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Full text of "Erklärendes Wörterbuch zum chinesischen Buddhismus. Chinesisch-Sanskrit-Deutsche. Nach seinem handschriftlichen Nachlass überarbeitet von Johannes Nobel. Hrsg. von der religionskundlichen Sammlung der Universität Marburg/Lahn"

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Hackmann, Heinrich Friedrich 

Erklärendes Wörterbuch 
zum chinesischen Buddhismus 




IL 
(4-03 



ERKLÄRENDES WÖRTERBUCH 

ZUM 
CHINESISCHEN BUDDHISMUS 

CHINESISCH-SANSKRIT-DEUTSCH 

VON 

HEINRICH HACKMANN t 

NACH SEINEM HANDSCHRIFTLICHEN NACHLASS ÜBERARBEITET 

VON 

JOHANNES NOBEL 

/// 

HERAUSGEGEBEN VON DER 
RELIGIONSKUNDLICHEN SAMMLUNG DER UNIVERSITÄT MARBURG/LAHN 







LEIDEN 
E. J. BRILL 



GEDRUCKT MIT HILFE VON DRUCKKOSTENZUSCHÜSSEN 
DES MARBURGER UNIVERSITÄTSBUNDES 

UND 
DER DEUTSCHEN FORSCHUNGSGEMEINSCHAFT 



'BL 

H3^ 







LIU 



y^ 



321 



-}^ Jtf^L'm ken. 'Die sechs Wurzeln'. 
Wiedergabe von Skr. sadindriya. Be- 
zeichnung der sechs Sinneswerkzeuge. 

s. Ken ( ^ß ) • 

Cliiao sheng fa shu, VI, S. 2 b; Giles, 
Dict., No. 5974. 

1 ffi ^ ^ Liu ken pu ch'üan. 
'Nicht vollständig an den sechs Wur- 
zeln'. Übersetzung von Skr. (sad)in- 
driyavaikalya, 'Unvollständigkeit der 
Sinne'; das bedeutet: nicht mit allen 
Sinnesorganen versehen, z.B. blind, 
taub und stumm sein. Eine der 'acht 
Schwierigkeiten' (pa nan /\ ||), 
acht Lebensumstände, die den Men- 
schen daran hindern, die Lehre eines 
Buddha zu hören und die Erkenntnis 
zu erlangen. — Andere Bezeichnung: 
ken ch'üeh ;(ig ^ , 'Mangelhaftigkeit 
der Sinne'. Vgl. Pa ( /\ ) nan und 

Nan ( II). 

de Harlez, Voc, S. 41; Mvy. 120, 6; 
Sütra der 42 Abschnitte (Hackmann), Kap. 
36; Chavannes, Contes, 1 32, Anm. 

I fl$ Ä Liu shen t'ung. 'Die sechs 

übernatürlichen Kräfte'. Übersetzung 

von Skr. sadabhijiiä. s. Shen ( ijilp ) 

t'ung. 

Eitel, u. abhidjnä; Mvy. 14, 1-7; de Vis- 
ser, Arhats, S. 13, 177. 

I ^ Liu tao. 'Die sechs Wege'. Über- 
setzung von Skr. sadgati. s. Ch'ü ( ^). 
Eitel, u. gäti; Chiao sheng fa shu, VI, 

S 3b; Lung shu ching t'u wen, I, S. 8a, Z. 

1; II, S. 2b, Z. 7 f.; II, S. 6b, Z. 9; III, S. 

5a, Z. 4 f.; V, S. 4a, Z. 7; VI, S. 16b, Z. 

3, 4; Hackmann, Laienbuddhismus, S. 47, 

e'l, 71, 84, 140, 210. 

1 Ifg Liu ti. 'Die sechs Grundbegriffe'. 
Bezeichnung der sechs Erkenntnisob- 
jekte, die die Vaisesika-Schule auf- 
stellte: Substanz, Qualität, Tätigkeit, 
Allgemeinheit, Besonderheit und Inhä- 
renz. Dies sind die sechs Kategorien, 
Hackmann, Wörterbuch 



um die sich in der (wesentlich erkennt- 
nistheoretischen) Vaisesika-Schule alles 
dreht, s. P'i( |^ )-ssü-chia. 

Eitel, u. Vaisechika; Faddegon, Vai^e- 

sika System, S. 18 ff.; Deussen, Gesch. d. 

Philos., III 346. 

^ 1^ Liu tsei. 'Die sechs Räuber'. 
Bildliche Bezeichnung der sechs Sinne 
(ken ^g), die dem Menschen durch 
Vorgaukeln scheinbarer Objekte die 
wahre Erkenntnis benehmen. Auch die 
sechs Sinnesobjekte (ch'en J ) und 
die sechs Arten des Bewusstseins (shih 
1^ ) nennt man die sechs Räuber. 
(Der Taoismus hat danach 'fünf Räu- 
ber' aufgestellt: Freude, Ärger, Ver- 
gnügen, Kummer und Lust). Vgl. Sha 

(^ ) tsei. 

Chiao sheng fa shu, VI, S. 3a; Doolittle, 
Voc, II 233; Hackmann, Laienbuddhismus, 
S. 278, 282; vgl. auch Sbh. (Nobel), S. 
56,3 ff. 

I Jg Liu tu. 'Die sechs (Mittel zum) 
Überschreiten (des Stromes des sam- 
sära)', nämlich die päramitäs. s. Po 
(äJ )-lo-mi(-to). 

Eitel, u. päramitä: Hs. ts. (J.), III 538; 

Chiao sheng fa shu, VI, S. 10a; Giles, 

Dict., No. 12089. 

I jj Liu t'ung. 'Die sechs überna- 
türlichen Kräfte'. Übersetzung von Skr. 
sadabhijiiä. s. Shen ( ^\^) t'ung. 

Eitel, u. abhidjnä; Chiao sheng fa shu, 
VI, S. 2a; de Visser, Arhats, S. 13, 177. 

1 ;J^ Liu wu. 'Die sechs Dinge', die 
ein Mönch besitzen darf, nämlich: 1-3. 
die drei Kleidungsstücke (samghäti, 
seng-ch'ieh-chih ff iJjW !K - "^tarä- 
saiiga, yü-to-lo-seng-ch'ieh |)|) ^ H 
#1 # > antaraväsa, an-ta-lo-p'o-sha 

^ IM. Ä '^ ^ ^ ' ^- ^'^ Bettelschale 
(pätra, po ||: ) ; 5. die Matte zum Sit- 

21 



322 



LIU 



y'^ 



zen und Liegen (nisidana, ni-shih-t'an 
^ gHJ ^ ); 6. der Filter (Seihetuch) 
(parisrävana, po-li-sa-lo-fa-na ^Jj^ g_ 
S S "ft S ) ' ^- *^'^ einzelnen Arti- 
kel. Ausserdem durften die Mönche noch 
einen Regenmantel und ein Badehemd 
gebrauchen. Schuhe waren (Ursprung- 
lieh) verboten, ebenso ein Sonnen- 
schirm, nicht aber Fächer. Messer und 
Nadel gehörten schon zu der ursprüng- 
lichen Ausrüstung, der Rosenkranz kam 
später dazu. Bei den chinesischen Bud- 
dhisten waren nach dem Fan wang 
ching (Kap. 37) achtzehn Eigentums- 
stücke erlaubt. Vgl. She ( :^ ) to. 

de Harlez, Voc, S. 42; Chiao sheng fa 
shu, VI, S. 12b; XI, S. 20b; Hackmann, 
Buddhismus (Handex.), S. 396; Kern- 
Jacobi, II 44 ff. 

^ ^; (oder g^ ) Liu yü. 'Die sechs 

Lüste (Begierden)'. Bezeichnung für 

die sechs Sinnesobjekte, s. Ch'en ( ). 

Chiao sheng fa shu, VI, S. 2b; Giles, 

Dict., No. 13643. 



Liu mi. Name eines in der 
Liang-Dynastie (1280 oder 1260-1368) 
lebenden Gelehrten, der ein Werk über 
die drei Religionen, Konfuzianismus, 
Taoismus und Buddhismus, (B.N., No. 
1643) geschrieben hat. 

B.N., Sp. 468; Bagchi, Canon, S. 692. 

j^ Liu. 'Strömung'. Übersetzung von 
Skr. ogha. Bildlicher Ausdruck für ver- 
schiedene, den Menschen fortreissende 
Mächte, deren Bezeichnungen verschie- 
den angegeben werden, s. Ssü ( |5J ) 
liu. 

de Harlez, Voc, S. 43; Anesaki, Ethics, 
S. 16. 

I ^ Liu-chih. Abgekürzte Tran- 
skription von Skr. Bodhiruci (p'u-t'i-liu- 



ai und Chio i^) hsi. 
Eitel, u. Bodhirutchi. 



^;,Q 1^ Liu seng. 'Umherwandernder 
Mönch'. Bezeichnung der Mönche, die 
unstät umherirren und keinen festen 
Klosteraufenthalt nehmen (vgl. im Ge- 
gensatz dazu Chu [ {^ ] ch'ih). 

Giles, Dict, No. 9617; Hackmann, Bud- 
dhismus, S. 198, Handex., S. 431. 

I ^ Liu shui. Übersetzung ('flies- 
sendes Wasser') von Skr. Jalavähana. 
Name eines Arztes, des Sohnes des Ja- 
timdhara (oder Jalamdhara, ch'ih shui 
1(^ ^).Er war eine frühere Inkarna- 
tion des Buddha. 

Eitel, u. Djalavähana; Sbh. (Nobel),. 
Kap. XVI, XVII. 

^, Liu. 



-^IL 



I Jg Liu-li. Abgekürzte Transkrip- 
tion für p'i-liu-li Wlt ^fl (Jg) Jg von 
Skr. vaidürya. Name eines bestimmten 
Edelsteins, 'Katzenauge' oder 'Beryll'. — 
Auch Name eines Berges in Benares. — 
Andere Transkr.: p'i-t'ou-li ^^ IJ ^Ij, 

p'i-ch'ou-li-yeh ^ ^ M ^ ' P''" 
liu-liu ^ 5tt :0g , f ei-liu-li-yeh \i)i Jg 

Jg gP , fei-liu-li IT^ 5tL Jg • Vgl. die 
folgenden Artikel. 

Eitel, u. väidurya; Hs. ts. (J.), I 145, II 

482, III 538; Mvy. 235,1; Giles, Dict., No. 

7244; Chavannes, 500 contes, I 34. 



g ^, Liu-li fo. 'Der Buddha Vai- 
dürya'. s. das folgende. 
Giles, Dict., No. 7244. 

I JS i L'm-U wang. 'König Vai- 
dürya', oder liu-li fo ^ft J^ # . 'der 
Buddha Vaidürya'. Er wird im nörd- 
lichen Buddhismus mit Virüdhaka (p'i- 
lu-tse-chia Wife jl; # M 5 s.d.), einem 



LIU Jg ^ LO fl 



?s 






323 



der vier grossen Himmelsfürsten, iden- 
tifiziert, aber auch als ein besonderer, 
heilender Buddha verehrt. Ihm gilt das 
Liu-li wangehing Jg J^j ÜS(B.N., 
No. 671). Nach der Buddha-Biogra- 
phie war ein Vaidürya König von Ko- 
sala, Sohn und Nachfolger des Prase- 
najit. Er vernichtete die Säkyas und zer- 
störte Kapilavastu. Dieser Vaidürya 
wird ebenfalls Virüdhaka genannt. — 
Andere Transkr.: p'i-liu-li fflifc '/^ g^ • 
Vgl. auch Liu-li. 

Eitel, u. Virüdhaka; Giles, Dict, No. 
7244; Fa hsien (Legge), S. 63, 67, S. ^ 
-j- — . , 4, ^ -f- II. , 3; Kern-Jacobi, 
I 254. 



ä Liu. 



I JS i Liu-li wang. 'König Vaidür- 
ya'. s. vorher. 
B.N., No. 671. 

•^ Liu. 



m 



Liu fa. 'Das Haar festhalten', 
d.h. es wachsen lassen. Ausdruck für die 
Aufgabe des Mönchtums und die Rück- 
kehr in die Laienwelt, das Gegenteil von 

hsiao fa -j^^ij g . 

Giles, Dict, No. 3375. 



S ® ^ M Liu-na-pan-ch'a- 
chia. Skr. rundapandaka (?). Name 
der Klasse von Eunuchen, die verschnit- 
ten sind. Vgl. Huang (^) nien. 

Eitel, u. pandaka; Bongo jiten, S. 370; 
Bukkyö daijiten, S. 535, 1-2. 

fff Lo. 

\ M^^ Lo-na-mo-t'i. Skr. Rat- 
namati. Name eines Mönches aus Zen- 
tralindien, der in China als Übersetzer 
arbeitete (um 508 n. Chr.), und zwar in 
Lo-yang, gemeinschaftlich mit mehre- 
ren anderen. Es werden sechs Werke 



genannt, von denen noch zwei (B.N., 
No. 1233, 1236) vorhanden sind. — 
Ratnamati ist ferner der Name einer 
mythischen Person des Saddharmapun- 
darikasütra, eines der acht Söhne des 
Tathägata Candrasüryapradipa. — 
Abgekürzte Transkr. vermutlich von 

Ratnabodhi: p'o-t'i ^ :^ ; Übers.: 

pao i W ^, 'Kleinod-Gedanke'. 

Eitel, u. Ratnamati; B.N., Sp. 426; Bag- 
chi, Canon, S. 248 ff.; Sdhp. (Burnouf), S. 
12, (Kern), S. 19. 

ß^ Lo. Dieses Zeichen steht (neben 

^ ) für die Silbe ra oder rä des Skr. 
Der Radikal 'Mund' soll, wie auch in 
anderen Fällen, andeuten, dass nicht 
der Laut 1, sondern der Laut r des Skr. 
gemeint ist. 

I tt S Lo-hu-lo. Skr. Rähula. s. 

Lo(g)-hou-lo. 

Watters, Lohan, S. 20; Levi-Chavannes, 
Arhat, S. 154; de Visser, Arhats, S. 59. 

'M Lo. 



I J^ >^ ^ Lo pien huat'ien. 'Freu- 
de-Verwandlungs-Himmel'. Überset- 
zung von Skr. Nirmänariti mit dem Zu- 
satz t'ien, 'Himmel', s. Hua ( ^ ) lo 

t'ien. 

Eitel, u. Nirmänarati; Mvy. 156, 7. 

I ^ Lo sheng. 'Die Überwindung 
geniessend'. Wiedergabe von Skr. vijetr, 
'Überwinder, Sieger'. Eine charakteri- 
sierende Benennung eines Bodhisattva, 
der die grosse Überwindung erreicht hat 
und sich der Ausübung seiner Kraft er- 
freut. — Andere Wiedergabe: tsun 
sheng ^ ^ , 'ehrwürdiger Sieger', 
de Harlez, Voc, S. 17; Mvy. 22, 7. 

I 1M ^^ ^^'^' 'Freude-schenken'. 
Übersetzung von Skr. Sudatta. s. Su 

Eitel, u. Sudatta; Hs. ts. (J.), III 491. 



324 



LO 






■i^ %^ m 



^ ^ Lo shuo. 'Erfreuliche Erörte- 
rung'. Name eines mythischen Bodhi- 
sattva, eines der 24 sogenannten t'ien 
tsun ^ ^ , deva-äryas. — Ausser- 
dem kurze Bezeichnung der vierten Er- 
kenntnis des Arhat; vgl. das folgende. 
Eitel, u. Pratibhäna. 

I ift ffii iH i^ L° ^^^^ ^" ^' ^^^^• 

'Ungehemmte Erkenntnis der erfreu- 
lichen Erörterung'. Übersetzung von 
Skr. pratibhäna-pratisarnvid. Bezeich- 
nung der vierten unter den vier unge- 
hemmten Erkenntnissen (ssü wu ai chih 
[jgffi^^ ), die für den Arhat 
charakteristisch sind, nämlich die unge- 
hemmte Erkenntnis erfreulicher Erörte- 
rung über die Nidäna-Kette (yin yüan 

Eitel, u. pratisamvid; Mvy. 13, 4; de 
Visser, Arhats, S. 8, 13; Sdhp. (Burnouf), 
S. 299, 841. 

J§ Lo. 

1 3^ Lo-ch'a. Skr. laksa (Päli lak- 
kha). Eine Zahlbezeichnung, der 100. 
Teil einer koti (= 10 Millionen). — Er- 
klärende Wiedergabe: shih wan -|^ "^ 
und i fg , '100000'; andere Transkr.: 

lo-sha f^»y.>. Vgl. I (ff). 

Eitel, u. lakkiia; Mvy. 249, 6; Kirfel, 
Kosmogr., S. 336. 



1 



PM. I 



^ 



Lo-hu-lo. Skr. Lohara. Na- 



me eines bei Hsüan tsang erwähnten 
Landes, Lahul oder (tibetisch) Lho-yul, 
nördlich von Jälandhara und dem Rei- 
che Kulüta. Nach Eitel waren die Be- 
wohner Mallas. 

Eitel, 11. Lohara; Hs. ts. (J.), II 205, 111 
331, 334, 514, (B.), 1 177, (W.), 1 299. 



^ 



rx M /fJTf. Lo-pan-ni-lo. Skr. La- 
vananila (?). s. Lo-yin-ni-lo. 
Hs. ts. (W.), II 176. 



i^ fj^ Lo-sha. Skr. laksa. s. Lo-ch'a. 
Eitel, u. lakkha. 



15 Ä S Lo-yin-ni-lo. Skr. Ro- 
hinila (? nach Julien). Name eines 
Ortes nebst Kloster und stüpa, von 
Hsüan tsang erwähnt, wo der Buddha 
drei Monate gelehrt haben soll. Nach 
Eitel heute Roynallah in East Behar. — 
Andere Transkr.: lo-pan-ni-lo ^^ ||^ 
Ä IS ' wonach Watters Lavananila 
(?) rekonstruiert. 

Eitel, u. Rohinilä; Hs. ts. (J.), III 64, 
385, 514, (B.), II 184, (W.), II 176. 



>v 



Lo. 



^7tc5^ 



Lo-to-mo-chih. 
Rattamatikä. s. das folgende. 
Hs. ts. (W.), II 192. 



Päli 



I ^ tIv ^ Lo-to-wei-chih. Skr. 
Raktaviti. Name eines buddhistischen 
Klosters bei der Stadt Karnasuvarna 
(gegen das Gaiigä-Delta zu). Hsüan 
tsang erzählt, dass dort ein buddhisti- 
scher Mönch in öffentlicher Disputation 
einen Brahmanen besiegt und damit 
dem Buddhismus Eingang verschafft 
habe. Watters vermutet als richtigen 
Skr.-Namen Raktämrta, Päli Rattamat- 
tikä (lo-to-mo-chih, mo = tJ^ statt 
wei ^ ). Dies würde der chinesischen 
Übersetzung ch'ih ni :^ J^ , 'roter 
Lehm', entsprechen. 

Eitel, u. Raktaviti; Hs. ts. (J.), I 181, 

III 85 ff., 514, 497, (B.), II 202 ff., (W.), 

II 192 ff. 



1^ Lo. Abgekürzte Transkription von 
Lata (volle Form lo-t'u oder lo-ch'a). 
Ein Ortsname, der bei Hsüan tsang und 
I tsing vorkommt und vielfach in Ver- 
bindung mit Sindhu genannt wird. Nach 
Bühler lag Lata in Zentral-Gujerat, 
dem Distrikt zwischen den Flüssen Alahl 
und Kim. Man unterscheidet Süd-Läta, 



Lo m 



325 



nan lo ^ | , das nach Julien gleich 

Mälava sein soll, und Nord-Läta, pei lo 

:([^ I , auch lo-lo g || genannt, 

nach einer Note zu Hsüan tsang gleich 

Valabhi. Vgl. Mo(^)-la-p'o und Fa 

iiji )-la-p'i. 

Eitel, u. Lara oder Lada; Hs. ts. (J.), 
MI 154, 162, 393, 404, 514, 493, (B.), I S. 
XVI, C, II 260, Note, 266, Note, (W.), II 
243, 246, 253 f.; I tsing (Takakusu), im 
Index u. Lata. 

f§ ^ij Lo-ch'a. Skr. Räksasa. Name 
einer Klasse von Dämonen, meist böser, 
gefährlicher Art. Sie machen die Fried- 
höfe unsicher, beleben tote Körper, 
quälen und erschrecken Menschen und 
verschlingen sie auch. Im Buddhismus 
stehen sie unter der Herrschaft des 
Vaisravana (Kubera). — Andere 
Transkr.: lo-ch'a(-so) g3t(^)' 
für die (weibliche) RäksasI lo-ch'a nü 
m m ±' lo-ch'a-ssö ü X »f 
(oder ^); erklärende Wiedergabe: 
k'o wei pT -^ , 'furchtbar', shih jen 

kuei ^ A. J^ ' 'Menschen verzehren- 
der Dämon', o kuei ^ ^ , 'böser 
Dämon'. 

Eitel, u. Räkchasa und Rakchasi; Dow- 
son, Dict., u. Räkshasas; Hs. ts. (J.), I 
198, Ili 131 ff., 137, 139, 514, (B.), II 
240 ff., (W.), II 234; de Harlez, Voc, S. 
62; Mvy. 212, 11. 

I ^'J I^ Lo-ch'a nü. Skr. RäksasI. 
s. vorher. 

Eitel, Rakchasi; Hs. ts. (J.), III 514. 

I ^ §^ Lo-ch'a-so. Skr. Räksasa. 
s. Lo-ch'a. 

Eitel, u. Räkchasa. 

I ^ ^ (oder %) Lo-ch'a-ssü. Skr. 
RäksasI. s. Lo-ch'a. 
Eitel, u. Rakchasi. 



r« 



\ Lo-han. Abkürzung der Tran- 
skription a-lo-han |5pj[ | j , gleich 
Skr. Arhan (Stamm Arhat; Päli Ara- 
han), zugleich die gewöhnliche Be- 
zeichnung des Arhat in der chinesi- 
schen Literatur, s. A( [Jpj" ) -lo-han. 
Eitel, u. Arhän; Fa hsien (Legge), S. 
24 U.Ö., S. ^ , 6 U.Ö.; Hs. ts. (J.), III 37, 
560; Giles, Dict., No. 7291. 

1 '^ ^ Lo-han chuang. 'Bett 
(Ruhebett) eines Lohan'. Bezeichnung 
besonders bequemer Sitzplätze für Gä- 
ste der Mönche im Kloster. Vgl. das fol- 



gende. 



Giles, Dict, No. 7291. 

-^ Lo-han i tzü. 'Lohan- 






Stuhl'. Bezeichnung eines Sitzes, der 
für geehrte Gäste des Klosters be- 
stimmt ist. Vgl. vorher. 
Giles, Dict., No. 7291. 

I 'lü TM Lo-han ting. 'Lohan-Schei- 
tel'. Bezeichnung der Mönchstonsur, da 
das Haupt der Lohans immer gescho- 
ren ist. Auch wohl von der christlichen 
Tonsur gebraucht. 

de Harlez, Voc, S. 62; Giles, Dict., 
No. 7291. 

I PJL W Lo-hou-lo. Skr. Rähula. s. 

Lo-hou(gg)-lo. 

Eitel, u. Rähula; Bukkyö daijiten, S. 
1777, 1, 6; de Visser, Arhats, S. 79; Giles, 
Dict., No. 7291. 



I P^ Lo-hou. Abgekürzte Transkrip- 
tion von Skr. Rähula. s. Lo-hou ( B^ )-lo. 
Mvy. 180, 60. 

I ßgl g ^ Lo-hou-lo-to. Skr. Rä- 
hulata. s. Lo-hou ( 3g| )-lo-to. 
Puini, Encicl., S. 38. 

I U|^ Lo-hou. Skr. Rähu. s. Chang 

(1$ ) Pi- 

Eitel, u. Rähu; Bongo jiten, S. 484; 
Giles, Dict., No. 7291. 



326 



Lo m 



^ 



^ Lo-hou-Io. Skr. Rähula. 
Name des einzigen Sohnes des Buddha, 
der ihm von seiner Gemahlin Yasodha- 
rä (yeh-shu-t'o-Io gp ||l P$ g ) in 
der Nacht der Flucht (nach der süd- 
lichen Überlieferung) oder in der Nacht 
' der Erleuchtung (nach der nördlichen 
Überlieferung) geboren wurde. Rähula 
trat auch in den Orden ein und wurde 
ein Arhat. Er soll die Schule der Vai- 
bhäsikas oder auch der Sarvästivädins 
gegründet haben. Er gilt als besonde- 
rer Patron der Novizen und gehört in 
China und Japan zu der Gruppe der 16 
(oder 18) Arhats. Als solcher residiert 
er in Priyaiigudvipa mit einem Gefolge 
von 1100 Arhats. — Bei Hsüan tsang 
heisst ausserdem ein Minister von Ka- 
pisa Rähula. — Andere Transkr. : lo- 



hou-lo ^ pj[ ^ , lo-hou ^11^,10- 
hu-lo ß^ (oder ^ ; vgl. lo R^) 
ttS'^o-yün(?) g^ (Fahsien), 
lo-yün ^ ^ , la-hu-la [if ij -^ :f^ , 
ho-lo-hu-Io ^ (oder >föf) || i\^ 

H (vgl. d.) und ^M\tM' 
etymologisierende Übers.: fu chang 
^ 1^ > 'der die Hindernisse über- 
windet'; erklärende Wiedergabe: chih 
jih ^ g , 'die Sonne ergreifend', 
chang yüeh |^ ^ , 'den Mond ver- 
deckend'. 

Eitel, u. Rähula; Fa hsien (Legge), S. 

-p ^ , 6; Hs. ts. (J.), I 103, 160, 11 

208, 314, II 45 (Minister Rähula), III 514, 
507, 560, (B.), I 180, 181, II 18, 43, 167, 
I 60, 61 (Minister Rähula), (W.), I 302, II, 
2, 43, I 126 (Minister Rähula); Mvy. 47, 
10; 180, 60; Bukkyö daijiten, S. 208, 1, 18; 
1717, 3, 5; 1778, 3, 8; 1778, 1, 6; Giles, 
Dict., No. 4013, 7291; Watters, Lohan, S. 
20; Levi-Chavannes, Arhat, S. 9, 154, 156; 
de Visser, Arhats, S. 29, 30, 59 f., 66, 67, 
78 ff., 92, 96, 99, 112, 115, 124, 126, 128, 
166, 186, 194, 197, 198, 202, PI. IV, XIV; 



Kern-Jacobi, I 53, 92, 134, 224, 278, 406, 
auch 11 494 ff.; Täranätha (Schiefner), S. 
297; Wassiljew, Buddhismus, S. 294. 

S B^(PR)S ^Lo-hou-lo-to. Skr. 

Rähulata. Name des 16. Patriarchen, des 

Schülers und Nachfolgers des Kanade- 

va, aus Kapila stammend, später in Srä- 

vastl lebend. 

Eitel, u. Rähulata; Puini, EncicI., S. 38 
f.; Edkins, Buddhism, S. 78 f. 

I W 18 Lo-hu-lo. Skr. Rähula. s. 

Lo-hou-lo, 

Hs. ts. (J.), III 514; Mvy. 180, 60; Buk- 
kyö daijiten, S. 1778, 3, 10; de Visser, Ar- 
hats, S. 79, 115. 

I ÜÄ ^^ Lo-hu-na. Skr. Rähuna. 
Identisch mit Rähu (lo-hou | §0| ); s. 
Chang ( 15 ) pi. 

Eitel, u. Rähu; Bongo jiten, S. 484. 

I ^ ^ Lo-i kuo. 'Reich der Lo-i 
(Rohi)'. Name eines bei Fa hsien er- 
wähnten Landes, das wohl mit einem 
Teil von Afghanistan identifiziert wer- 
den muss. Die Pilger reisten von dort in 
zehn Tagen nach dem Punjab. 

Fa hsien (Legge), S. 41, S. -p ^ , 7. 

Lo-lo. Skr. Lata, Lada. s. Pei 

( :(t; ) lo-lo und Lo. 
Hs. ts. (J.), III 514. 

j 3^ Lo-lo. Transkription des Na- 
mens eines Landes in Südindien, in dem 
der Mönch Dharmagupta (ta-mo-chi-to 
M S Ä ^ ' gest. 619 n. Chr.), ein 
bekannter Übersetzer, geboren war. 

Vgl. Fa (i^) hu, 2. 

B.N., Sp. 434; Bagchi, Canon, S. 464. 



¥r 



)^ EP J[S Lo-mo-yin-tu. Tran- 
skription des Namens eines Tales oder 
Flusses (Rämendou [?]; Julien) in Af- 
ghanistan, von Hsüan tsang erwähnt. 
Der Fluss mündet in den See Hamoon. 



Lo m 

Eitel, u. Helmend; Hs. ts. (J.), HI 187, 
415, 514, (B.), II 283, (W.), II 264, 265. 



^ 



^ Lo-p'o. Skr. lava. s. La( ^)-fu. 
Eitel, u. läva. 



^ 



I :^ ^[^ Lo-p'o-na (oder : 

pJP p'o-lo-na). Skr. Rävana. Name des 
Dämonenkönigs von Lanka. Den Kampf 
des indischen Nationaliielden Räma ge- 
gen Rävana schildert das Epos Rämä- 
yana. Rävana wird hierin als ein 
scheussliches Ungeheuer und als der 
Gipfel aller Bosheit dargestellt. Er ist 
unverwundbar und fähig, alle Gestalten 
anzunehmen. Räma bekämpft ihn, aber 
Rävana raubt Rämas Gattin Sita, bei 
deren Befreiung der Affe Hanumat seine 
berühmte Rolle spielt. Im Laiikävatära- 
sütra tritt Rävana als Verehrer des Bud- 
dha auf. — Übers.: yin hou ^ pj[, 

'Geschrei'. 

Eitel, u. Rävana; Mvy. 167, 18; Dowson, 
Dict, u. Rävana; Hs. ts. (B.), II 251, Note. 

I ^ Lo-she. Transkription von Skr. 
°räja°, 'König', in: chih-na-lo-she-fu- 

ta-lo S 5JR B a ?15 PS H (s.d.), 
Skr. cinaräjaputra. 

Eitel, u. Tchinarädjaputra; Hs. ts. (J.), 
III 530. 

I -[- Lo-shih. Abgekürzte Tran- 
skription von Skr. Kumärajiva. s. Chiu 

iM )-mo-lo-shih. 

Eitel, u. Kumäradjiva; Hs. ts. (J.), III 
560. 

1 * (Oder ±) ^im, Lo-t'ai- 
ssü-mi. Skr. Rädhasvämin. Name eines 
Brahmanen in Pätaliputra, den Fa hsien 
als einen eifrigen Mahäyäna-Buddhi- 
sten und als eine grosse Stütze der bud- 
dhistischen Religion erwähnt. Auch lo- 

t'ai-ssü-p'o( ^)-mi. 

Fa hsien (Legge), S. 78, S. ""•. -p 
-jL , 8; Hs. ts. (B.), I, S. LVI. 



327 

m tM a ta S W Lo-tan-na-tan- 
lo-yeh. Skr. Ratnatraya ('Dreiheit der 
Kleinode'). Name des sechsten der sie- 
ben Tathägatas. — Übers.: pao sheng 
^1^, 'Kleinod-Sieger' (?, s.d.). 
Vgl. Ch'i {^) ju-lai. 
Eitel, u. sapta tathägata. 

I ^ Lo-t'o. Abgekürzte Transkrip- 
tion von Skr. Kumäralabdha (Kumära- 
läta). s. Chü(:fl^)-mo-lo-lo-to. 
Nobel, S.B.A., S. 230. 

I H ^ Lo-yüeh ch'eng. Halbe 
Transkription von Skr. Räjagrha, mit 
Zusatz von 'Stadt'. Yüeh wohl fehler- 
haft für she ^. s. Hü( ^ )-lo-she- 
chi-li-hsi. 

Eitel, u. Rädjagriha. 

I -^ Lo-yün. Abgekürzte Transkrip- 
tion (?) von Skr. Rähula. s. Lo-hou-lo. 
Eitel, u. Rähula; Fa hsien (Legge), S. 

46, S. -j- |jg , 6; Hs. ts. (J.), III 560; 

Bukkyö daijiten, S. 1717, 3, 5; de Visser, 

Arhats, S. 59, 66, 79. 



Lo-yün. Abgekürzte Transkrip- 
tion von Skr. Rähula. s. Lo-hou-lo. 

Bukkyö daijiten, S. 1717, 3, 5; de Visser, 
Arhats, S. 79. 

^ Lo. 



jjß Lo-ch'ieh. Die letzte Hälfte der 
Transkription von Potalaka; gebraucht 
als Name für die Insel P'u-t'o. s. Pu 
(^ )-ta-lo-chia. 

Giles, Dict. No. 7329. 

I ^ Lo hsü 'Die Haare lassen'. Aus- 
druck für das Abscheren des Haupt- 
haares, das mit der Aufnahme unter die 
Mönche verbunden ist. s. Hsiao ( ffij) 
fa. Vgl. auch Liu ( @ ) fa. 
Giles, Dict, No. 7329. 

I ^ ^ Lo p'i mao. 'Haut und 
Haar loswerden'. Die Befreiung von der 



328 



LO i 



:fh?. 



LOU tl 



irdischen Gestalt und ihrer Erneuerung 
durch Wiedergeburt, wie die buddhisti- 
sche Erlösung sie mit sich bringt. 
Giles, Dict., No. 7329. 

Am 



Lo. 

^ Lo Chi. 'Muschel-Frisur'. (Nach 
Giles) eine gewundene Frisur (spiral 
hairdress), in der Weise der Drehun- 
gen einer Muschel. Im Lung shu ching 
t'u wen bezeichnet der Ausdruck die aus 
der buddhistischen Kunst bekannten 
Haarstümpfe auf dem Haupte des Bud- 
dha, die meist gedreht (spiralförmig) 
erscheinen, s. Fa ( ^ ) hsüan hao. 

Giles, Dict., No. 7289; Lung shu ching 
t'u wen, Vlll, S. Ib; Hackmann, Laienbud- 
dhismus, S. 236. 

3§ Lo. 

I ^^' Lo-so. Transkription von Lha- 
sa, des Namens der Hauptstadt Tibets. 
Giles, Dict., No. 7300. 

Lou. 



^ Lou-lan. Name eines Landes, 
das identisch mit Navapa sein soll. s. 
Na(^^)-fu-po. 

Hs. ts. (J.), 111 247, 428, 538. 

1^ Lou. 'Durchsickern'. Übersetzung 
von Skr. äsrava, 'Fehler, Leidenschaft'. 
Bezeichnung der Unreinigkeiten, die 
aus den sechs Sinnen 'hervorlecken', die 
Übel und Sünden, und zwar sind sie 
dreifacher Art: 1. solche, die aus den 
Begierden hervorgehen (kämäsrava), 2. 
die aus der materiellen Existenz entste- 
hen (bhaväsrava), 3. die aus der Un- 
wissenheitentstehen (avidyäsrava). Die 
Bedeutung von lou spitzt sich aber häu- 
fig noch dahin zu, dass damit das 
Durchsickern der Unreinheit von einer 
Existenz zur andern (und damit Beginn 
eines neuen Leidensweges) bezeichnet 
wird. Wo dies Durchsickern aufgehört 
hat, ist das Ende der Existenzerneue- 



rung. Vgl. das folgende und Yu ( ;^ ) 
lou, auch Su ( ^ ). 

Mvy. 109, 59; Anesaki, Ethics, S. 16; 
Suzuki, Mahäyäna, S. 249; Walleser, Pra- 
jfiäpäramitä, S. 60, 84; Anuruddha (Shwe 
Zan Aung), S. 227; Dhammasaiigani (Mrs. 
Rhys Davids), S. 291 ff. 



