 1850 zum 
Hauptm. 2. Gl., 1. Mai 1851 zum Hauptm. 1. GL, 
trat 1. Aug. 1856 in den Ruhestand und starb 

10. April 1866 zu Pressburg. 

Kolowrat - Krakowsky-Novohradsky Ernst 

Reichsgraf von, Sohn des 12. Oct. 1826 verstorbe- 
nen Ernst Reichsgrafen von Kolowrat-Krakowsk^, 
aus dessen Ehe mit Anna von Stropnitzky, geb. 
zuPisek30.Märzl827, eingetr. 29. Oct. 1837, 
wurde bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. zu 
Erzh. Ferdinand-Inf. Nr. 16 eingetheilt, im Oct 
1847 Lieut. h. G., im April 1849 Oberlieut., 

2. Jan. 1850 Hauptm. 2 GL, 15.* Juni 1854 
Hauptm. 1. GL, trat am 30. Juni 1859 in den 
Ruhestand und lebt zu Schönpriesen in Böhmen. 
Er machte die Feldzüge 1848 und 1849 in 
Ungarn mit. Er gehört dem 1 . Ast (Novohradsky- 
sches Majorat) der 1. Linie Kolowrat-Krakowsky 
an, welche ihre Benennung von dem Schlosse 
Krakowec im Rakonicer Kreise Böhmens ange- 
nommen hat. Die „ Kolowrat* sind eines der 
ältesten und angesehensten Adelsgeschlechter 
Österreichs und jedenfalls slavischen Ursprungs, 
welchen dasselbe von Wladislaw, Fürsten des 
Luker (Saatzer) Gebietes ableitet Den Namen 
Kolowrat (Radwender), soll nach einer alten Sage 
einer der Vorfahren dieses Geschlechtes von 



seinem Landesfürsten erhalten haben, als er 
diesem, durch das Eingreifen in die Speichen 
des Wagens, welchen er mit dem durchgehen- 
den Gespann am Rande eines Abgrundes mit 
herkulischer Gewalt noch zur rechten Zeit auf- 
zuhalten vermochte, das Leben rettete. That- 
sächlich führt das ganze Geschlecht ein Rad in 
seinem Wappen. Ausführliche Nachrichten über 
dieses Geschlecht bringen die verschiedenen 
Jahrgänge des „Gothaischen genealogischen 
Taschenbuchs der gräflichen Häuser" sowie das 
„historisch heraldische Handbuch" hierzu (Gotha, 
Justus Perthes). Was die verschiedenen Adels- 
stufen anbelangt, so erscheint schon der am 
5. Juli 1381 zu Prag verstorbene Oberstburggraf 
Albert Kolowrat als Freiherr. Der Reichsgrafen- 
stand des gegenwärtig blühenden Geschlechtes 
datiert vom 25. Aug. 1671, der böhmische 
Grafenstand vom 14. Nov. 1674. 

Körber Franz von, geb. zu Wien 18. Aug. 
1826, eingelr. 29. Oct. 1837 und starb 5. Dec. 
1842 in der Akademie. 

Llldolf Karl Otto Reichsgraf von, Sohn des 

14. April 1863 verstorbenen Feldmarschall - 
Lieutenants Franz Reichsgrafen von Ludolf, geb. 
zu Linz 9. Aug. 1825, kam 28. Oct. 1837 in 
die Akademie und trat 20. Aug. 1841 aus der 
Militärerziehung, 10. Aug. 1843 aber in Militär- 
dienste als Cadet bei Gustav Wilhelm Prinz von 
Hohenlohe-Langenburg-Inf. Nr. 17 ein und wurde 

15. Jan. 1845 Lieut, 1. Mai 1847 Oberlieut 
und Adjutant des zweiten Regimentsinhabers 
von Erzh. Ludwig-Inf. Nr. 8, Feldzeugmeister 
Ignaz von Gerhardi, in welcher Dienstleistung 
er bis zu der am 15. März 1849 erfolgten 
Beförderung zum Capitänlieut. verblieb. Am 
1 5. Mai 1859 kam Ludolf als Major zu Gonstantin 
Großfürst von Russland-Inf. Nr. 18, rückte da- 
selbst 30. Mai 1866 zum Oberstlieut vor, trat 
1. Febr. 1868 in den Ruhestand und lebt zu 
Pressburg. Er nahm an dem Feldzuge 1848 in 
Südtirol, 1859 an der Küstenvertheidigung in 
Istrien und am Feldzuge 1866 gegen Preußen 
thätigen Antheil. Ludolf war in erster Ehe mit 
Auguste Foigt von Foitenburg vermählt und 
heiratete nach deren am 29. April 1886 erfolgten 
Ableben am 10. Nov. d. J. in zweiter Ehe Rosa 
von Ször6nyi. Den Reichsgrafenstand erwarb die 
Familie gleichzeitig mit dem erbländisch-öster- 
reichischen Grafenstand mit Diplom dd. Wien 
30. Nov. 1778. 

Mainone von Mainsberg Wilhelm, Sohn 

eines Oberstlieutenants, geb. zu Krems in Nieder- 
österreich 27. Oct. 1826, eingetr. 22. Sept. 
1838, wurde bei der Ausmusterung Lieut. m. G. 



1844. 



101 



bei Erzh. Karl-Inf. Nr. 3, 11. April 1848 Lieut. 
h. G., 10. Oct. d. J. Oberlieut., 16. Oct 1854 
Hauptm. 2. GL, 1. Febr. 1857 zum 8. Jäger-Bat. 
transf., 3. Juni d. J. Hauptra. 1. Gl., 10. Juni 
1859 q. t. zum 26., 1. Oct. 1860 zum 6., end- 
lich 5. Juli 1866 als Major zum 14. Jäger-Bat. 
transf., machte die Feldzüge 1848 und 1849 in 
Italien, 1859 die Küsten vertheidigung im Vene- 
dänischen und 1866 den Feldzug gegen Preußen 
mit Seine ausgezeichneten Leistungen vor dem 
Feinde in den Jahren 1848 und 1849 erwarben 
ihm die Allerhöchste belobende Anerkennung und 
in der Folge das Militär-Verdienstkreuz. Am 1. Mai 
1872 avancierte Mainone zum Oberstlieut, wurde 
1. Mai 1876 zum Reserve-Commandanten beim 
Warasdiner Inf.-Reg. Gustav Freih v. Wetzlar 
Nr. 16, 1. Nov. 1876 zum Oberst, 25. Juni 1877 
zum Regiments-Commandanten bei Siegmund 
Freih. v. Reischach-Inf. Nr. 2 1 ernannt, führte die- 
ses Regiment mit großer Auszeichnung während 
der Occupation Bosniens und der Hercegovina im 
Jahre 18 78, namentlich in den Gefechten beiLivno 
26. bis 28. Sept und wurde in Anerkennung 
hervorragend tapferer Leistungen in diesem Feld- 
zuge zu Folge Allerhöchster Entschließung vom 
3. Dec. 1878 mit dem Orden der Eisernen Krone 
3. Cl. decoriert. Am 1. Dec. 1878 wurde Mainone 
krankheitshalber mit Wartegebür beurlaubt, 
trat 1. März 1879 als invalid in den Ruhestand 
und lebte seither zu Budweis, wo er auch starb. 

Malkowsky Edler von Dammwaiden Ignaz, 

Sohn eines Generalmajors, geb. zu Rovigo 12. März 
1827, eingetr. 26. Sept. 1838, wurde bei der 
Ausmusterung als Lieut. m. G. zu Leopold Groß- 
herzog von Baden-Inf. Nr. 59 eingetheilt, 1 1. April 
1848 Lieut h. G., 30. April d. J. zu Prinz von 
Preußen -Inf. Nr. 34 transf., 1. Mai 1848 Ober- 
lieut., 1 5. Juli 1 848 zu Karl Freih. v. Fürsten- 
wärther-Inf. Nr. 56 transf. und starb 2. Juli 1849 
zu Sellye. 

Matassovic Franz, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Stitar in Böhmen 23. Oct. 1825, 
eingetr. 2. Dec. 1837, wurde als Lieut. m. G. zu 
Dom Miguel Herzog vonBraganza-Inf.Nr. 39 aus- 
gemustert, nickte in diesem Regimen te bis zum 
Oberlieut. vor, kam 1. Juni 1849 zum 2. Banal- 
Grenz-Inf.-Reg. Nr. 11, wurde 5. Juni 1859 
Hauptm. 2. Cl. und starb 17. Jan. 1862 zu 
Derliaca. 

Miklic von Straussenfeld Ludwig, Sohn 

eines Hauptmannes, geb. zu Drenovce im Peter- 
wardeiner Grenz-Regimentsbezirke 7. Dec. 1825, 
eingetr. 15. Oct. 1837, wurde als Lieut. m. G. 
zu Erzh. Leopold-lnf. Nr. 53 eingetheilt, 30. Sept. 
1844 zum Broder Grenz -Inf.-Reg. Nr. 7 transf., 



1. Juli 1848 Lieut. h. G., 19. Jan. 1849 Ober- 
lieut., 29. Mai 1852 Hauptm. 2. GL, 1. Febr. 
1854 Hauptm. 1. GL, 1. Nov. 1863 pens., lebt 
zu Vinkovce. 

M Ulier Moriz, Sohn eines Oberlieutenants, 
geb. zu Prag 2. Sept. 1825, eingetr. 13. Oct. 1837, 
wurde bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. 
zu Wilhelm Prinz von Preußen-Inf. Nr. 34 einge- 
theilt, im Jahre 1848 Lieut. h. G., 1849 Oberlieut. 
bei Anton Graf v. Kinsky-Inf. Nr. 47, 1850 zu Maii- 
milian Freih. v. Wimpffen-Inf. Nr. 13 transf. und 
quitt, daselbst im Jahre 1854 den Militärdienst 
ohne Beibehalt des Officiers-Charakters. Im Jahre 
1854 trat Müller bei Heinrich Freih. v. Ross- 
bach-Inf. Nr. 40 erneuert in Militärdienste, rückte 
daselbst in demselben Jahre zum Lieut. m. G., 
1859 zum Lieut. h. G. vor, trat im Jahre 1861 
in Pension und starb 15. Oct. 1876 zu Graz. Er 
machte die Feldzüge 1848 und 1849 in Sieben- 
bürgen mit. 

N6meth Adolf, Sohn eines Majors, geb. zu 
Tarnöw in Galizien 30. Juni 1825, kam 18. Oct. 
1837 in die Akademie, wurde als Lieut. m. G. 
zu Alexander I. Kaiser v. Russland-Inf. Nr. 2 aus- 
gemustert, 16. Mai 1848 Lieut. h. G., 16. Oct. 
1848 Oberlieut. und trat 30. Oct. d. J. als 
Hauptm. des Generalstabes in die Reihen der 
ungarischen Armee. In dieser Stellung war er 
anfänglich beim Kriegs -Ministerium, sodann bei 
der Theiß -Armee und später in Siebenbürgen, 
theils im Kampfe gegen die Wallachen, theils bei 
der Belagerung von Karlsburg verwendet. Nach 
Unterdrückung der Revolution wurde N£meth zu 
15jährigen Festungsarreste verurtheilt und nach 
Munkacs abgeführt, im Aug. 1852 aber von Sei- 
ner Majestät dem Kaiser begnadigt. Im Dec. 1857 
trat N£ineth in die Dienste der Staatsbahn, wurde 
daselbst im Jahre 1861 Bureau -Sous- Chef und 
verließ diese Anstellung im Nov. 1866, um sich 
literarischen Arbeiten zu widmen, deren Inhalt 
hauptsächlich die Interessen des Staates den 
Eisenbahnverwaltungen gegenüber vertheidigte. 
Die von ihm im Jahre 1867 herausgegebene Bro- 
schüre : „Der §. 70 der Eisenbahn - Betriebsord- 
nung" bekämpft die von den Eisenbahnverwal- 
tungen an die Staatsverwaltung im Jahre 1866 
gestellten Entschädigungsansprüche. Auch die 
Broschüre: „Der Militär-Tarif auf den österrei- 
chischen Eisenbahnen, beleuchtet als Beitrag zu 
Ersparnissen im Staatshaushalte'' stammt aus 
N&neths Feder. Erneuert in die Dienste der Staats- 
bahn getreten, wurde N6meth im Jahre 1 869 zum 
Bureau-Ghef der Alföld-Fiumaner Eisenbahn er- 
nannt und wirkte in dieser Stellung auch durch 
journalistische Beiträge im Tarifwesen. 



102 



18i4. 



Neuber August, wurde als Sohn eines k.k. 
Hauptmannes zu Groß-MeseritschinMähren4.Aug. 
1826 geboren, trat am 19. Sept. 1838 auf Grund 
der abgelegten Aufnahmsprüfung gleich in den 
2. Jahrgang der Akademie, wurde 30. Sept. 
1844 zum Lieut. m. G. ernannt, nach Absolvie- 
rung des höheren Gurses als Lieut. h. G. bei 
Julius Freih. v. Haynau-Inf. Nr. 57 eingetheilt 
und 1. Juli 1848 zum Oberlieut. befördert. Am 
23. März 1849 zum GQMSt. übersetzt, diente er 
in demselben ununterbrochen durch 20 Jahre 
und avancierte daselbst 22. Oct. 1850 zum 
Hauptm., 17. April 1859 zum Major, 7. März 
1862 zum Oberstlieut., endlich 9. Mai 1866 zum 
Obersten. Er machte die Feld zöge 1848, 
1849, 1859 in Italien, 1866 gegen Preußen mit 
und erhielt für seine Leistungen in der Schlacht 
bei Magenta am 3. Juli 1859 die Allerhöchste 
belobende Anerkennung, für seine Leistungen in 
der Schlacht bei Solferino aber 15. Aug. d. J. 
den Eisernen Kronen -Orden 3. Glasse. Schon 
frühzeitig wurde Neuber durch besondere Ver- 
wendungen ausgezeichnet. Im Wintersemester 
1846/47 war er als Lehrer in der Regiments- 
Gadettenschule, im Mai 1848 bei dem Truppen- 
Detachement des Oberstlieut. von Tham gegen 
die Crocciati des Brentathales in Bassano zum 
Generalstabsdienst commandiert. In dieser Ver- 
wendung führte er mit einem Zug Uhlanen eine 
Recognoscierung in der Richtung gegen Vicenza 
aus, um die Ursache des von dort vernehmbaren 
heftigen Kanonendonners zu erfahren. Als er an 
dem ihm hierzu festgesetzten Endpunkte angelangt, 
keine ausreichende Auskunft erhielt, der denUhla- 
nenzug befehligende Officier aber zürn weiteren 
Vordringen nicht zu bewegen war, setzte Neuber 
seine Recognoscierung in einer requirierten Timo- 
nella allein fort und war so glücklich bei Vicenza 
in demselben Augenblick anzukommen, als die 
kaiserlichen Truppen nach hartem Kampfe begon- 
nen halten, in die Stadt zu rücken. Nur mit großen 
Schwierigkeiten gelang es ihm hierbis zum General- 
stabs-Chef Generalmajor von Hess zu dringen und 
er trat den Rückweg in seiner Timonella erst 
dann an, als ihm dieser kurze Notizen über die 
Geschehnisse des Tages und über die demnächst 
beabsichtigten Bewegungen der Armee in sein 
Notizbuch dictiert und ihn dem siegreichen Feld- 
herrn vorgestellt hatte. Dieser Leistung verdankt 
Neuber seine spätere Übersetzung in den GQMSt. 
Kurze Zeit darnach ward Neuber Inhabers- 
Adjutant des damaligen Festungs-Commanüan- 
ten in Verona Feldmarschall-Lieut. Freiherrn von 
Haynau, doch litt es ihn nicht länger in dieser 
Stellung, als sein Regiment zur allgemeinen Vor- 



rückung der Armee gegen Mailand beordert wurde; 
er erbat sich von seinem hohen Gönner die Er- 
laubnis zum Einrücken, welche ihm auch zutheil 
wurde. Nach dem Feldzuge 1848 wurde Neuber 
bis zu seiner Eintheilung in den GQMSt. mit der 
Leitung des mechanischen Telegraphen in der 
Linie von Lonato bis Garavaggio betraut und 
hatte überdies selbst den Telegraphen postenBres- 
cia zu versehen. Die Flucht des Papstes PiusIX. 
nach Gaeta war die wichtigste Nachricht, die er 
damals vermittelte. Während der Belagerung von 
Venedig 1849, welche Neuber zuerst im Haupt- 
quartier Haynaus, später nach dem Falle Mal- 
gheras bei der Brigade des Generalmajor Kerpan 
in Piove di Sacco mitmachte, betheiligte er sich 
als Freiwilliger an dem Überfalle des Forts Riz- 
zardi zu Wasser, welche Unternehmung jedoch, 
wegen der verspäteten Unterstützung derselben 
vom Lande aus, misslang. Um bei Eintritt der 
Ebbe unter den Kanonen des Forts im Lagunen- 
schlamm nicht sitzen zu bleiben, musstc die Ex- 
pedition umkehren, ohne ihren Zweck erreicht zu 
haben. Eines der Mittel, die Übergabe Venedigs 
zu erzwingen, war auch die Drohung, die größe- 
ren Flüsse, welche zur Verhütung einer Versan- 
dung der Lagune zwischen hohen Dämmen um 
diese herum geleitet worden waren, in diese ein- 
zulassen. Um dieser Drohung entsprechenden 
Nachdruck zu geben und derselben beim Eintritt 
der Noth wendigkeit die Ausführung folgen zu las- 
sen, wurde zur Einleitung der Etsch aus der 
Gegend von Gavergere gegen Brondolo der Bau 
eines neuen Bettes für dieselbe durch den Civil- 
Ingenieur Qualizza bewirkt, während es Neuber 
schon etwas früher gelungen war, die Brenta 
mittels eines Dammdurch«tiches und Errichtung 
von Querdämmen gegen Brondolo zu entfesseln 
und an den dortigen Befestigungen namhaften 
Schaden anzurichten. Im Frühjahre 1850 wurde 
er zur Brigade des Generalmajors Lilia nach Mai- 
land bestimmt und kam aus dieser Anstellung bei 
seiner Beförderung zum Hauptm. im GQMSt. zur 
Truppen -Division des Feldmarschall-Lieut. von 
Grawers nach Bologna. In den Jahren 1852 und 
1853 war Neuber bei der Mappierung in Dalma- 
tien verwendet und wurde in der Zwischenzeit 
anfangs 1853 von Spalato ins Hauptquartier der 
sich um diese Zeit an der Unna gegen die Tür- 
kei concentrierenden Armee berufen, kehrte aber 
schon nach zweimonatlichem Aufenthalte in 
Agram wieder zur Mappierung nach Dalmatien 
zurück. Im Frühjahre 1854 erhielt er die Bestim- 
mung als Sous-Chef des Generalstabes zum 
4. Armeecorps des Fürsten Schwarzenberg nach 
Lemberg und als der strategische Aufmarsch der 



1844. 



103 



Armee gegen Russland begann, nach Tarnopol. 
Im Jahre 1857 finden wir ihn bei der Landesbe- 
schreibung in Böhmen, wo ihn vor Ausbruch des 
Feldzuges 1859 der ehrenvolle Ruf traf, die Ver- 
theidigungsinslandsetzung des wichtigen Hafens 
von Venedig nach den Absichten des Armee- und 
Festungs-Commandos durchzuführen. Noch Lö- 
sung dieser schwierigen Aufgabe ins Hauptquar- 
tier nach Mortara dirigiert, machte er die Schlacht 
bei Magenta und als Generalstabs- Sous- Chef 
des 3. Armeecorps (Fürst Schwarzenberg) die 
Schlacht bei Solferino mit Als dieses Corps nach 
mehrstündigem Kampfe in die zweite Gefechts- 
linie zurückgezogen wurde, nahm Neuber noch 
als Volontär an dem Gefechte an der Casa nuova 
thätigen Theil, bei welcher Gelegenheit ihm sein 
Pferd unter dem Leibe erschossen wurde. Nach 
dem Friedensschlüsse zur Regulierung der Unter- 
künfte für das 3. Armeecorps in Kärnten beor- 
dert, kehrte er nach Durchführung dieser Aufgabe 
imSepteraber 1859 nachPrag zurück, um alleun- 
aufgearbeitet gebliebenen Landesbeschreibungs- 
Elaborate zu beenden. Am 19. Dcc. 1860 wurde 
Neuber als Professor der Strategie und der Kriegs- 
geschichte an die Kriegsschule in Wien berufen, 
wo er bis zum 24. Mai 1865 mit unermüdetem 
Fleiße wirkte. In Anerkennung der ausgezeich- 
neten und erfolgreichen Thätigkeit in dieser Ver- 
wendung wurde ihm mit Allerhöchster Entschlie- 
ßung vom 7. Nov. 1865 die Allerhöchste Zufrie- 
denheit ausgesprochen. Bis zum Beginne des 
Jahres 1866 arbeitete Neuber an der Abfassung 
eines großen Werkes über Strategie, welches 
auch die allmähliche historische Entwicklung 
dieser Wissenschaft zu enthalten hatte. Dann ward 
ihm die Aufgabe zutheil, den strategischen Auf- 
marsch der kaiserlichen Armee gegen Preußen 
festzustellen, sowie die nöthigen Instructionen 
über die Gefechtsweise der Preußen etc. zu ent- 
werfen. Für den Feldzug selbst wurde er in das 
Hauptquartier der operierenden Armee eingetheilt 
und war am Tage der Schlacht bei Königgrätz 
am 3. Juli mit mehreren wichtigen Missionen be- 
traut. Bei Durchführung einer derselben nach 
dem Dorfe Chlum gelangt, fand er diesen Ort zu 
seiner nicht geringen Überraschung und ohne 
dass es irgend jemand des ganz in der Nähe be- 
findlichen Hauptquartiers auch nur geahnt hätte, 
von den Preußen bereits besetzt. Die sofortige 
Meldung dieser Thatsache trug ihm eine wenig 
schmeichelhafte Entgegnung des Armee-Comman- 
danten Feldzeugmeisters Benedek ein, der ihm 
seine Bitte rundweg abschlug, die Richtigkeit die- 
ser Meldung mit einer Truppenabtheilung sicher 
zu stellen. Auf dem Rückzuge musste Neuber 



mit dem Genie- Chef der Armee,Obersten Freiherrn 
von Pidoll, nach Olmütz vorauseilen, um beim 
dortigen Festungs-Commando ungesäumt dieje- 
nigen Vertheidigungs- und sonstigen Maßnahmen 
anzuregen und in Angriff nehmen zu lassen, wel- 
che durch die Ankunft und den längeren Aufent- 
halt der Armee im Festungsrayon geschaffen 
werden mussten. Von da aus wurde er nach Wien 
berufen, wo inzwischen Feldmarschall Erzherzog 
Albrecht mit der Süd -Armee eingetroffen war, um 
das Armee -Gommando gegen Preußen zu über- 
nehmen. Der Generalstabs - Chef Generalmajor 
von John behielt sich den Obersten Neuber zur 
eigenen Disposition und recognoscierte mit die- 
sem zwei Tage vor Abiauf des Waffenstillstandes, 
am rechten Donauufer — Pressburg gegenüber — 
die Schlachtstellung, welche die kaiserliche Armee 
am Tage nach Ablauf des Waffenstillstandes be- 
ziehen sollte, wenn die Operationen fortgesetzt 
worden wären. Nach dieser Recognoscierung, 
und zwar am 21. Juli wurde Neuber zum Gene- 
ralstabs - Chef beim 4. Armeecorps (Erzherzog 
Joseph) ernannt und blieb es bis zur gänzlichen 
Auflösung der Armee. Nach beendigtem Feldzuge 
blieb er im Generalstabe in besonderer Verwen- 
dung, bis am 23. April 1869 seine Ernennung 
zum Gommandanten des Inf.-Reg. Franz Freih.v. 
Kuhn Nr. 1 7 erfolgte, welches damals in Trient 
garnisonierte. Am 26. Dec. 1871 zum Gomman- 
danten der 2. Infanterie-Brigade der 8. Truppen- 
Division ernannt, wurde Neuber am31.0ct. 1872 
zum Generalmajor befördert, am 9. März 1874 
zur 2. Brigade der 20. Infanterie -Truppen-Divi- 
sion nach Prag übersetzt und am 1. Mai 187 5 aber- 
mals zum Generalstabe in Wien zugetheilt, wo er 
Ende März 1877 die Bestimmung zur Übernahme 
des Commandos der 7. Infanterie-Brigade zu Brunn 
erhielt Hier sah sich Neuber infolge eines hart- 
näckigen Ischiasleidens gezwungen, der activen 
Dienstleistung zu entsagen ; er wurde über eigene 
Bitte unter gleichzeitiger Verleihung des Feld- 
marschall -Lieutenants -Charakters mit dem Aus- 
drucke der Allerhöchsten Zufriedenheit für seine 
im Frieden wie im Kriege geleisteten Dienste am 
24. Oct. 1877 in den wohlverdienten Ruhestand 
versetzt und lebt zu Brunn. Neuber hat sich auch 
als militärischer Fachschriftsteller einen guten 
Namen erworben. Während seiner Professur an 
der Kriegsschule veröffentlichte er in „Streffleurs 
Militär -Zeitschrift" mehrere gediedene militäri- 
sche Aufsätze, worunter besonders die „Gedan- 
ken über Offensive und Defensive" dann „Über 
die Befestigung der Hauptstädte" Aufsehen in 
competenten militärischen Kreisen erregten. In der 
letzten Zeit seiner Dienstleistung beim General- 



^ 



104 



1844. 



stabe ward ihm die ehrenvolle Aufgabe zutheil, 
ein Lehrbuch der Taktik zu verfassen, da nach 
Ansicht des Generalstabs-Chefs Feldzeugmeisters 
Freiherrn von John alle damaligen Lehrbücher 
dieses Gegenstandes ihrem Zwecke nicht mehr 
entsprachen. Im Frühjahre 1 869 wurde auf Kosten 
des Kriegs -Ministeriums sein „Turenne" veröf- 
fentlicht, währender selbst im Jahre 187 b„Streff~ 
leurs Allgemeine Terrainlehre" in „Streffleurs 
Militär - Zeitschrift" herausgab. Dieses Werk 
wurde von Neuber, der ein Schwiegersohn Streff- 
leurs ist und mit dessen diesbezüglichen Ansich- 
ten durch jahrelangen Umgang genau bekannt 
war, nach des letzteren hinterlassenen Schriften 
und Kartenskizzen bearbeitet. Den durch diese 
Arbeit erhaltenen Anregungen folgend, fasste er 
die Idee unter dem Titel: „Die Topographie" eine 
Wissenschalt über die Bodengestaltungen der 
Erdoberfläche und ihrer gesetzmäßigen Anord- 
nung zu begründen und benützt derselbe auch 
gegenwärtig die Muße des Ruhestandes zur Ver- 
wirklichung seines Vorsatzes. Diesem Gedanken 
sind auch zwei Aufsätze entsprossen, welche Neu- 
ber in der „Deutschen Bundschau für Geographie 
und Statistik von Professor Dr. Umlauft" ver- 
öffentlichte, und zwar den ersten unter dem Titel 
„Die Topographie" im Jahrgange 1885 und den 
zweiten „Die Bodenwiderstände als Hauptfactor 
im Gestaltung sprocesse der Erdoberfläche" im 
Jahrgange 1890. 

Piazza August, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Leulschau in Ungarn 14. Sept. 1825, ein- 
getr. 11. Oct. 1837, wurde als k. k. Gadet zu 
Menrad Freih. v. Geppert-Inf. Nr. 43 ausgemustert, 
16. Febr. 1848 Lieut. m. G., 3. Oct. d. J. Lieut. 
h. G., 29. Nov. 1849 Oberlieut., 12. Aug. 1854 
Hauptm. 2. Gl., 12. April 1859 Hauptm. 1. Gl., 
nahm an dem Feldzuge desselben Jahres theil und 
war durch mehrere Jahre bei der ökonomischen 
und Militäraufnahme verwendet. Am 1 . Febr. 1 860 
zu Wilhelm Prinz zu Schleswig-Holstein-Glücks- 
burg-Inf. Nr. 80 transf., trat Piazza 21 . Aug. 1 864 
in kaiserl. mexikanische Kriegsdienste, verließ die- 
selben jedoch noch auf europäischem Boden im 
October desselben Jahres und war seither Privat- 
ingenieur. Während des Feldzuges 1866 diente 
Piazza als Hauptm. bei den Wiener Freiwilligen, 
wurde mit Allerhöchster Entschüeßung vom 6. Jan. 
1871 zum Hauptm. 1. Cl. im nichtactiven Stande 
der Landwehr-Fußtruppen ernannt und beim Land- 
wehr-Bat. Troppau Nr. 9 eingetheilt, 1. Sept. 
1875 zum Landwehr - Bat. Laibach Nr. 25, 
1. Jan. 1880 zum Landwehr-Bat. Villach Nr. 27, 
15. Juni 1880 zum Landwehr-Bat. Cilli Nr. 20 
transf., 1. Nov. 1886 in das Verhältnis „außer 



Dienst* versetzt und lebt seither zu Cornain in 
Slavonien. 

Radivojevich Julius, geb. zu Hätszeg in 
Siebenbürgen 14. März 1826, eingetr. 26. Oct. 
1837 und starb 4. Aug. 1843 in der Akademie. 

Rätky de Salamonfa Alexander, Sohn des 

5. April 1853 verstorbenen Majors Ludwig 
Rätky de Salamonfa, geb. zu Wien 12. Juli 1825, 
eingetr. 27. Oct. 1837, wurde bei der Ausmuste- 
rung als Lieut. m. G. zu Erzh. Ferdinand d'Este- 
Husaren Nr. 3 eingetheilt, 5. Aug. 1847 Ober- 
heut., 1. April 1850 Rittm. 2. Gl., 27. März 
1855 Rittm. 1. GL, 14. Juni 1863 Major, 

6. April 1867 Oberstlieut. bei Franz Prinz zu 
Liechtenstein-Husaren Nr. 9, 24. Oct. 1869 zu 
Friedrich Karl Prinz von Preußen - Husaren 
Nr. 7 transf., 1. Mai 1870 Oberst und Regiments- 
Commandant. Rätky hat die Feldzüge 1848 in 
Ungarn, 1859 und 1866 in Italien mitgemacht 
und 27. Juli 1866 für seine hervorragend tapferen 
Leistungen in der Schlacht bei Gustoza (24. Juni 
1866) das Militär- Verdienstkreuz erhalten. Er 
trat 1. Nov. 1877 als Generalmajor ad honores 
auf sein Ansuchen in den Ruhestand, wurde bei 
diesem Anlasse in Anerkennung seiner lang- 
jährigen, im Kriege und im Frieden belobter 
Dienstleistung mit dem Orden der Eisernen Krone 
3. Gl. decoriert und lebt zu Porrog im Somogyer 
Gomitat. Rätky entstammt einem alten ungarischen 
Adelsgeschlechte, welches seinen Namen nach der 
Stammbesitzung Rätk im Szalaer Gomitate und 
dem benachbarten Gastelle Salamonfa führt und 
seine Abstammung urkundlich bis 1592 nach- 
weisen kann, in welchem Jahre Meinhard Rätky 
de Salamonfa Gapitän von Klein-Komorn war. 

Revedin Marcus Gonte, Sohn eines Pro- 
vinzial-Gassabeamten geb. zu Venedig 22. Sept. 
1823, eingetr. 19. Oct. 1836, wurde als Lieut. 
m. G. zu Heinrich Constantin Freih. v. Herbert- 
Rathkeal-Inf. Nr. 45 ausgemustert, 12. April 
1848 Lieut. h. G. und quitt. 15. Mai 1849 
den Militärdienst ohne Beibehalt des Officiers- 
Gharakters. 

Richer Albert Ritter von, Sohn eines Ober- 
sten, geb. zu Parma 3. Mai 1824, eingetr. 
29. Oct. 1834, wurdeals Regimentscadet zu Karl 
Albert König von Sardinien-Husaren Nr. 5 aus- 
gemustert, im Jahre 1846 zum Lieut. in. G. be- 
fördert und quitt, als solcher den Dienst 16. April 
1848 ohne Beibehaltung des Officiers-Charakters. 

Rochepine Anton Freiherr von, geb. zu 
Kamionka strumilowa in Galizien 7. März 1826, 
eingetr. 9. Oct. 1837 und starb an Gehirnläh- 
mung 9. Mai 1840 in der Akademie. 



1844. 



105 



Schertlin Eduard Friedrich Edler von, Sohn 
eines Hauptmannes, geb. zu Mantua 24. Sept. 1 825, 
eingetr. 1 1 . Oct. 1837, wurde bei der Ausmuste- 
rung als Lieut. m. G. zu Philipp Landgraf von 
Hessen-Homburg Inf. Nr. 19 eingetheilt, 13. Mai 
1848 Lieut. h. G., 18. Nov. d. J. Oberlieut., 

13. Nov. 1853 Hauptm. 2. Gl., 5. Juni 1859 
Hauptm. 1. Gl. im GQMSt., 27. Nov. d. J. zu 
Kronprinz Erzh. Rudolf-Inf. Nr. 19 rücktransf., 
30. Sept. 1860 pens. und starb 2. Sept. 1864 
zu Ofen. 

Schindler von Rottenhaag Emanuel Ritter, 

geb. zu Prag 15. April 1825, kam 27. Sept. 1837 
in die Akademie und trat 2. Oct. 1840 aus der 
Militärerziehung, ließ sich jedoch schon 17. Nov. 
d. J. als Regimentscadet zu Johann Freih. v. 
Hrabovsky-Inf. Nr. 14 assentieren, wurde 1 6. Febr. 
1848 zum 1. Freiwilligen -Bataillon transf. und 

14. Mai 1849 mit Abschied entlassen. Am 
30. Nov. 1855 trat Schindler in Givil-Staatsdienste 
als administrativer Eleve der k. k. südlichen 
Staats-Eisenbahn, wurde 10. Aug. 1858 Official, 
18. Mai 1860 Telegraphist 2. GL, 1. Jan. 1867 
Telegraphist 1.G1., 5. Nov. d.J. Ober-Telegraphist 
2. Gl. und ist gegenwärtig k. k. Post-Cassa- 
Controlor in Wien. 

Schmidt von Silberburg Karl, Sohn eines 

Oberstlieutenants, geb. zu Jasenovac in der Banal- 
Militärgrenze 8. Mai 1825, eingetr. 19. Oct. 
1837, wurde als Regimentscadet zu Menrad Freih. 
v. Geppert-Inf. Nr. 43 ausgemustert, 16. Aug. 

1847 zu Johann August Freih. v. Turszky- 
Inf. Nr. 62 transf., 26. Aug. 1848 Lieut. m. G., 
16. Aug. 1854 pens., im Jahre 1856 wieder 
eingetheilt und im Jänner desselben Jahres in den 
Pensionsstand rückversetzt, lebt zu Karlstadt. 

Schott August, Sohn eines Majors, geb. zu 
Graz 27. Juli 1826, eingetr 31. Aug. 1838, 
wurde als Lieut. m. G. zum 2. Jäger-Bat. ausge- 
mustert, 16. Mai 1848 Lieut. h. G., 1. Jan. 1849 
Oberlieut., 1. Aug. 1852 Hauptm. 2 GL, 16. Nov. 
1853 Hauptm. 1. Classe. Er machte den Feldzug 

1848 und 1849 in Ungarn mit, erhielt für seine 
vorzüglichen Leistungen in demselben die Aller- 
höchste Anerkennung und später das Militär- 
Verdienslkreuz. Schott starb 29. März 1857 zu 
Budweis in Böhmen. 

Schweitzer Hermann, Sohn eines Zollein- 
nehmers, geb. zu Reutte in Tirol 21. Juli 1825, 
eingetr. 29. Oct 1838, wurde 7. Juli 1842 vor- 
zeitig als Regimentscadet zu Franz Adolf Freih. 
v. Prohaska-Inf. Nr. 7 ausgemustert und 15. März' 
1844 mit Abschied entlassen. 

Sonnenstein Ferdinand Ritter von, geb. zu 
Tartaköw in Galizien 3. Jan. 1827, kam 26. Oct. 



! 1837 in die Akademie und trat 20. Aug. 1841 
aus der Mililärerziehung. In den Militär- Schema- 
tismen erscheint Sonnenstein im Jahre 1843 als 
Gadet bei Wilhelm I. König der Niederlande- 
Inf. Nr. 26, im Jahre 1850 aber als Lieut. bei 
Friedrich Freih. v. Bianchi-Inf.Nr. 63 (gegenwärtig 
Nr.55) ausgewiesen und ist als solcher, wie aus 
den Bruchstücken der Standesacte bei der Fach- 
rechnungs- Abtheilung des k. und k.Reichs-Kriegs- 
Ministeriums erhoben werden konnte, am 19. Juli 
1850 in Linz gestorben. Auf demselben Wege 
wurde festgestellt, dass Sonnenstein die Feldzuge 

1848 und 1849 mitgemacht hat. 

Stransky Moriz Edler von, geb. zu Her- 
mannstadt 11. Juli 1825, kam 14. Oct. 1837 
in die Akademie und wurde 14. Juli 1841 aus 
der Militärerziehung entlassen. Am 16. Aug. 
d. J. trat er freiwillig als Regimentscadet zu 
Karl Ludwig Herzog von Lucca-Inf. Nr. 24 ein, 
avancierte daselbst 16. März 1846 zum Lieut. 
m. G., 8. Juli 1848 zum Lieut. h. G., 1. Mai 

1849 zum Oberlieut. und starb als solcher 4. Mai 
1854. 

Strodler Adolf, geb. zu Prag 14. Mai 1825, 
eingetr. 12. Oct. 1837, wurde 25. Juni 1840 
vorzeitig als Regimentscadet zu Theodor Graf 
Baillet de Latour-Inf. Nr. 28 ausgemustert, 
31. Dec. 1842 k. k. Cadet, 15. März 1846 zu 
Joseph Friedrich Freih. v. Palombini-Inf. Nr. 36 
transf., 5. Juli 1848 Lieut. m. G., 1. März 1849 
Lieut. h. G., 17. Oct. 1853 Oberlieut., 30. Sept. 
1856 pens. und starb 16. Jan. 1858 zu Wien. 

Stwrtnik Adolf Freiherr von, Sohn des 
9. Dec. 1869 verstorbenen August Freiherrn 
von Stwrtnik, aus dessen Ehe mit Josephine 
Slawik, geb. zu Olmülz 20. Aug. 1825, kam 
2. Nov. 1837 in die Akademie und trat 30. Sept. 
1844 aus der Militärerziehung, widmete sich 
aber später doch dem Militärdienste, wurde im 
Jahre 1846 Lieut. bei Anton Graf v. Kinsky-Inf. 
Nr. 47, im Jahre 1848 Oberlieut., 1849 Hauptm. 
2. Gl. bei Julius Freih. v. Haynau-Inf. Nr. 57, 
trat im Jahre 1850 in den Ruhestand und starb 
19. Juni 1852 in Graz. 

Sziklay Franz (früher Krachenfels), geb. zu 
Pest 20. Oct. 1825, kam 24. Oct. 1837 in die 
Akademie und trat 27. Aug. 1840 aus der 
Militärerziehung. 

Tegetthoff Karl von, Sohn des 9. Mai 1858 
verstorbenen Oberstlieutenants Karl von Tegett- 
hofT, aus dessen Ehe mit Leopoldine Czermak, 
geb. zu Marburg 27. Dec. 1826, eingetr. 4. Oct. 
1838, wurde 30. Sept. 1841 zum Lieut. m. G. 
ernannt und nach Absolvierung des höheren 
Gurses 22. Sept. 1845 als Lieut. h. G. bei Erzh. 



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100 



1844. 



Albrecht-Inf. Nr. 44 eingeteilt, 3. Oct. 1848 
Oberlieut., machte den Feldzug 1848 und 1849 
in Italien mit und erhielt für sein Verhalten vor 
dem Feinde 'des Militär- Verdienstkreuz und das 
Ritterkreuz des päpstl. Salvator-Ordens. Am 
10. Jan. 1851 wurde er Hauptm. 2. GL, 16. Aug. 
1853 Hauptm. 1. Gl., 28. April 1859 Major im 
Adjutanten-Corps und Flügel-Adjutant des Feld- 
zeugmeisters Grafen von Wimpffen, nahm als sol- 
cher an dem Feldzuge 1859 inItalien theil und er- 
warb sich für seine Leistungen in demselben die 
Allerhöchste belobende Anerkennung. Er wurde 
1. Febr. 1860 zu Franz Graf Folliot de Grenne- 
ville-Poutet-Inf. Nr. 75 transf., 4. Juni 1864 
Oberstlieut., 11. Juni 1866 Oberst im General- 
stabe, 26. Juni 1866 Commandant des Inf.-Reg. 
Adolf Herzog zu Nassau Nr. 15, machte den 
Feldzug desselben Jahres bei der Nord-Armee 
mit und kam 9. Nov. 1867 q. t. zum Inf.-Reg. 
Grenneville Nr. 75 wieder zurück. Tegetthoff war 
für die Dauer der Mission seines Bruders, des 
Vice-Admirals Wilhelm von Tegetthoff, zur Ab- 
holung des Leichnams des Kaisers Maximilian I. 
von Mexiko, jenem zur Dienstleistung beige- 
geben und es wurde ihm mit Allerhöchster Ent- 
schließung vom 24. Jan. 1868 in Anerkennung 
seiner hierbei geleisteten Dienste der Ausdruck 
der Allerhöchsten Zufriedenheit bekanntgegeben. 
Am 1. Nov. 1872 wurde er zum Commandanten 
der 1. Infanterie-Brigade bei der 6. Infanterie- 
Truppen-Division, 1. Mai 1873 zum Generalmajor, 
6. März 1878 zum Commandanten der 6. In- 
fanterie-Truppen-Division und 1. Mai 1878 
zum Feldmarschall-Lieut. ernannt. Mit der von 
ihm commandierten Infanterie -Truppen -Division 
bestand Tegetthoff im Occupations- Feldzuge 
1878 die blutigen Kämpfe bei Sarajevo 18. 
und 19. Aug., sowie die nachgefolgten Ge- 
fechte und wurde für die bei diesen Gelegen- 
heiten an den Tag gelegte hervorragende 
Tapferkeit und Umsicht mit Allerhöchster Ent- 
schließung vom 20. Oct. 1878 durch die Ver- 
leihung des Gommandeurkreuzes des Leopold- 
Ordens und mit Allerhöchster Entschließung 
vom 3. Dec. 1878 durch den Ausdruck der 
Allerhöchsten belobenden Anerkennung ausge- 
zeichnet. Nach Wiederherstellung friedlicher Ver- 
hältnisse als Truppen-Divisions-Gommandant nach 
Graz übersetzt, trat Tegetthoff am 1. Nov. 1880 
auf sein Ansuchen, vorbehaltlich seiner Ver- 
wendung im Truppendienste nach erlangter 
Diensttauglichkeit, in den Ruhestand und wurde 
bei diesem Anlasse durch Verleihung der Ge- 
heimen Rathswürde ausgezeichnet. Er starb im 
Mai 1881 zu Lienz in Tirol. 



Thodorovich Nikolaus, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Kostajnica in der Banalgrenze 
7. Febr. 1825, eingetr. 26. Oct. 1836, wurde 
als Lieut. m. G. zu Ferdinand Graf v. Ceccopieri- 
Inf. Nr. 23 ausgemustert, 1. Jan. 1845 zu Erzh. 
Wilhelm-Inf. Nr. 1 2 transf., 1 1. April 1848 Lieut. 
h. G , 1. März 1849 Oberlieut., 21. April 1853 
Hauptm. 2. Gl., 26. Juli 1854 Hauptm. 1. Gl., 
machte die Feldzüge 1848 und 1849 in Ungarn, 
sowie 1859 in Italien mit und erhielt im letzteren 
in Anerkennung der besonders angerühmten 
tapferen Leistungen in den Gefechten bei Magenta 
und Turbigo das Militär- Verdienstkreuz. Am 
10. Juli 1859 kam Thodorovich" q. t zum GQMSt., 
wurde 2i. April 1861 Major, 21. Nov. 1865 zu 
Leopold Graf v. Gondrecourt-Inf. Nr. 55 transf., 
24. Aug. 1866 Oberstlieut. und erwarb sich 
durch seine hervorragend tapferen und vorzüg- 
lichen Leistungen in dem Feldzuge 1866 gegen 
Preußen den Eisernen Kronen-Orden 3. Classe. 
Am 28. April 1 869 wurde Thodorovich Reserve- 
Gommandant im Regimente, 24. Oct. 1869 
Oberst und Regiments-Goramandant beim Broder 
Grenz-Inf.-Reg. Nr. 7, 1. Oct. 1873 zu Wil- 
helm III. König der Niederlande-Inf. Nr. 63 
transf., 9. Nov. d.J. Commandant dieses Regiments, 
14. Oct. 1876 Commandant der 2. Infanterie- 
Brigade und 1. Nov. 1877 Generalmajor. Am 
1 2. Juli 1878 in gleicher Eigenschaft zurl.Gebirgs- 
Brigade bei der 18. Infanlerie-Truppen-Division 
übersetzt, nahm Thodorovich in demselben Jahre 
an der Occupation Bosniens und der Hercegovina 
theil und erhielt mit Allerhöchster Entschließung 
vom 18. Dec. 1878 in Anerkennung hervor- 
ragend verdienstlicher Leistungen in diesem 
Feldzuge das Ritterkreuz des Leopold -Ordens. 
Er kam am 2. Nov. 1879 zur 52., am 15. Oct. 
1880 zur 26. Infanterie-Brigade nach Laibach, 
wo er im Jahre 1882 starb. 

Töth Gustav, geb. zu Mohäcs in Ungarn 
12. März 1826, kam 14. Oct. 1837 in die Aka- 
demie und trat 14. Juli 1841 aus der Militär- 
erziehung. 

Wattek Alois Johann, Sohn eines Oberst- 
lieutenants, geb. zu Mainz 2. Sept. 1825, eingetr. 
22. Oct. 1837, wurde als Lieut. m. G. zu Theodor 
Graf Baillet de Latour-Inf. Nr. 28 ausgemustert, 
19. April 1848 Lieut. h. G., 1. März 1849 
Oberlieut., 1. Oct. 1850 q. t. zum GQMSt. über- 
setzt und starb 17. April 1851 zu Triest. 

Werklian Leopold, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu Gospic in der Militärgrenze 8. Oct. 1825, 
eingetr. 19. Oct. 1837, wurde 30. Sept. 1844 
zum Lieut. m. G. ernannt und nach Absolvierung 
des höheren Gurses 22. Sept. 1845 als Lieut. 



1844, 1845. 



107 



h. G. beim Otoöaner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 2 ein- 
geteilt, 4. Juli 1848 Oberlieut., 15. Mai 1849 
Hauptm. 2. GL, 1. Nov. 1849 Hauptm. 1. Gl. 
und starb 9. Mai 1853 zu Gospid. 

Wetzlar von Plankenstern Friedrich Arthur 

Freiherr, Sohn eines Majors, geb. zu Sebenico 
inDalmatien 30. Jan. 1827, kam 21. Sept. 1838 
in die Akademie, wurde bei der Ausmusterung 
als Lieut. m.G. zu Ludwig Freih. Piret de Bihain- 
Inf. Nr. 27 eingeiheilt, 11. April 1848 Lieut. 
h. G., 1. Nov. d. J. Oberlieut. und trat 3. Jan. 
1852 als Official der südlichen Staats-Eisenbahn 
in Givildienste. 

Wickenburg Alexander Graf, geb. zu Baden 
in Niederösterreich 14. Jan. 1827, eingetr. 
24. Oct. 1837 und starb 14. Aug. 1839 in der 
Akademie. 

Winter Lambert, geb. zu Judenburg in Steier- 
mark 26. Aug. 1825, kam 13. Oct. 1837 in die 
Akademie und trat 26. Juni 1840 aus der Mili- 
tärerziehung. 

Wlassich Eduard Albert von, Sohn eines 
Majors, geb. zu Gapo d'Istria 6. Febr. 1826, ein- 
getr. 18. Oct. 1837, wurde als Lieut. m. G. zu 
Gustav Wilhelm Prinz von Hohen lohe-Lan gen- 
burg-Inf. Nr. 17 ausgemustert, 8. Juli 1847 Lieut. 
h. G., 1. Juli 1848 Oberlieut., 6. Juni 1851 
Hauptm. 2. Gl., 31. Jan. 1853 pens., starb 
14. Dec. 1886 zu Lemberg. 

Wolf Edler von Wolffenburg Eduard, Sohn 

eines Feld-Kriegs-Commissärs, geb. zu Neu-Gra- 
disca in der Militärgrenze 7. Jan. 1826, eingetr. 
16. Oct. 1837, wurde 30. Sept. 1844 zum Lieut. 
m. G. ernannt und nach Hörung des höheren 
Curses 22. Sept. 1845 als Lieut. h. G. zu Hoch- 
und Deutschmeister-Inf. Nr. 4 eingetheilt. Im 
Jahre 1846 nahm er mit dem Regimente an der 
Unterdrückung des galizischen Aufstandes theil, 
kam sodann nach Lemberg und verrichtete theils 
Brigade-, theils Divisions-Adjutantendienste, avan- 
cierte 1. Juli 1848 zum Oberlieut. und wurde für 
seine ersprießliche Thätigkeit bei der Beschießung 
von Lemberg 1. und 2. Nov. 1848 belobt. In der 
mobilen Brigade des Generalmajors Barco machte 
er als Brigade-Adjutant den Einbruch nach Un- 



garn und das rühmliche Gefecht bei Novoszelicza 
21. März 1849 mit, wo er sich das Militär- Ver- 
dienstkreuz erwarb (Allerhöchste Entschließung 
vom 10. Juni 1849). Im April kam er in die Bri- 
gade Benedek, in welcher er den Gefechten und 
Schlachten bei Raab, Komorn, Ö-Szöny, Szege- 
din, Szöreg undTemesvär beiwohnte. Am 16. Juni 
1850 rückte Wolf zum Hauptm. 2. GL, 27. Dec. 

1853 zum Hauptm. 1. Gl. vor, wurde 1. Juni 
1865 pens. und erhielt 7. Juni 1866 den Majors- 
Charakter ad honores. Am 1 . Juli d.J. wurde er als 
Leiter der Hilfsämler beim Generalcommando in 
Ofen wieder angestellt, kam 1. Juli 1867 zum 
Platzcommando in Arad und wurde hier 22. Oct. 
1 868 zum wirklichen Major befördert trat 1 . März 
1874 in den Ruhestand und starb 29. Juli 1875 
zu Wien. 

Wolff Wilhelm, Sohn eines Majors, geb. zu 
Jauernig in Schlesien 18. Oct. 1825, eingetr. 
25. Oct. 1837, wurde bei der Ausmusterung als 
Lieut. m. G. zu Maximilian Freih. v. Reising-Inf. 
Nr. 18 ausgemustert, 2. April 1848 Lieut. h. G., 
16. März 1849 Oberlieut. bei Franz Graf v. Kheven- 
hüller-Metsch-Inf. Nr. 35, 1. Oct. 1852 zu Karl 
Fürst zu Schwarzenberg-Inf. Nr. 1 9 transf., 1 1 . Aug. 

1854 Hauptm. 2. GL, quitt. 30. Nov. d. J. den 
Militärdienst ohne Beibehalt des Officiers-Charak- 
ters und war später Finanzwach-Commissär zu 
Igäl in Ungarn. 

Zanini Emil, Sohn eines Majors, geb. zu 
Wien 13. Dec. 1825, eingetr. 28. Dec. 1837, 
wurde als Lieut. m. G. zu Johann Freih. v. Hra- 
bovsky-Inf. Nr. 14 ausgemustert, 24. Nov. 1846 
Oberlieut. bei Gustav Wocher-Inf. Nr. 25, 2 1 . Juni 
1849 Hauptm. 2. Gl., quitt. 15. Aug. 1850 den 
Militärdienst ohne Beibehalt des Officiers- Charak- 
ters und starb als Galculant des k. k. Handels- 
ministeriums im Jahre 1889 zu Wien. 

Zelenka Wenzel, geb. zu Lemberg 9. Jan. 
1826, eingetr. 17. Oct. 1837, wurde 14. Juli 
1841 vorzeitig als Regimentscadet zu Leonhard 
Graf Rothkirch und Panlhen-Inf. Nr. 12 ausge- 
mustert, 1. Mai 1843 k. k. Cadet, 26. Nov. 1844 
mit Abschied entlassen. 



1845. 

22. September. 



Albinsky Karl Edler von, geb. zu Olmütz 
11. März 1827, eingetr. 24. Sept. 1838 und 
starb 23. Juli 1843 in der Akademie. 

Baravalle Edler von Brackenburg Albert, 

Sohn des 17. Febr. 1855 als Commandant des 



Filial- Invalidenhauses zu Neulerchen feld ver- 
storbenen Majors Joseph Baravalle von Bracken- 
burg, aus dessen Ehe mit Karoline Scharschmid 
Edlen von Adlertreu, geb. zu Königgrätz in 
Böhmen 5. Nov. 1825, eingetr. 26. Oct. 1837, 



108 



1845. 



wurde als Lieut. m. G. zu Gustav Wocher-Inf. 
Nr. 25 ausgemustert, 1. Nov. 1846 zu Johann 
Freih. v. Hrabovsky-Inf. Nr. 1 i transf., 11. April 
1848 Lieut. h. G., 19. März 1819 Oberlieut., 
15. Oct. 1853 Hauptra. 2. Gl., 2. März 1857 
Hauplm. 1. GL, 1. Juni 1866 Major bei Albert 
Kronprinz von Sachsen-Inf. Nr. 1 1. und erhielt 

15. Aug. 1859 für seine hervorragenden Leistun- 
gen in der Schlacht bei Solferino (24. Juni d. J.) 
das Militär- Verdienstkreuz und 17. Oct. 1859 
das Ritterkreuz des großherzogl. hess. Verdienst- 
Ordens Philipp des Großmüthigen. Am 1. Nov. 
1872 zum Oberstlieut. bei Erzh. Karl Salvator- 
Inf. Nr. 77 ernannt, wurde er 1. Nov. 1873 zu 
Gonstantin Großfürst von Russland-Inf. Nr. 18 
übersetzt, im Jahre 1874 mit dem kaiserl. russ. 
St. Annen-Orden 2. Gl. decoriert, trat 1. April 
1877 unter Vormerkung für Localdienste in den 
Ruhestand und starb zu Linz 8. Oct. 1882. Er 
war seit 3. März 1862 mit Auguste von Halecki 
vermählt, welcher Ehe sechs Söhne und sechs 
Töchter entsprossen. Er war ein Bruder des zu 
Graz lebenden pens. Majors Hermann Baravalle 
von Brackenburg, vergl. Ausmusterungsjahrg. 
1834, wo auch nähere Nachrichten über Ab- 
stammung und Adelserwerbung vorkommen. 

Baumann Ludwig, geb. zu Bregenz 12. Juni 
1826, eingetr. 20. Sept. 1838, wurde 21. Dec. 
1843 vorzeitig als Regimentscadet bei Hoch- 
und Deutschmeister-Inf. Nr. 4 eingetheilt und 
31. Oct. 1846 mit Abschied entlassen. Sein 
weiterer Lebenslauf ist unbekannt. 

Baumgarten Friedrich von, Sohn des 3 1 . Oct. 
1831 zu Brunn verstorbenen Majors i. R. 
Emanuel von Baumgarten (Ausmusterungsjahrg. 
1792), geb. zu Mährisch-Neustadt 6. März 1825, 
eingetr. 30. Sept. 1838, wurde bei der Aus- 
musterung Lieut. m. G. beim 4.Jäger-Bat., 1. Juli 
1848 Lieut. h. G., l.März 1849 Oberlieut. und 
kam 19. März d. J. zum GQMSt. Durch seine 
Leistungen im Feldzuge 1848 und 1849 erwarb 
er sich 22. Oct. 1849 das Militär- Verdienstkreuz, 
wurde 1. Jan. 1852 Hauptm. 2. Gl., 1. Juni 1855 
Hauptm. 1. Gl., 21. Mai 1860 Major, 21. Nov. 
1865 zu Karl Freih. v. Steininger-Inf. Nr. 68 
transf., nahm mit diesem Regimente im Feld- 
zuge 1866 gegen Preußen, in der Brigade des 
Generalmajors Erzherzog Joseph eingetheilt, an 
dein Gefechte bei Schweinschädel 29. Juni, so- 
wie an der Schlacht bei Königgrätz 3. Juli 
thätigen Antheil und erhielt in Anerkennung her- 
vorragend tapferer und vorzüglicher Leistungen 

1 6. Oct. d. J. den Eisernen Kronen- Orden 3. Glasse. 
Ebenso wurde Baumgarten 4. April 1868 mit 
dem Ritterkreuze des Verdienst-Ordens der königl. 



bayrischen Krone decoriert. Am 14. Oct. 1868 
wurde er ObersUieut bei Anton Freih. v. Molli- 
nary-Inf. Nr. 38 und 28. April 1869 Reserve- 
Gommandant, 27. April 18730berst und General- 
stabs - Chef beim Militärcommando in Temes- 
vär; 1876 Gommandant des Inf. -Reg. Heinrich 
von Rupprecht Nr. 40; im April 1878 Gomman- 
dant der 2. Brigade der 5. Division zu Olmutz, 
wo er am 10. Mai d. J. gestorben ist. Er war der 
Bruder der beiden in Wien lebenden pens. 
Feldmarschall-Lieut Alois und Maximilian von 
Baumgarten (Ausmusterungsjahrg. 1 833 und 
1839). 

Bekenyi von Mikdfalva Ferdinand, Sohn 
eines Majors, geb. zu Miskolcz in Ungarn 4. Juni 
1826, eingetr. 21. Sept. 1838, wurde 22. Sept. 
1845 vorzeitig als Gadet zu Friedrich Wilhelm III. 
König von Preußen-Husaren Nr. 10 ausgemustert, 
1. Febr. 1848 Lieut. und quitt. 15. Juli 1848 
den Militärdienst ohne Beibehalt des Officiers- 
Gharakters. 

Bona Michael Marchese, geb. zu Ragusa 
19. Oct 1826, eingetr. 26. Sept. 1838 und slarb 
22. Mai 1843 in der Akademie. 

Borosini Edler von Hohenstern Anton, geb. 

zuKrumau inBöhmen 2. Juli 1827, kam 30.Sept. 
1838 in die Akademie und trat 24. Jan. 1841 
aus der Militärerziehung. Bald darauf finden wir 
ihn aber doch in Militärdiensten ; er war im Jahre 
1 845 k. k. Gadet bei Erzh. Rainer-Inf.Nr. 1 1 , avan- 
cierte im Jahre 1848 zum Lieut. bei Ferdinand Freih. 
Fleischer von Eichenkranz-Inf. Nr. 35 und quitt, 
den Militärdienst 15. Febr. 1851 ohne Beibehalt 
des Officiers-Charakters. Später zu Paul Freih. 
v. Ajroldi-lnf. Nr. 23 erneuert assentiert, wurde 
Borosini im Oct. 1854 zum Lieut. m. G. beför- 
dert, trat als solcher 1. Juli 1857 in den Ruhe- 
stand und starb im Jahre 1859. 

Brankovich Michael, geb. zu Biele vode in 
Groatien 28. April 1826, eingetr. 27. Sept. 1838, 
wurde 7. Juli 1842 vorzeitig als Regimentscadet 
zu Prinz von Preußen-Inf. Nr. 34 ausgemustert, 
und trat 1 . Oct. 1 848 in die Reihen der ungari- 
schen Armee. 

Carpani Rinaldo, Sohn eines Seiden- 
händlers, geb. zu Mailand 6. März 1827, eingetr. 
27. Oct. 1836, wurde als Lieut. m. G. zu Kaiser 
Ferdinand-Uhlanen Nr. 4 ausgemustert, im Jahre 
1848 zu Franz Graf von Gyulai-Inf. Nr. 33 transf. 
und starb im Jahre 1849. 

D'Albjni Philipp, Sohn eines Majors, geb. 
zu Esseg 24. Mai 1826, eingetr. 30. Sept. 1838, 
wurde 7. Juli 1842 vorzeitig als Regimentscadet 
zuErzh.Leopold-Inf. Nr. 53 ausgemustert, 1. Juli 
1847 k. k. Cadet, 1. Jan. 18i8 Lieut. m. G., 



1845. 



109 



2. Nov. d. J. Lieut. h. G., 9. Dec. 1849 Ober- 
lieut., 1. Aug. 1857 Hauptm. 2. Gl., 4. Juni 
1859 Hauptm. 1. CL, 1. April 1862 pens., lebt 
zu Agram. D T Albini erhielt 15. Aug. 1859 für 
seine hervorragend tapferen Leistungen bei 
Solferino, 24. Juni, das Militär-Verdienstkreuz. 

Drakulich Emanuel, Sohn eines Grenz - 
officiers, geb. zu Hrastovac in der Militärgrenze 
2-2. Jan. 1827, eingetr. 19. Sept. 1838, wurde 
1. Juli 1843 vorzeitig als Regimentscadet zu 
Heinrich Constantin Freih. v. Herbert-Rathkeal- 
Inf. Nr. 45 ausgemustert, 1. Jan. 1847 k. k. Ca- 
det bei Erzh. Karl-Inf. Nr. 3, 11. April 1848 
Lieut. m. G., 1 . Juli d. J. Lieut. h. G. und quitt. 

30. April 1849 den Militärdienst ohne Beibehalt 
des Officiers-Charakters. 

Duval de Dampiere Adolf Freiherr, Sohn 
eines Oberlieutenants, geb. zu Hartberg in Steier- 
mark 21. Aug. 1826, eingetr. 19. Sept. 1838, 
wurde bei der Ausmusterung als Lieut. m. G., 
zum 6. Jäger-Bat eingetheilt, 1. Juli 1848 Lieut. 
h. G., 16. Nov. d. J. zu Julius Freih. v. Haynau- 
Inf. x\r. 57 transf., 11. Sept. 1850 Oberlieut., 

31. Mai 1857 pens. und starb 30. März 1861 
zu Przemysl. 

Edänyi-Reindl Leopold, Sohn eines Ober- 
sten, geb. 23.0ct. 1826, eingetr. 27. Sept. 1838, 
wurde als Lieut. m. G. zum 1 . Wallachen-Grenz- 
Inf.-Reg. Nr. 16 ausgemustert, 16. März 1847 zu 
August Graf zu Leiningen- Westerburg-Inf. Nr. 31 
transf., 15. Oct. 1848 Lieut. h. G. und trat 
24. April 1849 in die Reihen der unga- 
rischen Armee, in welcher er an 1 8 Schlachten 
und Gefechten theilnahm. Nach der Waflen- 
streckung bei Vilagos inhaftiert und nach Temes- 
vär überführt, wurde er vom dortigen Kriegs- 
gerichte zu zwölfjährigem schweren Kerker ver- 
urtheilt, nach Restringierung dieses Strafaus- 
maßes auf die Hälfte aber im Jahre 1855 aus 
der Festung Josefstadt wieder entlassen. In 
seine Heimat rückgekehrt, lebte Ede*nyi-Reindl 
als Ökonomiebeamter, bis derselbe mit Aller- 
höchster Entschließung vom 18. April 1869 
zum Major in der königl. ungarischen Landwehr- 
Infanterie ernannt wurde. In dieser erhielt er die 
Eintheilung als Commandant des 21. Landwehr- 
Bataillons zu Hermannstadt, rückte 1. Nov. 1870 
zum Oberstlieut. vor und war auch mit der 
Leitung der Honvexi-Districts-Cadetten- und 
Officiersschule betraut. Am 1. Mai 1873 wurde 
er als Interims-Brigade- Commandant zum Ober- 
sten befördert, bekleidete dann vom 5. Nov. d. J. 
bis 5. Jan. 1877 den Posten des Directors der 
königl. ungarischen Ludovica- Akademie, trat 



1. April 1877 in den Ruhestand und lebt zu 
Hermannstadt. 

Elszler Franz, geb. zu Wien 4. Juni 1827, 
kam 3. Oct. 1838 in die Militär-Akademie, trat 
schon 31. Dec. d. J. aus der Militärerziehung. 

Fischer Friedrich Freiherr von, Sohn eines 
Rittmeisters, geb. zu Semlin 17. Juni 1826, ein- 
getr. 30. Sept 1838, wurde 22. Sept. 1845 zum 
Lieut. h. G. ernannt und nach Absolvierung des 
höheren Curses 14. Sept. 1846 als Lieut. h. G. 
zu Johann Baptist Freih. v. Paumgartten - Inf. 
Nr. 21 eingetheilt, wo er 1. Juli 1848 zum Ober- 
lieut. vorrückte. Er machte den Feldzug 1848 
zuerst in Italien, später, sowie jenen von 1849 
in Ungarn mit und erwarb sich (14. Juni 1848) 
durch Muth und Umsicht den Orden der Eisernen 
Krone 3. Classe. Am 16. Febr. 1850 kam Fischer 
zum GQMSt. und brachte es daselbst 18. Nov. 
d. J. zum Hauptm. 2. GL, 25. Oct 1852 zum 
Hauptm. 1. CL, 5. Mai 1859 zum Major, 24. Juni 
1864 zum Oberstlieut., endlich 11. Juni 1866 
zum Obersten. Während dieser Zeit war Fischer 
im Jahre 1850 im Evidenzbureau des General- 
stabes, 1852 in der Operationskanzlei, 1853 bei 
der Militär-Mappierung in Siebenbürgen, 1854 
beim 4. Armee- Gommando, 1856 bei der Militär- 
Mappierung in der Wallachei und seit 1857 im 
kriegsgeschichtlichen Bureau mit dem besten Er- 
folge verwendet. Im Feldzuge 1859 wurde ihm 
für seine hervorragenden Leistungen bei Magenta 
und Turbigo das Ritterkreuz des Leopold-Ordens 
zutheil. Im Feldzuge 1866 gegen Preußen war 
Fischer General slabs- Chef beim Festungs-Com- 
mando in Krakau, wurde 13. Nov. 1866 Vor- 
stand des Bureaus für Kriegsgeschichte im Kriegs- 
Ministerium und 12. März 1870 in Anerkennung 
seiner unermüdlichen und ersprießlichen Lei- 
stungen in dieser Anstellung mit dem Comthur- 
kreuze des Franz Joseph-Ordens ausgezeichnet. 
Am 31. Oct 1872 erfolgte die Ernennung 
Fischers zum Commandanten der #r 2. Infanterie- 
Brigade und am 1. Mai 1873 dessen Beförderung 
zum Generalmajor, 22. Sept. 1874 dessen Be- 
rufung auf den schwierigen Posten eines Com- 
mandanten der Kriegsschule, auf welchem er 
1. Mai 1878 zum Feldmarschall-Lieut vorrückte. 
Am 1. Nov. 1881 wurde Fischer auf sein An- 
suchen in den definitiven Ruhestand übernommen 
und erhielt aus diesem Anlasse in Anerkennung 
seiner langjährigen, pflichtgetreuen, im Frieden 
wie im Kriege ausgezeichneten Dienstleistung 
den Orden der Eisernen Krone 2. GL, welcher 
Auszeichnung im Januar 1882 die statuten- 
mäßige Erhebung in den Freiherrenstand folgte. 
Fischer lebt in Wien. 



110 



1815. 



Fischer von Aalbach Eduard Friedrich, 
Sohn eines Rittmeisters, geb. zu Klatlau in Böhmen 
1. Juli 1826, eingetr. 29. Sept. 1838, wurde bei 
der Ausmusterung als Lieut. m. G. zu Palatinal- 
Husaren Nr. 12 eingeteilt, 20. Aug. 1848 
Oberlieut., 1 7. Sept. d. J. Rittm. bei Banderial- 
Husaren Nr. 13, 15. Jan. 1851 Hauptm. 1. Gl. 
bei Iwan Fedorowitsch Paskiewitsch Fürst von 
Warschau-Inf. Nr. 37, quitt 15. Juli 1854 den 
Militärdienst ohne Beibehalt des Officiers - Cha- 
rakters und trat in kaiserl. russische Kriegsdienste. 

Freund Ferdinand, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Znaim 29. Sept. 1826, eingetr. 

30. Sept. 1838, wurde als Lieut. m. G. zu Erzh. 
Ludwig-Inf. Nr. 8 ausgemustert, 11. April 1848 
Lieut. h. G., 27. Dec. d. J. Oberlieut., 1. Aug. 
1854 Hauptm. 2. Gl., 24. Sept. 1856 Hauptm. 
1. GL, 1 1. Juni 1866 Major, machte die Feldzüge 
1848 in Ungarn, 1819, 1859 in Italien, 1866 
gegen Preußen mit und ist bei Königgrätz, 3. Juli 
1866, vor dem Feinde geblieben. 

Frivisz Edler von Werthersheim Georg, Sohn 

eines Hauptmannes, geb. zu Pest 2. Jan. 1826, ein- 
getr. 26. Sept. 1838, wurde als Lieut. m. G. zu 
Alexander 1. Kaiser von Russland-Inf. Nr. 2 aus- 
gemustert, 16. Dec. 1847 Lieut h. G., 16. Oct. 
1848 Oberlieut., 16. Juni 1850 Hauptm. 2. Gl. 
und trat 1. Aug. 1852 aus dem Armee verbände. 
Frivisz hat im Jahre 1 848 das Gefecht bei Szent 
Tamäs (19. Aug.), die Einschließung, Be- 
schießung und Einnahme von Wien (12. bis 

31. Oct), sowie das Gefecht bei Schwechat 
(26. Oct) mitgemacht. Am 23. Oct. 1856 trat 
Frivisz als Gomitats-Gerichtsofficial in Civil- 
Staatsdienste, wurde 23. Juni 1862 Steuer - 
Rechnungs-Official, 1. Jan. 1868 Goncipist beim 
königl. ungarischen Finanzministerium und 
29. April d. J. Rechnungs-Official daselbst. 

Gleispach Karl Reichsgraf von, Sohn eines 
Gubernialrathes und Kreishauptmannes, geb. zu 
Innsbruck 30. Aug. 1826, eingetr. 23. Sept 
1839, wurde als Lieut. m. G. zu Karl Freih. v. 
Mengen-Kürass. Nr. 4 ausgemustert und quitt, 
seine Charge 15. Sept. 1848 ohne Beibehalt des 
Officiers- Charakters. Wegen Nachrichten über 
die reichsgräfliche Familie von Gleispach vergl. 
Ludwig Reichsgraf von Gleispach, Ausmuste- 
rungsjahrg. 1773. 

Grammont von Linthal Johann Freiherr, 
Sohn des 19. Juni 1849 zu Karlowitz in Syr- 
mien verstorbenen Generalmajors Franz Adam 
Freiherrn Grammont von Linthal, aus dessen Ehe 
mitFrancisca Freiin Bersina von Siegenthal, geb. 
zu Peterwardcin 24. Oct 1826, eingetr. 29. Sept 
1838, wurde bei der Ausmusterung als k. k. 



Cadet zum Warasdiner St. Georger Grenz-Inf.- 
Reg. Nr. 6 ausgemustert, 1. Juni 1846 zu Kaiser 
Ferdinand-Uhlanen Nr. 4 transf., 1. Jan. 1847 
Lieut. beim Broder Grenz-Inf.-Reg. Nr. 7, 1. Sept 
1 848 Oberlieut. beim Gradiscaner Grenz-Inf.-Reg. 
Nr. 8, 5. Sept. d. J. Sec.-Rittm. bei Banderial- 
Husaren Nr. 13, 16. Mai 1 849 Prem.-Riltm., quitt 
31. Dec. 1854 den Militärdienst ohne Beibehalt 
des Militär-Charakters und ist bald darauf ge- 
storben. Grammont hatte im Jahre 1848 die Be- 
lagerung und Einnahme Wiens, dann die Feld- 
züge 1848 und 1849 mitgemacht 

Gröller Leopold Ritter von, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Wadowice in Galizien 
7. Äug. 1825, eingetr. 25. Sept. 1838, wurde 
22. Sept. 1845 zum Lieut. m. G. ernannt und 
nach Frequentierung des höheren Curses 14. Sept 
1846 als Lieut. h. G. bei Maximilian Freih. v. 
Wimpffen-Inf. Nr. 13 eingetheilt, 29. Sept 1848 
Oberlieut, 27. Nov. 1849 Capitänlieut, 1. Nov. 
1851 Hauptm. und starb 15. Dec. 1851 zu Graz. 

Habermann Heinrich Edler von, Sohn eines 
Majors, geb. zu Wien 1. Aug. 1827, eingetr. 
27. Sept. 1838, wurde als Lieut. m. G. zu 
Theodor Graf Baillet de Latour-Inf. Nr. 28 aus- 
gemustert, und machte als Bataillons-Adjutant 
den Feldzug 1848 in Italien mit Bei Vicenza, am 

10. Juni d.J., stellte er sich unaufgefordert mit den 
Plänklern zur Deckung einer bloßgestellten Bat- 
terie und wurde hierbei verwundet. Er machte 
ferner die Schlachten und Gefechte bei Somma- 
campagna, bei Custoza, Cremona, Lodi und 
Mailand mit und erwarb sich durch seine Ent- 
schlossenheit und lobenswerte Dienstesthätigkeit 
in diesem Feldzuge das Militär- Verdienstkreuz. 
Am 1. März 1849 zum Oberlieut befördert, 
nahm Habermann an dem Feldzuge desselben 
Jahres in Piemont theil, wurde 1. Oct. 1852 
zu Eugen Graf v. Haugwitz-Inf. Nr. 38 transf., 
17. Jan. 1854 Hauptm. 2. Gl., 30. April d. J. 
zum Adjutanten- Corps transf., 16. Mai 1856 
Rittm. 1. Cl., 31. Mai 1859 Major und machte 
den Feldzug 1859 in Italien mit. Am 17. April 
1860 kam Habermann zu Kaiser-Inf. Nr. 1, 
wurde daselbst 18. Oct 1864 Oberstlieut und 
fand in dem unglücklichen Feldzuge gegen 
Preußen bei Trautenau 27. Juni 1866 den Tod 
auf dem Felde der Ehre. Für die bei dieser Ge- 
legenheit an den Tag gelegte hervorragende 
Tapferkeit wurde ihm nachträglich (20. Oct 1 866) 
die Allerhöchste Belobung zuerkannt. 

Höffern von Saalfeld Ernst Riaer. Sohn 

eines Cameral-Bezirkscommissärs, geb. zu Graz 

11. Juni 1826, eingetr. 16. Sept 1838, wurde 
bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. beim 



111 



1845. 



3. Jäger-Bat. eingelheilt, l.Mai 1848 Lieut. h.G., 
l.März 1 849 Oberlieut., lö.Sept. 1855Hauptm. 
2. Gl. beim 15. Jäger-Bat, 1. Juli 1857 Hauptm. 
1. GL, 1. Aug. 1862 zum 5. Jäger-Bat. trans- 
feriert. Höffern machte die Feldzöge 1848, 1849, 
1859 in Italien, sowie 18G6 gegen Preußen mit, 
wurde in der Schlacht bei Königgrätz, 3. Juli 
1866, schwer verwundet und erlag seinen Wun- 
den 29. Juli 1866 zu Nechanitz. 

Jellouschegg von Fichtenau Heinrich Ritter, 

Sohn eines Landrechts-Registranten, geb. zuBayr- 
dorf in Tirol 19. Juli 1826, eingetr. 19. Sept. 
1838, wurde bei der Ausmusterung als Lieut. 
m. G. zu Gustav Wilhelm Prinz von Hohenlohe- 
Langenburg-Inf. Nr. 17 ausgemustert, 11. April 
1848 Lieut. h.G., 1. Aug. 1848 Oberlieut., 9. Jan. 
1852 Hauptm. 2. Cl„ 15. Juli 1854 Hauptm. 
1. Gl., 1. Nov. 1861 pens., 1. Mai 1864 reac- 
tiviert, 1. Jan. 1865 pens., 1. Juni 1866 reac- 
tiviert, 1. Oct. 1866 in den definitiven Pensions- 
stand rückversetzt und starb zu Laibach 29. April 
1883.^ 

Jungling Michael, Sohn eines Majors, geb. 
zu Dälnok in Siebenbürgen 30. Sept. 1826, ein- 
getr. 27. Sept. 1838, wurde 22. Sept. 1845 zum 
Lieut. m. G. ernannt, nach Absolvierung des 
höheren Gurses 14. Sept. 1846 als Lieut. h. G. 
beim 1. Sz£kler Grenz-Inf.-Reg. Nr. 14 eingetheilt 
und trat 1. Nov. 1848 in die Reihen der unga- 
rischen Armee. Sein weiterer Lebenslauf konnte 
nicht ermittelt werden. 

Kaiser Edler von Maasfeld Heinrich, Sohn 

eines Obersten, geb. zu Königgrätz in Böhmen 
19. Juni 1826, eingetr. 22 Sept. 1838, wurde 
bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. bei Johann 
Baptist Freih. v. Pau m gart ten Inf. Nr. 21 ein- 
getheilt, 18. April 1848 Lieut. h. G., 8. Febr. 
1849 Oberlieut, 1. Aug. 1854 Hauptm. 2. Gl. 
bei Erzh. Siegmund-Inf. Nr. 45, 1. Jan. 1859 
Hauptm. 1. GL, 1. Febr. 1860 zu Eugen Graf v. 
Haugwitz-Inf. Nr. 38 transf., 7. Oct 1868 Major 
bei Wilhelm Herzog von Württemberg- Inf. Nr. 73, 
29. Oct. 1871 zu Joseph Ritt. v. Schmerling- 
Inf. Nr. 67 transf. und starb am 31. Dec. 1872 
zu Brück a. d. Leitha. Kaiser machte die Feld- 
züge 1848, 1849, 1859 in Italien, 1866 gegen 
Preußen mit und erhielt für hervorragend tapfere 
Leistungen in dem letzteren 4. Nov. 1866 die 
Allerhöchste belobende Anerkennung. 

Karg von Bebenburg Georg Reichsfrei- 
herr, Sohn des 12. Juli 1857 verstorbenen 
L k. Statthalterei-Rathes und Landes-Grenzregulie- 
rungs-Gommissärs Johann Reichsfreiherrn Karg 
von Bebenburg aus dessen Ehe mit Katharina 
geb. Miss Richardson, geb. zu Königgrätz in 



Böhmen 18. Sept. 1825, eingetr. 29. Oct. 1837 ? 
wurde als k. k. Gadet zu Kaiser Ferdinand- 
Kürass. Nr. 1 ausgemustert, 7. Juli 1848 Lieut., 

1. Sept. 1849 Oberlieut., 23. Juni 1854 Rittm. 

2. GL, 10. Mai 1859 Rittm. 1. GL, 1. Febr. 1865 
pens., starb 4. Dec. 1871 zu W T ien (Meidling). Er 
machte im Jahre 1848 die Prager Juni-Ereignisse, 
1849 den Sommcr-Feldzug in Ungarn mit. Karg 
von Bebenburg war seit 24. April 1871 mit Ilka 
Beniczky von Benicz vermählt, welcher Ehe eine 
Tochter Georgine (Posthuma), geb. 3. März 1872, 
entsproß. 

Knezevic Thomas, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Kosian in der Militärgrenze 1 5. Dec. 

1826, eingetr. 19. Sept. 1838, wurde als k. k. 
Gadet zu Karl Ludwig Herzog von Lucca-Inf. 
Nr. 24 ausgemustert, 1. Febr. 1846 zum 
Olo&mer Grenz-Inf.-Reg. Nr. 2 transf, 1. Mai 
1846 Lieut. m. G., 25. Sept. 1848 Lieut. h. G., 
21. April 1849 Oberlieut., 1. Aug. 1853 zu Julius 
Graf Strasoldo-Graffemberg-Inf. Nr. 61 übersetzt, 

1. Juni 1854 Hauptm. 2. Gl., 31. Mai 1857 
pens., starb 23. März 1860 zu Klasnic. 

Koblitz Ludwig, geb. zu Wien 10. Febr. 

1827, eingetr. 19. Sept. 1838, wurde 31. Dec. 
1845 in das Militär-geographische Institut über- 
setzt, 15. Sept. 1848 Lieut. m. G. bei Erzh. 
Rainer-Inf. Nr. 11, 16. März 1849 Lieut. 
h. G., 15. Jan. 1852 zu Joseph Graf Jellaöiö de 
Bu2im-Inf. Nr. 46 transf, 16. Mai 1852 Ober- 
lieut., 1. Aug. 1856 zu Hoch- und Deutsch- 
meister-Inf. Nr. 4 transf, 5. April 1859 Hauptm. 

2. Gl. bei der Stabs-Infanterie, machte in dieser 
Eigenschaft den Feldzug 1859 in Italien mit und 
rückte 1. Juli 1859 zum Hauptm. 1. Gl. vor. 
Nach Auflösung der Stabs-Infanterie wurde Koblitz 
mit 1. Nov. 1859 zu Constantin Großfürst von 
Russland-Inf. Nr. 18 eingetheilt, kam 1. März 
1869 beim k. k. Kriegsarchive in Verwendung, 
wurde 1 . Mai d. J. zu Hoch- und Deutschmeister- 
Inf Nr. 4 transf. und rückte hier 1. Mai 1870 
zum Major vor, trat 1. Aug. 1873 unter Vor- 
merkung für eine Localanstellung in den Ruhe- 
stand und lebt zu Seewiesen in Steiermark. 

Kodich Alexander, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu RoviSte in der Militärgrenze 
16. April 1 826, eingetr. 19. Sept. 1 838, wurde bei 
der Ausmusterung als Lieut. m. G. zu Erzh. 
Friedrich-Inf. Nr. 16 eingetheilt, 16. April 1849 
Lieut. h. G., 27. April d. J. Oberlieut. und trat 
30. Dec. 1850 aus dem Armee verbände. Er 
machte die Feldzüge 1848 und 1849 in Ita- 
lien mit. 

Kramm Karl, geb. zu Verona 22. Jan. 1827, 
eingetr. 12. Sept. 1838, wurde 1. Juli 1843 



112 



1845. 



vorzeitig als Regimentscadet zu Michael Freih. 
v. Mihalievits-Inf. Nr. 57 ausgemustert und diente 
als solcher bis zum Jahre 1846. 

Krätky Anton Ritter von, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Titel in der Militärgrenze 
28. April 1826, eingetr. 18. Sept. 1838, wurde als 
Lieut. m. G. zu Georg Freih. v. Rukavina-Inf. 
Nr. 61 ausgemustert, 6. Juli 1848 Lieut. h. G., 
16. Nov. d. J. Oberlieut. beim Flotillen-Corps, 
1. Oct. 1849 Hauptm. 2. GL, 1. Dec. d. J. 
Hauptm. l.GI., 16. Mai 1861 Major beim Marine- 
Inf.-Reg., 1. Juni 1868 zu Franz Freih. v. Kuhn- 
Inf. Nr. 17 transf., 23. April 1869 Oberstlieut., 

1. Nov. 1871 Reserve-Commandant im Regi- 
mente, 1 .Mai 1873 Oberst auf diesem Dienstposten, 
26. Aug. 1874 Commandant bei Erzh. Leopold- 
Inf. Nr. 53, in welcher Eigenschaft er im Jahre 
1877 zu Laibach starb. Krätky erhielt 11. Aug. 
1866 für seine besondere Tapferkeit und sonstige 
hervorragende Leistungen bei Verteidigung der 
Insel Lissa gegen die Angriffe der italienischen 
Flotte (18., 19. und 20. Juli d. J.) den Eisernen 
Kronen-Orden 3. Gl. und 7. Juni 1867 dasOfficiers- 
kreuz des kaiserl. mexik. Guadelupe-Ordens. 

Kreyssem Dominik von, Sohn eines Majors, 
geb. zu Wien 22. Dec. 1826, eingetr. 25. Sept. 
1838, wurde als Lieut. m. G. zu Johann Freih. 
v. Hrabovsky-Inf. Nr. 14 ausgemustert, 11. April 
1848 Lieut. h. G., 16. März 1849 Oberlieut., 
16. Mai 1854 Hauptm. 2. GL, 3. Juni 1857 
Hauptm. 1. Gl., 1. Febr. 1860 zu Hoch- und 
Deutschmeister-Inf Nr. 4 transf., 1. März 1862 
pens. und starb 10. Aug. d. J. zu Wien. Er 
machte die Feldzöge 1848 und 1849 mit und 
erhielt 27. Juni 1859 für seine hervorragend 
tapferen Leistungen bei Magenta und Turbigo 
das Militär- Verdienstkreuz. Kreyssern besaß seit 
12. Dec. 1859 das Ritterkreuz des großherzogl. 
hess. Verdienst-Ordens Philipp des Großmülhigen. 

Kröll von Grimmenstein Karl Freiherr, Sohn 
eines Hauptmannes, geb. zu Linz 22. Jan. 1827, 
eingetr. 25. Sept. 1838, wurde als Lieut. m. G. 
zu Philipp Landgraf von Hessen-Homburg-Inf. 
Nr. 19 ausgemustert, 15. Mai 1848 Lieut. h. G., 
6. Mai 1849 Oberlieut., 11. Aug. 1854 Hauptm. 

2. Gl., 6. April 1X59 Hauptm. 1. GL, 1. Febr. 
1860 zu Georg Graf Jellaclc* de Bu2im-Inf. Nr. 69 
transf., 20. März 1868 Major bei Großfürst Michael 
von Russland-Inf. Nr. 26, 1. Mai 1875 Oberst- 
lieut. bei Lazarus Freih. v. Mamula-Inf. Nr. 25 
und trat 1. März 1877 als invalid in den Ruhe- 
stand und lebte seither in Linz. 

Kurz Emil, Sohn eines Hauptmannes, geb. 
zu Brunn 22. Juli 1826, eingetr. 25. Sept. 1838, 
wurde als Lieut, m. G. zu Erzh. Karl-Inf. Nr. 3 



ausgemustert, 11. April 1848 Lieut. h. G., 

1. März 1849 Oberlieut., 21. Nov. 1855 Hauptm. 

2. Gl., 8. April 1859 Hauptm. 1. Gl., 9. Mai 
1866 Major. Am 1. Nov. 1872 zum Oberstlieut. 
bei Kronprinz Erzh. Rudolf-Inf. Nr. 19 befördert, 
wurde er 1 . Mai 1 873 zu Friedrich Freih. v. Jacobs- 
Inf. Nr. 8 übersetzt, 1. Nov. 1875 zum Reserve- 
Gommandanten bei Friedrich Franz Großherzog 
von Mecklenburg-Schwerin-Inf. Nr. 57, 1. Nov. 
1876 zum Obersten und 1. März 1878 zum 
Gommandanten dieses Regiments ernannt. Im 
nämlichen Jahre noch mit dem Comthurkreuz 
des großherzogl. mecklenburg. Haus-Ordens der 
wendischen Krone decoriert, erfolgte 8. April 
1882 seine Ernennung zum Gommandanten der 
54. Infanterie-Brigade, 1. Nov. 1882 die Beför- 
derung zum Generalmajor, worauf er l.Oct. 1883 
in den Ruhestand trat, bei welchem Anlasse ihm 
in Anerkennung seiner langen, im Kriege wie im 
Frieden ersprießlichen Dienstleistung der Aus- 
druck der Allerhöchsten Zufriedenheit bekannt 
gegeben wurde Da ihm die analoge Auszeich- 
nung auch schon 2. Juni 1859 für seine Leistun- 
gen bei Montebello zutheil wurde, so besitzt er 
sowohl die Militär- Verdienst-Medaille am Bande 
des Militär- Verdienstkreuzes, als auch jene am 
rothen Bande. Kurz lebt zu Brunn. 

Le Brun Alfred, Sohn eines Rittmeisters, 
geb. zu ödenburg in Ungarn 11. Juni 1826, ein- 
getr. 25. Sept. 1838, wurde bei der Ausmuste- 
rung als Lieut. m. G. zu Leopold II. Großherzog 
von Toscana-Drag. Nr. 4 eingelheilt, 1. Aug. 1848 
Oberlieut., 1. Oct. 1851 Rittm. 2. Gl. bei Karl 
Prinz von Preußen-Kürass. (gegenwärtig Drag.) 
Nr. 8, 1. März 1856 Rittm. 1. Gl., 1. März 1861 
pens. und quitt. 1. Febr. 1868 den Militärdienst 
ohne Beibehalt des Officiers-Gharaklers. 

