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Full text of "Egils saga Skallagrímssonar nebst den Grösseren gedichten Egils"

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COLLECTION 




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ALTNORDISCHE 

SA&A-BIBLIOTIEK 



HERAUSGEGEBEN 



VON 



GUSTAF CEDERSCHIÖLD 
HUGO GERING und EUGEN MOGK 



HEFT 3 

EGILS SAGA SKALLAGRIMSSONAR 
NEBST DEN GRÖSSEREN GEDICHTEN EGILS 



ZWEITE NEU BEARBEITETE AUFLAGE 




HALLE (SAALE) 

VERLAG VON MAX NIEMEYER 

1924 



EG-ILS SAGA 
SKALIA&RIISSONAR 

NEBST DEN 

GRÖSSEREN GEDICHTEN EGILS 



HERAUSGEGEBEN 



VON 



FINNÜR JONSSON 



ZWEITE NEU BEARBEITETE AUFLAGE 




HALLE (SAALE) 
VERLAG VON MAX NIEMEYER 

1924 



Digitized by the Internet Archive 

in 2011 with funding from 

University of Ottawa 



http://www.archive.org/details/egilssagaskallaOOfinn 



Inhaltsverzeichnis. 



Seite 

Einleitung: 

I. Die isl. geschichtsschreibnng I 

IL Egill und seine familie XII 

III. Glaubwürdigkeit, konipositlon und stil XIX 

IV. Die handschriften XXXVI 

V. Die gröfseren gediente Egils XXXIX 

VI. Ausgaben XLI 

Egils saga Skallagrimssonar: 

kap. 1. Kveldülfs geschlecht und familie 1 

., 2. Olvir hnüfas liebe 4 

„ 3. Die Unterwerfung Norwegens 5 

,, 4. Fortsetzung 10 

„ 5. König Haraldr und Kveldülfr 15 

6. König Haraldr und I>6r61fr 18 

,, 7. Die söhne der Hildiriftr 20 

„ 8. hörölfr und BärÖr beim köcige .... 25 

,, 9. Die schlacht im Hafrsfjord usw 29 

„ 10. frör61fs erste reise nach Finnmarken 35 

„ 11. König Haraldr als gast Pörölfs 37 

„ 12. Die HildiriÖssöhne verleumden lV>r61fr 39 

,, 13. torgils bringt dem könige den tribut 43 

„ 14. törölfs zweite reise nach Finnmarken 45 

„ 15. Neue Verleumdung frörölfs 48 

., 16. frörölfs letzte Zusammenkunft mit Haraldr 48 

„ 17. Die söhne der HildiriÖr bringen tribut 51 

„ 18. Die brüder Sigtryggr und HallvarÖr 54 

„ 19. börölfs wikingerzug 58 

,, 20. Skallagrims heirat 61 

„ 21. Sigtryggs und HallvarÖs auschlag 62 

„ 22. König Haraldr tötet törölfr 63 

„ 23. Ketill hoeingr rächt frörölfr 70 

„ 24. Kveldülfs trauer 73 

„ 25. Skallagrims reise zu könig Haraldr 75 

„ 26. Die räche Kveldülfs 80 

„ 27. Fortsetzung. Kveldülfs tod 81 



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Inhaltsverzeichnis. 

Seite 

Skallagrimr in Island 86 

Skallagrims tiichtigkeit und Wirtschaft 89 

Yngvarr in Island 92 

Die kinder Skallagrims. Egill 95 

Björn Brynjölfsson entführt l'öra 98 

Björn in Island 101 

Björn und Skallagrimr 103 

ÄsgerÖs geburt. Björn in Norwegen 104 

fcörölfr und Eirikr biöÖ0x .106 

Eiriks zug nach Bjarmaland 109 

I>ör61fr in Island 111 

frörunns heirat 113 

Egils kindheit und erste reise 115 

Björn Brynjolfsson. I>6rölfr und Egill 120 

l>ör61fs brautfahrt 121 

Egill und Atleyjar-Bärdr 122 

BärÖs ermurdung und Egils liucht 123 

Fortsetzung 127 

Egils und horölfs heerzug nach Kurland 130 

Egill und frörölfr in Dänemark (Lund) 135 

Fortsetzung. Egill und Arinbjorn 136 

Eyvindr skreyja und Egill 140 

Egill und törölfr in England 144 

Der krieg zwischen Angelsachsen und Schotten . . . 145 

Vorbereitungen zur Schlacht 146 

Die „Winheide"- schlacht 152 

Fortsetzung. I>örolfs tod 155 

Egill bei Aoalsteinn und in Norwegen 158 

Egils heirat; in Island, zweite reise, streit mit Eirikr 164 

Egill tötet Rognvaldr; die neidstange 180 

Skallagrims tod 190 

Egils dritte reise; Egill in York 193 

Fortsetzung. HpfuÖlausn 200 

Fortsetzung. Egill bei Aoalsteinn 202 

Egill in Norwegen 205 

Egill und könig Häkon. Der erbstreit 207 

Egill und Ljötr enn bleiki 209 

Egill und Atli 217 

Egill in Island. Seine kinder 221 

P2gils letzte reise 221 

Egils streit um die guter Ljöts 224 

Egils und Arinbjorns wikingerzüge 227 

Über Vermaland. König Häkon und I'oisteiun . . . 230 

Egils reise nach Vermaland. Ärumö'r ....... 233 

Egils ruuenzauber 238 

Egill und Alfr enn auögi 242 

Egill und Arnviör jarl 244 



Inhaltsverzeichnis. 

Seite 

kap. 75. Egils kämpfe 24G 

76. Häkon in Vermaland 250 

77. Ketill gufa. PörÖr Lambason. l^rdis' heirat .... 252 

78. Die heirat der frorgerör. BoÖvarr. Sonatorrek. Egill 
und Einarr skälaglamm 255 

79. Egill nnd Porsteinn; Egill nach Mosfell uaw 267 

80. Steinars streit mit Porsteinn 270 

81. Fortsetzung. Egill am thinge 273 

82. Egils entscheidung ,280 

83. Steinarr und torsteinn. Hinterhalt 282 

84. Porsteinn und Steinarr. frorsteinn und frorgeirr . . . 284 

85. Egils letzte jähre nnd tod 288 

86. Grimr getauft. Egils schädel 293 

87. Porsteinn und seine nachkommen 294 

Die gröfseren gedichte Egils: 

A. Hofuölausn 295 

B. Sonatorrek 301 

C. ArinbjarnarkviÖa 308 

Register: 

Personenregister 315 

Ortsregister 326 

Andere eigennamen 333 



Einleitung. 



I. Die isländische geschiehtschreibung. 

§ 1. Die altisländische saga (d. h. historische er- 
zählung), mag sie die geschichte der norwegischen könige 
behandeln oder nur rein -isländische familiensaga sein, ist in 
Wirklichkeit lediglich eine personalgescbichte. Die einzelnen 
sagas erzählen sämtlich von einer hauptperson — oder von 
mehreren hanptpersonen — , deren leben von der geburt bis 
zum tode mehr oder minder ausführlich geschildert wird. Je 
nachdem die Wirksamkeit dieser hauptperson — oder dieser 
haiiptpersonen — umfassender oder geringfügiger gewesen ist, 
je nachdem sie in die geschichte anderer personen, einer 
gegend oder eines landes tiefer und folgenreicher eingegriffen 
bat, erweitern sich die grenzen der allgemeinen bedeutung der 
saga. Auch dadurch, dafs die geschichte mehrerer glieder 
eines geschlechtes gegeben wird oder dafs mehrere familien 
an einander geknüpft werden, kann die saga, die dann öfter 
einen längeren Zeitraum als die dauer eines menschenlebens 
umfafst, an umfang und an wert gewinnen. Hauptsächlich hängt 
aber der gröfsere oder geringere wert der einzelnen sagas 
davon ab, ob der mann, der schliefslich den durch mündliche 
tradition fortgepflanzten stoff sammelte und verarbeitete, das 
bedeutsame von dem minder wichtigen zu scheiden und ein 
harmonisches ganze zu bilden verstand. 

Jm allgemeinen darf man sagen, dafs die isländischen 
gesehlechtssagas (Islendinga spgur), die gröfseren sowohl wie 
die kleineren, uns von dem altisländischen leben, von der 
politischen, wirtschaftlichen und rechtsgeschichte des im ganzen 
nur kurzen Zeitraums, den sie behandeln, ein klares, voll- 

Sagabibl. III. a 



11 Einleitung. 

ständiges und, wie die ergebnisse der neueren forschung lehren, 
im wesentlichen treues bild liefern. Dieser Zeitraum reicht vom 
Schlüsse des 9. bis zum anfange des 11. Jahrhunderts, und dafs 
die saga sich auf ihn beschränkt, hat seinen guten grund. 

Die nach Island auswandernde norwegische aristokratie 
war nämlich ein kriegerisches geschlecht, das in freiem, un- 
gebundenem leben und in der betätigung kühnen mutes sein 
ideal fand, und dieser sinn vererbte sich auf die söhne und 
enkel. Ehrliebe, Selbständigkeitsgefühl und Zähigkeit in der 
behauptung dessen, was sie für ihr recht ansahen, war bei 
ihnen überaus stark entwickelt. Dieses recht zu wahren und 
zu verteidigen, jede beeinträchtigung und beleidigung bestimmt 
und nachdrücklich zurückzuweisen oder zu rächen, waren sie 
jeden augenblick bereit, und da dies — am allerwenigsten in 
dem ersten Jahrhundert des freistaates — nicht immer mit 
gesetzlichen mittein und auf friedliche weise geschehen konnte, 
so wurde die räche in den meisten fällen eigenmächtig und 
mit gewaffneter band genommen, indem man den gegner er- 
schlug, was denn natürlich gewöhnlich fehden und wiederholtes 
blutvergielsen zur folge hatte. So zeugten die charakteristischen 
eigentümlichkeiten des volkes Streitsucht und rachbegier. Es sind 
diese eigenschaften und die durch sie bedingten oder hervor- 
gerufenen taten und begebenheiten, Streitigkeiten und kämpfe, 
die das erste Jahrhundert nach der entstehung des isländischen 
freistaates (ca 930 — 1030) erfüllen und kennzeichnen. 

§ 2. Im jähre 1000 wurde bekanntlich das Christentum 
in Island eingeführt, und in verhältnismäfsig kurzer zeit (schon 
nach 20 — 30 jähren) beginnen die folgen des wichtigen Schrittes 
(den die Volksversammlung lediglich aus politischen gründen 
beschlossen hatte) sich zu zeigen und deutlich geltend zu 
machen. Die gemüter wurden allmählich milder, au stelle des 
wilden trotzes trat eine ruhigere und besonnenere denkungs- 
weise, die wellen der leidenschaft legten sich. Natürlich 
kamen infolgedessen reckenhafte taten und kriegerische be- 
gebenheiten, die vor allem geeignet waren, in der erinuerung 
fortzuleben, von nun an weit seltener vor. Dagegen fand man 
jetzt ein vergnügen darin von den lebensschicksalen der vor- 
fahren zu erzählen und betrachtete es als eine ehrensache, 



I. Die isländische geschichtschreibung. II l 

die grofsen taten, die nicht nur über die beiden selbst, sondern 
auch über ihr ganzes geschlecht einen ruhmesglanz zu breiten 
imstande waren, den kommenden generationen zu überliefern. 
Jenen helden hatte der rühm der eigenen abenteuer und siege 
die brüst geschwellt, jetzt war man stolz darauf, davon zu er- 
zählen und zu den nachkommen der kühnen Streiter sich 
rechnen zu dürfen. Kein wunder daher, dafs die berichte von 
dem leben und wirken der vorväter nach 1030 rings umher 
im ganzen lande den beliebtesten stoff für geistige Unterhaltung 
liefern mufsten ; kein wunder, dafs man mit liebe und Zärtlich- 
keit diese erzählungen hegte und pflegte; kein wunder, dafs 
die isländische historische tradition in den friedlichen Zeit- 
läuften, die mit dem beginne des 11. Jahrhunderts das heroische 
Zeitalter ablösten, so üppig und so reich sich entfaltete. 

§ 3. Diese tradition bestand ohne zweifei aus kleinen 
zusammenhängenden erzählungen von einzelnen begebenheiten, 
die allmählich zu einem zyklus von zusammengefügten hand- 
lungen werden konnten; sie war zum gröfsten teile familieu- 
tradition, und es konnte unter umständen ein zweig der familie 
den einen, ein zweiter zweig den anderen teil des ganzen über- 
lieferten Stoffes aufbewahrt haben. Eine ganze abgeschlossene 
saga in der gestalt, wie wir gegenwärtig diese erzeugnisse 
besitzen, war vor der litterarischen zeit (im 12. Jahrhundert) 
in Island schwerlich oder nur in einigen einzelnen fällen vor- 
handen. Ganz gewifs gab es im 11. Jahrhundert überall im 
lande viele leute, männer wie frauen, die mehr als andere ein 
lebhaftes historisches interesse besafsen und die es daher 
sich angelegen sein liefsen, möglichst viel stoff zusammenzu- 
bringen; und es ist einleuchtend, dafs sie diesen stoff auch 
bereits in verschiedener weise gesondert, geordnet und gruppiert 
haben können. Diese leute, neben den einzelnen familien die 
eigentlichen träger der altisländischen tradition, hiefsen wegen 
ihrer interessen und der durch diese bedingten Wirksamkeit 
„gelehrte" (froöir mcnri). Solcher leute wissen die alten 
quellen eine ziemlich grofse anzahl zu nennen. Aber eine Njala, 
eine Laxdoela, eine Grettla in der gegenwärtigen form und 
in dem jetzigen umfang dieser sagas haben diese „gelehrten" 
nicht geschaffen. 



1 V Einleitung. 

§ 4. Erst als man in Island im ersten viertel des 12. Jahr- 
hunderts feder nnd tinte zn gehrauchen begann, war die mög- 
lichkeit literarischer produktion geschaffen, und man henutzte 
sofort die neue kunst, um nicht nur gesetze und rechtsbe- 
stimmungen (wie z. b. die tiandarlQg vom jähre 1096 u. dgl. m.), 
sowie geistliche erbaunngsschriften (homilien, predigten u. a.), 
aufzuzeichnen, sondern auch um werke historischen inhalts 
abzufassen, zunächst kürzere darstellungen der isländischen 
und norwegischen geschichte, wie die Schriften Aris (s. ASB I, 
eiol. § 4) und genealogische tabellen. Nicht lange darauf 
beginnt aber auch die eigentliche sagaschreibung, die sich 
sehr bald zur vollen blute entfaltet. Das goldene Zeitalter 
dieser literatur umfafst die zweite hälfte des 12. und die 
erste hälfte des 13. Jahrhunderts und schliefst mit Snorri 
Sturluson (f 1241). Aus dieser zeit stammen nicht nur die 
biographien der norwegischen könige und andere, die aus- 
ländische geschichte behandelnde werke, nicht nur die zahl- 
reichen Übersetzungen lateinischer legendarien u. ä., sondern 
auch der allergröfste teil der isländischen geschlechts- 
sagas. Dies mufs unbedingt festgehalten werden. 1 ) Hinzu- 



x ) Bekanntlich findet sich in der Sturlunga saga (ed. G. Viglusson) 
eine sehr merkwürdige notiz („Prolog der Sturinngas."), die von der is- 
ländischen sagaschreibung handelt. Diese notiz steht in einem interpolierten 
abschnitt und ist in zwei fassungen überliefert. Die eine, längere zeit 
allein bekannte fassung lautet: Fh'star allar sggur pcer er her hafa ggrz 
d Idandi, vdru ritaöar dÖr Brandr biskup Scemundarson andadiz [1201], 
die andere dagegen: Flestar allar sggur pcer er ggrz hgfdu d Islandi, dÖr 
Brandr biskup Scemundarson andadiz, vdru ritabar. Mit der ersten fassung, 
die nicht mifszuverstehen ist, steht die zweite nur scheinbar in Widerspruch. 
In Wirklichkeit mufs sie genau ebenso wie jene verstanden werden; „vdru 
rVatiar" bedeutet nämlich nicht: „sie wurden geschrieben", sondern plus- 
qu'imperfektisch : „sie waren geschrieben worden". Dieser ausdruck ver- 
laugt aber logisch und notwendig eine andere, vorher angegebene Zeit- 
bestimmung, und diese ist ja auch tatsächlich vorhanden. Der satz 
bedeutet nämlich nach der zweiten fassung: „Die allermeisten sagas, welche 
isländische begebenheiten vor dem tode des bischofs Brandr behandeln, 
waren auch (nämlich ehe B. starb) bereits niedergeschrieben worden". 
Diese auffassung ist vollständig gesichert durch das, was in der genannten 
interpolation auf diesen satz folgt und von ihm nicht getrennt werden 
kann, namentlich durch die worte: en pmr sogar er siÖ.m hafa ggrz vdru 
litt ritaöar, dUr Sturla I'ördarson sagdi fyrir tslendingasggur, d h. „von 
deu sagas, die spätere ereignisse behandeln, war vor Sturla wenig nieder- 



I. Die isländische geschichtschreibung. V 

zufügen ist jedoch, dals mehrere dieser sagas im laufe des 
13. Jahrhunderts umgearbeitet und teils interpoliert, teils ver- 
kürzt worden sind (wobei aber wohl von dem inhalte nichts 
wesentliches fortgelassen wurde); so entstanden die verschiedenen 
sogen, bearbeitungen einer saga, die aber wohl meist auf ein 
und dasselbe original zurückführen. 

§ 5. Ehe der Verfasser eine saga niederschrieb, liefs er 
sich vermutlich von den einzelnen mitgliedern der betreffenden 
familie (der er wohl öfter selber angehörte) und von den vor- 
hin erwähnten „frödir menn" alles erzählen, was sie von den 
in betracht kommenden personen und begebenheiten wufsteu. 
Waren die hauptpersonen der saga dichter gewesen, so suchte 
man auch alle ihre Strophen zu sammeln, um die wichtigsten 
in die erzählung aufzunehmen. 

Die aufgäbe war nun die, den gesamten stoff zu ordnen 
und zu verarbeiten, um eine logisch und pragmatisch zusammen- 
hängende, ausführliche und abgerundete saga zustande zu 
bringen. Falls einander widersprechende berichte vorlagen, 
inufste eine erklärung und beseitigung dieses Widerspruches 
versucht oder, falls dies als unmöglich sich herausstellte, die 
minder wahrscheinliche tradition verworfen werden ; ferner 
war es sicherlich oft notwendig, lücken in dem zusammen- 
hange zu ergänzen, den kausalnexus zwischen verschiedenen 
ereignissen aufzufinden, endlich die Chronologie genau zu 
fixieren. Namentlich dieses letztere war mit grolsen Schwierig- 
keiten verbunden, und so darf es nicht wunder nehmen, dafs 
die Chronologie in der regel als die schwächste Seite der sagas 
sich herausstellt. 1 ) 



geschrieben worden". Über die ganze sache und den streit darüber kann 
auf die abhandhmg B. M. Olsens: Oin den sakaldte Sturlunga-prolog i 
Christiania Vidensk. Selsk. Forh. 1910 u. meine gegenabhdl. in ArkivXXXV 
hingewiesen werden. Vgl. auch meine Litt.-gcsch. 2 II, 263 f. 

J ) Die schwierige frage, wie die Isländersagas gesammelt und be- 
arbeitet sind, ist von verschiedenen gelehrten behandelt worden; hier kann 
ich nicht näher darauf eingehen, verweise jedoch auf meine Litt.-gesch. 
2 II, 205 ff. und die dort angeführte literatur, namentlich R. Meifsners abhdl. 
in Strengleikar (1902) u. A. Heusler: Die anfange der isl. saga (191-1); vgl. 
auch mein buch; Norsk-isl. sprog- og kulturforhold, abschn. V. 



VI EiDleitiiDg. 

§ 6. Aus dem gesagten ergibt sich, dafs, wenn auch der 
stoff schon im voraus gegeben war und vielleicht sogar auch 
die form grösserer oder kleinerer partien eine feste gestalt 
gewonnen hatte, man hier doch jedesfalls in vielen fällen 
berechtigt ist, von einer wirklichen autorschaft zu sprechen. 
Wie grofs die Vorzüge oder die schwächen derselben sind, hat 
natürlich die kritik für jede einzelne saga zu ermitteln. Im 
ganzen darf gesagt werden, dafs die Verfasser oder, wie einige 
wollen, die Schreiber ihre aufgäbe meist in vorzüglicher weise 
gelöst haben. In der regel ist die komposition mit geschickter 
hand sicher entworfen und der gang und die ent Wickelung 
der begebenheiten natürlich und logisch, da man nur selten 
es versäumt hat, den Ursachen der einzelnen begebenheiten 
nachzuspüren und auch die psychologische motivierung durch- 
führte oder zum mindesten versuchte. Dafs die Verfasser auch 
eine gewisse kritik übten, geht daraus hervor, dafs sie mit- 
unter verschiedene über eine Sache ihnen bekannt gewordene 
ansichten mitteilen und eine davon für die wahrscheinlichste 
erklären. 

Am höchsten steht die personenschilderung. Mit ausnähme 
der untergeordneten tiguren werden gewöhnlich alle in der 
saga auftretenden leute mehr oder minder genau beschrieben 
und zwar nicht nur ihrem äufseren nach, sondern auch nach 
ihrer gesinnung und denkweise — diese aber sehr oft nur 
indirekt durch ihre taten und worte. Es ist keine Über- 
treibung zu sagen, dafs die personen der saga so lebendig, ja 
geradezu plastisch, vor unseren äugen stehen und in so drastisch- 
natürlicher weise reden, dafs niemals ein meister der bühne 
die seinigen lebensvoller und wahrer gezeichnet hat. 

§ 7. Hierzu kommt, dafs die darstellung in rein sprach- 
licher hinsieht gewöhnlich meisterhaft ist. Wir finden in den 
sagas, um es kurz zu sagen, die volkstümliche erzählungsweise 
mit allen ihren drastisch -naiven mittein und ihrer unmittel- 
baren frische und anmut, ohne allzu ängstliche grammatisch- 
syntaktische strenge, ohne steife, schulmäfsige korrektheit. 
Die wähl der Wörter ist treffend, die Wortverbindung in der 
regel einfach und natürlich, die Satzverbindung ebenso, aber 
sehr oft anders, als die strenge syntax es fordern würde. 



I. Die isländische geschichtschreibung. VII 

jedoch trotzdem selten dunkel oder unverständlich. Die licht- 
volle, häufig minder geregelte, alltägliche redeweise erscheint 
hier in vollendeter gestalt, was doch wohl auf eine bewufste, 
ihre mittel uud Wirkungen kennende kunst schliefsen läfst 
(s. § 35). Sehr häufig, namentlich in den dialogischen partien, 
sucht der Verfasser einen rhetorischen, aber niemals unnatür- 
lichen effekt zu erzielen, und zwar dadurch, dals die Wörter 
etwas anders, als die allereinfachste redeweise es verlangen 
würde, geordnet sind: dies geschieht in der absieht, damit 
einzelne Wörter im satze, die im munde des sprechenden oder 
erzählenden hervorgehoben werden sollen oder die für die ge- 
gebene Situation eine besondere bedeutung haben, mit der not- 
wendigen akzentstärke ausgesprochen werden können. Dies 
effektmittel wird jedoch niemals mifsbraucht: es ist eine feine, 
vor allem aber eine diskrete kunst, die sich hier überall zeigt. 
Ob diese kunst von den eigentlichen Verfassern oder vielleicht 
schon von den trägem der tradition herrührt, ist zweifelhaft; 
möglicherweise haben beide ihren anteil daran. 

§ 8. Die Verfasser der isländischen familiensagas haben 
nie ihren namen genannt, und die versuche, die neuerdings 
gemacht sind, um den schleier der anonymität zu lüften (z. b. 
von Eirikr Magnussen hinsichtlich der Eyrbyggja) haben nicht 
beweisende kraft. Der grund dieser verschweigung der autor- 
schaft war sicherlich der, dafs die sagaschreiber sich selbst 
nicht als eigentliche Verfasser, sondern nur als Sammler des 
alten stofTes betrachtet haben. Zweifellos ist jedoch ihre be- 
scheideuheit in diesem punkte allzu grofs gewesen: die nach- 
weit hat anzuerkennen, dafs ihre Wirksamkeit bedeutender und 
ihr verdienst erheblich höher war, als sie selber es anschlugen. 

§ 9. Das lob, das in dem vorstehenden dieser literatur 
gespendet worden ist, ist natürlich gänzlich unabhängig von 
der frage, ob und inwieweit der iuhalt der sagas auf histo- 
rische glaubwürdigkeit anspruch habe. 

Diese frage hat verschiedene beantwortungen gefunden. 
Früher zweifelte überhaupt niemand daran, dafs es die nackte 
Wahrheit sei, was die sagas erzählten. Dafs man später 
skeptischer wurde und sie mit kritischem äuge musterte, war 



VT II Einleitung. 

eine natürliche folge der fortschreitenden entwiekelung der 
Wissenschaft. Verschiedene ansichten sind geltend gemacht 
worden. Einige (wie z. b. N. M. Petersen) meinten, dafs die 
sagas ein gemisch von geschichte und erfindung, dals sie 
„dichtung und Wahrheit" seien. Diese meinung ist wohl die- 
jenige, die noch heute die meisten anhänger zählt; sie kann 
jedesfalls nicht eine parteiische genannt werden und kommt 
vielleicht auch der Wahrheit am nächsten. Andere jedoch 
(wie z. b. E. Jessen in seinem bekannten aufsatze über die 
Egilssaga in Sybels Hist. zeitschr. XXVIII u. A. Bleys buch 
über dieselbe aus der neueren zeit, vgl. unten) giengen so weit, 
dafs sie sogar denjenigen sagas, die früher als die zuver- 
lässigsten betrachtet waren, jede glaubwürdigkeit absprachen 
oder sie geradezu als dichtungen betrachteten. Der herausgeber 
sieht diese ins extrem gehende kritik (und andere angriffe, 
die neuerdings gegen die Zuverlässigkeit einzelner Islendinga 
SQgur gerichtet sind) als unberechtigt an. 

§ 10. Natürlich mufs jede saga für sich in allen ihren 
details genau untersucht werden, ehe ein zutreffendes urteil 
über sie gefällt werden kaum Zuvor jedoch mufs der unter- 
suchende auch mit dem wesen und den bedinguugen der alt- 
isländischen tradition sich vertraut gemacht haben. 

Jedes volk der vorzeit hatte seine alten mündlichen tia- 
ditionen. So lange die kultur noch wenig entwickelt und die 
lebensverhältnisse noch einfach waren, solange war es möglich 
— oder richtiger, es war nichts anderes möglich als — dafs die 
gedanken sich auf ein sehr beschränktes objekt konzentrierten. 
Dieses objekt waren notwendig die alten erinnern ngen einer 
und derselben familie, eines und desselben Stammes. 

Ein volk wie die Isländer, dessen verkehr mit der übrigen 
weit verhältnismäfsig gering, dessen anzahl nicht allzu grofs 
und dessen lebensweise sehr einfach war, war fast ausschliefst 
lieh darauf verwiesen, sich mit sich selbst und den erinnerungen 
an die taten der vorväter zu beschäftigen. Dafs die Isländer, 
die von natur aufgeweckten sinnes und regen geistes waren, 
schon sehr früh ein interesse für ihre vorzeit zu entwickeln 
begannen, ist sicher; nicht minder ist es erwiesen, dafs es 
ehr bald ihr gröfstes vergnügen wurde, die alten traditionell 



I. Die islandische goschichtschreibuug. IX 

zu samuielu und sorgfältig* zu pflegen. Dies brennende inter- 
esse zusammen mit der Wahrheitsliebe, die sie, wie ihre übrigen 
nordischen Zeitgenossen und andere auf gleicher bildungsstnfe 
stehende Völker der vorzeit auszeichnete, mnfste für die er- 
haltung der tradition von gröfstem nutzen werden und auf die 
ausbildung eines festen und umfassenden gedächtnisses vorteil- 
haft einwirken. Diesem kam überdies verschiedenes zugute, 
z. b die festgefügte form der altn. Strophen (die wegen ihrer 
aliiterationen und silbenreime außerordentlich leicht sich aus- 
wendig lernen lassen), die anknüpfung der tradition an be- 
kannte lokalitäten oder gegenstände (z. b. in der familie sich 
forterbende kleinode, wie Schwerter, Schilde, ringe) u. dgl. m. 
Es ist daher a priori sehr wahrscheinlich, dals die isländische 
tradition trotz ihrer üppigen entfaltung im wesentlichen treu 
und zuverlässig war. Infolgedessen darf man vermuten, dals 
der inhalt der sagas, der ja hauptsächlich auf der alten tra- 
dition beruhen mufs, wenn auch nicht in allen einzelheiten, 
so doch im grofsen und ganzen auf glaubwürdigkeit anspruch 
erheben darf. Dies wird man umsomehr annehmen können, 
als einzelne glückliche funde gerade in solchen punkten, die 
man früher stark angezweifelt hat, die angaben der isländischen 
sagas in unerwarteter weise vollkommen bestätigt haben. So 
ist es beispielsweise durch die Untersuchungen Wimmers 
über die runensteine bei Schleswig (Festschrift der Kopenh. 
Universität 1892) unwiderleglich bewiesen, dafs der in der 
Olafs saga Tryggvasonar erwähnte könig Gnüpa (FMS. 1, 116) 
in der tat eine historische person war. Wenn aber die is- 
ländische Überlieferung sich über ausländische Verhältnisse so 
wohl unterrichtet zeigt (Goüpa war ein dänischer kleinfürst 
von sehr untergeordneter bedeutung), so wird man ihren mit- 
teilungen über das, was in dem eigenen lande sich ereignete, 
umsomehr glauben beimessen dürfen. In den letzteren Zeiten 
haben forschungen verschiedener art, namentlich die von 
H. Nerinan über die alten sagengeschichtlichen traditionen, die 
glaubwürdigkeit der alten sagas vielfach bestätigt. Man mufs 
daher vorsichtig sein und nicht ohne sehr gewichtige gründe 
eine erzählung für unhistorisch oder erfunden erklären. 



X Einleitung. 

§ 11. Trotzdem mufs natürlich in bezug auf stoff und 
inlialt der tradition der kritik ihr recht gewahrt werden. Die 
mündliche Überlieferung hat ja zu allen Zeiten ihre schwächen 
gehabt und ist vielfachen gefahren ausgesetzt gewesen. So 
ist sie z. b. geneigt den rühm der ahnen in einem der Wahr- 
heit nicht entsprechenden höheren glänze strahlen zu lassen 
und den begebenheiten der vorzeit eine gröfsere bedeutung 
zu verleihen, als ihnen in der Wirklichkeit zukam; doch be- 
rechtigt uns dies noch nicht dazu, die tatsachen selbst in 
zwei fei zu ziehen. Ferner konnte es leicht geschehen, dafs 
die kausalen zusammenhänge zwischen den einzelnen ereig- 
nissen oder die psychologischen motive derselben vergessen 
oder verrückt wurden; endlich war es, wie schon oben er- 
wähnt ward, höchst schwierig, die genaue Chronologie auf die 
dauer festzuhalten — hierfür hatte das gedächtnis so gut wie 
gar keine hilfsmittel — , doch ist wenigstens die richtige 
reihenfolge der begebenheiten in den sagas gewöhnlich nicht 
zerstört worden. So kommt es, dafs, wenn man die angaben 
der einen saga mit denen der andern vergleicht, öfter eine 
hoffnungslose Verwirrung zutage tritt; die daten sind in vielen 
fällen durchaus unvereinbar. So ist z. b. die Chronologie der 
Laxdoela saga mit der der Egils saga nicht in Übereinstimmung 
zu bringen (hier ist die letztere der Wahrheit näher geblieben). 
Daher ist es nicht zu bestreiten, dafs die eigentlichen Sammler 
oder Verfasser öfter bereits eine vielfach getrübte tradition 
vorfanden, und ebensowenig kann die möglichkeit geleugnet 
werden, dafs auch bei ihnen eine subjektive auffassung von 
personen und tatsachen sich verschiedentlich geltend gemacht 
hat. — Dies alles mufs die kritik aufzudecken und festzu- 
stellen versuchen. 

§ 12. Es ist auch, wenn irgend möglich, zu ermitteln, 
wo die saga geschrieben ist oder jedesfalls, wo sie nicht 
geschrieben sein kann, denn dies moment ist sehr wichtig für 
die richtige auffassung und erklärung der in ihr vorkommenden 
irrtümer, also auch im allgemeinen für ihre glaubwtirdigkeit. 
Man darf jedoch nicht, wenn auch in einer saga nicht un- 
erhebliche irrtümer und versehen sich nachweisen lassen, des- 
halb über die ganze sagaliteratur den stab brechen Ein sehr 



I. Die isländische geschichtscbreibung. XI 

bezeichnendes beispiel ist die HävarÖar saga Isfirfiings: in 
dieser saga finden sieh die gröbsten fehler sowohl in den an- 
gaben über die im Isafjo_rÖr angesessenen personen als auch 
in der Schilderung des Schauplatzes der handlung. Es ist 
ganz klar, dafs der Verfasser niemals selber im Isafjorfrr ge- 
wesen sein kann. Da die saga aber durchaus nicht einen 
romanhaften Charakter hat (wie etwa die Finnboga saga oder 
Krokarefs saga), vielmehr zweifellos vielen sicher historischen 
storT enthält, so mufs eine erklärung der auffallenden irrtümer 
gesucht werden, und diese erklärung ist folgende: Infolge 
seines konfliktes mit einem dortigen häuptlinge wurde Havarör 
genötigt, den Isafjoro'r zu verlassen und nach dem ziemlich 
weit von seiner ursprünglichen heimat entfernten SvarfaÖar- 
dalr im nördlichen Island überzusiedeln, wo er den rest seines 
lebens zubrachte. Hier hat nun die erinnerung an den alten 
helden bei seinem geschlechte uud seinen freunden sich er- 
halten und hier ist offenbar in ziemlich später zeit die saga 
von einem manne, der den Isafjoror persönlich nie gesehen 
hat, verfalst worden. Dies ist aber — was bemerkt werden 
mufs, um allen mifsverständnissen vorzubeugen — ein aus- 
nahmefall: die Verfasser der sagas sind sonst über die geo- 
graphischen Verhältnisse der beschriebenen gegenden oder 
länder meist merkwürdig genau unterrichtet. 

§ 13. Das resultat wird also folgendes sein : Obwohl es 
von vornherein wahrscheinlich ist, dafs der inhalt der sagas 
in allem wesentlichen wahr und richtig ist, so mufs er doch 
stets durch eine besonnene, vor allem aber unbefangene und 
sachkundige kritik kontrolliert werden. Sonst läuft man gefahr 
entweder wirkliche irrtümer zu übersehen oder angaben, die 
durch nähere Untersuchung sich als richtig erwiesen haben 
würden, für falsch zu erklären — in beiden fällen würde das 
urteil über die saga ein schiefes und ungerechtes sein. 

§ 14. Dafs die sagas wirklich auf die weise, wie oben 
angenommen worden ist, zustande gekommen sind, das beweist 
vor allem die Verschiedenheit dieser Schriftwerke, die nicht 
nur im stile oder der sprachlichen darstellung voneinander 
abweichen, sondern namentlich auch dadurch sich unterscheiden, 



XII Einleitung. 

dafs die eine saga diesem, die andere jenem kulturhistorischen 
stoflfe ihre besondere Vorliebe zuwendet. Es ist kaum denkbar, 
dafs die tradition allein eine solche Verschiedenheit geschaffen 
habe. Zwar ist nicht allen sagas eine deutlich hervortretende 
neigung für eine bestimmte seite der alten kulturverhältuisse 
eigen; wenn aber z. b. die Njäla mehr als jede andere saga 
so vielen juristischen stoff enthält und in technischen formein 
und ausdrücken förmlich schwelgt, oder wenn die Laxdoela 
der kleiduog und waffenrüstung besondere aufmerksamkeit 
schenkt, die Eyrbyggja wiederum die kult- und sakralalter- 
tümer in den Vordergrund stellt, so stehen wir ohne zweifei 
rein persönlichen, individuellen Verfasserinteressen gegenüber. 
Was wir damit als etwas für die betreffende saga eigentüm- 
liches erweisen, wird natürlich zugleich charakterisierend für 
den Verfasser; leider ist das bild, das wir so auf indirektem 
wege von ihm gewinnen, das einzige, das wir von ihm er- 
halten, aber es ist in aller seiner unvollkommenheit erfreulich 
und anmutig genug. 

II. Egill und seine familie. 

§ 15. Die Egils saga gehört zu den umfangreichsten is- 
ländischen familiensagas; sie enthält aber auch weit mehr als 
die lebensgeschichte des haupthelden. Die Schicksale Egils, 
seine reisen und seine beziehungen zu der norwegischen 
dynastie hatten ihre antezedentien: sie waren nicht Zufällig- 
keiten, sondern die unmittelbaren folgen der begebenheiten, 
die zwischen seinem vater und grolsvater und dem könige 
Harald schönhaar sich abgespielt hatten, und nur wenn man 
diese im äuge behält, läfst sich Egils gesinnung und seine 
handlungsweise völlig begreifen. Da nun die taten von Kveld- 
ülfr und Skallagrimr schon an und für sich memoratu digna 
waren, so hatte der Verfasser umsomehr allen grund dazu, auf 
die Vorgeschichte zurückzugehen und mit Kveldülfr zu be- 
ginnen. Es wird also zuerst erzählt, wie die beziehungen 
Kveldulfs und seiner söhne pörölfr und Skallagrimr zu könig 
llaraldr sich knüpfen, wie das Verhältnis anfangs ein freund- 
schaftliches ist, dann aber nicht ohne schuld des allzu leicht- 
gläubigen und argwöhnischen fürsten sich mehr und mehr 



II. Egill und seine fainilie. XIII 

verschlechtert, um schliefslich mit offenem bruche und un- 
versöhnlicher feindschaft zu enden. Hier wird alles so histo- 
risch-logisch erzählt, mit einem so scharfen blick für das 
zentrale in Ursache und Wirkung dargestellt, dafs es ungeteilte 
bewunderung erregen mufs. Jeder fortschritt der erzählung 
ist auf das beste vorbereitet und motiviert, niemals ist der 
leser (oder zuhörer) im zweifei darüber, wie das ganze zu- 
sammenhängt, wie Egils Schicksal durch das seiner vorfahren 
bedingt ist und mit der macht einer naturnotwendigkeit, mit 
unvermeidlicher konsequenz sich vollzieht. Im einzelnen braucht 
dies hier nicht nachgewiesen zu werden. 

§ 16. Was sodann die eigentliche Egils saga betrifft, so 
bilden den hauptinhalt derselben Egils vier reisen nach dem 
auslande, die abenteuer, die ihm dort begegnen, und die helden- 
taten, die er ausführt. Alle diese reisen stehen in einem ge- 
wissen zusammenhange. Die zweite macht er, um des eibes 
seiner frau, die er auf der ersten geheiratet hat, sich zu ver- 
sichern; aber diese reise wird, wie die erste, durch den kon- 
flikt mit der norwegischen dynastie für ihn verhängnisvoll: 
als geächteter mufs er Norwegen verlassen. Die dritte reise 
hält die saga für eine folge der Zauberkünste, welche die 
königin Gunnhildr gegen Egill anwandte; und es ist wol be- 
greiflich, dafs die nach weit, von der Gunnhildr als hexe an- 
gesehen ward, die unbezwingliche reiselust des recken in 
dieser weise erklärte. Der wahre grund war vermutlich der, 
dafs Egill, der damals noch in seinem kräftigsten alter stand, 
durch seine sangeskunst und sein tapferes schwert sich noch 
rühm und gold zu erringen gedachte; beides aber hoffte er, 
indem er der einladung des königs Abalsteinn und seiner 
eigenen Versprechungen sich erinnerte, am leichtesten am hofe 
dieses fürsten zu erwerben. 1 ) Die vierte und letzte reise 
endlich war eine direkte folge der dritten, da Egill jetzt die 
zeit für gekommen erachtete, wo er mit aussieht auf erfolg 
auf die guter des von ihm getöteten Ljötr, die nach den ge- 
setzen des Zweikampfes ihm verfallen waren, ansprach erheben 

l ) Diesen ersten Hauptabschnitt der saga hat W. H. Vogt in seiner 
abhdl. „Zur Komposition der Egils saga" kpp. I— LXVI (1909) ausführlich 
behaudelt. 



XIV Einleitung. 

konnte, da sein treuer freund ArinbJQrn, auf dessen beistand 
er rechnete, inzwischen nach Norwegen zurückgekehrt war. 

Aus dem späteren leben Egils sind nur noch einige be- 
sonders wichtige und interessante episoden mitgeteilt: die ent- 
stehuugsgeschichte seiner beiden gefühlvollsten gedichte, des 
Sonatorrek und der Arinbjarnarkvio'a (von denen das erste 
hauptsächlich dem andenken seines ertrunkenen lieblingssohnes 
B^övarr gewidmet ist, während das zweite den erprobtesten 
und treusten freund dankbar verherrlicht); ferner das freund- 
schafts Verhältnis zwischen Egill und dem jungen Einarr ska- 
laglamm und schliefslich der streit von porsteinn Egilsson mit 
Steinarr. Jede dieser episoden wirft ein helles licht auf Egils 
Charakter. Die erzählung von Einarr gehört zu den inter- 
essantesten partien der ganzen sagaliteratur, ja sie steht durch 
die aufschlüsse, welche sie gewährt, geradezu einzig da. 

Wenn die saga — aufser dem thingstreit Jporsteins mit 
Steinarr, in welchem Egill zugunsten seines sohnes handelnd 
eingreifen mufste — gar nichts von einem auftreten Egils in 
dem öffentlichen und politischen leben Islands zu berichten 
weifs, so wird dieser zunächst auffallende umstand in cap. 66, 3 
kurz, aber ausreichend begründet; was hier ausgesprochen 
ist, wird zum Überflusse noch dadurch bestätigt, dafs keine 
andere isländische saga von Egils teilnähme an den Öffent- 
lichen angelegenheiten (z. b. am allthing) auch nur ein wort 
mitteilt. Dies hängt aber auf das genaueste mit der in seinem 
geschlechte erblichen charakteranlage Egils zusammen. 

§ 17. Hätte die mehrzahl der Norweger, als Harald 
schönhaar seine eroberungszüge begann, es ahnen und voraus- 
sehen können, wohin diese schliefslich führen würden, so 
würden sie wohl zu einem allgemeineren und kräftigeren wider- 
stände sich vereinigt haben, der ihm die erreichung seines 
zieles erschwert, vielleicht gar unmöglich gemacht haben würde. 
Es fehlte aber nicht nur die erkenntnis der allgemeinen 
drohenden gefahr, sondern auch der geist der einigkeit und 
das bewulstsein der politischen notwendigkeit eines Zusammen- 
schlusses der verschiedenen kleinfürsten wider den feind des 
alten partikularismus. Daher gelang es Harald nach und nach 
die einzelnen fylki Norwegens sich zu unterwerfen, die wegen 



II. Egill uud seine familie. XV 

ihrer isolierung vor dem überlegenen gegner sämtlich die 
waffen strecken mulsten. Freilich scheint der herse Kveldülfr 
noch kurzsichtiger gewesen zu sein als andere, als er dem 
könige Auöbjorn die antwort gab, dafs er sich nicht dazu 
verpflichtet fühle, die länder fremder häuptlinge zu verteidigen 
(kap. 3, 18 — 20). In dieser antwort tritt bereits die der ganzen 
familie anhaftende eigentümlichkeit, die auch bei Egill stark 
ausgebildet war, deutlich hervor: die vollkommene gleich- 
giltigkeit gegen den staat als solchen, gegen das poli- 
tische gemeinsame und die damit zusammenhängenden Obliegen- 
heiten und Verpflichtungen. Die mitglieder des geschlechtes 
(besonders Kveldülfr, Skallagrimr, Egill) bekümmern sich 
um nichts, als um sich selbst und um ihre familie, in 
der sie ganz aufgehen; sie wollen für sich allein möglichst 
ungebunden leben. Wie freut sich Kveldülfr darüber, dafs 
Skallagrimr nichts mit dem könige zu tun haben will (kap. 25,21), 
wie schwer war ihm der abschied von dem andern söhne 
porolfr, der sich nicht abhalten liefs in Haralds dienst zu 
treten, geworden (kap. 6, 9 — 10; 19,18)! Wie innerlich ist 
nicht Egils gefühl beim tode des geliebten sohnes, wie zärt- 
lich liebt er seine Stieftochter porgerör! Die Vorliebe für ein 
unabhängiges leben im schofse der familie scheint in diesem 
geschlechte so stark entwickelt, dafs daneben ein interesse 
für die kommunalen und politischen angelegenheiten nicht auf- 
kommen konnte. 

§ 18. In der engsten Verbindung hiermit steht noch ein 
anderer zug, der jedesfalls bei Egill sehr deutlich hervortritt, 
nämlich ein stark entwickeltes rech tsge fühl. Ebensowenig 
wie derjenige, der möglichst unbehelligt für sich allein leben 
will, andere beleidigt oder beeinträchtigt, ebensowenig läfst 
er es sich gefallen, wenn andere ihm zunahe treten. Be- 
leidigungen ruhig hinzunehmen, war überhaupt nicht alt- 
nordische (und altgermanische) art, leute aber wie Kveldülfr 
und Egill mufsten es doppelt stark fühlen, wenn ihr vermeint- 
liches recht verletzt wurde. 

§ 19. Nur diesem ausgeprägten rechtsgefühl ist es zu- 
zuschreiben, dafs Egill so häufig in Streitigkeiten verwickelt 
ward, und es ist daher ungerecht, ihm, wie dies öfter geschehen 



XVI Einleitung. 

ist. Streitlust und Zanksucht vorzuwerfen. Sein prozefs mit 
Berg-Onundr drehte sich um das erbe seiner frau. Ihr vater 
war zweimal verheiratet gewesen und hatte aus jeder ehe 
nur je eine tochter; beide waren gleich berechtigt ihn zu 
beerben. Berg-Onundr, der gatte der jüngeren, hatte jedoch 
das ganze erbe an sich gerafft, indem er behauptete, dai's die 
ältere tochter — Egils frau — nicht in rechtmälsiger ehe 
erzeugt sei, da ihre mutter entführt worden sei und ohne Zu- 
stimmung der verwandten sich vermählt habe. Dies war nun 
allerdings richtig, die sache war jedoch, wie die saga (kap. 35, 
9 — 10) erzählt, später in durchaus befriedigender weise ge- 
ordnet und die ehe nachträglich als giltig anerkannt worden, 
so dafs Egils frau vollkommen erbberechtigt war und er das 
sonnenklare recht auf seiner seite hatte. — In dem streite 
wegen der von Lj6tr hinterlassenen guter (kap. 68) waren die 
ansprüche Egils ebenfalls wolberechtigt, und er würde sie auch 
wohl durchgesetzt haben, wenn Lj6tr ein eingeborener Nor- 
weger gewesen wäre; nun wollte es jedoch das Schicksal, dafs 
er ein Schwede, mithin ein ausländer war: der nachlafs von 
fremden sollte aber nach den norwegischen gesetzen 1 ) dem 
könige zufallen (kap. 64, 40). Infolgedessen machte der könig 
sein recht geltend und in dem so entstandenen prozefse war 
natürlich er es, der den sieg davon trug. — Ebenso war in 
dem rechtshandel mit Steinarr Onundarson, in dem Egill be- 
sonders hart und rücksichtslos verfuhr (kap. 82, 3 — 10), das 
gute recht nach der darstellung der saga auf seite seines 
sohnes porsteinn und dessen blutige Selbsthilfe nach isländischen 
Verhältnissen durchaus verständlich. — In der fehde Egils mit 
der norwegischen dynastie liegen die Verhältnisse so klar, dafs 
hier nicht weiter darauf eingegangen zu werden braucht. 

Auch aus geringfügigen anlassen hat Egill zuweilen un- 
versöhnlich und hart sich gezeigt, aber auch hier ist stets das 
genannte gefühl das leitende motiv seiner handlungen gewesen. 
So in dem verfahren wider Atleyjar- Baror (kap. 44) und 
Armrtör skegg (kap. 72); beide waren Egill übel gesinnt gewesen 
und hatten es versucht, ihn und seine leute mit list zu über- 

') Ein solches gesetz findet sich in den norwegischen gesetzbiichern 
in ihrer heutigen form freilich nicht; es ist aber kein grund vorhanden 
daran zu zweifelu, dals es wirklich bestanden hat. 



II. Egill und seine familie. xvil 

wältigen. Aber gerade diese, wie noch verschiedene andere 
kleine begebenheiten, offenbaren uns eine neue, mehr verborgene 
seite von Egils natur, nämlich einen nicht unbedeutenden sinn 
für scherze und possen, allerdings von etwas derber und roher 
art. Eine heitere Jovialität tritt uns in der anekdote von 
Egill und Einarr entgegen (kap. 78, 42— 49; 58 — 62). 

§ 20. Zum mindesten übertrieben sind die vorwürfe, die 
den Egill der habsucht und des geizes beschuldigen. Er wollte 
nur das behalten, was von rechts wegen sein war, und in den 
besitz von dem gelangen, worauf er begründete anspräche hatte 
oder zu haben glaubte. Allerdings hat er den reichtum ge- 
schätzt, doch dies ist nichts auffallendes: alle seine Zeitgenossen 
schätzten ihn nicht minder und ohne vermögen war ein freies, 
selbständiges lebeu unmöglich. Egils letzter wünsch, sein 
silber auf dem allthinge auszustreuen, zeugt jedesfalls nicht 
von geiz; es war wohl eher ein ausschlag seines sinnes für 
derben scherz oder die folge eines bedürfnisses nach auf- 
heiterung, das sich in seinem vereinsamten und freudelosen 
alter mit besonderer stärke geltend machte. 

§ 21. Neben dem stark entwickelten familiensinn und 
der liebe zu seinen angehörigen findet sich in Egils Charakter 
noch eine zweite, sehr ansprechende eigenschaft: es ist die 
treue freundschaft, die feste anhänglichkeit und herzliche dank- 
barkeit, die sich in seinem Verhältnisse zu Arinbjom offenbart. 

Alle diese züge, die sich aus den erzählungen der saga 
ergeben, werden durch die poetischen erzeugnisse Egils voll- 
kommen bestätigt. 

§ 22. Die dichterische begabung Egils entspricht durch- 
aus den übrigen anlagen, die er nach der darstellung der 
saga besafs. Eine unbändige kraft, eine seltene innerlichkeit 
des gefühls, ein sympathisches verweilen bei kämpfen und 
heldentaten — das sind die haupttöne seiner dichtung. Nie 
hat der schmerz des väterlichen herzens einen leidenschaft- 
licheren und wehmütigeren ausdruck gefunden, als im Sona- 
torrek. Wie überaus charakteristisch ist es, wenn Egill in 
seiner heftigsten erregung in die worte ausbricht: „Mit dem 
Schwerte in der band würde ich meinen söhn rächen — wenn 

Sagabibl. III. b 



XVIII Einleitung. 

dies für einen menschen möglich wäre" und dann resigniert 
hinzufügt: „Der gott des meeres ist nicht verletzbar durch 
menschenhand". Wie bezeichnend ist ferner der anfang der 
Arinbjarnarkviöa, wo der dichter von seinem Verhältnisse zu 
den verschiedenen menschenklassen redet; hätten wir noch 
das ganze lied, so würde es neben dem Sonatorrek zu den 
köstlichsten perlen der alten dichtung gehören. Ein torso, wie 
es ist, ist es noch köstlich genug. 

§ 23. Auch wenn wir die einzelstrophen (lausavisur) der 
saga durchgehen, werden wir in den meisten dieselben eigen- 
schaften finden, wenn sie auch häufig nur blitzweise auf- 
leuchten. Wir bemerken Egils energischen sinn bereits in 
seiner ersten (echten) kuabenstrophe (nr. 7), in welcher der 
angehende wiking seine kühnsten wünsche mit kindlicher 
naivetät ausspricht; nicht minder in str. 8, welche die Unehr- 
lichkeit der Widersacher aufs schärfste tadelt, die eigenschaft 
also, die zu Egils eigener Offenheit und aufrichtigkeit im 
schroffsten gegensatze steht; vergleiche ferner str. 11, 12, 14, 15 
(hier macht Egils Unparteilichkeit, die — ebenso wie in 
der HQfuölausn — dem ärgsten feinde gerechtigkeit wider- 
fahren lälst, einen wohltuenden eindruck), 26, 27 usw. usw. 
Ein rührender erguls seines schmerzbewegten gemütes ist 
str. 61 ; von freudigem stolze zeugen str. 19, 20, 27 ; von laune 
und derbem humor str. 9, 10, 32 (hierin die Schilderung der 
lustigen Seefahrt), 34 (wo er über seine eigene hälslichkeit 
spottet), 45, 60, 62 (wo er seine hinfälligkeit zum gegenstände 
des scherzes macht). 

Neben gewissen sprachlichen und technischen eigentüm- 
lichkeiten ist in diesen Strophen die klar hervortretende dichter- 
individualität der beste beweis für ihre echtheit; vgl. die vor- 
rede zu meiner kritischen ausgäbe (Kopenh. 1886— 88). Andere 
Strophen sind ebenso sicher unecht (d.h. erst im 12. oder 13. Jahr- 
hunderte entstanden), nämlich str. 4, 5, 37 — 39, 49; die kriterien 
sind vor allem eine minder antike dichtungsweise, einige jüngere 
sprachformen und das fehlen der für Egill charakteristischen 
denkweise und anschauungsart. 1 ) Im übrigen verweise ich auf 
meine Altnorw. u. altisl. literaturgesch. 2 I (Kopenh. 1920). 

') Vgl. meine abhdl. in Aarbtfger 1912 s. 46— i7. 



III. Glaubwürdigkeit, komposition und stil der saga. XIX 

HL Glaubwürdigkeit, komposition und stil der Egilssaga. 

§ 24. Über den historischen und literargeschichtlichen 
wert der Egilssaga kann ich auf meine kritische ausgäbe 
(vorrede s. LIX — LXXXIX u. Litt, gesch. 2 II) verweisen und 
deswegen hier kürzer mich fassen. Ich habe dort ausgeführt, 
dafs die personalhistorischen und genealogischen angaben der 
saga als zuverlässig zu betrachten sind, da sie in den meisten 
punkten durch die besten alten quellen, besonders die Land- 
nama, bestätigt werden. Ein paar abweichungen ') sind von 
so untergeordneter bedeutung, dafs sie durchaus nicht imstande 
sind, die glaubwürdigkeit der saga zu erschüttern. 

§ 25. Was von der Unterwerfung Norwegens durch könig 
Harald erzählt wird, stimmt gleichfalls, von einigen un- 
bedeutenden einzelbeiten abgesehen, mit den darstellungen 
der konungasQgur vollständig überein. Der Verfasser benutzte 
natürlich nur das, w T as für die Ökonomie der saga und die 
entwickelung der begebenheiten unbedingt notwendig war, 
und dies ward episodisch, sobald die darstellung es erforderte, 
eingerückt; alles, was mit der geschichte der familie Kveld- 
ülfs nichts zu schaffen hatte, ward dagegen fortgelassen. 
Über die einzelnen abweichungen s. zu kap. 3, 9 und 26, 3. 2 ) 



1 ) Hierher gehört z. b., dafs Hallsteinn (v. 1. Hafsteinn) Atlason (kap. 2,2) 
in der Landnama Hästeinn genannt wird; dafs Ketill kJQlfari nach der 
Egilssaga (kap. 27, 19) der grofsvater von Grimr häleyski, nach der Landn. 
dagegen sein urgrofsvater ist; dafs I J öroddr hrisabluudr, der nach der 
Egilssaga (kap. 39, 5) ein söhn Gritns des reichen war, in der Landn. als 
ein entfernter verwandter desselben bezeichnet wird; dafs I'orbJQrg stQng 
in der Egilssaga (kap. 28, 6) als toehter des I^rir jnirs, in der Landn. da- 
gegen als seine Schwester auftritt; endlich, dafs die Egilssaga einen in 
der Landn. erwähnten bruder des Skallagrimr, namens Herlaugr gar nicht 
kennt. Diese letzte tatsache könnte auffallend erscheinen, doch ist zu 
bemerken, dafs Herlaugr, der sonst nirgends vorkommt, in der geschichte 
der familie sicherlich niemals eine rolle gespielt hat und somit auch für 
den sagaschreiber kein interesse hatte. Ob dieser ihn gekannt hat oder 
nicht, läfst sich natürlich nicht feststellen. 

2 ) Ich kann hier auf die gründliche abhandlnng G. A. Gjessings: 
„Egils sagas forhold til kongesagaen" im Arkiv for uord. filol. II (1885), 
s. 289 ff. verweisen, mit der man meine bemerkuugen in der vorrede zu 
der kritischen ausgäbe vergleichen möge. 

b* 



XX Einleitnug. 

Allem anscheine nach haben der Verfasser der Egilssaga und 
Snorri eine gemeinsame quelle benutzt. Das verfahren des 
Verfassers wird von Gjessing (s. 295) sehr gut mit folgenden 
Worten charakterisiert: „Der umstand dafs ein text, der in 
dem Haralds fattr barfagra als kontinuierliches ganze vorliegt, 
in der Egilssaga an verschiedenen stellen stückweise eingeflickt 
ist, ist ein unumstöfslicher beweis dafür, dafs die letztere, 
was die königsgeschichte angeht, aus einer geschriebenen 
konungssaga entlehnte, die mit dem in dem fattr ausgeschiedenen 
historischen texte identisch sein mufs, nicht aber mit der 
Heimskringla in ihrer uns vorliegenden redaktion". 

§ 26. Der hauptinhalt der saga, der die geschiente des 
Kveldülfr und seiner nachkommen, speziell des Egill, behandelt, 
läfst sich freilich (wenn man von der Landnama absieht, 
welche das „landnam" des Skallagrimr kurz berichtet und bei 
dieser gelegenheit auch über seine vorfahren etwas mitteilt) 
durch andere quellen nicht kontrollieren; es darf aber mit 
aller bestimmtheit behauptet werden, dafs — nach der inneren 
Wahrscheinlichkeit des erzählten zu urteilen — nichts absolut 
unwahrscheinliches, geschweige -denn unmögliches in ihr ent- 
halten ist (abgesehen natürlich von den mitteilungen über 
Zauberei u. ä. die der aberglaube des Zeitalters veranlafst hat). 

Der erste teil der saga, der die norwegischen begeben- 
heiten behandelt, das leben in der familie Kveldülfs (kap. 1), 
die wikingerzüge (ebda), alles was von B&rÖr Brynj61fsson 
und pörölfr, von ihrem Verhältnisse zu dem könige und den 
Finnlappen, den reisen pörölfs nach Finnmarken (Fiunferoir, 
konungssysla ä fjalli kap. 8) bis zum tode pörölfs der durch 
die Verleumdungen der HildirfÖarsynir veranlafst wird, mit- 
geteilt ist — alles dies stimmt vollkommen teils mit dem, 
was an sich wahrscheinlich ist, teils mit einzelheiten, die 
anderswoher wohlbekannt sind, überein. So bestätigt z. b die 
reisebeschreibung Ohteres bei Alfred dem grofsen die an- 
gaben der saga aufs beste, namentlich was den von den 
Lappen eingeforderten tribut betrifft (s. auch P. A. Munchs 
Samlede afhandlinger II, 274 ff., die detaillierten bemerkungen 
in der vorrede zu meiuer kritischen ausgäbe s. LIX — LXX 
und die verschiedenen amnerkungen des vorliegenden buches). 



III. Glaubwürdigkeit, koinposition nud stil der saga. xxi 

Das gleiche kann überhaupt von der ganzen saga be- 
hauptet werden. 

§ 27. Für die alten Schriftsteller des 12. Jahrhunderts 
lag die gröfste Schwierigkeit, wie schon oben bemerkt ist. in 
der feststeliung der Chronologie. Die Tradition hatte höchstens 
die richtige reihenfolge der begebenheiten festgehalten, und 
selbst dies war öfter eine schwere aufgäbe gewesen; wenn 
einmal die zeit, die zwischen zwei ereignissen verflossen war, 
genau angegeben war, so war dies ein glücklicher zufall. 
Wenn parallel laufende begebenheiten erzählt wurden, konnten 
mannigfache fehler sich einschleichen. An vielen stellen wird 
ganz unbestimmt gesagt: „nun verflossen eine reihe von jähren 
(oder halb jähren)" u. ä. In unserer saga wird nicht einmal 
genau angegeben, welches alter Egill erreichte ; es heilst leider 
nur: „er starb in dem 9. zehner" (d. h. als er das achtzigste 
lebensjahr bereits vollendet hatte). Die alten autoren hatten 
ja buchstäblich nichts, weder tabellen noch haudbücher, die 
sie belehren konnten. Daher ist es denn kein wunder, dafs 
die sagas, die Egilssaga nicht ausgenommen, oft fehlgreifen, 
so dafs wir genötigt sind mehr oder minder plausible Ver- 
mutungen aufzustellen; auffallender ist es, dafs zuweilen ver- 
schiedene sagas, die sonst nichts miteinander zu tun haben, 
in merkwürdiger weise übereinstimmen. Anhaltspunkte für 
uns sind sicher bekannte daten, nach denen dann die zeit 
anderer begebenheiten bestimmt werden kann, z. b. die eiu- 
fiihrung des Christentums auf Island, die todesjahre berühmter 
männer und andere wichtige ereignisse, die durch die islän- 
dischen annalen oder durch die Zeugnisse ausländischer quellen 
festgelegt sind, die königsreihen u. a. m. Durch solche hilfs- 
mittel unterstützt und unter beobachtung der inneren Wahr- 
scheinlichkeit muls man versuchen, die Chronologie der sagas 
zu verifizieren; öfter wird man dann genötigt, über die an- 
gaben einer saga einen strich zu machen. Die Egilssaga ge- 
hört, was die Chronologie betrifft, keineswegs zu den schlech- 
teren; natürlich ist auch sie nicht fehlerfrei. Offenbar hat 
sich der Verfasser oft in arger Verlegenheit befunden, nament- 
lich in dem ersten teile der saga und besonders was die be- 
gebenheiten um 900 angeht Da ich in der kritischen au«;- 



XXII Einleitung. 

gäbe (vorrede s. XXXIX — LIX) die Zeitbestimmungen ein- 
gehend geprüft und die irrtümer zu berichtigen versucht habe, 
so kann ich hier darauf verweisen. Die resultate, zu denen 
ich gelangte, sind in dieser ausgäbe am rande des textes 
vermerkt. 

Zu den positiven fehlem der saga gehört es, dafs der 
Bjarmalandszug des königs Eirikr ins jähr 914, statt ins jähr 
918, gesetzt worden ist (kap. 37, 2. 3) ; ferner kann es nicht 
richtig sein, dafs pörölfr die AsgerÖr in dem herbste desselben 
jahres (915) in dem er nach Norwegen kam, geheiratet habe 
(kap. 42, 1 — 3): damals war Asgerör noch zu jung und anderer- 
seits würde ihre tochter pördis, die erst um 955 sich ver- 
mählte, zu alt gemacht. Überhaupt ist die Zeitrechnung der 
saga zwischen den jähren 910 — 920 sehr unsicher; vielleicht 
sind sogar einzelne momente, z. b. was von £)6r61fs teilnähme 
an dem zuge nach Bjarmaland erzählt wird, unhistorisch. 

Einer der gröbsten historischen fehler des Verfassers (oder 
wohl eher der tradition) ist es, dafs der kämpf, in dem pörölfr 
fiel, offenbar, wie man längst erkannt bat, mit der berühmten 
Schlacht bei Brunanburgh oder Wendune zusammengeworfen 
ist. Dieser letztere name (der z. b. bei Simeon Dunelmensis, 
Mon. hist. Brit. 1,686, genannt wird) stimmt so auffallend zu 
dem „Vfnheio'r" der saga (kap. 52, 12), dafs an der identität 
der beiden namen kaum gezweifelt werden kann. Nun mufs 
aber der kämpf, an dem ftörölfr und Egill teilnahmen, schou 
etwa 12 jähre früher stattgefunden haben. Da er vermutlich 
nicht sehr bedeutend war, so ist es leicht erklärlich, dafs die 
gewaltige schlacht von Brunanburgh ihn völlig verdunkelte 
und die erinnerung an ihn verlöschte: was in jenem ersten 
kämpfe vorgefallen war, ward also auf das spätere ereignis 
übertragen. *) 

Unrichtig ist es ferner, wenn die saga anzunehmen scheint 
(kap. 67, 1 — 3), dafs der tod des königs AÖalsteinn ungefähr 
gleichzeitig mit dem des Eirfkr blöÖox erfolgt sei. Eirikr fiel 
nämlich erst etwa 10 jähre später, nachdem der b rüder und 
nach folger Aöalsteins, Eadmund, ebenfalls schon gestorben war 

Über den kämpf und die lokalität siehe jetzt Geo. Neilson: Brunan- 
burh and Burnswork in Scott, liist. Review 1909; vgl. anch Whistler: 
Hrunanburh and Vinheith in Sagabook VI. 



III. Glaubwürdigkeit, kömposition und stil der saga. XXTII 

(Eadmund j 946). Die letzte reise Egils wird daher bald 
nach 950 und nicht bereits 940 unternommen sein. Es ist 
aber nicht auffallend, dals man im 12. Jahrhundert in Island 
über die ausländischen könige und ihre regierungszeit weniger 
genau unterrichtet war. 

Auf andere irrtümer ist in den anmerkungen aufmerksam 
gemacht. 

§ 28. Die geographischen kenntnisse des Verfassers 
sind dagegen im allgemeinen überraschend genau. Wenn wir 
von seiner beschreibuug des Schauplatzes der Schlacht auf der 
„VinheiÖr", die wir nicht imstande sind zu kontrollieren 1 ) und 
den Schilderungen von Kurland (kap. 40) und Friesland (kap. 69), 
die sehr glaubwürdig und mit den gegenwärtigen Verhält- 
nissen übereinstimmend zu sein scheinen, absehen, so ist fast 
alles, was er über isländische und norwegische lokalitäten mit- 
teilt, durchaus richtig, ebenso die angaben über Nordhumber- 
land (kap. 51, 3) und Vermaland (kap. 70). 

Über die verschiedenen norwegischen landschaften und 
ihre geographische läge ist der Verfasser genau orientiert; ja 
sogar seine beschreibung von Finnmojk und den nördlichen 
teilen der skandinavischen halbinsel (kap. 14, 5 — 7) ist unan- 
fechtbar. Er weiis auch, dafs in der ältesten zeit zu dem 
verbände der Gula]?ingsl()g nur 3 fylki gehörten (kap. 56, 33 
und anm.), während bereits Hakon der gute noch zwei fylki 
(Rogaland und Agöir) hinzufügte. 2 ) Man möchte glauben, dafs 
der Verfasser selber* in Norwegen gewesen ist und das land 
kreuz und quer durchreist hat. Nur ein paar kleine un- 
genauigkeiten finden sich: so würde Foldina (kap. 19, 13) 
besser durch Vikina ersetzt; der hof Blindheimr (kap. 64, 5) 
liegt nicht auf der insel HgÖ, sondern auf der insel Vigr; Eid 
(kap. 4, 9) ist eine besserung statt des handschriftlichen Eiösjo 
oder Eiönskög — dieser fehler rührt aber vielleicht gar nicht 
von dem Verfasser, sondern von einem abschreiber her. 

Kommen wir nun nach Island, so sehen wir sofort, dafs 
der Verfasser über die heutige Myrasysla (Myrar) und die 
gegend auf beiden Seiten des BorgarfJQrÖr in allen details so 

*) S. jedoch die angef. abhdl. v. Geo. Noilson. 

2 ) S. Ebbe-Hertzberg, Deu seldste norske proces (1874) s. 139. 






xxiv Einleitung. 

genau unterrichtet ist, dafs er selber hier gewohnt und ge- 
lebt haben muls. Er kennt jeden hof, jeden pfad, jeden flufs, 
die bucht mit allen ihren Strömungen, schären und brandungen 
(kap. 78, 10), ja so zu sagen jeden stein dieser Landschaft. 
Dafs dies sich konstatieren läfst, ist sehr wichtig, denn die 
saga gewinnt natürlich dadurch an glaubwürdigkeit, dafs der 
Verfasser den Schauplatz der handlang aus autopsie kannte. 

Auch mit den anderen teilen des landes ist er sehr genau 
vertraut. Vgl. auch die krit. ausgäbe, vorn s. LXXXIVf. 

§29. Was die in der saga berührten juristischen Ver- 
hältnisse betrifft (es ist nicht viel und meist auch nicht von 
verwickelter art), so kann ich auch hierüber auf die kritische 
ausgäbe (vorr. s. LXXXVI— LXXXV1II) und die anmerkungen 
zu den in betracht kommenden stellen verweisen, besonders 
aber auf die abhdl. K. Maurers „Zwei rechtsfälle in der Eigla" 
(1895). Nur einiges wenige mag hier erörtert werden. 

Die söhne der HildiriÖr (kap. 7, 9 — 10) waren nach nor- 
wegischem gesetze nicht erbberechtigt, da die ehe ihrer rnutter 
mit BJQrgölfr nicht unter den vorgeschriebenen form ali täten 
abgeschlossen war, mithin als konkubinat gelten ruufste; pörölfr 
war daher in seinem vollen rechte, wenn er sich weigerte, 
ihnen anteil an dem erbe zu gewähren. 1 ) 

Was kap. 9, 10— 12 von den testamentarischen bestimmungen 
BärÖs, die durch könig Haraldr bestätigt wurden, erzählt wird, 
ist kaum zu beanstanden. Nur darf man nicht annehmen, 
dafs Bärör eine Schenkung im buchstäblichen sinne vollzog. 
Der sinn seiner letzt willigen Verfügungen ist offenbar nur der, 
dafs er bis zur mündigkeit seines sohnes die nutzniefsung 
seiner fahrenden habe und die Verwaltung des landbesitzes, 
den seine frau in die ehe mitgebracht hatte (Saudnes) dem 
pörölfr, der nach dem willen des erblassers mit seiner witwe 
sich vermählen sollte, übertrug. Was die iusel Torgar an- 
betrifft, so war diese nicht Privateigentum des Barör, sondern 
ein krongut, das er als lendr maÖr (vgl. kap. 7,1) verwaltete; 
hiermit konnte also der könig nach eigenem willen verfügen, 
mithin auch — nach dem wünsche des sterbenden — den 



*) K. Maurer beweist, dafs die Schilderung und auffassnng der saga 
unzweifelhaft richtig ist. 



II T. Glaubwürdigkeit, koniposition und stil der saga. XXV 

pörölfr als nachfolger einsetzen. Der bericht der saga ist, 
soweit wir seben können, durchaus nicht unwahrscheinlich; 
auch finden sich aus späterer zeit parallelen dazu: siehe die 
kritische ausgäbe, vorr. s. LXXXVII, anm. 2. 

Über den grofsen streit Egils mit Berg Onundr und Atli 
habe ich schon oben (§ 19) mich ausgesprochen und kann 
darauf und auf die anmerkungen verweisen. Hier sei nur 
noch folgendes bemerkt. Wenn es kap. 56, 42 heilst, dafs 
„3x12 männer das urteil fällen sollten", so ist dies sicher 
vollkommen richtig, da die angäbe durch eine bestimmung in 
dem jüngeren landrechte des königs Magnus Hakonarson (NgL 
II, 14) bestätigt wird. Dieser ausschuf s von 36 mänuern (die 
lQgr&ta) hatte sowohl die gesetzgeberische als die richterliche 
tätigkeit auszuüben und war in beiden fällen souverän, d. h. 
nur durch die geltenden gesetze beschränkt. Doch ist es 
natürlich, dals der könig der lo_gretta gegenüber, namentlich 
in allem, was die gesetzgebung anging, eine beratende stimme 
hatte: dies wird kap. 56, 56 durch die worte efkomingr bann- 
adi cigi (die gewifs nicht verbo tenus zu verstehen sind) an- 
gedeutet; den richtern war eben daran gelegen, in einem 
prozesse, in dem die eine der streitenden parteien ein aus- 
länder war, die meinung des königs, als des hüters der ge- 
setze, zu hören. Die antwort des königs (at hann mundi par 
hvdrJci at vinna, at leggja d pat lof eöa bann) ist also voll- 
kommen korrekt und loyal; auch würde Egill ohne zweifei 
sein recht bekommen haben, wenn das thing nicht durch ge- 
waltsamkeit entweiht und aufgelöst worden wäre. 

Die richter selbst wurden offenbar von den hersen (wie 
in Island von den goden) gewählt, und wenn es heilst, dafs 
ArinbJQrn und porör von Aurland sie (d. h. 2 / 3 von ihnen, also 
zwei tylftir) wählen sollten, so war damit die garantie ge- 
geben, dafs nur sachkundige und unparteiische männer dazu 
berufen wurden, das urteil zu fällen, und es war selbstver- 
ständlich nicht beabsichtigt, dafs sie gegen recht und gesetz 
Zugunsten Egils entscheiden sollten. 

Gerichtliche beweismittel waren in erster linie die Zeugen- 
aussagen (pitni, kap. 56, 50). Wenn Berg-Onundr erklärt, dafs 
er zeugen beibringen werde, dafs pöra hlaöliQnd wirklich ent- 
führt worden sei, so war er dazu allerdings imstande; aber 



XXVI Einleitung. 

er vergifst oder leugnet mit unrecht, dafs später tatsächlich 
eine Versöhnung* zustande gekommen und die heirat nachträg- 
lich legalisiert worden war, wodurch den rechtlichen folgen 
der entführung vorgebeugt war; es ist diese tatsache, die 
Ariubjorns zeugen durch ihre aussagen beweisen sollten (kap. 
■56, 54). t) 

Die zeugen mufsten stets ihre aussagen durch einen eid 
bekräftigen; darum hiefsen sie auch kollektiv eiöalxÖ (kap. 66,13; 
vgl. 56. 54). 

Wenn einer der streitenden meinte, daEs er durch den 
prozefs nicht zu seinem vollen rechte gelangen könne, so stand 
es ihm frei, diesen fallen zu lassen und zu einem anderen 
mittel zu greifen, indem er nämlich den gegner zum Zwei- 
kampfe (holmganga) herausforderte (vgl. hierüber die an- 
merkungen zu kap. 65, 14). Durch einen Zweikampf (der zwar 
keineswegs im gesetze vorgesehen, wohl aber durch das alte 
herkommen eingewurzelt war und von dem geforderten, wenn 
er nicht den Vorwurf der feigheit auf sich laden wollte, nicht 
gut abgelehnt werden konnte), gelangte denn auch Egill, 
da er seinen gegner Atli tötete, 2 ) endlich zu seinem rechte 
und in den besitz der guter, um die er so lange und heftig 
gestritten hatte. 



1 ) K. Maurer bat in der angef. abhdl. diesen rechtsstreit behandelt ; 
sein resultat lautet: „bei jenem [d. h. diesem rechtsfalle] dagegen haben 
sich in ihr nicht wenige Unklarheiten und Unebenheiten ergeben, welche 
den rechtsgeschichtlichen wert der quelle sehr erheblich beschränken. 
Sieht man iudessen genauer zu, so stellt sich sofort heraus, dafs auch bei 
dem zweiten rechtsfalle die berichteten Vorgänge ihrem wesentlichen ver- 
laufe nach keinen anlafs zu einer beanstandung bilden, dafs vielmehr alle 
sich erhebenden bedenken lediglich gegen deren ausmalung im einzelnen 
sich richten." 

2 ) Man wird vielleicht fiuden, dafs die weise, auf welche Egill den 
Atli tötete (kap. LXV, 26), sehr unglaublich sei. Ich bin aber von 
einem norwegischen Studenten auf eine erzäblung von einem ereignisse 
in einem kriege des 19. Jahrhunderts aufmerksam gemacht worden. Ein 
gebildeter junger mann (sogar theologe) erzählte, dafs er im wilden kämpfe 
plötzlich auf dem körper eines schwergebauten feindes lag; in der hitze 
des kampfcs bils er mit allen kräften in die kehle des feindes, und er 
liefs nicht früher ab, als bis er merkte, dafs das leben des feindes er- 
loschen war. Wie viel leichter ist es, einen solchen Vorgang im 10. Jahr- 
hundert sich zu denken. 



III. Glaubwürdigkeit, komposition und stil der saga. XXVII 

Über die forderung Egils auf das erbe Ljöts s. oben § 19. 

Der thingstreit zwischen |)orsteinn und Steinarr steht in 
völliger Übereinstimmung mit dem isländischen prozessual- 
verfahren; allerdings kennen wir dieses nur vom althing her, 
doch ist es wohl unzweifelhaft, dafs für das frühjahrsthing 
genau dieselben bestimmungen galten. 

Die saga mufs also auch, was diese partien betrifft, als 
zuverlässig und wohlunterrichtet betrachtet werden. 

§ 30. Aus allen diesen ausführungen geht klar hervor, 
dafs der Verfasser ungewöhnliche personalhistorische wie all- 
gemein geschichtliche kenntnisse besessen und dafs er, wie 
aus den sehr detaillierten beschreibungen der Verhältnisse 
pörölfs und der reisen Egils sich ergibt, alle traditionell des 
geschlechts sorgfältig gesammelt und geordnet hat. Er war 
ferner über die in- und ausländische geographie sehr genau 
unterrichtet und auch im alten rechte wohl bewandert. 

§ 31. Es ist schon oben (§ 14) bemerkt worden, dafs in 
den verschiedenen sagas individuelle Verfasserinteressen zu 
tage treten. Was unsere saga betrifft, so geht aus zahlreichen 
stellen deutlich hervor, dafs ihr autor den altertümern be- 
sondere Vorliebe zuwendet. Es ist offenbar, dafs er die alten 
sagen seines Vaterlandes und des nordens überhaupt im hin- 
blick auf die einrichtungen und zustände der vorzeit, auf alte 
sitten und gebrauche, auf die lebensweise und beschäftigungen 
der vorfahren mit grofsem eifer studiert hat, und es kann 
keinem zweifei unterliegen, dafs seine kenntnis dieser dinge 
gründlich und sein blick kritisch geschärft gewesen ist. 

So ist z. b. seine beschreibung der landwirtschaftlichen 
Verhältnisse in Myrar (kap. 28, 1; 29, 1 — 6) sicherlich voll- 
kommen zutreffend: sie waren nämlich im 12 Jahrhundert im 
wesentlichen noch ebenso wie im 10., wie überhaupt auf Is- 
land bis auf den heutigen tag sich in dieser beziehung wenig 
geändert hat. Der ackerbau (kap. 29, 3) war gewifs immer 
unbedeutend, doch wird auch in auderen sagas an verschiedenen 
stellen berichtet, dafs er tatsächlich betrieben ward, was auch 
manche Ortsnamen beweisen. Schon sehr früh ist er jedoch 
gänzlich aufgegeben, da er mühe und kosten nicht lohnte. 






XXVIII Einleitung. 

Was über die gewerbe in Halogaland mitgeteilt ist (kap. 
10, 5) stimmt mit der besclireibung des Nordlandes von dem 
pfarrer P. Claussön (Undalinus, 1545--1G14; s. seine Samlede 
skrifter s. 379 — 87) sowie mit dem gegenwärtigen betriebe 
tiberein; so wie er in der saga geschildert wird, ist er zu 
allen Zeiten gewesen. Dafs damals auch ackerbau in jener 
gegend stattfand, läfst sich aus der erwähnung einer grofsen 
kornseheune (kap. 11, 3) schlielsen; ich verweise auf die an- 
merkung zu dieser stelle. Auch Ohtere teilte dem könige 
Alfred mit, dals dieses gewerbe, wenn auch in beschränktem 
umfange, dort betrieben ward. Die in unserer saga erwähnte 
herings- und dorschfischerei ist in Ohteres reisebeschreibung, 
kurz wie sie ist, wohl als etwas selbstverständliches übergangen; 
dagegen wird dort von bedeutendem walfischfang gesprochen, 
über den wiederum unsere saga nichts berichtet, möglicher- 
weise weil der Verfasser ihn nicht kannte, wahrscheinlich 
aber, weil por61fr ihn nicht betrieb, die tradition mithin nicht 
veranlassung hatte, desselben zu gedenken. 

§ 32. Seine rein antiquarischen interessen legt der Ver- 
fasser dadurch an den tag, dafs er zu verschiedenen angaben 
worte hinzufügt wie: sem sidvenja var til (kap. 7, 4; 55,2); 
sem pd var sidvenja til (kap. 9, 8) ; eptir sidvenju svd sem tut 
var (kap. 22, 27) ; pau väpn vdru J)d tid (kap. 40, 7) ; sem par 
er sidvenja til (kap. 46, 24); ])at var ])d mihill sidr (kap. 50, 8); 
]>au spjöt vdru hollud brynpvarar (kap. 53,3); pat vdru hölm- 
gongulgg i pann tima (kap. 64 , 39) ; pat vdru oh log oh fom 
sidoenja (kap. 65, 14); pat vor siör manna (kap. 65, 18); pat er 
siör manna (kap. 75, 12); eptir fornri sidvenju (kap. 78, 33); 
en pat var engt sidr (kap. 78, 59); pviat pat vdru log (kap. 81, 20). 
Mit allen diesen bemerkungen scheidet der Verfasser bestimmt 
die zustände seiner eigenen zeit von denen der vorzeit (d. h. 
der heidnischen zeit auf Island und im norden) oder die 
einrichtungen fremder länder von denen seines heimatlandes. 
Dies würde er nicht getan haben, wenn er nicht genau unter- 
richtet gewesen wäre oder nicht wenigstens geglaubt hätte 
es zu sein. Er beweist z. b., dafs er weifs, wie man in der 
heidnischen zeit die verstorbenen begrub (kap. 9, 8 ; 22,27; 
55, 2), ohne eine nähere besclireibung zu geben; er weifs, wie 



III. Glaubwürdigkeit, kouiposition und stil der saga. XXIX 

das leichenmahl abgehalten wurde (kap. 78, 33) und wie 
man bei den gastgelagen zu trinken pflegte (kap. 7, 4). Er 
kennt ferner art, gebrauch und namen verschiedener waffen 
(kap. 40, 7; 53,3; vgl. besonders die bem erklingen, die an die 
erwäbnung des Schwertes Dragvendill geknüpft sind, kap. 61,11); 
er ist über den (auf Island im jähre 1006 abgeschafften) 
Zweikampf, sowie über die dabei beobachteten regeln und 
die rechtlichen folgen desselben genau unterrichtet (kap. 64, 39; 
65, 14. 18); er weifs, wie lange ein besuch dauern darf 
(kap. 78, 59) — doch alles dies ist nicht wunderbar, aber 
merkwürdig ist es, dafs er auch die sitte mit den bastseilen 
kennt (kap. 75 12), was ein isländischer brauch nicht war. 
Auch ist dem Verfasser genau bekannt, worin die primsigning 
(prima signatio) bestand (kap. 50, 8) — nebst vielem anderen, 
worüber er besondere bemerkungen nicht macht. So sind 
seine mitteilungen über die gestir (kap. 18, 4), die kampf- 
methode der Schotten (kap. 54, 4), über altertümliche kleidung 
(kap. 53, 3; 78, 15) unzweifelhaft völlig unanfechtbar; wenn 
auch seine angäbe, wie das feuer in Kurland entzündet ward 
(kap. 46, 24) richtig ist, so sind seine kenntnisse in Wahrheit 
merkwürdig. 

Hervorgerufen ist dies ausgeprägte antiquarische interesse 
durch die unverkennbare bewunderung der vorzeit, die jedoch 
nicht in aufdringlicher weise sich bemerklich macht, sondern 
wie eine heimliche liebe verborgen gehalten wird. Zum be- 
wufsten ausdruck kommt sie jedoch einmal in der geradezu 
homerischen wendung: oh manu nü ekki lief ja meira fjörir 
menn (kap. 30, 10). 

§ 33. Schon oben ist die fähigkeit des Verfassers, seinen 
stoff zu einem wohlgeordneten und logischen ganzen zu ge- 
stalten, kurz hervorgehoben worden. Nur wenige sagas können 
in dieser beziehung mit der unsrigen wetteifern; von keiner, 
auch nicht von der Heimskringla, wird sie übertroffen. Wieder 
darf hier daran erinnert werden, in wie geschickter weise die 
partien aus der norwegischen königsgeschichte in die saga 
verwoben sind. Sonst seien als beispiele dafür, wie sorgfältig 
der autor komponierte und wie fein er die Wirkungen be- 
rechnete, nur noch zwei fälle besonders erwähnt. 



XXX Einleitung. 

Kap. 29, 7--9 gescbiebt des Oleifr hjalti, einer person, die 
in der saga nur eine recht unbedeutende rolle spielt, in ziem- 
lich ausführlicher weise erwähnung. Dies kann bei der ersten 
lektüre befremden erregen, ist aber durchaus wohl begründet. 
Dafs das stück an dieser stelle eingesetzt ist, haben chrono- 
logische gründe veranlafst (die richtige reihenfolge der be- 
gebenheiten sollte eingehalten werden); dafs es überhaupt in 
der saga einen platz fand, hat darin seinen grund, dafs Oleifr 
später (kap. 40, 9) als hilfsbereiter freund des Skallagrimr und 
seiner familie auftritt. Dadurch erklärt sich auch die Sym- 
pathie für Oleifr, von der die erste stelle zeugt. Diese stelle 
beweist auch, mit welcher Wachsamkeit die Verfasser dafür 
sorgten, dafs keine person unerwartet „in die saga käme", wie 
es altn. heift, und dafs keine begebenbeit unmotiviert dastände. 

Das andere bcispiel ist die prächtige Schilderung Egiis 
selbst (kap. 55, 7 — 9). Es ist in die äugen springend, dafs 
diese meisterhafte, mit wenigen markigen strichen entworfene 
beschreibung des beiden, in der ganzen saga keinen besseren 
platz erhalten und an keiner anderen stelle eine so mächtige 
Wirkung hervorrufen würde, als dort wo sie steht. Es war 
ein glücklicher, ja ein genialer einfall, die überaus charakte- 
ristische erscheinung Egils, der damals im kräftigsten mannes- 
alter stand, gerade in dem augenblicke dem leser so an- 
schaulich vorzuführen, wo der held in gewaltigster innerer 
erregung ist, wo der tiefe schmerz um den geliebten bruder 
und die heftige erbitteruug gegen die mörder seine seele be- 
wegen; diese gefühle sind von ganz anderer art als z. b. der 
schwere, drückende kummer des greises über des sohnes tod 
(kap. 78, 15), der gleichwohl so mächtig ibn erschüttert, dafs 
die seufzergeschwellte brüst die knappanliegende kleidung 
(die auch hier kurz und angemessen bescbrieben wird) zer- 
sprengt — eine hyperbel, die aus der heldensage bekannt ist 
(vgl. die Strophe im 29. kapitel der Vojsunga saga). 

§ 34. Die Schilderung der personen und die Zeichnung 
der Charaktere ist in der Egilssaga (wie auch in den meisten 
anderen isländischen sagas) ausgezeichnet, doch ist dies wohl 
weniger das verdienst des eigentlichen Verfassers, als das der 
tradition, die den Charakter anfgefafst und festgehalten hat. 



III. Glaubwürdigkeit, kompösition und stil der saga. XXXI 

Zunächst der geschlechtscharakter der Myramenn. Dieser 
Charakter, der schon oben (§ 17 — 18) kurz gekennzeichnet ist, 
war allerdings nicht bei allen mitgliedern der familie in 
gleicher schärfe ausgeprägt. Er zeigt sich teils als stürmische 
leidenschaftlichkeit, wenn rechte und ansprtiche der familie 
durchgesetzt oder verteidigt werden sollen (Kveldülfr in einem 
falle, Skallagrimr, insbesondere Egill und Sküli porsteinsson), teils 
als ein bang zur mülsigkeit und zu zurückgezogenem leben, 
als besonnenheit und vornehme Zurückhaltung (Kveldülfr, pör- 
61fr der ältere, porsteinn und gewissermafsen auch Egill), mit 
der jedoch ein zähes festhalten an dem für recht erkannten 
verbunden ist: dies ist eine allen gemeinsame eigenschaft. 
Die einzelnen personen sind feste, abgeschlossene Charaktere 
aus einem gufs: es gibt kein schwanken bei ihnen, nur ein 
entweder — oder, nichts drittes, keinen mittel weg. Auch das 
verhalten Egils am hofe Eiriks bildet keine ausnähme : er ver- 
fafst zwar, um sein leben zu retten, ein lobgedicht auf den 
bitter gehalsten feind seines geschlechts, aber dieses gedieht 
enthält keine niedrige Schmeichelei, sondern preist an dem 
könige nur, dafs er ein unerschrockener held sei und seinen 
freunden und mannen mit freigebiger band gold spende — 
und dies war die Wahrheit. Auch fand keineswegs eine Ver- 
söhnung zwischen den beiden gegnern statt — eine solche 
war nach dem vorgefallenen unmöglich und Egill hätte sie 
schwerlich angenommen — , unzweifelhaft war auch er es, der 
aus der kritischen Situation mit gröfserer ehre hervorging, denn 
die darstellung der saga lälst offenbar die auslegung zu, dafs 
Eirikr nicht sowohl aus edelmut dem Egill das leben schenkte, 
sondern eher aus der besorgnis, anderenfalls seinen treuesten 
und erprobtesten freund, den ArinbJQrn, zu verlieren. 

Das bild, das die saga von Gunnhildr, der „mutter der 
könige", uns entwirft, entspricht vollkommen demjenigen, das 
die anderen quellen uns liefern: es ist das bild einer tyran- 
nischen, grausamen und rachgierigen frau, der jedes mittel, 
das zum ziele führt, und wäre es das verwerflichste, recht 
ist, dabei eines weibes von unbändiger Willenskraft, fester 
entschlossenheit und eiserner energie. 

Unter den übrigen personen ragt besonders ArinbJQrn 
hervor, ein edelmann vom wirbel bis zur zehe, in dem treue, 



XXXII Einleitung. 

Pflichtgefühl und vornehme gesinnung gleichsam verkörpert 
erscheinen. Er wird mehrmals auf eine harte probe gestellt, 
aber nie auf eine härtere, als in York bei könig Eirikr — 
besteht sie jedoch aufs ehrenvollste. Wie er seine besitzungen 
und sein Vaterland verlassen hatte, um dem verbannten könige 
auch in der fremde als treuer berater zur Seite zu stehen, er- 
wies er sich auch in gleicher weise treu und aufopfernd seinem 
freunde Egill gegenüber, als dieser in gefährlichster läge seines 
beistandes bedurfte; keinen augenblick schwankt er, mit der 
gröfsten geistesgegenwart, kühnheit und standhaftigkeit ver- 
teidigt er den bedrohten gegen denselben fürsten, dem er so 
unverbrüchliche gefolgschaft geleistet hatte, unbekümmert 
darum, dafs er gnade und gunst des lehnsherren aufs spiel 
setzte. Und noch einmal bewies er die treue und unerschütter- 
liche anhänglichkeit an das fürstengeschlecht, dem er diente, 
als er die heimat, in die er nach Eiriks tode zurückgekehrt 
war, wiederum — und diesmal für immer — verliefs, um dem 
geliebten pflegesohne, dem jungen prinzen Haraldr, sich an- 
zuschliefsen, dem er bei Hals in den tod folgte (kap. 69, 22). 

Nicht minder trefflich sind auch die übrigen Charaktere 
der saga gezeichnet, z. b. die brüder Berg-Onundr und Atli, 
diese hochmütigen, ungerechten, aber auch tapferen männer, 
die, auf die Unterstützung der stärkeren — des königs und 
Gunnhilds — rechnend, trotzig zu behaupten versuchen, was 
sie unrechtmäfsiger weise sich angeeignet. Von gleichem 
kaliber ist auch Steinarr Sj6nason, der, solange Egill selber 
noch zu Borg wohnte, keinerlei übergriffe gewagt hatte, nach- 
her aber rechte, die ihm nicht zukamen, mit gewalt zu er- 
zwingen unternimmt. 

Köstliche figuren sind auch die söhne der Hildiriör, 
diese feigen, aber listigen und verschlagenen Schwächlinge, die 
durch geschickte Verleumdungen ihre ungesetzlichen ziele er- 
reichen, dann aber die wohlverdiente strafe erleiden. Ein 
anderes brüderpaar, Hallvarör und Sigtryggr, die eigent- 
lichen schurken der saga, sind ebenfalls mit wenigen strichen 
glücklich charakterisiert. In ihrer Schamlosigkeit und bös- 
willigkeit sind sie die richtigen leute für das amt, das der 
könig ihnen übertragen hatte. Da sie jedoch an kühnheit 
und kampftüchtigkeit den gegnern nicht entfernt gewachsen 



III. Glaubwürdigkeit, komposition und stil der saga. XXXIU 

sind, so finden sie schliefslich einen schimpflichen Untergang, 
was der Verfasser mit nur schwach verhüllter Schadenfreude 
erzählt, die auch bei der erzählung von dem professionellen 
berserker, dem elenden Ljötr, sich bemerklich macht. Besonders 
wirksam ist es, dafs er den könig selber mit beifsendem witz 
über die brüder sich äufsern läfst (kap. 21, 7), der offenbar 
seine Pappenheimer kannte. 

. Von den anderen untergeordneteren personen sei noch 
Iri erwähnt, der als typus des scharfsichtigen, schnellfülsigen 
und treuen dieners besonders klar und anmutig geschildert 
ist (kap. 83, 4 — 5. 10); ferner der echt sklavisch gesinnte, 
trotzige und im vertrauen auf seine kraft allzu sorglose 
prandr (kap. 80; 81). Auch die verschiedenen personen, die 
Egill auf seiner reise nach Vermlaud trifft, sind in ihrer eigen- 
tümlichkeit vortrefflich aufgefafst: der boshafte, hinterlistige 
Armöör, seine kleine, lieblich -kindliche tochter, der brave 
bauer porfinnr, der wunderliche aber tüchtige AI fr in seiner 
ein wenig humoristischen naivetät. 

Alle diese Charaktere machen durchweg den eindruck der 
lebenswahrheit, keiner ist durch Übertreibungen zur karrikatur 
entstellt. 

§ 35. Der stil der saga ist durchweg ausgezeichnet. 
Die darstellung ist lichtvoll und abgerundet, und die er- 
zählung schreitet leicht und ungezwungen vorwärts. Sie ist 
nicht so wortreich, dafs sie gefahr liefe in weitschweifige 
breite sich zu verlieren, aber ebensowenig von solcher ge- 
dräugtheit, dals die Verständlichkeit schaden litte. Die satz- 
bildung ist im ganzen einfach und durchsichtig; nur an einigen 
stellen, auf die ich in den anmerkungen aufmerksam gemacht 
habe, ist die Verbindung etwas unregelmäfsig und locker, nicht 
streng syntaktisch — doch ist dies ein charakteristischer zug 
der volkstümlichen erzäblungsweise, welcher der ganzen dar- 
stellung eine eigentümliche anmut und frische verleiht. Öfter 
verrät sich eine gewisse hast in ungewöhnlich kurzen Sätzen 
(z. b. kap. 14, 10), während doch sonst eine ungewöhnliche, 
ihrer Wirkungen wohl bewufste kunst deutlich erkennbar ist, 
die namentlich durch die sorgfältige art, wie die Wörter im 
satze geordnet sind, bemerkbar wird (vgl. z. b. kap. 3, 10; 

Sagabibl. 111. C 



XXXIV Einleitung. 

12, 12 u. ö.). Besonders häufig* ist dies im dialog zu beobachten. 
Diese kunst steht in ihrer art ebenso hoch wie die der ganzen 
komposition. Überhaupt treten alle Vorzüge, die wir oben 
(§ 7) der isländischen saga im allgemeinen nachrühmten, in 
der unsrigen besonders klar und deutlich zutage. 

§ 36. Dafs der autor bei der abfassung seines Werkes in 
der weise verfuhr, die wir oben (§ 5) kurz zu schildern ver- 
suchten, scheint unzweifelhaft. Seine quellen (die familien- 
tradition, die Strophen und lieder Egils, eine schon geschrieben 
vorliegende norw. königsgesehichte) sind bereits erwähnt oder 
angedeutet. Er selbst redet nur selten von denselben: nur 
einmal verweist er auf skaldenlieder (von Eirikr blööox, 
kap. 37, 3; vgl. die anm.) und ein zweites mal neben skaldischen 
dichtungen auf eine saga (von Hakon dem guten, kap. 76, 11). 
Aulserdem wird an einer stelle (kap. 85, 19 — 21) verschiedener 
lokaltraditionen gedacht — aber gerade dies hat eine weit 
allgemeinere bedeutung und läfst uns erraten, wie der Ver- 
fasser überhaupt gearbeitet hat. 

Seinen stoff hat der Verfasser aufs beste geordnet und 
ausgestaltet. Alles ist in einer wunderbar logischen und har- 
monischen weise verarbeitet, jedes einzelne ereignis kunstvoll 
in den rahmen des ganzen eingefügt. So bildet die saga vom 
anfang bis zum Schlüsse ein schön abgerundetes, gleichförmiges 
ganze, ein durch streben nach historischer Wahrheit aus- 
gezeichnetes, mit rücksicht auf komposition, personalschilderung 
und stil gleich vollendetes meisterstück. 

Unter diesen umständen ist es begreiflich, dafs man nach 
einem bestimmten Verfasser der Egilssaga gesucht und sie 
keinem geringereu zugeschrieben hat, als Snorri Sturluson 
selbst. Vor jähren neigte auch ich dieser annähme zu, aber 
ich fand, dals doch zu vieles ihr widerspricht, besonders der 
umstand, dafs die abfassung der saga kaum später als 
um 1200 angesetzt werden darf. Nichtsdestoweniger hat 
prof. B. M. Olsen den versuch gemacht zu beweisen, dafs Snorri 
tatsächlich der Verfasser sei; vgl. seine abhdl. im Skirnir (1905): 
Er Snorri Sturluson höfundur EgilssöguV Seine hauptargumente 
sind die angäbe der saga über die landnahme des Skallagrimr 
(vgl. auch die abhdl. desselben verf. Über die Landnäma u. 



III. Glaubwürdigkeit, komposition und stil der saga. xxxv 

Egilss. Aarboger 1904) — dies ist jedoch kaum beweiskräftig, 
vgl. meine Litt. hist. 2 II, 412 — und gewisse verbale Überein- 
stimmungen zwischen unserer saga und der Heimskringla, die 
nicht zu leugnen sind, aber auch auf andere weise erkärt 
werden können. 

Wie oben angeführt, hat W. EL Vogt über die ersten 
66 kapitel der saga eine abhdl. geschrieben, worin er zeigen 
will, dafs die saga das werk eines mannes sei; er untersucht 
demnächst „die vor- und nebenstoffe der haupterzählung, wie 
weit sie dem hauptstoff gedanklich und technisch" eingeordnet 
sind; endlich betrachtet er „die erzählungstechnik des haupt- 
strauges der saga". Man kann mit dem verf. vielfach einig 
sein; aber er hat nach meiner meinung auch vielfach die 
Sache auf die spitze getrieben, und einiges hat er milsverstanden 
(z. b. die bedeutung der nennung des farbanns). Namentlich 
bin ich mit Vogt nicht einverstanden, wenn er dem Verfasser 
eine dichterische behandlung des Stoffes zutraut, da mit be- 
wufster absieht eine sogenannte zweisträngige erzählungsweise 
im ersten abschnitt, eine einsträngige dagegen in dem zweiten 
durchgeführt sei. Diese „erzählungsweise", wenn sie in Wirk- 
lichkeit überhaupt existiert, ist nicht die erflndung des saga- 
verfassers, sondern beruht auf der alten Überlieferung und dem 
in dieser gegebenen stoffe. So wurde es von alters her erzählt, 
so mufste es in dem geschriebenen werke hervortreten. Vogt 
hat ja auch viele Unebenheiten, lücken im Pragmatismus, fehler 
in der Chronologie nachgewiesen u. dgl. mehr; es scheint mir, 
dafs ein bewufster dichter solche auslassungen und fehler nie 
begehen konnte. Vogt betont, dafs die saga eine „auffassung 
der notwendigkeit" (in der reihenfolge der begebenheiten) auf 
grund der Charaktere, nicht auf grund des Schicksals, aufweise 
und dafs dies ein jüngeres Stadium bezeichne. Beide können 
jedoch sehr gut vereinigt werden ; jedesfalls ist es mehr als 
zweifelhaft, ob dieser umstand ein jüngeres Stadium in der 
auffassung voraussetzt. Wenn der verf. in seiner abhdl. über 
die Haupteslösung von einem christlich -ritterlichen einschlag 
in „Egilss." spricht, besonders im hinblick auf das auftreten 
Arinb jorns — kann ich ihm durchaus nicht zustimmen. Aber 
darin hat der verf. gewifs recht, dafs das ganze werk von 
einem Verfasser herrührt. 



XXXVI Einleitung. 

Noch weniger bin ich mit den ausführungen von A. Bley 
in seinem buch Eigla-studien (1909) einverstanden; ich kann 
jedoch hier nicht näher darauf eingehen, da dies einen un- 
verhältnismäfsig grolsen räum beanspruchen würde. Der verf. 
sagt: „Die Eigla ist kein historisches, sondern ein poetisches 
werk", und er behandelt sie wie die Schöpfung eines modernen 
dichters. Das ist eben der grundirrtum des verf. Eine solche 
betrachtungsweise mufs ich grundsätzlich abweisen. Der verf. 
hat auch vielfach den text und die erzählung mifsverstanden. 
Nebenbei sei nur bemerkt, dafs auch Bley Snorri für den 
Verfasser der Eigla hält, der jedoch die saga nicht vollendet 
habe. Vgl. auch meine Litt. hist. 2 II, 407. 



IV. Die handschriften der saga. 

§ 37. Von den zahlreichen handschriften der Egils saga 
kommen für die kritik im wesentlichen nur drei in betracht, 
zwei pergamentkodizes und eine papierabschrift einer bis auf 
zwei blätter verlorenen membrane. Diese haupthandschrifteu 
sind: 

1. M, Mööruvallabök, d. i. cod. Arnam. 132 fol. (s. Kr. 
Kälunds Katalog over den Arnamagnseanske händskriftsamling 

1,94 ff.); 

2. W, die Wolfenbütteler handschrift, welche auch die 
Eyrbyggja saga enthält, und 

3. K, d. i. cod. Arnam. 453, 4°, ein von Ketill Jöruudarson 
(im 17. jahrh.) geschriebener chartaceus. Eine völlig überein- 
stimmende kopie, zum grölsten teile von der hand desselben 
Schreibers, ist cod. AM. 462, 4°. 

Von diesen drei handschriften ist nur die letztgenannte 
(K) vollständig. Im cod. 132 fehlen zwei blätter, welche kap. 
44,10 bis 46,8 (stöd pd Egill upp — adra hgnd peim) und 
kap. 56,42 — 82 (ör HQröafylki — jafnan med scr. Peir Mjö-) 
enthielten. In der Wolfenbütteler handschrift sind ein ganze 
anzahl gröfserer lakunen. 

Zu diesen haupthandschriften kommen dann noch mehrere 
fragmente von 1 — 8 blättern, die jetzt alle in einem konvolut 
(cod. AM. 162 A fol.) gesammelt sind; vgl. den Katalog I, 
114 ff. Von diesen fragmenten sind die im Katalog mit »9, 6 



IV. Die handschriften der saga. xxxvil 

und s bezeichneten die wichtigsten : #, weil es das älteste 
membranfragment unserer saga überhaupt ist (weit älter als 
M und W); d, weil es in textkritischer beziehung beachtung 
verdient, und e, weil in ihm der einzige rest von Ketill 
Jörundarsons vorläge erhalten ist. 

§ 38. M (in der mitte des 14 Jahrhunderts geschrieben) 
liefert ohne vergleich den besten text der saga. Er ist durch 
und durch einfach und klar, schlicht und abgerundet, und 
überhaupt untadelhaft. Damit soll jedoch nicht behauptet 
sein, dafs M überall den ursprünglichen, unveränderten text 
des Originals repräsentiere. Es haben nämlich hier und da 
kleinere interpolationen stattgefunden, wenn auch nicht alle 
mit Sicherheit nachweisbar sind, so z. b. am Schlüsse des kap. 23, 
wo der (in unserer ausgäbe ausgelassene) satz: Helgi Harngs- 
son dtti Mobil, döttur Hallgeirs i Hallgeirsey ; peira döttir var 
Helga, er dtti Oddbjorn ashasmiör, er Oddbjarnarleid er viö 
leend zweifellos ein erst spät in den text eingedrungener Zu- 
satz ist (vgl. die krit. ausgäbe s. 71 f.); ferner in kap. 28, 7, 
wo nach Onundr sjöni in der handschrift noch hinzugefügt 
ist: Grimölfr bygdi fyrst d Grimolfsstodimi ; viö kann er hend 
Grimölfsßt; Grimr het sonr hans, er bjö fyrir sannan fjord ; 
lians sonr var Grimarr, er bjö d Grimarsstodiim , was wir 
ebenfalls gestrichen haben (s. die anm. z. st). Im übrigen ist 
der text von M. unverändert zum abdruck gelangt, abgesehen 
davon, dafs für einzelne kleinere korrekturen und Zusätze die 
anderen handschriften benutzt wurden. Auch ist ein kurzes 
stück am Schlüsse des kap. 21 (von § 6 ab) aus W aufgenommen, 
weil diese stelle in M unleserlich ist. 

§ 39. In der rezension, welche durch die (ebenfalls um 
1350 geschriebene) hs. W repräsentiert wird, hat der text eine 
systematische Verkürzung erlitten, die jedoch mehr eine formale 
als eine materielle gewesen ist; der redaktor hat — in sehr 
mechanischer weise — ihm überflüssig scheinende Wörter ge- 
strichen und dadurch, oft auf kosten der deutlichkeit, die 
ganze darstellung konziser gemacht. Wenn es z. b. kap. 22, 2 
in M folgendermafsen lautet: gckk kann par d med UÖ sitt; 
hafdi kann MrÖ sina oh ncvr premr liundruÖum manna; kann 
hafdi fitntn ski}) cöa sex oh gll stör, so heilst es statt dessen 



XXXVIII Einleitung. 

in W: gekk hann ftar d med lürd sina oh hafdi d ncer .CCCG. 
manna oh VI. skip. Dafs das Verhältnis zwischen den beiden 
rezensionen so und nicht etwa umgekehrt ist, geht aus dieser 
stelle und manchen anderen klar hervor. Einen besonders 
schlagenden beweis liefert z. b. der schluls des kap. 39. Hier 
steht in M: ... Geirr enn auÖgi; hans synir vdru peir Bland- 
hetill og Por geirr blundr; ftridi var Pöroddr Hrisablundr, er 
fyrst bjö i Hrisum — dagegen in W nur: hans son var Bland- 
hetill, das übrige ist fortgelassen. Es wird also nur eine person 
— Blundketill — genannt, die in der saga sonst nirgends 
vorkommt, während eine andere — porgeirr — , die später 
eine rolle zu spielen hat, ausgemerzt ist, und doch ist nur 
wegen dieser dinen person die ganze tamilie überhaupt er- 
wähnt worden. Dies eine beispiel zeigt auch, mit welcher 
gedankenlosigkeit der redaktor verfahren ist. Dafs die lücken 
von M durch W ergänzt werden mulsten, ist schon oben 
erwähnt. 

§ 40. Die abschrift der Ketill Jörundarson stellt unbedingt 
die jüngste redaktion der saga dar. In der textbehandlung 
nimmt sie eine mittelstellung zwischen M und W ein und be- 
stätigt vielfach das von uns charakterisierte Verhältnis der 
beiden membranen. K ist die am wenigsten „klassische" re- 
zension: sie vertauscht häufig ältere redensarten mit moderneren 
und ist auch durch einige interpolierte geschmacklosigkeiten 
entstellt. 

§ 41. Von den oben genannten bruchstücken schliefsen 
sich die meisten ziemlich genau an die Wolfenbütteler hand- 
schrift an und sind daher nur selten von kritischem wert. Da 
jedoch einige von ihnen älter sind als W, so ergibt es sich, 
dafs nicht erst der Schreiber dieses kodex die verkürzende 
redaktion vorgenommen hat; dies wird vielmehr schon in den 
letzten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts geschehen sein. 
Näheres in meiner krit. ausgäbe, s. XV — XXV. 

Von grofsem werte ist dagegen das fragment fr: es datiert 
nämlich spätestens aus der zeit um 1240, gehört mithin zu den 
ältesten sagahandschriften überhaupt. Da nun sein text am 
genauesten mit M übereinstimmt, so ist dadurch der beste 
beweis für die gute und ursprünglichkeit dieser rezension ge- 



Die gröfseren gediente Egils. XXXIX 

geben. Das bruchstück ist in meiner krit. ausgäbe (s. 335 — 344) 
buchstabengetreu abgedruckt. 

§ 42. Das bruchstück & ist auch deswegen wichtig, weil 
es uns den beweis liefert, dafs die saga beträchtlich früher 
als um 1240 abgefafst sein mufs. Wie alt sie ist, darüber 
fehlen sichere anbaltspunkte, nur können wir aus ihrer art 
und beschaffenheit überhaupt schlief sen, dafs sie aus den 
besten Zeiten der originalen sagaschreibung stammt: ich bin 
überzeugt, dafs sie noch vor 1200 niedergeschrieben ist (s. 
oben § 4). Früher als um 1150 — 60 kann dies jedoch nicht 
geschehen sein, denn der pfarrer Skapti f)6rarinsson, der im 
kap. 86, 4. 5 erwähnt wird, ist aus der sogenannten prestaskrä 
von 1143 bekannt 1 ); er lebte damals sicher zu Mosfell. 



V. Die gröfseren gediente Egils. 

§ 43. Aufser den in der saga eingeschalteten Strophen, 
von denen die meisten lausar visur, d. h. einzelstrophen (im- 
provisationen), nur wenige bruchstücke von gröfseren, sonst 
verlorenen liedern sind, besitzen wir von Egill noch drei ge- 
diente, nämlich ein vollständiges, die H^fuölausn, ein beinahe 
vollständiges, das Sonatorrek, und ein drittes, von dem nur 
der anfang und einzelne andere Strophen bewahrt sind, die 
Arinbjarnarkviöa. Keins dieser gedichte hat zu der ur- 
sprünglichen redaktion der saga gehört (nur die erste Strophe 
des Sonatorrek und der Arinbjarnarkviöa haben von anfang 
an darin gestanden): sie sind daher in den anhang ver- 
wiesen worden. 

§ 44. Die Ho^uölausn (der name ist durch die Arin- 
bjarnarkviöa, str. 8, gewährleistet) ist im jähre 936 im verlaufe 
einer einzigen nacht gedichtet (kap. 59, 47 — 53). Das gedieht 
besteht aus 20 Strophen (eine offenbar in späterer zeit hinzu- 
gefügte halbstrophe von sehr dunklem inhalt und bedenklicher 
form ist in unserer ausgäbe fortgelassen): davon bilden 5 Strophen 
den eingang (iipphaf) und 5 Strophen den schlufs (slcemr), der 

l ) S. Diplomat, island. I, 186— 18S und die vorrede zu der krit. aus- 
e s. XC. 



XL Einleitung. 

rest gliedert sich in 3 stefjamel (oder stefjabdlkar) von je 
2 Strophen nebst den dazu gehörigen stefstrophen, die vor und 
hinter jedem stefjamel stehen. 1 ) Es ist im sogenannten runhent 
(einer abart des fornyrdislag , die neben der alliteration den 
endreim verwendet) abgefafst; die anzahl und anordnung der 
reime ist jedoch ungeregelt. Überliefert ist das gedieht in 
W und K, sowie in der vorläge dieser zweiten handschrift, 
dem bruchstücke 6 (s. die krit. ausg. s. 345 — 46), aufserdem 
in einer grofsen menge von papierhandschriften. Einzelne 
verse finden sich auch in der Snorra Edda. Vgl. die ausgäbe 
in Norsk-islandsk skjaldedigtning I A u. B. 

Über dieses gedieht ist viel geschrieben. In seinem auf- 
satze: Um Eirik bl6ööx (Timarit hins isl. B6km. fjel. 1895) 
behauptet J6n Jönsson, dafs Egill zuerst nach Norwegen, und 
erst von dort nach England gesegelt sei (wegen des aus- 
druckes vestr förk of ver); doch wurde diese annähme von 
H. Kr. Friöriksson in ders. Zeitschrift 1897 (Athugasemd), 
mit vollem rechte bestritten. Im anschlufs an den letzt- 
genannten aufsatz publizierte B. M. Olsen seine abhandlung: 
Kvseöi Egils Skallagrimssonar gegn Egilssögu, worin er die 
hypothese Jönssons zu verteidigen suchte und beweisen wollte, 
dals die saga im Widerspruch zu den versen des Egill stünde. 
Gegen diese ganze auffassung und betrachtungsweise veröffent- 
lichte ich dann meine abhandlung: Egill Skallagrimsson og 
Erik blodokse. Hofuölausn (in Videnskabernes selskabs for- 

Li \ 

handlinger 1903); ich glaube hier festgestellt zu haben, dafs 
die diskrepanz zwischen der saga und den gedichten Egils 
nur eine scheinbare ist und aus mifsverständnissen (z. b. des 
genannten ausdruckes) gefolgert ist. Ich verweise auf meine 
ausführungen. Endlich hat W. H. Vogt eine abhdl. : Egils 
haupteslösung in der Ztschr. f. deutsches altertum LI veröffent- 
licht, worin er das gedieht und namentlich sein Verhältnis 
zu der saga und den anderen gedichten und Strophen Egils 
einer gründlichen prüfung unterwirft. Er will beweisen, dafs 
die HQfuölausn im schroffen Widerspruch zu der saga und den 
übrigen Strophen stehe; dafs das gedieht ein ganz anderes, 

*) Über den bau der sogen, dräpas s. Th. Möbius in Pfeiffers Ger- 
mania XVIII, 129 ff.; meine Stutt bragfrceÜi (1892) s. 31 ff. und Sievers, 
Altgerm, metrik (1893) s. 95 ff. 






VI. Ausgaben. XLI 

nämlich ein friedliches und gutes Verhältnis zu Eirikr voraus- 
setze; er meint, dals dies auf einer flktion beruhe, so dals er 
berechtigt zu sein glaubt, es als ein lügengedicht zu bezeichnen. 
Daran sei Arinbjoni schuld und Eirikr sei auf die Aktion ein- 
gegangen. Die auffassung mag wohl im grofsen und ganzen 
richtig sein, aber der verf. stellt vielfach die sache allzusehr 
auf die spitze, und die bezeichnung „ein lügengedicht" ist 
nicht zutreffend. Die sache kann hier nicht näher diskutiert 
werden; ich verweise auf meine Litt. hist. 2 I, 483. 

§ 45. Das Sonatorrek (so in der saga selbst, kap. 78, 32, 
benannt) ist fast vollständig erhalten. Es ist in dem sogen. 
hviduhdttr (einem metrum, in welchem drei und viersilbige 
verse wechseln) abgefalst, und zwar um 960. Über den inhalt 
s. oben § 22 und die krit. ausgäbe s. 428 — 432. Die erste 
Strophe ist in M und W, das ganze gedieht, soweit es uns er- 
halten ist, in K tiberliefert. Vgl. Skjaldedigtning I A u. B. 

§46. Von der Arinbjarnarkviöa (der name ist hand- 
schriftlich nicht bezeugt) sind nur bruchstücke auf uns ge- 
kommen, nämlich der eingang (die erste Strophe auch im 
prosatexte der handschriften) in M 1 ) und K und einzelne 
Strophen (darunter auch die schlufsstrophe) in der Snorra 
Edda. Das lied ist im jähre 962 gedichtet und zwar, wie 
Sonatorrek, im lividuhdttr. Vgl. Skjaldedigtning I A u. B. 

Im übrigen verweise ich auf meine erklärung der drei 
gedichte. 

VI. Ausgaben. 

§ 47. Von unserer saga sind bisher vier ausgaben er- 
schienen. Die erste wurde 1782 zu Hrappsey auf Island nach 
einer mittelmälsigen abschrift der handschrift M gedruckt. 
Es folgte die grolse Kopenhagener quartausgabe von 1809, 
von der Arnamagnäischen kommission veranstaltet, mit treff- 



*) In dieser handschrift steht der aöfang des gedichtes, von etwas 
jüngerer hand geschrieben, anf der letzten seite der saga, doch ist die 
schrift sehr verblichen und der letzte teil der 2. spalte vollkommen un- 
leserlich. S. die krit. ausgäbe s. 347 — 49, und Skjaldedigtning, wo ein 
buchstabengetreuer abdruck gegeben ist. 



XLII Einleitung 



6 



licher lateinischer Übersetzung-, weitläufigem, aber ziemlich 
unkritischem Variantenapparat und einer sehr ausführlichen 
erklärung der lieder und Strophen. Auch hier war M zugrunde 
gelegt, doch sind einzelne Varianten aus anderen handschriften, 
und zwar nicht immer zum vorteil des textes, in diesen ein- 
gesetzt. Die dritte ausgäbe, von dr. Jon porkelsson (später 
rektor der lateinischen schule zu Reykjavik) besorgt, erschien 
daselbst 1856. Sie ist auf grund der Kopenhagener aus- 
gearbeitet, doch ist der text mehrfach mit hilfe der Varianten 
verbessert; beigegeben war eine sehr verdienstliche erklärung 
der gedichte und visur und eine Zeittafel (nach der bekannten 
abhandlung Guöbr. Vigfüssons: „Um timatal i Islendingasögum" 
im 1. bände des Safn til sögu Islands og islenzkra bökmenta, 
Koph. 1856). Zuletzt ist die Egils saga von mir für das Sam- 
fund til udgivelse af gatnmel nordisk litteratur 1886 — 88 zu 
Kopenhagen herausgegeben. Der text wurde genau nach M 
gegeben (s. oben § 39); der Variantenapparat enthält nur die 
ab weichungen in W, K und den membranbruchstücken. Deutsche 
Übersetzungen der saga lieferten Ferd. Khull (Graz 1887) und 
Felix Niedner (im 3. bände der Thule', Jena 1911). Im 
übrigen wird auf den Catalogus und das Verzeichnis von 
Th. Möbius sowie auf die arbeiten von Halldör Hermannsson 
(Bibliography of the Ieelandic sagas, Ithaca 1908 ; Catalogue of 
the Ieelandic collection bequeathed by W. Fiske, Ithaca 1914) 
und die bibliograph. Zusammenstellungen im Arkiv f. nord. filol. 
verwiesen. 

Zum Schlüsse spreche ich herrn prof. H. Gering, der auch 
jetzt bei dieser 2. ausgäbe mir seine freundliche hilfe nicht 
versagt hat, meinen herzlichsten dank aus. 

Kopenhagen, 1923. 

Finnin* Jönsson. 



Egils saga Skallagrimssonar. 



*0- 



Kveldülfs geschlecht und familie. 

1, 1. Ulf r h6t maör, sonr Bjalfa ok Hallberu, d6ttur Ulfs Eg. 1. 
ens öarga; hon var systir Hallbjarnar hälftrolls { Hrafnistu, 
foöur Ketils hoeings. 2. Ülfr var maÖr sva mikill ok sterkr, 
40 at eigi väru hans jafningjar. En er hann var a ungaaldri, la 
hann i vfkingu ok herjaÖi. 8. MeÖ honum var i felagskap sa 5 
maör. er kaliaör var BerÖlu-Kari. gofugr maÖr ok enn mesti 
afreksmaor at afli ok ärseÖi; hann var berserkr. 4. Deir Ülfr 
attu einn sjöö' bäöir, ok var ineb" J?eim en kaersta vinätta. 



Kap. I. 1. Bjdlfi führt in der Land- 
näma (I, IS) den beinamen Brunda- 
[Bjdlfi], v. brundr „ineDseblicher 
same"; er ist sonst unbekannt. 

ülfr enn öargi wird nur noch in 
der Landnäina (a. a o.) und im Skäl- 
datal erwähnt. In der nacht vor 
seinem tode soll er eine drdpa auf 
seine eigenen heldentaten gedichtet 
haben (So. E. III, 268. 2S5. 745; Litt. 
hist. 2 I, 413). 

2. Hallbjorn hdlftroll ist bekannt 
durch die Ketils saga hoeings (Fas. 
II, 109 ff.). Der name hdlftrgll deutet 
an, dafs er halb menschlicher, halb 
riesischer absiammung war. 

Erafnista,B. zuOrvar-Odds s. k. 1, 1 . 

3. Ketill hceingr ist die hauptperson 
der Ketilssaga. Der beiname be- 
deutet „hakenlacbs". Vgl. zu Orvar- 
Odds s. o.l, 1. 

mikill, das wort vereinigt mit der 
grundbedeutung „körperlich grofs" 

Sagabibl. III. 



noch die nebenbegriffe „kräftig und 
tapfer". 

4. ungaaldri, unga ist ursprünglich 
die schwache form des adj., wird 
aber hier als kompositionsglied an- 
gesehen; vgl. hvita-vddir, lausa-eyrir 
u. dgl. 

7. afreksmadr, ursprünglich ein 
mann, der viel leisten kann oder 
viel geleistet hat. Hier wie ge- 
wöhnlich im allgemeinen „ein sehr 
hervorragender mann", afrek bed. 
„heldentat" ; vgl. k. 5, 3. 

afli ok drastii, alliterierende förmel, 
die auch Grt. k. 32, 6 belegt ist. 

hann — berserkr, dasselbe wird von 
BerÖlu-Käri auch in der Heimskringla 
(Haralds s. harf. k. 12) berichtet; die 
angäbe soll wohl nur besagen, dafs 
Kdri gelegentlich in die sogenannte 
berserkerwut geriet, vgl. zu k. 9, 3. 

8. attu einn sjö'Ö, 'lebten aus einem 
beutel', 'in gütergemeinschaft'. 

1 



Kveldülfr und BerÖla-Kärf. 



Eg. I. 5. En er feir rSöuz 6r hernaÖi, för Kari til büs sins i BerÖlu; 
hann var maÖr störauöigr; Kari atti J>rjü bom; h<5t sonr 
hans Eyvindr lambi, annarr Ol vir hnüfa; d6ttir hans h6t Sal- 
bjorg; hon var kvenna vsenst ok skorungr mikill; hennar fekk c. 840-5 
5 Ülfr; för hann J?a ok til büa sinna. 6. Ülfr var mafir auSigr 
bseÖi at londum ok lausum aurum; hann tök lends manns r£tt, 
sva sem haft hofftu langfeögar hans, ok gerbiz maör rikr. 
7, Svä er sagt, at Ülfr var büsyslumafir mikill; var J?at siö'r hans, 
at rlsa upp ärdegis ok ganga p& um syslur manna eÖa )?ar er 
io smiÖir varu ok sja yfir fönaÖ sinn ok akra, en stundum var 



1. rdtiaz 6r, mit etwas aufhören; 
rdtfaz i dagegen „beginnen"; rdti- 
az eigentlich „sich zu etwas ent- 
schliefsen". 

hernoM, s. zu k. 9, 19. 

bü, eig. „die haushaltung", dann 
„der wohnsitz mit dem ganzen Zu- 
behör, dem Viehbestand" usw. 

3. lambi, der bsiname ist wohl von 
lamb „lamm'" gebildet und bedeutet 
also „{'ämmlein". 

hnüfa, dies wort findet sich in 
den norw. Gula^ingslog (NgL. I, 85) 
als bezeicbnung eines (unfreien) 
weibes, dem die nase (zur strafe) 
abgeschnitten ist. Vielleicht hat 01- 
vir eine geschädigte nase gehabt (?). 

4. vcenst] varnn bedeutet nicht eig. 
„schön" (vongesicht), sondern „statt- 
lich, von stattlichem körper", da- 
neben auch „von schönem aussehen". 

skgrungr wird sowohl von männern 
als frauen gebrancht und bezeichnet 
„eine sehr arbeitstüchtige, energische 
person", vgl. skara fram ör „hervor- 
ragen". 

fekk] fd in der bedeutung „eine 
ehefrau nehmen" fast stets mit gen., 
sonst mit akk. oder gen. (z. b. fd 
8ir mat und matar). 

6. aurum, d. pl. v. eyrir; s. zu 
IB. 1, 5. Im plur. bedeutet das 
wort häufig „gut, geld" (coli.). — 
londum ok l. aurum, s. zu k. 9, 11. 



lends manns reit „das recht eines 
mit land begabten mannes", d. h. 
die würde eines gau Vorstehers. Ein 
solcher hatte das land vom könige 
bekommen und hatte infolgedessen 
gewisse pflichten und rechte. Die 
hier gebrauchte benennung stammt 
übrigens aus der nachharaldischen 
zeit. Früher hiefsen die Vorsteher 
hersar. Ihre einkünfte hiefsen veizl- 
ur, d. h. (königliche) Verleihungen. 
Die lendir menn sind also königliche 
beamte. Von ihrer bestellnng handelt 
die HirÖskrä k. 18. Sie hatten eine 
hohe Stellung inne, ihr wergeld und 
ihre bnfse waren höher als die des 
holftr. Sie sollten nach der HirÖskrä 
k. 19 sein: „naist hertoga ok jprlum 
enir mestu ok enir ho?xtu konungs 
rdügjafar ok sva et sama innan 
hirdar um pll störmaili". Vorzüglich 
hatten sie bei der Währung derrechts- 
ordnung in verschiedener weise mit- 
zuwirken. Vgl. k. 5, 5. 8, 2. 

9. ganga um, eig. „durchgehen" 
(vgl. lat. obire); d. h. inspizieren; 
= sjd yfir. 

syslur steht hier in der urspr. be- 
deutung „arbeiten, beschäftigungen"; 
nicht etwa „arbeitsfeld" oder dgl. 

eb'a par er, hier ist das einfache 
ganga (nicht g. um) zu ergänzen 
und par bedeutet „dahin". 

1 0. sjd steht parallel mit ganga. 



Kveldülfs söhne. 



8 



hann ä tali viÖ menn p&, er raÖa haus furftu; kunni hann til Eg. I, 
alls g6Ö räÖ at leggja, )?viat hann var forvitri. 8. En dag hvern 
er at kveldi leiÖ, pi geröiz hann styggr, svä at fair menn 
mättu orÖum viÖ hann koma; var hann kveldsvarfr; j?at var 
mal manna, at hann vaeri mjok hamramrar; hann var kallaÖr 5 
Kveldülfr. 
c. 846 9. I>au Kveldülfr dttu tvä sonu; h6t enn ellri Pörölfr, 

;b. 851 en enn yngri Grimr; en er J?eir 6xu upp, )>& vä>u J?eir bäÖir 
menn miklir ok sterkir, svä sem faÖir feira var. 10. Var Dörölfr 
manna vsenstr ok gerviligastr; hann var glikr möÖurfrsendurn 10 
sinum, gleöimabr mikill, orr ok akafamaÖr mikill i oliu, ok 
enn mesti kappsmaÖr; var hann vinssell af ollum monnum. 
11. Grimr var svartr mafir ok Ijötr, glikr feÖr sinum bseoi yfirlits 
ok at skaplyndi; gerÖiz hann umsyslumaÖr mikill; hann var 
hagr maör k tre* ok jarn ok geröiz enn mesti smior; hann 15 
f<5r ok opt um vetrum i sildfiski meÖ lagnarskütu ok meÖ honum 



1. 2. til — reift, „gute ratschlage in 
jeder sacbe". 

2. forvitri, for- in verstärkender 
bedeutnng. 

3. styggr wird eigentlich vom vieh 
(z. b. pt'erden) gebraucht, das scheu 
vor den menschen flieht, hier also 
übertragen etwa „allen verkehr ver- 
meidend, unfreundlich", vgl. k. 5, 7, 
wo es einfach „erzürnt" bedeutet. 
Das subst. stuggr heifst ,,hafs, ab- 
neigUDg". 

4. ortium dat. reg. v. koma, das also 
hier und in ähnlichen fällen transitiv 
gebraucht wird. 

5. hamrammr bed. zweifelsohne 
hier: „der seine gestalt verändern 
(hamai) kann". Man glaubte also, 
dafs der „abendschläi'rige" manu nur 
darum so früh ins bett gehe, weil 
er während der nacht in verwandelter 
gestalt (der eines wolfes?) ausflüge 
mache. Die andere bedeutung „sehr 
stark" giebt hier keinen sinn; vgl. 
k. 67, 4 und E. Mogk, Mythol. § 32. 

7. Pörölfr ist aus Pör und öl fr d.h. 
icolfr (= ulfr, nrgerm. *icolfaz) 



zusammengesetzt; vgl. Brynjölfr v. 
brynja „panzer" k. 7, 3 u. dgl. 

1 ! . orr bedeutet hier — nicht frei- 
gebig, sondern — „rasch, energisch". 

12. vinscell, eig. „reich an freun- 
den", übertragen „beliebt" imallgem. 
af „von", als ob ein part. perf., 
z. b. elskadr, womit vinscell gleich- 
bedeutend ist, vorausgegangen wäre. 

13. svartr „mit schwarzem haar" ; 
opp. hvitr, vgl. die vielfach vor- 
kommenden beinamen enn hviti, enn 
svarti, enn raudi usw. 

yfirlits gen., v. glikr abhängig, steht 
parallel mit dem folg. at skaplyndi. 

15. hagr d mit folg. akk. „kunst- 
fertig im bearbeiten (des Stoffes)". 

16. um vetrum in solchen Zeit- 
bestimmungen kann um sowohl den 
akk., als den dat. regieren. 

lagnarsküta „eine zugnetzschute"; 
die schuten waren kleine, schnelle 
schiffe; sie wurden häufig zum aus- 
kundschaften, aber auch als fischer- 
bote, lastsehiffe usw. gebraucht. S. 
Falk, Altn. Seewesen s. 96. Iggn 
„ein zugnetz" (zu leg y ja). 

1* 



4 Berölu-Karis söhne. 

Eg. I. II. hüskarlar margir. 12. En er Pörölfr var d tvitugs aldri, \>i bjöz c 866 
hann i hernaÖ; fekk Kveldülfr honum langskip. IB. Til J^eirar 
feröar r£Öuz synir BerÖlu-Kära, Eyvindr ok Olvir; J?eir hoföu 
liÖ mikit ok annat langskip — ok föru um sumarit i viking 
5 ok ofluou ser fjar ok hoföu hlutskipti mikit. 14. Dat var nokkur c. 866-7« 
sumur, er J?eir lägu i viking, en varu heima um vetrum meÖ feÖrum 
sinum. 15. HafÖi Dörölfr heim marga dfrgripi ok fcerÖi foöur 
sinum ok mööur. 16. Var f>ä baeöi gott til fjär ok mannvirÖ- 
ingar. 17. Kveldülfr var )>& mjok a ofra aldri, en synir hans c. 870 
10 väru rosknir. 

Olvir hnüfas liebe. 

II, 1. AuÖbjorn h6t p a konungr yfir FirÖafylki; Hröaldr het 

jarl hans, en Dörir sonr jarlsins. 2. £>ä var Atli enn mj6vi jarl; 

hann bjö a Gaulum; hans born väru )>au Hallsteiun, Hölmsteinn, 

Hersteinn ok S61veig en fagra. 3. Dat var ä einu hausti, at 

15 fjolmennt var a Gaulum at haustbloti. 4. Pa sä Olvir hnüfa 



1. tvitugs, tvitugr eig. adj. „ein 
z wanzigjähriger ", hier substantivisch ; 
eigentlich ist manns zu ergänzen; 
vgl. k. 1,2 und besonders 3, 13. 

3. reö'uz „sie bestimmten sich", 
d. h. sie begaben sich; vgl. § 5. 

3. 4. peir hgßu . . . ok föru, ein 
ziemlich starker subjektwechsel ;^eir 
sind nur die zwei brüder, aber das 
Subjekt zu föru sind die beiden 
brüder und Pörölfr. 

5. gßudu, afla v. aß „fang, beute". 

var „geschah"; das folgende er 
bedeutet dasselbe wie at ,.dafs". 

7. foerdi, nämlich ]>d „sie", die 
kostbarkeiten; wenn ein und das- 
selbe wort objekt zu zwei verben 
ist, wird es gewöhnlich hinter das 
erste gestellt, worauf das zweite 
verb ohne objekt folgt. 

8. gott til fjdr usw. „es war sehr 
leicht (es gab reichliche gelegen- 
heit) reichtum usw. zu gewinnen", 
vgl. k. 5, 9. 

10. rosknir „gediehen, völlig er- 
wachsen", d. h. etwa zwanzig jähre 



alt geworden; das wort ist eigen tl. 
part. perf. zu einem verlorenen verb, 
das dem got. wrisqan entsprach. 

Kap. II. 11. pd, diese Zeitbestim- 
mung bezieht sich auf den letzten 
satz des vorigen kapitels. 

FirZafylki s. zu k. 3, 14. 

Hröaldr, eig. Eröp-valdr „ruhmes- 
herr"; ahd. Erodowald; über den 
schwund des p und des v vgl. 
Noreen, Gesch. d. nord. spr. (1913) 
s. 105. 108. Vgl. Hrollaugr k. 3,5 
(== Hröp-laugr), Hrcertkr (= Hröp- 
rekr) k. 7, 10 (rekr = got. reiks). 

12. Atli, über seinen tod s. Hkr. 
Har. s. bärf. k. 12, vgl. unten k. 4, 2. 

13. Gaidar lag in Söndtjord, an 
der innersten spitze des Dalstjord. 

14. fjolmennt, part. perf. v. fjol- 
menna „sich in menge versammeln". 

15. hausiblöt „herbst -opferfest", 
zweifelsohne gehalten, um „den 
winter zu begrüfsen" (atfagnavetri), 
wie das in Gisla saga Siirss. k. 15, 12 
genannte haxistbofi (zwei hss. der 



Olvir hnüfa und S61veig. ° 

s. 868 S61veigu ok gercH ser um titt; siöan baÖ bann bennar, en jarlinum Bff.IL 111, 
fötti maüDa munr ok vildi eigi gipta hana. 5. SiÖan orti Olvir 
morg mansongskvaeöi; sva mikit geröi Olvir se> um S61veigu, 
at" haDn Ut af herforum, ok varu \>k i herforum Dörölfr ok 
Eyvindr lambi. 

Die Unterwerfung Norwegens durch könig Haraldr schönhaar. 
III, 1. Haraldr, sonr Halfdanar svarta, hafÖi tekit arf 
eptir foö'ur sinn i Vik austr; bann hafÖi j?ess beit strengt, 



Egilssaga haben hier eben dieses 
wort); diesem haustblöt entspricht 
das opferfest, welches im frühjahr 
.,dem sommer entgegen" (at sumri) 
gefeiert wurde. Mit der religiösen 
opferhandlung waren speise- und 
triukgelage (blötveizlur) verbunden, 
wozu die versammelte menge selbst 
das nötige lieferte. S. die inter- 
essante Schilderung in Hkr., Hak. s. 
göÖa k. 14. — blöt „opfer, opfer- 
fest", vgl. got. blötan (altnord. blöta) 
„verehren", blötinassus „Verehrung". 
Vgl. Mogk, Mythol. § 85. 

1. gertii ser um titt, titt wird v. 
gerfti regiert, zu um ist hana zu 
ergänzen; das ganze bedeutet: „er 
entbrannte in liebe zu ihr"; vgl. 
k. 35, 2. 

3. mansQngskv&Öi , von diesen 
Hebesliedern Olvirs ist nichts auf- 
bewahrt. Über sein leben und seine 
sonstige dichterwirksamkeit s. Litt. 
hist. 2 1, 430—32. Mansongr bedeutet 
.,ein lied an oder auf ein weib, ein 
liebeslied". Von den alten liebes- 
liedern ist nur sehr wenig erhalten, 
denn sie wurden mit gesetzlichen 
strafen belegt. Siehe übrigens die 
sehr instruktive erörterung von Th. 
Mobius in Mälshätta kvaeÖi (Zschr. 
f. deutsche phil. ; ergänz, b., 1373, s. 
42jt). 



mikit, ungefähr dasselbe als titt 
in §4. 
4. pd „darnach". 

Kap. III. 6. Haraldr, der name, 
urspr. hari-walda-, bedeutet „heer- 
führer"; über har- s. A. Kock, 
Akzentuierung s. 201—2. Haraldr, 
mit dem beinamen hdrfagri „schön- 
haar", folgte um das jähr 860 seinem 
vater in der königswürde. 

Halfdanr „Halbdäne"; der name 
bedeutet eigentlich „einen, der 
entweder von mütterlicher oder 
väterlicher seite von dänischer ab- 
stammung ist", vgl. hdlftrgll k. 1,1. 
svartr, s. zu k. 1 , 1 1 . 
7. i Vik austr, „östlich in Vik": 
Haralds erbreich war n'&mWchVestfold 
und Vingalmgrk, Hkr., Half. s. sv. 
k. 1, also ein teil des um „die 
bucht", d. i. den Christianiafjord 
belegenen landes. 

ftess heit strengt „gelübde darauf 
abgelegt". strengja (v. strangr 
„stark"), eig. „stark, fest machen", 
also heit strengja „ein solches ge- 
lübde tun, das man unter keinen 
umständen brechen darf". Das subst. 
heifst heitstrenging. Im norden war 
es ein sehr alter brauch, dafs man 
namentlich bei feierlichen gelegen- 
heiten (z. b. dem weihnachtsfesto) 
sich durch ablegung eines gelübdcs 



Haraldr iüfa erobert Upplond. 



Eg. III. at lata eigi skera har sitt ne" kemba, fyrr en bann vseri einvalds- 
konuDgr yfir N6regi. 2. Hann var kallaör Haraldr lüfa. 3. SiÖan 
barÖiz hann viÖ ]?a konunga, er nsestir väru, ok sigraÖi 
J?a, ok erti ]?ar langar frasagnir; sfÖan eignaöiz hann Upp- 
5 lond. 4. DaÖan för hann norör i Drandheim, ok ätti f>ar 
margar orrostur, aÖr hann yro'i einvaldi yfir ollnm Proendalogum. 
5. SiÖan aetlaÖiz hann at fara norör i Naumudal ä hendr }>eim 86" 



zar ausführung von heldentaten ver- 
pflichtete; ein dem gotte Freyr 
geweihter eher (sonarggltr) wurde 
hereingeführt, auf dessen borsten 
man dann seine hände le^te und 
das gelübde sprach, indem man 
einen becher leerte. S. das prosa- 
stück in Helga kv. Hjorv. vor 
str. 31. Das berühmteste historische 
beispiel solcher heitstrengingar ist 
das der Jomsviking^r, s. die Jöms- 
vik. saga, k. 37 (Fms. XI, 107 ff.); 
Hkr. Öl. s. Trygg. k. 35. Vgl. auch 
Yngl. s. k. 36. 

1. at usw., der satz ist eine er- 
klärung des vor heit stehenden pess. 
Von diesem gelübde Haralds wird 
auch in seiner lebensbeschreibung 
erzählt: Hkr., Har. s. härf. k. 4, vgl. 
Fms. I, 3. 

2 lüfa, in der Fagrskinna k. 2 
(s. 19) heilst es: har hans var sitt 
ok flökit, fyrir pd sgk var hann 
lüfa kallaftr; vgl. Hkr., Har. s. härf. 
k. 23. lüfa scheint, wie ueuisl. lubbi 
(vgl. auch schwed. hif und lugg) 
„dichtes, verworrenes haar" zu be- 
deuten. 

3. nmstir, die rings um sein eigenes 
reich woho enden und herrschenden 
kleinkönige, wie die könige in 
Hringariki und HeiÖmork usw.; s. 
Hkr., Har. s. härf. k. 1— 2. 

4. par „davon". 

frasagnir, s. Hkr., Har. s. harf. 
k. 1-2. 



Upplgnd „die oberen länder", d. h. 
die hoch liegenden gegenden im 
süden Norwegens, nämlich Hafta- 
land, Heinafylki (Helft mgrk), Rauma- 
fylki, Guftbrandtdalir und Eystri 
dalir. Vgl. Hkr., Har. härf. k. 2 
(schlufs). 

6. margar orrostur, s. Hkr., 
Har. s. härf. k. 5. 7; hier werden 
„acht oder mehr" schlachten ge- 
nannt. 

Prcendalggum. Die Thrönder 
(prozndr, -ir < *pröwendiz „die 
gedeihenden, heranwachsenden, die 
starken", vb. pröaz-, angels. prö- 
wendas im WiÖsi'Ö v. 64) hatten 
das ganze land zwischen Naumu- 
dalr im norden und Norftmozrr im 
süden inne; dieses, durch die 
grofse bucht (frrändheimsfjortir) in 
zwei beinahe gleich grofse hälfteu 
geteilt, hiefs Prändheimr und be- 
stand aus acht fylki: Orkdozlaf, 
Gauldcelaf, Strindaf, Stjö'doelaf, 
Skeynaf, Verdcelaf, Sparbyggjaf, 
Eynaf; sie wurden auch vielfach, 
wie hier, Prcendalgg genannt, eig. 
„die gegenden, wo die gesetze der 
Thrönder gelten". 

7. cetlaftiz . .. at fara = cetlafti ser . . 
at fara „hatte es sich vorgenommen 
. . zu ziehen"; ungefähr dasselbe wie 

aitlafti. 

at fara . . . d hendr „einen zug 
gegen jemand ausführen, um ihn 
anzugreifen". 



Haraldr lüfa erobert die klistenlandschaften. ( 

broeörum Herlaugi ok Hrollaugi, er pk varu konungar yfir Naumu- Eg. III« 
dal. 6. Eil er feir brceÖr spurö'u til ferÖar hans, pk gekk Her- 
laugr 1 baug f>ann meÖ tolfta mann, er dÖr hoföu pe\r gera 
lätit f>rjä vetr; var siöan haugrinn aptr lokinn, en Hrollaugr 
konungr veltiz 6r konungd6mi, ok ttfk upp jarls r£tt, ok för 5 
sföan k vald Haralds konungs ok gaf upp riki sitt. 7. Sva* 
eignaöiz Haraldr konungr Naumdcelafylki ok Hälogaland; setti 
bann J>ar menn yfir riki sitt. 8. SiÖan bjöz Haraldr konungr 6r 
868 Prändbeimi meÖ skipaliöi ok för subr k Mceri; ätti J?ar orrostu 
viÖ HünJ?j6f konung ok bafÖi sigr; feil j?ar Hün};j6fr; pk eign- 10 
afriz Haraldr konungr NorÖmoeri ok Raumsdal. 9. En Solvi 
klofi, sonr Hün}?j6fs, hafÖi undan komiz ok för bann k 



1. Hrollaugi, f. Hröp-laugi, vgl. 
k. 2, 1. 

Naumudalr, eine ziemliche aus- 
gedehnte landschaft (tal) zwischen 
Drontheim u. Hdlogaland; — Naum- 
dcelafylki in § 7. 

2. spyrja til, mit gen. dasselbe 
wie spyrja mit akk. „etwas er- 
fahren". 

3. med tolfta mann „mit dem 
zwölften manne, selbzwölfter", un- 
gemein häufige redensart. 

4. vetr ist die eigentl. bezeichnung 
für „jähr" ; die alren Germanen zählten 
nach wintern und nachten, nicht 
nach sommern und tagen; s. Tac. 
Germ. k. 11. 

5. veltiz „er wälzte sich" (aus der 
köuigswürde) scheint hier einen 
allgemeinen sinn zuhaben: „er ver- 
liefs, er legte (seine würde) nieder". 
Nach der Hkr. (Har. s. härf. k. 8, 
wo die ganze sache ausführlich ge- 
schildert wird) mufs es aber buch- 
stäblich verstanden werden. „Auf 
dem hügel. wo die könige zu sitzen 
pflegten, liefs Hr. einen königlichen 
hochsitz aufrichten und setzte sich 
darauf . . .; dann wälzte er sich herab 
in den sitz des jarles und gab sich 
.selbst den jarlsnamen" usw. 



7. Hdlogaland, zwischen Naumu 
dalr und Finnmgrk, über diese s 
k. 14,5—7. 

8. menn, d. h. „jarle" nach 
der Schilderung Snorris in Hkr., 
Har. s. härf. k. 6 (hann setti 
jarl i hverju fylki), wo ihre 
pflichten und rechte näher be- 
stimmt werden. 

9. Mceri, d. i. Nordmcerr (vgl. k. 
4, 1, wo es Sunnmcerr bedeutet), 
die am meere belegene landschaft 
zwischen Drontheim und Raumsdalr, 
das letztere schied Norttmoerr von 
Sunnmcerr. 

ätti par orrostu usw. , vgl. hier- 
über Hkr., Har. s. härf. k. 10. 

10. Hüvpjöfr, von hünn „junger 
bär" und pjöfr, was nach Bugge nicht 
„dieb" sein soll, sondern dasselbe 
wie angels. -peoiv, d. h. urnord. 
pewaR, später -per „diener"; s. Arkiv 
f. nord. fil. VI, 225 ff., dies ist jedoch 
sehr unsicher; er meint auch, das hün- 
in diesem komp. sei = „hunnisch" 
(s. 231), was jedoch unwahrschein- 
licher ist. 

11. Solvi bedeutet „den falben, 
bleichen" (von der gesichlsfarbe); 
das starke adj heifst solr (va-st). 
Über seinen beinamen s. zu k. 4, 2. 



8 



Solvi und ArnviÖr. 



Eg. III. Sunnmoeri til Arnvioar konungs ok baÖ hann s£r fulltings ok 
sagfri svä: 

10. „Pött }?etta vandrseoi hafi nu borit oss at hendi, p& mun 
eigi langt til, at sama vandraeol mun til yövar koma, pvfat 
5 Haraldr aetla ek at skj6tt man hör koma, f>& er hann hefir 
alla menn J?ra?lkat ok d^jät, sem hann vill, a Norömceri ok i 
Raumsdal. 11. Munu fer enn sama kost fyrir hondum eiga, sem 
vor ättum, at verja fe" yövart ok frelsi ok kosta J>ar til allra 
]?eira manna, er yör er lifts at vän, ok vil ek bjöÖaz til meÖ 
10 minu liöi m6ti fessum ofsa ok öjafnaöl. 12. En at oÖrum kosti 
munu p6r vilja taka upp f»at r&Ö, sem Naumdcelar geröu, at 
ganga meÖ själfvilja i änauÖ ok geraz p raelar Haralds. 13. L>at 
ptftti foÖur minum vegr, at deyja i konungdömi me<5 scemÖ, 
heldr en geraz undirmab'r annars konungs ä gamals aldri; 



2. sagfti svd, diese rede richtet 
Solvi in Hkr. (Har. s. härf. k. 11) 
nicht an ArnviÖr, sondern an könig 
AuÖbjorn in Firöir. 

3. Pott f. pöat „obschon"; das 
tt ist aus lit (pö f.poh) entstanden. 

petta vandrcefti akk., obj. zu borit, 
was hier impersonell steht. 

oss at hendi „uns, d. i.: mir (oss 
ist dat.) zur hand". Der ganze satz 
bedeutet „obschon diese gefahr 
mich getroffen hat". 

3. 4. mun . . . til, d. i.: mun 
vera . . . til pess „wird es nicht lange 
dauern, bis" vgl. unten § 18; k. 5, 10. 
11 u. ö. 

4. pviat Haraldr usw., beachte 
die Stellung des Subjekts zu man 
koma (Haraldr) vor statt nach 
cetla ek; das subjekt ist offenbar 
darum so gestellt, um es um so 
stärker hervorzuheben. Sonst müfste 
es heifsen: ek 03tla, at usw., vgl. 
k. 12, 12. 

6. pradkat „zu sklaven gemacht"; 
von protil „sklave". 

äpjdt „geknechtet hat", at pjd 
steht für pea v. pc-r, urnord. pewajt, 
s. oben zu § 3. 



7. fyrir hondum eiga „vor den 
bänden haben", d.i. erwarten dürfen. 

8. ättum, ergänze kost; fyrir hond- 
um ist hier nicht zu ergänzen, 

fe ok frelsi, häufige allit. formel. 
(Eb. k. 29,6; HarÖ. s. Grimk. 52 " u.ö.). 

9. er yftr er lifis at van, das erste 
er vertritt einen dat., den die nach- 
gestellte präpos. at, die in diesem 
falle relativ stark betont ist, regiert; 
„bei (von) denen eine hoffnung auf 
beistand für euch ist, von denen 
ihr beistand hoffen könnt". 

1 0. ofsa ok öjafnab'i, allit. formel. 
(Eb. k. 25, 19; Ld. k. 75, 21 u. ö.). 

at oftrum kosti, at „unter"; eig. 
„während (einer anderer bedingung), 
im entgegengesetzten falle"; eine 
sehr häufige ausdrucksweise; vgl. 
k. 4, 12. 

11. sem „wie" (nicht „was"); vgl. 
k. 5,9. 8,13. 

13. i konungdömi „im besitz der 
königswürde, als könig". 

14. gamals, substantivisch; vgl. k. 
1,2 und besonders 1,12; von solchen 
zweisilbigen adjektiven hat man aber 
ausdrücke wie unga-aldr u.dgl. nicht 
geliebt oder geduldet. 



Audbjorn rüstet gegen Haraldr. 



9 



bygg ek, at per muni ok svd pykkja ok oörum, J>eim er Eg. HI. 
Dokkurir eru boröi ok kappsmenn vilja vera." 

14. Af slikum fortolura var konungrinn fa9traÖ1nn til ]?ess, at 
safna liÖi ok verja land sitt; bundu f>eir Solvi pi samlag sitt, ok 
sendu orÖ AuÖbirni konungi, er reo fyrir FirÖafylki, at hann skyldi 5 
koma til lifis viö \k. 15. Eq er sendimenn ktfmu til AuÖbjarnar 
kouungs ok bäru honum fessa orÖsending, )>k r6z hann um viÖ 
vini sioa, ok r£Öu honum \ at allir, at safna liöi ok fara til möts 
viÖ Moeri, sem honum väru orÖ til send. 16. Auobjorn konungr 
\kX skera upp heror ok fara herboö um alt riki sitt. 17. Hann 10 
sendi menn til rikismanna, at boöa peim til sin; en er sendimenn 



2. npkkurir eru bordi, borÖ be- 
deutet unter anderem die „seite" 
eines Schiffes; ein schiff mit hohen 
seitenwänden heifst altisl. mikit 
bordi (= bordhdtt); ngkkurir borfti 
auf menschen übertragen bedeutet 
also solche, „die beträchtliche macht 
und ansehen besitzen". — Die ganze 
rede Solvis findet sich Hkr., Har. 
s. härf. k. 11, in verkürzter fassnng 
wieder. 

5. sendu ord. Nach Snorri a. a. o. 
begab sich Solvi selbst zu AuÖ- 
bjorn. 

FirÖafylki, = Firdir, wie es 
auch sehr häufig heifst, d. h. die 
vielen schmalen fjorde südlich von 
Sunninoerr. Die ein wohner hiefsen 
auch Firdir und es ist wohl dieser 
name, den man in dem kompos. 
Firdafylki sehen darf. 

7. ordsending, so viel als send 
ord „die gesandten worte, die bot- 
schaft". 

um, ergänze mdlit „die sache". 

S. fara til möts vid „sich zu 
einer Zusammenkunft mit jemandem 
begeben, ausziehen um mit je- 
mandem gemeinsame sache zu 
machen". 

9, Moeri, akk. pl. des volks- 
üauicüü (uoni. M&rir). 



10. skera upp heror „einen kriegs- 
pfeil aufschneiden"; der ausdruck 
kommt daher, dafs man in alter zeit, 
wenn bei plötzlicher gefahr das 
ganze volk zum kriegsdienste ver- 
sammelt wurde, einen hölzernen pfeil 
herumsandte; der pfeil bedeutete die 
drohende kriegsgefahr ; daher de 
name hergy ; schwieriger ist es, den 
ausdruck skera upp „aufschneiden" 
zu erklären, wenn er nicht gradezu 
bedeutet „mit dem messer ein stück 
holz so schneiden, dafs ein pfeil 
daraus wird". Gewöhnlich bedeutet 
er aber „den pfeil abschicken, die 
kriegsbotschaft ausgehen lassen". 
Wenn dies geschah, war jeder kampf- 
tüchtige mann verpflichtet, das haus 
zu verlassen, um in den krieg zu 
ziehen; sonst wurde man gestraft. 
Auch wurde es hart geahndet, wenn 
man den pfeil, der von einem hofe 
zum andern geschickt werden sollte, 
nicht weiter beförderte. S. Falk, 
Waffenkunde s. 102. Das folgende ok 
fara herbod ist nur ein erklärender 
zusatz: „und auf diese weise die 
kriegsbotschaft ergehen". 

11. rikismanna „die mächtigen", 
d. h. die vornehmsten leute, die 
hersar und holdar und die reicheren 
bauern (bomdr), vgl k. 8, 1. 



10 



Kveldülfr verweigert die heeresfolge. 



Eg. III. IV. konungs ktfmu til Kvcldülfs ok sog<5u honum sin orendi ok 
J>at, at konungr vill, at Kveldülfr komi til hans meÖ alla 
hüskarla sina, 

18. Kveldülfr svarar svä: „Pat mun konungi skylt 
5 fykkja, at ek fara meÖ honum, ef hann skal verja land sitt 
ok se herjat i Firöafylki; eu bitt a3tla ek mer alloskylt, at fara 
norör & Moeri ok berjaz far ok verja land J?eira. 19. Er ybr J?at 
skjtftast at segja, at Kveldülfr mun heima sitja um J>etta her- 
hlaup, ok hann mun eigi herlifti safna ok eigi gera sina J?a 
10 heimanferö', at berjaz mtfti Haraldi lüfu; 20. fviat ek bygg, 
at hann haß far byrÖi gntfga hamingju, er konungr värr hafi 
eigi krepping fullan". 

21. Föru sendimenn heim til konungs ok sog<5u honum 
örendislok sin, en Kveldülfr sat heima at büm sinum. 

15 VJ, 1. Aubbjorn konungr för meÖ HO sitt, fat er honum fylgÖi, 

norÖr ä Mosri, ok hitti J?ar ArnviÖ konung ok Solva klofa, ok 



2. vill statt des erwarteten vildi, 
denn der Verfasser denkt an die 
direkte rede der gesandten, die 
natürlich sagten: konungr vill at pü, 
usw.; darum auch komi (statt kcemi). 

4. Kveldülfr svarar, hierüber s. die 
einleitung § 17. — Man beachte das 
starke anakoluth : statt des erwarteten 
nachsatzes folgt ein ganz neuer satz. 

5. 6. ef. . . skal, ok ... se, eine häufige 
satzkonstrnktion; von zwei mit ok 
verbundenen hypothetischen sätzen 
wird der erste mit ef eingeleitet und 
dann steht das verb im indik., der 
zweite aber steht ohne ef, und das 
verb, das unmittelbar auf ok folgt, im 
konj.; eig. ist doch nur der erste satz 
ein rein hypothetischer; der letzte 
aber ein imperativischer: „und dann 
mufs in Firöafylki selbst krieg sein". 

0. hitt bezeichnet am häufigsten 
einen stark betonten gegensatz zu 
dem, was vorher gesagt ist oder auch 
etwas neu hinzugefügtes von beson- 
derer Wichtigkeit; „das aber meine 
ich, im gegensatz" usw., vgl. k. 12,8. 



alloskylt, ergänze vera ; vgl. ob. § 10. 

7. peira, grade als ob von den 
Meerern früher die rede gewesen 
sei; diese sind aber nicht genannt, 
wohl aber ihre landschaft Mcerr, 
darum ist der ausdruck nicht hart. 

8. um „während", temporal. 

9. 10 pd . . at „eine solche (heiman- 
ferÖ) dafs." 

11. hann „dieser", näml. Haraldr. 
hamingju ist gen. part., v. byrfti 

regiert. 

er eig. „wo"; hier „während''. 

12. krepping „die gekiümmte hand, 
so viel, als was in der gekrümmten 
hand liegen kann" ; von krappr „zu- 
sammengebogen , krumm"; krappr 
steht für krampr; vgl. nhd. krampf. 

14. erendisluk, „den erfolg oder 
das resultat der sendung". 

sat at „safs = „wohnte auf und 
verwaltete"; vgl. sitja at riki „sein 
reich regieren". 



Kap. IV. 
vgl. k. 3, 8. 



1 6. Mmri = Sunnmceri ; 



Schlacht bei Sölskel. 



11 



hgfÖu feir allir saman her mikinn. 2. Haraldr konungr var j?d Eg. IV. 
ok norÖan kominn meÖ sfnu HÖi, ok varÖ fundr peira fyrir 
869 iDDan Sölskel; var J?ar orrosta mikil ok mannfall mikit i hvärra- 
tFeggju liÖi; J?ar fellu 6r Haralds liÖi jarlar tveir, Asgautr ok 
Äsbjorn, ok tveir synir H&konar HiaÖajarls, GrjötgarÖr ok 5 
Herlaugr, ok mart annat störmenni; en af liÖi Moera ArnviÖr 
konungr ok AuÖbjorn konangr, en Solvi klofi komz undan & 
f!6tta, ok var siÖan vikingr mikill ok geröi opt skaÖa mikinn 
ä riki Haralds konungs ok var kallafrr Solvi klofi. 3. Eptir J?at 
lagfii Haraldr konungr undir sik Sunnmoeri Vemundr, brtföir 10 
AuÖbjarrar konungs, helt FirÖafylki, ok geröiz J?ar konungr 
yfir. 4. Petta var sfÖ um haustit, ok gerÖu menn J?at räÖ meÖ 



2. nordan, d. i. von Nordmoerr, s. 
k. 3, 8. 

peira, d. i. Haralds nnd seiner eben 
genannten feinde. 