Lou chin oder chin lou. 'Er- 
Schöpfung des Durchsickerns'. Überset- 
zung von Skr. äsravaksaya und ksinä- 
srava. Name für das Aufhören des Exi- 
stierens, insofern die Unreinheiten nicht 
mehr entstehen und nicht mehr zur 
Grundlage einer neuen Existenz werden 
können, da das karman aufgezehrt ist. 
Diesen Zustand haben die Arhats er- 
reicht, sie gehen direkt ins Nirväna ein. 
äsravaksayajnäna, 'das Wissen von der 
Erschöpfung der Unreinheiten' (lou 

chin t'ung j | j^ oder lou chin chih j 
1 ^ ) gehört zu den sechs überna- 
türlichen Fähigkeiten (Skr. abhijiiä, 
shen t'ung jji$ ^ ) und ist im Grunde 
das Wissen, dass für die Arhats das En- 
de der Wiedergeburten erreicht ist. Der 
Arhat heisst daher auch ksinäsrava, 
'dessen Unreinheiten zerstört sind' oder 
anäsrava, 'ohne Unreinheiten' (wu lou 

M (^ ). Man kann lou chin auch fla- 
cher verstehen als Aufhören der Strö- 
mung der Existenz überhaupt. Vgl. die 
folgenden Artikel und den vorange- 
henden. 

Eitel, u. äsravakchaya; de Harlez, Voc, 
S. 48; Mvy. 14, 7; 48, 1; Chiao sheng fa 
shu, VI, S. 2a; Kern-Jacobi, I 379 f.; de 
Visser, Arhats, S. 7, 14 f., 178; Walleser, 
Prajnäpäramitä, S. 60, 84; Rosenberg, Dic- 
tionary, S. 299. 

I .# ^-P Lou chin chih. 'Das Wissen 
von der Erschöpfung des Durchsik- 
kerns'. Übersetzung von Skr. äsrava- 
ksaya] fiäna. s. vorher. 
Mvy. 14, 7. 

I ig 'JS\ (oder ^ ) ^ Lou chin 
chih li. 'Die Kraft des Wissens um das 
Aufhören des Durchsickerns'. Skr. äsra- 



LOU 



MI- 



LU vi & 



329 



vaksayajnänabala. Eine der zehn Kräfte 
eines Buddha, die mit der vollen 'Bud- 
dha-Frucht' verbunden sind, nämlich 
die Gewissheit, dass tceine Unreinheit 
nach dieser Existenz mehr übrig sein 
wird, um eine neue zu begründen, also 
die Gewissheit des bevorstehenden Nir- 
väna. Vgl. Po ( ^ ) kuo shih li und 
Lou chin. 

de Harlez, Voc, S. 24; Mvy. 7, 10. 

'^ ^ aM ^^^ ^^^^" t'ung. 'Durchdrin- 
gung der Erschöpfung des Durchsik- 
kerns'. Übersetzung von Skr. äsrava- 
ksayajüäna. s. Lou chin. 
Mvy. 14, 7. 

I (oder f^) ^ Lou man. 'Schädel- 
Kopfschmuck'. In der Mvy. noch mit 
dem Zusatz t'u ^ , 'Schüler'. Wieder- 
gabe von Skr. Kapälin. s. Chia(^ )- 

po-li. 

Eitel, u. Kapaliras; Hs. ts. (J.), III 491; 
Mvy. 178, 15. 

vi Lu. 

*1 



; Lu shui nang. 'Beutel, um 

das Wasser zu reinigen'. Übersetzung 

von Skr. parisrävana. s. Po( jj^ )-li-sa- 

lo-fa-na. 

Chiao sheng fa shu, XI, S. 21b. 

1 Mmmn 



Lu-chia-wei-ssü-ti. 

Nach Eitel Skr. lokesvararäja(?). Bei- 
name ('Weltherrscher') der Kuan yin 
und anderer Bodhisattvas und Buddhas. 
— Erklärende Wiedergabe: shih tsun 

[H^:M, 'Welt-geehrter'; s.d. 



Eitel, u. lokesvararädja. 

1 Ä ^ # te U Lu-chü-to-p'o- 
t'o pu. Skr. Lokottaraväda, mit ange- 
fügtem pu, 'Schule', s. Shuo ( gj ) ch'u 

shih pu. 

Eitel, u. Lokottaravädinäh. 



ß ii tlH M Lu-hsi-tan-chia. Skr. 
rohitaka ('rötlich'). Bezeichnung für 
einen rötlichen Edelstein, eine Art 
Rubin. 

Eitel, u. rohitaka. 



Ü «H * ^ SP ä^ Lu-hsi-tan- 
chia-su-tu-po. Skr. Rohitakastüpa. Na- 
me eines von König Asoka erbauten stü- 
pa, westlich von der Stadt Mutigali (in 
Udyäna, nördlich von Peshawar). Er 
sollte, wie Hsüan tsang berichtet, die 
Erinnerung an eine Selbstaufopferung 
des Buddha in einer früheren Existenz 
festhalten, als er mit seinem Blute fünf 
Yaksas nährte und damit die Wahrheit 
seines Namens tz'ü \i ^ 'h , 'Erbar- 
men-Kraft' (Skr. Maitribala), bewies. 
— Übers.: ch'ih i'^ ^^ , 'rote Pa- 
gode'. 

Eitel, u. Rohitaka stüpa; Hs. ts. (J.), I 
87, II 140, III 514, 497, (B.), I 127, (VV.), 
I 237. 



1^ ^b 



Lu Hui neng. Name des 
sechsten chinesischen Patriarchen der 
Dhyäna-Schule. Lu ist sein Geschlechts- 
name, s. Hui ( ^ ) neng. 

Mayers, Manual, S. 147; Puini, EncicI., 
S. 54; Giles, Biogr. Dict., No. 1417. 



^ ^[^ Lu-she-na. Skr. Locana. 
Name der zweiten Form des buddhisti- 
schen trikäya (san shen ^ -^ )• Sie 
ist der Dhyänibodhisattva neben dem 
Dhyänibuddha (Vairocana) und dem 
Mänusibuddha (Säkyamuni). Sie ent- 
spricht dem sarnbhogakäya (pao shen 
*j^ .^ ) in der sachlichen Konstruktion 
des trikäya. Ihr Charakteristikum ist 
'absolute Vollständigkeit' (yüan man 

Hl ffi [^^* ^'^^' "^^" ^ " ii^fi IBI ^^o^' 
Fehler]), ihr Wirkungskreis das dritte 

buddhaksetra, ihr Weltbereich rüpadhä- 
tu. Im Fan wang ching wird Locana ge- 
schildert als auf der Terrasse der Lotus- 



330 



LU Jt 



bluten über der gesamten Welt im höch- 
sten Lichtglanz thronend und eine be- 
herrschende Rolle als Lehrer aller Bud- 
dhas spielend. — Nach Getty ist Lo- 
canä die Sakti des zweiten dhyäni- 
buddha. Vgl. San ( H ) shen und Chio 

( ft ) hsiang. 

Eitel, u. trikäya; Bongo jiten, S. 493; 
Fan i ming, S. 2a; de Groot, Code, im Reg. 
u. Lotjana; Getty, Gods, S. 102. 

ß ^tM Lu-t'o-lo. Skr. Rudra. Na- 
me des Sturmgottes im alten Indien, 
des Anführers der Maruts. Später 
mit Siva identifiziert und als Herr der 
Kumbhändas (chin-p'an-t'o ^ ^ 
PJ ) betrachtet. 

Eitel, u. Rudra; v. Glasenapp, Hinduis- 
mus, S. 131. 

üffe Lu. 'Glück'. Übersetzung von Skr. 



sri. s. Chi ( ^ ) hsiang. 
Mvy. 137, 4. 

1 # W P£ Lu-ch'ieh-yeh-t'o. Skr. 
lokäyata ('Materialist'). Bezeichnung 
der philosophischen Schule der Cärvä- 
kas, die den Materialismus, oder doch 
den Positivismus im alten Indien ver- 
traten. Erklärend wurde diese Schule 
genannt: o lun ^^ ^ , 'böse Erör- 
terungen', oder shun shih wai tao ||j^ 
^ ^[ M,' 'Häretiker, die der Welt 
folgen'. 

Eitel, u. lokäyatika; Hs. ts. (J.), I 223, 

III 485; Deussen, Gesch. d. Philos., 111 

194 ff. 

M Lu. 

I }& ft Lu ch'u chu. 'Das Weilen 
unter freiem Himmel'. Übersetzung von 
Skr. äbhyavakäsika. s. Lu ti tso. 
I tsing (Takakusu), S. 57. 

I ^ ^[M. Lu hsing wai tao. 'Die 



Häretiker mit blossem Körper'. Be- 
zeichnung der Jainas. s. NiCj^^)- 

ch'ien(-t'o). 

Eitel, u. nirgrantha; Hs. ts. (].), III 491. 

g ^ Lu shen. 'Von nacktem Kör- 
per'. Übersetzung von Skr. nagna 
('nackt'). Benennung nackter Asketen 
und Mönche. Auch eine Kategorie von 
mächtigen, streitbaren Geisterwesen, 
die nackt vorgestellt werden, trägt die- 
sen Namen (oder auch mahänagna).' — 
Andere Transkr. : no-ch'ieh-na |^ jfjH 

^5 , mo-ho-no-ch'ieh-na § fp[ ^ 
iJP ^f^ ' umschreibender Name: ta li 
shen iz fi t\^ , 'Geister 
Kraft'. 

Eitel, u. nagna. 



grosser 



1 M!i ft Lu ti chu. 'Das Weilen auf 
freiem Boden'. Übersetzung von Skr. 
äbhyavakäsika. s. das folgende. 
Mvy. 49, 9. 

I J=^ ^ Lu ti tso. 'Das Sitzen auf 
freiem Boden'. Übersetzung von Skr. 
äbhyavakäsika, 'in freier Luft lebend'. 
Eine der zwölf oder dreizehn dhütänga- 
Pflichten, nämlich die, sich ohne Dach, 
unter freiem Himmel, aufzuhalten, s. 
Shih ( -f^ ) erh t'ou-t'o hsing. — An- 
dere Übers.: lu ch'u chu f| J^ ji . 
'das Weilen unter freiem Himmel', lu 
ti chu H Mb ft , 'das Weilen auf 
freiem Boden', lu tso g ^ , 'das frei 
(unbeschützt) Sitzen'. 

I tsing (Takakusu), S. 57; de Harlez, 
Voc, S. 30; Mvy. 49, 9; Chiao sheng fa 
shu, XII, S. 7a; Dharmasamgraha (Ka- 
sawara), No. LXlil; Burnouf, Introd., 
S. 309; Kern-Jacobi, 11 21. 

I ^ Lu tso, 'Das frei (unbeschützt) 
Sitzen'. Übersetzung von Skr. äbhya- 
vakäsika. s. vorher. 
Mvy. 49, 9. 



LU 



LUAN IL 



LUN i 



331 



Lu. 'Gazelle'. Übersetzung von 
Skr. mrga. Nach der Legende war 
Buddha in einer früheren Existenz 
eine Gazelle, die sich als Anführer 
einer Gazellenherde (lu wang | ^i . 
mrgaräja) für eine Mutter der Herde 
des Devadatta, die mit ihren un- 
geborenen Jungen getötet werden sollte, 
opferte. Diese Jätaka-Geschichte wird 
von Hsüan tsang bei Gelegenheit der 
Erwähnung des Gazellenparkes bei Be- 
nares (Sarnäth), wo das Ereignis statt- 
gefunden haben sollte, erzählt. — 
Transkr.: mi-li-ch'ieh-lo ^ ^|] jjjll 
g. Vgl. Lu yeh. 

Eitel, u. mrigala; Hs. ts. (J.), I 134, II 
361 ff., III 491, (B.), II 50 f., (W.), II 
54 f.; Kern-Jacobi, im Reg. u. Gazellen- 
park. 

1 jf^ Lu lin. 'Gazellengehölz'. Über- 
setzung von Skr. mrgadäva. s. Lu yeh. 
Eitel, u. mrigadäva. 

I fl: Lu mu und | ^ # Lu tzü 

mu. 'Mutter des Mrgära'. Beinahme 
der Visäkhä. s. P'i( ffl}(^)-she-ch'ü. 

Bukkyö daijiten, S. 1485, 3, 8; Mvy. 
185, 12. 



ip Lu wang. 'Gazellenkönig'. 

Übersetzung von Skr. mrgaräja. Titel 
sowohl des Buddha wie des Devadatta 
in einer früheren Existenz. Vgl. Lu, die 
vorangehenden und folgenden Artikel. 
Eitel, u. mrigala; Hs. ts. (J.), III 491. 

I ^ Lu yeh. 'Wildnis der Gazellen'. 
Übersetzung von Skr. mrgadäva. Name 
eines Parkes bei Benares (Sarnäth), 
den Gautama Buddha häufig besuchte. 
Hier hielt er seine erste Predigt. Den 
Namen erklärt Hsüan tsang mit shih lu 
li" M ffi # ' 'Gehölz, das den Ga- 
zellen verliehen wurde', und erzählt da- 
zu eine Jätaka-Geschichte, in der Bud- 
dha als König der Gazellen auftritt, s. 



Lu. — Andere Übers. : lu lin 1 ^, 

'Gazellengehölz', lu yüan j ^ , 'Ga- 
zellenpark'. Vgl. Lu. 

Eitel, u. mrigadäva; Hs. ts. (J.), I 132, 
283, II 355, 363, III 360, 491, 484, (B.), 
I 47, II 45, 51, (W.), II 54 f.; Mvy. 193, 
27; Kern-Jacobi, im Reg. u. Gazellenpark. 

J^ ^ Lu yüan. 'Gazellenpark'. Über- 
setzung von Skr. mrgadäva. s. vorher. 

Eitel, u. mrigadäva; Hs. ts. (].), III 491; 
Mvy. 193, 27. 

JL Luan. 

1^ Luan hsin. 'Verwirrtes Herz'. 
Übersetzung von Skr. daurmanasya 
('Herzeleid'). Eines der fünf Übel (wu 

n^n S. i^ )' '^^^ "lit ^^^ Existenz 
verbunden sind. Vgl. Lao (;^) ssü 
und Wu ( 3£. ) nsn. 

de Harlez, Voc, S. 20; Mvy. 113, 16. 



IP Luan. 

I j^ Luan sheng. 'Geburt aus dem 
Ei'. Übersetzung von Skr. andaja ('Ei- 
geboren'). Eine der vier Arten der Ent- 
stehung der Lebewesen, s. Sheng 

Eitel, u. tchaturyoni; Mvy. 117, 2; Chiao 
sheng fa shu, IV, S. 3 b; Giles, Dict., 

No. 9865. 

^ Lun. 'Erörterung'. Übersetzung 
von Skr. abhidharma ('mit Beziehung 
auf den dharma'). s. A( |^pj )-p'i-ta- 
mo. — Ferner ist lun die Übersetzung 
von Skr. sästra ('Lehrgebäude, Diszi- 
plin, grundlegender Text'). 

Eitel, u. abhidharma pitaka und säs- 
tras; Mvy. 65, 89. 



M Lun i. 'Erörterungen'. Wieder- 
gabe von Skr. upadesa ('Weisung, Be- 
lehrung'). Name einer der zwölf Abtei- 
lungen (dharmapravacana), in die der 



332 



LUN M 



'a 



buddhistische Sanskrit-Kanon nach 
seiner Eigenart (nach Form und In- 
halt) eingeteilt wird. Die Schriften die- 
ser Klasse sind von der Art der abhi- 
dharma-Werke. Später gebraucht man 
den Ausdruck lun i auch für Tantra- 
Werke der Yogäcära-Schule. — Tran- 
skr.: wu-po-ti(oder t'i)-shuo ^g 

(oder ,§|J) )}^ % (oder ^) ^, 
yu-po(oder p'o)-t'i-she ^ *^ (oder 

Eitel, u. upadesa; Hs. ts. (J.), H 78, III 
491, 533; de Harlez, Voc, S. 40; Mvy. 
62, 12; Chiao sheng fa shu, X, S. 5a; 
Giles, Dict., No. 13382; Winternitz, Ind. 
Litt., II, 9 Anm. 

1^ g Lun-min. Skr. Lumbinl. s. La 

(K )-fa-ni. 

Eitel, u. Lumbini; Fa hsien (Legge), S. 

67, S. ^ -p ri ' 5- 

I gi^ Lun shih. 'sästra-Meister'. 
Übersetzung von Skr. sästrapati. Einer 
der Ehrentitel, die verdienten Mönchen 
verliehen wurden; vgl. Ch'an ( jjjp) 
shih, Fa ( j^ ) shih, Lü (^) shih 

und San ( ^ ) tsang fa shih. 

de Harlez, Voc, S. 42; Hackmann, Schu- 
len, S. 16. 

I |§^ Lun tsang. Übersetzung von 
Skr. Abhidharmapitaka. s. A( |Jjif)-p'i- 
ta-mo und Hsü ( ^ ) tsang. 
Eitel u. abhidharma pifaka. 



Lun. 'Rad'. Übersetzung von Skr. 
cakra (Päli cakka). Bezeichnung des 
Rades als symbolischen Zeichens. Es 
hat seinen Ursprung wahrscheinlich im 
Sonnenkult als Darstellung der Sonnen- 
scheibe oder des Sonnenwagens. Im al- 
ten Indien ist es Symbol der Vollstän- 
digkeit, ein Attribut des Visnu. Im Aus- 
druck cakravartin (chuan lun wang .^ 
J ) weist es auf die weltum- 



spannende Macht des Herrschers. Es 
gehört auch zu seinen 'sieben Kleino- 
dien' (ch'i pao -^'^). Im Buddhis- 
mus ist das Rad Symbol der weltumfas- 
senden Ausdehnung der Lehre. Häufig 
sind Ausdrücke wie 'das Rad der Lehre 

(dharmacakra, fa lun jj f^ ) in Be- 
wegung setzen'; vgl. Chuan ( ^ ) f a 
lun. Die acht Speichen des Rades deu- 
ten den achtteiligen Pfad an. In der alt- 
buddhistischen Kunst ist das Rad Sym- 
bol für die erste Predigt des Buddha im 
'Gazellenpark' (mrgadäva) bei ßena- 
res. Das Rad gehört auch zu den 32 
obligaten Figuren auf der Fusspur des 
Buddha (sripäda). Ferner ist das Rad 
Attribut des Vairocana, des Maitreya, 
des Tejaprabha und des Cintämanica- 
kra. Besonders aus dem tibetischen 
Buddhismus bekannt ist das 'Rad der 
Existenzen' (bhavacakra). Es gibt viele 
Darstellungen dieses Rades, das ein 
Dämon in seinen Klauen hält und auf 
dem die einzelnen Lebensstadien auf 
dieser und auf anderen Welten darge- 
stellt sind. — Transkr. : che-chia-lo ^J^ 
M Ü Ja-chieh-lo ff %^ ^. —che- 
chia-lo ist auch Transkription von Skr. 
Cakraväla; s. Lun wei shan. — Lun 
^^ , 'Rad', ist auch Übersetzung von 
Skr. mandala 



g )-ta-la. 

ts. (J.), II 101, 
421, III 491; Mvy. 227, 4; Giles, Dict., No. 
7476; Sdhp. (Burnoiif), S. 646 f.; Getty, 
Gods, S. 166 f.; Mrs. Murray-Aynsley, 
Symbolism of the East and West, S. 33 ff.; 
Lefman, Laiitavistara, S. 107; Cliapin, 
Iconogr., S. 36 f., 121; Waddell, Buddhism, 
S. 109 ff. (mit Abb.); Mensching, Buddh. 
Symbolik, S. 12 f., Taf. 3. 



s. Man( 
Eitel, u. tchakra; Hs. 



5^ Lun hui. 'Umdrehung des Ra- 
des'. Wiedergabe von Skr. samsära 
(der Kreislauf von Existenz zu Exi- 
stenz). Ausdruck für das unaufhörliche 
Erneuern der Existenz nach jedem Ster- 



LUN 1^ LÜNG Hl f 



333 



ben. Vgl. T'o sheng j|g; ^ , 'das Le- 
ben ablegen', um sich aufs neue zu ver- 
körpern. — Transkr.: san-chih-lo ^ 
Ä IS ' erklärende Wiedergaben: sheng 
mieh A^ ^^ , 'Entstehen und Verge- 
hen', sheng ssü ta hai ^ ^ -fx. '/$: 
'das grosse Meer von Geburt und Tod'. 

Eitel, u. sansära; Mvy. 109, 82; Mateer, 
Mandarin lessons, S. 328; Chapin, Iconogr., 
S. 125; Suzuki, Awakening, im Glossar u. 
Birth-and-death; Beckh, Buddhismus, II 83 
ff.; Speyer, Theosophie, S. 100 f. 



^ Lun pao. 'Das Rad-Kleinod'. 
Das erste der sieben Kleinodien eines 
Weltbeherrschers, s. Ch'i ( -^ ) pao 
und Chin ( ^ ) lun. 

Mvy. 181, 10. 



Lun tsang. 'Sich drehender Ka- 
non'. Eine Sammlung heiliger Texte, 
die in einem drehbaren Behälter (Bü- 
cherschrein) niedergelegt ist, dessen 
Umdrehung ein Verdienst für die Gläu- 
bigen einbringt. Die Einrichtung ist in 
Japan (wo sie rinzo heisst, das die ja- 
panische Aussprache von lun tsang dar- 
stellt) und in Tibet sehr verbreitet. Dem 
Namen nach sollte ein vollständiger 
Kanon in dem Behälter geborgen sein, 
was aber nicht nötig ist. Lun tsang soll 
als Abkürzung für fa lun tsang ^ 1 
j stehen, womit man den heiligen 
Kanon bezeichnete. Durch Missver- 
ständnis des abgekürzten Ausdrucks 
soll dann die Einrichtung dieser dreh- 
baren Bücherschreine hervorgerufen 
worden sein. Die kleineren Gebetszy- 
linder, die der Gläubige in der Hand 
dreht (im Prinzip dem lun tsang gleich), 

heissen fa lun ( ;^ f^, s.d.). 

Hackmann, Buddhismus, S. 219, (Hand- 
ex.), S. 472, 403; ders., Laienbuddhismus, 
S. 37, Anm. 2; Edkins, Buddhism, S. 266; 
B.N., S. XXV f. 



^ 3E L"" wang. 'Radkönig'. Über- 
setzung von Skr. cakravartiräja. s. 



Chuan ( ^ ) lun wang. 

Eitel, u. tchakravarttirädja; Hs. ts. (J.), 
III 491; de Harloz, Voc, S. 48. 

I 3E Hj ^ -^^ wang ch'i pao. 'Die 
sieben Kleinodien eines Radkönigs', s. 
vorher und Ch'i ( -t ) pao. 
de Harlez, Voc, S. 48. 

I S l-U Lun wei shan. 'Radartig 
umringendes Gebirge'. Übersetzung von 
Skr. Cakraväla oder Cakraväda. Ein 
Gebirge, das nach der buddhistischen 
Weltvorstellung den kreisrunden äusse- 
ren Abschluss jedes Weltalls bildet. 
Nach Eitel wäre es ein doppelter Ge- 
birgsring, einer höher als der andere. 
Das Gebirge liegt ebenso tief im Ozean, 
wie es aus ihm herausragt. Es ist nicht 
zu verwechseln mit den sieben Ringge- 
birgen um den Berg Meru, die ihm pa- 
rallel laufen. Der Cakraväla ist aus 
Eisen; daher heisst er auch t'ieh wei 
(shan) IJi U {\U ^' 'eiserner Ring 
(-Berg)', und ta t'ieh wei "^ ||i |^ , 
'grosser Eisenring'. — Transkr.: chü- 
chieh-lo :fpj |g |g , che-chia-lo ^ 
^ IM ' ^^^ ^"Jeh Transkription von 
Skr. cakra ist; s. Lun. 

Eitel, u. tchakraväla; Mvy. 194, II; Kir- 
fel, Kosmogr., S. 189. 

1^ Lung. Name eines Teiles der Pro- 
vinz Shensi und der Provinz Kansu, eine 
Gegend, die der Pilger Fa hsien durch- 
reist hat. 

Fa hsien (Legge), S. 10, S. ^ü , 5. 






Lung. 'Drache'. Mythische Wesen, 
entsprechend Skr. Näga (ein von 
Schlangen ausgehender vager Begriff, 
der sowohl auf Ungeheuer — Drachen 
— wie auf unbekannte und auf unheim- 
liche wilde Völkerschaften ausgedehnt 
wurde; näga bedeutet auch Elefant). 



334 



LUNG fj 



Schlangenverehrung ist in China alt, 
ebenso in Indien. Dementsprechend tre- 
ten die Nägas, besonders die Näga- 
könige (nägaräja, lung wang ^1 iE)' 
in buddhistischen Legenden (auch in 
der Biographie des Buddha) häufig auf, 
die Wasser-Nägas meist freundHch und 
der buddhistischen ReHgion dienstbar. 
Die Nägas wohnen am Fusse des Ber- 
ges Meru und gehören zu den Wächtern 
des Himmels, dem Virüpäksa, dem Hü- 
ter des Westens, Untertan. Man zählt 
acht (oder auch zehn) Klassen von hö- 
heren Wesen auf, unter denen die Nä- 
gas die zweite bilden. Bei diesen wieder 
unterscheidet man drei Arten: 1. lung 
^1 (im engeren Sinne), 'Drachen', 2. 
hsiang ^ , 'Elefanten', 3. pu lai Jf, 
^/die nicht (mehr) wiederkommen' 
(s.d.). — Transkr.: na-ch'ieh ^[5 \j^ ; 

andere Bezeichnung: lung kuei 

'Drachen-Dämon', lung shen | jjj|^, 
'Drachen-Geist'. Die weiblichen Näga, 
Skr. Nägi, heissen lung nü ^| ^, 
'Drachenfrauen'; s.d. — s. auch Lung 
wang. 

Eitel, u. Näga; Mvy. 166, 2; Kirfel, Kos- 
mogr., S. 185, 188, 195, 199; de Visser, 
The dragon in China and Japan, S. 1 ff.; 
Hackmann, in: Der Ferne Osten, 1904, S. 
186; Dowson, Classical dictionary, u. 
Näga. 

f I ^ Lung chih. Übersetzung ('Dra- 
chen-Weisheit') von Skr. Nägabodhi. 
Name eines der ersten Meister der Yo- 
gäcära-Schule (mi tsung ^ ^). 
Sein Lehrer war Nägärjuna (lung meng 

Hackmann, Schulen, S. 22; Täranätha 
(Schiefner), S. 86 f. 






)^ Lung ch'ih. 'Drachenteich'. 
Übersetzung von Skr. nägahrada. Be- 
zeichnung für alle Arten von Gewäs- 



sern, die man für Wohnstätten der Nä- 
gas ansieht. Vgl. Lung. 

Eitel, u. nägahrada; Hs. ts. (J.), I 95, 
128, II 4, 141, III 491. 






ffi J: # 3E # Lung chung 
shang tsun wang fo. s. das folgende. 
Bukkyö daijiten, S. 1800, 1, 6. 



7^ ^ ^ Lung chung tsun che. 
'Der ärya der Näga-Klassen'. Auch ^| 

^ _t ^ 3E Ä '""§ chung shang 
tsun wang fo, 'der Buddha, der ehrwür- 
digste König der Näga-Klassen'. Bei- 
name des Manjusri. s. Man( ^ )-shu- 
shih-li. 

Eitel, u. Mandjusri; Bukkyö daijiten, S. 
1800, 1, 15 und 6. 

I ^ Lung chün. Übersetzung ('Nä- 

ga-Heer') von Skr. Nägasena. s. Na 

(M )-ch'ieh-hsi-na. 

de Visser, Arhats, S. 88. 



j^p]* Lung ho. s. Ni( j^ )-lien-ch'an. 
(-na) ho. 



^ Lung hsiang. 'Drache und Ele- 
fant'. Populäre Bezeichnung des Bud- 
dhismus. Die Macht der Lehre des Bud- 
dha soll gleich sein der Kraft des Dra- 
chen und des Elefanten zusammen. Der 
Drache ist das stärkste Wesen im Was- 
ser, der Elefant zu Lande. 

Lockhart, Quotations, S. 329. 

I J^ Lung kuei. 'Drachen-Dämon'. 
Wiedergabe von Skr. Näga. s. Lung. 
Eitel, u. Näga. 

J *^ Lung kung. 'Drachenpalast'. 
Mythische Stätte in der Tiefe des Mee- 
res, wo der König der Wasserdrachen 
haust. Zwei Exemplare des heiligen Hua 
yen ching ^ ^ |^ (Avatarnsakasü- 
tra) wurden dort zur sicheren Bewah- 
rung niedergelegt. Auch einer der auf 
Erden bekannten Texte des Werkes ist 



LUNG f^ 



LÜ 



335 



von Nägärjuna aus dem Drachenpalast 
geholt worden. 

Hackmann, Schulen, S. 13; Nanjio, Sects, 
S. 57. 

si & Lung meng. 'Dragon the brave' 
(Nanjio). Eine der Wiedergaben des 
Namens Nägärjuna. Er ist der 14. (oder 
13.) Patriarch und ein bekannter Autor, 
der sowohl mit der Entstehung der 
Schule San lun tsung ^ |^ ^ wie 
der Mi tsung ^ ^ in Verbindung ge- 
bracht wird. Er lebte wohl gegen Ende 
des zweiten nachchristlichen Jahrhun- 
derts, stammte aus Südindien und war 
von Kaste Brahmane. Später galt er mit 
dem etwas älteren Asvaghosa als der 
Begründer des Mahäyäna. 24 Werke, 
die auch ins Chinesische übersetzt sind, 
werden ihm zugeschrieben. Seine Le- 
bensbeschreibung übersetzte Kumära- 
jiva (B.N., No. 1461). — Transkr.: na- 

ch'ieh-o-la-shu-na ^f^ jju p^^ JiJ ^:f) 
J5 y andere Wiedergabe: lung shu ^| 
^gi , 'Drachen-Baum', lung sheng | 

^ , 'Drachen-Sieger'. 

Eitel, u. Nägärdjuna; Hs. ts. (J.), I 99, 
186, II 432, III 95, 214, 491, 517, (B.), II 
971, 100, Note u.ö., (W.), II 200 ff.; Hack- 
mann, Schulen, S. 10, 22; Mvy. 177, 1; 
B.N., Sp. 369; Chapin, Iconogr., S. 124; 
Winternitz, Ind. Litt., II 253; Wassiljew, 
Buddhismus, S. 232 ff. 

I §if i^ Lung-mi-ni. Skr. Lumbini. 

s- La(J3|)-fa-ni. 

Eitel, u. Lumbini; Hs. ts. (J.), III 514. 

I ^0 ^ Lung nao hsiang. 'Räucher- 
werk vom Näga-Gehirn'. Bezeichnung 
des Kampfers. Skr. karpüra. s. Chieh 

(^If )-pu-Io. 

Eitel, u. karpüra; Hs. ts. (J.), III 491; 
Mvy. 243, 10. 

I -Jg^ Lung nü. 'Drachenmädchen'. 



Übersetzung von Skr. Nägakanyä, auch 
von Skr. NägT, Bezeichnung weiblicher 



Nägas. s. Lung. 



Chapin, Iconogr., S. 124. 



*e S 



Wi nW Lung shen. 'Drachen-Geist'. 
Übersetzung von Skr. Näga. s. Lung. 
Eitel, u. Naga. 



Lung sheng. 'Drachen-Sieger'. 
Wiedergabe von Skr. Nägärjuna. s. 
Lung meng. 

Eitel, u. Nägärdjuna; B.N., Sp. 369. 



I 



Lung shu. 'Drachen-Baum'. Wie 



vorher. 

Eitel, u. Nägärdjuna; Hs. ts. (J.), III 
491; Hackmann, Schulen, S. 10; Mvy. 177, 
1; Chapin, Iconogr., S. 124. 

I 3E Lung wang. 'Drachen-König'. 
Übersetzung von Skr. Nägaräja. Name 
der Führer der Nägas, aber auch ein 
Ehrenname, der Wassergeistern und 
Naturmächten im aligemeinen gern bei- 
gelegt wurde. Als lung wang im beson- 
deren wird einer der 24 devas (t'ien 

tsun ^ ^ ) bezeichnet, der den Na- 
men Sägara (so-ch'ieh-lo ^ iJü 15» 
s.d.) trägt. — Vgl. Lung. 

Eitel, u. Sägara und Nägarädja; Hs. ts. 

(J.), I 95, II 235, III 491, (B.), I S. XCVI; 

Mvy. 167; Chapin, Iconogr., S. 124. 



Lü. 'Disziplin'. Übersetzung von 
Skr. vinaya. s. P'i( ffl[|^)-nai-yeh. 
Eitel, u. vinaya; Mvy. 65, 90. 

I j^ Lü i. 'Disziplin-Pflichten'. Über- 
setzung von Skr. sarnvara ('Zügelung, 
Selbstbeherrschung'). Die Aufgabe, zu 
verhindern, dass Böses entsteht. Sie bil- 
det den ersten der vier Teile des rech- 
ten Bemühens (Skr. samyakpradhäna, 
cheng ch'in ]£ fjj , s.d.). Transkr. 

san-po-lo ^. ^ U , san-p'o-lo ^ 






Mvy. 245, 604; Bukkyö daijiten, S. 654, 
2, 15; Anesaki, Ethics, S. 30. 



336 



LÜ 



MA m 3E| ,^ 



^ 0ijj Lü shih. 'Meister des vinaya'. 
Übersetzung von Skr. vinayapati. Einer 
der Ehrentitel, die verdienten Mönchen 
verliehen wurden. Vgl. Ch'an ( jjjp) 
shih, Fa (^) shih, Lun (|gf) shih, 
San ( ^ ) tsang fa shih. 

de Harlez, Voc, S. 42; Hackmann, Schu- 
len, S. 6. 



^ ^ Lü tsa shih fen. 'Teil 
von vermischten Dingen des vinaya.' 
Wiedergabe von Skr. Vinayaksudraka. 

s. Hsiao ( /J> ) pu lü. 
Mvy. 65, 103. 

I |§| Lü tsang. 'Korb der Disziplin'. 
Übersetzung von Skr. Vinayapitaka. s. 
P'i(ffl}|^)-nai-yeh tsang. 

Eitel, u. Vinaya Pitaka; Fa hsien (Leg- 
ge), S. 9, S. ^ , 3, U.Ö.; B.N., Sp. 239 ff. 

j ^ Lü tsung. 'Schule des vinaya'. 
Name einer in China durch den Vinaya- 
Meister (lü shih ^ ^[jj ) Tao Hsüan 
jM^ ^ gegründeten Schule. Sie hiess 
nach einer Gegend in Shensi, in der ihr 
Hauptsitz Hsi ming ssü ^ H^ ä^ 
('das Kloster des v^estlichen Lichtes') 
lag, auch Nan shan tsung ^ |_|j ^, 
'Schule des Südgebirges', oder Nan 
shan lü tsung ^ |JL| ^ ^ • Heute ist 
das Hauptkloster dieser Schule das 
Kloster Hui chü ssü ^ g ä^ ('das 
Kloster der Wohnstätte der Weisheit') 
auf dem Berge Pao hua shan ^ ^ 
(Jj ('Berg der Kleinodien-Blüte') am 
Yangtze zwischen Chinkiang und Nan- 
king. Die Eigentümlichkeit dieser Schu- 
le ist, dass sie das Hauptgewicht auf 
genaue Beobachtung der vinaya-Regeln 
legt. 

Hackmann, Schulen, S. 5 f.; de Groot, 
Code, S. 3. 



^M^ i^ ^ ^^^ ^^^^ nang. 'Beutel, um 
das Wasser zu filtern'. Übersetzung von 
Skr. parisrävana. s. Po( *^ )-li-sa-lo- 
fa-na. 

Chiao sheng fa shu, VI, S. 12b. 



yra Lü. 



