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Full text of "Ernst Hamburger Collection 1913-1980"

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Stadt Frankfurt am Main 



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Der Magistrat 
Stadtarchiv 



Stadtverwaltung (Amt 41 A) 6 Frankfurt am Main 1. Postfach 3882 



Herrn 

Dr. Hamburger 

67 Riverside Drive 

New York, N.Y. 10024 / USA 



Ihre Nachricht vom 



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^ Durchwahl 

212 



Datum 

24.12.1976 



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Sehr geehrter Herr Hamburger, 

Frau Jourdan hat Ihren Wunsch weitergeleitet. Die Personalakten 
Landmanns peben über seine Herkunft nichts her. Ich übersende Ihnen 
Kopien aus der Dissertation von Dieter Rebentisch, der sich auch 
mit den Vorfahren Landmanns beschäftigt hat. 

Landraann hat sich während seiner Amtszeit Juden gegenüber stets 
\ sehr reserviert verhalten^ Es^ hat ihn, wie ich von seiner Frau 
weiss, schwer getroff en>ährend der Besatzungszeit in Holland den 

Judenstern tragen mußte. 

Eugen Mayer, der Syndikus der Frankfurter Israelitischen Gemeinde, 
hat mir einmal eine Episode aus den endzwanziger Jahren erzählt. 
Er (Mayer), der von Amtes wegen im Römer aus- und einging, wollte 
dem neuen Kämmerer (Bruno Asch) einen Besuch abstatten. Der Pfört- 
ner bot sich freundlich an, dem Herrn Boktor den Weg zu weisen. 
Beim Gang durch den Flur vor dem Magistratssitzungssaal, wo die 
Bilder der Oberbürgermeister hängen, meinte der Pförtner mit einer 
Hand auf die Bilder weisend: "Lieber Herr Doktor, wenn die Herren 
da wüßten, daß wir jetzt einen 'Mannheimer Kleider jud' zum Ober- 
bürgermeister haben" (natürlich in Frankfurter Dialekt. Daß Maper 
und Asch Juden waren, war dem simplen Stadtdiener unbekannt. 



Mit frauntichem Gruß 




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Hausanschrift: Frankfurt am Main. Karmelitergasse 5 (Karmeliterkloster) 



*]£ Rathausvermittlung 2121 



Telex 04-191 



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mein-: s^fu-^b- s ralt nocLid.'ds iiv:rzliehe.a 



■ ^ , - ■ ;t,^- vor ihn'^n verf aast^- Besp "eönußg 
n e I üi- iiUit.ii 'litt V'Jii j.i!ii--» 



.'jani ■? it.üi^ueCi 



-,. -o'-c,t..i-.i Kann ici; Ihnen sa*;Sü, dassu 
da. •n.iste mit d.^ v^as [^^ f ^^^J, ^^^ riamoUoa 1. Jahr. li^Ji «^rfoi,.t 
:,3t und da:. V sld) -^^;^^'^-^,^'-;tr :"udIeri-uno Vordere! xun-^a^ext 

sehne] lc.re iedcrlf-CDUife f,|,f' ^^^.-^^t^^' v- n ^^-'^ i"'^ ^'^' kiau..u F^ 
Ke 3 eh rieben, :>ic -^^ndciveiaai -u.^at^ v-a ^^^ x,.^iuci. bxru- 

jrublio l.ibi^ary* 



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las^t .ord.n i£5t,r.icht auUr^atauc.n«u ;J ,j^,^.^ gewesen, .x ,b.r 

kein aiir.voa.8 Leben ß^^^' •^-^''**^. S^^^ss er eu aerU-alb Dea L^cu.ai.u. 



kaum et^as tun korihte« ^,-\i).scrAr 19oi xma 193*5 ^ ar er kein>j£V.Cb;? scaeudiß 
vo> selnc:i' Trauer nx^c erg-^druec t , arbeitete vielmehr pOuitisch incensivy 
feat auch vvieder an ien Freunden des Lebens teilreiiO'i^'ien. ein r .uaicüt 
nuob uar ciic V\^riiXOLtix:i (fr iiealö,fuer dl- -r gearbeitet hut&c^ xer 
entscheid .n..e .->ohIa^', fuer ihn, der liii 1' ehutc und ^nr .-ation 

f ( '' V c.xch h'Abe^ aic^s ;Aiol bf^-^ nnnchrr j.rtriorf-n gtsenen« ^ , 

qLüu-z'a.ix ivird väL.(ierholt ii. . <. buci. u-. u^r dre o;u >sr^vachiit|Von 
deu iüt; lüiüjn -woiil i^ meinen vori^ien brie::' 'schriebt n laabe, und uns 
sehr UiiiTantr^c ch aiese vcrun^^ lueckt* < arteiu-iiciaii^ b' schreibt* ..iedrrliolt 
itl er 'luäi von La,':j"aeur zitiert */voic n,ocr in aeinem Beispiel bt;vvei.->en 
BOllfce, wie ixTi (.. '. ' . CTÜT Fnschii^nius vox» iLitiiicht;n nicht re hl/Ltii^v^mden 
l-eniichcn ausi^ele^'t worden ist# 



loii feoife^d^ASS dies ai. : .Frn::en b'jantv.ortex , db 

una bleib: >ait l>: ßteri GruGosen 



ic^ noch ha tten 



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9iia't>i'^\att ket fjrmtlfttrtfr 8*'*»«« 



WILHELM 

UND HENRIETTE 

FÜRTH 



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ZU IHREM GOLDENEN 
EHEJUBILÄUM 




i - OBne bic iiBTirfKit ^bMli^crungen ber ^eicrftimmunfl, 
W man bü8 gtanffurtcr ö^ejwar 8Bilt)eIm unb Henriette 
gürt^, bas am 1. Sluguft baS 8 c ft b c t g o l b e n e n^ o^ 
a c 1 1 begebt, ein glücPIi^e« ipaar nennen. SBetl übet bte 
©renken unferer etabt, ja imkere» SanbeS l^inouS geehrt tion 
oAt töditigcn SBinbetn unb btren blü^enbcn Samitten Iiebenb 
ttmrtngt, ftellen biefe gmei ^«mfc^en in i^rer nnbemmbert^ 
Eingebung füreinanber gerab^äu ein erfmlben^ict für ben 
begriff eines lebcngtangcn i^\)t^m% bar .^5^^.<^ttc^nibun= 
gen bet Seiten ^ben fie in einet fünfjtgia^rigen ßeben^ 
gemeinf^ft eS obenbrein berftonben, einen ^'^^^...f}l'^. 
bertöotter gccnnbe um n lu froren unb motme @aftlid)!ett 

Ltt SBin^elm gürt^ ilt rtn Twmftäbter Jlinb. ^m 
1 Sauguft 1880 tiDite er fid> bie nod) ni^t gan^ tieungclm^ 
iä5dgr©efä^rttn ba8 ältefte S^inb ber ©tefeener gamt te 
^aöenfteht aunäc^ft naci) feiner ipeimat ^amftabt ^mub r 
bereits als Wterin ^atte Henriette fid) derart auS- 
acAeiAnet. bafe gur SBertung i^rer Seiftungen etgenS 3^oten 
eSen An mußten! 3Jlit fiebae^n ^al^ren mürbe fie 
Zögling eines bcfannten granffurter ^enfionatcS, um m 
Wal Se^rcrinnen=@jamen üoraubereiten eine 5lbfijt bie 
cÄ bic SJerbung beS 5)armftäbter ©rofefufmS burd}!rcu3t 
itbe Stber aucf) bie jungen SBirtfrfiaftSiorgen unb bie m 
lefler golge erfd^cinenben ^inber — nacf) ber ©eburt^es 
ten fiebette bie gomilie na^ gronffurt über - toermc^ten 
r 2Btffen8- unb ©etäügungSbrang ber jungen grau mc^t 
Ucnfen. Sefeminfel unb Sc^rcibtifd) fpietten neben 5^inber. 
rtbe unb ^l^ü^n^erb i^re ^Rotte. SSerfammlungen mürben 
rDcfuÄt bet ^oliüfrfie unb foaiale ^ongon !)atte feine auS^- 
g proiene gärbung unb 2Bette. ^^u gtübenbe ^eilnaf,m 
an Slrbcitet., grauen., 3Jlüttcrt3robIemen gwmg fie m i^r 



feinem ibrer Hmcigc it)rem marm mutteriid)en tatkräftigen 
Äfiem? blieb. VVten mie ^^ f<^ti>eren 3dten un^^^e^ 
nabm Ve anftrcngenbe aSortragSreijen inncrf^alb |)eut[^ 
ffi unb OeftcrrdcDS; ba^eim in granffurt murbeje mit= 
bcarünberin ber ^iraelitifd)en meibtidien gurforge, mar 
iaIrXg ©tabtöerorbnete; ift ^itglieb »om ©ro^en^at 

ber Serfität granffurt. 3eitmeife ^^ }^^.^'^''' 

fiLnbe ber MeitermoI)Ifa^rt unb bet ^'^m^^^^^^l^^^^^ 

brauen. 3mifd^cnburd> nafim fie fid) ungega^lter oiftiger 

%Zmtr^ lia^cliegenben ^utcreffen an ^^'^^'^'^^^ 

nreifen ift ber Sefdieibenen elbftberftanblid), ift i^re „^peji- 

fHdIe Vneraie'' -- 5In @d)riften t)eröffenttid)te ^ennd e 

gü bSet aufe^ einem fleinen SSänbc^en ®id)tungen, , i:tc 

airtid)aft^.^ie^utterfd)aftSüer^ld)erung^^ 

büraerlid)e§ S3ubget über einen geimialirigeu Beitroum mol)I 

^r Te annteftes \^x^ mürbe .^«^ »^^ölferungsprobtm m 

Seutfdilanb'' (1925); it)r IcfeteS: „^tc Siegelung ber ^ad)^ 

bmme%aft als eiigenifdjeS Problem- erid)ien er) m t)er= 

aanaenen dabrc. - %n ben 58eftrebungen fcmcr ©attn teif^ 

ucB" betätigte fid> SB i l ^ e l m g ü r 1 5 .^/^"W aiif 

fm männiid)em C^ebict unb fpäter aU ^rofunft un 2Bo!j- 

XSetTbT; Hftiengefeafd)aft für «eine jungen. 

^nnerbalb ber gamilie blieb er ber Senf er unb baS orb^b, 

JoSmenigef rabifat gerietet dS bie temperamentDtte ®e= 

fät)rtin, gebort er ber -^Demofratifdjen gartet an. 

Um biefe bürr aufgezählten $:atfäd)rid)feiten ran! P^ bas 
marme, DoIIe Seben üon fünfzig ©emeinfd)atSia^ren.^^M 
^cben biblifd) aefprodieu, fo tlid) mar, fo ift eS .ui)e unD 
SrbeU a m c^t 2^ber Siebe unb greube, Stnerferuug u üb 
Ibren fffi nid)t unb mifdjen ibre lebendig farbiu höhlten 



in ben ^lan bcS gotbenen 2:ageS. 



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Ahuza, 8a Janjsh Korzak 
Tel. 24 53 76 
Haifa- Israel 



Hnifp,don 19.D<-3^m"b<-r 1974 




T-^i-n Dr. -^rn^^t Knmlmrjtr^r, 



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ich ^^.+...ti,'^. a.*.n .-mnfnn^ Ihr.. Briof-r, vom 10.cr.,a.r ..ich von '-i-n 
.T^j,„pji -rfrput«. In uftTsrir-^on Icrnn ich px.ms ir^a . 

i " ,n. Bio 1 -"^rr «r. "^='^^n, hnh»n ich vor f^nnz kuriser Z^it n.-^ch fPf-.t 52 
hprnoni-ch^n '5h-inhren, m-inon l.llnnn v-rlor^n. 

llun zu den Inhalt Ihr^s Bri^f^r,, ..onon vi . i . 
L^o Bp<^ck Inr-titut-r. in Inr<nf^l,^rorin ich 3i- x^^^r iiL.i i 

-n+n^-pHch ho-br ich vi^lf^ Zoitun.-r.Ärti:cf*l uobf^r rnom- 
.chHi«..r.utt.r ..1. ..uf^.hob.n,ai^ ich Ihn.n s.par.t ..r einfacher Po.t ^ 
.chiclc.. Auch .in MIO. von ihr, von ihr.r "ocht.r .uf^^.nomm.n.l.r:. ich b-x. 
,^„,, ,.,. «.nri.tt. Fu.rth Khr2n^ri:.rin_a.r . ' ' ^' i:^^^^^^-^'- "■""' 
...r si^ auch ia .ro.s.n Hat A^ni v.r.ito.t^r^nkfurt ..1 .in. Si. v,nr .xrlc- 
nich .in .u...r™.hnlich.r M.n.ch un.l h.tto .ich .in ^o.... Wi..-n .n...... 

n.t.Au...rd., ... .i. cin^ vnxnd.rbor., .chl..f.rti.. R.dn.rin,.U^ .uch ^in.n 

0.dichtb.nd v.ro.ff.ntlicht h.t. :3in 0»dicht -^■■^- -- — ^-^^^ '^-^^^ 
K-Ich^s ich Ihn^n auf d.r ;^.ck..it. .b.chr.ib.,h.t auf .ich .in.n .ro.o.n 
Bindruc- ^^nacht,.!. .i. - b.i v.r.chi.d.n.n 0.1..enh.it.n vortru,. ^n.- .abox 
,.,.;. i» ...nicht r.li.io.. i. tradition.U.n Sinn.. Ab.r u-o.ra.U und inn^r 
t-t .i. fu.r 1u.di.c.h. ..lan.. .in^-tr.t.n.- ./i» 3i« richii. v.r.ut.n,war 
gi,,„ K...->n.t,.in ihr :.r.^^-^.r.AI. man damals in ai.s..n,wo .^r .tudi^rt .,ho.rt ., 
a... .r 3o.iald..okrat war, könnt, .r ..in. .chlu..n...fun. al. Rechtsanwalt 

nicht ..hr uach.n. .adurch hatt- .r .. in L.b.n ..hr vi^l .chw.r.r. Auch fxnan- 

'"''*-.in .u.fu.hrlich.r Artik.l u-b.r ...ari.tt. Pu.rth i.t in :^^ch von 
...ria Juchac. '■^i» l-bt.n f^.r .in. b-.o.r. W.lt" 1955 i. ^.rla. J.H.^.Dx.t. 
.....b.-'., ..rlin und Kannov.r .r.chi.n.n. Au...rd..>. .in kl.in^r.r Artx.cl xr 

■r T + ^.^nh-irht»" v„rlP.- "^i.bpr.tian Lux ; urnpu l.u.nch.n 
■luch "Orof^p « 5^au.n d.r J.ltpr.fchxcht. . ..ri.a, , , ^ ., 

c i,,«-,.v "Tiifi.n im D.ntsch.n Kulturb.r.xch- 

^559 i. J.^ai.ch.n V.rlaVl>rlin .r.chi.n.n,.owohl ^'.nri.tt- -...th, al.^auch 
ihr l-.nn .ilh.!. ^x.rth, al. auch ihr ^^^ ^i-" Kat..n.t.in ,..it. 5oo) 
<*rwP^hnt • 



,.„n 3i^,'-hr ^-hrt.r M.rr l)r.Hanbur,,.r noch irr.nd .in. Auacun 
beno-tir^-n,-^o r^tf-hf^ ich i-d-rz-it suj^^ V-rfiK^^Tim,":. 






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Ich hnlDf dif- FAlPfn f^rntif^-^n.-- - — 

I>in Blick in dif» .luncl«- <^^h-t i 

Da ho<^r ich f^in rrunf^nd Hufen 
und hof*r<* di- ^Tort-: ^'^n r^n^^-tT' 

'»Du hpR-t dif* ^'oeh' prnti^ren 

im Abfndsonn<»nPichfiin; 

^p^ ..^1r>i3t^ Lpnd pi<^hf^t du li?*ren. 

doca nimmf^r vdr'' '»^ "''^in. 

')u mup^r-t in d<*r Wuf^stf» ^^^ich "bf^t-ban 

und traj^an d<*in* L^nt 

und trarf^n dar* Lebens Ketten 

^ic^ 7Ai der l^trd--- '^^-^t. 

So ruft»? und uill nich hoehnen, 

doch ich rtteh' fe^^t und ^t 

unn nchpu i^i verdnemnernden Werten 

der Abendeonn'^ ""-lut • 

Unri nehe die ,?:oldenen Lichter 

unfli'^f^^'*^ 3err und Tnl 

und sehe die Glorie den Lebens 

pufleucht-- ^^^^h '^innnl. 

Und rufe hinpus in die :Jinde, 
dass in die if^ite en schpllt, 
und wie mit Donnert oenen 
vom Ber^''^ -».p r^ÄT^hni t t : 

Ich hpbe die Zukunft besehen 
und meinen Geschlecht -^s Tp:^, 
und muss ich unterr-hen: 

Und meines Blut'^s i^rben, 
die werden Sio'^er sein. 

]- - - ^ cYi in rT er ;'/uest e s 'g erben : 
Lr^uu Kpnapn i^t n^in. 



, ,-> -y^ -1 />+ + .* T<> 1 f^rt Vi 



Rebentisch S. 301 "Nur Max Michel, der ^etztim 
Revisionsdienst fuer die juedischen Kulturgememden 
und oeffentlichen Anstalten taetig war, konnte eine 
Ausnahme machen und ihn {Landmann) regelmaessig in 
Berlin besuchen". 

q 13S Bruno Asch ist beschrieben in Rebentisch, S.135 f. 
d;zu Literatur Heinz Knoth "Zeit- und Lebensbilder Hoechster 
Buerqermeister 1849-19P8", Frankfurt -Hoecnst, 1963 , S. 19 tt. 
(Hoechster Geschichtshefte 3) . Ueber seine revolutionaere 
Taetigkeit an der Ostfront : "Der Zentralrat der deutschen 
sozialisti-schen Republik;' S.554, hnm.3?. 

"Entwicklung in Frankfurt am Main in den Revolutionstagen" 
3,80-88 (Harris, Sinzheimer) . 



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9. Mai 197 5 



Mr. Jochanan Ginat 
Leo Baeck Institute 
P.O.Box 8298 
Jerusalem 93229 
Israel 



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Lieber Herr Ginat, 

heute erhielt ich von Bertha Jourdan die Infor- 
mation ueber Asch. Sie schrieb mir, dass sie Ihnen 
die Mitteilung mit gleicher Post gesandt habe, aber 
fuer den Fall, dass die Nachricht Sie nicht erreicht 
hat, schicke ich Ihnen die gev^uenschta Angabe 2 

Bruno Asch hat sich kurz nach dem Einmarsch der 
deutschen Truppen, der am 10. 5. 1940 erfolgte, und 
der Kapitulation Hollands am 14. 5. 1940 in Amfcterdam 
vergi f tet. 

Das genaue Datum ist im Stadtarchiv von Frankfurt 
am Main nicht bekannt, aber es ist anr^unehmen, dass 
Asch kurz nach dem 14.5. 1940 aus dem Leben geschieden 
ist. 

Ich hoffe, dat3S üie Nachricht Sie noch rechtzeitig 
erreicht hat, und bleibe 



mit besten Gruessen 



ti^ 



Stadt Frankfurt am Main 




Der Magistrat 
Stadtarchiv 



Stadtverwaltung (Amt 41 A) 6 Frankfurt am Main 1. Postfach 2732 

Herrn Professor 

Dr. Ernst Hamburger 



z. Z, in 

Kanderstep;, 
Hotel Viktoria 



Kanton Bern 
(Schweiz) 



Ihre Nachricht vom 



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Unsere Zeichen 

^1A/Dr.F. 



Y Durchwahl 

212 



Datum 



5112 



14. 7. 71 



Behr geehrter Herr Professor Hamburger! 

Als Sie vor vier Wochen das Stadtarchiv Frankfurt besuchten, reich- 
te Ihre Zeit nicht aus, und Sie ließen mir eine "V/unschliste" zu- 
rück. Hier ist nun das Ergebnis meiner Recherche. 

Nur von Stadtrat Levin ließen sich Personalakten ermitteln. Ich habe 
aus diesen Akten vier Blätter abgelichtet. Hinzugefügt sei: L. be- 
gann seine Tätigkeit bei der Stadt Frankfurt als "Hilfsarbeiter des 
Magistrats" am 21 . 4. 1891. Wahl zum Stadtrat = 9. 7- 1095« Wieder- 
wahl = 9. 4. 1907. Die Versetzung in den Ruhestand erfolgte m. W. v. 
1. 8. 1919. Nota bene: Der Geburtsort ist aus den Personalakten 
nicht ersichtlich. L. war Reserveoffizier, zuletzt (1916) Major der 
Landwehr. 1925 wurde er Syndikus der hiesigen Filiale der Hamburger 
Fa. Bleichröder u. Co. (Assekuranz-Makler-Firma). 

In der sog. Nullkartei, den Unterlagen der Einwohnermeldepolizei 
von ca. 1870 bis 1930, fanden sich Angaben betr. Geit^er, Friedleben, 
Hertz, Horklieimer, Kirchheim, Mouson, Stein und Zirndorfer. Der Ein- 
fachheit halber habe ich die entspr. Karteiblätter abgelichtet. Bit- 
te schreiben Sie mir, falls über die Auswertung Fragen entstehen. 

Über alle anderen Stadtverordneten bzw. -rate hat sich kein Material 
gefunden. Ich erspare mir, die einzelnen Namen aufzuzählen. Ich habe 
die Fehlanzeigen markiert, s. die angelegte Ablichtung auch Ihrer 
Liste. 

Sehr geehrter Herr Professor I Ich bedauere, daß ich nicht mehr habe 
für Sie tun können. Empfehlen Sie mich bitte Ihrer Gattin. Ich wün- 
sche Ihnen angenehme erholsame Urlaubs tage. 

Mit vorzüglicher Hochachtung /"T^ /) 

Ihr sehr ergebener V //JO'M/Cr« 

(Dr. Joachim Fischer) Oberarchivrat. 
17 Anlagen. 



^. 



Hausansch 



AfC/UjiC/ ^tc^/^: <a^^f/-/4^ /^M^/^-v /^j^a/^tl ^U/- ^/U^^^-ui 

Tift : Ffankturt am Main, KaHSeliterg/sse 5 (karmelilerkloster) /j^^.^^^^»'"*"»''""'""""'' *'''^.^ ^^ 



lex 04-13064 



Stadt Frankfurt am Main 




Der, 
Stadt. 



Stadtverwaltung (Amt 41 A) 6 Frankfurt am Main 1. Postfach 2732 — 

An Herrn Professor 

Dr. Ernst Hamburger 



z, Z. in 

GH 3718 K a n d 



e r s t e g 



Hotel Ritter/Grand Hotel Victoria 
(Schv/eiz) 



Ihre Nachricht vom 



18. d. M. 



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Unsere Zeichen 



^1A-Dr.F 



y Durchwahl 

212 



Datum 



-5112 



26. 7. 71 



Sehr geehrter Herr Professor Hamburger! 

A„c, Ihrer Antwort auf mein Schreiben vom 14. d. M. ersehe ich, daß 
Sie ISe? pSrinlagen richtig erhalten haben. Ich darf dazu noch 
hPmprken auf dem Karteiblatt des Dr. Philipp Stein (Null-Kartei, 
Sen lUig) lese ich in der Rubrik "Religion" nicht ev., sondern 
^1 ms möglicherweise "glaubenslos" bedeutet, also Dissident. Ich 
habe s?hon?ieS Recherchin in der Null-Kartei hinter mir. Die Abkur- 
ISi If. ist llT dabei noch nie begegnet. Um sicher zu Sehen e^^feh- 
irfch ihnen deshalb, an das Standesamt in D 63 Gießen, Stadthaus, 
R^re^tr 20 zu schreiben. ,Vie auf dem Karteiblatt vermerkt, hat S. 
fm ieS^mber 1900 in Gießen geheiratet, und aus den Anlagen ^^m Hei- 
ratfp?otokoIl im Heiratsregilter dürfte eindeutig zu ersehen sein, ob 
S. einer Religionsgemeinschaft angehört hat oder nicht. 
Herr Dr Andernacht ist schon seit einiger Zeit aus dem Krankenhaus 
Seraus^d seft Seute wieder im Dienst. Ich habe ihm heute morgen Ihr 
ScSeib^ aJ iich mit der Bitte um weitere Veranlassung gegeben. 

Mit vorzüglicher Hochachtung 
Ihr^er^Mr ergebener 




(Dr.\JIoicfrli;fKi'3(scher) 
Oberarchivrat . 







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Hausanschrift: Frankfurt am Main. Karmelitergasse 5 (Karmeliterkloster) 



Y Rathausvermittlung 2121 



Telex 04-13064 



Der Standesbeamte der Universitätsstadt Gießen 

p Der StflMÖetfbeflMite der MW\vtyi\\.AUnal\. Gießen 

Herrn 

Dr. Ernest Hamburger 

z.Zt. Grand Hotel Victoria 

OH ^718 KandersteK 
Ichweiz 



Abt.:U 



AfiteMzeicfjeM : W a/ i la • 




lenirMf: ^^ JQG 256 




GIESSEN, den 3. 8. 197^1 

Berliner Platz 1 

3e.„,: Ihr Schreiben 
vom 29. 7. 1971 



Betr. ; 




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Sehr geehrter Herr Dr. Hamburger! 

Wie aus beigefügter Fotokopie des Heirats- 
eintrages hervorgeht war die Religion des 
Sirrn Dr. Stein tur Zeit seiner Eheschlies- 
sung evangelisch, ebenso hatte seine Frau 
die gleiche Religionsbezeichniong. 

Leider geht aus dem Eintrag nicht hervor, 
welche Religion die Eltern hatten. 

Eine Nachforschung in den Aufgebot sakten 
ist mir leider nicht möglich, da diese 
durch Kriegsereignisse vernichtet wurden. 

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Angaben gedient 
zu haben. 



1 Anlage; 



Hochachtungsvoll 
Der ätafidesbeamte 




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cinanbcr bic gfagc: 

ot fic bie eT)c mit cinanbcv cingctjcn woifcn. 
Sic Sßn-toMcn kiatjtm biofc Svngc nub bcv Staubc^-kamtc 

ba{5 ^ic traft bc§ 23ÜVGCvIid)en @cjcii(nttT)S nunmetjv vccf)t= 
ninfjig ncvtnnbcnc etjctcnte jeicn. 







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l,i« ba8 ® P a t n. , 1 c nli- c , n nnj J'^^^« ; j'' ;^;,J „„t, 

du wiiUiiibi'.i'SV'cftcr 'A'^'"-".'-.« .'"•':|„,~, i, [ru'litlM'c Int 

'umy,uctcn. 3t«cf)bcm et »^^^ ^.»: f ^J «,/ j'f tabtvat cv^ 
qciDcicii n>«, würbe « L •'■' ^ • " ' . ' 'r 'j," i,i„biird> t'c^ 
„.antil, meld)*« v'(n,t er »''f;"'^''; ;' '«,>V^,;' ...f »^^ l>irf* 

i„ iiMvi., tätia. ech, crt..inc.r;i '•'^; .;""^°i;,i"';^, e„„ini.b 

bcu (ubbc„llcl,eu3U,r^vm.^r,^Uuu^^.^^^^^^ 

Vt„c(, „cKl, feiner ■l^^-''ll'!"'^\;''"i' ,,,n.t ilUig be"nbct»| 
ClK<nmii,aicb bct fentid,:m St.»rtbe^«rb - ~^^ 

rat 2c.Pi, lun, bcr ülc!- .„i «r.>" iuri, uub «HeS nvr< et t<it, 
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n\nb octteun, i^cr ^inuaHirul forte jeluen jn?pacflcn Der it)- 
(cit bcm 80 iliiÜ lS'-)5 ülö bejolbeta etablmt anüe.,;orle, bua 

^::rlcil)unfl ber [ilbancn yiatcUe ?^V?!''i ..^"'T^^^.l.iriFl' 
5t ßerin hcßmm [eine roinmunaie Sutiflant irn V.pUl ihj... 
'a'a 5DIaaiflra!öafIcf or unb mar n(5 foId)cr tStiq beim (^imerbc 
fl'ri(f)t bflm 5lnnenamt, beim Gicmcrbe^ unb 5ßerfe{)r5a nt un. 
bd bcr <^^afcn!o!lMnlf[ion. SII5 bc^otbeter etahtxtd f)nt .-r u ri 
[tmhi ncit bie S^citunq be§ ©parfa[fenam<3, bc5 ^ßfarbljauK^j 
bV ©cmcrbo unb 5[^erfel)r§amt5^ bc§ iöetn.'f)''ninogam^J, beö 
^iabcamtS unb be5 3led)neiQmtS .^aifcnöcrwartung tnnegtf)abt: 
ßuftcrbcm ttjor er ftcabeitretenbcr S5orfit^er,bcr bc5 ßlef'riäitatf 
unb 23ai;)nnmt5 nnh iDütaÜeb bc5 ßcr^ni£mitt et an 13 -_ 
^'>T T'Tcfbr-. bcr ^^^^ncfiiairilÄcii — llTTTViftlTrQ'^rrmif '&:% 
nMnaUoi $rof. Ömvt © i d 1 1, ^Iclt. am ^i^iittmorf) au-r]jnlr.i. 
'f.-ne§ SMcrtrttt^ in bcn Tvutienanb bar. Uniöerntätfibtofefforcn 
^rr^ten unb bicfcn. perlonlicf^cn ^reunbcn üiib Ißcrcljrcm leine 
:V bid)ieb§Dorlefunq 9?acl) bcm Hodeg mibmctc- ber T.!an bei 
nebivinifrfKn fTatuItat i]3rot ^t. förepT^ert im ^luftraq be§ Un:- 
ltcrfilät?.IerTrorpCT§ bem ©cr)elber.bcn SnnfeSroorte für b'-c oei 
Viebi;(iniknen ^iVi^cnf^aft aeleineten ^.ienftc. C^leiem J2^cn! 
U)Ioffen urf) n:i ©cI) üJlebij^^Skt ^2^r. (obenan yur ^l^e ^Jranf 
f irtcT 9teqtc[(^aft Snnitat^rat Tr. $)anoucT^r bn3 v3fIeciGmt. 
Vrof IRGcrfc für W ör3tad)C 9rniftente-.;[d)a[t im^ein ^^^ttretcr 
rer ©hibentenicfmft Baft 31 ^nf^re f)nt ^^rof. eio^-^ ^JacTi^ 
»MRct bon ^r C'^offmonn. bc5 SSerfaiierS bc3 „^tru- . . jctcr _^ 
'.MiberbncT^'S, bie- f^ranffurter ^rrenfür^orgc oeleilet. ^le granf- 

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Kluke S.342t Verfassung beseitigt die faktisch in den Monaten zuvor 

niemals drohende Gefahr einer allgemeinen Saekularisierung oder 
entschaedigungslosen Enteignung kirchlichen Eigentums. Volle 
Bekenntnis-Kultusfreiheit, die auch religioese Erziehungsfreiheit 
einschloss. Staatsbuerger liehe Rechte und Pf lichten, oeff entliche 
Aemter unabhaengig von Bekenntnis. Umfassend gesicherte Stellung 
der Kirchen, die dafuer allerdings auch andere Religionsgemein- 
schaften oder vielleicht auch irreligioese weltanschauliche Ver- 
einigungen zu gleichem Recht und konkurrieren neben sich sehen 

mussten. 