3. Sölskrl, diese insel (Sonnen- 
schale) liegt an der küste von NorÖ- 
mcerr. 

var „wurde, begann" = vard, nicht 
„war". 

orrosta, vgl. Hkr., Har. s. harf. 
k. 11, wo die schlacht näher ge- 
schildert wird. 

hvdrratveggju, eig sollte estveggja 
(gen. pl. v. tveir) heifsen, aber die 
form wird wie ein adj. behandelt, so 
dafs hvdrr ganz wie der bestimmte 
artikel wirkt. 

4 5. Ängautr, Äsbjgrn, der erste 
teil dieser nainen ist dss „gott", 
aus ansu-, das in urnord. runen- 
inschriften vorkommt. 

5. Hdkon Hluftajarl der ältere, 
der grofsvater des jüngeren, be- 
rühmten Häkon (f 995) mit dem- 
selben beinamen; Hladir hiefs das 
gut oder der hof dieses jarls- 
geschlechts, daher der beiname; 
der hof liegt in unmittelbarer nähe 
von NiÖaröss. Der ältere Häkon, 
ein söhn des Grjotgartfr, war der 
vertrauteste freund könig Haralds; 



Hkr., Har. s. harf. k. 9. Kurz nach 
der schlacht bei Sölskel hatte 
Häkon, dem der könig das Fir(5a- 
fylki verliehen hatte, einen kämpf 
mit Atli jarl zu Gaular (s. k. 2), 
wo die beiden jarle ihren tod 
fanden; Hkr., Har. s. härf. k. 12, 
vgl. 37. 

8. vikingr, der allgemeine name 
der norwegischen piraten im 9. und 
10. Jahrhundert. Der Ursprung des 
namens ist viel bestritten. Wahr- 
scheinlich ist der name von vik 
„bucht" gebildet; vikingr also „einer, 
der in buchten auf beute lauert" 
oder vielmehr „der aus einer be- 
stimmten vik (dem Christianiafjord) 
kommt". 

8. 9. geröi . . . skatSa . . . d riki 
bedeutet, dafs S. dem (ganzen) 
reiche Haralds schaden zufügte; 
i riki würde nur bedeuten „in 
dem einen oder andern teile des 
reiches". 

9. var kallaftr scheint anzudeuten, 
dafs Solvi seinen beinamen klofi 
(der zerspalter) erst nach diesen 
raubzügen bekommen habe. 

11. helt „hielt", d.h. „hatte als jarl 
das F. regiert" ; helt also plusquam- 
perfektisch, vgl. sendi k. 6, 2. 



12 



Olvir hnüfa tritt in llaralds dienst. 



Eg. IV. Haraldi konungi, at hann skyldi eigi fara suor um Staö a 
haustdegi. 5. Pä setti Haraldr konungr Rognvald jarl yfir Moeri 
hvaratveggju ok Raumsdal. 6. Haraldr konungr sneri p& norÖr 
aptr til Prandheims ok hafb'i um sik mikit fjolmenni. 7. Dat 
5 sama haust veittu syrrir Atla heimfor at Olvi hnüfu ok vildu 869 
drepa bann; J?eir hoföu liÖ svä mikit, at Olvir haföi enga viÖ- 
stoÖu ok komz meÖ hlaupi undan. 8. F6r hann pa norör ä 
Moeri ok hitti )?ar Harald konung, ok gekk Olvir til hauda 
honum ok för norÖr til Drändbeims meÖ konungi um bausrit, 
io ok komz hann i ena mestu kserleika viÖ konung ok var meÖ 
honum lengi siÖan ok gerÖiz skald hans. 9. Pann vetr för 
Rognvaldr jarl et iÖra um EiÖ suÖr i FjorÖu ok hafÖi njösnir 869—70 
af ferÖum Ve'mundar konungs ok kom um nött J>ar sem beitir 
Naustdalr, ok var Ve'mundr par a veizlu; tök par Rognvaldr 



2. Rognvaldr, ein söhn des Ey- 
steinn gluinra; über ihn s. Hkr., 
Har. s. härf. k. 10,22 — 24 u. ö.; er 
wurde enn riki ok enn rd'Ösvinni 
„der mächtige und ratkluge", auch 
einfach Mcerajarl genannt; er hatte 
viele söhne, darunter den Torf- 
Einarr, den auch als dichter be- 
kannten jarl der Orkneys. K. wurde 
später von den söhnen des Haraldr 
härfagri in seinem hause verbrannt. 

3. hvaratveggju, d. i. Nord- und 
Sunnmcerr. 

5. veittu — heimfor „sie überfielen 
ihn in seinem hause" ; vgl. § 9 und 
k. 18,3: veita heimferdir. 

6. hafdi . . vidstgdu „keinen wider- 
stand leisten konnte"; vidstaÖa = 
mötstafia. 

8. gekk til handa, ein viel ge- 
brauchter ausdruck von den leuten, 
die in den dienst eines königs als 
seine hirdmenn treten, vgl k. 8, 2. 

ü. honum, in solchen Verbindungen 
ist der dat. und nicht der erwartete 
gen. (hans) das gewöhnliche; es 
wird also eine handlung für jind., 
zu juidcs gunstcn dadurch be- 
zeichnet. 



10. komz, eig. = kom ser (kom 
transitiv) „brachte sich"; komz i 
kcerleika „wufste sich die liebe des 
königs zu erwerben". 

11. skald, s. zu k. 8,3 — 5. 

12. et ifira, adverbial „durch das 
innere" (opp. et ytra „an der küste 
vorbei"), „über land". 

Eid = Dragseid, ein kleiner, 
ungefähr eine meile langer isthmus 
(eid) in der nähe des kap Stadt in 
Norwegen, ein sehr gewöhnlicher 
weg für reisende; vgl. die einleitung 
§28. 

hafdi njösnir af f er dum = njösn- 
adi um fer'Öir „unterrichtete sich 
durch kundschafter über seine reisen". 
njösn entstand aus urgerm. *neuhsni-, 
vgl. got. biniuhsjan. 

14. veizlu, veizla bedeutet eigentl. 
„lieferung" (v. veita „liefern, geben") 
und bezeichnet daher alles, was z. b. 
dem könige als landesherrn gegeben 
werden mufste. Diese „einkünfte" 
bestanden zum grofsen teile in na- 
turalverpflegung: er besuchte wäh- 
rend des winters die reichsten leute 
seines rcichs oder seine eigenen, von 
armem (s. zu k. 10, b) verwalteten. 



Berölu-Käri tritt in Haralds diensr. 



13 



jarl hüs ä }>eim ok brendi konunginn inni meÖ niu tigum Eg. IT. 
manna. 10. Eptir J?at kom BerÖlu-Käri til Rognvalds jarls 
meÖ langskip alskipat, ok föru ]?eir bäÖir norÖr ä Moari; 
tök Rognvaldr skip j>au, er ätt haföi V^mundr konuugr, ok 
alt J?at lausaf£, er hann fekk; BerÖlu-Käri för j>ä norÖr til 5 
Prändheims ä fund Haralds konungs ok gerÖiz hans maÖr, 
870 11. Um värit eptir för Haraldr konungr suÖr meÖ landi meÖ skipa- 
her, ok lagÖi undir sik FjorÖu ok Fjalir ok skipaÖi J?ar til 
rikis monnum sfnum; hann setti Hröald jarl yfir FirÖafylki. 
12. Haraldr konungr var mjok gorhugall, \k er hann hafÖi 10 
eignaz J?au fylki, er nykomin v&ru i vald hans, um lenda menn 
ok rika büendr ok alla )?ä, er honum var grunr ä at nokk- 
urrar uppreisnar var af vän, )>k let hann hvern gera annat 
hvärt, at geraz hans j?jönostumenn , eöa fara af landi ä brott, 



höfe, wo er mit seinen hofleuten 
aufs prächtigste mit speise und trank 
unterhalten wurde. So bekommt das 
wort veizla die engere bedeutung 
„gastmahl". Andere veizlur sind oben 
zu k. 1,6 kurz erwähnt; vgl. k. 8,2. 

1. tök . . Ulis ä pexm „nahm . . das 
haus über ihnen", d. h. „überraschte 
sie im hause, kam als feind ganz 
unerwartet", vgl § 7. 

3. langskip, navis longa „lang- 
schiff, kriegsschiff", öfter auch snekk- 
ja genannt. 

alskipat „vollbemannt". 

5. fekk „sich bemächtigen konnte". 

6. madr, hier „Untertan". 

7. skipaher „schiffsheer", d.h. „beer 
auf schiffen", ungefähr = „flotte". 

8. Fjgydu, von Firtüir = FirÖa- 
fylki, s. k. 3, 14. 

Fjalir, eigentlich ein teil des 
Sygna fylki (oder Sogri) und zwar 
der nördlichste, zwischen dem FirÖa- 
fylki und dem eigentlichen Sogn; 
übrigens scheinen die grenzen hier 
nicht bestimmt gewesen zu sein. For- 
mell ist Fjalir plur. von fjgl, das ein 
stück flaches holz, „brett 1 bedeutet. 



10. var — gorhugall . . um menn 
„beobachtete sie genau, hielt sie 
scharf im äuge". 

11. nykomin „neulich gekommen", 
dgl. Zusammensetzungen mit ny sind 
häufig; es ist aber selbstverständlich, 
dafs man nur part. perf. zu diesem 
n$- fügen konnte; es existiert kein 
nykoma (inf.), kein nykem, nykom 
u. dergl.; dasselbe gilt von auft- 
in partizipialen Zusammensetzungen, 
z. b. aufibetiinn k. 5, 10. 

1 2. er honum usw., dies er ist als dat. 
aufzufassen, regiert vom folgenden af 
„von denen er argwöhnte" usw. 

13. uppreisnar bedeutet keines- 
wegs „aufruhr", sondern „auf- 
richtung, Wiederherstellung der (frü- 
heren) macht". 

fid let, hier beginnt kein neuer 
satz, sondern nur der nachsatz zum 
vorhergehenden, und zwar nicht zu 
Haraldr —gorhugall, sondern pd er 
hann haffti, als ob dieser satz ein 
selbständiger wäre. Der ganze satz 
ist somit unregelmäfsig gebaut; vgl. 
unten § 13. 

14. pjönostumenn „Untertanen", 
vgl. das einfache maor oben § 10. 



u 



Haralds zwingherrschaft. 



Eg, IV. en at JmÖja kosti sseta afarkostum eÖa lata lifit, en sumir väru 
bamlaÖir at hondum eÖa fötum. IB. Haraldr konungr eignaÖiz 
{ hverju fylki tfbul oll ok alt land, byggt ok öbyggt, ok jafavel 
sjöinn ok votnin, ok skyldu allir büendr vera bans leiglendingar; 
5 svä j?eir, er ä morkina ortu, ok saltkarlarnir ok allir veiÖimenn, 
baeöl a 8J6 ok landi, )?ä va>u allir f»eir honum lyÖskyldir. 
14. En af J>essi äj?j&n flyÖu margir menn af landi a brott, ok 
byggÖuz }?ä margar auÖnir viöa, bseÖi austr i Jamtaland ok 



1. afarkostum „harte bedingungen, 
sehr strenges verfahren gegen je- 
mand", afar- ist sehr häufig in kom- 
positis von verstärkender bedeutang; 
es ist wohl entweder ein gen. von 
einem sonst nicht vorkommenden 
subst. pf, das mit af „weg von" zu- 
sammenhängt, ö/also „Überschreitung 
des rechten mafses" (?), oder eine 
komparativbildung. 

en sumir varu, hier schlägt der 
Verfasser in die direkte erzählung 
von dem faktisch geschehenen über. 

2. hondum . . . fötum, hpnd und 
fötr bedeutet in den meisten fällen 
„arm" u.„bein" (nicht „band" u.„f ufs"). 

2. 3. eignadiz . . . öb"td oll, „er eignete 
sich alle . . . allodia, alle privaten 
guter an", ist ein ungenauer, aber von 
der seite der besiegten Norweger 
leicht verständlicher ausdruck lür die 
Oberherrschaft oder die königliche 
macht, die Haraldr sich aneignete; 
er nahm sich nämlich das recht, die 
adelsgüter zu konfiszieren, was früher 
niemand gewagt hatte, und sie nach 
belieben zu besteuern, wenn es ihm 
notwendig schien, was nicht minder 
unerhört war; damit war die alte 
f r e i h e i t des einzelnen odelsbesitzers 
gebrochen, das volle eigentums- 
recht, so schien es den Norwegern, 
verloren (vgl. das folgende: leig- 
lendingar „Verpächter" ; vgl. Maurer, 
Island s. 148); daher der allgemeine 
hafs gegen den könig S. Maurer, 



Über die einziehung der norw. odels- 
giiter, Germania XIV, 27 ff.; Sars, 
Hist. tidskritt (norsk) 11,171—237; 
Y. Nielsen, A. Taranger und E. Hertz- 
berg, ebda. IV, r. 4 (H>07); E. Briem, 
Um Harald härfagra, Reykjavik 1915 
und Hkr., Har. härf. k. 6, wo die sache 
genauer behandelt wird. 

3. dual steht im ablautsverhältnisse 
zu atial „adel, geschlecht" und be- 
deutet „das geschlechtseigentum, das 
vererbte"; vgl. ahd. uodil „erbsitz". 

5. peir, er d morkina ortu, eig. 
„die den wald bearbeiteten", d.i. die 
holzhauer und -händler. 

saltkarlarnir „die salzleute, die 
salzsieder" ; vgl. saltsvitfa, saltbrenna 
„Salzsiederei"; at brenna salt war 
eine der am mindesten angesehenen 
beschäftigungen. 

veib'imenn, sowohl „fischer" als 
„jäger", durch die folg. worte erklärt. 

6. pd . . . peir, syntaktisch über- 
flüssig, denn pd leitet einen nach- 
satz ein, dem kein regelmäfsiger 
Vorsatz vorhergeht; vgl. zu § 12. 

lyb'skyldir, li/tffkylda (f. subst.) eig. 
„volkspflicht", nämlich gegen den 
könig. lydskyldr also „verpflichtet, 
untertänig". 

8. austr i mit akk., denn die be- 
weg ung nach den genaunten land- 
schaften wird dadurch bezeichnet; 
dennoch ist Vestrlpnd bestimmt als 
nom. aufzufassen, alssubj. z. bygyftuz. 

Jamtaland, heute Jemtland, seit 



Haraldr entbietet den Kveldülfr zn sieb. 



15 



r 

Helsingjaland, ok Vestrlond: SuÖreyjar, Dyflinnar skföi, Irland, Eg. IV. V. 
Normandf ä Vallandi, Katanes ä Skotlandi, Orkneyjar ok 
Hjaltland, Faereyjar, ok f f>ann tima fannz Island. 



König Haraldr und Kveldülfr. 

V, 1. Haraldr konungr lä meÖ her sinn 1 FjorÖum; hann 
sendi menn J?ar um land ä fund }?eira manna, er eigi hoföu 5 
komit til hans, er hann J^öttiz orendi viÖ eiga. 2. Konungs 
sendimenn kömu til Kveldülfs ok fengu ]?ar goöar viÖtokur; 
)?eir bäru upp orendi sin, sogÖu, at konungr vildi, at Kveldülfr 
keemi & fund hans — 

3. „Hann hefir", sogfru J^eir, „spurn af, at j?ü ert gofugr 10 
maÖr ok störaettaör; muntu eiga kost af honum viröingar 



1645 zu Schweden gehörig, die land- 
schaft, die den Störs jö umgibt, im 
s. an Herjedalen nudMedelpad, im w. 
an Norwegen, im n. an das schwed. 

o 

Lappmarken und im o. an Angerman- 
land grenzend. 

1. Helsingjaland, heute Helsing- 
land, landschaftam bosnischen meer- 
busen, zu beiden Seiten des flusses 
Ljusneelf. 

Sufireyjar, die Hebriden. 

Dyfiinnar skifti, die landschaftum 
Dublin. 

skifii, = skiri, angels. scire, engl. 
shire\ eig. „abteilung", eine land- 
schaft; der Übergang von r zu 9 
(gewöhnlich durch dissimilation) ist 
anch sonst zuweilen bezeugt, z. b. 
in neuisländ. afrtdar „gefrorener 
schnee", vgl. frerinn. 

2. Valland „Frankreich"; Val- = 
Gal- lia. 

Katanes, heute Caithness, der 
nordöstlichste zipfel von Schott- 
land. 

3. Hjaltland, die Shetlandsinseln 
Fcereyjar „schafinseln";/cer=dän. 



fär „schaf"; was den namen betrifft, 
vgl. Dicuils beschreibung (825): 
plenai innumerabihbus ovibus. Die 
Färöer waren lange vor den wikinger- 
zügen von irischen einsiedlern ge- 
kannt und bewohnt. 

i pann tima, d. i. um 870. Die 
erste niederlassung in Island, die 
des Ingölfr, geschah im jähre 874; 
aber die insel war einige jähre vor- 
her entdeckt worden. 

Kap. V. 5. 6. er . . . er, sind parallel 
„welche . . und welche" usw.; das 
letzte er ist akk., regiert vom fol- 
genden vi d. 

6. erendi . . eiga, erendi bedeutet 
soviel als „negotium, wichtige ge- 
schäfte, Staatsobliegenheiten", hier 
namentlich solche, die die Unter- 
werfung der leute angingen. 

8. bar u upp erendi „sie brachten, 
was sie ihm sagen sollten, vor". 

spgtfu „indem sie sagten", eine 
erklärung der voranstehenden worte, 
daher die asyndesie; vgl. unten § 4. 
7 u. ö. 

1 1 . kost „gelegenheit zu . . ernten". 



IG 



Kveldülfr und Grimr weigern sich zu kommen. 



Eg. Y. mikillar; er konungi mikit kapp a J?vi, at hafa meö s£r f>ä 
menn, at hann spyrr at afreksmenn eru at afli ok hreysti." 

4. Kveldülfr svarar, sagöi, at hann var j?ä gamall, svd at 
hann var pi ekki til foerr at vera üti a herskipum — „mun 

5 ek nü heima sitja, ok lata af, at fcjöna konuugum." 

5. Pä mselti sendimaör: „Lattu J>a fara son }>inn til kon- 
ungs! Hann er maÖr mikill ok garpligr. Mun konungr gera 
)?ik lendan mann, ef J>ü vill }>j6na honum." 

6. „Ekki vil ek", sagöi Grimr, „geraz lendr maÖr, meÖan 
10 faÖir minn lifir, J>viat hann skal vera yfirmaÖr minn, meöan 

hann lifir." 

7. Sendimenn föru i brott, en er ]>eir kömu til konungs, 
sogöu J>eir honum alt }>at, er Kveldülfr haföi rcett fyrir pe\m; 
konungr varÖ viÖ styggr ok mselti um nokkurum orÖum, sagöi, 

15 at J?eir mundu vera menn störlatir, eöa hvat J?eir mundu fyrir 
setlaz. 8. Olvir hnüfa var f>a naer staddr ok baÖ konung vera 
eigi reiöan' — „ek mun fara ä fund Kveldülfs, ok mun hann 
vilja fara a fund yö'varn, fcegar er hann veit, at yör pykkir 
mali skipta." 



2. at hann spyrr, at = er rel., 
„von welchen er erfährt". 

afreksmenn, s. zu k. 1,3. 

3. 4. var . . var, statt des erwarteten 
vceri, eine mischung von Kveldülfs 
eigenen worten (dir.: ek em usw.) 
und der historischen erzählung; die 
ausdrucksweise soll dazu dienen, 
Kveldülfs rede noch mehr absolut 
zu machen; vgl. mundu § 7, var 9. 

4. til, ergänze jess „dazu"; dazu 
das folgende at vera erklärend. 

8. pik . . pü, hier redet der abgesandte 
den anwesenden Grimr direkt an. 
lendan mann, s. zu k. 1,6. 

14. vtö „darüber". 
styggr, s. zu k. 1, 8. 
um „davon, darüber". 

1 5. mundu, s. oben § 4 zu var. 
etia hvat peir usw., gibt die mit 

der gewöhnlichen fragepartikel (e da) 
eingeleitete frage des königs indirekt 
wieder. 



störldtr „ein mann, der lostr stört, 
d. h. sich übermütig benimmt". 

15. 16. fyrir cetlaz, = fyrir ser cetla 
„für sich etwas tun wollen, eine be- 
stiimnung für ihre zukunft treffen". 

16. staddr, part. perf. von stetlja 
(von statfr) eig. „gestellt"; at vera 
staddr „auf einer stelle sich be- 
finden". 

17. ek mun . . . ok mun, ein gutes 
beispiel von den verschiedenen be- 
deutungen des vb. munu; im ersten 
falle ist es rein futurisch, im letzten 
bezeichnetes eine Vermutung des 
redenden: „und er wird wohl usw.". 

18. yd'r pykkir mdli skipta, das Sub- 
jekt zu pykkir ist ein zu ergänzendes 
pat („das", nämlich : dafs er kommt); 
eht skiptir mdli bedeutet „etwas ist 
von solcher Wichtigkeit, dafs die 
sache dadurch geteilt, d. h. abgemacht 
wird" ; der ausdruck ist ursprünglich 
ein juristischer; mdl= „prozefs" 



Olvir versöhnt Haraldr und Kveldülfr. 



17 



9. SiÖan för Olvir & fund Kveldülfs ok sagfri konum , at Eg. Y. 
konungr var reiör, ok eigi mundi duga, nema annnarrhvärr j^eira 
feÖga fo3ri til konungs, ok sagÖi, at J?eir myndi fa virÖing 
mikla af konungi, ef J?eir vildi hann J^yÖaz; sagöi frä mikit, 
sem satt var, at kontmgr var göÖr monnum siuum bseöi til 5 
fjär ok metnaÖar. 10. Kveldülfr sagoi, at J>at var hans hugboÖ, 
at — „ver feögar munim ekki bera gsefu til j^essa konungs, 
ok mun ek ekki fara a fund hans; en ef Pörölfr kemr heim 
i sumar, f>a mun hann auöbeöinn Kessar farar ok svä at geraz 
konungs maÖr. SegÖu svä konungi, at ek mun vera vinr hans 10 
ok alla menn, f>ä er at minum orÖum lata, halda til vinattu 
viÖ hann. Ek mun ok halda enu sama um stjörn ok umboÖ 
af hans hendi, sem aör hafÖa ek af fyrra konungi, ef konungr 
vill, at svä se; ok enn siÖar mun sjä, hversu semz meÖ oss 
konungi." 15 

11. SiÖan för Olvir aptr til konungs ok sagÖi honum, at 
Kveldülfr mundi senda honum son sinn, ok sagöi, at sä var 



2. var, s. zu § 4. 

2. 3. peira fe'Öga, das letzte ist 
urspr. nur eine erklärende apposition 
zum ersteren; feügar „vater und 
söhn (sühne)" steht für feftrgar, das 
in einer schwed. runeninschr. vor- 
kommt; s. Noreen, gramm. 4 § 291,10. 

4. peir vildi hann pyb'az = peir 
v. pyda ser hann „wenn sie sich 
ihn freundlich, wohlwollend machen 
wollten; pybr adj. „freundlich, be- 
haglich", wovon das vb., vgl. got. 
piup „das gute", piupeigs „gut, 
gesegnet"; dazu das vb. piupjan 
(= pyda) „benedeien, segnen" ; ein 
anderes wort ist pytia „erklären, 
verdolmetschen", v. pjötf „volk", 
got. piuda; vgl. k. 6,6. 

frd, pvi („davon") ist zu ergänzen, 
wozu das erklärende at konungr usw. 

5. sem, s. zu k. 3,12. 

5. 6. til fjär ok metnatiar, sehr 
kurzer ansdruck für „sowohl reich- 
tuin als ehre bei ihm und von ihm 
zu bekommen"; til gehört übrigens 

Sogabibl. 111. 



zu gö&r, gödr til „gut zu", d. h. „er 
war ein solcher, bei welchem es sehr 
leicht war" usw., vgl. k. 1, 16. 

6. hugbotf, „ahnung" ; vgl. mer byb'r 
hugr um-, s. zu k. 6, 8. 

7. at — „ver usw., dieser plötz- 
liche Übergang von einem indirekten 
satze mit at zu der direkten rede 
mit beibehaltenem at ist sehr häufig; 
vgl. griech. ort; s. noch k, 7,9. 

bera gaifu til, „glück zu jmd. 
tragen o. mitnehmen", d. h. glück 
im verkehr mit jmd. haben. 

9. aud'be'ö'inn, s. zu k. 4, 12. 

ok svä at geraz, dieser satz ist 
parallel mit dem vorhergehenden 
genitiv, eigentl. sollte es heifsen ok 
svd pess, wozu at geraz explika- 
tivisch hinzutritt. 

12. stjörn ok umbo'b', „herrschaft 
u. Verwaltung" bezw. die macht u. 
Wirksamkeit eines hersir oder lendr 
madr, s. zu k. 1 , 6. 

14. ok enn, ist ein neuer selb- 
ständiger satz, 



18 frörölfr ist bereit in Haralds dienst zu treten. 

Eg. V. VI. betr tii fallinn, er ]?ä var eigi heirna; let konungr J>a vera kyrt. 

F6r hann \k um sumarit inn i Sogn; en er haustaÖi, bjöz kann sto 
at fara norÖr til Pr&ndheims. 



König Haraldr und törölfr Kveldülfsson. 

YI, 1. P<5rölfr Kveldülfsson ok Eyvindr lambi kömu um 
5 haustit heim ör viking. 2. For Pörölfr til foÖur sins; taka 870 
]?eir feÖgar \k tal sin i milli; spyrr Pörölfr eptir, hvat verit 
hefir i orendum J?eira manna, er Haraldr sendi fagat. 3. Kveld- 
ülfr sagöi, at konungr haföl til J?ess orÖ sent, at Kveldülfr 
skyldi geraz maÖr hans eöa sonr hans annarrhvarr. 

10 4. „Hvernig svaraölr ]?u?" kvaÖ Pörölfr. 

5. „ Ek sagöa sva, sem mer var i hug, at ek munda aldri 
ganga k hond Haraldi konungi, ok svä mundu \\t gera b&Öir, 
ef ek skylda raöa; setla ek, at J>9er lyköir muni a veroa, at 
ver munim aldrtila hljöta af J?eim konungi." 

15 6. „Da verÖr allmjok k annan veg", sagöl Pörölfr, „en mer 

segir hugr um, ]?viat ek setla mik skulu af bonum hljöta enn 
mesta frama, ok til )?ess em ek fasträömn, at fara ä fund 
konungs ok geraz hans maÖr; ok J?at hefi ek sannspurt, at 
hirÖ hans er skipuÖ afreksmonnum einum; ]>ykki mer J>at all- 

20 fysiligt, at koma i J?eira sveit, ef J?eir vilja viÖ mör taka; eru 
f>eir menn haldnir miklu betr en allir aÖrir i ]?essu landi; er 
mer svä frd sagt konungi, at hann s6 enn mildasti af fegjofum 
viÖ menn sina ok eigi siÖr ]?ess orr, at gefa J?eim framgang, 



1. til, ergänze pess „dazu"; vgl. 12. mundu, f. mundub' vor p-, s. 

k. 3, 10. Noreen, grainni. 4 § 531, 4. 534, 3. 

let vera . . kyrt „liefs es ruhig 13. skylda, „sollte und könnte", 

sein", d.h. erklärte sich mit dieser at — d verb'a, „dafs dies das ende 

Sachlage zufrieden. davon (wörtlich: an) sein wird"; zu d 

ist ein subst. {mälinu) hinzuzudenken. 

Kap. VI. 5. heim ör viking, vgl. 19. pykki, ist präs. konj., ganz 

k. 2, schlufs. wie ind. gebraucht; vgl. ek vilja f. 

7. sendi, „gesandt hatte" plus- ek vil, was doch wohl urspr. nicht 

quamperfektisch, wie öfter; vgl. dasselbe ist. 

k. 4, 3. 7,11. 8,13 usw. 21. haldnir, „unterhalten und an- 

pagat, = pangat „dorthin"; vgl. gesehen". 

higat (hegat) für hingat; das wort 22. mildasti af fegjofum, der 

ist zusammengesetzt aus pan-veg-at. eigentl, ausdruck ist mildr af fe 

9. eöa, „oder jedesfalls". oder fe sinu „freigebig". 



Kveldülfr gibt widerstrebend die erlaubnis. 



19 



ok veita rfki ]?eim, er honum )?ykkja til f>ess fallnir; en m£r Eg. VI. 
spyrz ä j>ann veg til um alla f>ä, er bakverpaz vilja viÖ honum 
ok HÖaz eigi haun meb" vinattu, sem allir veröl ekki at manna; 
stokkva snmir af landi ä brott, en sumir geraz leigumenn. 
7. Pykki m£r J?at undarligt, faöir! um svd vitran mann, sem 5 
J?ü ert, ok metnaÖargjarnan, er ]>u vildir eigi meÖ };okkum 
taka vegsemö p&, er konungr bauÖ };er; en ef f>u ]?ykkiz vera 
forspär um f>at, at ver munim hljöta af konungi )?essum ofarnaÖ, 
ok hann muni vilja vera värr 6vinr, hvi förtu eigi J?a til 
orrostu i moti honum meÖ konungi )?eim, er }>ü ert aÖr hand- 10 
genginn; nü )?ykki mer J>at ösoemiligast, at vera hvarki vinr 
hans ne övinr." 

8. „Eptir gekk J?at", kvaö Kveldülfr, „er m£r bauÖ hugr 
um, at J?eir mundu engir sigrfor fara, er boröuz viÖ Harald 
lüfu norör a Moeri; en slikt sama muri }?at vera satt, at Haraldr 15 
mun verÖa at miklum skao'a minum frsendum; en |?ü, Pörölfr! 
munt räö'a vilja athofnum )?inum. 9. Ekki 6ttumz ek ]?at, 
]?6ttu komir i sveit meÖ hirömonnum Haralds, at eigi J?ykkir 
]m hlutgengr eöa jafn enum fremstum i ollum mannraunum; 



1. 2. mer spyrz . . . til, „es wird 
(von) mir von etw. gehört", d. h. 
„ich erfahre von etw.". 

2. bakverpaz, = verpa baki (sinu) 
„jmd. den rücken wenden", d. h. 
„feindlich gegen jmd. verfahren". 

3. pifäaz, s. zu k. 5, 9. 

sem, bezieht sich anf ä pann veg 
= svd. 

manna, dieser gen. inufs v. ekki 
„nichts" regiert seiQ, so dafs at zu 
verdi gehört; das ganze lautet also: 
„als ob alle nichts von menschen 
d. h. nichts geltende menschen dabei 
werden". 

4. leigumenn, „gemietete leate", 
d. h. wohl „diener, arbeiter" und 
nicht etwa „Söldner". 

5. um, „wenn es (einen solchen) 
gilt". 

6. er pü, er = at „dafs". 

9. ok Jiann, d. h. ok at hann. 



10. er pü, er vertritt den dativ. 

13. er, vertritt den akk., regiert 
von dem folgenden um. 

baut), v. bjötüa in der bedentung 
„wahrsagen"; vgl. augels. beödan 
„ankündigen"; wz. Üufi- = gr. (pvd- 
(in nvv&dvofxcci). 

15. slikt sama, akk. adverbiell: „auf 
dieselbe weise", d. h. „in demselben 
mafse; ebenso"; vgl. et nazsta „am 
nächsten" u. dgl. 

17. öttumz ek, über die dem aus- 
sehen nach mediale form des ver- 
bums ist viel gestritten. Am wahr- 
scheinlichsten ist die form 1. pers. 
plur. medii, s. Wisens abhandlung 
im Arkiv f. nord. filol. I, 370 ff. 

18. pöttu, d. i. pött pü, vgl. Noreen, 
gramm.* § 115,4; 465,2. 

19. hlutgengr, „der seinen anteil 
an der arbeit ebensogut wie jeder 
andere ausführen kann". 

2* 



20 



Bjorgölfr und seine familie. 



Eg. VI. varaz p\\ }>at, at eigi setlir jn'i höf fyri ]?er eb'a keppiz viö ))6v 
TU. meiri menn, en eigi muntu fyri vajgja at heklr." 

10. En er Pörölfr bjöz a brott, }>l leiddi Kveldülfr hann 
ofan til skips, hvarf til hans, ok baÖ hann vel fara ok baÖ 
5 J?ä heila hittaz. 



Die söhne der HildiriÖr; BärÖs Brynjölfssons heirat und Verhältnisse. 

TU, 1. Bjorgölfr het maÖr & Halogalandi; hann bjö i 
Torgum; hann var lendr maÖr, rikr ok auÖigr, en hälfbergrisi 
at afli ok vexti ok kynferÖ; hann ätti son, er höt Brynjolfr; 
hann var glikr feör sinum. 2. Bjorgölfr var }?ä gamall ok 

10 onduÖ kona hans, ok haföi hann seit i hendr oll räÖ syni 
sinum ok leitat homim kvanfangs. 3. Brynjolfr ätti Helgu, 
döttur Ketils hoeings ör Hrafnistu; BarÖr er nefndr sonr J?eira; 
hann var snimma mikili ok friör synum ok varÖ enn mesti 
atgorvismaör. 4. Pat var eitt haust, at J>ar var gildi fjolmennt, 

15 ok varu ]?eir Bjorgölfr feÖgar i gildinu gofgastir menn; ]?ar 



1. varaz usw. „nimm dich in acht"; 
nach diesem vb. sollte man keinen 
verneinenden satz (at eigi usw.) 
erwarten, aber doch ist die hier 
vorliegende konstrnktion die ge- 
wöhnliche; die negation, die das 
vb. enthält, wird demnach noch 
einmal ausdrücklich gesetzt, viel- 
leicht um das verbot der redenden 
person um so eindringlicher zu 
machen. 

2. en eigi usw., „und doch 
nicht", das ist der seufzer, den 
der bekümmerte vater zuletzt aus- 
stöfst. 

4. hvarf til hans, „küfste ihn". 

Kap. VII. 7. Torgum, der nom. 
heifst Torgar fem., s. unten § 10. 
Torgar ist das heutige Torge, eine 
insel an der küste von Söndre 
Helgeland (nw. von Lekö). 

hälfbergrisi , was damit gemeint 
ist, ist nicht ganz klar. Bergrisar 
waren nach Snorris Edda von den 



eigentlichen riesen (hrimpursar) ver- 
schieden; der unterschied tritt in- 
dessen nicht klar genug hervor; das 
wort bedeutet eigentlich nur „felsen- 
riesen" ; in Wirklichkeit war Bjorgölfr 
von finnischer, d. h. lappländischer 
abstammung. 

10. rdÖ, „die Verwaltung der guter 
und des eigenen hofes". 

12. Ketils hoeings, s. k. 1,1. 

13. frid'r synum, „schön von aus- 
sehen"; syn sowohl „gesicht" als 
„was man sieht, erscheinung". Zur 
konstrnktion vgl. mikili bordi und 
dgl. k. 3,13 und unten § 5: frifiastr 
synum. 

14. atgorvismaör, „einer der mit 
körperlichen und geistigen fertig- 
keiten reichlich ausgerüstet ist"; 
man sagte : vel oder illa at ser gorr 
„gut oder schlecht von der hand 
der natur ausgestattet"; davon das 
subst. atgorvi. 

par, d. h. in Torgar, und nicht 
in Ilrafnista. 



Bjorgolfs konkubinat mit Hildirior Hognadöttir. 



21 



var hlutaÖr tvnnenningr a optnum, sem siövenja var til. 5. En Eg. VII. 
)?ar at gildinu var sa maör, er Hogni het; hann atti bü 1 
Lekn; hann var maftr störaüÖigr, allra manna frioastr synum, 
vitr maör ok settsmär, ok hafbl ha fiz af g jalfum sdr , hann 
atti dottur allfriöa, er nefnd er HildiriÖr; non nlaut at sitja 5 
hjä Bjorgölfi; toluou J>au mart um kveldit; leiz honum ma3rin 
fogr; Htlu siÖarr var slitit gildinu. 6. Pat sama haust gerÖi 
Bjorgölfr gamli heimanfor sina ok hafÖi skutu, er hann atti, 
ok ä )>rjätigi menn; hann kom framm i Leku, ok gengu )?eir 
heim til hüss tuttugu. en tiu gsettu skips. 7. En er J?eir kömu 10 



1. tvimenningr, „das paarweise zu- 
sammensitzen" ; bei solchen gelagen 
war es eine alte sitte, dafs man 
loste, welche personen, je zwei und 
zwei neben einander sitzen und mit 
einander trinken sollten (drekka tvi- 
menning, opp. drekka einmenning 
s. k. 71, 18) und zwar so, dafs beide 
personen stets dasselbe trinkhorn 
gemeinschaftlich leerten, vgl. Wein- 
hold, Altn. leb. s. 460. 

3. Leku, die insel Lekö, s. oben zu § 1 . 

4. haf'D'i hafiz, „er hatte sich er- 
hoben", „hatte sich sein vermögen 
und ansehen durch eigene tüchtig- 
keit zu erwerben gewufst". 

af „von", „mit hilfe". 

5. Hildiri'dr, dieser und ähnliche 
namen sind mit -ridr, d. h. fritir 
zusammengesetzt; s. Aarb. f. nord. 
oldkh. 18GS, 351 — 3 u. 1870, 120ff. 
Auch im altdeutschen waren (männ- 
liche und weibliche) personennamen 
anf -frid sehr beliebt. 

hon hlaut, „sie zog das los". 

8. gamli, nicht ein ständiger bei- 
name, Sündern nur eine herab- 
setzende oder ironische bezeichnung 
des mannes durch den autor. 

skütu, s. zu k. 1, 11; vgl. k. 7, 14. 

9. d J>rjätigi menn, „daraufhatte 
er (haßi) 30 leute"; prjdtigi ist 
hier ein indekl. zahladj.; die ältere 



ausdrucksweise war prjd tigu manna 
(unten § 14). 

kom framm, dieser ausdruck (at 
koma framm) bedeutet nicht einfach 
„dahin kommen", sondern „uner- 
wartet irgendwo ankommen" oder 
„an eine solche stelle hinkommen, 
die man selbst nicht kennt oder 
wohin zu kommen man nicht gerade 
beabsichtigt hat" ; darum findet man 
es vielfach von solchen reisenden 
gebraucht, die gebirge oder einen 
wald passieren sollen und nicht 
wissen können, in welche (bevöl- 
kerte) gegend oder zu welchem 
hofe sie dann auf der andern seite 
kommen werden; kom framm also 
etwa „er erschien". 

10. hüss, scheint hier den ganzen 
zu einem hofe gehörigen gebäude- 
komplex zu bezeichnen, also im sinne 
von bozr (s. 22,1 d.i. „hof, gehöft") ge- 
braucht zu sein. Gewöhnlicher ist 
in dieser bedeutung der plur. xd 
hüs. Der (isl.) hof bestand nämlich 
aus einer gröfseren oder kleineren 
anzahl leicht an einander gebauter 
räume, von denen jeder sein eigenes 
dach hatte, also gewissermafsen ein 
„haus" für sich ausmachte. Nur 
die eigentlichen Wirtschaftsgebäude 
(stalle, vorratsschnppen u. a.) standen 
von den eigentlichen Wohnräumen 
entfernt, daher sie auch den namen 



22 



Bjorgölfs konkubinat mit HildiriÖr Hognadöttir. 



Eg. VII. a boeinn, };ä gekk Hogni & möt honum ok fagnaöl vel, bauÖ 
honum f>ar at vera meÖ sinu foruneyti, en hann ]?ekÖiz J>at, 
ok gengu }?eir inn i stofu. 8. En er J>eir hoföu af klsez ok 
tekit upp yfirhafnir, J?a 16t Hogni bera inn skapker ok mungat; 
5 HildiriÖr böndadöttir bar ol gestum. 9. Bjorgölfr kallar til 
sin Hogna bonda ok segir honum, at — „orendi er )?at hingat, 
at ek vil, at döttir f>in fari heim meÖ mer, ok mnn ek nü 
gera til hennar lausabrullaup." 



ütihüs führten. S. V. Guomundsson, 
Privatboligen pä Island, s. 19 ff. 

1. bauft, über das asyndeton s. zu 
k. 5, 2. 

3. stofu, die isl. „stube" war der 
wichtigste räum des hofes; sie war 
der aufenthaltsort der familie, ihr 
arbeitsraum und speiseraum ; dagegen 
nicht der schlafraum, welcher skdli 
hiefs; s. V. GuÖmundsson , a. a. o. 
s. 173 ff. Die „stube" war in ver- 
schiedene abteilangen (stafgölf) ab- 
geteilt durch die sogenannten „Stäbe" 
(stafir) d. h. holzsäulen, die vom boden 
bis zum dache aufgerichtet waren. 
An beiden Seiten der stube waren 
die sitzbänke (bekkir), auf dem boden 
zwischen ihnen die feuerstelle (arinn, 
eldar). In der mitte der stube auf 
jeder bank waren die zwei pndvegi, 
die vornehmsten sitze, das eine, et 
Oßtira, für den hausherrn bestimmt, 
das andere, et öce'dra, für seinen 
vornehmsten mann, gast u. dgl. Die 
„stäbe", zwischen denen et ced'ra 
pndvegi war, hiefsen gndvegissülur 
und galten für heilig; es waren darin 
die sogenannten reginnaglar, die 
„götternägel" eingeschlagen. Wenn 
man essen wollte, wurden die tische 
(bor'Ö, skutlar) hervorgeholt und vor 
den bänken aufgestellt. Die Schilde 
und waffen der männer waren an 
den wänden riDgsumher aufgehängt. 
Auch pflegten bei festlichen gelegen- 



heiten die wände mit tuchtapeten 
bekleidet zu werden. 

er — af klcez, „als sie sich aus- 
gekleidet", d. h. die reisekleider 
abgelegt hatten. 

4. yfirhafnir, „Überkleider", d.i. 
mäntel. 

skapker, „mischgefäfs", ein grösse- 
res gefäfs, worin der trank zubereitet, 
„gemischt" wurde; die form skaptker 
ist eine spätere Umformung. 

mungat, das einheimische bier = 
gl, verschieden von dem importierten, 
welches björr hiefs; von munr „seele, 
geist, lust" und gdt „was gut gefällt" 
(vgl. getaz at „gefallen"); der name 
ist also eine art von Umschreibung. 

5. Rildirtör . . bar, es war all- 
gemeine sitte, dafs die frauen das 
bier schenkten und umhertrugen; so 
waren die walküren die walhallischen 
Heben; darum heifst eine frau in der 
umschreibenden dichtung „die met- 
schenkerin" u. dgl. 

6. bonda, bedeutet nicht nur ein- 
fach „bauer", sondern auch „haus- 
herr, wirf. 

at, s. zu k. 5, 10. 

8. lausabrullaup, „lose hochzeit", 
d. h. eine unvollkommene, nicht nach 
den gesetzlichen bestimmungen ver- 
anstaltete hochzeit oder ehe. Zu 
einer solchen gehörte vor allem die 
förmliche Verlobung (festar), wobei 
namentlich das „kaufgeld" (mundr) 
des freiers und die mitgift der braut 



Die sühne der HildiriÖr. 



23 



10. En Hogni sa engan annan sinn kost, en lata alt sva Eg. VII. 
vera, sem Bjorgölfr vildi; Bjorgölfr keypti hana meÖ eyri gullz, 
ok gengu ]?au i eina rekkju baeÖi; för HildiriÖr heim meÖ 
Bjorgölfi i Torgar; Brynjölfr let illa yfir J?essi räÖagorÖ; )?au 
Bjorgölfr ok HildiriÖr ättu tva sonn; höt annarr Harekr, en 5 
annan* Hrcerekr. 11. Siöan andaz Bjorgölfr, en J?egar hann 
var üt hafiör, };& let Brynjölfr HildiriÖi a brott fara meÖ sonu 
sina; för hon )?a i Leku til foÖur sins, ok foedduz ]?ar upp 
synir HildiriÖar; feir varu menn friÖir synum, litlir vexti, vel 
viti bornir, glikir möÖurfrsendum sinum; |?eir varu kallaÖir 10 
HildiriÖarsynir; ütils viröi Brynjölfr ]?a ok l£t J?ä ekki hafa 
af foÖurarfi J>eira. 12. HildiriÖr var erfingi Hogna, ok tök hon 
ok synir hennar arf eptir hann ok bjoggu \k i Leku ok hoföu 
auÖ fjär; ]?eir varu mjok jafnaldrar BärÖr Brynjölfsson ok 
HildiriÖarsynir. Peir feögar, Brynjölfr ok Bjorgölfr, hoföu lengi 15 
haft finnferÖ ok finnskatt. 



(heimanfylgja) bestimmt wurde; der 
mundr mufste mindestens 12 öre 
(l l l 2 mark) betragen; ferner mufste 
die hochzeit selbst in gegenwart von 
mindestens 6 personen stattfinden 
und es hatten die neuvermählten 
das ehebett noch bei tageslicht zu 
besteigen. Die zeit zwischen der 
Verlobung und der hochzeit war nicht 
absolut fest geregelt; doch, wenn 
nicht anderes bestimmt worden war, 
mufste sie innerhalb eines jahres 
abgehalten werden. Nach Maurers 
ausfuhrungen (Zwei rechtsfälle s. 87) 
hat Bjorgölfr nicht eine legale ehe 
mit HildiriÖr, sondern nur ein 
könkubinat, geschlossen; demnach 
konnten ihre söhne nicht als ehe- 
liche kinder betrachtet werden. 

2. med' eyri gullz, ein eyrir war 
Vs einer rnork (s. zu k. 1,6); nach 
Maurer (a. a. o. s. 77 f.) konnte diese 
summe genügend sein. 

4. let illa yfir, „äufserte sich übel 
darüber", „war mifsvergnügt damit". 

6. pegar, „sobald als" f. pegar er. 



7. üt hafidr, „elatus", „hinausge- 
tragen, um begraben zu werden", der 
gewöhnliche ausdruck; var plusqu. 
perf. ssa hafdi verit; vgl. k. 4, 3; 6, 2. 

1 0. viti bornir, „mit verstände be- 
gabt". 

11. HildiriÖarsynir, s. zu k. 25, 2. 

13. pä, „dann", d. h. nach seinem 
tode. 

14. mjgk, eig. „in hohem grade", 
d. h. „ungefähr", sehr oft so ge- 
braucht. 

15. 16. hoföu — finnskatt, „sie hatten 
seit langer zeit die reisen nach Lapp- 
marken und das recht die lappischen 
steuern einzusammeln gehabt". In 
der historischen zeit, nachdem die 
alleinherrschaft der norwegischen 
monarchen gefestigt worden war, 
gehörte der nördlichste teil Nor- 
wegens, die Finnmprk, das „Lapp- 
laud", auch zu ihrem reiche; die 
Finnen, d. h. die Lappen, waren 
tributpflichtig, und der tribut, den 
sie zu entrichten hatten, bestand 
zum grüßten teile aus kostbaren 
tierf eilen; vgl. kap. 13, 8; in der 



24 



BärÖr Brynjölfsson wirbt um SigriÖr Sigurftardöttir. 



Eg. TU. 13. NorÖr ä Halogalandi heitir fjorör Vefsnir; )>ar liggr 

ey i firöinum ok heitir Alost, mikil ey ok g6Ö; i henni heitir 
boer a Sandnesi; f>ar bjö maör, er SigurÖr het, hann var auÖg- 
astr norör }?ar; hann var lendr maör ok spakr at viti; SigriÖr 
5 het döttir hans ok ]?6tti kostr beztr ä Halogalandi; hon var 
einberni hans ok atti arf at taka eptir SigurÖ foour sinn. 
14. Bärör Brynjölfsson gero'i heimanferÖ sina, hafÖi skütu ok 
a j?rja tigu manna; hann f6r norÖr i Alost ok kom a Sandnes 
til SigorÖar. 15. BarÖr hefir uppi orÖ sin ok baÖ SigriÖar; 



vorharaldischen zeit haben, wie 
man vermuten darf, die könige in 
Hälogaland oder die vornelimsten 
leute dieser landschaft das gleiche 
recht gehabt oder doch jedesfalls 
einen sehr ausgiebigen handel (vgl. 
k. 8, 2 finnkaup) mit den Lappen 
getrieben; daraus mag sich dann 
später die förmliche Unterwürfigkeit 
und tributpflicht dieses volkes aus- 
gebildet haben. Vgl.k. 8. 10. 13. 14. 
16. 17. Die erzählung von diesem 
finnskattr steht in der schönsten 
Übereinstimmung mit der erkl'arung 
Ottars (Ohteres) bei Alfred d. grofsen, 
welcher sich so ausdrückt: „aber die 
gröfste herrlichkeit besteht im tribut, 
den die Finnen (d. h. die Lappländer) 
ihnen (den halogaländischen fürsten) 
bezahlen". Wenn hier und im fol- 
genden von der „reise eines ein- 
zelnen mannes nach Finnmarken" 
die rede ist, so ist dies vielleicht 
so zu verstehen, dafs dieser eine 
mann nur aus einem bestimmten 
teile Finnmarkens den skattr ein- 
zusammeln hatte; s. G. Storm in 
Akadem. afhandlinger 1889, s. 73— 9. 

1 . Norftr d Halogalandi, nicht: „im 
norden von Hälogaland", sondern: 
„dort oben im norden, in Hälogaland". 

Vefsnir, heute Vefsenfjord. 

2. Alost « *Al-vpst „aalgrund", 
s. M. Olsen, Stedsnavnestudier s. 43 fT.), 
heute Alstenö, eine insel an der küste 



von Helgeland. Sandnes, das noch 
heute denselben namen führt, ist 
gegenwärtig wohnsitz eines vogtes. 
göd\ „gut": fruchtbar, mit hübschen 
weiden und wiesen. 

3. d Sandnesi, eigentl. „auf dem 
Sandnes (= sandhalbinsel)". Die 
norwegischen und isländischen höfe 
wurden häufig nach ihrer läge „unter 
oder an einem berge", „an einem 
flnsse", „auf einer halbinsel" usw. 
bezeichnet; so hiefs es z. b.: „NN 
wohnt undir Felix, at Sandhaugum, 
at ßvdttd, at Sandnesi" u. dgl., aus 
solchen bezeichnungen entstanden 
dann wirkliche Ortsnamen wie Fell, 
Sandhaugar, Pvdttd, Sandnes u. dgl.; 
dessen ungeachtet sagte man, und 
sagt noch auf Island, dafs ein hof 
— nicht Sandhaugar sondern — at 
Sandhaugum hiefse; ja selbst wenn 
der name des hofes mit der häufigen 
endung -staftir „statten" gebildet 
ist, wird dieselbe ausdrucksweise be- 
nutzt. Zu übersetzen ist also: „dort 
ist ein hof, der Sandnes heifst". 

4. spakr, „klug, weise", d.h. scharf 
und logisch denkend; dagegen be- 
deutet frödr „reich an historischen 
kenntnissen". 

lendr maör, s. zu k. 1,6. 

7. skütu, vgl. zu k. 1,11. 

9. hefir uppi or'd', eine sehr gewöhn- 
liche redeart {hefir von hafa) für 
„zu sprechen beginnen", „eine sache 
mündlich zu verhandeln beginnen". 



BärÖr und Brynjölfr in Haralds dienst. 



25 



J?vi mäli var vel svarat ok glikliga, ok kom sva, at BärÖi Eg. VII. 
var heitit meyjunni; räÖ J?au skyldu takaz at oöru sumri; skyldi VIII. 
pä BärÖr soekja norÖr }>>angat räÖit. 

frorolfr Kveldulfsson tritt in könig Haralds dienst. BarÖs heirat. 

'0 Till, l. Haraldr konangr haföi J>at sumar seilt orb' rikis- 

monnuni, J?eim er väru a Halogalandi, ok stefüdi til sin }?eim, 5 
er äÖr hoföu eigi verit ä fund hans. 2. Var Brynjölfr raöinn 
til )?eirar feröar, ok meÖ honum BarÖr, sonr hans; f6ru J>eir 
um haustit suÖr til Drandheims ok hittu f>ar konung; tök hann 
viÖ ]?eim allfeginsamliga; gerÖiz J>a Brynjölfr lendr maÖr 
konungs; fekk konungr honum veizlur miklar, aörar en äÖr 10 
hafÖi hann haft — hann fekk honum ok finnferÖ, konungs- 
syslu ä fjalli ok finnkaup; siö'an for Brynjölfr a brott ok heim 
til büa sinna, en BärÖr var eptir ok gerÖiz konungs hirömaör. 



„J. glikliga, „wahrscheinlich", d. h. 
„so, dafs es aller Wahrscheinlichkeit 
nach so gehen wird, wie es jind. 
wünscht". 

2. rdtü pau skyldu takaz, eigentl. 
„diese bestimmungen sollten voll- 
bracht werden", d. h. „die heirat 
sollte vollzogen werden"; so be- 
kommt rdb' allmählich geradezu die 
bedeutung „partie, ehe", vgl. „hei- 
rat", wie im Schlüsse des kapitels; 
denn sozkja rdbit ist mit scekja 
brullaup u. dgl. ganz gleichbedeu- 
tend, d. h. „zu einer hochzeit sich 
einfinden", sei es als bräutigam, sei 
es als eingeladener. 

Kap. VIII. 4. 5. rikismpnnum, s. 
zu k. 3,17. 

5. stefndi, steht parallel mit hafb'i 
. . sent. 

6. fund, ist entschieden akk. und 
nicht dat., denn verit wird hier ge- 
braucht wie ein verbuin der be- 
wegung, = komit. 

10. veizlur, s. zu k. 1, 6. 
adrar, „und zwar andere", d. h. 
aufser den früheren. 



10. 11. dtSr hafb'i hann, statt hann 
hafbi d'b'r, so umgestellt, um das dtir 
„früher" noch stärker hervortreten 
zu lassen. 

11. finnferb" usw., s. zu k. 7,12; 
konungssyslu ist eine erklärende 
apposition zu finnferb', die also 
gemacht wird, um die königlichen 
tribute zu erheben. Gleichzeitig 
handelte man nach belieben und 
zum eigenen vorteile mit den Lappen, 
darum der zusatz: ok finnkaup. 
Vgl. k. 10. 

13. hirbmaftr, die königliche hirb* 
war eine ausgewählte schar, für 
welche bestimmte Vorschriften und 
gesetze sich allmählich ausbildeten, 
die in der literarischen zeit (unter 
könig Sverrir) gesammelt und auf- 
gezeichnet wurden; dieses ist die 
Hirb'skrd, die uns nur in einer re- 
daktion aus der zeit des königs 
Magnus lagaboetir (1263 — So) er- 
halten ist (NgL II, 891 ff.); vgl. den 
namen hirb'lpg § 9; der in die hirÖ 
aufgenommene wurde dem könige 
handgenginn; vgl. k. 4, 8. Über die 
verschiedenen klassen der hofleute 



26 



Die skalden könig Haralds. 



Eg. VIII. 3. Af ollum hirÖmonnum virÖi konungr niest skäld sin; 

};eir skipuöu annat ondvegi; }?eira sat innast AuÖun illskselda; 
hann var elztr )?eira ok hann haföi verit skald H&lfdanar 
svarta, fob'ur Haralds konungs. 4. Par ngest sat Porbjorn 
5 hornklofi, en )>ar nsest sat Olvir hniifa, en honum et nseata var 
skipat Bäröi; hann var )?ar kallaÖr Bärftr hviti etJa Bärör 
sterki; hann virbiz f>ar vel hverjum manni; meö' pe\m Olvi 
hnüfu var felagskapr mikill. 

5. Pat sama haust kömu til Haralds konungs J?eir Dörölfr 

10 Kveldülfsson ok Eyvindr lambi, sonr BerÖlu-Kara; fengu j?eir 

}?ar göÖar viötokur; f>eir hoföu f>angat snekkju, tvitugsessu, vel 

skipaÖa, er }?eir hof'Öu äftr haft i viking; J?eim var skipat i 

gestaskala meÖ sveit sina. 6. Pd, er )?eir hoföu |?ar dvaliz, 



s. Konungssknggsjä (ed. F. Jönsson), 
s. 97 ff. Das wort hirft ist übrigens 
ein lehnwort; es ist eine volksety- 
mologische (vgl. hirda „beschirmen") 
Umgestaltung des angels. hireb' „fa- 
milia". 

2. annat, natürl. et oozZra s. zu k. 7,7. 

innast, eine andere und minder 
häufige form für innst\ vgl. Noreen, 
gramm. 4 § 441. 

Aub'un ilhkcelda, erhielt nach der 
sog. Skäldasaga (Hauksb6k445— 55) 
seinen übellautenden beinamen(„der 
schlechte dichter", der gar nicht 
seinem ansehen bei dem könige ent- 
spricht, weil er den refrain eines 
lobgedichtes seines verwandten, Ülfr 
Sebbason, zu seinem eigenen ge- 
diente benutzt hatte, das darum 
den namen Stolinstefja erhielt. Wir 
können uns über seine dichterische 
befähigung kein sicheres urteil bilden, 
da nur 1 l j 2 Strophen von ihm erhalten 
sind (Litt, hist. 2 I, 422). 

4. 5. Porbjorn hornklofi, einer der 
berühmtesten von den norwegischen 
skalden (sein beiname ist unerklärt); 
von seinen gedienten kennen wir 
die Glymdrdpa (d. i. die „kriegs- 



lärm-drapa"), welches die helden- 
taten könig Haralds besingt (nur 
wenige bruchstücke sind erhalten) 
und das ausgezeichnete lied auf die 
schlacht im Hafrsfjord und das be- 
wegte leben in der hirb' des königs, 
das zwar leider auch nur fragmen- 
tarisch ist, aber doch ein sehr an- 
schauliches und prächtiges bild von 
der hirtl gibt (Litt, hist. 2 I, 423 ff.). 

11. tvitugsessu, „ein schiff mit 
20 ruderbänken"; eine apposition zu 
snekkju; die snekkjur waren schnell- 
segelnde fahrzeuge: „ihre eigentüm- 
lichkeit war schmaler langer bau, 
niedriger bord und langer Schnabel" 
(vgl. Falk, Altn. seew. s. 102 ff.). 

12. viking, ist akkusativ. 

13. gestaskala, ein besonderes haus 
für die gaste; die aufnähme in die 
hird konnte nicht sofort nach der 
anknnf't des aspiranten erfolgen, viel- 
mehr forderte die etikette, dafs die 
erste audienz vor dem könige und 
der eintritt in sein gefolge erst 
einige zeit nach dem eintreffen bei 
hofe stattfand. So finden wir in 
der Njalssaga, k. 3, dafs Hrütr 14 
tage warten mufste, ehe er bei könig 
Haraldr gräfeldr vorgelassen wurde. 



frörölfr Kveldülfsson in Haralds dienst. 27 

til J?ess er };eira J?ötti tfmi til at ganga ä fund konungs, gekk Eg. Till. 
J?ar meÖ J>eim BerÖlu-Kari ok Olvir hnüfa; J>eir kvefrja konung. 
7. Da segir Olvir hnüfa, at ]?ar er kominn sonr Kveldülfs — 
„sem ek sagöa yör i suraar at Kveldülfr mundi senda til yövar; 
munu yör beit hans oll fost; megu f>er nü sja sannar jartegnir, 5 
at hann vill vera vinr yövarr fullkominn, er härm hefir sent 
son sinn hingat til J?jönostu viÖ yör, svä skoruligan mann sem 
j?er meguÖ nü sjä; er sü boen Kveldülfs ok allra vär, at J>ü takir 
viÖ Pörölfi vegsamliga ok gerir bann mikinn mann meÖ yör." 

8. Konungr svarar vel mali hans ok kvez svä gera skyldu 10 
— „ef m£r reyniz Dörölfr jafnvel mannaÖr, sem hann er synum 
fulldrengiligr." 

9. SfÖan gerÖiz Pörölfr handgenginn konungi ok gekk 
J?ar i hirölog, en Berfrlu-Käri ok Eyvindr lambi, sonr hans, 
föru suÖr meÖ skip }?at, er Pörölfr hafÖi norör haft; f6r )>& 15 
Käri heim til büa sinna ok J^eir Eyvindr bäöir. 10. Pörölfr 
var meÖ* konungi, ok visaöi konungr honum til sajtis milli 
}>eira Olvis hnüfu ok BärÖar, ok gerÖiz me(5 f>eim ollum enn 
mesti felagskapr; f>at var mal manna um P6r61f ok BärÖ, at 
}>eir va3ri jafnir at friÖleik ok ä voxt ok afl ok alla atgarvi. 20 
11. Nü er Pörölfr f>ar i allmiklum kserleikum af konungi, ok 
baölr J?eir BärÖr. 

12, En er vetrinn leiÖ af ok sumar kom, )?ä bat) BarÖr 
ser orlofs konung, at fara at vitja räös J?ess, er honum 

I. timi, „geeignete, passende zeit", 14. hirftlgg, s. zu § 2. 

s. die vorhergehende anm. 15. sudr, d. h. nach Firftir, wo 

3. er, statt var; der verf. hat be- Kveldülfr wohnte, 

reits Olvirs direkte rede (etwa her 16. ok peir E. bdtfir, eine solche 

er kominn usw.) im sinne. pleonast. ausdrucksweise — Käri 

5. jartegnir, „Wahrzeichen", d. h. wird zweimal genannt — kommt 

beweise. häufig vor; sie ist echt volkstümlich; 

7. pü, in der anrede au einen vgl. unten § 11. 

fürsten brauchte man ohne regel 21. af, „von Seiten"; vgl. k. 1, 10. 

bald den sing, bald den plur., das 2!. vitja rdüs, vitja ehs = fara d 

zweite ist jedoch wohl das häufigste, vit ehs „sich begeben um sich nach 

jedenfalls im 13. jh. etwas zu erkuudigen, um zu erfahren, 

II. manna£ir,=me7intr „küiperMch wie es mit einer person oder einer 
u. geistig gut ausgebildet", „tüchtig", sache steht". At vitja rdfts bed. aber 

er synum, „von aussehen ist" bildet mehr, näml. „die heirat vollziehen 
einen gegensatz zu reyidz (vgl.es.se wollen"; in einer hs. steht konu 
und videri). peirar statt rads pess, wodurch der 



28 Bär (3s heirat. 

Eg. VIII. haf Öi heitit verit hit fyrra sumar; en er konungr vissi, 

at BärÖr atti skylt orendi, ]>& lofaöi hann honum heimferÖ. 871 
13. Ea er hann fekk orlof, ph baÖ hann Dörölf fara ineÖ ser 
norÖr J?agat, sagÖi hann, sem satt var, at hann myndi ]?ar 
5 mega hitta marga frsendr sina gofga, \& er hann mundi eigi 
fyrr s6t hafa eÖa viÖ kannaz. 14. Pörölfi J>6tti pat fysiligt, 
ok fä )>eir til J?ess orlof af konungi; büaz siöan — hoföu skip 
gott ok foruneyti; föru f>a leiÖ sina, er ]?eir varu bünir, 15. En 
er f>eir koma i Torgar, j?ä senda )?eir SigurÖi menn ok lata 

io segja honum, at BärÖr mun \k vitja räÖa j?eira, er J>eir hoföu 
bundit meÖ sei* et fyrra sumar; SigurÖr segir, at hann vill 
)?at alt halda, sem ]?eir hoföu mselt; gera )?a äkveöit um 
brullaupstefnu, ok skulu )?eir BarÖr soekja norÖr J?agat ä Sand- 
nes. 16. En er at feiri stefnu kom, pi fara }?eir BryDJölfr ok 

15 BarÖr ok hoföu meÖ se> mart sttfrmenni, frsendr sina ok tengÖa- 
menn. 17. Var J>at, sem BarÖr haföl sagt, at Pörölfr hitti J>ar 
marga fraBndr sina, \k er hann haf Öl ekki aör viÖ kannaz. 
18. Peir föru, til J?ess er J?eir kömu k Sandnes, ok var f?ar 
en prüöligsta veizla. 19. En er lokit var veizlunni, för BarÖr 

20 heim meS konu sina ok dvalÖiz heima um sumarit, ok f>eir 
Pörölfr baöir, en um haustit koma J?eir suÖr til konungs ok 
varu meÖ honum vetr annan. 20. A J?eim vetri andaöiz .BryDJ- 871—2 
61fr; en er ]?at spyrr BärÖr, at honum hafÖi )?ar arfr toemz, 
\k baÖ hann se> heimfararleyfis; en konungr veitti honum J?at, 

25 ok aör )?eir skilÖiz, geröiz BärÖr lendr maÖr, sem faÖir hans 
haf öl verit, ok haf Öl af konungi veizlur allar, }>vilikar sem 

gleiche sinn beider ausdrücke klar menn die „verschwägerten"; vgl. 
bewiesen wird; vgl. k. 9,13. K. Maurer, Island s. 324. 

18. var, „es war", d. h. wurde ge- 

3. fekk, „bekommen hatte", vgl. feiert. 

k. 4, 3. 6,2. 7,11 usw. 23. at — toemz, dafs ihm ein erbe 

4. sagdi, s. zu k. 5, 2. zugefallen, eig. „erledigt, frei ge- 
sem, s. zu k. 3, 12. worden" war. tcema v. adj. tömr 

12. mcelt, „verabredet, bestimmt". „ledig, frei, leer". 

gera . . dkve'd'it, umschreibend für 25. skilb'iz, in temporalen neben- 

kveüa d „bestimmen, verabreden". Sätzen, die sich auf die zukunft be- 

13. soekja, intrans. = „sich ein- ziehen (mit db'r, unz usw.) steht 
finden". meist der konj.; „bevor sie scheiden 

1 5. frcendr ok tengüamenn, frosndr sollten", 
sind die „blutsverwandten", tengö'a- 26. haßi, „empfing". 



Die Schlacht im Hafrsfjord. 



29 



Brynjolfr hafbl haft. 21. BärÖr för heim til büa sinna ok Eg. VIII. 
gerÖiz brätt hofömgi mikill, en Hildiriöarsynir fengu ekki af IX - 
arfinum pi heldr en fyrr. 22. BarÖr ätti son viÖ koüu sinni 
ok hit sa" Grimr. D6r61fr var meÖ konungi ok haföi }>ar 
virÖingar miklar. 5 

Die schlacht im Hafrsfjord. Bärös tod. törölfr heiratet die witwe Bärös. 
IX, 1. Haraldr konungr bauÖ üt leiöaügri miklum ok dr6 
saman skipaher; stefndi til sin liöi viÖa um land; hann för 
872 6r Prandheimi ok stefndi suör i land. 2. Hann haföi |?at 
spurt, at herr mikill var saman dregiün um AgÖir ok Roga- 
land ok HorÖaland, ok vlöa til safnat, bseöi ofan af landi ok 10 
austan ör Vik, ok var >ar mart störmenni saman komit ok 
setlar at verja land fyrir Haraldi konuügi. 3. Haraldr konungr 
helt noröan liöi sinu; hann haföi sjdlfr skip mikit, ok skipat 
hirÖ sinni; J>ar var i stafni D6r61fr Kveldülfsson ok BarÖr 



2. hoßingi, „häuptling", d. h. ein 
sehr bedeutender, einflufsreicher 
mann. 

3. pä t „nun", nachdem BärÖr das 
erbe übernommen hatte. 

Kap. IX. 6. Haraldr konungr baut) 
usw., über die hier zu erzählende 
schlacht vgl. Hkr., Har. s. härf. k. 18. 

bautS üt, „rief aus", d. h. rief zu- 
sammen, befahl zu sammeln. 

leidangri, leitiangr bed. eig. die 
„heerfahrt zur see" selber, wird aber 
häufig für leitJangrslitJ „die zu einem 
solchen heerzuge gesammelte mann- 
schaft" gebraucht, In den Gulafnngs- 
log heifst es z. b. (NgL I, 96) k. 295: 
Konungr skal rad'a bofii ok banni 
ok var um üt forum; eigi eigum ver 
honum leitiangrs at synja tu lands- 
enda, ef hann bi/Sr ser til parfa 
ok oss til gagns, worauf bestimmte 
regeln über den leidangr folgen. 
Genauer scheint die Verpflichtung 
zum leidangr erst unter Häkon dem 
guten geregelt zu sein, von dem die 



Heimskr. erzählt (Hak. s. gööa k. 20), 
dafs er jedes fylki seines reiches 
in s/aj9mfritr „schifif-lieferangen" ein- 
geteilt und somit bestimmt habe, 
wie viele und wie grofse schiffe ein 
jedes fylki zu liefern hatte. 

7. viba um land, „weit übers land". 
d. h. aus allen landesteilen. 

9. Agdir, die küstenstriche im südl. 
Norwegen vom Laurviksfjord über 
das kap Lindesnses bis zur mündung 
des Sireflusses (w. von Flekkefjord). 

Rogaland oder Rygja fylki, der 
alte name für die landschaften , die 
heute das amt Stavanger umfassen. 

10. HprÜaland, die heutigen vog- 
teien Nord- u. Söndhordland (etwa 
zwischen Aakrefjord u. Sognefjord). 

vitia til safnat, „es war von allen 
enden gesammelt dazu" (d. h. um ein 
groises heer zustande zu bringen). 

11. Vik, die landschaften um den 
Cbristianiafjord. 

13. ok skipat, „und er hatte es 
bemannt". 

14. var i stafni, s. zu k. 12, 13. 



30 



Die schlacht im Hafrsfjord. 



Eg. IX. hviti ok synir BerÖlu-Kära, Olvir hnufa ok Eyvindr lambi; 
en berserkir konungs tölf varu i soxum. 4. Fundr j?eira var 
suör ä Rogalandi i HafrsfirÖi; var J?ar en mesta orrosta, er 
Haraldr konungr baföi ätta, ok mikit maiinfall i hvärratveggju 
5 liÖi; lagöi konungr framarliga skip sitt, ok var }>ar strongust 
orrostan; en sva lauk, at Haraldr konungr fekk sigr, en j?ar 
feil Pörir haklangr, konungr af OgÖum, en Kjotvi enn aufigi 
flyöi ok alt liÖ bans, fat er upp stöÖ, nema j?at er til handa 
gekk eptir orrostuna. 5. Pa er kannat var liÖ Haralds konungs, 

10 var mart fallit ok margir väru mjok sarir; Pörölfr var sarr 
mjok, en BarÖr meirr, ok engi var ösan* ä konungs skipinu 
fyrir framan siglu, nema J?eir, er eigi bitu järn, en J?at varu 
berserkir. 6. P& 16t konungr binda sär manna sinna, ok 
fakkaÖi monnum framgongu sina ok veitti gjafar ok lagöi 

15 J?ar mest lof til, er honum j^otti makligir, ok h6t J?eim at auka 
viröing ]>eira, nefndi til f>ess skipstjörnarmenn ok far nsest 
stafnbüa sina ok aöra frambyggja. 7. Pä orrostu ätti Haraldr 
konungr sio'ast innan lands, ok eptir J?at fekk hann enga viöstoöu 



2. berserkir, (von *berr „bär" — 
vgl. bera „bärin" — und serkr „feil, 
schürz"), also „ bärenhäuter " ; das 
wort war eine allgemeine bezeick- 
nung für solche rohen leute, die 
gelegentlich so leidenschaftlich er- 
regt wurden, dafs sie sich nicht 
beherrschen konnten und in ihrer 
berserkerwut beinahe unwidersteh- 
lich waren; sie wufsten nicht, was 
sie taten, sie heulten wie wölfe und 
bissen in die Schilde; nach mehr- 
fachen Zeugnissen in den sagas galten 
sie als unverletzlich (vgl. unten § 5). 
Im kämpfe waren sie sehr nützlich, 
im frieden jedoch gewöhnlich sehr 
aufdringlich und bösartig; darum 
waren sie allgemein verhafst. Über 
die berserker des könig Haralds 
belehrt uns eine Strophe des I J or- 
bjorn hornklofi (Skjaldedigtn I, 25, 
str. 21): „Wolfshäuter heifsen sie, 
die in schlachten blutige Schilde 
tragen, Speere röten; in kämpfen 



haben sie ihren richtigen platz 
usw.". 

spxum, sax, oder wie es am häu- 
figsten heifst spx plnr., ist der teil 
des schiffes, wo es nach dem Vorder- 
steven zu sich zu verengern beginnt. 

3. Hafrsfjprtir, (d.h. „bocksbucht") 
heute Hafsfjord, ein kleiner meer- 
busen w. von Stavanger. 

4. dtta, part. perf., akk. sg. fem. 
(zu orrosta); dies ist die urspr. aus- 
drucksweise. 

7. Kjptvi, nach Snorri (Har. s. 
härf. k. 18) der vater des Pörir hak- 
langr (v. haka „kinn"). 

8. upp stö'Ö, standa upp u. uppi 
„aufrecht stehen" d. h. noch kampf- 
fähig sein. 

14. 15- lag'Öi jmr . . til, teilte . . . 
da (d. h. denen) zu . . .". 

15. pötti, unpersönl., nicht />öttu, 
wie es freilich auch heifsen könnte; 
vera ist zu ergänzen. 

16. nefndi, s. zu k. 5, 2. 



BärÖs tod. 



31 



ok eignaöiz hann siöan land alt. 8. Konungr let groeöa Eg. IX. 
menn sina, };a er lifs var auölt, en veita umbunaÖ dauöum 
monnum, )?ann sern J?ä var siÜvenja til. 9. Pörölfr ok BärÖr 
ldgu i sdrum; töku sär P6r61fs at gröa, en B&rÖar sär geröuz 
banvsen; J?ä let hann kalla konung til sin ok sagöi honum 5 
sv&: 10. „Ef svä verÖr, at ek deyja 6r }>>essum särum, p& vil 
ek j?ess biöja yÖr, at f>er latiÖ mik räfta fyrir arfi minum." 

11. En er konungr haföi pyi j&tat, ]?a sagöi hann; „Arf 
minn allan vil ek at taki Porölfr, ielagi minn ok fra3ndi, lond 
ok lausa aura; honum vil ek ok gefa konu mina ok son minn 10 
til uppfoezlu, J?viat ek trüi honum til }?ess bezt allra manna." 

12. Hann festir j?etta mal, sem log väru til, at leyfi 
konungs; siöan andaz B&rÖr, ok var honum veittr umbunaÖr 
ok var hann harmdauÖi mjok. IB. Pörölfr varÖ heill sära 
sinna ok fylgoi konungi um sumarit ok haföi fengit allmikiun 15 
oröstir; konungr för um haustit norör til Pr&udheims; )?a biÖr 
Pör61fr orlofs at fara norör a Halogaland at vitja gjafar J>eirar, 

er hann haföi J>egit um sumarit at BdrÖi frsenda sinum; kon- 
ungr lofar }>at ok gerir meÖ orösending ok jartegnir, at Porölfr 
skal J?at alt fa, er BärÖr gaf honum; Jsetr )?at fylgja, at sü 20 
gjof var gor meÖ räöi konungs ok hann vill sva vera lata. 
14. Gerir konungr \k Pörölf lendan mann ok veitir honum \>k 
allar veizlur J?ser, sem äör haföi BärÖr haft; fser honum 



l.pder, man beachte die attraktion, 
pd ist akk., er vertritt natürlich den 
dat.; vgl. zu k. 11,2. 

umbünati, vgl. unten § 12; „aus- 
rüstung", „herrichtung", hier die 
Vorbereitungen zur bestattung der 
leichen, das waschen und bekleiden, 
die auswahl der gegenstände, die 
den toten ins grab mitgegeben zu 
werden pflegten, usw. 

4. 5. ger'buz banvcen, sie wurden 
so, dafs man den tödlichen ausgang 
erwarten mufste. 

7. Idtiti mik rdtia usw. , arfi be- 
zeichnet hier hauptsächl. die guter, 
und die bitte Bärös mufs unter be- 
riicksichtiguug der alten auffassuDg 
von könig Haralds landesaneignung 



(siehe oben zu k. 4, 13) betrachtet 
werden; vgl. die einleitung § 29. 

8. 9. Arf minn allan, ist des effekts 
wegen an die spitze gestellt und dann 
am Schlüsse wiederholt. 

9. 10. lond oh lausa aura, „feste 
und fahrende habe", sehr häufig ge- 
brauchte alliterierende formel; vgl. 
k. 1, 6. 9, 15. 55, 14. 5b, 46, 61. 
58, 19. 63, 5. 64, 46. 65, 4. 

11. til pess, d. h. at foztia hann 
upp „ihn zu erziehen". 

12. sem log vdru til, s. einleituug 
§ 32. 

14. harmdaub'i, schw. adj. 
17. at vitja, s. zu k. 8, 12. 

19. med", ergänze honum. 

20. gaf, „gegeben hatte". 



32 fcörolfr heiratet die witwe Bar<5s. 

Eg. IX. finnferÖina meÖ fvilikum skildaga, sein äÖr haföi haft BarÖr; 
konungr gaf P6r61fi langskip gott nieÖ reiÖa ollum ok let büa 
ferÖ hans J?aÖan sem bezt. 15. SiÖan f6r Pörölfr ]?afran ferÖ 
sina, ok skilöuz ]>>eir konnngr meÖ enum mesta kserleik; en 
5 er Porölfr kom norör i Torgar, \k var honum J>ar vel fagnat; 
sagöi hann j?ä fräfall BärÖar ok )?at meÖ, at BärÖr haföi gefit 
honum eptir sik lond ok lausa aura ok kvanfang }?at, er hann 
haföi aö'r att; berr framm siÖan or<5 konungs ok jartegnir. 16. En 
er SigriÖr heyröi f>essi tiÖendi, J?ä };ötti henni skafii mikill 
10 eptir mann sinn, en Pörölfr var henni äÖr mjok kunnigr, ok 
vissi hon, at hann var enn mesti rnerkismaör ok J?at gjaforÖ 
var allgott, ok meÖ pvi at ]>a,t var konungs boö", }?ä sa hon 
J?at at raÖi ok meÖ henni vinir hennar, at heitaz Porölfi, ef 
fat vseri feÖr hennar eigi i möti skapi; sföan t6k P6rölfr ]?ar 
15 viÖ forräÖum olium ok sva viÖ konungssyslu. 17. P6rölfr 
gerÖi heimanfor sina ok haföi langskip ok ä na3r sex tigu 
manna ok för siöan, er hann var büinn, norör meÖ landi; ok 

r 

einn dag at kveldi kom hann i Alost ä Sandnes, logöu skip 
sitt til hafnar, en er ]?eir hoföu tjaldat ok um büiz, för Pörölfr 

I. skildaga, „bedingungen", vb. 13. 14. ef pat vceri usw., in dem 
skilja (til) „bedingungen stellen, festaj^ättr der Gragäs (Konungsbök) 
feststellen"; -dagi ist hier eine blofse II, 29 heilst es: ßar er ekkja er fost- 
ableitungsendung, und das wort ist nutü manni, pd skal hennar rd$ 
nach eindagi „termin", wo der zu- fylgja (dann ist ihre einwilligung 
sammenhang zwischen -dagi und nötig), nema fab'ir fastni: pd skal 
dagr deutlich hervortritt, gebildet. hann rdtia; in den älteren Gula- 

7. kvanfang, nicht verschieden J?ingslog (NgL 1, 27) noch klarer: 

von kvdn „ehefrau"; vgl. brud'fang Ekkja skal sjdlf festa sik, ok hafa 

in str. 29, 4; eig. „die gewonnene frcenda rat* vtö. Der Vorgang wird 

braut, die frau welche man be- also ganz richtig geschildert, so wie 

sitzt". auch in der Njäla, k. 13; vgl. Maurer, 

II. merkismaür = merkr mab'r „ein Island s. 341 — 44. 

tüchtiger, ausgezeichneter mann". 18. logftu,, ein solcher subjekt- 

Etwas ganz anderes ist das homo- Wechsel ist ungemein häufig, 

nym merkismadr v. merki „fahne", 19. tjaldat, nämlich yfir skipinu; 

z. b. k. 13, 1. wenn die schiffe im hafen lagen, 

pat gjafor'd', „die ehe", d.h. die und wenn es regnete, spannte man 

verheiratuug mit törölfr. In Worten tjold „zelte" d. h. tücher (vatimdl) 

wie gjaford ist -or'd zu einer blofsen über sie; vgl. k. 11,5. 27,4 usw. 

endung herabgesunken, und gjaforb' Diese zeitlicher waren mit pflöcken 

wird dasselbe wie gjof „ gäbe"; vgl. (tjaldsto'Öir, tjaldstu'dlar) in den so- 

gefa, gipta konu, mey. genannten khfar (s. k. 27,6) d.h. mit 



[»örölfr heiratet die witwe Bärös. 



33 



upp til boejar meÖ tuttngu menn. 18. Sigurör fagnaöl honum Eg. IX. 
vel ok bauÖ honum }>ar at vera, pviat J>ar väru ab"r kunn- 
leikar iniklir ineÖ J>eim, siÖan er msego" hafÖi tekiz meÖ }>eim 
Sigurb'i ok BärÖi; sfÖan gengu J>eir Pörölfr inn i stofu ok 
töku j?ar gisting. 19. SigurÖr settiz k tal viÖ P6rölf ok spurÖi 5 
at tiÖendum; Dorölfr sagöl fra orrostu peiri, er verit haföi um 
sumarit suÖr k landi, ok fall margra manna, j?eira er SigurÖr 
vissi deili ä; Pörölfr sagÖi, at BärÖr, magr hans, haföi andaz 
ör särum );eim, er hann fekk i orrostu; p6tti J?at bäÖum J>eim 
enn mesti mannskaoi. 20. Da segir Dörölfr SigurÖi, hvat 10 
verit haföi i einkamalum me5 )?eim Bärbi, aör hann andaÖiz, 
ok svd, bar baun framm orösendingar konungs, at hann vildi 
pSLt alt haldaz lata, ok syndi )>ar ineb jartegnir. 21. SiÖan 
höf Dörölfr upp bonorÖ sitt viÖ SigurÖ ok baÖ SigriÖar dottur 
hans; SigurÖr tök f>vi mali vel, sagöi, at margir hlutir heldu 15 
til ]?ess, sä fyrstr, at konungr vill sva vera lata, sva J?at, at 
BärÖr hafbi J>ess beoit, ok f>at meÖ, at P6rolfr var honum 
kunnigr ok honum |>6tti dottir sin vel gipt; var }>>at mal auösött 
vift SigurÖ; föru J?a framm festar ok äkveÖin brullaupsstefna- 



einem einschnitt versehenen balken 
an der obersten planke der schiff- 
seite, befestigt. 

2. |?ar (2), „dort", ist gesetzt, als 
wenn der sagaverf. beabsichtigt 
hätte i milli statt me% peim zu 
schreiben; par i milli „dazwischen 
d. h. zwischen ihnen. 

8. deili, eig, „kennzeichen, wo- 
durch eine person von allen anderen 
unterschieden werden kann"; vgl. 
deila „teilen"; vita deili d geht 
dann über in die allgemeinere be- 
deutung „bescheid wissen", sei es 
durch eigene erfahrung, sei es nur 
von hürensagen. 

magr, ein vieldeutiges wort, das 
jedesmal nach dem Sachverhältnis 
verstanden werden mufs; hier 
„Schwiegersohn". 

9. orrostu, weun eine schon mehr- 
fach genannte person (vgl. unten 

SagabiM. III. 



§ 20 konimgr) oder eine allgemein 
bekannte sache erwähnt wird, wird 
häufig der bestimmte artikel weg- 
gelassen; vgl. hernadi k. 1,5 usw. 

13. pat alt, nämlich hvat verit 
haffti i einkamdlum. 

15. 16. heldu til pess, „dazu hül- 
fen, die sache unterstützten". 

16. 17. sd fyrstr . . . sva pat . . . 
ok pat meb, man beachte diese 
schöne Zergliederung, für das farb- 
lose „erstens . . . zweitens . . . 
drittens". 

18. ok honum pötti usw., und 
weil es ihm schien"; dieser satz ist 
ein bedingter, aber die bedingung 
selbst: „wenn sie (die tochter) mit 
\K verheiratet würde" ist, weil selbst- 
verständlich, nicht ausgesprochen. 

19. festar, „formliche Verlobung", 
s. zu k. 7, 9; festr in sing. bed. „eine 
kette", eig. „etwas, wodurch be- 
festigt, fest gemacht wird". 



u 



Die söhne der Hildiriör fordern ihr vatererbe. 



Eg. IX. 1 Torgum um haustit. 22. För J?ä Pörölfr heim til büs sins 
ok bans forunautar, ok bjö J?ar til veizlu mikillar ok baufr 
)?agat fjolmenni miklu; var J?ar mart frsenda Pörölfs gofugra; 
SigurÖr bjöz ok norÖan ok hafÖi langskip mikit ok mannval 
5 gott; var at f>eiri veizlu et mesta fjolmenni. 23. Br&tt fannz 
J?at, at Pörölfr var orr maÖr ok störmenni mikit; hafÖi hann 
um sik sveit mikla, en brätt gerÖiz kostnaöarmikit ok J>urfti 
fong mikil; j?a" var a"r gott ok auÖvelt at afla J?ess, er }?urfti; 
a }?eim vetri andaöiz SigurÖr a Sandnesi, ok tök Pörölfr arf 
io allan eptir hann; var J?at allmikit fe\ 

Die söhne der Hildirid'r fordern ihr vatererbe. 

24. Peir synir Hildirföar föru k fund Pörölfs ok höfu upp 

tilkall )?at, er f>eir J>öttuz j?ar eiga um fö J>at, er ätt haföi 

Bjorgölfr, faöir J?eira. 25. Pörölfr svarar svä: „Pat var mör 

kunnigt of Brynjölf ok enn kunnara um B&rÖ, at |>eir varu 

15 manndömsmenn svd miklir, at )>eir mundu hafa miölat ykkr 
f>at af arfl Bjorgölfs, sem }>>eir vissi at röttendi vseri til; var 
ek nserr J?vi, at ]>\i höfuö [?etta sama äkall viö Bärb, ok 
heyrÖiz mer sv&, sem honum poetti }>ar engi saunendi til, f>vi- 
at hann kallaöi ykkr frillusonu." 

20 26. Härekr sagÖi, at f>eir mundu vitni til fä, at möÖir 

J?eira var mundi keypt — „en satt var J>at, at vit leituöum 



1. til büs, d. h. nach Sandnes. 

6. orr, bedeutet hier wohl „frei- 
gebig". 

störmenni — hofftingi, d. h. ein 
richtiger edelmann. 

8. ar, „jähr", dann auch „jahres- 
ertrag, fruchtbarkeit". 

aubveldr, „leicht zu beherrschen" 
(v. valda). „leicht" im allgem. 

9. 10. arf allan, denn SigriÖr war 
sein einziges kind; s. k. 7, 13. 

12. par, „dort", d. h. bei ihm. 

pöttuz par eiga um, „sie dort 
machen zu können meinten in rück- 
sicht auf". 

15. manndömsmenn] manndömr 
(vgl. vir-tus) bedeutet „positive 
eigenschaften eines mannes", also 
heldenkraft, mut, grofsmut, recht- 



schaffenheit, redlichkeit, und was 
sonst dazugehört. 

16. sem -til, „wovon sie wufsten, 
dafs es euch mit recht zukomme". 

16. 17. var ek ncerr pvi, at, „ich 
war nahe dabei (d. h. ich war zu- 
gegen), als". 

1 7. dkall = tilkall § 24 ; man sagte 
sowohl kalla til als kalla ä = „be- 
anspruchen". 

19. frillusonu, s. zu k. 7, 9. 10; 
wegen der ohne beobachtung der ge- 
setzlichen formalitäten vollzogenen 
ehe Bjorgölfs konnten die söhne 
der Hildiriör so nicht mit unrecht 
bezeichnet werden. 

21. mundi keypt, dieser mundr 
war jedoch kleiner als der gesetz- 
lich festgesetzte betrag; s. zu k. 1, 10. 



ßörolfs erste refse nach Finnmarken. 



35 



ekki fyrst j>essa mala viÖ Brynjölf brööur okkarn; var }>ar ok Eg. IX. X, 

meö skyldum at skipta, en af BärÖi vsentu vit okkr soemöar 

1 alla staÖi; urÖu ok eigi long var vifiskipti. 27. En nü er 

arfr f>essi kominn undir 6skylda menn okkr, ok megu vit nü 

eigi meÖ ollu f>egja yfir missu okkarri; en vera kann, at enu 5 

se sem fyrr sa rfkismunr, at vit fäim eigi rett af J?essu mäli 

fyrir ^er, ef j>ü vill engi vitni heyra, ]?au er vit hofum framm 

at flytja, at vit seJn menn aöalbornir." 

28. Pörolfr svarar J>ä styggliga: „t>vi siÖr setla ek ykkr 
arfborna, at mer er sagt möÖir ykkur vseri meÖ valdi tekin io 
ok hernumin heim hofÖ." 

Eptir J?at skilÖu j?eir J?essa roeöu. 



frörölfs erste reise nach Finnmarken. 

X, 1. Pörolfr gerÖi um vetrinn ferÖ sina & fjall upp ok 
haföi me<5 ser liÖ mikit, eigi minna en niu tigu manna, en 
aÖr haföi vanöi a verit, at sj^slumenn hoföu haft J>rjd tigu 15 
manna, en stundum faera; hann haföi meÖ ser kaupskap 
mikinn. 2. Hann geröi brätt stefnulag viÖ Finna ok tök af 
J?eim skatt ok ätti vio )?a kaupstefnu; f6r meÖ J?eim alt i 
makendum ok i vinskap, en sumt meÖ hrsezlugoeÖi. 3. Pörolfr 
for viöa um morkina; en er hann sötti austr ä fjallit, spurÖi 20 



1. 2. var— skipta, „das erbe mufsten 
wir ja damals mit unsern verwandten 
teilen (d. h. ihnen schweigend über- 
lassen)". 

2. skyldum, v. adj. skyldr „ver- 
wandt". 

3. urtiu ok eigi usw., der Zu- 
sammenhang ist: „von Baror er- 
warteten wir eine ehrenvolle be- 
handlung; das aber wurde nicht 
erprobt, denn unsere vitlskipti 
dauerten ja nicht lange" (wegen 
seines frühen todes). 

4. okkr, ist dat., öskylda okkr „mit 
uns unverwandt". 

8. at vit — adalbornir, ist ein er- 
klärender nebensatz zu engi vitni 
heyra: Zeugnisse darüber, dafs usw. 

adalbornir = ö'dalbornir, d. h. „zu 



erben des öüal geboren", also „in 
rechtmäfsiger ehe geboren". 

10. sagt, hiernach ist at ausgelassen. 

med valdi tekin, „genotzüchtigt"; 
vgl. dän. voldtage. 

Kap. X. 15. syslumenn, hiefsen 
die, welche eine konungssysla inne 
hatten; s. zu k. 7, 12. 8, 2. 

16. fcera, ntr.; es ist wohl Uta zu 
ergänzen. 

kaupskap, „handelswaren". 

17. geröi . . stefnulag = lagtSistefnu, 
„bestimmte Zusammenkünfte". 

18. 19. i makendum, „in ruhe und 
frieden", d.h. in gutem einverständnis. 

19. hrcezlugcedi, „aus furcht ent- 
sprungene Willigkeit. 

20. morkina, d. i. Finnmork. 



36 



l'örolfs erste reise nach Finnmarken. 



Eg. X. hann, at Kylfingar väru austan komnir ok foru }>ar at finn- 
kaupum, en sumstaöar meÖ ränum; Pörölfr setti til Firma at 
njosna um ferÖ Kylfinga, en hann för eptir at leita }>eira, ok 
hitti i einu böli ]?rjä tigu manna ok drap alla, svä at engi 
5 komz undan; en siöan hitti hann saroan fimmtän eÖa tuttugu; 
alls dräpu }?eir nserr hundraÖ manna ok t6ku ]>ar ögrynni fjär, 
ok kömu aptr um värit viÖ svä büit. 4. För Dörölfr j?ä til 
büs sins ä Sandnes ok sat j?ar lengi um värit; let hann gera 
langskip mikit ok ä drekahofuÖ; 16t J>at büa sem bezt; hafÖi 
io j?at noröan meÖ se>. 5. P6r<51fr söpaz mjok um fong J?au, er 
j?ä väru ä Hälogalandi — hafÖi menn sina i sildveri ok svä 
i skreiöfiski; selver väru ok gnög ok eggver; let hann j?at alt 
at ser flytja. 6. Hann haföi aldregi fsera frelsingja heima, 



1. Kylfingar, vgl. AlfrseÖi isl. 
I, 8: „Kylfingaland, Jmt kollum vir 
Gardariki". Die bedeutung des 
namens ist unsicher (keulenmänner 
oder eidgenossen). Nach GStorni 
(Akadein. afhdl. 1889, s. 73 — 9) 
waren es Schweden, die einen 
finnskattr für den schwedischen 
könig erheben sollten, wie I>ör- 
ölfr einen solchen für den nor- 
wegischen eintrieb. In späteren 
zeiten mufsten dieselben Lappen den 
beiden königen, dein schwedischen 
wie dem norwegisch - dänischen, 
tribut bezahlen nach gegenseitig 
bestimmten regeln; in der ältesten 
zeit war dem nicht so, darum die 
feindseligkeiten zwischen den ab- 
gesandten der beiden reiche. 

3. för eptir, „er folgte nach", d. 
h. er begab sich nach der gegend, 
wo er sie zu finden hoffte. 

4. böl, zu büa, böa „wohnen, ein 
wohnplatz", wo mehrere (Lappen-) 
hütten ein dürflein bildeten. 

7. viti svä büit „hoc rerum statu", 
„indem (das ganze) sich so (in 
dieser läge) befand"; bäinn, „ge- 
ordnet". 

9. drekahofuti, „drachenhaupt"; 



in ein solches bild, das also den 
modernen gallionfiguren entspricht, 
lief oft der Vordersteven der nor- 
dischen schiffe aus, die infolge- 
dessen „drekar" genannt wurden; 
s. k. 1 1 , 5, wo ^orolfs schiff eben- 
falls als ein „dreki" bezeichnet wird. 

10. söpaz = söpar ser; eig. „für 
od. zu sich etw. zusammenfegen, 
d. h. energisch von allen Seiten her 
herbeischaffen". 

11. 12. sildver und selver, n. „stelle, 
wo beringe bezw. seehunde zu finden 
sind". 

12. skreidfiski, „skreiÖ-fischerei", 
auch k. 17,4 erwähnt; skreiti bed. 
eig. „dichter fischzug (fisch = 
dorsch)"; vgl. skrida „sich vor- 
wärts bewegen". Vgl. über die 
hier genannten nahrungsmittel die 
einleitung § 31. 

14. frelsingja, ist gen. plur., reg. 
v. fcera ntr.; vgl. hafa mart, fdtt 
manna u. dgl. Die Sklaven wurden 
öfter, wenn sie sich ein besonderes 
verdienst um ihren herrn erworben 
hatten, unentgeltlich freigelassen; 
sie hiefsen dann frelsingjar oder 
leysingjar; auch konnten sie selbst 
sich loskaufen oder von anderen 



Köuig Haraldr als gast bei börölfr. 



37 



en bundraÖ; bann var orr maoi* ok gjofull ok vingaolz injok Eg. X. XL 
viÖ störmenni, alla \>h menn. er houum varu 1 naud; hann 
geröiz rikr maör ok lagoi mikinn hug & um skipa buuaÖ sinn 
ok väpna. 

König Haraldr in Hälogaland und als gast f>6rölfs. 

873 XI, 1. Haraldr konungr för p&t sumar a Hälogaland ok 5 

varu gorvar veizlur i möti honum, bseÖi pax er bans bü varu, 
ok svä geröu lendir menn ok rikir bcendr. 2. Dörölfr bjö 
veizlu i möti konungi ok lagb'i ä kostnaö mikinn; var )>at 
äkveöit, na3rr konungr skyldi J?ar koma; Dörölfr bauo J;>angat 
fjolöa manns ok bafÖi psx alt et bezta mannval, )>at er kostr 10 
var; konungr hafo'i nserr J?rjü hundruö manna, er bann kom 
til veizlunnar, en Dörölfr hafÖi fyrir fimm bundruo manna. 
3. Dörölfr hafÖi l&tit büa kornblobu mikla, er }>>ar var, ok 
latit leggja bekki i, ok let j?ar drekka, pviat J?ar var engi 
stofa sva mikil, er }>at fjolmenni msetti alt inni vera; J?ar 15 
varu ok festir skildir umhverfis i büsinu. 4. Konungr settiz 



loskaufen lassen ; von dem goden 
sollten sie dann „in die (bürger- 
liche) gesellschaft geleitet werden", 
nachdem sie geschworen hatten, die 
landesgesetze za halten; s. weiteres 
über die freigelassenen Grägäs III, 
710 — 11; vgl. auch die ältesten Gu- 
la)?ingslog § 61 — 3 (NgL I, 32 ff.), 
wo es u. a. heilst, dal's der frei- 
gelassene ein frelsisol „freiheits- 
gelage" abhalten soll, und Maurer, 
Island s. 144—6. 

1. hundrcid, hier und sonst „grois- 
hundert", d. i. 120. 

Kap. XI. 6. hans bü, „seine eigenen 
hüfe", die von den sogenannten är- 
menn verwaltet wurden. 

10. Jmt er, s. zu k. 9. 8; er ver- 
tritt hier den gen., regiert v. kostr. 

12. haffti fyrir, „hatte im voraus, 
hatte schon um sich", (ehe der könig 
eintraf). 



13. büa, „einrichten", d. h. mit 
bänken, wandtapeten u. dgl.; vgl. 
die sofort folgende Schilderung. ■ 

komhlgdn , „ getreidescheune " ; 
wenn hier eine solche — grofse — 
scheune erwähnt wird, ist das natür- 
lich nicht ein beweis dafür, dafs 
börölfr einen sehr beträchtlichen 
ackerbau getrieben habe. Ganz ge- 
wil's hat 1». aller Wahrscheinlichkeit 
nach — noch c. 1 600 spricht P. Clausen 
Undalinus von „guten kornfeldern" 
in Hälogaland (Samlede skrifter ved 
G. Storm s. 379) — selber etwas 
getreide gebaut, aber er hat auch 
gewils viel kurn von auswärts be- 
zogen; vgl. k. 17, wo l J örölfr seine 
leute nach England schickt, um 
dort „weizen, honig, wein und 
kleider" zu kaufen; s. einleit. § 31. 

14. bekki, s. zu k. 7, 7. 

15. er = at, „dafs". 

16. festir skildir, d. h. an den 
wänden; vgl. zu k. 7, 7. 



38 



König Haraldr als gast bei I'orölfr. 



Eg. XI. 1 häsjeti, en er alskipat var et ofra ok et fremra, )?a säz 
konuDgr um ok roÖnaöl ok mselti ekki, ok f^öttuz menn finna, 
at hann var reiör. 5. Veizla var eu pruöligsta ok oll fong en 
beztu; konungr var heldr ökdtr ok var J?ar j?rjär nsetr, sein 

5 aitlat var; J?ann dag, er konungr skyldi brott fara, gekk 
P6rölfr til hans ok ba<5, at J?eir skyldu fara ofan til strandar; 
konungr geröi svä; J?ar flaut fyrir landi dreki sa, er Ptfrölfr 
liaföi gera lätit, meÖ tjoldum ok ollum reifta. 6. Pörölfr gaf 
konungi skipit ok baÖ, at konungr skyldi svä virÖa, sem 

lo honum haföi til gengit, at hann haföi fyrir J>vi haft fjolmenni 
sva mikit, at J?at va3ri konungi vegsemÖ, en ekki fyrir kapps 
sakir viö bann. 7. Konungr t6k ]?ä vel orftum Pörölfs ok 
geröi sik f>a bliöan ok kätan; logö'u jnl ok margir gtfö" orÖ 
til, sogö'u, sem satt var, at veizlan var en vegsamligsta ok 

15 ütleizlan en skoruligsta, ok konungi var styrkr mikill at 
slikum monnum; skilöuz f>ä meÖ kserleik miklum. 8. För 
konungr norör ä H&logaland, sem bann haföi aitlat, ok sneri 
aptr sud'r, er a leiö sumarit; f6r J?a enn at veizlum, f>ar sem 
fyrir honum var büit. 



I. hdsceti, „hochsitz" = ondvegi; 
s. zu k. 7, 7. 

et efra ok et fremra, „der obere 
d. li. innere und vordere teil 
der scheune", die grenze zwischen 
beiden teilen bildet der hochsitz- 
platz. 

4. />rjdr ncetr, dies war die ge- 
wöhnliche zeit, die man bei solchen 
besuchen sich auf einem hofe auf- 
hielt; vgl. k. 12, 1. 78,59. 

8. tjoldum, s. zu k. 9, 1 7. 

10. haföi til gengit, „wie er dazu 
seine gründe gehabt hatte"; also: 
„er bat ihn die sache nach ihren 
beweggründen anzusehen " ; ehm 
gengr til ist ein sehr gewöhnlicher 
ausdruck für „etwas veranlafst jmd. 
etw. zu tun". 

at, leitet einen erklärenden satz 
ein, „er sagte nämlich, dafs". 

II. 12. at pat — viö hann, „um 
den könig zu ehren, nicht um mit ihm 



zu rivalisieren", fmt geht nicht auf 
fjolmenni sondern auf den ganzen 
satz, „das, dafs er so viele gaste 
gehabt hätte". 

12. viö hann, schliefst sich an 
kapps, in Übereinstimmung mit dem 
verbalen ausdruck at keppask vid 
ehn, „mit jmd. wetteifern". 

15. ütleizla, eig. „begleitung vom 
hause" ; wenn ein besucher das haus 
seines gastfreundes verliefs, pflegte 
ihn dieser eine kurze strecke zu 
begleiten (leiö'a ör gardi, leiÖa d 
ggtu, leiÖa üt — davon ütleizla — 
auch blofs lei'Öa); beim abschiede 
war es dann eine allgemeine sitte, 
dafs der hausherr seinem gaste 
wertvolle geschenke gab (schildc, 
waflfen, schiffe, pferde u.dgl.); des- 
halb bekommt das subst. (ütleizla) 
eine weitere bedeutung: „ehrengeleit 
und ehrengescheuk". 

ok konungi, at ist zu ergänzen. 



Verleumdung I'örölfs durch die söhne der HildiriÖr. 



39 



Die söhne der HildiriÖr laden den könig ein und verleumden Eg. XII. 

den törölfr bei ihm. 

XII, 1. Hildiribarsynir föru d fund konungs ok bubu 
honuni heim til f>riggja nätta veizlu; konungr j?ekbiz bob J?eira 
ok kvab a, nserr hann mundi j?ar koma; en er at J?eiri stefnu 
kom, J>a kom konungr j?ar meÖ liÖ sitt, ok var )>ar ekki fjol- 
rnenni fyrir, en veizla for framm et bezta; var konungr allkätr. 5 
2. Harekr kom ser i roeöu viÖ konung, ok kom j?ar rcebu 
bans, at hann spyrr um ferbir konungs, )>rer er J?ä hofbu verit 
um sumarit; konungr sagbi slikt, er hann spur Öl, kvab alla 
menn hafa ser vel fagnat ok mjok hvern eptir fongum sinum. 

3. „Mikill munr', sagbi Harekr, „mun J>ess hafa verit, at 10 
i Torgum mundi veizla fjtolmennust?" 

Konungr sagbi, at svä var. 

4. Harekr segir: „Dess var vis van, J?viat til peirar veizlu 
var mest aflat, ok bäru per konungr )>ar störligar gsefur til, 

er svä sneriz, at pir kömub i engan Kfshaska; for |>at sem 15 
glikligt var, at )?ü vart vitrastr ok hamingjumestr, }>viat \>u. 
grunabir )>egar, at eigi mundi alt af heilu vera, er ]m satt 
fjolmenni f>at et mikla, er )?ar var saman dregit, en mer var 
sagt, at ]>u letir alt lib J?itt jafnan meb alvsepni vera, eÖa 
haföir varbhold orugg baebi nött ok dag". 20 



Kap. XII. 2. priggja ndtta, s. zu doch wohl die allergröfste gewesen, 



k. 11,5. 

5. et bezta, akk. sg. ntr. adverbiell; 
s. zu k. 4, 9. 6, 8 usw. 

6. kom fmr rcebu, rcebu ist dativ; 
„es kam soweit mit seiner rede", 
„er kam dazu in seiner rede, dafs" 
usw. 

9. mjok, „ungefähr" oder besser 
hier „gerade". 

10. 11. Mikill munr . . . fjolmenn- 
ust, hier sind zwei sätze oder kon- 
strnktionen zusammengeschmolzen. 
Harekr sollte eig. sagen: „eine 
grolse Verschiedenheit (munr) wird 
zwischen der veizla, in Torgar und 
allen anderen gewesen sein, indem 
sie die allergröfste gewesen ist", 
oder: „Die veizla in Torgar ist 



so dafs sie alle anderen übertroffen 
hat" ; der nebensatz at i. T. ist synt. 
ein erklärender (zu pess, das wieder 
v. munr regiert wird). 

14. var mest aflat, obgleich afla 
mit dem gen. obj. verbunden wird, 
wird doch dieser gen. bei der passi- 
vischen konstruktion in den nom. 
verwandelt, was auch sonst nicht 
beispiellos ist. 

gcefur, im plur. sonst nicht vor- 
kommend. 

17. af heilu, von ehrlicher, auf- 
richtiger gesinnung, ohne falschheit, 
treulosigkeit". 

20. haföir, nicht mit letir, was 
man doch erwartete (dann müfste 
es heßir heifsen), parallel, sondern, 



10 hörölfs Verleumdung durch die sölme der IlildiriÖr. 

Eg. XII. 5. Konungr sä til hans ok möelti: „Hvi mailir \m slikt, 

Harekr, eö'a hvat kantu J?ar af at segja?" 

6. Hann segir: „Hv&rt skal ek msela i orlofi, konungr, 
pat er mer likar?" 

5 „Maeldu", segir konungr. 

7. „Dat setla ek", segir Harekr, „ef jni, konungr, heyröir 
hvers manns orb", er inenn msela heima eptir hug]?okka sinum, 
hver äkürun )?at }>ykkir, er J?e> veitiÖ ollu mannfölki, at ]>er 
]>oetti ekki vel vera; en yör er }>at sannast at segja, konungr, 

10 at al|?yÖUDa skortir ekki annat til mötgangs viÖ yör, en dirfö 
ok forstjora. 8. En j?at er ekki undarligt", sagfti hann, „um 
slika raenn, sein Dörölfr er, at hann f^ykkiz uniframm hvern 
mann; hann skortir eigi arl, eigi friöleik, hann hefir ok hirÖ 
um sik sem konungr; hann hefir morÖ fjar, p6tt hann heföi 

15 p&t eina, er hann setti sjaifr; en hitt er meira, at hann hetr 
ser jafnheimilt annarra fe, sem sitt. 9. Der hafiÖ ok veitt 
honum st6rar veizlur, ok var nü büit viö, at hann mundi }>at 
eigi vel launa, f>viat }>at er yÖr sannast frä at segja, j?ä er 
spurÖiz, at J?er föruÖ norÖr ä Halogaland meÖ eigi meira liöi, 

wie öfters, aus dem syntaktisch rede des listigen Verleumders. „Dem 

richtigen Zusammenhang hinausge- volke fehlt nichts als ein führer. 

rissen, so dafs der satz eö'a usw. frörolfr dünkt sich sehr grofs; er 

ein selbständiger wird , der form besitzt kraft und Schönheit" — kar- 

nach mit var sagt parallel. dinaltugenden eines fiirsten — , „ja 

er hat sogar ein gefolge um sich 

8. hver usw., gehört zu dem ef- wie ein könig" usw. Die ganze 

satz, und bildet eine erklärung zu Verleumdung ist mit der gröfsten 

hvers manns orfi. kunst erfunden. 

dkürun, an. hey.', „zwang, unter- 14. morÖ, n. „eine grofse menge", 

drückung". 15. Jmt eina, „das allein, nur das"; 

at per, ist direkte fortsetzung von die form eina ist sicher als die 

pat (BÜa ek. schwache form zu einn aufzufassen 

1 1. sagdi hann, „sagte er weiter". (s. Wimmer, Fornnord. forml. § 99a, 

13. hann skortir, hann ist akk. ; anm., Noreen, Altisl. gramm. 4 §4-14, 

auch die folg. subst. (afi und fri'd'- anm. 1) und nicht als ad v. (Fritzner 2 

leik) stehen im akk. I, 303 b). 

eigi afl, eigi, hier ist das — un- er hann astti sjdlfr, im gegensatz 

gewöhnliche — asyndeton von be- zu dem, was nach der ansieht der 

sonderer, rhetorischer Wirkung. söhne der HildiriÖr von rechtswegen 

13. 14. hann — konungr, man be- anderen gehörte (nämlich ihnen selbst 

achte die Steigerung und den lo- und dem könige). 

gischen Zusammenhang in der ganzen meira, „merkwürdiger, schlimmer". 



{»oröll's Verleumdung durch die sühne der HildiriÖr. 4 l 

en ]>er hofö'uÖ, ]>rimr hundruÖum manna, pk var }>at her rab Eg. XII, 
manna, at hei* skyldi herr sanian koma ok taka J>ik af Kfi, 
konungr, ok alt liÖ J?itt, ok var Dörölfr hofbingi peirsa raÖa- 
gorÖar, Jmat honum var j?at til bobit, at hann skyldi kon- 
ungr vera yfir Häleygjafylki ok Naumdcelafylki. 10. F6r hann 5 
s(ban üt ok inn meÖ hverjum firbi ok um allar eyjar, ok drö 
saman hvern mann, er kann fekk, ok hvert väpn, ok ftfr }>>at 
pk ekki leynt, at )?eim her skyldi stefna i möti Haraldi kon- 
nugi til orrostu. 11. En hitt er satt, konungr, ^ött p&x hefbib 
liÖ nokkuru minna, pk er J?er funduz, at büandkorlum skaut 10 
skel k i bringu , (>>egar feir sa sigling ybra; var pk hitt rab 
tekit, at ganga a möti yör meÖ blibu ok bjöba til veizlu, en 
pk var setlat, ef per yrbib drukknir ok kegib sofandi, at veita 
ybr atgongu me<5 eldi ok vapnum, ok }>at til jartegna, ef ek 
hefi r£tt spurt, at yör var fylgt i kornhlobu eina, ]m'at Dör- 15 
61fr vildi eigi brenna upp stofu sina, nyja ok vandaba mjok. 
12. l } at var enn til jartegna, at hvert hus var fult af vapnum 
ok herklyeoum, en pk er j?eir fengu engum velrseb'um vib" yÖr 
komit, t6ku f>eir J?at rab, sem heizt var til, drapu olju k dreif 
um )>essa fyrirjetlan; ietla ek }?at alla kunna, at dylja )>essa 20 
raba, |>viat fair hygg ek at sik viti saklausa. ef (3t sanna 
kemr upp. 13. Nu er f>at mitt rab, konungr, at j?u takir 
Dörölf til piu ok lätir hann vera i hirÖ f>inni, bera merki fntt ok 
vera i stafni ä skipi j?fnu; til pess er hann fallinn allra manna 

2. 3. pik . . . konungr, „dich . . . erzählung, in lebendiger rede wird 

könig, d. h. dich . . . den könig, das hilfsverbuni oft ausgelassen, 

welch ein frevel!" ist der unaus- 19. drapu . . . -et dreif, eig. so- 

gesprochene gedanke des redenden, viel als dreif "du, „sie zerstreuten", 

H. üt ok inn usw., (jeden fjord) d.h. sie unterdrückten, liefsen da- 

„aus und ein", d. h. an den beiden von ab, dreif ist subst. fem. „das 

kiisten (jedes fjords) entlang. zerstreuen". 

8. skyldi, uopersönl. : „dafs man 20. dylja, mit gen. „verheimlichen, 

mit diesem beere auf den könig verleugnen". 

losgehen wollte, um mit ihm zu 2 1. fair hygg ek at usw., s. zu k. 3, 10. 

kämpfen". 24. vera i stafni, \k sollte also 

10. büandkorlum, verächtlich f. ein stafnbüi werden, vgl. k. 9, 3; 
büondum „den (feigen) bauern- der platz im stafn war der ehren- 
lümmeln", vollste, zugleich aber der gefähr- 

11. hitt rab, „der entgegengesetzte lichste, denn in dieser zeit legte 
plan"; s. zu k. 3,18. man die schiffe nicht nach der ganzen 

14. ok pat til jartegna, in rascher länge zusammen, sondern liefs nur 



42 Verleumdung I'örölfs durch die sehne der Hildiriör. 

Eg. XII. bezt. 14. En ef J?u vilt, at hann se lendr maör, |;ä fä honuui 
veizlur subr i Fjorbum, j>ar er setterni bans alt; megu f>er )?ä 
sja yfir, at bann geriz eigi of storr, en fä her syslu a Haloga- 
landi i bond f>eim monnum, er böfsmenn se ok yör munu meb 
5 trüleik j?j6na ok hör eigu kyn, ok J>eira frsendr bafa hör abr 
baft j?vilikt starf. 15. Skulu vit brceör vera bunir ok boöuir 
til slfks, sem f>er vilib okkr til nyta; bafbi faöir okkarr hör 
lengi konungssyslu; varo honum f^at vel i hondum. IG. Er 
yÖr, konuDgr, vandsettir her nienn yfir til forraba, }>\iat J?ör 

10 muuub her sjaldan koma själfir; hör er litit landsmegin til 

)>ess, at ]?er fariÖ meb her ybvarn, ok munub }?at eigi optar 

gera, at fara higat meÖ fä liÖi, pviat hör er ötryggt liÖ mart." 

17. Konungr reiddiz mjok viÖ roebur Kessar ok mselti J>6 

stilliliga, sem hann var vanr jafnan, \k er hann frötti J?au 

lo tibendi, er mikils väru verÖ; hann spurbi }>ä, hvärt Dörölfr 
va3ri beima i Torgum. 18. Harekr sagbi, at J?ess var engi 
van — „er Dörolfr sva viti borinn, at bann mundi kunna sör, 
at vera eigi fyrir libi ybru, konungr; f>viat honum myndi |>ess 
van, at eigi skyldi allir sva haldinorbir, at }ni, konungr, mundir 

20 eigi varr verba viÖ }>essi tibendi; för hann norör i Alost, j?egar 
er bann spurbi, at f>ör värub norÖan a leib." 

19. Konungr roeddi fätt um }?essi tibendi fyrir monnum, 

die Vorderteile der schiffe an ein- 10. er litit landsmegin, „die aus- 
ander stofsen {at berjaz um stafna); dehnung ist (verhältnisin äfsig) ge- 
iin stafn mufsten darum die tapfer- ring" (nämlich um proviant zu liefern), 
sten und tüchtigsten krieger stehen. 15. spurdi pd, pd Dicht „sie", 

sondern „dann". 

5. ok peira ffwndr, er ist zu er- 17. viti borinn, s. zu k. 7, 11. 
ganzen; dazu gehört peira; er peira kunna ser, „so verständig sein". 
= quorum. 19. haldinorbir, nicht „sein wort 

6. bunir ok boönir, alliterierende haltend", sondern „sein wort, seine 
formel „fertig und bereit, ganz be- rede bei sich behaltend", d. h. 
reit", bo'Önir kommt von bjötfa in „schweigsam"; das haldin ist schwer 
der bed. „anbieten". zu erklären; ein ini - abstraktum 

8. Er, sing, für plur.; dies ist nur scheint darin nicht zu stecken; viel- 
gestattet, wenn das verbum an der leicht ist es eine analogiebildung nach 
spitze des satzes steht. heyrinkunnr u. dgl., wo also haldin- 

9. vandsettir, partiz. kompositum der stamm des part. perf. pass. wäre; 
(kein inf. vandsetja) eig. „schwierig möglicherweise liegt der ausdruck 
gesetzt"; „nur mit Schwierigkeiten haldit orft oder besser der \i\nT. haldin 
werdet ihr, kernig, hier treue leute orti zu gründe, wovon ein haldinorftr 
für die Verwaltung rinden" usw. wohl gebildet werden konnte. 






f>örölfr sendet dem konig den filmischen tribut. 43 

en fannz }?at ä, at bann muudi trunao ä festa }>essa orönebu, Eg. XII. 
er honum var sagt; för konungr siöan feröar sinnar, leiddu xm - 
Hildiriöarsynir hann virbuliga ä brott meÖ gjofum, en bann 
höt j^eim vinattu sinni. 20. Deir brceör gafu ser orendi inn 1 
Naumudal ok föru sva i svig viö konung, at J?eir hittu bann 5 
at oöruhverju; tök hann jafuan vel mali feira. 

frorgils gjallandi bringt dem könige den tribut und geschenke 

von l>örölfr. 

XIII, 1. Dorgils gjallandi bet mafir; bann var heima- 
maÖr Dörölfs ok baföi af bonum mesta virÖing huskarla bans; 
hann hafbi fylgt Dörölfi, >a er hann var i viking; var \k 
stafnbiü bans ok merkismaör. 2. Dorgils hafÖi verit i Hafrs- io 
firöi i liöi Haralds konungs ok styröi \k skipi ]rt, er Dörölfr 
atti ok bann hafbi baft i viking; Dorgils var rammr at afii 
ok enn mesti hreystimabr; konungr hafbi veitt honum vingjafar 
eptir orrostu ok heitit vinattu sinni. 3. Dorgils var forstjöri 
fyrir büi i Torgum, )>ä er Dörölfr var eigi heima; hafbi Dorgils 15 
\>& ]>ax raö; en er Dörölfr hafbi heiman farit, f>a hafbi hann 
til greitt finnskatt j>ann allan, er hann hafbi haft af fjalli ok 
konungr atti, ok fekk i hendr Dorgisli ok baÖ bann foera 
konungi, ef hann koemi eigi heim äbr, um j?at er konungr 
ST3 foeri noröan ok suör um. 4. Dorgils bjö byr öin g mikinn ok 20 

1. fannz . . . d, näml. honum. form hrgisli gebraucht wird; der 

2. er — sagt, geht auf den neutralen beiname bedeuted „schreiend, laut 
inhalt der rede, nicht grammatisch sprechend". 

anf vitfrcßtiu (dies v. d regiert). 7. 8. heimama'Ör, hier = hüskarl 

2. 3. leiddu . . . gjofum, s. zu k. (vgl. das folgende), aber f>org. war 
U 7 doch ein freier mann; der heima- 



föru i svig, svig bed. „eine madr („hausgenosse") scheint fast 

kriimmung, biegnng" (namentlich überall in den sagas von den 

eine solche, die ein schlaffes seil Sklaven bestimmt unterschieden zu 

macht); at fara i. s. bed. „sich werden. 

in halbkreisförmigen biegungen be- 12. hann hafÖi, hann hier wohl 

wegen", so dafs man wiederholt zu l'örölfr. 

derselben geraden linie zurück- 19. umpat er, „um die zeit, wenn". 

k ummt 20. suör um, um „vorbei". 

byr'Öing, „lastschiff" ; diese schiffe 

Kap. XIII. 7. l'orgils, -gils f. yisl waren „grolse, stark gebaute segel- 

ahd. gisal, mhd. gisel, „bürgschafts- schiffe, welche gegen zwanzig mann 

gefaDgener"; man beachte, dafs als fassen konnten" (Falk, Altn. Seewesen 

dativ in unserer saga stets die 111 f.), die am meisten zum handeis- 



4t 



Haraldr empfängt deu finnischen tribut. 



Eg. XIII. göÖan, er Dörölfr ätti, ok bar )>ar a skattinn, ok baföi naerr 
tuttugu monnum; siglöi suÖr eptir konungi ok fann haun inii 
i Naumudal. 5. En er Dorgils kom a fund konungs, ]>& bar 
bann konungi kveöju Dörölfs ok sagöi, at bann för J>ar meÖ 
5 finnskatt j?ann, er Dörölfr sendi bonum; konungi* sä til bans 
ok svarar engu, ok sä rnenn, at bann var reiör. 6. Gekk (?4 
Dorgils ä brott, ok a3tlaÖi at fä betra dagräÖ, at tala vib 
konung;. bann kom ä fund Olvis bnüfu ok sagöl bonum alt, 
sem farit hafÖi, ok spurfri, ef bann vissi nokkut til, bverju 
10 gegndi. 

7. „Eigi veit ek J>at", sagöi bann, „bitt befi ek fundit, at 
konungr f>agnar bvert sinn, er Dörölfs er getit, siÖan er vor 
värum ( Leku, ok grunar mik af j>vf, at bann muni rcegÖr 
vera; f>at veit ek um Hildiribarsonu, at j>eir eru longum ä ein- 

15 mselum viÖ konung, en }>at er auÖfundit ä orÖum ]?eira, at 
)?eir eru övinir Dörölfs, en ek mun f>essa brätt viss vero'a af 
konungi." 

8. SiÖan för Olvir til fundar viÖ konung ok mselti: „Dorgils 
gjallandi er bör kominn, vinr yÖvarr, meÖ skatt J?ann, er 

20 kominn er af Finnmork ok f>er eiguÖ, ok er skattrinn miklu 
meiri, en fyrr hefir verit, ok miklu betri vara; er honum titt 
um ferÖ sina; ger svä vel, konungr, gakk til ok se, fviat 
engi mun set hafa jafngöÖa grävoru." 

9. Konungr svarar engu ok gekk \>6 J>ar, er skipit lä; 
25 Dorgils braut ]?egar upp voruna ok syndi konungi; en er 

konungr sä, at £>at var satt, at skattrinn var miklu meiri ok 



verkehr benutzt wurden. Der name 
kommt vielleicht v. bord (oder v. 
byr'ba „ein grofser kästen"). 

7. dagrd'd, dies wort hat nichts 
mit ahd. tagaröd „tagesanbruch" zu 
tun; es ist eine einfache Zusammen- 
setzung v. dag- „tag" u. rad „rat, 
herrschaft, entscheidung", dagrdd 
also: „entscheidung über den tag", 
d. h, wähl des tages, an welchem 
etw. am besten sich tun läist. 

9. 10. hverju gegndi, „was es be- 
deuten sollte". 

11. hitt, s. zu k. 3, 18. 



14. longum, „häufig". 

14. 15. einmcelum, ganz wie ein- 
vigi gebildet; „einzelrede, gespräch 
zwischen zweien". 

21. er honum titt usw., „er wünscht 
dafs seine reise einen schnellen und 
günstigen ausgang nehme", vgl. zu 
k. 2, 4. 

23. grävoru, „graue waren", d. h. 
grauwerk, tierfeile, namentlich von 
eichhörnchen; s. das folgende. 

25. braut upp, dieser ansdruck 
wird gebraucht, weil die waren 
zusammengebunden und im schiffe 
fest verpackt waren. 



I'örolfs zweite reise nach Finnmarken. 



45 



betri, en fyrr hafoi verit, f>ä ho"f honum heldr upp briin, ok Egp, XIII. 
mdtti Dorgils ]>& tala viÖ bann. 10. Harm foeroi konungi XIV * 
björskinn nokkur, er Dörölfr sendi honum, ok enn fleiri dyr- 
gripi, er hann hafÖi* fengit ä fjalli; konungr gladdiz \>k ok 
spyrr, hvat til tfÖenda heföi oröit um feröir }?eira Dörölfs; 5 
Dorgils sagöi J?at alt greiniliga; ]>& mselti konungr: „SkaÖi 
mikill er }>at, er Dörölfr skal eigi vera tryggr me> eöa vilja 
vera banamaor minn." 

11. Da* svoruöu margir. er hja varu, ok allir & eina lund, 
sogÖu, at vera mundi rög illra manna, ef konungi vrari slikt 10 
sagt, en Dörölfr mundi ösannr at vera; kom p& svä, at kon- 
ungr kvez j?vi mundu heldr af trüa; var konungr ]>A löttr i 
ollum rceöum viÖ Dorgils ok skilÖuz sättir. 12. En er Dorgils 
hitti D6r61f, sagÖi hann honum alt, sem farit hafbi. 



frörölfs zweite reise nach Finnmarken. 

-4 XIV, 1. Dörölfr för ]?ann vetr enn ä morkina ok haföi 15 

meÖ se> nserr hundraöi manna; för hann enn sem enn fyrra 
vetr, ätti kaupstefnu viÖ Finna ok för viÖa um morkina. 
2. En er hann sötti langt austr ok (?ar spuröiz til feröar hans, 
)>& kömu Kvenir til hans ok sogöu, at )?eir väru sendir til 



1. höf honum upp briin, „die 
brauen, die stirn wurde ihm auf- 
gezogen", d. h. „er wurde vergnügt 
und freudig gestimmt, vgl. Vd k. 1 5,6 : 
lypti pd mjgk brünum manna; das 
entgegengesetzte wird durch hleypa 
ntör brün oder brünum als zeichen 
des zornes oder der sorge ausge- 
drückt; vgl. lata siga bri/nn fyrir 
brdr, d nef u. dgl.; s. k. 55, 9, wo 
Egils Stimmung trefflich geschildert 
wird. 

3. björskinn, „biberfeile"; über das 
wort (aus beobor) s. Noreen, Gramm. 4 
§ 235, 2. 

npkkur, unten k. 15,3 wird mit- 
geteilt, dafs es drei feile waren. 

4. fjalli, s. zu k. 9,19 (orrostu). 
6. greiniliga, „ausführlich"; eig. 

.mit den einzelnen umstünden". 



11. ösannr at vera, at gehört zu 
ösannr (ösannr at ehu), nicht zu 
vera. 

12. af trüa, af gehört zu dem 
vorhergehenden pvi, „der von den 
beiden alternativen". 

lettr, „leicht", d. h. „aufgeräumt, 
heiter". 

Kap. XIV. 16. för hann, „er ver- 
fuhr, er befolgte dieselbe methode". 

19. Kvenir, eine Völkerschaft, die 
im nördlichen Schweden und Finn- 
land (an beiden küsten des bos- 
nischen meerbusens) wohnte. S. 
darüber Wiklund: Om Kvänerna, 
Arkiv f. nord. fil. XII, 103 ff. Er 
nimmt an, dafs die Kvenir ein schwe- 
discher volksstamm war und dafs der 
name nichts mit OLemünn.Kainulaisct 



f (> ^orolfs zweite refse nach Finnmarken. 

Egr. XIV. hans, ok }>at kafo'i gort Faraviö konungr af Kvenlandi, sogÖu, 
at Kirjälar herjufru a land hans, en hann sendi til )>ess orfi, 
at Dörölfr skyldi fara f>agat ok veita honum li(5; fylgbi }>at 
orftsending, at Dörölfr skyldi bafa jafnmikit hlutskipti sem 
5 konungr, en hverr raanna hans sem prir Kvenir. 3. En j?at 
väru log meo' Kvenura, at konungr skyldi hafa 6r hlutskipti 
f?riÖjung viÖ KÖsmenn ok um framm at afnami bjorskinn oll 
ok safala ok askraka. 4. Pörolfr bar fetta fyrir liösmenn 
sina ok bauÖ J>eim kost ä, hvdrt fara skyldi eöa eigi; en j?at 
10 koru flestir, at hsetta til, er feTang lä viÖ svä mikit, ok var 
f>at af räÖit, at J?eir föru austr meÖ sendimonnum. 

Beschreibung Finnmarkens. 

5. Finnmork er störriga viÖ; gengr haf fyrir vestan, ok 
J?ar af firbir störir, sva ok fyrir norÖan ok alt austr um, en 
fyrir sunnan er Nöregr, ok tekr morkin näliga alt et ofra 
15 suör, svd sem Halogaland et ytra. 6. En austr frä Naumudal 
er Jamtaland ok ]>k Helsingjaland ok J?ä Kvenland, \k Finn- 
land, }>& Kirjälaland, en Finnmork liggr fyrir ofan j?essi oll 
lond, ok eru viÖa fjallbyggÖir upp ä morkina, sumt i dali, 
en sumt meÖ votnum. 7. A Finnmork eru votn furÖuliga stör, 

zu tun haben kann. Der name Fara- schreiben v. askr „esche" u. rakki 

viÖ scheint jedoch nicht nordisch zu „hund"; eichhorn? 

sein. 10. at hcetta til, „die sache zu 

riskieren". 

2. Kirjälar, die bewohner der lä vib", „als preis daran lag, sich 

landschaft Kardien, die den so. als preis darbot", 

teil des heutigen Finland und an- 13. alt austr um, „den ganzen 

grenzende striche von Rufsland um- weg, die ganze strecke nach 

fafste. osten". 

7. vifi, „gegenüber". 14. tekr, „erstreckt sich". Der 
afnami, „das wegnehmen"; d.h. ganze satz bedeutet: „Die Finnmark 

„bevor die ganze beute geteilt geht parallel mit Halogaland eben 

werden sollte"; at afn. „im vor- so weit nach Süden als dieses", 

aus". 15. Naumudal, s. zu k. 3,5. 

8. safala, „zobelpelze"; safali 16. Jamtaland, Helsingjaland, s. 
bedeutet sowohl das tier als das zu k. 4, 14. 

feil. 17. fyrir ofan, nördlich von". 

askraka, ein anal- iByofievov; 18. upp d morkina, weil hier von 

welches tier gemeint ist, ist un- einer ausdehnung die rede ist, steht 

sicher: vielleicht ist askrakka zu der akk. 



f'orolfs zweite reise naeh Finnmarke!*. 



47 



ok j>ar meö votnunum marklond stör, en ha fjoll liggja eptir Eg. XIV. 
endilangri morkinni, ok eru ]?at kallaÖir Kilir. 

8. En er Porölfr kom austr til Kvenlands ok hitti konung 
FaraviÖ, )?ä büaz J?eir til feröar, ok hofÖu J?rjü hundruÖ manna, 
en NorÖmenn et fjörÖa, ok föru et ofra um Finnmork ok komu 5 
}>ar framm, er Kirjälar väru ä fjalli, J>eir er fyrr hofÖu herjat 
a Kveni. 9. En er J?eir urÖu varir viÖ öfriÖ, sofnuÖuz J>eir 
saman ok föru i möt, vsentu ser enn, sem fyrr, sigrs; en er 
orrosta tökz, gengu NorÖmenn hart framm, hofÖu }>eir skjoldu 
enn traustari en Kvenir; sneri j>a mannfalli i HO Kirjala; feil 10 
mart, en sumir flyÖu; fengu j?eir FaraviÖ konungr ok Pörölfr 
)?ar ögrynni fjär, sneru aptr til Kvenlands, en siöan for Pör- 
61fr ok hans liÖ ä morkina; skilöu }?eir FaraviÖ konungr meö 
vinättu. 10. Dorölfr kom af fjallinu ofan i Vefsni, for ]?a fyrst 
til Ms sins ä Sandnes, dvalöiz }?ar um hriÖ, for noröan um 15 
varit meÖ HÖi sinu til Torga. 11. En er hann kom f>ar, var 
honum sagt, at Hildiriöarsynir boföu verit um vetrinn i Pränd- 
heimi meö Haraldi kouungi, ok f>at meö, at |>>eir mundu ekki 
af spara, at roegja Porolf viÖ konung; var Porölfi mart sagt 
frä fvi, hvert efni }>eir hofÖu f um rögit. 12. Dorölfr svarar 20 
svä: „Eigi mun konungr trüa }>vi, }>ött sh'k lygi se upp borin 
fyrir hann, — )?vfat her eru engi efni til J?essa — at ek 
muna svikja hann, f>viat hann hefir marga hluti gort störvel 
til min, en engan hlut illa, ok er at firr, at ek munda vilja 
gera honum mein, J>6tt ek setta ]>eas kosti, at ek vil miklu 25 
heldr vera lendr maör hans en heita konungr ok vseri 
annarr samlendr viÖ mik, sa er mik maetti gera at J?rseli 
ser, ef vildi." 



1. marklgnd, „Waldungen". 

5. 6. kömu framm, s. zu k. 7, 6. 

14. 1 5. Vefsnir, Sandnes, s. zu k. 7,1 3. 

A kom . . . für . . . dvalttiz usw., 
man bemerke die rasche, lebendige 
erzählung an dieser stelle. 

16. Torgar, s. zu k. 7, 1. 

19. af spara, „nichts fehlen lassen". 

20. efni, „stoff, inhalt", u. also 
„grund, motive und art" der Ver- 
leumdung. 



22. 23. at ek muna usw., setzt 
eigi mun k. trüa pvi fort; pviat 
her eru usw. bjs pessa ist nämlich 
ein parenthetischer satz. 

24. at firr, „um so (entfernter, d. 
h.) unglaublicher". 

26. ok vceri, „unter der be- 
dingung oder Voraussetzung, dafs 
es gäbe". 

27. annarr d.i. konungr; samlendr, 
„in demselben lande". 



48 



frörölfr bei könig Haraldr in l'randheimr. 



Eg. XV. 
XVI. 



Neue Verleumdung I J 6r61fs durch die söhne der HildiriÖr. 
XV, 1. HildiriÖarsynir hofÖu verit j>anu vetr meft Haraldi 873—4 
konungi ok hofÖu meÖ s6r heimanienn sina ok ndbua; J>eir 
broeÖr väru optliga a tali viÖ konung ok fluttu enn & somu 
leiÖ mal P6r61fs. 
5 2. Härekr spuröi: „LikaÖi yfrr vel finnskattrinn , konungr, 

er P6r61fr sendi yÖr?" 
„Vel", sagöi konungr. 

8. „Da" inundi yÖr mart um finnaz", segir H&rekr, „ef f>er 
hefÖiÖ allan };ann, sem p6r ättuÖ; en nü for f>at fjarri; var hitt 
10 niiklu meiri hlutr, er Dörölfr drö undir sik; hann sendi yör 
at gjof björskinn ]>rju, en ek veit vist, at hann haföi eptir 
piji tigu j?eira, er J?er ättuö, ok hygg ek, at slikan mun bafa 
farit um annat. 4. Satt mun J?at, konungr, ef J?ü faer sysluna 
{ hond okkr broeÖrum, at meira fe skulum vit foera per" — 
15 en alt J>at, er |?eir sogÖu k hendr D6r61fl, J>ä bäru forunautar 
)>eira vitni meo J>eim; kom )?a sva, at konungr var enn 
reiÖasti. 



borölts letzte Zusammenkunft mit köuig Haraldr in frrändheimr. 
XVI, 1. Dorölfr for um sumarit suftr til Prändheims ä 
fund Haralds konungs ok haföi )?ar meÖ sör skatt allan ok 
20 mikit fe annat ok niu tigu manna ok alla vel büna; en er 
hann kom til konungs, var J?eim skipat i gestaskala ok veitt 
J^eim et stormannligsta. 2. Eptir um daginn gekk Olvir hnüfa 
til Porölfs frsenda sins; toluöuz }?eir viÖ; sagöi Olvir, at Pörölfr 



Kap. XV. 8. mart um finnaz, „sehr 
bewundert werden". Die phrase mer 
finnz mart, fdtt um, „ich fühle viel 
od. wenig bei etw.", ist mit ort) 
„wort" zu ergänzen: eig. „manches 
wort wird mir gefunden", d. h. „ich 
preise, bewundere etw. mit vielen 
worten" oder dgl. 

8. 9. ef per hefdiÜ—dituÖ, „wenn 
ihr den ganzen zoll besäiset, auf den 
ihr anspruch zu machen hattet". 

9. for — fjarri, for ungef. = var, 
„dem war lange nicht so". 

11. />rjü, oben k. 13, 10 stand 
nokkur. 



11. haföi eptir, zurückbehielt". 

12. slikan, seil, hdtt od. dgl. „auf 
solche weise". 

15. alt pat, sollte eig. das obj. 
eines folg. verbums sein, aber mit 
dem pd wird die konstruktion ver- 
ändert, indem ein selbständiger satz 
(nachsatz) gebildet wird. 

Kap. XVI. 21. hann . . . peim, 
ein solcher Wechsel ist ganz ge- 
wöhnlich. 

gestaskäla, ein grofsos haus, wohl 
nur aus einem saale oder zimmer 
bestehend. 



Letzte Zusammenkunft l>örölfs mit künig Haraktr. 49 

var \>& hröpaÖr mjgk ok konungr hlyddi k slikar fortolur; Eg. XVI. 
Dörölfr baÖ Olvi byrja mal sitt viÖ konung, — „J?viat ek 
inun", sagöi hann, „vera skanitalaÖr fyrir konungi, ef hann vill 
heldr trüa rögi vändra manna en sannendum ok einurfi, er 
hann mun reyna at mer". 5 

3. Annan dag kom Olvir til m6ts viÖ P6r61f ok sagöi, at 
hann hefÖi roett mal hans viÖ konung — „veit ek nu eigi", 
sagÖi hann, „gorr en äÖr, hvat honum er i skapi". 

„Ek skal f>& själfr ganga til hans", segir Pörölfr. 

4. Geröl hann svj£, — gekk til konungs, \k er hann sat yfir 10 
matborÖi, ok er hann kom inn, heilsaöi hann konungi; konungr 
t6k kveöju hans ok ba<3 JPörölfi gefa at drekka. 5. Dörölfr 
sagoi, at hann hafÖi f>ar skatt f>ann, er konungr atti, er kominn 
var af Finnmork — „ok enn fleiri hluti hefi ek til minningar 
viÖ yÖr, konungr, ]>& er ek hefi yÖr at foera; veit ek, at pvi mun 15 
mer vera ollu bezt varit, er ek hefi gort til f>akka yÖvarra". 

6. Konungr segir, at ekki mdtti hann va3nta at Pörölfi, 
nema göÖs eina — „J>viat ek em engis", segir hann, „annars 
af verft r, en J>6 segja menn nokkut tvent til, hversu varfoerr 
jni munt um vera, hvernig mör skal lfka". 20 

7. „Eigi em ek |?ar fyrir sonnu hafÖr", segir Dörölfr, „ef 
nokkurir segja f>at, at ek hafa ötrüleika lyst viÖ yÖr, konungr; 
hygg ek, at }?eir muni vera pinir vinir minni en ek, er slikt 
hafa upp borit fyrir J?er; en hitt er lj6st, at f>eir mundu vilja 
vera övinir minir fullkomnir, en j?at er ok glikast, at j>eir 25 
komiz J?ar at keyptu, ef ver skulum einir viö eigaz". 

2. byrja, steht hier nicht in der 14. til minningar, „zur erinnerung", 
gewöhnl. bedeutnng („beginnen"), d. h. als freundschaftsgeschenk. 
sondern in einer mehr ursprÜDg- 16. til pakka, „um euren dank 
liehen, = flytja „eine sache führen, empfangen zu können", 
verteidigen"; byrja kommt von byrr 19. af vertür, nicht per, sondern 
„fahrwind, der wind, der vorwärts mdli, „der sache, meinem verhält- 
führt", nisse zu dir", ist zu ergänzen. 

3. skamtaladr, „kurz von worten". varfoerr, „vorsichtig, aufmerksam", 
törolfr meint, dafs sein stolz es 26. komiz at keyptu, „etwas als 
ihm verbieten werde, sich eingehend gekauftes bekommen"; diese phrase 
gegen die verleumdnngen zu ver- wird gebraucht, wenn man andeuten 
teidigen. will, dafs jmd. (ein Widersacher) 

12. tök kvetfju, „erwiderte seinen einen harten widerstand erfahren, 
grufs"; kveftju ist dat. ja eine niederlage erleiden wird. 

Sagabibl. III. 4 



50 I>örölfr wird seiner amter entsetzt. 

Eg. XVI. 8. Siban gekk Dörölfr a brott, en annan dag eptir greiöir 

Dörölfr skattinn af hendi, ok var konungr viÖ staddr, ok er 
j>at var alt greift, pk bar Dörölfr framm björskinn nokkur ok 
safala, sagÖi, at ]?at vill hann gefa konungi. 9. Margir mseltu, 
5 er }>ar varu hjd staduir, at J>at var vel gort, ok var vinattu 
fyrir vert; konungr sagöi, at Dörölfr hafÖi }?ar sjalfr sör laun 
fyrir skapit. 10. Dörölfr sagöi, at hann hefÖi meÖ trüleik 
gort alt, f>at er hann kunni, til skaps konungs — „ok ef enn 
likar honum eigi, pk mun ek fk ekki at gort. Var konungi 
10 f;at kunnigt, pk er ek var meb* honum ok f hans sveit, hverja 
meÖferÖ ek haffta; en J?at }?ykki m6r undarligt, ef konungr 
setlar mik nü annan mann, en pk reyndi hann mik". 

11. Konungr segir: „Vel förtu, Dörölfr, meÖ J?inum hättum, 
er pu vart meÖ oss; setla ek J?at enn bezt af at gera, at ]m 

J5 farir til hirÖar minnar, — tak vi<5 merki minu ok ver fyrir 
oÖrum hirÖmonnum; mun pk engi mao'r roegja ]>ik, ef ek mk 
yfir sjä nött ok dag, hverjar meöferöir pü hefir". 

12. Dörölfr sk til beggja handa sör; j?ar stöÖu hüskarlar 
hans; hann mselti: „TrauÖr mun ek af hendi lata sveit J?essa; 

20 muntu raÖa, konungr, nafngiptum viÖ mik ok veizlum pinum, 
en sveitunga mina mun ek ekki af hendi lata, meÖan rner 
endaz fong til, p6tt ek vela um mina kosti eina; er hitt 
boen min ok vili, at (ver, konungr, fariÖ at heimboöi til 
min, ok heyriö pk orÖ peirsi manna, er pi\ trüir, hvert vitni 

25 )?eir bera mer um f>etta mdl, geriÖ pk eptir, sem yÖr finnaz 
sannendi til". 

13. Konungr svarar ok segir, at eigi mun hann optar 
veizlu J?iggja at Dörölfi; gekk Dörölfr pk i brott ok bjöz siÖan 
til heimferÖar. 14. En er hann var i brott farinn, pk fekk 

30 konungr i hond HildiriÖarsonum syslu pk k Hälogalandi, er 



4. safala, „Zobelfelle". perativischcn) konj. zu dem reinen 

5. vindttu, ist gen. imperativ ist nicht selten. 

8. til skaps = at skapi, „nach 20. nafngiptum, „namengaben", 

dem willen, wünsche". „naraen" sind solche ehrentitel wie 

14. af, seil, mdli, „aus der vor- jarl, hersir u.a., sowie die rechte, 
liegenden sache" („unter den ob- auf welche die träger dieser würden 
waltenden umständen"). anspruch hatten. 

15. tak . . . ver, ein solcher über- 22. vela um — eina, „nur meine 
gang von at und folgendem (im- eigenen mittel verwende". 



fcörölfr in Kvenland. 



51 



äör haföi Dörölfr haft, ok svd finnferÖ; konungr kastaÖi eigu Eg. XVI. 
sinni a bü i Torgum ok allar p&v eignir, en Brynjölfr haföi* XVII. 
dtt, fekk )?at alt til varÖveizlu HildirfÖarsonum. 15. Konungr 
sendi menn meÖ jartegnum k fund Pörölfs at segja honum 
]?essa tilskipan, sem hann haföi gort; siÖan tök Pörölfr skip 5 
j?au, er hann dtti, ok bar (?ar ä lausafö alt J?at, er hann mätti 
meÖ fara, ok haffri meÖ ser alla menn sina, bseÖi frelsingja 
ok )>ra3la. för siÖan norör ä, Sandnes til bus sins; haf<5i Pörölfr 
j?ar eigi minna fjolmenni ok eigi minni rausn. 



Die söhne der HildiriÖr bringen dem könige den lappischen zoll. 

XVII, 1. Hildiriö'arsynir töku viÖ syslu k Hälogalandi, 10 
mselti engi maör i möti fyrir riki konungs, en morgum fotti 
J?etta skipti mjok i möti skapi, J?eim er väru frsendr Pörölfs 
>74_5 eÖa vinir. 2. Peir föru um vetrinn & fjall ok hofÖu meÖ ser 
j?rjä tigu manna; )?ötti Finnum miklu minni vegr at J?essum 
syslumonnum, en ]?ä er Pörölfr för; greiddiz alt miklu verr 15 
gjald J?at, er Finnar skyldu reiöa. 3. Pann sama vetr för 
Pörölfr upp ä fjall meÖ hundraÖ manna, för \k f>egar austr 
ä Kvenland ok hitti FaraviÖ konung; gerÖu j?eir j?ä räÖ sitt 
ok rööu }>at, at fara ä fjall enn sem enn fyrra vetr, ok hofÖu 
fjogur hundruÖ manna ok kömu ofan i Kirjalaland, hlupu )?ar 20 
i byggöir, er j?eim f>6tti sitt foeri vera fyrir fjolmennis sakir, 
herjufru J>ar ok feDgu of fjär; föru j?ä aptr, er a leift vetrinn, 
upp a morkina. 4. För Pörölfr heim um värit til büs sins; 
hann haföi J>ä menn i skreiÖfiski i Vägum, en suma i sfld- 
fiski, ok leitabi als konar fanga til büs sins. 5. Dörölfr atti 25 



1. konungr kastoM eigu usw., diese 
erzählung steht in genauer Überein- 
stimmung mit der norwegisch -isl. 
auffassung von der landeseroberung 
könig Haralds und den politischen 
folgen derselben, s. oben zu k. 4,13; 
das erbe Brynjolfs, das ja jetzt 
herrenlos war, gehörte also dem 
könige, und er konnte damit schalten, 
wie er wollte. 

7. frelsingja = leysingja, über die 
freigelassenen s. Maurer, Islands. 1 4 4 f . , 
und die dort angeführte litteratur. 



Kap. XVII. 11. 12. pötti . . i möti 
skapi, ungewöhnl. für var . . i möti 
skapi. 

13. Peir, die söhne der Hildiriör. 

17. för pd />egar usw., denn natür- 
lich wollte er nicht mit den Lappen 
handeln, die zum reiche Haralds ge- 
rechnet werden konnten. 

24. skreiöfiski, s. zu k. 10,5. 

Vägum, dat. von Vdgar, die inseln 
Ost- und Vestvägö in der gruppe 
der Lofoten. Die dorschfischerei ist 
dort noch heute sehr bedeutend. 

4* 



52 



Die söhne der Hildiri^r briugen dem könige den zoll. 



Eg. XVIF. skip mikit; J>at var lagt til hafs; ]?at var vandat at ollu sein 
mest, steint mjok fyrir ofan sj6; Jw fylgÖi segl stafat meÖ 
vendi blam ok rauönm; allr var reiÖi vandaÖr mjok meÖ 
skipinu. 6. Dat skip laßtr Pörölfr bua ok fekk til hüskarla 
5 sina mefr at fara, 16t J?ar a bera skreift ok huöir ok vorn 
lj6sa; J?ar let hann ok fylgja gravoru mikla ok aftra skinna- 
voru, J>& er hann bafÖi haft af fjalli; ok var ]?at f6 störmikit. 
7. Skipi j?vi 16t bann Dorgils gjallanda halda vestr til Eng- 
lands at kaupa ser klseÖi ok onnur fong, J?au er bann }>urfti; 

10 heldu )?eir skipi pvi suÖr meÖ landi ok siöan l haf ok körnu 
framm k Englandi, fengu |?ar göÖa kaupstefnu, hl6(5u skipit 
meÖ hveiti ok bunangi, vini ok klseÖum, ok beldu aptr um 
haustit; )?eim byrjaöi vel, komu at Horöalandi. 8. Dat sania S75 
baust foru HildiiiÖarsynir meÖ skatt ok foerÖu konungi, en er 

15 ]?eir reiddu skattinn af bendi, \k var konungr sj&lfr viÖ ok 
sa; bann mselti: „Er nti allr skattrinn af bondum reiddr, sä 
er J?it tökuÖ viÖ ä Finnmork?" 
„Svä er" sogÖu }?eir. 

9. „BseÖi er nü u , sagÖi konungr, „skattrinn miklu rniniri 
20 ok verr af bendi goldinn, en )>k er Dörölfr heimti, ok sogöu 

p6r, at bann foeri illa meÖ syslunni". 

10. „Vel er pat, konungr", segir Harekr, „er J?ü hefir 
hugleitt, hversu mikill skattr er vanr at koma af Finnmork, 
Jm'at ]>& veiztu gorr, hversu mikils J?6r missib", ef Dörölfr eyöir 

25 me<5 qIIu finnskattinum fyrir yÖr. 11. V6r varum i verr Jm'r 
tigir manna k morkinni, sva sem fyrr heflr verit vanöl syslu- 
manna; siÖan kom J?ar Dörölfr meÖ hundraö manna; spuröu 
vor f>at til orÖa hans, at bann setlabi af lifi at taka okkr 



1. lagt til hafs, „war zu fahrten 
über die hohe see geeignet". 

2. steint, „angestrichen, bemalt" 
(wohl mit weifser färbe); steinn bed. 
eig. „mineral-farbe"; davon das vb. 
steina „bemalen". 

stafat] stafr bed. eine gerade linie, 
einen „strich", stafatir von segeln 
„gestreift". 

3. vendi] vgndr bed. hier offenbar 
dasselbe wie stafr, aber kollektiv. 

5. 6. vgru Ijösa, „helle, weifse 



wäre" ; es ist nicht ganz sicher, was 
gemeint ist, vielleicht „hermelin". 

20. verr . . . goldinn, dentet die 
qualität der waren an. 

21. illa, „untreu". 

27. si'ftan kom usw., das ganze, was 
Harekr hier von I>örölfr erzählt, ist 
natürl. eine grobe lüge; vgl. k. 17,3. 

27. 28. spur'd'u ver f>at til or'd'a 
hans, „das erfuhren wir von seineu 
Worten", d. h. „solche worte hat er 
geäussert, wie wir gehört haben". 



Letzte Verleumdung i J ör61fs durch die söhne der HildiriÖr. 53 



brceör ok alla p>ä menn, er okkr fylgöu, ok fann hana J>at til Eg. XVII. 

saka, er }ni konungr haföir seit okkr 1 hendr syslu ]?ä, er 

bann vildi liafa. 12. Sa ver J?ana heizt värn ko3t, at firraz 

fund haus ok foröa oss, ok kömu ver fyrir ]?ä s^k skamt frä 

byggo'um ä fjallit, en Dörölfr f6r um alla morkina meÖ her 5 

manus; haföi hann kaup 9II, guldu Fiunar honum skatt, en 

hanu baz 1 f?i, at syslumenn yörir skyldu ekki koina a 

morkina. 13. iEtlar hauu at geraz konungr yfir norÖr par, 

ba^Öi yfir morkinni ok Hälogalandi, ok er p>at undr, er ^r 

latiÖ honum hvetvetna hlyÖa; munu her S9nn vitni til finnaz 10 

um fjärdrätt p>ann, er Porölfr hefir af morkinni, J>viat knojr 

sä, er mestr var a Hälogalandi, var büinn i vär ä Sandnesi 

ok kallaoiz Porölfr eiga einn farm allan, )?ann er ä var. 

14, Hy gg ek, at nserr vseri hlao'inn af grävo^'u, ok }>ar hygg 

ek at finnaz mundi björr ok safali meiri en J?at, er Pörölfr 15 

foaröi ]?6r; ok for meo Porgils gjallaudi. 15. iEtla ek, at hann 

haß siglt vestr til Englands; en ef p>ü vill vita sannendi af 

];essu, )>& haldiÖ til njosn um ferÖ Porgüs, pä er hann ferr 

austr, Jm'at ek hygg, at ä ekki kaupskip haß komit jafnmikit 

fe ä väruin d9gum; setla ek ]?at sannast at segja, at }?&*, 20 

konungr, eigio hvern penning, ];ann er ]^ar var ä". 

16. I>etta s^nnuöu fyrunautar bans alt, er Härekr sagöi, 
en her kunnu engir i möti at maela. 



4. for&a oss, „uns hüten"; oss ist 
dat.; forb'a bed. eig. „etw. fortbe- 
wegen" und dann „etw. an einer 
sicheren stelle anbringen". 

7. baz i pvi, baz = bau sik v. 
b'inda; „er verpflichtete sich dazu, 
dafür zn sorgen, dafs". 

8. yfir nortür par, yfir steht hier 
adverbiell, wird aber durch das 
folgende yfir morkinni usw. auf- 
genommen und erklärt. 

10. hvetvetna, hvet- = hvat; e ist 
hier ein uneigentlicher umlaut oder 
eine attraktion, durch das folgende 
e bewirkt. Von einem ablaut kann 
hier nicht die rede sein. 

11. fjärdrätt, „raub des geldes", 
„eigenmächtige wegnahine des — 



in diesem falle — einem andern 
gehörenden geldes". 

knorr, das allgemeine wort für 
das handelsschiff, ags. cnear; der 
knorr wurde zu den gröfseren 
schiffen gerechnet und konnte auch 
als kriegsschiff gebraucht werden. 
S. Falk, Altn. Seewesen 107 f. 

14. hla'dinn, „vollbeladen"; vgl. 
unten zu k. 19, 12 über af. 

16. feerüi, „liefs bringen". 

18. haldtö til njosn, njösn ist dat. 
regiert von haldi'Ö. 

19. austr, „nach osten", d. h. rück- 
wärts nach Norwegen; vgl. oben 
vestr til Englands. 

21. penning] yenningr ist eig. der 
zehnte teil eines eyrir, s. zu k. 7, 10. 



54 



König Haraldr beauftragt Sigtryggr und HallvarÖr 



Eg. XYIII. Die brüder Sigtryggr und HallvarÖr erobern das handelsschiff frörölfs. 
XVIII, 1. Sigtryggr snarfari ok HallvarÖr harÖfari h£tu 
broeÖr tveir; J?eir väru nieÖ Haraldi konungi, vikverskir menn; 
var möÖursett )?eira ä Vestfold, ok väru ]?eir i fraendsemis- 
tylu viÖ Harald konung. 2. FaÖir )?eira haföi kyn ätt tveim 
5 megura Gautelfar; hann haföi bü ätt i Hfsing ok var raaor 
störauÖigr; en }?ä h^fÖu }?eir tekit viÖ arfi eptir foÖur sinn; 
]?eir väru fjorir broeÖr; het einn DörÖr, ok Dorgeirr, ok varu 
]?eir yngri; )?eir väru heima ok r£Öu fyrir büi. 3. Peir Sig- 
tryggr ok HallvarÖr hofÖu sendiferÖir konungs allar, baeÖi 



Kap. XVIII. 1. Sigtryggr, von sig 
„kämpf" (nicht „sieg") u. tryggr 
„treu, standhaft, zuverlässig". 

snarfari, „der sich rasch bewegt"; 
hardfari „der sich schnell bewegt". 

HallvarÜr, von hallr „stein" und 
vardr = vgrtlr „hüter" (vgl. Sievers 
im Arkiv f. nord. fil. V, 137 mit 
anm. 2). 

2. vikverskir, v. Vikin in Nor- 
wegen; die endung -verskr wird 
namentlich in solchen Zusammen- 
setzungen gebraucht, deren erstes 
glied einsilbig ist und den namen 
von inseln, Städten oder kleineren 
landschaften bildet; vgl. die endung 
-verjar. 

3. Vestfold, die landschaften im 
w. des Christianiafjord. 

5. Hising, die grofse insel His- 
iugen bei Göteborg, durch die beiden 
mündungsarme des flusses Götaelf 
vom festlande getrennt. 

ok var, „und war gewesen". 

9. sendiferbir, „gesandtschaften"; 
die brüder waren sogenannte gesta- 
hpfdingjar-, über die hier in be- 
tracht kommenden gestir' „gaste" 
s. Konungs-skuggsjä (ed. F. Jönsson 
1920) s. 103—4: „Enn eru J?eir hus- 
karlar konungs innan hiröar meÖ 
konungi, er auknefni eigu meÖ hüs- 
karla nafni, ok heita {>eir gestir, 
ok fä j^eir f'at nafn af fjolskyldri 



syslu, ]?viat }?eir gista margra 
manna hibyli ok pö eigi allra med 
vinättu, en ]?essir menn eru ]^6 
mälamenn konungs ok taka hälfan 
hirÖmanna mala. En )?essi sysla 
fylgir ]?essarra manna ]?jönostu, at 
j?eir eru skyldir at halda njösnir 
um alt riki konungs ok veröa varir, 
ef hann ä nokkura övini i riki sinu, 
en ef övinir veröa fundnir, ]?ä skulu 
gestir fyrir koma J?eim, ef }?eir megu 
]?vi ä leiö koma. Ok ef konungr 
visar gestum at 6vinum sinum ok 
veröa |?eir drepnir, er at er visat, 
J?ä eigu gestir fyrir starf sitt fjir- 
hluti ]?eira, )?ä er J?eir flytja ]?at 
sinni brott meÖ ser, fyrir utan gull, 
]?at a konungr . . . ok hvar sem 
konungr verÖr varr viÖ övini sina, 
j?ä er j?at skyldarsysla gesta, at 
liggja ä ovinum konungs ok hreinsa 
svä riki hans". So waren diese 
„gaste" also ein besonderes korps 
mit seinen eigenen gesetzen und 
bildeten eine eigentümliche leib- 
wache des königs. Diese „institu- 
tion" war sehr alt, aber organisiert 
wurde sie erst durch könig Olaf d. 
heiligen; s. Hkr. Ol. helg. k. 5 (II, 
81), wo es heifst: „Hann skipadi 
mgnnum i pjönostur, svä sem sift'r 
konunga var tu; hann haföi nie?! 
ser 00 hirÖmanna ok 30 gesta 
ok setti peim mala ok log". 



i 



f'örölfs handelsschiff zu nehmen. 55 

innan lands ok ütan lands, ok hofÖu margar ferÖir J?aer farit, Eg.XVIll. 
er häskasamligar vtlru, bseÖi til aftyku manna eöa fe* upp at 
taka fyrir |?eiin nionnum, er konungr laetr heimferÖir veita. 
4. Deir hofÖu sveit mikla um sik; ekki varu J?eir vingaÖir 
atyyÖu manns, en konungr mat ]?ä mikils, ok v&ru |?eir allra 5 
manna bezt fcerir bseÖi ä foeti ok ä skiÖum; svä ok i skip- 
forum väru ]?eir hvatfcerri en abrir menn; breystimenn v&ru 
J>eir ok miklir ok forsjälir um flest. Peir väru \k meÖ 
875 konungi, er J?etta var tibenda. 5. Um haustit för konungr at 
veizlum um HorÖaland. l>at var einn dag, at hann 16t kalla 10 
til sin \k brceör, HallvarÖ ok Sigtry gg; en er J?eir kömu til 
hans, sagöi hann )?eim, at ]?eir skyldu fara meÖ sveit sina ok 
halda njtfsn um skip )?at, sem Dorgils gjallandi f6r meÖ — 
„ok hann haffri i sumar vestr til Englands; fosriÖ m6r skipit 
ok alt J?at, er ä er, nema menn; ldtiÖ \k fara f brott lei<5 15 
sina i friöi, ef J?eir vilja ekki verja skipit". 

