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Full text of "Erklärendes Wörterbuch zum chinesischen Buddhismus. Chinesisch-Sanskrit-Deutsche. Nach seinem handschriftlichen Nachlass überarbeitet von Johannes Nobel. Hrsg. von der religionskundlichen Sammlung der Universität Marburg/Lahn"

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Hackmann, Heinrich Friedrich 

Erklärendes Vförterbuch 
zum chinesischen Buddhismus 




'4. 



ERKLÄRENDES WÖRTERBUCH 

ZUM 
CHINESISCHEN BUDDHISMUS 

CHINESISCH-SANSKRIT-DEUTSCH 

VON 

HEINRICH HACKMANN t 

NACH SEINEM HANDSCHRIFTLICHEN NACHLASS ÜBERARBEITET 

VON 

JOHANNES NOBEL 



HERAUSGEGEBEN VON DER 
RELIGIONSKUNDLICHEN SAMMLUNG DER UNIVERSITÄT MARBURG/LAHN 




LEIDEN 

E. J. BRILL 



GEDRUCKT MIT HILFE VON DRUCKKOSTENZUSCHÜSSEN 
DES MARBURGER UNIVERSITÄTSBUNDES 

UND 
DER DEUTSCHEN FORSCHUNGSGEMEINSCHAFT 






A. 




FEI H Ä t* W ^ 



193 



H Fei- 

I j^ Fei hsiu. Name eines Ministers, 
der zwischen 842 und 848 n. Chr. ein 
buddhistisches Werk (B.N., No. 1654) 
Verfasste. Er starb im Jahre 870. 
B.N., Sp. 463; Bagchi, Canon, S. 660. 

1 ^ M Fei chang fang. Name eines 
chinesischen Buddhisten, der im Jahre 
597 n. Chr. ein Werk (B.N., No. 1504) 
verfasste, das eine Geschichte des Bud- 
dhismus und einen Katalog der chinesi- 
schen Übersetzungen des Tripitaka ent- 
hält. 

B.N., Sp. 460; Bagchi, Canon, S. XLVI, 
444, 449, 451, 455. 

tTfi* Fei, s. Pei. 
f^ Fei. 

I MWWM& (oder ^). Fei 
hsiang fei fei hsiang ch'u (oder t'ien). 
'Ort (oder Himmel), wo weder Be- 
wusstsein noch Nichtbewusstsein vor- 
handen ist'. Übersetzung von Skr. nai- 
vasanijüänäsamjfiäyatana. Name des 
vierten und höchsten der vier formlosen 
Brahman-Himmel oder formlosen Be- 
reiche (arüpadhätu). Vgl. Fan(^) 
t'ien, 2., Wu ( ^ ) se chieh und Fei 
hsiang wu hsiang t'ien. So heisst auch 
einer der Bewusstseinszustände, durch 
die man hindurchgeht zum Nirväna. Es 
ist die Stufe, auf der der Meditierende 
jenseits von bewusst und nichtbewusst 
weilt. 

Eitel, u. tchatur arüpa brahmaloka; de 

Harlez, Voc, S. 40; Mvy. 162, 4; 119, 8; 

68, 4; 70, 7; 8; Dharmaksema (T. I., Bd. 

16, S. 342, 3, 24) zu Sbh. (Nobel), S. 86, 

12; Beckh, Buddhismus II, 51. 

I ffi a£ Fei hsiang tlng. 'Samädhi im 
Unbewussten'. Name einer Meditation, 
bei der das Bewusstsein verschwunden 

HACKMANN, Wörterbuch 



ist. Übersetzung von Skr. naivasarnjfiä- 
samädhi. 

Eitel, u. näivasafidjfia samädhi. 

# Ä M M % Fei hsiang wu hsiang 
t'ien. Wahrscheinlich falsch für: fei 
hsiang fei wu hsiang t'ien. 'Der Him- 
mel, wo weder Bevv'usstsein noch Un- 
bewusstsein mehr vorhanden ist'. 
Gleichbedeutend mit fei hsiang fei fei 
hsiang t'ien. 

de Harlez, Voc, S. 40. 

I J^ Fei Jen. 'Nicht-Menschen'. Über- 
setzung von Skr. Kimnara (etymolo- 
gisch aufgefasst als 'sind es Men- 
schen?'), fei Jen bei Hsüan tsang (J. 

II 390) soll aber wahrscheinlich nicht 
'Kimnara' bedeuten; vgl. Watters II 68. 
s. Chin( ^ )-na-lo. 

Eitel, u. Kinnara. 

I ^ Fei t'ien. 'Nicht-Götter'. Über- 
setzung von Skr. asura (nach späterer 
Etymologie als a-sura). s. A(ppj')- 

su-lo. 

Eitel, u. asura; Mvy. 166, 5. 

Jk Fei. 

I §^ Fei hsi. 'Der fliegende Stab'. 
Bildlicher Ausdruck für einen umher- 
wandernden Mönch, der seinen Stab 
nicht ruhen lässt, während der gegen- 
sätzliche Ausdruck kua hsi :j^|» |^ 
('aufgehängter Stab') einen fest an- 



sässigen Mönch bezeichnet. 



Vcl. 



Kua ( :g-|» ) hsi und Cho ( ^ ) hsi, 
auch Hsi ( |^ ) chang. 

Giles, Dict, No. 4157; Lockhart, Ma- 
nual, S. 327. 

I ^T S. *r& Fei hsing huang ti. 'Der 
fliegend sich aufmachende Herrscher'. 
Beiname, der die Zaubermacht charak- 
terisiert entweder von einem cakravar- 
tin (s. Chuan [ ^ ] lun wang) oder 
eines Königs der Vidyädharas, d.h. 'der 

13 



194 



f£n ^ 



;3^ 






mit (Zauber-)Wissen Begabten', Über- 
irdische, die im Himälaya wohnten und 
das Gefolge des Siva (nach Dowson 
des Indra) bildeten. 

Chavannes, 500 contes, I, S. 10, Anm.; 
Dowson, Dict., u. Vidyädhara. 

^ Fen. Teil'. Übersetzung von 
Skr. skandha, z.B. in dem Ausdruck wu 
fen oder genauer wu fen fa shen ^ 
^ ^ ^ , 'der fünfgeteilte dharma- 
käya'. Diese fünf Teile oder Attribute 
sind: 1. Moral (slla, chieh ^); 2. 
Kontemplation (samädhi, ting ^); 
3. Weisheit (prajiiä, hui ^); 4. Er- 
lösung (vimukti, chieh t'o ^jjä); 
5. Einblick in die Kenntnis der Erlö- 
sung (vimuktijüänadarsana, chieh t'o 

chih chien ^ flS ^ Ä )• ^'^^e fünf 



Glieder werden verglichen mit 'fünf 
Wohlgerüchen' und so im Chinesischen 
wu hsiang ^ ^ oder wu fen hsiang 
i. ^ # genannt; s. Hsiang ( § ). 
Dieselben fünf Teile machen die fünf 
Wesenspunkte des Mönchslebens (ch'u 
shih wu yün [ij ü: 5. ^ ) aus; s. 
Yün (II). 

Eitel, u. pafitcha dharmakaya; de Har- 
lez, Voc, S. 25; Chiao sheng fa shu, V, 
S. 10a, 9b; Mvy. 4, 1—5; Bukkyö daijiten, 
S. 567, 1, 9. 

I ^ iä ^^^ *^" ^^^'^- 'Darlegung 
nach Abteilungen' (Watters: 'statement 
by sectiop.s'). Erklärende Wiedergabe 
von Skr. vibhäsä. s. P'i( ffl]]^ )-p'o-sha. 
Hs. ts. (W.), I 277. 

I ^ij Fen pieh. 'Zerteilung, Sonde- 
rung'. Die Zerlegung einer Erfahrung 
in die Zweiheit von Subjekt und Objekt. 
Auch fen pieh shih ^ ^ij t§, 'Be- 
wusstsein von Zerteilung', genannt. Die 
'Sonderung' muss überwunden werden, 



wenn man zur vollkommenen Weisheit 
gelangen will. 

Suzuki, Agvaghosha, im Glossar u. par- 
ticularisation und im Index. 

^ M ?fl ^^" P^^^ "^^"ö- Wiedergabe 
('unterscheidende Klarheit') von Skr. 
Nilanetra (doch muss dem chinesischen 
Ausdruck ein anderes Skr.-Äquiva- 
lent entsprechen), s. T'i(;^ )-p'o und 
Ch'ing ( ^ ) mu. 

Eitel, u. Deva; B.N., Sp. 370. 

1 -3'] ift ^^" P'^'^ ^^'^^^ 'Unterschei- 
dende Darlegung'. Wiedergabe von 
Skr. vibhäsä. s. P'i( fflÜ^ )-p'o-sha. 
Mvy. 245, 1160. 

I .3') iä ^ ^^'"^ P^^''' ^^"^ P"- 'Schu- 
le der vibhäsäs'; vgl. vorher. Name ei- 
ner Lehrschule, die eine Unterabteilung 
der Schule der Sarvästivädins war. Im 
Skr. heisst sie die Schule der Vibhajya- 
vädins (von vi-bhaj, 'zerteilen'). 

Eitel, u. Vibhädjya vädinäh; Wassiljew, 

Buddhismus, S. 85, 253, Anm. 1, 257, 

Anm. 2. 

I P:4 M Fen-t'o-li. Skr. pundarlka. s. 

Pai ( Q ) lien hua. 
Eitel, u. pundarika. 

j ^ Fen-wei. Abgekürzte Transkrip- 
tion von Skr. pindapätra, 'Almosenscha- 
le, Almosen'. Bezeichnung für die mil- 
den Gaben, die das Volk den buddhi- 
stischen Mönchen widmet. 
Giles, Dict, No. 3506. 

j^ Fen. 'Zorn'. Übersetzung von Skr. 

krodha. s. Ch'en ( |lul. )• 

de Harlez, Voc/s. 34; Mvy. 104, 40; 
Suzuki, Studies, S. 396. 

^ Fen. 

I ^ Fen hsiang. 'Weihrauch ver- 
brennen'. Aus Pflanzenstoffen herge- 
stellte Räuchermittel werden im Bud- 
dhismus reichlich gebraucht, sowohl 



F£N ^ ^ ^ FfiNG P= 



ai FO ^ 195 



von einzelnen wie im gemeinsamen Kul- 
tus. Indische Pflanzen, aus denen Weih- 
rauch hergestellt wird, sind: kovidära 
(Bauhinia variegata), mandära (Ery- 
thrina fulgens), tägara (Vangueria spi- 
nosa), tamälapattra (Betonica officina- 

lis). 

Puini, EncicI., S. 76, Anni. 2; Giles, 
Dict., No. 3532. 



'jf^ Pen shao. 'Verbrennen'. Über- 
setzung von Skr. nistäpana. Bezeich- 
nung der Verbrennung der Leichen der 
buddhistischen Mönche, wie sie in Chi- 
na gebräuchlich ist. — Transkr.: nieh- 

tieh-pan-na i^ ft )|ä ^[^ • Vgl. She 

Eitel, u. nichtapana; Giles, Dict., No. 
3532. 

^ Pen. 



I 1^ -S Fen sao i. 'Kleidung von 
Düngerhaufen und Abfallstätten'. Über- 
setzung von Skr. pämsukülika. s. Chu 

( ^ ) fen sao i. 

1 tsing (Takakusu), S. 56; Mvy. 49, 1. 

^ Fen. 

I ^Ij PcMi-li. Transkription von Skr. 

pundarlka (nur die beiden Silben pun 

und rl sind wiedergegeben), s. Pai (^) 

lien hua. 

Eitel, u. pundarika. 



Peng. 



I ^ Peng ching. 'Die sütras hand- 
haben'. Ein Ausdruck für das Kanti- 
lieren der Liturgie im Kultus der Mön- 
che. 

Giles, Dict., No. 3576. 

^ Feng. 

I j^ Feng fa. 'Den dharma anneh- 
men', d.h. sich zum buddhistischen 
Glauben bekennen. 

Giles, Dict , No. 3574. 



^ Feng. 

I ^ß. Feng te. Übersetzung ('gedeih- 
liche Tugend') von Skr. SrävastI nach 
unbekannter Etymologie, s. Shih ( ^ )- 

lo-fa-hsi-ti. 

Eitel, u. Srävasti. 

lÄ Feng. 

I 1^ Peng sung. 'Rezitieren'. Wieder- 
gabe von Skr. svädhyäya, 'das Lesen 
für sich, das Repetieren für sich, Stu- 
dium'. Gebraucht von dem halb singen- 
den Hersagen der heiligen Texte im 

Kultus. 

de Harlez, Voc, S. 29; Giles, Dict, No. 
3558; Mvy. 33, 8. 

j ^ FOng sung. 'Gesungener Preis' 
(Hymnus). Wiedergabe von Skr. gä- 
thä. S.Chi (^ ). 

Hs. ts. (J ), III 486; Mvy. 62, 4; 66, 31. 
Ä Feng. 

[ Peng. 'Wind'. Er gehört zu den 
auch sinnlich wahrnehmbaren Elemen- 
ten, die die Grundlage wahrnehmbarer 

Objekte bilden, s. Pa ( /\ ) yu se. 
de Harlez, Voc, S. 45. 

Windes und der Wimpel', wo der Wind 
die Wimpel bewegt, symbolisch für die 
lebendige Ausbreitung der buddhisti- 
schen Lehre. Bezeichnung für eine bud- 
dhistische Lehrhalle. 
Giles, Dict., No. 3554. 

I ij^ gji Peng fan tung. 'Bewegt der 
Wind die Wimpel?' (Giles: 'is it the 
air or the banner which moves?'; 
oder auch positiv). Eine sprichwört- 
liche Redeweise, auf die Lebendigkeit 

der Buddha-Lehre zielend. 
Giles, Dict., No. 3554. 

-^ Po. Abgekürzte Transkription von 
Skr. Buddha ('der Erleuchtete'). Bei- 
name des Gautama Säkyamuni als des 
Begründers der buddhistischen Reli- 
gion. Später auch auf die vielen fiktiven 



196 



FO # 



Buddhas der Dogmatik übertragen. Mit 
dharma (der Lehre) und samgha (der 
Gemeinde) bildet der Buddha das tri- 

ratna (san pao H W ' '^^^ ^^^^ ^^^^~ 
nodien'). Er erscheint in dreifacher Ge- 
stalt im trikäya (san shen '^ ^ )■ 

Vgl. San ( H ) P^o ^'"d San ( H ) 
shen. — Andere Transkr.: fou-tu f^ 
^ , fou-t'u {^ U und »^ ^ , fo- 

t'o # Pt . ^o4'u ^ Ig , p'o-t'a ^ 
JA , mu-t'o -^ gj^ , mo(oder mu)-t'o 

'& St ' erklärt durch chio g , 'der 

Erwachte'. 

Eitel, u. Buddha; Fa hsien (Legge), 

S. 89 u. ö., S. H "h — -5 8; Hs. ts. 
(J.), I 282, II 6 uö., III 506; de Harlez, 
Voc, S. 5, 43; Mvy. L L 19, 5; 17 u.ö.; 
Giles, Dict., No. 3589, 3600; Edkins, Chi- 
nese characters, App., S. 45. 

^ ^ij Fo ch'a. Skr. buddhaksetra. s. 

Fo t'u; vgl. Ch'a( ^ij )-ta-]o und Ch'a 

(^Ij)- 

Eitel, u. buddhakchetra; Bukkyö daijiten, 
S. 1559, 3, 24. 
1 ^ij i Fo ch'a-t'u. Skr. buddhakse- 
tra. Vgl. Chu (^ ) fo ch'a-t'u und 

Fo t'u. 

Giles, Dict, No. 213. 
I ^ Fo ch'ang. 'Buddhistische Stät- 
te'. Benennung des buddhistischen Al- 
tares. Auch Benennung der Zeremo- 
nien, die am Altar vollzogen werden. 
Vgl. Tao ( ^ ) ch'ang. 

de Harlez, Voc, S. 54. 

I S^Jf Fo Chi. 'Fusspur des Buddha'. 
Wiedergabe von Skr. sripäda. Name 
der seit alter Zeit (Asoka, Skulptur von 
Sänchi) verehrten Darstellung des 
Fussabdruckes des Buddha, die mei- 
stens in 108 Felder (mit allerlei bud- 
dhistischen Symbolen) eingeteilt ist. Im 
südlichen Buddhismus findet sich bei 
den Klöstern häufig ein Pavillon, in 
dem solch eine Fusspur zur Schau ge- 



stellt ist. Es bestehen viele ethnologi- 
sche ParaHelen dazu, so im Islam (Mo- 
hamed, Ali, Abraham), im Christen- 
tum (Jesus, Abraham) und sonst. An 
verschiedenen Orten werden Felsen ver- 
ehrt, in die die heilige Fusspur einge- 
drückt ist. Nach der Legende soll sie 
von Buddha selbst herrühren. Am be- 
kanntesten ist die Fusspur auf dem 
Adams Peak auf Ceylon, von der Fa 
hsien eine Legende erzählt. 

Eitel, u. sripäda; Fa hsien (Legge), S. 

102, S. H "h -b ' '^: "s- ^s- (J^' " ^' 
(B.), I S. XXXI, XCVI, 21, (W.), I 62, 
231, 233, II 92; Hackmann, Buddhismus, 
S. 89, 221; Alabaster, Wheel of the law, 
S. 286 ff.; Karutz, Von Buddha's heiliger 
Fusspur; Grünwedel, Buddhist. Kunst, S. 
72 f.. 

^ ^ Fo chia. 'Familie des Buddha'. 
Bezeichnung der buddhistischen Reli- 
gionsgemeinschaft und des Buddhismus 
als Lehrrichtung. — Andere Bezeich- 
nung: fo men ^ f^ , 'Tor des Bud- 
dha'; s.d. 

Giles, Dict., No. 3589. 

I ^ Fo chiao. 'Buddhas (buddhisti- 
sche) Lehre'. Allgemeine Bezeichnung 
der buddhistischen Religion, s. Chiao 

(^) und Fo tao. 

Giles, Dict., No. 3589. 

I "iü # # Fo ch'ien fo hou. 'Vor 
einem Buddha und nach einem Bud- 
dha'. Wiedergabe von Skr. Tathägatä- 
näm anutpädah (chines. Übers.: ]u lai 

pu ch'u shih $p ^ :y^ tÜ IM: ' "Fa- 

thägatas werden nicht geboren'; vgl. 
Ch'u [\i\\ shih). Bezeichnung eines 
Lebens, das sich nicht während, son- 
dern vor oder nach der Wirksamkeit 
eines Buddha abspielt Dies ist eine für 
den Menschen ungünstige Existenzbe- 
dingung, da ihm dann die Möglichkeit 
fehlt, die Lehre eines Buddha zu hören; 
sie wird unter die 'acht Schwierigkei- 



FO # 



197 



ten' (pa nan /\ ; s.d.) oder hin- 
derlichen Lebenslagen gerechnet. 

de Harlez, Voc, S. 41; Chiao sheng fa 
shu, VIII, S. IIb; Mvy. 120, 8; Beal, Dham- 
mapada, S. 132; Sütra der 42 Abschnitte, 
Kap. 12 (5), 36. 

# S ^1* ?E Fo chih wai tao. 'Bud- 
dhistische abweichende Lehre'. Eine Art 
Ketzerei, die vom Buddhismus ausgeht, 
eine verkehrte buddhistische Lehrrich- 
tung, s. Wai ( ^\>) tao. 
Giles, Dict., No. 10780. 



g Fo chih. 'Die Befehle des Bud- 
dha'. Zusammenfassung der buddhisti- 
schen Gebote (sila). 

Giles, Dict, No. 3589. 

1 "^ Fo ch'ih. 'Buddhas Zahn'. Der 
linke Eckzahn des Buddha Säkyamuni, 
der als Reliquie in Kandy auf Ceylon 
(im Tempel Daladä Maligäwa) aufbe- 
wahrt wird und zahlreiche Pilger an- 
zieht. 

Eitel, u. Deladä; Hs. ts. (J.), II 263 f., 
III 14! f., (B), I 222, II 249, (W.), I 279, 
352, II 235 f.; Marco Polo (Yu!e), II 
328 ff.; Däthävansa, transl. by M. C. 
Sv/amy; Turnour, Account of the tooth 
relic of Ceylon; Wylie, Relics. 



^ Fo ching. 'Buddhistische sütras'. 
Name für Buddhas Lehrreden, das Sü- 

trapitaka. s. Ching ( ^^ ) tsang. 
Giles, Dict, No. 2122. 

j ^ Fo ch'ing, 'Das Blau des Bud- 
dha'. Eine Bezeichnung der blau ge- 
färbten Haarreste, mit denen Buddha 
oft dargestellt wird. In der Nacht der 
Flucht aus Kapilavastu schnitt der Bud- 
dha sein Haar mit seinem Schwerte ab; 
die Reststümpfe wuchsen nicht mehr, 
sondern blieben kurz und gekrüllt. Sie 
werden auf Bildnissen oft blau gemalt, 
womit ursprünglich vielleicht ein dun- 
kelgänzendes Schwarz angedeutet wer- 
den soll; denn sowohl in den 32 wie in 
den 80 'Schönheitsmerkmalen' wird 



Buddhas Haar als glänzend schwarz 

angegeben. 

Giles, Dict., No. 3589; Grünwedcl, Bud- 
dhistische Kunst, S. 138 f.; Kern-Jacobi, 
I 64. 

^|} ^ Fo fa. 'Der buddhistische dhar- 
ma'. Bezeichnung für die buddhistische 
Religion. Vgl. Fa ( JJ-). 
Giles, Dict., No. 3589. 

I ^\a* EP Fo hsin yin. 'Siegel des Bud- 
dha-Herzens', oder abgekürzt fo yin 
# fP . 'Siegel des Buddha'. Name 
für den svastika ( |f) ), das bekannte 
symbolische Zeichen, dessen Ursprung 
unsicher, vielleicht auf den Sonnenum- 
lauf zurückzuführen ist. (Vgl. MEZ Rif > 
Name der Stadt Mesembria.) Das 
Symbol schmückt im Buddhismus 
häufig die Mitte der Brust des Buddha 
(daher der obige Name). In Indien ist 
es älter als der Buddhismus (Felsen- 
tempel, Rämäyana), hat sich mit dem 
Buddhismus weit verbreitet, gehört 
aber auch dem alten Troja und dem 
frühen Europa an. Es findet sich un- 
ter den 108 Zeichen des sripäda (s. Fo 
Chi), In China wird es auch, in links- 
iäufiger Form ( pfj ), als Schriftzei- 



chen für wan 



'zehntausend', ge- 



braucht. — Andere Umschreibung: chi 
hsiang wan te chih so chi "^ ^^i ^ 
|S ^ J[j|y- ^ , 'Glückszeichen, in dem 
sich zehntausend Vorzüge vereinigen'; 
Transkr. : sai-fu-hsi-ti-chia ^ ^^ ^ 
^ ^ , hsi-ti-chia # Ig an , wei- 

ch'ü-a-hsi-ti-chia {^ii(= 14)1^1 S 
jg ^(? nach Eitel). 

Eitel, u. svastika; de Harlez, Voc, S. 54; 
Mrs. Murray-Aynsley, Symbolism, Kap. 4; 
Dechelette, Culte du soleii, S. 1 1 ; D. A. 
Ross, Is het hakenkruis arisch? 

J >^ Fo hsing, 'Von Buddhas Natur 
(oder die Buddha-Natur)'; geartet wie 



198 



FO 



der Buddha, d.h. gütig, mitleidig, hilf- 
reich. Vgl. das folgende. 
Giles, Dict., No. 3589. 



[4 *^ ft # ^ Fo ^sing chang 
chu miao kuo. 'Die wunderbare Frucht, 
die ewig bleibende, der Buddha-Natur'. 
Vgl. vorher und Miao ( j(p) kuo. 

de Groot, Code, S. 39. 

I g Fo hsing. 'Buddhas Stern'. Be- 
zeichnung einer Sterngruppe, die Pusya 
heisst und deren Transkription fu-sha 
^ '^ vielleicht in der Benennung fo 
hsing nachwirkt. Die aus drei Sternen 
bestehende Sterngruppe gehört in In- 
dien zu den Gestirnen, die die Mond- 
häuser bilden, und der Tag, an dem der 
Mond im Pusya-Zeichen steht, heisst 
Pusya-Tag. In China ist fo hsing nicht 
unter den Mondhäusern, wenn es nicht, 



als hsing 



abgekürzt, als 25. Haus 



auftritt. Das Sternbild Tisya (ti-sha 
'^^ vj/ ) soll mit Pusya identisch sein. 
— Pusya ist auch Name einiger Sagen- 
gestalten sowie eines Monats (Dezem- 
ber-Januar). — Transkr.: fu-sha i^ 
(oder 'g ) '^ ; andere Wiedergabe: 

kuei 1^ , 'Geist'. Vgl. Ti( ^ )-sha. 

Eitel, u. Piiciiya; Mvy. 165, 6; Ginzel, 
Chronologie, S. 328, 488; Kirfel, Kosmogr., 
S. 36, 82, 138, 140. 

I ^ -g ri|] Fo huo chang ming. 
'Das andauernde Licht des Buddha- 
Feuers'. Bezeichnung der buddhisti- 
schen 'ewigen Lampe'. Lichter und 
Lampen spielen im Buddhismus schon 
von früher Zeit an eine grosse Rolle als 
Zeichen der Verehrung. In den Heilig- 
tümern findet sich auf dem Altar viel- 
fach eine beständig brennend erhaltene 
Lampe. In einem Tempel der Insel Mi- 
yajima in Japan brennt eine angeblich 
von Köbö Daishi angezündete Lampe, 
die seitdem (also seit etwa 800 n. Chr.) 



nicht ausgegangen sein soll. — Andere 
Bezeichnung: hai teng :j;g >^, 'Napf- 
leuchte'. 

Giles, Dict, No. 3589, 3765; Waddell, 
Buddhism, S. 296; Hackmann, Welt des 
Ostens, S. 306; Boerschmann, P'u t'o 
shan, S. 131. 



^Fo k'an. 'Buddha-Kasten'. Be- 
zeichnung für einen Kasten (Schrein) 
in der Wand oder für eine Nische, wor- 
in das Bildnis einer Gottheit Platz 
findet. Vgl. K'an ( ^ ). 

Giles, Dict., No. 3589. 

I »g^ Fo ku. Gebeine des Buddha'. 
Bezeichnung einer vom Körper des 
Buddha herrührenden Reliquie, wie sie 
z.B. im Kloster A-yü wang ssü ^^ ^ 
^ ^ ('Kloster des Königs Asoka') 
bei Ning po aufbewahrt wird. Die Ver- 
ehrung von Buddha-Gebeinen gab den 
Konfuzianern besonders schweren An- 
stoss, und Han Yü (768-824 n. Chr.) 
wandte sich (im Jahre 819) heftig da- 
gegen. — fo ku bezeichnet auch wohl 
'das Wichtigste und Wesentlichste in 
der Lehre des Buddha'. 

Giles, Dict., No. 3589; Grube, Chines. 
Lit, S. 303 ff.; de Mailia, Histoire, VI 
422 ff. 

I H ^^ ^"°- '^^^ ^^^^^ ^^^ Buddha'. 
Übersetzung von Skr. buddhaksetra 
und buddhavisaya. s. Fo t'u. 

Eitel, u. buddhakchetra; Mvy. 154, 19; 
Bukkyö daijiten, S. 1559, 3, 25. 

I ^ Fo kuo. 'Buddha-Frucht'. Über- 
setzung von Skr. buddhaphala. Be- 
zeichnung des Erfolges buddhistischer 
Bemühungen, wie etwa das Eingehen 
in das Paradies des Amitäbha oder gar 
in das Nirväna. Man unterscheidet zehn 
'Buddhafrüchte'. Vgl. das folgende. — 
Nach Eitel ist fo kuo auch eine Erklä- 
rung für Arhat; s. A( |Jnf )-lo-han. In 
dem Sinne von Arhatschaft wird bud- 



FO 



199 



dhaphala auch durch sheng kuo B^ 
-§^ , 'die Frucht des Heihgen', oder al- 
lein durch kuo -^ , 'Frucht', wiederge- 
geben. 

Eitel, u. biiddhaphala und arhän; Hs. ts. 
(J.), III 17, 506, (B), II 150 f., (W.), 11 
150; Hackmann, Schulen, S. 13. 

^ 1^ -j- ;^ Fo kuo shih h'. 'Die zehn 
Kräfte der Buddha-Frucht'. Überset- 
zung von Skr. buddhaphaladasabaia. 
Bezeichnung von zehn Kräften oder 
Fähigkeiten tieferer Erkenntnis (chih 
li ;^ ^ ), die mit der Erreichung der 
Buddhawürde verbunden sind. Die Na- 
men (s. darunter im einzelnen) sind: 1. 
Shih ch'u fei ch'u chih H :^ ^^ ^^ 
g ^ ;/j ; 2. Yeh chih H || ^^l ;ft ; 

3. Yü chih li g^ ^ ;0 ' ^- ^^'^^ ^^^^ 
11 -^ ^ ;/j ; 5. Ken chih li ^^g. ^ 
^ ; 6. Ting chih U ^ 9^ J} ; 1- 
Chih hsü chih li Ü ^ 7*^ ;/j ; 8. Su 
ming chih li ^ "^ ^ f} , Q- T'ien 
yen chih li ^ gf^ ^P j/J ; 10. Lou 
chin chih li p ^ ^ ;/j . _ Vgl. 

Chih ( ^ ) li und Shih ( -p ) li. 

Eitel, u. dasabala; de Harlez, Voc, S. 
23 f.; Mvy. 7, 1—10; Sdhp. (Burnouf), S. 
781 ff., (Kern), S. 31 Anm. 



1 ^1^ (Oder t#) Bfi^I^ Fo- 

li-shih (oder chih)-sa-tang-na. Skr. Vr- 
jisthäna. Name eines von Hsüan tsang 
erwähnten Reiches im Norden Indiens 
mit der Hauptstadt Hu-pi-na ^ 7j^ 
^[5 . Wahrscheinlich war es das Land 
um Kabul, das Ortospana des Ptole- 
mäus. Vielleicht gehörte die Bevölke- 
rung zu den Stämmen der Vrjis (fu-li- 
shih 5g|^tt,s.d.). 

Eitel, u. Urddhasttiäna; Hs. ts. (J.), I 
265, III 190, 416, 506, (B.), II 285 f., 
(W.), II 266 f. 



i^ft t^ fy Fo-lou-sha. Skr. Purusa, 
abgekürzt aus Purusapura; bei Fa hsien 
fu-lou-sha 5g I I . s. Pu( ^ )-lu- 
sha-pu-lo. 

Eitel, u Puruchapura. 

I P^ Fo men. Tor des Buddha'. Be- 
zeichnung des Buddhismus als einer 
Lehrrichtung. Der Ausdruck men ist 
auch sonst Bezeichnung für "Schule' 
oder 'Sekte' und so werden die ein- 
zelnen Schulrichtungen innerhalb des 
Buddhismus selbst als men bezeichnet. 
Vgl. Fo chia. 

Giles, Dict., No. 3589. 

I ?^ ^ ^ Fo men tzü ti. 'Schüler 
des Buddhismus'; von buddhistischen 
Mönchen (und Nonnen) gebraucht. 
Giles, Dict., No. 3589 (12317). 

j "^ Fo miao. 'Spross des Buddha'. 
Wiedergabe von Skr. jinätikura. Ein 
Beiname der Bodhisattvas, 

de Harlez, Voc, S. 18; Mvy. 22, 8. 

( -^ Fo mu. 'Mutter des Buddha', d.i. 
die Königin Mäyä. s. Mo( J|£ )-yeh. — 
Auch Skr. Buddhamätrikä, eine mysti- 
sche Bezeichnung für Mahämayürl vi- 

dyäräjiiT. s. K'ung ( ^L ) ch'iao. 

Eitel, u. Mahämäyä. — B.N., No. 307; 
de Visser, Festschr. für Hirth, S. 370, 377. 



I ^ # H ol^ Fo-p'an-shih-lo pu. 
Transkription (mit Zusatz von pu, 
'Schule') von Skr. Pürvasaila, 'Schule 
des östlichen Berges'. Name einer der 
18 altindischen Schulen des Buddhis- 
mus, und zwar einer Unterabteilung 
der Gruppe der Mahäsarnghikas. Sie 
heisst auch Uttarasaila-Schule, d.h. 
'Schule des nördlichen Berges'. ■ — 
Übers.: tung shan pu ^ Ul "pf , 
'Schule des östlichen Berges'. 

Eitel, u. Pürvasailäh; Mvy. 275, 14; 

Wassiljeu^, Buddhismus, S. 252; Täranätha 

(Schiefner:, S. 175, 271. 



200 



FO # 



(oder ^) 



# (oder 5ß) ^ vuu^. ^^ 
S ff * M Fo(oder Fu)-p'an- 
shih-lo-seng-ch'ieh-lan. Skr. Pürvasi- 
lä-sarnghäräma. Name eines bei Hsüan 
tsang erwähnten Klosters in der Nähe 
von Dhanakataka. Vgl. vorher. — 
Übers.: tung shan ssü ^ iJj ^ , 
'Kloster des östlichen Berges'. 

Eitel, u. Pürvasäila safnghäräma; Hs. ts. 

(J.), 1 188, III 110, 506, 499, (B.), H 221, 

(W.), H 214, 217. 

I W Fo pao. Übersetzung von Skr. 
buddharatna, 'Buddha-Kleinod'. Be- 
zeichnung des ersten der drei Kleino- 
dien, s. San ( ^ ) pao. 
Eitel, u. triratna. 

I 2(5C Fo pen. 'Ursprung (Wurzel) 
des Buddha'. Wiedergabe von Skr. ji- 
nädhära. s. Fo yin. 
Mvy. 22, 6. 

I # W ts IrI Fo-p'o-p'i-t'i-ho. 
Skr. Pürvavideha. Name des östlichen 
der vier Kontinente. Vgl. Ssü ( |5] ) 
chou und Pa ( /\ ) chung chou. Er 
war halbkreisförmig, und so waren 
auch die Gesichter seiner Bewohner. 
Seine beiden kleineren Nebenkontinente 
heissen Deha (shen ^) und Videha 

(sheng shen chou ^ ^ jj\\ , s.d.). — 
Übers, von Pürvavideha: tung sheng 
shen chou ^ ^ % iß\\ , 'östlicher 
Kontinent der Körperbesiegung' (in 
diesem Falle ist vi von Videha im Sinne 
von vijita, 'besiegt', verstanden); Wie- 
dergabe von Videha (als Abkürzung 
von Pürvavideha) : li t'i g^. f | , 'ge- 
trennt vom Körper' (vi-deha im Sinne 
von 'körperlos' verstanden), sheng 
shen chou ff/^ ifil|j '^j\\ (oder }\] ), 'Is- 
land of conquerors of the splrit' (Eitel; 
vgl. die Bemerkung vorhin bei Pürva- 
videha); andere Transkr.: fu-li-p'o-pi- 



p'o-p'i-t'i-ho ^ -^ mm^M. 

fu(oderfo)-p'o-t'i ^ (oderf^)^ 

^ , f u-erh-kan-wei-ti-ko ^| ^ $^ 

tk Ö>f S. ^Li(oder fo)-yü-ti ^ (oder 

fjj) -f- ^ ; tung fu-p'o-t'i ^ 1^ 

^ ^ • Videha, Abkürzung von Pür- 
vavideha: p'i-t'i-ho IH}(^^ip[, s.d. 