S. 354 I 1910 unter 414 000 Einwohnern 26 000 Juden oder 6,33 % 
der Gesamtheit. Bei Stiftungen wiederholt Bemuehen hervorgetreten, 
wie etwa bei der Speyerschen Stiftung, die faktisch nicht ueberall 
erreichte Gleichstellung des Judentums noch durch besondere Be- 
stimmungen der Stiftungsvertraege zu sichern. Das war seit 1918 
ueberfluessig geworden, der Staat war konfessionell neutral geworden, 
sagte allen Bewohnern volle Glaubens-und Gewissensfreiheit und 
ungestoerte Religionsausuebung zu. 

S. 359 I Zusammenbruch brachte die oeffentlich rechtliche voellige 
// Gleichstellung der Juden und beseitigte damit die letzten Hemm- 
nisse fuer evt. Wiederaufnahme frueherer Wuensche,die Franz Rosen- 
zweig hatte, der noch im Weltkrieg Broschuere erscheinen Dtiess ueber 
Notwendigkeit intensiven religioesen juedischen Religionsunterricht 
an hoeheren Schulen in allen Klassen und auch der akademisch 
theologischen Heranbildung von Lehrkraeften, die an einer Akademie 
fuer Wissenschaft des Judentums erfolgen muesste wenn auch die 
theologische Fakultaet an einer deutschen Universitaet ein grosses 
Ziel bleibt. 






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HOTEL MONOPOL 

FRANKFURT AM MAIN 



TELEFON: 
(0611)230191 



TELEX: 
411854 



TELEGRAMM: 
MONOPOLHOTEL 



Frankfurt/Main 

Steigenberger Hotel Frankfurter Hof 
Steigenberger Airport Hotel 
Steigenberger Hotel Monopol 
Flughafen-Restaurants 
Henninger-Turm Restaurants 
Restaurantbetriebe Hauptwache 

Bonn 

Steigenberger Hotel Bonn 
(Eröffnung Herbst 1969) 

Dasteldorf 

Steigenberger Park Hotel 

Dultburg 

Steigenberger Hotel Duisburger Hof 

Mannheim 

Steigenberger Palasthotel 

Stuttgart 

Steigenberger Hotel Graf Zeppelin 



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MOnchan 

Steigenberger Hotel München 
(Eröffnung Frühjahr 1971) 

Konatanz 

Steigenberger Insel-Hotel 

Bad Homburg v. d. H. 

Steigenberger Ritters Park Hotel 

Bad Nauenahr 

Steigenberger Kurhotel/Kursanatorium 

Bad KIsaIngan 

Steigenberger Kurhaus-Hotel 

Baden-Baden 

Steigenberger Hotel Europäischer Hof 
Steigenberger Hotel Badischer Hof 
Bad Raichanhall 
Steigenberger Hotel Axelmannstein 

Rom 

Hotel Quirinale • Birreria Bavaria 







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Our hotel IS furnished with the most modern telephone System ot TELEFONBAU UND NORMAl^EIT, FranMurt a. M. 




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HOTEL MONOPOL-METROPOLE 

FRANKFURT AM MAIN 



TELEFON: 
(0611) 230191 



TELEX: 
411854 



TELEGRAMM: 
MONOPOLHOTEL 



A. STEIGENBERGER HOTELGESELLSCHAFT K.G.a.A. 

FRANKFURT AM MAIN: Hotel Frankfurter Hof, Hotel Monopol-Metropole. 

Flughafen Restaurants. Henninger Turm Restaurants, Frankhof Kellerei 
DÜSSELDORF: Park Hotel 
DUISBURG: Hotel Duisburger Hof 
MANNHEIM: Palasthotel Mannheimer Hof 
STUTTGART: Hotel Graf Zeppelin 
KONSTANZ: Insel-Hotel 

BADEN-BADEN: Hotel Europäischer Hof. Badhotel Badischer Hof 
BAD HOMBURG V. D. H.: Ritters Park Hotel 
BAD KISSINGEN: Kurhaus-Hotel 
BAD NEUENAHR: Kurhotel. Kursanatorium 

BAD REICHENHALL: Grandhotel Axelmannstein, Kurhausbetriebe 
ROM: Hotel Quirinale. Birreria »Bavaria« 



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Unser Hotel Ist mit den neuzeitlichen Fernsprechanlagen der TELEFONBAU UND NORMALZEIT, Frankfurt a. M.. ausgestattet. 
Our hotel is furnished with the most modern telephone System of TELEFONBAU UND NORMALZEIT. Frankfurt a. M. 



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J.C.B. MOHR (PAUL SIEBECK) TÜBINGEN 






Herrn s 

Dr. Ernest Hamburger 
Leo Baeck Institute 
129 East 73rd Street 
New Y o r k, N. Y. 10021 
U.S. A. 



TÜBINGEN. 
Wilhelmstraße l8 



6.4. 1971 
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§ 



Lieber Herr Dr. Hamburger, 

für ihren Brief vom 31. März danke ich Ihnen bestens. 
Ich muß Sie leider enttäuschen. Die Dissertation von 
Hans Maier, "Die geistesgeschichtlichen Grundlagen 
der konstitutionellen Theorie" ist seit dem Herbst 
1958 völlig vergriffen, so daß ich Ihnen weder ein 
Exemplar ;noch eine Fotokopie zusenden kann. 
Ich hoffe, daß es Ihnen möglich sein wird, bei den 
Beziehungen des Leo Baeck Instituts auf dem Bibliotheks- 
wevqe zu einem Exemplar zu kommen. 

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Mit den besten Grüßen bin ich 






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PUiBUl).Uli If irTtttamgrn, Postfhrh 89 - Drahtamchriftr^tebeck Ttibmgen^ Femspfeehep-»»^* 

Postscheckkonten: Stuttgart 839 - Zürich VIII 47024 ' Bankkonten: Deutsche Bank A.G.. Filiale Tübingen 

Landeszentralbank Tübingen 557/73 • Kreissparkasse Tübingen Girokonto 3228 

Postansdirirt: Tübingen, Posiiadi 2Ü-1Ü ■ Urahunsdinll: bicbcck 1 umngcn • 1 crnH^rcdier ^0064 
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WILLI EMRICH 



Bildnisse 

Frankfurter Demokraten 



FRANKFURT AM MAIN 



1956 




IM VERLAG VON WALDEMAR KRAMER 




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B.mT.a„ VC«»;™ »A die Belepdiat, C««ll... ^ d» .orb.ldl,*.. 
0*1=» liebenswürdig» M=„«hen ..d s«> hiU.b™,.... «„„ndm.- 

■-rK:::ne;oe;;rxi".":?:f:r4i^^^^^^^ 

DcutsAlands erworben haben. Haus und l^^J'^^.t^^J^.J^iZl 

„ann, reid. an geistigen Gaben und ---f^,;^: -^ituhelm 
„i*: Reich., an für ^i^- -"/ •:,tb?unTd:e auf Tirel Or 
Merton war eme P^^^°"''*^^;l; "f, "" *, ^,, ^eise durch angeborene 
und äußere Würden ^-^ ^^ '^^ ^^^^^^^^^ 

Klugheu und J-* -*;.^^ f„r,^„,;er Stadt um das BürgerreAt naA; 
Der Vater suchte 1855 be'^ Se"»J^^ Angelegenheit. DoA wurde sein 
dies war damals emenod^reAsc^w^^^^^^^^^^^ ^^^ ^.^^^ ^^^ 

Gesuch „An den ^ohen Senat G ^^ ^^^ ^^^^^^^^ ^^_^^^^^^^_ 

Scten des G--" ."^f;! Ehrerbietung verharrend eines 

band", der Schluß lautet. ,.in_^ „v eingehender Vorprüfung genehmigt. 

hohen Senates S^^-^TElt^rn utd woSier^^ Verwandte in Frank- 
f "7 tLrP agebten d n -an also damals schon kannte, mußte 
fürt Em 1-"S^' ^rageboj Beurteilung war günstig. Dabe, .st zu 

sorgfältig ausgefu h w. den ^^^^ ^^^^ ^^^^^^^^^^ ^„^^^^ 

bedenken, dals es m jener ^ an; j,„ frankfurter als das 

Stadt zu sein. Wilhelm Merton wurde em treffl.Aer Frankfurter 

6. von 7 Kindern der Familie. , . .. , ^„ Gebiet vornehmlid» die 

Die Gründungen Mertons auf wirtschaftl.diem Gebiet, 

21 















Metallgesellsdiaft und die Metallbank, erlangten Weltruf. Seine Sdiöpfun- 
gen als Privatmann auf sozialem Gebiet waren bahnbrediend. Politisch 
hat sidh Merton nicht betätigt. Ein Amt in der Stadtverwaltung hatte er 
nicht inne. Er stellte die Sache in allem und jedem über die Person und 
wirkte im Stillen. Insbesondere arbeitete er auch in vielfacher Hinsicht 
eng mit Oberbürgermeister Adickes zusammen; er ist der Mitschöpfer 
unserer Universität. Merton kam aus dem Einzelfall auf das Grundsätz- 
liche, um dann wieder aus den gewonnenen grundsätzlichen Erkenntnissen 
praktisch Einzelfälle zu lösen. Einen großen Teil der Überschüsse seiner 
kaufmännisch-wirtschaftlichen Betriebe stellte er für gemeinnützige Zwecke 
zur Verfügung und spendete damit ungenannte Millionen. Wilhelm Mer- 
ton ist im Jahr der Paulskirche geboren. Von Hause Kaufmann, war er 
zugleich kulturellen Fragen gegenüber sehr aufgeschlossen. Wissenschaftler, 
Künstler, Staatsbeamte, Wirtschaftler und Gelehrte von Rang geben von 
der Wirksamkeit dieses bedeutenden und edlen Menschen Kenntnis. Einige 
unter ihnen, die ebenfalls beste Demokraten waren bzw. sind, seien hier 
genannt: Prof. Dr. Stein, Prof. Dr. Polligkeit, Stadtkämmerer Prof. Dr. 
Bleicher, Prof. Dr. Cahn, Prof. Marr, Bürgermeister Dr. Luppe, Prof. Dr. 
Max Flesch, Prof. Dr. Klumker und viele andere berichten über Merton, 
daß er wie ein Magnet wirkte und die Geister an sich zog. Man nannte ihn 
einen Menschensudier und Menschenfischer. Er war eine Persönlichkeit mit 
autoritärem Einschlag und doch reiner demokratischer Gesinnung. Sem 
Grundsatz war, erprobte Erkenntnisse und Organisationen privatwirt- 
schaftlicher Arbeit auf sozial-reformatorische Betätigung anzuwenden. 
Ein Beispiel möge dieses Verfahren erläutern: Die Metallgesellschaft 
zählte u. a. zu ihren Betrieben in Übersee Bleibergwerke. Um 1900 starben 
Grubenarbeiter dieser Werke häufig an Arsenvergiftungen. Die Bergwerks- 
Icitungen unternahmen hiergegen nichts Entscheidendes; hier griff Merton 
ein. Er setzte ein Verfahren durch, das die Arsenvergiftungen verhütete; 
das hätte aber auch jeder andere wirtschaftlicii denkende Kaufmann ge- 
tan. Merton genügte dies jedoch nicht, denn er kam stets vom Einzelnen 
auf das Ganze, um der Allgemeinheit, so namentlich auch der Gesundheit 
des Arbeiters und des Arbeitnehmers allgemein zu nutzen. So kam er auf 
die Gewerbehygiene; er ließ Gutachten erstatten und förderte wissen- 
schaftliche Untersuchungen hierüber und rief schließlich durch das von ihm 
schon früher gegründete Institut für Gemeinwohl mit anderen interessier- 
ten Kreisen das Institut für Gewerbehygiene ins Leben, welches nun alle 
Fragen zur Sicherung von Gesundheit und Arbeitskraft zu erforschen 
hatte. Hierbei erkannte Merton auch, daß Kaufleute, Ingenieure, Chemi- 



22 



y 



ker Juristen usw. zum Teil recht einseitig die Betriebsinteressen sahen, 
ohne die wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhänge zum Vorteil des 
Ganzen und namentlich der Beschäftigten zu erfassen Die Folgew.rkung 
war seine Gründung der Gesellschaft für wirtschaftliche Ausbildung die 
in Verbindung mit der Akademie für Sozial- und Handelswissenschaften 
Kurse abhielt. Diese Einrichtungen sind Vorläufer der 5. Fakultät unserer 

Universität. , i. 

Als die Hauptschöpfungen Mertons können angesprochen ^«'^de'i: d^e 
Institute für Gemeinwohl, für Gewerbehygiene und für wirtsdiaftlidie 
Ausbildung, ferner die Zentrale für private Fürsorge und die Schaffung 
des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge die Gesell- 
schaft für Wohlfahrtseinrichtungcn, das Soziale Museum, dessen lang- 
jähriger verdienstvoller Leiter Professor Dr. Ernst Cahn, spater Ober- 
magistratsrat bei der Stadtverwaltung, gewesen ist. Ferner sind bei dieser 
Aufzählung die Soziale Auskunftsstelle und Soziale Praxis sowie die 
Blätter für Sozialpolitik zu nennen. Alle diese segensreichen EmriAtungen 
wirkten über Merton hinaus. Heute sind sie fast selbstverständlich ge- 
worden, damals bedeutete ihre Einrichtung eine pionierhaft sociale Tat. 
Wilhelm Merton, im Verein mit Charles Hallgarten und Stadtrat 
Flesch, auf die wir noch zu sprechen kommen, bestimmten um die ahr- 
hundertwende die ehrenamtliche private Wohlfahrtsarbe.t. Er, Hallgar- 
ten und Flesch gründeten u. a. im Jahr 1905 zusammen mit interessierten 
Stellen den Verein für Tuberkulosen-Fürsorge; Merton war mit ein Bahn- 
brecher für den sozialen Wohnungsbau und das Siedlungswesen. Merton 
wollte nie, daß viel über ihn gesprochen werde oder man einmal spater m 
Trauer seiner gedenke. Das tun wir auch nicht, aber wir sind stolz, einen 
solchen Bürger gehabt zu haben, dessen Naciikommen noch in unserer 
Stadt wirken. 

Charles Hallgarten wurde im November 1838 in Mainz geboren. 
Er kam früh mit dem Vater nadi New York und wurde später Teilhaber 
der Bankfirma Hallgarten & Co. In New York entwickelte er eine ange- 
strengte Tätigkeit als Kaufmann und Bankier und war auch dort den mu- 
sischen Dingen zugeneigt. 1877 übersiedelte Hallgarten nach Frank u, 
dessen freie Luft und demokratische Einstellung ihn im Kranz der Städte, 
die ihm zur Auswahl standen, besonders angezogen hatte. Hallgarten war 
ein Philanthrop im wahrsten Simie des Wortes. Er unterstützte aUe Fur^ 
sor.-e- und Wohlfahrtseinrichtungen, ebenso Kunst und Wissenschaft m 
ungewöhnlichem Maße. Das Ziel seiner ehrenamtlichen Arbeit sowie sei- 

23 



„A Haikarten sind durch Straßenbenennungen 
Die Namen Merton und Hallgaricn muu 

In der Bürgersdiaft lebendig. 

j J«,.,r, ■Wc-jen war Karl Flesch. War Hall- 

Von anderer Art und ^f'^'^^^J^^'l^^H^^^^, siA Flesch Im öffent- 

garten ein Bürger privater L^bensforn^^^ ^o -"^^^^^^^^ ^.^^^^^ ^^ 

liehen Dienst; war Hallgarten J^^^^'^''^"' ^^ ^arl Flesch war 
- Hesch B-- ^^--^^^^^^^^^^ dachte und 

ein äußerst beweghchcr, ^'f^^'^lf'^!'^'^^ g^^n eines Arztes in Frank- 
wirkte zum Wohl anderer. Er wurde 1853 als bonn 

fürt geboren. Karl Flesch ließ si J h>er als ^^f^^J^rZZ nach Bel- 
er soziologische und soziale Stud.en und m chte Stud.enr '^ 
,ien. Frankreich. England und m DeutsA and^ B e- ^ ^^ 
30 Jahren, wurde er hauptamtlicher Stadt at ""^'^J" ^^„^.„i^j^^rung 
Arbeiten über das "aftp toetz und uber^ d.^^^^ ^^^^^^ 

hatten ihn bekannt gemacht. Zur Z^.t von ^^ ^ Sein Wir- 

führte er das wichtige Dezernat des Wamsen- -/J^J^^^^^^^ Mo- 
ken und Schaffen ist gekennzeichnet durch Nnnung der Bg ^^^ 

dernisierung des Fürsorgewesens, ^^f ""^^^^""^H.;'; neuen Frled- 
elner städtischcnArbeitsverm.ttlungsstelle.Herausgabe emer 

hofsordnung und Abstufung der B«tattungsgebuh^en na* dem ^ ^^^ 
„en zur Schonung Minderbem.ttelter - ""^ ^"/^^^J/;^ Ei^Hch- 

Arbeiten. Er ist Mitbegründer von bedeutsamen An^^lt- 

.ungen, so der A.G. für »^'--^^"Tork'sbldut des A vis für Ob- 
vorlesungen und späteren B-f/^jJ;;,^: £^^^^^^^^^^^ förderte die 

dachlose, des W,twerhe>ms und d« «ausptuge gäuglingssterb- 

Kinderpflege. die Waisenfürsorge, 'l- «f ^^„P'^^^^'^rK „dergärten 
Uchkeit. der Schein Juchtsge^^^^ ^^ ^^^^^^,^,,„ 

und Horte sowie d'e Er"chtung ^ertratFlesch Frank- 

und Neuenhain und «i-^^-^J^/.tne Zweifel eines der bedeutendsten 
fürt .m Abgeordnetenhau. Er war oh ^^^^^^^^^ ^^ ^^^^ ^,^ ^.^ 

Magistratsm,tgheder n d- >br- " ^^^„^ ^„^ jer Volksbildungsarbeit; 
beitnehmers. Eine Keine vü befruditcnden wissen- 

25 



, r n-.^Pr Als der Vater starb, wandelte Leopold Sonne- 

wurde Frankfurter Burger. Als der va q, j ,„ „„j Erfahrun- 

„ann das Geschäft in ein BankgesAaft ^^ Ü»;;^^^^^^^^^ b,,,„. ,„d 
gen führten ihn zu der Er en„t^ t^^chToßt"^^ i« Jahr 1856. 
Handelsblatt nötig und nützlich sei bo entscn .^ ,. ^^^^^,. 

zusammen mit dem Bankier ^^^f *! r^;,;Sr£ndelszeitung, die 
zugeben, der alsbald in eine <len^°kratis<he deutsAe » 
„/.ankfurter Handelszeitung« umgewa^^^^^^^^^^^ ^^^^ P^^^,. 

Nun wurde sie em politisches Blatt ""<* "/* ^' ^g^O beim Senat der 

furter Zeitung". Sonnemann und ^''''-'^^[^^^^^^^^^ und be- 

Stadt den Antrag auf Genehmigung zum Betrieb ene^U .^ ^^^ 

antragten 1863 die Erlaubnis zur E""^'""f,XB„,',,;„g Frankfurts 
Eschenheimer Gasse für die Druckerpressem Als die Bc^ S 

durch die Preußen herannahte, flohen '^^ ^/^^fut fjX^ n„n er- 
,art. Im November 1866 kehrten - -* J f Xk,„„ ^„den sollte, 
schien die „Frankfurter Zeitung die zu eine ^^^^^_ 

Hauptverdienst an dieser Entwicklung hat ihr Schopter. i- P 

mann. ^ iQ:;q nie er sich an der Grün- 

In das öffentliche Leben trat Sonnemann 1859 a^ -ich ^^ ^^ ^^^ 
düng des Nationalvereins beteiligte In .ecWW.^ _^^^^.^ ^^^._ 
Arbeiterbewegung von Anbeginn dr 60er Jh^^^^^^^ 
tisch gehörte Sonnemann der Demokr. Parte, ai ^^.^^^ 

jahre 1871 wurde er als Vertreter f" ^-d^. J-nUur ^^^^ ._^^ 

gewählt. Seine ^-^^^^f " t„^war on 9 bis Ende 1880 und 
Reichstag" '-;;f;f^X^^lT:^AHl^ der Frankfurter Stadt- 
vom 1. Januar 1884 bis i^nac Finanzausschuß an. 

verordneten-Versammlung un ge orte Ja^^^^^^^^ ^.^ ^.^^^, ^„, 

Hervorzuheben .st se.ne /^"**"^'- „f "";„id Sonnemann im kommu- 
Adickes. Die besonderen Verdienste -" LeX^'d S-n ^^^ ^^^^^._ 

nalen Leben der Stadt sind geke-^^^^^^ durdi^e,^^^ ^^^^^^ ^^^^^ ^ ^^^ 
sAen Steuerwesens mit und un^crMq ^_^^^ ^^^^^^^^^^ ^ _^ 

vor dem Krieg ^^^O fu die L J^^^^^^^^^^^ Opernhauses. Er ist 

Frankfurt ein und forderte aen l, Städelschen Museums- 

Mitbegründer des ^^^^^^rnB bt^ Büdier- 

vereins.Er -'^-^ f ^S^"*^^^^^ Stadtbibliothek die kostbare Gustav- 
sammlung von Karl Vogt u Anrecer der großen elcktrotech- 
Freytag-Büchcrei. Sonnemann war der Anreger der g ^^^ 

nislen Ausstellung 1901 in Frankfurt, die e -J™ -/.^^ ,„ £„, 
..,•11 j c^u;^r,fpr des Deutschen Museums, autDauie uu 
SLtlrtSf-ter Industrie auf diesem Gebiet entscheidenden 

39 



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Würdigung ihres segensreichen Wirkens auf gemeinnützigem und sozialem 
Gebiet eine besondere Widmung auf Mannf eidbogen" durch den Fursorge- 
dezernenten der Stadt, Bürgermeister Graf, überreichen zu lassen. Der 
Name von Anna Edinger ist mit der deutschen Frauenbewegung eng ver- 
bunden. Vornehmlich widmete sie sich der Kinderfürsorge und der Tuber- 
kulosebekämpfung. Sie hat als erste der Licht- und Luftbad-Bewegung m 
Frankfurt den Boden bereitet. Auch war sie an der Gründung und dem 
Ausbau der „Zentrale für private Fürsorge" führend beteiligt. Die Zu- 
sammenfassung der sozial arbeitenden Vereine Frankfurts im Stadtbund 
des Vereins für Armenpflege und Wohltätigkeit war ihr Werk. 

y Auch Jenny Apolant, geborene Rathenau, die langjährige ehrenamt- 
liehe Leiterin der Auskunftsstelle für Gemeindeämter der Frau zu Frank- 
furt am Main, zählt zu den trefflichen Frauen, die ein vorbildliches Wir- 
ken im Zeichen der Menschenliebe und im Dienst der sozialen Wohlfahrt 
entfalteten. Frau Apolant kam durch ihre Heirat mit einem Mitarbeiter 
von Geheimrat Ehrlich am Institut für experimentelle Therapie im Alter 
von 25 Jahren nach Frankfurt. Sie hat die „Zentrale für soziale Amter 
der Frau" gegründet und errichtete in schwerer Zeit in unserer Stadt die 
Verkaufsvermittlung von Wertgegenständen aus Privatbesitz". Im Jahr 
1922 schuf sie die „Gesundheitshilfe" und gründete zur politischen Schu- 
lung der Frau eine „poHtische Arbeitsgemeinschaft". Frau Apolant war 
auch Stadtverordnete und leistete als Mitglied des Stadtparlaments ernste 
und wertvolle Arbeit. Sie ist die Verfasserin der um 1900 herausgebraditen 
Schrift „Stellung und Mitarbeit der Frau in der Gemeinde". Sie ging 
pionierhaft auf dem Weg voran, die Mitarbeit der Frau in der kommu- 
nalen Wohlfahrtspflege, der Schulverwaltung, an städt. Arbeitsnachwei- 
sen in Fragen der Wohnungs- und Trinkerfürsorge sowie in der Schaffung 
von Stellen für Scliulärztinncn, Schulschwestern und weibliche Vormund- 
schaft durchzusetzen. Viel zu früh, am 5. Juni 1923, mußte die noch nicht 
Sliährige edle Frau von dieser Welt scheiden. 

Frauen wie Meta Quarck-Hammerschlag, Baronin Mathilde von Roth- 
schild, Johanna Kirdiner, Freifrau Lili Schey von Koromla, Anna Edinger 
Frau Alken, die als ehrenamtlidie Stadträtin längere Zeit die Schul- und 
Kinff-ers^isung leitete, und Jenny Apolant sind mit goldenen Lettern un 
Buch der Stadtgeschichte ob ihres segensreichen sozialen Wirkens verzeiA- 
net Möchten sie als leuchtende Vorbilder auf dem wichtigen Gebiet sozialer 
Arbeit und echten Liebesdienstes viele Nachfolgerinnen finden, damit Leid 
und Not, wo sie auch immer auftreten, gelindert oder gar beseitigt werden. 

47 



y 



heimnisvollen Wirken dieses wunderbaren Deutschen, des größten geisti- 
gen Deutschen, den die Welt je gesehen hat." 

Es war Oberbürgermeister Dr. Landmann nicht vergönnt, die Früchte 
seiner Arbeit voll heranreifen zu sehen, denn die Entwicklung der Jahre 
1932/33 ging andere Wege. Persönlich war er in seinem Wesen gegen- 
über Menschen, die er nicht näher kannte, wohl kühl und sogar etwas ver- 
schlossen, vielleicht audi mensdienabgewandt. Er trug jedoch ein warmes 
Herz in der Brust und lebte und wirkte für die Stadt Frankfurt, an der 
er mit großer Liebe hing, bis er sie 1933 verlassen mußte. Als ich mit ihm 
im Fierbst 1935 — er lebte zunächst in Berlin — einmal an einem herr- 
lichen Septembertag von Flannover aus durch den Harz fuhr, damit er 
sich wieder als Mensch fühlen und Gottes freie Natur genießen konnte, 
sprach er lange mit mir von seinen Sorgen um Deutschland. Bei meinem 
letzten Besuch in seiner Wohnung in Berlin 1938, ehe er in die Heimat 
seiner tapferen Frau Christine Landmann-Merens fuhr, die ihn bis zum 
bitteren Ende pflegte — er starb hungers in dem von Hitler besetzten 
Holland im Frühjahr 1944 — , da traten ihm die Tränen in die Augen, 
als er mit mir über Deutschlands Untergang spradi. — Solche Persönlich- 
keiten — ich denke auch an Arthur von Weinberg, an Frau Stadträtin 
Alken, an unsere hervorragende Altistin Magda Spiegel, die in Thcrcsien- 
stadt ihr Leben lassen mußten — werden unvergessen sein. Alle die Un- 
taten aber sind im großen Schuldbuch eingetragen. Ob sie für uns jemals 
gelöscht werden können? 

Einer der nächsten und vertrautesten Mitarbeiter von Oberbürgermei- 
ster Dr. Landmann war — neben den damaligen Magistratsräten Dr. Hell- 
mut Reinert (jetzt Stadtrat in Frankfurt) und Dr. Bernhard Heun (jetzt 
• Oberstadtdirektor in Krefeld) — Dr. Max Michel. Er ist in Frankfurt 
geboren, absolvierte die Musterschule, studierte in Lausanne, München, 
Berlin und Marburg die Redite und kam kurz vor Ausbruch des 1. Welt- 
krieges zur Stadtverwaltung Frankfurt. —- Im Jahr 1919 Magistrats- 
assessor, 1921 Magistratsrat, wählte ihn, der von 1925 bis 1933 der so- 
zialdemokratischen Partei und dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold an- 
gehört hat, die Stadt verordneten- Versammlung im Herbst 1927 zum 
hauptamtlichen Stadtrat. Er leitete sechs Jahre das Kulturamt, Personal- 
amt und Revisionsamt und führte insbesondere mit großem Erfolg das 
Goethegedenk jähr 1932 durch, wofür ihm hohe Auszeidmungen von der 
Stadt Frankfurt, der Goethegesellsdiaft in Weimar, dem Freien Deut- 
schen Hochstift und der Reichsregierung verliehen wurden. Seine An- 

61 



n 



ll' 



oci Oktober 1927 mag hier in den 
trittsrede vor den Stadtverordneten am 25 U ^^^ ^^^^^ ^^^^^^^^ 

Hauptgedanken mitgeteilt sem, weil sie in 

sein könnte: . j Vaterstadt, in der idi 

„Es ist mir eine Ehre und Gen"gt"""S' """ j^ ^^^^ ^abe, von Ihnen 

Jhr als 13 Jahre in ^^ ^^^^^::'^tXt:Za. als'juri-n ge- 
.„ -rantwortlldie Stelle beruf^^^^^^^^^^ ^^, ,,^ Bildung 

wählt. Idi weiß mich mit Ihnen ein g, ^^^ kommenden Arbeit 

wohl die Voraussetzung, ^'<^\^°'' kommenden Zeit weniger denn ,e 
bilden kann. Wir können es "^ ^ J^^ c-^dcverwakung anzu- 
leisten, als ^pe-l-n nur T.^^- ^^^ ^.^ ^^^^^ ^.^ wohl schon in 
sehen, wir müssen bei den ^«f""^' ^ , vielmehr die Totalitat, 

der allernächsten Zeit - /f "^^^=^.^'\": tJten Die oberen städti- 
die Gesamtheit der G-emdearbeit im Aug bch 1«^ ^.^^,^„ 

sdien Behörden. Magistrat und Stadtverordn „^.^u ,^. 