I 



Lü ch'un. 'Eselslippe'. Überset- 



zung von Skr. Kharostha. Name eines 
Rsi. s. Ch'ü(/J)-lu-feng-ch'a. 
Eitel, u. Kharöchtha. 



i% Ma. 



1. Lü. 



P^ 



I {^ ^ Ma-ho-sa-tu-ya. 
Skr. Mahäsattva. s. Mo( J^ )-ho-sa-to. 
Eitel, u. Mahäsattva. 



J| Ma. 

1 i^ fe 35 ^^ "^0 se yü. 'Kleinod, 
aussehend wie Karneol'. Nach Eitel 
Wiedergabe von musäragalva oder mu- 



salagarbha. s. Ch'e ( ^ ) ch'ü. 
Eitel, u. musalagarbha. 

^ Ma. 

I ^ Ma chu. 'Herr der Pferde'. 
Übersetzung von Skr. Asvapati. s. Ma 
wang. 

Hs. ts. (J.), III 492. 

I ^ ( |i| ) Ma erh (shan). 'Pferde- 
ohr (-Berg)'. Wiedergabe von Skr. As- 
vakarna. s. A( l^pf )-shu-ko-na. 
Eitel, u. Asvakarna; Mvy. 194, 2. 

1 ^ (so oder pg statt ^^ ?) @ 

Jf^ Ma-ho-mo-ni. Skr. mahämuni 
('grosser muni'). Beiname eines jeden 
Buddha, s. Mu( ^)-ni. 
Eitel, u. muni. 

I ^ * # H Ma-ho-mu-te-lo. 
Skr. mahämudrä. s. Mu( -pjr )-t'o-lo. 
Eitel, u. mudra. 



MA Mj MAI 



n 






337 



^ q^ Ma ming. Übersetzung ('Pfer- 
de-Wiehern') von Skr. Asvaghosa. 
Name des zwölften Patriarchen des 
Buddhismus, aus Benares gebürtig, des 
Zeitgenossen des Königs Kaniska, des- 
sen Regierungszeit in die Mitte des 
zweiten nachchristlichen Jahrhunderts 
gesetzt wird. Das Leben des Asvaghosa 
behandelt das Werk B.N., No. 1460, 
das von Kumärajiva ins Chinesische 
übersetzt worden ist. Über die Asva- 
ghosa zugeschriebenen und ins Chinesi- 
sche übersetzten Schriften vgl. B.N., 
Sp. 369. — Transkr.: a-ching-fu-chü- 
sha [Jpf g ^^ ^ fj/^ , a-shih-fu-chü- 

sha l^nf f^ ^g ^ fj/^ ; chinesischer 

Beiname: ch'ieh sheng -^ , 'der 

gänzlich Siegreiche'. 

Eitel, u. Asvaghöcha; B.N., Sp. 369, No. 
1460; Hs. ts. (J.), II 436, 437, 438, III 52, 
214, 492, 518, (B.), II 100 ff., (W.), II 
102 ff.; Mvy. 177, 7; B.N., Sp. 369, No. 
1460; Winternitz, Ind. Litt, H 202 ff.; 
Wassiljew, Buddhismus, S. 231 f.; Beal, 
Buddh. lit., S. 95 ff.; Suzuki, Awakening, 
S. 1 ff.; Nobel, Kumärajiva (SBA, 1927), 
S. 231, Anm.; ders., Um Asvaghosa (GGN, 
1931), S. 330 ff. 



1 



Ma pao. 'Pferde-Kleinod'. Über- 



setzung von Skr. asvaratna. Das dritte 
der sieben Kleinodien eines cakravartin. 

s. Ch'i ( ^ ) pao. 

de Harlez, Voc, S. 48; Mvy, 181, 12. 

I ^ Ma sheng. Übersetzung ('Ros- 
sebändiger') von Skr. Asvajit. s. 
A( l^pj- )-shih-p'o-ch'ih. 

Eitel, u. Asvadjit; Hs. ts. (J.), III 56, 492. 

I Ü Sl ^ Ma t'ou kuan yin. 
^Kuan yin mit dem Pferdekopf. Name 
einer Darstellung der Kuan yin mit 
einem Pferdekopf auf dem Haupt, die 
hauptsächlich in Japan vorkommt als 
Bato Kwannon und wahrscheinlich auf 
die tibetische männliche Gottheit rTa- 

Hackmann, Wörterbuch 



mgrin (Skr. Hayagriva) zurückgeht. 
Vgl. A( ppf )-fu-lu-chih-to-i-shih-fa-lo. 

Chapin, Iconogr., S. 122; Getty, Gods, 
S. 82 f.; Waddell, Buddhism, S. 364; 
Grünwedel, Mythologie, S. 164. 

^ I ^^ wang. 'König der Pferde'. 
Übersetzung von Skr. asvaräja. Bei- 
name des Rosses Kanthaka. s. Chien 
-chih(^^ |J^ ). — Ferner Übersetzung 
von Skr. Asvapati. Name eines der vier 
Könige von Jambudvipa, und zwar des 
Herrschers des Nordens. Andere Übers.: 
ma chu ^ ^ , 'Herr der Pferde'. 

Vgl. Jen ( X ) wang. 

Eitel, u. Kantakanam asvarädja und 
Djambudvipa; Hs. ts. (J.), II LXXV, III 
492, (B.), I 13 ff., (W.), I 35 ff. 

^ Mai. 

I j^ Mai lin. Übersetzung ('der ge- 
kaufte Park') von Skr. Vikritavana 
(?Watters liest statt mai lin shang lin 
j^ ^ , 'merchant's wood'). Name 
eines Klosters im Nordwesten von Kash- 
mir, das Hsüan tsang erwähnt. Nach 
ihm war es darum berühmt, weil dort 
der lun shih f^ %^ ('sästra-Meister') 

Pürna (pu-la-na ^ $ ij g ) einen 
Kommentar zum Vibhäsasästra ge- 
schrieben hat. 

Eitel, u. Vikrita vana; Hs. ts. (J.), II 186, 
III 492, (B.), I 162, (W.), I 282, II 326. 

I M Mai te. 'Durch Kauf erworben', 
d.h. 'Sklave'. 1. Nach Eitel erklärende 
Wiedergabe von Skr. krtya. s. Chi 
(^ )-che. 2. Wiedergabe von Skr. 
Kritlya oder Kritya (?, nach Julien), s. 

Chi(|t)-H-to. 

1. Eitel, u. kritya. — 2. Hs. ts. (J.), II 
170, III 492. 

^ Mai. 'Weizen'. Ein Weizenkorn, 
Übersetzung- von Skr. yava, 'Gerste'. 
Ein Entferriungsmass von äusserster 
Kleinheit, nämlich der 2.688.000. Teil 

22 



338 



MAN 



"t 



eines yojana. — Transkr.: yeh-p'o g|J 



Eitel, u. yava; Hs. ts. (J.), H 60, III 492, 
(B.), I 70, (W.), I 141; Mvy. 251, 11; 
Kirfel, Kosmogr., S. 336. 

'I^^: Man. 'Langsam, lässig, uneiirerbie- 
tig'. Wiedergabe von Skr. styänamid- 
dha, Trägheit und Stumpfheit'. Eines 
der 'fünf Hindernisse' (nlvarana, vvu 
chung chih 3t ^ß y|^ ) oder 'fünf Be- 
fleckungen' (klesa, wu tun shih ^ §^ 

^). Vgl. Chih (y^.). 

Eitel, u. pantcha klesa; Giles, Dict. No. 
1906. 

M Man. 



I "^ Man-shou. Abgekürzte Trans- 
kription von Skr. Manjusrl. s. Man-shu- 
shih-li. 

Eitel, u. Maridjusri. 



I Ä yP" Man-shu-sha. Skr. mafijü- 
sa, manj Osaka. Name einer indischen 
Pflanze (Rubia cordifolia), deren Wur- 
zel ein wichtiges rotes Farbmittel liefert 
und die vielfach (auch in China und 
Japan) als Heilmittel gebraucht wird. — 
Andere Transkr.: man-shu-yen | | 
^ (? nach Eitel); erklärender Name: 
jou Juan ^ ^, 'weich und sanft', ch'ih 

se hua :^ ^ ^ , 'rotfarbige Blume'. 
Eitel, u. nianjuchaka; Mvy. 240, 23; 
Stuart, Mat. med., S. 381 f. 



1 ^^ (oder P) %\\ Man-shu- 
shih-li. Skr. Manjusrl. Name eines der 
angesehensten Bodhisattvas des Mahä- 
yäna. Er gilt als Verkörperung der 
Weisheit, weshalb er auch dem Mahä- 
mati (Ta hui ^ ^ ) gleichgesetzt 
wird. In China gehört er zu den vier 
grossen Bodhisattvas, denen vier be- 
rühmte Plätze heilig sind. Der heilige 
Berg des Maiijusri ist der Wu t'ai shan 



i fi UJ ("eben ihm Kuan yin ^ 
^ mit dem Heiligtum P'u t'o shan ^ 
|5$ lll , Ti tsang wang ^!J^^ mit 
Chiu hua shan % ^ [[] und P'u 

hsien ^ ^ mit O mei shan 0^ ^ 
jjj ). Das Gebirge Wu t'ai shan ent- 
spricht einem Fabelberge im Nordosten 
unseres Universums, nämlich dem 
Ch'ing hang shan ;[^ )^ ^Ü , 'Berg der 
Kühle', wie auch der Wu t'ai shan ge- 
nannt wird. Im Saddharmapundarika- 
sütra tritt Manjusrl viel hervor. Er führt 
den Beinamen kumäraräja oder dhar- 
maräjaputra (fa wang tzü ^ 3E "F* ) 
und hat in unzähligen kalpas unzähligen 
Tathägatas gedient und die Lehre ver- 
kündet. Schon der Pilger Fa hsien er- 
wähnt ihn als von den Mahäyänisten 
verehrt. Nach Hsüan tsang wurde sein 
Kultus besonders von der Yogäcära- 
Schule (Mantra-Schule) gepflegt. Sie 
versetzte ihn unter ihre sieben grossen 
Dhyänibodhisattvas. Eine spätere Ma- 
häyäna-Schule, i hsing tsung — • '[^ 
^ , betrachtete ihn als ihren Begrün- 
der. Sonst wird er neben P'u hsien als 
Begleiter der Kuan yin angesehen, und 
diese Dreiheit ist sehr populär. Auch als 
Buddha wird er gelegentlich aufgefasst 
und führt als solcher den Namen 

tsun che 



ung 



chung 






ärya der Näga-Klassen', oder lung 
chung shang tsun wang fo ^||| ^ J;^ 



^ 3E '^ ' 'der Buddha, der ehrwür- 
digste König der Näga-Klassen'. Er soll 
etwa 250 Jahre nach dem Tode des 
Buddha gelebt haben (vgl. Fa wang 
t'ai tzü). Vielleicht verbirgt sich hinter 
Manjusrl eine historische Persönlich- 
keit. Zur Zeit des Pilgers 1 tsing ging 
in Indien das Gerücht, dass Manjusrl in 
jener Zeit in einer bestimmten Stadt 
Chinas (in der Provinz Chihli) lebe, 



MAN 



339 



4Ui\ 



und ein indischer Mönch mit Namen 
Prajiia begab sich nach China, um ihn 
aufzusuchen. Jedenfalls wurde er ur- 
sprünglich nicht in Indien verehrt, son- 
dern wohl in China. Kern meint, ihn mit 
Brhaspati identifizieren zu können. — 
Mit Maiijusri wechseln andere mit mafi- 
ju ('lieblich') zusammengesetzte Na- 
men wie Mahjughosa ('von lieblichem 
Ton'), Maiijunätha ('der liebliche 
Herr'), Maiijudeva ('der liebliche de- 
va'), Manjusvara ('von lieblichem 
Klang'). Bemerkenswert ist, dass so- 
wohl Reliquien wie die 'Fusspuren' des 
Maiijusri früh verehrt worden sind. — 

Andere Transkr.: wen-shu-shih-li ^ 
^ ^rß f Ij (Fa hsien), wen-shu^ 
^,man-shou ^ "g" , man-ju vjg 

}|| , man-yü }^ -f* ; erklärende Na- 
men: miao Chi hsiang jlj? ^ f^ 
'wunderbares Glück', miao tO ^ 

'wunderbare Tugend', ta chih ^- ^ , 
'grosses Wissen', (?, mahämati, 'von 
grosser Einsicht'), ch'ien pei ch'ien po 

chiao wang ^ ^ ^ IJC ^ i , 
'König der Religion mit tausend Armen 
und tausend Bettelschalen', lung chung 
tsun che, §| tJ ^ ^ . 'tier ärya der 
Näga-Klassen'. — Maiijusri ist auch 
zuweilen menschlicher Personenname 
(Eitel, u. Mafidjusri; Fa hsien [Legge], 

S. 79, S. ZI -jh A^' ^^'^ H^- ^^- t^-l' 
S. LVI). 

Eitel, u. Mandjusri; Fa hsien (Legge), 

S. 46, 79, S. -f- [jg - 8, ZI -f' y^ ' 14; 

Hs. ts. (J.), I 103, 146, 214, II 208, III 108, 
514, 492, (B.), I, S. LVI, 180, II 220, 
(W.), I 302 ff, II 209, 214, 300; Mvy. 23, 
6; 169, 4; Bukkyö daijiten, S. 1800, 1, 6 ii. 
15; Chapin, Iconogr., S. 123; Giles, Dict., 
No. 7622; Sdhp. (Burnouf), S. 498-511 
u.ö, (Kern), im Reg. u. Manjusri; Getty, 
Gods, S. 95 ff.; Koeppen, Buddha, II 21 f. 
und im Reg.; Kern-Jacobi, I 419 ff., II 
213, 215. 



9. ^ P %\\ Man-shu-shih-li. Skr. 
Maiijusri. s. vorher. 

Eitel, u. Maiijusri; Hs. ts. (J.), III 514. 



,^^ Man-shu-yen. Skr. mah- 
jüsa. s. Man-shu-sha. 
Eitel, u. maüdjüchaka. 

I iJg^ Man-ta. Skr. mantra. s. Chou 

(PÄ)- 

Eitel, u. mantra. 

I ^ ^ Man-ta-sung. Skr. man- 
dära. s. Man-t'o-lo, 2. Wahrscheinlich 
steht ^fehlerhaft für ^ la. 
Mvy. 240, 61. 

I :g: ^ Man-ta-la. Skr. mandala 
('Kreis'). Bezeichnung des kreisförmi- 
gen Weltalls, dessen Mitte der Berg 
Meru (mit den vier Kontinenten um ihn 
herum) bildet. Daher dann Name des 
im tibetischen Kultus täglich darge- 
brachten Weltallopfers, wobei auf einer 
kreisrunden Platte aus Reiskörnern ein 
symbolisches Abbild des Weltalls mit 
38 Bestandteilen wiedergegeben wird. 
Feststehende Zauberformeln begleiten 
die Herrichtung. Das Weltall wird da- 
mit dem Buddha täglich zum Geschenk 
gegeben. Von da aus ist mandala Name 
von allerlei (kreisförmig aufgezeichne- 
ten und anderen) Beschwörungsfor- 
meln geworden. Auch plastisch (in 
Butter) wird das mandala in Tibet viel 
hergestellt. — Andere Transkr.: man- 
t'u-lo :5 ^ S 5 Übersetzung: lun 
, 'Rad'. 

Eitel, u. mandala; Mvy. 197, 6; Wad- 
dell, Buddhism, S. 397 ff. u.ö.; Schule- 
mann, Dalailama, S. 70. 



^ 



A\an-t'e-lo. Skr. mantra. s. 



Chou ( P£ ). 

Eitel, u. mantra. 



340 



MAN 



^ Man-t'o-to. Skr. Mändhätr. 
Name eines cakravartin. — Übers.: wo 
yang 5J7 ^ (aufgefasst als märn und 
dhätr), tzü ju g -$[ (ebenso). 

Mvy. 180, 7; Bongö jiten, S. 444; Eitel, 
u. mürdhäbhichikta. 



I P:$ S Man-t'o-lo 1. (auch mit 
dem Zusatz hsien fp[] ). Skr. Mandra 
(oder Mandrasena?). Name eines sra- 
mana aus Funan :^ ^ in Siam, der 
im Jahre 503 n. Chr. nach China ge- 
kommen ist und in Nanking drei Werke 
(nach B.N. vier: No. 21, 23,8 und 46, 
152) übersetzt hat. Seine Übersetzun- 
gen gelten als mangelhaft, da er des 
Chinesischen nicht genügend kundig 
war. — Übers.: jo sheng Ji 

'schwacher Ton', hung jo ^i^ | 

gedehnt-schwach'. 

Eitel, u. Mandra; B.N., Sp. 422; Bagchi, 
Canon, S. 414 f. 



aus- 



1 P£ M Man-t'o-lo. 2. Skr. man- 
dära oder mandärava. Name eines indi- 
schen Baumes (Erythrina indica); in 
China wird Datura alba mit diesem Na- 
men bezeichnet. Der m.andära gehört zu 
den fünf Bäumen mit bezauberndem 
Duft, die in Indras Paradies wachsen. 
Chinesische Wiedergabe: shih i ^ 
i^ , 'dem Wunsch entsprechend'. Durch 
diese Benennung wird der mandära(va) 
mit dem kalpavrksa identifiziert, der 
ebenfalls zu den fünf Paradiesbäumen 
gehört und als 'Wunschbaum' alle Wün- 
sche erfüllt — Andere Transkr. : man-ta- 
sung ^ ^ ^ (Mvy.; wahrschein- 
lich steht aber ;^ fehlerhaft für ^ 
la) ; andere Wiedergabe: t'ien miao hua 
^ jij/ ^, die göttliche wunderbare 
Blume', 

Eitel, u. mandära; Mvy. 240, 61; Stuart, 
Mat. med., S. 145; v. Glasenapp, Hinduis- 
mus, S. 65. 



5 ^ S Man-t'u-lo. Skr. mantra. s. 

Chou (Pjl). 

Eitel, u. mantra. 

I ^ ^ Man-t'u-lo. Skr. mandala. 

s. Man-ta-la. 
Mvy. 197, 6. 



Man. Übersetzung ('voll') von Skr. 
Puräna. Die Übersetzung beruht auf 
einer falschen Etymologie (pürana = 
pürna), indem man das Wort von Skr. 
pr, 'füllen', ableitete, s. Fu( 'g )-Ian-na. 

Eitel, u. Puränas. 

I ^ ^ Man chien tzü. 'Voll-sehen- 
Sohn'. Auffallende Wiedergabe des Na- 
mens Pürna-Maiträyaniputra. s. Fu 

i*M )-lou-na-mi-to-lo-ni tzü. 

Eitel, u. Pürnamaiträyani (Puttra). 

I Man chou. Übersetzung ('voll- 
ständiger Helm') von Skr. Pürnavar- 
man. Name eines späten Königs von 
Magadha (in der 1. Hälfte des 7. 
Jahrh.), der die buddhistische Wissen- 
schaft, insbesondere das Kolleg von Nä- 
landa, sehr förderte und z.B. den ge- 
lehrten Laien Jayasena bewunderte, der 
aber seine Auszeichnungen ablehnte. 
Pürnavarman war der letzte der Ab- 
kömmlinge des Königs Asoka. — Tran- 
skr. : pu-la-na-f a-mo ^^ ^|J ^ ^^ 



Eitel, u. Pürnavarmma; Hs. ts. (J.), I 
161, 212, II 463, III 50, 525, 492, (B.), II 
118, 174, (W.), II 115, 171; Kern-Jacobi, 
II 540. 

I '^ Man-ju. Abgekürzte Transkrip- 
tion von Skr. Manjusri. s. Man( ^ )- 
shu-shih-li. 

Giles, Dict., No. 7622. 



|fj[ Man p'ing. 'Ein volles (Was- 
ser) gefäss'. Übersetzung von Skr. pür- 
nakalasa. Eines der 108 Embleme auf 
dem srlpäda (fo chi ^ ^), der Fuss- 



MAN }® S ^ MAO % ^g fi jqj 



341 



spur des Buddha. Der überfliessende 
Wasserkrug war nach Alabaster ein 
Zug der indisch-buddhistischen Archi- 
tektur, wohl mit symbolischer Bedeu- 
tung, die uns aber nicht überliefert ist. 
— Transkr.: pen-nang-ch'ieh-ch'a 2JS 

Eitel, u. pürna kalasaya; Alabaster, 
Wheel, S. 310; Waddell, Buddhism, S. 392 f. 

Vffi 1@- S Man-ta-lo. Skr. mantra. s. 

Chou (PJI). 

Eitel, u. mantra. 

I ^ -^ Man tz'ü tzü. Übersetzung 
('voll-Erbarmen-Sohn') von Skr. Pür- 
na-Maiträyaniputra. s. Fu(^)-lou- 
na-mi-to-Io-ni tzü. 

Eitel, u. Pürnamaiträyani (Puttra); Hs. 
ts. (J.), 111 492; Giles, Dict., No. 7622. 



1^ -^ Man yen shih nü 
tzü. Auffallende Wiedergabe ('voll- 
reich-geschmückt-Frau-Sohn') von Skr. 
Pürna-Maiträyaniputra. Die Überset- 
zung von maitri (maitra) mit yen shih 
g li^ ist seltsam; nü -^ gibt nur die 
weibliche Endung in maiträyani wieder. 
s. Fu( 'g )-lou-na-mi-to-lo-ni tzü. 
Eitel, u. Pürnamaiträyani (Puttra). 



-^ Man-yü. 



Abgekürzte 



Tran- 



skription von Skr. Maiijusri. s. Man 
( ^ )-shu-shih-li. 

Giles, Dict., No. 7622. 

S Man. 



I :fg Man hua, 'Kopfschmuck-Blu- 
me'. Bezeichnung für eine Jasminart, 

Skr. mallikä. s. Mo( ^)-li. 
Mvy. 240, 14. 

J^ Mang. 

I 11 Mang shen. Übersetzung ('Py- 
thongeist') von Skr. mahoraga. s. 



Mo( ^ )-hou-io-ch'ieh. 
Eitel, u. mahoraga. 

^ Mao. 

I ® # H ^ Mao-t'0-ch'ieh-lo 
tzü. Skr. Maudgalaputra. s. Mo( J^)- 
te-ch'ieh-lo tzü. 

Eitel, u. Mahämaudgalyäyana. 

:}g Mao. 

I ^ Mao niu. 'Yak', bos grunniens. 
Wiedergabe von Skr. Cämara. s. Fu 

{\% ) chou. 

Mvy. 154, 7; Bukkyö daijiten, S. 1411, 

1, 13; vgl. Tz'ü yüan, u. fg ^. 

^ Mao. 

I ^ Mao p'eng. 'Binsenhütte'. Be- 
nennung der buddhistischen Einsiedler, 
die öfters in der Nähe buddhistischer 
Klöster Wohnung nehmen und in einer 
gewissen Abhängigkeit von ihnen, aber 
doch losgelöst von Klosterverpflichtun- 
gen, leben. Der Name (auch | ^ 
geschrieben; mao, 'Binsen', p'eng, 'Mat- 
ten') bezieht sich auf die armselige 
Matten- und Strohhütte, die den Ein- 
siedlern als Wohnung diente. 

Giles, Dict., No. 7689; Hackmann, Bud- 
dhismus (Handex.), S. 403. 



1 ]^ ^ Mao ts'ao ch'eng. 'Binsen- 
stadt'. Übersetzung von Skr. Kusina- 
gara (Kusanagara). Die Stadt soll ih- 
ren Namen nach dem kusa-Gras haben, 
s. Chü(:fpJ )-shih-na-chieh-lo. 
Mvy. 193, 23. 







Mao. 



Mao ts'ao. Name des kusa- 
Grases. s. Chi ( ^ ) hsiang ts'ao. 
Eitel, u. kusa. 

31 Mao. 



342 



MAO ^ MEI ^ >f| 



•g Mao-che. Skr. moca. Name 
eines Baumes, nach Eitel eine Art der 
Ficus religiosa. 

Eitel, u. motcha; Hs. ts. (J.), I 135, 11 
92, 187, III 514, (B.), I 88, II 66, (W.), I 
177, II 63. 



1 HH^/t Mao-lo-san-pu-lu. 

Skr. Müiasamburu (oder Mülasthäni- 

pura nach St. Martin). Ein bei Hsüan 

tsans: erwähntes Land am östlichen Ufer 

des Sindh-Flusses, heute Multän. 

Eitel, u. Müiasamburu; Hs. ts. (J.), 1 
210, III 173, 410, 514, (B.), II 274, (W.), 
II 254. 

^ Mei. 'Dunkelheit'. Bezeichnung für 
Skr. avidyä, das 'Nichtwissen', s. Wu 
(M ) ming. 

Hackmann, Laienbuddhismus, S. 69, 222. 

I iä IS. 5. Mei-ta-lü-i. Skr. Mai- 

treya. s. Mei( ;|^ )-ta-li-hsieh. 

Eitel, u. Maitreya. 



Mei. 

I m. (oder fig) Ht/TÄ % ^^ 
(oder pH^) ^ AAei-chü (oder ta)-li- 
yen-ni-fu-chü(oder ta)-lo. Skr. Mai- 
träyaniputra. s. Fu( *^)-lou-na-mi-to- 
lo-ni tzü. 

Eitel, u. Pürnamaiträyani (Puttra); Hs. 
ts. (j.), III 560. 

I ft M ^P Mei-ta-li-hsieh. Skr. 
Maitreya. Name eines Bodhisattva, der 
im Tusita-Himmel verweilt. Von dort 
aus wird er, wenn seine Zeit gekommen 
ist, nach 5000 Jahren der Nachfolger 
des historischen Buddha werden, der 
Buddha der neuen Weltperiode. Er 
führt den Beinamen Ajita ('der Unbe- 
siegte', a-i-to |$nj 3^^ ^ ) und wird so 
im Saddharmapundarikasütra häufig 
genannt, wo er im Gefolge des Buddha 
und in der Unterredung mit ihm eine 
grosse Rolle spielt. Im Tusita-Himmel, 



wo er beständig himmlischen Scharen 
das Gesetz verkündet, hat ihn der Bud- 
dha Säkyamuni besucht und ihm seine 
künftige Buddhawürde angezeigt. Die 
Vorstellung von Maitreya in seinem 
Himmel, wo die Gläubigen nach dem 
Tode seine Verkündigung der Lehre zu 
hören hoffen (Wiedergeburt in Maitre- 
yas Himmel), könnte den Keimpunkt 
für Amitäbhas westliches Paradies ge- 
bildet haben. Maitreya findet sich in 
manchen chinesischen Tempeln als ein 
dicker, fröhlich lachender Mönch (ge- 
nannt Pu tai ho shang 1^ ^ 5(Hl |pJ. 
'Mönch des Zeugsackes') unter den 18 
Lohans (Arhats) eingereiht. Dies ist 
zwar erst in neuerer Zeit geschehen, 
aber Maitreya ist in dieser Form sehr 
populär geworden und wird dabei meist 
sitzend, mit entblösstem Bauch, auf 
einen grossen Geldsack gestützt, darge- 
stellt (Mi-lo p'u-sa §S Hd ^ ft ge- 
nannt). — Dem Maitreya wird bei 
Hsüan tsang (Beal, II 120 f.) die Her- 
stellung eines Buddha-Bildes für das 
Kloster Buddhgaya zugeschrieben. An- 
dererseits wurde ein irdischer Künstler 
in den Tusita-Himmel erhoben, um dort 
ein lebenswahres Bild des Maitreya 
herzustellen (Fa hsien, S. 25). Die Dar- 
stellungen des Maitreya sind oft unge- 
wöhnlich gross, in Korea (auch in 
China) gern aus dem Felsen gehauen. 
— Andere Transkr. : mei-ta-lü-i ^j^ 

Ifl M S ' "!>-•« (o^'er le, lei) ^ 
^ (jap. miroku), häufig auch mit dem 
Zusatz fo {tjjj , 'Buddha' oder p'u-sa 
^ ^ , 'Bodhisattva'; Übers.: tz'ü shih 

'^1 j^ , 'Barmherzigkeit-Familie', wo- 
bei das Wort Maitreya als Ableitung 
von Skr. maitri wiedergegeben ist. Mai - 

treya wird auch hsiu fo HJj f^ ^ 'der 
mit Stickerei versehene Buddha', ge- 
nannt. 



m 



MEl ^ H MEN fl 

Eitel, u. Maitreya; Fa hsien (Legge), S. 

25, 28, 109, S. ^ , 7, y\ , 2, |Jt] -f- 

,3,6; Hs. ts. (J.),I 18,51,88,106,114, 

133, 146, II 149, 152, 221, 358, III 514, 561, 
499, (B.), 11 120 f., 225 u.ö., (W.), I 239, 
II 51, 118 U.Ö.; Mvy. 23, 2; Giles, Dict., No. 
4680, 7812, 9479; Chapin, Iconogr., S. 123; 
Watters, Lolian, S. 29; de Visser, Arhats, 
S. 97, 133, 134, 135; Getty, Gods, S. 20-22 
(und Reg.); Hackmann, Laienbiiddhismus, 
S. 231; Kern-Jacobi, II 212, 233; Abegg, 
Der Buddha Maitreya. 

Mei. 

I Ptß Ö % (oder ^ ) Mei chien 
pai mao (oder hao). 'Das weisse Haar 
zwischen den Augenbrauen', zuweilen 
mit dem Zusatz hsiang ;j;g , 'Kennzei- 
chen'; da es eins der 32 besonderen kör- 
perlichen Merkmale (laksana, hsiang 
;jig , s.d.) des Buddha ist. Erklärender 
Name der ijrnä, des weissen, nach rechts 
gekrüllten Haares zwischen den Augen- 
brauen des Buddha, von wo Lichtstrah- 
len ausgingen, die die ganze Welt bis 
zu den Höllen herab bisweilen erleuch- 
teten. In den Buddhabildern des nörd- 
lichen und östlichen Buddhismus oft 
durch einen Edelstein dargestellt. Das 
ürnä-Haar wächst auf einer kleinen 
Erhebung der Haut. Es wird auch als 
drittes, (das göttliche, geistige) Auge 
des Buddha bezeichnet und gelegentlich 
so dargestellt. Ausser den Buddhas zei- 
gen auch Bodhisattvas die ürnä. Ob die 
ürnä ursprünglich ein Kastenzeichen 
war? Beal (Buddhacarita, S. 114) ist 
der Meinung, dass das Zeichen ehedem 
eine Haarlocke auf der Stirn des heili- 
gen Stieres bedeutete. — Es ist bemer- 
kenswert, dass die ürnä ein Gegenstand 
der Meditation ist, durch die man eine 
Erscheinung des ganzen Buddha her- 
beiführen kann. Auch das Amitäyur- 
dhyänasütra weiss von einer solchen 
Kontemplation. — Andere Wiedergabe: 



im . 
1^ 



343 



pai hao hsiang ^ ^ ;jig , 'das Kenn- 
zeichen des weissen Haares'. 

Eitel, u. urna; de Harlez, Voc, S. 10; 
Mvy. 17, 4; Hackmann, Laienbuddliismus, 
S. 123 f.; Chapin, Iconogr., S. 125 f.; Get- 
ty, Gods, im Glossar u. ürna; Sdhp. (Bur- 
nouf), S. 563 f.; Grünwedel, Buddhist. 
Kunst, S. 138, 159. 

^ Mei. Übersetzung ('lieblich) von 
Skr, Madhura. Name eines Gandharva, 
der im Saddharmapundarlkasütra im 
Gefolge des Buddha erscheint. Vgl. 
Chien ( f^)-ta-fu. 

Eitel, u. Madhura; Sdhp. (Burnouf), S. 
3, (Kern), S. 5. 



Mei kuo. 'Liebliche Frucht'. 
Wiedergabe von Skr. madhuka (ma- 
dhaka). s. Mo( ^)-tu-chia. 
Eitel u. madhaka. 

j -^ Mei yin. Übersetzung ('lieb- 
licher Ton' oder 'schöne Stimme') von 
Skr. Madhurasvara. Name eines Gan- 
dharva, der im Saddharmapundarlkasü- 
tra im Gefolge des Buddha erscheint. 
Auch sonst gebräuchlicher Name. Vgl. 
Chien ( j^)-ta-fu. — mei yin wird auch 
als Übersetzung von Skr. Ghosira an- 
gegeben; s. Chn( ^ )-shih-lo. 

Eitel, u. Madhurasvara; Sdhp. (Bur- 
nouf), S. 3, (Kern), S. 5. — Hs. ts. (W.), 
I 370. 



! ^ Ä ^^' y'" c^"'"?- 'Sütras von 



angenehmem Ton'. Wiedergabe von 
Skr. geya. s. Ch'i( jf^ )-yeh. 
Mvy. 62, 2. 

|f5 Men. 

I ^J ^ Men-ta-lo(oder lei). Skr. 

mantra. s. Chou ( P^)- 
Eitel, u. mantra. 

^ (oder ■™) Meng. 



344 



MENG 






im. 



MI ^ 



WWjIm Meng-chieh-li. Skr. Moii- 
gali (oder Maiigala). Alte, wichtige 
Stadt von Udyäna, bei Hsiian tsang er- 
wähnt. Das moderne Manglaur (oder 
Minglaur) am Fusse eines der nord- 
westlichen Ausläufer des Dosirri-Ge- 

birges. 

Eitel, u. Moügali; Hs. ts. (J.), I 86, 
II 132, III 314 f., 516, (B.), I 121, (W.), 
I 227. 



I tt Meng-chien. Skr. Munkan 
(Mungän). Name eines Landstriches 
auf den Abhängen des Hindukusch, zum 
Gebiet von Tokhara gehörig. Von 
Hsiian tsang erwähnt. 

Eitel, u. Munkan; Hs. ts. (J.), I 269, II 

28, III 194, 516, (B.), I 42, II 288, 289, 

(W.), I 106, II 272. 

S Meng. 

I ^ Meng p'o. 'Mutter Meng'. Na- 
me einer Unterweltsgestalt, einer Gott- 
heit der Hölle. Sie soll zur Zeit der 
früheren Han-Dynastie (206-23 v. Chr.) 
eine tugendhafte Frau aus der Familie 
Meng gewesen sein, die schon damals 
dem Buddhismus ergeben war. Nach 
ihrem Tode wurde sie eine Gottheit der 
Unterwelt. Hier erbaute sie den Turm 
des Trankes der Vergessenheit und ver- 
abreichte den Seelen diesen Trank (der 
alle fünf Geschmäcker vereinigte), 
wenn sie in die Welt zurückkehrten. 
Durch ihn vergassen sie alle Vorgänge 

Mi 



^ Mi. 



früherer Existenzen. Vgl. 
hun fang. 

de Visser, Ti-tsang, S. 37. 



(oder ^) Meng. 



(äi) 



ypl Meng jun. Name eines Mön- 
ches aus dem Kloster Nan t'ien chu ssü 
im T'ien t'ai-Gebirge, der im Jahre 1334 
n. Chr. ein Werk über die vier Lehr- 
epochen des Buddha nach der T'ien t'ai- 
Schule verfasst hat (B.N., No. 1635). 
B.N., Sp. 467; Bagchi, Canon, S. 695. 



^Jf ^M\\ :)! ± ^i Chi chin kang 
li shih. Übersetzung ('Verborgen-Fuss- 
spur-vajra-starker-Führer') von Skr. 
Guhyapadavajra(päni)-malla, 'der star- 
ke Mann Guhyapada, in dessen Hand 
der Donnerkeil ist', s. Chih ( ^ ) chin 
kang (shen). 

B.N., No. 1332; vgl. Hs. ts. (W.), II 36. 



^t^ ^ W\^m ^' ^hi Chin 
kang p'u-sa. Übersetzung ('Verborgen- 
Fusspur-vajra-bodhisattva') von Skr. 
Guhyapadavajra-bodhisattva. s. Chih 
( ^ ) chin kang (shen). 
Eitel, u. Vadjrapäni. 