Eitel, u. Pürvavideha; Hs. ts. (J.), II S. 
LXXIII, III 506, 522, 558, (B.), I 11, (W.), 
I 32 f.; Mvy. 154, 2; 4; Chiao sheng fa 
shu, IV, S. 20a; Giles, Dict, No. 2445; 
Beal, Catena, S. 35 ff.; Kern-Jacobi, I 369; 
Kirfel, Kosmogr., S. 11*, 18*, 19*, 183, 
188 f. 



"^ -M ^ Fo-p'o-t'i. Gekürzte Tran- 
skription von Pürvavideha. s. vorher. 
Eitel, u. Pürvavideha. 

I ^ M ^ Fo she-li ch'u. 'Stätte 
für eine Buddha-Reliquie'. Bezeichnung 
für einen stüpa, unter dem gewöhnlich 
eine Reliquie eingegraben ist. s. T'a 

Eitel, u. stüpa. 

j ^ Fo shih. 'Buddha-Angelegen- 
heit, Buddha-Dienst'. Bezeichnung kul- 
tischer Handlungen in Zusammenhang 
mit einem Todesfall oder der Fürsorge 
für die Seelen im Jenseits ('Toten- 
messe'). 

Giles, Dict., No. 3589. 



^ Fo shih. Übersetzung ('Buddha- 
Diener') von Skr. Buddhadäsa. s. Chio 

( @ ) shih. 

Hs. ts. (J.), III 506. 

I ^ Fo shou. 'Buddhas Hand'. Eine 
Pflanze der Citrus-Familie, deren 
Frucht einigermassen einer Hand mit 
zusammengelegten Fingern ähnlich ist: 
Citrus chirocarpus. Sie besitzt einen 
starken, angenehmen Duft und ist des- 



FO fj} 



201 



wegen sehr geschätzt. In getrocknetem 
Zustande wird die Frucht vielfach me- 
dizinisch verwendet (wie auch Wur- 
zeln und Blätter). Warum sie mit Bud- 
dha in Verbindung gebracht wird, ist 
unbekannt; die Frucht wird häufig auf 
Altären als Gabe niedergelegt. 

Giles, Dict., No. 3589; Stuart, Mat. 
med., S. 1 14. 

# 14 M M 'S # f'o ^^^"° p^^-^^ 

yin yüan. 'Das von Buddha verkündete 
sütra über das nidäna, unter dem pat- 
tra-Baum (gesprochen)'. Bezeichnung 
einer Klasse von Schriften des Kanons, 
die sich mit der 'zwölfgüedrigen Kette', 
der Formel von der ursächlichen Ent- 
stehung (pratityasamutpäda, yin yüan 

# ) beschäftigen. Vgl. Pei( ^ )- 

to shu. 

de Harlez, Voc, S. 50 (wo als Skr.- 
Äqiiivalent Sarvavaidalyäsangraha [?] 
angegeben ist); B.N., No. 278. 

1 iä fi" ft Uh Fo shuo seng-ch'ieh- 
t'a(oder ch'a). Skr. Buddhabhäsita- 
Sarnghäta (-sütra). Name einer be- 
stimmten Klasse von kurzen Schriften 
des Kanons. 

de Harlez, Voc, S. 50. 

I iä Ä ^4 ( $f ) f'ö sh"0 ^^0 ^^" 
(ching). 'Das von Buddha verkündete 

Reishalm (-sütra)'. Übersetzung von 
Skr. Buddhabhäsita-Sälistambhasütra. 
Name eines in drei Übersetzungen im 
Kanon vorhandenen sütra, das eine be- 
stimmte Klasse von sütras repräsen- 
tiert. 

B.N., No. 280, 281, 867, 818; de Harlez, 
Voc, S. 50. 

I ^ H o^ Fo-so-lo pu. Gekürzte 
Transkription, mit Zusatz von 'Schule', 
von Skr. Vatsiputriya. Name einer der 
alten indischen Lehrschulen, eine Unter- 
abteilung der Schule der Sthaviras. 
Anfänglich soll (nach Täranätha) die 



Vatsiputriya-Schule neben den Sarvästi- 
vädins eine Zweiteilung der Sthaviras 
gebildet haben, von wo aus dann die 
Teilung weitergegangen ist. Nach Was- 
siljew soll dagegen die Vatsiputriya- 
Schule sich aus der Schule der Sarvästi- 
vädins entwickelt haben. Die Schule ist 
angeblich von Vatsa oder Vatsiputriya 
(oder einem Sohn des Väsa) gegrün- 
det. — Andere Transkr.: po-ssü-fu-to- 

fu-ti-yü pu gjc *. ^ Ig U ^ > P'o- 
ts'o-fu-lo pu '^m'M Bn]^' P'«- 
tz'ü tzü pu :^ if^fl -^ ^p,- übers.: tu 

tzü pu :tÄ -7* nP ' 'Schule des Soh- 
nes des Kalbes [Vatsa]', k'o chu tzü 
pu pf {^ Jy- f|3, 'Schule des 
Sohnes des Väsa [als Ableitung von 
vas, 'wohnen', übersetzt]'. 

Eitel, u. Vatsiputriyäh; Täranätha 

(Schiefner), S. 271-74, 292; VVassiljew, 

Buddhismus, S. 253. 

^ äj: Fo ssü. 'Buddha-Kloster oder 
-Tempel', s. Pi(^)-ho-lo und Ssü 

Eitel, u. vihära; Giles, Dict., No. 10295. 

I ^ Fo t'a. 'Buddha-Pagode', s. T'a 

(iÄ). 

Giles, Dict., No. 3589. 

I ^ Fo fang. 'Buddha-Halle'. Name 
für einen im Hause eingerichteten 
Raum oder Schrein, wo der Buddha 
oder buddhistische Figuren verehrt 
werden. 

Giles, Dict, No. 10760. 

I ^ Fo tao. 'Die Lehre des Buddha'. 
Allgemeine Bezeichnung der buddhisti- 
schen Religion. Anderer Ausdruck da- 
für: fo chiao I ^. Da tao auch als 
Übersetzung von Skr. bodhi gebraucht 



202 



FO 



wird, kann der Ausdruck ferner 'die bo- 
dhi des Buddha' bedeuten. 

Giles, Dict., No. 3589, 10780. 

^ ^ g -^ Fo tao jih tzü. 'Beson- 
dere Tage des Buddhismus'. Tage, die 
von den Buddhisten als Erinnerungs- 
tage heiHg gehalten werden. Eine Auf- 
zählung von solchen Tagen z.B. bei 
Edkins und Richard. 

Giles, Dict., No. 3589; Edkins, Bud- 
dhism, S. 207 ff.; Richard, Calendar. 

1 ^ iS Fo-ti-lo- Skr. Bodhila (nach 

Julien). Name eines bei Hsiian tsang 

erwähnten, nicht weiter bekannten säs- 

tra-Meisters, der zur Mahäsarnghika- 

Schule gehörte und ein Werk unter dem 

Titel Tattvasarncayasästra (Chi chen 

lun ^ fi 1^) verfasste. Er lebte als 

Vorsteher in einem Kloster in der Nähe 

der Hauptstadt von Kashmir. 

Eitel, u. Bodhila; Hs. ts. (J.), 11 186, 111 
506, (B.), 1 162, (W.), I 282. 



I ;^ M Fo-t'i-p'an. Nach Eitel ab- 
gekürzte Transkription von Skr. Vide- 
ha, aber wahrscheinlich von Pijrvavi- 
deha. s. P'i( fflH^)-t'i-ho. Vgl. Fo( ^, )- 
p'o-p'i-t'i-ho. 

Eitel, u. Videha. 

I ^ Fo tien. 'Halle des Buddha (oder 
der Buddhas)'. Name der Hauptkultus- 
haile in den Klöstern, gewöhnlich ta 



hsiung pao tien ;;Ac ^ ^ S (s-d.) 
genannt. 

Giles, Dict., No. 11202. 

] 5J Fo t'ien. 'Buddhafeld'. Überset- 
zung von Skr. buddhaksetra. Vgl. Fo t'u. 

I TM *M* ^*^ ^'"S ^^- 'ßuddhas Schei- 
telknochen'. Übersetzung von Skr. bud- 

dhosnlsa. s. Wu( ^^ )-shih-ni-sha. 
Eitel, u. uchnicha. 

I pjg Fo-t'o. Skr. Buddha, s. Fo. 
Eitel, u. Buddha; Hs. ts. (J.), III 506. 



# P$ B ^ Fo-t'0-ch'iu-to. Skr. 

Buddhagupta. s. Chio ( ^) hu. 

Eitel, u. Buddhagupta; Hs. ts. (J.), IM 
506. 

I 15$: & M \U Fo-t'o-fa-na shan. 
Skr. Buddhavana-giri. Name eines von 
Hsüan fsang erwähnten Berges zwi- 
schen Buddha-Gayä und Räjagrha. 
Buddha soll auf seinem Wege von der 
Stätte der Erleuchtung nach Räjagrha 
eine Zeitlang in einer Höhle am steilen 
Abhang dieses Berges verweilt haben. 
Auch andere Legenden (z.B. die von 
den 500 Arhats) knüpfen sich an die- 
sen Berg. 

Eitel, u. Buddhavanagiri; Hs. ts. (J.), 
III 9 f., 378, 506, (B.), II 145, (W.), II 146. 

I ffi M f'o-t'o li. 'Buddha-Ort'. Na- 
me des Platzes, an dem das Kloster 
chien ch'u ssü ^ ^<J] ^ (s.d.) lag, 
das für den indischen Übersetzer K'ang 
seng hui J^ f^ ^ (s.d.) erbaut 
wurde. 

B.N., Sp. 390; Bagchi, Canon, S. 305; 
Kao seng chuan, I 1:9b (6). 

I K ?B^ ^ Fo-t'o-mi-to. Skr. Bud- 
dhamitra. Name des neunten Patriar- 
chen. Er war Inder von Geburt, aus der 
Vaisya-Kaste, und wurde ein Schüler 
seines Vorgängers Buddhanandin (fo- 
t'o-nan-ti f^jj [J:ß ff tS )• Er verfasste 
eine von Dharmamitra (fa hsiu ^ 
^, 424 — 41) ins Chinesische über- 
setzte Schrift (B.N., No. 1382) und 
erhielt davon den Beinamen Mahädhyä- 
naguru. — Andere Transkr.: fu-t'o-mi- 

to fc .Ä m % ■ 

Eitel, u. Buddhamitra; B.N., Sp. 377; 
Puini, Encicl., S. 33. 

I 1^ St tl^ Fo-t'o-nan-ti. Skr. Bud- 
dhanandi(n). Name des achten Patriar- 
chen. Er stammte aus der Familie des 



FO 



203 



Gautama (Buddha) und soll (als Zei- 
chen davon?) einen Auswuchs auf dem 
Kopf gehabt haben wie der usnisa des 
Buddha (wu-shih-ni-sha >^ -^ jB^ 
]^). In Disputationen war er immer 
siegreich. 

Eitel, u. Biiddlianandi; Puini, Encici., S. 
32; Täranätha (Schiefner), S. 292. 

# R4 '^ f IJ Fo-t'o-po-li. Skr. Bud- 
dhapäli., s. Chio ( -^ ) hu. 

Eitel, u. Buddhapäli; B.N., Sp. 439. 

I Rt W W- Fo-t'0-po-mo. Skr. Bud- 
dhavarman. s. Chio ( '^ ) k'ai. 

Eitel, u. Buddliavarman; B.N., Sp. 412; 
Bagchi, Canon, S. 223 f. 

1 \>tW^W Fo-t'0-po-to-Io. Skr. 

Buddhabhadra. s. Chio ( '^ ) hsien. 

Eitel, u. Buddhabhadra; Hs. ts. (J.), III 
507. 

I K (Oder m m ^t m Fö-t'o- 

po-t'o-Io. Skr. Buddhabhadra. s. Chio 
( ^ ) hsien. 

Eitel, u. Buddhabhadra; BN., Sp. 399. 

I P4 f^ IrT Fo-t'o-seng-ho. Skr. 
Buddhasirnha. Name eines Schülers des 
Asaiiga (a-seng-chia |$pf f^ jjjW ). Mit 
diesem und mit dessen Bruder Vasu- 
bandhu soll Buddhasiniha verabredet 
haben, dass, wer zuerst stürbe und im 
Himmel des Maitreya (Tusita) wieder- 
geboren würde, es dem andern melden 
solle. Buddhasirnha starb zuerst, gab 
aber keine Nachricht. Dann starb Va- 
subandhu und gab seinem Bruder Nach- 
richt von sich selbst und von Buddha- 
sini-ha. — Übers.: shih tzü chio |j|j -^ 
^ , 'Löwen-Erleuchtung'. — • Fo-t'o- 
seng-ho ist ferner Beiname eines Mön- 
ches Fo-t'u-ch'eng '^ ßl yÜ , s.d. 
Eitel, u. Buddhasirnha; Hs. ts. (J.), II 
270 f., III 507, 495, (B.), I 227 f., (W.), I 
358; Hackmann, Laienbuddhismus, S. 231 f.; 
Levi, Süträlamkära II 4. 



Ä \^t M ^ Fo-fo-shan-to. Skr. 
Buddhasänta. Name eines aus Nordin- 
dien nach China gekommenen sramana, 
der 524 — 39 n. Chr. zehn buddhistische 
Werke ins Chinesische übersetzte, von 
denen noch neun vorhanden sind. Er 
lebte zuerst im Kloster Pai ma ssü in 
Lo-yang, später in Chin hua ssü in Yeh. 
Übersetzt ist sein Name als chio ting 

^ ^ , 'Buddha-Festigkeit'. 

Eitel, u. Buddhasänta; B.N., Sp. 427; 
Bagchi, Canon, S. 250 ff. 

I |5$ ft Fo-t'o-shih. Skr. BuddhajI- 
va. Name eines sramana aus Kabul, 
eines Meisters des vinaya (vinayapati, 
lü shih ^§||j). Er führte den Titel 
Vinayadhara und gehörte der Schule 
der Mahisäsakas (mi-sha-sai pu i^j|;] 'j^j/^ 
^ q]J ) an. Im Jahre 423 n. Chr. 
kam er nach der Hauptstadt der frühe- 
ren Sung und übersetzte drei Werke, 
von denen noch zwei (B.N., No. 1122, 
1157) vorhanden sind. — Übers.: chio 



shou 



■0^ ' 



'Buddha-Lebensdauer'. 



Eitel, u. Buddhadjiva; B.N., Sp. 414; 
Bagchi, Canon, S. 363 f.; Kao seng chuan, 
13:6. 

I |5$ ^ S (^) Fo-t'o-to-lo(-to). 
Skr. Buddhaträta. s. Chio ( '^ ) chiu. 
Eitel, u. Buddhaträta; B.N., Sp. 438. 



^tU.% Fo-fo-fo-so. Skr. Bud- 
dhadäsa. s. Chio { ^) shih. 

Eitel, u. Buddhadäsa; Hs. ts. (J.), III 507 

I P4 BP ^ Fo-t'o-yeh-she. Skr. 
Buddhayasas. s. Chio ( '^ ) ming. 

Eitel, u. Buddhayasas; B.N., Sp. 408; 
Bagchi, Canon. S. 200. 



I H Fo t'ou. 'Buddha-Kopf. Popu- 
läre Bezeichnung für hervorragende Hü- 
gel oder Berge. — Auch die grösseren 
Kugeln in einem Rosenkranz (Gebets- 



204 



FO 



schnür) werden so genannt. Vgl. Su 

( ^ ) chu. 

Giles, Dict., No. 3589. 

^ ^Fo tsang. 'Buddhas Eingeweide'. 
Bezeichnung der (oft wertvollen) Ge- 
genstände, die man in ein Buddhabild- 
nis einschliesst, wenn es nach beendeter 
Herstellung feierlich für den Kult ge- 
weiht wird. Zuweilen wird auch ein äl- 
teres und wunderkräftiges (kleineres) 
Buddhabild in einem grösseren verbor- 
gen. Auch Nachbildungen der inneren 
Organe (aus Seide usw.) legt man wohl 
hinein, die dann am ersten den Namen 
fo tsang verdienen. 

Giles, Dict., No. 11584; Hackmann, Bud- 
dhismus (Handex), S. 381, 383; Dore, 
Manuel, S. 120; de Visser, Ti-tsang, S. 142, 
168, 171. 



Fo tsu. 'Der Patriarch Buddha'. 
Eine populäre, eigentlich unzutreffen- 
de, Benennung des Buddha. 
Giles, Dict., No. 3589. 

I J- Fo t'u. 'Buddha-Land'. Überset- 
zung von Skr. buddhaksetra, 'Buddha- 
Land, Buddha-Sphäre'. Bezeichnung 
für das Gebiet, in dem der Einfluss 
eines Buddha gilt. Jeder Buddha hat 
ein solches Gebiet. Man nimmt an, dass 
sein Einfluss in vier verschiedenen Ab- 
stufungen wirksam Vv'ird und unterschei- 
det danach 'vier Buddha-Länder' (ssü 
fot'u |Zg# ±):l.fahsingt'u ^ 
tt i ' 'Land der dharma-Natur', 2. 
tzü shou yung t'u § 5' ffl i' '^^^ 
Land, wo man (das Wort des Buddha) 
von selbst annimmt und ausführt', 3. t'o 

shou yung t'u f!£ ^ ^ Jl' '^^^ 
Land; wo man (das Wort des Buddha) 
nur erst teilweise annimmt und aus- 
führt', 4. pien hua t'u '^^ ^ ±/das 
Land, wo Gute und Böse, Reine und 
Unreine durcheinander wohnen', s. die 



einzelnen Artikel. Man vergleiche dazu 
die drei Buddhaländer des Päli-Bud- 
dhismus: jäti-, änä-, visaya-kkhetta. — 

Teilweise Transkr.: fo ch'a ^ ^|J ; 

andere Übers.: fo kuo -^ ^, 'Reich 

des Buddha' (auch Übers, von Skr. 

buddhavisaya). Vgl. Ch'a( ^|j)-ta-Io 

und Ch'a (^Ij). 

Eitel, u. buddhakchetra; Chiao sheng fa 
shu, IV, S. 4b; Mvy. 154, 20, 19; Bukkyö 
daijiten, S. 1559, 3, 24 f.; Sdhp. (Burnouf), 
S. 363. 

-^j {®j Fo-t'u. Seltenere Transkription 
des Namens Buddha, s. Fo. 
Giles, Dict., No. 3589. 



[gl yg Fo-t'u-ch'eng. Name eines 
sramana aus Indien, der um 348 n. Chr. 
in China den Buddhismus propagierte. 
Er führte auch den Namen fo-t'o-seng- 
ho # ffi ft M^ Skr. Buddhasimha. 
Man erzählt sich wunderliche Beweise 
seiner magischen Kraft, so z.B., dass er 
in seiner Almosenschale eine Lotusblu- 
me aufblühen Hess. 

Eitel, u. Buddhochinga und Buddhasim- 
ha; Lockhart, Manual, S. 325. 

I jyL Fo tzü. 'Sohn des Buddha'. Wie- 
dergabe von Skr, jinaputra. Ein ge- 
bräuchlicher Beiname für einen Bodhi- 
sattva. Auch gebraucht als Anrede an 
die Nachfolger des Buddha, die Mön- 
che (die das Bodhisattvaziel verfol- 
gen). 

de Harlez, Voc, S. 18; Mvy. 22, 5. 

I W> Po y^^''- '^^^^^ Buddha'. Popu- 
läre Benennung des Buddha. 
Giles, Dict., No. 3589. 

I EP f'o yin. 'Siegel des Buddha'. 
Wiedergabe von Skr. svastika. Abkür- 
zung von fo hsin yin; s.d. 
de Harlez, Voc, S. 54. 



FO fj} FOU ^y FU f4 -fic 



m 



205 



f^ H Fo yin. 'Grund(lage) des Bud- 
dha'. Wiedergabe von Skr. jinädhära. 
Ein Beiname der Bodiiisattvas, in denen 
sich der Buddha bildet. • — Andere Be- 
zeichnung: fo pen I 2|$ , 'Ursprung 
(Wurzel) des Buddha'. 

de Harlez, Voc, S. 17; Mvy. 22, 6. 

I ^^ Fo ying. 'Schatten des Buddha'. 
Übersetzung von Skr. buddhacchäyä. 
Wie den Eindruck seines Fusses (fo 
Chi ^ ^Jf), so soll Buddha hier und 
da auch seinen Schatten als Wahrzei- 
chen zurückgelassen haben. Am be- 
rühmtesten war die 'Höhle des Schat- 
tens' (ying k'u ^ ^ ), von der Hsüan 
tsang berichtet und die auch schon Fa 
hsien erwähnt. Der Schatten war aber 
nach der Beschreibung mehr ein leuch- 
tendes Abbild seiner Gestalt auf einem 
Felsen (wie übrigens auch die Fusspur 
oft Licht ausstrahlt). 

Eitel, u. buddhatchchäyä; Fa hsien (Leg- 
ge), S. 39, 88, S. -p — , 13 ff., H +, 
10; Hs. ts. (J), I 80 ff., II 100 f., (B.), ! 
S. XXXI, XCV, 93, (W.), I 184, 193. 

1 "f" ^ Fo-yü-ti. Skr. Pürvavideha. 
s. Fo-p'o-p'i-t'i-ho. 

Eitel, u. Pürvavideha. 

«/^ Fou. 

I RS ® S Fou-t'o-po-mo. Skr. 
Buddhavarm.an. s. Chio ( ^) k'ai. 

Eitel, 11. Buddhavarman; B.N., Sp. 412; 
Bagchi, Canon, S. 223. 

I 1^ Fou-tu. Skr. Buddha. Auch eine 
alte Bezeichnung für Skr. torana ('Por- 
tal, Triumphbogen, Pagode'), s. Fo 

(#)■ 

Giles, Dict., No. 3600. 



(wie das vorige) Bezeichnung für Skr. 
torana s. Fo ( -^ ) . 

Eitel, u. Buddha; Giles, Dict., No. 3600. 



I 



Fou-t'u. Skr. Buddha. Auch 



'^^ m Fou-t'u. Skr. Buddha. Auch 
(wie die vorigen) alter Ausdruck für 
Skr. torana. s. Fo ("^ ). 
Giles, Dict., No. 3600. 

ft F"- 

I ft # ^ = + E£ Ü. F« ('-> 
ch'uan t'ung san shih san tsu. 'Die 33 

Patiiarchen, die den dharma (von Bud- 
dha) empfingen, ihn weiter überliefer- 
ten und überwachten'. Die volle Be- 
zeichnung für die sogenannten buddhi- 
stischen Patriarchen, s. Tsu ( jjig^). 
Puini; Encicl., S. 25. 

j j^ Fu mo. 'Mära-Überv/inder'. 
Übersetzung von Skr. märajit, nach der 
Mvy. von Skr. märäbhibhü. Ein Bei- 
name des Buddha. Vgl. Hsiang ()^) 
fu und Hsiang mo. 

de Harlez, Voc, S. 7; Mvy. 1,41. 

I gj^ ^ ^ Fu-t'0-mi-to. Skr. Bud- 

dhamitra. s. Fo(^ )-t'o-mi-to. 

Eitel, u. Buddhamitra; Puini, Encicl., 
S. 33. 



Fu. 



I J\^ Fu Jen. 'Frau'. Wiedergabe von 
Skr. mätrgräma. s. Mo(^)-ta-li- 
ch'ieh-lo-mo. 
Mvy. 188, 46. 



*^ 



Fu. 



jlj\l |g Fu-ch'ieh-lo. Skr. pudgala. 
s. Fu(^; )-ch'ieh-lo. 



Eitel, u. pudgala. 



206 



FU m 



Fu kuei chia. 'Reiche und 
vornehme Familie', s. So(^ )-lo. 
Eitel, u. säla. 

I ^ p^l^ Fu-lan-na. Skr. Puräna. Be- 
zeichnung einer indischen Literaturgat- 
tung, die auf die grossen Epen folgt. 
Die Puränas enthalten die alten Über- 
lieferungen über die Weltschöpfung, 
die Taten der Götter, Heroen, Heiligen 
und Urväter der Menschen, die Anfän- 
ge der berühmten Königsgeschlechter 
und dergleichen. Ihre religiöse Grund- 
auffassung ist ein Pantheismus. Es exi- 
stieren 18 Puränas und daneben noch 18 
Upapuränas (Neben-Puränas). • — An- 
dere Transkr.: pu-la-na ^ (oder f<|^) 

^ij ^; Übers.: hsien shih ^ ^ 
und ch'ien tai "H H; , 'die früheren 
Generationen'; falsche Übers.: man Jj^ , 
'voll', es ist dabei an eine Ableitung von 
der Wurzel pr, 'füllen', gedacht. 

Eitel, u. Puränas; Mvy. 216, 17; 245, 

724; Dowson, Dict., u. Puräna; Winternitz, 

Ind. Litt., I 440-83. 

I W M M M Fu-lan-na-chia-she. 
Skr. Pürana-Käsyapa. Name eines der 
sechs Irrlehrer, tirthikas oder tlrthyas, 
der Jinistischen Lehrer, die dem Bud- 
dha in den Weg traten, aber immer von 
ihm besiegt wurden. — Andere Tran- 
skr.: p'ei-la-na jf^ $|] ^. 

Eitel, u. Pürana Käsyapa; Mvy. 179,1; 
Kern-Jacobi, 1 182 f. 

(j liiR) m^B^l- (F"- 

lou-na-)mi-to-lo-ni tzü. Skr. (Pürna-) 
Maiträyaniputra. Name eines der her- 
vorragenden Jünger des Buddha. Er 
wird als fahrend auf einem von Garuda 
gezogenen Wagen dargestellt. Als Bo- 
dhisattva befindet er sich nach dem 
Saddharmapundarikasütra im Gefolge 
des Buddha, und die Buddha-Würde 
wird ihm zugesagt. — Andere Transkr.: 



pu-la-na-mei-chü(wohl für ta)-li-yen- 
ni-fu-chü(wohl für ta)-lo ^ ^|J ^ 

tf HR (wohl für pH ) M fß Ä % 
ng, (wohl für pH) H, (pu-la-na-) 
mei-ta(fälschlich auch chü)-li-yen-ni-fu- 
ta(auch wieder chü)-lo ( f<f ^ij ^[^) 

^ , pu-la-na-mei-chü(wohl für ta)-li- 
i-ni-fu-to-lo f<| $|J ^ ;ff nä (wohl 

für nä ) %\] a Ä t; ^ M' "«"- 

na-wen-t'o-ni tzü Jg ^\\ ^ \iJi^ ^ 
-^ , fu-na-man-t'o-fu-to-lo 'g J|^ 
5 ffi Iß ^ E' pin-ch'i-wen-t'o-fu 
^M M ^ P4 .^ ' Pin-nou-wen-t'o-ni 
57PIS ^ P4 /g^ , pin-nou-wen-sheng- 
fu M ff * ffi 3fi 5 Übers.: man 
tz'ü tzü \^ ^ "F 5 'voll-Erbarmen- 
Sohn', man yen shih nü tzü \'^ J^ 
if|] A "?' ' 'voll-reich-geschmückt- 
Frau-Sohn' (s.d.), man chien tzü }|i 
■^ (? Eitel). 



y 



Eitel, u. Pürnamaiträyani (Puttra); Hs. 
ts. (J.), I 103, II 208, III 492, 525, 560, 
572, (B.), I 180, 181 (dort weitere Litera- 
tur), (W.), 1 302 f.; Mvy. 47,7; Bukkyö 
daijiten, S. 1479, 2, 5; 1481, 3, 28; 1544, 
1, 18; Sdhp. (Burnouf), S. 2, (Kern), S. 
3, 191 ff.; Burnouf, Introd., S. 426, 503. 

*M tt & Fu-lou-sha. Skr. purusa. 
Bezeichnung des geistigen Urprinzips 
der Weltentstehung in der Sänikhya- 
Philosophie. — Andere Transkr.: pu- 
lu-sha f<| j£ fj? ; Übers. : shih f u j: 
^ , 'Herr und Meister'; shen wo jp^ 
I , 'das geistige (übersinnliche) Ich'. 

Eitel, u. purucha; Mvy. 207. 6; Deus- 
sen, Gesch. d. Phil., I, im Reg. u. purusa; 
Garbe, Sänikhya-Phiiosophie, im Inde.x u. 
purusa. 



FU 



% 



207 



3 



M ^15$: 3f, ^ Ü Fu-na-man- 
t'o-fu-to-lo. Skr. Pürna-Maiträyanlpu- 
tra. s. Fu-lou-na-mi-to-lo-ni tzü. 

Eitel, u. Pürnamaiträyant (Puttra). 



Skr. 



I ^[^ 1^ W Fu-na-yeh-she. 

Punyayasas. s. das folgende. 

Eitel, u. Punyayasas; Puini, Encicl., 
S. 34. 



^f^^lJ (Oder ^) ^ (oder §) 
Fu-na-yeh-she. Skr. Punyayasas. Na- 
me des elften (nach anderer Zählung 
des zehnten) Patriarchen. Er stammte 
aus Pätaliputra und gehörte der Fami- 
lie des Gautama an. Er zog nach Be- 
nares und wurde dort Lehrer des Asva- 
ghosa (ma ming ,|| FJ^), der ihm im 
Patriarchat folgte. Punyayasas war ein 
Schüler seines Vorgängers Pärsva 
(hsieh pl-ch'iu ^ j:^ ff ). 

Eitel, u. Punyayasas; Puini, Encicl., S. 
34 f.; Hs. ts. (W.), II 104. 

I YJ/ Fu-sha. Skr. Pusya. s. Fo ( ^ ) 

hsing. 

Eitel, u. Puchya. 

I ffl ^ ää S Fu-she-su-mi-lo. 
Skr. Püjäsumira(?). Name eines Arhat, 
der zu einer von Hsüan tsang erwähn- 
ten Gruppe berühmter Arhats gehörte, 
die alle Schüler des Änanda waren. Sie 
nahmen teil am Konzil von Vaisäli (110 
Jahre nach dem Nirväna), zu dessen 
Gedenken in Vaisäli ein stüpa errich- 
tet war. Püjäsumira übte auf dem Kon- 
zil einen entscheidenden Einfluss aus. 

Eitel, u. Püdjasumira; Hs. ts. (J.), II 
397, III 507, (B.), II 74 ff., (W.), II 73, 
75; Kern-Jacobi, II 306, 319 (mit ab- 
weichender Überlieferung; statt Püjäsu- 
mira wird Kubjasobhita genannt). 

I ^ M Fu-tan-na. Skr. Pütanä. 
Name einer Dämonin, die das Kind 
Krsna töten wollte, aber von diesem 
selbst getötet wurde. • — Dann in der 



maskulinen Form Pütana Name gewis- 
ser Dämonen, die zu den Pretas ge- 
rechnet werden oder auch zu den Höl- 
lendämonen, die mit Fieber quälen. — 
Übers, ch'ou che ^ ^ , 'der Stin- 
kende'. 

Eitel, u. putana; Mvy. 212, 5; Dowson, 
Dict , u. Pütanä. 



*^» 



m # f/n g Fu-t'e-ch'ieh-lo. 
pudgala. s. Fu( JR )-ch'ieh-Io. 



Skr. 



Eitel, u. pudgala. 



% Fu. 

I (oder jjig , f ) üjn H Fu-ch'ieh- 
lo. Skr. pudgala ('Individuum'). Be- 
zeichnung der materiellen Elemente, die 
das Individuum formen. Im Buddhis- 
mus soll pudgala das unbestimmte Et- 
was bezeichnen, das bei der Neuver- 
körperung die Identität der verschiede- 
nen Existenzen erhält (sachlich das 
karman). Eine eingehende Lehre über 
den pudgala hat die Vatsiputriya- 
Schule ausgebildet. — Andere Tran- 
skr.: fu-t'e-ch'ieh-lo 'g # # g,, 

pu-t'e-ch'ieh-lo |S##||, erklä- 
rende Wiedergabe: yu ch'ing ^ 'j'j^-, 
'Empfindungen oder Leidenschaften ha 
bend', shu ch'ü ch'ü JJ J^ ^, 'immer 
wieder den Weg (der Verkörperung) 
einschlagend'. 

Eitel, u. pudgala; de Harlez, Voc, S. 59; 
Mvy. 207, 7; Giles, Dict, No. 2187; 
Strauss, Ind. Philosophie, S. 113 f.; Stcher- 
batsky, Nirväna, im Reg. u. pudgala; 
Speyer, Ind. Theosophie, S. 153; Wassil- 
jew, Buddhismus, im Reg. 



I ^ ^ H Fu-jo-to-lo. Skr. Punya- 
tara. Name eines der oft in den chinesi- 
schen Heiligtümern dargestellten 24 de- 
vas (t'ien tsun ^ ^). — Dann auch 
Name eines .sramana aus Kabul, der 
während der Jahre 399-415 n. Chr. 



208 



FU 5ß 



nach China kam und zusammen mit 
Kumärajiva das vinaya der Sarvästivä- 
dins (B.N., No. 1115) übersetzte; er 
starb aber vor der Beendigung. — 
Übers.: kung te (hua) ^ ^, (^), 
^Verdienst-Tugend (-Blume)'. 

Eitel, u. Punyatära; B.N., Sp. 408; 
Bagchi, Canon, S. 176. 

.^!j ^ # Fu-li-shih. Skr. Vrji, Päli 
Vajji. Name eines Landes in Nordin- 
dien, das aus mehreren verbündeten 
Staaten bestand. Zur Zeit des Buddha 
Säkyamuni waren die bedeutendsten 
davon Vaisäli (fei-she-li 11^^^). 
das von den Licchavis (li-t'ieh-p'an 
^ fjjl^ ^) regiert wurde, und Videha 

(p'i-fi-ho 13^:|Sipf) mit der Haupt- 
stadt Mithilä. Die Bewohner des gan- 
zen Gebietes heissen Vrjis oder auch 
san-fa-shih ^ ^^ '|^ , was Päli Sam- 
vajji (Skr. Samvrji) entsprechen würde 
und 'die verbündeten Vrjis' bedeuten 
könnte. Auch die einzelnen Stämme 
werden Vrjis oder Vajjis genannt, be- 
sonders der von Vaisäli. Der Buddha 
weilte öfter im Lande der Vrjis und 
bekehrte viele von ihnen. 

Eitel (1 Aufl.), u. Vridji; Hs. ts. (J.), 
II 402, III 366, 369, 506, 527, (B.), II 66, 
Anm. 17, 77 f f ., Anm. 99, 100, (V/.), II 
81 ff.; Kern-Jacobi, I 256 ff., 274, 276, II 
161; Malalasekera, Päli proper names, II 
813 ff.. 

1 W^ VM (H) Fu-lou-sha (kuo). 
Skr. Purusapura. s. Pu( ^ )-lu-sha- 
pu-lo. 

Fa hsien (Legg-e), S. 33, S. ^(^ , 6. 



1 mwBm^m. F"-p'3"- 

shih-!o-seng-ch'ieh-lan. Skr. Pürvasilä- 
samghäräma. s. Fo( ^|j )-p'an-shih-lo- 
seng-ch'ieh-lan. 

Hs. ts. (J.), III 506. 



^ ']^1^ Fu-p'o-t'i. Abgekürzte Tran- 
skription von Pürvavideha, in einer 
Note zu Hsüan tsang, s. Fo(^ )-p'o- 
p'i-t'i-ho. 

Hs. ts. (J.), III 558, (W.), I 33. 
I (oder *^) fp Fu-sha. Skr. Pusya. 

s. Fo (^) hsing. 
Eitel, u. Puchya. 