Mainone von Mainsberg Philipp, geb. zu 

Olmütz 14. April 1827, eingetr. 24. Sept 1839, 
wurde als Lieut m. G. zu Karl v. Schmeling-Inf. 
Nr. 29 ausgemustert, 11. April 1848 Lieut. h. G., 
30.März 1849 Oberlieut., 1. Juli 1854 Hauptm. 
2. Gl. und starb 6. Oct. 1856 zu Lemberg. 

Majus Friedrich Freiherr von, Sohn eines 
Generalmajors, geb. zu Casalraaggiore in der 
Lombardei 24. Sept. 1826, eingetr. 29. Sept 
1838, wurde bei der Ausmusterung als Lieut 
m. G. zu Karl Freih. v. Kress-Ghevaux-leg. Nr. 7 
eingetheilt, 16. Aug. 1848 Oberlieut, 19. Oct 
1851 Rittm. 2. Gl., 1. Juli 1856 Rittm. 1. Cl., 
l.Nov. 1859 zu Karl Graf v. Wallmoden-Gimborn- 
Uhlanen Nr. 5 transf., 1. April 1863 pensioniert. 
Er hatte mit seinem Regiment an allen feindlichen 
Gelegenheiten der Kriegsjahre 1848 und 1849 
theilgenommen. Am 1. Juni 1806 kam Majus 



i 



1845. 



113 



als Reitlehrer in die Wiener-Neustädter Akademie, 
wurde 1. Nov. 1866 in die Kriegsschule nach 
Wien übersetzt, trat 1. Nov. 1870 in den Ruhe- 
stand und starb zu Wien 2. Jan. 1872. 

Malter Joseph Ritter von, Sohn eines Gene- 
ralmajors, geb. zu Brunn 23. März 1827, eingetr. 
23. Sept. 1838, wurde als k. k. Gadet zu Julius 
Freih. v. Haynau-Inf. Nr. 57 ausgemustert, 
18. Mai 18i6 Lieut. m. G., 11. April 1848 
Lieut. h. G., 1. xMärz 1849 Oberheut., 1. Oct. 

1 852 zu Erzh. Albrecht-Inf. Nr. 14 transf., 28. Oct. 

1853 Hauptm. 2. Gl. und trat 21. Juli 1855 aus 
dem Armeeverbande. 

Maluja Joseph Ritter von, Sohn eines Land- 
rechts-Registrators, geb. zu Lemberg 30. April 
1828, eingetr. 30. Sept. 1838, wurde als Lieut. 
m. G. zu Anton Freih. v. Bertoletti-Inf. Nr. 15 
ausgemustert und starb schon 20. Dec. 1815 zu 
Lemberg. 

Mattencloit Fedor Freiherr von, Sohn eines 
Majors, geb. zu Brunn 11. Juli 1827, eingetr. 
2i. Sept. 1838, wurde als Lieut. m. G. zu Prinz 
Emil von Hessen und bei Rhein-Inf. Nr. 54 aus- 
gemustert, 15. Dec. 1847 zu Friedrich Graf v. 
Hochenegg-Inf. Nr. 20 transf., 11. April 1818 
Lieut. h. G., 1. März 1849 Oberlieut. und starb 
23. Juli d. J. zu Pest an der Cholera. 

Maurer de ürmös Joseph, geb. zu Ürmös 
in Siebenbürgen 27. April 1827, kam 27. Sept. 
1838 in die Akademie und trat 3. Mai 1841 aus 
der Militärerziehung. Später finden wir ihn doch 
in Militärdiensten, und zwar im Jahre 1843 als 
Gadet beim 2. Szekler Grenz-Inf.Reg. Nr. 15. Im 
Jahre 1844 q. t. zum Szökler Grenz-Husaren- 
Reg. Nr. 1 1 transf., avancierte Maurer im Jahre 

1847 zum Lieut. und diente als solcher bis 1849. 
Mayersbach Joseph Philipp Ritter von, 

Sohn eines Gutsbesitzers, geb. zu Duschnik in 
Böhmen 19. März 1826, eingetr. 30. Sept. 1838, 
wurde als Lieut. m. G. zu Joseph Friedrich Freih. 
v. Palombini-Inf. Nr. 36 ausgemustert, 19. April 

1848 Lieut. h. G., 1. April 1849 Oberlieut, 
12. Juli 1854 Hauptm. 2. Gl. und starb 15. Dec. 
1857. Mayersbach hat die Feldzöge 1818 und 

1849 in Ungarn mitgemacht. 

Melzer von Bärenheim Heinrich, geb. zu 

Böhm. Leipa in Böhmen 6. März 1828, eingetr. 
29. Sept. 1838, wurde als Lieut. m. G. zu Erzh. 
Rainer-Inf. Nr. 11 ausgemustert, 11. April 1848 
Lieut. h.G.,1. März 1849 Oberlieut., 4. Oct. 1855 
Hauptm. 2. GL, 10. April 1859 Hauptm. 1. Gl. 
Bei der Landesverteidigung von Tirol im Feld- 
zuge 1866 führte er ad interim das Gommando 
einer Halbbrigade in Val di Ledro und erhielt 
die Meldung, dass die Freischaren Garibaldis 

Wr.-Neustädter Mil.-Akad. IF. 



von Rocca d'Anfo aus die Grenze überschritten 
und im Bauen von Batterien auf unserem Gebiete 
begriffen seien. Melzer rückte sogleich gegen 
Ladrone, erstürmte diesen Ort und trieb den 
Feind über die Grenze zurück. Er wurde 26. Juli 
1866 Major, 21. Oct. 1874 Oberstlieut. bei 
Georg V. König von Hannover-Inf. Nr. 12, trat 
16. April 1877 in den Ruhestand und erhielt im 
Jahre 1882 den Oberstens-Charakter ad honores. 
Er lebt in Stein a. d. Donau. Melzer verfasste 
auch das Libretto zu der vom Kapellmeister 
Stiasny componierten Oper n Liane *, welche im 
Jahre 1852 in Mainz zur Aufführung gelangte. 
Metz Alexander Edler von, geb. zu Gobelsburg 
in Niederösterreich am 23. Febr. 1826, eingetr. 
27. Sept. 1838, wurde Lieut. m. G. beim 1. Feld- 
jäger-Bat., 16. Mai 1848 Lieut. h. G., 1. März 
1849 Oberlieut., 1. Nov. 1852 Hauptm. 2. Gl. 
beim 13. Feldjäger -Bat., 20. Febr. 1857 Hauptm. 
1. Gl., am 30. April 1858 zum Tiroler Kaiser - 
Jäger-Reg. transf., 27. Dec. 1864 Major, 23. April 
1869 Oberstlieut., 26. Aug. 1874 Reserve- Com- 
mandant bei Franz Freih. v. Kuhn-Inf. Nr. 17, 
1. Nov. 1874 Oberst und 23. Febr. 1877 Regi- 
ments-Gommandant bei Ernst Ritt. v. Hartung- 
Inf. Nr. 47, 20. Aug. 1879 Gomraandant der 
4. Infanterie-Brigade, 25. Oct. 1879 General- 
major. Am 1. Febr. 1883 wurde er auf eigenes 
Ansuchen in den Ruhestand versetzt und ihm 
bei dieser Gelegenheit der Ausdruck der Aller- 
höchsten Zufriedenheit für die lange und ersprieß- 
liche und vor dem Feinde ausgezeichnete Dienst- 
leistung bekannt gegeben. Er starb am 16. März 
1889 in Wien. Metz hatte die Feldzüge 1848, 
1849 und 1859 in Italien, 1866 bei der Landes- 
verteidigung in Südtirol als Halbbrigade-Com- 
mandant unter Generalmajor Freiherrn von Kuhn 
mitgemacht. Er hatte unter seinem Gommando 
daselbst auch das fürstlich Liechtenstein'sche 
Gontingent, für dessen umsichtige Führung ihm 
auch Johann Fürst zu Liechtenstein am 15. Sept. 
in einem längeren Schreiben seinen Dank aus- 
sprach. Für sein umsichtiges und tapferes Be- 
nehmen erhielt er im Feldzuge 1 859 am 1 5. Aug. 
das Militär- Verdienstkreuz, für seine hervor- 
ragende Tapferkeit imFeldzugel866, am 31. Dec. 
d. J. den Orden der Eisernen Krone 3. Glasse. 
Am 11. Nov. 1867 wurde er mit dem Officiers- 
kreuz des franz. Ordens der Ehrenlegion aus- 
gezeichnet, am 28. Nov. 1881 wurde er Grand 
Ufficiale dell' Ordine della Corona d'Italia. Er 
war noch Besitzer der Tiroler Erinnerungs- 
Medaille an den Feldzug 1860. Im Jahre 1852 
am 22. Sept. erhielt er in Mainz als k. k. Ober- 
lieut. des 1. Feldjäger-Bataillons den Meisterbrief 

s 



114 



1845. 



der Fechtkunst, hat als Hauptm. im Jahre 1 863 
das Fechtbuch für die Primauslage ausgegeben, 
welches er 1 883 als k. k. Generalmajor neu auf- 
gelegt hat. 

MUnster Adolf, geb. zu Kronstadt in Sie- 
benbürgen 18. Juni 1826, eingetr. 27. Sept. 
1838, wurde Lieut. m. G. beim 2. Szökler 
Grenz-Inf.-Reg. Nr. 15, 1. Sept. 1848 Lieut. 
h. G., 1. Dec. 1849 Oberlieut. bei Karl Freih. 
v. Culoz-Inf. Nr. 31, 18. Oct. 1858 Hauptm. 

2. GL, 9. April 1859 Hauptm. l.Classe. Er hat 
die Feldzüge 1848, 1849, 1859 und 1866 mit- 
gemacht, wurde in der Schlacht bei Magenta 
leicht verwundet und erhielt für die bei dieser 
Gelegenheit an den Tag gelegte hervorragende 
Tapferkeit mit Allerhöchstem Armeebefehle dd. 
Verona 27. Juli 1859, Nr. 35, den Ausdruck der 
Allerhöchsten belobenden Anerkennung und da- 
durch die Berechtigung zum Tragen der im 
Jahre 1890 neu gestifteten Militär- Verdienst- 
Medaille am Bande des Militär- Verdienstkreuzes. 
Am 28. Nov. 1868 trat Münster als Postofficial 
1. Cl. bei der Postdirection zu Hermannstadt in 
CivilStaatsdienste, wurde 24. Oct. 1869 als 
Hauptm. 2. Cl. in die königl. ungarische Land- 
wehr eingetheilt, 1. Nov. 1870 Hauptm. 1. CL, 
1. Nov. 1876 Major, 1. Nov. 1881 Oberstlieut., 
trat 20. Dec. 1882 auf eigenes Ansuchen in 
den Ruhestand und lebt zu Hermannstadt. 

Noghera Johann Nobile, geb. zu Sondrio 
in der Lombardei 13. Febr. 1827, eingetr. 
15. Sept. 1838, wurde 1. Juli 1843 als Regi- 
mentscadet zu Eugen Graf v. Haugwitz-Inf.Nr.38 
ausgemustert, 31. Oct. 1845 zur lombardisch- 
venetianischen adeligen Leibgarde transf., quitt. 
27. April 1848 und trat 24. Juni d. J. als Lieut. 
in die Dienste der provisorischen Regierung zu 
Venedig, welche er nach der Gapitulation dieser 
Hauptstadt 22. Aug. 1849 wieder verließ und 
sich nun theils in Piemont, theils in der Schweiz 
und in der Türkei als Privatmann aufhielt. Am 

3. Juni 1859 trat Noghera als Oberlieut. beim 
1. Regimente der in Mittel-Italien gebildeten 
Division Mezzocapa abermals in Kriegsdienste, 
rückte hier 20. Aug. 1859 zu Hauptm. vor und 
kam bei der Verschmelzung beider Armeen, 
27. Sept. 1860, in gleicher Charge und mit der 
Eintheilung in den Armee-Train in sardinische 
Dienste. Hier rückte Noghera 31. März 1864 zum 
Major vor und wurde 15. Sept. 1869 Director 
des Gestütes zu Persano, 22. Oct. 1871 unter 
Belassung auf diesem Posten zur Cavallerie ein- 
getheilt, 7. April 1878 zum Obersten ernannt, und 
trat 22. Sept. d. J. mit dem Grade eines Caval- 
lerie-Obersten der Reserve in den Ruhestand. 



Er besitzt das Ritterkreuz des St. Mauritius- und 
Lazarus-Ordens, dann jenes des Ordens der ita- 
lienischen Krone. 

Olszewski Hieronymus, Sohn eines Magi- 
stratsvorstehers in Busk, geb. zu Busk in Gali- 
zien 30. Sept. 1827, eingetr. 30. Sept. 1838, 
wurde als k. k. Cadet zu Andreas Freih. v. Mä- 
riässy-Inf. Nr. 37 ausgemustert, 1. Juli 1848 
Lieut. m. G. und trat 30. Nov. d. J. in die 
Reihen der ungarischen Armee. 

Pavellich Gabriel, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu Udbina in der Militärgrenze 5. Juni 
1826, eingetr. 19. Sept. 1838, wurde als Lieut. 
m. G. zu Johann August Freih. v. Turszky-Inf. 
Nr. 62 ausgemustert, 20. Juli 1848 Lieut h. G., 

1. Sept. 1849 Oberlieut., 1. Oct. 1852 Hauptm. 

2. CL, 19. Nov. 1854 Hauptm. 1. Cl. und trat 
29. Mai 1856 aus dem Armeeverbande. 

Pecchio von Weitenfeld Wilhelm Ritter, 

geb. zu Prag 13. Dec. 1825, eingetr. 21. Sept. 
1838 und starb während eines Krankenurlaubes 
bei seinen Angehörigen 5. Sept. 1841 zu Prag. 
Podkoniak Isaak, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu Divoselo in der Militärgrenze 5. Oct. 
1826, eingetr. 11. Sept. 1838, wurde als k. k. 
Cadet zum Oguliner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 3 aus- 
gemustert und starb 15. Jan. 1847. 

Popp Edler von Poppenheim Wilhelm, 

Sohn eines General-Auditorlieutenants, geb. zu 
Pest 10. Febr. 1827, eingetr. 12. Oct. 1840, 
wurde 22. Sept. 1845 zum Lieut. m. G. beför- 
dert, 14. Sept. 1846 nach Hörung des höheren 
Gurses als Lieut. h. G. bei Erzh. Karl-Inf. Nr. 3 
eingetheilt, avancierte 1. Sept. 1848 zum Ober- 
lieut. und machte den Feldzug 1848 und 1849 
in Italien mit. Am 9. April 1848 zum GQMSt. 
transf., rückte Popp 18. Nov. 1850 zum Hauptm. 
2. GL, 20. Juli 1853 zum Hauptm. 1. Cl., 
22. Mai 1859 zum Major vor, war im Feldzuge 
1864 gegen Dänemark Generalstabs-Sous-Chef 
des 6. Armeecorps und erhielt 4. Mai 1864 für 
seine verdienstlichen Leistungen vor dem Feinde 
den Eisernen Kronen-Orden 3. Gl., 30. Mai d. J. 
das großherzogl. Mecklenburg - Schwerin'sche 
Militär- Verdienstkreuz, 3 1 . Aug. d. J. den königl. 
preuß. Rothen Adler-Orden mit den Schwertern. 
Den Feldzug 1866 machte der inzwischen 
(7. Jan. 1 865) zum Oberstlieut. vorgerückte Popp 
im Hauptquartier der Nord-Armee gegen Preußen 
mit, wurde 5. April 1867 Oberst, 13. Nov. 1868 
Generalstabs-Ghef beim Generalcommando zu 
Temesvär und kam 25. Jan. 1869 in gleicher 
Eigenschaft nach Prag. Am 26. April 1871 
erfolgte seine Ernennung zum Regiments-Com- 
mandanten bei Friedrich Wilhelm Großherzog 



1845. 



115 



* 



von Mecklenburg-Strelitz-Inf. Nr. 31, 22. Febr. 
1874 zum Commandanten der 2. Infanterie-Bri- 
gade, 1. Nov. 1874 seine Beförderung zum Ge- 
neralmajor auf diesem Dienstposten, 5. Oct 1876 
die Ernennung zum Commandanten der 36. Infan- 
terie-Brigade, 12. Juni 1878 zum Festungs-Com- 
mandanten in Cattaro. Aber schon 8. Aug. d. J. 
erhielt Popp das Commando der 18. Infanterie- 
Truppen-Division in Mostar, 18. Nov. d. J. jenes 
der 7. Infanterie -Truppen -Division in Travnik 
und 3. Dec. d. J. in Anerkennung seiner vor- 
züglichen Dienstleistung bei der Occupation 
Bosniens und derHercegovina das Ritterkreuz des 
Leopold-Ordens. Am 1. Mai 1879 wurde er 
zum Feldmarschall-Lieut. befördert, 14. Aug. 
1879 zum Commandanten der 10. Infanterie- 
Truppen-Division ernannt und trat 1. März 1885 
in den Ruhestand, bei welchem Anlasse ihm in 
Anerkennung seiner langjährigen, vorzüglichen, 
im Kriege ausgezeichneten Dienstleistung das 
Commandeurkreuz des Leopold-Ordens verliehen 
wurde. Popp lebt in Baden bei Wien. 

Prandtner von Prandtenau auf Milhofen 

Joseph Ritter, geb. zu Althofen in Steiermark 
29. März 1828, eingetr. 21. Sept. 1838, wurde 
als k. k. Cadet zu Heinrich Freih. v. Hess-Inf. 
Nr. 49 ausgemustert, 1. Dec. 1845 zu Gustav 
Wilhelm Prinz von Hohenlohe Langenburg-Inf. 
Nr. 17. transf., 16. Febr. 1848 Lieut. m. G., 
1. Juli d. J. Lieut. h. G., 16. April 1849 Ober- 
lieut., 15. Juli 1854 Hauptm. 2. Cl., 1. April 
1859 pensioniert. Prandtner hat im Jahre 1848 
an der Cernierung von Venedig, 1849 an den 
Schlachten von Mortara und Novara, an der Ein- 
nahme von Bologna, dann an der Belagerung 
von Ancona theilgenommen und sich bei allen 
diesen Affairen durch besonderen Muth und 
Tapferkeit hervorgethan. Am 1. Mai 1885 wurde 
Prandtner in die Loco- Versorgung des Invaliden- 
hauses in Prag aufgenommen, am 1. Oct. 1889 in 
jenes nach Wien (Filiale in Neulerchenfeld) über- 
setzt, wo er sich auch gegenwärtig noch befindet. 
Radoy Gregor, geb. zu Wracsevgaj im Ba- 
nate 9. Febr. 1827, eingetr. 27. Sept. 1838 und 
starb 27. April 1845 in der Akademie. 

Schemel Edler von KUhnritt Heinrich, geb. 

zu Drohowyze in Galizien 24. Mai 1826, kam 
28. Sept. 1838 in die Akademie, wurde 22. Sept. 
1845 zum Lieut. m. G. ernannt und nach Absol- 
vierung des höheren Curses 11. Sept. 1846 als 
LieuL h. G. zu Erzh. Albrecht-Inf. Nr. 44 eingetheilt, 
in welchem er 1. Oct. 1848 zum Oberlieut. 
vorrückte und an dem Feldzuge 1848 und 1849 
in Italien theilnahm. Am 1. März 1850 kam er 
q. t. zu Ernst August König von Hannover- 



Husaren Nr. 2, wurde daselbst 1. April 1852 
Rittm. 2. CL, 11. Juni 1854 Rittm. 1. CL, 

13. Aug. 1863 Major, 1. Aug. 1865 Oberstlieut., 
11. Juni 1866 Oberst, commandierte das Regi- 
ment im Feldzuge 1866 gegen Preußen im 
1. Armeecorps im Gefechte bei Mönchengrätz, 
im Treffen bei JiSin, in der Schlacht bei König- 
grätz und im Gefechte bei Roketnitz und Dluho- 
nitz und erwarb sich durch seine hervorragend 
tapferen, vorzüglichen und sonst verdienstlichen 
Leistungen in diesem Feldzuge, mit Allerhöchster 
Entschließung vom 3. Oct. 1866, den Eisernen 
Kronen-Orden 3. Classe. Am 29. Oct. 1871 zum 
Commandanten der 1. Cavallerie-Brigade in der 

14. Infanterie-Truppen- Division und am 29. Oct. 
1873 in dieser Anstellung zum Generalmajor be- 
fördert, wurde Schemel am 1. Mai 1876 in 
gleicher Eigenschaft zur 1 5. Infanterie-Truppen- 
Division übersetzt, am 21. Aug. 1878 Comman- 
dant der 34. Infanterie-Truppen -Division und 
auf diesem Dienstposten am 15. Sept. 1878 
Feldmarschall-Lieutenant. Am 30. Oct. 1881 
zum Commandanten der 31. Infanterie-Truppen - 
Division ernannt, erbat er sich im Juli 1884 
seine Pensionierung und erhielt bei der am 

I. Nov. 1884 erfolgten Übernahme in den Ruhe- 
stand in Anerkennung seiner langjährigen vor- 
züglichen Dienstleistung den Orden der Eisernen 
Krone 2. Classe. Schemel ist auch Ritter des 
kaiserl. russ. St. Wladimir-Ordens 4. Cl. und 
des königl. hannov. Guelfen- Ordens 4. Gl., 
Großofficier des königl. rumän. Kronen-Ordens. 
Er lebt zu Wien. 

Scherpon Edler von Kronenstern Franz, 

Sohn eines Hauptmannes, geb. zu Kaiser-Ebers- 
dorf bei Wien 17. Mai 1827, eingetr. 21. Sept. 
1839, wurde als Lieut. m. G. zu Prinz Eugen 
von Savoyen-Drag. Nr. 5 ausgemustert, avan- 
cierte 1 1 . Jan. 1 849 zum Oberlieut. und starb 
als solcher 1. Juli 1849. 

Schesztak Karl Sohn eines Lieutenants, geb. 
zu Sedlarica im Warasdiner St. Georger Grenz- 
Regimentsbezirke 1 7 . Juni 1826, eingetr. 2 1 . Oct. 
1838, wurde 22. Sept. 1845 zum Lieut. m. G. 
ernannt und nach Hörung des höheren Curses 
14. Sept. 1846 als Lieut. h. G. zu Georg Freih. 
v. Rukavina-Inf. Nr. 61 ausgemustert, 22. Oct. 
1848 Oberlieut., 13. Dec. 1850 Hauptm. 2. CL, 

II. Jan. 1853 Hauptm. 1. Cl., 30. April 1856 
Rittm. 1. Gl. im Adjutanten-Corps, 28. April 1859 
Major, 10. Juli 1859 zu Erzh. Ludwig-lnf. Nr. 8 
transf., 1 1 . Juni 1866 Oberstlieut., 1 . März 1867 
q. t. zum Deutsch-Banater Grenz-Inf.-Reg. Nr. 12 
transf., 10. Oct. 1868 Commandant des 2. Banal- 
Grenz-Inf.-Reg. Nr. 11, 23. April 1869 Oberst 

8* 



116 



1815 



und Gonimandant des Deutsch-Banater Grenz- 
Inf.-Reg. Nr. 12, kam 30. Oct. 1870 in gleicher 
Eigenschaft zum Otoßaner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 2 
und trat, nach am 1. Dec. 1872 erfolgter Beur- 
laubung mit Wartegebür, am 1. Juli 1873 unter 
Vormerkung für eine Localanstellung in den 
Ruhestand. Er lebt zu Görz. Schesztak machte 
die Feldzüge 1848, 1849, 1859 in Italien, 1866 
gegen Preußen mit. Am 1. Mai 1870 wurde ihm 
für hervorragend dienstliche Leistungen gelegen- 
heitlich einer stattgefundenen Überschwemmung 
der Ansiedlungsorte in den Rieden des Deutsch- 
Banater Grenz-Regimentsbezirkes und mit Aller- 
höchster Entschließung vom 19. Nov. 1871 in 
Anerkennung verdienstlicher Leistungen bei 
Unterdrückung des im Rakovicaer Bezirke des 
Oguliner Grenz-Infanterie-Regimentes ausgebro- 
chenen Aufruhrs abermals die Allerhöchste be- 
lobende Anerkennung ausgesprochen, mithin er 
zum Tragen der Militär- Verdienst-Medaille be- 
rechtigt ist. 

Schmidt Edler von Schwarzenschild Jakob, 

Sohn eines Majors, geb. zu Prossnitz in Mähren 
26. März 1827, eingetr. 19. Sept. 1838, wurde 
bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. zu Kaiser- 
lnf. Nr. 1 eingetheilt, 21. April 1848 Lieut. h.G., 
23.Märzl849 Oberlieut., 16. Nov. 1854Hauptm. 
2. Gl., 31. März 1858 pens., 1. Mai 1859 bei 
Kaiser-Inf. Nr. 1 als Hauptm. 1. Gl. wieder ein- 
getheilt, 1. Dec. 1860 definitiv pens. und starb 

29. Dec. 1880 zu Prossnitz in Mähren. Schmidt 
machte den Feldzug 1848 in Wien, 1849 in 
Ungarn und 1859 in Italien mit und wurde für 
sein tapferes Benehmen als Lieut. bei der Ein- 
nahme von Wien 31. Oct. 1848 mit dem Militär- 
Verdienstkreuz decoriert. 

SchOnau Jaroslav Freiherr von, Sohn des 
6. März 1850 verstorbenen Gubernialsecretärs 
zu Prag Franz de Paula Freiherrn von Schönau, 
geb. zu Elbogen in Böhmen 31. März 1826, 
eingetr. 21 Sept. 1838, wurde als k. k. Gadet 
zu Friedrich Graf v. Hochenegg-Inf.Nr. 20 ausge- 
mustert, 1 . Febr. 1 848 Lieut. m. G. bei Franz 
Graf v. Khevenhüller-Metsch-Inf. Nr. 35, 1. Juli 
1848 Lieut. h. G., 16. Juni 1849 Oberlieut, 

30. April 1858 zu Gonstantin Großfürst von 
Russland-Inf. Nr. 18 transf., 1. Aug. d. J. Hauptm. 
2. Gl., 24. April 1859 Hauptm. 1. Gl., 1. Febr. 
1860 zu Franz Graf Folliot de Grenneville-Poutet- 
Inf. Nr. 75 transf., 23. April 1869 Major, 21. Juni 
1876 zu Erzh. Karl Salvator-Inf. Nr. 77 transf., 
1. Mai 1878 Oberstlieut., 1. Oct. d. J. mit 
Wartegebür beurlaubt, trat 1. Nov. 1879 in den 
Ruhestand und lebt zu Troppau. Er machte im 
Jahre 1818 und 1819 den Feldzug in Ungarn, 



1859 die Küstcnvcrlheidigung in Istrien, 1806 
den Feldzug in Italien mit und erhielt für seine 
hervorragend tapferen Leistungen in der Schlacht 
bei Gustoza (24. Juni 1866) die Allerhöchste 
belobende Anerkennung, somit die Berechtigung 
zum Tragen der Militär-Verdienst-Medaille am 
Bande des Militär- Verdienstkreuzes. Schönau ist 
seit 20. März 1857 k. und k. Kämmerer und 
seit 20. Sept. 1873 mit der Sternkreuz-Ordens- 
dame FranciscaFreiin von Skal und Groß-Ellguth 
vermählt, aus welcher Ehe drei Töchter ent- 
sprossen . Schönau gehört dem böhmischen Uradel 
an ; den erbländisch-österreichischen Freiherren- 
stand hat die Familie mit Diplom dd. Wien 
27. Jan. 1817 erworben. 

Schönfeld Anton Freiherr von, geb. zu Prag 
3. Juli 1827, kam am 29. Sept. 1838 in die 
Akademie, wurde am 25. Sept. 1845 zum Lieut. 
m. G. ernannt und nach Hörung des höheren 
Gurses am 14. Sept. 1846 als Lieut. h. G. zu 
Arthur Herzog von Wellington-Inf. Nr. 42 ein- 
getheilt. Im Feldzuge 1848 kam er — nachdem 
er vorher an den Gefechten am Stilfser-Joch 
theilgenommen und auch bei dessen provisori- 
schen Befestigung thätig gewesen war — in die 
Operationskanzlei unter Feldzeugm. Freiherr von 
Hess und rückte am 1. Oct. 1848 zum Oberlieut. 
vor. Bei Beginn des Feldzuges 1849 wurde 
Schönfeld als Generalstabsofficier der Avant- 
garde-Brigade des 2. Corps, Generalmajor Graf 
Leopold von Kolowrat beigegeben und machte die 
Gefechte beim Ticino- Übergang mit. Am 3 1 . März 
vor Mortara war er mit der Führung des linken 
Flügels im ersten Treffen betraut und erwarb sich 
durch seine Entschlossenheit und Umsicht die Zu- 
friedenheit Seiner kaiserl. Hoheit des Erzherzogs 
Albrecht. Bei Novara 23. März gab er abermals 
Beweise ausgezeichneten Muthes und aufopfernder 
Hingebung für den Dienst; er stellte sich, nach- 
dem er bis zum gänzlichen Verfeuern der Munition 
in der Avantgarde tapfer gefochten und selbe 
durch die gesammelten Truppen des Gros ab- 
gelöst wurde, neuerdings zur Verfügung und 
führte die Verstärkungen dorthin, wo der Feind 
am meisten drängte; allein er wurde an der 
Spitze des Wiener Freiwilligen -Bataillons schwer 
verwundet und musste aus dem Gefechte gebracht 
werden. Für sein tapferes Benehmen wurde ihm 
der Eiserne Kronen-Orden 3. Gl. zutheil. Er kam 
20. Nov. 1850 als Hauptm. 2. Gl. in den GQMSt., 
wurde 16. Febr. 1851 Hauptm. 1. Gl., 4. März 
1856 mit dem großherzogl. toscan. Militär- Ver- 
dienst-Orden 2. Gl. decoriert, 21. April 1859 
außertourlich Major bei Franz Graf v. Gyulai-Inf. 
Nr. 33, bei welchem Regimen te er den Feldzug 



1845. 



117 



1859 in Italien mitmachte, ohne in ein Gefecht 
zu kommen. Am 9. Sept. 1860 wieder zum 
GQMSt. eingetheilt, avancierte Schönfeld 7. März 
1862 zum Oberstlieut., wurde als Generalstabs- 
Clief beim 7. Corps in Italien eingetheilt und 
kam im Herbste 1863 in die Gentralkanzlei des 
Kriegs-Ministeriums. Im Feldzuge 1864 gegen- 
Dänemark, nach Einleitung des Aufmarsches der 
österreichischen Truppen an der Eider, wurde 
Schönfeld zum kaiserl. Militär-Bevollmächtigten 
beim königl. preußischen Ober-Gommando er- 
nannt, machte in dieser Eigenschaft die Gefechte bei 
Oeversee, Fridericia, die Belagerung von Düppel 
und die Einnahme von Alsen mit und erhielt für 
seine verdienstlichen Leistungen vor dem Feinde 
im Feldzuge 1864 gegen Dänemark 4. Mai d. J. 
das Ritterkreuz des Leopold-Ordens, 21. März 
d. J. das großherzogl. Mecklenburg-Schwerin- 
sche Militär- Verdienstkreuz, 4. Mai 1864 den 
königl. preuß. Kronen-Orden 2. GL, 1. Nov. 
1864 das Gomthurkreuz 2. Gl. mit den Schwer- 
tern des großherzogl. hess. Philipp -Ordens und 
17.Märzl865 das Gomthurkreuz 2.G1. des königl. 
sächs. Albrecht-Ordens. Am 1. Jan. 1865 wurde 
Schönfeld, abermals außertourlich, Oberst und 
Commandant des Inf. -Reg. Wilhelm III. König 
der Niederlande Nr. 63 und erhielt unmittelbar 
vor dem Ausbruche des Feldzuges 1866 die Be- 
stimmung, als Militär-Bevollmächtigter das Zu- 
standekommen und den Aufmarsch des 8. Bun- 
des-Gorps zu betreiben und machte dann in dieser 
Stellung die Gefechte am Main und an der 
Tauber mit. In Anerkennung seiner ersprießlichen 
Leistungen bei dieser Gelegenheit wurde ihm am 
3. Oct. d. J. das Militär- Verdienstkreuz zutheil. 
Nach beendetem Feldzuge erfolgte mit 14. Aug. 
1866 seine Ernennung zum Regiments -Gom- 
mandanten bei Ernst Ritt. v. Hartung-Inf. Nr. 47. 
Am 24. Oct. 1869 wurde Schönfeld Brigadier 
bei der 13. Truppen-Division, nahm an der Be- 
kämpfung des Aafslandes in Süddalmatien 
thätigen Antheil und erhielt für hervorragend 
tapfere und sonst verdienstliche Leistungen bei 
diesen militärischen Operationen 15. Jan. 1870 
den Eisernen Kronen-Orden 2. Gl., welcher 
Verleihung 13. Juli 1870 die statutenmäßige 
Erhebung in den Freiherrenstand folgte. Am 
30. Oct. 1870 rückte er zum Generalmajor vor, 
und vom Mai 1870 bis 29. Juni 1875, an 
welchem Tage er zum Commandanten der 5. In- 
fanterie-Truppen-Division ernannt wurde, war 
er Brigadier zu Pest. Schon in den Jahren 1862, 
1863 und 1867 an der Verfassung taktischer 
Vorschriften betheiligt, war er auch 1873 der 
Ausarbeitung des Infanterie-Excrcierreglements 



beigezogen und im Jahre 1874 als militärischer 
Vertreter für Österreich -Ungarn bei den inter- 
nationalen Brüsseler Gonferenzen über Kriegs- 
und Völkerrecht delegiert. Am 1. Nov. 1875 zum 
Feldmarschall-Lieut. befördert, berief ihn das 
Vertrauen Seiner Majestät am 4. Juni 1876 auf 
den wichtigen Posten des Chefs des General- 
stabes. Am 20. Juni desselben Jahres zum Ge- 
heimen Rath ernannt, wurde er für seine vor- 
zügliche Dienstleistung am 18. Juni 1879 mit 
dem Orden der Eisernen Krone 1. Gl. belohnt, 
und als wegen seines Gesundheitszustandes die 
Enthebung erfolgte, sprach ihm Seine Majestät 
mit Allerhöchstem Handschreiben vom 11. Juni 
1881 für die in der wichtigen und schwierigen 
Stellung geleisteten vorzüglichen Dienste den 
Dank und die Anerkennung aus. Am 22. Sept. 

1881 zum Commandanten der 7. Infanterie- 
Truppen-Division und Militärcommandanten in 
Triest ernannt, wurde er am 26. Sept. 1882 in 
gleicher Eigenschaft nach Hermannstadt versetzt, 
am 4. Dec. 1882 zum Commandanten des 
12. Corps, am 28. Dec. d. J. zum Oberst-Inhaber 
des Regiments Nr. 82, am 1. Nov. 1886 zum 
Feldzeugmeister und am 21. Juli 1888 zum Com- 
mandanten des 3. Corps und Commandierenden 
General in Graz ernannt. Am 13. Sept. 1889 
berief ihn das Vertrauen des Obersten Kriegs- 
herrn auf den wichtigen Posten eines Comman- 
danten des 2. Corps und Commandierenden 
Generals in Wien, nachdem Schönfeld vorher 
anlässig der Vollendung seines 50. Dienstjahres 
durch allergnädigste Verleihung des Großkreuzes 
des Leopold-Ordens ausgezeichnet worden war. 
Anlässig des zehnjährigen Bestandes der gegen- 
wärtigen Militär - Territorial - Eintheilung der 
Monarchie geruhte Seine k. u. k. Apostolische 
Majestät mit der Allerhöchsten Entschließung vom 
30. Nov. 1892 Allergnädigst anzuordnen, dass 
ihm in neuerlicher dankbarer Wahrnehmung seiner 
erfolgreichen Thätigkeit der Ausdruck der Aller- 
höchsten Zufriedenheit bekannt gegeben werde. 
Außer den schon früher angeführten fremdländi- 
schen Decorationen wurde ihm J874 der pers. 
Sonnen- und Löwen - Orden 2. Gl., 1881 
das Großkreuz des fürstl. rumän. Ordens 
„Stern von Rumänien* mit den Schwertern, 

1882 das Großofficierskreuz des franz. Ordens 
der Ehrenlegion, 1889 das Großkreuz des groß- 
herzogl. hess. Verdienst-Ordens Philipps des 
Gutmüthigen und die 1. Gl. des königl. serb. 
Takowo-Ordens, 1891 das Großkreuz des königl. 
preuß. Rothen Adler-, sowie jenes des königl. 
sächs. Albrecht- Ordens, im Jahre 1893 die 
Brillanten zum Großkreuz des königl. preuß. 



118 



1845. 



Rotben Adler- Ordens und das Großkreuz des 
königl. wörttemb. Ordens der württembergischen 
Krone verliehen. 

Schönowsky von Schönwiese Adalbert 

Ritter, Sohn eines Landrechts-Expeditors, geb. 
zu Troppau 17. Nov. 1826, eingetr. 28. Sept. 
1838, wurde bei der Ausmusterung als Lieut. 
m. G. bei Karl Freih. v. Fürstenwärther-Inf. 
Nr. 56 eingelheilt, 1. Mai 1848 Lieut. h. G., 
24. Dec. d. J. Oberlieut., 2. Jan. 1854 Hauptm. 
2. Gl., 1. März 1859 Hauptm. 1. GL, 1. Febr. 
1860 zu Friedrich Wilhelm Prinz von Preußen- 
Inf. Nr. 20 transferiert. Am 31. Juli 1864 über- 
trat Schönowsky in kaiserl. mexikanische Dienste, 
avancierte dort 10. Febr. 1865 zum Major und 
erhielt 25. Nov. 1865 für sein Verhalten vor dem 
Feinde das Officierskreuz des Guadelupe-Ordens 
und 2. März 1866 die bronzene Militär- Verdienst- 
Medaille. Am 1. Mai 1867 wurde Schönowsky 
als Hauptm. 1 . Cl. in die kaiserl. österreichische 
Armee rückübernommen, bei Friedrich Wilhelm 
Kronprinz von Preußen-Inf. Nr. 20 wieder ein- 
getheilt und erhielt 4. Juni 1867 für die als 
Major in kaiserl. mexikanischen Diensten vor dem 
Feinde an den Tag gelegte Tapferkeit das Militär- 
Verdienstkreuz. Er wurde 28. Oct. 1868 Major 
bei Adolf Herzog zu Nassau-Inf. Nr. 15, 1. Mai 
1873 zu Erzh. Karl Salvator-Inf. Nr. 77 transf., 
1. Nov. 1874 Oberstlieut., 2. Aug. 1876 Reserve- 
Commandant bei Adolf Herzog zu Nassau-Inf. 
Nr. 15 und 1. Mai 1877 Oberst. Am 6. Juli 
1878 erfolgte seine Ernennung zum Regiments- 
Gommandanten bei Friedrich Freih. v. Packenj- 
Inf. Nr. 9, welches Gommando er jedoch nicht 
übernahm, da er mittlerweile zum Ghef der nach 
Persien zur Organisierung der dortigen Armee 
abgehenden Officiersmission designiert wurde. 
Für die in dieser Verwendung geleisteten vor- 
züglichen Dienste, mit dem Großkreuz 1. Gl 
des Sonnen- und Löwen-Ordens decoriert, kehrte 
Schönowsky im Jahre 1880 nach Österreich zu- 
rück und trat am 1. Juni 1882 in den Ruhestand. 
Er starb im Jahre 1891 in Jellowetz bei Marburg. 

Schuffenhauer Eduard, Sohn eines Majors, 
geb. zu Königgrätz 6. Jan. 1827, eingetr. 20. Sept. 
1838, wurde als k. k. Gadet zu Erzh. Rainer- 
Inf. Nr. 1 1 ausgemustert, 1 6. Juli 1 846 zu Fried- 
rich Graf v.Hochenegg-Inf. Nr. 20 transf., 21 . Juni 
1848 Lieut. m. G., 1. Dec. d. J. Lieut. h. G. 
und quitt. 15. Dec. 1852 den Militärdienst ohne 
Beibehalt des Officiers- Charakters. 

Schwarz Eduard, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Linz 31. Juli 1825, eingetr. 16. Oct. 
1837, wurde bei der Ausmusterung als Lieut. 
m. G. zum 10. Jäger-Bat. eingetheilt, 17. April 



1848 Lieut. h. G., 11. Juni d. J. Oberlieut., 
21. Aug. 1849 Hauptm. 2. GL, 1. Juni 1851 
pens. und ist 4. Febr. 1861 in Kleinmünchen 
verstorben. 

Schweickhard Gustav Freiherr von, Sohn 
eines Majors, geb. zu Wien 8. Mai 1826, eingetr. 
7. Nov. 1838, wurde als Lieut. m. G. zu Hoch- 
und Deutschmeister - Inf. Nr. 4 ausgemustert , 
11. April 1848 Lieut. h.G., 16. März 1849 Ober- 
lieut., 13. Mai 1854 Hauptm. 2. Gl., 24. Aug. 
d. J. Hauptm. 1. Gl., 16. Juni 1866 Major. Er 
machte die Feldzüge 1848 in Ungarn, 1859 in 
Italien, 1866 gegen Preußen mit und starb 
28. Juni 1866 im Feldlazareth zu Nachod an 
der am Tage vorher im Treffen bei Wysokow er- 
littenen schweren Verwundung. 

Sebes von Zillach Ladislaus, geb. zu Bäth 
in Ungarn 25. März 1826, kam 19. Sept. 1838 
in die Akademie und trat 19. Sept. 1841 aus 
der Militärerziehung. In den Militär-Schematismen 
erscheint Sebes als Gadet bei Emerich Freih. v. 
Bakonyi-Inf. Nr. 33 vom Jahre 1844 bis 1847 
ausgewiesen. 

Siebenrock Edler von Wallheim Gustav, ein 

Sohn jenes Dragoner-Rittmeisters Daniel Sieben- 
rock, welcher in der Schlacht bei Mannheim ein 
Bein verloren hatte und für seine hervorragende 
Tapferkeit bei dieser Gelegenheit in den Adel- 
stand mit dem vorbezeichneten Prädicate erhoben 
wurde, war zu Jaroslau 22. April 1826 geb., kam 
30. März 1838 in die Akademie und trat 15. Juni 
1841 aus der Militärerziehung. In den Militär- 
Schematismen erscheint Siebenrock im Jahre 
1845 als Cadet bei Kaiser Ferdinand-Kürass. 
Nr. 1, 1850 als Oberlieut., 1855 als Rittm. in 
demselben Regimente ausgewiesen. Im Jahre 
1862 kam er q. t. zu Friedrich Prinz zu Liech- 
tenstein-Husaren Nr. 13, machte mit diesem 
Regimente den Feldzug 1866 in Italien mit und 
erhielt 18. Juli 1866 in Anerkennung hervor- 
ragend tapferer Leistungen in der Schlacht von 
Gustoza (24. Juni 1866) den Eisernen Kronen- 
Orden 3. Gl. Am 1 2. Nov. 1 867 wurde Siebenrock 
Major, 1. Nov. 1869 Oberstlieut. im Regimente, 
1. Mai 1875 zum Husaren -Reg. Joseph Graf 
v. Radetzky Nr. 5 transf., 1. Mai 1877 unter Vor- 
merkung zu Localdiensten pens. und 19. Febr. 
1882 durch Verleihung des Oberstens- Charakters 
ad honores ausgezeichnet. Er starb im Jahre 1 89 1 
zu Stuhlweißenburg. 

Stainach Armand Reichsgraf von, Sohn des 
19. Oct. 1827 verstorbenen Lieutenants Heinrich 
Reichsgrafen von Stainach, aus dessen Ehe mit 
Maria Gräfin vonThurn-Valsassina, geb. zuKreut- 
berg in Krain 7. Juni 1827, eingetr. 23. Sept. 



1845. 



119 



1838, wurde bei der Ausmusterung als Lieut. 
m. G. zu Ludwig I. König von Bayern-Drag. Nr. 2 
eingetheilt, 16. Oct. 1848 Oberlieut, 29. Febr. 
1849 zu Alexander I. Kaiser von Russland-Inf. 
Nr. 2 transf., quitt. 30. Sept. 1850 den Militär- 
dienst ohne Beibehalt des Officiers-Charakters 
und befindet sich seither zu New- York. Wegen 
Auskünfte über Ursprung und Abstammung, so- 
wie über die verschiedenen Standeserhöhungen 
des nunmehr reichsgräflichen Geschlechtes von 
Stainach vergl. Guido Reichsgraf von Stainach, 
Ausmusterungsjahrg. 1818. 

Stenitzer Karl Edler von, geb. zu Reichenau 
in Niederösterreich 14. Febr. 1827, kam 29. Sept. 
1838 in die Akademie und trat 30. Sept. 1841 
aus der Militärerziehung. 

Szlama Alexander, geb. zu Olmütz 25. Mai 
1826, eingetr. 30. Sept. 1838, wurde 1. Juli 
1843 vorzeitig als Regimentscadet zu Erzh. Wil- 
helm-Inf. Nr. 12 ausgemustert, 16. Juni 1848 
k. k. Gadet, 1. Juli d. J. Lieut. m. G., 1. März 
1849 Lieut. h. G., 15. April 1851 Oberlieut., 
9. April 1859 Hauptm. 2. Cl., 1. Juni d. J. 
Hauptm. 1. Glasse. Szlama machte 1848 die Be- 
lagerung und Erstürmung von Wien, 1849 den 
Sommer-Feldzug in Ungarn, 1859 den Feldzug 
in Italien mit, ward bei Magenta (4. Juni 1859) 
schwer verwundet und trat infolge dessen in den 
Ruhestand. Während des Feldzuges 1866 wurde 
Szlama zur Dienstleistung beim Garnisonsspital 
in Krakau eingetheilt und 1. Jan. 1868 in den 
Pensionsstand rückversetzt Er lebtin derLandes- 
Irrenanstalt zu Brunn. 

Treuberg Adolf Freiherr von, Sohn eines 
Oberstlieutenants, geb. zu Krems 3. Oct. 1826, 
eingetr. 24. Sept 1838, wurde als Lieut. m. G. 
zu Erzh. Ferdinand -Inf. Nr. 26 ausgemustert, 
4. Nov. 1848 Lieut. h. G., 1 .Juni 1849 Oberlieut, 
18. Mai 1854 Hauptm. 2. GL, 10. Juni 1855 
Hauptm. 1. Gl., 1. Febr. 1860 zu Karl Ritt. v. 
Franck-Inf. Nr. 79 transf. und starb 28. Nov. 
1862 zu Wels. 

Triulzi Anton Edler von, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Wien 12. Sept. 1826, eingetr. 
15. Sept. 1838,wurde7.Julil842 vorzeitig als Re- 
gimentscadet zu Hoch- und Deutschmeister -Inf. 
Nr. 4 ausgemustert, 1. Sept. 1845 k. k. Gadet, 
11. April 1848 Lieut. m. G., 16. Aug. d. J. Lieut. 
h. G., 15. Juni 1849 Oberlieut, 1. Juni 1855 
Hauptm. 2. GL, 4. Mai 1 859 Hauptm. 1 . GL, 1 9. Juli 
1866 Major. Er machte die Feldzüge 1859, 1864 
und 1866 mit und erhielt 3. Oct. 1866 für seine 
hervorragend tapferen Leistungen im Feldzuge 
1866 gegen Preußen die Allerhöchste belobende 
Anerkennung, somit auch die Berechtigung zum 



Tragen der Militär- Verdienst-Medaille am Bande 
des Militär- Verdienstkreuzes. Er war dann durch 
mehrere Jahre Ergänzungsbezirks-Gommandant 
in Korneuburg und Wien, wurde 1. Mai 1874 
Obers tlieut, 23. Juni 1875 Reserve-Commandant 
und 1. xMai 1877 Oberst. Am 21. Aug. 1878 
zum Platzcommandanten beim Hauptquartier 
der II. Armee ernannt, machte Triulzi die Occu- 
pation in Bosnien und der Hercegovina im Jahre 
1878 mit, trat am 1. Nov. d. J. in den Ruhe- 
stand und zog sich nach Penzing zurück, wo- 
selbst er seither auch der Gemeindevertretung, 
sowie dem Ortsschulrathe angehört hatte und im 
März 1891 sein Leben beschloss. 

Wanka von Lenzenheim Joseph Freiherr, 

ein Sohn des Obersten Emanuel Wanka von 
Lenzenheim, geb. zu Königgrätz 16. Mai 1828, 
kam 26. Sept 1838 in die Akademie, wurde bei 
der Ausmusterung als Lieut. m. G. bei Friedrich 
Graf v. Hochenegg-Inf. Nr. 20 eingetheilt, rückte 
hier 1. April 1848 zum Lieut h. G., 1. März 
1 849 zum Oberlieut. vor und nahm an den Feld- 
zügen 1 848 und 1 849 in Italien theil. Am 20. Dec. 
1851 zum Ingenieur-Geographen-Corps übersetzt, 
wurde Wanka 30. Nov. 1852 Hauptm; 2. GL, 
10. Oct. 1855 Hauptm. 1. GL, kam als solcher 
27. April 1859 zu Albert Kronprinz von Sachsen- 
Inf. Nr. 11, 31. Mai d. J. aber zum GQMSt, 
machte in demselben den Feldzug 1859 mit und 
avancierte 21. April 1861 zum Major, 9. Mai 
1866 zum Oberstlieut im Corps. Vom 26. Oct. 
1862 an bis Ende des Schuljahres 1868 stand 
Wanka mit kurzer Unterbrechung als Professor 
der Terrainlehre, des Situationszeichnens und 
des Mappierens an der Kriegsschule in Verwen- 
dung, wurde 28. Oct. 1868 Oberst im Armee- 
stande und Vorstand der Zeichnungs-Abtheilung 
im Militär-geographischen Institute. In dieser Ver- 
wendung hat Wanka die Umgestaltung der Ab- 
theilung in die Mappierungsschule und Panto- 
graphier- Abtheilung veranlasst, die Neuaufnahme 
der Monarchie nach mehr wissenschaftlichen 
Principien in Anregung gebracht und nach er- 
folgter Genehmigung eingeleitet, worauf er im 
Jahre 1869 zum Mappierungs-Director ernannt 
und für seine diesfälligen ersprießlichen Leistun- 
gen mit dem Orden der Eisernen Krone 3. Cl. 
ausgezeichnet wurde. Durch ungünstige Gesund- 
heitsunistände war Wanka gezwungenem 1. Dec. 
1872 in den Ruhestand zu treten, doch wurde 
er am 16. Oct. 1879 wieder reactiviert und zur 
Übernahme der Direction des Militär-geographi- 
schen Institutes berufen, dessen Leistungsfähig- 
keit sich unter Wankas Leitung eminent steigerte. 
Unter seiner Direction hat diese Heeresanstalt 



120 



1845 



sehr umfangreiche Arbeiten durchgeführt, die 
Specialkarte der Monarchie 1 : 75.000 wurde 
vollendet, die Übersichtskarte von Mittel-Europa 
1 : 750.000 begonnen und beendet, die neue Ge- 
neralkarte 1 : 200.000 begonnen, ferner wurden 
(nebst vielen kleinen Karten für die Armee, ver- 
schiedenen Ministerien und Private) gemacht: Die 
hypsometrische Karte der Monarchie 1 : 900.000, 
die Karte von Griechenland 1 : 300.000 in griechi- 
scher und deutscher Beschreibung, die Karte des 
europäischen Orients 1 : 1,200.000, Kriegsspiel- 
pläne, geologische, Industriekarten, Schulwand- 
und Handkarten etc. Die von ihm schon als 
Oberst eingeleitete Neuaufnahme der Monarchie, 
die speciell seiner Leitung übergebene Catastral- 
aufnahme der occupierten Provinzen und ihre 
militärische Mappierung wurden vollendet und 
schon während letzterer wurde dieReambulierung 
der Monarchie begonnen. Auf dem Gebiete der 
Kunstreproduction war das Militär- geographische 
Institut während dieser Periode hervorragend, ja 
bahnbrechend thätig. Auf diesem Posten am 
1. Mai 1880 zum Generalmajor, am 1. Nov. 1884 
zum Feldmarschall-Lieut. befördert, wurde Wanka 
infolge der Entwicklung, welche das Militär-geo- 
graphische Institut unter seiner Leitung erfahren 
hatte, vor allem von Seiner Majestät dem Kaiser 
am 30. Jan. 1883 mit dem Orden der Eisernen 
Krone 2. Gl. decoriert und am 3. Mai 1883 sta- 
tutenmäßig in den Freiherrenstand erhoben. Am 
31. Mai 1885 erhielt er in Anerkennung seiner 
hervorragenden Dienste bei Einleitung und Durch- 
führung der Gatastralaufnahme des Occupations- 
gebietes den Ausdruck der Allerhöchsten Zufrie- 
denheit und dadurch die Berechtigung zum Tragen 
der Mililär-Verdienst-Medaille. Ebenso wurde ihm 
im Jahre 1861 das Großofficierskreuz des königl. 
Ordens der Krone von Italien, 1882 der königl. 
preuß. Kronen- Orden 2. Gl. mit dem Sterne, 1883 
das Großofficierskreuz des königl. griech. Erlöser- 
Ordens, 1888 der kaiserl. russ. St. Annen-Orden 
1. Gl. und das Großofficierskreuz des königl. 
rumän. Kronen-Ordens verliehen. Ami 6. Oct. 1 889 
trat Wanka definitiv in den Ruhestand und lebt zu 
Wien. Als Fach schriftsteiler ist Wanka nament- 
lich durch seine „Gcmeinfassliche Theorie der 
TerraindarsteUung, zum Gebrauche für die k. k. 
MilMr-Bildungsanstalten" (Wien 1802, Seidel 
und Sohn. gr. 8<>; 3. Aufl. ebd. 1871, mit ein- 
gedr. Holzschnitten und 7 lithogr. Tafeln in 4° 
und Fol.) rühmlichst bekannt geworden. 

Wenzel Eduard, geb. zu Veszprim 3. Juni 
1826, eingetr. 22. Sept. 1838, wurde 21. Dec. 
1813 vorzeitig als Regimentscadet bei Philipp 
Landgraf von Hessen-Homburg-Inf. Nr. 19 ein- 



geteilt und 30. Juni 1857 mit Abschied ent- 
lassen. 

Wittas Gonstantin, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu Zrmanja in der Militärgrenze 2. Juni 
1828, kam 19. Sept. 1838 in die Akademie, 
wurde bei der Ausmusterung als k. k. Cadet zu 
Erzh. Ernst-lnf. Nr. 48 eingetheilt, 1. Aug. 1848 
Lieut. m. G., 16. Nov. d. J. Lieut. h. G., 1. Dec. 
1850 Oberlieut. und trat 1. Sept. 1857 aus 
dem Armeeverbande. 

Worzikowsky von Kundratitz Karl Ritter, 

Sohn eines Kreiscommissärs, geb. zu Prag 
18. April 1828, eingetr. 25. Sept. 1838, wurde 
als k. k. Gadet zu Gustav Wocher-Inf. Nr. 25 
ausgemustert, 16. Jan. 1848 Lieut. m. G., 1. Juli 
d. J. Lieut. h. G., 15. Sept. 1849 Oberlieut., 
1. Aug. 1857 Hauptm. 2. Gl., 1. Mai 1859 
Hauptm. 1. GL, 1. Mai 1869 Major bei Georg 
Graf Jella&c de Bu2im-Inf. Nr. 69, 1. Mai 1876 
Oberstlieut. bei Bernhard Herzog von Sachsen- 
Meiningen-Inf. Nr. 46, 1. Dec. d. J. Reserve- 
Commandant, 15. Sept. 1878 Oberst, 31. Oct. 
1878 Commandant desselben Regimentes, 
31. Oct 1881 auf sein Ansuchen pensioniert. 
Er lebt zu Szegedin. Wor2ikowsky machte die 
Feldzüge 1848 in Italien, 1849 in Ungarn, 1859 
an der dalmatinischen Küste, 1866 gegen 
Preußen, sowie 1878 die Occupation in Bosnien 
und der Hercegovina mit und hat wiederholt feind- 
lichen Affairen, insbesondere während des Feld- 
zuges 1849 in Ungarn, beigewohnt. 

Zbrozek Alexander Ritter von, geb. zu 
Wierzsbicz in Galizien 12. Juni 1826, kam 
30. Sept. 1838 in die Akademie und trat 14. Juli 
1 841 aus der Militärerziehung. Bald darauf finden 
wir ihn im Bombardier-Gorps und im Jahre 1843 
als Gadet im 3. Artillerie-Reg., in welcher Eigen- 
schaft er im Jahre 1848 an der Einnahme von 
Wien und an den Feldzügen 1848 und 1849 in 
Italien rühmlichst theilnahm. Bei der Bekämpfung 
des Aufstandes in Wien commandierte er als 
Gadet-Gorporal selbständig eine halbe Batterie der 
combinierten croatisch-slavonischen Batterie am 
St. Marxer Friedhof und hat bei der Erstürmung 
der Barricade an der St. Marxer Linie auf der- 
selben eigenhändig die kaiserliche Fahne aufge- 
steckt, bei welcher Gelegenheit ihm sein Pferd 
unter dem Leibe erschossen und er selbst im 
Straßenkampfe in der Landstraße vor Erreichung 
des Hauptmautgebäudes verwundet wurde. Aus 
diesem Anlasse mit der silbernen Tapferkeits- 
Medaille 2. Gl. decoriert , erwarb sich Zbrozek 
noch in demselben Jahre für hervorragend 
tapfere Leistungen bei der Verteidigung von 
Pcschiera die silberneTapferkeits-Mcdaille l.GI.; 



1845. 1816. 



121 



im folgenden Jahre aber, als Cadet- Feuerwerker 
im Xugent'schen Corps eingetheilt, die goldene 
Tapferkeits-Medaille. Im Jahre 1850 wurde er 
zum Lieut., im Jahre 1854 zum Oberlieut. beim 
4. Artillerie-Reg. befördert, machte den Feldzug 
1859 in Italien in der Brigade Rupprecht mit 
und bewirkte bei Castenedolo am 15. Juni die 
Sprengung einer Brücke, wodurch das recht- 
zeitige Eingreifen Garibaldis in den Gang des 
Gefechtes verhindert wurde. Infolge Verwundung 
im linken Unterschenkel und Verlust des Gehör- 
organes durch die Explosion einer Granat Kar- 
tätsche an der Fortsetzung seiner activen Militär- 
dienstleistung gehindert, trat £brozck mit 1. Mai 
1864 als ganz invalid in den wohlverdienten 
Ruhestand und wurde zufolge Allerhöchster 
Entschließung vom 18. Nov. 1864 durch die Ver- 
leihung des Hauptmanns -Charakters ad honores 
ausgezeichnet. Nachdem er seither noch vorüber- 
gehend als Commandant der 66. Train-Reserve- 
Escadron in Bosnien und in der Monturscom- 
mission verwendet worden war, wurde er 1 . Juli 

1870 in die Evidenz der k. k. Landwehr, 31. Juli 

1871 in den nichtactiven Stand des Landwehr- 
Bataillons 2olkiew Nr. 64 übernommen, 1 . Dec. 
1874 in den Ruhestand des k. k. Heeres rück- 
versetzt und 1. Jan. 1889 in den Loco-Versor- 



gjungsstand des Militär-Invalidenhauses in Lcm- 
berg eingetheilt. 

Zdulski Leo von, Sohn eines Gutsbesitzers 
und ständischen Landesausschusses, geb. zu 
Tyczyn in Galizien 25. Juli 1826, eingetr. 
30. Sept. 1838, wurde als Lieut. m. G. zu 
Joseph Freih. v. Koudelka-Inf. Nr. 40 ausge- 
mustert, 4. April 1848 Lieut. h. G., 1. März 
1849 Oberlieut., 1. Dec. 1853 Hauptm. 2. Cl., 
6. April 1859 Hauptm. 1. Cl. und starb 16. Sept. 
1866. 

Zerbs Joseph, Sohn eines Lieutenants, geb. 
zu Petrinja in der Militärgrenze 25. Jan. 1827, 
eingetr. 19. Sept. 1838, wurde bei der Aus- 
musterung als Lieut. m. G. bei Franz Graf v. 
Gyulai-Inf. Nr. 33 eingetheilt, 15. Juni 1848 
Lieut. h. G., 1. Oct. d. J. Oberlieut., 1. Dec. 1850 
Hauptm. 2. CL, 27. März 1853 Hauptm. 1. Cl., 
20. Juni 1859Major, 18. Aug. 1864 Oberstlieut., 
27. Nov. 1865 Oberst. Er machte die Feldzüge 
1848, 1849 in Italien, 1866 gegen Preußen 
mit, erwarb sich im Gefechte bei Jiöfn die Aller- 
höchste Belobung und ist in der Schlacht bei 
Königgrätz 3. Juli 18G6, beim Versuche des 
1. Corps, die Höhe von Chlum wieder zu nehmen, 
an der Spitze seines Regiments vor dem Feinde 
geblieben. 



1846. 

14. September. 



Antony Ferdinand, geb. zu Prag 12. Jan. 
1828, kam 27. Sept. 1839 in die Akademie 
und trat 22. April 1842 aus der Militärerziehung. 
Am 27. Juli 1848 als Hegimentscadet zu Johann 
Baptist Freih. v. Paumgartten-Inf. Nr. 21 assen- 
tiert, wurde er 1. Aug. 1849 k. k. Cadet, 23. Sept. 
1849 Lieut. m. G., 1. Jan. 1854 pens., 1. April 
1854 reactiviert und im Kanzell des 1. Inf.- 
Armeecorps, 1. Oct 1854 in die Militär-Kanzlei- 
Branche eingetheilt, 16. Nov. 1862 Lieut. h. G., 

25. Juli 1867 Oberlieut. und ist 3. Oct. 1867 
zu Prag gestorben. ^ 

Aurnhammer von Aurnstein Joseph, Sohn 

eines Majors, geb. zu Stuhlweißenburg in Ungarn 
3. Jan. 1827, eingetr. 16. Nov. 1839, wurde 
bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. zu Erzh. 
Franz Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 32 eingetheilt, 

26. Aug. 1848 Lieut. h. G., 7. Sept. 1849 Ober- 
lieut., 31. Jan. 1852 als Schiffs-Fähnr. zur k. k. 
Kriegsmarine transf., 1. April 1852 Fregatten- 
Lieut., 12. März 1854 Linienschiffs - Lieut., 
8. April 1859 Corvetten-Capitän, 27. April 1860 
Fregatten-Capitän, 14. April 1866 Linienschiffs- 



Capitän, commandierte in der Seeschlacht bei 
Lissa 20. Juli 1866 die Fregatte „Graf Radetzky« 
und erhielt in Anerkennung hervorragend 
tapferen Benehmens und vorzüglicher Lei- 
stungen in derselben mit Allerhöchster Ent- 
schließung vom 27. Aug. 1866 das Ritterkreuz 
des Leopold-Ordens. Am 5. Oct. 1866 wurde 
er Commandant des Matrosen-Corps, im Jahre 
1868 Leiter der 1. Geschäftsgruppe der Marine- 
Section beim Reichs- Kriegs-Ministerium, rückte 
im folgenden Jahre zum activen Seedienste 
wieder ein, war längere Zeit Commandant Seiner 
Majestät Schrauben-Fregatte „Novara" und wurde 
dann auf den wichtigen Dienstposten eines Com- 
mandanten der Marine-Akademie zu Fiume be- 
rufen, auf welchem er 3. Nov. 1871 zum Contre- 
Admiral avancierte und 4. Juli 1872 sein Leben 
beschloss. Aurnhammer besaß auch seit 4. Mai 
1865 den ottom. Medschidte-Orden 3. Cl. und 
seit 5. April 1867 das Commandeurkreuz des 
kaiserl. mexik. Guadelupe-Ordens. 

Baroni von Berghof Ludwig, geb. zu Wien 

26. Aug. 1828, kam 20. Sept. 1839 in die Ak.i- 



122 



1846. 



demie und trat 27. April 1844 aus der Militär- 
erziehung. 

Battig Anton, Sohn eines Beamten, geb. zu 
All-Sandec in Galizien 15. März 1828, eingetr. 
7. Oct. 1839, wurde bei der Ausmusterung als 
Lieut. m. G. in das 9. Jäger-Bat. eingetheilt, 
avancierte 27. April 1848 zum Lieut. h. G., 
16. Sept. d. J. zum Oberlieut., nahm an den Feld- 
zügen 1848 und 1849 in Italien thätigen An- 
theil, wurde bei Novara 23. März 1 849 schwer 
verwundet und gerieth in feindliche Gefangen- 
schaft. Wegen besonderer Auszeichnung im Feld- 
zuge 1849 in Italien wurde ihm die Allerhöchste 
belobende Anerkennung und später das Militär- 
Verdienstkreuz zutheil. Am 30. Nov. 1850 kam 
Battig zum 1. Sanitäts-Bat., 1. Nov. 1852 als 
Hauptm. 2. Gl. zum 9. Jäger-Bat. und quitt. 
30. April 1854 den Militärdienst ohne Beibehalt 
des Officiers-Gharakters. Durch den ausge- 
brochenen Krim-Krieg an dem Eintritte in kaiser- 
lich russische Dienste, wo ihm eine Capitänstelle 
bei der Kaukasus- Armee gesichert war, gehindert, 
trat Battig bald darauf als Wachtmeister beim 
Fuhrwesen-Corps ein, wurde als solcher im Jahre 

1856 zu Eduard Graf v. Clam-Gallas-Uhlanen 
Nr. 10 transf., kam im Jahre 1 859 als Lieut. m. G. 
zu Friedrich Wilhelm Ludwig Großherzog von 
Baden-Inf. Nr. 50, noch in demselben Jahre 
q. t. zur 1 . Zala-Egerszeger Freiwilligen-Husaren- 
Division, bei Auflösung derselben zu dem neu- 
gebildeten Freiwilligen-Husaren-Reg. Nr. 2 und 
trat im Jahre 1860 abermals aus dem Militär- 
dienste. Bis zum Jahre 1869 stand Battig ab- 
wechselnd als Mundant bei verschiedenen Advo- 
caten, als Galculant beim Cataster und beim 
Obersten Rechnungshofe in Verwendung, trat 
dann in das Wiener k. k. Sicherheitswach- Corps 
ein und ist gegenwärtig Revier-Inspector in dem- 
selben. 

Bayer Karl, Sohn eines Beamten, geb. zu 
Wien 5. Jan. 1827, eingetr. 16. Sept. 1840, 
wurde als Lieut. m. G. zu Karl Freih. v. Mengen- 
Kürass. Nr. 4 ausgemustert, 16. Febr. 1849 
Oberlieut., 16. Mai 1854 Rittm. 2. Gl., 28. Febr. 

1857 pens., starb zu Wien. 

Beer August Ritter von, Sohn eines Post- 
meisters, geb. zu Buchau in Böhmen 31. Oct. 
1827, eingetr. 24. Sept. 1839, wurde 7. Juli 
1842 vorzeitig als Regimentscadet zu Arthur 
Herzog von Wellington-Inf. Nr. 42 ausgemustert, 
im Jahre 1848 zum Lieut. m. G., 1849 zum 
Lieut. h. G., 1855 zum Oberlieut., 1859 zum 
Hauptm. 2. Ct., 1862 zum Hauptm. 1. Cl. be- 
fördert, 1 . März d. J. q. t zu Siegmund Freih. 
v. Reischach-Inf. Nr. 21 transf., mit Allerhöchster 



Entschließung vom 28. Mai 1873 für eine Majors- 
Localanstellung vorgemerkt, trat im Jahre 1878 
in den Ruhestand und starb kurze Zeit darauf zu 
Öaslau in Böhmen. 

Buchta Franz Ritter von, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Pressburg 13. März 1828, 
eingetr. 26. Sept. 1839, wurde bei der Aus- 
musterung als Lieut. m.G. zu Alexander I. Kaiser 
von Russland-Inf. Nr. 2 eingetheilt, 16. Aug. 
1848 Lieut. h. G., 16. Oct. d. J. Oberlieut., 
1. Dec. 1850 Hauptm. 2. Cl., 11. Dec. 1853 
Hauptm. 1. Cl., 9. Mai 1866 Major, 1. Juni 1867 
zu Karl Graf v. Thun-Hohenstein-Inf. Nr. 29 transf., 
1. Mai 1870 Oberstlieut. bei Lazarus Freih. v. 
Mamula-Inf. Nr. 25 und machte die Feldzüge 
1848, 1849, 1859, 1864 und 1866 mit Mit 
1. Mai 1873 wurde Buchta Reserve Commandant 
bei Johann Graf v. Coronini-Cronberg-Inf. Nr. 6, 
1. Nov. 1875 Oberst, 25. Juni 1876 Comman- 
dant des Inf. -Reg. Erzh. Ernst Nr. 48, führte 
dasselbe rühmlichst während der Occupation 
Bosniens und der Hercegovina im Jahre 1878 
und ward in Anerkennung der in diesem Feld- 
zuge an den Tag gelegten hervorragend tapferen 
und sonst verdienstlichen Leistungen zufolge 
Allerhöchster Entschließung vom 3. Dec. 1878 
mit dem Orden der Eisernen Krone 3. Cl. deco- 
riert, welcher Auszeichnung am 4. Juni 1882 
statutenmäßig die Erhebung in den Ritterstand 
folgte. Am 13. Oct. 1879 erfolgte seine Er- 
nennung zum Commandanten der 62. Infanterie- 
Brigade, 1. Nov. 1880 seine Beförderung zum 
Generalmajor auf diesem Dienstposten, 1. Nov. 
1881 krankheitshalber seine Beurlaubung mit 
Wartegebür und 1. April 1882 auf sein An- 
suchen seine Versetzung in den Ruhestand. 
Buchta lebt seither zu Graz. Er ist seit 24. Sept. 
1870 mit Wilhelmine, geb. von Breisach ver- 
mählt, welcher Ehe ein Sohn und eine Tochter 
entstammen. 

Budisavljevic Edler von Pridor Emanuel, 

Sohn eines Hauptmannes, geb. zu Primislje in der 
Militärgrenze 23. April 1827, eingetr. 16. Sept. 
1839, wurde als Lieut. m. G. zu Erzh. Ernst-Inf. 
Nr. 48 ausgemustert und starb im Armee-Feld- 
spitale zu Verona 16. Aug. 1848. 

Bundschuh Gustav, Sohn eines Majors, geb. 
zu Csik-Szent-Imre in Siebenbürgen 8. Juli 1827, 
eingetr. 1. Oct. 1839, wurde als Lieut. m. G. zu 
Eugen Prinz von Savoyen-Drag. Nr. 5 ausge- 
mustert. Während des Feldzuges in Siebenbürgen 
war er im Streifcorps des Rittmeisters von Heydte 
eingetheilt und zeichnete sich in den Gefechten 
bei Köpetz und Räkos im Dec. 1848 durch be- 
sondere Tapferkeit aus. Bei dem Rückzuge in 



1846 



123 



die Wallachei im März 1849 ereilte ihn zu Törz- 
burg der Tod und entriss ihm den Lohn für seine 
Auszeichnung. 

Blitz Peter, geb. zu Pressburg 31. Mai 1827, 
kam 19. Sept. 1839 in die Akademie und wurde 
4. Mai 1845 wegen physischer Gebrechen mit 
einer Pension aus der Militärerziehung entlassen. 
Sein weiterer Lebenslauf ist nicht bekannt. 

Calvi Johann Ernst, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Mailand 10. Jan. 1826, eingetr. 
29. Sept 1839, wurde als Lieut. m.G. zu Kaiser- 
Ferdinand - Inf. Nr. 1 ausgemustert und quitt. 
25. April 1848 den Militärdienst ohne Beibehalt 
des Officiers- Charakters. Calvi soll seither Post- 
beamter in Mailand gewesen sein. 

Calvi Johann Franz, Sohn eines Districts- 
( Kommissärs, geb. zu Mirano bei Venedig 1 5. Sept. 
1825, eingetr. 25. Sept. 1838, wurde beider 
Ausmusterung als Lieut. m. G. zuErzh. Friedrich- 
Inf. Nr. 16 ausgemustert, 10. Dec. 1847 Lieut. 
h. G. und gerieth im Oct. 1848, als Graf Kasimir 
Batthyänyi die Festung Esseg besetzte, in unga- 
rische Gefangenschaft, aus welcher er 6. Nov. 
desselben Jahres entlassen wurde. Er begab sich 
nun nach Graz und stellte sich dort dem Com- 
mandierenden General Feldmarschall-Lieut. Grafen 
Spannocchi mit der Bitte vor, baldmöglichst wie- 
der vor dem Feinde verwendet zu werden. Nach 
wenigen Tagen wurde er mit einem Zuge Win- 
discb-Graetz-Chevaux-legers an die ungarische 
Grenze nach Hartberg gesendet und dort mit der 
Organisierung des Landsturmes beauftragt, um 
die bedrohten Grenzgegenden zu schützen. Für 
die in dieser Verwendung erworbenen Verdienste 
wurde ihm 28. Jan. 1849 eine sehr schmeichel- 
hafte Belobung des Commandierenden Generals 
zutheil. Im Febr. 1849 von diesem Posten ab- 
berufen, nahm Calvi noch an der Belagerung 
von Komorn thätigen Antheil und rückte im Regi- 
mente 16. April 1849 zum Oberlieut., 27. Febr. 
1852 zum Hauptm. 2. Cl., 1. Aug. 1854 zum 
Hauptm. 1. Cl. vor. Am 1. Oct. 1856 kam er q. t. 
zu Franz Graf v. Khevenhüller-Metsch-Inf. Nr. 35, 
rückte daselbst 9. Mai 1866 zum Major vor und 
machte mit dem Regimente die Feldzüge 1859 
in Italien, 1864 gegen Dänemark und 1866 
gegen Preußen (letzteren bei der Besatzung von 
Josefstadt) mit. Nach Abtretung Venedigs über- 
trat Calvi auf Grund des Friedenstractates mit 
1. Jan. 1867 als Major in königlich italienische 
Kriegsdienste und erhielt seine Eintheilung beim 
28. Infanterie - Regimente. In den Jahren 1868 
und 1869 wurde Calvi mit seinem Bataillon zur 
Verfolgung der Briganti in den Provinzen von 
Avellino und Salerno verwendet und für seine 



ausgezeichneten Dienste bei dieser Gelegenheit 
im Febr. 1869 mit dem St. Mauritius- und 
Lazarus-Orden, dann im December desselben 
Jahres mit dem Orden der italienischen Krone 
decoriert. Sein weiterer Lebenslauf konnte nicht 
ermittelt werden ; im königlich italienischen Mili- 
tär - Schema kommt sein Name nicbt mehr vor. 

Christophe Edler von Leuenfels Moriz, 

Sohn eines Majors, geb. zu Olmütz 18. Sept. 
1827, eingetr. 16. Nov. 1839, wurde als Lieut. 
m.G. zum 5. Jäger - Bat. ausgemustert, 1. Juli 
1848 Lieut. h. G., 1. März 1849 Oberlieut., 
1 6. Juli d. J. zum Welden'schen Scharfschützen- 
Corps, 1. April 1850 zum 11. Jäger-Bat. transf., 
1. Oct. 1851 Hauptm. 2. Cl., 16. Juni 1852 
Hauptm. 1. Cl., 1. Juli 1860 zum 18. Jäger-Bat. 
transf., 1. April 1862 pens. und trat im Jahre 
1864 aus dem Armeeverbande. 

Cordier von Löwenhaupt Hugo, Sohn eines 

Majors, geb. zu Pest 14. Juni 1827, eingetr. 
20. Sept. 1839, wurde als Lieut. h. G. zu Lud- 
wig I. König von Bayern - Drag. Nr. 2 ausgemu- 
stert, 1. Oct. 1848 Oberlieut., 11. Nov. 1849 
Rittm. 2. Cl. bei Erzh. Johann-Drag. Nr. 1 , 1 . Sept. 
1852 Rittm. 1. Cl., 1. Oct. 1862 Major bei Fried- 
rich Wilhelm III. König von Preußen - Husaren 
Nr. 10, 1 . Mai 1 864 zu Franz Graf v. Haller-Husaren 
Nr. 12 transf., 1. Nov. 1868 Oberstlieut. bei 
Karl Prinz von Preußen-Drag. Nr. 8, trat 21. Oct. 
1872 in den Ruhestand und lebt in Wien. Er 
machte die Feldzüge 1848, 1849, 1859 in 
Italien und 1866 gegen Preußen mit. 

Csudafy-Wunder von Wunderburg Michael 

Ritter, Sohn eines Oberstlieutenants, geb. zu 
Kaschau in Ungarn 16. April 1827, eingetr. 
28. Sept. 1839, wurde 6. Juni 1845 als Regi- 
mentscadet zu Philipp Landgraf vonHessen-Hom- 
burg-Inf. Nr. 19 ausgemustert, 1. Jan. 1846 k. k. 
Cadet, 15. Mai 1848 Lieut. m. G., 18. Sept. d. J. 
Lieut. h. G. und trat mit seinem Bataillon 31. Oct. 
1848 in die Reihen der ungarischen Armee. 
Hier rückte er noch 23. Dec. d. J. zum Hauptm. 
vor, übernahm 14. April 1849 das Bataillons- 
Commando und war bei der Erstürmung Ofens 
einer der ersten, welche die Mauer beim Wiener 
Thore erstiegen. Am 21. Juni 1849 zum Major 
befördert, wurde Csudafy - Wunder nach der 
Waffen Streckung bei Vilägos in die Festung Arad 
gebracht, mittels Kriegsrechtsurtheil vom 5. Febr. 
1850 zum Tode verurtheilt, dieses Urtheil aber 
im Wege der Gnade in 16jährigen Festungs- 
arrest umgewandelt. Am 13. Juli 1856 wurde er 
vom Kaiser begnadigt, brachte dann einige Zeit 
im Elternhause zu Ödenburg zu und erhielt 
später über Verwendung Deäks eine Anstellung 



124 



1846. 



in der ersten Pester Hobelmühle. Ende Juni 1 860 
verließ Csudafy - Wunder Pest, trat 8. Juli d. J. 
als Major in Garibaldis Freiwilligen - Armee in 
Sicilien ein, überschiffte 24. Aug. d. J. nach 
Calabrien und rückte nach Neapel vor. Am 
19. Sept. d. J., als Garibaldi Cajazzo in der Front 
angriff, manövrierte Csudafy - Wunder mit einer 
Umgehungs - Golonne bei Rocca Romana im 
Rücken des Feindes, zertheilte dessen Kräfte und 
trug dadurch zu dem glücklichen Erfolge des 
Tages wesentlich bei. Für die bei dieserGelegen- 
heit an den Tag gelegte Tapferkeit und Umsicht 
wurde er außertourlich zum Oberstlieut. befördert 
und mit der silbernen Tapferkeits-Medaille decö- 
riert. Nach Auflösung der Garibaldischen Frei- 
scharen kam Gsudafy - Wunder zum Officier- 
Depot nach Mondovi in Piemont, wurde 21. April 
1862 in die königlich italienische reguläre Armee 
eingereiht und in Disponibilität versetzt. 2 i. Aug. 
1865 in das 45. Infanterie -Regiment eingetheilt 
und machte mit demselben den Feldzug 1866 
unter Gialdini am Po mit. Am 20. Aug. 1866 
erhielt er das Gommando des 16. Infanterie- 
Regiments (Brigade Savona), rückte 6. Juni 1867 
zum Obersten, im Jahre 1886 zum Generalmajor 
und General - Adjutanten des Königs vor und ist 
gegenwärtig in Disponibilität. Gsudafy -Wunder 
besitzt auch das Gommandeurkreuz des königl. 
ital. St. Mauritius- und Lazarus - Ordens, das 
Gommandeurkreuz des Ordens der italienischen 
Krone und das Ritterkreuz des ungarischen 
Tapferkeits-Ordens. 

Cudic Nikolaus von, Sohn eines Oberst- 
lieutenants, geb. zu Otok im Oguliner Grenz- 
Regimentsbezirke 27. Mai 1827, eingetr. 16. Sept. 
1839, wurde als Lieut. m. G. zum Otogner 
Grenz-Inf.-Reg. Nr. 2 ausgemustert, 1. Jan. 1847 
zum 1. Banal - Grenz - Inf. - Reg. Nr. 10 transf., 
30. März 1818 Lieut. h. G., 16. Sept. d. J. Ober- 
lieut., 11. Juni 1849 Hauptm. 2. Gl., 16. Juni 
1854Hauptm. 1. GL, 13. Aug. 1863 Major, 
21. April 1865 zu Eugen Graf v. Haugwitz - Inf. 
Nr. 38 transf., l.Dec. 1867 pensioniert. Ami. Mai 
1869 reactiviert, wurde Öudic bei Johann Graf v. 
Coronini-Gronberg-Inf. Nr. 6 eingetheilt, 1. Nov. 
1869 zum Oberstlieut. bei Joseph Freih. v. Bam- 
berg-Inf. Nr. 13 befördert, 1. Mai 1872 zu Erzh. 
Siegmund - Inf. Nr. 45 transf., trat bald darauf 
definitiv in den Rubestand und starb zu Glina in 
Groatien im Jahre 1888. Öudid hatte die Feld- 
züge 1848, 1849, 1859 und 1866 mitgemacht. 

Dietrich von Hermannsthal Johann Fried- 
rich, Sohn eines Majors, geb. zu Bistritz in 
Siebenbürgen, eingetr. 1. Oct. 1839, wurde 
11. Sept. 1846 zum Lieut. m. G. in der Armee 



ernannt und nach Hörung des höheren Gurses 
20. Sept. 1847 als Lieut. h. G. zu Johann Freih. 
v. Sivkovich - Inf. Nr. 41 eingetheilt, rückte im 
Jahre 1848 zum Oberlieut. vor und zeichnete 
sich dureb Tapferkeit undUmsicht bei der Belage- 
rung von Arad besonders aus, wofür ihm auch 
der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit 
und später das Militär -Verdienstkreuz zutheil 
wurde. Im Jahre 1851 kam Dietrich als Hauptm. 
zu Joseph Graf Jellatfid de Bu2im - Inf. Nr. 46, 
nahm an dem Feldzuge 1859 in Italien thätig 
theil und ist in der Schlacht bei Magenta, 4. Juni, 
vor dem Feinde geblieben. 

Döpfner Karl Edler von, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Graz 15. Mai 1827, eingetr. 
16. Nov. 1839, wurde als Lieut. m. G. zu Erzh. 
Ludwig-Inf. Nr. 8 ausgemustert, 23. April 1848 
Lieut. h. G., 1. Mai 1849 Oberlieut., 8. Aug. 
1854 Hauptm. 2. GL, 28. April 1859 Hauptm. 
1. GL, 1. Febr. 1860 zu Leopoldll. Großherzog 
von Toscana - Inf. Nr. 7 1 übersetzt, machte mit 
dem Regimente den Feldzug 1866 gegenPreußen 
in der Brigade Generalmajor Graf von Rolhkirch 
mit und erhielt am 3. Oct. 1866 für hervorragend 
tagfere Leistungen in dem Rückzugsgefechte bei 
Dub (15. Juli) das Militär - Verdienstkreuz. Am 
28. Oct. 1868 zum Major bei Joseph Ritt v. 
Schmerling-Inf. Nr. 67 befördert, wurde Döpfner 
6. Dec. 1869 zeitlich pens., 12. Jan. 1872 reacti- 
viert und bei Friedrich Wilhelm Kronprinz des 
deutschen Reiches und Kronprinz von Preußen- 
Inf. Nr. 20 eingetheilt und 1. Mai 1875 als 
Oberstlieut. zu Siegmund Freih. v. Reischach-Inf. 
Nr. 21 transferiert. Am 25. Mai 1877 erfolgte 
seine Ernennung zum Reserve - Commandanten 
bei Erzh. Heinrich-Inf. Nr. 51 und 1. Mai 1878 
seine Beförderung zum Obersten. Am 11. Oct. 
1878 kam Döpfner als Regiments - Gommandant 
zu Heinrich Freih. v. Handel-Inf. Nr. 10, trat 

I. Sept. 1879 als invalid in den Ruhestand und 
lebt seither in Wien (Währing). 

Entner Julius, Sohn eines Oberlieutenants, 
geb. zu St. Veit in Steiermark 22. März 1828, 
eingetr. 22. Sept. 1 839, wurde als k. k. Gadet zum 
Inf.-Reg. Gustav Wilhelm Prinz zu Hohenlohe- 
Langenburg Nr. 17 ausgemustert, wo derselbe 

II. April 1848 zum Lieut. m. G., 1. Juli d. J. 
zum Lieut. h. G. und 5. Juni 1849 zum Ober- 
lieut. vorrückte. Entner nahm in diesem Regimente 
an dem italienischen Feldzuge 1848 und 1849 
thätigen Antheil und erwarb sich, besonders 
durch sein entschlossenes Benehmen bei der 
Belagerung von Ancona das Militär- Verdienst- 
kreuz. Am 31. Aug. 1853 quitt, er seine Charge 
ohne Beibehalt des Militär-Charakters. 



125 



18 iO 



Ettel Karl, Sohn eines Rcchnungs-Ofücials, 
geb. zu Görz 12. April 1826, eingetr. 27. Sept. 
1 838, wurde als k. k. Gadet zu Leopold Prinz 
beider Sicilien-Inf. Nr. 22 ausgemustert, 16. Mai 
1848 Lieut. m. G., 1. März 1849 Lieut. h. G., 

16. Dec.l8510berlieut., 17. April 1859Hauptm. 
2. Gl., 4. Juni d. J. Hauptm. 1. GL, 1. Febr. 1860 
zu Karl Ritt. v.Franck-Inf. Nr. 79 transf., 1. März 
1863 pensioniert. Mit 1. April 1871 wurde Ettel 
in die nichtactive k. k. Landwehr übernommen und 
beim Landesschützen-Bat. Pusterthal Nr. VI ein- 
getheilt, musste aber schon 1. Dec. 1872 wegen 
ausgebrochenem Irrsinn in den Ruhestand des 
k. k. Heeres zurücktreten und lebt seither zu 
Sillian in Tirol. 

Fetzer Edmund von, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Wien 10. Nov. 1827, eingetr. 
26. Oct. 1839, wurde als Lieut. m. G. zu Gustav 
Prinz von Wasa - Inf. Nr. 60 ausgemustert, 

1. Juni 1849 Lieut. h. G., 24. Sept. d. J. Ober- 
lieut., 1. Aug. 1854 Hauptm. 2. Gl., 12. Jan. 1855 
Hauptm. 1. GL, 1. April 1859 zeitlich pens., 

17. Nov. d. J. reactiviert, kam schon im Jahre 
1860 als Adjutant zum Regimentsinhaber, mit 
welchem er mehrere bildende und belehrende 
Reisen im Auslande machte und bei dieser 
Gelegenheit mit dem königl. preuß. Rothen Adler- 
Orden 4. Gl., dem großherzogl. hess. Philipp- 
Orden, dem großherzogl. Oldenburg. Haus- und 
Verdienst - Orden des Herzogs Peter Friedrich 
Ludwig decoriert wurde. Am 1. Aug. 1868 trat 
Fetzer als Major in den Ruhestand, war dann 
Kammervorsteher bei Seiner königl. Hoheit dem 
Prinzen Gustav von Wasa und erhielt 5. Jan. 1 869 
das Gomthurkreuz 2. Gl. des großherzogl. hess. 
Philipp-Ordens, 2. April 1873 das Comthurkreuz 

2. Cl. des königl. sächs. Albrecht -Ordens und 
das Gommandeurkreuz 2. Gl. des herzog!, braun- 
schweigischen Ordens Heinrich desLöwen, 4. Oct. 
1873 das Ehren- Gomthurkreuz des großherzogl. 
Oldenburg. Haus- und Verdienst - Ordens des 
Herzogs Peter Friedrich Ludwig, 4. Oct. 1877 
das Ehren - Großcomthurkreuz des nämlichen 
Ordens und das Gomthurkreuz 1. Gl. des königl. 
sächs. Albrecht-Ordens. Er lebt zu Wien. 

Fidler Karl, Sohn eines Gapitänlieutenants, 
geb. zu Wiener-Neustadt 12. Oct. 1828, eingetr. 
19. Sept. 1839, wurde als k.k. Gadet zu Ferdinand 
Graf v. Ceccopieri-Inf. Nr. 23 ausgemustert, in 
welchem Regimente er im Jahre 1848 zum Lieut. 
m. G., anfangs 1849 zum Lieut. h. G. avancierte 
und bei der Vertheidigung der Festung Ofen 
21. Mai 1849 den Heldentod fand. 