,hre Aufgaben -*^ -,f «7 !;7^::;:rA "genmerk riditen. wenn sie 
sammenarbeiten und alle auf das Gj^""'';'^. ^^^ , en hinaus bestimmten 

Meine Damen und Herren, wir ^ ^^^ ^^^ j^^ 

allernächste Zeit uns vor ernste Probleme stellen ^'^ ^^^^ j;, 

die Kriegs-, Inflations- und Stabilisierung lue^un™tt ^ .^^^^^ 

Keparationsaera. D-E-ignisse werfen he Sd^^^^^^^^^^^ ^^^^ ^^ ^^^j. 

daß die Eingriffe in die e''^f'"'il'*'^,'.'^''^;;;/rjj zteci^e scheinen uns 
nung sind. Notwendige Geldmittel für ^^^»^^J*" f ^J^.^j^.,, ,,;, jicser 

vers'agt und nur. wenn wir ^"--:— :^ ^dls ptuadium ,eder 
Schwierigkeiten Herr werden. I^-^ ^^^ "^ ;, „„j ,., „üssen 

Gemeindearbeit seit mehr als 100 >hren, i ^^j .„.äß^n Sinn zu 

bestrebt sein, dieser Selbstverwaltung eiiKn^^- ^^^^^ _^^^^ ^,^ ,^^ 

,cben. Die ^clbstverwatung ist nicht b^^^^^^^^^ ^^^ .^f, Sinn, 

heutigen Zeit einen anderen Inhalt als '"^ W ^.^ 

der schon vor mehr als 100 Jahren sidi bew.^hr Jat mul 

bewähren wird ist ^^:^^Z^::;:;;::^. Pähigkeit in 
gezogen wird, dalS das Kccni atr oci vlitnrbcit aufzurufen 

^d. \i;,.Rt die Gesamtheit der Bürgcrsdiaft zur Mitaroeii au 
sich schlielSt, üic vjcDamv , ,, u ,r,rr Tsliir wenn wir m der 

wie zur Zeit der Sdiaff ung der Scll-verwaUung. N- . c, ^^^ ^^^_ 

'-t'^^:;:^::^^^^^^^^^- -meinsaiaft ist 
::„: wir dltpLdung wadihaUen. daß die Gemeinde zu sorgen hat 



62 



4? 



für ihre Mitbürger, dann werden wir die Sdiwierigkeiten überwinden 
können. Der tiefste Sinn, das tiefste Ethos der Gemeindearbeit liegt in 
diesem menschlichen Element, das wir eben bei der Verwaltungsarbeit 
von Reidi und Ländern, die sich viel mechanischer und schematischer ab- 
wickelt, nicht finden. 

Herr Oberbürgermeister Dr. Landmann hat auf der Tagung des Reichs- 
verbandes der deutschen Industrie in Frankfurt am Main das Wort ge- 
prägt: das Letzte und Bedeutsamste in der Wirtschaft ist der Mensch. 
Mit gleichem, ja mit noch größerem Rechte möchte ich variierend sagen: 
das Letzte und Bedeutsamste für die Gemeindearbeit ist der Mensch! Wir 
haben uns an den Gedanken gewöhnt, daß wir an das Ausland Repara- 
tionen zu zahlen haben werden. Reparare heißt, den Zustand wieder her- 
stellen, der vorher bestanden hat. Aber wir haben uns noch nicht an den 
Gedanken gewöhnt, daß wir, was für unser Volk viel bedeutsamer ist, 
auch innere Reparationen zu leisten haben, d. h. daß wir uns bemühen 
müssen, das soziologische Bild wieder herzustellen, das wir in der Vor- 
kriegszeit hatten. Wir waren ehedem stolz darauf, ein Volk zu bilden, 
das die einzelnen Schichten aneinander bindet. Heute stehen wir vor der 
Tatsache, daß auf der einen Seite die übergroße Mehrzahl des Volkes völ- 
lig ohne Besitz, völhg ohne Hilfsmittel steht, auf der anderen Seite wenige 
Begüterte. Wir können nicht alle Opfer, die der Krieg gefordert hat, wie- 
der reparieren, wir können nicht den Erwerbslosen, den Kleinrentnern, 
den Sozialrentnern, den Sparern, den Auslandsdeutschen all das wieder- 
geben, was sie verloren haben: ihre Gesundheit, ihren Besitz, ihre Spar- 
groschen, ihren Arbeitsplatz. Aber wir haben die Pflicht, ihnen die Mög- 
lichkeit zu geben, daß sie vor unmittelbarer Not bewahrt bleiben, und 
ihnen ein materielles und ideelles Existenzminimum zu sichern. Wir ha- 
ben vor allem die Aufgabe, unserer Jugend, die insbesondere den Wieder- 
aufbau durchzuführen hat, wieder die Möglichkeiten zu geben, die ihnen 
in der Vorkriegszeit gegeben waren: Erziehungsmöglichkeiten aller Art. 
Kulturelle und soziale Politik muß die Gemeinde treiben, aufbauende 
Bevölkerungspolitik! Nur so werden wir vor der Geschichte, nur so wer- 
den wir vor der kommenden Generation bestehen." 

Dr. Max Michel mußte als Niditarier 1933 sein Amt und seine Heimat 
— an denen er mit ganzem Herzen hing — verlassen; er wanderte mit 
seiner Familienach USA aus.4936 erlag er in New York einem Herzleiden. /^ ^; 
Seine verehrungswürdige Gattin, Loschka Michel, hat sich mit ihren Söhnen 
in USA ein neues Heim geschaffen. Die heutige Stadtverwaltung steht mit 
ihr, in gleicher Weise wie mit Frau Landmann, in guter Verbindung. 



63 





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Stadt Frankfurt am Main 




Der Magistrat 
Stadtarchiv 



Stadtverwaltung (Amt 41 A). Postfach 3882, 6000 Frankfurt am Main 1 

Herrn 

Ernest Ilambur^r^er 
67 i^iverside Drive 
New York, N.Y. 1Ü024 

U.S.A. 



Ihre Nachricht vom 



Ihre Zeichen 



Unsere Zejchen 

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fZ Durchwahl 

212 



Datum 

IC • 1.1977 



Sehr cTeehrter Herr Hanburrer, 



LudwiR Landnann r:ab bei seiner Beruf unr nach x-rankfurt/I-iain an, 
dass er konfessionslos sei (Personalakte 57585). 



Mit freundlicaem Gruss 




(Dr. And er na cht) 




Hausanschrift: Karmelitergass© 5 (Karmeliterkloster), 6000 Frankfurt am Main 1 
Haltestelle: Theaterplatz der Linien 9. 10, 12. 14, 16, 18 A 1 und B 1 



fS Rathajsvermittlung 2121 



Telex 04-13064 



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1. 



DIETER REBENTISCH 



LUDWIG LANDMANN 

FRANKFURTER OBERBÜRGERMEISTER 
DER WEIMARER REPUBLIK 




STEINER VERLAG GMBH WIESBADEN 

1975 



Herkunft und Jugend 



25 



jüngerer Bruder konnte er gerade in den antiken Spradien, namentlich in griechi- 
scher Lektüre, und in Deutsch. Französisch und Geschichte durchgehend hervorra- 
gende Leistungen aufweisen. Für die naturwissenschaftlichen Disziplinen dagegen 
scheint er weniger Neigung verspürt zu haben. Den Englisciiunterndit, der an der 
Schule bis 1887 nur als bezahlter Privatuntcrridit erteilt wurde, konnten die Eltern 
offenbar nldit finanzieren. Im ganzen war Ludwig Landmanir ein begabter, sehr 
fleißiger und williger Sdiüler, der, wie ein ständiger Dispens vom Singunterridit ., 
vermuten läßt, vielleidit etwas sdiüditern oder sogar gehemmt war, eme Haltung, 
die später auf der Höhe seines Wirkens oft an ihm beobaditet wurde. Beim Abitur, 
das ihm am 23. Juli 1886 etwas wohlwollend mit der Gesamtnote „sehr gut" erteilt 
wurde, war er unter den fünf besten der aditzehn Sdiüler seiner Klasse»». 
Nodi vor der Reifeprüfung hatte er sidi zum Studium der Reditswissensdiaft ent- 
sdilossen. Die Studienjahre führten ihn zum ersten Mal für längere Zeit aus der 
vertrauten Umgebung des Elternhauses und der Vaterstadt. Er wählte mit der Vor- 
liebe des aufstrebenden, sidi assimilierenden Juden zunädist die Großstädte Mun- 
dien und Berlin, um dann in Heidelberg, an der eigentlidien Heimatumversitat der 
Mannheimer, das Studium abzusdiließen. Der siebensemestrige Studiengang»«, audi 
inhaltlidi ganz an dem Bestimmungen der Badisdien Prüfungsordnung orientiert, 
drängte sdion aus Rüd^sidit auf die besdiränkten materiellen Verhältnisse zielstre- 
big und ohne Umwege zum Staatsexamen, zur Berufsausübung und Erwerbstatig- 
keit Von seinen akadcmlsdien Lehrern hat er, wie bezeugt ist, gleidiwohl mancher- 
lei bleibende Eindrüdve empfangen»'. Einer Korporation oder Verbindung gehorte 
er sidier nidit an. Diese waren ohnehin seit den 80er Jahren den Juden fast ganz 

versdilobscn"*. i i- i a. 

Im Wintersemester 1886/87 sdiricb sidi Ludwig Landmann, staatsredididi nodi y, 

immer Angehöriger des Königreidis Bayern, für zwei Semester an der Ludwig- i^^^ f^ 

Maximilians-Universität in Mündien ein. Sdion mit dem Abiturzeugnis wurde der ^^^^ 

angehende Student der Jurisprudenz darauf hingewiesen, daß er nadi der badisdien 

Studienordnung in den ersten Semestern mindestens drei Vorlesungen aus dem 

Bereldi der philosophisdien Fakultät zu hören hatte. So belegte Landmann bei dem 

auf der Höhe seines Ruhmes stehenden Philosophen Carl von Prantl die Vorlesung 

über „Logik", damals ein beliebtes „Mode-Kolleg"»». Im ganzen aber gab ^«-^en^^^,^. ^^ // 

beiden Semestern einen vorwiegend historisdien Charakter: Bei Karl Theodor Hei- 

gel hörte er „Dcutsdie Gesdildue von 1648 bis 1786", bei dem Germanisten Iranz /l/ , / 7 
MuiK-ker „Gesdildue des Romans in der deutsdien Literatur" und in der eigenen 



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«:. Vi'l. da/u die KLisscnbüi^cn von 1877-86 im Arduv des heungen Karl Iriednch-Cym- 

n.ullsia M.^nnlKlm; sowie das Abitur.eu.nis In der l^^-r->-dakte che d..s bad.sche 

Justl/.uinisteri.-n nadi der ersten Siaatsprüfunu LanJmanns anlegte, GLA 234/.683. 

10 Über den Siudlen^^an^ die llxinatrikulaiionsurkunden der Universitäten Mundien, Berlm 

und I leidelber^;. Personalakte GLA 234/2683. 

»7 SJ.rililielieMiiteilunKVonO. i:.Suiterv()ni6. 10. 1967. , ,. i • 

«" In Heidelberg entstand eine rein jüdisd.e Verbindung? ..Badenia" erst 1894 als Keaki.on 

auf den allgemeinen Ausschluß. Vi;l. Adam Weiß, Gesehichte der Bursd.enschaft Irankon.a 

/ulLitleiben;,lleidelberi;1937,S. 40f. und 191. ....... 

1» Vi'J. (^.usi.\v von l.euJuenrinr., Lin Streif/.uj; durdi die Müneliener Universität, in: Zei- 
tung; für das Höhere Unterrielitswesen, 15 (1886), S. 169. 



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KAPITEL I 



HERKUNFT UND JUGEND 



Landmanns Vorfahren haben keine Spuren in der Geschichte hinterlassen. Es waren 
einfache Leute, von denen nur karge Lebensdaten zu ermitteln sind. Nichts deutet 
auf ein Erbe hin, das ihn dazu befähigte oder beauftragte, eine immerhin nidit 
unbedeutende Rolle in Verwaltung und Politik zu spielen und die Spitze einer loka- 
len Hierardiie zu erklimmen. Sein Vater, Moritz Landmann, wurde 1836 in dem 
seit der Jahrhundertwende beträchtlidi angewachsenen, nun beinahe 3000 Einwoh- 
ner zählenden Dorf Schifferstadt in der bayrisdien Rheinpfalz geboren. Dessen 
Eltern, Nadikommen rein jüdisdier Familien, waren aus den bcnadibarten ehemals 
kurpfälzisdien Orten Fußgönheim und Rheingönheim nadi SdiifTerstadt zugewan- 
dert und suditen ihren Lebensunterhalt als Handelsleute zu verdienen». Wie die 
anderen nidit sehr zahlreidien jüdisdien Einwohner, die sidi seit der Jahrhundert- 
wende nadi und nadi in dem überwiegend katholisdien Ort niedergelassen hatten^, 
lebten sie in einfadien und besdieidenen Verhältnissen. Nodi gab es keine völlige 
Gewerbefreiheit, und audi Moritz mußte den Beruf des Handelsmannes ergreifen. 
Im Jahre 1863, mit 26 Jahren, verlegte er seinen Wohnsitz in die nahe Handelsstadt 
Mannheim und ging, offenbar ohne sidi auf bestimmte Waren festzulegen, versdiie- 
denen Handelsgesdiäften nadi'. Dort sdiloß er audi im Spätsommer 1867 die Ehe 
mit der damals 24jährigen Rosa Kaufmann^. 

Rosa Kaufmann war 1843 in dem nordbadisdien Dorf Leutershausen an der Berg- 
straße als erstes von drei Kindern des jüdisdien Bädcers und Sdiutzbürgers Lazarus 
Kaufmann und seiner Ehefrau Jette, geborene Wetterhahn, zur Welt gekommen. 
Während die Familie der Mutter aus Rimbadi im Großherzogtum Hessen stammte, 
war der Vater, Sohn eines kinderrcidien jüdisdien Handelsmannes, in Leutershausen 
beheimatet«. Die dortige jüdisdie Gemeinde hatte seit den letzten Jahrzehnten des 
18. Jahrhunderts einen langsamen, aber stetigen Aufsdiwung genommen«. Wie Inder 

1 Über die Vorfahren die Heiratsurkunde Isaak Landmann und Eva Margaretha geb. 

Loch im Standesamt Sdiifferstadt, Heiratsakten 1836, Nr. 18. Die Geburtsurkunde Moritz 

Landmann im Geburtsregister daselbst. . , ^ , .^ . c lo^i c -»i^ 

« Georg Sturm, Gesdiidite meiner Heimatgcmeinde Sdiifferstadt, Speyer 1961, b. 23Z. 

s Hcimatsdieine ausgestellt vom Bürgermeister in Sdiifferstadt vom 7. 7. 1 863 und 

8.10.1867, eingelegt in den Familienbogen ,Moritz Landmann'. Stadtardiiv Mannheim 

4 Israclit^Äcs Kirdienbudi 1867, Badisdics General-Landcsardiiv Karlsruhe [zit. GLA] 

390/2865 Depositum im StA Mhm. 

» Israclitisdie Standcsbüdicr Leutershausen 1842, Nr. 1, GLA 390/5967. 

• Josef Fresin, Heimatbudi Leutershausen an der Bergstraße, Weinheim 1960, S. 46f. 



Herkunft und Jugend 



23 



ganzen ehemals kurpfälzischen Landjudensdiaft gab es auch in Leutershausen keine 
ausgesprochen wohlhabenden Familien. Immerhin konnte Lazarus Kaufmann bald 
nach seiner Heirat ein eigenes Haus erwerben, was auf gesicherte Einkommensver- 
hältnisse sdiließen läßt. Er sdieint audi unter seinen Glaubensbrüdern ein gewisses 
Ansehen genossen zu haben, denn sie wählten den noch relativ jungen Mann in 
ihren Synagogenrat^ Im Jahre 1847 verkaufte Lazarus K^fmann sein Haus 
wieder und zog mit seiner mittlerweile fünfköpfigen Familie nach Mannheim, wo 
er später das Bürgerrecht erwarb. Dort schloß er nach dem frühen Tod seiner Frau 
eine zweite Ehe, aus der wiederum drei Kinder hervorgingen^. Wenn er auch als 
selbständiger Bäckermeister wohl ein erträgliches Auskommen hatte, so dürfte er 
bei der großen Familie doch kaum in der Lage gewesen sein, seiner ältesten Tochter 
eine nennenswerte Ausstattung mit in die Ehe zu geben. 

Nach der Ehcsdilicßung nahm Moritz Landmann endgültig seinen Wohnsitz in 
Mannheim, obgleich er seine bayerische Staatsbürgerschaft zeitlebens nicht aufgab. 
Am 18. Mai 1868 wurde den Eheleuten ein erster Sohn geboren, dem sie wohl eher 
in unbewußtem Assimilationsstreben den bisher in ihrer Verwandtschaft nidit 
gcbrauduen Vornamen Ludwig gaben. Die Familie wuchs rasch. Im Frühjahr 1870 
wurde ein zweiter Sohn, Joseph, und im darauffolgenden Jahr eine Tochter namens 
Henriette geboren. Nach weiteren drei Jahren kam 1874 als letztes Kind ein Sohn 
namens Julius zur Welt®. 

Der Vater sdieint sidi allmählich dem Tabakhandel zugewandt zu haben, wobei er 
sicher auch Gcsdiäftsbeziehungen zu seinem Heimatort Schifferstadt ausnutzen 
konnte, in dessen Umgebung damals noch vorwiegend Tabakanbau betrieben 
wurde. In späteren Jahren unterhielt er eine kleine Firma „Agenturen in Pfälzer 
und überseeischen Tabaken", ein Unternehmen, das jedoch keinerlei größere Bedeu- 
tung gewann, seinem etwas anspruchsvollen Namen wohl nie ganz gerecht wurde, 
aber doch einen für das täglidie Leben ausreichenden Unterhalt sicherstellte*». Das 
Familienleben vollzog sich, wie es sdieinen will, in engen kleinbürgerlichen 
Bahnen". Ebenso konnten die Eltern, die selbst nur eine Elementarbildung genossen 
hatten, ihren Kindern kaum tiefere geistige Anregungen vermitteln. Aber sie ermög- 
liditen wenigstens den beiden ältesten Sühnen den Besudi des Gymnasiums. Joseph 
jedoch, ansdieinend mehr praktisch veranlagt, scheiterte bald am Lateinischen und 
verließ die Sdiule. Henriette, die keinen Beruf erlernt hatte, blieb ledig und lebte bis 
zum Tode ihrer Eltern, während des Ersten Weltkrieges, mit diesen zusammen. 



7 Gcmclndcardilv Leutershausen. Judensadicn. A/278. Über den Synagogenrat vgl. Adolf 
I.cwin, Gesdiidue der badischen Juden, 1738— 19C9, Karlsruhe 1909, S. 260 if.; B. Rosen- 
ih.il, Heunatgesdudite der badlsdien Juden, Bühl 1927, S. 349. 
" I\iniilienbügen Lazarus Kaufmann, StA Mhm. 

» Israelltluhe Kirdienbüdier 1868, Nr. 35, GLA 390/2865, Depositum im StA Mhm, sowie 
1 amiliinbogen , Moritz Landmann*, StA Miim. 

•" Manniielmer Adrcßbiidier; das erste mit Brandienvcrzeldinis crsdilcn 1885, S. 281. StA 
Mliin. 

»' lksiäii[',t durdi persönliche Mitteilung Otto I'rnst Sutters vom 24.9.1967. Die erste, 
allerdings oberlladilidie Bekanntsdiaft der beiden Männer datiert nodi aus den letzten 
J.ihnn vor dem 1. Weltkrieg. Spater war Sutter lange Zeit ein enger persönlidier Ver- 
trauter Landmanns. 



^ . Herkunft und Jugend 

24 

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esotcrisdiem und lebensfremdem Bildungsgut ausgesetzt' . 

gung f '*\«' 7. '"" "f,,,b3tverständHch auch die israclitisAcn Schüler m.t 

I J™,n„ StA Mhm sowie die Mannheimer AdreßbüAer von 
18 Meldekarte Henriette Landmann. btA ^''.'" '"'''^ ° 

1929 und 1936. Meldekarten der Bruder '•"''"'* y°'5^\"t^;„„„i„„, ,„ Mannheim 1857 

Jubiläum der Anstalt. Mannheim |907,S 57-75. 

u Die konfessionelle Aufteilung der Sdiuler, ebd., S. 58. 











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Leopold Birrls 

Die NeutaSdung der Arbeiter- und Soldatenräte 

Anfang Jaguar 1919 

Zu Seitee. 104 f. 



Ich litf>e auf dem Kongress der Arbeiter- und 
SoldatenrSe gegen den Antrag Däumig gestimmt, 
well ich damit zum Ausdruck bringen wollte, dass ich 
das Räte^tem als eine stabile Regierungsform nicht 
fflr das richUge halte und weil der Neuaufbau Deutsch- 
lands nur auf breitester demokratischer Grundlage 
erfolgen kann. Wenn ich auch heute noch derselben 
Meinung b^, so muss ich doch sagen, dass von der 
Erhaltung and dem Ausbau des Rätesystems für jetzt 
und auch fir längere Zeit nach der Nationalversamm- 
lung die Sicherung der Revolution abhängen wird. 

Unser Verwaltungssystem ist zentralisiert. Die 
unteren Verwaltungsorgane werden aber nur dann 
nach zentralen Anweisungen arbeiten können, wenn 
dieselben technisch durchführbar sind und nicht Im 
Widerspruch zu den elementarsten Forderungen des 
Verwaltungsbezirks stehen. Daraus ergibt sich, dass 
die Zentrabtelle ihre Anweisungen nur grosszügig 
geben kann, nur insoweit, als sich diese Anweisungen 
mit den Bedürfnissen des Reiches und der Verwal- 
tungstechnik decken. Im übrigen aber die Initiative 
zur weiteren Durchführung den unteren Organen 
überlassen bleiben muss. 

Im OkHfgkeitsstaat war diese Form der Organisa- 
tion durchgeführt, und als das wichtigste Ziel, auf das 
alle Beamten hinzuarbeiten hatten, galt die „Aufrecht- 
erhaltung des Staates und der Monarchie*'. Heute 
hat die Beamtenschaft weder die Initiative, noch hat 
sie mit der Regierung ein gemeinsames Ziel. Sie be- 
sitzt dagegen eine grössere Freiheit des Handelns 
alt Folge der Unkontrollierbarkeit. 

Es Ist für die Regierung unmöglich, unter den 
Jetzigen Verhältnissen ein bestimmtes Ziel für die 
Verwaltungstätigkeit aufzustellen und des<:cn Durch- 
führung zu überwachen. Alles, was geschieht, ist ein 
Arbeiten von Hand zu Mund. Ein Erledigen des Drin- 
140 



BrotchOr« In der Akt« des Mag|. 
•trats R. 3. No. 22, Fatc. I, in, 
Stadtarchiv Frankfurt 




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gendsten, dessen, was absolut gemacht werden muss 
und unaufschiebbar ist. _. ^ ,_, » 

Die Regierung hat die Arbeiter- und Soldaten- 
räte sich untersteilt, ihnen aber nicht die Freiheit des 
Handelns gegeben, sie dadurch ihrer Autorität enl. 
kleidet aber damit nicht erreicht, dass die Autorität 
der Zentralstelle (Regierung) gestärkt wird. Alle Ver- 
waltungsstellen sagen uns bei Konflikten, dass sie 
höheren Verwaltungsstellen unterstellt, ebenso w:e 
die Arbeiter- und Soldatenräte der Regierung unter- 
stellt seien. Sie schliessen daraus, dass die Arbeiter- 
und Soldatenräte wohl eine aufsichtführende, aber 
keine bestimmende Stellung haben. Auch das Recht 
der Obergeordneten Aufsicht, das von den Arbeiter- 
und Soldatenräten erstrebt wird, wird von den Ver- 
waltungsstellen - und nach Ansicht der Regierung 
mit Recht - bestritten. 

Unter diesen Umständen sind die Arbeiter- und 
Soldatenräte gezwungen, entgegen dem von dem 
Kongress der Arbeiter- und Soldatenräte Deutsch- 
lands angenommenen Beschluss. nach welchem die 
Arbeiter- und Soldatenräte der Zentralstelle in Berlin 
unterstellt sind, zu handeln. Ein Handeln gegen den 
Beschluss der höchsten Gewalt ist ungesetzlich und 
•ventuell revolutionsfeindlich; wollen sie eine solche 
Ungesetzlichkeit nicht begehen, so ist ihre Stellung 
unhaltbar; denn sie sind überflüssig, werden von den 
Behörden als ein nebensächliches Anhängsei, ohne 
Isde Autorität und ohne jedes Mitbestimmungsrecht, 
angesehen und behandelt. Unter diesen Umständen 
wird die Regierung der Verwaltung gegenüber ihre 
Autorität nur insoweit zur Geltung bringen können, 
als die Verwaltung sie anerkennt. Die Stütze, die ihr 
(der Regierung) durch die Arbeiter- und Soldalenräte. 
die getragen werden von dem revolutionären Willen 
der Massen, gegeben werden kann, wird den Umstan- 
den nach immer wieder nur auf ungesetzlichem Wege 
möglich sein. Ohne sich auf die Arbeiter- und Solda- 
t^iräte zu stützen, wird es aber keiner *o^'^"^»'ff^*" 
Regierung der nächsten Zeit möglich sein, bestehen 

~ "JrCerwaltungsbeamten sind ^^euta die Nutz- 
niesser der Revolution geworden und werden «Idi ihr 
antflsgenstellen. wenn es Ihnen nutzbringend er- 

•^•'"** ^ «« Hon Arbeiter- und Soldaten- 

Dsdurch, dass man den Aroeiie 

riten jede Initiative genommen hat ^^^^J"«" " 
■•*•" * ,^, Kaf host mmend In der 

,hn.n unmöglich gemad^t ha . b«, 

Varwaltuna m tzuarbeiten. ist neui» ^ _ , ^ 
S.^blrschad.n mr dl. Au.orl.M d«r Regierung 

141 




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gegen die Bochlüsse und die Tätigiceit des Arbeiter- 
und Soldate«its, der nunmeiir nicht nur in Franic- 
furt, sondern Im ganzen Reiclie die höchste Gewalt 
an sich genonnen hat. 

Meine Haren! Der Grund, warum Ich das Wort 
•rgreife, Ist, «eil Ich glaube, dass die Bürgerschaft 
•In Recht hat 2U erfahren, wie die Grundlage dieser 
ganzen Umwibung sich vollzogen hat, insbesondere 
wie Ober die Scherheitsverhältnisse der Stadt geur- 
teilt werden kaan. Meine Herren! Ich muss sagen, wer 
Je den Glauben an das Volk und seine natürlichen 
Kräfte verlöre» hatte, der wird in den letzten Tagen 
diesen Glauben an die Grösse, Tiefe und Treue des 
deutschen VoBces sich wiedererobert haben. Denn 
dieser ungehnire Umschwung Ist auch in der hiesi- 
gen Stadt ohne nennenswerte Störung der Sicherheit 
vor sich gegangen. Ich glaube sagen zu dürfen, dass 
die SIcherheH der Stadt auch weiterhin durchaus als 
gesichert aufgenommen werden kann, sodass wir be- 
ruhigt sein dürfen, wenn, wie gesagt, keine feindseli- 
gen Akte gegen den Arbeiter- und Soldatenrat offen 
zutage treten werden und wenn vor allen Dingen et- 
was nicht Wetter um sich greift, meine sehr verehrten 
Kollegen, was von der grössten Bedeutung ist, was 
die Sicherheit ernstlich gefährden kann, und das sind 
— das möchte Ich hier scharf unterstreichen mit be- 
sonderer Hinwendung an das Publikum — die unsin- 
nigen Gerüchte, die hier in der Stadt herumgetragen 
werden. Wir haben leider heute am Bahnhof Umstän- 
de erkennen müssen, die zu sehr gefährlichen Ereig- 
nissen führen können. Es musste geschossen werden, 
•s wurde geschossen, weil das Publikum das Gerücht 
verbreitete, es sei auf die Vertreter des Arbeiter- und 
Soldatenrats aus den Fenstern geschossen worden, 
was an sich objektiv falsch war. Noch nie haben die 
hysterischen Gestalten männlichen und weiblichen 
Geschlechts, die nervösen und psychopathischen 
Charaktere eine solche Rolle gespielt wie jetzt. Ich 
bitte also die Anwesenden, im Interesse der Sicher- 
heit der Stadt, jedem derartigen Gerücht mit voller 
Ruhe und Besonnenheit entgegenzutreten, und wenn 
•In Bedürfnis besteht, festzustellen, ob das Gerücht 
wahr Ist oder nicht, dann wenden Sie sich entweder 
an das Königliche Polizei-Präsidium (Stürmische Hei- 
terkeit) (Vorsitzender: „Es kann jedem passieren, dass 
•r In die alte Zeit noch zurückfällt!"). Meine Herren! 
Das Ist ein lapsus linguae, der Ist nicht so arg. Dann 
bitte Ich Sie, sich zu wenden entweder an das Polizei- 
Präsidium oder aber direkt an den Soldalenrat Im 
»Frankfurter Hof" oder an den Arbeilerrat hier im Rat- 
34 




haus. Also Kampf gegen die unsinnigen Gerüchte, 
die von hysterischen und nervös aufgeregten Leuten 
leider verbreitet werden. 