I d^ i Fu-shao wang. 'König der 
Vatsas'. Vatsa war der Name eines 
Volkes und Reiches in Nordindien, 
das die Stadt Kausäm.bi (nicht weit von 
Srävasti) zur Hauptstadt hatte. Vatsa- 
räja hiess der König Udayana (wu-t'o- 

yen-na ,% }^t "itj M '^ ^■^■) ■ 

Eitel, u. Udayana rädja. 

I te M Fu-ta-lo. Skr. putra. 'Sohn', in 
cinaräjaputra, chih-na-lo-she-fu-ta-lo 

M m m M ti "ä m> ^d- 

Eitel, u. tchina rädjaputra. 

I ^ Ü Fu-to-lo. Abgekürzte Tran- 
skription von Skr. Vajraputra. s. Fa 
(^3^)-slie-Io-fu-to-lo. 

de Visser, Arhats, PI. XIV; Chu tsung 
fo hsiang, H. 4, S. 16b. 

1 "f oM Fu-yü-chien. Nach Eitel ge- 
kürzte Transkription von Skr. Videha, 
wahrscheinlich aber von Pürvavideha. 
s. P'i(ffl)k)-t'i-ho. 

Eitel, u. Videha. 

I iP ^ Fu-yü-ti. Gekürzte Tran- 
skription von Skr. Pürvavideha, in einer 
Note zu Hsüan tsang. s. Fo('^)-p'o- 
p'i-t'i-ho. 

Hs. ts. (J.), III 558, (W.), I 33. 

iÜ Fu. 



I ijjg Fu-li. Name eines sramana, der 
im Jahre 681 n. Chr. ein Werk (B.N., 
No. 1498) verfasst hat. 

B.N., Sp. 462; Bagchi, Canon, S. 509 f.; 



Kao seng chuan III 17: 2. 



Fu ^ m * m 



209 



¥i 



Fu. 



g Fu nan kuo. 'Das Land Fu- 
nan'. Vielleicht der alte Name für Siam. 
Der Übersetzer Mandra (man-t'o-lo 
5 P4 B) stammte aus Funan. Viel- 
leicht ist das Land aber auch mit dem 
alten Reich der Khmer in der Gegend 
des heutigen Kambodscha zu identifi- 
zieren. 

B.N., Sp. 422; Aymonier, Le Cambo- 
dge, S. 358 ff. 

I ^ Fu-sa. Gekürzte Transkription 
von Skr. Bodhisattva. s. P'u(^)-sa. 
Eitel, u. Bodhisattva. 

I g Fu ch'en. 'Staubwedel' (Giles: 
'to brush away dust'). s. Fu tzü. 

Puini, EncicI., S. 73; Giles, Dict., No. 
3659. 

I ij\\ Fu chou. 'Wedel-Kontinent'. 
Fu entspricht Skr. cämara ('We- 
del'). Vgl. das folgende. Name eines 
der beiden mittleren Kontinente, die 
zu dem grossen südlichen Kontinent 
Jambudvipa (shan-pu chou PjJ ^ 

j)\\ ) gehören Vgl. Pa { /\) chung 
chou. — Transkr.: che-mo-lo ^ ^ 

^ ; andere Übers.: hsiao fu chou /J> 

1[^ ißW , 'kleiner Weltteil des Wedels', 

mao niu ;Jg ^ , 'Yak', bos grunniens 

(vgl. Tz'ü yüan, u. m^). — Vgl. 

auch Miao ( ^ ) f u chou. 

de Harlez, Voc, S. 37; Mvy. 154,7; Buk- 
kyö daijiten, S. 1411, 1, 12; Beal, Catena, 
S. 35. 

[ -^ Fu tzü. 'Wedel'. Skr. cämara 
entsprechend; cämara bezeichnet den 
aus dem Yak-Schwanz verfertigten We- 
del. Der V/edel (Schmuckstück an 
fürstlichen Pferden und Elefanten) war 
ein königliches Abzeichen und ist im 

Hackmann, Wörterbuch 



Buddhismus zum Würdezeichen der 
Äbte geworden. Ein Mönch ist mit dem 
Amt des Wedelträgers betraut. Die 
Haare des Wedels werden einem be- 
stimmten Hirsch entnommen, der chu 
^ heisst, weshalb der Wedel auch 
chu wei ^ ^ , 'Schwanz des chu', 
genannt wird. In Tibet gebraucht man, 
wie in Indien, Yakschwänze dazu. — 
Andere Namen: pai fu ^ |(||J , 'weis- 
ser Wedel', fu ch'en |^ /^ , 'Staub- 
wedel'. 

Puini, EncicI. , S. 73; Giles, Dict., No. 
2541; 3659. 

[4^ Fu. Ein Teufelskopf, von Bud- 
dhisten gelegentlich für kuei J^ 'Dä- 
mon', gebraucht, wovon das Zeichen 
eine Abkürzung ist. 

Giles, Dict., No. 3751. 

jjlg Fu. 'Glück, Verdienst'. Äquivalent 
für Skr. punya. Da Verdienst (Tugend) 
Glück bewirkt, wird das Zeichen für 
'Glück* auch für 'Verdienst' gebraucht. 
Der chinesische Ausdruck vereinigt die 
Begriffe •Glück' und 'glückbringend', 
fu bedeutet daher auch 'glückbringende 
Formeln'. Es ist auch Übersetzung von 
Skr. svasti, 'Wohlergehen, Heil', s. T'ai 

( ^ ) fu. — Andere Wiedergabe für 



punya: fu te jfig 



'Verdienst, Tu- 



gend'. 



Giles, Dict.. No. 3707; Edkins, Buddhism, 
S. 366. — Mvy. 137,9, 

^ Fu ai. 'Glück und Liebe'. Name 
eines der neun Himmel der vierten Kon- 
templation (dhyäna), also der 16 (oder 
18) Himmel des rüpadhätu, und zwar 
nach dem Chiao sheng fa shu und nach 
Eitel, wo er der zweite ist. Bei de Har- 
lez und in der Mahävyutpatti (an erster 
Stelle) findet sich statt dessen der Na- 
me 'Himmel der Wolkenlosen' (ana- 
bhraka, wu yün t'ien ^ ^ ^^ , s.d.), 

14 



210 



Fu m 



der im Chiao sheng fa shu überhaupt 

nicht vorkommt. Vgl. auch Fu sheng. 

Eitel, u. Anabhraka; de Harlez, Voc, S. 

39; Chiao sheng fa shu, IX, S. 8b; Mvy. 

160,1. 

SS # II FLi-ch'ieh-lo. Skr. pudgala. 

s. Fu(^)-ch'ieh-lo. 
Eitel, u. pudgala. 

I ^ Fu hsing. 'Gut Glück!'. Wieder- 
gabe von Skr. sri ('Glück'). Ein Aus- 
druck der Beglückwünschung (in viel- 
facher Hinsicht gebraucht), s. Chi 

( ^ ) hsiang. 

de Harlez, Voc, S. 41. 

I ^ Fu i. 'Glücklich und gerecht'. 
Beiname des Mahäkätyäyana. s. Chia 

( M )-to-yen-na. 

Puini, Encicl., S. 12. 

I -^ Fu she. 'Wohnung des Glücks 
(oder des Verdienstes)'. Übersetzung 
von Skr. punyasälä oder dharmasälä. s. 
Pen( ^) jang-she-lo. 

Eitel, u. dharmasälä; Hs. ts. (J.), III 486; 

de Harlez, Voc, S. 61; Giles, Dict., No. 

9789. 

I ^ Fu sheng (1). 'Glück-Gebore- 
ner' (?). Übersetzung von Skr. punya- 
prasava, auch mit dem Zusatz von t'ien 
^ ('Himmel der punyaprasavas'). 
Name eines der neun Himmel der vier- 
ten Kontemplation (dhyäna), also der 
16 (oder 18) Himmel des rüpadhätu. 
Im Chiao sheng fa shu und bei Eitel 
heisst so der erste (bezw. zehnte), bei 
de Harlez und in der Mvy. der zweite 
(bezw. elfte) Himmel (bei de Harlez 
steht Ip ^ , wohl nur falsche Schrei- 
bung für iÜS ^). — Andere Bezeich- 
nung: sheng t'ien ^ ^ , 'living de- 

vas' (?), nach Eitel. 

Eitel, u. punyaprasavas; de Harlez, Voc, 
S. 39; Chiao sheng fa shu, IX, S. 8b; Mvy. 
160,2; Burnouf, Introd., S. 202, 613. 



jpg ^ Fu sheng (2). Übersetzung 

('Glück-Geborener') von Skr. Punyo- 

päya (?). Name eines sramana. s. Pu- 

( ^ )-ju-wu-fa-yeh. 

Eitel, u. Punyopäya; B.N., Sp. 437; 
Bagchi, Canon, S. 500. 

I ;5JC Fu shui. 'Wasser guter Werke, 
Wasser des Verdienstes', s. Heng 

(fg) shui. 

Eitel, u. Gaiigä. 

I Wi Fu te. 'Glück (Verdienst) und 
Tugend'. Wiedergabe von Skr. punya. 
Bezeichnung verdienstvoller Hand- 
lungen, s. Fu. 

Giles, Dict., No. 3707. 

I ^ y^ Fu te she. 'Verdiensthütte'. 
Bezeichnung eines leichten Bauv/erkes, 
durch dessen Errichtung man sich Ver- 
dienst (fu te) erwerben kann, wie z.B. 
durch einen Rastplatz für Wanderer 
oder einen am Wege aufgestellten 
Schrein mit einer Heiligenfigur. 
Giles, Dict, No. 3707. 



I 



Fu t'ien. 'Verdienstfeld'. Bezeich- 



nung eines bestimmten Anlasses zur Er- 
Werbung von Verdienst durch eine gute 
Handlung („dem Ackersmann gleicht 
der Geber, gleich dem Samen die guten 
Werke", Anfang des Petthavatthu). Der 
Hauptanlass ist der Samgha, der bud- 
dhistische Orden, daneben die Eltern, 
die Kranken usw. Der Samgha wird in 
der buddhistischen Literatur häufig mit 
einem guten Ackerboden verglichen. 
Man zählt wohl acht 'Glücksfelder' auf., 
je nachdem die Wohltat erwiesen wird: 
1. einem Buddha; 2. einem Arhat; 3. 
und 4. den zwei Meistern (upädhyäya 
und äcärya); 5. den Mönchen (und 
Nonnen) im allgemeinen; 6. dem Vater; 
7. der Mutter; 8. den Kranken. 

de Groot, Code, S. 60, 46; Petthavatthu 
(Siede), S. 59, 52. 



Fu ins f^ ^ 



211 



jjjg ^ :p^ Fu yeh shih, 'Gliick-Betäti- 
gung-Sache'. Wörtliche Übersetzung 
von Skr, punyakriyävastu. s. Fa ( |^ ) 
hsiu fu. 

Mvy. 93,1. 

I ^ .^ Fu kung sun. Name eines 
Gastwartes (hsing tang ^ ^ ) eines 
Klosters in Wu yi, 

Fa hsien (Legge), S. 15, S. gt] , 5, 7. 

^ Fu. 'Fessel'. Übersetzung von Skr. 
samyojana. s. Chieh ( ^ )■ — Auch 
Bezeichnung für drei Hauptsünden, san 

fu ^ ^J| • s. San ( ^ ) tu. 

Anesaki, Ethics, S. 16 u. Glossar. — 
Chiao sheng fa shu, 111, S. 5 b. 

I if}^ i^ Fu-ch'ieh-lan. Transkription 

von Baghelän. Name eines bei Hsüan 

tsang erwähnten Landes im Tal des 

südlichen Kunduz-Flusses, vuestlich 

vom Bughee-Fluss. 

Eitel, u. Baghelän; Hs. ts. (J.), II 28. 
III 288, 506, (B.), I 43, (W.), I 106. 

I ^ Fu-ch'u. Transkription des Wor- 
tes Vaksu (Eitel Vanksu), des Namens 
des heutigen Flusses Amu darya, des 
alten Oxus. Nach indischer Mythologie 
entsprang er dem Anavatapta-See, in 
V/irklichkeit dem Sarlkkul auf dem 
Pamir. Er wird bei Hsüan tsang mehr- 
fach erwähnt. — Andere Transkr.: po- 
ch'a 1^ (oder ^) 3^, p'o-ch'a ^ ^ ; 
erklärender Name: ch'ing ho ^ j^rJ* 

'blauer Fluss', oder ch'ing ho '^ j^rJ* , 
'reiner Fluss'; Wahrscheinlich ist ch'ing 
^*^ nur verschrieben für '^. 



Eitel u. Vanksu; Hs. ts. (J.), I 61, II 
23, III 195, 283, 507, (B.), II 289, 292, 
(W.), I 105, II 279; Bretschneider, Med. 
res., II 62. 



C^ P^ Fu-ho. Transkription des Na- 
mens, der gewöhnlich als der von Stadt 
und Bezirk von Balkh angesehen wird. 
Die Verfasser des 'Lebens des Hsüan 
tsang' geben den Namen als fu-ho-lo 

nennt ihn f u-k'o-lo ^ jUj ^- Danach 



vermutet Watters den Namen Bokhar 
oder Bokhara, also das Land, in dem 
Balkh lag. Doch sagt Hsüan tsang aus- 
drücklich, dass fu-ho eine Stadt und 
Gegend bezeichne. Balkh war zur Zeit 
des Hsüan tsang ein blühendes Zen- 
trum des Buddhismus. Dort wurden 
drei Reliquien des Buddha, ein Zahn, 
eine Waschschale und ein Zahnstocher, 
aufbewahrt. 

Eitel, u. Baktra; Hs. ts. (J.), I 64, 66, 67, 
II 29, III 289, 506, (B.), I 43 f., 48, (W.), 
I 108 ff., 114; I tsing, Hsi yü ch'iu, Taishö 
Issaikyö, Bd. 51, S. 2, 1, 11. 

I yß IB Fu-k'o-lo. Transkription des 
Namen von Balkh. s. vorher. 

I tsing, Hsi yü ch'iu, Taishö Issaikyö, 
Bd. 51, S. 2, 1, 11; Hs. ts. (W.), I 109. 

I ^ flJj Fu-ssü hsien. 'Der Rsi 
Vasi(stha)' (oder Vasu?). s. P'o- 
( ]^ )-ssü-se-t'o. Vgl. P'an (i^)-sou 
t'ien. 

Chapin, Iconography, S. 118, 126; vgl. 
Bukkyo daijiten, S. 1446, 2, 3. 



Fu. 

Ä # 1*i Öx/ M Fu-erh-kan-wei- 
ti~ko. Skr. Pürvavideha. s. Fo( -^ )- 
p'o-p'i-t'i-ho. 

Eitel, u. Pürvavideha. 



I M ^M' ft U fi F"-Ii-P'o-pi-t'i- 
ho. Skr. Pürvavideha. s. Fo( -^ )- 
p'o-p'i-t'i-ho. 

Eitel, u. Pürvavideha. 



212 



FU % 



U ^ 



HA f^ 



HAI 



^ 



K 



Fu. 



I ^ (oder Ig) Fu ch'ü. Ein Name 
für 'Lotus', Skr. padma, s. Lien ( ^ ) 
Giles, Dict., No. 3617; Stuart, Mat. med , 
S. 278. 

^ Fu. 'Unterdrücken, verhehlen'. 
Wiedergabe von Skr. mraksa ('Heuche- 
lei'). Name einer der 20 geringeren 
Nebenarten der klesas; s. Fan ( ^ ) 
nao. 

de Harlez, Voc, S. 34; Mvy. 104, 42. 



f© Fu chang. 'Der die Hindernisse 
überwindet'. Etymologisierende Über- 
setzung des Namens Rähula, mit der 
Bedeutung, dass Rähula die Hem- 
mungen, die der Asura-Fürst Rähu 
seiner Geburt entgegensetzte, über- 
wand. Rähu war der Dämon der Mond- 
und Sonnenfinsternisse, mit dem der 
etymologisierende Mythus den Rähula 
in Verbindung brachte, s. Lo(U)- 
hou-lo. 



Eitel, u. Rähula; Mvy. 47, 10; de Visser, 
Arhats, S. 79. 

I ^ ^ ^ Fu tso chien i. 'Gewand, 
das über die linke Schulter geschlagen 
wird'. Bezeichnung des Mantels, eines 
der Kleidungsstücke des buddhistischen 
Mönches, der über die linke Schulter 
geworfen wurde und die rechte Schulter 
freiliess. Der. Skr.-Name ist sarnghätl. 
s. Seng( ^ ) -ch'ieh-chih. 
Eitel, u. uttaräsaiTighäti. 

^ Fu. 'Mischung'. Bezeichnung einer 
unregelmässigcn, halb dichterischen 
Form, wobei Prosa und Strophen 
durcheinander gebraucht werden. Der 
Name soll Skr. misra (misraka) wie- 
dergeben. Damit wird ein Text bezeich- 
net, der aus Prosa mit Versen oder aus 



Versen in verschiedenen Metren ge- 
mischt ist. — Andere Bezeichnung: 
ch'ang tuan chü ;ß ^g '^ > 'langer 
und kurzer Satz'. 

de Harlez, Voc, S. 52; Giles, Dict., No 
3748; Mvy. 66, 27. 



^ Fu. 

I 4J6 Fu tso. Wiedergabe von Skr. 
paryaiika(granthi)bandha, 'das hocken- 
de Sitzen mit gekreuzten Beinen', s. 

Chieh ( ^) chia fu tso. 
Giles, Dict., No. 3620. 

0^ Ha. 

I ^ Ha-mi. Transkription von Hami. 
Name der zentralasiatischen, am Süd- 
abhang des östlichen T'ien shan gelege- 
nen Stadt, bei den Chinesen zur Han 
Zeit I wu lu -03- ^ /#{ , zur T'ang 

Zeit I chou ^ j»|»| genannt. Bei Marco 

Polo heisst sie Kamul (türkisch), seit 

der Yüan-Dynastie Ha-mi transkribiert. 

Eitel, u. Hami, Hs. ts. (J.), I 17, III 263. 

(B), I, S. XIII, XIX; Tz'ii yüan, u. Ha-mi 

und I( ^ )-wu-Iu; Bretschneider, Med. 
res., II 20, 176 ff. 

^ Hai. 'Schaden, Schädigung'. Skr. 
vihimsä. Das Trachten nach Schädi- 
gung eines andern. Eine der 20 gerin- 
geren Nebenarten der klesas (fan nao 

tÄ'lJii' s.d.). 

de Harlez, Voc, S. 34; Mvy. 104, 49. 

IM Hai. 

I i)^ Hai teng. 'Napfleuchte'. Be- 
zeichnung des ewigen Lichtes, das oft 
in buddhistischen Tempeln brennend 
erhalten wird, hai ist eine Art Napf aus 
Holz, in dem öl enthalten ist. Ein 
Docht wird damit gespeist, s. Fo ( ^ ) 
huo chang ming. 

Giles, Dict., No. 376.5. 



HAI m gg HAN ^ ^ 



213 



yg Hai. 



^ Hai hui. Übersetzuns: ('Meer- 
Weisheit') von Skr. Sägaramati. Name 
eines indischen sramaiia von Nälanda, 
der das Mahäyäna in Disputationen ver- 
teidigte. Der Name wird auch hai i | 
^ , 'Meer-Meinung', wiedergegeben. 
Eitel, u. Sägaramati; B.N., No. 976. 

I ^ Hai i. Übersetzung ('Meer-Mei- 

nung') von Sl<r. Sägaramati. s. vorher. 
B.N., No. 976. 

I li^ y&. ^ H^* sli^'' PO yi"- Nach 
Eitel Wiedergabe ('Wellenbrausen des 
Meerwassers') von Skr. Vemacitra oder 
°tri, das nach Kern eine falsche Sans- 
kritisierung von Päli Vepacitti ist. Name 
eines Asura-Königs, der in der Meeres- 
tiefe wohnte, Vater von Indras Gattin. Er 
wird im Saddharmapundarikasütra im 
Gefolge des Buddha erwähnt. ■ — 
Transkr.: p'i-mo-chih-to-lo ffljt J|i R 



Eitel, u. Vematchitra; Sdhp. (Biirnouf), 
S. 3, (Kern), S. 6 (vgl. dort Anm. 2, wo 
näheres angegeben); Dowson, Dict., u. 
Viprachitti. 

§ Hai. 



I H Hai-lo. Skr. Hidda. s. Hsi(|f)- 

lo. 

Fa hsien (Legge), S. 36, S. -p , 10. 



-^ Han. Abkürzung von a-han 



fc> 
Skr. ägama. s. A( jjpj" )-han. 
Giles, Dict., No. 3818. 

; Han. 

jj^ Han lin. 'Kalter Wald'. Über- 
setzung von Skr. Sitavana. s. Shih 

)^ )-to-p'o-na. 

Eitel, u. Sitavana; Hs. ts. (J.), III 486. 



I Wi @ Han ti yü. 'Kaltes Erdge- 

^nis'. s. ( 
Mvy. 215. 



fängnis'. s. das folgende 



PI ^Han yü. 'Kaltes Gefängnis', oder 
han ti yü ^^^, 'kaltes Erdge- 
fängnis'. Bezeichnung der acht kalten 
Hüllen, die unter den zwei cakravälas 
(lun wei shan ^j^ ^ [Jj ) liegen und 
in Form eines Zylinders aufsteigend 
übereinander sich erheben, wobei der 
Durchmesser des Zylinders in der Mitte 
sich erweitert. Die kalten Höllen kennt 
der südliche Buddhismus nicht, jede 
Hülle trägt nach der Art ihrer (^ual 
ihren Namen. Sie heissen: 1. o-fou-t'o 

$S ff 1^4 ' ^^^- ''irbuda; 2. ni-Io- 
•ou-t'o i/gUff P:t , Skr. nirar- 
buda; 3. o-cha-ch'a ^|| ;^ p^ oder 
a-ch'a-ch'a |$pj" f}^ P^ , Skr. atata; 4. 

a-po-po ^ y)^))^. Skr. ababa, oder 
ho-ho-p'o P!^ p!^ j^ , Skr. hahava; 
5. ou-hou-hou Pj^ -j^ ^ , Skr. ahaha, 
oder hu-hu-p'o ^^^^', Skr. huhu- 
va; 6. ch'ing licn hua ^ ^ :{g , Skr. 
utpala; 7. ch'ih lien hua ^^'VCii 
Skr. padma; 8. pai lien hua Q ^ 
1^ , Skr. pundarika, oder ta hung 

lien hua ^^ ^X M ^ ' ^'^''- rn^^^" 
padma. s. die einzelnen Artikel. Vgl. Ti 

( ^ ) VLi. 

Eitel, u. näraka; de Harlez, Voc, S. 42; 
Mvy. 215; Chiao sheng fa shu, VIII, S. 
15 b; Beal, Catena, S. 63 ff.; Fa hsien 
(Remusat), S. 299 f.; Burnouf, Introd., S. 
201; Scherman, Visionsliteratur, S. 35; Kir- 
fel, Kosmogr., S. 205; Kern-Jacobi, I 382. 

'HW. Hau. 



I :fd^ 5]^ Han ch'ih lai. 'Aus dem Lan- 
de der Han (d.i. China) gebracht'. 
Wiedergabe von Skr. cinäni. s. Chili 

( ^ )-na-ni. 

Eitel, u. tchinäni; Hs. ts. (J.), III 486. 

'China-Soniicndeva-Spross'. Überset- 



214 



HAN 



HAo m ^ 



zung von Skr. CInadevagotra. s. Chili 
( :^ ) -na-t'i-p'o-chü-ta-lo. 

Eitei, u. Tchinadevagotra; Hs. ts. (J.), 
III 486. 

Einheimischer Name für China, s. Chih 
(;^)-na. 

Fa hsien (Legge), S. 13. S. — •, 13 u.ö. 

'Of ^ Han wang tzü. 'Han-Prinz'. 
Übersetzung von Skr. cinaräjaputra. s. 

Chih(^ )-na-lo-she-fu-ta-lo. 

Eitel, u. Tchinarädjaputra; Hs. ts. (J.), 
III 486. 

gt Han. 



1 ^ Han-jo. Transkription eines 
Ortsnamens, den Julien als vielleicht 
gleich Hanja rekonstruiert und der bei 
Hsüan tsang als Aufenthaltsort des Re- 
vata (li-po-to ^^)^^) bei Gele- 
genheit des Konzils von Vaisäli ange- 
geben wird. Revata gehörte zu den ein- 
flussreichsten Arhats des Konzils. 

Eitel, u. Handjna; Hs. ts. (J.), II 397, 
in 507, (B.), II 74, (W.), II 73. 



"* 



Hao. 



I B^ Hao chiao. 'Heulen, Brüllen'. 
Übersetzung von Skr. raurava. s. Hao 

( ^ ) chiao. 

Chiao sheng fa shu, VIII, S. 15 b. 

^ Hao. 'Gut, schön'. Wiedergabe 

von Skr. anuvyaiijana. Bezeichnung der 

80 geringeren Schönheitszeichen des 

Buddhakörpers, die neben den 32 

Hauptmerkmalen (hsiang ;|;g , Skr. 

laksana) der körperlichen Erscheinung 

des Buddha aufgezählt werden. Beide 

zusammen werden hsiang hao t}".^ jj^f- 

oder hao hsiang genannt. 

de Harlez, Voc, S. 12; Mvy. 18; Sdhp. 
(Burnouf), S. 583 ff. 



^ ^ Hao ai. Übersetzung ('schön- 
Liebe') von Skr. Sundarananda oder 
Sunanda. Name eines Sohnes des Sud- 
dhodana und Halbbruders des Buddha, 
der ursprünglich Nanda (nan-t'o ||^ 
[5J) hiess. Da er vielfach mit Änanda 
verwechselt wurde, hatte man ihm den 
Namen Sundarananda oder Sunanda ge- 
geben. Gerade vor seiner Thronbestei- 
gung und Hochzeit machte ihn der 
Buddha zum Mönch und Jünger. Eine 
dem Asvaghosa zugeschriebene Dich- 
tung, das Saundaranandakävya, be- 
schäftigt sich mit seinem Leben. ■ — 
Transkr.: sun-t'o-lo-nan-t'o ^ l^tj^ 

m B PS ' sun-nan-t'o ^B^t' 
andere Übers.: shan miao ^ M 

'gut-wunderbar'; shan kuan hsi ^ 

Ä, 'joy of virtuous views' (Eitel), s.d. 

Eitel, u. Sunanda und Nanda; Hs. ts. 

(J.), II 313 f., III 517, (B.). II 17, (W.), 

II 4; Mvy. 47, 29; 47, 12; Kern-Jacobi, I 
133, 155; Winternitz, Ind. Litt., II 206 f f ., 

III 638. 

I ^ Hao ch'eng. 'Schöne Stadt'. Na- 
me der Sphäre Sarnbhava, in der einer 
der mythischen Buddhas des Saddhar- 
mapunciarlkasütra, namens Mahäbhi- 
jfiänäbhibhü, seine Stätte hatte. 

Eitel, u. Sambhäva; Sdhp. (Burnouf), 
S. 96, (Kern), S. 153 ff. 

I ;j5g Hao hsiang. 'Schönheitszeichen 
und Merkmale'. Wiedergabe von Skr. 
anuvyafijana-laksana, womit die 80 ge- 
ringeren Schönheitszeichen und die 32 
Hauptmerkmale des Buddhakörpers 
bezeichnet werden; meist werden sie 
aber hsiang hao genannt, s. Hsiang 
(;(g)hao. — hao hsiang ('gutes Zei- 
chen') bezeichnet ferner gewisse Er- 
lebnisse visionär-geistlicher Art, die 
einem reuigen Sünder oder auch sonst 
einem eifrigen Frommen eine überna- 



HAO if # ^ 



215 



türliche Bestätigung der Gnade des 
Buddha geben. Man meint etwa zu 
fühlen, dass der Buddha den Scheitel 
berührt oder dass man einen Lichtglanz 
sieht oder 'etwas HerrHches' vernimmt. 
Dem Sünder ist damit die Vergebung 
zugesichert. Vgl. auch Suvarnabhäsot- 
tamasütra (Nobel), Kap. XIV, 15 ff. 

de Harlez, Voc, S. 57; — de Groot, 
Code, S. 76,56,216. 

iji'f ^ Hao hsien. 'Gut und würdig'. 
Übersetzung von Skr. Bhadra. s. Po 
(^)-t'i-li-chia. 

de Visser, Arhats., S. 59. 

j 3t ^^o kuang. 'Schöner Glanz'. 
Wiedergabe von Skr. Sumeru. s. Su 
(^)-mi-lu. 

Eitel, u. Sumeru. 

j J^ Hao shih. Nach Eitel angeblich 
Übersetzung ('gut-Geben') von Skr. 
Sudarsana (statt des Zeichens Jg ist 
aber etwa shih jjjg^ 'sehen', zu erwar- 
ten), s. Shan (^) chien shan. 
Eitel, u. Sudarsana. 

1 ^ ^'^'^ ^^^- 'Gute Bahn'. Eine der 
Wiedergaben des Stadtnamens Sräva- 
stT. s. Shih( ^ )-lo-fa-hsi-ti. 
Eitel, u. Srävasti. 

I "^ Mj H^*3 yii "'^0- 'Vogel mit 
schöner Stimme'. Chinesische Wieder- 
gabe von Skr. kalaviiika. s. Chia( ^ )- 
ling-p'i-chia. 

Eitel, u. kalavingka. 

% Hao. 

I -7t Hao kuang. 'Haarartiger Glanz, 
Strahlenglanz'. Skr. bhämandala oder 
prabhämandala. Bezeichnung des Nim- 
bus, der gewöhnlich den Hintergrund 



der Buddhafiguren bildet, und zwar in 
zwei Arten (erh tao Zl ^ ) : Der 
kleine Nimbus umgibt nur den Kopf 
(wie ein Heiligenschein), der grosse 
den ganzen Körper. Oft sind beide 
kombiniert. Die Formen sind sehr man- 
nigfaltig, manchmal an die Figur des 
Blattes vom heiligen bodhi-Baum an- 
knüpfend, dann wieder lodernden Flam- 
men ähnlich, gelegentlich auch durch 
eine Lotusblume gegeben. — Andere 
Bezeichnung: hsiang kuang jjpj^ 3fc ' 
'glückhafter Glanz'. 

Edkins, Rel. in China, S. 235; Lung shu 
ching t'u wen, V, S. 7 b, Z. 6; Hackmann, 
Laienbuddhismus, S. 150; Grünwedel, Bud- 
dhist. Kunst, S. 83; ders., Buddhismus, S. 
19, 22; Hackmann, Buddhismus, S. 167 f.; 
Tavenor-Perry, The nimbus in eastern art 
(in: Burlington Magazine, Oct. 1907, LV, 
No. XII). 

^ Hao. 'Marke, Benennung'. Be- 
zeichnung der vielen Beinamen (wie 
bhagavat, tathägata, sugata usw.), die 
dem Buddha gegeben werden, 
de Harlez, Voc, S. 5. 

J 11-^ Hao chiao. Übersetzung ('lau- 
tes Geschrei') von Skr. raurava. Name 
der vierten der acht heissen Höllen (jo 
vü ^^). Hier werden die Sünder 
gekocht und gebraten, sodass sie fürch- 
terlich schreien, wonach die Hölle ihren 
Namen trägt. — Andere Übers.: chiao 
huan »4 ^ , 'Geschrei', hu hu [if 
]ff dass., hao chiao P^ B^ , 'Heulen, 
Brüllen', s. Jo (^) yü. 

Eitel, u. raurava; de Harlez, Voc, S. 42; 
Mvy. 214, 4; Chiao sheng fa shu, VI 11, S. 
15 b; Fa hsien (Remusat), S. 298; Beal, 
Catena, S. 61; Kirfel, Kosmogr., S. 203, 
205 f.; Schrman, Visionsliteratur, S. 33 f. 

Hao. 

^ ^(^ Hao-hsi-na. Transkription 
des Namens Ghazna. Nach Hsüan 



216 



HAO 



HEI 



tsang die Hauptstadt des Landes Ts'ao- 
chü-ch'a ;§ ^ p^. Tsauküta, das 
heutige Ghazni in Afghanistan. Vgl. 
Hao-sa-lo. 

Eitel, u. Hosna; Hs. ts. (J.), III 187, 
414 f., 508, (B.), II 283, (W.), II 264 f. 

'MMM(^^) ]^^o-lo (oder lei)- 
na(-yeh-she). Transkription eines Skr.- 
Wortes, des Namens des unter dem 
späteren Beinamen Padmaratna be- 
kannten 23. Patriarchen. Er stammte 
aus dem Lande der Yüeh-chih ( ^ 
-^, Tokhara); er war im Palast des 
Königs geboren, aber der Kaste nach 
Brahmane. 

Eitel, u. Haklenayasas; Puini, Encicl., 
S. 43 f. 



Hao-mo. Transkription des 
Namens einer Stadt in Persien "an der 
Ostgrenze", wohl des bekannten Han- 
delsplatzes Otmus (Hormuz) am Ein- 
gang des Persischen Golfes. 

Eitel, u. Homa; Hs. ts. (J.), HI 180, 507, 
(B), II 278; Bretschneider, Med. res., S. 
130 ff. 



I ^ B Hao-sa-lo. Transkription 
des Namens einer Stadt im heutigen 
Afghanistan, bei Hsüan tsang als zwei- 
te Hauptstadt des Reiches Ts'ao-chü- 
ch'a ^g ^ R^ , Tsauküta, erwähnt; 
wohl das moderne Guzar am Helmend. 
Vgl. Hao-hsi-na. 

Eitel, u. Hasara; Hs. ts. (J.), IM 187, 
415, 508, (B.), II 283, (W.), II 264 f. 

m Hei. 



Hei ch'ih. Wiedergabe ('schwar- 
ze Zähne') von Skr. Matutacandi (nach 
Burnouf und Eitel). Name einer Rä- 
ksasl, die im Saddharmapundarlkasütra 
genannt wird. Im Dienst des Buddha 
beschützt sie seine Anhänger. Kern 
gibt als Namen Makutadanti (das der 



chinesischen Wiedergabe wenigstens 

hinsichtlich danti entspricht). 

Eitel, u. Matuta tchandi; Sdhp. (Bur- 
nouf), S. 240, (Kern), S. 374. 

M y^ Hei fen. 'Der schwarze Teil'. 
Übersetzung von Skr. krsnapaksa ('die 
dunkle Monatshälfte'). Es ist die Zeit 
des abnehmenden Mondes im Gegen- 
satz zu suklapaksa ('die helle Monats- 
hälfte'; pai fen Q ^), der Zeit des 
zunehmenden Mondes. Andere Namen 
finden sich bei Ginzel. Diese Trennung 
in eine helle und in eine dunkle Mo- 
natshälfte ist schon vedisch und findet 
sich auch bei anderen asiatischen Völ- 
kern. Ob die chinesischen chieh ch'i 
ijj ^ damit in Zusammenhang ste- 
hen? — Andere Übers.: hei pan M 
=^, 'schwarze Hälfte, hsia pan yüeh 

"fC ^ ^ , 'unterer Halbmond'. 

Eitel, u. krisnapakcha; Hs. ts. (J.), II 
62, III 22, 486, (B.), I 71; Mvy. 253, 59; 
Ginzel, Chronologie, S. 317, 347. 