I 5C ^^ chou. 'Geheim-Zauber- 
spruch'. Wiedergabe von Skr. mantra. 
s. Chou (P£). 

Mvy. 197, 3. 

I # ft "nP Mi lin chu pu. 'Schule, 
die im dichten Walde lebt'. Ein Name 
der Schule Sannagarika. s. Liu { ^) 
ch'eng pu. 

Wassiljew, Buddhismus, S. 254. 

I >|v|v |JL| ^ Mi lin shan pu. 'Schule 
des Berges mit dichtem Wald'. Wie 
vorher. 

Wassiljew, Buddhismus, S. 254. 



^ Mi tsung. 'Schule des Geheim- 



nisses'. Name des chinesischen Zweiges 
der Yogäcära-Schule, die sich mit viel 
'Geheimnis', Zauberkunde und dergl. 
beschäftigte. Den Kern ihrer Lehre bil- 
det das Wissen von der Zauberwirkung 
gewisser geheimer Formeln, der man- 
tras und dhäranis, daher auch der 
Name chen yen tsung ^ "^ ^, 
'Schule des wahren Wortes' oder 'Man- 
tra-Schule'. — s. Yu( »U)-chia pu. 
Hackmann, Schulen, S. 22 f. 



MI ^ ^ 



345 



^ ^ Mi yen. 'Geheimes Wort'. Be- 
zeichnung der mantras und dhäranis, 
der Zauberformeln, besonders in der 
Yoga-Schule. Vgl. Ta ( ^ ) ming und 

Chou ( 5E). 

de Visser, Ti-tsang, S. 15, 16. 

54 Mi. 

I ^j|^^ Mi-mo-ho. Skr. Mimaha(?). 
Bei Hsüan tsang Name eines Reiches 
in Turkestan, vielleicht dem heutigen 
Mughian entsprechend (so St. Martin, 
bei Beal: Maghiän), südöstlich von Sa- 
markand. — Chinesische Bezeichnung: 
mi kuo tI^ U , 'Land der Mi'. 

Eitel, u. Mimaha; Hs. ts. (J.), II 19, III 
280, 514, 538 (B.), I 33, (W.), I 95 f. 

Mi. 

5g jÖP Mi-che-chia. Skr. Miccha- 
ka. Name des sechsten buddhistischen 
Patriarchen. Er stammte aus Mittelin- 
dien. Nachdem er das Amt dem Vasu- 
mitra übertragen hatte (oder nach an- 
deren, die den Vasumitra nicht aner- 
kennen, dem Buddhanandin), stürzte er 
sich, in samädhi versunken, in das 

'grosse Leere'. 

Eitel, u. Mikkaka; Puini, Encicl., S. 30 f.; 
Edkins, Buddhism, S. 71 f. 

I ^^^j^ Mi-chia-sho-ch'ü. Skr. 
Meghasikha. Name eines Mönches aus 
Udyäna in Indien, der im Jahre 705 n. 
Chr. zusammen mit zwei anderen Mön- 
chen (einem Inder und einem Chine- 
sen) ein Werk (B.N., No. 446) über- 
setzt hat. — Andere Transkr.: mi- 

ch'ieh-shih-chia ^ jjjW W M - ^g'- 
Chi ( ;^ ) Hang. 

B.N., Sp. 443; Bagchi, Canon, S. 552. 

I # M M Mi-ch'ieh-shih-chia. s. 

vorher. 

B.N., Sp. 443. 

I S fö ^ I^PJ oP Mi-hsi-she-so-a 



pu. Skr. Mahlsäsaka, mit dem Zusatz 
'Schule', s. Mi-sha-sai pu. 
Eitel, u. Mahisäsakäh. 

ü gt S oP Mi-li-ti pu. Abgekürzte 
Transkription von Skr. Sariimitiya. s. 
Cheng ( jE ) hang pu. 
Eitel, u. Sammatiyä. 

I |g| Mi-Io(lei). s. das folgende und 

Mei(^ )-ta-li-hsieh. 

Eitel, u. Maitreya; Fa hs. (Legge), S. 25, 
28, 109, S. ^ , 7, y\ , 2, [jg -}- -^ , 
6; Hs. ts. (J.), III 561; Chapin, Iconogr., 
S. 123. 

I gl ^ Mi-lo(lei) fo. 'Der Buddha 
Maitreya'. Obwohl Maitreya noch ein 
Bodhisattva ist, wird er doch oft schon 
Buddha genannt, s. Mei( ;f|)-ta-li- 

hsieh. 

Giles, Dict., No. 7812; Getty, Gods, 
S. 20. 

\ ^^^ Mi-lo(lei) p'u-sa. 'Der 

Bodhisattva Maitreya'. s. Mei ( ^% )-ta- 

li-hsieh. 

Fa hsien (Legge), S. 25, 109, S. ^, 

I ^^ Mi-lou. Gekürzte Transkrip- 
tion von Skr. Nimindhara (auch Ne- 
mindhara, bei Sp. Hardy Nemendhara). 
Name eines der sieben Ringgebirge, die 
den Berg Meru umgeben und durch 
Ringmeere von einander getrennt sind. 
Der Berg heisst auch yü tsui shan ^ 
[^ jjj , 'Fischlippenberg', und scheint 
nach einem Fisch mit sonderbar gestal- 
tetem Kopf oder Maul benannt zu sein. 
— Transkr.: ni-min-t'o-lo J^ |5 P:£ 



¥P 



ni-min-ta-lo 



pm 



m'' Er- 
klärung: ti ch'ih ^ :f^ , 'die Erde 

umspannend'. 

Eitel, u. Nemimdhara; Mvy. 194, 1; Sp. 
Hardy, Budhism, S. 12; Kirfel, Kosmogr., 
S. 186 f. 



346 



MI 5i * 



^ MIAO ij; 



M vb ^ ^ Mi-sha-sai pu. Bei 
Hsüan tsang Transkription von Skr. 
Maiiisäsaka-Schule. Eine der altindi- 
schen Schulen des Buddhismus, die 
nach I tsing die dritte Unterabteilung 
der Mülasarvästivädins war. — Andere 
Transkr.: mo-hsi-she-so-chia pu ^ 
1^ ^ ^ j^ ^ , mi-hsi-she-so-a pu 

^M^^'^^^M ; übers. : cheng 
ti pu iE Mb ^ ' 'die-Erde-rechtma- 
chen-Schule', hua ti pu ^ i^^ oß - 
'die-Erde-bekehren-Schule'. 

Eitel, u. Mahlsäsakäh; Hs. ts. (J.), I 85, 
115, 295, 11 132, 270, III 514, 487, (B.), 
I 121, (W.), I 226 f.; Mvy. 275, 4; I tsing 
(Takakusu), S. XXIV, XX, 20; Wassiljew, 
Buddhismus, S. 231, 254 ff. u. ö.; O. Franke, 
im T'oung pao, 1909, S. 591. 

I jg ^ Mi-ti pu. Abgekürzte 

Transkription von Skr. Sarnmitiya mit 

dem Zusatz 'Schule', s. Cheng ( ]£) 

Hang pu. 

Eitel, u. Sammatiya. 

I ^ Mi-to. Transkription von Skr. 
preta (wohl eher von mrta). s. E ( ^) 

kuei. 

Eitel, u. pretas. 

I ^ilÄ^ 

Maitrayaniputra. 

mi-to-lo-ni tzü. 

Eitel, u. Pürna maiträyani (Puttra). 

I pj Mi-t'o. Abkürzung von a-mi-t'o 

^o m M 1^4 « ; s-d. 

Eitel, u. Amitäbha. 

1 Pi' ÜJ Mi-t'o-shan. Skr. Mitrasän- 
ta. s. Chi ( ^ ) yu. 

Eitel, u. Mitrasänta; B.N., Sp. 440. 

* Mi. 

I PI Mi kuo. 'Land der Mi'. Chinesi- 
sche Bezeichnung für Skr. Mimaha(?). 
s. Mi( t[^)-mo-ho. 

Hs. ts. (J.), III 538, (W.), I 96. 



Mi-to-lo-ni tzü. Skr. 
s. Fu('^ )-lou-na- 



Mi. 



_ Mi hsiang. 'Honig-Duft'. Wie- 
dergabe von Skr. agaru. Ch'en ( ^j^ ) 



shui hsiang. 



Stuart, Mat. med., S. 44. 

flJftS. Mi-li-ch'ieh-lo. 
mrga, 'Gazelle', s. Lu (J^). 
Eitel, u. mrigala. 



Skr. 



^ Ü Ijf ^R Mi-to-lo-ssü-na. Skr. 
Mitrasena. Name eines Schülers des 
Gunaprabha (ch'ü-na-po-la-p'an ^ 

S 1^ M #)• ^'^ '^^^^" "^^^ 

Hsüan tsang' wird erwähnt, dass Hsüan 
tsang ihn als Neunzigjährigen getroffen 
habe. Gekürzte Transkr.: mi-to-ssü-na 

I ^mm- 

Eitel, u. Mitrasena; Hs. ts. (J.), I 109, 
III 515, 561, (W.), I 328. 



I ^ J/f ^P Mi-to-ssü-na. s. vorher. 
Eitel, u. Mitrasena; Hs. ts. (J.), III 561. 



m, ^i- 



?^ ^a 



^ 



;^ Mi hun fang. 'Getränk, das 
die Seelen verwirrt'. Name des Zauber- 
trankes, mit dem die 'Mutter Meng' 
(meng p'o ^ ^ , s.d.) den Seelen in 
der Unterwelt die Erinnerung an Erleb- 
nisse früherer Existenzen benimmt. 
Giles, Dict., No. 7809. 

jlj; Miao. 'Wunderbar'. Übersetzung 
von Skr. sat, z.B. in Saddharmapun- 
darlkasütra, miao fa lien hua ching j[j^ 
ft S ¥ Ä • — ^"^'^ Übersetzung 
von pranita (Päli panita), 'erhaben'. 
So heisst eines der 16 Themen, in die 
man die vier edlen Wahrheiten einteilt, 
und zwar gehört dieses zur dritten 

Wahrheit. 

de Harlez, Voc, S. 21; Mvy. 54, 12; 
128, 16. 



MIAO j[j/ 



347 



^ jj^ Miao Chi hsiang. 'Wunder- 
bares Glück'. Wiedergabe des Namens 
ManjusrI. s. Man( ^ )-shu-shih-Ii. 

Eitel, u. Mandjusri; Hs. ts. (J.), III 492; 
Mvy. 23, 6. 



I m£ i Miao chuang wang. Über- 
setzung ('wunderbarer-Sciimuck-Kö- 
nig') von Skr. Subhavyüha. Nach Eitel 
Name des legendären Vaters der Kuan 
yin, der König eines nördlichen König- 
reiches sein sollte. Er wurde identifiziert 
mit Chuang wang aus der Chou-Dyna- 
stie (696 v. Chr.). Vgl. A( M )-fu-lu- 



chih-to-i-shih-fa-lo. Vgl. auch das fol- 
gende. 

Eitel, u. Avalökitesvara. 

1 ^ ^ i Miao chuang yen wang. 
Übersetzung ('wunderbarer-Schmuck- 
König') von Skr. Subhavyüha. Name 
eines der m.ythischen Könige des Sad- 
dharmapundarlkasütra. Er war ein Kö- 
nig in einem früheren kalpa und einer 
anderen Welt und wurde nebst seiner 
Gattin durch Wundertaten seiner gläu- 
big gewordenen Söhne Vimalagarbha 
und Vimalanetra zu einem damaligen 
Tathägata bekehrt. Vgl. auch das vorige- 

Eitel, u. Subhavyüha; Sdhp. (Burnouf), 
S. 268 ff., (Kern), S. 419 ff. 

I l)lj Miao ch'uang. Übersetzung 
('wunderbares Banner') von Skr. Ruci- 
raketu. Name eines mythischen Bodhi- 
sattva. 

Eitel, u. Rutchira ketu; Burnouf, Introd., 
S. 530; Sbh. (Nobel), S. XXXVIII. 

I B i§ H # Miao ch'uang 
hsiang san-mei. 'Der samädhi Wunder- 
bares Banner'. Übersetzung von Skr. 
dhvajägrakeyüra. Bezeichnung eines im 
Saddharmapundarikasütra erwähnten 
samädhi. 

Eitel, u. Dhvadjägrakeyüra; Sdhp. (Bur- 
nouf), S. 253, (Kern), S. 393. 



tP Ü ^'^^ ^^- 'D^'' wunderbare dhar- 
ma'. Übersetzung von Skr. saddharma, 
s. Miao fa lien hua ching. — Auch Skr. 
Sudharma. Name eines Kirnnarakönigs 
und auch eines Mahäbrahman im Sad- 
dharmapundarikasütra. Ebenso (Su- 
dharma) heisst dort auch eine Ver- 
sammlungshaile der Götter. Ausserdem 
ist miao fa Wiedergabe von Skr. pra- 
vacana; s. A^iao yü. 

Eitel, u. Saddharma und Mahädharma 
(irrtümlich für Sudharma); Sdhp. (Bur- 
nouf), S. 3, 105, 219, (Kern), S. 5, 169, 
342, 345. — Mvy. 66, 4. 

I ä" Ä ¥ Ä ^^^'^*'' ^^ '"^" ^^"^ 
ching. 'Sütra vom Lotus des wunderba- 
ren dharma'. Übersetzung von Skr. Sad- 
dharmapundarikasütra. Name des be- 
kanntesten und bedeutendsten Mahäyä- 
na-Sütra, in dem das Mahäyäna mit all 
seinen charakteristischen Merkmalen 
erscheint. Es ist bereits im Jahre 286 n. 

Chr. von Dharmaraksa (Chu Fa hu ^ 
! ft S ^ unter dem Titel Cheng fa hua 

ching IE ft 1^ I? "'^ Chinesische 
übersetzt worden. Ungefähr aus dersel- 
ben Zeit stammt die unvollständige 
Übersetzung Sa-t'an-fen-t'o-li ching 

^ # ^ |5i' ^1) Ä ' deren Verfas- 
ser nicht bekannt ist. Eine dritte Über- 
setzung schuf Kumärajiva (chiu-mo-lo- 
shih ^^ ^ ä ft ) »m J^hre 406 un- 
ter dem obigen Titel Miao fa lien hua 
ching. Die vierte Übersetzung von Jnä- 
nagupta (?, she-na-chüeh-to ^ ^[^ 

lllg ^ ) und Dharmagupta (fa hu ^ 

^) aus dem Jahre 601, die um eini- 
ge Zusätze erweitert ist, heisst T'ien 
p'in miao fa lien hua ching f]^, ^ ip 
ft M ^' ^^ • ^^' Hsüan tsang 
kommt der abgi'kürzte Titel Fa hua 

ching S ^ $1 ^^"' *^^"^ ^^"^ °^'S*^" 
Übersetzungen vor. 

Eitel, u. Saddharmapundarika sütra; Hs. 



348 



MIAO itj^ 



ts. (J.), I 154, 294, III 21, 497, 492, 485, 
(B.), II 154, (W.), II 152; Hackmann, 
Schulen, S. 12; B.N, No. 134, 136, 138, 
139; Bagchi, Canon, S. 456; Winternitz, 
Ind. Litt, II 230 ff. 

jtj; l'^ *^'H Miao fu chou. 'Kontinent 
des wunderbaren Wedels'. Übersetzung 
von Skr. Varacämaradvipa. Name eines 
der beiden mittleren Weltteile, die zum 
grossen südlichen Kontinent Jambudvi- 
pa (shan-pu chou D| "np i)\\ ) gehö- 
ren. Vgl. Pa ( /\ ) chung chou. — 
Transkr.: fa-lo-che-mo-lo ^ H 5^ 
^ g ; andere Wiedergabe: sheng 
mao niu ^ ^S ^ , 'vorzüglicher Yak'. 
Im Skr. kommt auch der Name Avara- 
cämara vor; chinesische Übers.: pieh fu 
chou ^Ij 1^ i)\\ , 'Weltteil des anderen 
Wedels', wobei wohl avara mit apara 
verwechselt ist. Vgl. auch Fu ( |i^) 
chou. 

de Harlez, Voc, S. 37; Mvy. 154,8; Buk- 

kyö daijiten, S. 1411, 1, 131; Beal, Catena, 

S. 35. 

I I0 Miao hou. 'Wunderbare Köni- 
gin'. Wiedergabe von Skr. Mahämäyä. 
s. Mo( ^)-yeh. 

Mvy. 47, 41. 

I Ä Miao hsi. Name eines Mönches 
der Sung-Dynastie (960-1280), der an 
der Abfassung eines Werkes (B.N., No. 
1638) beteiligt gewesen ist. Vgl. Chu 
{ff ) an. 

B.N., Sp. 466. 



I SS ^ 5W (oder ^ ) Miao kuan ch'a 

chih. 'Erkenntnis der Untersuchung 

mit dem wunderbaren Blick'. Eine der 

fünf Methoden von Erkenntnis, Skr. 

pratyaveksanäjiiäna. s. Wu ( ^ ) chih. 

Vgl. Chih ('^). 

de Harlez, Voc, S. 24; Mvy. 5, 4; Dhar- 
masamgraha (Kasawara), No. XCIV. 



jlp "3^ Miao kuang. Übersetzung 
('wunderbarer Glanz') von Skr. Vara- 
prabha. Name eines mythischen Bodhi- 
sattva aus dem Saddharmapundarika- 
sütra, dem das Sütra eingehend mitge- 
teilt wird und der es durch viele kalpas 
hin verkündigte. Er war eine frühere 
Existenz des Manjusri. Unter seinen 
Schülern befand sich Maitreya (als Ya- 
saskäma). 

Eitel, u. Varaprabha; Sdhp. (Burnouf), 
S. 13 f., (Kern), S. 21 f., 26 f. 



-^ f^ Miao kuang fo. Wiedergabe 
('der Buddha des wunderbaren Glan- 
zes') von Skr. Süryarasmi. Name eines 
der früheren Buddhas, des 930. des ge- 
genwärtigen kalpa. 
Eitel, u. Süryarasmi. 



Miao kuo. 'Die wunderbare 

Frucht'. Bezeichnung der durch rechte 

Bemühung erworbenen Buddha-Natur. 

s. Fo ( ^ ) hsing chang chu miao kuo. 

de Groot, Code, S. 39. 



'^ ^ Miao se shen. Wiedergabe 
('Körper von wunderbarer Farbe') von 
Skr. Surakäya (Suvarnakäya?). Name 
eines der 'sieben Tathägatas' (sapta ta- 

thägata). s. Ch'i i-^) ju lai. 
Eitel, u. Surukäya. 

I H^ Miao sheng. 'Wunderbar hei- 
lig'. Wiedergabe von Skr. paramärya. 
Ehrenname der Bodhisattvas. Andere 
Wiedergabe: tsui sheng sheng ^ 
Bg. 'der sehr siegreiche Heilige', 
de Harlez, Voc, S. 18; Mvy. 22, 10. 



Miao te. 'Wunderbare Tugend'. 
Ein Beiname des MaiijusrI. s. Man 
( ^ )-shu-shih-li. 
Eitel, u. Maüdjusri. 



ffi ^ ^'^0 *^ ch'eng. 'Stadt der 
wunderbaren Tugend'. Erklärender 



MIAO iip 



MIEH 



349 



Name der Stadt Kapilavastu. s. Chia 
(^ ) -wei-lo-wei. 

Eitel, u. Kapilavastu. 



^ iffi Miao wu. 'Das wunderbare 
Nichtsein'. Ein philosophischer Aus- 
druck, der auf die UnbegreifHchkeit des 
'Nichtseins' (asat) hindeutet. Ebenso 
wird das 'Sein' 'wunderbar' genannt 
(vgl. Miao yu). Die Existenz als solche 
ist nach der positiven wie nach der ne- 
gativen Seite ein unbeschreibliches 
Mysterium. 

Eitel, u. asat. 



^ Miao yin. 'Wunderbarer Lauf. 
Wiedergabe mehrerer Namen. 1. Gad- 
gadasvara; Name eines der fiktiven 
Bodhisattvas im Saddharmapundari- 
kasütra, dem das 23. Kapitel gewidmet 
ist. 2. Ghosa; Name eines Arhat, der 
dem geblendeten Kunäla das Augenlicht 
zurückgab; s. Ch'ü(^ )-sha. 3. Su- 
ghosä; Name einer Schwester der Kuan 
yin. 4. Sughosa, auch shui t'ien te fo 
;!K ^ #v # ' 'Buddha der Tugend 
des Wasserdevas'. Name eines früheren 
Buddha, des 743. des jetzigen kalpa. 
1. Eitel, u. Gadgadasvara; Sdhp. (Bur- 
nouf), S. 253 ff., 427, (Kern), S. 393 ff. — 

2. Eitel, u. Ghocha; Hs. ts. (J.), 111 492. — 

3. und 4. Eitel, u. Sughocha. 

I # S ÄS ^^^^ y'" p'^" "^^"• 

Übersetzung ('überall erfüllt mit wun- 
derbaren Tönen') von Skr. Manojfiasab- 
däbhigarjita. Name des kalpa, in dem 
nach dem Saddharmapundarlkasütra 
Änanda als Buddha auftreten wird. 

Eitel, u. Manodjiia sabdäbhi gardjita; 
Sdhp. (Burnouf), S. 131, (Kern), S. 206. 

I ^ J Miao yin wang. 'König mit 
wunderbarer Stimme.' Übersetzung von 
Skr. (Mahä)Ghosasvararäja. Name 
eines Bodhisattva. — Andere Übers.: ta 



(yin) sheng wang ^ (§) $ I, 
'König der grossen Stimme'. 

de Harlez, Voc, S. 19; Mvy. 23, 40. 



jlp ^ Miao yu. 'Das wunderbare 
Sein'. Die Existenz als Wunder. Skr. 



sat. Vgl. Miao wu. 



I 



Eitel, u. sat. 

^ Miao yü. 'Wunderbares Wort'. 
Wiedergabe von Skr. pravacana ('Leh- 
re'). Bezeichnung der Predigt des Bud- 
dha und der heiligen Lehrer. Andere 

Wiedergabe: miao fa ^jj; ^ 'wunder- 
barer dharma'. 

de Harlez, Voc, S. 51; Mvy. 66, 4. 

^ Miao. Dieses allgemeine Wort für 
'Tempel, Heiligtum' wird auch ge- 
braucht für kleine buddhistische Heilig- 
tümer, in denen wohl Götterbilder, aber 
keine Mönche zu finden sind. Auch ein 
stüpa wird so bezeichnet; s. T'a ( :^)- 
Eitel, u. stupa und tchaitya; Giles, Dict., 
No. 7867. 

I ^Ä ^i^o chu. 'Beter im Heiligtum'. 
Ein Ausdruck für die bei den heiligen 
Handlungen und bei der Besorgung des 
Tempels behilflichen Laien oder Novi- 
zen. 

Giles, Dict., No. 2597. 

j]^ Mieh. 'Auslöschen, Vernichten, Un- 
tergehen'. Übersetzung von Skr. niro- 
dha, auch von vinäsa. nirodha heisst 
die letzte Vorstufe auf der Stufenfolge 
von Bewusstseinszuständen, die bei der 
Meditation entstehen, die unmittelbare 
Vorstufe vor dem Eintritt in das Nir- 
väna. Das Wort mieh (nirodha) wird 
auch in der rückläufigen Formel der 
nidäna-Kette gebraucht für das allmäh- 
lich aufeinander folgende 'Auslöschen' 
derzwölf Glieder, vor allem und letzt- 
lich der samskäras, wodurch auch der 
Keim zu neuem Dasein zerstört wird. 
Daher bezeichnen nirodha und mieh 



350 



MIEH jj^ '^ MIEN 



j^ MINO 



(oder mieh tu j)^ J^ ) auch das Nir- 
väna selbst. Vgl. Nieh( yö )-p'an. — 
Nirodha heisst ausserdem die dritte der 
vier edlen Wahrheiten, die von der Auf- 
hebung des Leidens; vgl. Ssü ( pi] ) ti. 
— mieh ist auch Übersetzung von Skr. 
vinaya. s. P'i( ffljl^ )-nai-yeh. 

Hackmann, Schulen, S. 22; Mvy. 54, 10; 
95, 1; de Harlez, Voc, S. 21; Biikkyö daiji- 
ten, S. 1731, 3, 21 ff.; Beckh, Buddhismus, 
II 48 f., 96 f., 116. — Eitel, u. vinaya. 

i^W & ^^^^ cheng fa. 'Methode, 
Streit zu tilgen'. Übersetzung von Skr. 
adhikaranasamatha. Name des letzten 
(zehnten) Abschnittes des Prätimoksa. 
Kern übersetzt den Ausdruck: ,,über Sa- 
chen, die bei der Entscheidung von 
Streitfragen in Betracht kommen". 

Prätimoksa (chines. Text, Ssü fen chieh 
pen), S. 21 -p /\ ; Kern-Jacobi, II 138. 



Mieh chieh. 'Untergehender 
kalpa'. Übersetzung von Skr. sarnvar- 
takalpa ('Zusammenrollungskalpa'). s. 
Huai (J^) chieh. 

Eitel, u. saiTivartta kalpa. 

I A — -^ ^ S ^'eh chin i 
chieh hsi ch'i. 'Völlige Vernichtung aller 
Art von Lebensäusserung'. Erklärende 
Bezeichnung des Nirväna. s. Nieh 

( f^ )-P'an. 

Eitel, 11. Nirväna. 



-g- Mieh hsi. Übersetzung ('Ver- 
nichtete Freude') von Skr. Vinitaruci. s. 

P'i(|llit)-ni-to-liu-chih. 

Eitel, u. Vinita rutchi; B.N., Sp. 432. 



Mieh tu. 'Vernichten-über- 
schreiten'. Eine Wiedergabe von Skr. 
nirväna. s. Nich( Jö )-p'an. Vgl. Mieh. 

Eitel, u. Parinirväna; Bukkyö daijiten, 
S. 1734, 1,4 ff. 

^ Mieh. 



^^^ Mieh-li-ch'e. Skr. mleccha, 
'Fremder, Barbar'. Bezeichnung der in- 
dischen Bevölkerung, die nicht arischer 
Herkunft war. Im Buddhismus wird es 
Bezeichnung der Ungläubigen, die nicht 
an den Buddha glauben, wie man so 
auch im heutigen Vorderindien die 
Christen und Mohammedaner benennt. 
— Übers.: pei chien ^ ^ , 'niedrig 
und gering'. 

Eitel, u. mletchhas; Hs. ts. (J.), 1 75, 
230, II 188, III 515, (B.), I 164, (W.), I 
284; Mvy. 187, 18; Dowson, Dict., u. mle- 
chhas; v. Glasenapp, Hinduismus, S. 12, 
325. 

^ Mien. 

I J^ Mien li. 'Sich bemühen und an- 
treiben'. Übersetzung von Skr. vyäyäma 
('angestrengte Übung, Kampf). Die 
erste unter den vier Abteilungen, die als 
die Betätigungen des dharma (fa hsing 
^ :^ ) bezeichnet werden, Skr. sam- 
yagvyäyäma. s. Cheng ( i£) ching 
chin. 

de Harlez, Voc, S. 33. 

Mien. 



m 



^ Mien tien. Moderner Name 
(früher nur mien) für Birma. 

Giles, Dict., No. 7891. 

Mien. 

j ^ Mien pi. 'Das Gesicht zur 
Wand kehrend'. Ein Beiname des Pa- 
triarchen Bodhidharma, von dem die 
Legende erzählt, er habe neun Jahre in 
Meditation vor einer Mauer gesessen. 
Er wurde daher auch pi kuan p'o-lo- 
men ^ §J^ ^. ^ p^ , 'der wandan- 
starrende Brahmane' genannt, s. P'u 
(^ )-ti-ta-mo. 

Giles, Dict., No. 8956. 



L Ming. 'Dunkel'. Das Charakteristi- 



MING 



^ nfj 



351 



kum des Totenreiches, womit die Höl- 
len gemeint sind, und seiner Geheim- 
nisse. Die Toten heissen 'die am Dun- 
kelorte wohnen', ming steht auch wohl 
allein für 'Unterwelt'; doch kommt der 
Ausdruck meist mit Zusätzen vor. Vgl. 
die folgenden Artikel, s. Ti {^) yü. 

Giles, Dict., No. 7951; Willoughby- 
Meade, Ghouls, S. 382. 

^ 5B Ming chien. 'Im Dunkel'. Name 
für das Gebiet der Unterwelt, der Höl- 
len. Vgl. vorher, s. Ti (ijjj ) yü. 
Giles, Dict., No. 7951. 

I J^ Ming fu. 'Palast der Finster- 
nis'. Eine Bezeichnung der Unterwelt, 
der Gesamtheit der Höllen. Vgl. Ming. 
s. Ti ( ttb ) yü. 

Giles, Dict., No. 7951. 

I S. Ming ming. 'Dunkel und Fin- 
sternis'. Benennung der Unterwelt. 
Ähnlich yu ming [^ ^ . s. Ti ( :btjl ) yü. 

Lung shu ching t'u wen, VI, S. 17b, 
Z. 9; Hackmann, Laienbuddhismus, S. 213. 



=S 



Ming. 



I fM Ming hao. 'Namensnennung'. 
Erklärende Wiedergabe von Skr. na- 
mas, "Verehrung dem...", in Anru- 
fungsformeln, s. Na(^P)-ma. 
de Visser, Ti-tsang, S. 89. 

I ;jig Ming hsiang. Übersetzung 
('Ruhm-Merkmal') von Skr. Yasasketu 
(?); doch steht im Skr.-Text des Sad- 
dharmapundarlkasütra: Sasiketu. Na- 
me des Buddha-Jüngers Subhüti (su- 
pu-ti ^"0^*0' ), wenn er einst ein 
Tathägata geworden ist, wie im Sad- 
dharmapundarlkasütra angekündigt 
wird. 

Eitel, u. sasiketu; Sdhp. (Burnouf), S. 
91, (Kern), S. 145. 



ig ^ Mmg se. 'Name und Gestalt'. 
Übersetzung von Skr. nämarüpa. Be- 
zeichnung des vierten Gliedes in der 
zwölfgliedrigen Kette des ursächlichen 
Entstehens (pratityasamutpäda, yin 
yüan g] ^ ; s.d.). Es ist das Ichbe- 
wusstsein, das Gefühl der Individuali- 
tät, das aus dem hellen Bewusstsein 
(vijfiäna) entsteht. 

Eitel, u. nämarüpa; de Harlcz, Voc, S. 
20; Mvy. 113, 4; Chiao sheng fa shu, XI, 
S. 9a, 9b, 10a; Beckh, Buddhismus, II 
103 f.; Rosenberg, Philosophie, S. 213,218. 



Ming wen. 'Name (im Sinne 
von Ruhm)-hörer'. Übersetzung von 
Skr. Yasodharä. s. Yeh( ^jj )-shu- 
t'o-lo. 

Mvy. 47, 42. 

^ Ming. 



Ming cho. 'Lebenszeit-Unrein- 
heit'. Übersetzung von Skr. äyuhkasä- 
ya. Eine der 'fünf Unreinheiten' (wu 
cho ^ yg ) oder Wirrnisse des ge- 
genwärtigen kalpa, und zwar die erste, 
die darin besteht, dass das in früheren 
Zeiten so hohe Lebensalter heute infol- 
ge der vielen Vergehungen und der 
Verschlechterung des kalpa jammervoll 
kurz geworden ist. s. Wu ( ^ ) cho. 

Vgl. Cho (yg ) und Chieh (^). 

Eitel, u. kächaya; de Harlez, Voc, S. 
45; Mvy. 124, 1; Chiao sheng fa shu, V, 
S. 3b; Chavannes, 500 contes, I 17, Anm.; 
Dharmasanigraha (Kasawara), No. XCI. 

I P^ Ming lun. 'Sästra vom Leben'. 
Wiedergabe von Skr. Ayurveda, s. A 

(|Jpj" )-yu- 

Eitel, u. Ayurveda; Hs. ts. (J.), III 492. 



^ Mirg ming. 'Leben-Leben', 



I 

Übersetzung von Skr. jivarnjiva, jlvam- 
jlvaka (oder jivakajivaka). Name eines 



352 



MINO Bg 



von Hsüan tsang erwähnten Vogels in 
Nepal. 

Eitel, u. djivandjiva; Hs. ts. (J.), II 407, 

III 492, (B.), II 80, (W.), II 83; Mvy. 213, 

105. 

0^ Ming. 

1 ^-km 



Ming chiao ta shih. 
'Grosser Meister der Erklärung der 
Lehre'. Ein Ehrentitel, der dem aus 
Nordindien nach China gekommenen 
Mönch T'ien hsi tsai ^ J^^ i}^ für 
seine Verdienste als Übersetzer im 
Jahre 982 vom Kaiser verliehen wor- 
den ist. s. T'ien ( ^ ) hsi tsai. 

B.N., Sp. 452; Bagchi, Canon, S. 595. 

I 5£ Ming chou. 'Zauberspruch'. 
Übersetzung von Skr. vidyä, in seiner 
spezielleren Bedeutung 'Zauber, Zau- 
berspruch'. Auch ming allein gibt die- 
sen Begriff wieder. Name für allerlei 
Zauberformeln der Yoga-Schule, man- 

tras oder dhäranis (chou ^L» )' ^^^ ^^^ 
Mitteilung je einer besonderen Gottheit 
angesehen werden. Sie bestehen meist 
aus transkribierten Skr.-Wörtern oder 
Silben oder Übersetzungen solcher. ■ — 
Andere Wiedergabe: chin chou ^ 
^ , 'verbietender Zauberspruch', s. 
Chou ( 5E, ) und Shen ( 1$ ) chou. 
Eitel, u. vidyä; Mvy. 197, 4. 

j ^ Ming ch'üan. Name eines 
Mönches der T'ang-Dynastie, der im 
Jahre 695 n. Chr. zusammen mit ande- 
ren einen Katalog der buddhistischen 
heiligen Schriften (B.N., No. 1610) 
herausgegeben hat. 

B.N., Sp. 462; Bagchi, Canon, S. XLIX, 
666. 

I ^ ^ Ming hsien ssü. 'Kloster 
des lichten Weisen'. Überzetzung von 
Skr. Samäjiiasamghäräma. s. So ( ^ )- 
mo-jo-seng-ch'ieh-lan. 



Eitel, u. Samadjna saffighäräma; Hs. ts. 
(J.), III 492. 

H^ ^^ _pL ;^ Ming hsing chü tsu. 
'Gänzlich ausgestattet mit Wissen und 
Wandel'. Übersetzung von Skr. vidyä- 
caranasarnpanna. Ein Beiname des 
Buddha, mit dem ausgedrückt sein soll, 
dass er die buddhistische Vollkommen- 
heit, Einsicht und moralische Kraft un- 
trennbar in sich vereinigt. Auch ming 
hsing tsu. 

de Harlez, Voc, S. 5; Mvy. 1, 6; Ane- 
saki, Ethics, S. 4. 

I ^ ^ Ming hsing tsu. 'Vollendet 
in Wissen und Wandel', s. vorher, 
de Harlez, Voc, S. 5; Mvy. 1, 6. 

I ti^ Ming hui. Name eines Mön- 
ches, der im Jahre 522 n. Chr. ein 
vinaya-Werk (B.N., No. 1158) ver- 
fasst hat. 

B.N., Sp. 460. 

I Jfl Ming lang. 'Hell und klar'. 
Wiedergabe von Skr. älokavrddhi, 'Zu- 
nahme der Einsicht'. Die dritte Stufe 
der Vervollkommnung des Bodhisattva- 
Wesens und auch der Gläubigen. — An- 
dere Wiedergabe: ming tseng 0^ j^ , 
'Zunahme der Klarheit (Einsicht)', s. 
Wu ( ^ ) hsing hsin wei. 

de Harlez, Voc, S. 26; Mvy. 32, 3. 