Fischer von Ledenice Maximilian Ritter, 
Sohn eines Kreishauptmannes, geb. zu Prag 



13. Oct. 1820, eingetr. 27. Jan. 1840, wurde 
1. Sept. 1846 zum Lieut. m. G. ernannt und nach 
Hörung des höheren Curses 20. Sept. 1847 als 
Lieut. h. G. zu Erzh. Franz Ferdinand d'Este-Inf. 
Nr. 32 eingetheilt, 21. Nov. 1848 Oberlieut., 

1. Aug. 1849 q. t. zum GQMSt. transf., und 
machte den Feldzug 1848 und 1849 in Italien 
mit. Am 18. Nov. 1850 wurde Fischer Hauptm. 

2. Gl., 23. Mai 1854 Hauptm. 1. GL, 22. Mai 
1859 Major im Corps, 20. Dec. 18G3 Oberstlieut. 
bei Michael Großfürst von Russland Inf. Nr. 26 
mit Belassung in seiner 1. Mai 1860 angetretenen 
Dienstleistung bei der 5. Abtheilung des Kriegs- 
Ministeriums, rückte 14. Dec. 1865 zur Dienst- 
leistung bei diesem Regimente ein und kam 1. Juni 
1866 q. t. zu Erzh. Ernst-Inf. Nr. 48, in welchem 
Regimente er 1 1 . Juni d. J. zum Obersten vor- 
rückte und an dem Feldzuge 1866 in Italien theil- 
nahm. Das Regiment hat sich unter Führung 
seines Obersten in der Schlacht von Gustoza 
von der ersten Gefechtsstellung an, durch die 
Verdrängung einer, von Borafitti aus mehr als 
1 2 Feuerschlünden verheerend auf die Unsrigen 
kanonierenden feindlichen Abtheilung und dann 
durch die Erstürmung des Monti Molimenti 
rühmlich hervorgethan. Im Jahre 1869 nahm 
Fischer an der Bekämpfung des Aufstandes in 
Süddalmatien theil und erhielt für hervorragend 
tapfere Leistungen daselbst 15. Jan. 1870 das 
Ritterkreuz des Leopold-Ordens. Am 9. Febr. 
1870 wurde er wieder zum Generalstabe trans- 
feriert und kam als Generalstabs-Ghef zum 
Generalcommando in Agram, wurde 1. Jan. 1872 
als Commandant der 3. Infanterie-Brigade zur 
26. Infanterie-Truppen-Division eingetheilt, 1 . Mai 
1873 Generalmajor auf diesem Dienstposten, 

14. Juni 1876 Chef des Generalstabes und 1. Mai 
1878 zum Feldmarschall-Lieut. befördert. Am 
1. Oct. 1879 trat Fischer in den Ruhestand und 
starb am 28. April 1888 zu Graz. 

Freud Philipp, Sohn eines Lieutenants, geb. 
zu Tarnöw in Galizien 6. Juli 1827, eingetr. 
25. Sept. 1839, wurde als Lieut. m. G. zu Alois 
Graf v. Mazzuchelli Inf. Nr. 10 ausgemustert. Er 
avancierte 30. April 1848 zum Lieut. h. G., 
1. März 1849 zum Oberlieut., machte im Jahre 
1848 den Einmarsch nach Ungarn und die Bela- 
gerung von Komornmit. Als Oberlieutenant zeich- 
nete er sich im letzteren Jahre am 3. Aug. im 
Gefechte bei Puszta-Harkaly durch Einsicht und 
Tapferkeit aus, wofür er 5. Juli 1850 das Militär- 
Verdienstkreuz erhielt. Er trat 3. Nov. 1856 aus 
dein Militärverbande, diente aber später wieder 
im Mannschaftsstande, zuletzt als Feldwebel bei 
Heinrich von Rupprecht-Inf. Nr. 40. 



126 



1846. 



Freyschlag Edler von Freyenstein Adolf, 

Sohn eines Majors, geb. zu Linz 3. Nov. 1827, 
eingelr. 29. Sept. 1839, wurde bei der Aus- 
musterung als Lieut. m. G. bei Johann Freih. v. 
Hrabovsky-Inf. Nr. 14 eingeteilt, 1. Mai 1848 
Lieut. h. G., 16. April 1849 Oberlieut., 16. Dec. 
1855 Hauptm. 2. Gl., 8. April 1859 Hauptm. 
1 . GL, machte den Feldzug desselben Jahres in 
Italien mit, wurde in der Schlacht bei Magen ta 
(4. Juni) schwer verwundet und erhielt 17. Dec. 
1859 für seine hervorragend tapferen Leistungen 
in dieser Schlacht das Militär-Verdienstkreuz, 
4. Mai 1864 für seine besondere Tapferkeit bei 
Oeversee(6. Febr.d. J.) und Veile (8. März d. J.) 
und 4. Oct. 1866 für seine hervorragend tapferen 
Leistungen im Feldzuge desselben Jahres in Tirol 
jedesmal die Allerhöchste belobende Anerkennung, 
somit auch die Berechtigung zum Tragen der 
Militär- Verdienst-Medaille am Bande des Militär- 
Verdienstkreuzes.Von 1 867 bisl 869 Commandant 
der Truppen-Divisionsschule in Pressburg, wurde 
Freyschlag 23. April 1869 zum Major bei Hoch- 
und Deutschmeister-Inf. Nr. 4 befördert, war von 
1870 bis 1871 Commandant der Grazer Cadet- 
tenschule, kam am 1. Oct. 1873 als Lehrer 
des Exercierreglements und Leiter der taktischen 
Übungen in die Wiener-Neustädter Militär- Aka- 
demie und wirkte auf diesem Dienstposten durch 
zwei Jahre mit vorzüglichem Erfolge. Am 28. Sept. 
1875 wurde Freyschlag mit der Bestimmung zur 
Truppendienstleistung zu Ludwig Ritt. v. Bene- 
dek-Inf. Nr. 28 transf., 1. Mai 1876 Oberstlieut. 
bei Ernst Ritt. v. Härtung- Inf. Nr. 47, 19. Febr. 

1878 Reserve-Commandant bei Ludwig Ritt. v. 
Benedek-Inf. Nr. 28, 1. Mai d. J. Oberst, 18. Oct. 

1879 zu Eduard Freih. v. Litzelhofen-Inf. Nr. 47 
transf. und am 6. Oct. 1881 — unter gleich- 
zeitiger Ernennung zum Gommandanten des 
Militär-Invalidenhauses in Tyrnau — in den 
Armeestand eingetheilt. Am 1. Dec. 1883 trat 
Freyschlag in den Ruhestand und erhielt bei diesem 
Anlasse den Generalmajors-Charakter ad honores. 
Er lebte zuerst in Kirchberg a. d. Pielach und 
domiciliert nunmehr in Preßburg. 

Geppert Georg Freiherr von, Sohn eines 
Generalmajors, geb. zu Hradisch in Mähren 
18. Aug. 1828, eingetr. 28. Sept. 1839, wurde 
als Lieut. m. G. zu Adolf Herzog zu Nassau-Inf. 
Nr. 15 ausgemustert, 23. Mai 1848 Oberlieut. 
bei Wilhelm Freih. v. Alemann-Inf. Nr. 43, 
1. Dec. 1851 Hauptm. 2. Gl., 1. Juni 1854 
Hauptm. 1. GL, 28. Jan. 1865 Major, 23. April 
1869 Oberstlieut. und starb 3. Mai 1870 zu Wien. 
Geppert machte die Feldzüge 1848, 1849, 1859 
und 1866 mit. 



Goldbach Dominik Edler von, geb. zu Prag 
4. Mai 1827, eingetr. 13. März 1839 und starb 
10. Dec. 1843 in der Akademie. 

Grammont von Linthal Heinrich Freiherr, 
Sohn des 19. Juni 1849 verstorbenen General- 
majors Franz Freiherrn Grammont von Linthal, 
aus dessen Ehe mit Francisca Freiin Bersina von 
Siegenthal, geb. zu Peterwardein 20. April 1828, 
eingetr. 27. Sept. 1839, wurde 22. April 1843 
vorzeitig als Regimentscadet zum Gradiscaner 
Grenz-Inf. Reg. Nr. 8 ausgemustert, im Jahre 
1844 Lieut. m. G. beim Deutsch-Banater Grenz- 
Inf. -Reg. Nr. 12, im Jahre 1849 Oberlieut. im Regi- 
mente und in demselben Jahre Hauptm. 2. Cl. beim 
Peterwardeiner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 9, im Jahre 
1850 zu Hoch- und Deutschmeister-Inf. Nr. 4 
transf. und quitt. 15. Aug. 1851 den Dienst ohne 
Beibehalt des Officiers-Charakters. Schon im fol- 
genden Monate trat Grammont als Cadet bei 
Joseph Graf Jellachich de Buiim Inf. Nr. 46 aber- 
mals in Militärdienste, wurde 1. Dec. d. J. zum 
Lieut. 2. Cl., im Jahre 1854 zum Lieut. 1. GL, 
1858 zum Oberlieut. befördert und als solcher 
1. Oct. 1862 pens., 1, Mai 1866 reactiviert und 
zu Eugen Graf v. Haugwitz-Inf. Nr. 38 eingetheilt, 
nach dem Feldzuge aber mit 1. Oct. 1866 in den 
Ruhestand rückversetzt. Am 1. Juli 1870 erfolgte 
dessen Übernahme in die nichtactive k. k. Land- 
wehr mit der Eintheilung in das steirische Land- 
wehr-Bat. Nr. 17, mit 1. März 1872 aber dessen 
Rückversetzung in den Ruhestand des Heeres, 
mit welchem Tage er auch den Officiers- Charakter 
mit dem Fortbezuge der Pension ablegte. Gram- 
mont lebt zu Graz. 

Grivicic Georg, Sohn eines Lieutenants, geb. 
zu PeruSiö in der Militärgrenze 11. April 1827, 
eingetr. 16. Sept. 1839, wurde 14. Sept. 1846 
zum Lieut. m. G. ernannt und nach Hörung des 
höheren Gurses 20. Sept. 1847 als Lieut. h. G. 
zum 3. Jäger-Bat. eingetheilt. In diesem Bataillon 
nahm Griviöia an dem Feldzuge 1848 in Tirol 
thätigen Antheil und fand wiederholt Gelegenheit, 
sich durch Muth und Entschlossenheit bemerkbar 
zu machen. So wurde er 14. April mit 40 Jägern 
zur Aufsuchung des Feindes beordert und voll- 
führte nicht nur seinen Auftrag zur vollen Zufrie- 
denheit, sondern überfiel auch an der Brücke 
über die Sarca einen feindlichen Posten von 
100 Mann, nahm im Sturme ein dahinter gele- 
genes Zollhaus und vertrieb dann den Gegner, 
welcher mittlerweile Stellung genommen, bis 
gegen Stenico. Am 15. Mai griff er mit einer 
halben Compagnie den in großer Stärke anrücken- 
den Feind mit dem Bajonnette im Centrum herzhaft 
an, während andere 2 1 / t8 Compagnien des 



1846. 



127 



Bataillons ihn seitwärts unterstützten und entschied 
das Gefecht. Am 1. Sept. 1848 wurde Grivigic 
Oberlieut., kam 21. Febr. 1849 zumGQMSt. und 
erhielt seine Eintheilung beim serbischen Armee- 
corps. Am 24. Mai d. J. in dem Gefechte am Titler 
Plateau zeichnete er sich durch einsichtsvolle und 
eifrige Dispositionen aus und führte eine Abthei- 
lung selbst zum Sturme, durch welche das ganze 
Terrain bis zur Begabrücke und diese selbst 
genommen wurde. Er erhielt dabei eine schwere 
Wunde in das linke Handgelenk. Bei der Cer- 
nierung von Peterwardein zeigte er abermals 
persönliche Tapferkeit und Einsicht, wurde 
1. Juli 1849 vom Banus zum Hauptm. 2. Gl. 
beim Peterwardeiner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 9 beför- 
dert, blieb aber beimGQMSt zugetheilt und rettete 
in der Schlacht bei Hegyes 14. Juli die Fahne eines 
Bataillons von Ludwig Freih. v. Piret-Inf. Nr. 27. 
Seine hervorragenden Verdienste in diesem Feld- 
zuge erwarben ihm 7. Sept 1849 das Militär- Ver- 
dienstkreuz, 27. Sept. d J. aber den Eisernen 
Kronen-Orden 3. Classe. Ami. Febr. 1851 kam 
Grivißiö zu Johann Graf v. Goronini-Gronberg-Inf. 
Nr. 6, avancierte daselbst 1 . Dec. d. J. zum Hauptm. 
1. GL, 20. März 1859 zum Major bei Friedrich 
Wilhelm Ludwig Großherzog von Baden-Inf. 
Nr. 50 und wurde 4. Mai d. J. zu Erzh. Franz 
Karl-Inf. Nr. 52 transf., in welchem Regimen te 
er an dem italienischen Feldzuge desselben Jahres 
theilnahm und bei Solferino abermals verwundet 
wurde. Am 1. Febr. 1860 zu Karl Freih. von 
Sleininger-Inf.Nr.68 übersetzt, avancierte Griviöiö 

1 . Mai d. J. zum Oberstlieut. bei Johann Graf v. 
Goronini-Cronberg-Inf. Nr. 6, kam q. t. 5. Oct. 
1860 zu Kronprinz Erzh. Rudolf-Inf. Nr. 19 und 
rückte daselbst 18. Aug. 1861 zum Obersten vor. 
Beim Ausbruch des Feldzuges 1866 wurde 
GriviÖiö Brigadier beim 10. Armeecorps, hat aus 
dem Gefechte bei Trautenau (27. Juli) abermals 
eine Wunde davongetragen und für seine vorzüg- 
lichen Leistungen das Ritterkreuz des Leopold- 
Ordens erhalten. Am 13. Nov. 1866 kam Grivie'ic 
in den Generalstab zurück, war im Jahre 1868 
Stellvertreter des Reichs-Kriegs-Ministers in der 
ungarischen Delegation zu Wien und wurde 
28. Jan. 1 868 außertourlich zum Generalmajor 
befordert. Er starb als Brigadier zu Graz 1 . Sept. 
1870. 

Grotta von Grottenegg Freiherr auf Finken- 
stein und Kreyg Eduard Reichsgraf, Sohn des 
5. Oct 1853 verstorbenen Karl Reichsgrafen 
Grotta von Grottenegg, Freiherrn auf Finken- 
stein und Kreyg, geb. zu Klagenfurt 17. Mai 
1828, kam 18. Oct. 1839 in die Akademie, trat 

2. Dec. 1850 aus der Militärerziehung und ist 



gegenwärtig Kanzlei-Official bei der k. k. Finanz- 
Landes-DirectioninWien.Grottaistderzeitlnhaber 
des gräflich Grottenegg'schen Pecuniar-Fideicom- 
misses und seit 24. Nov. 1856 mit Louise Eh6dy 
von Ehädfalu vermählt, aus welcher Ehe zwei 
Söhne und eine Tochter entsprossen. Wegen 
Ursprung und Standeserhöhungen dieses Ge- 
schlechtes vergl. Leopold Reichsgraf Grotta von 
Grottenegg, Ausmusterungsjahrg. 1809 a. 

Gyurkovics Edler von Ostenfels Theodor, 

geb. zu Zaleszczyki in Galizien 9. Mai 1827, ein- 
getr. 26. Sept. 1839 und starb 11. Aug. 1843 
in der Akademie. 

Huber Friedrich von, Sohn eines Majors, 
geb. zu Stryj in Galizien 7. Febr. 1828, eingetr. 
11. Dec. 1839, wurde 26. Nov. 1844 vorzeitig 
als Regimentscadet zu Prokop Graf v. Hartmann- 
Klarstein-Inf. Nr. 9 ausgemustert, 2. Mai 1848 
Lieut. m. G., 3. Aug. d. J. Lieut. h. G., 20. Juli 
1849 Oberlieut., 1. Dec. 1850 zu Erzh. Karl 
Ferdinand-Inf. Nr. 51 transf., 30. Juli 1854 
Hauptm. 2. Gl., 15. Oct. 1856 zeitlich pens., 
1. Dec. 1857 reactiviert, 31. Mai 1859 definitiv 
pens., lebt seither zu Lemberg und starb daselbst 
16. Febr. 1872. 

Jarossy de Nemes-Mitetz Matthias, Sohn 

eines Generalmajors, geb. zu Wien 30. Jan. 1827, 
eingetr. 5. Dec. 1838, wurde als Gadet zu Alexan- 
der I. Kaiser von Russland-Inf. Nr. 2 ausgemustert, 
14. Sept. 1850zuAlfredFürstzuWindisch-Graetz- 
Drag. Nr. 14 transf., 2. Juli 1852 Lieut. m. G. 
bei Friedrich Wilhelm III. König von Preußen- 
Husaren Nr. 10, 10. März 1854 Lieut. h. G., 3. Juli 
1854 Oberlieut., 1. Juni 1858 zu Erzh. Karl-Inf. 
Nr. 3 transf., 25. April 1859 Hauptm. 2. GL, 
29. Mai d. J. Hauptm. 1. GL, 1. Nov. 1871 
Major bei Ludwig Prinz von Bayern-Inf. Nr. 62, 
1. Nov. 1874 mit Wartegebur beurlaubt, trat 
24. Oct. 1875 in den normalmäßigen Ruhestand 
und starb seither. Jarossy machte die Feldzüge 
1859 in Italien, 1866 gegen Pnußen mit. 

Jenemann Edler von Werthau Gustav, Sohn 

eines Majors, geb. zu Iglau in Mähren 27. März 
1827, eingetr. 24. Sept. 1838, wurde bei der 
Ausmusterung als k. k. Gadet bei Erzh. Ludwig- 
Inf. Nr. 8 eingetheilt, 14. April 1848 Lieut. 
m. G., 16. Sept. d. J. Lieut. h. G., 17. Nov. 1849 
Oberlieut., 21. April 1859 Hauptm. 2. GL, 1. Juli 
d. J. Hauptm. 1. GL, 1. Febr. 1860 zu Leopold II. 
Großherzog von Toscana-Inf. Nr. 71 transf., 
29. Oct. 1870 Major, l.Nov. 1876 Oberstlieut., 
8. Aug. 1878 Reserve-Gommandant und l.Nov. 
1879 Oberst. Er machte die Feldzüge 1818, 
1859 in Italien, 1849 in Ungarn, 1866 gegen 
Preußen mit, nahm 1850 bis 1852 an der Occu- 



128 



1816. 



palion von Holstein, 1878 an jener in Bosnien 
und der Hercegovina tlieil und wurde im Ge- 
fechte bei Rivoli (22. Juni 1848) verwundet. Am 
1. Oct. 1881 trat Jenemann in den Ruhestand 
und erhielt mit Allerhöchster Entschließung vom 
26. Sept. d. J. in Anerkennung seiner im Frieden 
wie im Kriege vorzüglichen Dienstleistung das 
Militär- Verdienstkreuz. Er lebt in Znaim. 

Kaim Edler von Kaimthal Ferdinand, Sohn 
eines Majors, geb. zu Stary-Sambor in Galizien 
5. Oct. 1828, eingetr. 26. Sept. 1839, wurde bei 
der Ausmusterung Lieut. m. G. bei Leopold Groß- 
herzog von Baden-Inf. Nr. 59, 1. Juli 1848 Lieut. 
h. G., 16. März 1849 Oberlieut., 16. Sept. 1854 
Hauptm. 2. Gl., 15. April 1859 Hauptm. 1. GL, 
1. Sept. 1866 Major, 7. Febr. 1867 zu Hein- 
rich Freih. v. Rossbach-Inf. Nr. 40, 20. März 
1868 zu Franz Freih. v. Gorizzutti-Inf. Nr. 56 
transf., 1. Nov. 1874 Oberstlieut. bei Karl Lud- 
wig Herzog von Parma-Inf. Nr. 24, trat 1. Oct. 
1875 in den Ruhestand und lebt zu Linz. Kaim 
machte die Feldzüge 1848 und 1849 in Ungarn, 
1859 in Italien, 1866 in Südtirol mit und er- 
hielt 17. Dec. 1859 für seine verdienstvollen 
Leistungen in der Schlacht beiSolferino (24. Juni) 
das Militär-Verdienstkreuz. 

Karwinsky von Karwin Edmund Ritter, 

Sohn eines Justiziars, geb. zu Wien 11. Nov. 
1820, eingetr. 19. Sept. 1839, wurde als Lieut. 
m. G. zu Hoch- und Deutschmeister-Inf. Nr. 4 
ausgemustert, 16. Mai 1 848 Lieut. h. G., 16. März 
1849 Oberlieut., 30. Mai 1851 Hauptm. 2. Gl., 
22. Aug. 1856 Hauptm. 1. Gl., l.Febr. 1860 zu 
Wilhelm Freih. v. Ramming-Inf. Nr. 72 transf. 
und quitt. 30. April 1860 den Militärdienst gegen 
zweijährige Gageabfertigung. 

Klobutsar Franz, geb. zu Naszod in Sieben- 
bürgen 13. Nov. 1827, eingetr. 1. Oct. 1839, 
wurde 5. Juni 1811 vorzeitig als Regimentscadet 
zum 1. Szedier Grenz-Inf.-Reg. Nr. 14 ausge- 
mustert, kam 1. Jan. 1818 zu Alois Graf v. Maz- 
zuchelli-Inf. Nr. 10, avancierte daselbst 1. Oct. 
d. J. zum Lieut. in. G., 16. März 1819 zum Lieut. 
h. G. und quitt. 16. Febr. 1851 den Militärdienst 
ohne Beibehalt des Officiers-Gharakters. 

Knöpfler Alois Edler von, geb. als Offi- 
cierssohn zu Graz 5. Mai 1827, kam 13. Sept. 
1 839 in die Akademie, wurde als Lieut. m. G. 
zum Tiroler Kaiser -Jäger -Reg. au -gemustert, 
rückte hier nach längerer erfolgreicher Verwen- 
dung beim GQMSt. am 8. Juli 1818 zum Lieut. 
h. G., 18. Mai 1849 zum Oberlieut. vor. machte 
die Feldzüge 1818 und 1X19 in Italien mit und 
erscheint als Lieutenaut-Brigade-zYdjutant in den 
Relationen über das Gefecht beiMortara und über 



die Schlacht bei Novara unter den Ausgezeich- 
neten genannt. Nach dem Friedensschlüsse war 
Knöpfler der Gesandtschaft in Neapel zugetheilt, 
später wieder als Brigade-Adjutant verwendet, 
wurde 16. Febr. 1855 zum Hauptm. 2. Gl., 
10. Nov. 1856 zum Hduptm. 1. Gl. befördert, 
focht im Feldzuge 1859 in Italien bei Monte- 
bello, bei Magenta und Solferino und wurde bei 
letzterer Gelegenheit verwundet. Für seine her- 
vorragende Tapferkeit in der Schlacht bei Sol- 
ferino erhielt er mit Armeebefehl Nr. 44 vom 
1 5. Aug. den Ausdruck der Allerhöchsten be- 
lobenden Anerkennung, somit auch die Berech- 
tigung zum Tragen der im Jahre 1890 neu ge- 
stifteten Militär- Verdienst-Medaille am Bande des 
Militär- Verdienstkreuzes ; mit Armeebefehl Nr. 46 
vom 17. Dec. 1859 wurde ihm das Militär- 
Verdienstkreuz zutheil. Nach dem Friedens- 
schlüsse kam Knöpfler als Inhabers-Adjutant 
zum Feldzeugmeister Freiherrn von Piret und 
verblieb auf diesem Dienstposten bis zu dessen 
21. Nov. 1861 erfolgten Ableben. Im Feldzuge 
1866 war Knöpfler bei der Landes vertheidigung in 
Südtirol und fand abermals wiederholt Gelegen- 
heit, sich durch Tapferkeit und Umsicht in her- 
vorragender Weise auszuzeichnen, wofür ihm 

1. Oct. 1866 der Orden der Eisernen Krone 
3. Gl. zuerkannt wurde, wie er auch die Tiroler 
Erinnerungs-Medaille besitzt. Am 28. Oct. 1868 
zum Major und am 23. April 1873 zum Oberst- 
lieut. befördert, wurde er am 3. Oct. 1876 zum 
Reserve-Gommandanten des Inf.-Reg. Leopold II. 
König der Belgier Nr. 27 und am 1. Nov. d. J. 
zum Obersten ernannt. Mit dem Gommando der 
Armee Schützenschule betraut, wurde er für sein 
erfolgreiches Wirken am 14. März 1877 mit dem 
Ausdrucke der Allerhöchsten Zufriedenheit, in- 
folge dessen später mit der Militär- Verdienst- 
Medaille am rothen Bande ausgezeichnet. Nach 
der Enthebung von dieser Verwendung wurde 
Knöpfler am 6. März 1878 zum Gommandanten 
des Tiroler Jäger-Regiments Kaiser Franz Joseph, 
in welchem er seine militärische Laufbahn be- 
gonnen, ernannt und am 15. März d. J. in den 
Adelstand mit dem Prädicate „Edler von* er- 
hoben. Auf diesem Dienstposten errichtete er auf 
dem historischen Berge Isel das sehenswürdige 
Regimentsrauseum und gab den Impuls zur Er- 
richtung eines Monumentes für den Tiroler Hel- 
den Andreas Hofer auf dem Schlachtfelde. Am 

2. April 1882 zum Gommandanten der 6. Infan- 
terie-Brigade und am 1. Nov. d. J. zum General- 
major ernannt, wurde Knöpfler am 2. März 1886 
Gommandantder 13. Infanterie-Truppen-Division, 
am 11. Mai 18S7 dem 11. Coips-Gommando zu- 



1846. 



129 



getheilt und auf diesem Dienstposten am 1 . Nov. 
d. J. zum Feldmarschall -Lieut. befördert. Bei der 
am 1. Mai 1888 auf sein Ansuchen erfolgten 
Übernahme in den Ruhestand wurde ihm in 
vollster Anerkennung seiner vieljährigen, pflicht- 
getreuen, vor dem Feinde wiederholt ausgezeich- 
neten Dienstleistung der Ausdruck der Aller- 
höchsten Zufriedenheit bekanntgegeben. Knöpfler 
ist auch Besitzer des preuß. Kronen-Ordens 

2. Gl. mit dem Sterne, des russ. Stanislaus- 
Ordens mit der Krone, des Ritterkreuzes des 
päpstl. Gregor- Ordens und derpäpstl. Erinnerungs- 
Medaille vom Jahre 1849. Er lebt zu Graz. 

Kolb von Frankenheld Franz, Sohn eines 
Majors, geb. zu Jösefstadt in Böhmen 21. März 
1827, eingetr. 24. Sept. 1839, wurde als Lieut. 
m. G. zu Theodor Graf Baillet de Latour-Inf. 
Nr. 28 ausgemustert, 19. April 1848 Lieut. h. G., 

3. April 1849 Oberlieut., 10. Nov. 1858Hauptm. 
2. GL, 14. April 1859 Hauptm. 1. Gl., 24. Oct. 
1869 Major, 1. Mai 1876 Oberstlieut., 17. Oct. 
1877 zu Friedrich Freih. v. Packenj-Inf. Nr. 9 
transf., 6. Juli 1878 zum Reserve-Gommandanten 
bei Wilhelm Prinz zu Schleswig-Holstein-Glücks- 
burg-Inf. Nr. 80, 1. Nov. 1878 zum Obersten, 
27. Sept. 1882 zum Gommandanten des Inf.- 
Reg. Gottfried Graf v. Auersperg Nr. 40 ernannt, 
trat 1. März 1884 als Generalmajor ad honores 
in den Ruhestand und ist im Juli 1893 zu 
Königliche Weinberge bei Prag gestorben. Kolb 
erhielt 18. Juli 1866 für seine hervorragend 
tapferen Leistungen bei Gustoza, 24. Juni 1 866, 
das Militär-Verdienstkreuz. 

Latterer von Lintenburg Franz Ritter, geb. 

zu Graz 24. März 1828, eingetr. 3. Oct. 1839, 
wurde als Lieut. m. G. zu Anton Graf v. Kinsky- 
Inf. Nr. 47 ausgemustert, machte in diesem, in 
der Geschichte des italienischen Feldzuges rühm- 
lichst bekannten Regimente alle feindlichen 
Affairen mit, wurde 11. April 1848 Lieut. h. G. 
und 23. Dec. d. J. Oberlieutenant. In der Schlacht 
bei Novara deckte er mit einer Compagnie und 
einigen Freiwilligen den Rückzug des, von einem 
dreimal versuchten Sturme erschöpften Bataillons, 
gegen den stark drängenden Feind mit vielem 
Erfolge und erhielt hierfür 7. Juli 1850 das 
Militär- Verdienstkreuz. Am 19. Nov. 1850 wurde 
Latterer Hauptm. im GQMSt., 1. Juni 1855 
Hauptm. 1. Gl., 25. Juni 1859 Major, nahm an 
dem Feldzuge 1859 in Italien theil und erwarb 
sich für seine hervorragenden Leistungen in der 
Schlacht bei Solferino den Eisernen Kronen- 
Orden 3. Glasse. Am 21. Oct. 1865 wurde er zu 
Joseph Freih. v. Bamberg-Inf. Nr. 13 transf., 
17. Juli 1866 Oberstlieut. bei Erzh. Siegmund- 

Wr.-NeuBtfldter Mil.-Akad. U. 



Inf. Nr. 45. Er machte das Treffen von Trautenau 
und die Schlacht von Königgrätz mit und erhielt 
für seine Leistungen in diesem Feldzuge, 3. Oct. 
d. J., die Allerhöchste belobende Anerkennung. 
Am 23. April 1869 wurde Latterer Oberst und 
am 29. Apo-il Reserve Gommandant, am 9. Febr. 
1870Regiments-Gommandant, am 26. Oct.1876 
CommandantderöO.Infanterie-BrigadeinLemberg 
und am 28. April 1877 Generalmajor auf diesem 
Dienstposten. Am 15. Sept. 1878 erhielt er das 
Gommando der3.Gebirgs-Brigade der 6. Truppen- 
Division in Bosnien. In dieser Stellung leitete 
Latterer mit Erfolg die am Schlüsse des 
Occupations-Feldzuges durchgeführte Besetzung 
von Vlasenica, occupierte die Landestheile bis 
gegen Zwornik und trat hier in taktische Ver- 
bindung mit den mittlerweile von Norden einge- 
troffenen Truppen. Ende September wurde Lat- 
terer zum Commandanten der 2. Gebirgs-Brigade 
in Livno ernannt und erhielt im Frühjahre 1879 
das Gommando der 55. Infanterie-Brigade in 
Karlstadt Die Passierung eines von Schnee- 
schmelze geschwollenen Wildbaches vor Livno 
legte den Grund zu einer Herzkrankheit, welche 
Latterer bemüssigte, im Oct. 1880 um seine 
Versetzung in den Ruhestand zu bitten, welche 
auch mit Verleihung des Feldmarschall-Lieute- 
nants-Charakter erfolgte. Schon am 1 6. Oct. d. J. 
erlag er zu Marburg seinem Leiden. 

Lavelli de Capitani Hamilkar, geb. zu Lodi 
in der Lombardei 20. Jan. 1829, eingetr. 20. Sept. 
1839 und starb 25. Sept. 1840 in der Akademie. 

Leitner Ernst, geb. zu Bösing in Ungarn, 
eingetr. 25. Sept. 1839, wurde 13. April 1844 
wegen physischer Gebrechen mit einer Pension 
aus der Militärerziehung entlassen. 

Lemaic von Pasan-Brdö Georg Ritter, geb. 
als Officierssohn zu Golubinci in Syrmien (Mili- 
tärgrenze) am 19. April 1826, kam 18. Sept. 
1838 in die Akademie, wurde bei der Ausmu- 
sterung Lieut. m. G. beim Peterwardeiner Grenz- 
Inf.-Reg. Nr. 9, 1. April 1848 Lieut. h. G., 
16. Sept. d. J. Oberlieut., 1. Febr. 1849 Hauptm. 
2. GL, 1. Juli d. J. Hauptm. 1 Cl., 13. Aug. 
1863 Major bei Franz Freih. v. Paumgartten-Inf. 
Nr. 76, 1. Mai 1866 zum Serbisch-Banater 
Grenz-Inf.-Reg. Nr. 14 transf., 23. April 1869 
Oberstlieut. bei Wilhelm Prinz zu Schleswig- 
Holstein-Inf. Nr. 80. Am 1. Oct. 1871 als Re- 
serve - Commandant bei dem neu errichteten 
Warasdiner Gustav Freih. v. Wetzlar-Inf.-Reg. 
Nr. 16 ernannt, rückte er hier am 1. Nov. 1873 
zum Obersten vor und kam dann 1. Mai 1875 
als Regiments Commandant zu Johann Graf v. 
Goronini-Cronberg-Inf. Nr. 6. Lemaid hat im 



130 



1846. 



Feldzuge 1848 in Italien das Gefecht bei Pal- 
manuova 17. April, die Affaire bei Ortugnano 
19. April, die Gefechte bei Treviso am 12. und 
19. Mai, dann bei Vicenza 20. und 21. Mai; 
im Feldzuge 1849 in Italien die Schlacht bei 
Novara 23. März, in Ungarn die Schlacht bei 
Hegyes 14. Juli und die Cernierung von Peter- 
wardein vom 15. Juli bis 7. Sept. mitgemacht. 
Am 15. Juni 1878 traf ihn die Ernennung 
zum Commandanten der 11. Infanterie-Brigade. 
In dieser Eigenschaft nahm Lemaiö in dem- 
selben Jahre an der Occupation von Bosnien 
thätig theil und machte die Gefechte bei Kakanj 
15. Aug., bei Kolotiö am 16. Aug., bei Visoka 
17. Aug., die Einnahme von Sarajevo 19. Aug., 
die Streifung über Mokro gegen Glasinatz vom 
24. bis 27. Aug., endlich das Gefecht bei Mokro 
ain 3. Sept. mit. Für seine hervorragend tapferen 
und sonst verdienstlichen Leistungen in den 
während der Occupation von Bosnien statt- 
gehabten Gefechten, insbesondere bei der Ein- 
nahme von Sarajevo wurde Lemaiö mit dem 
Ritterkreuze des Leopold - Ordens decoriert, 
welcher Auszeichnung am 16. Jan. 1880 die 
statutenmäßige Erhebung in den Ritterstand 
mit dem Prädicate „Pasan-Brdö* folgte. Inzwi- 
schen am 3. Nov. 1878 zum Generalmajor 
befördert, trat Lemate am 20. März 1883 als 
Feldmarschall-Lieut. in den wohlverdienten Ruhe- 
stand und erhielt bei diesem Anlasse in An- 
erkennung seiner langjährigen pflichtgetreuen 
Dienstleistung den Ausdruck der Allerhöchsten 
Zufriedenheit, sowie infolge dessen die Militär- 
Verdienst-Medaille. Er lebt zu Neusatz in Ungarn. 

Linken Emanuel, Sohn eines Oberzeug- 
wartes, geb. zu Palmanuova 20. Febr. 1828, 
eingetr. 22. Sept. 1839, wurde als Lieut. m. G. 
zu Menrad Freih. v. Geppert-Inf. Nr. 43 ausge- 
mustert. Er avancierte 1. April 1848 zum Lieut. 
h. G., l.Nov.d. J. zum Oberlieut. und quitt. 3 1 . Juli 
1853 den Militärdienst ohne Beibehalt des Offi- 
ciers-Charakters. 

Lötz von Treuenhort Thomas, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Kaiser-Ebersdorf bei 
Wien 13. Sept. 1827, eingetr. 21. Sept. 1839, 
wurde 26. Sept. 1844 vorzeitig als Regiments- 
cadet zu Johann Freih. v. Hrabovsky-Inf. Nr. 14 
ausgemustert. Am 1. Aug. 1847 kam er zu 
Heinrich Freih. v. Hess-Inf. Nr. 49, machte mit 
demselben den Feldzug 1848 mit und wurde 
daselbst 10. Dec. d. J. mit Abschied entlassen. 
Später trat Lötz in den Dienst der k. k. priv. 
Kaiser Ferdinands-Nordbahn, brachte es daselbst 
bis zum Ober-Official, trat als solcher in den 
Ruhestand und lebt zu Wien. 



Lukas Joseph, Sohn eines Lieutenants, geb. 
zu Pisek in Böhmen 7. März 1828, eingetr. 
26. Sept. 1839, wurde als Lieut. m. G. zu Gustav 
Wocher-Inf. Nr. 25 ausgemustert, in welchem 
Regimente er 11. April 1848 zum Lieut. h. G., 
13. April 1849 zum Oberlieut. vorrückte. Am 
1. Oct. 1852 zu Menrad Freih. v. Geppert-Inf. 
Nr. 43 transf., quitt. Lukas 15. Febr. 1854 den 
activen Militärdienst ohne Beibehalt des Officiers- 
Charakters. 

Malkowsky Edler von Dammwaiden Karl, 

Sohn eines Generalmajors, geb. zu Horaidovic 
in Böhmen 29. Dec. 1828, eingetr. 24. Sept. 
1840, wurde als Lieut. m. G. zu Michael 
Großfürst von Russland-Inf. Nr. 3 7 ausgemustert. 
Er rückte 1. Aug. 1848 zum Lieut. h. G., 

9. Juli 1849 zum Oberlieut., 19. Nov. 1851 
zum Hauptm. 2. Gl. vor und starb 17. Mai 1852 
zu Troppau. 

Maurer von Kronegg Johann, Sohn eines 
Postmeisters, geb. zu Stein itz in Mähren 1 1 . März 
1828, eingetr. 30. Sept. 1838, wurde bei der 
Ausmusterung als Lieut. m. G. zu Heinrich 
Freih. v. Hess-Inf. Nr. 49 eingetheilt, 24. Juni 
1848 Lieut. h. G., 19. Juli 1849 Oberlieut., 
28. Febr. 1859 Hauptm. 2. GL, 28. Mai d. J. 
Hauptm. 1. GL, hat die Feldzüge 1848 und 
1859 in Italien mitgemacht. Mit Allerhöchster 
Entschließung vom 9. Juli 1870 für eine Majors- 
Localanstellung vorgemerkt, wurde Maurer 
1. Nov. 1870 (im Regimente überzählig) in den 
Stand des Kriegsarchivs, 1. März 1875 in den 
Armeestand, mit der Eintheilung beim Directions- 
bureau des Generalstabes, übersetzt und ist auf 
diesem Dienstposten im Jahre 1889 gestorben. 

Merlo Johann, Sohn eines Municipalitäts- 
Secretärs, geb. zu Bassano in Venetien 1 1. Nov. 
1826, kam 11. Oct. 1839 in die Akademie, 
wurde 14. Sept. 1846 zum Lieut. m. G. ernannt, 
nach Absolvierung des höheren Gurses am 
20. Sept. 1847 als Lieut. h. G. bei Karl Fürst zu 
Schwarzenberg-Inf. Nr. 19 eingetheilt und trat 
31. Oct. 1848 in die Reihen der Insurgenten. 
Die wegen seines weiteren Lebenslaufes gepflo- 
genen Erhebungen haben zu dem Resultate 
geführt, dass Merlo bis zum Jahre 1886 als 
Professor der Mathematik zu Mailand angestellt 
war und seither gestorben ist. 

Nosinich Basilius, geb. zu Gracac in Croa- 
tien 16. Febr. 1828, eingetr. 16. Sept. 1839 
und starb 30. Juni 1842 in der Akademie. 

Paul Karl, geb. zu Hätszeg in Siebenbürgen 

10. Aug. 1827, eingetr. 1. Oct. 1839 und starb 
28. Sept. 1843 in der Akademie. 



1846. 



131 



Perego Gottfried, Sohn eines Professors, 
geb. zu Brescia 30. Sept. 1827, eingetr. 24. Sept. 
1839, wurde als Lieut. m. G. zu Heinrich Con- 
stantin Freih. v. Herbert-Rathkeal-Inf. Nr. 45 
ausgemustert, 2 Juni 1848 Lieut. h. G., 16. Oct. 
1849 Oberlieut., 25. Jan. 1855 Hauptm. 2. Cl., 

2. April 1859 Hauptm. 1. CL, 1. Febr. 1862 
pens., 1. Mai 1866 zu Michael Großfürst von 
Russland-Inf. Nr. 26 eingetheilt und 1 . Aug. d. J. 
in den Pensionsstand rückverselzt, lebt zu Wien. 

Peschics Lazar, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu Gjurgjevac in der Militärgrenze 27. Nov. 
1827, eingetr. 25. Sept. 1839, wurde bei der 
Ausmusterung k. k. Gadet beim Titler Grenz-Inf.- 
Bataillon, 15. April 1848 Lieut m. G , 1. März 
1849 Oberlieut., 21. Juli d. J. Hauptm. 2. Cl., 
25. Juni 1859 Hauptm. 1. CL, 1. Juli 1865 zu 
Johann Grafv. Coronini-Cronberg-Inf.Nr. 6 transf., 
28. Aug. 1868 für eine Majors-Localanstellung 
vorgemerkt, lebt seit 1. April 1873 im Ruhestande 
zu Groß-Kikinda. Peschics hat die Feldzüge 
1848, 1849, 1859 und 1866 mitgemacht und 

3. Oct 1866 für seine hervorragend tapferen 
Leistungen im Feldzuge desselben Jahres gegen 
Preußen das Militär- Verdienstkreuz erhalten. 

Pitz Friedrich Edler von, Sohn eines Majors, 
geb. zu Mainz 7. Juli 1827, eingetr. 15. Septl839, 
wurde bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. 
bei Dom Miguel Herzog von Braganza-Inf. Nr. 39 
eingetheilt, 29. Aug. 1848 Lieut. h. G., 9. April 
1849 Oberlieut., 16. Juli d. J. zum GQMSt. transf., 
18. Nov. 1850 Hauptm. 2. CL, 7. Juli 1854 
Hauptm. 1. CL, 25. Juni 1859 Major, 25. März 
1862 zu Erzh. Franz Karl-Inf. Nr. 52 transf., 
l.Febr. 1867 pens., 8. März 1868 reactiviert 
und bei Bernhard Herzog von Sachsen-Meiningen- 
Inf. Nr. 46 eingetheilt, 28. Oct. 1868 Oberst- 
lieut. und 28. April 1869 Reserve- Com mandant, 
trat 1. März 1871 definitiv in den Ruhestand und 
starb 9. Mai 1871 zu Baden bei Wien. Pitz hat die 
Feldzüge 1848 und 1849 in Ungarn mitgemacht. 

Plöbst Edler von Flammenburg Victor, 

Solm eines Hauptmannes, geb. zu Prag 9. Nov. 
1827, eingetr. 26. Sept. 1839, wurde als k. k. 
Cadet zu Maximilian Freih. v. Reising-Inf. Nr. 1 8 
ausgemustert. Am 1. Febr. 1847 zu Guslav Wil- 
helm Prinz zu Hohenlohe-Langenburg-Inf. Nr. 1 7 
transf., avancierte Plöbst daselbst 1 1 . April 1848 
zum Lieut. m. G., 1. Juli d J. zum Lieut. h. G., 
28. Juni 1849 zum Oberlieut., 15. Juli 1854 zum 
Hauptm. 2. CL, 1 1 . März 1 859 zum Hauptm. 1 . CL, 
machte den Feldzug desselben Jahres in Italien 
mit und starb zu Verona 25. Juni 1859 an den 
Folgen einer in der Schlacht bei Magenta am 
i. Juni erhaltenen Verwundung. 



Pokomy Anton, Sohn des zu Meidling bei 
Wien 7. Aug. 1850 verstorbenen bekannten 
Theater-Directors Franz Pokorn^, geb. zu Press- 
burg 29. Juni 1828, eingetr. 29. Sept. 1839, 
wurde als Lieut. zu Karl Graf v. Civalart-Uhlanen 
Nr. 1 ausgemustert, 16. Jan. 1849 Oberlieut., 
19. Sept. d. J. Sec.-Rittm. bei Wilhelm I. König 
von Württemberg-Husaren Nr. 6, 13. Nov. 1850 
als Hauptm. 2. Cl. zu Erzh. Ernst-Inf. Nr. 48 
transf., avancierte daselbst 1. Dec. d. J. zum 
Hauptm. 1 CL und quitt, den activen Militärdienst 
am 31. Jan. 1857 ohne Beibehalt des Officiers- 
Charakters. 

Pollatschek von Nordwall Siegmund, Sohn 

eirres Majors, geb. zu Brunn 23. Nov. 1827, 
eingetr. 24. Sept. 1839, wurde 14. Sept. 1846 
zum Lieut. m. G. ernannt und nach Hörung des 
höheren Curses 20. Sept. 1847 als Lieut. h. G. 
zu Heinrich Freih. v. Hess-Inf.Nr. 49 eingetheilt, 
in welchem Regimente er die Feldzüge 1 848 in 
Italien, 1849 in Ungarn mitmachte und 1. März 
1849 zum Oberlieut., 21. Juni 1854 zum Hauptm. 
2. CL avancierte. Am 4. Nov. d. J. zum GQMSt. 
übersetzt, rückte Pollatschek 29. März 1857 
zum Hauptm. 1. Cl. vor, wurde 1. Juni 1858 zum 

2. Armeecorps in Krakau transf., nahm an dem 
Feldzuge 1859 in Italien theil und hatte das 
Missgeschick, 5. Juni d. J. als Verwundeter in 
feindliche Kriegsgefangenschaft zu gerathen, aus 
welcher derselbe erst 16. Juli d. J. zurückkehrte. 
Er wurde 31. Jan. 1864 Major, 11. Juni 1866 
Oberstlieut. im Corps, war während des Feld- 
zuges 1866 gegen Preußen Generalstabs-Sous- 
Chef des 2. Armeecorps und erhielt für seine 
verdienstvollen Leistungen in dieser Eigenschaft 
am 3. Oct. d. J. den Eisernen Kronen-Orden 

3. Classe. Vom 1. März 1861 an war Pollatschek 
mit geringer Unterbrechung Professor der Militär- 
Geographie an der Kriegsschule, sodann vom 
15. Jan. 1869 bis 16. März 1873 Commandant 
dieser Anstalt, wurde in dieser Dienstverwen- 
dung 23. April 1869 Oberst, 26. April 1871 auf 
Grund der organischen Bestimmungen für den 
Generalstab, zum Generalstabsofficier ernannt 
und als übercomplet zu Ernst Ritt. v. Hartung- 
Inf. Nr. 47 eingetheilt, 26. Jan. 1873 mitWarte- 
gebür beurlaubt, 2. April 1874 bei Wiederein- 
theilung in den activen Dienststand zum Com- 
mandanten des Inf.-Reg. Erzh. Karl Nr. 3, 
am 6. Oct. 1876 zum Commandanten der 
66. Infanterie-Brigade, 1 . Nov. d. J. zum General- 
major ernannt, nahm im Jahre 1878 an der 
Occupation von Bosnien und der Hercegovina 
theil, trat 1. Jan. 1879 als invalid in den Ruhe- 
stand und starb am 17. Mai 1883 zu Wien. 



132 



1846. 



Pttltinger von Plauenbruck Julius, Sohn 
eines Majors,geb. zu Mainz 25. April 1827, ein- 
getr. 16. Sept. 1839, wurde 7. Juli 1842 vor- 
zeitig als Regimentscadet zu Michael Freih. v. 
Mihalievits-Inf. Nr. 57 ausgemustert, im Jahre 
1844 zum k. k. Gadeten befördert, 1847 q. t. 
zu Erzh. Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 26 transf., im 
Jahre 1848 Lieut 2. Cl. bei Erzh.Karl Ludwig-Inf. 
Nr. 3, 1849 Lieut. 1. GL, l.Nov. 1852 Oberlieut. 
im Ingenieur-Geographen-Corps, 1858 Hauptm. 
2. Gl., 1859 Hauptm. 1.C1. im Corps, bei Auflösung 
desselben im Jahre 1860 q. t. zu Friedrich Freih. 
v. Kellner-Inf. Nr. 41 eingetheilt, 1. Nov. 1871 
Major im Armeestande mit Belassung in seiner Ver- 
wendung beim Militär-geographischen Institute und 
zwar als Vorstand-Stellvertreter der Militär-Zeich- 
nungs- undPhotographie-Ablheilung, 1. Mai 1878 
mit Wartegebür beurlaubt, verblieb in diesem 
Verhältnisse bis 1. Dec. 1883, mit welchem 
Tage er nach dem Ergebnisse der neuerlichen 
Superarbitrierung, unter Verleihung des Oberst- 
lieutenants -Charakters ad honores, als invalid in 
den Ruhestand trat und in Wien lebt. 

Rainer Alexander, geb. zu Pest 18. April 
1829, kam 16. Sept. 1839 in die Akademie, trat 

22. Aug. 1840 aus der Militärerziehung. 

Rapp von Frauenfels Johann Ludwig, Sohn 
eines Rittmeisters, geb. zu Adelsberg 13. Oct. 
1827, eingetr. 25. Sept. 1839, wurde als Lieut. 
m.G. zu Karl Fürst zu Liechtenstein-Ghevaux-leg. 
Nr. 5 ausgemustert, 1. Juni 1849 Oberlieut., 
21. Mai 1854 Rittm. 2. Gl., 1. April 1855 zum 
Fuhrwesen-Corps transf., 1 . Aug. 1 859 pensioniert 
Er hat die Feldzüge 1848 und 1849 in Italien 
mitgemacht, war im Jahre 1866 bei derSüd-Armee 
vom 1. Juli bis Ende August beim Verpflegs- 
colonnen- Magazine der Reserve-Division, beim 
Haupt-Feldpostamte und bei der Fleiscbregie- 
Direction verwendet und 1. Mai 1867 den Mani- 
pulationsämtern des Generalcommandos zu Graz 
zugewiesen. Mit 1. Aug. 1875 in den Armee- 
stand mit der Dienstbestimmung zum General com- 
mando Brunn eingetheilt, wurde er 1. Mai 1877 
zum Rittm. 1 Gl. befördert, 1. März 1886 in den 
Ruhestand rückversetzt. 

Reina Eduard, Sohn eines Zolieinnehmers, 
geb. zu OpSina bei Triest 16.Dec. 1828, eingetr. 

23. Sept. 1830, wurde als Lieut. m.G. zu Leopold 
Prinz beider Sicilien-Inf. Nr. 22 ausgemustert, 
23. April 1848 Lieut. h. G., 9. April 1849 Ober- 
lieut., 11. Aug. 1854 Hauptm. 2. GL, 31. Nov. 
1854 pens. und starb 21. Juli 1856 zu Radkers- 
burg in Steiermark. 

Rieder Vincenz, Sohn eines Rittmeisters, 
geb. zu Vörösvar in Ungarn 20. Febr. 1828, ein- 



getr. 19. Sept. 1839, wurde 7. Juli 1842 vor- 
zeitig als Regimentscadet zu Gustav Prinz von 
Wasalnf. Nr. 60 ausgemustert, 1. Juli 1843 k. k. 
Cadet, 1. März 1848 Lieut. m. G. und trat 3. Oct. 
1 848 in die Reihen der ungarischen Armee. Sein 
weiterer Lebenslauf konnte nicht ermittelt werden. 

Rzehak Karl Ritter von, Sohn eines Majors, 
geb. zu Olmütz 6. Mai 1827, eingetr. 23. Dec. 
1839, wurde bei der Ausmusterung als Lieut. 
m. G. zu Emil Prinz von Hessen und bei Rhein- 
Inf.Nr. 54 eingetheilt, 23. Juni 1848 Lieut. h.G., 
28. März 1849 Oberlieut., 1. Dec. 1854 Hauptm. 
2. GL, 21. Nov. 1858 Hauptm. 1 GL, 9. Mai 
1866 Major, 1. Jan. 1868 pens., lebt zu Wien 
(Rudolfsheim). Rzehak hat an allen feindlichen 
Gelegenheiten seines Regiments thätig theilge- 
genommen. 

Salomon von Friedberg Emanuel Freiherr, 
als böhmischer Schriftsteller und Zeichner unter 
dem Pseudonym Mfrohorsk^ bekannt, geb. zu 
Prag 18. Jan. 1829, besuchte anfänglich das 
Gymnasium in Prag, kam 28. Sept. 1840 in 
die 2. Classe der Akademie, wurde 14. Sept. 
1 846 zum Lieut. m. G. ernannt und nach Absol- 
vierung des höheren Gurses 20. Sept. 1847 als 
Lieut. h. G. zu Theodor Graf Baillet de Latour- 
Inf. Nr. 28 eingetheilt. Er wohnte im Juni 1848 
mehreren kleinen Gefechten an der Etsch und 
später als Bataillons-Adjutant den Gefechten bei 
Sommacampagna und Volta, sowie der Schlacht 
bei Custoza bei, wurde aber bei dieser Gelegen- 
heit durch ein Pferd am linken Fußknöchel ge- 
schlagen und durch diese Verletzung verhindert, 
an dem weiteren Verlaufe des Feldzuges bis zur 
Einnahme von Mailand theil zunehmen. Am l.Aug. 

1848 zum Oberlieut. befördert, war Salomon 
bei der Einnahme von Wien, machte dann den 
Winter-Feldzug in Ungarn in der Brigade Karger 
und Kriegern mit und hatte Gelegenheit, sich 
bei Käpolna 27. Febr. 1849 besonders aus- 
zuzeichnen, wofür ihm der Ausdruck der Aller- 
höchsten Zufriedenheit zutheil wurde. Während 
des Sommer-Feldzuges 1849 war er der Armee- 
Operationskanzlei zugetheilt, nahm an der Ein- 
nahme von Raab, an den beiden Schlachten bei 
Komorn am 2. und 11. Juli, an den Schlachten 
von Szöreg, Szegedin und Temesvär 9. Aug. 
thäü'gen Antheil und erwarb sich für seine eifrigen 
und verdienstlichen Leistungen abermals 24. Oct. 

1849 die Allerhöchste belobende Anerkennung, 
im Jahre 1850 aber das Militär- Verdienslkreuz 
und 21. Jan. 1850 den kaiserl. russ. St. Annen- 
Orden 3. Cl. mit den Schwertern. Am 10. Aug. 
1849 kam Salomon definitiv in den GQMSt. und 
rückte daselbst 1 8. Nov. 1 850 zum Hauptm. 2. GL, 



1846. 



133 



H.Juni 1853 zum Hauptm. 1. GL, 22. Mai 1859 
zum Major, 22. Oct. 1864 zum Oberstlieut. und 
11. Juni 1866 zum Obersten vor. Im Jahre 1851 
zur Militär-Mappierung in der Militärgrenze ver- 
wendet, vollendete Salomon die Karte der serbi- 
schen Wojwodina und malte mehrere Ansichten 
der dortigen Gegend in Aquarell. Im Jahre 1858 
war er im Evidenzbureau verwendet, 1859 Gene- 
ralstabs-Chef bei dem an den Rhein bestimmten 
13. Armeecorps und wurde dann in die Opera- 
tionskanzlei bei der IL Armee in Verona ein- 
geteilt. Im folgenden Jahre kam er als General- 
stabs-Chef zum Festungs-Commando in Mantua 
und malte im Auftrage Seiner Majestät des Kaisers 
eine am 4. Dec. 1861 in Venedig abgehaltene 
Parade, welcher auch Seine kaiserliche Hoheit 
der Kronprinz Erzherzog Rudolf an der Seite seines 
durchlauchtigsten Vaters beiwohnte. In den Jahren 
1863 und 1864 war Salomon im kriegsgeschicht- 
lichen Bureau thätig und leitete sodann durch 
zwei Jahre die 1 . Militär-Mappierungs-Abtheilung 
in Temesvär und Pancsova. Im Feldzuge 1866 
war Salomon Generalstabs-Ghef beim Festungs- 
Gommando in Verona und es wurde ihm er- 
neuert mit der Allerhöchsten Entschließung vom 
28. Oct. 1866 die belobende Anerkennung 
seiner Verdienste, somit auch die Militär -Ver- 
dienst-Medaille am Bande des Militär- Verdienst- 
kreuzes zutheil. Am 13. Nov. 1866 kam er als 
Generalstabs-Ghef zum Generalcommando zu 
Zara, wurde 23. April 1869 Reserve-Gomraan- 
dant bei Joseph Freih. v. §okcevid-Inf. Nr. 78, 
am 15. Sept. 1869 aber Regiments-Commandant 
daselbst. Am 31. Oct. 1872 zum Gommandanten 
der 1. Infanterie-Brigade und am 29. Oct. 1873 
zum Generalmajor befördert, erfolgte am 24. Juli 
1878 seine Ernennung zum Commandanten der 
30. Infanterie-Truppen-Division, am 15. Sept. d. J. 
zum Feldmarschall-Lieutenant. Bei der am 1. Nov. 
1883 auf sein Ansuchen erfolgten Übernahme 
: n den Ruhestand geruhte ihn Seine Majestät der 
Kaiser für seine langjährige, pflichttreue und vor 
dem Feinde ausgezeichnete Dienstleistung mit 
dem Orden der Eisernen Krone 2. Gl. zu deco- 
rieren und am 9. Mai 1884 in den Freiherren- 
stand zu erheben. Er lebt in seiner Vaterstadt 
Prag. Salomon besitzt eine nicht gewöhnliche 
literarische Bildung und vereinigt mit derselben 
auch eine ausgezeichnete Sprachenkenntnis, in- 
dem er in der böhmischen, polnischen, deutschen, 
französischen, italienischen, englischen, rumäni- 
schen und ungarischen Sprache gründlich be- 
wandert ist. Er betheiligte sich wesentlich an 
dem von Dr. Franz Ladislaus Rieger heraus- 
gegebenen „Slovnik nau&ny", dessen militärische 



Artikel zum größten Theile aus seiner Feder 
stammen; nebstdera ist er Mitarbeiter mehrerer 
böhmischer Journale und seine Schilderungen 
über die Wallachei aus der Zeit seines Aufent- 
haltes in derselben waren in der Zeitschrift 
„Obrazy Zivota" nebst den von ihm dazu gefer- 
tigten, aber von den Xylographen völlig ent- 
stellten Abbildungen abgedruckt. Salomon war 
auch, solange das Witzblatt „Humoristicki listy" 
sich nicht mit Politik beschäftigte, Mitarbeiter 
desselben. Im Jahre 1867 erschien von ihm in 
böhmischer Sprache das ausgezeichnete militäri- 
sche Werk „Vdleönictvt polne* a vojenstvi", Prag 
bei J. L. Kober. In den Jahren 1861 bis 1863 
hat er einige Original- Lustspiele in böhmischer 
Sprache der Direction des Prager National- 
Theaters eingereicht, von welchen auch zwei 
zur Aufführung gelangten. In der Malerei, für 
welche er von Kindheit an großes Talent zeigte, 
bildete er sich selbst immer weiter aus und hat 
manches lebenswahre, gelungene Bild vollendet. 
Im Jahre 1852 malte er drei größere Aquarelle: 
„Grundsteinlegung des Monuments für die Ver- 
theidigung von Temesvär' 4 , „Dessen Enthüllung 1 ', 
sowie die „Enthüllung des Hentzi- Monuments 
in Ofen", welche drei Bilder Seine Majestät der 
Kaiser anzunehmen geruhten. In den Jahren 1854 
und 1855 waren in der Prager Kunstausstellung 
mehrere seiner Aquarell-Ansichten von Gegenden 
und Scenen aus dem ungarischen Kriege und 
1878 bis 1883 in jeder Jahres-Kunstausstellung 
zu Lemberg ein oder mehrere Ölgemälde seiner 
Schöpfung zu sehen und erfreuten sich stets 
einer günstigen Beurtheilung seitens des kunst- 
liebenden Publicums. Im Jahre 1870 erschienen 
von Salomon unter dem Titel „Fotografickä 
obrazdrna" bei J. L. Kober in Prag photographi- 
sche Illustrationen von cechischen Liedern des 
bekannten böhmischen Schriftstellers Karl Sudi- 
mir Schneider. Gegenwärtig ist Salomon mit der 
Redaction seiner Memoiren, welche er in böhmi- 
scher Sprache unter dem Titel „Pame"ti z ntiho 
ülti" herauszugeben beabsichtigt, beschäftigt. 

Schestak Wilhelm, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Nimburg in Böhmen 9. Febr. 1827, 
eingetr. 7. Nov. 1838, wurde bei der Ausmuste- 
rung als k. k. Gadet zu Franz Graf v. Khevenhüller- 
Metsch-Inf. Nr. 35 eingetheilt, 11. April 1848 
Lieut. m. G., 24. Sept. d. J. Lieut. h. G., 1. Nov. 
1849 Oberlieut., 30. Nov. 1850 zu Erzh. Franz 
Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 32 transf. und quitt. 
15. Sept. 1851 den Militärdienst ohne Beibehalt 
des Officiers-Charakters. 

Schmidt von Silberburg Maximilian, geb. zu 
Jasenovac in der Militärgrenze 5. April 1827, 



134 



1816. 



eingetr. 16. Sept. 1839, wurde 1. Juli 1843 vor- 
zeitig als Cadet zum Oguliner Grenz-Inf.-Reg. 
Nr. 3 ausgemustert, 1. Juli 1846 zu Gustav Prinz 
von Wasa-Inf.Nr.60 transf. und trat 3. Oct. 1848 
in die Reihen der ungarischen Armee. Sein weiterer 
Lebenslauf ist nicht bekannt. 

Sidorowicz Franz Ritter von, geb. zu Wien 
15. Mai 1827, kam 6. Oct. 1839 in die Akademie 
und wurde 7. Jan. 1847 wegen physischer Nicht- 
eignung mit einer Pension aus der Militärerziehung 
entlassen, trat später inCivil- Staatsdienste und war 
zuletzt Rechnungsrath bei derk.k. Hofbuchhaltung 
für Communicationsanstalten in Wien. Er gehört 
dem altpolnischen Adel an, nachgewiesen durch 
Dominik Franz Sidorowicz mit dem Zeugnisse des 
bestandenen Landgerichts zu Busk vom 9. Nov. 
1782, immatriculiert in das galizi sehe Adelsbuch 
und bestätigt vom landständischen Ausschusse im 
Jahre 1825. 

Siebeneicher Maximilian Edler von, Sohn 
eines Majors, geb zu Mantua 5. Sept. 1827, ein- 
getr. 22.Sept.1839, wurde bei der Ausmusterung 
als Lieut. m. G. zu Julius Freih. v. Haynau-lnf. 
Nr. 57 eingetheilt, 11. April 1848 Lieut. h. G., 
6. März 1849 Oberlieut., 1. Sept. 1854 Hauptm. 
2. GL, 24. April 1859 Hauptm. 1. GL, l.Febr. 
1860 zu Ferdinand IV. Großherzog von Toscana- 
Inf. Nr. 66 transf., 15. Juni 1866 Major und er- 
hielt 1 8. Juli d. J. für seine hervorragend tapferen 
Leistungen bei Gustoza (24. Juni d. J.) das Militär- 
Verdienstkreuz. Am 14. Juni 1867 kam Sieben- 
eicher q. t. zu Erzh. Siegmund-Inf. Nr. 45 und starb 
1. Dec. 1871 zu Brunn. 

Simic Johann Edler von, geb. zu Jasenovac in 
der Militärgrenze 17. Aug. 1827, eingetr. 16. Sept. 
1839, wurde 1. Juli 1843 vorzeitig alsGadet zum 
Franz Graf Haller 1. Banal-Grenz-Inf.-Reg. Nr. 10 
ausgemustert, 5. Juni 1848 Lieut. m. G., 16. Nov. 
d. J. Lieut. h. G., 4. Aug. 1853 Oberlieut., 1. Mai 
1866 Hauptm. 2. Gl., 23. April 1869 Hauptm. 
1. GL, 1. Oct. 1873 zu Joseph Graf Jellaclö de 
Bufim-Inf. Nr. 79 transf., 1. Nov. 1873 mit Warte- 
gebür beurlaubt und schon 1. Dec. 1873 pen- 
sioniert. 

Slama von Freyenstein Anton Ritter, Sohn 
eines Oberstlieutenants, geb. zu Wiener-Neustadt 
21. Juni 1828, eingetr. 20. Sept. 1840, wurde als 
Lieut. m. G. zum 12.Jäger-Bat. ausgemustert, wo 
er 1. Aug. 1848 zum Lieut. h. G. und 1. März 
1849 zum Oberlieut. vorrückte. Er machte die Ein- 
schließung, Beschießung und Einnahme von Wien 
vom 12. bis 31. Oct. 1848, dann den Feldzug 
1848 und 1849 in Ungarn mit und erwarb sich 
durch seine verdienstlichen Leistungen dasMilitär- 
Verdienstkreuz. Slama übertrat 30. Dec. 1 853 als 



Steueramts - Gontrolor zu Ofen in Civil - Staats- 
dienste, rückte 12. Sept. 1856 zum Steuerein- 
nehmer vor und diente als solcher längere Zeit 
zu Darda. Beim Ausbruche des Feldzuges 1859 
stellte sich Slama wieder zur Verfügung und war 
als Oberlieut., ebenso im Jahre 1866 als Hauptm. 
bei den Freiwilligen eingetheilt Er starb im Jahre 
1889. 

Soukup Edler von Dobenek Emil, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Pilsen in Böhmen 1 l.Nov. 
1828, eingetr. 2. Oct. 1839, wurde als Lieut. m.G. 
zu Franz Graf v. Khevenhüller-Metsch-Inf. Nr. 35 
ausgemustert, 1 1. April 1848 Lieut. h.G., 1 O.April 
1849 Oberlieut., 12. Dec. 1854 Hauptm. 2. GL, 
24. April 1859 Hauptm. 1. Gasse. Soukup machte 
die Feldzüge 1864 gegen Dänemark, 1866 gegen 
Preußen mit und erhielt 3. Oct. 1866 für seine 
hervorragenden Leistungen im Feldzuge gegen 
Preußen die Allerhöchste belobende Anerkennung 
und mit dieser die Berechtigung zum Tragen der 
Militär- Verdienst-Medaille am Bande des Militär- 
Verdienstkreuzes. Am 23. April 1869 erfolgte die 
Beförderung Soukups zum Major, 1. Nov. 1875 
zum Oberstlieut. , 1. April 1877 die Ernennung 
zum Reserve-Commandanten; am 1. Mai 1878 
avancierte er zum Oberst und wurde 28.Oct.1878 
Regiments -Gommandant bei Franz Graf v. Thun- 
Hohenstein-Inf. Nr. 54. Anfangs Mai 1883 erhielt 
Soukup das Commandoder 37. Inf. -Brigade in 
Pilsen, wurde auf diesem Dienstposten 1 . Nov. 
1883 zum Generalmajor befördert, 23. März 1888 
in gleicher Eigenschaft zur 1 8. Infanterie-Brigade 
in Prag übersetzt, trat aber schon mit 1 . Mai d. J. 
in den Ruhestand und erhielt bei dieser Gelegen- 
heit in Anerkennung seiner vieljährigen, stets 
pflichtgetreuen und sehr ersprießlichen Dienst- 
leistung nebst dem Feldmarschall- Lieutenant s- 
Gharakter adhonores das Ritterkreuz des Leopold- 
Ordens. Soukup lebt in Wien. 

Standeisky von Treuenfels Joseph, Sohn 

eines Hauptmannes, geb. zu Königgrätz 30. März 
1827, eingetr. 19. Sept. 1839, wurde als Regi- 
menlscadet zu Maximilian Joseph I. König von 
Bayern- Drag. Nr. 2 (gegenwärtig Moriz Graf Pälffy 
ab Erdöd-Husaren Nr. 15) ausgemustert, 13. April 
1848 Lieut, 18. Mai 1849 Oberlieut., 5. Dec. 
1854 Rittm. 2. Gl., 4. Juli 1859 Rittra. 1. GL, 
1 . April 1868 Major bei Kaiser-Drag. Nr. 1 , 1 . Mai 
1870 Oberstlieut. bei Nikolaus I. Kaiser von Russ- 
land-Drag. Nr. 5 und trat 1. Nov. 1873 in den 
Ruhesland. Am 1. Juli 1874 erfolgte seine Über- 
setzung in den nichtactiven Stand der kärntne- 
risch - krainerischen Landwehr - Drag.- Escadron 
Nr. 6 und 1. Oct. 1883 seine Eintheilung zum 
Landwehr -Drag. -Reg. Nr. 3. Anlässlich der mit 



1846. 



135 



16. Mai 1887 auf sein Ansuchen erfolgten Über- 
nahme in den Landwehr -Ruhestand, wurde ihm 
in Anerkennung seiner im Frieden und im Kriege 
pflichtgetreuen Dienstleistung derOberstens-Cha- 
rakter ad honores verliehen. Standeisky machte 
die Feldzüge 1848 und 1849 in Italien, 1866 
gegen Preußen mit und starb 14. Nov. 1887 zu 
Laibach. Er war seit 12. Jan. 1853 mit Clotilde 
Weber von Treuenfels vermählt, welcher Ehe zwei 
Töchter entsprossen und hatte mit Allerhöchster 
Entschließung vom 1 3. Juni 1872 die Bewilligung 
erhalten, den Adel, das Prädicat und das Wappen 
seines Schwiegervaters, des Hauptmannes Niko- 
laus Weber von Treuenfels, zu führen. 

Strodler von Frieden wall Franz, Sohn eines 
Lieutenants, geb. zu Prag 2. Mai 1827, eingetr. 
25. Sept. 1839, wurde bei der Ausmusterung als 
Lieut. m. G. zu Joseph Friedrich Freih. v. Palom- 
bini-Inf. Nr. 36 eingetheilt, 18. April 1848 Lieut. 
h. G., 27. Juni 1849 Oberlieut, 12. Juli 1854 
Hauptm. 2. Gl., 22. April 1859 Hauptm. 1. Gl., 
1. Febr. 1860 zu Johann Graf v. Nobili-Inf. Nr. 74 
transf. und machte die Feldzüge 1849 und 1866 
mit Am 20. Oct. 1868 wurde Strodler Major bei 
Ferdinand IV. Großherzog von Toscana-Inf. Nr. 66, 
1. Mai 1875 Oberstlieut. bei Heinrich Freih. v. 
Handel-Inf. Nr. 10, am 15. Juni 1875 zu seinem 
früheren Regimente rücktransf., 23. Febr. 1877 
zum Reserve- Commandanten bei Ludwig Ritt. v. 
Benedek-Inf. Nr . 2 8 , 1 9 . Febr. 1878 zum Comman- 
danten der Sanitäts-Abtheilung beim Garnisons- 
spitale Nr. 1 in Wien, bei gleichzeitiger Über- 
setzung in die Sanitätstruppe, ernannt und starb 
auf diesem Dienstposten am 1 . Dec.l 880. Strodler 
wurde am 31. Juli 1879 mit dem Prädicate „von 
Friedenwall ■ in den Adelstand erhoben und war 
seit 8. April 1860 mit Theresia Bubenicek ver- 
mählt, welcher Ehe zwei Söhne und drei Töchter 
entstammen. 

Turrek Franz, Sohn eines Lieutenants, geb. 
zu St. Georgen in der Militärgrenze 4. Jan. 1828, 
eingetr. 16. Sept. 1839, wurde 5. Juni 1844 vor- 
zeitig als Regimentscadet zum Warasdiner St. 
Georger Grenz-Inf.-Reg. Nr. 6 ausgemustert, 7. Oct 

1845 zum k. k. Gadet, 1. April 1848 zum Lieut. 
m. G., 5. Juni d. J. zum Lieut. h.G., 11. Jan. 1 849 
zum Oberlieut, 4. Juni 1859 zum Hauptm. 2. Gl., 
1 8. April 1864 zum Hauptm. 1. Gl. befördert, trat 
1. Sept. 1866 in den Ruhestand und starb 6. Jan. 
1869 zu Kopreinitz in der Militärgrenze. 

Walter von Waldheim Eduard, geb. zu Irig 

inSyrmien 17. März 1828, eingetr. 28. Oct 1839, 
wurde 1. Juli 1843 vorzeitig als Regimentscadet 
zuErzh.Leopold-Inf. Nr. 53 ausgemustert, 30. Juni 

1846 als k. k. Cadet zu Karl Ludwig Herzog von 



Lucca Inf. Nr. 24 transf. und trat im Jahre 1848 
als Lieut in die Reihen der ungarischen Armee, 
wo er 13. März 1849 zum Oberlieut vorrückte 
und bis zur Waffen Streckung bei D6va eine Gom- 
pagnie im 6 1 . Szedier Bataillon commandierte. Im 
Sept. 1849 nach Klausenburg interniert, wurde 
Walter wegen Übertrittes in die ungarische Insur- 
rections- Armee seiner k. k. Gadeten- Charge ent- 
setzt, im Jahre 1850 als Exemt zu Kaiser-Uhlanen 
eingetheilt und 31. Oct d. J. mit Abschied ent- 
lassen. Im Dec. 1854 trat Walter als Praktikant 
bei der k. k. Kreisbehörde zu Groß-Becskerek ein, 
wurde 8. März 1855 Bezirkskanzlist beim Bezirks- 
amte zu Theresiopel, kam als solcher später zum 
Untersuchungsgerichte zu Ruma, dann zum Be- 
zirksamte als Gericht zu Türkisch-Kanizsa und ver- 
blieb daselbst bis zu der im Jahre 1861 erfolgten 
Auflösung der kaiserlichen Behörden in Ungarn. 
Seither war derselbe vorerst Assistent in der 
Finanzbranche und später beim Finanz-Inspecto- 
rate zu Esseg. Während des italienischen Feld- 
zuges 1859 war Walter als Lieut beim Miskolczer 
Freiwilligen-Infanterie-Bataillon eingetheilt 

Wischnich von Naszöd Karl, Sohn eines 
Hauptmannes , geb. zu Naszöd in Siebenbürgen 
21. April 1827, eingetr. 1. Oct 1839, wurde 
14. Sept. 1846 zum Lieut m. G. ernannt, nach 
Absolvierung des höheren Gurses 20. Sept. 1847 
als Lieut. h. G. bei Erzh. Franz Karl-Inf. Nr. 52 
eingetheilt und 1. Oct 1848 zum Oberlieut be- 
fördert. Am 5. April 1849 zum GQMSt transf., 
rückte Wischnich 18. Nov. 1850 zum Hauptm. 
2. Gl., 6. März 1854 zum Hauptm. 1.G1., 22. Mai 
1859 zum Major, 12. Juni 1865 zum Oberstlieut, 
endlich 29. Mai 1867 zum Obersten vor, machte 
die Feldzüge 1848 und 1849 in Italien, 1866 
als Generalstabs - Chef bei der Armee - Intendanz 
der Nord-Armee gegen Preußen mit und erhielt für 
die verdienstlichen Leistungen in dieser Eigen- 
schaft 3. Oct. 1866 die Allerhöchste belobende 
Anerkennung, am 31. Dec. d. J. aber das Ritter- 
kreuz des Leopold -Oi dens. Vom 1. Nov. 1860 
bis 14. Aug. 1864 war Wischnich Professor der 
Taktik in der Kriegsschule und es wurde ihm in 
huldreichster Anerkennung der ausgezeichneten 
und erfolgreichen Thätigkeit in dieser Dienstlei- 
stung mit der Allerhöchsten Entschließung vom 
14. Oct 1864 abermals der Ausdruck der Aller- 
höchsten Zufriedenheit zutheil. Am 13. Nov. 1866 
wurde WischnichVorstaud des Bureaus für Landes- 
beschreibung des Inlandes, mit 1 .Jan. 1872 Regi- 
ments - Commandant bei Josepli Graf Jellaclö de 
Bu2im-Inf. Nr. 79, 1. Sept. 1873 Commandant der 
2. Infanterie-Brigade und 1. Nov. 1874 General- 
major. Am 27. Juni 1875 erfolgte seine Ernen- 



134 



1846. 



eingetr. 16. Sept. 1839, wurde 1. Juli 1843 vor- 
zeitig als Gadet zum Oguliner Grenz-Inf.-Reg. 
Nr. 3 ausgemustert, 1. Juli 1846 zu Gustav Prinz 
von Wasa-Inf. Nr. 60 transf. und trat 3. Oct. 1848 
in die Reihen der ungarischen Armee. Sein weiterer 
Lebenslauf ist nicht bekannt 

Sidorowicz Franz Ritter von, geb. zu Wien 
15. Mai 1827, kam 6. Oct. 1839 in die Akademie 
und wurde 7. Jan. 1847 wegen physischer Nicht- 
eignung mit einer Pension aus derMilitärerziehung 
entlassen,trat später inCivil- Staatsdienste und war 
zuletzt Rechnungsrath bei derk.k. Hofbuchhaltung 
für Communicationsanstalten in Wien. Er gehört 
dem altpolnischen Adel an, nachgewiesen durch 
Dominik Franz Sidorowicz mit dem Zeugnisse des 
bestandenen Landgerichts zu Busk vom 9. Nov. 
1782, immatriculiert in das galizische Adelsbuch 
und bestätigt vom landständischen Ausschusse im 
Jahre 1825. 

Siebeneicher Maximilian Edler von, Sohn 
eines Majors, geb zu Mantua 5. Sept. 1827, ein- 
getr. 22. Sept. 1839, wurde bei der Ausmusterung 
als Lieut. m. G. zu Julius Freih. v. Haynau-lnf. 
Nr. 57 eingetheilt, 11. April 1848 Lieut. h. G., 
6. März 1849 Oberlieut., 1. Sept 1854 Hauptm. 
2. Gl., 24. April 1859 Hauptm. 1. Gl., l.Febr. 
1 860 zu Ferdinand IV. Großherzog von Toscana- 
Inf. Nr. 66 transf., 15. Juni 1866 Major und er- 
hielt 18. Juli d. J. für seine hervorragend tapferen 
Leistungen bei Custoza (24. Juni d. J.) das Militär- 
Verdienstkreuz. Am 14. Juni 1867 kam Sieben- 
eicher q. t. zu Erzh. Siegmund-Inf. Nr. 45 und starb 
1. Dec. 1871 zu Brunn. 

Simic Johann Edler von, geb. zu Jasenovac in 
der Militärgrenze 17. Aug. 1827, eingetr. 16. Sept. 
1 839, wurde 1 . Juli 1 843 vorzeitig als Gadet zum 
Franz Graf Haller 1. Banal- Grenz-Inf.-Reg. Nr. 10 
ausgemustert, 5. Juni 1848 Lieut. m. G., 16. Nov. 
d. J. Lieut. h. G., 4. Aug. 1853 Oberlieut., 1. Mai 
1866 Hauptm. 2. GL, 23. April 1869 Hauptm. 
1. Gl., 1. Oct. 1873 zu Joseph Graf Jellaöiö de 
Buiim-Inf. Nr. 79 transf., 1. Nov. 1873 mitWarte- 
gebür beurlaubt und schon 1. Dec. 1873 pen- 
sioniert. 

Slama von Freyenstein Anton Ritter, Sohn 

eines Oberstlieutenants, geb. zu Wiener-Neustadt 
21. Juni 1828, eingetr. 20. Sept. 1840, wurde als 
Lieut. m. G. zum 12.Jäger-Bat. ausgemustert, wo 
er 1. Aug. 1848 zum Lieut. h. G. und 1. März 
1849 zum Oberlieut. vorrückte. Er machte die Ein- 
schließung, Beschießung und Einnahme von Wien 
vom 12. bis 31. Oct. 1848, dann den Feldzug 
1 848 und 1 849 in Ungarn mit und erwarb sich 
durch seine verdienstlichen Leistungen das Militär- 
Verdienstkreuz. Slama übertrat 30. Dec. 1 853 als 



Steueramts - Gontrolor zu Ofen in Civil -Staats- 
dienste, rückte 12. Sept. 1856 zum Steuerein- 
nehmer vor und diente als solcher längere Zeit 
zu Darda. Beim Ausbruche des Feldzuges 1859 
stellte sich Slama wieder zur Verfügung und war 
als Oberlieut., ebenso im Jahre 1866 als Hauptm. 
bei den Freiwilligen eingetheilt. Er starb im Jahre 
1889. 

Soukup Edler von Dobenek Emil, Sohn eines 

Hauptmannes, geb. zu Pilsen in Böhmen 1 l.Nov. 
1828, eingetr. 2. Oct. 1839, wurde als Lieut. m.G. 
zu Franz Graf v. Khevenhüller-Metsch-Inf. Nr. 35 
ausgemustert, 1 I.April 1848 Lieut. h.G., lO.April 
1849 Oberlieut., 12. Dec. 1854 Hauptm. 2. GL, 
24. April 1859 Hauptm. l.Giasse. Soukup machte 
die Feldzüge 1864 gegen Dänemark, 1866 gegen 
Preußen mit und erhielt 3. Oct. 1866 für seine 
hervorragenden Leistungen im Feldzuge gegen 
Preußen die Allerhöchste belobende Anerkennung 
und mit dieser die Berechtigung zum Tragen der 
Militär- Verdienst-Medaille am Bande des Militär- 
Verdienstkreuzes. Am 23. April 1869 erfolgte die 
Beförderung Soukups zum Major, 1. Nov. 1875 
zum Oberstlieut. , 1. April 1877 die Ernennung 
zum Reserve-Comraandanten; am 1. Mai 1878 
avancierte er zum Oberst und wurde 28.Oct.1878 
Regiments - Commandant bei Franz Graf v. Thun- 
Hohenstein-Inf. Nr. 54. Anfangs Mai 1883 erhielt 
Soukup das Gommandoder 37. Inf. -Brigade in 
Pilsen, wurde auf diesem Dienstposten 1 . Nov. 
1883 zum Generalmajor befördert, 23. März 1888 
in gleicher Eigenschaft zur 1 8. Infanterie-Brigade 
in Prag übersetzt, trat aber schon mit 1. Mai d. J. 
in den Ruhestand und erhielt bei dieser Gelegen- 
heit in Anerkennung seiner vieljährigen, stets 
pflichtgetreuen und sehr ersprießlichen Dienst- 
leistung nebst dem Feldmarschall- Lieutenants- 
Gharakter adhonores das Ritterkreuz des Leopold- 
Ordens. Soukup lebt in Wien. 

Standeisky von Treuenfels Joseph, Sohn 

eines Hauptmannes, geb. zu Königgrätz 30. März 
1827, eingetr. 19. Sept. 1839, wurde als Regi- 
men tscadet zu Maximilian Joseph I. König von 
Bayern-Drag. Nr. 2 (gegenwärtig Moriz Graf Palffy 
ab Erdöd-Husaren Nr. 15) ausgemustert, 13. April 
1848 Lieut, 18. Mai 1849 Oberlieut., 5. Dec. 
1854 Rittm. 2. GL, 4. Juli 1859 Rittm. 1. Cl., 
1. April 1 868 Major bei Kaiser-Drag. Nr. 1, 1. Mai 
1870 Oberstlieut. bei Nikolaus I. Kaiser von Russ- 
land-Drag. Nr. 5 und trat 1. Nov. 1873 in den 
Ruhesland. Am 1. Juli 1874 erfolgte seine Über- 
setzung in den nichtactiven Stand der kärntne- 
risch - krainerischen Landwehr - Drag.- Escadron 
Nr. G und 1. Oct. 1883 seine Eintheilung zum 
Landwehr -Drag. -Reg. Nr. 3. Anlässlich der mit 



1846. 



135 



16. Mai 1887 auf sein Ansuchen erfolgten Über- 
nahme in den Landwehr -Ruhestand, wurde ihm 
in Anerkennung seiner im Frieden und im Kriege 
pflichtgetreuen Dienstleistung der Obersten s-Cha- 
rakter ad honores verliehen. Standeisky machte 
die Feldzüge 1848 und 1849 in Italien, 1866 
gegen Preußen mit und starb 14. Nov. 1887 zu 
Laibach. Er war seit 12. Jan. 1853 mit Clotilde 
Weber von Treuenfels vermählt, welcher Ehe zwei 
Töchter entsprossen und hatte mit Allerhöchster 
Entschließung vom 1 3. Juni 1872 die Bewilligung 
erhalten, den Adel, das Prädicat und das Wappen 
seines Schwiegervaters, des Hauptmannes Niko- 
laus Weber von Treuenfels, zu führen. 

Strodler von Friedenwall Franz, Sohn eines 
Lieutenants, geb. zu Prag 2. Mai 1827, eingetr. 
25. Sept. 1839, wurde bei der Ausmusterung als 
Lieut. m. G. zu Joseph Friedrich Freih. v. Palom- 
bini-Inf. Nr. 36 eingetheilt, 18. April 1848 Lieut. 
h. G., 27. Juni 1849 Oberlieut., 12. Juli 1854 
Hauptm. 2. Gl., 22. April 1859 Hauptm. 1. Gl., 
1. Febr. 1 860 zu Johann Graf v. Nobili-Inf. Nr. 74 
transf. und machte die Feldzüge 1849 und 1866 
mit Am 20. Oct. 1868 wurde Strodler Major bei 
Ferdinand IV. Großherzog von Toscana-Inf. Nr. 66, 
1. Mai 1875 Oberstlieut. bei Heinrich Freih. v. 
Handel-Inf. Nr. 10, am 15. Juni 1875 zu seinem 
früheren Regimente rücktransf., 23. Febr. 1877 
zum Reserve- Commandanten bei Ludwig Ritt. v. 
Benedek-Inf.Nr.28, 19. Febr. 18 78 zum Comman- 
danten der Sanitäts-Abtheilung beim Garnisons- 
spitale Nr. 1 in Wien, bei gleichzeitiger Über- 
setzung in die Sanitätstruppe, ernannt und starb 
auf diesem Dienstposten am 1 . Dec.l 880. Strodler 
wurde am 31. Juli 1879 mit dem Prädicate „von 
Friedenwall * in den Adelstand erhoben und war 
seit 8. April 1860 mit Theresia Bubenicek ver- 
mählt, welcher Ehe zwei Söhne und drei Töchter 
entstammen. 

Turrek Franz, Sohn eines Lieutenants, geb. 
zu St. Georgen in der Militärgrenze 4. Jan. 1828, 
eingetr. 16. Sept. 1839, wurde 5. Juni 1844 vor- 
zeitig als Regimentscadet zum Warasdiner St. 
Georger Grenz-Inf.-Reg. Nr. 6 ausgemustert, 7. Oct 

1845 zum k. k. Cadet, 1. April 1848 zum Lieut. 
m. G., 5. Juni d. J. zum Lieut. h. G., 11. Jan. 1 849 
zum Oberlieut, 4. Juni 1859 zum Hauptm. 2. Gl., 
18. April 1864 zum Hauptm. 1. Gl. befördert, trat 
1. Sept. 1866 in den Ruhestand und starb 6. Jan. 
1869 zu Kopreinitz in der Militärgrenze. 

Walter von Waldheim Eduard, geb. zu Irig 
in Syrmien 17. März 1828, eingetr. 28. Oct 1839, 
wurde 1. Juli 1843 vorzeitig als Regimentscadet 
zuErzh.Leopold-Inf. Nr. 53 ausgemustert, 30. Juni 

1846 als k. k. Gadet zu Karl Ludwig Herzog von 



Lucca Int Nr. 24 transf. und trat im Jahre 1848 
als Lieut. in die Reihen der ungarischen Armee, 
wo er 13. März 1849 zum Oberlieut. vorrückte 
und bis zur Waßfenstreckung bei De>a eine Com- 
pagnie im 6 I . Sz^kler Bataillon commandierte. Im 
Sept. 1849 nach Klausenburg interniert, wurde 
Walter wegen Übertrittes in die ungarische Insur- 
rections -Armee seiner k. k. Gadeten- Charge ent- 
setzt, im Jahre 1850 als Exemt zu Kaiser-Uhlanen 
eingetheilt und 31. Oct d. J. mit Abschied ent- 
lassen. Im Dec. 1854 trat Walter als Praktikant 
bei der k. k. Kreisbehörde zu Groß-Becskerek ein, 
wurde 8. März 18 55 Bezirkskanzlist beim Bezirks- 
amte zu Theresiopel, kam als solcher später zum 
Untersuchungsgerichte zu Ruma, dann zum Be- 
zirksamte als Gericht zu Türkisch-Kanizsa und ver- 
blieb daselbst bis zu der im Jahre 1861 erfolgten 
Auflösung der kaiserlichen Behörden in Ungarn. 
Seither war derselbe vorerst Assistent in der 
Finanzbranche und später beim Finanz-Inspecto- 
rate zu Esseg. Während des italienischen Feld- 
zuges 1859 war Walter als Lieut. beim Miskolczer 
Freiwilligen-Infanterie-Bataillon eingetheilt. 