Aber eins darf Ich noch erwähnen, verehrte An- 
wesende. Wir haben kritische Augenblicke in der 
Stadt überwunden, kritischer als viele einzelne wis- 
sen mögen. Später wird vielleicht nochmals Gelegen- 
heit sein, uns über die Einzelheiten zu unterrichten, 
heute Ist der Tag dazu noch nicht gekommen. Aber 
In alle Freude, die wir über diese ordnungsmässige 
Überwindung dieser grossen Krisis haben können, In 
der wir uns befunden haben, mischt sich die tiefgrei- 
fende Sorge vor dem, was uns bevorsteht Wir sind 
tief durchdrungen davon, dass die schwersten kriti- 
schen Aufgaben von uns noch gelöst werden müssen. 
Sie wissen, was Ich damit meine. Es werden vielleicht 
schon in den nächsten Stunden oder Tagen grosse 
Massen Soldaten zurückfluten. Wer weiss, in welchem 
Zustande sie zurückfluten, wie sie beköstigt sind, mit 
welcher Gesinnung sie zurückfluten. Wir wissen vor 
allen Dingen nicht, ob sie auf Grund einer ordnungs- 
mSssIgen Auflösung zurückfluten oder in der Weise 
In die Heimat zurückgehen, dass sie einfach von dem 
Heereskörper, wo sie sich befinden, loslösen. Wir ste- 
hen da vor Menschenüberschwemmungen, die nicht 
ohne weiteres mit den Mitteln, die uns zur Verfügung 
stehen, gelöst werden können. Ich möchte dieser 
Versammlung die Bitte aussprechen, die ganze Kraft 
und die ganze Sorge zu konzentrieren auf die eine 
Jetzt ausschlaggebende Frage: Wie können wir den 
neuen Volkskräften, die sich im Arbeiter- und Solda- 
tenrat organisiert haben, helfen, gemeinsam auf Grund 
des bereits vorhandenen technischen Verwaltungsap- 
parates der Stadt diese Aufgabe zu lösen, eine Aufga- 
l>e, die nicht nur eine Aufgabe der Arbeit, sondern 
auch eine Aufgabe der Entlohnung, eine Aufgabe der 
Ernährung und vor allen Dingen eine Aufgabe der 
Unterbringung ist. Wir müssen für Massenquartiere in 
weitestgehendem Maasse sorgen und alles zur Verfu- 
gung stellen, um diesem Andränge Genüge zu tun. 
Dazu Ist es notwendig, dass wir ohne Bürokratie, mit 
aller Beweglichkeit vorgehen, dass wir ohne alle büro- 
kratischen Bedenken wegen der Zuständigkeit, z. B. 
der Rohstofffrage ohne weiteres nähertreten. Solche 
bürokratischen Bedenken sind jetzt nicht mehr ge- 
geben; wenn der Reichskommissar nicht die Beschlag- 
nahme der noch vorhandenen Rohstoffe billigt, wird 
der Polizeipräsident es ohne weiteres tun, ob die Zu« 
stfindigkeit begründet ist oder nicht, denn wir schaf- 
fen neues Recht, einfach aus der Not der Zeit heraus 
35 



eburfi Voigt. 1918-11-11: dj» 
Sntlichte Resolution »bd.. 

|t Stadtv.. 1918-11-12. S. 888: 
läftsbericht für 1918. In: Prot. 
L 1919 S. 188. 
lt.' Stadiv.. 1918-11-12. S. 893 
1 Beschluss der Magistrats, in 
rankfurt: Akten d. Magistrats 
NO. 22. Fase. V; ferner Vst. 
Il1-13; Altmaier, S. 40. vr, 

|!^1918-11-13: F» Nr. 1918-11- 

rteht Ober die Verhtndlungw 
tiadtverordnelen-VerMmmlunfl 
^tadt FranWurt «. Main Itit. 
Frankfurt Ittt. •• 



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tot, Herrn B«rnard. da« Worl xur Abgab, einer Er 

"'"Tlrtreler des Arbeiter- und Soldatenrats. Herr 
Bemard: Meine Herrenl Ich •'""e Ihnen Im Aultrao« 
dMArbeller- und Soldatenrates folgende Erklärung 

■bnigeben: 

Erklärung. ^^^ . 

Der Arbeiter- und Soldatenrat Ist die httchste 
Vertretung der Stadt. Er Ist eingesetzt von dem 
yeSlonären Volke und übt seine Macht zu 
Gunsten des schaffenden Volkes aus. 
Der Arbeiter- und Soldatenrat erwartet, dass alle 
Behörden und Vertretungskörperschaften von 
Frankfurt a.M die gegebenen Mf]»«,««"! 
«nerkennen Sie haben Ihre Tätigkell In Übereln- 
Xmung un5 unter Kontrolle de. Arbeiter- und 

KlaT::o^d^":Är;amm.ung und der M-- 
„Ufrat würden bis zur S<?iaHung neuer Notv^en- 

wSen Zusammensetzung auszuüben haben 
DerTbelter- und So.datenrat ersu«*. um eme 

ralÄ^r^st-v'^nTr Stadt aner- 

SädW^ Dr. Slnzhelmer: Me)"« ««rj.bnhn'; 
klärung. die soeben «^esen worden <s«9.b_ 

,a formelle Kunde von den «««^""^J^^^haben Mit 
Un. die die <etf«- J,3^;3"J^Äg\^^^ S der alte 
geradezu 7'*^"»' J^^'^^'^onarchlschen und kapl- 
Obrigkeltsstaa mit seinen rno jelt wor- 

tallstlschen Spitzen von G'""«* ""' J^„ ^em Augen- 
den. Wir stehen «»' «'"«„^J.^^^gTsJs em •"" "«'"«" 
blick, in <"«"» ;^r„,*'"\3''^^'Sbrochen Ist und eine 
Mächten vehement *"sammena ^ 

der schwersten Niederlagen ««^ ««'^^^^^^^^e Volk 

fügt worden '''•«'^'"^"^"'sieg erfochten. Der Sieg 
einen ewig denkwürdigen S.egenocn 

des Volkes Ist allgemem, ""<'^'!^f f J!f 3,, «Ir die 

„eine Herren. «''«• V«",'» fj^e durSe"«"«"« "■"- 
Gewissheit haben dass JU^e durd,g^ ^^^^^^^^^„ 

wälzung sich ""f ^\f'f"" ^Tj-nder Kraft vollziehen 
Horden ml. -* «^^J*^^^^^^^^^^^^ werden, von 

Wird, wenn nicht t[«»9"»«* eintreten werden, 

denen wir hoffe^das» «le ^^^^^ 
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und vielleicht auch für den wirtschaftlichen Wiederauf- 
bau Deutschlands entstanden. 

Unsere ganze Verwaltungstätigkeit leidet zur Zelt 
an einem überfluss von Freiheit und der damit ver- 
bundenen UnVerantwortlichkeit, bei gleichzeitigem 
absoluten Mangel an Initiative. 

Ein Verwaltungsbeamter ist Bureaukrat; es ist ihm 
gleichgültig, ob die Sache In zwei Tagen oder In vier 
Wochen erledigt wird, sie muss durch den vorge- 
schriebenen Geschäftsgang erledigt werdenl Er wird 
Oberhaupt nichts In der Sache tun, wenn er nicht 
weiss, dass die Verantwortung für sein Handeln von 
tiner höheren Verwaltungsbehörde resp. durch Ge- 
setzesbestimmungen getragen wird. Jeder Mut zur 
Verantwortung fehlt ihm ebenso, wie der Mut zu 
selbständigem Handeln. 

Bei der Vielseitigkeit unseres Jetzigen politischen 
und wirtschaftlichen Lebens lassen sich die Erschei- 
nungen dieses neuen Lebens vielfach nicht unter den 
alten gesetzlichen Hut bringen. In Ermanglung neuer 
und brauchbarer gesetzlicher Bestimmungen (alles 
Ist heute Improvisiert und oft nur für den Augenblick 
brauchbar) ist die Intelligenz, die Energie, die Ent- 
schlusskraft und die Fähigkeit, alles auf seine politi- 
schen, wirtschaftlichen und psychologischen Rückwir- 
kungen hin zu beurteilen, unerlässliche Vorausset- 
zung für einen brauchbaren Verwaltungsbeamten. 
Einen solchen Beamten gibt es aber nicht Er erfüllt 
Im günstigsten Falle stets nur einen Teil der ange- 
führten Voraussetzungen, er kann deshalb auch nie 
zur Initiative kommen. 

Soll der Karren nicht stecken bleiben, so Ist es 
also notwendig, dass diese Leute bei den Arbeiter- 
und Soldatenräten gesucht werden und dass ihnen 
dis Möglichkeit gegeben wird, die Initiative zu ent- 
wickeln, ohne die ein Weiterkommen unmöglich sein 
wird. 

Die Regierung hat die oberste Kommandogewalt 
und lisst sie ausüben durch die Oberste Heereslei- 
tung, resp. das Kriegsministerium. Die Soldatenräte 
haben Jetzt keine Initiative, kein Mitbestimmungsrecht, 
keine Obergeordnete Aufsicht, keine gesetzliche Mög- 
lichkeit einzugreifen. 

Die Voraussetzung der Regierung, dass die Offi- 
ziere des Feldheeres die geeigneten Leute zur Durch- 
führung einer schnellen Demobilisatlon — einer Ver- 
waltungsarbeit — seien, hat sich In vielen Fällen als 
trügerisch erwiesen: die Militärs sind gewohnt, nur 
zu tun, was befohlen wird, mag der Befehl auch noch 
142 



4^ — 



SO unsinnig setn; sie unterlassen Jede selbständige 
Anordnung, mag die Notwendigkeit dazu noch so 
dringend sein, mag die Unterlassung auch dem Landej 
den grössten wirtschaftlichen Schaden bringen. 

[. . .] I 

Der kleinere Beamte fühlt sich als poUtisches 

Subjekt und sieht in der Besserung seiner Lage und 
deren Sicherung seine wichtigste Aufgabe. Das Ver- 
ständnis für seine Stellung im Interesse des allge- 
meinen Wohles ist ein sehr bedingtes. Der hohe Be- 
amte empfindet die Freiheit und Unkontrollierbarkeit 
seiner Stellung und versteht sie für sich zu be- 

nutzen. 

In der wirtschaftlichen Organisation sind es d.e 
wahrend des Krieges entstandenen Kriegsgesell- 
schaften, die jetzt unter einem anderen Namen, aber 
mit denselben Leuten direkt und indirekt ihren Ein- 
fluss ausüben. Hier sind es die Grossindustriellen, die 
Banken und die sonstigen maassgebenden Personen 
tIner Branche, die unter der Maske der Selbstlosig- 
keit und des Allgemeinwohls die Situation beherr- 
sehen, die Regierung und die öffenUichkeit dupie- 

ran. l 

Ihre Sachkenntnis scheint unersetzbar; sie wird 
von Jenen Leuten aber nur in ihrem eigenen Interesse 
mit denkbar grösstem Raffinement angewandt 

Die Korruption aufzudecken wird ein Kapitel für 
sich werden. Die zum System gewordene Korruption 
der letzten Wochen hat eine ungeheure Schädigung 
der Allgemeinheit herbeigeführt, ohne dass die Ar- 
belter- und Soldatenräte bei ihren beschränkten 
Machtmitteln und bei der Abhängigkeit von Berlin 
knstande gewesen wären, energisch gegen diese Er-I 
scheinung auftreten zu können. 

Wo die Arbeiter- und Soldatenräte aber doch| 
eingreifen, geschieht dies meist gegen die ZenUal- 
stelle, also auf ungesetzlichem Wege. 

Nach dem militärischen Zusammenbruch war dei 

Wtlle des Offizierkorps gelähmt Die Revolution wa:^ 

die grötste Meuterei, so gross, wie sie in der Gr 

schichte nicht ihresgleichen findet Erst nachdei 

konnte der revolutionäre Wille zur Entfaltung kom- 

man, sicti organisieren und jeden gegenrevolutionä- 

ran Versuch der wieder zur Besinnung gekommener 

Qagner unterdrücken. Jetzt sind aber die Gegnei 

nicht aieln zur Besinnung gekommen, sie beherr- 

achen auch den ganzen Verwaltungsapparat sie ha- 

t>an die Situation so gestaltet, dass sie als noh^endi 

gas Glied darin gebraucht werden. 



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Haala wurstelt alles weiter, well jeder damit 



143 



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net, dass die Arbeiter- und Soldatenräte nur eine 
vorübergehende Erscheinung sein werden, die nach 
Zusammentritt der Nationalversammlung ihre Exi- 
stenzberechtigung verloren haben. Auch dieser An- 
sicht sollte mit aller Offenheit entgegengetreten wer- 
den: die Arbeiter- und Soidatenräte werden kein blei- 
bendes System sein; aber sie werden die Stütze der 
sozialistischen Herrschaft sein müssen, solange diese 
Herrschaft einer solchen Stütze bedarf. 

Bekommen wir in der Nationalversammlung eine 
sozialistische Mehrheit, dann werden wir selbstver- 
ständlich auch eine sozialistische Regierung haben; 
nicht selbstverständlich ist es aber, dass diese sozia- 
listische Regierung, mag sie auch den besten Willen 
haben, schliesslich wird sozialistisch regieren kön- 
nen. Soll und will sie das, so ist immer wieder die 
Voraussetzung die Schaffung eines lei- 
stungsfähigen Rätesystems, dessen 
Aufgabe es sein wird, die In der Verwaltung nicht 
vorhandene Initiative zu entwickeln, die Korruption 
auszurotten und eine feste Stütze der Regierung zu 
sein. 

Bekommen wir eine Nationalversammlung ohne 
eine sozialistische Mehrheit, dann werden wir keinen 
Soziallsmus haben können, es sei denn, wir wollten 
Ihn erkämpfen. 

Ob dann die Arbeiter- und Soldatenräte als die 
Organisation des revolutionären Willens auf Wunsch 
•Iner zweifelhaften Mehrheit abtreten werden oder 
von dieser Mehrheit zum Abtritt gezwungen werden 
können, das bezweifle Ich sehr. 

Auch eine solche Nationalversammlung wird mei- 
nes Erachtens nach noch auf lange Zeit nur mit 
den Arbeiter- und Soldatenräten, aber nicht gegen 
sie regieren können. 
j Wer also wünscht, dass die Revolution gesichert, 

i der Wiederaufbau des Wirtschaftslebens ermöglicht 
I wird, der muss eine sofortige Reorganisation (Rege- 
1 neration) und Festigung des Rätesystems erstreben. 
Ohne das kommen wir zu keiner Festigung der Auto- 
rität, zu keiner geordneten Verwaltung, wohl aber 
j zum Bürgerkrieg. 

\ Regleren Ist eben mehr als Gesetze machen oder 

verwalten; es Ist die geistige Beherrschung der Mas- 
sen. Die kann aber Menschen gegenüber, die ihre 
geistige Form Im kapitalistischen Obrigkeitsstaat ge- 
funden haben, die nun erst frei geworden sind und 
nicht nur Objekte sein können, nach Lage der Sache 
\ nur durch die Arbeiter- und Soidatenräte verwirklicht 
werden. 
144 



^ 



Es wird praktisch und klug sein, den Namen 
Arbeiter- und Soldatenrat nicht beizubehalten, son- 
dern diese Körperschaft, wie In Hessen bereits ge- 
schehen, „Völksrat" zu nennen. Die Gliederung die- 
ses Volksrates müsste der Gliederung der Verwal- 
tungsbehörden entsprechen. Also Zentrale, Provinz, 
Kreis. Die Tätigkeit müsste streng auf die „über- 
geordnete uiid bestimmende Aufsicht- 
beschränkt bleiben. Es wäre dabei möglich, als über- 
geordnete Aufsicht Falsches zu verhindern, und als 
bestimmende Aufsicht Notwendiges zu veranlassen. 
Selbstverständlich bleibt die Tätigkeit nur eine Auf- 
sichtstätigkeit Da es sich stets um ein Zusammen- 
arbeiten mit Immer ein und denselben Behörden han- 
delt, halte Ich Missgriffe so gut wie ausgeschlossen. 
Die Räte bekommen bei einem solchen Zusammen- 
arbeiten einen tiefen Einblick in die Materie und wer- 
den wohl selten einen Missgriff tun. Heute hat die 
Regierung keinerlei Vertrauen zu den Räten und 
stellt sich In Streitfällen ohne weiteres auf seilen der 
Behörde. Das muss allerdings aufhören, die Autorität 
der Räte muss unter allen Umständen geschützt wer- 
den, selbst auf die Gefahr hin, dass von [am?] An- 
fang Fehler gemacht werden. 

Ihren Anträgen muss bei Renitenz der Verwal- 
tung unter allen Umständen stattgegeben werden. 
Würde dies nicht geschehen, dann kommen wir aus 
den willkürlichen und fehlerhaften Eingriffen, zu de- 
nen alsdann die Räte sich gezwungen sehen, nicht 
heraus. Wird Ihren Anträgen als übergeordnete 
und bestimmende Auf Sichtsinstanz bei Wider- 
stand unter allen Umständen stattgegeben, dann 
kommen wir nach einer kurzen Übergangszeit zur 
gegenseitigen Anerkennung, zur Festigung der Auto- 
rität und zur Unterordnung. ^ ^ ^ , . 
Auch die Regierung macht Fehler, und doch Ist 
Fehlermachen besser als unentschlossenes Hin- und 

Hsrpendeln. ,,_^ 

Der »grosse Rat" als der lebendige, Im Volke 

wurzelnde Körper, wird nur die Bedürfnisse der Masse 

vorbringen und umgekehrt die notwendigen Elnwlr- 

kungen auf die Masse im Volksinteresse übernehmen. 

Der Beamtenapparat selber bleibt dann ein insrnj- 

ment In der Hand der Regierung. Die Hand, weiöie 

mit Zielsicherheit das Instrument fuhrt, das st der 

Volksrat, dessen geschichtliche Aufgabe es Ist. als 

Regenerator zu wirken, die alten Menschen zu i^ 

fomileren und sie brauchbar für neue Aufgaben zu 

machen. 



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Dieter Rebentisch, Ludwig Landraann, Frankfurter historische 
Abhandlungen Band X, Wiesbaden 197 5, 

S. 230 - "Auffaellig in dieser Konstellation war .•. das fruehe 
Einschwenken der Frankfurter Ortsgruppe der DVP in eine zuerst 
noch lockere Zusammenarbeit mit andidemokrati scher Op>position. . • 
Die Fraktion (musste) von nun an mit einem der angesehensten 
Buerger der Stadt leben, mit Richard Merton, dem Sohn des üniver- 
sitaetsgruenders» . • Richard Merton war ein Mann von wacher, aber 
unruhiger Intelligenz", 

S,296 - "Nach der Auffassung der kommunalen Vertretungskoerper- 
Schäften traten die Stadtverordneten noch einmal zusammen und 
protestierten mit den Stimmen der KPD, SPD, DDP und des Zentrums . 
gegen die Ausschaltung der Versammlung vor Ablauf der gesetzlichen 
Frist." (Das geschah im Maer 1933). "Einer der Leitartikel, 
mit denen Richard Merton sich und seine Partei den Nazis anpries, 
handelte von der 'Gemeinde im Staat', kritisierte die Parteipoliti- 
sierung saeratlicher Gemeindeorgane vom Oberbuer germeist er bis zum 
Nachtwaechter." Merton verlangte das Persoenlichkeitsprinzip - 
das war nicht mehr weit bis zum Fuerungsprinzip der NSDAP. Merton 
ruehmte sich nach der Reichs tags wähl gegenueber der NS-Presse, den 
ersten Stoss gegen das System Landmann gefuehrt zu haben. 



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STADT MANNHEIM 



DEZERNAT I 




Stodt Monnh»lm ♦ 68 Monnhtim 1 ■ Postfoch 2203 

Herrn 

Emest Hamburger 
67 Riverside Drive 
New York, N.Y. 10024 



68 MANNHEIM 1, 7.8. 1973 

Rathaus E 5 

Farnruf I OOQ1 

DurAwohl-Nr. 293- ^^^ \ 

Z«ntralt (Vtrmittlung) 2931 
F«rnschr«iber 04.63423 




Sehr geehrter Herr Hamburger! 








^ 



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^' i 



Ich freue mich, Ihnen heute aufgrund Ihrer Schreiben vom 20.4. und 
18.5.1972 das von dem Stadtarchiv zusammengestellte Material über- 
-/- senden zu können. Es besteht aus einer Gesamtübersicht über die 

Wirkungsbereiche der jüdischen Mitbürger in Mannheim von 1919-1933 
iHid drei Anlagen, in denen die Lebensläufe und die politische Tätig- 
keit - soweit sie das Stadtarchiv ermitteln konnte- dargestellt sind. 
Ich hoffe, daß Sie dadurch nützliches Material für Ihre auch \nis 
interessierende Arbeit erhalten können. Auch für \ms selbst war es 
von großem Interesse, durch diese Zusammenstellimg Neues über die 
jüdischen Mitbürger zu erfahren, die im öffentlichen Leben unserer 
Stadt eine bedeutende Rolle gespielt haben. 

Die übrigen Fragen Ihres Schreibens habe ich am 5.5.1972 beantwortet, 
offengeblieben ist nur noch Ziff. 3 über die jüdischen Lehrer an 
höheren Lehranstalten in Baden. Das Stadtarchiv hat dazu festgestellt, 
daß es folgendes Jahrbuch gibt: 

"Jahrbuch für die Lehrer/an den Höheren Schulen, Lehrer- 
bildungsanstalten, Gewetbe- und Handelsschulen usw. 

fu ../ „__-„. . 

^ ''" " I 'iemai-eS— in Leipzig und München 1919)? 










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Von diesem Jahrbuch sind die Jahrgänge 1919/20, 1924/25, 
1926 und 1928/29 vorhanden. In dem Jahrbuch ist das 
Religionsbekenntnis der Lehrer angegeben. Sollten Sie 
dazu noch irgendwelche Fragen haben, so könnten sie 
vom Stadtarchiv soweit als möglich beantwortet werden. 

Mit freiHidlichen Grüßen 






^ 




Dr. Watziifeer 
■ Bürgermeister 



STADT MANNHEIM 



DEZERNAT I 




-/- 



Stodt Monnhelm » 68 Mannhelm 1 » Postfoch 2203 

LuftDO t ! 

Herrn 

Irnest Hamburger 
67 Riverside Lrive 
Kew York, K.Y. 100L4 



68 MANNHEIM 1. 5- I'^^ai 197^ 

Rathaus E 5 

Fernruf • ^. ^ . 

Durchwahl-Nr. 293-- ^ J^ • 
Zentrole (Vermittlung) 29 31 
Fernschreiber 04-63423 



Atu^ f- f^^ 



V 



Sehr geehrter Herr Hamburger! 



Auf Ihr Schreiber: vom 20.4.197: teile ich Ihnen mxt. da£ wir gerne 
dazu bereit sind, Ihnen bei der Vorberextung Ihres Buches über Juden 
im öffentlichen Leben Teutschlands behilflich zu sein, .azu lege ich 
heute das Heft 6l/3 der Mannheimer Hefte bei, in dem ^xe -^ ^- 
satz des Landgerichtspräsxdenten a.L. Lr. Hugo Marx ^^^ :^:^^^^^^^ 
sal der im Jahre 1933 in Mannheim amtierenden .üdxschen .ixchter fxnden. 
tollten Sie sich dabei noch für weitere Einzelheiten xnteressxeren, 
empfehle ich Ihnen, sieb unmittelbar mit Herrn Lr. Marx (Basel/.chwexz, 
Holbein-Platz 4) in Verbindung zu setzen. 

Gleichzeitig gebe ich Ihr Schreiben an das Stadtarchiv weiter, damxt 
vor dort das entsorechende Material zusammengestellt weraen kar^-. 
La 'wir keine Übersicht über die jüdischen Mitglieder des Stadtrats 
und über die jüdischen Beamten der Stadtverwaltung besxtzen , wxrd es 
wohl eine gewisse Zeit dauern, bis xch Ihnen die entsprechenaen Ln.er- 
la;f7en übersenden kann. 



]\^it freundlichen Grül?en 





Lr. ';/atzinger 



Bürgermei 



Ster 



STADT MANNHEIM 

STADTARCHIV 



Stadt Mannheim • Stadtarchiv • 68 Mannheim 1 • Postfach 2203 



Herrn 



Ei\nest Hamburger 

67 Riverside Drive 

iMev- York, M.Y. i.-^^-^^- 



68 MANNHEIM 1 30. Okt . 1973 

Rathaua E 5 

Durchwahl-Nr. (0621) 293-2630 
Fernach reiber Nr. 0463423 



Aktenzeichen: I6 E 1 Juden 

(bitte stets angeben) 




C»p«'-'" 



Sehr geehrter Herr Hamburger! 



In Ergänzung des Schreibens von Herrn Bürgermei.'r.ter Dr. Watzinger vom 
J. August 1973» rnit dem Ihnen eine Zusammenstellung JT»di.9cher Bürger 
M huiiiij 1^19-1933 übermittelt wurde, teile-^ wir mit, daf^^ der Beige- 
ordnete Jonas Loeb am 10. Mai 19 ^t"' in Fau/Frankreich gestorben irjt. 
Nach einer Auskunft seines Sohnes Pierre Loeb, Brüssel, l4l, Avenue 
Franklin Roosevelt vom 3. Oktober 1968 (auf eine schriftliche Anfrage 
des Stadtarchivs nach dem schriftlichen Nachlaß) verwahrt die Fami- 
lie keine weiteren schriftlichen Unterlagen mehr. 



A 



(44* 







Mit freundlichen Grüßen 
I.A. 



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/-ux..^^ 



Dr. Schadt 

Stadt archivober rat 



STADT MANNHEIM 

STADTARCHIV 



Sudt Mannheim • St.durcWT__68_Ma^^ 



Herrn 

Ernest Hamburger 



68 MANNHEIM 
Rathaoa E 5 



1 7. Nov. 1973 



Durchwahl-Nr. (0621) 293-2630 
Fernschreiber Nr. 0463423 



67 Riverside Drive 

New York, N, Y. 10024 



Aktenzeichen: 
(bitte stet» angeben) 



iG E 1 Juden 




Sehr geehrter Herr Hamburger! 



Mit Bezun auf Ihr an Herr. Bürgermeister Dr. Watzinger gerichtetes 
Schreiben von, 17- Oktober 1973 -chten wir in Ihre, ganz besonderen 
FUl eine Aufnahme machen und übersenden anbei die beiden gewünschten, 
recht seltenen Jahrbücher für die Lehrer ... Badens, Jahrbuch 1919/ 
1900 1028/n9 leihweise zur kurzfristigen Benutzung, wie von Ihnen er- 
klärt. Auch bei der Rückgabe bitten wir um die Versicherung der Son- 



dung 



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Mit freundlichen Grüßen 

Ihr 




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16. November 1973 




An c^en 

Herrn Direl<:tor 

des Stadtarchivs Mannheim 

Rathaus E5 
63 Mannheim 1 

Sehr geehrter Herr Direktor, 

ji'^i^vÄ"i4- mir das Holzmann Lehrer- 

ich bin Ihnen Jf -f ^/^f J^- afn^Leiher^uebi^fandf ' 
eine Ausnahme gemacht und mir die beiden 

haben. 

.. heutigen Ta,e h.be i=^ aie ,.n,„„t,n B»eche.^.lt Luftpos^ 

Dr. Ernest Hamburger) . 

X. 1-^^« n-^nV und freundlichen Gruessen 
Mit nochmaligem DanK una j.i.cw 

Ihr ergebener 



\ 






/: 



17. Oktober 1973 



Herrn Buergermeister 
Dr. VJatzinger 
Dezernat I 
Stadt Mannheim 
68 Mannheim 1 
Rathaus E 5 




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Sehr geehrter Herr Watzinger, 

Personen ersichtlich wird. 

Ihr Brief ist erst -13 Oktober |i;9eg-g-i^-f3 ^.?bistae?igen. 
mich daher. Ihnen sofort das Eintreffen ihres Luftpost 

Ein so umfangreiches schreiben konnte natuerlicnni ^^^^ .^^^ 
geschickt werden, und die ^efoerderung mit Schi r P^ ^^^ 

fangsamer ich wollte ^^«J^^^St bei iSen nicht der Eindruck 
Materials Ihnen sofort danken, aamxte ^^^ 

entsteht dass ich in der Beantwortung laessig^bi^ 

erste üeberblick zeigt, "'".^^^^"f^-t „Xflden ist. Es ist von 

gegenwaertig unternehme. 

« 1 wv,^« nnf Praaen zurueckzukommen, die sich qus 
aer ef„?eSenl.rei"*tu;.ra.'"l?«si=.t.n er,e.e„ kennten, »era. 

ich gern Gebrauch machen. 

ES bleibt noch die Frage ueber ^^^ ^"^^f,r5lSrbSr r'Sr^Holzmann") 
Lehranstalten in Baden Das ^°" ^f ^" ^f JJjJ^/S es nach den fuer 

waere fuer mich sehr wichtig. ^=^,^f^!L?a ist mir die Jahrgaenge 
Ihr Archiv geltenden Bestimmungen zulaessigist^ mir die ^^ entweder 

1919/20 und 1928/29 leihweise J^^^^J^^J^f f^^ ,°trde mich verpflich- 
an mich persoenlich geschickt weraen.un Archiv zurueck- 

ten. sie innerhalb ei"«^J°f!"^ä/ieg des Internationalen Leih- 
zusenden. Oder sie koennten ^"f„^®'f/|fv,°fothek des Leo Baeck' 
Verkehrs zwischen Bi^l^°^^^i«^^?;3^t ihSi ja Jekannt ist, geschickt 
institvte in N«V?n diesem SaUeSuerde Ich' fuer eine prompte Rueck- 
werden, und auch in diesem ^*^;® ^"^y°^^.„_- traqen. Um zu ver- 
TlSS 'r.Tllt äia^S^ÄSf uSSbueSrüch"!»,; au, a- aorti.en 
«?htv bz»!llbUotl,ek entfernt ».ra«, l'?«"»"" "'»^'^f SItL.t 

r»SJ^f.%^^;n!'%?rirSa;"a?fÄr^"^^^ 

luch die Ruecksendung per Luftpost vornehmen. 

./. 