I y Ming liao. Wiedergabe von 

Skr. Bhandi (Bhani?). s. P'an( ^)-ni. 

Eitel, u. Bhani; Hs. ts. (J.), III 492. 



^ Ming min. 'Einsichtig und klug.' 
Von Julien mit Sighrabuddha (?) wie- 
dergegeben. Name eines der Gelehrten 
im Kloster Nälanda zu Hsüan tsang's 
Zeit, die dort nach Hsüan tsang's Aus- 
druck "im Schatten ihre erhabene Tu- 
gend verbargen". 

Eitel, u. Sigrabiiddha; Hs. ts. (J.), III 
47, 492, (B.), 11 171, (W.), II 165. 



MINO ög qg MO 



353 



BJJ -^ Ming nü. 'Berühmte Frau'. Be- 
zeichnung für Skr. Gautaml. s. Chiao 
(ff )-t'an-mi. 

Eitel, u. Gautami. 

I ^ Ming pien. 'Helle Erörterung'. 
Übersetzung von Skr. Bhävaviveka. s. 
Ch'ing ( f^) pien. 
Hs. ts. (W.), II 221. 

I ^ Ming tseng. 'Zunahme der 
Klarheit (Einsicht)'. Wiedergabe von 
Skr. älokavrddhi. s, Ming lang. 
Mvy. 32, 3. 

1 ^ Ming yu. Übersetzung ('Glanz- 
Freund') von Skr. Prabhä(kara)mitra. 

s. Po( '^ )-lo-p'o-chia-lo-mi-to-lo. 

Eitel, u. Prabhäkaramitra; B.N., Sp. 434; 
Bagchi, Canon, S. 468. 

P& Ming. 



^ Ming ch'ih. 'Mit dem Stab auf- 
klopfen', s. Ch'ih ( /J). 

Pal chang ch'ing kuei, Vlla, S. 9a. 

W. Mo. 



I ^ PS Mo-chieh-t'o. Skr. Maga- 
dha. Name eines bedeutenden Königrei- 
ches in Mittelindien mit der Hauptstadt 
Räjagrha und später Pätaliputra. Hier 
herrschten die bekannten Könige Bim- 
bisära, Ajätasatru und Asoka. Man 
identifiziert Magadha mit dem heutigen 
Süd-Bihar. Magadha ist das heilige 
Land des Buddhismus. Hier wanderte 
Buddha umher und lehrte. Von hier 
breitete sich seine Lehre aus. Der Spra- 
che des Landes, der Mägadhi, bedienten 
sich die Jünger Buddhas und wahr- 
scheinlich auch Buddha selbst. In ihr 
wurde sicherlich der erste Kanon auf 
dem dritten Konzil in Pätaliputra abge- 
fasst. Spuren des MägadhI-Kanons las- 
sen sich noch im Päli-Kanon nachwei- 

HACKMANN, Wörterbuch 



sen. Das Päli, die Kirchensprache der 
südlichen Buddhisten auf Ceylon, wird 
von diesen selbst Mägadhi genannt und 
ist wahrscheinlich aus diesem Dialekt 
hervorgegangen. — Andere Transkr.: 
mo-ch'ieh-t'o j^ jyf/p [J^g , mo-chieh-t'i 

J§ j5S ^ , mo-chieh-t'o ^ jlg Pt ; 
Wiedergabe: hsing ch'u 

nenwohnung', shan sheng 

siegreich'. 

Eitel, u. Magadha; Hs. ts. (J.), I 136, II 
409-93, III 1-64, 370 f., 516, 561, (B.), II 
82-185 U.Ö., (W.), 11 86-177 u.ö.; Mvy. 193, 
19; Bongo jiten, S. 447; Giles, Dict., No. 
4602; Malalasekera, Päli proper names, u. 
Magadha. 



^ 



'Ster- 
, 'sehr 



Mo-chieh. Abgekürzte Tran- 
skription von Skr. makara. s. das fol- 
gende. 

Eitel u. makara; Hs. ts. (J.), III 561. 

I J^ S Mo-chieh-lo. Skr. makara. 
Name eines sagenhaften Riesenfisches, 
von dem Hsüan tsang erzählt, dass 
Schiffer ihn für eine Insel im Meere 
hielten und dass die Anrufung der 
Kuan yin sie vor dem Ungeheuer ret- 
tete. Buddha soll sich in einer seiner 
früheren Existenzen in solch einen Fisch 
verwandelt haben, um die Menschen 
(am Ufer des Indus) mit seinem Fleisch 
zu nähren. Er reichte damit zwölf Jahre 
hindurch. — Der Name wird auch zu 
mo-chieh verkürzt. Erklärende Wieder- 
gaben: shui shou -^ ^, 'Wassertier', 
ching yü |^ ^ , 'Walfisch'. 

Eitel, 11. makara; Hs. ts. (J.), II 475, HI 

516, 561, (B.), I S. CII, II 125 f.; Mvy. 

213, 64. 



ig |g Mo-chieh-t'i. Skr. Maga- 
dha. s. Mo-ciiich-t'o. 

Eitel, u. Magadha; Hs. ts. (J.), lil 561; 
Bongo jiten, S. 447. 

23 



354 



MO 



t'o. 



|Jg Mo-chieh-t'o. Wie vorher. 
Mvy. 193, 19; Bongo jiten, S. 447. 

^ |5:g Mo-ch'ieh-t'o. s. Mo-chieh- 
Eitel, u. Magadha; Bongo jiten, S. 447. 



I na M # B g Mo-chü-ii- 

ch'ieh-lo-mo. Irrtümlich für mo-ta- 
( pB )-li-ch'ieh-lo-mo; s.d. Skr. mätr- 

gräma. 

Eitel, u. mätrigräma. 

I fpf §j ijfj^ Mo-ho-chan-po. Skr. 
Mahäcampä. Name eines alten Reiches 
in Birma, durch den Zusatz von mahä 
von dem vorderindischen Campä unter- 
schieden (vgl. Chan[|i]-po). Chine- 
sischer Name: lin i :^ ^ (so bei 

Watters, bei Julien Q ), 'Waldstadt'. 

Eitel, u. Mahätchampä; Hs. ts. (J.), I 

182, III 83, 515, 538, (B.), II 200, (W.), 

II 188; Bretschneider, Med. res., I 190; 

Marco Polo (Yule), II 268. 

1 fp[ äE J# & Mo-ho-chia-chan- 
yen. Skr. Mahäkätyäyana. s. Chia( ^ )- 
to-yen-na. 

Mvy. 47, 5. 

I MM^'iaM Mo-ho-chia-to- 
yen-na. Wie vorher. 
Mvy. 47, 5. 

I fpf äE ^ iäS Mo-ho-chia-she-po. 
Skr. Mahäkäsyapa. s. Chia(^)-she. 
Eitel, u. Mahäkäsyapa; Hs. ts. (J.), HI 
515. 

I fpf # S Mo-ho-ch'ieh-lo. Skr. 
Mahäkäla. Eine der Bezeichnungen für 
Siva in seiner schrecklichen Form und 
auch Name eines der Wesen in seinem 
Gefolge, vielleicht für Kubera (vgl. P'i 
[(g}|^]-sha-men). Er gilt als Schutzgott 
der buddhistischen Klöster. Sein Bildnis 
mit schwarzem Gesicht steht oft am 



Eingang oder in der Esshalle. Er ge- 
hört zu den dharmapälas, den 'Hütern 
der Religion'. — Übers.: ta hei ^ H ^ 

'der grosse Schwarze', ta shih -j^^ ^ , 
'grosse Zeit' (Übersetzung je nach der 
Auffassung von käla als 'schwarz' oder 
'Zeit'); andere Bezeichnung: (ta) shen 
wang ( ^) iSllJ 3E , 'der (grosse) Kö- 
nig der göttlichen Wesen', vgl. Mo- 
(^ )-hsi-shou-lo. 

Eitel, u. Mahäkäla; Hs. ts. (J.), II 43, 

III 484, 495, (B.), I 59, (W.), I 125; Mvy. 

163, 48; Chapin, Iconogr., S. 123; Getty, 

Gods, S. 143 ff.; Waddell, Buddhism, S. 

537; v. Glasenapp, Hinduismus, S. 132, 76; 

Dowson, Dict., u. Mahäkäla. 

gipf^(oder:fg)^|| Mo-ho- 
chü-ch'ih-lo. Skr. Mahäkausthila. Name 
eines Jüngers des Buddha, des mütter- 
lichen Onkels des Säriputra. — Andere 
(gekürzte) Transkr.: chü-ch'i-lo ^ 



grossen Knien'. 



Eitel, u. Mahäkäuchthila; Mvy. 47, 35; 
Sdhp. (Burnouf), S. 2, (Kern), S. 2. 



fa-na-ch'ieh-lan(-mo). Skr. Mahävana- 

samghäräma. Name eines von Hsüan 

tsang erwähnten Klosters in Udyäna, 

das zur Erinnerung an eine äusserste 

Selbstaufopferung des Buddha (nach 

einer Jätaka-Erzählung) erbaut worden 

war. — Übers.: ta lin ch'ieh-lan -^ j^ 

ft M ' 'Kloster des grossen Waldes', 

ta lin ssü ^ ;j^ ^ (ebenso). 

Eitel, u. Mahävana sauighäräma; Hs. ts. 
(j.), II 136, III 515, 496, (B.), I 124 (auch 
I, S. XLIV), (W.), I 233, 308, 311. 



M ^"^M U^ Mo-ho-hsieh- 
na-t'i-p'an. Skr. Mahäyänadeva. Ein 
Ehrenname des Pilgers Hsüan tsang, 
der ihm von seinen Schülern, die dem 
Mahäyäna angehörten, gegeben wurde. 



MO 



355 



Vgl. Mu(;4v)-ch'a-t'i-p'an. s. Hsüan 

(^) tsang. 

Eitel, u. Mahäyänadeva; Hs. ts. (J.), I 
223, 248, III 516; Giles, Biogr. Dict., No. 
801. 

^ |p[ JlJ f:g Mo-ho-la-t'o. Skr. Ma- 
härästra. Name eines Reiches im Nord- 
westen von Vorderindien, bei Hsüan 
tsang erwähnt, das spätere Mahratta- 
Gebiet. 

Eitel, u. Mahärächtra; Hs. ts. (J.), I 202, 
III 149, 401, 515, (B.), II 255 ff., (W.), II 
239 f. 



|pf g ^P (oder ^ ) Mo-ho-mo- 
hsieh (oder yeh). Skr. Mahämäyä. s. 
Mo-yeh. 

Eitel, u. Mahämäyä; Hs. ts. (J.), III 515; 
Mvy. 47, 41; Bongo jiten, S. 444. 



1^ g Ä ® Rt Mo-ho-mu-chen- 
lin-t'o. Skr. MahämuciHnda. s. 
Chih(;^)-Hn. 

Eitel, u. Mahämutchilinda; Mvy. 240, 26. 

I IrF @ ^Ä jS Mo-ho-mu-chien- 
lien. Skr. Mahämaudgalyäyana. s. Mo- 
(jg)-t'e-ch'ieh-io tzü. 

Eitel, u. Mahämaudgalyäyana. 

I mS'^tBl^M Mo-ho-mu- 
chien-lo-yeh-na. Wie vorher. 
Eitel, u. Mahämaudgalyäyana. 

I fPf Ä Mo-ho-nan. Skr. Mahänä- 
man. Name eines Säkya-Prinzen, eines 
Sohnes des Dronodana und Bruders des 
Anuruddha. Nach einer ÜberHeferung 
soll er zu den fünf Erstbekehrten ge- 
hört haben; nach anderer Überlieferung 
war er 'König' der Säkyas und kam bei 
der Zerstörung von Kapilavastu durch 
Ajätasatru um. — Auch Name eines 
Königs von Ceylon, der 413 n. Chr. den 
Thron bestieg und unter Buddhaghosa 
in Anurädhapura studierte. 

Eitel, u. Mahänäman; Hs. ts. (J.), I 134, 



II 356, 364, III 515, (B.), II 55, (W.), 11 
9; Kern-Jacobi, I 149 f., 206 f., 254 f., II 477. 

^ fpf i9i M Mo-ho-ni-lo. Skr. ma- 
hänila. Name eines dunkelblauen Edel- 
steins, vielleicht des Saphirs. Erklären- 
der Name: ta ch'ing chu ^ ^ ^, 
'grosse dunkelblaue Perle', oder ta 
ch'ing pao "^ ^ ^ > 'grosser dunkel- 
blauer Edelstein'. 

Eitel, u. mahänila; Hs. ts. (J.), I 253, 

III 515, 496; Mvy. 235, 24. 

I iPflJ#^[^ Mo-ho-no-ch'ieh- 
na. Skr. mahänagna. s. Lu (J|!) shen. 

Eitel, u. nagna. 

1 M^ftM Mo-ho-p'an-t'o-chia. 
Skr. Mahäpanthaka. s. Pan(^)-t'o- 
chia. 

Mvy. 47, 26. 



gPf W IpT ^^ Mo-ho-p'i-ho-Io. 

Skr. Mahävihära. Name eines grossen 
Klosters in der Nähe der Hauptstadt 
(Anurädhapura) von Ceylon, das Fa 
hsien besuchte. Das Kloster umfasste 
3000 Mönche. Fa hsien beschreibt die 
hier vollzogene Verbrennung des Leich- 
nams eines Arhat. Vgl. das folgende. 
Eitel, u. Mahävihära; Fa hsien (Legge), 
S. 107, S. H + ;/L ' 13; Hs. ts. (B.), 
I S. LXXVI; Kern-Jacobi, II 68, 282, 354, 
410, 420 ff., 469 ff. 

I fpFWfpFlSft^ Mo-ho-p'i- 

ho-lo chu pu. Transkription und Über- 
setzung (chu, 'wohnen', und pu, 'Schu- 
le') von Skr. Mahävihäraväsinah. Name 
einer besonderen Schule auf Ceylon, von 
der Hsüan tsang berichtet. Sie trägt 
wohl ihren Namen von dem Kloster Ma- 
hävihära (vgl. vorher) und bekämpfte 
das (damal;^ wohl gerade aufgekom- 
mene) Mahäyäna. Sie war von der 
Schule der Sthaviras ausgegangen. • — 



356 



MO 



Übers. : ta ssü chu pu ^ ^ iJ: ^ , 
'Schule der im Grossen Kloster Woh- 
nenden'. Vgl. Shang ( Jt ) tso pu. 

Eitel, u. Mahävihära vasinäh; Hs. ts. 
(J.), III 141, 515, (B.), II 247, (W.), II 
234 f.; Mvy. 275, 20; Kern-Jacobi, II 354, 
. 473, 554. 

»m^jk (ü) m^jku Mo-ho- 

po-(lo-)she-po-t'i. Skr. Mahäprajäpati. 
Name der Tante und Pflegemutter des 
Buddha. Auf ihre Bitte hin erlaubte 
Buddha die Gründung von Nonnenklö- 
stern. Sie selbst trat mit 500 Frauen 
sogleich in den Orden ein. Als erste 
Oberin der Nonnenorden trägt sie den 
Beinamen chung chu ^ ^ , 'Haupt 
der Gemeinde', oder ni chung chu J^ 
^ i ' 'Haupt der Nonnengemeinde'. 
— Andere Transkr.: mo-ho-po-la-she- 
po-ti ^ fpfl^ f ij ^^ $|i Ig ; von 
Prajäpati: po-lo-she-po-ti ^ j^ ^ 
^ K > po-she-po-t'i ^^ ffl äl^ ^ ; 
Übers.: ta sheng chu ^ :^ ^ > 'gros- 
se Geschöpfe-Herrin', und ta ai tao ^ 
^ jM^ (Fa hsien), 'path of great love' 
(Legge), was aber kaum Übersetzung 
sein kann. — Mahäprajäpati ist auch 
unter dem Namen Gautami bekannt; s. 
Chiaofte )-t'an-mi. 

Eitel, u. Mahäpradjäpati und Gautami; 
Fa hsien (Legge), S. 55, 66, S. -p A , 
1, Z: + ZI. 3; Hs. ts. (J.), I 124, II 
294, III 7, 515, 495, 496, 561, 524, 562, 
(B.), II 2, (W), I 377; Mvy. 47, 40; 01- 
denberg, Buddha, S. 111, Anm. 3, 186; 
Kern-Jacobi, I 38, 41, 66, 177 ff. u.ö.; 
Koeppen, Buddha, I 79, 114; Rockhill, Life, 
S. 14, 60, 111, 152. 

I fPf^^^lJ&l J^S Mo-ho-po- 
la-she-po-ti Skr. Mahäprajäpati. s. 
vorher. 

Mvy. 47, 40. 



J^ |pj ^ ^ J§ Mo-ho-po-t'e-mo. 
Skr. Mahäpadma. s. Pai( ^)lien hua. 
Chiao sheng fa shu, VIII, S. 15b. 



m^ 



nPJ ^ ^ ^ Mo-ho-p'u-t'i ssü. 
Skr. Mahäbodhisarnghäräma. Name 
eines grossen Klosters in der Nähe des 
bodhi-Baumes, das Hsüan tsang be- 
schreibt. Fa hsien nennt es nicht mit 
Namen. I tsing scheint unter Mahä- 
bodhi die Gegend, wo das Kloster lag, 
zu verstehen. 

Eitel, u. Mahäbodhi saihghäräma; Hs. ts. 
(J.), I 319, II 487, III 515, (B.), II 133, 
(W.), II 136 f.; I tsing (Takakusu), S. 
XXII, XXXI, XXXII, XXXIV, 39, 67, 145. 



gpj 1^ (i^ ) Mo-ho-sa(-to). Skr. 
Mahäsattva, 'grosses Wesen'. Ein Bei- 
name der Bodhisattvas in Verbindung 
mit p'u-sa ^ ^ , 'Bodhisattva', ge- 
braucht. — Andere Transkr.: ma-ho- 
sa-tu-ya % P^ ^ # ^ • — 2. Na- 
me eines Sohnes des Königs Mahära- 
tha. Mahäsattva, eine frühere Verkör- 
perung des Buddha, opferte seinen Kör- 
per einer hungrigen Tigerin. 

1. Eitel, u. Mahäsattva; Hs. ts. (J.), 
I 162, III 60, 515; de Harlez, Voc, S. 17; 
Mvy. 22, 2. — 2. Eitel u. Mahäsattva ku- 
mära rädja; Hs. ts. (J.), I 89, III 515; 
Sbh. (Nobel), Kap. 18. 

I fPfftÄnl^ Mo-ho-seng-ch'i pu. 
Skr. Mahäsarnghika, mit dem Zusatz 
pu, 'Schule'. Name der einen der bei- 
den Hauptrichtungen des alten indi- 
schen Buddhismus, aus denen mit der 
Zeit die achtzehn Schulen hervorgegan- 
gen sind. Die Mahäsamghikas (oder 
Mahäsämghikas) sind die Anhänger der 
'Grossen Gemeinde', die den Sthaviras 
oder Sthaviravädins gegenüberstanden. 
Diese letzten vertreten die Rechtgläu- 
bigkeit, die Mahäsamghikas dagegen 
waren die ersten Schismatiker. An sie 



MO 



357 



schlössen sich noch sechs weitere Sek- 
ten an, während zwölf Richtungen aus 
den Sthaviras heraus entstanden; im 
ganzen waren es also dann achtzehn. 
Indes gibt es noch sechs andere Schu- 
len, über deren Verhältnis zu den acht- 
zehn Unklarheit herrscht. Die Nach- 
richten darüber, die vom indischen Kon- 
tinent stammen, weichen von denen der 
Insel Ceylon ab. Die ursprüngliche 
Zweiteilungherrschtauch dort. Doch geht 
man in der Weiterbildung der Sekten 
auseinander. Über die Lehren der ver- 
schiedenen 'Sekten' besteht noch grosse 
Unsicherheit. Wassiljew hat versucht, 
einen Überblick zu geben. — Abge- 
kürzte Transkr. : seng-chih j^ jjj^ ; 

Übers.: ta chung pu ^ ^ "nli . 'Schu- 
le der Grossen Gemeinde'. 

Eitel, u. Mahäsaffighikäh; Hs. ts. (J.), 
1 69, 86, 94, 158, II 132, III 37, 192, 515, 
496, 563, (B.), I 121, 162, II 287, (W.), 
I 151, 164, 227, 282, II 161, 217; I tsing 
(Takakusu), S. XX, XXIII, XXIV, 
7; Mvy. 275, 13; Wassiljew, Buddhismus, 
S. 257 ff.; Kern-Jacobi, II 324 f., 345, 492, 
497 f., 506 f., 535, 551-69; Hackmann, 
Buddhismus (Handexempl.), S. 61 f., 66; 
O. Franke, T'oung pao, 1909, S. 521. 

^ ipT "^ Mo-ho-she. Abgekürzte 



Transkription von Skr. Mahäkäsyapa. 
s. Chia(^)-she. 

Eitel, u. Mahäkäsyapa. 

I M f^ Mo-ho sheng. Transkrip- 
tion und Übersetzung von Skr. Mahä- 
yäna ('grosses Fahrzeug'), s. Ta 
(^ ) sheng. — Mo-ho sheng (auch 
in der Form Ta sheng ^ ^) ist fer- 
ner Name eines Mönches aus dem We- 
sten, der in der Periode Yung ming 
(483-86 n. Chr.) nach China gekom- 
men ist und zwei (jetzt verlorene) Wer- 
ke übersetzt hat. 

Eitel, u. Mahäyäna; B.N., Sp. 420; 
Bagchi, Canon, S. 407 f. 



fpf ^ 7^1] Mo-ho-shih-li. Skr. Ma- 
häsrl. Sri oder Laksml, Göttin des 
Glücks, Gemahlin des Visnu. Sie heisst 
gewöhnlich (ta) chi hsiang t'ien nü 

ii^) ^Üf^^^g'ci^'^ Skr. Sri 
mahädevi, 'die grosse Göttin Sri'. 
Vgl. Chi ( ^) hsiang. 

Eitel, u. Mahäsri sütra; Mvy. 137, 4, 5; 
B. N., No. 958 f.; Chapin, Iconogr., S. 123, 
125; Dowson, Dict., u. Lakshmi. 

I IrT ^ M Mo-ho-so-lo. Skr. Ma- 
häsäla oder Mahäsära. Name einer bei 
Hsüan tsang erwähnten Stadt an der 
Gaiigä. Heute ein Dorf Masära, sechs 
Meilen westlich von Ära (Arrah). 

Eitel, u. Mahäsära; Hs. ts. (J.), II 381, 

III 363, 515, (B.), II 63, Anm. 53, (W.), 

II 60. 



gp[ i\^ g Mo-ho-ta-lo. Skr. ma- 
hätära(ka). Titel eines offiziellen Füh- 
rers oder Geleiters. Erklärende Be- 
zeichnung: tao kuan ^ ^^ , 'Weg- 
beamter'. 

Eitel, u. mahätäraka; Hs. ts. (J.), I 55, 
260, 111 515, 540. 



I IrF ^ §1 Mo-ho-t'i-p'an. Skr. 
Mahädeva. 1. Beiname des Siva. s. Mo 
(IS )-hsi-shou-lo. — 2. Name eines 
Mönches aus der Zeit des Königs Aso- 
ka, von dem Hsüan tsang berichtet. Er 
war ein gelehrter Häretiker, der mit sei- 
nen Anhängern vor Asoka nach Kash- 
mir entfloh, wo er den Buddhismus be- 
gründete. — 3. Name des Buddha in 
einer früheren Existenz als ein cakra- 
vartin. — 4. Name eines Königs aus 
dem Säkya-Geschlecht, einer der 19 
Könige, die zu den Vorfahren des 
Buddha gehören. — 5. Name eines der 
drei Söhne des Königs .Mahäratha in 
der Geschichte von der hungrigen Ti- 
gerin, wie sie im Goldglanz-sütra er- 



358 



MO 



zählt wird. — Übersetzung: ta t'ien 

~hi ^' 'gi"osser Gott'. 

Eitel, u. Mahädeva und Säkya; 2. Hs. ts. 
(J.), II 171, III 516, 496, (B.), I 150, (W.), 
I 267 ff.; 3. Hs. ts. (J.), II 397, III 516, 
496, (B.), II 74, (W.), II 72; Mvy. 180, 31; 
4. Eitel, u. Säkya; 5. Sbh. (Nobel), Kap. 
18. 

W-M^M Mo-ho-t'i-pi. Skr. Ma- 
hädevl, 'grosse Göttin'. Im besonderen 
ist Mahädevi Bezeichnung einer hin- 
duistischen Göttin, der Gemahlin und 
sakti des Siva. Sie hat einen Doppel- 
charakter, den einer milden gütigen 
(als Umä, PärvatI, Jaganmätä) und 
den einer schrecklichen und grausamen 
Göttin. In dieser letzten Auffassung 
(unter dem Namen Durgä [t'u-chia 
^ ^ ], Käli, Chandi, Bhairavi, Bhi- 
mä [p'i-mo fflj]^ J^ ]) wird sie vor 
allem verehrt, und zwar mit blutigen 
Opfern, Orgien und Grausamkeiten. 
Ihr chinesischer Ehrenname ist kung te 
t'ien :^ ^^ ^ , 'Devi des Verdien- 
stes'; ein Beiname: Skr. Tärä, t'o-lo 
— Als allgemeine Bezeich- 



^ 



nung ist mahädevi ('grosse Göttin') 

auch Beiname anderer Göttinnen, z.B. 

der Sarasvati, Sri u.a. 

Eitel, u. Mahädevi und Tärä; Dowson, 
Dict., u. Devi; v. Glasenapp, Hinduismus, 
S. 142 f., 147, 345, 424. 



I M 



Mo-ho-yeh. s. Mo-ho-she. 



I IrT ts (^f^) Mo-ho-yen(-na). 
Skr. Mahäyäna. s. Ta ( ^ ) sheng. — 
Auch Beiname des Mönches Gunabha- 
dra. s. Ch'iu( ^ )-na-po-t'o-lo. 

Eitel, u. Mahäyäna. — B.N., Sp. 416; 
. Bagchi, Canon, S. 378. 

I IrI El Ü Mo-ho-yin-lo. Abge- 
kürzte Transkription von Skr. Mahen- 
dra. s. Mo-hsi yin-t'o-lo. 
Eitel, u. Mahendra. 



g g^ H jlj\i Mo-hou-lo-ch'ieh. Skr. 
mahoraga. Name einer Klasse von Dä- 
monen in der Gestalt von Riesenschlan- 
gen. In der tibetischen Dämonologie 
bilden sie die unterste der acht Abtei- 
lungen der dii minores. — Andere 
Transkr.: mo-hsiu-lo ^ ^ H^ , mo- 

hu-lo-i-fu (?) ^^MMB.' "1^- 
hu-lo ^ pf^ jig- , mu-hu-lo ^ pf {ig- ; 
Übers.: mang shen ^^ jjjjp , 'Python- 
geist'; ta fu hsing ^^^T> 'der 
grosse auf dem Bauch Gehende' (als 
wörtliche Übersetzung von mahä-ura- 

ga). 

Eitel, u. mahoraga; Mvy. 166, 9; Wad- 
dell, Buddhism, S. 367; Koeppen, Bud- 
dhismus, I 247; Abegg, Pretakalpa, S. 195. 

1 PM ffl $J P-£ Mo-hsi-li-chih-ch'a. 
Skr. Mätrceta. Name eines indischen 
Mönches, der ein Werk (B.N., No. 
1456) abgefasst hat, das von I tsing im 
Jahre 708 n. Chr. übersetzt worden ist. 
Eitel, u. Mätritcheta; B.N., Sp. 378; 
Bagchi, Canon, S. 539. 

I mM^^B Mo-hsi-lo-chü-lo. 
Skr. Mahirakula. Name eines Königs 
von Sakäla (in der Gegend von La- 
bore), von dem Hsüan tsang erzählt. 
Nach ihm verfolgte er die Buddhisten 
sehr, wurde dann von König Baläditya 
besiegt, ging nach Kashmir, wo er nach 
Entthronung und Ermordung des Kö- 
nigs die Buddhisten weiter verfolgte. 
Ihm wird ein Platz in der tiefsten Hölle 
gegeben. — Übers.: ta tsu wang -^ 

aus grossem Ge- 



'König 



schlecht'. 

Eitel, u. Mahirakula; Hs. ts. (J.), II 190, 
III 515, 496, (B.), I 119, Anm., 167-73, 
(W.), I 289. 

I S#^Mo|i Mo-hsi-she-so- 
chia pu. Skr. Mahlsäsaka, mit dem Zu- 



MO 



359 



satz 'Schule', s. Mi(5^)-sha-sai pu. 

Eitel, u. Mahisäsakäh. 

l© i^ v^ 4fe SS Mo-hsi-shih-fa-lo. 

ß-=i^ F^im i-t^. i>>j /I>ifc ^^ 

Skr. Mahesvara. s. Mo( Jlj )-hsi-shou- 

lo. 

Eitel, u. Mahesvara. 

I (Oder It) SiSttSfiÜ 
Mo-hsi-shih-fa-lo-pu-lo. Skr. Mahes- 
varapura ('Stadt des Siva'; vgl. Mo- 
[M ]-hsi-shou-lo). Name eines Rei- 
ches und einer Stadt, von Hsüan tsang 
erwähnt, südlich vom heutigen Agra. 
Eitel, u. Mahesvarapura; Hs. ts. (J.), I 

207, IIl 169, 337, 408, 515, (B.), II 271, 

(W.), II 251. 



I II -g" H Mo-hsi-shou-lo. Skr. 
Mahesvara. s. Mo( U )-hsi-shou-lo. 
Chapin, Iconogr., S. 123. 

1 ii a P:ß S Mo-hsi-yin-t'o-lo. 
Skr. Mahendra. Name eines (dem Lie- 
besverhältnis zu einer reichen Kauf- 
mannstochter entsprossenen) Sohnes 
des Königs Asoka, den dieser, angeblich 
nach einem Beschluss des Konzils zu 
Pätaliputra, nach Ceylon (Simhala, 
seng-ch'ieh-lo fg- jl]]\ H ) als Missio- 
nar des Buddhismus sandte. Der König 
(Devänärn priya Tisya) und sein Volk 
wurden von ihm bekehrt. Dieses Werk 
wurde unterstützt von Mahendras 
Schwester Sarnghamiträ, die gleichfalls 
von Asoka nach Ceylon entsandt wor- 
den war und einen Zweig des heiligen 
bodhi-Baumes dorthin mitbrachte. Die 
Wohnstätte des Mahendra wird noch 
heute bei Mihintale gezeigt. Auch der 
neue bodhi-Baum grünt noch bei Anu- 
rädhapura. Die Erzählung ist freilich 
nur sagenhaft und verherrlicht die nach 
Kern allein historische Tatsache, dass 
der Buddhismus unter König Asoka 
Ceylon erreicht hat. Die Person des 



Mahendra macht ein Teil der Überliefe- 
rung auch zu einem Halbbruder (nicht 
zum Sohn) des Asoka. So berichtet 
Hsüan tsang von einem Kloster, das von 
Mahendra, einem Bruder des Asoka, 
gegründet worden sei. — Andere 
Transkr.: mo-hsi-yin-t'o-lo |J Ü H 

P:£S' (mo-)shen-t'o ( g ) Hg Pt « 
mo-ho-yin-lo ^ f^f H S ' ^^ yin-ta- 
^o :;f^fpaM; übers.: ta ti ^ 
*^, 'grosser Herrscher'. 

Eitel, u. Mahendra; Hs. ts. (J.), I 198, 
II 423, III 121, 140, 515, 496, (B.), II 91, 
231, 246 f., (W.), II 93, 230, 234; Mvy. 
249, 35; Kern-Jacobi, II 356 ff . 

^ ^ Hd Mo-hsiu-lo. Skr. mahoraga. 
s. Mo-hou-lo-ch'ieh. 
Eitel, u. mahoraga. 

I BSÄE Mo-hu-lo-i-fu. Wie 
vorher. 

Eitel, u. mahoraga. 

I H Mo-i. Skr. mätrkä. Abkürzung 
von karmamätrkä. s. Mo-ta-li-chia. 
Eitel, u. mätrikä. 

I H^^ Mo-la-p'o. Skr. Mälava. 
Name eines Landes nebst der Haupt- 
stadt in Zentralindien, ungefähr im heu- 
tigen Distrikt Malva, von Hsüan tsang 
erwähnt. Nach einer Note zum Text 
soll Süd-Läta (nan lo ]g g ) gleich 

Mälava sein; Vgl. Lo i^). Zur Zeit 
des Pilgers war Mälava (neben Maga- 
dha) die Gegend in Indien, wo der Bud- 
dhismus am meisten in Blüte stand. 
Dort fand die Szene zwischen Bhadra- 
ruci und dem Brahmanen statt; vgl. Po- 
(^ )-t'o-lo-lou-chih. 

Eitel, u. Mälava; Hs. ts. (J.), I 204, III 

154 f., 403, 516, (B.), II 260, 265, 268, 

(W.), II 242 f. 

I ^ ^P Mo-lai-yeh. Skr. Malaya. s. 



360 



MO 



Mo-lo-yeh shan und Mo( |;|^)-lo-chü- 

ch'a. 

Eitel, u. Mäläkuta. 

J^ (oder ^) ^Ij Mo-li. Skr. mallikä 
oder mälikä. Name einer in Indien wie 
in China heimischen Pflanze, Nyctan- 
thes arbor tristis, einer Jasminart. Chi- 
nesische Bezeichnungen: nai (hua) ^ 
(:J:g) odernai ^, 'Holzapfel-Blume', 
weil die Früchte Holzäpfeln ähneln; man 
hua K ^ , 'Kopfschmuck-Blume', we- 
gen ihrer Verwendung als solche; hung 
mo-li ^I ^ ^ , 'rote mallikä'. Aus der 
Blume Nyctanthes wird ein Parfüm 
(casturi, Moschus) bereitet, das wegen 
seiner Ähnlichkeit mit dem Moschussaft 
sehr geschätzt wird. Nach Eitel heisst 
es navamälikä (oder navamallikä), 'die 
frische mälikä-Blume', was aber der 
Name für eine andere Jasminart ist: na- 
p'o-mo-li Jl^ ^ J$ f I) ; Wiedergabe: 

tsa hua ^ :{^ , eig.: 'mancherlei-Blu- 
me', wobei man wohl nava in der Be- 
deutung 'neun' (neunerlei, mancherlei) 
verstanden hat. — Mallikä (mo-li j^ 
^Ij ; nai ^ ) ist auch Name der 
Gemahlin des Königs Prasenajit. 

Eitel, u. mallikä und navamälikä; Mvy. 
240, 14, 15; Giles, Dict., No. 8121; Stuart, 
Mat. med., S. 287. 



^Ij ^ Mo-li-chih. Skr. Marici 
('Lichtstrahl'). Name einer männlichen 
Gottheit im Hinduismus, Marici-deva 
(mo-li-chih t'ien 1 | [ ^ oder 

mo-li-chih-t'i-p'o | | | ^^^ ^)- 
Er ist ein Nachkomme des Brahman und 
Vater des Sürya und soll dem Erschei- 
nen der Sonne vorangehen. Im nörd- 
lichen Buddhismus ist daraus eine weib- 
liche Gottheit vom Range eines Bodhi- 
sattva geworden. Sie gilt als Göttin des 
Lichtes und soll die Völker vor Krieg 



bewahren. Sie wird auch t'ien hou ^ 
|0, 'Himmelsherrscherin', und tou mu 

»^ -^^ , 'Matrone des (Sternbildes) 
Scheffel', genannt und als solche identi- 
fiziert mit Candl (chun-t'i '2^ ;^), 
einer Form der Durgä. Marici wird dar- 
gestellt mit drei Köpfen und sechs, acht 
oder sechzehn Händen. In zwei Händen 
hält sie Sonne und Mond empor. Der 
eine der drei Köpfe ist ein Schweine- 
kopf. Sie sitzt auf einem Lotus, der von 
sieben Schweinen getragen wird, oder 
auf einem Wagen, der von sieben 
Schweinen gezogen wird. Vgl. dazu die 
Legende bei Getty, S. 117. In Tibet 
wird sie als Göttin der Morgenröte ver- 
ehrt und kommt häufig als Begleiterin 
der grünen Tärä vor. — Andere Tran- 
skr. : mo-li-chih J^ ^ ^ , mo-li-chih 

S M i ' mo-li-chih ^ ^IJ i . 
Eitel, u. Märitchi; Bukkyö daijiten, S. 
1664, 3, 3 ff.; Getty, Gods, S. 117 ff.; Grün- 
wedel, Mythologie, S. 145, 146. 