I illj Hei feng. Übersetzung ('schwar- 
zer Berg') von Skr. Paramalagiri. 
Name eines Berges in Kosala, wo der 
König von Kosala, Sadvaha, für Nä- 
gärjuna ein Kloster erbaute. Nach an- 
derer Lesart heisst der Berg hei feng 
^ ^ . Watters vermutet, dass feng 

ll|^, 'Berg', ausgelassen ist und rekon- 
struiert hei feng feng M ^ ll||-, 
'Schwarze-Biene-Berg', Skr. Bhrämara- 
giri. — Transkr. : po-lo-mo-lo-ch'i-li 

Eitel, u. Paramalagiri; Hs. ts, (J.), III 
101, 524, 486, (B.), II 214, Anm. 80, (W.). 
II 201, 207 f. 

I ^ (llll^- ) Hei feng feng. 'Schwarze- 
Biene-Berg'. Übersetzung von Skr. 
Bhrämaragiri. s. vorher. 

Hs. ts. (B.), II 214, Anm. 80, (W.), II 
207 f. 



HEI 



HEN Ig HENG fg HO ^5f 



217 



M A Hei Jen. 'Schwarzer Mensch' In 
Werken über Tibet Bezeichnung der 
Laien im Gegensatz zu den Mönchen. 
Nach Giles auch von den Lamas des 
Pantschen Erdeni gebraucht. Vielleicht 
Verwechslung mit den Priestern der Bon- 
Religion, den sogenannten Schwarz- 
mützen. Vgl. auch Hei t'u. 
Giles, Dict., No. 3899. 

I ^ Hei kuang. Wiedergabe von 
Skr. Kälodäyin. s. Chia( ^ )-liu-t'o-i. 
Eitel, u. Kälodäyin. 

I ^ Hei pan. 'Schwarze Hälfte'. 
Übersetzung von Skr. krsnapaksa. s. 
Hei fen. 

Mvy. 253, 59. 



^^ Hei sheng. 'Schwarze Stricke'. 
Übersetzung von Skr. kälasütra. Name 
der zweiten der acht heissen Höllen (jo 

yü ^ ^ )' wo <^'6 Verdammten mit 
glühendem Eisendraht zusammenge- 
schnürt und dann mit Beilen in Stücke 
geschlagen werden, worauf sie immer 
wieder zu neuem Leben erstehen, s. Jo 

(fb) yü. Vgl. Ti ( ^) yü. 

Eitel, u. kälasütra; de Harlez, Voc, S. 
41; Mvy. 214, 2; Chiao sheng fa shu, VI!!, 
S. 15 b; Fa hsien (Remusat), S. 298; 
Beal, Catena, S. 61; Kirfel, Kosmogr., S. 
202, 205 f. 



Hei t'u. 'Schwarze Jünger'. Be- 
zeichnung der Lamas von Urga. Vgl. 
auch Hei jen. 

Giles, Dict., No. 3899. 

'jg Hen. 'Feindseligkeit'. Übersetzung 
von Skr. upanäha. Name einer der 20 
geringeren Nebenarten der klesas (fan 

nao >j^'P,s.d.). 

de Harlez, Voc, S. 34; Mvy. 104, 41. 

fM Heng. Transkription von Skr. Gaii- 
gä in Heng shui; s.d. 



fg jjfl Heng-ch'ieh. Skr. Garigä. s. 

Heng siiui. 

Eitel, u. Gafigä; Giles, Dict., No. 3919. 

j^pj Heng-ho. Wie vorher. 
Eitel, u. Gaügä; Giles, Dict., No. 3919. 

^ HcMig hua. 'Die dauernde Um- 
wandlung'. Eine auf Mönche ange- 
wandte Bezeichnung für den Tod. Vgl. 
auch Wu (^^) hua. 
Giles, Dict., No. 5001. 

j y\/ Heng sha. "Was andauernd 
Sand ist'. Bezeichnung der phänomena- 
len irdischen Welt. s. Ch'en { j^). 
de Harlez, Voc, S. 5S. 

j ^ Heng shui. Transkription von 

Skr. Gaiigä, mit dem Zusatz shui, 'Was- 
ser'. Nach der buddhistischen Kosmolo- 
gie entspringt die Gaiigä nebst drei an- 
deren Strömen aus dem sagenhaften See 
Anavatapta. Nach der indischen Mytho- 
logie ist die Gaiigä vom Himmel auf 
die Erde herabgestiegen. — Andere 

Transkr.: heng-ch'ieh |g jfjW , heng ho 

fgj^p]", ching-ch'ieh $^ (oder gg) 

jjjlt , ch'iang-ch'ieh 5M # • ch'ing- 
ch'ieh ^^ jj]\f ; chinesische Bezeich- 
nung: fu shui jjjg ^ , 'Wasser des 
Verdienstes', t'ien fang lai che ^ 

^ ^ ^ ' *^'^ ^^"^ Himmelspalast 
herkommt', s. d. 

Eitel, 11. Gaiigä; Fa hsien (Legge), S. 

54, 93, 100, S. -|^ -t, 9, H ~h Ht 

11, H + 7^ ' ^' "^- ^s- <J>' " 215, 
111 346, 512, (B.), I 11 U.Ö., (W), I 319 
U.Ö.; Giles, Dict., No. 3919; Sp. Hardy, Bu- 
dhism, S. 16 f.; Kirfel, Kosmogr., S. 109 f., 
184 U.Ö.; Edkins, Buddhism, S. 363. 

m Ho. 

I 1^ Ho kuo. 'Das Land Ho', s. 

Ch'ü( ^, )-shuang-ni-chia. 

Hs. ts. (W.), I 97. 
1 H tt S Ho-lo-hu-Io. Skr. Rähu- 
la. s. Lo(|g )-hou-Io. 



218 



HO j^ ^ ppf Tfn 



Eitel, u. Rähula; Bukkyö daijiten, S. 
208, 1, 18; 1778,3,9. 

j^ ^ Ho shih. 'Welches Geschäft?' 
Übersetzung eines Skr.-Namens, etwa 
Kirnkärya(?). s. Chi( ^ )-chia-yeh. 
B.N., Sp. 426; Bagchi, Canon, S. 244. 

-^ Ho. Übersetzung ('vereinigt') von 
Skr. sarnghäti. Bezeichnung des Man- 
tels oder Überwurfs der buddhistischen 
Mönche, der eigentlich aus vielen Lap- 
pen zusammengenäht sein sollte; vgl, 

Ch'ung (2 ) ^^^ ^- ^- ^^"S (f&)" 
ch'ieh-chih und Fu (^) tso chien i. 
Eitel, u. sarnghäti. 

I ^ Ho chang. 'Vereinigung der 
Handflächen'. Übersetzung von Skr. 

anjali. s. Ho ( ^ ) chang. 

Mvy. 244, 16; Giles, Dict., No. 421. 

npf Ho. 

I M ^ Ho-li-ti. Skr. Härltl. s. Kuei 

( J^ ) tzü mu. 

Bukkyö daijiten, S. 210, 3, 3. 

I M jS Ho-li-ti. Skr. Härltl. s. Kuei 

( J^ ) tzü mu. 

Hs. ts. (J.), III 507. 

I iÖi Ifl M Ho-yeh-ta-na. Skr. äya- 
tana ('Sinnesorgan'), Oft in der Zu- 
sammensetzung sadäyatana ('die sechs 

Sinnesorgane'), s. Liu {^) ch'u. 
Eitel, u. ayatana. 

^ Ho, 

I ^ Ho-an. Wiedergabe von Skr. 
upädhyäya. s. Ho shang. 
Eitel, u. upädhyäya. 



— Andere Wiedergaben mit gleicher 

Bedeutung: ho chang -^ ^ , ho nan 

^41 ^ , s.d. 

de Harlez, Voc, S. 62; Mvy. 244, 16; 
Giles, Dict., No. 421, 8128, 3945. 

Tpö jjjfl U Ho-ch'ieh-lo. Skr. vyäkara- 
na. s. Shou ( ^ ) chi und Sheng(^ ) 



mmg. 



Eitel, u. vyäkarana; Hs. ts. (J.), IM 507. 

I # H M Ho-ch'ieh-lo-na. Skr. 
vyäkarana. s. Shou {^) chi. 
Mvy. 62, 3. 



Ho-hsiu-chi. Skr. Väsuki. 



Name des einen der acht Näga-Könige, 
dessen Nägas in Pätäla wohnen. In der 
Sage wird er häufig mit dem Näga-Kö- 
nig Sesa identifiziert. Er soll tausend 
Köpfe haben, weshalb er im Chinesi- 
schen auch to t'ou ^ fl^ , 'viele Köp- 
fe', heisst. — Andere Wiedergabe: 
kuang ts'aitzü^ ^J^ -^,'weite-Schät- 
ze-Sohn' (wobei tzü, 'Sohn', die Vrddhi- 
bildung wiedergeben soll). 

Eitel, u. Väsuki; Sdhp. (Burnouf), S. 3, 

(Kern), S. 5; Mvy. 167, 6; Dowson, Dict., 

u. Väsuki und Sesha. 



ä 






^ 
^ 



^ 



Skr. Vasumitra. s. 
ian-lo. 

Eitel, u. Vasumitra. 



pn > — • 

m m 



Ho-hsü-mi-to-lo. 
Fa(fJ$)-su-mi- 



^ Ho chang. 'Vereinigung der 
Handflächen'. Übersetzung von Skr. 
anjali. Eine Grussweise, bei der man 
die beiden Handflächen zusammenlegt. 



n 3C Ho-i-lo-yüan- 
yüeh-ch'a. Skr. Vajrapäni-yaksa. s. 
Chih (^) chin kang (shen). 

Eitel, u. Vadjrapäni; Bukkyö daijiten, 
S. 1848, 2, 20. 

I ^ Ho nan oder | | ^^ Ho nan 
pai. Ein Ausdruck für die ehrerbietige 
Begrüssung von Seiten buddhistischer 
Mönche, wobei sie die Hände zusam- 
menlegen. Nach Giles wird ho nan auch 
angewandt auf die Haltung mit zusam- 
mengelegten Händen beim Gebet, ho 



HO ^ pg 



219 



nan ist eine Zusammenziehung aus ho 
chang nan-wu ^D ^ ^ M und be- 
deutet: die Handflächen zusammenle- 
gen und namo sagen. Vgl. Mo chang 
und Na( ^f^ )-ma. 

Giles, Dict., No. 3945, 8128; Lockhart, 
Manual, S. 327. 

^ J^ Ho shang. Skr. upädhyäya. s. 
das folgende. 

Fa hsien (Legge), S. 58, S. -|- ;/l , 

5; Fuini, EncicI., S. 2L 

I 1p^ (oder J;;^ ) Ho shang. Die ge- 
wöhnliche chinesische Bezeichnung für 
den buddhistischen Mönch, die schon 
bei Fa hsien vorkommt. Bei der Einfüh- 
rung des tantrischen Buddhismus in Ti- 
bet (im 8. Jh. n. Chr.) trat ihm ein 

Mönch, 'hua shang ^pD _t. ', entgegen, 
eine Personifikation des chinesischen 
Mönchtums. Das chinesische Wort ist 
vielleicht abzuleiten vom kashgarischen 
hua-hsieh oder, in anderer Aussprache, 
hu-she fl jjjj^ , das upädhyäya ('Leh- 
rer') bedeutete und zu ho-she ^fp ^ 
verändert worden ist; oder es rührt her 
von wu-she ^^ jjjf > das eine Entstel- 
lung von upädhyäya ist und bei I tsing 
vorkommt Jedenfalls entspricht ho 
shang irgendwie Skr. upädhyäya, einem 
gewöhnlichen Ausdruck für 'Lehrer'. 
Der upädhyäya war insbesondere der 
Mönch, der einem Novizen als geistli- 
cher Führer zur persönlichen Unter- 
weisung beigeordnet wurde und ihm bei 
der Aufnahme zu assistieren hatte. 
(Ausser dem upädhyäya hat der äcärya, 

a-che-li-yeh |$nf Jg ^|J ]|p, den 

Neuling in Regeln und Zeremoniell ein- 
zuführen.) Nach Eitel soll ho shang in 
China zuerst als Synonym von fa shih 

^ 0f|j , 'dharma-Meister', gebraucht 
worden sein; vgl. Fa (:^) shih. Heute 
bezeichnen ho shang und die anderen 



chinesischen Wiedergaben von upä- 
dhyäya nur noch den buddhistischen 
Mönch überhaupt. — Transkr.: wu-po- 
t'o-yeh ,^ ^)^ l^:^ ^p , yu-po-ti-yeh- 

yeh ^ iS^ ^' IfP :j^ , hu-she (oder 
hua-hsieh) ^ f± , ho-an ^ f^ , 
ho-she 5fn \^ , yün-she ^^ jjjf , wu - 
^^^ M jjii ; erklärende Ausdrücke: 
ch'in chiao shih S. ^ M > 'P^'"' 
sönlicher Religionslehrer', chih yu tsui 
wu tsui ^ ^ P M p , 'wissend, 
was sündhaft ist und nicht', chin sung 
ji f ^ , 'der bei [geordnet] Rezitie- 
rende' ( ?) . — Vgl. auch K'an ( ^ ) -pu. 
Eitel, u. upädhyäya; Fa hsien (Legge), 

S. 58, S. -f- ;/l , 5; Hs. ts., (J.), I 145, 
III 487; I tsing (Takakusu), S. 117 f.; 
Mvy. 270, 14; Giles, Dict., No. 3945; Pui- 
ni, EncicI. , S. 21; Kern-Jacobi, II 36, 38, 
71; Koeppen, Buddha, I 336, 380, II 251- 
53; Levi-Chavannes, Arhat, S. 151. 

^ fp^ ^* Ho shang ssü. 'Mönchsklo- 
ster'. Der gewöhnliche Ausdruck für ein 

buddhistisches Kloster, s. Ssü ( ^). 
Giles, Dict., No. 10295. 

j ^ Ho-she. Vielleicht abzuleiten 
von dem kashgarischen hua-hsieh *^^ 
jjii (jjth 'licr nach Takakusu hsieh, 
nicht she zu lesen), oder von wu-she 
i% jjii- Beides bezeichnet den upä- 
dhyäya, ho-she stimmt also in der Be- 
deutung mit ho shang überein. s. Ho 
shang. 

Eitel, u. upädhyäya; I tsing (Takakusu), 
S. 118; Giles, Dict., No. 3945. 



y^i Ho-t'ien. Skr. Kustana (Kho- 
tan). s. Ch'ü(^ )-sa-ta-na. 

Eitel, u. Kustana. 

Pg Ho. 

iM (oder y'^ ) Ho-han. Transkrip- 



220 



^ a 



HO gS ^ 



tion des Namens eines Reiches und einer 
Stadt im Oxustal (etwa Khakan oder 
Khagan), wahrscheinlich das heutige 
Kerminah, im Distriict von Bokhara. 
Eitel, u. Gahan; Hs. ts. (J), I 61, II 20, 
MI 281,507, (B.), I 34, (W.). I 97 f. 

Pj Ho. 

I PS ^ (oder M ) Ho-ho-p'o. Skr. 
hahava. Name der vierten der acht kal- 
ten Höllen (han yü ^gjf), die im 
Skr. auch ababa genannt wird. s. A 

( W )-P0-P0- 

Mvy. 215, 4; Chiao sheng fa shu, VIII, 
S. 15b; Fa hsien (Remusat), S. 299; Bur- 
nouf, Introd., S. 202, Anm. 

Ä Ho. 

I Mf}'i^WM Ho-li-sha-fa-tan- 
na. Skr. Harsavardhana. Name eines 
Königs des Reiches Kanyäkubja (mit 
der Hauptstadt gleichen Namens, das 
heutige Kanauj) in Nordindien an der 
Gaiigä, Harsavardhana, gestorben um 
650 n. Chr., war ein Zeitgenosse des 
Hsüan tsang und der Begründer einer 
Ära. Er förderte den Buddhismus mit 
aller Macht und suchte ihn auch von 
innen heraus zu erneuern. — Übers.: 
hsi tseng !el ^ , 'Freude-Mehren'. 
Eitel, u. Harcha varddhana; Hs. ts. (J.), 

I 111, II 247, III 507, 486, (B.), I 210, 

(W.), I 343 ff. 

I S tt S Ho-lo-hu-lo. Skr. Rähu- 
la (über das ho der Transkription vgl. 
das folgende), s. Lo( |§ )-hou-lo. 

Eitel, u. Rähula; Bukkyö daijiten, S. 
1778, 3, 9. 

I Ü^fl Ho-lo-hu. Skr. Rähu (?). 
Transkription des Namens eines bei 
Hsüan tsang erwähnten Reiches. Es ge- 
hörte nach ihm zu Tokhara und grenzte 
im Norden an den Oxus. — Zur Tran- 
skription bemerkt Julien, dass die erste 



Silbe ho oft nur andeutet, dass das 
Wort mit r beginnt (wie z.B. auch bei 
Räjapura, Rähula usw.). 

Eitel, u. Rohu; Hs. ts. (J.), III 195, 507, 
(B.), II 289, (W.), II 273; Julien, Metho- 
de, S. 53f., HO. 

>a s M ^ m m Ho-io-she-chi- 

li-hsi. Skr. Räjagrha (über das ho der 
Transkr. vgl. vorher). Name der Haupt- 
stadt und Residenz von Magadha. Nach 
Fa hsien war sie von Ajätasatru, nach 
Hsüan tsang schon von seinem Vater 
Bimbisära gegründet. Die frühere Re- 
sidenz war Kusägrapura (chü-she- 

chieh-lo-pu-lo ^g # +S S # Ü)^ 
König Asoka verlegte später die Resi- 
denz nach Pätaliputra. Buddha besuch- 
te Räjagrha gleich nach der Erlangung 
der Erleuchtung (Bekehrung des Kö- 
nigs Bimbisära) und verweilte später 
oft dort, besonders häufig auf dem 
dicht bei der Stadt gelegenen Berge 
Grdhraküta. In Räjagrha fand das er- 
ste buddhistische Konzil statt. Heute 
Rajghir, ein jinistischer Pilgerort. — 
Andere Transkr.: lo-yüeh ch'eng U 
K^; Übers.: wang she (ch'eng) 
3E ^ (Jg), 'Königshaus-(Stadt)'. 
Eitel, u. Rädjagriha; Fa hsien (Legge), 
S. 80 ff., S. ZI -f" /\ > 5; Hs. ts. (J.), 
I 137, 153, 159, 160, II 174, 350, 356, III 
38, 40, 378 ff., 507, 500, (B.), II 43, 85, 
149 f., 165 f., (W.), II 147 ff.; Mvy. 193,5; 
Kern-Jacobi, im Reg. u. Räjagriha. 



. m m li B Ho-lo-she-pu-lo. Skr. 
Räjapura. Name eines bei Hsüan tsang 
erwähnten Reiches im Süden von Kash- 
mir und Südosten von Punach, heute 
Räjauri oder Räjapuri. Zu Hsüan 
tsang's Zeit gehörte Räjapura zum 
Reich Kashmir. 

Eitel, u. Rädjapura; Hs. ts. (J.), I 96, 
II 188. III 323, 507, (B.), I 163, (W.), 
I 284. 



HO ^ ^rt & ^ fi m 



221 



Ä M tt M Ho-Io-hu-Io. Skr. Rähu- 

la. s. Lo( ^ )-hou-Io. 
Hs. ts. (J.), III 507. 

fcl ft 5f ^f^ Ho-lo-she-fa- 



tan-na. Skr. Räjyavardhana. Name 
eines bei Hsüan tsang genannten Kö- 
nigs von Kanyäkubja, des älteren Bru- 
ders des Harsavardhana. — Übers.: 
vvang tseng ^ ^ , 'König-mehren'. 
Eitel, u. Rädjavarddhana; Hs. ts. (J.), 

I 112, II 247, III 500, 507, (B.), I 210 f., 

(W), I 343, 345. 

jpj Ho. 

I # ^ (Oder ^) Ho-fan-ch'a 
(oder t'u). Skr. Avanda. s. A( |Jnf )- 
fan-ch'a. 

Hs. ts. (W.), II 259. 

j ^ ^ Ho-pi-chih. Skr. avici. s. 

Wu ( M ) chien yü. 
Eitel, u. avitchi. 

I $k yt Ho yin kuang. 'FIuss-Licht- 
Trinker'. Übersetzung von Skr. Nadi- 
käsyapa. s. Na( ^)-ti-chia-she-po. 
Mvy. 47, 21. 

^ Ho. 

I H Ifl S Ho-ch'ai-ta-lo. Skr. 

ksetra. s. Ch'a( ^|J )-ta-Io. 
Eitel, u. buddhakchetra. 

j RH Ho-li. Transkription des heili- 
gen Lautes hr, der bei Beschwörungen 
und bei Litaneien viel gebraucht wird, 
um den Seelen der Verstorbenen Ruhe 
zu bringen. Er wird verbunden mit der 
Anrufung des Avalokitesvara, des Rat- 
nasanibhava u.a. Die chinesische Über- 
setzung ist hsin i\^ , 'Herz', auf Grund 
der Identifizierung des Lautes hr mit 
Skr. hrdaya, 'Herz'. 

Eitel, u. hri; Waddell, Buddhism, S. 147, 
402 f. 



^ ^ S iR Ä Ho-lu-hsi-min-chien. 
Transkription des Namens Hrösminkan. 
Ein bei Hsüan tsang erwähnter Ort zwi- 
schen Ghür und Balkh. Julien identifi- 
ziert ihn mit Semengan das von den 
arabischen Geographen Ibn Haukai und 
Edrisis erwähnt wird. 

Eitel u. Hrösminkan (in der Transkr. 

fehlt chien); Hs. ts. (J.), 11 28 f., III 288, 

507, (B), I 43, (W.), I 106. 

^ Ho. Name für Lotus (Nelum- 

bium); s. Lien ( .^ ). 

Giles, Dict., No. 3942; Stuart, Mat. 
med., S. 278. 



j .^ Ho lien. Ein Doppelname für 
Nelumbium speciosum, die Lotusblunie. 

s. Lien (^ ). Vgl. vorher. 
Giles, Dict., No. 3942. 

j ^ Ho yeh. 'Das Blatt der Lotus- 
blume'. 

Giles, Dict., No. 3942; Stuart, Mat. 
med., S. 278. 



Ho. 



Bezeichnung eines groben 



wollenen Stoffes. Wiedergabe von Skr. 

kambala. s. Chien ( ;^5)-po-io. 
Mvy. 232, 19. 

j ^'J ^M Ho-la-li. Transkription des 
Namens (harali?, Julien; Beal gibt ka- 
räla, Watters ral) eines feinen indi- 
schen Gewebes, das von Hsüan tsang 
erwähnt wird. Es wird aus den Haa- 
ren eines wilden Tieres hergestellt. 
Eitel, u. harali; Hs. ts. (J.). I 259, II 68. 
III 507, (B ), I 75, (W.), I 148. 

i^ Ho. 

I ^!J J[g (odcr^^) Ho-Ii-ti. Skr. Hä- 

rlti. s. Kuei ( J^ ) tzü nut. Vgl. auch 

A( pn)" )-li-ti. 

Bukkyö daijiten, S. 210, 3, 3; Chapin, 
Iconography, S. 122. 



^ ^^ J|5 Ho-li-po-mo. Skr. Hari- 
varman. Name eines indischen Mön 



222 



HO 



Hou % Hsi ppg 



ches, des Verfassers des Satyasiddhi- 
sästra, das von Kumärajiva ins Chine- 
sische übersetzt worden ist (406-12) 
und zum klassischen Text der Satya- 
siddhi-Schule (ch'eng shih tsung )j^ 
^ ^ , japanisch Jöjitsu shü) wur- 
de. Vgl. Ch'eng ( ^ ) shih tsung. 

Eitel, u. Harivarman; B.N., Sp. 376, No. 
1274; Bagchi, Canon, S. 198; Rosenberg, 
Philosophie, S. 252 f.; Wassiljew, Buddhis- 
mus, S. 117; Hackmann, Schulen, S. 9. 

§p[ (^ Ho-ling. Skr. KaHtiga. Nach I 

tsing eine Insel in der 'südlichen See'. 

s. Chieh(|g)-ling-ch'ieh. 

1 tsing (Takakusu), S. XXXIX, XLVII, 
10. 

« Ho. 

I ^IJ ^ ?H äs Ho-li-hsi-mi-chia. 
Transkription des Namens Khwärazm 
(bei Strabo Khorasmia), eines Reiches 
am Oxus, dessen Fürst Alexander den 
Grossen auf seiner indischen Unterneh- 
mung unterstützte. 

Eitel, u. Kharismiga; Hs. ts. (J.), I 61, 

II 22, III 196, 283, 507, (B.), I 35, (W.), 

I 99. 

"B Ho. 



j ^ Ho-han. Die moderne chinesi- 
sche Transkription des Namens Fer- 
ghana. s. Pei(*|*f{^ )-han. 

Eitel, u. Ferghana; Hs. ts. (W.), I 88. 



j ^ ^ hI 3E Ho hsiang yeh lung 
wang, für Huo (^) hsiang yeh lung 
wang. 'Der Drachenkönig Eläpatra'. 
Wiedergabe von Skr. Eläpatro Näga- 
räjah. s. I( ^ )-lo-po-tan-lo. 
Mvy. 167,44. 



Hou. 



^ä ^1^), in die man die Entwick- 
lung der buddhistischen Religion unter 
jedem Buddha einteilt. Es ist die Pe- 
riode des Verfalls der Religion. In der 
Einteilung in vier Zeitalter (ssü shih 

f[t] Itl;) entspricht ihr 'das Endzeital- 
ter', mo shih 7]^ j^; • s. San ( ^ ) ia. 

— Andere Bezeichnung: mo fa tJ^ :^, 
'der endende dharma', 'die endende Re- 
ligion'. 

Eitel, u. saddharma pratirüpaka; de 
Harlez, Voc , S. 48; Hackmann, Schulen, 
S. 17; Levi-Chavannes, Arhat, S. 54, Anm. 



I ^ Hou fa. 'Der endende dharma', 
'die endende Religion'. Bezeichnung für 
die letzte der drei Lehrperioden (san 



Hou shen. 'Der spätere Körper', 
nämlich der nach der jetzigen Verkör- 
perung erlangte Körper, also die be- 
vorstc!iende Wiedergeburt. Im Gegen- 
satz dazu steht ch'ien ( "lly ) shen, die 

frühere, vor der jetzigen liegende Wie- 
dergeburt. 

Giles, Dict. No. 9813; Lung shu ching 
t'u wen, VII, S. 2a, Z. 10; Hackmann, 
Laienbuddhismus, S. 224. 

j 1^ Hou tsang. 'Das westliche Ti- 
bet', s. Hsi ( ^ ) tsang. 
Giles, Dict, No. 11601. 

pgg Hsi. 

j ^ fB. ^ Hsi-mo-ta-Io. Skr. Hi- 
matala. Name eines bei Hsüan tsang 
erwähnten Reiches im Lande Tokhara 
im Norden des Hindukusch. Seit dem 
600. Jahre nach dem Nirväna sollen 
hier Abkömmlinge der Familie des Bud- 
dha, der Säkyas, regieren. — Übers: 
hsüeh shan hsia @ |JL| ~f* , 'unter 

dem Schneeberg'. 

Eitel, u. Himatala; Hs. ts. (J), I 248, 
269, II 27 f., 178, III 197, 423, 507, 495, 
(B), I 42, 156 f., II 21, 290, (W.), II 
274 ff. 






Hsi. 'Freude'. 1. Übersetzung von 
Skr. muditä, anumodana, 'Freude'. 
Eine der vier Eigenschaften, die das 



HSI 



C3 



223 



wu Hang hsin M ^ ;V^\ , die auf alle 
Wesen ausgedehnte universale Gesin- 
nung, charakterisieren. Es ist die Freu- 
de über das, was man an geistiger Ver- 
vollkommnung erreicht hat, aber auch 
die Freude (die Mitfreude, Nachfreude, 
anu-modana) an dem, was andere an 
Gutem erreicht haben. Vgl. Ssü ( PH ) 
wu Hang hsin. — 2. Übersetzung von 
Skr. Nandi. s. Chu ( ^ ) Nan-ti. — 
3. Übersetzung von Skr. priti, in hsi 
chio chih ^ # "i* , s. d. — 4. Über- 
Setzung von Skr. Nanda. s. Nan( J"! )- 
t'o. 

1. de Harlez, Voc, S. 32; Mvy. 69, 3; 
Anesaki, Ethics, S. 31; Sbh. (Nobel), S. 
43, 3 ff.; Aniiruddha (Shwe Zan Aung), 
S. 97, Anm. 4. — 2. Eitel, u. Nandi; B. N., 
Sp. 401 ; Bagchi, Canon, S. 352. — 4. Mvy. 
167, 14; 180, 53; 282, 1. 



-S. 



yi 



Hsi chien. Übersetzung ('freu- 
dig anzusehen') von Skr. Priyadarsana, 
Name eines bestimmten kalpa in aller- 
fernster Vergangenheit, in dem einige 
Gestalten des Saddharmapundarlkasü- 
tra aufgetreten sind. 

Eitel, u. Pryadarsana; Sdhp. (Burnouf), 
S. 257, 268, (Kern), S. 400, 419. 

I ^ ^ ^^^ ^^^^ '^^^^- 'Erkenntnis- 
zweig der Freude'. Übersetzung von 
Skr. pritibodhyaiiga. Bezeichnung der 
vierten der sieben bodhi-Konstituenten, 
die 'Freude' über das, was man er- 
reicht hat. Vgl. Ch'i ( -^ ) chio chih. 
Eitel, u. priti; de Harlez, Voc., S. 35; 
Mvy. 43, 4; Anesaki, Ethics, S. 30. 

j ^ Hsi lo. 'Freude und Lust'. Über- 
setzung von Skr, Tusita. s. Tu(^)- 
shih-to. 

Eitel, u. Tuchita. 



Hsi man. Übersetzung ('Freude- 
erfüllt') von Skr. Ratiprapürna oder 
Ratipratipürna. Name des kalpa, in 



dem Maudgalyäyana ein Buddha wer- 
den wird, wie ihm das Saddharmapun- 
darlkasütra (VI, 29) ankündigt. Der 
Segen jener Periode wird dort ausführ- 
lich beschrieben. 

Eitel, u. Ratiprapürna. Sdhp. (Burnouf), 
S. 94 f., (Kern), S. 149 f. 

^ J§ Hsi tscMig. Übersetzung ('Freu- 
de-mehren') von Skr. Harsavardhana. 
s. Ho( ^)-li-sha-fa-tan-na. 

Eitel, u. Harcha varddhana; Hs. ts. (J.), 
III 486. 

^ Hsi. 

I 3^ Hsi-Hen. Abgekürzte Transkrip- 
tion von Skr. HiranyavatI, auch mit 
dem Zusatz ho jpf , 'FIuss'. Name des 
Flusses, der Kusinagara berührt und an 
dessen Ufer Buddha gestorben ist. Der 
Name des Flusses wird im Chinesischen 
gelegentlich mit dem Namen des Flus- 
ses Nairanjanä zusammengeworfen, 
und so gehen die Transkriptionen 
manchmal durcheinander. Vgl. dazu 
das folgende und Ni(^ )-lien-ch'an- 
na ho. Ein älterer Name für die Hiran- 
yavatI ist AirävatI, a-i-lo-po-t'i |JpJ" 

n B^^' a-ii-io-po-fi }^ m 

K ® fö (Glosse zu Hsüan tsang), 
abgekürzt: a-li-po-t'i j^nj" ^l^jj ^ ^, 
ein jüngerer Ajitavati, a-shih-to-po-ti 
W 1t ^ ige ts (bei Hsüan tsang), 
a-shih-to-fa-ti p^ 1^ ^ i^ JS. 
(Hsüan tsang), a-t'e-to-fa-ti pij ^ 
^ i^]^ (bei Eitel, wo aber wahr- 
scheinlich t'e ^ fehlerhaft für shih 
*|^ steht); Übers.: wu shcMig M. 0, 
'unbesieglich'. Andere Transkr. für 
HiranyavatI: hsi-lien-ch'an ho :^ JH 

jjjflfR]- (s.d., Fa hsien), hsi-lien Eli 
^ffi (I tsing), shih-lai-na-fa-ti ^ 



224 



HSI ^ 






M. H^ 



5Üi^ 



ß "(3^ l£ (Hsüan tsang bei Julien), 

shih-la-na-fa-ti (iio) f $lj g ^Jt 

Jg (fpi ); shih-lai-na-fa-ti P ^ 

S tt )S (Eitel), shih-li-la-na-fa-ti 

>P Ift $lj S tt IS (Eitel; wohl 
fehlerhaft), gekürzt auch po-t'i ho ^ 

:^ j^pj ; Übers, (in einer Glosse zu 
Hsüan tsang) : chin ho ^ j^pj 'der 

Goldfluss', yu chin ho ;^ ^ ;fRj*,'der 
Gold habende Fluss' (Hsüan tsang), 
chin sha po-t'i ^ j>)/^ j^ ^ , 'Gold- 

sand-vati, chin sha ho ^ j>j/^ jfp]', 
'Goldsandfluss'. 

Eitel, u. Hiranyavati und Näirarndjanä; 
Fa hsien (Legge), S. 70, S. Zl "f^ H , 

10; Hs. ts. (J.), I 130, II 334, 344, III 507, 
518, 501, 561, 562, 489, (B.), I, S. LH, II 
32, 39, Note, (W.), II 28 f.; I tsing (Taka- 
kusii), S. 5f., (T. I.), Bd. 54, 205, 1, 15; Buk- 
kyo daijiten, S. 23, 2, 29; 856, 2, 6; 1451, 
2, 17; 475, 1, 9; Bongo jiten, S. 127; Kern- 
Jacobi, I 274, 277 f., 282; Beckh, Buddhis- 
mus, I 75. 

^ ?E iw M Hsi-lien-ch'an ho. Tran- 
skription von Skr. Hiranyavati, wobei 
die beiden Flussnamen Hiranyavati und 
Nairafijanä zusammengeworfen sind. 
Diese Transkription steht z.B. bei Fa 
hsien, wo aber einzelne Ausgaben das 
Zeichen ch'an jjjp nicht aufweisen, so- 
dass also dann die Schwierigkeit nicht 
besteht. Vgl. vorher. 

Eitel, u. Näirarndjanä; Fa hsien (Leg- 
ge), S. 70, S. Z: "h H ' ^0 (vgl. die 
Anm. hierzu). 

I 55 M Hsi-lien ho. 'Der Fluss Hiran- 
yavati'? s. vorher. 

Eitel, u. Näirarndjanä; Fa hsien (Leg- 
ge). S. H -p H ' ^Ö' ^""^• 



l'i: 



Hsi. 



1 (oder ^) ^ Hsi-to. Skr. Sita 



('die Kalte'). Name eines sagenhaften 
Stromes, der dem Anavatapta-See ent- 
springt, später sich im Erdboden ver- 
liert und dann erneut als der Quellfluss 
des Hoang ho auf den Arnsaküta-Ber- 
gen (am Rande der Gobi) zum Vor- 
schein kommt. — Ferner Name des 
Flusses, an dem die Stadt Yarkand 
liegt und der (in der Takla makän) in 
den Lopnor mündet. — Andere Tran- 

skr.: ssü-to ^ ^ , ssü-t'o ^ p^, 

hsi-to ^ ^ ; erklärender Name: leng 

ho ^^ ^p]*, 'der kalte Fluss'. 

Eitel, u. Sita; Hs. ts. (J.), I 272, 277, 
III 208, 427, 527, 572 (u. Sita), (B.), 
I S. XC, 12, II 298, (W.), II 283. 