VerzeichnJB 

der Wirkungsbereiche der jüdischen Mitbürger 1919-1933 

in Mannheim 



in Gesamtübersicht 



Landtacsabgeordne 



te: Dr.phil.M.Bernays DVP (1921-1925) 
— Dr. jur. F. Waldeck DVP (1927-1933) 
St. Heymann KPD (1928/1929) 



BürgerauBSchußmitglieder : 

Stadträte: 



Stadtverordnete : 



Dr. jur. S.Stern DDP (10.11.1919-1922) 
J.Levi SPD (Hai/Juni 1919-1933) 
Dr.jur.M.Jeselsohn DDP (1931-1933) 

Dr.med.Th.Friedmann SPD (Hai/Juni 1919- 

N0V.I926) 

Dr. jur. F. Hirschler SPD (10.11.1919-1933) 
Dr.jur.M.Jeselsohn DDP (Hai/Juni 1919-1931) 
G. Mayer-Dinkel DDP (Mai/Juni 1919-1929) 
M.Moses DVP (Mai/Juni 1919-Juli 1926) 

R.Lenel DDP (1923-1931) 
Dr. jur. F. Waldeck DVP (l!?. 12. 1926-1933) 
/ Dr. med. H.Stern SPD (1927-1929) 



Stadtverwaltung ; 

Hauptverwaltung 



Grundbuchamt 



J.Loeb Stadtrechtsrat (1920) 

Oberverwaltuntisrat (1921-1925) 
Beigeordneter (1926-1933) 

Dr.jur.F.Cahn-Garnier Stadt Syndikus 

(6.2.1922-16.3.1953) 
Beigeordneter 

(ab 1926) 
Dr. jur. O.Mayer Vorstand der Abteilung IV 

Finanzamtmann (1919-1922) 
Dr. jur. A.Simon Stellvertreter des Vorstandes 

(1920-1922) 



Städtisches Steueramt: Dr. jur. A.Simon (1930-1933) zuständig für 

die Veranlagung der Wertzuwachssteuer 

Städtische Krankenanstalten: Dr.med.H.Loeb Abteilungschefarzt (1919- 

1932^ 
Professor Dr.med.S.Loewe Vorstand des 

Laboratoriums (1929-1933) 



Kuratorium der Handelshochschule: G.Mayer-Dinkel (1919-192^) 

Dr. jur. S.Stern (1922) 
Dr.jur.M.JeselßOhn (1921-1925) 
R.Lenel (192^-1932) 

Handelsschulrat bzw. -beirat (1926) der Handelsschule der Hauptstadt 
Mannheim bzw. Handelsschulbeirat der Höheren Handelslehranstalt 
und Handelsschule I Mannheim (ab 1927): J.Levi (1919-1953) 

R.Lenel (1921-1933) 

Beirat der Liselotteschule: Dr.jur.M.Jeselsohn (1919-1927) 

Dr. jur. L.Jordan (1919) 
J.Levi (1920-1933) 

Beirat der Hans-Thoma-Schule : J.Levi (1927) 

Direktion der Sozialen Frauenschule: Dr.phil.M.Bernays (1918-6.5.1933) 

nebenamtlicher Dozent an der Handelshochschule und am Städtischen 
Kindergärtnerinnenseminar: Dr. med. J.Moses (1921-1933) 



Kulturbereich: 

Kunsthallenkommission/ -rat (ab 1922): Dr. jur. S.Stern (1920-1922) 

J.Levi (1920-1931) 
Dr. rer. pol. E.Mayer (1920/1921) 

R.Lenel (192^-1929) 
St. Heymann (192^, 1928/1929) 
Dr.jur.F.Hirschler (192^-1931) 
Dr. jur .F. Waldeck (1931) 



Theaterkommission : 



Dr. jur. S.Stern (l898-192^) 

J.Levi (1919-1929) 
Dr.jur.F.Hirschler (1927-1932) 
Dr.jur.M.Jeselsohn (1931) 



Rosengartenkommission: bzw. Ausschuß für die Verwaltung des Rosen- 
gartens (ab 1927): J.Levi (1927-1931) ^ . . , 

Dr.jur.F.Cahn-Garnier (als stellvertretender 

Vorsitzender 1927-1932) 
Dr. jur. F. Waldeck (als Vorsitzender 1929-19::^1) 
Dr.jur.M.Jeselsohn (1931) 

Ausschuß für die Verwaltung der Schloßbücherei und der Städtischen 
Bücher-und Lese halle: J.Levi (1927) 

Dr. jur. F. Waldeck (1927-1931) 
Dr.jur.F.Hirschler (1931) 

Ausschuß für die Verwaltung des Schloßmuseums: J.Levi (1927-1931) 

Dr.jur.F.Hirschler 

(1931) 
Hochschule für Musik: Dr. jur. S.Stern (1919-1922) 

Ausschuß für Volksmusikpflege: Dr. jur. S.Stern (1913-1923) 

Dr.jur.F.Hirschler (1927) 



Verwaltung : 

Gehalts-und Pensionskommission: J.Levi (1920-1926) 

Finanzkommiesion/ -ausschuß (ab 1926) J.Levi (1920-1931) 

R.Lenel (192^-1927) 
Dr.jur.F.Hirschler (1927- 

1931) 



etiomter wirtschaftlxcher Aufgaben (.ao xy^^y ßr.jur.M.Jeselsohn 

„ ,•• ^no Verwaltunr der technischen Ancelegenheiten: 
Ausschuß für die Verwaltung ae j.Levi (1927-1951) 

Dr.jur.M.JeselBOhn {1951J 

Ausschuß fUr die land-und forstwirtschaftlichen Angelegenheiten:^^ 

Verwaltungsausschuß: ^^^^-^^ j,^927-1951) ^^^^^^ 

SparKassen.o«.ission h.w. Verwaltungsrat der Sp-^^-^-^^^^^^ ^''''■^ 

Dr. jur. F. Waldeck (1927-1931) 
Dr.jur.F.Hirochler (1951) 

Dr.jur.H.Jeselsohn (1931) 

Hypothekenaueschuß: ^^^^^j; j^gJ;^Ser (1927-1951) 

Dr.jur.H.Jeselsohn (1927) 

J.Loeb (1931) 
Kassen-und Hechnungsko..is.ion Ko..ission U^^ 

-^ u---f- -, -rerSgi^K {f^iYtltf '"' 

Wahlausschuß: Dr.jur.M.Jeselsohn (1951) 

Vergnügungssteuerausschuß: Stellvertretendes Mitglied: J-^ur- (.„d] 

Ausschuß für Personalangelegenheiten: J;^«^;^^,^^^J^;i^än (1951) 

Beamtenschlichtungsausschuß: Dr.jur.F.Hirschler^als^stellvertretend^r 

als Vorsitzender (1951) 
• Dr.öur.M.Jeselsohn als Vorsitzender^^^^^ 

. --ur.F.Waldeck^als^stenvertretender 

Spruchkammer des Mieteinigungsamtes: ^r-öur .O.Rothschild ^alajorax^- 

Br.öur.G.Hecht als St^g-f^^*^^ 
• Dr.öur.F.Waldeck alsj-i^-de: 

Dr.jur.A.Simon als stellvertre- 
tender Vorsitzender (1928-1955) 

Gewerbe-und Kauf mannsgericht : „„^ .._. Dr. iur. L.Jordan (1919-1927) 

Stellvertreter im Vorsitz. J^'^^^^^^^gi^o^ (1922-192Ö) 



Wegen des 

p.w«twirtschaftlic_h organisierten Bereichs 

wird auf die nach Jahresabschnitten geor 
1927 und 1951 verwiesen 



dnete Übersicht der Jahre 



gfhf^tiflche Kommissionen bzv, Ausschüsse; 



Sozialer 



Bereich: (Wohlfahrts-, Gesundheits-, Jugendwesen) 



Armenkommission bzw. Wohlfahrtsausschuß ab 1925: 

Dr. med. S. Felsenthal (1919-1922) 
Dr. med. J.Moses (1919-1922) 
Dr.M.Steckelmacher (1919) 
Dr.med.Th.Friedmainn (1920) 
M.Moses (1920-Juli 1926) 
Dr. G.Oppenheim (1921-1931) 
Dr.raed.G.Cahen (1925-1931) als Ärztevertreter 

Dr. med. H.Stern (1927-1929) 
M.Stern (1928/1929) 
J.Hartoß (1928-1931) 

Leihamtskommission: M.Stern (1920-1927) 

J.Levi (1920-1931) 

Kommission für das Arbeitsamt: M.Moses (1920-1922) 

Ortsgesundheitsrat: weggefallen ab 1925 oder 1926 

Dr.med.S.Felsenthal (1919-1922) 
Dr. med.J. Moses (1919-1922) 

Dr.med.Th.Friedraann (1920-192^) 
Ausschuß für das Krankenhaus: J.Levi (1927-1931) 
Kleingartenkommission: J.Loeb (1920/1921) 

Ausschuß für das Stadt Jugendamt : 

Stellvertretendes Mitglied: G.Mayer-Dinkel (1925-1929) 

Dr.med.H.Stern (1927-1929) )im Vorsit 
J.Hartog (1927-1931) )a^ ^928 

Vertreter der Geistlichkeit: Dr. G.Oppenheim (1925-1931) i- Vorsitz 

Vertreter der Gesellschaft der Ärzte: Dr.med.J.Moses (192^) 
ärztlicher Berater: Dr.med.J.Moses (1925-1931) 

Leiter der Beratungsstelle für schwererziehbare Kinder des Fürsorge- 

amtes Mannheim: Dr.med.J.Moses (1921-1933) 
Vorsteher des Städtischen Kinderheimes Rheinau: Dr.med.J.Moses (1926- 



Schulwesen: 



Schulkommission/-aus6chuß für die Volksschule: 

J.Levi (1919-1928) 
Dr. M. Steckelmacher (1919) 
Dr. G.Oppenheim (1920-1933) 

St. Heymann (1927-1931) 
Dr.jur.F.Hirschler (1927-1933) 



Anmerkungen; 

(1) Für Juni 1919 waren in der Sammlung der Bürgerausschußlisten aus- 
nahmsweise zwei Listen vorhanden, die abweichend voneinander ohne 
nähere Erklärungen einmal 96 und zum anderen 100 Stadtverordnete 
aufwiesen. Die erste Zahl scheint die richtigere zu sein, da sie 
auch im Verwaltungsbericht der Stadt Mannheim 1919/1920 nachweis- 
bar ist; dort v/ird auch f estgeGtellt , was sich regelmäßig aus dem 
folgenden ergibt, daß i> Stadtverordnete den Stadtverordneten-Vor- 
stand bildeten; an Stadträten werden 2^ benannt. Im Adreßbuch der 
Stadt Mannheim 1919 erscheinen neben 2i? Stadträten insgesamt 9ö 
Stadtverordnete, davon 5 Mitglieder im Vorstand. 

(2) Die erste -jeweils gerd^ngwertigere- Zahl bezeichnet die Anzahl 
der Angehörigen des Stadtverordneten vorstandes , die zweite -je- 
weils höherwertigere Zahl die Anzahl der übrigen nicht dem Vor. 
stand angehörenden Stadtverordneten. 

(3) Nach 5 19 Abs.l der Badischen Gemeindeordnung vom !?. Oktober 1921 
und § 1 der Gemeindesatzung der Stadt Mannheim über die Zusam- 
mensetzung des Stadtrats vom 10.7-, 1.8.1919 und l6.^., 27. ^+.1926 
besteht der Stadtrat Mannheim aus Zh ehrenamtlich tatigen Stadt- 
räten; nach § 35 Abs.l der Badischen Gemeindeordnung betragt die 
Zahl der Stadtverordneten in einer Gemeinde wie Mannheim Ö4 Kit- 
ßlieder. Die davon abweichenden Zahlen der Liste gehen offenbar 
auf personelle Veränderungen innerhalb der Gremien zurück, deren 
Ursachen nicht mehr feststellbar sind; allerdings wurden judische 
Mitglieder davon nicht betroffen. 



Hitglieder des Bürgerausschusses 









1919-1933 










Jahr 


Anzahl 

der 
Stadt- 
räte 


davon 
jüdisch 


Anzahl der 
Stadtver- 
ordneten 


davon 
jüdisch 


Juni 


1919 


23(3) 


Isca k,k% 


96/100 


(1) 


^=ca k,2%/k% 


Nov 


1919 


23(3) 


2=ca 9% 


(2)5+96 = 


101(3) 


5=ca 5;^ 




1920 


25(3) 


2= 8% 


(2)5+9^ = 


99(3) 


5=ca 5% 




1921 


2k 


2=ca 8% 

4 


(2)5+96 = 


101(3) 


5=ca 5% 




1922 


25(3) 


2=ca S% 


(2)5+97 = 


102(3) 


6=ca 6% 


Feb 


1925 


25(3) 


1= k% 


(2)7+79 = 


86(3) 


6=ca 7% 




192^ 


25(3) 


1= k% 


(2)7+77 = 


8^ 


6=ca 7?^ 


• 


192^ 


zk 


l=ca k% 


(2)7+76 = 


83(3) 


6=ca 7% 




1926 


Zk 


l=:ca k% 


(2)7-»-76 = 


83(3) 


7=ca 8,^94 




1927 


Zk 


l=ca k% 


(2)7+77 = 


8^ 


6=ca Ti 




1928 


zh 


l=ca k% 


(2)6+79 = 


85(3) 


6=ca 7;o 




1929 


zk 


l=ca k% 


(2)7+77 = 


8^ 


6=ca 7% 




1930/31 


26(3) 


l=ca ^% 


(2)7+79 = 


86(3) 


^=ca k,6% 




1931/32 


zk 


3/2= ca 12/8% 


(2)7+77 = 


8^ 


L/0=ca 1,2/0% 




1933/3^ 


IkO) 

• 





(2)^+48 = 


52(3) 






Anmerkungen: s «nächstes Blatt 







1919-1933 






insgesamt 




davon 
jüdisch 




119/123 




5 = ca k,Z%/csi k% 




IZk 




7 = ca !?,6^ 




IZk 




7 = ca 5,6% 




125 




7 = ca 5,6;^ 




127 




8 = ca 5,5% 




111 . 




7 = ca 6,5% 




109 




7 = ca 6,k% 




107 




7 a ca 6,5% 




107 




7 = ca 6,5% 




108 


• 


7 = ca 6,5% 




109 




7 =s ca 6,k% 




108 




7 = ca 6,5% 


• • 


112 




5 = ca ^tif% 


f 


* 

108 




k/3 = ca k/3% 




66 








r 



cx^ 



t0>t^Ut 4it^*^ 



Politische Mandatsträger 





..-r 



/ f^ 



i 



u- 



/^- 




Verzeichnis 



¥(i^/^/j 



/ 



M X ' / 



der jüdischen Mitbürger Mannheims 1919-1933» sofern sie 

I. politiscEen^randatsträger 
II. kommunale Bedienteste 
III. Mitglieder städtischer Kommissionen 

der Stadt Mannheim waren: 




Bernays» Marie Dr.phil. I 
(13.>. 1883-22. 'f. 1939) 

Cahen, Gustav Dr. med. III 
(6.7.1871-2^.6.19^6) 

Cahn-Garnier, Fritz Dr.jur. II 
(20.6.i889-8t6t19^9) 

Felsenthal, Simon Dr. med. III 
(5.1.1865-1^.10.1937) 

Friedmann, Theodor Dr. med. I 
(26.12.1871-27.2.19^5) 

Hartog, Julius III 
(29.9.1862-2-2-1939) 



Hecht, Gustav Dr.jur, 
(6.7.1873-1-2.1961) 

/ /»/Heymann, Stefan I 
> ^ ^ (1^.3.1896-3.2.1967) 



III 




Hirschler, Franz Dr.jur. I 
(7.3.1881-Juni 1956) 

Jeselsohn, Max Dr.jur. I 
(10.^.1871-20.2.1937) 

Jordan, Ludwig Dr.jur. III 
(geb.2'f.2.l862) 

Lenel, Richard I 
(29.7.1869-2.8.1950) 

Levi, Josef I 
(25.12.1862-1^.2.1933) 

Loeb, Heinrich Dr. med. II 
(1.1.1865-1.5.1932) 



Loewe, Siegfried Dr^raed. II 
(19.8.188^-2^.8.1963) 

Mayer, Erich Dr.rer.pol. III 
(19.7.1878-18.4.19^2) 



II 



Mayer, Oskar Dr.jur. 
(geb. 21. 3. 1876) 

Mayer-Dinkel, Gustav I 
(7.9.1853-13.^.1937) 

Moses, Julius Dr. med. III 
(22.1.1869-12.7.19^5) 

Moses, Max I 
(28.6.1884-8.12.1951) 

Oppenheim, Gustav Dr. III 
(7.8.1862-23.3.1940) 

Rothschild, Otto Dr.jur. III 
(16.6.1886-20.10.1963) 

Simon, Arthur Dr.jur. II und III 
(geb. 3. 12. 1885) 

Steckelmacher, Moritz Dr. III 
(23. oder 25.6.l85l-Mai 1920) 

Stern, Heinrich Dr. med. I 
(23.1.1893-5.8.1948) 

Stern, Martha III 
(geb. 7. 8. 1881) 

Stern, Sally Dr.jur. I 
(22.2.1861-14.5.1923) 

Waldeck, Florian Dr.jur. I 
(15.2.1886-28.9.1960) 



Loeb, Jonas II 
(geb. 23. 7. 1879) 



Parteizugehörigkeit und Mandatsdauer 
der jüdischen Bürgerausschußrnitglieder der Weimarer Zeit 

in Mannheim 



Friedmann, 
/ Theodor 
Dr.med. 
26.12.1871- 
27. 2.19^5 

Ilirschler, 
Franz 
/ Dr.jur. 
7.5*lö8l- 
Juni 1956 



Parteizugehörigkeit 



SPD-Mitglied 



SPD-Mitglied 
Fraktionsführer 
Stellvertretender Vorsitzen- 
der des Bezirksausschusses 
der SPD Baden ab Gründung 
11.12.1927 



Mandatsdauer 



Stadtverordneter 
Mai I919-N0V.I926 



Stadtverordneter 
1919-1933 



Jeselsohn, 

Max 

Dr.jur. 

10.^.1871- 

20.2.1937 



Vorstandsmitglied des 
Demokratischen Vereins 
Mannheim I9OI-I908 
Vorstandsmitglied der 
Fortschrittlichen 
Volkspartei Mannheims 

1911-1917 

Mitglied der Deutschen 

Demokratischen Partei 
1919-1933 



Stadtverordneter 

190^-192^1 

im Stadtverordneten 

Vorstand 

1929/19;1 
Stadtrat 

1931-1933 
Fraktionsführer 

1911-1928? 



/ 



Lenelf 
Richard 

29.7.1869- 
2.8.1950 



Levi, 
Josef 

25.12.1862- 
1^. 2.1933 

Mayer-Dinkel, 
Gustav 

7.9.1853- 
13.^.1937 



Mitglied der National- 
liberalen Partei 
wenigstens 191^^-1917 
Mitglied der Deutschen 
Volkspartei 
wenigstens 1923-1931 

SPD-Mitglied 



Vorstandsmitglied des 
Ortsvereins Mannheim 
der Nationalliberalen 
Partei 1900-1917 
Mitglied der Deutschen 
Demokratischen Partei 

wenigstens 1919-1929 
3 .Part eivor sitzender 

Mitglied des Landes- 
ausschusses 



Stadtverordneter 

191^-1917 
1923-1931 



Stadtverordneter 

Herbst 1902-1917 

Stadtrat 

Juni 1919-1933 

Stadtverordneter 

1888*1929 



Parteizugehörigkeit 



Mandat 6 dau er 



Moses, 
Max 

28.6.188'f- 
8. 12 • 1951 



I.Vorsitzender des 
Mannheimer Ortsvereins 
der Evangelisch- 
Sozialen Partei 
(Mittelstandspartei) 

25.11.1918-1919 
Mitglied der Deutschen 

Liberalen Partei 

wenigstens 

Mai 1919-Juli 1926 

Rechner des Mannheimer 

Ortsvereins der Deutschen 

Liberalen Partei 1922 

Fradctionsvor sitzender 



Stadtverordneter 
Mai 1919-Juli 1926 



/ 



Stern, 

Heinrich 

Dr.med. 

23.1.1893- 
5.8«19W 



SPD-Mitglied 



Stadtverordneter 
1927-1929 



Stern, 

Sally 

Dr.jur. 

22.2.1861- 

1^.5.1923 



2«Vorsitzender des 
Freisinnigen Vereins 
für Mannheim und Umge- 
bung 1898-1908 
Vorstandsmitglied des 
Mannheimer Vereins für 
li'auenstimrarecht 

1911-1917 

2. Vorsitzender der Fort- 
schrittlichen Volkspartei 

1911-1917 

Mitglied der Deutschen 

Demokratischen Partei 
1919-1925 



Stadtverordneter 
1892-1898 
Stadtrat 
2.7.1898-1922 



Waldeck, 

Florian 

Dr. 

15.2.1886- 

28.9.1960 



Stellvertretender Vor- 
sitzender des Mannheimer 
Ortsvereins der Deutschen 
Volkspartei 

1925-1929 
Fraktionsführer 

l.V.orsitzender des Mann- 
heimer Ortsvereins der 
Deutschen Volkspartei 

1931/1932 



Stadtverordneter 
Okt. 1925-1933 



F r a g e b o gen 

^i^mmamwmmmm^mm ■■■■■i ■ 'l a .-^^— i^i^i— i—^^— ^^^— ^*^* 

Jüdische Persönlichkeite n in Mannheim I918 " 1933 



/■ 



/ 



1. Familienname: B e r n a y 8 Dr . 



Vorname ; 




^ 



Geburtstag: 



Todcstaj : 



13.5.1883 
22.4.1939 



Todesort : 



Marie 



Geburtsort: München 



Kloster Beuron 



Gegonv/ärtigo Anschrift 

Beruf: Gründerin und Direktorin der Sozialen Frauenschule in Mannheim 

1919"'1932 (s.Beiblatt) 
Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: ^ 

Mitglied der Deutschen Volkspartei 

Abgeordnete des Landtages des ehemaligen Landes Baden 1921-1925 

(s.Beiblatt) 

Religionszugehörigkeit: evangelisch, später konvertiert: katholisch 
Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 
israelitischen Religionsgemeinschaft : 



2« Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Universitätsprofessor Dr. Michael Bornays 
Literaturhistoriker an der Universität München 1873-1890 

geb. in Hamburg 185^* ßest.in.Karlsruhe l897 
Name, Geburtstag und Konfession der Mutter. 
Louise Bernays geb.Rübke, Tochter eines hanseatischen Kaufmanns 

geb. 18^9 oder I8W, gest. 11. ^.1919 
3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 




4. Anwesenheit in Mannheim: 

Zuzug von: Rosenheim am 31.3-1919 
Wegzug nach: München am l5. 11. 1933 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 

Dissertation 1910:"Die Geschichte einer Baumwollspinnerei, ihr Produk- 
tionsprozeß und ihre Arbeiterschaft" 
I92O: "Die deutsche Frauenbewegung»» ca. 100 Druckseiten (u.a. s.Beiblatt) 

7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 
Stadtarchiv Mannheim: Zeitgeschichtliche Sammlung S 1/56 

Bildsammlung (3 Bilder) 

Dissertation:»»Die Geschichte einer Baumwollspinnerei, | 

ihr Produktionsprozess und ihre Arbei- 
terschaft»» 1910 
Böttger, Richard »»Mannheimer Frauen»» in Mannheimer Heften 3, 195^^ 



B e r n a y B 





Umzug der Familie nach Karlsruhe I89O 

Schülerin des Victoria-Pensionats in Karlsruhe und Baden-Baden 

bis 1901 

Lehrerinnenprüfung am Lehrerinnenseminar in München für Lehrerin- 
nen der französischen und englischen Sprache 1904- 

Umzug der Familie nach Heidelberg 1905, nach Mannheim 1919 

Abitur am humanistischen Gymnasium in Heidelberg I906 

Studium an der philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg 

ab Herbst I906 

promoviert zum Dr.phil mit Dissertation »»Die Geschichte einer Baum- 
wollspinnerei, ihr Produktionsprozeß und ihre Arbeiterschaft»» 
^ 1910 

Gründung der Sozialen Frauenschule in Mannheim im Herbst I918 zu- 
sammen mit Dr.Elisabeth Altmann-Gottheiraer 

Veröffentlichung '»Die deutsche Frauenbewegung»» ca. 100 Druckseiten 

1920 

Soziale Frauenschule erhielt staatliche Anerkennung 1921 

Abgeordnete im Badischen Landtag als Mitglied der Deutsch-Liberalen 
^ Volkspartei 1921-1925 

Erweiterung der Sozialen Frauenschule durch vorbereitende zweijäh- 
rige Frauenschule 1925 

Soziale Frauenschule wurde 1928 von der Mannheimer Stadtverwaltung 

übernommen mit Anstellung Marie Bernays auf Lebenszeit 

Soziale Frauenschule wurde 1935 der NS-Volkswohlfahrt übergeben 

Marie Bernays am 6.5.1933 von Dienstgeschäften entbunden und beur- 
laubt 

Zuflucht im Kloster Beuron nach 1933f dort konvertiert vom evange- 
lischen zum katholischen Glauben 

führte die Leihbibliothek der Gemeinde 
gab Patres Unterricht in Englisch 

Publikation vorhanden im Stadtarchiv Mannheim 

Bernays, Marie »»Jugendpflege und soziale Fürsorge»» Deutsche Städte. 
Mannheim, hrsg unter Mitwirkung der Stadtverwaltung Mannheim. 
Stuttgart: Kunst-und Industrie- Verlag 1922 122 S. 



Fragebogen 
Jüdische Peraönlichkeiten in Mannheim 19l8 - 1933 



1. Familienname! C a h e n Dr«med« 



Vorname x 



Gustav 



Geburtstag: 



6.7*l871 



Geburtsort: Saarlouie 



Todesoi-t : 



USA 



Todestag : 2^.6«1956 

« 

Gegenwärtige Anschrift 

Beruf: Facharzt für Orthopädie und Röntgenologie (s» Beiblatt) 
Parteizugehörigkeit 4 politische Funktionen^ Mandate: 

Mitglied des Wohlfahrtsausschusses der Stadt Mannheim als Vertreter der 
Gesellschaft der Ärzte 192^^-1929 (e. Beiblatt) 

Religionszugehörigkeit: israelitisch (s. Beiblatt) 
Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 
israelitischen Religionsgemeinschaft : 



2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 

3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Alice geb. Reis, geb. am 26.2.1875 in Heidelberg, israelitisch 

4. Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: 

Wegzug nach: unbekannt am 29.6.193^1 nach Hamburg am 20.10.1935, nach USA 

Auswanderung am 17.10.19^1 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 

Stadtarchiv Mannheim: 
Zeitgeschichtliche Sammlung S l/20^i? 
Bildsammlung (1 Bild) 



C a h e n 

Facharzt für Orthopädie und Röntgenologie 
seit 1899 in Mannheim niedergelassen 

Leiter einer gymnastisch-orthopädischen Heilanstalt 

Gutachter für Unfallverletzte bei Berufsgenossenschaften 

Vorstand und Ausschußmitglied des Verbandes der Arzte Deutschlands 

Vorstand und Ausschußmitglied des Deutschen Ärztevereinsbundes 

Geschäftsführer der Ärztlichen Landeszentrale für Baden 1922-1929 

Geschäftsführer der Bezirksärztekammer Mannheims 

geschäftsführender Arzt der Gesellschaft der Ärzte Mannheims, 
1919-1929 (nachweisbar), als solcher 

Mitglied des Wohlfahrtsausschusses der Stadt Mannheim 1925-1929 

beteiligt an der Gründung der Versorgungskasse für badische Arzte 
geschäftsführender Arzt der Versorgungskasse in Mannheim 1922-1929 

Cahen hatte im 1, Weltkrieg als Militärarzt durch Verbrennungen 
mit Röntgenstrahlen beide Hände verloren 



Mitglied der Israelitischen Gemeindevertretung Mannheim 1920-19^6 



Fragebogen 
Jüdische Persönlichkeiten in Mannheim 1918 - 1933 



1. Familiennamei Cahn-Garnier Dr^jur, 



Geburtstag: 
Todestag! 



20.6.1889 
8.6.19^9 



Vorname : 



Fritz 



Geburtsort! Mannheim 



Todesort ! 



Gegenwärt igd Anschrift 

Beruf: (s. Beiblatt) 

Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: 



Msüinheim 



(e. Beiblatt) 



Religionszugehörigkeit : evangelisch 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft: 

Konversion zum Christentum am 11. 7.1907 

2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 
Cahn, Carl Dr.med. praktischer Arzt 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 

Cahn, Luise Helene geb.Leonie 

3. Name und Geburtstag des b»w« der Ehegatten: 
Wera geb. Garnier, geb. in Lissa am 21.6.1899 



arisch 



4« Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: 
Wegzug nach: 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6» Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 
Stadtarchiv Mannheim: Zeitgeschichtliche Sammlung S I/II6 

Bildsararalung (6 Bilder) 
Nachlaß 
Cähn-Garnier, Wera: 

Dr. Fritz Cahn-Garnier, Oberbürgermeister von Mann- 
heim "Badische Heimat" Heft 1, 19^9 



Cahn-Qarnier 

aus alteingesessener Familie 

Bürgerschule Mannheim 1896-I898 



Besuch des 
8.1.1907 



Großherzoglichen Gymnasiums in Mannheim vom 12.9.1893 - 
(Sexta-Oberprima) mit "tadelfreier" Führung (It.Unbe- 
^ *^ Bcholtenheitszeugnis) 



^ • 



Konversion zum Christentum am 11.7.1907 
freiwilliger Gefreiter 1907 

Studium der Rechte in Heidelberg, München, Berlin, Lausanne, Freiburg 

1. juristisches Staatsexamen in Baden mit Prädikat "gut" als Erster 
X. oux-iöv-xov. unter 21 Kandidaten 1912 

Ernennung zum Rechtspraktikanten (heute: Gerichtsreferendar) 26.5-1912 

Promotion zum Dr.jur. an der Universität Freiburg 1915 mit "magna cum 
laude" - Dissertation: "Der Wechsel des Interessenten im Rechte der 
Schadensversicherung" erschienen im Buchhandel »«^^«^ "J^f "^^"^^s- 

wissenschaftliche Abhandlungen Abt.l, Hl" 1915 

Beförderung vom Vizefeldwebel zum Leutnant der Reserve 18.8.1915 

Kriegsteilnehmer 19l'f-1919; =^uletzt Leutnant; verwundet ^^ 19.8.191J; 

in französischer Kriegsgefangenschaft Mai-Juli 1919 

Verleihung des Kriegsverdienstkreuzes am 29. 12.1916 

2. juristisches Staatsexamen mit Prädikat "gut" als °^i^*«J .^J^^J^g 

Verleihung des Eisernen Kreuzes II. Klasse am 51.1.1920 
Hitarbeit im Anwältsbüro Dr.Martin Bloch, Zürich vom 2^-5-^919 - 

Ernennung zum Gerichtsassessor am 27.11.1919 

Berufsbeginn als Amtsanwalt am 1.12.1919 (zunächst aushilfsweise, 
Berufsbeginn a_^^^ ^^^tmä^Rig) bei der Staatsanwaltschaft Mannheim 

Ernennung zum Hilfsstaatsanwalt mit Wirkung ab ^^"'^«^^^J^j^^gj; 

Zuteilung ans Amtsgericht Lörrach am 2^». 12. 1^20 

Entlassung aus dem Staatsdienst auf eigenen Antrag am 28.12.1922 

Wahl zum Stadtsyndikus der Stadt Mannheim im Dezember 1921^unter^^^ ^ 

Dienstantritt als Stadtsyndikus am 6.2.1922 
mit dem Titel Beigeordneter 1926-1933 



Cahn- Garnier 

Dozent an der Sozialen Frauenschule Mannheim 

leitete die Ausbildung der Sparkassenbeamten in Mannheim 

veranstaltete in Zeitschriften Fernkurse in Briefform mit der Möglich- 
für die Teilnehmer, Arbeiten zur Zensierung einzuschicken 

Sammlung verschiedener handels-und schiffahrtsrechtlicher Gesetze, 
zusammen mit Professor Dr.Höninger, Universität Freiburg, als so- 
genannte "Blaue Bücher" erschienen 

weitere wissenschaftliche Abhandlungen auf dem Gebiet des Handels- 
und Verwaltungsrechts 

Heirat mit Wera Garnier, Tochter des Kommerzienrats Emil Garnier, Tex- 
tilfabrikant und Handelskammerpräsident in Lörrach (1857-19^5) ani 

20.6.1922 

Ehepaar nannte sich fortan "Cahn-Garnier" nach schweizerischem Brauch; 
Cahn-Garnier erhielt entsprechende Erlaubnis durch Erlaß des Justiz- 
ministers vom 7.9.1923; dieselbe wurde widerrufen durch Erlaß vom 
4.11.1939; Cahn-Garnier mußte den Namen "Cahn" allein führen 

Geburt des Sohnes Werner am 19.8.1924 

Stellvertretender Vorsitzender und Referent des Ausschusses für die 

Verwaltung des Rosengartens der Stadt Mannheim 1927-1932 ? 