6. Deir brajÖr väru ]?ess albünir, ok t6k sitt langskip 
hvärr ]>eira; fara sioan at leita }?eira Porgils ok spuröu, at 
hann var vestan kominn ok hann hafbi siglt norÖr meÖ landi. 
7. Peir fara norÖr eptir }?eim ok hitta J?ä i Furusundi, kendu 20 



Offenbar hat könig Olaf nicht diese 6. skiüam] skiti, Schneeschuhe 
institution selbst erfunden, sondern waren (und sind) lange, schmale, 
nur eine alte gesetzlich geregelt, dünne, vorn ein wenig, wie die 
was mit seiner übrigen gesetz- heutigen Schlittschuhe, aufgebogene 
geberischen Wirksamkeit sehr gut „bretter"; in der mitte waren leder- 
übereinstimmt. Was hier von riemen befestigt, in welche man die 
solchen leuten wie Sigtryggr und füfse steckte; zu der ganzen ein- 
HallvarÖr erzählt wird, ist sicher richtung, die sich zum laufen (at 
in allen hauptzügen historisch: skritia) über den schnee ausgezeich- 
es liegt nichts unglaubliches da- net eignete, gehörte ein mindestens 
rin, dafs könig Harald solche 3 eilen langer stab, geisli (eigentl. 
autorisierte mörder, möchte man „strahl"); vgl. Weinhold, Altn. leb. 
sagen, in seinem dienste gehabt s. 306 — 7 und K. Maurer in der 
habe. Zeitschr. des Vereins für Volkskunde 

II (1S92) s. 301— 13. 
2. bcetüi . . . e'Öa, ungefähr dasselbe 7. hvatfoerr, „hurtig, behende", 

wie bcedi . . . ok. 1 0. Hgrtialand, s. zu k. 9, 2. 

2. 3. upp at taka, „konfiszieren". 19. vestan, von England, s. k. 17,7. 

3. heimferdir, „feindliche be- 20. Fumsund, meerenge im s. 
suche"; vgl. k. 4,7 und 9 (at taka der insel Florö, im norwegischen 
hiis d). Sündfjord. 



5G 



I J 6rolfd haudelsschiif genommen. 



Eg. XVIII. brätt skipit ok tygö'u at annat skipit ä ütboröa, en sumir 
gengu a land upp ok üt a skipit at bryggjunum. 8. Peir 
Porgils vissu ser eugis ötta van ok voruÖuz ekki; fundu )?eir 
eigi fyrr, en fjoiÖi manns var uppi ä skipinu meÖ alvaepni 
5 ok pe'n väru allir handteknir ok leiddir siöan ä land upp ok 
väpnlausir, ok hofÖu ekki nema igangskheÖi ein. 9. En p>eir 
HallvarÖr skutu üt bryggjunum ok slögu strengiuurn ok drögu 
üt skipit, snüa siöan leiÖ sina ok siglÖu suör, ]?ar til j?ess er 
)>eir fundu konung, foeröu lionum skipit ok alt ]?at, er a var; 
10 en er farmrinn var borinn af skipinu, p>a sa konungr, at j?at 
var störf£, ok eigi var ]?at lygi, er Harekr haföi sagt. 10. En 
Porgils ok haus felagar fengu ser flutningar ok leita )>eir a 
fund Kveldülfs ok ]?eira feoga ok sogo'u sinar farar eigi sl6ttar; 
fengu ]?ar ]>6 göÖar viÖtokur; sagöl Kveldülfr, at ]>& mundi 
15 J?ar til draga, sem honum kafÖi fyrir boÖat, at Pörölfr mundi 
eigi til alsendis g?efu til bera um vinattu Haralds konungs — 



1. skipit, aus der folgenden er- 
zählung ist es klar, dafs das schiff 
im hafen vertaut lag. 

at, adverbiell; der folg. akk. ist 
obj. zu Iggtüa. 

ä utborfta, „an die aufsenseite", 
d. b. die seite des Schiffes, die, wenn 
es vertaut war, nach dem meere 
gerichtet war ; die entgegengesetzte 
seite hiefs d stjörnbortia „die steuer- 
seite", denn hier war das Steuerruder 
befindlich. Über bor$ = „seite" s. 
k. 3, 13. 

2. at bryggjunum, „über die 
brücken", die vom schiffe bis ans 
land gingen; eine solche brücke 
bestand nur aus einem brette, wie 
die, welche im Gokstadschiffe ge- 
funden ist; aus k. 27, 5 sehen wir, 
dals es zwei solcher „brücken", die 
eine vorn, die andere hinten, gab. 

3. vissu — van, „wufsten sich keiner 
furcht verhoffnuug", d.h ahnten nicht, 
dafs sie etw. zu befürchten hätten. 

5. 6. ok väpnlausir, „und zwar 
ohne waffen". 



7. slögu streng inum, „machten das 
tau (womit das schiff am ufer fest- 
gebunden war) los"; der ursprüng- 
liche ausdruck mag gewesen sein: 
at slä streng lausum. 

12. flutning, „fahrgelegenheit". 

13. Kveldülfs — fetiga, „Kveldülfs 
und seines sohnes"; man bemerke, 
dafs peira fetüga allein „Kveldülfs 
und seines sohnes" wie unten k. 19, 
15, bedeutet, so dafs Kveldülfr 
wirklich zweimal genannt ist; eine 
nicht ungewöhnliche ausdrucksweise. 

slettar, „schlicht, ohne Uneben- 
heiten", darum „leicht, glücklich, 
ohne beschwerden". Vgl. Orkn. 45 1 ; 
Njäla k. 146,29. 

15. par til draga, „dazu führen, 
so gehen" ; draga steht hier unpers. 
u. intrans. 

16. til alsendis, „ganz und gar, 
in jeder hinsieht"; eig. wohl „bis 
zum ende, für alle zeit", alsendis 
ist wahrscheinlich = alls endis; endis 
eine nur in dieser Zusammensetzung 
vorkommende geuitivform 



Kveldulfr rät i^örölfr das land zu verlassen. 



57 



11. „ok J?oetti mer ekki mikils vert um felät ]?etta, er Pörölfr Eg.XVIIL 
hefir mist nü, ef im fceri eigi her et meira eptir; grunar mik 
enn sem fyrr, at Dörtflfr muni eigi gorr kunna at sjä efni sin, 
viÖ ofrefli slikt sem bann ä at skipta" — 12. ok baÖ Porgils 
sva segja Pörölfi, at — „mitt räÖ er J>at", segir hann, „at 5 
hann fari ör landi a brott, J?viat vera kanu, at bann komi 
sei* betr. ef bann soekir ä bond Englakonungi eÖa Dana- 
konungi eöa Sviakonungi". 

13, SiÖan fekk bann Porgisli röÖrarskütu eina ok par 
meÖ reiöa allan, sva tjold ok vistir ok alt ]?at, er peiv p>urftu 10 
til ferö'ar sinnar; siÖan f6ru ]>eir ok lettu eigi fyrr ferÖ sinni, 
en J?eir kömu norÖr til Pörölfs ok sogöu bonum }?at, er til 
tiöenda haföi gorz; P6r61fr varÖ vel viÖ skaÖa sinn, sagÖi 
sva, at bann mundi ekki fe skorta — „er gott, felag at eiga 
viÖ konung". 15 

14. SiÖau keypti Pörölfr mjol ok malt ok pat annat, er 
hann Jnirfti til framflntningar liöi siqu; sagöi hann, at büs- 
karlar mundu vera ekki sva fagrbünir, sem bann haföi aitlat 
um hriö. 15. Pörölfr seldi jarÖir sinar, en sumar veÖsetti 
bann, en helt upp kostnaöi ollum sem fyrr; haföl bann )?ä 20 
ok ekki fsera liÖ meÖ ser en ena fyrri vetr, beldr haföi bann 
nokkuru fleira manna; sva um veizlur ok heimboÖ viö" vini 
sina, J?ä haföi hann meira efni um J?at alt en fyrr; var bann 

r5_70 hcima J?ann vetr allan. 



1. feldt petta, er, er geht dem 
sinne nach natürlich nur auf fe. 

2. et meira, „das schwerere, 
schlimmere"; vielleicht ist lat (aus 
feldt) in gedanken zu ergänzen. 

3. efni sin, „seine macht oder 
seine krät'te und Stellung". 

6. 7. komi ser betr, „dafs er eine 
bessere, gesichertere Stellung werde 
einnehmen können". 

13. var?) vel, „zeigte gemütsruke, 
fafste sich in geduld". 

14. hann mundi, hann ist akk. 

er gott usw., eine ironische be- 
merk ung, die den ausdruck var 9 
vel usw. trefflich illustriert. 



felag, steht hier in seiner ur- 
sprünglichen bedeutung, vgl. dttu 
einn sjö'd bdtüir k. 1,4. 

18. 19. sem — hrVÖ, „wie er einst 
(am hri'Ö eig. eine Zeitlang) sich 
gedacht hätte". 

22. fleira, ist ntr. 

sva um usw., „und weiter, was 
gelage und eioladungen betrifft"; 
der satz bildet den Vordersatz zu 
dem folgenden mit Jw beginnenden 
nachsatze. 

23. haßi . . . meira efni, „betrieb 
. . . noch stärker, nach gröfserem 
mafistabe". 



58 f'örölfs viküagerzug iu der Ostsee. 

Eg. XIX. I'orolfs vikingerzug und letzte Zusammenkunft mit dem vater. 

XIX, 1. Pä er var kom ok snse leysti ok isa, }?ä let 876 
D6rölfr framm setja langskip mikit, er hann ätti, ok l£t J>at 
büa ok skipaÖi hüskorluni sinum ok haföl iiieö' ser mein* en 
hundraÖ manna; var }?at li<5 et frfÖasta ok vapnat allvel. 

5 2. En er byr gaf, helt Pörölfr skipiim suÖr meÖ landi, ok 
J?egar er hann kom suör um ByrÖu, \k beldu J?eir ütleiÖ fyrir 
ütan eyjar allar, en stundum svä, at sjör var i mibjum hliÖuni; 
letu svä ganga suör fyrir landit, hoföu ekki tiÖendi af monnum, 
fyrr en J?eir kömu austr i Vik; )>k spurÖu )?eir, at Haraldr 

lo konungr var i Vikinni ok hann setlaöl um sumarit at fara 
til Upplanda. 3. Ekki vissu landsmenn til um ferÖ Pörölfs; 
honum byrjaÖi vel ok helt hann suÖr til Danmerkr ok )?aÖan 
i Austr veg ok herjaöi )?ar um sumarit, ok varÖ ekki gott til 
fjar. 4. Um haustit helt hann austan til Danmerkr i )?ann 

15 tfma, er leystiz Eyrarfloti, er |?ar haföi verit um sumarit, sem 
vant var, fjolöi skipa af Nöregi. 5. Pörölfr let J?at liÖ sigla 
alt fyrir, ok gerÖi ekki vart viÖ sik; hann siglÖi einn dag 
at kveldi til Mostrarsunds; ]?ar var fyrir i hofninni knorr einn 
mikill, kominn af Eyri; Ptfrir ]?ruma het maÖr sä, er styrÖi; 

20 hann var ärmaör Haralds konungs; hann r£Ö fyrir büi hans i 



6. ütleifi, der weg durch das offene zeit bei Eyrr (Skanör) in Dänemark 
meer, opp. innleid od. pjotileiti (vgl. sich sammelte. 

k. 19, 13. 27, 1), der weg zwischen fmr, d h. zu Eyrr. 

der küste und den inseln. 17. gerb'i ekki vart vi'd sik, „er 

Byrda, die insel Boro an der liefs nichts von sich merken", d. h. 

küste von Namdalen. er kam nicht in berührung damit. 

7. svä — hlifium, „so weit entfernt, 18. Mostrarsund, ein hafen an 
dal's nur die obere hälfte der berge der küste von Halland, in der nähe 
sichtbar war". des heutigen Kungsbacka. 

8. sufir fyrir, „südwärts der küste 20. ärmabr, s. zu k. 4,9; dr in 
entlang". drmatir bedeutet „Jahresertrag" und 

13. Austrvegr, unter diesem namen dann alles, was im laufe des Jahres 
falste man die im o. von Schweden von lebensmitteln durch den ver- 
gelegenen länder (Finnland, Estland, walter eines königshofes gesammelt 
Livland und Kurland) zusammen; wird, um den könig und seine lente 
vgl. Nöregr (d. i. Nordvegr) „Nor- auf der fahrt durch das land zu be- 
wegen", Sud'rvegar, Vestrvegr. wirten. Allmählich bekamen die 

15. Eyrarfloti, hiermit ist die drmenn eine gröfsere macht, indem 
grofse menge der handelsschiffe sie aus ihrem bezirke die könig- 
gemeint, die jährlich zu bestimmter liehen einkünfte einsammeln und 



f>örölfr überfällt das gehöft von HallvarÖr und Sigtryggr. 



59 



Prumu; J?at var mikit bü; sat konungr ]?ar longum, )?a er Eg. XIX. 
hann var i Vikinni; }?urfti ]?ar stör fong til büs ]?ess. 6. HafÖi 
Pörir farit fyrir )?ä sok til Eyrar, at kaupa J?ar ]?unga, malt 
ok hveiti ok huuang, ok varit ]>ar til fe" miklu, er konungr 
ätti. 7. Deir logÖu at knerrinum ok buöu J?eim P6ri kost a 5 
at verjaz, en fyrir ]?vi at }>eir P6rir hoföu engan liöskost til 
varnar möti fjolmenui ]>\i, er Pörolfr haföi, gafuz peiv upp; 
tok Dörölfr skip J?at meÖ ollum farmi, en setti Pöri upp 1 
eyüa. 8. Helt Pörölfr >a skipum J?eim bäöum norör meÖ 
landi, en er hann kom fyrir Elfina, J?ä lagu J^eir par ok biöu 10 
nsetr; en er myrkt var, roru j?eir langskipinu upp i ana ok 
logöu til bcejar )>ess, er J?eir attu HallvarÖr ok Sigtryggr. 
9. Koma J^eir ]?ar fyrir dag ok sl6gu manngarÖ, oepöu siö'an 
heröp, ok voknuÖu J?eir viÖ }>at, er inui varu, ok hljöpu )?egar 
upp til väpna siona; flyÖi Dorgeirr J?egar üt ör svefnskemm- 15 
unui; skfögarör bar var um boeinn. 10. Porgeirr hlj6p at 
skfögaröinum ok greip hendinni upp a garöstaurinn ok kastaÖi 
se> üt um garöinn; J?ar var nserr staddr Porgils gjallandi; 
hann sveiflaÖi til sveröinu eptir Porgeiri, ok kom ä hondina 
ok t6k af viÖ garöstaurinn. 11. Hlj6p Dorgeirr siöan til 20 



sonst vielfach für die pekuniären in- 
teressen des königs sorgen inufsten; 
vgl. die abhdl. K. Maurers: Die är- 
menn des altnorwegischen rechtes, 
1879, wo jedoch der name unrichtig 
von cirr „böte" abgeleitet wird. Das 
auit der drmenn hiefs drmenning. 

1. Pr u)i m, heute Tromö bei Arendal. 

3. Jmngi, in., „schiff ladung" = 
formt gleich unten ; die folg. substt. 
bilden eine erklärende apposition zu 
bunga. 

10. Elfi?ia, d.i. die Gautelfr (Göta- 
elf). 

12. bcejar pess = bü i Hising 
k 18,2. 

15. 16. svefnskemmunni, auf Island 
war und ist die skemma das gewöhn- 
liche häuschen zur aufbewahrung 
von geraten, kleidern und kostbar- 
n. wie auch von verschiedenen 



lebensniitteln ; sehr selten u. nament- 
lich im sommer wurde die skemma 
zum schlafen gebraucht; dagegen 
scheint sie in Norwegen, Dänemark 
und Schweden das allgemeine Schlaf- 
zimmer gewesen zu sein. S. V. GuÖ- 
mundsson, Privatboligen s. 247—51. 
In den unhistorischen sagas wird die 
skemma häufig als wohnung der vor- 
nehmen frauen, zumal der fürsten- 
töchter, genannt. Der name wird, 
vielleicht mit recht, von skammr 
„kurz" hergeleitet; im vergleich mit 
dem länglichen hauptgebäude war 
dieses haus etwas „kurz". 

17. gartüstaurinn , „der (latten-) 
zaunpfahl", einer der vertikalen 
pfähle der Umzäunung. 

19. sveifladi til, „er schwang". 

20. tok af, „wurde abgehauen"; 
das vb. wird hier unpersönlich ge- 
braucht; hondina ist zu ergänzen; 



60 I'örölis letzte begegnung mit Kveldülir. 

Eg. XIX. skögar, en Pörbr bröbir hans var ]?ar feldr ok meirr en 
tuttugu menn; siban rsentu p>eir p>ar fe ollu ok brendu beeinn; 
föru siban üt eptir äuni til hafs; J^eim byrjabi vel ok siglöu 
norb'r i Vikina. 12. Pä hittu J?eir enn fyrir ser kaupskip 

5 mikit, er ättu Vikverjar, hlabit af malti ok mjolvi; }?eir Dörölfr 
logö'u at skipi J??f, en ]>eir, er fyrir varu, J?öttuz engi fong 
hafa til yarnar ok gäfuz upp; gengn J?eir a land upp slyppir; 
en p>eir Dörölfr töku skipit meb farmi ok fdru ieiöar siunar. 
13. Hafbi Dörölfr J?ä ]?rjü skip, er kann siglb'i austan um 

10 Foldina; siglöu ]?ä }?jöbleib til LfÖandisness; föru J?a sem 
skyndiligast, en nämu nesnäm, ]?ar sem }?eir kömu viÖ, ok 
kjoggii strandhogg; en er J?eir siglöu norÖr frä Libandisnesi, 
föru J?eir meirr ütleib"; en }>ar, sem )?eir kömu vib land, }?a 
rajntu J>eir. 14. Eu er Pörölfr kom norÖr fyrir FjorÖu, J?ä 

15 snori hann inn af leib ok för k fund Kveldülfs, fobur sins, 
ok fengu J?ar göb'ar viÖtokur; sagbi Dörölfr fobur sinum, hvat 
til tibenda hafbi orbit i forum hans um sumarit. 15. Pörölfr 
dvalbiz J?ar litla hrib, ok leiddi Kveldülfr ok ]?eir febgar bann 
til skips; en äbr J?eir skilbuz, tolubuz )?eir vib — sagbi Kveld- 

20 ülfr: 16. „Eigi hefir \s\ fjarri farit, Pörölfr, sem ek sagba 
J?er, p& er J?ü fort til hirbar Haralds konungs, at )?6r mundi 
svä ut ganga, at hvärki ]>6r ne* oss, frsendum J^inum, mundi 
bamingja at verba. 17. Hefir }?ü nü J?at räÖ upp tekit, er ek 



weder Porgils noch das Schwert 11. nesndm, „plünderung auf 

wird als sabj. gedacht, obwohl die den ins ineer vorspringenden land- 

„waffe" ursprünglich subj. in dieser spitzen". 

häufigen wendung gewesen sein mag. 12. strandhogg, „das niederhauen, 

schlachten (des geraubten viehes) 

5. hlatiit af, man erwartete ent- am ge Stade", 

weder me$ „mit" wie k. 17,7 oder 14. fyrir Fjgr'dn, „den Fjorden 

keine präp.; daMa?)i£(part.) ebenso- gegenüber"; s. zu k. 3, 14. 

viel bed. als füllt „voll", kann af 18. Kveldülfr— fetigar, d. i. Kv. u. 

gesagt werden; at hlaöa (inf.) mit Skallagrimr; vgl. oben zu k. 18,10. 

af ist dagegen sehr selten. 20. 21. ek sagtia per, s. k. G, 5. 8. 

malti okmjglvi, dieselbe allit.formel 21. 22. at per — üt ganga, „dafs 

auchHkr.11,238 10 , 244*; III, 173' 21 u.ö. es mit dir ein solches ende nehmen 

10. Foldina, der äufsere teil des würde". 

Christianiafjord mit seiner nächsten 23. at vcr'Öa, at nicht das gewühn- 

umgebnng; s. übrigens die einleitung liehe at beim infinitiv, sondern adv., 

§ 28. mit ziemlich starker betonnng, vgl. 

LiÖandisnes, das kap Lindesutes. oben k. 3,11. 13,11 „darin". 



Skallagrimr heiratet Bora Yngvarsdöttfr. 61 

varaöa ]nk mest viö, er J>ü etr kappi viÖ Harald konuüg; en E^. XIX, 
)?ött ]>\\ s£r vel büinn at hreysti ok allri atgorvi, pi hefir ]>\\ xx * 
ekki til J?ess gäifu, at halda til jafns viÖ Harald konung, er 
engnm hefir oörum enz h£r i landi, \>6tt aÖr bafi baft riki 
mikit ok fjolmenni. 18. Er J>at mitt hugboÖ, at sja verÖi 5 
fundr okkarr enn siöasti, ok vseri )?at at skopuöu fyrir aldrs 
sakir, at J?ü liföir lengr okkar, en annan veg setla ek at veröi". 
19. SiÖan ste Dörolfr a skip sitt ok helt a brott leiÖ 
sina; er \k ekki sagt fra ferÖ bans, at til tiöenda yröi, aör 
bann kom ä Sandnes heim ok let flytja til boejar herfaüg }>at 10 
alt, er hann bafÖi heim baft, en setja upp skipin; skorti ]?ä 
re — 7 eigi fong at foeÖa liÖ sitt um verrinn; 3at Dörolfr beima jafnan 
ok hafÖi fjolmenni eigi minna en ena fyrri vetr. 

Skallagrimr heiratet Bera Yngvarsdottir. 
XX, 1. Maftr het Yngvarr, rfkr ok aubigr; bann haföi 
verit lendr maÖr enna fyrri konuDga, en siÖan er Haraldr 15 
kom til rikis, settiz Yngvarr heima ok J?jönaÖi ekki konungi. 
2. Yngvarr var maftr kvängaör ok ätti döttur, er h£t Bera; 
Yngvarr bjö i FjorÖuin; Bera var einberni hans ok stöft til 
arfs eptir hann. 3. Grimr Kveldülfsson baÖ Beru til handa 
76—7 ser, ok var J?at at räöi gort; fekk Grimr Beru l^ann vetr, er 20 
J?eir Pörolfr hoföu skiliz aÖr um suraarit; var Grimr \k hälf- 
fritogr at aldri, ok var \k skoliottr; siöan var hann kallaör 

3. at halda til jafns, „dich mit Kap. XX. 17. Bera, dieser name 
H. zu messen". bed. eig. „bärin". 

4. enz, von endaz. 18. einberni, „einziges kind"; nach 
flö'r, „ehe", als Haraldr sie be- der Landnäniabok (Isl.sögur I 2 , "3 f.) 

siegte. hatte Ycgvarr noch eine tochter, und 

6. at skoputiu, „dem Schicksale da die saga selbst (k. 58,1) eine andere 
gemäfs", „ganz nach der Ordnung tochter nennt, müssen die worte hier 
der natur". so verstanden werden, dafsBera da- 

7. okkar, gen., regiert von />ü, m als die einzige tochter war, so dafs 
„du von uns beiden". die zweite tochter später, vielleicht 

11. skorti, hann (akk.) ist, wegen erst in Island, geboren wäre. 

des folg. Hb' sitt, zu ergänzen. 18. 19. stob tu arfs, „hatte die 

12. sat A heima jafnan, d.h. er erbschaft zu erwarten". 

machte diesen winter keine fahrt 21. 22. halfpritegr, „25-jährig"; 

nach Finnmarken; jafnan (adv.) half- vor dem adj. num. auf -tegr 

„den ganzen winter", so unge- bezeichnet, dafs nur ein halber 

wohnlich. zehner subtrahiert werden soll. 



62 



Sigtryggr und HaHvarftr erhalten von Haraldr 



Eg. XX. Skallagrinir. 4. Kann kaföi J?ä forräö" oll fyrir büi l^eira feöga 
XXI. k tiloflun alla, en p6 var Kveldülfr kress maÖr ok vel fcerr; 
mart bofÖu peiv frelsingja meÖ ser ok marga pi menn, er 
heima far hofÖu upp vaxit ok väru nserr jafnaldrar Skalla- 
5 grims; väru ]?eir margir afreksmenn miklir at afli, J?vfat Kveld- 
ülfr ok }>eir feögar volöu menn mjok at afli til fylgöar vifi 
ßik ok tomÖu viÖ skaplyndi sitt. 5. Skallagrimr var glikr 
feÖr sinum ä voxt ok at afli, svä ok at yfirlitum ok skaplyndi. 

Sigtryggr und HallvarÖr erlangen von könig Haraldr die erlaubnis, 
frörölfr zu überfallen und umzubringen. 

XXI, 1. Haraldr konungr var i Vfkinni, J?ä er P6r61fr 

10 var i hernaölnum, ok för um haustit til Upplanda ok J^aÖan 876 
norÖr til Prändbeims ok sat J?ar um vetrinn ok hafö'i fjol- 876-7 
menni mikit. 2. Par väru J?ä meÖ konungi Sigtryggr ok Hall- 
varÖr ok hofÖu spurt, hvernig P6r61fr hafÖi büit at herbergjum 
)?eira i Hising ok bvern mannskaÖa ok fjärskaöa, er hann 

15 hafÖi )?ar gort. 3. Peir mintu konung opt ä )?at ok svä )?at 
meÖ, at Pörölfr haföi rsent konung ok }>egna hans ok farit 
meÖ hernaÖi ]?ar innan lands; j?eir bäÖu konung orlofs til, at 
)?eir brceÖr skyldu fara meÖ liöi J?vi, er vant var )?eim at 
fylgja, ok soekja heim at P6r61fi. 

20 4. Konungr svarar svä: .. Vera {i munu ykkr frykkja sakar 

til, po at J?it räöiö Pörölf af lifi; en ek setla, at ykkr skorti 

mikit hamingju til J?ess verks; er Dörölfr ekki ykkarr maki, 

)?6 at )?it )?ykkiz vera menn biaustir eöa vel at ykkr gorvir". 

5. Peir brceÖr sogöu, at )?at mundi brätt reynt veröa, ef 

25 konungr vill }?eim lof til gefa, ok segja, at }>eir bafa opt lagt 
ä hsettu mikla viÖ >ä menn, er }?eir ättu minna i at hefna, 






2. tilgflun, „das geschäft, die 
nötigen Vorräte zu besorgen" (vgl. 
afla til ehs). 

Kap. XXI. 13. büitat, „behandelt". 

14. hvern ... er usw., eine mischung 
von einem selbständigen fragesatze 
in der form: hverr mannskadi . . . pat 
var, mit folg. relativsatze (er usw.) 
und einem fragesatze ohne folg. 
relativsatz (hvern mannskab*a ok fj. 



hann haßi par gort); so häufig 
namentlich in den nachklassischen 
werken. 

20. Vera munu usw., mau bemerke 
die wirkungsvolle Wortstellung. 

22. ykkar maki, „mit euch ver- 
gleichbar"; d. h. „frorölfr steht (in 
bezug auf tüchtigkeit und tapferkeit) 
weit über euch". 

26. er peir dttu, er vertritt den dativ. 

minna, ist gen. ntr. 



die erlaubnis I'örölfr umzubringen. 



63 



877 ok hafÖi J?eim optast oröit sigrs auftit. 6. En er väraÖi, )>ä Eg. XXI. 
bjogguz menn ferÖa sinna; J?a var enu sein fyrr sagt, at feir XXll- 
Hallvarör broeÖr heldu ä pvi mäli, at J?eir fari til ok taki 
Pörölf af lifi; hann kvaz }>ä lofa, at peiv tceki Dörölf af Hfi — 
7. „ok veit ek, at )?it munuÖ foera ine> hofuo* hans, er J?it 5 
komiÖ aptr, ok meÖ marga dyrgripi, en p6 geta )?ess sumir 
menn", segir konungr, „ef )?it sigliÖ norÖr, at }?it muniÖ bseÖi 
sigla ok r6a noröan". 

8. Nu büaz }?eir sem skjötast ok hofÖu tvau skip ok hälft 
annat hundraÖ manna, ok er J?eir väru bunir, taka J?eir land- 10 
nyrÖing üt eptir flrÖinum, en J?at er andviÖri norÖr meÖ landi. 



König Haraldr tötet fcörölfr Kveldülfsson. 

XXII, 1. Haraldr konungr sat J?ä ä HloÖum, er ]?eir Hall- 
varÖr föru a brott, ok ]?egar jafnskjott bjöz konungr sem 
skyndiligast ok gekk a skip sin, ok roru J?eir inn eptir firöi 
um Skarnssund ok sva um Beitsjo inn til EldueiÖs. 2. L6t 15 
hann )?ar eptir skipin ok för norÖr um eibit til Naumudals, 



2. pd — sagt, eig. gehört enn sem 
fyrr „wieder" zum satze, der mit 
at beginnt, so dafs diese worte 
eigentlich nach heldu stehen sollten; 
nicht selten rindet man aber, dafs 
die Zeitbestimmung bereits in den 
einleitenden satz (pd var sagt) ein- 
gesetzt ist. In gleicher weise wird 
auch sva öfters so gesetzt, vgl. k. 
27, 13. 

3. fari . . . taki, eig. sollte man 
(nach heldu) fceri . . . tceki erwarten; 
das präsens aber steht, weil der 
verf. an die direkte rede der brüder 
denkt (etwa at ver farim usw.). 

6. ok meb", „und damit, dazu"; 
med ist adv. 

8. sigla — nortfan, diese worte sind 
stark ironisch gehalten; der könig 
meint, wenn die brüder allein mit 
borölfr in kämpf kämen, so würden 
sie nicht schnell genug fliehen 
können. 

10. 11. landnyrb'ing , „nordost- 



wind", opp. ütnyrttingr „nordwest- 
wind". Vgl. landsynningr und üt- 
synningr; diese namen wurden von 
den Isländern gebraucht ganz wie 
die Norweger sie von alters her 
gebraucht hatten, und sie stimmen 
mit der geographischen läge Nor- 
wegens; land und üt in diesen Zu- 
sammensetzungen bed. also „vom 
lande herab", „von aufsen her" 
(= vom meere her). 

11. andvifiri, n. „gegenwind". 

Kap. XXII. 14. firbi, d. i. dem 
I'rändheiinsfjorÖr. 

15. Skarnssund, die wasserstrafse, 
die diesen fjord mit dem nördlicher 
gelegenen Beitsjör (heute Beitstad- 
fjord) verbindet. 

EldueiÖ, der isthmus, welcher den 
Trondhjemsfjord von dem Namsen- 
fjord trennt. König Harald benutzte 
den weg, der heute von Fosnses 
über Eiden nach Rödhammer führt. 



ot König Haraldr überfällt t'orölfr in Sandnes. 

Eg. XXII. ok tök haiin J^ar langskip, er bcendr ättu, ok gekk bann j?ar 
ä meÖ HO sitt; haföi bann hirÖ sina ok nserr }?remr hundruöum 
manna; hann haföi fimm skip eöa sex ok oü stör. 3. Deir 
töku andviÖri bvasst ok roru n6tt ok dag, svä sem ganga 

5 mätti; nött var |?ä farljös; l?eir kömu aptan dags til Sandness 
eptir s61arfall ok sä }?ar fyrir boenum fljöta langskip rnikit ok 
tjaldat yfir. 4. Par kendu J?eir skip J?at, er Pörölfr ätti; haföi 
hann )?at lätit büa ok setlat5i af landi ä brott; en )?ä haföi 
hann heita lätit fararmungät sitt. 5. Konungr baÖ menn 

10 ganga af skipum gorsamliga; 16t hann fara upp merki sitt; 
skamt var at ganga til bcejarins, en varömenn Dorölfs sätu 
inni viÖ drykkju ok väru eigi gengnir ä v^rÖinn, ok var engi 
maör üti; sat alt liÖ inni viÖ drykkju. 6. Konungr 16t slä 
mannhring um stofuna; lustu )?eir j?ä upp heröpi, ok var bläsit 

15 i konungs lüör herblästr; en er ]?eir Dör61fr heyra )?at, hlj6pu 
)?eir til väpna, )?viat bvers manns alvaäpni bekk yfir nimi bans. 
7. Konungr let kalla at stofunni ok baÖ ganga üt konur ok 
ungmenni ok gamalnienni, j^rsela ok mansmenn; siÖan gekk üt 
SigriÖr hüsfreyja, ok meÖ henni konur J?ser, er inni väru, ok 

20 aÖrir ]?eir menn, er ütganga var lofuÖ. 8. SigriÖr spurÖi eptir, 
ef J?eir va3ri )?ar synir BerÖlu-Kära; }?eir gengu framm bäÖir 
ok spurÖu, hvat hon vildi J?eim. 

„FylgiÖ mer til konungs", sagöi hon. 

9. Peir gerÖn svä; en er hon kom til konungs, )?ä spurÖi 

25 hon: „Skal nokkut um ssettir tj6a at leita, herra, meÖ ykkr 
D6r6tf?" ^ 

1. langskip, das folg. zeigt, dafs 12. vgrftinn, „die wacht", ungef. 

das wort im plur. steht. dasselbe wie die „stelle, wo sie 

4. andvitfri, natürlich, denn es stehen sollten", 

war ja landnyrdingr, s. zu k. 21,8. 17. ok bat) ganga üt, dies 

7. tjaldat, s. zu k. 9, 17. verfahren war eine allgemeine 

8. cetlatii usw., nach dem rate Bitte; alle, die nicht waffenfähig 
seines vaters, s. k. 18, 12. waren, liefs man ihr leben be- 

9. heita, „brauen"; eig. „sieden", halten. 

fararmungät, „reisebier", das ge- 18. firala ok mansmenn, der 

trunken werden sollte, wenn jmd. unterschied zwischen diesen zwei 

eine längere seefahrt unternehmen klassen ist hier dunkel; vielleicht 

wollte oder auch seine alte heimat sind die pro?lar die alten, im 

ganz verliefs. hause ihres herrn geborenen, da- 

' 10. gorsamliga, „sämtlich", alle gegen mansmenn die neugekauften 

ohne siusnahme. sklaven. 



König Harald r läist Pörolfs haus anzünden. 00 

10. Konungr svarar: „Vill Dörölfr upp gefaz ok ganga ä Eg. XXII. 
vald rnitt til miskunnar, ok mun bann halda lifi ok limum, en 
menn bans munn sseta refsinguni, svä sem sakar falla til". 

IL SiÖ'an gekk Olvir hnüfa til stofunnar ok 16t kalla 
Pörölf til mäls viÖ sik; hann sagÖi honum J?ann kost, er kon- 5 
ungr gerÖi. 

12. Pörölfr svarar: „Enga vil ek nau<5uDgarsa3tt taka af 
konungi; biÖ }?ü konuDg gefa oss ütg9ngu; Utum \k skeika 
at skojjuÖu". 

13. Olvir gekk til konungs ok sagöi, hvers Dörölfr beiddiz. lo 
IL KonuDgr sagöi: „Beri eld at stofunüi, ekki vil ek 

berjaz viÖ J>ä ok tfna liÖi minu; veit ek, at Porölfr mun gera 
oss mannskaÖa mikinn, ef ver skulum soskja hann f>ar, er 
haün mun seint at vinna inni, ]?6tt bann bafi liö minna 
en ver". 15 

15. SiÖan var eldr borinn at stofunni, ok söttiz J?at skj6tt, 
|?viat timbrit var f>urt ok brseddr viÖrinn, en Dsefrum J?akit um 
raefrit. 16. D6rolfr baÖ menn sina brjöta upp bälkinn, er var 
milli stofunnar ok forstofunnar, ok söttiz J?at skjött; en er 
)?eir DdÖu timbrstokknum, J?ä töku svd margir stokkinn einn, 20 

1. vill, dass. wie nü vill „wenn 17. brceddr, „mit teer gestrichen"; 
er will, vorausgesetzt, dafserwill"; part. von brcefta u. dies von brd'Ö, 
vill also, wie öfters der indikativ, ntr. „teer". 

zugleich affirmativ und hypothetisch. pakit, part. perf. von pekja. 

2. til miskunnar, „zur Verzeihung", 18. rcefrit, auch rdf rdfr, hier 
„um von mir Verzeihung zu erhalten"; koll. „dach". 

das vb. heifst mis-kunna d.h. „nicht bdlkinn, bdlkr ist eine zwischen- 
wissen, ignorieren", vgl. lat. ignoscere. wand von brettern. 

ok mun, ok den hauptsatz einleitend, 19. forstofunnar, „vorstube"; das 

also im sinne des deutschen so. haus I'örolfs bestand, wie die meisten 

lifi ok limum, häufige allit. formel. norwegischen häuser in der ältesten 

8. skeika, „schwanken", „gehen". zeit, nur aus zwei zimmern, der 

9. at skpjm'du, s. zu k. 11), 18. eigen tl. stube (stofa) und der vor- 
11. beri, 3. pers. plur. ; menn ist stube {forstofa), die kleiner war als 

zu ergänzen. jene und den einzigen eingang zum 

13. 14. er hann, „wenn ihn"; hann hause hatte, 
ist obj. zu vinna. 20. timbrstokknum, „holzbalken"; 

16. ok söttiz pat skjött, „und das in der Wolfenb. hdschr. steht gölf- 

(dafs das feuer entzündet wurde stokknum, was wohl eine erklärung 

und das haus zu brennen begann) jenes wortes ist; es ist der balken 

giDg schnell vor sich". gemeint, welcher unmittelbar am 

Sagabibl. III. 5 



66 fcörölfs fafl. 

Eg. XXII. sein a fengu haldit, ok skutu oÖrum endanum 1 hyrningina, 
sva hart, at nafarnar hrutu af fyrir utan ok hljöpu i sundr 
veggirnir, svä at f>ar var ütgangr mikill. 17. Gekk ]?ar Dör61fr 
fyrstr üt ok J?ä Dorgils gjallandi ok sva hverr eptir annan; 
5 tökz ]?ä bardaginn, ok var ]?at um hri<5, at stofan gsetti ä bak 
)?eim Dorolfi, en er hon t6k at brenna, J?a sötti eidrinn at )?eim; 
feil }?ä ok mart HO ]?eira. 18. Da hljöp Dorölfr framm ok hjo 
til beggja handa, sötti J?angat at, er merki konungs var; f>a 
feil Porgils gjallaudi; en er Dörölfr kom framm at skjaldborginni, 
10 lagöi hann sveröi i gegnum p>ann mann, er merkit bar. 

19. Da mselti Dörölfr: „Nu gekk ek J?remr f6tum til skamt". 

20. Da stöÖu ä honum bseÖi sverÖ ok spjöt, en själfr 
konungr veitti honum banasar, ok feil D6r61fr framm ä foetr 
konungi; \k kallaöi konungr ok baÖ hsetta at drepa fleiri 

15 menn, ok var \k sva gort; siÖan baÖ konungr menn sina fara 
ofan til skipa. 21. Hann ma3lti viö Olvi ok \k broefir: „TakiÖ 
nü Dörölf, frsenda ykkarn, ok veitiÖ honum umbunaö so3miligan 
ok sva o^rum monnum, er her eru fallnir, ok veitiÖ J?eim gropt, 
en lätiÖ binda sar manna ]?eira, er Iffvsenir eru, en ekki skal 

20 her rsena, )?viat ]>etta er alt mitt fe". 22. SiÖan gekk kon- 
ungr ofan til skipanna ok flest HO meÖ honum, en er J?eir 
varu a skip komnir, )?a t6ku menn at binda sa> sin; konungr 



boden befindlich war und zur unter- 9. skjaldborginni, „die sckildburg" 

läge der querwand diente. ist vorher noch nicht erwähnt; es war 

margir . . . einn, man bemerke aber eine allgemeine sitte während 

die antithese. des kampfes, dafs um den fürsten 

seine helden u. vornehmsten freunde 

1. hyrningina, „die eine ecke" einen kreis schlössen, indem sie die 
der eigentl. stube. Schilde dicht aneinander hielten; so 

2. nafarnar, „die naben"; die wurde die „schildburg" gebildet, 
eckbalken waren durch schräge Vgl. Öl. helg. (Hkr.) k. 206. 
einschnitte ineinander gefügt; die 11. til skamt, „zu wenig"; denn 
aufsen hervorragenden teile jedes sonst hätte er den könig selbst ge- 
balken waren die nafar, die hier troffen und sich gerächt. 

durch den kräftigen stofs völlig 12. stöftu d honum, „hafteten an 

abgebrochen werden; die folge da- ihm", „trafen ihn", 

von ist, dafs die wände auseinander 13. feil Pörölfr usw., s. k. 24, 8 f. 

gehen und eine öifnung gebildet 16. ok pd brce'dr, d. i. Olvir und 

wird. sein bruder Eyvindr; vgl. zu k. 19, 15. 

5. 6. gcetti d bak />eim, „ihnen den 19. er lifvcenir eru, „die hoffnung 

rücken deckte". auf erhaltuDg ihres lebens geben". 



König Haralds heimkehr. ftörölfs begräbnis. 67 

gekk um skipit ok leit ä sär lnaiina; hann sä, hvar maÖr Eg. XXII. 
batt sv^Öusär eitt; konungr sagoi, at ekki haföi Pörölfr veitt 
J?at sär — „ok alt bitu honum annan veg väpnin; fair setla 
ek at J?au bindi särin, er bann veitti, ok skaöi mikill er eptir 
menn slika*'. 5 

23. En J?egar at morni dags 16t konungr draga segl sin 
ok siglÖi suÖr, sem af tok; en er ä leiÖ daginn, f>ä fundu }?eir 
konungr röÖrarskip morg i hverju eyjarsundi, ok haföi HO J^at 
setlat til fundar viÖ I>6rolf, )?viat njösnir hans hoföu verit alt 
suÖr i Naumudal ok viÖa um eyjar. 24. H^fÖu )?eir oröit 10 
visir, at J?eir HallvarÖr brceör väru komnir sunnan meÖ liÖ 
mikit ok setluÖu at Dörölfi; hoföu p>eir HallvarÖr haft jafnan 
andviÖri ok hoföu J?eir dvaliz i ymsum hofnum, til ]?ess er 
nj6sn haföi farit et ofra um land, ok hoföu ]?ess oröit varir 
njösnarmenn Pörölfs, ok haföi ]?etta herblaup fyrir j?ä sok 15 
verit. 25. Konungr siglöi hraöbyrja, til pess er bann kom i 
Naumudal. let ]?ar skipin eptir, en hann f6r landveg i Pränd- 
heim; tok hann )?ar skip sin, sem hann haföi eptir lätit, helt 
j>ä liöinu üt til HlaÖa. 26. SpurÖuz brätt )?essi tiÖendi ok 
kömu fyrir J?ä HallvarÖ, }?ar er J?eir lägu; sneru J?eir ]?ä aptr 20 
til konungs, ok j?ötti |?eira ferÖ heldr hseöilig. 27. Peir broeÖr, 
Olvir hnüfa ok Eyvindr lambi, dvolÖuz um hriÖ ä Sandnesi; 
letu ]?eir büa um val ]?ann, er f>ar haföi fällig bjoggu )?eir 
um lik P6r61fs eptir siövenju, svä sem titt var at büa um lik 
gofugra manna, settu eptir hann bautasteina. 28. Peir letu 25 

7. sem af tok, „so schnell, wie 17. 18. Prdndheim, hier am nächsten 

nur möglich" ; die ursprüngliche be- als der Drontheimerfjord aufzufassen, 

dentung dieser phrase ist nicht klar; Der könig kehrte auf demselben 

es heifstaucha^ sem aftok-, vielleicht wege zurück, den er bei seinem 

ist eigentlich die sukzessive vermin- zöge nach Sandnes eingeschlagen 

derung der strecke gemeint, die man hatte, 

ohne rast und aufenthalt zurücklegt. 19. liftinu, „die schiffe mit der 

daginn, von d regiert. ganzen mannschaft". 

9. njösnir = njösnarmenn gleich 23. büa um, „begraben"; vgl. zu 
unten. k. 9, 8. 

10. peir, nämlich lid J>at in z. 8. val—fallit, valr bed. eig. die „ge- 

15. herhlaup, „das zusammen- fallenen" ; dagegen spricht nicht der 
strömen bewaffneter männer". folgende ausdruck fallit. 

16. hraübyrja, adj. indekl. „mit 25. settu — bautasteina, ist ein er- 
schneller fahrt"; von byrr „günstiger klärender zusatz; bautasteinar waren 
wind". grofse, spitzauslaufende steine ohne 



68 



Haraldr versöhnt sich mit Olvir and Eyvindr. 



Eg. XXII. groeöa sjüka menn; )?eir skipuöu ok til büs meÖ SigriÖi; var 
]>3ly eptir allr fjarafli, en mestr hafÖi inni brunnit hüsbünaör 
ok borÖbünaÖr ok kla^ÖnaÖr inanna. 29. En er )?eir broeör 
väru bünir, f>a f6ru )?eir norÖan ok k6mu ä fund Haralds 
5 konungs, er hann var i Drändheimi, ok väru meÖ honum um 
hriÖ; J?eir väru hljöÖir ok mseltu fätt viÖ menD. 30. Dat var 
einn hvern dag, at J?eir broeÖr gengu fyrir konung; \k mselti 
Olvir: „Pess orlofs vilju vit broeÖr J>ik biÖja, konungr, at f>ü 
lofir okkr heimferÖ til büa okkarra, J?viat her hafa J?au tiöendi 
10 g$rz, er vit berum eigi skaplyndi til at eiga drykk ok sess 
viÖ J?ä menn, er bäru väpn ä Pörölf frsenda okkarn". 

31. Konungr leit viö" honum ok svarar heldr stutt: „Eigi 
mun ek J?at lofa ykkr; her skulu J>it vera mefr meY { . 

32. Deir broeÖr gengu i brott ok aptr til ssetis sins; annan 
15 dag eptir sat konungr i malstofu, let kalla )^angat ]?ä Olvi 

broeo'r. 

33. „Nu skulu \\i vita", segir konungr, „um orendi J>at, 
er f>it h6fuÖ viö mik, ok beidduz heimferÖar; hafi ]>it verit 
her um hriÖ meÖ mer ok verit vel siÖaÖir; hafi f>it vel jafnan 

20 dugat; hefir mer til ykkar allir hlutir vel hugnat. 34. Nu vil 



inschrift, die teils an oder auf den 
gräbern der verstorbenen, teils an 
den wegen zur erinnerung aufge- 
richtet wurden; vgl. Sjalclan bauta- 
steinar standa brauto ncer, nema 
reise nipr at nip Hov. 72. Die sitte, 
solche inschriftlose grabsteine zu 
errichten, war in Norwegen in der 
bronzezeit allgemein; s. Wimmer, 
Die runenschrift s. 306 — 7. Das wort 
selbst ist kaum mit Fritzner 2 so zu 
erkläreD, dafs es eig. einen langen, 
spitzen stein zum stofsen bedeute 
(vom vb. bautet, wovon das part. 
bautinn, „durchbohrt,totgeschlagen"; 
vgl. die andere form bauta'Öar und 
zusammengezogen bautar). Andere 
deuten es besser so, dai's es eig. 
einen stein zum andenken eines ver- 
storbenen (eig. eines „getöteten") 
bedeute. 



2. fjarafli, der viehstand des bofes. 

2. 3. hüsbünadr . . . borftbünadr, 
„alles was zur ausstattung des innern 
hauses und des tisches, d. b. zum 
servieren, gehört". 

10. er vit, er hier = at „dafs"; 
das vorhergehende pau = „solche". 

12. stutt, „kurz" d. h. unfreund- 
lich. 

15. malstofu, „gesprächstube", d.h. 
das zimmer, wo der fürst sich mit 
seinen ratgebem beriet und audienzen 
erteilte. 

18. ok beidduz, hier ist er zu er- 
gänzen in der bedeutung „wodurch, 
womit". 

20. hefir, sing., statt plur. , steht 
bisweilen, wenn das vb. im beginne 
des satzes steht und das Subjekt 
nachfolgt. Die gebräuchlichste rede- 
weise ist übrigens: mer hugnar 



Eyvindr heiratet die witwe I J örölfs. o9 

ek, Eyvindr, at J>ü farir norbr ä Halogaland; vil ek gipta ]>er Eir. XXII, 
SigriÖi ä Sandnesi, konu J?ä, er Pörölfr bafbi att; vil ek gefa 
Tp&r fe* J?at alt, er Portflfr ätti; skaltu J?ar hafa meÖ vinättu 
inina, ef Jni kant til ga3ta; en Olvir skal mer fylgja; vil ek 
hann eigi lausan lata fyrir sakar ij?r6tta hans". 35. Peir 5 
brceÖr ]>okkuÖu konuugi ]?ann söma, er hann veitti }>eim, sogb'u, 
at J?eir vildu ]?at füsliga pekkjaz; bj6z Eyvindr p>ä til ferbar, 
fekk ser gott skip, J?at er honum boefÖi; fekk konungr honum 
jartegnir sinar til raös )?essa; greiddiz ferb Eyvindar vel ok 
kom framm norbr f Alost a Sandnesi. 36. Sigribr t6k vel 10 
vib J>eim; siban bar Eyvindr framm jartegnir konungs ok 
orendi sin fyrir SigriÖi ok h6f bönorb sitt vib hana. sagbi, at 
]?at var konungs orbsending, at Eyvindr nai räÖi ]^essu; en 
Sigribr sa j?ann einu sinn kost, svä sem ]?a var komit, at lata 
konuDg fyrir räba. 37. For p>at rab framm, at Eyvindr fekk 15 
Sigriö'ar; t6k bann ]?ä vib büi a Sandnesi ok vib fe* )?vi oUa, 
er Dörölfr hafbi att; var Eyvindr gofugr mabr; väru born ]?eira 
Fibr skjalgi, fabir Eyvindar skäldaspillis, ok Geirlaug, er ätti 
Sighvatr raubi. 38. Finnr enn skjalgi ätti Gunnbildi, dottur 

(unpers.) vel (resp. illa) til ehs „ich 18. Eyvindr skdldaspillir, der be- 

hege eine gute (oder schlechte) riihmteste norwegische dichter des 

nieinung von jmd.", aber die per- 10. jhds., der verf. des ausgezeich- 

sönliche konstruktion kommt auch neten liedes auf den gefallenen 

einige male vor. könig Hakon d. guten (Hdkonar- 

wip'l); s. übrigens Litt, hist. 2 1, 447 ff. 

4. eftil—gceta, nämlich til hennar Er starb um das jähr 990. Sein 
„wenn du dich so zu benehmen beiname bed. „skaldenverderber", 
weifst, dafs du dir meine freund- (d.h. plagiator); man fand nämlich, 
schaft bewahrst". dafs er ältere lieder allzusehr nach- 

5. iftrötta, vornehmlich ist Olvirs ahmte, und meinte, dafs diese besser 
dichterische begabung gemeint; über seien, als die seinigen; aber Ey- 
könig Haralds Vorliebe für skalden vindr benutzte wohl in der regel 
s. k. 8, 3— 4. nur die äufsere form der älteren 

10. kom, hann ist zu ergänzen. gedichte, sonst sind seine lieder, 

11. fieim, „ihn und seine leute". jedesfalls die Häkonarmol, voll- 
17. var Eyv., „E. wurde"; gofagr ständig sein eigenes geistiges eigen- 
kann nicht hier „von vornehmer tum. 

herkunft" bedeuten, denn das wäre 19. Sighvatr raudi gehörte zu den 

hier eine alberne bemerkung; Eyv. ersten besiedlern (landndmsmenn) 

aber wurde jetzt ein „vornehmer", von Island; er liefs sich im süden der 

d. h. angesehener und mächtiger insel nieder und wurde der stamra- 

bauptmann oder lendr maÖr. vater eines berühmten geschlechts; 



70 Ketill hceingr tütet die söhne der HildiriÖr. 

Eg. XXII. Halfdanar jarls; moÖir hennar het Ingibjojg, döttir Haralds 
XXIII. konungs ens härfagra; Eyvindr lambi heiz 1 vinättu viÖ 
konung, meÖan f>eir lifÖu b&Öir. 

Ketill hoeingr rächt frörölfr und flieht nach Island. 
XXIII, 1. Ketill hoeingr het maÖr. sonr Porkels Naum- 

5 dcelajarls ok Hrafnhildar, d6ttur Ketils hoeings 6r Hrafnistu; 
Hoeingr var gQfugr maÖr ok ägsetr; hann hafÖi verit enn mesti 
vinr Dtfr61fs Kveldülfssonar ok frsendi skyldr. 2. Hann var 
\>k i üthlaupi J?vf, er liÖsafnaÖr var a Hä-logalandi ok menn 
setluÖu til liÖs viÖ P6rolf, sva sem fyrr var ritat; en er Haraldr 

io konungr för norfran ok menn uröu ]?ess varir, at ßörölfr var 
af lifi tekiun, ]?ä rufu J?eir safnaöinn. 3. Hoeingr hafÖi meÖ 
s£r sex tigu manna ok sneri hann til Torga, en }?ar väru fyrir 
HildirfÖarsynir ok hofÖu fätt liÖ, en er Hoeingr kom k boeinn, 
veitti hann J?eim atgongu; fellu J?ar HildiriÖarsynir ok )?eir 8' 

1 5 menn flestir, er )?ar väru fyrir, en ]?eir Hoeingr töku fe alt ]>at, 
er J?eir fengu. 4. Eptir )?at t6k Hceingr knorru tvä, \k er 
hann fekk mesta; \k,i J?ar bera a üt fe ]?at alt, er hann atti 
ok hann mätti meÖ komaz; hann hafÖi meÖ sei* konu sina ok 
born, sva ]?a menn alla, er at J>eim verkum hoföu verit meÖ 

20 honum. 5. Baugr het maör, föstbroÖir Hoeings, settstörr inaör 
ok auÖigr; hann styrÖi 9Örum knerrinum; en er J?eir vaiu 
bünir ok byr gaf, )?a siglÖu J?eir i haf üt. 6. Fäm vetrum aör 



s. Landnämabök V, 3 (Isl. sögur I 2 , 8. uthlaup, hier gleichbedeutend 

283—4): Geirlaug wird dort Rann- mit herhlaup (k. 22,24). 

veig genannt. 9. fyrr. d. i. k. 22, 23 — 4. 

Gunnhildi usw., vgl. Hkr., Har. 13. kom ä besinn = kom til baij- 

s. gräf. k. 1. arins, „kam an den hof"; dagegen 

würde i beeinn bedeuten: „hinein in 

Kap. XXIII. 4. hceingr, s. k. 1,1; den hof". 

der dort genannte Ketill ist identisch 17. mesta, akk. plur.; „(naves) 

mit dem hier genannten älteren Ketill. quas nanetus est maximas". 

Mit diesem kap. vgl. man Fiat. 1,521 22. Farn vetrum usw., der ge- 

u. B. M. Olsen, Aarböger 1904, s. 183 ff. wohnlichen annähme nach geschah 

7. skyldr, „blutsverwandt"; urspr. dies im jähre 874; dazu stimmt der 

bed. frozndi wohl nur einen „freund", ausdruck unserer saga sehr gut. 

aber sehr früh bekam das wort doch Über die erste ansiedelung, die 

die allgemeine bedeutnng „ver- Ingolfs, der der erste landndmsmatir 

wandt", so dafs skyldr als zusatz war, s. Islendingaboc k. 1 und die 

eig. pleonastisch wird. Landuämabok I, k. 3—9 (Isl. sögur 



Ketill hoeingr segelt nach Island. ' ' 

h^fb'u ]?eir Ingölfr ok Hjojleifr farit at byggja Island, ok var E^.XXlll, 
m<?nnum J?a alltiöroett um p& ferÖ, so^göu menn J?ar vera all- 
gööa landkosti. 7. Hoeingr siglöi vestr i haf ok leitaöi Islands; 
en er ]?eir uröu viö land varir, J>a varu ]?eir fyrir sunnan at 
komnir; en fyrir ]?vi, at veÖr var hvast, en brim a landit ok 5 
ekki hafnligt, )?ä siglÖu J?eir vestr um landit fyrir sandana; 
en er veorit tök minka ok laegja brim, }>ä varÖ fyrir J?eim 
aröss mikill, ok beldu ]?eir )?ar skipnnum upp i ana, ok logou 
viö et eystra land. 8. Sü ä heitir nü Pjörsa, feil \k miklu 
|?r<mgra ok var djüpari, en nü er. 0. Peir ruddu skipin; töku 10 
)?ä ok ko^nuöu landit fyrir austan ana ok fluttu eptir ser büf6 
J3 sitt; var Hoeingr enn fyrsta vetr fyrir ütan Ranga ena ytri; 
en um varit kannaöi bann austr landit ok nam )?a land milli 
Pjörsar ok Markarfljöts, ä milli fjalls ok fjoju, ok byggöi at 



I 2 , 31 ff.)- Hjorleifr war der pflege- 
bruder Ingölfs; er wurde bald nach 
der ankunft in Island von seinen 
irischen sklaven ermordet. Ingölfr 
wurde der Stammvater eines der be- 
rühmtesten geschlechter Islands. Er 
wohnte in Reykjarvik, der jetzigen 
bauptstadt Islands. 

3. landkosti, „eigenschaften des 
landes"; lands-kostir (auch landa- 
kostir z. b. k. 30,3) bedeutet dagegen 
„ein land, das grofs genug ist" wie 
z. b. k. 25, 23. 

5. brim d landit, eig. „brandung 
hinauf auf das land", d. h. starke 
brandung des meeres unmittelbar 
am gestade. 

6. ekki hafnligt, ,.es sah nicht 
aus, als ob dort gute häfen wären" ; 
dies ist richtig; an der ganzen süd- 
küste Islands gibt es keinen ordent- 
lichen hafen. 

vestr um landit, „in westlicher 
richtung der küste entlang". 

fyrir sandana, die grofse, san- 
dige küstenstrecke der sogenannten 
Skaptafellssysla und Rangärvalla- 
sysla (Breidamerkrsandr, Myrdals- 



sandr, SkeiÖardrsandr, Sölheima- 
sandr, Skögasandr, Eyjafjallasandr, 
Rangdrsandr). 

7. lo3gja brim, brim ist akk.; die 
konstr. unpersönlich. 

9. Pjörsa, so die hss. , aber die 
angäbe der Landnäinabok (V, 3 = Isl. 
sögur I 2 , 281), dafs Hoeingr in der 
mündung der Mangd landete, ver- 
dient vielleicht den vorzug. Dieser 
aus zwei Aussen (Ytri Rangä und 
Eystri Rangä) entstandene ström 
hatte im altertum eine eigene mün- 
dung ins meer (durch die heutige 
Hölsd), während er jetzt durch den 
Häfsöss und die Hölsä mit der frjörsä 
in Verbindung steht und durch diese 
sein wasser in die see entsendet. 
Vgl. Kälund 1,207 f. Über die ganze 
sache s. B. M. Olsen 1. c. 

9. 10. feil . . . prongra, „flol's . . . 
enger", ihr bett war schmaler. 

10. djüpari, häufiger dypri. 

14. Pjörsa und Markarfljöt, neben 
der Hvitä die bedeutendsten ströme 
im sw. Island. Der erste entsteht 
aus zahlreichen abflüssen der beiden 
gletscher Hofsjokull und Tungna- 
fellsjokull und bildet bis zu seiner 



72 



Ketill hoeings l'ainüie. 



Egr- XXIII. Hofi viö' Rangä ena eystri. 10. Ingunn kona bans foeddi bara 
um värit, ]?ä er ];>au h^fÖu J?ar verit enn fyrsta vetr, ok het 
sveinn sä Hrafn; en er hus väru |?av ofan tekin, ]?ä var ]?ar 
sifran kallat Hrafntoptir. 11. Hoeingr gaf Baugi land i Fljöts- 
5 hlib ofan. frä Merkiä til ärinnar fyrir ütan BreiÖabölstaft ok 
bjo bann at Hlfo'arenda, ok frä Baugi er komin mikil kynslöÖ 
i J?eiri sveit. 12. Hoeingr gaf land skipverjum smum, en seldi 
sumum viÖ litlu verfii, ok eru )?eir landnämamenn kallaöir. 
13. Störölfr het sonr Hoeings; bann ätti Hvälinn ok Störölfs- 

10 voll; bans sonr var Ormr enn sterki; Herj61fr h£t annarr sonr 
Hoeings; bann ätti land i Flj6tshli<5 til möts viÖ Baug ok üt 
til Hvälsloekjar; bann bj6 undir Brekkum; sonr bans bot Sumar- 
liÖi, faÖir VetrliÖa skälds. 14-. Helgi var enn J?riÖi sonr 
Hoeings; bann bj6 ä Velli, ok ätti land til Rangär et ofra ok 

15 ofan til m6ts viÖ brceör sina; Vestarr h6t enn fjöröi sonr 
Hoeings; hann ätti land fyrir austan Rangä milli ok Dverär 
ok enn neÖra blut St6r61fsvallar; bann ätti Möeifti. döttur Hildis 



niündung die grenze zwischen der 
Ärnesssj'sla und der Kangärvalla- 
sysla; der zweite empfängt seine 
quellbäche vom Torfaj^kull nnd 
(JoÖalandsjokull und spaltet sich 
nach kurzem laufe in drei arme, 
von denen der östliche den namen 
Markarfljöt beibehält, während die 
anderen beiden Affall und Älar 
heifsen; der letzte vereinigt sich 
jedoch kurz vor der mündung wieder 
mit dem Markarfljöt. Aufserdein 
steht der oberlauf des noch unge- 
teilten Markarfljöt durch die Kerä 
mit der Ranga (und I'jorsa) in Ver- 
bindung. 

d milli fjalls ok fjgru, eine häufig 
gebrauchte alliterierende formel 
(k. 28,1. 3). 

4. 5. Fljötshlift, die landschaft am 
r. uf'er des Markarfljöt und der oberen 
J^verä. 

5. Merkiä, ein rechter nebenfluls 
der P?er&. Die d fyrir ütan 



(d. h. im w. von) Breiftabölstab' ist 
ein bach, der ebenfalls von n. her 
in die I'verä mündet. 

6. kynslöfi, eig. „geschlechtsreihe"; 
slöö' bed. „den pfad oder die fufs- 
tapfen, die sich deutlich zeigen" ; vgl. 
slödi, das u. a. „folgen" bedeutet. 

8. ok eru . . . kallaöir, sind also 
nur uneigentlich landnämamenn. 

12. Hvdlslcekr, ein kleiner, weiter 
westlich fliefsender bach (heute 
Hvolsgil): Kälund I, 232. 

13. Vetrli'da skälds, dieser dichter 
lebte in der zweiten hälfte des 10. 
jhds. ; er war einer der streitbarsten 
gegner des bekannten missionars 
l>angbrandr und wurde von diesem 
im jähre 999 getötet. 

10. milli ok, nach milli ist hennar 
zu ergänzen; „zwischen ihm (dem 
flufs) und der I».", eine sehr häufige 
redeweise. 

17. Möei'Ör, statt Möd-heiÖr-, vgl. 
die einleitung § 38 über ein hier 
ausgelassenes stück. 



Kveldülfs trauer uin l>6rolfr. 73 

r t 

ör Hildisey; f;eira dtfttir var Asny, er ätti Ofeigr grettir; Eg. XX11I. 
Vestarr bj6 at M6eioarhväli. 15. Hrafn var enn fimti Hoeings XXIV. 
sonr; bann var fyrstr logsogumabr ä Islaudi; hann bjö at Hofi 
eptir foönr sinn; Porlaug var döttir Hrafns, er ätti Jorundr goÖi. 
Deira sonr var ValgarÖr at Hofi; Hrafn var gofgastr sona Hoeings. 5 

Kveldülfs trauer nnd Skallagrims reise zain könige. 
XXIY, 1. Kveldülfr spurbi fall Dörölfs sonar sins; varb 
bann hryggr viö pessi tiöendi, sva at hann lagÖiz i rekkju 
af barmi ok elli. 2. Skallagrimr kom opt til hans ok talbi 
fyrir honum, baÖ hann hressa sik, sagÖi, at alt var annat 
athflefiligra en J?at, at auviröaz ok leggjaz i kor, — „Er hitt 10 
beldr raÖ, at ver leitim til hefnda eptir Pörölf; ma vera, at 
ve> komim i foeri vib nokkura ]?ä menn, er verit hafa at falli 
Dörölfs. 3. En ef p>at er eigi, \k munu J?eir vera menn, er 
ver munum na, fjvfy konungi mun s£r )?ykkja raöti skapi". 
4. Kveldülfr kvab visu: 15 

1. Nu frdk norf>r i eyjo, 

norn erom grimm, til snimnia 

Dundr kaus ]>remja skynde, 

Pörolf und lok foro; 

letom pung at pinge 20 

f>6rs fangvina at ganga, 

skjott monat hefat, J^ött bvettemk 

liugr, malmgnäar brugp>et. 

2. Hrafn, gesetzsprecher 930— 59 ; auvirüaz, eigentl. „sich gering 

das aint {Ipgspgumannsembcetti) ver- machen", „sich wie ein schwacher 

pflichtete den inhaber, der auf drei u. elender kerl benehmen", virdaz 

jähre gewählt wurde, die ganze ge- kommt von ver'Ör „wert", au steht 

setzsammluug im laufe der drei jähre vielleicht für afu (= af, s. Noreen, 

und die „dingordnung" beim be- Arkiv VI, 311), wenn es nicht direkt 

ginne jeder allthingsession zu re- aus af vor v entstanden ist. 

zitieren. Hierfür bekam er einen 12. /ori, eig. „der abstand zwischen 

lohn von „200 vaöinäl", d.h. 240 eilen dem schiefsenden und dem, was er 

..vaginal"; der wert jeder eile betrug treffen will und kann"; daher be- 

den 0. teil eines eyrir. kommt das wort auch die bedeutung 

„gelegenheit etw. zu tun". 

Kap. XXIV. s.!>. taWi fyrir honum, 14. er konungi, er prägnant, „deren 

,.suchte ihn aufzumuntern". tod". 

10. athafiligra, „mehr passend zu Str. 1. Pros. Wortfolge: Nu 

tlul - frä-k I'örolf foro und lok norj^r i 



74 



Olvirs besuch bei Kveldülfr. 



Eg. XXIV. 5. Haraldr konungr for }?at sumar til Upplauda ok för 877 

um haustit vestr ä Valdres ok alt ä Vors. 6. Olvir hnufa 
var meo' konungi ok kom opt a mal viÖ konung, ef hann 
mundi vilja bceta P6rolf, veita Kveldülfi ok Skallagrimi fe- 
5 bcetr eö'a mannsoma p>ann nokkurn, er ]?eir msetti viÖ una; 
konungr varnaÖi J?ess eigi meö ollu, ef ]?eir feÖgar fa3ri ä 
fand hang. 7. Si'Öan byrjaöi Olvir ferb* sina norör i FjorÖu, 
letti eigi fyrr en bann kom at kveldi dags til J?eira feÖga; 
töku )>eir ]?akksamliga vifr bonum; dvalöiz hann J?ar nokkura 
10 hrio\ 8. Kveldülfr spurÖi Olvi vandliga frä atburÖum ]?eim, 
er gorz hofÖu ä Sandnesi, \k er P6rölfr feil, svä at J?vi, bvat 
Dörölfr vann til frama, äör hann felli, sva ok, hverir väpn bäru 
a hann, eöa hvar hann haföi mest s&r, eöa hvernig fall hang 
yröi. 9. Olvir sagöl alt J?at, er hann spurÖi, svä J?at, at 



eyjo; norn erom grimm. l>undr kaus 
l^remja skynde til snimma; J?ung 
fangvina frörs letom brug]?et at 
ganga at }?inge malmgnäar. Skjött 
mön-at hefnt, ]?ött hugr hvettemk. 

„Nun habe ich gehört, dals frörolfr 
auf der insel dort im norden ge- 
storben ist; die norne ist grausam 
gegen mich. Odin erkor den krieger 
allzu früh. Das schwere alter hat 
mir die kraft genommen, zum kämpfe 
gehen zu können. Schnell wird die 
räche nicht stattfinden, wiewohl die 
lust dazu (räche zu nehmen) nicht 
fehlt". 

föro ist inf. prät; über die ent- 
stehung der form s. Heusler, Altisl. 
elementarb. 2 § 428. — erom f. eromk 
= er mer. — Pundr ist ein name 
Odins. — ftremja skynde: premjar ist 
ein (unbekannter) teil des Schwertes; 
skynder „der in schnelle bewegung 
setzt" ; das ganze eine Umschreibung 
des kriegers. — Pörs fangvina: „frörs 
ringkampfes-freundin", „das weib, 
welches mit frörr rang" d. h. Elli, 
das personifizierte alter, s. SnEdda 
I, 160. 164. letom [= let-mer] 

brugj>et, „liefs es mir weggenommen 



werden", „beraubte mich des Ver- 
mögens". — ping malmgnäar, „das 
thing (die Versammlung) der erz- 
göttin (= der valkyrie) = der kämpf". 
Gnd ist nach SnEdda I, 116 die 
dienerin Friggs (etwa der gr. Iris 
vergleichbar); sie gehört zu den 
Asinnen, ist aber urspr. nur eine 
hypostase der Frigg. — mon-at, 
„wird nicht"; das neg. verbalsuffix 
at {-a, -t) von A. Kock als eitt (got. 
ainata) erklärt, ist mit „irgend etwas" 
zu übersetzen; der volle ausdruck ist 
demnach ne . . . -at, was auch sehr 
allgemein vorkommt. Nach hefnt 
ist verpa zu ergänzen. 

2. Valdres, die landschaft zu 
beiden Seiten des flusses Bsegnaelv, 
w. von Gudbrandsdalen und Hede- 
marken. 

Vors (heute Voss), ein teil von 
NorÖhorÖaland, n. von Rundalselv 
u. Vangsvand. 

5. mannsoma, „etwas, was für 
einen mann ehrenvoll ist". 

10. spurdi . . . frd, seltener als 
spyrja at (wie sofort nachher: sva 
at pvi) oder um. 



Skallagfiinr reist zu könig Haraldr. 



75 



Haraldr konungr veitti honum sar ]?at, er oerit mundi eitt til Eg. XXIV. 
bana, ok Dörölfr feil nserr ä fcetr konungi ä grüfu. XXV. 

10. Da svarar Kveldülfr: „Vel hefir \A sagt, )?viat }?at 
hafa gamlir menu inaelt, at ]?ess manns mundi hefnt verÖa, er 
hann felli ä grüfu, ok f>eim na3rr koma hefndin, er fyrir yröi, 5 
er hiun felli; en öglikligt er, at oss veröl f>eirar hamingju 
auöit". 

11. Olvir sagÖi j?eim feÖgum, at hann vsenti, ef ]?eir vildi 
fara a fund konungs ok leita eptir bötum, at )?at mundi s6ma- 
for verÖa, ok baÖ J?ä til J>ess hsetta ok lagöi' morg orÖ til; 10 
Kveldülfr sagÖi, at hann var hvergi foerr fyrir elli sakar, — 
„man ek vera heima" sagÖi hann. 

12. „Viltü fara Grimr?" sagÖl Olvir. 

IB. „Ekki orendi a3tla ek mik eiga", sagÖi Grimr, „mun 
konungi ek )?ykkja ekki orosnjallr; setla ek mik ekki lengi 15 
rnimn bifrja bötanna". 

14. Olvir sagÖi, at hann mundi ]?ess eigi p>urfa, — „skulu 
ver maela alt fyrir hond )nna, slikt er veV kunnum". 

15. En meÖ }?vi at Olvir sötti J>at mal mjok, J?a het Grimr 
fero sinni, pi er hann j?oettiz büinn; kväöu }?eir Olvir a meÖ 20 
ser f>ä stund, er Grimr skyldi koma a konungs fund; för \k 
Olvir fyrst ä brott ok til konungs. 

XXV, 1. Skallagrimr bjöz til ferÖar )?eirar, er fyrr var 
fra sagt; hann valöi ser menn af heimamonnum sinum ok 
nabüum, ]>a er varu sterkastir at afli ok hraustastir ]?eira, er 25 
til varu. 2. MaÖr het Ani, böndi einn auÖigr; annarr h6t 
Grani; J?riÖi Grimölfr ok Grimr bröo'ir hans, heimamenn Skalla- 
grimp, ok p>eir bneö'r, Dorbjorn krummr ok PörÖr beigaldi; f>eir 
varu kallaöir Dörornusynir; hon bjö skamt fra Skallagrimi 



4. 5. er hann, nicht selten findet 
man, dafs ein hann dem rel. pron. 
er beigesellt wird, welches die rede- 
weise deutlicher macht. 

13. Viltü, d. h. vilt pü, dies hier 
>r-irker betont, als es zu sein pflegt, 
wenn es mit dem vb. zusammen- 
gesetzt ist. 

15. ek— orosnjallr, st. pykkja (inf.) 
ek ekki ordsnjallr ("seil, vera); die ge- 



wählte Wortstellung des rhetorischen 
nachdrucks wegen. 

Kap. XXV. 2S. krummr, ,. krumm, 
gebogen". 

beigaldi, ein schweiusuame. 

29. Pörgrnusynir, die söhne wur- 
den häufig (namentlich, wenn sie 
beim tode des vaters noch kinder 
gewesen waren), uach der mutter 



76 



Skallagriinr reist zu könig Haraldr. 



Eg. XXV. ok var fjolkunnig; Beigaldi var kolbitr. 3. Einn het Dörir 
J?urs ok bröÖir hans Dorgeirr jarölangr; Oddr h£t maÖr 
einbüi, Griss lausingi; tölf varu J?eir til fararinDar ok allir 
enir sterkustu menn ok margir hamrammir. 4. Peir hoföu 
5 röörarferju, er Skallagrimr ätti; föru suor meÖ landi, logöu 
inn { OstrarfjorÖu, föru f>ä landveg upp a Vors, til vats }?esg, 
er f>ar vero'r, en leiÖ peira bar svä til, at J?eir skyldu J?ar 
yfir fara; fengu peir ser röörarskip )?at, er viö peira hcefi var; 
reru sföan yfir vatnit, en J>a var eigi langt til bosjar p>ess, er 
10 konungrinn var ä veizlu. 5. Kömu J>eir Grimr }>ar }>ann tinia, 
er konungr var genginn til boröa; f>eir Grimr hittu menn at 
mali üti i garöinum ok spurön, hvat J>ar var tföenda, en er 



benannt. Vgl. k. 7, 1 1. 62, 12, ferner 
Laxdoela saga (ASB IV) k. 57, 1 : 
MaÖr het frorgils ok var Holluson; 
en )?vi var hann kendr viÖ möÖur 
sina, at hon lifÖi lengr en faöir hans; 
Kröka-Refs saga (Kbh. 1883) ll 1 : 
MaÖr er nefndr Gellir . . ., möÖir 
hans . . het SigriSr . .; böndi hennar 
var andaör, ok }?vi var Gellir kallaÖr 
SigriÖarson; usw. S. Weinhold, Altn. 
leben s. 278 u. Gering, Isl. sevent. 

II, VII anm. 3. 

1. kolbitr, „ kohlenbeifser oder 
-fresser"; so wurden vorzugsweise 
die leute genannt, die in ihrer 
jugend den ganzen tag in der küche 
lagen und nichts tun konnten oder 
wollten; solche personen wurden 
für halb verrückt angesehen; oft aber 
wird erzählt, dafs sie später durch 
irgend eine begebenheit erschüttert 
wurden; sie begannen dann ein 
neues leben, voll von heldentaten, 
und zeigten sich als tapfere und 
kluge männer. Vgl. Ketils saga 
hoeings k. 1, wo Ketill eMscetr ge- 
nannt wird; Gautreks saga k. 4 
(FAS. III, 18): hann (StarkaÖr) var 
himaldi ok kolbitr; ebenda k.6 (FAS. 

III, 30): ])'k er hann (Rennir) var 



ungr, lagÖiz hann i eldaskäla ok 
beit hris ok bork af trjäui; Svarf- 
doela s. k. 1 (Isl. forns. III, 3) : hann 
(l>orsteinn) bygöi eldahüs; Landn. 
III, 20 (Isl. sögur I 2 , 235): Oddr 
var eldssetr i oesku ok seinligr ok 
var kallaÖr kolbitr; Gull]?öris saga 
(ed. Maurer) s. 58: Grimr Eyjölfs- 
son var mikill ok eldsaetr ok }?6tti 
vera naer afglapi; Kröka-Refs saga 
(Kbh. 1883) s. 1: hann (Refr) var 
eldsaetinn ok enga hafÖi hann aora 
iÖn fyrir starfi, en veltaz fyrir fötum 
monnum, er ^ar gengu. S. ferner 
I>iÖreks saga k. 111; Ans saga bog- 
sveigis k. 1 (FAS. II, 326 f.); Gongu- 
Hrölfs saga k. 4 (FAS. III, 248 ff.); 
Gluoia k. 5 (Isl. forns. I, 15); Grettis 
saga (Kbh. 1859) s. 22f ; Saxo 
graininat. (ed. Müller) I, 353. Auch 
im Beöw. (v. 2 184 f.) wird von dem 
beiden des gedichtes berichtet, dafs 
er in seiner kindheit für träge nnd 
unbedeutend galt. Vgl. R. Keyser, 
Efterl. skrifter 11,2, 11 f. 
4. hamrammir, s. zu k. 1,8. 

6. Ostrarfjgrtüu, in NorohorÖaland, 
nnö. von Bergen. 

7. par verdr, „dort sich zeigt", 
eig. „quod ibi nascitur". 

ki'd, akk. 



Skallagriuir bei könig Haraldr. 77 

]?eim var sagt, J?ä baö Grimr kalla til mäls viÖ sik Öl vi hnüfu. E^. XXV. 
6. Sä maör gekk inn i stofuna ok par til, er Ol vir sat, ok 
sagöi honum: „Menn eru her komnir üti tölf saman, ef menn 
skal kalla; en glikari eru ]?eir f>ursuni at vexti ok at syn en 
menskum monnum". 5 

7. Olvir stöÖ upp f>egar ok gekk üt; ]>öttiz hann vita, 
hverir komnir mundu; fagnaÖi hann vel Grimi frsenda sinum 
ok baö hann ganga inn i stofu meÖ seV. 8. Grimr sagöi 
forunautum sinum: „Dat mun her vera siÖr, at menn gangi 
väpnlausir fyrir konung, skulu ver ganga inn sex, en aörir 10 
sex skulu vera üti ok gseta väpna värra". 

9. SiÖan ganga )?eir inn; gekk Olvir fyrir konunginn; 
Skallagrimr st6Ö at baki honum. 

10. Olvir tök til mäls: „Nu er Grimr her kominn, sonr 
Kveldülfs; kunnu ver nü aufüsu, konungr, at J?^r geriÖ hans 15 
for göÖa hingat, svä sem ver vsentum, at vera muni; fä j?eir 
margir af yör soemÖ mikla, er til minna eru komnir en hann, 
ok hvergi naerr eru jafnvel at ser gor vir um flestar fyröttir, 
sem hann mun vera, ok ma tt }m svä J>etta gera, konungr, at 
nier f>ykkir niestu mäli skipta, ef per pykkir ]?at nokkurs 20 
verr. 

11. Olvir talaÖi langt ok snjalt, J^viat hann var orÖfcerr 
rnaÖr; margir aörir vinir Ol vis gengu fyrir konung ok fluttu 
|?etta mal; konungr litaÖiz um; hann sä, at maör stöÖ at baki 
Olvi ok var hoföi hseri en aörir menn ok skollöttr. 25 

12. „Er )?etta hann Skallagrimr", sagöi konungr, „enn 
mikli maör?" 

Grimr sagöi, at hann kendi rett. 

13. „Ek vil {?ä"', sagöi konungr, „ef Jni beiöiz böta fyrir 
Dörölf, at Jni geriz minn maÖr, ok gangir h6r i hirölog ok 50 
J?jonir mer; mä mer svä vel lika )?in J?j6nosta, at ek veita 
per boatr eptir brööur f>inn eöa aöra soemÖ eigi minni, en ek 
veitta honum, Pörölfi broöur }nnum, ok skyldir J>ii betr, kunna 



5. menskum monnum, „menschliche 20. 21. pat . . . vert, pat näinl. 

menschen", „wirkliche menschen" u. at mer pykkir usw. 

nicht „götter oder andere wesen in 26. 27. enn mikli maftr, appos. 

menschengestalt". zu petta = />essi; „ist der da, der 

17. til . . . komnir, „die etw. ver- gewaltige mann dort, Skallagr.?" 
dient haben". 



78 Skallagrnns heimkehr. 

Fg. XXT. at gaeta en hann, ef ek gerb'a Jnk at svä miklum manni, sem 
hann var oröinn". 

14. Skallagrinir svarar: „Pat var kunnigt, hversu miklu 
Por61fr var framarr en ek em, at ser gorr um alla hluti, ok 

5 bar hann enga gaefu til at )?jöna J>er, konungr; nü mun ek 
ekki taka J?at rä<5; eigi mun ek }?j6na }?£r, f>viat ek veit, at 
ek mun eigi gaefu til bera, at veita J?er J?ä J?j6nostu, sem ek 
munda vilja ok vert vseri; hygg ek, at mer veröl meiri muna 
vant en Pörölfi". 

10 15. Konungr ]?ag<5i, ok setti hann dreyrrauöan ä at sjä; 

Olvir sneri )?egar i brott ok baÖ ]?ä Grim ganga üt; )?eir geröu 
svä, gengu üt ok t6ku väpn sin; baÖ Olvir J?ä fara i brott 
sem skjötast; gekk Olvir ä leiÖ meÖ J?eim til vatsins ok margir 
menn meÖ honum. 

15 16. AÖr |?eir Skallagrimr skilÖiz, mselti Olvir: „Annan 

veg var for J?in, Grimr frsendi, til konungs, en ek munda 
kjösa; fysta ek |?ik mjok hingatfararinnar, en nü vil ek hins 
bioja, at )?ü farir heim sem skyndiligast ok j?ess meö, at pü 
komir eigi ä fund Haralds konungs, nema betri veröi ssett 

20 ykkur, en mer f>ykkir nü ä horfaz, ok gset J?in vel fyrir kon- 
ungi ok hans monnum." 

17. SfÖan f6ru ]?eir Grimr yfir vatnit, en J>eir Olvir gengu 
f»ar til er skip J?au väru, er upp väru sett viÖ vatnit, ok hjoggu 
svä, at ekki var foert, )?viat ]?eir sä mannfor ofan frä konungs 

25 boenum. 18. Väru )?eir menn margir saman ok väpnaÖir mjok 
ok f6ru oesiliga; J?ä menn haföi Haraldr konungr sent eptir 
J?eim, til l?ess at drepa Grim; hafÖi konungr tekit til oröa 
litlu siÖarr, en )?eir Grimr hoföu üt gengit — sagöi svä: 
19. „Pat se ek ä skalla J?eim enum mikla, at hann er fullr 

30 upp ülfuÖar, ok hann veror at skaöa j?eim monnum nokkurum, 
er oss mun )?ykkja afnäm i, ef hann näir; megu per J?at aetla, 



1. gceta, s. zu k. 22,34. 20. d horfaz, „zu erwarten". 

5. bar hann, „er besafs". 24. ekki, „kein einziges". 

6. pat rata, dein mann zu werden. 30. ülfutiar, eigentl. „wolfs-sinn", 
8. 9. at — meiri muna vani, „dafs „feindseligkeit"; -ü'd' steht für hug'ls 

mir mehr dinge (eigenschaften) dir (germ. hug'diz; vgl. got. gahugds). 
zu dienen fehlen werden". 31. afnäm, eigentl. „wegnähme", 

10. setti, unpersönl. „es setzte „schaden, verlust". 
(d. h. machte) ihn", „er wurde". naiv, seil. }>eim. 



Kveldulfr und Skallagriinr beschliefsen die aus Wanderung-. 79 

J?eir menn, er bann mun kalla at i sokum se viÖ hann, at sä Eg. XXV. 
skalli mun ongvan yÖvarn spara, ef hann kemz 1 f<x3ri; fariö 
nü ]>ä eptir honum ok drepiÖ hann". 

20. SiÖan föru }?eir ok kömu til vatsins ok fengu \>sly 
engi skip, f>au er foer vseri; föru aptr siÖan ok sogöu konungi 5 
sina ferÖ ok svä )?at, at J?eir Grimr mundu }?ä komnir yfir 
vatnit. 21. Skallagrfmr för leiÖ sina ok foruneyti hans, til 
]?ess er hann kom heim; sagÖi Skallagrimr Kveldülfi frä ferÖ 
)?eira; Kveldulfr let vel yfir J?vf, er Grimr haföi eigi farit til 
konungs ]?ess orendis, at ganga til handa honum, sagöi enn 10 
sem fyrr, at J?eir mundu af konungi hljöta skaÖa einn, en 
enga uppreist. 22. Kveldulfr ok Skallagrimr roeddu opt um 
räÖagorÖ sina, ok kom J?at alt äsamt meÖ }?eim, sogöu svä, 
at )?eir mundu ekki mega vera }?ar i landi, heldr en aörir 
menn, J>eir er i ossett vseri viÖ konung, ok mundi }?eim hitt 15 
räÖ, at fara af landi ä brott, ok J?6tti ]?eim ]?at fysiligt, at 
leita til Islands, ]?viat ]?ä var sagt ]?ar vel frä landkostum. 
23. Dar väru J?ä komnir vinir ]?eira ok kunningjar, Ingolfr 
Arnarson ok forunautar hans, ok tekit ser landskosti ok büstaÖi 
ä Islandi; mättu menn ]?ar nema ser lond okeypis ok velja 20 
büstaöi. 24. StaÖfestiz )?at heizt um räo'agorÖ J?eira, at f>eir 
mundu bregöa büi sinu ok fara af landi ä brott. 25. Dorir 
Hröaldsson haföi verit i barncesku at fostri meÖ Kveldülfi, 
ok väru J?eir Skallagrimr mjok jafnaldrar; var J?ar allksert 
i föstbroeÖralagi; frörir var orÖinn lendr maÖr konungs, er 23 
]>etta var tiöenda, en vinätta ]?eira Skallagrims heiz ävalt. 

1. peir menn, ist app. zu per. gewöhnliche ausdruck für „land in 

6. mundu, diese indik. form hat besitz nehmen"; daher landndms- 

konjunktivische bedeutung. madr „der erste ansiedier". 

12. uppreist, „ersatz, bnfse, ehre". 22. Pörir, s. k. 2. 

13. dsamt,v. samr „derselbe"; „sie 25. föstbro?dralag , steht hier in 
waren miteiüander völlig einver- der eigentl. bedeutung „Verhältnis 
standen". zwischen zwei leuten, die bei dem- 

17. landkostum, s. zu k. 23, 6. selben manne auferzogen waren"; 

18. Par, „dorthin"; = J>angat, sie sind wirkliche „pflegebrüder". 
aber mit der nebenbedeutung des Daraus konnte sich das später aber 
dauernden aufenthaltes. uneig. so genannte föstbrcefiralag, d.h. 

Ingolfr, s. zu k. 23, 6. „die blutbriiderschaft", entwickeln; 

19. landskosti, „ländereien"; s. zu s. frrjär ritgjöröir 1892, s. 29—55. 
k. 23, 6 u. vgl. k. 29, 8. 26. dvalt, eigentl. ein kompos. v. 

2U. nema . . . lond, dits ist der aiw-allat (got. aiws) „stets". 



^»0 Kveldulfr und Skallagrimr stechen m see. 

Eg. XXV. 26. Snimma um värit bjoggu p>eir Kveldulfr skip sin; }?eir 
XXVI. hoföu mikinn skipakost ok goo'an; bjoggu tvä knorru mikla, 
ok hoföu ä hvärum J?rjä tigu manna, p»eira er liöfoerir väru, ok 
um framm konur ok ungmenni; J?eir hoföu meÖ ser lausaf6 
5 alt ]?at, er J?eir mättu meÖ komaz, en jarÖir J?eira )?orÖi engi 
maÖr at kaupa fyrir riki konungs. 27. En er J?eir väru bünir, 
]?ä siglöu }?eir i brott; J?eir siglöu f eyjar )?a3r, er Sölundir 
heita; j?at eru margar eyjar ok störar ok svä mjok vägskornar, 
at J?at er mselt, at )?ar munu fair menn vita allar hafnir. 

Die räche Kveldülfs an den brüdern HallvarÖr und Sigtryggr. 

lo XXVI, 1. Gutthormr höt maör, sonr SigurÖar bjartar; 

hann var möÖurbröÖir Haralds konungs; hann var föstrfaöir 
konungs ok räöamaör fyrir landi hans, J?vfat konungr var ]?ä 
a barns aldri, fyrst er hann kom til rikis. 2. Gutthormr var 
hertogi fyrir HÖi Haralds konungs, ]?ä er hann vann land 

15 undir sik, ok var hann i ollum orrostum, }>eim er konungr 
ätti, j?ä er hann gekk til lands i Nöregi. 3. En er Haraldr 
var orö'inn einvaldskonungr yfir landi ollu ok hann settiz um 
kyrt, J?ä gaf hann Gutthormi fraenda sinum Vestrfold ok Austr- 
agÖir ok Hringariki ok land J?at alt, er ätt hafÖi Hälfdan 

20 svarti, faolr hans. 4. Gutthormr ätti sonu tvä ok doetr tvser; 
synir hans b£tu SigurÖr ok Ragnarr, en doetr hans Ragnhildr 

6. riki, hier = ofriki „tyrannei". des landes schritt", ungef. dasselbe 

7. Sölundir, die vor der mündnng wie vann land undir sik. Hier ist 
des Sognefjord liegenden inselnlndre wohl eine kleine ungenauigkeit; 
Sulen u.Ytre Sulen nebst den kleinen nach Hkr. Har. härf. k. 17 hat 
uebeninseln. Über die endung -und Gutthormr kaum an allen kämpfen 
bei inselnamen s. Bugge im Arkiv f. Haralds teilgenommen. 

nord. filol. VI,243f. 18. Vestrfold, oben k. 18, 1 Vest- 

fold — und dies ist das gewöhn- 

Kap. XXVI. 1 0. Gutthormr, zwei- lichste — genannt, 

felsohne ist dieser Dame aus go}> 18. 19. Austragdir, norwegische 

„gott" und />ormr „Verehrer", eig. landschaft am Skagerrak, ungefähr 

„schöner" zusammengesetzt, vgl. Ve- die heutige vogtei Nedenses um- 

pormr. Über Gutthormr s. übrigens fassend (der bedeutendste ort darin 

Hkr. Half, svart. k. 5, Har. härf. ist Arendal). 

k. 1, 2, 17, 28; seine Schwester war 19. Hringariki, (heute Ringerike) 

Ragnhildr. die landschaft om den Tyrifjord, 

16. gekk til lands, „zur eroberung nw. von Christiania. 



Sendung des HallvarÖr und Sigtryggr. 81 

ok Äslaug. 5. Gutthormr t6k s6tt, en er at honum leiÖ, J?ä Eg.XXVI. 
sendi hann menn a fund Haralds konungs ok baÖ hann sjä XXVII. 
fyrir bornum sinum ok fyrir riki sinu; litlu siÖar audaÖiz 
hariD. 6. En er konuogr spuröi andiät hans, )>& let hann 
kalla til sin HallvarÖ harÖfara ok \k broeör, sagÖi, at |?eir 5 
skyldu fara sendifor bans austr f Vik; konungr var J?ä staddr 
i l>rändheimi. 7. Peir broeör bjogguz til ferÖar J?eirar sem 
vegligast, volöu s£r HO ok hofÖu skip f>at, er J?eir fengu bezt; 
}>eir hofÖu }?at skip, er ätt haföi ßörölfr Kveldülfsson ok f>eir 
hofÖu tekit af Porgisli gjallanda. 8. En er )?eir varu bünir 10 
ferÖar sinnar, \k sagÖi konungr ]?eim orendi, at )?eir skyldu 
fara austr til Tünsbergs, J?ar var \k kaupstaÖr; )?ar haföi 
Gutthormr haft atsetu. 

9. „SkuluÖ ]?it", sagöi konungr, „fcera m6r sonu Gut- 
thorms, en dcetr hans skulu J?ar upp foeÖaz, til J?ess er ek gipti 15 
j?aer; skal ek fa menn til at varöveita rikit ok veita meyjunum 
föstr". 

10. En er }?eir broeör varu bünir, )?ä fara )?eir leiÖ sina 
878 ok byrjaöi )?eim vel; kömu J?eir um värit i Vik austr til Tüns- 
bergs ok bäru far framm orendi sin; taka J?eir HallvarÖr viÖ 20 
sonum Gutthorms ok miklu lausafe. 11. Fara )?eir, J?ä er ]?eir 
eru bünir, aptr ä leiÖ; byrjaÖi J?eim \k nokkurum mun seinna, 
ok varÖ ekki til tiÖenda i ]?eira ferÖ, fyrr en )?eir sigla norör 
um Sognsse byr göÖan ok bjart veÖr, ok varu ]?ä allkätir. 

XXVII, 1. Kveldülfr ok }?eir Skallagrimr heldu njösnum 25 
jafnan um sumarit inn ä fjöÖleiÖinni; Skallagrimr var hverjum 

1. er at honum leid, „als er dem Tönsberg am Christianiafjord) ist die 

tode nahe war"; dau'Öi „tod" ist älteste Stadt Norwegens, 

wohl eig. das zu leid zu ergänzende 22. seinna, „langsamer" (nicht 

subj.: „als der tod ihm sich näherte". „später"). 

12. var pdf in der reisebeschrei- 23. 24. nor'dr um Sognsa?, „in 

bung Otheres bei könig Alfred wird nördlicher richtung an S. vorbei" ; 

Sciringesheal als handelsplatz ge- Sognsa?r, die mündung des Sogne- 

nannt, das nicht weit von Tünsberg fjords. 

entfernt war. In der historischen 24. byr gödan ok bj. v., akk. tein- 

zeit aber wird Tünsberg stets als poris oder des begleitenden um- 

solcher genannt; die ausdrucksweise Standes, 
der saga sagt nicht, dafs dem nicht 

mehr so gewesen sei, als diese Worte Kap. XXVII. 26. pjöttteiftinni, s. 

geschrieben wurden. Tünsberg (heute zu k. 19,2. 

Sagabibl. 111. ^ 



82 Haüvarftr und Sigtryggr werden 

Eg. manni skygnri; hann sä sigling }?eira Hallvarfts ok kendi 
XXVII. skipit, }?viat hann haföi }?at skip set fyrr, }>& er Dorgils f6r 
meÖ. 2. Skallagrimr helt vorft k um ferÖ )?eira, hvar J?eir 
logöu til hafnar um kveldit; siÖan ferr hann aptr til liös sins 
5 ok segir Kveldülfi ]?at, er hann haföi set, svä )?at, at hann 
haföi kent skipit, f>at er f>eir Hallvarftr hoföu tekit af Porgisli 
ok Dör6lfr haföi att, ok J?ar mundu J>eir menn nokkurir fylgja, 
er veiÖr mundi i vera. 3. SiÖan büaz j?eir ok büa bäöa 
bäiana ok hoföu tuttugu menn & hvärum; styröl QÖrum Kveld- 

10 ülfr, en oÖrum Skallagrimr; r6a }?eir siÖan ok leita skipsins; 
en er )?eir koma at, ]?ar er skipit lä, \k logÖu £>eir at landi. 
4. Peir HallvarÖr hoföu tjaldat yfir skipi sinu ok hoföu \k 
lagiz til svefns; en er J?eir Kveldülfr kömu at j?eim, J?ä hlj6pu 
varÖmenn upp, er sätu viÖ bryggjusporÖ, ok kolluÖu ä skip 

15 üt, bäöu menn upp standa, sogftu, at ofriÖr för at £>eim; hljöpu 
J>eir HallvarÖr til väpna sinca. 5. En er )?eir Kveldülfr kömu 
at bryggjusporöinum, \k gekk hann üt at skutbryggju, en 
Skallagrimr gekk at frammbryggjunni; Kveldülfr hafo'i i hendi 
bryntroll. 6. En er hann kom ä skipit, \k baÖ hann menn 

20 sina ganga et ytra meÖ borÖum ok hoggva tjoldin 6r klofum; 
en hann 60 aptr til lyptingarinnar, ok sva er sagt, at J>j£ ham- 
aÖiz hann, ok fleiri va>u )?eir forunautar hans, er \k homuöuz; 
)?eir dräpu menn \k alla, er fyrir J?eim urÖu; slikt sama geröi 
Skallagrimr, ]?ar er hann gekk um skipit; l^ttu J?eir feogar 

25~eigi fyrr, en hroÖit var skipit. 7. En er Kveldülfr kom aptr 
at lyptiDgunni, reiddi hann upp bryntrollit ok hoggr til 



12. tjaldat, s. zn k. 9, 17. wähnt wird), die wohl zweischneidig 

14. bryggjusporü, s. Falk, Seew. 7. war, da das lat. bisacuta damit über- 

17. 18. skutbryggja nnd framm- setzt wird, und mit einer hervor- 

bryggja, die vom hinteren und vor- ragenden spitze (broddr). Nach 

deren teile des schiffes auf das land Stjörn (s. 461) war diese waffe ein 

geschobenen gangbretter; s. zu k. spiefs. Vgl. Falk, Waffenk. s. 110 f. 

18, 7 und Falk, Seew. 25; at = 20. klofum, s. zu k. 9, 17. 

„über". 21. lyptingarinnar, eine art von 

19. bryntroll, eigentl. „panzer- deck im hinterteile des schiffes (v. 

ungeheuer" und somit nur eine um- lypta „heben"); dort war in der 

Schreibung einer angriffswaffe und regel der platz des fürsten. 

besonders der axt; hier aber ist 21. 22. hamadiz, „benahm sich 

eine spezielle axtart gemeint (vgl. wie ein berserkr", „geriet in wilde 

§7, wo der „schaft" der waffe er- kampfinst"; vgl. unten § 13. 14. 



von Kveldülfr nnd Skallagrirur getötet. 83 

HallvarÖs 1 gegnum hjälminn ok hofuöit, ok sokk alt at skapti; Eg. 
hnyköi bann \k svä hart at se>, at hann brä HallvarÖi ä lopt XXVII. 
ok slongöi honum utbyrÖis. 8. Skallagrimr ruddi framm- 
stafninn ok drap Sigtrygg; mart hljöp manna ä kaf, en menn 
Skallagrims toku bätinn, er )?eir hofÖu fagat baft, ok reru 5 
til ok dräpu f>ä alla, er ä sundinu väru; J?ar lez alls manna 
Hall var fts meirr en fimm tigir manna, en }?eir Skallagrimr t6ku 
skipit, J>at er £>eir HallvarÖr hofÖu fangat hafr, ok f6 alt, f>at 
sem ä var. 9. Peir töku hondum menn tvä eÖa ]?rjä, J?ä, er 
}>eim }?6tti sem minstir vseri fyrir se>, ok gäfu griÖ ok hofÖu 10 
af )?eim tiÖendi, fr^ttu, hverir menn hefÖi verit ä skipinu, ok 
svä hvernig ferft p>eira hefÖi setlufr verit; en er f>eir väru 
visir orftnir alls ens sanna, \k konnuÖu }?eir valinn, J?ann er 
ä skipinu lä; fanz feim \k J?at ä, at meiri blutr manna hafÖi 
fyrir borÖ hlaupit ok hofÖu tynz, en f>at, er fallit hafÖi ä 15 
skipinu. 10. Peir synir Guttborms hofÖu fyrir borÖ hlaupit 
ok hofÖu tynz; )?ä var annarr )?eira tölf vetra, en annarr tiu, 
ok enir vaenligstu menn; siöan 16t Skallagrimr lausa fara )?ä 
menn, er hann hafÖi griÖ gefit, ok baÖ J?ä fara ä fund Haralds 
konungs ok segja honum vendiliga frä feim tiÖendum, er f»ar 20 
geröuz, ok svä, hverir J?ar hofÖu at verit, — „skulu J?6r", 
sagÖi hann, „bera til konungs kviÖling f>enna: 

11. 2. Nü's herses hefnf» 
vif hilme efn)?; 

gengr ulfr ok orn 25 

of ynglings born. 
flugo hoggven hra3 
Hallvarfs ä sae; 
grär slitr under 
are Snarfara. 30 



2. hnykfti, von hnykkja „rückeD, Str, 2. Pros. Wortfolge: Nü's 

reiisen". hefu]? herses efnj? v\p hilme; ulfr ok 

4. d kaf, „in die tiefe". 9m gengr of born ynglings; hrae 

6. 7. manna Hallvarfis, v. dem Hallvarfs flugo hoggven ä sae; grär 

folg. fimm tigir manna, und nicht are slitr under Snarfara. 

v. alls, das adverbiell „im ganzen" „Jetzt ist die räche des hersen am 

bedeutet, regiert. könige vollendet; wolf und adler 

22. kvidling, bed. gewöhnlich eine treten die kinder des fürsten mit 

kleine Strophe von spöttischem in- füfsen; der leichnam HallvarÖs flog 

halt, wie gerade hier. zerhauen über bord, der blafsgelbe 



6 



* 



84 



Kveldülfr erkrankt. 



Eg. 12. SiÖan fluttu J>eir Grfmr skipit meÖ farmi üt til skipa 

XXVII. sinna; skiptu \k skipunum; hlööu J?etta, er ]?ä hgfÖu feir fengit, 
en ruddu hitt, er J?eir hofÖu äÖr ok minna var; bäru )?ar i 
grj6t ok brutu )?ar ä raufar ok sokÖu niÖr; siglÖu siöan ä 
5 haf üt, f>egar byr gaf. 13. Svä er sagt at j?eim monnum vseri 
farit, er hamramniir eru, eÖa )?eim, er berserksgangr var a, at 
meÖan J?at var framit, ]?ä väru ]?eir svä sterkir, at ekki heiz 
viÖ )?eim, en fyrst, er af var gengit, )?ä väru )?eir ömatkari en 
at vanda. 14. Kveldülfr var ok svä, at \k er af honum gekk 

10 hamremmin, ]?ä kendi hann mceÖi af sökn J?eiri, er hann haföi 
veitt, ok var hann J?a af ollu saman 6mattugr, svä at hann 
lagÖiz 1 rekkju; en byrr bar J?ä i haf üt. 15. Kveldülfr reo 
fyrir skipi j?vf, er J?eir hoföu tekit af )?eim HallvarÖi; }?eim 
byrjaöi vel ok heldu mjok samfloti, svä at hvärir vissu longum 

15 til annarra; en er sottiz hafit, f>ä elnaöi sott ä hendr Kveld- 
ülfi. 16. En er dr6 at J?vi, at hann var banvsenn, \k kallaöi 
hann til skipv^erja sina, ok sagÖi ]?eim, at honum J?ötti glikligt, 
at |?ä mundi brätt skilja vega J?eira — „hefi ek", sagöi hann, 



adler zerreifst die wunden Snar- 
fares". 

herses, d.h. Kveldülfs. hilmer, „der 
behelmte", „fürst", könig Haraldr 
Schönhaar; vgl. zu str. 34. ynglingr, 
„Yngvis nachkomme", ein fürst; hier 
könig Harald; könig Yngve, der 
Stammvater des geschlechts, wird in 
Islendingaböc, anh. II, als „Tyrkia 
conungr" bezeichnet; s. übrigens die 
Ynglingasaga Snorris. hrce wird 
öfters auch in prosa in plur. von 
einem leichname gebraucht, z. b. 
Isl. böc. k. 3, 2. grdr, „grau", un- 
gefähr dasselbe wie nipfglr v. dem 
adler in Voluspo 50. Snarfare, dieser 
name wird hier augenscheinlich mit 
bitterer ironie gebraucht; der ge- 
danke: „jetzt ist er tot und todes- 
ruhig, der sonst so schnellfüfsig war 
und hiefs; der name half ihm nicht". 
Das fehlen des endreims in den 
beiden letzten zeilen ist auffallend, 
aber in solchen kviMingar finden 



sich öfter unregelmäfsigkeiten. Vgl. 
jedoch Gering, Zs. f. d. phil. 41 , 231 f. 

5. Svä, gehört zu farit, nicht zu 
er sagt; vgl. z. k. 21, 6. 

6. eb~a usw. ist nur ein erklärender 
zusatz. 

7. pat var framit, pat. nämlich 
das, was sie während der berserker- 
wut ausführten. 

8. af var gengit, neutral, „die wut 
sie verlassen hatte". 

10. moßtii, ist gen. 
sökn, „angriff", hier geradezu 
„kämpf". 

14. longum., „stets". 

15. er söttiz hafit, „als das ineer 
durchfahren (eig. überwunden) war", 
d. h. als sie in die nähe Islands 
kamen. 

elnadi, von et „fieberanfall"; elna 
„stark oder stärker werden", „über- 
handnehmen". 

17. til, „zu sich". 



Kveldülfs tod. 85 

„ekki kvellisjükr verit, en ef svä ferr, sem mer ]?ykkir nü Eg. 
glikligast, at ek ondumz, }?ä geriÖ mer kistu ok lätiÖ mik XXVII, 
fara fyrir borö", ok verÖr ]?etta annan yeg en ek hugfta at 
vera mundi, ef ek skal eigi koma til Islands ok nema f>ar 
land. 17. Pe> skuluÖ bera kveöju raina Grimi, syni minum, 5 
p& er ]?er finniz, ok segiÖ honum )?at meÖ, ef sva verÖr, at 
hann komr til Islands, ok beri svä at, p6tt ]?at muni öglfkligt 
)?ykkja, at ek sjä J>ar fyrir, J?ä taki hann s6r J>ar büstaÖ sem 
nsest pvi, er ek hefi at landi komit". 

18. Litlu sföar andaöiz Kveldülfr; gerÖu skipverjar hans lo 
svä, sem hann hafÖi fyrir mselt, at peir logÖu hann i kistu ok 
skutu siöan fyrir borÖ. 19. Grimr het maÖr, sonr Doris Ketils 
sonar kjolfara, kynstörr maÖr ok auÖigr; hann var skipveri 
Kveldülfs; hann hafÖi verit aldavinr ]?eira feöga ok hafÖi 
verit i ferö'um baeöi meb" J?eim ok D6r61fi; hafÖi hann ok fengit 15 
reiÖi konungs fyrir \k sok. 20. Hann tök til forräÖa skipit, 
eptir er Kveldülfr var dauÖr; en er j?eir väru komnir viÖ Is- 
land, )?ä siglöu J?eir sunnan at landi; ]?eir siglöu vestr fyrir 
landit, ]?viat J?eir hoföu ]?at spurt, at Ingolfr haföi s6r )?ar 
büstaÖ tekit, en er feir kömu fyrir Reykjanes ok J?eir sä 20 
firÖinuni upp lüka, ]?ä stefna }>eir inn i fjorÖinn bäÖum 
skipunum. 21. VeÖr gerÖi hvast, ok vaeta mikil ok )?oka; 
skilöuz J?ä skipin; siglöu ]?eir inn eptir BorgarfirÖi, til fess er 
t^raut sker oll, kostuÖu J?ä akkerum, til ]?ess er veÖr laegÖi 
ok ljöst gerÖi; ]?ä biÖu J?eir floeöar; siö'an fluttu J?eir skipit upp 25 
i ärös nokkurn; sü er kolluÖ Gufä. 22. Leiddu f»ar skipit 

1. kvellisjükr „schwächlich, kränk- 20. Reykjanes, die südwestlichste 

lieh"; vgl. Laxd. k. 17,3. halbinsel Islands; zwischen ihr und 

4. ef ek skal eigi, „wenn es nicht der halbinsel Snozfellsnes breitet sich 

mein Schicksal ist". der meerbusen Faxaflöi aus; dies ist 

13. kjolfara, Kjglr od. Kilir heifst der gleich nachher genannte fjorftr. 
der lange bergrücken zwischen Nor- Eine der vom Faxaflöi ins land ein- 
wegen u. Schweden; es ist wohl dieses springenden buchten ist der Borgar- 
wort, womit wir es hier zu tun haben. fjortfr. 

Kjglfari also „einer, der eine oder 21. firb'inum upj) lüka, unpers., 

mehrere reisen über diesen berg- „dal's sich die bucht öffnete, sich 

rücken gemacht hat". S. übrigens üb. zeigte". 

die genealogie die einleitung § 24. 22. Vefir, ist akk.; zu vceta mufs 

14. aldavinr, „ein freund von alters man aber var ergänzen. 

her, ein langjähriger freund" (von 26. Gufä, eigentl. Gufud, so nach 

old, „zeit, Jahrhundert"). einem (Ketill) gufa genannt; s. k. 77. 



86 



Skallagrimr landet in Island. 



Eg. upp eptir änni, svä sem gekk, bäru siÖan farm af skipinu ok 

XXVII. bjogguz }>ar um enn fyrsta vetr; )?eir konnub'u landit meÖ sse, 878 

XXTIII. bseöi up p ok ut . en er ^ e i r hoföu skamt farit, }?a fundu )?eir 

i vik einni, hvar upp var rekin kista Kveldülfs; fluttu ]?eir 

5 kistuna a nes J>at, er ]?ar varÖ, settu hana far niör ok hlööu 

at grjöti. 

Skallagrimr nimmt land in besitz. 
XXVIJI, 1. Skallagrimr kom pur at landi, er nes mikit 
gekk { sse üt, ok eiÖ mj6tt fyrir ofan nesit, ok baru ]?ar farm 
af; }>at kolluou J>eir Knarrarnes; siÖan kannaÖi Skallagrimr 
10 landit, ok' var ]?ar myrlendi mikit ok sk6gar viÖir, langt i 
milli fjalls ok fjoru, selveiÖar gnogar ok fiskifang mikit. 2. En 
er J?eir konnuöu landit suör meö sjönum, ok varÖ )?ä fyrir 
}>eim fjorÖr mikill, en er }>eir föru inn meÖ firÖi )?eim, \k lettu 
)?eir eigi fyrr f er omni, en j?eir fundu forunauta sina, Grim 
15 enn haleyska ok ]?ä forunauta; varÖ J?ar fagnafundr; sogÖu 
}>eir Skallagrimi andiät foöur hans ok ]?at meÖ, at Kveldülfr 
var )?ar til lands kominn ok J?eir hofÖu hann jaroat; siöan 
fylgöu }>eir Skallagrimi }>ar til, ok syndiz honum sva, sem 



-9 



Die mündung dieses kleinen, in den 
BorgarfjorÖr sich ergiefsenden flusses 
(Gufär6ss) wird in den sagas öfter als 
landungsplatz erwähnt, z. b. Gunn- 
laugs saga k. 2 u. 5; Bjarnar saga 
Hitd. (Boer) 4, 9; FMS. I, 285. II, 25 
u. ö. Anch heute ist der flufs an 
seinem auslaufe so tief, dafs zur flut- 
zeit schiffe dort einsegeln könnten 
(Kälund I, 372). 

I. svd sem gekk, „so weit, als es 
gehen konnte, als sie vermochten". 

3. upp ok üt, „aufwärts und nach 
der mündung {üt) des BorgarfjorÖr"; 
üt bezeichnet stets die richtung nach 
dem meere hin, dagegen upp die nach 
den bergen hin (landeinwärts). 

5. er par varft, s. zu k. 25, 4. 

Kap. XXVIII. 7. Mit der hier und 
unten k. 29 gegebenen Schilderung 



des landes vgl. Maurer, Island, 
s. 10—12. 

9. Knarrarnes, Vorgebirge in der 
Myras) sla, w. von der insel Hjortsey. 
Der schmale isthmus {eitü), der es 
mit dem festlande verbindet, soll 
gegenwärtig nur zur ebbezeit über 
dem wasser sich befinden (Kälund 
I, 385). 

1!. fjalls ok fjoru, sehr häufige 
allit. formel; s. z. b. unten § 3; 
Landn. 1, 1. 19; II, 5. 6; FMS I, 
235 usw. 

selvetöar, pl. „gelegenheit zur jagd 
auf seehunde". 

12. ok varti pä, s. zu k. 22, 10. 

13. fjordr mikill, der BorgarfjorÖr. 
15. ok pd forunauta, „und seine 

genossen". 

fagnafundr, verkürzt f. fagna'da- 
fundr „eine freudige begegnung, ein 
frohes wiederfinden". 



Skallagrimr läfst sich am BorgarfjorÖr nieder. 



87 



J?aÖan mundi skamt a brott, far er bölstaÖargorÖ göÖ mundi Eg. 
vera. 3. F6r Grimr J?a i brott ok aptr til skipverja sinna, ok XXVIII. 
satu )?ar hvärir um vetrinn, sem J?eir hofÖu at komit; pi nam 
Skallagrimr land milli fjalls ok fjoru, myrar allar üt til Selalöns 
ok et ofra til Borgarhrauns, en suÖr til Hafnarfjalla, ok alt 5 
879 |?at land, er vatnfoll deila til sj6var. 4. Harm flutti um varit 
eptir skipit suÖr til fjarÖarins ok inn i väg }?ann, er nsestr 
var pvi, er Kveldülfr haföi til lands komit, ok setti )?ar boa 
ok kallaöl at Borg, en fjorÖinn BorgarfjorÖ, ok sva heraÖit 
upp frä kendu J^eir viÖ fjorÖinn. 5. Grimi enum häleyska gaf 10 
bann büstaÖ fyrir sunnan BorgarfjorÖ, j?ar er kallat var ä 
Hvanneyri; p>ar skamt üt frä skarz inn vik ein eigi mikil; 
fundu J?eir J?ar andir margar ok kolluÖu Andakil, en Andakilsä» 
er )?ar feil til sj6var; upp frä ä J?eiri til )?eirar är, er kolluÖ 



1. pafian mundi— brott , „es werde 
nicht weit davon eine solche stelle 
sein". 

bölstadarger'Ö , „die auffiihniDg 
eines Wohnsitzes". 

3. at komit, at seil, landi. 

3. 4. nam . . . land. S. hierüber 
B. M. Olsens abhandl., Aarb0ger 1 904, 
s. 1 67 fF. , wo jedoch des verf. an- 
schauungen über die grenzen des 
landnames sicher unrichtig sind ; vgl. 
meine gegenbemerkungen in Litt. 
bist. 2 II, 412 

4. myrar, „die sümpfe"; die ganze 
landschaft heifst auch heute noch 
Myrar, so dafs es unsicher ist, ob 
man hier nicht auch so schreiben 
soll. 

Selalön (d. i. die bucht der see- 
hnnde), diese örtlichkeit ist heute 
nicht mehr bekannt, doch dürfte 
sie w. von dem heutigen Kaldaröss 
(in der Hnappadalssysla) zu suchen 
sein (Kalund I, 404; Arbok isl. forn- 
leif. fjel. 1897 s. 9). 

5. Borgarhraun, jetzt Barna- 
borgarhraun, ein lavafeld an der 
ostseite der Kaldä. 

Hafnarfjoll, gemeint ist der ge- 



birgsstock zwischen BorgarfjorÖr 
Laxä und Skorradalsvatn ; der nw. 
teil desselben heifst noch heute 
Hafnarfjall (Kalund I, 299). 

6. er vatnfoll deila til sjövar, „das 
die zum meere rinnenden flüsse 
abgrenzen". Die von Skallagrimr 
in besitz genommene landschaft 
ist aufsergewöhnlich reich an be- 
deutenden Aussen; es sind (von n. 
nach s. gerechnet) die Kaldä, Hitä, 
Alptä, Langä und Hvitä. 

9. at Borg, vgl. zu k. 7, 13. Das 
gehöft liegt auf dem westl. ufer 
des BorgarfjorÖr am inneren ende 
einer kleinen bncht ( Borgar vägr) ; 
seinen namen erhielt es von der 
anhühe (borg), an deren fufs es er- 
richtet wurde. 

12. Hvanneyrr, liegt ein wenig s. 
von der mündung der Hvitä. 

13. andir, jüngere form für endr; 
Noreen, gramm.* §416,4. 

Andakill, d. i. „entenbucht", die 
so. spitze des BorgarfjorÖr, in die 
sich die kleine, aus dem Skorra- 
dalsvatn kommende Andakilsä er- 
giefst. 

14. er par, „djn flufs, der dort". 



88 



Skallagrimr weist seinen leuten land an. 



Eg. var Grimsä, )?ar i milli ätti Grimr land. 6. Um värit J?ä er 

XXVIII. Skallagrimr let reka kvikfe sitt ütan meÖ sjö, )?a kömu )?eir 

ä nes eitt litit ok veiddu J?ar alptir nokkurar ok kolluöu 

Alptanes. 7. Skallagrimr gaf land skipverjum sinum; Ana 

5 gaf hann land milli Langar ok Häfsloekjar, ok bjö hann at 

Anabrekku; sonr hans var Onundr sjöni; um hann deildu )?eir 

Porsteinn ok Tungu-Oddr. 8. Grani bjo at GranastoÖum i 

Digranesi; Porbirni krumm gaf hann land upp meÖ Gufa ok 

PörÖi beigalda; bjo Krumr i Krumshölum, en PörÖr at Beig- 

10 alda; Pöri J?urs ok j?eim bneöruin gaf hann land upp frä 

Einkunnum ok et ytra meÖ Langä; Pörir f>urs bjö ä Purs- 

stoÖum; hans d6ttir var P6rdis stong, er bjö i Stangarholti 

siöan; Porgeirr bjö ä JarÖlangsstoÖum. 9. Skallagrimr kannaöi 

land upp um heraÖ, för fyrst inn meÖ BorgarfirÖi, til J?ess er 

15 fjoröinn f>raut, en siÖan meÖ änni fyrir vestan, er hann kallaÖi 

Hvita, )?viat ]?eir forunautar hofÖu eigi set fyrr votn )?au, er 

ör joklum hofbu fallit; f>ötti }?eim äin undarliga lit. 10. Peir 



1. Grimsd, ein 1. nebenflufs der 
Hvitä. 

3. alptir, auch elptr, s. Noreen, 
gramm.* § 416, 1 und 4. 

4. Alptanes, die südlichste spitze 
der Myrasysla. 

5. Hdfsloßkr, ein bach auf dem 1. 
ufer der Langä, der kurz vor der 
naündung dieses flusses sich mit ihm 
vereinigt. 

6. Änabrekka, w. von Borg, am 
1. ufer der Langä. 

um hann deildu, „seinetwegen 
stritten". Wahrscheinlich sind die 
händel gemeint, über die k. 80 ff. 
genauer berichtet und deren auch 
in der Gunnlaugs saga k. 7, 18 ge- 
dacht wird. Eigentl. war es jedoch 
nicht Onundr, sondern sein bösartiger 
söhn, Steinarr, der sich mit dorsteinn, 
dem söhne Egils, entzweite. Vgl. 
die einleitung § 38. 

8. Digranes, heute Borgarnes, eine 
kleine halbinsel, die den Borgarvägr 
(s. oben zu § 4) im o. begrenzt. 



Granastadir soll auf der östl. seite 
dieser halbinsel an einer kleinen ein- 
buchtung (Sandvik k. 40, 13) gelegen 
haben (Kälund I, 377 f.). 

9. 10. Beigaldi, gehöft am r. ufer 
der Gufä. In der nähe lag auch 
Krumshölar, wovon heute nur noch 
ruinen sichtbar sind (Kälund 1, 373). 

11. Einkunnir, „ein ansehnlicher, 
von gebüsch umgebener, burgförm. 
hügel, eine kleine strecke nördl. von 
Borg" (Kälund I, 381). 

11. 12. Pursstadir, liegt sw. von 
Borg, in geringer entfernung von 
diesem hofe. 

12. hans dottir, s. die einleit. §24. 
Stangarholt, am 1. ufer der Langä, 

nördl. von Borg. 

13. Jardlangssta'dir, ebenfalls am 1. 
ufer der Langä, etwas weiter südlich. 

15. fyrir vestan, „am westl. ufor". 

17. undarliga lit, charakteristisch 
für die isländ. gletscherflüsse ist die 
weifslich-graue (milchähnliche) färbe 
des wassers. 



Skallagrims wirtschaftliche tätigkeit. 89 

foru upp meö Hvitä, til ]?ess er sü ä varÖ fyrir f>eim, er feil %. 
ör norÖri frä fjollum; J?ä kolluöu ]?eir NorÖrä, ok föru upp XXVIII. 
meö" f>eiri ä, til J?ess er enn varÖ a fyrir J>eim, ok var J>at 
litit vatnfall; foru J?eir yfir ä j?ä ok enn upp meÖ Norörä; sä 
J?ä brätt, hvar en litla äin feil tfr gljiifrum, ok kolluÖu )?ä 5 
Gljüfrä. 11. SiÖan foru f>eir yfir NorÖrä ok föru aptr enn til 
Hvitär ok upp meÖ henni; varÖ pi enn brätt ä sü, er J?vers 
varÖ, fyrir ]?eim ok feil i Hvitä; )?ä kolluÖu J?eir Pverä; }?eir 
urÖu j?ess varir, at }?ar var hvert vatn fult af fiskum; sfÖan 
föru J?eir üt aptr til Borgar. 10 

Skallagrims tüchtigkeit und Wirtschaft. 
XXIX, !. Skallagrimr var iöjumaÖr mikill; hann hafÖi 
meÖ s£r jafnan mart manna, let scekja mjok fong J?au, er 
fyrir väru ok til atvinnu monnum väru, J?viat }>ä fyrst hoföu 
)?eir fätt kvikfjär hjä }?vi, sem J?urfti til fjolmennis J?ess, sem 
var; en f>at sem var kvikfjärins, f>ä gekk ollum vetrum själfala 15 
i skögum. 2. Skallagrimr var skipasmiftr mikill, en rekavio 
skorti eigi vestr fyrir Myrar; hann let gera boe ä Alptanesi 
ok ätti J?ar bü annat; 16t ]?aÖan soekja ütröÖra ok selveiöar 
ok eggver, er J>ä väru gnög fong }?au oll, svä rekaviö" at lata 

2. Norfirä, der bedeutendste (r.) an die isländ. küsten führte. Die 

nebenflufs der Hvitä. bäume der isländ. „sk6gar" (birken- 

6. Gljüfrd, ein r. nebenflufs der und weideDgebüsch) erreichten auch 
NorÖrä, den diese kurz vor ihrer im altertnme nur eine geringe höhe; 
mündung in die Hvitä aufnimmt. ihr holz war daher zu bauzwecken 

7. fivers, adverbiell; eig. wohl nicht geeignet. 

ftvers vegar „in die quere". 17. vestr fyrir M., „an der ganzen 

8. Pcerd, ebenfalls ein r. neben- küste der Myrar". 

fluls der Hvitä. Sie ist ein abflufs 16. annat, nämlich neben dem zu 

der zahlreichen landseen und moore Borg. 

der heide Tvidcegra. scekja, „betreiben". 

9. fiskum, nämlich lachsen, vgl. selveidar, „seehnndsjagd". 
laxcirnar k. 29, 4. 19. eggver, pafst nicht so genau 

zu dem vb. scekja, wie ütrötSra und 

Kap. XXIX. 13. fyrir väru, „zur selveiftar; aber das zeugma ist sehr 

band waren". leicht und verständlich. 

14. hjä f>vi, „im vergleich mit er, ist hier kausal, „weil". 

dem, im Verhältnis zu dem". fmu oll, „die genannten alle". 

16. rekavifi, „treibholz", das der svd rekavift usw., rekavid ist wohl 

udfstrom aus dem Missisippigebiet eig. von at scekja abhängig, dazu wird 

und der Polarstrom von Sibirien her dann at lata erklärend zugefügt; 



90 



Skallagrims wirtschaftliche tätigkeit. 



Eg. XXIX. at ser flytja; hvalakvämur väru )?ä ok miklar, ok skjota matti 
sem vildi; alt var J>at fa kyrt i veibistob, er J?at var ovant 
raanni. 3. Et ]?ribja bü atti haDn vib sjöinn a vestanverbuni 
Myrum; var far enn betr komit at sitja fyrir rekum, ok )?ar 
5 let haiin hafa ssebi ok kalla at Okrum; eyjar lägu )?ar üt 
fyrir, er hvalr fanz i, ok kollubu ]?eir Hvalseyjar. 4. Skalla- 
grimr hafÖi ok menn sina uppi vib laxarnar til veiba; Odd 
einbüa setti bann vib Gljüfrä at gaeta )?ar laxveiöar; Oddr 
bj6 undir Einbüabrekkum; vib bann er kent Einbüanes, Sig- 
10 niundr h£t mabr, er Skallagrimr setti vib NorÖrä; bann bjö 
j?ar, er kallat var a Sigmundarstobum, — ]?ar er nü kallat at 
Hauguni, — vib bann er kent Sigmundarnes; siÖan fcerbi hann 
büstaÖ sinn i Munobarnes, }?6tti ]?ar hoegra til laxveiba. 5. En 
er framm gekk mjok kvikfe Skallagrims, J?ä gekk feit upp 
15 til fjalla alt ä sumrum; bann fann mikinn mun ä, at J?at fe 
varb betra ok feitara, er a heibum gekk, sva* )?at, at saubfe 
beiz ä vetrum l fjalldolum, p6tt eigijverbi ofan rekit. 6. Siban 



aber die ganze redeweise ist doch 
etwas locker, so dafs der satz auch 
anakoluthisch und rekavift als obj. 
zu flytja aufgefafst werden kann. 

2. pat, „das", nämlich diese tiere 
(die walfische und seehunde); vgl. 
Maurer, Island 417. 

i veidistpfi, „an den für jagd (und 
fischerei) geeigneten stellen". 

4. var par enn betr komit at sitja 
fyrir rekum, „jener ort war noch 
geeigneter dazu, auf das treibholz 
aufzupassen". 

5. Über den isländ. ackerbau vgl. 
Maurer, Island 1 6— 18; b.Thoroddsen, 
Lysing Islands IV, 1 67 ff. ; B. M. Olsen, 
BunaÖarrit XXIV, 1910, s. 8 1 ff. und 
die einleitung § 31. 

Okrum, der hof Akrar liegt an 
der Westküste der Myrasysla (un- 
gefähr gleich weit entfernt von den 
mündungen der Hitä und der Alptä). 

0. Hvalseyjar, eine doppelte reihe 
von (b) kleinen inseln ; etwa 1 meile 



von der küste entfernt (Kälund I, 
388). 

7. laxarnar, vgl. k. 28, 11. 

9. Einbüabrekkum, den namen 
Einbüabrekka führt noch heute ein 
in der nähe der Gljüfra gelegener 
hügel. — Einbüanes, ein mit ge- 
büsch bewachsener hügelrücken, der 
heute den namen Sautihüstunga führt 
(Kälund I, 364). 

12. 13. Haugar und Munodarnes 
liegen beide am r. ufer der NorÖra. 
— Sigmundarnes heifst noch heute 
eine landzunge, die sich oberhalb 
des gehöftes Sölheimatunga in den 
flufs vorschiebt. 

14. framm gekk, „sich vermehrte". 

15. mun, „unterschied". 

17. heiz, „sich halten und ernähren 
konnte". 

verb'i, nach dem vorhergehenden 
sollte man yrtfi erwarten, aber der 
verf. hat die noch zu seiner eigenen 
zeit bestehenden zustäude im äuge 
und sprichtauch von diesen, indem 



Oleifr hjalti kommt nach Island. 91 

let Skallagrimr gera boe uppi viö fjallit, ok ätti J?ar bü; let Eg. XXIX. 
J?ar varöveita sauÖfe sitt; ]?at bü varÖveitti Griss, ok er vio 
hann kend Grisartunga; stöÖ ]>k ä morgum fötum fjärafli 
Skallagrfnis. 

Öleifr hjalti kommt nach Island. 

7. Stundu siÖar, en Skallagrimr haföi iitkomit, koni skip 5 
880 af hau i Borgar fjorö, ok ätti sä maÖr, er Oleifr var kallaör 
hjalti; hann haföi meÖ ser konu sina ok born ok annat fnend- 
lio sitt ok haföi svä a3tlat fero sina, at fä s£r btistaÖ ä Is- 
landi; Oleifr var maör auöigr ok kynsttfrr ok spakr at viti. 
8. Skallagrimr bauÖ Oleiri heim til sin til vistar ok liöi hans 10 
ollu, en Oleifr J>ekoiz )>at, ok var hann meÖ Skallagrimi enn 
fyrsta vetr, er Oleifr var ä Islandi; en eptir um värit visaÖi 
Skallagrimr Oleifi til landskostar fyrir sunnan Hvitä, upp frä 
Grfmsä til Flökadalsär. 9. Oleifr )?ekÖiz )?at ok för }?angat 
büferli sinu ok setti ]?ar bustaö, er heitir at Varmaloek; hann 15 
var gofugr maör; hans synir väru J?eir Ragi i Laugardal ok 
Dörarinn RagabröÖir, er logsogu tök ä Islandi nsest eptir Hrafn 



er verüi sagt; doch ist natürlich „schwertgriff"), wird nur selten er- 

seine meinung, dafs die äufserang wähnt (Isl. böc k. 3, 5; Landn. I, 20; 

eine allgemeine geltung habe. Njala k. 13). 

14. Flökadalsä, ein 1. nebenflufs 

3. Grisartunga (heute Grisatunga), der Hvita. 

das gehöft erhielt seinen namen von 15. buferli sinu, gehört zu för als 

einer zwischen der Langä und Gljufrä dat. des begleitenden umstandes. 

sich erstreckenden talmulde (heute Varmalozkr, liegt am ende des 

StaÖartunga); Kälund I, 365. zwischen der Flökadalsä und der 

ä morgum fötum, nicht buchstäb- Grimsä in die niederung vorspring- 

lich zu verstehen; der ausdrack be- enden hügelrlickens Varmaloekjar- 

dentet, dafs Sk. an verschiedenen muH. 

stellen Viehzucht trieb und somit 16. Ragi, ist wenig bekannt; nach 

nicht in Verlegenheit kommen konnte, Landn. (s. 59) war er der Stammvater 

wenn sie an einem orte fehlschlug. des bischofs I'orläkr Runölfsson 

5. Stundu, „eine Zeitlang", „ein (1118—33). 

wenig". Über dieses stück s. die Laugardair, gemeint ist L. in der 

einleitung § 33. Ärnesssysla, nördl. von dem landsee 

6. var kallabr, so wird das vb. Apavatn. 

häufig zwischen den eig. namen und 17. Pörarinn BagabröÜir, der 

den beinamen (oder attribute wie zweite gesetzsprecher (der erste 

konungr) gesetzt. war Hrafn, s. k. 23, 15) Islands 

6. 7. Oleifr . . . hjalti, (von hjalt 950 - 69; über l'orarinn s. z. b. Njäla 



92 Yngvarr, Skallagrims Schwiegervater, kommt nach Island. 

Eg. XXIX. Hoeingsson; Pörarinn bj6 at Varrnaloek; hann ätti Dördisi, döttur 
XXX. OUfs feilans, systur DörÖar gellis. 



Yngvarr, der Schwiegervater Skallagrims, kommt nach Island. 

XXX, 1. Haraldr konungr enn h&rfagri lagÖi eigu sina 
ä jarÖir J?ser allar, er J?eir Kveldülfr ok Skallagrimr hoföu 
5 eptir d,tt i Nöregi, ok alt ]?at fe annat, er hann näöi. 2. Hann 
leitaöi ok mjok eptir monnum ]?eim, er verit hoföu i räÖum 
ok vitoröum eöa nokkurum tilbeina meb* )?eim Skallagrimi um 
verk ]?au, er }?eir unnu, äÖr Skallagrimr för ör landi ä brott, 
ok sva kom sä fjandskapr, er konungi var ä J?eim feögum, at 

10 hann hataÖiz viÖ frsendr f>eira eöa aÖra naubleytamenn eö'a 
)>k menn, er hann vissi, at J?eim hoföu allkserir verit i vinättu; 
saettu sumir af honum refsingum ok margir flyöu undan ok 
leituÖu ser hcelis, sumir innan lands, en sumir flyöu meÖ ollu 
af landi ä brott. 3. Yngvarr, magr Skallagrims, var einn af 

15 )?essum monnum, er nü var frä sagt; t6k hann ]?at raö, at 
hann varÖi fe sinu, svä, sem hann mätti, i lausaeyri ok fekk 
s6r hafskip, r6Ö J?ar menn tii ok bj6 ferÖ sina til Islands, 
|?viat hann haföi j?a spurt, at Skallagrimr hafbl tekit J?ar 
staöfestu, ok eigi mundi j?ar skorta landakosti meÖ" Skalla- 

20 grimi. 4. En er f>eir väru bünir ok byr gaf, J?ä siglÖi hann 88u 
i haf, ok greiddiz ferÖ hans vel; kom hann til Islands fyrir 
sunnan landit ok helt vestr fyrir Reykjanes ok siglÖi inu ä 



k. 13—15 und 17. Über den gesetz- 
sprecher und sein amt s. Maurer, 
Island s. 211-20. 

2. Öldfr feilan, horsteinsson, kam 
um 892 mit seiner grofsmutter, der 
„königin" AuÖr djüpuöga nach Is- 
land und erbte von ihr das gehöft 
Hvammr am HvammsfjorÖr. Sein 
söhn ßör'dr gcllir wird in den isländ. 
sagas sehr häufig erwähnt. Auf seine 
anregung erfolgte die einteilung des 
landes in vier viertel und die re- 
gelung der bezirks- und gerichts- 
verfassung (Islend. böc k. 5; vgl. 
V. Finsen, Isl. fristats institt. s. 80; 
K. Maurer, Island s. 54). 



Kap. XXX. 7. vitorb'um, „kennt- 
nis"; or$ ist hier nicht viel von 
einer endung verschieden, at vera 
i vitorfii med', „kenntnisse von dem 
vorhaben jmds. haben", „mitwisser 
einer sache sein". 

10. naubleytamenn, der zweite 
bestandteil ist gen. pl. von hleyti 
„ schwagerschaft " ; naub"hleyti ist 
ein etwas stärkerer ausdruck als 
hleyti und hebt die gegenseitige 
Verpflichtung zu hilfe und beistand 
hervor. 

16. lausaeyri, ist akk. 

19. landakosti = landskosti, s. zu 
k. 23, 6. 



Skallagrimr errichtet efue schmiede. 93 

BorgarfjorÖ ok helt inn i Langä ok upp alt til fors; bdru Eg. XXX. 
]>ar farm af skipinu. 5. En er Skallagrimr spurfti atkvainu 
Yngvars, \k för hann }?egar k fund hans ok bauÖ honum til 
sin meÖ svä morgum monnum, sem hann vildi; Yngvarr peköiz 
)at; var skipit upp sett, en Yngvarr för til Borgar meÖ marga 5 
jiO — 81 menn ok var )?ann vetr meÖ Skallagrimi. 6. En at va>i bauÖ 
Skallagrimr honum landakosti; hann gaf Yngvari bü ]?at, er 
hann ätti a Alptanesi, ok land inn til Leiruloekjar ok üt til 
StraumfjarÖar; siÖan f6r hann til ütbüs J^ess ok tok j?ar viÖ 
ok var hann enn nyzti maÖr ok hafoi auÖ fjär; Skallagrimr 10 
gerÖi \k bü i Knarrarnesi ok ätti ]?ar bü lengi siftan. 

Skallagrimr errichtet eine schmiede. 

7. Skallagrimr var jarnsmiör mikill ok haffti rauöablastr 
mikinn k vetrinn; hann 16t gera smioju meÖ sjönum mjok 
langt üt frä Borg, )?ar sem heitir Raufarnes; ]>6tti honum 
skögar ]?ar eigi fjarlaegir. 8. En er hann fekk )?ar engan 15 
stein, f>ann er svä vaeri harÖr eÖa slettr, at honum J^oetti gott 
at lyja järn vio" — ]Mat J?ar er ekki malargrjöt; eru ]?ar 
smdir sandar alt meÖ ssb — var ]?at eitt kveld, J?ä er afirir menn 

1. fors, „Wasserfall"; vielleicht ist kommende rötliche (daher der name) 

Fors (als eigennaine) zu schreiben; raseneisenstein, der eingeschmolzen 

der erwähnte Wasserfall (heute (at bldsa = schmelzen, wegen der 

Langärfoss) befindet sich oberhalb blasebälge) und zu eisen verarbeitet 

eines geholtes, das nach ihm be- wurde, 
nannt worden ist (Kälund I, 383). 14. Raufarnes, heute Rauöanes, 

5. upp sett, „hinauf auf das land ge- swestl. von Borg (Kälund 1,378). 
zogen"; gewöhnl. wurde ein kleiner 16. eb~a slettr, eda ungef. = ok. 

schuppen (naust) darüber aufgeführt. 18. smdir sandar, nicht „kleine 

8. Leiruloekr, ein kleiner bach, sandstrecken", sondern „strecken 
südl. von der mündung der Langä, mit feinem sand" (kleinen sand- 
an welchem noch heute ein gehöft kürnern); sandar, plur., bedeutet ja 
gleiches namens liegt. grofse oder lange sandstrecken; 

9. Straumfjprdr, eine kleine bucht, vgl. k. 23,7; mit dem ausdrucke 
nwestl. von Alptanes. vgl. allar hendr „die beiden arme 

utbü = bü (z. b. Hav. S3, 6 en ganz oder in ihrer vollen aus- 

hxind d büe) im gegensatze zum Streckung". Gegensatz zu smdir 

hanpthofe, der wohnstätte des häupt- sandar bildet malargrjöt, d. h. 

lings (bauers). „grüfsere, von der meeresbrandung 

12. rauöablästr, rautii hiefs der abgeschliffene, runde steine", 

in den isliind. sümpfen häufig vor- alt, „überall". 



94 



Skallagrims tätigkeit als schmied. 



Eg. XXX. f6ru at sofa, at Skallagrfmr gekk til pjövar ok hratt framm 
skipi dttaeru, er hann ätti, ok reri üt til MiÖfjarÖareyja; let 
\k hlaupa niör stjöra fyrir stafn d skipinu. 9. SiÖan steig 
hann fyrir borÖ ok kafaöi ok haföi upp meÖ se> stein ok 
5 fcerÖi upp i skipit; siÖan för hann sjdlfr upp i skipit ok reri 
til lands ok bar steininn til smiöju sinnar ok lagÖi niör fyrir 
smiojudurum ok liiöi )?ar sföan j&rn viÖ. 10. Liggr sä steinn 
]?ar enn ok mikit sindr bjd, ok se> )?at ä steininum, at hann 
er barÖr ofan ok p>at er brimsorfit grj6t ok ekki ]?v{ grjöti 
10 glikt oÖru, er j?ar er, ok munu nu ekki meira hefja fjörir menn. 
11. Skallagrimr sötti fast smiojuverkit, en hüskarlar hans 
vonduÖu um, ok p>6tti snimma risit; )?ä orti hann visu ^essa: 

3. Mjok tekr är, säs aura, 

isarns meij?r, at risa, 
15 (vd]?er vidda br<tyor 

ve]?r) leggja skal (kve]>ja); 

gjalla lsetk a golle, 

geisla njöts, me^an pjota, 

heito, hroerekytjor 
20 hreggs vindfrekar, sleggjor. 



2. dttcerr, „mit acht rudern (drar) 
auf jeder seite". 

Mtöfjartfareyjar, heute Borgar- 
eyjar, eine inselgruppe im Borgar- 
fjorÖr. 

3. stjöra, „ein ankerstein"; vgl. 
Falk, Seew. s. 78 f. 

4. kafatti, „stürzte sich in die 
tiefe". 

9. brimsorfit, „von der branduDg 
glatt geschliffen". 

10. ok munu usw., s. die einleitUDg 
§ 32 am ende. 

12. vpndudu um, „klagten dar- 
über". 

risit, v. risa „aufstehen". 

Str. 3. Pros. Wortfolge: 
Mjok ar tekr isarns meij'r at risa, 
säs skal leggja aura; vej?rv4)?er 
kveJTJa vidda brö}?or. Lsetk sleg- 
gjor gjalla a heito golle geisla 



njöts, me)?an vindfrekar hroerekytjor 
hreggs ftöta. 

„Sehr früh wird der eisenschmied 
aufstehen, welcher sich geld zu 
sammeln wünscht. Die blasebälge 
fordern den bruder Viddis auf. 
Ich lasse die vorhämmer auf der 
glühenden metallmasse schallen, 
während die windheischenden bälge 
heulen". 

isarns meipr, eig. eine Umschrei- 
bung für krieger „des eisens (d.i. der 
waffe) bäum" ; hier jedoch sicherlich 
mit einer anspielung auf die arbeit 
des dichters. isarn, eine ältere 
form f. idrn {jdrn). leggja, „legen, 
niederlegen" (an eiüer und derselben 
stell), also ungefähr „sammeln"; 
vgl. fe-lag. veftrvdper, „die kleider 
des windes", die blasebälge. Vidda 
brö/>er, mufs der wind sein, was 



Skallagrims kinder. 



95 



Die kinder Skallagriins. Eg. XXXI. 

XXXI, 1. Skallagrimr ok }?au Bera ättu born mjok morg, 
c. 890 ok var j?at fyrst, at oll onduöuz; J?a gätu }^au son, ok var 
vatni ausinn ok h6t £>6r61fr; en er hann foeddiz upp, ]>ä var 
hann snimma mikill vexti ok enn vsensti synum; var |?at allra 
manna mal, at hann mundi vera enn glikasti Pör61fi Kveld- 5 
ülfssyni, er hann var eptir heitinn. 2. P6r61fr var langt um 
framm jafnaldra sina at afli; en er hann 6x upp, geröiz hann 
fyröttamaör um flesta \k hluti, er ]?a var monnum titt at 
fremja, J>eini er vel väru at s6r gorvir. 3. Dörölfr var gleöi- 
maÖr mikill; snimma var hann svä fullkominn at afli, at hann to 
j?6tti vel liÖfoerr me<5 oÖrum monnum; varÖ hann brätt vinssell 
af atyyÖu; unni honum ok vel faÖir ok möÖir; ]>au Skallagrimr 
0_9oo ättu dcetr tvaer; \kX onnur Sseunnr, en onnur Pörunnr; väru 
901 )?aer ok efniligar i uppvexti. 4. Enn ättu )?au Skallagrimr son; 
var sä vatni ausinn ok nafn gefit ok kallaör Egill; en er 15 
hann 6x upp, \& mätti brätt sjä ä honum, at hann mundi 
verÖa mjok lj6tr ok glikr feÖr sinum, svartr ä här. 5. En }?ä 
er hann var prevetr, J>ä var hann mikill ok sterkr, svä sem 
peir sveinar aÖrir, er väru sex vetra eÖa sjau; hann var brätt 
mälugr ok orÖvfss; heldr var hann illr viÖreignar, er hann 20 
var i leikum meÖ oörum ungmennum. 



vidde ist, ist noch nicht aufgeklärt; 
wenn das wort richtig ist, mufs es 
ein name des meeres sein, goll geisla 
njöts, „das gold des strahlgeniefsers 
(d. h. des feuers)", die metalhnasse 
im feuer. vindfrekar, „windgierig", 
„nach lnft schnappend", ein sehr 
passendes epitheton. hrcerekytja 
hreggs, (kytja v. kot „hütte") „be- 
wegende hütte", „die die luft in 
hewegung setzenden hiitten" = 
blasebälge. ftjöta, „heulen" wie 
wölfe; vgl. -frekr „gierig" (freke 
ein wolfsname); der dichter denkt: 
„die blasebälge schnappen gierig 
nach lnft nnd heulen, wie hungrige 
nach beute suchende wölfe". Vgl. 
B. M. Olsen, Arkiv XIX, 99 ff. 



Kap. XXXI. 3. vatni ausinn, „mit 
wasser Übergossen", eine alte heid- 
nische sitte, mit der christlichen 
taufzeremonie vergleichbar, aber 
mit nichten, wenigstens nicht in 
historischer zeit, aus dieser ent- 
sprungen. Siehe übrigens über die 
frage: K. Maurer, Die wasserweihe 
des german. heidentums (München 
1880). 

11. liftfcerr, eig. „tüchtig genug 
als liüsmaftr, d. h. als krieger 
oder helfer (mitarbeiter)"; ungefähr 
dasselbe wie hlutgengr ma'b'r k. 
6, 9. 

20. orftviss, „wortkundig", „der 
mit Sicherheit die rechten worte zu 
brauchen weifs". 



96 Skallagrimr nnd Egill bei Yngvarr zu gaste. 

Eg. XXXI. Skallagrimr wird von Yngvarr eingeladen. Egils erste verse. 

6. Pat var for Yngvarr til Borgar, ok var pat at orendum, 904 
at hann bauÖ Skallagrimi til boÖs üt J^angat til sin, ok nefndi 
til }?eirar feröar Bern dottur sina ok Pörölf, son hennar, ok 
\k menn aÖra, er }>au Skallagrimr vildu at fceri; Skallagrimr 
5 h£t for sinni; for Yngvarr \& heim ok bjö til veizlunnar ok 
16t \k ol heita. 7. En er at ];>eiri stefnu komr, er Skallagrimr 
skyldi til boÖsins fara ok )?au Bera, J?d bjöz Dörölfr til feröar 
meÖ ]?eim ok hüskarlar, svä at J>au varu fimtän saman. 
8. Egill roeddi um viÖ foÖur sinn, at hann vildi fara — „Ä 
10 ek ]?ar slikt kynni, sem P6r61fr", segir hann. 

9. „Ekki skaltu fara", segir Skallagrimr, „}?viat pu kant 
ekki fyrir per at vera i fjolmenni, )?ar er drykkjur eru miklar, 
er J?ü ];ykkir ekki g6Ör viÖskiptis, at p>ü ser ödrukkinn". 

10. Steig f>a Skallagrimr ä hest sinn ok reib" i brott, en 
15 Egill unÖi illa viÖ sinn hlut; hann gekk 6r garÖi ok hitti 

eykhest einn, er Skallagrimr atti, för ä bak ok reib' eptir feim 
Skallagrimi; honum varÖ ögreiöfcert um myrarnar, p>viat hann 
kunni enga leiÖ, en hann sä pö mjok opt reiÖ J?eira Skalla- 
grims, fa er eigi bar fyrir holt eÖa sköga. 11. Er ]?at at 
20 segja fra hans ferÖ, at siÖ um kveldit kom hann a Alptanes, 
]?ä er menn satu )?ar at drykkju; gekk hann inn i stofu; en 
er Yngvarr sa Egil, J?ä t6k hann viÖ honum feginsamliga, ok 
spuröi, hvi hann heföi svä siÖ komit; Egill sagöi, hvat )?eir 
Skallagrimr hoföu viÖ mselz. 12. Yngvarr setti Egil hja s6r; 



l. Pat var, d. h. als Egill „drei- 16. eykhestr, „ein pferd, das 

jährig (§ 5) war". eykr d. h. Zugpferd oder pack- 

10. kynni, bed. hier am nächsten pferd ist". 

„ein auf Verwandtschaft begründeter 19. bar fyrir, „dazwischenkamen, 

besuch" ; nicht „die Verwandtschaft" so dafs die aussieht gehindert 

selbst. wurde". 

12. fyrir per, gehört zu kant holt, die älteste bed. dieses Wortes 
„sich auf etw. verstehen". ist „wald" (ahd. holz), aber in der 

vera i fjolmenni, „sich in grofser historischen zeit bed. es gewöhn- 

gesellschaft bewegen". lieh auf Island „heide", d. h. „einen 

13. at pü, at ist hier = pö at mit heidekraut bewachsenen und 
„obschon". mehr oder minder steinigen land- 

15. gekk ör garfti, garftr bed. hier rücken", 

den „hof " mit der Umzäunung, s. zu 24. setti E. hja ser, also auf den 

k. 7, 6. hochsitz (pndvegi et cedra). 



Egill dichtet seine ersten Strophen. 



97 



sätu ]?eir gagnvert J?eim Skallagrimi ok P6rölfi; ]?at var }?ar Eg. XXXI. 
haft at olteiti, at menn kvdÖu visur; \& kvaÖ Egill visu: 

4. Komenn emk ern til arna 
Yngvars, p>ess 's bej> lyngva, 
(hann vask füss at finna) 5 

frdnpvengjar gefr drengjom; 
mon eige J?ü, ]?a3ger, 
freVetran mer betra, 
Ijösundenna landa 
linns, öj^ar smij? finna. 10 

13. Yngvarr helt upp visu ]?eiri ok J^akkaÖi vel Agli 
visuna, en um daginn eptir ]?& fcerÖi Yngvarr Agli at skald- 
skaparlaunum küfunga ]?rjä ok an daregg; en um daginn eptir 
viÖ drykkju kvaÖ Egill visu aöra um bragarlaun: 



Str. 4. Pros. Wortfolge: Emk 
(Ek em) komenn ern til arna Yng- 
vars, }?ess 's gefr drengjom lyngva 
fränj^vengjar be]?; vask (vas ek) 
füss at finna hann; )m mon eige, 
)?aeger ljösundenna linns landa, finna 
vtyarsmi}? )?r6vetran, betra mer. 

„Ich bin zum hanse Yngvars, 
welcher den männern gold gibt, 
dreist wie ich bin, gekommen; ich 
hatte lust ihn zu treffen; du, frei- 
gebiger mann, wirst nicht einen 
dreijährigen dichter finden, der 
besser ist, als ich". 

ern, „dreist, energisch" (nicht 
„schnell"). lyngva frdnpvengjar 
beftr, Lyngva (gen. plur.) -frdn- 
pvengr „der glänzende riemen des 
heidekrauts", die schlänge (ein sehr 
anschaulicher vergleich); deren bepr 
„bett", gold. mon = mont (s. K. 
Gislason : Udvalg af oldnord. skjalde- 
kvad, s. 51 — 2). ftosger Ijönundenna 
linns landa, linns lond „das land 
der schlänge" = lyngva frdnpvengjar 
bepr. Ijösundenn, Ijös- „strahlend" 
= frdn-\ undenn „gewunden, ge- 

Sagabibl. III. 



dreht" d.h. spiralförmig; der dichter 
denkt an die spiralförmigen kost- 
baren armringe; „das gewundene 
gold" ist jedoch natürlich nur 
„gold" im allgemeinen. pceger, 
„Unterdrücker" (v. vb. pcegja), „Zer- 
störer"; „der die goldringe zerbricht, 
das gold verschwendet", ein frei- 
gebiger mann. 

11. helt upp, „hielt aufrecht", 
d. h. er sorgte dafür, dafs die 
strophe nicht unbeachtet blieb (in- 
dem er sie lobte oder wiederholt 
rezitierte). 

12. pd fwrb'i, pä ist eig. ganz 
überflüssig, aber die alten Isländer 
fühlten einigermafsen die worte en 
um daginn eptir (u. dgl.) als einen 
selbständigen, abgeschlossenen (Vor- 
dersatz ; darum konnten sie das auf 
diesen „satz" gehende pd noch hin- 
zufügen. 

13. küfunga, „seeschnecken"; v. 
küfr „konvexität"; küfungr „etw. 
nach allen seiten konvexes". Über 
das Spielzeug der kinder im allgem. 
vgl. Kälund, Aarböger 1870, 282—3. 



98 



Egill dichtet seine ersten Strophen. 



Eg. XXXI. 
XXXII. 



14. 5. Sfyogla gaf soglom 
särgagls }?ria Agle 
hir^emeipr vi}? hr6)?re 
hagr brimrötar gagra, 
5 ok bekk)?iJ?ors blakka 

borJ?vallar gaf fjorj?a 
kennemei)?r, sas kunne, 
korbe}?, Egel gle}?ja. 

15. VelJagÖi Egill i..J?okk skäldskap sinn viÖ marga 
10 menn; ekki varÖ }?ä fleira til tiÖenda i ferÖ ]?eira; för Egill 
heim meÖ Skallagrimi. 



Björn Brynjölfsson freit um die vornehme fröra und entführt sie. 

XXXII, 1. Björn bet hersir rikr i Sogni, er bj6 ä Aur- 
landi; bans sonr var Bryujölfr, er arf allan tök eptir foöur 
sinn; synir Brynjölfs varu J?eir Björn ok PörÖr; }?eir väru menn 



Str. 5. Pros. Wortfolge: Hagr 
hir]?emeij?r särgagls gaf sogloin Agle 
j?ria sfyogla brimrötar gagra vi}? 
hntyre, ok bor)?vallar blakka kenne- 
mei]?r, säs kunne gle}?ja Egel, gaf 
[honom] bekk};ij?ors korbe}?, fjor}?a. 

„Der geschickte mann gab dem 
gesprächigen Egil drei stetsschwei- 
gende mecreshuade für das liedchen, 
und der schiffskenner, welcher es 
verstand, Egil zu erfreuen, gab ihm 
das bett der ente als das vierte". 

hirpemeipr und kennemeipr („pfle- 
gender, kennender bäum") ist nur 
eine weitere ausmalung des ein- 
fachen hirfter „pfleger" und kenner 
„kenner". sdrgagl, „wunden -gäns- 
chen" = „der (fliegende, befiederte) 
pfeil"; dessen hir/>er „ein krieger" 
oder allgemein „ein tüchtiger mann". 
aggolt gegensatz zu si/wgoll. pria, 
diese in den älteren gedichten all- 
gemeine zweisilbige form wird vom 
metrum hier gefordert, brimrötar 
(v. fem. brimröt „brandungswurzel" 
= „die meerestiefe") gagarr („hund") 



„die seeschnecke". bordvallar blakkr, 
bort* = „schiffsseite", pars pro toto 
= schiff; dessen vgllr = ineer; 
blakkr = pferd; das ganze = schiff. 
bekkpipors kprbep, bekkpiporr = 
„des baches auerhahn" = ente; „das 
bett, worauf die ente mit besonderer 
Sorgfalt ruht" ist hier das ei; über 
diese Umschreibung s. K. Gislason, 
Udvalg af oldn. skjaldekvad s. 53. 
fjorpa, der vokal ist, wie auch sonst 
öfter, gekürzt. 

9. lagtii . . . i ppkk, „legte sich 
dank ein, erwarb dank". 

vi'Ö, „gegenüber", d. h. bei. 

Kap. XXXII. 12. 13. Aurland, heute 
ein gauname, liegt am Aurlaudsfjord, 
einem südlichen ausläufer des Sogne- 
fjord. — Über das geschlecht des 
Björn, dem Egils frau Asgeror ent- 
stammte, ist nichts näheres bekannt; 
AsgerÖr selbst wird nur in der Guun- 
laugssaga (k. 1) und in einer re- 
zension der Landnäma (Melabok) 
erwähnt, ausg. 1921 s. 4ti. 



Entführung der fröra hlaÖhpnd durch Björn Brynjölfsson. 99 

k unguni aldri, er ];etta var tiöenda. 2. Björn var farmaÖr Eg. 
mikill, var stundum i viking, en stundum i kaupferÖum; Björn XXXII. 
var enn gorviligsti mafrr. Pat barz at a einu hverju suinri, 
at Björn var staddr i FjorÖuni at veizlu nokkurri fjolmennri; 
};ar sä hann mey fagra, \k er honum fanz mikit um. 3. Hann 5 
spuroi eptir, hverrar settar hon var; honum var J?at sagt, at 
hon var systir Pöris hersis Hröaldssonar ok het Pöra hla<5- 
hond; Björn h6f upp bönorÖ sitt ok baÖ Pöru, en Pörir synjaöi 
honum räösins, ok skilöuz )?eir at svä gorvu. 4. En ]?at sama 
898 haust fekk Björn sör HÖs ok för me<5 skütu alskipaöa norÖr 10 
i FjorÖu ok kom til Pöris, ok sva, at hann var eigi heima; 
Björn nam Pöru ä brott ok haföi heim meÖ sör ä Aurland; 
)8— 9 väru )>au ]>ar um vetrinn, ok vildi Björn gera brüÖIaup til 
hennar. 5. Brynjölfi, feör hans, likaÖi fat illa, er Björn hafÖi 
gort Pöri sviviröing i ]>vf, J?ar sem äÖr hafÖi long vinätta 15 
verit meft Pöri ok Brynjölfi, — „]?vf siÖr skaltu Björn", segir 
Brynjölfr, „brüölaup til Pöru gera her meÖ mer at öleyfi Pöris, 
brööur hennar, at hon skal her svä vel sett, sem hon vseri 
min döttir, en systir pin". 