J$ ?IJ i t^ ^ Mo-li-chih-t'i-p'o. 
Skr. Marici-deva. s. vorher. 

Bukkyö daijiten, S. 1664, 3, 4. 

I ^IJ i ?C Mo-li-chih t'ien. Skr. 
Marici-deva. s. Mo-li ( ^|J)-chih. 
Bukkyö daijiten, S. 1664, 3, 3. 

[ ^ ^ Mo-li-chih. Skr. Marici. s. 

Mo-li (^Ij )-chih. 

Bukkyö daijiten, S. 1664, 3, 3. 

I S^ ^ Mo-li-chih. Skr. Marici. s. 

Mo-li(7^|J )-chih. 
Eitel, u. Märitchi. 



S 3|J lil Mo-lo-yeh shan. Skr, 
Malaya-giri, im Chines. oft mit voran- 
gehendem nan hai ^ y^ , 'an der Süd- 
see'. Name eines bei Hsüan tsang er- 
wähnten Gebirges im Süden von Mala- 



MO 



361 



küta (s. Mo[ |;|^^]-lo-chü-ch'a). — 
Andere Transkr.: mo-Io-yeh^ ^ ^, 
mo-lai-yeh § ^ ^P . — Malayagiri 
war auch Name eines Berges auf Cey- 
lon, auf dessen Gipfel die Stadt Laiikä 
lag. 

Eitel, u. Malayagiri und Mäläkuta; Hs. 
ts. (J.), I 193, III 122 f, 399, 516, (B.), II 
232, 233, 252, Anm. 35, (W.), II 222, 228, 
230; Mvy. 194, 17. 



^ 
^ 



Mo-iu-to. Skr. Marut. Na- 
me der dreimal 60 oder 27 Sturmgötter, 
die entweder als Söhne Rudras oder In- 
dras oder als Söhne des Ozeans, des 
Himmels oder der Erde bezeichnet wer- 
den. Sie sind mit Blitz und Donner be- 
waffnet. Besonders in den Veden treten 
sie stark hervor. 

Eitel, u. Maruta; Dowson, Dict., u. Ma- 
ruts. 

j ^ ^ Mo-na-lo. Abgekürzte 
Transkription von Skr. Manoratha 
(auch Maniratha, Manorhita). s. Mo- 

( ^ )-nu-ho-li-ta. 

Eitel, u. Manorhita; Piiini, Encicl., S. 43. 



)ü Mo-na-fu-chia. 
mänavaka. s. das folgende. 
Eitel, u. mänava. 



Skr. 



I ^[^ ^ Mo-na-p'an. Skr. mänava 
('Abkömmling des Manu, Mensch'). 
Häufige Bezeichnung eines jungen 
Brahmanen. — Andere Transkr.: mo- 
na-fu-chia § ^j^ ^ äs (mänava- 
ka); erläuternde Wiedergabe: jen ^, 

'Mensch', nien shao ching hsing ^ ^ 
"^ ^ , 'ein junger Mann, der einen 
reinen Wandel führt'. Vgl. Na( ^^ )- 
lo-mo-na und Mo( ^ )-nu-sha. 

Eitel, u. mänava; Hs. ts. (J.), III 54, 516, 
(B.), II 176; Mvy. 207, 9. 

I ^[5 ^ Mo-na-ssü. Skr. Mänasa 



(auch Manasvin). In der hinduistischen 
Mythologie Name eines Sees, öfters 
auch Mänasa sarovara ('der ausgezeich- 
nete See Mänasa') genannt. Nach dem 
Väyupuräna ist er einer der vier Seen, 
die sich in Urzeiten um den Berg Meru 
herum gebildet haben (der Mänasa-See 
liegt im Süden). Er wird zuweilen mit 
dem See Anavatapta (a-na-p'an-ta-to 
MM^^ ^ ), tler in der Bud- 
dhalegende und auch sonst in der bud- 
dhistischen Mythologie eine Rolle spielt, 
identifiziert. — Übers.: i liu ch'u ^ 
/5fe lÜ - 'Ausfluss aus dem Geiste (ma- 
nas; nämlich Brahmans)'. — Auch der 
Näga-Fürst des Sees heisst Mänasa. 
Eine andere Bezeichnung für diesen und 
für den See ist ta shen ^ ^ , 'gros- 
ser Körper'. 

Eitel, u. Mänasa; Dowson, Dict., u. Mä- 
nasa; Kirfel, Kosmogr., S. 94, 175; Hs. ts. 
(W.), I 35. 

J^ ^[^ i^ Mo-na-to. Skr. mänatva, 
Päli mänatta (terminus von unkla- 
rer Bedeutung). Bezeichnung einer be- 
stimmten Strafe, die im Prätimoksa er- 
wähnt wird. 

Ssü fen chieh pen, S. 7a, Z.3; Prätimo- 
ksasütra (Finot), S. 27, 11, 12; Childers, 
Dict., u. mänattarh. 

I Ä ( W ) ^o~"' (P^o)- Skr. mani 
(-ratna), 'Perle, Juwel'. Name eines 
mysteriösen Kleinods, das zu den 'sie- 
ben Kleinodien' eines cakravartin gehört 
(vgl. Ch'i [-t ] pao und A[ ppj" ]-shih- 
mo-chieh-p'o). Es erfüllt alle Wünsche 
und heisst daher ju i ^p ^ , 'nach 

Wunsch', und ju i chu ^p ^^ J3^ oder 
ju i pao $0 ,^ ^ . 'Nach-Wunsch- 
Juwel' (Skr. cintämani; s. Ju [ ^p] i 
chu). Das K.einod mani war immer 
klar, glänzend und unbefleckbar, daher 
ein Sinnbild der buddhistischen Lehre; 



362 



MO 



so in dem bekannten Zauberworte Orn 
mani padme hum (an-mo-ni-pa-mi-hung 

«S Jf Ä A5i PI^)- Bei den sivaiten 
(auch wohl im sivaitisch gefärbten Bud- 
dhismus) war mani auch der symboli- 
sche Ausdruck für das Hiiga. — Andere 
Transkr.: mo-ni ^ ^ ; Übers.: chu 
pao ^ ^ , 'die Kostbarkeit der Per- 
le'; erklärende Bezeichnungen: wu kou 

M ^ , 'ohne Befleckung', tseng 

chang ^ M 



'zunehmend und ver- 



mehrend'. — mo-ni steht auch für muni 
(sonst mu-ni ^ jf^ , s.d.). 

Eitel, u. mani; Hs. ts. (J.), 1 283, II 330, 

III 516, (B.) II 29, (W.), II 22; de Har- 

lez, Voc, S. 48; Mvy. 181, 13; 235, 16; 

Chiao sheng fa shu, VII, S. 3a. — Eitel, u. 

muni. 

I^ ^ Mo-nou. Skr. Manu. Name ver- 



schiedener mythischer Gestalten des 
Hinduismus, von denen besonders be- 
kannt ist der erste Mensch, der von 
Brahman selbst geschaffen wurde. 

Wohlgemuth, Buddhacarita, S. 64; Dow- 
son, Dict., u. Manu. 

I ^ iP^ Mo-nou-sha. Skr. manusya. 

s. Mo( ^)-nu-sha. 
Eitel, u. manuchya. 

I 3^ W. ^0-nu-lo- Skr. Manoratha. 

s. Mo( ^ )-nu-ho-li-ta. 
Eitel, u. Manorhita. 

I fb Mo-sha. Skr. mäsa, 'Bohne'. 
Name eines indischen Gewichtes, im 
Chinesischen durch tou ^ , 'Bohne', 
oder tou k'e g JP , 'Bohnenkern', 
wiedergegeben. Ein mäsa umfasst 5 
krsnala, 16 mäsa machen 1 suvarna aus. 

• • • ' • • 

Eitel, u. macha; Mvy. 228, 4; Kirfel, 
Kosmogr., S. 332. 



garbha oder musäragalva. s. Ch'e( ^ ) 
ch'ü. 

Eitel, u. musalagarbha. 

§ Pg ^j^ Mo-shen-t'o. Skr. Mahen- 
dra. s. Mo-hsi-yin-t'o-lo. 

Eitel, u. Mahendra. 

I flä M ä£ Mo-ta-li-chia. Skr. 
mätrkä (zu mätr, 'Mutter'). Bezeich- 
nung des Abhidharmapitaka (a-p'i-ta- 
mo |Jnf ffljj^ jj ^ ) , weil dieses lehrt, 
wie karman immer neues karman her- 
vorbringt. Daher wird mätrkä erklä- 
rend mit hsing mu :^ -^ , 'karman als 
Mutter', Skr. karmamätrkä, wiederge- 
geben, s. Hsing ( ^ ) mu. — Andere 
Transkr. : mo-te-!i-chia I© ^ 



I fcb" iS Mo-sha-lo. Skr. musala- 



mo-te-lo-ch'ieh ^ ^ |g| # , abge- 
kürzt: mo-i 1^ ^ . 

Eitel, u. mätrikä; Winternitz, Ind. Litt., 
II 9, Anm. 

I Ifi (Oder IIB) Ü # S g 
Mo-ta-li-ch'ieh-lo-mo. Skr. mätrgräma. 
Eigentlich 'Mutterdorf'. Bezeichnung 
des weiblichen Geschlechtes; im Chi- 
nesischen entsprechend der Skr.-Bedeu- 
tung mit mu i -^ ^ , 'Mutterstadt' 
übersetzt. — Andere Übers.: fu jen ^ 
\ , 'Frau(en)'. Vgl. Mo-chü-li-ch'ieh- 
lo-mo. 

Eitel, u. mätrigräma; Mvy. 188, 46; 
Bukkyö daijiten, S. 1657, 2, 23. 

I 7^ ^ Mo-t'a-p'an. Skr. Mäthava 
(von Mathu). Name eines indischen 
Eingeborenenstammes (bei Megasthe- 
nes: Mathai) im Norden von Kosala. 
Zusammenhängend mit Mathurä und 
Matipura. — Auch Skr. Mädhava. Na- 
me eines Gelehrten der Särnkhya-Schu- 
le, den Hsüan tsang erwähnt. 

Eitel, u. Mäthava; Hs. ts. (J.), III 345. 

— Hs. ts. (J.), II 442, III 516, (B.), II 

104 f., 107 f., (W.), II 108. 



MO 



363 



® fS ^ äE Mo-te-li-chia. s. Mo-ta- 
li-chia. 

Eitel, u. mätrikä. 



I fiii# 

vorher. 



Mo-te-lo-ch'ieh. Wie 



Eitel, u. mätrikä. 



a#w 



^ Mo-teng-ch'ieh- 
a-Ian-jo. Skr. Mätaiiga-äranyaka. Na- 
me einer bestimmten Art von Einsied- 
lern (Vgl. A[ |$flj"]-lien-jo), denen es 
Pfliciit war, auf Friedhöfen zu leben 
und sich von Städten bis auf den Ab- 
stand eines zu hörenden Kuhgebri^illes 
fernzuhalten (wie Kastenlose). Das 
Wort mätaiiga bedeutet einen Mann aus 
der niedrigsten Kaste, einen Cändäla. 
Eitel, u. mätanga äranyakah. 



B^ Mo-t'eng. Skr. mätaiiga (*Ele- 
fant'; auch im Sinne von 'der beste sei- 
ner Art'). Im Namen Käsyapa Mätaiiga; 
auch Abkürzung des vollen Namens, s. 
Chia(^ )-she mo-t'eng. 

Eitel, u. Käsyapa Mätanga; Giles, Dict., 
No. 7969. 



I IS f^ IrF Mo-ti-seng-ho. Skr. 
Matisimha. Ein Beiname, der besonders 
begabten Männern gegeben wurde. Im 

Chinesischen mit shih tzü hui ^^jjj -^ 
^ ('Löwen-Weisheit') erklärt. 
Eitel, u. MatisiiTihä. 

I ffi IS äE Mo-t'ien-ti-chia. Skr. 
Madhyäntika. Name eines Arhat, der 
nach den nördlichen Buddhisten ein 
Schüler des Änanda gewesen ist und 
kurz vor dessen Tode bekehrt wurde. 
Bei Hsüan tsang werden allerlei Taten 
von ihm erzählt. Man reiht ihn öfters 
unter die Patriarchen ein (an dritter 
Stelle, hinter Änanda). Die Legende 
(bei Hsüan tsang) macht ihn zum Apo- 



stel von Kashmir, wobei er einen Dra- 
chen bezwang und vertrieb. — Andere 
Transkr.: mo-t'ien-ti-chia 7]^ E9 jS 

^, abgekürzt: mo-t'ien-ti ^ fJJ ^. 

Eitel, u. Madhyäntika (wobei irrtümlich 

zweimal ^ statt g steht); Hs. ts. 

(J.), I 88, 95, II 149, 168, III 516, 561, 
(B.), I 53 (Note), 134, 156 (Note), 149, 
150, (W.), I 199, 239, 260, 262, 264-66. 

j^ J^ Mo-ting. Skr. Mätanga. Im 
Namen Käsyapa Mätaiiga. s. Chia( ^ ) 
she mo-t'eng. 

Giles, Dict., No. 7969. 

I fsij S Mo-t'ou-lo. Skr. Mathurä. 

s. Mo ( ^v^)-t'u-lo. 
Eitel, u. Mathurä. 

I ö^ Mo-t'ou. Skr. madhu(ka). s. 

Mo( ^)-tu-chia. 
Eitel, u. madhaka. 

1 H S Mo-t'ou-lo. Skr. Mathurä. 

s. Mo(^;(^)-t'u-lo. 

Eitel, u. Mathurä; Fa hsien (Legge), S. 
42, S. -p ::! , 13. 

I IS >S Mo-tu-lo. Skr. Mathurä. 
Wie vorher. 

Eitel, u. Mathurä. 

I 51 g Mo-t'u-lo. Wie vorher. 
Eitel, u. Mathurä. 

I J Mo wang. 'König Mära'. Skr. 
Mära räja. s. Mo( /J)-lo. 
Eitel, u. Mära. 



^P Mo-yeh. Skr. mäyä, 'Trugbild, 
Täuschung, Illusion'. 1. mäyä ist ein 
terminus der brahmanischen und auch 
der jüngeren buddhistischen Philoso- 
phie, nach der das ganze phänomenale 
Sein als unw.rklich, als Täuschung an- 
gesehen wird. — mäyä (übersetzt durch 
huan ^ , 'Illusion', k'uang |0, 'Be- 



364 



MO 



* 



trug', t'ao |g , 'Zweifel') gehört (in 
dieser Bedeutung) zu den 20 geringe- 
ren Fehlern (klesa, fan nao f^ |^ , 
s.d.). — mäyä kann auch 'Zauberei, 
Zauberspruch' bedeuten. — 2. Ferner 
wird Mäyä angegeben als Name der 
Mutter des Gautama Buddha (fo mu 
^ -^ , 'die Mutter des Buddha'). Sie 
war die Gemahlin des Königs Suddho- 
dana. Wie die Mütter der anderen Bud- 
dhas, so starb auch sie eine Woche nach 
der Geburt des Kindes. Pflegemutter 
wurde ihre Schwester Mahäprajäpati 
oder Gautami, die gleichfalls Gattin 
des Suddhodana war. Mäyä wurde so- 
gleich im Tusita-Himmel wiedergebo- 
ren, wo Buddha sie aufsuchte, ihr die 
Lehre verkündete und sie bekehrte. Sie 
wird auch Mahämäyä, mo-ho-mo-yeh 
(oder hsieh) j^ |p)" jp ^}^ (oder 

^), Mäyädevl, mo-yeh-ti-p'i f^ ]|P 

^ fl^ (oder ffljj^ ), 'Königin Mäyä' und 

mo-yeh fu jen ^^\i ^ J^ , 'Frau 
Mäyä', genannt. — Übersetzungen von 
Mahämäyä: ta shu ~^ ^j , 'grosse 

Täuschung', ta huan ^ ^ , 'grosse 
Illusion'; Wiedergaben: ta ch'ing -^^ 

Wi ' 'g''osse Reinheit', miao hou jip 

J0 , 'wunderbare Königin'. 

1. de Harlez, Voc, S. 34; Mvy. 104, 46; 
139, 1. — 2. Eitel, u. Mahämäyä; Fa hsien 
(Legge), S. 48, 56, 65; Hs. ts. (J.), I HO, 
127, II 310, 325, 343, III 515, 516, 496, 
(B.), II 15, 16, 23 (Note), 38, 39, 130, 
(W.), II 2, 15, 39, 131; Mvy. 47, 41; Bon- 
go jiten, S. 444; Wohlgemuth, Buddha- 
carita, S. 64, 65; Kern-Jacobi, I 25 ff., 75, 
151, 317, 406, II 223, 361; Oldenberg, Bud- 
dha, S. lllff., 118, 123, Anm.; Beckh, 
Buddhismus, I 31 ff., 37, 53, 84, 111. 

S ^P ^ A Mo-yeh fu jen. 'Frau 
Mäyä'. s. Mo-yeh. 

Eitel, u. Mahämäyä; Bongo jiten, S. 444. 



g ^P ^" fflifc Moh-yeh-ti-p'i. Skr. 
Mäyädevl, 'Königin Mäyä'. s. Mo-yeh. 

Mvy. 47, 41. 

I :gp ^ J$ Mo-yeh-ti-p'i. Wie vor- 
her. 

Eitel, u. Mahämäyä. 

1 ^ ?^ Mo-yu-lo. Skr. mayüra, 
'Pfau', s. K'ung (^l) ch'iao. , 



^ 



ft M Mo-yü-lo-ch'ieh- 
lan. Skr. Masüra-sarnghäräma, 'Linsen- 
kloster'. Name eines von Hsüan tsang 
erwähnten Klosters mit Erinnerungen 
an Buddha. Watters vermutet Tran- 
skription von Mayü(kha). — Übers.: tou 

ch'ieh-lan M ftU K - 'Bohnenkloster'. 

Eitel, u. Masura sarnghäräma; Hs. ts. 

(J.), II 136, III 516, 498, (B.), I 124 f., 

(W.), I 233; Julien, Methode, S. 231 (über 

n? als Transkription von su). 



j Ij^ ^ Mo-yü-lo. Skr. Mayüra. 

Name einer von Hsüan tsang erwähnten 

Stadt, der alten Hauptstadt der Alaurya- 

Fürsten, heute Haridwära (Hurdwar) 

am östlichen Ufer der Gangä, in der 

Nähe des sogenannten Gangä-Tores. — 

Vgl. auch das folgende. 

Eitel, u. Mayüra; Hs. ts. (J.), II 230, III 
347, 516, (B.), I 197, (W.), I 328 f. 

I 1^ ^ 3E Mo-yü-lo wang. Skr. 
mayüra-räja. s. K'ung ( ^(j ) ch'iao. 
Eitel, u. Mayüra rädja; Hs. ts. (J.), III 
516. 

Tfe Mo. 

I # M B Mo-ch'ieh-shih-lo. Skr. 

märgasirsa. Name des zehnten, später 

des ersten Monats des Jahres in Indien. 

Bei Hsüan tsang ist es der neunte Monat 

und der dritte des Herbstes. 

Eitel, u. märgasiras; Hs. ts. (J.), II 63, 
III 516, (B.), I 72; Kirfel, Kosmogr., S. 131, 
134, 335; Ginzel, Chronologie, S. 320, 339. 



MO ^ 



365 



^ J^ ^o f'i- 'Die endende Religion'. 
Bezeichnung für die letzte der drei 
Lehrperioden (san fa ^ j^ ) des 

Buddhismus, s. Hou ( ^ ) fa. Vgl. Mo 

shih. 

Chiao sheng fa shu, IM, S. 18b; Hack- 
mann, Schulen, S. 17; Levi-Chavannes, 
Arhat, S. 54, Anm. 

I Tpl] Mo-li. Skr. malli(kä). s. Mo- 
Eitel, u. mallika. 

I ^1] i Mo-Ii-chih. Skr. Marici. f. 

Mo( ^ )-li-chih. 
Eitel, u. Märitchi. 

I ^ Mo-lo (1). Skr. Mära. s. Mo 

Eitel, u. Mära. 

eines indischen Volksstammes, der 
schon im Mahäbhärata genannt wird. 
Er lebte damals am Fusse des Himä- 
laya. In der Lebensgeschichte des Bud- 
dha Säkyamuni wird das Land der Mal- 
las mehrfach erwähnt. Wie es scheint, 
bestand es in jener Zeit aus zwei selb- 
ständigen Republiken mit den Haupt- 
städten Pävä (po-po ))^ ))^ ) und Ku- 
sinagara (chü-shih-na-chieh-lo :fpj p 
M^^)- Der Buddha predigte öf- 
ter in diesen Ländern, und die Mallas 
waren treue Anhänger seiner Lehre. In 
Pävä (nach den Päli-Texten) nahm der 
Buddha seine letzte Mahlzeit im Hause 
des Schmiedes Cunda (chun-t'o ^^ 
p:!g ), in der Nähe von Kusinagara ging 
er ins Nirväna ein. Bei der Verteilung 
der Reliquien bekamen auch die Mallas 
von Pävä und die von Kusinagara einen 
Anteil. — Übers.: li shih j;^ ^ , 'star- 
ker Führer', s. auch Li ( ;/j ) shih. 

Eitel, u. Malla; Hs. ts. (J.), il 342, 344, 



347 f., III 516, 491, (B.), 11 36 ff., 41, (W.), 
11 37, 40, 42, 44; Bukkyö daijiten, S. 1663, 
3, 12 ff.; 1424, 2, 27 ff.; Burnouf, Introd., 
S. 87; Sdhp. (Burnouf), S. 486 f.; Fa hsien 
(Legge), S. 71, Anm. 3; Koeppen, Bud- 
dha, I 116 f.; Kern-Jacobi, im Reg. u. Mal- 
la's; Malalasekera, Päli proper names, II 
453 f., 193 f. 



^ ^ Mo-ni. Skr. mani. s. Mo( 
ni (pao). 

Eitel, u. mani. 



)- 



I ilX Ij^ Mo-nu-sha. Skr. manusya 
('Mensch'; 'menschlich'). Die zweit- 
höchste der sechs Existenzen (Skr. sad- 
gati, Hu ch'ü 3^®), in denen die 
Wesen wiedergeboren werden können. 
In gewisser Hinsicht ist diese der höch- 
sten Existenz in der Götterwelt über- 
legen, da ein Buddha immer nur aus 
den Menschen hervorgeht. Vgl. Ch'ü 
(tt)- — Übersetzung: jen \, 
'Mensch'; erklärend auch wiedergege- 
ben durch yu i :^ ^ , 'vernünftig', oder 

yu chih hui ^ ^ ^ » 'wissend und 
einsichtig'. — Andere Transkription: 



mo-nou-sha )^ -ä^ ]y 

Eitel, u. manuchya; de Harlez, Voc, S. 
49, 44; Mvy. 63, 28; 119, 1; Chiao sheng 
fa shu, VI, S. 3 b; VII, S. 2b. 



^ Ä M M Mo-nu-ho-li-ta. Skr. 
Manoratha (auch Maniratha, Manorhi- 
ta). Name des 22. (21.) Patriarchen. Er 
war der Sohn eines indischen Königs 
und wurde durch Vasubandhu bekehrt. 
Nach Hsüan tsang war er aber der Leh- 
rer des Vasubandhu. — Abgekürzte 
Transkr.: mo-na-lo ^ ^i g , mo- 
nu-lo ^ "W ^ ', erklärende Bezeich- 



nung: ju i ^P ^ , 'Nach Wunsch'. 

Eitel, u. Manorhita; Hs. ts. (J.), I 83, II 
105, 115, NDte, III 516, 488, (B.), 1 98, 105, 
(W.), I 211 f.; Puini, Encicl., S. 43. 

I ^ Mo shih. 'Endzeitalter'. Be- 



366 



MO ^ 



i^ 



Zeichnung des letzten der vier Zeitalter, 
in die die Entwicklung des Buddhismus 
eingeteilt wird. Es ist das Zeitalter des 
Verfalls der Religion und entspricht 
dem hou fa ^ jj oder mo fa ^ jj , 
der letzten der drei Lehrperioden, s. Ssü 

( gg ) shih. Vgl. San ( H ) ^a. 

de Harlez, Voc, S. 48; Chiao sheng fa 
shu, IV, S. 4a. 

5|c BB Mb Mo-t'ien-ti. Skr. Madhyän- 
tika. s. Mo( ^ )-t'ien-ti-chia. 

Eitel, u. Madhyäntika; Hs. ts. (J.), III 
561. 

Skr. 



I ffl K äE Mo-t'ien-ti-chia. 
Madhyäntika. Wie vorher. 
Eitel, u. Madhyäntika. 



I |5:fi Mo-t'o. 

eines geistigen 



Trauben hergestellt wurde 



Skr. madya. Name 
Getränkes, das aus 
Vgl. Su- 



j^± (oder 

Skr. madhu(ka). 

Baumes, Bassia 



(^)-lo. 

Eitel, u. surä. 



) ^ Mo-tu-chia. 
Name eines indischen 
latifolia, und seiner 
Früchte, bei Hsüan tsang erwähnt. • — 
Andere Transkr.: mo-t'ou ^ B^ ; um- 
schreibende Wiedergabe: mei kuo ^ 
, 'liebliche Frucht'. 
Eitel, u. madhaka; Hs. ts. (J.), II 91, III 
516, (B.), I 88, (W.), I 177. 

^^ Mo (auch mu gesprochen), 

I 3R H Mo-Jäi kuo. Skr. Malaya- 
Land. s. Mo( ]f^ )-lo-chü-ch'a. 
Hs. ts. (W.), II 232. 

I ;/] # Ü "T" Mo-li-ch'ieh-lo tzü. 
Skr. Mudgala-putra. s. das folgende. 
Eitel, u. Mahämaudgalyäyana. 

I #f/nü-f- Mo-t'e-ch'ieh-lo tzü. 
Transkription und Übersetzung (tzü = 



putra) von Skr. Mudgalaputra (Mud- 
galiputra), der auch Maudgalyäyana 
genannt wurde. Name eines der beiden 
Lieblingsjünger des Buddha (das 'ge- 
segnete Paar', bhadrayuga, genannt); 
der Name des anderen war säriputra (s. 
She[^ ]-li-fu). Beide waren nach der 
Überlieferung schon vor ihrer Bekeh- 
rung miteinander freundschaftlich ver- 
bunden. Maudgalyäyanas ursprüngli- 
cher Name war Kolita (chü-li-to :fpj 
%\\ ^ , s.d.). Er wird auch Mahä- 
Maudgalyäyana genannt zum Unter- 
schiede von zwei späteren führenden 
Mönchen seines Namens. Ferner heisst er 
der 'Linkhandschüler des Buddha' (shih 
fo tso pien i^ "^ ^^^), gegenüber 
Säriputra, dem Schüler zur Rechten. 
Neben diesem Paar steht im nördlichen 
Buddhismus das andere Lieblingsjün- 
gerpaar Käsyapa und Änanda. Maud- 
galyäyana ist vor dem Nirväna des 
Buddha gestorben, Säriputra kurz vor 
M. Maudgalyäyanas besondere Bega- 
bung lag in den Kräften der Meditation 
(samädhi), die des Säriputra im Wissen 
(prajiiä). Die Legende preist den M. als 
besonders stark in magischer Kraft 
(Kern-Jacobi, I 183, 191). Er wird auf 
einem Elefanten (säriputra auf einem 
Löwen) reitend dargestellt. Oft werden 
auch beide Schüler dargestellt, wie sie 
neben dem Buddha auf der Erde hocken 
und, die Ohren ihm zugewendet, lau- 
schen. Über die Mitwirkung des M. bei 
der Herstellung des ersten Buddhabil- 
des vgl. Kern-Jacobi, II 199 (nach 
Hsüan tsang). Dem verstorbenen M. 
steht später eine Wiedergeburt als Bud- 
dha (Tamälapatracandanagandha, s. 
To[^ ]-mo-lo-po chan-t'an hsiang) 
bevor. Vgl. auch Ta (^) shih chih. 
— Andere Transkr.: mo-ho-mu-chien- 
lo-yeh-na g IrT g M S ^ ^5 ' 



MO {^ 



m 



367 



mo-ho-mu-chien-lien 



jj , ta mu-chien-lien ~j^ g /j--^ ^ , 

ta mu-ch'ien-lien ^ g $£ 3^ > "i"- 

ch'leh-lüeh g |f(0 ßg^ , niu-Iien g 

^ , mo-li-ch'ieh-lo tzü J^ ^ jjjW ^ 

^ , mao-t'o-ch'ieh-Io tzü ^ gj^ ^p 

^^, wu-ch'ieh-lo tzü ^ijjw^ 

-^ ; Wiedergabe (als Ableitung von 
mudga) : hu tou "^^ ^ 'Bohne', und 
tou tzü ^ -^ , 'Bohnen-Sohn'. 

Eitel, u. Mahämaudgalyäyana; Fa hsien 
(Legge), S. 44, 48, 82, S. -f- ^J , 2; 

+ i ' 1-3. ZI -p A ' ^= "^- ^^• 

(J.), ! 103, 122, II 208, 217, 284, III 516, 
561, 498, (B.), I 187, II 6, 175, (W.), I 
303, 387, II 158; Mvy. 47, 4; Kern-Jacobi, 
im Reg. u. Maudgalyäyana; Beckh, Bud- 
dhismus, I 133. 

ig gj^ Mo-t'o. Skr. Buddha, s. Fo 

Eitel, u. Buddha. 
M Mo. 



I ;fj- Mo-ch'ü. Skr. mägha. Name 

des Monats, der mit dem Wintersolsti- 

tium beginnt. Bei Hsüan tsang ist er 

der elfte Monat, der zweite des Winters. 

Eitel, u. magha; Hs. ts. (J.), II 64, III 

516, (B.), I 72; Kirfel, Kosmogr., S. 131, 

134, 135, 335; Ginzel, Chronologie, S. 320, 

339. 

I ii # ^ äE "ol^ Mo-hsi-she-so- 
chia pu. Skr. Mahisäsaka, mit dem Zu- 
satz 'Schule', s. Mi( 5||)-sha-sai pu. 
Eitel, u. Mahisäsakäh. 

I 18 Mo-lo. Abgekürzte Transkrip- 
tion von Skr. somana (soma). s. Su 

(^ )-mo-na. 

Eitel, u. soma; Bongo jiten, S. 454. 

I S ?P Mo-lo-yeh. Skr. Malaya. s. 

Mo(^)~lo-yeh shan. 
Mvy. 194, 17. 



Mo t'ou. 'Aufseher über das 
Mahlen'. Name eines der Mönchsämter 
in den Klöstern, das Amt, die Aufsicht 
auszuüben über das Mahlen von Reis 
und Weizen, die Herstellung von Soja- 
bohnenkäse usw. Das Amt gehört zur 
östlichen Reihe (tung hsü ^ j^ ; vgl. 
Hsü [j^]). 

de Harlez, Voc, S. 66; Pai chang ch'ing 
kuei, VI, S. 26a. 

I i. ^ Mo-t'u-Io. Skr. Mathurä. s. 

Mo(|^)-t'u-lo. 
Mvy. 193, 17. 

#v Mo. 

I S^gPt Mo-lo-chü-ch'a. Skr. 
Malaküta. Name eines Landes in Süd- 
indien an der Malabarküste, von Hsüan 
tsang erwähnt. Bei der Hauptstadt sah 
Hsüan tsang die Überbleibsel eines 
Klosters, das Mahendra (mo-hsi-yin- 

t'o-lo g 11 El |5S g), der Bruder 
des Asoka, gegründet hatte. Im Süden 
des Landes lag das Malaya-Gebirge 

(mo-lo-yeh shan ^ 18 ^P lij ) ^^^ 
östlich davon das berühnite Potala-Ge- 

birge (pu-ta-lo-chia flj PH f^ JE)- — 
Das Land hiess auch Malaya-Land, mo- 
lai kuo ig 3l^ ^ oder mo-lai-yeh ^ 
^ IjfJ- Wiedergabe: kuang ming kuo 

tIl ^ IS ' 'Reich des Glanzes und 

Lichtes'. 

Eitel, u. Mäläkuta; Hs. ts. (J.), I 193, 
III 121, 399, 516, (B.), II 230 ff., (W.), 
II 228 f., 232. 



I H g^ Mo-lo-so. Skr. Malasa (?). 
Name eines bei Hsüan tsang erwähnten 
Reiches im oberen Pandschab, west- 
liches Grenzland des sogenannten Rei- 
ches der Frauen (Suvarnagotra, s. Su- 
[]^1 -fa-lan-na-ch'ü-tan-lo. Nach ei- 
ner Note zum Text wird A^o-lo-so auch 



368 



^0 f* Ä ffl 



san-po-ho ^ y^ §pf genannt (nach 
Julien Skr. Campäka). Von Cunning- 
ham mit Ladäkh identifiziert. 

Eitel, u. Malasa; Hs. ts. (J.), II 205, III 

331, 334, 516, 527, (B.), I 178, 199, (W.), 

I 299, 330. 



S S ^0-ti-pu-lo. Skr. Mati- 
pura. Name eines bei Hsüan tsang er- 
wähnten Landes nebst Stadt, identisch 
mit Mandäwar oder Mundore im west- 
lichen Rohilkand. Vgl. Mo(g)-t'a- 
p'an. Hsüan tsang berichtet, dass die 
Könige dieses Landes zur Südrakaste 
gehörten und nicht Buddhisten waren. 

Eitel, u. Matipura; Hs. ts. (J.), I 106, 11 
219, III 342 ff., 516, (B.), I 190, (W.), I 
322, 328, 330. 



S 7, 



>üS Mo-t'u-lo. Skr 
Name einer bedeutenden 



Mathurä. 

indischen 

Stadt am Jumna-FIusse, nordwestlich 
von Agra, an der Handelsstrasse zwi- 
schen Peshäwar und Pätaliputra, Sitz 
einer hochentwickelten buddhistischen 
Kunst (ungefähr 50-200 n. Chr.) unter 
der Kushan-Dynastie. Heute Muttra, 
Mittelpunkt eines eifrigen Kultus des 
Krsna; dieser soll in Mathurä geboren 
sein, weshalb die Stadt auch Krsnapura 
(bei Eitel) genannt wird. — Andere 



Transkr.: mo-t'ou-lo 

—2- roa 



fi 



HU '*^ 



mo- 



t'ou-lo ^ ß^ ^■^ (Fa hsien), mo-tu- 

mo-t'u-lo ^ it f§ ; vermeintliche 
chines. Übersetzung (infolge einer Ver- 
lesung von Mathurä als Mayüra?) : 
k'ung ch'iao ch'eng ^l^^, 'Pfau- 
enstadt'. 

Eitel, II. Mathurä; Fa hsien (Legge), S. 
42, S. -|- j;:;;,, 13; Hs. ts. (J.), I 103, 11 

207, III 339, 516, (B.), I 179 ff., (W.), I 
301 ff.; Mvy. 193, 17; Dowson, Classical 
dict., u. Mathurä; Vogel, De buddh.kunst, 
S. 37 ff. 



^ Mo. 

j g^ Mo-ho. Skr. Mahä. Name eines 
Flusses in Magadha, eines Nebenflusses 
der Nairaiijanä. Ausserdem Variante 

für Mo-hsi ^ g^, Name eines Flusses 

in Malwa. Vgl. auch Mo-hsi und Ta 

(^) ho. 