Mitglied des Beirates der Badisch-Pfälzischen Lufthansa 1927 

Vorstand der Hotelgesellschaft m.b.H. 1927 

Denkschrift zu dem Zweck, die Vereinigung der beiden Rheinstädte Mann- 
heim und Ludwigshafen zu einem Zweckverband zu befürworten 

bis auf weiteres beurlaubt am 16.3.1933» mit Verfügung vom 4.9.1933 in 

den Ruhestand versetzt ab 1.1. 193^ 

Schutzhaft im Landesgefängnis l5. -16.3.1933 

Verleihung des Ehrenkreuzes für Frontkämpfer zur Erinnerung an den 

I.Weltkrieg 4.10.1934 

KZ Dachau 9.11.-5.12.1938; mit absolutem Schweigegebot entlassen; 

seine Ehefrau war zuvor als Geisel festgehalten worden, bis Cahn-Gar- 
nier sich selbst stellte 

der Verschleppung nach dem Osten durch Flucht entzogen 1945 



kaufmännische Tätigkeit in einer Fabrik für Bürstenzurichterei; Fa. 

Cahn + Rheinauer 1938 

Unterricht in Deutsch, Geschichte, Erdkunde an der jüdischen Schule 

in Mannheim 1942 

spätestens ab Februar 1946 SPD-Mitglied; Cahn-Garnier war zuvor partei- 
los gewesen 

Stadtsyndikus in Mannheim I6. 4. -10*9. 1945 

Mitglied der vorläufigen Landesversammlung des Landtags 



J> 



Cahn-Garnier 

badischer Landesdirektor der Finanzen 11.9.-51«12.19^5 

1. Finanzminißter von Baden-Württemberg 1.1,-51.12.19^6 

Mitglied der SPD-Fraktion der Verfassungsgebenden Landesversammlung 
als Vertreter des Wahlkreises Mannheim-Stadt ^ Landtagskandidat 

Nov. 19^6 

publizistische Betätigung auf dem Gebiet des Geld-, Steuer-und Bank- 
problems vom Kriegsende bis etwa Nov. 19^6 

zusammen mit Georg Kunz Herausgabe des Einkommensteuergesetzes mit 

Erläuterungen 

1. Präsident der Landeszentralbank von Württemberg-Baden 1.1.19^7 - 

Feb.19^8 

Mitglied des bizonalen Wirtschaftsrates Oktober 19^7 

Wahl zum Oberbürgermeister Mannheims 1.2»19^8 
Amtseinführung 20,2.19^8 

Mitschöpfer der Theatergemeinde 

Landesvorsitzender und Mitglied des Präsidiums der Europa-Union 
Mitglied des Präsidiums des Deutschen Rates der Europäischen Bewegung 

Publikationen, vorhanden im Stadtarchiv Mannheim 

Das Besoldungsrecht der Gemeindebeamten und Gemeindeangestellten Ba- 
dens nach dem Stande der badischen Haushaltsnotverordnung vom 
9. Oktober 1931 • 19^ S. Badischer Kommunalverlage, Karlsruhe 1931 

Geleitwort, in »»Mannheim heute". Zweimonatsschrift für Arbeit und 
Kultur. 1. Jahrgang 19^8, Heft 1. S. 1-25. Mannheim 19^ 

Mannheim-Ludwigshafen. In »»Die lebendige Stadt»». Zweimonatsschrift 

der Stadt Mannheim. 3- Jahrgang 1931/1932, Heft 5, S. 95-11/+. 

Mannheim 1931/1932 

Sammlung der für die Stadt Mannheim gültigen Gemeindesatzungen, wich- 
tigeren Gemeindebeschlüsse und Verträge nach dem Stande vom I.Juli 

1929. Mannheimer Vereinsdruckerei 1929 



zusammen mit Heinrich Hoeniger und Erich Grisebach: 

Schiffahrtsrechtliche Gesetze. Systematische Sammlung der einschla- 
gigen Gesetze ... Text-Ausgabe mit Verweisungen und Sachregister. 

712 S. J. Bensheimer, Mannheim, Berlin, Leipzig 192> 



Fragebogen 
Jüdische Persönlichkeiten in Mannheim 1918 - 1933 



1, Familienname! Felsenthal Dr»med» 



Vorname : 



Simon 



Geburtstag t 
Todestag: 



b. 1.1865 
1^.10.1937 



Geburtsort: Münchweiler 



Todesort : 



Gegenwärtige Anschrift 

Beruf: Arzt 

Parteizugehörigkeit, politische F*unktionent Mandate: Armenarzt 

Mitglied des Ortsgesundheitsrates der Stadt Mannheim 1919-1922 
Mitglied der Armenkommission der Stadt Mannheim 1919-1922 

Religionszugehörigkeit: israelitisch| Mitglied der Israelitischen Gemein« 

^ , . devertrelune. Mannheim 1922-1927 . 
Konversion zum Christentum, bei Diss'iäenxen Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft : 



2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 



Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 

3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Paula geb. Reiss, geb. 20.5.1877 in Heidelberg, israelitisch 

4. Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: 

Wegzug nach: Witwe verzog nach Palästina am 24.7«1958 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 



F r a ci e bogen 
Jüdische Pi^rsönlichkeiten in Mannheim 19l8 - 1933 



r —»»-'- .fc»r-~'^*» < 



1. Familienname: jFrie dmann Dr,med, 



Vorname ! 



Theodor 



Geburtstag: 
Todestag : 



26.12.1871 
27. 2.19^5 



Geburtsort: Gumbinnen 



Todesort: Mannheim 



Gegenwärtige Anschrift 



Beruf: 



Arzt 




Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: 

SPD-Mitglied, Stadtverordneter im Bürgerausschuß der Stadt Mannheim Mai 

1919-Nov. 1926 
Mitglied des Ortsgesundheitsrates der Stadt Mannheim 1920-192^ 
Mitglied der Armenkommission der Stadt Mannheim 1920 
Religionszugehörigkeit : Dissident 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 
israelitischen Religionsgemeinschaft : 



2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 




3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 
Friedmann, Lina geb. Spaeth, geb. am 1.1. 187^ in Freiburg 

4. Anwesenheit in Mannheim: 

Zuzug von: Freiburg am 9»8.l897 

Wegzug nach: 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



Dissident 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 



Fragebogen 
Jüdische Persönlichkeiten in Mannheim 19l8 > 1933 



1* Familiennanei 



Geburtstagt 



Todestag: 



H a r t g 



Vorname: 



Julius 



29.9.1862 
2.2.1939 



Geburtsort: Mannheim 



Todesort : 



Gegenwärtige Anschrift 

Beruf Kaufmann, Geschäftsinhaber der Fa.Max Wallach, Einzelhan- 

del in L^ipen-j Betten-und Wascheausstattung D 3.6 
Parteizugehörigkeit, politisch Funktionen, Mandate: 

Mitglied des Wohlfahrtsausschusses der Stadt Mannheim 1928-1931 
Stellvertreter im Vorsitz des Stadt Jugendamtes Mannheim 192^-1931 

Religionszugehörigkeit: israelitisch, Synagogenrat 1920-192^^, 

1. Stellvertreter des Vorsitzenden des Synagogenrates der Israelitischen 
Gemeinde Mannheims 192^-1933 
2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 



Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 

3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Emma geb. Gerson, geb. am 20.1.1872 in Mannheim, israelitisch 

4. Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: 

Wegzug nach: 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6, Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 

Stadtarchiv Mannheim: 

Zeitgeschichtliche Sammlung S l/22i?^ 

Israelitisches Gemeindeblatt 1932 Nr. 9f S.2 ff (1 Bild) 



Fragebogen 
Jiirfiflche Peraönlichkeiten in Mannheim 1918 > 1933 



1. Familienname: Hecht Dr,jur> Vorname: Gustav 



Geburtstag: 



Todestag: 



6.7.1875 
1.2.1961 



Geburtsort : Odenheim 



Todesort: Hew York 



Gegenwärtige Anschrift 

Beruf: Rechtsanwalt; zugelassen am 11.10.1900 

ParteizugehBrigkelt 4 politische Funktionen^ Mandate: 

Stellvertreter im Vorsitz des Miet-und Einigungsamtes der Stadt Mannheim 

1919/1920 

Religionszugehörigkeit: israelitisch (s* Beiblatt) 
Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 
israelitischen Religionsgemeinschaft: 



2« Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 



3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 
Rosa geb. Baer, geb. am 5.6.1879 in Mannheim 

gest. am 10.9«19^5 in Havana/Cuba 

4. Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: 

Wegzug nach: nach Frankreich am 28.^.1939t nach Cuba November 19^1» nach 

USA 19^6 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 
Stadtarchiv Mannheim: Bildsaamlung (1 Gruppenbild) 



Hecht 



Mitglied der iaraelitischen Gemeindevertretung Mannheim 1920-1936 



au6 



der Anwaltschaft ausgeschlossen ab 50.11.1938 



KZ Dachau 11.-22-11-1938 

in Frankreich/Vichy Emigrantenberater ohne Bezahlung 

wurde in USA von seiner Tochter und seinem Bruder unterhalten 



Frajfebogen 



Jüdische Persönlichkeiten in Mannheim 1918 - 1933 



1. Familienname: Hirschler Dr.jur. 



■Ma 



Vorname : 



Franz 



Geburtstag 
Todestag : 



7-3.1881 
Juni 1956 



Geburtsort: Mannheim 

Todesort: Buenos Aires 

(Argentinien) 



Gegenwärtige Anschrift 



Beruf: Rechtsanwalt (s. Beiblatt) 

Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: (s.Beiblatt) 



m 



Religionszugehörigkeit : israelitisch 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft : 




2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Hirschler, Aren geb.lö.J.lS^O israelitisch Kaufmann 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 

Hirschler, Cäcilie geb. Lakisch, geb.18^1 in Mainz, 

gest. 22. ^.1887 
3» Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Hirschler, Berta geb. Freund, geb. am ^.2.1878 in Trier 

4. Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: 

Wegzug nach: Saarbrücken wegen bevorstehender Verhaftung am 10.3.1933f 

später nach Paris, zuletzt nach Argentinien 
5» Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter !• genannten) 



israelitisch 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



?• Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 

Stadtarchir Mannheim: Zeitgeschichtliche Sammlung S 1/2^20 

Nachlaß Hofmann Nr.68 '(Volksstimme" 

vom 1^.12.1927 



Hirschler 





als Rechtsanwalt zugelassen am 12.^.1907 

Sozius des Reichstagsabgeordneten Dr. Ludwig Frank 

SPD-Hitglied 

Stadtverordneter im Bürgerausschuß der Stadt Mannheim 1919-1935 

zuletzt Fraktionsführer der SPD im Mannheimer Bürgerausschuß 

Stellvertretender Vorsitzender des neugegründeten Bezirksausschusses 
der SPD Baden am 11,12. 1927 "zum Zwecke des Ausbaus und der Ver- 
vollkommnung der kommunalpolitischen Organisation der Partei" 

Stellvertretender Vorsitzender des Beamtenschlichtungaausschusses 

der Stadt Mannheim 1924-1928 

Vorsitzender des Beamtenschlichtungsausschusses der Stadt Mannheim 

1931 

Mitglied des Kunsthallenrates der Stadt Mannheim 1924-1931 

Mitglied des Theaterausschusses der Stadt Mannheim 1927-1932 

Mitglied des Ausschusses für Volksmusikpflege der Stadt Mannheim 

1927 

Mitglied für die Verwaltung des Schloßmuseums der Stadt Mannheim 

1931 

Mitglied des Ausschusses für die Verwaltung der Schloßbücherei und 
der städtischen Bücher-und Lesehalle der Stadt Mannheim 1931 

Hirschler wollte kulturelle Einrichtungen breitesten Volksschichten 

zugänglich machen 

Mitglied der Finanzkommission der Stadt Mannheim 1927-1931 
Mitglied des Hypothekenausschusses der Stadt Mannheim 1931 
Mitglied des Verwaltungsrates der Sparkasse der Stadt Mannheim 1931 
Mitglied der Schulkommission der Stadt Mannheim 1927-1933 



Fragebogen 
Jüdische Persönlichl^eite n in Mannheim I918 - 1933 



1. Familienname: Jeselsohn Dr>jur 



Vorname : 



Max 



Geburtstag: 



Todestag ' 



10.^.1871 
20.2.1937 



Geburtsort : Neckarbischof sheim 



Todesort: 



Karlsruhe 



Gegenwärtige Anschrift 

Beruf: Rechtsanwalt (s.Beiblatt) 

Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandates (s.Beiblatt) 




Religionszugehörigkeit : israelitisch (s.Beiblatt) 
Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 
israelitischen Religionsgemeinschaft : 




2. Eltern: 
Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 
Jeselsohn, Isaak geb. 2.12.1835 in Neckarbischofsheim israelitisch Kaufmann 

gest. ^.12.1893 
Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 

Jeselsohn, Auguste geb.Bachert, geb. 10. oder 11.3.l8'fl in Neidenstein 

3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Jeselsohn, Fanny geb. Oppenheimer, geb.am 10,11. l875 in Mannheim israelitiBchj 

4. Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: der Eltern von Neckarbischofsheim am l8.^.l872 

Wegzug nach: 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 

Stadtarchiv Mannheim: Zeitgeschichtliche Sammlung S 1/2^22 

Bildsammlung (2 Bilder) 



Jeselsohn 





Umzug der Familie von Neckarbischofsheim nach Mannheim am l8.^.l872 
als Rechtsanwalt zugelassen am 50. 7.1897 

Vorstandsmitglied des Demokratischen Vereins Mannheim 1901-1908 

Vorstandsmitglied der Fortschrittlichen Volkspartei Mannheim 1911- 

1917 
und deren Fraktionsführer im Bürgerausschuß dor Stadt Mannheim 

Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei Mannheim 1919-1955 
und deren Fraktionsführer im Bürgerausschuß der Stadt Mannheim 

Stadtverordneter im Bürgerausschuß der Stadt Mannheim 190>-1951 
davon im Stadtverordneten-Vorstand 1929/1951 
Fraktionsführer der Deutschen Demokratischen Partei 1919-1928 

Stadtrat im Bürgerausschuß der Stadt Mannheim 19J1-1955 

Mitglied des Ausschusses für die Verwaltung des Rosengartens 1951 
Mitglied des Theaterausschusses 1951 der Stadt Mannheim 

Mitglied des Beirats der Liselotteschule 1919-1927 der Stadt Mannheim 
Mitglied das Kuratoriums der Handelshochschule der Stadt Mannheim _ 

Stellvertretendes Mitglied des Vergnügungsausschusses der Stadt Mann- 
heim 1951 

Vorsitzender des Beamtenschlichtungsausschusses der Stadt Mannheim 

Mitglied des Ausschusses für Personalangelegenheiten 1951 

Mitglied des Verwaltungsausschusses der Stadt Mannheim 1927 

Mitglied desHypothekenausschusseß der Stadt Mannheim 1927 

Mitrtied des Ausschusses für die Verwaltung der technischen Angele- 
genheiten 1951 

Mitglied des Ausschusses für die Verwaltung bestimmter wirtschaftli- 
cher Aufgaben (Haushaltsausschuß; 1951 

Mitglied des Beirats für die Beteiligung der Stadt Mannheim an indu- 

striellen Unternehmungen 1951 

Mitglied des Wahlausschusses der Stadt Mannheim 1951 

Mitglied des Aufsichtsrates des Großkraftwerks Mannheim AG. 1951 
Mitglied des Aufsichtsrates der Wassergesellschaft Mannheim mbH. 1951 
Mitglied des Beirats der Badisch-Pfälzischen Lufthansa AG. 1951 

Mitglied der israelitischen Gemeindevertretung in Mannheim 1905 
Obmann der israelitischen Gemeindevertretung in Mannheim I908 
Mitglied des Synagogenrates in Mannheim 1911-192^ 

Mitglied der Landessynagogen-Synode; präsidierte dreimal die Synode 

1920 

2. Stellvertreter des Vorsitzenden des Synagogenrates in Mannheim 

192i>-1951 



'h 



Jeselsohn 

Präsident der Landessynode der Israeliten Badens 1929 
Vizepräsident der Großloge des Bne-Briß-Ordens 191^-1918 

Kriegsfreiwilliger im Mannheimer Landsturm-Bataillon 
zum Offizier befördert • 

ausgezeichnet mit dem Eisernen Kreuz u.a. 191^-1918 





F r abgebogen 
Jüdische Persönlichketten in Mannheim 19l8 - 1933 



1. Familiennamet Jordan Dr^jur^ 



Vorname : Ludwig 



Geburtstag: 
Todestag: 



2^. 2.1862 



Geburtsort: Mannheim 



todesort : 



Gegenwärtige Anschrift 

Beruft Rechtsanwalt; zugelassen am 9»8,l887 

Parteizugehörigkeit 4 politische Funktionen^ Mandate: 

Stellvertreter im Vorsitz des Gewerbe-und Kaufmannsgerichts der Stadt Mann- 
heim 1919-1927 
Mitglied des Beirats der Liselotteschule 1919 

Religionszugehörigkeit: israelitisch bis 31*12*1921 
Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 
israelitischen Religionsgemeinschaft: Austritt der Eheleute am 31,12«1921, 

künftig konfessionslos 

2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 

3» Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Milly geb. Neukirch, geb. am 9.7.I877 in Frankfurt a.M« 

4. Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: 
Wegzug nach: Südafrikanische Union am 31.1*1939 

5« Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 



F r a gebogen 
Jüdische Persönlich keiten in Mannheim 19l8 - 1933 



1. Familienname: 

Geburtstag: 
Todestag : 



L e n e 1 Dr.rer.oec.h^c. Vorname: 



29.7.1869 
2.8.1950 



Todesort : 



Gegenwärtige Anschrift 

Beruf: Fabrikant (s. Beiblatt) 

Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: 



Richard 



Geburtsort : Mannheim 



Neckargemünd 



(s. Beiblatt) 




Religionszugehörigkeit : konfessionslos 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft: Austritt der ganzen Familie 

am 7.11.1902 




2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Lenel, Viktor geb.18.6.1838 in Mannheim, israelitisch, Geheimer Koramer- 

zienrat, Kaufmann (s. Beiblatt) 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 

Lenel, Lea Helene geb.Michaelis, geb.am 13.5. l8^^ in Nieheim, israelitisch 

3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Milly (Emilie) Auguste geb. Maas, geb. in Berlin am ^.2.l880 

4. Anwesenheit in Mannheim: 

Zuzug von: 

Wegzug nach: England am 28.8.1939; nach USA im Dezember 19^^; 

Rückkehr nach Mannheim am 15.^.19^9 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter !• genannten) (s. Beiblatt) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 

Ehrenbürger der Stadt Mannheim am 18.10.19^9 . ^ o -. ^ -1 nk* 

erster Ehrenpräsident der Industrie-und Handelskammer Mannheim am 19.10.19^^ 

7. Qucllenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 
Max von der Kall, Richard Lenel, Schriften der Gesellschaft der Freunde 

Mannheims und der ehemaligen Kurpfalz, Mannheimer Altertumsverein^von 

Stadtarchiv Mannheim: Zeitgeschichtliche Sammlung S 1/1209 

S 2/ Arbeitsgemeinschaft für Kindererziehung 

Bildsammlung (jBilder) 
Nachlaß 



L e n e 1 



Y 



Großvater: Lenel, Moritz 



Vater: Lenel, Viktor 





Inhaber der '»Gewürzmühle" in Mannheim 
Begründer der Industrie-und Handelskammer 

Kannheim 

deren I.Präsident 187^-1876 
Mitbegründer der Dampfschleppschiffahrts- 
gesellschaft in Mannheim 

Geheimer Kommerzienrat I906 

gründete Fa. Lenel, Bensinger 4. Co. (Hartgummi- 

waren)im Jan. 187^ in Mannheim 
Präsident der Industrie-und Handelskarainer Mann- 
heim 1903-1911 
errichtete Viktor-Lenel-Stift in Neckargemünd 

(Kindererholungsheim) I908 

Geschäftsführer der Fa. Lenel, Bensinger + Co., l897 .^^ ^ -,, 

Mitberründer und Leiter der Rheinischen Gumrai-und CelluloidfabriK 

^ in Mannheim 

Mitbegründer des Allgemeinen Arbeitgeberverbandes Mannheim-Ludwigs- 
hafen 1906, dessen Vorsitzender 

Vorsitzender des Fabrikantenvereins in Mannheim 19II 
Mitglied der Handelskammer Mannheim 

Stadtverordneter im Bürgerausschuß der Stadt Mannheim ^Iß^j^ij^ß^i^^ 

der Nationalliberalen Partei 191^-191/ 
als Mitglied der Deutschen Volkspartei in Mannheim 

1923-1931 . 

Mitglied der Finanzkomraission der Stadt Mannheim 192^-1927 
Mitglied des Kunsthallenrates der Stadt Mannheim 192^-1929 
Mitglied des Kuratoriums für die Handelshochschule in Mannheim ^ 

Handelsrichter in Mannheim 1915-1920 

Präsident der Industrie-und Handelskammer Mannheim 1920-1933 
Rücktritt unter dem Druck der politischen Ereignisse am 27*3.1933 
Vorsitzender des Badischen Industrie-und Handelstages 
Vorsitzender des Ehrengerichts der Mannheimer Börse 
Vorsitzender des Verwaltungsrates der Reichsnachrichtenstelle des 

Auswärtigen Amtes für Außenhandel Mannheim 

Mitglied des Hauptausschusses der Deutschen Gruppe der internatio- 
^ nalen Handelskammern 

Mitglied der Vereinigung südwestdeutscher Handelskammern 
Vorsitzender des Bundes badischer Arbeitgeber-Verbände 1920-1929 
Vorstand des Allgemeinen Fabrikanten-Vereins-Verbandes 1920/1921 
Mitglied der Kommission für das Viktor-Lenel-Stift 1920-1933 
Mitglied der Weimarer Nationalversammlung 

Mitglied des Handelsschulbeirates als Mitglied des Bürgerausschusses 
^ der Stadt Mannheim 1921-1926 



L e n e 1 

Mitglied des Beirates der Höheren Handelslehranstalt und Handels- 
schule I 1927-1933 

als Vertreter der Arbeitgeber in seiner Eigenschaft als Handels- 
kammerpräsident 

Mitrlied des Ausschusses für Kinder-Fürsorge für Angehörige des Han- 

dels und der Industrie 1927-1931 

Mitglied des Aufsichtsrates der Badisch-Pfälzischen Lufthansa AG. 
erster Dr.rer.oec.h.c. der Handelshochschule Mannheim ara 3.12.1930 




emigriert nach England (London) am 28.8.1939 
nach USA im Dezember 19^^ 
Rückkehr nach Mannheim am l5.'f.l9^9 

Ehrenbürger der Stadt Mannheim am 18.10.19^9 

zum ersten Ehrenpräsident der Industrie-und Handelskammer Mannheim 

ernannt am 19^0.19^9 

Mitglied der Gesellschaft der Freunde des Mannheimer Nationalthea- 
ters 19^0 




Fra g ebogen 
Jüdische Persönlichk eiten in Mannheim I918 - 1933 



1« Familiennamo : 



L e ▼ i 



Vorname: i££2li Heinrich 

Geburtsort: Freudenthal 

Todesort : wahrscheinlich 

Karlsruhe 



Geburtstag: Z5.12.l862 

Todestag: 1^« 2.1933 

Gegenwärtige Anschrift 

Beruf: Kaufmann (s. Beiblatt) 

Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: (ß. Beiblatt) 




Religionszugehörigkeit : freireligiös 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft : 



2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 




3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Levi, Berta geb.Kahn, geb.am ^.ll.l872 in Bar-le-Duc israelitisch 

4. Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: Ulm am ^•12»l891 
Wegzug nach: 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 



L e vi 

« 

SPD-Mitglied 

Stadtverordneter im Biirgerausschuß der Stadt Mannheim Herbst 1902- 

1917 y 

ehrenamtlicher Stadtrat im Bürgerausschuß der Stadt Mannheim Juni 

1919-1932 

Mitglied der Leihamt6kommission/-ausschuß der Stadt Mannheim 1920- 

1931 

Mitglied des Ausschusses für die Verwaltung des Krankenhauses der 

Stadt Mannheim 1927-1931 




Mitglied der Schulkommission für die Volksschule der Stadt Kannheim 

1919-1928 

Mitglied im Beirat der Liselotteschule Mannheim 1920-1933 

Mitglied im Beirat der Hans-Thoma-Schule 1927 

Mitglied des Handelsschulrates der Stadt Mannheim 1920-1926 

Mitglied des Handelsschulbeirateo der Höheren Handelslehranstalt 

und Handelsschule I Mannheim 1927-1933 




Mitglied der Theaterkommission der Stadt Mannheim 1919-1929 

Mitglied der Kunsthallenkommission/-rat der Stadt Mannheim 1920-1931 

Mitglied des Ausschusses für die Verwaltung der Schloßbücherei und 
der Städtischen Bücher-und Lesehalle der Stadt Mannheim 1927 

Mitglied des Ausschusses für die Verwaltung des Rosengartens der 

Stadt Mannheim 1927-1931 

Mitglied des Ausschusses für die Verwaltung des Schloßmuseums der 

Stadt Mannheim 1927-1931 

Mitglied des Ausschusses für Personalangelegenheiten der Stadt Mann- 
heim 1927-1931 

Mitglied der Gehalts-und Pencionekommission der Stadt Mannheim 1920- 

1926 

Mitglied des Ausschusses zur Überwachung des Kassen-und Rechnungs- 
wesens der Stadt Mannheim 1931 

Mitglied der Haushaltskommission bezw.des Ausschusses für die Ver- 
waltung bestimmter wirtschaftlicher Aufgaben der Stadt Mannheim 

192^-1931 

MitFlied der FinanzkommissionZ-ausschusses der Stadt Mannheim 1920- 

1931 

Mitglied der Sparkassenkommission bezw.des Verwaltungsrates der 

Sparkasse der Stadt Mannheim 1920-1931 

Mitglied des Verwaltungsausschusses der Stadt Mannheim 1927-1931 

Mitglied des Hypothekenausschusses der Stadt Mannheim 1927-1931 

Mitglied des Ausschusses für die Verwaltung der technischen Angele- 
genheiten der Stadt Mannheim 1927-1931 

Mitglied des Beirats für die Beteiligung der Stadt Mannheim an in- 
dustriellen Unternehmungen 1927-1931 






L e V i 

Mitglied des Beirats der Badisch-Pfälzischen Lufthansa AG. in 
^ Memnheim 1927-1931 

Mitglied des Aufsichtsrats der gemeinnützigen Baugesellschaf t m.b.H 

in Mannheim 192/ 

MitFlied des Aufsichtsrats der Hotelgesellschaften m.b.H. in Mann- 
heim 1927-1951 

Mitglied des Aufsichtsrats der Reklaracsesellschaf t in Mannheim 1951 

Mitglied des Aufsichtsrats (5.Vorsitzender) des Kraftwerks Rheinau 
^ AG. der Stadt Mannheim 1927-1951 

Mitglied des Aufsichtsrats des Großkraftwerks Mannheim AG. 1927 

Vertretung der Stadt Mannheim im Aufsichtsrat der Motorenwerke 

Mannheim AG. 1951 




• 



Fragebogen 
Jüdische Persönlichkeiten in Mannheim 1918 - 1933 



1« Familienname! 



Geburtstag: 



Todestag : 



L o e b Dr*med« 



Vorname ; 



Heinrich 



1.1.1865 
1.5.1932 



Geburt sort : Edenkoben 



Todesort 



Gegenwart icje Anschrift 

B^pyf. Facharzt für Haut-und Geschlechtskrankheiten (s. Beiblatt) 

Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: 

Städtische Funktion: Abteilungschefarzt in den Städtischen Krankenanstal- 
ten Mannheim für die Abteilung für Haut-und Geschlechtskrankheiten 1919- 

1932 (s. Beiblatt) 

Religionszugehörigkeit: israelitisch 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft : 



2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 

3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Molly geb. Koch, geb. in Mainz am I.I2.I875 israelitisch 

4. Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: 

Wegzug nach: 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter !• genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 
Stadtarchiv Mannheim: Zeitgeschichtliche Sammlung S 1/2599 



Loeb, Hein rieh 



stammte aus alter Pfälzer Familie 



Studien in Straßburg, spezialisierte sich auf Dermatologie 

Erlaubnis zur ambulanten Behandlung für Hautkranke in den Städti- 
schen Krankenanstalten Mannheim März lö95 

Einrichtung einer Spezialabteilung für Hautkranke in den Städti- 
schen Krankenanstalten Mannheim 28.5.1901 

Ernennung Loeb's zum Chefarzt 

1. Schriftführer und Leiter der Geschäftsstelle der Ortsgruppe 
Mannheim der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Ge- 
schlechtskrankheiten 1920-1932 



Fragebogen 
Jüdische Persönlichkeiten in Mannheim 1918 > 1933 



1« Familienname t 



L o e b 



I n I fti 



Vorname: Jonas 

Jona It.Nachricht vom 3.11.1938 

Geburtsort: Straßburg 



Todesort: 



Geburtstag: 25«7»l879 

Todestag! 

Gegenwärtige Anschrift 

Beruf: Landrichter 

Parteizügehörigkeit, politische Funktionen» Mandate: (ß.Beiblatt) 



Religionszugehörigkeit: 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft: 



2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 



3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Else oder Elise geb. Baer, geb. in Mannheim am 8.IO.I89I israelitisch 

4. Anwesenheit in Mannheim: 

Zuzug von: . 