Hsi. 



I 1^ Hsi hsin. 'Der sein Herz be- 
ruhigt hat'. Der Ausdruck stellt eine 
etymologisierende Übersetzung (als 
Ableitung von sam, 'beruhigen') von 
Päli samana (Skr. sramana) vor. s. 

Sha( "y/^)-men. 

Eitel, u. sramana. 

1 ^ Hsi tz'ü. 'Ruhe und Mitleid' 
(vgl. vorher). Wiedergabe von Skr. 
srämanera, 'Novize', s. Sha( ]f^ )-mi. 
Chiao sheng fa shu, VII, S. 2a. 

I W^~k ^^^ ^^'" "^'- ^'^ vorher mit 
Anfügung von nü, 'Frau'. Wiedergabe 
von Skr. srämanerikä, 'Novizin', s. Sha 

( ^'^ )-mi-ni. 

Chiao sheng fa shu, VII, S. 2a. 



I %\\ Hsi-li. Skr. sri. s. Chi ( 
no 
Eitel, u. sri. 






hsiang 



tion 
(/i 



I Hsi-ta. Abgekürzte Transkrip- 
von Skr. Siddhcärtha, s. Ch'eng 
) chiu. 



Hsi m 



'i\i^ 



=tfc. 



E', ^ M m 225 



Eitel, u. Sarvärthasiddha; Hs. ts. (J.), 
III 563; Mvy. 1, 49; de Groot, Code S. 26. 



i^ M ftfii Hsi-ta-Io-t'a. Skr. Sid- 
dhärtha. s. Ch'eng { fj^) chiu. 

Wohlgemuth, Buddhacarita, S. 41, 64. 

I J[g Hsi-ti. Skr. siddhi, 'Erfolg, Voll- 
kommenheit'. Bezeichnung für magi- 
sche Kräfte, die durch samädhi erwor- 
ben werden. Vgl. auch Liu ( 3/^ ) shen 



tung. 



Übers.: ch'eng chiu 



'Zur-Vollendung-bringen'. 

Eitel, u. siddiii; Mvy. 197, 35; Chapin, 
Iconography, S. 125; de Visser, Äkäsagar- 
biia, S. 39. 

I J^ ^ Hsi-ti-chia. Skr. svastika, in 

pao hsi-ti-chia ^ ^ j[^ ?M > ^^^'• 

ratnasvastika. s. Fo ( "^ ) hsin yin. 
Eitel, u. svastika. 

I ^ Hsi-to. Skr. Sita. s. Hsi(||^)- 
to. 

Eitel, u. Sita. 

^ Hsi. 'Ehemals', oft im Sinne von 
'in einer früheren Existenz'; so bei Fa 

hsien. Vgl. Pen ( TJJ ). 

Fa hsien (Legge), S. 52, Anm. 3; 30, 

Anm. 3; S. y\ , 12. 

I Rg Hsi-li. Skr. srI. s. Chi ( ^ ) 

hsiang. 

Eitel, u. sri. 

m Hsi. 



I 



(oder 



) 



Hsi-lien-fu. 



Wiedergabe von Skr. Pätaliputra. Das 

Zeichen ISli beruht wohl auf einem 

Irrtum, s. Po( J^ )-ch'a-li tzü ch'eng. 

Eitel, u. Pätaliputtra; Hs. ts. (J.), III 558. 

I ^ Hsi-lien. Abgekürzte Transkrip- 
tion von Skr. Hiranyavati. s. Hsi( ^ )- 

lien. 

I tsing (Takakusu), S. 5 f., (T.I.), Bd. 

54, 205, 1, 15. 
Hackmann, Wörterbuch 



^ 'M m 

Hsi. 



I ^^ Hsi mien. Bedeutung? Wieder- 
gabe von Skr. kauseya. s. Chiao('J»^ )- 
she-yeh. 

Hs. ts. (J.), III 495. 



$01 Hsi. 

I jg Hsi ch'en oder | :j^^ g hsi 
wei ch'en. 'Feiner Staub, Atom'. Über- 
setzung von Skr. anu. s. A( {Jp^^ )-nou. 

Eitel, u. anu; Hs. ts. (J.), III 494; Mvy. 
251.2. 

I tIc S ffi Jft tt Hsi mo chien hei 
chan-t'an. Die Bedeutung der drei er- 
sten Zeichen ist nicht sicher, die letzten 
drei Zeichen bedeuten 'schwarzer San- 
del'. Wiedergabe von Skr. kälänusärin. 
Eine bestimmte Art von schwarzem 
Sandel. In der Mahävyutpatti (243, 9) 
als kälänusäricandana unter 'Räucher- 
werk' (sarvadhüpanämäni) angeführt. 
Die chinesische Übersetzung zu dieser 
letzten Stelle nimmt käla als 'Zeit': sui 
shih t'an Ig H=^ ^ , 'der der (Jah- 
res-) Zeit folgende Sandel'. Als botani- 
scher Name wird Taberna montana co- 
ronaria Bs. angegeben. Vgl. Chan 

Eitel, u. kälänusärin; Sdhp. (Burnouf), 
S. 243, 421, (Kern), S. 378; Mvy. 243,9. 

1 Sk Ä ^^^^ ^^^' ^'^'^"- 'Fei"'^r Staub, 
Atom'. Übersetzung von Skr. anu. s. 

A( ßpr)-nou. 



Mvy. 251, 2. 

Hsi. 

I fS Hsi ch'ien. 'Westlicher Himmel'. 
Gleichbedeutend mit hsi t'icn |5§ ^, 

'westlicher Himmel', und hsi fang gg 
-Jy , 'westliche Himmelsgegend'. Na- 
me des Paradieses des Buddha Ami- 
täbha im Westen, s. Ching ( f^ ) t'u. 

15 



226 



HSI ^ 



Nach einer Klosterinschrift in Tung 
t'ien mu. 

bk ^ Hsi chu-kuo. Eine alte Be- 
zeichnung für Indien, neben t'ien chu 
kuo ^ ^ H (s. d.) und abgekürzt 

chu kuo tk g . 

Giles, Dict., No. 2574. 

I S BP Ä ^^^ ch'ü-yeh-ni. Skr. 
Aparagodänl, mit Übersetzung von 
apara durch hsi ^ , 'westlich', s. A 
( R" )-po-la-ch'ü-t'o-ni. 

Chiao sheng fa shu, IV, S. 20a. 

I ~^ Hsi fang. 'Westliche Himmels- 
gegend'. Vgl. Hsi ch'ien. s. Ching 

( # ) t'u. 

Hackmann, Laienbuddhismus, S. 8; 
ders., Schulen, S. 13. 

I :fr ® ^ tÖ: -^ Hsi fang Chi lo 
shih chieh. 'Welt der höchsten Selig- 
keit in der westlichen Himmelsgegend'. 
Name des Paradieses des Buddha Ami- 
täbha im Westen, s. Ching ( % ) t'u. 
Eitel, u. Sukhävati; Hackmann, Laien- 
buddhismus, S. 8; Giles, Dict., No. 4031. 

I >^ ^ i Hs^ ^^"§ chiao chu. 'Un- 
terweisender Herr der westlichen Him- 
melsgegend'. Beiname des Buddha 
Amitäbha. Vgl. Hsi fang hsüeh chu. s. 
A( pn[)-mi-t'o fo. 

I ^ :^ ^1 Hsi fang chieh yin. 
'Der empfängt und geleitet nach der 
westlichen Himmelsgegend', auch chieh 
yin fo ü^ ^1 ^ , 'der Buddha, der 
empfängt und geleitet'. Ein Beiname 
des Buddha Amitäbha, der, wie es 
heisst, die Gläubigen in ihrer Todes- 
stunde persönlich von der Erde abholt 
und in sein Paradies des Westens hin- 
überbringt. Er hat in der Kunst seinen 
besonderen Typus bekommen: ein ste- 
hender Buddha mit lang herabwallen- 



dem Gewand, der linke (sehr lange) 
Arm gerade am Körper herabhängend, 
die rechte Hand vor die Brust erhoben. 
Oft entsendet er auch seine Bodhisat- 
tvas Avalokitesvara (a-fu-lu-chih-to-i- 

shih-fa-lo %% ,f^ ^ ^^q ^ ^ S 

W W ' ^"ch K"^n yin IE # ge- 
nannt) und Mahästhämapräpta (ta 

shih chih ^ ^ ^ ) zu den Sterben- 
den oder kommt in deren Begleitung. 



— s. A(ppJ )-mi-t'o fo. 

Eitel, u. Amitäbha; Hackmann, Laien- 
buddhismus, S. 16 u. ö.; Edkins, Buddhism, 
S. 246, 386; Johnston, Buddhist China, S. 
98 Abb. 

^ 3^ ^ i Hsi fang hsüeh chu. 
'Der Lehrmeister der westlichen Him- 
melsgegend', Ein Beiname des Amitä- 
bha. Vgl. Hsi fang und Hsi t'ien chiao 

chu. s. A( ppf )-mi-t'o fo. 
de Harlez, Voc, S. 63. 

^ ^ ^ gg Hsi fang san sheng. 
'Die drei Heiligen der westlichen Him- 
melsgegend'. Bezeichnung der drei mit 
dem Paradies des Westens besonders 
in Verbindung gebrachten Wesen, 
nämlich des Buddha Amitäbha (a-mi- 
t'o fo l^pf iH 15:$ # ) und seiner bei- 
den Begleiter, der Bodhisattvas Kuan 

shih yin p'u-sa || ift # ^ ^ 
(Avalokitesvara) und Ta shih chih p'u- 
sa ^Ac ^ M ^ ^ (Mahästhäma- 
präpta, auch Mahästhänapräpta ge- 
nannt). Sie finden sich in den Tem- 
peln vereinigt dargestellt und haben 
zuweilen besondere Kapellen. 

Giles, Dict., No. 9892; Hackmann, Lai- 
enbuddhisnius, S. 10 f.; ders., Buddhis- 
mus, S. 170 f., 194 f. 

I jy Hsi hsü. 'Die westliche Reihe'. 
Bezeichnung einer mit religiösen Pflich- 
ten, Kultus und dergleichen beschäftig- 
ten Gruppe von Mönchsbeamten eines 



HSI gg 



227 



Klosters. Man unterscheidet in der west- 
lichen Reihe (nach der Mönchsregel 
Pai chang ch'ing kuei) 12 Haupt- und 
21 Nebenämter. Die Hauptämter wer- 
den zusammenfassend ch'an t'an« mm 
^ , 'die Meditationshalle', genannt, 
weil diese das Zentrum des geistlichen 
Lebens in einem buddhistischen Kloster 
bildet. — s. Hsü (ff). 

de Harlez, Voc, S. 63; Giles, Dict, No. 

4771; Pai chang ch'ing kuei, VI, S. 2b ff.; 

Hackmann, Pai chang ch'ing kuei, S. 9 f. 

1§ ^ ^ Hsi kuei fang. 'Halle der 
Heimkehr zum Westen'. Bezeichnung 
der Begräbnisstätte der Mönche, Mit 
der Heimkehr nach dem Westen ist das 
Eingehen in das westliche Paradies des 
Amitäbha gemeint. Die Aschenreste der 
verbrannten Leichen der Mönche wer- 
den entweder, in Urnen geborgen, in 
einem besonderen Gebäude aufbewahrt 
oder im Freien unter Grabsteinen beer- 
digt. 

de Harlez, Voc, S. 63. 

I ?3 ^ ^"^^^ ming ssij. 'Kloster des 
westlichen Lichtes'. Das Hauptkloster 
der vinaya-Schule (lü tsung ^ ^) 

auf dem Südberg (nan shan ^ [Jj ) 

in der Provinz Shensi. 

de Groot, Code, S. 3; Hackmann, Schu- 
len, S. 5. 

! '^ ^ ^'li ^^^ "'•-' ^^^^ chou. Etwa 
'der westliche rinderreiche Kontinent'. 
Übersetzung von Skr. Aparagodäna- 
(oder AparagodänTya-)dvipa. s. A 

( I^Pf )-po-la-ch'ü-t'o-ni. 

de Harlez, Voc, S. 38; Mvy. 154, 9; 
vgl. Chiao sheng fa shu, IV, S. 20a. 



|_L] '^ ^ Hsi shan chu pu. 'Schu- 
le der Bewohner des Westberges', 
Übersetzung von Skr. Avarasailäh (oder 
Aparasailäh). Name einer der 18 alten 
indischen Schulen, einer Unterabteilung 



der Mahäsamghikas. Die Mönchsge- 
meinde des Klosters Avarasilä in der 
Nähe der Stadt Dhanakataka (?) wird 
von Hsiian tsang als Anhänger der Ma- 
häsamghika-Gruppe erwähnt. Ihr Klo- 
ster heisst bei den Chinesen Hsi shan 
ssü (vgl. das folgende). Wassiljew 
behauptet, die Schule wäre zu Vasumi- 
tras Zeit (also bald nach Vasubandhu) 
bereits erloschen. — Transkr.: a-fa-lo- 

shu-!o|:nr^jjlli?5S. 

Eitel, u. Avarasailäh; Mvy. 275, 15; 
Täranätha (Schiefner), S. 175, 271; Was- 
siljew, Buddhismus, S. 85. 

^ |Jj ^ Hsi shan ssü. 'Kloster des 
Westberges'. Übersetzung von Skr. 
Avarasilä-sarnghäräma. Name des 
Klosters auf dem Avarasilä bei Dhana- 
kataka, dem Zentrum der Schule der 
Avarasailas, über das Hsüan tsang be- 
richtet. — Transkr.: a-fa-lo-shih-lo- 

seng-ch'ieh-lan [^ ^3^ S #(^^ ^^^ 
bei Eitel wohl fehlerhaft) || ff fytl 
^ . — Vgl. auch vorher. 

Eitel, u. Avarasailä saiTighäräma; Hs. 
ts. (J.), I 188, III 111, 494, 518, (B.). II 
221, (W), II 214. 217. 

I ^ Hsi t'ien. 'Westlicher Himmel'. 

Name des Paradieses des Amitäbha im 

Westen, s. Ching ( f^ ) t'u. 

de Harlez, Voc, S. 63; Hackmann, Lai- 
enbuddhismus, S. 8; Giles, Dict., No. 4031. 

I ^ ^ i ^^^^ ^'"-"'^ chiao diu. 
'Unterweisender Herr des westlichen 
Himmels'. Ein Beiname des Amitäbha 
als des Verkünders der Lehre vom Pa- 
radies des Westens. Vgl. Hsi fang, Hsi 
fang hsüeh (oder chiao) chu. s. A 
(ppf )-mi-t'o fo. 

Eitel, u. Amitäbha. 

j ^ Hsi tsang. 'Vorratshaus im 
Westen'. Ein Name für Tibet. Man 



228 



HSI 



□n. 



unterscheidet von dieser Allgemeinbe- 
zeichnung noch ch'ien l^^, chung FJI 
und hou ^ tsang, nämlich das öst- 
liche (das Grenzland gegen Ssü- 
ch'uan), das mittlere und das westliche 
Tibet. — Transkr. des Namens Tibet: 

f u-po J2 ^ ""^ Pi S (^^^^ S )' 
t'u-po dt ))^ . 

B. N., Sp. 457, 458; Giles, Dict., No. 
4031, 11601, 3383, 12100. 



^ ^ ^ Hsi tsang fan tzü. indi- 
sche Buchstaben von Tibet'. Bezeich- 
nung der Devanägari-Schrift des Sans- 
krit, die auch dem tibetischen Alphabet 
zugrunde liegt und von daher in China 
bekannt geworden sein mag. — Halbe 
Transkr.: t'ien chia-lu ^ ^ JM. 
(Deva-[nä]gari); Übers.: shen tzü 
jji J ^ 'Götterschrift' (Devanägarl). 
Vgl. Fan (^ ). 

Eitel, u. Devanägarl und Safnskrita. 

I ^ & ^ Hsi tsang hung hua. 
'Safran aus Tibet'. Ein angeblicher 
(nach Stuart bisher nicht wirklich be- 
legter) Name für die Safranpflanze, 
Crocus sativus, gewöhnlich fan hung 

hua #^X^^ genannt. 

Stuart, Mat. med., S. 131 f.; Giles, Dict., 
No. 11601. 

I ^ iB ^^^^ y^ ^^^'- 'Bericht über die 
westlichen Länder'. Abkürzung von Ta 

^ Hsi. 



um. 
PI? 



I ^M. Hsi-lo. Bei Hsüan tsang Tran- 
skription des Namens einer Stadt, des 
heutigen Hidda, bei Nagarahära (im 
heutigen Kabul), wo in einem nahen 
Kloster ein Schädelknochen des Bud- 
dha aufbewahrt und verehrt wurde. 
Auch andere Reliquien des Buddha 
werden dort gezeigt. Fa hsien und 
Hsüan tsang erzählen davon. Bei 



Hsüan tsang heisst der Berg, auf dem 
die Stadt lag, ebenso. Von dieser Stadt 
aus musste Fa hsien seine Reise allein 
fortsetzen, da seine Begleiter umge- 
kehrt oder gestorben waren. — Andere 
Transkr.: hai-lo |||| . 

Eitel, u. Hidda; Fa hsien (Legge), S. 

36 f., S. -p , 10 und Anm.; Hs. ts. (J.), 

I 87, II 102, 135, III 304, 507, (B.), I, S. 
XXXIV, 91 (Anm.), 95, (W.), I 195 ff. 



rjm. 



5C ^ "rP Hsi-mo-po-to pu. 
Skr. Haimavata mit dem Zusatz 'Schu- 
le'. Name einer der alten (18) Schulen 
des indischen Buddhismus. Nach Tä- 
ranätha war sie eine Unterabteilung der 



Mahäsarnghikas. Nach andern gehörte 
sie zu den Sthäviras und unterschied 
sich nur wenig von der Schule der Sar- 
västivädins. Zu Vasubandhus Zeit war 
die Schule schon erloschen. — Übers.: 

hsüeh shan chu pu ^ jjj fi ^^ , 

'Schule der Bewohner des Himavat', 
hsüeh shan pu ^ [Jj ^^ , 'Schule des 
Himavat'. 

Eitel, u. Häimavatäh; Mvy. 275, 16; Tä- 

ranätha (Schiefner), S. 271; Wassiljew, 

Buddhismus, S. 278. 

I ^ # te p|^ Hsi-tou-p'0-t'o pu. 
'Schule der Hetuvädins'. Transkription 
von Skr. Hetuväda mit dem Zusatz 
'Schule'. Sie ist eine Unterabteilung der 
Schule der Sarvästivädins oder eine 
Nebenbildung zu ihr. Sie hiessen Hetu- 
vädins als 'die eine Ursache Anerkennen- 
den'. Zu ihrem Schulnamen wird gele- 
gentlich auch noch pürvasthäviräh, 'die 
früheren Sthäviras', hinzugefügt, weil 
die Schule zur Gruppe der Sthäviras ge- 
hörte. — Übers.: yin lun hsien shang tso 

pu H i& 3fe -h ^ nl^ > l^''''zer yin 
lun pu Q iÖ ^ 1 <^^s Skr. Hetuväda- 
pürvasthävira-Schule wiedergibt. 

Eitel, u. Hetiivadapürva staviräh; Was- 
siljew, Buddhisnuis, S. 253. 



HSI ^ ^ä 



HSIA "P 



229 



I \^ Hsi chang. 'Zinnstab'. Bezeich- 
nung des Stabes buddhistischer Mön- 
che. Skr. khakkhara. Im Fan i ming i 
wird der Name erklärt als 'Stab, der 
den Ton hsi hervorbringt'. Es ist ein 
langer, hölzerner Stab, der unten eine 
Metallspitze hat und an dem oben vier, 
sechs oder zwölf Metallringe befestigt 
sind, die an Haken hängen und bei der 
Bev\^egung aneinanderstossen und klin- 
gen. Er ist heutzutage ein Abzeichen 
der Äbte geworden, während er früher 
das allgemeine Requisit der Mönche 
(bei den Nepalesen auch jetzt noch) 
war, die damit wohl an die Haustüren 
klopften. Das Pilgerbuch Ts'an hsüeh 
chih ching ^ ^ ^ ^;^ (S. 16a) 
berichtet, dass der Stab ursprünglich 
dazu bestimmt gewesen sei, sich beim 
Betteln, wenn man vor der Tür stand, 
(durch Rasseln) bemerkbar zu machen. 
Wahrscheinlich sollte auch sein Ras- 
seln die Insekten auf dem Wege war- 
nen, damit sie nicht zertreten werden. 
Dem Abtstab wird heute die Macht zu- 
geschrieben, Seelen aus den Höllen zu 
befreien, weshalb er bei Fürbitten für 
Tote gebraucht wird. Auch gebrauchen 
ihn die Mönche auf Wanderungen in 
wilden Gegenden, um Tiere (Schlan- 
gen) fortzuscheuchen. — Transkr. : 
ch'i-ch'i-lo P^[ ^ ^ , angeblich auch 

ch'i-yeh-lo | |g ^ (bei Eitel und 

Puini; das Zeichen ^ ist aber wahr- 
scheinlich verschrieben oder verlesen 
für ^ ) ; diese Transkription deutet 
aber eher auf khikkhira (vgl. das nepa- 
lesische khikkhari). Er heisst auch 
ch'an chang jjj^ Jj^ , 'buddhistischer 

Stab', chih chang ^ Jj^ , 'Stab der 
Weisheit (prajnä')', oder te chang |^ 

:j^ , 'Stab der Tugend', hu hsi 



'Tigerzinn', chin ts'e ^J^, 'Metall- 
stange'. — Vgl. auch Cho ( _^ ) hsi, 
Fei ( ^ ) hsi, Kua ( g|> ) hsi. 

Eitel, u. khakkliaram; Hs. ts. (J.), H 33, 
111 494; de Harlez, Voc, S. 65, 66; Mvy. 
273, 8; de Groot, Code, S. 249 f. (aus dem 
Fan i ming i) ; Lockhart, Manual, S. 327; 
Puini, EncicI., S. 76 (71); Giles, Dict., No. 
426, 348, 11691, 4157; Kern-Jacobi, II 49; 
Getty, Gods, S. 169. 



^ i^ M Sp) Hsi-pi-to-fa-la 



^ Hsi. 

I t 

tz'ü. Nach Watters Skr. Svetavat, mit 
dem Zusatz 'Heiligtum'. Watters re- 
konstruiert Svetavat-älaya, die 'Woh- 
nung oder das Heiligtum Indras'. Ju- 
lien hat Sphltavaras (?) und Saint 
Martin Svetäväras angenommen, wobei 
sie das Zeichen jjfßj als Transkriptions- 
zeichen ansahen. Name einer Stadt des 
Reiches Kapisa, von Hsüan tsang er- 
wähnt. Die Lage der sonst nirgends 
benannten Stadt ist unbekannt. 

Eitel, u. Sphltavaras or Saptavarsa; 

Hs. ts. (J.), 11 46, III 300, 527, (B.), I 

61 f., (W.), 1 126. 



T H 



sia. 



I ^ ^ Hsia pan yüeh. 'Unterer 
Halbmond'. Übersetzung von Skr. krs- 
napaksa s. Hei ( M ) fen. 
Mvy. 253, 59. 

I ^ ^ Hsia san t'u. 'Die unteren 

(niederen) drei Pfade'. Übersetzung 

von Skr. nicagati. s. O ( ,^, ) tao. Vgl. 

Ch'ü (Ä)- 
Eitel, u. gati. 

I jy^ Hsia shih. 'Hinabkommen in die 
Welt'. Verkörperung eines höheren 
Wesens in irdischer Gestalt. Auf der 
anderen Seite auch 'sterben'. 
Giles. Dict., No. 4230. 



230 



HSIA 



HSIANG 



W Hsia. 'Sommer'. Chinesische Be- 
zeichnung für die dritte, bezw. zweite, 
indische Jahreszeit, die im Skr. varsa 
(varsä), 'Regenzeit', heisst. s. Yü ( pj| ) 
shih. — Auch Benennung der Sommer- 
zeit im chinesischen Mönchsleben, die 



zurückgezogen 



ver- 



verhältnismässig 
lebt werden sollte, dem indischen varsa 
(varsä) entsprechend. Nach der Zahl 
der Sommer berechnet der Mönch die 
Dauer seines Mönchtums (seine An- 
ziennität). Die Sommer-(Ruhe-)Zeit 
dauert von der Mitte des vierten bis zur 
Mitte des siebenten Monats. Vgl. An 
( ^ ) chü, Seng ( ff ) hsia. 

Giles, Dict., No. 4227; Mvy. 253, 38; de 
Groot, Code, S. 169 (und im Index u. re- 
pos); Sbh. (Nobel), S. 178, 3 ff. (Anm. 
19); 179, 9, 10 (Anm. 28). 

I 3g Hsia la. 'Sommer(monat) na- 
bhas'. Bezeichnung des Monats nabhas 
(oder srävana), des ersten Regenmo- 
nats, der in Nachahmung des altindi- 
schen Lebens in der Regenzeit (varsa) 
durch Zurückgezogenheit ausgezeich- 
net war. Auch benennt man das mön- 
chische Alter, das nach den verbrachten 
Zeiten der Zurückgezogenheit gezählt 
wird, als hsia la. s. La ( Jjg). Vgl. An 
( ^ ) chü. 

Giles, Dict , No. 6667. 

I 4 -iffi ^^^^ sheng hua. 'Blume, die 
im Sommer wächst', Name einer be- 
stimmten Pflanze, aus der man ein be- 
sonderes Wohlgeruchsmittel gewann. 
Der Name gibt Skr. värsika ('zur Re- 
genzeit gehörig') wieder. Nach Eitel 
ist es vielleicht Lignum aloes (ob Aloe 
vulgaris?). — Transkr.: p'o-(li-)shih- 

chia ^^ ( ^1) ) grü (oder ^)M> P'O" 
shih-po-li ^^ giU )}^ ^Ij (zweifelhaft); 
erklärende Übers.: yü shih sheng hua 



9$ 4 ^E oder yü sheng pg ^, 
'in der Regenzeit wachsende (Blume)'. 
Eitel, u. varchika; Mvy. 240, 12. 

W ^ Hsia tso. 'Sommer-Ruhezeit', s. 

An ( ^ ) chü. 

Fa hsien (Legge), S. 53, S. -U» 1--, 6; 

de Harlez, Voc, S. 56; Giles, Dict., No. 
4227. 

I ^ ^ ^ JM. ^^'^ ^^° ^" ^^^ ^^'"• 
'Ort, wo man die stille Beobachtung 

der Sommerruhe vornimmt'. Vgl. An 
( ^ ) chü. 

de Harlez, Voc, S. 56. 

^ jjJBB Hsia tso ch'an. 'Sommer- 
^uhezeit-Meditation'. Einer der fünf 
festen Abschnitte des Jahres für das 
Mönchsleben in den buddhistischen 
Klöstern Chinas, und zwar die in der 
Sommer- (Regen-) Zeit gehaltenen Me- 
ditationen, die von der Mitte des dritten 
bis zur Mitte des vierten Monats dau- 
ern. Sie stehen an Bedeutung zurück 
hinter den 'Wintermeditationen' (tung 

tso ch'an ^ :^ jjip), die vom zehn- 
ten bis ersten Monat abgehalten wer- 
den. Vgl. An ( ^ ) chü und Hsia. 

de Harlez, Voc, S. 56, 55; de Groot, 
Code, S. 169. 

^ Hsiang. 

j ^ Hsiang chiao. 'Lehre des Ab- 
bilds (des dharma)'. Wiedergabe von 
Skr. saddharmapratirüpaka. s. das fol- 
gende. 

de Harlez, Voc, S. 54; Levi-Chavannes, 
Arhat, S. 54. 

I ^ Hsiang fa. 'Abbild-Religion'. 
Übersetzung von Skr. saddharmaprati- 
rüpaka, 'Abbild des rechten dharma', 
was bedeuten soll 'der nachgemachte 
oder gefälschte dharma'. Bezeichnung 
der zweiten der drei Lehrperioden (san 



HSIANG W: \^ ß M 



231 



^a Hft); in die man die Entwicic- 
lung der Religion unter jedem Buddha 
einteilt. Eine Charakteristik dieser Pe- 
riode findet sich in der Säriputrapa- 
riprcchcä (Levi-Chavannes, S. 54 f.). 
Sie beginnt im Falle des Gautama Bud- 
dha 500 (oder 200) Jahre nach seinem 
Nirväna und dauert 1000 Jahre. Ihr 
geht voran die Periode des 'rechten 
dharma' (cheng fa jE^). In der 
Einteilung in vier Zeitalter der buddhi- 
stischen Lehre entspricht dem hsiangfa 
das dritte Zeitalter, hsiang shih 'j^ jU*. 
Vgl. das folgende. — Andere Wieder- 
gabe: hsiang chiao -j^ ^ , 'Lehre des 

Abbilds', s. San ( H ) ^a. 

Eitel, u. saddharma pratirüpaka; Hs. ts. 
(J.), I 44, 567 f.; Sdhp. (Btirnouf), S. 43, 
365 f., (Kern), S. 68 und Anm.; de Harlez, 
Voc, S. 54, 48; Chiao sheng fa shii, III, S. 
18b; Levi-Chavannes, Arhat, S. 54 f. und 
Anm. 



^ -(^ Hsiang shih. 'Zeitalter des Ab- 
bildes (des dharma)', das soll bedeu- 
ten des Schein-dharma, des nachge- 
machten oder gefälschten dharma. Be- 
zeichnung für die dritte der vier Perio- 
den, in die man die Entwicklung der 
buddhistischen Lehre unter jedem Bud- 
dha einteilt; s. Ssü ( p[^ ) shih. Diese 
Periode entspricht der zweiten der drei 
Lehrperioden (san fa ^ ^), die 
hsiang fa ^ J^ oder hsiang chiao 
W^ WC genannt wird; vgl. San ( ^) 
fa und Hsiang fa. 

de Harlez, Voc, S. 48; Chiao sheng fa 
shu, IV, S. 4a. 

[W] Hsiang. 

I fi£ 1® Hsiang pi hui. 'Bereuen ge- 
genüber dem und dem'. Wiedergabe 
von Skr. pratidesaniya ('Sachen, die 
man beichten muss'), Bezeichnung des 
achten Abschnittes des Prätimoksa, der 



sich auf das Bekenntnis der Sünden be- 
zieht. Es handelt sich hier um vier Ver- 
gehen, die mit Annahme und Geniessen 
von Nahrung zusammenhängen. — 
Transkr.: po-lo-t'i(oder ti)-t'i-she-ni 

mm^ (oder ®) ^ ^ ffi 

auch mit dem Zusatz fa ^ , 'dharma'. 



Eitel, u. pratidesaniya; Mvy. 256, 4; 262, 
1 ; Wieger, Bouddhisme chinois, I S. 250 f., 
330 f.; Kern-Jacobi, 11 88, 130 f. 

j^ Hsiang. 

j )^ Hsiang hsü. 'Schulung, Erzie- 
hungsinstitut'. Name, der auf die Er- 
ziehung der Novizen und Mönche an- 
gewendet wird. Sie sollen durch sorg- 
fältige Schulung zu wei i ^ ^^ , zu 
'würdevollem Benehmen' (Skr. slla), 
erzogen werden. Vgl. Chieh (^). 

Fa hsien (Legge), S. 78, S "^. -\^ 



Hsiang. 'Denken'. Übersetzung 
von Skr. samjiiä ('Wahrnehmung'). 
Name des dritten der fünf skandhas (s. 
Yün [ 1^ ] ; vgl. das folgende), der 
'Gruppe, aus deren Zusammentreten 
ein Mensch hervorgeht'. — sanijnä 
wird auch oft aufgefasst als "Ideen, 
Vorstellungen', nämlich sechs Arten 
von (bewusst gewordenen) Ideen, die 
sich auf Grund von Sinneseindrücken 
bilden (durch Sehen die Idee bestimm- 
ter Farben, durch Schmecken die Idee 
der Süssigkeit usw.). 

Eitel, u. sanidjiia; de Harlez, Voc, S. 22; 

Chiao sheng fa shu, V, S. 10 b; Mvy. 100, 

3; 9,5; 104,3. 

I 1^ Hsiang yün. 'Die Gruppe Den- 
ken'. Übersetzung von Skr. sarnjfiä- 
skandha. Bezeichnung des dritten der 

fünf skandhas. s. vorher und Yün ( ^). 
de Harhz, Voc, S. 22; Mvy. 100, 3. 



232 



HSIANG ^f f}^ 



Hsiang, 'Aussehen, Kennzeichen'. 
Übersetzung von Skr. laksana. Name 
von 32 besonderen körperlichen Merk- 
malen eines jeden Buddha. Diese Zei- 
chen finden sich schon im Suttanipäta 
(Übersetzung von Neum.ann, S. 187 und 
324) erwähnt. Aufzählung z.B. bei de 
Harlez, Voc, S. 9-12. Neben diesen 
hsiang werden noch 80 geringere 
Schönheitszeichen (hao f^ , Skr. anu- 
vyahjana) des Buddha-Körpers ge- 
nannt. Beide Gruppen heissen hsiang 

hao ^>g ^ oder hao hsiang. — Aus- 
serdem bezeichnet hsiang gewisse gei- 
stige Erlebnisse, die dem Gläubigen ein 
Zeugnis der Gnade des Buddha sind. 
Vgl. Hao ( ^ ) hsiang. • — hsiang ist 
v/eiter Übersetzung von Skr, nimitta, 
'Kennzeichen', womit auf die phänome- 
nale Welt hingedeutet wird, von der der 
Buddhist sich losmachen muss. Vgl. 
^u ( ^ ) hsiang (Skr. animitta). 

Eitel, u. lakchana; de Harlez, Voc, S. 
9-12; Mvy. 17, 1-32; Giles, Dict., No. 4249; 
Sdhp. (Burnouf), S. 553 ff. — Hackmann, 
Schulen, S. 16 f.; de Harlez, S. 59, 35, 47. 



Hsiang chü shuo tsui. 



^ K ff 

'Einander seine Sünden bekennen'. Be- 
nennung der uposatha-(upavasatha-) 
Feier (bei den nördlichen Buddhisten 
posadha; aus einer Präkritform posa- 
dha sanskritisiert). Sie fand am 1. und 
15. jeden Monats statt (oder auch vier- 
mal im Monat) und war ursprüng- 
lich wohl eine Beichtfeier. Die Beichte 
wurde mit der Zeit nebensächlich und 
formell, während die Verlesung des 
Prätimoksa zur Hauptsache wurde. 
Diese Tage wurden auch durch Arbeits- 
ruhe und Fasten gefeiert. — Abgekürz- 
te Transkr.: pu-sa ^ ^ ; andere 

Wiedergabe: ching chu '^ j^ , 'in 
Reinheit weilen'. 

Eitel, u. pochadha; Mvy. 245, 732; Ro- 



senberg, Vocabulary, S. 293; Kern-Jacobi, 
II 7 ff., 60 ff., 256 ff.; Childers, Dict. u. 
uposatho. 

i'fl iJf Hsiang hao. 'Merkmale und 
Schönheitszeichen'. Übersetzung von 
Skr. laksana-anuvyanjana. Zusammen- 
fassung der 32 grossen (hsiang ;j;g) 
und 80 kleineren Körpermerkmale (hao 
■^ ) eines jeden Buddha. Auch hao 
hsiang genannt. Vgl. Hsiang und Hao 

Giles, Dict., No. 4249; Sbh. (Nobel), 
S. 245, Anm. 3. 