6. En sva varÖ at vera alt, sem Brynjölfr kvaÖ ä, j>ar i 20 
hans hybylum, hvärt er Birni likaöi vel eÖa illa. 7. Brynjölfr 
sendi menn til Pöris, at bjööa honum saett ok yfirboetr fyrir 
for pä, er Björn hafÖi farit; Pörir baÖ Brynjölf senda heim 
Pöru, sagöi, at ekki mundi af ssett verÖa ella; en Björn vildi 
fyrir engan mun lata hana i brott fara, ]?6 at Brynjölfr beiddi 25 
899 pess. 8. LeiÖ sva af vetrinn; en er vära tök, ]?ä roeddu ]^eir 
Brynjölfr ok Björn einn dag um räöagorölr sinar; spurÖi Brynj- 
ölfr, hvat hann a^tlaÖiz fyrir; Björn sagÖi ]mt glikast, at hann 
mundi fara af landi a brott — „er mör pat nsest skapi", sagöi 

1. farma'dr, wird sofort erklärt; 22. scett ok yfirboetr, scett ist die 

gewöhnlich bed. das wort aber nur eig. „Versöhnung", die yfirboetr „das 

einen „kaufinann", der stets handeis- geld", welches man gibt, entweder 

reisen macht. um die Versöhnung zu erreichen 

4. Fjordum, s. k. 3, 14. oder um das wiederhergestellte gute 

5. fanz . . . um, „bewunderte". Verhältnis zu befestigen; sie waren 
T. i'örir Hröaldsson, s. k. 36, 4. der eig. ersatz für die erlittene 
T. B. hlatühpnd, „(gold)bortenarm", kränkung (vgl. yfirboetr fyrir fgr 

vielleicht weil sie ein armband J>d). 

von (gold)b orten statt von gold 28. cetlatiiz fyrir = cstla'ö'i fyrir 

trug. ser „zu tun gedächte". 

7* 



100 



Björn Brynjölfsson segelt mit fröra nach Hjaltland. 



Eg. hann, „at ]?u fair meV langskip ok ]?ar liÖ meb', ok fara ek i 
XXXII. vfkiQg". 

9. „Engi vän er ]?ess", sagÖi Brynjölfr, „at ek f& ]>6r i 
hendr herskip ok liÖ mikit, J?viat ek veit eigi, nema j?ä komir 

5 ]?ü ]>ar niÖr, er m£r er 9II öaufüsa ä, ok stendr ]>6 nü äÖr 
oerin 6ro af ];>er; kaupskip mun ek f& per i hendr ok par meÖ 
kaupeyri; faröu siö'an suör til Dyflinnar; sü er nü ferÖ fraegst; 
mun ek fä )?6v foruneyti gott". 

10. Björn segir svä, at hann rnundi )?at veroa upp at 
10 taka, sem Brynj61fr vildi; let hann ]?a bua kaupskip gott ok 

fekk menn til; bj6z Björn J^ä til J?eirar feröar ok varÖ ekki 
snimbüinn. 11. En er Björn var albüinn ok byrr rann ä, J>ä 
steig hann a b&t meÖ tölf menn ok reri inn ä Aurland, ok 
gengu upp til bcejar ok til dyngju J?eirar, er möÖir hans ätti; 

15 sat hon ]?ar inni ok konur mjok margar; ]?ar var Pöra. 
12. Björn sagöi, at Döra skyldi meÖ honum fara, leiddu J?eir 
hana i brott, en möÖir hans baö konurnar vera eigi svä djarf- 
ar, at ]>2dx gerÖi vart viÖ inn i skälann, sagöl, at Brynjölfr 
mundi illa i hondum hafa, ef hann vissi, ok sagöi, at ]?ä vseri 

20 büit viÖ geig miklum meÖ p>eim feögum. 13. En klaeÖnaÖr 



1. ok fara ek, ungef. = „so dafs 
ich mich begebe". 

4. 5. komir ßü fiar niftr, „du dich 
dort (als feind) zeigen werdest". 

5. oaufüsa, für das gewöhnlichere 
varfüsa „Widerwille". 

6. oerin, „grofs genng". 

7. sü . . ferti, „die reise dorthin". 
10. let hann, hann d. i. Brynjölfr. 
12. snimbüinn, „schnell fertig". 
14. dyngja, „frauenhaus"; der 

name ist sehr alt nnd wird mit 
recht mit ahd. tunc „mist" in Zu- 
sammenhang gebracht; das wort 
bedeutet nämlich ursprünglich eine 
namentlich im winter gebrauchte 
unterirdische Wohnung, oben mit 
„mist" gedeckt. Solche Wohnungen 
werden von Tacitus Germ. k. 16 er- 
örtert, wo es heifst: solent et sub- 
terraneos specus ajjerire eosque multo 
imujper fimo onerant, suffugium 



hiemis et receptaculum frugibus, 
quia rigorem frigorum ejus modi 
locis molliunt; diese notiz wird er- 
gänzt durch Plin. Hist. nat. 19, 2: 
in Germania autem defossw atque 
sub terra vela texunt. In histo- 
rischer zeit waren die alten, unter- 
irdischen dyngjur zu oberirdischen 
mehr oder weniger stattlichen frauen- 
gemächern oder für sich freistehen- 
den frauenhäusern geworden. Vgl. 
W. Wackernagel in Haupts zeitschr. 
VII, 128ff. 

18. gerdi vart vid, „etwas davon 
verlauten liefsen". 

19. i hondum hafa, „etw. mit den 
händen behandeln, traktieren"; im 
allgem. „sich über etw. (wohl oder 
übel) äufsern", „mit etw. (wohl oder 
übel) zufrieden sein". 

ßd voeri, „dann", d. h. „wenn er 
es wüfste". 



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CAMPBELL 

COLLECTION 



Björn Brynj61fsson und l>öra in Hjaltland. 101 

I>6ru ok gripir väru j?ar allir lagÖir til handargagns, ok hof Öu Eg. 

l?eir Björn bat alt meÖ seV; föru l?eir siöan um nöttina üt til XXXII. 

XXXIII 
skips sins, drögu )>egar segl sitt ok siglöu üt eptir Sognsae ok 

siöan i haf. 14. Peim byrjaÖi illa ok hofÖu röttu störa ok 

velköi leDgi i hafi, j^viat )^eir väru oruggir i j?vf at firraz Nöreg 5 

sem mest. 15. Pat var einn dag, at ]?eir siglÖu austan at 

Hjaltlandi hvast veÖr ok lestu skipit i landtoku viÖ M6sey; 

bäru ]?ar af farminn ok föru i borg \>&, er j?ar var, ok baru 

}?angat allan varaing sinn ok settu upp skipit ok bcettu, er 

brotit var. 10 

Björn segelt nach Island. 
XXXIII, 1. Litlu fyrir vetr kom skip til Hjaltlands sunnan 
ör Orkneyjum; sogöu j^eir ]>au tiÖendi, at langskip haf öl komit 
um haustit til eyjanna; väru ]>at sendimenn Haralds konungs 15 
meo )?eim orendum til Sigurfrar jarls, at konungr vildi drepa 
Uta Bjoni Brynjölfsson, hvar sem hann yröi ahendr, ok slikar 
orösendingar geröi hann til SuÖreyja, alt til Dyflinnar. 2. Björn 
spurÖi )^essi tiöendi ok J>at meÖ, at hann var ütlsegr gorr i 
N6regi; en )?egar er hann haffti komit til Hjaltlands, geröi 20 



1. lagfiir til kandargagns, „so ge- Die würde ging nach SigurÖs tode 

legt, dafs sie leicht zu handhaben auf seinen söhn Gutthormr, und als 

und fortzuschaffen waren"; eig. „zum dieser kinderlos starb, auf einen 

handgebrauch (bereit) gelegt". neffen SigurÖs, Einarr Kognvalds- 

4. rettu, rettr aus *rehtr (vgl. reka), son (Torf-Einarr) über, den stamm- 
gen. rettar, „das herumtreiben wegen vater einer lange blühenden dynastie. 
des aufgeregten meeres". „Sie wur- Vgl. Orkneyiüga saga, ausg. 1913 
den von der meeresbrandung hin- s. 5 ff.; Heimskr. I, 128 f.; Fms. I, 
und hergetrieben". 194. 

5. velkfti, unpers., ergänze pd. 16. gertiihann, „hatte er gemacht". 
eruggir, „fest entschlossen". alt til D., „und sogar bis nach D.". 
7. Mösey, heute Mousa, ein kleines Dyflinnar. Diese angäbe beruht 

eiland, zur gruppe der Shetlands- wohl auf der behauptuug (Heimskr. 

inseln gehörig. I, 149), dafs borgisl, ein söhn von 

Haraldr härfagri, die norwegische 

Kap. XXXIII. 12. peir, die schiffs- herrschaft über Dublin begründet 

leute. habe. Diese behauptung ist jedoch 

14. Sigur'd'r jarl (Eysteins son unrichtig (vgl. Munch, Det norske 

glumru) war von Haraldr härfagri folks hist. I, 440; Steenstrup, Nor- 

nach der eroberung der nord- mannerne I, 150); tatsächlich hat 

■schottischen inselgruppen zum statt- sich k. Haralds einflufs schwerlich 

halter der Orkneys bestellt worden. bis nach Irland erstreckt. 



102 BJ9rn Brynjölfsson segelt nach Island. 

E&. bann bruölaup til Poru; satu ]?au um vetrinu i Möseyjarborg. 899-90( 
XXXIII. e. En fegar um värit, er sj6 tök at lajgja, setti Björn framm 900 
skip sitt ok bjö sem äkafligast; en er hann var büinn ok 
byr gaf, siglöl hann i haf; fengu ]?eir veör stör ok varu litla 
5 stund titi, kömu sunnan at islandi. 4. Gekk ]?a veör a land 
ok bar \k vestr fyrir landit ok J?ä i haf üt, en er ]?eim gaf 
byr aptr, \k siglöu ];eir at landinu; engi var sä maör J?ar 
innan borös, er verit heföi fyrr a islandi. 5. Deir siglöu inn 
a fjgrÖ einn furÖuliga mikinn, ok bar ]>ä at enni vestri strond- 
10 inni; sa far til lands inn ekki nema boöa eina ok hafnleysur, 
beittu \L sem J?verast austr fyrir landit, alt til ];ess er fjon5r 
varÖ fyrir }>eim, ok siglöu ]?eir inn eptir firÖinum, til ]?ess er 
lokit var skerjum oHum ok brimi. 6. H lqgöu ]?eir at nesi 
einu; la J?ar ey fyrir utan, en sund djüpt i milli; festu >ar 
15 skipit; vik gekk upp fyrir vestan nesit, en upp af vikinni stöÖ 
borg mikil 1. Björn gekk a bat einn ok menn meÖ bonum; 
BJQrn sagÖi forunautum sinum, at ]?eir skyldu varaz, at segja 
j?at ekki fra ferÖum sinum, er ]?eim stoeÖi vandrseÖi af ]?vi. 
8. l>eir Björn reru til boejarins ok hittu >ar menn at mali; 

4 ve ^ „stürme". 13. nesi, nämlich Digranes; s. zu 

9. fjorfi einn, offenbar der Faxa- k. 28, 8. 

fjorör^s. oben zu k. 27,20. 14. ey, die Bräkarey, eine kleine 

'bar pd, pd ist akk. plur. insel vor der äufsersten spitze von 

9. 10. vestri strpndinni, hiermit Digranes, von diesem durch eine 
ist die südküste des sogenannten meerenge, das Bräkarsund, getrenüt, 
Snsefellsnes gemeint. in welchem Björn vor anker ging. 

10. boda, boüar (sing, bodi) sind Bräkarey und Bräkarsund erhielten 
die wellen, die auf kuppen unter ihre namen von einer sklavin Skalla- 
der Oberfläche des meeres stofsen grims, s. k. 40, 14 f. 

und an ihnen sich brechen; solche 15.mfe,derBorgarvägr, s.zuk.28,4. 

wellen zeigen den Seefahrern diese 16. borg, s. zu k. 28, 4. Die ganze 

für sie gefährlichen klippen; darum beschreibung ist vollständig genau. 

heifsen sie „zeiger, ankündiger". bat, zu jedem schiffe gehörte ein 

11.6eittM-/was£,s.Falk,Seew.65. boot (eptirbdtr, skipsbdtr). 

austr fyrir landit, „der küste des 17. 18. varaz, at segja }mt ekki, 

landes entlang ostwärts"; die küste die negation, die das vb. varaz ent- 

der Myrar ist gemeint. hält, wird wiederholt (mit ekki), 

11. 12. fjpr'or vard, nämlich der ohne dafs der sinn dadurch ver- 

BorgarfjorÖr. ändert wird; übrigens ist ekki hier 

13. lokit var skerjum usw., vgl. nicht adverbiell (als negativ-part.), 

oben k. 27, 21, wo dasselbe erzählt sondern adjektiv. zu fassen („nichts 4 

w ird. derartiges"). 



Björn Brynjölfsson als gast bei Skallagrimr. 103 

spurbu ]?eir }?ess fyrst, hvar ]?eir väru at landi komnir; menn Eg. 
SQgbu, at }?at het at Borgarfirbi, en boer sä, er p>ar var, het at XXXIII. 
Borg, en Skallagrimr böndinn. 9. Björn kannabiz brätt viÖ 
hann ok gekk til möts vib Skallagrim, ok tQluÖuz ]?eir vib; 
spurbi Skallagrimr, hvat mgnnum ];eir vseri; Bj^rn nefndi sik 5 
ok fybur sinn, en Skallagrimi var allr kunnleiki ä Brynjölfi, 
ok baub Birni allan forbeina sinn, J?ann er hann )?urfti; Bj^rn 
tök pvi l^akksamliga. 10. Da spurbi Skallagrimr, hvat fleira 
vseri )^eira manna ä skipi, er virÖingamenn vseri; BJQrn sagÖi, 
at J?ar var D6ra Hr6aldsd6ttir, systir Doris hersis; Skallagrimr 10 
varb' vib J?at allglabr ok sagöi svä, at J?at var skylt ok heim- 
olt um systur Doris föstbrööur sins, at hann gerbi slikan for- 
beina, sem );urfti eba hann hefbi f$ng til, ok baub peim Birni 
bäbum til sin meb alla skipverja sina; BJQrn )?ekbiz J?at. 
11. Var pä fluttr farmr af skipinu upp i tun at Borg; settu 15 
j?eir )?ar bübir sinar, en skipit var leitt upp i lcek )?ann, er 
)?ar verbr; en far er kallat BjarnartoÖur, sem J?eir BJQrn h()fbu 
bübir; Bj^rn ok ];eir skipverjar allir f6ru til vistar meb Skalla- 
grimi; hann hafbi aldri fseri menn meb ser en sex tigu vigra 
karla. 20 

900 XXX1Y, 1. Dat var um haustit, ]?ä er skip hQfbu komit 

til Islands af Nöregi, at sä kvittr kom yfir, at Bjojn mundi 
hafa hlaupiz ä brott meb Pöru ok ekki at räbi frsenda hennar, 

3. 4. kannafiiz brdtt vitt hann, zelten überdeckt. Solche „buden" 

^erinnerte sich alsbald seines namens, waren in der regel nur zu interi- 

erianerte sich von ihm gehört zu mistischer bewohnung bestimmt, wie 

haben". z. b. die thingbuden am allthinge. 

5. hvat mpnnum, nach dem subst. 16. lcek, dieser bach ist der Borgar- 

ntr. hvat folgt in der klass. zeit ent- loskr, der dicht an der Westseite des 

weder gen. oder dat.; niemals nom. gehöftes vorüberfliefst und zur flut- 

7. forbeini = beini, aber das erste zeit kleineren schiffen das einlaufen 

wort schliefst sich an den ausdruck ermöglicht (Kalund I, 374). 

at beina fyrir manni „einem den 17. BjarnartpÜur, tati heilst der 

weg ebenen, sich gastfreundlich mist, mit welchem das tun gedüngt 

gegen jmd. benehmen". wurde; das gras oder heu heifst 

9. peira manna, reg. v. fleira. tafta fem.; Bjarnartpftur bezeichnet 

12. um systur, „in rücksicht auf", also den teil des tün'a, wo Björn 

„da es der Schwester fr.'s gelte". seine „buden" hatte. 

16. bütiir, „buden", d. h. hätten 

mit wänden von torf und stein (oder Kap. XXXIV. 23. ok ekki at rddi 

nur von torf) und wohl nur mit froznda, hierzu mufs man natürlich 



104 Geburt der AsgerÖr Bjarnardöttir. 

Eg. ok konungr hafÖi g$rt hann utlaga fyrir J?at ör Noregi. 2. En 

XXXIV. er Skallagrimr varÖ }?ess varr, \k kallaÖi hann Bj$rn til sin 

ok spuröi, hvernig farit vseri um kvänfang hans, hvdrt ]?at 

hefÖi g^rt verit at fraenda räÖi — 

5 „Var mer eigi )?ess vän", sagÖi hann, „um son Brynjölfs, 

at ek munda eigi vita et sanna af p>eV'. 

3. BJQrn sagÖi: „Satt eitt hefi ek \bt sagt, Grimr, en 
eigi mdttu ämaela mör fyrir J?at, J?6tt ek segÖa ]>6r eigi lengra, 
en ]>u spurftir; en )>6 skal nü viÖ ganga ]?vi, er satt er, at )?ii 

10 hefir sannspurt, at ekki var ]?etta rdÖ gQrt vi<5 samj?ykki Pöris 
brööur hennar"* 

4. l>ä mselti Skallagrimr, reiÖr mj^k: „Hvf vartu svä djarfr, 
at pu fort k minn fund, eÖa vissir )?ü eigi, hver vinätta var 
meÖ okkr Pöri?" 

15 5. BJQrn segir: „Vissa ek", segir hann, „at meÖ ykkr var 

föstbroeÖralag ok vindtta ka3r; en fyrir )?vi sötta ek ]?ik heim, 
at mik haföl h£r at landi borit, ok ek vissa, at mer mundi 
ekki tyja at forÖaz ]?ik; mun nü vera & pinu valdi, hverr minn 
hlutr skal verÖa, en göÖs vaenti ek af, )?viat ek em heima- 

20 maÖr }?inn". 

6. SiÖan gekk framm Dörölfr, sonr Skallagrims, ok lagÖi 
til mQrg orÖ ok baft fQÖur sinn, at hann gsefi Birni eigi petta 
at SQk, er J?ö hafÖi hann tekit viÖ Birni; margir aörir lQgÖu 
J^ar orÖ til; kom )?ä svd, at Grimr sefao'iz, sagÖi, at Dörölfr 

25 mundi J?ä raÖa — „ok tak ]m viÖ Birni, ef pu vilt, ok ver 
til hans svä vel, sem {?ii vilt". 

Asgerfts geburt. BJ9rn versöhnt sich mit frörir nnd fährt nach Norwegen. 

XXXV, 1. Pöra 61 barn um sumarit, ok var );at mser; 900 
var hon vatni ausin ok nafn gefit ok h£t AsgerÖr; Bera fekk 
til konu at gseta meyjarinnar. 2. Bjgrn var um vetrinn meÖ 900— 1 
30 Skallagrimi ok allir skipverjar hans; Dörölfr geröi ser titt viÖ 
BJQrn ok var honum fylgjusamr. 3. En er vär kom, })& var 901 

farit d brott (nicht hlaupiz) sich Kap. XXXV. 29. konu, die also 
denken. eine föstra wird. 

30. ger'Öi ser titt vi'Ö, „wurde sehr 

9. 10. at pü hefir sannspurt, „dafs vertraut mit"; vgl. k. 2,4. 
das, was du gehört hast, wahr ist". 31. fylgjusamr, „stets zusammen 

19. hlutr, „Schicksal". mit jmd." 



BJ9rn BryDj'ölfsson u. frörölfr Skallagrimsson reisen nach Norwegen. 105 

J?at einn hvern dag, at Pörölfr gekk til mäls vib fQÖur sinn Eg. 
ok spurbi hann J?ess, hvert räb hann vildi leggja til vib Bj$rn, XXXT. 
vetrgest sinn, eöa hverja dsjd. hann vildi honum veita. 4. Grimr 
spurbi Pörölf, hvat hann setlabiz fyrir. 

„Pat setla ek", segir Pörölfr, „at Björn vildi heizt fara 5 
til Nöregs, ef hann msetti ]?ar i fribi vera; ]?oetti mör pat räb 
fyrir liggja, faöir! at ]?ti sendir menn til Nöregs at bjöba ssettir 
fyrir Bj$rn, ok mun Pörir mikils virba orÖ j?in". 

5. Svä kom Pörölfr fvnrtojum sinum, at Skallagrimr 
skipabiz vib ok fekk menn til ütanferbar um sumarit; föru 10 
J?eir menn meb orbsendingar ok jartegnir til Doris Hröalds- 
sonar ok leituÖu um ssettir meb )?eim Birni. 6. En ]^egar er 
Brynjölfr vissi )?essa orbsending, \k lagbi hann allan hug ä, 
at bjöba sa3ttir fyrir Bj^rn; kom J>ä svä ]?vf mäli, at Pörir t6k 
ssettir fyrir BJQrn, |?viat hann sä pat, at \k var svä komit, at 15 
BJQrn purfti \k ekki at öttaz um sik. 7. T6k Brynjölfr \k 
ssettum fyrir Bjo/n; en sendimenn Grims väru um vetrinn meb 
01—2 Pöri, en Bjqrn var J^ann vetr meb Skallagrimi; en eptir um 
sumarit föru sendimenn Skallagrims aptr; en er j^eir kömu 

902 aptr um haustit, J?ä SQgbu )>eir ]?au tiÖendi, at Bjgrn var i 20 
02—3 ssett tekinn i Nöregi. 8. BJQrn var enn )?riÖja vetr meÖ Skalla- 

903 grimi; en eptir um värit bjöz hann til brottferöar ok sü sveit 
manna, er honum hafÖi pagat fylgt; en er Bj^rn var büinn 
feröar sinnar, pa sagbi Bera, at hon vill, at Asgerbr, föstra 
hennar, se eptir, en )?au BJQrn pekbuz p>at, ok var mserin eptir 25 
ok foeddiz )?ar upp meÖ f>eim Skallagrimi; BJQrn gaf göbar 
gjafar );eim Grimi ok Beru. 9. Pörölfr, sonr Skallagrims, r£z 
til feröar meb Birni, ok fekk Skallagrimr honum fararefni; 

903 f6r hann ütan um sumarit meb" Birni; greiddiz peim vel, ok 
kömu af hafi ütan at Sognsre; siglbi Bj$rn ]?a inn i Sogn ok 30 
för siban heim til f^bur sins; f6r Pörölfr heim meb honum; 
tök Brynjölfr ]>ä vib J?eim feginsamliga. 10. Siban väru g$r 
orb Pöri Hröaldssyni; tygbu peir Brynjölfr stefnu sin i milli; 

4. hvat hann, d. i. Björn. 27. rez usw., s. zu k. 1, 13. 

10. skipattiz viti, „sich dadurch 28. fararefni, „reisemittel", d. h. 
bewegen liefs". hier „solche waren (va'ö'mäl u. dgl ), 

11. jartegnir, ,.kennzeichen" als die leicht verkäuflich waren", so 
beweise, dafs sie wirklich von dafs f'örölfr sich mit dem kaufgelde 
Skallagrimr gesandt wären. unterhalten konnte. 



106 Björn Brynjolfsson und I>6rölfr Skallagrimsson in Norwegen. 



Eg. kora J>ar ok Bjgrn til J>eirar stefnu; tryggÖu }?eir Pörir ]?ä saettir 
XXXV. me g s ^ r - sib'an greiddi Pörir af hendi fe bat, er £>6ra ätti i 

\YYVF 

' hans garÖi, ok siöan töku ]?eir upp Pörir ok Bj$rn vinattu 
mefr tengcmm; var Bj^rn ]?ä heima & Aurlandi meÖ Brynjölfi; 
5 Dorölfr var ok ]?ar i allgöÖu yfirlseti af )?eim febgum. 

torölfr trifft mit dem jungen Eirikr blöÖOx zusammen und schliefst 

mit ihm freundschaft. 

XXXVI, 1. Haraldr konungr hafÖi l^ngum atsetu sina ä 
HorÖalandi eoa Kogalandi at störbüum ]>e\m, er bann dtti at 
Ütsteini efra Ogvaldsnesi eöa k Fitjum, k AlreksstQÖum eÖa k 
Lygru, ä Sseheimi; en ]?ann vetr, er nü var frd sagt, var kon- 903 

lü ungr norör i landi. 2. En er J^eir Bjojrn ok Pörölfr h^föu 
verit einn vetr i N6regi ok var kom, J?ä bjoggu j?eir skip ok 904 
QfluÖu manna til; föru um sumarit i viking i Austrveg, en foru 
heim at hausti ok h$f(5u aflat fjär mikils. 3. En er )?eir komu 
heim, \k spur'Öu )?eir, at Haraldr konungr var \k a Rogalandi 

15 ok mundi ]?ar sitja um vetrinn; J>ä tök Haraldr konungr 904- 
at eldaz mjgk, en synir hans väru \>k mj^k k legg komnir 



2. siftan greiddi usw., hieraus folgt 
es mit notwendigkeit, dafs I>6rir 
einräumt, dafs Björn und töra ge- 
setzlich verheiratet sind. 

Kap. XXXVI. 6. Mit dem anfange 
dieses kap. vgl. Hkr. Har. härf. k. 37. 

8. Utsteinn, heute Utsten auf der 
insel Utstenö, nördl. von Stavanger. 

Ogvaldsnes, heute Avaldsnaes auf 
der insel Karmö bei Haugesund. 

Fitjar, heute Fitje auf der insel 
Stordö in Söndhordland. 

Alreksstadir, heute Aarstad bei 
Bergen. 

9. Lygra, eine kleine insel in Nord- 
hordland (nördl. v. Bergen). O. Rygh 
meint (Sproglig-hist. studier tilegnede 
C.R.Unger, 1896, s.52anm.), dafs hier 
ein fehler vorliegt, es ruüfste heifsen: 
i Lygri (fjorönarae) d Sceheimi. 

Sceheinir, heute Sseim in Nord- 
hordland. 
er nü—sagt, „der winter" ist vor- 



her nicht direkt genannt worden, 
aber doch angedeutet; das nämlich, 
was im Schlüsse des vorigen kapitels 
erzählt wird, ging selbstverständlich 
im winter nach der ankunft Björns 
(die im herbste erfolgte) vor sich. 

10. nortir i landi, nämlich in 
Drontheim. 

16. at eldaz, er war um 850 ge- 
boren; es ist sehr wahrscheinlich, dafs 
der verf. der saga gemeint hat, dafs 
diese begebenheiten sich etwas später 
ereigneten, als tatsächlich der fall ist. 

en synir hans usw., es ist in der 
tat wahr, dafs mehrere von Haralds 
söhnen bereits ums jähr 900 er- 
wachsen waren. Richtig sagt Snorri 
Hkr. Har. härf. k. 33, dafs „seine 
söhne erwachsen" gewesen seien, 
als er selbst fünfzigjährig war. 

mjpk 2 , „so ziemlich", „fast ganz". 

d legg komyiir, „herangewachsen", 
leggr eig. „das bein"; also eig. „so 
alt, dafs sie gehen konnten". 



frörölfr Skallagrirnsson schliefst freundschaft mit Eirikr bl6Ö0x. 107 

margir. 4. Eirikr, sonr Haralds konungs, er kallaör var Eg. 
blob'ox, var ]>& a ungum aldri; hann var ä f6stri meÖ Pöri XXXVI, 
hersi Hröaldssyni; kommgr unni Eiriki mest sona sinna; Dörir 
var pä i enum mestum kserleikum viÖ konucg. 5. Bj$rn ok 
peir jDörolfr föru fyrst ä Aurland, er peir kömu heim, en siban 5 
byrjubu J?eir ferÖ sina norör i Fj^rbu, at scekja heim Döri 
hersi; peir hQfbu karfa pann, er rem & borÖ tölf meiin eöa 
prettan ok hQfbu nserr prja tigu manna. 6. Skip pat hofbu 
peir fengit um sumarit i viking; pat var steint mJQk fyrir ofan 
sj6 ok var et fegrsta. 7. En er }?eir kömu til Doris, fengu 10 
peir par göbar vibtokur ok dvolbuz par nokkura hrib, en skipit 
flaut tjaldat fyrir bcenum; pat var einn dag, er peir Dörölfr ok 
BJQrn gengu ofan til skipsins; peir sa, at Eirikr konungsson 
var par, gekk stundum ä skipit üt, en stundum a land upp, 
stob pa ok horfbi a skipit. 15 

8. Da mselti BJQrn til Dorölfs: „Mjok undraz konungsson 
skipit, ok bjoö" pii honum at piggja at per, pviat ek veit, at 
okkr verbr pat at HÖsemÖ mikilli viÖ konung, ef Eirikr er 
flutningsmabr okkarr; hefi ek heyrt pat sagt, at konungr hafi 
pungan hug ä per af sQkum fQÖur pins". 20 

9. Dörölfr sagbi, at pat mundi vera gott räb; gengu peir 
siban ofan til skipsins, ok mselti Dörölfr: „Vandliga hyggr pu 
at skipinu, konungsson! eba hversu liz ])6r ä?" 

10. „Vel", segir hann; „et fegrsta er skipit", segir hann. 
„Da vil ek gefa per", sagbi Pörölfr, „skipit, ef pii vill 25 

piggja". 

11. „Diggja vil ek", segir Eirikr, „en per munu litil pykkja 
launin, pött ek heita per vinattu minni, en pat stendr po til 
vanar, ef ek held lifl". 



2. blödex, „blutaxt"; diesen bei- zeichnet; vgl. Falk, Seew. 93ff.; es 

namen bekam E., nachdem er meh- werden karfar mit 12 — 16 ruder- 

rere von seinen eigenen brüdern ans bänken genannt; mehr als ungefähr 

dem wege geräamt hatte; vgl. die 30 lente scheint die mannschaft nicht 

29. Strophe. gezählt zu haben. 

d ungum aldri, nämlich nngef. 9. steint, s. zu k. 17,5. 

11 jähre alt. 12. dag, er, er = at „dais". 

hann var d föstri, vgl. Hkr. Har. 20. Jmngan hug d, „feinliche ge- 

härf. k. 32 anfang. sinnung gegen". 

7. karfa, mit diesem namen werden 28. 29. stendr }>6 til vdnar, „steht 

gewöhnlich kleinere fahrzeuge be- doch zur (guten) hoffnung", d. h. man 



108 frörölfr auf Eiriks bitte von könig Haraldr begnadigt. 

Eg. 12. Pörölfr segir, at ]>au laun p6tti honuni nriklu meira 

XXXYI. ver 5 en s kipit; skilÖuz ]?ä siÖan; en ]?aftan af var konungsson 

allkätr viÖ ]?ä Pörölf. 13. Peir BJQrn ok Pörölfr koma ä rceöu 

viÖ Pöri, hvat hann setlar, hvärt );at se meÖ sannendum, at 

5 konungr hafi j?ungan hug ä Pörölfi; Pörir dylr J>ess ekki, at 

hann heföi J?at heyrt. 

14. „Da vilda ek }?at", sagöi BJQrn, „at pi\ foerir ä fund 
konungs ok flyttir mal Pörölfs fyrir honum, }^viat eitt skai 
ganga yfir okkr Pörölf bäÖa; gerfti hann svä viÖ mik, \k er 

10 ek var ä Islandi". 

15. Svä kom, at Pörir het feröinni til konungs ok baÖ 
J?ä freista, ef Eirfkr konungsson vildi fara meÖ honum; en er 
]?eir D6r61fr ok BJQrn kömu ä Kessar roeöur fyrir Eirik, ]>ä h6t 
hann sinni unisyslu viÖ fQÖur sinn. 16. SiÖan föru peir Pör- 

15 61fr ok BJQvn lei(5 sina i Sogn, en Pörir ok Eirikr konungsson 
skipuöu karfa pann enn nygefna ok föru su$r ä fund konungs 
ok hittu hann ä Hf)r<5alandi; tök hann feginsamliga viÖ peim. 
17. DvqIÖuz peir par um hriÖ ok leituÖu pess dagräös, at 
hitta konung, at hann var i göÖu skapi; bäru pä upp petta 

20 mal fyrir konung, soj^Öu, at sä maÖr var par kominn, er Pör- 
61fr het, sonr Skallagrims — „vildu v£r pess biöja, konungr! 
at pü mintiz pess, er frsendr hans hafa vel til pin g$rt, en 
letir hann eigi gjalda pess, er fab'ir hans geröi, pött hann 
hefndi brööur sins". 

25 18. TalaÖi Pörir um pat mjükliga, en konungr svaraÖi 

heldr stutt, sagöi, at peim haföi ötili mikill staÖit af Kveld- 
ülfi ok sonum hans, ok löt pess vän, at sjä Pörölfr mundi enn 
vera skapglikr frsendum sinum: „eru peir allir", sagb'i hann, 
„ofsamenn miklir, svä at peir hafa ekki höf viÖ ok hirÖa eigi, 

30 viÖ hverja peir eigu at skipta"* 

19. SiÖan tök Eirikr til mäls, sagÖi, at Pörölfr hefoi 

ist berechtigt zu hoffen, dafs ich einmal 19. at hann var, at = er „da", 

später (d. h. wenn ich könig werde) es temporal. 

zu „lohnen" im stände sein werde. 26. stutt, „kurz" d.h. „unfreundlich". 

ötili, „schaden"; til- vgl. gotga-tils 

1. pötti, s. zu k. 9, 6. „passend, tauglich"; ags. til „gut, 

8. eitt, „ein und dasselbe Schicksal", tüchtig". 

16. skijm'du, „bemannten". 27. enn, „noch", d.h. auch, ebenso, 

18. dagrdfis s. zu k. 13,6. wie alle die andern. 



Eirikr bltfÖöx fahrt nach Bjarmaland. 109 

vingaz viÖ hann ok gefit bonum agsetan grip, skip )>at, er peir Eg„ 
hofÖu par — „hefi ek heitit honum vinättu minni fullkomiuni; XXXVI. 
munu fair til verÖa at vingaz viÖ mik, ef pessum skal ekki 
tjä; muntu eigi pat vera lata, faöir, um pann mann, er til pess 
hefir fyrstr oröit at gefa mer dyrgripi". 5 

20. Svä kom, at konungr höt peim pvi, aÖr letti, at Pör- 
61fr skyldi i friöi vera fyrir honum — „en ekki vil ek, kvaÖ 
hann, at hann komi a minn fund, en gera mattu, Eirikr, hann 
svä kseran per, sem pü vilt, eÖa fleiri pä frsendr, en vera mun 
annathvärt, at peir munu per verÖa mjükari, en mer hafa 10 
peir oröit, eöa pu munt pessar boenar iÖraz ok svä pess, ef 
pü laetr pä lengi meÖ per vera". 

21. Siöan för Eirikr blööox ok peir Pörir heim i FjorÖu; 
sendu siöan orÖ ok letu segja Pörölfi, hvert peira orendi var 

904—5 oröit til konungs; peir Pörölfr ok Björn varu pann vetr meÖ 15 
905 — 18 Brynjölfi, en morg sumur lägu peir i viking, en um vetrum 
väru peir meÖ Brynjölfi, en stundum meÖ Döri. 

Eiriks zug nach Bjarmaland and seine heirat. 
XXXVII, 1. Eirikr blööox tök pa viÖ riki; bann hafÖi 
yfirsökn ä HorÖalandi ok um FjorÖu; tök bann pä ok hafÖi 
c. 918 meÖ sör hirÖmenn. 2. Ok eitt hvert vär bjö Eirikr blööox 20 
for sina til Bjarmalands ok vandaöi mjok liÖ til peirar feröar; • 
Pörölfr rez til ferÖar meÖ Eiriki ok var i stafni ä skipi hans ok 
bar merki hans; Pörölfr var pä hverjum manni meiri ok sterkari 

1. hann = sik „sich"; hann und ihm zugeteilten gegenden bereisen, 

sik können beide promiscue ge- veizlur nehmen und die Jurisdiktion 

braucht werden. ausüben. 

4. tjd, ist got. teihan „zeigen"; 21. Bjarmaland, das land der 

vielfach ist aber dieses vb. mit finnischen Bjarmar, die an der süd- 

einem anderen tjöa, got. tiuhan, ostkiiste des Weifsen meeres, an 

zusammengeworfen; so auch hier, den iniiudungen der Dwina (altn. 

indem tjd in der bedeutung „helfen" Vina) herum, wohnten. Jedesfalls 

steht. erstreckte sich aber ihr gebiet 

lo. mjükari, „nachgiebiger, iüg- von dort nach osten hin, bis in 

samer". das hentige russische gouvernement 

14. hvert peira orendi usw., „wel- Perm, das nach ihnen den namen 

ches resultat sie erreicht hätten". führt. 

22. ok var i stafni usw., ganz 

Kap. XXXVII. 19. yfirsökn, eig. wie I'orölfr Kveldülfsson bei könig 

„durchreise, -fahrt"; er sollte die Haraldr. 



110 Heirat des Eirikr bktöefx. Bergemundr und seine familie. 

Eg. ok glfkr um )>at feör sinum. 3. I ferÖ feiri var mart til 
XXXVII. tiöenda; Eirikr ätti orrostn mikla a Bjarmalandi viÖ Vinu; 
fekk Eirikr ]?ar sigr, sva sem segir i kvseö'um hans, ok 1 ];eiri 
ferÖ fekk bann Gunnhildar, döttur Ozurar töta, ok hafoi hana 
5 heim meS ser. 4. Gunnhildr var allra kvenna vsenst ok vitrust 
ok fjolkunnig mjok; kserleikar miklir varu meÖ ]?eim Pörölfi 
ok Gunnhildi; Pörölfr var \k jafnan ä vetrum meÖ Eiriki, en 
ä sumrum i vikingu. 

Bergonundr und seine familie. 

5. Pat varÖ ]?a nsest til tiöenda, at Pöra, kona Bjarnar, 

10 tök sott ok andaöiz; en nokkuru sföar fekk Björn ser annarrar c. 906. 
konu; hon het Älof, döttir Erlings ens auöga ör Ostr; >au ä-ttu 
döttur, er Gunnhildr het. 

6. MaÖr het Porgeirr ]?yrnifötr; hann bj6 ä HorÖalandi i 
Fenhring; ];ar heitir 4 Aski; hann atti J?rja sonu; het einn Haddr, 

1. I ferd peiri usw., vgl. Hkr. als „inutter der könige" {konunga- 

Har. härf. k. 32; Fsk. k. Tfin.; ÖTr. möUr) ihre verderbliche rolle zu 

k.3(Fins.I,8);s. auch die einleit. §36. spielen. Nach Haralds fall (970) 

3. i kveedum hans, „in seinen ge- flüchtete sie mit ihren söhnen Ragn- 

dichten" ; aus dem Skäldatal (SnE. frOÖr und GuÖrOÖr nach Schottland. 

III) wissen wir, dafs zwei skalden döttur 0. töta, dies ist unhistorisch; 

lobgesänge auf Eirikr verfafst haben, Gunnhildr war in der tat eine tochter 

* der eine ist unser Egill und sein des dänischen königs Gormr enn 

gedieht HofutSlausn ist gemeint; aber gamli, wie die Hist. Norw. berichtet, 

in diesem ist speziell über den 6. fjolkunnig, G. war der sage 

Bjarmalandszug kein wort enthalten; nach als juDges mädchen von ihren 

der andere ist Glümr Geirason; und eitern nach Finnmarken geschickt 

von ihm berichtet in der tat die worden, um dort die Zauberei zu er- 

Fagrskinna I.e., dafs „er in seinem lernen (Heimskr., Haralds s. härf. k.32). 

gediente^ erzähle, Eirikr habe ver- 11. Älof, sie und die übrigen in 

schiedene züge auch nach Bjarmaland §5-7 neu eingeführten personen 

gemacht; dieses gedieht ist jedoch werden nur in unserer saga erwähnt; 

bis auf ganz geringe reste verloren, keine andere altn. quelle kennt sie. 

4. fekk hann 67., s. Hkr. Har. härf. Ostr, die grofse insel Osterö bei 

k. 32. Gunnhildr gewann auf Eirikr Bergen, durch den Osterfjord (altn. 

einen grofsen, aber sehr unheilvollen Ostrarfjordr oder -firoir) vom fest- 

einflufs. Sie folgte ihm, als er (um lan'de getrennt. 

935) vertrieben ward, nach England 13. pyrnifötr, „dornenfufs"; der 

(s unten zu k. 5<)), kehrte aber später grund, weshalb 1>. diesen beinamen 

(961?) mit ihren söhnen (Haraldr führte, ist unbekannt, 

gräfeldr und dessen brüdern) nach 14. Fenhring, diese westl. von 

Norwegen zurück, um aufs neue Bergen gelegene insel führt heute 



frörölfr Skallagriuisson kehrt nach Island zurück. 



111 



annarr Bergouundr, ]?riÖ'i het Atli eon skammi. 7. Bergonundr Eg. 
var hverjum meiii ok sterkari ok var maör agjarn ok odsell; Atli XXXVII. 

XXXV1TT 

enn skammi var maö'r ekki här ok riövaxinn ok var rammr at AAATAA • 
afli; Porgeirr var maÖr störauölgr at fe; hann var blötmaÖr 
mikill ok fjolkunnigr; Haddr lä i viking ok var sjaldan heima. 5 



törölfr kommt nach Island und überbringt seinem vater 
das geschenk Eiriks. 

XXXYI1I, 1. Dörölfr Skallagrimsson bjöz eitt sumar til 
kaupferöar; setlaöi p>ä, sem hann gerÖi, at fara til Islands ok 
hitta foöur sinn; hann haföi \k lengi a brottu verit; hann 
haföi \k ögrynni fjar ok dyrgripi marga. 2. En er hann var 
büinn til ferÖar, J?a för hann a fund Eiriks konungs; en er 10 
feir skilfruz, seldi konungr i hendr Pörölfl oxi, er hann kvez 
gefa vilja Skallagrimi; oxin var snaghyrnÖ ok mikil ok gull- 
buin, uppskelt skaptit meÖ silfri, ok var pat enn virÖiligsti 
914 gripr. 3. Pörölfr för feröar sinnar, pegar hann var büinn, ok 
greiddiz honum vel ok kom skipi sinu i BorgarfjorÖ" ok för 15 
pegar braÖliga heim til foour sins; varÖ par fagnafundr mikill, 
er peir hittuz. 4. SiÖan för SkalJagrimr til skips möti Pörölfi, 
let setja upp skipit; en Dörölfr för heim til Borgar me<5 tölfta 
mann; en er hann kom heim, bar hann Skallagrimi kveÖju 
Eiriks konungs ok foerÖi honum oxi J?ä, er konungr haföi sent 20 
honum; Skallagrimr tök viÖ oxinni, helt upp ok sa ä um hiiÖ 
ok roeddi ekki um, festi upp hjd rümi sinu. 5. Dat var um 
haustit einn hvern dag at Borg, at Skallagrimr let reka heim 
yxn mjok marga, er bann §ßtlaÖi til hoggs; hann let leiöa tvä 
yxn saman undir hüsvegg ok leiöa $£ vixl; hann tök hellustein 25 
vel mikinn ok skaut niör undir hdlsana. 6. SiÖan gekk hann 



nach der Ortschaft Ask den namen 
Askö. Richtiger ist Fenring, s. 0. 
Rygh, Norske gaardnavne XI, 288-9. 

Kap. XXXVIII. 8. lengi, nach der 
saga also ungef. 903 — 14. 

12. snaghyrnt), „mit halbmond- 
förmigem blatt"; s. Falk, Waffenk. 
s. 107 f. 

13. uppskelt, „eingelegt", od. „um- 
wunden" mit; das wort ist an. kty. 



17. möti I'., „um 1>. und seine 
waren zu holen. 

25. d vixl, d. h. „so, dafs die 
ochsen einander gegenüber, aber 
mit den köpfen und halsen parallel 
standen"; daher bald: „undir hdls- 
ana". 

hellustein, „einen dünneu, langen 
(viereckigen) stein". 

26. vel mikinn, vel ist verstärkend 
= „ziemlich". 



112 



frcrölfr und Äsgeror reisen nach Norwegen. 



Eg. til meÖ oxina, konungsnaut, ok hj6 yxnina bäöa senn, sva at 

XXXVIII. hofuöit tok af hvärumtveggja, en oxin hljöp niör i steininn, 

sva at muörinn brast 6r allr ok rifnaÖi upp i gegnum herÖuna; 

Skallagrimr sa i eggina ok roeddi ekki um; gekk siÖan inn i 

5 eldahüs ok steig siÖan a stokk upp ok skaut oxinni upp ä 

huröäsa: la hon J?ar um vetrinn. 7. En um värit lysti Pörölfr 915 

yfir J?vf, at hann setlaÖi ütan at fara um sumarit; Skallagrimr 

latti hann, sagÖi, at )?a var gott heilum vagni heim at aka — 

„hefir j?ti", sagöi hann, „farit fremo'arfor mikla, en J?at er mselt, 

10 er ymsar verör, ef margar ferr; tak }m nü her viÖ fjarhlut 

sva miklum, at p>ü }?ykkiz verÖa mega gildr maÖr af". 

8. D6rölfr sagöi, at hann vill enn fara einhverja ferÖ — 
„ok a ek nauÖsynlig orendi til fararinnar; en J?a er ek kom 
üt oÖru sinni, mun ek her staöfestaz, en AsgerÖr föstra )?in 

15 skal fara ütan meÖ m6r ä fund foÖur sins; bauÖ hann mör 

Li I 

um ]?at, J?ä er ek f6r austan". 

9. Skallagrimr kvaÖ hann räÖa mundu — „en svä segir m6r 
hugr um, ef vit skiljumz nü, sem vit munim eigi finnaz siftan". 

10. SiÖan f6r Dörölfr til skips sins ok bj6 J?at; en er hann 
20 var albüinn, fluttu peir üt skipit til Digraness, ok la J?ar til 

byrjar; for J?a AsgerÖr til skips meÖ honum; en äör Pörolfr 



3. mudrinn, „der mund", d. h. die 
eig. „ecke" (v. stahl). 

herftuna, v. herfta fem.; „der ge- 
härtete, stählerne teil des beiles". 

5. eldahüs, s. V. GuÖmundsson: 
Privatboligen 200 ff., vgl. Grundr. d. 
gerin. phil. II, 434; „das feuerhaus" 
war ursprüngl. sowohl Schlafzimmer 
als küche, später nur das letzte; 
vielleicht steht das wort hier in der 
älteren bedeutang. 

stokk, „balken"; d. h. hier wohl = 
setstokkr ; der erhöhte bretterboden an 
der wand wurde vorn von einer hori- 
zontalen planke (setstokkr) begrenzt. 

6. huröäsa, „tiirbalken", waren 
zwei parallele, horizontale balken 
über der tür. 

8. at }>d var gott heilum usw., „es sei 
schön, dafs er mit unverletztem wagen 



zurückgekehrt wäre", ein häufig be- 
zeugtes Sprichwort (Ark. f. nord. fil. 
30, 1 96. 32, 1 3 ; Saxo ed. Holder 1 4 1 16 ). 
pd ist hier stark zu betonen. 

10. ymsar (seil, farar) verör usw., 
auch ein Sprichwort (Ark. 30,202): 
„reisen von ungleichem erfolg wird 
der machen müssen, der viele reisen 
macht"; verdr, eig. „trifft, bekommt". 

12. einhverja, unbestimmt „die eine 
oder andere", d. h. „eine reise" 
wollte er noch machen, aber er 
„wufste nicht genau, welches das 
eigentliche ziel war"; das ist der 
gedanke. Offenbar will I'örölfr nicht 
von seinem eigentlichen ziele, das 
natürlich mit seiner liebe zu der 
jungen AsgerÖr in Verbindung zu 
setzen ist, sprechen. 

20. la, nämlich das schiff. 



Ketill blundr kommt nach Island. 



113 



för fr& Borg, )?ä gekk Skallagrimr til ok tök oxina ofan af Eg. 
huröäsum, konungsgjofina, ok gekk üt meö; var }>a skaptit XXXVIII. 
svart af reyk, en oxin ryögengin. 11. Skallagrimr sa i egg 
oxinni; siÖan seldi hann Pör61fi oxina; Skallagrimr kvao" visu: 

6. Liggja ygs fyr eggjo 5 

(äk sveigar kor deigja) 
fox es ilt i oxe, 
undvargs flosor margar; 
arghyrno lat ärna 

aptr mej? rokno skapte, lo 

porfge va3re ]?eirar, 
|?at vas ingva gjof, hingat. 

frörunn Skallagrimsdöttir heiratet den Geirr Ketilsson. 
XXXIX, 1. Dat varö til tiö'enda, meöan D6r61fr haföi 
verit utanlendis, en Skallagrimr bjö at Borg, at eitt sumar 
kom kaupskip af Nöregi i Borgarfjoro; var \k vfÖa hofÖ upp- 15 
sät kaupskipum i är eöa i loekjar6sa eÖa i sik. 2. MaÖr het 
Ketill, er kallaÖr var Ketill blundr, er atti skip J?at; hann var 



3. rytigengin, „verrostet". 

Str. 6. Pros. Wortfolge: Margar 
flosor liggja fyr eggjo ygs undvargs; 
ilt fox es i 0xe; äk (= ä ek) deigja 
sveigar kor; lat arghyrno nie) rokno 
skapte ärna aptr; ]?at vas ingva gjof; 
^orfge vsere ]?eirar hingat. 

„Viele Unebenheiten (liegen =) 
sind au der schneide des gefähr- 
lichen beils; ein schlechter betrug 
ist in der axt; ich habe ein weiches 
beil. Lals die axt mit dem an- 
gerauchten schafte — das war ein 
königsgeschenk — zurück (an den 
könig) kommen; es wäre nicht 
nötig gewesen, dafs sie jemals 
hierher kam". 

flosor, „Unebenheiten", „Splitter", 
deuten an, dafs das eisen oder der 
stahl der schneide schlecht und nicht 
glatt gewesen sei. und var gr „wunden- 
wolf" = axt; vgl. sdryagl in str. 5. 
fox, eig. = „fuchs", hier „betrug". 

Sagabihl. III. 



sveigar kor, „der schaden des astes" 
= die axt. kor (vgl. kprbeb'r in 
str. 5) ist eig. das krankenbett oder 
das bett eines abgelebten; daher 
kann es auch „krankheit, schaden" 
überhaupt bedeuten, arghyrwa, ur- 
sprünglich wohl ein eigenname, 
dann „axt" im allgemeinen, hom 
hiefs wohl die obere und untere 
spitze der (gebogenen) schneide. 
drna, ,.gehen" von ärr „böte". 
ingve, „fürst", /'orf-ge, „nicht not"; 
-ge verneinende partikel, die nur 
substantivis, adverbiis und adjectivis 
angehängt wird. 

Kap. XXXIX. 15. pd, „damals" 
im gegensatze zu dem, was später 
gewöhnlich wurde, nämlich ordent- 
liche häfen zu benutzen. 

17. Ketill blundr, vgl. über diese 
familie Landnämabök I, k. 20 (Isl. 
sögur I*, 60) und Hcensa-froris saga 

8 



114 



Geirr Ketilsson heiratet Pornnn Skallagrimsdottfr. 



Eg. norroenn maÖr, kynstörr ok auölgr; Geirr h£t sonr haos, er 

XXXIX. p& var falltlöi ok var ä skipi meÖ honum; Ketill setlaöi at fa 

s6r büstaÖ k Islandi; hann kom sfÖ sumars. 3. Skallagrimr 

vissi oll deili a hoimm; bauÖ Skallagrimr honum til vistar 

5 meÖ ser meÖ alt foruueyti sitt; Ketill J?ekÖiz J?at, ok var hann 

um vetrinn meÖ Skallagrimi; J>ann vetr baÖ Geirr, sonr Ketils, 

Pörunnar, döttur Skallagrims, ok var }?at at rdÖi gort. 4. Fekk 

Geirr Dörunnar; en eptir um varit visaÖi Skallagrimr Katli til c. 912 

lands upp fra landi Oleifs meÖ Hvitä ixk Flökadalsaiösi ok 

10 til Reykjadalsäröss ok tungu j?ä alla, er J?ar var a milli, upp 

til RauÖsgils, ok F16kadal allan fyrir ofan brekkur. 5. Ketill 

bjö i Pr&ndarholti, en Geirr i GeirshliÖ; hann ätti annat bü 1 

Reykjadal, at Reykjum enum ofrum; hann var kallaÖr Geirr 



k. 1 (Isl. sogar II 2 , 122). Die an- 
gaben der Landnäma weichen darin 
von unserer saga ab, dafs sie als 
dritten söhn des Geirr den SvarÖ- 
kell ä Eyri nennt, während toroddr 
hrisablundr einer späteren generation 
angehört haben soll (nachkomme 
einer in Egils saga nicht genannten 
tochter des Geirr, namens Bergdis, 
die sich mit einem Gunnarr Flöka- 
son verheiratete). Da diese per- 
sonen sonst nirgends erwähnt wer- 
den, ist hierüber keine klarheit zn 
gewinnen. — Blundketill Geirsson 
kam nach der Landn., Hoensa-fröris 
saga und den isl. annalen bei einem 
mordbrande ums leben; nach der 
wahrscheinlicheren angäbe des Ari 
in der Islendingaboc (k. 5), welche 
durch die Laxdcela saga (k. 7) be- 
stätigt wird, betraf jedoch dies 
tragische geschick den söhn des 
Blundketill, I'orkell. Näheres hier- 
über in K. Maurers abhandlung 
„Über die Hcensa-I^ris saga" (Mün- 
chen 1871). 

blunclr, eig. „schlaf oder Schlum- 
mer"; das verbum blunda bedeutet 
„die äugen geschlossen halten", 
;3 schlummern"; der beiname be- 



zeichnet also wohl den Ketill als 
einen „schläfrigen menschen". 

2. fulltitii, eig. „vollzeitig" d. h. 
zum reifen alter gelangt. 
9. Oleifs. s. k. 29, 7 ff. 

10. Reykjadalsd, ein den Reyk- 
holtsdalr durchströmender 1. neben- 
flufs der Hvitä; die mündung des- 
selben liegt etwas östlicher als die 
mündung der Flökadalsä (s. zu k. 29, 
8). Eine kleine strecke vor ihrer 
mündung nimmt die Reykjadalsä 
die kleine aus dem Flokadalr kom- 
mende Geirsä auf. 

tungu, „zunge" heifst der spitz- 
auslaufende landzipfel, den zwei 
flüsse vor ihrer Vereinigung bilden. 

11. Rauüsgil, eine von einem bache 
durchströmte kluft anf dem l.ufer der 
Reikjadalsä, söstl. von Reykholt. 

12. Prdndarholt lag auf dem 1. ufer 
der Geirsä; der noch heute bestehende 
hof GeirshlitS befindet sich nördl. da- 
von, auf dem anderen ufer des flusses. 

13. Meykjadalr, heute Reykholts- 
dalr (s. oben); Reykir enir efri 
heifst heute Köpareykir (swestl. von 
Reykholt, am 1. ufer der Reykja- 
dalsä). S. Kälund 1,321. 



Egills kinderjahre. 



115 



enn auogi; hans synir väru J^eir Blund-Ketill ok Porgeirr Eg. 

blundr; )?riol var Döroddr hrisablundr, er fyrstr bjö i Hrisum. XXXIX 

XL» 

Egills kindheit, seine ersten taten und seine erste reise. 
XL, 1. Skallagrfmr hendi mikit gaman at aflraunum ok 
leikum; um pat )?6tti honum gott at rceöa; knattleikar väru 
)?ä tiÖir; var J?ar 1 sveit gott til sterkra manna 1 }?ann tima, 5 
en J?6 haföi engi afl viÖ Skallagrim; hann gerÖiz j?ä heldr 
hniginn at aldri. 2. PöiÖr het sonr Grana at GranastoÖum 
ok var hann enn mannvsenligsti maÖr ok var ä ungum aldri; 
hann var elskr at Agli Skallagrimssyni; Egill var mjok at 
glimum; var hann kappsamr mjok ok reiöinn, en allir kunnu 10 
pat at kenna sonum sinum, at )?eir vaegÖi fyrir Agli. 3. Knatt- 
907 leikr var lagiör ä Hvitärvollum allfjolmennr ä ondveröan vetr; 



2. Pöroddr hrisablundr, vgl. oben 
zu § 2 und die einleitung § 39. 

Hrisar liegt söstl. von GeirshliÖ, 
in der nähe der Flökadalsä. 

Kap. XL. 4. gott at rceda, „ver- 
gnüglich zu sprechen". 

7. hniginn at aldri, nämlich ungef. 
60 jähre alt. 

10. glimum, „die glima, der ring- 
kampf" ging so vor sich: die beiden 
gegner traten vor, packten einander 
an den hüften und hielten dort fest; 
es kam nun darauf an durch ver- 
schiedene bewegungen der füfse 
oder beine, in einzelnen fällen auch 
der hände, seinen gegner zur erde 
zu werfen. In der regel standen 
zwei parteien wie zwei heere ein- 
ander gegenüber; man rang paar- 
weise und die beiden Parteiführer 
— die könige — zuletzt, nachdem 
alle übrigen kämpfe ausgefochten 
waren. Es kam hier viel mehr die 
gewandtheit als die stärke in be- 
tracht. Vgl. Weinhold, Altn. leb. 
s. 303-5. 

11. 12. Knattleikr, „balispiel"; vgl. 
hierzu die ausführliche beschreibuug 



von E. Mogk in der Zs. f. deutsche 
phil. XXII, 152 — 4 u. B. Bjarnason, 
Nordboemes legemlige uddannelse 
(1905) k. IX. Es standen auch hier 
zwei parteien gegeneinander, und 
„Spielzeug waren der ball und das 
ballscheit, das beide parteien ge- 
meinsam besafsen"; „beim spiele" 
war „von jeder partei nur einer 
tätig . . ."; „die beiden partner 
standen in gewisser entfernung von- 
einander; der eine schlug mit dem 
ballscheite (knattre) den ball, der 
andere hatte die aufgäbe, ihn auf- 
zufangen . . . War der ball vom 
gegner aufgefangen, so schlug er 
ihn zurück . . . War der ball über 
den Zielpunkt („den ort, wo der 
gegner stand") hinweggeflogen, so 
bemühten sich beide parteien in 
ihrer gesamtheit den ball zu er- 
langen; es entstand ein rennen und 
streiten um seinen besitz, denn der- 
jenige, der den ball erlangt hatte, 
kam jetzt ans spiel". Übrigens ist 
der Vorgang etwas unklar und wir 
wissen nicht, worauf es eigentlich 
ankam. 

1 2. Hvitdrvellir, die ebene an der 
8* 



116 Egills erster totschlag. 

Eg. XL. s6ttu menn ]?ar til vföa um heraft; heimamenn Skallagrfms 
föru }>angat til leiks margir; £>6rÖr Granason var heizt fyrir 
}?eim. 4. Egill baÖ D6rÖ at fara meÖ honum til leiks; ]?ä var 
hann ä sjaunda vetr; PörÖr 16t pat eptir honum ok reiddi hann 

5 at baki s£r; en er ]?eir kömu ä leikmötit, ]?a var monnum skipt 
}?ar til leiks; ]?ar var ok komit mart smäsveina, ok geröu f>eir 
s6r annan leik; var J?ar ok skipt til; Egill hlaut at leika vift 
svein ]?ann, er Grimr h6t, sonr Heggs af HeggsstoÖum; Grimr 
var ellifu vetra eÖa tiu ok sterkr at jofnum aldri. 5. En er 

10 )?eir 16kuz viÖ, }>ä var Egill österkari; Grimr geröl ok )?ann 
mun allan, er hann m&tti; ]?& reiddiz Egill ok h6f upp knatt- 
treit ok laust Grim, en Grimr t6k hann bgndum ok keyröi 
hann niÖr fall mikit ok 16k hann heldr illa ok kvez mundu 
meiöa hann, ef^hann kynni sik eigi. 6. En er Egill komz a 

15 fcetr, \k gekk hann ör ieiknum, en sveinarnir cepöu at honum; 
Egill För til fundar viÖ Dörfr Granason ok sagöi honum, hvat 
i hafÖi gorz; DörÖr mselti: „Ek skal fara meÖ J?er ok skulu 
vit hefna honum". 

7. Hann seldi honum i hendr skeggaxi eina, er DörÖr 

20 hafÖi haft i hendi; ]?au vapn v&ru \k tiÖ; ganga J^eir J?ar til, 
er sveinaleikrinn var; Grimr haföi \i\, hent knottinn ok rak 
undan, en aÖrir sveiuarnir s6ttu eptir. 8. Pä hljöp Egill at 
Grimi ok rak oxina i hofuÖ honum, sva at ]?egar st6Ö i heila; 
J?eir Egill ok PörÖr gengu i brott siöan ok til manna sinna; 

25 hlj6pu J?eir Myramenn f>ä til väpna ok svä hvarirtveggju. 

mündung der Hvitä. Den namen 9. sterkr— aldri, d. h. „seine stärke 

führt noch heute ein gehöft, das war ganz im Verhältnis zu seinem 

unterhalb der mündung der Griinsä alter"; vgl. k. 77, 6. 

auf dem 1. ufer der Hvitä liegt. 10. 11. gerfti—mdtti, machte die 

Verschiedenheit so grofs als mög- 

1. herab', „die umgegend". lieh", d. h. „liefs Egil es scharf 

3. ba ft A at fara med', „bat5 f>. dafs fühlen, wie viel stärker er war". 

er (näml. Egill) mit ihm gehen dürfte". 14. ef hann kynni sik eigi, „wenn 

4. 5. reiddi hann at baki ser, „liefs er sich nicht (anständig) zu be- 
ihn hinter seinem rücken reiten" (so nehmen wisse". 

dafs beide auf einem pferde safsen). 19. skeggsxi, „bartaxt" = bar'Öa, 

7. annan, „einen anderen", als die eine art von äxten, der untere 

erwachsenen. teil des blattes bildete „eine fast 

skipt, nicht v. skipta „einteilen", rechteckige Verlängerung"; s. Falk, 

sondern — skipat v. skipa „ordnen"; Waffenk. 108 f. 

vgl. § 13. 21. hent, s. zu § 3. 



Egills niutter ahut in ihm den künftigen wiking. 



117 



9. Öleifr hjalti hlj6p til J?eira Borgarmanna meÖ ]?a menn, er Eg. XL. 
honum fylgÖu; väru f>eir J?ä miklu fjolmennri ok skilÖuz at 
svä goru; ]?aÖan af höfuz deildir meÖ f>eim Oleifi ok Hegg; 
)?eir borÖuz a Laxfit viÖ Grimsä; )?ar fellu sjau menn, en Heggr 
varÖ särr til ölifis, ok Kvigr feil, brööir hans. 10. En er Egill 5 
kom heim, let Skallagrimr se> fätt um finnaz, en Bera kvaÖ Egil 
vera vikingsefni ok kvaÖ )?at muri du fyrir liggja, )?egar kann liefÖi 
aldr til, at honum vseri fengin herskip. 11. Egill kvaÖ visu: 
7. Pat mselte min mö]?er, 

at mer skylde kaupa 10 

fley ok fagrar ärar, 

fara ä brott mep vikingom, 

standa upp i stafne, 

styra dyrom knerre, 

halda svä til hafnar, 15 

hoggva maun ok annan. 

12. Da er Egill var t61f vetra gamall, var hann svä mikill 

vexti, at fair väru menn svä störir ok at afli bünir, atjägüj 

913—4 ynni frä eigj jfle_sta menn i leikum ; )>>ann vetr, er hoc um var 

enn tölfti, var hann mjok at leikum; PörÖr Granason var ]?ä 20 
ä tvitugs aldri; hann var sterkr at afli. 13. Pat var opt, er 
ä leib vetrinn, at )?eim Agli ok PörÖi tveimr var skipt i möti 
Skallagrfmi; ]?at var eitt sinn um vetrinn, er ä leiÖ, at knatt- 
leikr var at Borg suör i Sandvik; )?ä väru }?eir PörÖr i m6ti 
Skallagn'mi i leiknum ok moeddiz hann fyrir J?eim ok gekk 25 
|?eim 16ttara. 14. En um kveldit eptir stflarfall, )?ä t6k J?eim 
Agli verr at ganga; gerÖiz Grimr J>ä svä sterkr, at hann greip 



4. Laxfit, diese lokalität ist jetzt 
unbekannt. Von dem hier erwähnten 
k ainpfe berichtet keine andere quelle. 

5. til ölifis, „zum tode". 

6. Bera, die mutter auf der seite 
des sohnes, s. zu Vd k. 7 ; 12. 

7. pat— fyrir liggja, „dafs es sein 
Schicksal sein werde". 

Str. 7. „Das sagte meine mutter, 
dafs man für mich schiff und schöne 
rüder werde kaufen müssen, (dafs 
ich) mit wikingcn ausfahren werde, 
am Steven stehen, ein prächtiges 



fahrzeug steuern, zum landeplatze 
lenken (und) einen mann nach dem 
anderen niederhauen". 

Vor fara d brott usw. mufs per 
zeugma ein at ek skylda ergänzt 
werden, til hafnar, „zum hafen oder 
landeplatz" (nämlich wo ein feind- 
licher Überfall beabsichtigt ist). 

22. skipt, s zu § 4. 

24. Sandvik, s. zu k. 28, 8. 

27. gerd'iz G. usw., er war also, 
wie sein vater, hamrammr, aber 
auf eine andere weise; in der nacht 



118 Tod der horgerör bräk 



to v 



Eg. XL. Pöro' upp ok keyrfti niör svä hart, at hann lamöiz allr ok fekk 
hann ]?egar bana; siöan greip hann til Egils; DorgerÖr bräk 
h£t ambätt Skallagrims; hon hafÖi föstrat Egil i barno3sku; 
hon var mikil fyrir ser, sterk sem karlar ok fjolkunnig mjok. 
5 15. Brak maelti: „Hamaz J?ü nü, Skallagrimr! at syni 

)?inum". 

Skallagrimr let ]?ä lausan Egil, en f>reif til hennar; hon 
braz viÖ ok rann undan, en Skallagrimr eptir; f6ru J^au svä 
i ütanvert Digranes; \k hlj6p hon üt af bjarginu ä sund; 

10 Skallagrimr kastaÖi eptir henni steini miklum ok setti milli 
herÖa henni, ok kom hvärki upp siöan; }>ar er nü kallat 
Bräkarsund. 16. En eptir um kveldit, er J?eir kömu heim til 
Borgar, var Egill allreiÖr; en er Skallagrimr hafÖi sez undir 
borÖ ok atyyöa manna, J?ä var Egill eigi kominn i saeti sitt; 

15 ]?ä gekk hann inn i eldahüs ok at J?eim manni, er J?ar haföi 
]?ä verkstjorn ok fjärforräÖ meÖ Skallagrimi ok honum var 
kaerstr. 17. Egill hj6 hann banahogg ok gekk siöan til saetis 
sins; en Skallagrimr rceddi ]A ekki um, ok var p>at mal )?aÖan 
af kyrt, en J?eir fefrgar roedduz ]?ä ekki viÖ, hvärki gott ne* 

20 ilt, ok f6r svä framm ]?ann vetr. 18. En et naesta sumar eptir 914 
kom Pörölfr üt, sem fyrr var sagt; en er hann haföi verit einn 
vetr ä Islandi, f>ä bj6 hann eptir um värit skip sitt i Bräkar- 914- 
sundi. 19. En er hann var albüinn, \k var j?at einn dag, at 
Egill gekk til fundar viÖ foöur sinn ok baÖ hann fä ser farar- 

25 efni — „vil ek", sagÖi hann, „fara ütan meÖ Pörölfi". 

20. Grimr spurÖi, ef hann heföi nokkut ]?at mal roett 
fyrir Pör61fi; Egill segir, at ]?at var ekki; Grimr baÖ hann j?at 
fyrst gera; en er Egill vakÖi )?at mal viÖ P6r61f, J?ä kvaÖ 
hann )?ess enga vän, at — „ek muna |?ik flytja meÖ me> ä 

30 brott; ef faÖir ]?inn ]?ykkiz eigi mega um }>ik tcela hör i 

nahmen seine kräfte wunderbar zu; „das ganze volk eines landes oder 

vgl. seine nächtliche fahrt oben k. 30. einer gegend" ; selten kommt das 

wort vor, gebraucht, wie hier, von 

2. brdk, wahrscheinlich ein werk- der bevölkerung eines hufes. 

zeug, um häute zuzubereiten. 21. fyrr, d. h. k. 38. 

5. Hamaz usw., kein fragesatz. 22. bjö hann, vgl. k. 38, 10. 

11. hvärki, weder der stein, noch 30. tcela, v. toi „Werkzeug"; tocla 
das weib. eig. „mit Werkzeug behandeln" und 

12. Bräkarsund, s. zu k. 33,0. dann allgem. „behandeln, leiten, mit 
14. alfnßa manna, bed. im allgem. jmd. etw. zu tun haben". 



Egill reist mit seinem bruder frörolfr nach Norwegen. 110 

hybylum sinum, f>a" ber ek eigi traust til J?ess, at hafa )?ik Eg. XL. 
ütanlendis meÖ mer, ]?viat J?er mun J?at ekki hlyÖa, at hafa 
)?ar slikt skaplyndi sem heV'. 

21. „Vera ma", sagSi Egill, „at \k fari hvärgi okkarr". 

22. Um n6ttina eptir gerÖi k oeÖiveÖr, ütsynning; en um 5 
nöttina, er myrkt var ok flöÖ var sj6far, f>ä kom Egill }?ar ok 
gekk üt a skipit fyrir utan tjoldin; hjö hann i sundr festar 
l?aer, er ä ütboröa varu; gekk bann ]?egar sem skjotast upp 
um bryggjuna, skaut üt ]?egar bryggjuoni ok hj6 J?ser festar, 
er ä land upp väru; rak ]>ä üt skipit ä fjorÖinn. 23. Eu er 10 
feir Pörölfr uröu varir viÖ, er skipit rak, hljöpu )?eir i bätinn, 
en veÖrit var miklu hvassara, en )?eir fengi nokkut at gort; 
rak skipit yfir til Andakils ok ]?ar a eyrar upp, en Egill för 
heim til Borgar. 24. Eu er menn uröu varir vio bragÖ J>at, 

er Egill haföi gort, pi lostuÖu }?at flestir; hann sagö'i, at hann 15 
skyldi skamt til lata, at gera Dörölfi meira skaÖa ok spell- 
virki, ef hann vildi eigi flytja hann i brott; en ]?a ättu menn 
hlut at i milli ]?eira, ok kom svä, at lykÖum, at Dörölfr tök 
vi?5 Agli ok för hann ütan meo honum um sumarit. 25. Pegar 
Dörölfr kom til skips, )>& er hann hafÖi tekit viÖ oxi J?eiri, 20 
er Skallagrimr haföi fengit i hendr honum, \k kastaÖi hann 
0xinni fyrir borÖ ä djüpi, sva at hon kom ekki upp siöan. 
26. Ptfrölfr för fero'ar sinnar um sumarit, ok greiddiz vel um 
hafit, ok kömu ütan at HorÖalandi; stefnir Porölfr ]?egar norÖr 
914—5 til Sogns, en }>ar hoföu }>au ti'Öendi oro'it um vetrinn, at Brynj- 25 
ulfr haföi andaz af sott, en synir hans hofÖu skipt arfi. 
'27. HafÖi DorÖr Aurland, bo3 )?ann, er faöir j?eira haföi büit ä; 
haföi hann gorz konungi handgenginn ok gorz lendr maör; 
döttir DörÖar het Rannveig, möÖir feira DörÖar ok Helga; DörÖr 
var fabir Rannveigar, m6Öur IngiriÖar, er ätti Olafr konungr; 30 

6. par, „dorthin", geht wohl auf 30. Öldfr konungr, d.i. Öläfrkyrri 

das voranstehende sjöfar, d. h. wo 1067—93. Ingiriör (var. IngigerÖr) 

das schiff war. war nach anderen quellen (Heimskr. 

8. ütborda, s. zu k. 18,7. 111,229; Frissb. s. 257; Fagrsk. s. 304; 

13. Andakils, s. zu k. 28,5. Fiat. 111,439; FMS. VI, 413; XI, 212. 

14. bragfi, „streich". 237; Morkinsk. s. 125) eine tochter des 
16. skamt til lata, „nur eine dänischen königs Sveinn ÄstriÖarson 

kurze zeit bis dahin verstreichen (f 1076). In der Knytl. k.23 heifst es, 

lassen". dafs Sveinn viele uneheliche kinder 

23. greiddiz, seil, honum fer'bin. (frillusonu) gehabt habe, vielleicht 



120 I'örölfr bei könig Eirikr und l^örir Ilroaldsson. 

Eg. XL. Helgi var fao'ir Brynjölfs, foöur J?eira Serks ör Sogni ok 
XLI * Sveins. 

Über Björn Brynjölfsson. frörölfr bei könig Eirikr. 
Arinbjprn und Egill. 

XLI, 1. Björn hlaut annan biistaÖ goÖan ok viroiligan; 
geroiz hann ekki handgenginn konungi; }>vi var hann kallaö'r 
5 Björn holör; var hann mao'r vellaublgr ok störmeimi rnikit. 
2. Ptfrölfr för brätt ä fund Bjarnar, )?egar er hann kom af 
hau, ok fylgö'i heim AsgerÖi döttur hans; varÖ J?ar fagnafandr; 
AsgerSr var en vsensta kona ok en gorviligsta, vitr kona ok 
allvel kunnandi. 3. Porolfr f6r ä fund Eiriks konungs, en er 

10 J?eir hittuz, bar Dorölfr Eiriki konungi kvebju Skallagrims ok 
sagSi, at hann hafÖi J?akksamliga tekit sending konungs; bar 
framm siöan langskipssegl gott, er hann sagÖi, er Skallagrimr 
heföi sent konungi; Eirikr konungr tök vel viÖ gjof )?eiri ok 
bau<5 Porölfi at vera meb* ser um vetrinn; Dor61fr )?akkaÖi 

15 konuugi boÖ sitt — „ek mun nti fyrst fara til Pöris, & ek 
viÖ hann nauftsynja-orendi". 

4. SiÖan för Pörölfr til Doris, sem hann hafÖi sagt, ok 
fekk f>ar allgööar viötokur; bauÖ Porir honum at vera meÖ 
ser; Dör61fr sagöi, at hann mundi J?at ]>>ekkjaz — „ok er sa 

20 maÖr mefi me>, at J?ar skal vist hafa, sem ek em; hann er 
bröoir minn ok hefir hann ekki fyrr heiman gengit, ok ]>arf 
hann, at ek veita honum umsja". 

5. Dorir sagöi, at J>ar var heimult, ]>6 at Dörölfr vildi fleiri 

war Hannveig (die sonst nirgends er- Kap. XLI. 3. annan, als frörÖr 

wäbnt wird) eine von seinen frillur. (k. 40, 27). 

5. Iwlbr, die alte beiiennung des 

1. Serks ör Sogni, er nahm teil freien bauern, der im rang dem 
an dem irischen feldzuge des Jahres hersir der nächste war; das wort 
1103, in welchem könig Magnus ist vielleicht ursprüngl. identisch 
berfoettr den tod fand (Heimskr. mit halr „mann" (vgl. ags. hmle und 
III, 260; Frissb. s. 278; Fagrsk. s. hcele'ö). 

324; Morkiusk. s. 153). vellauoigr, nach der allgem. auf- 

2. Sveinn, war nach Fagrsk. s. 389 fassuog v. vell „gold", das nur in 
der (zweite) gatte der Ingirför Sveins- der poesie gebräuchlich ist. 
döttir, von der er eine tochter Hall- 11. sending, ist dativ. 

katla hatte. Vgl. Munch, Det norske 12. langskipssegl, s. Falk, Seew. 
folks hist. II, 178 anm. 3, 63, 



törölfr heiratet die Asgerör Bjarnardöttir. 



121 



XLII. 



menn hafa meb ser ]?angat — „J?ykkir oss", segir hann, „ sveita_r - Eg, .XU. 
bot at broÖur Jnnum, ef hann er nokkut }?er glikr". 

6. Siban för Dörölfr til skips sins ok let J?at upp setja 
ok um büa, en hann för ok Egill til Doris hersis; Dörir atti 
son, er het Arinbjorn; hann var nokkuru ellri en Egill; 5 
Arinbjorn var J^egar snimma skoruligr mabr ok enn mesti 
tyröttamabr; Egill gerbi ser titt viÖ Arinbjorn ok var honura 
fylgjusamr, en heldr var fatt meb J?eim broebrum. 

törölfs brautwerbung und brautfahrt. 
XLII, 1. Dörölfr Skallagrimsson höf rceöu \k vib Döri, 
hvernig hann mundi taka \s\ mäli, ef Dörölfr bsebi Asgerbar 10 
framdkonu hans; Dörir tök J?vi lettliga, sagbi, at hann mundi 
flytjandi J>ess mäls, 2. SiÖan för Dörölfr norb'r { Sogn ok 
hafbi meö ser gott foruneyti; Dörölfr kom til büs Bjarnar ok 
fekk \%x göbar viotokur; baub Björn honum at vera meb ser, 
svä lengi sem hann vildi. 3. Dörölfr bar bratt upp orendi 15 
sitt vib Björn, höf J?ä bönorÖ sitt ok bab Asgerbar, döttur 
Bjarnar; hann tök }>vi mäli vel, ok var }>at auösött vib hann, 
ok rez J?at af, at )?ar föru festar framm ok kvebit a brullaups- 
stefnu; skyldi veizla sü vera at Bjarnar )>h um haustit. 4. Sibau 
för Dörölfr aptr til Doris ok sagbi honum J?at, sem til tfbenda 20 
hafbi gorz i for hans; Dörir let vel yfir, er J?au räÖ skyldu 
takaz; en er at J?eiri stefnu kom, er Dörölfr skyldi soekja til 
veizlunnar, )?ä baub hann m< t >nnum til farar meb seV; baub 
fyrst Döri ok Arinbirni ok hüskorlum J^eira ok rikum büondum, 
ok var til J?eirar ferbar fjolment ok göbment. 5. En p& er 25 
mjok var komit at stefnudegi )>eim, er Dörölfr skyldi heiman 
fara ok brubmenn varu komnir, ]?ä tök Egill sott, sva at hann 



1. 2 sveitarböt, sveit bed. hier 
„schar", bot ,.zierde". 

7. gerdi ser titt vi'Ö A., „gab sich 
mühe bei A." (um seine frenndschaft 
zu erwerben); vgl. k. 2,4. 

Kap. XLII. 9. 10. höfrcßtSu . . . 
hvernig, die worte höf rcefiu be- 
deuten ungefähr „er begann mit 
ihm zu sprechen und fragte"; 
dw folgende hvernig „wie". 



Über die Zeitrechnung s. die ein- 
leitung § 27. 

12. flytjandi, rein partic, vera 
oder vertSa ist zu ergänzen. 

18. festar, s. zu k. 7, 9. 

kve'dit, für var kvc'dit. 

25. fjolment ok gö'dment, beide 
müssen part. perf. sein; gewöhnlich 
ist das letzte ein adj. 

27. brütfrnenn, waren die eig. folge 



122 Egill bei Atleyjar-BärÖr. 

Eg. XLII. var eigi fcerr; ]?eir Dörölfr hofbu langskip eitt mikit, alskipat, 
XLIII. j^ f^ ru f erö - ar ginuar, svä sem äkvebit var. 

Egill und Olvir kommen zu Atleyjar-BarÖr. 
XLIII, 1. Olvir h6t mabr; hann var huskarl Doris ok 
var forstjöri ok räbamabr fyrir büi hans; hafÖi hann skulda- 
5 heimtur ok var fehirbir; Olvir var af ceskualdri ok ]?ö mabr 
enn hressasti. 2. Svä bar til, at Olvir ätti heimanferb at 
heimta landskyldir Doris, ]?ser er eptir hofbu staÖit um varit; 
hafÖi hann röbrarferju ok väru )?ar a tölf hüskarlar D6ris. 
3. Da tök Egill at hressaz ok reis hann J?ä upp; honum ]>6tti 

10 J>ä geraz daufligt heima, er atyyba manna var ä brott farin; 
kom hann at mäli viÖ Olvi ok sagbi, at hann vildi fara meÖ 
honum, en Olvi J?6tti eigi göbum libsmanni ofaukit, ]?viat skip- 
kostr var oerinn; rdz Egill til ferÖar }>eirar; Egill hafbi väpn 
sin, sverb ok kesju ok buklara. 4. Fara j?eir ferbar sinnar, 

15 er J?eir väru bünir, ok fengu veÖrabälk harban, hvoss vebr ok 
öhagstoeb, en J?eir söttu ferÖina knäliga, töku röbrarleibi, ok 
hofbu mjok innanvatt; svä bar til ferb )?eira, at J?eir kömu 
aptan dags til Atleyjar ok logbu J?ar at landi; en J?ar var l 
eyjunni skamt upp bü mikit, er ätti Eirikr konungr, en )>ar 

20 r£b fyrir mabr sä, er Bärbr h£t; hann var kallaör Atleyjar- 
Bärbr ok var syslumabr mikill ok starfsmabr goÖr; ekki var 
hann kynstörr mabr, en kaerr mjok Eiriki konungi ok Gunn- 
hildi drötningu. 5. Deir Olvir drögu upp skip sitt ör floebar- 
mäli; gengu siban til boejar ok hittu Bärb üti ok sogbu honum 

25 um ferb sina, svä f>at, at J>eir vildu p>ar vera um nöttina. 
6. Bärbr sä, at )?eir väru vätir mjok, ok fylgbi hann J^eim til 



des bräutigams auf der brautfahrt 15. vedrabdlkr, „anhaltende stür- 

(bruöfor). me"; bdlkr bedeutet u. a. „einen 

längeren abschnitt" z. b. in den ge- 

Kap. XLIII. 4. 5. skuldaheimtur, setzbüchern. 

„eintreibung der schulden". 16. töku rödrarlei'di, „begannen 

7. eptir . . . stadit, „nicht bezahlt eine ruderfahrt", mufsten sich der 

. . . worden waren". rüder bedienen. 

12. 13. skipkostr, „schiffsplatz", 17. innanvatt, „innen im schiffe 

„platz im schiffe für viele". viel seewasser"; vdtt ntr. von vdtr 

14. buklara, ein kleiner runder „nals". 

schild mit einem buckel (mlat. 18. Atley, heute Atleö, eine insel 

buecula). an der küste von Söndtjord. 



Egill bei Atleyjar-BärSr. 



123 



eldahüss nokkurs; var J?at brott frd oörum hüsum; hann letEg. XLUL 
gera eld mikinn fyrir l?eim, ok varu J?ar JnirkuÖ klseÖi J?eira, XLl V* 
en er peir hofÖu tekit kheÖi sin, ]?ä kom BarÖr )?ar. 

7. „Nu munu veY', segir hann, „h£r setja yör borÖ; ek 
veit, at yör mun vera titt at sofa, }>&r eru<5 menn möölr af 5 
väsi". 

8. Ol vi KkaÖi }?at vel; siöan var sett borÖ ok gefinn ]?eim 
matr, brauö" ok smjor, ok settir framm skyraskar storir. 

BarÖr sagö'i: „Harmr er J?at nü mikill, er ol er ekki inni, 
}?at er ek mega yÖr fagna, sem ek vilda; verÖi per nü at 10 
bjargaz viÖ slikt, sem til er". 

9. Peir Olvir varu j?yrstir najok ok supu skyrit; siöan let 
BarÖr bera inn afr ok drukku j?eir )?at. 

„Fuss munda ek", kvaÖ BärÖr, „at gefa yör betra drykk, 
ef til vaeri". Halm skorti }?ar eigi inni; baÖ hann f>ar j?ä niÖr 15 
leggjaz til svefns. 



BärÖs ennordung und Egills flucht. 

XL1V, 1. Eirikr konungr ok Gunnhildr kornu }?at sama 
kveld i Atley, ok hafÖi BärÖr p>ar büit veizlu möti honum, ok 
skyldi f>ar vera disabl6t, ok var )>ar veizla en bezta ok drykkja 
mikil inni i stofunni; konungr spurÖi, hvar BärÖr va3ri — „er 20 
ek se hann hvergi". 

2. MaÖr segir: „BärÖr er üti ok greiÖir fyrir gestum 
sinum". 

„Hverir eru gestir j?eir", segir konungr, „er hann laBtr s£r 
t?at skyldara, en vera inni h£r hjd oss?" 



3. klcetti, nämlich die wieder ge- in den übrigen hdss. heifst es afra 



trockneten kleider, die sie früher 
abgelegt hatten. 

7. bor'Ö, wohl hier, wie auch in 
§ 7, plur. 

8. skyraskar, skyr, „geronnene 
milch", ist das Taciteische lac con- 
cretum Germ. k. 23; askr war (und 
ist) ein rundes gefäfs mit einem 
deckel. 

'.). ekki, ntr. von engl. 
10. pat er, „womit". 
13. afr, ein unbekanntes getränk; 



23 



(v. sing. afri). 

Kap. XLIV. 19. disablöt, die disir 
sind schutzgeister weiblichen ge- 
schlechts (ursprünglich wohl seelen 
verstorbener), denen man im winter 
opferte; s. Mogk, Mythologie 2 s. 150; 
es war wohl Gunnhildr, die dieses 
opferfest veranstaltet hatte und ihm 
vorstand. 

25. pat, „das", füi die gaste zu 
zu sorgen. 



124 



Egill bei Atieyjar-Bärör. 



Eg. XLIV. Maorinn sagöi honum, at ]?ar varu koinnir huskarlar Doris 

hersis. 

3. Konungr mselti: „Gangi eptir peim sem tiöast ok kalli 
]>a inn hingat", — ok var sva gort, sagt, at konungr vill hitta 

5 J>ä; siÖan ganga J?eir; fagnaÖi konungr vel OM ok baÖ hann 
sitja gagnvert ser i ondvegi ok ]?ar foruuauta bans ütar fra; 
]?eir geröu sva; sat Egill naBstr Olvi. 4. Sföan var ];eim borit 
ol at drekka; föru minni m9rg ok skyldi born drekka i minni 
bvert; en er k leiÖ um kveldit, \k kom sva, at forunautar 

10 Öl vis gerÖuz margir öfcerir, sumir spjö ]?ar inni i stofunni, en 
suinir kömuz üt fyrir dyrr. 5. BarÖr gekk J?ä at fast at bera 
]?eirn drykk; ]?a tok Egill viÖ horni ]?vi, er BarÖr hafÖi fengit 
Olvi, ok drakk af; BarÖr sagÖi, at hann fyrsti mJ9k ok foeröi 
bonum J?egar hornit fult ok baÖ bann af drekka. 6. Egill 

15 t6k viÖ borninu ok kvaÖ visu: 

8. Sogf>oJ? sverreflag)?a 
sumleklo herkumla 
(pvi telk) brj6tr, J?ars bleto]? 
(bragj?visan )?ik) diser; 
20 leyndo}? alls til illa 

okunna hjorrunna, 
ilt hafej? bragj? of brugj^et 
Bäro)?r, bugar färe. 



, kommen". 
0. gndvegi, näml. in dem öce&ra 0., 

s. zu k. 7, 7. 

8. skyldi hörn drekka, „ein hörn 
sollte geleert werden"; hörn drekka 
= drekka af horni; die minni waren 
erinuerungsbecher für verstorbene. 

11. 12. bera peim drykk, bed ein- 
fach „ihnen das getränk bringen"; 
drykk ist natürlich akknsativ. 

Str. 8. Pros.wortfolge: Sogf?o]; 
sumleklo, }>ars bletoj? diser, herkumla 
sverreflag^a brjötr; |?vi telk (tel ek) 
]?ik brag^visan; leyndo}? alls til illa 
okunna hjorrunna hugarfäre; ilt 
brag)? \v\fe)> of brug}?et, Bär0}?r. 

„Du sagtest, es wäre mangel au 
hier, da ihr doch den schutzgeistern 



opfertet, krieger; darum nenne 
ich dich schlau. Gar zu schlecht 
verhehltest du deine böse gesinnung 
vor den (dir) unbekannten leuten; 
es ist ein schlechter streich, den 
du, Biive]>Y, gemacht hast". 

Sogpop, seil. vera. herkumla — 
brjötr, herkuml ist nach dem nomen- 
clator der Edda ein „heim" (eig. 
„beer-, kampfzeichen", der heim also 
als ein am meisten in die augen 
fallendes zeichen des kriegers?); 
sverreflag/> = sverranda flag/> „lär- 
mendes riesenweib", „des helmes 
riesenweib" = die axt; eine all- 
gemeine umschreibnng der axt; das 
riesenweib wird als ein sehr ge- 
fährliches und feindliches wesen 



Egill bei Atleyjar-Bärör. 



125 



7. B&rftr baÖ hann drekka ok hsetta flimtun J^eiri; Egill drakk Eg. XLIV. 

fall hvert, er at honum koin, ok svd fyrir Olvi; J>ä gekk BarÖr 

til drötningar ok sagöi henni, at J?ar var maör s&, er skoinra 

fceröi at }>eini ok aldregi drakk svä, at eigi segÖi hana sik 

fyrsta. 8. Drötning ok BärÖr blondnöu ]>& drykkinn ölyfjani 5 

ok baru \k inn; signdi Bärftr fullit, fekk siÖan olseljunni; 

foerÖi hon Agli ok baÖ hann drekka; Egill bra \k knifi sinum 

ok stakk i 16fa s6r; hann tok viÖ horninu ok reist k rünar ok 

reiÖ a bl6Öinu. 9. Hann kvaÖ: 

9. Ristom rün ä hörne, 10 

rj6]?om spjoll i dreyra, 
)?au velk orj? til eyrna 
6ps dyrs vi}?ar röta; 
drekkom veig sem viljoin 
vel glyja]?ra fyja; 15 

vita hv6 oss of eire 
ol J?ats Bärof>r signde. 



betrachtet; sverre- deutet auf das 
kreischen der geschwungenen axt 
und auch die riesenweiber wurden 
als lärmende wesen gedacht. Der 
brjötr „zerbrecher" der axt (oder 
waffen überhaupt) ist der krieger, 
indem er mit den waffen so kräftig 
schlägt, dafs sie zerbrechen, bragp- 
viss, „der sich auf kniffe versteht", 
vgl. das folg. bragp brugpet. hjor- 
runnar, „schwertbäume" = krieger; 
Egill und seine gefährteu. Bdrepr, 
der letzte teil ist -frepr (wie in 
HaMfrepr u. dgl.) ,,-fried" (-fredus). 
Bei- entstand aus badu, das zu bg- 
und zuletzt zu bd- wird. Bdrepr 
wurde zu Bdrpr zusammengezogen. 
Der name Badnfrid ist im ahd. mehr- 
fach belegt. 

1. flimtun, „halbironische dich- 
tung"; flim hiefs ein gedieht oder 
eine Strophe von solchem inhalte, 
der entweder geradezu bitterver- 
höhnend (welches gewöhnlich nitf 



heifst) oder leichtironisch war; ein 
solches gedieht verfassen hiefs flimta, 
davon subst. flimtun. 

5. ölyfjan, „gift". 

6. glseljunni, „der frau, die die 
triukbörner herumtrug"; vgl. den 
glauben, dafs die walkyrien den 
einheriern das bier schenkten. 

9. reib' d, d. h. die rünar. 

Str.9. Pros.wortfolge: Ristom 
run ä hörne, rj6}?oni spjoll i dreyra; 
|?au orj? velk (vel ek) til r6ta eyrna 
vi}?ar 6}?s dyrs; drekkom veig vel 
glyja}?ra ]?yja, sem viljoin; vita hve 
ol, }?ats Bäro]?r signde, of eire oss. 

„Ich ritze die rune ein auf dem 
hörne; ich röte mit blut die runen- 
worte; solche worte wähle ich für 
das hörn (um in das hörn eingeritzt 
zu werden). Ich trinke das bier 
der gut gelaunten mädchen, wie 
ich lust habe. (Will doch) wissen, 
wie das von Bär0|?r geweihte bier 
uns bekomme". 

spjoll, eigeutl. „ausgesprochene 



126 



Egill bei Atleyjar-BärÖr. 



Eg. XLIV. 10. Hornit sprakk i sundr, en drykkrinn f6r niör i hälm; J?ä 

tok at.KÖa at Ol vi; stöÖ J?ä Egill upp ok leiddi Olvi ütar til 

duranna ok helt ä sverÖi sfnu; en er J^eir koma at durunum, 

\k kom BarÖr eptir J?eim ok baÖ Olvi drekka brautfararminni 

5 sitt. 11. Egill tök viÖ ok drakk ok kvaÖ visu: 

10. Ol ber me> pvit Olve 
ol gerver nü folvan; 
atgeira lsetk üra 
yring of gron skyra; 
10 ollunges kant illa 

oddskys fyr p&r nysa 
(rigua getr at regne) 
regnbjo)?r (H^ars ]?egna). 



worte", hier einfach = orfi. eyrna 
vipr: „der bäum der ohren" = ein 
hörn; „die wurzeln des hornes", 
„der teil des hornes, der der haut 
am nächsten ist". Vgl. K. Gislason, 
Udvalg s. 54. öps dyrs, dies „wü- 
tende tier" ist wohl der auerochs; 
es ist also von einem ürarhom (vgl. 
üra atgeirr in str. 10); wenn der 
dichter sagt: „ich wähle diese worte 
für das hörn" bedeutet es nach K. 
Gislason (a. a. o.) „diese worte ritze 
ich ein und ich richte sie gleichsam 
ans hörn, damit sie auf dasselbe 
einwirken", vita ist infinitiv und 
elliptisch; zu ergänzen ist vilk oder 
viljom. Die „gutgelaunten mädchen" 
sind natürl. die glseljur (§ 8). signde, 
„segnete", d. h. das hammerzeichen 
darüber machte. eira, eigentlich 
„schonen". 

1. Hornit sprakk i sundr, natür- 
lich durch die Wirkung der zauber- 
kräftigen runen. Vgl. Sigrdrifumol 7. 

hdlm, womit der boden und die 
bänke bedeckt waren. 

2. tök at li'Öa atülvi, „die zeit 
näherte sich, da Olvir (wegen des 
rausches) nichts mehr tun konnte", 



„Olvir begann sein bewufstsein zu 
verlieren". 

Str. 10. Pros. Wortfolge: Ber 
mer ol, ]?vit ol gerver Olve nü fol- 
van ; lsetk (laet ek) üra atgeira yring 
skyra of gron. Kant nysa ollunges 
illa fyr ]?er, oddskys regnbjö)?r. 
Regne Höars j?egna getr at rigna. 

„Bringe mir das bier, denn das 
bier macht jetzt den Olver blafs; 
ich lasse den trank durch meine 
lippen fliefsen. Du bist gar nicht 
vorsichtig genug, du tapferer mann. 
Jetzt regnet es mit dem regen der 
Äsen". 

üra atgeirr, „der speer der auer- 
ochsen" = das hörn; des hornes 
yring „Staubregen" ist das bier. 
skyra, ein vielleicht von Egill selbst 
gebildetes wort, von skür „schauer". 
nysa, „spähen". oddsky „(speer)- 
spitzenwolke" = „schild", „der regen 
des Schildes" ist der „kämpf"; 
bjöj>r = „anerbieter"; diese Um- 
schreibung ist sehr anschaulich und 
passend, da sie hier von dem feind- 
lichen BärÖr gebraucht wird. Regn 
Hyars }>egna: Hyarr, „der hohe 
herr" = Odin; seine f>egnar „leute" 
sind die Äsen; ihr „regen" ist der 



Egfll erschlagt den Atleyjar-BäroT und entflieht. 



127 



12. Egill kastar horninu, en greip sveröit ok brä; myrkt var Eg. XLIV. 

i forstofunni; hann lagöi sverÖinu a BärÖi miojum, svä at XLV. 

blöÖrefillinn hljöp üt um bakit; feil hann daufir niÖr, en blöÖ 

hljöp ör undinni; f>ä feil Olvir ok gaus spyja ör honum; Egill 

hljöp )?ä üt ör stofunni; ]?ä var niöamyrkr üti; tök Egill }?egar 5 

ras af bcenum. 13. En inni i forstofunni sä menn, at }>eir 

väru bäöir fallnir, BärÖr ok Olvir; kom )?ä konungr til ok löt 

bera at ljös; sä menn f>ä, hvat titt var, at Olvir lä ]?ar vit- 

lauss, en BärÖr var veginn, ok flaut i blööi hans gölfit alt; 

J?ä spurÖi konungr, hvar sä vseri enn mikli maör, er }?ar haföi 10 

drukkit mest um kveldit; menn sogÖu, at hann gekk üt. 

14. „Leiti at honum", segir konungr, „ok läti hann koma 
til min". 

Var hans nü leita farit um bceinn ok fanz hann hvergi; 
en er J>eir koma i eldahüsit, J?ä lägu }?ar margir menn Ol vis; 15 
konungsmenn spuröu, ef ]?ar heföi nakkvat Egill komit; J?eir 
segja, at hann heföi hlaupit )?ar inn ok tekit väpn sin — „ok 
gekk üt eptir J>at". 

15. Da var )?at sagt konungi; konungr baÖ menn sfna 
fara sem hvatast ok taka skip oll, J>au er väru i eyjunni, — 20 
„en ä morgin, er ljöst er, skulum v£r rannsaka alla eyna ok 
drepa f>ä manninn". 



Fortsetzung. Egills flncht. 
XLV, 1. Egill för nü um nöttina ok leitaÖi J?ar til, er 
skipin väru; en hvar sem hann kom til strandar, }?ä var f>ar 
alt menn fyrir; hann för nött J?ä alla ok fekk hvergi skip; 25 
en er lysa tök, var hann staddr ä nesi nokkuru. 2. Hann sä 
)>ä ey eina, ok var J>ar sund i milli ok furöuliga langt; J?ä 
var J?at rä<5 hans, at hann tök hjälminn, sverÖ ok spjöt, ok 



skaldenmet. getr at rigna = rignir 
„es regnet". „Es regnet mit dem 
Asenregen" = „ich dichte ein lied". 
Man beachte den häufigen gebrauch 
des wortes regn und den absicht- 
lichen lusus damit. 

2. forstofunni, s. zu k. 22, 16. 

3. blödrefillinn, „die spitze"; was 
refill in dieser Zusammensetzung be- 



deutet, weifs man nicht (vielleicht 
„schlänge"?); das wort ist nicht 
ein speziell poetisches. 

5. nidamyrkr, eig. „dunkelheit 
wegen der völligen abwesenheit 
des mondscheines", „völlige finster- 
nis". 

IG. nakkvat, „vielleicht". 

Kap. XLV. 25. alt, „überall". 



128 



Egill flieht zu I J 6rir Hröaldsson. 



Eg. XLV. braut J?at af skapti ok skaut Jm' a sse üt; en vapnin vafÖi 
hann i yfirhofn sinni ok gerÖi s<$r af bagga ok batt a bak 
s6r. 3. Da kljöp bann k sund ok letti eigi fyrr, en hann kom 
til eyjarinnar; hon het SauÖey, ok er ekki raikil ey ok hrisott; 
5 ]?ar var i fenaÖr, naut ok sauöir, ok lä f>at til Atleyjar; en er 
hann kom til eyjarinnar, vatt hann klseöi sin; ]>h var dagr 
Ijöss ok s61 farin. 4. Eirikr konungr let rannsaka eyna, fegar 
ljöst var; J?at var seint, er eyin var mikil, ok fanz Egill eigi; 
var ]?ä farit a skipi til annarra eyja at leita hans; ]?at var 

io um kveldit, at t61f menn reru til Sauöeyjar at leita Egils; 
en )?6 väru margar eyjar nser. 5. Hann sä skipit, er för til 
eyjarinnar; en niu gengu upp ok skiptu leitum; Egill hafÖi 
lagiz nibr i hrisit ok falz, äÖr skipit kom at landi; nü gengu 
J?rfr i hverja leit, en )?rir gä)ttu skips; ok er leiti bar i milli 

15 J?eiia ok skipsins, )?ä stöÖ Egill upp ok gekk til skipsins. 
6. En J?eir, er skipsins gsettu, fundu eigi fyrr, en Egill var 
kominn at J?eim, hann bjö einn J?egar banahogg, en annarr 
tok ä ras ok var )?ar at hlaupa a brekku nokkura; Egill hjo 
eptir honum ok af fötinn, en einn hljöp a skipit ok stakk viÖ 

20 forkinum, en Egill drö at ser festina ok bljop üt a skipit, ok 
skiptuz }?eir eigi lengi hoggum vift, äÖr Egill drap hann ok 
rak hann litbyröis. 7. Da tok hann ärar ok reri a brott 
skipinu; för hann )>ä nött alla ok daginn eptir ok 16tti eigi 
fyrr, en hann kom til D6ris hersis; en Olvi ok forunauta hans 

25 l£t konungr fara i MÖi af )?essum sokum. 8. En J?eir menn, 
er i Sauöey väru, ]?a väru J?eir ]?ar margar naetr ok diäpu fe 



1. skaut pvi, „den sckaft". 

4. SauÜey, eine der kleinen inselu 
im so. von Atley, nach denen das 
Sauouugssund (heute Saudesund) be- 
nannt ist. (Muncb, Det norske folks 
hist. I, 1 , 596 anin. 4.) 

ok hrisott, „und ist mit gebü&ch 
bewachsen". 

5. Id pat til, „das (das genannte 
vieh) gehörte (als eigentuin) zu". 

6. vatt, von vinda „durch drehen 
das wasser ausruigen". 

7. farin, „aufgegangen". 
eyna, d. i. Atley. 

8. var seint, „ging langsam vorsieh". 



12. skiptu leitum, „teilten die 
durchsuchung ", „teilten sich in 
mehrere trupps, deren jeder einen 
bestimmten teil der insel durch- 
forschen sollte". 

14. bar i milli = bar fyrir k. 
31,10. 

18. hlaupa d brekku, „durch eine 
berghalde aufwärts zu laufen". 

19. stakk vi?!, „stiefs in den boden" 
— um damit das schiff vom laude 
abzubringen; s. Falk, Seew. 26. 

26. pd väru peir, als ob ein 
selbständiger Vordersatz vorange- 
gangen wäre; s. zu k. 4, 13. 



Egill erzählt seine flucht. 129 

til inatar se>, töku eld ok geröu seyöi; J?eir geröu sva mikit, Eg. XLV. 
at sja mätti heim, logöu j?a i eld ok geröu vita; en er )?at 
var s6t ? J?ä var r6it til J?eira; konungr var J?ä i brott; för hann 
J?ä til aunarrar veizlu. 9. Deir Olvir kömu fyrr heim en Egill, 
ok varu J?eir Pörir ok Pörölfr nykomnir heim frä brullaupirm; 5 
Olvir sagöi tiÖendi, drap BärÖar ok \k atburöi, er J>ar hofö'u 
oröit, en hann vissi ekki til ferÖa Egils ok var Dörölfr all6- 
kätr ok sva Arinbjorn; J>ötti )?eim, sem hann mundi eigi aptr 
koma. 10. En eptir um morguninn kom Egill heim, en er 
Pörölfr varö* )?ess vfss, }>ä stö<5 hann upp ok gekk til fundar io 
viö Egil ok spuröi, meÖ hverjum hsetti hann baföi undan komiz 
ok hvat til tioenda hefb'i oröit i for hans. 11. Pa kvaö Egill visu: 

11. Svd hefk leystsk 6r Lista 
lä)?var)?aj?ar garf>e 

(ne* fagak dul drjügan) 15 

da]?mildr ok Gunnhildar, 
at }?rifreynes )?j6nar 
}?rir nakkvarer Hlakkar 
til häsalar Heljar 
helgengner for dvelja. 20 

Arinbjorn 16t vel yfir fessum verkum, sagÖi foöur sinn skyldan 
til vera at ssetta hann viö konung. 

1. töku eld, „nahmen feuer" d. h. „So habe ich reich an taten den 
„entzündeten feuer". höf des Verteidigers des Listerlandes 

seydir, über die bedeutung dieses nnd Gunnhilds verlassen — ich prahle 
Wortes („koch- oder schinorgrube") nicüt stark — » dafs etwa drei männer 
s. B. M. Olsen, Aarb. 191)9 s. 317ff. des kriegers ihre reise aufschieben, 

2. IggtSu f>d i eld, kann nur be- ^ denn sie sind ) durch den tod za 
deuten, dafs sie das feuer verstärkten, He * s hohem saale gekommen«. 

so dafs es hoch aufloderte. Llda ; U > i8t Norwegen; Liste 

... . , ein teil des südlichsten Norwegens: 

viti, ein auf einem weit sieht- dessen )?be8 chirmer, Verteidiger« der 

baren orte entzündeter brandstofs, üorwegiscbe künig . fdga dulj >sich 

ein signalfeuer. etw ^üd^ dul f = jidünkel «. 

Str. 11. Pros. Wortfolge: Sva drjügan ist adverbieller akkusativ. 

hefk leystsk dä^müdr ör garöe nakkvarer ist = „ungefähr". Hlakkar 

Listalä}?var)»a}?ar ok Gunnhildar — reyner, „des kampfes bäum" (eig. 

ne fagak (= fäga ek) drjügan dul vogelbeerbaum) = könig Eirikr. 

— , at nakkvarer )?rir ^jonar Hlakkar prif-, „gedeihen", steht hier statt 

)?rifreynes dvelja for, helgengner til adj. „tüchtig", dvelja fgr, „kommen 

häsalar Heljar. nicht weiter", sarkastisch. 

Sagabibl. 111. y 



130 



Egills und frörölfs heerzug nach Kurland. 



Eg. XLV. 12. Dörir segir: „Dat mun vera mal manna, at BärÖr heföi 

XLVI. veröleika til j?ess, er bann var drepinn; en p6 er Agli of rajok 

settgengt, at sjäz of litt fyrir at verba fyrir reiö'i konungs; en 

]?at verör flestum monnum f^ungbsert; en p6 mun ek koma J?er 

5 i saett viÖ konung at sinni". 

IB. Pörir för ä fund konungs, en Arinbjorn var heima ok 
kvaÖ eitt skyldu yfir J?ä liöa alla, en er Pörir kom k fund 
konungs, \k bauÖ bann boÖ fyrir Egil, bauÖ festu sina en 
dorn konungs; Eirikr konungr var enn reiÖasti, ok var öhcegt 
10 räöum viÖ bann at koma. 14. Konungr mselti ok kvaÖ ]?at 
mundu sannaz, er faÖir hans haföi sagt, at seint mundi mega 
tryggja \k frsendr, bao Pöri svä til haga — „J?ött ek gera 
saett nokkura, at Egill se" ekki langvistum 1 minu riki, en 
sakar J?in, Pörir, mun ek f& taka fyrir menn ]?essa". 
15 Geröi konungr fesekÖ slika, sem bonum syndiz, en D6rir 

galt alt; f6r hann j?a heim. 



Egills und iMrölfs heerzug nach Kurland. 
XLYI, 1. Deir Dörölfr ok Egill väru meö ßöri i g6Öu 
yfirlseti, en }?eir bjoggu um värit langskip mikit ok fengu menn 916 
til ok föru um sumarit i Austrveg ok herjuÖu ok fengu of 

20 fjar ok ättu margar orrostur. 2. Heldu ]?eir ok üt til Kürlauds 
ok logÖu J?ar viÖ land meÖ halfs mänaÖar friÖi ok kaupstefnu; 
en er J?vi var lokit, J>ä töku )?eir at berja ok logöu at i ymsum 
stoÖum. 3. Einn dag logöu }?eir at viÖ arös einn mikinn, enda 
var J?ar mork mikil; )?eir r6Öu J?ar til uppgongu, ok var skipt 

25 i sveitir t61f monnum saman; J?eir gengu a sköginn, ok var 
)?ar ekki langt, aör byggö'in tök viÖ; J?eir ra3ntu ]?ar ok dräpu 
menn, en liöit flybl undan, ok fengu ]?ar enga viÖrt^ku. 4. En 



2. 3. er Agli of . . . cettgengt, „doch 
hat Egill zuviel von der eigentüm- 
lichkeit seines geschlechts". 

3. sjdz of litt fyrir, „sich allzu- 
wenig in acht zu nehmen". 

4. pat ver'Ör, pat näml. „den zorn 
des königs gegen sich zu erregen". 

8. festu, „die Verpflichtung" etw. 
z. b. eine bufse für einen anderen, 
wenn dieser selbst nicht dazu im- 
stande ist, zu leisten. 



10. rdfium — koma, „seine rat- 
schlage bei ihm geltend zu machen", 
d. h. ein vorhaben bei ihm durch- 
zusetzen. 

Kap. XLVI. 23. enda, „ausserdem". 

24. skipt, s. zu k. 40, 4. 

26. tök vi'd', „fing an, begann"; 
taka vi'd' eigentl. „einen bestimmten 
platz in einer kontinuierlichen reihe 
einnehmen". 



Egill gefangen genommen. 131 

er ä leiÖ daginn, löt Pörölfr bläsa liÖinu til ofangongu; sneru Eg.XLVI. 
menn J?ä aptr a sköginn, ]?ar sem pA väru staddir, en svä 
fremi mätti kanna liö'it, er j?eir kömu til strandar; en er Pör- 
ölfr var ofan koininn, var Egill eigi konrinu, en p>ä tök at 
myrkva af nött, ok ^öttuz p>eir eigi mega leita hans. 5. Egill 5 
hafÖi gengit yfir sköginn ok tölf menn meb' honum, ok sä 
J?eir ]?ä slettur miklar ok byggÖir; boar einn stöö' skamt frä 
}?eim ok stefndu ]?eir }>ar til, ok er ]?eir koma ]?ar til, hlaupa 
)?eir i hüsin inn ok urÖu viÖ enga menn varir, en töku fe ]?at, 
er laust var. 6. Par väru morg hüs, ok dvalbiz J?eim )?ar 10 
lengi, en er J?eir väru üt komnir ok frä boenmn, )?ä var liÖ 
komit milli J?eira ok skögsins, ok sötti J>at at )?eim; skiÖgaro'r 
var här g^rr millum J?eira ok skögarins. 7. Pä mselti Egill, 
at )?eir skyldu fylgja honum, svä at eigi msetti ollum megin 
at ]?eim ganga; gekk Egill p>ä fyrst, en j?ä hverr at oörum svä 15 
nser, at ekki mätti milli ]?eira komaz; Kürir söttu at }?eim fast 
ok mest meÖ logum ok skotum, en geügu ekki i hoggorrostu. 
8. Peir Egill fundu eigi fyrr, er J?eir ganga meÖ goröunum, en 
garÖr gekk ä aÖra hond feim, ok mätti eigi framm komaz. 
Kürir söttu eptir }?eim i kvina, en sumir söttu ütan at ok logÖu 20 
spjötum ok sverÖum i gegnum garÖana, en sumir bäru klseö'i 
ä väpn J>eira. 9. UrÖu J?eir särir ok f>vi nsest handteknir ok 
allir bundnir, leiddir svä heim til boejarins; maÖr sä, er boe 
)?ann ätti, var rikr ok auöigr; hann ätti son roskinn; siÖan 

2.3. svd fremi.. er, „erst dann.. als". es nur einen eingang gibt, so dafs 

5. af nött, „infolge (des ein- man also, wenn dieser gesperrt ist, 

bruchs) der nacht". nicht hinaus kommen kann; ein 

10. hüs, „eiozelne gebäude", die „cul de sac". 

jedoch alle zu demselben beer ge- 21.22. bdrukloetii dvdpnpeira,,, sie 

hörten; vgl. beer einn — hüsin im warten kleiduDgsstücke oder decken 

vorigen §. auf ihre waffl-n", näml. um sie an dem 

12. skögsins, seltene form f. sköyar-; gebrauche derselben zu verhindern; 

vgl. Noreen, gramm. 4 § 358, 2. vgl. Hallfr.k.7 (Forns. s. 102); Vatnsd. 

17. Igyum, „speerstöl'sen". k. 44, 15; Saxo (ed. Holder) s. 405 1 . 

hoggorrostu, „hiebkainpf" d.h. Dies mittel ward öfter von frauen an- 

ein kämpf, in dem mau mit den gewandt, um den in streit geratenen 

Schwertern aufeinander loshaut. männern die fortsetzung des kampfes 

19. ok mdtti usw., es waren also unmöglich zu machen; vgl. z.b.Eyrb. 

zwei konvergierende lattenzäune. k. IS; AustfirÖ. s. 67 (Heinzel, Be- 

framm „weiter". Schreibung der isländ. saga s. 43; 

kvina, kvi ist ein ort, zu dem Falk, Waffenk. 150). 

Ü* 



132 Egill befreit sich und seine geführten. 

Eg. XLVI. var um rcett, hvat viÖ" )?d skyldi gera; sagÖi böndi, at honnm 
]?6tti )>at raÖ, at drepinn vseri hverr ä foetr oö'ruin. 10. Bönda- 
sonr sago'i, at )>k gerbl myrkt af nött, ok msetti \k enga 
skemtau af hafa at kvelja f>ä, baÖ haun lata biöa morgius; 
5 var J?eim \k skotit i hüs eitt ok bundnir ramliga; Egill var 
bundinn viÖ staf einn, bseÖi hendr ok foetr; sföan var hüsit 
Isest ramliga, en Kürir gengu inn i stofu ok motuöuz ok väru 
allkätir ok drukku. 11. Egill foeröiz viÖ ok treysti stafinn, 
til ]?ess er upp losnaÖi 6t gölfinu; siÖan feil stafrinn, smeygöiz 

10 Egill J?a af stafnum; siÖan leysti hann hendr sinar meÖ 
tonnum; en er hendr hans varu lausar, leysti hann bond af 
f6tum s£r; siÖan leysti hann felaga sina. 12. En er }?eir väru 
allir lausir, leituöuz )?eir um i hüsin, hvar glikast var, üt at 
komaz; hüsit var gort at veggjum af timbrstokkum störum, en 

15 i annan enda hüssins var skjaldj?ili flatt; hljöpu ]?eir pav at 
ok brutu ]?ilit. 13. Var J?ar hüs annat, er J?eir komu i; väru 
J^ar ok timbrveggir um; \k heyröu ]?eir manna mal undir fcetr 
s£r niÖr; leituÖuz J?eir \k um ok fundu hurÖ i gölfinu; luku 
J?eir )>ar upp; var ]?ar undir grof djüp; heyrÖu f>eir J>angat 

20 manna mal. 14. SfÖan spurÖi Egill, hvat manna J?ar vseri; 
s& nefndiz Aki, er viÖ hann mselti; Egill spuröi, ef hann vildi 
upp 6r grc;finni; Aki segir, at J>eir vildu ]?at gjarna; siÖan l£tu 
J?eir Egill siga festi ofan i grofina, \k er J?eir väru bundnir 
me<3, ok dr6gu )?ar upp J?rjä menn. 15. Aki sagÖi, at p>at 

25 va>u synir hans tveir, ok ]?eir va>u menn danskir, hofÖu ]?ar 
oröit herteknir et fyrra sumar — „var ek", sagfti hann, „vel 
haldinn i vetr; haföa ek mjok fjdrvarÖveizlur büanda, en 
sveinarnir v&ru J?jdÖir ok unÖu )>vi illa; i vär rel5u v£r til ok 

8. fcerdiz viti, „machte eine (rasche) eine wand zwischen zwei zimmern; 

bewegnng". skjald steht wohl für shjal, st. skel- 

treysti stafinn, „stemmte sich mit in skilja „scheiden"; eine andere 

aller kraft gegen den pfeiler" (eig. (wenig glaubliche) erklärung gibt 

„er stellte den pfeiler auf die V. GuÖmundsson, Privatboligen s.98, 

probe"). wonach eine wand (eig. die latten- 

9. smeyg'b'iz, „er machte sich los". bekleidung der wand) wirklich skjgldr 

13. i hüsin, der akk. steht, weil geheißen haben soll, 

die „Untersuchung" zugleich eine 23. vdru bundnir, „gebunden ge- 

bewegung in das innere des wesen waren", 

hauses ist. 28. /yd'd'ir, „zu Sklaven gemacht, 

15. skjaldjnü, „eine Scheidewand", geknechtet". 



Egill entflieht mit hilfe des Aki. 



133 



hljöpum ä brott ok urÖum sib'an fundnir; varu ve> pi her Eg. XL VI. 
settir i grof j?essa". 

16. „t>£r mun h6r kunnigt um hüsaskipan", segir Egill, 
„hvar er oss vsenst ä brott at komaz". 

Äki sagöi, at j?ar var annat skjaldfili — „brjöti p6v J?at 5 
upp; munu p6r pk koma framm i kornhloÖu, en J?ar rnd üt 
ganga sem vill". 

17. Peir Egill gerÖu svä, brutu upp ]?ilit, gengu sioan i 
hloöuna ok j?aÖan üt; niöamyrkr var ä; J?ä mseltu J?eir foru- 
nautar, at J?eir skyldu skunda ä sköginn. io 

18. Egill mselti viÖ Aka: „Ef p6r eru her kunnug hybyli, 
pi muntu visa oss til feTanga nokkurra". 

Aki segir, at eigi mundi }?ar skorta lausafe — „her er 
lopt mikit, er böndi sefr i; )?ar skortir eigi vapn inni". 

19. Egill bab" j?a faügat fara til loptsins, en er )?eir k6mu 15 
upp i riÖit, )?a sa )?eir, at loptit var opit; var J?ar lj6s inni ok 
ftjönostumenn ok bjoggu rekkjur manna; Egill baö pk suma 
üti vera ok gseta, at engi ko3miz üt. 20. Egill hljöp iuu i 
loptit, greip ]?ar vapn, J?viat f>au skorti ]>ar eigi inni; drapu 
J?ar menn alla pk, er )?ar varu inni; J?eir töku ser allir al- 20 
vsepni. 21. Aki gekk til, )?ar er hlemmr var i g61fj?ilinu ok 
lauk upp, maelti, at J?eir skyldu J?ar ofan ganga i undir- 
skemmuna; J>eir töku s6r lj6s ok gengu )?angat; varu ]?ar f6- 
hirzlur bönda ok gripir göbir ok silfr mikit; töku menn ser 
}?ar byrÖar ok bäru üt; Egill t6k undir hond s£r rnJQÖdrekku 25 
eina vel mikla ok bar undir hendi ser. 22. Föru ]?eir pk til 
skögar, en er )?eir kömu i sköginn, pk nam Egill staÖ ok niselti: 
„Dessi ferÖ er allili ok eigi hermannlig; v6r hofum stolit fe 
b6nda, svd at hann veit ekki til; skal oss aldregi pk skomm 
henda, forum nü aptr til bosjarins ok latum pk vita, hvat 30 
titt er". 



14. lopt, „Oberstock, zimmer im 
oberen stock"; ein solches zimmer 
ward gewöhnlich als Schlafzimmer, 
bisweilen aber auch als vorrats- 
ziinmer benutzt. 

21. gölfpili, „die den boden aas- 
machenden bretter", „der bretter- 
boden". 



22.23. undirskemmuna, „das untere 
Stockwerk, erdgeschofs". 

25. tök undir hpnd ser, „nahm unter 
seinen arm", buchstäbl. zu verstehen. 

wjo'd'drekka, „schrein, kästen", ein 
lehnw. aus ags. mydrece, myüerce; s. 
Kälund, Maal og Minne 19 1 9 s. 79—80. 

26. vel mikla, s. zu k. 38, 5. 



134 Egills räche an den Kurländern. 

Eg-. XLVI. 28. Allir mseltu j?vi i mot, sogÖu, at ]?eir vildu fara til 

skips; Egill setr ni<5r mjoÖdrekkuna; siÖan hefr hann ä ras 
ok rann til boejarins, en er hann kom heim til boejarins, J?ä 
sä hann, at ]?jönostusveinar gengu frä eldaskäla meÖ skutil- 
5 diska ok bäru inn i stofuna. 24. Egill sä, at 1 eldahüsinu 
var eldr mikill ok katlar yfir; gekk hann ]?angat til; ]?ar hofÖu 
verit stokkar störir fluttir heim ok svä eldar gorvir, sem J?ar 
er siövenja til, at eldinn skal leggja i stokks-endann, ok brennr 
svä stokkrinn. 25. Egill greip upp stokkinn ok bar heim til 

10 stofunnar ok skaut )?eim endanum, er logaöi, upp undir upsina 
ok svä upp i nsefrina; eidrinn las skjött tröo'viÖinn, en ]?eir, 
er viÖ drykkjuna sätu, fundu eigi fyrr, en loginn stöÖ inn um 
rsefrit. 2 >. Hljopu menn ]?ä til duranna, en ]?ar var ekki greiÖ- 
fcert üt, baBÖi fyrir viÖunum, svä p>at, at Egill varbl dyrrnar; 

15 feldi hann menn basöl 1 durunum ok üti fyrir durunum; en 
j?at var svipstund ein, äÖr stofan brann, svä at hon feil ofan. 
~7. Tyndiz ]?ar HO alt, er J?ar var inni, en Egill gekk aptr 
til skögarins, fann ]?ar forunauta sina; fara ]?ä allir saman til 
skips; sagöi Egill, at mjoödrekku ]?ä vill hann hafa at af- 

20 nämsfe, er hann för rneÖ; en hon var reyndar füll af silfri. 
28. Peir Pörölfr urÖu allfegnir, er Egill kom ofan; heldu }?eir 
J?ä ]?egar frä landi, er mornaÖi; Aki ok feir feo'gar väru i 
sveit Egils; ]?eir siglÖu um sumarit, er ä leiÖ, til Danmarkar 

4.5. nkut ildiska, „tischteller" ; der trötfvifir kann sowohl £rd3r als ncefrar 

skutill (etym. = „schüssel") kann bedeuten, 

sowohl einen kleinen tisch als anch las, „griff schnell um sich", 

einen teil er bezeichnen; es ist also 13. 14. par var ekki gretö'fcert üt, 

im zweiten falle = diskr, das nur „dort konnte man nicht ohne weiteres 

„teller" bedeutet (etym. = „tisch"). hinauskommen". 

7. stokkar, „baumstämme". 14. vidunum, natürl. ein teil der 

10. upsina, „der vorsprung des vorher (z. 7) erwähnten stokkar. 
daches, der teil des daches, der mit bcetii fyrir . . . svä pat . . ., eine 
der wand zusammenstüi'st". lose Satzverbindung, eig. „sowohl 

11. ncefrina, gleich dem folgenden wegen . . . dazu kam". 
trö'd'viür; trö'Ö bedeutet eigentl. die 19. 20. at afndmsfe, „als vorweg- 
„sparren des daches", von der wand genommenes gut"; der liiiuptling 
znin dachfirst hinauf; über diese nahm öfters besonders kostbare 
waren dann querlatten, parallel mit beutestücke im voraus für seine 
dem dachfirst, gelogt; über beiden eigene person in besitz, worauf 
befand sich häufig eine läge von dann die übrige beute geteilt wurde; 
rinde, ncefrar s. Grtmdr. 9 111,431 — 2; vgl. oben zu k. 14, 3. 



Egill und törolfr plündern an den dänischen küsten. 



135 



ok lagu )?ar enn fyrir kaupskipum ok rsentu J?ar, ejr_J?eir Eg.XLVI. 
kömuz viÖ. XLYII. 



Egills und I^örölfs Verheerungen in Dänemark. Der angriff auf Lund. 

XLYII, 1. Haraldr Gorinsson bafÖi ]?d tekit viÖ riki i 
Danmork, en Gormr fafrir hans var \k dauör; landit var \k 
berskdtt, lägu vikingar mjok üti fyrir Danmorku. 2. Aka var 5 
kunnigt i Danmorku baeöi ä sjä, ok landi; spuröi Egill bann 
mjok eptir, hvar )?eir staöir vseri, er stör feTong mundu fyrir 
liggja; en er }?eir komu i Eyrarsund, pi sagöi Aki, at )?ar var 
ä land upp kaupstaÖr mikill, er het i Lundi, sagöi, at ]?at var 
feVan, en glikligt, at J?ar mundi vera viÖtaka, er boejarmenn 10 
vseri. 3. Pat mal var upp borit fyrir liösmenn, hvart J?ar 
skyldi raöa til uppg( c )ngu eöa eigi; menn töku ]?ar allmisjafnt 
a, fystu sumir, en sumir tyttu; var j?vi mäli skotit til styri- 
manna. Pörölfr fysti heldr uppg^ngu; ]?a var roett viÖ Egil, 
bvat honum f>6tti räö\ 4. Haan kvaÖ visu: 15 

12. Upp skolom 6rom sver)?om 
ulfs tannlito)?r glitra, 
eigom &£p at drygja 
i dalmiskunn fiska. 

Leite upp til Lundar 20 

ly]?a hverr sem breast, 
gerom f>ar fyr sjoj; solar 
sei)? öfagran vigra. 



1. 2. er peir kömuz tnö", „wo sie 
gelegenheit dazu fanden". 

Kap. XLVII. 3. Haraldr usw., nach 
der gewühnl. Zeitrechnung wurde 
Haraldr bldtgnn um 986 könig von 
Dänemark, aber die hier erzählten 
begebenheiten müssen spätestens um 
923, nach der Chronologie der saga 
dagegen um 916 vorgefallen sein. 

h, herskdtt, eig. „vom heere ge- 
treten, besucht, verheert"; -nkdr zu 
got. skeiejan, altn. skaiva „gehen". 

9. kaupsta'tir mikill, das heutige 
Lund, das wahrsch. in oder au einem 



(heiligen) haine (i lundi) lag und da- 
nach seinen namen erhielt. 

12. 13. töku . . . d, „sagten . . . 
dazu". 

13. 14. stf/rimanna, hier im allgem. 
„die befehlshaber, die anführer" 
(nicht = skipstjörnarmemi). 

Str. 12. (Die erste halbstrophe 
auch in Snorra-Edda 1,332.) Pros. 
Wortfolge: Skolom, ulfs tann- 
litoj^r, glitra 6rouj sver|?oin upp, 
eigom at drygja däj? i fiska dal- 
miskunn; hverr ly|?a leite sem brä}?ast 
upp til Lundar; gerom j?ar öfagran 
vigra seif? fyr solar sjot. 



130 



Angriff auf Lund. Egill und börölfr in Hailand. 



Eg. XLVI1. 5. Sifian bjogguz menn til uppgotigu ok föru til kaup- 

XLVIII. gtaÖarins; en er boejarmenn urÖu varir viö" 6fri5, \k stefndu 
]?eir i möt; var J?ar treborg um staÖinn; settu )?eir )?ar menn 
til at verja; t6kz )?ar bardagi. (5. Egill gengr fyrstr inn um 
5 borgina; siö'an flyou boejarmenn; varÖ J?ar mannfall mikit; 
rsentu J?eir kaupstaöinn, en brendu, ät5r }>eir skilöuz viÖ, f6ru 
siöan ofan til skipa sinna. 



Fortsetzung. Egill bei Arinbjorn. 

XLYIIT, 1. D6r61fr helt libi sinu norör fyrir Hailand ok 
logÖu ]?ar til bafnar, er ]?eim bsegoi veÖr; rsentu f>ar ekki; J>ar 

10 var skamt a land upp jarl sä, er ArnfiÖr er nefndr; en er 
bann spuröl, at vikingar varu ]?ar komnir viÖ land. )?ä sendi 
bann menn sina a fund )?eira, J?ess orendis, at vita, bvart ]?eir 
vildi ]?ar frioland hafa eö'a hernaÖ. 2. En er sendimenn väru 
komnir & fund Pörölfs meÖ sin orendi, \k sagoi bann, at )?eir 

15 mundu f>ar ekki herja, sagöi, at J?eim var engi nauÖsyn til 
at, berja J?ar ok fara herskildi, sagöi, at ]?ar var land ekki 
auöigt. 3. Sendimenn fara aptr til jarlsins ok sogÖu honum 
orendislok sin; en er jarlinn varo' ]?ess varr, at hann J?urfti 



„Wir wollen, färber des wolfzahns, 
unsere schimmernden Schwerter 
schwingen; wir müssen in diesem 
sommer taten ausführen. Ein jeder 
unserer leute mufs so schnell wie 
möglich nach Lund hinaufeilen; dort 
wollen wir vor dem untergange 
der sonne einen unschönen schwert- 
gesang erheben". 

Ulfs tannlitopr, „krieger", es ist 
wohl I»6r61fr gemeint, glitra, ein 
kühner gebrauch dieses eigentlich 
intransitiven verbums; glitra, „blin- 
ken"; glitra upp, „in der luft blinken 
lassen", fiska dalmiskunn = dalfisha- 
miskunn, „die gnade oder Schonung 
der talfische (der schlangen)", die 
Jahreszeit, die den schlangen Scho- 
nung gewährt, d. h. der sommer. 
i . . . miskunn (akk.) = i sumar, 
„in diesem sommer". vigra seifir, 



„Schwerter- (von vigr f.) gesang" = 
kämpf, seipr ist eig. „der gesang 
der mithelfer eines zauberers", wor- 
über s. Orvar-Oddss. k. 3. sjgt = 
setr. 

4. 5. inn um borgina, „hinein durch 
den lattenzaun". 

Kap. XLVIII. 8. nordr fyrir 2/., 
„nordwärts an der küste von Hai- 
land entlang". 

9. bosgtii, „ungünstig ward". 

16. fara herskildi, „mit dem heer- 
schilde einherziehen , vorstürmen". 
Der „heerschild" war ein „roter" 
schild (in gegensatz zu d. „weifsen" 
friedensschilde), und der ausdruck 
at fara h. bedeutet also nur „ver- 
wüsten, verheeren". 

18. orendislok, s. zu k. 3,21. 



Egill und I'örölfr bei dein jarl ArnfiÖr in Halland. 137 

ekki liöi at safna fyrir ]?ä sok, ]>k reiÖ hanu ofan meÖ ekki Eg. 
liÖ til fundar viö vikinga. 4. En er }?eir funduz, )>&, foru ]?ar XLYIII. 
alt vel roeöur meÖ ]?eim; jarl bauÖ Pörölfi til veizlu meÖ ser 
ok liöi bans, )?vi er bann vildi; P6r61fr het fer<5inni; en J?ä, 
er a var kveöit, 16t jarlinn senda reiÖskjöta ofan möti |^eim. 5 
5. Reo uz }?eir til feröar, baeöi Dörölfr ok Egill, ok hoföu meÖ 
s£r J?rja tigu manna; en er }?eir k6mu til jarlsins, fagnaÖi bann 
)?eim vel; var J?eim fylgt inn i stofu, 6. Var )?ar }>egar inni 
mungät ok gefit J>eim at drekka; satu J?eir ]?ar til kvelds; en 
äör borÖ skyldu upp fara, \k sagöi jarl, at J?ar skyldi sseti 10 
hluta, skyldi drekka saman karlmafrr ok kona, sva sem til 
ynniz, en fte ir s£r, er fleirivseri. 7. Menn b&ru ]?ä hluti sina 
i skaut ok t6k jarlinn upp; jarl ätti döttur allfriöa ok \k vel 
frumvaxta; svä sagöi hlutr til, at Egill skyldi sitja bjd jarls- 
döttur um kveldit; hon gekk um golf ok skemti ser; Egill 15 
stöÖ upp ok gekk til rüms ]>ess, er döttir jarlsins haföi setit 
um daginn. 8. En er menn skipuö'uz i sseti sin, \k gekk jarls- 
döttir at rümi sinu; hon kvaö: 

13. Hvat skalt sveinn i sess minn? 

sjaldan hefr j?ü gefnar 20 

varge varmar bräj?er, 

vesa vilk ein of mina; 

satta hrafn f hauste 

of hraesolle gjalla, 

vastat at, )?ars eggjar 25 

ä sketyunnar runnosk. 

1). mungdt, „was das gemüt er- ist eig. ein mensch zwischen dem 

quiekt", (munr) „bier". 14. und 18. jähre. 

11. skyldi drekka saman usw., Str. 13. „Was willst du dort auf 

dies hiefs at drekka tvimenning, meinem sitz, Jüngling? Nicht oft 

s. k. 7, 4. hast du dem wolfe warme leichen 

11. 12. til ynniz, vinnask til = gegeben; ich will allein meinen sitz 

„genug sein, ausreichen". haben; nicht sahst du den raben 

13. skaut, „der zipfel eines man- über dem blutstrome im herbste 

tels". schreien; du warst nicht dabei, wo 

tök . , . upp, „nahm die lose die schwertschneiden, dünn (scharf) 

auf". wie (muschel) schalen, aufeinander 

13. 14. vel frumvaxta, d.h. 18 bis trafen." 

20 jähre alt; frumvaxti, „in den of mina, ein fem. subst. ist zu 

ersten jährendes mannbaren alters" ergänzen; der ausdruck ist ein 



138 Egill und törölfr bei Arinbjorn. 

Eg. 0. Egill tok til henuar ok setti hana nibr bjä ser; bann kvab: 

XLV1IL 14. Faret hefk blöfgom brande, 

mer ben)?iJ?orr fylg)?e, 
ok gjallanda geire; 
5 gangr vas har]?r af vikingom; 

ger]?om reifer röstor, 
rann eldr of sjot manna; 
letom blö)?ga büka 
i borghlip>e soefask. 

10 10. Pa drukku )?au saman um kveldit ok varu allkät; var 

]?ar veizla en bezta ok svä um daginn eptir; föru \k vikingar 
til skipa sinna; skilbuz )?eir jarl meb vinattu ok skiptuz gjofum 
vib. 11. Heldu ]?eir Por61fr liöinu til Brenneyja; ]>ar var i 
J?ann tima vikingaboeli mikit, )?viat )?ar siglbu kaupskip mjok 

15 i gegnum eyjarnar; Äki för beim til büa sinna ok synir bans; 
hann var mabr vellaubigr ok atti morg bü a J6tlandi; skilbuz 
)?eir meb kserleik ok mseltu til vinattu mikillar milli sin. 

12. En er haustabi, siglbu J?eir P6r61fr norbr fyrir N6reg ok 
koma framm i Fjorbum, fara a fund Doris bersis; tok bann vel 

20 vib ]?eim, en Arinbjorn sonr bans miklu betr; byör haün, at 
Egill skal ]?ar vera \im vetrinn; Egill tök J?at meb fokkum. 916- 

13. En er Dörir vissi bob Arinbjarnar, ]?ä kallabi hann J?at 
heldr bräbmselt — „veit ek eigi", sagbi hann, „hversu J?at 
likar Eiriki konungi, ]?viat hann mselti sva eptir aftoku Barbar, 

25 at hann vildi ekki, at Egill vseri her i landi". 

sprichwörtlicher, hrcesoll, „leichen- kämpfe =) kämpften mit ingrimm; 

flüssigkeit, blut"; vgl. soll in Helg. das feuer fahr über die sitze des 

Hund. I, 35,4; 45,6. Volkes; ich liefs die körper blutig 

niederstürzen in dem Stadttore". 

Str. 14. Pros. Wortfolge: Hefk ben/4/>orr, „wnndenauerhahn" (vgl. 

faret bktygom brande — benj^orr str.5), „rabe". s;'p£, plur. tant. „sitze". 

fylg|?e mer — ok gjallanda geire; soefask, eig. „geschlachtet werden", 

gangr vas harj?r af vikingom ; ger]?oin Der letzte satz scheint zu bedeuten : 

reifer röstor; eldr rann of manna „wir haben auch städte eingenommen" 

sjot; letom büka soefask bhtyga i (K.Gislason, Udvalgs.56). gjallanda 

borghltye. geire, vgl. Akv 5 2 , 15* (Bugge, Beitr. 

„Ich bin umhergezogen mit blu- 35, 245f.). 

tigern Schwerte — der rabe war 13. Brenneyjar, eine inselgruppe 

mein begleiter — und mit klirrendem vor der mündung des flusses Götaelf. 

Speere; die vikinger (wir) stürm- 23. heldr brdÜmailt, „ein wenig zu 

ten kräftig vorwärts; wir (hielten schnell, d. h. voreilig gesprochen". 



Egill und frorolfr bei Arinbjorn. 139 

14. „RäÖa mättu vel, faÖirl" segir Arinbjorn, „]>vi viÖ Eg. 
konung, at bann teli ekki at um vist Egils; ]?ti munt bjöÖa XLvlII. 
Dörölfi, mägi )?inum, her at vera, en vit Egill munum hafa eitt 
vetrgriÖ bäÖir". 

15. En af f>essi roeÖu sä Porir, at Arinbjorn mundi ]>essu 5 
rao'a; buöu J>eir feögar ]>ä Pörölfi )?ar vetrgriÖ, en bann )?ekÖiz 
}>at; väru )?eir J?ar viÖ tölf menn um vetrinn. 16. BrceÖr tveir 
eru nefndir Porvaldr ofsi ok DorfiÖr strangi; J?at väru näfrsendr 
Bjarnar holös ok hoföu meÖ honum foez; J?eir väru menn miklir 
ok sterkir, kappsmenn miklir ok framgjarnir; j?eir ' fylgÖu Birni, 10 
J?ä er bann var i viking; en siÖan er bann settiz um kyrt, )?ä 
föru )?eir brceÖr til Dörölfs ok väru meÖ honum i hernaÖi; J?eir 
väru i stafni ä skipi hans; en j?ä er Egill tok skipstjörn, ]?a 
var PorfiÖr hans stafnbüi. 17. Deir brceÖr fylgöu Dörölfi jafnan, 
ok mat hann ]?a inest skipverja sinna; J?eir brceÖr väru )?ann 15 
vetr i hans sveit ok sätu nsest J?eim brccörum; Dörölfr sat i 
ondugi ok ätti drykkju viÖ Döri, en Egill sat fyrir ädrykkju 
Arinbjarnar; skyldi J?ar um gölf ganga at minnum ollum. 
18. Dörir hersir för um haustit ä fund Eiriks konungs; tok 
konungr viÖ honum forkunnar vel; en er J?eir töku roeÖur 20 
sinar, f?ä baÖ Dörir konung, at hann skyldi eigi fyrirkunna 
hann pess, er hann hafÖi Egil meÖ ser um vetrinn; konungr 
svarar )m vel, sagÖi, at Dörir mätti p»iggja af honum slikt, er 
hann vildi — „en ekki mundi J?etta svä fara, ef annarr maÖr 
heföi viÖ Agli tekit". 25 

19. En er Gunnhildr heyrÖi, hvat j?eir roeddu, }?ä mselti 
hon: „I'>at ajtla ek, Eirikr! at nü fari enn sem optarr, at f>ü 
s6r mjok talhlyÖinn ok mant J?at eigi lengi, er illa er gort til 
]n'n, enda muntu til j?ess draga framm sonu Skallagrims, at 

2. at hann teli ekki— Egils, „dafs 18. um gölf ganga, beide sollten, 
er nicht über Egils autenthalt sein jeder von seiner seite, von ihren 
niifsvergnügen iiufsert". sitzen zu den feuerstätten des est- 

3. eitt, „ein und dasselbe". richs gehen und über diese einander 
7. Brceftr tveir, von diesen beiden zutrinken. 

briidern wird nur borfiör strangi 21. 22. fyrirkunna hann }>ess, 

anderwärts erwähnt; s. zu k. 50, 16. pe88 ist nicht von fyrir, sondern 

10. kappsmenn, „energische männer". von kunna regiert. 

17. dtti drykkju vi'Ö P. = sat fyrir 28. talhli/'Öinn , „leicht zu be- 

;kkju Paris, „I>. trank ihm stets schwatzen". 

z.u", vgl. das folgende. 29. draga framm, bed. eigentlich 



140 



Anschläge der Gunnhildr gegen Egill nnd t>ör61fr. 



Eg. ];eir munu eini drepa ni<5r nnkkura n&framdr J?ina; en J?<5ttu 
XLYII1. jätir j?£ r engis J^ykkja vert um dräp Barbar, J?ä ]?ykki m£r 
XLIX ' eigi sva J?6". 

20. Konungr segir: „Meirr fryr J?ü mer, Gunnhildr! grimm- 
5 leiks, en aftrir menn; en verit hefir kserra viÖ Pörölf af }?inni 

hendi, en nü er, en ekki mun ek orÖ min aptr taka viÖ )?a 
broeör". 

21. „Vel var Pörölfr beV', sagöi hon, „äÖr Egill spilti 
fyrir honum, en nü setla ek engan mun." 

10 P6rir för heim, ]?ä er hann var büinn, ok sagÖi f>eim 

broeÖrum orÖ konungs ok drötningar. 



Feindseligkeiten zwischen Eyvindr skreyja und Egill. 

XLIX, 1. Eyvindr skreyja ok Alfr h6tu broeör Gunn- 
hildar, synir (Jzurar töta; f>eir varu menn miklir ok allsterkir 
ok kappsmenn miklir; p>eir hofÖu ]?a mest yfirlät af Eiriki 

15 konuugi ok Gunnhildi; ekki varu peil menn J?okkasselir af 
atyyöu; varu J?ä ä ungum aldri ok J>6 fullkomnir at J>roska. 
2. Dat var um värit, at blöt mikit skyldi vera at sumri ä 917 
Gaulum; J?at var ägsezt hofuöhof; sötti J?angat fjolmenui mikit 
<5r FjorÖum ok af Fjolum ok ör Sogni ok flest alt störmenni; 

20 Eirikr konungr för f>angat; }?a mselti Gunnhildr viÖ broeör sfna: 



„aufziehen", hier ironisch s. v. a. „ihr 
leben behalten lassen". 

1 . drepa nib'r, wird nnr gebraucht, 
wenn es sich um die emiordung 
mehrerer handelt. 

pöttu = ftött pü; vgl. attü aus 
at pü, sdttu aus satt pü u. dgl. 

5. 6. verit hefir kcerra vib' P. af 
pinni hendi, „es bestand ein freund- 
schaftlicheres Verhältnis zwischen I>. 
und dir". 

8. Vel var, „gut benahm sich k". 

9. mun, „Verschiedenheit" zwischen 
ihnen; „jetzt sind sie beide gleich 
(schlecht)". 

Kap. XLIX. 12. Eyvindr skreyja 



und Alfr (genannt askmaftr, d. h. der 
schiffsmann; s. k. 56, 58) begleiteten 
später die söhne von Eirikr blöÖ0x 
auf ihrem letzten zuge gegen könig 
Häkon AÖalsteinsföstri und fielen 
beide in der schlacht bei StorÖ (960), 
Eyvindr durch Häkons eigene hand. 
S. Heimskr. I, 215 (Fiat. I, 60 f. und 
Frissb. s. 81 f.). Das Ägrip (sp. 15) 
und die Fagrskinna (s. 43) erwähnen 
bei dieser gelegenheit nur den Ey- 
vindr. 

14. hgfb'u . . . mest yftrldt af . . ., 
„erfreuten sich grol'ser beliebtheit 
bei . . .". 

15. pokkascelir, „beliebt". 

18. pat var usw., „das war", d. h. 
„der dort befindliche tempel war". 



Gelage za Gaular. 141 

„Dat vil ek, at }?it hagib" svd til i fjolmenni ]?essu, at Jnt faiÖ Eg. XLIX, 

drepit annan hvärn J>eira sona Skallagrims, ok bazt, at bäolr 

vseri". 

3. Deir sogftu, at sva skyldi vera; Ddrir hersir bjöz til 
ferÖar feirar; hann kallaÖi Arinbjorn til mäls vi<) sik — „mi 5 
mun ek", sagöi hann, „fara til blötsins, en ek vil ekki, at 
Egill fari fangat. 4:. Ek kann rceöum Gunnhildar, en kapp- 
sem<5 Egils, en rlki konungs, at f>ess mun eigi hoegt at gseta 
alls saman, en Egill mun ekki letjaz lata, nema J?ü ser eptir, 
en P6r61fr skal fara meÖ mer", sagöi bann, „ok aorir J?eir 10 
forunautar; skal Pörölfr bl6ta ok leita heilla beim brceörum". 

5. Sib'an sagfri Arinbjorn Agli, at hann mun heima vera 
— „ok vit baöir", sagöi hann. Egill kvaÖ sva vera skyldu; 
en J>eir Pörir föru til blötsins ok var ]?ar allmikit fjolmenni 
ok drykkjur miklar; Pörölfr för meÖ P6ri, hvar sem hann för, 15 
ok skilöuz aldregi dag ne" n6tt. 6. Eyvindr sagöi Gunnhildi, 
at hann fekk ekki foeri vit) D6r61f; hon bab hann )>& drepa 
einn hvern manna bans — „heldr en alt beri undan". 

7. Pat var eitt kveld, )?ä er konungr var til svefns genginn, 
ok svä }>eir Pörir ok Pörölfr, en ]?eir sätu eptir PorfiÖr ok 20 
Porvaldr, )>&, kömu )?eir ]?ar broeör, Eyvindr ok Alfr, ok settuz 
bja )?eim ok väru allk&tir. 8. Drukku fyrst sveitardrykkju; 
j?a kom )?ar er hörn skyldi drekka til halfs; drukku )?eir saman 
Eyvindr ok Porvaldr, en Alfr ok PorfiÖr; en er ä leib kveldit, 
]?ä var drukkit viö* sleitur ok pvi nsest oröahnippingar ok J?d 25 

7. Ek kann, mit dativ = „soviel hier mit alla (akk. plur.) gleich- 

verstehe ich von" usw. bedeutend. 

7. 8. kappsemd, die sinnesweise 22. sveitardrykkju, „gesellschafts- 

eines menschen, der rücksichtslos trank", d. h. „ein gelage, wo das 

sein ziel verfolgt, „ein unbeugsamer hörn in der ganzen gesellschaft von 

Charakter". einem zum andern geht, bis es ge- 

9. ser eptir, „zuhause zurück- leert ist" (opp. tvimenningr oder 
bleibest". ftrim-; s. zu k. 7, 4). 

10. 11. adrir peir fprunautar, „die 25. vitf sleitur, eig. „mit betrug, 
anderen von seinen geführten", unehrlich"; hier = sleitiliga d. h. 

11. leita heilla peim broztSrum, „nur wenig, allzuwenig auf einmal"; 
„für sich und seinen bruder heil einige tranken jetzt nicht eioinal das 
(d. h. die gunst der götter) zu er- halbe hörn ans; daher der folgende 
langen suchen". wortstreit; vgl. ösleitiliga k. 71,19. 

18. alt beri, alt ist akk. und oröahnippingar, „Zänkereien", 



142 Eyvindr skreyja tötet einen von Pörolfs mannen. 

Eg. XLIX. storyrbl. 9. Da hlj6p Eyvindr upp ok brä saxi einu ok lagöi 
a Dorvaldi, svä at J?at var cerit banasär; siö'an hljöpu upp 
hvärirtveggju, konungsmenn ok büskarlar Pöris, en menn väru 
allir väpnlausir inni, ]?viat J?ar var hofshelgi, ok gengu menn 
5 { milli ok skilÖu ]?ä, er oftastir väru; varÖ J?a ekki fleira til 
tiöenda ]?at kveld. 10. Eyvindr haföi vegit i veum, ok var 
bann vargr oröinn, ok var Ö bann J?egar brott at fara; konungr 
bauÖ boetr fyrir manninn, en Porolfr ok DorfiÖr sogÖu, at J?eir 
bofÖu aldregi tekit mannboetr ok }?eir vildu ekki J?ser taka; 

10 skilÖuz at svä bünu; f6ru J?eir Pörir heim. 11. Eirikr konungr 
ok ]?au Gunnhildr sendu Eyvind suÖr til Danmerkr til Haralds 
konungs Gormssonar, )?viat hann mätti J?ä eigi vera i norroenum 
logum; konungrinn tök vel viÖ bonum ok foruneyti hans; Ey- 
vindr bafÖi til Danmerkr langskip allmikit; siÖan setti kon- 

15 ungr Eyvind )?ar til landvarnar fyrir vikingum; Eyvindr var 
hermabr enn mesti. 

12. En er vär kom eptir vetr )?ann, J?ä büaz )?eir P6r61fr (9l7,d.h. 
ok Egill enn at fara i viking; en er J?eir väru bünir, )?ä 
halda p>eir enn i Austrveg; en er J?eir koma i Vikina, }?ä 

20 sigla feir subr fyrir Jötland ok berja J?ar, ok \k fara f>eir 
til Frislands ok dveljaz mjok lengi um sumarit, en J?ä 
balda )?eir enn aptr til Danmerkr. 13. En er J?eir koma 
til landamoeris, far er moetiz Danmork ok Fi Island, ok lägu 
\k viö land, J?ä var J?at eitt kveld, er menn bjogguz til svefns 

25 ä skipum, at menn tveir komu ä skip Egils ok sogÖu, at ]?eir 
ättu viÖ bann orendi; var }?eim fylgt til bans. 14. Peir segja, 
at Aki enn auögi hafbi sent \k ]?angat meÖ )?eim orendum, 
at — „Eyvindr skreyja liggr üti fyrir JötlandssiÖu ok aßtlar 
at sseta y<5r, ]?ä er J?6r fariö sunnan, ok hefir bann liö mikit 

30 saman dregit, svä at p6v bafiÖ engi äbold viÖ, ef ]^er hittiÖ 



1. störyrdi, „übermütige, prahle- selbständiger satz: „und sie lagen 

rische reden", damals" (nicht „und als sie da- 

7. vargr, gewöhnl. vargr i veum mals" usw.). 

„ein wolf d. h. friedloser mann im 28. Jötla?idssi'b'u, bezeichnet stets 

heiligtume"; vgl. got. wargs „ge- die Westküste Jütlands. 

ächteter missetäter" u. dgl. SO. hafib" engi dhgld vitf, „habt 

20. su'd'r fyrir Jölland, „an der keine ausreichende stärke ihm gegen- 

westküste Jütlands entlang". über, könnet euch nicht mit ihm 

23. ok lägu usw., ist eig. ein messen". 



Egill nimmt die schiffe des Eyvindr skreyja. 143 

lifi bans alt, en haim sjalfr ferr meÖ lettiskipum tveimr ok er Eg. XLIX. 
nü her skamt fra yör". 

15. En er tiöendi fessi k6mu fyrir Egil, J?ä lata J?eir ]?egar 
af ser tjoldin; baÖ J?ä fara hljöÖliga; peiv gerÖu sva; J?eir 
kömu 1 dogun at }?eim Eyvindi, }?ar er J?eir lagu um akkeri. 5 
16. LogÖu J?egar at J?eim, letu ganga bseöi grjöt ok vapn; feil 
J?ar liÖ mart af Eyvindi, en bann sjalfr bljöp fyrir borÖ ok 
komz meÖ sundi til lands, ok sva alt J>at liÖ, er undan komz; 
en J?eir Egill t6ku skipin ok fot J?eira ok vapn. 17. Föru J^a 
aptr um daginn til UÖs sfns, bittu \A Dorölf; spyrr bann, bvert 10 
Egill bafo'i farit, eöa bvar bann bafÖi fengit skip fau, er >eir 
fara meÖ; Egill segir, at Eyvindr skreyja bafÖi baft skipin, 
ok J?eir böfbu af bonum tekit. 18. Pa kvaÖ Egill: 
15. Ger)?om holzte bar]?a 

hrij? fyr J6tlands sfyo, 15 

bar]?esk vel sas varj?e 

vlkingr Dana rike, 

afr a sund fyr sande 

snarfengr mef> lij? drengja 

austr af unnar beste 20 

Eyvindr of bljöp skreyja. 

19. D6r61fr segir: „Detta setla ek yör sva hafa gort, at 
oss mun ekki haustlangt räÖ at fara til Nöregs". 

Egill sagöi, at )?at var vel, J?6tt J?eir leitaöi J?a i 
annan staÖ. 25 

1. lettiskipum, „leichten, schnell- streit au der (west)küste Jütlands 

segelnden schiffen". — denn der seeheld, der das reich 

4. bad, subj. Egill. der Dänen verteidigte, stritt gut — 

5. dggun (oder dagan) f., „tages- ehe der rasche Eyvindr skreyja mit 
anbruch". seiner mannschaft vom schiffe an der 

6. letu ganga, „sie liefsen fliegen, küste im osten ins wasser sprang", 
sie schlenderten". „Denn der seeheld" usw. ist ein 

Str. 15. Pros. Wortfolge: Ger- schönes beispiel der unparteiischen 

)?om holzte har}?a hrif? fyr Jötlands weise, in welcher die alten skalden 

si)?o, — vikin^r, säs varj?e Dana ihre gegner im gesaug zu erwähnen 

rike, bar}?esk vel, — äf?r snarfengr pflegten. unnar hestr, „wellen- 

Eyvindr skreyja of hljop me]> \\\> pferd", „schiff", fyr sande — fyr 

drengja af unnar heste ä sund fyr Jötlands si/w. 

sande austr. 23. haustlangt, adv. „solange es 

„Wir hatten einen gar heftigen herbst ist" = in diesem herbst. 



144 Egill und fcörölfr in England. 

Eg. L. Egill und frörölfr besuchen könig AÖalsteinn in England. 

L, 1. ElfraÖr enn riki reo fyrir Englandi; hann var fyrstr 
einvaldskonungr yfir Englandi sinna kynsmanna; ]?at var ä 
dogum Haralds ens harfagra, Nöregs konungs. 2. Eptir bann 
var konungr i Englandi sonr hans JätvarÖr; hann var faÖir 
5 AÖalsteins ens sigrssela, föstra Hakonar ens göÖa. 3. I J?enna 924 
tima tök AÖalsteinn konungd6m i Englandi eptir foöur sinn; 
freir varu fleiri broeör, synir J&tvarÖs. 4. En er AÖalsteinn 
haföi tekit konungdöni, j?a höfuz upp til ofriöar ]?eir hofÖingjar, 
er äÖr hoföu latit riki sin fyrir )?eim iangfeÖgum; ]?6tti nü, 

10 sem dselst mundi til at kalla, er ungr konungr reo fyrir riki; 

varu ]?at ba)Öi Bretar ok Skotar ok Irar. 5. En AÖalsteinn 

/ konungr safnaöi berliöi at sei* ok gaf mala ]?eim monnum 

ollum, er J?at vildu bafa til feTangs ser. bseöi ütlenzkum ok 

innlenzkum. ß. Peir broe'Ör, Dörölfr ok Egill, beldu suör fyrir 

15 Saxland ok Flsemingjaland; J?a spuröu J?eir, at Englands- 
konungr ]^6ttiz liös ]?urfa ok ]?ar var van fefangs mikils; gera 
J?eir \k ]?at raÖ, at halda j?angat liÖi sinu. 7. F6ru )?eir )>k 924 
um haustit, til J?ess er )?eir komu ä fund AÖalsteins konungs; 
t6k bann vel viÖ J?eim ok leiz svä ä, at HÖsemÖ mikil mundi 

20 vera at fylgö ]?eira; verör J?at brätt i roeöum Englands kon- 
ungs, at hann byör ]?eim til sin, at taka J?ar mala ok geraz 

Kap.L. 1. enn riki, „der mächtige", 7. peir varu fleiri braztir, die ge- 

d. h. der grofse. schichte kennt noch zwei jüngere 

red, ungef. = „hatte regiert". Die brüder Adelstans, die nach ihm 

herrschaft Alfreds des grofsen währte die königswürde erlangten, nämlich 

bekanntlich von c. 871— 901. Eadmund I. (940 — 6) und Eadred 

1. 2. hann var — kynsmanna, diese (946 — 55). 
angäbe ist unrichtig, da bereits Eg- 11. Bretar, die bewohner von 
bert, der grofsvater Alfreds, samt- Wales. Wir wissen aus den angel- 
liche angelsächsischen Staaten unter sächsischen quellen, dafs Adelstan 
seinem szepter vereinigt hatte, wäh- sowohl dieses land als auch teile des 
rend die Juten in Kent und auf der südl. Schottland sich tributpflichtig 
insel Wight erst unter Eadward I. die machte; unter den „Iren" sind viel- 
oberhoheit von W essex anerkannten. leicht die truppen zu verstehen, mit 

4. JdtvarÜr (d. i. Eadward I.) re- denen ein normannischer fürst in 
gierte 901—24. Dublin (Olaf Godfredsson) seinen 

5. AZialsteinn (ags. vEÖelstäu) re- stammesgenossen in Northumber- 
gierte 924—40. land gegen Adelstan hilfe leistete 

föstra Hakonar, s. z. b. Hkr. Har. (Steenstrup, Normannerne III, 72). 
harf. k. 39. 40, Hak. göÖ. k. 1. 19. leiz svä d, seil. ]>ä. 



Egill und torölfr treten in den dienst konig Aöalsteins. 145 

landvarnarmenn hans; semja )?eir J?at sin i milli, at J?eir geraz Eg. L. LI. 
menn AÖalsteins. 8. England var kristit ok haföl lengi verit, 
)?a er ]?etta var tiÖenda; AÖalsteinn konungr var vel kristinn; 
hann var kallafrr AÖalsteinn enn triifasti; konungr ba(5 Pörölf 
ok yk broeör, at )>eir skyldu lata primsignaz, j?viat }?at var 5 
)>'k mikill siör bseöi meÖ kaupmonnum ok };eim monnum, er ä 
mala gengu meÖ kristnum monnum, )?viat J?eir menn, er prim- 
signaöir väru, hofö'u alt samneyti viÖ kristna menn ok svd 
heiöna, en bofÖu J?at at ätrünaÖi, er )?eim var skapfeldast. 
9. Deir P6r61fr ok Egill geröu fat eptir bcen konungs ok letu 10 
primsignaz bäöir; ]?eir hoföu )?ar J?rjü hundruÖ sinna manna, 
J?eira, er mala töku af konungi. 



Der krieg zwischen den Angelsachsen und den Schotten. 

LI, 1. Oläfr rauöi het konungr ä Skotlandi; hann var 
skozkr at foöurkyni, en danskr at mööurkyni, ok kominn af 
sett Kagnars loöbrökar; hann var rikr maör. 2. Skotland var 15 
kallat J^ribjungr rikis viÖ England; Norbimbraland er kallat 
fimtungr Englands, ok er )?at norÖast nsest Skotlandi fyrir 
austan; J?at hofou haft at fornu Dana konungar; J6rvik er 

2. hafdi lengi verit, die bekehrung Kap LI. 13. Oldfr rautti, einen 

der Angelsachsen zum Christentum Schottenkönig dieses namens kennt 

war bereits vor dem ablaufe des die geschichte jener zeit nicht. 