Wegzug nach: dem Juden-Internierungslager Frankreich Gurs abgeschoben am 
^ 22.10 ,19^0 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra-^ 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 
Stadtarchiv Mannheim: Bildsammlung (1 Bild) 



LoebyJonas 

Stadtrechtsrat bei der Stadt Mannheim 1920 
Oberverwaltungsrat in der Hauptverwaltung der Stadt Mannheim 

X y <d i ""•*•• <-*' 

Beigeordneter der Stadt Mannheim 1926-1933 
Kleingartenkommission-Mitglied der Stadt Mannheim 1920/1921 

Mitglied des Hypothekenausschusses der Stadt Mannheim als Referent 
^ jf' ^^^ ^^^ Grundstückwesen 1921 

Mitglied des Ausschusses für land,und forstwirtschaftliche Angele- 
genheiten der Stadt Mannheim als Referent der Stadtverwaltung 1951 



seines Dienstes enthoben 193^ 



Fragebogen 



J üdisc he Persönlichkeiten in Mannheim 19l8 - 1933 



1. Familicnnamo : 



Geburtstag: 



L o e V e Dr.med« 



Todestag : 



19.8.188^ 
2^.8.1963 



Vornatne: Walter Siegfried 



Geburtsort: Fürth/Bayern 
Todesort: Salt Lake City USA 



Gegenwärtige Anschrift 



Beruf: üniversitätsprof essor (s.Beiblatt) 

Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: (s.Beiblatt) 

Vorstand des Laboratoriums der Städtischen Krankenanstalten Mannheim 

1929-1933 

Religionszugehörigkeit: israelitisch 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft : 



2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 



Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 



3» Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Ida Adelheid geb. Witte, geb. in Groß-Flotbeck am 31.3,189^ evangelisch 

4. Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: 
Wegzug nach: Istanbul am 15.8.193^ 

5« Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6« Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7» Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 

Stadtarchiv Mannheim: Zeitgeschichtliche Sammlung S 1/3372 

Bildsammlung (1 Bild) 

Walter S. Loewe (188^-1963) in »»Mannheimer Hefte»» 197*, Heft 2 S. 44-51 



L o e w e 



Studium der Medizin in Freiburg, Berlin, Straßburg und München 

Staatsexamen in München 1907 

Promotion in Straßburg zum Dr.med, 1908 

Arbeit am Physiologisch-Chemischen Institut der Universität Straß- 
burg 1905-1910 

Leiter des Chemischen Laboratoriums der Psychiatrischen und Nerven- 

Klinik der Universität Leipzig 1910-1912 

Assistent am Pharmakologischen Institut der Universität Göttingen 

1912, später dessen Direktor 

Professorentitel 1918 

Ordinarius für Pharmakologie, Diätetik und medizinische Chemie an 

der Universität Dorpat 1921-1929 

Direktor des Pharmakologischen Instituts der Universität Dorpat 

Leiter der Pharmakologischen Abteilung des Staatlichen Arznei- 
prüfungsamtes in Estland 

Berufung an die Städtischen Krankenanstalten Mannheim als Vor- 
stand des Laboratoriums am 12.7*1928 

Honorarprofessor an der Universität Heidelberg 1929-1933 und 

Honorarprofessor an der Universität Heidelberg 19^9-1963 

Emigration nach Holland und in die Schweiz; dort Beteiligung an 
der Organisation und Leitung der Notgemeinschaft deutscher ver- 
triebener Wissenschaftler Frühjahr 1933 

Arbeitsplatz im Labor des Mount Sinai Krankenhauses in New York 193'*' 

tauschte Vornamen "Siegfried" in "Walter" um 

betrieb vor allem Hormonforschungen 

Forschungsgast an der Cornell-Universität 1936 

Freundschaft mit Louis Goodman 

Hesearch Professor Goodman 's an dessen Lehrstuhl für Pharmakologie 

an der Universität Utah in Salt Lake City um 19^6 



Fragebogen 
Jüdische Persönlichkeiten in Mannheim 19l8 « .1933 



1. Faihiliennamex Mayer Dr>rer,pol> 



Geburtstagt 



19.7.1878 



Vorname: Erich Karl Sigmund 
Geburtsort : Mannheim 



Todestag: I8. 4.19^2 Todesort: Mannheim 

Suizid nkch schriftlicher Aufforderung zur Deportation (Veronalvergiftung) 

Gegenwärtige Anschrift 

Beruf Zigarrenfabrikant, Vorstand der Zigarrenfabriken Gebr. Kay er AG i^ M^nn- 
heim bis 193^, von der arischen Nachfolgefirma Bruns beschäftigt bis ±^:^:? 
Parteizugehörigkeit, politische Funktionen; Mandate: 

Mitglied der Kunsthallenkommission der Stadt Mannheim 1920/1921 



Religionszugehörigkeit : evangelisch 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft : 



2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 

3, Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Luzia Rosine geb. Hernsheim» geb. am 26.12. I887 oder I888, evangelisch, 

Jüdin 

4, Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: 

Wegzug nach: 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 



Fr a f) c b o q e n 
Jjjiliffj^^ P?J?J^J1J:^^*^^^ ^^^" ^" Mannheim 1918 - 1933 



1. Familienname: !LlJ^®™„JB!lli!i£2. 



Geburtstag : 



Todestag: 



21.3.1876 



Vorname: Oskar Simon 
Geburtsort: Mannheim 



Todesort : 



Gegcnv^ärt ige Anschrift 

Beruf: Rechtsanwalt zugelassen am l8.^.1905 

Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: 

Finanzamtmann als Vorstand der Abteilung IV des Grundbuchamtes 1919-1922 

Religionszugehörigkeit: konfessionslos 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft: 



I 



2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 



Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 



3, Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Rosamunde (Rosamaria) geb. Kleiner, geb. in Neutraschütz am 5.9«l886 

4, Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: 

Wegzug nach: Bad Ischl/Österreich um Juli 1935 

5, Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 



^ £ a f) e b o g e n 
Jüdische Persönlichk eiten in Mannhei m 19l8 - 1933 



1. Fanilienname; 



Geburtstag: 



Todestag : 



Mayer-Dinkel 



Vorname : 



7.9.1853 
13-^.1937 



Todesort : 



Gegenwärtige Anschrift 

Beruf: Kaufmann, Hobelwerkbesitzer (s.Beiblatt) 
Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: 



Gustav 



Geburtsort: Mannheim 



t 



(s.Beiblatt) 




Religionszugehörigkeit : israelitisch 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft : 




2« Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Mayer-Dinkel, Salomon 6eb.5.5.l8l9 in Walldorf, israelitisch, Handelsmann 

gest. 10. 8. 1898 
Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 

Mayer-Dinkel, Fanny geb.Dinkelspiel 6eb.8.7.l822 in Mannheim, israelitisch 

gest. 9.7. 1888 

3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Mayer-Dinkel, Rosa geb.Mayer-Bass, geb. in Frankfurt/M. am l8.ll.l862 

4. Anwesenheit in Mannheim: 

Zuzug von: Frankfurt/M. am I.I.I882 

Wegzug nach: 
5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 

Ehrenmünze der Stadt Mannheim l6. 11. 1929 

7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 

Stadtarchiv Mannheim: Zeitgeschichtliche Sammlung S 1/2^32 

Bildsammlung (6 Bilder) 
Nachlaß 



\ 





Mayer-Dinkel 

kaufmännischer Mitinhaber einer im Hafengebiet Mannheim befindlichen 

Holzhandlung mit Hobelwerk 
als Kaufmann, Holzhändler und Hobelwerksbesitzer bezeichnet 

Vorstandsmitglied des Mannheimer Ortsvereins der Nationalliberalen ^ 

Partei 1900-1917 

nach deren Auflösung Angehöriger der Deutschen Demokratischen Par- 
tei 1919-1929* 

deren J.Parteivorsitzender 
Mitglied des Landesausschusses 

gehörte zum engeren politischen Kreis von Ernst Bassermann 

Stadtverordneter im Bürgerausschuß der Stadt Mannheim 21.9.1887-1929 
zunächst als Hitglied der Nationalliberalen Partei 1900-(wenisstens) 

l! "^ 

ji dann Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei 1919-1929^^ 

Stellvertretendes Mitglied der Kassen-und Rechnungskommission der 

Stadt Mannheim 1919-1927 

Mitglied des Kuratoriums der Handelshochschule der Stadt Mannheim 
iivöxa.t. 1919-192^ 

Stellvertretendes Mitglied des Stadt Jugendamtes der Stadt Mannheim 

192i?-1929 

Stellvertretendes Mitglied der Stadt Mannheim im Ausschuß zur Über- 
wachung des Kassen-und Rechnungswesens 1927 

^Ojähriges Jubiläum als Mitglied des Bürgerausschusses der Stadt 
Mannheim am 21.9.1927 mit ununterbrochener Zugehörigkeit seit 

21.9.1807 

als besonders pflichteifrig gerühmt 
Ausscheiden aus dem Bürgerausschuß 1929 

Ritterkreuz 2.Klasse des Zähringer Löwens am 21.12.1912 

Kriegsfreiwilliger; zuletzt Hauptmann; Führer der Genesungskompanie 
des Ersatzbataillons des Reserve-Infanterie-Regiments ^0 in Mann- 

heim 191**- 

^Ojährige Zugehörigkeit zum Reichsheer als Offizier am I6.8.I916 
Kriegsverdienstkreuz am 9.9.1916 
Bhrenmünze der Stadt Mannheim am l6.ll.1929 



Fragebogen 
Jüdische Persönlichkeiten in Mannheim I918 - 1933 



1. Familienname! 



Moses Dr*med* 



Vorname: Julius 



Geburtstag: 
todestag: 



22. 1.1869 
12.7.19^5 



Geburtsort: AI t der f /Landau 



Todesort: Tel Aviv 



Gegenwärtige Anschrift 

Beruf: Praktischer Arzt und nebenamtlicher Dozent, erhielt Pro- 

Parteizugehörigkeit • politische Funktionen, Mandate: fessorentitel 

(s.Beiblatt) 
(s. Beiblatt) 



Religionszugehörigkeit : 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft : 



2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 



Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 



3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Rosa gab« Meyer, geb. am 13«l«l871 in Niederödern/Weisenburg 

4. Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: 

Wegzug nach: (Eheleute) nach Palästina am 28. 3,193^ 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 

Stadtarchiv Mannheim: Bildsammlung (1 Bild) 

Fliedner, Hans- Joachim: Die Judenverfolgung in Mannheim 1953-19^5 , 1972 

Bd. 2 Nr. 86 



w^tt 



Moses 

praktischer Arzt, Armen-und Fürsorgearzt in Mannheim 1896-193'f 

Mitglied der Armenkommission der Stadt Mannheim 1919-1922 

Mitglied des Ortsgesundheitsrates der Stadt Mannheim 1919-1922 

Vertreter der Gesellschaft der Ärzte Mannheims beim Stadt Jugendamt 

Mannheim 192** 

ärztlicher Berater beim Stadt Jugendamt Mannheim 192!?-1929 

Vorsteher des Städtischen Kinderheimes Rheinau 1926-1933 

Leiter der Beratungsstelle für schwererziehbare Kinder beim Für- 

sorgeamt Mannheim 1921-1933 

nebenamtlicher Dozent 1923-1933, hielt Vorlesungen an der Handels- 
hochschule in Mannheim und am Städtischen Kindergärtnerinnensemi- 

n&r 
Vorsitzender der Vereinigung für Kinderforschung in Mannheim 

Professorentitel 1929 1920-1932? 

ärztlicher Leiter des Israelitischen Krankenhauses in Mannheim 

Mitglied des Badischen Oberrates der Israeliten 

Mitglied des Synagogenrates der Israelitischen Gemeinde Mannheim 

Vorsitzender des Synagogenrates und der Israelitischen Gemeinde- 
vertretung Mannheim vom 'f^lO.1923 bis 31*3« 

193^ 



in Palästina: 

einige Jahre berufslos, dann 

ärztlicher Berater bei der Lischkah lema'an Haolah 



Frag ebogen 



Jüdisch e Persönlichkeiten in Mannheim 1918 - 1933 



1« Familienname: 



Geburtstag: 
Todestag : 



Moses 



Vorname : 



28.6.188^ 
8.12.1951 



Todesort : 



Gegenwärtige Anschrift 



Max 



Geburtsort: Hamburg 



Mannheim 



Beruf: 

Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: (s. Beiblatt) 




Religionszugehörigkeit: 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft: Konversion I907 (s. Beiblatt) 




2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 
Joseph Moses, Gastwirt 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 
Jenne oder Jenni (Anni) Moses geb.Levi 

3» Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Luise geb.Schückle, geb. am 29.10. l877 evangelisch (Mischehe) 

4. Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: Hamburg 1913 
Wegzug nach: Deportation nach Theresienstadt am 1^.2.19^5 

5« Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



?• Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 

Stadtarchiv Mannheim: Personalamtsakten mit Zugang 20/1969-12550 

Sozialamtsakten mit Zugang 20/1970-101 
Zeitgeschichtliche Sammlung S 2/100^ 



MosesiMax 




Mittelschule bis zur Mittleren Reife l899 in Hamburg 

danach Polsterer- » Tapezierer-, Dekorateur-Handwerk erlernt; 

1,^,1903 "Lehrbrief" der Tapezierer-Innung mit der Berechtigung 

Lehrlinge auszubilden 

kaufmännische Lehre 1904-190? 

Konversion zum Christentum (evangelischer Glaube) nach dem Tod sei- 
nes Vaters (Vermerk im Lebenslauf: "Mittlerweile war mein Vater 
abgeschieden und ich meines Versprechens ledig, während seiner 

Lebenszeit kein Christ zu werden«") Aug. 

Aufenthalt in der Schweiz 1909-1913; dort Besuch der Missionsschule 
St.Chrischona als Vorbereitung für seine Tätigkeit bei der Mann- 
heimer Stadtmission ( 
(Ev. Verein) 

Leiter (mit Bezeichnung "Sekretär") der Mannheimer Stadtmission 
1913-1919; diese wurde 1919 aufgegeben zu Gunsten des Ev.Vereins 

Augsburgischen Bekenntnisses 

Militärdienst 19l5-19l6 

Heirat am 1.7.1916 mit Luise geb.Schückle, geb. am 29. 10.1877 in 

Bauschlot t/Pf orzheira 

Diakonisse, Gemeindeschwester 



• 



Gründung des Mannheimer Ortsvereins der Evangelisch-Sozialen Partei; 
Wahl Moses zum I.Vorsitzenden; Moses hatte die Gründungsversaram- 
lund einberufen und war federführend für den vorbereitenden Aus- 
schuß gewesen; 2^.11.1918 
Wiederwahl Moses zum I.Vorsitzenden am 16.1.1919 

Moses erscheint auf der gemeinsamen Wahlvorschlagsliste der Evajige- 
lisch-Sozialen Partei und der Mietervereinigung für die Stadtver- 
ordnetenwahl im Mai 1919» 

Stadtverordneter als Mitglied der Deutschen-Liberalen Partei 
Mai 1919-Juli 1926, Fraktionsvorsitzender, Bezirksrat, 

Rechner des Mannheimer Ortsvereins der Deutschen-Liberalen Partei 

1922 

Mitglied der Kommission des Arbeitsamtes 1920-1922 

Mitglied der Armenkoramission 1920-192^ 

Mitglied des Wohlfahrtsausschusses 1925/1926 

selbständiger Kaufmann in verschiedenen Branchen, u.a. Inhaber 
der "Buch-und Kunsthandlung Moses -i- Wörner" U 3*23 

Vermerk im Lebanslauf: "Ich wurde dann in verschiedenen Branchen 
selbständiger Kaufmann mit mehr oder weniger Erfolg, weil meine 
ehrenamtliche Tätigkeit als Stadtverordneter und Bezirksrat, in 
der ich dem heidnisch-jüdischen Materialismus den christlichen 
Geist entgegenzustellen versuchte, mir wohl viele Freunde, aber 
stärkere Gegner verschaffte, letztere auch in den eigenen Reihen." 

arbeitslos, ohne Einkommen, daher unterstützt durch öffentliche 

Fürsorge Feb 1928-Jan 1939 

führte bei der Fa.Riedinger "Eskona" Tintenfabrikation die Geschäfts- 
bücher gegen ein monatliches Entgelt von ca.80 RM (entsprach mo- 
natlicher Fürsorgeunterstützung) Okt. 193^-Okt. 1935 



Moses 



Max 





dieser verheimlichte Nebenverdienst wurde vom Fürsorgeamt durch einen 
Hinweis der Abteilung BUrgersteuer entdeckt und Moses daraufhin an- 
gezeigt Okt. 1935 

verurteilt wegen Flirsorgebetrugs zu 1 Jahr 2 Monaton Gefängnis l^.!?« 

1936 

Strafverbüßung im Landesgefängnis Mannheim 1956-Juli 1937 

Moses selbst gab 19^6 zu der damaligen Straftat an, er habe »»keiner- 
lei Betrug verübt"; der diesbezügliche Vorwurf sei "lächerlich" ge- 
wesen; 

er habe sich deshalb nicht verteidigt, weil er inoffiziell von ei- 
nem Wachtmeister erfahren habe, daß er bei dieser Verhaltensweise 
nur ins Gefängnis und nicht ins KZ Dachau komme; 

zuvor sei er bereits mißhandelt worden (Verlust der oberen Vorder- 
zähne ) 

freigesprochen März 1929 in der Berufungsinstanz wegen Unzurechnungs- 
fähigkeit von dem Schuldvorwurf, nach dem Zusammenbruch des Speng- 
lereiunternehmens Rensch in seiner Eigenschaft als Generalbevoll- 
mächtigter 200Ü.- DM veruntreut zu haben; Moses war damals persön- 
lich sehr verbittert und befand sich offenbar in einer nervlichen 
Krise; Moses sollte als Parteigenosse Rensch' s das mit städtischen 
Geldern subventionierte Unternehmen retten 

erste Verhaftung März 193^ trotz vorausgegangener ergebnisloser Haus- 
suchung unter der Beschuldigung, auf schriftlichem Wege eine Verbin- 
dung zum Kampf gegen die Regierung zu organisieren; nach 3 Tagen 
auf Bemühen seiner (arischen) Ehefrau hin freigelassen 

auf Anordnung des Arbeitsamtes wegen Rasse Tiefbauarbeiter ab 3i«>^»193l 
in dieser Zeit verhaftet wegen Verbreitung falscher Gerüchte; wie- 
derum im Polizeipräsidium mißhandelt; nach Tagen entlassen wegen 
mangelnder Beweise; 
Lagerarbeiter und Packer bei "Süpag** ab März 19^3 

Moses entging 19^^ weiterer drohender Verhaftung durch Untertauchen 

im KZ Theresienstadt 12«^«-20«6.19^5; zunächst im Barackenbau tätig; 
dann Kanzlist 

Vorsprache bei der Stadtverwaltung wegen vorübergehender Beschäfti- 
gung 6*7.19^^; 

Moses wies dabei das Angebot zurück, Fälle von KZ-entlassenen Juden 
zu übernehmen, weil er "zwar rassisch Jude, aber konfessionell Pro- 
testant sei" 

Wiedereintritt in städtische Dienste 23»8«19^5 als Angestellter im 
Wohlfahrtsamt; Sachbearbeiter in der Abteilung "Geschlossene" bzw. 
Anstaltsfürsorge; 
zunächst Vergütungsgruppe TOA IX, wegen positiver Beurteilungen 

auf geruckt: ^^ 1.3,1946 Vergütungsgruppe TOA VIII 

ab 1.^.19^7 Vergütungsgruppe TOA VII 
ab 1«6.19^9 Vergütungsgruppe TOA VI 

persönlich haftender Gesellschafter der Theo Moser + Co. KG. (Textil-, 
Kurz-, Sortimentswarenvertrieb) ab 29«6.19^8, wohl Geschäft des 
Sohnes, Sohn nannte sich"Theodor Mo6e£" 



incii. ^n Ainer rerichtlichen Forderunessache Gegen Moses als 

tragen wolle (7.5.1951) . 

D-„vo4r>it auf sein persönliches Schicksal über das 

^ ^i. -.i.i^ov.on Pftraonalausschusses 10.^.195lt wonach 
BChäftigt werden sollte 





Fragebogen 
Jüdische Persönlichkeiten in Mannheim 19l8 > 1933 



!• Familienname: 



Geburtstag t 



Todestag! 



Oppenheim Dr 



Vorname : 



Gustav 



7.8.1862 



Geburtsort: Eschwege 
Todesort: Sydney 



Gegenwärtige Anschrift 



Beruf: Rabbiner (s.Beiblatt) 

Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: (s.Beiblatt) 



Religionszugehörigkeit: 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft : 



2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 

3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 
Josephine geb. da Costa-Andrade, geb. am 2.5.1873 

4. Anwesenheit in Mannheim: 

Zuzug von: 

Wegzug nach: Australien am 15.5.1939 

3. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter !• genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 
Stadtarchiv Mannheim: Zeitgeschichtliche Sammlung S 1/22^8 

Israelitisches Gemeindeblatt 1932 Nr. 8, Titelseite 



Oppenheim 

Studium an der Universität Berlin 

Substitut in Landau I889 

Verweser des Bezirksrabbinats Landau l893/l89^ 

Stadt-und Konferenzrabbiner in Mannheim vom März l89^ bis 1953» 
dann im Ruhestand, erhielt seine Pensionsbezüge bis 1939 

Mitglied der Schulkommission der Stadt Mannheim 1920-1933 

Mitglied der Armenkommission der Stadt Mannheim 1921-192^ 

Mitglied des Wohlfahrtsausschusses der Stadt Mannheim 1925-1931 

als Vertreter der Geistlichkeit beim Stadt Jugendamt Mannheim 1925 

Stellvertreter im Vorsitz des Stadt Jugendamtes Mannheim 1926-1931 

widmete sich besonders der Sozialfürsorge 



Mitglied des Oberrates der Israeliten Badens 



Fragebogen 
Jüdische Persönlichkeiten in Mannheim 19l8 - 1933 



1. Familienname: 



öeburtsiagi 



Todestag: 



Rothschild Dr. jur« 



Vorname : 



Otto 



16. 6.1886 
20.10.1963 



Gebui^tsört : Mannheim 



TodeSort : 



New York 



Gegenwärtige Anschrift 

Beruf: Rechtsanwalt und Syndikus, zugelassen am 2.^.1912 
Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: 
Vorsitzender des Mieteinigungsamtes der Stadt Mannheim 1919/1920 

Stellvertretender Vorsitzender der Ressource-Gesellschaft Mannheim (israe- 
litischer Verein e.V.) 
Religionszugehörigkeit : israelitisch (s.Beiblatt) 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft: 



2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 

3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Margarete Berta geb. Wolf geb. am 13*5.l89^ in Mannheim, israelitisch 

4. Anwesenheit in Mannheim: 

Zuzug von: 

Wegzug nach: Frankreich am l5.i?. oder 15.9.1939 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 



Roths c h i 1 d 



mußte Anwaltstätigkeit am 30.11.1938 nach § 1 der 5. VO zum Reichs- 
bürgergesetzbuch 

aufgeben 
rückläufiger Umsatz wegen Boykotts schon ab 1953 



KZ Dachau 11. 11. 1958-16. 12. 1938 



nach legaler Auswanderung am 15.9.1959 Internierunc in den fran- 
zösischen Lagern St. Nicolas (Gard), Gurs und Les Milles vom 

1.7.19^0 bis ^.P.19^1 

Weiterreise von Marseille nach USA Mai/Juni 19^1 mit Zwangsauf- 
enthalt in Trinidad 

Niederlassung in New York, zunächst ohne Arbeit und Verdienst 

Ablegung eines US-Examens im Versicherungsfach Ende 19^2, dann 

Versicherungsagent! später Inhaber einer Versicherung 

wieder angemessenes Einkommen ab 19^8 



Fragebogen 
Jüdische P ersönlichkeiten in Mannheim 1918-1933 



1« Familienname t 



Geburtstag: 



Todestag: 



Simon Dr.jur* 



Vorname: Arthur 



wtm^itm 



B. II* Kommunale Bedienteste 



Geburtsort : 



Todesort : 



Gegenwart ige Anschrift 

Beruf: 

Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: 



Religionszugehörigkeit : 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft : 



2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 

3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

4. Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: 

Wegzug nach: 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 



Simon 



als Jurist im Dienst der Stadt Mannheim ab Dezember I918 

Entlassung aus dem Dienstverhältnis gemäß § 6 der 2.DV0 zum Gesetz 

zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums 31.12.1953 

Niederlassung in Los Angeles, dort als Rechtsanwalt tätig November 

193i? 

Vorstand der Abteilung IV des Grundbuchamtes Mannheim in Vertretung 

des zuständigen Finanzamtmanns Dr. O.Mayer 1920-1922 

Stellvertreter im Vorsitz des Gewerbe-und Kaufmannsgerichtsin Mann- 
heim 1922-1928 

Stellvertreter im Vorsitz der Spruchkammer des Mieteinigungsamteri 

Mannheim 1928-1932 ? 

beimStädtischen Steuerarat in Mannheim zuständig für die Veranla- 
gung der Wertzuwachssteuer 1930-1933 



Mitglied der Israelitischen Gemeindevertretung 1922-1927 



Fragebogen 
Jüdische Persönlichkeiten in Mannheim 19l8 - 1933 



1. Familiennamei Steckelmacher J)r> 



Vorname ; 



Moritz 



Geburtstag: 



Todestag: 



23. oder Z>. 6.1851 
Mai 1920 



Geburtsort: Boakowitz (Mähren) 
Studien in Preßburg» Budapest, 
Todesort: Breslau 



Gegenwärtig^ Anschrift 

ß^^^f. Stadtrabbiner in Mannheim seit Mai I88O 

Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: 
Mitglied der Armenkommission der Stadt Mannheim 1919 
Mitglied der Schulkommission der Stadt Mannheim 1919 

Religionszügehörigkeit t israelitisch, Mitglied der Religionskonferenz des 
^ badischen Oberrats der Israeliten ab loö9 

Konversion zum Christentum, bei Disdidehtfen Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft s 



2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 

3, Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

4, Anwesenheit in Mannheim: 

Zuzug von: Hamburg im Mai I88O; Steckelmacher war dort Rabbiner 

Wegzug nach: 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 

Ritterkreuz vom Zähringer Löwenorden I.Klasse I892 vom Großherzog 
Ritterkreuz vom Zähringer Löwenorden mit Eichenlaub vom Großherzog 

7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 
Stadtarchiv Mannheim: Zeitgeschichtliche Sammlung S I/I78I 

Bildaammlung (1 Bild) 



Frage bogen 
Jüdische Persönlichkeiten in Mannheim 19l8 - 1933 



1. Familienname: Simon Dr^jur 



Geburtstag: 



Todestag - 



3.12.1885 



Vorname: Arthur 



Geburtsort : Hamm/Sieg 



Todesort : 



Gegenwärtige Anschrift 

Beruf: Rechtsanwalt (s. Beiblatt) 



Parte 



izugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: (s.Beiblatt) 



Religionszugehörigkeit : israelitisch (s.Beiblatt) 
Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 
israelitischen Religionsgemeinschaft : 



2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 

3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Aenne geb. Kaufmann, geb. in Bad Dürkheim am 7.12.1898» geschieden 

4. Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: 

Wegzug nach: USA am 5.11.1935 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 



F r a <:| e b o g 



e n 



Jüdisch e_Pc r 3 ön lichkeiten in Mannheim 19 18 - 1933 




1. Familienname: SJ.,iJL£„ Dr.med^ 



Vorname : 



Heinrich Otto 



Geburtstag: 



Todestag ' 



23.1.1893 
3. 8. 19^*8 



Geburtsort: Mannheim 
Todesort: Gelos/Frankreich 



GegGn%/ärt ige Anschrift 



Beruf: 



Nervenarzt 



Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: 

SPD-Mitp:lied, Stadtverordneter im Bürgerausschuß der Stadt Mannheim 1927- 

1929 
Mitglied des Wohlfahrtsausschusses der Stadt Mannheim 1927-1929 
Stellvertreter im Vorsitz des Stadt Jugendamtes der Stadt Mannheim 1927« 
Religionszugehörigkeit : konfessionslos 1929 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft: Austritt der Eheleute 

am 18.6.1920 




2* Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Stern, Max 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 
Stern, Hedwig geb. Heymann 

3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Stern, Käthe Anna geb. Rüben, geb. am 12.2.1893 in Oynhausen konfessionslos 

4. Anwesenheit in Mannheim: 

Zuzug von: 

Wegzug nach: nach Frankreich mit Ehefrau am 20.9.1933; war Anfang 1933 

ohne Angabe von Gründen ca. 6 Wochen inhaftiert 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, heryorra 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 



7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 



F raaeboqen 



Jüdische Pprflönlichkeiten in Mannheim 19l8 - 1933 



mwmrw^mammm 9' -^'' ▼: C ■ t*" tfl 



1. Familiennamo : 



Geburtstag: 



Todestag : 



ittr> 



22*2. 1861 

l^.i?.l923 



Vorname i 



Sally 



Geburtsort: Mannheim 
Todesort: Majanheim 



Gegenv/ärt ige Anschrift 

Beruf: Rechtsanwalt 

Parteizugehörigkeit, politische Funktionen, Mandate: (s.Beiblatt) 




Religionszugehörigkeit : israelitisch 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft: 



2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Stern, Samson geb. I2.6.1818 in Thaleischweiler israelitisch Landespro- 

gest. 31.7.189^ duktenhändler 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 
Stern, Minna geb. Salomon, geb. 9.1.1832 in Horrweiler israelitisch 

3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 




4. Anwesenheit in Mannheim: 
Zuzug von: 

Wegzug nach: 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 

Ritterkreuz I.Klasse vom Zähringer Löwen 1904 

7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 
Stadtarchiv Mannheim: Zeitgeschichtliche Sammlung S 1/2331 




Sterny Sally 

Volksschule und Gymnasium in Mannheim 

Immatrikulation in der juristischen Fakultät I88O (wohl an der Uni- 
versität Heidelberg; 

Promotion zum Dr.jur. I883 

Vorstandsmitglied des Philharmonischen Vereins in Mannheim 1883-1923 

Rechtspraktikant I883 

Referendar I886 

Berufsbeginn als Rechtsanwalt in Meinnheim I887 

Mitbegründer der Freisinnigen Partei für Mannheim und Umgebung I89O 
2.Vorsitzender der Freisinnigen Partei für Mannheim und Umgebung 

2. Vorsitzender der Fortschrittlichen Volkspartei in Mannheim 19II- 

Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei in Mannheim (wenigstens) 

19l7""l7^P 

Vorstandsmitglied des Mannheimer Vereins für Frauenstimmrecht I9II- 




Stadtverordneter im Bürgerausschuß der Stadt Mannheim 1892-I.7.I898 
Stadtrat im Bürgerausschuß der Stadt Mannheim 2«7.l898-1922 

Mitglied der Theaterkommission I898-I923, besonderer Förderer des 

Nationaltheaters Mannheim 

Mitbegründer des Ausschusses für Volksmusikpflege der ^^^^^^^^^'^igi? 

dessen Vorsitzender 1913-1923 

als Vertreter der Stadtgemeinde Mannheim im Kuratorium der Hoch- 
schule für Musik 1919-1923 

Mitglied der Kunsthallenkommission der Stadt Mannheim 1920-1922 
Mitglied des Kuratoriums der Handelshochschule der Stadt Mannheim 



Fragebogen 
Jüdische Persönlichkeiten in Mannheim I918 - 1933 



1» Familienname! 