Hsiang tsung yao. 'Wesent- 
liche Grundlagen der Substanzen'. 
Übersetzung von Skr. Dhätukäya. Ein 
Werk des Pürna oder des Vasumitra, 
das dem Abhidharma angehört, 
de Harlez, Voc, S. 51. 



Hsiang ying. 'Sich unterein- 
ander entsprechend'. In der buddhi- 
stischen Philosophie so viel wie 'be- 
wusst'. Im Gegensatz dazu bedeutet pu 
hsiang ying ^ ^ji^ ]@ , 'unbewust'. 

Suzuki, Awakening, im Glossar u. Inter- 
related defilement und Not-interreiated 
defilement und S. 81. 

jjj^ Hsiang. 'Glück'. Übersetzung von 
Skr. Sri. s. Chi ( ^ ) hsiang. 
Mvy. 137, 4. 

j ^ Hsiang kuang. 'Glückhafter 
Glanz'. Bezeichnung des Nimbus, in 
dem Amitäbha erscheint, s, Hao ( ^ ) 
kuang. 

Lung sliu ching t'u wen, V^ S. 7b, Z. 6; 
Hackmann, Laienbuddliismus, S, 150. 



^ Hsiang mai. Name eines Mön- 
ches der Ch'an-(Dhyäna-) Schule, der 
im Jahre 1291 n. Chr. ein Werk (B.N., 
No, 1607) verfasst hat, 

B.N., Sp. 467; Bagchi, Canon, S. 692. 



HSIANG 



233 



^ Hsiang. 'Elefant'. Übersetzung von 
Skr. hastin, gaja usw., besonders auch 
von näga, das sowohl 'Elefant' als auch 
'Schlange' bedeutet. Für den Buddhis- 
mus gehören die Elefanten zu der gros- 
sen Kategorie der Nägas (hing ^i), 
die in drei Hauptklassen eingeteilt wer- 
den, in: lungg|, 'Drachen', hsiang 
^ , 'Elefanten', und pu lai Jf^ ^, 
'die nicht wiederkommen'. Vgl. Luns 

Eitel, u. näga. 

I M \h Hsiang chien shan. 'Elefan- 
ten-wert-Berg'. Übersetzung von Skr. 
Pllusäragiri. Name eines bei Hsüan 
tsang erwähnten Berges südwestlich 
von der Stadt Kapisa, der einen Geist 
in Elefantengestalt mit Namen Pilusära 
(pi-lo-so-lo j:t ^ ^ {':§ ; Übers.: 

hsiang chien ^ ^, 'Elefanten-wert'; 
nach der Transkription und der Über- 
setzung hat Julien den Namen Pilusära 
rekonstruiert) beherbergte. Dieser 
Geist bewiriete den Buddha nebst 1200 
Arhats. Der Weidenzv/eig, mit dem 
Buddha sich danach die Zähne reinigte, 
wurzelte dort ein und wurde zu einem 
Gehölz. Auf dem Berge liess König 
Asoka später einen stüpa errichten: 
hsiang chien su-tu-po j | ^ ^ *^ 

— Transkr.: pi-lo-so-lo shan j:[^ ^ 

^ '^ ÜJ ■ 

Eitel, u. Pllusäragiri und Pilusära stiipa; 
Hs. ts. (J.), 11 54, 111 522, 494, (B.), I 67 f., 
(W.), 1 129. 

I M ^ fi^ '^ Hsiang chien su-tu- 
po. 'Elefanten-wert-Stüpa'. Über- 
setzung von Skr. Pilusära mit Tran- 
skription von stüpa; s. vorher. 

Eitel, u. Pilusära stüpa; Hs. ts. (J.), III 
494. 



I M Hsiang chün, 'Elefantenheer'. 
Die mit Kriegselefanten ausgestattete 



Abteilung indischer Heere. Skr. hasti- 
käya. 

Eitel, u. hastikäya; Hs. ts. (J.), 11 82, 
111 81, 494, (B.), I 82, (W.), 1 171. 

^ ^ Hsiang pao. 'Elefanten-Kleinod'. 
Die zweite der sieben Kleinodien eines 
Weltherrschers, s. Ch'i ( ■^) pao. 
de Harlez, Voc, S. 48; Mvy. 181, 11. 

I ^ Hsiang pi. 'Elefantenrüssel'. 
Wiedergabe von Skr. Vinataka. Name 
eines Dämons mit einem Elefantenrüssel, 
der Wanderern auflauert. Er wird viel- 
fach verwechselt mit einem anderen 
bösen Dämon mit Namen Vinäyaka 
(p'in-na-yeh-chia ^n M ^ M), 
vielleicht auch mit Vinäyaka, nämlich 
Ganesa, dem Sohn des Siva, dem ele- 
fantenköpfigen Gott der Weisheit, 
dem Beseitiger von Hindernissen. — 
Ausserdem Name eines der sieben kon- 
zentrischen Berge, die den Berg Su- 
meru umgeben. Seine Ausdehnung ist 
ungeheuer. Sein Gipfel soll dem Rüssel 
des Vinataka gleichen, wovon er seinen 
Namen hat. — Transkr.: p'i-na-ta-chia 
M ts. M > P'i-ni-ta-chia-na fflifc 
i'K M M (Vinatakana); Übers.: 

chang ai |>:^ ifU , 'verdecken und hin- 
dern' (in der Mvy. — chang ai ist sonst 
Übersetzung von Skr. vighna; vgl. 

Chang [ [^ ] ai). 

Eitel, u. Vinataka; — Mvy. 194, 7; Sp. 
Hardy, Budhism, S. 12; Kirfel, Kosmo- 



gr., S. 186. 



I 



^ |l7t Hsiang to yüan. 'Der Hof 
des Niederfallens des Elefanten'. Über- 
setzung von Skr. Hastigarta, wobei 
garta, 'Loch, Grube', mit yüan, 'Hof, 
wiedergegeben ist. Ein Ort bei Kapila- 
vastu, wo der von Buddha mit Riesen- 
kraft über die Stadtmauer geschleu- 
derte Körper des Elefanten, den Deva- 
datta getötet hatte, niederfiel und ein 



234 



HSIANG ^ 



tiefes Loch machte. Hsüan tsangsah die 
Stelle und schildert den Hergang. 

Eitel, u. Hastigarta; Hs. ts. (J.), 11 314, 
III 495, (B.), II 17, (W.), II 2, 4 f. 

^ IM Hsiang t'ou. 'Elefantenhaupt'. 
Übersetzung von Skr. Gayäsirsa (oder 
-siras). s. Ch'ieh( j;|^0 )-hsieh shan. 
Hs. ts. (W.), II 111. 

1 H iJj Ä 3fe Hsiang t'ou shan yin 
kuang. 'Elefantenhauptberg-Licht- 

Trinker'. Übersetzung von Skr. Gayä- 
käsyapa. s. Ch'ieh( -|i(f0 )-hsieh-chia- 
she-po. 

Mvy. 47, 36. 

j ^ Hsiang wang. 'Elefantenkönig'. 
Übersetzung von Skr. Gajapati. Name 
des einen der vier Könige, die den 
Weltteil Jambudvipa in den vier Him- 
melsrichtungen beherrschen. Gajapati 
ist der König des Südens. Vgl. Jen 

( A ) ^v^"g- 

Eitel, u. Djambudvipa; Hs. ts. (J.), II 
S. LXXV, III 495, (B.), I 13 ff., (W.), I 
35 ff.; Giles, Dict , No. 4287. 



jl^ Hsiang; s. auch Chiang. 

I ^ Hsiang fu. Chinesischer Aus- 
druck ('Unterwerfung, Beherrschung') 
einer in zehn Richtungen sich zeigen- 
den Eigenschaft der Bodhisattvas, 
nämlich der völligen Herrschaft über 
sich selbst und ihre Lebensäusserungen. 
Eine andere Bezeichnung für diese 
Eigenschaft ist tzü tsai ^ ^ , 'unab- 
hängig', Übersetzung von Skr. vasitä. 
Die Bedeutung von hsiang fu tritt auch 
in den Beinamen des Buddha: hsiang 

mo \^ Jg und fu mo -f/t ffi ' '^^' 
Zwinger des Mära', zutage. 

de Harlez, Voc, S. 46; Mvy. 27, 1-10. 

I j^ Hsiang mo. 'Bezwinger des Mä- 
ra'. Übersetzung von Skr, märäbhibhü, 



nach der Mvy. von Skr. märajit; aus- 
führlicher wei li hsiang mo ^ j/j f^ 
J^ , 'der durch seine imposante Kraft 
den Mära bezwingt'. Ein Beiname des 
Buddha. Vgl. vorher und Fu ( ^)^ ) 
mo. 

de Harlez, Voc, S. 7; Mvy. 1, 26. 

^ Hsiang. 

j ^ Hsiang i. Übersetzung ('Lärm- 
Sinn') von Skr. Ghosamati. Name eines 
mythischen Prinzen im Saddharmapun- 
darikasütra. Er ist einer der acht Söh- 
ne des Tathägata Candrasüryapradipa. 

Eitel, u. Ghöchamati; Sdhp. (Burnouf), 
S. 12, (Kern), S. 19. 



Hsiang. 'Duft', Übersetzung von 
Skr. gandha (auch väsa). I. Name des 
dritten unter den fünf (oder sechs) 
Sinnesobjekten (wu ch'en 3f. ^ ) 5 s. 
Ch'en ( ^). — 2. Name des fünften 
unter den acht Dingen, die sinnlich 
wahrnehmbar sind (pa yu se y\ y^ 

^ ; s.d.). — 3. Bezeichnung des 
Weihrauches, der im Kultus der bud- 
dhistischen Tempel so viel verwendet 
wird. Er wird aus pulverisiertem San- 
delholz, vermischt mit Lehm, hergestellt 
und in eine drahtartige Form gepresst. 
— 4. Mit 'Duft' oder 'Weihrauch' ver- 
gleicht man die fünf Teile des dharma- 
käya (wu fen fa shen ^ ^^^ %) 
und nennt sie die 'fünf Wohlgerüche', 
wu hsiang 3£ ^ oder wu fen hsiang 

S.^#- s. Fen (^). 

1. Eitel, II. gandha; de Harlez, Voc., S. 
23; Chiao shOng fa shu, V, S. 9a. — 2. de 
Harlez, Voc, S. 45. — 3. Navarra, China, 
S. 454. — 4. de Harlez, Voc, S. 44; Chiao 
sheng fa shu, V, S. 9b. 

I /[^ Hsiang chi. 'Weihrauchtisch'. 
Name für einen Altar, auf dem als re- 
gelmässigste Gabe der Gläubigen 



HSIANG § 



235 



Weihrauch verbrannt wird. Vgl. Hsiang 

wei. 

Giles, Dict, No. 4256. 

S ffi R Hsiang chi ch'u. 'Kochein- 
richtung für wohlriechende Anhäufung'. 
Ein etwas geringschätziger Ausdruck 
für die HersteHung buddhistischer Op- 
fergaben. 

Lockhart, Manual, S. 325. 

j ^ Hsiang chieh. 'Weihrauchwelt'. 
Eine Bezeichnung für einen buddhisti- 
schen Tempel. Vgl. Hsiang fou. 
Giles, Dict., No. 4256. 



Hsiang ch'ien. 'Weihrauchgeld'. 



1 ^'k — •"& 

Populärer Ausdruck für Geschenke, die 
man den buddhistischen Mönchen 
macht. Man bezahlt damit gleichsam 
den Weihrauch, mit dem die Gottheiten 
dann (zugunsten des Spenders) ver- 
ehrt werden. Vgl. Hsiang tzü. 
Giles, Dict, No. 4256. 

I ^ Hsiang chu. 'Weihrauchrosen- 
kranz'. Eine Gebetsschnur, bei der die 
einzelnen Kügelchen aus wohlriechen- 
dem (Sandel-)Holz gemacht sind. s. 

Su ( ^ ) chu. 

Giles, Dict., No. 4256. 



^ Hsiang fou. 'Ein Hügel des 
Wohlgeruchs'. Bezeichnung eines bud- 
dhistischen Klosters, das oft eine An- 
höhe einnimmt und in dem Räucher- 
werk verbrannt wird. Vgl. Hsiang chieh. 

Giles, Dict., No. 4256. 

I ^ Hsiang hsiang. 'Wohlgeruch- 
Elefant'. Übersetzung von Skr. gandha- 
hastin. Name einer besonders wertvol- 
len Elefantenart, nach der der Buddha 
öfters genannt wird. Es sind Fabeltiere, 
die zehnmal soviel Kräfte haben sollen 
wie gewöhnliche Elefanten. Eine Jäta- 
ka-Geschichte erzählt, wie Buddha in 
einer früheren Geburt als ein gandha- 



hastin seine blinde Mutter pflegte. 
Auch Hsüan tsang berichtet davon. 
Man zeigt in Erinnerung daran einen 
Teich im Osten des bodhi-Baumes, wo 
auch ein stüpa errichtet worden war. 

— Gandhahastin heisst auch der 72. 
der tausend Buddhas des bhadrakalpa. 

— Der Ausdruck 'Wohlgeruch-Ele- 
fant' bezieht sich vielleicht auf den 
stark riechenden Stoff, der sich an den 
Schläfen von brünstigen männlichen 
Elefanten zeigt. 

Eitel, u. irandhahasti; Hs. ts. (J.), 111 
1 f., 486, (B.), I 5, II 138, (W.), II 140; 
Mvy. 23, 60. 

^ -f£ '^ ^ Hsiang hua kung ch'eng. 
'Stadt der Paläste der wohlriechenden 
Blumen'. Übersetzung v. Skr. Kusuma- 

pura. s. Chü( :fpj )-su-mo-pu-lo ch'eng. 
Hs. ts. (J.), m 486. 

I ^ Hsiang k'an. 'Weihrauchschrein'. 
Bezeichnung für einen Weihrauchbe- 
hälter, s. K'an ( ^). 
Giles, Dict, No. 5866. 



Hsiang k'o. 'Weihrauchgäste'. 
Bezeichnung für fromme Besucher in 
Tempeln, die kommen, um Räucher- 
werk auf den Altären zu verbrennen. 
Giles, Dict, No. 4256. 

I 'M Hsiang lu. 'Weihrauchofen'. Be- 
zeichnung der bronzenen Gefässe, in 
denen man Räucherkerzen abbrennen 
lässt. 

Giles, Dict, No. 4256. 

I [Jj Hsiang shan. 'Duftberg'. Wie- 
dergabe von Skr. Gandhamädana-giri. 
Name eines Berges und Waldes in 
Ilävrta, dem Mittelpunkt der Welt in 
der Gegend des Berges Sumeru. Auch 
der Anavatapta-See befindet sich in der 
Nähe, und sein Wasser besprengt den 
Berg. Unzählige süssduftende Blumen 



236 



HSIANG 



HSIAO fjlj /> 



umgeben ihn, während drei Höhlen 
(von Gold, Silber und Edelsteinen) den 
Buddhas, wenn sie den Berg besuchen, 
zum Aufenthalt dienen. Der Gandha- 
mädana ist der Aufenthaltsort des Ar- 
hat Svapäka; s. Shu( j^ )-po-chia. — 
Andere Wiedergabe: hsiang tsui shan 
^ S$ lil , 'Berg der Duftberau- 
schung'. 

Eitel, u, Gandha mädana; Hs. ts. (J.), 
II, S. LXXIV, III 486; Mvy. 194, 13; Dow- 
son, Dict., u. Gandhamädana; Sp. Hardy, 
Budhism, S. 16; Levi-Chavannes, Arhat, S. 
155; de Visser, Arhats, S. 60. 

§ B? lil Hsiang tsui shan. 'Berg der 
Duftberauschung'. Übersetzung von 
Skr. Gandhamädana. s. vorher. 

Mvy. 194, 13; Levi-Chavannes, Arhat, S. 
155; de Visser, Arhats, S. 60. 

I :j^^ Hsiang t'ung. 'Weihrauchge- 
fäss', Bezeichnung einer Bronzevase, 
in der Weihrauch verbrannt wird. 
Giles, Dict., No. 4256. 



Hsiang tzü. 



'Weihrauchbezah- 
lung'. Bezeichnung für Geldspenden an 
die Mönche. Vgl. Hsiang ch'ien. 
Giles, Dict., No. 4256. 

^ Hsiang wei. 'Weihrauchtisch'. 
Benennung des Altares in den buddhi- 
stischen Tempeln. Vgl. Hsiang chi. 

Giles, Dict., No. 4256. 

fflj Hsiao. 

I ^ Hsiao fa. 'Das Haar beseitigen'. 
Bezeichnung des Eintrittes in das 
Mönchtum, wofür das Abscheren des 
Haupthaares das Zeichen war. — An- 
dere Bezeichnung: lo hsü '^^> 'die 

Haare lassen'. Vgl. auch Liu ( @ ) fa. 
Giles, Dict., No. 3375, 4309, 7329. 

I ;g Hsiao shih. 'Abgetrennter Fels'. 



Übersetzung von Skr. Taksasilä. s. Chu 

( ^ ) ch'a-shih-lo. 
Hs. ts. (W.), I 241. 

yj> Hsiao. 

I ^ Hsiao chieh. 'Kleiner kalpa'. Be- 
zeichnung für Skr. antarakalpa ('Zwi- 
schenkalpa'). s. Pieh (^ij) chieh. Vgl. 
Chieh (fj). 

Eitel, u. kalpa. 

I -^f- m^ 1^ Hsiao ch'ien shih chieh. 

'Ein kleiner lokadhätu, der aus tausend 
(Welten) besteht'. Wiedergabe von 
Skr. sähasracüdika lokadhätu. s. Shih 
( tö: ) chieh. 

de Harlez, Voc, S. 37; Mvy. 153, 1; 
Kirfel, Kosmogr., S. 197. 

1 52» ^'1 4 Hsiao erh pieh sheng. 
'Ein kleines Kind, das abseits geboren 
ist'. Wörtliche Übersetzung von Skr. 
bäla-prthagjana. Ein Ausdruck, der 
Ungläubige, die ausserhalb der bud- 
dhistischen Gemeinde stehen, bezeich- 
nen soll. — Transkr. : p'o-lo-pi-li-ta- 

ch'ieh-she-na ^ ^ jj^^ %\\ ffi ijjw 
M M ' P'o-lo-pi-li-t'o-yi-na :^ || 
^ji^W:nl'l^M-r' ^"dere Wieder- 
gabe: yü i sheng ^^ ^ ^ , 'töricht 
und verschieden geboren'; in diesem 
Falle ist bäla im Sinne von 'töricht' 
aufgefasst. Vgl. auch Fan ( /L ) fu. 
Eitel, u. bälaprithagdjana. 

1 Wi M ^^'^^^ ^" ^'^°"- 'Kleiner Welt- 
teil des Wedels'. Übersetzung von Skr. 
Cämaradvipa, mit dem Zusatz 'klein'. 

s. Fu ( j^lJ ) chou. 

de Harlez, Voc, S. 37, 

I fj i)\\ Hsiao hsing chou. 'Der sich 
bewegende kleine Kontinent'. Überset- 
zung von Skr. Cäladvipa, mit dem Zu- 



HSIAO yj> 



237 



satz 'klein', Name eines der zwei Ne- 
benkontinente, die zum westlichen 
Hauptkontinent Aparagodänl (a-po- 
la-ch'ü-t'o-ni 1^ $^ p|.J »g [^' j^ ) 
gehören. Er heisst sonst Säthä oder 
Säthä (?). s. T'ao ( |g ). 
de Harlez, Voc, S. 38. 

/J"* Ä 5 UJ Hsiao ku shih shan. 
'Berg der kleinen einzelnen Steine'. 
Wiedergabe von Skr. Indrasailaguhä- 
parvata. s. Yin( g] )-t'o-lo-shih-lo-chü- 
ho (shan). 

Eitel, u. Indrasäilaguhä. 

1 j^ Hsiao kuo. 'Kleiner Fehler'. Er- 
klärende Wiedergabe von Skr. duskrta. 
s. T'u(^ )-chi-lo. 
Mvy. 281, 25. 

I ^ Hsiao lu. 'Die kleine Landstras- 
se'. Übersetzung von Skr. Ksullapan- 

thaka. s. Chou( [Wj )-Ii-pan-t'o-chia. 
Watters, Lohan, S. 24; de Visser, Ar- 
hats, S. 84. 

! ^ ^ '^ Hsiao lu pien sheng. 
'Der neben der kleinen Landstrasse ge- 
boren wurde'. Übersetzung von Skr. 
Ksullapanthaka. s. Chou( [fij )-Ii-pan- 
t'o-chia. 

de Visser, Arhats, S. 84. 

1 Ö ^ Hsiao pai hua. 'Kleine wei- 
sse Blume'. Erklärende Benennung von 
Potalaka (Potala), w^om.it mehrere Ört- 
lichkeiten bezeichnet werden, s. Pu 
( ^ )-ta-lo-chia. 

Eitel, u. Potala; Hs. ts. (W.), II 231; 
O. Franke, in: Globus, Bd. 63, S. 119. 



p,|j >|^ Hsiao pu lii. 'Vinaya der 
kleinen Abteilung'. Übersetzung von 
Skr, Vinayaksudraka. Name eines aus 
dem Prätimok.sa und dem Vinayavastu 
stammenden Sonderwerkes über gewis- 
se Klosterregeln, wie Gelübde, Ordina- 



tion usw. — Andere Bezeichnung: lü 
tsa shih fen :^ ^ ^ ^ , Teil von 
vermischten Dingen des vinaya'. 

de Harlez, Voc, S. 51; Mvy. 65, 103. 

yjN ^ Hsiao sheng. 'Kleines Fahr- 
zeug'. Übersetzung von Skr. Hinayäna. 
Name für die ältere Richtung in der 
buddhistischen Kirche. Der Ausdruck 
steht im Gegensatz zu Mahäyäna, 
'Grosses Fahrzeug'. Die Bezeichnung 
Hinayäna geht wohl von den Anhän- 
gern des Mahäyäna aus. Die ältere 
Richtung des Buddhismus sah in der 
eigenen Erlösung, im Nirväna, das 
höchste Hei! und in dem Zustand des 
Arhat das Ziel ihres Strebens, das nur 
wenigen, nämlich den Mönchen, er- 
reichbar ist. Darauf bezieht sich der 
Name 'Kleines Fahrzeug'. Dagegen 
soll die Lehre des Mahäyäna, des 
'Grossen Fahrzeuges', geeignet sein, 
die ganze Menschheit zur Erlösung zu 
führen. Vgl. Ta ( -^ ) sheng. Das Hi- 
nayäna kann als eine Fortsetzung des 
alten Buddhismus in orthodoxer Form 
angesehen werden. Seine Bestrebungen 
waren mehr praktisch und asketisch als 
spekulativ gerichtet. Das Hinayäna soll 
sich in achtzehn Schulen geteilt haben. 

Vgl. auch San ( ^ ) sheng. 

Eitel, u. Hinayäna; Fa hsien (Legge), 

S. 14, S. 23 ' J "ö-; Hs. ts. (J.), I 66 
U.Ö., III 495; Mvy. 59, 4; Kern-Jacobi, 11 
489 f., 494 ff.; Wassiijew, Buddhismus, S. 
10-127 (und Anhang); Winternitz, Ind. 
Litt., II 182 ff. 



I ^ ^ jj\\ Hsiao sheng shtMi chou. 
'Der kleine Kontinent der Körperbesie- 
gung'. Wiedergabe von Skr. Dehadvi- 
pa, obgleich sheng shen Skr. videha 
wiedergibt; vgl. Sheng ( ^ ) shen. s. 
ShCMi (^),2. 

de Harlez, Voc, S. 37. 



238 



HsiAo m w HsiEH '® m ffi 



^j^ Hsiao. 

I ^ Hsiao ch'u. 'Aufheben, vernich- 
ten'. Übersetzung von Skr. upasama, 
'das zur-Ruhe-Gelangen, Nachlassen, 
Aufhören'. Einer der vier adhisthäna. s. 
She (M ) shou. — Andere Wieder- 
gabe: Chi ching ^ p^, 'still und laut- 
los'. (Bei de Harlez heisst der dritte 
adhisthäna irrtümlich upasamädhi, 

Chan tmg Ij!^ ^). 

de Hariez, Voc, S. 31; Mvy. 80, 3. 

W Hsiao. Familienname der Kaiser 
aus der Liang( ^ )-Dynastie (502- 
57). Diese waren starke Beschützer 
und Förderer des Buddhismus. Sie be- 
gründeten viele buddhistische Klöster, 
und diese zeigten zur Erinnerung dar- 
an oft das Zeichen ^ . In erster Linie 
ist es der Kaiser (Liang) Wu ti ^ 
^ (502-20), auf den die Klosteran- 
lagen zurückgehen. 
Giles, Dict., No. 4324 

j ^ Hsiao ssü. Bezeichnung für 
buddhistische Klöster, die während der 
Liang( ^ )-Dynastie gegründet wor- 
den sind. Vgl. vorher. 
Giles, Dict., No. 4324. 

fö Hsieh. 

I ffi Hsieh yün. 'Harmonischer Reim'. 
Übersetzung von Skr. chandas. Be- 
stimmte Arten metrischer Poesie im al- 
ten Indien, besonders wohl Zauberlie- 
der. Auch vedische Texte im allgemei- 
nen sowie das Metrum werden chan- 
das genannt. — Andere Wiedergabe: 
yen yün ^ g| , 'Reim (in der) Rede', 
de Harlez, Voc, S. 52; Mvy 66, 35; 
Winternitz, Ind. Litt., I 146, Anm. 3. 

'd Hsieh. 

,-m' Hsieh tai. 'Träge und schlaff. 

Übersetzung von Skr. kausidya, 'Träg- 
heit'. Einer der 20 geringeren Fehler 



(erh shih sui fan nao Zl -p [^ 'j<^ 
t^ ), die die schweren Sünden der Lei- 
denschaft (klesa, fan nao f^ |^ ) be- 
gleiten. 

de Harlez, Voc, S. 34; Mvy. 104, 53. 

1^ Hsieh. 

I ^ 9^ ^ Hsieh-se-chih lin. Skr. 
Yastivana. Name eines Waldes bei Rä- 
jagrha auf dem Berge Yastivanagiri 
(chang lin shan ti ^ ll| )• Von 
diesem Walde erzählt Hsüan tsang 
eine Legende, die jedoch, wie Watters 
nachvv'eist, mit den Berichten in ande- 
ren buddhistischen Texten nicht im 
Einklang steht. Asoka baute dort einen 
stüpa, und der angesehene Laienbruder 
(upäsaka) Jayasena (she-yeh-hsi-na 
^ BP Ä M ' s.d.) lebte zur Zeit 
des Hsüan tsang in diesem Wald. — 

Übers.: chang lin ^it #' 'Stab-Wald'. 
Eitel, u. Yachtivana; Hs. ts. (J.), I 212, 
III 10, 378, 533, 496, (B.), II 145 ff., (W.), 
II 146 f. 

1 Ü 7^ # lil Hsieh-se-chih lin 
shan. Skr. Yastivanagiri. s. Chang 

Hs. ts. (J.), III 533. 
fö Hsieh. 

I (i:t Ji) Hsieh (pi-ch'iu). 'Der 
auf der Seite liegende (bhiksu)'. Über- 
setzung von Skr. (bhiksu) Pärsvika 

oder Pärsva. s. das folgende. 
Eitel, u. Pärsva; Mvy. 189, 77. 

I W Hsieh tsun. 'Der auf der Seite 

liegende Ärya'. Übersetzung von Skr. 
Ärya Pärsvika oder Pärsva. Name des 
zehnten (oder neunten) Patriarchen. 
Ein Zeitgenosse des Königs Kaniska, 
an dessen Konzil er als eine der Haupt- 
personen teilgenommen hat. Er war 
von Herkunft ein Brahmane aus Gan- 
dhära. Sein ursprünglicher Name war 
Nan sheng |f ^ ('Schwergeburt'). 



HSIEH ^\ ^ HSIEN fll| 



239 



Den Namen Pärsva trug er davon, dass 
er ein Gelübde abgelegt hatte, nicht 
seine Seite auf die Matte zu legen, bis 
er sich die sechs abhijiiäs und die acht 
päramitäs angeeignet hätte. ■ — Andere 
Wiedergabe: hsieh pi-ch'iu i^ j:^ ^ , 
'derauf der Seite liegende bhiksu', auch 
hsieh allein; Transkr.: po-li-shih-fu y)^ 

Eitel, u. Pärsva; Hs. ts. (J.), I 83, 95, 
II 105, 113, 114, Anm., III 524, 486, (B), 
I 98, 104, 105, Anm., 151, 153, (W.), I 
208, 270, II 104; Mvy. 189, 77; Puini, En- 
cicl., S. 33 f.; Kern-Jacobi, il 449 ff., 463 f. 

Hsieh. 



Eitel, u. Yasada; Hs. ts. (J.), II 397 f., 
III 533, (B.), II 67 Anm, 74 f., (W.), II 
73 f.; Kern-Jacobi, I 108 f., II 306 ff., 
327 ff., 336 ff., 403. 



1 ^ ^M. Hs^^h ling ytui. Name eines 

Literaten, der in Gemeinschaft mit zwei 

Mönchen (Hui kuan W, @@ und Hui 

yen ^ jg ) während der Jahre 424- 

453 n. Chr. eine Übersetzung des Ma- 

häparinirvänasütra (B.N., No. 114) 

umarbeitete. 
B N., Sp. 459. 

^ Hsieh. 

j ^ Hsieh chiao. 'Falsche Lehre 
oder Religion'. Übersetzung von Skr. 
mithyädrsti, s. O ( ^ ) chien. 
Giles, Dict., No. 4395. 

I ^ Hsieh chien. 'Falsche Ansicht'. 
Übersetzung von Skr. mithyädrsti. s. 

( ^^) chien. s. auch Pu ( ^ ) hsieh 
chien. 

Fa hsien (Legge), S. 53, S. -\- ^ , 
14; Mvy. 104, .36; 92, 13. 

1 ^ RS Hsieh-she-t'o. Skr. Yasada. 
Name eines Arhat, der nach der süd- 
lichen Überlieferung auch Yasas hiess. 
Er stammte aus Kosala und war ein 
Schüler des Änanda. Im hohen Alter 
war er einer der Leiter des zweiten 
Konzils, das etwa 100 Jahre nach dem 
Nirväna des Buddha von 700 Mönchen 
in Vaisäli abgehalten wurde. 



M Mi ^sieh tao. 'Falsche Lehre'. 
Übersetzung von Skr. mithyädrsti. s. 
0(^,) chien. 

Giles, Dict., No. 4395, 10780. 

|yg(=-^) Hsieh yin. 'Lasterhaft'. 
Übersetzung von Skr. kämamithyäcä- 
ra, 'falsches Verhalten in bezug auf die 
Liebe', d.h. unkeusches Leben, s. Yin 

Chiao sheng fa shu, X, S. 4a. 

f^^ Hsien, auch | ^i^ hsien jen, 
'Bergmensch, Einsiedler mit magischen 
Fähigkeiten'. Für f^j wird auch ^ 
hsien gebraucht. Dieser taoistische 
Name für unsterbliche Genien oder 
Übernatürliche wird im chinesischen 
Buddhismus zur Bezeichnung der indi- 
schen Rsis verwendet. Der hsien ist auf 
dem Wege zur Unsterblichkeit oder 
schon unsterblich, durch Askese und 
Meditation ist er für viele tausend 
Jahre (nach anderer Ansicht für im- 
mer) von Krankheit, Alter und Tod be- 
freit; so ist es auch der Rsi. Die Wie- 
dergeburt als Rsi gehört zu den guten 
Daseinsformen; vgl. das folgende, ta 

hsien ^ fjlj (s.d.), 'grosser Rsi', Skr. 
Maharsi, ist ein Beiname des Buddha. 
Man unterscheidet im chinesischen 
Buddhismus gewöhnlich fünf Arten des 
hsien: 1. himmlische, t'ien hsien ^ 

|[1| , 2. Geister, shen hsien j{i||l | . 3. 

Menschen, jen hsien y\. j> 4. Erd- 

Rsis, ti hsien i^ |, 5. Dämonen, kuei 

hsien J^ | . — Andere Bezeichnung 

für Rsi: shen hsien jjj(|j f^lj , 'göttlicher 

Einsiedler'; Transkr.: li-shih Pl|^^. 
Eitel, u. Richi; Hs. ts. (J), II 370 ff. 



240 



HSIEN i\\\ m ^ }^ 



III 495, (B.), H 208, (W.), H 198; Buk- 
kyö daijiten, S. 1037, 2, 17; de Harlez, 
Voc, S. 54; Giles, Dict., No. 4449, 9819. 

|[lj ^ Hsien ch'ü. 'Der Pfad der Rsis'. 
Bezeichnung für die Wiedergeburt als 
Rsi (vgl. vorher), die beseelte Wesen 
infolge ihres guten karman (chieh-mo 
^^ ^ ) erlangen können. Der 'Pfad 
der Rsis' findet sich nur in der Aufzäh- 
lung von sieben Pfaden (ch'i ch'ü -^ 
^) und steht dort an zweiter Stelle 
zwischen dem der Götter (t'ien ch'ü ^ 
^ ) und dem der Menschen (jen ch'ü 

A Ä)' ^^ gehört also zu den guten 
Daseinsformen. • — Andere Bezeich- 
nung: shen hsien ch'ü jjjl]j fjl| ^, 
'der Pfad der göttlichen Einsiedler', 
hsien tao -j^ ^ , 'der Weg der Rsis'. 

s. Ch'ü (^). Vgl. Shan (^) tao. 
Eitel, 1. Aufl., u. Richi; Chiao sheng fa 
shu, VII, S. 2b; Bukkyö daijiten, S. 731, 
3,20. 

I y^ Hsien jen. 'Bergmensch'. Wie- 
dergabe von Skr. Rsi. s. Hsien. 

Eitel, u. Richi; Hs.' ts. (J.), III 495; de 
Harlez, Voc, S. 54; Giles, Dict., No. 4449. 

I A ft ifi ^^'^" J^" ^^'"^ ^^'"* 

'Wohnplatz des Rsi'. Erklärung des 
Namens der Stadt SrävastI (die von 
dem Rsi Srävasta gegründet sein soll), 
der Hauptstadt des Reiches Kosala. s. 

Shih(^ )-lo-fa-hsi-ti. 
Eitel, u. Srävasti. 

I ,1^ Hsien niao. 'Vogel der Genien 
(oder Übernatürlichen)'. Chinesische 
Bezeichnung des indischen Kuckucks, 
s. Chia( ^ )-ling-p'i-chia. 

Eitel, u. kalaviiigka. 

'j^ Hsien. 

I ^ Hsien tao. 'Der Weg der Rsis'. 
s. Hsien ( f[l| ) ch'ü. 
Eitel, 1. Aufl., u. Richi. 



^ Hsien. 

I tä Hsien shih. 'Die früheren Gene- 
rationen'. Wiedergabe von Skr. Pu- 

räna. s. Fu( 'g )-lan-na. 
Mvy. 216, 17. 



Hsien. 

j ^^ Hsien hui. Name eines chinesi- 
schen Mönches, der im Jahre 1165 n. 
Chr. ein Werk (B.N., No. 1588) 
geschrieben hat. 
B.N., Sp. 466. 

I ^ Hsien fo. 'Dem Buddha ein Op- 
fer bringen'. Bezeichnung aller Arten 
von Opfern, vom einfachen Räucher- 
werk bis zu reich mit Speisen besetzten 
Tischen. 

Giles, Dict., No. 4530; über die Objekte 
und Absichten beim Opfer vgl. de Groot, 
Code, im Index u. offrande und sacrifi- 
cier. 