7. jhs. vollendet. Adelstan führte allerdings krieg mit 

4. trüfasti, „der glaubenfeste, der den Schotten, doch hiefs der könig 
gläubige". derselben Constantin, und dieser 

5. primsignaz, „primam signa- ist auch nicht im kämpfe gefallen, 
tionem accipere"; man liefs sich Dagegen erwähnen irische annalen 
nur mit dem kreuzzeichen bezeich- unter den verbündeten Constantins 
nen, und nun nahm man eine mittel- einen Amley (d. i. Olaf) Fivit, der 
stellang zwischen den heiden und in der scblacht bei Brunanburh 
den getauften ein. Die folgende seinen tod fand (Steenstmp, Nor- 
beschreibung ist jedesfalls für Egill mannerne III, 74); vgl. die ein- 
u. dergl. leute ganz korrekt; vgl. leitung § 27. 

Maurer, Island s. 70. 16. viÖ England, „gegenüber, im 

10. ger'Öu pat . . . ok, dies jmt steht vergleich mit E.". 
isoliert; eig. erwartete man nachher: 17. 18. fyrir austan, „gegen osten" 

at fieir letu primsignaz ; statt dessen d. h. an der östlichen seite des 

zog der verf., in Übereinstimmung landes. 

mit der alltäglichen redeweise, die 18. at fornu, „von alters her"; 

koordinierte Satzverbindung vor. es waren der sage nach die söhne 

Sag&bib). in. iq 



146 Ausbruch des krieges zwischen den Angelsachsen und Schotten. 

Eg. LI. p&r hofuÖstaÖr. 3. Pat riki ätti AÖalsteinn ok hafÖi sett yfir 

IjII# jarla tvä; het annarr Alfgeirr, en annarr GoÖrekr; }?eir sätu 

]>ar til landvarnar bseÖi fyrir ägangi Skota ok Dana eöa Norb- 

manna, er mjok herjuöu ä landit ok J^öttuz eiga tilkall mikit 

5 J?ar til lands, )?viat ä NorÖimbralandi väru )?eir einir menn, ef 

nokkut var til, at danska sett ätti at faöerni eöa möÖerni, en 

margir hvarirtveggju. 4. Fyrir Bretlandi reÖu broeÖr tveir, 

Hringr ok AÖils, ok varu skattgildir undir AÖalstein konung, 

ok fylgÖi J>at, \k er J?eir väru i her meÖ konungi, at J?eir ok 

10 ]>eira liÖ skyldu vera i brjösti i fylkiog fyrir rnerkjum kon- 

ungs; väru J^eir broeÖr enir mestu hermenn ok eigi allungir 

menn. 5. ElfräÖr enn riki hafÖi tekit alla skattkonunga af 

nafni ok veldi; hetu peir bä jarlar, er äör väru konungar eö'a 

konung' asynir ; heiz )?at alt um hans sefi ok JätvarÖar, sonar 

15 nanspen AÖalsteinn kom ungr til rikis, ok pötti af honum minni 

ögn standa; gerÖuz \k margir ötryggir, p>eir er äör väru l^jtfn- 

ostufullir. 

Vorbereitungen zu der grofsen „Winheideschlacht". 

LH, 1. Oläfr Skotakonungr dr6 saman her mikinn ok ftir 

siÖan suör ä England; en er hann kom ä NorÖimbraiand, f6r 

20 bann alt herskildi, en er J?at spurÖu jarlarnir, er J?ar r6Öu 

fyrir, stefna ]>eir saman liÖi ok fara m6ti konungi. 2. En er 

J?eir fmnaz, varÖ J?ar orrosta mikil, ok lauk svä, at Oläfr kon- 

ungr hafÖi sigr, en GoÖrekr jarl feil, en Alfgeirr flyÖi undan 

ok mestr hluti HÖs )?ess, er ]?eim hafÖi fylgt ok brott komz 

25 ör bardaga. 3. Fekk Alfgeirr \k enga viÖstoÖu, lagÖi Oläfr 

des Ragnarr loftbrök, die das land 7. margir hvarirtveggju, „multi 

eroberten. utrique", von beiden (d.h. den von 

Jörvik, das alte Eboracum; für mütterlicher oder väterlicher seite 

Jpfurvik; jetzt York. Es war bereits von dän. herkunft) gab es viele. 

866 von dänischen wikingein erobert 12. 13. tekit . . . af nafni ok veldi, 

worden u. blieb laDge zeit der mittel- „hatte ihnen nicht nur den namen 

punkt der dän. herrschaft in England. sondern auch die macht genommen". 

12. skattkonungar, „tributpflichtige 

5. 6. ef nokkut var til, „wenn kleinköuige", die sonst ziemlich selb- 
(überhaupt) männer von bedeutung ständig regierten. 

vorhanden waren". 

6. dtti, sing., statt plur., weil Kap. LH. 20. jarlarnir, d. h. Älf- 
ngkkut zwischen dem eig. subj. und geirr und GoÖrekr, k. 51,3. 

priid. zu stehen gekommen ist. 25. Fekk A. J>ä enga vitSstp'Öu, „da 



König AÖalsteinn sammelt sein heer. 



147 



konungr pä alt NorÖiinbraland undir sik; Alfgeirr för ä fund Eg. LH. 
AÖalsteins konungs ok sagÖi honum 6farar sinar. 4. En pegar 
er AÖalsteinn konungr spurÖi, at herr svä mikill var kominn 
1 land hans, pä geröi hann pegar menn frä ser ok stefndi at 
sei* liöi, geröi orÖ jorlum sinum ok oÖrum rikismonnum; sneri 5 
konungr pegar ä leiÖ meÖ pat liÖ, er hann fekk, ok för i m6t 
Skotuin. 5. En er pat spuröiz, at Öläfr Skotakonungr hafÖi 
fengit sigr ok hafÖi lagt undir sik mikinn hluta af Englandi, 
hafÖi hann pä her miklu meira en AÖalsteinn, eo pä sötti til 
hans mart rikismanna. 6. En er petta spyrja peir Hringr ok 10 
AÖils, — hoföu peir saman dregit liÖ mikit, — pä snüaz peir 
i liÖ meÖ Oläfi konungi; hoföu peir pä 6grynni liÖs. 7. En 
er AÖalsteinn spuröi petta alt, pä atti hann stefnu viÖ hofÖingja 
sfna ok räöamenn, leitaöi pä eptir, hvat tiltoekiligast vseri, 
sagöi pä allri alpyöu greiniliga pat, er hann hafÖi frett um 15 
athofn Skotakonungs ok fjolmenni hans. 8. Allir mseltu par 
eitt um, at Alfgeirr jarl hafÖi enn versta hlut af, ok pötti pat 
til liggja, at taka af honum tignina; en sü räÖagorÖ staÖ- 
festiz, at AÖalsteinn konungr skyldi fara aptr ok fara a sunnan- 
vert England ok hafa pä fyrir ser HÖsafnaÖ norÖr eptir landi 20 
ollu, pviat peir sä elligar mundi seint safnaz fjolmennit, svä 
mikit sem pyrfti, ef eigi dro3gi konungr själfr at liöit. 9. En 
sä herr, er pä var par saman kominn, pä setti konungr par 
yfir hofÖingja P6r61f ok Egil; skyldu peir räöa fyrir pvi liöi, 
er vikingar hoföu pangat haft til konungs, en Alfgeirr själfr 25 
hafÖi pä enn forräÖ sins liös; pä fekk konungr enn sveitar- 
hoföingja pä, er honum syndiz. 10. En er Egill kom heim af 
stefnunni til felaga sinna, pä spurÖu peir, hvat hann kynni at 



konnte A. keinen widerstand (mehr) 
leisten k( . 

4. geröi „sandte". 

7. En er usw., der richtige nach- 
satz kommt eig. gar nicht; gram- 
matisch können die worte hafÖi 
hann pd (statt />d hafÖi hann) wohl 
den nachsatz bilden, aber keinen 
logischen, welcher dem anfange 
En er pat spuröiz entsprechen 
konnte. 



9. 10. sötti til hans, näml. zn Öläfr. 

12. hgf'Öu peir, d. h. könig Öläfr 
und die mit ihm verbündeten. 

17. hafÖi enn versta hlut af, „den 
schlechtesten anteil davon trüge" 
d. h. „sich bei dieser gelegenheit 
sehr schlecht bewährt hätte". 

17. 18. pat til liygja, „dafs ein 
genügender grund vorliege". 

22. 23. En sd herr . . . pd setti, 
uuregelmäfsige, aber leicht verständ- 
liche Satzverbindung. 

10* 



148 



Bestimmung des kampfplatzes. 



Eg. LH. segja j^eim tiöenda frä Skotakonungi. 11. Hann kvaö: 

16. Aleifr of kom jofre 
6tt (vigs) ä bak flötta 
()?inghar}?an frak ]?engel 
5 }^ann), en felde annan. 

Glapstigo 16t gnöga 
Go^rekr k m6 tro]?na; 
jor)> spenr Engla sker)?er 
Alfgeirs und sik halfa. 

10 12. Siöan gera }>eir sendimenn til Olafs konungs ok finna pat 
til orenda, at AÖalsteinn konungr vill hasla honum voll ok 
bjöÖa orrostustaÖ a Vinheiöl viÖ Vfnusk6ga, ok hann vill, at J?eir 
heri eigi a land hans, en sa )?eira räöi riki a Englandi, er sigr 
fser i orrostu, lagöl til vikustef um fund J?eira, en sa biör anLars 

15 viku, er fyrr kemr. 13. En ]?at var J?a siö'r, );egar konungi 
var vollr haslaör, at hann skyldi eigi kerja at skammlausu, 



Str. 16. Pros. Wortfolge: Äleifr 
of kom ött flötta ä bak jofre, en 
felde annan; fräk ]?ann ]?engel vigs 
J?ingliar}^an. Go]?rekr let gnöga glap- 
stigo tro^na ä mö; Engla sker}?er 
spenr halfa jor}? Alfgeirs und sik. 

„Aleifr zwang schnell den (einen) 
fürsten zur flucht, aber (d. i. und) 
tütete den anderen; ich hörte, dafs 
dieser könig unwiderstehlich im 
kämpfe sei. Go)?rekr inufste genug 
fehltritte auf der erde machen; der 
verderber der Engländer unterwirft 
sich das halbe reich Alfgeirs." 

koma flötta d bak, eig. „die flucht 
auf den rücken jmds. legen, jmd. 
zum fliehen bringen", ött (neutr. 
des adj. öpr), „schnell", vigsping, 
„Versammlung, die kämpf ist" ist 
keine wirkliche Umschreibung, let 
tropna = trap. glapstigr, eig. „ein 
irreführender weg, pfad"; d. h. der 
weg, auf welchem er seinen tod fand. 
mör, eig. „torferde, torf", hier „land" 
im allgem. „Der verderber der E." 
ist der schottische könig. „Das 



halbe land Alfgeirs" d. i. das halbe 
Nordhumberland. 

11. hasla . . . voll, eig. „einen zum 
kämpfe bestimmten platz mit hasel- 
stangen einfriedigen"; diese sitte 
ist uralt und im eig. sinne konnte 
der kampfplatz nur dann so einge- 
schlossen werden, wenn die heere 
ziemlich klein waren; wahrscheinlich 
sogar war dies nur gebräuchlich, wenn 
ein Zweikampf stattfand; vgl. Korm. 
s. k. 10: prir reitar skulu umhverfis 
feldinn fets breittir; üt frd reitum 
skulu vera stengr fjörar ok heita 
pat hoslur; pat er vollr haslaör, er 
svd er gort. In der historischen zeit 
bed. das wort at hasla voll im all- 
gemeinen nur einen kampfplatz be- 
stimmen ohne jeden gedanken an 
eine umzäun ung; die folgende Schil- 
derung (§ 15) ist kaum historisch. 

12. Vinheidi, s. die einleitung §27. 
14. vikustef, „Zwischenraum von 

einer woche". 

16. at skammlausu, „ohne schände" 
für sich selbst. 



Aöalsteinn hält die feindl. Übermacht durch Verhandlungen hin. 149 

fyrr en orrostu vseri lokit; gerÖi Öläfr konungr sva, at hann Eg. LH. 
stoövaöi her sinn ok herjaöi ekki ok bei<5 til stefnudags, ]>& 
flutti hann her sinn til Vfahei&ar. 14. Borg ein stob* fyrir 
noröan heiÖina; settiz Olafr konungr ];ar i borgina ok hafoi 
);ar mestan hlut libs sfns, J>vfat ]ar var üt i fra heru'Ö stör, 5 
ok )?ötti honum J?ar betra til atflutninga um fong ]>au, er 
herrinn ]?urfti at hafa. 15. En bann sendi menn sina upp a 
heiÖina, f>ar sem orrostustaÖrinn var akveÖinn, skyldu )?eir 
taka ]?ar tjaldstaöi ok buaz )?ar um, aÖr herrinn koemi; en er 
J>eir menn kömu i ]?ann staÖ, er vollrinn var haslaür, j?ä väru 10 
l?ar settar upp heslistengr alt til ummerkja, ]?ar er sa staör 
var, er orrostan skyldi vera. 16. Durfti ]?ann staÖ at vanda, 
at hann vseri slettr, er miklum her skyldi fylkja; var )?ar ok 
sva, er orrostustaÖrinn skyldi vera, at J?ar var heiÖr slett, en 
annan veg fra feil a ein, en a annan veg fra var skögr mikill. 15 
17. En J?ar er skemst var milli skögarins ok arinnar, ok var 
);at mjok long leiÖ, )?ar hofÖu tjaldat menn AÖalsteins kon- 
ungs; stööu tjold ]>eira alt milli skogarins ok ärinnar; ]>eir 
hofÖu sva tjaldat, at eigi väru menn i enu friÖja hverju tjaldi, 
ok j'o fair i einu. 18. En er menn Olafs konungs kömu til 20 
)>eira, ]>&, hofö'u f>eir fjolment fyrir framan tjoldin oll, ok naÖu 
f>eir ekki inn at ganga; sogÖu menn AÖalsteins, at tjold peira 
vaeri oll füll af monnum, sva at hvergi nserr heföi j?ar rüm 
liÖ )>eira. 19. En tjoldin stööu sva hatt, at ekki mätti yfir 
upp sjä, hvart pau stööu morg eÖa fä ä ]?ykÖina; )?eir hugÖu 25 
at f>ar mundi vera herr manns; Olafs konungs menn tjolduÖu 
fyrir norÖan hoslurnar, ok var ];angat alt nokkut afhalt. 
SO. AÖalsteins menn sogÖu ok annan dag fra oörum, at kon- 
ungr f>eira mundi -pa- koma eÖa vera kominn i borg pä-, er 
var sunnan undir heiÖinni; liÖ dröz til peira bseÖi dag ok nött. 30 
21. En er stefna sü var liöin, er äkveöit var, pä senda menn 



5. var, sing., aber herutü im plur., 21. fjglment, part., nicht adj. „sie 
s. zu k. 12, 16. hatten sich in einer grofsen anzahl 

6. betra til atflutninga, „die zn- aufgestellt". 

fuhr war leichter". 25. d /'ykd'ina, „in die tiefe", weite 

9. tjaldstatir, „zeltplatz", eioe zum ausbreitung rück- und aufwärts, 

aufschlagen v. zelten geeignete stelle. 27. afhalt, „allmählich sich 

11. ummerki, n. „grenze". senkend". 

12. vanda, „mit versorge wählen". 31. stefna = vikustef in § 12. 



150 Die Schotten durch weitere Verhandlungen hingehalten. 

Eg. LH. AÖalsteins 0renclreka a fund Olafs konungs meÖ J?eim orötim, 
at AÖalsteinn konungr er buinn til orrostu, ok — „hefir her 
allmikinn", 22. en hann sendir Oläfi konungi ];au orÖ, at hann 
vill eigi, at J?eir geri sva mikit mannspell, sem ]?ä horföiz til, 
5 baÖ hann heldr fara heim i Skotland, en AÖalsteinn vill fa 
honum at vingjof skilling silfrs af plögi hverjum um alt riki 
sitt, ok vill, at ];eir leggi ineÖ ser vinättu. 23. En er sendi- 
menn koma til Olafs konungs, ]?ä tök hann at büa her sinn 
ok setlaöi at at riÖa, en er sendimenn bä-ru upp orendi, j?a 

10 stoÖvaÖi konungr ferÖ sina p>ann dag; sat \k i räÖagorÖ ok 
hofÖingjar hers meÖ honum. 24. LogÖu menn J;ar allmisjafnt 
til; sumir fystu mjok. at p>enna kost skyldi taka, sogöu, at 
]>at var \k oröin en mesta fremöarferö, at ]?eir fceri heim, ok 
hefÖi tekit gjald sva mikit af AÖalsteini; sumir lottu ok sogöu, 

15 at AÖalsteinn mundi bj6Öa miklu meira i annat sinn, ef ]^etta 
vseri eigi tekit, ok var sü räÖagorÖ staÖfest. 25. Pa b&Öu 
sendimenn Olaf konung, at gefa s6r töm til, at )?eir hitti enn 
AÖalstein konung ok freistaöi, ef hann vildi enn meira gjald 
af hendi reiöa, til ]?ess at friör vseri; ];eir beiddu griöa einn 

20 dag til heimreiÖar, en annan til umraÖa, en enn )?riÖja til 
aptrferÖar; konungr jättaÖi ]^eim ]?vi. 26. Fara sendimenn 
heim ok koma aptr enn ]>riÖja dag, sem äkveÖit var, segja 
Oläfi konungi, at AÖalsteinn vill gefa alt slikt, sem hann bauÖ 
fyrr, ok ];ar um framm til hlutskiptis liÖi Olafs konungs skilling 

25 manni hverjum frjälsbornum, en mork sveitarhofÖingja hverjum 
];eim, er reÖi t6if monnum eöa fleirum, en mork gulls hirÖ- 
stjöra hverjum, en fimm merkr gulls jarli hverjum. 27. SiÖan 
let konungr };etta upp bera fyrir liÖ sitt; var enn sem fyrr, 
at sumir lottu, en sumir fystu, en at lyköum veitti konungr 

30 örskurÖ, segir, at );enna kost vill hann taka, ef )>at fylgir, at 
AÖalsteinn konungr lsetr hann hafa NorÖimbraland alt meÖ 
l^eim skottum ok skyldum, er J;ar liggja. 28. Sendimenn biÖja 

0. Shilling, „einen pfennig"; silfrs 21. aptrferÖar, „rückkehr", näinl. 

„von silber". zu könig Öläfr. 

8. tök, plusquamperf., „er hatte 26. 27. hirtist jöri, „befehlshaber 
angefangen". der leibwache". 

9. at at rib'a, „zum angriff zu reiten"; 32. skottum ok skyldum, hänfig ge- 
vgl. atrei'd', f. „angriff zu pferde". brauchte allit. formel (Fms. I, 3, 28; 

19. grib'a, „Waffenstillstand". 11,17; 62,21; Jätv. 40,26 u. ö.). 



Abbrnch der verbandhingen. 151 

r 

enn fresta um ]>rjä daga ok )?ess meÖ, at Oläfr konungr sendi Eg e LH. 
]?ä menn sina at heyra orö" AÖalsteins konungs, hvart bann 
vill eöa eigi )?enna kost, segja, at peiv hyggja, at AÖalsteinn 
konungr mundi lata fatt viÖ nema, at ssettin toekiz. 29. Oläfr 
konungr jättir pvi ok sendir inenn sina til AÖalsteins konungs; 5 
riÖa }?& sendimenn allir saraan ok hitta AÖalstein konung 
i borg j?eiri, er var nsest beiÖinni fyrir sunnan; sendimenn 
Olafs konungs bera upp orendi sin fyrir AÖalstein konung 
ok saettaboÖ. 30. AÖalsteins konungs menn sogÖu ok, meÖ 
hverjum boöum J?eir hofÖu farit til Olafs konungs, ok ]?at meÖ, io 
at }?at var raÖagorÖ vitra manna, at dvelja sva orrostu, meö'an 
konungr kcemi eigi; en AÖalsteinn konungr veitti skjötan 
6rskurÖ um j^etta mal ok sagöl sendimonnum svä: 31. „BeriÖ 
)?au orÖ min Oläfi konungi, at ek vil gefa honum orlof 
til j?ess, at fara heim til Skotlands meÖ liö sitt ok gjaldi 15 
hann aptr fe* ]?at alt, er hann tök upp at rongu h6r i 
landi; setjum hör siÖan friÖ i millum landa varra ok heri 
hvarigir a aöra; J?at skal ok fylgja, at Oläfr konungr skal 
geraz minn maör ok halda Skotland af mer ok vera undir- 
konungr minn; fariÖ nü", segir hann, „aptr, ok segiÖ honum 20 
svä büit". 

32. Sendimenn sneru aptr leift sina )?egar um kveldit ok 
kömu til Olafs konungs nserr miÖri nött; vokÖu ]?ä upp konung 
ok sogöu honum ];egar orÖ AÖalsteins koimngs; konungr let 
p>egar kalla til sin jarlana ok aöra hofÖingja, let ]A sendi- 25 
menn koma til ok segja upp orendislok sin ok orÖ AÖalsteins 
konungs. 33. En er )?etta var kunnigt gort fyrir liÖsmonnum, 
];ä var eitt orötak allra, at ]>at mundi fyrir liggja at büaz til 
orrostu; sendimenn sogÖu ok ]>at me<5, at AÖalsteinn hafÖi 
fjolÖa HÖs, ok hann hafÖi ]>ann dag komit til borgarinnar, 30 
sem sendimenn kömu. 34. Pa mselti Atiils jarl: „Nu mun pat 
framm komit, konungr! sem ek sagÖa, at yÖr mundu ]?eir 



I. fresta, gen. plnr. v. frest, ntr. zahlen", „unter der bedingung, dafs 

4. vift nema, „verhindern". er bezahle". 

ß. hitta A., jetzt war er also vor 19. minn mabr, „mein Untertan", 

kurzem dort angekommen. halda Skotland af mer, „in meinem 

9. 8attabo'd, „Vergleichs- oder namen Schottland regieren", 

friedensvorschläge". 32. sem ek sagda, diese worte 

15. oh gjaldi, „und er soll be- AÖils sind nicht vorher referiert. 



152 Die schlacht auf der Winheide. 

Eg. LII. reynaz brogÖöttir, enir ensku; hofum vor h£r setit langa stund 

LIII. ok beÖit };ess, er )?eir hafa dregit at se> alt liÖ sitt, en kon- 

ungr ]?eira mun verit hafa hvergi naerr, )?ä er ver kömum h6r. 

35. Mudu J;eir nü hafa safnat liÖi miklu, sffran ver settumz; 

5 nü er J?at räÖ mitt, konungr! at vit broeÖr riÖim ]?egar i n6tt 

fyrir me<5 okru liÖi; mä J?at vera, at J?eir 6ttiz nü ekki at s£r, 

er J?eir hafa spurt, at konungr J^eira er naerr meb her mikinn; 

skulum vit ];& veita }?eim ählaup, en er J?eir verÖa forflotta, 

\k munu ]?eir lata liÖ sitt, en odjarfari siÖan i atgongu at 

10 möti oss". 

36. Konungi J;6tti ];etta räÖ vel fundit — „munum v6r 
büa her vjiru, j?egar er lysir, ok fara til mots viÖ yör". 
StaÖfestu feir }?etta räÖ ok luku svä stefnunni. 

Die schlacht auf der Winheide. 
Llül, 1. Hringr jarl ok AÖils brööir hans bjoggu her sinn 

15 ok föru j?egar um nöttina suÖr & heiöina, en er ljöst var, ]>k 
sä vavömenn peira Pörölfs, hvar herrinn f6r; var ]?ä bläsinn 
herblastr ok herklaedduz menn, t6ku siÖan at fylkja HÖinu ok 
hof'Öu tvaer fylkingar. 2, ReÖ Alfgeirr jarl fyrir annarri 
fylking, ok var merki borit fyrir honum; var f pein fylking 

20 li<5 J?at, er honum hafÖi fylgt, ok svä )>at liÖ, er J?ar haföi til 
safnaz 6r heruÖum, var )?at miklu fleira liÖ en J?at, er ]?eim 
P6r61fi fylgöi. 3. D6r61fr var svä büinn, at hann haffii skjold 
viö'an ok );ykkvan, bjälm ä hoföi allsterkan, gyrör sveröi f>vi, 
er hann kallafti Lang, mikit vapn ok gott; kesju haföi hann 

25 1 hendi; fjoÖrin var tveggja älna long ok sleginn framm broddr 
ferstrendr, en upp var ijoÖrin breiÖ, falrinn baeöl langr ok 

1. brpgtiöttir, „leute, die schliche Kap. LIII. 23. vidan, eig. „nmfang- 

und kniffe (brggd) anzuwenden ver- reich", „grofs", vgl. lat. vastus. 

stehen". 9y r ^i kurz für at hann var gyr'ör. 

4. Munu peir, munu drückt hier 24. mikit vdpn ok gott, zweif els- 
eine Vermutung aus, „sie haben jetzt ohne als nom. aufzufassen, 
wohl" usw. kesju, über diese waffe s. Falk, 

settumz, gewöhnlicher settumz um Waffenk. s. 78 f.; über brynpvari 

kyrt „lagerten uns hier"; vgl. setit § 34. s. 7!» f. 

9. en odjarfari, munu vera (oder 25. 26. sleginn — ferstrendr, an 

ver'da) ist zu ergänzen. dessen äufserstem teil eine vier- 

13. stefnunni, vgl. let pegar kalla eckige spitze war; sleginn „ge- 

til sin jarlana usw. § 32. hämmert". 



Die Schlacht auf der Winheide. 



153 



digr, skaptit var eigi hsera, en taka matti hendi til fals, ok Eg. LIII« 
furöuliga digrt; järnteinn var i falnum ok skaptit alt jdrn- 
vafit; );au spjtft väru kolluÖ bryn]?varar. 4. Egill hafÖi enn 
sama bnnaÖ, sem Pörölfr; bann var gyrÖr sveröi ]>vf, er bann 
kallaöi NaÖr; j?at sverö' hafÖi hann fengit ä Kürlandi; var ]?at 5 
et bezta väpn; hvärgi )?eira bafoi brynju. 5. Deir settu merki 
upp, ok bar ]?at PorfiÖr strangi; alt HO ]?eira hafÖi norroana 
skjoldu ok allan norroenan herbünaÖ; i J>eiri fylking vdru allir 
norroenir menn, ]?eir er J?ar väru; fylköu ]?eir Pörölfr nserr 
sköginum, en Alfgeirs fylking för meÖ anni. 6. AÖils jarl ok 10 
J?eir brceÖr s& ]?at, at p>eir inundu ekki koma }?eim Pörölfi ä 
övart; ]>a t6ku ]?eir at fylkja sinu liÖi; geröu J?eir ok tvser 
fylkingar ok hofÖu tvau merki; fylkÖi AÖils m6ti Alfgeiri 
jarli, en Hringr m6ti vikingum, 7. Si'Öan t6kz J?ar orrosta; 
gengu hvärirtveggju vel framm; AÖils jarl sötti hart framm, 15 
}>ar til er Alfgeirr let undan sigaz, en AÖils menn söttu p& 
halfu djarfligarr; var ]?a ok eigi lengi, äör en Alfgeirr flyÖi, 
ok er j?at fra honum at segja, at hann reiÖ undan suör d 
heiÖina ok sveit manna meÖ honum; reiÖ hann j?ar til er hann 
kom nserr borg )?eiri. er konungr sat. 8. Da maelti jarli nn: 20 
„Ekki aetla ek oss fara til borgarinnar; ver fengum mikit orÖa- 
skak naest, er ver kömum til konungs, ]>a er ver hofÖum 
farit 6sigr fyrir Ol&fi konungi, ok ekki mun honum ];ykkja 
batnat hafa v&rr kostr i ];essi ferÖ; mun nü ekki |?urfa at 
aetla til soemÖa, }>ar sem hann er". 25 



1. hcera, „höher", d.h. länger. 
taka matti hendi til fals, „man 

konnte mit (der hand d. i.) den finger- 
spitzen (wenn der speer aufrecht 
stand) das runde eisenrohr (fair), in 
welchem der schaft befestigt wurde, 
erreichen". Vgl. Falk, Waffenk. 85. 

2. jdrnteinn, „ein eiserner nagel, 
der durch den fair und also auch 
durch den darin steckenden teil des 
Schaftes ging, um beide teile fest 
zusammen zu halten"; jdrnteinn also 
ungefähr = geirnagli, aber wohl 
etwas gröfser als gewöhnlich. 

3. brynpvarar, das wort ist aus 
bryn- {brynja „brünne") nnd pvari 



„eine holzstange, quirl" zusammen- 
gesetzt, ist also wie bryntroll (k.27,5) 
eig. nur eine art Umschreibung. 

7. 8. norrozna skjgldu . . . norroenan 
herbiina'd', als einheimische warfen 
(im gegensatz zu den importierten), 
s. Falk, Waffenk. 152. 
8. allir, „lauter", „nur". 

14. vikingum, d. h. Nordmpnnum. 

20. er konungr sat, er = „wo". 

21. fara, seil, munu oder skulu. 

21. 22. ordaskak, „vorwürfe"; skak 
eig. „erschütterung". 

22. no2st, „das letzte mal". 

25. I ar sem hann er, „dort, wo 
er ist" d. h. „bei oder von ihm". 



154 Die Schlacht auf der Winheide. 

Eg*. LIII. 9. Siban reib hann subr ä landit, ok er frä bans ferft 

J?at at segja, at hann reib dag ok n6tt, J?ar til er }?eir kömu 
vestr a Jarlsnes; fekk jarl sör J;ar far subr um sa3 ok kom 
framm a Vallandi; ]?ar atti hann kyn halft; kom hann aldregi 
5 siban til Englands. 10. AÖils rak fyrst flöttann ok eigi langt, 
äbr hann snyr aptr ok ]?ar til, er orrostan var, ok veitti ]?ä 
atgongu; en er Dörölfr sä J?at, sneri hann i möt jarli ok baÖ 
)?angat bera merkit, baÖ menn sina fylgjaz vel ok standa ]>ykt 
— „}?okum at sköginum", sagbi hann, „ok lätum hann hlifa ä 
10 bak oss, svä at J?eir megi eigi ollum megum at oss gaoga". 

11. Peir gerbn svä, fylgbu framm sköginum; varÖ ]?ä horb 
orrosta; sötti Egill moti Abisli, ok ättuz ]>eir viÖ horb skipti; 
libsmunr var allmikill, ok J?<5 feil meirr lib |?eira AÖils. 12. P6r- 
61fr gerbiz |?ä svä 6br, at hann kastabi skildinum a bak ser, 

15 en tök spjotit tveim hondum; hljöp hann j?ä framm ok hj6 

eba lagbi til beggja handa; stukku menn ]?a fra tveggja vegna, 

^ * en hann drap marga. 13. Ruddi hann svä stiginn framm at 

,„>■ merki jarlsins Hrings, ok heiz ]?a ekki vib honum; hann drap 

]?ann mann, er bar merki Hrings jarls, ok bj6 nibr merki- 

20 stongina. 14. Siban lagbi hann spjötinu fyrir brjöst jarlinum 
i gegnum brynjuna ok bükinn, svä at üt gekk um herÖarnar, 
ok höf hann upp ä kesjunni yfir hofuÖ s£r ok skaut nibr 
spjötshalanum i jorbina, en jarlinn soefÖiz ä spjötinu, ok sä 
l?at allir, bsebi hans menn ok svä hans övinir. 15. Siban brä 

25 P6r61fr sverÖinu, ok hj6 hann J?ä til beggja handa; s6ttu )?ä 
ok at hans menn; fellu ]?ä mjok Bretar ok Skotar, en sumir 

3. Jarlsnes, eine in Wales ge- 12. Abisli, die eig. dat. form; vgl. 
legene lokalität dieses namens wird Porgisli (von Porgils k. 13,1); der 
in der Orkneyinga saga (ed. S.Nordal name ist mit gisl zusammengesetzt; 
s. 199) erwähnt. der erste teil AÜ- hat nichts mit Aud- 

4. Valland, d. i. der nördl. teil zu tun; s. Naumana, Altn. namen - 
Frankreichs. Studien s. 24 — 5. 

kyn halft, „das halbe geschlecht", 16. vegna, ist ein schwacher gen. 

d. h. entweder von väterlicher oder pl. von vegr; solche heteroklitische 

mütterlicher seite. formen kommen auch in anderen 

8. fylgjaz vel, „einander tapfer fällen vor; vgl. Noreeu, Altisl. grt. 4 

folgen", „in fest geschlossener reihe § 358, anm. 8. 

vorstürmen". 22. 23. skaut . . . i jgrdina, so 

11. fylgbu framm skög., „drangen dafs der speer ganz senkrecht in 

vor dem walde entlang". der erde stand. 



r^rh, 



Die Schlacht auf der Winheide. 155 

sneruz k flötta. 16. En er AÖils jarl sa" fall brööur sfns ok Eg. LIII. 
mannfall mikit af liÖi hans, en sumir flyÖu, en hann pöttiz L1V * 
hart niör koma, pk sneri bann k flötta ok rann til skögarins; 
bann flyb'i i sköginn ok bans sveit; t6k J>ä at flvja alt HO 
]?at, er J?eim hafÖi fylgt. 17. Geroiz \>k mannfall mikit af 5 
flöttamonnum, ok dreiföiz \k flöttinn viöa um heiÖina; AÖils 
jarl hafÖi niÖr drepit merki sinu, ok vissi \k engi, hvärt hann 
för eöa aörir menn. 18. T6k \k brätt at myrkva af nött, en 
peir Pörölfr ok Egill sneru aptr til herbiiöa sinna, ok J?d jafn- 
skjött kom ]?ar AÖalsteinn konungr meÖ allan her sinn ok 10 
slögu \k landtjoldum sinum ok bjogguz um. 19. Litlu siÖarr 
kom Oläfr konungr meÖ sinn her; tjolduÖu )?eir ok bjogguz 
um, J?ar sem ]>eira menn hoföu tjaldat; var Oläfi konungi \k 
sagt, at fallnir v&ru J?eir bdöir jarlar hans, Hringr ok AÖils, 
ok mikill fjolÖi annarra manna hans. 15 

FortsetzuDg der Schlacht, frörölfs tod. 
LIV, 1. AÖalsteinn konungr hafÖi verit dör ena naestu 
nött i borg peiri, er fyrr var frä, sagt, ok p»ar spuröi hann, at 
bardagi hafÖi verit k heiÖinni, bjöz )>k pegar ok allr herrinn 
ok sötti norÖr k heiÖina; spuröi \k oll tiÖendi gloggliga, 
hvernig orrosta sü hafÖi farit. 2. K6mu ]?k til fundar viÖ 20 
konung J?eir broeör Pörölfr ok Egill; ]?akkaÖi hann ]>eim vel 
frammgongu sina ok sigr ];ann, er ]>eir hoföu unnit, bot ]?eim 
vinättu sinni fullkominni; dvolöuz ]?eir ]>ar allir samt um 
nöttina. 3. AÖalsteinn konungr vakÖi upp her sinn p>egar um 
morgininn ärdegis; hann ätti tal viÖ hofÖingja sina ok sagÖi, 25 
hver skipun vera skyldi fyrir liÖi hans; skipaÖi hann fylking 
sina fyrst, ok ]?a setti hanu i brjösti peirar fylkingar sveitir 
pser, er snarpastar väru. 4. Pa" imelti bann, at fyrir pvi liÖi 
skyldi vera Egill — „en Dörölfr", sagÖi hann, „skal vera meÖ 
liÖi sinu ok oÖru ]?vi liÖi, er ek set par; skal sü vera onnur 30 

2. hans = sinu (nicht „sein" d. h. 7. hvdrt hann, hann ist hier stark 
des brnders). betont, „ob er es war, der dort 

3. hart nitir koma, „hartes schick- (d. i. wo er floh) war", oder andere 
sal d. h. grofsen verlust leiden". minder bedeutende personen. 

5. 6. af flöttamgnnum, „unter den 
fliichtliDgen". Kap. LIV. 30. ek set par, „ich 

7. nitir drepit, „nieder-, wegge- dort (d. h. wo I'örölfr und seine 

worfen". truppen stehen) aufstelle". 



156 



Die schlacht auf der Winheide. 



Eg. LIV. fylking 1 lio'i väru, er bann skal vera hofolngi fyrir, |?viat 
Skotar eru jafnan lausir i fylkingu, hlaupa j?eir til ok frä ok 
koma i ymsum stoöum framm; veroa }^eir opt skeinusamir, ef 
menn varaz eigi, en eru lausir a velli, ef viÖ }?eim er horft". 
5 5. Egill svarafri konungi: „Ekki vil ek, at vit Pörölfr 

skilimz f orrostu, en vel J?ykki mer, at okr se p>ar skipat, er 
mest J^ykkir ]?urfa ok harftast er fyrir". 

6. Pörölfr mselti: „Lätnm vit konung räfra, hvar bann vill 
okr skipa; veitum honum svä, at honum liki; mun ek vera 

10 heldr, ef J?ü vill, par er ]>ev er skipat". 

Egill segir: „Pe> munufr nü räöa, en ]>essa skiptis mun 
ek opt iÖraz". 

7. Gengu menn ]?ä i fylkingar, sva sem konungr haföi 
skipat, ok väru seit upp merki; stöö" konungs fylking ä viÖ- 

15 lendit til ärinnar, en Dörölfs fylking för et ofra meÖ sköginum. 
8- Oläfr konungr tök )?ä at fylkja liÖi sinu, )?ä er hann sä, 
at Aöalsteinn haföl fylkt; hann geröi ok, tva3r fylkingar ok 
let bann fara sitt merki ok ]?ä fylking, er hann reo själfr 
fyrir, möti Afralsteini konungi ok hans fylking. 0. HofÖu J?ä 

20 hvärirtveggju her svä mikinn, at engi var munr, hvärir IJ9I- 
mennri väru, en onnur fylking Olafs konungs för naerr sköginum 
m6ti HÖi J>vf, er Dörölfr reo fyrir; väru J?ar hofÖingjar jarlar 
skozkir; väru ];at Skotar flest, ok var ];at fjolmenni mikit. 
10. SiÖan gangaz ä fylkingar ok varÖ ]?ar brätt orrosta mikil; 

25 Dörölfr s6tti framm hart ok löt bera merki sitt framm meÖ 
sköginum ok setla'Öi );>ar svä framm at ganga, at bann koemi 
i opna skjoldu konungs fylkinginni; hofÖu j^eir skjolduna fyrir 



I. 2. pviat Skotar eru jafnan 
lausir nsw., mit dieser Schilderung 
der Schotten im kämpfe vgl. auch 
Njäla k. 86, 10—11: Skotar hpßu 
laut fara sumt lidit laust ok kom 
pat i opna skjgldu jarlsmonnum. 

3. skeinmamir, „solche, die viele 
wunden beibringen können, gefähr- 
liche". 

4. ef vi'b peim er horft, „wenn 
man sich gegen sie wendet, sie 
mutig angreift". 

II. Per munuö, wegen der plnral- 



form ist es am wahrscheinlichsten 
der könig selbst, den Egill hier 
anredet; natürlicher wäre es aber, 
dafs E. zu frörölfr spräche. 

14. 15. stob" . . . d vitflendit, 
„breitete sich nach allen Seiten 
über die offene ebene aus"; stob' 
. . . d vidlendinu würde dagegen 
einfach heifsen „stand auf der 
ebene". 

24. gangaz d, „gehen aufeinander 
los". 

26. 27. koemi i opna skjgldu, „in 



frörölfs tod. 



157 



s6r, en sk6grinn var til hoegra vegs; letu J?eir hann }>ar hlifa. Eg. L1V. 
11. Dörölfr gekk svä framm, at fair va>u menn hans fyrir 
honum, en p>ä er hann varbi minst, \>k hlaupa )?ar 6r sköginum 
AÖils jarl ok sveit sü, er honum fylgöi; brugbu }?egar morgum 
kesjum senn a* Dorolfi ok feil hann par viÖ sköginn, en I>or- 5 
fibr, er merkit bar, hopaöi aptr, p>ar er libit stöÖ }>ykkra, en 
AÖils BÖtti pi at peim, ok var par J?ä orrosta mikil. 12. (Epbu 
Skotar J?ä sigröp, er J?eir hofbu feldan hofbingjann; en er 
Egill heyrb'i 6p pat ok sd, at merki Dörölfs for ä hsel, )>k 
pöttiz hann vita, at Pör61fr mundi eigi sjdlfr fylgja. 13. SiÖan io 
hleypr hann til )?angat framm i milli fylkinganna; hann varb 
skjött varr }?eira tiöenda, er J?ar väru orbin, ];egar hann fann 
sina menn; hann eggjar }>& libit mjok til frammgongu, var 
hann fremstr i brjostinu; hann haföi sverbit Nabr i hendi. 
14. Hann sötti p>a" framm ok hj6 til beggja handa ok feldi 15 
marga menn; PorfiÖr bar merkit J^egar eptir honum, en annat 
Hb fylgbi merkinu; var j?ar en snarpasta orrosta. 15. Egill 
gekk framm, til J^ess er hann mcetti Abisli jarli; ättuz p>eir ik 
hogg vib, äbr Abils jarl feil ok mart manna um hann, en eptir 
fall hans pa" flybi lib }?at, er honum hafbi fylgt, en Egill ok 20 
hans lib fylgöu j?eim ok drapu alt fat, er J;eir näbu, pviat 
ekki )?urfti ]>& griba at bibja. 16. En jarlar )>eir enir skozku 
stöbu )>&. ekki leügi, pegar er ]?eir sä, at abrir flybu p>eira 
felagar, töku J^egar ä ras undan; en J?eir Egill stefndu \>& J;ar 
til, er var konungs fylkingin, ok k6mu J?ä i opna skjoldu, ok 25 
gerbu J>ar brätt mikit mannfall. 17. Riblabiz ]?d fylkingin ok 
losnabi oll; flybu \>& margir af Olafs monnum, en vikingar 
oapbu \>& sigröp; en er Abalsteinn konungr J^öttiz finna, at 



die offenen Schilde kommen" d. h. 
von der seite angreifen, wo die 
Schilde „offen" sind, d. h. von der 
linken und schräg oder von hinten. 
Der „offene schild" ist eig. die kon- 
kave seite des Schildes, die dem 
körper des tragenden zugewandt 
ist. Der ganze ausdruck entspricht 
also dem deutschen „in die flanke 
oder in den rücken fallen". 

1. vegs, seltenere aber ursprüng- 



lichere form für vegar, vgl. Noreen, 
Gramm.* § 35*, 2. 

3. hann vartii, hann akk. 

8. sigröp, n. „siegesgeschrei". 

9. for d hcel, „zurückwich"; hcel 
von hcell „ferse". 

10. fylgja, seil, merkinu. 

22. ekki parfti, „man brauchte 
nicht" d. h. „es war ganz vergebens". 

2f>. liidladiz „loste sich in kleine 
abteilungen oder häufen auf" (von 
ri'dull). 



158 frörolfs bestattuDg. 

Eg. LIV. rofna tök fylking Olafs konungs, ]>ä eggjaöi hann lift sitt ok 

IiV« 16t framm bera merki; gerbl t>ä atgongu harÖa, sva at hrokk 

fyrir liÖ Olafs ok geröiz allmikit mannfall. 18. Fell )?ar Olafr 

konungr ok mestr hluti liös }^ess, er Oläfr haföi haft, )?viat 

5 )^eir, er a flötta sneruz, varu allir drepnir, er nät varÖ; fekk 

ASalsteinn konungr ]?ar allmikinn sigr. 

Egill bestattet seinen bruder, wird von AÖalsteinn reich beschenkt 
und begibt sich nach Norwegen zu Arinbjorn. 

LV, 1. AÖalsteinn konungr sneri i brott frä orrostunni, 925 
en menn hans raku flottann; hann reiÖ aptr til borgarinnar 
ok t6k eigi fyrr nattstaÖ en i borginni, en Egill rak flottann ok 

10 fylgÖi )^eim lengi ok drap hvern mann, er hann näöi. 2. SiÖan 
sneri hann aptr meÖ sveitunga sina ok för ]?ar til, er orrostan 
haföi verit, ok hitti )?ar Dörölf brööur sinn latinn; hann tök 
upp lik hans ok }>6, bjö um siöan, sem siÖvenja var til. 
3. Gröfu J?eir J?ar gr$f ok settu Por61f )?ar i meÖ väpnum 

15 sinum Qilum ok klaeöum; siöan spenti Egill gullhring a hvara 
h(md honum, äÖr hann skilÖiz viÖ; hlöÖu siöan at grj6ti ok 
jösu at moldu. 4. Pd kvaö Egill visu: 

17. Gekk, säs 6)?esk ekke, 

jarlmanns blane snarla 
20 (freklundapr feil) Dundar 

(D6rolfr) i gny störom. 

Jqi-J? groer, en y6y verlorn, 

Vino nser of minom, 

(helnau)? es fat) hylja 
25 härm, ägsetom barma. 

Kap. LV. 13. po\ v. pvd. vorwärts in dem gewaltigen kämpfe; 

16. 17. grjöti . . . moldu, regiert der mutige törölfr fiel. Die erde 

v. hlötiu u. jösu; at ist adverbiell. grünt über meinem herrlichen bruder 

Str. 17. Pros. Wortfolge: Jarl- an der Wina; das ist todeskummer; 

manns bane, säs ö)?esk ekke, gekk ich mufs aber meine trauer ver- 

snarla i storom dundar gny; }?rek- bergen". 

lunda|?r l^rolfr feil. Jor]? grcer of Jarlmapr, eig. „ein mann, der 

minom ägaetom barma nser Vino, jarl ist"; hier Hringr jarl. Pundar 

|^at es helnauj-', en ver verlorn hylja gmjr, „Odins lärm" = kämpf, barme, 

härm. „busen- (brüst-) genösse" = bruder. 

„Der töter des jarls, welcher sich helnau/>, „kummer, trauer wegen 

vor nichts iürchtete, stürmte kühn eines todesfalles". 



Egill kommt in AÖalsteins halle. 159 

5. Ok enn kvaÖ hann: Eg. LV. 

18. Valk^stom hhfyk vestan 
vang fyr merkestanger, 

ött vas el ];ats sottak 

Afgils bläom Na];re; 5 

häf>e ungr vip Engla 

Aleifr )?rimo stala; 

helt, ne* hrafnar sulto, 

Hringr a väpna }>inge. 

6. SiÖan för Egill meÖ sveit sina ä fund AÖalsteins konuogs 10 
ok gekk }?egar fyrir konung, er bann sat viÖ drykkju; far 
var glaumr inikill; ok er konungr sä, at Egill var inn kominn, 
yk mselti hann, at ryma skyldi pallinn ]?ann enn öoeb'ra fyrir 
]?eim, ok majlti, at Egill skyldi sitja par i ondvegi gegnt kon- 
ungi. 7. Egill settiz par niÖr ok skaut skildinum fyrir foetr 15 
s6r; hann hafÖi hjälm ä hoföi ok l agol sveröit nm knJLs^r 
ok diu annat skeiö til hälfs, en )>ä skeldi hann aptr i sliÖrin; 
hann sat upprettr ok var gneyptr mjok. 8. Egill var mikil- 
leitr, ennibreiÖr, brünamikill, nefit ekki langt en äkafliga digrt, 

Str.18. Pros.wortfolge: Hlö)'k ist diese Strophe mit ihrem summa- 

vang vestan valkpstom fyr merke- rischen inhalte viel später, und zwar 

stanger; ött vas ]?at §1, es söttak anf Island gedichtet. 
A)?gils bläom Naj?re. Ungr Aleifr 13. pallinn, hier in der allgem. 

h-kpe stala j^rimo vij? Engla; Hringr bedeutnng „bank" = bekkr; sonst 

helt ä väpna J?inge, hrafnar ne sehr oft in anderen sagas = pver- 

sulto. pallr „die querbank", der frauensitz. 

„Ich besäte die erde im westen 15. Egill settiz, vgl. die einleitung 

vor den fahnenstangen mit leichen- § 33. 

häufen; wütend war der stürm, in skaut usw., so dafs seine füfse 

welchem ich A^gils mit der blauen darauf ruhten. 
Natter angriff. Der junge Aleifr 17. en pd, pd = hitt skeitS; eig. 

hatte einen kämpf mit den Eng- „demnächst", annat skeiti, . . . pd, 

ländern; Hriugr hatte viele arbeit „das eine und andere mal", d. h. 

von dem waffentbing; die raben „abwechselnd", 
hungerten nicht". skeldi (von skella), „er stiefs". 

stdla prima, „stahldonner" = 18. gneyptr = gneypr „rank"; 
kämpf, bldr, v. Schwerte deutet nur von der körperlichen haltung. 
die schwarzblaue färbe des polierteu 18. 19. mikilleitr, v. breitem ge- 
stalltes an. halda d, „mit etwas sichte. 

(namentlich einer handarbeit) be- 19. ennibreiÖr, „von breiter stirn". 

schäftigt sein"; vgl. heldo d syslo brünamikill, „gewaltige (buschige) 

Kigs)?. 14, 8. Allem anscheine nach brauen habend". 



160 Egill von Atialsteinn beschenkt. 

Eg. IV. granstceSit vitt ok langt, hakan breiö furöuliga, ok sva" alt 
um kjalkana, halsdigr ok heröimikill, sva at J?at bar fra pvf, 
sem a8rir_menn väru , haröleitr ok grimligr, J?ä er hann var 
reiör; 9. hann var vel i vexti ok hverjum manni hseri, ülfgrätt 
5 harit ok ]>jkt ok var<5 snimma skollöttr; en er hann sat, sem 
fyrr var ritit, J?a hleypöi hann annarri brüninni ofan ä kinnina, 
en annarri upp i härrcetr; Egill var svarteygr ok skolbrünn. 
10. Ekki vildi hann drekka, J?ö at honum vaeri borit, en 
ymsum hleypÖi hann brünunum ofan eÖa upp; AÖalsteinn kon- 

10 ungr sat i hässeti; hann lagÖi ok sverÖ um kne s£r, ok er 
p>eir satu sva um hri<5, J?ä dr6 konungr sveröit ör sliÖrum ok 
tök gullhring af hendi sör, mikinn ok göÖan, ok drö ä blöÖ- 
refilinn, stöÖ upp ok gekk ä gölfit ok retti yfir eldinn til 
Egils. li. Egill stöÖ upp ok brä sverÖinu ok gekk ä gölfit; 

15 hann stakk sverÖinu i bug hringinum ok dr6 at ser, gekk 
aptr til rums sins; konungr settiz i hässeti; en er Egill settiz 
niör, dr6 hann hringinn ä hond sör, ok ]?ä föru brynn hans i 
lag, lagöi hann )>h niör sveröit ok hjälminn ok tök viö" dyrs- 
horni, er honum var borit, ok drakk af. 12. Pä kvab hann: 

1. granstceö'it , „der mit bart be- richtiger. Hj. Falk hat (Akad. af- 

wachsene teil des gesiebtes". handl. til prof. S. Bugge 18 — 9) ge- 

ok sva alt, Dämlich breitt. meint, dafs das skol- mit gr. oxoXwq 

3. haröleitr, „von barschem aus- „schräg, schief" zusammenhinge; 
sehen". doch scheint dies minder wahr- 

4. var vel, „war schön oder gut scheinlich zu sein, 
proportioniert"; so werden die adv. 9. ymsum, „variis", d. h. ab- 
vel und illa oft gebraucht, wo man wechselnd. 

die entsprechenden adj. erwartete; 12. 13. drö d blötfrefilinn, zu der 

vgl. vesall mapr \ ok illa skape alten sitte, ringe mit der spitze des 

Hov. 22, 1 — 2. Speeres oder Schwertes darzureichen 

5. ok vard, seil. hann. und in empfang zu nehmen, vgl. 
7. hdrroetr, „die haarwurzeln" Hildebr. 37: mit geru scal man geba 

d. h. die stelle, wo die haare des infähan, ort widar orte; Nibel. 

kopfes, insbesondere über der stirn, 1493, 1: vil höhe anme swerte ein 

beginnen. bouc er im dö bot; Chronic. Noval. 

skolbrünn, „mit braunen äugen- in Monum. Germ. Script. IX, 104; 

brauen" ist die gewöhnliche auf- Magnuss s. gööa k. 49 (FMS. VI, 

fassuug des Wortes (brünn ohne 112): tök konungr J>ä fingrgull af 

umlaut st. brynn v.brun fem. „äugen- hendi ser ok drö d spjötsoddinn ok 

braue"). Dagegen Björn Halldörs- retti svd at honum. S. auch W. Mann- 

son Lex.: cui supercilia contigua hardt, Wald- und feldculte I, 134 

sunt v. cohwrent, und dies ist wohl anm. 1; J.Grimm, Kl. sehr. II, 199ff. 



AÖalsteinn ladet Egill ein. dauernd bei ihm zu bleiben. 



161 



19. Hrammtangar Isetr kanga Eg. LT. 

hrynvirgel mer brynjo 
Ho)?r a hauke trojmom 
heiles vingamei]?e; 

rau]?ineldrs knä ek reif>a 5 

(rse)?r gunnvala brsej^er) 
gelgjo sei]?s a galga 
geiYveprs (lofe at meira). 

13. DaÖan af drakk Egill at sinum hlut ok mselti viÖ aöra 
menn; eptir j?at 16t konuDgr bera inn kistur tva3r; baru tveir lo 
menn hvära; väru bäÖar fullar af silfri. 

14. Konungr niaelti: „Kistur Kessar, Egill! skaltu hafa, ok 
ef ]?ü kemr til Islands, skaltu foera J?etta fe foÖur J?fnum; i 
sonargjold sendi ek konum, en sumu fe* skaltu skipta meÖ 
frsendum ykrum Pörölfs, )?eim er )?6r )?ykkja ägsetastir, en pu 15 
skalt taka he> br68urgjold bja m£r, lond eÖa lausa aura, 
hvart er J>ii vill heldr, ok ef )?ü vill meÖ m£r dveljaz lenggaj, 
)>k skal ek he> fä )>6r soemÖ ok virÖing, f>ä er )?ü kant mer 
sjalfr til segja". 



Str.19. Pros.wortfolge: Brynjo 
Ho)?r lsetr hrammtangar hrynvirgel 
hanga mer ä hauke tro]?nom heiles 
vingainetye. Ek knä retya rau|?- 
meldrs gelgjo ä geirve]?rs setys 
galga; gunnvala brse]>er rsej?r at 
meira lofe. 

„Der krieger läfst den ring an 
meinem vom habieht betretenen arme 
(d. h. dem arme, der dem zur jagd 
gezähmten habieht als ruheplatz 
dient) hängen. Ich trage den gold- 
ring an meinem arme; der krieger 
besitzt einen um so gröfseren rühm". 

Brynjo HoJ>r, „der brünne Hoj?r 
(der blicde gott)", „ein krieger". 
hrammtong, „die zange der hand", 
„der arm" ; hrynvirgdl, „klingender 
(hryn vgl. hrynja „mit lärm stürzen") 
strick"; „der klingende strick des 
armes", „der metallene (goldene) arm- 
ring". hei/>es (v. heiler „habieht") 
vingameipr „bäum", „arm"; was 

Sagai.ibl. III. 



vinga ist, ist noch nicht erklärt; 
vgl. veitk, at hekk | vindga meipe d 
Hov. 138. reipa, eig. „schwingen". 
raupmeldrs gelgja, raupmeldr, „das 
rote mehl", „das gold" nach der 
mythe von Fenja u. Menja im Grötta- 
songr; gelgja „ein strick, seil"; „der 
goldene strick", „ein goldring". 
geirvepr, „speersturm", „kämpf", 
der kampf-sei/>r („ein fisch"), „das 
,.schwert"; „der galgen des Schwer- 
tes", „der arm", gunnvala breeper, 
„der fütterer (brxper zu braepa von 
brdp) der habichte der walkyrie 
(der raben)", „ein krieger". Der 
siuo der Strophe ist: „Der könig 
hat mir einen ring gegeben; dieser 
prangt an meinem arme, aber der 
rühm des königs und seiner frei- 
gebigkeit wird herrlicher (durch 
mein lied?)". 

17. lengbar, „für längere zeit" 
(1. h. „für das ganze leben". 

11 



162 Egill an AÖalsteins hof. 

Eg. LV. 15. Egill tök viÖ fenu ok J?akkaÖi konungi gjafir ok vin- 

marti; tök Egill ]?aoan af at glebjaz ok J?a kvaÖ hann: 
16. 20. Kn^tto hvarnis af härme 
hnüpgnipor mer drüpa, 
5 nü fann ek )?anns ennes 

oslettor J?ser r6tte; 
gramr hefr ger]?ehomrom 
grundar upp of hrundet 
(sä 's me> ygr af augom) 
10 armsima mer grimo. 

17. Siöan varu groeddir peir menn, er sarir väru ok lifs 
auÖit; Egill dvalöiz meÖ Aöalsteini konungi enn Dsesta vetr 925-6 
eptir fall P6r61fs, ok hafÖi hann allmiklar virÖingar af kon- 
ungi; var J?ä meö honum HO J?at alt, er dör hafÖi fylgt J>eim 
15 baöum broeörum ok 6r orrostu hoföu komiz. 18. Da orti Egill 
dräpu um AÖalstein konung, ok er i }M kvseöi }>etta: 
21. Nu hefr faldgnäar felda 
(fellr jor]? und mp Ello) 
hjaldrsnerrande, harra 
20 hofo]?ba]?mr! ]?rfa jofra. 

Afalsteinn of vann aniiat 
(alt 's lsegra kynfrsegjom) 



Str. 20. (Zeile 5—6 auch in Sn. „zusammengezogene augenbrauen" . 

Edd. I, 51S.) Pros. Wortfolge: hrinda upp, „hinaufstofsen", so dafs 

Hvarms hnüpgnipor knotto drüpa die stirn glatt wird, grimo grund, 

mer af härme; nü fann ek ];ann es „die erde der inaske", das gesiebt. 

rette j?ser ennes oslettor. Gramr gerpehamrar, „felsen, klippen, die 

hefr of hrundet upp grimo grundar ringsum laufen, etwas gleichsam um- 

ger^ehomrom mer armsima; sä ygr geben" = hvarms hnüpgnipor. am- 

es me/af augom. sima ist dat.; sima ntr. „band" 

„Meine augenbrauen senkten sich (würz, si-, d. sei-l, gr. ifiaq. 

wegen meiner trauer. Jetzt habe 14. 15. haßi . . . hoffte, beachte 

ich ihn gefunden, der diese runzeln den Wechsel des num. 

meiner stim geebnet hat. Der fürst IC», drdpu, „ein lied mit refrain" 

hat mit einem armbaude (goldring) (s. zu § 19); das wort bedeutet 

die felsen meines gesichts geglättet. „kämpf lied", „lied von kämpfern 

Die frühere unheimlichkeit meiner und schlachten"; zu drepa. 

äugen ist geschwunden". Str. 21. Pros. Wortfolge: Nü 

Hvarmr, „augenlid"; hnüpgnipor, hefr Hofojftafcmr harra, faldgnäar 

„herabhängende felsen"; das ganze hjaldrsnerrande, felda J>ria jofra; 



Egills drapa auf Aöalsteinn. 



168 



h£r sverjom J?ess, hyrjar Eg.LV. 

hrannbrjötr! (konungmanne). 

19. En )?etta er stefit i dräpunni: 

22. Nu liggr hsest und hraustom 

hreinbraut A]?alsteine. 5 

20. Afralsteinn gaf ]>& enn Agli at bragarlaunum gull- 
hringa tvä, ok stöö hvärr mork, ok J?ar fylgbl skikkja dyr, er 

926 konungr sjiüfr haföi äör borit. 21. En er väraöi, lysti Egill 
yfir )?vi fyrir konungi, at hann setlaöi i brott um sumarit ok 
til Nöregs ok vita, hvat titt er um hag AsgerÖar, „konu feirar, 10 
er ätt hefir Pör61fr brööir minn; }?ar standa saman fe" mikil ? 
en ek veit eigi, hvärt born )?eira lifa nokkur; k ek J?ar fyrir at 
sja, ef )?au lifa, en ek d arf allan, ef P6r61fr hefir barnlauss andaz". 



jor]? fellr und ni]? Ello. Aj?alsteinn 
of vann annat; alt es lasgra kyn- 
fraegjom konungmanne; her sverjom 
bess, hyrjar hrannbrjötr! 

„Jetzt hat der abkömmling der 
herrscher im gewaltigen kämpfe drei 
fürsten gefällt; die erde (das land) 
wird ein eigentum des königs. 
Aöalsteinn führte auch andere taten 
aus; alles ist geringer als der edle 
könig; das schwüre ich hier (im 
liede), freigebiger held!" 

hpfopba/mir bed. nach Sn. Edda 
I, 534 „ein verwandter", und zwar 
auf der väterlichen seite. harra ist 
wohl gen. plur. faldgndar hjaldr- 
snerrande, appos., = hjaldr-fald- 
Gndar sn., hjaldr-faldr „heim", 
Gnq des helmes = walkyrie = kämpf, 
snerrande, „der verstärkt, wütend 
macht". „Drei fürsten", nämlich 
Hringr, A^gils, Äleifr. jpfra v. 
jpfurr „fürst", eig. = „eber. nipr 
Ello, „abkömmling Ellas" ist ein 
englischer könig; Ella war nach 
der Ragnarssaga der northumbrische 
könig, der den Ragnarr loöbrok 
tötete, hyrjar hrannbrjötr = hrann- 
hyrjar brjötr „der brecher, Ver- 
schwender des wellen -fcr.ers", ein 



freigebiger mann; hier könig A|?al- 
steinn. kynfrcegr, „durch sein ge- 
schlecht berühmt", „von hohem ge- 
schlecht", konungmaftr, „ein mann, 
der könig ist"; vgl. jarlmapr in 
str. 17, „geringer" d. h. an macht 
und heldentaten. 

3. stefit, „refrain"; ein strophen- 
teil — gewöhnlich zwei oder vier 
verse — , der mehrmals nach gleichem 
Zwischenräume wiederkehrte, hiefs 
stef-, nur die stef-lieder wurden 
drdpur genannt. Der inhalt des stefs 
war gewöhnl. ein allgemeines lob der 
fürsten. S. die abhdl. v. Th. Möbius, 
Germania XVIII (1873), s. 129 ff. 

Str. 22. Pros. Wortfolge: Nu 
liggr hsest hreinbraut und hraustom 
A]?alsteine. 

„Jetzt ist das höchste gebirge dem 
tapferen Aöalsteinn unterwürfig"; d. 
h. das ganze land bis zu den höchsten 
berggipfeln gehört jetzt A. 

hreinbraut, „weg der renntiere", 
d. i. „gebirge". 

11. standa saman, „sind gesam- 
melt"; eig. pafst der ausdruck nur 
zu der ursprünglichen bedeutung v. 
ft „vieh"; hier bed. das wort natür- 
lich „reichtümer" im allgein. 

11* 



164 



Egill reist nach Norwegen. 



Eg. LV. 22. Konungr sagÖi: „Dat mun vera, Egill! & J?inu forräöi, 

LVI « at fara heöan ä brott, ef \>xa J?ykkiz eiga skyldarorendi , en 
hinn veg )?ykki me> bezt at J?ü takir h<§r staÖfestu meö m£r 
ok slika kosti, sem )?u vill beiÖaz". 
5 23. Egill J^akkaÖi konungi orÖ sin: — „ek mun nü fara 

fyrst, svä sem me> berr skylda til; en J?at er glikara, at ek 
vitjak hingat )?essa heita, J?a* er ek komumz viÖ". 

24. Konungr baÖ hann svä gera; siöan bj6z Egill brott 
meÖ liöi sinu, en mart dvalÖiz eptir meÖ konungi; Egill haföi 

10 eitt langskip mikit ok ]?ar a" hundraÖ manna eÖa vel svä. 
25. Ok er hann var büinn ferÖar sinnar ok byr gaf, \k helt 
hann til hafs; skilÖuz ]?eir AÖalsteinn konungr meÖ mikilli 
vindttu; baÖ hann Egil koma aptr sem skjötast; Egill kvaÖ 
svä vera skyldu. 26. SiÖan helt Egill til Nöregs, ok er hann 

15 kom viÖ land, f6r hann sem skyndiligast inn i FjorÖu; hann 
spuröi )?au tiö'endi, at andaör var Dörir hersir, en Arinbjorn 
hafÖi tekit viÖ arfi ok gorz lendr maör. 27. Egill för k fund 
Armbjarnar ok fekk p>ar g6Öar viÖtokur; bauÖ Arinbjorn honum 
]?ar at vera; Egill J?ekÖiz )?at; 16t hann setja upp skipit ok 

20 vista HO; en Arinbjorn tök vi<3 Agli vi(5 tölfta mann, ok var 
ineÖ honum um vetrinn. 



926 



Egills liebe, heirat und heimkehr; seine zweite reise nach Norwegen; 
sein streit mit könig Eirikr blutaxt. 

LVI, 1. Bergonundr, sonr Dorgeirs J?yrr.if6tar, haffii J>a" 
fengit Gunnhildar, d6ttur Bjarnar bolös: var hon komin til 
büs meÖ honum ä Aski; en AsgerÖr, er ätt haföi Dörölfr 



1. Pat mun vera . . . ä pinu 
forrdtüi, „das hängt von deinem 
willen ab", „darüber hast du au 
entscheiden". 

2. skyldarorendi, „dringendes ge- 
schäft". 

6. 7. ek vifjak, nicht selten, 
namentlich in den älteren u. ältesten 
sagas und anderen schritten, findet 
man das suffigierte -k (= ek) und 
aufserdem ein ek als subj. vor oder 
nach dem verbum. Besonders häufig 
aber ist dies in der poesie, z. b. den 
Eddaliedern. 



7. heita, v. hext „^elübde". 

pd er ek komumz vid, „sobald ich 
dazu komme", „sobald sich das 
machen läfst". 

9. med lid'i sinu, das folgende 
mart zeigt, dafs sumu zu li'di sinu 
zu ergänzen ist. 

10. hundrati, d. h. 120. 

20. vista liü, „für die leute nnter- 
knnft schaffen", „sie einquartieren". 
ok var, nämlich hann, Egill. 

Kap. LVL 23. Gumihildar, s. k. 'M, 
5 — 6. 



Egill bei Arinbjorn. 165 

Skallagrimsson, var )>& meÖ Arinbirni frsenda sinum; )?au t>6r- Eg. LVL 
61fr attu dottur eina unga, er Pordis he% ok var mserin )?ar 
meö' m6Öur sinni. 2. Egill sagÖi ÄagerÖi lat Dörölfs ok bauÖ 
benni sina umsja; ÄsgerÖr varÖ mjok 6kät viÖ pi sogu, en 
svaraÖi vel rceöum Egils ok tok litit af ollu; ok er a leift 5 
baustit, t6k Egill öglefti mikla, sat opt ok drap hofÖinu niör 
i feld sinn. 3. Eitt hvert sinn gekk Arinbjorn til hans ok 
spurÖi, hvat ogleÖi hans ylli, — „nü )>6 at J?ü hafir fengit 
skaöa mikinn um brtfÖur |?inn, )?& er ]?at karlmannligt, at bera 
f»at vel; skal maÖr eptir mann Ufa, efta hvat kveÖr j?ü nü? 10 
lättu mik nü heyra". 

4. Egill sagöi, at hann hefÖi ]?etta fyrir skemstu kveöit: 

23. Okynne vensk, ennes 
ung, }>or]?ak vel forj?om, 

haukaklifs, at hefja, 15 

HHn, }?vergnipor minar. 
Ver)?k i feld, )?&s foldar 
faldr komr i hug skalde 
bergöneres brüna 
brätt mtystalle hvdta. 20 

5. tok litit af ollu, „äufserte über brüna foldar mi|?stalle i feld, ]?äs 
alles nur wenig", „war im ganzen bergöneres faldr k0mr i hug skalde. 
ziemlich schweigsam". „Die junge fran hält sich zurück 

6. 7. drap . . . i feld, das all- (von mir) wegen der unbekannt- 
gemeine zeichen, dafs jmd. traurig schaft; früher fehlte es mir doch 
oder in gedrückter Stimmung sich nicht an mut, meine äugen (zu den 
^'-findet und deswegen die einsam- frauen) zu erheben. Jetzt mufs ich 
keit aufsucht. schnell meine nase im pelze ver- 

10. tkal ma'Ör, „ein mann soll" bergen, wenn ich an die frau (As- 

d. h. „das ist die schicksalsbestim- ger]?r) denke". 

mang", haukaklifs, eig. „der felsensitz des 

hvetfrpüwu, kvedr bedeutet natiir- habichts", „der arm", dessen Hlin 
lieh nur: „dichtest"; „welch ein lied (göttin), eine frau. Solche um- 
singst du nun"; diese frage ist zu- Schreibungen sind nicht selten und 
gleich eine direkte aufforderung zu ihre dentung ist daher ziemlich 
dichten. Und dann folgt auch Egills sicher; in alter zeit brauchten die 
atrophe. frauen keine ärmel. ennes pver- 

Str. 23. Pros.wortfolge: Ung gnipor, „die querliegenden zinnen 

haukaklifs Hlin vensk okynne; vel der stirn" = hvarms hnüpgnipor 

j*or)>ak fur|>om av hefja ennes jn-er- in str. 20. brüna foldar miftstallr, 

gnipor minar. VerJ'k brätt hväta „das land der augenbrauen", „die 



166 



Egill verliebt sich in AsgerSr. 



Eg. LYI. 5. Arinbjorn spuröi, hver kona su vseri. er härm orti man- 

Song um — „hefir ]m f61git nafn heimar 1 visu >essi". 
6. t>& kvaÖ Egill: 

24. Sef, Skuldar felk sjaldan, 
5 sorg, Hles vita, borgar, 

i ni)?jerfe Narfa 
uafn aurmyels, dafnar, 
]?vit geirr6to gotva 
gny}?ings bragar fingrom 
io r6gs at rseses veigom 

reifendr mono ]?reifa. 



stirn", „die anhöhe der stirn", „die 
nase". mi%-: mitten im gesicht. 
hvdta („stofsen") brüna foldar mip- 
stalle i feld = das pros. at stinga 
nefi (nosum) i feld, welches als 
zeichen' der tiefsten trauer be- 
trachtet wurde, bergöneres (oder 
nach einigen hdschr. bergonundar) 
faldr ist wahrscheinlich eine mit 
absieht dunkel gehaltene Umschrei- 
bung des eigennamens Äsgerpr, aber 
wie sie zu verstehen sei, ist noch 
nicht ermittelt (faldr scheint dem 
-gerpr zu entsprechen, denn faldr 
und gerpr [gewöhnl. im plur.] sind 
„kleidungsstücke"). 

2. hefir pü, ist nicht ein fragesatz. 
Ar. sagt „ich glaube, dafs du den 
namen der geliebten in dieser rätsel- 
haften Strophe versteckt hast, aber 
ich kann nicht die rätsei lösen, wer 

ist sie?" 

Str. 24. Pros. Wortfolge: Felk 
sjaldan nafn Hles vita Skuldar i 
nifäerfe aurmyels Narfa — sorg 
sefborgar dafnar — , |mt geirr6to 
gotva gny]?ings reifendr mono ]?reifa 
bragarfingrom at veigom rögs raeses. 

„Ich verstecke selten den namen 
einer frau in dem vers — die trauer 
der brüst schwillt , denn die leutc 



werden mit ihrem poetischen fein- 
gefühl die dichtung untersuchen und 
(ihren sinn) erraten". 

Hles vite, „das feuer des meeres", 
„das gold", „die Skuld des goldes", 
„weib". aurmyels Narfa nipjerfe 
(erfe - ql „bier"; aurmyell = „stein"), 
„das bier des abkömmlings des 
zwerges oder riesen (d. i. Suttungs)", 
„der skaldenmet" = die skaldeu- 
dichtung. sefborg = sefa borg, 
„die brüst", geirröto gotvar, „speer- 
Rotas (vgl. geir-Skogul; der wal- 
kyrie) kleider", „die brünne"; der 
brünne gnyping („lärmendes thing") 
„kämpf", des kampfes reifendr sind 
„krieger, männer". Um das reifendr 
zu verstehen, mufs es in Verbindung 
mit dem ausdruck ping gesetzt 
werden. Auf dem allthinge hiefs 
at reifa mal, wenn einer von den 
richtern das gesamte vorgebrachte 
be weismaterial resümierte, bevor das 
urteil (und damit der „sieg" der 
einen partei) verkündet ward, preifa 
bragarfingrom, ein kühner ausdruck; 
eig. „mit den fingern der dichtung 
befühlen" d. h. mit Scharfsinn, Ver- 
ständnis die dichtung deuten, veigar 
rögs raises, „der trank des fürsten 
der feindschaft (d. i. OÖins)", „der 
skaldenmet, die dichtung". Vgl. die 



Egrills heirat und heiinkehr. 167 



'*-> 



7. „H6r muu vera", segir Egill, ,,sem opt er maelt, at Eg. LVI. 
segjanda er alt sinura vin; ek mun segja j?e> ]?at, er )?ü spyrr, 

um hverja konu ek yrki; far er AsgerÖr fraendkona ]>in, ok 
J?ar til vilda ek hafa fullting J?itt, at ek naeÖa J?vi räbi". 

8. Arinbjorn segir, at honum f>ykkir J?at vel fundit — 5 
„skal ek vist leggja ]?ar orÖ til, at ]?au räÖ takiz". 

9. SiÖan bar Egill p>at mal fyrir Asgerb'i, en hon skaut 
til räöa foöur sins ok Arinbjarnar fraenda sins; sioan roeöir 
Arinbjorn viÖ AsgerÖi, ok hafÖi hon en somu svor fyrir seV. 
10. Arinbjorn fysti f>essa räö's; siÖan fara j>eir Arinbjorn ok 10 
Egill a fund Bjarnar, ok hefr Egill }?ä bönorÖ ok baÖ AsgerÖar, 
dtfttur Bjarnar; Björn t6k )>vi mäli vel ok sagö'i, at Arinbjorn 
mundi ]?vi mjok räÖa; Arinbjorn fysti mjok, ok lauk pvi mäli 
svä, at Egill festi AsgerÖi ok skyldi brullaup vera at Arin- 
bjarnar. 11. En er at ]>ein stefnu kemr, ]?ä var }?ar veizla 15 
allveglig, er Egill kvängabiz; var hann j?ä allkätr l?at er eptir 

927 var vetrarins. 12. Egill bjö um värit kaupskip til Islands- 
feröar; reo Arinbjorn honum }?at, at staöfestaz ekki i Nöregi, 
meöan riki Gunnhildar vaeri svä mikit — „p>vfat hon er all- 
|mng til Jn'n", segir Arinbjorn, ,.ok hefir )>etta mikit um spilt, 20 
er )?er Eyvindr funduz vib Jötland". 

13. Ok er Egill var büinn ok byr gaf, f>ä siglir hann i 
haf ok greiddiz hans ferÖ vel; kemr hann um haustit til Is- 
lands ok helt til BorgarfjarÖar; hann hafÖi )?ä verit ütan tölf 

5—27 vetr. 14. GerÖiz )?ä Skallagrimr maÖr gamall; varÖ hann J?ä 25 
fVginn, er Egill kom heim; för Egill til Borgar at vistum ok 
meö" honum Dorfinnr strangi, ok J?eir mj^k margir saman; väru 

»27—8 )?eir meb Skallagrimi um vetrinn. 15. Egill hafbi )?ar ögrynni 
fjär, en ekki er )?ess getit, at Egill skipti silfri J?vi, er AÖal- 
steinn konungr hafoi fengit honum i hendr, hvärki viÖ Skalla- 30 
grim ne aöra menn. 16. Dann vetr fekk Dorfinnr Saeunnar 



inythe von Suttungr und ÖÖinn in (kaum mit Fritzner 2 I, 414b „gut 

Sn. Edda I, 216 — 24. Die letzte gedichtet"). 

hälfte der Strophe ist ein direkter 20. hefir— spilt, „das hat die sache 

beweis dafür, dafs die skalden- noch sehr verschlimmert", 

dichtung im altertum allgemein ver- 21. er per E. funduz, s. k. 49, 15 ff. 

ständlich war. 29. silfri pvi, s. k. 55, 14. 

31. Sceumiar, s. k. 31, 3 u. Landn. 

5. vel fundit, „wohlbedacht" (1900) s. 22» f. 



168 Tod des Björn Bryiijölfsson. 

Eg. LVI. d6ttur Skallagrims, ok eptir um värit fekk Skallagrimr J?eim 
bustaÖ at Langärforsi ok land ion fra Leiruloek milli Langär 
ok Alptar alt til fjalls. 17. Döttir Dorfinns ok Sseunnar var 
Pördfs, er ätti Arngeirr i Hölmi, sonr Bersa goolauss; ]?eira 
5 sonr var Björn Hitdoelakappi. 18. Egill dvalölz J>ä meÖ Skalla- 
grimi nokkura vetr; ttfk bann til fjarforraÖa ok btisuinsyslu 927—32 
engu rniÖr Skallagrfmi; Egill geröiz enir snoölnn. 19. I } a tok 
heraöit at. byggjaz viÖa; Hromundr, brööir Grims ens häleyska, 
byggÖi }?& l Dverärkliö ok skipverjar bans; Hrönmndr var 

10 faÖir Gunnlaugs, fgöur PuriÖar dyllu, möÖur Illuga svarta. 

20. Egill baföl ]?ä verit, sva at vetrum skipti mjok Hiorgum, 927—32 
at Borg; f>ä var ]?at a einu suniri, er skip k6mu af N6regi til 
Islands, at J?au tiÖendi spuiöuz austan, at Björn holör var 932 
andaÖr. 21. Pat fylgöi ]?eiri sogn, at fe ]?at alt, er Björn 

15 haföl ätt, baföl upp tekit Bergonundr, magr hans; bann haföi 
flutt beim til sin alla lausa aura, en jarÖir baföi bann byggt 
ok skilit ser allar landskyldir; bann baföi ok sinni eigu kastat 
a jaröir f>ser allar, er Björn baföl ätt. 22. Ok er Egill heyröi 
)?etta, )?a spuröl bann vandliga, bvärt Bergonundr mundi sinum 

20 raÖum framm bafa farit um )?etta, eÖa beföi bann traust til 
haft ser meiri manna; bonum var sagt, at Onundr var kominn 

2. Langdrfors, s. zu k. 30, 4. auch FMS. IV, 109 f.; Grettissaga 

4. Arngeirr, s. Laudnänia II, 4. 32 k. 58. 59. 61. 



(Isl. sog. I 2 , 711'.; 160), wie auch die 7. enn snotfwn, weuu enn richtig 

saga von Björn Hitdoelakappi und ist, mufs es — eig. „nochmals" d. h. 

Grettissaga k. 58. — „auch" bedeuten; „auch Egill 

5. Björn Hitdoelakappi , bekannt wurde — früh — kahlköpfig", näm- 

aus seiner saga, die zum gröfsten lieh ganz wie sein vater; s. k. 20, 3 

teil von der liebe Björns zu der und 55, 9. 

schönen Oddny eykyndill (d.i. „insel- 8. Grims ens häleyska, siehe 

fackel") und seiner feindschaft mit k. 27, 19. 

dem bekannten dichter l>6rör Kol- 10. Illuga svarta, er war der vater 

beinsson, welcher Oddny durch des berühmten Gunnlaugr ormstunga 

hinterlist zur frau erhielt, handelt, (d. i. „Schlangenzunge"); s. dessen 

Das Verhältnis zwischen Björn und saga. Gunnlaugr, der vater der 

böror ist dem zwischen Gunnlaugr l>uriÖr, führte auch den beinamen 

und Hrafn sehr ähnlich. Björn war ormstunga. 

auch dichter (Litt, hist. 2 1,496 ff.) und 15. mdgr, Bergonundr hatte Gunn- 

die feinde verspotteten einander in hildr, die halbschwester der AsgerÖr, 

bitteren versen. Endlich wurde Björn geheiratet, s. § 1. 

ums jähr 1024 von l'örör getötet. Vgl. 17. skilit, „ausbedungen". 



Egills zweite reise nach Norwegen. 169 

1 vinattu mikla viÖ Eirik konung, ok viÖ Guonbildi ]? 6 miklu Eg. LVI. 
kserra. 23. Egill Ut ]?at kyrt vera a }>vi hausti, en er vetrinn 
933 leiÖ af ok vara tok, ]>ä 16t Egill setja framm skip, f>at er 
hann ätti, er staÖit hafÖi f hr6fi viÖ Latigärfors; bann bjö skip 
}>at til bafs ok fekk menn til. 24. AsgerÖr kona bans var 5 
räö'in til farar, en P6rdis, dottir Dorölfs, var eptir. 25. Egill 
siglbi i baf, er bann var büinn; er frä bans ferÖ ekki at segja, 
fyrr en bann kemr til Noregs; helt hann )?egar til fundar viÖ 
Arinbjorn, sem fyrst inatti banu. 26. Arinbjorn tök vel viÖ 
bonuni ok bauÖ Agli me<5 ser at vera, ok ]?at J^ekÖiz bann; 10 
föru J?au AsgerÖr bseÖi j^angat ok nokkurir menn meÖ ]?eim. 
27. Egill kom bratt ä rceÖur viÖ Arinbjorn um fjärbeimtur 
}?8Br, er Egill |?öttiz eiga )?ar i landi. 

Arinbjorn segir: „Dat mal ];ykkir me> övsenligt; Bergonundr 
er harbr ok odsell, ranglätr ok fögjarn, en bann befir nu bald 15 
mikit af konungi ok drötningu; er Gunnbildr enn mesti övinr 
)?inu, sem J?ü veizt aör, ok mun bon ekki fysa Onund, at bann 
geri greiÖa a mälinu". 

28. Egill segir: „Konungr mun oss lata na logum ok 
rettendum a mali }?essu, en meÖ liÖveizlu J?inui J?a vex mör 20 
ekki i augu at leita laga viÖ Bergonund". 

29. RäÖa )?eir J>at af, at Egill skipar skütu; föru }?eir J>ar 
a naerr tuttugu; j?eir föru suö'r a Horbaland ok koma framm 
a Aski; ganga j?eir (?ar til hüss ok hitta Onund. 80. Berr ]?a 
Egill upp mal sin ok krefr Onund skiptis um arf Bjarnar ok 25 
segir, at doetr Bjarnar vseri jafnkomnar til arfs eptir hann at 
logum, — „j?6 at mer )?ykki", kvaÖ Egill, „sem AsgerÖr muni 
]?ykkja a^ttborin miklu betr, en Gunnbildr, kona f>in". 

31. Onundr segir )?a snelt mjok: „IM ert furöuliga djarfr 
maftr, Egill! ütlagi Eiriks konuugs, er j?ii ferr bingat i land 30 



1. ok vid G. usw., „und es war sache ihren — gesetzinäi'sigen — 

doch", kcerra ist nom. sg. ntr. lauf lasse". 

5. til hafs, „zu einer fahrt über 26. jafnkomnar, „in gleicher weise 

den ozean". berechtigt". 

5. 6. var rädin, da eigentlich sie 29. snelt, v. sneldr „zornig, frech", 
es war, der die guter zur hälfte 30. ütlagi, subst. „friedloser, ge- 
gehörten, ächteter"; hierzu kann der name 

15. ranglatr, „gewissenlos". der person, welche die ächtung aus- 

18. geri greitfa d mälinu, der gesprochen hat, hinzugefügt werden. 



170 



Egill fordert von Onundr das erbe seiner trau. 



Eg. LTI. kans ok aetlar her til agangs viÖ menn hans. 32. Mättu svä 

aetla, Egill! at ek hefi velta latit slika, sem pi\ ert, ok af miunum 

sokum, en mer )?ykkja Kessar, er ]?u telr til arfs fyrir hond 

konu ];>innar, J?viat f>at er kunnigt atyyÖu, at hon er ]?yborin 

5 at m6b'erni". 

33. Onundr var m&l6Öi um hriö; ok er Egill sä, at Onundr 
vildi engan hlut greiöa um }?etta mal, \>& stefnir Egill honum 
}?ing ok skytr malinu til Gulajnugslaga. 

34. Onundr segir: „Koma mun ek til Gulajrings, ok munda 
10 ek vilja, at J?ü koemir ]?a<5an eigi heill i brott". 

35. Egill segir, at hann mun til ]?ess hsetta, at koma p6 
til )?ings alt at einu — „verÖr p>ä sem ma, hversu malum 
vdrum lykr". 

36. Fara J^eir Egill siÖan i brott, ok er hann kom heim, 
15 segir hann Arinbirni fra ferÖ sinni ok frä- sv^rum Onundar; 

Arinbjorn varÖ reiÖr mjok, er Döra, foöursystir hans, var kolluÖ 
ambätt. 37. Arinbjorn f6r k fund Eiriks konungs, bar upp 
fyrir hann J?etta m&l; konuugr t6k heldr J^ungt hans m&li ok 
segir, at Arinbjorn hefÖi lengi fylgt mj^k mälum Egils — 
20 3S. „hefir hann notit J>in at ]?vi, er ek hefi lätit hann vera 
her i landi, en nü mun mer orÖigt J?ykkja, ef pu heldr hann 
til ]?ess, at hann gangi ä vini mina". 



2. velta, „niederstürzen". 

3. er ftü, er ist koüj. „da, weil u 
und nicht relat.; dennoch steht es 
in der engsten Verbindung mit pessar 
(sakar). 

4. Jnjborin, die erklärung folgt §48. 
8. Gulapingslaga, GvXaping ist der 

thingverband, dessen thing auf der 
iasel Gula (NorÖhorÖaland) abge- 
halten wurde; über die lokalität s. 
0. Midtbö in Maal og Minne 1918 u. 
1920; G. lndrebö in Syn o. Segn 1917. 
Zu diesem verbände gehörten urspr. 
Fjaröafylki (FirÖir) mit Fjalir, Sogn, 
NorÖhorÖaland und SunnhorÖaland; 
wenn später (§ 42) von dreimal zwölf 
richtern, also von einem gerichte von 
36 mitgliedern die rede ist, ist es deut- 
lich, dafs Firtüir u. Fjalir als ein, 



sowie Nord- und Sunnhor'daland 
ebenfalls als ein fylki betrachtet 
wurden. Die gesetze des thiug- 
verbandes hiefsen Gula]?ingslog, ein 
name, der auch rein territorial ge- 
braucht werden konnte; wie auch 
z. b. I'roendalog, k. 3, 4. Vgl. Ebbe 
Hertzberg: Den aeldste norske proces 
(1874) s. 117. 

17. ambätt, vgl. pyborin § 32. 

21. grd'igt, steht hier nicht in der 
allgemeinen, aber abgeleiteten be- 
deutung „schwierig"; es bedeutet 
„feindlich, widersetzlich"; der könig 
meint: „jetzt scheint mir das zu 
stark und beinahe, als ob du als 
ein feind gegen mich auftretest". 

22. gangi d, „jemand übermütig 
behandeln"; vgl. ägangr § 31. 



Egills prozefs am Gulathing. 171 

39. Arinbjorn segir: „Pii mußt lata oss nä logum af Eg. LVI. 
f>essu mali". 

Konungr var heldr styggr i p>essu mali; Arinbjorn fann, 
at drötning mundi |?ö miklu verr viljuö"; ferr Arinbjorn aptr 
33—4 ok sagSi, at heldr horfir övamt. 40. LiÖr af vetrinn, ok kemr 5 
)?ar, er menn fara til Gula)nngs; Arinbjorn fjolmenti mjok til 
pings; var Egill i for meÖ honum; Eirikr konungr var ]>ar ok 
haföi fjolmenni mikit. Bergonundr var i sveit konungs ok 
J>eir broeÖr, ok kofÖu f>eir sveit mikla. 41. En er ]?inga skyldi 
um mal inanna, J?ä gengu hvärirtveggju )?ar til, er dömrinn lo 
var settr, at flytja framm sannendi sin; var Onundr \k all- 
störorÖr. 42. En )?ar er domrinn var settr, var vollr slettr ok 
settar niÖr heslistengr i vollinn i hring, en logÖ um ütan snceri 
umhverfis; viiru )?at kolluÖ vebond; en fyrir innan i hringinum 
sätu dömendr, tolf 6r FirÖafylki ok tolf ör Sygnafylki, tölf 15 
6t HorÖafylki; p>«3r prennar tylftir manna skyldu }?ar doema 
um mal manna. 43. Arinbjorn r6Ö }?vi, hverir dömendr väru 
ör Firöafylki, en PörÖr af Aurlandi, hverir ör Sogni varu; väru 
]><div allir eins lib's. 44. Arinbjorn haföi haft fjolmenni mikit 
til ^ingsius; hann haföi snekkju alskipaÖa, en haföi mart 20 
smä9kipa, skütur ok röö'rarferjur, er büendr styröu; Eirikr 
konungr haföi p>ar mikit liÖ, langskip sex eÖa sjau; p>ar var 
934 ok fjolmenni mikit af büoudum. 45. Egill höf J?ar mal sitt, at 
hann kraföi domendr at doema ser log af mäli J>eira Onundar; 
iuti hann )>& upp, hver sannendi hann haföi i tilkalli fjär 25 
]>ess, er ätt haföi Bjojrn Brynjölfsson. 46. SagÖi hann, at 
AsgerÖr, döttir Bjarnar, en eiginkona Egils, var til komin 
arfsins, ok hon va3ri öÖalborin ok lendborin i allar kyn- 
kvislir, en tiginborin framm i settir, kraföi hann J^ess dömendr, 



4. miklu verr viljufi, „um vieles machten eine geschlossene partei 

übelwollender". aus". 

8. 9. ok fteir brcedr, „und seine 27. til komin, „berechtigt zu", 

briider", s. k. 37, 6. 28. ÖÖalborin, „zum ötial ge- 

13. heslistengr, vgl. zu k. 52, 12. boren", d. h. durch ihre geburt 

16. }>cer prennar tylftir usw., s. dazu berechtigt, die guter des 

die einleitung § 29; vgl. Maurer, vaters zu erben. 

Island s. 53. lendborin, „von lendir menn her- 

18. PörÜr, AsgerSs vaterbruder, stammend", 

s. k. 40, 27. 29. tiginborin framm i cettir, „von 

18. 19. väru— lifo, „sie alle noch vornehmerer abstammung (d. h. 



172 Egills prozefs am Gulathing. 

Eg. LVI. at doema Asger<5i til banda hdlfan arf ßjarnar, l^nd ok 
lausa aura. 

47. En er haan bsetti roeÖu sinni, pk tök Bergonundr til 
inals: „Gunnbildr kooa min", sagöi bann, „er döttir Bjarnar 
5 ok Alofar, }?eirar konu, er Björn haföi tygfengit; er Gunnbildr 
rettr erfingi Bjarnar. 48. Tök ek fyrir pk sok upp fe ]?at alt, 
er Björn baföi eptir att, at ek vissa, at sü ein var dottir 
Bjarnar Qnnur, er ekki atti arf at taka; var m6bir bennar 
hernumin, en sföan tekin frillutaki, ok ekki at framdaräöi, 

10 ok flutt land af landi. 49. En J>ü, Egill! setlar at fara her, sem 
hvarvetna annars staÖar, j?ess er pu hehr komit, meÖ ofkapp 
)?itt ok öjafnaÖ; nü mun ]?6r ]?at her ekki tyja, )?viat Eirikr 
konungr ok Gunnbildr drötning bafa iner pvi beitit, at ek skal 
rett bafa af hverju mäli, }>ar er ]?eira riki stendr yfir. 50. Ek 

15 mun fcera framm s$nn vitni fyrir konungi ok dömQndum, at 
[>6ra blaÖb$nd, inööir AsgerÖar, var bertekin beiman frd Doris, 
bröÖur sins, ok annat sinni af Aurlandi fra Brynjölfs. 51. För 
hon pk af landi ä braut meö vikingum ok utl^guni konungs, 
ok 1 j?eiri ütlegÖ gatu J?au BJQrn döttur ]?essa, AsgerÖi. 52. Nu 

.20 er furÖa at um Egil, er bann setlar at gera ömset $11 orÖ Eiriks 
konungs, pat fyrst, er J?u, Egill! befir verit her i landi, siöan 
er Eirikr konungr geröi f>ik ütlsegan, ok }?at, p6tt pu hafir 
fengit ambättar, at kalla hana arfgengja. 53. Vil ek J?ess 
krefja dömendr, at peAr doemi m^r allan arf Bjarnar, en dceini 

25 Asgeröi ambatt konungs, pviat hon var sva getin, at p& var 
faÖir hennar ok möoir i ütlegÖ konungs". 



von königlichem od.jarlsgeschlecht), 22. ok pat, „und zweitens dafs". 

wenn man ihren Stammbaum noch Eigentlich sollte — nach der syn- 

höher hinauf verfolgte". taktischen Verbindung — ok pat 

usw. auch, wie pat fyrst usw., eine 

5. logfengit, „auf gesetzmäfsige erklärung des at gera omozt oll or$ 

weise geheiratet". Eiriks konungs sein; selbstverständ- 

9. hernumin, vgl. die erzählung lieh ist in Wirklichkeit dem nicht 
k. 32—3. so; das zweite glied steht also nur 

10. ok flutt, näml. zuerst nach Shet- in lockerer Verbindung mit dem 
land und dann nach Island; s. k. 32. ersten; aber diese redeweise pafst 

11. ofkapp, „Übermut". ganz vortrefflich zu Bergonunds 
15. vitni, s. die einleitung § 29. überaus gereizter Stimmung und 
18. vikingum, natürlich ein über- seiner eigeuschaft, mdlö'd'i zu sein 

triebener und ungerechter ausdruck. (s. § 33). 



Egills prozefs am Gulathingr. 173 

54. ßä tök ArinbJQrn til mäls: „Vitni munnrn ver framm Eg. LTI. 
bera, Eirikr konuogr! til }>ess, ok lata eiöa fylgja, at ]?at var 

skilit i saelt ]?eira Pöris, foftur mins, ok Bjarnar IiqIÖs, at As- 
geiör, döttir J^eira Bjarnar ok Pöru, var til arfs leidcl eptir 
BJQrn, fQÖur sinn, ok sva ]?at, sem yÖr er själfoni kunnigt, 5 
konungr! at )?ü gerÖir BJQrn ilendan, ok qIIu pvi mäli var ]?ä 
lukt, er äb'r hafÖi milli staöit saettar manna". 

55. Konungr svarar ekki skjött mäli bans; j?ä kvao Egill: 

25. Pyborna kve]?r ]?orna 

J?orn rei}? aar horna, 10 

sysler bann of sfna 

singirn)? Onundr, mina; 

naddhrister, äk nistes 

norn til arfs of borna; 

)?igg \>vl au)?konr ei)?a, 15 

etysoert es J>at, grei]?a. 

56. ArinbJQrn 16t )?ä framm bera vitnisburÖinn t61f menu, 
ok allir vel til valöir, ok hofthi allir )?eir heyrt a saett J>eira 
Doris ok Bjarnar, ok buöu J?ä konungi ok domQndum at sverja 
)?ar eptir; dömendr vildu taka eiöa J?eira, ef konungr bannaöi 20 



3. skilit, „ ansdrücklich ausbe- Porna porn, „der dorn (porn = 

düngen", als eine conditio, sine pyrner) der dorne (der spangen)", 

qua non. „ein mann", horna dar reij>, „die 

4 til arfs leidd, „für erbberechtigt trägerin des horn-stromes" = „des 

erklärt". bieres", „eine fran". Naddhrister, 

7. milli statlit, „verhindert". „speererschütterer", „ein krieger". 

Str. 25. Pros. Wortfolge: frorna nistes norn, niste (= pom) „mantel- 

j^orn kve}?r mina horna aar rei}? nadel", fibula; norn wird in um- 

)>y borna; hann Onundr sysler of Schreibungen für frauen wie die 

sina singirn]?. Naddbrister, äk nistes namen der göttinnen gebraucht, 

norn of borna til arfs; }>at es ety- eipscert von eipsozrr v. eipr „eid" 

soert; }?igg }>i\, au]?konr, gretya u. scerr „etw. auf das man schwüren 

eif>a. kann", aupkonr = aupmapr, „ein 

„Der mann sagt, dafs meine frau reicher mann", hier mit absieht 

von einer Sklavin geboren sei; er, gewählt, denn Bergonundr besafs 

Onundr, zeigt seinen egoismus. einen teil der guter, auf welche 

Krieger, meine frau ist zum erbe Egill ein gesetzmäfsiges anrecht 

(echt) geboren; das kann ich mir hatte. Vgl. B. M. Olsen, Arkiv 

einem eide bestätigen; nimm, (d. i. XIX, 102 f. 

höre) du reicher mann, die klaren 20. ef konungr usw., s. die ein- 

eide". leitung § 29. 



174 Gunnhildr läfst das thing gewaltsam sprengen. 

Eg. LVI. eigi; konungr sagÖi, at hann myndi J?ar hvärki at vinna, 
at leggja ä ]?at lof eÖa bann. 57. Pä tök til mala Gunn- 
hildr drötning, sagÖi svä: „Petta er undarligt, konungr! 
hvernig pu lsetr Egil ]?enna enn mikla vefja mal oll fyrir 
5 per; eÖa hva>t myndir pu eigi moti honum msela, p6tt 
hann kallaöl til konungdömsins i hendr pew 58. En p6tt 
pu vilir enga örskurÖi veita, pk er Onundi s£ liÖ at, pk 
skal ek ]?at eigi )>ola, at Egill troöi sva undir f6 tum 
vini mina, at hann taki meÖ rangendi sin fti J?etta af 
10 Onundi, — en hvar ertu, AskmaÖr! far J?ü til meÖ sveit 
J?fna, p2LT sem dömendrnir eru, ok lät eigi dcema rangendi 
)?essi". 

59. SiÖan hlj6p AskmaÖr ok ]?eir sveitungar til doinsins, 
skaru i sundr vebondin ok brutu niör stengrnar, en hleypöu 

15 ä braut dömondunum; pk gerÖiz ]>yss mikill a )?inginu, en 
menn väru ]?ar allir vapnlausir. 

60. Pd mselti Egill: „Hv&rt mun Berggnundr heyra orÖ 
min?" 

„Heyri ek", sagÖi hann. 
20 61. „Pa vil ek bjöÖa pkx holmgongu ok J?at, at vit 

berimk h6r k J?inginu; hafi sä fe* J?etta, lond ok lausa 
aura, er sigr fser, en p\x ver hvers mann3 niÖingr, ef p\\ 
)?orir eigi". 

62. Pä svarar Eirikr konungr: „Ef pn, Egill! ert allfüss 
25 til at berjaz, pk skulum ver ]?at nü veita J?eY'. 

63. Egill svarar: „Ekki vil ek berjaz viÖ ]?ik eöa viÖ 
ofrefli liÖs, en fyrir jafnmiklum monnum, pk mun ek eigi 



4. penna enn mikla, bitter und bewaffnet sein, doch hatte man ge- 
ironisch, wifs waffen mitgenommen; s. übrigens 

5. 6. pött hann kallafii — i hendr Ebbe Hertzberg, Den seldste norske 
per, „selbst wenn er dein königreich proces (1874), s. 152. 154. 

von dir forderte". Vgl. Hälfd. Eyst. 20. holmgongu, s. zu k. 05, 14. 

k. 11,4. 22. hvers manns nitiingr, „jeder- 

10. AskmaÖr, Alfr askmaÖr, ihr manns schurke" ist ein solcher, der 

bruder. jedermanns Verhöhnung verdient u. 

14. 15. hleyptfu ä braut, „ver- den jeder ungestraft einen schurkeu 

trieben". nennen darf. 

16. vapnlausir, wegen des im- 27. jafnmiklum, mikill hier = 

verletzlichen thingfriedens durfte margr {mgrgum hat auch die jüngste 

man auf der thingstütte selbst nicht handschrift). 



Arinbjorn und Egill verlassen das thing. 



175 



flyja, ef me> skal )?ess unna; mun ek ok at pvi gera engan Eg. LVI. 
mannaniun". 

64. M mselti Arinbjorn: „Forum ver ä brott, ekki munum 
ver her iona at siuni, ]?at at okkr vinni". 

Siöan sneri hann a braut ok alt HO hans meö honum. 5 

65. Pa sneri Egill aptr ok sagöi: „IM skirskota ek undir 
J?ik, Arinbjorn. ok f>ik, PorÖr, ok alla \k menn, er nü megu 
orÖ min heyra, lenda menn ok logmenn ok alla alfyÖu, at 
ek banna jaröir pser allar, er Björn hefir ätt, at byggja ok at 
vinna. 66. Banna ek j?er, Bergonundr! ok QÖrum monnuni 10 
ollum, innlenzkum ok ütlenzkum, tignum ok ötignum, en 
hverjum manni, er f»at gerir, legg ek viÖ logbrot landsr^ttar 
ok griöarof ok ^oÖagremi". 

67. Da gekk Egill ä brott meö Arinbirni; föru )?eir nü til 
skipa sinna yfir leiti npkkut, er eigi sa skipin af ^inginu. 15 

68. En er Arinbjorn kom til skips sfns, mselti hann: „Dat 
er ollum mo^inum kunnigt, hver her hafa oröit }?iDglok, at ver 
hQfum eigi nät lQgum, en konungr er reiör svd mjok, at m6r 
er van, at varir menn sseti afarkostum af honum, ef hann mä; 
vil ek nü, at hverr maor fari til skipa sinna ok fari heim". 20 

69. Pä mselti hann viÖ Egil: „Gakk j?ü nü ä skip J?itt ok 
J>itt fQruneyti ok verÖiÖ i brottu ok veriÖ yör, fyrir }M at 
konungr mun eptir leita, at fund ybvarn beri saman; leitifr )?a 
a fund väi*D, hvat sem i kann at geraz meÖ yör konungi". 



1. pess unna, d.h. mit der gleichen rettar mufs von brot regiert sein: 



anzahl zu kämpfen. 

2. mannamun, also: „ich werde 
ebenso gern mit könig Eirikr wie 
mit jedem anderen kämpfen". 

3. 4. ekki . . . }>at, „nichts . . . 
solches". 

4. pat at = ]>at, er; okkr ist dativ 
u. vinni = „helfen könne". 

6. 7. Pvi skirskota ek undir pik, 
„dafür rufe ich dich als zeugen an". 

8. logmenn, „rechtskundige leute". 

'.). byggja, „bebauen u. verwalten". 
10. Banna ek, seil. jartSit at byggja 
ok at vinna. 

12. logbrot lands -rettar, larids- 



mann kann nicht nach -brot inter- 
pungieren; demnach ist log- eig. 
ganz überflüssig. Iggbrot gehört zu 
legg und wird nicht von vid regiert, 
das adverbiell steht. 

13. griöarof, „bruch der bestehen- 
den rechtsordnung". 

godagremi, „den zorn der götter". 
Vgl.Vatusd. k 33,7: hafa goüagremi 
ok gri'ö'ni'dings nafn. 

15. er eigi usw., (eine anhöhe) 
„die es unmöglich machte, die 
schiffe von der thingstätte aus zu 
sehen". 

23. eptir leita, „versuchen". 



176 König Eirikr verfolgt Egill. 

Eg. L VI. 70. Egill gerÖi sem hann mailti ; gengu peir ä skütu Jrn'r 

tigir manna ok f6ru sem äkafast; skipit var einkar skjött; \k 
reru fJQlÖi annarra skipa 6v h^fninni, er ArinbJQrn atti, skütur 
ok röörarferjur, en langskip, er Arinbjojrn ätti, för siöarst, Jm'at 
5 J?at var J?yngst undir arum; en sküta Egils gekk skjött hja 
framm. 71. t>ä kvaÖ Egill visu: 

26. Erfinge rae]?r arfe 

arfljügr fyr mer svarfa, 
ni03tek hans ok heitom 
10 höton, Pyrnefötar, 

nserges simla sorgar 
slik r$n ek get h(>nom 
ver deildom fjot foldar 
fold vaeringja golden. 

15 72. Eirikr konungr heyrÖi älyk<5arorÖ Egils, ]?au er hann 

mselti siÖarst ä }?inginu, ok varÖ hann reiÖr mj^k, en allir 
menn hQfÖu väpnlausir gengit a j?inginu; veitti konungr ]>vi 
eigi atgQngu; hann baÖ menn sina alla ganga til skipa, ok 
feir gerÖu, sem hann mselti. 

20 73. Pä skaut konungr ä hüs]?ingi ok sagoi )?ä fyrirsetlan 

sina, — „vor skulum nü lata fara tjQld af skipum värum; vil 
ek nü fara ä fund Arinbjarnar ok Egils; vil ek ok pvi lysa 
fyrir yör, at ek vil Egil af lifi taka, ef ver komumz i foeri, 
en hlifa engum J>eim, er i möti vill standa". 

25 74. Eptir )?at gengu J>eir üt ä skip ok bjogguz sem skjötast 



3. reru fjplfti, man beachte den stritten . . ." (der rest unverständ- 

plur. (reru) wegen der logischen lieh). 

bedeutung des snbst. fjgld'i. arfljügr, adj. „mit lügen des erbes 

Str. 26. Pros. Wortfolge: sich bemächtigend", reepr svarfa 

Erfinge frymefötar rse}?r svarfa arf- = svarfar. höton und heit sind un- 

ljügr arfe fyr mer — moetek hans gefähr gleichbedeutend, 

höton ok heitom — , nserge 's ek 15. pau er usw., eine erklärung 

get golden honom slik ron; ver der dlyk'd'arorti (§ 65 — 6). 

deildom „simla sorgar fjot foldar 17. gengit = verit; eig. „umher- 

fold vaeringja". gegangen". 

„Pyrnefots söhn enthält mir lügen- 20. skaut . . . d hüsj>mgi, hüs- 

haft das erbe vor — ich trotze seiner jnnyi v. skaut regiert; vgl. skjöta 

drohung und feindlichen rede — , fylking d. hüsping, „hausthing", 

sobald ich ihm einen solchen . . . eine Versammlung der vertrauten 

raub zu vergelten vermag; wir und ratgeber des königs. 



König Eirikr verfolgt Egill. 17« 

ok logbu üt skipunum ok reru f>angat, sem skip Arinbjarnar Eg. LYI. 
hofÖu verit; )?ä let konungr roa eptir norör i sundin; en er J>eir 
kömu i Sognsse, sä ]?eir liö Arinbjarnar; sneru f>a langskipin inn 
til SauÖungssunds, ok sneri \k konungr J^angat. 75. Hann hitti 
]?ar skip Arinbjarnar ok lagöi konungr )?egar at, ok kostuÖuz 5 
orÖum ä; spyrr konungr, hvärt Egill vseri )?ar d skipinu. 

76. Arinbjorn svaraöi: „Eigi er bann ä minu skipi; munu 
\kx ok, konungr! brätt mega ]>at sjä; eru }?eir einir h£r innan 
bor Ös, er \k,x rnunuÖ kenna, en Egill mun ekki felaz undir 
piljum niöri, J?6tt fund yövarn beri saman". 10 

77. Konungr spyrr, hvat Arinbjorn vissi siöarst til hans, 
en hann sagöi, at Egill var viÖ J?ritogunda manni ä skütu, — 
„ok föru ]?eir leit) sina üt til Steinsunds". 

78. Peir konungr hofö'u set, at morg skip hofÖu röit til 
Steinsunds; mselti konungr, at ]?eir skyldi r6a f en iÖri sundin 15 
ok stefna svä möti ]?eim Agli. 79. MaÖr er nefndr Ketill; 
hann var hirö'maÖr Eiriks konuugs; hann sagöi leiÖ fyrir kon- 
ungs skipinu, en hann styröl själfr; Ketill var mikill maÖr 
vexti ok friör synum ok naframdi konungs, ok var ]?at mal 
manna, at p»eir konungr va3ri glikir yfirlits. 80. Egill hafÖi 20 
flota lätit skipi sinu ok fluttan til farminn, äö'r hann f6r til 
fingsins, en nü ferr Egill far til er kaupskip var, ok gengu 
)?eir k skipit upp, en skütan flaut viÖ styristengr milli lands 
ok skipsins ok lägu ]?ar ärar i homlu. 81. En um morguninn, 

er lj6st var orÖit varla, verÖa )?eir varir viÖ, er vorÖ heldu, 25 
at skip stör reru at feim, en er Egill vissi J?at, )?ä stöÖ hann 
upp t>egar; sa hann bratt, at öfriÖr var at kominn; väru J?ar 
sex langskip ok stefndu at J?eim. 82. Pa mselti Egill, at J?eir 
skyldu hlaupa allir i skütuna; Egill tök upp kistur tvaer, er 
Ab'alsteinn konungr gaf honum; hann hafÖi J?aer jafnan meÖ 30 

2. nor'Ür i sundin, die sunde auf 17. hann sag >Üi leiti, „er sagte den 

den beiden Seiten der Sandu ; heute weg", d. h. er leitete die navigation 

noch sagt man „nor i sundi", s. Maal des Schiffes, 
og Minne 1918, s. 67 anm. 18. en hann, d. i. könig Eirikr. 

4. Sautiungssund , heute Saude- 23. vid styristengr, „mit ein- 

sund (in Söndfjord). gesetzter Steuerstange"; vgl. das 

13. Steinsund, eine meerenge folgende ärar i hgmlu „die rüder 

zwischen den inseln Sölund iÖri (lagen) in den ruderpflöcken". Das 

(heute Indre Sulen) u. Steinsundsey fahrzeug war also klar zur ab- 

(vor der raündung des Sognefjord). fahrt. 

Sagabibl. III. j2 



178 Egill entrinnt dem verfolgenden Eirikr. 

Eg. LYI. ser; )?eir hljöpu i skutuna. 83. Hann väpnaöiz skjött ok allir 
]?eir, ok rem framm i milli landsins ok snekkju f>eirar, er nsest 
för landinu, en ]?at var skip Eiriks konungs; en ]?viat braÖum 
bar at, at litt var lyst, J>ä renduz skipin hjä, ok er lyptingar 
5 bar saman, ]?a skaut Egill spjöti ok kom & J?anu mann miöjan, 
er viÖ styrit sat, en }?ar var Ketill hauÖr. 84. ftd kallar Ei- 
rikr konungr ok baÖ menn röa eptir ]?eim Agli; en er skipin 
rendu hjä, kaupskipinu, \k hljöpu menn konungs upp & skipit, 
en J?eir menn, er eptir liofÖu orÖit af Egils monnum ok eigi 
10 hljöpu i skütuna, \k väru allir drepnir, ]?eir er nät varÖ, en 
sumir hljöpu ä land; )?ar letuz tiu menn af sveitungum Egils. 
85. Sum skipin reru eptir )?eirn Agli, en sum rsentu kaupskipit; 
var ]?ar tekit fe J>at alt, er innan borös var, en J?eir brendu 
skipit. 86. En )?eir, er eptir )?eim Agli reru, söttu dkaft, töku 
15 tveir eina &r; skortir ]?ar eigi liÖ innan borÖs, en )?eir Egill 
hofÖu ]?unnskipat; väru )?eir \k dtjdn ä skütunni. 87. Pä dr6 
saman meÖ j?eim, en fyrir innan eyna var vaöllsund nokkut 
grünt milli ok annarrar eyjar; ütfall var sjdiarins; )?eir Egill 
hleypÖu skütunni i ]?at et grunna sundit, en snekkjurnar flutu 
20 ]?ar eigi, ok skilÖi ]?ar meÖ ]?eim; sneri }?a* konungr suÖr aptr, 
en Egill för norÖr ä fund Arinbjarnar. 
88. Pä kvaÖ Egill visu: 

27. Nu hefr }?rymrogner ]?egna 
]?r<5ttharj?r, en mik varj?ak 
25 vite, varrar sveitar 

vigelds tio fei da, 

3. 4. brddum bar at, „alles so 16. fiunnskipat, eig. „dünn be- 
plötzlich geschah", brd'dum ist wohl setzt", „nur geringe niannschaft". 
dat. plur.; „mit schnellen" seil. 16. 17. drö saman, „es zog zu- 
schritten oder dergl. sammen", d. h. der abstand wurde 

4. at litt, at = er (kaus.), ein stets geringer zwischen den schiffen, 
zweiter grund. 17. eyna, diese insel ist nicht 

5. bar saman, „gerade einander früher genannt, aber durch en idri 
gegenüber waren" (im vorbei- sandin (§ 78) angedeutet, 
segeln). vadilsund, eine meereDge die 

6. hautir, oder hpfir?; der bei- durchwatet werden kann. 

name zuerst hier. 18. milli ok, „zwischen ihr und 

8. hljöpu, steht parallel mit eptir usw."; das erste glied wird in der 

hoßu ordit, also „gelaufen waren", regel ausgelassen, denn es ist schon 

1 0. }>d varu, s. zu k. 4, 1 3. früher genannt und daher kann keine 

14. söttu, „ruderten". Zweideutigkeit entstehen. 



Egill erhalt von Arinbjorn ein schiff zur heimfahrt. 



179 



]?vit särlaxa Syrar Eg. LVI. 

sendr ör minne bende 
digr fl6 beint mef>al bjügra 
bif}?orn Ketels rifja. 

80. Egill kom a fund Arinbjarnar ok segir honum ]?essi 5 
tiöendi; Arinbjorn segir, at honum var ekki vildara af van um 
skipti ]?eira Eiriks konungs — „en ekki mun J^ik f6 skorta, 
Egill; ek skal boeta ]?er skipit ok fä J?6r annat, J?at er J?ü 
megir vel fara ä til Islands". 

90. AsgerÖr, kona Egils, kafÖi verit meÖ Arinbirni, siÖan 10 
J?eir föru til )?ings; Arinbjorn fekk Agli skip J?at, er vel var 
baffoeranda, ok let ferma af viöi; byr Egill skip J?at til bafs 
ok baföi J?d enn nserr j^rimr togum manna; skiljaz ]?eir Arin- 
bjorn f>ä meo' vinättu. 91. Da kvaÖ Egill: 

28. Sva skylde gop gjalda, 15 

gram reke bond af hondom 
(reif> se* rogn ok OJ?enn) 
ran mins fear hononi; 



Str. 27. Pros. Wortfolge: Nu 
hefr j?rotthar}?r vigelds ]?rynirogner 
felda tio ^>egna värrar sveitar, en 
ek var)?a mik vite, ]?vit digr sär- 
laxa Syrar bifj?orn, sendr 6r hende 
ininne, flö beint inegal bjügra rifja 
Ketels. 

„Jetzt hat der kräftige krieger 
zehn männer von unserer schar ge- 
tötet; ich bin aber dem Verhängnis 
entgangen, denn der dicke speer, 
von meiner hand entsendet, drang 
gerade ein zwischen den krummen 
rippen Ketils". 

pröttharpr, „unbeugsam infolge 
seiner kraft und ausdauer". vigelds 
prymr, „das getüse des kampffeuers 
(d. i. des Schwertes)", „der kämpf"; 
der rpgner „Odin" des kampfes, 
ein krieger. vite, „strafe, Unglück" ; 
dativ. särlaxa Sfjrar bifporn, sdrlax 
„wundenlachs, -fisch", „das schwert"; 
„des Schwertes 8yr (< in beinamc der 



Freyja, also „göttin"), „eine wal- 
kyrie"; „der zitternde dorn der 
walkyrie", „ein speer". 

6. vildara, ist gen., regiert v. van, 
und af ist adverbiell; eig. ist malt 
oder mdlum zu ergänzen: „dafs er 
nichts besseres erwartet hätte"; um 
skipti ist eig. eine Wiederholung 
des af mit dem zu ergänzenden 
mdli. 

12. haffozranda = haffeert, eig. 
„ein schiff, welches über das meer 
gebracht werden kann", für eine 
fahrt auf dem ozeane geeignet ist, 
„seetüchtig". — feeranda ist part. 
medii oder gerundiv; der form 
nach fällt es zusammen mit part. 
praos. act. 

Str. 28. Pros. Wortfolge: Bond 
reke gram af hondom; svä skylde 
go[? gjalda honoin ran mins fear; 
rogn ok Öj?enn se ie\]>. Landoss, 
lät folkmyge fleeja afjor]?om; Freyr 

12* 



180 



Haraldr härfagri stirbt. Eirikr blöfcöx könig. 



Eg. LYI. 
LYII. 



folkmyge lät floeja, 
Freyr ok Njor)?r, af jor}?om, 
letyesk lofya strfye, 
landoss, fanns v£ grandar. 



Die regierungsverhältnisse in Norwegen um 930. Egill tötet Rognvaldr 
Eiriksson, Bergonundr u. a., errichtet eine neidstange und fährt darauf 

nach Island. 

5 LYII, 1. Haraldr enn härfagri setti scmu sina til rikis i 

N6regi, >a er hann tok at eldaz, gerSi Eirik konung yfirkonung 
sona sinna allra, ok er Haraldr haföi verit sjau togu vetra 
konungr, )?a seldi hann 1 hendr Eiriki syni sinum riki. 2. I 930 
)?ann tima 61 Gunnhildr son, ok j6s Haraldr konungr vatni ok 

10 gaf nafn sitt ok let )?at fylgja, at hann skyldi konungr vera 
eptir f^Öur sinn, ef honum endiz aldr til. 3. Haraldr konungr 
settiz \k { kyrrsetu ok sat optast a Rogalandi eÖa Ho^Öalandi; 
en >rimr vetrum siÖarr andaÖiz Haraldr konungr ä Rogalandi, 933 
ok var gorr haugr eptir hann viÖ Haugasund. 4. En eptir 



ok Njor]?r letyesk lotya strtye, ]?anns 
grandar ve. 

„Die götter mögen den könig ver- 
treiben; damit sollten die götter ihm 
den raub meiner guter vergelten; 
möchten doch die götter und Odin 
zornig sein. Landesgott, lafs den 
volksunterdriicker von seinen gütern 
fliehen; Freyr und Njor]?r mögen 
den bekämpfer der leute, der die 
heiligtümer verletzt, hassen". 

Bond, „die bindenden", rogn „die 
waltenden", reka af hgndom, „weg- 
treiben", landqss, „der Schirmherr 
des landes", vermutl. „Thor", fölk- 
myger; myger „Unterdrücker"; zu 
dem verbum mygja. leipesk = leipe 
ser „mögen ihn sich verhafst machen"; 
at leipa v. leipr „verhafst". lofpar, 
„leute, volk". granda, hier mit akk., 
sonst mit dat. — Der dichter ruft zu- 
erst die götter im allgemeinen, dann 
die einzelnen an, und zwar zuerst 
den allmächtigen Odin und Thor, 



den kräftigen „landdss", und darauf 
Freyr und Njor|?r als die götter der 
fruchtbarkeit und spender der reich- 
tümer; alle sollen sie zornig sein, da 
der könig nicht nur die gesetze, son- 
dern auch die götter selbst verletzt. 
Von einer tempelverletzung Eiriks 
wissen wir sonst nichts; er war aber 
kein strenggläubiger beide u. in Eng- 
land trat er zum christentume über. 

Kap. L VII. 7. sjau tegu vetra, d.h. 
860—930; vgl. hiermit Hkr., Har. s. 
härf. k. 44. 

9. 10. son . . . ok gaf nafn sitt, 
dies ist der spätere könig Haraldr 
grdfeldr; vgl. Hkr., Har. s. härf. 
k. 45. 

11. endiz, impf. konj. 

Haraldr usw., vgl. Hkr., Har. s. 
härf. a. a. o. 

14. Haugasund, jetzt liangesund 
gegenüber der insel Karm0 (amt 
Stavanger). 



Eirikr blöttex tötet seine brüder. Egill geächtet. 181 

andiät hans var deila mikil milli sona hans, Jm'at Vikverjar Eg. LTII, 
töku ser til konungs Olaf, en Proendir SigurÖ; en Eirikr feldi 
034 }?a baöa broeÖr sina i Tünsbergi einum vetri eptir andlat Har- 
alds konungs. 5. Var ]?at alt ä einu sumri, er Eirikr konungr 
för af HorÖalandi meÖ her sinn austr i Vik til bardaga 5 
viÖ broeÖr sina ok äÖr hofÖu p»eir deilt a GulaJ?ingi Egill ok 
BergQnundr, ok j?essi tiöendi, er nü var sagt. ft. Bergonundr 
var heima at büi sinu, J?ä er konungr för i leiÖangr, J?viat 
honiim )?ötti övarligt at fara frd. büi sinu, mefran Egill var 
eigi ör landi farinn; ]?ar var brööir hans Haddr \k me<5 honum. io 
7. Fröoi höt maör, frsendi Eiriks konungs ok föstrson hans; 
hann var enn frioasti maÖr, ungr at aldri ok j?ö vaxinn maÖr; 
Eirikr konungr setti hann eptir til trausts BergQnundi; sat 
FröÖi a iVlrekstQO'um at büi konungs ok haföi ]?ar sveit 
raanna. 8. Rognvaldr er nefndr sonr Eiriks konungs ok Gunn- 15 
hildar; hann var ]>ä vetra tiu eÖa ellifu, ok var et friÖasta 
mannsefni; hann var )>k meÖ Fröo'a, er petta var tiftenda. 9. En 
aÖr Eirikr konungr reri ]>enna leiÖangr, ]?ä gerÖi hann Egil 
ütlaga fyrir endilangan Nöreg ok drsepan hverjum raanni. 
10. Arinbjorn var meö' konungi i leiÖangri, en aÖr hann för 20 
heiman, J?ä lagöi Egill skipi sinu til hafs ok helt i ütver )?at, 
er Vitar heita, üt fra Alda; }?at er komit af pjöÖleiÖ; ]>ar väru 
fiskimenn ok var );ar gott at spyrja tiöendi; ))& spuröi hann, 
at konungr haföi gort hann ütlaga. 11. Pa kvaÖ Egill visu: 

1. Vikverjar usw., nach Snorri 15. Rggnvaldr, wird sonst nur in 
(Har. s. härf. k. 44) geschah dies Fiat. 1,49 genannt, sicher weil er 
bereits, während Haraldr noch so jung starb. 

lebte. 17. mannsefni, jmd. aus dem ein- 

2. en Eirikr feldi, vgl. Hkr., Har. mal ein tüchtiger mann werden kann, 
s. härf. k. 46, wo SigurÖr, wie sonst, 22. Aldi, heute Alden, eine insel 
8igr$tfr genannt wird. — Oläfr war in Askvold herred (NordreBergenhus 
der grofsvater von k. Oläfr Tryggva- amt). Vitar eine gruppe von kleinen 
son (995—1000) und SigurÖr der ur- inseln u. schären; der name ist jetzt 
grofsvater von k. Haraldr harÖräÖi verloren. 

(104H — 66), dessen geschlecht erst komit af pjötileid, „von der ge- 

IS87 erlosch. wohnlichen fahrstrafse entfernt". 

7. var sagt, man erwartete vdru 23. gott, „eine leichte sache" oder 

sog?}-, aber der neutrale begriff von eig. „reiche gelegenheit"; vgl. k. 1, 

ttfJendi läTst es zu, dafs der sing. 10; 5, ( .) usw. 

gebraucht werden kann. tpytja . . . spurd~i = „fragen" . . . 

13. setti, „hatte gesetzt". „erfuhr". 



182 



Egill liegt segelfertig an der norwegischen küste. 



Eg. LVII. 29. Logbrigfer befr lag)?a 

(lindalfs) fyr mer sjolfom 
(blekker broe]?ra S0kkva 
brifyfang) vega langa; 
5 Gunnhilde ak gjalda, 

greypt 's hennar skap, J^enna 
(ungr gatk ok he launat) 
landrekstr (bile grandat). 

12. VeÖr väru vindlitil, fjallvindr um nsetr, en b afgola um 

10 daga; eitt kveld siglöu J?eir Egill üt a baf, en fiskimenn rem 

]?a inn til lands, ]?eir er til nj6snar boföu settir verit um farar 

J?eira Egils. 13. Kunnu J?eir }>at at segja, at Egill haföi üt 

laut ok ä baf siglt ok bann var a brottu; letu )?essa njösn 

koma til Bergonundar; ok er hann vissi )?essi tfÖendi, hann 

15 sendi )?a frä se> menn \k alla, er bann haföi aör baft ]?ar til 

vajrtiÖar. 14. Keri bann J?ä inn til AlrekstaÖa ok bauö' FröÖa 

til sin, ]>vfat Bergonandr ätti ol mikit beima at sin; FröÖi för 

me(5 bonum ok baföi meÖ ser nokkura menn; töku j?eir J?ar 

veizlu gööa ok boföu gleöi mikla; var ]?ar \k alt ottalaust- 

20 15. Rongvaldr konungsson atti karfa einn, reru sex menn a 

borÖ; bann var steindr allr fyrir ofan sjo; bann baföi meÖ 



Str. 29. Pros. Wortfolge: 
Logbrigj?er hefr lag]?a langa vega 
fyr mer sjolfom; bru]?fang lindalfs 
blekker broe]?ra s0kkva; ak gjalda 
Gunnhilde ]?enna landrekstr; greypt 
es skap hennar; gatk ungr grandat 
bile ok launat lse. 

„Der gesetzverletzer hat mir selbst 
lange wege bestimmt (d. h. mich 
verbannt und aus dem lande ge- 
trieben); die frau des kriegers lockt 
den brudermörder (dazu); ich habe 
diese Verbannung der Gunnhildr zu 
danken; ihre gesinnung ist schreck- 
lich; als junger mann konnte ich aber 
das zögern unterlassen (d. h. hurtig 
sein) und die falschheit vergelten". 
Logbrigper, insofern er es ver- 
anlasste, dals Egill sein recht nicht 
bekam, brübfang = kvdnfang = 



Icvdn „die zur gattin erhobene frau". 
lindalfr, „der elbe des Schildes (oder 
Speeres, denn lind kann beides be- 
deuten), der krieger". „bruder- 
mörder" wird Eirikr blutaxt genannt, 
denn er hatte mehrere seiner briider 
teils im kämpfe, teils auf andere 
weise umgebracht (s. Ekr. I, 150. 
152. 160. 163). sokhvt, „Widersacher". 
Vgl. B. M. Olsen, Arkiv XIX, 107. 

9. fjallvindr, „bergwind" d. h. 
laudwind, opp. hafgola „schwacher 
seewind". 

14. 15. hann sendi pd, statt der 
gewöhnl. Stellung pd sendi hann; 
vgl. oben k. 52, 5. 

16. varud', v. varr „vorsichtig" u. 
-üTi f. hugd, s. k. 25, 19. 

19. ottalaust, „ohne furcht", keine 
Veranlassung zur furcht. 



Egills abreise durch das wetter verzögert. 



183 



ser menn tiu et5a tolf, \k er honum fylgöu einart. 16. Ok er Eg. LV1I. 
FröÖi var heiman farinn, \k tök Rognvaldr karfann, ok rem 
]?eir üt til Herölu tolf saman; p>ar var konungsbü mikit ok 
reo sä niaör fyrir, er bet Skeggförir; J?ar haföi Rognvaldr 
verit a föstri i barnoesku. 17. Tök Pörir feginsamliga vib" 5 
konuogssyni; skorti J?ar ok eigi drykk mikirm. 18. Egill siglöl 
üt a haf um nöttina, sem fyrr var ritat, ok er mornaÖi, feil 
veÖrit ok gerÖi logn; logftu )?eir ]?a i rött ok letu reiÖa fyrir 
nokkurar na3tr, en er hafgola kom ä, sagÖi Egill skipur um 
smum: 19. „Nu munum ver sigla at landi, ]?vfat ögorla veit, ef 10 
bafviÖri kemr a bvast, hvar ver näm ]?a landi, en lieldr 
öfriö'vaent fyrir i flestum stoÖum". 

20. Hasetar baÖu Egil fyrir raöa ]?eira ferÖ; siÖan töku 
j?eir til seglin ok sigiöu inn til HerÖluvers; feügu )?eir f>ar 
göÖa bofn ok tjolduöu yfir skipi sinu ok lagu ]>k um nöttina. 15 
21. Deir hoföu a skipinu litinn bat ok gekk Egill }?ar k viÖ 
)?riöja mann; reri bann \k inn um nöttina til Herölu, sendi 
)?ar mann i eyna upp at spyrja tiÖenda, ok er s& kom ofan 
til skips, sagöi bann, at J?ar k bosnum var Rognvaldr konungs- 
son ok bans menn, — 22. ,.sätu ];eir pk viÖ drykkju; bitta ek 20 
einn af büskorlum ok var sa olöör ok sagöi, at ber skyldi 
eigi minna drekka en at Bergonundar, ]?ött FröÖi vseri j?ar 
at veizlu ok }>eir fimm saman". 

23. Ekki kvaÖ hann J?ar fleira manna en beimamenn, 
nema FroÖa ok hans menn; siÖan reri Egill aptr til skips ok 25 
baÖ menn upp standa ok taka vapn sin; )?eir geröu svä; )?eir 
logö'u üt skipit um akkeri. 24. Egill le't gseta tolf menn skips, 
en hann för a eptirbatinn ok }?eir atjän saman, rem siÖan inn 



3. Herdia, heute Herlö, eine 
kleine iosel im Hjeitefjord (Nord- 
hordlaud) nürdl. von Askö (s. zu 
k. 37, 6). 

7. sem fyrr usw., s. § 12 u. 13. 

B. vetfritf hier „der wind", wie 
öfters. 

reit, rettr (v. reka) „das treiben" 
der welleo, s. k. 32, 14; „sie legten 
das schiff so, dafs die wellen frei 
damit tummeln konnten". 



8. reift a, „treiben". 

fyrir, d. i. „den wellen". 

11. hafvidri, „vom meere her 
wehender wind". 

11. 12. hcldr öfriftvcent, „keine 
aussieht auf friedlichen empfang". 

13. peira ferft, ferft dat. regiert 
von fyrir. 

13. 14. töku . . . til, „ordneten". 

14. Herdluver, die vor HerÖla 
liegenden schären. 



184 



Egill landet bei Fenhring. 



Eg. LVII. eptir sundum; }?eir stiltu sv& til, at ]?eir ktfmu ura kveldit inn 
1 Fenhring ok logöu )?ar til leynivags eins. 

25. Pd ma3lti Egill: „Nu vil ek ganga einn upp i eyna 
ok nj6sna, hvers ek veröa viss, en p>er skoluÖ bi<5a min her". 
5 26. Egill hafÖi väpn sin, ]?au er hann var vaur at hafa, 

hjälm ok skjold, gyro'r sverÖi, hoggspjöt i hendi; sio'an gekk 
hann upp i eyna ok framm me(5 skögi nokkurum; hann hafÖT 
dregit hott siöan yfir hjalm. 27. Hann kom ]?ar at, er sveinar 
nokkurir va>u ok hja ]?eini hjarÖtikr storar, ok er f>eir tökuz 
10 at oröum, spuröl hann, hvaöan |?eir v?eri, eÖa fyrir hvi J>eir 
vseri )?ar ok hefÖi hunda sva störa. 

28. Deir mseltu: „Pii munt vera allheimskr maÖr; hefir pu 
eigi heyrt, at h£r gengr bjorn um eyna, enn mesti spellvirki, 
drepr her bseöi menn ok fenat5, ok er lagt fe til hofufts honum; 

15 voku v£r her hverja n6tt a Aski yfir fe varu, er byrgt er i 
grindum — eÖa hvi ferÖu meÖ vapnum um nsetr?" 

29. Hann segir: „HrseÖumk ek bjorninn, ok fair ]?ykki 
m£r sem du fari väpnlausir; hefir bjorninn leogi elt mik i 
nött, eöa sjai hann nü, )?ar er hann nü i skögarnefinu; hvart 

20 eru allir menn i svefni a boenum?" 



2. leynivags, „eine verborgene 
kleine bucht", d. h. eine bucht, die 
so liegt, dafs man leicht vorbei- 
segeln kann, ohne sie zu bemerken. 

6. hpggspjöt, „einspeer", der nicht 
nur zum stofse, sondern auch zum 
hiebe verwendet werden kann. 

8. dregit — hjdlm, s. Falk,Waffenk. 
168 und unten k. 59,20. 

9. 10. tökuz at or'd'um, eigentl. 
„ergriffen einander mit Worten"; 
ortSum nicht von at regiert. 

14. er lagt fe til hpfuds honum, 
„es ist ein preis auf seinen köpf 
gesetzt". 

16. grindum, grind oder plur. 
grindr ist ein „viehgehege" von 
latten, eine hölzerne Umzäunung. 

17. Hraztfumk ek, die anscheinend 
mediale form des verbums ist eine 
echte sing, form + m(i)k\ solche 



formen sind dann wieder teils regel- 
mäfsig, teils analogiebildangen. Zu 
den ersten sind die meisten hierher 
gehörenden formen zu rechnen, zu 
den letzten die pluralformen des 
impf. akt. der starken verba. Die 
ursprüngl. form war hr&tSa, wozu 
nun m(k) kam, also hrceüumk, usw. 
Siehe Wisen im Arkiv f. nord. fil. 
I, 370ff. und dazn F. Specht, Das 
verbum reflexivum in Acta germ. 
III, 42 ff Vgl. oben k. 6,9. 

fair, ist subj. zu fari, nicht zu 
fnjkki. 

19. e'd'a, eine Übergangspartikel, 
die hier zugleich eine plötzliche 
Überraschung andeuten soll. 

sjdi hann nü, „sieht mau ihn jetzt". 

skögamefinu, „waldnase", d.h. ein 
vorspringender teil, eine spitze des 
waldes. 



Egill lockt den Bergpnundr durch eine list aus dem gehöft. 185 



30. Sveimrinn sagÖi, at ]?eir Bergonundr ok FröÖi mundu Eg. LYII. 
enn drekka — „J^eir sitja na3tr allar". 

„SegiÖ )?eim J?d", segir hann, Egill, „hvar bjorninn er, en 
ek verÖ at skynda heim". 

31. Hann gekk J?ä brott, en sveinninn hlj6p heim til 5 
boejarins ok til stofunnar, er ]?eir drukku i; var )?ä svd, komit, 
at allir menn väru sofa farnir, nema j?eir pnv, Onundr ok Fr6fti 
ok Haddr. 32. Sveinninn segir, hvar bjorninn var; J?eir töku 
vapn sfn, er )?ar hengu hjä p>eim, ok hljöpu J^egar üt ok npp 
til skögar; p&r gengu framm skögarnef af mQrkinni, ok runnar 10 
i sumum stQÖurn. 33. Sveinninn segir f>eim, hvar bjorninn 
haföi verit i runninum; )>& sä J>eir, at limarnar hroerÖuz, }?öttuz 
]>£ skilja, at bjorninn mundi pur vera. 31. Pä niselti Berg- 
onundr, at ]?eir Haddr ok Fr6Öi skyldu framm renna milli ok 
meginmerkrinnar ok gseta, at bjorninn naeöl eigi sköginum. 15 
35. Bergonundr rann framm at runninum; hann haföl hjdlm 
ok skjold, gyrör sveröi, en kesju i hendi; Egill var )?ar fyrir 

i runninum, en engi bJQru, ok er haun sa, hvar Bergonundr 
var, ]>il bni hann sveröinu, en J^ar var h^nk a meÖalkaflanum, 
ok drö hann hana ä h^nd se> ok let ]?ar hanga. 35. Hann 20 
tök i h^nd ser kesjuna ok rann J>a" framm i m6t Bergonundi, 
ok er Bergonundr sa f>at, |?d g03ddi hann räsina ok skaut 
skildinum fyrir sik, ok dÖr J>eir moattuz, ]?ä skaut hva>r kesju 
at ofrrum. 37. Egill laust skildinum viÖ kesjunni ok bar hallan, 
sva at reist 6r skildinum ok flaug i voHion, en Egils spjöt 25 
koiu ä miöjan skjoldinn ok gekk i gegnum langt upp ä fjoÖrina, 
ok varÖ fast spjötit i skildinum; varo" Onundi {ningbserr 
skjoldrinn. 38. Egill greip }?ä skjött meÖalkafla sverÖsins; 
Onundr tök J?4 ok at bregÖa sinu sveröi, ok er eigi var brugöit 



2. noztr allar, „ganze niichte 
durch". 

14. milli ok, nämlich milli hans 
(tl. h. runnsins); s. oben zu k. 5fi, S7. 

15. meginmerkrinnar, „des haupt- 
teiles des waldes", gleich dem folg. 
tkögi/nwn. 

20. let . . . hanga, nämlich das 
Schwert. 

22. geeddi, „verstärkte"; gaz'tia v. 
' «gut". 



24. laust skildinum vid kesjunni, 
„schob den schild dem Speere ent- 
gegen, fing den speer mit dem 
Schilde auf". 

ok bar, seil, skjoldinn; bar ist 
wahrscheinlich unpersönlich. 

25. reist . . . flaug, subj. ist 
kesju. 

reist ör sk., „zerschneidend drang 
er aus dem Schilde heraus". 

27. pimgbozrr, „schwer zu tragen". 



186 



Bergonundr, FröSi und Haddr durch Egill getötet. 



Eg. LVII. til halfs, ]?a lagöi Egill i gegnum hann meÖ sinn sveröl 
39. Onundr rataöl viÖ lagit, en Egill kipöi at sei* sverömu 
hart ok hjö til Onundar ok af nsßrr hofuÖit: siftan tök Egill 
kesjuna ör skildinum. 40. Peir Haddr ok Fr6Öi sä fall Berg- 
5 onundar ok runnu ]?angat til; Egill sneriz i möti }?eim; hann 
skaut kesjunni at FröÖa ok i gegnum skjold hans ok f brjöstit, 
svä at yddi um bakit; feil hann J?egar a bak aptr dauÖr; 
Egill tök J?ä sveröit ok sneriz i möt Haddi ok skiptuz ]?eir 
fam hoggum viÖ, äör Haddr feil. 

io 41. P& kömu sveinarnir at, ok msßlti Egill vi<5 \k\ „GsetiÖ 

her til Onundar hüsbönda yÖvars ok f>eira felaga, at eigi sliti 
dyr eÖa fuglar hrse J?eira". 

42. Egill gekk \k lei<5 sina ok eigi langt, äör felagar 
hans kömu i möt honum ellifu, en sex gasttu skips; J^eir spurÖu, 
15 hvat hann lief Öl syslat. 43. Hann kvab' ]?ä: 

30. S()tom (lyngs) til lenge 
(ljösheims) of (bor ]?eima 
meir var]?ak fe for]?om 
fjar]?olna) hlut skorf>om, 
20 ä]?r Bergonund benjom 

bensoefJ?an letk venjask. 
Bors nifjar feltk bef>jo 
bl6}?e Hadds ok FröJ?a. 



2. ratatti, „fiel zu boden". 

7. yddi, „ganz hindurch drang", 
eig. so, dafs man die spitze auf der 
anderen seite sehen konnte; ydda 
v. oddr „spitze". 

Str.30. Pros.wortfolge: Sotom 
til lenge of skor]?om hlut ^eima 
lyngs fjar|?olna ljösheims bor — 
meir var]?ak fe forj?om — , ä|?r 
letk Bergonund benso3f]?an venjask 
benjom; feltk be]?jo Bors ntyjar 
bktye Hadds ok Fntya. 

„Zu lange habe ich mich in meinen 
verlust gegenüber diesem manne ge- 
fügt, — (obwohl) ich schon früher 
meine guter kräftiger verteidigte, 



— ehe ich Bergonund, dem (jetzt) 
durch wunden getöteten, die wunden 
beibrachte (eigentl. an die wunden 
sich gewöhnen liefs); ich rötete 
die erde mit dem blute Hadds und 
Frohes". 

Sitja of (yfir), hier „sich gefallen 
lassen" (eig. „ruhig bei etw. sitzen 
bleiben"), skarpr hlntr, eigentlich 
„geschmälerter anteil", „erlittener 
schade", ßeima, eine alte form f. 
pessum; s. Noreen, Gramm. 4 § 470. 
lyngs fjgrj>r, „die bucht des heide- 
krautes", „das land" (opp. dem 
meere) oder „die beide"; der plonn 
„fisch der neide", „schlänge", „die 
glänzende weit (Ijösheimr), heimat 






Egill begegnet dem schiffe Rognvalds. 



187 



44. Pä maelti Egill: „Ver skulum nu snüa aptr til boejarins Eg. LVII. 
ok fara hermannliga, drepa menn \k alla, er ver näm, en 

taka fe alt, }?at er v6r megum meÖ komaz". 

45. fteir fara til boejarins ok hlaupa }?ar inn 1 hüs ok 
drepa J?ar menn fimtan eÖa sextan; sumir kömuz undan af 5 
hlaupi; |?eir rsentu )?ar ollu fe, en spiltu J?vf, er ]?eir mattu 
eigi meÖ fara. 46. Peir räku bufe til strandar ok hjoggu, 
bäru a batinn, sem hann tök viÖ; föru siÖan leiÖ sina ok rem 
üt um eyjasund. 47. Egill var nü allreiÖr, sva at J?ä matti 
ekki viÖ hann msela; sat hann viÖ styri k batinum, ok er J?eir 10 
söttu üt ä fjorÖinn til HerÖlu, J?ä reru ütan i möti l^eim Rogn- 
valdr konungsson ok ]?eir frettän saman a karfanum J?eim 
enum steinda. 48. Peir hofÖu )?ä spurt, at skip Egils \k i 
HerÖluveri; setluöu ]?eir at gera Onundi njösn um feröir Egils, 
ok er Egill sä skipit, \k kendi hann ]?egar. 49. Hann styrÖi 15 
sem beinst k ]?ä, ok er skipin renduz at, pi kom barÖ sküt- 
unnar ä kinnung karfans; hallaÖi honum sv&, at sjör feil inn 

ä annat borÖ ok fyldi skipit. 50. Egill hljöp J?a upp a ok 
greip kesjuna, het a menn sina, at J?eir skyldu engan lata 
meö" lifi a brott komaz, )?ann er d karfanum var. 51. Pat var 20 
\>£ hcegt, ]?viat }?ar var p& engi vorn; väru allir ]?eir a kafi 
drepnir, en engi komz undan; letuz J?eir J?ar J>rettan, Rognvaldr 
ok forunautar bans; J?eir Egill reru pi inn til eyjarinnar HerÖlu. 
52. Da kvaÖ Egill visu: 



der schlänge", „gold", „des goldes 
bprr" („bäum"), „mann", forpom, 
nämlich auf dem thinge, s. k. 56. 
feltk von falda, eig. „kopfputz auf- 
setzen"; eig. „ich habe der erde 
einen blutigen kopfputz gegeben". 
bcpja Bors nipjar, „die frau von 
Bors söhne (= Odin)", „die erde"; 
bepja von bepr, „ehebett"; „bett- 
genossin". 

2. hermannliga, d. h. als wikingcr. 

5. 6. af hlaupi, eig. „von dem 
laufe", ungef. dasselbe wie med hl. 
„durch laufen", dadurch, dafs sie 
wegliefen. 



8. scm—vift, „soviel als das boot 
fassen konnte". 

9. allreidr, „sehr aufgeregt". 

12. karfanum, s. § 15. 

16. 17. bar'Ö . . . kinnung, beide 
Wörter sind von ganz gleicher be- 
deutung; bar'ö ist eig. „aufsenseite" 
und an schiffen die rechte oder 
linke aufsenwand des Vorderstevens; 
kinnungr ist von kinn „wange" ab- 
geleitet und bed. eig. „den einen von 
zwei gleichen korrespondierenden 
teilen". 

17. hallaöi, unpersönlich. 

IS, upp d, seil. bor'Ö karfans. 



188 



Rognvaldr getötet. Überfall auf Hert51a. 



Ejr. LVII. 31. Bor}?omk ve>; ne vir^ak 

(vigleiptr sonar) heipter 
(Blö^oxar rau}?k bhtye 
bofmildr ok Gunnhildar); 
5 p'dv fello ]>6 Dollar 

)?rettän lagar mana 
(sten dr af styrjar skynde 
starf) ä einom karfa. 

53. Ok er )?eir Egill kömu til HerÖlu, \>£ runnu peiv J?egar 

10 upp til beejar meÖ alvsepni; en er J?at sa ftörir ok haus heiraa- 

menn, J?ä runnu J?eir J?egar af boenum ok forouöu se> allir, 

J?eir er ganga mättu, karlar ok konur. 54. Peir Egill raentu ]?ar 

ollu fe, J?vf er J?eir mättu hondum & korna; föru sioan üt til skips; 

var J>ä ok eigi langt at biöa, at byrr rann ä af landi; büaz J?eir 

15 til at sigla, ok er J?eir väru seglbünir, gekk Egill upp i eyna. 

55. Hann t6k i hond ser heslisstong ok gekk ä bergsnos 

nokkura, J?ä er vissi til lands inn; ]?a tok hann hrosshofuÖ ok 

setti upp a stongina. 5(5. Sföan veitti hann formala ok 

maelti svd: „He> set ek upp niÖstong ok sny ek ]?essu niöi 



Str. 31. Pros. Wortfolge: Ver 
borj^omk; rau|?k bo}?mildr vigleiptr 
blö}>e sonar Blö^Oxar ok Gunnhildar; 
ne virf\ak heipter. I>ö fello ]>ar ä 
einom karfa }>rettän lagar mana 
Dollar; starf stendr af styrjar skynde. 

„Wir kämpften; ich rötete kampf- 
heiter das schwert in dem blute 
des sohnes des Eirikr und der Gunu- 
hildr; ich kümmerte mich nicht um 
(ihre) erbitterung. Es fielen doch 
dort auf einem schiffe dreizehn 
männer; arbeit wird ausgeführt von 
dem krieger". 

vigleiptr, „kämpf blitz", „das 
schwert". bopmildr, „kampfheiter" 
(oder vielleicht „kampflustig") von 
bop, gen. -var „kämpf" und mildr 
„mild". Der satz ne — heipter kann 
kaum anders aufgefafst werden; 
heipter ist also die erbitterung 
Eiriks und Gunnhilds. pö ist ein 



übermütiger, schadenfroher ausruf. 
lagar (v. Ipgr „meer", „wasser") 
mana pollr, „die föhre des meeres- 
moudes", „mann"; „meeresmond" 
(= „glänz") ist „gold". starf, 
„arbeit u. mühe" d. h. die kampfes- 
arbeit mit ihren folgen, styrjar 
skynder, „der beschleuniger des 
kampfes", „ein krieger", Egill. 

15. seglbünir, „segelfertig", so dafs 
das segel nach belieben ohne hinder- 
nisse aufgezogen werden konnte. 

19. ni'dstgng, nid ist jede Verhöh- 
nung oder beleidigung einer person ; 
wenn man nur mündliche beleidig- 
ungen gegen jmd. ausstiefs, hiefs 
es tungunift. Viel schlimmer aber 
war das sogenannte trenid-, dies 
bestand darin, dafs man eine holz- 
stange (haselstange) aufrichtete, auf 
welcher mau entweder eine mensch- 
liche figur einschnitt, die natürlich 



Errichtung der neidstange. 



189 



a hond Eiriki konungi ok Gunnhildi drtftningu" — hann sneri Eg. LYII. 
hrosshofb'inu inn a land — „sny ek J?essu niÖi a landv6ttir 
)?ser, er land }>etta byggva, sva at allar fari J?aer villar vega, 
engi hendi ne hitti sitt inni, fyrr en J?8er reka Eirfk konung 
ok Gunnhildi 6r landi". 57. Siöan skytr hann stonginni niÖr i 5 
bjargrifu ok Idt ]?ar standa; hann sneri ok h^fÖinu inn a land, en 
hann reist rünar ä stonginni, ok segja )?ser formala J>enna allan. 
58. Eptir )?at gekk Egill ä skip; töku )?eir til segls ok 
siglÖu a haf üt; t6k J?ä byrrinn at vaxa ok gerÖi veör hvast 
ok hagstoett; gekk J?ä skipit mikit. 59. Pä kvaÖ Egill: 10 

32. Del hoggr st6rt fyr stäle 
stafnkvigs a veg jafnan 
üt mep ela meitle 
andoarr J9tonn vandar, 

en svalbüenn seljo 15 

sverfr eirarvanr J?eire 
Gesteis olpt me}? gustom 
gandr of stale ok brande". 



eine Situation (der verhöhnten per- 
son) von der schlimmsten art an- 
deutete, oder (wie Egill dies tat) 
ein pferdehaupt befestigte; darüber 
ward nun das ntö (also eine art 
iunguniti zugleich) ausgesprochen 
und, jedesfalls bisweilen, die nid- 
worte auch in die stange eingeritzt; 
beispiele von solchem nid finden 
sich z. b. in Vemundarsaga oder 
Reykdoela k. 25, Vatnsdcelas. k. 33, 
Gislas. s. 6 u. Bjarnars. s. 33. Dafs 
eine hasel Stange dazu gewählt 
wurde (in Island hatte man nicht 
die hasel und mufste also eine be- 
liebige andere holzart gebrauchen) 
hängt zusammen mit dem Volks- 
glauben an die magische kraft dieses 
baumes; vgl. den gebrauch von 
hoslur oben k. 52, 12. Das pferde- 
haupt, von dem fleisch und haut 
abgelöst waren, sollte einen un- 
heimlichen und schrecklichen ein- 
druck machen, der namentlich die 



„landwichte" (genii tutelares des 
landes) erschüttern sollte; so wurde 
es in den ältesten gesetzen Islands 
ausdrücklich verboten der küste des 
landes mit drachenhäuptern u. 
klaffenden rächen (den gewöhnl. 
gallionsfiguren) sich zu nähern, damit 
nicht „die landwichte" im schrecken 
die flucht ergriffen (vgl. Isl. sögur I 
[1843], s. 334). Die ausgesprochenen 
worte hiefsen formdli, vgl. at mcela 
fyrir „sich über etw. aussprechen". 

2. d {landvettir), „gegen". 

3. fari pwr villar vega usw., vgl. 
Hävam. 155: ek svd vink at pwr 
(d. i. tünrifior) villar fara, sinna 
heimhama, sinna heimhuga. 

4. hendi ne hitti, allit. formel. 
inni, „heimat". 

6. bjargrifa, „felsspalte". 

Str. 32. Pros. Wortfolge: 
Andoerr vandar jotonn hoggr jafnan 
üt stört }>el mej? ela meitle fyr stale 



190 



Egill kehrt nach Island zurück. 



Eg. LVII. 60. SiÖan siglÖu ]?eir i haf ok greiddiz vel ferÖ J?eira ok 

LVIII. k(5 mu a f hafi i BorgarfjorÖ; helt hann skipi sinu }?ar til hafnar, 

ok baru fot sin a land; för ]?a Egill heim til Borgar, en skiparar 917 
hans vistuÖuz. 61. Skallagrimr gerÖiz )?a gamall ok krummr 
5 af elli; t6k Egill J?ä til fjarforräÖa ok büs varöveizlu. 

Skallagrims tod und bestattung. 

LTIII, 1. Porgeirr hdt mab'r; hann atti P6rdisi Yngvars- 
döttur, systur Beru, möftur Egils; Porgeirr bj6 inn frä Alptanesi 
ä LambastoÖum; hann haföl komit üt meÖ Yngvari; hann var 
auÖigr ok virÖr vel af monnum. 2. Sonr )?eira Porgeirs var 
10 PörÖr, er bjö & LambastoÖum eptir foÖur sinn i J^enna tima, 
er Egill kom til Islands. 3. Pat var \)k um haustit nokkuru 934 
fyrir vetr, at PörÖr reiÖ inn til Borgar, at hitta Egil frsenda 
sinn, ok bauÖ honum heim til veizlu; haföl hann lätit heita 



a stafnkvigs veg, en svalbuenn seljo 
gandr sverfr eirar vanr }?eire Gesteis 
olpt, me]> gustom of stäle ok brande. 

„Das wütend schnaubende, zweig- 
vernichtende riesenungeheuer rührt 
das grofse kalte meer auf mit dem 
meifsel der stürme vor dem steven 
auf dem wege des Schiffes, und der 
frostige stürm dringt ohne Schonung 
ein auf den schwan Gesteis mit 
(wind)stöfsen über steven und dessen 
spitze (die über diese dahinbraasen)". 

Andcerr von ande „hauch, atem" 
und cerr „wütend", vandar jotonn, 
„der riese d. h. der vernichter des 
zweiges oder baumes", „der stürm" 
= seljogandr „der wolf der weide". 
pel, „frost in der erde", hier v. der 
eiskalten meeresfläche. ela meitell 
ist keine Umschreibung; „sturni- 
meifsel", „der stürm als ein meifsel 
wirkend"; der dichter beschreibt 
hier die gewaltigen wellen und 
Wellentäler, stdl ist der Vorderteil 
des schiffes. stafnkvigs vegr, „der 
weg des stafn- (schifTsvördcrteils) 



stieres" (kvigr, „ein junger stier", 
stafnkvigr, „ein schiff") „das meer". 
svalbuenn, eigentlich „in frostigen 
kleidern"; kalt. Gesteis alpt, „der 
schwan des seekünigs", „schiff". 
Über den brandr auf einem schiffe 
s. Falk, Seew. s. 44 f. gustr (vgl. 
gjösa) „windstofs". 

4. gamall, nämlich c. 83 jähre alt; 
vgl. k. 56, 14. 

Kap. LVIII. 6. Porgeirr, genannt 
lambi, wird nur noch in der Landn. 
erwähnt (s. meine ausgäbe [1900] 
s. 22 8 . 43 3 ). 

7. systur Beru, vgl. zu k. 20, 1 — 2. 

8. Lambastafiir liegt auf einer 
kleinen, in den Borgarfjorö'r vor- 
springenden landzunge, östlich von 
Alptanes. 

10. PörZfr, über ihn s. k. 77. 

12. inn til B., „hinauf nach B." 
inn weil die beweguug an dem 
fjorde entlang landeinwärts ge- 
schieht. 



Skallagrims letzte tage. 191 

mungat üt }?ar. 4. Egill het ferbinni ok var kvebit ä viku- Eg. LYII1. 
stef nokkut; ok er sv& var libit, bj6z Egill til ferbar ok meÖ 
honum AsgerÖr, kona bans; varu ]?au sarnan tiu eb'a tölf; ok 
er Egill var büinn, J?a gekk Skallagrimr üt meÖ bonum ok 
bvarf til bans, äbr Egill steig k hak, ok mselti: 5. „Seint p»ykki 5 
nier ]>u, Egill, bafa greitt i6 J?at, er Abalsteinn konungr sendi 
me>, eöa hvernig a3tlar )>u at fara skyli fe" J?at?" 

6. Egill segir: „Er J?er nü fefätt mjok, fabir? Ek vissa 
]?at eigi; t>egar skal ek lata pik bafa silfr, er ek veit, er Jni 
]?arft, en ek veit, at ]?u munt enn hafa at varbveita eina kistu 10 
eÖa tvser, fullar af silfri". 

7. „Sva ]?ykki rner", segir Skallagrimr, „sem ]?ü munir 
)?ykkjaz skipt bafa lausafe meÖ okkr; muntu lata )?er vel 
hugna. at ek gera slikt, er m£r likar, af ]?vi, er ek varöveiti". 

8. Egill segir: „Du munt engis lofs J?ykkjaz }?urfa at biöja 15 
mik um fetta, ]?viat )?ü munt rdÖa vilja, hvat sem ek majli". 

9. SiÖan reib Egill i brott, ]?ar til er bann kom ä Lamba- 
staö'i; var )?ar tekit viÖ honum vel ok feginsamliga; skyldi 
bann J?ar sitja )?rjär naetr. 10. Pat sama kveld, er Egill bafbi 
beiman farit, let Skallagrimr S9Öla s£r hest; reib" hann \k 20 
beiman, er aÖrir menn föru at sofa; hann reiddi i knjarn s£r 
kistu vel mikla, en hann haföi i handarkrika ser eirketil, er 
hann f6r i brott. 11. Hafa menn J>at siÖan fyrir satt, at hann 
hafi lätit fara annatbvdrt eba bseÖi i Krumskeldu ok lätit pav 
fara a ofan hellustein mikinn. 12. Skallagrimr kom heim um 25 
miÖnaBttisskeiÖ ok gekk ]?a til rums sins ok lagÖiz niör i 
klaröum sinum; en um morgininn, er lysti ok menn klsedduz, 

1.2. vikustef nokkut, „ein zwischen- knieen" d. h. „vor sich auf dem 

räum von ungefähr einer woche". pferde". 

6. fe pat, er usw., s. k. 55, 14. 22. handarkrika, „dem winkel 

5—11. Eine überaus charakte- zwischen dem arme und der seite". 
ristische Situation, die auf einmal 24. Krumskelda, ein sumpf in der 
auf den alten vater, der äugen- nähe des ehemaligen hofes Krums- 
scheinlich viele jähre mit dem ge- hölar, nöstl. von Borg, an dem r. ufer 
danken umgegangen ist, der hier der Gufa. Nach den schätzen, die 
plötzlich zum ausbruch kommt, und Skallagrimr hier versenkt haben 
den ironischen söhn helles licht soll, ist mehrmals vergeblich ge- 
wirft, sucht worden (Kälund I, 373). 

19. prjdr ncetr, s. k. 78, 59. 26. midncettisskei'ö', „mitternachts- 

21. i knjdm ser, „in seinen zeit". 