Wischnich von Naszöd Karl, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Naszöd in Siebenbürgen 
21. April 1827, eingetr. 1. Oct 1839, wurde 
14. Sept. 1846 zum Lieut. m. G. ernannt, nach 
Absolvierung des höheren Gurses 20. Sept 1847 
als Lieut h. G. bei Erzh. Franz Karl-Inf. Nr. 52 
eingetheilt und 1. Oct 1848 zum Oberlieut be- 
fördert. Am 5. April 1849 zum GQMSt transf., 
rückte Wischnich 18. Nov. 1850 zum Hauptm. 
2. GL, 6. März 1854 zum Hauptm. 1.C1., 22. Mai 
1859 zum Major, 12. Juni 1865 zum Oberstlieut, 
endlich 29. Mai 1867 zum Obersten vor, machte 
die Feldzüge 1848 und 1849 in Italien, 1866 
als Generalstabs - Chef bei der Armee - Intendanz 
der Nord- Armee gegen Preußen mit und erhielt für 
die verdienstlichen Leistungen in dieser Eigen- 
schaft 3. Oct. 1866 die Allerhöchste belobende 
Anerkennung, am 31. Dec. d. J. aber das Ritter- 
kreuz des Leopold -Oi dens. Vom 1. Nov. 1860 
bis 14. Aug. 1864 war Wischnich Professor der 
Taktik in der Kriegsschule und es wurde ihm in 
huldreichster Anerkennung der ausgezeichneten 
und erfolgreichen Thätigkeit in dieser Dienstlei- 
stung mit der Allerhöchsten Entschließung vom 
14. Oct. 1864 abermals der Ausdruck der Aller- 
höchsten Zufriedenheit zutheil. Am 13. Nov. 1866 
wurdeWischnich Vorstand des Bureaus für Landes- 
beschreibung des Inlandes, mit 1. Jan. 18 72 Regi- 
ments -Gommandant bei Joseph Graf Jellaclö de 
Bu2im-Inf. Nr. 79, 1. Sept. 1873 Gommandant der 
2. Infanterie-Brigade und 1. Nov. 1874 General- 
major. Am 27. Juni 1875 erfolgte seine Ernen- 



C/"V-1. 



K. u. k. Theresianisehe Militär-Akademie zu Wiener- Neustadt. 



1 



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1847. 



137 



Lieut. m. G. bei Erzh. Friedrich-Inf. Nr. 16 ein- 
getheilt und trat 22. März 1848 aus dem 
Armeeverbande. Später diente Allessandri in der 
königl. italienischen Armee, brachte es hier bis 
zum Obersten und trat als solcher im Jahre 1 886 
in den Ruhestand. 

Arthaber Franz, geb. zu Wien 22. Dec. 
1828, eingetr. 30. Sept. 1840, verließ die Aka- 
demie 30. Aug. 1844, um seine Studien am 
polytechnischen Institute zu Wien fortzusetzen. 
Am 9. Juli 1848 trat er als Gadet in die Armee 
ein, wurde 1. März 1849 Lieut. 2. Gl. bei Gustav 
Wocher-Inf. Nr. 25, im Jahre 1851 Lieut. 1. GL, 
13. Mai 1859 Oberlieut., 1. Febr. 1860 q. t. 
zu Ladislaus Freih. v. Nagy-Inf. Nr. 70 transf., 

13. Febr. 1864 Hauptm. 2. Gl., im Jahre 1866 
Hauptm. 1. Gl., 1. Nov. 1869 q. t. zu Erzh. 
Franz Karl-lnf. Nr. 52, 1. Dec. 1870 zu Franz 
Freih. v. John-lnf. Nr. 76, 1. Nov. 1876 zu 
Erzh. Leopold-Inf. Nr. 53 transf. und diente da- 
selbst bis zum Jahre 1877. 

Augustinetz Anton Freiherr von, Sohn des 

14. Sept. 1860 zu Prag verstorbenen Oberst- 
lieutenants a. D. Franz Freiherrn von Augustinetz, 
geb. zu Sedlec in Böhmen 22. April 1829, ein- 
getr. 17. Sept. 1840, wurde bei der Ausmu- 
sterung als Lieut. m. G. zu Karl Ludwig Graf v. 
Ficquelmont-Drag. Nr. 6 eingetheilt, 16. Mai 

1848 Lieut. h. G., 27. Juni 1849 Oberlieut., 
1. Mai 1854 Rittra. 2. Gl., 1. Dec. 1857 Rittm. 
1. Classe. Er machte den Feldzug 1848 und 

1849 in Ungarn mit, wurde infolge einer schwe- 
ren Verwundung 1. Febr. 1861 als Major in den 
Pensionsstand versetzt und lebt zu Pinnye bei 
ödenburg in Ungarn. Er ist seit 25. Jan. 1859 
mit Amalia Horväth von Szürnyeg vermählt, 
welcher Ehe vier Töchter entstammen. 

Bartha Emerich, geb. zu Ödenburg in Un- 
garn 10. Sept. 1828, eingetr. 28. Sept. 1840, 
wurde 6. Juni 1845 als Regimentscadet zu Erzh. 
Ernst-Inf. Nr. 48 ausgemustert, 16. Mai 1847 
k. k. Cadet bei Erzh. KarlFerdinand-Inf. Nr. 51, 
1. Jan. 1849 Lieut. m. G., 10. März d. J. Lieut. 
h. G., 4. Aug. 1853 Oberlieut., 1. Mai 1859 
Hauptm. 2. GL, 26. Mai d. J. Hauptm. 1. Cl. 
und starb 25. Jan. 1864 zu KJausenburg. Bartha 
war zwei Jahre Gommandant des Knaben-Er- 
ziehungshauses zu Szamos-Üjvär in Sieben- 
bürgen. 

Beckers ZU Westerstetten Alfons Reichs- 
graf von, Sohn des 15. Jan. 1840 verstorbenen 
k. k. Geheimen Rathes, Kämmerers und Feld- 
marschall-Lieutenants Joseph Heinrich Reichs- 
grafen von Beckers zu Westerstetten, geb. zu 
Ofen 24. Mai 1828, eingetr. 22. Sept. 1840, 



trat 1. Oct. 1843 aus der Militärerziehung, am 
11. Jan. 1844 wieder als Cadet bei Friedrich 
Freih. v. Bianchi, Duca di Casa Lanza-Inf. Nr. 63 
ein, wurde daselbst l.Nov. 1845 Lieut., 20. Juli 
1847 Oberlieut. bei Wilhelm Freih. v. Grueber- 
Inf. Nr. 54, 1. Mai 1848 Hauptm., machte die 
Beschießung von Krakau und den italienischen 
Feldzug 1848 und 1849 mit und wurde bei 
Custoza schwer verwundet. Am 1. Juni 1819 als 
Rittm. bei Friedrich Wilhelm III. König von 
Preußen-Husaren Nr. 10 eingetheilt, trat Beckers 

1852 in den Ruhestand, quitt, im Jahre 1853 und 
lebte zu Daröcz in Ungarn, wo er sich der Öko- 
nomie widmete. Er wurde 22. Juli 1871 als 
Hauptm. in den nichtactiven Stand der königl. 
ungarischen Landwehr übernommen, 17. März 

1873 acti viert, 1. Dec. 1871 neuerdings pens., 
11. Febr. 1878 wieder reactiviert, mit dem Com- 
mando des anlässlich des Occupations-Feldzuges 
1878 mobilisierten Szegediner Landwehr-Ba- 
taillons betraut und 1. Nov. 1879 Major. Am 
18. April 1882 wurde Beckers der königl. ungari- 
schen Gendarmerie zugetheilt, 28. Nov. d. J. 
Gommandant-Stellvertreter beim IV. Gendarmerie- 
Gommando, 1. Dec. 1883 Gommandant des 
V. Gendarmerie-Gommandos, 1 . Mai 1 884 Oberst- 
lieut. und 1. Nov. 1887 Oberst auf diesem Dienst- 
posten. Beckers erhielt im Jahre 1874 die k. k. 
Kämmererswürde, am 16. Oct. 1886 den königl. 
serb. Takowo-Orden und ist 17. Mai 1891 ohne 
Hinterlassung von Descendenten zu Budapest 
gestorben. Er war in erster Ehe seit 5. April 

1853 mit Amalie Freiin Spl£ny von Mihäldy und 
nach deren Ableben in zweiter Ehe seit 15. Juni 

1874 mit Sidonia, verwitweten Sipeky von Paks, 
geb. Piacsek von Herds, vermählt gewesen. 

Binder von Bindersfeld Victor , Sohn des 

Oberstlieutenants von Erzh. Karl-lnf. Nr. 3 Ignaz 
Binder von Bindersfeld, aus dessen Ehe mit Maria 
Bahl, geb. zu Wien 27. Nov. 1829, eingetr. 
28. Sept. 18i0, wurde 20. Sept. 1846 zum Lieut. 
m. G. ernannt, nach Absolvierung des höheren 
Curses 1 . Mai 1 847 als Lieut. h. G. zu Erzh. Karl-lnf. 
Nr. 3 eingetheilt und 10. März 1849 zum Ober- 
lieut. befördert. Er machte im Jahre 1818 dieVor- 
rückung gegen Wien und den Beginn der Ope- 
ration gegen Ungarn, 1849 den Feldzug nach 
Piemont und als Generalstabsofficier die Expedi- 
tion in die Romagna, Beschießung und Einnahme 
von Bologna und Ancona, Gernierung von Venedig 
im Juli und August mit und erhielt für sein Be- 
nehmen bei der Einnahme von Ancona eine öffent- 
liche Belobung des Feldmarschall - Lieut. Grafen 
v. Wirapffen. Ebenso wurde ihm für seine Leistun- 
gen während der Occupation im Römischen das 



138 



1847. 



Ritterkreuz des päpstl. St. Gregor-Ordens zutheil. 
Er wurde 16. Aug. 1849 zum GQMSt. transf., 
27. März 1852 zum Hauptm. 2. Gl. befördert, 
dem Chef des GQMSt. Feldzeugmeister Freiherrn 
von Hess zugetheilt und rückte auf diesem Dienst- 
posten 1. Juni 1855 zum Hauptm. 1. Gl. vor. Im 
Oct. 1855 kam Binder als Archivar zur Militär- 
Bundescommission in Frankfurt am Main, über- 
nahm mit 1. April 1856 die Stellung des Proto- 
kollführers daselbst und wurde in dieser Eigen- 
schaft 5. Juni 1857 mit dem Ritterkreuze des 
königl. niederländ. Ordens der Eichenkrone und 
26.Mail860 mitdemkönigl. preuß.Rothen Adler- 
Orden 3. Cl. decoriert. Inzwischen am 5. März 1860 
außertourlich zum Major und Flügel -Adjutanten 
beim Feldrnarschall Freiherrn von Hess ernannt, 
erntete er eine sehr ehrenvolle Anerkennung seines 
bisherigen Wirkens seitens der deutschen Militär- 
commission am Bundestage, welche dem Schei- 
denden in der 1 1. Sitzung am 1 1. Mai 1860 ein- 
stimmig votiert wurde. An der Seite seines Chefs 
begleitete er nunmehr am 25. Juli d. J. Seine Maje- 
stät den Kaiser Franz Joseph zur Zusammenkunft 
mit dem Prinz -Regenten Wilhelm von Preußen 
nachTeplitz, wurde 1. Nov. 1860 in die General- 
Adjutantur Seiner Majestät des Kaisers berufen und 
dem nach Berlin entsendeten damaligen General- 
major Grafen v. Huyn beigegeben, dem die Aufgabe 
zufiel, wegen der Militärorganisation des deutschen 
Bundes zu verhandeln. Am 1. Jan. 1861 mit Belas- 
sung in der Gen erat- Adjutantur in das Generalstabs- 
Corps eingetheilt, begleitete er Seine Majestät den 
Kaiser zur Zusammenkunft mit dem Kaiser Ale- 
xander II. von Russland nach Warschau und wurde 
aus diesem Anlasse mit dem kaiserl. russ. St.Stanis- 
laus-Orden 2. Cl. decoriert. Während der Anwesen- 
heit des regierenden Fürsten Adolf von Schaum- 
burg-Lippe in Wien, war er demselben als Ehren- 
Cavalier zugetheilt und erhielt gelegentlich der 
Theilnahme an den großen preußischen Manövern 
am Rhein die Schaumburg'sche Militär- Verdienst- 
Medaille. Am 16. Aug. 1862 wurde Binder in An- 
erkennung seiner vorzüglichen Dienstleistung in 
der General- Adjutantur Seiner Majestät des Kaisers 
durch die Verleihung des Ordens der Eisernen 
Krone 3. Cl. ausgezeichnet, 17. Jan. 1863 bei 
Enthebung von diesem Dienstposten außertourlich 
zum Oberstlieut. beim Tiroler Kaiser- Jäger-Regi- 
rnente befördert und zum Generalstabs- Chef des 
7. Armeecorps ernannt, im Sommer desselben 
Jahres aber dem Feldmarschall-Lieut. Erzherzog 
Leopold zur Bundesinspection des preußischen 
Bundes - Contingents in Berlin beigegeben, aus 
welchem Anlasse ihm 2. Jan. 1864 der königl. 
preuß. Kronen -Orden 3. Cl. zutheil wurde. Am 



18. Juli 1865 kam Binder als Oberst zu Heinrich 
Freih. v. Hess-Inf. Nr. 49 und commandierte das 
Regiment im Feidzuge 1866 gegen Preußen. In 
der Schlacht bei Königgrätz (3. Juli 1866), etwa 
um halb zwei Uhr nachmittags, als der Sieg noch 
unser zu sein schien, rückte die Brigade Kirchsberg 
(Inf.-Reg. Nr. 49 und 44, dann das 3. Jäger-Bat.) 
vor, um Ober-Dohaliöka, das Centrum der preußi- 
schen Aufstellung, zu nehmen.]; Auf 500 Schritte 
Entfernung gab der Feind ein mörderisches Feuer 
gegen Front und Flanke der Unseren, und es fand 
hier der tapfere Oberst Binder, der seinen Solda 
ten als leuchtendes Beispiel stets vorangeeilt war 
den Heldentod. Mit diesem hochverdienten Stabs 
officier erlosch die Familie Binder von Bindersfeld 

Bona Michael Marchese, Sohn eines Majors 
geb. zu Karlsburg in Siebenbürgen 2 1 . Nov. 1827 
eingetr. 4. Oct. 1 840, wurde bei der Ausmusterung 
als Lieut. m. G. zu Leopold Prinz beider Sicilien 
Inf. Nr. 22 eingetheilt, 1. Juli 1848 Lieut. h. G. 
16. Mai 1849 Oberlieut., quitt. 31. Mai 1855 den 
Dienst ohne Beibehalt des Officiers - Charakters 
und lebt gegenwärtig als Privatmann zu Cattaro. 

Brunswik von Korompa Ludwig, Sohn eines 
Rittmeisters, geb. zu Brandeis in Böhmen 1 . April 
1829, eingetr. 15. Sept. 1840, wurde bei der Aus- 
musterung als Lieut. m. G. zu Friedrich Freih. v. 
Bianchi, Duca diCasaLanza-Inf.Nr.63 eingetheilt, 
1. Juli 1848 Lieut. h. G., 1. April 1849 Ober- 
lieut., 16.Dec.l854Hauptm.2.CL, 6. März 1859 
Hauptm. 1. CL, 1. Dec. 1860 zu Alexander Graf 
v. Mensdorff-Pouilly-Inf. Nr. 73 transf., 23. April 
1 869 Major, 1. Nov.1875 Oberstlieut. bei August 
Graf v. Degenfeld-Schonburg-Inf. Nr. 36, 2. Juni 
1877 Reserve-Commandant, 1. Mai 1878 Oberst, 
21. Aug. d. J. Regiments - Commandant bei Wil- 
helm Herzog von Württemberg - Inf. Nr. 73, am 
9. April 1879 zum Platzcommandanten in Prag 
bei gleichzeitiger Übersetzung in den Armeestand 
ernannt, trat 1. Nov. 1885 als Generalmajor ad 
honores in den Ruhestand und starb im Jahre 
1888. Brunswik machte die Feldzüge 1849 in 
Ungarn, 1866 in Böhmen mit. 

Carriere de Tour de Camp Alfred, geb. zu 

Olmütz 18. März 1829, eingetr. 28. Sept. 1840, 
wurde 5. Juni 1844 vorzeitig als Regimentscadet 
zu Emil Prinz von Hessen und bei Rhein- Inf. 
Nr. 54 ausgemustert, 15. Febr. 1818 mit Abschied 
entlassen. Noch in demselben Jahre trat Carriere 
alsCadet bei Ludwig Graf v. Wallmoden- Gimborn- 
Kürass. Nr. 6 abermals ein, wurde in der Schlacht 
bei Hegyes 1 1. Juli 1 849, schwer verwundet und 
starb infolge dieser Verwundung einige Tage dar- 
auf. 



1847. 



139 



Casto Johann, geb. zu Mailand 15. Sept. 
1828, eingetr. 22. Sept. 1840, wurde 15. Juli 
1846 vorzeitig als Regimentscadet zu Heinrich 
Gonstantin Freih. v. Herbert-RathkeaMnf. Nr. 45 
ausgemustert und 25. Sept. 1848 mit Abschied 
entlassen. 

Czakö Franz von, Sohn eines Oberstlieute- 
nants , geb. zu Csik - Szereda in Siebenbürgen 
16. März 1828, eingetr. l.Oct. 1839, wurde als 
Lieut. m. G. zu Eugen Graf v. Haugwitz-Inf. Nr. 38 
ausgemustert, 1 4. April 1 848 Lieut. h. G., 1 7. April 
1849 Oberlieut., 16. Oct. 1854 Hauptm. 2. Gl., 
29. April 1859 Hauptm. 1. Cl., 1. Febr. 1860 zu 
Ludwig III. Großherzog von Hessen -Inf. Nr. 14 
transf., 22. April 1869 Major, 1. Nov. 18750berst- 
lieut, 24. März 1877 Reserve - Commandant bei 
Erzh. Rainer- Inf. Nr. 59, 1. Mai 1878 Oberst, 
2 1 .Aug. d. J. Regiments-Commandant, trat 1 . Nov. 
1882 als Generalmajor ad honores in den Ruhe- 
stand und lebt zu Baden bei Wien. Er hat die Feld- 
züge 1848, 1849 in Italien, 1864 gegen Däne- 
mark, 1866 gegenPreußen mitgemacht und 4. Mai 
1864 für seine besondere Thätigkeit bei Veile 
(8. März 1864) das Militär -Verdienstkreuz, dann 

1. Juli 1876 das Gomthurkreuz 2. Gl. des groß- 
herzogl. hess. Ordens Philipp des Großmüthigen 
erhalten. 

Czindrich Matthias Michael, geb. zu Zägorje 
in der Militärgrenze 10. Febr. 1829, eingetr. 
25. Sept. 1840, wurde 6. Juni 1845 vorzeitig als 
Regimentscadet zum Oguliner Grenz - Inf. - Reg. 
Nr. 3 ausgemustert, 1. Dec. 1846 als k. k. Cadet 
zu August Graf zu Leiningen - Westerb urg - Inf. 
Nr. 31 transf., 3. März 1849 Lieut. h. G., 3. Oct. 
d. J. Oberlieut und trat 14. Oct. 1851 aus dem 
Militärverbande. 

Doroszulich Karl, geb. zu Mitrovic in der 
Militärgrenze 30. Oct. 1828, eingetr. 27. Sept. 
1840, wurde 1. Juli 1843 vorzeitig als Regi- 
mentscadet zu Prokop Graf v. Hartmann-Klarstein- 
Inf. Nr. 9 ausgemustert, 1. Aug. 1848 Lieut. 
m. G., 9. April 1849 Lieut. h. G., 16. März 1850 
pens. und starb 25. Mai 1874 zu Mitrovic. 

Eisler Robert, Sohn eines Majors, geb. zu 
Karansebes 7. Juni 1828, eingetr. 18. Sept. 1840, 
wurde 20. Sept. 1847 zum Lieut. m. G. ernannt 
und nach Hörung des höheren Gurses 1. Mai 
1 848 als Lieut h. G. zu Gustav Wilhelm Prinz 
zu Hohenlohe - Langenburg - Inf. Nr. 1 7 einge- 
teilt, 1. März 1849 Oberlieut., erhielt für seine 
Leistungen im Römischen das Ritterkreuz des 
päpstl. St. Gregor-Ordens, kam 12. Nov. 1849 
zum GQMSt., ward 16. Febr. 1852 Hauptm. 

2. GL, 1. Juni 1855 Hauptm. 1. Gl. und erwarb 
sich im Feldzuge 1859 das Militär - Verdienst- 



kreuz (15. Aug.). Am 21. Mai 1860 wurde 
Eisler zum Major befördert und starb 2. April 
1865 zu Ofen. 

Fellner von Feldegg Anton Ritter, geb. zu 

Wien 14. Jan. 1828, kam 19. Sept. 1840 in 
die Akademie und trat 30. Mai 1844 aus der 
Militärerziehung. 

Gastgeb Edler von Kriegstreu Matthias, 

Sohn eines Hauptmannes, geb. zu Iglau in Mähren 
12. Mai 1827, eingetr. 20. Sept. 1839, wurde bei 
der Ausmusterung als Lieut. m. G. zu August Graf 
zu Leiningen -Westerburg- Inf. Nr. 31 eingetheilt, 
26. Oct. 1848 Lieut. h. G., 10. Juli 1849 Ober- 
lieut., 31. Juli 1850 zum 1. Genie-Bat., 16. Aug. 
1852 zur Genie - Direction nach Mantua transf., 
25. Aug. 1852 Hauptm. 2. GL, 27. April 1853 
zurGenie-Direction nach Salzburg transf., 14. Aug. 
1855 provisorischer Genie - Director in der 
Franzensfeste, 10. Nov. 1855 zurGenie-Direction 
in Peschiera transf., 1. Dec. 1855 Hauptm. 
1. Cl., 17. Aug. 1863 zur Genie - Direction nach 
Verona transf., 1. Juli 1863 Genie -Director in 
Graz, 16. Mai 1866 Major, 1. Oct. d. J. Genie- 
Directorin Semlin, 1. März 1867 Genie-Director 
in Komorn und starb daselbst 19. Febr. 1868. 
Gastgeb machte im Jahre 1849 den Sommer- 
Feldzug in Ungarn, 1859 in Italien mit und er- 
hielt 20. Oct. 1860 für seine verdienstvollen 
Leistungen bei Erbauung des Forts Neu - Wra- 
tislawin Verona die Allerhöchste belobende Aner- 
kennung. 

Gerliczy Franz Vincenz von, geb. zu Fiume 
8. Juli 1828, kam 30. Sept. 1840 in die Aka- 
demie und trat 19. März 1843 aus der Militär- 
erziehung. In den Militär - Schematismen finden 
wir Gerliczy vom Jahre 1845 an als Gadet bei 
Maximilian Freih. v. Wimpffen - Inf. Nr. 13, wo 
er im Jahre 1848 zum Lieut. m. G. avancierte. 
Im Jahre 1 849 war Gerliczy Lieut. h. G. beim 
Oguliner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 3, wurde hier noch 
in demselben Jahre zum Oberlieut. befördert, trat 
1. Febr. 1852 in den Ruhestand und starb 
31. Juli 1881 zu Laibach. 

Gumberz Edler von Rhonthal Franz, Sohn 

eines Hauptmannes, geb. zu Neu - Sandec in 
Galizien 12. März 1829, eingetr. 18. Sept. 1840, 
wurde bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. zu 
Friedrich Graf v. Hochenegg-Inf. Nr. 20 einge- 
theilt, 1 . Juli 1 848 Lieut. h. G., 2. Mai 1 849 Ober- 
lieut., 1. Aug. 1854 Hauptm. 2. Gl., 3. Nov. 1858 
Hauptm. 1. Gl., 1. Febr. 1860 zu Joseph Ritt. v. 
Schmerling - Inf. Nr. 67 transf., 1. Dec. 1860 
pens., lebt zu Brunn. Gumberz machte die Feld- 
züge 1848, 1849 und 1859 in Italien mit und 
wurde für sein Verhalten in der Schlacht bei 



142 



1847. 



erziehung entlassen, trat 3. Nov. 1847 als Feld- 
Kriegskanzlei-Praktikant in die Dienstleistung beim 
Landes-Militärcommando zu Graz ein und rückte 
daselbst 19. Dec. 1849 zum Feld-Kriegs-Adjunc- 
ten vor. Am 10. April 1851 kam Miller in die 
Dienste der k. k. südlichen Staats - Eisenbahn, 
wurde 1. Dec. 1851 Bahnamts-Official, 22. Aug. 

1857 Amtsleiter der Station Kapfenberg, 1. Sept. 

1858 nach Laibach transf., rückte 18. Juni 1860 
zum Verkehrs- Assistenten vor und kam als solcher 
2. Jan. 1861 nach Ofen, 19. Jan. 1865 aber 
nach Stuhlweißenburg. Seither stufenweise bis 
zum Expeditor befördert, ist Miller gegenwärtig 
in dieser Eigenschaft beim Verkehrsdienst in der 
Station Graz eingetheilt. 

Mingazzi di Modigliano Eduard, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Kalusz in Galizien 27. Mai 
1828, eingetr. 3. Oct. 1840, wurde 20. Sept. 
1847 zum Lieut. m. G. ernannt und 1. Mai 1848 
nach Hörung des höheren Curses als Lieut. h. G. 
bei Kaiser -Inf. Nr. 1 eingetheilt. Er machte als 
Brigade-Adjutant des Generalmajors Sanchez die 
Belagerung und Einnahme von Wien mit, wurde 
1. Juli 1849 Oberlieut., 8. Nov. 1849 q. t. zum 
GQMSt. transf., 25. Oct. 1852 Hauptm. 2. GL, 
1. Juni 1855 Hauptm. 1. Gl. und erhielt 21. März 
1854 das Ritterkreuz des königl. norweg. Olaf- 
Ordens. Am 16. Aug. 1860 übertrat Mingazzi 
alsComitats-Commissär desAbauj-Toraaer Gomi- 
tates in Givil-Staatsdienste, wurde aber 8. Sept. 
1862 als Hauptm. 1. Gl. bei Georg Graf Jellaöid 
de Bu2im-Inf. Nr. 69 wieder eingetheilt, 1. Aug. 
1864 q. t. zum GQMSt. transf. und 2. Oct. d. J. 
mit dem Ritterkreuze des königl. Württemberg. 
Kronen-Ordens decoriert. Am 22. Oct. 1864 traf 
ihn die Beförderung zum Major im Corps, in 
welcher Eigenschaft er als Professor der Taktik 
und Strategie im höheren Genie -Gurse, dann 
später im Evidenzbureau in Verwendung stand. 
Am 4. Juli 1867 kam Mingazzi als Oberstlieut. 
zu Erzh. Ludwig Salvator - Inf. Nr. 58, wurde 
23. April 1869 zu Erzh. Franz Ferdinand d'Este- 
Inf. Nr. 32 transf., 28. April 1869 Reserve-Com- 
mandant daselbst, 1. Nov. 1871 Oberst, 1. Mai 
1873 Regiments - Commandant bei Ludwig II. 
König von Bayern-Inf. Nr. 5; am 1. April 1877 
erfolgte seine Ernennung zum Commandanten 
der 65. Infanterie-Brigade und 1. Mai 1878 seine 
Beförderung zum Generalmajor auf diesem Dienst- 
posten und machte in dieser Eigenschaft die 
Occupation Bosniens mit. Am 20. Febr. 1880 
zur 9. Infanterie -Brigade übersetzt, wurde er 
31. Juli d. J. krankheitshalber von dem Com- 
mando dieser Brigade enthoben, trat l.Oct. 1880 
in den Ruhestand und wurde mit Allerhöchster 



Entschließung vom 23. März 1884 in Anerken- 
nung seiner ersprießlichen Leistungen auf dem 
Gebiete der freiwilligen Sanitätspflege durch Ver- 
leihung des Ordens der Eisernen Krone 3. Gl. 
ausgezeichnet. Er lebt zu Wien. Mingazzi besitzt 
auch das Gomthurkreuz des königl. ital. St. Mau- 
ritius- und Lazarus-Ordens, das Ritterkreuz des 
kaiserl. russ. St. Annen - Ordens 2. Gl. und den 
pers. Sonnen- und Löwen-Orden 3. Classe. 

Nagy Anton Edler von, geb. zu Prag 1 5. Nov. 
1828, eingetr. 24. Sept. 1840, wurde 20. Sept. 
1847 zum Lieut. m. G. ernannt, nach Hörung 
des höheren Gurses 1. Mai 1848 als Lieut. h. G. 
zu Gustav Wocher-Inf. Nr. 25 eingetheilt, nahm 
in diesem Regimente an den Feldzügen 1848 
und 1849 in Ungarn (seit Juli 1848 als General- 
stabsofficier mit dem Hauptquartier des 3. Corps) 
theil und ward 7. Juni 1849 zum Oberlieut. 
befördert. Am 4. April 1853 kam er als Hauptm. 
2. Gl. zum GQMSt., rückte 24. Aug. 1856 
zum Hauptm. 1. Cl. vor, machte den Feldzug 
1859 in Italien mit und erhielt 27. Juni 1859 
für seine verdienstvollen Leistungen beiMagenta 
und Turbigo den Eisernen Kronen-Orden 3. Classe. 
Am 7. Mai 1861 wurde Nagy Major, 9.Mail866 
Oberstlieut. und erwarb sich im Feldzuge 1866 
für seine verdienstvollen Leistungen während 
desselben 3. Oct. 1866 die Allerhöchste belobende 
Anerkennung, hiermit auch die Berechtigung zum 
Tragen der Militär -Verdienst -Medaille am Bande 
des Militär -Verdienstkreuzes. Am 24. Oct. 1868 
rückte Nagy zum Obersten vor, wurde 25. Jan. 
1 869 Generalstabs - Chef bei der 4. Truppen- 
Division, 1. Mai 1870 Reserve-Commandant bei 
Joseph Freih. v. Philippovich-Inf. Nr. 35, l.März 
1871 Regiments - Commandant bei Karl Graf 
Thun-Hohenstein-Inf. Nr. 29, am 25. April 1873 
aber wieder zum Generalstab rücktransf. und 
zum Vorstand des Directionsbureaus des General- 
stabes ernannt, wo er unter Feldzeugmeister Frei- 
herrn von John an der Verfassung der Beförde- 
rungsvorschrift und des Organisationsstatuts des 
Generalstabs -Corps regen thätigen Antheil nahm. 
Am 1. Mai 1876 traf ihn die Beförderung zum 
Generalmajor und die Ernennung zum Comman- 
danten der 2. Infanterie -Brigade bei der 10. Infan- 
terie - Truppen - Division, in welcher Eigenschaft 
Nagy während der Occupation der Hercegovina 
im Jahre 1878 die Besetzung von Drieno, Tre- 
binje und Klobuk selbständig leitete und für 
seine bei dieser Gelegenheit erworbenen hervor- 
ragenden Verdienste durch die Verleihung des 
Militär - Verdienst kreuzes ausgezeichnet wurde. 
Am 18. Nov. 1878 erhielt Nagy das Commando 
der Besatzungstruppen -Brigade in Zara, wurde, 



1847. 



143 



durch die plötzlich eingetretene Abnahme der 
Sehkraft an der activen Dienstleistung gehindert, 
über sein Ansuchen 1. April 1880 mit Warte- 
gebür beurlaubt und trat nach Jahresfrist in den 
Ruhestand. Er starb im November 1893 zu 
Pressburg. 

Nowak Ludwig, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Olmütz 22. Aug. 1829, eingetr. 27. Sept. 
1840, wurde als k. k. Gadet zu Erzh. Friedrich- 
Inf. Nr. 16 ausgemustert, 1. Nov. 1848 Lieut. 
m. G., 1. Mai 1849 Lieut. h. G., 16. Juni 1851 
Oberlieut., 1. Sept. 1859 pens. und starb zu 
Olmütz 26. Juni 1868. Nowak hatte die Feld- 
züge 1848 und 1849 in Ungarn mitgemacht. 

Nürnberger Ernst, geb. zu Mezöhegyes in 
Ungarn 28. Juli 1828, eingetr. 24. Sept. 1840, 
wurde 5. Juni 1844 vorzeitig als Regimentscadet 
zu Prinz von Preußen -Inf. Nr. 34 ausgemustert, 
5. Nov. 1848 Lieut. m. G., 19. Sept. 1849 Lieut. 
h. G., 8. Nov. d. J. Oberlieut., 27. Juli 1854 
Hauptm. 2. Gl., 1. Juni 1859 Hauptm. 1. Gl., 
1. März 1866 pens., 1. Mai 1866 zu Erzh. Ernst 
Inf. Nr. 48 eingetheilt, 1. Aug. d. J. zu Friedrich 
Wilhelm Ludwig Großherzog von Baden - Inf. 
Nr. 50 transf., 1. Nov. 1866 in den Pensions- 
stand rückversetzt. Nürnberger machte die Feld- 
züge 1848, 1849, 1859, 1866 in Italien, sowie 
1864 gegen Dänemark mit und besitzt die päpstl 
Erinnerungs - Medaille. Nachdem Nürnberger 
am 2. Oct. 1868 die Officiers-Charge mit Fort- 
bezug der Pension abgelegt, wurde er 1. Juni 
1871 als Hauptm. 1. Gl. in den beurlaubten 
Stand der königl. ungarischen Landwehr ein- 
getheilt und 18. Jan. 1882 in das Verhältnis 
„außer Dienst* versetzt. Er lebt in Budapest. 

Oreskovic Anton, Sohn eines Capitänlieu- 
tenants, geb. zu Vrpolje in der Militärgrenze 
17. Jan. 1829, eingetr. 25. Sept. 1840, wurde 
als Lieut. m. G. zum 2. Banal-Grenz-Inf.-Reg. 
Nr. 11 ausgemustert, erscheint in den Militär- 
Schematismen im Jahre 1850 als Oberlieut. und 
1 855 als Hauptm. in demselben Regimente aus- 
gewiesen. Am 1. März 1862 wurde Oreskovic* zu 
Laval Graf Nugent-Inf. Nr. 30 transf. und quitt. 
31. Juli d. J. seine Gharge ohne Beibehalt des 
Militär-Charakters. 

OHandini del BeCCUtO Heinrich Graf, Sohn 
eines Generalmajors, geb. zu Wien 14. April 1830, 
eingetr. 18. Sept. 1840, wurde als Lieut. m. G. 
zu Erzh. Karl-Inf. Nr. 3 ausgemustert und quitt. 
31. Mai 1848 den Militärdienst ohne Beibehalt 
des Militär-Charakters. 

Putschner von Ehrenstreben Franz, Sohn 

des Majors Johann Putschner von Ehrenstreben, 
geb. zu Neuhaus in Böhmen 27. Jan. 1827, ein- 



getr. 28. Sept. 1 840, wurde als Lieut. m. G. zum 
10. Jäger-Bat. ausgemustert, in welchem er im 
Jahre 1848 an dem fünftägigen Straßenkampfe in 
Mailand, dann an den Schlachten und Gefechten 
bei Monzambano, Santa Lucia,Gurtatone,Vicenza, 
Sommacampagna und Custoza, Valeggio, Cremona 
LodiundTortona theilnahm. Im letzteren Gefechte 
wurde Putschner am linken Arme verwundet und 
musste sich denselben abnehmen lassen. Er avan- 
cierte 16. Mai 1848 zum Lieut. h. G., 16. Oct. 
d. J. zum Oberlieut., kam 4. März 1850 als Pro- 
fessor in die Wiener-Neustädter Militär-Akademie 
und wirkte seither in dieser Eigenschaft, dann als 
Gompagnie-Commandant auch in den Cadetten- 
Instituten zu Strass, Eisenstadt und Hainburg mit 
vorzüglichen Erfolgen. Inzwischen 1. Nov. 1852 
zum Hauptm. 2. GL, 27. April 1854 zum Hauptm. 
1. Gl. im 10. Jäger-Bat., 1. Aug. 1865 aber zum 
Major im Armeestande befördert, war Putschner 
seit 1. Sept. 1865 Professor der höheren Mathe- 
matik an der Wiener-Neustädter Akademie und 
starb auf diesem Dienstposten 17. Jan. 1874. 

Rambaldini Johann Anton, Sohn eines Rech- 
nungsführers, geb. zu Udine 21. April 1830, ein- 
getr. 19. Nov. 1840 und wurde bei der Ausmuste- 
rung als Lieut. m. G. bei Franz Graf Gyulai-Inf. 
Nr. 33 eingetheilt, in welchem er stufenweise bis 
zum Jahre 1853 zum Hauptm. 2. Cl. vorrückte. 
Er nahm an dem italienischen Feldzuge 1 848 in 
der Brigade Benedek theil, bestand auf dem Rück- 
zuge nach Mantua mehrere Gefechte und machte 
die Recognoscierungs-Gefechte bei Mantua, sowie 
den Angriff auf die verschanzten Linien von Gur- 
tatone und Montanara 29. Mai und das Gefecht bei 
Goito 30. Mai mit. Er wohnte ferner der Expedi- 
tion gegen Garibaldi am Como-See bei und wurde 
in dem Gefechte am Monte Risbina schwer ver- 
wundet. Im Feldzuge 1849 zeigte er am Thore 
von Mortara seine Entschlossenheit in einem Ein- 
zelkampfe mit einem piemontesischen Officier und 
wurde vor Novara beim zweiten Sturme abermals 
verwundet. Für seine verdienstlichen Leistungen 
in diesen Kämpfen erhielt Rambaldini 24. April 
1850 das Militär -Verdienstreuz. Infolge seiner 
Wunden in seiner Gesundheit angegriffen, sah 
sich Rambaldini genöthigt, Ende Dec. 1855 in 
den Ruhestand zu treten und wurde während des 
Feldzuges 1859 als Gommandant des Feldspitals 
Nr. 2 verwendet. Am 9. Dec. 1866 übertrat 
Rambaldini als Kanzlei - Official bei der k. k. 
Finanz- Landes -Directton zu Innsbruck in Civil- 
Staatsdienste und war daselbst auch mit der Re- 
daction der italienischen Ausgabe des Finanz- 
ministerial- Verordnungsblattes betraut. Er starb 
3. Juli 1872 zu Innsbruck. 



144 



1847. 



Rosenbaum Wenzel Ritter von, geb. zu Prag 
29. Juni 1829, eingetr. 18. Sept. 1840, wurde 
22. Nov. 1844 vorzeitig als Gadet zu Erzh. Lud- 
wig-Inf. Nr. 8 ausgemustert, 15. Dec. 1847 zu 
Laval Graf Nugent-Inf. Nr. 30 transf., 1 1 . April 

1848 Lieut. m. G., 1. Juli d. J. Lieut. h. G., 2. Juli 

1849 Oberlieut., 7. Juni 1859 Hauptm. 2. Gl., 
1. Febr. 1860 zu Prokop Graf v. Hartmann-Klar- 
stein- Inf. Nr. 9 transf. und quitt. 30. Juni 1860 
den Militärdienst ohne Beibehalt des Officiers- 
Gharakters. 

Sacken Adolf Freiherr von, Sohn des 
26. April 1853 verstorbenen Hofrathes beim 
Oberstkämmerer - Amt Joseph Freiherrn von 
Sacken, aus dessen Ehe mit Karoline von Würth, 
geb. zu Wien 16. Mai 1830, eingetr. 24. Sept. 
1840, wurde als Lieut. m. G. zu Johann Freih. v. 
Hrabovsky-Inf. Nr. 14 ausgemustert, 1. Juli 1848 
zum Lieut. h. G., 16. Aug. 1849 zum Oberlieut. 
befördert und nahm an den Feldzügen 1848 und 
1849 in Italien theil. Seit 15. April 1849 dem 
GQMSt. zugetheilt, kam Sacken 4. Nov. 1854 als 
Hauptm. 2. Gl. definitiv in das Corps und rückte 
25. Mai 1858 zum Hauptm. 1. Gl. vor. In den 
Jahren 1 856 bis 1858 führte er die Geschäfte des 
Festungs-Gommandos in Ancona, welchem meh- 
rere Delegationen infolge des Belagerungszustan- 
des untergestellt waren und erhielt in Anerken- 
nung dieser ersprießlichen Dienstleistung am 
20. April 1857 vom Papst Pius IX. das Ritter- 
kreuz des St. Gregor -Ordens; dann machte er 
den Feldzug 1859 in Italien mit und erhielt für 
seine Leistungen in demselben 27. Juni 1859 
die Allerhöchste belobende Anerkennung (Militär- 
Verdienst-Medaille am Bande des Militär-Ver- 
dienstkreuzes), 15. Aug. d. J. aber den Eisernen 
Kronen-Orden 3. Glasse. Am 7. Jan. 1859 zum 
Major im GQMSt. vorgerückt, war Sacken im 
Feldzuge 1866 im Hauptquartiere der Nord- 
Armee eingetheilt, wurde in der Schlacht bei 
Königgrätz mit mehreren wichtigen Missionen be- 
traut und erwarb sich hierfür abermals 3. Oct. 
1866 die Allerhöchste belobende Anerkennung. 
Nach dem Friedensschlüsse als Professor der 
höheren Taktik an die Kriegsschule berufen, avan- 
cierte Sacken 28. Oct. 1868 zum Oberstlieut. bei 
Wilhelm Herzog von Württemberg-Inf. Nr. 73 und 
rückte als Bataillons-Gommandant zur Truppen- 
dienstleistung ein, wurde aber mit 1. Mai 1871 
wieder als Generalstabs-Ghef nach Triest einge- 
theilt. Ami. Nov. 1872 erfolgte seine Beförderung 
zum Obersten und späterhin seine Berufung zur 
Leitung des Kriegsarchivs und des Bureaus für 
Kriegsgeschichte; am 31. Jan. 1876 aber seine 
Ernennung zum Director. Am 15. Sept. 1878 



wurde er auf diesem Dienstposten zum General- 
major ernannt und erhielt in Anerkennung beson- 
ders erfolgreichen Wirkens auf kriegsgeschicht- 
lichem Gebiete 1. Mai 1880 das Comthurkreuz 
des Franz Joseph-Ordens. Am 1. Mai 1883 avan- 
cierte erzürn Feldmarschall-Lieut. und trat 1. Mai 
1 886 in den Ruhestand, bei welchem Anlasse er 
in Anerkennung seiner vieljährigen, im Frieden 
und im, Kriege ausgezeichneten Dienste durch 
Verleihung des Ordens der Eisernen Krone 2. Cl. 
mit der Kriegsdecoration der 3. Cl. erneuert aus- 
gezeichnetwurde. Sacken besitzt ferner, seit 3. Oct 
1881, das Großcomthurkreuz des königl. bayr. 
Militär- Verdienst-Ordens und seit 30. Juni 1883 
den königl. preuß. Kronen-Orden 2. Gl. mit dem 
Sterne. Er lebt in Wien. Von seinen wissenschaft- 
lichen Publicationen, welche theils in „Streffleurs 
Militär- Zeitschrift 1 ', theils als abgesonderte Bro- 
schüren erschienen sind, wären nebst verschie- 
denen kleineren Aufsätzen folgende zu erwähnen: 
,,Die Telegraphie in ihrer Anwendung zu Kriegs- 
zwecken", im Jahrgange 1866; — „Über die 
Ausarbeitung taktischer Themata", im Jahrgange 
1868; — „Die Recognoscierung des Terrains 
als Friedensübung' 1 , im Jahrgange 1871 ; — fer- 
ner s: „Skizze aus dem Gebiete des Militärunter '- 
richtsuesens", im Organ des militärwissenschaft- 
lichen Vereins in Wien 1872. — Selbständig 
sind erschienen: „Über Karten und Pläne und 
deren Wert für den Truppenofßcier" (Wien 
1870, L. W. Seidel und Sohn); — Topogra- 
phisch-statistische Übersicht und militärische Wür- 
digung des Kriegsschauplatzes Istrien. Als Manu- 
Script gedruckt" (ebendaselbst 1872). — Sacken 
ist seit 4. Juli 1864 mit Antonia Freiin Mayer 
von Heldenfeld vermählt, welcher Ehe ein Sohn 
und eine Tochter entsprossen. Die Familie Sacken 
stammt aus Kurland und hat den erbländisch- 
österreichischen, sowie auch den Reichsadel mit 
Diplom dd. Wien am 29. Dec. 1710, den erb- 
ländisch-österreichischen Ritterstand mit Diplom 
dd. Wien 19. Juli 1782 und den erbländisch- 
österreichischen Freiherrenstand mit Diplom dd. 
Wien 21. Aug. 1804 erworben. 

Sana Karl Julius, geb. zu Ofen 28. Jan. 
1828, kam 1. Nov. 1840 in die Akademie, trat 
5. Dec. 1842 aus der Militärerziehung und ist 
seither verschollen. 

Schivny de St. Aulaire Franz, geb. zu Cre- 

mona in Italien 18. Jan. 1829, eingetr. 29. Sept. 
1840, wurde 5. Juni 1844 vorzeitig als Regi- 
mentscadet zu Eugen Graf v. Haugwitz-Inf. Nr. 38 
ausgemustert, 30. Nov. 1847 k. k. Cadet bei 
Ferdinand Graf v. Geccopieri-Inf. Nr. 23, 16. Juni 
1848 Lieut. m. G., 19. Oct. d. J. Lieut. h. G., 



1847. 



145 



27. Oct. 1850 Oberlieut., 30. Sept. 1851 pens., 
hat 29. Dec. 1868 den Officiers-Charakter abge- 
legt und wurde mit Allerhöchster Entschließung 
vom 25. Nov. 1870 zum Oberlieut. im Urlauber- 
stand der königl. ungarischen Landwehr ernannt, 
welche Charge er bis zu seinem am 20. Sept. 
1874 erfolgten Austritte aus dem Landwehr- 
verbande bekleidete. Er lebt zu Pressburg. 

Schmitt von Kehlau Theodor, Sohn eines 
Generalmajors, geb. zu Znaim in Mähren 29. Juni 

1829, eingetr. 28. Sept. 1839, wurde bei der 
Ausmusterung als Lieut. m. G. zu Julius Freih 
v. Haynau-Inf. Nr. 57 ausgemustert, 1. Juli 1848 
Lieut h. G„ 14. Juli 1849 Oberlieut., 24. April 
1859 Hauptm. 2. Cl., 1. Juni d. J. Hauptm. 
1. Gl., 1. Nov. 1861 zu Alois Graf v. Mazzuchelli- 
Inf. Nr. 10 transf., 1. Mai 1871 zum Major be- 
fördert, 1. Jan. 1872 dem Generalstabe zugetheilt, 
5. März 1873 von dieser Zutheilung enthoben 
und zum Inf.-Reg. Wilhelm Prinz zu Schleswig- 
Holstein -Glücksburg Nr. 80 übersetzt, 1. Mai 
1877 zum Obers tlieut. ernannt, l.Mai 1878 mit 
Wartegebür beurlaubt und trat 1. Dec. 1879 in 
den Ruhestand. Er lebt zu Lemberg. 

Schneeburg zu Salthaus und Platten Oswald 

Freiherr von und zu, Sohn des 20. Dec. 1837 
verstorbenen k. k. Appellationsrathes zu Venedig, 
Gottfried Freiherrn von und zu Schneeburg zu 
Salthaus und Platten, geb. zu Mailand 30. März 

1830, eingetr. 23. Sept. 1840, wurde als Lieut. 
m. G. zum Tiroler Kaiser -Jäger -Reg. ausgemu- 
stert, 8. Juli 1848 Lieut. h. G., 18. Mai 1849 
Oberlieut., 16. April 1855 Hauptm. 2. Gl., 

28. Nov. 1857 Hauptm. 1. Gl., erhielt 13. Febr. 
1857 die Kämmererswürde, kam 1. Juni 1859 
in Zutheilung zur Generalstäbs - Abtheilung in 
Tirol, 1. Oct 1859 als Dienstkämmerer zu Seiner 
kaiserl. Hoheit dem Erzherzog Karl Ludwig, rückte 
in dieser Dienstleistung 23. April 1869 zum 
Major vor und trat mit 1. Jan. 1871 unter gleich- 
zeitiger Enthebung von der Stelle eines Dienst- 
kämmerers Seiner kaiserl. Hoheit des Erzherzogs 
Karl Ludwig aus dem Heeresverbande. Aus Aller- 
höchster Gnade wurde ihm am 11. Juli 1877 
die früher im Heere bekleidete Majors-Charge 
im nichtactiven Stande der k. k. Landwehr mit 
der Eintheilung beim Landesschützen-Bat. Vor- 
arlberg Nr. X verliehen, in welchem Verhält- 
nisse er bis zu der am 1. Febr. 1881 als invalid 
erfolgten Versetzung in das Verhältnis „außer 
Dienst" verblieb. Schneeburg hat die Feldzüge 
1848, 1849 in Italien, 1859 in Italien und Süd- 
tirol mitgemacht. Er starb 1. April 1889 zu 
Innsbruck. Er war seit 22. Febr. 1870 mit der 
Sternkreuz - Ordensdame Sophie, verwitweten 

Wr. -Neustadter Mil.-Akad. II. 



Freifrau von Hingenau, geb. Gräfin Engl von 
und zu Wagrein vermählt, aus welcher Ehe ein 
Sohn und eine Tochter entsprossen. Das nun- 
mehr freiherrliche Geschlecht „ Schneeburg* 
erscheint in Tirol schon im Jahre 1370 aufge- 
führt und hat den erbländisch-österreichischen Frei- 
herrenstand mit dem Prädicate „ zu Salthaus und 
Platten* mit dem Diplom dd. Innsbruck am 
31. Aug. 1664 erworben. 

Schönfeld Franz Ritter von, geb. zu Tabor 
in Böhmen 5. Juli 1829, eingetr. 24. Sept. 1840, 
wurde 26. Nov. 1844 als Regimentscadet zu 
Theodor Graf Baillet de Latour-Inf. Nr. 28 aus- 
gemustert, 10. Juli 1848 Lieut. m. G., 1. März 
1849 Lieut. h. G. und fand zu Ofen 19. Mai 
1 849 bei der Bedienung eines Geschützes gegen 
die Insurgenten aus der Bastion, von einer Mus- 
ketenkugel getroffen, den Heldentod. 

Schrott Karl, geb. als Sohn eines Majors 
zu Tarnöw in Galizien 23 Oct. 1828, eingetr. 
15. Oct. 1840, wurde als Lieut. m. G. zu Joseph 
Freih. v. Koudelka-lnf. Nr. 40 ausgemustert, 
1. Juli 1848 Lieut. h. G., 22. Juli 1849 Ober- 
lieut., 1. Jan. 1858 Hauptm. 2 GL, 1. Juli 1859 
Hauptm. 1. Gl., war durch sieben Jahre als Bri- 
gade- und Divisions -Adjutant verwendet und 
machte im Feldzuge 1848 die Erstürmung von 
Sermide und den Straßenkampf in Bologna 

8. Aug., 1849 die Belagerungen von Malghera, 
Venedig, im Feldzuge 1859 das Treffen bei 
Montebello 20. Mai, ebenso wie die Schlacht 
bei Solferino 24. Juni mit, wo das Regiment 
sich durch mehrere mit Bravour ausgeführte Ba- 
jonettangriffe besonders hervorthat. Am 1. Febr. 
1860 zu Ferdinand IV. Großherzog von Tos- 
cana-Inf. Nr. 66 transf., war Schroft mit seinem 
Regimente im Feldzuge 1866 in Italien im 

9. Armeecorps — Feldmarschall-Lieut. Härtung 
— eingetheilt und focht mit demselben in der 
Schlacht bei Gustoza(24. Juni) gegen bedeutende 
feindliche Heeresmassen an besonders wichtigen 
Punkten, so am Monte Molimenti, bei dem An- 
griffe auf Palazza Baffi, bei den Kämpfen um 
Casa Gavalchina und am Nachmittag um Bel- 
vedere nächst Monte Croce. Nach dem Friedens- 
schlüsse war Schroft durch ein Jahr Comman- 
dant der Divisions - Gadettenschule in Lemberg, 
wurde 23. April 1869 Major, 1. Mai 1876 
Oberstlieut., 1. Jan. 1877 als Reserve-Gomraan- 
dant zu Erzh. Ludwig Victor-Inf. Nr. 65 transf. 
und in dieser Eigenschaft zu den Manövern des 
königl. italienischen 2. Armeecorps nach Parma 
delegiert, aus welchem Anlasse er das Officiers- 
kreuz des Ordens der italienischen Krone erhielt. 
Am 1. Oct. 1878 avancierte Schroft zum Oberst 

10 



146 



1847. 



und kam 1. März 1879 als Regimen ts-Comman- 
dant zu Erzh. Wilhelm-Inf. Nr. 12. Am 22. März 
1 884 traf ihn die Ernennung zum Commandan- 
ten der 59. Infanterie Brigade, am 2. Nov. d. J. 
die Beförderung zum Generalmajor, am 21. Juli 
1888 finden wir ihn als Gommandanten der 
24. Infanterie-Truppen-Division und in dieser 
Eigenschaft am 30. Aug. 1888 mit dem Ritter- 
kreuze des Leopold - Ordens decoriert. Am 
18. Sept. 1889 wurde ihm das Gommando der 
6. Infanterie - Truppen - Division in Graz über- 
tragen und am 29. Oct. d. J. avancierte er zum 
Feldmarschall-Lieutenant. Mit 1 . Mai 1891 wurde 
Schroft auf sein Ansuchen in den wohlverdienten 
Ruhestand übernommen und ihm bei diesem An- 
lasse in erneuerter Anerkennung seiner langen, 
stets vorzüglichen, im Kriege wie im Frieden 
bewährten Dienstleistung der Orden der Eisernen 
Krone 2. Gl. verliehen. Er lebt zu Marburg. 

Schusser Joseph, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Budweis in Böhmen 20. Aug. 1828, 
eingetr. 28. Sept 1840, wurde bei der Ausmu- 
sterung als Lieut m. G. zu Johann Baptist Freih. 
v. Paumgartten-Inf. Nr. 21 eingetheilt, 30. Mai 
1848 Lieut. h. G., 12. April 1849 Oberlieut., 
1. Oct 1852 zu Erzh. Franz Karl-Inf. Nr. 52 
transf., 26. Aug. 1854 Hauptm. 2. Gl. und quitt. 
31. Mai 1858 den Militärdienst ohne Beibehalt 
des Officiers-Charakters. 

ScudierJoseph,geb.zuPadua 21.Nov. 1827, 
eingetr. 26. Sept. 1839, wurde als Lieut. m. G. 
zu Anton Graf v. Kinsky-Inf. Nr. 47 ausgemustert, 

14. Juli 1848 Lieut. h. G., 25. Jan. 1849 
Oberlieut., 21. Febr. 1849 q. t. zum GQMSt. 
transf., 18. Nov. 1850 Hauptm. 2. Gl., 16. Febr. 
1852 zu Erzh. Albrecht-Inf. Nr. 44 transf., 

15. Oct. d. J. Hauptm. 1. Cl., 28. Mai 1859 
Major, 13. Nov. 1860 zu Wilhelm Prinz zu 
Schleswig-Holstein-Glücksburg-Inf.Nr. 80 transf., 
12. Juni 1866 Oberstlieut. bei Großfürst Michael 
von Russland-Inf. Nr. 26, 23. April 1869 Oberst 
bei Emil Freih. v. Kussevich-Inf. Nr. 33, 30. Oct. 
18 70 Regiments -Gommandant daselbst, 15. Febr. 
1872 in gleicher Eigenschaft zu Karl Ludwig 
Herzog von Parma-Inf. Nr. 24 transf., 1 7. Juni 
1876Gommandant der 3 1 .Infanterie-Brigade und 
1 . Nov. d. J. mit Wartegebür beurlaubt. Am 
1. Febr. 1878 trat Scudier in den Ruhestand 
und erhielt bei diesem Anlasse den General- 
majors-Charakter ad honores. Er lebt in Wien. 
Scudier machte die Feldzüge 1848, 1849, 1859 
in Italien, 1866 gegen Preußen mit und erhielt 
3. Oct. 1 866 für seine hervorragenden Leistungen 
im Feldzuge gegen Preußen das Militär - Ver- 
dienstkreuz. 



Sebes von Zilach Sigismund, geb. zu Bath 
in Ungarn 21. Dec. 1828, eingetr. 22. Sept. 
1840, wurde 1. Juli 1843 als Regimentscadet 
zu Erzh. Franz Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 32 aus- 
gemustert, 1. Febr. 1845 k. k. Cadet, 8. Juni 
1848 Lieut. m. G., 3. Sept. d. J. Lieut. h. G., 
28. Dec. 1849 Oberlieut. und trat 15. Oct. 1850 
aus dem Armeeverbande. 

Seeling Arnold, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Kremsier in Mähren 4. März 1829, ein- 
getr. 1. Oct. 1840, wurde als Lieut. m. G. zu 
Kaiser Ferdinand-Inf. Nr. 1 ausgemustert, avan- 
cierte 1. Mai 1848 zum Lieut. h. G., 1. Juli 1849 
zum Oberlieut., 19. Jan. 1859 zum Hauptm. 
2. GL, 17. Mai d. J. zum Hauptm. 1. CL, machte 
die Feidzüge 1848 in Italien, 1849 in Ungarn, 
1859 in Italien mit und erhielt für sein tapferes 
Verhalten in der Schlacht bei Magen ta das Mili- 
tär-Verdienstkreuz. Am 1. Juli 1866 pens., blieb 
Seeling bis nach Beendigung des Feldzuges beim 
mährisch - schlesischen Generalcommando in 
Verwendung, wurde 14. April 1867 Vorstand 
des selbständigen Militär - Bettenmagazins zu 
Prag, 18. Juli 1869 Landwehr - Evidenzofficier 
zu Caslau, 1. Mai 1870 zum Landwehr-Bat. 
Deutschbrod Nr. 32 und 1. Juni 1873 zu jenem 
Nr. 41 in Eger übersetzt, 1. Nov. 1875 mit 
Wartegebür beurlaubt und trat 1. Dec. 1876 als 
Major ad honores in den Landwehr-Ruhestand. 
Er starb am 10. Aug. 1891 zu Deutschbrod. 

Spalensky von Minenthal Eduard, Sohn 

eines Hauptmannes, geb. zu Vicenza 16. Nov. 
1828, eingetr. 17. Sept. 1840, wurde als Lieut. 
m. G. zu Erzh. Ludwig-Inf. Nr. 8 ausgemustert, 
28. Juni 1848 Lieut. h. G., 16. März 1849 
Oberlieut., 24. Jan. 1 855 Hauptm. 2. Gl., 30. April 
1 859 Hauptm. 1 . Gl. , 1 . Febr. 1 860 zu Leopold II. 
Großherzog vonToscana-Inf. Nr. 7 1 transf., 1 . Febr. 
1861 pens., starb 28. Juni 1875 zu Graz. 

Stellwag von Carion Heinrich Ritter, Sohn 
des 15. Sept. 1855 zuZnaim verstorbenen Kreis- 
hauptmannes Johann Stellwag von Garion, aus 
dessen dritter Ehe mit Anna Groske, geb. zu 
Troppau 11. Juli 1828, eingetr. 18. Sept. 1840, 
wurde bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. zu 
Karl Freih. v. Kress-Chevaux-leg. Nr. 7 einge- 
theilt, 16. April 1849 Oberlieut., 16. Juni 1854 
Riltm. 2. GL, 1. Oct. 1857 Rittm. 1. Gl., 1. Oct. 
1858 zeitlich pens., 1. Febr. 1860 aus dem 
Pensionsstande eingetheilt, 1. Nov. 1863 definitiv 
pens., lebte seither zu Wien, wo er im Jahre 
1892 starb. Stellwag hatte die Feldzüge 1848 
und 1819 in Ungarn mitgemacht. Er war seit 
25. Jan. 1 857 mit Francisca, geb. Biber vermählt, 
welcher Ehe drei Söhne und zwei Töchter ent- 



1847. 



147 



sprossen. Die Familie entstammt einem alten 
rathsfähigen Rothenburger Patriciergeschlechte, 
aus welchem der Appellationsrath Johann Philipp 
Stellwag, Großvater des hier in Rede stehenden 
Zöglings der Neustädter Akademie, mit Diplom 
des Kaisers Franz vom 13. Febr. 1794 den 
„alten 14 Adel mit dem Prädicate „von Garion " 
erlangte. Heinrich Stellwag von Garion selbst 
aber wurde in Anerkennung der Verdienste seines 
Vaters, mit seinen Geschwistern mit Diplom des 
Kaisers Franz Joseph I. vom 5. Juli 1856 in den 
Ritterstand erhoben. 

Stenitzer Moriz Edler von, Sohn eines 
Berg- und Hütten Verwalters, geb. zu Reichenau 
13. Aug. 1828, eingetr. 1. Oct. 1841, wurde 
20. Sept. 1 847 zum Lieut. m. G. ernannt und nach 
Absolvierung des höheren Gurses 1. Mai 1848 
als Lieut. h. G. zu Franz Graf v. Khevenhüller- 
Metsch-Inf. Nr. 35 eingetheüt, in welchem Regi- 
mente er 1. Juni 1849 zum Oberlieut. vorrückte 
und für sein Verhalten vor dem Feinde in den 
Jahren 1848 und 1849 das Militär-Verdienst- 
kreuz erhielt. Am 1. Juni 1851 kam Stenitzer 
zum Genie- Corps, avancierte daselbst 22. Febr. 
1852 zum Hauptm. 2. Gl., 1. Aug. 1855 zum 
Hauptm. 1. GL, 24. Juni 1865 zum Major, nahm 
als solcher an dem Feldzuge 1866 gegen Preußen 
theil und wurde in Anerkennung der vorzüg- 
lichen Leistungen in diesem Feldzuge 3. Oct. 
1866 mit dem Eisernen Kronen-Orden 3. Gl. 
decoriert. Am 21. Jan. 1870 wurde Stenitzer 
Genie-Director in Theresienstadt, 30. Oct. d. J. 
Oberstlieut. beim Genie-Reg. Kaiser Franz Joseph 
Nr. 1 und 1. Jan. 1871 in den Reservestand 
dieses Regimentes übersetzt. In diesem Verhält- 
nisse ist Stenitzer in den Heeres-Schematismen 
bis zum Jahre 1885 aufgeführt. 

Stwrtnik Leopold Freiherr von, der jüngste 
Sohn des 9. Dec. 1869 zu Radkersburg ver- 
storbenen Feldmarschall-Lieutenants und Maria 
Theresien - Ordensritters August Freiherrn von 
Stwrtnik, aus dessen Ehe mit Josephine Slawik, 
geb. zu Olmütz 1. Oct. 1828, eingetr. 27. Nov. 
1840, wurde als LieuL m. G. zu Ludwig Graf 
Wallmoden-Gimborn-Kürass. Nr. 6 ausgemustert, 
16. April 1849 Oberlieut., 1. Nov. d. J. Rittm. 
2. Gl. bei Friedrich August König von Sachsen- 
Kürass. Nr. 3, 1. Juni 1850 q. t. zu Friedrich 
Landgraf von Fürstenberg- Drag. Nr. 5 transf., 
13. Mai 1854 Rittm. 1. Gl., 15.Nov. 1857Major 
bei Kaiser Franz Joseph-Drag. Nr. 3, 3. Juli 1862 
zu Nikolaus I. Kaiser von Russland-Kürass. Nr. 5 
transf., 1. Aug. 1866 als Oberstlieut. pens., 
starb zu Irsa 26. Febr. 1879. Stwrtnik machte 
die Feldzüge 1848 und 1849 in Ungarn mit und 



wurde bei Keresztür 19. April 1849, schwer ver- 
wundet. An diesem Tage, bei Gelegenheit einer 
Fouragerequisition wurde ihm bei einem Zusam- 
menstoße mit einer feindlichen Husaren-Division 
sein Pferd unter dem Leibe erschossen und dem 
nach hartnäckiger Verteidigung aus dreizehn 
Wunden blutenden und am Boden liegenden 
Officier der Säbel entrissen, als eine erneuerte 
Attaque der Kürassiere ihn aus den Händen des 
Feindes rettete. Im Feldzuge 1859 war Stwrtnik 
mit seinem Regimente in der unglücklichen Bri- 
gade Lauingen eingetheüt, mit welcher er den 
verhängnisvollen Rückzug von Medole nach Goito, 
am 24. Juni, mitmachte. Im Feldzuge 1 866 gegen 
Preußen war er in der Brigade Soltyk eingetheüt 
und kämpfte bei Königgrätz, 3. Juli, und bei 
Tischnowic, 1 1 . Juli. Stwrtnik war seit 24. März 
1 856 mit Hermine Irsay von Irsa vermählt, welcher 
Ehe ein Sohn und zwei Töchter entstammen. Er 
war der Enkel jenes am 24. Oct. 1841 verstor- 
benen Feldmarschall-Lieutenants und Maria The- 
resien -Ordensritters August Stwrtnik, welcher 
den Statuten dieses Ordens entsprechend mit 
Diplom dd. Wien am 4. Aug. 1814 in den erb- 
ländisch - österreichischen Freiherrenstand er- 
hoben wurde. 

Teuchert-Kauffmann Edler von Trau nstein- 

btirg Friedrich Freiherr, geb. zuÖdenburg 1 7. Jan. 
1831. Er ist ein Sohn des verstorbenen General- 
majors Franz Kauffmann Edlen von Traunstein- 
burg, aus dessen Ehe mit Anna Rosalia, Tochter 
des französischen Gapitäns Chevalier d'Elvert- 
Bourscheid, welche in zweiter Ehe mit dem Feld- 
zeugmeister Friedrich Freiherrn von Teuchert 
(Ausmusterungsjahrg. 1815) vermählt war. Da 
diese Ehe kinderlos blieb, so adoptierte Friedrich 
Freiherr von Teuchert die Kinder erster Ehe 
seiner Gattin und erlangte durch kaiserliche Gnade 
für dieselben mit Diplom vom l.Oct. 1860 auch 
den Freiherrenstand. Teuchert kam am 29. Sept. 
1 840 in die Neustädter Akademie, wurde 20. Sept. 
1847 zum Lieut. m. G. ernannt, nach Absolvierung 
des höheren Gurses 1. Mai 1848 als Lieut. h. G. 
zu Alois Graf v. Mazzuchelli-Inf. Nr. 10 ausge- 
mustert und 10. März 1849 Oberlieutenant. Er 
machte den Sommer-Feldzug in Ungarn im Jahre 
1849 anfänglich bei der Brigade Generalmajor 
Perin und Theising, dann aber im Hauptquartiere 
des 2. Armeecorps mit und wohnte der Schlacht 
von Nagy - Sarlö 1 9. April, dem Gefechte bei 
Aränyos 5. Juli und mehreren kleinen Vorposten- 
gefechten bei der Gernierung von Komorn bei. 
Am 29. Nov. 1852 wurde Teuchert Hauptm. 2.G1. 
im GQMSt. 1. Juni 1855 Hauptm. 1. Gl., nahm 
in dieser Eigenschaft an dem Feldzuge 1859 in 



10* 



148 



1847 



Italien theil und erwarb sich in demselben das 
Militär- Verdienstkreuz. Am 25. Oct. 1859 wurde 
er Major im Adjutanten-Corps mit der Bestim- 
mung zur Dienstleistung in der Allerhöchsten 
Centralkanzlei, 1. Jan. 1861 der General-Adju- 
tantur der Armee in Italien zugetheilt und in die 
Rangsevidenz des GQMSt. übersetzt, 18. Jan. 
1863 Oberstlieut. bei Erzh. Karl Salvator-Inf. 
Nr. 77,1. März 1 864 zu Erzh. Joseph-Inf. Nr. 37 
Irans f., 24. Juni 1866 Oberst, commandierte 
dieses Regiment in dem Feldzuge 1866 gegen 
Preußen und erhielt in Anerkennung seiner her- 
vorragend tapferen und verdienstvollen Leistungen 
in demselben 3. Oct. 1866 den Eisernen Kronen- 
Orden 3. Glasse. Ebenso wurde Teuchert bei ver- 
schiedenen Gelegenheiten und zwar 4. Mai 1855 
mitdemRitterkreuzedes päpstl.St. Gregor- Ordens, 

4. März 1856 mit dem großherzogl. toscan. 
Militär- Verdienst-Orden 2. GL, 21. Juni 1856 mit 
demCommandeurkreuze des päpstl. St. Sylvester- 
Ordens, 27. Dec. 1859 mit dem Großofficiers- 
kreuze des niederländ. Ordens der Eichenkrone, 

5. Aug. 1860 endlich mit dem königl. preuß. 
Rothen Adler-Orden 3. Gl. decoriert Am 26. Dec. 

1871 zum Commandanten der 1. Brigade in der 
ö.Truppen-Division ernannt, erfolgte am 23. April 

1872 seine Beförderung zum Generalmajor, am 
11. Febr. 1878 seine Ernennung zum Comman- 
danten der 24. Truppen-Division und am 1 . Mai 
d. J. zum Feldmarschall-Lieutenant. Am 14. Nov. 
1882 wurde Teuchert dem Generalcommando in 
Prag zugetheilt und dort am 1. Jan. 1883 Stellver- 
treter des Gommandierenden Generals. In Aner- 
kennung seiner vorzüglichen Dienstleistungen er- 
folgte am 28. Dec. 1882 seine Ernennung zum 
Inhaber des Inf.-Reg. Nr. 88, am 6. Juni 1883 
zum Geheimrath, am 2. Oct. 1884 zum Landes- 
vertheidigungs-Commandanten in Tirol und Vor- 
arlberg und zum Commandanten des 14. Corps. 
Am 21. Sept. 1886, anlässig der Herbst-Manöver 
bei Bruneck, erhielt er von Seiner Majestät dem 
Kaiser mit Allerhöchstem Handschreiben die be- 
lobende Anerkennung für die gute Haltung und 
kriegsmäßige Ausbildung sowohl der Truppen 
des 14. Corps als der Tiroler Landesschützen. 
Am 1. Jan. 1889 wurde Teuchert zum Feldzeug- 
meister befördert und am 24. Sept. d. J. durch 
die Verleihung des Ordens der Eisernen Krone 
1. Cl. ausgezeichnet. Bei der mit 1. April 1891 
auf sein Ansuchen erfolgten Übernahme in den 
wohlverdienten Ruhestand wurde ihm mit der 
Allerhöchsten Entschließung vom 11. März 1891 
in Anerkennung seiner langen, stets pflichttreuen, 
im Kriege wie im Frieden ausgezeichneten Dienste 
das Großkreuz des Leopold-Ordens taxfrei ver- 



liehen. Er lebt zu Innsbruck. Teuchert ist seit 
5. Juni 1867 mit Agnes, geborenen Gräfin Belrupt- 
Tissac vermählt. Diese Ehe blieb kinderlos. 

Towamicki Isidor von, Sohn eines griechisch- 
katholischen Pfarrers, geb. zu Reklieniec in Gali- 
zien 12. Mai 1828, eingetr. 1. Oct. 1840, wurde 
20. Sept. 1847 als Lieut. h. G. zu Prinz von 
Preußen -Inf. Nr. 34 ausgemustert, trat 1. Oct. 
1848 in die Reihen der ungarischen Armee und 
ruckte daselbst bis zum Hauptm. vor. Nach Gör- 
geys Capitulation bei Vilagos kriegsrechtlich be- 
handelt, wurde er nach mehrjähriger Kerkerhaft 
in derFestungTheresienstadt begnadigt und lebte 
dann bei seinen Verwandten im 2olkiewer Kreise 
in Galizien. Im Jahre 1854 trat Towamicki als 
Cadet bei Adolf Herzog zu Nassau-Inf. Nr. 15 aber- 
mals in Militärdienste, rückte 24. April 1854 zum 
Lieut., im Jahre 1865 zum Oberlieut., 28. Juni 
1866 zum' Hauptm. 2. Cl. vor und machte mit 
seinem Regimente den Feldzug 1859 im 10. Ar- 
meecorps im Küstenlande, im Feldzuge 1866 
gegen Preußen aber das Gefecht bei Nachod 
27. Juni, das Treffen bei Skalitz 28. Juni und die 
Schlacht bei Königgrälz 3. Juli mit. Am 1. Juli 
1869 trat Towamicki in den Ruhestand, wurde 
später aus Anlass seiner Erkrankung an einer 
Geisteszerrüttung im Tyrnauer Invalidenhause 
untergebracht und starb daselbst im Jahre 1871. 

Vaeni Emil, geb. zu Lodi in der Lombardie 
10. Sept. 1830, eingetr. 15. Sept. 1840 und starb 
24. Sept. 1842 in der Akademie. 

Vistarini Franz, Sohn eines Professors, geb. 
zu Lodi in Italien 26. Sept. 1828, eingetr. 18. Oct. 
1 839, wurde als Lieut. zu Georg Freih. v. Ruka- 
vina-lnf. Nr. 6 1 ausgemustert und quitt. 3 1 . Mai 
1848 diese Charge ohne Beibehalt des Officiers- 
Charakters. Später trat Vistarini in königlich italie- 
nische Kriegsdienste, avancierte daselbst bis zum 
Oberstlieut., trat als solcher in den Ruhestand 
und lebt zu Mailand. Er besitzt das Ritterkreuz 
des königl. ital. St. Mauritius- und Lazarus-Ordens, 
sowie jenes des königl. ital. Kronen-Ordens. 

Vogel Johann Anton, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Graz 12. Nov. 1828, ein- 
getr. 29. Sept. 1840, wurde als k. k. Cadet zu 
Erzh. Wilhelrn-Inf. Nr. 12 ausgemustert, 27. Juli 

1848 Lieut. m. G., 1. März 1849 Lieut. h. G., 
15. April 1851 Oberlieut., 9. April 1859 Hauptm. 
2 Cl., 1. Juni d. J. Hauptm. 1.C1., 1. Oct. 1866 
pens., lebt zu Wien. Vogel machte die Feldzüge 

1849 in Ungarn, 1859 in Italien mit. 

Wanivenhaus Edler von Spangfeld Franz, 

Sohn eines Majors, geb. zu Linz 24. Nov. 1828, 
eingetr. 29. Sept. 1840, wurde als Lieut. m.G. zu 
Gustav Wocher-Inf. Nr. 25 ausgemustert, 1. Juli 



1847. 



149 



1848 Lieut. h.G., 25.Juli 1849 Oberlieut., 6. Juni 
1856Hauptm. 2.C1., l.Mail859 Hauptm. l.Ci., 
23. April 1869 Major, 1. Sept. 1875 mit Warte- 
gebür beurlaubt und trat 1. Dec. 1876 alsTitular- 
Oberstlieut. in den Ruhestand und lebt zu Graz. 
Wanivenhaus machte die Feldzöge 1848, 1849, 
1859 und 1866 mit. 

Weinhengst Franz, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu Török-Bälint in Ungarn 27. Sept 1828, 
eingetr. 15. Sept. 1840, wurde als Lieut m. G. 
zu Dom Miguel Herzog von Braganza-Inf. Nr. 39 
ausgemustert, avancierte 14. Febr. 1854 zum 
Lieut. h. G., machte den Feldzug 1859 in Italien 
mit und erlag 8 Juni 1859 den Folgen einer im 
Arrieregarde - Gefechte bei Melegnano, an dem- 
selben Tage erhaltenen schweren Verwundung. 

Wimpffen Heinrich Freiherr von, ein Sohn 
des seither verstorbenen Majors und Platzcom- 
mandanten in Bregenz, Christian Freiherrn von 
Wimpffen, aus dessen Ehe mit Margarethe Engel- 
thal von Ehrenhorst, geb. zu Graz 1 . Oct. 1827, ein- 
getr. 24. Sept. 1839, wurde bei der Ausmusterung 
als k. k. Cadet zu Leopold Großherzog von Baden- 
Inf. Nr. 59 eingetheilt, 1. Juli 1848 Lieut. m. G., 
13. Febr. 1849 Lieut h. G., l.Nov. 1850 Ober- 
lieut, 26. Febr. 1855 Hauptm. 2. Gl. bei Franz 
Graf von Wimpffen - Inf. Nr. 22, 9. März 1859 
Hauptm. 1. Classe. Im Feldzuge 1849 kämpfte 
Wimpffen inUngarn beiKapoina26.und27.Febr., 
bei Eger-Farmos 1. März, bei Hatvan 5. April, 
am Räkos 10. und 1 1. April, bei Gran 20. April 
und in der Schlacht bei Komorn 26. April; ferners 
im Sommer-Feldzuge bei Csorna 1 3. Juni, bei Raab 
28. Juni und vor Komorn 2. und 1 1. Juli. Im ita- 
lienischen Feldzuge 1859 wohnte er der Schlacht 
von Solferino bei und wurde für die bei dieser 
Gelegenheit an den Tag gelegte Tapferkeit durch 
den Ausdruck der Allerhöchsten belobenden An- 
erkennung ausgezeichnet. Im Feldzuge 1866 in 
Italien machte er die Gefechte bei Primolano 
22. Juli und bei Borgo 23. Juli mit Im Jahre 1869 
kam Wimpffen mit seinem Regimente zur Be- 
kämpfung des Aufstandes nach Süddalmatien und 
gerieth mit seiner Gompagnie bei Kozmaö am 
19. Nov. ins Handgemenge, in welchem er, töd- 
lich verwundet, in die Hände der entmenschten 
Rebellen gerieth und von diesen in barbarischer 
Weise massacriert wurde. 

Zamboni von Lorberfeld Adolf, ein Sohn 

des 26. Oct. 1868 verstorbenen Obersten Johann 
Zamboni von Lorberfeld, aus dessen Ehe mit 
Marie von Dellimaniö, geb. zu Esseg 17. Juni 
1828, eingetr. 27. Sept. 1840, wurde beider 
Ausmusterung als k. k. Gadet zu Leopold Prinz 
beider Sicilien - Inf. Nr. 22 eingetheilt, 23. April 



1848 Lieut. m. G., 16. Dec. d. J. Lieut. h. G., 

1. Oct. 1850 Oberlieut, 31. Nov. d. J. zu Erzh. 
Franz Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 32 transf. und 
quitt. 15. April 1855 den Militärdienst ohne Bei- 
behalt des Officiers - Charakters. Am 25. März 
1 856 trat er als Praktikant bei der Finanz -Bezirks- 
Direction zu Ragusa ein und rückte daselbst 
24. Jan. 1857 zum Kanzlei- Assistenten 3. Cl. vor. 
Am 9. Juli 1859 als Lieut. m. G. bei seinem Regi- 
mente eingetheilt, trat Zamboni 31. Aug. 1859 
in sein früheres Verhältnis wieder zurück, avan- 
cierte 2. Sept. 1862zumKanzlei-Assistenten2.CL, 
kam als solcher 1 7. Juni 1864 zurFinanz-Landes- 
Direction zu Agram und rückte hier 9. Dec. 1864 
in die 1. Gehaltsciasse vor. Im Jahre 1866 trat 
Zamboni aus seiner Dienstleistung bei der k. k. 
Finanz-Präfectur zu Venedig, wohin derselbe in- 
zwischen, 11. Aug. 1865, übersetzt worden war, 
abermals in Kriegsdienste, wurde als Lieut. bei 
Kronprinz Rudolf-Inf. Nr. 19 eingetheilt, machte 
mit diesem Regimente den Feldzug 1866 mit, 
ward imOctober desselben Jahres in seiner frühe- 
ren Charge als Kanzlei-Assistent 1. Cl. in Dispo- 
nibilität versetzt und derFinanz-Landes-Direction 
zu Zara zur Verfügung gestellt. Seit 14. Nov. 1867 
als Amtsassistent beim k. k. Hauptzollamte zu 
Görz in Verwendung, wurde Zamboni mit Aller- 
höchster Entschließung vom 11. April 1870 zum 
Oberlieut. in der nichtactiven k. k. Landwehr er- 
nannt und zum Landwehr-BatTriestNr.25 (jetzt 
Nr. 72) eingetheilt, trat jedoch 30. Sept.1872 bei 
Ablegung des Officiers- Charakters aus dem Land- 
wehrverbande und starb 25. Nov. 1878. Seiner 
Ehe mit Elise von Giuric'evid sind drei Söhne und 
drei Töchter entsprossen. Er entstammt einer 
belgischen Familie, welche eigentlich Geambon 
de Saint-Andre hieß, ihren Namen aber, als sie 
im 1 8. Jahrhunderte nach Venedig kam, in Zam- 
boni umänderte. In den Adelstand mit dem Prä- 
dicate „von Lorberfeld* wurde der Vater des 
hier in Rede stehenden ehemaligen Zöglings der 
Akademie, für seine als Platzcommandant von 
Ragusa erworbenen Verdienste, am 22. Jan.1855 
erhoben. 

Zuccarolli Karl, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu Baranöw in Galizien 7. März 1829, ein- 
getr. 17. Sept. 1840, wurde als Lieut. m. G. zu 
Erzh. Karl Ferdinand - Inf. Nr. 51 ausgemustert, 
wo er 1. Jan. 1849 zum Lieut. h. G., 19. Nov. 
d. J. zum Oberlieut, 1 7. Dec. 1854 zum Hauptm. 

2. Cl., 1. Mai 1859 zum Hauptm. 1. Cl. vorrückte 
und an den Feldzügen 1848 und 1849 in Sieben- 
bürgen theilnahm. Während der Friedensepoche 
wurde Zuccarolli größtentheils zur Mappierung 
verwendet, kam 21. Mai 1859 zum Generalstabe 



150 



1847, 1848. 



und 1 . Dec. 1859 wieder zum Regimente zurück, 
wo er nunmehr durch mehrere Jahre mit sehr 
gutem Erfolge die Regiments-Cadettenschule lei- 
tete. ImJahre 18G6 kam Zuccaroili mit dem Regi- 
mente zur Nord-Armee und ist 3. Juli 1866 auf 
dem Schlachtfelde von Königgrätz vor dem Feinde 
geblieben. 

Zwiedinek Edler von SUdenhorst Anton, 

Sohn des mit Diplom vom 20. Juni 1854 in den 
Adelstand mit dem vorbezeichneten Prädicate er- 
hobenen Artillerie-Obersten Ferdinand Zwiedinek, 
aus dessen Ehe mit Anna Brunner, geb. zuVerona 
2. April 1829, eingetr. 20. Sept. 1841, wurde 
bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. zu Erzh. 
Rainer-Inf. Nr. 11 eingetheilt, 1. Juli 1848 Lieut 



h. G., 16. März 1849 Oberlieut, 1. Mai 1852 zu 
Erzh. Franz Karl-Inf. Nr. 52 transf., 10. Mai 1853 
Hauptm. 2. GL, 14. Febr. 1858 Hauptm. 1. GL, 
29. Oct. 1866 Major, 1. Aug. 1867 pens., lebt 
zu Graz. Zwiedinek machte den Feldzug 1859 in 
Italien und 1866 gegen Preußen mit, wurde in 
der Schlacht bei Königgrätz (3. Juli 1866) schwer 
verwundet und gerieth in preußische Kriegsge- 
fangenschaft, aus welcher er 1 . Aug. zurückkehrte. 
Für seine Leistungen in diesem Feldzuge wurde 
ihm 3. Oct. 1866 die Allerhöchste belobende An- 
erkennung zutheil, welcher im Jahre 1890 die 
Verleihung der neu gestifteten Militär -Verdienst- 
Medaille am Bande des Militär -Verdienstkreuzes 
folgte. 



1848. 

1. Mai. 



Angeli Moriz Edler von, geb. zu Wien 
2. Dec. 1829, eingetr. 20. Sept. 1841, verließ 
5. April 1847 die Akademie, trat 29. April d. J. 
als Unterpionnier in das Pionnier - Corps ein, 
frequentierte sodann die Pionnier-Gorpsschule in 
Tulln und wurde im Febr. 1849 als ex propriis- 
Gemeiner zu Alois Graf v. Mazzuchelli-Inf. Nr. 1 
transf., 1. Juli d. J. Lieut. m. G.-, im Nov. 1849 zu 
Michael Großfürst von Russland-Inf. Nr. 37 über- 
setzt, im Juni 1854 Oberlieut., 13. Mai 1859 
Hauptm. 2. GL, im Febr. 1864 Hauptm. 1. Gl. 
und trat 1. Juni 1871 als Titular-Major in den 
Ruhestand. Am 1. Jan. 1874 erfolgte seine Zu- 
teilung zur kriegsgeschichtlichen Abtheilung des 
Kriegsarchivs, 1. Jan. 1875 seine Übersetzung in 
den Armeestand, 1. Mai 1879 seine Beförderung 
zum Major und 1. Mai 1888 zum Oberstlieut. 
auf diesem Dienstposten. Mit Allerhöchster Ent- 
schließung vom 1. Mai 1880 wurde er in Aner- 
kennung besonders erfolgreichen Wirkens auf 
kriegsgeschichtlichem Gebiete mit dem Ritter- 
kreuze des Franz Josephs-Ordens decoriert. Er 
hat die Feldzüge 1849 in Ungarn, 1859 in Italien 
und 1866 gegen Preußen mitgemacht und an 
allen feindlichen Gelegenheiten seines Regiments 
thätig theilgenommen. 

Birö Alexander von, geb. zu Ludisor in 
Siebenbürgen 8. Sept. 1829, eingetr. 29. Sept. 
1841, wurde als Lieut. m. G. zu Franz Graf v. 
Gyulai-Inf. Nr. 33 ausgemustert, 1. Sept. 1848 
Lieut. h. G., 16. Jan. 1849 Oberlieut., 9. Febr. 
1852 Hauptm. 2. GL, 19. Aug. 1856 Hauptm. 
1 . GL. 26. Juli 1 866 Major, 1 . Juni 1 867 zu Kron- 
prinz Rudolf-Inf. Nr. 19 transf., 1. Nov. 1874 
Oberstlieut. bei Erzh. Franz Karl-Inf. Nr. 52, 



20. Juni 1876 zu Georg Graf Jella&c de BuSim- 
Inf. Nr. 69 übersetzt, 1. Nov. 1876 zum Reserve- 
Gommandanten, 1. Mai 1877 zum Obersten er- 
nannt, 1. Mai 1878 mit Wartegebür beurlaubt, 
trat 1. Oct. d. J. als invalid in den Ruhestand 
und starb im Jahre 1887 zu Budapest. Er machte 
die Feldzüge 1848, 1849, 1859 in Italien und 
1866 gegen Preußen mit. 

Borosini von Hohenstern Gustav Ritter, geb. 
zu Prag 13. Mai 1830, kam 25. Sept. 1842 gleich 
in den 2. Jahrgang der Militär- Akademie, wurde 
als Lieut. m. G. zu Erzh. Rainer-Inf. Nr. 1 1 
ausgemustert, 31. Aug. 1848 Lieut. h. G., 
26. März 1851 Oberlieut., kam 1. Juli 1856 
zum Festungs-Gouvernement zu Mainz in Ver- 
wendung und erhielt 11. Juni 1856 den königl. 
preuß. Rothen Adler-Orden 4. GL, 21. Sept. d. J. 
das Ritterkreuz des großherzogl. hess. Verdienst- 
Ordens Philipp des Großmäuligen, 24. Febr. 
1857 das Ritterkreuz 2. Gl. des herzogl. parm. 
Gonstantin-St. Georgs-Ordens, 24. März 1859 
endlich das Ritterkreuz des päpstl. St. Gregor- 
Ordens. Am 1 1. April 1859 rückte Borosini zum 
Hauptm. 2. GL, 19. Juni 1859 zum Hauptm. 
1. GL vor und machte im Feldzuge 1859 in 
Italien das Treffen bei Melegnano und die Schlacht 
bei Solferino mit. Am 1. Febr. 1860 kam er zu 
Franz Graf Folliot de Grenneville-Poutet-Inf. 
Nr. 75, 1. April 1864 in die General-Adjutantur 
Seiner Majestät des Kaisers, wurde 20. März 1866 
Major, 1. Oct. d. J. zu Hoch- und Deutsch - 
meister-Inf. Nr. 4 transf. und rückte zur Truppen- 
dienstleistung ein. Hier traf ihn am 23. April 
1869 die Beförderung zum Oberstlieut., am 
1. Mai 1875 zum Obersten und Gommandanten 



1848. 



151 



dieses Regiments, welches unter seiner Führung 
wiederholt von Seiner Majestät dem Kaiser Be- 
lobungen erhielt. Am 22. März 1879 zum Com- 
mandanten der 53. Infanterie-Brigade und im 
selben Jahre am 1. Nov. zum Generalmajor 
ernannt, wurde Borosini am 2. Oct. 1884 Gom- 
mandant der 9. Infanterie-Truppen-Division, auf 
diesem Dienstposten am 1. Nov. 1884 zumFeld- 
marschall-Lieut. befördert und am 1. Nov. 1885 
bei der auf sein Ansuchen und nach dem Ergeb- 
nisse der Superarbitrierung erfolgten Übernahme 
in den Ruhestand in Anerkennung seiner viel- 
jährigen und ersprießlichen Dienstleistung mit 
dem Ritterkreuze des Leopold-Ordens ausgezeich- 
net. Borosini lebt in Wien. 