Eitel, u. Mahi; Hs. ts. (J.), III 3, 375, 
377, 515, (B.), II 139, 142, (W.), II 141, 
143. 



|pf ^ 1^ ^ Mo-ho-pan-t'o-chia. 
Skr. Mahäpanthaka. s. Pan(^)-t'o- 
chia. 

de Visser, Arhats, S. 84; Mvy. 47, 26. 



Mo-ho-yen. Transkription 

von Makkai, einem alten Namen für die 

Wüste Gobi; von Hsüan tsang erwähnt. 

Eitel, u. Makhai; Hs. ts., (J.), I 17, 28, 
III 247, 428, 516, (W.), 11 305. 



,^ Mo-hsi. Skr. Mahi. Name zwei- 
er Flüsse, der eine in Malwa, der zwei- 
te in Surästra. Der Name des ersten 
erscheint auch in der Variante mo-ho 

^- i^ • — ^§'- ^^^^^ Mo-ho und Ta 

{^) ho. 

Eitel, u. Mahi. — Zu 1: Hs. ts. (J.), III 
155, (B.), II 260, (W.), II 242, 243. Zu 2: 
Hs. ts. (J.), III 165, (B.), II 169, (W.), 
II 248. 



Mo-hu-lo. Skr. mahoraga. 



I Pf i 

s. Mo( ^)-hou-lo-ch'ieh 
Eitel, u. mahoraga. 



m Mo. 



^ 



Mo-sa-lo. Skr. musala. Ab- 
kürzung für musalagarbha oder musä- 



ragalva (?). s. Ch'e (sß. ) ch'ü. 
Eitel, u. musalagarbha. 

J^ Mo. 'Dämon'. Bei de Hariez wer- 
den vier Arten aufgezählt: 1. fan nao 



MO 



369 



mo f^ 'P 1 , 'quälende Dämonen'; 
2. t'ien mo ^ | , 'himmlische Dämo- 
nen'; 3. yün mo |^ | (Bedeutung 
zweifelhaft); 4. ssü mo ^ | , 'Dä- 
monen der Toten'. — Mo wird auch 
für Mära gebraucht, s. Mo-lo. 

de Harlez, Voc, S. 49. — Fa hsien 

(Legge), S. 88, S. ^ -|^ __ , 2; Mvy. 

163, 20; Wohlgemuth, Buddhacarita, S. 64. 

IM im Mo-hsi. Abgekürzte Transkrip- 
tion von Skr. Mahesvara. s. Mo-hsi- 
shou-lo. 

Eitel, u. Mahesvara. 



iS Saudis Mo-hsi-shih- 
fa-lo-pu-lo. Skr. Mahesvarapura. s. Mo 
( J^ )-hsi-shih-fa-lo-pu-lo. 
Eitel, u. Mahesvarapura. 

I (Oder g ) 11 "t S ^o-hsi- 
shou-lo. Skr. Mahesvara ('der grosse 
Herr'). Beiname des Siva, des von Ru- 
dra herzuleitenden dritten Gottes der 
indischen Trias (Brahman, Visnu, Si- 
va). Er ist das zerstörende Prinzip 
(Rudra, Mahäkäla), aber zugleich auch 
das wiedererschaffende. Als solcher 
heisst er isvara, 'Herr', mahesvara, 'der 
grosse Herr', oder mahädeva, 'der gros- 
se Gott', und hat als Symbol das lihga 
(phallus). Sein Begleittier ist der Stier 
Nandi. Durch Ekstase, Trunkenheit, 
Wollust, grausame Opfer wird sein 
Kultus gefeiert. Züge des Siva-Dien- 
stes sind (vor allem in der Verehrung 
der Kuan yin und im Mantrismus und 
Tantrismus) reichlich in den Buddhis- 
mus eingedrungen, besonders in den 
Lamaismus. — Andere Transkr. : mo- 
hsi-shih-fa-lo g Mi M i^ B, 
mo-hsif^ ffi^ ; Übers, von Mahesvara: 
ta tzü tsai (t'ien) ^ @ ^ {^), 
'der grosse, mächtige (Gott)', wobei tzü 
tsai Skr. Isvara wiedergibt und deva, 

Hackmann, Wörterbuch 



'Gott', hinzugefügt ist; andere Bei- 
namen: Skr. Mahädeva, mo-ho-t'i-p'an 
® iP[ ^ ^ > ta t'ien 3^ ^ , 'der 
grosse Gott'; Skr. Srideva, shih-te-t'i- 
P'o ^ S tS -^ ' ^'li hsiang t'ien 
^ jp^ ^ , 'der Sri-Gott'; t'ien wang 
^ 3E ' 'König der Götter'; ta shen 

wang ^^\^ ^ , 'grosser König der 
göttlichen Wesen', Wiedergabe von 
Skr. Mahäkäla, s. auch Mo(J^ )-ho- 
ch'ieh-lo; Skr. Bhlma oder Bhlmala, 
'der Furchtbare', p'i-mo(-lo) ^^ {g 

(II)- 

Eitel, u. Mahesvara, Mahesvaradeva, 
Srideva, Mahäkäla, Bhimä; Hs. ts. (J.), 
II 124, 237, 264, 354, III 157, 178, 515, 
496, (B.), I 114, 202, II 44, 119, 127, 262, 
263, 276, (W.), I 221, 352, II 257; Mvy. 
163, 4, 5; 180, 31; Chapin, Iconogr., S. 123; 
Dowson, Dict., u. Siva; v. Glasenapp, Hin- 
duismus, S. 131 ff. u.ö. 

IS 11 H Pt II Mo-hsi-yin-t'o-lo. 
Skr. Mahendra. s. Mo( j^ )-hsi-yin- 
t'o-lo. 

Eitel, u. Mahendra. 

I H Mo-lo. Skr. Mära. Name der 
personifizierten Macht des Bösen, hn 
Leben des Buddha tritt Mära als der 
Versucher auf und spielt die Rolle des 
Verführers und Feindes. Ursprünglich 
ist Mära wohl der Gott der Liebeslust 
sowohl wie des Todes, wie er den 
Buddha denn auch vor der Erleuchtung 
zunächst durch Liebeslust, dann durch 
Schrecken und Tod zu erschüttern 
sucht. Als vasavartin ('der den Willen 
lenkt') versucht er den Buddha bei sei- 
ner Ausfahrt von seiner Bahn zurück- 
zuhalten. Sein Heer ist eine Dämonen- 
schar, er selbst reitet auf dem Elefan- 
ten Girimekhala. — Andere Transkr.: 
mo-lo ^ Ip , mo ^ . Mära führt 



eine ganze Reihe von Sonderbezeich- 

24 



370 



MO 



MOU ^ MU 



*fe 



gs 



* 



nungen: Skr. Mära räjan, mowang ^ 
(oder §) 5 , 'König Mära'; Skr. 
deva Mära, t'ien mo ^ /§ , 'Gott 

Mära'; yü chieh wang ^ -^ ^ , 
'König der Welt der Begierde' (kä- 
madhätu); Skr. päpiyas, 'der Böse', 
po-pei-yeh ^^ 1^ ^ 5 Skr. pisu- 
na, 'Verleumder', po-hsün j)^ ^ . 
Übersetzung: o ai ^, ^ , 'von bösen 
Neigungen'; sha che 7g ^ , 'der Mör- 
der'; chang ai shan |J§ ^ ^ , 'der 
das Gute hemmt und hindert'; p'o huai 
shan ^ ^ ^ , 'Zerstörer des Gu- 
ten'. 

Eitel, u. Mära; Fa hsien (Legge), S. 74, 

83, 88, S. ZI -h 5E. . 5, H -p /\ , 

13,^ -[--^,2; Hs. ts. (J.), I 136, 

235, II 374, 473, III 22, 25, 492, 525, (B.), 
II 69 U.Ö., (W.), II 123, 129, 135; de Har- 
lez, Voc, S. 60; Mvy. 163, 20; Giles, Dict. 
No. 9336; Wohlgemuth, Buddhacarita, S. 
64; Grünwedel, Buddhist. Kunst, im Reg. 
u. Mära; Kern-Jacobi, im Reg. u. Mära; 
Windisch, Mära und Buddha, besonders 
S. 184; Oldenberg, Buddha, S. 59 ff., 62 f., 
99 f., 123, 135 f. U.Ö.; Beckh, Buddhismus, 
1 57 ff. u.ö. 

1^ g^ Mo min. 'Das Volk des Mära'. 
Übersetzung von Skr. Märakäyika. Be- 
zeichnung des Heeres, das Mära an- 
führt, dem er auf dem Riesen-Elefanten 
Girimekhala voranreitet, so wie es in 
der Bedrohung des Buddha unter dem 
bodhi-Baume auftrat. Das Heer heisst 
auch mo tzü mo nü | ^ | "Ä > 'Söhne 
des Mära und Töchter des Mära'. Vgl. 
vorher. 

Eitel, u. Mära käyikas; Kern-Jacobi, I 
84; Windisch, Mära und Buddha, S. 304 ff. 

I "?* M ^ Mo tzü mo nü. 'Söhne 
des Mära und Töchter des Mära'. Be- 
zeichnung der männlichen und weibli- 



chen Diener des Mära, sein Heer. s. 
vorher. Vgl. Mo-lo. 

Eitel, u. Mära käyikas. 

1^ qp Mo wang. 'König Mä(ra)'. s. 

Mo-lo. Wiedergabe von Skr. Mära 
räjan. 

Fa hsien (Legge), S. 74, S. ~'. -j- 

3[, 5; Hs. ts. (J.), III 492. 

^ Mou. s. Mu (^ ). 

^ Mu. 

1 ^ Mu hua. 'Aufforderung zur Er- 
neuerung (Bekehrung)'. Aufforderung, 
seine Bekehrung (zum Buddhismus) 
durch gute Taten zu zeigen. Eine an- 
deutende Bezeichnung der Bitte um Al- 
mosen (auch Subskriptionen) von selten 
buddhistischer Mönche; also: Almosen 
einsammeln. Vgl. Hua ( >^) yüan. 
Giles, Dict, No. 5001. 



i^ Mu. 



^ 



Mu-ta-lo. Skr. mudrä. s. 



Mu( fl: )-t'o-lo. 
Mvy. 249, 42. 



:m- 



Mu. 



E?? 



_ ffi RS Mu-lo-chien-t'o. Skr. 
mülagrantha. s. Ken (^ß) pen. 
Eitel, u. mülagrantha. 

^ Mu. 

I ^ Mu ch'un. 'Ende des Frühlings'. 
Wiedergabe von Skr. grisma. s. Sheng 

Mvy. 253, 37. 
TK Mu. 



\ 3L^^ Mu-ch'a-chü-to. Skr. 
Moksagupta. Name eines (im 'Leben 
des Hsüan tsang' erwähnten) Mönches 



MU ;tc # 



371 



in Ku-chih (ch'ü-chih J^^ ^ , Ku- 
cha), eines sehr angesehenen und hoch- 
mütigen HTnayänisten, den Hsüan tsang 
beschämte. 

Eitel, u. Mokchagupta; Hs. ts. (J.), I 
49 ff., III 516, (W.), I 64. 

yfC 3C ts § Mu-ch'a-t'i-p'an. Skr. 

Moksadeva. Ein Beiname, der dem 

Hsüan tsang von seinen Schülern, die 

dem HInayäna angehörten, gegeben 

wurde, s. Hsüan (^) tsang. Vgl. Mo 

( j^ )-ho-hsieh-na-t'i-p'an. 

Eitel, u. Mokchadeva; Hs. ts. (J.), I 248, 
III 516; Giles, Biogr. dict., No. 801. 

I ^ Mu hsiang. 'Baum-Wohlgeruch'. 
Name eines indischen Baumes (taga- 
ra), aus dessen Holz Weihrauch ge- 
macht wird. s. To( ^)-chieh-Io. 
Eitel, u. tägara; Mvy. 231, 20. 

I ^ Mu hsing. 'Holzstern'. Bezeich- 
nung des Planeten Jupiter, dem das 
Element Holz zugehört. Daher Wieder- 
gabe des indischen Namens Brhaspati, 
des Planeten Jupiter und seines Gottes 
(dem Weisheit und Beredsamkeit eigen 
sind). — Transkr.: wu-li-ho-so-po-ti 

Eitel, u. Vrihaspati; Mvy. 164, 5; Schle- 
gel, Uranogr. chin., S. 618 f. 

I JH tt ^" ^^^ ^^"- 'Waldung der 
Quitten (Pyrus cathayensis)'. s. K'u 

(^ ) hsing lin. 

Eitel, u. Uruvilvä; Stuart, Mat. med., S. 
362 f. 

I ]S| Mu li. 'Der Holzkarpfen'. Be- 
zeichnung eines Holzes in Gestalt eines 
zusammengebogenen Fisches, innen 
hohl, der geschlagen einen dumpfen, aber 
weit hörbaren Ton hervorbringt. Dieses 



Instrument begleitet gewöhnlich das 
Rezitieren von heiligen Texten und Ge- 
beten. Es wird auch gebraucht, um den 
Mönchen im Kloster ein Zeichen zu ge- 
ben und dient dem Nachtwächter im 
Kloster als Rassel (der Fisch, der nie 
seine Augen schliesst, ist Symbol der 
Wachsamkeit). Die Legende verbindet 
das Fischholz mit dem sagenhaften Rie- 
senfisch chü ao ^ ^ . — Andere Be- 
zeichnungen: mu yü I # , 'Holzfisch', 
ao yü ^ ^^ , 'Scorpaena (pterois)', 
Name des sagenhaften Riesenfisches. — 
Vgl. Ch'iao ( ^ ) mu yü. de Groot 
nennt ein ähnliches (oder dasselbe?) 
Instrument 'kok',;(;^, (t'o, nach Giles, 
Dict., No. 11398), ein Ausdruck, der 
sonst für die Rassel des Nachtwäch- 
ters gebraucht wird; vgl. T'o (^Ji). 
Giles, Dict., No. 6883, 100, 13510; Puini, 
Encicl. S. 70; de Groot, Jaarl. feesten, 
S. 48; Johnston, Buddhist China, S. 290, 
Anm. 2. 

^ ^ ^ Mu-te-lo. Skr. mudrä. s. Mu 

(#)-t'o-lo. 

Eitel, u. mudrä. 

I ^^ Mu yü. 'Holzfisch', s. Mu li. 
Giles, Dict., No. 13510; Puini, Encicl., 
S. 70. 



-^ Mu. 

I g^ Mu i. 'Mutterstadt'. Überset- 
zung von Skr. mätrgräma, 'das weib- 
liche Geschlecht', s. Mo(^)-ta-li- 
ch'ieh-lo-mo. 

Eitel, u. mätrigräma. 

I ijt Mu-t'o. Skr. Buddha, s. Fo ( ^ ). 
Eitel, u. Buddha. 



|5£ S ^^u-t'olo- Skr. mudrä, eig. 
'Siegelring, Siegel, Marke'. Bezeich- 



372 



MU i^ ^ 



nung bestimmter Finger- und Handhal- 
tungen, die ursprünglich Nachahmun- 
gen von indischen Buchstaben mit ma- 
gischer Bedeutung sein sollten. Sie ha- 
ben magische, dämonenbeschwörende 
Wirkung, wurden schon im hinduisti- 
schen Kultus angewandt und sind auch 
in den Buddhismus übergegangen. Be- 
sonders reichlich waren sie im Kultus 
der Yogäcära-Schule gebräuchlich. Es 
gibt sehr viele mudrä-Arten, theoretisch 
108 (die heilige Zahl), die alle ihren 
besonderen Namen haben. Meist ist die 
mudrä mit dem Aussprechen religiöser 
und magischer Formeln verbunden. ■ — 
Andere Transkr.: mu-ta-la i^ ^^, 
mu-te-lo -^^^, mu-ti-lo g ^ 
S ' ma-ho-mu-te-lo ,% ^ :^ % 
^ (mahämudrä, 'grosse mudrä'), ta 
mu-ta-lo 3^ ^t M S (mahämu- 
drä); Übers.: yin |^p , 'Siegel', shou 
yin -^ l^p , 'Hand-Siegel', fa yin ^ 

^\] , 'dharma-Siegel', shou suan -^ 

^ , 'Handrechnen', ch'ia chüeh ^ 

^ und vollständiger shou ch'ia chüeh 

^ tS ii^ ' '^^"ber der Fingerver- 
schränkung', oder ch'ia chüeh ergänzt 
durch nien chou ^^ 5£ ' 'dhäranis 
murmeln', auch nien chüeh j^^ ^^, 'ge- 
heimnisvolle Drehungen machen', und 
i shou tieh chüeh \^ ^ ^$^ > 'mit 
den Händen die Geheimzeichen ma- 
chen'. 

Eitel, u. mudrä; de Harlez, Voc, S. 59; 
Mvy. 197, 63-79; 217, 3; 249, 42 f.; 273, 25; 
Giles, Dict. No. 1191, 3225, 8303; Chapin, 
Iconogr., S. 124; Avalon, Tantra of gr. 
lib., S. XCLV, CXXVII; Waddell, Bud- 
dhism, S. 336 f.; Wassiljew, Buddhismus, 
S. 155 f.; Grünwcdel, Mythologie, S. 200; 
Buddhist. Kunst, S. 157. 

i^Mu. s. Mo (i^). 



^ Mu (auch mou gesprochen). 

I m ® RJ Mu-chen-lin-t'o. Skr. 
Mucilinda. s. Chih( ^)-lin. 
Eitel, u. Mahämutchilinda. 



Mu-hu-li-to. Skr. mu- 



hürta ('Augenblick'). Auch Name einer 
bestimmten Zeitgrösse, einer Stunde von 
48 Minuten, einem Dreissigstel des Ta- 
ges (so bei Hsüan tsang). Übersetzung: 

hsü yü ^ ^ , 'Augenblick'. 

Eitel, u. muhürta; Hs. ts. (J.), II 61, III 
514, (B.) I 71, (W.), I 143 f.; de Harlez, 
Voc, S. 61; Mvy. 253, 6; Kirfel, Kosmogr., 
S. 334, 335, 338. 



p^ i^ Mu-hu-lo. Skr. mahoraga. 

s. Mo( ^ )-hou-lo-ch'ieh. 
Eitel, u. mahoraga. 



I J^ Mu-ni. Skr. muni, 'Asket, Seher, 
Weiser, Einsiedler'. Muni ist besonders 
ein Heiliger, der das Gelübde des 
Schweigens auf sich genommen hat. 
Gautama Buddha wird Säkyamuni 
(shih-chia-mu-ni f^ jjva ^ ^ , s.d.), 
'der Weise aus dem Säkya-Geschlecht', 
genannt; darum wird zuweilen muni für 
diesen Namen gebraucht. Muni und ma- 
hämuni sind auch Beinamen eines jeden 
Buddha. — Andere Transkr.: mo-ni ^ 

^ , ma-ho-mo-ni .^ ^ § Ä 
(s.d.), mahämuni, 'der grosse Weise'; 
Übers.: chi chao ^ ^^^ , 'still und er- 
leuchtet', Chi mo ^ .S/t , 'stumm und 
schweigend'. 



Eitel, u. muni und Säkyamuni. 

I '^ i^ Mu-so-lo. Skr. musala(gar- 
bha) oder musäragalva. s. Ch'e ( ^.) 
ch'ü. 

Eitel, u. musalagarbha. 



g Mu. 



MU g NA :^ #g 3^3 

§lNa-mo. Skr. namo. s. Na( ^j^)- 



1 # i^- Mu-ch'ieh-lüeh. Abgekürz- 
te Transkription von Skr. Maudgalyä- 
yana. s. Mo( J^ )-t'e-ch'ieh-lo tzü. 
Eitel, u. Mahämaudgalyäyana. 

I '^M^^ Mu-chih-lin-t'o. Skr. 
Mucilinda. s. Chih( ^)-lin. 

Eitel, u. Mahämutchilinda; Hs. ts. (J.), 
III 516. 

I Ig ® K Mu-i-lin-t'o. Wie vor- 
her. 

Eitel, u. Mahämutchilinda. 

I g Mu kuang. 'Die Augen weit'. 
Übersetzung von Skr. visälanetra. Eins 
der achtzig geringeren Schönheitszei- 
chen (hao ^f ) des Buddhakörpers. 
Vgl. auch Kuang ( ^ ) mu. 

de Harlez, Voc, S. 19; Mvy. 18, 61. 

I ^g Mu-lien. Abgekürzte Transkrip- 
tion von Skr. Maudgalyäyana. s. Mo- 
(J^ )-te-ch'ieh-lo tzü. 

Eitel, u. Mahämaudgalyäyana. 

I ^ Mu-so. Skr. musa(lagarbha) 
oder musäragalva. s. Ch'e ( ^ ) ch'ü. 
Eitel, u. musalagarbha. 

Mu(-ig: )-t'o-lo. 
Eitel, u. mudrä. 

^ Na. 

1 S PS Na-lo-t'o. Skr. narada, 'Nar- 
de'.'s. Na(^5)-lo-t'o. 
de Harlez, Voc, S. 58. 

1 M M Na-lo-chia. Skr. naraka. s. 

Ti (j^) yü. 

Eitel, u. näraka. 
I ^L Na-ma. Skr. nama(s). s. Na 

Eitel, u. namah. 



ma. 



Eitel, u. namah. 

1 Mb äE ?S "St Na-ti-chia-she-po. 
Skr. Nadl-Käsyapa ('der Käsyapa vom 
Fhisse'). Name eines von drei Brüdern 
Käsyapa, die in Uruviivä von Buddha 
bekehrt worden sind. Vgl. Chia( ^)- 
she, 3. — Andere Transkr.: na-t'i-chia- 
she M^MM' Übers.: ho yin 
kuang ?rI #: it , 'Fluss-Licht-Trin- 
ker' (Käsyapa ist hierbei übersetzt als 
Ableitung von käs, 'glänzen', und pä, 
'trinken'). 

Eitel, u. Nadikäsyapa; Hs. ts. (J.), II 
457, III 517, (B.), II 113, 130, (W.), II 111; 
Mvy. 47, 21; Kern-Jacobi, I HO. 



^ 



Na. 



I |5n[ B§ S ^^ Na-a-ko-sai-na. 
Skr. Nägasena. s. Na( ^^ )~ch'ieh-hsi- 

na. 

Levi-Chavannes, Arhat, S. 157. 

I Ä iÖ^ Na-fu-po. Skr. Navapa. 
Name eines bei Hsüan tsang erwähnten 
Landes an der Ostgrenze der Gobi. 
Auch Shan shan ||J % oder |[J ^ 
(s.d.) genannt. Es soll mit Lou-lan t-J 
^ identisch sein. 

Eitel, u. Navapa; Fa hsien (Legge), S. 
12, S. ■=£ , 10; Hs. ts. (J.), 1 290, III 247, 
428, 517, 535, 538, (B.), II 325, (W.), II 304. 

I M ft yj^ M Na-fu-sCMig-ch'ieh- 
lan.'skr. Navasamghäräma. Name eines 
Klosters in der Nähe von Khotan, das 
Fa hsien und Hsüan tsang auf ihren 
Reisen berührten. Hsüan tsang er- 
wähnt, dass dort mehrere Reliquien des 
Buddha aufbewahrt werden. — Übers.: 
hsin ssü ff ^ , 'Neues Kloster' (so 
bei I tsing) ; wang hsin ssü Ulf ^ • 



374 



NA 0^ Ift M 



'des Königs neues Kloster' (bei Fa 

hsien). 

Eitel, u. Navasaffighäräma; Fa hsien 

(Legge), S. 19, S. ^ , 10; Hs. ts. (J.), 
I 65, 11 30, 111 517, (B.), 1 S. XIV, 44, 
(W.), 1 108, 110; I tsing, Hsi yü ch'iu (T. 
I., Bd 51, S. 3, 2, 16). 

mm^^^^B Na-fu-t'i-p'an- 
chü-io. Skr. Navadevakula. Name einer 
bei Hsüan tsang erwähnten Stadt am 
östlichen Ufer der Gaiigä, südöstlich 
der Stadt Kanauj. 

Eitel, u. Navadevakula; Hs. ts. (J.), 11 

265, 111 350, 517, (B.), I 223, (W.), 1 352, 

361. 

I fg Na-mo. Skr. namo. s. Na- 

(^f^ )-ma. 

Eitel, u. namah. 

I ^^^^^» Na-na-ta-mi- 
ta-na. Skr. Nandimitra. s. Nan( JJ )- 
t'i-mi-to-Io. 

Levi et Chavannes, Arhat, S. 157. 



fft Na. 

I :^ Na i. 'Das lang herabwallende 
Gewand'. Bezeichnung des geistlichen 
Gewandes der Mönche und Nonnen. 
Vgl. das folgende und P'i ( |^) na. 

Giles, Dict., No. 8101; Ching tu wen, 
Kap. 5, S. 9b, Z. 4. 

j jy. Na tzü. 'Das lange buddhisti- 
sche Priestergewand'. Auch Bezeich- 
nung der Priester selbst. Vgl. vorher. 
Giles, Dict., No. 8101. 

M Na. 

I nt Na-ch'a. Skr. Nata (?). s. No- 

(ff )-ch'a. 

Bukkyö daijiten, S. 1297, 1, 7. 

1 ^B^okM Na-chia-lo-t'o-na. 
Skr. Nagaradhana. Name eines vihära 



(samghäräma) in der Nähe von Jälan- 
dhara (nördlich des Panjab), im 'Leben 
des Hsüan tsang' erwähnt. Der Pilger 
studierte dort vier Monate. 

Eitel, u. Nagaradhana; Hs. ts. (J.), I 
102, 111 517, (W.), 1 297. 

i[^ S S P& ( S ) Na-chieh-lo-ho 

(-lo). Skr. Nagarahära. s. das folgende. 

Eitel, u. Nagarahära; Hs. ts. (J.), 111 517. 

I iß (H) Na-chieh (kuo). '(Das 
Land) Nagara'. Bei Fa hsien Bezeich- 
nung von Stadt und Gebiet Nagarahära, 
der alten Hauptstadt des Distriktes Ja- 
läläbäd beim Zusammenfluss von Kabul 
und Surkhar, bei Hsüan tsang erwähnt. 
Doch herrscht über die Identität von 
Nagara und Nagarahära noch Unge- 
wissheit. — Andere Transkr. : na-chieh- 

lo-ho(-io) M^iB^^iW' "^"g- 

e-lo-ho-lo M^^ (oder g) ^ 

ßp (oder g). 

Eitel, u. Nagarahära; Fa hsien (Legge), 
S. 29, 36, S. y\, 10 f., -[- , 7, 10; Hs. ts. 

(J.), 1 76, 294, II 96, 111 302 f., 517, (B.), 
1 56 Anm., 91, (W.), 1 182 ff. 

I jjjW Na-ch'ieh. Skr. näga. s. Lung 

(fl)- 

Eitel, u. näga. 

j jjjw f^ g|^ Na-ch'ieh-hsi-na. Skr. 
Nägasena. Name des 12. (oder 14.) 
der 16 (oder 18) Lohans (lo-han ^ 
'^ , a-lo-han i^pf ^ ^^ ) Chinas. Er 
residiert auf dem Berge Potalaka (?) 
(pan-to-po shan ^. |g )}^ \\\ ) mit 
einem Gefolge von 1200 Arhats. Näga- 
sena ist die Hauptpersönlichkeit in dem 
Päli-Werk Milindapaiiha ('die Fragen 
des Milinda'), worin der König Menan- 
der die tiefen philosophischen Probleme 
des Buddhismus erörtert, vielleicht so- 
gar der Verfasser der Urgcstalt des 



NA m 



375 



Werkes. — Andere Transkr.: na-a-ko- 
sai-na ^^ ^ ^ M ^^) ' na-hsien 
^j^^; Übers.: lung chün f | J! , 
'Näga-Heer'. Wahrscheinlich ist er der- 
selbe Mönch, der in chinesischen Sütras 
auch Ssü-ni ^ J^ genannt wird. Vgl. 
auch Na-hsien. 

Eitel, u. Nägasena; Watters, Lohan, S. 
20 ff.; Levi-Chavannes, Arhat, S. 9, 154 f., 
157; de Visser, Arhats, S. 59, 60, 88; B.N., 
No. 1358; Finot, Questions de M., S. 10; 
Kern-Jacobi, 11 440 ff.; Winternitz, Ind. 
Litt. II 143 ff. 



m * Wi M & M Na-ch'ieh-0-la- 
shu-na. Skr. Nägärjuna. s. Lung ( f|) 

meng. 

Eitel, u. Nägärdjuna; Hs. ts. (J.), III 
517; Chapin, Iconogr., S. 124. 

I ^ g Na-chü-lo. Skr. Nakula. s. 

No(|^)-chü-lo. 

de Visser, Arhats, S. 83, 115. 

I ^ Na-hsien. Skr. Nägasena. In 
dieser Form wird der Name transkri- 
biert in einer chinesischen Übersetzung 
(von 317-420) des Milindapahha unter 
dem Titel Na-hsien pi-ch'iu ching ^^ 
^ i:kJ^ II • s- Na-ch'ieh-hsi-na. 
Eitel, u. Nägasena; de Visser, Arhats, S. 

59, 88; B.N., No. 1358; Finot, Questions 

de' M., S. 10. 

1 ffi P4 Na-lan-t'o. Skr. Nälanda. 
Name eines berühmten indischen Klo- 
sters (ssü ^ ), einer Art Universität 
des Buddhismus, an der sich Hsüan 
tsang längere Zeit aufgehalten hat. Es 
lag sieben engl. Meilen nördlich von 
Räjagrha und war von König Sakrädi- 
tya erbaut worden. Der Name, erklärt 
als shih wu yen jjg M jft 'Unersätt- 
lich im Geben' (Skr. na-alam-dä), soll 
von Buddha herrühren, der hier angeb- 
lich in einer früheren Existenz als Kö- 



nig gelebt und wegen seiner Freigebig- 
keit diesen Namen erhalten hatte, der 
dann auf das Kloster übergegangen sei. 
Nach einer anderen Legende war Nä- 
landa ursprünglich der Name eines Nä- 
ga (lung ^|), der in einem See in der 
Nähe hauste. Auch ein Dorf in dieser 
Gegend hiess so; vgl. das folgende. Die 
Niederlassung bestand aus einer An- 
zahl von Klöstern, zu Hsüan tsang's 
Zeit aus sechs. Fa hsien erwähnt Nä- 
landa nicht, wohl aber I tsing. Nach 
ihm lebten damals 3000 Mönche in Nä- 
landa, und es gab dort acht Hallen und 
300 Wohnungen. I tsing studierte län- 
gere Zeit dort und teilt viel über die 
dortigen Einrichtungen und Bräuche 

mit. 

Eitel, u. Nälanda, Nälandagrama und 
Nälanda saiTighäräma; Hs. ts. (J.), I 143, 
149, 160, 163, 211, II 452, III 41, 45 ff., 
382, 517, 484, (B.), II 167 ff. u.ö., (W.), 
II 109, 164 ff.; I tsing (Takakusu), im Reg. 
u. Nälanda; Mvy. 193, 18. 

M ill P$ ( W ) Na-lan-t'o (ts'un). 
Skr. Nälanda(gräma)'. Name eines 
Dorfes (gräma) in der Nähe der bud- 
dhistischen Universität Nälanda. s. Na- 
lo und Na-lo-chü-lo. Vgl. vorher. 

Eitel, u. Nälandagrama; Hs. ts. (1.), l 
143, III 517. 

I ^IJ f J B. Na-l'-chi-lo. Skr. näri- 

kela oder närikera. Baum und Frucht 

der Kokosnuss. Vgl. Na-lo-chi-lo chou. 

Eitel, u. narikela; Hs. ts. (J.), II 92, IM 

517, (B.), I 88, II 196, (W.), I 177. 

I ^ ts $ HP ^ Na-li-fi-na- 
yeh-she (so Eitel), aber richtiger wohl 
(nach Nanjio) na-lien-t'i-li-yeh-she. 
Skr. Narendrayasas. s. das folgende. 
Eitel, u. Narendrayasas. 

I )ifö(^)KP^Na-lien-t'i(-li)- 

yeh-she. Skr. Narendrayasas. Name 
eines Mönches aus Udyäna (Nordin- 



376 



NA m 



dien), der 557-68 und 582-85 n. Chr. 
in China zahlreiche Werke übersetzte. 
— Andere Transkr. s. vorher. Die Über- 
setzung seines Namens ist tsun ch'eng 
"^ ^ ('honourable-fame', B.N.). 

Eitel, u. Narendrayasas; B.N., Sp. 429 f., 
432; Bagchi, Canon, S. 270 f. 

^P i§ Na-Io. Nach Legge abgekürzte 
Transkription für Skr. Näla(ndagrä- 
ma). s. Na-lo-chü-lo. 

Fa hsien (Legge), S. 81, Anm. 



I H fi S ^^'l'l Na-lo-chi-lo chou. 
Skr. Närikeladvipa ('Kokosnuss-Insel; 
vgl. Na-li-chi-lo). Bei Hsüan tsang 
Name einer Insel (oder Inselgruppe?), 
einige tausend li in südlicher Richtung 
von Ceylon entfernt, vielleicht die Male- 
diven, bewohnt von Zwergen mit Vogel- 
schnäbeln, die nur von Kokosnüssen le- 
ben sollen. 

Eitel, u. Närikeladvipa; Hs. ts. (J.), I 
201, III 144, 517, (B.), II 252, (W.), II 
236. 

\ MMW Na-lo-chiu-p'o. Skr. 
Nalaküvara. Name eines Sohnes des 
Kubera oder des Vaisravana. 

Wohlgemuth, Buddhacarita, S. 37, 64. 



¥r 



Na-lo-chü-lo. Bei Fa 
hsien als Geburts- und Todesort des 
Säriputra (s. She[^ ]-li-fu) angege- 
ben, von Legge für Transkription von 
Nälagräma oder Nälandagräma gehal- 
ten. Hsüan tsang bezeichnet aber Käla- 
pinäka (chia-lo-pei-na-chia ^ f^ ^ 
^ ^ ) als Geburts- und Todesort des 
Säriputra. Die Plätze liegen beide in 
Magadha. Vgl. Na-lan-t'o ts'un und 
Chia( ^ )-lo-pei-na-chia. 

Fa hsien (Legge), S. 81, S. ^ -4- 
/\,3. 

1 B^M (oder ^^ ) Na-lo-mo- 



na. Skr. naramana(?). Allgemeine Be- 
zeichnung für einen jungen Brahma- 
nen. Vgl. Mo( ^ )-na-p'an. 
Eitel, u. mänava. 

M S f# fPf Na-lo-seng-ho. Skr. 
Narasirnha. Eigentlich 'Mann-Löwe'. 
Name von Personen. Aber auch Name 
einer Ortschaft im Panjab, in deren 
Nähe Hsüan tsang von Räubern über- 
fallen wurde. 

Eitel, u. Narasirnha; Hs. ts. (J.), I 97, 
III 330, 331, 517, (B.), I 166, Anm. 5, (W.), 
I 286. 



I (oder:^) HIJJ Na-lo-t'o. Skr. 
nalada, narada. Bezeichnung der Nar- 
de (Nardostachys Jatamasi), in Indien 
(und auch in Westchina) heimisch. Das 
wohlriechende Produkt, eine der fünf 
Wohlgeruchsarten, heisst kan sung 
hsiang "^^ t^ § , 'süsser Narden- 
Wohlgeruch', oder buddhistisch k'u-mi- 
ch'e ^ ^ f^) das wahrscheinlich die 
Transkription eines indischen Wortes 
darstellt. 

de Harlez, Voc, S. 64, 58; Stuart, Mat. 
med., S. 278. 



I II S^ S Na-lo-yeh-na. Skr. Nä- 
räyana. s. das folgende. 
Eitel, u. Näräyana. 