192 Skallagrims tod. 

Eg. LVIII. j?ä sat Skallagrimr framm ä stokk ok var )?ä andaÖr, ok svä 
stirör, at menn fengu hvergi r£tt hann ne hafit, ok var als 
viÖ leitat. 13. Da var hesti skotit undir einn mann; hleypb'i 
sä sem äkafligast, til }?ess er hann kom ä LambastaÖi; gekk 
5 hann ]?egar ä fund Egils ok segir honum J?essi tiöendi. 14. Pä 
tök Egill väpn sin ok klseÖi ok reiÖ heim til Borgar um 
kveldit, ok J?egar hann haföi af baki stigit, gekk hann inn 
ok i skot, er var um eldahiisit, en dyrr väru framm 6r skotinu 
at setum innanveröum. 15. Gekk Egill framm i setit ok t6k 

10 1 herÖar Skallagrimi ok kneikti hann aptr ä bak, lagÖi hann 
niÖr i setit ok veitti honum j?ä nabjargir; \k baÖ Egill taka 
graftöl ok brj6ta vegginn fyrir sunnan. 16. Ok er }?at var 
gort, j?ä tök Egill undir h(^fÖahlut Skallagrimi, en aörir töku 
f6tahlutinn; bäru }?eir hann um J?vert hüsit ok svä üt i gegnum 

15 vegginn, J?ar er äÖr var brotinn. 17. Bäru J^eir hann }?ä i 
hrfÖinni ofan i Naustanes; var J?ar tjaldat yfir um nöttina; en 
um morgininn at fl6Öi var lagÖr Skallagrimr i skip ok röit 
meÖ hann üt til Digraness. 18. Let Egill J?ar gera haug ä 
framanverbu nesinu; var ]?ar i lagÖr Skallagrimr ok hestr hans 

20 ok väpn hans ok smiöartöl; ekki er )?ess getit, at lausafe vseri 
lagt i haug hjä honum. 19. Egill tök J?ar viÖ arfi, londum 
ok lausum aurum; r£Ö hann \k fyrir büi; J?ar var meÖ Agli 
Pördis, döttir P6r61fs ok AsgerÖar. 

I. stokk, akk. (nicht dat.). 14. bdru usw., der ganze Vorgang 

8. skot, ein kleiner, rings um das hängt genau zusammen mit dem 
haus aufgeführter anbau. glauben an den zustand der seele 

9. setum, v. set, ntr., die gewöhnl. nach dem tode. 

bezeichnung für „bank". 15. iß. i hriUnni, „ohne aufent- 

10. kneikti, „beugte ihn mit ge- halt"; vgl. die redensart „in einem 
walt nieder". gusse". 

II. veitti . . . nabjargir, eigentl. ' lß Naustanes, eine kleine land- 
„gewährte . . . totenhilfe", d. h. er zunge ögtl V0Q der mündun g des 
drückte die nasenlücher und die Borgarlsekr (s< zu k< 33jll)) heute 
lippen zusammen; vgl. Eyrb. k. 33, gewühnlich skipatdngi genannt 
9 f., wo eine sehr ähnliche Situation fKälund I 376) 

geschildert wird, u. die anmm. z. st. tm .„.*.. , -,. Sx A u ^ 

■ -Ä „ . . ..-■ .. 17. at flööi, „als die zeit der noch- 

12. fyrir sunnan, „an dersudseite". 



flut gekommen war". 
18. Digranes, s. zu 
20. ekki . . . getit 
eine analogiebildung nach föta-, anspielung auf die geldgier Egils. 



13. hofdahlutr, man erwartete 
hofaö-, was auch die jüngste hand- 18 - Digranes, s. zu k. 28,8. 

schritt hat; hoßa- (plür.) ist sicher 20. ekki . . . getit usw., ironische 



Eirikr blöÖ0x ans Norwegen vertrieben. 193 

Egills dritte reise; sein schiff bruch an der englischen küste und sein Eg. LIX, 
zusammentreffen mit könig Eirikr. 
33—4 LIX, 1. Eirikr konungr rdÖ einn vetr fyrir N6regi eptir 

andiät foöur sins, Haralds konungs, äör Häkon AÖalsteinsföstri, 

934 annarr sonr Haralds konungs, kom til Nöregs vestan af Eng- 
landi, ok J?at sama sumar för Egill Skallagriinsson til Islands. 

2. Häkon för norÖr til Drändheims; var hann J?ar til konungs 5 
34—5 tekinn; väru J?eir Eirikr um vetrinn bäö'ir konungar i Nöregi. 

935 3. En eptir um värit drö hvärtveggi her saman; varÖ Häkon 
miklu fjolmennri; sä Eirikr p& engan sinn kost annan en 
flyja land; for hann J?ä ä brott meÖ Gunnhildi, konu sina, ok 
born )?eira. 4. Arinbjorn hersir var föstbrööir Eiriks konungs 10 
ok barnföstri hans; hann var kaerstr konungi af ollum lendum 
monnum; haföi konungr sett hann hofömgja yfir alt Firoa- 
fylki. 5. Arinbjorn for 6r landi meÖ konungi; foru fyrst vestr 
um haf til Orkneyja; J?ä gipti hann Ragnhildi, döttur sina, 
Arnfinni jarli; siö'an for hann meÖ liöi sinu suÖr fyrir Skot- 15 
land ok herjaÖi J?ar; J?aÖan for hann suÖr til Englands ok 
herjaöi }>ar. 6. Ok er AÖalsteinn konungr spuröi J?at, safnaÖi 
hann UÖi ok for i möt Eiriki; ok er }>eir hittuz, väru borin 
sättmäl milli }?eira, ok var }>at at saettum, at Aöalsteinn kon- 
ungr fekk Eiriki til forräÖa NorÖimbraland, en hann skyldi 20 
vera landvarnarmaör Aöalsteins konungs fyrir Skotum ok 

Kap. LIX. 5. Häkon för usw., vgl. Eirikr blöotfx zu identifizieren, vgl. 
Hkr., Hak. s. g$Ö. k. 1-3. Munch, Det norske folks hist. I, 1 

10. föstbrötir, s. k. 36,4. 710ff. uod Steenstrup, Normannerne 

11. barnföstri, „der, welcher III, 82 ff. Dafs er bereits unter k 
jnids. kind auferzieht"; mit dem Ädelstans regierung nach Nord- 
kinde ist Haraldr gräfeldr gemeint; humberland kam und mit dieser 
s - k - ü8 > 16 - landschaft förmlich belehnt wurde, 

14. pd gipti usw., unrichtig; Eirikr erzählen jedoch nur die nordischen 

konnte damals noch keine heirats- berichte. Über die Zeitrechnung im 

fähige tochter haben; Ragnhildr leben des Eirikr blutaxt s. H. Koht 

wurde erst viel später, nach Eiriks Innhogg og Utsyn 1921, s.34ff aber 

tode, mit Arnfinnr vermählt; s. Hkr., die ergebnisse, zu denen K. gelangt, 

Hak. s. göö. k. 10. sind keineswegs sicher. Die angäbe 

19. 20. Aoalstemn ... fekk Eiriki der Vita S. Cadroe. dafs Eirikr 

hl forrdba Noroimbraland, auch mit einer frau aus keltischem ge- 

enghsche quellen kennen um die schlechte vermählt war (Steenstrup 

mitte des in. jhs. einen könig Erik a. a. o. s. 83), mufs auf einem irrtum 

von Y ork, den man berechtigt ist mit beruhen. 



Sagabibl. III. 



13 



194 Eirikr blöÖöx in York. Egill reist nach England. 

Eg. LIX. Irum. 7. AÖalsteiim konungr hafÖi skattgilt undir sik Skot- 
land eptir fall Olafs kommgs, en ]?6 var J?at föik jafnan ötrütt 
hoßum. Eirikr konungr hafÖi jafnan atsetu i Jörvlk. 8. Svä 
er sagt, at Gunnhildr let seiÖ efla ok 16t ]?at seiÖa, at Egill 

5 Skallagrimsson skyldi aldri r6 biÖa a Islandi, fyrr en hon ssei 
hann. 9. En J?at sumar, er )?eir Hakon ok Eirikr hofÖu hiz 935 
ok deilt um N6reg, )>k var farbann til allra landa ör Nöregi, 
ok köniu ]?at sumar engi skip til Islands ok engi tiöendi 6r 
Noregi. 10. Egill Skallagrimsson sat at büi sinu; en ]?ann 

10 vetr annan, er hann bjö at Borg eptir an diät Skallagrims, \k 935—6 
gerÖiz Egill ökätr ok var ]?vi meiri ögleÖi hans, er mein* leit5 
k vetrinn. 11. Ok er sumar kom, \k lysti Egill yflr ]?vi, at 936 
hann setlar at büa skip sitt til brottfarar um sumarit; tök hann 
pk haseta; hann a3tlar pk at sigla til Englands; J?eir vani k 

15 skipi Jn*ir tigir manna. 12. AsgerÖr var \k eptir ok gsetti büs 
]?eira, en Egill setlaÖi \k at fara k fund AÖalsteins konnngs 
ok vitja heita ]?eira, er hann hafÖi heitit Agli at skilnaÖi- 
]?eira. 13, Egill varÖ ekki snimmbuinn, ok er hann 16t i haf, 
]?a byrjaöi heldr seint; t6k at hausta ok stoeröi veÖrin; siglÖu 

20 ]?eir fyrir noröan Orkneyjar; vildi Egill ]?ar ekki viÖ koma, 
J?viat hann hugÖi, at riki Eiriks kommgs mundi alt yflr standa 
i eyjunum. 14.-. SiglÖu ]?eir J?ä suÖr fyrir Skotland ok hofÖu 
storm mikinn ok veÖr ]?vert; fengu ]?eir beitt fyrir Skotland 
ok sva noröan fyrir England; en aptan dags, er myrkva t6k, 

25 var veör hvast; iinna ]?eir eigi fyrr en grunnfoll vani a üt- 
borÖa ok sva framm fyrir. 15. Var ]?a engi annarr til, en 

2. fall Olafs, s. k. 54, 18. 14. til Englands, denn er glaubte, 

4. selb' efla, „zauber machen"; dafs Eirikr noch in Norwegen wäre. 

setör bed. eig. „gesang", denn die 15. pd eptir, pd — „jetzt" im 

zanberer — sowohl mann er als gegensatze zu der früheren reise, 

frauen — pflegten bei der ausübung auf der AsgerÖr ihn begleitete, 

ihrer Zauberkünste gewisse lieder zu 1 7. heitapeira, s. k. 55, 1 4. 22; vgl. 23. 

singen; s. Mogk, Mythol. s. 176. 19. stüertti ve'd'rin, unpersönlich, „es 

6. hiz, v. hitta. wurden die stürme stärker". 

7. farbann, „verbot reisen (ins 21. alt, „überall". 

ausländ) zu unternehmen"; vgl. 25. grunnfoll, „brandende wellen", 

Maurer, Island s. 197. die klippen dicht an der küste unter 

11. ökdtr, eine folge des seifrr der der meeresoberfläche ankündigen. 
Gunnhildr. 25. 26. ütborda, s. zu k. 18,7. 

var = var'i). 20. avvarr, seil, kostr. 



Egill wird schiffbrüchig und begibt sich zu Arinbjorn. 195 

stefna a land upp, ok svä gerÖu ]?eir; siglöu J?a til brots ok Eg. LIX. 
ktfmu at landi viÖ' Humru mynni; )?ar helduz inenn allir ok 
mestr hluti fjar, annat en skip; ]?at brotnafii i span. 16. Ok 
er J?eir hittu menn at mali, spurÖu )?eir J?au tiöendi, er Agli 
J>öttu haskasainlig, at Eirikr konungr blööox var ]?ar fyrir ok 5 
Gunnhildr ok ]?au hoföu J>ar riki til forräÖa ok hann var 
skaint j?aÖ"an uppi i borginni J6rvik. 17. Pat spurÖi hann ok, 
at Arinbjorn hersir var j?ar meÖ konungi ok i miklum kser- 
leik viÖ konunginn. 18. Ok er Egill var vfss oröinn ]?essa 
tiÖenda, J?ä geröi hann raÖ sitt; J?6tti honum s£r 6vamt til 10 
undankvamu, )?ött hann freistaöl ]?ess, at leynaz ok fara hulöu 
hoföi leiÖ sva langa, sein vera mundi, aÖr hann koemi ör riki 
Emks konungs. 19. Var hann ]?ä auökendr ]?eim, er hann 
ssei; fötti honum ]?at litiimannligt, at vera tekinn i fl6tta ]?eim; 
heröi bann \k huginn ok r£'Ö )?at af, at j?egar um n6ttina, er 15 
\<d\x hoföu J>ar komit, ]?a faer hann s£r hest ok riÖr |?egar til 
borgarinnar. 20. Kom hann j?ar at kveldi dags ok reiÖ hann 
]?egar i borgina; hann haffti siöan hatt yfir hjälmi, ok alvsepni 
hafoi hann. 21. Egill spurÖi, hvar garb'r sä vaeri i borginni, 
er Arinbjorn atti; honum var )?at sagt; hann reiÖ )?angat i 20 
garÖinn; en er hann kom at stofunni, steig hann af hesti 
sfnum ok hitti mann at mäli; var honum \k sagt, at Arinbjorn 
sat yfir matboröi. 

22. Egill mselti: „Ek vilda, g6Ör drengr, at p{\ gengir inn 

i stofuna — ok spyr Arinbjorn, hvärt hann vill heldr üti eÖa 25 
inni tala viÖ Egil Skallagrfmsson". 

Sa maö'r segir: „Dat er m6v litit starf, at reka J?etta 
orendi". 

23. Hann gekk inn i stofuna ok mselti stundarhätt: „MaÖr 

1. til brots, „bis der Schiffbruch schlagens, und nicht blofs dieses, 
(welcher unvermeidlich war) er- hervorzuheben. 

folgte". 18. hann haftii — hjdlmi, s. zu 

2. Humru mynni, die mündung k. 57, 26. 

des flusses Humber. 22. hitti mann at mäli, derselbe 

5. hdskasamlig, „gefährlich". ausdruck auch Grip., pros. einl. 4. 

16. pd fozr Kann ser, unerwartete 25. ok spyr, Übergang vom konj. 

satzform statt fd ser oder fcer h. s. zum imper., wie öfters, 

wegen des vorhergehenden retü pat 29. stundarhdtt, stund wird eig. i 

af, at; aber man liebte es, die band- von der zeit, dann auch vom räume 

hing selbst, das resultat des rat- gebraucht; selten aber wie hier in 

13* 



196 Arinbjorn führt Egill zu künig Eirikr. 

Eg. LIX. er her kominn üti fyrir durum", segir härm, „mikill sem troll, 
en sa, baö mik ganga inn ok spyrja, hvart pu. viidir üti eö'a 
inni tala viÖ Egil Skallagrimsson". 

Arinbjorn segir: „Gakk ok biÖ hann biöa üti, ok mun 
5 hanu eigi lengi f»urfa". 

24. Hann gerÖi, sem Arinbjorn mselti, gekk üt ok sagöi, 
sem mselt var viÖ hanu; Arinbjorn baö taka upp borÖin; si'Öan 
gekk hann üt ok allir hüskarlar hans meÖ honum; ok er Arin- 
bjorn hitti Egil, heilsab'i hann honum ok spurÖi, hvi hann var 

10 p&T kominn. 

25. Egill segir i fäm orÖum et ljösasta af um ferÖ sina 
— „en nü skaltu fyrir sjä, hvert rdÖ ek skal taka, ef J?ü vilt 
nokkurt HO veita mer". 

26. „Hefir j?ü nokkura menn hitt i borginni?" segir Arin- 
15 bjorn, „)?& er J?ik muni kent hafa, äÖr Jni komt her i garÖinn". 

„Engi", segir Egill. 

„Taki menn )>& väpn sin", segir Arinbjorn. 

*7. Peir gerbu sv&, ok er J>eir väru väpnaöir ok allir hüs- 
karlar Arinbjarnar, \k gekk hann i konungsgarÖ; en er ]?eir 
20 k6mu til hallar, J?a klappaÖi Arinbjorn ä durum ok baö upp 
lata ok segir, hverr J>ar var; dyrveröir 16tu J?egar upp huröina. 
28. Konungr sat yfir borÖum; Arinbjorn baö \k ganga inn 
tölf menn, nefndi til ]?ess Egil ok tiu menn aöra — „nü skaltu, 
Egill! foera Eiriki konungi hofuÖ J?itt ok taka um f6t honum, 
25 en ek mun tülka mal ]?itt". 

29. SiÖan ganga )?eir inn; gekk Arinbjorn fyrir konung 
ok kvaddi hann; konungr fagnaÖi honum ok spurÖi, hvat er 
hann vildi. 

30. Arinbjorn mselti: „Ek fylgi hingat J?eim manni, er 
30 kominn er um langan veg, at soekja yÖr heim ok ssettaz 

viö yÖr; er yÖr J>at vegr mikill, herra! er 6vinir yÖrir fara 

verstärkender bedeutung mit einem gewöhnl. f. akk. (dyrr); dieWolfenb. 

adj., das eine Sinneswahrnehmung hdschr. hat auch hier dyrnar. 

in sich schliefst. 23. ok tiu, er war selbst der 

zwölfte. 

16. Engl, ist akk. sg. mask. 27. hvat er, vgl. zu k. 21,2. 

18. ok er peir usw., peir d. h. 31. er övinir yftrir usw., diese er- 

Egill und Arinbjorn. Zählung Arinbjorns von den motiven 

20. klappaÜi A. d durum, dat. im- Egills ist natürlich eine erfindung 



Egill vor könig Eirikr. 197 

sjalfviljandi af oörum londum ok )?ykkjaz eigi mega bera reiöi Eg. LIX, 
yöra, p6 at per seo' hvergi nserr. 31. Lättu p&x Q u veröa 
hofoingliga viÖ ]?enna mann; l&t bann fä af p6r ssett gööa 
fyrir p&t, er bann hefir gort veg )?inn sva mikinn, sem nü m& 
sja, farit yfir morg hof ok torleiöi beiman frä. büum sinum; 5 
bar honum enga nauÖsyn til J?essar farar, nema göfivili viÖ yÖr". 

32. Da litaÖiz konungr um, ok sä bann fyrir ofan hofuÖ 
monnum, hvar Egill stöÖ, ok hvesti augun a hann ok maelti: 
„Hvi vartu svä djarfr, Egill! at J?ü J?orÖir at fara ä fund minn? 
Leystiz pu sva, heÖan naestum, at j?er var engi van h'fs af mer". 10 

33. t>ä gekk Egill at borÖinu ok tök um föt konungi; 
hann kvaÖ pi: 

33. Komenn emk ä jö Ivo 
angrbeittom veg langan 

oldo enskrar foldar 15 

atsitjanda at vitja. 
Nü hefr siskelfer sjalfan 
snar]?att Haralds ättar 
vi]? ofrhuga yfrenn 
undar bliks of fundenn. 20 



des redenden, um den könig milder „Ich bin über den langen wellen- 

zu stimmen. weg auf dem über das meer kreu- 
zenden schiffe gekommen, um den 

1. sjalfviljandi, „aus eigenem an- herrscher des englischen landes zu 
triebe". besuchen. Nun hat der krieger 

2. 3. Ldttu — hpffiingliga, eigentl. (d. h. ich) mit kühnem mut Haralds 
„lafs es dir geschehen, wie es einem tapferen verwandten (söhn) selbst 
fiirsten geziemt", d. h. „zeige dich getroffen." 

als einen wahren edelmann". angrbeittr, v. angr „bucht, meer" 

5. farit, d. h. er hann hefir farit. und beittr part. perf. v. beita „gegen 

10. Leystiz, „du entferntest dich". den wind segeln, wenn man kreuzen 

hetSan, uneigentl. statt „von mir"; will"; vb. trans. Ivo jör, „das pferd 

die anderen hdschr. haben dieses der Iva" (flufsname), „schiff", at- 

wort in 6r Nöregi geändert. sitjande = sd, er sitr at (s. k. 3, 21 

Str. 33. Pros.wortfolge: Emk und str. 54), „der, welcher regiert". 

komenn langan oldo veg ä angr- fold, „erde, land". siskelfer undar- 

beittom Ivo jo at vitja atsitjanda bliks, „der, welcher häufig (si-) den 

enskrar foldar. Nu hefr siskelfer glänz der wnnde erschüttert", „ein 

nndarbliks of fundenn vi}? yfrenn krieger"; der glänz, die flamme der 

ofrhnga sjalfan snarj?att ättar Har- wunde, „das schwert". ofrhuge, 

alds. „starker mut"; ofr = of. yfrinn 



198 Arinbjorn legt für Egill fürbitte ein. 

Eg. LIX. 34. Eirikr konungr sagöl: „Ekki ]?arf ek at telja upp 

sakar a hendr )>6r, en ]?6 eru j?ser svä margar ok storar, at 

ein hver mä vel endaz til, at ]?ü komir aldri heÖan lifs; attu 

engis annars af van, en pu munt her deyja skulu; mattir )?ü 

5 J>at vita aÖr, at pu mundir enga ssett af mer fa". 

35. Da kvaö Esjill: 



36. Gunnhildr mselti: „Hvi skal eigi ]?egar drepa Egil, 
eöa mantu eigi nü, konungr! hvat Egill hefir gort? drepit vini 

10 J?ina ok frsendr ok J?ar ä ofan son J>inn, en nitt sjalfan ]?ik, 
eÖa hvar viti menn sliku belt vi(5 konungmann?" 

37. Arinbjorn segir: „Ef Egill hefir mselt illa til konungs, 
)?a mä hann ]?at boeta i lofsorÖum J>eim, er allan aldr megi 
uppi vera". 

15 38. Gunnhildr mselti: „Ver viljum ekki lof hans heyra; 

lattu, konungr! leiÖa Egil üt ok hoggva hann; vil ek eigi 
heyra orÖ hans ok eigi sjä hann". 

39. Pa mselti Arinbjorn: „Eigi mun konungr lata at eggjaz 
um oll niÖingsverk J?in; eigi mun hann lata Egil drepa i n6tt, 

20 ]?viat nattvig eru morfrvig". 

40. Konungr segir: „Sva" skal vera, Arinbjorn! sem ]?ü 
biftr, at Egill skal Ufa i nött; hafÖu hann heim meÖ p6v ok 
foer m£r hann ä morgin". 

41. Arinbjorn }?akkaÖi konungi orö* sin — „vsentu ver, 
25 herra, at heöan af muni skipaz mal Egils a betri leiÖ; en ]>6 

(vgl. ofr) „sehr grofs". snarpdttr, allen hdschr. verloren oder ausge- 
eig. „fest gewundenes seil" oder lassen, 
richtiger „einer der ein seil aus- 10. son, s. k. 57, 47-51. 
machenden faden" ; das geschlecht nitt, s. k. 57, 56. 
Haralds (schönhaars) wird als ein 12. mcelt illa, ein gemilderter aus- 
seil gedacht; ein mitglied des ge- druck für Gunnhilds nitt. 
schlechts ist also ein faden des 13. i lofsor'ö'um, d. h. „in einem 
geschlechtsseils. snar- von snarr lobgedichte". 
„fest gedreht". l'J. nidingsverk, „Schandtaten" 

wird durch das folg. nattvig eru 

3. ein hver, „eine jede für sich mordvig erklärt; mord'vig „ein vig, 

genommen''. das „inord" (heimliche tütung) ist", 

cndaz, „als ausreichender grund vgl. Iikr. II, 254: „kalli'd er eigi 

gelten". pat mor'Överk, at drepa menn um 

6. I'ä kva'Ö E., die Strophe ist in ncetr!" Vgl. auch Hkr. III, 450 10 . 



Arinbjorn rät Egill, ein lobgedicht auf Eirikr zu machen. 199 

at Egill hafi stört til saka gort viÖ yör, \k liti \kx ä ]?at, at Eg. LIX, 
hann hefir mikils mist fyrir yörum frsendum. 42. Haraldr 
konungr, faÖir Jrinn, tök af lifi ägsetan mann, Pörölf, foÖur- 
bröÖur hans, af rögi vändra manna, en af engum sokum; en 
J>ör, konungr! brutnÖ log ä Agli fyrir sakar Bergonundar; 43. en 5 
]?ar a ofan vildu J?er hafa Egil at dauöamanni ok dräpuÖ 
menn af honum, en rajntuÖ bann fe ollu, ok }?ar ä ofan ger'ÖuÖ 
f>£r bann ütlaga ok rakuÖ bann af landi, en Egill er engi 
ertingamaÖr. 44. En bvert mal er rnaor skal doema, verÖr at 
lita ä tilgerÖir; ek mim nü", segir Arinbjorn, „hafa Egil meS 10 
mör i nött heim i garÖ minn". 

45. Var nü svä; ok er }?eir kömu i garÖinn, ]?ä ganga 
J?eir tveir i lopt n^kkut Ktit ok roeöa um J?etta mal. 

46. Segir Arinbjorn sva: „AllreiÖr var konungr nü, en 
beldr J?ötti mer mykjaz skaplyndi hans nokkut, äör letti, ok 15 
mun nü hamingja skipta, hvat upp kemr; veit ek, at Gunn- 
hildr mun allan hug ä leggja, at spilla ]?inu mäli. 47. Nü 
vil ek ]?at raÖ gefa, at )?ü vakir i nött ok yrkir lofkvseöi um 
Eirik konung; J?oetti mer ]?ä vel, ef ]?at yrÖi dräpa tvitug ok 
msettir j?ü kvefra a morgin, er vit komum fyrir konung. 48. Sva 20 
geröi Bragi, fra3ndi minn, j?ä er hann varÖ fyrir reiÖi Bjarnar 
Sviakonungs, at hann orti drapu tvituga um hann eina nött 

9. ertingama'dr, „ein mann, welchen einer drapa (Ragnarsdrapa) erhalten 
man reizen und höhnen kann, ohne sind, die einen dem dichter von 
dafs er sich verteidigen will". könig Ragnarr loÖbrok gegebenen 

10. tilgertiir, „alle in betracht schild mit bildlichen darstellungen 
kommenden umstände" nicht nur aus der mythen- u. sagengeschichte 
die eig. schuld, sondern auch die schildern. S. Litt, hist. 2 I, 414 ff. 
motive. Was hier von Bragi und seiner 

15. adr letti, „ehe es zu ende „haupteslösung" erzählt wird, ist 
ging" (nämlich mit unserer unter- sonst nicht bekannt; nur wissen wir 
redung). aus dem Skaldatal (SnE. III, 271), 

16. skipta, „zuteilen, bestimmen". dafs er den könig „Björn at Haugi" 
hvat upp kemr, „was hinauf besungen hat; dieser ist wohl iden- 

kommt", eig. „als los"; im allgein. tisch mit dem „Björn Suiakonungr" 

„was geschehen wird". unserer saga (s. SnE. 111,310 — 11; 

19. tvitug, „von zwanzig Strophen". Arkiv f. nord. fil. VI, 141 ff.). 

21. Bragi, der älteste historisch framdi mi?in, Arinbjorn war der 

bezeugte norwegische dichter, Br. urenkel (tochtertochtersohn) Bragis 

hinn gamli Boddason (k. 800— 850), (Bragi — AstriÖr sloskidrengr — Arn- 

von dessen gedichten bruchstücke )?rü£r — Arinbjorn). 



200 Egill dichtet die HofuÖlausn. 

Eg. LIX. ok ]?ä J>ar fyrir hQfuö sitt; nü maßtti vera, at ver ba3rim gsefu 
LX » til viÖ konung, svä at per koemi }?at i friÖ viÖ konung." 

49. Egill segir: „Freista skal ek ]?essa räÖs, er ]?ü* vill, 
en ekki hefi ek viÖ pvi büiz, at yrkja lof um Eirfk konung". 
5 50. Arinbjorn baÖ hann freista; siöan gekk hann brott 

til manna sinna; sätu J?eir at drykkju til miÖrar nsetr; J?ä gekk 
Arinbjorn til svefnhüss ok sveit hans, ok aör hann afklseddiz, 
gekk hann upp i loptit til Egils ok spuröl, hvat ]?ä HÖi um 
kvsebit. 51. Egill segir, at ekki var ort — „hefir h£r setit 
10 svala ein viÖ glugginn ok klakat i alla nött, svä at ek hefi 
aldregi beöit rö fyrir". 

52. SiÖan gekk ArinbJQrn ä brott ok üt um dyrr J?aer, er 
ganga mätti upp ä hüsit, ok settiz vi<5 glugg ]?aun ä loptinu, 
er fuglinn haföi äÖr vi<5 setit; hann sä hvar hamhleypa nokkur 
15 för annan veg af hüsinu. 53. Arinbjorn sat J?ar vi<5 glugginn 
alla nottina, til ]?ess er lysti; en siÖan er Arinbjorn hafÖi ]?ar 
komit, J?ä orti Egill alla dräpuna ok hafÖi fest svä, at hann 
mätti kveÖa um morgininn, )?ä er hann hitti Arinbjorn; )?eir 
heldu vorÖ ä, nser timi mundi vera, at hitta konung. 

Egill bei Eirikr blutaxt; HofuÖlausn. 

20 LX, 1. Eirikr konungr gekk til borÖa at vanb'a sinum, ok 

var Y& fjohnenni mikit meÖ honum; ok er Arinbjorn varö" ]?ess 
varr, ]?ä gekk hann meÖ alla sveit sina alväpnaöa i konungs- 
garÖ, \k er konungr sat yfir borfrum. 2. ArinbJQrn krafÖi ser 
inngongu i hoHina; honum var p>at ok heirniüt^g^rt; ganga 

25 ]>eir Egill inn meÖ helming sveitarinnar; annarr helmingr stöÖ 
üti fyrir durum. 3. Arinbjorn kvaddi konung, en konungr 
fagnaÖi honum vel; Arinbjorn mselti: „Nü er h6r kominn Egill; 
hefir hann ekki leitat til brotthlaups i n6tt. 4. Nü viljum ve> 



2. kcemi pat i frid, „das", wenn in eine zwitschernde ruhestörende 

du eine drapa dichtetest. schwalbe verwandelt hat. 

9. ekki var ort, „nichts gedichtet 17. fest, d. h. i huga oder i 

wäre". minni, „memoriert", „auswendig 

14. hamhleypa, eig. „ein unhold, gelernt", 
der seine gestalt geändert hat; ein 

zauberwesen, eine hexe"; natürlich Kap. LX. 28. leitat til brotthlaups, 

ist es Gunnhildr, die sich hier „einen fluchtversuch gemacht". 



Arinbjorn bittet nochmals für Egils leben. 



201 



Tita, herra, hverr hans hluti skal verö'a; vsenti ek göÖs af yör; Eg. LX. 
hefi ek J?at gQrt, sem vert var, at ek hefi engan hlut til )?ess 
sparat, at gera ok maela sva, at yövarr vegr vaeri ]?ä meiri en 
aö'r. 5. Hefi ek ok latit allar minar eigur ok frsendr ok vini, 
er ek atta i Nöregi, ok fylgt yör, en allir lendir menn ySrir 5 
skilöuz viÖ yÖr, ok er ]?at makligt, )?viat pu hefir marga hluti 
til min st6rvel gQrt". 

6. Pä mselti Gunnhildr: „Hsettu Arinbjorn ok tala ekki 
sva langt um }?etta; mart hefir ]?ü vel gQrt viÖ Eirik konimg 
ok hefir hann J?at fullu launat; er ]?er miklu meiri vandi a 10 
viÖ Eirik konung en Egil; er per ]?ess ekki bibjanda, at Egill 
fari refsingalaust heÖan af fundi Eiriks konungs, slikt sem 
hann hefir til saka gQrt". 

7. Da segir ArinbJQrn: „Ef ]?i\ konungr ok ]?it Gunnhildr 
hafib )?at einraÖit, at Egill skal her enga saett fä, ]?a er ]?at 15 
drengskapr, at gefa honum frest ok fararleyfi um viku sakar, 
at hann foröi ser; 8. ]>6 hefir hann at själfvilja sinum farit 
hingat a* fund yövarn, ok va3nti ser af f>vi friÖar; fara ]?a enn 
skipti yÖur, sem verfta ma )?aÖan frä". 

9. Gunnhildr mselti: „Sja kann ek a )?essu, Arinbjorn! at 20 
]>ü ert hollari Agli en Eiriki konungi; ef Egill skal riÖa heÖan 
viku l brott i fri'Öi, J?ä mun hann kominn til AÖalsteins kon- 
ungs a J?essi stundu. 10. En Eirikr konungr }?arf nü ekki at 
dyljaz i ]?vi, at honum verÖa nü allir konungar ofreflismenn, 
en fyrir skQmmu mundi J?at fykkja ekki glikligt, at Eirikr 2ö 
konungr mundi eigi hafa til ]?ess vilja ok atfero", at hefna 
harma sinna ä hverjum manni slikum, sem Egill er". 



3. vceri pd, pd „vermöge nnd 
infolge meiner reden und taten". 

10. er per miklu meiri vandi usw., 
„du hast weit mehr Verpflichtungen 
gegen Eirikr als gegen Egill". 

15. einrd'dit, „fest beschlossen". 

16. um viku sakar, „auf eine 
woche". 

17. pö hefir usw., ein begründender 
satz, daher pö mit „da doch" zu 
übersetzen. 

IS. vcenti, hiernach erwartete man, 
wegen der tempnsverschiedenheit, 



ein hann; jedoch ist es nicht not- 
wendig. 

fara, prses. ist hier futurisch ; „dann 
werden ... so gehen" usw. 

24. dyljaz i pvi, verhehlen; „jetzt 
kann E. es deutlich sehen". 

ofreflismenn, „an macht überlegene 
männer". 

25. fyrir skQmmu, d. h. als er noch 
köuig und alleinherrscher Norwegens 
war. 

26. atferfi, „tatkraft"; eig. „die 
weise, in welcher man handelt". 



202 Egill trägt die HofuÖlausn vor. 

Eg. LX. 11. Arinbjgrn segir: „Engi maÖr mun Eirik kalla at meira 

IjXI - mann, )>6 at hann drepi einn bondason ütlendan, ]>ann er gengit 

hefir a vald hans. 12. En ef hann vill miklaz af ]?essu, )>& 

skal ek ]?at veita honum, at ]?essi tiÖendi skulu heldr ]?ykkja 

5 frasagnarverÖ, J?viat vit Egill munum nü veitaz at, svä at jafu- 

snimina skal okkr moöta bäöum. 13. Muntu, konungr! J?a dyrt 

kaupa lif Egils, um ]?at er ver erum allir at velli lagöir, ek 

ok sveitungar minir; mundi mik annars vara af yÖr, en j?ü 

mundir mik vilja leggja heldr at joröu, en lata mik }>iggja lif 

10 eins manns, er ek biÖ". 

14. Pä segir konungr: „Allmikit kapp leggr )?ü ä J>etta, 
Arinbjgrn! at veita Agli liÖ; trauÖr mun ek til vera, at gera 
p6v skaöa, ef }?vf er at skipta, ef J?ü vill heldr leggja framm 
lif J?itt, en hann se* drepinn; en oernar eru sakar til vi<3 Egil, 

15 hvat sem ek lset gera vi<5 hann". 

15. Ok er konungr haföi ]?etta mselt, \k gekk Egill fyrir 
hann ok höf upp kvseÖit ok kvaÖ hatt ok fekk }?egar hljöÖ. 



Fortsetzung. Egill bei AÖalsteinn. 

LXI, 1. Eirikr konungr sat uppr6ttr, meÖan Egill kvaÖ 
kvseöit, ok hvesti augun ä hann, ok er lokit var dräpunni, \k 
20 mrelti konungr: 2. „Bezta er kvseöit framm flutt, en nü hefi 
ek Imgsat, Arinbjgrn! um mal van Egils, hvar koma skal. 
3. IM hefir flutt mal Egils meÖ akafa miklum, er j?ü byör at 
etja vandrse(5um viÖ mik; nü skal )?at gera fyrir ]?mar sakar, 

1. at meira, at mit komp. „um anakoluthie: der regel nach müfste 

so". ein satz mit at sich anschliefsen. 

3. miklaz, „grofs werden", d. h. 17. kvcettit, näml. die HgfnÜla-usn, 

rühm erlangen. s. den anhang. 

5, veitaz at, „einander helfen"; 
mäli ist eig. zu ergänzen. Kap. LXI. 18. upprettr, „hoch auf- 

5. 6. jafnsnimma — bä'Öam, „zu gerichtet", 
gleicher zeit soll man (d. h. du) 20. Bezta, adv. (f. et bezta) „aufs 

uns beiden begegnen müssen"; d. h. schönste". 

„mit mir und ihm wirst du sofort 21. vdrt, statt okkart; denn der 

kämpfen müssen". redende konnte von sich selber ver 

13. ef pvi er at skipta, „wenn es sagen, 
sich darum handelt"; dafs hierauf 22 — s. 203, 9. Hierüber vgl. die 

wieder ein satz mit ef folgt, ist eine einleitung § 34. 



Egill begnadigt. 203 

sem ]>\i hefir beöit, at Egill skal fara frä minum fundi heill Eg. LXI, 
ok ösakaör. 4. En ]^ü, Egill! hätta svä ferÖum pinum, at siÖan, 
er l?ü kemr frä minum fundi af ]?essi stofu, p& kom J?ü aldregi 
i augsyn mer ok sonum minum ok verÖ aldri fyrir m£r ne 
minu KÖi, en ek gef ]>6r nü hofuÖ J?itt at sinni; 5. fyrir \k 5 
sok, er ]?ü gekt ä mitt vald, ]?a vil ek eigi gera niÖingsverk 
a ]>6r, en vita skaltu >at til sanns, at >etta er engi ssett 
viÖ mik ne sonu mina ok enga frsendr vära, ]?ä sem rettar 
vilja reka". 

6. Pä kvaÖ Egill: 10 

34. Eromka leitt, 
)?6tt ljötr s£e, 
hjalma klett, 
hilmer, Jriggja, 

hvar's s&s gat 15 

af gofoglundom 
cej?re gjof 
allvalds syne". 

7. Arinbjorn ]?akkaÖi konungi meÖ fogrum orÖum ]?d soemÖ 
ok vindttu, er konungr hefir veitt honum; \k ganga ]>eir Ariü- 20 
bjorn ok Egill heim i garÖ Arinbjarnar; siÖan let Arinbjorn 
büa reiÖskjöta liö'i sinu. 8. KeiÖ hann brott meÖ Agli ok 
hundraÖ manna alväpnaÖra meÖ honum; Arinbjorn reiÖ meÖ 
liÖ ]?at, til J?ess er j?eir kömu til AÖalsteins konungs ok fengu 
]?ar gööar viötokur; bauÖ konungr Agli meÖ ser at vera, ok 25 
spuröi, hvernig farit haföi meÖ ]?eim Eiriki konungi. 

8. 9. rettar . . . reka, „sich durch gesinnten künigssohne empfangen 

räche recht verschaffen", „eine be- hat?" 

rechtigte räche üben". Eromka = er-mer-a „ist mir 

Str. 34. Pros. Wortfolge: nicht", hilmer, eig. „ein mit einem 

Eromka leitt, hilmer, ]>iggja hjalma heim {hjdlmr) ausgerüsteter", „ein 

klett, ]>6tt ljotr see; hvar's säs gat fürst"; dies wort inufs ans einer 

cej?re gjof af gofoglundom allvalds zeit stammen, in der die metallenen 

syne. helme noch sehr selten waren und 

„Es ist mir nicht unlieb, o fürst, nur von den fürsten getragen wurden, 

mein haupt (als geschenk) zu em- hjalma klettr, „der felsen der helme", 

pfangen, obschon es nicht schön „das haupt". ljötr, s. die beschrei- 

ist; wo ist der, welcher ein herr- bung in k. 55; selbstironie. gat v. 

lieberes geschenk von einem edel- geta „bekommen". 



204 



Egill begibt sich zu könig AJalsteinn. 



Eg. LXI. 9. Da kvaÖ Egill: 

35. Svartbrünom let sjouom 
(saiinspar) hugens vara 
(hugr te]?omk mjok maga) 
5 inogno]?r Egel fagna; 

arfstole knak Ala 
attgofgo]?oni liattar 
fyr r6gnaj?ra regne 
räÖa nü sem aj?an. 

10 10. Eü at skilnaöl }?eira Arinbjarnar ok Egils, J?ti gaf 

Egill Arinbirni gullhringa \k tva, er AÖalsteinn konungr gaf 
lionum ok stöÖ mork hvarr, en Arinbjorn gaf Agli sver'Ö J?at, 
er Dragvandill het. 11. Dat hafbi gefit Arinbirni Pörölfr 



Str. 35. Pros. Wortfolge: 
Hngens vära mogno^r let Egel fagna 
svartbrünom sjonom; sannspär hngr 
niäga te]?omk mjok. Knak rä]?a 
attgofgo)?oni Ala hattar arfstole nü 
sem af?an fyr rögnaj^ra regne. 

„Der krieger liefs Egill (mich) der 
äugen mit den schwarzen brauen 
sich erfreuen (liefs E. sein leben 
behalten); der mut meines wahr- 
haftigen Schwagers half mir tüchtig. 
Ich besitze mein edelgeborenes haupt 
jetzt wie zuvor, dem krieger zum 
trotze." 

Hugens vdrar, „der friede, die 
ruhe des raben (Hugenn, der eine 
von den raben Odins)" ist das futter 
des raben oder vielleicht besser 
„die ruhe, die die Sättigung gibt"; 
der mggncpr (v. magna und dies v. 
megin, dat. magnl) „Verstärker (uug. 
= geber) dieser Sättigung oder 
ruhe", „ein krieger", der könig. 
vdrar ist nur im plur. gebräuchlich. 
Möglicherweise liegt hier ein vdri, 
mask. = „nass, trunk", vor. svart- 
brünn, „mit schwarzen augenbrauen"; 
s. k. 55, 9. sannspär, „wahrhaftes 
weissagend", „der den richtigen 



ausgang der begebenheiten voraus- 
zusehen vermag"; darum „der, 
welcher die richtigen mittel zu 
wählen versteht", maga ist gen. 
plur. von einer person; so wird 
plur. häufig gebraucht; z. b. rander 
in str. 42, andra in str. 55, eigendr 
Gn]?rkv. 11,5; Arinbjorn ist gemeint; 
Egils frau, Asgero'r, war ja mit 
Arinbjorn nahe verwandt, tepomk 
= tepe mer „half mir": über tjd 
(tea) s. Noreen 4 , § 520. Knak (Knd 
ek) rdpa = ek r&p, mit dat., „über 
etwas frei verfügen". Äla hgttr, 
„der hut des (seekönigs) Ale", „der 
heim"; „der ererbte stuhl des helmes" 
„das (mitgeborene) haupt". att- — 
dtt- „geschlecht", rögnapra reginn, 
diese emendation (f. regnapar) und 
die erklärung ist v. Hj. Falk (in 
Pauls u. Braunes Beiträgen XIII, 203) 
gegeben; rögnapr, „kampfnatter", 
„schwert"; des Schwertes Odin „ein 
krieger', hier Eirikr blutaxt. Vgl. 
B. M. Olsen, Arkiv XIX, 108. 

10. pd, vgl. zu k. 31, 13. 

gaf, „hatte gegeben". 

13. Dragvandill, das schwert 
hatte nach der Ketils s. hceings k. 3 



Egill bei könig AÖalsteinn. 205 

Skallagrimsson, en dör hafÖi Skallagrimr pegit af Pörölfi bnSÖur Eg. LXI. 
sinum, en Pörölfi gaf sveröit Gnmr loÖinkinni, sonr Ketils IX1I. 
hceings; }?at sverö haföi dtt Ketill hceingr ok haft 1 hölmgongum, 
ok var J?at allra sveröa bitrast. 12. Skilöuz J?eir meö kserleik 
enum mesta, för Arinbjorn heim i J6rvik til Eirfks konungs; 5 
en forunautar Egils ok skipverjar hans hoföu J?ar friÖ gööan 
ok voröu varningi sinum 1 trausti Arinbjarnar, en er d leiÖ 
936-7 vetrinn fluttuz }>eir suör til Englands ok föru ä fund Egils. 

Egill fährt nach Norwegen. 
LX1T, 1. Eirfkr alspakr hdt lendr maÖr 1 Noregi; hann 
atti P6ru, döttur Poris hersis, systur Arinbjarnar, hann ätti 10 
eignir 1 Vfk austr; hann var maör störauÖigr ok enn mesti 
virömgamaör, spakr at viti. 2. Porsteinn het sonr j?eira; hann 
foaddiz upp meÖ Arinbirni ok var }>ä vaxinn mjok, ok po d 
ungum aldri; hann hafÖi farit vestr til Englauds meÖ Arin- 

930 birni. 3. En ]?at sama haust, sem Egill hafÖi komit til Eng- 15 
lands, spuröuz af Nöregi }?au tiÖendi, at Eirfkr alspakr var 
andaör, en arf hans hoföu tekit armenn konungs ok kastat ä 
konungseign. 4. Ok er Arinbjorn ok Porsteinn spuröu J?essi 
tiÖendi, \>& geröu J?eir J>at räÖ, at Porsteinn skyldi fara austr 

937 ok vitja arfsins. 5. Ok er värit leiÖ framm ok menn bjoggu 20 
skip sin, J?eir er fara aetluöu landa i millurn, p£ för Porsteinn 
suör til Lundüna ok hitti ]?ar AÖalstein konung; 6. bar hann 
framm jartegnir ok orÖsending Arinbjarnar til konungs, ok 
sva til Egils, at hann va3ri flutningsmaör viÖ konung, at AÖal- 
steinn konungr gerÖi orÖsending sina til Hdkonar konungs, 25 

der held dieser geschiente seinem ge- spakr at viti. Eirikr ist sonst un- 

tüteten gegner, Gusi, abgenommen; bekannt. 

später überwand er damit den wiking 17. d, adv.; -eign dat. regiert von 

Framarr(s. ebenda k. 5) und vererbte kastat. Das ganze: „und sie (die 

es auf seinen söhn Grimr loöinkinni guter) zu königlichem eigentum ge- 

(Grim s. loÖ\ k. 2). macht«, d. h. konfisziert; vgl. zu 

k. 56, 73 skaut ... d. 

7. vprtiu, v. verja „verhandeln, 20. vitja, „ansprüche machen" = 

verkaufen". ve u a tilkall § 14. 

i trausti, „unter dem schütze". 21. fara . . . landa i millurn, ist 

der allgemeine ausdruck für das 

Kap. LXII. 9. alspakr, „der voll- unternehmen von Seereisen be- 
kommen weise"; vgl. das folgende sonders zum zwecke des handeis 



206 Egill fährt nach Norwegen. 

Eg. LXII. föstra sins, at Porsteinn naeöi arfi ok eignum i Nöregi. 7. AÖal- 
steinn konmigr var J?ess auÖbeölnn, J?viat Arinbjorn var honum 
kunnigr at g6Öu; J?a kom ok Egill at raali viÖ AÖalstein konung 
ok sagöl honum fyrirsetlan sina: 8. „Vil ek i sumar", segir 
5 hann, „fara austr til N6regs, at vitja fjär J?ess, er Eirikr kon- 
ungr rsenti mik ok p»eir Bergonundr; sitr nü yfir pvi fe" Atli 
enn skammi, br6Öir Bergonundar; veit ek, ef orÖsendingar 
yÖrar koma til, at ek mun na logum af pvi mali". 

9. Konungr segir, at Egill skal raÖa feröum sinum — 
10 „en bezt j?cetti mör, at J?ü vserir meÖ m6x ok geröiz land- 

varnarmaÖr minn ok r6Öir fyrir herliÖi minu; mun ek fa )?£r 
veizlur störar". 

10. Egill segir: „Pessi kostr J?ykkir mer allfysiligr at 
taka; vil ek }>vi jata, en eigi nita; en ]?6 verft ek fyrst 

15 at fara til Islands ok vitja konu minnar ok fjar J?ess, er 
ek a J?ar". 

11. AÖalsteinn konungr gaf Agli kaupskip gott ok ]?ar 
meÖ farminn; var ]?ar a til ]?unga hveiti ok hunang ok enn 
mikit fe annat i oörum varningi. 12. Ok er Egill bjo skip 

20 sitt til hafs, \k rez til farar meÖ honum Porsteinn Eiriksson, 
er fyrr var getit, er siÖan var kallab'r Pöruson, ok er ]?eir 
varu bünir, J?a siglÖu ]>eir; skilöuz J?eir AÖalsteinn konungr ok 
Egill meÖ enni mestu vinattu. 13. Peim Agli greiddiz vel 
feröin, kömu at Nöregi i Vik austr ok heldu skipinu inn alt 

25 i OslöarfjorÖ; p&r ätti Porsteinn bü a land upp ok svä inn 
alt a Raumariki. 14. Ok er Porsteinn kom ]?ar til lands, ]>a 
veitti hann tilkall um foöurarf sinn viÖ ärmennina, er sez 

2. pess au&beftinn, „leicht dazu von k. Haraldr harÖräÖi bald nach 

zu bewegen". der mitte des 11. jhs. angelegt war. 

6. sitr . . . yfir, „hat in seinem Nachdem sie 1624 niedergebrannt 

besitze, aber mit unrecht". war > verlegte Christian IV. den ort 

11. herm, „kriegsvolk". ein weni S Dach westen nnd Dan ^? 

ihn Christiania. Seitdem war Oslo 
^18. tüjwnga, „als ladung«, fiung% (auch Gamleby genanut) nur eine 

— farmr. vorstadt von Christiania, die jedoch 

hveiti ok hunang, vgl. k. 17,7. aUmäülioh mit diesem zusammen- 

21. Pöruson, s. zu k. 25,2. gewachsen ist. 

25. Öslöarfjprd'r, der nördlichste 20. Raumariki, heute Ronicrike, 

teil des grofsen Christianiafjord, eine landschaft im siidl. Norwegen, 

benannt nach der Stadt Oslo, die südl. vom Mjüsensee. 



Egill fordert von köiiig Hakon das erbe seiner frau. 207 

hoföu i bü hans; veittu Porsteini margir li<5 at J?essu. 15. Väru Eg. LXII, 
]>2ly stefnur til lago'ar; ätti Porsteinn )?ar marga frsendr gofga; LXIII. 
lauk J?ar svä, er skotit var til konungs örskuröar, en Porsteinn 
t6k viÖ varftveizlu fjar J?ess, er faÖir hans haföi ätt. 16. Egill 
f6r til vetrvistar meÖ Porsteini ok ]?eir tölf samaD; var J?angat 5 
037—8 flutt heim til Porsteins hveiti ok hunang; var J?ar um vetrinn 
gleöi mikil, ok bjö Porsteinn rausnarsamliga, pvi&t gnög väru 
fong til. 

Egill und könig Häkon. Egill fordert das erbe seiner frau. 

LXIII, 1. Häkon konnngr AÖalsteinsföstri r£Ö J?ä fyrir 
Nöregi, sem fyrr var sagt; konungr sat ]?ann vetr norör i 10 
937—s Prandheimi. 2. En er a leiÖ vetrinn, byrjaöl Porsteinn ferÖ 
sfna ok Egill meÖ honum; )?eir hoföu naerr }?rim tigum manna; 
ok er feir varu biinir, föru J?eir fyrst til Upplanda, ]>aÖan norör 
um Dofrafjall til Präudheims, ok kömu far ä fund Hakonar 
konungs. 3. Bäru J?eir upp orendi sin vio" konung; sagfti Por- 15 
steinn s kyn ä inäli sinu ok kom framm vitnum me1Tse>, at 
hann ätti arf J?ann allan, er hann kallaöi til. 4. Konungr tök 
]>vi mäli vel, let hann Porstein nä eignum sinuin, ok }?ar meÖ 
geroiz hann lendr maÖr konungs, svä sem faöir hans hafbi 
verit. 5. Egill gekk a fund Hakonar konungs ok bar fyrir 20 
hann sin orendi ok )?ar meÖ orÖsending AÖalsteins konungs 
ok jartegnir hans; Egill talöi til fjär ]?ess, er ätt haföi Björn 
holör, landa ok lausaaura. 6. TalÖi hann ser helming fjär 
J^ess ok Asgerbi konu sinni, bauö' J?ar framm vitni ok eiöa 
meÖ mäli sinu, sagöi ok, at hann haföi J?at alt framm borit 25 
fyrir Eiriki konungi, Ut }?at fylgja, at hann haföi \k eigi nät 
logum fyrir riki Eiriks konungs, en eggjan Gunnhildar. 7. Egill 



2. stefr.ur, „Zusammenkünfte" Orkedalen und Gudbrandsdalen, aus 
(zwischen I'orsteinn und den dr- welchem u. a. Snehsetten, einer der 
wem?), bei denen die sache ver- höchsten gipfel Norwegens, sich 
handelt werden sollte. erhebt. 

3. er skotit, er = at „dafs". 15. 16. sagtti . . . skyn d, „erklärte 
7. rausnarsamliga, „prächtig und seine sache mit gründen oder be- 

mit der grüfsten gastfreiheit". weisen". 

23. hebning, denn Björn hatte 

Kap. LXIII. 14. Dofrafjall, heute zwei töchter, und nur diese, ge- 

Dovrefj.Tld, gebirgsstock zwischen habt. 



208 König Hakon sagt Egill seine Unterstützung 2U. 

Eg. LXIII. inti upp allan J?ann mälavoxt, er fyrr haföi 1 gorz ä GulaJ?ingi; 
beiddi hann ]?a konung unna ser laga a ]?vi mali. 

8. Häkon konuDgr svarar: „Svä hefi ek spurt, at Eirikr, 
bröÖir minn, muni ]?at kalla, ok )?au Gunnhildr bäifri, at pu, 

5 Egill! munir hafa kastat steini um megn j?6r i yb'rum skiptum; 
J?oetti m£r ]?ü vel mega yfir lata, Egill! at ek legÖa ekki til 
}>essa mals, )?6 at vit Eirikr bserim eigi gsefu til sam]?ykkis". 

9. Egill mailti: „Ekki mattu, konungr! J>egja yfir svä 
st<5rum malum, J?viat allir menn her i landi, innlenzkir ok üt- 

10 lenzkir, skulu hlyÖa yÖru boöi. 10. Ek hefi spurt, at J?er setiÖ 
log h£r i landi ok rett hverjum manni; nü veit ek, at J>er 
munuÖ mik lata J?eim nä, sem aÖra menn; j?ykkjumz ek hafa 
til j?ess buröi ok frsendastyrk her i landi at hafa viÖ Atla 
enn skamma. 11. En um mal okkur Eiriks konungs er yÖr 

15 J?at at segja, at ek var ä hans fund, ok skilÖumz vit svä, at 
hann baÖ mik i friöi fara, hvert er ek vilda; vil ek bj6Öa 
yÖr, herra! mfna fylgÖ ok J?j6nostu. 12. Veit ek, at vera munu 
her meo" yÖr J?eir menn, er ekki munu J?ykkja vigligri a velli 
at sjä, en ek em; er J?at mitt hugboÖ, at eigi liÖi langt, äÖr 

20 fundi ykkra Eiriks konungs muni saman bera, ef ykr endiz 
aldr til; ]?ykki mer )?at undarligt, ef eigi skal ]?ar koma, at 
)?er J?ykki Gunnhildr eiga sona uppreist marga". 

13. Konungr segir: „Ekki muntu, Egill! geraz meV hand- 
genginn; miklu hafi J>6r frsendr meira skarÖ hoggit 1 a3tt vära, 

25 en ]?er muni duga at staftfestaz her i landi. 14. Far J?ü til 
Islands üt ok ver ]?ar at foÖurarfi )?inum; mun ]?6r J?ä veröa 

1. d Gulapingi, s. k. 56, 40 ff. ßorleifs spaka, ok hann setti Frostu- 

5. kastat— megn per, „einen stein, pingslpg med" rddi Sigurbar jarls 
grüfser als deine kräfte, geworfen", ok annarra Prosnda, peira er wir- 
ft, h. „etw. vorgenommen, was über astir väru". setti bedeutet hier „er 
deine kräfte gebt". redigierte aufs neue". 

6. yfir lata, „zufrieden sein«. 1^ Ätla, „gegenüber A.«, „in 

gleichem mafse, wie A.". 
6. 7. legb~a . . . til pessa mals, 15 f undf ist akk . vay a lso ungef. 

„mich in diese sache einmischte". _ j com f 0Y 

10. 11. setitS log usw., vgl. Hkr., 22. sona uppreist marga, ist un- 

Hak. s. göö". k. 11, wo es heifst: gefähr dasselbe wie sonu marga, 

„hann (Häkon) var madr störvitr eigentl. „vieler söhne erscheinung", 

ok lag'Öi mikinn hug d lagasetning. „viele söhne, die — unerwartet — 

Hann setti Gula/>ingslpg med rdtii hervortreten werden". 



Egills besuch in Blindheimr. 209 

ekki mein at oss frsendurn, en h£r i landi er )?ess vän um Eg. LXIII. 
alla }?fna daga, at värir fraendr se rikastir, en fyrir sakir AÖal- I*XIV. 
Steins konungs, föstra mins, \>& skaltu hafa her friÖ i landi ok 
na logum ok landsretti, ]>viat ek veit, at AÖalsteinn konungr 
hefir mikla elsku ä }?eY'. 5 

15. Egill )?akkaÖi konuugi orÖ sin ok beiddiz ];ess, at 
konungr skyldi fa honum sannar jartegnir Binar til PörÖar ä 
Aurland eöa annarra lendra manna i Sogni ok a HorÖalandi; 
konungr segir, at svä skyldi vera. 

Egill bekommt sein erbgut. Ljötr enn bleiki wird von ihm getötet. 

LXIV, 1. Porsteinn ok Egill bjoggu ferÖ sina, ]?egar ]?eir 10 
hoföu lokit ovenduni sinum; fara ];eir J?a aptr ä leiÖ, ok er 
]>eir koma suÖr um Dofrafjall, \>& segir Egill, at hann vill fara 
ofan til Raumsdals ok sföan suÖr sundaleiÖ — 2. „vil ek", 
segir hann, „lüka orendum minum i Sogni ok & HorÖalandi, 
)>viat ek vil büa skip mitt i sumar til Islands üt". 15 

3. Porsteinn baÖ hann räÖa ferÖ sinni; skiljaz ]?eir Por- 
steinn ok Egill; f6r Porsteinn suÖr um Dali ok alla leiÖ, til 
]>ess er hann kom til büa sinna; bar hann J?ä framm jartegnir 
konungs ok orösending fyrir ärmennina, at J?eir skyldu lata 
fe* J?at alt, er ]>eir hafa upp tekit ok Porsteinn kallaÖi til. 20 

4. Egill för leiÖar sinnar ok J?eir tölf saman; k6mu ]?eir framm 
1 Raumsdal; fengu s£r J;ä flutningar; föru siÖan suÖr d Mosri. 

5. Er ekki sagt fra ferÖ ]?eira, fyrr en }?eir k6mu i ey J?d, er 
HoÖ heitir, ok föru til gistingar a bo3 p>ann, er heitir ä Blind- 
heimi; )?at var gofugr boer. 0. Par bj6 lendr maÖr, er FriÖ- 25 
geirr het; hann var ungr at aldri, hafÖi nytekit viÖ foÖurarfi 
sinum; mööir hans h6t GyÖa; hon var systir Arinbjarnar hersis, 
skorungr mikill ok gofug kona. 7. Hon var at raÖum meÖ 
syni sinum FriÖgeiri; hoföu ]?au };ar rausnarbü mikit; }>ar fengu 



2. vdrir frcendr, „ich (der könig) den vielen inseln an der küste Nor- 

und meine verwandten", das könig- wegens. 
liehe geschlecht. 17. Dali, d. i. Gudbrandsdalen. 

4. Ipgum ok landsretti, siehe zu 25. gofugr, „stolz" d. h. grofs nnd 

k. 65, 7. prächtig. Über Hob nnd Blindheimr 

s. die einleitung § 28. 

Kap. LXIV. 13. sundalei'o, „den 28. var at rdb'um meti, „sie ver- 

(see)weg durch die sunde" zwischen waltete die guter mit". 

Sagabibl. III. j^ 



210 Egills besuch in Blindheimr. 

Eg. LXIY. J?eir allg6Sar viÖtokur. 8. Sat Egill um kveldit et Dsesta FriÖ- 
geiri ok forunautar hans j?ar ütar frd; var j?ar drykkja mikil 
ok dyrlig veizla. 9. Gyba hüsfreyja gekk um kveldit til tals 
viö" Egil; hon spurÖi at Arinbirni, bröÖur sinum, ok enn at 
5 fleirum frsendum sinum ok vinum, ]?eim er til Englands hoföu 
farit meb' Arinbirni. 10. Egill sagÖi henni J?at, sem hon spuröi; 
hon spurÖi, hvat til tiÖenda heföi gorz i feröum Egils; hann 
segir henni af et lj6sasta. 11. Pä kvaÖ hann: 

36. Ur]?omk leij? en ljöta 
10 landbei]>a];ar rei)?e; 

syngrat gaukr, ef glamma 

gamm veit of sik framma; 

)?ar nautk enn sem optarr 

arnstalls sjotolbjarnar; 
15 hnigrat allr, sds holla 

hjalpendr of for gjalpar. 

12. Egill var allkätr um kveldit, en FriÖgeirr ok heima- 

menn varu heldr hljöölr; Egill sa p>ar mey fagra ok vel büna; 

honum var sagt, at hon var systir FriÖgeirs; majrin var 6kit 

20 ok gret einart um kveldit; ]?at J>6tti ]?eim undarligt. 13. Par 

varu )?eir um kveldit; en um morgininn var veÖr hvast, ok 



Str. 36. Pros. Wortfolge: En könig A^alsteinn empfangen hatte), 

ljöta rei]?e landbei}?a]?ar ur]?omk urpomk = varp mer. gaukr usw. 

leij? ; gaukr syngrat, ef veit glamma scheint ein Sprichwort zu ent- 

gamm }?ramma of sik. I>ar nautk halten, ist aber sehr unverständ- 

enn sem optarr arnstalls sjotol- lieh, glamma gammr unverständ- 

bjarnar; hnigrat allr, säs gjalpar lieh; glamma gen. pl. von glamm 

holla hjalpendr of for. „das belfern"; gammr „ein geier". 

„Der häfsliche zorn des königs firamma, eigentlich „mit schwer- 
wurde mir verhafst. Der kuckuck fälligen schritten gehen" scheint 
singt nicht, wenn er weifs, dafs der nicht gut zum vermuteten inhalte 
hund (?) auf ihn lauert (?). Da zu passen. arnstalls sjotol uin- 
genofs ich nochmals, wie öfters schreibt aren, den ersteren teil 
(früher), die hilfe Arenbjorns; der des namens Arenbjorn; stallr-sjotol 
sinkt nicht ganz (zu boden), der = sjotol-stallr = setstallr „anhöhe 
gute heiter auf der reise be- zum sitzen", „sitz"; der sitz des 
sitzt (?)." adlers (am-), „stein" und dies ist 

landbeifto/>r, „der begehrer des mit aren- (von arenn „steinerner 

landes", „ein fürst" (Eirikr, viel- herd") synonym. gjalpar unbe- 

leicht weil er Northumberland von kanntes wort. 



Egill verspricht dem FriÖgeirr beistand gegen Ljötr. 211 

eigi srefoert; ]?ar ]>urftu ]^eir far 6r eyjunni. 14. Pa gekk FriÖ- Eg. LXIV 
geirr ok bseö'i J;au GyÖa til fundar viÖ Egil, buo'u j?au honum 
]>ar at sitja meÖ forunauta sina, til p>ess er gott vseri fceriveÖr, 
ok hafa ]?aÖan fararbeina, ]?ann sem p»eir J^yrfti. 15. Egill 
j?eko"iz ];at; sätu J?eir J>ar veörfastir J?rjär nsetr, ok var J?ar enn 5 
mesti mannfagnaör. 16. Eptir J?at geröi veör lygnt; stööu J?eir 
Egill fä- upp snimma um morgiDinn ok bjogguz; gengu J?ä til 
matar ok var J^eim gefit gl at drekka, ok sätu J?eir um hriÖ ; siÖan 
töku J?eir klseöi sin. 17. Egill stöÖ upp ok ]?akkaöl bönda ok hüs- 
freyju beina sinn, ok gengu siÖan üt; böndi ok möÖir hans gengu 10 
ä gotu meÖ ]?eim; j?ä gekk Gyb'a til mäls viÖ FriÖgeir, son sinn, 
ok talaÖi viÖ hann lägt; Egill stöÖ meÖan ok beiÖ J?eira. 

18. Egill mselti viÖ meyna: „Hvat grajtr ]?u mser? ek se* 
J?ik aldri käta". 

Hon matti engu svara ok gret at mein*. 15 

19. FriÖgeirr svarar mööur sinni hatt: „Ekki vil ek nü 
bioja J>ess; ]>eir eru nü bünir ferÖar sinnar". 

20. Pa gekk GyÖa at Agli ok maelti: „Ek mun segja ]^r, 
Egill! tiöendi ]?au, sem her eru meÖ oss. Maör lieitir Ljötr 
enn bleiki; bann er berserkr ok hölmgongumaÖr; hann er 20 
o^okkassell ; hann kom her ok bab' döttur minnar, en vdr 
svoruöuin skj6tt ok synjuöum honum rab'sins. 21. SiÖan skor- 
aöi hann til holmgongu a FriÖgeir, son minn, ok skal ä morgin 
koma til h61msins i ey p>ä, er Vorl heitir. 22. Nü vilda ek, 
Egill! at ]>\\ foerir til holmsins meo FriÖgeiri; mundi pat sannaz, 25 
ef Arinbjorn va3ri h6r 1 landi, at ver mundum eigi J?ola ofriki 
slikum manni, sem Ljötr er". 

23. „Skylt er ]?at, hüsfreyja! fyrir sakar Arinbjarnar, frsenda 
}^ins, at ek fara meÖ syni )nnum, ef honum p>ykkir s£r pat 
nokkut fulting". 30 

24. „Da gerir p>ü vel", segir GyÖa, „skulu ve> \k ganga 
inn i stofu ok vera oll saman daglaügt". 

1. scefcert, gehört nicht zu veb'r; 19. Über Ljötr als namen eines 

„und es war nicht möglich, sich berserkers siehe Heinzel, Die be- 

auf die see zu begeben". Schreibung der isl. saga s. 22. 

3. fceriveÖr, „reisewetter". 23. 24. skal . . . koma, snbj. ist im 

4. fararbeini, „förderung der reise", allgem.: „man soll sich einfinden". 
6. mannfagnaftr, „bewirtung von 24. Vprl, nach Munch die insel 

menschen". Vallerö bei Aalesund. 

14* 



212 Der Zweikampf zwischen Egill und Ljotr. 

Eg. LXIV. 25. Ganga J^eir Egill ]?ä inn i stofu ok drukku; s&tu |?eir 

])&y urn daginn, en um kveldit kömu vinir FriÖgeirs, p>eir er 
til feroar varu räÖnir meÖ honum, ok var fjolment um nöttina; 
var ]mr ]?ä veizla mikil. 26. En eptir um daginn bjöz FriÖ- 
5 geirr til ferÖar ok mart manna meÖ honum; var |?ar Egill f 
for; ]>k var gott foeriveör; fara j?eir siÖan ok koma i eyna Vorl. 

27. Par var fagr vollr skamt fra sjönum, er hölmstefnan skyldi 
vera; var p>ar markaör holmstab'r, lagÖir steiüar ütan um. 

28. Nu kom ]?ar Ljötr meÖ HO sitt; bjöz hann \k til hölm- 
lo gongu; hann hafÖi skjold ok sverÖ; Ljotr var allmikill maör 

ok sterkligr. 29. Ok er hann gekk framm a vollinn at hölm- 
staönum, pA kom & hann berserksgangr; t6k hann }>ä at grenja 
illiliga ok beit i skjold sinn. 30. Friögeirr var maör ekki 
mikill, grannligr ok friÖr sjönum ok ekki sterkr; hafÖi hann 
15 ok ekki staöit i bardogum. 31. Ok er Egill sä Ljöt, yk kvaÖ 
hann visu: 

37. „Esa Frij^geire foere, 

(forom holms a vit sorvar) 
(skolom banna) mjok (manne 
20 niey) orlyge at heyja, 

vty j^anns bftr ok blötar 
bond elhvotot? Gondlar 
(alfeigom skytr oeger 
augom) skjold (of bauga). 

7. hölmstefna, eigentlich „holin- mit dem krieger, der den schild 

Zusammenkunft" d. h. die „holm- beiist und zu den göttern opfert; 

ganga". der mann blickt ängstlich mit seinen 

11. sterkligr, „von kräftigem aus- äugen, die ganz so aussehen, als 

sehen". wäre er dem tode geweiht". 

Str. 37. Pros. Wortfolge: Esa foere, „gelegenheit, möglichkeit". 

Fri]?geire mjok foere at heyja 0rlyge, sorvar, plur. tant., „männer, leute 

— forom, sorvar! ä vit holms; skolom oder kameraden", vgl. K. Gislason, 

banna manne mey — vi]? Gondlar Udvalg s. 137 anm. at fara d vit 

elhvoto]?, ]?anns bitr skjold ok blötar = at fara at vitja, eig. „sich irgend- 

bond; of bauga oeger skytr alfeigom. wohin begeben, um jmd. zu be- 

augom. suchen". Ggndlar -ellivotopr, „der 

„Frtygeirr ist nicht sehr dazu ge- zum stürme der Gondol (eine wal- 
eignet, einen kämpf zu bestehen — kyrie), d. h. zum kämpfe auffordert", 
lafst uns, kameraden, zum holme der berserk Ljötr. blötar, diese 
(Zweikampf) ziehen; wir wollen dem form (für das ältere blcstr) beweist, 
manne die Jungfrau verweigern — dafs diese strophe nicht von Egill 



Der Zweikampf zwischen Egill und Ljotr. 



213 



32. Ljötr sä, hvar Egill stöö, ok heyröi orÖ hans ok Eg. LX1V. 
mselti: „Gakk J?ü hingat, enn mikli maör! ä hölminn ok berz 

viÖ mik, ef )?u ert allfüss til, ok reynum meÖ okkr; er }?at 
miklü jafnligra, en ek herjumz viÖ FriÖgeir, ]?viat ek ]>ykkjumz 
eigi at meiri ma<5r, ]?6 at ek leggja hann at jorÖu". 5 

33. Da kvaÖ Egill: 

38. „Esat litellar Ljöte, 
leik ek vi}? hal bleikan 
vi)? bifteine, boenar, 

brynjo, r6tt at synja; io 

büomk til vigs, en vseg]?ar 
von lsetka ek h(>nom, 
skapa ver]?om vit skjoldo 
skosro-drengr ä Meere". 

U. Sföan bjöz Egill til hölmgongu viÖ Ljöt; Egill hafÖi 15 
skjold ]>ann, sem hann var vanr at hafa. en hann var gyrör 
sveröi f>vi, er hann kallaÖi NaÖr, en bann hafb'i Dragvandil i 
hendi; hann gekk inn yfir mark J?at, er hölinstefnan skyldi 
vera, en Ljotr var ]?ä eigi büinn. 35. Egill sk6k sveröit ok 
kvao visu: 20 



herrühren kann, sondern viel später 
(wahrscheinlich im 12. jh.) gedichtet 
ist; dasselbe geht auch daraus hervor, 
dafs „zu den göttern (bgncl) opfern" 
in herabsetzender bedeutung ge- 
braucht wird („dieser heide!" ver- 
ächtlich); so aber konnte Egill, der 
selber ein heide war, sich nicht aus- 
drücken, bauga oeger, „der die ringe 
erschreckt", „ein freigebiger mann"; 
pafst nicht sehr gut auf Ljotr. skytr 
augom, „bewegt (vor angst) die äugen 
(seitwärts)", alfeigr, „dem tode ganz 
anheimgefallen", „dem tode nahe". 

Str. 38. Pros.wortfolge: Esat 
rett, at synja Ljöte litellar boenar; 
ek leik vij? bleikan hal vij? brynjo 
bifteine; büomk til vigs, en ek 
laetka honom von vaeg^ar; skapa 



verlorn vit skjoldo, skeero-drengr, 
ä Meere. 

„Es geziemt nicht, dem Ljötr die 
kleine bitte abzuschlagen; ich will 
gegen den fahlen held das schwert 
schwingen (eig. mit dem Schwerte 
spielen) ; ich bereite mich zum kämpfe, 
aber ich lasse ihm keine hoffnung auf 
Schonung; wir dürfen die Schilde zer- 
schlagen hier auf Moere, unruhiger 
bursche". 

„die kleine bitte" nämlich mit ihm 
zu kämpfen, s. § 32. bleikan hal, 
sarkastisch, brynjo bifteinn, „die 
bewegliche stange des panzere", das 
schwert. Icetka = leet-ek-a „ich lasse 
nicht" ; häufig steht ek zweimal, wenn 
das erste enklitisch dem vb. angefügt 
ist. skapa, eig. formen, durch hiebe 
formen, d. h. zerschlagen. 



214 Der Zweikampf zwischen Egill und Ljötr. 

Eg. LXIV. 39. „Hoggom bjalta vende, 

hcefom rond mep brande, 
reynom randar m&na, 
rjö)?om sver)? i blö]?e; 
5 styfom Ljöt af Kfe, 

leikom sart vi)? bleikan, 
kyrroin kappa errenn, 
(kerne orn k braV) jornom. 

36. Pa" kom Ljötr framm k vigvollinn, ok siöan rennaz 
10 J?eir at, ok boggr Egill til Ljöts, en Ljötr brä viö" skildinum, 
en Egill bjö hvert hogg at oÖru, svd at Ljötr fekk ekki koggvit 
i möti. 37. Hann kopabi undan um hölmhringinn, en Egill 
för jafnskjött eptir ok bjö sem äkafast; Ljötr för üt um mark- 
steinana ok viÖa um vollinn; gekk svä en fyrsta hriÖ; \k 
15 beiddiz Ljötr hvilÖar; Egill let ]?at ok vera; nema peir \k stab' 
ok hvila sik. 38. Pä kvaÖ Egill: 

40. Fyrer p>ykke mer füra 
flö}?s stekkvande nekkvat 
(hrsepesk hodda beider 
20 bapplauss) fara kappe; 

stendrat fast s&s frestar 
fleindoggvar stafr hoggom; 
väbetya ferr vfyan 
voll fyr rotnom skalla. 



Str. 39. „Ich haue mit dem 12. um hölmhringinn, „ringsumher 

Schwerte; ich treffe den schild mit in dem kreise des kampfplatzes". 
der klinge; ich probiere das schwert 13. 14. marksteinana , „die den 

und röte es im blute. Ich werde kampfplatz begrenzenden steine". 

Ljötr umbringen und dem fahlen s. oben § 27. 

manne übel mitspielen; ich will den Str. 40. Pros. Wortfolge: FlöJ's 

kräftigen helden mit dem eisen zur füra stekkvande, kappe j?ykke mer 

ruhe bringen; der adler soll zur fara nekkvat fyrer; happlauss hodda 

leiche fliegen". beider hr3e]?esk; fleindoggvar stafr, 

hjalta vgndr, „schwertgriffrute", säs frestar hoggom, stendrat fast; 

„das schwert". rgnd, „schild", eig. väbeij^a ferr vi|?an voll fyr rotnom 

„der bemalte kreis des Schildes"; skalla. 

„der mond — feuer — des Schildes"; „Freigebigermann! der held scheint 

„schwert". styfa (v. stüfr) eigentl. mir ein wenig zu weichen; der des 

„abstumpfen, abschneiden", errenn, sieges beraubte mann ist (nämlich) 

„beweglich, kräftig", halbironisch. bange. Der krieger, welcher seine 






Ljötr wird von Egill getötet. 



215 



39. Pat väru hölmgongulog i p>ann tima, at sä er skorar Eg. LXIV. 
ä mann annan til eins hvers hlutar ok fengi sä sigr, er ä 
skoraÖi, ))k skyldi sä hafa sigrinäl )?at, er bann hafÖi til 
skorat, en ef hann fengi ösigr, \k skyldi hann leysa sik )?vi- 
liku fe, sem äkveÖit vaeri. 40. En ef hann felli ä hölminum, 5 
\k hafÖi hann fyrirvegit allri sinni eigu, ok skyldi sä taka 
arf hans, er hann feldi ä hölmi; J?at väru ok log, ef ütlendr 
maÖr andaÖiz, sä er ]?ar i landi ätti engan erfingja, \k gekk 
sä arfr i konungsgarÖ. 

41. Egill baÖ, at Ljötr skyldi buinn verÖa — „vil ek, at 10 
v6r reynim nü hölmgongu J?essa". 

42. SiÖan hljöp Egill at honum ok bjö til hans; gekk 
hann \k svä nserr honum, at hann hrokk fyrir, ok bar ]>k 
skjoldinn af honum. 43. Pä hj6 Egill til Ljöts ok kom ä fyrir 
ofan kne" ok tök af fötinn; feil Ljötr J?ä ok var ]?egar orendr; 15 
)>k gekk Egill ]?ar til, er J?eir FriÖgeirr väru; var J?etta verk 
honum allvel ]?akkat. 44. Pä kvaö Egill: 



hiebe aufschiebt steht nicht ganz fest 
(unerschütterlich). Der büsewicht 
rennt über den ganzen kampfplatz, 
der kahlen glatze weichend". 

Flops fürr, „das feuer des Stromes", 
„das gold", „der stekkvande („wel- 
cher etwas springen macht") des gol- 
des", ein freigebiger mann; stekkva 
also „weit und breit austeilen"; 
Fripgeirr ist wohl gemeint, kappe 
ironisch, happlauss, happ „vorteil" 
bedeutet namentlich in der poesie 
häufig „sieg", hodda beiper, „reich- 
tums-verlanger", der nach heirat und 
mitgift begierige Ljötr. fleindgggvar 
stafr, „der stab (bäum) des pfeil- 
regens", „ein krieger'; „pfeilregen" 
= „kämpf"; dggg, eig. „tau", was 
mit regn synonym zu fassen ist. 
vdbeipa von vd „schade" u. beipa 
„erfleher", „der andern unheil 
wünscht", rotenn, eigentl. „dessen 
haare abgefallen sind'', „haarlos". 
rotenn skalle = Egill selbst. 



3. sigrmdl, „kampfpreis", mal weil 
der preis voraus bestimmt (verab- 
redet) war. 

4. leysa sik, der volle ausdruck 
ist leysa sik af hölmi. 

5. vceri und felli, sind plusquam- 
perfektisch aufzufassen. 

6. fyrirvegit, fyrir = nhd. „ver-"; 
fyrirvega „durch kämpf verlieren". 

7. pat vdru ok log usw., diese 
zwei bestimmungen konnten gewifs 
konflikt zwischen dem könige und 
anderen veranlassen, und sie werden 
hier angeführt, gerade weil sie in 
der tat später einen solchen kon- 
flikt zwischen künig Hakon und 
Egill (s. k. 70, 1—19) herbeiführten; 
vgl. § 45 und die einleitung § 19. 

11. reynim, d. h. „vollends ver- 
suchen, auskämpfen". 

13. 14. bar pd skjoldinn, bar ist 
unpersönlich, „der schild wnrde zur 
seitc geschoben". 



216 



Egill begibt sich nach Anrland. 



Eg. LXIV. 41. Fell sas flest et illa 

(föt hjö skald af Ljöte) 
ulfgrenner hefr linnet, 
eir veittak Fri}?geire; 
5 seka 16ns til launa 

logbrjötanda i möte, 
jafn vas mör gnyr geira 
gamanleik vi)? hal bieikan. 

45. Ljötr var litt harmaÖr af flestum monnum, ]>viat hann 

10 haföi verit enn mesti öeirumaftr; hann var scenskr at sett ok 

atti enga framdr ]?ar i landi; hann hafÖi komit ]?angat ok 

aflat ser fjär k hölmgongum. 46. Hann hafÖi feit marga 

göÖa boendr ok skorat aÖr k \k til hölmgongu ok til jarÖa 

]?eira ok ööala, var ]?k orÖinn störauÖigr bseÖi at londum ok 

15 lausum aiirum. 47, Egill för heim meÖ FriÖgeiri af hölm- 

stefnunni; dvalftiz hann |?ar \k litla hriÖ, aÖr hann för suö'r 

k Moeri. 48, SkilÖuz J?eir Egill ok FriÖgeirr meÖ miklum 

kserleik; baub' Egill FriÖgeiri um at heimta jaröir ];a3r, er 

Ljötr hafÖi ätt; för Egill sina leiÖ, kom framm i Fjorftum; 

20 J?aÖan för hann inn i Sogn a fund Dörftar a Aurlandi. 49. Tök 

hann vel viÖ honum; bar hann framm orendi sin ok orÖ- 

sendingar Häkonar konungs; tök PörÖr vel roeÖum Egils ok 



Str. 41. Pros. Wortfolge: Ulf- 
grenner, säs hefr nnnet flest et illa, 
feil; skald hjö föt af Ljöte; veittak 
Fripgeire eir; seka til launa löns 
logbrjötanda i inöte; jafn vas 
mer gamanleik geira gnyr vi}? 
bieikan hal. 

„Der krieger, der sehr viele 
Übeltaten verübt hat. ist gefallen; 
der dichter (ich) hieb das bein 
Ljöts ab, (somit) habe ich frieden 
dem Frtygeirr geschaffen; ich er- 
warte keinen lohn dafür von 
dem freigebigen manne; (denn) 
es war mir einem lustigen spiele 
gleich der kämpf mit dem fahlen 
manne" (Lex. poet 2 324 b S4 ). 

Ulfgrennr von ulfr „wolf" und 
grenner, das entweder „einen an- 



näherer" (der jmd. zur annäherung 
veranlafst, von yrenna v. grämte 
„nachbar") oder „einen fütterer" 
(v. grenna = angelsächs. gereordian) 
bedeutet; also „ein krieger". i möte, 
„dagegen, dafür", „für meine tat". 
löns logbrjötande, „der brecher (aus- 
teüer) der flamme des wassers (= des 
goldes)", „ein freigebiger mann". 
Ion, „ein wasserloch", gewöhnlich 
ein solches, das von klippen um- 
geben und am strande sich befindet; 
hier mit „wasser" synonym, log, 
ntr., „flamme", geira gnyr, „der 
lärm der Speere", „kämpf". 

10. öeiruma'dr, „Unruhstifter". 

18. baut)' . . • um, „bevollmäch- 
tigte". 

21. 22. or'dsendingar, s. k. 63, 15. 



Egill fordert von Atli das erbe seiner frau. 217 

het honum liftveizlu sinni um J?at mal; dvalÖiz Egill ]>ar lengi Eg. LXIY 
um varit meÖ PörÖi. LXY. 

Prozefs zwischen Egill und Atli; sie kämpfen, Atli wird getötet. 

93S LXV, 1. Egill gerÖi ferÖ sfna suÖr a HorÖaland; hann 

hafö'i til ]?eirar ferSar röÖrarferju ok >ar a ]?rjd tigu manna; 
}>eir koma eirm dag i Fenhring a Ask; gekk Egill ]?ar til meÖ 5 
tuttugu menn, en tiu gsettu skips. 2. Atli enn skammi var 
far fyrir meÖ nokkura menn; Egill 16t hann üt kalla ok segja, 
at Egill Skallagrimsson ätti orendi viÖ hann; Atli tök väpn 
sin ok allir J?eir menn, er ]?ar varu vigir fyrir, ok gengu 
üt siftan. 10 

3. Egill mselti: „Sva er mer sagt, Atli! at p>ü munir hafa 
at varÖveita fe" j?at, er ek ä at rettu ok AsgerÖr kona min; 
muntu heyrt hafa }?ar fyrr um roett, at ek kallaÖa mdr arf 
Bjarnar holÖs, er Bergonundr, br6Öir )?inn, helt fyrir me>. 
4. Em ek nü kominn at vitja fjar )?ess, landa ok lausaaura, 15 
ok krefja fik, at ]m lätir laust ok greiÖir m£r i hendr". 

5, Atli segir: ,.Lengi hofum v£r }>at heyrt, Egill! at pu 
s6r öjafnaÖarmaÖr, en du mun ek at raun um koma, ef }>ü 
yetlar at kalla til ]?ess fjar i hendr mer, er Eirikr konungr 
doemöi Onundi, brööur minum; atti Eirikr konungr }?ä at räöa 20 
boöi ok banni her i landi. 6. HugÖa ek nü, Egill! at ]m 
mundir fyrir J>vi h6r kominn, at bjööa mer gjold fyrir brceÖr 
mioa, er J?ü tokt af lifi, ok );ü mundir boeta vilja r£n ];at, 
er )m rasntir her a Aski; munda ek J?ä veita svor J?essu 
mäli, ef ]>u flyttir ];etta orendi framm, en he> kann ek 25 
engu svara". 

7. „t)at vil ek", segir Egill, „bj6Öa ]?er, sem ek bauÖ 
Onundi, at Gula];ingslog skipi um mal okkur; tel ek broeör 



Kap. LXV. 19. 20. Eirikr konungr Bofi ok bann ist eine alte, gemein- 

dcem'di, natürlich nicht im eigent- germanische allit. rechtsformel, die 

liehen sinne anfzufassen; denn der anch im altfries. und alts. begegnet 

könig konnte nicht urteilen; (Heyne, Formulae alliter. s. 8). 
vgl. k. 56, 56. 22. 23. breeftr ... er pü tokt af 

20. 21. rada botii ok banni, „be- lifi, s. k. 57,39 — 40. 
fehl nnd verbot in seiner macht 23. ran )>at usw., s. k. 57, 45 — 6. 

haben'', d. h. die höchste und un- 25. her, „in diesem falle", „wie 

eingeschränkteste gewalt besitzen. die Sachen jetzt stehen". 



218 Egül fordert den Atli zum Zweikampfe. 

Eg. LXV. J?ina hafa fallit ögilda d sjalfra sinna verkum, Jm'at )?eir hoföu 

aör rsent mik logum ok landsr^tti ok tekit fe mitt at herfangi. 

8. Hefi ek til pessa konungsleyfi, at leita laga viÖ pik um 

petta mal; vil ek stefna per til Gulapings ok hafa par laga- 

5 örskurö um petta mal". 

9. „Koma mun ek", segir Atli, „til Gulapings, ok megu 
vit par roeö'a um pessi mal". 

10. SiÖan f6r Egill i brott meÖ foruneyti sitt; ftfr hann 
pd, norÖr i Sogn ok inn k Aurland til PörÖar, mags sins, ok 

10 dvalöiz par til Gulapings. 11. Ok er menn kömu til pings, 
pa kom Egill par; Atli enn skammi var ok par kominn. 
12. T6ku peir pa" at tala sin mal ok fluttu framm fyrir peim 
monnum, er um skyldu doema; flutti Egill framm fjaiheimtn, 
en Atli bauÖ logvorn i mot, tylftareiÖa, at hann heföl ekki 

15 fe* pat at varÖveita, er Egill setti. 13. Ok er Atli gekk at 
d6mum meÖ eiÖaliÖ sitt, p& gekk Egill mot honum ok segir, 
at eigi vill kann eiÖa hans taka fyrir fe sitt — „vil ek bjööa 
p£r onnur log, pau, at vit gangim a h61m h£r ä pinginu, ok 
hafi sä fe* petta, er sigr fser". 

20 14. Pat varu ok log, er Egill mselti, ok forn siövenja, at 

hverjum manni var rött, at skora a annan til hölmgongu, 
hvärt er hann skyldi verja sakar fyrir sik eöa soekja. 

15. Atli sagÖi, at hann mundi eigi synja, at ganga ä 
holni viÖ Egil — „pviat pii ma3lir pat, er ek setta at maela, 

25 pviat oerinna harma ä ek at hefna ä pe>; pii hefir at jorÖu 

1. dsjdlfra sinna verkum, „infolge minder wichtigen. Die ganze anzahl 
ihrer eigenen (ungesetzlichen) hand- hiefs eiöaliö § 13. S. die einleit. §29. 
langen" ; sinna steht dnrch attraktion 20. log ... siövenja, die hohn- 
fur sin. gänge waren trotzdem keine gesetz- 

2. logum ok landsretti, allit. formel, liehe einrichtnng und werden niemals 
die auch sonst begegnet (k. 63, 14; als eine solche vorausgesetzt; darum 
FMS. I, 34. 224). ist log hier nur uneigentlich zu ver- 

4. ok hafa, parataktisch — wie ge- stehen, d. h. „es war kein wider- 

wöhnlich — statt hypotakt. at hafa rechtliches mittel" usw. siövenja ist 

„um dort zu suchen". dagegen der richtige ausdruck. Über 

4. 5. laga örskurö', „gesetzliche holmganga s. übrigens V. Finsen, 

entscheidung". Frist. Instit. 116ff.; bes. 128 ff.; vgl. 

14. tylftareiÖa, „ zwölf- männer- zu k. 52, 12. 

eide" ; solche eide wurden bei wich- 22. verja sakar . . . scekja, ist der 

tigeren prozessen verlangt; dagegen eigentl. ausdruck für „eine sache als 

„sechs- oder fünf-männer-eide" bei angeklagter oder ankläger führen". 



Der Zweikampf zwischen Egill und Atli. 219 

lagt broeor mina tvä, ok er m£r inikilla muna vant, at ek Eg. LXV, 
balda rettu mali, ef ek skal heldr lata lausar eignir miliar 
aflaga fyrir per, eu berjaz viö )?ik, er \>b byör m6v ]?at". 

16. SiÖan taka peir Atli ok Egill hondum saman ok festa 
];at mec5 ser, at ]?eir skulu a höhn ganga, ok sä, er sigr fser, 5 
skal eiga jaröir ]?ser, er ]>eir deildu äÖr um. 17. Eptir ]>at 
büaz peir til hölmgongu; gekk Egill framm ok hafÖi hjalm 
ä hoföi ok skjold fyrir ser ok kesju i hendi, en sverftit Drag- 
vandil festi bann viö hcegri hond ser. 18. Pat var siör hölm- 
gongumanna, at }?urfa ekki at bregöa sverfti sinu a hölmi, 10 
lata heldr sveröit hendi fylgja, svä at J?egar vseri sverölt til- 
toekt, er hann vildi. 19. Atli hafÖi enn sama bünaÖ sem 
Egill; bann var vanr hölmgongum; bann var sterkr maÖr ok 
enn mesti fullbugi. 20. Dar var leiddr framm graÖungr mikill 
ok gamall; var pat kallat blötnaut; ]?at skyldi sa hoggva, er 15 
sigr heföi; var ];at stundum eitt naut, stundum 16t sitt hvarr 
framm leiöa, sa er ä hölm gekk. 21. Ok er ]?eir v&ru biinir 
til hölmgongu, ];ä hlaupaz J?eir at ok skutu fyrst spjötum, 
ok festi hvartki spjötit i skildi, nämu bsßÖi i jorÖu stao'ar. 
22. Sib'an taka peir bäöir til sverö'a sinna, geüguz pa at fast 20 
ok hjogguz til; gekk Atli ekki & hsel; )?eir hjoggu titt ok hart, 
ok önyttuz skjött skildirnir. 23. Ok er skjoldr Atla var mjok 
önyttr, \k kastaöi hann honum, tök \k sverÖit tveim hondum 
ok bjö sem tib'ast; Egill hj6 til hans ä oxlina ok beit ekki 
sveröit; hann hj6 annat ok et J?rit5ja. 24. Var honum J?ä hoegt 25 
at leita hoggstaÖar a Atla, at hann hafÖi enga blif; Egill 
reiddi sveröit af oüu atli, en ekki beit, hvar sem bann bjö 

1. mikilla muna vant, muna von feierlicher Zeremonien vor sich ging; 

munr „res", „sache" (vgl. fjdrmunir dieses nionient beweist aber nicht, 

u. dgl.); also: „gar vieles fehlt mir", dafs der Zweikampf ein gesetzliches 

„gar vieles mnfs ich vermissen"; mittel, um einen prozefs zu endigen, 

vgl. k. 25, 14. gewesen sei. Ein opferstier wird 

3. aflaga, ,.wider die gesetze", auch in Korm. k. 23 unter denselben 

„mit unrecht". umständen, wie hier, erwähnt. 

10. bregfta, „aus der seh wert- 19. hvartki spjötit, akkusativ. 

scheide ziehen" ; mit dem hier ge- 23. tök—hgndum, s. Falk, Waffenk. 

sagten vgl. Gnnnl. k. 7. 44 f. 

14. I'ar var usw., hieraus ergibt 20. at hann, at = er „weil", 

sich, dafs der Zweikampf — jedes- 27. ekki beit usw., Atli besafs also 

falls bisweilen — unter beobachtung die häufig erwähnte (und bes. den 



220 



Atli wird von Egill getötet. 



Eg. LXV. til. 25. Ser J^ä Egill, at eigi mun blyfta svä buit, j>viat skjoldr 
hans geröiz )>& onytr; \k l£t Egill laust sverÖit ok skjoldinn 
ok hljöp at Atla ok greip hann hondum. 26. Kendi ]?ä afls- 
munar, ok feil Atli & bak aptr, en Egill greyf'Öiz at niÖr, ok 
5 beit i sundr i honum barkann; let Atli }?ar lif sitt. 27. Egill 
hljop upp skjott ok ]?ar til, er blötnautit stöÖ, greip annarri 
hendi i granarnar, en annarri i hornit, ok snaraÖi sva, at fostr 



vissu upp, en i sundr bälsbeinit; si(5an gekk Egill ]?ar til, 
stöÖ foruneyti hans. 28. Pä kvaÖ Egill: 

10 42. Beitat nü, sas brug]?oni, 

blär Dragvandell rander, 
af }?vit eggjar deyf)?e 
Atle, framm, enn skamme; 
neyttak afls vif» yte 

15 ormälgastan hjorva; 

jaxlbr6J?or Utk ey]?a, 
ek bar sau]?, af nau)?om. 



er 



berserkern zugeschriebene) kunst, 
die waffen des gegners durch zauber 
stampf zu machen (at deyfa eggjar, 
vgl. unten str. 42, 3 ; Falk,Waffenk. 44). 

3. 4. Kendi pd aflsmunar, „da 
merkte man einen grofsen unter- 
schied hinsichtlich der kräfte", „da 
trat es bald zutage, welcher der 
stärkste war". 

5. beit i sundr . . . barkann, auf 
dieselbe weise tötet Finnbogi den 
zauberkundigen frorvaldr moÖskegg 
(Finnb. saga ed. Gering s. 52 19 ), 
und nach der Volsunga saga k. 8 
(Bugge s. 97) beifst Sigmundr dem 
Sinfjotli, während beide in wölfe 
verwandelt sind, in die kehle. S. 
übrigens die einleitung § 29, schlufs. 

8. en i sundr, seil. gekk. Dieselbe 
kraftprobe erzählt die Finnboga saga 
(s. 14 10 ) von ihrem holden, der als 
zwölfjähriger knabe(!) einem stier 
den hals umgedreht haben soll. 
Bekanntlich berichtet die Hymis- 



kvi]?a (str. 19) dasselbe von Thor, 
aber menschen, die eine solche tat 
ausführen konnten, hat selbst der 
reckenhafte norden schwerlich her- 
vorgebracht. 

Str. 42. Pros. Wortfolge: Blär 
Dragvandell, säs brug^om framm, 
beitat nü rander, af j?vit Atle enn 
skamme deyf]?e eggjar; neyttak afls af 
nau)?om vi)? ormälgastan hjorva yte; 
letk jaxlbrö]?or ey]?a „ek bar sau]?". 

„Der schwarzblaue Dragvandell, 
den wir zogen, bifs diesmal nicht den 
schild, denn Atle der kurze machte 
die schneide stumpf. Ich wandte not- 
wendigerweise meine stärke gegen 
den wort- wüten den krieger; ich liefs 
meinen zahn den . . . umbringen". 

Bldr, s. zu str. 18. bregpa framm, 
„ziehen und schwingen", rander, 
plur. für sing, wie in str. 35 (mdga). 
ormälgastan von ormdligr; in der 
saga steht kein wort über die 
„wortwut" Atles; dagegen wird sein 
bruder Bergonundr mdlöpe genannt 



Egills heiinkehr nach Island; seine kinder. 



221 



29. SiÖan eignaÖiz Egill jarb'ir p>ser allar, er hann hafb'i Eg. LXY. 
til deilt ok hann kallaÖi, at AsgerÖr kona hans hefb'i dtt at MSLYI. 

T "V VT F 

taka eptir fobur sinn; ekki er getit, at J?a yroi fleira til tibenda JJ ^ f11 ' 
a ]>vi H D gi- 30. Egill f6r J^a fyrst inn i Sogn ok skipabi 
jarbir }>aer, er hann hafbi )?d fengit at eiginorbi; dvalöiz hann 5 
]>ar mjok lengi um vdrit; siÖan f6r hann meÖ foruneyti sitt 
austr i Vik; för hann J?ä ä fund Porsteins ok var )>ar um hrib. 

Egill fährt nach Island. Seine kinder. 
9.38 LXVI, 1. Egill bjö skip sitt um sumarit ok f6r, ]>egar 

hann var büinn; hann belt til Islands; honum förz vel; helt 
hann til Borgarfjarbar ok kom skipinu skamt frd bce sinum; 10 
let hann flytja heim varning sinn, en setti upp skipit. 2. Var 

m— 9 Egill vetr ]?ann at büi sinu; Egill hafbi nü ut haft allmikit 
f6; var hann mabr störauÖigr; hann hafbi mikit bü ok risu- 
ligt. 3. Ekki var Egill ihlutunarsamr um m&l manna, ok 
ötilleitinn viÖ flesta menn, ])& er hann var her fl landi; gerbuz 15 
menn ok ekki til J^ess at sitja yfir hlut hans; Egill var j?ä at 

^8—54 büi sinu, svä at J?at skipti vetrum eigi allfäm. 4. Egill ok 
Asgero'r attu born )?au, er nefnd eru, — Bobvarr hdt sonr 
]>eira, annarr Gunnarr, Porger Ör döttir ok Bera; Porsteinn var 
yngstr; oll väru born Egils mannva3n ok vel viti borin; Por- 20 
gerÖr var elzt barna Egils, Bera l?ar naest. 



Egills letzte reise nach Norwegen. 
LXYII, 1. Egill spuröi J?au tibendi austan um haf, at 
Eirikr blöb'ox hefÖi fallit i vestrviking, en Gunnhildr ok synir 

(k. 50,33). hjgrvayter, „der schwinger von der eheschliefsung gebrancht 



(eig. der vorstofser) der Schwerter", 
„der krieger"; yter v. yta und dies 
v üt „heraus, hervor", jaxlbröper, 
eig. „der bruder des backenzahnes" 
entw. „ein backenzahn" oder „ein 
zahn" im allgein. ek bar saup, ver- 
derbt und unverständlich. 

1. 2. er hann haföi til deilt, „um 
die er gestritten hatte". 

5. eiginordi, ungef. dasselbe wie 
<iyn; am häufigsten wird das wort 



(fd konu til eiginor'ö's). 

Kap. LXVI. 14. ihlutunarsamr, 
„geneigt sich in die angelegenheiteu 
anderer einzumischen". 

14. 15. ok ötiileitinn, hier ist na- 
türlich nur var (nicht ekki var) zu 
ergänzen; ötiileitinn, „nicht geneigt 
verdrufs oder unrecht zu tun". 

Kap. LXVII. 23. Eirikr blötiex 
usw., am wahrscheinlichsten fiel 
Eirikr 954; vgl. die einleit. § 27. 



222 EgÜls letzte reise nach Korwegen. 

Eg. LXVII. p>eira väru farin til Danmerkr suÖr, ok brottu var af Englandi 
];>at HO alt, er p>eim Eiriki haföi ]?angat fylgt. 2. Arinbjorn 
var )?a kominn til Nöregs; haföi bann fengit veizlur sinar ok 
eignir, )?ser er hann haföi att, ok var kominn i kserleika mikla 
5 viÖ konunga. 3. P6tti Agli J?a enn fysiligt geraz at fara til 
N6regs; J?at fylgöl ok tib'endasogu, at AÖalsteinn konungr var 
andaÖr; reo )?ä fyrir Englandi br6Öir bans Jätmundr. 4. Egill 
bjö J?ä skip sitt ok reo haseta til; Onundr sjöni r£z J?ar til, 
sonr Ana frä Anabrekku; Onundr var mikill ok J?eira manna 

10 sterkastr, er j?ä varu p>ar i sveit; eigi var um p>at einmaelt, at 
hann vseri eigi hamrammr. 5. Onundr haföi opt verit i forum 
landa i milli; bann var nokkuru ellri en Egill; meÖ )?eim haföi 
lengi verit vingott; ok er Egill var büinn, 16t hann i baf, ok 
greiddiz p>eira ferÖ vel; kömu at miöjum Nöregi. 6. Ok er 

15 ]?eir sa land, stefndu peir inn i FjorÖu; ok er ]?eir fengu tiÖ- 
endi af landi, var ];eim sagt, at Arinbjorn var beima at büum 
sinum; heldr Egill j^angat skipi sinu i hofn sem na3st boe Arin- 
bjarnar. 7. SiÖan för Egill at finna Arinbjorn, ok varÖ ];>ar 
fagnafundr mikill meÖ ]?eim; baub Arinbjorn Agli pangat til 

20 vistar ok foruneyti bans, }?vi er bann vildi at ]>angat foeri. 
8. Egill ]?ekÖiz ]?at ok let räÖa skipi sinu til blunns, en 
häsetar vistuÖuz; Egill för til Arinbjarnar ok ]?eir tölf saman; 

4. 5. ok var— konunga, dieser satz 9. mikill, s. zu k. 1,2. 

ist kaum richtig, denn zu dieser zeit 10. eigi — einmoilt, „das war nicht 

(d.h. um 954) war nur ein könig etwas, was nur einer sagte", „es 

in Norwegen, nämlich Häkon der wurde von gar vielen gesagt und 

gute; wenn die konungar die Eiriks- geglaubt". einmcelt bed. aber 

söhne sein sollten, ist der satz noch sonst „auf dieselbe weise, überein- 

mehr auffallend, denn das brauchte stimmend erzählt"; hier würde aber 

gar nicht gesagt zu werden, nament- eine solche bedeutung wegen des 

lieh nicht in diesem zusammenhange. vorangehenden eigi sinnlos sein. 

Dachte der verf. (oder ein interpo- 11. hamrammr, s. zu k. 1,8, wo 

lator?) viell. an die zustände nach das wort offenbar in derselben be- 

Häkon d. guten tode? Vgl. k. 80. deutung, wie hier, gebraucht wird; 

6. 7. AÖalsteinn konungr . . andaftr, statt hamr. steht in einer hdschr. 

hier liegt unbedingt ein anackronis- einhamr, was nur den sinn noch 

mus vor. AÖalsteinn war bereits 940 deutlicher macht, 

mit tode abgegangen; sein bruder 21. rd'd'a skipi . . . til hlanns, ein 

und nachfolger Jätmundr war 916 schiff aufs land ziehen, wo es auf 

gestorben; dieser wird nun offenbar rollen stand. 

mit seinem nachfolger Edrcd zu- 22. peir tölf saman, d. h. selb- 

sainmengeworfen. zwülft, „er mit elf seiner leute". 



Egill bei Arinbjorn. 223 

Egill haffti hltit gera langskips segl mjok vandat; segl }>at Eg. LXYII. 
gaf bann Arinbirni ok enn fleiri gjafar, pxr er sendiligar väru. 
9. Var Egill ]>ar um vetrinn i g6Öu yfirlaeti ; Egill för um 
vetrinn suör i Sogn at landskyldum sinum; dvalöiz )>ar mjok 
lengi; siöan f6r bann norör i FjorÖu. 10. Arinbjorn baföi 5 
jölaboÖ mikit, bauÖ til sin vinum sinum ok heraosböndum; 
var ]>ar fjolmenni mikit ok veizla g6$; hann gaf Agli at jola- 
gjof slceÖur, gorvar af silki ok gullsaumaÖar mjok, settar fyrir 
alt gullknoppum i gegnum niÖr; Arinbjorn haföi l&tit gera 
klseöi )^at viÖ voxt Egils. 11. Arinbjorn gaf Agli alkkeönaö, 10 
nyskorinn, at jölum; väru ]?ar skorin i ensk klseöi meÖ morgum 
litum. 12. Arinbjorn gaf margs konar vingjafar um jölin J^eim 
monnum, er bann hoföu beimsött, ]?viat Arinbjorn var allra 
manna orvastr ok mestr skorungr. 

13. Da orti Egill visu: 15 

43. Sjalfrä^e \6t sloe}?or 

silke drengr of fenget 

gollknappa]?ar greppe, 

getk aldre vin betra; 

Arenbjorn of hefr ärnat 20 

eirarlaust (ef>a meire 

sfy mon seggr of fcep>ask 

slikr) oddvita rike. 

2. sendiligar, eig. „die gesandt künften von seinen gutem"; d. h. 
werden konnten"; d.h. welche die „um diese einzutreiben". 

mühe des versendens lohnten; vgl. 8. slcedur, „ein schleppkleid", von 

auch sendingar von geschenken und vornehmen leuten getragen; siehe 

besonders den speisen, die der Grundr. 2 III, 430: „es war bis zu 

fürst von seinem eigenen tische an den füfsen herabhängend und hatte 

einen anderen anwesenden „sandte"; wie der rock ärmel, war aber vorn 

dies war eine fürstliche auszeich- offen und mufste mit knöpfen zu- 

nung; sendiligr also ungef. „präsen- sammengehalten werden. Es war am 

tabel". häufigsten von seide". 

3. 4. um vetrinn, aus chrono- 8. 9. fyrir alt, „ganz vorn", 
logischen gründen ist es wahr- 10. alklcetinaft , „einen vollstän- 
scheinlich, dafs Egill erst im sommer digen anzug". 

955 nach Norwegen gekommen ist, 11. nyskorinn, „neu angefertigt", 

dafs er also gar nicht einen Str. 43. Pros.wortfolgerDrengr 

winter bei Arinbjorn sich aufge- let of fenget sjalfräj?e greppe goll- 

halten hat. knappa)?ar silkeslce)?or; getk aldre 

4. at landskyldum, „zu den ein- betra vin. Arenbjorn of hefr arnat 



224 Egill wünscht ansprach anf den nachlafs des Ljotr zu erheben. 

Eg. Egill macht anspruch auf die guter des von ihm getöteten 

LXVIII. berserkers Ljötr. 

LXYIII, 1. Egill fekk 6gleÖi mikla eptir jölin, svd at 

hann kvaÖ eigi orÖ; ok er Arinbjorn fann J?at, \k t6k hann 

roeÖu viö Egil ok spuröi, hverju J?at gegndi, ögleöl su, er kanu 

kafÖi, — 2. „vil ek", segir hann, „at ]?u lätir mik vita, hvart 

5 J>ti ert sjükr, eö'a berr annat til; megum vor \k boetr k vinna". 

3. Egill segir: „Engar hefi ek kvellisöttir, en ähyggjur 
hefi ek miklar um ]?at, hversu ek skal nd fe" J?vi, er ek vann 
til, p>ä er ek felda Ljöt enn bleika norÖr ä Moeri; mer er 
sagt, at drmenn konungs hafi J?at fe alt upp tekit ok kastat 

10 a konungs eigu; nü vil ek j?ar til hafa J?itt KÖsinni um )>essa 
fjarkeimtu". 

4. Arinbjorn segir: „Ekki setla ek J?at fjarri lands logum, 
at pü eignaöiz fe pat, en ]?6 );ykki mer nü feit fastliga komit; 
er konungsgarfir nimr inngangs, en Jrongr brottfarar. 5. Hafa 

15 oss orÖit margar torsöttar fjärheimtur viÖ ofrefiismennina, ok 



eirarlaust oddvita rike; sij? mon of 
fce]?ask seggr slikr e]?a meire. 

„Der edle mann gab dem dichter 
(mir) aus eigenem antriebe ein 
seidenes schleppkleid mit gold- 
knüpfen; nimmer werde ich einen 
besseren freund bekommen. Aren- 
bjorn hat ohne sich zu schonen 
den glänz eines häuptlings entfaltet. 
Spät (d. h. niemals) wird ein mann 
geboren werden, der ihm gleicht 
oder ihn übertrifft". 

Drengr, „ein braver mann", hier 
wie öfters, let of fenget = fekk 
„gab", greppr, besonders in der 
poesie sowohl „ein mann" als „ein 
dichter", hier das letztere, drna, 
mit dat. (rike) „bewältigen", odd- 
vite, „leiter, lenker"; vielleicht ist 
hier Eirikr blutaxt gemeint; der 
ganze satz bedeutet da: A. hat die 
macht Eiriks ohne sich selbst zu 
schonen gefördert; diese auffassung 
scheint aber unsicherer als die oben 
augeführte. 



Kap. LXVIII. 1. ögletti, vgl. k. 56, 2 f. 

3. öyle'd'i sü, appos. zu Jmt, „das, 
sein unerklärliches benehmen". 

6. kvellisöttir, „kleine krankheits- 
zufälle". 

ähyggjur, „sorgen". 

12. fjarri lands logum, s. oben 
k. 65,39— 40. 

13. fastliga, „in feste hand". 

14. er konungsgartir usw., eine 
sprichwörtliche redensart. 

14. 15. Hafa oss usw., was Ar. 
hier meint, kann wohl seine eigene 
erfahrung aus jener zeit sein, da er 
selbst nach dem tode Eiriks nach 
Norwegen gekommen war; vgl. k. 69 
anfang. Man mufs dann annehmen, 
dafs A. seine guter nicht ohne 
Schwierigkeiten wieder bekommen 
hat. Aber auch Egills fordernngen 
auf das erbe seiner frau, als könig 
Eirikr noch in Norwegen war (s. 
(k. 56), können gemeint sein; wegen 
des folgenden sdtu ver usw. ist dies 
wohl das richtige. 



Arinbjorn tragt dem könige Häkon Egils forderung vor. 225 

sätu vir )?ä i meira trausti viÖ konung, en nu er, |m'at vin- Eg. 
ätta okkur Häkonar konungs stendr grünt, ]>6 at ek veröa T^XYIII. 
svä at gera, sem fornkveöit orÖ er, at }?a verör eik at faga, 
er undir skal bua". 

6. „Par leikr )?6 minn hugr ä", segir Egill, „ef ver hofum 5 
log at msela, at ver freistim; ma svä vera, at konungr unm 
oss her af r6tts, J?viat mer er sagt, at konungr se maör rett- 
lätr ok haldi vel log ]?au, er hann setr her i landi; telz mer 
J?at heizt f hug, at ek muna fara ä fund konungs ok freista 
J?essa mala viÖ hann". 10 

7. Arinbjgrn segir, at hann var ekki füss J?ess, — „]?ykki 
mer, sem )?vi muni öhoegt saman at koma, Egill! kappi J?fuu 
ok dirfÖ en skaplyndi konungs ok riki hans, ]?viat ek hygg 
hann vera engan vin J?inn, ok )?ykkja honnm f>ö sakar til vera. 

8. Vil ek heldr, at vit lätim ]?etta mal niÖr falla ok hefim 15 
eigi upp; en ef ]>u vill J>at, Egill! ]?ä skal ek heldr fara ä 
fund konungs meÖ |?essi malaleitan". 

9. Egill segir, at hann kynni )?ess mikla J?gkk ok aufüsu, 
ok hann vill p>enna kost gjarna. 10. Häkon var ]?a ä Roga- 
landi, en stundum ä HorÖalandi; varft ekki torsött at soekja 20 
hans fund; var )?at ok eigi miklu sfÖarr, en roeöan hafoi verit. 
11. Arinbjgrn bjö ferÖ sina; var f>ä gort Ijöst fyrir monnum, 
at hann setlaÖi til konungs fundar; skipaÖi hann hüskorlum 
sfnum tvitugsessu, er hann atti; Egill skyldi heima vera; vildi 
Arinbjgrn eigi, at hann foeri. 12. F6r Arinbjgrn, J>ä er hann 25 
var büinn, ok förz honum vel; fann hann Häkon konung ok 
fekk )?ar göÖar viÖtgkur; ok er hann haföi litla hriÖ dvaliz 
)?ar, bar hann upp orendi sin viÖ konung ok segir, at Egill 
Skallagrfmsson er )?ar kominn til lands, ok hann J?öttiz eiga 



'i. 4. ver'dr eik at fdga, er undir 
skal bila, ein uraltes Sprichwort, 
ans der zeit herstammend, als die 
Wohnungen (Mitten) noch unter 
einem grofsen bäume oder rings 
um ihn herum aufgeführt waren; 
vgl. Volsungas. k. 3. 

5. Par leikr . . . minn hugr d, 
„danach steht mein sinn"; in der- 
selben bedeutung gleich uachher: 
telz mer pat i hug. 
Sagabibl. in. 



7. retts, ntr. sing, des adj. rettr. 

12. saman at koma, „in Überein- 
stimmung zu bringen". 

17. metü pessi malaleitan, „um 
diese Unterhandlung zu führen". 

21. pat, näral. at sazkja d hans 
fund, „und das (dafs man, d. i. Arin- 
bjorn, ihn besuchte) geschah auch 
nicht viel später". 

24. tvitugsessu, „ein fahrzeug mit 
sitzen für zwanzig rüderer". 

15 



22t> König Häkoü schlägt Egils forderung ab. 

Eg. fe f>at alt, er ätt haföi Ljotr enn bleiki — 13. „er oss svä 
LXVIII. gagt, konungr! at Egill muni log mrela um J>etta, en feit hafa 
tekit upp ärmenn yörir ok kastat a yÖvarri eigu; vil ek yör 
)?ess biöja, herra, at Egill näi }>ar af loguin". 
5 14. Konungr svarar hans mäli ok t6k seint tu orÖa: 

„Eigi veit ek, livi J?ü gengr meÖ sliku mäli fyrir hond Egils; 
kom hann eitt sinn a minn fund, ok sagfta ek honum, at ek 
ekki vilda h£r i landi vistir hans, af ]?eim sokum, gern yfrr er 
äÖr kunnigt. 15. Nu }?arf Egill ekki at hefja upp slikt til- 

10 kall viÖ mik sem viÖ Eirik bröÖur minn; en J?er, Arinbjorn! 
er pat at segja, at ]m svä megir vera her i landi, at pu metir 
eigi meira ütlenda menn en mik eÖa min orÖ, 16. fviat ek veit, 
at hugir Jn'nir standa J?ar til, er Haraldr er, Eiriksson, föstr- 
son )?inn, ok er per sä kostr beztr, at fara til fundar vi^5 J?ä 

15 brceÖr ok vera meÖ J?eim, J?vfat mer er mikill grunr ä, at mer 
muni slikir menn illir tiltaks, ef J>at ]?arf, at reyca um skipti 
var sona Eiriks". 

17. Ok er konungr tok }?essu mäli svä J?vert, \k sä Arin- 
bjorn, at ekki mundi tjä, at leita J?eira mala viÖ bann; bjöz 

20 hann ]?ä til heimferÖar; konungr var heldr styggr ok öbliÖr 
til Arinbjarnar, siÖan hann vissi orendi hans. 18. Arinbjorn 
hafÖi ]?ä ok ekki skaplyndi til, at mjukketa sik viÖ konung 
um J>etta mal; skilÖuz f>eir viÖ svä büit; för Arinbjorn heim 
ok sagöi Agli orendislok sin — „mun ek eigi slikra mala 

25 optarr leita viÖ konung". 

19. Egill varÖ allöfrynn vif) fessa sogu, J?öttiz ]?ar mikils 
fjär missa ok eigi at rettu. 20. Fäm dogum siöarr var f>at 
snimma einn morgin, j?ä er Arinbjorn var i herbergi sinu, — 
var f>ar \k ekki.mart manna — , ]?ä let hann kalla )?angat 

30 Egil, ok er hann kom J?ar, \k l£t Arinbjorn lüka upp kistu 
ok reiddi ]?ar 6r fj6ra tigu marka silfrs ok mailti svä: 
21. „Detta fe" geld ek }>e>, Egill! fyrir jaröir )?a3r, er Ljötr enn 



2. log mala, „reden was rechtlich 14. 15. pd brceb'r, „ihn (nämlich 

zulässig ist", d. h. „einen gesetz- Haraldr Eirikssoo) u. seine brüder". 

mäfsigen ansprach erheben". 10. illr tiltaks, „schlecht zu brau- 

7. kom hann usw., s. k. 03,2— 15. chen". 

11. wd, „nur so", „nur unter der efpatparf, „wenn es dazu kommt", 

bedingung". 22. nifüklcuta aik vi'Ö ehn, „sich 

13. 14. föstrson, s. k. 59, 4. vor jmd. demütigen". 



Armbjorns und Egils raubzüge nach Sachsen und Friesland. 227 

bleiki hafbi att; ]?ykki mer ]?at sannligt, at ]?ü hafir ]?essi Eg. 
laiin af okkr Fribgeiri frsenduni fyrir fat, er ]m leystir lif I'XVIII. 
hans af Lj6ti, en ek veit, at J>ü 16z min at njöta; em ek fvi 
skyldr at Uta J?ik eigi lograening af }>vi inäli." Egill tok viÖ 
fenu ok J?akkaÖi Arinbirni; gerbiz Egill J?ä enn einteiti. 5 

Egils und Arinbjorns wikingerzüge. Arinbjorn zieht zu könig Haraldr. 

LXIX, 1. Arinbjorn var J?enna vetr heima at büum sinum, 
en eptir um värit lysti hann yfir ]?vi, at hann setlar at fara i 
viking; Arinbjorn hafbi skipakost göÖan; bjö hann um vant 
frjü langskip ok oll stör. 2. Hann hafbi ]?rjü hundrub manna; 
hafbi hann hüskarla a skipi sinu ok var )?at allvel skipat; 10 
hann hafbi ok marga böndasonu meÖ ser. 3. Egill r£z til 
farar meÖ honum; styrbi hann skipi, ok for meÖ honum mart 
af foruneyti J^vi, er hann hafbi haft meb s£r af Islandi; en 
kaupskip f>at, er Egill hafbi haft af Islandi, 16t hann flytja 
austr i Vik; fekk hann f>ar manna til, at fara meb varnab 15 
sinn. 4. En )?eir Arinbjorn ok Egill heldu langskipunum suÖr 
meb landi; siöan stefndu f>eir liöinu subr til Saxlands ok 
herjuou }?ar um sumarit ok fengu ser fe. 5. En er hausta 
tök, heldu f>eir norör aptr ok lägu viÖ" Frisland; einhverja 
n6tt, )>& er vebr var kyrt, logbu J?eir upp i möbu ei na, j?ar er 20 
ilt var til hafna ok ütüri mikil; far väru ä land upp slettur 
miklar ok skamt til skögar; J>ar varu vellir blautir, ]?viat regn 
hofbu verit mikil. G. Dar reÖu j?eir til uppgougu ok letu eptir 
Vriojung libs at gseta skipa; ]?eir gengu upp meb änui, milli 
ok skögarins; f>ä varb bratt fyrir ]?eim ]?orp eitt, ok byggbu 25 
J^ar margir bcendr; libit rann 6r j?orpinu a landit, p>ar er matti, 
f>egar er vart varb vib herinn, en vikingar sottu eptir f^eim. 
7. Var \k siban annat )?orp ok et ]?ribja; libit flybi alt )?at, 

1. sannligt, „passend". Kap. LXIX. 10. skipi, natürlich 

1. 2. pessi lauv , „dieses geld als „ein langschiff", s. k. 76,13. 

lohn". 15. Jmr, gehurt zum folgenden 

4. loyraming, rceningr ist passi- til, „dazu", was durch den folgenden 
visch, „jmd. der beraubt wird" und r/f-satz erklärt wird. 

log- bezeichnet das, was einem 21. ütfiri, „weit hinaus sich er- 
genommen wird, vertfa oder vera streckende flache meeresufer"; firi 
Ist zu ergäuzen. ntr., vgl. fjara „gestade". 

5. einteiti, „ganz u. gar gut gelaunt". 22. blautir, „durchweicht". 

15* 



228 



Kampf mit den Friesen. 



Eg. LXIX. er J?vi kom vib; )?ar var jafnlendi ok slettur unklar; diki väru 
skorin viba um landit ok stob i vatn. 8. Hofbu ]?eir lukt um 
akra sina ok eng, en i sumum stobum väru settir staurar 
störir yfir dikin; J?ar er fara skyldi, väru briiar, ok lagbir yfir 
5 vibir. 9. Landsfölkit flyöi { morkina; en er vikingar väru 
komnir langt i byggbina, ]?ä sofnuöuz Frisir saman i sköginum, 
ok er ]?eir hofbu aukin ]?rjü hundrub manna, ]>& stefna )?eir i 
möti vfkingum ok räba til orrustu vib f>ä. 10. Varb J?ar harbr 
bardagi, en svä lauk, at Frisir flybu, en vikingar räku flöttann; 

10 dreifbiz bo3Jarlibit viz vegar, ]?at er undan for; gerbu J>eir ok 
svä, er eptir föru; kom J>ä svä, at fair föru hvärir saman. 
11. Egill sötti }?ä hart eptir ]?eim ok fair menn meb honum, 
en mjok margir föru undan; kömu Frisir ]?ar at, er diki var 
fyrir ]?eim, ok föru ]?ar yfir; siban töku )?eir af bryggjuna. 

15 12. Da koma ]?eir Egill at oörum megin; reo Egill l?egar til 
ok hljöp yfir dikit, en ]?at var ekki annarra manna lilaup, 
enda reb ok engi til. 13. Ok er Frisir sä )?at, J?ä scekja p>eir 
at honum, en hann varbiz; ]?ä söttu at honum ellifu menn, 
en svä lauk ]?eira vibskiptum, at hann feldi ]>ä alla. 14. Eptir 

20 j?at skaut Egill yfir brünni ok for J?ä aptr yfir dikit; sä hann 
)>ä, at lib )?eira alt hafbi snüit til skipanna; hann var ]?ä 
staddr na3rr sköginum; siban for Egill framm meb sköginum 
ok svä til skipanna, at hann ätti kost skögarins, ef hann 
J?yrfti. 15. Vikingar hofbu haft mikit herfang ofan ok Strand- 

25 hogg, ok er J>eir kömu til skipanna, hjoggu sumir büföit, sumir 
fluttu üt ä skipin fein feira, sumir stöbu fyrir ofan i skjald- 
borg, f>viat Frisir väru ofan komnir ok hofbu mikit lib ok 
skutu ä j?ä; hofbu Frisir ]?ä abra fylking. 16. Ok er Egill 
kom ofan ok hann sä, hvat titt var, ]>ä rann hann at sem 

30 snarast, J?ar sem müginn stob; hafbi hann kesjuna fyrir s£r 



1. diki, „graben, kanäle". 

2. lukt, nämlich mit den kanälen. 

4. 5. ok lagfiir — vitfir, ein nar er- 
klärender znsatz; ok = „indem", yfir 
„darüber", nämlich über die kanäle. 

7. aukin, „vermehrte", d. h. „mehr 
als". 

23. at hann ätti kost skögarins, 
„data er die gelegenheit oder Mög- 



lichkeit hatte, sich in den wald 
zurückzuziehen". 

24. 25. strandhpgg bedeutet hier 
„das geraubte vi eh" selbst. 

2?. adra fylking, „eine zweite 
heerschar", im gegensatz zu der 
ersten, die vorher (§ 9) im walde 
sich gesammelt und die plündernden 
wikinger angegriffen hatte. 



Arinbjorn begibt sich zu Haraldr grai'eldr. 



229 



ok tök hana tveimr hondum, en kastaoi skildinum a bak ser. Eg. LXIX. 
17. Hann lagÖi framra kesjunni, ok stokk fra alt, pixt er fyrir 
stöo', ok gafz hon um sva rüm framm i gegnum fylkingina; 
sötti hann sva ofau til manna sinna; p>tfttuz }?eir hafa bann 
tfr helju heimtan. 18. Ganga ]?eir siöan ä skip sin ok heldu 5 
brott frä landi; sigldu p>eir )>& til Danmerkr; ok er )?eir koma 
til LimafjarÖar ok lägu.at Haisi, J?ä atti Arinbjorn hüsjnug 
viÖ lio sitt ok sago'i monnum fyrirsetlan sina: 

11). „Nu mun ek ; ', segir hann, „leita a fund Eirikssona viÖ 
liÖ J?at, er iner vill fylgja; ek hefi nü spurt, at ]?eir broeö'r eru io 
h£r i Danmorku ok halda sveitir sttfrar, ok eru ä sumrum i 
hernaÖi, en sitja ä vetrum her i Danmork. 20. Vil ek nü gefa 
leyfi ollum monnum at fara til Noregs, ]?eim er ]?at vilja, heldr en 
fylgja mer; syniz mer p>at räÖ, Egill! at ]>fi snüir aptr til Noregs, 
ok leitir enn sein br&Öast til Islands üt, J?egar vit skiljumz". 15 

21. Siöan skiptuz menn a skipunum; reÖuz }>eir til Egils, 
er aptr vildu fara til Noregs, en hitt var meiri hluti li'Ös 
miklu. er fylgöi Arinbirni. 22. SkilÖuz f»eir Arinbjorn ok Egill 
meÖ bliou ok vinättu; för Arinbjorn a fand Eirikssona ok i 
sveit meo Haraldi gräfeld, föstrsyni sinum, ok var siöan meÖ 20 
honum, meÖan J?eir lifö'u baÖir. 23. Egill för norÖr i Vikina 
ok helt inn i Osldarfjorb"; var ]>ar fyrir kaupskip bans, f>at 
er hann hafÖi lätit flytja su(5r um varit; ]?ar var ok varnaÖr 
bans ok sveituugar, f>eir er meÖ skipinu hoföu farit. 24. Dor- 
steinn Dtfruson kom ä fund Egils ok bauÖ bonum nie<5 ser at 25 



4. 5. pöttuz— heimtan, eine häufig 
bezeugte redensart (Vatnsd. k. 4, 1 ; 
Stjumu-Odda drauinr k. 4; Bps. I, 
837« u. ö.). 

7. Hdls, an der üstl. mündung 
des T.hnfjord in JUtland. Noch 
heute führt dort ein kirchdorf den- 
selben nauaen (3 ineilen söstl. von 
Aalborg). 

hiisfnng, „hausthing", d. h. die 
Beratung eines i'Ursten mit seinen 
k riegern. 

10. 11. fcir brce'dr eru her i Dan- 
hwrku, der dänische könig Haraldr 
Gormsson (genannt blauzahn) unter- 



stützte die söhne von Eirikr bl6Ö0x, 
seine schwestersöhne, und mit seiner 
hilfe gelang es ihnen schließlich 
durch die Schlacht bei Fitjar (9(i0), 
in welcher Häkon der gute seine 
todeswunde empfing, die herrschaft 
über Norwegen zu erlangen. 
11. halda, „unterhalten". 

20. Haraldi grdfeld, siehe zu k. 
57, 2. 

21. me'Öan />cir liföu ha dir, bis 
zur schlacht bei Hals am Limfjord, 
wo sie beide fielen (wahrscheinlich 
im jähre ',»70). 

23. Idtit flytja, s. § 3. 



230 König Häkon befiehlt dem frorsteinn töruson 

Eg. LXIX. vera um vetrinu ok ]?eim monnum, er bann vildi meÖ s£r 

LXX# liafa; Egill p>ekÖiz ]?at, let upp setja skip sin ok foera varnaö" 

til staoar. 25. En liÖ )?at, er honum fylgÖi, vistaÖiz ]?ar sumt, 

en sumir föru norÖr i laud, )?ar er ]?eir attu heimili; Egill ferr 

5 til Dorsteins ok varu J>ar saman tiu eÖa tölf; var Egill ]?ar 

um vetrinn i goö'urn fagnaÖi. 



Beziehungen der norw. könige zu Vermaland. König Hakon befiehlt dem 
frorsteinn böruson nach Vermaland zu reisen, um den tribut zu holen. 

LXX, 1. Haraldr kouuugr enn liarfagri hafoi lagt undir 
sik austr Vermaland; Vermaland haföi unnit fyrstr Olafr tr£- 
telgja, faÖir Halfdanar hvitbeins, er fyrst var konungr i N6r- 

10 egi sinna kynsmanna, en Haraldr konungr var ]?aÖan komiun 
at langfeÖgatali, ok hofft u f>eir allir langfeÖgar räÖit fyrir 
Vermalandi ok tekit skatta af, en setta menn yfir til lands- 
gsezlu. 2. Ok er Haraldr konungr var gamall orÖinn, ]?ä reo 
fyrir Vermalandi jarl sa, er ArnviÖr h£t; var f>ar p>a sem mj(^k 

15 vföa annars staoar, at skattar greidduz verr, en ]?a er Haraldr 
konungr var a lettasta skeiÖi aldrs, svä pk , H e r synir Har- 
alds deildu um riki i N6regi. 3. Var ]>& litt s6t eptir um 
skattlQndin, J>au er fjarri lägu; en ]?a er Hakon sat i friÖi, f>ä 
leitaÖi hann eptir um riki J?at alt, er Haraldr faÖir hans haföi 

20 haft. 4. Hakon konungr haföi* sent menn austr ä Vermaland. 



3. til stadar, „zu einer (bequemen) so das land urbar und wohnhaft 

nicht näher bestimmten stelle"; vgl. machte. 

k. 70, 22. 9. Halfdanar hvitbeins usw. , s. 

Ilkr., Yngl. s. k. 43. 44. 

Kap. LXX. 7. Haraldr- konungr 16. d lettasta skeifti, „auf dem 

usw., vgl. Hkr. , Har. s. harf. k. 14, leichtesten teile der lebensbalm", 

15 (besonders den schlul's). d.h. dem teile, wo man selbst am 

8. Vermaland, die an Norwegen „leichtesten", d.h. am beweglichsten 

grenzende schwedische landschaft und voll jugendkraft, ist (vgl. Ictt- 

Varmland im n. des Venersees. fazrr, pungr d ser, pungfeßtr u. dgl.). 

Vermaland . . . unnit fyrst Öldfr, pd er synir H, d. h. ums jähr 930. 

die sage hiervon in Hkr., Yngl. s. 17. Var pd litt set eptir um sk., 

k. 42. „damals hatte man sich wenig um 

8. 9. tretelgja, „bauinumhauer" ; die tributpflichtigen landschaften be- 

diesen beinamen bekam Öläfr, weil kümmert". Synonym mit sjd eptir 

er der erste war, der die groisen um eht ist das gleich nachher ge- 

waldungen Värmlands reutete, und brauchte leita eptir um eht. 



den vermländischen tribnt einzufordern. 231 

tolf saman; hoffiu J?eir fengit skatt af jarlinum; ok er J>eir Eg. LXX. 

förn aptr um Eiö'askog, ]?ä k6mu at J>eim stigamenn ok dräpu 

}>d alla. 5. A somu leiÖ for um aÖra seudimenn, er Hakon 

konungr sendi austr a Vermaland, at menn varu drepnir, en 

fe" kom eigi aptr. 6. Var f>at )>k sumra manna mal, at Arn- 5 

viör jarl mundi setja menn sina til at drepa menn konungsins, 

en hafa feit at foera jarlinum. 7. Da sendir Hdkon konungr 

ena J'riÖju menn; var bann J?ä 1 Drandbeimi, ok skyldu ]>eir 

fara 1 Vik austr til fundar viÖ Dorstein Pöruson meÖ )?eim 

oröum, at bann skyldi fara austr & Vermaland, at beimta skatta 10 

konungi til banda, 8. en at oö'rum kosti skyldi Dorsteinn fara 

6r landi, ]?vfat konungr hafÖi ]?a" spurt, at Arinbjorn, m6(5ur- 

bröÖir bans, var kominn suÖr til Danmerkr ok var meÖ Eiriks- 

sonum, p>at ok meÖ, at ]?eir hoföu j>ar miklar sveitir ok varu 

f hernabi um sumrum. 9. Dtftti H&koni konungi ]?eir allir 15 

saman ekki trüligir, J?\iat bonum var van öfriÖar af Eiriks- 

Bonura, ef ]?eir befb'i styrk nokkuru til )?ess at gera uppreist 

moti Hdkoni konungi. 10. Da gerö'i bann til allra fraenda 

Arinbjarnar ok maga eÖa vina, rak bann ]?& marga ör landi? 

eÖa gero'i ];eim aÖra afarkosti. 11. Kom J>at ok j>ar framm, 20 

er Dorsteinn var, at konungr gerÖi fyrir )?a sok )?etta kosta- 

boft. 12. Maftr sd, er orendi )?etta bar, hann var allra landa 

maör, haföi verit longum i Danmork ok 1 Sviaveldi; var bonum 

paa alt kunnigt fyrir baröi um leiöir ok mannadeili; bann 

bafo'i ok viö'a farit um Nöreg. IB. Ok er hann bar petta mal 25 



2. Eiftaskög, ein wald an der nor- 18. ger'Öi . . . til, eig. „behandelte 

wegisch -schwedischen grenze, nach sie", hier aber in prägnanter be- 

dcui noch heute das norwegische deutung; „behandelte sie streng. 

kirchdorf Eidskog (zwischen Kongs- tyrannisch". 

vinger u. Charlottenberg) den namen 21. 22. ger'Öi . . . kostabo'b', „vor 

führt. eine wähl stellte", „zwischen zwei 

stigamenn, „räuber", namentlich dingen wählen liefs" (§ 7, 8). 

solche, die in wäldern sich auf- 22 - 23. allra landa maör, „einer, 

hielten und die landstrafsen uu- der in al len ländern gewesen und 

sicher machten. dort bekannt ist"; vgl. den modernen 

7. en hafa, „fortnehmen", steht ansdruck allm svdta ^vikindi in 

parallel mit at drepa. verächtlichem sinne. 

ia ,, it . ,., , -3- 24. var honum ~ mannadeili, 

12. 18. moturbrodir, s. k.62,1. >be8afs genaue ortg . und per8onal . 

16. trüligir, seil. vera. kenntnis". 



232 Egill erbietet sich an I>orsteins stelle nach Vermaland zu reisen. 

Eg. LXX. Porsteini Pörusyni, ]>k segir Dorsteinn Agli, meb hverjum 
0rendum ^essir menn föru. ok spurbi, hversu svara skyldi. 

14. Egill segir: „AuÖsaett Hz mer um orbsending }?essa, 
at konungr vill ]?ik ör landi sem aÖra frsendr Arinbjarnar, 

5 J?viat f>etta kalla ek forsending svä gofgum manui, sem pu 
ert; er )?at mitt räb, er pi\ kallir til tals vib ]?ik sendimenn 
konungs, ok vil ek vera vib roebu ybra; sjam }?&, hvat i geriz". 

15. Porsteinn gerbi, sem bann mselti, kom f>eim i talit; 
sogbu f>ä sendimenn alt et sanna fra orendum sinum ok orb- 

10 sending konungs, at Dorsteinn skyldi fara J?essa sendifor, en 
vera ütlsegr at obrum kosti. 

16. Da segir Egill: „Se ek gorla um orendi yovart; ef 
Porsteinn vill eigi fara, pk munu per fara skulu at heimta 
skattinn". 

15 Sendimenn sogbu, at hann gat rett. 

17. „Eigi mun Porsteinn fara ]?essa ferÖ, )?viat hann er 
ekki J?ess skyldr, sva gofugr mabr, at fara sva örifligar sendi- 
ferbir, en hitt mun Porsteinn gera, er hann er til skyldr, at 
fylgja konungi innan lands ok ütan lands, ef konungr vill 

20 ]?ess krefja; 18. sva ok, ef p&v vilib nokkura menn bafa heban 
til ]?essar ferbar, pk mun yÖr }?at heimult, ok allan farargreiba 
]?ann, er per vilib Porsteini til segja". 

19. Siban tolubu sendimenn sin f milli, ok kom ]?at 
äsamt nieb f>eim, at pe'w skyldu J?enna kost upp taka, ef Egill 

25 vildi fara i ferbina — „er konungi", sogbu J?eir, „allilla til 
bans, ok mun honum ]?ykkja vär ferÖ aligöb, ef ver komum 
p\i til leibar, at hann se drepinn; rua bann J>ä reka Porstein 
ör landi, ef honum likar". 

20. SiÖan segja )?eir Porsteiui, at ]?eir lata ser lika, ef 
30 Egill ferr, ok siti Porsteinn heima. 



fi. er />ü = at pü. 25. fara i fer'dina, „mit ihnen 

7. hvat i geriz, „was sich dann die reise machen", 

ergeben wird". sogbu fieir, d. h. in ihrer geheimen 

17. örifligar, von reisen gebraucht beratung. 

bedeutet dieses adj. nicht gerade 25. 26. er konungi . . . allilla til 

..gefährlich", sondern „ohne aussieht hans, „der k. ist sehr feindlich 

auf ehre oder guten, glänzenden gegen ihn", 

erfolg". 30. ok siti, „und dann könne P. 

22. til segja, „auferlegen". sitzen". 



Egill bricht nach Vermaland auf. 



233 



„Pat skal ]?ä vera", segir Egill, „at ek muü Dorstein Eg.LXX. 
undan ferb' J?essi leysa, eÖa hversu inarga nienn J?ykkiz pev LXXI » 
}nirfa heöan at hafa?" 

21. „Ver erum saman ätta", sogöu ]>eir, „viljum ver, at 
heöan fari fjörir menn; eru ver J?a tölf". 5 

22. Egill segir, at svä skyldi vera; Onundr sjoni ok )?eir 
nokkurir sveitungar Egils hofÖu farit üt til sjövar at sjä um 
skip ]?eira ok annan varnaö, er |?eir hofÖu seit til varöveizlu 
um baustit, ok kömu J?eir eigi heim; J?ötti Agli f>at mikit mein, 
]?viat konungsmenn letu ööliga um ferÖina ok vildu ekki biba. 10 

Die reise nach Vermaland. Egill und ArmöÖr. 

LXXI, 1. Egill bj6z til fero'ar ok f>rif menn aörir hans 
forunautar; hofÖu J?eir hesta ok sleÖa svä sem konungsmenn; 
]?ä varu snjövar miklir ok breyttir vegar allir. 2. RaÖa ]?eir 
til ferÖar, er ]?eir varu bunir, ok oku upp ä land, ok er pe\r 
sottu austr til EiÖa, f>ä var J?at ä einni n6tt, at feil snj6r 15 
mikill, svä at ogorla sä vegana; förz )?eim ]?ä seint um daghm 
eptir, }?vfat kafhlaup värn, ]?egar af för veginum; ok er ä leiÖ 
daginn, dvolÖuz J^eir ok äÖu hestum sfnum; }>ar var naerr 
skögarhäls einn. 

3. Da maeltu )?eir viÖ Egil: „Nu skiljaz her vegar, en her 20 
framm undan hälsinum byr böndi sä, er heitir Arnaldr, vinr 
värr; munu ver forunautar fara J>angat til gistingar, en )?er 
skuluÖ fara her upp ä hälsinn, i . ok )?ä er J?er komiÖ ]?ar, mun 
brätt verÖa fyrir yÖr boer mikill, ok er yÖr J>ar vis gisting; 
|?ar byr störauÖigr maÖr, er heitir ArmöÖr skegg, en ä morgin 25 
ärdegis skulu ver hittaz ok fara annat kveld til P^iÖaskögs; 
j?ar byr göÖr bondi, er Dorfinnr heitir". 



8. seit til varfiveizlu, s. k. 69, 24. 

Kap. LXXI. 13. breyttir, eig. „ver- 
ändert", d.h. hier „verschlechtert"; 
Fritzuers erklärung (Ordb. I a , 185) 
k;ino unmöglich die richtige sein. 

15. Ei'Öa (gen. plur. von Eid) = 
Eiüaskögr (k. 70, 4). 

16. förz peim seint, „sie kamen 
nur langsam vorwärts". 



17. kafhlaup —veginum, „sobald 
man den richtigen weg verliels 
(oder verlor), sank man tief (eig. 
„bis über den köpf") iu den 
schnee". 

19. skögarhäls, „ein wald be- 
wachsener bergrücken". 

23. per komid par, wie das folg. 
(§ 7, 9) lehrt, steht pat tür par yfir 
„ihr darüber gekommen seid". 



234 Egill kehrt bei ArinöÖr skegg ein. 

Eg. LXXI. 5. Sifran skiljaz ]?cir, fara peir Egill upp k halsinn, en 

fra konungsmonnum er ]?at at segja, at J?egar er gyn fal i 
milli J>eira Egilg, ]>k toku ]?eir gkiÖ gin, er J?eir hoföu haft, ok 
gtigu J>ar ä. 6. Letu giÖan ganga aptr k leio', gern J?eir mdttu; 
5 foru )?eir nött ok dag ok gneru til Upplanda ok ]?aÖan norör 
um Dofrafjall ok lettu eigi fyrr, en }?eir kömu k fund Hdkonar 
konungg, ok sogftu um sina ferÖ, gern farit hafÖi. 7. Egill ok 
forunautar hang foru um kveldit yfir h&lginn; var J^at ]?ar 
skjötast af at gegja, at J?eir foru J?egar af veginum; var snjör- 

10 inn mikill; l&gu hestarnir k kafi annat gkeiÖ, svä at draga 
varÖ upp. 8. Dar väru kleifar ok kjarrskögar nokkurir, en 
um kjorrin ok kleifarnar var alltorsott; var ]?eim pk seinkan 
mikil at hegtunum, en mannfcerÖin var en p>ynggta. S). Moedduz 
)?eir ]?ä mj^k, en ]>d kömuz J?eir af hälsinum ok gä }>k fyrir 

15 ge> boa mikinn ok gottu )?angat til; ok er }?eir kömu i tünit, 
)>k ga f>eir, at |?ar gtöÖu menn uti, ArmöÖr ok gveinar hang. 
10. KogtuÖuz J?eir orÖum k ok gpurÖuz tiö'enda; ok er ArmoÖr 
visgi, at )?eir varu gendimeun konungg, \k bauÖ bann J>eim 
f>ar gigting; ]?eir J?ekÖuz ]?at; t6ku hüskarlar ArmtfÖs viÖ hegt- 

20 um }>eira ok reiÖa, en böndi baÖ Egil ganga inn i gtofu, ok 
]?eir gerÖu gva. 11. Armöö'r getti Egil i ondvegi ä enn öoaöra 
bekk, ok f>ar forunautar hang ütar hk\ J?eir roecldu mart um, 
hvergu erfilliga f>eir h^fÖu farit um kveldit, en heimamonnum 
p6üi mikit undr, er J?eir hoföu framm komiz, ok gQgftu, at )?ar 

25 vaeri engum manni foert, )>6 at gnjölaugt vseri. 

2. syn fal, syn akk., fal unpers., 11. kjarrskögar,,, wäld er mit vielem 
„sobald es (das terrain) das gegen- Unterholz oder gebüseh (kjprr)". 
seitige sehen verdeckte", d. h. so- 12. seinkan, „auf enthalt, ver- 
bald sie einander nicht mehr sehen zögerung". 

konnten. 13. mannfcertSin , „das vorwärts- 

3. ski'Ö, s. zu k. 18,4. kommen v. menschen". 

1). foru . . . af, „verloren"; die 17. spurb'uz, „fragten einander". 

Ursache wird durch var snjorinn 22. forunautar, man erwartete 

mikill angegeben. den akk. (als obj. zu setti); die kon- 

10. annat skeid, „bei jedem zweiten struktion aber wird geändert; „und 
schritt". dann kamen (oder safsen) die ge- 

1 1 . kleifar, kleif eigentlich „eine fährten E.". 

stelle, die man erklimmen (klifa) 23. erfilliga = erfidliga, „mühe- 

mufs"; im allgemeinen bedeutet das voll"; Noreen, Gramm. 4 § 269,4. 

wort „gebirgspass" ; vgl. klif, ntr., 24. framm komiz, „den ganzen 

k. 74, 12. weg zurückgelegt hätten". 



Egill bei ArmöÖr skegg. 



235 



12. Da maelti ArmöÖr: „Dykkir yör eigi sä beini beztr, Eg. LXXI, 
at yör se borÖ sett ok gefinn nättverör, en siöan fari per at 

sofa? munu J>er ptx hvilaz bezt". 

„Dat likar oss allvel", segir Egill. 

13. ArmöÖr let \k setja \e\m borö", en sio'an väru settir 5 
framm störir askar, fullir af skyri; p>a let ArmöÖr, at honum 
J?oetti )?at illa, er hann haföi eigi mungat at gefa \e\m\ \e\r 
Egill väru mjok ]?yrstir af moeöi; töku pe\r upp askana ok 
drukku äkaft skyrit, ok p6 Egill miklu mest; engi kom onnur 
vistin framm. 14. Dar var mart hjöna; hiisfreyja sat ä f>ver- io 
palli ok f>ar konur hjä henni, döttir bönda var ä gölfinu, tiu 
vetra eÖa ellifu; hüsfreyja kallaÖi hana til sin ok mselti i 
eyra henni; sifian för maerin utar fyrir borÖit, f>ar er Egill sat. 

15. Hon kvaÖ: 

44. Dvi sende min möj?er 15 

mik vi]? pik til tun dar 
ok orj? bera Agle, 
at er varer skylde]?; 
Hildr mselte f>at horna: 

haga svä maga ]?inom, 20 

eigo 6rer gester 
oeJ?ra nest ä frestom. 

16. ArmoÖr laust meyna ok bao hana J?egja — „maelir 
pxa )?at jafnan, er verst gegnir". 

Maerin gekk ä brott, en Egill skaut niÖr skyraskinum, 25 
ok var J?ä nacrr tömr; väru J?ä ok brott teknir askarnir frä 
f»eim. 17. Gengu pk ok heimamenn i saeti sin, ok väru borÖ 
npp tekin um alla stofu, ok sett ä vist; pvi nacst kömu inn 



6. askar, fullir af skyri, s. zu 
k. 43, 8. 

let, „gab vor". 

10. 11. /'verpalli, die querbank 
au der hinteren seite der stube war 
gewöhnlich, wo eine solche über- 
haupt existierte, der frauensitz. 

Str. 44. „Daruni sandte meine 
mattet mich zu dir, um Egill die 
worte zu überbringen, dafs ihr vor- 



sichtig sein möchtet. Die trau sagte: 
, Unsere gaste können bessere speise 
bald erwarten; richte deinen magen 
(dein essen) dauach ein'." 

Agle = /'6 ; r, „dir", horna Hildr, 
„die Hilde der trinkhörner", „eine 
frau". frestom von fr est, ntr., 
„trist". 

28. upp tekin, „aufgestellt". 

sett d vist, für vist sett d. 



23(5 



Egill bei ArmöÖr sk egg. 



Eg. LXXI. sendingar, ok väru \k settar fyrir Egil sem fyrir aöra inenn. 
18. IM nsest var gl inn borit, ok var J?at et sterkasta mungat; 
var \k brätt drukkinn einmenningr; skyldi einn mab'r drekka 
af dyrshorni; var }?ar mestr gaumr at gefinn, er Egill var ok 
5 sveitungar hans; skyldu drekka sem äkafast. 19. Egill drakk 
ösleitiliga fyrst langa hrfÖ; en er fornnautar haus geröuz öfcerir, 
J?ä drakk hann fyrir J?a, ]?at er J>eir matt« eigi. 20. Gekk 
svä til J?ess, er borÖ föru brott; geröuz J?ä ok allir nijok 
druknir, ]?eir er inni väru, eu hvert füll, er AruiöÖr drakk, 
10 ]?& msßlü hanu: „Drekk ek til J?in, Egill 1", — en hüskarlar 
drukku til forunauta Egils ok hofÖu enu sama formala, 

21. Mab'r var til )?ess fengiun, at bera f>eim Agli hvert füll, 
ok eggjaöi sa mjok, at }?eir skyldi skjött drekka; Egill maelti 
viÖ forunauta sina, at J?eir skyldu }?a ekki drekka, en bann 

15 drakk fyrir j?ä, ]?at er ]?eir ni&ttu eigi annan veg undau komaz. 

22. Egill fann J?d, at honuna mundi eigi sv& büit eira; stob 
hann p& upp ok gekk um golf ]?vert, ]?angat er ArmöÖr sat; 
hann tök hondum i axlir honum ok kneikti hann upp at 
stofum. 23. SiÖan }?eysti Egill upp ör s6r spyju mikla, ok 

20 gatis i andlit ArmoÖi, i augun ok nasarnar ok i munninn; 
rann sva ofan um bringuna, en ArmtfÖi var viÖ andhlaup, ok 
er hann fekk ondinni frä ser hrundit, J?ä gaus upp spyja. 
24. En allir maeltu ]?at, J?eir er bjä, varu, hüskarlar ArmtfÖs, 






1. sendingar, „fleischstückc"; vgl. 
zu k. (>7, 8. 

2. var gl inn borit, wenn ArmöÖr 
vorher (§ 13) das Vorhandensein von 
bier geleugnet hatte, so war der 
grund wahrscheinlich der, dafs er 
überhaupt seine gaste nicht mit 
bier bewirten wollte, aber nachher 
(von seiner frau?) dazu genötigt 
wurde. 

3. einmenningr, „ein cinzeltrinken": 
jeder sollte für sich allein trinken, 
d. h. ein trinkhorn leeren, wie aus 
dem folgenden sich ergibt; vgl. 
k. 48, 6, wo von einem tvimenningr 
die rede ist, und besonders zu 
k. 7, 4. 

6. ösleitiliga, s. zu k. 49, 8. 



6. öfcerir, eigentl. „unfähig zum 
gehen", hier „unfähig zum trinken". 

9. hvert füll, er usw., anakolu- 
thisch, statt vio' hvert fall oder 
dergl. 

10. Drekk ek til pin, „ich trinke 
dir zu", „ich komme dir ein stück". 

17. pangat er A. sat, er safs 
natürlich im gndvegi et osdra gegen- 
über Egill. 

18. kneikti, „preiste, drückte". 
18. 19. at stofum, „gegen die 

pfeiler (in der rücklehne dessitzes)". 

20. gaus, Subjekt ist hon, d. i. 
spyja. 

21. var vid andhlaup, „war nahe 
daran, den atem zu verlieren"; and-: 
ond, andar „atem". 



EgiH;bei ArmöÖr skegg-. 237 

at Egill skyldi fara allra manna armastr, ok bann vseri eim Eg. LXXI. 
versti maÖr af t?essu verki, er hann skyldi eigi gauga üt, er 
hann vildi spyja, en verÖa eigi at undrum inni i drykkju- 
stofunni. 

25. Egill segir: „Ekki er at ballmsela nier um fetta, p6tt 5 
ek gera, sein b6ndi gerir, spyr hann af ollu afli, eigi siör 
en ek". 

26. SfÖan gekk Egill til rums sins ok settiz niÖr, baÖ 
]>'k gefa se> at drekka. Da kvaÖ Egill viÖ raust: 

45. Titt erom verj? at vätta, 10 

vaette berk at haettak 
]?ung til Kessar gongo, 
J?inn, kinnalo minne; 
margr velr gestr, J?ars gister, 
gjold, finnomk ver sjaldan 15 

(Arm6f>e liggr) 03)?re 
(ol)?ra dregg i skegge). 

27. ArmöÖr bljop upp ok üt, en Egill baÖ gefa s£r drekka; 
f>d maelti büsfreyja viö" )?ann mann, er J>eini bafÖi skenkt um 
kveldit, at hann skyldi gefa drykk, svä at \k skyrti eigi, 20 
meöan J?eir vildi drekka; siÖan tök hann dyrshorn mikit ok 
fyldi ok bar til Egils; Egill kneyfoi af horninu i einum drykk. 
28. M kvaö hann: 



1. fara, ungef. = vera; aber fara „Ich habe lust von deinen speisen 

stammt von solchen redeweisen wie zu zeugen (zu zeigen, was ich bei 

z. b. fari hann J>ar, er gramir taki dir gegessen habe); ich lege ein 

hann. gewichtiges zeugnis davon ab, dafs 

3. en verfta eigi, statt en hann ich diese reise wagte, durch meinen 

skyldi eigi verüa. backensaft; mancher gast wählt eine 

verlfa . . . at undrum, „ein gegen- bessere bezahlung, wo er einkehrt; 

stand der Verwunderung werden", wir beide werden uns (später) selten 

,,durch sein benehmen anstois er- treffen. Die bierhefen liegen im 

regen". barte Ärmo^s." 

Str. 45. Pros. Wortfolge: Erom titt v. tif>r, vgl. zu k. 2,4. „backen- 

titt at vütta ver) 7 ^inn; berk }ning saft", die ausgebrochene flüssigkeit, 

vaette kinnalo minne, at hset^ak til die spyja. rcette ist der eigentliche 

j'essar gongo; margr gestr velr term. techn. für das „gerichtliche 

(K}>re gjold, ]?ars gister; ver finnomk zeugnis". 
sjaldan; Arnutye liggr otyra dregg 

i skegge. 22. kneyfdi af, „er leerte". 



238 



Egill bei ÄrinöÖr skegg. 



Eg. LXXI. 
LXXII. 



46. Drekkom 6r, J?6tt Ekkels 
eykrfyr bere tfyom 
horna sund at hende, 
hvert füll, bragar Ulle. 
5 Leifom vsetr, p6tt Laufa 

leikstoerer mdr foere 
hrosta tjorn i hörne 
horns, til dags at morne. 

29. Egill drakk um hriÖ ok kneyföi hvert hörn, er at 
10 honum kom, en litil var J?ä gleöi i stofunni, p6tt nokkurir 
menn drykki. 30. Sioan stendr Egill upp ok forunautar hans, 
ok taka väpn sin af veggjum, er j?eir hoföu upp fest; ganga 
siÖan til komhloÖu feirar, er hestar feira väru inni; iQgouz 
j?eir f>ar niÖr i hälm ok sväfu um nöttina. 



Egill kehrt bei frorfinnr ein und heilt dessen tochter durch runenzauber. 

15 LXXII, 1. Egill st6Ö upp um morgininn, j?egar er dagaöi; 

bjogguz J?eir forunautar ok f6ru ]?egar, er feir varu bunir, aptr 
til boajarins ok leita ArmöÖs. 2. Ok er J?eir kömu til skemmu- 
bürs ]?ess, er ArmöÖr svaf i ok kona hans ok döttir, J?ä hratt 



Str. 46. Pros. Wortfolge: 
Drekkom hvert füll ör, J?6tt Ekkels 
eykrtyr bere ttyom horna sund at 
hende bragar Ulle ; leiforn vsetr horns, 
)?6tt Laufa leikstoerer fcere mer hrosta 
tjorn i hörne til dags at morne. 

„Ich leere jedes hörn, obschon 
der mann unabläfslich dem dichter 
(mir) das bier bringt; ich lasse nichts 
im hörne übrig, obgleich der mann 
mir bis zum morgen des (nächsten) 
tages im hörne bier bringt". 

Drekka 6r, „austrinken, leeren". 
füll bedeutet gewöhnlich „becher", 
hier ist es mit hom identisch; füll 
bedeutet auch eig. nur „ein volles" 
(hörn oder jegliches trinkgerät). 
Ekkels eykr, „das pferd des Ekkell 
(eines seekönigs)", „das schiff"; 
dessen „reiter" eig. „ein seemann", 
hier im allgein. „ein mann", wie 



bald nachher Laufa leikstoerer „der 
das spiel des Schwertes, den kämpf 
gewaltig macht", „der krieger"; 
Laufe nach Saxo (Holder p. 56) das 
schwert Bjarkes. stcerer von stoera 
und dies von störr. bera at hende 
= bera til oder bera. horna sund, 
„hornmeer", „das bier". bragar Ullr, 
„der Ullr (gott) der dichtung", „der 
dichter", vcetr horns scheint eig. 
„nichts vom hörne" (horns gen. 
partit.) zu bedeuten, d. h. „hörn" 
gleichbedeutend mit dem inhalte 
desselben, hrosta tjorn, „der see 
des gemaischten malzes (hroste)", 
„das bier". 

13. kornhlodu, „scheuer". 

Kap. LXXII. 17. 18. skemmubürs, 
soviel als sktmma (siehe k. 1 9,9) ; 
„Schlafzimmer"; so wenigstens in 



Egill bei Arm6Ör skegg; 



239 



r 

Egill upp hurÖinni ok gekk til rekkjunnar Arniofrs; hann bra Eg. 
\h sverÖi, en annarri hendi greip bann i skegg ArmöÖs ok 1JXX1I. 
hnykÖi honuin a stokk frainm, en kona ArmoÖs ok dottir 
hljopu upp ok bä<5u Egil, at bann drsepi eigi Arni6ö\ 

3. Egill segir, at hann skyldi }?at gera fyrir )?eira sakar, 5 
— „]?vfat )?at er makligt, en hefÖi hann veröleika til, at ek 
drsepa hann". 

4. M kvao' Egill: 

47. Nytr illsogoll yter 

armlinns kono sinnar 10 

(oss 's vi]? ögnar hvesse 

öttalaust) ok d6ttor; 

J?eyge mont vif> ]?enna 

)?ykkjask ver)?r fyr drykkjo 

grepp, skolom a* veg vappa 15 

vitt, svägoro hlita. 



der ältesten hist. zeit; später bed. 
bür (= nhd. „bauer", ahd. uihd. 
bür, angels. bür, wz. bü- in büa) 
ausschliefslich „Vorratshaus"; s. V. 
Guomundsson, Privatboligen s. 227 
—228. 

3. stokk, hier s. v. a. samgarstokk, 
„die (vordere) seitenwand der bett- 
steile". 

6. pat er makligt, „das verdienet 
ihr", nämlich dafs ich Ann6Ös leben 
schone. 

hefdi hann, st. hann hef'Öi, wegen 
des rhetorischen nachdrncks; hann 
ist stark betont. 

Str. 47. Pros. Wortfolge: Ill- 
sogoll armlinns yter nytr kono sinnar 
ok dottor; oss es öttalaust vi}? ögnar- 
hvesse; }>eyge mont }?ykkjask ver|?r 
hlita svägoro vty ]<>enna grepp fyr 
drykkjo; skolom vappa vitt ä veg. 