Chabert Ludwig, geb. zu Nonnenthal bei 
Salzburg 11. Juli 1829, eingetr. 29. Sept. 1841, 
wurde als Lieut. m. G. zu Johann Freih. v. Siv- 
kovich-lnf. Nr. 41 ausgemustert, 1. März 1849 
Lieut. h. G., 26. Oct d. J. Oberlieut., 30. Nov. 
1850 zu Karl Freih. v. Culoz-Inf. Nr. 31 transf., 
1. März 1858 Hauptm. 2. Gl., 9. April 1859 
Hauptm. 1. GL, trat 1. Aug. 1877 in den Ruhe- 
stand und erhielt mit Allerhöchster Entschließung 
vom 11. Aug. d. J. den Majors-Gharakter ad 
honores. Er lebte seither in Graz. 

Czaslawsky Friedrich, geb. zu Linz 1 0. Febr. 
1831, eingetr. 25. Sept. 1841, wurde 15. Oct. 
1847 vorzeitig als Regimentscadet zu Leopold 
Großherzog von Baden-Inf. Nr. 59 ausgemustert, 
13. Febr. 1849 Lieut. m. G., 1. Oct. d. J. Lieut. 
h. G., machte den Feldzug 1848 in Südtirol 
und Italien, 1849 in Ungarn mit, worauf er 
15. April 1856 die Officiers-Charge quittierte. Am 
5. Mai 1859 als Lieut. zum 1. Wiener Freiwil- 
ligen-Bat. eingetheilt, nahm Czaslawsky an dem 
Feldzuge in Italien und, nach Auflösung der Frei- 
willigentruppen zum 31. Feldjäger-Bat. transf. 
und daselbst 1. Mai 1866 zum Oberlieut. beför- 
dert, als Bataillons- Adjutant an demFeldzuge 1 866 
gegen Preußen theil. Am 1. Oct. 1873 wurde 
Czaslawsky zum 18., 1. Mai 1874 zum 16. Feld- 
jäger-Bat. transf., avancierte daselbst 1. Nov. 
1874 zum Hauptm. 2. Gl. und 1. Nov. 1877 zum 
Hauptm. 1. Classe. Am 1. Jan. 1881 zum General- 
stabe in Wien commandiert, 1. Nov. 1890 unter 
Belassung in seiner Verwendung zum Major im 
Armeestand befördert, trat er 1. Oct. 1893 auf 
sein Ansuchen in den wohlverdienten Ruhestand 
und erhielt bei diesem Anlasse in Anerkennung 
seiner langen und belobten Dienstleistung das 
Ritterkreuz des Franz Joseph- Ordens. Czaslawsky 
lebt zu Wien. 

Dobrucki Romuald Ritter von, geb. zu Isy- 
powce in Galizien 6. Febr. 1830, eingetr. 5. Oct. 



1841, wurde als Lieut. m. G. zu August Graf zu 
Leiningen-Westerburg-Inf. Nr. 31 ausgemustert, 
9. Dec. 1848 Lieut. h. G., 18. Sept. 1849 Ober- 
lieut., 29. März 1853 Hauptm. 2. GL, 23. Juli 
1854 Hauptm. 1. Cl., 1. Febr. 1860 zu Paul 
Freih. v. Ajroldi-Inf. Nr. 23 transf., 27. April 
1866 Major, machte als solcher den Feldzug 
desselben Jahres gegen Preußen mit und ist bei 
Königgrätz (3. Juli) vor dem Feinde geblieben. 
Für seine hervorragend tapferen Leistungen in 
diesem Feldzug wurde ihm nachträglich mit der 
Allerhöchsten Entschließung vom 28. Oct. 1866 
der Eiserne Kronen-Orden 3. Cl. zuerkannt. 

Dumoulin Johann Freiherr von, geb. zu Prag 
18. Juni 1830, eingetr. 29. Sept. 1841 wurde 
als Lieut. h. G. zu Arthur Herzog von Wellington- 
Inf. Nr. 42 ausgemustert, 21. Aug. 1849 zum 
Oberlieut. befördert und nahm an den Feldzügen 
1 848 und 1 849 in Ungarn theil. Am 20. Juli 
1853 kam Dumoulin als Hauptm. 2. Cl. zum 
Generalstabe, rückte 4. Nov. 1856 zum Hauptm. 

1. Gl., 15. Aug. 1862 zum Major vor und erhielt 
für seine verdienstlichen Leistungen vor dem 
Feinde imFeldzuge 1864 gegen Dänemark, 4. Mai 
1864 den Eisernen Kronen-Orden 3. Cl., sowie 

2. Juli 1864 das Comthurkreuz 2. Cl. des königl. 
sächs. Albrecht-Ordens und 31. Aug. 1864 den 
preuß. Rothen Adler-Orden 3. Classe. Am 9. Mai 
1866 wurde er Oberstlieut., war im Feldzuge 
1866 Generalstabs- Chef des Tiroler Truppen- und 
Landesvertheidigungs - Commandos und erhielt 
in Anerkennung seiner tapferen Leistungen bei 
der Vertheidigung Tirols 3. Oct. 1866 das Ritter- 
kreuz des Leopold-Ordens. Am 6. Juli 1868 
wurde Dumoulin Vorstand des Präsidialb ureau 
im Reichs-Kriegs-Ministerium, 28. Oct. 1868 
Oberst im Generalstabe und 6. April 1870 mit 
dem Gommandeurkreuze des königl. dän. Dane* 
brog-Ordens, dann 31. Dec. 1871 mit dem 
ottom. Medschidi6-Orden 2. Cl. decoriert. Am 
26. April 1871, unter Belassung in seiner Dien- 
stesverwendung, als übercomplet zu Siegmund 
Freih. v. Reischach-Inf. Nr. 21 eingetheilt, erhielt 
er mit Allerhöchster Entschließung vom 18. Jan. 
1874 in Anerkennung seiner vorzüglichen Lei- 
stungen auf dem innehabenden Dienstposten den 
Orden der Eisernen Krone 2. Cl. mit der Kriegs- 
decoration der 3. Cl. und anlässlich der am 
14. Juni 1874, unter Vorbehalt seiner Verwen- 
dung im Truppendienste, erfolgten Enthebung 
von dem durch nahezu sechs Jahre bekleideten 
Posten eines Präsidialbureau - Vorstandes den 
Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit. Am 
1. Nov. 1874 wurde Dumoulin zum Comman- 
danten des Inf.-Reg. August Graf Degenfeld- 



152 



1848. 



Schonburg Nr. 36, 1. Juli 1875 aber schon 
zum Gommandanten der 2. Infanterie-Brigade 
bei der 5. Infanterie-Truppen-Division ernannt 
und 1. Mai 1876 zum Generalmajor auf diesem 
Dienstposten befördert. Am 21. Aug. 1879 er- 
folgte seine Betrauung mit dem Commando der 
9. Infanterie-Truppen-Division, 2. April 1880 die 
definitive Ernennung zum Commandanten der- 
selben und 1. Mai 1880 die Vorrückung zum 
Feldmarschall-Lieutenant. Am 26. Sept. 1882 
übernahm Dumoulin das Commando der 3. In- 
fanterie - Truppen - Division, wurde mit Aller- 
höchster Entschließung vom 19. Dec. 1883 
zum Commandanten des 14. Corps und Landes- 
vertheidigungs-Commandanten in Tirol und Vor- 
arlberg ernannt, am 1 . Nov. 1 884 mit Wartegebür 
beurlaubt und ihm bei diesem Anlasse in Aner- 
kennung seiner pflichtgetreuen, vorzüglichen, im 
Kriege ausgezeichneten Dienstleistung das Com- 
mandeurkreuz des Leopold - Ordens verliehen. 
Erstarb 14. April 1887 zu Baden bei Wien. 
Außer den vorangeführten fremdländischen De- 
corationen besaß er noch das Commandeur- 
kreuz des königl. ital. St. Mauritius- und Lazarus- 
Ordens, des Großofficierskreuz des franz. Ordens 
der Ehrenlegion und das Großkreuz des königl. 
serb. Takowo-Ordens. Nach einer dem Verfasser 
zugekommenen Mittheilung eines hochgestellten 
Militärs hat Dumoulin den österreichischen Militär- 
dienst im Jahre 1 860 für kurze Zeit verlassen und 
stand als Generalstabs-Chefdes General Lamori- 
cierein päpstlichen Kriegsdiensten. In dieser Eigen- 
schaft hat Dumoulin die Schlacht bei Castelfidardo 
16. April 1860 mitgemacht. 

Dydynski Ladislaus von, geb. zu Podmojsce 
in Galizien 16. Mai 1826, eingetr. 23. Oct. 1841, 
wurde bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. zu 
Prokop Graf v. Hartmann-Klarstein-Inf. Nr. 9 ein- 
getheilt, 16. Dec. 1848 Lieut. h. G., 18. Dec. 
1850 Oberlieut. und starb 25. Aug. 1856 zu 
Lemberg. 

Ehlert Edmund, geb. zu Stanislau in Gali- 
zien 16. Nov. 1829, eingetr. 27. Sept. 1841, 
wurde 5. Juni 1844 vorzeitig als Regimentscadet 
zu Andreas Freih. v. Märiässy-Inf. Nr. 37 ausge- 
mustert, 16. Mai 1848 Lieut. m. G., 24. Nov. d.J. 
Lieut. h. G., 25. Sept. 1849 Oberlieut. und 
quitt. 30. April 1854. Am 1. Juli 1855 trat Ehlert 
als provisorischer Steueramts-Ofßcial zu Kaschau 
in Civil-Staatsdienste, wurde l.Nov. 1855 Rech- 
nungs-Official 3. Cl. bei der dortigen Finanz-Lan- 
des -Direction, 1. Oct. 1856 Rechnungs - Official 
2. Cl., 1. Sept. 1859 Rechnungs-Official 1. Cl., 
1. Sept. 1862 Steuer - Unter - Inspector bei der 
Finanz - Bezirks - Direction zu Erlau und 1 . Juli 



1868 Kanzlei-Official 1 . Cl. daselbst. Sein weiterer 
Lebenslauf konnte nicht ermittelt werden. 

Findenigg Arthur Ritter von, geb. zu Rann 
in Steiermark 16. Mai 1830, eingetr. 23. Sept. 
1841, wurde als Lieut. m. G. zu Erzh. Rainer- 
Inf. Nr. 11 ausgemustert, 19. Sept. 1848 Lieut. 
h. G., 27. April 1851 Oberlieut., 16. Nov. d. J. 
zu Johann Graf v. Coronini-Cronberg-Inf. Nr. 6 
transf., 16. Jan. 1855 Hauptm. 2. Cl., 5. Mai 
1859 Hauptm. 1. Cl. und starb 20. April 1868 
zu Temesvar. Findenigg hat die Feldzüge 1859 
in Italien, 1864 gegen Dänemark, 1866 gegen 
Preußen mitgemacht und 3. Oct. 1866 für seine 
hervorragend tapferen Leistungen in letzterem 
Feldzuge das Militär- Verdienstkreuz erhalten. 

Födransperg August Ritter von, Sohn des 
22. Nov. 1847 zu Weinegg verstorbenen Guts- 
besitzers August Ritter von Födransperg, aus des- 
sen Ehe mit Anna von Kleinmayr, geb. zu Ober- 
Gurk in Krain 18. Jan. 1830, eingetr. 20. Oct. 
1841, wurde als Lieut. m. G. zu Gustav Wilhelm 
Prinz zu Hohenlohe-Langenburg-Inf. Nr. 17 aus- 
gemustert, 6. Dec. 1848 Lieut. h. G., 12. Sept. 
1849 Oberlieut., 11. März 1859 Hauptm. 2. Cl., 
1. Mai d. J. Hauptm. 1. Cl., 1. Febr. 1860 zu 
Joseph Freih. v. Sokceviö-Inf. Nr. 78 transf., trat 
1. Dec. 1867 in den Ruhestand, erhielt am 5. Oct. 
1871 den Majors - Charakter und lebt im Markt 
Seisenberg in Krain. Födransperg machte den 
Feldzug 1848 in Italien, 1849 in Piemont und 
die römische Expedition mit. Im Jahre 1866 war 
er mit seinem Regimente bei der Nord -Armee 
eingetheilt, wurde bei Königgrätz (3. Juli) schwer 
verwundet und war bis Ende August 1866 in der 
preußischen Kriegsgefangenschaft. Ferner war er 
vom Jahre 1849 bis Ende 1860 im Militär- geo- 
graphischen Institut zugetheilt und als Mappeur, 
sowie als Mappierungs-Director zur vollen Zufrie- 
denheit verwendet. Födransperg ist seit 14. Juni 
1882 mit Louise Voetter verehelicht. Wegen 
genealogischen Nachrichten über die Familie 
Födransperg vergl. Franz Ritter von Födransperg, 
Ausmusterungsjahrg. 1826. 

Franz Ferdinand Freiherr von, geb. zuWr.- 
Neustadt 16. Juli 1829, eingetr. 22. Sept. 1841, 
wurde als Lieut. zu Julius Freih. v. Haynau-Inf. 
Nr. 57 ausgemustert, in welchem Regimente er 
6. Juni 1849 zum Oberlieut. vorrückte und am Feld- 
zugel848undl849theilnahm.Am22.Febr.1850 
zum Generalstabe transf., avancierte er 12. April 
1852 zum Hauptm. 2. CL, 1. Juni 1855 zum 
Hauptm. 1.C1., wurde im Feldzuge 1859 in Italien 
für seine vorzüglichen Leistungen in den Gefechten 
bei Magenta und Turbigo, 27. Juni 1859 mit 
dem Eisernen Kronen-Orden 3. Cl. ausgezeichnet 



18i8. 



153 



und 9. Jan. 1860 statutenmäßig in den Rilter- 
stand erhoben. Am 13. Nov. 1860 wurde Franz 
Major, 28. April 1866 Oberstiieut., machte 1866 
den Feldzug in Italien als Generalstabs-Chef der 
zusammengesetzten Infanterie - Reserve - Division 
der Süd - Armee, sowie auch den letzten Theil 
des Feldzuges gegen Preußen mit und erwarb 
sich für seine hervorragend tapferen Leistungen 
in der Schlacht bei Custoza mit Allerhöchster 
Entschließung vom 18. Juli 1866 den Leopold- 
Orden. Am 1 3. Nov. 1866 kam Franz zu Erzh.Franz 
Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 32, wurde 9. Oct. 1867 
mit dem Officierskreuze des kaiserl. franz. Ordens 
der Ehrenlegion decoriert, 9. Nov. 1867 zum 
Obersten im Generalstabe befördert und zum 
Generalstabs- Chef der 3. Infanterie-Truppen-Divi- 
sion , 8 . Mai 1869 aber zum Generalstabs- Chef beim 
Generalcommando zu Wien ernannt. Am 20. Nov. 
1874 erfolgte seine Ernennung zum Comman- 
danten der 2. Infanterie-Brigade, 1 . Nov. 1875 seine 
Beförderung zum Generalmajor und 20. April 
1876 seine Berufung ins Reichs -Kriegs -Ministe- 
rium als Vorstand des Präsidial bureaus. Auf 
diesem Dienstposten wurde Franz am 26. Oct. 
1878 in Anerkennung seiner ersprießlichen Lei- 
stungen bei den Mobilisierungsarbeiten anläss- 
lich der Occupation Bosniens und der Hercego- 
vina mit dem Eisernen Kronen-Orden 2. Cl. aus- 
gezeichnet und 13. Dec. d. J. statutenmäßig in 
den Freiherrenstand erhoben. Am 29. Jan. 1879 
wurde Franz Sectionschef im Reichs -Kriegs- 
Ministerium, 1. Nov. d. J. zum Feldmarschall- 
Lieut. befördert und 12. April 1880 zum Com- 
mandanten der 14. Infanterie -Truppen -Division 
in Pressburg ernannt, bei welcher Gelegenheit 
er in Anerkennung seiner auf dem bisherigen 
Posten geleisteten befriedigenden Dienste den 
Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit erhielt, 
was ihn zum Tragen der seither gestifteten 
Militär- Verdienst-Medaille berechtigt. Am 7. März 
1884 dem 11. Corps - Gommando in Lemberg 
zugetheilt, wurde Franz schon 1. Nov. d. J. 
auf sein Ansuchen mit Wartegebür beurlaubt 
und trat 1. Juli 1891 in den Ruhestand. Er lebt 
zu Wien. Franz besitzt auch das Ritterkreuz des 
kaiserl. russ. St. Stanislaus - Ordens 1 . Gl. und 
des St. Annen-Ordens 2. Glasse. 

Froschmayr von Scheibenhof Guido, geb. 

zu Laibach 3. Febr. 1830, eingetr. 24. Sept. 
1841, wurde bei der Ausmusterung als Lieut. 
m. G. zu Leopold Prinz beider Siciüen-Inf. Nr. 22 
eingetheilt, 1. März 184 9 Lieut. h.G., 16. Jan. 1851 
Oberlieut., 30. Jan. 1859 pens., lebt zu Wien. 
Grubner Ferdinand Edler von, geb. zu Kirch- 
dorf in Oberösterreich 22. Sept. 1830, eingetr. 



22. Nov. 1841, verließ 15. Juni 1846 die Aka- 
demie und ist seither verschollen. 

Guckler Anton Edler von, geb. zu Ofen 

23. Mai 1829, eingetr. 23. Sept. 1811, wurde 
6. Juni 1845 vorzeitig als Regimentscadet zu 
Alexander I. Kaiser von Russland-Inf. Nr. 2 aus- 
gemustert, 31. Dec. 1846 zu Dom Miguel Herzog 
von Braganza-Inf. Nr. 39 transf., 16. Sept. 1848 
Lieut. m. G., 16. Dec. d. J. Lieut. h. G. und trat 
19. Jan. 1854 aus dem Armeeverbande. 

Inkey und Pallin Ferdinand Freiherr von, 
Sohn des 10. Febr. 1848 verstorbenen k. k. 
Kämmerers und Obergespans des Sohler Gomi- 
tats Emerich von Inkey und Pallin, geb. zu 
Rasinj in Groatien 1 1 Juni 1829, eingetr. 25. Sept. 
1841, wurde als Lieut. m. G. zu Palatinal - Hu- 
saren Nr. 12 ausgemustert, 16. März 1849 Ober- 
lieut. und quitt. 28. Febr. 1850 den activen 
Militärdienst mit Beibehalt des Officiers - Charak- 
ters, um sich der Verwaltung seines ausgedehnten 
Grundbesitzes zu widmen. Er wurde 17. Aug. 
1875 in den ungarischen Freiherrenstand er- 
hoben und starb 22. Nov. 1890 zu Volosca. Inkey 
war Herr der Herrschaft Rasinj mit den Gütern 
Berkes, Kuzminec, Gorica und Gjelekovec, 
Ivan und Grbaäevac im Warasdiner Gomitat 
in Groatien, ferner der Herrschaften Miszla mit 
Also- undFölsö-Bikäd und Udvari imTolnaer und 
Rätka mit Sindeies im Zalaer Gomitat in Ungarn, 
k. k. wirklicher Geheimer Rath und Kämmerer, 
erbliches Mitglied des ungarischen Magnaten- 
hauses und des croatisch-slavonischen Landtages, 
Ehrenbürger der königlichen Freistadt Kopreinitz 
und seit 1. Mai 1858 mit der Sternkreuz-Ordens- 
dame Ludmilla Gräfin Deym und Stfite2 vermählt, 
welcher Ehe nebst drei Töchtern ein Sohn, 
Emerich, entstammt. 

Jachowicz von Wolfowice Cornel Marcel, 
geb. zu Stanislau in Galizien 16. Sept. 1828, 
eingetr. 2. Oct. 1841, wurde bei der Ausmuste- 
rung als Lieut. m. G. zu Adolf Herzog zu Nassau- 
Inf. Nr. 15 eingetheilt, 29. Nov. 1848 Lieut. 
h. G., 28. Sept. 1849 Oberlieut, 24. April 1859 
Hauptm. 2. Gl., 31. Mai d. J. Hauptm. 1. GL, 
1. Febr. 1860 zu Friedrich Freih. v. Bianchi, 
Duca di Gasa Lanza-Inf. Nr. 55 transferiert. Er 
war vom 1. März 1849 bis Ende Mai 1859 zu- 
erst als Brigade - Adjutant beim Generalmajor 
Matthias Sartorius Edlen von Thalborn, dann 
beim Generalmajor Wilhelm Ritter von Lilienborn 
und nach der im Jahre 1856 erfolgten Beförde- 
rung des letzteren zum Feldmarschall - Lieut. 
als Divisions -Adjutant bei demselben zur vollen 
Zufriedenheit verwendet, machte im Jahre 1818 
die October - Ereignisse in Wien, und zwar den 



151 



1848. 



Angriff auf die Matzleinsdorfer Linie 28. und auf 
die innere Stadt 31. Oct., dann im ungarischen 
Feldzuge die Gefechte bei Schlosshof an der 
March 20. und 23. Nov. 1848, ferners 1859 den 
Feldzug in Italien mit. Am G. Nov. 1863 übertrat 
Jachowicz als Ober-Telegraphist 2. Gl. bei der 
Telegraphenstation Suczawa in Civil - Staats- 
dienste, wurde 3. Aug. 18G5 als Amtsleiter zur 
Telegraphenstation Brzezan, 16. Oct. 1869 in 
gleicher Eigenschaft nach Przemysl übersetzt, 
mit Allerhöchster Entschließung vom 11. April 
1870 zum Hauptm. 1. Cl. im nichtactiven Stande 
der k. k. Landwehr ernannt und zum Landwehr- 
Bat. Przemysl Nr. 59 eingetheilt. In seiner Civil- 
carriere zum Telegraphenamts - Gontrolor vorge- 
rückt, starb Jachowicz am 8. Jan. 1874 zu 
Lemberg. 

Kick Franz, geb. zu Linz 21. Aug. 1829, 
eingetr. 23. Sept. 1841, wurde als Cadet zu 
Johann Freih. v. Hrabovsky - Inf. Nr. 14 aus- 
gemustert, 1. Sept. 1848 Lieut. m. G., 16. April 
1849 Lieut. h. G., machte mit dem Regiraente 
den Feldzug 1848 in Italien und 1849 in Ungarn 
mit und quitt. 1. Jan. 1854 den Dienst ohne 
Beibehalt des Officiers-Charakters. Am 23. Aug. 
1854 ließ sich Kick bei Erzh. Ferdinand Max- 
Uhlanen Nr. 8 als Gemeiner freiwillig assen- 
tieren, wurde 24. April 1859 Lieut. m. G. bei 
Friedrich Wilhelm Ludwig Großherzog von Baden- 
Inf. Nr. 50, 13. Mai d. J. Lieut. h. G., 13. Mai 
1866 Oberlieut., nahm an dem Feldzuge 1866 
in Italien theil, trat 1. Febr. 1869 in den zeit- 
lichen Ruhestand und war seither provisorischer 
Beamter bei der k. k. priv. Kaiserin Elisabeth- 
Westbahn. Am 1. Nov. 1870 reactiviert und bei 
seinem Regiment wieder eingetheilt, wurde er 
1. Nov. 1871 zum Generalstabe commandiert, 
mit 1. Mai 1872 dem Generalstabe zugetheilt, 
1. Nov. 1875 in diesem Dienstverhältnisse zum 
Hauptm. 2. GL, 1. Nov. 1877 zum Hauptm 1.C1. 
befördert, 1. Nov. 1883 in den Stand seines 
Regiments übersetzt, trat 1. Dec. 1884 als in- 
valid in den Ruhestand und erhielt 10. Jan. 1885 
aus Allerhöchster Gnade den Majors - Charakter 
ad honores. Er domiciliert in Wien. 

Kling Thomas, geb. zuDabar in der Militär- 
grenze 14. Jan. 1830, eingetr. 24. Sept. 1841, 
wurde als k. k. Cadet zum 9. Jäger -Bat. aus- 
gemustert, 16. Nov. 18i8 Lieut. m. G. im Oto- 
gner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 2, 1. Oct. 1849 Lieut. 
h. G., 9. Juni 1859 Oberlieut., 1. Nov. 1868 
Hauptm. 2. Cl., mit 1. Oct. 1873 zu Georg Graf 
JellaciC de Buznn - Inf. Nr. 69 transf., 1. Nov. 
cl. J. Hauptm. 1. CL, trat 1. Jan. 1879 in den 
Ruhestand und lebt zu Zengg. 



Kluger Edler von Teschenberg Adolf, geb. 

zu Wodöan in Böhmen 7. Sept 1830, eingetr. 
21. Sept. 1841, wurde als Lieut. h. G. zu Erzh. 
Ludwig- Inf. Nr. 8 ausgemustert, 1. März 1849 
Oberlieut., 5. Nov. 1850 q. t. zumGQMSt transf., 
20. Febr. 1852 Hauptm. 2. Cl., 1. Juni 1855 
Hauptm. 1. Cl., 21. Mai 1860 Major, 6. Juni 
1866 Oberstlieut., 9. Nov. 1867 zu Erzh. Ferdi- 
nand d'Este-Inf.Nr.32 übersetzt und starb 3. Aug. 
1868 zu Wien. Kluger machte im Jahre 1848 
die Cernierung und Einnahme von Wien, 1848 
und 1849 den Feldzug in Ungarn, im Aug. 1849 
die Einnahme von Venedig, 1866 den Feldzug 
gegen Preußen mit und hat 3. Oct. 1866 für 
seine verdienstvollen Leistungen im Feldzuge 
gegen Preußen das Militär -Verdienstkreuz er- 
halten. 

Konja von Konnsperg Julius, geb. zu 

Zureni in Galizien 16. Jan. 1830, eingetr. 
26. Sept. 1841, wurde als Lieut. m. G. zu Karl 
Ludwig Herzog von Parma - Inf. Nr. 24 aus- 
gemustert, 8. Nov. 1848 Lieut. h. G., 1. Nov. 
1850 Oberlieut., 1. Juli 1858 Hauptm. 2. CL, 
1. Mai 1859 Hauptm. 1. CL, 23. April 1869 
Major bei Erzh. Siegmund - Inf. Nr. 45, 1 . Mai 
1876 Oberstlieut. bei Alois von Baumgarten-Inf. 
Nr. 56, 24. März 1877 Reserve - Commandant 
bei Karl Ludwig Herzog von Parma - Inf. Nr. 24, 
15. Sept. 1878 Oberst, 9. Aug. 1879Regiments- 
Commandant bei Heinrich Freih. v. Handel - Inf. 
Nr. 10, trat 1, März 1882 in den Ruhestand 
und lebt zu Budweis. Er machte die Feldzüge 
1848, 1849 in Ungarn, 1866 gegen Preußen 
mit und erhielt 3. Oct. 1866 für seine hervor- 
ragend tapferen Leistungen im Feldzuge gegen 
Preußen das Militär - Verdienstkreuz. Konja war 
vom 16. Juli 1854 bis 30. Juni 1858 als Lehrer 
der Geographie am Cadetten - Institute zu Hain- 
burg und vom 30. Sept. 1858 bis 30. Juni 1859 
am Gadetten-Institute zu Fiume verwendet. 

Kotzian Karl, geb. zu Groß-Jacz in Ungarn 
8. Nov. 1829, kam 22. Sept. 1841 in die Aka- 
demie und trat 16. April 1845 aus der Militar- 
erziehung. Sein weiterer Lebenslauf ist nicht 
bekannt. 

KUnigl Freiherr zu Ehrenburg und auf der 

Warth Karl Graf, Herr und Landraann in Tirol, 
Sohn des 29. Oct. 1874 verstorbenen k. k. Käm- 
merers Leopold Grafen Künigl, Freiherrn zu 
Ehrenburg und auf der Warth, aus dessen Ehe 
mit Ferdinandine Reichsgräfin von Bissingen- 
Nippenburg, geb. zu St. Lorenzen in Tirol 2. Mai 
1829, eingetr. 17. Oct. 1842, wurde bei der 
Ausmusterung als Lieut. m. G. zu Erzh. Ludwig- 
Inf. Nr. 8 eingetheilt, 17. Oct. 1848 Lieut. h. G., 



1848. 



155 



16. Juni 1 850 Obcrlieut., 26. April 1859Hauptm. 
2. GL, 1. Jumd. J. Hauptm. 1. Gl., 1. Mai 1866 
zu Wilhelm Freih. v. Ramming-Inf. Nr. 72 transf., 
1. Mai 1870 zeitlich pensioniert. Am 1. Juni 
1871 in den nichtactiven Stand des Landes- 
schützen-Bat. Pusterthal Nr. VI übersetzt, kam er 
infolge physischer Untauglichkeit zum Land Wehr- 
dienste 1. Dec. 1872 in sein früheres Pensions- 
verhältnis zurück, erhielt bei diesem Anlasse mit 
Allerhöchster Entschließung vom 17. Nov. d. J. 
den Majors - Charakter ad honores und lebt zu 
Schloss Ehrenburg im Pusterthal. Er ist k. u. k. 
Kämmerer, Herr der Herrschaften Schöneck, 
Michaelsburg und Toblach und gegenwärtig in 
zweiter Ehe mit Martha von Tasch vermählt, aus 
welcher Ehe ein Sohn entstammt. Die Eintragung 
dieses Geschlechtes in die Tiroler Adelsmatrikel 
erfolgte im Jahre 1511, die Erhebung in den 
Freiherrenstand mit den oben bezeichneten Prä- 
dicaten 25. Aug. 1563 und die Erhebung in den 
erbländisch - österreichischen Grafenstand mit 
Diplom des Erzherzogs Ferdinand Karl vom 
4. Mai 1662. 

Le Gay Edler von Lierfels Leopold, geb. zu 

Saybusch in Galizien 5. Nov. 1829, eingetr. 
26. Sept. 1841, wurde als Lieut. m. G. zu Johann 
Freih. v. Sivkovich - Inf. Nr. 41 ausgemustert, 
21. Sept. 1848 Lieut. h. G. und verlor sein 
Leben bei einer Pulverexplosion im verschanzten 
Lager zu Temesvär 15. Mai 1849. 

Liechtenberg Victor Reichsgraf von, geb. 
zu Pettau in Steiermark 27. Nov. 1829, kam 
30. Sept. 1841 in die Akademie und wurde 
19. März 1843 aus der Militärerziehung ent- 
lassen. Sein weiterer Lebenslauf konnte nicht 
ermittelt werden. Wegen Ursprung und Abstam- 
mung des Geschlechtes Liechtenberg, sowie 
wegen dessen Standeserhöhungen vergl. Gottfried 
Reichsgrafvon Liechtenberg, Austrittsjahrg. 1 756. 

Linner Gustav, geb. zu Warnsdorf in Böh- 
men 14. Nov. 1830, kam 30. Sept. 1842 in die 
Akademie und wurde bei der Ausmusterung als 
Lieut. m. G. beim 7. Jäger - Bat. eingetheilt, 
in welchem er 26. Juli 1848 zum Lieut. h. G., 
1. März 1849 zum Oberlieut., 1. März 1853 zum 
Hauptm. 2. Gl., 16. Aug. 1854 zum Hauptm. 
1. Cl. avancierte und an den Feldzügen 1848, 
1849 und 1859 theilnahm. Für seine hervor- 
ragende Tapferkeit bei Palestro wurde er durch 
die Verleihung des Militär- Verdienstkreuzes aus- 
gezeichnet. Am 17. Sept. 1865 zum Major und 
Gommandanten des 5. Jäger - Bat ernannt, 
war Linner mit demselben im Feldzuge 1866 
gegen Preußen im 8. Armeecorps eingetheilt, 
wurde bei Nachod 27. Juni 1866, durch einen 



Schuss in den rechten Ellbogen und durch 
einen zweiten in die rechte Hüfte schwer ver- 
wundet und gerielh in Kriegsgefangenschaft. Für 
seine hervorragenden Leistungen bei dieser Ge- 
legenheit wurde ihm mit Allerhöchster Entschlie- 
ßung vom 3. Oct. 1866 der Eiserne Kronen- 
Orden 3. Gl. zuerkannt. Eine Resection des 
rechten Ellbogens und die eingetretene Steifheit 
des Armes hinderte ihn an der Fortsetzung der 
activen Dienstleistung, er wurde 1. Dec. 1867 
als Oberstlieut. pens., 1. Aug. 1869 aber bei 
gleichzeitiger Übersetzung in den Armeestand 
zum Gommandanten des Invalidenhauses in Prag 
ernannt und auf diesem Dienstposten 1. April 
1876 zum Obersten befördert. Am 1. Nov. 1887 
trat Linner definitiv in den Ruhestand und erhielt 
den Generalmajors - Charakter ad honores. Er 
lebt zu Vigaun in Ober-Krain. 

Locher von Lindenheim Ottomar Ritter, 

geb. zu Dwory in Galizien 8. Nov. 1829, ein- 
getr. 20. Sept 1841 und starb auf Urlaub 
17. Aug. 1846 zu Wieliczka. 

Mertens Friedrich Ritter von, ein Sohn des 
Hofrathes Demeter Ritter vonMertens, aus dessen 
Ehe mit Anna, geb. von Gall, war zu Wien 
21. Juni 1828 geb., kam 27. Sept. 1841 in die 
Akademie, wurde 15. Oct. 1847 vorzeitig alsRegi- 
mentscadet zu Karl Fürst zu Schwarzenberg-Inf. 
Nr. 19 ausgemustert, trat aber infolge einer 
schweren Krankheit aus dem Militärdienste und 
studierte zu München die Malerkunst, welcher ihn 
der am 6. Jan. 1854 zu Salzburg erfolgte Tod 
vorschnell entriss. Im Jahre 1853 war in der 
Jänner-Ausstellung des österreichischen Kunst- 
vereines eine „Ideale Landschaft" von ihm zu 
sehen. Nach seinem Tode erhielt er von der 
allgemeinen Kunstausstellung zu New -York einen 
der ersten Preise für ein großes Landschafts- 
bild in Ol. Seine zurückgelassenen Skizzen 
wurden als meisterhaft im Entwürfe von den 
vorzüglichsten Landschaftsmalern Münchens ge- 
priesen. Die Familie Mertens stammt aus Brüssel, 
wo ein Mitglied derselben schon zur Zeit der 
Entdeckung Amerikas im Jahre 1492 die Bürger- 
meisterwürde bekleidete. Aus diesem Geschlechte 
erlangte der Arzt Karl Mertens im Jahre 1773 
den österreichischen Adelstand, wurde im Jahre 
1787 in den Ritterstand erhoben und ist der 
Stammvater der in Österreich blühenden Linie. 

MotlJSZ de Alsö-Rasztoka Ladislaus, geb. 
zu Lemberg 10. Jan. 1829, eingetr. 13. Sept. 
1840, wurde als Lieut. in. G. zu Hoch- und 
Deutschmeister- Inf. Nr. 4 ausgemustert, 1. Sept. 
1848 Lieut. h. G., 5. Jan. 1851 Oberlieut., 
7. Ocl. 1857 Hauptm. 2. Gl., 4. Mai 1859 



15G 



1 848. 



Hauptm. 1. CL, 1. Febr. 1860 zu Wilhelm 
Freih. v. Ramming Inf. Nr. 72 transf., 23. April 
1869 Major bei Leopold Graf Gondrecourt-Inf. 
Nr. 55, 24. April 1876 Oberstlieut., 18. Oct. 
1877 Reserve - Commandant, 15. Sept. 1878 
Oberst, 1. Aug. 1879 Commandant bei Erzh. 
Ludwig Salvator-Inf. Nr. 58. Er war vom 1. Oct. 
1851 bis 1. Sept. 1858 an der Wiener-Neu- 
städter Akademie als Lehrer des Infanterie-Exer- 
cierreglements mit sehr gutem Erfolge in Ver- 
wendung und machte die Feldzüge 1848, 1849 
in Ungarn, 1859 in Italien, sowie 1864 gegen 
Dänemark und 1866 gegen Preußen mit. Am 
1. Aug. 1882 trat Motusz in den Ruhestand und 
lebt seither in Wien. 

Negroni d'Ello Anton, geb. zu Klagenfurt 
29. Nov. 1829, eingetr. 20. Sept. 1841, wurde 
als Lieut. m. G. zu Franz Adolf Freih. v. Pro- 
haska-Inf. Nr. 7 ausgemustert, 12. Aug. 1848 
Lieut. h. G., 13. Dec. 1850 Oberlieut., 1. Mai 
1856 zum Adjutanten - Corps transf., 21. Sept. 
d. J. Rittm. 2. Cl., 18. April 1857 Rittm. 1. CL, 
1. Dec. 1860 zu Erzh. Siegmund-Inf. Nr. 45, 
25. Oct. 1862 zu Franz Freih. v. Paumgartten- 
Inf. Nr. 76 transf., 1. Febr. 1864 pens., lebte 
seither zu Graz und ist dortselbst am 22. Sept. 
1873 gestorben. Er machte die Feldzüge 1848 
in Italien, 1849 in Ungarn und 1859 in Italien 
mit, war vom 1. Juli 1866 bis 15. Sept. d. J. 
Concipient bei der 1 . Abtheilung des mährisch- 
schlesischen Generalcommandos und es wurde 
ihm bei seiner Rückversetzung in den Ruhestand, 
15. Sept. 1866, die vollste Anerkennung des 
Generalcommandos ausgesprochen. 

Nowotny Alois, geb. zu Wiener-Neustadt 
18. Juni 1829, eingetr. 21. Sept. 1841, wurde 
bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. bei 
Ludwig Freih. Piret de Bihain-Inf. Nr. 27 ein- 
getheilt, 1. Nov. 1848 Lieut. h. G., 1. Mai 1850 
Oberlieut., 5. April 1859 Hauptm. 2. CL, 7. Juni 
d. J. Hauptm. 1. CL, 1. Febr. 1860 zu Georg 
Graf Jelladid de Buiim-Inf. Nr. 69 transf., 1. Jan. 
1869 pens., lebt zu Brunn. Nowotny hat die 
Feldzüge 1848, 1849 in Ungarn, 1859 und 
1866 in Italien mitgemacht, und an den in diesen 
Zeitabschnitt fallenden Schlachten und Gefechten 
theilgenommen. 

Opachich Peter, geb. zu Unter -Lapac in 
der Militärgrenze 24.Nov. 1829, eingetr. 24. Sept. 
1841, wurde 6. Juni 1845 vorzeitig als Regi- 
mentscadet zu Dom Miguel Herzog von Bra- 
ganza-Inf. Nr. 39 ausgemustert, 27. Oct. 1848 
Lieut. m. G. und trat in demselben Jahre in die 
Reihen der ungarischen Armee. Sein weiterer 
Lebenslauf ist nicht bekannt. 



Oreskoviö Franz, geb. zu Le£ce in der 
Militärgrenze 16. Febr. 1829, eingetr. 24. Sept. 
1841, wurde bei der Ausmusterung als Lieut. 
m. G. zu Joseph Freih. v. Koudelka-Inf. Nr. 40 
ausgemustert, 1. Jan. 1849 Lieut. h. G., 1. Aug. 
1850 Oberlieut., 1. Dec. d. J. zu Erzh. Ernst- 
Inf. Nr. 48 transf., 1. Mai 1859 Hauptm. 2. CL, 
6. Juni d. J. Hauptm. 1. CL, 1. Febr. 1860 zu 
Erzh. Albrecht-Inf. Nr. 44, 1. Mai 1866 zum 
Liccaner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 1 transf., 30. Oct. 
1870 Major im Regimente, 1. Nov. 1871 q. t. 
zu Gustav Prinz von Wasa-Inf. Nr. 60 transf., 
1 Nov. 1876 Oberstlieut. bei Gabriel Freih. v. 
Rodich Inf. Nr. 68, 13. Oct. 1879 Reserve-Coni- 
mandant bei Alexander I. Kaiser von Russland- 
Inf. Nr. 2, 1. Nov. d. J. Oberst, 1. Juli 1882 
mit Wartegebür beurlaubt und trat 1. Aug. d. J. 
als invalid in den Ruhestand. Er lebt zu Agram. 
Oreskovi6 machte die Feldzüge 1848, 1849 in 
Ungarn, 1 859 in Italien und 1 866 in Dalmatien 
mit und erhielt 15. Aug. 1859 für seine hervor- 
ragend tapferen Leistungen beiSolferino(24.Juni) 
die Allerhöchste belobende Anerkennung, somit 
später die neu gestiftete Militär-Verdienst-Medaille 
am Bande des Militär - Verdienstkreuzes und 
17. Dec. 1859 das Militär- Verdienstkreuz. 

Ott Edler von Ottenkampf Joseph, geb. zu 

Josefstadt in Böhmen 1. Mai 1829, kam 7. Oct 
1842 in die Akademie und wurde als Lieut 
m. G. zu Maximilian Freih. v. Reising-Inf. Nr. 18 
ausgemustert, rückte hier 11. Dec. 1848 zum 
Lieut h. G., 9. Sept. 1850 zum Oberlieut, 
1. Sept. 1858 zum Hauptm. 2. Cl., 1. Juni 
1859 zum Hauptm. 1. Cl. vor und machte mit 
diesem Regimente im Feldzuge 1848 die Be- 
schießung und Einschließung von Wien mit den 
Gefechten vom 20. bis 31. Oct, das Scharmützel 
bei Göding a. d. Waag am 6. Nov., die Affaire 
bei Angern am 1. Dec, sowie das Gefecht bei 
Vajda Szt-Iväny am 27. Dec. mit. Im Feldzuge 
1859 war er bei der Küstenvertheidigung ver- 
wendet, ohne in ein Gefecht gekommen zu sein. 
Am 1. Febr. 1860 zu Franz Graf Folliot de Cren- 
neville-Poutet-Inf. Nr. 75 transf., nahm Ott in 
diesem Regimente an dem Feldzuge 1866 in 
Italien thätigen Antheil und erhielt 18. Juli 1866 
für seine hervorragenden Leistungen in der 
Schlacht bei Custoza das Militär -Verdienstkreuz. 
Am 23. April 1869 wurde er Major, 24. April 
1876 Oberstlieut, 15. Febr. 1878 Reserve - 
Commandant, 15. Sept. 1878 Oberst, 1. Oct 
1879 Regiments - Commandant bei Erzh. Karl 
Salvator-Inf. Nr. 77, war während der Opera- 
tionen 1882 in Bosnien Staüons- und Truppen- 
Commandanl in GoraZda und wurde für seine 



1848. 



157 



hervorragenden Leistungen bei dieser Gelegen- 
heit am 27. .Oct. 1882 durch den Ausdruck 
der Allerhöchsten belobenden Anerkennung, 
sowie infolge dessen am 12. Aug. 1890 durch 
die Verleihung der MUitär-Verdienst-Medaille am 
Bande des Militär- Verdienstkreuzes ausgezeichnet. 
Die Stadt GoraZda ernannte ihn zu ihrem Ehren- 
burger. Am 24. März 1884 finden wir ihn als 
Comroandanten der 8. Infanterie -Brigade, in 
welcher Stellung er am 1. Nov. d. J. zum Ge- 
neralmajor avancierte. Durch Krankheit ge- 
zwungen, dem activen Dienste zu entsagen, trat 
Ott am 24. März 1886 auf eigenes Ansuchen in 
den wohlverdienten Ruhestand und starb im 
Jahre 1892 in Graz. 

Pachner von Eggenstorf und Stolac Fer- 
dinand Ritter, Sohn eines k. k. Forstmeisters, 
geb. zu Martinsberg in Niederösterreich 4. Mai 
1831, eingetr. 22. Sept. 1841, wurde bei der 
Ausmusterung als Lieut. m. G. zu Heinrich Freih. 
v.Hess-Inf. Nr. 49 eingetheilt, l.März 1849 Lieut. 
h. G., 22. Mai 1852 Oberlieut., 25. April 1859 
Hauptm. 2. GL, l.Febr. 1863 Hauptm. 1 . Glasse. 
Pachner machte die Feldzöge 1848, 1849 in 
Ungarn, 1859 in Italien und 1866 gegen Preu- 
ßen mit und erhielt 3. Oct. 1866 für seine Lei- 
stungen im Feldzuge gegen Preußen die Aller- 
höchste belobende Anerkennung, somit in der 
Folge auch die Militär- Verdienst-Medaille am Bande 
des Militär- Verdienstkreuzes. Am 1. Mai 1871 
erfolgte die Beförderung Pachners zum Major bei 
Leopold II. König der Beigier- Inf. Nr 27, 1. Mai 

1877 zum Oberstlieut. beim Inf. -Reg. Nr. 32, in 
welcher Eigenschaft er den Occupations-Feldzug 

1878 mit machte. Mit dem 1. Bataillon dieses Regi- 
ments zur Festhaltung von Stolac befehligt, wurde 
er am 14. Aug. 1878 im Fort eingeschlossen und 
vertheidigte dasselbe gegen überlegene Kräfte bis 
zum 21 . d. M., trotz absolutem Mangel an Wasser 
und Lebensmitteln. In Anerkennung dieser hervor- 
ragend tapferen und sonst verdienstlichen Leistun- 
gen wurde er zufolge Allerhöchster Entschließung 
vom 18. Dec. 1878 mit dem Ritterkreuze des 
Leopold-Ordens decoriert; bei der später erfolg- 
ten Erhebung in den österreichischen Ritterstand 
wurde »Stolac* in das Prädicat aufgenommen. 
Mit 28. März 1879 wurde Pachner zum Reserve- 
Commandanten beim Inf. -Reg. Nr. 42, 1. Nov. 
1880 zum Obersten, 7. Juni 1882 zum Comman- 
danten des Inf. -Reg. Wilhelm Herzog von Würt- 
temberg Nr. 73 ernannt, 9. April 1886 dem 
Landwehr-Gommando in Prag zugetheilt und auf 
diesem Dienstposten 1. Nov. 1886 zum General- 
major befördert und 3. April 1887 krankheits- 
halber von dieser Zutheilung, vorbehaltlich der 



Wiedereintheilung im Falle seiner vollständigen 
Genesung, enthoben. Amö.Aug.d.J erfolgte seine 
Ernennung zum Commandanten der 53. Infanterie- 
Brigade, 2. April 1890 zum Commandanten der 
17. Infanterie-Truppen-Division und l.Mail891 die 
Beförderung zum Feldmarschall-Lieut. auf diesem 
Dienstposten. Seit 11. Oct. 1891 besitzt er den 
königl. preuß. Kronen-Orden 1 . Glasse. Er trat mit 
1. Febr. 1893 in den wohlverdienten Ruhestand, 
bei welchem Anlasse ihm in erneuerter Aner- 
kennung seiner langen, im Kriege wie im Frieden 
vorzüglichen Dienstleistung der Orden der 
Eisernen Krone 2. Gl. verliehen wurde. Er lebt 
in Pilsen. 

Philipovic Georg, geb. zu Ogulin (Geburts- 
datum unbekannt), kam 24. Sept. 1841 in die 
Akademie und wurde wegen physischer Nichteig- 
nung für den Kriegsdienst 25. Juni 1847 mit 
einer Pension jährlicher 150 fl. G.M. aus der Mili- 
tärerziehung entlassen. Am 10. Febr. 1849 trat 
Philipoviö als Feld - Kriegskanzlei-Praktikant beim 
croatisch - slavonischen Landes - Generalcom- 
mando ein, rückte 1. Mai 1851 zum Feld-Kriegs- 
kanzlei-Adjuncten vor und kam in dieser Eigen- 
schaft 13. Juli 1853 zur Genie -Inspection in 
Agram, 21. März 1854 zuml.Armee-Commando 
in Wien und 1. Juni d. J. zum croatisch-slavoni- 
schen Landes-Generalcommando wieder zurück. 
Am 30. Oct. 1854 wurde er als Registrant bei 
der Gomitatsbehörde zu Warasdin in Civil-Staats- 
dienste übernommen, als solcher 6. Juni 1855 
zur Gomitatsbehörde zu Agram, 10. Jan. 1860 
zur croatisch-slavonischen Statthalterei übersetzt, 
1. April 1861 aber in den Disponibilitätsstand 
übernommen und früher beim königlichen Statt- 
halterei-Rathe in Agram, vom 17. Juli 1863 an 
bei der königlichen croatisch-slavonischen Hof- 
kanzlei verwendet. Am 27. Dec. 1863 wurde 
Philipoviö bei dieser Behörde als Kanzlist de- 
finitiv eingetheilt und kam 27. Sept. 1866 als 
Hilfsämter - Directions - Adjunct zur königlichen 
Gomitats - Gerichtstafel in Pozega. Sein weiterer 
Lebenslauf konnte nicht ermittelt werden. 

Pittoni von Dannenfeldt Ferdinand August 
Ritter, geb. auf Schloss Stattenberg in Steier- 
mark 19. Oct. 1829, kam 27. Sept. 1841 in die 
Akademie und verließ dieselbe als Lieut m. G. 
bei An ton Graf v. Kinsky - Inf. Nr. 47, in welchem 
Regimente er am 4. Juli 1848 zum Lieut. h. G., 
24. März 1849 zum Oberlieut., 8. März 1859 zum 
Hauptm. 2. Gl., 1. April d. J. aber zum Hauptm. 
1. Gl. vorrückte und an den Feldzügen 1848 
und 1819 in Italien theilnahm. Am 31. Mai 
1859 zum GQMSt. transf., hatte Pittoni im Feld- 
zuge desselben Jahres das Missgeschick, bei einer 



158 



1848. 



Recognoscierung am Serio-Flusse 9. Juni in Kriegs- 
gefangenschaft zu gerathen, aus welcher derselbe 
erst nach hergestelltem Frieden wieder rückkehrte. 
Am 11. Juni 18G6 wurde Pittoni zum Major im 
Corps befördert, 23. April 1869 zu Leopold II. 
König der Belgier -Inf. Nr. 27 übersetzt, 1. Mai 
1873 Oberstlieut. bei Erzh. Karl-Inf. Nr. 3, 1. Juni 
1876 Reserve - Gommandant bei Johann Graf v. 
Nobili-Inf. Nr. 74, 1. Nov. 1876 Oberst auf die- 
sem Posten, 1. Mai 1878 Regiments • Gomman- 
dant und führte dieses Regiment in demselben 
Jahre während der Occupation der Hercegovina. 
Am 1. Mai 1879 in gleicher Eigenschaft zu Wil- 
helm Herzog von Württemberg-Inf. Nr. 73 über- 
setzt, trat Pittoni über eigenes Ansuchen krank- 
heitshalber als Generalmajor in den Ruhestand 
und lebt zu Graz. 

Pohanka von Kulmsieg Alfred, geb. zu Pil- 
sen 16. Oct. 1828, eingetr. 29. Sept. 1841, 
wurde bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. bei 
Kaiser-Inf. Nr. 1 eingetheilt, 1 . März 1 849 Lieut. 
h. G., 1. Juli 1850 Oberlieut., 16. Jan. 1852 zu 
Johann Grafv. CoroniniCronberg-Inf.Nr. 6 transf., 
2. Jan. 1855 Hauptm. 2. GL, 30. April 1859 
Hauptm. 1. GL, 1. Febr. 1860 zu Wilhelm Freih. 
v. Aleraann-Inf. Nr. 43 transf., starb 30. Sept. 
1861 im Garnison sspilal zu Graz. 

Pospischel von Freyenfeld Adolf, geb. zu 

Sanok inGalizien 5. Febr. 1830, eingetr. 27. Sept. 
1841, wurde 16. Mai 1846 aus der Militärerzie- 
hung entlassen. 

Ratz Simon, geb. zu Orlät in Siebenbürgen, 
eingetr. 21. Nov. 1841, wurde 16. Oct. 1844 
wegen physischer Gebrechen pensioniert und 
ist seither verstorben. 

Rauber von Plankenstein und Karlstetten 

Stephan Freiherr, Sohn des 23. April 1869 ver- 
storbenen Obersten a. D. Karl Freiherrn Rauber 
von Plankenstein und Karlstetten, aus dessen Ehe 
mit Veronika von Pocsa, geb. zu Baröth in Sieben- 
bürgen 19. Aug. 1829, kam 29. Sept. 1841 in 
die Akademie und wurde 6. Juni 1845 vorzeitig 
alsCadet zum Romanen -Grenz -Inf. -Reg. Nr. 16 
ausgemustert, 1. April 1848 Lieut. m. G., 20. Oct. 
d. J. Lieut. h. G., 16. März 1849 Oberlieut., 
31. März 1851 zu Joseph Graf Jellatiö-Inf. Nr. 46 
transf., 20. Juni 1852 Hauptm. 2. Gl., 25. Juli 
1854 Hauptm. 1. Gl., trat 1. Aug. 1856 aus dem 
Armeeverbande und lebt als Gutsbesitzer zu Ohlsz- 
telek in Siebenbürgen. Er entstammt einem alten 
aus Kärnten und Krain eingewanderten Adels- 
geschlechte, welches sich ursprünglich „Engel- 
schalk* schrieb. Vergl. Bernhard Freiherrn Rauber 
von Plankenstein und Karlstetten, Abgangsjahrg. 
1755. 



Reuss Friedrich, geb. zu Kozma in Sieben- 
bürgen 6. Jan. 1830, eingetr. 29. Sept. 1841, 
wurde 15. Juni 1846 vorzeitig als Regiraents- 
cadet zu Friedrich Freih. v. Bianchi, Duca di Gasa 
Lanza-Inf.Nr.63 ausgemustert und 24.Dec. 1850 
mit Gertificat entlassen. Sein weiterer Lebenslauf 
ist nicht bekannt. 

Roknic Johann Ritter von, geb zu Ljeskovac 
in der Militärgrenze 29. Jan. 1830, eingetr. 
24. Sept. 1841, wurde bei der Ausmusterung als 
Lieut. m. G. zum Oguliner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 3 
eingetheilt, 16. Sept. 1848 Lieut. h. G., 1. März 
1849 Oberlieut, 5. Nov. 1852 zum 24. Jäger- 
Bat. transf., 16. April 1857 Hauptm. 2. Gl., 10. Juni 
1859 Hauptm. 1. Gl. im 29. Jäger-Bat., 1. Juni 
1861 zumWarasdiner St. Georger Grenz- Inf. -Reg. 
Nr. 6 transf., 1. Sept. 1 865 pens. und starb 21. Juni 
1 866 zu Temesvär. 

Rösgen Karl Edler von, geb. zu Bergamo 
19. Juli 1829, eingetr. 24. Sept. 1841, wurde als 
Lieut. m. G. zu Johann Baptist Freih. v. Paum- 
gartten-Inf. Nr. 21 ausgemustert, 16. Sept. 1847 
Lieut. h. G., machte den Feldzug 1 848 in Ungarn 
mit und ist in dem Treffen bei Puszta-Harkaly, 
3. Aug. 1848, vor dem Feinde geblieben. 

Sanleque Karl Freiherr von, geb. zu Neu- 
titschein in Mähren 28. Oct. 1 829, eingetr. 26. Sept. 
1841, wurde bei der Ausmusterung als k.k.Cadet 
zu Anton Graf v. Kinsky-Inf. Nr. 47 eingetheilt, 
14. Juni 1848 Lieut. m. G., 28. Sept. d. J. Lieut. 
h. G., 1. Aug. 1854 Oberlieut. und quitt. 31.Dec. 
1857 den Militärdienst ohne Beibehalt des Offi- 
ciers- Charakters. 

Saric Johann, geb. zu Smiljan in der Militär- 
grenze 22. Febr. 1830, eingetr. 24. Sept. 1841, 
wurde 15. Juli 1847 vorzeitig als Regiments- 
cadet zu Franz Graf v. Gyulai-Inf. Nr. 33 ausge- 
mustert, 1. April 1848 k. k. Cadet, 16. Juli 
d. J. Lieut. m. G., 21. Aug. d. J. Lieut. h. G., 
17. Sept. 1849 Oberlieut., 21. Dec. 1850 zum 
10. Gendarmerie -Reg., 16. Oct. 1853 zu Franz 
Graf v. Gyulai-Inf. Nr. 33 rücktransf., 5. April 
1859 Hauptm. 2. Gl, 5. Juni d. J. Hauptm. 
1. Gl., 1. Febr. 1860 zu Karl Freih. v.Steininger- 
Inf. Nr. 68, 1. Dec. 1862 zu Johann Grafv. Coro- 
nini-Cronberg-Inf. Nr. 6 transf., 1. Mai 1870 
Major bei Alexander I. Kaiser von Russland-Inf. 
Nr.' 2, 1. Nov. 1876 Oberstlieut., 28. Juni 1878 
Reserve-Gommandant imRegimente, 1 . Mai 1879 
Oberst, 13. Oct. d. J. Regiments-Gommandant bei 
Paul Freih. v. Ajroldi-Inf. Nr. 23, trat -nach vor- 
hergegangener Beurlaubung mit Wartegebür — 
1. Febr. 1880 in den Ruhestand und ist noch in 
demselben Jahre zu Temesvär gestorben. Saric* 
erhielt 1. Oct. 1866 in Anerkennung hervorragend 



1848. 



159 



tapferer Leistungen in dem Feldzuge desselben 
Jahres gegen Preußen das Militär- Verdienstkreuz. 
Sauer Ernest, geb. zu Prag 23. Jan. 1830, 
eingetr. 27. Sept. 1842, wurde bei der Ausmuste- 
rung alsLieut.m. G. zu Arthur Herzog vonWelling- 
ton-Inf. Nr. 42 eingeteilt, 20. Febr. 1 849 Lieut. 
h. G., 3. Febr. 1852 Oberlieut., 1. Juli 1858 zu 
Erzh. Wilhelm-Inf. Nr. 12 transf., 10. April 1859 
Hauptm. 2. GL, l.Junid.J. Hauptm. 1.C1., 5. Juni 
1859zumGQMSt.,22.Febr.l8G4zuFranzGrafv. 
Wimpflen-Inf. Nr. 22 transf., 1. Dec. 1804 pens., 
starb 14. Sept. 1866 zu Prag. Er machte im Jahre 
1848 die Prager Juni -Ereignisse und den Feld- 
zug 1859 in Italien im Hauptquartier der 4. Armee 
zu Triest mit. 

Scharschmid Edler von Adlertreu Ferdi- 

nand, geb. zu Caslau 24. Juni 1830, eingetr. 
3. Oct. 1841, wurde als Lieut. m. G. zu Gustav 
Wocher-Inf. Nr. 25 eingetheilt, 11. Febr. 1849 
Lieut. h. G., 20. Mai 1852 Oberlieut, 15. Nov. 
d. J. zu Friedrich Freih. v. Bianchi, Duca di Gasa 
Lanza-Inf. Nr. 55, 1. Dec. 1857 zu Adolf Herzog 
zu Nassau-Inf. Nr.15 transf., 16. Mai 185 9 Hauptm. 
2. GL, 29. Mai 1864 Hauptm. 1. Glasse. Schar- 
schmid wurde außer anderen speciellen Dienst- 
leistungen bei den verschiedenen Regimentern, 
im Jahre 1851 bei der ersten Volkszählung in 
Dalmatien als Chef der l.Section, imJahrel853 
bei der Genie-Direction von Piacenza zur Aufnahme 
der Umgebung verwendet, war in den Jahren 1 854 
bis 1857 Brigade- Adjutant bei den Generalmajoren 
von Podhaysky und Maximilian Grafen v. Gouden- 
hove und in den Jahren 1860 bis 1863 dem 
GQMSt. zugetheilt. Im Jahre 1848 machte Schar- 
schmid die Belagerung von Wien, 1849 jene von 
Venedig mit; im Feldzuge 1859 war ihm die Ver- 
führung und Sicherung der Festungsvorräthe von 
Ferrara nach Massa und die Deckung des Über- 
ganges der aus Ancona kommenden Brigade Molli- 
nary übertragen. Während des Feldzuges 1866 
war er dem Generalstabe des 10. Corps (Feld- 
marschall-Lieut Gablenz) zugetheilt und hat an 
dem Treffen bei Trautenau am 27. Juni, an dem 
Gefechte bei Neu-Rognitz 28. Juni, an der Schlacht 
bei Königgrätz am 3. Juli und an der Besetzung 
des Brückenkopfes bei Floridsdorf theilgenommen. 
Am l.Mai 1872 kam Scharschmid als Major zu 
Johann Graf v. Nobili-Inf. Nr. 74, wurde 1. Nov. 
1877 zum Oberstlieut. befordert, 27. Oct. 1880 in 
den Armeestand, mitderEintheilungbei denHilfs- 
ämtern des Reichs-Kriegs-Ministeriums übersetzt, 
trat l.Febr. 1883 als invalid in den Ruhestand, 
erhielt bei diesem Anlasse den Oberstens- Cha- 
rakter ad honores und in Anerkennung seiner 
langjährigen und pflichtgetreuen Dienstleistung 



das Militär- Verdienstkreuz. Er starb im Jahre 1885 
zu Wien. 

Schemel Wilhelm, geb. zu Drohowyze in 
Gaiizien 1. April 1829, eingetr. 20. Nov. 1841, 
wurde bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. zu 
Johann Baptist Freih. v. Paumgartten-Inf. Nr. 21 
eingetheilt, 18. Juli 1848 Lieut. h. G. und starb 
1 5. Sept. d. J. zu Königgrätz. 

Schlossgängl von Edlenbach Johann, geb. 

zu Prag 26. Sept. 1829, eingetr. 29. Sept. 1841, 
wurde als Lieut. m.G. zu Franz Graf v. Kheven- 
hüller-Metsch-Inf. Nr. 35 ausgemustert, 8. Febr. 
1849 Lieut. h. G., 28. Jan. 1851 Oberlieut. und 
starb 13. Dec. 1856 zu Wien. 

Schoon Edler von Corbitzthal Adolf, geb. zu 

Wadowice in Gaiizien 6 Jan. 1830. eingetr.26.Sept. 
1841, wurde bei der Ausmusterung als Lieut. m.G. 
zu Karl Freih. v. Fürstenwärther-Inf. Nr. 56 ein- 
getheilt, 1. Aug. 1848 Lieut. h. G., 1. Aug. 1849 
Oberlieut. und nahm an den Feldzügen 1848 und 
1849 in Italien thätigen Antheil. Schon im Jahre 
1853 als Professor in der Regiments - Cadetten- 
schule mit gutem Erfolge verwendet, kam Schoon 
im folgenden Jahre als Professor der Geographie 
und provisorisch auch der Geschichte und des 
Freihandzeichnens in das Cadetten- Institut nach 
Krakau und von da 6. Sept. 1858 in gleicher Eigen- 
schaft in das Cadetten -Institut nach Hainburg, 
trat 1. Juni 1859 in den Ruhestand und quitt, 
seine Charge noch in demselben Jahre gegen zwei- 
jährige Pensionsabfertigung. Seither stand Schoon 
theils bei der Betriebsdirection der Südbahn- 
Gesellschaft, theils als Stationschef in Moor, Pro- 
montor und Siafok in der Dienstleistung und war 
später (seit dem Jahre 1866) Beamter im Recla- 
mationsbureau der Generaldirection der Lemberg- 
Czernowitz-Jassy-Bahn zu Wien. 

Schuppler Karl Edler von, geb. zu Mikola- 
jöw in Gaiizien 23. Jan. 1830, eingetr. 17. Sept. 
1841, wurde als Lieut. m. G. zu Friedrich Graf v. 
Hochenegg-Inf. Nr. 20 ausgemustert, 1 . Dec. 1 848 
Lieut. h. G., 30. Dec. 1851 Oberlieut., 18. Nov. 
1857 Hauptm. 2. Gl., 26. April 1859 Hauptm. 
1. GL, 1. Febr. 1860 zu Joseph Ritt. v. Schmer- 
ling - Inf. Nr. 67 transf., 23. April 1869 Major 
bei Ladislaus Freih. v. Nagy-Inf. Nr. 70, 1. Mai 
1870 zu Joseph Ritt. v. Schmerling - Inf. Nr. 67 
rücktransf.; war vom 31. Dec. 1855 bis 30. Nov. 
1857 Professor am (Kadetten-Institute zu Strass 
und vom 3. Oct. 1867 bis Ende Oct. 1808 Com- 
mandant der Infanterie - Schul - Compagnie zu 
Hainburg. Am 1. Nov. 1872 wurde Schuppler 
als Commandant des L;indwehr-Bat. Eger Nr. 41 
in die active k. k. Landwehr übersetzt. 1. Mai 
1875 zum Oberstlieut. befördert, trat 1. Aug. 



160 



1848. 



1876 in den Landwehr - Ruhesland und lebt zu 
Graz. Schuppler hat die Feldzüge 1848 und 
1849 in Ungarn, 1859 in Italien und 1866 
gegen Preußen mitgemacht. Er wurde am 2. Jan. 
1874 in den österreichischen Adelstand erhoben. 
Scotti Georg Freiherr von, geb. zu Treviso 
15. Juni 1830, eingetr. 20. Sept. 1841, wurde 
als Lieut. m. G. zu Moriz Freih. v. Boyneburg- 
Lengsfeld-Drag. Nr. 4 ausgemustert, 1. Oct. 1849 
Oberlieut, 6. März 1855 Rittm. 2. Gl., 1. April 
1858 Rittm. 1. Gl., 1. März 1860 zu Johann 
König von Sachsen- Kürass. Nr. 3 transf., 24. Juni 
1866 Major, 28. Oct. 1868 Oberstlieut., 1. Mai 
1873 Oberst, 16. Sept. d. J. Gomraandant des 
Husaren-Reg. Alexander Herzog von Württemberg 
Nr. 11. Am 14. Oct. 1877 erfolgte seine Ernen- 
nung zum Commandanten der 13. Cavallerie- 
Brigade, 15. Sept. 1878 seine Beförderung 
zum Generalmajor auf diesem Dienstposten, 
19. Oct. 1878 die Übersetzung in gleicher 
Eigenschaft zur 14. Gavallerie-Brigade in Agram. 
Am 1. Oct. 1882 wurde Scotti mit Wartegebür 
beurlaubt und trat 1. Dec. 1883 auf Grund der 
neuerlichen Superarbitrier ung als Titular - Feld- 
marschall-Lieut. in den Ruhestand. Er starb im 
Jahre 1884 zu Prag. Scotti hat die Feldzüge 
1848, 1849, 1866, sowie im Jahre 1878 die 
Occupation Bosniens und der Hercegovina mit- 
gemacht und für die bei letzterer Gelegenheit an 
den Tag gelegten hervorragend tapferen und 
sonst verdienstlichen Leistungen die Allerhöchste 
belobende Anerkennung erworben. Er besaß das 
Comthurkreuz des königl sächs. Albrecht- und 
des königl. württemb. Kronen -Ordens, sowie die 
3. Gl. des pers. Sonnen- und Löwen - Ordens. 

Seenuss von Freudenberg Theobald Frei- 
herr, Sohn des 24. März 1833 verstorbenen 
Karl Freiherrn Seenuss von Freudenberg, geb. 
zu Gerersdorf in Niederösterreich 30. Aug. 
1829, eingetr. 18. Sept 1841, wurde Lieut. 
m. G. bei Leopold Großherzog von Baden - Inf. 
Nr. 59, 15. Sept. 1848 Lieut. h. G., 1. Aug. 
1849 Oberlieut., 18. Oct. d. J. zu Franz Graf v. 
Schlik - Husaren Nr. 4 transf., 29. März 1854 
Rittm. 2. GL, 15. April 1859 Rittm. 1. Cl., 
1. Febr. 1864 pensioniert. Seenuss machte den 
Feldzug 1848 in Südtirol und Italien, 1849 in 
Italien mit, und wurde bei Erstürmung vonBrescia 
(1. April) durch einen Streifschuss am rechten 
Arme verwundet. Für seine verdienstvollen 
Leistungen bei Errichtung des Freiwilligen-Corps 
und im patriotischen Hilfscomit£ in der Kriegs- 
epoche 1866 wurde ihm 20. Dec. 1866 der 
Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit zu- 
theil, er ist somit zum Tragen der Militär - Ver- 



dienst-Medaille am rothen Bande berechtigt. 
Am l.Oct. 1876 wurde er in den Armeestand mit 
der Bestimmung zum Platzcomraando in Graz 
übersetzt und — indessen 15. Sept. 1878 zum 
Major befördert — am 5. Juni 1881 zum Platz- 
commandanten daselbst ernannt. Am 1. Mai 1888 
rückte Seenuss zum Oberstlieut. auf diesem 
Dienstposten vor und trat 1. Mai 1889 in den 
Ruhestand. Er lebt zu Graz. Seenuss ist seit 
6. Febr. 1860 mit Hermine verwitweten Freifrau 
von Vukassovich, geb. Freiin von Vlassits vermählt. 

Seiche von Nordland Karl, geb. zu Prag 

13. Dec. 1829, eingetr. 1. Jan. 1842, wurde 
als Lieut m. G. zu Ludwig Freih. Piret de 
Bihain - Inf. Nr. 27 ausgemustert. Er avancierte 
1. Oct. 1848 zum Lieut. h. G. und starb als 
solcher 30. Sept. 1849 zu Äcs in Ungarn. 

Setteile von Blumenburg Vincenz Ritter, 

geb. zu Wien 30. Sept. 1829, eingetr. 28. Sept. 
1841, verließ 14. April 1845 die Akademie, trat 
später in Militärdienste, war im Jahre 1847 Gadet 
bei Ferdinand Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha- 
Husaren Nr. 8, avancierte im Jahre 1848 zum 
Lieut., 1849 zum Oberlieut., 1854 zum Sec.-Rittm. 
und trat 15. Oct. 1858 aus dem Militärverbande. 
Später brachte Settelle eine Buchdruckerei in Graz 
an sich, büßte jedoch bei dem Betriebe derselben 
den Rest seines ursprünglich nicht unbedeuten- 
den Vermögens ein und starb, gänzlich verarmt, 
im April 1864 im städtischen Armen - Ver- 
sorgungshause zu Graz. 

Siebeneicher Theodor Edler von, geb. zu 
Piacenza 10. Jan. 1830, eingetr. 24. Sept. 1841, 
wurde als Lieut. m. G. zu Julius Freih. v.Haynau- 
Inf. Nr. 57 ausgemustert, 16. Nov. 1848 Lieut. 
h. G., 19. Nov. 1850 Oberlieut. bei Prokop Graf v. 
Hartmann-Klarstein-Inf. Nr. 9, 1. Sept. 1854 zu 
Karl Ludwig Herzog von Parma - Inf. Nr. 24 
transf. und starb 30. Dec. 1855 zu Marburg. 

Somlyay de Somlö Maximilian, geb. zu 
Krosno in Galizien 7. Dec. 1829, eingetr. 22. Sept 
1841, wurde 15. Juli 1846 vorzeitig als Gadet 
zu Johann August Freih. v. Turszky-Inf. Nr. 62 
ausgemustert, 16. Oct. 1848 Lieut. und trat im 
October desselben Jahres in die Reihen der unga- 
rischen Armee. Sein weiterer Lebenslauf ist nicht 
bekannt. 

Steinsdorf er Adolf, geb. zu Wien 14. Juni 
1830, eingetr. 28. Sept. 1841, wurde bei der 
Ausmusterung als Lieut. m. G. zu Johann Freih. 
v. Hrabovsky-Inf. Nr. 14 eingelheilt, 1. März 1849 
Lieut. h. G., 6. April 1851 Oberlieut., 30. Juni 
1859 pcns. und quitt. 31. Jan. 1862. 

Szalay de Kis-Kämon Karl Emerich, geb. 
zu Erlau 9. Jan. 1830, eingetr. 20. Sept. 1841, 



1848. 



161 



wurde als Lieut. m. G. zu Erzh. Franz Ferdinand 
d'Este - Inf. Nr. 32 ausgemustert, 3. Sept. 1848 
Lieut. h. G, 28. Dec. 1849 Oberlieut. und trat 
10. Mai 1854 aus dem Armeeverbande. 

Tegetthoff Leopold von, geb. zu Marburg 
30. März 1830, kam 22. Sept. 1842 in die 
Akademie, wurde als Lieut. m. G. zu Anton Graf v. 
Kinsky-Inf. Nr. 47 ausgemustert, 30. Dec. 1848 
Oberlieut., quitt. 31. Aug. 1850 den Militärdienst 
ohne Beibehalt des Officiers- Charakters und trat 
in die nordamerikanische Kriegsmarine, verließ 
jedoch auch diesen Dienst nach einigen Jahren 
und ist seither verschollen. 

Terbuhovic Simon, geb. zu Majur in der 
Militärgrenze 29. Aug. 1829, eingetr. 24. Sept. 
1841, wurde bei der Ausmusterung als k. k. 
Gadet zum 2. Banal-Grenz-Inf.-Reg. Nr. 11 aus- 
gemustert, 10. Nov. 1848 Lieut. m. G., 10. Dec. 
d. J. Lieut. h. G., 1. Nov. 1852 zu Erzh. Franz 
Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 32 transf., 3. April 1853 
Oberlieut., 31. Dec. 1857 pens., legte im Jahre 
1860 den Officiers - Charakter ab und lebt zu 
Prag. 

Tesach Joseph, geb. zu Pettau in Steiermark 
29. Juni 1829, eingetr. 29. Sept. 1841, wurde als 
Lieut. rn. G. zu Leopold Prinz beider Sicilien-Inf. 
Nr. 22 ausgemustert, 1. März 1849 Lieut. h. G., 
16. Jan. 1851 Oberlieut., 16. Nov. 1851 zu 
Hannibal Friedrich Fürst von Thurn und Taxis- 
Inf. Nr. 50 transf., 9. Mai 1855 Hauptm. 2. GL, 
24. April 1859 Hauptm. 1. Cl., 7. März 1869 
zur Arcieren - Leibgarde transf., 1. Nov. 1888 
als Garde- Vice- Wachtmeister zum Major befördert 
und mit Allerhöchster Entschließung vom 21. Dec. 
1889 zum Garde-Wachtmeister ernannt. Am 
1. Mai 1892 ward er auf seine Bitte in den 
Ruhestand versetzt und erhielt bei diesem Anlasse 
mit Allerhöchster Entschließung vom 1 1 . April 
1892 den Oberstlieutenants -Charakter, sowie in 
Anerkennung seiner langjährigen vorzüglichen 
Dienstleistung den Ausdruck der Allerhöchsten 
Zufriedenheit, somit auch die Militär- Verdienst- 
Medaille. Er lebt zu Wien. Tesach wurde schon 
am 2. Juli 1874 mit dem kaiserl. russ. St. 
Wladimir- Orden 4. Cl., 6. Jan. 1885 mit dem 
königl. serb. Takowo-Orden 4.C1. decoriert, hatte 
die Feldzüge 1848 in Istrien, 1849 in Ungarn, 
1859 und 1866 in Italien mitgemacht und am 
18. Juli 1866 für seine hervorragend tapferen 
Leistungen bei Custoza (24. Juni) das Militär- 
Verdienstkreuz erhalten. 

Teutschenbach von Ehrenruh Gustav, geb. 

zu Neutitschein 19. Juni 1829, eingetr. 21. Sept. 
1841, wurde als Lieut. m. G. bei Joseph Friedrich 
Freih. v. Palombini Inf. Nr. 36 eingetheilt, I.März 

Wr.-Neustädtor Mil.-Akad. II. 



1849 Lieut. h. G., 1. Dec. 1852 Oberlieut., 
1. Mai 1857 in das Cadetten - Institut nach Mar- 
burg transf., 13. Mai 1859 Hauptm. 2. Cl., 
1. Sept. d. J. zum Regiment rücktransf., 18. Juli 
1863 Hauptm. 1. Classe. Teutschenbach war 
vom 1. Jan. 1865 bis 30. Sept. 1868 als Com- 
pagnie - Commandant, dann Lehrer des Abrich- 
tungs-, Exercier- undManövrier-Reglements, dann 
der Taktik an der Genie - Akademie zu Kloster- 
bruck in Verwendung. Am 1. Mai 1872 avan- 
cierte Teutschenbach zum Major im Regimente, 
1. Nov. 1877 zum Oberstlieut. bei Rudolf Freih. 
v. Rossbacher -Inf. Nr. 71, wurde 6. April 1880 
Reserve - Commandant bei Wilhelm Herzog von 
Württemberg - Inf. Nr. 73, 1. Mai 1881 Oberst, 
trat 1. Mai 1883 als invalid in den Ruhestand 
und erhielt bei diesem Anlasse in Anerkennung 
seiner pflichtgetreuen und ersprießlichen Dienst- 
leistung das Militär -Verdienstkreuz. Teutschen- 
bach starb im Jahre 1891 zu Graz. 

Tretter von Trittfeld Karl, geb. zu Wien 

30. Dec. 1829, eingetr. 2. März 1842, wurde 
als Lieut. m. G. bei Hoch- und Deutschmeister- 
Inf. Nr. 4 eingetheilt, 1. Sept. 1848 Lieut. h. G. 
und ist 9. April 1850 zu Treviso gestorben. 

Uramovits Karl, geb. zu Kronstadt 1 1 . Nov. 

1829, eingetr. 29. Sept. 1841, wurde als Lieut. 
m. G. bei Friedrich Freih. v. Bianchi, Duca di 
Casa Lanza - Inf. Nr. 63 eingetheilt, 15. Febr. 
1849 Lieut. h. G., 15. Nov. d. J. Oberlieut., 
1. Dec. 1850 zu Johann August Freih. v.Turszky- 
Inf. Nr. 62, 16. Juli 1854 zur Monturscom- 
mission in Ofen, 16. Oct. d. J. zu jener in Karls- 
burg transf., 16. Sept. 1855 zeitlich pens., Am 
1. Oct. 1856 trat Uramovits als Grundentlastungs- 
Bezirksadjunct in k. k Civil-Staatsdienste, wurde 
jedoch schon 1. Mai 1859 als Oberlieut. in den 
zeitlichen Pensionsstand rückübernommen, 1 . Juli 

1861 reactiviert und bei Großfürst Nikolaus 
Czesarewitsch-Inf. Nr. 6 1 eingetheilt und 6. Sept. 

1862 zum Hauptm. 2. Cl., 9. April 1864 zum 
Hauptm. 1. Cl. befördert. Mit 1. Mai 1876 zu 
Friedrich Wilhelm Großherzog von Mecklenburg- 
Strelitz-Inf. Nr. 31 transf., trat Uramovits l.Dec. 
d. J. in den Ruhestand (Domicil Semlin). Er hat 
den Feldzug 1866 gegen Preußen mitgemacht. 

Vötter Victor, geb. zu Süraeg in Ungarn 
23. März 1830, eingetr. 28. Sept. 1841 und 
starb 30. Mai 1845 auf Urlaub zu Graz bei 
seinen Angehörigen. 

Wessely Karl, geb. zu Neutitscheih 4. März 

1830, eingetr. 25. Sept. 1841, wurde als k. k. 
Cadet bei Karl Ritt. v. Schönhals - Inf. Nr. 29 
eingetheilt, 16. Juni 1848 zu Erzh. Stephan-Inf. 
Nr. 58 transf., 1. Aug. d. J. Lieut. m.G., 21. März 

11 



162 



1848, 1849. 



1849 Lieut. h. G., 25. Aug. 1851 Oberlieut., 
8. April 1859 Hauptm. 2. GL, 3. Juli d. J. 
Hauptm. 1. CK, trat 25. Juli 1861 aus dem 
Armeeverbande. Wessely hatte mit seinem Regi- 
mente die Feldzöge 1848, 1849 in Ungarn, 
1859 in Italien mitgemacht und wurde bei Pered, 
21. Juni 1849, durch einen Schuss in die Brust 
schwer verwundet. 

Winter Rudolf, geb. zu Klagenfurt 1 4. Jan. 
1830, eingetr. 26. Sept. 1841, wurde 15. Juni 
1845 als Regimentscadet zu Johann Freih. v. 
Sivkovich - Inf. Nr. 41 vorzeitig ausgemustert, 
16. März 1848 k. k. Gadet, 15. April 1849 mit 
Abschied entlassen. Sein weiterer Lebenslauf ist 
nicht bekannt. 

Wolf von Wildenau August, geb. zu There- 
sienstadt 17. Juli 1829, eingetr. 3. Oct. 1841, 
wurde als Lieut. m. G. zu Theodor Graf Baillet 
de Latour-Inf. Nr. 28 ausgemustert, 1. Sept. 1848 
Lieut. h. G., 14. Oct. 1851 Oberlieut., 15. April 
1859 Hauptm. 2. Gl., 1. Juli d. J. Hauptm. 1.G1., 
1. Dec. 1860 pens., 21. Dec. 1862 zum Regi- 
mente wieder eingetheilt, 1. Oct. 1863 in den 
Pensionsstand rückversetzt und hat 22. März 
1865 den Hauptmanns-Charakter bei Übernahme 
eines Stempelmarken - Kleinverschleißes abge- 
legt. Wolf machte 1848 die Prager Juni-Ereig- 
nisse, 1849 den Feldzug in Ungarn und 1859 
in Italien mit. 



Wolfzettel Ferdinand, geb. zu Marburg 
2. Aug. 1829, kam 24. Sept 1841 in die Aka- 
demie, wurde als Lieut. m. G. zum Liccaner 
Grenz - Inf. - Reg. Nr. 1 ausgemustert, 16. Sept. 
1848 Lieut. h. G., 1. Oct. 1849 Oberlieut., 
1. Oct. 1852 zu Maximilian Freih. v. Wimpffen- 
Inf. Nr. 13 transf., 15. Aug. 1854 Hauptm. 2. Gl. 
und trat 31. Juli 1858 aus dem Militärverbande. 

Zajatsik Heinrich von, geb. zuNeu-Gradisca 
8. Dec. 1829, eingetr. 22. Sept. 1841, wurde 
als Lieut. m. G. zu Maximilian Freih. v. Reising- 
Inf. Nr. 18 ausgemustert, 1. Oct. 1848 Lieut. 
h. G. Bei der Erstürmung Wiens 28. Oct. war 
er in der Brigade Wyss, zeichnete sich hierbei 
durch umsichtiges und tapferes Benehmen aus 
und erhielt als Anerkennung seiner Leistungen 
das Militär -Verdienstkreuz. Den folgenden Feld- 
zug in Ungarn machte er als Bataillons-Adjutant 
bis zu seinem Ende mit und bewies in vielen 
Gelegenheiten seine militärische Einsicht und 
Entschlossenheit. Am 16. Dec. 1849 zu Maxi- 
milian Freih. v. Wimpffen - Inf. Nr. 13 transf., 
avancierte Zajatsik daselbst 15. Oct. 1850 zum 
Oberlieut., 14. März 1859 zum Hauptm. 2. GL, 
24. April d. J. zum Hauptm. 1. Gl., machte die 
Feldzüge 1859 in Italien, 1866 gegen Preußen 
mit und fand bei Trautenau, 27. Juni 1866, den 
Tod auf dem Felde der Ehre. 



1849. 

14. April. 
Erste Ausmusterung (7. Glasse). 



Adzia Joseph, Sohn eines Grenz -Haupt- 
mannes, geb. zu Gospic in der Militärgrenze 
30. März 1830, eingetr. 29. Sept. 1842, wurde 
bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. zum 
Ototfaner Grenz - Inf. - Reg. Nr. 2 eingetheilt, 

1. Sept. 1852 zu Wilhelm Prinz von Preußen- 
Inf. Nr. 34 transf., 16. Oct. 1852 Lieut. h. G., 
29. Sept. 1853 Oberlieut , 13. Mai 1859 Hauptm. 

2. Gl., 1. Juli 1 859 Hauptm. 1. GL, 1. Mai 1866 zum 
Szluiner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 4 transferiert. AdZia 
nahm im Sommer-Feldzuge 1849 in Ungarn bei der 
Süd-Armee an der Belagerung von Peterwardein 
vom 21. Mai bis 10. Juli und an der Schlacht bei 
Hegyes 14. Juli thätig theil. Im italienischen 
Feldzuge 1859 focht er gegen die Garibaldischen 
Freischaren, wurde im Gefechte bei San Fermo 
27. Mai schwer verwundet und erhielt für seine 
hervorragend tapferen Leistungen bei dieser Ge- 
legenheit am 19. Dec. den Ausdruck der Aller- 
höchsten belobenden Anerkennung und im Jahre 



1890 die neu gestiftete Militär- Verdienst-Medaille 
am Bande des Militär- Verdienstkreuzes. Auch an 
dem Feldzuge 1866 in Italien nahm er theil, kam 
jedoch in kein Gefecht. Am 15. Dec. 1867 wurde 
Ad2ia zu Georg Graf Jella&c de Bu2im-Inf. 
Nr. 69 eingetheilt, avancierte 1. Mai 1871 zum 
Major, 1. Mai 1877 zum Oberstlieut., verwaltete 
während der Occupation der Hercegovina den 
Bezirk Ljubuäki, führte in diesem Bezirke die 
Entwaffnung der Einwohnerschaft durch und trug 
zur Steuerung des Räuberunwesens energisch bei. 
Mit Allerhöchster Entschließung vom 28. Oct. 
1878 zum Reserve - Gommandanten bei Erzh. 
Joseph-Inf. Nr. 37 und 1 1. März 1879 zum Gom- 
mandanten der Gendarmerie für Bosnien und die 
Hercegovina ernannt, erwarb er sich in letzterer 
Eigenschaft um die Organisation dieses Corps 
erhebliche Verdienste, wurde jedoch schon 
8. Sept. 1879 auf sein Ansuchen von dem Posten 
eines Commandanten, vorbehaltlich seiner Ver- 



1849. 



163 



wcndung im Truppendienste nach Ablauf des ihm 
bewilligten Urlaubes, enthoben, worauf 4. Oct. 
d. J. seine Ernennung zum Reserve-Comman- 
danten des Inf.-Reg. Wilhelm I. deutscher Kaiser 
und König von Preußen Nr. 34 ei folgte. Am 
1. Sept. 1880 trat Ad2ia als Tilular-Oberst in 
den Ruhestand und lebt seither zu Karlstadt in 
Groatien. 

Aichhorn Joseph, geb. zu Linz 27. Febr. 
1832, eingetr. 28. Sept. 1842, wurde 5. Febr. 
1849 strafweise als Gemeiner zu Leopold Groß- 
herzog von Baden-Inf. Nr. 59 ausgemustert, 
19. Dec. d. J. Lieut. m. G., 30. Nov. 1850 zu 
Menrad Freih. v. Geppert-Inf. Nr. 43 transf. und 
starb 30. Juni 1851. 

Andl von Neckersberg Johann, Sohn des 
seither verstorbenen Majors Joseph Andl von 
Neckersberg des Tiroler Kaiser-Jäger-Regiments, 
geb. zu Bregenz 24. Juli 1830, eingetr. 20. Sept. 
1841, wurde als Lieut. m. G. zu Erzh. Ernst-Inf. 
Nr. 48 ausgemustert, avancierte 1. April 1850 
zum Lieut. h. G., trat 21. Juli 1851 aus dem 
Armeeverbande und soll sich seither dem Eisen- 
bahndienste gewidmet haben. Er ist der Enkel 
jenes Artillerie-Hauptmannes Joseph Andl, wel- 
cher sich als Oberfeuerwerker im Jahre 1795 
bei der Belagerung von Mannheim durch her- 
vorragende Tapferkeit und Entschlossenheit die 
goldene Tapferkeits-Medaille erworben hatte und 
als Lieut. im Jahre 1807 mit dem Prädicate „von 
Neckersberg" in den Adelstand erhoben wurde. 