I^^ Hsien. 

I ]|y Hsien ch'ien. 'Der Blick voraus'. 
Übersetzung von Skr. abhimukhi (bhü- 
mi). Name der sechsten der zehn Stu- 
fen der Bodhisattvas. s. Shih ( -p ) ti. 
de Harlez, Voc, S. 26; Mvy. 31,6; Hack- 
mann, Chines. Philosophie, S. 280. 



^ Hsien hsiang. Eine Bezeichnung 
für die Welt der Erscheinungen, die 
phänomenale Welt, gegenüber pen 
hsiang ij^ ^, 'dem Ding an sich', s. 

Fa hsiang ( ^ ^) 

Forke, Ein chines. Kantverehrer, S. 213. 

I -^ W Itt BS # Hs'^" ' ^^^''^^' 

shih chien fo. ' Anblick der Buddhas 
aller Welten'. Übersetzung von Skr. 
Sarvabuddhasamdarsana. Name einer 
Buddha-Welt des Tathägata Megha- 



HSIEN i^lg 



241 



dundubhisvararäja, von der im Sad- 

dharmapundarlkasütra erzählt wird. 

Eitel, u. Sarva Buddha sarTidarsana; 
Sdhp. (Burnouf), S. 257, (Kern), S. 400. 



Hsien shen. 'Körperlich erschei- 
nen'. Von höheren Mächten, die sich 
plötzlich sinnfällig offenbaren, um die 
Lehre zu verkünden oder Bedrängten 
zu helfen. 

de Harlez, Voc, S. 61. 

I ^ Hsien tu. 'Sich giftig erweisend'. 
Angeblich Übersetzung von Skr. Ta- 
ksaka. Name eines Näga-Dämons. s. Te 

(M )-ch'a-chia. 
Eitel, u. Takchaka. 

^^ Hsien. 'Faden, Draht'. Überset- 
zung von Skr. sütra. s. Ching (^ ). 
Eitel, u. sütra. 

m Hsien. 

I 1^ Hsien-tu. Eine der verschiede- 
nen Transkriptionen für Indu, das Land 
(Vorder-) Indien, s. Yin( fp )-tu und 

T'ien ( ^ ) chu kuo. 

Giles, Dict., No. 4545; Hs. ts. (W.), I 134. 

W Hsien. 'Würdig, edel, weise'. Über- 
setzung von Skr. bhadra. s. Po( ^ )- 

t'o. 

Eitel, u. bhadra; Hs. ts. (J.), HI 486. 

I § Hsien ai. Übersetzung ('edel- 
Liebe^ von Skr. Bhadraruci. s. Po 
( ^)-t'o-lo-lou-chih. 

Eitel, u. Bhadra rutchi; Hs. ts. (J.), 
III 486. 

I ^ Hsien chieh. 'Gesegneter kalpa'. 
Übersetzung von Skr. bhadrakalpa. s. 

Chieh {^). 

Eitel, u. bhadrakalpa; Fa hsien (Leg- 
ge), S. 74, S. ZI + i .4; Hs.ts. (J.), 
III 486; Mvy. 253, 75. 

Hackmann, Wörterbuch 



Jf- p n|i Hsien chou pu. 'Schule der 
Nachkommen des Bhadra'. Wiedergabe 
von Skr. Bhadräyaniyäh oder Bhadra- 
putrlyäh. s. Po( ^ )-t'o-yü-ni-yü pu. 
Eitel, u. Bhadräyaniyäh. 

I "gp Hsien pu. 'Schule des Bhadra'. 
Wie vorher. 

Eitel, u. Bhadräyaniyäh. 

I IR ^ Hsien sheng pu. 'Schule des 
Fahrzeugs des Bhadra'. Wie vorher. 

Eitel, u. Bhadräyaniyäh. 

1 ^ ^ 1^ Hsien shou fa tsang 
(ts'ang?). Ein Name des dritten Pa- 
triarchen der Hsien shou-Schule. Sein 

Mönchsname war Fa tsang ^ |^, 
sein posthumer Titel Hsien shou ta shih 
^ '^ ^^^ ; eine Kombination der 
beiden Namen war Hsien shou fa 
tsang, Hsien shou ('Vorrang des Gu- 
ten') ist der Titel des 12. p'in ^ des 
Avatarnsakasütra, und der Ehrenname 
scheint sich darauf zu beziehen. Ein 

anderer Beiname ist kuo i ^ — • . Der 
Patriarch ist im Jahre 699 oder 712 n. 
Chr. gestorben. Er hat sieben Werke 
des Kanons verfasst. — Vgl. auch die 
beiden folgenden Artikel. 

B.N., Sp. 462; Bagchi, Canon, S. 661 ff. 

U.Ö.; Hackmann, Schulen, S. 14, Anm. 4; 

Annales du Musee Guimet, II 210, No. 17; 

de Groot, Code, S. 4. 

I "^ -^ 0iP Hsien shou ta shih. 
'Grosser Lehrer des Hsien shou'. s. vor- 
her. 

B.N., Sp. 462; Hackmann, Schulen, S. 14. 

I -jgp ^ Hsien shou tsung. 'Schule 
des Hsien shou'. Name einer der chine- 
sisch-buddhistischen Schulen, genannt 
nach dem dritten Patriarchen Hsien 
shou fa tsang (vgl. d.), auch wohl nach 
ihrem bevorzugten Lehrwerk, dem Hua 
yen ching |^ jg # (Avatarnsakasü- 
tra), die Huayen-Schule (hua yen tsung 

16 



242 



HSIEN ^mm HSIN ^ 



^). Eine andere Benennung 
ist fa hsing tsung ft ft ^ , 'Schule 
der diiarma-Natur'. Gründer der Schule 
ist Tu fa shun ;jih ^ )g , gestorben 
im Jahre 640 n. Chr. Vor ihm werden 
zuweilen als zwei mythische Patriar- 
chen Asvaghosa und Nägärjuna ge- 
zählt. Über die Lehre der Schule 
schrieb der fünfte Patriarch Tsung mi 
^ ^ eine Schrift. Die Hauptwerke 
der Schule finden sich bei B.N., No. 
87-89. Die vierte Abteilung des Kanons 
bei B.N., die erste des Taishö Issaikyö, 
ist nach diesen Büchern genannt. 

Hackmann, Schulen, S. 13 ff.; Haas, Ar- 
chiv f. Rel.-Wiss., XII, S. 491 ff.; Ed- 
kins, Buddhism, S. 170 f.; B.N., Short 
history, S. 57 ff.; de Groot, Code, S. 4. 

^ ^ Hsien ssu. 'Kloster der Edlen 
(oder Weisen)'. Übersetzung von Skr. 
Bhadravihära. Name eines Klosters bei 
Kanyäkubja (Kanauj), wo sich Hsüan 
tsang drei Monate lang aufhielt und 
unter Anleitung eines Mönches (Virya- 
sena) buddhistische Literatur studier- 
te. — Transkr.: po-ta-lo-p'i-ho-lo ^ 

mmntmm- 

Eitel, u. Bhadra vihära; Hs. ts. (J.), I 
113, I!l 525, 487, (W.), I 353; Beal, Life, 
S. 84. 

I g Hsien-tou. Skr. Indu. Nach 
Hsüan tsang ein alter Name von Indien. 
Vgl. Shen(^)-tu. s. T'ien (^) chu 

kuo und Yin(fp )-tu. 

Eitel, u. Indu; Hs. ts. (J.), II 57, III 558, 
(B.), 169, (W.), I 131, 134 f. 

I ^ ^ Hsien wu kou. 'Edel und 
ohne Flecken'. Wiedergabe des Na- 
mens eines indischen Baumes, Skr. ta- 
mäla. s. To( ^ )-mo-lo-po. 
Eitel, u. tamäia patra. 



g Hsien. 

I ^ Hsien-ni. Transkription eines 
Skr.-Wortes? Bedeutung nach de Har- 
lez: 'un heretique, un sectaire', nach 
Giles: 'an unorthodox form of buddh- 
ism'. Im Tzü yüan Vv^ird hsien ni mit 
p'o ch'a ^ H^ zusammengestellt und 
beide erh wai tao ZI ^[ ^ genannt, 
de Harlez, Voc, S. 66; Giles, Dict, No. 
4521. 

Mi Hsien. 



I ^ -^ gijj Hsien chiao ta shih. 
'Grosser Meister der Aufhellung der 
Lehre'. Ein Titel, den der chinesische 
Kaiser verdienten Mönchen, u. a. dem 
Dänapäla (um 982 n. Chr.), verlieh, s. 
Shih ( J^ ) hu. 

Eitel, u. Dänapäla; B.N., Sp. 453. 

^ Hsin. 'Glaube'. Übersetzung von 
Skr. sraddhä. 1. Der Glaube, ein ge- 
fühlsmässiges Erfassen der buddhisti- 
schen Heilswahrheit, ist die Vorstufe 
des achtteiligen Pfades (pa sheng tao 

fen /\W Mi ^ ^ "'""^ §^'^^ *^^"^ 
Wissen, der Erkenntnis, voraus, ist er- 
ste Vorbedingung. Er entsteht unter 
dem Eindruck der Person und der Wor- 
te des Buddha und umfasst als wesent- 
lich den Wunsch, das bisherige Leben 
aufzugeben und es mit dem Wege des 
Buddha zu vertauschen. Ähnliche Be- 
deutung hat Skr. drsti, 'Ansicht, Auf- 
fassung, Glaube', dessen chinesisches 
Äquivalent chien ^ ist. samyagdrsti, 
'rechte (Glaubens) ansieht' (cheng 
chien iE ^ ) bildet die erste Stufe 
des achtteiligen Pfades. — 2. Der 
Glaube gehört zu den 'sieben Tugend- 
schätzen' (hsin ts'ai jg g^" > Skr. srad- 
dhädhana), und zwar zu den drei wich- 
tigsten. „Faith plays the central part, 
as in Christianity" (Anesaki). Vgl. Ch'i 



HSIN ^ji^^ 



243 



( ^ ) te ts'ai. — s. auch Hsin li und 

Hsin ken. 

1. Mvy. 104, 12; Beckh, Buddhismus, II 
22 ff.; de Groot, Code, S. 233 f. — 2. de 
Harlez, Voc, S. 29; Chiao sheng fa shu, 
VII, S. 5b; Mvy. 78, 1; Anesaki, Ethics, 
S. 17 f. 

'^ jpj Hsin ho. Transkription mit Zu- 
satz von ho, 'Fluss', von Skr. Sindhu. 
Name des Flusses Indus. Er entspringt 
nach buddhistischer Kosmographie 
dem Anavatapta-See durch den Mund 
des goldenen Elefanten im Süden (Eitel 
nennt irrtümhch den V/esten), um- 
fliesst den See und mündet in den 
Ozean. — Andere Transkr.: hsin-tu 
(ho) i$ & (;^p]'),hsin-t'ou l/f 1^, 

hsin-t'ou ^ B§ (nach JuHen ein 
Fehler); chinesischer Name: yen ho 
,|^ j^pj" , 'river of verification' (Eitel). 
— Nach Eitel gelten dieselben Tran- 
skriptionen auch für den Ländernamen 
Sindhu; s. Hsin-tu kuo. 

Eitel, u. Sindhu; Fa hsien (Legge), S- 

26, 41, 47, S. -{^ , U; + H , 9; -j- 

^ , 11; Hs. ts., (J.), I 83, 210, 263. II 

104, 149, III 169, 171, 527, 563, (B.), I 12 
U.Ö., (W.), I 34, II 252 U.Ö.; Mvy. 167, 78; 
Beai, Catena, S. 21. 



Hsin ken. 'Sinn (eig. Würze!) 
des Glaubens'. Übersetzung von Skr. 
sraddhä-indriya. Bezeichnung des er- 
sten der fünf geistlichen Sinneswerk- 
zeuge, s. Ken (:jß ). 

Eitel, u. sraddhendrya und indrya; de 
Harlez, Voc, S. 23; Mvy. 41, 1; 108,14; 
Chiao sheng fa shu, V, S. 1 b. 

j jf} Hsin li. 'Die Kraft des Glau- 
bens'. Übersetzung von Skr. sraddhä- 
bala. Bezeichnung für die erste der 
fünf Kräfte, s. Li ( ;/j ). Vgl. Hsin 
und Ken (^ß ). 

Eitel, u. sraddhäbala und bala; de 
Harlez, Voc., S. 23; Mvy. 42,1. 



"E ^ ^ Hsin shih nan. 'Ein gläubi- 
ger aufwartender Mann'. Übersetzung 
von Skr. upäsaka. s. Wu(,^|5)-po-so- 
chia. 

Eitel, u. upasaka. 



;^Hsin shih nü. 'Eine gläubige 
aufwartende Frau'. Übersetzung von 
Skr. upäsikä. s. Wu(,^|5)-po-ssü-chia. 

I g.^ Hsin ts'ai. 'Schatz des Glau- 
bens'. Übersetzung von Skr. sraddhä- 
dhana. s. Hsin. 

de Harlez, Voc, S. 29; Chiao sheng fa 
shu, VII, S. 5b; Mvy. 78,1. 

I Bi (M) Hsin-tu (ho). Skr. Sin- 
dhu, mit dem Zusatz 'Fluss'. s. Hsin ho. 
Eitel, u. Sindhu; Hs. ts. (J.). III 527; 
Mvy. 167,78. 

IM ( H ) Hsin-tu kuo. Skr. Sin- 
dhu, mit dem Zusatz 'Land'. Ein König- 
reich am Indus, vielleicht im westlichen 
Indien, mit der Hauptstadt Vichava- 
pura (?) (p'i-chan-p'an-pu-lo j^ g- 
^^f<Sil)- Qautama Buddha hat 
das Land öfter besucht. — Nach Eitel 
gelten die Transkriptionen für den 
Flussnamen Sindhu auch für den Län- 
dernamen; s. Hsin ho. 

Eitel, u. Sindhu; Hs. ts. (J.), I 209, III 
169, 527, (B.), II 272 f., (W.), II 252 ff. 

ji^ Hsin. 'Herz'. In der chinesisch- 
buddhistischen Philosophie ist das 
Herz der Sitz der Gedanken und ent- 
spricht Skr. citta, das als 'Denken an 
ein Objekt' definiert werden kann und 
dem 'Bewusstsein' (vijfiäna) nahe- 
kommt. In diesem Sinne spielt das 
'Herz' eine grosse Rolle. Unter ande- 
rem ist es eines der vier zusammenge- 
hörenden Objekte der Meditation (ne- 
ben Körper, Sinnesempfinden und Er- 
scheinungen [dharma]). s. das fol- 
gende und Nien (;^^) ch'u. Vgl. 1. 



244 



HSIN ^l!>ff$ HSING 3fg'[4 



Hsüeh ( '^ ). Es gehört ferner zu den 
Objekten, an deren Unterwerfung ein 
Bodhisattva besondere Arbeit wenden 
muss. s. Hsiang ( (^ ) fu. — hsin ist 
auch Wiedergabe des heihgen Skr.- 

Lautes hr; s. Ho(^)-li. 

Eitel, u. tchitta smrity upasthäna; de 
Harlez, Voc, S. 27, 46, No. 70,3 und 69,2; 
Mvy. 38,3; 27,2. — Eitel, u. hri. 

ii^ -^^ ^ Hsin nien ch'u. 'Das Herz 
(d.h. die Gedanken) als Objekt des 
Nachdenkens'. Übersetzung von Skr. 
cittasmrtyupasthäna. Das dritte der 
vier Objekte des Nachdenkens, s. Nien 
( ^ ) ch'u. — Erklärende Wieder- 



gaben: kuan hsin nien ch'u 
^^ J^ , 'Beobachtung der Gedanken 
als Objekt des Nachdenkens', nien hsin 
sheng mieh wu ch'ang ;^^ ii^ ^ \)^ 
^ *^ , 'Nachdenken über die Unbe- 
ständigkeit von Entstehen und Ver- 
gehen der Gedanken', kuan hsin wu 
ch'ang II j\^^ M '^ , 'Beobachtung 

der Unbeständigkeit der Gedanken'. 
Eitel, u. tchitta smrity upasthäna; de 
Harlez, Voc, S. 46, 27; Mvy. 38,3; Chiao 
sheng fa shu, IV, S. 6a; Anesaki, Ethics, 
S. 30. 

I ^ Hsin tsung. 'Schule des Her- 
zens'. Ein Beiname der chinesischen 
Meditationsschule; s. Ch'an ( jfip ) 

tsung. 

Hackmann, Schulen, S. 18. 

] pp Hsin yin. 'Siegel des Herzens'. 
Eine Bezeichnung für den ch'an ( jjjlp. )- 
Buddhismus, der auf rein innerliches 
Erleben und innerliche Bewahrheitung 
das grösste Gewicht legt. s. vorher und 
Ch'an ( jjff ) tsung. Vgl. auch Fo 
( ^ ) hsin yin. 

de Harlez, Voc, S. 57. 

fr Hsin. 

I ^ Hsin ssü. 'Neues Kloster'. Über- 



setzung von Skr. Navasarrighäräma. s. 
Na(^^i) )-fu-seng-ch'ieh-lan. 

Fa hsien (Legge), S. 19, S. 51 , 10; 

Hs. ts. (J.), II 30, (B.), I, S. XIV, (W.), 
I 110. 

B^ Hsin-t'ou. Skr. Sindhu. s. Hsin 
(1g ) ho. 

Fa hsien (Legge), S. 26, 41,47, S. ^^ 
11; + m , 9; -pPg , 11 

^ Hsin. 

I IR Hsin-t'ou. Skr. Sindhu (nach Ju- 
lien eine fehlerhafte Transkription), s. 

Hsin ( ^ ) ho. 

Eitel, u. Sindhu; Hs. ts. (J.), III 563. 

I IM äl^ S § Hsin-t'ou-po-lo 
hsiang. Skr. sindhupara, mit Beifügung 
von hsiang, 'Wohlgeruch', sindhupara 
ist der Name einer am Ufer des Indus 
wachsenden Pflanze, aus der ein be- 
liebtes Räucherwerk bereitet wird. 
Eitel, u. sindhupara. 

^ Hsing. 'Gestalt, Erscheinung'. In 
der buddhistischen Philosophie Be- 
zeichnung des Phänomenalen im Ge- 
gensatz zur 'Wirklichkeit' (shih ^), 
die Welt der Erscheinungen im Gegen- 
satz zum Wesen, dem wahren, reinen 

Sein. s. Fa hsiang (^ ^)- 

Forke, Ein chines. Kantverehrer, S. 214. 

I t^ Hsing-ch'ü. Skr. hiiigu. s. Hsing 

(J^ )-ch'ü. 

Stuart, Mat. med., S. 173. 

*[4 Hsing. 'Wesenheit'. Wiedergabe 
von Skr. dharmatä. Bezeichnung für 
das Wesen der Dinge, das Träger 
der Eigenschaften (hsiang ;(ifj ) ist. 
Die Frage, ob nur die Eigenschaften, 
die wir wahrnehmen, oder auch das 



HSING ft M -ft 



245 



Wesen der Dinge rein phänomenal ist, 
ist im Mähäyäna viel erörtert worden 
und hat den Anlass zur Bildung ver- 
schiedener Schulen (San lun tsung ^ 

1^ ^, Fa hsiang tsung ^ ;|ig ^) 

gegeben. Die Bedeutung von hsing 

kann durch Skr. dharmatä in seinem 

metaphysischen Sinne wiedergegeben 

werden. Vgl. das folgende und Fa ( ;^ ) 

hsiang tsung. 

Hackmann, Schulen, S. 15 f.; Anesaki, 
Nichiren, S. 140 f. 

# rS ^ Hsing k'ung tsung. 'Schule 
der Leerheit des Wesens'. Eine Benen- 
nung des San lun tsung ^ |^ ^ 
(s.d.), 'der Schule der drei sästras', 
weil diese Schule auch das angebliche 
Wesen der Dinge (im Gegensatz zu 
deren Eigenschaften) für nicht objektiv 
existierend ansieht. 

Hackmann, Schulen, S. 10 (vgl. S. 16). 

j ^ Hsing sheng. 'Was die Natur 
(des Buddha) herverbringt'. Vgl. dazu 
die Ausführungen des Fan wang ching, 
wie der karmadäna sie bei einer Neu- 
aufnahme gibt: de Groot, Code, S. 
233-37. 

de Harlez, Voc, S. 58. 

I ^ Hsing ting. 'Konzentration auf 
die Wesenheit'. Der samädhi-Zustand, 
in dem durch ,, Konzentration des Den- 
kens auf ein Objekt das Denken an 
andere Gegenstände ausgeschaltet und 
Zuletzt eine völlige Entleerung des Be- 
wusstseins von allen Inhalten, also eine 
unterschiedslose Einheitlichkeit des Be- 
wusstseins, erzielt wird' (Seidenstü- 
cker, Päli-Buddhismus, S. 346). 
Giles, Dict, No. 4600. 

I ^ Hsing wang. 'Von Natur Herr- 
scher'. Bezeichnung der natürlichen 



Anlage eines Buddha, (de Harlez: 'la 
nature de Bouddha'.) 
de Harlez, Voc, S. 58. 

tt M H^ Hsing wu lou. Wiedergabe 

('von Natur fleckenlos') von Skr. Ta- 

mälapatracandanagandha. s. To( ^ )- 

mo-lo-po chan-t'an hsiang. 

Eitel, u. Tamäla patra tchandana gan- 
dha. 

M Hsing. 



1 ^ Hsing ch'u. 'Sternenv/ohnung'. 
Ein chinesischer Name für das indische 
Reich Magadha, wohl auf Grund einer 
unbekannten Etymologie, s. Mo( j^ )- 

chieh-t'o. 

Eitel, u. Magadha; Giles, Dict., No. 4602. 

I 7t Hsing kuang. Übersetzung 
('Sternenglanz') von Skr. Jyotisprabha. 
Name eines Bodhisattva. 

de Har'.ez, Voc, S. 19; Mvy. 23, 85. 

I ^ Hsing li. Übersetzung ('Ster- 
ne-Berechnen' [?], 'Sternen-Durch- 
gang' [?]; Watters: 'heavenly body') 
von Skr. Jyotiska. Name eines reichen 
Laien aus Räjagrha, der sich zum 
Glauben des Buddha bekannte. Über 
seine Geburt ist bei Hsüan tsang eine 
Wundergeschichte zu lesen. Buddha 
soll ihm den Namen gegeben haben, 
weil er aus dem Feuer errettet worden 
war. Hsing li gab schliesslich sein gan- 
zes Vermögen den Armen, trat in die 
Mönchsgemeinde ein und starb als Ar- 
hat. — Transkr.: shu-ti-se-chia ^ 

Ig fe aa (o^'^^r Im )> shu-fi-ch'ieh 

Eitel, u. Djyötichka; Hs. ts. (J.), I 160, 
111 41, 495, 531, (B.), 11 167, (W.), II 
163 f. 

^ Hsing. 

I S (oder ^. ) Hsing-ch'ü. Skr. 
hihgu. Name der Pflanze oder des Bau- 



246 



HSING ^j 



mes (Ferula narthex und Ferula sco- 
rodosma), woraus Asa foetida herge- 
stellt v/ird. — Andere Transkr.: hsing- 
ch'ü ^ M , hsün-ch'ü M ^ , a- 



wei [Jn)" ^. 

Eitel, u. hingu; Hs. ts. (J.), IH 187, 507, 
(B.), H 283, Anm., (W.), II 264; Mvy. 
231, 45; Giles, Dict., No. 4611; Stuart, 
Mat. med., S. 173 f.. 

^ Hsing. 'Wandel'. Wiedergabe von 
Skr. sarnskära ('Formung, Gestal- 
tung'). 1. Bezeichnung des zweiten 
Gliedes in der zwölfgliedrigen Formel 
des ursächlichen Entstehens (pratltya- 
samutpäda, yin yüan ^ ^ , s.d.). 
Mit sarnskära werden hier die im Un- 
terbewusstsein wirkenden Bildekräfte 
bezeichnet, die zum Bewusstsein (vi- 
jfiäna) führen und so mittelbar die gu- 
ten und die bösen Taten (karman) her- 
vorbringen. Praktisch ist sarnskära so 
fast identisch mit karman, vor allem 
im chinesischen Buddhismus. Auch kar- 
man wird im Chin. mit hsing übersetzt; 
s. Chieh( ^^ )-mo. — 2. sarnskära 
(oder karman) als viertes Glied der 
fünf skandhas, das die Vorstellungen, 
Einbildungen und Eindrücke umfasst, 
wird ebenfalls mit hsing übersetzt; s. 
Yün (^). — 3. Ferner bezeichnet 
hsing, als Übersetzung von Skr. ayana, 
die Bahn der Sonne von einem Solsti- 
tium zum andern, also ein bestimmtes 
Halbjahr. 

Eitel, u. sarnskära. karma, skandha, 
ayana; 1. de Harlez, Voc, S. 20; Mvy. 
113, 2; Chiao sheng fa shu, XI, S. 9a, 9b, 
10a, 10b, IIa; Oldenberg, Buddha, S. 
279 ff.; Beckh, Buddhismus, I 60, II 95, 
104 ff.; Heiler, Buddhist. Versenkung, S. 
32. — 2. Hs. ts. (J.), II 385, III 487; de Har- 
lez, Voc., S. 22; Mvy. 100, 4; Chiao sheng 
fa shu, V, S. 10b; Kern-Jacobi, 1 441-46; 
Anuruddha (Shwe Zan Aung), S. 274. — 
3. Hs. ts. (J.), II 62, III 487, (B.), I 71; 
de Harlez, Voc, S. 63. 



^ ^ Hsing che. 'Der umherwan- 
dert', nämlich als Bettelmönch. Wie- 
dergabe von Skr. srämanera. Name des 
buddhistischen Novizen. (Das weibli- 
che Gegenstück dazu ist nü hsing 
che :^ ff ^ ) s. Sha ( fj; )-mi. — 
hsing che ist auch Wiedergabe von 
Skr. sädhaka, 'Asket', s. Hsiu ( f^ ) 
hsi shih. 

Giles. Dict., No. 4624; — Chapin, Ico- 
nogr., S. 124. 

I W^ f^ Hsing chiao seng. 'Ein zu 
Fuss reisender Mönch'. Bezeichnung 
der auf Bettelfahrten oder auf Pilger- 
reisen durch das Land ziehenden Mön- 
che (Skr. sramana, sha-men *^ P^ , 
s.d.). 

Giles, Dict., No. 4624. 

I Ö i Hsing fa chu. 'Oberhaupt 
der Ausführung des Gesetzes'. Name 
eines der klösterlichen Ämter, im Fan 
wang ching (Kap. 25) erwähnt. Im 
Pai chang ch'ing wird das Amt unter 
diesem Namen nicht genannt, vielleicht 
ist es identisch mit dem des karma- 
däna. Vgl. Chieh(|g )-mo-t'o-na. 

de Harlez, Voc, S. 63; de Groot, Code, 
S. 58, 170 f. 

I W< Hsing hsiang. 'Die Bildnisse 
umwandeln'. Bezeichnung für kultische 
Prozessionen. Andere Bezeichnung da- 
für: tsou hui j^ 1^ , 'in Gemeinschaft 
dahergehen'. Vgl. auch das folgende. 
Fa hsien (Legge), S. 18, 79, S. ^ ^ 

I ^ Hsing hsiang. 'Wandeln und 
Weihrauch verbrennen'. Bezeichnung 
für Tempelbesuch und Kultübung. Oft 
verbunden mit tsou hui ^ 1^ , 'Pro- 
zessionen abhalten'; s.d. 
Giles, Dict., No. 4624. 



HSING ff HSIO ^ HSIU f^ 



247 



tr "^ fö Hsing hsin wei. 'Stufen der 
Glaubensbetätigung', s. Wu ( 5£ ) 
hsing hsin wei. 

de Harlez, Voc, S. 26. 

1 ^ i ^^sing lai chu. 'Oberhaupt 
über (die Fürsorge für) die Reisenden'. 
Name eines klösterhchen Amtes, das 
im Pai chang ch'ing kuei als chih 
k'o ^ ^ bezeichnet wird. Der da- 
mit betraute Mönch hat die Aufsicht 
über die Versorgung der im Kloster 
eintreffenden Gäste zu führen. Vgl. 
auch Chao ( ^^ ) k'o und Hsing tang. 
de Harlez, Voc, S. 63; de Groot, Code 

S. 58, 130; Pai chang ch'ing kuei, VI S. 

19a f. 



-^ Hsing mu. 'Das karman als 
Mutter'. Übersetzung von Skr. karma- 
mätrkä. Eine Bezeichnung für das 
Abhidharmapitaka (a-p'i-ta-mo |Jpf IHjj; 
3^^), das auch mätrkä genannt 
wird, insofern sein Inhalt sich dreht 
um die Frage nach dem karman als 
hervorbringende Kraft, von der jede 
neue Existenz ins Leben gerufen wird, 
s. Mo( |^)-ta-li-chia. 
Eitel, u. mätrikä. 

I ^ Hsing tang. 'Gastwart'. Nach 
Legge Übersetzung von Skr. uddesika, 
'Aufseher'. Bezeichnung für einen 
Klosterbeamten, der für die Unterbrin- 
gung und Verpflegung der Gäste zu 
sorgen hat. Vgl. auch Hsing lai chu. 
Fa hsien (Legge), S. 15, S. |jrj , 5; 
Pai chang ch'ing kuei, VI, S. 19 b, Z. 9 f. 

I ^ Hsing tao. 'Den Weg wandeln'. 

Den Buddha gläubig verehren, nach 

seinen Vorschriften handeln. 

Lung shu ching t'u wen, VIII, S. 5a, 
Z. 4. 

I Wl Hsing yün. 'Gruppe der Hand- 
lungen'. Wiedergabe von Skr. sarnskä- 



raskandha. Bezeichnung der vierten 
unter den fünf Gruppen (skandha, yün 
^), deren Zusammenwirken den 
Menschen ausmacht, s. Yün ( iä^ V^A 
Hsing. 

de Harlez, Voc, S. 22; Mvy. 100, 4. 

•^ Hsio. s.u. Hsüeh. 

fl^ Hsiu. 'In Ordnung bringen; aus- 
üben'. Nach Eitel angeblich Übersetzung 
von Skr. prahäna, 'Aufgeben, Verzich- 
ten'. Andere Übers.: hsiu wen fa f|^ 
^ ft- — Nach de Harlez und nach 
der Mvy. aber ist hsiu Übersetzung von 
Skr. bhävanä, 'Kontemplation, Medita- 
tion', besonders in der Formel bhäva- 
nämayl prajnä, hsiu sheng hui p ^ 

^ oder hsiu chih hui # ^ ß, 
'Weisheit durch Meditation hervorge- 
bracht', d.i. die dritte von drei Arten 
der Erwerbung von Erkenntnis (hui 
^ ). Vgl. auch Hsiu hsi und Hsiu 
hsing. s. San ( H ) chih hui. 

Eitel, u. prahäna; — de Harlez, Voc, S. 
25; Mvy. 75, 3. 



I jj^ Hsiu ch'eng. 'Verwandelt wer- 
den'. Ausdruck für die erfolgreiche Er- 
neuerung des Wesens durch Befolgung 
praktischer Vorschriften; Erreichung 
des religiösen Ideals (eines Arhat, eines 
Bodhisattva, auch eines hsien im Taois- 
mus). 

Giles, Dict., No. 4661. 

I # ^ (oder Jg) Hsiu-ch'ieh-to 
(oder tu). Skr. Sugata oder Svägata. 
s. So( ^^ )-chieh-t'o. 

Eitel, u. Svägata; Hs. ts. (J.). III 527. 



fyU (oder ;^j) f^ (oder ^) 
Hsiu-ch'ieh (oder chieh)-t'o (oder to). 
Wie vorher. 

Eitel, u Svägata. 



248 



HSIU |# 



Wiedergabe von 



f^ Ä ß Hsiu-ch'ieh-tu. Wie vorher. 
Eitel, u. Svägata. 

'Weisheit 



durch Meditation'. 
Skr. bhävanämayl prajnä. s. Hsiu. 
de Harlez, Voc., S. 25. 

I ^ ins ^s'm chung fu. 'Glück durch 
Meditation'. Wiedergabe von Skr. bhä- 
vanämayani punyakriyävastu. s. Hsiu 
hsing sheng fu. 
Mvy. 93, 4. 

I ^ Hsiu hao. 'Sich im Guten üben'. 
Bezeichnung von Übungen der Wohl- 
tätigkeit. 

Giles, Dict., No. 3889, 4661. 

I ^ Hsiu hsi. 'Sich üben, aus- 
üben'. Wiedergabe von Skr. bhävanä, 
'Kontemplation, Meditation', als eine 
der zehn Arten, den dharma (fa JJ) 
zu üben. s. Fa ( ^ ) hsing. Vgl. Hsiu 

und Hsiu hsing. 

de Harlez, Voc., S. 29; Mvy. 33, 10; 
Anesaki, Ethics, S. 30. 

1 ^ it ^^^^ hs^ ^h'^- '^^" ^^^^ 
übender Mann'. Übersetzung von 

Skr. sädhaka, 'Asket', oder yogin, 'der 
den yoga ausübt'. — Andere Wieder- 
gabe: hsing che ^ ^ , 'der umher- 
wandert'. Vgl. auch Hsiu hsi; zu shih 
-^ vgl. Chü ( ^ ) shih. 

Chapin, Iconography, S. 124 f.; Mvy. 
197, 39. 

j ^ Hsiu hsing. 'Sich üben, aus- 
üben'. Wiedergabe von Skr. bhävanä, 
'Kontemplation, Meditation', besonders 
in der Formel hsiu hsing sheng fu f|^ 
^T :^ SS ' Skr. bhävanämayam pun- 
yakriyävastu; s. das folgende. Nach 
Mrs. Rhys Davids soll bhävanä der zu- 
sammenfassende Ausdruck sein für sy- 
stematische Bemühungen in der Selbst- 



erziehung des fortgeschrittenen Schü- 
lers, wie das ideale Mönchtum sie vor- 
schreibt. Andere Wiedergaben: hsiu 

"f^ , 'ausüben' (s.d.), hsiu hsi f^ ^ , 
'sich üben, ausüben'. — Auch für 
sädhana, ' Vollführen', wird der Aus- 
druck gebraucht. Andere Wiedergabe 

von sädhana: ling ch'eng ^ ^/voll- 
enden'. 



de Harlez, Voc, S. 31, 25, 29; Mvy. 
75, 3; 33, 10; Lang shu ching t'u wen, 
VI, S. 17a; Anesaki, Ethics, S. 30; Dham- 
ma-sangani, (Mrs. Rhys Davids), S. 261. 
— Chapin, Iconography, S. 125. 

# ^f ^ ini ^siu hsing sheng fu. 
'Glück (= Verdienst), hervorgebracht 
durch Meditation'. Übersetzung von 
Skr. bhävanämayani punyakriyävastu. 
Die dritte der vier Arten, besonderes 
religiöses Verdienst zu erwerben, s. Fa 
( ^ ) hsiu fu. — Andere Wiedergabe: 
hsiu chung fu f^ Pf ^HS ' 'Glück 
durch Meditation'. Vgl. das vorige, 
de Harlez, Voc, S. 31; Mvy. 93, 4 



1 ^Ij Hsiu- 



Skr. Sri. s. Chi ( ^) 



hsiang. 



Eitel, u. sri. 