„Der schmähsüchtige mann hat 
seiner frau und tochter das leben 
Zu verdanken; ich fürchte durchaus 
nicht den streitbaren mann. Du 



wirst wohl nicht meinen, mit dieser 
behandlung (als bezahlung) für dein 
gelage zufrieden sein zu dürfen; 
jetzt will ich mich auf eine weite 
reise begeben". 

Illsogoll, eigentl. jmd. „der böse, 
feindliche worte gebraucht"; solche 
werden zwar nicht in der saga be- 
richtet, sind aber vorauszusetzen. 
armlinns yter „der geber (yter s. 
str. 42) der armschlange (des um den 
arm sich windenden goldringes)", eig. 
„ein freigebiger mann", hier, wenn 
es nicht ironisch ist, „mann", ögnar - 
hvesser, „kampfverstärker", „krieger, 
mann". Der logische Zusammenhang 
scheint zu sein: Ich schenke dem 
schurken das leben wegen seiner 
frau und tochter; sonst wäre ich 
nicht bange davor ihn zu töten, 
denn ich müfste ihn eigentlich 
wegen seines betragens gegen mich 
und besonders wegen seines gelages 
strafen. Doch lassen wir es dabei 
bewenden und machen wir uns auf 
den weg. 



HO Egill kehrt bei Porfinnr em. 

Eg. 5. SiÖan sneiÖ Egill af honum skeggit viÖ hokuna; sioan 

LXXII. krcekti hann fiugrinum i augat, svä at üti lä ä kinninni; eptir 
}?at gekk Egill ä brott ok til forunauta sinna. 6. Fara J?eir 
\k leiÖ sina, koma at dagveröarmäli til boejar Dorfions; hann 
5 bj6 viö" EiÖaskog; ]?eir Egill krofÖu dagveröar ok seja hestnra 
sinum; Porfinnr böndi 16t heimult skyldu J?at; ganga )?eir Egill 
]?ä inn i stofu. 

7. Egill spurÖi, ef Porfinnr hefÖi varr orSit viÖ forunauta 
hang — „bofÖu ver h6r mselt m6t meo" oss". 

to Porfinnr segir svä: „F6ru h6r sex raenn saman nokkuru 

fyrir dag ok väru väpnaÖir mjok". 

8. Pä mselti hüskarl Porfinns: „Ek ök i nött eptir viÖi 
ok fann ek sex menn ä leiÖ, ok v&ru ]?at hüskarlar ArmoÖs, 
ok var J?at miklu fyrir dag; nü veit ek eigi, hvärt ]?eir munu 

15 allir einir ok enir sex menn. er ]?ü sagöir frä". 

9. Porfinnr segir, at J?eir menn, er hann hafÖi hitt, bofÖu 
siÖarr farit, en hüskarlinn kom heim meÖ vibarhlassit. 10. Ok 
er }?eir Egill sätu ok motuÖuz, \k sä Egill, at kona sjük lä 
i ]?verpallinum ; Egill spurÖi Porfinn, hver kona sü vseri, er 

20 )?ar var svä J?ungliga haldin. 

11. Porfinnr segir, at hon het Helga ok var döttir hans 
— „hefir hon haft langan vanmätt", ok J?at var krom mikil; 
fekk hon enga nött svefn ok var sem hamstoli vseri. 

12. „Hefir Dokkurs i verit leitat", segir Egill, „um mein 
25 hennar?" 

Porfinnr segir: „Ristnar hafa verit rünar, ok er sä einn 
bondason heÖan skamt i brott, er )?at gerÖi, ok er siÖan 



4. dagvertiarmdli, man ualmi zwei natürlichen gestalt beraubt, also „ver- 
mal „hauptinahlzeiten" ein, das dag- wandelt", „ausgetauscht". 
verüar- und ndttvertSar-mdl; der 24. 25. i verit leitat . . . um mein 
dagverdr (oder dpgur'Ör) wurde um hennar, „versuche angestellt in be- 
9 uhr morgens, der ndttverdr (oder zug auf ihre krankheit", d. h. mittel 
ntftturdr) um dieselbe zeit abends angewendet um sie zu heilen, 
eingenommen. 26. Ristnar . . . rünar, ein wich- 
9. mcelt, „verabredet". tiges beispiel (vgl. das folgende) 

15. einir ok, „dieselben wie". von dem gebrauche der runen in 

22. krom mikil, krom „eine typhus- Norwegen und Island während der 
ähnliche, auszehrende krankheit". ersten bist. Zeiten; vgl. auch k. 44, 

23. hamstoli, „wahnsinnig od. blöd- 8-9; diese rünar waren manrünar 
sinnig", eig. seines hamr, d. h. seiner „liebesrunen", s. k. 76, 3. 



Egill heilt die tochter des frorflnnr. 241 



miklu verr en dör, eö'a kantu, Egill! nokkut gera at slikum Eg. 
meinum?" LXXI 

13. Egill segir: „Vera kann, at ekki spilliz viÖ, )?6 at ek 
koma til". 

Ok er Egill var mettr, gekk hann j?ar til, er konan ld, 5 
ok roeddi vio' hana; hann baÖ J?ä hefja hana ör rüminu ok 
leggja undir hana hreiu klseöi. ok nü var sv& gort. 14. SiÖan 
rannsakaoi hann rümit, er hon hafÖi hvilt i, ok J?ar fann hann 
tälkn, ok väru ]?ar a rünarnar. 15. Egill las J?aer, ok siÖan 
telgöi hann af rünarnar ok sk6f J?aer i eld niör; hann brendi 10 
tälknit alt ok l£t bera i vind klseöi }?au, er hon hafÖi 
haft äör. 

16. Da kvaö Egill: 

48. Skalat mafr rünar rista, 

nema rä}?a vel kunne, 15 

)?at verj?r morgom manne, 

es of myrkvan staf villesk; 

sak ä telg)?o talkne 

tio launstafe ristna, 

)?at hefr lauka linde 20 

längs oftrega fenget. 

10. telgdi . . . af rünarnar, durch steht (d. h. wenn ihm die bedeutung 
das abschaben der runen meinte derselben nicht klar ist); es wider- 
man ihre Zauberkraft zerstören zu fährt manchem manne, dafs er von 
kttnuen; vgl. Skirnismol 36 4 : svd einem dunklen stabe (rune) irre- 
ek pat af rist, sem ek pat ä reist, geführt wird; ich sah zehn geheim- 
ef gerask parfar pess. runen eingeritzt auf der geglätteten 

ok sköf p&r i eld nitür, vgl. Hov. kieme; sie sind es, die dem mäd- 

137,8: eldr (tekr) vi/> söttom\ zu- chen die lange krankheit verursacht 

gleich mit den runen wurde die haben". 

krankheit selbst dem verzehrenden rä/>a, „raten, deuten, lesen, und 

feuer übergeben. also auch richtig schreiben", es = 

11. i vind, „an die luft". at, „dafs". launstafr, „ein der 
Str. 48. Pros.wortfolge: Skalat menge unverständlicher stab, runen- 

ma}r rista ruuar, nema kunne vel zeichen", lauka lind, „die linde 

r;'i)>a; morgom manne ver}?r pat, es des lauchs", „frau, weib"; über die 

villesk of myrkvan staf; säk tio laun- dativform vgl.Noreen, Gramm. 4 , §390, 

stafe ristna a tilg|?o talkne; \>a,t hefr 3, wo die beispiele vermehrt werden 

fenget lauka linde längs oftrega. konnten, s. K. Gislason, Udvalg s. 59. 

„Niemand ritze runen ein, wenn oftrege, eig. „starker kuminer", hier 

er sie nicht richtig zu deuten ver- „geistige erkrankung". 

Sagabibl. III. jg 



LXXIII. 



242 Porfinnr geleitet Egill durch den wald. 

Eg. 17. Egill reist rünar ok lagöi undir hoegendit i hviluna, 

LXX J_ I# J?ar er hon hvilöi; henni f>6tti sem hon vaknaÖi 6y svefni ok 

sagöi, at hon var pk heil, en p6 var hon mättlftil, en faöir 

hennar ok ni6Öir uröu störum fegin; bauÖ Dorfinnr, at Egill 

5 skyldi J?ar hafa allau forbeina, }?ann er hann J>6ttiz J>urfa. 

Egill bei dem banern Alfr enn auÖgi. 

LXXIII, 1. Egill segir forunautum sinum, at hann vill 
fara ferÖ sina ok biÖa eigi lengr; Porfionr ätti son, er Helgi 
h6t, hann var vaskligr maör; peAv feögar buöu Agli foruneyti 
sitt um sköginn. 2. SogÖu ]?eir, at ]?eir vissi til sanns, at 
10 ArmöÖr skegg haföi gort menn sex ä sköginn fyrir pk, ok p6 
glikara, at vera mundi fleiri satirnar k sköginum, ef en fyrsta 
slyppi; v&ru ]?eir Porfinnr fjorir samau, er til feröar buÖuz. 
3. Pä kvaö Egill visu: 

49. Veizt, ef ferk mep fj6ra, 
15 fserat sex, pks vexle 

hlifa hneiteknifom 

hjaldrgo]^s vi]? niik ro]?nom; 

en ef ek em mep ätta, 

esat pek tolf, es skelfe 
20 at samtoge sverj?a 

svartbrünoni mer hjarta. 



3. mdttlitil, „von schwachen „Du kannst wissen, dafs, wenn 

kräften". ich vier niänner bei mir habe, es 

nicht sechs gibt, die mit mir 

Kap. LXXIII. 10. gort ... fyrir mit blutigen Schwertern kämpfen 

f>d, „abgesandt . . . um ihnen auf- können; wenn ich aber acht habe, 

zulauern". gibt's nichts solche zwölf, die mir, 

11. satirnar— fyrirsdtirnar, d.h. (dem manne) mit den schwarzen 
„mehrere scharen im hinterhalt". brauen, das herz im kämpfe er- 

12. slyppi, „sich als verfehlt er- schrecken". 

wies". Veizt setzt voraus, dafs die be- 

Str. 49. Pros. Wortfolge: Veizt hauptung auch dem angeredeten als 

ef ferk me]? fjöra, faerat sex, )>äs sicher gilt, vexla, „austauschen", 

vexle vip mik ro}>nora hlifa hjaldr- nämlich hiebe, ropenn, „blutig", 

go}?s hneiteknifom; en ef ek em eine antezipation; an solchen ist die 

me}> ätta, esat ]?eir tölf, es skelfe skaldenpoesie ziemlich reich, hlifa 

mer svartbrunom hjarta at samtoge hjaldrgo/>, „der gott des schild- 

sverj?a. länus", d. h. „des kampfes", „ein 



Kampf mit den lenten des ArmöÖr. Egill bei Alfr auÖgi. 243 

4. Peir Dorfinnr reöu j^essu, at J>eir föru ä sköginn meÖ Eg. 
Agli, ok varu ]>eiv }>& atta saman; ok er )?eir kömu )?ar, er LXXIII, 
sätin var fyrir, J?ä sä peiv ]?ar menn. 5. En }?eir hüskarlar 
Armöo's, er ]?ar sätu, sä, at J?ar föru ätta inenu, ok J?6tti J?eim 
sör ekki fo3ri til at räöa; leynduz f>a i brott a sköginn; en er 5 
J>eir Egill köinu }?ar, sem njösnarmenn hQfÖu verit, }?a sä }>eir, 
at eigi var alt fritt. 6. £>ä maelti Egill, at )?eir Porfinnr skyldu 
aptr fara, en ]?eir buou at fara lengra; Egill vildi ]?at eigi ok 
baÖ )>& fara heim, ok |?eir gerÖu svä ok hurfu aptr, en J?eir 
Egill heldn frainm feröinni ok varu ]?ä fjörir saman. 7. Ok 10 
er a leiÖ daginn, uröu ]?eir Egill varir viö, at ]?ar väru sex 
meün ä skoginum, ok ]?öttuz vita, at j?ar mundu vera hüs- 
karlar ArmöÖs. 8. Njösnarmenn hljöpu upp ok röbu at f>eim, 
en }>eir i möt, ok varÖ sä fundr J>eira, at Egill feldi tvä menn, 
en hinir, er eptir varu, hljöpu ]?ä i sköginn. 9. SiÖan föru 15 
}?eir Egill sina leiS, ok gerÖiz ]?ä ekki til tiÖenda, aÖr }?eir 
kömu af skoginum, ok töku gisting vi<5 sköginn at bönda 
)?ess, er Alfr het, ok var kallaör Alfr enn auögi. 10. Hann 
var maÖr gamall ok auÖigr at fe, mafrr einro3nn, svä at hann 
mätti ekki hafa hjön meÖ ser nema fä ein. 11. GöÖar viö- 20 
toknr haföi Egill )>ar, ok var Alfr viö hann mälreitinn; spurÖi 
Egill margra tiÖenda, en Alfr sagÖi slikt, er haun spurÖi; ]?eir 
roeddu flest um jarlinn ok um sendimenn Nöregs konungs, ]?ä 

krieger"; die Umschreibung ist nicht der str. 52, die den ganzen Egill 

besonders glücklich, denn hjaldr widerspiegelt. 

allein bedeutet ,, kämpf". hneite- 

knifr , verletzendes messer"; „des 4. ok pötti, ok im nachsatz, wie 

kriegers verletzendes messer", „das öfters. 

sehwert", samtog, „das gemeinsame 5. at rdfta, „angreifen". 

herausziehen", „dafs (die Schwerter) (*>. njosnarmenn, hier und §8 = 

gegeneinander gezogen werden"; „die leute, welche die sät aus- 

vgl. Krokumöl 23, 3. machen". 

Diese Strophe ist wahrscheinlich 19. einroznn, die endung -roznn 

unecht; der inhalt ist iiir einen (-röm-) bedeutet gewöhnlich den ur- 

solelien helden wie Egill, nament- sprung, die herkunft, selten die art 

lieh wenn sie mit str. 52 verglichen u. beschaffenheit, wie hier; txnroznn 

wird, eigentlich nicht schmeichel- = einpykkr, „einzig in seiner art", 

halt; auch finden sich junge Wörter d.h. „anders als andere menschen", 

darin wie vexla und hne.ite-, das vgl. „launenhaft, ein Sonderling", 
für ein älteres Unit- steht. Die 21. mdlreitinn, „gesprächig"; vgl. 

Strophe ist wohl eine nachbildung das vb. reitaz (af). 



16 



* 



244 Egill erhält vom jarl ArnviÖr den tribut. 

Eg. er fyrr hofbu farit austr ]?angat, at heinita skatt; Alfr var 
LXXIII. en gj yj nr j ar i s [ rce ö um siuum. 
LXXIV. 

Egill kommt zu dem jarl ArnviÖr und empfängt den tribut. 

LXXIV, 1. Egill bj6z snimma um morgininn til farar ok 
J?eir forunautar, en at skilnabi gaf Egill Alfi lobölpu; Alfr t6k 
5 J?akksamliga vib gjofinni, — „ok mä h6r gera mer af lob- 
käpu", — ok bab Egil J>ar koma til sin, er hann foari aptr. 
2. SkilÖnz J?eir vinir, ok f6r Egill feröar sinnar ok kom aptan 
dags til hirbar jarlsins ArnviÖar ok fekk J?ar allg6bar vib- 
tokur; var J?eim forunautum skipat nsest ondvegismanni. 3. Ok 

io er J?eir Egill hofbu J?ar verit um n6tt, }?a bera J>eir upp orendi 
sin vib jarlinn ok orösending konungs 6r N6regi, ok segja, at 
hann vill bafa skatt J?ann allan af Vermalandi, sem aÖr hefir 
eptir staÖit, siban Arnvibr var J?ar yfir settr. 4. Jarlinn segir, 
at bann befbi af hondum greitt allan skatt ok fengit i hendr 

15 sendimonnum konungs — 5. „en eigi veit ek, hvat J>eir hafa 
siban vib gort, hvart ]?eir bafa fengit konungi eba hafa J^eir 
hlaupit af landi *k brott meb, en J^viat }>er berib sannar jar- 
tegnir til, at konungr hefir ybr sent, )?ä mun ek greiba skatt 
]?ann allan, sem hann ä at r£ttu, ok fä ybr f hond, en eigi 

20 vil ek äbyrgjaz siban, hvernig ybr ferz meb". 

6. Dveljaz ]?eir Egill }?ar um hrib, en äbr Egill foari i 
brott, greibir jarl )>eim skattinn; var j?at sumt i silfri, sumt i 
gravoru; ok er J>eir Egill varu bünir, ]>& f6ru ]?eir aptr ä leib. 
7. Segir Egill jarli at skilnabi ]?eira: „Nu munum ve> foera 

25 konungi skatt }?enna, er ve> hofum vib tekit, en J?at skaltu 
vita, jarl! at ]?etta er f6 miklu minna, en konungr J?ykkiz he> 

Kap. LXXIV. 4. looölpa, bed. 12. hann vill, hann d. i. der könig 

offenbar hier das feil selbst, wie es (nicht Egill). 

in seiner ursprüngl. gestalt ist; sonst 12. 13. sem dfir hefir eptir stad'it, 

ist ölpa == kdpa; vielleicht sind ,,der bisher rückständig geblieben , 

jedoch die worte ok — IoWcdpu eine war". > 

interpolation ; sie stehen nicht in der 16. vitü, seil, hann, den tribut, 

einen hdschr. (Ret. Jör.; lücke in vgl. das folgende med. 
Wolf). Vgl. Falk, Kleiderk. s. 188. 20. hvernig— med ', „wie ihr damit 

7. vinir, „als freunde". umgeht". 

9. ondvegismanni, „dem edelmanu, 28. gravoru, „grauware", d.h. 

der das öozfira pndvegi iüne hatte", winterfeile des eichhorns. 



Arnviör läfst dem Egill einen hinterhalt legen. 245 

eiga, ok er )?at p6 ekki talit, er lionum mun J?ykkja at ]?er Eg. 
eigiÖ at gjalda aptr sendimenn hans manngjo^durn, )>k er menn I^XIV. 
kalla, at per niunuÖ hafa drepa lätit". 

8. Jarl segir, at f>at var eigi satt; skilöuz )?eir at J?essu; 
ok er Egill var ä brottu, ]?ä kallaöi jarl til sin brceftr tvd, er 5 
hvärtveggi \kX Ulfr. 

9. Haiin maelti svä: „Egill sjä enn mikli, er her var um 
hriÖ, aetla ek at oss muni alloj^arfr, er hann komr til konungs; 
megu vor af pvi marka, hvemig hann mun bera fyrir konung 
värt mal, er hann j6s sliku ( augu oss upp, aftoku konungs- 10 
manna. 10. Nu skulu )?it fara eptir |?eim ok drepa \k alla 
ok Uta J?ä ekki bera rög )?etta fyrir konung; J?ykki mer J?at 
räöligast, at f>er sa^tiÖ )>eim ä Eiöaskögi, hafiÖ meÖ ybr menn 
svä marga, at }^at se* vist, at engi }?eira komiz undan, en p>er 
fäiÖ ekki mannspell af )?eiin". 15 

11. Nu büaz J?eir brceÖr til ferÖar ok ho^Öu prjd tigu 
manna; föru ]?eir ä sköginn ok kunnu )?eir )?ar hvern stfg 
fyrir; heldu ]?eir \>& njösn um ferÖ Egils. 12. A sköginum 
väru tvennar leiÖir; var onnur at fara yfir äs nokkurn, ok var 
);ar klif bratt ok einstfgi yfir at fara, — var sü leiöin skemri, 20 
— en onnur var fyrir framan äsinn at fara, ok väru J?ar fen 
stör ok hoggnar ä lägir, ok var far ok einstigi yfir at fara, 
ok sätu fimtän i hvärum staö". 



1. talit, (,, mitgerechnet") er usw., namen enn svarti und enn hviti 
er ungef. = „womit". bekommen, usw. 

2. sendimenn hans, „die früheren 10. jös — oss, „so frech solche 
abgesandten", s. k. 70, 4—6. dinge uns ins gesicht sagte". 

manngjpldum, „die bufse oder aftoku, „die ermordung" (vgl. taka 

das wergeld für die getöteten af lifi), erklärende app. zu sliku. 

mäimcr". 13. hafift, wohl parallel mit soztid, 

I. /><i.t—satt, „das", nämlich dafs also als konj., nicht als imper. auf- 
er die gesandten getötet hätte. zufassen. 

6. hvärtveggi het Ulfr, dafs zwei 15. mannspell, „verlust an mäu- 

briider denselben namen führten, nern". 

kam öfter vor; so hiefsen z. b. zwei 19. tvennar leidirusw., vgl. k.75, 10. 

söhne des jarls Alfr enn gamli Stei?<n tvennar = tvoer. 

(Hälfssaga k. 10) und wurden später 20. klif, vgl. kleifar k. 71,8; 75,16. 

als „Utsteiun" und „Innsteinn" unter- 21. fyrir framan, „unterhalb an 

schieden; ebenda werden zwei brüder der Vorderseite". 

erwähnt, die beide llrokr heifsen 22. hoggnar d lagir, „und bäume 

und zur Unterscheidung die bei- {l<ty, eig. „ein bäum, der im walde 



246 Egill wird von Alfr auögi gewarnt. 

Eg. LXXV. 

Egils siegreicher kämpf mit den Wegelagerern. 

LXXV, 1. Egill för til ]?ess, er hann kom til Alfs, ok 
var )?ar um nött i göÖum beinleika; eptir um morgininn stöo' 
hann upp fyrir dag; bjöz \k til feröar, ok er J?eir sätu yfir 
dagverÖi, \k kom ]?ar Alfr böndi. 

5 2. Hann maelti: „Snimma büiz ]?er, Egill! en hitt mundi 

mitt räÖ, at hrapa ekki feröinni, sjäz heldr fyrir, j?viat ek 
setla, at menn muni settir fyrir yör a sköginn. 3. Ek hefi 
ekki menn til at fa J?ör til fylgoar, svä at per se styrkr at, 
en ]?at vil ek bjöö'a, at J?ii dveliz her meÖ mer, )?ar til er ek 

io kann J>at segja ]?er, at foert mun um sköginn". 

4. Egill segir: „Pat mun ekki nema hegömi einn; mun 
ek fara veg minn, sem ek hefi äör setlat". 

5. Peir Egill bjogguz til farar, en Alfr latti ok baÖ hann 
aptr fara, ef hann yroi varr viÖ, at vegrinn vseri troöinn, sagöi, 

15 at J?ar heföl engi maÖr farit yfir sköginn austan, siö'an er 
Egill för austr, — „nema fessir hafl farit, er mer er van at 
yör vili finna". 

6. „Hvat setlar )?ü, hversu margir )?eir muni vera, ef svä 
er, sem ]>er segiÖ? Ekki eru ver uppnsemir, J>6tt nokkurr se 

20 HÖsmunr". 

7. Hann segir: „Ek var farinn framm til skögarins ok 
hüskarlar mfnir meÖ mer, ok kömu vit ä mannafar, ok lä sü 
slöÖ framm a sköginn, ok mundu }?eir hafa verit margir 
saman; en ef J>u trüir eigi J?vi, er ek segi ]?er, ]>ä far ]?angat 

25 ok sja slöÖina, en snü aptr, ef \bc syniz, sem ek segi J?er". 

8. Egill för sina leiÖ; ok er )?eir kömu ä veginn, p>ann 
er & sköginn la, \k sa ]?eir )?ar bajÖi manna spor ok hrossa; 
\k mailtu forunautar Egils, at )?eir skyldi aptr hverfa. 

9. „Fara munu vor", sagöi Egill, „)?ykki mer )?at ekki 



umgestürzt liegt", vgl. SnE. I, 410, 11. hegömi, „leere einbildnng". 

334) darüber gehauen", d. h. „um- 22. hüskarlar minir, vgl. k. 73, 10. 

gehauene bäume darüber gelegt". mannafar = dö'd, „spuren" der 

fufstapfen = ferill § 10. 

Kap. LXXV. 6. hrapa, „übereilt 23. ok mundu, „uud sie waren 

beschleunigen". wohl"; munu drückt hier, wie öfter, 

*jdz . . . fyrir, „nehmt euch in eine Vermutung aus. 

acht". 27. d sköginn, „in den wald hinein". 



Egils Vorbereitungen für den kämpf. 247 

undarligt, j?ött menn hafi farit um Eiö'askög, )?viat f>at er Eg. LXXV. 
atyyöuleiö". 

10. SiÖan föru J^eir, ok beiz ferillinn, ok var f»ä fjolÖi 
spora, ok er ]?eir koma )?ar, er leiöir skilöi, J>a skilöi ok 
slöÖina, ok var ]?ä jafninikil i hvarn staÖ. f 5 

11. Da mailti Egill: „Nu ]?ykki mer vera mega, at Alfr 
bafi satt sagt; skulu vor nü buaz um, sva sem oss se* vän, at 
fimdr värr muni veröa". 

12. Sioan kasta ]?eiv Egill af ser skikkjum ok ollum 
lausaklseÖuiu ; leggja )?eir )?at i sleÖa; Egill bafÖi haft i sleÖa io 
sinum bastlinu mjok mikla, ]?viat ]?at er siÖr manna, er aka 
langar leiöir, at bafa meÖ ser lausataugir, ef at reiöa f>arf at 
gera. 18. Egill tök bellustein mikiun ok lagÖi fyrir brjöst 
ser ok kviöinn; siöan rabendi bann )>ar at tauginni ok vafÖi 
henni sivafi ok bjö sva alt upp um herÖarnar; J?a kvaÖ Egill: 15 



14. EiÖaskögr er a f>ann veg, at niork er stör alt at byggÖinni 
hvärritveggju, eu um miojan sköginn er viöa sinäviöl ok 
kjorr, en sumstaöar sköglaust meÖ ollu. 15. Deir Egill sneru 
leiÖ eua skemri, er yü'r baisinn lä; allir boffiu ]?eir skjoldu ok 20 
bjalma ok hoggvapn ok lagväpn. 16. Egill för fyrir f>eim, ok 
er )^eir föru at halsinum, ]?a* var }?ar undir niÖri skögr, en 



I. pat er, „das fahren, d.h. der 13. hellustein, „flachen, dünnen 
weg durch den EiÖaskögr, ist'" usw. stein". Vgl. Vd. k. 41,4. 

•J. alpyftuleift, „eine allgemein be- 14. rabendi, rdbenda (von rd = 

nutzte heerstrafse". „segelstange", „raa" und benda, v. 

8. vnrr, „ zwischen uns und den band, „seil", „binden") ,,etw. wie 

— vermutlichen — feinden". eine raa umwickeln". 

1 ii. lausaJdadum , „ lose kleider ", 1 4. 1 5. vaffii henni sivafi, „wickelte 

d. h. die obergewänder. (sich) mit ihr vollständig ein" (sivaf, 

II. bastlinu, „bastseil", vergl. n. „das gänzliche umwickeln oder 
Volund. kv. 7, 5 und prosa nach umhüllen eines gegenständes"). Aus 
str. 16, Ri£s|>. 9,3, bestirtma Vol. dem steine und dem tauwerk machte 
kv. 12,3. sich also Egill einen improvisierten 

12. lausataugir, „lose seile", re- panzer. 

serveseile. 15. pd kvat Egill, die Strophe 

12. 13. ef at reifia . . . gera, „für fehlt in allen handschriften. 

den fall, dafs am geschirr etwas zu 18. smdvitti, „niedriges gebüsch". 

machen (das geschirr auszubessern) 20. hdlsinn, s. k. 74,12, woa.ss = 

ist' k . hals. 



248 Egils kämpf mit den Wegelagerern. 

Eg. LXXV. skoglaust uppi ä klifinu, en er )?eir väru komnir upp i klifit, 
}>k hljöpu sjau inenn 6r sköginum ok upp i kleifina eptir }?eim, 
ok skutu at J?eim. 17. Peir Egill sneruz viö, ok stöÖu ]?eir 
jafnframm um ]?vera gotuna; \k kömu aörir menn ofan at 
5 ]?eim k hamarinn, ok gryttu J?eir ]?aÖan k ]>k, ok var ]?eim )?at 
miklu hsettara. 

18. Pä mselti Egill: „Nu skulu }>6r fara ä hseli undan i 
kleifina ok hlifaz sem ]>&r meguÖ, en ek mun leita upp k 
bergit". 

io 19. Peir gerÖu sv&; ok er Egill kom upp 6r klifinu, pk 

vdru f>ar fyrir atta menn, ok gengu allir senn at honum ok 
söttu hann; en ekki er at segja fra hoggva viÖskiptum, svä, 
lauk, at hann feldi \k alla. 20. Siftan gekk bann a bergit 
framm ok bar ofan grjöt, ok st6Ö )?ar ekki viö"; lägu J>ar eptir 

15 )?rir enir vennsku, en fjörir k6muz i sk6ginn, ok väru }?eir 
sarir ok baröir. 521. SiÖan töku J^eir Egill besta sina ok foru 
framm k leib", til }?ess er J?eir kömu yfir hälsinn, en )?eir enir 
vermsku, er undan hofÖu komiz, gerÖu njösn felogum sinum, 
)?eim er viö fenin varu; stefndu ]?eir \k framm ena neöri 

20 leiÖina ok sva framm fyrir \k Egil k veginn. 

22. Da sagöi Ülfr felogum sinum: „Nu skulu ve> fara at 
räÖum viö pk, stilla svä til, at feir näi eigi at renna; h£r er 
j?annig til farit", segir hann, „at leioin liggr framm meÖ häls- 
inum, en feninu vikr at upp, ok er J?ar hamarr fyrir ofan, 

25 en brautin liggr ]?ar framm i milli ok er eigi breiöari en 
gotubreidd. 23. Skulu sumir fara framm um hamarinn ok 
taka viö J?eim, ef ]?eir vilja framm, en sumir skulu leynaz 
her i sk6ginum ok hlaupa siÖan ä bak ]?eim, er J>eir koma 
framm um; gsetum svä til, at engi komiz undan". 

30 24. I>eir gerÖu sva, sem Ülfr mselti; f6r Ülfr framm um 

4. jafnframm, „in gleicher linie". 21. 22. at rdfium, „mit list". 

9. bergit = hamarinn § 17. 24. feninu vikr at upp, „der nio- 

12. en ekki er at segja usw., „kurz rast (oder vielleicht besser: ein teil 

zu erzählen". des morastes) streckt sich hinauf 

14. stöd par ekki vifi, „dem konnte (zum berge)", 

nichts, d.h. niemand, widerstehen". 26. gotubreidd, „gassenbreite"; 

lagu . . . eptir, „blieben auf dem gata, „schmaler steg". 

platze". 27. taka vi'd', vifi = möti, ,.an- 

19. fenin, s. k. 74, 12. greifen". 






Egils kämpf mit den Wegelagerern. 249 

bergit ok tin menn meÖ honum; )?eir Egill fara sfna lei(5 ok Eg. LXXT 

vissu ekki til Kessar raÖagorÖar, fyrr en p>eir k6mu 1 einstfgit; 

)?a bljöpu J?ar menn a bak J?eim ok bäru J?egar väpn ä J?ä. 

25. Deir Egill sneruz i moti ok vorÖuz; nü drifa ok menn at 

J>eim, f>eir, er verit hoföu fyrir framan bainarinn, ok er Egill 5 

sä )^at, sneriz hann i möt ]?eiin; var f>ar skamt hoggva i 

milluin, ok feldi Egill par sunia i gotunni, en sumir hurfu 

aptr, ]?slt er jafnlendit var meira. 26. Egill sötti p>ä eptir 

J>eim; J?ar feil Ülfr, ok at lyköum drap Egill pur einn ellifu 

menn; sifran sötti hann ]?ar til, er forunautar bans vorÖu 10 

gotuna fyrir ätta monnum; väru f>ar bvärirtveggju särir. 27. Ok 

er Egill kom til, ]?ä flyöu fegar enir vermsku, en skögrinn 

v ar y i S^jälft ; körnuz far undan fimm, ok allir sarir mjok, en 

]?rir fellu ^ar. 28. Egill hafoi morg sär ok engi stör; föru 

J?eir nü sina lei<^; bann batt sar forunauta sinna, ok varu engi 15 

banvaan; settnz ]?eir J?ä i slefia ok öku pat er eptir var dags- 

ins. 29« En f>eir enir vermsku, er undan kömuz, töku hesta 

sina ok dröguz austr af sköginum til byggÖa; varu ]?ä buudin 

siir ]>eira; fä p>eir sei* foruneyti, til J>ess er J?eir kömu ä fund 

jarls, ok segja bonum sinar öfarar. 30. Deir segja, at bvärr- 20 

tveggi Ulfr er fallinn ok dauÖir väru hälfr ]?riÖi togr manna 

— „en fimm einir kömuz undan meÖ lifi, ok p6 f>eir allir särir 

ok barÖir"; jarl spurÖi, hvat )?ä vaeri tiÖenda um Egil ok bans 

forunauta. 

31. Deir svoruÖu: „Ogorla vissu ver, h versa mjok )?eir 25 
var u särir, en cerit djarfliga söttu }>eir at oss; ]?ä er ver värum 
ätta, en |?eir fjörir, ]?ä flyÖuni ver; kömuz fimm ä sköginn, en 
l>rir l£tuz, en eigi säum ver annat, en )>eir Egill vairi J?ä 
spänyir". 

32. Jarlinn sagÖi, at J^eira ferÖ var orbin en versta — 30 
..munda ek kunna }>vf, at vor heföim mannalät mikit, ef J?er 
heffiiÖ drepit J>ä Noro'mennina, en nü er }>eir koma vestr af 
sköginum ok segja )>essi tiöendi Nöregskonungi, f>ä eigu ver 
af bonum väu enna mestu afarkosta". 



18. dröguz, das verbum bezeichnet ,,g;inz neu, wie ein (hobel-)span", 

eine mühevolle und langsame fahrt; d. h. „mit ganz frischen kräften". 
ungtf. = „sie schleppten sich fort". 31. kunna pvi, „damit zufrieden 

-9. apdnyir, f. spdn-nyir, eigeutl. sein". 



250 Egill kehrt zu frorsteinn zurück. 

Egf« Egill kommt wieder zu frorsteinn. Häkons zug gegen ArnviÖr. 

LXXVI. Egill re i s t nacü Island. 

LXXVI, 1. Egill för, til ]?ess er hann kom vestr af skög- 
inum; s6ttu feir til Poifinns at kveldi ok fengu )?ar allg6bar 
vibtokur; varu pk bundin sär J?eira Egils. 2. Nokkurar nsetr 
varu J?eir J?ar; — Helga, dtfttir bonda, var pk a fötum ok heil 
5 meina sinna; fakkabi hon ok oll l^au Agli )?at — ; hvilbu sik 
]?ar ok eyki sina. 3. En mabr sä, er Helgu hafbi runar ristit, 
var J?aÖan skamt a brott; kom |>at pk upp, at hann hafbi 
bebit hennar. en Porfinnr vildi eigi gipta hana; pk vildi bönda- 
son glepja hana, en hon vildi eigi; pk J>6ttiz hann rista henni 

io manrünar, en hann kunni ]?at eigi, ok hafbi hann ]?at ristit 
henni, er hon fekk meinsemi af. 4. Ok er Egill var til brott- 
farar büinn, pk fylgöi Dorfinnr honnm ok J?eir febgar a gotu; 
varu peiv pk saman tiu eÖa tölf; foru j?eir pk dag f»ann allan 
meÖ ]?eim til varüöar fyrir Arm6bi ok hüskorlum haus. 5. Ok 

15 er ]?essi tiöendi spurbuz, at J?eir Egill hoföu bariz viÖ ofrefli 
HÖs ä sköginum ok sigrat, pk p6tü Armöbi engi \kn, at hann 
mundi mega reisa rond vi<5 Agli; sat Armöbr pvi heima vib 
alla sina menn. 6. Peir Egill ok Porfinnr skiptuz gjofum viÖ 
at skilnabi ok mseltu til vinättu meb ser; siban foru J?eir Egill 

20 leib sina, ok er ekki sagt, at til tibenda yrbi i ferb J?eira, 
äör J?eir k6mu til Porsteins. 7. Varu pk groedd s&r ]?eira; 
dvolduz ]?eir Egill J>ar til värs; en Dorsteinn fekk sendimenn 
til Häkonar konungs at fcera honum skatt j?ann, er Egill hafbi 
sott til Vermalands. 8. Ok er ]?eir komu ä konungsfuud, pk 

25 sogbu peAr honum tibendi f>au, er gorz hofbu i ferb )?eira 
Egils, ok foerbu honum skattinn; konungr p6tth pk vita, at 
)?at mundi satt vera, er abr hafbi hann grunat um, at Arn- 
vibr jarl mundi hafa laut drepa sendimenn hans tvenna, er 
hann hafbi austr sent; sagbi konungr, at Porsteinn skyldi pk 
\ 

Kap. LXXVI. 2. Porfinns, s. k. gegen jmd. erheben", „juid. wider- 

72, Off. stand leisten"; rond bezeichnet eig. 

9. glepja, „verlocken", „zu heim- einen runden streifen auf dem 
liehen liebeshändeln verführen". Schilde; nach diesem wurde der 

10. manrünar, vgl. k. 72, 12. 14. schild besonders in der poesie auch 
12. ok peir fe'Ügar, „er und sein rond oder (seltener) randi genannt; 

söhn", Helgi, k. 73, 1. vgl. SnE. I, 420. 

17. reisa rond vi'Ö , „den schild 27. satt vera usw., vgl. k. 70,4. 5. 6. 



König Häkons zug Dach Schweden und Dänemark. 251 

hafa landsvist ok vera 1 saett viÖ hann. 9. Fara sendimenn Eg. 
siftan heimleiöis, ok er ]?eir koma aptr til Porsteins, ]?ä segja LXXVI. 
p>eir honum, at konungr let vel yfir J?essi ferÖ ok Porsteinn 
skyldi ]?ä vera i saett ok vinättu viÖ konung. 

10. Hakon konungr för i Vik austr um surnarit, en f>aÖan 5 
gerÖi hann ferÖ sina austr ä Vermaland meÖ mikit liÖ; Arn- 
viör jarl flyÖi undan, en konungr tök stör gjold af böndum 
]?eiin, er honum ]?6ttu i sokum viÖ sik, sva sem sagt er af 
p>eim, er skattinn s6ttu; setti hann ]?ar yfir jarl annan ok t6k 
gislar af honum ok böndum. 11. Hakon konungr för i ]?eiri 10 
ferÖ vioa um Gautland et vestra ok lagoi f>at undir sik, svä 
sem sagt er i sogu hans ok finz i kvaeÖum J>eim, er um hann 
hafa ort verit. VI. Da er ok sagt at hann f6r til Danmerkr 
ok herjaöi f>ar viÖa; ]?a hrauÖ hann tolf skip af Donum meft 
tveimr skipum, ok ]?ä gaf hann konungsnafn Tryggva Olafs- 15 
syni, bröÖursyni sinum, ok vald yfir Vikinni austr. 

13. Egill bjö kaupskip sitt um sumarit ok reo ]?ar til 
foruneyti, en langskip J?at, er hann haföi haft um haustit 6v 
Danmorku, gaf hann Porsteini at skilnafti. 14. Porsteinn gaf 
Agli göÖar gjafar, ok ma3ltu til mikillar vinättu sin i milli; 20 
Egill gerÖi sendimenn til P6roar a Aurland, mägs sfns, ok 



I. landsvist, „erlaubnis im lande znm folgenden a£-satze. Mit dem 
zu bleiben". hier erzählten vgl. Hkr., Hak. s. göÖ. 

6. 7. Arnvidr jarl flytSi usw., vgl. k. ti — 7 und Ägrip a.a.O. 
Njäla k 5. 14. tölf, nach der Häkonardräpa 

II. 12. svd sem—i sogu hans, s. (Hak. s. göö. k. 7) waren es nur elf: 
llkr., Häk. s. göÖ. k. 8 am Schlüsse: pds ellifo allar | allreipr Dana 
„för hann alt austr fyrir Gautland skeipar | valsender hraup vandar | 
ok herja'di par ok fckk stör gjold vipfrcBgr at pat sipan; d. i. pds 
af landin n", vgl. auch Agrip. k. lo, valvandar (des Speeres) sender (der 
19 — 21. krieger), viffrcegr sipan at pat, 

12. ok finz i kvceftum, von diesen hraup allreipr allar ellifo Dana 
gediehten ist nur die, Häkonardräpa skeipar. In derselben Strophe steht 
des Guthormr siudre bekannt, doch auch, dafs er selbst nur zwei 
Ist von dieser gerade eine halbstr. schiffe hatte. Vgl. K. Gislason, Ud- 
bewahrt (Hkr., Hak. s. göö\ a.a.O.), valg s. 63. 

die von seiner eroberung von Gaut- 15. ok pd gaf hann, s. Hkr., Hak. 

lacd berichtet. s. göo'. k. 9. Tryggvi war der vater 

13. Pd er ok sagt at, pd gehört des berühmten Ölafr (995—1000). 
natürlich nicht zu er sagt, sondern 18. langskip, vgl. skip k. 69,3. 



252 Egils heimkehr nach Island. Einwanderung des Ketill gufa. 



LXXVII. 



Eg. fekk honuin uinboö* sitt, at skipa jaröir pser, er Egill atti 1 

/JJJ/v Sogni ok a HorÖalandi, ok baÖ hann selja, ef kaupendr vseri 

til. 15. Ok er Egill var biiinn ferÖar sinnar ok byr gaf, 

J?a siglÖu ]?eir üt eptir Vikinni, ok sva leiÖ sina norÖr fyrir 

5 Nöreg ok siÖan i haf üt; byrjaöi ]?eim til göÖrar hlitar. 

16. Komu af hafi i Borgar fjorÖ, ok helt Egill skipinu inn 

eptir firöinum ok til hafuar »kamt fra boe sinum ok l£t 

heim flytja varnaÖ sinn, en räÖa skipi til hlunns; Egill för 

heim til büs sins; uröu menn honum fegnir; dvalÖiz Egill 

10 J?ar J?ann vetr. 



Ketill gufa kommt nach Island; I^örÖr Lambason wird von Ketils sklaven 
getötet. Heirat der tördis törölfsdöttir. 

LXXVII, 1. Pä er )?etta var tiöenda, at Egill var üt 
kominn 6r )?essi ferÖ, \k var heraölt albyggt; varu J?a andaöir 
allir landnämamenn, en synir ]?eira liföu eöa sonarsynir, ok 
bjoggu ]?eir J>ä i heraöi. 2, Ketill gufa kom til Islands, \k 950 

15 er land var mjok byggt; bann var enn fyrsta vetr at Gufu- 950—1 
skälum a Rosmhvalanesi. 3. Ketill haföi komit vesian um haf 
af Irlandi; hann haföi meö ser f>ra)la marga irska. 4. Lond 
varu oll by ggÖ a Rosmhvalanesi ]^ann tima; r£z Ketill pvi 
J?aÖan i brott ok inn ä Nes ok sat annan vetr ä Gufu- 951—2 

20 nesi ok fekk J?ar engan r äÖsta fa. 5. SiÖan för hann inn f 

BorgarfjorÖ ok sat J?ar enn J^riÖja vetr, er siÖan er kallat 952—3 
at Gufuskälum, en ain Gufä, er ]?ar fellr i ofan, er hann hafÖi 



1. umboti, „vollmacht"; vgl. baud 
um k. 64, 48. 

5. til göftrar hlitar, ,,zu voller 
Zufriedenheit". 

Kap. LXXVII. 14. Ketill gufa usw., 
vgl. Landn. (1900) s.42— 3 (Melabök 
s. 72—3). Über diesen mann s. B. 
M. Öl3en, Aarboger 1904 s. 233 ff u. 
dazu diebemerkungen in meiner aus- 
gäbe der Melabök 1921 s. XXVI — 
XXVII. 

16. Mosmhvalanes (d.i. „walrofs- 
halbinsel"), die im n. von kap Reyk- 
janes in den Faxaöss vorspringende 



landzunge, auf deren östl. seite das 
gehöft Gufuskdlar gelegen ist. 

19. inn, „landeinwärts". 

Nes, die kleinen halbinseln rings 
um den Faxaflöi z. t. im gebiete 
der heutigen Gullbringusysla (d. h. 
Älptanes, Seltjarnarnes, Kjalarues, 
Akranes usw.). 

19. 20. Gufunes, östl. von Reykja- 
vik, gegenüber der kleinen insel 
ViÖey. 

20. räÖstafa, „feste wokustätte". 
22. at Gufuskälum, dieses gehöft, 

das vermutlich an der müudung der 
Gul'ä gelegen hat, existiert nicht mehr. 



Tod des I>6rÖr Lambason. 



253 



skip sitt i um vetrinn. 6. DtfrÖr Lambason bjö )?a & Lamba- Eg. 
stoo'um; hann var kvangafrr ok ätti son, er Lambi h£t; hann 1»XXVII. 
var J>ä vaxinn maör, mikill ok sterkr at jofnuin aldri. 7. Eptir 
953 um sumarit, }>ä er menn riöu til H n & s > re ^ Lambi til }>ings; 
en Ketill gufa var j?& farinn vestr i Breio'afjorÖ, at leita )?ar 5 
um büstafii; J?d hljopu fraelar haus a brott. 8. Deir kömn 
framm um nött at DörÖar ä LambastoÖum ok bäru )?ar eld 
at hüsum ok brendu }>ar inni DörÜ ok hjön hans oll, en brutu 
upp bür hans ok baru üt gripi ok vom; siöan raku f>eir heim 
hross ok klyfjuöu ok foru sioan üt til Alptaness. 9. Dana 10 
morgin um stflarupprasarskeifr kom Lambi heim, ok haföi 
hann set eldinn um nöttina; f>eir väru nokkurir menn saman. 
10. Hann reit) J?egar at leita frsolanna; riöa ]?ar menn af 
boejum til m6ts viÖ hann; ok er ]?rselarnir sa eptirfor ]>&, 
stefndu ]?eir undan, en letu lausan ränsfeng sinn. 11. Hljöpu 15 
sumir ä Myrar üt, en sumir üt meÖ sj6, til ]?ess at fjorör var 
fyrir }?eim, )>& söttu J?eir Lambi eptir )?eim ok drapu ]?ar fann, 
er K6ri h6t, — J>vi heitir f>ar siöan Köranes — , en Skorri ok 
DormöÖr ok Svartr gengu a kaf ok summu frä landi. 12. SiÖan 
leituöu J^eir Lambi at skipum ok reru at leita ]?eira, ok fundu 20 
)>eir Skorra i Skorrey ok drapu hann }?ar; J>a reru J?eir üt 
til Dorm6(5sskers ok drapu J?ar DormöÖ; er vifr hann skerit 
kent; ]?eir hendu frselana enn fleiri, j?ar sem siöan eru ornefni 
viö kend. 13. Lambi bjtf siöan ä Lambastoöum ok var gildr 
böndi; hann var ramrar at afli, engi var bann uppivoÖslumaÖr. 25 
14. Ketill gufa för si'Öan vestr i BreiÖafjorÖ ok staÖfestiz f 
Dorskafirbi; viÖ hann er kendr Gufudalr ok GufufjorÖr; hann 



I. Pörtür Lambason, über seinen 
vater Porgeirr lambi s. k. 58, 1 ; er 
selber ist, dort ebenfalls genannt 

(§ 2). 

3. at jofvum aldri, vgl k. 40, 4. 

16. fjprür, der StranmfjorÖr, s. zu 
k 30,6. 

18. Köranes, eine felsspitze, die 
im o. den einlauf zum StranmfjorÖr 
begrenzt (Kälund I, 886). 

21. 22. Skorrey und PormötSssker, 
diese kleinen inseln liegen swestl. 
von Alptanes. 



23. ernefni, „ursprüngliche namen", 
aber nur von geographischen eigen- 
namen. Die Landnämabök (1900) 
s. 13, in der diese ganze erzählung 
sich ebenfalls findet, erwähnt noch, 
dals der sklave Svartr auf der insel 
Svartssker ergriffen ward. 

27. I'orskafjorfir, meerbusen im 
isländ. westlande (BarÖastrandar- 
sysla). Der GufufjprÜr, an dessen 
ende das gehöft Gufudalr sich 
erhebt, liegt noch etwas weiter 
westlich. 



254 



Griuor Svertiogsson heiratet die bördis P6rölfsdöttir. 



Eg. ätti Yri, d6ttur Geiramndar heljarskinns; Vali var sonr J^eira. 

LXXVII. X5. Grimr h£t maftr ok var Svertingsson; hann bjö at Mosfelli 

fyrir neöan HeiÖi; hann var auoigr ok settstörr. 16. Rannveig 

var systir hans sammceöra, er atti Pöroddr goöi i Olfusi; var 

5 feira sonr Skapti logsogumafrr. 17. Grimr var ok logsogu- 

maör siöan; baim baÖ Pördisar I>6r61fsd6ttur, bröÖurdöttur 

Egils ok stjüpd6ttur. 18. Egill unni Pördisi engum mun 

minua, en sinum bornum; hon var en friftasta kona; en fyrir 

]?vi at Egill vissi, at Grimr var maftr gofugr ok sä räöakostr 

10 var g6Ör, ]?ä var j?at at räöi gort. 19. Var Pördfs gipt Grimi; c. 95 1 

leysti Egill J>a af hendi foburarf hennar; f6r hon til büs meÖ 

Grimi, ok bjoggu J>au lengi at Mosfelli. 



1. Geirmundr heljarskinn (d. i. 
„hüllenhaut": ihm wie seinem zwil- 
lingsbruder Hämundr war dieser 
name wegen ihrer dunklen haut- 
farbe beigelegt) war ein söhn des 
königs Hjorr von Horöaland. Der 
Staatsstreich des königs Haraldr 
härfagri veranlafste auch ihn zur 
auswanderung; er fahr, obschon er 
ziemlich bejahrt war, nach Island 
hinüber (um 895) und errichtete am 
BreiÖifjorör (in der Dalasysla) das 
gehöft Geirmundarstaftir. Vergl. 
Landn. (1900) s. 38 f.; Hälfss. (Saga- 
bibl. XIV) k. 17; Grettiss. k. 2. 3 
und Sturl. saga (ed. Kälund) 1, 1 — 0. 
— Die Vermählung der Yrr mit 
Ketill gufa erwähnt die Landn. (1900) 
s. 42. 51. 

2. Mosfell, in der Kjosarsysla, ost- 
nöstl. von Reykjavik. 

3. HeiM, diese hochebene führt 
nach dem geholte den namen Mos- 
fellsheiör. 

wttstörr, s. Isl. sog. I 2 , 327—8. 

4. Pöroddr go'd'i (Eyvindarson), 
eine in den sagas oft genannte Per- 
sönlichkeit. Er erfreute sich keines 
besonderen rufes (Njala k. 50,2), war 
aber wegen seiner einfiui'sreichen 
Stellung gefürchtet (vergl. die ge- 



schiente von könig Harald blau- 
zahns racheplänen gegen Island in 
der Heimskr. 1,317—8). Über t.'s 
anteil an der ermordung des Viga- 
Sküta s. die Reykdoelasaga k. 25 ff. 
(Isl. forns. II, 123 ff.). 

4. Olfus, landschaft im südl. Is- 
land, im s. des t>ingvallavatn. Der 
ehemalige wohnsitz des Pöroddr, 
Hjalli, liegt nicht weit von der see- 
artig sich erweiternden mündung 
der Olfusä. 

5. Skapti IpgspgumatSr, einer der 
berühmtesten gesetzsprecher in Is- 
land; er verwaltete dieses amt von 
1004 bis zu seinem tode (1030); vgl. 
Ares Isl. b6c k. 8,2 — 4. 

5. 6. Grimr — sidan, er war ge- 
setzsprecher von 1002 — 3, mufste 
aber das amt wegen seiner heiser- 
keit niederlegen; vgl. Isl. böc k. 8,2. 
Dementsprechend muls si&an ver- 
standen werden; es bedeutet nicht 
„danach" d. h. nach Skapti, sondern 
allgem. „später", nämlich später als 
die unmittelbar vorher erzählten 
begebenheiten und auch später als 
seine heirat stattfand. 

11. leysti . . . af hendi, „zahlte 
aus". 



Oläfr Hoskuldsson heiratet die I>orgerÖr Egilsdöttir. 



255 



Die heirat der targerÖr Egilsdöttir. BoÖvarr Egilsson ertrinkt und wird Eg. 
bestattet. Egils trauer und die dicbtung des Sonatorrek. Die frennd- LXXVIII. 
scbaft zwischen Egill und Einarr skälaglamm. 

LXXVIII, 1. Öläfr bet niaör, sonr Hoskulds Dalakolls- 
soDar ok sonr Melkorku, döttur Myrkjartans Ira konungs. 

2. Öhifr bjo i HjarÖarbolti i Laxardal vestr i BreiöafjarÖar- 
dolum; Olafr var störauöigr at fe; hann var J>eira manna 
friöastr synum, er ]>i väru a Islandi; bann var skorungr mikill. 5 

3. Oläfr ba<5 PorgerÖar, döttur Egils; PorgerÖr var vsen kona 
ok kvenna niest, vitr ok heldr skapstör, en hversdagliga kyrrlat. 

4. Egill kunni oll deili ä Oläfi ok vissi, at f>at gjaforÖ var gofugt, 
958 ok fyrir ]>vi var DorgerÖr gipt Olafi; för hon til büs meÖ honum 

i HjarÖarholt. 5. Deira born väru ]?au Kjartan, Porbergr, Hall- io 
d6rr, Steind6rr, DuriÖr, Porbj^rg, Bergj?6ra; hana atti I>6rhallr 
goÖi Oddason; DorbJQrgu atti fyrr Asgeirr Knattarson, en siÖarr 
Vermundr Dorgrimsson; PurfÖi atti GuÖmundr S^lmundarson; 



Kap. LXXVIII. 1. Öldfr, die haupt- 
person der Laxdcelasaga; mit dem 
hier erzählten vgl. dort k. 23. 

3. HjarÖarholt, am Hvammsfjorör, 
in den die Laxa mündet. Der 
Hvammsfjorör ist eine eiubuchtung 
des grolsen BreiÖifjoror. 

7. mest, seil, vexti, „von sehr 
stattlicher gröfse". 

kyrrlät, „sanftmütig". 

10. Kjartan, bekannt durch sein 
Verhältnis zu könig Öläfr Tryggva- 
son, siehe aufser Laxd. z. b. Ilkr., 
Öläfss. Tryggvas. k. 81. 82. 84. Vgl. 
auch über ihn und seine geschwister 
Laxd. u. Landn. passim. 

1 1» IL Halldörr, Steindörr, -dörr ist 
= pörr; zuerst wurde das /> zu d ge- 
schwächt, welches dann in d über- 
ging: Norecn, Gramm. 4 §240, Ib. 

IL I'uridr, ist aus Pör(f)ritir ent- 
standen; im 10. jh. sagte man gewifs 
noch hör (r) ihr. 

hana , d. i. die letztgenannte, 
Berg^ura. Vgl. Laxd. k. 31 (Kälund 
s. 105). 



12. Asgeirr Knattarson gehörte 
nach der Kristnisaga k. 1, 6 zu 
den angesehensten häuptlingen, als 
die ersten missionsversuche auf Is- 
land stattfanden (um 980); vergl. 
Landn. (1900) s. 41; Laxd. k. 31; 
Bisk. s. I, 651; sowie K. Maurer in 
der Gull{?örissaga s. 44, anm. 2. 

13. Vermundr Porgrimsson, ge- 
nannt enn wjövi; vgl. über ihn 
Landn. (1900) s. 29 ff. 40. 150 ff.; 
Grettissaga k. 52; Fostbr. saga 
k. 1—0; Viga-Styrss., ed. Kälund, 
s. 4 ff.; Laxd. k. 3. 31. 41 und 
Eyrb. s. k. 12. 15. 18. 46. — tor- 
bjorg Öläfsdöttir war die zweite 
frau des Vermundr; vorher war er 
mit GuÖny törölfsdottir vermählt 
(vergl. GuÖbr. Vigfussons aufsatz 
Um timatal i Jslendinga sögum 
s. 329). 

GuÖmundr Sglmundarson stammte 
aus dem geschlechte der SkiÖungar, 
das im norwegischen Thelemarken 
heimisch war. Vgl. über ihn l'orvalds 
J?ättr viöforla k. 1 (Sagabibl. XI); 



256 



Schiffbruch des BoSvarr Egilssofl. 



Eg. väru J?eira synir Hallr ok Vfga-BarÖi; Ozurr Eyvindarson, 
LXXVIII. br6Öir Pörodds i Olfusi, fekk Beru, döttur Egils. 6. BoÖvarr, 
sonr Egils, var J?ä frumvaxti; hann var enn efniligsti maör, 
friÖr synum, mikill ok sterkr, sva sem verit haföi Egill eÖa 
5 Pörölfr a hans aldri; Egill unni honum mikit; var BoÖvarr 
ok elskr at honum. 7. Pat var eitt sumar, at skip var i 960 
Hvitä, ok var J?ar mikil kaupstefna, haföi Egill )?ar keypt 
viÖ margan ok 16t flytja heim a skipi; f6ru hüskarlar ok 
h(^fÖu skip ättsert, er Egill ätti. 8. Dat var \k eitt sinn, 

10 at BoÖvarr beiddiz at fara meÖ )?eim, ok )?eir veittu honum 
J?at; f6r hann J?ä inn ä vqIIu meÖ hüsk^rlum; J?eir väru sex 
saman a attseru skipi. 9. Ok er f>eir skyldu üt fara, \k var 
floeÖrin siÖ dags, ok er J?eir uröu hennar at biöa, )?ä f6ru ]?eir 
um kveldit siÖ. 10. Da hljöp a ütsynningr steinöÖi, en ]?ar gekk 

15 i möti ütfallsstraumr; geröi J?a st6rt ä fiiöinum, sem ]?ar kann opt 
verÖa; lauk J?ar svä, at skipit kafÖi undir }>eiin, ok tynduz )?eir 
allir. 11. En eptir um daginn skaut upp likunum; kom Mk 
BoÖyars inn i Einarsnes, en sum k6mu fyrir sunnan fj^rÖinn, 



FMS. I, 249; Grettis s. k. 31; Landn. 
(1900) s. 63; Viga-Styrs. s. k 13—16 
(ed. Kälund s. 49 ff.) und Laxd. k. 31. 
44. 45. 50. 

1. Hallr ward auf einer reise in 
Norwegen von zwei laudsleuten (den 
Härekssynir) erschlagen, die bald 
darauf bei einem Schiffbruch um- 
kamen. Die blutrache, die sein 
bruder Viga-Bardi an einem ver- 
wandten der mörder ausübte, führte 
zu den fehden und kämpfen, die in 
der Viga-Styrs saga (auch HeiÖar- 
viga saga genannt) erzählt werden. 
Vgl. auch Grettis s. k. 28. 31 und 
Laxd. k. 31. 45. 50. 

Ozurr Eyvindarson, vgl. Kristnis. 
k.*2 (Sagabibl. XI); Landn. (1900) 
s. 123 und Njäla k. 2. 3. 5. 6. 

3. frumvaxti, ungef . 1 7 jähre. 

9. attairt, „mit acht ruderbänken". 

11. vpllu, die sogenannten Bvitdr- 

vellir, die Hvitäebene, auf der ost- 



seite des flusses und nicht weit von 
der flufsmündung. Hier pflegten 
die handelsschiffe zu landen. 

14. steinödi, „heftig". 

15. ütfallsstraumr, sie hatten also 
die zeit des höchsten Wasserstandes 
abgewartet, um mit beginnender 
ebbe auszulaufen; „der ebbestrom", 
ging natürlich in einer dem üt- 
synningr („südwestwind") gerade 
entgegengesetzten richtung. 

gerdi . . . stört, eig. ist nur vedr 
zu ergänzen; aber die worte be- 
deuten doch gewifs „das meer kam 
in den gewaltigsten aufruhr". Vgl. 
die einleitung § 28. 

16. skvpit, akk., regiert von dem 
unpersönl. kaftti. 

18. Einarsnes, eine landzunge, die 
nöstl. von Borg in den BorgarfjorÖr 
vorspringt. 

fyrir sunnan fj., „an die Südseite 
der bucht". 



BoÖvarr ertrinkt; Egils trauer um ihn. 257 

ok rak J?angat skipit; fanz ]?at inn viÖ Reykjarhamar. 12. Pann Eg. 

dag spurÖi Egill p>essi tiÖendi, ok )?egar reiÖ hann at leita LXXV1II. 

likanna; hann fann r£tt lik Boftvars; t6k hann pat upp ok 

setti 1 kne sei* ok reiÖ meÖ ut i Digranes til haugs Skalla- 

grims. 13. Hann 16t fä opna hauginn ok lagöi BoÖvar )?ar 5 

niör hjä Skallagrimi ; var siÖan aptr lokinn haugrinn ok var 

eigi fyrr lokit en um dagsetrs skeiÖ. 14. Eptir ]?at reiÖ 

Egill heim til Borgar; ok er hann kom heim, \k gekk hann 

p>egar til lokrekkju J^eirar, er haun var vanr at sofa i; hann 

lagöiz niör ok skaut fyrir loku; engi }?orÖi at krefja hann 10 

mäls. 15. En svä er sagt, \k er ]?eir settu BoÖvar niör, at 

Egill var buinn: hosan var strengd fast at beini; hann haföi 

fustanskyrtil rauÖan, ^rongvau upphlutinn ok läz at siÖu; en 

]?at er sogn manna, at hann J?rutnaÖi svä, at kyrtillinn rifnaÖi 

af honum ok svä hosuruar. 16. En eptir um daginn 16t Egill 15 

ekki upp lokrekkjuna; hann haföi j?ä ok engan mat n6 drykk; 

lä hann [>ar p>ann dag ok nöttina eptir; engi maÖr ]?orÖi at 

maela viÖ hann; en enn ];riÖja morgin, fegar er lysti, |?ä 

16t AsgerÖr skj6ta hesti undir mann, — reiÖ sä sem äkaf- 

ligast vestr i HjarÖarholt — , ok 16t segja DorgerÖi ]?essi 20 

tiÖendi oll saman, ok var }>at um nönskeiÖ, er hann kom par. 

17. Hann sagöi ok p>at meÖ, at AsgerÖr haföi sent henni orÖ 

at koma sem fyrst suör til Borgar. 18. PorgerÖr 16t }?egar 

I. Reykjarhamar, diese lokalität ist wohl ein anachronismus, s. Falk, 
ist nicht mehr bekannt. Kleiderk. s. 66. 

3. rett, part. perf. v. dem seltenen 13. upphlutinn, „der obere, über 

vb. retta (v. subst. rettr, s. k. 32,14); den hüften befindliche teil", 

eig. „von den wellen getrieben" d. h. ldz bed. eig. „band" (gürtel?); wo 

ans land. dies fremdwort (altfranz. laz) auftritt, 

7. dagsetrs skeifi, in dagsetr ist scheint es adjektivische funktion zu 

dagr offenbar mit söl (vgl. sölsetr, haben; so auch hier, also „dicht an 

söl setz u. dgl.) identifiziert. die seite(n) gebunden, zusammen- 

II. svd er sagt, svd gehört zu geschnürt". Nur an einer stelle in 
büinn. der skaldendichtung scheint es als 

12. hosan, sie entspricht ziemlich subst. in der bedeutung „band" zu 
genau den heutigen „strumpfen"; stehen; s. Njäla II, 402 — 6. 

die hosa reichte bis an das knie 14. 15. hann prutnatSi — hosurnar, 

und vielleicht noch etwas höher vgl. das edd. fragm. aus Vols. saga 

hinauf. (Bugge, Fornkv. 337): (Sigurpr) 

13. fustanskyrtill,v.fustan(meng\. hnipnape, svdt ganga nam gunnar- 
fustane), die erwähuung dieses Stoffes füsom sundr öfsipor serkr jamofenn. 



Sagabibl. III. , 1 



258 Egils entschlufs zu sterben durch I>orgerÖr vereitelt. 

Eg. soöla s6r liest, ok fylgöu henni tveir menn; riou ]?au um kveldit 
LXXVIII. k nöttina, til f>ess er p>au kömu til Borgar; gekk PorgerÖr 
p>egar inn i eldahüs; AsgerÖr heilsaöi henni ok spurbi, hvärt 
]?au hefÖi nättverÖ etit. 
5 19. PorgerÖr segir hätt: „Engan hefi ek nattverÖ haft, ok 

engan mun ek, fyrr en at Freyju; kann ek mer eigi betri raÖ 
en faöir minn; vil ek ekki lifa eptir foöur minn ok brööur". 

20. Hon gekk at lokhvilunni ok kallaöi: „Faöir, lük upp 
huröunni, vil ek, at vit farim eina leiÖ bseöi". 
10 21. Egill spretti frd lokunni; gekk PorgerÖr upp i hvilu- 

g61fit ok 16t loku fyrir hurÖina; lagöiz hon niör i aöra rekkju, 
er far var. 

22. Pä mselti Egill: „Vel geröir )?ü, döttir! er pü vill fylgja 
feö'r )?inum; mikla äst hefir )>vl synt viÖ mik; hver vau er, at 

15 ek muna lifa vilja viÖ härm )^enna?" 

23. SiÖan )>QgÖu ]?au um hriÖ. 

Da mselti Egill: „Hvat er nü, döttir? tyggr J?ü nü nokkut?" 
„Tygg ek sol", segir hon, „)?viat ek setla, at me> muni 
J?ä verra en äör; setla ek ella, at ek muna of lengi lifa". 
20 24. „Er ]?at ilt manni?" segir Egill. 

„Allilt", segir hon, „viltu eta?" 
„Hvat man varÖa?" segir hann. 

25. En stundu siöarr kallaöi hon ok baÖ gefa seV drekka; 
siÖan var henni gefit vatn at drekka. 

25 £>& mselti Egill: „Slikt gerir at, er solin etr, pyrstir se 

J?ess at meir". 

26. „Viltu drekka, faöir?" segir hon. 

Hann t6k viÖ ok svalg störum, ok var p>at i dyrshorni. 
Da mselti DorgerÖr: „Nü eru vit velt; p»etta er mjölk". 



ß. at Freyju, Freyju ist genitiv. 
Bekanntlich heifst es in den Grimnis- 
mol (str. 14), dafs die hälfte der im 
kämpfe gefallenen helden zu Odin, 
die andere hälfte zu Freyja gelangt. 
Für den glauben, dafs die ver- 
storbenen frauen bei Freyja auf- 
nähme finden, ist unsere stelle 
der einzige beleg. Beide angaben 
werden nur verständlich, wenn 
man sich erinnert, dafs Freyja 



mit Frigg von alters her viel ge- 
meinsam hat. 

10. 11. hvilugölfit, gölf hatte zwei 
hauptbedentungcn, 1. „zimmer oder 
alkoven" und 2. „boden, estrich". 

18. sol, „seetang", s. Maurer, Is- 
land s. 12. 

23. gefa ser drekka, die sol sind 
etwas salzig von geschmack. 

25. er solin etr, „dafs oder wenn 
mau sol ifst". 



Egill dichtet das Sonatorrek. 259 

Da beit Egill skarÖ 6r horninu, alt j?at er tennr töku, ok Eg. 
kastaÖi horninu sib'an. LXXYIIL 

27. t>ä maelti Porgerbr: „Hvat skulu vit du til raös taka? 
lokit er nü pessi setlan; nü vilda ek, faöir! at vit lengöim lif 
okkart, sva at ]m msettir yrkja erfikvaeÖi eptir BoÖvar, en ek 5 
mun rista ä kefli, en siöan deyju vit, ef okkr syniz. 28. Seint 
setla ek Porstein son pinn yrkja kvseÖit eptir BoÖvar, en pat 
hlyÖir eigi, at bann se eigi erfÖr, pviat eigi setla ek okr sitja 
at drykkjunni peiri, at bann er erfÖV'. 

29. Egill segir, at pat var )?ä 6vsent, at hann mundi pä io 
yrkja mega, j?6tt hann leitaöi vifr, „en freista ma ek pess" 
segir hann. 

30. Egill hafbi ]>a att son, er Gunnarr het, ok haföi sä 
ok andaz litlu aör; ok er ]?etta upphaf kvaeöis: 

31. 50. Mjok erom tregt 15 

tungo at hroera 
mep loptv^tt 
lj6ppundara, 
esa nü vsenligt 

of Vipors pyfe, 20 

ne högdroegt 
6y hugar fylgsne. 

960 32. Egill t6k at hressaz, svä sem framm leiÖ at yrkja 

kvseöit, ok er lokit var kvaeöinu, pd fceröi hann pat AsgerÖi 
ok DorgerÖi ok hjönum si'num; reis hann }>a upp 6r rekkju 25 
ok settiz i ondvegi; kvaeÖi petta kallaÖi hann Sonatorrek. 

33. SiÖan let Egill erfa sonu sfna eptir fornri siÖvenju, en er 
K>rgerÖr för beim, \>k leiddi Egill hana meo gjofum ( brott. 

34. Egill bjö at Borg langa 8ßfi ok varÖ maör gamall, en 
ekki er getit, at hann aetti mälaferli viÖ menn h£r a landi; 30 



5. 6. ek en mun rista d kefli, diese 8. at hann, „wenn er", 

„sitte" wird sonst in den historischen Str. 50. Siehe den anhang. 

sagas niemals erwähnt und dieser 24. fcerfii, „rezitierte", 

gebrauch der runen ist sicher ein 20. Sonatorrek, iorrek „grofser, 

anachronisnius und erst spät in die unersetzlicher verlust". 

saga eingeführt; vielleicht ist der 29. bjö at B. usw., bis zum jähre 

satz eine Interpolation des 13. jhds. 974, s. k. 79,8. 

17* 



260 Egill dichtet die ArinbjarnarkviÖa. 

Eg. ekki er ok sagt frä hölmg^ngum hans eÖa vigaferlum, siÖan 
LXXYIII. er hann staÖfestiz her ä Islandi. 35. Svä segja menn, at Egill 
foeri ekki i brott af Islandi, sföan er )?etta var tföenda, er nü 
var äÖr frä sagt, ok bar ]>at mest til pess, at Egill mätti ekki 
5 vera i N6regi af ]?eim s^kum, sem fyrr var frä sagt, at kon- 
ungar ]^6ttuz eiga viÖ haDn. 36. Bü hafÖi hann rausnar- 
samligt, Jmat fe skorti eigi; bann hafÖi ok gott skaplyndi 
til )?ess. 

37. Häkon konungr AÖalsteinsföstri reo fyrir Noregi langa 

10 stund, en enn ofra hlut sefi bans, }>ä kömu synir Eirfks til 
Nöregs ok deildu til rikis i Noregi viÖ Häkon konung, ok 
ättu peir orrostu saman, ok haföl Häkon jafnan sigr. 38. Ena 
sföustu orrostu ättu )?eir ä H^röalandi i StorÖ ä Fitjuni; ]>8lt 960 
fekk Häkon konnngr sigr ok ];ar meb banasär; eptir )>at töku 

15 J?eir konungdöni i Noregi Eiriks synir. 39. ArinbJ9rn bersir 
var meÖ Haraldi Eirikssyni ok geröiz räÖgjafi bans ok bafÖi 
af bonuin veizlur störliga miklar; var hann forstjöri fyrir liöi 
ok landv^rn; Arinbj^rn var herinaör mikill ok sigrsaell; hann 
bafÖi at veizlum FjarÖafylki. 40. Egill' Skallagrimsson spurÖi 

20 p>essi tiÖendi, at konungaskipti var orÖit i Noregi, ok )>at meÖ, 
at Arinbj^rn var J?ä koniinn i Nöreg til büa sinna ok hann 
var ]?a i viröing mikilli. 41. Da" orti Egill kvsBÖi um Arinbjorn, 
ok er petta upphaf af: 

51. Emk hra)?kva^r 
25 hilme at msera, 

en glapmäll 

of gloggvinga, 

openspjallr 

of J9fors d(JJ?om, 
30 en fagmselskr 

of kjö>lyge. 



5. at = er relativ, akk. obj. zu 12. orrostu, eine bei Qgvaldsnes 

eiga, und weist anf sgkum („feind- (953), eine andere bei Rastarkälfr 

liehe Verhältnisse") hin. (955), Ilkr. a. a. o. 

6.7. rausnarsamligt, „geeignet an- 13. Stor'd', die insel Stordö, s. zu 

sehen zu verschaffen", „glänzend". k. 36, 1. 

10. kömu synir Eiriks, s. Ilkr., 20. konungaskipti, „thronwechsel". 

Hak. s. goÖ. k. 19, 21 ff. Str. 51. S. den anhang. 






Egils freundschaft mit Einarr skalaglamm. 261 

Egill und Einarr skalaglamm. Eg. 

' TXXVI1T 

42. Einarr het maÖr; hann var sonr Helga Ottarssonar ATXX1 « 
Bjarnarsonar ens austroena, er nam lQnd i BreiÖafirÖi; Einarr 
var bröÖir Osvifrs ens spaka. 43. Einarr var pegar ä unga 
aldri mikill ok sterkr ok enn mesti atgorvimaÖr; hann tök 
at yrkja, pegar er hann var ungr, ok var mab'r namgjarn. 5 
965 44. Pat var eitt sumar ä alpingi, at Einarr gekk til biiÖar 
Egils Skallagrfmssonar, ok tökuz peir at orÖum, ok kom par 
brätt talinu, at peir roeddu um sk&ldskap; pötti hvärumtveggja 
paer rceÖur skemtiligar. 45. Sio'an vanÖiz Einarr optliga at 
ganga til tals viÖ Egil; gerSiz par vinätta mikil; Einarr hafÖi 10 
litlu äör komit üt 6r fqr. 46. Egill spurÖi Einar mJQk austan 
tiöenda ok at vinum sinum, svd ok at peim, er hann pöttiz 
vita, at övinir hans vara; hann spurÖi ok mJQk eptir stör- 
menni. 47. Einarr spurÖi ok i möti Egil at peim tiÖendum, 
er fyrr hQfÖu gQrz um feröir Egils ok störvirki hans, en pat 15 
tal pötti Agli gott, o k rost tiz af vel. 48. Einarr spurbl Egil, 
hvar hann heföi pess verit staddr, at hann hafÖi mest reynt 
sik, ok baÖ hann pat segja ser. 49. Egill kvaö: 

52. BQrpomk einn vip ätta, 

en vip ellifo tysvar; 20 

svä fengom val varge, 

varpk einn bane peira; 

skiptomk hart af heiptom 

hlifar skelfeknifom; 

letk af emblo aske 25 

eld valbasta kastat. 

I. Einarr, über Einarr s. Litt. gern und weitläufig davon". Der 
bist. 2 1,531 ff. isl. ausdruck ist unpersönlich. 

3. Osvifrs, des vaters der aus der 17. pess, adverbiell, „auf solche 

Laxd. bekannten Gudrun, weise"; eig. gehört es zu einem in 

7. tökuz peir at orÖum t „sie fafsten hvar liegenden statiar. 

einander mit worten an", d. h. sie Str. 52. Pros, w ortfolge: 

begannen miteinander zu sprechen. Borpomk einn vip atta, en tysvar 

9. skemtiligar, „ergötzlich". vip ellifo; varpk einn bane f>eira; 

II. austan, „aus Norwegen". sva fengom varge val. Skiptomk hart 
13. 14. eptir störmenni, nach den af heiptom hlifar skelfeknifom; letk 

leuten, die jetzt in macht und an- kastat „valbasta eld af emblo aske". 

sehn standen. „Ich kämpfte allein mit acht, aber 

16. rcettiz af vel, „er erzählte sehr zweimal mit elf; ich wurde allein 



262 Egill erhält die nachricht von dem tode des Arinbjorn. 



Eg. 50. Deir Egill ok Einarr mseltu til vinattu meö" s£r at 

LXXVI1I. skilnaÖi; Einarr var lQDgum utanlendis meÖ tignum mgnnum; 

Einarr var Qrr maör ok optast felitill, en skQrungr mikill ok 

drengr göÖr; bann var hirÖmaÖr Hakonar jarls SigurÖarsonar. 

5 51. I ]?ann tima var i Nöregi öfriÖr mikill ok bardagar meÖ 

)?eim Häkoni jarli ok Eirikssonum , ok stukku ymsir ör landi. 

52. Haraldr koüungr Eiriksson feil suör i DanmQrk at Hälsi 

i Limafiröl, ok var bann svikinn; \k baröiz bann viÖ Harald 

Knütsson, er kallaör var Gull-Haraldr, ok \k Häkon jarl; ]?ar 

10 feil ok ]?a meÖ Haraldi konuDgi ArinbJQrn hersir, er fyrr var 

frd sagt. 53. Ok er Egill spuröi füll Arinbjarnar, ]>k kvaÖ bann: 

53. Pverra nü ];eirs )?verJ?o 
)?ingbirtingar Ingva 
(bvar skalk manna mildra) 
15 märeitar dag (leita?) 

)?eir es bauks fyr handan 
hafJQll digolsnjäve 
jar)?ar gjorj? vi)? or]?'om 
eyneglj?a mer begl)?o. 



ihr töter; so gab ich dem wolfe die 
gefallenen. Hartnäckig nnd mit 
bitterkeit tauschten wir hiebe aus 
mit den Schwertern; ich warf . . . 

skiptomk, reziprok ; skipta = vexla 
in str. 49. hlifar skelfeknifr, „des 
Schildes schreckliches messer", „das 
schwert"; skelfe- von skelfa, wozu 
das schild eig, als objekt zu denken 
ist. Der schlufs der Strophe ist un- 
verständlich, valbasta von valbQst 
fem. (kaum valbgstr mask). ein un- 
bekannter teil des Schwertes. Merk- 
würdig ist die Zusammenstellung 
von embla und askr; so hiefs das 
erste menschenpaar (Vol. 17). Wenn 
Egill hier sagt, dafs er einmal acht 
und zweimal elf feinde allein ge- 
tötet habe, so hat dies in der saga 
nichts entsprechendes; hier haben 
wir also ein beispiel, dafs vieles in 
der tradition verloren gegangen 
(oder verderbt?) ist. 



5. I pann tima usw., d. h. in den 
jahren 963 — 75 (nach der isländischen 
Zeitrechnung); mit dem hier erzählten 
vgl. Hkr., Har. s. gräf. k. 6, 12. 13. 
15, Ö. Tr. k. 10,12 u. 13, insbes. den 
schlufs des letztgen kapitels. 

6. ymsir, „abwechselnd", entweder 
Häkon oder die Eirikssöhne. 

9. Gull- Haraldr, ein brudersohu 
könig Harald blauzahns; über ihn 
und sein Verhältnis zu Harald siehe 
Hkr. a. a. o., Jomsvikinga saga (1882) 
k. 4—5. Er wurde nachher v. Häkon 
selbst getötet. 

Str. 53. Pros. Wortfolge: Nu 
j^verra Ingva ]?ingbirtingar, peirs 
f>ver|?o märeitar dag; hvar skalk 
leita mildra manna, )?eir es hegl|?o 
mer hauks häfjoll digolsnjäve fyr 
handan eynegtya jarj^ar gjor]? vi[> 
or]?om. 

„Jetzt werden die krieger geringer 
an zahl, die das gold (zerstörten p=) 



Einarr skälaglarnm und Häkon jarl. 



263 



54. Einarr Helgason skald var kallaftr skillaglamm; hann Eg. 
-6 orti drapu um Hdkon jarl, er kolluö er Vellekla, ok var fat I'XXVHI. 
mjok lengi, at jarlinn vildi eigi hlyÖa kvseöinu, )Mat hann 
var reiör Einari. 55. Pa kvaÖ Einarr: 

54. GerJ?ak veig of virfa 5 

vor}?, ];anns sitr at jor]?o, 
(tyromk J?ess) mepan a)?rer 
orr Väfa)?ar sv^fo; 
hykk at hodda stokkve 

(hineg sottak gram) ]?6tte 10 

(fysenn) froeknom visa 
ferre skald en verra. 



gaben; wo soll ich solche freigebige 
leute suchen, die meine arme mit 
gold verzierten jenseits des meeres 
als lohn für meine worte". 

Ingva ping, „des Ingve (eines see- 
königs) thing", „kämpf"; birtingr 
(v. bjartr „strahlend"), „der sich aus- 
zeichnet"; das ganze „ein krieger". 
mdreitar dagr, „der (tag, d.h.) glänz 
des möwenlandes (meeres)", „das 
gold". reitr, eigentl. „ein streifen 
land". hauks hdfjgll, „die hohen 
berge des habichts", „die arme". 
digolsvjdr, „der schnee des tiegels", 
„silber" (nicht gold, wegen der 
weifsen färbe des silbers und des 
schnees). heglpo von hegla v. hagl 
„hagel"; eine schöne Zusammen- 
stellung: „den tiegelschnee auf 
die berge des habichts (hageln =) 
schneien lassen", eyneglftr, „mit 
inseln benagelt", „wo die inseln als 
nagelköpfe hervorragen", jarpar 
gjprp, „erdgürtel", „das ineer"; „der 
mit inseln benagelte erdgürtel" 
auch ein treffliches bild. orpom, 
d. h. dichterworte, gedichte. Vgl. 
B M. Olsen, Arkiv XIX, 109. 






täglamm, ..wagschalenklang"; 



schale mit gewichten erhalten, die, 
wenn sie in die schale gelegt 
wurden, hell erklangen. 

2. Vellekla, „goldmangel", vgl. 
§ 50 (felitill); von diesem herrlichen 
gedichte sind etwa 35 Strophen er- 
halten. Was hier von diesem liede 
und dem Schilde erzählt wird, ist 
unrichtig; den schild bekam Einarr 
für ein anderes und älteres lied auf 
Häkon, wovon nur eine Strophe 
übrig ist. Für die Vellekla empfing 
E. die wagschale. Warum der jarl 
erzürnt war, wissen wir nicht. 

Str.54. Pros.wortfolge: Ger]?ak 
orr veig Väfa{?ar of vir]?a vor]?, ]?anns 
sitr at jorf?o, ine]?an aprer svofo; 
i|?romk ]?ess. Hykk ferre, at hodda 
stokkve, frojknom visa, \>6tte skald 
en verra; fysenn sottak gram hineg. 

„Ich dichtete als ein behender 
mann ein lied anf den beschirmer 
des volkes, der das land (Norwegen) 
regiert, während andere schliefen; 
ich empfinde (jetzt) verdruls darüber. 
Ich glaube (jedoch) nicht, dafs der 
freigebige, tapfere fürst der meinnng 
war, dafs der skalde schlecht wäre; 
es war mein eifriges verlangen den 
fijrsten hier zu besuchen." 



er hatte von Häkon jarl eine wag- veia Vafapar. „der trank Odins . 

ja / 



264 



Einarr skälaglamm und Häkon jarl. 



LXXVIII. 



56. Ok enn kvaÖ hann: 

55. Scekjom jarl, fanns auka 
ulfs ver]? )?orer sver)?om; 
skipom borJ?röenn bar]?a 
5 baugskjoldom Sigvalda; 

drepr eige sä sveiger 
s&rlinns, es gram finnom, 
rond berom üt ä andra 
Endeis, \ip mer hende. 

10 57. Jarlinn vildi eigi, at Einarr fceri k brott, ok hlyddi 

\k kvseÖinu, ok siöan gaf hann Einari skjold, ok var hann 986 
en mesta gersemi; hann var skrifaÖr fornsogum, en alt milli 



„der skaldenmet", „die dichtung". 
virpa vorpr = vise = gramr, Häkon 
jarl. sitja at jorpo, s. zu str. 33. 
„während andere schliefen" ist lite- 
rarhistorisch sehr aufklärend ; es gibt 
uns einen willkommenen einblick in 
das verfahren der skalden überhaupt. 
Rykk = hygg eh ferre ohne brechung 
= fjarre, vesa ist zu ergänzen, hodda 
stßkkver, „der den schätz (das gold) 
springen läfst". hodda v. hodd (got. 
huzd) ntr. pötte, also in früherer zeit. 
en verra, über en mit komparativ s. 
Gerings Wörterbuch zu den Edda- 
liedern, hineg (nicht hinneg) ist die 
einzig richtige form, „hierher". 

Str. 55. Pros. Wortfolge: Soek- 
jom jarl, j?anns l?orer auka ulfs ver]? 
sver]?om; skipom bor]?röenn bar{?a 
baugskjoldom Sigvalda; sä sveiger 
särlinns drepr eige hende vij? mer, 
es finnom gram; berom rond üt ä 
Endeis andra. 

„Ich werde den jarl besuchen, der 
die speise des wolfes mit Schwertern 
zu vermehren wagt; ich werde einen 
platz einnehmen auf dem schiffe 
Sigvaldes , des ringschildträgers ; 
dieser krieger stufst mich nicht 
von sich, wenn ich ihn aufsuche; 



ich trage meinen schild hinaus auf 
das schiff." 

jarl = Sigvalde, der anführer der 
berühmten Jomswikinger, die im 
jähre 986 den heerzug gegen Nor- 
wegen und Häkon jarl unternahmen. 
Diese Strophe mufs unmittelbar vor 
der hauptschlacht, der bekannten 
Jörns wikingerschlacht im Hjorunga- 
vagr (Hkr., Öl. s. Tryggv. k. 35—42) 
gedichtet sein. auka ulfs verp 
sverpom, „tüchtig kämpfen und viele 
feinde fällen". borpröenn, „auf 
beiden Seiten (borp) mit rudern 
versehen"; barpe, „ein schiff", eig. 
wohl ein schiff mit einer speziellen 
ausrüstung am steven (barp), wie 
der Järnbar|?e Eiriks (Hkr., Ol. s. 
Tryggv. k. 101 am ende), baugskjgldr, 
„mit einem ringschilde (einem schilde 
mit bemaltem kreis) versehen". 
sveiger särlinns, „der bieger der 
wundenschlange (des Schwertes)", 
„einkrieger", rond, „schild". Endeis 
ondorr, „Endeis Schneeschuh", „das 
schiff"; der plur. andra steht hier 
für den sing.; vgl. zu str. 35. 

10. 11. ok hlyddi pd kv., denn 
das hatte er früher nicht gewollt. 

12. skrifa'd'r fornsggom, „mit bild- 
lichen darstellungen mythischer er- 



Einarr skälaglamms besuch in Borg. 



265 



skriptanna varu lagÖar yfir spengr af gulli ok settr steinum. Eg. 
c. 970 58. Einarr for til Islands ok til vistar meÖ Ösvifi, bröÖur LXXYIII. 
sinum; en um haustit reiÖ Einarr vestan ok kom til Borgar 
ok gisti )?ar. 59. Egill var f>ä eigi heima, ok var hann farinn 
norör til heraÖa, ok var hans ]?a heim van; Einarr beiÖ hans 5 
}?rjar nastr, en ]?at var engi siör, at sitja lengr en )?rjär naetr 
at kynni. 60. Bjöz Einarr )?ä i brott, ok er hann var büinn, 
)?ä gekk hann til rums Egils ok festi )?ar npp skjoldinn )?ann 
enn dyra ok sagÖi heimamonnum, at hann gaf Agli skjoldinn. 
61. SiÖan reiÖ Einarr i brott, en ]'ann sama dag kom Egill heim; 10 
en er hann kom inn til rums sins, \k sä hann skjoldinn ok spuröi, 
hverr gersemi p& setti; honum var sagt, at Einarr skälaglamm 
baföl )?ar komit ok hann hafÖi gefit honum skjoldinn. 

62. Pä mselti Egill: „Gefi hann allra manna armastr! 
Mtl&v hann, at ek skyla J?ar vaka yfir ok yrkja um skjold 15 
hans? Nu taki hest minn! Skal ek riÖa eptir honum ok 
drepa hann". 

63. Honum var J?ä sagt, at Einarr hafÖi riöit snimma um 
morgininn — „mun hann nü kominn vestr til Dala". 

64. SiÖan orti Egill drapu, ok er J^etta upphaf at: 20 

56. Mal es lofs at lysa 
ljosgar)?, es fäk, barj^a 
(mer kom heim at hende 
hoddsendes ho\>) enda, 



Zählungen geschmückt"; wie z. b. 
der schild, den Ragnarr loobrök 
Brage dem alten als geschenk sandte 
und auf den Brage seine sogenannte 
Ragnarsdrapa dichtete. 

6. pat var engi sidr usw., schon 
die Hovam61 (str. 35) warnen davor, 
die gastfreundschaft allzulange in 
anapruch zu nehmen: 

Ganga skal, skala gestr vesa 
ey i einom staj?; 

ljufr ver}?r lei)?r, ef lenge sitr 
annars fletjom ä. 

14. Gefi hann usw., s. zu Orvar- 
Odds s. k. 2, 14. 



15. vaka yfir, dieser ausdruck gibt 
uns eine willkommene aufklärung 
über die weise, auf welche die alten 
skalden ihre lieder dichteten; sie 
wählten die ruhige, friedenreiche 
nacht; vgl. Einars ausdruck, meftan 
adrir svqfu in der ersten, oben an- 
geführten Strophe. 

16. 17. ok drepa hann, diese 
drohung ist natürlich nicht ernstlich 
gemeint. 

19. til Dala, gemeint sind die 
Breitiafjarfiardalir, d. h. die nach 
dem inneren teile des Hvamms- 
fjorör auslaufenden flufstäler in der 
Dalasvsla. In einem dieser täler, 



266 



Egill besingt den schild Einars. 



LXXVIH. 



skalat of grundar Gylfa 
glaums misfengner taumar 
(hlyf>ef> er til or]>a) 
er]?gr6ens m6r verfa. 

5 65. Egill ok Einarr heldu vinättu sinni, meöan feir lifÖu 

b&Öir; en svä er sagt at foeri skjoldrinn um siöir, at Egill 
haföi hann meÖ s6r i bruftfor )?d, er hann f6r norör ä ViÖi- 
rnyri meÖ Porkatli Gunnvaldssyni ok ]?eir RauÖa-Bjarnarsynir, 
Trefill ok Helgi; )?a var spilt skildinum ok kastat i syruker; 
io en siÖan l£t Egill taka af bünaÖinn, ok väru tolf aurar gulls 
i spoDgimuni. 



dem Sselingsdalr, liegt das gehöft 
Langar, wo Einarr bei seinem bruder 
Osvifr sich aufhielt. 

Str. 56. Pros. Wortfolge: Mal 
es at lysa barj^a Ijösgar}?, es ]?äk, 
lofs enda; bo]? hoddsendes kom mer 
heim at hende; taumar Gylfa grundar 
glaums er]?gröens skalat mer ver]?a 
misfengner; hly|?e]? er til or]?a. 

„Es ist hohe zeit, den schild, den 
ich empfing, zu preisen; die bot- 
schaft des freigebigen mannes kam 
mir ins haus; ich werde die seile 
des zwergenschiffes richtig hand- 
haben; höret was ich zu sagen 
habe". 

Mal, „die rechte zeit", hier wohl 
„hohe zeit", lysa eig. klar machen, 
beschreiben, barpa Ijösgarpr, „der 
glänzende zäun des schiflfes", „die 
reihe der das schiff schmückenden 
schilde", hier im allgem. „ein schild"; 
man pflegte während der fahrt die 
schilde an beiden schiffsseiten auf- 
zuhängen, barpa von barpe, siehe 
str. 55. lofs ender ungefähr = lof. 
bop, „die botschaft", d. h. „der 
grufs". hoddsender = hodda stekkver 
in str. M. koma at hende vgl. bera 
al hende, in str. 4(>. Gylfa qrund, 



„das land des seekönigs", „die 
see"; deren glaumr („pferd", eig. 
Atles pferd [Atlakvi]?a 29]) „das 
schiff" ; erpgröenn {erp = jarp), 
.der aus der erde gewachsene, ge- 
schaffene", „ein zwerg" (s. Volospo 
10); „das schiff des zwerges" eine 
allgemeine Umschreibung der poesie 
(s. SnE. 1,218). „Die seile des see- 
pferdes des swerges richtig hand- 
haben" heifst also „ein lied regel- 
recht dichten", er, „ihr" d. i. Einarr 
= hoddsender; Egill stellt sich vor, 
dafs er selbst das lied vor Einarr 
rezitiere, orpa seil, minna. 

7. 8. Vtöimyrr, gehöft am 1. ufer 
der Svartä, im SkagafjorÖr (Nord- 
viertel). 

8. Porkatli G. usw , siehe Landn. 
(1900) s. 21, wo erzählt wird, dafs 
Porkell die Helga Porgeirsdötfir 
von Vtöimyrr geheiratet habe; 
ebenda werden auch die Rauda- 
bjarnarsynir Porkell trefill und 
Helgi genannt; sie waren die 
vaterbrüder von I'orkell Gunnvalds- 
son. Vergl. ferner Heensa-töris s. 
k. 1, 10 13 (Islend. sog. II 2 , 124. 
155 ff.); Laxd. k. 10. 18. 24; FMS. 
II, 172. 

10. bunaoitlh, „den beschlag". 



Porsteinn Egilsson verdirbt den inantel seines vaters. 



267 



Egils Verhältnis zu seinem söhne Porsteinn; Egill begibt sich nach 
Mosfell; er dichtet die Berudräpa. Die kinder torsteins. 

LXXIX, 1. Porsteinn, sonr Egils, \k er hann 6x upp, 
var allra manna friöastr synum, hvitr ä här ok bjartr alitum; 
hann var mikill ok sterkr, ok J>6 ekki eptir J?vl, sem faÖir 
hans. 2. Porsteinn var vitr maör ok k}a*rlatr, högvserr, stiltr 
manna bezt; Egill unni honum litit; Porsteinn var ok ekki 5 
viÖ hann asttioigr, en )?au AsgerÖr ok Porsteinn unnuz mikit. 
3. Egill tok J?ä at eldaz mjok; ]>at var eitt hvert sumar, er 
Dorsteinn reiÖ til atyingis, en Egill sat )?a heima; en äÖr Dor- 
steinn foeri heiman, stiltu J^au AsgerÖr um ok t6ku 6r kistu 
Egils silkisloeöur, Arinbjarnarnauta, ok haföi Porsteinn til 10 
]?ings. 4. Ok er hann hafÖi ä )?inginu, (ä väru honum drag- 
siöar ok uröu saurgar neöan, \k er J?eir varu i logbergsgongu. 

5. Ok er hann kom heim. \k hiröi AsgerÖr sloeöurnar, }^ar sem 
äÖr varu; en mjok miklu si'Öarr, pä- er Egill lauk upp kistu 
sina, \>h fann hann, at spilt var sloeÖunum, ok leitaÖi J>a mäls 15 
um vio AsgerÖi, hverju pat gegndi; hon sagÖi J?ä et sanna til. 

6. Pa kvaÖ Egill: 

57. Akkak erfenytja 
arfa mer til parfan, 

mik hefr sonr of svikvenn, 20 

svik telk i pvi, kvikvan; 



LXXIX. 



Kap. LXXIX. 1. Porsteinn usw., 
vgl. Gunnl. s. k. 1, wo uns dasselbe 
ansprechende bild von diesem manne 
gegeben wird. 

Porsteinn . . . pd er hann, eine all- 
tägliche, volkstüml. erzählungsweise, 
die namentl. Snorri zu lieben scheint. 
hat natürlich nichts mit der lat. 
konstruktion (wie z. b. Caesar, cum 
vidisset u. dgl.) zu tun. 

I. kyrrlätr, „sanftmütig". 

9. stiltu . . . uwt, „nahmen die 
(passende) gelegenheit war". 

10. Atinbjarnarnauta, s. k. 67, 10. 

II. 12. dragsitfar, „so lang, dals 
auf der erde schleppten". 

12. l{i : ibi-rg$yanga, wohl ,.der erste 
gang zum logberg", im beginne des 



althiugs, um den gesetzsprecher zu 
hören. Über das althing u. dessen 
Wirksamkeit s. M. I'öroarson, Arbök 
hins isl. furnleifatjel. 1911 sowie auch 
1921 — 2. Der verf. meint, dafs die 
logbergsganga eine feierliche pro- 
zession von dem logberg war, aber 
dies ist zweifelhaft, denn das erste 
glied des kompos. bezeichnet doch 
wohl das ziel der ganga. Über das 
logberg u. was dort getrieben wurde 
s. auch Maurer, Island s. 177—8; 
Kälund, Aarb0ger 1899 s. 1 ff. 

15. 16. leitadi . . . mdls um vitS Ä., 
„verlangte auskunft von A.". 

Str.57. Pros.wortfolge: Akkak 
arfa erfenytja mer til Marfan; sonr 

hefr of svikvenn mik kvikvan; telk 

■ 



268 



Egill dichtet die Berudräpa. 



LXX1X. 



vel matte ]>ess vatna 
viggrfyande bi]?a, 
es hafskfya hlce)?e 
hljötendr of mik grjöte. 

5 7. Porsteinn fekk J6frfÖar, döttur Gunnars HHfarsonar; 967 

möÖir hennar var Helga, döttir Olafs feilans, systir PörÖar 
gellis; J6friÖi haföi att fyrr Pöroddr, sonr Tungu-Odds. 
8. Litlu eptir f>etta andaÖiz AsgerÖr; eptir J?at brä Egill büi 973 
ok seldi i hendr Porsteini, en Egill f6r ]?a suÖr til Mosfells til 974 

10 Grims mägs sins, JMat hann unni mest Pördisi, stjüpdöttur 
sinni, J?eira manna, er \k väru ä lifi. 

9. Pat var eitt sumar, at skip kom üt i Leiruvägi, ok e. 97; 
styröi sa rnaör, er PormöÖr h6t, hann var norroenn ok hüskarl 
Porsteins Pörusonar; hann haföi meÖ at fara skjold, er Por- 

15 steinn haföi sent Agli Skallagrimssyni, ok var J^at agsetagripr. 
10. Porm6Ör foeröi Agli skjoldinn, en hann tök viÖ ^akksam- 
liga; eptir um vetrinn orti Egill drapu um skjaldargjofina, er c. 97 
kolluft er Berudräpa, ok er petta upphaf at: 



svik i J?vi ; vel msette vatna viggri)?- 
ande bi}?a ]?ess, es hafskij?a hljötendr 
hloe]?e grj6te of mik. 

„Ich habe nicht einen söhn, der 
mir zu viel nutzen brachte; mein 
söhn hat mich im leben betrogen; 
denn das nenne ich betrug. Der 
mann hätte warten können, bis die 
leute den steinhügel über mir er- 
richtet hätten". 

Äkkak = d-k-a-k, „ich habe nicht"; 
das ek „ich" zweimal gesetzt, arfe 
erfinytja (von erfinyt/jar, plur., „die 
dinge, die vererbt werden sollen, 
das erbe") „ein söhn", i pvi, „in 
dem, was er getan hat", matte = 
hefpe matt, vatna vigg, „das pferd 
der wasser", „ein schiff", dessen 
„reiter" ein mann; sein söhn, es 
= at hafskip, „das brett oder 
der Schneeschuh des meeres", „das 
schiff"; hljötendr, „die erobercr" 
des Schiffes, „männer", leute im 



allgem. lilcepe, v. hlapa. grjöte, „die 
den grabhügel bildenden steine". 

5. Gunnar Hlifarson, bes. aus 
der Hcensa-frörissaga bekannt; siehe 
daselbst k. 10—12 u. 16. Vgl. ferner 
Islend. bok k. 5, 2; Landn. (1900) 
s. 140. 160. 214 u. Laxd. k. 7. 

6. 7. Öldfr feilan und PörÖr gellir, 
s. zu k. 29, 9. 

7. Pöroddr machte eine reise nach 
dem auslande, um seinen bruder 
torvaldr, der in gefan genschaft ge- 
raten war, loszukaufen, kam aber 
nimmer zurück; s. Hoensa - f'öriss. 
k. 17. 

10. unni mest, vgl. k. 77, 18. 

12. Leiruvdgr, eine kleine bucht in 
der Kjosarsysla, nostl. v. Reykjavik. 

14. Porsteinn Päruson, s. k. 62—5. 
69. 70. 76. 

18. Berudräpa, d.h. „schildgesang", 
„gedieht zur Verherrlichung eines 
Schildes". 



Die familie des frorsteinn Egilssou. 



269 



11. 58. Heyre füss ä forsa 

fallhadds vinar stalla, 

(hygge) fegn (til fagnar 

pinn lyp>r) konungs mina; 

opt skal arnar kjapta 5 

qr]) gof> of troj? Horp>a, 

hrafnstyrande hroera 

hregna min of fregnask. 

12. Porsteinn Egilssou bj6 at Borg; hann atti tvä laun- 
getna sonu, Hriflu ok Hrafn, en siöan hann kvängaöiz, ättu 10 
)?au J6friÖr tiu born; Helga en fagra var ]?eira döttir, er J?eir 
deildu um Skald-Hrafn ok Gunnlaugr ormstunga. 13. Grimr 
var elztr sona ]?eira, annarr Sküli, (?riÖi Porgeirr, fjöröi Koll- 
sveinn, fimti Hjorleifr, setti Halli, sjauudi Egill, ätti PörÖr; 



Eg. 
LXX1X. 



Str. 58. Pros. Wortfolge: 
Heyre ]?egn konuDgs fuss ä niina 
forsa fallhadds stalla vinar; ]?inn 
\y]>T hygge til Jaguar. Opt skal 
min gö)? arnar kjapta or|? of fregn- 
ask of Hor]?a tro]?, „hroera hregna" 
hrafnstyrande. 

„Der degen des königs höre be- 
reitwillig auf mein lied; deine leute 
mögen an schweigen denken (sich 
des Schweigens befleifsigen). Oft 
wird mein gutes lied auf HorÖaland 
gehört werden, o Seefahrer". 

„Der degen des königs" torsteinn 
töruson (s. die vorhergehende er- 
zählnng). stalla vinr, „der freund 
der opferaltäre", „Odin". forsar, 
„die ströme" Odins, „der skalden- 
met, das gedieht", fallhaddr, „mit 
fallendem, niederhängendem, langem 
haare" („der alte Odin"), göf? ist 
nicht selbstlob : Egill meint nicht 
sein eigenes lied, sondern preist 
die skaldenkunst im allgemeinen, 
die an und für sich „herrlich" ist. 
arnar kjapta pr/>, „die aussaat des 
Schnabels des adlers", „der skaldeu- 
met" nach der erzählung von Odin 
in SuE. 1, 222: pä spytti hann (Odin 



in adlergestalt) mibinum i kerin. 
orp, „aussaat"; vergl. erja, arpr. 
Horpa trop, „das von den Hörbar 
betretene land", HorÖaland. hrafn- 
styrande, „des pferdes (Hrafn, ein 
pferdename) lenker, beherrscher", ein 
teil einer Umschreibung für „schiff"; 
das übrige (wahrsch. eine bezeichnung 
der see oder eines seekönigs) mufs in 
dem verderbten hroera hregna gesucht 
werden. Mit dieser Umschreibung ist 
torsteinn gemeint. Vgl. B. M. Olsen, 
Arkiv XIX, 109 f. 

10. Hriflu ok Hrafn, nur der erste 
wird einmal in der fröröar saga hreÖu 
(Kbh. 1848) s. 66 und in der Hauks- 
bok n. Melab6k der Landnäma (1900) 
s. 22. 246 erwähnt; Hrafn kommt 
sonst nirgends vor. 

11. Helga en fagra usw., ausführ- 
liches hierüber in der Gunnlaugssaga. 

13. Sküli wird in den sagas Öfter 
genannt. Er hielt sich längere zeit 
im auslande auf und nahm als ge- 
folgsmann des jarls Eirikr an der 
schlacht bei Svoldr teil, die er in 
einem „flokkr" besang (Olafs saga 
Tryggv. [1853] s. 49. 54. 56. 61; 
Heimsk. Ö.Tr.k.l05),von dem jedoch 



270 



Die händel zwischen frorsteinn Egilsson 



Eg. ßöra het döttir )?eira, er ätti PormöÖr Kleppjärnsson. 14. Frä 
LXXIX. bornuni Porsteins er komin kynslöÖ mikil ok mart störmenoi; ]?at 
LXXX. er k a u at Myramannakyn, alt )>at er frä Skallagrfmi er koniit. 



Steinarr Onundarson sucht streit mit borsteinn Egilsson. 

LXXX, 1. Onundr sjöni bjö at Anabrekku, )?a er Egill 
5 bjö at Borg; Onundr sjöni ätti PorgerÖi, döttur Bjarnar ens 
digra af Snsefellsstrond; born feira Onundar väru )?au Steinarr 
ok Dalla, er ätti Ogmundr Galtason, — J?eira synir Porgils ok 
Kormäkr. 2, Ok er Onundr gerÖiz gamall ok gyndr litt, )>ä 
seldi haun af hendi bü; tök ]>&, viÖ Steinarr, sonr hans; )?eir 

10 feögar ättu auö fjär. 3. Steinarr var allra manna inestr ok 
ramr at afli, ljötr maÖr, bjügr i vexti, föthärr ok miÖskamr; 
Steinarr var uppivo/lumaör mikill ok äkafamafrr, ödsell ok 
harÖfengr, enn mesti kappsmaör. 4. Ok er Porsteinn Egils- 
son bjö at Borg, \k gerÖiz )?egar fätt um meÖ }?eim Steinari. 

15 5. Fyrir sunnan Häfsloek liggr myrr, er heitir Staksmyrr; 



nur geringe reste erhalten sind (s. 
Skjaldedigtning B 1, 283-4). Am hofe 
Eiriks hatte er auch gelegenheit, dem 
jungen Gunnlaugr ormstunga nütz- 
lich zu sein und ihn vor dem zorne 
des jarls zu schützen (Gunnl. s. k. 8). 
Später nach Island zurückgekehrt, 
stand er mit Björn Arngeirsson (der, 
wie er selber, ein urenkel des Skalla- 
grimr war) in freundschaftlichem 
Verhältnis und unterstützte ihn bei 
seiner Werbung um Oddny eykyndill 
(Bjarnar s. Hitd. s. 3 ff.). Verheiratet 
war er mit Bera Ormsdöttir (Kristnis. 
k. 2) und hatte eine tochter, namens 
Geirlaug (Isl. sog. I 2 , 355). — Von 
den übrigen söhnen des torsteinn 
werden nur noch Kollsveinn u. Egill 
in der Gunnlaugs saga erwähnt. 

1. Pormödr Kleppjärnsson wird 
nur noch in der Melabok der Land- 
näinabök einmal geuannt (fsl. sog. 
I 2 , 83, aiiiu. 7), wo jedoch seiner ehe 
keine erwähnung geschieht. 



Kap. LXXX. 4. Onundr sjöni, s. 
oben k. 28, 7 und* Landn. (1900) 
s. 21. 150. 

6. Sncefellsstrgnd , die südküste 
der halbinsel Snsefellsnes. 

Steinarr, auf seine im folgenden 
ausführlich erzählten händel mit bor- 
steinn wird auch in der Gunnl. s. 17 
angespielt. Vgl. ferner Kormäks- 
saga k. 11 u. 12. 

7. Galtason, nach der Kormäks- 
saga (k. 1) hiefs der vater des Og- 
mundr nicht Galti, sondern Kormäkr. 

8. Kormäkr, der bekannte dichter, 
die hauptperson der Kormäkssaga, 
in der auch sein bruder borgils 
mehrfach erwähnt wird. 

11. midskamr, „von kurzem Ober- 
körper". 

13. kappsmadr, „ein hitziger 
mensch". 

15. Hdfsloßk, s. zu k. 28, 7. 

Staksmyrr, dies zu Borg gehörende 
Weideland führt heute den namen 
ßreid (Kälund 1,380). 



und Steinarr Onundarson. 271 

standa p>ar yfir votn ä vetrinn, en ä värit, er isa leysir, }?ä^er Eg. 
j>ar ütbeit svä göo' nautum, at ]>at var kallat jafnt ok stakkr LXXX - 
tg<5u. 6. Häfsloekr reo" ]>ar landamerkjum at fornu fari; en a 
vSruiii gengu naut Steinars mjok a Staksmyri, er ]>au väru 
rekin ütan at Häfsloek, en hüskarlar Porsteins vonduÖu um. 5 

975 7. Steinarr gaf at ]?vi engan gaum, ok f6r svä framm et fyrsta 

976 sumar, at ekki varÖ til tiÖenda; en annat var, )?ä helt Steinarr 
beitinni, en Dorsteinn lagÖi j?ä i umroeö'u viÖ hann ok roeddi 
]>6 stilliliga, baö hann Steinar halda beit büfjär sins, svä sem 
at fornu haföi verit. 8. Steinarr segir, at fe mundi ganga, 10 
J>ar sem ]?at vildi; bann rceddi um alt heldr festiliga, ok 
skiptuz peir Dorsteinn viÖ nokkurum oröum. 9. SiÖan l£t 
Dorsteinn hnekkja nautunum üt ä myrar yfir Häfsloek, ok er 
Steinarr varÖ pess varr, \k fekk bann til Grana, Israel sinn, 

at sitja at nautunum ä Staksmyri, ok sat hann ]?ar alla daga; 15 
f>etta var enn ofra blut sumars; beittuz ]>k upp allar engjar 
fyrir sunnan Häfsloek. 10. Nu var ]?at einn dag, at Dorsteinn 
haföi gengit upp ä borg at sjäz um; hann sä, hvar naut 
Steinars föru; hann gekk üt a myrar; p>at var siÖ dags; hann 
sä, at nautin väru ]>& komin langt üt i holta sundit. 11. Dor- 20 
steinn rann üt um myrarnar, ok er Grani sä )?at, f>ä rak hann 
nautin övsegiliga, til j^ess er p>au kömu ä stoöul. 12. Dorsteinn 
kom ]?ä eptir, ok hittuz )?eir Grani i garöshliöinu; Dorsteinn 
vä hann \>ax; ]^at heitir GranahliÖ sifran, pat er ä tün- 
garÖinum; Dorsteinn hratt garÖinum ofan ä Grana, ok hulÖi 25 
svä hrae hans. 13. SiÖan f6r Dorsteinn heim til Borgar, en 

3. tobu, tafia ist das heu, das man 20. holta sundit, „das zwischen 

von dem gedüngten vpllr, der das isl. zwei holt befindliche niedrige und 

gehöft umgibt, gewinnt; dieses heu ist sumpfige terrain" (einer meereuge 

von besonderer gute u. damit werden [sttwdj vergleichbar), 

insbesonders die kühe gefüttert. 22. övoegiliga, „ohne Schonung zu 

7. 8. helt . . . beitinni, „fuhr fort mit üben", „eilig", 

dem weiden", d. h. „liefs nach wie vor sto'dull, dieser melkeplatz soll nach 

srin vieh auf i'orsteins wiese grasen". der lokalen tradition (auf die freilich 

9. stilliliga, „in mafsvoller weise". nicht viel zu geben ist) auf der östl. 

1 1 . festiliga, „trotzig". seite einer in der nähe von Anabrekka 

15. sitja at, „bewachen". geleg. anhöhe gewesen sein. Der platz 
alla daga, nicht „jeden tag", son- heifst heute Fj öshölar (Kahind 1,380). 

dem „die ganzen tage", unablässig. 25. 26. ok hul'Öi sva hro?, „und 

16. beittuz uj>'p, „wurden voll- verhüllte so seinen leichnam"; den 
ständig abgeweidet". leichnam seines getöteten feindes mit 



272 Die händel zwischen I>örsteinn Egilsson 

Eg. konur J?aer, er til stoöuls föru, fundu Grana, J?ar er hann lä; 

LXXX. eptir J^at föru fser heim til hüss ok sogöu Steinari J?essi 

tiöendi. 14. Steinarr leiddi hann uppi i holtunum, en siÖan 

fekk Steinarr til annan prsel at fylgja nautunum, ok er sä 

5 eigi nefndr. 15. Porsteinn \6t J?ä, sem hann vissi eigi um 

beit, }?at sem eptir var sumarsins. 16. I>at varÖ til tiÖenda, 

at Steinarr f6r enn fyrra hlut vetrar üt ä Snaefellsstrond ok 976 

dvalÖiz p>ar um hriÖ. 17. Steinarr sä J?ä J^rsel, er Prändr het; 

hann var allra manna mestr ok sterkastr; Steinarr falaÖi J?rael 

10 J?ann ok bauÖ til verÖ mikit, en sä, er ätti ]/Tselinn, mat hann 

fyrir }>rjär merkr silfrs, ok mat hann bälfu dyrra, en meöal- 

Jprsel, ok var pat kaup peira; hann haföi Pränd meÖ ser heim. 

18. Ok er peir kömu heim, pä rceÖir Steinarr viö Pränd: 

„Nu er svä til farit, at ek vil hafa verknaÖ af per; er her 

15 skipat äÖr til verka allra; nü mun ek verk fyrir pik leggja, 

er p£r er litit erfiÖi i. 19. Pü skalt sitja at nautum minum; 

pykki me> pat miklu skipta, at peim se vel til haga haldit; 

vil ek, at pü hafir par engis manns h6f viÖ, nema pitt, hvar 

hagi er beztr ä myrum; mä ek eigi ä manni sjä, ef pü hefir 

20 eigi til pess hug eöa afl, at halda til fulls viÖ einn hvern hüs- 

karl Porsteins". 

20. Steinarr seldi i hendr Prändi oxi mikla, nserr älnar 
fyrir munn, ok var hon härhvoss. 

erde oder steinen zu bedecken war namen kennen wir nicht"; vergl. 

eine gesetzliche u. moralische pflicht, Heinzel, Die beschreibung der isl. 

damit nicht wilde tiere od. raubvögel saga s. 32. 

den leichnam zerrissen (vgl. k. 57,41; 11. prjdr merkr silfrs usw., drei 

81,8); s. Grägäs (Konungsb.) 1, 154, mark silber war die gesetzliche 

§87; wenn jmd. den leichnam nicht bufse für die tötung eines freien; 

verhüllte, wurde er nach dem gesetze für einen erschlagenen sklaven 

ein fjgrbaugsmadr, d.h. auf drei jähre wurde nur die hälfte bezahlt, 
für friedlos erklärt; s. ebd. 11. 12. medalprcel, „einen gewöhn- 

lichen sklaven", „einen sklaven, wie 

3. leiddi, „begrub"; das vb. ist sie durchschnittlich sind". 

von leifti „grab" gebildet; lei<Si be- 18. at pü hafir — pitt, „dafs du 

deutet wohl eig. „grab am wege" keines anderen inaünes urteil, son- 

(leiö), vgl. gotua = „begraben" (v. dem nur dein eigenes darüber ent- 

gata) und Höv. 72: bautarsteinar scheiden läfst". 
standat brauto ncer. 19. md ek — sjd, „dann habe ich 

4. 5. ok er sä eigi nefndr, „und eine schlechte menschenkenntuis". 
er ist nicht genannt", d.h. „dessen 22. 23. nozrr dlnar f m., „die 



und Steinarr Onundarson. 273 

21. „Svä liz mer ä )nk, Prändr!", segir Steinarr, „sem Eg. 
eigi se synt, hversu mikils ]m metr goÖorÖ Porsteins, ef fit I*XXX. 
sjäiz tveir ä". LXXXI. 

22. Prändr svarar: „Engan vanda setla ek mer ä viÖ Por- 
stein, en skilja ]>ykkjumz ek, hvert verk ]?ü hefir fyrir mik 5 
lagt; mantu J?ykkjaz litlu til verja, J?ar sem ek em; en ek 
a3tla mer vera göÖan kost, hvärr sem upp kemr, ef vit Por- 
steinn skulum reyna me(5 okkr". 

23. SiÖan t6k Prändr til nauta gsezlu; honum hafÖi J?at 
skiliz, ]>6tt hann heföi eigi lengi verit, hvert Steinarr hafÖi 10 
nautum sinum lätit halda, ok sat Prändr at nautum ä Staks- 
myri. 24. Ok er Porsteinn varfr ]?ess varr, J?ä sendi hann hüskarl 
sinn til fundar viÖ Pränd ok baÖ segja honum landamerki meÖ 
]>e\m Steinari; ok er hüskarl hitti Pränd, }rk sago'i hann honum 
orendi sin ok baÖ bann halda nautunum annan veg, sagÖi, at ]?at 15 
var land Porsteins Egilssonar, er nautin väru ]?ä i komin. 

25. Prändr segir: „Pat hiroi ek aldri, hvärr feira land ä; 
mun ek naut hafa, far sem mer fykkir hagi beztr". 

26. SiÖan skilöuz ]?eir; f6r hüskarl heim, ok segir Por- 
steini svor prselsins; Porsteinn let J?ä kyrt vera, en Prändr 20 
tök )?ä at sitja at nautum nsetr ok daga. 

torsteinn tötet frrandr. Steinarr prozessiert wegen des totschlages. 

LXXXI, 1. Porsteinn st6Ö upp einn morgin viÖ s61, ok 
gekk upp ä borg; hann sä, hvar naut Steinars väru; siö'an 
gekk Porsteinn üt ä myrar, til pess er hann kom til nautanna. 
2, Par stendr skögarklettr viÖ Häfsloak, en uppi ä klettinum 25 
svaf Prändr, ok hafÖi leyst af ser sküa sina; Porsteinn gekk 
upp ä klettinn, ok hafoi oxi i hendi ekki mikla ok engi fleiri 

gauze schneide war ungefähr eine in einer oder anderer hinsieht ver- 

elle lang. pflichtet, „Verpflichtung". 

6. litlu til verja, „nur wenig 

1 — 3. Eine direkte aufforderung riskieren". 

I } orsteiun, obschon er ein häuptling 7. upp kemr, „zur Wirklichkeit 

{godorüsmadr) war, totzuschlagen. wird". 

2. 3. ef pit — d, „wenn ihr ein- 
ander anschaut (einander gegenüber Kap. LXXXI. 25. skögarklettr, „ein 
steht)". fels, um oder an welchem bänme 

4. vanda, ein Verhältnis, welches gewachsen sind". 

Sagabibl. III. 1& 



274 Die händel zwischen Porsteinn Egilssoii 

Eg. väpn. 3. Porsteinn stakk oxarskaptinu ä Drändl ok baÖ bann 
LXXXI. vaka; haiin spratt npp skjött ok hart ok greip tveiin hondum 
0xina ok reiddi upp; bann spurb'i, bvat dorsteinn vildi. 

4. Han n segir: „Ek vil segja per, at ek k land petta, en 
5 p£r eiguÖ bagabeit fyrir iitan loekinn; er pat eigi undarligt, 

pöttu vitir eigi landamerki beV'. 

5. Prandr segir: „Engu ]>ykki mer skipta, hverr land k\ 
muri ek par lata naut vera, er peim pykkir bezt". 

„Hitt er likligra", segir dorsteinn, „at ek muna nü rao'a 
lo vilja fyrir landi minu, en eigi pradar Steinars". 

6. Prandr segir: „Miklu ertu, Dorsteinn! övitrari maör, en 
ek bugöa, ef pu vilt eiga ndttböl undir oxi rninni ok hsetta 
til pess viroingu pinni; mer- syniz, at setla til, sem ek muna 
üa ^ a tv aii ofl pin , en mik skortir eigi bug; ek em ok väpnaör 

15 betr en pu". 

7. Porsteinn mselti: „A pa" hsettu mun ek leggja, ef pü 
gerir eigi at um beitina; vamti ek, at mikit skili bamingju 
okkra, sva sem mdlaefni eru öjofn". 

8. Prdndr segir: „Nü skaltu sjä, Dorsteinn! hvart ek 
20 hrseÖumz nokknt bot J^in". 

SiÖan settiz Prändr niör ok batt sk6 sinn, en Porsteinn 
reiddi upp oxina bart ok bj6 k bdls Prändi, svä at bofuöit 
feil & bringuna; siÖan bar Porsteinn grjot at bonum ok bulÖi 
hrsü bans, gekk siÖan beim til Borgar. 9. En pann dag kömu 

25 seint beim naut Steinars, ok er protin vdn p6tti pess, p& t6k 
Steinarr hest sinn ok lagöi a soöul; bann hafÖi alvaepni sitt. 
10. Hann reiÖ suÖr til Borgar, ok er bann körn par, bitti bann 
menn at mäMi; bann spurÖi, bvar Porsteinn vseri; bonum var 
sagt, at bann sat inni; pa" baÖ Steinarr, at Porsteinn kcemi üt, 

30 kvaz eiga orendi viÖ bann; ok er Porsteinn heyröi petta, t6k 

5. hagabeit, „grasnuizung, weide- 17. gerir eigi at, „nicht verändern 

recht". willst". 

12. eiga ndttböl undir exi, ,, nacht- 18. sva, sem mdlaefni eru öjofn, 
quartier unter dem beile haben, be- „wie auch unser beider Verhältnis 
kommen", eine volkstümliche, iro- in diesem streite ungleich ist" (da 
nische redeweise für „totgeschlagen das recht auf Idsteins seite, das 
liegen". Vergl. Heinzel, Die be- unrecht auf der seines gegners 
Schreibung d. isl. saga s 67. war). 

13. at vetla til, ,,nach einer fluch- 25. pess, näml. dafs das vieh heim 
tigen berechnung", „mutmafslich". käme. 



und Steinarr Onundarson. 



275 



bann väpn sin ok gekk üt i dyrr. 11. Sföan spuröi hann Eg. 
Steinar, hver erendi hans vseri. LXXXI. 

„Hefir ]n\ drepit Pr&ud, prael minn?" segit* Steinarr. 

„Sva er vist", segir Porsteini), „parftu )>at ekki oÖrum 
rnonnum at setla". 5 

12. „Pa se ek, at ]m raunt ]>ykkjaz harbhendliga verja 
land ]>itt, er ]m hefir drepit prsela mina tvä; en mer pykkir 
pat ekki sva mikit framaverk. 18. Nu mun ek gera )?6r k 
pessu miklu betra kost, ef ]m vilt wefi kappi verja landit 
]>itt, ok skal ekki oönim monnum du at hlita, at reka nautin, io 
en vita skaltu ]?at, at nautin skulu bseÖi dag ok nött i pinu 
landi vera". 

14. „Svä er", segir Porsteinn, „at ek drap fyrr i sumar 
])r&\ pinn, pann er ]?\\ fekt til at beita nautunum i land mitt, 
en siftan let ek yör hafa beit, sem per vilduÖ, alt til vetrar. 15 
Nu hefi ek drepit annan prsel pinn fyrir p£r; gaf ek pessum 
ena somu sok sem enum fyrra. 15. Nu skaltu hafa beit 
heöan i frtl i sumar, sem pü vill, en at sumri, ef pü beitir 
land mitt ok frer menn til pess, at reka hingat f6 pitt, p& 
mun ek enn drepa fyrir per einn hvern mann, pann er f£nu 20 
fylgir, svit po at pu fylgir sjalfr; mun ek sv& gera & hverju 
sumri, meöan pü heldr teknum bsetti um beitina". 

16. Siftan reib" Steinarr i brott ok heim til Brekku, ok 
litlu siöarr reib Steinarr upp i Stafaholt; par bj6 pa Einarr; 
hann var goborbsmabr; Steinarr baÖ hann liÖs ok bauÖ honum 25 
fe til. 

17. Einarr segir: „Pik mun litlu skipta um mina libsemb, 
nema fleiri virbingamenn veiti at pessu mäli". 

18. Eptir pat reib Steinarr upp i Reykjardal a fund Tungu- 
Odds ok bab hann libs ok bauö honum f& til; Oddr tök viÖ 30 



4. 5. odrum monnum at aitla, ,,den 
verdacht auf andere werfen". 

9. betra kost, wird erklärt durch 
das folgende, namentlich durch ok 
skal ekki odrum monnum ml at hlita 
„jetzt oder hiernach sollen nicht 
andere — als ich selbst — dazu 
gebrancht werden"; vgl. svä />ö at 
Im fylgir sjdlfr §15. 



13. fyrr i sumar = i fyrra sumar, 
„\va vorigen somnner". 

24. Stafaholt, gehöft am 1. ufer 
der NorÖrä, nöstl. von Borg. 

Einarr (Teitsson) ist nur noch 
durch die Landnäma bekannt, s. 
meine ansg. (1900) s. 20. 28. 50. 

29. Reykjardal, s. zu k. 39, 5. 

29. 30. Tungu-Ocldr, söhn des 

18* 



276 



Porsteinn wird von Steiuarr verklagt. 



Eg. f£nu ok het liÖveizlu sinni, at hann skyldi efla Steinar at 
LXXXI. koma framm logum viÖ Porstein; Steiuarr reiÖ siÖan heim. 

19. En um varit föru ]?eir Oddr ok Einarr me<5 Steinari stefnu- 978 
for, ok hofÖu fjolmenni mikit; stefndi Steinarr Porsteini um 
5 frseladrap ok \6t varÖa fjorbaugsgarÖ um hvdrt vigit; 20. ];viat 
]?at v&ru log, };ar er J?rselar va>u drepnir fyrir manni, enda 
vseri eigi fcerÖ )n*selsgjoldin fyrir ena Jn*iÖju s61, en jafnt skyldu 
metaz tvser fjorbaugssakar ok ein sköggangssok. 21. Por- 
steinn stefndi engum sokum i m6t, ok litlu siÖarr sendi 

10 Porsteinn menn suÖr ä Nes; k6mu ]>eir til Mosfells til Grims 
ok sogÖu )?ar J?essi tiöendi. 22. Egill \6t ser fdtt um finnaz, 
ok spuröi )>6 at 1 hljööi vandliga um skipti ]?eira Porsteins ok 
Steinars ok svä at j^eim monnum, er Steinar hofÖu styrkt til 
]?essa mals; sioan f6ru sendimenn heim, ok let Porsteinn vel 

15 yfir ]?eira ferÖ. 2 >. Porsteinn Egilsson fjolmenti mjok til vdr- 
]?ings ok kom p>ar n6tt fyrr en aörir menn, ok tjolduöu büöir 
sinar, ok Jringmenn hans, er ];ar ättu büöir. 24. Ok er feir 
hoffru um büiz, )>k let Porsteinn ganga til ]^ingmannaliÖ sitt, 



Onundr breiÖskeggr, ward um die 
mitte des 10. Jahrhunderts zu den 
bedeutendsten häuptlingen im isländ. 
siidlande gerechnet (Landn. 1900 
s. 125). Die Landn. erwähnt ihn und 
sein geschlecht sehr häufig. Am be- 
kanntesten ist er durch seine in der 
Hoensa-fröris saga erzählten händel 
mit I'6rÖr gellir u. Gunnarr Hlifarson, 
in denen er schliefslich den kürzeren 
zog, da sein eigener söhn t>6roddr, 
der in Gunnars tochter JöfriÖr ver- 
liebt war, auf die seite der geguer 
sich schlug. Vgl. ferner FAS. II, 7 
und Laxd. k. 7. Wie berühmt sein 
name war, geht auch daraus hervor, 
dafs die märchenhafte BärÖar saga 
Sneefellsäss ihn zum Schwiegersöhne 
eines berggeistes macht (siehe das. 
k. 10). 

5. 6. />viat pat vdru log, diese 
bemerkung ist richtig; s. Grägäs 
(Kon. bok) I, 190. 



6. 7. enda vceri eigi, „unter der 
— bestimmten — Voraussetzung, 
dafs nicht". 

7. 8. en jafnt skyldu metaz usw., 
auch ganz richtig, s. Grägäs 1,110. 

10. Nes, s. zu k. 77,4., 

15. 16. vdrpings, die frühjahrs- 
thinge bestanden aus zwei abteil- 
ungen, söknarping „prozefsthing" 
und skuldarping „geldsachenthing"; 
das erstere war das eigentliche vdr- 
ping, das letztere, in welchem alle 
geldgeschäfte abgewickelt wurden, 
nur ein anhang dazu. Das eigent- 
liche vdrping wurde zwischen dem 
7. und 27. mai abgehalten und es 
dauerte gewöhnlich 4 tage. Es 
sollten hier die prozesse zwischen 
leuten, die zu einem und demselben 
thingverbande gehörten , geführt 
werden; die zahl der richter betrug 
36. S. Maurer, Island s. 160 ff. 

18. ganga til, verks oder etwas 
ähnliches ist zu ergänzen. 



Der prozefs am BorgarfjarÖar]?ing. 277 

ok geröu J>ar büöarveggi mikla; sifran \6t hann buÖ tjalda Eg. 
miklu mein', en aorar btiÖir, ]?ser er |?ar väru; i J?eiri büfr väru I'XXXI. 
engir menn. 25, Steinarr reiÖ til fings ok fjolmenti mjok 
]>ar reo Tungu-Oddr fyrir liÖi ok var allfjolmennr; Einarr ör 
Stafabolti var ok fjolmennr; tjolduöu ]?eir büöir sinar; var 5 
]?ingit fjolment; flnttu menn framm mal sin. 26. I>orsteinn 
bauÖ engar ssettir fyrir sik, en svarafri J;vf ]?eim monnum, er 
um srettir leituon, at bann setlao% at lata döms biÖa, sagöi, at 
bonum föttu mal litils verfr, J?au er Steinarr för meÖ um dräp 
p>ra?la hans, en talÖi frsela Steinars hafa gnogar sakar til gort io 
27. Steinarr l£t störliga yfir mälum sinum; }>6ttu bonum sakar 
logligar, en liösafli gnögr at koma logum framm; var bann 
f>vi frammgjarn nm sin mal. 28. Dann dag gengu menn f 
pingbrekka ok mseltu menn lnälum sfnum, en um kveldit 
skyldu domar üt fara til söknar; var Dorsteinn J>ar meÖ flokk 15 
sinn; bann reo l?ar )>ingskopum mest, ]>viat svä bafÖi verit, 
meöan Egill för me$ goÖorÖ ok mannaforraÖ; ]?eir hofÖu 
hvärirtveggju alvsepni. 20. Menn sä af fnnginu, at tlokkr 
manna reiö neÖan mefr Gljufrä, ok blikuÖu J>ar skildir viÖ; ok 
er ]?eir riöu ä pingit, ]>A rei?5 f>ar mao'r fyrir i bläri käpu, bafÖi 20 
hjalm ä hofÖi gullroöinn, en skjold ä bliÖ gullbüinn, i hendi 



1. büo~ tjalda, vgl. Maurer, Island benutzt werden konnte. S. Maurer, 

s. 164—5. Island s. 179, vgl. s. 177—8. 

10. hafa gnogar sakar til gort, 14. um kveldit, es ist durch m eh r- 

„hätten genügendo schuld auf sich fache Zeugnisse erwiesen, dafs die 

geladen" (näml. um ihre tötuug als urteile gerne abends oder in der 

gerechtfertigt und straflos zu er- nacht gefällt wurden, 

weisen). 15 skyldu domar üt fara, eigentl. 

12. logum, d. h. was er für ge- „die richter sollten ausziehen", d.h. 
setzlich ansah; denn das ganze un- die richter sollten an die — be- 
recht war natürlich auf seiner seite, stimmte — stelle sich begeben, wo 
und nur auf seiner. sie die parteien zu verhören und 

14. pingbrekka, eig. „thinghiigel"; darnach ihr urteil abzugeben hatten; 
eine erhühung auf dem thingplatze daher bedeutet der ausdrnck im all- 
entsprechend dem logberg am al- gemeinen „die prozesse sollten zum 
thing), die jeder, der der versamm- austrag gebracht werden", 
hing eine mitteilung zu machen 16. pingskop, „die thingordnnng"; 
hatte, zu betreten pflegte. Die das prozessuale verfahren, 
thingstätten werden meist so ge- 21. gullrodinn, für gull-hrofiinn 
wählt worden sein, dafs eine natür- (vgl. ags. hroden), „mit gold um- 
liehe bodenerhebung als pingbrekka wunden". 



278 



Der prozefs am BorgarfjarÖarjnng. 



Eg. krökaspjöt, var J?ar gullrekinn falrinu, bann var sverbi gyrör. 
LXXXI. 3Q # p ar var kominn Egill Skallagrimsson me5 atta tigu nianna, 
alla vel vapnaba, sv& sem til bardaga va3ri bünir; pat liÖ var 
valit mjok; bafbi Egill baft me(5 ser ena beztu böndasonu af 
5 Nesjum sunuan, \>k er bonum ];öttu vigligstir. 31. Egill rei?5 
meÖ flokkinn til biliar peirar, er Dorsteinn bafbi tjalda latit 
ok äÖr var auÖ; stigu peir af bestuni sinum. B2. Ok er Dor- 
steinn kendi ferb foÖur sins, \>& gekk hann i möti bonum meÖ 
allan flokk sinn ok faguabi bonum vel; letu |;eir Egill bera 
io inn fargorvi sina i büb, en reka besta i haga. 33. Ok er 
petta var syslat, gekk Egill ok Dorsteinn meö flokkinn allan 
upp i pingbrekku, ok settuz ]?ar, sem peir varu vanir at sitja. 
31. Siban stob Egill upp ok mä3lti batt; „Hvärt er Onundr 
sjöni ber i pingbrekkunniV" 
15 Onundr kvaz par vera — „ek em feginn orbinn, Egill! 

er }m ert kominn; mim pat alt boeta til um pat, er ber stendr 
milli mäis manna". 

35. „Ilvärt rseör }m ]>\i, er Steinarr, sonr pinn, soekir 
sokum Dorstein, son minn, ok befir dregit samau fjolmenni 

20 til pess, at gera Dorstein at urÖarmanni?' 4 

36. „Dvi veld ek eigi", segir Onundr, „er peir eru ösattir; 
befi ek };ar til lagt morg orb ok bebit Steinar ssettaz vib Dor- 
stein, pviat mer hefir verit i bvern Stab Dorsteinn, sonr pinn, 
sparari til ösoembar, ok veldr J?vi sü en forna dstvinatta, er 

25 meö okkr befir verit, Egill! siban er vit foeddumz b6r upp 
samtynis". 

37. „Brätt mun pat", segir Egill, „ljöst verba, hvärt ]?u 
maelir petta af alvoru eba af h^gtfma, pott ek aetla pat sibr 



1. krökaspjöt, „ein speer mit haken 
and. spitze". S.Falk,Waffenk.s.69f. 

16. 17. stendr milli mdls, eigentl. 
„zwischen den Sachen steht", d. h. 
die einigkeit u. den frieden zwischen 
den leuten verhindert. 

20. urft'armanni, ein noch ge- 
hässigerer ausdruck als skögarmatSr; 
urtü bed. eigeutl. „ein felsgeröll mit 
Schlupflöchern, in denen z. b. wilde 
tiere sich verbergen können"; ur'd 
ist urjgef. dasselbe wie hreysi(ar); 



vgl. hefr i hreyse hvarleipr skripet 
(Helg. Hund I, 37, 11—12). 

24. sparari til ösoem'dar, „ein 
mann, den zu beleidigen od. herab- 
zusetzen ich mich stets gehütet 
habe". 

en forna dstv'mdtta, „die alte 
busenfreundschalt", s. k. 07, 5. 

26. samtynis, -ti'/nis von tun; eig. 
„in demselben hofe", also „in un- 
mittelbarer nachbarschaft". 

27. pal, „das letztere". 






Der prozefs ani BorgarfjarÖarp>ing. 279 

vera munu. 3S, Man ek }>& daga, at hvärumtveggja okkrum Eg. 
muDdi pykkja öglikligt, at vit mundim sokum soekjaz e<3a I jXXX I« 
stilla eigi sonn okkra, at peir fari eigi mc(5 ffflsku slikri, sem 
ek heyri at her horfiz til. 39. Syniz mer )?at räo, raeftan vit 
erum ä lifi ok sva nrcrr staddir deilu peira, at vit takim mal 5 
]>etta undir okkr ok setim ni(5r, en lätim eigi J?ä Tungu-Odd 
ok Einar etja saman sonum okkrum sem kapalhestum; latum 
J?ä hafa annat heo'an i fia til fcvaxtar ser, en taka a sliku". 
40. Da stöÖ Onundr npp ok maBlti: „Rett segir J>ü, Egill! 
ok )?at er okkr öfallit, at vera a )m ]>ingi, er synir okkrir 10 
deila. 41. Skal okkr ok aldri J?d skomm henda, at vera peir 
vanskorungar, at ssetta ]>{\ eigi; nu vil ek Steinarr, at pu 
selir m£r mdl .pessi i hendr ok lätir mik meÖ fara, sem 
me> likar". 

42. „Eigi veit ek ];at", segir Steinarr, „hvart ek vil sva 15 
kasta niftr malum mfmim, ]mat ek hefi aÖr leitat m6r HÖ- 
semöar af störmenni; vil ek nu sva at einu lüka malum mumm, 

at ];at Kk.i vel Oddi ok Einari". 

43. Siöan roeddu J?eir Oddr ok Steinarr sin i milli; sagfri 
Oddr svä: „Efna vil ek, Steinarr! HÖsemÖ viÖ pik, J>a" er ek 20 
het at veita per til laga eÖa )eira malalykÖa, er ) ü vilt taka 
]>ix til liauda; muntu mest i abyrgjaz, hvernig mal pin eru til 
komin, ef Egill skal um dcema". 

44. Da mselti Onundr: „Ekki parf ek at eiga |?etta undir 
tungurotu Odds; hefi ek af lionum haft hvarki gott ne ilt, en 25 
Egill hefir mart störvcl gort til min. 45. Trüi ek honuru 
miklu betr en oörum, enda skal ek j?essu raoa; raun per pat 
ho3fa, at hafa eigi alla oss f fangi p6r; hefi ek enn he> til 
rdftit fyrir okkr, ok skal enn sva vera". 

46. „Akafr ertu um petta mal, faöir! en opt a)tla ek at 30 
vit iörimz pessa". 

47. Sifian seldi Steinarr i hendr Onundi malit, ok skyldi 
hann J?a so3kja eÖa srcttaz ä, svd sem log kendu til; ok pegar 



1. pd daga usw., die zeit, wo 8. taka d sliku, „geld auf solche 

beide befreundet waren (s. § 36). weise erwerben". 

.. , 10. öfallit, „unpassend". 

6. setim nior, „ordnen". nn nn .., 7 . , , «. ,, 

' " 22. 2.J. tu komm, „beschaften". 

8. til fevaxtar, „zur vergröfsernng 28. i fangi per, „gegen dich"; vgl. 

des Vermögens". taka fang, „mit einem ringen". 



280 Egill von Onundr zum Schiedsrichter bestellt. 

Eg. er Onundr reo" fyrir mälum pessnm, pa gekk kann til fundar 
LXXXI. v j$ y& feöga, Dorstein ok Egil. 

LXXXII. ^ p^ mgßlti onundr: „Nu vil ek, Egill! at pü skapir 

einn ok skerir um pessi mal, svä sein pü vi 11, pviat ek trüi 

5 per bezt til at skipa pessum minum mäluni ok ollum oörum". 

49. SiÖan tökuz peir Onundr ok Porsteinn i hendr ok 

nefndu s6r vätta ok pat meÖ vättuefnunni, at Egill Skalla- 

grimsson skyldi einn gera um mal pessi, sva sem bann vill 

alt öskorat par a pingi, ok lauk sva pessum mdlum; gengu 

10 menn svä beim til büÖa. 50. Dorsteinn let leifra til büöar 

Egils prjä yxn ok let ho&gva til pingnests honum. 51. Ok 

er peir Tungu-Oddr ok Steinarr k6mu heim til büöar, pä mselti 

Oddr: „Nu hefir pü, Steinarr! ok pit feögar räöit fyrir lykÖ mala 

ykkarra. 52. Nu teljumz ek 6r lauss viö pik, Steinar! um liöveizlu 

15 pä, er ek het per, pviat svä var rnaelt meÖ okkr, at ek skylda 

veita per svä, at pü koemir mälum ] inum framm eÖa til peira 

lykÖa, er p6r bugnaÖi, bvernig sem per gefz ssettargorÖ Egils". 

53. Steinarr segir, at Oddr befir honum vel veitt ok drengi- 
liga, ok peira vinätta skal nü vera miklu betri, en aÖr — „vil ek 

20 kalla, at pü s£r ör lauss viö mik um pat, er pü vart i bundinn". 

54. Um kveldit föru dömar üt, ok er ekki getit, at par 
yrÖi til tiÖenda. 

Egils schiedsrichterliche entscheidung. 

LXXXII, 1. Egill Skallagrimsson gekk i pingbrekku um 

daginn eptir, ok mefr honum Dorsteinn ok allr flokkr peira; 

25 par kom pä ok Onundr ok Steinarr; Tungu-Oddr var ok par 

kominn ok peir Einarr. 2. Ok er menn hofbu par nuelt log- 

mälum sinum, pä st6Ö Egill upp ok inselti svä: „Hvart eru 

3. 4. skapir . . . ok skerir, allit. Schiedsrichter, opp. dozma „ein 
formel, die auch anderwärts be- formelles urteil fällen". 

gegnet (Hrafnk. 29 3 , Grett. 58* 9. öskorat, „ohne eioschränkungen 

n. Ö\). und bediügungen". 

4. um... mal, schliefst sich syn- 11. til pingnests honum, „damit 
taktisch nur an skapir, nicht an er (und seine begleiter) während 
skerir, denn man sagte: skera ör des things davon zehren konnten" 
mdli (vgl. örskurdr); Egill sollte (nest, n., eig. „reisekost"). 

also sjdlfclwmi haben. 17. saittargord, „Schiedsspruch". 

8. gera, ist der juristische aus- 
druck für die Wirksamkeit der Kap. LXXXII. 20. 27. logmälum, 



Egill spricht das urteil. 281 

)?eir Steinarr ok Onundr feögar her, svä at ]?eir megi skilja Eg. 
mal mitt?" LXXXII. 

Onundr segir, at peir väru J?ar. 

3. „£>ä vil ek lüka upp sajttargorb niilli )eira Steinars ok 
Porsteins; lief ek ] >ar upp p>at mal, er Grimr faöir minn kom 5 
bingat til lands ok nani her lond oll um Myrar ok vioa herab 
ok tok ser büstab at Borg ok setlabi f?ar landeigu til, 4. en 
gaf vinum siniun landakosti ]ar üt i fra, sva sem j>eir byggÖu 
siÖau; bann gaf Ana bustaÖ at Auabrekku, j ar sem Onundr 
ok Steinarr hafa her til büit. 5. Vitu ver pat allir, Steinarr! io 
hvar landamerki eru milli Borgar ok Anabrekku, at par rssÖr 
Hafsloekr. i>. Nu var eigi |?at, Steinarr! at J;ü" geroir \>6r tfvit- 
andi at beita land Dorsteius ok lagbir undir J?ik eign hans ok 
aBÜaÖir, at hann mundi vera sva mikili settleri, at hann mundi 
vera vilja raeningi )nnn, — 7. pviat pu, Steinarr! ok J?it Onundr 1 5 
meguo J?at vita, at Aui ]?ä land at Grimi febr minum — , en 
Porsteinu drap fyrir ]>6r pracla tva. 8. Nu er pat ollum 
monnum aubsynt, at ,J?eir hafa fallit a verkum sinum, ok eru 
f>eir öbotamenn. ok at heldr, ];tftt peir vsßri frjalsir menn, ])& 
va3ii peir ] dbötameun. 9. En fyrir ]>at, Steinarr! er )m 20 
hugöiz rsena muudii Porsteiu, son minn, landeign sinni, ];eiri 
er hann tok meb miuu räbi ok ek tok i arf eptir fob'ur minn? 
];ar fyrir skaltu lata laust ];itt land at Anabrekku ok hafa 
eigi fyrir fe. 10. I>at nkal ok fylgja, at \m skalt eigi hafa 
büstaÖ ne vistafar her i herabi fyrir sunnan Langa, ok vera 25 
brottu fra Auabrekku, abr fardagar se übnir, en falla öheilagr 

logmdl gleich dem gewöhnlicheren IS. hafa fallit d verkam sinum, 

logzkil, „rechtliche Verhandlungen"; „haben den tod erlitten infolge ihrer 

sonst bedeutet das wort ungefähr taten", „haben durch ihre taten den 

dasselbe wie log. tod verschuldet". 

19. öbotamenn, „leute, für deren 

7. aitlabi par landeign til, „be- tütung kein wergeld gezahlt zu 
stimmte das dazugehörige land- werden braucht, weil sie das an- 
eigentum". recht darauf durch ihre verbrechen 

8. par üt i frd, „aufserhalb da- verwirkt haben". 

von", d. h. aufserhalb der grenzen ok at heldr, „ja, was mehr ist", 

seines eigenen besitztums. „ja sogar*. 

9. hann gaf Ana, s. k. 2S, 7. 25. vistafar = vi st. 

11. cettlcri, „jmd. der sich seines 2(>. fardagar, „die ziehtage", d.h. 

geschlechtes unwürdig erweist", die (vier) tage, während welcher die 

„entartet". leute, die in ein neues miets- oder 



282 Steinarr zieht von Anabrekka fort. 

Eg. fyrir ojlum ];eim monnum, er Dorsteini vilja liÖ veita, ]?egar 
LXXXU. e p^j r fardaga, ef \>ti vill eigi brott fara eöa nokkurn hlut eigi 
* halda, )>ann er ek hefi d lagt viÖ pik". 

11. En er Egill settiz niÖr, )>& nefndi Dorsteinn vatta at 
5 gorö hans. 

12. Da ma^lti Onundr sjöni: „Dat raun mal maona, Egill! 
at gorÖ sjä, er )>ü hefir gort ok upp sagt, se heldr skokk; du 
er }>at fra m£r at segja, at ek hefi allan mik vifr lagt at skirra 
vandrseöum J?eira, en heöan af skal ek ekki af spara, )?at er 

10 ek m& gera til öpurftar Dorsteini". 

13. „Hitt mun ek aetla", segir Egill, „at hlutr ykkarr 
feöga mun se J?vi verri, er deildir värar standa lengr; hugfra 
ek, Onundr! at ]m mundir J?at vita, at ek hefi haldit hlut 
minum fyrir |?vilikum sva monnum, sem pit eruÖ feÖgar. 14. En 

15 Oddr ok Einarr, er dregiz hafa svä mjok til ]?essa mals, hafa 
her af fengit skapnaÖarvirÖing". 

Steinarr verläfst seine wohnstätte, die deoi f>orgeirr blundr gegeben wird. 

Steinarr im hin terh alte. 

LXXXIII, 1. Dorgeirr blundr yar J>ar a pinginu, systur- 
sonr Egils, ok hafÖi mikit lift veitt Dorsteini f f>essum mälam. 
2. Hann baÖ ]?a fefrga gefa ser land nokkut üt J'ar ä myr- 

20 unum; hann bjö äftr fyrir sunnan Hvitä fyrir neoan Blunds- 
vatn. 3. Egill tök vel ä J?vf ok fvsti Porstein, at hann leti 
hann pangat fara; peir settu Dorgeir niÖr at Anabrekku, en 
Steinarr foerÖi büstaÖ sinn üt yfir Langa ok settiz niÖr at 
Leiruloek; en Egill reiÖ heim suö'r a Nes, ok skilouz peir mefi 

25 bliÖskap feÖgar. 4. MaÖr s& var meÖ Dorsteini, er Iri het, 



Pachtverhältnis traten, ihren nmzug einen so grofsen anteil an dieser 

zu bewerkstelligen hatten und der sache gehabt haben, eine so grofse. 

jährliche Wechsel des gesiudes statt- rolle dabei gespielt haben". 

fand; s. Weinhold, Altn. leb. s. 429. 16. skapnadarvirb'ing, „eine wohl 

Diese fardagar lagen ungef. einen verdiente ehre" (iron.). 

monat vor dem allthinge (genauer am 

Schlüsse — donnerstag bis sonntag Kap. LXXXIII. 17. 18. systurs onr, 

— der siebenten sonimerwoche). s. k. 39, schlufs. 

20. 21. Blundsvatn, ein kleiner 

10. til öpurftar, „zum schaden". landsee in der nähe des gehöftes 

14. svd, gehört zum folg. sem. Bser (am r. ufer der Grimsä). 

15. er dregiz hafa svd mjok, „die 25. blidskapr, „freundliehkeit". 



Steiuarr legt dem frorsteinn einen hinterhalt. 



283 



hverjum manni föthvatari ok allra manna skygnastr, hann var Eg. 
ütlendr ok lausingi Porsteins, en ]>6 haföl hann fjärgaezlur, I^XXIII. 
ok ];jer niest, at safna geldfe upp til fjalls & värum, en ä 
haust ofan til rettar. 5. En nü eptir fardaga let Dorsteinn 
safna geldfe );vf, er eptir haföi verit um varit, ok setlaöi at 5 
ldta reka ]>at til fjalls. tri var )>& i fjarrettinura, en Dorsteinn, 
ok büskarlar hans, reiÖ upp til fjalls, ok vära )?eir ätta saman. 

6. Dorsteinn let gera garö um |>vera Grisartungu milli Langa- 
vats ok Gljüfrär, let bann par at vera marga menn um värit. 

7. Ok er Dorsteinn baföl litit yfir verk hüskarla sinna. J?ä io 
reiÖ hann beim, ok er hann kom gegnt pingstoÖ, |?d kom Iri 
}?ar hlaupandi f ruöti ]>eim ok sagÖi, at hann vill maila vio 
Dorstein einimeli; Dorsteinn m^elti, at foruuautar hans skyldu 
riba fyrir, meÖan }?eir talaÖi. 

8. tri segir Dorsteini, at bann hefbi farit upp ä Einkuunir 15 
um daginn ok set til sauÖa — „en ek sä", segir hann, „f 
sköginum fyrir ofan vetrgotu, at skinu viÖ ttflf spjöt ok skildir 
nokkurir". 

9. Dorsteinn segir hätt, svä at foruuautar hans heyröu 
svä beint: „ Hvi man ho n um svä aut at hitta mik, at ek mega 20 
eigi riba heim leiÖar minnar, en po mun Ohaldi ]>ykkja ösann- 
ligt, at ek synja honum mäls, ef hann er sjukr". 

10. Iri blj6p }?äj sem raest mätti bann, til fjalls upp. 

11. Dorsteinn segir forunautum siuum: „Lengja aetla ek 
nü leioina, ef ver skulum fyrst riba subr til Olvaldsstaba; 25 



1. hverjum manni fothvatari, die 
Schnelligkeit keltischer sklaven wird 
auch sonst gerühmt, vgl. z. b. Eiriks 
s. ranÖa (ed. Storni) s. 33 2 f. 

2. fjdrgoßzlur, „die besorgung des 
viehstandes". 

4. rettar, gen. von ritt, f., „der 
pferch, in den die schafe im herbste 
zusammengetrieben und nach den 
marken gesondert werden". Da- 
gegen rettr, m. (iu fjdrrettr § 5) 
„das treiben". 

8. 9. Langavatn, ein landsee, aus 
dem die Laugavatnsä kommt (im 
n. der landschaft Myrar). 

11. ßingsto'd, die thingstätte war 



uuter dem „Valfell", wie wir aus 
der Gunnlaugss k. 2 wissen, aber 
diese lokalität ist nicht ganz sicher; 
doch mufs sie zwischen der Langä 
und Gljufrä gesucht werden, wo 
ein ftinghöll noch gezeigt wird; vgl. 
Maurer, Island s. 101 und Mogk, 
Beitr. 16, 537 f. 

17. vetrgotu, „weg, den man im 
winter zu benutzen pflegt". 

20. honum, „diesem", es ist 
der nachher genannte Olvaldr, der 
übrigens anderwärts nie erwähnt 
wird. 

21. 22. ösannligt, „unbillig". 

25. Qlvaldsstadir, gehöft an der 



284 



frorsteinn von Steinarr und Onuudr angegriffen. 



LXXXIII. 
LXXXIV. 



Olvaldr sendi meV orö, at ek skylda finna hann; mim honum 
J?6 eigi miklu J?ykkja launaÖr oxinn, er hanu gaf m6r 1 fyrra 
haust, at ek hitta hann, ef honum j^ykkir mäli skipta". 

12. SiÖan riöu ]?eir Dorsteinn suftr um myrar fyrir ofan 
Stangarholt ok svä suo'r til Gufär ok ofan meÖ dnni reiftgotur. 

13. Ok er bann kom niÖr frä Vatui, )>d s& ]?eir fyrir sunnan 
äna naut morg ok mann bjä; var ]mr huskarl Olvalds; spuröi 
Dorsteinn, hvernig )?ar va^ri heilt; hann sagöi, at )?ar var vel 
heilt ok Olvaldr var i sk6gi at viftarhoggvi. 

14. „Da skaltu", segir Dorsteinn, „segja honum, ef hann 
4 viÖ mik skylt orendi, at hann komi til Borgar, en ek mun 
nü riöa heim". 

15. Ok svd geröi hann; en ]>at spuröiz \>6 siÖan, at Steinarr 
Sjönason hafÖi )?ann sama dag setit uppi vio Einkunnir meÖ 

15 t61fta mann; Dorsteinn let, sem hann heföi ekki spurt, ok var 
]?at kyrt sioan. 



10 



Kampf zwischen borsteinn und Steinarr. Streit zwischen borsteinn und 

borgeirr blundr. 

LXXXIV, 1. Dorgeirr er maör nefndr; hann var frsendi 
Porsteins ok enn mesti vinr; hann bjö i penna tima 4 Alpta- 
nesi; Dorgeirr var vanr at hafa haustboö hvert haust. 2. Por- 

20 geirr f6r til fundar viÖ Dorstein Egilsson, ok bauÖ honum til 978 
sin; Dorsteinn het feröinni, ok ftfr Dorgeirr heim. 3. En at 
dkveönum degi bjöz Dorsteinn til farar, ok varu \)k fjörar 
vikur til vetrar; meö Dorsteini för austmaÖr hans ok hüskarlar 
bans tveir. 4. Grimr het sonr Dorsteins; hann var ]?& tiu vetra geb. 9 

25 ok för ok meö Dorsteini, ok varu J?eir fimm saman, ok riöu 
üt til fors ok )?ar yfir Langä, siÖan üt, sem leiÖ lä, til Aur- 
riÖaar. 5. En fyrir ütan äna var Steinarr at verki ok Onundr 



miindung der Gufä (auf dem linken 
ufer). 

5. retöggtur, „auf den reitpfaden". 

6. frd Vatni, den namen Vatn 
führt noch heute eine kleine teich- 
artige orweiterung der Gufä, ober- 
halb von OlvaldsstaÖir. 

i 

8. heilt, „gesund", „wie der ge- 
suudheitszustand wäre". 



Kap. LXXXIV. 17. frcendi, s. k.39. 

22. 23. fjörar vikur til vetrar, also 
um den 24. September. 

23. austma'd'r, ein unbekannter 
norw. kaufmann. 

26. til fors, zu dem Wasserfalle 
der Langä, s. zu k. 30, 4. 

26. 27. Aurri'dad, ein kleiner flufs 
im w. der Langä. Er fliefst ungef. 
in derselben richtnng wie diese und 



Kampf zwischen frorsteinn und Steinarr. 



285 



ok hüskarlar J?eira; ok er peir kendu Porstein, pä hljopu peir Eg. 
til vapna sinna ok siban eptir )^eim Porsteini. 6. Ok er Por- LXXXIY. 
steinn sd eptirfor Steinars, ]>d ribu )?eir üt af Langaholti; par 
er h611 einn hdr ok 6viÖr; p>ar stiga J?eir Porsteinn af hestunum 
ok soekja upp d holinn; Porsteinn mselti, at sveinninn Grimr 5 
skyldi fara i skoginn, ok verö'a eigi viÖ staddr fundinn. 7. Ok 
J?egar er )?eir Steinarr koma at hölnum, ]?d scekja J^eir at ]?eim 
Porsteini, ok varö' \>sly bardagi; J^eir Steinarr vdru sex sarnan 
vaxnir menn, en enn sjaundi sonr Steinars tiu vetra gamall. 
8. Penna fund sa J^eir menn, er vdru d engiteigum, af oÖrum 10 
boajum, ok runnu til at skilja J?ä; ok er ]?eir varu skilbir, pa 
vdru ldtnir hüskarlar Porsteins bäöir; fallinn var ok einn hüs- 
karl Steinars, en särir sumir. 9. Ok er peir vdru skilbir, 
leitar Porsteinn at, hvar Grimr var, ok finua peir hann; var 
Grfmr pa sdrr mjok, ok sonr Steinars ld p>ar hja honum daubr. 15 

10. Ok er Porsteinn hljop d best sinn, pä kallaöi Steinarr 
ä hann ok mselti: „Rennr ]ni nü, Porsteinn hviti!" segir hann. 

Porsteinn segir: „Lengra skaltu renua, aÖr vika se* liöin". 

11. Siban ribu peir Porsteinn üt yfir myrina ok hofbu 
meÖ s6r sveininn Grim; ok er ]?eir kömu üt i holt J?at, er par 20 
verör, p>d andaz sveinninn, ok gr6fu peir hann p>ar i holtit, ok 

er ]?at kallat Grimsholt, en J>ar heitir Orrostuhvall, sem peir 
borÖuz. 12. Porsteinn reib d Alptanes um kveldit, sem hann 
hafbi setlat, ok sat f>ar at boÖi ]>rjdr nretr, en siban bjöz hann 
til heimferbar; menn buÖuz til at fara meÖ honum, en hann 25 
vildi eigi; ribu )>eir tveir saman. 13. Ok pann sama dag, er 
Steinarr vissi van, at Porsteinn mundi heim rib'a, pä reib 
Steinarr üt meÖ sjö. 14. Ok er hann kom d mela p>d, er 
verba fyrir neban Lambastabi, yk settiz hann par d melinn; 
hann hafbi sverb ]>at, er Skrymir h£t, allra vdpna bezt; hann 30 



mündet in die bncht, welche von 
der Langä bei ihrem auslaufe ge- 
bildet wird. 

3. Lnngaholt, in der nähe von 
Leiruloekr, s. zu k. 30, 6. 

10. engiteigr, teigr bedeutet eig. 
„einen länglichen streifen land". 

17. Rennr Jü nü usw.; vgl. zur 
stelle Heimskr. II, 371 15 f. 



17. hviti, „inilchbart, feigling"; 
„fahl" oder „blafs vor furcht" be- 
deutet das wort niemals. 