Appel Christian Ritter von, Sohn eines Ge- 
neralmajors, geb. zuTernjani inderslavon. Militär- 
grenze 14. März 1831, war bei reich entfaltetem 
Talente, regem Wissensdurste und rastlosem 
Ehrgeize schon in der Akademie, in welche er 
29. Sept. 1 842 eintrat, stets an der Spitze seiner 
Kameraden und wurde als Lieut. m. G. zum 
3. Jäger-Bat. ausgemustert, in welchem er sich 
ebenso sehr als begabter hoffnungsvoller Officier 
wie auch als guter Kamerad bemerkbar und 
beliebt machte. Nach kurzer Zeit des Truppen- 
dienstes wurde Appel dem GQMSt. der Armee in 
Italien zugetheilt, überwand dann mit gleich 
günstigem Erfolge die strengen Anforderungen 
der General stabsschule zu Verona und der ins 
Leben getretenen Kriegsschule und stand auch 
da wieder an der Spitze seiner Studiengenossen. 
Am 1. Nov. 1852 zum Lieut. h. G., 31. Oct. 
1854 zum Oberlieut. im Bataillon befördert, kam 
derselbe 4. Nov. d. J. als Hauptm. 2. Gl. definitiv 
zum GQMSt., in welchem er 20. Oct. 1857 zum 
Hauptm. l.Cl. vorrückte. Nachdem Appel schon 
im Gefechte an der Sesia bei Frasinetto sich her- 
vorgethan, wurde demselben für seine hervor- 



ragenden Leistungen als Generalstabsofficier der 
Division Feldmarschall-Lieut. Paumgartten des 
5. Armeecorps 20. Mai 1859 bei Montebello, 
dessen Besetzung und Behauptung speciell seinen 
Anordnungen zu verdanken war, der Eiserne 
Kronen-Orden 3. Gl. zutheil (Allerhöchste Ent- 
schließung vom 2. Juni 1859). Am Schlachttage 
von Magenta, an welchem bekanntlich nur die 
Spitze des 5. Armeecorps, Brigade Dormus, sich 
betheiligen konnte, schloss Appel sich als Frei- 
williger dieser Brigade an, machte die wieder- 
holten und entscheidenden Angriffe des Regi- 
ments Culoz Nr. 31 bei S. Perolza, G. Limido 
etc. mit und erhielt für die bei dieser Gelegen- 
heit an den Tag gelegte Tapferkeit das Militär- 
Verdienstkreuz. Abermals freiwillig, aus eigenem 
Antriebe, theilte Appel am 22. und 23. Juni 
1859 die gefahr- und mühevolle Streifung zwi- 
schen dem Mincio und der Chiese, von seinem 
Bruder, Major im Uhlanen-Reg. Franz IL König 
beider Sicilien Nr. 12 geführt und rückte erst 
vor dem Schlachttage von Solferino, spät abends 
bei seinem Armeecorps wieder ein. Dessenun- 
geachtet finden wir ihn an ' dem blutig roth auf- 
dämmernden Morgen des 24. wieder als einen 
der ersten bei der harten Arbeit. Als Generalstabs- 
officier der Division Feldmarschall-Lieut. Graf v. 
Pälffy begibt er sich zu den vordersten bei Le 
Grole kämpfenden Abtheilungen. Der von allen 
Seiten sich entwickelnden feindlichen Übermacht 
muss die Brigade Bils weichen und sich gegen 
Solferino zurückziehen, vom Gegner gedrängt, 
aber Schritt für Schritt den Boden vertheidigend. 
Appel immer in den vordersten Reihen kämpfend, 
anfeuernd, disponierend wo es Noth thut, ist 
mehr als einmal im Handgemenge. Da handelt 
es sich darum, dem Gegner ein Haus zu ent- 
reißen, droben am Bergeshange, rechts von Sol- 
ferino. Appel besinnt sich nicht lange, rafft ein 
Häuflein Steirer von Ernst Ritt. v. Hartung-Inf. 
Nr. 47 und stürmt unaufhaltsam vorwärts, in 
das Haus hinein; der Feind stutzt, weicht; doch 
im selben Augenblicke fällt auch unser Held, 
von dem Bajonnette eines Grenadiers tödlich in 
die Brust getroffen. Auf Grund der Gefechts- 
relation des 5. Armeecorps über Solferino wurde 
diesem wackeren Officier von Seiner Majestät 
dem Kaiser nachträglich das Ritterkreuz des 
Leopold-Ordens zuerkannt. 

Bartels von Bartberg Heinrich Ritter, Sohn 
eines Oberstlieutenants, geb. zu Salzburg 24. Dec. 
1830, eingetr. 1. Oct. 1842, wurde bei der Aus- 
musterung als Lieut. in. G. zum 23. Jäger-Bat. 
eingetheiit, 11. Sept. 1819 Lieut. h. G., 2. Nov. 
1852 Oberlieut., 1. Mai 1857 zum Adjutanten- 



11' 



164 



1849. 



Corps transf., 24. Aug. d. J. Ritlm. 2. .GL, 
1. Jan. 1859 Rittm. 1. CL, 1. Jan. 1861 als 
Hauptm. zum 27., 1. Dec. 1863 zum 16., 1. Juli 

1865 zum 12. Jäger-Bat. transf., 7. März 1869 
Commandant des 30. Jäger-Bat. und 23. April 
1869 Major. Bartels machte die Feldzüge 1849, 
1859 und 1866 mit und gerieth 27. Juni 1866 
bei Trautenau in feindliche Kriegsgefangenschaft, 
aus welcher er 10. Sept. 1866 rückkehrte. Mit 
1. Mai 1872 mit Wartegebür beurlaubt, trat 
Bartels später in den definitiven Ruhestand und 
starb am 10. Oct. 1876 zu Mülstadt in Kärnten. 
Über Standeserhöhung der Familie Bartels vergl. 
Eduard Ritter Bartels von Bartberg, Ausmuste- 
rungsjahrg. 1844. 

Binder Wilhelm, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Hostoun in Böhmen 2. Nov. 1830, 
eingetr. 29. Sept. 1842, wurde als Lieut. m. G. 
zu Gustav Prinz v. Wasa-Inf. Nr. 60 ausgemustert, 

1 . Oct. 1 849 Lieut. h. G., 2 1 . Nov. 1 850 Oberlieut. 
bei Erzh. Franz Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 32, 
30. April 1856 q. t. zum Adjutanten-Corps transf., 
21. Sept. d. J. Rittm. 2. GL, 18. April 1857 
Rittm. 1. Gl., 1. Jan. 1861 in die Rangsevidenz 
zu Erzh. Stephan-Inf. Nr. 58, 1. März 1863 in die 
Rangsevidenz zu Albert Prinz von Sachsen-Inf. 
Nr. 1 1 eingetheilt, 1 3. Aug. d. J. Major in der 
Rangsevidenz bei Erzh. Karl-Inf. Nr. 3, 30. Mai 

1866 Oberstlieut. in der Rangsevidenz bei Nobili- 
Inf. Nr. 74. Am 31. Jan. 1868 unter Verleihung 
des Militär- Verdienstkreuzes für seine eifrige und 
ausgezeichnete Dienstleistung in der Central- 
kanzlei des Kriegs- Ministeriums, bei Enthebung 
von dieser Verwendung, zu Constantin Großfürst 
von Russland-Inf. Nr. 1 8 eingetheilt, wurde Bin- 
der 23. April 1869 Oberst, 28. April d. J. 
Reserve-Gommandant daselbst, 19. Sept. 1871 
Regiments - Gommandant bei Johann Graf v. 
Nobili-Inf. Nr. 74, 1. Mai 1876 Gommandant der 

2. Infanterie -Brigade bei der 33. Infanterie- 
Truppen-Division, 12. Oct. d. J. in gleicher 
Eigenschaft zur 58. Infanterie-Brigade übersetzt, 
1. Nov. 1876 Generalmajor, 26. Sept. 1880 
Gommandant der 19. Infanterie-Truppen-Division, 
1. Nov. d. J. Feldmarschall-Lieut. und starb in 
Activität am 13. Sept. 1884 zu Pilsen. Binder 
besaß seit 17. Mai 1865 das Großkreuz des 
kaiserl. mexik. Guadelupe-Ordens und seit 1 0. Dec. 
1866 das Comthurkreuz 2. Gl. des königl. sächs. 
Albrecht-Ordens. 

Bodonyi August, geb. zu ZdSchowic in 
Böhmen 6. Juli 1831, eingetr. 18. Sept. 1842, 
wurde 15. April 1847 vorzeitig als Regiments- 
cadct zu Johann Freih. v. Paumgartten-Inf. Nr. 21 
ausgemustert, 23. Sept. 1849 Lieut. m. G., 



1. Dec. 1850 zu Erzh. Ferdinand Karl Victor 
d'Este-Inf. Nr. 26 transf., 7. Mai 1852 Lieut. 
h. G., 28. Sept. 1854 Oberlieut., 1. Nov. 1862 
pens. und starb 10. Juni 1866 zu Budweis. 

Bozziano Eduard Edler von, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Brzezan in Galizien 

15. April 1830, eingetr. 23. Sept. 1842, wurde 
als Lieut. m. G. zu Ludwig Herzog von Parma- 
Inf. Nr. 24 ausgemustert und kam gleich auf den 
Kriegsschauplatz nach Ungarn, wo er die Schlach- 
ten bei Raab und Komorn, dann das Gefecht 
bei Makö mitmachte. In dem letzten Gefechte bei 
Dreyspitz 1 1 . Aug., welchem er beiwohnte, zeich- 
nete er sich besonders aus, indem er nach Ab- 
lösung einer früheren Plänklerkette durch seine 
Mannschaft, entschlossen vorrückte, mehrere 
Gefangene befreite und überdies vom Feinde 
zwei Officiere und 20 Mann gefangen nahm. Er 
erhielt hiefür das Militär -Verdienstkreuz, wurde 
23. Juni 1851 Lieut. h. G., 12. Mai 1855 Ober- 
lieut., 1. Juli 1859 Hauptm. 2. GL, 21. März 
1865 Hauptm. 1. Cl. und nahm als solcher an 
dem Feldzuge 1866 gegen Preußen theil. Am 
1. Nov. 1874 zum Major bei Heinrich Rupprecht 
von Virtsolog-Inf. Nr. 40 ernannt, wurde Bozziano 
1. Mai 1879 Oberstlieut., 1. Mai 1883 Oberst, 

16. März 1884 zu Alois von Baumgarten-Inf. 
Nr. 56 transferiert. Er trat 1. April 1885 in den 
Ruhestand und starb am 15. Mai 1888 zu Koto- 
mea in Galizien. Bozziano wurde 18. Mai 1883 
in den Österreichischen Adelstand erhoben. 

Compostella Dominik Nobile, geb. zu Bas- 
sano in Italien 5. April 1830, eingetr. 30. März 
1842, wurde 27. Juli 1848 von seinen Ange- 
hörigen aus der Militärerziehung nach Hause ge- 
nommen. Sein weiterer Lebenslauf ist nicht 
bekannt. 

Czerny Joseph Edler von, geb. zu Legnago 
in Italien 20. März 1830, kam 17. Sept. 1842 
in die Akademie, trat aber schon 2. Dec. d. J. 
wieder aus der Militärerziehung. Im Jahre 1848 
finden wir ihn als k. k. Gadet bei Franz Graf v. 
Khevenhüller - Metsch - Inf. Nr. 35 in Militär- 
diensten, wo er im Jahre 1849 zum Lieut. m. G. 
vorrückte. Im Jahre 1850 kam Czern^ als Lieut. 
h. G. zu Gustav Prinz von Wasa-Inf. Nr. 60, 
avancierte hier im Jahre 1854 zum Oberlieut., 
1859 zum Hauptm. 2. Gl., 1863 zum Hauptm. 
1. Gl., nahm mit dem Regimente an dem Feld- 
zuge 1866 gegen Preußen theil und ist bei Skalitz, 
am 27. Juni, vor dem Feinde geblieben. 

Dobay von DobO Emerich, geb. als Sohn 
eines Obersten zu Vista in Siebenbürgen 1 . April 
1830, eingetr. 1. Oct. 1842, wurde als Lieut. 
m. G. zu Gustav Graf v. Leiningen-Westerburg. 



1840. 



165 



Inf. Nr. 31 ausgemustert, rückte 5. Oct. 1849 
zum Lieut. h. G. vor und trat 5. April 1854 
aus dem Militärverbande. 

Doda Georg, Sohn eines Lieutenants, geb. 
zu Prilipec im Banate am 5. Mai 1830, eingetr. 
28. Sept. 1842, wurde als Lieut. m. G. zu Ru- 
kavina-Inf. Nr. Gl ausgemustert, 7. Sept. 1849 
Lieut. h. G., 3. Nov. 1854 Oberlieut., 3. Juni 
1859 Hauptm. 2. CK, 21. Juni 1863 Hauptm. 
1. Classe. Doda machte die Feldzüge 1859 in 
Italien und 1 866 gegen Preußen mit. Mit 1 . Nov. 
1872 wurde Doda der k. k. Landwehr, mit der 
Bestimmung als provisorischer Gommandant 
des Landwehr-Bat. Suczawa Nr. 78, zugetheilt, 
15. Febr. 1873 in den Activstand der Land- 
wehr übernommen, 11. Jan. 1874 aber in 
das stehende Heer rückversetzt und zu seinem 
früheren Regimente eingetheilt. Zufolge Aller- 
höchster Entschließung vom 22. März d. J. für 
eine Majors-Localanstellung vorgemerkt, trat er 
1. Sept. 1876 in den Ruhestand und erhielt 
1 . Dec. d. J. den Majors-Charakter ad honores. 
Seit dem Jahre 1877 war Doda Commandant 
der Militär-Bade-Heilanstalt in Herkulesbad bei 
Mehadia und starb auf diesem Dienstposten 
im Jahre 1882. 

Dtttz Eduard, Sohn eines Verwaltungs- 
beamten der Wiener-Neustädter Akademie, geb. 
zu Wiener-Neustadt 23. Febr. 1830, eingetr. 
28. Febr. 1842, wurde als Lieut. m. G. zum 
Drag. -Reg. Leopold IL Großherzog von Tos- 
cana Nr. 4 ausgemustert, rückte daselbst bis 
zum Oberlieut. vor und trat 1. Juli 1859 aus 
dem Armeeverbande. 

Friedrich Georg Ritter von, Sohn eines 
Cassiers, geb. zu Prag 30. Oct. 1831, eingetr. 
21. Sept. 1842, wurde als Lieut. m. G. zu Karl 
Prinz von Preußen-Kürass. Nr 8 (gegenwärtig 
Raimund Graf v. Montecuccoli - Drag. Nr. 8) 
ausgemustert, 16. Dec. 1851 Oberlieut., 1. Dec. 
1858 Rittm. 2. CL, 1. Sept. 1863 Rittm. 1. Gl. 
und erhielt 3. Oct. 1866 für seine hervorragend 
tapferen Leistungen im Feldzuge desselben Jahres 
gegen Preußen das Militär -Verdienstkreuz. Am 
10. Febr. 1869 wurde Friedrich Adlatus des 
Präses der stabilen Remonten-Assent-Commission 
zu Pest, 24. Oct. 1869 Major in dieser Anstel- 
lung, 25. Dec. d. J. Commandant der Militär- 
Abtheilung im königl. ungarischen Staatsgestüte 
zu Bäbolna bei gleichzeitiger Übersetzung in den 
Status der Gestütsbranche derkönigl. ungarischen 
Pferdezucht-Anstalten und erhielt mit Allerhöch- 
ster Entschließung vom 24. Oct. 1872 in Aner- 
kennung der in dieser Stellung geleisteten vor- 
züglichen Dienste den Orden der Eisernen Krone 



3. CL, welcher Auszeichnung bald darauf die 
statutenmäßige Erhebung in den österreichischen 
Ritterstand folgte. Am 1. Nov. 1874 traf ihn die 
Transferierung zum Uhlanen - Reg. Erzh. Karl 
Ludwig Nr. 7, 1. Mai 1875 die Beförderung zum 
Oberstheut., 4. Juni 1876 die abermalige Über- 
setzung in die Gestütsbranche unter Ernennung 
zum Commandanten des k. k. Staats- Hengsten- 
depots zu Graz, in welcher Eigenschaft er auch 
mit der Oberaufsicht über das Staatsgestüt zu 
Piber betraut wurde und 1. Nov. 1878 zum 
Obersten avancierte. Am 1. Oct. 1887 wurde 
Friedrich auf sein Ansuchen als Titular-General- 
major in den Ruhestand übernommen und lebt 
seither zu Graz. 

Fll88 Johann, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Troppau 16. Mai 1830, eingetr. 30. Sept. 
1842, wurde als Lieut. m. G. zum Inf. -Reg. 
Erzh. KarlNr.3 ausgemustert, avancierte 28. März 
1851 zum Lieut. h. G., kam 1. Dec. 1858 als 
Oberlieut. zum Uhlanen-Reg. Franz II. König 
beider Sicilien Nr. 12 und starb als solcher 
25. Nov. 1859 zu Padua. 

Gall Karl Ritter von, Sohn eines Gutsbe- 
sitzers und Landstandes, geb. zu Wien 24. Sept. 
1829, eingetr. 27. Sept. 1842, wurde als Lieut. 
m. G. zu Heinrich Freih. v. Hess-Inf. Nr. 49 aus- 
gemustert, 20. Jan. 1853 Lieut. h. G., 10. März 
1859 Oberlieut., 1. Febr. 1860 zu Franz Freih. 
v. Paumgartten-Inf. Nr. 76 transf., 8. März 1864 
Hauptm. 2. CK, 31. Juli 1866 pens. und verzich- 
tete im Jahre 1867 auf den Officiers - Charakter 
und auf die Pension gegen eine zweijährige Gage- 
abfertigung. Gall machte die Feldzüge 1849 und 
1859 in Italien mit. 

Gatti Achilles Ritter von, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Brescia 11. Juli 1830, eingetr. 
28. Sept. 1842, wurde als Lieut. m. G. zu Eugen 
Graf v. Haugwitz-Inf. Nr. 38 ausgemustert, 1 . Dec. 
1849 Lieut. h. G., 20. Juli 1854 Oberlieut. 
bei Hannibal Friedrich Fürst von Thurn und 
Taxis -Inf. Nr. 50, 1. Juni 1859 Hauptm. 2. Cl., 
14. März 1865 Hauptm. 1. Cl., war vom l.Oct. 
1856 bis 30. Sept. 1859 als Lehrer der Mathe- 
matik im Cadetten-Institute zu Strass und Eisen- 
stadt mit sehr gutem Erfolge verwendet. Gatti 
machte die Feldzüge 1849 und 1866 in Italien 
mit und erhielt für hervorragend tapfere Leistun- 
gen in der Schlacht bei Custoza (24. Juni 1 866) 
zufolge Allerhöchster Entschließung vom 1 8. Juli 
1866 den Eiserneu Kronen-Orden 3. Cl., welcher 
Verleihung 10. April 1867 die statutenmäßige 
Erhebung in den Ritterstand folgte. Am 1 . Juni 
1872 mit Wartegebür beurlaubt und 1. Aug. 
1874 definitiv pens., trat Gatti bald darauf in die 



166 



1849. 



Dienste der Staats-Eisenbahn-Gesellschafl und ist 
gegenwärtig Bureau-Sous-Chef in Wien. * 

Giacomini Pius, Sohn eines Beamten, geb. 
zu Oderzo 2. Aug. 1830, eingetr. 30. März 1842, 
wurde als Lieut m. G. zu Erzh. Siegmund - Inf. 
Nr. 45 ausgemustert, 1. Febr. 1851 Lieut. h. G., 

1. Aug. 1854 Oberlieut., 26. Mai 1859 Hauptm. 

2. GL, 1. Febr. 1860 zu Eugen Graf v. Haugwitz- 
Inf. Nr. 38 transf., 1. März 1865 Hauptm. 1.C1., 
trat 30. Oct. 1866 in die königl. italienische 
Armee und ist gegenwärtig Oberstlieut. in der 
Reserve der Infanterie. Er besitzt das Officierskreuz 
des königl. ital. Kronen - Ordens und das Ritter- 
kreuz des St. Mauritius- und Lazarus-Ordens. 

Glass Joseph, Sohn eines Oberzeugwartes, 
geb. zu Prag 27. Jan. 1831, eingetr. 23. Sept. 
1 842, wurde als Lieut. m. G. zu Emil Prinz von 
Hessen und bei Rhein-Inf. Nr. 54 ausgemustert, 
26. Juni 1851 Lieut. h. G., 4. Aug. 1854 Ober- 
lieut., 4. Juni 1859 Hauptm. 2. Gl., 18. Jan. 1864 
Hauptm. 1. GL, 1. Jan. 1868 pens., 1. März 1870 
reactiviert und bei Ludwig Ritt. v. Benedek-Inf. 
Nr. 28 eingetheilt, 1. Aug. 1877 mit Warte- 
gebür beurlaubt und trat 1. Aug. 1878 erneu- 
ert in den Ruhestand. 

GOOS Friedrich Karl, geb. zu Teschen in 
Schlesien 26. Sept. 1830,eingetr.27.Sept. 1842, 
wurde 15. Juni 1846 vorzeitig als Regiments- 
cadet zu Erzh. Ludwig -Inf. Nr. 8 ausgemustert, 
1. März 1849 Lieut. m. G., 16. Nov. d. J. Lieut. 
h. G., 16. Juni 1855 Oberlieut., 1. April 1859 
pens., 1. Mai 1864 aus dem Pensionsstande wie- 
der eingetheilt, 1. Oct. d. J. in den Pensions- 
stand rückversetzt. Am 1 8. Juni 1870 wurde Goos 
in den nichtacliven Stand der k. k. Landwehr 
übernommen, zum Bataillon Sambor Nr. 61 ein- 
getheilt, 1. Nov. 1871 zum Hauptm. 2. Cl.,l.Nov. 
1875 zum Hauptm. 1. Gl. befördert, 1. Juli 1881 
als invalid in den Landwehr- Ruhestand versetzt 
und 1 . Mai 1 887 zur Versehung des Hausdienstes 
dem Militär-Invalidenhause in Lemberg zugetheilt, 
in welchem Verhältnisse er am 11. Jan. 1889 
starb. Goos hat die Feldzüge 1848 und 1849 in 
Italien mitgemacht. 

Gyurkovits Joseph, Sohn eines Capitänlieu- 
tenants, geb. zu Ji£in in Böhmen 17. April 1830, 
eingetr. 22. Sept. 1842, wurde als Lieut. m. G. 
zum Inf.-Reg. Alexander I. Kaiser von Russland 
Nr. 2 ausgemustert, 1. Mai 1849 Lieut. h. G., 
6. Dec. 1853 Oberlieut., 31. Dec. 1855 als Ad- 
jutant in die Genie - Akademie zu Klosterbruck 
eingetheilt und wirkte in dieser Eigenschaft, so- 
wie als Lehrer der Militärstilistik wie nicht min- 
der im Erziehungsfache, als wohlwollender Rath- 
geber der ihm anvertrauten Jugend durch nahezu 



vier Jahre mit ausgezeichnetem Erfolge. Auf die- 
sem Dienstposten 1. Juni 1859 zum Hauptm. 
2. Gl. befördert, rückte Gyurkovits, in der Absicht 
um vor dem Feinde zu dienen, über wiederholte 
Bitte am 23. Juli 1859 zur Truppendienstleistung 
bei seinem Regimente ein, kam aber im Feldzuge 
1859 nicht mehr in eine feindliche Gelegenheit. 
Am 9. Febr. 1864 avancierte er zum Hauptm. 
1. Gl., machte den Feldzug 1866 gegen Preußen 
mit und ist bei Neu - Rognitz, 28. Juni, vor dem 
Feinde geblieben. Für seine Leistungen in diesem 
Feldzuge wurde ihm nachträglich mit der Aller- 
höchsten Entschließung vom 18. Oct. 1866 das 
Militär- Verdienstkreuz zuerkannt. 

Hammerl Anton Karl, geb. zu Hätszeg in 
Siebenbürgen 1 2. Juni 1 830, eingetr. 1 . Oct. 1 842, 
wurde 15. Juni 1846 vorzeitig als Regiments- 
cadet zu Erzh. Karl Ferdinand - Inf. Nr. 51 aus- 
gemustert, 10. März 1849 Lieut. m. G., 1. Dec. 
1850 Lieut. h. G., 30. Juli 1854 Oberlieut. und 
quitt, mit Beibehalt des Charakters 31. Aug. 1858; 
lebt zu Komjälszeg in Siebenbürgen. 

Hanke Heinrich, geb. zu Olmütz 30. Juni 
1830, eingetr. 29. Sept. 1842, wurde als Lieut. 
m. G. zu Gonstantin Großfürst von Russland-Inf. 
Nr. 18 ausgemustert, avancierte 1. Febr. 1852 
zum Lieut. h. G., 16. März 1856 zum Oberlieut., 
starb als solcher zu Villach 13. Febr. 1864. 

Hillmeyer Friedrich Ritter von, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Salzburg 21. Mai 1830, 
eingetr. 27. Sept. 1842, wurde als Lieut. m. G. 
zu Johann Freih. v. Paumgartten-Inf. Nr. 21 aus- 
gemustert, 17. April 1853 Lieut. h. G., 14. März 
1859 Oberlieut., 1. April 1864 Hauptm. 2. Gl., 
23. Juni 1866 Hauptm. 1. Gl. und machte die 
Feldzüge 1849, 1859 in Italien, 1866 gegen 
Preußen mit. Am 1. Nov. 1876 wurde Hillmeyer 
zum Major im Regimente befördert, 1 . Mai 1 880 
mit Wartegebür beurlaubt und 1. Dec. d. J. als 
Oberstlieut. ad honores pens., lebt in Wien. Hill- 
meyer besitzt seit 1. Aug. 1873 den kaiserl. russ. 
St Annen-Orden 3. Glasse. 

Janatka Erwin, Sohn eines Forstmeisters, 
geb. zu Reiditz in Böhmen 20. Juni 1 830, ein- 
getr. 27. Sept. 1842, wurde als Lieut. m. G. zu 
Karl Ludwig Graf v. Ficquelmont - Drag. Nr. 6 
(gegenwärtig Erwin Graf v.Neipperg-Drag. Nr. 12) 
ausgemustert, 16. Jan. 1854 Oberlieut., 1. Jan. 
1858 Rittm. 2. GL, 1. Juli 1859 Rittm. 1. Cl., 
1. März 1860 zu Ludwig Graf v. Wallmoden- 
Gimborn-Kürass. Nr. 6 (gegenwärtig Albrecht Prinz 
von Preußen-Drag. Nr. 6) transf., 23. April 1869 
Major bei Wilhelm Herzog von Braunschweig-Drag. 
Nr. 7. Er machte die Feldzüge 1859 in Italien, 
1866 gegen Preußen mit und erhielt für seine 



1849. 



167 



hervorragend tapferen Leistungen bei Solferino 
15. Aug. 1859 die Allerhöchste belobende Aner- 
kennung, für seine Leistungen im Feldzuge gegen 
Preußen aber 3. Oct. 1866 das Militär- Verdienst- 
kreuz, am 5. Oct. 1869 das Gommandeurkreuz 
2. Gl. des herzogl. braunschw. Ordens Heinrich 
des Löwen. Am 1. Nov. 1872 wurde Janatka zum 
Oberstlieut. bei Erwin Graf v. Neipperg - Drag. 
Nr. 12 befördert, 1. Juli 1875 mit Wartegebür 
beurlaubt, trat 1. Sept. 1876 in den Ruhestand 
und starb im Jahre 1 878 zu Königinhof in Böhmen. 
Kalliäny de Kalliän Goloman Freiherr, Sohn 
des 5. Febr. 1 859verstorbenen Feldmarschall-Lieu- 
tenants Joseph Freiherrn Kalliäny de Kalliän aus 
dessen Ehe mit ApolloniaHorväth von Lekotz und 
Abrahamfalva, geb! zu Kremsier 6. Febr. 1831, ein- 
getr. 19. Sept. 1842, wurde als Lieut. m. G. zum 
Inf.-Reg. Erzh. Karl Ferdinand Nr. 5 1 ausgemustert, 

17. Dec. 1850 Lieut. h. G., l.Febr. 1851 Ober- 
lieut. bei Eduard Fürst von Liechtenstein - Inf. 
Nr. 5, 15. April 1859 Hauptm. 2. Gl., 21. Mai 
d. J. Hauptm. 1. Gl. im GQMSt., l.Febr. 1860 
q. t. zu Erzh. Ludwig Victor- Inf. Nr. 65 transf., 
1 . April 1865 pens., lebt zu Wien. Kalliäny machte 
die Feldzüge 1849 in Siebenbürgen und 1859 in 
Italien mit. Kalliäny ist seit 16. Dec. 1871 mit 
Theresia von Malyeväcz vermählt, welcher Ehe 
zwei Söhne und eine Tochter entsprossen. Er 
entstammt einem ungarischen Adelsgeschlechte, 
dessen Wappenbrief vom 10. Juli 1700 datiert; 
den österreichischen Freiherrenstand erwarb die 
Familie mit Diplom vom 22. Juli 1852. 

Karaisl von Karais Franz Freiherr, geb. zu 
Triest 16. Aug. 1830, eingetr. 26. Sept. 1842, 
kam aus der Akademie 22. Sept. 1846 in die 
Pionnier-Gorpsschule, wurde 1 . Mai 1 848 Lieut. 
m. G. bei Franz Adolf Freih. v. Prohaska-Inf. Nr. 7, 

1 8. Mai 1 848 Lieut. h. G., 1 . Juli 1 850 Oberlieut., 
8. April 1859 Hauptm. 2. GL, 28. Mai 1859 
Hauptm. 1. Glasse. Karaisl machte die Feldzüge 
1859 und 1866 in Italien mit und erhielt 15. Aug. 
1859 in Anerkennung seiner hervorragenden Lei- 
stungen in der Schlacht bei Solferino das Militär- 
Verdienstkreuz. Am 1. Mai 1870 kam Karaisl als 
Major zu Wilhelm Freih. v. Grueber-Inf. Nr. 54, 
29. Juli 1874 in gleicher Eigenschaft zum Tiroler 
Kaiser- Jäger-Reg., wurde 1. Nov. 1876 Oberst- 
lieut., 1. Febr. 1879 Reserve -Gommandant bei 
Franz Graf v. Thun - Hohenstein - Inf. Nr. 54, 
1. Mai 1879 Oberst, 3. Sept. 1880 Regiments- 
Gommandant bei Hieronymus Freih. v. Ziemi^cki- 
Inf. Nr. 36, 6. April 1885 Platzcommandant zu 
Olmütz bei gleichzeitiger Übersetzung in den 
Armeestand, trat 1. Oct. 1887 auf sein Ansuchen 
als Generalmajor ad honores in den Ruhestand 



und starb zu Olmütz 18. Febr. 1890. Er war 
seit 12. Oct. 1863 mit Floriane geb. Freiin von 
Longo -Liebenstein vermählt, welcher Ehe zwei 
Söhne und drei Töchter entsprossen. 

Karg von Bebenburg Ludwig Reichsfreiherr, 
Sohn des 9. Mai 1848 verstorbenen Oberstlieute- 
nants Ludwig Reichsfreiherrn Karg von Beben- 
burg, aus dessen Ehe mit Glementine Gräfin von 
Liechtenberg, geb. zu Piacenza 22. Febr. 1832, 
kam 4. Oct. 1 842 in die Akademie, wurde aber 
30. März 1845 von seinen Eltern nach Hause 
genommen. Am 19. Oct. 1847 trat Karg als un- 
obligater Regimentscadet bei Erzh. Ludwig -Inf. 
Nr. 8 ein, wurde 11. April 1848 Lieut m. G., 
4. Juli d. J. Lieut. h.G., 22. Juni 1849 Oberlieut., 
16. Nov. 1853 zu Friedrich Freih. v. Bianchi-Inf. 
Nr. 55 transf., 1. April 1857 Hauptm. 2 Cl., 
6. April 1859 Hauptm. 1. GL, 1. Febr. 1860 zu 
Nobili-Inf. Nr. 74 transf. und erhielt 15. Juni 1865 
die Kämmerers würde. Karg machte die Feld- 
züge 1848, 1849 und 1866 mit, trat 30. April 
1867 infolge der vor dem Feinde erhaltenenWun- 
den als Major in den Ruhestand und starb schon 
29.Febr.1868 zu Graz. Er war seit 19. Aug. 1858 
mit Karoline Freiin von Lazarini vermählt, aus 
welcher Ehe fünf Kinder entsprossen. 

Katin Öic Adolf, Sohn eines Oberlieutenants, 
geb. zu Pupelica in Groatien 14. Aug. 1830, ein- 
getr. 29. Sept. 1842, wurde als Lieut. m. G. zum 
Szluiner Grenz - Inf. - Reg. Nr. 4 ausgemustert, 
rückte daselbst zum Lieut. h. G. vor, trat 1 . Aug. 
1857 als Öfficial beim Hauptzollamte zu Zengg 
in Civil- Staatsdienste und kam 31. Juli 1858 als 
Finanzwache-Commissär nach Esseg. 

Khull Anton, Sohn eines Rechnungsrathes, 
geb. zu Klagenfurt 14. Juni 1832, eingetr. 21. Sept. 
1842, wurde als Lieut. m. G. zu Erzh. Franz Fer- 
dinand d'Este-Inf. Nr. 3 2 ausgemustert, am 1. Dec. 

1 850 zum Lieut. h. G., 9. Aug. 1854 zum Oberlieut., 
13. Mai 1859 zum Hauptm. 2. Cl. befördert, am 
1. Febr. 1860 zu Kronprinz Er2h. Rudolf-Inf. 
Nr. 19 transf., war vom 1. Jan. 1857 bis Ende 
Mai 1859 Adjutant in der Wiener-Neustädter Aka- 
demie, quitt. lO.SepLl 860 seineChargebeimÜber- 
tritte in die Kriegsmarine als Marine- Verwaltungs- 
Official 4. Cl., wurde 5. Juli 1867 Marine-Ver- 
waltungs-Official 3. CL, war später Marine-Com- 
missär, trat als solcher in den Ruhestand und lebt 
seither in Wien. 

Kocziczka Edler von Freibergswall Karl, 

Sohn eines Lieutenants , geb. zu Lundenburg 
19. Oct.. 1830, eingetr. 27. Sept. 1842, wurde 
bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. zu Karl 
Ritt. v. Schönhals-Inf. Nr. 29 eingetheilt, 1. Juni 

1851 zum 1. Genie-Reg. transf., 25. Juli d. J. 



168 



1849. 



Lieut. h. G., 1. Nov. 1851 Oberlieut., 31. Aug. 
1855 zum 7. Genie-Bat. transf., 9. Dec. 1855 
Hauptm. 2. GL, 1. Dec. 1857 Hauptm. 1. GL, 
23. Juli 1858 zur Genie -Direction in Krakau, 
3 1 . März 1859 zur Genie-Direction in Prag, 1 . Oct. 
d. J. zur Genie-Direction in Venedig, 10. Nov. 1864 
zum Genie -Reg. Erzh. Leopold Nr. 2 transf., 
28. Oct. 1868 Major, machte den Feldzug 1866 in 
Italien mit. Mit Allerhöchster Entschließung vom 
9. Jan. 1873 wurde Kocziczka in Anerkennung 
der umsichtigen Leitung und Durchfuhrung der 
Sprengarbeiten der Wiener Wasserleitung durch 
Verleihung des Ritterkreuzes des Franz Joseph- 
Ordens ausgezeichnet, 1. Mai d. J. zum Oberst- 
lieut. befördert, 1. Nov. 1873 in den Stand des 
Reichs -Kriegs -Ministeriums übersetzt, 17. Oct. 
1876 zum Gommandanten des Genie-Reg. Kaiser 
Franz Joseph Nr. 1, 1. Mai 1877 zum Obersten 
ernannt, trat 1. April 1882 als invalid in den 
Ruhestand, bei welchem Anlasse ihm der 
Generalmajors- Charakter ad honores und in Aner- 
kennung seiner langjährigen vorzüglichen Dienst- 
leistung der Orden der Eisernen Krone 3. Gl. 
verliehen wurde. Ebenso wurde er im Jahre 1880 
mit dem Gommandeurkreuze des königl. dän. Dane- 
brog-Ordens decoriert. Er starb im Jahre 1882 
zu Graz. 

Koller Ludwig, Sohn eines Rechnungs-Offi- 
cials, geb.zuLinzl4.Aug.l831,eingetr. 19. Febr. 
1842, wurde als Lieut. m. G. zum 17. Jäger-Bat. 
ausgemustert, avancierte 1 4. Dec. 1 849 zum Lieut. 
h. G. und quitt, diese Charge 31. Mai 1857 ohne 
Beibehalt des Officiers-Charakters. 

Kraiatz Theodor Edler von, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Wien 9. Nov. 1 830, ein- 
getr. 30. Sept. 1842, wurde als Lieut m. G. zu 
Franz Graf v. Gyulai-Inf. Nr. 33 ausgemustert, 
11. Sept. 1849 Lieut. h. G., 1. Juli 1854 Ober- 
lieut., 22. Mai 1859 Hauptm. 2. Cl. im GQMSt, 
11. Juli d. J. Hauptm. 1. GL, 1. Dec. 1866 zu 
Johann Graf v. Goronini - Cronberg - Inf. Nr. 6 
transferiert. Er machte die Feldzüge 1849, 1859 
und 1866 in Italien mit und erhielt für seine ver- 
dienstvollen Leistungen im letzteren mit der Aller- 
höchsten Entschließung vom 3. Oct. 1866 die 
belobende Anerkennung, ist somit zum Tragen 
der Militär- Verdienst-Medaille am Bande des Mili- 
tär-Verdienstkreuzes berechtigt. Am 1. Mai 1874 
zum Major bei Kaiser Franz Joseph-Inf. Nr. 1 , am 
l.Nov. 1878 zum Oberstlieut. bei Erzh.Wilhelm- 
Inf. Nr. 12 befördert, trat er 1. Nov. 1879 in den 
Ruhestand und lebt seither in Wien. 

Krivacic Paul, Sohn eines Lieutenants, geb. 
zu Gratfac in der Militärgrenze 8. März 1830, 
eingetr. 29. Sept. 1842, wurde als Lieut. m. G. 



zu Erzh. Franz Karl - Inf. Nr. 52 ausgemustert, 
9. Dec. 1850 Lieut. h. G., 16. Nov. 1854 Ober- 
lieut., 13. Mai 1859 Hauptm. 2. Gl., 16. Juli 
d. J. Hauptm. 1. Gl., 1. Febr. 1860 zu Erzh. 
Ernst-Inf. Nr. 48, 1. Mai 1866 zum Gradiscauer 
Grenz - Inf. - Reg. Nr. 8 transf. und beim Militär- 
Gataster verwendet. Mit 1. Oct. 1873 wurde 
Krivaöic bei Belassung in dieser Dienstverwen- 
dung als übercomplet zum Peterwardeiner Inf.- 
Reg. Graf v. Berg Nr. 70 transf., rückte 1. Aug. 
1879 zur Truppendienstleistung bei seinem 
Regimente ein und trat 1. Juni 1880 in den 
Ruhestand. Er lebt seither zu Karlstadt. Krivatfid 
machte im Jahre 1849 den Angriff auf Livorno 
(10. und 11. Mai), 1866 den Feldzug in Ita- 
lien mit. 

Krzisch Georg, geb. zu Felvincz in Sieben- 
bürgen 12. Mai 1830, kam 1. Oct. 1842 in die 
Akademie, wurde 16. Oct. 1844 wegen minderer 
Kriegsdiensteignung im Superarbitrierungswege 
aus der Militärerziehung entlassen und trat noch 
in demselben Jahre als Praktikant in die Kriegs- 
kanzlei-Branche , wurde 1. Jan. 1850 Kriegs- 
kanzlei - Adjunct , 1. April 1855 Kriegskanzlist 
6. CL, 1 1. April 1 857 Registraturs-Accessist 1 . Cl., 
1. Febr. 1858Registraturs-Official 5. CL, l.Sept. 
1859 Registraturs-Official 4. CL, 1. April 1866 
Registraturs - Official 3. CL, 1. Nov. 1871 Regi- 
straturs-Official 2. CL, 1. April 1872 vom k. k. 
Reichs - Kriegs - Ministerium zur Militär-Intendanz 
in Wien übersetzt, 1. Mai 1873 zum Registraturs- 
Official 1 . Cl. ernannt, 1 5. Jan. 1884 zum 3. Corps- 
Commando als Registraturs - Leiter übersetzt, 
1. Mai 1884 zum Registratur befördert und starb 
in dieser Dienstverwendung am 3. Febr. 1885 
zu Graz. 

KUttel Achilles Edler von, geb. zu Treviso 
13. April 1830, eingetr. 22. Sept. 1842, wurde 
als Lieut. m. G. zu Menrad Freih. v. Geppert-Inf. 
Nr. 43 ausgemustert, 20. Nov. 1849 Lieut. 
h. G., 6. Aug. 1854 Oberlieut., 1. Mai 1859 
zum Feldspital Nr. 1 eingetheilt, 1. Oct. 1861 
zumFestungs-Commando in Palmanuova transf., 
1. Juli 1864 in den Pensionsstand übernommen, 
1. Juli 1866 in das Militär - Invalidenhaus zu 
Tyrnau, 1. Dec. 1869 aber in jenes zu Wien 
übersetzt und trat 1. Febr. 1874 bei Verzicht- 
leistung auf die Invalidenversorgung in den Ruhe- 
stand zurück. 

Lipowski Adolf Freiherr von, Sohn eines 
galizischen Gutsbesitzers, geb. zu Slawkowice 
in Galizien 17. Juli 1830, eingetr. 2. Oct. 1842, 
wurde als Lieut. ra. G. zu Joseph Friedrich Freih. 
v. Palombini-Inf. Nr. 36 ausgemustert. Am 1. Oct. 
1852 kam Lipowski unter gleichzeitiger Beförde- 



1849. 



109 



rung zum Lieut. h. G. zu Ferdinand Graf v. Cec- 
copieri-Inf. Nr. 23, avancierte 21. Juli 1854 
zum Oberlieut. und quitt. 31. März 1857 den 
activen Militärdienst mit Beibehalt des Officiers- 
Charakters. Er machte den Feldzug 1849 in 
Ungarn mit. Am 1. März 1870 wurde Lipowski 
in den nichtactiven Stand der k. k. Landwehr 
übernommen und 18. Juni d. J. zum Landwehr- 
Bat. Krakau Nr. 47 (jetzt Nr. 52) eingetheilt 
und trat 1. Oct. 1871 in das Verhältnis außer 
Dienst. Er lebt zu Hucisko in Galizien. 

Mammer von Mammern Johann, einer 

altadeligen luxemburgischen Familie entsprossen, 
geb. zu Feldkirch in Vorarlberg 12. Jan. 1832, 
eingetr. 26. Dec. 1843 in den 2. Jahrgang 
der Akademie, wurde Lieut. m. G. im 7. Jäger- 
Bat., IG. Nov. 1851 Lieut. h. G., 13. Mai 1854 
Oberlieut, 9. Juli 1859 Hauptm. 2. Gl., 1. Juni 
1863 zum 32. Jäger-Bat. transf., 1. März 1864 
Hauptm. 1. Glasse. Mammer machte im Feld- 
zuge 1849 die Belagerung von Venedig und vom 
Monate Juni ab den Feldzug in Ungarn, dann 
die Feldzüge 1859 in Italien, 1866 gegen Preußen 
mit und erhielt 30. Juni 1 859 für seine Leistungen 
bei Palestro das Militär - Verdienstkreuz, sowie 
für seine Leistungen im Feldzuge gegen Preußen 
3. Oct 1866 die Allerhöchste belobende Aner- 
kennung (Militär- Verdienst-Medaille). Am 20. April 
1 869 zum 1 1 . Jäger - Bat. übersetzt, wurde 
Mammer 1. Nov. 1875 Major bei Kaiser Franz 
Joseph -Inf. Nr. 1, 1. Mai 1880 Oberstlieut. im 
Regimente, nahm mit demselben im Jahre 1882 
an der Bekämpfung des Aufstandes in Bosnien 
und der Hercegovina thätigen Antheil und wurde 
für sein verdienstvolles Verhalten bei diesem 
Anlasse erneuert durch den Ausdruck der Aller- 
höchsten belobenden Anerkennung ausgezeichnet 
Nach dem Eintritte friedlicher Verhältnisse wurde 
Mammer 1. Jan. 1883 krankheitshalber mit 
Wartegebür beurlaubt Doch nur wenige Monate 
später konnte er den activen Dienst wieder an- 
treten; schon am 1. Nov. d. J. rearbitriert und 
bei Rudolf Freih. v. Rossbacher-Inf. Nr. 71 ein- 
getheilt, avancierte er hier 1. Mai 1884 zum 
Obersten und erhielt am 1. Nov. d. J. das Regi- 
ments - Gommando von Joseph Freih. v. Weber- 
Inf. Nr. 22. Am 1. Mai 1886 trat Mammer auf 
eigenes Ansuchen in den wohlverdienten Ruhe- 
stand und lebt seither zu Laibach. 

MaS30neriAlessandroVenanzio, Sohn eines 
Staatsbeamten, geb. zuSoncino in Italien 17. Mai 
1830, eingetr. 2. Mai 1842, wurde bei der Aus- 
musterung als Lieut. m. G. zu Maximilian Freih. 
v. Wimpffen - Inf. Nr. 13 eingetheilt, 30. Sept. 
1819 Lieut h. G., 5. Mai 1854 Oberlieut, lo.Mai 



1855 pens., trat 1. Juni 1856 aus dem Armee- 
verbande. 

MichatOWSki Peter Ritter von, Sohn eines 
Wirtschaftsbeamten, geb. zu Streptöw in Galizien 
14. Oct. 1830, eingetr. 1. Oct 1842, wurde als 
Lieut. m. G. zu Adolf Herzog zu Nassau -Inf. 
Nr. 15 ausgemustert, 28. Dec. 1849 Lieut h. G., 
17. März 1855 Oberlieut, 1. Febr. 1860 zu 
Friedrich Freih. v. Bianchi - Inf. Nr. 55, 1. Febr. 

1862 zum 30. Jäger-Bat transf., 16. Febr. 

1863 Hauptm. 2. GL, 30. April 1866 Hauptm. 
1. Gl., 1. Mai 1869 zu Friedrich Freih. v. Kellner- 
Inf. Nr. 41 transf., I. Nov. 1875 Major, 2. Jan. 
1877 zu Joseph Freih. v. Ringelsheim - Inf. Nr. 30 
transf., 1. Nov. 1880 Oberstlieut. bei Leopold 
Graf v. Gondrecourt - Inf. Nr. 55, 1. Nov. 1884 
Oberst in diesem Regimente, 4. April 1885 
Regiments - Gommandant daselbst, trat 1. Mai 
1886 auf sein Ansuchen in den wohlverdienten 
Ruhestand und lebt zu Lemberg. Er machte die 
Feldzüge 1849 in Ungarn, 1859 in Italien und 
den Feldzug 1866 gegen Preußen, letzteren als 
Generalstabsofficier im 6. Armeecorps mit 

MihaÜOVic Isidor, Sohn eines Oberstlieute- 
nants, geb. zu Vinkovce in der Militärgrenze 
1. Mai 1831, eingetr. 28. Sept. 1842, wurde als 
Lieut m. G. zum Inf. -Reg. Michael Großfürst von 
Russland Nr. 37 ausgemustert, 15. Jan. 1850 
wegen Verstümmelung beider Füße pens., 1. Juni 

1851 im Invalidenhause zu Wien untergebracht 
und lebt gegenwärtig zu Baden. 

Mollnär Heinrich von, Sohn eines Obersten, 
geb. zu Szent György in Siebenbürgen 25. April 
1830, eingetr. 1. Oct 1842, wurde bei der Aus- 
musterung als Lieut m. G. zu Erzh. Ferdinand 
Maximilian Chevaux-leg. Nr. 3 (gegenwärtig Victor 
Freih. v. Ramberg -Uhlanen Nr. 8) eingetheilt, 
l.Oct 1852 Oberlieut, 5. April 1858Riltm.2.Gl., 
1. April 1860 zu Kaiser Franz Joseph - Uhlanen 
Nr. 4 transf., 1. März 1865 pens., starb 10. Juli 
1878. 

Mudrovicic Maximilian, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Gospid in der Militärgrenze 
22. Juli 1830, eingetr. 29. Sept. 1842, wurde 
als Lieut m. G. zum Liccaner Grenz - Inf. - Reg. 
Nr. 1 ausgemustert Am 1. Oct. 1852 zu Erzh. 
Siegmund-Inf.Nr.45 transf., avancierte er 1. Nov. 

1852 zum Lieut h. G. und starb als solcher 
24. Juli 1853 zuFiume. 

Mlirgic Georg, Sohn eines Lieutenants, geb. 
zu Peruslc in der Militärgrenze 14. April 1829, 
eingetr. 29. Sept. 1842, wurde bei der Aus- 
musterung als Lieut m. G. zum Inf. -Reg. Erzh. 
Leopold Nr. 53 eingetheilt und machte den 
Feldzug 1849 in Italien mit Am 1. Dec. 1849 



170 



1849. 



wurde Murgid Lieut. h. G. beim Flotillen • Corps, 
16. Aug. 1851 Oberlieut., 19. Jan. 1854 Hauptm. 
2. Gl., 1. Mai d. J. Hauptm. 1. Gl. daselbst, l.Aug. 
d. J. zur Donauflotille transf., erhielt 24. März 
1859 den kaiserl. ottom. Medschidi6-Orden 4. Gl , 
kam 16. April 1859 zumGQMSt. und erwarb sich 
für seine vorzuglichen Leistungen vor dem Feinde 
im Feldzuge desselben Jahres den Eisernen 
Kronen - Orden 3. Glasse. Am 16. Sept. 1862 
wurde Murgid Major und Flügel -Adjutant des 
Banus Feldmarschall -Lieut. Sokdevid, war im 
Feldzuge 1866 Gcneralstabs-Chef beim General- 
und Truppen - Gommando in Dalmatien, erhielt 
für seine Verwendung in dieser Eigenschaft 
19. Nov. 1866 das Militär- Verdienstkreuz, avan- 
cierte 9. Mai 1866 zum Oberstlieut., 23. April 
1869 zum Obersten und kam 8. Mai d. J. als 
Generalstabs - Chef zum Generalcoramando in 
Graz, in welcher Dienstleistung er 26. April 
1871 als übercomplet zu König Ludwig II. von 
Bayern - Inf. Nr. 5 eingetheilt wurde. Am 6. Juli 
1871 zum Reserve-Gomraandanten bei Schles- 
wig - Holstein - Inf. Nr. 80, l.Nov. 1872 zum 
Regiments-Gommandanten bei Friedrich Wilhelm 
Ludwig Großherzog von Baden - Inf. Nr. 50 er- 
nannt, wurde Murgid 13. Jan. 1874 mit dem 
Gommandeurkreuz 2. Gl. mit Eichenlaub des 
großherzogl. bad. Ordens vom Zähringer Löwen 
decoriert. Am 1. Mai 1876 erhielt er das Gom- 
mando der 2 Infanterie - Brigade bei der 
11. Infanterie - Truppen -Division, wurde 1. Nov. 
d. J. mit Wartegebür beurlaubt und starb in 
diesem Verhältnisse am 10. Febr. 1878 in der 
Irrenanstalt Feldhof bei Graz. Murgid war seit 
23. April 1873 mitSarahCahitt-Croker vermählt. 
Muzzarelli Arthur, geb. zu Venedig 2. Oct. 
1832, eingetr. 26. Sept. 1842, wurde 17. April 
1848 von seinen Eltern nach Hause genommen, 
trat aber schon 27. Sept. 1849 als Regiments- 
cadet bei Erzh. Ludwig-Inf. Nr. 8 ein und 
rückte daselbst 1. Nov. d. J. zum Lieut. m. G. 
vor. Am 1. Oct. 1852 als Lieut. h. G. zu Mi- 
chael Großfürst von Russland-Inf. Nr. 26 transf., 
avancierte Muzzarelli 9. Sept. 1854 zum Ober- 
lieut., 1. Juni 1859 zum Hauptm. 2. GL, wurde 
1. Febr. 1860 zu dem neu errichteten Inf.-Reg. 
Karl Ritt. v. Franck Nr. 79 übersetzt und 
29. April 1864 zum Hauptm. 1. Gl. befördert. 
Muzzarelli machte den Feldzug 1859 in Italien, 
dann im Feldzuge gegen Preußen das Treffen 
bei Wysokow 27. Juni, bei Skalitz 28. Juni, das 
Gefecht bei Königinhof 29. Juni, endlich die 
Schlacht bei Königgrätz 3. Juli mit, wurde bei 
letzterer Gelegenheit schwer verwundet und 
erwarb sich für sein tapferes Benehmen in diesem 



Feldzuge den Ausdruck der Allerhöchsten belo- 
benden Anerkennung. Am 1. Jan. 1868 wurde 
Muzzarelli Platz-Hauptmann zu Triest und starb 
in dieser Dienstverwendung am 9. März 1878. 

N6meth von Dömötöry Alexander, geb. zu 
Füzes-Abony in Ungarn 27. Sept. 1830, eingetr. 
30. Sept 1842, wurde 14. Juni 1846 vorzeitig als 
Regimentscadet zu Karl Fürst zu Schwarzenberg- 
Inf. Nr. 19 ausgemustert, 1. Juli 1848 Lieut. bei 
Palatinal-Husaren Nr. 1 2, 1 . Juni 1 849 Oberlieut., 
1. Nov. 1854 Rittm. 2. GL, 1. März 1859 Rittm. 
1. GL, 20. Juli 1859 für hervorragende Tapfer- 
keit in dem Gefechte bei Montebello (20. Mai 
1859) mit dem Eisernen Kronen- Orden 3. Gl. 
decoriert, trat 1. Nov. 1859 in den Ruhestand und 
erhielt 28. Juni 1865 den Majors-Charakter. 
Er lebt zu Duna-Pentele in Ungarn. 

Osvadic Eduard, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Brdjani in Slavonien 20. Mai 
1830, eingetr. 26. Sept. 1842, wurde als Lieut. 
m. G. zum Gradiscaner Grenz-Inf.-Reg. Nr. 8 
ausgemustert, 1. Aug. 1850 zu Erzh. Karl Fer- 
dinand-Inf. Nr. 51 transf., avancierte 1. Nov. 
1850 zum Lieut. h. G. und trat 20. Juni 1854 
aus dem Arraeeverbande. 

Parfanowicz Pius Ritter von, Sohn eines 
Majors, geb. zu Bohorodczan in Galizien 11. Juli 
1830, eingetr. 23. Sept. 1842, wurde als Lieut. 
m. G. zu Erzh. Stephan-Inf. Nr. 58 ausgemustert, 
rückte hier zum Lieut. h. G. vor und quitt, im 
Jahre 1855 den Militärdienst ohne Beibehalt des 
Officiers-Gharakters. 

Paulik von Eschenau Franz, Sohn eines 
Rittmeisters, geb. zu Lemberg 22. Dec. 1829, 
eingetr. 26. Sept. 1842, wurde als Lieut. m. G. 
zu Leopold Großherzog von Baden Inf. Nr. 59 
ausgemustert, trat 20. Febr. 1854 aus dem Armee- 
verbande und ist gegenwärtig Hilfsbeamter der 
k. k. Staatsbahnen in Wien. 

Pazalt Edler von Adelschwung Joseph, 

Sohn eines Wirtschaftsbeamten, geb. zu Locho- 
witz in Böhmen 26. Mai 1830, eingetr. 26. Sept. 
1842, wurde als Lieut. m. G. zum Inf.-Reg. 
Gustav Wocher Nr. 25 ausgemustert. Am 
16. Aug. 1851 kam er als Lieut. h. G. zum 
Pionnier-Gorps, rückte daselbst 23. Aug. 1852 
zum Oberlieut. vor und starb 29. März 1858 
zu Mailand. 

Piers Alexander Freiherr von, Sohn eines 
Oberstlieutenants, geb. zu Sadagöra in der Bu- 
kowina 16. Nov. 1830, eingetr. 22. Sept. 1842, 
wurde als Lieut. m. G. zum Inf.-Reg. Erzh. 
Rainer Nr. 1 1 ausgemustert, wo er 20. Sept. 
1853 zum Lieut. h. G., 1. Nov. 1856 zum 
Oberlieut. vorrückte. Am 1. Dec. d. J. q. t. zu 



1849. 



171 



Ludwig Herzog von Parma- Inf. Nr. 24, am 
14. Mai 1858 aber als Hauptm. 2. Gl. in den 
GQMSt. übersetzt, avancierte Piers 8. April 
1859 zum Hauptm. 1. Gl., nahm als solcher an 
dem Feldzuge desselben Jahres in Italien theil 
und erwarb sich für seine vorzüglichen Leistun- 
gen bei Magenta und Turbigo das Militär -Ver- 
dienstkreuz, für seine hervorragenden Verdienste 
in der Schlacht bei Solferino aber den Eisernen 
Kronen-Orden 3. Glasse. Am 3. Aug. 1864 wurde 
Piers zum Kammervorsteher bei Seiner kaiserl. 
Hoheit dem Herrn Erzherzog Johann von Toscana 
ernannt, erhielt 2. Febr. 1865 die k. k. Käm- 
mererswürde, avancierte 10. Mai 1866 in seiner 
Anstellung zum Major, 23. April 1869 zum 
Oberstlieut. im Corps und wurde 5. Sept. 1866 
mit dem Ritterkreuze des großherzogl. toscan. 
St. Josephs-Ordens, 9. Juli 1870 mit dem Com- 
mandeurkreuze des päpstl. St. Gregor-Ordens, 
ferner 5. Juni 1872 in Anerkennung der in seiner 
Dienstleistung sich erworbenen besonderen Ver- 
dienste mit dem Ritterkreuze des Leopold-Ordens, 
endlich 1. Oct. 1872 mit dem ottom. Osmaniä- 
Orden 3. Gl. decoriert. Mit Allerhöchster Ent- 
schließung vom 18. Febr. 1873 über seine 
Bitte, aus Gesundheitsrücksichten, von der bis- 
herigen Verwendung als Kammervorsteher ent- 
hoben, trat Piers 1. Juli 1873 als invalid in den 
definitiven Ruhestand, bei welcher Gelegenheit 
ihm ausnahmsweise aus besonderer Allerhöch- 
ster Gnade der Oberstens-Charakter ad honores 
verliehen wurde. Er starb im Jahre 1889 zu 
Gmunden. 

Podivinszky Ignaz, geb. zu Sepsi-Szent- 
György in Siebenbürgen 17. Nov. 1830, eingetr. 

1. Oct. 1842 und starb 27. Juli 1843 in der 
Akademie. 

Ponz von Panz Franz, Sohn eines Oberst- 
lieutenants, geb. zu Hatschein in Mähren 2. Juli 
1831, kam am 15. Dec. 1843 gleich in den 

2. Jahrgang der Akademie, wurde als Lieut. m. G. 
zu Kaiser Franz Joseph-Kürass. Nr. lausgemustert, 
1. April 1850 zu Franz Prinz zu Liechtenstein- 
Husaren Nr. 9 transf., 25. Dec. 1850 Oberlieut., 
4. Febr. 1856 Rittm. 2. Gl., 24. April 1 859 Rittm. 
1. CL, nahm mit seinem Regimente an allen 
feindlichen Gelegenheiten des Feldzuges 1864 
gegen Dänemark thätigen Antheil und wurde für 
sein Verhalten in diesem Feldzuge durch den 
Ausdruck der Allerhöchsten belobenden Aner- 
kennung ausgezeichnet. Am 1 1. Juni 1866 avan- 
cierte er zum Major im Regimente und ist noch in 
diesem Jahre im Feldzuge gegen Preußen im Ge- 
fechte bei Langenbruck (24. Juni) vor dem Feinde 
geblieben. 



Rath Joseph Freiherr von, Sohn des 31. Oct. 
1852 zu Linz verstorbenen Feldzeugmeisters 
und Ritters des Maria Theresien-Ordens gleichen 
Namens, aus dessen Ehe mit Sidonie, geb. Freiin 
von Barco, war zu Pavia 26. Juni 1831 geb., 
kam 21. Sept. 1842 in die Akademie und wurde 
21. April 1847 vorzeitig als Gadet zu Erzh. 
Franz Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 32 ausgemustert. 
Am 6. April 1848 zu Erzh. Wilhelm-Inf. Nr. 12 
transf., avancierte er hier 1 1. April d. J. zum Lieut. 
m. G., 1. Juli d. J. zum Lieut. h. G., 9. Sept. 
1849 zum Oberlieut. und quitt. 15. April 1856. 
Nach Dr. Constant v. Wurzbachs , Biographi- 
schen Lexikon des Kaiserthwms Österreich*, 
25. Th., pag. 13, wird Rath, zuletzt Oberlieutenant 
im Marine-Inf.-Reg., ohne Angabe des Todestages 
als verstorben bezeichnet, wodurch die Familie 
im Mannesstamme erloschen ist. 

Redaello Alexander, geb. zu Cremona 
16. Nov. 1829, kam 26. April 1842 in die Aka- 
demie und trat 15. Mai 1848 aus der Militär- 
erziehung. 

Reicher Julius, geb. zu Austerlitz in Mähren 

5. April 1830, eingetr. 26. Sept. 1842, verließ 
die Akademie 30. Jan. 1843. 

Riefel Karl Reichsfreiherr von, Sohn des 

6. Sept. 1878 verstorbenen k. k. Kammerfouriers 
Karl Reichsfreiherrn von Riefel, geb. zu Wien 
21. Juni 1830, eingetr. 24. Sept. 1842, wurde 
als Lieut. m. G. zu Kaiser-Chevaux-leg. Nr. 1 
ausgemustert, 1. März 1854 Oberlieut., 31. März 
1859 zu Eugen Franz Prinz von Savoyen-Drag. 
Nr. 5 transf., 10. April 1859 Rittm. 2. Gl. und 
Inhabers-Adjutant, 1. Oct. 1864 Rittm. 1. GL. 
1. Juli 1866 pens., lebt zu Wien. Riefel ist seit 
16. Juni 1859 mit Maria Freiin von Mayr ver- 
mählt, aus welcher Ehe ein Sohn und drei Töchter 
entsprossen. Den bayrischen und den Reichsfrei- 
herrenstand hat die Familie mit Diplom des Kur- 
fürsten Karl Theodor von Pfalzbayern als Reichs- 
vicar dd. München 3. Juli 1790 erworben. 

Rohn Edler von Rohnau Robert, Sohn eines 
Obersten, geb. zu Wadowice in Galizien 28. Oct. 

1830, eingetr. 28. Sept. 1842, wurde als Lieut. 
m. G. zu Gustav Wilhelm Prinz zu Hohenlohe- 
Langenburg-Inf. Nr. 17 ausgemustert, avancierte 
16. März 1853 zum Lieut. h. G. und quitt, diese 
Charge 13. Dec. 1854 ohne Beibehalt des Officiers- 
Gharakters. 

Sawath Alexander, geb. zu Graz 22. Jan. 

1831, eingetr. 29. Sept. 1842, wurde 2. April 
1847 vorzeitig als Regimentscadet zu Hoch- und 
Deutschmeister-Inf. Nr. 4 ausgemustert, 3. Oct. 
1849 Lieut. m. G. und trat 11. Oct. 1851 aus 
dem Armeeverbande. 



172 



1810. 



Schertlin Karl Edler von, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Temesvär 30. Juli 1830, ein- 
getr. 24. Sept. 1842, wurde bei der Ausmusterung 
als Lieut. m. G. zu Hrabovsky-Inf. Nr. 14 einge- 
theilt, 24. Juni 1852 Lieut. h. G., 1. Oct. 1852 
zu Erzh. Karl Ferdinand-Inf. Nr. 51 transf., 
IT). Aug. 1851 Oberlieut., 1. Juni 1859 Hauptm. 
2. Glasse. Schertlin wurde mehrere Jahre als Lehrer 
und Gommandant der Regiments-Gadettenschule 
mit sehr gutem Erfolge verwendet und machte 
den Feldzug 1859 bei der Besatzung von Venedig 
mit. Am 1 . Febr. 1860 wurde er zu Karl Alexander 
Großherzog von Sachsen- Weimar -Eisenach -Inf. 
Nr. 64 transf., 1. Aug. 1860 pens. und starb 
seither. 

Schönfeld Wenzel Ritter von, geb. zu Prag 

29. Mai 1831, eingetr. 14. Nov. 1842, wurde 
als Lieut. m. G. zu Karl Fürst zu Schwarzenberg- 
Inf. Nr. 19 ausgemustert, 29. Dec. 1849 Lieut. 
h. G., 11. Aug. 1854 Oberlieut., 22. Mai 1859 
Hauptm. 2. Gl. im GQMSt., 1 1 . Juli 1859 Hauptm. 
1. Gl., 1. April 1860 zu Kronprinz Erzh. Rudolf- 
lnf. Nr. 19, 1. Sept. 1862 zur Marine -Inf., 

30. April 1 866 zum Matrosen-Corps. 1 . Oct. 1 866 
zu Gustav Prinz von Wasa-Inf. Nr. 60 transf., 
1 .Juni 1867 dem GQMSt. zeitlich zugetheilt, 1 . No v. 
1869 zu Lazarus Freih. v. Mamula-Inf. Nr. 25, 
1. Nov. 1870 zu Franz Freih. v. John-Inf. Nr. 76, 
endlich 1. Mai 1871 zu Erzh. Rainer-Inf. Nr. 59 
übersetzt und am 1. Mai 1874 zum Major bei 
Heinrich Freih. v. Hess-Inf. Nr. 49, 1. Nov. 1878 
zum Oberstlieut. bei Wilhelm III. König der 
Niederlande-Inf.Nr. 63 befördert. Am 1 . Juli 1879 
wurde er mit Wartegebür beurlaubt und trat 1 .Aug. 
1882 nach demErgebnisse der neuerlichen Super- 
arbitrierung als invalid in den Ruhestand. Er 
lebt zu Wien. Schönfeld hat die Feldzüge 1849, 
1859 in Italien, 1864 in Schleswig - Holstein 
und Jütland, 1 866 in Dalmatien mitgemacht. 

Sequario Cäsar, geb. zu Padua 19. Sept. 
1830, kam 23. März 1842 in die Akademie, trat 
schon 11. Dec. 1845 aus der Militärerziehung 
und soll sich in seiner Heimat der Beamten- 
carriere gewidmet haben. 

Setteile von Blumenburg Hugo Ritter, geb. 

zu Wien 5. Dec. 1830, kam 19. Sept. 1842 in 
die Akademie und wurde 1 6. Sept. 1 845 von 
seinem Vater nach Hause genommen. Beim Be- 
ginn des Jahres 1848 finden wir ihn als Cadet 
bei Sachsen-Coburg-Husaren Nr. 8, bald darauf 
in den Reihen der ungarischen Insurrections- 
Armee. Nach Bekämpfung der Revolution in die 
kaiserliche Armee wieder eingetheilt, wurde Set- 
telle mit Abschied entlassen und lebte seither in 
Wien. 



Skrzeszewski Heinrich Ritter von, Sohneines 
Gerichtsbeamten, geb. zuLemberg 12. Juni 1832, 
kam 24. Sept. 1842 in die Akademie, wurde als 
Lieut. h. G. zu Adolf Herzog zu Nassau-Inf. Nr. 15 
ausgemustert, 20. Aug. 1853 Oberlieut., 24. Aug. 
1856 Hauptm. 2. Gl. im GQMSt. und quitt. 
31. Mai 1858 den Militärdienst gegen Erhalt 
einer Ingenieursstelle 2. Cl., verzichtete später 
auf diese Staatsbedienstung und trat als Districts- 
Ingenieur zu Roman in der Moldau in rumänische 
Dienste, wurde in dieser Eigenschaft bald nachher 
nach Krajova übersetzt und starb daselbst im 
Jahre 1888. 

Stransky Edler von Dresdenberg Franz, 

Sohn des 7. Oct. 1865 zu Troppau verstorbenen 
Obersten gleichen Namens, geb. zu Brunn 
18. Oct. 1831, kam 30. Sept. 1842 in die Aka- 
demie, wurde 1. April 1849 als Vorzüglichster 
seiner Glasse zum Lieut. m. GL ernannt und nach 
Absolvierung des höheren Gurses 1. Aug. 1849 
als Lieut. h. G. zum Pionnier-Corps ausgemustert, 
in welchem er im ungarischen Feldzuge an der 
Belagerung von Komorn theilnahm und 2. März 
1850 zum Oberlieut. vorrückte. Infolge seiner 
vielseitigen Verwendbarkeit wurde Stransky 
16. Febr. 1853 Hauptm. 2. Gl. im GQMSt., 
1. März 1856 Hauptm. 1. CL, kam 1. Juni 1857 
als Professor des Adjutanten- und Generalstabs- 
dienstes in die Kriegsschule und nach Auflösung 
derselben im Jahre 1859 in die Directionskanzlei 
des GQMSt. Vor Beginn des Feldzuges 1859 er- 
folgte seine Berufung in die Operationskanzlei 
des Allerhöchsten Hauptquartiers, welches sich 
zuerst in Verona, dann zu Villafranca und Valeggio 
befand. Am 28. Juni 1859 zum Major im Adju- 
tanten-Corps befördert und zum Corps- Adjutanten 
des 2. Armeecorps ernannt, kam er nach dem 
Friedensschlüsse 11. März 1860 in die 6. Ab- 
theilung des Kriegs-Ministeriums und 1 . Jan. 1 861 
in die Rangsevidenz des GQMSt., wurde 8. Sept. 
1864 Vorstand der 6. Abtheilung, in welcher 
Anstellung er 31. Juli 1865 zum Oberstlieut. 
beim 5. Inf.-Reg., 17. Juni 1866 zum Obersten 
daselbst vorrückte und 16. Oct. 1866 mit dem 
Gomthurkreuze 1. Cl. des königl. sächs. Albrecht- 
Ordens ausgezeichnet wurde. Mit der Allerhöch- 
sten Entschließung vom 7. Mai 1868 wurde 
Stransky zur Truppendienstleistung bei Joseph 
Freih. v. Philippovi6-Inf. Nr. 35 eingetheilt und 
demselben in Anerkennung seiner sehr eifrigen 
und vorzüglichen Dienstleistung als Vorstand der 
6. Abtheilung des Reichs -Kriegs -Ministeriums 
der Eiserne Kronen-Orden 3. Gl. verliehen. Seit 
23. April 1869 Regiments -Gommandant bei 
Franz Freih. v. John-Inf. Nr. 76, wurde er 1871 



1819. 



173 



Interims-Truppen-Brigadier zu Ragusa, sodann 
Generalstabs - Chef beim Generalcommando in 
Prag unter Feldzeugm. Graf von Huyn und Ge- 
neral der Cavallerie Freiherr von Koller. Für die 
in dieser Verwendung geleisteten vorzüglichen 
Dienste wurde ihm am 1. Aug. 1874 das Ritter- 
kreuz des Leopold-Ordens zutheil. Am 1. Mai 1874 
erfolgte seine Beförderung zum Generalmajor, 
14. Juni d. J. seine Ernennung zum Vorstand 
des Präsidialbureaus des Reichs-Kriegs-Ministe- 
riums. Am 10. April 1876 von diesem Posten 
unter Verleihung des Ordens der Eisernen Krone 
2. Gl. für die auf demselben geleisteten vorzüg- 
lichen Dienste enthoben, wurde Stransky zum 
Gommandanten der Wiener-Neustädter Militär- 
Akademie berufen und wirkte auch in dieser An- 
stellung durch zwei Jahre mit gleich vorzüglichem 
Erfolge. In Anerkennung der hier erworbenen 
besonderen Verdienste erhielt er am 12. Juni 
1878 den Ausdruck der Allerhöchsten Zufrieden- 
heit und infolge dessen die Berechtigung zum 
Tragen der im Jahre 1890 neu gestifteten Militär- 
Verdienst-Medaille am rothen Bande. Nunmehr 
als zugetheilter General dem Generalcommando 
in Hermannstadt beigegeben, wurde er am 
21. Aug. 1878 beim Einmarsch unserer Truppen 
im Occupationsgebiete zum Ghef des Armee- 
Generalcommandos der zweiten Armee in Brod 
ernannt und auf diesem Posten am 1 . Nov. d. J. 
zum Feldmarschall-Lieut. befördert. Am 1 8. Nov. 
1878 wurde ihm das Commando der 4. Infanterie- 
Truppen-Division in Sarajevo übertragen und ihm 
am 3. Dec. 1878 in Anerkennung seiner vorzüg- 
lichen Leistungen bei der Occupation Bosniens 
neuerdings die Allerhöchste Belobung zutheil, 
welche ihn zum Tragen der Militär-Verdienst- 
Medaille am Bande des Militär- Verdienstkreuzes 
berechtigt. Wegen seiner angegriffenen Gesund- 
heit erfolgte am 22. März 1879 auf seine Bitte 
seine Beurlaubung mit Wartegebür, jedoch schon 
am 14. Aug. d. J. wurde er zum Gommandanten 
der 4., am 2. Nov. der 13. Infanterie-Truppen- 
Division, sowie zum Ghef der Kreisbehörden in 
Travnik, Dolnja Tuzla und Banjaluka und am 
6. April 1881 zum Stellvertreter des Gomman- 
dierenden Generals in Sarajevo ernannt. Von 
dieser Stellung am 27. Juli 1882 enthoben, 
hatte er dann, als dem vorgenannten General- 
commando zugetheilt, zu fungieren, und wurde 
ihm am 27. Oct. 1882 neuerdings die Aller- 
höchste Zufriedenheit mit seinen als Stellvertreter 
des Gommandierenden Generals im Interesse der 
Givil-Verwaltung in Bosnien geleisteten ersprieß- 
lichen Diensten zutheil. Am 27. April 1883 war 
Stransky abermals durch Krankheit genöthigt, 



um die Beurlaubung anzusuchen, die er auf 
ein Jahr bewilligt erhielt, wobei ihm in Aner- 
kennung seiner im Occupationsgebiete geleisteten 
pflichtgetreuen und vorzüglichen Dienste das 
Commandeurkreuz des Leopold-Ordens verliehen 
wurde. Am 3. Oct. 1884 zum Festungs-Gom- 
mandanten in Komorn und am 25. April 1887 
zum Inhaber des Inf.-Reg. Nr. 98 ernannt, er- 
folgte am 22. Nov. d. J. auf sein Ansuchen seine 
Übernahme in den Ruhestand, bei welcher Ge- 
legenheit ihn Seine Majestät der Kaiser in Aner- 
kennung seiner vieljährigen vorzüglichen Dienste 
erneuert durch den Ausdruck der Allerhöchsten 
Zufriedenheit auszuzeichnen geruhte. Stransky 
lebt zu Mödling bei Wien. 

Strus Felix von, Sohn eines Gutspächters, 
geb. zu Böbrka in Galizien 21. Jan. 1830, kam 
23. Sept. 1842 in die Akademie, wurde als 
Lieut. m. G. zu Laval Graf v. Nugent-Inf. Nr. 30 
ausgemustert, im Jahre 1851 Lieut. h. G. und 
dem GQMSt. zugetheilt, 1. Juli 1853 Oberlieut. 
im Fiotillen-Gorps und trat 31. Jan. 1858 in Civil- 
Staatsdienste. 

Szolensky Johann, geb. zu Esseg 12. Jan. 
1831, eingetr. 29. Sept. 1842, wurde 1. Juli 
1846 wegen physischer Gebrechen mit jährlichen 
1 50 fl. ö. W. pens. und wendete sich später dem 
Givil-Staatsdienste zu. 

ThOlir Bernhard, Sohn eines Majors, geb. 
zu Rokican in Böhmen 24. März 1830, eingetr. 
20. Sept. 1842, wurde als Lieut. h. G. bei Franz 
Graf v. Khevenhüller-Metsch-Inf. Nr. 35 einge- 
theilt, 1. Mai 1854 Oberlieut., 13. Mai 1859 
Hauptm. 2. Gl., 1. Juli d. J. Hauptm. 1. Cl., 
1. Febr. 1860 zu Alexander Graf v. MensdorfT- 
Inf. Nr. 73 transf., 1. Nov. 1 872 Major bei Johann 
Graf v. Nobili-Inf. Nr. 74, 1. Mai 1877 mit Warte- 
gebür beurlaubt, trat 1. Juli 1879 auf Grund der 
erneuerten Superarbitrierung als Oberstlieut. ad 
honores in den Ruhestand und lebt zu Budapest. 
Er war durch längere Zeit der Generalstabs- 
Abtheilung des Generalcommandos zu Ofen zu- 
getheilt. 

Tkalcsevich Emil Freiherr von, Sohn eines 
Majors, geb. zu BoSnjake im Broder Grenz- 
Regimentsbezirke 12. Oct. 1830, eingetr. 
26. Sept. 1842, wurde als Lieut. m. G. zum 
Broder Grenz -Inf. -Reg. Nr. 7 ausgemustert, 

1. Aug. 1849 Lieut. h. G., 16. Mai 1855 zu 
Stephan Freih. v. Wernhardt-Inf. Nr. 16 transf., 
26. Nov. 1855 Oberlieut., 22. Mai 1859 Hauptm. 

2. Gl. im GQMSt., 11. Juli 1859 Hauptm. 1 Cl., 
l.Dec. 1866 zum Inf.-Reg. Wilhelm III. König der 
Niederlande Nr. 63 transf , machte die Feldzüge 
1849, 1859 und 1866 mit und erhielt für seine 



174 



1849. 



Leistungen beiMagenta und Turbigo am 27. Juni 

1859 den Ausdruck der Allerhöchsten Zufrieden- 
heit. Am 1. Jan. 1871 wurde Tkalcsevich zu 
Bernhard Herzog von Sachsen - Meiningen - Inf. 
Nr. 46 übersetzt, 1. Nov. 1874 zum Major bei 
Joseph Graf JellaÖiö de Bu2im-Inf. Nr. 79 beför- 
dert, 1. Nov. 1877 mit Wartegebür beurlaubt 
und starb 8. Juni 1878 im Irrenhause zu Feld- 
hof bei Graz. Tkalcsevich war seit 21. Aug. 1875 
mit Katharina Kolakovic* verehelicht. 

Todeschini Theodor, Sohn eines Ritt- 
meisters, geb. zu Sokolöw in Galizien 25. März 
1830, eingetr. 18. Sept. 1842, wurde als Lieut. 
m. G. zu Joseph Freih. v. Koudelka-Inf. Nr. 40 
ausgemustert, 30. Nov. 1852 Oberlieut. im Mili- 
tär- Geographen -Corps, 24. April 1859 Hauptm. 
2. Gl. im GQMSt., 5. Juni d. J. Hauptm 1. GL, 
quitt, gegen zweijährige Gageabfertigung 29. Febr. 

1860 den Militärdienst ohne Beibehalt des Offi- 
ciers- Charakters und trat unmittelbar darauf in 
kaiserl. brasilianische Kriegsdienste. 

Topolnicki von Sa$S Ignaz Ritter, Sohn 
eines Gutsmandatars und Polizeirichters, geb. zu 
Toporöw in Galizien 2. Jan. 1829, eingetr. 

23. Sept. 1842, wurde als Lieut. m. G. zu Alois 
Graf v. Mazzuchelli-Inf. Nr. 10 ausgemustert, 
1. Juni 1851 Lieut. h. G., kam 31. Mai 1858 
als Professor des Situationszeichnens und der 
Militär - Mappierung in die Wiener- Neustädter 
Akademie und rückte in dieser Anstellung 

24. April 1859 zum Oberlieut. vor. Am 1. Juli 
1860 quitt. Topolnicki seine Charge, diente seit- 
her bei der k. k. Stidbahn-Gesellschaft, zuletzt als 
Verkehrs- Assistent zu Gloggnitz, seit 15. Mai 
1870 als Revisor bei der k. k. priv. Lemberg- 
Czernowitz-Jassy-Eisenbahn-Gesellschaft in Czer- 
nowitz. Mit Allerhöchster Entschließung vom 
6. Mai 1876 zum Hauptm. 2. Cl. im nichtactiven 
Stande der k. k. Landwehr, mit der Eintheilung 
beim Landwehr-Bat. Wadowice Nr. 54 ernannt, 
rückte er 1. Mai 1878 zum Hauptm. 1. Cl. vor, 
machte von 1876 bis 1887 sämmtliche Waffen- 
Übungen der Landwehr mit und trat 1. Jan. 
1888 als invalid in das Verhältnis „außer Dienst", 
bei welcher Gelegenheit ihm der Majors-Cha- 
rakter ad honores verliehen wurde. Er lebt 
zu Wien. 

Turrini Robert, geb. zu Montechiaro in der 
Lombardei 26. März 1831, eingetr. 14. April 
1842, wurde 18. Oct. 1848 vorzeitig als Regi- 
mentscadet zu Erzh. Siegniund-Inf. Nr. 45 ausge- 
mustert, 29. Jan. 1853 Lieut. m. G., 26. Juli 
1854 Lieut. h. G., 13. April 1859 Oberlieut., 
1. Febr. 1860 zu Eugen Graf v Haugwitz-Inf. 
Nr. 38 transf., 1. Jan. 1862 pens. und 1. Nov. 



1866 von der italienischen Regierung über- 
nommen. 

Veber Karl, geb. zu Brunn 19. Sept. 1830, 
eingetr. 22. Sept. 1842, wurde als Regiments- 
cadet zu Ludwig Herzog von Parma-Inf. Nr. 24 
ausgemustert, avancierte 2. Dec. 1850 zum Lieut. 
m. G., 25. Mai 1854 zum Lieut. h. G., quitt, 
diese Charge 30. Juni 1856 bei Erhalt einer 
Kanzlei- Assistentenstelle bei der Finanz-Direction 
zu Broos und war längere Zeit in dieser Eigen- 
schaft bei der königl. ungarischen Finanz-Direc- 
tion zu Klausenburg. 

Watteck von Hermannshort Franz Ritter, 

geb. als Sohn eines Oberstlieutenants zu Dolna 
Wies in Galizien am 7. Mai 1830, eingetr. in die 
Akademie 26. Sept. 1842, wurde als Lieut. m. G. 
zum Pionnier-Corps ausgemustert, 1 4. April 1 849 
Lieut. h. G., 1. Oct. 1852 Oberlieut., war dem 
GQMSt. stabil zugetheilt und in dieser Eigenschaft 
im Hauptquartiere des 3. Armeecorps in Teplitz, 
dann bei der Brigade Generalmajor Hiller in Bud- 
weis, später beim Generalcommando in Prag und 
bei jenem in Brunn, endlich während der Auf- 
stellung im Jahre 1 854 in Galizien beim 1 . Caval- 
lerie- Armeecorps in Lemberg eingetheilt. Weiters 
wurde er bei den Befestigungsbauten in Zalesz- 
czyki sowie bei den Straßen- und Baracken - 
bauten in Seletyn und Izwor (Bukowina) als 
Objects-Commandant und später als Lehrer in 
der Genie -Akademie in Klosterbruck verwendet. 
Am 5. Juni 1859 zum Hauptm. 2. Cl. im GQMSt. 
befördert, war Watteck Chef der II. Section des 
Generalcommandos in Lemberg, Generalstabs- 
officier der Brigaden Generalmajor Mollinary und 
Lippert in Görz und Oderzo, im Hauptquartier 
des 7. Armeecorps in Treviso, endlich beim 
Landesvertheidigungs-Ober-Commando für Tirol 
und Vorarlberg in Bozen. Am 10. Febr. 1864 
rückte er zum Hauptm. 1. Cl. vor und wurde am 
1. Sept. 1864 zu Wilhelm III. König der Nieder- 
lande - Inf. Nr. 63 transf., 1866 zum Land es- 
Generalcommando in Udine berufen und unmittel- 
bar vor Ausbruch des Feldzuges dem Generalstabe 
zugetheilt, mit der Bestimmung zur Reserve-Divi- 
sion der Süd-Armee. Watteck machte den Feldzug 
1866 in Italien mit der Schlacht bei Custoza im 
Stabsquartier derReserve-Division, dann die nach- 
gefolgten Operationen an der Donau und im 
Görzer Kreise im Hauptquartier der operierenden 
Armeen mit. Nach dem Feldzuge war er in der Ope- 
rationskanzlei des Armee-Ober-Commandos und 
nach dessen Auflösung in der 5. Abtheilung des 
Kriegs-Ministeriums in Dienstesverwendung. Am 
29. Oct. 1870 wurde Watteck zum Major und am 
24. April 1876 zum Oberstlieut. im General- 



18i9. 



175 



stabs - Corps befördert; als solcher war er Gene- 
ralslabs-Chef der 6. Infanterie-Truppen -Division 
in Graz und später beim Generalcommando 
daselbst. Am 19. Oct. 1876 erfolgte dessen 
Eintheilung bei Friedrich Freih. v. Packenj- 
Inf. Nr. 9 in Olmütz mit der Bestimmung zum 
Truppendienste bei Belassung im Generalstabs- 
Gorps und 6. Juli 1878 dessen Ernennung zum 
Reserve - Commandanten bei Adolf Herzog zu 
Nassau-Inf. Nr. 1 5 in Tarnopol. Am 4. Nov. 1878 
zum Obersten befördert, wurde Watteck am 
17. Febr. 1879 zur Dienstleistung in das Präsi- 
dialbureau des Reichs-Kriegs-Ministeriums beru- 
fen und auf Grund seiner 30jährigen tadellosen 
Dienstleistung am 11. Febr. 1880 in den Adel- 
stand mit dem Ehrenworte „Edler" und dem 
Prädicate , Hermannshort* erhoben. Am 31. Jan. 
1883 erfolgte seine Ernennung zum Generalstabs- 
Chef des 4. Corps in Budapest, bei welchem An- 
lasse ihm in Anerkennung seiner vorzüglichen 
und pflichtgetreuen Dienstleistung auf dem bisheri- 
gen Dienstposten der Orden der Eisernen Krone 
3. Gl. taxfrei verliehen wurde. Watteck wurde 
am 16. Oct. 1884 zum Commandanten der 
69. Infanterie -Brigade in Karlsburg ernannt und 
am 28. Oct 1884 zum Generalmajor befördert; 
vom 1. Mai 1885 bis letzten Februar 1886 com- 
mandierte er die 35. Infanterie-Truppen-Division 
in Klausenburg ad interim für den erkrankten 
Divisionär und wurde 10. Juli 1889 zum Com- 
mandanten der 27. Infanterie -Truppen -Division 
in Kaschau ernannt, am 26. Oct. 1889 zum Feld- 
marschall-Lieut. befördert und am 4. April 1890 
in gleicher Eigenschaft zu der 28. Infanterie-Trup- 
pen-Division in Laibach transferiert. Am 1 . Nov. 

1891 trat er auf sein Ansuchen in den wohlver- 
dienten Ruhestand, bei welchem Anlasse ihm in 
Anerkennung seiner langen, im Kriege wie im 
Frieden sehr guten Dienstleistung der Ausdruck 
der Allerhöchsten Zufriedenheit bekanntgegeben 
wurde, mithin er zum Tragen der Militär -Ver- 
dienst -Medaille am rothen Bande berechtigt ist. 
In diesem Verhältnisse wurde Watteck im Jahre 

1892 in den Ritterstand erhoben. Er lebt zu Graz. 
Wfent Von Ritmö Karl, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Graz 27. März 1831, eingetr. 
20. Sept. 1842, wurde als Lieut. m. G. beim 
20. Jäger - Bat. eingetheilt und rückte hier am 
1. Nov. 1852 zum Lieut. h. G., am 25. Febr. 
1855 zum Oberlieut. vor. Am 1. Febr. 1861 
zum 9. Jäger-Bat. übersetzt, wurde er in demsel- 
ben 18. März 1861 Hauptm. 2. CK, 26. Juli 1864 
Hauptm. 1. Cl., mit 1. Mai 1873 aber Major und 
Commandant des 1 1. Jäger-Bataillons. Am 1. Nov. 
1875 zu Wilhelm Freih. v. Ramming-Inf. Nr. 72 



transf., wurde er 1. Mai 1879 Oberstlieut. bei 
Joseph Freih. v. MaroiSiö-Inf. Nr. 7, am 9. April 

1882 Reserve -Commandant bei Johann Graf v. 
Nobili-Inf. Nr. 74, am 1. Mai d. J. Oberst, 1. Jan. 

1 883 Commandant des neu errichteten Inf.-Reg. 
Gustav Freih. v. König Nr. 92. Went machte 
die Feldzüge 1849, 1859, 1864, 1866 mit und 
erhielt 10. März 1864 für seine hervorragend 
tapferen Leistungen im Feldzuge gegen Dänemark 
das Militär-Verdienstkreuz und mit Allerhöchster 
Entschließung vom 16. Oct. 1887 für seine vor- 
züglichen Leistungen als Regiments-Commandant 
den Orden der Eisernen Krone 3. Classe. Am 
21. Oct. 1887 traf ihn die Ernennung zum Com- 
mandanten der 4. Infanterie - Brigade und am 

1. Nov. d. J. die Beförderung zum Generalmajor. 
Went wurde 1879 in den Adelstand mit dem 
Prädicate „von Römö* erhoben und im Jahre 
1889 mit dem pers. Sonnen- und Löwen -Orden 

2. Cl. decoriert. Mit 16. Oct. 1890 zur 8.Gebirgs- 
Brigade transf., erfolgte 1 . April 1892 auf eigenes 
Ansuchen seine Übernahme in den wohlverdienten 
Ruhestand, bei welchem Anlasse ihm der Feld- 
marschall-Lieutenants- Charakter ad honores und 
in Anerkennung seiner langen, sehr ersprieß- 
lichen und im Kriege ausgezeichneten Dienstlei- 
stung da3 Ritterkreuz des Leopold-Ordens verlie- 
hen wurde. Er lebt zu Wien. 