I Ä^# Hsiu lien ch'eng fo. 
'Durch Übung in Läuterung ein Bud- 
dha werden'. Der Ausdruck lien, 
'schmelzen, läutern, verfeinern', ist im 
Taoismus gebräuchlich. Die Zusam- 
mensetzung hsiu lien wird von dem 
Kommentator Li Hsi yüeh zur Charak- 
terisierung des bekannten taoistischen 
Traktats Yin fu ching gebraucht (Leg- 
ge, Texts of Taoism, II 257). Hier wird 
der taoistische Ausdruck buddhistisch 
gewandt. Vgl. Hsiu lien fj^ ^ bei 
Hillier. 

Giles, Dict., No. 7152; Hillier, The Chi- 
nese language, II, 1, S. 159. 



HSIU # 



249 



W ^^ Hsiu-lo. Abgekürzte Transkrip- 
tion von Skr. asura. s. A( jJnj" )-su-lo. 
Vgl. Hsiu-lo ch'ü. 

de Harlez, Voc, S. 49; Chiao sheng fa 
shu, III, S. 20b; VI, S. 3b; VII, S. 2b; Lung 
shu ching t'u wen, III, S. 5a, Z. 1. 



m M ix 

Suraskandha. 



Hsiu-lo-ch'ien-t'o. Skr. 
Name eines Dämonen- 
(asura-) Fürsten, den das Saddharma- 
pundarlkasütra im Gefolge des Buddha 
auftreten lässt. Er hat auch den Namen 
Kharaskandha. ■ — Übersetzung: kuang 

chien J^ ^ , 'breite Schulter'. 

Eitel, u. Suraskandha; Sdhp. (Burnouf), 
S. 3, (Kern), S. 6. 



^ 



oder >M^ Hsiu-lo ch'ü oder 
tao. 'Der Weg der asuras'. Bezeichnung 
für einen der sechs Wege, die Wieder- 
geburt als asura (a-su-lo j^nf ^ |g), 
die ein Wesen entsprechend seinem 
karman (chieh-mo ^§ J§ ) erlangen 
kann. Die asuras sind mächtige Dämo- 
nen, titanische Feinde der Götter; nach 
Burnouf (S. 309) versteht man aber in 
diesem Falle unter asura auch andere 
dämonische Wesen, wie Gandharvas, 
Kimnaras, Yaksas u.a. Im indischen 
Buddhismus rechnet man die Wieder- 
geburt als asura zu den vier unglückse- 
ligen Daseinsformen, im chinesischen 
Buddhismus aber gewöhnlich zu den 
drei guten Existenzen; jedoch zeigt sich 
auch hier zuweilen die indische Auffas- 
sung, z.B. Lung shu ching t'u v/en, Ab- 
schnitt III, Kapitel 4. In der Aufzählung 
der sieben Wege (ch'i ch'ü -\^ ^) 
oder Existenzen findet sich der Weg 
der asuras am Schluss, nach dem der 
Höllenwesen; er gehörte also auch dar- 
in zu den schlechten Daseinsformen. 
Vgl. O ( ^,) tao und Shan ( ^) tao. 
In der Aufzählung von nur fünf Wegen 
(wu tao 31 ji^) fehlt der Weg der 
asuras. Wahrscheinlich rechnet man die 



asuras dabei zu den Wesen der Höllen 

(ti yü «iit). s. Ch'ü (ffi). 

de Harlez, Voc, S. 49; Chiao sheng fa 
shu, III, S. 20b; VI, S. 3b; VII, S. 2b; Lung 
shu ching t'u wen, III, S. 5a, Z. 1; Hack- 
mann, Laienbuddhismus, S. 84; Dharma- 
samgraha (Kasawara), No. LVII; Sdhp. 
(Burnouf), S. .309, 378. 

# M M. Hsiu-lo tao. 'Der Weg der 
asuras'. Wie vorher. 

Chiao sheng fa shu, III, S. 20b; VI, 
S. 3b. 

I 4 S Hsiu sheng hui. 'Weisheit 
durch Meditation hervorgebracht'. 
Übersetzung von Skr. bhävanämayl 
prajüä. s. Hsiu und San (^) chih 
hui. 

Mvy. 75, 3. 



I ;^ H ^ ^ IE Hsiu-tan-nan-to- 
p'o-t'o. Skr. Sauträntaväda, 'Lehre der 
Schule der Sauträntikas'. s. Ching 

( g ) PU- ■ 

Eitel, u. Sauträntikäh. 



y^ W^ 



Hsiu-t'eng-so-lo. Skr. 

Sudarsana (nach Eitel), s. Shan ( ^ ) 

chien shan. 

Eitel, u. Sudarsana. 



^ Wi M Hsiu-to-lan pu. Skr. 



Sauträntika-Schule. s. Ching (g) pu. 
Eitel, u. Säuträntikäh. 



cna 



^ ^^ Hsiu-to-lo. Skr. sütra. s. 

Ching (g). 

Eitel, u. sütra; Hs. ts. (J.), III 527; Mvy. 
62, 1. 

I ^ ^ 5^ H ^^^" tou-shuai fien 
yeh. 'Sich um den Besitz des Tusita- 
Himmels bemühen'. Eine Charakterisie- 
rung der buddhistischen Mönche. Vgl. 

Tu(^)-shih-to. 

Gües, Dict., No. 11424. 



250 



HSIU # P^ 11 HSÜ Jf 



ft 



!^ ^1 ^ Hsiii-tu-lu. Skr, sütra. s. 

Ching (|f ). 
Eitel, u. sütra. 

jip ^ "^ Hsiu-tu-lu chü. 'Sätze 
der Sütras' (= Sauträntika-Schule). s. 

Ching (|5) pu. 

Eitel, u. Säuträntikäh. 

I -^ ^ Hsiu wen fa. Nach Eitel 
gleichbedeutend mit hsiu f|^ ; Überset- 
zung von Skr. prahäna. s. Hsiu. 
Eitel, u. prahäna. 



ö^ Hsiu. 

I ^ Hsiu hsiang. 'Weihrauch 
riechend', d.h. vom Einatmen des Weih- 
rauchduftes lebend. Benennung der 
Gandharvas, die vom gandhamädana, 
dem 'berauschenden Duft', leben, s. 

Chien( ^)-ta-fu. 

Eitel, u. Gandharvas. 



Hsiu. 



Hsiu fo. 'Der mit Stickerei ver- 
zierte Buddha'. Ein Beiname des Mai- 
treya. s. Mei( ;j^ )-ta-li-hsieh. 
Giles, Dict., No. 4680. 

ff Hsü. 'Reihe', Bezeichnung von 
zwei Klassen mönchischer Ämter zur 
Verwaltung eines Klosterwesens. Die 
Mönche der grösseren buddhistischen 
Klöster werden nach den Ämtern, die 
sie in der Klostergemeinde bekleiden, in 
zwei 'Reihen' oder Abteilungen geteilt: 
die östliche und die westliche Reihe 
(tung hsü ^ I und hsi hsü j^ | ) 
(ursprünglich nach dem Vorbild einer 
Einrichtung im kaiserlichen Palast; vgl. 
Giles, Dict., No. 4771). Die östliche 
Reihe hat es mehr mit der äusserlichen 
und materiellen Versorgung der Klo- 
stergemeinschaft zu tun, die westliche 
dagegen mit religiösen Aufgaben, mit 



dem Kultus und dergleichen. Die alte 
weitverbreitete Klosterregel Pai chang 
ch'ing kuei zählt 21 Ämter der östlichen 
und 12 Ämter der westlichen Reihe auf, 
dazu noch 26 und 21 Nebenämter. 

de Harlez, Voc, S. 59, 63; Giles, Dict., 

No. 4771; Pai chang ch'ing kuei, VI, S. 

2a ff.; Hackmann, Pai chang ch'ing kuei, 

S. 9. 



Ä Hsü. 



1^ Hsü tsang. 'Nachträglich hinzu- 
gefügter pitaka (eig. Behälter)'. Wie- 
dergabe von Skr. Abhidharmapitaka. s. 
A(ppf )-p'i-ta-mo. 

de Harlez, Voc, S. 51. 

^ oder ^ Hsü. Meist in Verbin- 
dung mit k'ung ^ , 'das Leere', Be- 
zeichnung des freien, leeren Weltrau- 
mes, Übersetzung von Skr. äkäsa, 
'Luftraum, Äther'. Hsü k'ung heisst 
auch das eine der beiden Objekte, die 
nicht sinnlich wahrnehmbar sind. s. 
Erh (Zl ) wu se. Auch in der Kontem- 
plation spielt das 'Leere', nämlich die 
Entleerung von allen Vorstellungen, 
eine Rolle und wird mit hsü wiederge- 
geben. Vgl. K'ung (^). 

de Harlez, Voc, S. 46, 63; de Visser, 
Äkäsagarbha, S. 5 ff. 

I ^ Hsü k'ung. s. vorher, 
de Harlez, Voc, S. 46. 

I & a Hs" k'ung chu. Übersetzung 
('der im leeren Raum wohnt') von Skr. 
Äkäsapratisthita. Name eines der my- 
thischen Buddhas, die im Saddharma- 
pundarikasütra für die Zukunft ange- 
kündigt werden. Sein Gebiet soll im 
Osten liegen. 

Eitel, u. Äkäsapratichthita; Sdhp. 
(Burnouf), S. 113, (Kern), S. 178. 

I ■§ ^ ^^^ ^'""§ tsang. Überset- 
zung ('Leerer-Raum-Mutterschoss') 
von Skr. Äkäsagarbha. Name eines 



HSÜ 



^1 



251 



Bodhisattva, der zu den acht grossen 
Bodhisattvas gehört und ein Gegen- 
stück bildet zu Ksitigarbha (ti tsang 
^ ^/^ , 'Erde-Mutterschoss'). Der Be- 
griff äkäsa, der in diesem Namen auf- 
tritt, fügt sich zu den (ursprünglich 
vier) Elementen der altindischen Spe- 
kulation und wird mit den Elementen 
umgedeutet und ins Religiös-Mystische 
verfeinert. Das geschieht vor allem 
in der Mantra-Schule, in der dieser Bo- 
dhisattva besonders hohes Ansehen ge- 
niesst. Eine grosse Anzahl von Sütras 
ist ihm gewidmet. — Andere Überset- 
zung: hsü k'ung yün ^ ^ ^ > 'Lee- 
rer-Raum-schwanger'. 

de Harlez, Voc, S. 18; Mvy. 23, 3; B.N., 
No. 67; de Visser, Äkäsagarbha; ders., Ti- 
tsang, S. 6, II, 15 ff.; Getty, Gods, S. 89. 

^ ^ :^Hsü k'ung yün, Übersetzung 
('Leerer-Raum-schwanger') v. Skr. 
Äkäsagarbha. s. vorher. 
B.N., No. 67. 

\ l^^iJ^ Hsü wu Chi mieh. 'Leer 
und wo alle Unruhe aufhört'. Erklären- 
de V/iedergabe von Skr. samatha. s. 

She( ^)-mo-t'a. 

Giles, Dict., No. 4711. 

^ Hsü. 



I ^ Hsü fo. 'Dem Buddha etwas 
versprechen'. Bezeichnung von Gelüb- 
den, die der Gläubige ablegt, um da- 
durch bestimmte Hilfe zu gewinnen, 
Befreiung von Krankheit o.a. Anderer 
Art sind die grossen Gelübde der 
Bodhisattvas (pranidhäna, yüan Jp). 
de Harlez, Voc, S. 63. 

^ Hsü, 

1 i^ tS Hsü-fu-ti, Skr, Subhüti. s. 

Su(^)-pu-ti. 
Eitel, u. Subüti. 



(^^) Hsü-mi(-lou). Skr. Sume- 
ru. s. Su( i^ )-mi-lu. 



Eitel, u. Sumeru; Mvy. 194, 9; Giles, 
Dict., No. 4716. 

I ^ i'i Hsü-mi hsiang. Übersetzung 
('Zeichen des Sumeru') von Skr. Meru- 
kalpa, oder Merudhvaja (nach Eitel). 
Name eines mythischen Buddha des 
Saddharmapundarikasütra, der für spä- 
tere Zeiten angekündigt wird. Sein Ge- 
biet liegt im Nordwesten. 

Eitel, u. Mcrukalpa; Sdlip. (Burnouf), 
S. 113, (Kern), S. 178. 



I Ä ^J^' ^ Ul Hsü-mi miao kao 
shan. 'Der wunderbare hohe Berg 
Sumeru'. s. Su(^)-mi-lu. 
Eitel, 11. Sumeru. 

I ?S 'J^ tIl ?^ Hsü-mi teng kuang 
ming. 'Der strahlende Glanz der Leuch- 
te des Sumeru'. Beiname des ersten, 
östlichen, unter den zehn Buddhas der 
zehn Himmelsgegenden, 
de Groot, Code, S. 186, 



^i T§ Hsü-mi ting. 'Gipfel des Su- 
meru', Übersetzung von Skr. Meruküta. 
Diesen Namen trägt einer der Buddhas 
des Saddharmapundarikasütra, den der 
Buddha für spätere Zeiten ankündigt. 
Sein Gebiet ist die Welt Abhirati im 
Osten (Ost-Süd-Ost). 

Eitel, u. Mcrukuta; Sdhp. (Burnouf), S. 

113, (Kern), S. 178. 

I ffi S ^ Hsü-mi-lo t'ien. Skr. Su- 
meruloka (?). Ein anderer Name für 
Nirmänaratiloka. s. Hua( >j^) lo (t'ien). 
Eitel, u. Nirmänarati. 

I ^ tS Hsü-mo-ti. Skr. Sumati. Na- 
me einer der fiktiven Personen des Sad- 
dharmapundarikasütra, Sohn des Ta- 
thägata Candrasüryapradipa. Der Sohn 
entsagte zusammen mit seinen sieben 



252 



HSÜ 



Brüdern nach dem Vorbild des Vaters 
seinem fürstlichen Besitz und wurde 
ein Bodhisattva. — Übers.: shan i ^ 
^ , 'von guter Meinung'. 

Eitel, u. Sumati; Sdhp. (Burnouf), S. 12, 
(Kern), S. 19. 

^ W> Hsü-po. Abgekürzte Transkrip- 
tion von Skr. Subhadra. s. Su( ^ )- 

po-t'o-lo. 

Eitel, u. Subhadra; Fa hsien (Legge), 

s. 7i,s. ZI -h H' '0- 

I ^ P^ Hsü-po-t'o. Wie vorher. 
Eitel, u. Subhadra. 

I ^tS Hsü-p'u-ti. Skr. Subhüti. s. 

Su( ^)-pu-ti. 

Eitel, u. Subüti; B.N., Sp. 425; Mvy. 
47, 6. 

I ^ Hsü shih. 'Das weltliche Los er- 
dulden müssen'. Einer der vielen Aus- 
drücke des chinesischen Buddhismus 
für das Sterben eines Mönches. 
Puini, Encicl., S. 26, Anm. 2. 

I 3^ ^ Ksü-ta-na. Skr. Sudäna. s. 

Su(^)-ta-na. ^ 

Fa hsien (Legge), S. 106, S. — - -j-' 

iL '6 

I ^ Hsü-ta, Abgekürzte Transkrip- 
tion von Skr. Sudatta. s. Su( ^ )-ta-to. 
Eitel, u. Sudatta; Fa hsien (Legge), S. 
56, 59, S. -|- y\ 1, 4, _j^ ^, 11. 

\ M W ^ M Hsü-ta-li-she-na. 
Skr. Sudarsana (nach Eitel Sudrsa; 
der chinesischen Transkr. kann jedoch 
nur Sudarsana entsprechen). Name des 
sechzehnten Brahman-Himmels, des 
siebenten (nach anderer Zählung des 
achten) des vierten dhyäna. Dort dau- 
ert das Dasein 8000 grosse kalpas, und 
der Körper ist 8000 yojanas hoch. — 



Abgekürzte Transkr.: hsü-ta t'ien ^ 
^ ^ und (nach Eitel) ta-hsü ^ 



, s.d.; Übers.: shan hsien 



^i 



'gut erscheinen', shan hsien se ^ I^ 
^ , 'schöne Erscheinung', auch shan 
chien t'ien ^ ß ^ , 'der Himmel 
„Gut-anzusehen" '. — Vgl. auch Shan 
( ^ ) chien shan. 

Eitel, u. Sudrisas; de Harlez, Voc, S. 
39; Chiao sheng fa shu, IX, S. 8b; Mvy. 
161, 4; Kern-Jacobi, 1 374; Koeppen, Bud- 
dha, I 259, 261; Kirfel, Kosmogr., S. 192. 



^j 



^ Hsü-ta-na. Skr. Sudäna. s. 



Su( ^)-ta-na. 

Eitel, u. Sudäna; Hs. ts. (J.), III 527. 

I M 3^ Hsü-ta t'ien. Skr. Sudarsana- 
Himmel. s. Hsü-ta-li-she-na. Vgl. auch 

Ta()g )-hsü. 

Eitel, u. Sudrisas. 

I B£ "^ Hsü-t'o-han. Transkription 
von Skr. sakrdägämin, 'der noch ein- 
mal kommt'. Bezeichnung des zv/eiten 
Grades der Heiligkeit oder der Mei- 
sterschaft in der Nachfolge des Buddha. 
Vgl. Sheng (SO), Der sakrdägämin 
ist so weit auf der Bahn der äryas fort- 
geschritten, dass er nur noch einmal 
als Himmlischer und dann noch einmal 
als Mensch wiedergeboren wird. Als 
Mensch wird er dann ein Arhat. — An- 
derer Name: i wang lai — -^ -^ , 
'der noch einmal geht und kommt', i lai 
• — ^ , 'der noch einmal kommt', p'in 

lai /^S 3j^ , 'der von neuem kommt'; 
Transkr.: so-chieh-li-t'o-ch'ieh-mi yj^ 

m *J \>t # M' ssü-t'o-han JtTf 

|Jt ^ Vgl. A(|$iif)-lo-han. 

Eitel, u. sakridägämin; de Harlez, Voc, 
S. 53; Mvy. 46, 4; 223, 62; Sütra der 42 
Abschnitte, Kap. I.; Chiao sheng fa shu, 
IV, S. la; Chavanncs, 500 contes, I 16, 



HSÜ m. HSÜAN g J4 5S 



253 



Anm. 1; Koeppen, Buddha, I 399; Hardy, 
Eastern monachism, S. 281, 289 f.; Tilbe- 
Seidenstücker, Dhanima, S. 51. 

^-M 15^ VM Hsü-t'o-yüan. Verkürzte 
Transkription von Skr. srotaäpanna 
('der in den Strom gelangt ist'). Die 
erste Stufe der Heiligkeit auf dem 
Wege der äryas; vgl. Sheng ( Sj5 ). In 
diesem Stadium gewinnt man Befreiung 
von drei Fesseln: von der Täuschung 
der Individualität, vom Zweifel und 
vom Vertrauen auf Ritualismus (ein- 
schliesslich Gottesglauben und Vereh- 
rungsformen). Der srotaäpanna kann 
nur noch als deva oder als Mensch wie- 
dergeboren werden, dagegen nicht 
mehr in den vier anderen Daseinsfor- 
men (vgl. Ch'ü [ ft ] und O [ ^J 
tao). Er muss noch sieben Wiederge- 
burten durchmachen (vgl. dagegen 
Dahlke). — Andere Transkr.: su-lu-to- 

Po-"^ M & ^ ^AM , su-lu-t'o-a- 
po-nang ^ ^ [5^ W 1^ S i 
Übers.: ju liu TV j5fö . ''" <^i^ Strömung 
eingetreten', yü liu ^ ^ , 'bereit 
sein für die Strömung', kou chiang 
jg .;§ , 'Kanal'. 

Eitel, u. srotäpanna; Fa hsien (Legge), 
S. 67, S. Zl -f" n . 4; Hs. ts. (J.), 11 
432, III 52, 56, (B.), I, S. LXI; de Har- 
lez, Voc, S. 55; Mvy. 46,1; 223,60; Sütra 
der 42 Abschnitte, Kap. I; Chiao sheng 
fa shu, IV, S. la; Chavannes, 500 contes, 
I 16, Anm.; Anesaki, Ethics, S. 26; Koep- 
pen, Buddha, I 398 f.; Hardy, Eastern mo- 
nachism, S. 280, 289; Kern-Jacobi, I 488 f.; 
Tilbe-Seidenstücker, Dhamma, S. 50; 
Dahlke, in: Neubuddh. Zeitschrift, Win- 
ter 1921—22, S. 29. 

I ^ Hsü yü. 'Augenblick'. Überset- 
zung von Skr. muhürta. s. Mu( ^ )- 
hu-li-to. 

Hs. ts. (W.), I 144; Mvy. 253,6; Gües, 
Dict., No. 4716. 



^ Hsüan. 

1 53^ ^ ^iß Hsüan fan ta shih. 'Gros- 
ser Meister in Ausbreitung indischer 
(Kenntnisse)'. Ein Titel, der dem indi- 
schen sramana Jih ch'eng Q ^ ver- 
liehen wurde. 

B. N., Sp. 456; Bagchi, Canon, S. 609. 

-^ Hsüan. 

I 1^ Hsüan jao. 'Sich um etwas her- 
umdrehen'. Bezeichnung für Skr. pra- 
daksinä. Das ist eine feierliche Begrüs- 
sung, die darin besteht, dass man je- 
manden umwandelt, indem man ihm 
die rechte Seite zukehrt. Würdigen 
Personen und auch heiligen Gegen- 
ständen bezeigte man so seine Ehr- 
furcht. Auch heilige Flüsse, wie die 
Gaiigä, werden in Indien so umwandelt, 
d.h. in einem jahrelang währenden Pil- 
gerzug von der Quelle bis zur Mün- 
dung (am linken Ufer) und wieder von 
der Mündung bis zur Quelle (am rech- 
ten Ufer). — Andere Wievjergabe: 
hsün huan ^ 3§, 'rund herum gehen'. 

Eitel, u. pradakchina; Hs. ts. (J.), II 87, 
476, Anm. 1, IH 540, (B.), I 85, (W.), I 
173; Monier Williams, Hinduism, S. 173. 

^ Hsüan. 

j ^ Hsüan chio. Name eines Mön- 
ches der T'ang-Dynastie (618-907). 
Das Kao seng chuan führt zwei Mön- 
che dieses Namens an. Der hier in 
Frage kommende ist der III, 8 : 15 ge- 
nannte. Er lebte in Yung chia und ist 
Verfasser eines Werkes (B.N., No. 
1585), das nach seinem Wohnsitze 
Yung chia chi 3< Ä Ä ' 'Sammlung 
von Yung chia', genannt ist. Nach 
B.N. gehch-t der Mönch zur T'ien t'ai- 
Schule (^ g ^). 

B.N., Sp. 464; Bagchi, Canon, S. 660; 
Kao seng chuan, III, 8 : 15. 



254 



HSÜAN ^ 



^ -^ ijip 6f|l Hsüan chio ch'an shih. 
'Meister der Meditation der Erkenntnis 
des Geheimnisvollen'. Posthumer Eii- 
renname, der dem 1001 n. Chr. verstor- 
benen Mönche Fa t'ien ^ % verlie- 
hen worden ist. 

B.N., Sp. 450; Bagchi, Canon, S. 585. 

I ^ Hsüan chuang. s. Hsüan tsang. 
I 'M. Hsüan i. Name eines Mönches 



der T'ang-Dynastie (618-907), der ein 
buddhistisch-apologetisches Werk (B. 
N., No. 1499) verfasst hat. 

B.N., Sp. 462; Bagchi. Canon, S. 522. 



Hsüan li. 'Die dunkle (geheim- 
nisvolle) Grundlage'. Bezeichnung der 
Literatur, die über Versenkung (dhyä- 
na, ch'an jjjp ) handelt, 
de Harlez, Voc, S. 61. 

I p^ Hsüan men. 'Das dunkle (ge- 
heimnisvolle) Tor'. Bezeichnung des 
Klosters als der Eingangspforte in eine 
geheimnisvolle Welt, 
de Harlez, Voc, S. 61. 

I .^ Hsüan tsang. Fälschlich auch 
yüan ( yf; ) tsang geschrieben. Der 
Mönchs-(Ordinations-)Name des be- 
rühmten buddhistischen Pilgers, der 
629-45 n. Chr. Zentralasien und Vor- 
derindien durchreiste und viele bud- 
dhistische Texte (657 Bücher) von In- 
dien nach China mitbrachte, von denen 
er mit anderen zusammen eine grosse 
Anzahl (75) übersetzte. Er stammte 
aus einer Familie Ch'en |J^ und trug 

den persönlichen Namen I )|^ . Sein 
Mönchsname, unter dem er allgemein 
bekannt ist, wird sehr verschieden 
transkribiert (Yüan chuang, Hiouen 
thsang, Hiuen tsiang u.a.). Dies rührt 
teils von Beibehaltung alter französi- 
scher Schreibung her, teils liegt der 



Grund darin, dass das Zeichen ^ 
mit TC (yüan) in früheren Zeiten 
gleich gesprochen und damit verwech- 
selt wurde, nicht etwa weil ^ im per- 
sönlichen Namen des Kaisers K'ang hsi 
vorkam und deshalb durch 7^ ersetzt 
wurde, wie man oft liest; denn die Ver- 
wechslung von "^ mit 7^ ist älter 
als K'ang hsi's Regierungszeit. Er wird 
auch shih Hsüan tsang fp v^ j£ 
'der buddhistische Mönch Hsüan tsang', 
und Tsang shih ^ % , 'Meister 
Tsang', genannt. Das grosse Werk des 
chinesischen Pilgers über seine Reise 
unter dem Titel Ta T'ang Hsi yü chi 
:^ IS ß9 i^ iß ' 'Bericht über die 
westlichen Länder, (in der) grossen 
T'ang(-Zeit verfasst)' (B. N., No. 
1503), ist dem T'ang-Kaiser T'ai tsung 
gewidmet, der den Pilger sehr hoch 
schätzte. Er gab ihm unter anderen 
den Ehrennamen San tsang ^ >)^ 
'Tripitaka(-Meister)', der gewöhnlich 
mit dem Dynastie-Namen T'ang U 
verbunden wird (T'ang san tsang). 
Sonst führte der Pilger auch den Titel 
Fa shih ^ 0f|j , 'dharma-Meister', und 
mu-ch'a-t'i-p'an :;^ ^ ^ ^. , 'Mo- 
ksadeva'; auch mo-ho-hsieh-na-t'i-p'an 
S M 3fP M^W'^ Mahäyänadeva 
wird er genannt. 

Eitel, u. Mahäyänadeva und Mokcha- 
deva; Hackmann, Schulen, S. 8, 15; B.N., 
Sp. 435; Bagchi, Canon, S. 473 ff. u.ö.; 
Hs. ts. (J.), I 223, 248, IM 516, (W.), I, 
S. XI ff., 1 ff.; Beal, Life; Giles, Biogr. 
dict., No. 801. 

^ iS Hsüan ying. Name eines 
chinesischen Mönches, der um 649 n. 
Chr. ein Lexikon über 'Laut und Be- 
deutung' der Fremdwörter des chine- 
sisch-buddhistischen Kanons verfasst 
hat (B.N., No. 1605). 

B.N., Sp. 461; Bagchi, Canon, S. 495. 



HSÜAN ^ HSÜEH ^ ^ 



255 



^ '1'^ Hsüan yün. Literarischer Name 
des Mönches Tao shih ^ |H^ , da 
man diesen letzten Namen nicht mehr 
gebrauchte seit der Zeit des Kaisers 
T'ai tsung, dessen persönlicher Name 
(Li Shih min $ fft H ) ^^^ Schrift- 
zeichen -[^h enthielt, Tao shih schrieb 
in der Zeit 656-60 und 668 zwei Samm- 
lungen von Auszügen aus Sütras mit 
wichtigen Stellen des Tripitaka (B.N., 
No. 1474, 1482), von denen das umfas- 
sende zweite Werk (Fa yüan chu lin 

& ?& ^ i^l^ ) sehr berühmt gewor- 
den ist. 

B.N., Sp. 461; Bagchi, Canon, S. 495 f ; 
de Groot, Code, S. 12. 

*^ 1. Hsüeh. 'Studium'. Übersetzung 
von Skr. siksä. Darunter versteht man 
auch, dass der Mönch sich praktisch in 
den Aufgaben übt, die ihn ans Ziel füh- 
ren. Drei Gebiete solcher Aufgaben 
werden unterschieden: 1. chieh ^, 
die Gebote (genauer Verbote) der Mo- 
ral, slla; 2. ting ^, Kontemplation, 
dhyäna, nebst Meditation, citta, eig. 
'Denken', hsin fi^ ; 3. hui ^, Weis- 
heit oder Erkenntnis, prajfiä. 

de Harlez, Voc, S. 27; Mvy. 36, 1-3; 
Anesaki, Ethics, S. 3. 



I 2. Hsüeh oder hsüeh che 
'der lernt', ist auch Übersetzung von 
Skr. saiksa (Päli sekha), 'Schüler', So 
heissen alle Arten der Buddhisten, die 
noch lernen und streben müssen, da 
sie noch nicht die Arhatschaft erreicht 
haben. Nur der Arhat heisst asaiksa,, 
pu hsüeh ^ ^ oder wu hsüeh M 
»y (vgl. dort), 'Nicht-Schüler, der 
nicht (mehr) lernt'. Vgl, auch To 
( ^ ) wen, — Andere Übers.: yu 
hsüeh /^ ^ , 'Studium habend', ying 
tang hsüeh Jj @ ^ , 'der lernen 
soll'. 



Eitel, u. säikcha; Mvy. 95,8; de Visser,. 
Arhats, S. 7; Biirnouf, Introduction, S. 
322, Anm. 1; Sdhp. (Burnoiif), S. 296. 

^ ?Öc ^' Hsüeh chieh nü. 'Eine die 
Gebote studierende Frau'. Wiedergabe 
von Skr. siksamänä, 'Schülerin', unter 
Beifügung von chieh, 'Gebote' (ge- 
nauer 'Verbote'), da der Lernende mit 
den Forderungen der Zucht und Moral 
(slla) beginnen muss. s. Shih( j^ )- 
ch'a-mo-na. Vgl. vorher und Chieh 

Chiao sheng fa shu, VII, S. 2a. 

I ^ Hsüeh ch'u. 'Ort der Beleh- 
rung'. Übersetzung von Skr. siksäpa- 
da, 'Ort und Objekt der Unterwei- 
sung', dann moralische Vorschrift oder 
Erziehung, s. Shih ( -^ ) chieh. 

I tsing (Takakusu), S. 96, Anm. 1: Mvy. 

245, 602. 

I a 'A Hsüeh fa nü. 'Eine das Ge- 
setz (dharma) studierende Frau'. Wie- 
dergabe von Skr. siksamänä. s. Shih 
( j^) -ch'a-mo-na. 
Mvy. 270, 8. 

I ^ Hsüeh hsi. Übersetzung ('Stu- 
dium-Freude') von Skr, siksänanda. 
Name eines sramana aus Khotan. Er 
war während der Jahre 695-700 n. Chr. 
in China als Übersetzer hervorragend 
tätig (19 Werke) und war einer der 
Mönche, die ein Alphabet für das Chi- 
nesische zu konstruieren suchten. • — 
Transkr.: shih-ch'a-nan-t'o Jf j^ i^ 
||J , shih-ch'i-ch'a-nan-t'o jj^ ^ ^ 

mm- 

Eitel, u. Sikchänanda; BN., Sp. 439; 
Bagchi, Canon, S. 517 ff. u.ö. 

blutigen placenta'. Bezeichnung einer 



256 



HSÜEH 



HSÜN 5 



« -ft 



HU Pf 



besonderen Hölle, die der indische Bud- 
dhismus nicht kennt, bestehend aus 
ekelhaftem Blut, in die Frauen gestürzt 
werden, die sich gegen die ungeborene 
Frucht versündigt haben. Aus dieser 
Hölle soll im Unterschied von allen an- 
deren keine Befreiung möglich sein 
(also eine ewige Höllenstrafe). 
Eitel, u. näraka. 

^ Hsüeh. 

I \[\ Hsüeh shan. 'Schneegebirge'. 
Übersetzung von Skr. Himavat (Himä- 
laya) oder Himavän parvatah. — An- 
dere Wiedergabe: ts'ang hsüeh ^ 
^ , 'Schnee anhäufend'. 

Eitel, u. Himavat; Mvy. 194, 14; 223, 
198. 



|il ( tt ) "oP Hsüeh shan (chu) pu. 
'Schule (der Bewohner) des Himavat', 
auch hsüeh shan pu, 'Schule des Hima- 
vat'. Übersetzung von Skr. Haimavata. 
s. Hsi( ^)-mo-po-to pu. 

Eitel, u. Häimavatäh; Mvy. 275, 16. 

I iJj ~f^ Hsüeh shan hsia. 'Unter dem 
Schneeberg'. Übersetzung von Skr. 
Himatala. s. Hsi( p| )-mo-ta-lo. 

Eitel, u. Himatala; Hs. ts. (J.), III 495. 



Hsün. 



^ 



Hsün. 



rauchenden Blüten'. Erklärender Name 
des pätala-Baumes. s. Po( j|J )-ch'a-li. 

Eitel, u. pätala. 

M Hsün. 



I Ig Hsün-ch'ü. Skr. hiiigu. s. Hsing 

( J^ )-ch'ü. 

Stuart. Mat. med., S. 173. 



I ^ Hsün hsiang. 'Nach Weihrauch 
suchend'. Chinesische Bezeichnung für 
die Gandharvas. s. Chien( 1^ )-ta-fu. 
Mvy. 166,4. 



^ Hsün. 

I ^ Hsün huan. 'Rund herum ge- 
hen'. Wiedergabe von Skr. pradaksinä. 

s. Hsüan ( -^ ) jao. 
Eitel, u. pradakchina. 

^ Hsün. s. Wu ( 3[ ) hsün. 



pf Hu. 



pf Hu hu. V/ohl eine Nachahmung 
des Wehgeschreis. Name der vierten 
unter den acht heissen Höllen, Skr. rau- 

rava. s. Hao ( §| ) chiao. 

Eitel, u. räurava; de Harlez, Voc, S. 42. 



I ÜI ^ H Hu-t'u-k'o-t'u. Tran- 
skription des mongolischen Titels Hu- 
tuktu (Chutuktu), entsprechend dem 
tibetischen Tul-ku. Diesen Titel führen 
hohe Kirchenhäupter, die den zweiten 
Rang in der Hierarchie der lamaisti- 
schen Kirche einnehmen. Sie gelten als 
Inkarnationen hoher Gottheiten (Bo- 
dhisattvas, Yidams) und berühmter in- 
discher Heiliger. Vgl. A( ppf )-po-to- 
lo. Den Hutuktus kommt der tibetische 
Titel Rim-po-tsche (Rin-po-che; Skr. 
mahäratna, 'grosses Juwel', entspre- 
chend) zu. Auch huo fo •/$ ^ , 'le- 
bender Buddha', werden sie genannt; 
besonders trägt diesen Beinamen der 
Oberlama der Mongolei, der in Urga 
residiert und bis vor kurzem der ange- 
sehenste Hutuktu war. Diese Würde ist 
im Jahre 1640 vom Dalailama geschaf- 
fen worden. An Rang unter den Hutuk- 
tus stehen die Hubilghan (Chubilghan). 
Sie sind meist Äbte grösserer Klöster 
und gelten als Inkarnationen einfacher 
Heiliger. 



BL 
14ü3 
H34. 
fac3.4- 



Hackmann, Heinrich Friedr 

Srkläreades .^'örterbuch 

ziun chinesischen Buddhism 



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