^ 



(^ ) Na-lo-yen (t'ien). 
Skr. Näräyana (deva). Näräyana, 'Men- 
schensohn', ist der Sohn des Urmen- 
schen Nara und oft mit diesem identifi- 
ziert. Auch Beiname des Gottes Brah- 
man, des Schöpfers der Welt. Gewöhn- 
lich aber wird Visnu, der Erhalter der 
Welt, unter diesem Namen verehrt. Bei 
Hsüan tsang werden ein Gott Närä- 
yana und ein Gelehrter Näräyanadeva 
in Gandhära erwähnt. — Andere Tran- 
skr.: na-lo-yeh-na ^P H E^ g ; Wie- 
dergabe: Jen sheng pen /^ {JE. ^ ' 



NA ^f^ 



NAI ^ 



377 



'Menschen-Entstehen-Ursprung' (wo- 
bei sheng pen die Ableitung von nara 
bezeichnen soll), t'ien ii shih ^ ^ 
-^ , 'Held von himmlischer Kraft', 
chien ku ^ [^ , 'fest und stark'. 

Eitel, u. Näräyana; Hs. ts. (J.), H 381, 
III 77, 157, 517, bezw. I 83, II 105, (B.), 
II 196, 262 f., bezw. I 98, (W.), H 60, 186, 
bezw. 1 202; Dowson, Dict. u. Näräyana; 
Deussen, Gesch., I 153, 189, II 165, 11, 181, 
1200. 

^[5 (oder ^) ^i Na-ma. Skr. namas, 
'Verneigung, Verehrung'. Sehr häufig 
gebraucht in Anrufungsformeln, wie 
namo (A)mitäbhäya (oder ^bhasya), 
'Verehrung dem Amitäbha', usw., auch 
bei Gebeten, Beschwörungen, Zauber- 
formeln u.a. — Andere Transkr. : na- 
mo ßÜ- MM' '^^Ü' "^"g- 

mo g f^ , nan-wu ^ M , nan-mo 

^|g (oder ^■); Erklärung: ming 

hao ^ 15^ , 'Namensnennung', auch 

kuei i ÖJ^ ^ und kuei ming ^ ^ , 
die sonst aber Übersetzung von Skr. 
saranam gacchämi, 'ich suche meine 
Zuflucht bei...', sind. Vgl. Ho ( f^) 

nan. 

Eitel, u. namah; Mvy. 245, 341; Giles, 
Dict., No. 8128; de Visser, Ti-tsang, S. 
89; Reichelt, Der chin. Buddhismus, S. 31, 
116, 120, 148, 163, 180, 194 ff. 

I 1^ Na-mo. Skr. namo (namas). 

s. vorher. 

Eitel, u. namah. 

I ^ # Na-p'i-ch'ieh. Skr. Napika 
oder ähnlich. Ein (sonst unbekannter) 
Ort in Indien, den Fa hsien als Geburts- 
ort des Buddha Krakucchanda (chia- 

lo-chiu-ts'un-t'o ^E S ^J t4 ^k) 
erwähnt. Er lag zwölf yojanas südöst- 
lich von srävasti. Auch Hsüan tsang 
erwähnt den Ort, ohne seinen Namen 
zu nennen. 

Fa hsien (Legge), S. 64, S. -^. -p 



— ^ , 7; Hs. ts. (J.), II 316, (B.), I S. 
XLVIII, II 18, (W.), II 5 f. 

M'^W- M Na-p'o-mo-li. Skr. na- 
vamälikä (oder °mallikä). s. Mo- 

(g )-li. 

Eitel, u. navamälikä. 

I ^ Na-t'i. Skr. Nadi oder NandL 
Name eines Mönches, der auch Punyo- 
päya genannt wird. s. Pu( ^ )-ju-wu- 
!a-yeh. 

Eitel, u. Nadi und Punyopäya; B.N., 
Sp. 437; Bagchi, Canon, S. 500. 

\ ^MM Na-t'i-chia-she. Skr. 
Nadi-Käsyapa. s. Na(:^ )-ti-chia- 
she-po. 

Eitel, u. Nadikäsyapa; Mvy. 47, 21. 

I ^ Ä Na-yu-ta. Skr. nayuta. s. 

A(|JpJ)-yu-to. 
Eitel, u. ayuta. 

I Ji^ $' Na-yü-to. Skr. nayuta. Wie 
vorher. 

Eitel, u. ayuta. 

^ (oder^ ) Nai oder nai hua ^ 

:{g , 'Holzapfel-Blume' Chinesische 
Bezeichnung der Blume Nyctanthes, 
Skr. mallikä oder mälikä. Ihre Früchte 
sollen den Holzäpfeln ähneln, s. Mo- 
(^ )_li. — Nai ist auch Wiedergabe 
von Skr. ämra, 'Mango', s. An( ^ )- 

mo-lo. 

Eitel, u. mallika; Giles, Dict., No. 8121; 
Stuart, Mat. med., S. 287. — Hs. ts. (J.), 
111 492. 

I (oder ^ ) frf (oder j^ ) Nai ho. 
'Der Unentweichbare' oder 'der Fluss 
des Unentweichbaren'. s. San ( H ) t'u 

ch'uan. 

de Harlez, Voc, S. 61; de Visser, Ti- 
tsang, S. 39 115. 

I ^ Ig Nai ho ch'iao. 'Die Brücke: 
welches Hilfsmittel bleibt noch?' Eine 



378 



NAI ^ ii NAN 



Brücke in der Unterwelt, die alle Ge- 
storbenen überschreiten müssen, s. San 
(^ ) t'u ch'uan. Vgl. vorher und Chin 

(^) ch'iao. 

Giles, Dict., No. 8121. 

^ -^ Nai hua. 'Holzapfel-Blume', s. 
Nai und Mo( ^ )-li. 

Stuart, Mat. med., S. 287. 

I ^ Nai nü. 'Tochter des Jasmin'. 
Wiedergabe von Skr. Ämradärikä. s. 
An( ^)-mo-lo nü. Vgl. An( ^)- 
mo-lo. 

Hs. ts. (J.), III 492. 

I © ^ Ä ^^^ ^^" ^'^^" ^"" '^"" 
terin der Jasminbäume'. Übersetzung 

von Skr. Ämrapäli. s. An(^)-mo-lo 

nü. Vgl. An( ^)-mo-lo. 

Hs. ts. (J.), III 492. 

I H ^^^ yüan. 'Jasmin-Park'. Über- 
setzung von Skr. ämravana, 'Mango- 
Park'. Name eines Parkes, den die He- 
täre Ämrapäli dem Buddha schenkte, s. 
An(^)-mo-lo nü. Vgl. An( ^ )- 
mo-lo. 

Eitel, u. Ämradärikä; Hs. ts. (J.), II 
388, Anm., III 492. 

ft Nai. 

1 ?^ P4 Nai-mo-t'o. Skr. Narmadä. 
Name eines indischen Flusses, den 
Hsüan tsang als Grenze zwischen den 
Ländern Mahärästra und Bhärukaccha 
(Bharoch) nennt. Heutiger Name: Ner- 
budda. 

Eitel, u. Narmmadä; Hs. ts. (J.), I 203, 
III 153, 517, (B.), II 259, (W.), II 241. 

^ Nan. 

I j^Q: Nan hai. 'Südmeer'. Bezeich- 
nung des indischen Ozeans. Der Titel 
von I tsing's Reisebeschreibung lautet 
daher: nan hai chi kuei nei fa chuan 



W M ftft#, wörtlich: 

'der Bericht über den inneren dharma, 
heimgeschickt aus dem Südmeer'. Vgl. 
I ( ^ ) ching. Aber auch das Meer an 
der Ostküste Chinas heisst in seinem 
mittleren Teile (also vor Ningpo) das 
Südmeer (von Peking aus gerechnet), 
weshalb z.B. die heilige Insel P'u-t'o im 
Chinesischen Archipel nan hai p'u-t'o 

shan ^ yft "^ K LU genannt wird. 
Giles, Dict., No. 8128; B.N., No. 1492; 
I tsing (Takakusu), S. XVIII, 18. 

mmWM^&n Nanhalchi 
kuei nei fa chuan. 'Bericht über den in- 
neren dharma, heimgeschickt aus dem 
Südmeer', s. vorher. 
B.N., No. 1492. 

I Ä ^ fö lil Nan hai p'u-t'o 
shan. 'Die Insel P'u-t'o im Südmeer', s. 
Nan hai. 

I »^ ^ ^ Nan hai p'u-sa. 'Der 
Bodhisattva des Südmeeres'. Eine Be- 
zeichnung für Kuan yin. s. A( |Jnf )-fu- 
lu-chih-to-i-shih-fa-lo. 
Giles, Dict. No. 8128. 



^ Nan hsing. 'Südlich wandernd'. 
Übersetzung von Skr. daksinäyana, 
'südliche Bahn'. Bezeichnung des Halb- 
jahres, in dem sich die Sonne von Nor- 
den nach Süden bewegt, der Weg vom 
Sommersolstitium zum Wintersolsti- 

tium. Vgl. Pei ( H\^ ) hsing. 

Eitel, u. dakcliinäyana; Hs. ts. (J.), II 
62, III 492, (B.), I 71; Kirfel, Kosmogr., 
S. 26 f., 335. 



m (oder g H ) Nan lo (oder 
lo-lo). 'Südliches Lo (oder Lo-lo)'. Lo 
ist Abkürzung des Namens Lara (oder 
Lada). Name eines Landes im südlichen 
Vorderindien, von Hsüan tsang erwähnt, 
das Mälava sein soll. s. Lo ( |j|)- 
Vgl. Mo( ^)-la-p'o. 



NAN 



Ä it 



379 



Eitel, u. Lara; Hs. ts. (J.), III 493, (W.), 
II 243. 



Nan-mo. Skr. namo. s. Na- 

(igP)-ma. 

Giles, Dict., No. 8128. 

I gM Nan-mo. Wie vorher. 
Giles, Dict., No. 8128. 

I [Jj Nan shan. 'Südberg'. Auch 
chung nan shan ^ ^ jjj , 'Gebirge 
des äussersten Südens', genannt. Name 
eines Gebirges in der Provinz Shensi. 
Vgl. Nan shan tsung. 

de Groot, Code, S. 3; Hackmann, Schu- 
len, S. 5. 

I Uli ^ ^ Nan shan lü tsung. 
'Vinaya-Schule des Südgebirges', s. das 
folgende. 

de Groot, Code, S. 3. 

I |J[[ ^ Nan shan tsung. 'Schule des 
Südgebirges', oder nan shan lü tsung 
S lil # ^ , 'Vinaya-Schule des 
Südgebirges'. Bezeichnung der Vinaya- 
Schule, die vom 'Kloster des westlichen 
Lichtes' (hsi ming ssü ® ^ ^) auf 

dem Südberg (nan shan ^ |1| ) der 

Provinz Shensi ausging. Vgl. Lü ( ^) 

tsung. 

Hackmann, Schulen, S. 5; de Groot, 
Code, S. 3. 



I H ^ ^j,|,| Nan shan-pu chou. 'Der 
südliche Erdteil Jambu'. Wiedergabe 
von Skr. Jambudvipa, dem Namen des 
südlichen der vier Kontinente, s. Shan- 
(9^ )-pu chou. 

de Harlez, Voc, S. 37; Mvy. 154, 5. 

I ^^ Nan tsang. 'Südliche Samm- 
lung'. Eine der chinesischen Ausgaben 
des Tripitaka (san tsang H Ä^' ^'^ 
in Nanking während der Jahre 1368-98 
herausgegeben worden ist. Vgl. (als 
Gegenstück dazu) Pei ( ;([;) tsang, 'die 



nördliche Sammlung', Die 'südliche 
Sammlung war ein Werk des Gründers 
der Ming-Dynastie T'ai tsu. 

Eitel, u. Tripitaka; B.N., S. XXl! f., 
XXVIII. 



M Nan-wu. Skr. namas. s. Na 

(^[5 )-ma. 

Eitel, u. namah; Giles, Dict., No. 8128. 

I ffiE 0iß Nan-wu shih. 'Meister des na- 
mas'. Bezeichnung von buddhistischen, 
taoistischen oder auch noch anderen 
Geistlichen als Personen, die Zauber- 
mittel (bei denen die Formel namas... 
oft Anwendung findet) und Zauberfor- 
meln anzuwenden verstehen, also ein 
Ausdruck für 'Zauberer'. Vgl. Na( ^j^ )- 

ma. 

Eitel, u. namah; Giles, Dict., No. 8128. 

^ Nan. 

I 'i^ tt Nan nü lin. 'Wald der Män- 
ner und Frauen'. Chinesische Wieder- 
gabe von Skr. Sitavana. s. Shih( P )- 
to-p'o-na. 

Eitel, u. sitavana. 

H Nan. 'Schwierigkeit'. So werden 
insbesondere acht Lebensumstände ge- 
nannt, die der Errechnung des buddhi- 
stischen Heilszieles Hindernisse berei- 
ten, s. Pa ( /\) nan. Daneben werden 
noch andere Zahlen (4, 5, 10, 20) ge- 
nannt, s. Wu ( ^ ) nan. — Nan ist 
auch Wiedergabe von Skr. duhkha, 

'Leiden', s. K'u ( =g^). 

de Harlez, Voc, S. 20, 41; Sütra der 42 
Abschnitte (Hackmann), Kap. 12 und 36. 
_ de Harlez, Voc, S. 20. 



Nan shcMig. Übersetzung 
('schwer zu erobern') von Skr. sudur- 
jayä. Name der fünften unter den 'zehn 
Stufen' (dasabhümi, shih ti -f^ Mfe -' 



380 



NAN H NANG 



s.d.) in der Entwicklung eines Bodhi- 
sattva. 

de Harlez, Voc, S. 26; Mvy. 31, 5; 
Hackmann, Chines. Philos., S. 280. 



86 4 ^^" sheng. Wiedergabe 
('Schwergeburt') des ursprünglichen 
Namens des späteren Patriarchen Pärs- 
vika oder Pärsva. s. Hsieh ( ^ ) tsun. 
Eitel, u. Pärsva; Puini, Encicl., S. 34. 



1 ^mn-^ 



^ Nan-t'i-chia-wu-to. 
Skr. nandyävartana (nach der chinesi- 
schen Transkription eher nandikävarta- 
[na]). Name einer Muschel, deren Spi- 
ralen nach rechts laufen und deshalb 
eine günstige Bedeutung haben; ein 
buddhistisches Glückszeichen. — Er- 
klärende Wiedergabe: yu hsüan ~J^ 
^ , 'nach rechts drehend'. 

Eitel, u. nandävartaya; Giles, Dict., No. 
13436; Kern-Jacobi, I 343, II 240 ff. 

I j^ ]jj]\ (oder ^ ) Nan-t'i-ch'ieh 
(oder chia). Skr. Nandika. Name eines 
der Säkya-Prinzen, eines Sohnes des 
Königs Suklodana (s. Pai [ Ö ] fan 
wang). Gelegentlich mit Änanda und 
Nanda identifiziert. — Übers.: yu hsi 
>^ sl , 'Freude habend'. 

Eitel, u. Suklodana rädja; Mvy. 47, 14; 
Kern-Jacobi, I 202. 



I tS S ^ S Nan-t'i-mi-to-lo. 
Skr. Nandimitra. Name eines indischen 
Mönches, der ein Werk (Fa chu chi ^ 

^ Iß , B.N., No. 1466) verfasst hat, 
das von Hsüan tsang übersetzt worden 
ist. Das Werk ist unsere älteste Quelle 
über die 16 Lohans. Nandimitra soll 800 
Jahre nach dem Nirväna des Buddha 
gelebt haben, nach dem Fo tsu ts'ung 
Chi # Üii ^ le (Kap. 33) lebte er 
100 Jahre nach dem Tode des Buddha. 
Er wird auch zuweilen als der 17. (oder 



18.) unter den 18 Lohans gerechnet. 
Sein Lehrer soll Asvagupta (unter Ka- 
niska) gewesen sein. — Andere Tran- 
skr. : na-na-ta-mi-ta-na ^] ^^ :^ ^ 

Übers.: ch'ing yu ]§ ^ , 



^1 

'wohlgemuter Freund'. 

Eitel, u. Nandimitra; B.N., Sp. 377; 
Watters, Lohan, S. 8 ff ., 28 f.; Levi et 
Chavannes, Arhat, S. 5 ff., 146, 149, 154, 
159 ff.; de Visser, Arhats, S. 58 ff., 111, 
113 f., 132, 140 U.Ö.; Schiefner, Täranätha, 
S. 62. 

H [IJ Nan-t'o. Skr. Nanda. Name 
verschiedener Personen: 1. ein Halb- 
bruder des Buddha, der auch Sundara- 
nanda genannt wurde; s. Hao ( ^f) 
ai; 2. eine Reihe von Königen von Ma- 
gadha, die neun Nandas; 3. ein Näga- 
König; 4. Nandä, ein Mädchen, das 
dem Buddha nach seiner Askese Milch 
zu trinken gab; auch einige Nonnen 
trugen den Namen Nandä. — Übers.: 
shan kuan hsi Ä ® S^ (?> Eitel; 

S.d.) oder hsi ä. , 'Freude'. 

Eitel, u. Nanda. — 1. Fa hsien (Legge), 
S. 65 und Anm., S. ^^ "f^ — ' > ^3; Hs. 
ts. (J.), II 313 f., III 517, (B.), II 17, (W.), 

II 4; Mvy. 47, 12; 282, 1; Kern-Jacobi, I 
133, 153, 155 f. — 2. Hs. ts. (J.), II 427, 

III 517, (B.), II 2 Anm., 94, 102 Anm., 
(W.), II 96 f.; Mvy. 180, 53; Kern-Jacobi, 
II 283, 286, 305, 442. — 3. Hs. ts. (J.), II 
323 Anm., (B.), II 167 Anm.; Mvy. 167, 
14. _ 4. Hs. ts. (B.) II 46 Anm.; Kern- 
Jacobi, II 142, 266 f. 

^ Nang. 

I \^m (oderg) ^m (^^^' 
H) Nang-e-lo-ho-lo. Skr. Nagara- 
hära. s. Na( ^f^ )-chieh kuo. 

Eitel, u. Nägarahära; Hs. ts. (J.), III 517. 



Nang-mo. Skr. namo. s. 



Na 



Eitel, u. namah. 



NAO |g NEI \k\ NfiNG |^ NI ^ 



381 



1^ Nao. 'Gereiztheit'. Wiedergabe 
von Skr. pradäsa (oder °sa). Einer 
der 20 geringeren Fehler der buddhi- 
stischen Psychologie. Die Übersetzung 
im Tibetischen lautet 'thsig-pa, 'bren- 
nen', das auf Skr. pradäha (?, pradä- 
gha) weist. Vgl. Fan (f^) nao. 
de Harlez, Voc, S. 34; Mvy. 104, 43. 

pj Nei. 

I ^ Nei ch'i. 'Der innerlich Betteln- 
de'. Bezeichnung eines buddhistischen 
Bettelmönches, der innerlich von seinen 
Pflichten durchdrungen ist und nicht 
nur äusserlich bettelt. Vgl. Ch'i shih 
(^ i ) und Wai { ^\>) ch'i. 
Giles, Dict., No. 1060. 

j 0^ Nei ming. 'Innere Erkenntnis'. 
Übersetzung von Skr. adhyätmavidyä, 
'Erkenntnis dessen, was dem Selbst 
eigen ist'. Eine der fünf Wissenschaften 
(vidyä), die ein junger Buddhist stu- 
dieren musste, u. zwar die fünfte, die 
sich mit der Lehre des Buddhismus, sei- 
ner Philosophie und Theologie befasst. 
Vgl. Wu (i ) ming. 

Eitel, u. adhyätma vidyä; Hs. ts. (J.), 
II 73 f., III 493, (B.), I 78 f., (W.), I 155, 
158 f.; de Harlez, Voc, S. 27; Mvy. 76, 3. 

m Neng. 

I ® St Neng Chi mo. 'Fähig, still 
und schweigsam'. Wiedergabe von Skr. 
Säkyamuni. s. Shih( ^ )-chia-mu-ni. 
Vgl. Neng Jen chi mo. 
Mvy. 2, 12. 

I M IE ^ ^ ff Neng chiu cheng 
ti tzü hsing. 'Der des Schülers Wandel 
regeln und leiten kann'. Eine chin. Er- 
klärung für Skr. äcärya. s. A( |Jpf)- 
che-li-yeh. 

Eitel, u. atchärya. 



ife fS N^"g ^^^- Übersetzung ('fähig 

zu leben') von Skr. Jlvaka. s. Shih 

(^ )-fu-chia. 

Eitel, u. Djivaka; Hs. ts. (J), III 493; 
Bongo jiten, S. 124. 

I ^ Neng Jen. Erklärende Wieder- 
gabe ('fähig zur Herzensgüte') von Skr. 
Säkya. Auch nur jen ^ , 'Herzens- 
güte'; vgl. Jen ijZ)- s. Shih( g)- 
chia. 

Eitel, u. Säkya. 

I t ® S/t Neng Jen chi mo. Wie- 
dergabe ('fähig zur Güte, still und 
schweigsam') von Skr. säkyamuni ('der 
muni aus dem Säkya-Geschlecht'); vgl. 
vorher und Mu( ^ )-ni. s. Shih( ^ )- 
chia-mu-ni. Vgl. Neng chi mo. 
Eitel, u. Säkyamuni; Mvy. 2, 12. 

I JJ Neng kan. Erklärende Bezeich- 
nung ('unternehmungslustig') für Skr. 
Yaksa. s. Yao(^)-ch'a. 
Eitel, u. Yakcha. 

I 5c i Neng t'ien chu. 'Der mächtige 
Herr der devas'. Wiedergabe von Skr. 
Sakradevendra ('Sakra, der Herr der 
devas'), einer Bezeichnung des Gottes 
Indra. s. Shih( |f ), 1. 
Eitel, u. Säkra. 

1 {^ Neng tso. 'Fähig zu vollbrin- 
gen'. Nach Eitel Wiedergabe von Skr. 
Satamanyu, einem Beinamen des Indra. 
V'gl Yin ( )-t'o-lo und Shih ( ^). 
Eitel, u. satamanya. 

I M Neng yu. Übersetzung ('fähi- 
ger Freund') von Skr. Säkyamitra. s. 
Shih(|f )-chia-mi-to-lo. 
Eitel, u. Säkya mitra. 

jra Ni. Abgekürzte Transkription für 
pi-ch'u-ni :EC ^ ^ oder pi-ch'iu-ni 



382 



NI Ä 



J:fc Ä Ä ' Skr. bhiksuni. Bezeich- 
nung der buddhistischen Nonne, s. Pi 
( j;[; )-ch'iu-ni. Vgl. Ni ku J^ ^ , ni 

seng JS^ fi' , ni shih ^ gjß • 
Lockhart, Quotations, S. 327. 

chien-lien-t'a-jo-t'i-fu-ta-lo. Skr. Nir- 
grantha Jfiatrputra. s. das folgende. 
Mvy. 179, 6. 



fö^ti^ Ni-chien-t'0-jo- 
t'i tzü. Skr. Nirgrantha Jfiatrputra 
(auch Jiiätiputra), Päli Nigantha Näta- 
(Nätha)putta, 'Jhätrputra ('Sohn aus 
dem Geschlecht des Jnätr'), der Nir- 
grantha'. Bezeichnung für Vardhamäna 
Mahävira, den Reformator der Jainas. 
Vgl. Ni-ch'ien-t'o. — Abgekürzte 
Transkr.: ni-chien tzü ^ ^^ -^ i an- 
dere Transkr. : ni-chien-lien-t'a-jo-t'i- 

fu-ta-lo Ä « 5i ffi 3g^ # 5ß ft 

^ ; Übers.: li hsi ch'in tzü ^ ^ 

^^ ^p , 'frei von Fesseln Verwandten- 
Sohn'. 

Eitel, u. nirgrantha; Fa hsien (Legge), 

S. 82, S. IT. -J^ /V , 8 f.; Mvy. 179, 6; 
V. Glasenapp, Jainismus, S. 23. 



•^ Ni-chien tzü. Abgekürzte 
Transkription von Skr. Nirgrantha 
Jnätrputra. s. vorher. 

Fa hsien (Legge), S. 82, S. ^ -p /\ 
8 f. 

I |£ (p$ ) Ni-ch'ien(-t'o). Skr. nir- 
grantha ('frei von Fesseln'). Name von 
religiösen Sekten, die schon vor und 
neben Buddha bestanden. Insbesondere 
wurde die religiöse Gemeinschaft der 
Jainas so genannt. Diese war von Pärs- 
va gestiftet und von Vardhamäna Ma- 
hävira, dem Zeitgenossen Gautama 
Buddhas, reformiert worden. (Vardha- 



mäna Mahävira wird in den buddhisti- 
schen Schriften gewöhnlich Nirgrantha 
Jfiatrputra genannt; vgl. Ni-chien-t'o- 
jo-t'i tzü). Ihre Anhänger gehörten zu 
den TIrthakas (wai tao shih ^\^ jM] 
gfjj, 'Irrlehrer'), die mit den Buddhis- 
ten vielfach über ihre Lehre stritten. 
Die Lehre der Jainas war der buddhi- 
stischen in mancher Hinsicht ähnlich, 
unterschied sich aber in einzelnen Punk- 
ten wesentlich davon, vor allem in dem 
Dogma von einer dauernden Seele und 
in der grossen Bedeutung, die man auf 
der Seite der Jainas der Askese beilegte. 
Ein Teil der Anhänger, der strengste 
Askese übte, ging sogar nackt und 
nannte sich daher digambara, 'deren 
Gewand die Himmelsgegend ist'. Die 
Anhänger gemässigterer Askese trugen 
weisse Kleider und hiessen danach sve- 
tämbaras, 'deren Gewand weiss ist'. 
Auf den asketischen Zug deuten auch 
die Namen nirgrantha, 'fessellos', und 
acelaka, 'ohne Kleider'. — Andere 
Transkr.: ni-chien-t'o p^'\^ PJ , sa- 
che-ni-chien^ J^ Ä4^^' sa-che-ni- 
ch'ien-lien-t'o | | | ^ ^ |5$ (sve- 
tanirgrantha?); Übers.: li hsi g^ ^, 
'frei von Fesseln', pu hsi ^ ^, 'ohne 

Fesseln', lu hsing wai tao JJ ^ ^[» 
^, 'die Häretiker mit blossem Körper', 
wu i ^ :^ , 'ohne Kleider', pai i wai 

tao Ö S ^h^E' '^'^ Häretiker mit 

weissen Kleidern'. 

Eitel, u. nirgrantha; Hs. ts. (J.), I 224, 
228 f., II 41, 163, 354, III 42, 93, 518, 561, 
491, (B.), I 144 f. und im Reg., (W.), 
I 251 f., II 150; Mvy. 178, 17, 16; 179, 6; 
Oldenberg, Buddha, S. 76 f.; Kern-Jacobi, 
I 182 f.; Hackmann, Jainismus; v. Glase- 
napp, Jainismus. 

Ä :^ i ^' cliung clui. 'Haupt der 
Nonnengemeinden'. Beiname der Gau- 



NI a 



383 



tami oder Mahäprajäpatl. s. Mo ( ^ )- 

ho-po-lo-she-po-t'i und Chung ( J^) 

chu. 

Eitel, u. Gautatni. 

Ä Ä IS RS Ni-chü-lei-t'o. Skr. nya- 
grodha. s. Ni-chü-lü-t'o. 
Eitel, u. nyagrodha. 

I Ä JA RS Ni-chü-lu-t'o. Wie vor- 
her. 

Eitel, u. nyagrodha. 

I ^ ^ Ni-chü-lü. Wie vorher. 
Eitel, u. nyagrodha. 

I ^ |5J Ni-chü-t'o. Wie vorher. 
Eitel, u. nyagrodha. 

I Ä Ä W Ni-chü-lü-a. Wie vor- 
her. 
Eitel, u. nyagrodha. 

I i^JK^t Ni-chü-lu-t'o: Skr. nya- 
grodha. s. das folgende. 
Mvy. 196, 24. 

I 1^-Pj# i^t) Ni-chü-lü(-t'o). Skr. 
nyagrodha. Name eines indischen Bau- 
mes, der Ficus indica (Banyanbaum). 
Fa hsien gibt irrtümlich diesen Namen 
für den Bodhibaum an, unter dem 
Buddha die Erleuchtung empfing, s. 
Pi(^ )-po-lo. — Andere Transkr.: s. 
die vorangehenden Artikel; erklärender 
Name: wu chieh shu ^ fp ^§t , 

'Baum ohne Knoten'. 

Eitel, u. nyagrodha; Fa hsien (Legge), 

S. 66, S. ZI -\^ H ' 2-3; Hs. ts. (J.), 

I 134, II 244, III 517, (B.), II 50, 126; 

Mvy. 196, 24; Stuart, Mat. med., S. 175; 
Kern-Jacobi, I 80, Anm. 



J^ ^ Ni-ku. Bezeichnung der bud- 
dhistischen Nonne. Vgl. Ni und Ku 
(^). s. Pi(j;t)-ch'iu-ni. 
Giles, Dict., No. 8194, 6209. 

I Üi HS Ni-ku an. 'Nonnenkloster'. 
Vgl. vorher und An (^ )• 
Giles, Dict., No. 50. 



nfl^ f)J^' Ni-la-pu-t'o. Skr. nir- 
arbuda, s. Ni( JJg) -lo-fou-t'o. 

Chiao sheng fa shu, VIII, S. 15 b. 

I ^ Ni-lien. Abgekürzte Transkrip- 
tion von Skr. Nirahjanä, Nairahjanä. 
s. das folgende. 

Dharmaksema und I tsing, in ihren chi- 
nesischen Übersetzungen des Sbh. (No- 
bel), S. 3, 11. 

1 äifll iM) m Ni-lien-ch'an 
(-na) ho. Skr. Niranjanä, Nairafijanä, 
mit dem Zusatz 'Fluss'. Name eines 
Flusses, der an Buddhgayä vorüber- 
fliesst. An seinem Ufer übte Buddha 
strenge Askese und empfing, als er sie 
als zwecklos aufgab, hier das Opfer der 
Sujätä. Hier wurde er auch der Er- 
leuchtung teilhaftig. Bei I tsing hat der 
Fluss den Namen lung ho ^| /pf 
('Drachenfluss', Näganadi). Der Name 
Nairafijanä wurde gelegentlich mit dem 
Namen des Flusses HiranyavatI zusam- 
mengeworfen, so dass beide Transkrip- 
tionen schon bei Fa hsien durcheinan- 
dergehen. Am Ufer der HiranyavatI, die 
Kusinagara berührt, ist Buddha gestor- 
ben. — Andere Transkr.: ni-lien ^ 
j^ ; Übers.: pu lo chu ho ^ ^ ^ 
jp\ , 'der Fluss ohne Erweis von Freu- 
de', wu chu ho M ^ jp^ , Bedeutung 
nicht klar, vielleicht ist aber das Zei- 
chen lo H ausgefallen. Vgl. Hsi( ^)- 
lien und Hsii' ^ )-lien-ch'an ho. 

Eitel, u. Näiranidjanä; Hs. ts. (T.I.), Bd. 
51, S. 915, 1, 3; 919, 1, 5; (J.), I 140, II 



384 



NI Ä 



367, 455, III 375, 518, 494, 501, (B.) II 
54, 112, 115, 120, 129, 130, 138, (W.), H 
29, 110 f., 126 f., 140; I tsing (Takakusu), 
S. 3f, 6; Sbh. (Nobel), S. 3, 11 (Dhar- 
maksema und I tsing transkribieren ni- 

lien S, iS ); Mvy. 195, 30; Kern-Jacobi, 

I 73 ff., 95, 277 ff. 



fLBM^B Ni-lo-ou-po-lo. Skr. 
nila-utpala, 'Blauer Lotus', s. Ch'ing 

(^ ) lien hua. 
Eitel, u. utpala. 



K» 



I 



^ Ni-lo-pi-ch'a. Skr. Ni- 
lapita(ka). (Eitel gibt irrtümlich ^ 
statt ^ .) Nach Hsüan tsang wurden 
in Indien gewisse offizielle Chroniken 
so genannt, in denen gute und böse 
Taten, glückliche und unglückliche Er- 
eignisse aufgezeichnet wurden. • — 
Übers.: ch'ing tsang ^ ^ 'blaue 
Sammlung'. 

Eitel, u. Nilapita; Hs. ts. (J.), II 72, III 
518, 500, (B.), I 78, (W.), I 154. 



I B^^^B Ni-lo-wu-po-lo. Skr. 
nila-utpala. s. Ch'ing ( ^ ) lien hua. 
Eitel, u. utpala. 

1 E«**ll Ni-lo-yu-fan- 

po-lo. Skr. nila-udumbara ('blauer 
udumbara'). s. Yu( ^ )-t'an-po-lo. 
Eitel, u. udumbara. 

I K M S Ni-min-ta-lo. Skr. Ni- 
mindhara. s. Mi(^ )-lou. 

Eitel, u. Nemimdhara; Mvy. 194, 1. 

I ß 1$ Ü Ni-min-t'o-lo. Wie vor- 
her. 

Eitel, u. Nemimdhara. 

I § H ^ Ni-mo-lo t'ien. Skr. 
Nirmänarati, mit dem Zusatz 'Himmel', 
s. Hua ( fl^) lo t'ien. 
Eitel, u. Nirmänarati. 



Ä ^ä^ II Ni-po-lo. Skr. Nepäla. Na- 
me des heutigen Nepal. Der Name wird 
schon (nebst einer kurzen Beschrei- 
bung des Landes) von Hsüan tsang er- 
wähnt. Er bemerkt, dass dort Buddhi- 
sten und Häretiker (Brahmanen usw.) 
durcheinander lebten. Für den Verkehr 
zwischen Indien und China war Nepal 
eine wichtige Station. Der König war 
nach Hsüan tsang aus dem Geschlechte 
der Licchavis; Vgl. Li( -^ )-t'ieh-p'an. 
Eitel, u. Nepäla; Hs. ts. (J.), II 407, 
III 369, 518, (B.), II 80 f., (W.), II 83 ff . 



g* ^aJ^^ (ft) Ni-sa- 
ch'i-po-i-t'i (fa). Skr. naissargika-prä- 
yascitta(dharma), Päli nissaggiya- 
päcittiya(dhamma). Benennung einer 
Gruppe von Regeln des Prätimoksa. Es 
sind solche Fälle, in denen die Kon- 
fiszierung eines im Besitz des Sünders 
befindlichen Gegenstandes als Strafe 
verhängt wird. — Gekürzte Transkr.: 
po-i-t'i 'ä^ jt^i ^ ; andere Transkr.: 
ni-sa-ch'i-po-i-ti-chia % ^ jf(ft '^ 

Ssü fen chieh pen, S. /\ a ff.; Wieger, 

Bouddhisme, S. 228 ff., 296 ff.; Mvy. 260, 
1; Beal, Catena, S. 215 f.; Kern-Jacobi, 
II 88, 109-6; Chiiders, Dict., u. nissag- 
giyo. 



I 



Ni seng. Bezeichnung für eine 

s. Fi 



buddhistische Nonne. Vgl. Ni 



(j:k )-ch'iu-ni. 

Giles, Dict, No. 8194. 

I ßni ^^ ^^^^- ^^^ vorher. 
Giles, Dict., No. 8194. 



M »^M Ni-shih-tan-na. Skr. 
nisidana. s. das folgende. 

de Harlez, Voc, S. 43; I tsing (Taka- 
kusu), S. 54, 55. 



gjlj ^ Ni-shih-t'an. Skr. nisidana. 
Ursprünglich 'Matte'; dann die Pritsche 



ßL 

1A03 

H3^ 
facs.6 



Hackmax^a, Heinrich Friedri 
Erklärendes ./orterbuch 
zum chinesischen Buddhismu 



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