Wolf von Wachtentreu Joseph Freiherr, Sohn 
des 28. Dec. 1875 verstorbenen Feldmarschall- 
Lieutenants Karl Joseph Freiherrn Wolf von 
Wachtentreu, aus dessen Ehe mit Anna Matzak 
von Ottenburg, geb. zu Königgrätz 21. Aug. 1830, 
eingetr. 1. Oct. 1842, wurde als Lieut. m. G. zu 
Julius Freih. v. Haynau-Inf. Nr. 57 ausgemustert, 
in welchem Regimente er im Feldzuge 1849 
in Italien Gelegenheit fand, sich vor Venedig, 
bei Malghera und Brondolo durch Muth und 
Unerschrockenheit auszuzeichnen und 1. März 
1851 zum Lieut. h. G. avancierte. Am 15. Nov. 
1851 zu Eduard Fürst zu Liechtenstein-Inf. Nr. 5 
transf., wurde Wolf 31. Mai 1854 Oberlieut., 
kam l.Nov. 1856als Hauptm. 2.C1. zum GQMSt., 
rückte daselbst 8. April 1858 zum Hauptm. 1. Cl. 
vor und erwarb sich als Generalstabs -Chef der Trup- 
pen-Division des Feldmarschall -Lieut. Schwarzl 
für seine Leistungen im italienischen Feldzuge 
1859, namentlich für sein tapferes und umsichtiges 
Verhalten bei Solferino 24. Juni, das Militär- Ver- 
dienstkreuz. Am 1. Juni 1863 wurde er zu Niko- 
laus Czesarewitsch, Großfürst und Thronfolger 
von Russland -Inf. Nr. 61 übersetzt, kam jedoch 
6.Jan.l866als Major in den GQMSt. wieder zurück 
und war im Feldzuge desselben Jahres Gencral- 
stabs-Chef beim Festungs-Commando in Mantua. 



176 



1849. 



Seit 28. Oct. 1868 Oberstlieut. bei Erzh. Karl- 
Uhlanen Nr. 3, war er in den Jahren 1868 und 
1 869 Commandant der Offieiersschule der Bri- 
gade Waldek und lehrte an derselben Taktik, 
Terrainlehre und Felddienst; kam dann 26. April 
1871 als Generalstabs - Chef zur 19. Infanterie- 
Truppen-Division nach Prag und starb auf diesem 
Dienstposten 31. Aug. 1871. Er war seitl5.Aug. 
1863 mit Gabriele Zdekauer von Treukron ver- 
mählt, aus welcher Ehe zwei Söhne und eine 
Tochter entstammen. 

Wuczelich Nikolaus, geb. zu Dubrave im 
Otocaner Grenz-Regimentsbezirke 27. Juni 1830, 
eingctr. 29. Sept. 1842, wurde 31. Aug. 1845 
wegen physischer Nichteignung mit einer Pension 
jährlicher 150 fl. C. M. aus der Militärerziehung 
entlassen. Später erlangte Wuczelich seine volle 
Kriegsdiensttauglichkeit, trat als Gadet bei einem 
Grenz -Infanterie - Regimente in Militärdienste, 
brachte es bis zum Hauptm.und starb als solcher 
im Ruhestande im Jahre 1883 zu Agram. 



Wussin Victor Edler von, geb. zu Saaz in 
Böhmen 28. Nov. 1830, kam 27. Sept 1842 in 
die Akademie und wurde 25. Aug. 1848 von 
seinen Angehörigen aus der Militärerziehung nach 
Hause genommen. Am 2. Oct. 1848 trat Wussin 
als ex propriis-Gemeiner bei Kaiser-Uhlanen Nr. 4 
ein, wurde 6. April 1849 Lieut., 18. Mai 1851 
Oberlieut., 1. Mai 1856 Rittm. 2. Gl., 9. Mai 
1859 Rittm. 1. GL, 1. März 1860 zu Alexander 
Kaiser von Russland - Uhlanen Nr. 1 1 transf., 
27. April 1868 Major, 30. Oct. 1870 Oberstlieut. 
und I. Nov. 1871 zu Ludwig Graf Folliot de 
Crenneville-Husaren Nr. 3 transferiert Ami. Nov. 
1875 zum Obersten, bei gleichzeitiger Ernennung 
zum Gommandanten des Husaren -Reg. Kaiser 
Franz Joseph Nr. 1 befördert, erfolgte 1. Oct. 
1878 auf Grund des Superarbitrierungsergebnisses 
seine Übernahme in den Ruhestand, 1883 aber 
seine Erhebung in den österreichischen Adelstand. 
Er lebt zu Brüx in Böhmen. Er machte die Feld- 
züge 1848 in Italien, 1849 in Italien und Ungarn, 
1859 in Italien und 1866 gegen Preußen mit. 



1849. 

8. August. 
Zweite Ausmusterung (6. Classe). 



Acham Franz, Sohn eines Oberlieutenants, 
geb. zu Laibach 13. Febr. 1832, eingetr. 8. Nov. 
1 843, wurde als k. k. Gadet zu Ludwig Freih. v. 
Piret-Inf. Nr. 27 ausgemustert, 1. Oct. 1850 Lieut. 
m. G., 1. Juli 1854 Lieut. h. G., 9. April 1859 
Oberlieut., 20. Febr.l864Hauptm.2.Cl., 29.Juni 
1866 Hauptm. 1. Gl., nahm an dem Feldzuge 
1859 in Italien Üiätig theil und erhielt 17. Dec. 
1859 für seine hervorragend tapferen Leistungen 
in der Schlacht bei Magenta das Militär- Verdienst- 
kreuz. Am 1. Jan. 1879 trat Acham als Titular- 
Major in den Ruhestand und lebt seither zu 
Graz. 

Albrecht Franz, geb. zu Groß-Meseritsch in 
Mähren 19. Febr. 1832, eingetr. 27. Sept. 1843, 
wurde 5. Febr. 1849 vorzeitig als Gemeiner bei 
Kaiser Franz Joseph-Inf. Nr. 1 eingetheilt, 26. Dec. 
1849 Lieut. m. G., 16. Nov. 1854 Lieut. h. (J., 
9. April 1 859 Oberlieut., 1 3. Febr. 1 864 Hauptm. 
2. Gl., 9. Juni 1866 Hauptm. 1. Gl., machte den 
Feldzug 1849 und 1859 in Italien und 1866 
gegen Preußen mit und erhielt 27. Juni 1859 für 
seine besonders angerühmten tapferen Leistungen 
in der Schlacht bei Magenta das Militär- Verdienst- 
kreuz. Am 1. Oct. 1868 trat Albrecht in den zeit- 
lichen Ruhestand, wurde 18. Juli 1869 in die 
active k.k. Landwehr mit der Bestimmung als Evi- 



denzofficier für den Landwehr- Bataillonsbezirk 
Kremsier eingetheilt, 1. Mai 1870 nach Weiß- 
kirchen übersetzt, 30. Oct. 1872 zumlnstructions- 
Officier im Landwehr- Bat. Weißkirchen Nr. 17 
ernannt, 1 . Juni d. J. in gleicher Eigenschaft zum 
Landwehr - Bat. Kremsier Nr. 12 transf., worauf 
1. Mai 1877 seine Übernahme in den bleibenden 
Ruhestand unter Verleihung des Majors-Charak- 
ters ad honores erfolgte. Er lebt zu Wien. 

Alth Hermann, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Agram 1. Mai 1831, eingetr. 6. Oct. 1843, 
wurde als Lieut. m. G. zu Leopold Großherzog 
von Baden-Inf. Nr. 59 ausgemustert, 1 8.Dec.l855 
Lieut. h. G., 30. April 1860 pens., 1. Aug. d.J. 
wieder eingetheilt, 1. Jan. 1865 Oberlieut., 1. Mai 
1866 in denjPensionsstand rückversetzt und lebte 
seither zu Agram. Beim Beginn der Occupation 
Bosniens und der Hercegovina im Jahre 1878 
wurde Alth als Spitals -Inspections-Officier im 
Garnisonsspital zuBrod angestellt, wo er im Jahre 
1879 während der daselbst ausgebrochenen 
Typhus-Epidemie, von dieser Krankheit ergriffen, 
in Ausübung seines Berufes starb. 

Banaston Franz von, Sohn eines Oberlieu- 
tenants, geb. zu Wien 8. Sept. 1831, eingetr. 
27. Sept. 1843, wurde als Lieut. m. G. zu Erzh. 
Franz Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 32 ausgemustert, 



1849. 



177 



21. Juli 1851 pens. und trat 9. Jan. 1855 aus dem 
Armeeverbande. 

Barchetta Anton, geb. zu Mailand 6. Oct. 
1832, eingetr. 17. Sept. 1843, wurde 16. April 
1 848 aus der Militärerziehung entlassen und ist 
seither in seinem Vaterlande gestorben. 

Bayerer Vincenz, geb. als Sohn eines Ober- 
lieutenants zu Hofin bei Melnik in Böhmen am 
5. Aug. 1831, kam am 24. Scpt 1843 aus dem 
damals bestandenen Knaben-Erziehungshause des 
Inf. -Reg. Gustav Wocher Nr. 25 zu Pisek in die 
Akademie und wurde bei der Ausmusterung als 
Lieut. m. G. zu Johann Freih.v. Paumgartten-Inf. 
Nr. 21 eingetheilt, wo er 7. Nov. 1854 zum Lieut. 
h. G., 28. April 1859 zum Oberlieut., 1. Mai 1866 
zumHauptm. 2. Cl. und 22. Juli d. J. zum Hauptm. 
1 . Gl. vorrückte. Er war mit diesem Regimente 
vorerst im Kirchenstaate, später in Parma, wurde 
vielfach als Bataillons- und Regiments-Adjutant, 
Proviantofficier, sowie als Leiter des optischen 
Telegraphen im Castello di sopra in Florenz, dann 
als Lehrer in der Regiments-Gadettenschule mit 
vorzüglichem Erfolge verwendet und erwarb sich 
anlässig der Durchführung einer Vertrauens- 
mission das Ritterkreuz 2. Cl. des herzogl. parm. 
Ordens SanLudovico. Im Feldzuge 1859 in Italien 
war Bayerer Divisions- Adjutant des Feldmarschall- 
Lieut. Freiherrn von Reischach und machte das 
Gefecht bei Gandia (Terrasa) am 23. Mai und die 
Schlacht bei Magenta4. Juni mit, bei welch letzterer 
Gelegenheit ihm in der unmittelbaren Nähe der 
Zollhäuser am Ponte nuovo di Magenta das Pferd 
unter dem Leibe so schwer verwundet wurde, 
dass er an dem Sturme gegen die Brücke und an 
dem weiteren Verlaufe der Action nur zu Fuß 
theilnehmen konnte. Für seine hervorragend 
tapferen Leistungen bei dieser Gelegenheit erhielt 
Bayerer am 17. Dec. 1859 das Militär- Verdienst- 
kreuz, hn Feldzuge 1 866 gegen Preußen wurde 
Bayerer als Gompagnie-Gommandant im Treffen 
beiSkalic 28. Juni durch zwei Schüsse in Brust und 
Hüfle, sowie durch einen Bajonnettstich schwer 
verwundet, schließlich mit einem Gewehrkolben 
niedergeschlagen und gerieth fast sterbend in 
feindliche Gefangenschaft, aus welcher er erst nach 
dem Friedensschlüsse, Ende September desselben 
Jahres zurückkehren konnte. Wenngleich seine 
gesunde und kräftige Natur ihn am Leben zu er- 
halten vermochte, so gestatteten doch die Folgen 
dieser Wunden die Fortsetzung des Dienstes bei 
der Truppe nicht mehr; schwer leidend, konnte er 
nur mit großer Mühe der ihm imWinter 1 866/67 
übertragenen Leitung der Regiments-Gadetten- 
schule obliegen und wurde, da ihm alle Aus- 
sicht auf Wiedererlangung seiner vollen Kriegs- 

Wr.-Neustfidtar Mil.-Akad. II. 



diensttauglichkeit benommen war, über seine Bitte, 
am 14. Jan. 1868 dem Kriegsarchiv zugetheilt 
und am 1. Mai 1869 definitiv in den Stand des- 
selben übersetzt. Dort seit allem Beginn ununter- 
brochen in der Bibliotheks-Abtheilung thätig, er- 
warb ersichindenJahrenl870, 1871 und 1879 
für die kräftige Förderung der Katalogsarbeiten 
die belobende Anerkennung des k. k. Reichs- 
Kriegs-Ministeriums und wurde 1. Mai 1880 zum 
Major im Armeestande, 1. Nov. 1886 zum Vor- 
stand der Kriegsbibliothek, am 1. Mai 1890 aber 
zum Oberstlieut ernannt. Seit dem Jahre 1889 
leitete Bayerer die Vorarbeiten für eine wissen- 
schaftliche Neuordnung des Bücherbestandes, bis 
er endlich, durch schweres körperliches Leiden 
gezwungen, am 1. Mai 1891 mit einer 42jährigen 
Dienstzeit unter Verleihung des Ritterkreuzes des 
Franz Joseph-Ordens in den Ruhestand trat In 
der Zeit der Verwendung im Kriegsarchiv schrieb 
er auch das aus gut altösterreichischem Herzen 
stammende, empfehlenswerte „Österreichisch- 
ungarische Soldatenbueh" ', welches als Bestand- 
teil des „Handbuches für Unterofßciere" in den 
verschiedenen Sprachen der Monarchie gedruckt 
wurde. Bayerer erlag seinem Leiden nach langem 
Krankenlager in Wien am 9. Aug. 1891. 

Beck Edler von Nordenau Friedrich, Sohn 

eines Majors, geb. zu Troppau 29. Sept. 1831, 
eingetr. 19. Sept. 1843, wurde als Lieut. m. G. 
zum 6. Jäger -Bat. ausgemustert, 1. Aug. 1849 
zum 18. Jäger- Bat. transf., 1. Nov. 1852 Lieut. 
h. G., 26. Mai 1854 Oberlieut. im Fiotillen-Gorps, 
31. Dec. 1855 zur Donauflotiile, 30. Sept. 1856 
zum Flotillen-Corpsstab, 1. Jan. 1859 zur Lagu- 
nenflotille transf., 2. Juli 1858 Hauptm. 2. GL, 
31. Mai 1861 zum 29.Jäger-Bat. transf., 1. Febr. 
1864 Hauptm. 1 . Cl-, 1. Juli 1866 zum 8. Jäger- 
Bat. transferiert. Beck machte den Feldzug 1866 
gegen Preußen mit, wurde bei Königgrätz (3. Juli) 
schwer verwundet und gerieth in feindliche Kriegs- 
gefangenschaft , aus welcher er 25. Sept. 1866 
zurückkehrte. Für seine Leistungen in diesem Feld- 
zuge wurde ihm 3. Oct. 1 866 die Allerhöchste be- 
lobende Anerkennung zutheil. Mit 1. Mai 1875 
kam Beck als Major zum 10. Feldjäger -Bat, 
machte mit demselben den Occupations-Feldzug 
1878 in Bosnien mit und erwarb sich für die in 
demselben an den Tag gelegte hervorragende 
Tapferkeit 20.0ct.d.J. die Allerhöchste belobende 
Anerkennung, hiermit auch die Berechtigung zum 
Tragen der Militär- Verdienst-Medaille am Bande 
des Militär- Verdienstkreuzes. Am 1. Nov. 1879 
avancierte er zum Oberstlieut, wurde 12. März 
1881 zu Franz Graf Folliot de Grenneville-Inf. 
Nr. 75 transf., 1. März 1882 krankheitshalber 

12 



178 



1849. 



mitWartcgebür beurlaubt und trat l.Mai d. J. als 
invalid in den Ruhesland. Er starb zu Wien im 
März 1893. 

Berkich Karl von, Sohn eines Majors, geb. 
zu Graz 21. Sept. 1831, eingetr. 6. Febr. 1844, 
wurde als Lieut. m. G. zum 19. Jäger -Bat. aus- 
gemustert, avancierte 1. Nov. 1852 zum Lieut. 
h. G., 21. Oct. 1854 zum Oberlieut. und quitt. 
31. Mai 1857 diese Charge ohne Beibehalt des 
Officiers-Gharakters. Nach Angabe seiner Glassen- 
genossen soll Berkich später bei der Militär-Inten- 
danz gedient haben und in diesem Verhältnisse 
gestorben sein. 

Bohn von Blumenstern Karl, Sohn eines 

Hauptmannes, geb. zu Theresienstadt in Böhmen 
23. Mai 1831, eingetr. 26. Sept. 1843, wurde 
als Lieut. m. G. zu Joseph Freih. v. Koudelka - Inf. 
Nr. 40 ausgemustert, wo er 9. Nov. 1852 zum 
Lieut. h. G. und 6. April 1859 zum Oberlieut. 
vorrückte. Am 1. Febr. 1860 zu Ferdinand IV. 
Großherzog von Toscana -Inf. Nr. 66 transf., avan- 
cierte Bohn 15. Febr. 1864 zum Hauptm. 2. Gl. 
und trat 15. Mai 1866 aus dem Anneeverbande. 
Carpani Herkules, geb. zu Mailand 29. Jan. 
1833, kam 2. Oct. 1843 in die Akademie und 
wurde 1 8. Nov. 1 848 von seinen Eitern nach 
Hause genommen. Am 1 . Dec. d. J. trat Carpani 
als Regimentscadet bei Kaiser Franz Joseph-Inf. 
Nr. 1 ein, wurde 1. März 1849 Lieut. m. G., 

29. Nov. 1850 Lieut. h. G., 1. Dec. 1851 zur 
Marine-Inf. transf., 29. März 1852 Oberlieut., 

30. April 1859 Hauptm. 2. Gl. bei Ludwig Ritt. 
v Benedek-Inf. Nr. 28, 16. Sept. 1862 Hauptm. 
1. Gl., 1. Oct. 1863 zuFranz Graf v. Khevenhüller- 
Metsch-Inf. Nr. 35 transferiert. Er machte die 
Feldzüge 1864 gegen Dänemark, 1866 gegen 
Preußen mit und ist bei Jicm (29. Juni 1866) 
gefallen. Nachträglich wurde ihm mit der Aller- 
höchsten Entschließung vom 3. Oct. 1866 für 
seine hervorragend tapferen Leistungen im Feld- 
zuge desselben Jahres gegen Preußen die Aller- 
höchste belobende Anerkennung zuerkannt. 

Cerva Martolizza von, Sohn eines Beamten, 
geb. zu Ragusa 3. Dec. 1832, eingetr. 14. Oct. 
1843, wurde als Lieut. m. G. zu Leopold Prinz 
beider Sicilien-Inf. Nr. 22 ausgemustert. Er avan- 
cierte 1 1. Aug. 1854 zum Lieut. h. G. und quitt. 

31. Mai 1859 diese Charge ohne Beibehalt des 
Officiers-Gharakters und trat als Beamter in die 
Dienste der k. k. priv. Südbahn-Gesellschaft, in 
welchem Verhältnisse er anfangs der 1870er 
Jahre starb. 

Chalaupka Theodor, Sohn einesRittmeisters, 
geb. zu Graz 5. Jan. 1832, eingetr. 26. Sept. 
1843, wurde als Lieut. m. G. zum 8. Jäger-Bat. 



ausgemustert, avancierte 16. Febr. 1852 zum 
Lieut. h. G. und trat 13. Mai 1854 aus dem 
Anneeverbande. Noch in demselben Jahre frei- 
willig als Cadet zu Erzh. Siegmund-Inf. Nr. 45 
assentiert, brachte es Chalaupka im December 
desselben Jahres wieder zum Lieut. m. G., im 
Jahre 1859 zum Lieut. h. G., 1. Oct. 1860 zum 
Oberlieut. in diesem Regimente, übertrat 27. Mai 
1863 als Official 4. Gl. in Militär-Gassadienste 
und war in dieser Eigenschaft während des Feld- 
zuges 1866 bei der Feld-Operationscassa des 
Armee-Hauptquartiers. Am 20. Sept. 1869 wurde 
Chalaupka provisorisch dem k. k. Civilgerichts- 
Depositenamte zu Wien und 23. Aug. 1870 bei 
dieser Behörde definitiv angestellt und trat seither 
in den Ruhestand. 

Daliwitz Rudolf Freiherr von, geb. zu Salz- 
burg 23. April 1831, eingetr. 22. Sept. 1843, 
wurde zum Tiroler Kaiser-Jäger-Reg. als k. k. 
Cadet ausgemustert, wo er 21. Nov. d. J. zum 
Lieut. m. G. vorrückte. Am 1. Oct. 1852 zum 
Inf.-Reg. Peter Zanini Nr. 16 transf., avancierte 
Dallwilz 1. Aug. 1854 zum Lieut. h. G., 16. Mai 
1855 zum Oberlieut. und quitt. 31. Aug. 1856 
diese Charge. Mit 1. Juni 1859 wurde Dallwitz 
als Lieut. h. G. beim böhmischen Freiwilligen- 
Elite Jäger-Corps wieder eingetheilt und 1. Oct. 
d. J. zum 6. Jäger-Bat. transf., trat jedoch wegen 
anhaltender Kränklichkeit schon 1. Aug. 1864 in 
den Ruhestand. Er starb 4. März 1890 zu Marzoll 
in Bayern. 

De Briicq Karl, geb. zu Walding in Ober- 
österreich 7. Sept. 1831, kam 24. Sept 1843 
in die Akademie, wurde als k. k. Cadet zu Erzh. 
Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 26 ausgemustert, 1 3.Dec. 
1850 Lieut. m. G., 12. April 1854 Lieut. h. G. 
und trat 24. Juli 1856 in Civil-Staatsdienste. 

Dobay von Dobo Karl, geb. zu Unter- Wist 
in Siebenbürgen 30. März 1832, eingetr. 29. Sept. 
1843, wurde 12. Jan. 1849 aus der Militär- 
erziehung entlassen. Sein weiterer Lebenslauf ist 
nicht bekannt. 

Dorotka von Ehrenwall Joseph, Sohn eines 
Generalmajors, geb. zu Prag 29. Jan. 1832, ein- 
getr. 21. Sept. 1843, wurde als Lieut. m. G. zu 
Gustav Wocher-Inf. Nr. 25 ausgemustert, 1. Dec. 
1854 Lieut. h.G., 1. Nov. 1856 Oberlieut, l.Dec. 
d. J. zu Christian Graf zu Leiningen -Westerburg- 
Inf. Nr. 21 transf., 15. Jan. 1859 Hauptm. 2. Gl., 
22. April d. J. Hauptm. 1. GL, 11. Juni 1866 
Major, 11. Mai 1867 zu Hoch- und Deutsch- 
meister-Inf. Nr. 1 transf., machte die Feldzüge 
1819 und 1859 in Italien, 1866 gegen Preußen 
mit und erhielt für sein Benehmen in letzterem 
mit der Allerhöchsten Entschließung vom 3. Oct. 



1849. 



179 



1866 die belobende Anerkennung. Späler, unter 
Ubercompletführung im Regimente, dem Militär- 
geographischen Institute zugetheilt, wurde er 1 . Mai 
1873 zum Oberstlieut. bei Franz Freih. v. John- 
Inf. Nr. 76 befordert und zur Einrückung zum 
Truppendienste bestimmt, 1 . Nov. d. J. mit Warte- 
gebür beurlaubt, 24. April 1876 als kriegsdienst- 
tauglich zu Friedrich Wilhelm Ludwig Großherzog 
von Badenlnf. Nr. 50 eingetheilt, jedoch noch 
1. Nov. d. J. unter Vormerkung für eine Local- 
anstellung pensioniert. Mit Allerhöchster Ent- 
schließung vom 24. Aug. 1878, unter Activierung 
auf Mobilitätsdauer, zum Platzcommandanten in 
Ragusa ernannt, wurde ihm für die hierbei be- 
thätigten Leistungen 3. Dec. d. J. die Allerhöchste 
belobende Anerkennung ausgesprochen, worauf 
18. März 1879 seine Übersetzung in den Armee- 
stand unter definitiver Belassung in der voran- 
geführten Anstellung, 1 . Mai d. J. aber seine Be- 
förderung zum Obersten erfolgte. Für seine ver- 
dienstlichen Leistungen anlässlich der in Süd- 
dalmatien, Bosnien und der Hercegovina statt- 
gehabten Operationen, am 3. Juni 1882 mit dem 
Militär - Verdienstkreuz decoriert, trat Dorotka 

1. Febr. 1888 als invalid definitiv in den wohl- 
verdienten Ruhestand, bei welchem Anlasse ihm 
in Anerkennung seiner vieljährigen, im Frieden 
wie im Kriege stets vorzüglichen Dienstleistung der 
Orden der Eisernen Krone 3. Gl. verliehen wurde, 
wie er auch auf Grund der ihm 1866 und 1878 
zutheil gewordenen Allerhöchsten Anerkennungen 
zum Tragen der Militär -Verdienst -Medaille am 
Bande des Militär- Verdienstkreuzes berechtigt ist. 
Er lebt zu Ragusa. Dorotka ist seit 19. Oct. 1869 
mit der Gomtesse Manette Molvina de Bonda 
vermählt, welcher Ehe ein Sohn und drei Töchter 
entsprossen. 

Dostal Oswald, geb. zu Prag 10. Nov. 1831, 
eingetr. 24. Sept. 1843, wurde 5. Aug. 1848 
von seinen Angehörigen aus der Militärerziehung 
nach Hause genommen. Am 12. Sept. d. J. trat 
er jedoch freiwillig als ex propriis-Gemeiner zu 
Arthur Herzog \on Wellington - Inf. Nr. 42 ein, 
avancierte 14. Oct. 1849 zumLieut. m.G., wurde 
als solcher 1. Dec. 1850 zum Inf.-Reg. Erzh. 
Siegmund Nr. 45 transf. und quitt, seine Charge 
31. Aug. 1851 ohne Beibehalt des Officiers- 
Charakters. 

Eliatschek von Siebenburg Hugo Freiherr, 

Sohn des verstorbenen Feldmarschall-Lieutenants 
Wenzel Freiherrn Eliatschek von Siebenburg, aus 
dessen Ehe mit Francisca Willner, geb zu Linz 

2. Nov. 1831, eingetr. 20. Sept. 1843, wurde 
bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. beim 
Tiroler Kaiser-Jäger-Reg. eingetheilt, l.Nov. 1852 



Lieut. h. G., 4. Juni 1858 Oberlieut., 5. Jan. 1865 
Hauptm. 2. Gl., 30. Juli 1866 Hauptm. 1. Cl., 
1. Nov. 1876 zum 3. Feldjäger-Bat. transf. und 
am 1. Juni 1878 als Titular-Major pensioniert. 
Er starb am 4. Sept. 1879 zu Freistadt in Ober- 
österreich. Eliatschek machte die Feldzüge 1859 
in Italien und 1866 in Südtirol mit und erhielt 
27. Juni 1859 für seine tapferen Leistungen bei 
Magenta und Turbigo das Militär- Verdienstkreuz. 

Eimerich Rudolf, Sohn einesOberlieutenants, 
geb. zu Königgrätz in Böhmen 27. Juli 1831, 
eingetr. 30. Sept. 1843, wurde als Lieut. m. G. 
zu Joseph Friedrich Freih. v. Palombini-Inf. Nr. 36 
ausgemustert Er avancierte 9. Sept. 1854 zum 
Lieut. h. G. und quitt. 21. Oct. d. J. diese Charge 
ohne Beibehalt des Officiers- Charakters. Er lebt 
gegenwärtig als Eisenbahn-Magazineur in Wien. 

Gallina Karl, geb. zu Casalmaggiore in der 
Lombardei 4. Nov. 1831, eingetr. 16. Sept. 1843, 
wurde 18. Oct. 1848 vorzeitig als Regiments- 
cadet zu Peter Zanini-Inf. Nr. 16 ausgemustert, 
1. Dec. 1851 k. k. Cadet, 27. Juli 1854 Lieut. 
m. G., 7. Jan. 1855 Lieut. h. G., 1. April 1859 
zu Friedrich Freih. v. Bianchi-Inf. Nr. 55 transf. 
und starb am 21. Juni 1866 zu Frankfurt a. M. 

Garlicki Stanislaus Ritter von, geb. zu Stu- 
pnica in Galizien 6. Mai 1830, eingetr. 30. Sept. 
1843, wurde 5. Febr. 1849 strafweise als Ge- 
meiner zu Ludwig Freih. v. Welden-Inf. Nr. 20 
ausgemustert, avancierte daselbst zum Feldwebel 
und wurde 3 1 . Oct. 1 859 mit Abschied entlassen. 
Sein weiterer Lebenslauf ist nicht bekannt. 

Gherini de Marchi Decimus, Sohn eines 
Staatsbeamten, geb. zu Bormio in der Lombar- 
die 3. Mai 1831, eingetr. 1. Oct. 1843, wurde 
bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. zu Men- 
rad Freih. v. Geppert-Inf. Nr. 43 eingetheilt, 
1. Febr. 1852 Lieut. h. G., 1. Sept. 1854 zum 
Gendarmerie-Reg. Nr. 15 transf., 18. Dec. 1854 
Oberlieut., 1. April 1856 zum Gendarmerie-Reg. 
Nr. 14, 21. Mai 1859 zur Gendarmerie - General- 
Inspection transf. und starb 12. Nov. 1859 zu 
Petrinja. 

Glass Gabriel, geb. zu Frainersdorf in 
Mähren 29. Juli 1831, kam 16. Sept. 1843 in 
die Akademie trat 16. Nov. 1848 aus der 
Militärerziehung und setzte seine Studien an 
einer Civil- Lehranstalt fort. Er dürfte mit dem 
gegenwärtig bei der Abtheilung für Baudienst 
des administrativen Bureau für Bahnerhaltung 
und Bahnaufsicht eingetheilten gleichnamigen 
Ingenieur- Adjuncten der k. k. priv. Kaiser Ferdi- 
nands-Nordbahn identisch sein. 

Gosetti Hieronymus, Sohn eines Rechnungs- 
officiers, geb. zu Zara in Dalmatien 8. März 



12* 



180 



1849. 



1831, eingetr. 20. Nov. 1843, wurde als LieuL 
m. G. zu Eugen Graf v. Haugwitz-Inf. Nr. 38 
ausgemustert, avancierte 10. Dec. 1851 zum 
Lieut. h. G., 1. Jan. 1858 zum Oberlieut., 
1. Mai 1865 zum Hauptm. 2. GL, 1. Mai 1866 
zum Hauptm. 1. GL, machte den Feldzug 1866 
gegen Preußen mit und ist bei Königgrätz, 3. Juli 
1866, vor dem Feinde geblieben. 

Gottwa von Löwenbrunn Michael, geb. zu 

Palmanuova 5. Juni 1831, eingetr. 28. Sept. 
1843, wurde 15. Ocl. 1847 vorzeitig als Regi- 
mentscadet zu Erzh. Friedrich-Inf. Nr. 1 6 ausge- 
mustert und 20. Sept. 1851 mit Abschied ent- 
lassen. 

Häuser Heinrich, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Laibach 8. Juli 1831, eingetr. 28. Sept. 
1843, wurde als Lieut. m. G. zum Inf.-Reg. 
Anton Graf v. Kinsky Nr. 47 ausgemustert. Am 
1. Oct. 1852 zu Erzh. Leopold-Inf. Nr. 53 transf., 
avancierte er daselbst 26. Oct. 1852 zum LieuL 
h. G. und starb als solcher 24. Nov. 1853 zu 
Verona. 

Hegyessy von Borosjenö Siegmund, geb. 

zu D6va in Siebenburgen 19. Jan. 1832, eingetr. 
29. SepL 1843, wurde 5. Febr. 1849 vorzeitig 
als Gadet zu Michael Großfürst von Russland-Inf. 
Nr. 37 ausgemustert, 30. Sept. 1854 zu Friedrich 
Freih. v. Rianchi-Inf. Nr. 55 transf., 1. Jan. 1857 
Lieut. m. G. und quitt, im April 1858 ohne Rei- 
behalt des Officiers- Charakters. 

Helle Ignaz, geb. zu Kolaczyce in Galizien 
26. Juli 1831, eingetr. 15. SepL 1843, wurde 
15. OcL 1847 vorzeitig als Regimentscadet zu 
Julius Freih. v. Haynau-Inf. Nr. 57 ausgemustert. 
Am 20. Oct. 1851 wurde er unter gleichzeitiger 
Übersetzung zum Fourier zu Heinrich Freih. v. 
Rossbach-Inf. Nr. 40 transf. und 31. OcL 1852 
als überzählig mit zweimonatlicher Gageabfer- 
tigung entlassen. 

Horväth von Zsebehäz Franz, Sohn eines 
Majors, geb. zu Fiume 28. Aug. 1831, eingetr. 
18. Sept. 1843, wurde als Lieut. m. G. zu Erzh. 
Franz Karl Inf.Nr.52 ausgemustert, 30. Dec. 1851 
Lieut. h. G., 14. Febr. 1858 Oberlieut., 5. Juni 
1859 Hauptm. 2. GL im GQMSL, 1. Juni 1860 
q. t. zum 23: Jäger-Rat. transf., 1. SepL 1861 
Hauptm. 1. GL, 1. Nov. 1866 zum 33. Jäger- 
Rat, transf., machte die Feldzüge 1859 und 1866 
mit und erhielt für seine Leistungen im ersteren 
(15. Aug. 1859) das Militär - Verdienstkreuz. 
Ebenso wurde er (27. Juli 1851) mit dem Ritter- 
kreuze des päpstl. St. Gregor-Ordens decoriert. 
Am 1. Nov. 1874 avancierte Horväth zum Major 
und Gommandanten des 9. Jäger-Rat., führte 
dasselbe rühmlichst während der Occupation 



Rosniens und der Hercegovina im Jahre 1878 
und erhielt 21. OcL d. J. in Anerkennung her- 
vorragend tapferer und sonst verdienstlicher 
Leistungen in diesem Feldzuge den Orden der 
Eisernen Krone 3. Classe. Am 1. Mai 1879 
zum Oberstlieut. vorgerückt,' wurde er 4. Oct. 
1881 Reserve-Gommandant beim Inf.-Reg. Nr. 32 
(gegenwärtig Kaiserin und Königin Maria There- 
sia), auf diesem Dienstposten 1. Jan. 1883 zum 
Obersten befördert, trat 1. Nov. d. J. als invalid 
in den wohlverdienten Ruhestand und lebt seither 
zu Graz. 

Horväth von Pravdits und Karlowszk Joseph, 

geb. zu Alt-Ofen 2. Aug. 1832, kam 28. Sept. 
1843 in die Akademie und wurde wegen anhal- 
tender Kränklichkeit von seinen Angehörigen 
30. April 1 849 aus der Militärerziehung nach 
Hause genommen, trat jedoch, von der Vorliebe 
für den Militärstand angeregt, schon nach kurzer 
Zeit als Regimentscadet bei Johann August 
Freih. v. Turszky-Inf. Nr. 62 ein und nahm mit 
dem 1. Rataillon dieses Regiments an der Rela- 
gerung von Venedig thei). Am 1. SepL 1849 
wurde er LieuL m. G. bei Julius Freih. v. Haynau- 
Inf. Nr. 57, im Jahre 1852 Lieut. h. G. bei 
Gustav Prinz vonWasa-Inf. Nr. 60 und war durch 
zwei Jahre dem GQMSL zugetheilt. Am 1. April 
1 8 5 5 über eigenes Ansuchen zur Monturs-Rranche 
transf., quitt. Horväth 18. April 1858 und trat 
als Expedits-Adjunct 3. Cl. in die Dienste der 
k. k. priv. Theiß-Eisenbahn-GesellschafL Hier 
wurde er zuerst als Cassier in den Stationen 
Szolnok, Török-Szenl Miklös, Püspök-Ladäny 
und Groß wardein verwendet und kam 27. Oct. 
1860 als Stationschef nach Kisujszälläs, wo 
er 27. Oct. 1861 zum Expedits-Adjuncten 2. GL, 

26. Nov. 1865 zum Expedits-Adjuncten 1 . Cl. und 
6. Febr. 1867 zum Expeditor 2. GL vorrückte. 
Am 1. Jan. 1868 wurde Horväth Expedits- 
leiter in Püspök-Ladäny, 4. März d. J. als Ex- 
peditor 1. GL zur Dienstleistung bei der Central- 
leitung nach Wien, 31. Juli d. J. zur Retriebs- 
direction nach Pest übersetzt, avancierte hier 

27. Oct. 1869 zum Ober- Expeditor und ist 
seither gestorben. 

Kaltenbrunner von Quell in Brunn Matthias, 

Sohn eines Majors, geb. zu Pest 24. Juli 1831, 
eingetr. 30. Sept. 1843, wurde 1. Aug. 1849 
als Lieut. m. G. zu Alexander Kaiser von Russ- 
land-Inf. Nr. 2 ausgemustert, in welchem Rcgi- 
mente er an dem Feldzuge 1 849 in Italien theil- 
nahm und 1. Jan. 1852 zum Lieut. h. G., 
24. Juli 1854 zum Oberlieut. vorrückte. Am 
11. Juli 1859 kam Kaltenbrunner als Hauptm. 
2. GL zum GQMSt. und avancierte daselbst 



1849. 



181 



24. April 1866 zumHauptm. 1. Classe. Er machte 
den Feldzug 1 866 gegen Preußen mit und erhielt 
für seine verdienstlichen Leistungen in demselben 
31. Dec. d. J. das Militär -Verdienstkreuz. Nach 
dem Friedensschlüsse wurde er Generalstabs- 
Chef beim 20. Truppen-Divisions-Commando zu 
Pest, 30.0ct.l870Major, 26.Aprill871 alsüber- 
complet zu Ladislaus Freih. v. Nagy-Inf. Nr. 70 
eingetheilt und am 1. Nov. d. J. als Professor 
an den Genlral-Gavallerie-Gurs in Wien berufen. 
Am 29. April 1872 auf seine Bitte von diesem 
Dienstposten enthoben und seither als General- 
stabsofficier in den verschiedenen Dienstzweigen 
des Generalstabsdienstes sehr erfolgreich ver- 
wendet, wurde Kaltenbrunner anlässig der Re- 
organisation des Generalstabes am 31. Jan. 1876 
mit der Bestimmung zur Dienstleistung bei der 
5. Abtheilung des k. k. Reichs -Kriegs -Mini- 
steriums, in das Generalstabs - Corps eingetheilt 
und 1. Mai 1876 zum Oberstlieut. im Corps be- 
fördert. Am 17. Oct 1877 erfolgte mit der Be- 
stimmung zur Truppendienstleistung seine Trans- 
ferierung zu Erzh. Franz Karl-Inf. Nr. 52, mit wel- 
chem Regimente er an der Occupation Bosniens 
und der Hercegovina im Jahre 1878 thätig theil- 
nahm. Nach Beendigung des Feldzuges wurde 
Kaltenbrunner wieder bei der Generalstabs-Ab- 
theilung des Gorps-Commandos in Sarajevo ein- 
getheilt und ist auf diesem Dienstposten noch 
in demselben Jahre gestorben. 

Kapeller von Muthamberg Anton, Sohn 

eines Oberstlieutenants, geb. zu Brunn 20. Juli 
1831, eingetr. 16. Sept. 1843, wurde 1. Aug. 
1849 Lieut. m. G. bei Erzh. Karl-Inf. Nr. 3, 
16. Oct. 1854 Lieut. h. G., 6. März 1859 Ober- 
lieut., 29. Juni d. J. Hauptm. 2. Cl., 1. Mai 1866 
Hauptin. 1. CL, 1. Mai 1875 Major und 1. Nov. 
1879 Oberstlieut. im Regimente, hat während 
seiner Dienstzeit an allen feindlichen Gelegen- 
heiten desselben im Jahre 1849, 1859 in Italien, 
dann 1866 gegen Preußen theilgenommen und 
ist am 25. Mai 1880 in Olmütz gestorben. Seit 
4. März 1867 war er mit Henriette Schweitzer 
vermählt. 

Kaunitz Heinrich Reichsgraf von, Sohn des 
10. April 1852 verstorbenen k. k. Kämmerers 
Michael Reichsgrafen von Kaunitz, aus dessen Ehe 
mit der Sternkreuz -Ordensdame Eleonore Gräfin 
Woracziczky-Bissingen, geb. zu Bf ezno in Böhmen 
25. Aug. 1832, eingetr. 26. Sept. 1843, wurde 
bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. zu Arthur 
Herzog von Wellington- Inf. Nr. 42 ausgemustert, 
1. April 1854 zu Kaiser Franz Joseph - Kürass. 
Nr. 1 transf., 16. April 1854 Oberlieut., 16. April 



rakters 31. Juli 1863 und lebt zu Wien. Kaunitz 
ist seit 25. Jan. 1869 mit Wilhelmine Widtmann 
vermählt. 

Kezan Michael, geb. zu Vinkovce in der 
Militärgrenze 18. Nov. 1831, eingetr. 24 Sept. 
1843, wurde 15. April 1848 vorzeitig als Regi- 
mentscadet zu Erzh. Leopold -Inf. Nr. 53 ausge- 
mustert und starb 4. Aug. d. J. im k. k. Armee- 
Feldspitale Nr. 2 zu Vicenza. 

Klokocsan de Also Venlcze Julius, geb. zu 

Kersecz in Siebenbürgen 8. März 1832, ein- 
getr. 29. Sept. 1843, wurde als k. k. Cadet zu 
Erzh. Karl Ferdinand -Inf. Nr. 51 ausgemustert, 
avancierte 6. Juli 1852 zum Lieut. h. G., 20. März 
1855 zum Oberlieut. und machte im Regimente 
den Schluss des Feldzuges 1 849 in Ungarn, dann 
den Feldzug 1859 in Italien mit. Am 30. Nov. 
1860 quitt. Klokocsan seine Charge gegen zwei- 
jährige Gageabfertigung und war seither Districts- 
Ingenieur zu Naszöd in Siebenbürgen. 

Kosubsky Edler von Kosan Wilhelm, geb. 

zu Bozen in Tirol 29. Nov. 1831, eingetr. 27.Sept. 
1843, wurde 15. April 1847 vorzeitig als Regi- 
mentscadet zum Tiroler Kaiser -Jäger -Reg. aus- 
gemustert und 15. Nov. 1847 mit Abschied ent- 
lassen. 

Kramm Franz, geb. zu Verona 7. April 1831, 
eingetr. 25. Sept. 1843, wurde 15. Oct. 1847 
vorzeitig als Regimentscadet zum Inf. -Reg. Gustav 
Wocher Nr. 25 ausgemustert, avancierte daselbst 
16. Oct. 1849 zum Lieut. m. G. und trat 24. Nov. 
1851 aus dem Armee verbände. 

Krieghammer Edmund Edler von, geb. zu 
Landshut in Mähren am 4. Juni 1832 als Sohn 
des Rittmeisters Rudolf Krieghammer vom Kürass. - 
Reg. Maximilian Graf v. Auersperg Nr. 5, welcher 
später als Seconde Wachtmeister bei der k. k. 
Arcieren - Leibgarde diente und mit der Aller- 
höchsten Entschließung vom 6. Dec. 1858 mit 
dem Ehrenworte „Edler von" in den öster- 
reichischen Adelstand erhoben wurde. Edmund 
Edler von Krieghammer kam am 26. Sept. 1843 
in die Akademie, in welcher er sich durch alle 
Jahrgänge unter den Vorzüglichsten seiner Glasse 
behauptete. Bei der Ausmusterung am 1. Aug. 
1 849 fand er als Lieut. seine Eintheilung bei Graf 
v. Auersperg-Kürass. Nr. 5 (gegenwärtig Drag.- 
Reg. Nikolaus I. Kaiser von Russland Nr. 5), 
also bei demselben Regimente, bei welchem auch 
sein Vater gedient hatte, wurde hier 6. Febr. 1854 
zum Oberlieut., 1. Mai 1859 zum Rittm. 2. Cl. 
befördert, machte als solcher den Feldzug des- 
selben Jahres als Ordonnanz -Officier beim 
9. Armeecorps mit und erhielt am 15. Aug. 1859 



1859 Rittm. 2. Cl., quitt, mit Beibehält des Gha- för seine hervorragend tapferen und sonst ver- 



182 



1849. 



dienstlichen Leistungen bei Solferino das Militär- 
Verdienstkreuz mit der Kriegsdecoration. Am 
25. Sept. 1861 rückte Krieghammer zum Rittra. 

1. Cl. vor, war im Feldzuge 1866 mit dem Regi- 
mente in der Brigade des Generalmajors Grafen 
Soltyk (Reserve -Cavallerie- Division Zaitsek de 
Eggbel) eingetheilt und nahm an der Schlacht 
bei Königgrätz am 3. Juli, sowie an dem Vor- 
truppengefechte bei Tischnowitz am 1 1 . Juli theil. 
Nach vorzüglicher Absolvierung der Central- 
Cavallerieschule und der Kriegsschule, avancierte 
er am 23. April 1869 zum Major, kam als Flügel- 
Adjutant zu Seiner Majestät dem Kaiser und ward 
auf diesem Dienstposten am 4. Jan. 1870 mit 
dem kaiserl. ottom. Medschidte- Orden 3. Cl., 
sowie mit dem Gommandeurkreuze des königl. 
griech. Erlöser-Ordens, am 9. Juli 1870 mit dem 
Comthurkreuze des großherzogl. raecklenburg. 
Haus-Ordens der wendischen Krone, dann am 

2. Oct. 1870 mit dem kaiserl. ottom. Osmante- 
Orden 3. Gl. decoriert, nachdem ihm schon frü- 
her, am 12. Oct. 1858, der kaiserl. russ. St. Sta- 
nislaus-Orden 3. Gl. zutheil geworden war. Am 
1. Nov. 1872 wurde Krieghammer Oberstlieut. 
bei Kaiser Franz Joseph -Drag. Nr. 1, am 1. Mai 
1874 Oberst und Regiments - Gommandant bei 
Wilhelm Fürst von Montenuovo - Drag. Nr. 1 
(gegenwärtig Johannes Joseph Fürst von Liech- 
tenstein) und am 10. Juni 1877 in gleicher Eigen- 
schaft zu Albert König von Sachsen -Drag. Nr. 3 
übersetzt. Am 30. März 1879 erfolgte seine Er- 
nennung zum Gommandanten der 1 3. Cavallerie- 
Brigade zu Brod in Slavonien, 1. Mai d.J. seine 
Beförderung zum Generalmajor, 1 . Aug. 1880 zum 
Commandantenderl4.Cavallerie-Brigade zu Prze- 
my£l und am 9. Febr. 1881 seine Übersetzung 
in gleicher Eigenschaft zur 3. Cavallerie - Brigade 
in Marburg. Am 1. Mai 1884 wurde Kriegham- 
mer zum Feldmarschall - Lieut. befördert, erhielt 
am 24. Juli 1886 das Commando der Cavallerie- 
Truppen-Division zu Lemberg, am 26. Dec. 1888 
aber jenes der 6. Infanterie -Truppen -Division zu 
Graz und wurde am 9. Jan. 1889 in Anerkennung 
seiner vorzüglichen Dienstleistung durch die 
allergnädigste Verleihung des Ordens der Eisernen 
Krone 2. Gl. ausgezeichnet. Doch noch in dem- 
selben Jahre, am 13. Sept., finden wir ihn als 
Commandanten des 1. Corps und Commandie- 
renden General in Krakau und seine hervor- 
ragend ersprießliche Thätigkeit auf diesem wich- 
tigen Posten von Seiner Majestät dem Kaiser in 
rascher Aufeinanderfolge noch am 29. Dec. 
d. J. in der Ernennung zum Oberst -Inhaber des 
Inf.-Reg. Nr. 100, am 26. April 1890 in der tax- 
freien Verleihung der Würde eines Geheimen 



Rathes und am 1. Nov. 1891 in der Beförderung 
zum General der Cavallerie allergnädigst gewür- 
digt. Mit der Allerhöchsten Entschließung vom 
30. Nov. 1892 geruhte ihn Seine k. u. k. Apo- 
stolische Majestät in Anerkennung mehrjähriger 
vorzüglicher Dienstleistung auf dem innehabenden 
Dienstposten durch die allergnädigste Verleihung 
des Ordens der Eisernen Krone 1. Cl. erneuert 
auszuzeichnen. Als aber durch das am 22. Juli 
1893 erfolgte unerwartet plötzliche Ableben des 
Feidzeugm. Ferdinand Freiherrn von Bauer das 
Kriegsportefeuille zur Erledigung gelangte, ward 
Kriegbammer durch das Vertrauen seines obersten 
Kriegsherrn am 23. Sept. 1893 als Reichs-Kriegs- 
Minister in den Rath der Krone berufen. Er traf 
am 30. Sept. 1893 in Wien ein und übernahm 
schon am folgenden Tage die Führung der ober- 
sten Kriegsverwaltung. Außer den eingangs ange- 
führten ausländischen Decorationen hat Krieg- 
hammer aus verschiedenen Anlässen, und zwar 
am 1. Oct. 1872 den kaiserl. russ. St. Stanislaus- 
Orden 2. Cl. mit der Krone, den königl. preuß. 
Kronen-Orden 2. Cl. und das Comthurkreuz des 
königl. sächs. Albrecht - Ordens 1. Cl., 1. Aug. 
1873 das Comthurkreuz des königl. bayr. Ver- 
dienst-Ordens vom heil. Michael, 2. Juli 1874 
den königl. preuß. Rothen Adler-Orden 2. Cl. und 
das Comthurkreuz des Ordens der königl. würt- 
tembergischen Krone, 5. Juli 1 884 den Stern zum 
königl. preuß. Rothen Adler-Orden 2. Cl.und das 
Comthurkreuz 1. Cl. des königl. sächs. Albrecht- 
Ordens erhalten. 

Laaba von Rosenfeld Emilian Anton, geb. 

zu Krapina in Croatien 18. Nov. 1831, eingetr. 
30. Sept. 1843, wurde 1. Juni 1848 vorzeitig 
als Regimentscadet zu Joseph Friedrich Freih. 
v. Palombini-Inf. Nr. 30 ausgemustert, 1. März 
1849 Lieut. m. G., 31. Oct. 1850 Lieut. h. G., 
12. Aug. 1854 Oberlieut., 9. Juni 1859 Hauptm. 
2.C1., 30. Juni d. J. zum böhmischen Freiwilligen- 
Elite -Jäger Corps eingetheilt, 11. Juli 1859 
Hauptm. 1 . CL, 1 . Oct. d. J. wieder zum 36. Inf.- 
Reg., 28. Febr. 1861 aber zum 41. Inf.-Reg. transf. 
und quitt, daselbst 1. Aug. 1862 seine Charge 
ohne Beibehalt des Militär - Charakters. Hierauf 
gieng er mit dem Kaiser Maximilian nach Mexiko, 
wurde Commandant einer Indianertruppe und ist 
seit der Schlacht von Orizaba verschollen. Der 
rittermäßige Reichsadelstand dieser Familie mit 
dem Prädicate „von Rosenfeld" basiert auf dem 
Diplome des Joseph Maria Fürsten zu Fürsten- 
berg als Comes Palatinus dd. Donaueschingen 
8. Nov. 1790 und die österreichische Anerken- 
nung als eines ausländischen Adels erfolgte för 
den Hauptmann Anton Laaba von Rosenfeld von 



1849. 



183 



Freih. v. Palombini-Inf. Nr. 36 mit Placat vom 
27. Oct. 1845. 

Legisfeld Karl Freiherr von, geb. zu Wiener- 
Neustadt 4. April 1831, eingetr. 18. Sept. 1843, 
wurde 18. Oct. 1848 vorzeitig als Cadet zu 
Anton Graf v. Kinsky-Inf. Nr. 47 ausgemustert, 
16. Sept 1849 Lieut. m. G. bei Franz Adolf 
Freib. v. Probaska-Inf. Nr. 7, 16. Sept. d. J. 
Lieut. h. G., 21. Juli 1854 Oberlieut., 28. Mai 
1859 Hauptm. 2. Gl., 1. Oct. 1860 zu Wilhelm 
Prinz zu Schleswig - Holstein - Glöcksburg - Inf. 
Nr. 80 transf., 1. Aug. 1863 Hauptm. 1. Glasse. 
Legisfeld machte die Feldzüge 1848 und 1849 
in Italien, 1864 gegen Dänemark, 1866 gegen 
Preußen mit und ist 3. Juli 1866 bei Königgrätz 
vor dem Feinde geblieben. 

Liechtenberg-Mordaxt-Schneeberg Arthur 

Reichsgraf von, Sohn des 14. Dec. 1841 ver- 
storbenen k. k. Kämmerers und Oberlieutenants 
Maximilian Reichsgrafen von Liechtenberg-Mord- 
axt-Schneeberg, aus dessen Ehe mit Karoline 
Freiin von Lazarini, geb. zu Feistritz in Krain 
22. Oct. 1832, eingetr. 2. Oct. 1842, wurde bei 
der Ausmusterung als k.k. Gadet zu Heinrich LXIV. 
Fürst Reuß-Köstritz- Husaren Nr. 7 eingetheilt, 
30. Oct. 1849 Lieut. bei Ernst August König von 
Hannover-Husaren Nr. 2, 15. Oct. 1851 Ober- 
lieut., 1. Juni 1858 Rittm. 2. GL, 10. Mai 1859 
Rittm. 1. GL, 28. Juli 1866 Major und machte 
den Feldzug 1866 gegen Preußen mit. Am 
5. April 1867 wurde Liechtenberg zu Joseph Graf 
v. Radetzky-Husaren Nr. 5, 2. März 1869 zu Ale- 
xander Prinz von Württemberg- Husaren Nr. 1 1 
transf., 23. April 1869 Oberstlieut., 1. Aug. 1873 
Regiments-Commandant bei Ludwig Graf Folliot 
de Grenneville-Husaren Nr. 3 und 1. Nov. d. J. 
Oberst Am 19. Nov. 1878 erfolgte seine Ernen- 
nung zum Commandanten der 17. Cavallerie- 
Brigade, 1. Mai 1879 seine Beförderung zum 
Generalmajor, 20. März 1883 erhielt Liechten- 
berg das Commando der 62. Infanterie-Brigade 
zu Budapest, 11. März 1884 aber das Com- 
mando der 34. Infanterie-Truppen-Division in 
Temesvar, auf welchem Dienstposten er am 

1. Mai 1884 zum Feldmarschall-Lieut. vorrückte. 
Mit Allerhöchster Entschließung vom 9. Jan. 
1889 in Anerkennung seiner vorzüglichen Dienst- 
leistung mit dem Orden der Eisernen Krone 

2. Cl. decoriert, wurde er 6. Juli 1890 von dem 
innehabenden Commando krankheitshalber ent- 
hoben und 1 . Aug. d. J. auf sein Ansuchen mit 
Wartegebür beurlaubt. In diesem Verhältnisse 
lebt Liechtenberg seither zu Hermannstadt. Über 
Ursprung und Abstammung des reichsgräflichen 
Geschlechtes „ von Liechtenberg" , sowie über 



dessen Standeserhöhungen sind die noth wendigen 
Auskünfte schon bei Gottfried Reichsgraf von 
Liechtenberg, Austrittsjahrg. 1756, gegeben und 
es sei hier nur noch hinzugefügt, dass der oben 
genannte Vater des hier in Rede stehenden Zög- 
lings, Maximilian Reichsgraf von Liechtenberg- 
Schneeberg, als Adoptivsohn des Joseph Frei- 
herrn von Mordaxt, dessen Namen dem seinigen 
hinzugefügt hat. 

Madurowicz Oskar Ritter von, Sohn eines 
Gubernialrathes, geb. zu Tarnopol 7. Dec. 1832, 
eingetr. 29. Sept. 1843, wurde bei der Ausmu- 
sterung als Lieut. m. G. zum 12. Jäger-Bat. ein- 
getheilt, in welchem er an dem Feldzuge 1849 
in Ungarn (Belagerung von Komorn) theilnamn 
und 1. Nov. 1852 zum Lieut. h. G., 16. Sept. 
1854 aber zum Oberlieut. vorrückte. Am 30. April 
1856 zum Adjutanten-Corps eingetheilt, wurde 
er 18. April 1857 Rittm. 2. CL, 8. Aug. 1858 
Rittm. 1. CL, kam dann 1. Jan. 1861 zum 
18. Jäger-Bat., machte im Jahre 1864 den Feld- 
zug in Dänemark mit und erhielt für die wieder- 
holt an den Tag gelegte Tapferkeit und Umsicht 
(10. März 1864) den Eisernen Kronen -Orden 
3. Classe. Im Feldzuge 1866 gegen Preußen 
gerieth Madurowicz in der Schlacht bei König- 
grätz (3. Juli) in feindliche Gefangenschaft, aus 
welcher er erst nach geschlossenem Frieden 
(16. Sept) wieder zurückkehrte. Für sein Be- 
nehmen vor dem Feinde in diesem Feldzuge 
erhielt er am 1 5. Oct. d. J. das Militär- Verdienst- 
kreuz. Am 8. Oct. 1866 wurde Madurowicz 
Major und kam 10. Febr. 1867 in den GQMSt., 
wo er 1. Mai 1870 auf seinem Dienstposten als 
Generalstabs- Chef bei der 14. Truppen-Division 
zu Lemberg zum Oberstlieut. avancierte. Am 
1. Mai 1871 wurde er zum Commandanten des 
13.Feldjäger-Bat. ernannt und trat 1. Oct. 187 4 als 
halbinvalid in den Ruhestand. Am 4. März 1875 
wurde Madurowicz bei Übersetzung in den 
Armeestand in das Kriegsarchiv eingetheilt, 9 Juli 
1878 zum Platzcommandanten in Alt-Gradisca 
ernannt, 15. Sept. d. J. zum Obersten auf diesem 
Dienstposten befördert und 26. Febr. 1879 in 
Anerkennung der anlässlich der Occupation von 
Bosnien und derHercegovina geleisteten ersprieß- 
lichen Dienste durch die Bekanntgabe des Aus- 
druckes der Allerhöchsten Zufriedenheit ausge- 
zeichnet. Am 1 1 . Sept. d. J. kam er als Platz- 
commandant nach Sarajevo und trat 1. März 
1883 als invalid definitiv in den Ruhestand, bei 
welchem Anlasse ihm in Anerkennung seiner 
stets pflichtgetreuen, ersprießlichen und vor dem 
Feinde ausgezeichneten Dienstleistung erneuert 
der Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit 



184 



1849. 



bekanntgegeben wurde. Er lebte seither in Wien, 
wo er am 2. März 1888 starb. 

Makay Adalbert von, geb. zu Mailand 
19. Mai 1831, eingetr. 21. Sept. 1843, starb 
auf Urlaub 15. Sept. 1846 zu Lodi. 

Mestrovic von Arly Peter, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Gospid im Liccaner Grenz- 
Regimentsbezirke 25. Sept. 1831, eingetr. 2 7. Sept. 
1843, wurde als Lieut. m. G. zu Erzh. Leopold- Inf. 
Nr. 53 ausgemustert, 1. Febr. 1851 Lieut. h. G. 
bei Johann Graf v. Coronini-Cronberg-Inf. Nr. 6, 
23. Juli 1854 Oberlieut., 1. Mai 1856 zum Adju- 
tanten-Corps transf., 18. April 1858 Rittm. 2. Gl., 
8.Aug.d.J.Rittm. 1.G1., 1. Aug. 1861 zuFriedrich 
Freih. v. Kellner-Inf. Nr. 41 transf., hat an dem 
Feldzuge 1866 gegen Preußen theilgenommen. 
Am 23. April 1869 wurde Mestrovid zum Major 
bei Emil Freih. v. Kussevich-Inf. Nr. 33 beför- 
dert, mit 1. Jan. 1872 dem Generalstabe zuge- 
theilt, 1. Mai 1876 zum Oberstlieut beim Inf.- 
Reg. Nr. 32, mit der Bestimmung zur Ein- 
rückung zum Truppendienste, 30. März 1877 zum 
Reserve - Commandanten bei Ludwig II. König 
von Bayern-Inf. Nr. 5, 15. Sept. 1878 zum 
Obersten daselbst, 18. Sept. d. J. zumRegiments- 
Commandanten bei Georg Graf v. JellaÖid-Inf. 
Nr. 69 ernannt und trat 1. Nov. 1881 in den 
Ruhestand. Seither beschäftigte sich Mestroviö 
im Kriegsarchiv mit der Verfassung und Heraus- 
gabe einer Geschichte Croatiens bis zu seinem 
im Jahre 1883 erfolgten Ableben. 

Musulin von Gomirje Emil, Sohn eines 
Oberstlieutenants, geb. zu Glina im 1. Banal- 
Grenz-Regimentsbezirke 7. Sept. 1831, eingetr. 

27. Sept. 1843, wurde bei der Ausmusterung 
als Lieut. m. G. zu Dom Miguel Herzog von 
Braganza-Inf. Nr. 39 eingetheilt, 1 . Oct. 1 849 
Lieut. h.G., 30. Dec. d. J. Oberlieut., 1. Aug. 1857 
Hauptm. 2 CK, 31. Oct. d. J. zu Franz Graf v. 
Gyulai-Inf. Nr. 33 transf., 5. April 1859 Hauptm. 
1. Gl. und erhielt 3. Oct. 1866 für seine hervor- 
ragend tapferen Leistungen imFeldzuge desselben 
Jahres gegen Preußen das Militär- Verdienstkreuz. 
Am 18. April 1869 wurde Musulin Major in der 
königl. ungarischen Landwehr-Infanterie mit der 
Bestimmung zur Infanterie-Lehrabtheilung und 
30. Juni 1869 Gommandant des 80. Landwehr- 
Bat. zu Agram, 1. Mai 1871 Oberstlieut., 1. Nov. 
1874 Oberst, nahm an der Occupation Bosniens 
im Jahre 1878 thätig theil und wurde für seine 
hervorragenden Leistungen beim Grenzcordon 

28. Dec. d. J. mit der Allerhöchsten belobenden 
Anerkennung, später mit der Militär-Verdienst- 
Medaille am Bande des Militär- Verdienstkreuzes 
ausgezeichnet. Am 1. Nov. 1879 erfolgte seine 



Beförderung zum Generalmajor mit der Ernennung 
zum Commandanten der königl. ungarischen 
Landwehr-Infanterie-Brigade, 9. Febr. 1882 die 
Ernennung zum Commandanten des croatisch- 
slavoni sehen VII. Landwehr-Districtes in Agram. 
Am 1. Nov. 1884 rückte Musulin auf diesem 
Dienstposten zumFeldmarschall-LieuLvor, wurde 
21. Jan. 1889 für seine vorzügliche Dienst- 
leistung mit dem Orden der Eisernen Krone 
2. Cl. decoriert, 1. Juni 1890 mit Wartegebür 
beurlaubt und 1. Juni 1891 auf sein Ansuchen 
in den wohlverdienten Ruhestand übernommen, 
erhielt bei diesem Anlasse in Anerkennung seiner 
langen, im Kriege wie im Frieden pflichtgetreuen 
Dienstleistung, den Ausdruck der Allerhöchsten 
Zufriedenheit, ist daher auch zum Tragen der 
Mililär-Verdienst-Medaille am Bande des Franz- 
Joseph-Ordens berechtigt. Er lebt zu Wien. 

Nataly Otto, geb. zu Alfalva in Siebenbürgen 
4. April 1831, eingetr. 27. Sept. 1843, wurde 
15. April 1847 vorzeitig als Regimentscadet zu 
Erzh. Ernst-Inf. Nr. 48 ausgemustert, 30. Juli 
1 848 zum 2. Banal-Grenz-lnf.-Reg. Nr. 1 1 transf., 
avancierte daselbst 16. Nov. 1848 zum Lieut 
m. G. und trat 16. Sept. 1854 aus dem Armee- 
verbande. 

Neumann von Spallart Julius Ritter, Sohn 
eines Professors am k. k. Theresianum in Wien, 
geb. zu Breitensee in Niederösterreich 12. April 
1831, eingetr. 28. Sept. 1843, wurde als Lieut. 
m. G. zum Pionnier-Corps ausgemustert, in wel- 
chem er an dem Feldzuge 1 849 in Ungarn theil- 
nahm und 23. Aug. zumLieut. h. G. vorrückte. Am 
1. Sept. 1853 wurde er Oberlieut. im Flotillen- 
Corps, 1. April 1859 Hauptm. 2. Gl. im GQMSt., 
rückte 22. Maid. J. zum Hauptm. 1.G1. vor, machte 
den Feldzug 1859 in Italien mit und erhielt am 
10. Juli 1859 für die bei Melegnano an den Tag 
gelegte Tapferkeit das Militär- Verdienstkreuz und 
für seine Leistungen in der Schlacht bei Solferino 
mit Allerhöchster Entschließung vom 15. Aug. 
1859 die Allerhöchste belobende Anerkennung, 
infolge dessen später die Militär- Verdienst-Me- 
daille am Bande des Militär -Verdienstkreuzes. 
Am 31. März 1860 quitt. Neumann seine Charge 
mit Beibehalt des Charakters, wurde aber 1 1. Mai 
1862 beim 14. Jäger -Bat. wieder eingetheilt, 
kam 1. Juli d. J. in den GQMSt., machte den 
Feldzug 1866 gegen Preußen mit und erhielt 
für sein Benehmen vor dem Feinde mit Aller- 
höchster Entschließung vom 3. OcL 1866 aber- 
mals den Ausdruck der Allerhöchsten Zufrieden- 
heit. Am 29. Mai 1 867 wurde Neumann Major 
im GQMSt. und Professor der Strategie, Kriegs- 
geschichte, des Pionnier- und Geniewesens an 



1849. 



185 



• 

4 



der Gentral-Gavallerieschule, 1. Mai 1870 Oberst- 
lieut. in dieser Anstellung, am l.Nov. 1872 zum 
Drag.-Reg. Friedrich Graf v. Wrangel Nr. 2 ein- 
geteilt Und am 22. Jan. 1875 in den Ritter- 
stand mit dem Prädicate »von Spallart* erhoben. 
Am 1. Mai d. J. erfolgte seine Beförderung zum 
Obersten und Commandanten des Drag.-Reg. 
Kaiser Franz Nr. 1, am 20. Febr. 1880 aber 
seine Ernennung zum Commandanten der 65. In- 
fanterie-Brigade in Komorn. Am 1. Mai 1880 
wurde Neumann Generalmajor, 4. April 1885 
Commandant der 29. Infanterie-Truppen-Division 
in Theresienstadt und l.Nov. d. J. Feldmarschall- 
LieuL auf diesem Dienstposten. Zufolge Aller- 
höchster Entschließung vom 9. Jan. 1889 für 
seine vorzugliche Dienstleistung mit dem Ritter- 
kreuz des Leopold -Ordens decoriert, wurde er 
1. Mai 1890 auf sein Ansuchen mit Wartegebür 
beurlaubt und bei diesem Anlasse in Anerkennung 
seinerlangen, hervorragend pflichtgetreuen, im 
Kriege wie im Frieden ausgezeichneten Dienst- 
leistung durch Verleihung des Ordens derEisernen 
Krone 2. Gl. ausgezeichnet. Er lebt zu Wien. 

Ochsenheimer Friedrich Ritter von, Sohn 
eines Gubernialrathes, geb. zu Wien 25. April 
1831, eingetr. 20. Sept. 1843, wurde als Lieut. 
m. G. zum Pionnier-Gorps ausgemustert und 
machte im Feldzuge 1849 die Gernierung von 
Komorn mit. Am 16. Mai 1850 kam er als Lieut. 
h. G. zum Flotillen-Corps, wurde 16. Oct. 1852 
als Commandant Seiner Majestät Kriegsdampfers 
, Franz Joseph* mit dem russ. St. Stanislaus- 
Orden 3. Gl. decoriert, avancierte 1. Nov. 1852 
zum Oberlieut., kam 1. Juni 1858 zu Friedrich 
Freih. v. Bianchi-Inf. Nr. 55, rückte daselbst 
6. April 1859 zum Hauptm. 2. Gl., 13. Mai d. J. 
zum Hauptm. 1. Cl. vor und nahm an dem Feld- 
zuge desselben Jahres als Generalstabsofficier 
der Brigade Generalmajor Reichhardt in Südtirol 
theil. Am 24. Mai 1859 zum Adjutanten- Corps 
übersetzt, wurde Ochsenheimer beim General - 
commando in Verona, später in Udine verwen- 
det, 1. Jan. 1861 in die Rangsevidenz zu 
Georg V. König von Hannover-Inf. Nr. 42 einge- 
teilt, 1. Febr. d. J. zum Adlatus des Corps-Ad- 
jutanten beim 5. Armeecorps ernannt und 1 5.Dec. 
1863 dem GQMSt. des 6. Armeecorps zuge- 
theilt, bei welchem er auch während des Feld- 
zuges 1864 verblieb, der Kanonade von Schles- 
wig und dem Treffen bei Veile beiwohnte und 
für sein Verhalten vor dem Feinde 4. Mai 1 864 
das Militär -Verdienstkreuz, 31. Aug. d. J. den 
königl. preuß. Kronen-Orden 3. Gl. erhielt. Im Feld- 
zuge 1866 war Ochsenheimer im Hauptquartiere 
des 5. Armeecorps, wohnte der Schlacht bei 



Custoza bei, kam 1 . Sept. 1 866 als Major zu Hoch- 
und Deutschmeister-Inf. Nr. 4 und 11. Mai 1867 
q. t. in den GQMSt. wieder zurück, wo er 1 . Mai 
1870 zum Oberstlieut. vorrückte. Schon seit 
1. Dec. 1867 ins Präsidialbureau des k. k. Reichs- 
Kriegs - Ministeriums berufen , wurde Ochsen- 
heimer am 26. April 1871 zum Generalstabs- 
officier, mit der Eintheilung als B übercomplet* 
in den Goncretualstand von Erzh. Karl-Inf. Nr. 3, 

1872 zum Generalstabs -Chef der 28. Infan- 
terie-Truppen-Division ernannt, 3. Oct. 1872 
für seine vorzüglichen Leistungen mit dem Orden 
der Eisernen Krone 3. Cl. ausgezeichnet und 

1873 statutenmäßig in den Ritterstand erhoben. 
Am 1. Nov. 1875 wurde er Oberst und General- 
slabs-Chef beim Militärcommando in Pressburg, 
1. Mai 1876 Chef des Directionsbureaus des Ge- 
neralstabes und erwarb sich auf diesem Dienst- 
posten am 23. Oct. 1879 in Anerkennung seiner 
pflichttreuen und vorzüglichen Dienste die Aller- 
höchste Zufriedenheit, somit auch die Berech- 
tigung zum Tragen der im Jahre 1 890 neu ge- 
stifteten Militär -Verdienst -Medaille. Am 1. Nov. 
1879 erfolgte seine Zutheilung zum 8. Infanterie- 
Truppen-Divisions- und Militärcommando in Inns- 
bruck und 1. Nov. 1880 seine Beförderung zum 
Generalmajor auf diesem Dienstposten. Ami. Mai 
1884 trat Ochsenheimer in den Ruhestand und 
wurde bei diesem Anlasse in Anerkennung seiner 
langjährigen, pflichttreuen, im Kriege und im 
Frieden ausgezeichneten Dienstleistung, nebst 
Verleihung des Feldmarscball-Lieutenants-Cha- 
rakters ad honores, abermals durch den Ausdruck 
der Allerhöchsten Zufriedenheit ausgezeichnet. 
Er lebt zu Graz. 

OrOSZ Erwin von, Sohn eines Rittmeisters, 
geb. zu Freudenthal in Schlesien 20. März 1833, 
eingetr. 27. Sept. 1843, wurde als Lieut. m. G. zu 
Karl Fürst von Liechtenstein- Che vaux-leg. Nr. 5 
(gegenwärtig Johannes Joseph Fürst von Liechten- 
stein-Drag. Nr. 10) ausgemustert, 16. Sept. 1852 
zum Oberlieut. befördert und quitt. 30. April 1855 
den Militärdienst ohne Beibehalt des Officiers- 
Gharakters. 

Otto von Biedersberg Caspar, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Graz 28. Sept. 1831, ein- 
getr. 16. Sept. 1843, wurde bei der Ausmusterung 
als Lieut. m.G. bei Ludwig Freih. v.Piret-Inf. Nr.27 
eingetheilt und starb 24. April 1850 zu Verona. 

Paic Andreas, geb. zu Mitrowitz in der Mili- 
tärgrenze 21. Sept. 1831, eingetr. 10. Oct. 1843 
und starb 20. Juli 1847 in der Akademie. 

Pfisterer August, geb. zu Kirchberg a.d. Raab 
in Steiermark 1 0. Mai 1 830, eingetr. 20. Sept. 1843, 
wurde 5. Febr. 1849 als Gemeiner zu Ludwig 



186 



1849. 



Freih. v. Wohlgemuth-Inf. Nr. 14 eingetheilt, 
3. Juni 1849 zu Karl Freih. v. Kress-Chevaux-leg. 
Nr. 7 (gegenwärtig Alexander II. Kaiser von Russ- 
land-Uhlanen Nr.ll) transf., 26. Nov. 1849 Lieut. 
bei Heinrich LXIV. Fürst Reuß-Köslritz- Husaren 
Nr. 7, 10. Oct. 1852 Oberlieut., 30. Sept. 1858 
Rittm. 2. Gl., 22. Mai 1 859 Riltm. 1 . Gl. im GQMSt., 
1 . Nov. 1 865 wieder zu Friedrich Karl Prinz von 
Preußen - Husaren Nr. 7 und 1. Dec. 1865 zu 
Erzh. Ernst-Inf. Nr. 48 transf., 23. April 1869 
Major, seither wieder zum GQMSt. eingetheilt und 
beim Generalcommando zu Lemberg verwendet, 
28. April 1871 mit der Bestimmung zur Truppen- 
dienstleistung zu Georg Graf v. Jellacld-Inf. Nr. 69 
transf., trat 1. Mai 1876 in den Ruhestand, er- 
hielt in demselben Jahre den Oberstlieutenants- 
Gharakter ad honores und starb 25. Jan. 1881 zu 
Graz. 

Poljak Joseph, Sohn eines Lieutenants, geb. 
zu Josefsthal in der Militärgrenze 22. Nov. 1831, 
kam 27. Sept. 1843 in die Akademie, wurde bei 
der Ausmusterung als Lieut. m. G. zum 1 . Banal- 
Grenz-Inf.-Reg. Nr. 10 eingetheilt, 28. Dec. 1856 
zum Lieut. h. G. beim 2. Banal-Grenz-Inf.-Reg. 
Nr. 11, 1. Mai 1866 zum Oberlieut. befördert, 
1. Juli d. J. zum 1. Banal-Grenz-Inf.-Reg. Nr. 10 
rücktransf. und hat die Feldzüge 1849, 1859 
und 1866 mitgemacht. Am 1. Juli 1873 erfolgte 
seine Übersetzung zu Albert Kronprinz von Sach- 
sen-Inf. Nr. 11, 1. Mai 1874 seine Beförderung 
zum Hauptm. 2. Gl., 1. Mai 1877 zum Hauptm. 
1. GL, 1. Sept. 1878 seine Transferierung zu 
Franz Freih. v. Philippovic Inf. Nr. 70, 16. Jan. 
1882 zu Joseph Ritt. v. Schmerling -Inf. Nr. 67, 
mit welchem Regimente er an den Operationen 
desselben Jahres zur Bekämpfung des Aufstandes 
in Bosnien, in der Hercegovina und in Süddal- 
matien thätig theilnahm und in Anerkennung der 
hervorragend tapferen und sonst verdienstlichen 
Leistungen in diesem Feldzuge am 10. Mai 1882 
mit dem Militär- Verdienstkreuze decoriert wurde. 
Ainl. Nov. 1882 trat Poljak als invalid in den Ruhe- 
stand und erhielt 25. Dec. d. J. den Majors-Cha- 
rakter ad honores. Er starb zu Agram aml 1 . Febr. 
1883. 

Rampelt Joseph, geb. zu Szent György in 
Siebenbürgen 24. Febr. 1832, eingetr. 30. Sept. 
1843, wurde 5. Febr. 1849 als Gemeiner bei 
Johann Freih. v. Sivkovich-Inf. Nr. 41 eingetheilt, 
3. Aug. 1850 zum Lieut. m. G. befördert und ist 
30. Nov. 1850 gestorben. 

Rechbach auf Mederndorf(n.A. Rehbach auf 

Möderndorl) Joseph Domilian Freiherr von, einem 
alten kärntnerisch-krainerischen Geschlechte ent- 
sprossen, welches am 31. Mai 1622 in den Adel- 



stand, 23. Juni 1700 in den Freiherrenstand er- 
hoben wurde, ist der Sohn des 29. Nov. 1789 
geborenen Kämmerers, Gubernialrathes und ge- 
wesenen Kreishauptmannes zu Neustadtl in Illy- 
rien, Johann Friedrich Freiherrn von Rechbach auf 
Mederndorf, aus dessen Ehe mit Maria Anna, geb. 
Gräfin Strasoldo-Villanuova. Rechbach ist zu Neu- 
stadtl 3. Jan. 1833 geboren, kam 2. Oct 1843 in die 
Akademie, wurde alsLieut. m. G. zu GustavWilhelm 
Prinz zu Hohenlohe-Langenburg-Inf. Nr. 17, wo 
auch sein Vater gedient hatte , ausgemustert und 
rückte daselbst 1. Juli 1854 zum Lieut. h. G. vor. 
Schon seit Jan. 1851 als Lehrer in der Regiments- 
Gadettenschule zur vollen Zufriedenheit verwendet, 
kam Rechbach 1. Oct. 1856 als Lehrer der Ge- 
schichte in das Gadetten-Institut zu Marburg, wurde 
in dieserAnstellungl. Oct. 1858 zu Michael Groß- 
fürst von Russland-Inf.Nr. 26 übersetzt und 6. April 
1859 zum Oberlieut. befördert. Am 30. Sept. 1860 
rückte er zur Truppendienstleistung beim Regi- 
mente wieder ein, avancierte daselbst 1. Sept. 

1865 zum Hauptm. 2. Gl., wurde wieder als 
Lehrer in der Cadettenschule, später in der Divi- 
sionsschule verwendet und nahm an dem Feldzuge 

1866 gegen Preußen thätig theil. Seit 23. April 
1866 Hauptm. 1. GL, kam Rechbach nach kurzer 
Verwendung in der technischen Militär-Akademie 
1. Oct. 1870 als Professor der Geschichte in das 
Militär-Gollegium zu St. Polten und — inzwischen 
1. Nov. 1877 zum Major im Armeestande be- 
fördert — in gleicher Eigenschaft in die Militär- 
Oberrealschule zu Weißkirchen. Aml.Septl885 
wurde Rechbach mit Oberstlieutenants- Charakter 
in den Ruhestand versetzt und für seine ersprieß- 
lichen Leistungen im Lehrfache mit dem Ritter- 
kreuze des Franz Josephs-Ordens decoriert Nähe- 
res über die freiherrliche Familie von Rechbach, 
ihren Ursprung und Stammes folge bei Karl Frei- 
herrn von Rechbach auf Mederndorf (Ausmusle- 
rungsjahrg. 1758). 

Reuss Karl, geb. zu Csik-Kozmas in Sieben- 
bürgen 28. Oct. 1831, eingetr. 3. Oct. 1843, 
wurde 5. Febr. 1848 als Gemeiner zu Karl Lud- 
wig Herzog von Parma-Inf. Nr. 24 ausgemustert, 
1. Jan. 1851 k. k.Cadet, 5. Jan. d. J. Lieut. m.G., 
25. Mai 1854 Lieut. h. G., 1. Sept. 1859 Ober- 
lieut., 11. Febr. 1865 Hauptm. 2. Gl., 1. Mai 1866 
zu Erzh. Ludwig Victor-Inf. Nr. 65 transf., trat 
1 . April 1 867 in den Ruhestand und starb 1 3. Jan. 
1880 zu Csik-Kozmäs. 

Reymond Moriz von, geb. zu Wien 30. Juni 
1833, eingetr. 22. Sept. 1843, wurde als Lieut. 
m. G. zu Peter Zanini-Inf. Nr. 16 ausgemustert, 
wo er 1. Dec. 1850 zum Lieut. h. G. vorrückte. 
Am 1. Mai 1852 wurde Reymond in das Militär- 



1849. 



187 



geographische Institut cornmandiert, am 1. Mai 
1854 zum Pionnier- Corps transf., avancierte 
daselbst 11. Juli 1854 zum Oberlieut. und quitt. 
31. Aug. 1856 diese Charge, um sich dem Eisen- 
bahndienste zu widmen. Eine ihm in Aussicht 
gestellte Bedienstung bei der damals eben im 
Bau begriffenen Kärntner Bahn erhielt er nicht 
sofort und versuchte sich infolge dessen behufs 
Ausfüllung derWartezeit auf literarischem Gebiete. 
Er fand sofort bei der „Ostdeutschen Post" Auf- 
nahme, zunächst als feuilletonistischer Mitarbei- 
ter, später als Redacteur, bis er im Nov. 1857 
die angestrebte Stellung als Eisenbahnbeamter 
— aber nicht bei der Kärntner, sondern bei der 
Pardubitz-Reichenberger Bahn erhielt Im März 
1861 trat er in den Dienst der Südbahn -Gesell- 
schaft, in welchem er bis Ende Sept. 1866 ver- 
blieb. Schon im Jahre 1862 war er infolge einer 
politischen Satyre, welche in einem Wiener humo- 
ristischen Blatte erschienen war, in einen Press- 
process verwickelt worden und dieser Umstand 
war es hauptsächlich, welcher ihn veranlasste, 
im Herbst 1866 Österreich zu verlassen und nach 
der Schweiz zu übersiedeln, in welcher er ererbte 
Bürgerrechte besitzt. Dort fand er im Febr. 1867 
Anstellung als Secretär des eidgenössischen Ar- 
tilleriebureaus in Aarau und trat als Oberlieut. in 
den eidgenössischen Artilleriestab. Am 1 5. April 
1868 wurde er zum Hauptm. im eidgenössi- 
schen Generalstab ernannt, welcher Stellung er 
auf sein Ansuchen am 12. Febr. 1873 „in allen 
Ehren und unter gebürender Verdankung der in 
derselben dem Vaterlande geleisteten Dienste* 
enthoben wurde. Bereits im Herbst 1867 hatte 
Reymond seine Stellung als Secretär des Artillerie- 
bureaus aufgegeben, um in die Redaction des 
Berner „Bund" einzutreten. Von da an blieb er 
der publicistischen Laufbahn treu und wirkte als 
Redacteur an verschiedenen Blättern. Seit Oct. 
1883 hat er seinen Wohnsitz in Berlin genommen, 
wo er als Schriftsteller thätig ist und unter anderem 
im Jahre 1890 gemeinschaftlich mit dem preußi- 
schen Major Scheibert das Werk „Die mittel- 
europäischen Kriege 1864, 1866 und 1870/71" 
herausgegeben hat. Als humoristischer Schrift- 
steller hat sich Reymond namentlich in Natur- 
forscherkreisen durch seine Werke „Laienbrevier 
des Häckelismus" und „Das Buch vom gesunden 
und kranken Herrn Meyer" einen geachteten 
Namen erworben. 

Rominiak Anton, geb. zu Neustädtl in Krain 
12. Mai 1831, eingetr. 2. Oct. 1843, wurde 
1. April 1847 vorzeitig als Regimentscadet zu 
Joseph Freih. v. Koudelka-Inf. Nr. 40 ausge- 
mustert, 2. Sept. 1848 Lieut. m. G., 16. März 



1849 Lieut. h. G., 1. Nov. 1853 Oberlieut., 
13. Mai 1859 Hauptm. 2. Gl. und quitt, gegen 
zweijährige Gageabfertigung 30. Nov. 1860. Seit- 
her ließ sich Rominiak theils in der k. k. Nota- 
riatskanzlei zu Saybusch, theils bei der k. k. 
Grundlastenablösungs -Commission zu Olmütz 
und bei der k. k. Finanz-Bezirks-Direction daselbst 
verwenden, trat 10. Juli 1867 in die Dienste der 
a. priv. Kaiser Ferdinands-Nordbahn-Gesellschafl 
und wurde hier 1. März 1869 zum Official 2. Gl., 
bald darauf zum Official 1. Gl. und zum Con- 
trolor ernannt. Mit Allerhöchster Entschließung 
vom 18. Febr. 1873 erfolgte seine Ernennung 
zum Hauptm. 2. Gl. im nichtactiven Stande der 
k. k. Landwehr, mit der Eintheilung beim Land- 
wehr-Bat. Weißkirchen Nr. 17, doch wurde ihm 
schon 16. Oct. d. J. wegen constatierter physi- 
scher Untauglichkeit der Austritt aus dem Land- 
wehrverbande bei Ablegung des Officiers-Charak- 
ters bewilligt. Rominiak ist seither in Wien ge- 
storben. 

RUling Karl Eugen von, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Wien 31. Juli 1831, eingetr. 
22. Sept. 1843, wurde als LieuL m. G. zum Inf.- 
Reg. Gustav Wilhelm Prinz zu Hohenlohe-Lan- 
genburg Nr. 1 7 ausgemustert, wo derselbe 1 5. Juli 

1854 zum Lieut. h. G. avancierte. Am 31. März 
1857 kam Rüling als Lehrer in das Gadetten- 
Institut zu Strass, rückte 30. Sept. 1858 zum 
17. Inf.-Reg. wieder ein, wurde 8. April 1859 
zum Oberlieut. befördert und l.Febr. 1860 zum 
Inf.-Reg. Erzh. Rainer Nr. 59 transferiert Seit 
1. März 1862 als Lehrer im Gadetten-Institute 
zu Marburg verwendet, rückte Rüling 1 . April 1 864 
zum 59. Inf. - Reg. wieder ein und trat 14. Juni 
1866 aus dem Armeeverbande. 

Schoon Edler von Corbitzthal Emanuel, 

geb. zu Teschen in Schlesien 30. Sept. 1831, 
eingetr. 30. Oct. 1843, wurde 5. Febr. 1849 
strafweise als Gemeiner zum Inf.-Reg. Karl Freih. 
v. Fürstenwärther Nr. 56 eingetheilt. Er avan- 
cierte 1. Nov. 1849 zum Lieut. m. G., 17. Febr. 

1855 zum Lieut. h. G. und trat 27. Dec. 1856 
aus dem Armeeverbande. 

Schwarzer von Heldenstamm Karl, geb. 

zu Graz 20. Mai 1831, eingetr. 16. Sept. 1843, 
wurde 15. Oct. 1847 vorzeitig als Regiments- 
cadet zu Anton Graf v. Kinsky-Inf. Nr. 47 aus- 
gemustert, 16. Dec. 1848 k. k. Gadet, 30. Dec. 
d. J. Lieut. m. G., 1. April 1849 Lieut. h. G. 
und trat 20. Oct. 1851 aus dem Armeeverbande. 
Smola Ludwig Freiherr von, Sohn des 
29. Juni 1856 verstorbenen Generalmajors und 
Inhabers des 8. Feldartillerie-Regiments Joseph 
Freiherrn von Smola, aus dessen Ehe mit Anna 



188 



1849. 



Speer, geb. zu Wien 2. Sept. 1832, eingetr. 
27. Sept 1844, wurde als Lieut. m. G. bei der 
Marine-Infanterie eingetheilt, 1. Jan. 1851 Lieut. 
h. G., 1. Aug. 1851 Oberlieut., 6. Jan. 1852 zur 
Kriegsmarine transf., 12. März 1854 Fregatten- 
Lieut, 22. Sept. 1856 Linienschiffs - Lieut., trat 
bald darauf in Pension und ist am 1 3. Jan. 1 858 
zu Wien gestorben. 

Smugia Johann, Sohn eines Majors, geb. 
zu Vrginmost in der Mililärgrenze 6. Juli 1831, 
eingetr. 27. Sept 1843, wurde als Lieut. zu Wil- 
helm Prinz von Preußen -Inf. Nr. 34 ausge- 
mustert. Er avancierte am 1 9 . Sept. 1849 zum Lieut 
h. G., 29. Oct 1850 zum Oberlieut, 7. Aug. 
1854 zum Hauptin. 2. GL, 1. Mai 1859 zum 
Hauptm. 1. GL, wurde 1. Febr. 1860 zum Inf.- 
Reg. Ferdinand IV. Großherzog von Toscana 
Nr. 66 transf. und trat am 22. März 1864 aus dem 
Armeeverbande. Smugia trat später in königlich 
serbische Kriegsdienste und bekleidet dort gegen- 
wärtig die Charge eines Oberstlieutenants. 