22. Grimsholt und Orrostuhvall, 
beide lokalitäten will man noch 
heute nachweisen können, s. Kälund 
I, 384. 

24. />rjdr ncetr, s. k. 78, 59. 

30. 8verÖ . . . Skrymir, vgl. Korin. 
s. k. 12, s. 27: Steinarr dtti sverd 



286 Neuer anschlag des Steinarr gegen l>orsteinn. 

Eg. stör> ]>'<xy & melnum meö" sveröit brugÖit ok horfbi ]>a a einn 
LXXXIV. veg, ]?vfat bann sa ]>ä reib Dorsteins ütan um sandinn. 
15. Lambi bj6 a Lambastobum, ok s&, bvat Steinarr haföiz 
at; bann gekk heiman ok ofan a bakkann, ok er bann koni at 
5 Steinari, ]?ä greip bann aptan undir hendr bonum. 16. Steinarr 
vildi slita hann af ser; Lambi helt fast, ok fara }>eir nü af 
melunum a slettuna, en )>& riba ]?eir Dorsteinn et nebra gotuna. 
17. Steinarr baföi riöit stöbhesti sinuin, ok bljöp hann inn 
meÖ sj6; p>at sa J?eir Dorsteinn ok undrubuz, );vfat )?eir hoföu 

10 ekki varir oroit vib for Steinars. 18. Da ]>veraSiz Steinarr 
framm ä bakkann, ]?vfat hann sa eigi, at Dorsteinn heföi um 
rit5it. 19. Ok er feir kömu a bakkann framanverban, }?a 
bratt Lambi bonum fyrir melinn ofan, en ]?at varaÖiz Steinarr 
ekki; bann rasabi ofan a sandinn, en Lambi blj6p heim. 

15 20. Ok er Steinarr komz & foetr, ] ä rann bann eptir Lamba; 
en er Lambi kom at durum, J>& bljöp hann inn, en rak aptr 
hurbina; Steinarr bj6 eptir honum, svä at sveröit stöÖ fast i 
vindskeibunum; skilÖnz ];eir par; gekk Steinarr heim. 21. En 
er Dorsteinn kom heim, ]?a sendi bann um daginn eptir hüs- 

20 karl sinn üt til Leiruloekjar at segja Steinari, at hann foerbi 
büstaÖ sinn um Borgarhraun, en at obrum kosti mundi hann 
njöta )^ess vib Steinar, ef hann setti fleira mannaforräb — „ok 
mun fä eigi kostr brottferbar". 



pat, er Skrymir het, pat var aldri gerni. phil. 2 III, 432. Hier können 

saurugt. jedoch kaum diese vindskeidar ge- 
meint sein, sondern vermutlich ein 

7. et neuro, ggtuna, ggtuna obj. paar in ähnlicher weise augebrachte 
zu ri'Öa; et neftra adverbiell. bretter dicht über der tür. 

8. stötihestr, „Zuchthengst". 18. gekk St. heim, „St. begab sich 
hann, d. i. der hengst. zu fufs heim", denn sein pferd war 
10. pveraüiz, pveraz eigentl. „in ja weggelaufen (§ 17). 

einer schrägen (pverr) richtung sich 20. fcerüi, „verlegen miifste". 

bewegen"; hier „zog sich mit macht 21. um Borgarhr., „über, jenseits 

quer nach dem ufer". des B." s. Barnaborgarhraun. 

18. vindskeibunum, „wenn die 22. ef steht hier im sinne von at. 

giebel aus holz waren, so wurde mannaforrdft , 1 } . bezeichnet hier- 

der äufserste rand des dachgiebels mit nicht sein goftorft (das gewöhnl. 

mit zwei ausgeschnittenen bretteru unter mannaforrad zu verstehen ist), 

(vindskeid, von vinda „winden") sondern „die grofse anzahl v. lenten, 

versehen, welche gegen die giebel- die er zu seiner Verfügung hat". Er 

spitze zusammenliefen" Grundr. d. droht also, mit überlegener macht 



Porsteins streit mit borgeirr blundr. 



287 



22. En Steinarr bj6 ferÖ sfna tit d Snaefellsstroud, ok ]>ar Eg. 
setti bann bü saman, er heitir at ElliÖa, ok lf kr ]^ar viÖskiptum LXXXIV. 
J?eira Dorsteins Egilssonar. 

23, Dorgeirr blundr bjo at Anabrekku; bann veitti Dor- 
steini illar büsifjar i ollu ]m, er bann rnätti. 24. Dat var eitt 5 
sinn, er ]>eir hittuz Egill ok Dorsteinn, at ]?eir roeddu rnart um 
Dorgeir blund, fraenda sinn, ok kömu allar rceöur äsamt meÖ 
feim. 25. Da kvaÖ Egill: 

59. Span]?ak jorp mep orpom 

endr Steinare ör bende; lo 

ek Jpöttonik ])& orka 

arfa Geirs til );arfar; 

ni6r br&sk rninnar systor 

mogr, betomk \>k fogro; 

mattet bols of bindask 15 

Blundr; ek slikt of undromk. 

26. Porgeirr blundr för f brott fra Anabrekku ok för 
subr i Fltfkadal, pvfat Dorsteinn J^öttiz ekki mega viÖ bann 
eiga, en bann vildi ]?6 vsegjaz ]>ar viö\ 27. Dorsteinn var 



den Steinarr in seinem eigenen ge- 
höft zu überfallen. 

2. Ellida, vgl. Korm. s. 21 : Stein- 
arr het matir, . . . hann bjö ä Ellib'a 
ok var öcirumaör. Ellifti liegt auf 
der südseire der halbinsel Snsefells- 
ues (in der .Staoarsveit). 

5. büsifjar, „das friedliche — 
Verhältnis zwischen zwei nachbam" 
[sifjar gew. = Verwandtschaft). 

Str. 59. Pros. Wortfolge: 
Span|?ak endr jor]? ine)? or]?om 6r 
hende Steinare, ek ^öttomk )'ä orka 
til ^arfar arfa Geirs; mogr systor 
rninnar brüsk iner; h6tomk \>k fogro 
Blundr mattet of bindask bols; ek 
of undromk slikt. 

„Ich zog ehemals das land ans 
der band Steinars durch (meine) 
worte; ich wollte damals zum nutzen 
von Geirs söhne handeln; mein 



schwestersohn hat mich getäuscht; 
ich versprach mir damals viel schönes 
(von ihm). Blundr kounte sich nicht 
von Ungerechtigkeit frei halten; ich 
wundere mich darüber." 

Spanpak von spenja, „locken, 
ziehen", „durch meine worte", d. 
h. durch mein schiedsrichterliches 
erkenntnis, s. k. 82, 3f. jprp, d.i. 
Anabrekka. orka, „eine arbeit aus- 
führen", „wirken". mogr (u-st.), 
„söhn", brüsk vou bregpa(sk), hier 
„sich anders zeigen, als jmd. er- 
wartet hatte", hetomk = het mer, 
eher 1. oder 3. person mit Blundr 
als subj. bindask, mit gen., „sich 
einer sache enthalten", bpl, „das 
von jmd. ausgegangene, gestiftete 
unheil". „Blundr konnte sich nicht" 
= „schade, dafs B. sich nicht ent- 
halten konnte". 

19. en hann — v&gjaz, „obwohl es 



288 Egils gebrechlichkeit. 

Eg. maör örefjusamr ok rettlätr ok oäleitinn viÖ rnenn, en helt 

LXXXJV. hlut sinum, ef a'Örir menn leituÖu a hann, enda veitti ]>at heldr 

LXXXV. j ;un g^ flestuin at etja kappi viÖ kann. 28. Oddr var J?ä kofö- 

ingi i BorgarfirÖi fyrir sunnan Hvitä; kann var hofsgoÖi ok 

5 reo fyrir kofi ]?vf, er allir meun guldu hoftoll til fyrir innan 

SkarftsheiÖi. 



Egils letzte jähre und tod. 

LXXXV, 1. Egill Skallagn'msson varÖ maör gamall, en 
i elli bans geröiz bann J^ungfoerr, ok glapnaÖi honum baeoi 
heyrn ok syn; bann geröiz ok fötstiror; Egill var ]?a at Mos- 
10 feil i mefi Grfmi ok Dördfsi. "2. ßat var einu dag, er Egill 
gekk üti meÖ vegg ok drap foeti ok feil; konur nokkurar sa 
pat ok hlögu at ok mseltu: „Farinn ertu nü, Egill! meÖ ollu, 
er ]m fellr einn saman". 

3. Da segir Grimr böndi: „MiÖr bseddu konur at okkr, )>& 
15 er vit värum yngri". 

Pä kvaÖ Egill: 

60. Vals hefk vofor helses; 
vafallr em ek skalla; 
blautr erom bergefötar 
20 borr, en blust es forren. 

sein wille gewesen war, in frieden 12. Farinn, „erschöpft", „ganz 

mit ihm auszukommen". ohne kraft". 

13. einn saman, „wenn du allein 

1. örefjusamr, „ehrlich, ohne trug"; bist", d. h. ohne dafs jmd. dich nm- 
refju- von rcfja (gewöhnl. im plur. wirft, also „von selbst". 

refjur, „trug"), von refr „fuchs". Str. 60. (Auch in SnEdda 11,180.) 

2. 3. veitti . . . heldr /mngt, „es Pros. Wortfolge: Hefk vofor 
war ziemlich schwierig". helses vals; ek em vafallr skalla; 

3. Oddr, der vorher genannte blautr erom bergefotar borr, en 
Tungu-Oddr. hlust es j'orren. 

4. 5. hofsgo'ö'i . . . hoftoll usw., „Ich gehe wie ein angebundenes 
vgl. Maurer, Island 41. 207 — 8. pferd; ich hingeneigt meiner glatze 

6. Skardshei'di,hoaheben6 zwischen zum schaden zufallen; meine zunge 
BorgarfjprÖr und Hvalfjoror, swestl. ist lahm und mein gehör ver- 
vom Skorradalsvatn. schwnnden." 

vofor scheint ein fem. subst. zu 

Kap. LXXXV. 9. föfstir'dr, „steif- sein, zu vdfa, „schweben, taumeln, 
beinig". schlenkern", helses valr, unsicher. 



Egils gebrechlichkeit. 



289 



4. Egill varö meÖ ollu sjönlauss; }>at var einn hvern dag, Eg. 
er veÖr var kalt um vetrinn, at Egill för til elds at verma I^XXXV. 
sik; matseljan rooddi um, at f>at var undr mikit, slikr maör 

sem Egill hafÖi verit, at hann skyldi liggja fyrir f6tum J^eim, 
sva at fser msetti eigi vinna verk sin. 5 

5. „Ver ]>ü vel viÖ", segir Egill, „]?6tt ek b^kumz viÖ 
eldinn, ok mykjumz ver viÖ um rümin". 

„Statt pn upp", segir hon, „ok gakk til rums ]?ins ok ldt 
oss vinna verk vär". 

6. Egill stöÖ upp ok gekk til rums sins ok kvaÖ: 10 

61. Hvarfak blindr of branda, 
bi)?k eirar Syn geira, 
p»anns berk härm d hvarma 
hnitvolom mer sitja; 

es jarf>gofogr or]?om 15 

or)? min konungr forp>om 
hafj?e grams at gamne 
geirs Ham]?es mik framj?e. 



liehe, ntr. = „halsbaud" (v. hals); 
valr, eigentl. ein eigenname eines 
pferdes; helses valr also „ein pferd, 
das mit einem Spannseile gebnnden 
ist und darum nicht frei herumgehen 
kann" (?). vdfallr, „zum schaden (vd) 
fallend"; davon ist skalla, dat. sg., 
(„für meine glatze") regiert, blaulr, 
„weich, lahm", erom = er mer, „ist 
mir" . bergefötar-borr, ist von K. Gis- 
lason erklärt worden (Skjaldedigtenes 
beskaffenhed s. 28 auni.): bergefölr, 
„der fufs des geschmackes", „das 
haupt", dessen borr „bohrer" die 
„zuuge" ist. hluat, „ohr" oder „ge- 
hör". 

Str. 61. Pros, wortfolge: 
llvarfak blindr of branda; bi}\k 
geira eirar Syn sitja mer härm, 
j^anus berk ä hvarma hnitvolom. 
Jarpgofogr konungr, es hiifj'e for|>- 
om orj> min at gamne, fraui^e mik 
Havn]?es geirs grams orj^om. 

Sagabibl. 111. 



„Blind gehe ich rings um das feuer 
(die feuerstelle); ich bitte die magd, 
das übel zu entschuldigen, das ich 
au ineinen äugen habe. Der wegen 
seines landes hochangesehene könig, 
der ehemals über meine worte (d. h. 
poesie) sich freute, ehrte mich durch 
gold (geschenk)." 

brandar, eldebrandar, „feuer- 
scheite", geira eir, „die Schonung 
der speere", „der Wetzstein" (der 
die waffen vorm rost beschützt); und 
demnach im allgem. „ein stein"; die 
Syn (eine göttin) des Steines, „ein 
weib"; die weiber trugen in alter 
zeit ein halsbaud von „steinchen" 
(steinaserve SnEdda I, 334). Syn 
(„die verweigernde") ist mit absieht 
gewählt, sitja, mit dat., „etwas von 
juid. ertragen, sich gefallen lassen". 
hvarma hnitvolom, „die runden ku- 
geln (vylor v. vala, astragalus), die 
gt gen die augenlider stoi'sen (hnit-) u , 
„die äugen". „Der seines landes 

19 



290 



Egils gebrechlichkeit. 



Eg. 7. I>at var enn eitt sinn, er Egill gekk til elds at verma 

LXXXV. 8 ik, ]?ä spuröl maÖr hann, hvart honum vseri kalt ä fötum, ok 
baÖ hann eigi rdtta of nser eldinum. 

„Sva skal vera", segir Egill, „en eigi verÖr mer nü h6g- 
5 styrt fötununi, er ek se eigi, ok er ofdaufligt sjonleysit". 8. Pä 

° ' 62. Langt |?ykke me>, 

likk einn sainan 
karl afgamall 
to firr konungs vornom; 

eigom ekkjor 
allkaldar tvser, 
en psör konor 
]?urfo blossa. 

15 9. Pat var ä dogum Hakonar ens rika ondverfrum, J>a c. 982 

var Egill Skallagrimsson a niunda tigi, ok var hann }>& hress 



wegen angesehene könig" ist offenbar 
künig A}?alsteinn; „meine worte", 
d. h. das lied auf diesen könig. 
Hampes geirr, „der specr, womit 
Hammer getötet wurde'", „der stein" 
(s. HamJ?esm61); „der könig des 
Steins", „der riese"; „die riesen- 
sprache" {or/>, mal) ist da3 gold, 
nach dem mythus von den brüdern 
Ij>e, Gangr u. frjaze, SnEdda 1,214. 
orpom . . . or}>, eine absichtliche 
Wiederholung. „Ich erfreute den 
könig mit den worten (der poesie), 
er aber erfreute mich mit den 
worten des riesen". 

3. rata, „ausstrecken"; fcetr ist 
zu ergänzen. 

4. 5. eigi — högstyrt fötunum, „nicht 
wird es mir jetzt leicht, meine füfse 
zu regieren". 

5. sjonleysit, „die blindheit". 

Str. 62. (Auch in der Laufasedda 
die letzte halbstr. SnEdda II, 630.) 
Pros.wortfolge: M6r)?ykke laugt; 
likk, afgamall karl, einn saman, firr 
vornom kouucgs; eigom tvaer all- 



kaldar ekkjor, en }?aer konor }?urfo 
blossa. 

„Die zeit wird mir lang; ich, ein 
alter greis, mufs hier allein liegen, 
fern vom schütze eines königs; ich 
besitze zwei sehr kalte weiber, und 
diese weiber bedürfen wärme." 

likk = Ugg ek. afgamall, „sehr alt", 
„eines königs", der dichter denkt 
natürlich an sein früheres Verhältnis 
zum könig A|?alsteinn. ekkjor, er 
meint seine füfse; ein synonymon v. 
ekkja (witwe) ist nämlich hoell und 
dieses wort bed. auch ferse; somit 
konnte der dichter im scherz auch 
das wort ekkja in der bedeutung 
„ferse" oder „fufs" verwenden. 

15. Pat var usw., Pat bed. ohne 
zweifei „das folgende", und es war 
wohl die absieht, dafs nachher eiu 
at-satz (etwa: Das geschah ... dafs 
usw.) folgen sollte; die konstruktion 
aber wurde verändert. 

gndverd'um, der verf. rechnet wahr- 
scheinlich, wie Snorri und die annalen, 
die regierung Häkon jarls v. jähre 975; 
dann ist der ausdruck berechtigt. 



Egils thiugfahrt durch Grimr verhindert. 



291 



maör fyrir annars sakar en sjönleysis. 10. Pat var um sumarit, Eg. 
er menn bjogguz til Jnngs, J?ä beiddi Egill Grim at riÖa til LXXXV. 
J?ings meö honum; Grirnr t6k J?vi seinliga; ok er f>au Grimr 
ok Dördfs toluöuz viÖ, ]>k sagöi Grimr henni, hvers Egill haföl 
beitt — „vil ek at p\i forvitniz, hvat undir mun büa boen )?essi". 5 

11. Pördis gekk til mdls viÖ Egil, frsenda sinn; var J?a 
mest gaman Egils at roeda viÖ hana; ok er hon liitti hanD, 
}>& spuröi hon: „Er ]>at satt, frsßndi! er ]?ü vilt til )?ings riÖa? 
Vilda ek at pu segö'ir mer, hvat vseri i raÖagorÖ ]?inni". 

12. „Ek skal segja J>e*r", kvab" hann, „hvat ek hefi hugsat; io 
ek aetla at hafa til Jnngs meÖ meV kistur J?ser tvser, er AÖal- 
steinn konungr gaf mer, er hvärtveggja er füll af ensku silfri. 
13. iEtla ek at lata bera kisturnar til logbergs, pk er }>ar er 
fjolmennast; siÖan ratla ek at sa silfrinu, ok J?ykki m6v undar- 
ligt, ef allir skipta vel sin i milli; aotla ek at ]?ar mundi vera 15 
j?a hrnndningar eöa püstrar, eöa bairiz at um siöir, at allr 
fingheimrinn beröiz". 

14. D6rdis segir: „Petta }?ykki mer j?j6ÖräÖ, ok mun uppi 
meÖan landit er byggt". 

SiÖan gekk Dördfs til tals viÖ Grim ok sagÖi honum 20 
räÖagorÖ Egils. 

„Dat skal aldri veröa, at hann komi ]>essu framm, svd 
miklum iirnum". 

15. Ok er Egill kom a rceöur viÖ Grim um Mngferöina, 
\k talöi Grimr J?at alt af, ok sat Egill heima um ^ingit; eigi 25 
likaöi honum p>at vel; var hann heldr 6frynn. 16. At Mosfelli 
var hofÖ selfor, ok var Dördis i seli um pingit; ]?at var eitt 
kveld, ]>k er menn bjogguz til rekkna at Mosfelli, at Egill 
kallaöi til sin prsela tvä, er Grimr ätti; hann baÖ \k taka se> 
best — „vil ek fara til laugar". 30 



2. at ri'Öa, „dafs er reiten dürfte". 

5. hvat undir mun büa beert ftessi, 
,,was der unausgesprochene beweg- 
gruud dieser bitte sein möge". 

13-17. Über Egils plan s. die eiu- 
leitnng § 20. 

16. hrnndningar (von hritida), 
„stofse", „puffe". 

püstrar, „ohrfeigen". 

18 pjödräÜ, „ein ausgezeichneter 



plan"; />jö&- ist hier (wie in manchen 
anderen fällen) nur verstärkend, 
ungef. = „haupt-". 

25. taWi . . . af, „riet davon ab". 

27. selfor, eig. „die fahrt nach der 
sennhütte", d. h. hier „der aufbmch 
nach den gebirgsweiden und der 
aufenthalt daselbst". 

30. laugar, ein solches „bad" wurde 
g< wöhnl. in dem ablaufe einer heifsen 

19* 



292 



Egill versteckt seine schätze. 



Eg. 17. Ok er Egill var buinn, gekk hann üt ok haföi meÖ 

LXXXV. s^ r silfrkistur sinar, hann steig a best; för siÖan ofan eptir 
tuninu fyrir brekku ]?a, er ]?ar verÖr, er menn sa siÖast. 18. En 
um morgininn, er menn risu upp, ]>k sa j?eir, at Egill hvarflaoi a 
5 boltinu fyrir austan gar 8 ok leiddi eptir ser bestinn; fara j?eir J?ä 
til bans ok fluttu bann heim. 19. En hvärki kom aptr siÖan 
frselarnir ne kisturnar, ok eru par margar gatur ä, hvar Egill bafi 
fölgit fö sitt. 20. Fyrir austan garÖ at Mosfelli gengr gil ofan 6r 
fjalli; en J?at hefir oröit ]?ar til merkja, at i bräfra}>eyjum er f>ar 

10 vatnfall mikit; en eptir ]?at er votnin hafa framm fallit, hafa 
fimdiz i gilinu enskir penningar; geta sumir menn J?ess, at Egill 
muni ]?ar feit hafa fölgit. 21, Fyrir neÖan tun at Mosfelli eru fen 
stör ok furÖuliga djüp; hafa J^at margir fyrir satt, at Egill muni 
)>ar hafa kastat i fe sinu; fyrir sunnan ana eru laugar ok ]?ar 

15 skamt frä jaröholur störar, ok geta ]?ess sumir, at Egill mundi ]?ar 
hafa fölgit fe" sitt, J?viat J?angat er optliga senn haugaeldr; Egill 
sagÖi, at hann bef Öi drepit prsela Grims ok svä }?at, at hann haf Öi 
fö sitt fölgit, en f>at sagÖi hann engum manni, hvar hann heföi 
fölgit. 22. Egill tök sott eptir um haustit, pi er bann leiddi til c. 982 1 

20 bana ; en er bann var andaör, J?a let Grimr foera Egil i klseöi göÖ; 
siÖan let bann flytja bann ofan i Tjaldanes ok gera J?av bang, ok 
var Egill J?ar i lagbr ok vapn hans ok kla^Öi. 



quelle eingerichtet; solche quellen 
sind ganz in der nähe von Mosfell; 
vgl. §21. 

4. hvarflafiiy „herumwankte". 

7. gatur, „Vermutungen". 

8. gil, wahrscheinl. die schlucht, 
die heute den nainen Kyrgil führt. 

9. til merkja, „zur bestätignug" 
näml. der vermutuDg, dafs E. dort 
seinen schätz verborgen habe. 

i bräti'apeyjum, „bei plötzlichem 
tauwetter". 

10. votnin hafa framm fallit, 
„(nachdem) die — so plötzlich ge- 
bildete — Wasserflut sich wieder 
vollständig verlaufen hat". 

10. 11. hafa fundiz, es ist klar, 
dafs hier nicht von einer einzelnen 
begebenheit die rede ist, sondern von 



etwas, was mehrmals - unter den er- 
zählten bedingungen — geschehen ist. 

IG. pangat, „dorthin", nicht J>ar, 
weil die richtung, in welcher der 
blick sich bewegt, dadurch be- 
zeichnet werden soll. 

haugaeldr, „ hiigelfeuer " ; man 
glaubte und glaubt jetzt noch, dafs 
über grabhügeln od. anderen stellen, 
wo gold u. Silber vergraben worden 
sei, bisweilen ein licht sich zeige, 
welches von dem verborgenen 
schätze herrühre. Vgl. Jon Arna- 
son, Isl. j?jöÖ"sögur og oeviutvri 1, 
27(itF.; C. A. llolmboe, Om haugelys 
(Det norske vidensk. selsk. forh. 
1803); Drauma-Jöns saga k. 2 (Zeit 
schrift f. d. phil. 26, 290) usw. 

21. Tjaldanes , die lokalität ist 
nicht mehr bekannt; Käluud (1,53) 



Grimr Svertingsson getauft. 293 

Griinr getauft. Egils schädel. Egf« 

LXXXY I 

1000 LXXXVI, 1. Grimr at Mosfelli var skirör, ]>ä er kristni 

var i log leidd ii Islandi; hann let ]?ai' kirkju gera, en ]?at er 
sogn mann, at Pördis hafi lätit flytja Egil til kirkju, 2. ok 
er )?at til jartegna, at siöan er kirkja var gor at Mosfelli, eu 
ofan tekin at Hrisbrii sü kirkja, er Grimr haföi gera latit, ]?ä 5 
var psLY grafinn kirkjugarör, en undir altarisstaönum, )?a funduz 
mannabein. 3. Pau väru miklu meiri, en annarra manna bein; 
J?ykkjaz menn J?at vita af sogn gamalla manna, at mundi 
1145 verit hafa bein Egils. 4. Par var J?a Skapti prestr Pörarinsson, 
vitr maÖr; bann t6k upp hausinn Egils ok setti a kirkju- 10 
garöinn; var haussinn undarliga mikill, en hitt J?ötti po mein* 
fra glikendum, hve }>ungr var; haussinn var allr baröttr ütan 
svä sem horpuskel. 5. Pa vildi Skapti forvitnaz um J?ykkleik 
haussins; tök hann ]?a handoxi vel mikla ok reiddi annarri hendi 
sem harö'ast ok laust hamrinum a hausinn ok vildi brjöta, en 15 
f>ar sem a kom, hvitnaÖi hann, en ekki dalafri ne sprakk, 6. ok 
mä af sliku marka, at hauss sa mundi ekki auftskaddr fyrir 
hoggum smamennis, meöan svorÖr ok hold fyigÖi; bein Egils 
väru logÖ nifrr i utanveröum kirkjugaroi at Mosfelli. 

vermutet, dafs die kleine landzungc 9. SkajM . . . Pörarinsson , wahr- 
gemeint sei, die durch die ver- scheinlich derselbe mann, der in 
einignng der beiden flüsse Koldu- einem priesterverzeichnis des 12. jhs. 
kvisl und Varma gebildet wird und (Isl. sog. I 2 , 384; vgl. auch ebenda 
heute Yi'diroddi keifst. I, 355), sowie in der Sturlunga saga 

(ed. Kälund, I, 45) genannt wird. 

Kap. LXXXV1. 3. at Pördis usw., 11. 12. meirr frä glikendum, „mehr 

Egill war ja auch primsigndr, s. von der Wahrscheinlichkeit entfernt, 

k. 50, 9. noch unwahrscheinlicher". 

4. ritian, „eine lange zeit nachher". 12. baröttr, eigentl. „wellig" (von 

5. Hrisbrii, liegt eine kleine strecke bära), d. h. „voll wellenförmiger 
westl. von Mosfell. Wahrscheinlich furchen". 

lag das alte Mosfell an der stelle des 13. horpuskel, „eine art muschel". 

heutigen Ilrisbrü; als dann später 10. hvitnatii, „wurde weil's". 

gehöft und kirche verlegt wurden, dala'di, impers. verb., von dalr 

erhielt die neue ansiedluug den alten „vertiefuug, tal" gebildet; „es ent- 

namen, während der abbau, der da- stand keine Vertiefung". 

inals oder später auf der stelle des 17. au'Öskaddr (von skedja), „leicht 

urspriingl. Mosfell errichtet ward, zu verletzen". 

den neuen nameu Hrisbru empfing 19. i ütanver'd'um k., „in dem 

(Kalund I, 50). äufsercn teile des kirchhofs". 



294 



frorsteinn Egilsson und seine nachkommen. 



LXXXVII. 



torsteinn und seine nachkommen. 

LXXXVII, 1. Porsteinn Egilsson tök skirn, p& er kristni 1000 
kom a Island, ok 16t kirkju gera at Borg; hann var niaÖr 
trüfastr ok vel siÖaÖr; hann varÖ maÖr gamall ok söttdauÖr, 
ok var jarÖaÖr at Borg at J?eiri kirkju, er hann let gera. c. 1015 

5 2. Frä Porsteini er mikil sett komin ok mart störmenüi ok 
skald morg, ok er ]?at Myramanna-kyn, ok sva alt ]?at, er komit 
er fra Skallagrimi. 3. Lengi heiz J?at i sett J^eiri, at menn väru 
sterkir ok vigamenn miklir, en sumir spakir at viti. 4. Pat 
var sundrleitt mjok, J?viat i ]?eiri sett hafa fcez J?eir menn, er 

10 friÖastir hafa verit a Islandi, eem var Porsteinn Egilsson ok 
Kjartan Olafsson, systursonr Porsteins, ok Hallr GuÖmundar- 
son, sva ok Helga en fagra, döttir Porsteins, er J?eir deildu 
um Gunnlaugr ormstunga ok Skald-Hrafn, en fleiri väru Myra- 
menn manna ljötastir. 5. Porgeirr, sonr Porsteins, var )?eira 

15 sterkastr brceÖra, en Sküli var mestr; hann bjö at Borg eptir 
dag Porsteins foÖur sins; Sküli var lengi i viking; hann var 
stafnbüi Eiriks jarls ä JarnbarÖanuin, J?a er Oläfr konungr 100 ° 
Tryggvason feil; Sküli haföi ätt i viking sjau orrostur. 



Kap. LXXXVII. 2. let kirkju gera, 
vgl. Laxd. k. 51,1: Porsteinn Egils- 
son hafb'i gera latit kirkju at Borg 
. . . pd (d. h. 1003) var kirkja ny- 
vigd ok i hvitavdftum. 

3. trüfastr, s. zu k. 50, 8. 

9. sundrleitt, „sehr verschieden"; 
vgl, die beschreibung d. beiden brüder 
hörölfr u. Skallagrhnr k. 1, 10 — 11. 



11. 12. Haler Gub'mimdarson, s. 
zu k. 78, 5. 

16. Sküli var lengi i viking, jedes- 
falls während der 5 jähre, in denen 
Öläfr Tryggvason herrschte u. Eirikr 
jarl, dessen gefolgsmann Sküli war, 
landflüektig teils in Schweden, teils 
in Dänemark sich aufhielt. Siehe 
zu k. 79,13. 



Die gröfseren gedickte Egils. 



A. Hofuölausn. 

(Siehe kap. 60, 15.) 
1. Vestr kornk of ver, 2. ßu)?omk bilme lof>, 



en ek Vieres ber 
munstrandar mar, 
svä 's mitt of far; 
dr6k eik & flot 
vip fsabrot, 
M6f>k ma3i*J?ar blut 
munknarrar skut. 



ak hröj?rs of kvof>. 
Berk OJ?ens mjof> 
k Eügla bjo]?. 
Lofat vfsa vaun, 
vist mserek ]?ann. 
H]j6|?s bif'jom hana, 
pvit hntyr of fana. 



Str. 1, l. FesJr, d. h. nach Eng- 
land, ver, n., „meer". 2. Ft/>rer, 
beiname Odins (Lokas. 25 u. ö.). 
3. munstrgnd, fem., „lnstküstc", d. 
h. „brüst"; »jfltr, m., „meer": das 
„meer von Odins brnst" = der 
skaldenmct, daslied. 5. eik, „eiche", 
d. h. das aus cichenholz gezimmerte 
schiflf. 0. isabrot, n., „das brechen 
oder schmelzen des eises", vip i., 
„im friihlinge". 7. ntcerp, f., „lob", 
„lobgesang", dann „gedieht" über- 
haupt, hlut, dat. hlutr, „anteil", bes. 
der anteil des einzelnen fischers an 
dem gemeinsamen fange, daher auch 
„fang", „beute", meerpar hlut, „mit 
dem (durch Odins gunst) mir zuteil 
gewordenen Hede". 8. munknorr, 
„seelenboot", d. h. die brüst als der 
sitz der seele. skutr, „hintersteven": 
dort pflegten die gefangenen fische 
zu liegen; der dichter bleibt also 



streng bei seinem bilde. Vgl. B. 
M. Olsen, Arkiv XIX, HO; M. Olsen, 
Arkiv XXXV, 137. 

„Westwärts kam ich über die see, 
doch führe ich mit mir das meer 
der lustküste Odins. So verhält es 
sich mit mir. Ich zog die eiche ins 
wasser, als das eis zerschmolz. Ich 
belud den hintersteven meines 
seelenbootes mit der beute des 
liedes". 

Str. 2, I. Bupomk, d. i. häuft mik. 
lop, f., eig. „einladung", hier wohl 
,. gastliche aufnähme". 2. eik — d ek. 
kvgft, f., „aufforderuug", dann auch 
die pflicht einer solchen folge zu 
leisten, äk hröprs kvpp, „ich habe 
die Verpflichtung des ruhnies", bin 
verpflichtet ihn zu rahmen. 3. Opens 
nijpp, die dichtung, das lied. 4. bjgp } 
ntr.pl , „länder, erde"; vgl.Volospö 4 l 
Bors syver bjojom of yppo und K. 



296 



HofuÖlausn. 



3. Hygg vise at, 
vel sömer ]?at, 
hve* ek J?ylja fet, 
ef ]?ogn of get. 
Flestr maj?r of frä, 
hvat fylker va, 

en Vierer sä, 
hvar valr of lä. 

4. Ox hjorva glam 
vij? hllfar j?rom. 



gu)?r 6x of gram, 
gramr s6tte frain. 
Dar heyr}?esk ]?ä ; 
p>aut msekes <J> ; 
malmhrfyar sp^ ; 
süs mest of lä, 

5. Vasat villr staj?ar 
vefr darra}?ar 
fyr grams glof>oni 
geirvangsroj?om, 



Gislason, Njäla II, 178. 5. vise, in., 
„führer", „herrscher". 6. mcerek 
(mcere ek), „ich preise". S. hröbr, 
„ruhm", „rühmendes gedieht", „lob- 
lied". 

„Ich bot mich dem könige als 
gast; ich habe die Verpflichtung 
ihn (im Hede) zu rühmen. Odins 
met bringe ich nach dem lande 
der Engländer. Ich vermochte den 
fürsten zu preisen; gewifs rühme 
ich ihn. Gehör begehre ich von 
ihm, denn ich habe ein loblied ver- 
fafst (eig. , gefunden')." 

Str. 3, 3. pylja, „ein gedieht re- 
zitieren" (vgl. pulr, „dichter"), feta, 
eigentlich „den weg finden", dann 
„vorwärts kommen". 4. ppgn, f., 
„gehör" (= hljöp 2, 7). 7. 8. Odin 
gehören ja die in der Schlacht ge- 
fallenen krieger. Vgl. M. Olsen, 
Arkiv XXXV, 138. 

„Achte darauf, o fürst! — wohl 
ziemt sich das — wie ich mein lied 
vortragen werde, wenn ich gehör 
bekomme. Die meisten haben davon 
gehört, welche kämpfe der herrscher 
bestanden hat; Odin aber sah, wo 
die gefallenen lagen". 

Str. 4—18 werden die verschie- 
denen, aber nicht näher bezeichneten 
kämpfe, die Eirikr zu lande und zu 



wasser ausfocht, in kräftigen färben 
geschildert. Die Übersetzung wird 
leider — notwendigerweise — etwas 
tautologisch ausfallen. 

Str. 4, 1 . glam, n., „getöse", „lärm". 
2. prpm, akk. sg. von prpmr. Man 
beachte, dafs der w-umlaut des a 
(ebenso wie der des d, z. 5 - 8) mit 
a (d) reimt. 3. gupr oder gunnr, 
f., „kämpf". 5 — 8. Z. 5 ist mit z. 7 
und z. 6 mit z. 8 zu verbinden. 
meekes o, „der schwertflufs", d. h. 
das blut. süs (= sü es) mest of 
la, „der überaus reifsend dahin 
strömte". Von dem reifsenden laufe 
eines flusses sagt man noch heute 
in Island: diu liggur pungt d. 
malmhrip, f., „walfeusturm", d. h. 
Schlacht, spö, eig. „Weissagung", 
dann gesang, tönendes geriiusch 
überhaupt. Vgl. M. Olsen, Arkiv 
XXXV, 138f. 

„Es schwoll das getöse der 
Schwerter gegen den rand des 
Schildes; der kämpf raste um den 
fürsten; der fürst drang vor. Dort 
hörte man damals den lärm <lt i s 
waffensturmes; es rauschte der 
schwerterflufs, der reifsend daliin- 
schofs". 

Str. 5, 1 . villr stapar, „den (rechten) 
platz verfehlend". 2. darrahr, m., 
„speer" (?), vgl. darr, n. od. Odinsname 



HofuÖlausn. 



297 



J>ars i bl6J?e 
i brimels m6pe 
vollr of frumj^e 
uud veom glumj?e. 

6. Hue ferf> ä fit 
vip fleina hnit. 
OrJ?stir of gat 
Eirikr at J>at. 

7. Fremr monk segja 
ef firar p>egja, 
frogom fleira 

til frama ]>eira; 



osxto under 
jofra funder, 
brusto brandar 
vi)? blaar randar. 

8. Hlam heiosg^ol 
vi)? bjalmrofol, 
beit beugrefell, 
J?at vas blöj?refell; 
fräk at feile 
fyr fetelsvelle 
OJ?ens eike 
{ järnleike. 



(= Darr-hpftr, B. Nerman?); vefr 
darrapar, das „specrgewebe", der 
kämpf. 4. geirvangr, m., „das laud des 
Speeres", d. h. der schild; mit deii 
„schildreihen* sind wahrscheinlich 
die mit Schilden bewaffneten krieger 
gemeint. 5 — S. Die Wortfolge ist: 
brimels vpllr glumpe i möpe und 
veom, pars (= par es) prampe i 
blöpe. brimell, m., „seehund"; das 
„gefilde des Seehunds" ist das rneer. 
ghjmja, „tönen", „brausen", ve, n., 
„kriegsfahne". prymja, „ruhen", 
„lagern". 

„Das speergewebe war am rich- 
tigen platze vor den munteren 
kriegerscharen des königs. Das 
seehnndsgefilde rauschte im zorn 
unter den kriegsfahnen, wie es 
(eigentl. ,dort wo es') im blute 
dalag". 

Str. 6, 2. hnit, n., „das zusammen- 
stofsen". 

„Die leute sanken zu boden bei 
dem zusammcnstofsen der Speere. 
Dadurch (eigentl. , darauf) erntete 
Eirikr rühm." 

Str. 7, 2. firar, m. pl., „menschen", 
„leute". 6. joforr, m., „fürst". 
7. brandr, m. , „klinge". Vgl. B. 



M. Olsen, Arkiv XIX, 111; M. Olsen, 
Arkiv XXXV, 139. 

„Weiter werde ich erzählen, wenn 
die leute schweigen; wir (d. h. ich) 
haben noch mehr von diesen (kriegs)- 
heldentaten gehört. Die kämpfe der 
fiirsten vermehrten die wunden; die 
klingen barsten an den blaugemalten 
Schilden". 

Str. 8, 1. Hlam, praet. eines sonst 
nirgends bezeugten verbuins hlima, 
das wegen des nachfolgenden akk. 
ein transitivum sein mufs, hier 
jedoch unpersönlich gebraucht ist. 
Die bedeutung ist wahrscheinlich 
„tönen machen", vergl. hlam, n., 
„getöse" u. ags. hlimman, „rauschen, 
tönen", heinsppol, ein unbekanntes 
und unerklärtes wort, wahrscheinl. 
eine Umschreibung für „schwert". 
2. hjalmrqpoll, m., „sonne (d.h. feuer) 
des helmes", schwert. 3. bengref- 
ell, in., „wundenmeil'sel", schwert. 

6. fetelsvell, n., „das eis (d. h. 
der eiskalte stahl) des giirtels", 
d. i. das schwert. Ähnliche Um- 
schreibungen begegnen auch sonst, 
z. b. gimniss, sdriss, gunnsvell usw. 

7. eike, n. collect., „eine zahl von 
eichen"; „Odins eichbäume" = krieger. 



298 



Hofuolausn. 



9. Par vas eggja at 
ok odda gnat. 
Or}?stir of gat 
Eirikr at J?at. 

10. Rau}? hilmer hjor, 
J?ar vas hrafüa gor, 
fleinn sötte fjor, 
flugo dreyrog spjor; 
61 flagj?s gota 
färbjöj?r Skota, 



traf» nipt Nara 
nättver}? ara. 

11. Flugo hjaldrs traoar 
ä hrses lanar, 
Orot b\6ps vanar 
benmos granar, 
gleit und freke, 
en oddbreke 
gnti)?e hrafne 
ä hofoJ?stafne. 



8. jdrnleikr, m., „waffenspiel", d. i. 
kämpf. 

„Man liefs schwert an sehwert er- 
klingen; der wundenmeifsel — das 
war (damit meine ich) die schwert- 
spitze — schnitt (eigentl. ,bifs'). 
Ich erfuhr, dafs vor dem eiskalten 
stahl des gürteis Odins eichen im 
waffenspiele niedersanken." 

Str. 9, 1 . at, n., „bewegung" (vgl. 
etja, „antreiben", „in bewegung 
setzen"). 2. gnat, n., „zusammen- 
stofs". 

„Es geschah eine bewegung der 
lanzenspitzen und ein zusammen- 
stofs der schwertschneiden. Da- 
durch erntete Eirikr rühm". 

Str. 10, 2. gor, n., „menge". 
4. spjor, n. pl., „Wurfgeschosse, 
Speere". 5. gote, m., „pferd" (eig. 
eigenname; das pferd des Gunnarr 
führte ihn). Das „rofs der riesin" ist 
der wolf, vgl. Helgakv. Hjorv. 35,1. 
fi. fdrbjöpr, m., „verderbenbringer, 
vernichter". Die zeile lehrt, dafs 
Eirikr mit den Schotten krieg geführt 
hat. 7. nipt, f., „Schwester". Nare, 
ein söhn des Loke; seine Schwester 
ist die todesgöttin Hei. 8. ndttverpr, 
ra., „abendmahlzeit", hier s. v. w. 
„speise". Die „speise des adlers" 
sind die leichen der gefallenen 



krieger. Vgl. B. M. Olsen, Arkiv 
XIX, Ulf. 

„Der fürst rötete den speer; es 
war dort eine menge von raben. 
Der wurfspiefs holte (als seiue 
beute) das leben; es flogen blutige 
spiefse. Der veruichter der Schotten 
fütterte das rofs der riesin; Nares 
Schwester trat auf die speise des 
adlers." 

Str. 11, 1. hjaldrs träne, m., „des 
kampfes kranich", d. i. rabe. 2. Ion, 
f., „lange reihe von hochragenden 
gegenständen" (sogar von hiiusern); 
hrws lanar, „die langen reihen von 
aufgehäuften leichen". 3. Orot = 
vdrut. 4. benmqr, „wundenmöve", 
d. i. rabe. grgn, f., „lippe", hier 
„schnabel". 5. freke, m„ „wolf" 
(eig. eigenname: der eine von Odins 
Wolfen). 6. oddbreke, m , „durch 
die schwertspitze hervorgelockte 
welle", also „blutstrom". 8. hofop- 
stafn, m., „kopfsteven", „vorsprung 
am köpfe", d. h. schnabel. 

„Die kämpf kraniche flogen auf 
die langen reihen der leichenhügel. 
Nicht ermangelte der schnabel der 
wundenmöve des blutes; der wolf 
rifs die wunde auf und die schwert- 
welle schlug gegen den schnabel 
des raben." 



HofuÖlausn. 



299 



12. Kom grdj?ar lse 
ä Gjalpar skse. 
Bau}? ulfom hrae 
Eirikr of sse. 

13. Lsetr snöt saka 
sver}?-Freyr vaka, 
en skers Haka 
skfygarj? braka 
brusto broddar. 
en bito oddar 
b$ro horvar 

af bogora orvar. 

14. Beit fleinu flogenn, 
pi vas frij?r logenn, 



Str. 12, 1. gröpr, m., „banger". 
Ice, n„ „verderben". Das „verderben 
(d. h. das ende) des hungers" ist 
die speisung. 2. Gjalp, natne eines 
riesenweibes (SnE. I, 286). skcer, 
m , „pferd '; Gjalpar skair = flagps 
gote 10, 5. Vgl. M. Olsen, Arkiv 
XXXV, 139. 

„Dem rosse der riesin kam das 
ende des hungers. Eirikr bot den 
wülfen leichen jenseits der see." 

Str. 13, 1. snöt saka, „die frau 
der kämpfe" ist die walküre, die 
Personifikation des kricges. 2. sverp- 
Freyr, „der gott des Schwertes", 
d. i. der krieger (Eirikr). 8. Haki, 
name eines seekönigs; „die schäre 
des seekönigs" ist das meer, dessen 
„ski|? (brett)" ist das schiff, dessen 
„zäun" „schilde" (die während der 
fahrt an der reling aufgehängt 
wurden). 7. hgrr, m. , „flachs", 
dann der aus flachs gedrehte 
bogenstrang. Vgl. M. Olsen, Arkiv 
XXXV, 140. 

„Der schwertgott läfst die kampf- 
jungfrau wach sein und den zann des 



vas almr dregenn, 
varj? ulfr fegenn; 
stözk folkhage 
vi]? fjorlage, 
gall yboge 
at eggtoge. 

15. Joforr sveig)?e y, 
flugo unda by. 
BauJ? ulfom hrse 
Eirikr of sse. 

16. Enn monk vilja 
fyr verom skilja 
skapleik skata, 
skal raaer)? hvata. 



meerrosses ertönen. Es brachen die 
Speerspitzen, die Schwerter schnitten 
(eig. bissen). Die stränge trieben die 
pfeile von den bogen fort." 

Str. 14, 3. almr, m., „bogen" (aus 
ulmenholz). 5. folkhage, m., „fürst". 
6. fjgrlag, n., „tod". 7. yboge, m., 
„bogen" (aus eibenholz). 8. ejgtog, 
n„ „das ziehen der Schwerter", der 
kämpf. Vgl. B. M. Olsen, Arkiv 
XIX, 116. 

„Der beflügelte wurfspiefs traf 
(eig. bifs), der friede war verletzt 
(eig. belogen, getäuscht). Da war 
der bogen gespannt; der wolf wurde 
froh; der fürst trotzte dem tode; es 
tönte dereibenbogen beim schwerter- 
zücken." 

Str. 15, 1. ijr, in., „bogen" (aus 
eibenholz). 2. bj'/, n„ „biene". Die 
..wundenbienen" sind die pfeile. 

„Der fürst spannte den bogen, es 
flogen die pfeile. Eirikr bot den 
wölfen leichen jenseits der see." 

Str. 16, 2. skilja, „darlegen". 
3. skapleikr, m., „Sinnesart", skate, 
in., „fürst". 4. mcerp ist dativ. 



300 



HofuÖlausn. 



verpr dbrondom, 
en joforr londom 
heldr hornklofe, 
hariD 's naestr lofe. 

17. Brytr bögvita 
bj6J?r hrammf>vita, 
munat hodddofa 
hringbrjötr lofa; 
mjok 's honom fol 
haukstrandar mol, 

4/ 7 



gla]?ar flotna fjol 
vi}? Fr6J?a inj gl. 

18. Verpr broddflete 
nie]? baugsete 
hjorleiks hvate, 
bann 's bhtyskate. 
Dröask her sem hvar, 
hugat ma3lek f>ar, 
frett 's austr of mar, 
Eiriks of far. 



5 — 7. Wortfolge : jgforr verpr 
dbrgtidom, en heldr Igndom horn- 
klofe(?). dbrandr, m., „das brennende 
scheit (d. h. das feuer) des flusses", 
das gold. ' hornklofe, ist sonst 
eine bezeichnung des raben; diese 
bedeutang ist jedoch hier un- 
möglich. Oder von hornklof, n.? 
Vergl. B. M. Olsen, Arkiv XIX, 
113f. 116f. 

„Ferner will ich vor den inännern 
die Sinnesart des fiirsten darlegen; 
man mufs das gedieht beschleunigen 
(zu ende führen). Der herrscher 
verschwendet (eigentlich „wirft") 
das flufsfeuer, hält aber seine händer 
fest(?). Er hat das meiste anrecht 
auf (eigentlich „er ist der nächste 
für") das lob". 

Str. 17, 1. bögvite, m., „annfeuer", 
d. h. der goldene armring. 2. bjöpr, 
m., „darreicher, geber". hrammr, 
in., „klaue", „band"; hramm/>vite, 
„haudstein", d. i. gold oder silber. 

3. hodddofe, m., „sparuug des 
Schatzes", d. i. kargheit, geiz. 

4. hringbrjötr, m., „ringbrecher", 
(1. h. spender der ringe. 6. hauk- 
strgnd, „der Strand" (d. h. sitz) des 
habichts, die hand. Der „kies der 
hand" ist gold oder silber. 7. glapa, 
„erfreuen". fjol, n., „menge". 



8. Fröpa mjgl, „Frodes mehl", d. i. 
gold (nach der sage von dem dän. 
könige Frode, der auf einer zauber- 
mühle von zwei riesenmägden gold 
mahlen liefs: SnE. 1,374 ff.). Vgl. 
B. M. Olsen, Arkiv XIX, 114f. 

„Das armfeuer zerbricht der 
spender des handsteines; nicht wird 
der ringbrecher die sparung des 
Schatzes loben. Sehr feil ist ihm 
der kies des habichtsstrandes (er 
trennt sich leicht von dem golde); 
er erfreut die menge seiner see- 
helden mit Frodes mehl." 

Str. 18, 1—3. Wortfolge: Hjor- 
leiks hvate verpr broddflete mep 
baugsete. hjgrleikr, in., „schwert- 
spiel", d. i. kämpf, hvate, m., „er- 
reger". broddflgtr, m., „ebene, die 
die gesehosse auffängt", d. h. schild. 
baugset, n., „sitz des ringes", d. h. 
arin. 4. blöpskate, m., „blutver- 
geuder". 5 ist mit 8 zu verbinden. 
Vgl. B. M. Olsen, Arkiv XIX, 112. 

„Der erreger des schwertspiels 
wirft den schild mit dem arme; er 
ist ein blutvergeuder. Hier wie 
überall wachsen (werden berühmt) 
Eiriks taten; ich spreche (ein) auf- 
richtig gemeintes (wort); im osten 
des meeres (d. h. in Norwegen und 
Island) ist das bekannt." 



Sonatorrek. 



301 



19. Jgforr hygge at, 
hve* ek yrkja fat, 
g6tt J?ykkjomk ]?at, 
es ek J?ogn of gat; 
hroer)?ak miiime 
af munar grunne 
0}?ens sege 
a joro fsege. 



20. Bark fengels lof 
& J?agnar rof, 
kanük mala mjot 
of manna sjot. 
Or hlatra ham 
hr6J?r berk fyr gram; 
sva för J?at fram, 
at flestr of nam. 



B. Sonatorrek. 

(Siehe kap. 78,30 — 33.) 



1. Mjok erom tregt 
tuugo at hroera 
me)? loptv^tt 
lj6]?pundara. 



Esat nü vsenlegt 
of Vipors ]>jfe, 
n& högdroagt 
ör hugar fylgsne. 



Str. 19, 2. yrkja fat, vgl. pylja 
fet 3, 3. 3. pykkjomk = pykkermer. 
4. Vgl. 3, 4. 6. munar grunnr, „der 
grund der seele", d. i. die brüst. 
7. Opens ceger, „Odins nieer", d. h. 
der dichteriuet, die dichtung, das 
lied. 8 jara, f., „kämpf", f ceger, 
m., „schmucker, putzer, ausiiber", 
d. i. krieger. 

„Der könig beachte, wie ich ge- 
dichtet habe; gut scheint es mir, 
dafs ich gehör erlaugte. Ich setzte 
mit dem munde aus dem gründe 
der seele herauf Odins meer gegen 
den fürsten in bewegang (dichtete 
das lied auf ihn)." 

Str. 20, 1. pengell, m., ,, könig". 
2. pagnar rof „der bruch des 
Schweigens", d. i. die rede; bera lof 
ä j\ r., „die rede mit dem lobe 
schmücken". 3. mjot, f., „das rechte 
inafs". 4. sjot,n., „Wohnsitz". 5. hlatra 
hamr, „die hülle (das versteck) des 
gelächters", d. i. die brüst. 

„Ich zierte mein lied mit dem lobe 



des köiiigs; wohl verstehe ich es, 
im saale der mäuner die passenden 
worte zu wählen. Aus dem sitze 
des gelächters brachte ich mein 
lied vor den fürsten. So gißg das 
vor sich, dafs eine grofse schar 
(das ganze gefolge des königs) es 
vernahm." 

Str. 1, 1 . erom = es mer. 3. lopt- 
vett, f., scheint die kraft der die 
sprechorgane bewegenden luft zu 
bedeuten. Das bild ist etwas kühn. 
4. Ijöppundare, in., „besemer des 
gesanges", d. h. die dichterische be- 
gabung, welche die einzelnen Wörter 
abzuwägen versteht. G. Yiporr, bei- 
name Odins (Grimn. 49); sein „raub" 
ist der dichtermet, die dichtung; 
s. zu Arenbj. G. 7. högdrcegr, adj., 
„leicht hervorzuziehen". 8, fylgsne, 
n., „versteck"; das „versteck der 
seele" ist die brüst. Vgl. B. M. Olseu, 
Arkiv XIX, 125 ff. 

„Es fällt mir sehr schwer die 
zuuge mit dem luftgewicht des 



302 



Sonatorrek. 



2. Esat au}?J?eystr, 
j>vi ekke veldr 
hofoglegr, 

6r hyggjo sta|? 
fagnafundr 
Friggjar nifta, 
är borenn 
ör jotonheimom. 

3. Lastalauss 
es lifna]?e 
a nokkvers 
nokkva Brage. 



Jotons hals 
under J?j6ta 
n&ens ni]?r 
fyr naustdurom. 

4. Pvit sett min 
& enda stendr 
hreggbarner 
sem hlyner niarka. 
Esa karskr mafr 
säs koggla berr 
frsenda hrors 
af fletjom ni)?r. 



liedbesemers zu bewegen; die aus- 
siebten für den raub Odins sind jetzt 
schlecht und es ist nicht leicht ihn 
aus dem versteck der seele hervor- 
zuholen." 

Str. 2. Wortfolge: Fagnafundr 
Friggjar nißja, dr borenn ör joton- 
heimom, es-a auppeystr ör hyggjo 
stap; pvi veldr hofoglegr ekke. 
fagnafundr, m., „willkommener 
fund"; der „w. f. der verwandten 
der Frigg" (d. h. der Äsen) ist 
der dichtermet, die dichtung. dr 
borenn, part., „in der vorzeit ge- 
bracht", auppeystr, adj. „leicht in 
bewegung zu setzen", hyggjo stapr 
= fylgsne hugar str. 1 , 8. hofoglegr, 
adj., „schwer". 

„Der willkommene fund der ver- 
wandten der Frigg, welcher in 
der vorzeit aus Jotunheim ge- 
bracht ward, ist aus der statte 
des gedankens nicht leicht herauf- 
zubewegen; daran ist der schwere 
kummer schuld." 

Str. 3, 1. lastalauss, adj., „fehler- 
frei". 2. Subj. zu lifnape ist vermut- 
lich fagnafundr (str. 2, 5). 3. 4. sind 
sicherlich verderbt und machen den 



sinn der halbstrophe unverständlich. 
5. 6. jotons hals wider, „die wunden 
des riesenhalses", d. h. das aus 
Ymers blut entstandene meer (Vaf J?r. 
21; Grimn. 40; SnE. 1. 48). 8. naust- 
dyrr, f. pl., „schuppentür"; mit 
dem „schuppen des verwandten" ist 
wahrscheinl. der hügel gemeint, der 
die leiche von Egils vater barg und 
nun auch seinen söhn Bof'varr auf- 
nehmen sollte. 

,,.... die wunden des riesen- 
halses rauschen unten vor dem 
eingange zu der wohnstätte meines 
verwandten." 

Str. 4, 3. hreggbarenn, adj., „vom 
stürm gefällt". 4. hlyner marka, 
„die ahorne des waldes", „die 
bäume". 5. kankr, adj., „lebhaft, 
heiter". 6. koggoll, m., eig. „finger- 
spitze", dann „glied" überhaupt. 
7. hror, n., „leiche". 8. flet steht 
hier für „haus". 

„Denn mein geschlecht steht am 
ende (neigt sich dem untergange 
entgegen), wie die Sturmgeläuten 
bäume. Der mann ist nicht heiter, 
der die glieder der leiche eines 
verwandten von dem hause hinab- 
trägt." 






Sonatorrek. 



303 



5. Pö monk mitt 
ok m6por bror 
fop»or fall 
fyrst of telja; 
J>at berk üt 

6r orf>hofe 
maer}?ar timbr 
male laufgat. 

6. Grimt vorom blij?, 
J^ats bronn of braut 
fopor mim 

ä frsendgarj^e. 

Veitk öfult 

ok opet standa 

souar skar)?, 

es me> sser of vann. 



7. Mjok befr Ron 
of rysktan mik, 
euik ofsnau]?r 
at dstvinom; 
sleitt marr bond 
nifnnar ättar 
snaran f>6tt 

af sjolfoni me>. 

8. Veizt ef sok 

u 

sver]?e raekak, 
vas olsmi)? 
allra tfma. 
HroJ?a väbroe]?r 
ef vipa maettak, 
förk Mges 
andvigr mane. 



Str. 5. Wortfolge: Po mon ek 
fyrst of telja mitt fo/or fall ok 
hrer möf>or; pat masrpar timbr, 
male laufgat, her ek üt ör orphofe. 
fgpor fall, n., „tod des vaters". 
masrpar timbr, „bauholz (d. h. stoff) 
zu einem lobliede". laufga, „mit 
laub schmücken". orf>hof, n., „wort- 
zaun", d. h. mund. 

„Dennoch werde ich zuerst den 
tod meines vaters und den hingang 
meiner inutter erwähnen; diesen 
mit dem laube der spräche ge- 
schmückten stoff zu einem lob- 
liede hole ich aus dem wortgehege 
hervor." 

Str. 6, 1. vgrom = vas mir. 
2. hronn, f., „woge". 4. framd- 
garf>r, in., „zäun (d. h. dichte reihe) 
von verwandten". 5. öfullr, adj., 
„nnausgefüllt". 

„Grausam war für mich die Kicke, 
welche die woge in die dichte reihe 
der nachkommen meines vaters rifs. 
Ich weifs, dafs meines sohnes leerer 



platz, den die see geschaffen hat, nn- 
ausgefüllt und offen bleiben wird." 

Str. 7, 1. Ron, die göttin des 
meeres, JEgers gemahlin. 3. of- 
snaupr, adj., „sehr arm". 7. snarr, 
adj., „fest". 

„Ran hat mich schlimm ge- 
plündert, ich bin sehr arm an ge- 
liebten freunden. Das meer rifs 
die bände meines geschlechts, den 
festen faden von mir fort." 

Str. 8, 3. glsmipr, „bier verfertiger, 
bierbrauer", d. h. iEger, der nach 
dem bekannten mythus (vgl. Hyines- 
kv. und die pros. einleitung znr 
Lokas.) für die götter bier braute. 
3. 4. ehm es allra tima, „es ist aus 
mit jmd.". 5. hrope, in., „stürm"; 
vdbröper, „gefährlicher bruder"; des 
„Sturmes gefährlicher bruder" ist 
das meer. G. vipa, „umbringen". 
7. 8. Mges man, „iEgers braut", 
d. h. "Ran, hier „meer" im allge- 
meinen. 8. andvigr, adj., „entgegen- 
kihnpfend". 



304 



Sonatorrek. 



9. En ek ekke 
eiga )?6ttomk 
sakar afl 
vi}? sonar bana, 

fyr augom ver]?r 
gamals f>egns 
gengeleyse. 

10. Mik hefr inarr 
miklo rsentan, 
grimt es fall 
frsenda at telja, 
sfyans minn 
a munvega 
ättar skjoldr 
aflife hvarf. 



11. Veitk }?at sjalfr, 
at i syne minona 
vasa ills ]>egns 
efne vaxet, 

ef randvijn* 
roskvask nsej?e, 
unz Hergauts 
hendr of toeke. 

12. M tet flest 

p&tft faj>er maelte, 
fött oll pj6p 
anüat seg]?e, 
m6v upp helt 
of herberge 
ok mitt afl 
mest of studde. 



„Wisse, wenn ich meine sacho 
mit dem Schwerte verfolgen könnte, 
so wäre es mit dem bierbrauer aus. 
Wenn ich dem gefährlichen bruder 
des Sturmes zu widerstehen ver- 
möchte, würde ich mich zum kämpfe 
gegen iEgers braut aufmachen." 

Str. 9, 3. sgk, f., „rechtsstreit", 
hier „streit" im allgem. 5. alpjöp, 
s. Arenbj. 15, 3. 8. gengeleyse, n., 
„mangel an heifern, hilflosigkeit". 

„Ich glaubte jedoch keine kraft 
zu besitzen zu dem kämpfe wider 
den mörder des sohnes, denn klar 
wird dem gesamten volke die hilf- 
losigkeit des alten mannes". 

Str. 10, 1. marr, s. llofo|?l. 3. 
6. munvegar, m. pl., „die wonnigen 
pfade", d.h.Valholl. l.dttar-skjgldr, 
„schild (d. h. schirraer) des ge- 
schlechts", d.i. Egils söhn Bp)?varr. 
8. aflife, so scheint das wort zu 
lauten, ein adj. indekl., „des lebons 
beraubt". Vgl. B. M. Olsen, Arkiv 
XIX, 130; M. Olsen, das. XXXV, 142. 



„Viel hat mir das meer geraubt; 
schlimm ist es, den Untergang von 
verwandten zu berichten, seit der 
schild meines geschlechtes aus dem 
leben zu den wonnigen pfaden sich 
begab." 

Str. 11, 5. randvißr, m., „schild- 
bauin". G. reskvask, „heranwachsen". 
7. Hergautr, ein beiname Odins (?). 

„Ich weifs es selbst, dafs in meinem 
sohue kein stoff (keine anläge) zu 
einem schlechten manne erwachsen 
war, wenn es dem schild bäum be- 
schieden gewesen wäre, heranzu- 
reifen, bis Odins häude ihn hinweg- 
nahuaen (d. h. bis er im kämpfe einen 
rühmlicheren tod gefunden hätte?)." 

Str. 12, l. let (seil, vera), „Hefa 
gelten". Vgl. B. M. Olsen, Arkiv 
XIX, 131 f. 

„Immer schätzte er das, was der 
vater sagte, am höchsten, wenn 
auch das ganze volk anderes sprach 
(entgegengesetzter meioung war); 
er half mir im hause und stützte 
meine kraft am besten." 



Sonatorrek. 



805 



13. Opt koinr mer 
Mäna brü)?ar 
i byrvind 
broefraleyse; 
hyggjomk umb, 
es hildr f>r6ask, 
nysomk hins 
ok hygg at )>y\, 



14. hverr mer hnga]?r 
a hli]? stände 
annarr fegu 
vij? 6|?r8e)?e; 
)?arfk ]?ess opt 
\ip f>rägorom, 
verpk varfleygr, 
es viner j?verra. 



15. Mjok 's torfyndr, 
säs trtia knegem 
of alj?jöj> 
elgjar galga, 
pvit niflg6}>r 
nif>ja steyper 
bröfor hror 

vi]? baugom selr. 

16. Fink )?at opt, 

es f£ar beider . . 

17. Pats ok maelt, 
at mange getr 
sonar i)?gjold, 
nema sjalfr ale, 
ne" ]?ann enn, 

es op>rom se 
borenn mafr 
i br6f>or staf>. 



Str. 13, 2. 3. Mdna brüpr, „Mau es 
(des mondes) braut", d. h. ein riesen- 
weib; byrvindr, in, „günstiger fakr- 
wind"; „der fabrwind der riesin" ist 
eine oft gebrauchte Umschreibung 
für „seele, geist, sinn", deren Ur- 
sprung jedoch dunkel ist. 4. brcefrra- 
leyse, n., ,,mangel an brüdern". 
6. hildr, f., „kämpf". 7. vi/sask, 
„sich spähend umschauen". 

„Oft kommt mir in der riesin 
fahrwind der mangel an brüdern; 
ich überlege, wenn der kämpf tobt, 
suche zu erspähen und denke daran," 

Str. 14, 4. öprcepe, n , „getümmel, 
kämpf". 7. varfleygr, adj., „vor- 
sichtig fliegend". 

„welcher andere beherzte mann 
mir im getümmel zur seite stehen 
könnte. Ich bedarf dessen oft gegen 
die trotzigen (feinde); ich fliege vor- 
sichtig, da freunde mir fehlen." 

Str. 15, 1 . torfyndr, adj., „schwer 

Sagabibl. HI. 



zu finden". 4. elgjar galge, unver- 
ständlich. 5. niflgöpr, adj., „schlecht, 
verächtlich". 6. steyper, m., „ver- 
nichter"; mit dem „vernichter der 
verwandten" scheint hier ein mann 
bezeichnet zu werden, der gegen 
die auszahlung des wergeldes auf 
die blutrache verzichtet. 

„Sehr schwer zu finden ist im ganzen 
volke . . . einer dem wir vertrauen 
können; denn der verächtliche ver- 
nichter seiner verwandten verkauft 
des bruders leichnam für ringe." 

Str. 16. „Das merke ich oft, wenn 
geld verlangt . . ." 

Str. 17. „Es wird auch gesagt, 
dafs niemand ersatz für den söhn 
erlangt, wenn er selber nicht (einen 
zweiten) ei zeugt, und dafs man auch 
einen solchen mann nicht findet, 
der einem anderen an stelle des 
bruders wi<> geboren sei (der wie 
ein echter bruder sich benimmt)." 

20 



306 



Sonatorrek. 



18. Eromka )?ekt 
]>jöpa sin De, 
]>6tt se> bverr 
sytt of balde; 
burr 's byskeips 
i bce koinenn 
kvanar sunr 
kynnes leita. 

19. En mer fens 

i fostom ]?okk 
brosta hofundr 
a hende stendr; 
niakak upp 
i aroar grimo 
rynnes rei)? 
rettre balda, 



20. efz sun niinn 
sottar brioie 
beiptoglegr 

6r beime nain, 
panns ek veit 
at varna)?e 
varama vanr 
vi)?r namaele. 

21. Dat mank enn, 
es upp of böf 

i Gof>heim 
Gauta spjaüe 
attar ask, 
J?anns 6x af me>, 
ok kynvi)? 
kvanar minnar. 



Str. 18, 1. eromka = es-a mer. 
2. sinne, n., „gesellsckaft, unigang". 
5. burr, m. , „söhn", byskeip, n., 
„bienenweg", d.i. luft; „die wohnung 
der luft", d. h. Walhall (Äsgar)?r also 
im himmel). 

„Nicht angenehm ist mir der Um- 
gang mit den menschen, wenn auch 
jeder einzelne frieden hält; mein 
söhn, meines weibes söhn, ist ins 
luftreich gelangt, um seine Ver- 
wandtschaft (die früher gestorbenen 
verwandten) zu besuchen." 

Str. 19, 1 — 4. Wortfolge: En 
hgfondr hrosta-fens stendr mer d 
hende i fpstom pokk. hroste, in., 
„das gemaischte malz"; dessen 
„sumpf" (d. h. flüssigkeit) ist das 
hier; dessen „Urheber oder erfinder" 
= Mger (vgl. str. 8). standa d hende, 
„feindlich gegenüberstehen". J>okkr, 
in., „sinn". 6 i droar grimo, un- 
verständlich. 7. rynne, f., „ein- 
sieht, verstand"; reip, f., „wagen"; 
des „Verstandes wagen" ist der 
köpf. 



„Mir aber steht der erfinder des 
bieres unerschütterlichen sinnes als 
feind gegenüber. Nicht vermag ich 
. . . des Verstandes wagen aufrecht 
zu halten." 

Str. 20, 2. brime, in., „feuer"; das 
„feuer der krankheit" bezeichnet 
vermutlich die fieb erhitze. Dem- 
nach bezieht sich die strophe nicht 
auf Bo^varr, sondern auf Gunnarr, 
der kurz vor diesem gestorben 
war. 3. heijjtoglegr, adj., „grimmig". 
6. varna, „sich enthalten", hier „ent- 
gehen". 8. ndmtele, n., „beleidigende 
äulserung, tadel". Vgl. B. M. Olsen, 
Arkiv XIX, 133. 

„nachdem die grimmige fieber- 
hitze meinen söhn aii3 der weit 
fortgenommen hatte, von dem ich 
weifs, dafs er, der fehlerlose, dem 
tadel entging." 

Str. 21, 3. Gopheimr, in., „das 
reich der götter". 4. Gautar, m. pl., 
eigentl. die bewohner des schwe- 
dischen Götalaud; hier „menschen" 
überhaupt, spjaüe, m. , „freund"; 



Sonatorrek. 



307 



22. Attak gött 

vif> geirs drotten, 
ger)?omk tryggr 
at trüa hönoni, 
d]?r vinon 
vagna rüne, 
sigrhofundr, 
of sleit vip mik. 

23. Bloetka \>v\ 
br6}?or Viles, 
goHa)?ar, 

at gjarn sdak, 
]>6 hefr Minis vinr 
m£r of fengnar 
bolva boetr, 
es et betra telk. 



24. Gofomk tyrött 
ulfs of bäge 
vfge vanr, 
vamme firpa, 
ok ]?at gef>, 

es ger)?ak m£r 
visa fjandr 
af velondom. 

25. Nu erom torvelt. 
Tveggja bäga 
njorva nipt 
anese stendr. 
Skalk \>6 g!a)>r 
g6pom vilja 

ok 6hryggr 
heljar bif>a. 



der „freund der menschen" ist Odin. 
7. kynvipr, n., „geschlechtsbaum", 
d. i. sprüfsling. 

„Daran erinnere ich mich noch, 
dafs der freund der menschen die 
esche des geschlechts, die von mir 
erwuchs, den sprüfsling meiner frau 
ins reich der götter hinaufhob." 

Str. 22, 1. 2. eiga gött vi}> ehn, 
„in gutem Verhältnis mit jemand 
stehen". Der „herrscher des Speeres" 
ist Odin. 5. vinon, f., „freundschaft". 
6. rüne, m., „freund"; der „freund 
der wagen" = Odin. 7. sigrhofondr, 
m., „entscheider des kampfes oder 
des sieges". 

„Ich stand mich gut mit dem 
speerherrscher, ich wurde sorglos, 
indem ich ihm vertraute, bis der 
freund der wagen, der entscheider 
des sieges, die freundschaft mit mir 
brach." 

Str. 23, 2. „Viles bruder" ist 
Odin (SnE. I, 46). 3. gopjaparr, 



m., „götterfürst". 4. gjarn, „willig". 
5. „Mims freund" ist Odin (SnE. 

1, 68). 

„Nicht verehre ich den bruder 
Viles, den götterfürsteu , weil ich 
es mit lust tue; dennoch hat mir 
Mims freund ersatz für das uu glück 
gegeben, den ich als das bessere 
(als einen segen) betrachte". 

Str. 24, 1. gofomk = gaf mir. 

2. bdge, m., „feind"; der „feiud des 
wolfes" (d. h. Fenrers) ist Odin, der 
nach dem bekannten mythus (SnE. 
I, 104 ff.) am ende der tage von 
Fenrer verschlungen wird. 4. vamm, 
n., „fehler". 8. velanäe, part. präs. 
von vela, „betrügen". 

„Der kampfgewohnte feind des 
wolfes verlieh mir eine fehlerlose 
kunst und eine solche gesinnnng, 
mit der ich mir ans ränkeschmieden 
offenbare feinde macheu konnte." 

Str. 25, 2. 3. Tvegge, beiname 
Odins (Vol. 63). njorva 7iipt, f., 
„nahe verwandte", hier Schwester. 

20* 



308 



Arinbjarnarkvio'a. 



c. 



1. Emk hrapkvsefr 
hiline at rosera, 
en glapmall 

of gleggvinga, 
openspjallr 
of jofors d<^om, 
en J?agmselskr 
of Mtylyge. 

2. Skaupe gnoeg]?r 
skrokberondorn, 
emk vilkvse)?r 
of vine mfna, 



Arinbjarnarkiriöa. 

(Siehe kap. 78,41.) 

s6tt hefk morg 
raildinga sj^t 
mej? grunlaust 
grepps of 03}>e. 

3. HafJ?ak endr 
Yoglings burar, 
riks konungs, 
rei)?e fengna; 
drök djarfhott 
of dokkva skor, 
16tk herse 
heim of s6ttan. 



Die Schwester von Odins feind (d. i. 
von Fenrer) ist die todesgöttin Hei 
(SnE. I, 1 04). 4. nes, d. i. Digranes, 
wo Skallagrims grabhügel, in dem 
Boj^varr beigesetzt ward, sich erhob. 
7. ö-hryggr, adj , „nicht traurig". 

„Mir ist nicht jetzt wohl zu mute. 
Die Schwester von Tvegges feind 
steht auf dem Vorgebirge. Dennoch 
will ich froh, gutwillig und ohne 
trauer auf Hei (d. h. auf den natür- 
lichen tod) warten." 

Str. 1, 1 . hrapkvcej>r, adj., „schnell 
dichtend". Egill denkt an die ent- 
stehungsweise seiner Hofo^lausn. 
3. glapmall, adj., „zum reden wenig 
aufgelegt". 4. gleggvingr, m., „ein 
sparsamer (wenig freigebiger) mann". 
5. openspjallr, adj., „offen (freimütig) 
redend". (Ijgforr, s. zu Hofo)?l. 7,6. 

7. f>agmcelskr, adj., „schweigsam". 

8. pjöplyge, f., „weitverbreitete lüge". 
Vgl. B. M. Olsen, Arkiv XIX, 1 17 f. 

„Ich dichte schnell um einen 
fürsten zu preisen, bin aber wenig 
aufgelegt von sparsamen leuten zu 
singen; freimütig rede ich von den 



taten eines herrschers, schweige da- 
gegen von weitverbreiteten lügen". 

Str. 2, 1. gneegpr, part. p. von 
gneegja, „hinreichend versehen". 

2. skrpkberande, in., „grofsprahler". 

3. vilkvceßr, adj., „löbliches dichtend". 
6. mildin gr, m., „freigebiger mann", 
„fürst", sjpt, s. Hofo}?l. 20, 4. 7. grun- 
lauss, adj., „frei von verdacht, tadel- 
los". 8. cß/>e, n., „begabung". 

„Während ich für die grofsprahler 
eine fülle von höhn besitze, sage 
ich in meinen gedienten gern gutes 
von meinen freunden. Viele Wohn- 
sitze der fürsten habe ich mit der 
herrlichen dichtergabe besucht". 

Str. 3, 1. endr, adv., „ehemals". 
2. ynglingr, m , eig. „nachkomme des 
Yngve (Freyr)", dann „könig" über- 
haupt. y burr, m., „söhn". 5. djarf- 
hpttr, in., „hut der kühnheit". 
8. heirnscekja, „besuchen". 

„Ich hatte ehemals den zorn des 
fürstensohnes, des mächtigen königs, 
mir zugezogen; (da) stülpte ich den 
hut der kühnheit auf mein dunkles 
haar (wappnete mich mit kühnheit) u. 
besuchte den hersen (d.i. Arenbjorn)". 



ArinbjarnarkviÖa. 



309 



4. Pars allvaldr 
und ygs bjalme 
ljö^frymopr 

at lande sat; 
styrf>e konungr 
vij? stirfan bug 
1 Jörvfk 
lirgo hjaile. 

5. Vasa tuuglskin 
tryggt at lita 
n£ ögnlaust 
Eiriks bräa, 



f>äs ormfränn 
ennemäne 
skein allvalds 
oegegeislom. 

6. Do bolstrverj; 
of bera J?or)?ak 
maka boeings 
markar drötne, 
svät Yggs füll 
yranda kom 
at hvers manns 
hlusta munnom. 



Str. 4, 1. allvaldr, in., „herrscher". 
2. ygs hjalmr, m., „schreckenshelm"; 
und ygs hjalme, „so dafs man 
schrecken einflöfst". 3. Ijopfrgmopr, 
m., „der förderer des volkes". 4. sitja 
at lande, „ein land regieren", vgl. 
die saga str. 33 u. 54. 8. ürigr, adj., 
„feucht", hjarl, n., „land". 

„Dort herrschte der fürst, der 
förderer des volkes, gefürchtet über 
das land. Es beherrschte der könig 
mit imgebengtem sinne zu York 
die feuchte landschaft (d. i. North- 
umberland)." 

Str. 5, t — 4. Wortfolge: tungl- 
skin brda Eiriks vasa tryggt ne ögn- 
laust at lita. tuvglskin brda = skin 
brdatungls; brdatungl, n., „wiinpem- 
lnond" d. i. äuge, ögnlauss, adj., 
„furchtlos". 5. ormfrdnn, adj., 
„schillernd wie eine schlänge". 
6. ennemdne, m., „stirnmond", d.i. 
äuge. 8. cegegeisle, m., „schreckens- 
strahl." 

„Den glänz von Eiriks wimpern- 
mond konnte man nicht ohne sorge 
und furcht anschauen, als der wie 
eine schlänge schillernde stirnmond 
des herrschers mit schrecklichen 
strahlen leuchtete." 



Str. 6, 1—4. Wortfolge: Po porpak 
of bera drötne bolstrverp markar 
hoeings maka. bolstrverp, n., „lohn 
für ein kissen oder lager"; vgl. 
hvilutollr, Fas. 3, 372 a7 . markar 
hceingr, m., „feldlachs", d.i. schlänge; 
markar-hceings make, „serpentis ae- 
qnalis", d. h. Odin(?), der in eine 
Schlange verwandelt in die höhle 
der GnnnloJ? kroch und von dieser, 
nachdem er drei nachte bei ihr ge- 
ruht hatte, den dichterinet erhielt 
(SnE. 1,218 ff.). Der „lohn für das 
lager Odins" (das beilager mit Odin) 
ist eben der dichtermet, d. h. das 
„lied". Diese von Gering vorge- 
schlagene erklärung (ähnlich Bugge, 
Bidr. til den aeldste skaldedigtn. bist. 
s. 126 anm.) ist jedoch unsicher. 
5. Yggr, m., beiname Odins (Grimn 54 
u.ö.); „Odins trank", der dichtermet, 
das lied. 6. i'/ra, „tropfen". S. munnr, 
in., „mund", hier „mündung". Vgl. 
B. M. Olsen, Arkiv XIX, 120 f. 

„Dennoch wagte ich es den lohn 
für Odins lager (?) dem herrscher dar- 
zubringen; Odins tropfender trank 
kam an die ohnnüudungen jedes 
luannes (d. h. aller in Eiriks halle 
anwesenden miinner)." 



310 



ArinbjarnarkviÖa. 



7. N£ hamfagrt 
h^tyom J^ötte 
skaldfe* mitt 

at skata hüsom, 
)?äs ulfgrätt 
vij? Yggs mif>e 
hattar stäup 
at hilme ]?ak. 

8. ViJ? )>\i tökk, 
en tiro fylg]?o 
s$kk svartleit 
si]?ra bnina, 



ok sä mu]?r, 
es mina bar 
Hyfofdausn 
fyr hilmes kne\ 

9. Dar st6J? mer 
morgom betre 
hoddveiter 
a hlij? aj^ra 
tryggr vinr minn. 
es trüa knättak, 
hei)?f>röa]?r 
hverjo räj?e. 



Zwischen str. 8j9 findet sich in der hdschr. noch eine wahrscheinlich 



unechte strophe: 

i>ar tannfjolj? 
inej? tuogo ]?äk 
ok hlertjold 
hlustoni gofgo)?, 



en sü gjof 
golle betre 
hrö}?egs konungs 
of heiteu vas. 



Str. 7, 1. hamfagr, adj., „von 
schönem äufseren". 3. skaldfe, n., 
,, dichterlohn"; gemeint ist natürlich 
Egils köpf. 4. skate, in., „könig". 
5 — 8. Wortfolge: pds pdk at hilme 
ulfgrdtt hattar stäup vij> Yggs mipe. 
stäup, n., „kugelförmiger gegen- 
ständ" (z. b. ein klofs); des „hutes 
kugel", der köpf. ulfgrdr, adj., 
„wolfsgrau". „Odins inet" ein ge- 
dieht, 

„Nicht schön erschien den mäunern 
in dem gehöfte des königs mein 
dichterlohn, als ich von dem fürsten 
meine wolfsgraue hutkugel für Odins 
met erhielt." 

Str. 8, 2. tira, f., an. key. von 
unbekannter bedeutung („köpf"? 
„gäbe"?). 3. sgkk, n., ,,einsenkung, 
til". svartlcitr, adj., „schwarz aus- 
sehend". Vgl. B. M. Olsen, Arkiv 
XIX, 122. 

„Ich nahm sie (die „hutkugel", 



den köpf) an, aber dem gescheuke 
folgten (in dem g. waren inbegriffen) 
die schwarzen höhlungen der herab- 
hängenden brauen (d. h. die äugen) 
und der muud, der meine Haupt- 
lösung vor die kuiee des fürsten 
brachte (dem fürsten vortrug)." 

[Str. 8b, I. tannfjglp, f., „zahn- 
menge". 3. hlertjold, n. pl., „gehör- 
zelte", d. h. ohren. 4. hlust, f., 
„gehör". gofga, „auszeichnen". 
7. hröpegr, adj., „rahmreich". 

„Da empfing ich die menge der 
zahne samt der zunge und die durch 
gehör ausgezeichneten gehörzelte; 
aber diese gäbe des ruhmreichen 
königs ward besser als gold ge- 
nannt."] 

Str. 9, 3. hodd, f., „schätz". 
Der zweite teil des kompositums, 
(durch konjektur hergestellt) bed. 
„geber". 4. ä hlijy ahra, „auf der 
einen seite". Auf der anderen stand 






ArinbjarnarkviÖa ; 



311 



10. Arenbj^rn, 

es oss einn of h6f 

knfa fremstr 

fra konungs fjötiom, 

vinr J>jtfJ?ans, 

es v£tke 16 

i herskds 

hilmes gar]?e. 

11. Ok 

\6t 

margfrc)moJ?r 
minna däf>a 

sem : 

at i vajre 

attar 



12. Munk vin)?jofr 
verj?a heitenn 
ok valjiigr 

at ViJ^ors fülle, 
hröprs »rvirfr 
ok heitrofe, 
nema J?ess gagns 
gjold of viunak. 

13. Nu 's }>at set, 
hvar setja skalk 
bratt stigenn 

of bragar fötom 
fyr manufjoj)? 
margre sjoner 
bntyr mottogs 
bersa kundar. 



niemand, Arenbjorn war also der 
einzige schütz des Egill. 7. heip- 
pröapr, „an ruhui wachsend" (?). 

„Dort staud mir, besser als viele, 
der schutzspender zur einen seite, 
mein treuer freund, dem ich ver- 
trauen konnte, der durch jeden rat- 
schlag an rühm zunahm." 

Str. 10, 3. kniar, m. pl., „gefolgs- 
leutc. 5. pjöpann, m., „herrscher". 
7. herskdr, adj , ,, kriegerisch". 

„Arenbjorn, der trefflichste unter 
den gefolgsleuten, entzog uns allein 
dem hasse des königs, der freund 
des fürsten, der niemals in dem 
gehöfte des kriegerischen herrschers 
ein unwahres wort gesprochen hat," 

Str. 11, 3. margfrpmopr, m., ,,der 
vielfach begünstigende". Der sinn 
dieser stark verstümmelten Strophe 
läfst sich nicht mehr ermitteln. 

Str. 12, 1. vinpjöfr, m., „dieb am 
freunde", d. h. treuloser freund. 
3. valjiigr, m., ,,jmd. der um etwas 
(at ehu) betrogen ist". 4. Viporr, 
m., ein beiname Odins (Grimn. 4'J); 



Vipors füll = Yggjar full, str. 6, 5. 
5. ervirpr, adj., „unwürdig". 

„Ein treuloser freund werde ich 
genannt werden und (ein mann), der 
um Odins trank betrogen ist (der nicht 
zu dichten versteht), unwürdig des 
ruhmes und ein eidbrüchiger, wenn 
ich diese wohltat nicht vergelte." 

Str. 13. Wortfolge: Nu es pat set, 
hvar ek skal setja hröpr mottogs hersa 
kundar, bratt stigenn of bragar fötom , 
margre mannfjplp fyr sjoner. kundr, 
in., „spröfsling"; der „sprölsling der 
hersen" (der einem hersengeschlecht 
angehörige ist Arenbjorn). bratt 
(von brattr), „steil", d. h. schwierig. 
mannfjolp, f., „menschenmenge". 
Vgl. B. M. Olsen, Arkiv XIX, 123. 

„Nun ist es ersichtlich, wo ich 
das lob des mächtigen hersen- 
sprüfslings, das für die füfse der 
dichtkunst schwer zu ersteigen ist 
(das im liede kaum genügend ge- 
feiert werden kann) der zahlreichen 
menschenmenge vor die äugen 
setzen soll." 



312 



ArinbjarnarkviÖa. 



14. Erom au)?skoef 
6nionlokre 
magar Ptfres 
mser^ar efne, 
vinar mins, 

J?vit valef üg'gja 
tvenn ok preuu 
ä tnngo m6r. 

15. Pat telk fyrst, 
es flestr of veit 
ok atyjö)? 
eyrom soeker, 
hve" mildgepr 
mQnnom ]?6tte 



bj6^a bJ9i*n 
birkes 6tta. 

16. Dat allshere 

at uudre gefsk, 
hve yr}>j6J> 
au]?e gnoeger, 
en Grjötbj^rn 
of goeddan hefr 
Freyr ok NJ9i*)?r 
at f£ar afle. 

17. En Hröalds 

at hofo|?ba)?me . 
auf's if>gn6tt 



Str. 14, 1—4. Wortfolge: Mcerpar 
efne magar Pöres erom (= ero mer) 
aupskcef ömonlokre. mcerp, s. Hofo^l. 
I, 7. mogr Pöres, d.i. Arenbjorn. 
aupskcefr, adj., „leicht zu glätten". 
ömon, f., „stimme''; lokarr, m., 
„hobel"; der „hobel der stimme" 
ist die zuDge. 

„Die Stoffe für den lobgesang auf 
den söhn des torer, meines freundes, 
sind leicht zu glätten von dem 
hobel meiner stimme, denn zwei, 
auch drei ausgewählte (stoffe) liegen 
mir auf der zunge." 

Str. 15, 3. alpjöp, f., „das gesamte 
volk". 5—8. Wortfolge: hve bjorn 
bjöpa birken -ötta pötte monnom 
mildgepr. mildgepr, adj., „frei- 
gebig", bjöpa — ötta ist eine Um- 
schreibung des ersten teiles von 
Arenbjorns namen: bjöp, n., „tisch"; 
birke, n., „birkengebüsch"; der 
„schrecken des birkengebiisches" 
ist das feuer, der „tisch des feuers" 
der lierd (arenri). 

„Das erwähne ich zuerst, was die 
meisten wissen und alle leute mit 



den ohren suchen (zu hören be- 
gehren), wie freigebig der bär der 
feuertische (d. i. Arenbjorn) den 
menschen erschien." 

Str. 16, 1. allshere, dem „gesamten 
volke"; a. i3t ein uuorgan. dat. zu 
dem formelhaft gebrauchten gen. 
allsherjar, der als kompos. auf- 
gefafst wurde. 2. gefask at undre, 
„Verwunderung erregen". 3. yrpjöp, 
f., „das volk, die leute", entstanden 
aus verpjöp (s. Hj. Falk, Arkiv 5, 
118 f.). 4. gnosgja, „reichlich mit 
etwas versehen". 5. grjöt, n., „stein", 
hier der aus steinen errichtete 
herd; grjötbjorn daher = Aren- 
bjorn. 7. Die Vanengötter Freyr 
und Njorpr sind Spender von frucht- 
barkeit und reichtum. 8. aß, n., 
„kraft", „menge". 

„Das erregt bei dein gesamten 
volke Verwunderung, wie er die 
leute mit schätzen begabt; aber 
(freilich) haben ja Freyr und Njord 
den Arenbjorn mit einer fülle von 
reichtum versehen." 

Str. 17, 1. Hroaldr, der groisvater 



ArinbjarnarkviÖa. 



313 



sem 

af vegom ollom 
ä vindkers 
vi)?om botne. 

18. Hann drögseil 

of gat, 

sem hildingr 
heyrnar spanna, 
gof>om ävarfr 
mef> gumna fj^lj? 
vinr VeJ?orms 
veklinga tos. 

19. Dat hann vifr, 
es J?rj6ta mon 
flesta menn, 
]>6tt fe" eige: 
kve]?ka skamt 
mef>al skata hüsa 



ne au]?skept 
almanna spj^r. 

20. Gekk ma|?r engr 
at Arenbjarnar 
6y legvers 
longom knerre 
häf>e leiddr 

n£ heiptkvi)?om 
mef> atgeirs 
aufar topter. 

21. Hinn 's fegrimmr, 
es i Fj^r^om byr, 
sas of dolgr 
Draupnes ni]?ja, 
sokonautr 

of sona hvinna, 
hringom haettr 
hoddvegande. 



des Arenbjorn, s. k. 2, 1. 2. hofop- 
bapmr, in., „spröfsling, nachkomme". 
3. ipgnött, f., ., übern 1 ufs". 7. vindker, 
n., „sturmgefäls", d. h. lnft. Der 
„weite boden des sturmgefäfses" ist 
die erde. Der sinn der Strophe ist 
dunkel. 

Str. 18, 1 — 4 unverständlich. 
5. dvarfrr, adj., „beliebt bei jiud" 
(ehm). 7. Vepormr, ein unbekannter 
freund des Arenbjorn. 8. unver- 
ständlich. 

„ . . . beliebt bei den göttern 
unter der menge der menschen, 
Yej'orms freund . . . ." 

Str. 19, 6. skate, in., „freigebiger 
mann". 7. aupskejrtr, adj, „leicht 
mit einem schaft zu versehen". 
8. spjqr, n. pl., „Speere". Zu v. 7. 8. 
vgl. Hov. 125. 

„Das leistet er, wozu den meisten 
männern, wenn sie auch reich sind, 



die mittel fehlen; ich meine, dafs 
der weg zwischen den häusern der 
freigebigen nicht kurz sei (dafs 
freigebige leute selten zu finden 
sind) und dafs es nicht leicht sei, 
aller männer Speere mit schatten zu 
versehen." 

Str. 20, 3. legver, n., „statte zum 
liegen", d. i. bett; des „bettes schiff" 
ist das haus. 6. heiptkvipr, m., 
„feindliche äufseruug", „scheltrede". 
7. 8. atgeirs tojjter, „wohnstellen 
des Speeres", d. i. arme. 

„Niemand ging bei Arenbjorn aus 
dem langen hause mit spott oder 
scheltreden begleitet, und mit leeren 
armen (ohne einen armriug empfangen 
zu haben) fort." 

Str. 21, 1. fegrimmr, adj., „grau- 
sam gegen das geld", d. h. ver- 
schwenderisch. 4. „Draupuors söhne" 
sind die ringe, da von Odins ring 



314 



ArinbjarnarkviÖa. 



22. Harm aldrteig 
of eiga gat 

w • 

of frij?ar spjollom. 

23. Pat 's orett, 
es orpet hefr 
a mäskei]? 
n^rgo gagne, 
ramrtyen 
Rokkva stöfe, 



vellvQnoJn*, 
f»vi's veitte m£r. 

24. Vask aivakr, 
bark orp> saman 
mef malj?j6ns 
morgenverkom, 
hl6J?k lofkost, 
Karins lenge stendr 
6brotgjarn 
f bragar tüne. 



Draupner in jeder nacht acht andere, 
die ebenso schwer sind wie er selbst, 
herabtropfen (SnE. 1, 344). 6. hvinn, 
n., „gauner", dieb. Der „feind der 
diebe" ist A. wie ein jeder häupt- 
ling, dem die Jurisdiktion in einein 
bezirke oblag. 8. hoddvegande, na., 
„Schatzmörder", d. h. Verschwender. 

„Er ist grausam gegen das geld, 
der in den Firj?er (im norweg. FirJ'a- 
fylke) wohnt; er ist ein feind von 
Draupners spröfslingen, ein Wider- 
sacher der söhne der gauner, den 
ringen gefahrlich, ein schatzinörder." 

Str. 22, 1. aldrteigr, m., „lebeus- 
zeit, leben". 4. fripar spjall, n., 
„friedensbruch", d. h. kämpf. Vgl. 
B. M. Olsen, Arkiv XIX, 124. 

,,Er hat ein leben zuerteilt be- 
kommen, das von kämpfen oft heim- 
gesucht (?) war." 

Str. 23. Wortfolge: Pat es orett, 
es vellvonopr hefr orpet d mdskeip 
ramripen Rokkva stöpe morgo gagne 
pvi es (hann) veitte mir. örettr, 
adj., „unrichtig, unrecht, schändlich". 
vellvonopr, m., „verminderer des 



goldes". mdskeip, n., „möwen- 
strafse", d. h. meer. ramripenn, 
adj., „kräftig befahren". Mokkve, 
name eines scekönigs (SnE. II, 469); 
dessen „rosse" = schiffe. 

„Unrecht wäre es, wenn der 
goldverschwender in das von Rokk- 
ves rossen kräftig befahrene meer 
die vielfachen wohltaten, die er 
mir erwiesen hat, geworfen hätte 
(d. h. wenn er diese wohltaten an 
einen undankbaren verschwendet 
hätte)." 

Str. 24, 1. drvakr, adj., „frühzeitig 
wach". 3. mdlpjömi, m., „sprach- 
diener", d. h. zunge. 4. morgenverk, 
n., „morgenarbeit". 5. lofkostr, m., 
„lobhiigel". 7. 6-brotgjarn, adj., 
„nicht zur Zerstörung geneigt", d. h. 
schwer zu zerstören. 

„Ich war frühzeitig wach um mit 
der morgenarbeit des Sprachdieners 
die worte zusammenzubringen. Ich 
errichtete einen lobhiigel, der im 
reiche der dichtuug lange unzerstört 
bestehen wird (exegi monumentum 
aere perennius)." 



Register. 



L Personenregister. 

A^alsteinn (A Ist ein n) der siegreiche, könig in England k. 50, 2 — 5* 

7. 8; k. 51,3-5; k. 52, 3— 5. 7. 8. II. 12. 17. 18. 20 — 22. 24 — 30. 

32. 33; k. 54, 1. 8. 8. 17. 18; k. 55, 1. 6. 10. 17 — 20. 25; k. 56, 15. 82; 

k. 58, 5; k. 59, 0. 7. 12; k. 60, 9; k. 61, 8. 10; k. 62, 5 — 7. lt. 12; 

k. 63,5. 14; k. 67,3; k. 85, 12. 
AÖils, jarl im Bretland k. 51,4; k. 52,6. 34; k. 53, 1. 6. 7. 10. 11. 16. 17. 

19; k. 54, II. 15; k. 55,5. 
Aki, ein Däne, k. 46, 14 — 16. 18. 21. 28; k. 47,2; k. 48, 11; k. 49, 14. 
AI ei fr s. Öläfr ranÖL 
Alfgeirr, nortlinmbr. jarl k. 51,3; k. 52, 2. 3. S. 9. 11; k. 53, 2. 5 — 7. 

1. Alfr askmaör k. 49, 1. 7. 8; k. 56, 5S. 59. 

2. Alfr enn auÖgi, ein bauer k. 73, 9. 11 ; k. 74, 1 ; k. 75, 1. 5. 11. 
Alof Erlingsdöttir k. 37, 5; k. 56, 47. 

Ani, isl. landnämsmao'r k. 25, 2; k. 28, 7; k. 67, 4; k. 82*, 4. 7. 
Arinbjorn 1'örisson, hersir k. 41,6; k. 42,4; k. 45,9. 11. 13; k. 48, 12 

— 15. 17; k. 49,3. 5; k. 55,26. 27; k. 56, 1. 3. 5. 8—10. 12. 25 — 27. 36. 

37. 39. 40. 43. 41. 54. 56. 64. 65. 67. 68. 70. 73 — 77. 87 — 90; k. 57, 10; 

k. 59, 4. 17. 21 — 24. 26 — 30. 37. 39 — 41. 44. 46. 50. 52. 53; k. 60, 1 — 3. 

6. 7. 9. 11. 14; k. 61,2. 7. 8. 10—12; k. 62, 1. 2. 4. 6. 7; k. 64, 6. 9. 

22. 23; k. 67,2. 6 — 8. 10 — 13; k. 68, 1. 4. 7. 11. 12. 15. 17. 18. 20. 

21; k. 69, 1. 4. 18. 21. 22; k. 70, 8. 10. 14; k. 78, 39 — 41. 52. 53; 

s. 311. 313. 
ArmöÖr skegg, ein bauer, k. 71,4. 9 — 13. 16. 20. 22 — 24. 26. 27; 

k. 72, 1. 2. 8; k. 73,2. 5. 7; k. 76, 4. 5. 
Arnaldr, ein (fingierter?) bauer k. 71,3. 
ArnfiÖr, jarl in Holland k. 48, 1. 
Arnfinnr, orkn. jarl k. 59, 5. 
Arngcirr Bersason, isl. bauer k. 56, 17. 

1. ArnviÖr, norw. kleinkönig k. 3,!); k. 4, 1. 2. 

2. ArnviÖr, vermländ. jarl k. 70, 2. 6; k. 74,2. 3; k. 76, 8. 10. 
Asbjorn, norw. jarl k. 4,2. 

Asgautr, norw. jarl. k. 4, 2. 
Asgeirr Knattarson k. 78,5. 



316 



Personenregister. 



AsgerÖr Bjarnardöttir, k. 35, 1. 8; k. 38, 8. 10; k. 41,2; k. 42, 1. 3 
k. 55, 21; k. 56, 1. 2. 7. 9. 10. 24. 26. 30. 46. 50. 51. 53. 54. 90 
k. 58, 19; k. 59, 12; k. 63, 6; k. 65, 3. 29; k. 66, 4; k. 78, 16— 18. 32 
k. 79, 2. 3. 5. 8. 

AskmaÖr s. Alfr. 

Aslaug Guttormsdöttir k. 26, 4. 

Asny Vestarsdöttir k. 23, 14. 

1. Atli enn rujövi, norw. jarl k. 2, 2; k. 4, 7. 

2. Atli enn skammi, norw. baner k. 37, 6. 7; k. 62, 8; k. 63, 10; k. 65, 2 

3. 5. 9. 11—13. 15. 16. 19. 22 — 26. 28. 
AuÖbjorn, norw. kleiakönig k. 2, 1; k. 3, 13 — 16; k. 4, l. 2. 3. 
AuÖun illskselda, norw. dichter k. 8, 3. 



2. 14. 15; k. 8,2. 
-21. 25. 26. 



4. 



k. 35,1. 8; k. 40, 10; 
,3. 5. 13; k. 4, 10; k. 8, 5. 6. 9; k. 9,3. 



1. BärÖr, Atleyjar-B., norw. kgl. güterverwalter k. 43,4 — 6. 8. 9; k. 44, 1 

2. 5 -10. 12. 13; k. 45, 9. 12; k. 48, 13. 19. 

2. BärÖr Brynjölfsson, norw. edelmann k. 7, 3. 

10 — 12. 15—17. 19 — 22; k. 9, 3. 5. 9. 12—15. 1 
Bär0Ör s. Bärfir (Atleyjar-B.). 
Baugr, isl. landnainsinaÖr k. 23, 5. 11. 13. 

1. Bera Egilsdöttir k. 66,4; k. 78,5. 

2. Bera Yngvarsdöttir k. '20,2. 3; k. 31, 1. 6. 7 

k. 58,1. 
Berölu-Käri, norw. edelmann k 

k. 22, 8. 
Berg|?öra Öläfsdöttir k. 78, 5. 
Bergonundr, norw. bauer k. 37, 6. 7; k. 56, 1. 21. 22. 27 — 31. 33. 34. 

36. 40. 41. 45. 47. 55. 58. 60. 66; k. 57, 5. 6. 7. 13. 14. 22. 30. 31. 

34 — 41. 43. 48; k. 59, 42; k. 62, 8; k. 65, 3. 5. 7. 
Bersi goÖlauss, isl. landn. k. 56, 17. 
Bjälfi, norw. bauer k. 1, 1. 
Bjorgolfr, norw. bauer k. 7, 1. 2. 4 — 6. 9—12; k. 9, 24. 25. 

1. Björn austroeni k. 78, 42. 

2. Bj orn enn digri k. 80, 1. 

3. Björn, norw. hersir k. 32, 1. 

4. Björn, schwed. könig k. 59, 48. 

5. Björn Arngeirsson, hitdoelakappi k. 56, 17. 

6. Björn Brynjölfsson, norw. bauer k. 32, 1 — 8. 10—13; k. 33, 1—3. 

7—11; k. 34, 1 — 3. 5. 6; k. 35, 2 — 10; k. 36,2. 5. 7. S. 13 — 16. 21; 

k. 37,5; k. 41, 1. 2; k. 12,2. 3; k. 48, 16; k. 56, 1. 10. 20. 21.30. 45— 4S. 

51. 53. 51. 56. 65; k. 63,5; k. 65,3. 
IM und ko ti 11 G e i r s s o n k. 39, 5. 
Borgarm enn k. 40, 9. 
Bragi Boddason, norw. dichter k. 59, 48. 
Bretar k. 50,4; k. 53, 15. 
1. Hrynjolfr Bjarnarson, norw. hersir k. 32,1. 5—10. 12; k. 33,9; 

k. 34,2; k. 35, 6. 7. 9. 10; k. 36, 21; k. 40, 26; k. 56, 50. 



Person enregister. 317 

2. Brynjölfr Bjorgölfsson, norw. bauer k. 7, 1. 3. 11. 12; k. 8,2. 16. 

20; k. 9,25. 26. 

3. Brynjölfr Helgason k. 40, 27. 

BoÖvarr Egilsson k. 66,4; k. 78, 6. 8. 11—13. 15. 27. 28. 

Dalla Onundard6ttir k. 80, 1. 
Danir k. 18, 12; k. 49, 18; k. 51, 2. 3. 

Egill Skallagrimsson k. 31,4. 8. 10—15; k. 40, 2. 4—6. 8. 10—17. 

19 — 24; k. 41, 6; k. 42, 5; k. 43, 3; k. 44, 3. 5 — 8. 10—12. 14; k. 45, 1. 

4_6. 9—14; k. 46, 1. 4. 5. 7. 8. 10. 11. 14. 16 — 28; k. 47, 2. 3. 6; 

k. 48,5. 7. 9. 12—14. 16—18. 21; k. 49, 3 — 5. 12. 13. 15—19; k. 50,6. 

9; k. 52,9. 10; k. 53, 4. 11. 18; k. 54, 2. 4 — 6. 12. 15. 16; k. 55,1. 3. 

4. 6—11. 13—15. 17. 18. 20 — 27; k. 56, 2. 4. 6. 7. 9—15. 18. 20. 22. 

21. 25 — 33. 35 — 37. 40. 45. 46. 49. 52. 55. 57. 58. 60. 62. 63. 65. 67. 

69 — 73. 75 — 78. 80 — 91; k. 57, 5. 6. 9—13. 18. 20. 21. 23 — 27. 30. 

35. 37 — 42. 44. 47. 48. 50 — 54. 58 — 61; k. 58, 1 — 6. 8—10. 13—16. 18. 

19; k. 59, 1. 8. 10—13. 16. 18. 21—26. 28. 32. 33.35 — 44.49 — 51.53; 

k. 60, 2. 3. 6. 7. 9. 10. 12—15; k. 61,1 — 4. 6—10. 12; k. 62, 7— 13; 

16; k. 63, 2. 5. 7 — 9. 13. 15; k. 64, 1. 3. 4. 8—10. 12. 14—18. 20. 22. 

25. 26. 31—38. 41 — 44. 47 — 49; k. 65, 1 — 3. 5 — 7. 10 — 17. 19. 23 — 30; 

k. 66, 1—4; k. 67, 1. 3—11. 13; k. 68, 1. 3. 6 — 9. 11—15. 18 — 21; 

k. 69,3. 4. 11. 12. 14. 16. 20 — 25; k. 70,13. 14. 16. 19. 20. 22; k. 71, 1. 

3. 5. 7. 10 — 27. 29. 30; k. 72, 1 - 6. 10. 12. 13. 15—17; k. 73, 1.3 — 9. 

11; k. 74,1 — 3. 6 — 9. 11; k. 75, 1. 2. 4. 5. 8. 9. 11 — 13. 15 — 19. 21. 

24 — 28. 30. 31; k. 76, 1. 2. 4 — 8. 13—16; k. 77, 1. 17—19; k. 78,3—7. 

12. 14—16. 21 — 26. 29. 30. 32 — 35. 40. 41. 44 — 50. 53. 59 — 62. 64. 

65; k. 79, 1 — 3. 5. 6. 8-10; k. 81,22. 28. 30 — 34. 36. 37. 40. 43. 44. 

47 — 50.52; k. 82, 1. 2. 11— 13; k. 83, 1. 3; k. 81, 24. 25; k. 85, 1 — 11. 

14 — 22; k. 86,1. 3. 4. 6. 
Egill I'orsteinsson k. 79, 13. 

1. Einarr Helgason, isl. dichter k. 78,42 — 48. 50. 54. 55. 57 — 61. 

63. 65. 

2. Einarr Teitsson, isl. bauer k. 81, 16. 17. 19. 25. 39. 42; k. 82, 1. 14. 

1. Eirikr alspakr, norw. bauer k. 62, 1. 3. 

2. Eirikr Häkonarson, jarl k. 87, 5. 

3. Eirikr Haraldsson, blööox k. 36, 4. 7. 8. 11. 15. 16. 19 — 21 

k. 37, 1 — 4; k. 38,2. 4; k. 41,3; k. 43,4; k. 44, 1; k. 45,4. 13; k. 4s, 1 :; 
18. 19; k. 49, 1. 2. 11; k. 56,22. 32. 37. 40. 44. 49. 52. 54. 62. 72. 79 
83. 84. 89; k. 57,1. 4. 5. 7 — 9. 52. 56; k. 59,1—4. 6. 7. 9. 13. Iii. ls 
28. 34. 47. 49; k. 6ü, 1. 6. 10. 1 1 ; k. 61, 1. 8. 12; k. 62,8; k. 63,6. 8 
11. 12; k.65, 5; k. 67, 1 ; k.68, 15. 16; k.78, 37; s. 297. 298. 299. 3nO. 3<>U 

Eirikssynir k. 69, 19. 22; k. 70, 8. 9; k. 78, 38 51. 

Elfräfir enn riki, könig in Engl. k. 50, 1 ; k. 51, 5. 

Ella k. 55, 18. 

Englar k. 18, 12; k. 52, 11. 34 (enir ensku); k. 55, 5; s. 295. 

Erlin gr anögi, norw. bauer k. 37, 5. 



o 



18 Personenregister. 



1. Eyvindr Finnsson skäldaspillir, norw. dichter k. 22,37. 

2. Eyvindr Kärason larnbi k. 1,5. 13; k.2,5; k.G,l; k. 8, 5. 9; 

k. 9, 3; k. 22, 27. 34 — 38. 

3. Eyvindr Ozurarson skreyja k. 49, 1. 6—11. 14—18; k. 56, 12. 

FaraviÖ, könig in Kvenland k. 14,8. 9; k. 17,3. 

FiÖr (Finnr) enn skjälgi, Eyvindarson k. 22,37. 38. 

Finnar k. 10,2. 3; k. 14,1; k. 17,2. 12. 

Freyja k. 78,19. 

Freyr k. 56,91; s. 312. 

FriÖgeirr GyÖuson, norw. baner k. 64, 6 — 8. 12. 14. 17. 19. 21. 22. 

25. 26. 30 — 32. 43. 44. 47. 48; k. 68,21. 
Frisir k. 69,9—11. 13. 15. 
FröÖi, Norw. k. 57,7. 8. 14. 16. 22. 23. 30. 31. 34. 40. 43. 

Geirlaug Ey vindardöttir k. 22,37. 
Geiruiundr heljarskinn, isl. landnämsniaÖr k. 77, 14. 
Geirr Ketilsson enn auögi k. 39, 2 — 5; k. 84, 25. 
GoÖrekr, northnmbr. jarl k. 51,3; k. 52, 2. 11. 
Gormr, dän. könig k. 47, 1. 

1. Grani, isl. landnämsniaÖr k. 25, 2; k. 28, 8; k. 40. 2. 

2. Grani, ein sklave k. 80,9. 11—13. 
Grimolfr, isl. landnämsniaÖr k. 25, 2. 

1. Grimr k. 25,2. 

2. Grimr BärÖarson k. 8,22. 

3. Grimr Heggsson k. 40, 4. 5. 7. 8. 

4. Grimr loÖinkinni k. 61, 11. 

5. Grimr s. Skallagrimr. 

6. Grimr Svertingsson k. 77, 15. 17— 19; k.79,8; k. 81,21; k. 85, 1. 

3. 10. 14-16. 21. 22; k. 86, 1. 2. 

7. Grimr torisson enn häleyski, isl. landnämsmaör k. 27, 19; k. 28, 2. 

5; k. 56, 19. 

8. Grimr I>orsteinsson k. 79, 13; k. 84, 4. 6. 9. 11. 
Griss lausingi k. 25,3; k. 29,6. 
Grjötbjorn ^= Arinbjom (s. 312). 
GrjötgarÖr Häkonarson, norw. jarl k. 4, 2. 
GuÖmundr Solmundarson, isl. bauer k. 78, 5. 
Gullharaldr s. Haraldr Knütsson. 

1. Gunnarr Egilsson k. 66,4; k. 78, 30. 

2. Gunnarr Hlif'arson, isl. bauer k. 79, 7. 

1. Gunnhildr Bjarnardottir k. 37,5; k. 56, 1. 30. 47. 

2. Gunnhildr Hälfdanardottir k. 22,38. 

3. Gunnhildr Ozurardottir , königin k.37,3. 4; k.43,4; k. 44, 1 ; 

k. 45, 11; k. 48, 19. 20; k. 49, 1. 2. 4. 6. 11; k. 56, 12. Tl. 27. 49. 57; 
k. 57,2. 8. 11. 52. 56; k. 59,3. 8. 16. 36. 38. 46; k. 60,6. 7. 9; k. 63,6. 
8. 12; k. 67, 1. 
1. Gunnlaugr Hrömundarson k. 56, 19. 



Personenregister. 319 

2. Gnnnlaugr ornistunga k. 79, 12; k. 87, 4. 
Gutthormr SigurÖarson k. 26,1— 5. 8—10; k. 27, 10. 
GyÖa l>6risdöttir k. 64, 6. 9. 14. 17. 20. 24. 

Haddr torgeirsson, norw. baner k. 37,6. 7; k. 57,6. 31. 34. 40. 43. 

1. Häkon AÖalsteinsföstri, könig k. 50,2; k. 59, 1. 2. 3. 9; k. 63, 1. 

2. 5. 8; k. 64, 49; k. 68, 5. 10. 12; k. 70, 3— 5. 7. 9; k. 71,6; k. 76, 7. 
10. 11; k. 78,37. 38. 

2. Häkon HlaÖajarl, der ältere k. 4, 2. 

3. Häkon HlaÖajarl, der jüngere k. 78, 50 — 52. 54; k. 85, 9. 

1. Hälfdan, norw. jarl k. 22, 38. 

2. Half dan svarti, norw. könig k. 3, 1 ; k. 8, 3; k. 26, 3. 

3. Hälfdan hvitbeinn, norw. könig k. 70, 1. 
Hallbera Ülfsdöttir k. 1,1. 
Hallbjorn hälftroll k. 1,1. 

Halldörr Öläfsson k. 78, 5. 
Halli l>orsteinsson k. 79, 13. 
Hallr GuÖmundarson k. 78, 5; k. 87, 4. 
Hallsteinn Atlason k. 2, 2. 

HallvarÖr harofari k. 18, 1. 3. 5. 9; k. 19,8; k. 21, 2. 6; k. 22,24. 26; 
k. 26,6. 10; k. 27, 1. 2. 4. 7. 8. 11. 15. 

1. Haraldr gräfeldr, könig k. 68, 16; k. 69, 22; k. 78, 39. 52. 

2. Haraldr Gornisson blätonn, dän. könig k. 47, 1 ; k. 49, 11. 

3. Haraldr kärfagri k. 3, 1.2. 7. 8. 10. 12. 19; k. 4,2 — 6. 8. 10—13; 

k. 5, 1; k. 6,2. 5. 8. 9; k. 8,1. 3. 5; k. 9,1—5. 7; k. 11,1; k. 12,10. 
k. 13, 2; k. 14, 11; k. 15, 1; k. 16, 1; k. 18, 1. 10; k. 19, 2. 5. 16. 17; 
k. 20, 1; k. 21,1; k. 22,1. 38; k. 23, 2; k. 24, 5; k. 25,16. 18; k. 26,1-3. 
5; k. 27, 10; k. 30, 1; k. 33, 1 ; k. 36, 1. 3. 4; k. 50, 1 ; k. 57, 1 — 4; 
k. 59, 1. 33. 42; k. 70, 1—3. 

4. Haraldr, Gullh., Knütsson k. 78, 52. 

Ilärekr Bjorgolfssou, norw. bauer, s. HildiriÖarsynir. 
Ileggr, isl. bauer k. 40, 4. 9. 
Uel k. 45, 11. 

1. Helga Ketilsdöttir k. 7,3. 

2. Helga Öläfsdöttir k. 79,7. 

3. Helga I^orfinnsdöttir k. 72, 11; k. 76,2. 3. 

4. Helga I^orsteinsdöttir, eu fagra k. 79, 12; k. 87,4. 

1. Helgi Ketilsson k. 23, 14. 

2. Helgi Öttarsson k. 78, 42. 

3. 11 elgi Rann veigarson k. 40, 27. 

4. Helgi RauÖabjarnarsou s. Rai^abjarnarsynir. 
5 Helgi 1 J orfinnsson k. 73, 1. 

Herjölfr Ketilsson k. 23, 13. 

1. Herlaugr, norw. kleiukönig k. 3,5. 6. 

2. Herlaugr Häkonarson k. 4, 2. 
Hersteinn Atlason k. 2, 2. 
Hildir k. 23, 14. 



320 Personenregister. 

Hildiriö'arsynir (d.i. Härekr und Hroerekr) k. 7, 10— 12; k. 8,21; 

k. 9, 24. 26; k. 12, 1 — 5. 7. 18. 19; k. 13, 7; k. 14, 11; k. 15,1— 3; 

k. 16, 14; k. 17, 8. 10. 16; k. 18, 9; k. 23, 3. 
HildiriÖr Hognadöttir k. 7, 5. 9—12. 

1. Hjorleifr HröÖmarsson, isl. landnämsinaÖr k. 23, 6. 

2. Hjorleifr torsteinsson k. 79,13. 
H61insteinn Atlason k. 2,2. 

1. Hrafn Ketilsson k. 23, 10. 15; k. 29,9. 

2. Hrafn frorsteinsson k. 79, 12. 
Hrafnkildr Ketilsdöttir k. 23, 1. 
Hrifla torsteinsson k. 79, 12. 

Hringr, britt.jarl k. 51,4; k. 52,6; k. 53,1. 6. 13. 19; k. 55,5. 

Hröaldr, norw. jarl k. 2, 1; k. 4, 11; s. 312. 

Hrollaugr, norw. kleinkönig k. 3,5. 6. 

Hrömundr I>6risson, isl. bauer k. 56, 19. 

Hroerekr Bjorgölfsson s. Hildiriöarsyuir. 

Huu}>j6fr, norw. kleinkönig k. 3,8. 9. 

Hoeingr s. Ketill hoemgr. 

Hogni, norw. bauer k. 7, 5. 7—10. 12. 

HorÖar k. 79,11. 

Hoskuldr Dalakollsson, isl. bauer k. 78, 1. 

Illugi svarti, isl. bauer k. 56, 19. 

Ingibjorg Haraldsdötttir k. 22,38. 

IngiriÖr Sveinsdöttir k. 40,27. 

ingölfr Arnarson, isl. landuätnsmaör k. 23, 6; k. 25, 23; k. 27, 20. 

Ingunn k. 23, 10. 

Irar k. 50,4; k. 59,6; k. 78, 1. 

tri, ein sklave k. 83,4. 5. 7. 8. 10. 

Jätniundr, engl, könig k. 67, 3. 
JätvarÖr, engl, könig k. 50, 2. 3; k. 51, 5. 
Jöfriör Gunnarsdöttir k. 79, 7. 12. 
Jorundr goöi k. 23,15. 

Kari s. Berolukari. 

1. Ketill blundr, isl. landnämsmaör k. 39,2 — 5. 

2. Ketill gufa k. 77,2 — 4. 7. 14. 

3. Ketill hauö'r, ein Norw. k. 56, 79. 83. 88. 

4. Ketill kjolfari k. 27,19. 

5. Ketill hoeingr II all bj arnarson k. 1,1; k. 7, 3; k. 23, 1 ; k. 61, IL 

6. Ketill hceingr I>orkelsson, isl. landnämsmaör k. 23, 1. 3 — 5. 7. 9, 

11 — 15. 
Kirjälar k. 14,2. 8. 9. 
Kjartan Olafsson k. 78, 5; k. 87, 4. 
Kjotvi enn auögi k. 9, 4. 
Koll3veinn I>orsteinsson k. 79, 13. 






Personenregister. 321 

Köri, ein sklave k. 77, LI. 

Kor in ä kr Ogmundarson, isl. dichter k. 80, 1. 

Kürir k. 46^7. 8. 10. 

Kveldülfr Bjalfason k. 1,1. 2. 4. 5. 6. 8. 9. 12. 17; k. 3, 17— 19. 21; 

k. 5, 2. 4. 7—11; k. 6, 1. 2. 8. 10; k. 8, 7; k. 18, 10; k. 19, 14. 15; 

k. 20,4; k. 24, 1. 4. 6. 8. 10. 11; k. 25, 10. 21. 22. 25. 26; k. 27,1 — 5. 

7. 14. 15. 18 — 20. 22; k. 30, 1 ; k. 30, 18. 
Kvenir k. 14,2. 3. 8. 9. 
Kvigr, isl. bauer k. 40, 9. 
Kylfingar k. 10,3. 

Lainbi I>örÖarson, isl. bauer k. 77,6. 7. 9. 11—13; k. 84, 15. 16. 19. 20. 
Ljötr enn bleiki, ein berserker k. 64, 20. 22. 28. 31 — 37. 41. 43 — 45. 
48; k. 68, 3. 12. 21. 

Melkorka Myrkjartansdöttir k. 78,1. 
MöeiÖr Hildisdöttir k. 23, 14. 
Myramannakyn s. Myramenn. 
Myramenn k. 40,8; k. 79, 14; k. 87,2. 4. 
Myrkjartan, ir. könig k. 78, 1. 
Mcerir k. 4, 2. 

Naumdcelar k. 3, 12; k. 23, 1. 

NjorÖr k. 56,91; s'. 312. 

NorÖmenn k. 14, 8. 9; k. 51, 3; k. 75, 32. 

OÖinn k. 56,91. 

1. Oddr s. Tungu-Oddr. 

2. Oddr einbüi k. 25, 3; k. 29,4. 
Öfeigr grettir k. 23, 14. 

1. Öläfr feilan k. 29,9; k. 79,7. 

2. Oläfr tretelgja k. 70,1. 

3. Öläfr rauöi (Aleifr), schott. könig k. 51,1; k. 52, 1—3. 5.6.11—14. 

18. 19. 21—23. 25. 26. 28 — 32; k. 53,8. 19; k. 54,8. 9. 17. 18; k. 55,5; 
k. 59, 7. 

4. Oläfr Haraldsson härfagra k. 57, 4. 

5. Öläfr Haraldsson kyrri, norw, könig k. 40, 27. 

6 Öläfr Hoskuldsson (päi), isl. edelinann k. 78, 1—4. 

7. Öläfr Tryggvason, könig k. 87, 5. 

Öleifr hjalti, isl. landnäinsinaÖr k. 29, 7-9; k. 39,4; k. 40, 9. 

Ormr Störölfsson enn sterki k. 23, 13. 

Ösvifr Helgason enn spaki k. 78, 42. 58. 

Öttarr Bjarnarson k. 78, 42. 

Ragi Oleifsson k. 29,9. 

1. Ragnarr loöbrök k. 51,1. 

2. Ragnarr Guttorinsson k. 26, 4. 

Sagabibl. III. 21 



322 Personenregister. 

1. Ragnhildr Eiriksdöttir k. 59, 5. 

2. Ragnhildr Guttornisdöttir k. 26, 4. 
Ran s. 304. 

1. Rannveig (Gnupsdöttir), rnoöir Skapta logsogumanns k. 77, 16. 

2. Rannveig I^öröardottir, die ältere k. 40, 27. 

3. Rannveig töröardottir, die jüngere k. 40, 27. 
RauÖabjarnarsynir k. 78,05. 

1. Rognvaldr, norw. jarl k. 4, 5. 9. 10. 

2. Rognvaldr Eiriksson k. 57,8. 15. 16. 21. 47. 51. 

Salbjorg Käradöttir k. 1, 5. 

SerkrBrynjölfsson k. 40, 27. 

Sighvatr rauöi k. 22,37. 

Sigmundr k. 29,4. 

SigriÖr SigurÖardöttir k. 7, 13. 15; k. 9, 16. 21; k. 22,7. 8. 28. 34. 

36. 37. 
Sigtryggr snarfari k. 18,1. 3. 5; k. 19,8; k. 21,2; k. 27,8. 11. 

1. Sigurör hjortr k. 26,1. 

2. Sigurör, orkn. jarl, der ältere k. 33, 1. 

3. Sigurör, norw. bauer k. 7, 13. 14; k. 8, 15; k. 9, 18 — 23. 

4. Sigurör Gutthormsson k. 26,4. 

5. Sigurör Haraldsson härfagra k. 57,4. 
Sigvaldi Strütharaldsson, däü.jarl k. 78, 56. 
Skaldhrafn Onundarson, isi. dichter k. 79, 12; k.'87, 4. 
Skallagrimr'Kveldülfsson k. 1,9. 11; k. 5,6; k. 20,3 — 5; k. 24, 2. 

6. 12. 15; k. 25, 1. 2. 4. 5. 7—10. 12. 14—18. 20 — 23. 25; k. 27,1—3. 
5. 6. 8. 10. 12. 17; k. 28, 1—3. 6. 7. 9; k. 29, 1. 2. 4 — 8; k. 30, 1—3. 
5 — 8. 11; k. 31, 1. 3. 4. 6. 7. 9. 10—12. 15; k. 33,8—11; k. 34,2 — 4. 
6; k. 35,2. 4. 5. 7 — 9; k. 36,17; k. 38,2. 4 — 7. 9—11; k. 39,1. 3. 4; 
k. 40, 1. 3. 10. 13—17. 20. 25; k. 41,3; k. 48, 19; k. 49, 2; k. 56, 14— 16. 
18; k. 57,61; k. 58,4. 7. 10. 12. 15—18; k. 59, 10; k. 61, 11; k. 78,12. 
13; k. 79, 14; k. 82,3. 7; k. 87,2. 

1. Skapti i>örarinsson, isl. priester k. 86, 4. 5. 

2. Skapti I>6roddsson, isl. gesetzsprecker k. 77, 16. 
Skegg]?örir, Norw. k. 57, 16. 17. 53. 

Skorri, ein sklave k. 77, 11. 12. 

Skotar k. 50, 4; k. 51,3; k. 52, 1. 4. 5. 7. 10; k. 53, 15; k. 54, 4. 9. 12; 

k. 59,6; s. 298. 
Sküli IJorsteinsson k. 79, 13; k. 87, 5. 
Solveig Atladöttir en fagra k. 2,2. 4. 5. 
Steinarr Onundarson, isl. bauer k. SO, 1—4. 6—10. 13. 14. 16—18. 

20. 2l/23. 24; k. 81,1. 5. 9—11. 16. 18. 19. 22. 25 — 27. 35. 36. 

41 — 43. 47. 51 — 53; k. 82, 1—7. 9; k. 83, 3. 15; k. 84, 5— 10. 13. 

15 — 22. 25. 
S t e i n d 6 r r 1 ä f s s n k. 78, 5. 
Störölfr Ketilsson k. 23, 18. 
SumarliÖi llerjolfsson k. 23, 13. 



Personenregister. 323 

Svartr, ein sklave k. 77, 11. 

Sveinn Brynjölfsson k. 40, 27. 

Sviar k. 18,12. 

Sseunnr Skallagriinsdöttir k. 31, 3; k. 56, 16. 17. 

Solvi klofi, norw. königssohn k. 3, 9. 14; k. 4, 1. 2. 

Trefill s. KaaÖabjarnarsynir. 
Tryggvi Olafsson k. 76, 12. 

Tungu-Oddr, isl. bauer k. 28, 7; k. 79, 7; k. 81, 18. 19. 25. 39. 42 — 44. 
51. 53; k. 82, 1. 14; k. 84,28. 

1. Ülfr enn öargi k. 1, 1. 4. 

2. Ülfr, zwei werml. gleichnamige brüder k. 74,8; k. 75,22. 24. 26. 30. 

3. Ülfr s. Kveldülfr. 

Valgarör Jorundarson k. 23,15. 
Väli Ketilsson k. 77, 14. 
Vemundr, norw. kleinkönig k. 4, 3. 9. 10. 
Vermundr frorgriinsson k. 78, 5. 
Vestarr Ketilsson k. 23, 14. 
VetrliM, isl. dichter k. 23, 13. 
Ve)?ormr(?) s. 313. 

Viga-BarÖi Gnömundarson k. 78, 5. 
Vikverjar k. 19,12; k. 57,4. 

Yngvarr, isl. landnämsmaör k. 20, 1. 2; k. 30, 3. 5. 6; k. 31,6. 11—13; 

k. 58, 1. 
Yrr Geirmundardöttir k. 77, 14. 

1. töra Hröaldsdöttir hlaÖhond k. 32,3. 5. 7. 11—13; k. 33,2. 10; 

k. 34, 1 ; k. 35, 1 . 10 ; k. 37, 5 ; k. 56, 36. 50. 54. 

2. töra t>örisd6ttir k. 62,1. 

3. fröra frorsteinsdöttir k. 79, 13. 
törarinn Raga-bröÖir k. 29,9. 
frorbergr Olafsson k. 78, 5. 
torbjorg Öläfsdöttir k. 78, 5. 

1. Porbjorn hornklofi, norw. dichter k. 8, 4. 

2. I> o r b j o r n krummr k. 25, 2 ; k. 28, 8. 

1. fcörör,' Norw. k. 18,2; k. 19,11. 

2. t>6rÖr beigaldi k. 25,2; k. 28,8. 

3. frörÖr Brynjölfsson k. 32, 1 ; k. 40,27; k. 56, 43. 65; k. 63, 15; 

k. 64,48. 49; k. 65,10; k. 76, 14. 

4. fcörör Granason k. 40,2 — 4. 6 — 8. 12 — 14. 

5. l>örÖr Olafsson gellir k. 29,9; k. 79,7. 

6. fcörÖrRannveigarson k. 40, 27. 

7. fcörör fcorgeirsson lainba k. 58, 2. 3; k. 77, 6. 8. 
b. fcörör fcorsteinsson k. 79, 13. 

21* 



324 Personenregister. 

1. tördis Öläfsdöttir k. 29, 9. 

2. tördis Yngvarsdöttir k. 58, 1. 

3. tördis torfinnsdöttir k. 56, 17. 

4. tördis törisdöttir stong k. 28, 8. 

5. tördis törölfsdottir k. 5«, 1. 24; k. 58,19; k. 77,17 — 19; k. 79,8; 

k. 85, 1. 10. 11. 14. 16; k. 86, 1. 
torfiÖr strangi k. 48, 16; k. 49, 7. 8. 10; k. 53,5; k. 54, 14; k. 56, 14. 

16. 17. 
torfinnr, norw. bauer k. 71,4; k. 72,6—12. 17; k. 73,1. 2. 4. 6; k. 76, I. 

3. 4. 6. 

1. I>orgeirr, Norw. k. 18,2; k. 19,9—11. 

2. torgeirr, isl. bauer k. 84, 1. 2. 

3. torgeirr jarölangr k. 25, 3; k. 28, 8. 

4. torgeirr lainbi, isl. bauer k. 58, 1. 2. 

5. torgeirr }?yrnifötr k. 37,6. 7; k. 56, 1. 71. 

6. torgeirr Geirsson blundr, isl. bauer k. 39, 5; k. 83, 1. 3; k. 84, 

23 — 26. 

7. l> orgeirr torsteinsson k. 79, 13; k. 87, 5. 

1. torgerÖr bräk k. 40,14. 15. 

2. torgerÖr Bjarnardöttir k. 80, 1. 

3. torgerÖr Egilsdöttir k. 66, 4; k. 78, 3. 4. 16. 18. 19. 21. 26. 27. 

32. 33. 

1. torgils gjallandi, Norw. k. 13, 1—6. 8—12; k. 17,7. 14. 15; 

k. 18,5. 6. 8. 10. 12. 13; k. 19, 10; k. 22, 17. 18; k. 26, 7; k. 27, 1. 2. 

2. torgils Oginundarson k. 80, 1. 
törhallr Oddason, gool k. 78, 5. 

1. törir haklangr, norw. kleinkönig k. 9, 4. 

2. I>6rir |?ruma, Norw. k. 19,5 — 7. 

3. fcörir J?urs k. 25,3; k. 28,8. 

4. törir Hröaldsson, norw. hersir k. 2, 1 ; k.25,25; k.32,3 — 5. 7 

k. 33, 10; k. 34, 3. 4; k. 35, 5 — 7. 10; k. 36, 4. 5. 7. 13. 15. 16. 18. 21 
k. 41,3 — 6; k. 42, 1. 4; k. 43, 1. 2; k. 44, 2; k. 45, 8. 9. 12—14 
k. 46, 1; k. 48, 12. 13. 15. 17. 18. 21; k. 49, 3. 5. 7. 9. 10; k. 55, 26 
k. 56,50. 54. 56; k. 62, 1; s. 312. 

5. t6rir Ketilsson kjolfara k. 27, 19. 

1. torkell, norw. jarl k. 23, 1. 

2. torkell Gunnvaldsson k. 78, 65. 
torlaug Hrafnsdöttir k. 23, 15. 

1. torinöör styriinaÖr k. 79,9. 10. 

2. torinoÖr, ein sklave k. 77, 12. 

3. tormöör Kleppjärnssou k. 79, 13. 

1. l>6roddr, isl. goÖi k. 77, 16; k. 78,5. 

2. toroddr hrisablundr, isl. bauer k. 39, 5. 

3. 1> ö r o d d r T u n g u - d d s s o n k. 79, 7. 

1. i'orolfr Kveldulfsson k. 1,9. 10. 12. 15; k. 2, 5; k. 5, 10; k. 6, 1. 
2. 4. 6. 8. 10; k. 8,5. 7—11. 13. 14 17. 19. 22; k. 9,3. 5. 9. II. 13—25. 
28; k. 10, 1. 3 — 5; k. 11,2. 3. 5 — 7; k. 12, 8. 9. 11. 13. 17. 18; 



Personenregister. 325 

k. 13, 1—5. 7. 10—12; k. 14, t. 2. 4. 8 — 12; k. 15, 1 — 4; k. 16, 1—15 
k. 17, 1. 3 — 6. 9 — 14; k. 18, 11— 15; k. 10, 1-3. 5. 7. 8. 12—16. 19 
k. 20,3; k. 21,1 — 4. 6; k. 23,4 — 6. 9 — 14. 16 — 24. 27. 30. 34. 37 
k. 23, 1. 2; k. 24, 1 — 3. 6. 8. 9; k. 25, 13. 14; k. 26, 7; k. 27, 2. 19 
k. 31, 1; k. 61, 11. 

2. törölfr Skallagrimsson k. 31,1 — 3. 6 -8. 12; k. 34,6; k. 35,2—5 
9. 10; k. 36,2. 5. 7—10. 12 — 21; k. 37,2. 4; k. 38,1 — 4. 7. 8. 10. 11 
k. 39, 1; k. 40, IS — 20. 23 — 26; k. 41,2-6; k. 42, 1 — 5; k. 45, 9. 10 
k. 46, 1. 4. 28; k. 47, 3; k. 48, 1. 2. 4. 5. 11. 12. 14 — 17. 20. 21 
k. 49,4—7. 10. 17. 19; k. 50,6. 8. 9; k. 52,9; k. 53, 1. 3-6. 12. 15 
18; k. 54, 2. 4 — 7. 9—12; k. 55, 2 — 4. 14. 17. 21; k. 56, 1. 2. 24 
k. 58, 19; k. 59, 42; k. 61,11; k. 78, 6. 

I>örr k. 24,4. 

1. frorsteinn Egilsson k. 28, 7; k. 66, 4; k. 78, 28; k. 79, 1 — 3. 7. 8. 

12. 14; k. 80,4. 6—13. 15. 19. 21. 22. 24. 26; k. 81,1 — 3. 5 — 8. 10. 
11. 14. 18. 19. 21 — 24. 26. 28. 31 — 33. 35. 36. 47. 49. 50; k. 82, 1. 3. 
6. 7. 9—12; k. 83, 1. 3 — 9. 11—15; k. 84, 1-14. 16 — 18. 21—24. 26. 
27; k. 87,1. 2. 4. 5. 

2. borsteinn Eiriksson (f>5ruson) norw. edelmann k. 62, 2. 4 — 6. 

12—16; k. 63, 2 — 4; k. 64, 1. 3; k. 65, 30; k. 69, 24. 25; k. 70, 7. 8. 

11. 13. 15—18. 20; k. 76,6 — 9. 13. 14; k. 79,9. 
börunnr Skallagrimsdöttir k. 31, 3; k. 39, 3 ; 4. 
horvaldr ofsi, Norw. k. 48, 16; k. 49, 7 — 9. 

b örornusynir k. 25, 2. 

fcrändr, ein sklave k. 80, 17. 18. 20 — 26; k. 81,2. 3. 5. 6. 8. 11. 

troendir k. 57,4. 

1. buriör dylla k. 56, 19. 

2. fruriÖr Öläfsdöttir k. 78, 5. 

Ogmnndr Galtason k. 80, 1. 
Olvaldr, isl. bauer k. 83,9. 11. 13. 

1. Olvir hnafa. norw. dichter k. 1,5. 13; k. 2, 4. 5; k. 4, 7. 8; k. 5, 8. 

l 9. 11; k. 8,4. 6. 7. 10; k. 9,3; k. 13,6. 8; k. 16,2. 3; k. 22, 11. 13. 
21. 27. 30. 32. 34; k. 24, 6 — 9. 11. 12. 14. 15; k. 25, 5 — 7. 9 — 11. 
15 — 17. 

2. Olvir, Norw. k. 43, 1 — 3. 5. 8. 9; k. 44, 3 — 5. 7. 10—14; k. 45, 8. 9. 

1. Onnndr s. Bergonundr. 

2. Onundr Änason sjöni, isl. laadnämsinaÖr k. 28, 7; k. 67. 4. 5; 
'k. 70, 22; k. 80, 1. 2; k. 81,34. 36. 40. 44. 47 — 49; k. 82, l. 2. 4. 7. 

12. 13; k. 84,5. 

1. Ozurr töti, Norw. k. 37,3; k. 49,1. 

2. Qznrr Eyvindarson, isl. bauer k. 78,5. 



326 



Ortsregister. 



II. Ortsregister. 

AgÖir, Norw. k. 9, 2. 4. 

Akrar, Isl. k. 29,3. 

Aldi, Norw. k. 57,10. 

Alptä, Isl. k. 56, 16.* 

Alptanes, Isl. k. 28, 6; k. 29. 2; k. 30, 6; k. 31, 11; k. 58, 1 ; k. 77,8; 

k. 84, 1. 12. 
AlreksstaÖir, Norw. k. 36, 1; k. 57, 7. 14. 
Alost, Norw. k. 7,13. 14; k. 9, 17; k. 12, 18: k. 22,35. 
Anabrekka, Isl. k. 28, 7; k. 67, 4; k. 80, 1; k. 81, 16; k. 82, 4. 5. 9. 10; 

k. 83,3; k. 84,23. 26. 
Aiidakill, Isl. k. 28,5; k. 40,23. 
Andakilsä, Isl. k. 28, 5. 

Askr, Norw. k. 37, 6; k. 56, 1. 29; k. 57,28; k. 65,1. 6. 
Atley, Norw. k.43,4; k. 44,1; k. 45,3. 
Aurland, Norw. k. 32,1. 4. 11; k. 35, 10; k.36,5; k. 40,27; k. 56, 43. 

50; k. 63, 15; k. 64, 48; k. 65, 10; k. 76, 14. 
AurriÖaä, Isl. k. 84, 4. 
Austr-AgÖir (vgl. AgÖir), Norw. k. 26, 3. 
Austrvegr k. 19,3; k. 36,2; k. 46,1; k. 49, 12. 



Beigaldi, Isl. k. 28,8. 

Beitsjör, Norw. k. 22, 1. 

BerÖla, Norw. k. 1,5. 

Bjarmaland, Rnfsl. k. 37, 2. 3. 

BjarnartoÖnr, Isl. k. 33, 11. 

Blindheimr, Norw. k. 64, 5. 

Blundsvatn, Isl. k. 83,2. 

Borg, Isl. k. 28, 4. 11; k. 30, 5. 7; k. 31,6; k. 33, 8. 11; k. 38, 4. 5. 10 

k. 39,1; k. 40,13. 16. 23; k. 56,14. 20; k. 57,60; k. 58,3. 14; k. 59,10 

k. 78, 14. 18. 34. 58; k. 79, 12; k. 80, 1. 4. 13; k. 81, 8. 10; k. 82, 3. 5 

k. 83, 14; k. 87, 1. 5. 
BorgarfjorÖr, Isl. k. 27,21; k.28,4.5. 9; k. 29, 7; k.30,4; k.33,8; 

k. 38, 3; k. 39, 1; k. 56, 13; k. 57, 60; k. 66, 1 ; k. 76, 16; k. 77,5; 

k. 84, 28. 
Borgarhraun, Isl. k. 28,3; k. 84,21. 
Bräkarsund, Isl. k. 40, 15. 18. 
BreiÖaf jarÖardalir, Isl. k. 78, 2. 
BreiÖibolstaÖr, Isl. k. 23, 11. 
BreiÖifjorÖr, Isl. k. 77,7. 14; k. 78,42. 
Brekka s. Anabrekka. 
Hrekkur, Isl. k. 23, 13. 
Brenne yjar, Schw. k. 48, 11. 
Bretland, Engl. k. 51,4. 
ByrÖa, Norw. k. 19,2. 



Ortsregister. 327 

1. Dalir, Norw. k. 64,3. 

2. Dalir, Isl. k. 78.63. 

Danniork k. 19,3. 4; k. 46, 28; k. 47, 1. 2; k. 49, 11 — 13; k. 67, 1 ; k. 69,18. 

19; k. 70, 8. 12; k. 76, 12. 13; k. 78, 52. 
Digranes, Isl. k. 28,8; k. 38, 10; k. 40, 15; k. 5S, 17; k. 78, 12. 
Dofrafjall, Norw. k. 63,2; k. 64, 1; k. 71,6. 
Dyflinn, Irl. k. 32,9; k. 33,1. 
DyflinnarskiÖi, Irl. k. 4, 14. 

1. EiÖ, Norw. k. 4, 9. 

2. EiÖ, Schw. k. 71,2. 

EiÖaskögr, Schw. k. 70, 4; k. 71,4; k. 72,6; k. 74, 10; k. 75,9. 14. 

Einarsnes, Isl. k. 78, 11. 

Einbüabrekkur, Isl. k. 29, 4. 

Einbüanes, Isl. k. 29, 4. 

Einkunnir, Isl. k. 28,8; k. 83, 8. 15. 

EldueiÖ, Norw. k. 22, 1. 

Elfr, Schw. k. 19,8. 

ElliÖi, Isl. k. 84,22. 

England k. 17, 7. 15; k. 18, 5; k. 50, 1—3. 6 — 8; k. 51,2; k. 52, 1. 5. 

8. 12; k. 53,9; k. 59, 1. 5. 11. 14; k. 61, 12; k. 62, 2. 3; k. 64,9; 

k. 67, 1. 3. 
Eyrarsund, Diinem. k. 47, 2. 
Eyrr, Däneni. k. 19,4 — 6. 

Fenhring, Norw. k. 37,6; k. 57,24; k. 65, 1. 

Finnmork, Norw. k. 13,8; k. 14,5 — 8; k. 16,5; k. 17,8. 10. 

FirÖafylki (FjarÖafylki), Norw. k. 2, 1 ; k.3,14. 18; k. 4,3. 11; 

k. 56,42. 43; k. 59,4; k. 78,39/ 
FirÖir, Norw. k. 4, 9. 11; k. 5, 1 ; k. 12, 14; k. 19, 14; k. 20, 2; k. 24,7; 

k. 32,2. 4; k. 36,5. 21; k. 37,1; k. 48,12; k. 49,2; k. 55,26; k. 64,48; 

k. 67,6. 9; s. 313. 
Fitj ar, Norw. k. 86, 1 ; k. 78, 38. 
Fjalir, Norw. k. 4, 11; k. 49,2. 
F j a r Ö a f y 1 k i = FirÖafylki. 
Fljötshliö, Isl. k. 23, 11. 13. 
Flökadalr, Isl. k. 39, 4; k. 84, 26. 
Flökadalsä, -äross, Isl. k. 29, 8; k. 39, 4. 
Flaemingjaland k. 50, 6. 
Foldin, Norw. k. 19,13. 
Fors, Isl. k. 84,4. 
Frisland k. 49,12. 13; k. 69,5. 
Furusund, Norw. k. 18, 7. 
Fsereyjar k. 4, 14. 

Gaular, Norw. k. 2,2. 3; k. 49,2. 
Gautelfr, Schw. k. lb, 2. 



328 Ortsregister. 

Gautland et vestra, Schw. k. 76, 11. 

GeirshliÖ, Isl. k. 39,5. 

Gljufrä, Isl. k. 28,10; k. 29,4; k. 81,29; k. 83,6. 

Granahlio, Isl. k. 80,12. 

GranastaÖir, Isl. k. 28, 8; k. 40, 2. 

Grimsä, Isl. k. 28,5; k. 29,8; k. 40,9. 

Grimsholt, Isl. k. 84,11. 

Grisartnnga, Isl. k. 29,6; k. 83,6. 

Gufä, Isl. k. 27,22; k. 28,8; k. 77,5; k. 83,12. 

Gufudalr, Isl. k. 77,14. 

GufufjorÖr, Isl. k. 77,14. 

Gufnnes, Isl. k. 77, 4. 

1. Gufuskälar, Isl. (Borgarfj.) k. 77, 5. 

2. Gufuskälar, Isl. (Rosinh.) k. 77,2. 

GulaJ?ing, Norw. k. 56,34. 40; k. 57,5; k. 63,7; k. 65,8 — 10. 

Hafnarfjoll, Isl. k. 28, 3. 

Hafrsfjorör, Norw. k.9,4; k. 13, 2. 

Häfslcekr, Isl. k. 28, 7; k. 80, 5. 6. 9; k. 81, 2; k. 82, 5. 

Haleygjafylki, Norw. k. 12, 9. 

Hailand, Schw. k. 48,1. 

Hälogaland, Norw. k. 3, 7; k. 7, 1. 13; k. 8, 1 ; k. 9, 13; k. 10, 5; 

k. 11,1. 8; k. 12, 9. 14; k. 14,5; k. 16, 14; k. 17, 1. 13; k. 22, 34; 

k. 23, 2. 
Hals, Dänen], k. 69, 18; k. 68, 52. 
Haugar, Isl. k. 29,4. 
Haugas und, Norw. k. 57,3. 
HeggsstaÖir, Isl. k. 40, 4. 
Heiör, Isl. k. 77, 15. 
H e 1 s i n g j a 1 a n d , Schw. k. 4, 1 4 ; k. 14, 6. 
HerÖla, Norw. k. 57, 16. 21. 47. 51. 53. 
HerÖluver, Norw. k. 57, 20. 48. 
Hildisey, Isl. k. 23, 14. 
Hising, Schw. k. IS, 2; k. 21, 2. 
Hjaltland k. 4, 14; k. 32, 15; k. 33, 1. 2. 
Hjaröarholt, Isl. k. 78,2. 4. 16. 
HlaÖir, Norw. k. 22, 1. 25. 
HliÖarendi, Isl. k. 23, 11. 
Hof, Isl. k. 23,9. 15. 
Hölmr, Isl. k. 56, 17. 
Hrafnista, Norw. k. 1, 1 ; k. 7, 3; k. 23, 1. 
Hrafntoptir, Isl. k. 23, 10. 
Hringariki, Norw. k. 26, 3. 
H risar, Isl. k. 39, 5. 
Hrisbrü, Isl. k. 86,2. 
TTumruraynni, Engl. k. 59, 15. 
11 v all, Isl. k. 23, 13. 



Ortsregister. 



329 



Hvalseyjar, Isl. k. 29,3. 

Hvalslcekr, Isl. k. 23, 13. 

Hvanneyrr, Isl. k. 28, 5. 

Hvitä, Isl. k. 28,9 — 11; k. 29,8; k. 39,4; k. 78,7; k. 83,2; k. 84,28. 

Hvitärvellir, Isl. k. 40, 3. 

HoÖ, Norw. k. 64, 5. 

HorÖafylki, Norw. k. 56, 42. 

HorSaland k. 9,2; k. 17,7; k. 18,5; k. 36, 1. 16; k. 37, 1. 6; k. 40,26; 

k. 56, 29; k. 57, 3. 5; k. 63, 15; k. 64, 2; k. 65, 1 ; k. 68, 10; k. 76, 14; 

k. 78,38. 



Irland k. 4,14; k. 77,3. 

Island k. 4, 14; k. 23, 6. 7. 15; k. 25, 22. 23; k. 27, 16. 17. 20; k. 29, 8 
9; k. 30,3. 4; k. 33,3. 4; k. 34, 1 ; k. 36, 14; k. 38, 1; k. 39,2; k. 40,18 
k. 55, 14; k. 56, 12. 13. 20. 89; k. 58, 2; k. 59, 1. 8. 9; k. 62, 10 
k. 63, 13; k. 64, 2; k. 66, 1 ; k. 69, 3. 20; k. 77, 2; k. 78, 2. 34. 35. 58 
k. 86,1; k. 87, 1. 4. 



Janitaland, Schw. k. 4, 14; k. 14,6. 

JarÖlangsstaÖir, Isl. k. 28, 8. 

Jarlsnes, Engl. k. 53, 9. 

Jorvik, Engl. k. 51,2; k. 59, 7. 16; k. 61, 12; s. 309. 

Jotland, Dänem k. 48, 11; k. 49, 12; k. 56, 12. 

Jötlandssioa, Dänem. k. 49, 14. 18. 

Jotunheimar s. 303. 

Katanes, Schottl. k. 4, 14. 
Kilir, Norw. k. 14, 7. 
Kirjälaland k. 14,6; k. 17,3. 
Knarrarnes, Isl. k. 28, 1; k. 30,6. 
Köraoes, Isl. k. 77, 11. 
Krumshölar, Isl. k. 28,8. 
Krumskelda, Isl. k. 58, 11. 
Kurland k. 46,2; k. 53,4. 
Kvenland k. 14,6. 8. 9; k. 17,3. 



LambastaÖir, Isl. k. 58, 1. 2. 13; k. 77,6. 8. 13; k. 84, 14. 15. 

Langä, Isl. k. 28,7. 8; k. 30,4; k. 56, 16; k. 82, 10; k. 83,3; k. 84,4. 

Langaholt, Isl. k. 84, 6. # 

Langärfors, Isl. k. 56, 16. 23. 

Langavatn, Isl. k. 83,6. 

Laugardalr, Isl. k. 29,9. 

Laxärdalr, Isl. k. 78, 2. 

Laxfit, Isl. k. 4<>, 9. 

Leirulcekr, Isl. k. 30,6; k. 56,16; k. 79,9; k. 83,3; k. 84,21. 

Leka, Norw. k. 7,6. 11. 12; k. 13,7. 



330 Ortsregister. 

LiÖandisnes, Norw. k. 19,3. 
LiinafjorÖr, Dänein. k. 69, 18; k. 78, 52. 
Listi, Norw. k. 45, 11. 
Lundr, Schw. k. 47,2. 4. 
Lundünir, Engl. k. 62,5. 
Lygra, Norw. k. 36, 1. 

Markarfljöt, Isl. k. 23, 9. 

Merkia, Isl. k. 23, 11. 

Miofjarftareyjar, Isl. k. 30, 8. 

MöeiÖarhväll, Isl. k. 23, 14. 

Mösey, Shetl. k. 32,15. 

Möseyjarborg k. 33,2. 

Mosfeil, Isl. k. 77,15. 19; k. 79,8; k. 81,21; k. 85, 1. 16. 20. 21; k. 86,1, 

2. 6. 
Mostrarsund, Schw. k. 19,5. 
MunoÖarnes, Isl. k. 29, 4. 
Myrar, Isl. k. 29, 2. 3; k. 77, 11; k. 82, 3. 
Moerr k. 3,8. 15. 18; k. 4, 1. 5. 8. 10; k. 6, 9; k. 64,4. 33. 47; k. 68,3. 

Naumdcelafylki, Norw. k. 3, 7. 

Nauniudalr, Norw. k. 3,5; k. 12,9. 20; k. 13,4; k. 14,6; k, 22, 2, 
23. 25. 

Naustanes, Isl. k. 58, 17. 

Naustdalr, Norw. k. 4,9. 

Nes, Isl. k. 77,4; k. 81,21. 30; k. 83,3. 

NorÖimbraland, Engl. k. 51,2. 3; k. 52, 1. 3. 27; k. 59,6. 

NorÖmoerr, Norw. k. 3, 8. 10. 

NorÖrä, Isl. k. 28, 10. II; k. 29,4. 

Nöregr k. 3, 1 ; k. 14,5; k. 19, 4; k. 26, 2; k. 30, 1 ; k. 32, 14; k. 33, 2 
k. 34, 1; k. 35, 4. 7; k. 36, 2; k. 39, 1 ; k. 48, 12; k. 49, 19; k. 50, 1 
k. 55,21. 26; k. 56, 12. 20.25; k. 57, 1. 9; k. 59, 1. 2. 9; k. 60, 5 
k. 62, I. 3. 6. 8. 13; k. 63, 1 ; k. 67, 2. 3. 5; k. 69, 20. 21; k. 70, 1. 2 
12; k. 73,11; k. 74,3; k. 75,32; k. 76,15; k. 78,35. 37. 40. 51. 

Normandi, Frank, k. 4, 14. 

Orkneyjar k. 4,14; k. 33, 1; k. 59,5. 13. 
Orrostuhvall, Isl. k. 84, 11. 
ÖslöarfjorÖr, Norw. k. 62, 13; k. 69, 23. 
Ostr, Norw. k. 37,5. 
OstrarfirÖir, Norw. k. 25,4. 

Ranga, Isl. k. 23,8. 9. 14 (en ytri u. en eystri). 
RanÖsgil, Isl. k. 39,4. 
Ranfarnes, Isl. k. 30,7. 
Ranmariki, Norw. k. 62, 13. 



Ortsregister. 331 

Raurasdalr, Norw. k. 3,8. 10; k. 4,4; k. 64, 1. 4. 

Reykir, Isl. k. 39,5. 

Reykjadalsar6ss, Isl. k. 39, 4. 

Reykjanes, Isl. k. 27, 20; k. 30,4. 

Reykjardalr, Isl. k. 39,5; k. 81,18. 

Reykjarhamarr, Isl. k. 78, 11. 

Rogaland, Norw. k. 9,2. 4; k. 36, 1. 2; k. 57,3; k. 6*, 10. 

Rosmhvalanes, Isl. k. 77, 3. 4. 

Sandnes, Norw. k. 7, 13. 14; k 8, 15. 18; k. 9, 17. 23; k. 10, 4; k. 14, 10; 

k. 16, 15; k. 17, 13; k. 19, 19; k. 22, 3. 27. 34. 35. 37; k. 24, 8. 
Sandvik, Isl. k. 40, 13. 
Saxland k. 50,6; k. 69,4. 
SanÖey, Norw. k. 45, 3. 4. 8. 
SanÖungssnnd, Norw. k. 56, 74. 
Selalön, Isl. k. 28,3. 
Sigmundarnes, Isl. k. 29, 4. 
SigmundarstaÖir, Isl. k. 29, 4. 
SkarÖsheiÖr, Isl. k. 84,28. 
Skarnssund, Norw. k. 22, 1. 
Skorrey, Isl. k. 77, 12. 

Skotland k. 4, 14; k. 51,1. 2; k. 52,22. 31; k. 59,5. 7. 14. 
Snsefellsstrond, Isl. k. 80, 1. 16; k. 84, 22. 
Sogn, Norw. k. 5, 1 1 ; k. 32, 1 ; k. 35,9; k. 36, 16; k. 40, 26. 27; k. 42, 2; 

k. 49, 2; k. 56, 43; k. 63, 15; k. 64, 2. 48; k. 65, 10. 30; k. 67, 9; 

k. 76,14. 
Sognsaer, Norw. k. 26,11; k. 32, 13; k. 35,9; k. 56,74. 
Sölskel, Norw. k 4,2. 
S61undir, Norw. k. 25,27. 
StaÖr, Norw. k. 4,4. 
Stafaholt, Isl. k. 81,16. 25. 
Staks myrr, Isl. k. 80, 5. 6. 9. 23. 
Stangarholt, Isl. k. 28,8; k. 83, 12. 
Steinssand, Norw. k. 56, 77. 78. 
Storo", Norw. k. 78, 3S. 
Störölfsvollr, Isl. k. 23, 13. 14. 
StraumfjorÖr, Isl. k. 30,6. 
SuÖreyjar, EDgl. k. 4, 14; k. 33, 1. 
Sunnmcerr, Norw. k. 3, 9; k. 4, 3. 
Sviaveldi k. 70,12. 
Sygnafylki k. 56,42. 
Sseheimr, Norw. k. 36, 1. 

Tjaldanes, Isl. k. 85,22. 

Torgar, Norw. k. 7, 1. 10; k. 8, 15; k. 9, 15. 21; k. 12,3; k. 13,3; k. 14, 10; 

k. 16,14; k. 23,3. 
Tünsberg, Norw. k. 26, 8. 10; k. 57, 4. 



332 Ortsregister. 

Upplond, Norw. k. 3,3; k. 10,2; k. 21, 1; k. 24,5; k. 63,2; k. 71,6. 
Ütsteinn, Norw. k. 36, 1. 

Vägar, Norw. k. 17,4. 
Valdres, Norw. k. 24,5. 
Valland k. 4,14; k. 5M, 9. 
Varmiloekr, Isl. k. 29,9. 
Vatn, Isl. k. 83, 13. 
Vefsnir, Norw. k. 7, 13; k. 14, 10. 

Vermaland, Schw. k. 70, 1. 2. 4. 5. 7; k. 74,3; k. 76,7. 10. 
Vestfold, Norw. k. 18, 1 ; k. 26, 3. 
Vestrlond k. 4, 14. 
ViÖimyrr, Isl. k. 78,65. 

Vik, Norw. k. 3, 1 ; k. 9,2; k. 19,2. 5. 1 1 ; k. 21, l; k. 26,6. 10; k. 49, 12; 
k. 57, 4; k. 62, I. 13; k. 65, 30; k. 69, 3. 23; k. 70, 7; k. 76, 10. 12. 15. 

1. Vina, Rnfsl. k. 37,3. 

2. Vina, Engl. k. 55,4. 
VinheiSr, Engl. k. 52, 12. 13. 
Vinuskögar, Engl. k. 52, 12. 
Vitar, Norw. k. 57, 10. 
Vors, Norw. k. 24, 5; k. 25, 4. 
Vollr, Isl. k. 23, 14. 

Vorl, Norw. k. 64,21. 26. 

björsä, Isl. k. 23,9. 

borraöössker, Isl. k. 77, 12. 

frorskafjorÖr, Isl. k. 77, 14. 

I'rändarholt, Isl. k. 39,5. 

trändheimr, Norw. k. 3,4. 8; k. 4,6. 8 10; k. 5, 11; k. 8,2; k. 9, 1. 13; 

k. 14,11; k. 16, 1; k. 21,1; k. 22,25. 29; k. 26,6; k. 59,2; k. 63, 1. 2; 

k. 70, 7. 
bruma, Norw. k. 19,5. 
hroendalog, Norw. k. 3, 4. 
frursstaöir, Isl. k. 28,8. 

1. bvera, Isl. (Myras.) k. 28, 11. 

2. bvera, Isl. (Rang.) k. 23, 14. 
tverärhliÖ, Isl. k. 56, 19. 

Ogvaldsnes, Norw. k. 36, 1. 
Olfus, Isl. k. 77,16; k. 78,5. 
QlvaldsstaSir, Isl. k. 83, 11. 



Andere eigennamen. 333 



III. Andere eigennamen. 

Arinbjarnarnautar, schleppkleid k. 79, 3. 

Berudräpa, eiü gedieht k. 79,10. 

Dragvandill, ein schwert k. 61, 10; k. 64,34; k. 65,17. 28. 

Gulajnngslog, gesetze k. 56, 33; k. 65, 7. 

H9fuÖlausn, ein gedieht s. 3lu. 

JarnbarÖi, ein schiff k. 87, 5. 

Langr, ein schwert k. 53,3. 

NaÖr, ein schwert k. 53, 4; k. 54, 13; k. 55, 5; k. 64, 34. 

Skryinir, ein schwert k. 84, 14. 

SoDatorrek, ein gedieht k. 78, 32. 

Vellekla, ein gedieht k. 78,54. 



Druck von Karras, Kröber & NietschmaDn, Halle (Saale) 



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