Soden Friedrich, geb. zu Wien 28. Jan. 
1832, eingetr. 18. Sept. 1843, wurde 5. Febr. 
1 849 als Gemeiner zu Hoch- und Deutschmeister- 
Inf. Nr. 4 ausgemustert, 17. Febr. 1849 zum 
7. Jäger-Bat, 16. Juli 1849 zu Karl Freih. v. 
Fürstenwärther-Inf. Nr. 56 transf., 1. Nov. d. J. 
Lieut m. G., 28. Aug. 1854 Lieut h. G., 1. Mai 
1859 Oberlieut, 4. Juli d. J. Hauptm. 2. Gl. im 
GQMSt, 26. Oct. 1860 zum 26. Jäger-Bat. 
übersetzt, 1. Febr. 1864 Hauptm. 1. Gl. und 
1. Sept 1866 dem GQMSt. zeitlich zugetheilt 
Er machte die Feldzüge 1849 in Ungarn, 1859 
in Italien und 1866 gegen Preußen mit, war vom 
December 1854 bis Ende Mai 1856 beim GQMSt. 
zugetheilt, vom April bis 16. Juni 1859 bei den 
Befestigungsbauten von Ancona als Objects-Gom- 
mandant am Monte Pelago, im Feldzuge 1866 
im Hauptquartiere der Nord-Armee, späterhin 
aber im Reichs-Kriegs-Ministerium verwendet. In 
Anerkennung der in letzterer Verwendung be- 
tätigten pflichttreuen und ersprießlichen Dienst- 
leistung am 13. April 1873 durch den Ausdruck 
der Allerhöchsten Zufriedenheit ausgezeichnet, 
wurde er 1. Mai d. J., mit der Bestimmung zur 
Einrückung zum Truppendienste, zum 29., 
1. Juni 1873 zum 2. Jäger-Bat transf., 1. Mai 
1875 zum Major bei Erzh. Rainer-Inf. Nr. 59, 
1. Nov. 1879 zum Oberstlieut. bei Franz Graf 
v. Thun-Hohenstein-Inf. Nr. 54, 1. Mai 1884 
zum Obersten daselbst befördert, 1 1 . Aug. d. J. 
zum Regiments-Gommandanten bei Alfred Freih. 
v. Joelson-Inf. Nr. 93 ernannt und starb als 
solcher zu Olmütz im Jahre 1885. 



Stepski Adolf Ritter von, Sohn eines 
Hauptmannes, geb. zu Karlstadt 10. Sept 1833, 
eingetr. 2. Oct. 1843, wurde als Lieut m. G. 
zum 3. Jäger-Bat. ausgemustert, kam später zum 
Flotillen-Gorps, quitt, als Oberlieut. den Dienst 
31. Mai 1852 ohne Beibehalt des Officiers-Cha- 
rakters und lebt gegenwärtig in den Vereinigten 
Staaten von Nordamerika. 

Stransky Karl Edler von, als Sohn eines 
Obersten geb. zu Lezajzk in Galizien 29. Sept. 
1831, eingetr. 14. Sept. 1843, wurde als k. k. 
Gadet zu Karl Ludwig Herzog von Parma-Inf. 
Nr. 24 ausgemustert, wo er 2. Dec. 1849 zum 
Lieut. m. G. avancierte. Am 30. Nov. 1850 kam 
er zu Dom Miguel Herzog von Braganza - Inf. 
Nr. 39, rückte daselbst 12. Febr. 1851 zumLieut 
h. G. vor, wurde 1. Sept. 1852 zum 4. Gendar- 
merie-Reg. transf. und quitt, daselbst seine Charge 
30. April 1853 ohne Beibehalt des Officiers- 
Gharakters. 

Stuchlik Johann, Sohn eines Oberlieute- 
nants, geb. zu Titel in der Militärgrenze 2. Oct. 
1830, eingetr. 26. Sept 1843, wurde als Lieut 
m. G. zu Erzh. Ernst - Inf. Nr. 48 ausgemustert, 
26. Aug. 1852 Lieut. h. G., 1. Sept. 1853 Ober- 
lieut. im Flotillen-Gorps, 1. Juli 1859 Hauptm. 
2. GL, 1. Mai 1861 zu Erzh. Leopold Ludwig- 
Inf. Nr. 58, 1. Jan. 1864 zu Dom Miguel Herzog 
von Braganza - Inf. Nr. 39 transf., 1. Aug. 1864 
Hauptm. 1. Gl., machte im Jahre 1866 den Feld- 
zug in Südtirol mit und erhielt 4. Oct. 1 866 für 
seine hervorragend tapferen Leistungen in demsel- 
ben das Militär- Verdienstkreuz. Nach dem Frie- 
densschlüsse dem Militär-geographischen Institute 
zugetheilt, wurde Stuchlik mit 1 . Sept 187 1 in den 
Stand dieses Instituts übersetzt, rückte jedoch mit 

I. März 1872 zur Truppendienstleistung bei sei- 
nem Regimente wieder ein. Seit 1. Aug. 1873 mit 
dem kaiserl. russ. St. Wladimir-Orden 4. GL deco- 
riert, wurde ihm 27. März 1874 in Anerkennung 
der auf dem Gebiete der Kartographie erworbenen 
Verdienste das Ritterkreuz des Franz Joseph- 
Ordens, 2. April 1874 aber der ottom. Medschi- 
diö-Orden 4. Gl. verliehen. Mit 1. Mai 1875 er- 
folgte seine Beförderung zum Major bei Johann 
Graf v.Coronini-Cronberg-Inf. Nr. 6, 22. Aug.1879 
seine Transferierung zu Erzh. Albrecht-Inf. Nr. 44, 

I I . Oct. d. J. die Rückversetzung in sein früheres 
Regiment, wo er 1. Nov. 1880 mit dem vorbe- 
haltenen Range vom 1. Nov. 1879 zum Oberst- 
lieut avancierte. Am 1. Aug. 1882 wurde Stuch- 
lik mit Wartegebür beurlaubt und 1. Sept 1883 
als invalid in den Ruhestand übernommen. Mit 
Allerhöchster Entschließung vom 14. Jan. 1884 
wurde ihm aus Allerhöchster Gnade und aus- 



1849. 



189 



nahmsweise der Oberstens-Charakter ad honores 
verliehen. Er starb 1. Mai 1889 zu Neusatz. 

Szveteney de Nagy-Ohay Anton Freiherr, 
geb. zuTarnopol inGalizien5.Dec. 1831, wo sein 
Vater damals als Rittmeister bei Graf v. Geramb- 
Husaren Nr. 4 stationiert war, eingetr. 22. Sept. 
1 843, wurde als Lieut.m. G. zu Franz Graf v. Gyulai- 
Inf.Nr. 33 ausgemustert, wo er 1. Mai 1852 zum 
Lieut. h. G. und 16. Mai 1855 zum Oberlieut. vor- 
rückte. Am 29. März 1857 kam er als Hauptm. 
2. Cl. zum GQMSt, nachdem er im Jahre 1855 
die Kriegsschule mit dem besten Erfolge absol- 
viert hatte und in den zwei darauffolgenden Jahren 
bei der Militär - Mappierung in der Wallachei 
thätig war. Am 8. April 1859 wurde Szveteney 
Hauptm. 1. GL, nahm im Feldzuge desselben 
Jahres in Italien in der Operationskanzlei des 
Hauptquartiers Seiner Majestät des Kaisers an 
der Schlacht bei Solferino theil. Am 9. Mai 
1866 wurde er Major im Corps, 28. Oct. 1868 
Oberstlieut bei Alexander Prinz von Württem- 
berg-Husaren Nr. 11 und 11. Jan. 1869 als Ad- 
jutant beim Ober-Commando der Landwehr der 
Länder der ungarischen Krone in die königl. un- 
garische Landwehr - Cavallerie übersetzt. Am 
31. Jan. 1870 zu Graf v. Radetzky-Husaren Nr. 5 
transf., erhielt Szveteney für seine in der königl. 
ungarischen Landwehr geleisteten ersprießlichen 
Dienste die Allerhöchste Belobung, somit auch 
die Berechtigung zum Tragen der Militär -Verdienst- 
Medaille und wurde 26 Dec. 1871 Regiments-Com- 
mandant bei Alexander Prinz von Württemberg- 
Husaren Nr. 11, auf welchem Dienstposten er am 
1 . Nov. 1 8 72 zum Obersten vorrückte. Am 1 6. Sept. 
1873 kam Szveteney als Generalstabs-Ghef zum 
Generalcommando in Graz, 12. Juli 1874 zum 
Generalstabe (Directionskanzlei) in Wien, wurde 
am 26. Nov. d. J. Generalstabs-Ghef beim Gene- 
ralcommando dortselbst, 14. Oct. 1877 Comman- 
dant der 8. Cavallerie-Brigade und mit Allerhöch- 
ster Entschließung vom 28. Oct. d. J. für die 
sehr ersprießlichen Dienste als Generalstabs-Ghef 
beim Generalcommando in Wien mit dem Orden 
der Eisernen Krone 3. Gl. decoriert. Am 15. Sept. 
1878 erfolgte seine Beförderung zum General- 
major, 29. Jan. 1879 seine Ernennung zum Vor- 
stande des Präsidialbureaus des k. und k. Kriegs- 
Ministeriums, wo er mit Allerhöchster Entschlie- 
ßung vom 26. Nov. 1882 in Anerkennung der 
ausgezeichneten Dienste durch die Verleihung 
des Ordens der Eisernen Krone 2. Cl. ausgezeich- 
net wurde und, nach der mit Diplom dd. Wien 
am 10. Jan. 1883 erfolgten Erhebung in den 
österreichischen Freiherrenstand, am 8. April d. J. 
zum Sectionschef, sowie am 1. Mai d. J. zum 



Feldmarschall - Lieut. vorrückte. Am 14. Sept. 
1885 wurde er zum Gommandanten der 4. Infan- 
terie-Truppen-Division ernannt u.d erhielt anläss- 
lich der Enthebung von seinem bisherigen Wir- 
kungskreise für seine vorzüglichen Dienste als 
Sectionschef den Ausdruck Allerhöchster Zufrie- 
denheit. Am 21. Juli 1888 wurde Szveteney zum 
Gommandanten des 12. Corps und Commandie- 
renden General in Hermannstadt ernannt, 5. Jan. 
1889 Geheimer Rath, am 29. Dec. d. J. Oberst- 
Inhaber des 86. Inf. -Reg. und am 1. Nov. 1890 
General der Cavallerie, endlich in Anerkennung 
vorzüglicher Dienstleistung auf dem innehabenden 
Dienstposten mit Allerhöchster Entschließung vom 
30. Nov. 1892 durch die Verleihung des Ordens der 
Eisernen Krone 1 . Cl. ausgezeichnet. Am 30. Oct. 
1893 ist er in Hermannstadt unerwartet einem 
Schlaganfalle erlegen, der ihn während eines 
Spazierrittes traf. Er hatte, wie ihm auch sein Ne- 
krolog im Armeeblatt Nr. 45 vom 8. Nov. 1893 
nachrühmt,ein für jedermann warmfühlendes Herz, 
einen edlen Charakter, ein reiches Wissen und 
praktisches Können. In dem zu früh Verblichenen 
verlor die Armee einen ihrer hervorragendsten 
Repräsentanten, seine Familie den besten Gatten 
und Vater. Alle aber, die ihn kannten, haben ihn 
hochgeschätzt und verehrt als edlen, guten Men- 
schen, sowie als tüchtigen, hervorragenden Solda- 
ten. Szveteney besaß auch seit 4. Jan. 1877 das 
Officierskreuz des franz. Ordens der Ehrenlegion, 
seit 3. Juli 1881 das Großofficierskreuz des 
königl. ital. Ordens der Krone von Italien, seit 
3. Oct. 1882 den kaiserl. russ. St. Stanislaus- 
Orden 1. CL, seit 1. Dec. d. J. das Commandeur- 
kreuz 1 . Cl. des königl. schwed. Schwert-Ordens 
und seit 3. Oct. 1883 das Großkreuz des königl. 
serb. Takowo-Ordens und war Besitzer des Curial- 
gutes Ober - Csöpöny im Pressburger Comitat. 
Szveteney war seit 8. Juni 1869 mit Anna, geb. 
Leitzinger vermählt, welcher Ehe zwei Söhne, 
Georg Freiherr Szveteney de Nagy-Ohay, gegen- 
wärtig Lieut. bei Joseph Graf v. Radetzky-Husa- 
ren Nr. 5, sowie Anton Freiherr Szveteney de 
Nagy-Ohay, gegenwärtig Lieut. bei Joseph Prinz 
zu Windisch-Graetz-Husaren Nr. 1 1 (vergl. Aus- 
musterungsjahrg. 1892) und eine Tochter, Maxi- 
miliane Rosalie, entsproßen. Er entstammt ei- 
nem allen Geschlechte, welches den ungarischen 
Adel am 2. Jan. 1635 erworben hatte. 

Tapavicza Theodor von, Sohn eines Majors, 
geb. zu Neusatz in Ungarn 11. Sept. 1831, ein- 
getr. 26. Sept. 1843, wurde bei der Ausmuste- 
rung als Lieut. m. G. zu Karl Freih. v. Culoz-lnf. 
Nr. 31 eingetheilt, 1. Sept. 1850 Lieut. h. G., 
1. Sept. 1853 Oberlieut. im Flotillen - Corps, 



190 



1849. 



1. Juli 1859 Hauptm. 2. Gl. bei Karl Graf v. 
Thun-Hohenstein-Inf. Nr. 29, 1. Febr. 1860 zu 
Wilhelm Freih. v. Alemann-Inf. Nr. 43 übersetzt, 
31. März 1864 Hauptm. 1. Glasse. Tapavicza 
war 2 Jahre Bataillons- und Regiments-Adjutant 
bei Karl Freih. v. Culoz-Inf. Nr. 31, 2 Jahre 
Flotillen - Corps - Gommando - Adjutant, 4 Jahre 
Adjutant und 5 Jahre Lehrer und Compagnie- 
Gommandant in der Genie- Akademie, 1 1 / 2 Jahre 
Gommandant des Ober - Erziehungshauses zu 
Kamenitz. Am 1. April 1866 wurde Tapavicza 
Compagnie-Commandant und Lehrer der Militär- 
stilistik sowie der Heeresorganisation und Admini- 
stration an der Militär- Akademie zu Wiener -Neu- 
stadt, 1 . Mai 1875 Major im Armeestande auf diesem 
Dienstposten und wirkte durch diese ganze 
Reihe von Jahren sowohl als Lehrer, wie nicht 
minder im Erziehungsfache als wohlwollender 
Rathgeber der ihm anvertrauten Jugend mit aus- 
gezeichnetem Erfolge. Am 8. Aug. 1878 erfolgte 
seine Ernennung zum Platzcommandanten in 
Agram, bei welchem Anlasse er für seine lang- 
jährige erfolgreiche Dienstleistung im Lehrfache 
den Ausdruck der Allerhöchsten Zufriedenheit, 
somit auch die Berechtigung zum Tragen der 
Militär -Verdienst -Medaille erhielt. Er avancierte 
am 1. Mai 1880 zum Oberstlieut. und hatte sich 
in seiner Dienstleistung als Platzcommandant 
in Agram für seine rastlose Thätigkeit bei 
Beschaffung der Unterkünfte und der Verpflegung 
der zahlreichen durchmarschierenden Truppen 
während der Mobilisierung und Demobilisierung 
im Jahre 1878, sowie für seine Entschlossenheit 
und Umsicht während des Erdbebens im Jahre 
1880, endlich auch während der Unruhen im 
Jahre 1 883 wiederholte belobende Anerkennungen 
des Corps - Gommandos erworben. Tapavicza 
wurde 25. Juli 1886 Platzcommandantin Brunn, 
1. Nov. d. J. Oberst, 11. April 1889 in gleicher 
Eigenschaft nach Graz transf, trat am 1. Mai 
1891 als Generalmajor ad honores in den Ruhe- 
stand und wurde in Anerkennung seiner lang- 
jährigen, sehr ersprießlichen und belobten Dienst- 
leistung mit dem Militär- Verdienstkreuz decoriert. 
Er lebt in Wien. 

Teuchert-Kauffmann Edler von Traun stein - 

bürg Franz Freiherr, ein Sohn des verstorbenen 
Generalmajors Franz Kau (Tm an n Edlen von Traun- 
steinburg, aus dessen Ehe mit Anna Rosalia, 
Tochter des französischen Capitäns Chevalier 
d'Elvert-Bourscheid, hat mit Allerhöchster Be- 
willigung den Freiherrentitel und den Namen 
seines Stief- und Adoptiv- Vaters Feldzeugmeisters 
Friedrich Freiherrn vonTeuchert (Ausmusterungs- 
jahrg. 1815) angenommen. Teuchert-Kauffmann 



ist zu Mitrovic in der ehemaligen Militärgrenze 
26. Juli 1833 geb., kam 18. Sept. 1843 in die 
Akademie und trat am 14. Sept. 1847 aus der 
Militärerziehung. Noch in demselben Jahre nahm 
er als Gadet bei Julius Freih. v. Haynau-Inf. Nr. 57 
Militärdienste, wurde im Jahre 1849Lieut. m. G. 
bei Felix Fürst Schwarzen berg-Inf. Nr. 2 1 , 1 . Oct. 
1854 Lieut. h. G., 1. Jan. 1855 Oberlieut. bei 
Gonstantin Großfürst von Russland-Inf. Nr. 18, 
5. April 1859 Hauptm. 2. Gl. bei Erzh. Siegmund 
Inf. Nr. 45, 5. Juli 1859 Hauptm. 1. GL, 1. Dec 
1859 zu August Graf v. Degenfeld-Schonburg-Inf 
Nr. 36 und 1. Sept. 1861 zu Erzh. Rainer-Inf 
Nr. 59 übersetzt. Teuchert hat an allen feind 
liehen Gelegenheiten seiner betreffenden Standes 
körper theilgenommen, trat 1. Sept. 1866 in 
den Ruhestand und lebt zu Marburg. Er ist 
seit 12. Febr. 1861 mit Hermine, geborenen Freiin 
Kellner von Köllenstein vermählt, welcher Ehe 
zwei Söhne, Friedrich und Karl, und drei Töchter 
entstammen. Teuchert ist ein Bruder des Feld- 
zeugmeisters Friedrich Freiherrn von Teuchert- 
Kauffmann (Ausmusterungsjahrg. 1847). 

Thienell Joseph, geb. zu Komorn 2. Nov. 
1831, kam 22. Sept. 1843 in die Akademie und 
trat 3. März 1844 aus der Militärerziehung. 

Turek Maximilian von, Sohn des 20. Aug. 
1 864 zu Wiener-Neustadt verstorbenen Obersten 
Joseph von Turek, gewesenen Reitlehrers an der 
Akademie, geb. zu Wr. -Neustadt 31. Jan. 1832, 
eingetr. 16. Sept. 1843, wurde als Lieut. m. G. 
zu Michael Großfürst von Russland-Inf. Nr. 37 
ausgemustert und nahm unmittelbar darauf an 
der Belagerung von Venedig theil. Am 2. Mai 
1851 kam er als Oberlieut. zu Alexander Herzog 
von Württemberg-Husaren Nr. 11, rückte l.Mai 
1856 zum Rittm. vor, machte den Feldzug 1859 
in Italien mit und trat im Jahre 1861 in den 
zeitlichen Ruhestand. Im Jahre 1865 wurde 
Turek in kaiserlich mexikanische Dienste und 
zwar als Major im 2. National-Gavallerie-Reg. 
AguavCalientes übernommen, betheiligte sich an 
der Expedition in die Sierra del Norte und an 
die Küste von Papantla und leitete vom Monate 
Juni 1866 angefangen die Verteidigung der 
Plantagendistricte von Matamoros-Yzucar und 
Ghiautla. Für die bei diesen Anlässen an den Tag 
gelegte Tapferkeit und Umsicht wurde ihm das 
Ritterkreuz des Guadelupe-Ordens zutheil. Nach 
Auflösung und Entlassung des österreichischen 
Freiwilligen-Corps nahm auch Turek seinen Ab- 
schied aus der Nationalarmee und kehrte im 
Jahre 1867 nach Österreich zurück, wo er wegen 
gänzlich zerrütteter Gesundheit in den definitiven 
Pensionsstand als Rittm. 1 . Gl. rückübernommen 



1849, 1850, 1851. 



191 



wurde. Er wurde später in der kriegsgeschicht- 
lichen Abtheilung des k. u. k. Kriegsarchives zur 
besonderen Zufriedenheit verwendet und starb 
29. März 1886 zu Wien. 

Watsch Moriz, Sohn eines Rittmeisters, geb. 
zu ödenburg 24. Aug. 1831, eingetr. 29. Sept. 
1 843, wurde als Lieut. m. G. zu Joseph Graf v. 
Radetzky-Husaren Nr. 5 ausgemustert, 2. Nov. 
1854 Oberlieut., 3. Febr. 1859 Rittm. 2. GL, 
26. Jan. 1860 zum 2. Freiwilligen-, 1. Mai 1860 
zum 1. Freiwilligen-Husaren-Reg. transf., 1. Jan. 



1861 Riltm. 1. Gl., 1. Juli 1862 pens., lebte 
seither auf seiner Besitzung Kohlhof bei Neuleng- 
bach, war nach deren Verkauf längere Zeit Ge- 
stütsverwalter beim Grafen Jankovits in Slavonien 
und starb zu Wien 3. Juli 1888. 

Zurowski - Hyacinth Andreas Ritter von, 
geb. zu Wieliczka 27. Nov. 1831, kam 1. Oct. 
1843 in die Akademie und trat 17. Oct. 1844 
wegen Kränklichkeit aus der Militärerziehung. 
Sein weiterer Lebenslauf ist nicht bekannt. 



1850. 

In diesem Jahre hat keine Ausmusterung stattgefunden. 



1851. 

15. August. 



Alth Emil Ignaz, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Mailand 28. Juli 1832, eingetr. 28. Sept. 
1 844, wurde als Lieut. m. G. zu Johann August 
Freih. v. Turszky - Inf. Nr. 62 ausgemustert. Er 
avancierte 19. Nov. 1854 zum Lieut. h.G., 6. April 
1859 zum Oberlieut. und quitt. 23. März 1865 
diese Charge ohne Beibehalt des Officiers - Cha- 
rakters. Er starb als Beamter der k. k. priv. Süd- 
bahn-Gesellschafl in Steiermark. 

Andräsffy von D6v6nyujfalu Julius, Sohn 

eines Archivars in der Cabinetskanzlei Seiner 
Majestät des Kaisers, geb. zu Wien 29. Febr. 
1832, eingetr. 11. Dec. 1844, wurde als Lieut. 
m. G. zu Julius Graf v. Strasoldo - Inf. Nr. 61 
ausgemustert, 1. April 1853 zu Liechtenstein- 
Inf. Nr. 5 transf., 1. Mai 1854 Lieut. h. G., 
21. März 1859 Oberlieut., nach Absolvierung 
der Kriegsschule 22. Mai d. J. Hauptm. 2. Cl. 
im GQMSt, 11. Juli 1859 Hauptm. 1. Cl., 1. Juni 
1865 zu König von Bayern - Inf. Nr. 5 transf., 
quitt 31. Aug. 1865 den Dienst ohne Beibehalt 
des Officiers - Charakters. Bei Ausbruch des 
Krieges 1866 bat er sofort um seine Wieder- 
eintheilung, konnte diese jedoch, weil er mittler- 
weile ohne Erfüllung der hierfür vorgeschrie- 
benen Bedingungen sich verheiratet hatte, nicht 
erlangen. Bei Errichtung der königl. ungarischen 
Landwehr aber, im Jahre 1869, in dieselbe als 
Hauptm. 1. Cl. und wirklicher Bataillons - Gom- 
mandant übernommen, wurde Andräsffy im Jahre 
187 3 Major und Districts-Commando-Adjutant, im 
October desselben Jahres zweiter Adjutant des 
Landwehr - Ober-Commandos, im Jahre 1877 
Oberstlieut. und Professor der Taktik und Stra- 
tegie am Stabsofficierscurse des Ludo vice ums, 



im Jahre 1880 Oberst, 1882 Commandant der 
80. königl. ungarischen Landwehr - Brigade und 
erhielt im April 1886 in Anerkennung seiner 
sehr erprießlichen Dienstleistung den Orden der 
Eisernen Krone 3. Classe. Am 1. Nov. 1886 
wurde Andräsffy zum Generalmajor und Com- 
mandanten der 75. königl. ungarischen Landwehr- 
Brigade, 13. April 1890 zum Commandanten des 
V. königl. ungarischen Landwehr- Dislrictes in 
Stuhl weißenburg und l.Mai 1891 zum Feldmar- 
schall - Lieut. auf diesem Dienstposten ernannt. 
Seit 2. Nov. 1893 besitzt er auch den königl. 
preuß. Kronen -Orden 2. Classe. 

Bassaraba, irrthümlich auch Bassarabic, 

Stephan, Sohn eines Grenzofficiers, geb. zu Lager- 
dorf (Sträsza) im Banale am 28. Juni 1833, kam 
am 15. Nov. 1844 in die Akademie und hatte das 
Unglück im letzten Jahrgang beim Reitunterrichte 
infolge eines Sturzes vom Pferde den rechten 
Arm, das rechte Bein und zwei Rippen zu bre- 
chen, was ihn zum Truppendienste untauglich 
machte. Er wurde daher am 8. April 1851 mit 
einer Pension jährlicher 1 50 fl. aus der Militär- 
erziehung entlassen und trat in der Militär- und 
ökonomisch -administrativen Abtheilung des Ge- 
neralcommandos zu Temesvär in Verwendung, 
wo er am 16. Juli 1854 zum Feld-Kriegs-Kanzlei- 
Adjuncten ernannt wurde. Später in die Kriegs- 
Cassabeamtenbranche übersetzt und bei derKriegs- 
Cassa in Temesvär eingetheilt, rückte hier Bas- 
saraba am 1. Sept. 1867 zum controlierenden 
Beamten vor, wurde nach Auflösung dieser Cassa 
zur Weilerführung der einschlägigen Militär-Cassa- 
geschäfte zur dortigen Landes -Hauptcassa com- 
mandiert und sodann zur Militär - Cassa in Ofen 



192 



1851. 



eingetheilt. Im Jahre 1881 erfolgte die Ernen- 
nung Bassarabas zum Controlor bei der Militär- 
Cassa in Sarajevo ; in dieser Eigenschaft machte 
derselbe 1882 die Operationen zur Bekämpfung 
der Insurrection mit und hat dadurch die Berech- 
tigung zum Tragen der Kriegs-Medaille erworben. 
Seit dem Jahre 1885 Militär - Zahlmeister und 
Vorstand der Militär - Cassa zu Sarajevo, rückte 
Bassaraba 1. Nov. 1887 zum Militär- Cassen-Di- 
rector 2. GL, 1. Nov. 1889 zum Director 1. Gl. 
vor, trat 1. Mai 1891 auf seine Bitte in den wohl- 
verdienten Ruhestand, bei welchem Anlasse ihm 
in Anerkennung seiner vieljährigen, pflichttreuen 
Dienstleistung der Ausdruck der Allerhöchsten 
Zufriedenheit bekanntgegeben und hiermit das 
Recht zum Tragen der Militär- Verdienst-Medaille 
zutheil wurde. Er lebt zu Sarajevo. 

Baumbach Edler von Kronenschwerdt Ca- 
mino, geb. zu Graz 2. April 1 833, eingetr. 25. Sept. 
1844, wurde 14. März 1848 vorzeitig als Regi- 
mentscadet zu Laval Graf Nugent-lnf. Nr. 30 aus- 
gemusteit und nahm gleich darauf an der Be- 
kämpfung der März-Revolution in Wien und später 
an der Beschießung und Einnahme von Lemberg 
thätig theil. Im December desselben Jahres mit 
seinem Bataillon auf den ungarischen Kriegs- 
schauplatz versetzt, wohnte Baumbach der Ab- 
wehrung des feindlichen Überfalles auf Eperies 
l.Jan. 1849, den Gefechten bei Margitfalva 2. und 
3. Jan., dann dem Gefechte am Braniszko 5. Febr. 
d. J. bei, wurde an letzterem Tage mit einer hal- 
ben Compagnie von der Hauptarmee abgeschnit- 
ten und konnte die Vereinigung unter immerwäh- 
render Bedrängung durch den Feind erst nach 
14 Tagen in Rima - Szombat bewerkstelligen. Er 
avancierte 28. Mai 1849 zum k. k. Cadeten, 
20. Oct. 1854 zum Lieut. m. G., 8. Mai 1859 
zum Lieut. h. G., 15. Juli 1859 zum Oberlieut., 
nahm an dem Feldzuge 1 859 in Italien theil und 
quitt, seine Charge 31. Dec. 1860 gegen zwei- 
jährige Gageabfertigung. Seither in die Dienste 
der k. k. priv. Südbahn - Gesellschaft getreten, 
wurde hier Baumbach 13. Jan. 1864 Verkehrs- 
Eleve 3. GL, 25. Jan. 1867 Eleve 2. Gl., 31. Jan. 
1869 Eleve 1. Cl. und war als solcher längere 
Zeit zu Groß-Kanizsa stationiert. Gegenwärtig ist 
Baumbach als Ober-OlficialbeimVerkehrs-Inspec- 
torate zu Graz eingetheilt. 

Beilschan von Mildenburg Adolf, geb. zu 

Prag 15. Nov. 1832, eingetr. 27. Sept. 1844, 
wurde 18. Oct. 1848 vorzeitig als Regimcntscadet 
zu Freih. v. Reisinger -Inf. Nr. 18 ausgemustert, 
12. Dec. 1849 Lieut. m. G., 1. April 1854 Lieut. 
h. G., 20. April 1859 Oberlieut., 20. Febr. 1866 
Hauptm. 2. CL, 6. Juli 1866 Hauptm. 1. Classe. 



Bellschan machte im Feldzuge 1849 die Ein- 
nahme von Bologna und die Gernierung von 
Venedig, 1859 die Küstenvertheidigung in Istrien 
und 1866 bei der Besatzung von Königgrätz 
mit. Am 1. April 1871 wurde Bellschan zeitlich 
pens., 1. April 1872 reactiviert, 1. Mai 1873 zu 
Johann Graf v. Nobili-Iuf. Nr. 74 transf. und 
erhielt am 6. Mai 1883 in Anerkennung seiner 
seit mehreren Jahren belobten, besonders eifrigen 
und erfolgreichen Truppendienstleistung in der 
Eigenschaft als Unterabtheilungs - Commandant 
das Militär - Verdienstkreuz. Am 30. April 1888 
ward er unter gleichzeitiger Übersetzung in den 
Armeestand zum Commandanten des Jfilitär- 
Filial-Invalidenhauses in Neulerchenfeld ernannt, 
1 . Nov. 1888 Major auf diesem Dienstposten und 
1 . Mai 1891 definitiv pensioniert. Er lebt in Wien. 

Biler Joseph, Sohn eines Hauptmannes, geb. 
zu Petrinja in der Militärgrenze 25. März 1833, 
eingetr. 22. Sept 1844, wurde als Lieut. m. G. 
zu Erzh. Karl-Inf. Nr. 3 ausgemustert. Am 1 6. Dec. 
1851 kam er unter gleichzeitiger Beförderung 
zum Lieut. h. G. zum Pionnier-Corps, avancierte 
daselbst 31. Mai 1854 zum Oberlieut. und starb 
als solcher 17. Juni d. J. zu Meran. 

Brodtrager Karl, Sohn eines Rittmeisters, 
geb. zu Leipnik in Mähren 28 Juni 1832, eingetr. 
20. Sept. 1844, wurde als Lieut. m. G. zu Karl 
Grafv. Civalart-UhlanenNr. 1 ausgemustert. In den 
Militär - Schematismen erscheint Brodtrager im 
Jahre 1852 als Lieut. h. G., 1854 als Oberlieut. 
im Regimente, 1856 als Rittm. 2. Cl. im Adju- 
tanten-Corps ausgewiesen, rückte im Jahre 1858 
zum Rittm. 1 . Cl. vor und machte als solcher den 
Feldzug 1859 in Italien mit. Am 27. Juni 1859 
wurde demselben für vorzügliche Leistungen seit 
dem Beginne des Feldzuges die Allerhöchste be- 
lobende Anerkennung und 15. Aug. 1859 für 
hervorragende Leistungen in der Schlacht beiSol- 
ferino und den letzten vorhergegangenen Gefech- 
ten das Militär- Verdienstkreuz zutheil. Bei Auf- 
lösung des Adjutanten - Corps ward Brodtrager 
zum Uhlanen-Reg. Franz II. König beider Sicilien 
Nr. 15 eingetheilt, verblieb jedoch in der Dienst- 
leistung bei der 1. Abtheilung des Generalcom- 
mandos zu Udine und starb 27. Jan. 1862 zu 
Venedig. 

Bucellari Marcus, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Fiume 26. März 1833, eingetr. 22.Sept. 
1844, wurde als Lieut. m. G. zu Erzh. Siegmund- 
Inf. Nr. 45 ausgemustert, 18. Mai 1854 Lieut 
h. G., 14. März 1859 Oberlieut., 2. Oct. 1864 
Hauplm 2. Cl., 1. Sept. 1805 Hauptm. 1. CL, 
1. Mai 1870 q. t. zu Erzh. Karl Ferdinand - Inf. 
Nr. 51, 1. Nov. 1876 als Major zu Alexander 



1851. 



193 



Czesarewitsch, Großfürst und Thronfolger von 
Russland - Inf. Nr. 6 1 übersetzt und starb in 
Activität am 24. Dec. 1883 in Temesvdr. 
Bucellari hat die Feldzüge 1859 in Italien, 1866 
gegen Preußen mitgemacht. 

Christianoviö Julius, geb. als Sohn eines 
Hauptmannes zu Esseg 2. April 1833, eingetr. 
27. Sept. 1844, wurde als Lieut. m. G. zu Pro- 
kop Graf v. Hartmann-Klarstein-Inf. Nr. 9 ausge- 
mustert, 1 6. Nov. d. J. zu Johann Graf v. Coro- 
nini-Cronberg-Inf. Nr. 6 transf., wo er 1. Juni 
1853 zum Lieut. h. G. und 10. März 1858 zum 
Oberlieut. vorrückte. Nach Absolvierung der 
Kriegsschule kam er 8. April 1859 alsHauptm. 
2. Gl. zum GQMSt., avancierte 22. Mai d. J. zum 
Hauptm. 1. GL, machte den Feldzug 1859 in 
Italien mit und wurde für seine Leistungen in den 
Gefechten bei Magenta undTurbigo, am 27. Juni 
1859 durch Verleihung des Militär- Verdienst- 
kreuzes ausgezeichnet. Am 16. Sept. 1860 erhielt 
Christianoviö aus Anlass der Grenzregulierung 
zwischen Dalmatien und Montenegro den ottom. 
Medschidiö-Orden 4. Gl., war im Feldzuge 1866 
in Dalmatien und erwarb sich für seine Leistungen 
während desselben die Allerhöchste belobende 
Anerkennung (zufolge AllerhöchsterEntschließung 
vom 19. Nov. 1866), hiermit auch die Berechtigung 
zum Tragen der Militär - Verdienst - Medaille. 
Am 22. Febr. 1867 wurde Christianoviö General - 
stabs-Chef bei der 23. Grenz-Truppen-Division 
und 9. Nov. 1867 Major in dieser Anstellung, 
kam später in gleicher Eigenschaft zur 4. Truppen- 
Division nach Brunn und 12. Oct. 1870 als Pro- 
fessor in den neu ins Leben gerufenen Central- 
Infanterie-Curs nach Wien. Am 1. Oct. 1872 zur 
Truppendienstleistung bei Erah. Leopold-Inf. 
Nr. 53 eingetheilt und 1. Oct. 1873 als Com- 
mandant des 87. Bataillons zu Karlstadt in die 
königl. ungarische Landwehr übersetzt, rückte 
Christianoviö 1. Nov. 1873 zum Oberstlieut. vor, 
übernahm sodann 1. Aug. 1875 das Commando 
des 80. Landwehr - Bat. in Agram und wurde 
1. Sept. 1876 in das k. k. Heer mit der 
Eintheilung bei Albert Freih. v. Knebel-Inf. Nr. 76 
rückversetzt, 12. Oct. d. J. zum Reserve-Com- 
mandanten dieses Regiments ernannt und 1 . Mai 

1877 zum Obersten befördert. Am 20. Febr. 

1878 erfolgte seine Ernennung zum Comman- 
danten des Otoöaner Infanterie-Reg. Joseph Graf 
Jellaöiö de Bufcim Nr. 79; mit diesem Regimente 
nahm Christianoviö während der Occupation 
Bosniens an den Kämpfen im Bosnathal rühm- 
lichen Theil, war dann Commandant der Siche- 
rungslruppen der Etapenlinie Brod-Vranduk und 
erhielt für seine hervorragend tapferen Leistungen 

Wr.-Neurftädter Mil.-Akad. IL 



in diesem Feldzuge den Eisernen Kronen Orden 
3. Classe. Im Juli 1880 finden wir ihn als Com- 
mandanten des Inf.-Reg. Karl Fürst von Rumä- 
nien Nr. 6, in welcher Eigenschaft er 1. April 
1881 mit dem Commandeurkreuz des königl. 
rumän. Ordens f Stern von Rumänien * decoriert 
wurde, im December 1882 als Commandanten 
der 23. Infanterie-Brigade zu Krakau, auf welchem 
Dienstposten er 1. Mai 1883 zum Generalmajor 
avancierte. Am 30. Aug. 1884 hatte Christianoviö 
das Missgeschick, gelegenheitlich einer Übung, 
einen Bruch des rechten Fußknöchels zu erleiden 
und wurde am 1. Mai 1885 mit Wartegebür be- 
urlaubt. Am 1. April 1886 rearbitriert, übernahm 
er wieder das Commando der 23. Infanterie- 
Brigade in Krakau, welches er am 1. März 1887 
mit jenem der 64. Infanterie-Brigade in Budapest 
vertauschte. Im März 1888 erfolgte seine Ernen- 
nung zum Commandanten der 25. Infanterie- 
Truppen-Division in Wien und 1 . Mai d. J. die 
Beförderung zum Feldmarschall-Lieutenant. Seit 
1889 mit dem pers. Sonnen- und Löwen-Orden 
1. Cl. ausgezeichnet, wurde er l.Nov. 1891 mit 
Wartegebür beurlaubt und lebt zu Wien. 

Czigäny de Nlmes-Perk Emerich, Sohn 

eines Majors, geb. zu Wien 9. Nov. 1832, ein- 
getr. 24. Sept. 1 844, wurde bei der Ausmusterung 
als Lieut. m. G. zu Franz Graf v. Schlik-Husaren 
Nr. 4 eingetheilt, rückte daselbst zum Lieut. h. G. 
vor und quitt. 1. Febr. 1854 den Militärdienst 
ohne Beibehalt des Officiers - Charakters. Am 
28. April 1854 trat Czigäny freiwillig als Ge- 
meiner bei Karl Prinz von Bayern-Husaren Nr. 3 
ein, rückte daselbst 29. April 1859 zum Lieut. 
m. G., 6. Mai 1859 zum Lieut. h. G., 14. Mai 
1859 zum Oberlieut. vor, kam 1. Juni d. J. zur 
1 . Zala-Egerszeger Freiwilligen-Husaren-Division, 
1. Oct. d. J. zum Freiwilligen - Husaren - Reg. 
Nr. 14, trat 31. Jan. 1863 in den Ruhestand und 
9. Aug. 1864 aus dem Armeeverbande. 

Dabic Theodor, Sohn eines Hauptmannes, 
geb. zu Dragotinja in der Banalgrenze 28. Febr. 
1833, eingetr. 27. Sept. 1844,' wurde als Lieut. 
m. G. zu Karl Freih. v. Fürstenwärther-Inf. Nr. 56 
ausgemustert und 1. Oct. 1852 zu Franz Graf v. 
Gyulai-Inf. Nr. 33 übersetzt, wo er 16. Aug. 1854 
zum Lieut. h. G. vorrückte. Nach Hörung der 
Kriegsschule am 24. Oct. 1858 zum Oberlieut. bei 
Erzh. Karl Ferdinand-Inf. Nr. 51 befördert und 
dem GQMSt. dauernd zugetheilt, kam Dabiö schon 
8. April 1859 als Hauptm. 2. Cl. definitiv in den 
GQMSt., rückte 5. Juni d. J. zum Hauptm. 1. Cl. 
vor, nahm an dem Feldzuge 1859 in Italien theil, 
wurde im Gefechte bei Palestro schwer ver- 
wundet und für seine hervorragende Tapferkeit am 

13 



194 



1851 



30. Juni d. J. durch Verleihung des Ritterkreuzes 
des Leopold-Ordens ausgezeichnet. Im Feldzuge 
1 866 warerinDalmatien ; für seine verdienstlichen 
Leistungen daselbst wurde ihm 19. Nov, 1866 
die Allerhöchste belobende Anerkennung zutheiL 
Am 28. Oct. 1 868 wurde Dabi6 Major im GQMSt. 
und Generalstabs - Chef bei der 1 7. Truppen- 
Division in Temesvär, am 1. Mai 1871 General- 
stabs-Chef bei der 18. Truppen-Division und beim 
Militärcommando in Zara, l.Mai 1872 zu Anton 
Freih. v. Mollinary-Inf. Nr. 38 mit der Bestim- 
mung zur Einrückung zum Truppendienste transf., 
1 . Mai 1874 erneuert auf seinen früheren Dienst- 
posten als Generalstabs- Chef beim 18. Infanterie- 
Truppen-Divisions- und Militärcommando in Zara 
eingetheilt, 1. Mai 1875 Oberstlieut. auf diesem 
Dienstposten. Am 3. Oct. 1875 wurde Dabiß 
mit dem fürstl. montenegr. Danilo-Orden 3. Gl. 
decoriert und starb noch in demselben Jahre. 

DadaSSOVich Gabriel von, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Katalena sirova in der Mili- 
tärgrenze 17. Juli 1832, eingetr. 27. Sept 1844, 
wurde als Lieut. m. G. zu Karl Ludwig Herzog 
vonParma-Inf.Nr.24 ausgemustert, l.Oct. 1853 
zum Lieut. h. G. befördert und trat 15. Juni 1859 
aus dem Militärverbande. 

De Bourcy Joseph, Sohn eines Oberstlieu- 
tenants, geb. zu Stuhl weißenburg in Ungarn 
18. Nov. 1832, eingetr. 4. März 1845, wurde 
als Lieut. m. G. zu Karl Freih. v. Guloz-Inf. Nr. 31 
ausgemustert und starb schon 6. Juni 1852 zu 
Lemberg. 

Del laSala Tankred, Sohn eines Registrators, 
geb. zu Mailand 15. Juni 1833, eingetr. 8. Nov. 
1843, wurde als Lieut. m. G. zu Anton Graf v. 
Kinsky-Inf. Nr. 47 ausgemustert, 16. Nov. 1854 
Lieut. h. G., 1. April 1858 pens., 1. Febr. 1859 
reactiviert und beim 47. Reg. eingetheilt, 1. April 
1 859 Oberlieut. und trat 1 . Aug. 1 864 in kaiserlich 
mexikanische Kriegsdienste. Nach Österreich zu- 
rückgekehrt, nahm Della Sala an der afrikanischen 
Expedition zur Entdeckung der Nilquellen thätig 
theil, trat in ägyptische Kriegsdienste und soll 
dort den Rang eines Generals bekleiden. 

Driquet Edler von Ehrenbruck Karl, geb. 

zu Cremona in der Lombardei 20. Mai 1832, 
eingetr. 22. Sept. 1844, wurde 27. April 1849 
vorzeitig als Gadet zu Erzh. Siegmund-Inf. Nr. 45 
ausgemustert, 30. Dec. 1850 zu Paul Freih. v. 
Ajroldi-Inf. Nr. 23 transf., 21. Juli 1854 Lieut. 
m. G. und quitt. 28. Febr. 1859 den Militär- 
dienst ohne Beibehalt des Officiers - Charakters. 
Feje>väry de Komlös-Keresztes G6za Frei- 
herr, geb. als Sohn eines Feldmarschall-Lieutenants 
zu Josefstadt in Böhmen 15. März 1833, kam 



24. Sept. 1844 in die Akademie, wurde als Lieut. 
m. G. zu Erzh. Karl -Inf. Nr. 52 ausgemustert, 
28. Dec. 1852 zum Oberlieut. bei Julius Graf v. 
Strasoldo - Graffemberg - Inf. Nr. 61, nach Absol- 
vierung der Kriegsschule aber 8. April. 1859 zum 
Hauptm. im GQMSt. befördert und machte den 
Feldzug desselben Jahres in Italien in der 
Operationskanzlei des 8. Armeecorps mit. In dem 
14 stündigen blutigen Kampfe dieses Corps bei 
Solferino am 2 4 . Juni, erbot sich Feje>vary freiwillig 
mit den 7 x / 4 Uhr morgens gegen die rechte Flanke 
der Piemontesen im Sturmschritte vorrückenden 
zwei Bataillonen von Erzh. Rainer-Inf. Nr. 59 über 
Casette gegen Ortaglia, San Martino und Contra- 
cania vorzugehen. Trotz des heftigsten, mit nicht 
zu verkennender Bravour geleisteten Widerstandes 
wurde, nach Heranziehung der Brigade Lippert und 
der halben Brigade Reichlin ins Gefecht, der 
Gegner geworfen und nach vier glücklich abge- 
schlagenen Stürmen die Positionen von San Mar- 
tino und Gontracania behauptet, worauf nach 
IOY2 Uhr vormittags, da ein weiteres Vordringen 
aus Rücksicht für den Gefechtsgang im Centrum 
nicht rathsam schien, eine längere Pause im Ge- 
fechte eintrat.Seine weiteren Angriffe durch heftiges 
Geschützfeuer vorbereitend, versuchte der Feind 
gegen 1 Uhr nachmittags in mehreren rasch auf 
einander folgenden Stürmen mit Ungestüm diese 
Stellung wieder zu erobern, wurde aber trotz 
seiner bedeutenden Übermacht immer wieder 
zurückgedrängt und das Schlachtfeld bis in die 
sinkende Nacht behauptet. Bei dem letzten um 
1 / 2 & Uhr abends unternommenen Sturme wurden 
die Piemontesen auf der Höhe von Casette noch- 
mals glänzend mit dem Bajonnette geworfen und 
dann erst über ausdrücklichen Befehl des Corps- 
Commandanten der Rückzug in vollster Ordnung 
angetreten. Während der ganzen Dauer des Ge- 
fechtes war Feje>väry bemüht, überall, wo er den 
geeigneten Moment ersah, Truppen zu sammeln, 
führte solche selbst zum Sturme vor, sorgte stets 
für günstige, rechtzeitig wirksame Placierung der 
Batterien auf dem linken Flügel des Armeecorps 
und bereitete besonders den letzten Sturm, welcher 
zur definitiven Behauptung der Position Contra- 
cania-San Marino führte, dadurch kräftigst vor, 
dass er zwei Geschütze der Cavallerie-Batterie Nr. 8 
gegen die vom Feinde stark besetzte Cascine 
Colombara placierte und ihn zwang, diese Cascine 
zu räumen. Hierdurch wurde des Gegners Absicht, 
unsere gegen Contracania vorrückenden Sturm- 
colonnen wirksam in der Flanke zu beschießen, 
vereitelt. Durch die Dringlichkeit des Momentes 
außer Stande, vom Corps -Commando die noth- 
wendigen Befehle einzuholen, säumte Feje*rväry 



1851. 



195 



nicht, Verfügungen, welche zum glücklichen Um- 
schwung des Gefechtes geboten waren, aus eigener 
Anregung zu treffen und trug, jede seiner eigenen 
Person drohende Gefahr verachtend, durch dieses 
rechtzeitige Eingreifen wesentlich zu dem Erfolge 
des Tages bei, an welchem das 8. Armeecorps 
über den weit überlegenen Gegner einen ent- 
schiedenen Sieg erfocht, das Schlachtfeld bis in 
die sinkende Nacht behauptete und so den Rück- 
zug der anderen, sich über Pozzolengo zurück- 
ziehenden Armeecorps decken konnte. Für diese 
hervorragenden Verdienste wurde ihm zufolge 
Allerhöchster Entschließung vom 17. Oct. 1859 
das Ritterkreuz des Maria Theresien-Ordens und 
5. Juni 1862 die statutenmäßige Erhebung in 
den erblichen Freiherrenstand zutheil, nachdem 
er in der Zwischenzeit — im Jahre 1860 — durch 
dieVerleihung der Kämmerers würde ausgezeichnet 
worden war. Am 1. Juli 1862 über eigenes An- 
suchen zu Johann Graf v. Coronini-Cronberg-Inf. 
Nr. 6 übersetzt, erhielt Fejärväry 1. Febr. 1864 
das Ritterkreuz des königl. sächs. Albrecht- Or- 
dens, wurde 12. Febr. 1865 Major und Flügel- 
Adjutant Seiner Majestät des Kaisers (mit der Ein- 
theilung in die Rangsevidenz des Inf. -Reg. Dom 
Miguel Nr. 39) und in dieser Dienstleistung, in 
welcher er während der Kriegsepochel 866 wieder- 
holt mit sehr schwierigen Missionen betraut war, 
9. Nov. 1867 mit demOfficierskreuze des kaiserl. 
franz. Ordens der Ehrenlegion, sowie 5. Jan. 1868 
mit dem Comthurkreuze 2. Gl. des königl. württemb. 
Friedrich - Ordens ausgezeichnet. Am 28. Oct. 
1868 rückte er als Oberstlieut. bei Erzh. Franz 
Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 32 zur Truppendienst- 
leistung ein und wurde 30. Oct. 1 870 zumReserve- 
Gommandanten bei Wilhelm Freih. v. Ramming- 
Inf. Nr. 72 zu Pressburg ernannt. Am 26. Oct. 
1872 erfolgte seine Übersetzung in denActivstand 
der königl. ungarischen Landwehr als Brigadier 
und am 1 .Nov. d. J. die Beförderung zum Obersten. 
Am 26. Dec. 1872 wurde Fej£rväry an die Seite 
des nur wenige Tage vorher zum königl. ungari- 
schen Landesvertheidigungs- Minister ernannten 
B6la Szende von Keresztes zum Staatssecretär 
berufen. Die königl. ungarische Landwehr be- 
fand sich zu jener Zeit im ersten Stadium ihrer 
Entwicklung und bedurfte zur Sicherung derselben 
eines Mannes, der diese Institution nebst dem 
eifersüchtig bewahrten nationalen Gesichtspunkte, 
auch in militärischer Beziehung auf die Höhe der 
Situation zu bringen vermochte. Alle in dieser Be- 
ziehung in ihn gesetzten Hoffnungen hatFej^rväry 
auf das glänzendste gerechtfertigt und durch sein 
richtiges Verständnis der parlamentarischen For- 
men, seine persönlichen einnehmenden Eigen- 



schaften, sowie durch seine militärische Offenheit 
bald die Sympathien auch derjenigen erworben, 
die seiner Berufung auf den schwierigen Posten 
eines Unter - Staatssecretärs ein gewisses Miss- 
trauen entgegengebracht hatten. Die Ausbildung 
der Landwehr erfolgte unter seinem energischen 
Einflüsse mit einer solchen Gründlichkeit und 
Schnelligkeit, dass diese Institution die ihr als 
wichtiger Factor der Gesammtkraft geziemende 
Stelle bald einzunehmen vermochte. Ebenso ver- 
hielt es sich mit der Regelung der inneren mili- 
tärisch-administrativen Fragen, welche durch die 
Emanierung bestimmter und correcter Dienstes- 
vorschriften in kürzester Zeit ihre Lösung fanden. 
Nach Szendes Ableben, in der kurzen Epoche der 
Wirksamkeit des, diesem nachgefolgten Ministers 
Grafen Räday, concentrierte Fejärväry seine Thätig- 
keit in der Reorganisation der Ludovica- Akade- 
mie, welche dem fühlbar gewordenen Mangel an 
brauchbaren Officieren bei der königl. ungarischen 
Landwehr abhelfen sollte. Der militärische Scharf- 
blick Fejärvärys hatte dieses Bedürfnis schon 
längst erkannt und als der neu ernannte Minister 
die Angelegenheit in die Hände nahm, fand er 
auch schon einen fertigen, wohl durchdacht aus- 
gearbeiteten Entwurf aus der Feder Fejörvärys 
vor. Seine hervorragenden Verdienste auf diesem 
Dienstposten wurden im Jahre 1875 durch die 
Verleihung des Ritterkreuzes des St. Stephans- 
Ordens, am 5. Oct. 1882 durch die Verleihung 
des Commandeurkreuzes desselben Ordens, am 
2. Nov. d. J. durch die statutenmäßige Ernennung 
zumGeheimen Rathe, dann — unter Bestätigung des 
Freiherrenstandes in Ungarn — zum Mitglied der 
Magnatentafel des ungarischen Reichstages alier- 
gnädigst gewürdigt Inzwischen erfolgte auch 
1. Mai 1878 seine Beförderung zum General- 
major, 1. Jan. 1883 zum Feldmarschall- Lieute- 
nant. Als solcher commandierte er— -unbeschadet 
seiner Dienstleistung als Staatssecretär — gelegen- 
heitlich der großen Übungen im Marchfelde im 
Herbste 1884 eine Honv6d- Armee-Truppen-Divi- 
sion. Das eigentliche Feld zur Geltendmachung 
seiner genialen Ideen, seiner wohldurchdachten 
Pläne, die Zeit zurVerwertung seiner langjährigen 
Erfahrungen eröffnete sich ihm aber erst im vollen 
Umfange, als er am 28. Oct. 1884 als königl. 
ungarischer Landesvertheidigungs-Minister in den 
Rath der Krone berufen wurde. Diese Epoche be- 
zeichnet den Wendepunkt in der Entwicklung 
der königl. ungarischen Landwehr. Auf dem gut 
vorbereiteten Boden, konnten alle jene Reformen 
schnell und sicher ins Leben gerufen werden, 
welche, insoweit es die Verhältnisse gestatteten, 
berufen waren, die königl. ungarische Land- 



13< 



196 



1851. 



wehr auf das Niveau der ersten Linie — auf das 
Niveau der Gleichberechtigung mit dem gemein- 
samen Heere zu heben. Selbst das Landesver- 
theidigungs- Ministerium — die Executive der re- 
formatorischen Ideen des Ministers — musste eine 
breitere Basis erhalten. Statt der bisherigen 1 1 Ab- 
theilungen wurden deren 1 9 systemisiert und die 
Agenden präciser eingetheilt. Die erste Schöpfung 
Fejörvärys unmittelbar nach seiner Ernennung zum 
Minister war die Organisation des Landsturmes, 
dessen Einfügung in die Wehrkraft unter den vor- 
handenen staatsrechtlichen Verhältnissen umso 
größere Sorgfalt und Takt in Anspruch nahm, 
als die constitutionellen Besorgnisse der Nation 
in jederRichtung geschont werden mussten, ohne 
die Brauchbarkeit dieser Institution zu beeinträchti- 
gen. Der unter dem unmittelbaren Einflüsse Feje>- 
värys zustande gekommene Entwurf wurde im 
Jahre 1886 — allerdings nach erbitterten parla- 
mentarischen Kämpfen, in welchen sich die über- 
zeugende Rednergabe und hervorragende parla- 
mentarische Gewandtheit des Ministers auf das 
glänzendste bewährten — zum Gesetze erhoben 
und sofort mit größter Energie durchgeführt Inner- 
halb verhältnismäßig kurzer Zeit wurde der un- 
garische Landsturm vollständig organisiert und 
bildet heute mit einem Stande von 2,222.000 
Mann einen nicht zu unterschätzenden Factor der 
gesammten Wehrkraft. Ebenso gieng die Fortent- 
wicklung der Landwehr mit Riesenschritten vor- 
wärts. Die Organisation der Fußtruppen unterlag 
in den Jahren 1886, 1889 und 1890, die Organi- 
sation der Gavallerie in den Jahren 1889 und 
1890 durchgreifenden und vorteilhaften Ver- 
änderungen; die Ausbildung erreichte in den ver- 
schiedenen Schulen, insbesondere in der Ludovica- 
Akademie einen so hohen Grad, dass die Übun- 
gen der Landwehr nicht nur die Aufmerksamkeit 
des Auslandes auf sich zogen, sondern auch die An- 
erkennung des Allerhöchsten Kriegsherrn fanden. 
Die Ausrüstung der Landwehr ist vollständig be- 
endet, die Schlagfertigkeit derselben gewähr- 
leistet. Aber auch die Wehrkraft im allgemeinen 
und als deren erster und wichtigster Theil die 
gemeinsame Armee hat in Fej£rväry einen eben- 
so warmen Fürsprecher gefunden, als die von 
ihm directe geleitete Institution der Landwehr, 
wovon die Gesetzartikel VI vom Jahre 1889 und 
V vom Jahre 1890 ein beredtes Zeugnis geben. 
Mit diesen zwei Gesetzartikeln ist das Gebäude, 
an welchem FejeVvary jahrelang unermüdet gear- 
beitet, unter Dach gebracht worden. In Würdigung 
dieser Verdienste wurden ihm auch immer neue 
Anerkennungen des Obersten Kriegsherrn zutheil. 
So wurde er am 25. April 1887 zum Inhaber des 



Inf. -Reg. Nr. 46 ernannt und in demselben Jahre 
mit dem Orden der Eisernen Krone 1. Cl. aus- 
gezeichnet. Am I.Mai 1890 wurde Fejerväry zum 
Feldzeugmeister ernannt und verblieb auch ferner 
auf seinem Dienstposten als königl. ungarischer 
Landesvertheidigungs- Minister. Er besitzt auch 
das Großkreuz des königl. serb. Tako wo - Ordens, 
sowie (seit 2. Nov. 1893) des königl. preuß. 
Rothen Adler-Ordens und ist seit dem Jahre 1885 
Abgeordneter des ungarischen Reichstages. Fejer- 
väry ist seit 31. Juli 1862 mit Charlotte, des 
14. Juni 1880 zu Wien verstorbenen Gutsbesitzers 
Gustav Biedermann von Uszögh und Mosgö 
Tochter, vermählt, welcher Ehe vier Kinder ent- 
stammen, und zwar: 1 .Gisela, geb. 22. Oct. 1863 
(vermählt mit Franz Freiherrn von Gerliczy); 
2. Imre, geb. 20. Febr. 1866, Lieut. im königl. 
ungarischen 2. Landwehr-Husaren-Reg. ; 3. Olga, 
geb. 7. Aug. 1867 und 4. Irma, geb. 10. Mai 
1869. 

Finsterschott Karl, Sohn eines Rittmeisters, 
geb. zu Halbthurn (F£ltorony) in Ungarn 9. Juni 
1833, eingetr. 28. Sept. 1844, wurde als Lieut 
m. G. zu Franz Graf v. Gyulai - Inf. Nr. 33 aus- 
gemustert, 1. Sept. 1854 zum Lieut. h. G., 6. März 
1859 zum Oberlieut, 1. Mai 1865 zum Hauptm. 

2. Gl. befördert, machte den Feldzug 1859 in 
Italien mit und ist 5. April 1866 gestorben. 

Födransperg Franz Ritter von, Sohn des 

3. April 1862 zu Cherso in Istrien verstorbenen 
Bezirkshauptmannes Ferdinand Maria Ritter (Fö- 
dran) von Födransperg, aus dessen Ehe mit Maria 
Antonia, geb.Cergna, war zu Gradisca 8. Nov. 1 833 
geboren, kam 16. März 1844 in die Akademie und 
verließ dieselbe 17. Mai 1848, um sich der Han- 
delsmarine zu widmen. Im Jahre 1864 war er 
Gapitän eines Handelsschiffes und gieng mit dem- 
selben während eines Seesturmes auf der Fahrt 
von Gardif nach Alexandria zugrunde. Er war 
unverehelicht. Födransperg entstammt der ersten, 
von dessen obbezeichneten Vater gestifteten Linie 
dieses krainerischen Geschlechtes, aus welchem 
der k. k. Postmeister und Besitzer der landtäf- 
lichen Güter Weinekh, Matscherolhof und Schem- 
nitz in Krain, Gregor Födran, mit Diplom vom 
3. Aug. 1768 mit dem Prädicate „von Födrans- 
perg" in den österreichischen Adelstand und mit 
Diplom vom 3. Aug. 1778 in den österreichischen 
Ritterstand erhoben wurde, worauf sich die Fami- 
lie nach dem erworbenen Prädicate lediglich „von 
Födransperg* nannte. 

Frank Alexander, geb. zu Mainz 11. März 
1833, eingetr. 22. Sept. 1844, wurde 18. Oct. 
1848 vorzeitig als Regimentscadet zum 6. Jäger- 
Bat. ausgemustert, 10. Oct. 1849 zu Gonstantin 



1851. 



197 



Großfürst von Russland-Inf. Nr. 1 8 Iransf., 13. Oct. 
d. J. Lieut. m. G., 1. Oct. 1856 Lieut. h.G., 1. Mai 
1859 Oberlieut., 31. Jan. 1861 pens., war dann 
Beamter der Westbahn und starb 9. Aug. 1891 
zu Wien. 

Friess Rudolf Rilter von, Sohn eines Guts- 
besitzers und Landstandes, geb. zu Graz 7. Febr. 
1834, kam 20. Sept. 1844 in die Akademie, wurde 
als Lieut. m. G. zu Erzh. Ferdinand d'Este - Inf. 
Nr. 26 ausgemustert, 16. April 1854 Lieut. h. G., 
12. April 1859 Oberlieut., nach Absolvierung 
der Kriegsschule 11. Juli d. J. Hauptm. 2. Gl. 
im GQMSt., 1. Juni 1860 q. t. zum 14. Jäger- 
Bat. transf., 23. Jan. 1 864 Hauptm. 1 . GL, 1 . Febr. 
d. J. zum 21., 5. Juni 1866 zum combinierten 
37., 16. Aug. 1866 zum 29., 1. Mai 1869 end- 
lich zum 27. Jäger-Bat. transferiert. Friess machte 
die Feldzüge 1859 und 1866 in Italien, dann die 
Bekämpfung des dalmatinischen Aufstandes im 
Jahre 1869 mit und erwarb sich 18. Juli 1866 
für seine Verdienste in der Schlacht bei Gustoza 
das Militär -Verdienstkreuz, ebenso wie 15. Jan. 
1870 für seine hervorragend tapferen Leistungen 
bei den militärischen Operationen in Dalmatien 
den Ausdruck der Allerhöchsten belobenden An- 
erkennung und infolge dessen die Berechtigung 
zum Tragen der im Jahre 1890 neu gestifteten 
Mi litär- Verdienst- Medaille am Bande des Militär- 
Verdienstkreuzes. Am 1. Nov. 1875 erfolgte seine 
Beförderung zum Major bei Joseph Freih. v.Philip- 
povicMnf. Nr. 35, 1. Mai 1880 zum Oberstlieut. 
im Regimente, 16. d. M. seine Transferierung 
zu Erzh. Siegmund-Inf. Nr. 45. Am 1. Mai 1884 
wurde Friess Oberst, 29. März 1885 Regiments- 
Gommandant, 16. Oct. 1889 Commandant der 
57. Infanterie-Brigade und 1. Mai 1890 General- 
major, trat 1. Mai 1891 auf sein Ansuchen in den 
Ruhestand und lebt zu Graz. 

Frivisz von Werthersheim Joseph, geb. zu 

Ragusa 3. Aug. 1833, eingetr. 27. Sept. 1844, 
wurde 18. Oct. 1848 vorzeitig als Regiments- 
cadet zu Anton Graf v. Kinsky-Inf. Nr. 47 aus- 
gemustert, avancierte daselbst bis zum Lieut. h.G. 
und quitt, im Jahre 1856 den Militärdienst ohne 
Beibehalt des Officiers-Charakters. Im Jahre 1859 
als Gemeiner zu Kronprinz Erzh. Rudolf-Inf. 
Nr. 19 freiwillig assentiert, wurde Frivisz aber- 
mals Lieut., 1. Aug. 1862 zeitlich pens. und trat 
später aus dem Armeeverbande. Seither wendete 
sich Frivisz dem technischen Eisenbahndienste zu 
und steht gegenwärtig im Dienste der königl. 
ungarischen Staats-Eisenbahnen im Bereiche der 
Verkehrsleitung zu Fiume bei der Ingenieur- 
Seclion in Ogulin in Verwendung. 



FUrstenwärther Burgsasse zu Odenbach 

Franz Reichsfreiherr von, Sohn des 30. Sept. 1841 
verstorbenen Majors Ludwig Reichsfreiherrn 
von Fürstenwärther, geb. zu Brunn l.Aprill833, 
eingetr. 27. Sept. 1844, wurde als Lieut. m. G. 
zu Gustav Wilhelm Prinz zu Hohenlohe-Langen- 
burg-Inf. Nr. 17 ausgemustert, 1. Aug. 1853 zu 
Wilhelm Prinz von Preußen- Inf. Nr. 34 transf., 
7. März 1854 Lieut. h.G., 18.Juli 1855 Oberlieut., 
15. Aug. d. J. zu Karl Freih. v. Fürstenwärther- 
Inf. Nr. 56 transf., 25. Dec. 1862 Hauptm. 2. GL, 
12. Mai 1866 Hauptm. l.Glasse. Fürstenwärther 
machte 1859 den Feldzug in Italien, 1866 jenen 
gegen Preußen mit und gerieth bei Skalitz 
(27. Juni) in preußische Kriegsgefangenschaft, 
aus welcher er 1 1. Sept. 1866 zurückkehrte. Für 
sein Verhalten in diesem Feldzuge wurde ihm 
3. Oct. 1866 die Allerhöchste belobende Aner- 
kennung zutheil. Er starb 10. Jan. 1868 zu Wien, 
über Ursprung und Abstammung, sowie Standes- 
erhöhungen dieses Geschlechtes vergl. Anton 
Reichsfreiherr von Fürstenwärther, Burgsasse zu 
Odenbach, Ausmusterungsjahrg. 1830. 

Hampel von Waffenthal Maximilian, Sohn 
eines Oberstlieutenants, geb. zu Josefstadt in 
Böhmen 16. April 1833, eingetr. 19. Sept. 1844, 
wurde als k. k. Gadet zu Ivan Fedorowitsch Graf 
von Paskiewitsch, Fürst von Warschau-Inf. Nr. 37 
ausgemustert, wo er 16. Febr. 1853 zum Lieut. 
m. G. und 1. Aug. 1854 zum Lieut. h. G. vor- 
rückte. Am 1. Sept. 1857 kam Hampel als Ober- 
lieut. ins Adjutanten-Corps, wurde hier 1. Jan. 
1859 Riltm. 2. Gl., 28. Juni d. J. Rittm. 1. Gl. 
und machte den Feldzug 1859 in Italien mit. 
Bei Auflösung des Adjutanten-Corps kam Hampel 
in die Rangsevidenz und 1. Mai 1863 definitiv 
in den Stand des Inf.-Reg. Franz Freih. v. Paum- 
gartten Nr. 76 und wurde 1. Juni d. J. zu Erzh. 
Siegmund-Inf. Nr. 45, 1. Nov. d. J. aber zu Franz 
Freih. v.Gorizzutti-Inf. Nr. 56 transferiert. Mit dem 
letztgenannten Regimente machte Hampel den 
Feldzug 1866 gegen Preußen mit und trat 7. Mai 
1867 aus dem Armeeverbande. Seither war 
Hampel als provisorischer Beamter bei der k. k. 
priv. österreichischen Staatsbahn verwendet und 
seit 15. Mai 1869 bei der k. k. Sicherheitswache 
in Wien, rückte hier zum Polizeiofficial vor, war 
als solcher bis zum Jahre 1892 Leiter der Poli- 
zeiexpositur in Penzing und ist seither Grenz- 
Polizeicommissär in Braunau. 

Hopels Johann, Sohn eines Lieutenants, 
geb. zu St. Veit in Steiermark 27. Sept. 1832, 
eingetr. 6. Oct. 1844, wurde als Lieut. m. G. zu 
Friedrich Freih. v. Bianchi-Inf. Nr. 63 (gegen- 
wärtig Nr. 55) ausgemustert, 15. Juli 1851 Lieul. 



198 



1851. 



h. G., 6. April 1859 Oberlieut., 24. Febr. 1864 
Hauptm. 2. GL, 1. Mai 1866 Hauptm. 1. Gl. 
und erhielt für seine verdienstvollen Leistungen 
in dem italienischen Feldzuge 1859 das Militär- 
Verdienstkreuz. Infolge der vor dem Feinde er- 
haltenen schweren Verwundung erhielt Hopels 
bei seiner 15. Jan. 1870 erfolgten Übernahme 
in den bleibenden Ruhestand den Charakter und 
die Pension eines Majors mit Zuzählung von zehn 
Jahren zur anrechnungsfähigen Dienstzeit. Er 
starb am 29. Juni 1877 zu Graz. 

JUngFing Johann, Sohn eines Obersten, geb. 
zu K6zdi-Väsärhely 13.Dec. 1832, eingetr. 1 .Oct. 
1844, wurde 31. Oct. 1847 wegen anhaltender 
Kränklichkeit aus der Militärerziehung entlassen. 
Nach Wiederherstellung seiner Gesundheit trat 
Jüngling als Regimentscadet des 2. Szäkler 
Grenz-Inf.-Reg. Nr. 15 in Militärdienste und ver- 
ließ dieselben wieder nach zwei Jahren, um 
sich dem Civil-Staatsdienste zu widmen. Am 
29. Juni 1850 als provisorischer Goncipist beim 
k. k. Bezirksamte zu Szepsi-Szent-György be- 
dienstet, rückte er 15. Nov. 1854 zum Actuar 
beim k. k. Bezirksamte zu K6zdi-Väsärhely vor, 
wurde bei Auflösung dieser Behörde 18. Mai 
1861 in Disponibilität versetzt und anfänglich 
dem Stuhl-Officialate zu Szepsi-Szent-György als 
substituierter Obernotär, später aber dem königl. 
siebenbürgischen Landes-Gubernium zur Dienst- 
leistung zugetheilt und daselbst 17. Jan. 1867 
als Gubernialconcipist definitiv angestellt. Seit 
3. Mai 1869 war Jüngling Ministerialconcipist 
bei der Expositur des königl. ungarischen Landes- 
vertheidigungs - Ministeriums zu Klausenburg, 
wurde bei Auflösung dieser Expositur in gleicher 
Eigenschaft zum königl. ungarischen Landes- 
vertheidigungs-Ministerium in Budapest einbe- 
rufen, woselbst er am 26. Juli 1876 zum 
Ministerialsecretär, am 9. März 1884 zum 
Ministerial-Sectionsrathe vorrückte, und ihm 
schließlich mit der Allerhöchsten Entschließung 
vom 15. Juli 1890, bei taxfreier Verleihung des 
Titels eines Ministerialrathes, die von demselben 
erbetene Übernahme in den wohlverdienten Ruhe- 
stand allergnädigst bewilligt wurde. In Anerkennung 
seiner langen und hervorragenden Dienstleistung 
erhielt Jüngling bereits mit der Allerhöchsten 
Entschließung vom 4. Mai 1886 taxfrei den 
Orden der Eisernen Krone 3. Glasse. Er lebt zu 
Budapest. 

Kämpf Joseph, geb. zu Budweis in Böhmen 
20. Febr. 1833, eingetr. 29. Sept. 1844, wurde 
bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. zu Emil 
Prinz von Hessen und bei Rhein-Inf. Nr. 54 ein- 
getheilt, 16. Nov. 1851 zu Hannibal Friedrich 



Fürst von Thurn und Taxislnf. Nr. 50 transf., 
20. Juli 1854 Lieut. h.G., 24. April 1859 Ober- 
heut., 1. April 1866 Hauptm. 2. Gl., 29. Juni 
d. J. Hauptm. 1. Gl. und machte den Feldzug 
desselben Jahres in Italien mit. Am 1. Mai 1877 
wurde Kämpf zum Major bei Ludwig II. König 
von Bayern-Inf. Nr. 5 befördert, 1. Sept. d. J. 
zu Erzh. Joseph-Inf. Nr. 37 transf., später mit 
Wartegebür beurlaubt, nach der mit 4. Oct. 1879 
erfolgten Einbringung in den Dienststand bei 
Anton Freih. v. Mollinary-Inf. Nr. 38 eingetheilt 
und diente daselbst bis zum Jahre 1880. 

Kantz Friedrich von, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Graz 21. März 1833, kam 
18. Oct. 1844 in die Akademie und trat 16. April 
1849 aus der Militärerziehung. Sein weiterer 
Lebenslauf konnte nicht ermittelt werden. 

Katzenberger Edler von Katzenberg Fer- 
dinand, Sohn eines Oberstlieutenants, geb. zu 
Venedig 29. Jan. 1833, eingetr. 26. Sept. 1844, 
wurde als k. k. Gadet zu Menrad Freih. v. Geppert- 
Inf. Nr. 43 ausgemustert, 1. Juni 1852 Lieut. 
m. G., 6. Aug. 1854 Lieut. h. G., 12. April 1859 
Oberlieut., 1. Febr. 1860 zu Franz Freih. v. 
Paumgartten-Inf. Nr. 76 transf., 1. Aug. 1865 
Hauptm. 2. GL, machte die Feldzüge 1859 und 
1866 in Italien mit und ist 10. Juli 1866 zu 
Verona an den Folgen einer bei Custoza (24. Juni 
1866) erhaltenen schweren Verwundung ge- 
storben. 

Kofier von Nordwende Heinrich, geb. zu 

Salzburg 2. Febr. 1833, eingetr. 25. Sept. 1844, 
wurde 14. Juni 1850 vorzeitig als Regiments- 
cadet zu Baden-Inf. Nr. 59 ausgemustert, 1 6. Mai 
1859 Lieut. m. G., 30. Juni 1859 Lieut h. G., 
30. April 1 866 Oberlieut, machte die Feldzüge 
1859 in Italien, 1866 in Südtirol mit und erhielt 
23. Juli 1859 nachträglich für seine hervorragend 
tapferen Leistungen bei Montebello (20. Mai) die 
silberne Tapferkeits-Medaille 1. Glasse. Mit 1. Mai 
1876 zum Hauptm. 2. GL, 1. Mai 1878 zum 
Hauptm. 1. Gl. befördert, wurde er 1. Jan. 1883 
zum Inf. -Reg. Nr. 97 transf. und diente daselbst 
bis zum Jahre 1885. 

Kohl Edler von Kohlenegg Edgar, geb. zu 

Wien 19. Oct. 1833, eingetr. 20. Oct. 1844, 
wurde bei der Ausmusterung als Lieut. m. G. zu 
Arthur Herzog von Wellington -Inf. Nr. 42 ein- 
getheilt, 12. Juli 1854 Lieut. h. G., 1. Juni 1855 
Oberheut, bei Karl Freih. v. Culoz-Inf. Nr. 31, 
nach Absolvierung der Kriegsschule 10. Juli 
1859 Hauptm. 2. Gl. im GQMSt, 1. Dec. 1862 zu 
Erzh. Franz Ferdinand d'Este-Inf. Nr. 32 transf., 
13. Mai 1866 Hauptm. 1. Glasse. Er machte den 
Feldzug 1859 in Italien, 1864 gegen Dänemark 



1851. 



109 



und 1866 gegen Preußen mit, wurde bei König- 
grätz sehr schwer verwundet und erhielt für 
sein ausgezeichnetes Benehmen vor dem Feinde 
im Feldzuge 1859 das Militär- Verdienstkreuz, im 
Feldzuge 1866 den Eisernen Kronen-Orden 
3. Glasse. Am 1. Mai 1870 trat Kohl in den 
Ruhestand, erhielt 5. Mai 1870 den Majors- 
Charakter und wurde mit Allerhöchster Ent- 
Schließung vom 14. Juni d. J. bei Übersetzung 
in die nichtactive k. k. Landwehr als Major zum 
Commandanten des niederösterreichischen Land- 
wehr-Bat. St. Polten Nr. 3 ernannt, in welcher 
Eigenschaft er bis zu der am 25. Juli 1872 er- 
folgten Eintheilung in die „ Evidenz" seines 
Bataillons verblieb. Er lebt zu Wien. 

Könczöl de Csajta Adolf, Sohn eines 
Oberstlieutenants, geb. zu Meschen in Sieben- 
bürgen 18. Dec. 1833, eingetr. 1. Oct. 1844, 
wurde 24. Juni 1850 vorzeitig als Regiments- 
cadet zu Erzh. Karl Ferdinand-Inf. Nr. 51 aus- 
gemustert, rückte 1. Oct. 1852 zum Lieut. m. G M 
22. Aug. 1854 zum Lieut. h. G. vor, wurde im 
Jahre 1857 q. t. zu Erzh. Johann-Drag. Nr. 1 
transf., quitt, im Jahre 1859 den Militärdienst 
ohne Beibehält des Officiers-Charakters und hat 
seither die k. k. österreichischen Staaten ver- 
lassen. 

Kopal Karl Freiherr von, Sohn des infolge 
schwerer Verwundung bei Erstürmung des Monte 
Berico 17. Juni 1848 verstorbenen Obersten und 
Commandanten des 10. Feldjäger-Bat. Karl von 
Kopal, aus dessen Ehe mit Therese Freiin von 
Spiegl, geb. zu Eger in Böhmen 8. Dec. 1833, 
eingetr. 17. Sept. 1844, wurde als Lieut m. G. 
zu Karl Fürst zu Schwarzenberg-Inf. Nr. 19 aus- 
gemustert, 1. Sept. 1853 Lieut. h. G. imFlotillen- 
Corps, 1. Dec. 1855 zum Tiroler Kaiser -Jäger- 
Reg. transf., 1. Juni 1859 Hauptm. 2. Cl. im 
krainerisch - küstenländischen Freiwilligen - Bat., 
13. Juni 1859 zum mährischen Schützen-Bat.* 
1. Oct. 1859 zum 20. Jäger-Bat. transf., 
30. März 1861 Hauptm. 1. Gasse. Er machte die 
Feldzüge 1859 in Italien und 1866 gegen 
Preußen mit. Am 1. Dec. 1870 wurde Kopal zum 
28. Jäger-Bat. übersetzt, 1. Nov. 1872 Major beim 
Tiroler Kaiser-Jäger-Reg., 1. Nov. 1877 Oberst- 
lieut. bei Joseph Freih. v. Weber-Inf. Nr. 22, 
1. Oct. 1878 mit Wartegebür beurlaubt, 9. Mai 

1879 in den Dienststand eingebracht und zu Franz 
Freih. v. Philippoviö-Inf. Nr. 70 transf., am 5. Sept. 

1880 zum Reserve-Commandanten bei Constan- 
tin Großfürst von Russland-Inf. Nr. 1 8 ernannt. 
Am 13. Aug. 1882 erfolgte seine Berufung zur 
Dienstleistung bei Seiner k. und k. Hoheit dem 
Erzherzog Heinrich, 1. Nov. d. J. die Beförde- 



rung zum Obersten im Armeestande auf diesem 
Dienstposten, auf welchem ihm 26. Oct. 1891 
der Generalmajors-Charakter ad honores ver- 
liehen wurde. Anlässlich der, nach dem 30. Nov. 
1891 erfolgten Ableben Seiner k. und k. Hoheit 
des Erzherzogs Heinrich, auf sein Ansuchen mit 

I. Mai 1892 erfolgten Übernahme in den Ruhe- 
stand wurde ihm in Anerkennung seiner langen, 
im Kriege und im Frieden bewährten Dienst- 
leistung der Orden der Eisernen Krone 3. Cl. ver- 
liehen. Er lebt zu Bozen in Tirol. Kopal ist seit 
18. Sept. 1876 mit Maria Freiin Hippoliti von 
Paradiso und Montebello vermählt, welcher Ehe 
eine Tochter entstammt. Er wurde nach dem 
Tode seines Vaters, welchem nachträglich der 
Maria Theresien-Orden zuerkannt ward, gleich- 
zeitig mit seinen Geschwistern mit Diplom vom 

II. Jan. 1852 in den Freiherrenstand erhoben. 

Korwin Emanuel Ritter von, Sohn eines 
Oberlieutenants, geb. zu Skala in Galizien am 

7. Dec. 1832, kam am 26. Sept. 1844 in die 
Akademie, wurde bei der Ausmusterung als 
Lieut. m. G. zu Erzh. Stephan-Inf. Nr. 58 einge- 
theilt und rückte hier 12. Nov. 1854 zum Lieut. 
h. G. vor. Nach Absolvierung der Kriegsschule 
wurde er 6. Nov. 1855 zum Oberlieut. bei Lud- 
wig III. Großherzog von Hessen-Inf. Nr. 1 4 beför- 
dert, dem GQMSt. dauernd zugetheilt und vorerst 
zwei Jahre bei der Militär-Mappierung in der 
Wallachei und in Ungarn, später — inzwischen 

8. Sept. 1857 zum Hauptm. 2. CL, 8. April 
1859 zum Hauptm. 1. Cl. im GQMSt. befördert 
— beim Generalcommando in Agram verwen- 
det, wo er während der Kriegsepoche 1859 mit 
der Leitung der operativen Geschäfte betraut 
war. Im Jahre 1860 kam Korwin zu der in 
Brod an der Save aufgestellten Truppen-Division, 
nach deren Auflösung zur Landesbeschreibung 
in Croatien, im Frühjahre 1863 zum 8., dann 
zum 7. Armeecorps in Italien. Am 9. Mai 1866 
zum Major im Corps vorgerückt, machte Korwin 
den Feldzug 1866 in Italien als Sous-Chef der 
Generalstabs-Abtheilung des 7. Armeecorps mit 
und erwarb sich als solcher für seine besondere 
Tapferkeit in der Schlacht bei Custoza — 
24. Juni 1866 — am 18. Juli 1866 den Eisernen 
Kronen-Orden 3. Cl., welcher Auszeichnung 
26. Oct. 1867 die statutenmäßige Erhebung in 
den Ritterstand folgte. Später wurde Korwin bei 
der Grenzregulierungs - Commission zwischen 
Osterreich und Italien verwendet und es wurde 
ihm für die verdienstlichen Leistungen in dieser 
Eigenschaft 28. Febr. 1868 die Allerhöchste 
belobende Anerkennung, 4. April d. J. aber das 
Officierskreuz des ital. St. Mauritius- und Lazarus- 



200 



1851. 



Ordens zutheil. Am 23. April 1869 rückte 
Korwin zum Oberstlieut. vor und verblieb auf dem 
seit Jan. 1868 eingenommenen Posten alsGeneral- 
stabs-Chef bei der 7. Truppen-Division zuTriest 
bis zu seiner 1. Mai 1871 erfolgten Übersetzung 
zur Truppendienstleistung bei Ernst Ritt. v. Har- 
tung-Inf. Nr. 47. Am 1. Nov. 1873 als General- 
stabs-Chef des 8. Infanterie-Truppen-Divisions- 
und Militärcommandos in Innsbruck zur Gene- 
ralstabsdienstleistung wieder herangezogen, traf 
ihn 1. Mai 1875 die Beförderung zum Obersten 
im Corps und am 20. März 1879 die Ernennung 
zum Gommandanten der 59. Infanterie-Brigade 
in Gzernowitz, in welcher Eigenschaft er am 
1. Nov. 1879 zum Generalmajor avancierte. Am 
12. März 1884 wurde Korwin Gommandant der 
16. Infanterie -Truppen -Division in Pressburg, 
1. Nov. 1884 Feldmarschall - Lieutenant. Am 
10. Aug. 1886 erfolgte seine Übersetzung in glei- 
cher Eigenschaft zur 36. Infanterie-Truppen-Divi- 
sion in Agram. Mit der Leitung der k. k. Ofß- 
ciersmission beauftragt, welche den Corps- 
Manövern der königl. italienischen Truppen Ende 
August und Anfang September 1887 in der Ge- 
gend zwischen Bologna und Piacenza beizuwoh- 
nen hatte, wurde er am Schlüsse der Manöver 
von Seiner Majestät dem Könige von Italien mit dem 
Großkreuze des Ordens der italienischen Krone 
ausgezeichnet. Im October 1889 als Comman- 
dant der 31. Infanterie-Truppen-Division nach 
Budapest übersetzt, konnte er wegen geschwäch- 
ten Sehvermögens diesen Posten nicht mehr an- 
treten, und sah sich gezwungen, um seine Über- 
setzung in den Urlauberstand einzuschreiten. 
Mit Allerhöchster Entschließung vom 29. Nov. 
1889 geruhte Seine kaiserl. und königl. Aposto- 
lische Majestät die Beurlaubung Korwins auf 
seine Bitte und unter Vorbehalt seiner Wieder- 
verwendung im Bedarfsfalle, mit Wartegebür 
anzuordnen und demselben bei diesem Anlasse 
in Anerkennung seiner langen, stets sehr er- 
sprießlichen und vor dem Feinde ausgezeich- 
neten Dienste das Commandeurkreuz des 
Leopold-Ordens taxfrei zu verleihen. Er lebt zu 
Agram. 

Kraiatz Hugo Edler von, Sohn eines Haupt- 
mannes, geb. zu Wien 23. Nov. 1832, eingetr. 
18. Sept. 1844, wurde als Lieut. m. G. zu Lud- 
wig III. Großherzog von Hessen-Inf. Nr. 14 
ausgemustert. Am 1. Nov. 1851 kam er zu 
Eugen Graf v. Haugwitz-Inf. Nr. 38, avancierte 
daselbst 1. Jan. 1856 zum Lieut. h. G., 24. April 
1859 zum Oberlieut., nach Absolvierung der 
Kriegsschule 15. Juni d. J. zum Hauptm. 2. Cl. 
beim GQMSt., wurde 1. Oct. 1861 zu Erzh. Rainer- 



Inf.Nr.59 transf. und quitt, seine Charge 16. März 
1863 ohne Beibehalt des Officiers - Charakters. 
Im Feldzuge 1866 diente Kraiatz als Lieut. bei 
Stephan Freih. v. Wernhardt-Inf. Nr. 16, trat aber 
schon 1. März 1868 in den Ruhestand, 3. April 
1 869 aus dem Armeeverbande und starb in Graz. 

Kräutner von Thatenburg Ferdinand Frei- 
herr, Sohn des 26. Sept. 1858 zu Gmunden 
verstorbenen Feldmarschall -Lieutenants David 
Freiherrn Kräutner von Thatenburg, geb. zu 
Hermannstadt 23. Jan. 1833, eingetr. 21. Sept. 
1844, wurde als Lieut. m. G. zu Erzh. Maximi- 
lian-Uhlanen Nr. 8 ausgemustert, 22. Febr. 1854 
Oberlieut., 1. April 1860 zu Erzh. Albrecht-Inf. 
Nr. 44 transf., 6. Sept. 1862 Hauptm. 2. CL, 
20. Aug. 1864 Hauptm. 1. CL, 1. Jan. 1870 zeit- 
lich pensioniert. Am 1. Juli 1870 wurde Kräutner 
reactiviert und bei Alexander Czesarewitsch, 
Großfürst und Thronfolger von Russland-Inf. 
Nr. 61 eingetheilt, 15. Oct. 1871 zu Erzh. Fer- 
dinand d'Este-Inf. Nr. 32 transf., 1. Nov. 1875 
zum Major im Regimente befördert, nahm im 
Jahre 1878 an den Operationen während der 
Occupation Bosniens und der Hercegovina 
rühmlichst theil und ward mit Allerhöchster 
Entschließung vom 3. Dec. 1878 in Anerken- 
nung hervorragend tapferer und sonst verdienst- 
licher Leistungen in diesem Feldzuge durch Ver- 
leihung des Militär- Verdienstkreuzes ausgezeich- 
net. Mit 21. Sept. 1879 zu Wilhelm Freih. v. Ale- 
mann-Inf. Nr. 43 transf., wurde Kräutner 1. Nov. 
1880 zum Oberstlieut. bei Friedrich Wilhelm 
Ludwig Großherzog von Baden-lnf. Nr. 50 be- 
fördert, trat 1. Mai 1882 als invalid in den 
Ruhestand und lebt seither zu Wien. 

Kurz Karl Ritter von, geb. 14. Sept 1832 
zu Brunn, wo sein Vater damals als Hauptmann 
bei Erzh. Karl-Inf. Nr. 3 diente — kam 26. Sept. 
1844 in die Akademie und wurde bei der Aus- 
musterung als Lieut. zu Julius Freih. v. Haynau- 
Inf. Nr. 57 eingetheilt, wo er 26. Mai 1854 zum 
Lieut. h. G. und 9. Mai 1859 zum Oberlieut. vor- 
rückte. Vom Jahre 1854 bis 1859 als Bataillons- 
Adjulant verwendet, wurde er anfangs desselben 
Jahres Regiments- Adjutant und machte al