Stern 



Vorname: (s.Beiblatt) 



geb. Klopfer, wiederverh. 
Geburtstag: 7.8.I88I Neumann Geburtsort: Mannheim 



Todestag: 



wurde mindestens 75 Jahre Todesort: 

alt 
Gegenwart ige Anschrift 



Beruf: Sprachlehrerin 

Parteizugehöt-igkeit^ politische Funktionen, Mandate: (s. Beiblatt) 



Religionszugehörigkeit : israelitisch 

Konversion zum Christentum, bei Dissidenten Austritt aus der 

israelitischen Religionsgemeinschaft : 



2. Eltern: 

Name, Geburtstag und Konfession des Vaters: 

Name, Geburtstag und Konfession der Mutter: 



3. Name und Geburtstag des bzw. der Ehegatten: 

Friedrich Emil Stern ßest.1938; wiederverh. mit Ludwig Neumann 19^6 

4. Anwesenheit in Mannheim: 

Zuzug von: 

Wegzug nach: Deportation nach Gurs am 22.10.19^0 

in Centre de la Roche d'Ajous a Chansay ab 22«11.19^1 

5. Ehrenamtliche Tätigkeiten (außer den unter 1. genannten) 



6. Besonderheiten (Beziehungen zu bedeutenden Persönlichkeiten, hervorra- 
gende Leistungen, bedeutende Publikationen, Ehrungen) 

Badisches Verdienstkreuz 

7. Quellenhinweise (Archivalien und Literatur von besonderer Ergiebigkeit) 
Stadtarchiv Mannheinj Zeitgeschichtliche Sammlung S 1/123^ 



Stern 

Marta (it .Adreßbuch) 

Martha (It •zeitgeschichtlicher Sammlung) 

Mathilde, Marie, Amalie (lt. Einwohnermeldekartei) 

Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei, 
dort Vorsitzende des Frauenausschusses 

Mitbegründerin des Vereins für Mutterschutz in Mannheim 
Hitglied des Beirats der Zentrale für Kriegsfürsorge in ^'^^^^J^j-J 

Mitglied der Leihamtskommission der Stadt Mannheim 1920-1927 

Mitglied des Wohlfahrtsausschusses der Stadt Mannheim 1928/1929 

tätig in der Erwerbslosenfürsorge in Mannheim, bemüht um die 

Schaffung von Arbeitsplätzen 

erhielt das Badische Verdienetkreuz, das sonst nur Männern ver- 
liehen wurde 



Wiederverheiratung mit Leopold Neumann 19^6 
Begründung ihres Wohnsitzes in Karlsruhe 



Brüderlichkeit 

Bekenntnis des guten Willens oder Geste umständehalber 



V 



/s 



Zu dieser Überlegung kommt man, wenn man die Bemü- 
hungen der verschiedenen Verbände und Vereinigungen 
zur Gestaltung der „V^oche der Brüderlichkeit" einmal 
genauer unter die Lupe nimmt. Ohne nun an die ethischen 
und moralischen Pflichten zu appelieren, die bestimmten 
Organisationen schon auf Grund ihrer religiösen oder 
sozialen Einstellung im Alltagsleben erwachsen, sollten wir, 
jeder für sich allein, zu dieser Angelegenheit Stellung 
nehmen. 

Was soll eigentlich diese „Woche der Brüderlichkeit", in 
der man den Brüderlichkeitsgedanken in der verschieden- 
sten Form zum Ausdruck bringen kann? Ist es denn not- 
wendig, daß wir uns im Einzelnen Gedenken über dier.cs 
Thema machen, nachdem beispielsweise der Stadtjugend- 
ring ein Sonderblatt mit Film- und Vortragsthemen zur Ge- 
staltung dieser Woche herausgegeben hat, das uns doch 
jeder weiteren Überlegungen zu diesem Thema enthebt? 
Und muß es gerade eine Woche der christlich-jüdischen 
Zusammenarbeit sein, wie sie der DGB den Gruppen der 
Gewerkschaftsjugend zur Durchführung in der Zeit vom 
10 bis 17. März 1963 empfiehlt? Gibt es da nicht noch 
eine ganze Menge von Dingen - trotz Wirtschaftswunder - 
oft schon in unserer nächsten Umgebung, wo man den 
Brüderlichkeitsgedanken bestens realisieren könnte? übri- 
gens haben wir denn nicht schon UNICEF, diese welt- 
umspannende Organisation, die doch Brüderlichkeit in den 
verschiedensten Formen praktiziert? 

Und so gibt es eine ganze Reihe von Fragenstellungen, 
nach denen ich nicht etwa gesucht habe; o nein, liebe 
Leser, diesen Fragen bin ich im Alltag begegnet und sie 
wurden zum Teil von Leuten gestellt, die recht wohl wissen 
sollten, um was es in dieser Woche der Brüderlichkeit geht. 
Es sind leider noch zu viele, die immer noch nicht begriffen 
haben, daß es neben der tätigen Hilfe für Bedürftige auch 
so etwas wie eine geistige ethisch-moralische Wiedergut- 
machung gibt gegenüber jenen Menschen, die iaj^l.e'a^g 
in der Degradierung physischer und seelischer Minder- 
wertigkeit leben mußten. Manche - und das sind nicht 
wenige - möchten allzugern vergessen, daß es eine Zeit 
von 1933 bis 1945 gab, wo man neben Konzentrations- 
lagern und Deportationen, Vergasungen und anderen Un- 
menschlichkeiten, eine der menschenunwürdigsten Schika- 
nen gegen den Einzelnen erfand, wozu jene, durch viele 
Brände erleuchtete und dafür um so berüchtigtere „Kristall- 
nacht" am 11. November 1938, die unheimliche Ouvertüre 
abgab Welch „nationales Unglück", falls dein Aussehen 
damals nicht „dinarisches" Format hatte und du deswegen 



zum Menschen minderen Grades gestempelt wurdest 
Wissen wir es denn, wie jemanden zumute ist, der durch 
ein äußeres Abzeichen - sichtbar zu tragen - als Staats- 
gegner kenntlich gemacht, täglich durch die Gassen ver- 
hetzter Fanatiker Spießruten laufen mußte? 
Keine Angst, ich habe nicht die Absicht, die Serie mensch- 
licher „Liebenswürdigkeiten des dritten Reiches seinen 
unbequemen Staatsbürgern gegenüber fortzusetzen. Aber 
ich frage ganz konsequent: Genügt es wirklich, |ene 
Schandflecke von damals als getilgt anzusehen, indem 
man in seiner Organisation oder Vereinigung eben mal 
einen Film zeigt, der uns vom STJR zur Woche der Brüder- 
lichkeit empfohlen wuHe und -dessen Vorführuno nun un- 
sere Bereitschaft zur Brüderlichkeit gegenüber den seiner- 
zeit Betroffenen beweisen soll? Hier bleibt doch nichts übrig, 
als lediglich eine billige „Geste umständehalber", für die 
uns ohnehin das „Dokumentationsmaterial" höheren Orts 
und gratis zur Verfügung gestellt wurde. Wir aber haben 
den Beweis geliefert, daß wir demokratisch denken und 
staatserhaltend, sowie jugendfördernd wirken. Und das 
sind ja schließlich Bedingungen, die zur Erreichung von 
Mitteln aus der öffentlichen Hand gestellt werden. 
Nein, liebe Freunde, so soll unser Brüderlichkeitsgedanke 
nicht'aussehen. Keine Geste umständehalber, sondern Be- 
kenntnis des guten Willens! Bekenntnis zum Gedanken der 
Menschlichkeit! Bereitschaft, in jedem Menschen den gleich- 
berechtigten Mitmenschen zu sehen. Nicht deshalb Woche 
der Brüderlichkeit, weil sie nun gerade auf dem Programm 
steht, sondern weil wir aus innerer Überzeugung eine Ver- 
pflichtung in uns tragen, ein Unrecht, begangen an Un- 
schuldigen, wieder gut zu machen. 

Es genügt nicht, daß wir unserer Jugend von jenenr» Un- 
recht, das begangen wurde, nur erzählen und es ihr im 
Bild zeigen. Wir, unsere Jugend, müssen jenen, die wir als 
Brüder und Schwestern anerkennen, wirklich und ehrlich 
die Hand reichen und ihnen die Sicherheit und Gewahr 
dafür geben, daß sich nie mehr ein Unrecht der Jahre 
1933-1945 wiederholen wird. Wir müssen, wo irgendwie 
die Möglichkeit vorhanden ist, zu denen gehen, die und 
deren Eltern einmal verfehmt waren. Wir müssen Kontakte 
suchen und feste Verbindungen mit ihnen aufnehmen im 
Namen echter Brüderlichkeit. Bedauern und Mitleid tur 
die Leiden der Vergangenheit genügen nicht. Hier gilt nur 
die echte Tat, und für sie gilt das Leitwort: Wir wollen 
Mensch zu Menschen sein! 

Fritz Körner 
Gewerkschaftsjugend 



N. P. Levinson, Rabbiner der Jüd. Gemeinde, Mannheim 



Zur Geschichte 
des jüdischen Voll<es 



Ich freue mich, daß es ein Anliegen Ihrer Zeitschrift ist, 
Ihren Lesern etwas von der Geschichte des jüdischen Vol- 
kes vermitteln zu wollen. Natürlich kann es nicht meine 
Aufgabe sein, auch nur einen Bruchteil von dem aufzuzei- 
gen, was „jüdische Geschichte" bedeutet. 

Vor bald 100 Jahren schrieb Hch. Graetz seine 13 bändige 
Geschichte der Juden, und der in der Schreckenszeit um- 
gekommene Historiker Simon Dubnow hat uns die 10 bän- 
dige „Weltgeschichte des jüdischen Volkes" geschenkt. Die 
Geschichte der Juden in Deutschland selber, Gegenstand 
vieler Bücher und Gelehrter-Abhandlungen, ist ja vor 
einigen Wochen im deutschen Fernsehen als Dokumentar- 
sendung ausgestrahlt worden. 

Vielleicht sollte ich daher nicht die Fakten dieser Geschichte 
aufzählen, was in diesem Rahmen sowieso nicht möglich 
wäre, sondern das, was diese Geschichte zu einer beson- 
deren gemacht hat, hier aufzuzeigen versuchen. Dr. Baeck, 
Rabbiner und bedeutender Theologe, schrieb im Konzen- 
trationslager Theresienstadt sein Vermächtnis an Israel. Er 
nannte sein Buch „Dieses Volk". (Eine Anspielung auf Exo- 



dus 15, 13.) Darin lehrt er uns sein Verständnis jüdischer 
Geschichte. Sie ist für ihn Geschichte im eigentlichen Sinn. 
Baeck unterscheidet zwischen geschichtlichen und ge- 
schichtslosen Völkern. Man kann auch als großes Volk ein 
Volk ohne Geschichte sein, wenn man seine Existenz als 
nur auf die Gegenwart entworfen, betrachtet. So waren 
viele Völker gewesen, Völker, die wie Sterne aufgegangen 
waren, um sehr bald wieder in den unendlichen Ozean des 
Nichts zu versinken. Es waren Völker, die den geschicht- 
lichen Drang nicht verspürten, die nicht für ihre Kinder und 
Kindeskinder und für die Zukunft des Menschengeschlechts 
lebten, sondern glaubten, sich in der Gegenwart verbrau- 
chen zu müssen. „Geschichte haben" bedeutet einen Weg 
gehen und ein Ziel vor Augen zu haben. Niemals den Mut 
aufzugeben, niemals auf der Stätte zu beharren, sondern 
die Zukunft ständig vor sich zu sehen, geführt „von der 
Wolke bei Tag und der Feuersäule bei Nacht". Jene Völ- 
ker, die das nicht sahen, die von ihrer großen Aufgabe 
nichts wissen wollten, die sie verächtlich behandelten, sie 
gleichen Esau, der seine Erstgeburt verschmähte und sein 
wahres Vermächtnis aufgab. Er zog ein Gericht Linsen, das 
Jetzige, den augenblicklichen Genuß seiner ewigen Auf- 
gabe vor. Er war ein Mensch ohne Geduld und ohne Hoff- 
nung. Er war wie die Völker, die die ewige Stimme in ihrem 
Innern nicht vernehmen, oder die sie auszulöschen ver- 
suchen. Israels Geschichte ist der Weg eines kleinen Vol- 
kes, das auserwählt wurde, nicht wegen seiner Stärke, 
nicht wegen seiner Bedeutung, sondern weil es den Willen 
zur Geschichte hatte. 

Es ist die Geschichte eines Volkes, das auf der Wander- 
schaft blieb. Man hat diese Wanderschaft der Juden 
manchmal als Strafe charakterisieren wollen, aber sie be- 
inhaltet auch den Segen Israels, jenen alten Segen Abra- 
hams, daß in seinen Nachkommen gesegnet werden alle 
Völker der Erde. 

Auch an ihn erging der Ruf, sein Land, die Stätte seiner 
Geburt und sein Vaterhaus zu verlassen, um einem gött- 
lichen Ziel entgegenzugehen. So wollte auch Israel der 
Welt zeigen, was es bedeutet, von einem göttlichen Willen 
beseelt zu sein, daß der wahre Mensch nicht der satte 
und der zufriedene Mensch ist, nicht der Mensch, der sich in 
sein Schicksal ergeben hat, und der zum Weiterkämpfen 




Aller guten Dinge 
sind drei! 

FröhlicheJugendJebhafteGesprä- 
che, erfrischendes ,;Coca-CoIa" — 
daspaßtzusammen.Ob im kleinen 
Kreis, ob in geselliger Runde: Köst- 
lich-kühles ,,Coca-Cola" ist immer 
willkommenl 

Mach mal Pause • • 




Normalflaicht Famlllenflasch« 



«Coca-Cola' ist das Warenzeichen für das unnachohmliche koffeinhaltige Erfrischungsgetränk der Coca-Cola G.m.b.H. 



2 



zu müde Ist, sondern, daß der wahre Mensch berufen ist, 
das Reich Gottes immer näher und näher zu bringen. 
Deshalb ist der Jude auch der zukunftsfreudige Mensch. 
Es ist etwas Merkwürdiges um ihn: Trotz aller Leiden und 
Entbehrungen ist der Jude der ewige Optimist der Ge- 
schichte geblieben. 

Wenn irgend ein Volk ein Recht darauf gehabt hätte, an 
der Menschheit zu verzweifeln, sich der Resignation und 
dem Pessimismus hinzugeben, dann wäre es das jüdische 
Volk gewesen. 

Wenn man es einem Volk hätte verzeihen können, wenn 
es den Glauben an die Menschheit verloren hätte, dann 
hätte man es dem jüdischen Volk verzeihen müssen, aber 
das Gegenteil war der Fall. Das Judentum, und das hat 
man ihm oft zum Vorwurf gemacht, ist eine optimistische 
und weltbejahende Religion. In seinem Weg durch die Ge- 
schichte hat das jüdische Volk niemals den Glauben an das 
Gute im Menschen verloren. 

Der Mensch kann Gottes Willen auf Erden verwirklichen, 
denn er ist in Seinem Ebenbilde geschaffen. „Du ließest 
ihn wenig an der Gottheit fehlen, und kröntest ihn mit 
Ehre und Glanz", singt der Psalmist. 

So schaute der Jude stets erwartungsvoll und freudig dem 
Morgen entgegen, und selbst in den schlimmsten Tagen 
begleitete ihn seine Hoffnung. 

Die Krönung der Geschichte, das sind dieTage des Messias. 
Auf ihn har'ret, für ihn arbeitet der Jude „und sie werden 
stumpf machen ihre Schwerter zu Sicheln und ihre Lanzen 
zu Rebenmessern, nicht wird erheben Volk gegen Volk das 
Schwert und nicht lernen sie fürder den Krieg". 
Dies ist die Erfüllung jüdischer Geschichte. 



Die 
Judenverfolgungen 

im 3. Reicin 

Gespräch unseres Redaktionsmitgliedes -he- mit Herrn 
Stadtsyndikus Dr. Karl Otto Watzinger. 



Um zu diesem Thema auch nur annähernd eine Antwort zu 
geben, müssen wir auf die Situation der jüdischen Bürger 
innerhalb des deutschen Volkes schon Jahrhunderte vorher 
achten. Wir wissen, daß zur Zeit der Stadtgründung Mann- 
heims um 1650 die ersten jüdischen Familien nach Mann- 
heim kamen und bereits 1660 die ersten Konzessionen vom 
Kurfürsten Karl Ludwig von der Pfalz erhielten. Die Ent- 
wicklung führte dann 1862 zum „Gesetz über die bürger- 
liche Gleichstellung der Israeliten", einem Gesetz, welches 
von Großherzog Friedrich von Baden und vom Staats- 
minister August Lamey (1816-1896) unterzeichnet wurde. 
Letzterer darf als Initiator dieses Gesetzes betrachtet wer- 
den, welches später zum Vorbild für viele deutsche Staaten 
wurde. Die mit diesem Gesetz verbundene freie Entwick- 
lung der jüdischen Bürger zeigte sich besonders stark in 



Da weint 
der 
Klecksteufel . . . 




denn in einem Heft, das mit dem PELIKANO beschrieben ist, sucht er 
vergeblich nach Tintenklecksen. Eine Seite sieht so sauber aus wie die 
andere. Kein Wunder: Der PELIKANO ist ja kleckssicher und schüttelfest. 

Möchtest Du ihn nicht mal ausprobieren? Die Patronen-Füllung - das wirst 
Du schnell feststellen - ist ideal für Dich. Eins, zwei, drei hast Du die 
Reserve-Patrone eingesetzt. Dabei gibt es keine schmutzigen Hände. 

Der PELIKANO ist der richtige Füllhalter für Dich. 

Pelikano 

der kleckssichere Patronen-Schulfüller mit Reserve-Patrone 




Günther Wagner 
Hannover 
Pelikan -Werke 




der Blütezeit jüdischer Ärzte, Kaufleute und Juristen, wäh- 
rend sich die jüdischen Bürger nur langsam im öffentlichen 
Dienst durchsetzen konnten. Innerhalb der politischen Ent- 
wicklung dürfen wir dabei an den bekannten Mannheimer 
Reichtagsabgeordneten Ludwig Frank und den Reichs- 
außenminister Walter Rathenau erinnern. 

Schon aus dem Mittelalter wissen wir, daß die Juden als 
„Bürger minderen Rechtes" mit religiösem Fanatismus ver- 
folgt und mit Aberglauben befeindet wurden. Diese Ver- 
folgungen unserer jüdischen Mitbürger währten durch die 
Jahrhunderte und waren vor allem auf religiöse Intoleranz 
und den Konkurrenzneid innerhalb der Wirtschaft zurück- 
zuführen. An diese Haßinstinkte anknüpfend konnte sich 
im 3. Reich eine Rassenhetze entwickeln, die schließlich zum 
staatlich organisierten Massenmord führte. Zunächst wur- 
den die jüdischen Bürger mit üblen Methoden aus dem 
öffentlichen und wirtschaftlichen Leben entfernt, aber noch 
am Leben gelassen. In diesen ersten Jahren war es vielen 
jüdischen Mitbürgern noch möglich zu emigrieren, auch 










wenn sie dabei fast ihres ganzen Vermögens beraubt 
wurden. 

Dabei fühlten sich die jüdischen Mitbürger durchaus als 
Deutsche und konnten gar nicht verstehen, daß sie als 
Deutsche verfolgt wurden. Schon ihre Väter waren Deut- 
sche, deutsch war ihre Muttersprache und ihr Heimatland 
Deutschland, das für sie, ebenso wie alle anderen Deut- 
schen, im 1. Weltkrieg mit ihrem Blut gekämpft hatten. 
Diese Einstellung brachte es bei vielen mit sich, daß sie 
nicht daran dachten zu emigrieren und so in ihrem Ver- 
trauen zu Deutschland so bitterlich enttäuscht wurden. 
Am 10. 11. 1938 kam es in der „Kristallnacht" zur Verbren- 
nung der Synagogen und Plünderung der jüdischen Ge- 
schäfte. Fast alle männlichen jüdischen Bürger kamen ins 








KZ und die Absicht der Beseitigung des Judentums wurde 
damit offensichtlich. In den Jahren 1940-1942 wurden die 
restlichen jüdischen Bürger aus Baden und der Pfalz nach 
Gurs - Südfrankreich - deportiert, von wo die überleben- 
den auf ihren letzten Weg nach Auschwitz geschickt wur- 
den. Die jüdischen Bürger, welche sich im Krieg noch in 
Deutschland „frei" aufhalten durften, bekamen keine Le- 
bensmittelkarten mehr, sie mußten den Davidsstern tragen 
und durften bei Bombenangriffen auch keine Bunker be- 
treten. 

Auf seine persönliche Beziehung zu unseren jüdischen Mit- 
bürgern befragt, erklärt Herr Dr. Watzinger, daß er in 
einem liberalen und toleranten Elternhaus großgeworden 
sei und ihm eine religiöse oder rassische Intoleranz fremd 
war und ist. Er studierte 1933 in Berlin und hatte dort viele 
Bekannte unter den jüdischen Familien, so daß er in Er- 
kenntnis der Irrlehre der National-Sozialisten den Kontakt 
zu diesen Familien behielt. Deren Situation war damals in 
Berlin noch am ehesten erträglich, da eine derart große 
Stadt doch leichter einen Unterschlupf bot. 
Da Herr Dr. Watzinger auch in der Widerstandsbewegung 
stand, machte man ihm 1940 einen Prozeß vor dem Ober- 
landesgericht in Stuttgart und verurteilte ihn wegen Hoch- 
verrates zu 2 Jahren Gefängnis. Anschließend kam er für 
3 Jahre ins KZ nach Dachau, um dann der SS-Bewährungs- 
division Dirlewanger eingereiht zu werden. Im Rahmen 
des damit verbundenen Einsatzes in vorderster Front geriet 
er in Gefangenschaft der Russen, wurde von diesen aber 
trotz Wissens um seine Vergangenheit nicht anders als 
jeder andere deutsche Kriegsgefangene behandelt. 

Ein letztes Problem schien uns die Frage, warum heute von 
den Emigrierten so wenige nach Deutschland zurückkehren 
würden. Herr Dr. Watzinger erklärt dazu, daß die jüngere 
Generation sich mittlerweile im Ausland eine feste Stel- 
lung ausgebaut habe und diese natürlich nicht mehr auf- 
zugeben bereit wäre. Zudem sei ihre Beziehung zu ihrer 
Heimat auch nicht mehr dieselbe, welche die ältere Gene- 
ration hatte. Diese wiederum wäre einmal von Deutschland 
so enttäuscht, daß der Wunsch nach einer Heimkehr nach 
Deutschland nur noch schwach sei und sie zudem aus Al- 





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heimen und in den Betrieben. 




tersgründen keinen erneuten Wohnwechsel vorzunehmen 
bereit wäre. - Wir dürfen dabei an jene Tatsache erinnern, 
daß ein Vogel, dessen Nest von Bubenhänden zerstört, 
und dessen Eier vernichtet wurden, nicht mehr daran denkt, 
an diesem Ort ein neues Nest zu bauen. 

über seine ehemaligen Freunde befragt gibt Herr Dr. 
Watzinger an, daß er noch Kontakt zu ihnen habe, der bei 
Besuchen im Ausland oder dem Besuch dieser Freunde in 
Mannheim gepflegt würde. 




Jüdische Gemeinden 

in 

Deutschland - heute 



Mancher Leser wird erstaunt fragen: „Gibt es denn heute 
noch - oder wieder jüdische Gemeinden in Deutschland? 
Hat nicht Hitler fünf bis sechs Millionen europäischer Juden 
vernichtet?" Beide Fragen sind zu bejahen: von den mehr 
als 550000 Juden, die vor 1933 in Deutschland lebten, 
fanden sich nur noch 15000 (also wenniger als 3%) inner- 
halb der Grenzen des Reiches, als dieses am 9. Mai 1945 
kapitulierte. Heute wird die Zahl der Juden in der Bundes- 
republik auf 30000 geschätzt (also etwa ein Zehntel der 
Bevölkerung von Mannheim!) und diese haben sich in ca. 
70 bis 80 jüdischen Gemeinden (auch Kultus- oder Syna- 
gogengemeinden) zusammengefunden. Diese dienen, wie 
die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, 
primär religiösen Aufgaben: zu diesem Zweck wurden in 
einer größeren Zahl deutscher Städte in den letzten Jahren 
Synagogen oder wenigstens Betsäle - meist mit staatlicher 
Hilfe - neu errichtet, da am 9. November 1938 (der sog. 
„Reichskristallnacht") mehr als 1000 Synagogen in allen 
Teilen des Reiches von den Nazis in Brand gesetzt und 
zerstört worden waren. Die Gemeinden widmen sich auch 
kulturellen und erzieherischen Aufgaben, wozu z. B. der 
jüdische Religionsunterricht gehört, der an mehr als 2000 
jüdische Kinder von etwa 50 Lehrern erteilt wird, von denen 
einige in mehreren Orten tätig sein müssen. Rabbiner - 
akademisch geschulte Geistliche der religiösen Gemeinden- 
gibt es nur mehr in weniger als zehn Städten des Bundes- 
gebietes. 

Die Gemeinden sind auf Landesebene in Landesverbände 
zusammengefaßt, auf Bundesebene im Zentralrat der Juden 
in Deutschland, dessen Generalsekretär seit seiner Grün- 
dung (1950) Dr. H. G. van Dam ist. Sitz des Zentralrats ist 
Düsseldorf. Das dort bestehende kleine Büro widmet sich 
primär Fragen der Wiedergutmachung, des Rechts- und 
Ehrenschutzes, der Repräsentation nach außen und der 
Kulturarbeit**). Da es unter den heute hier lebenden Juden 
relativ viele gibt, die aus Gründen ihres hohen Alters oder 
ihrer geschädigten Gesundheit nicht mehr erwerbsfähig 
sind, wurde die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in 
Deutschland, deren Sitz in Frankfurt/Main ist, wieder ins 
Leben gerufen, um diesen Hilfsbedürftigen mit Rat und Tat 
beizustehen. Jugend-Gruppen und -Zentren existieren in 
mehreren Großstädten und natürlich treffen sich die jungen 
Leute gern mit anderen Jugendgruppen. Beruflich und 
soziologisch stellt die jüdische Gemeinschaft in Deutsch- 
land, trotz ihrer geringen Zahl von Mitgliedern, keineswegs 
eine Einheit dar: es gibt nicht nur Kaufleute und verhältnis- 

*) In Mitteldeutschland und Ostberlin leben nur wenige Hundert Juden. 
* J Das Kulturdezernat untersteht Dr. A. Fried, dessen Vorgänger der 
Verfasser dieser Zeilen war. 




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mäßig wenige, die in den intellektuellen Berufen (Ärzte, 
Anwälte, Journalisten, Lehrer usw.) tätig sind, in denen sie 
früher stark vertreten sind. Ich kenne z. B. auch jüdische 
Taxichauffeure und Offiziere so gut wie Universitätsprofes- 
soren und hohe Richter. Jüngst verstarb Jakob Altmaier, 
ein SPD-Abgeordneter inn Bundestag, der dem Judentum 
angehörte. 

Ob Juden sich heute wieder in Deutschland zu Hause füh- 
len, ist eine Frage, die oft an uns gerichtet wird: sie läßt sich 
nicht einheitlich für alle 30000 Männer, Frauen, Jungen 
und Mädchen, die jüdischen Glaubens sind, beantworten, 
denn für jeden von ihnen war das Lebensschicksal anders 
und damit auch die Gründe, die sie bewegten, hier zu ver- 
bleiben oder hierher zurückzukehren. Wenn der große 
Schauspieler Fritz Kortner — der wie seine nicht minder 
bedeutenden Kollegen Ernst Deutsch, Therese Giehse und 
zuweilen auch Elisabeth Bergner wieder hier tätig ist — 
sagte: „Als der Grund für mein Exil (d.h. Hitler) ver- 
schwand, hatte ich keinen Grund mehr, im Exil zu ver- 
harren", dann darf bezweifelt werden, daß alle Leidens- 
genossen sich ebenso souverän über all das Entsetzliche 
und Demütigende, das ihnen widerfuhr, hinwegsetzen 
konnten. Die deutschen NichtJuden müssen erkennen, daß 
für die Millionen von Hitler-Opfern (und dazu gehören ja 
beileibe nicht nur Juden) ein „Vergeben" zwar denkbar 
ist, aber ein „Vergessen" nur den wenigsten möglich sein 
wird. Ein völlig gelassenes Verhältnis zwischen deutschen 
NichtJuden und Juden ist zweifellos ein anzustrebendes 
Fernziel, das zwar für jüngere Menschen denkbar ist, aber 
schwerlich erreichbar für die Älteren, die, zumeist auf ver- 
schiedenen Seiten stehend, das Dritte Reich überlebten und 
sich heute nicht so gegenübertreten können, als ob zwi- 
schen 1933 und 1945 gar nichts vorgefallen wäre. Junge 
Menschen werden es leichter finden, die Wälle, die ja nur 
durch Vorurteile errichtet wurden, niederzulegen: das Zu- 
sammentreffen mit Juden — seien es Vortragende oder 
Jugendgruppen — mag dafür ein so geeignetes Mittel sein 
wie Reisen nach Israel. 

Jüdische Gemeinden wurden in Deutschland nach dem 
zweiten Weltkrieg wieder errichtet, obschon manche Grup- 
pen und Persönlichkelten im Ausland sich verständlicher- 
weise dafür nicht erwärmen konnten. Ihre Existenz ist ein 
Beweis des Optimismus, des Lebenswillens und des Ver- 
trauens in den Mitmenschen. Sie und ihre Mitglieder wün- 
schen keine privilegierte Sonderstellung oder -behandlung: 
sie wollen nicht mehr und nicht weniger als in der vom 
Grundgesetz jedermann verbürgten Gleichberechtigung in 
Frieden und Sicherheit hier wirken und leben zu können. 

Dr. Hans Lamm (München) 



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Weltraum 

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Premiere für den europäischen Kontinent am 27. März 1963 
im Mannheimer Nationaltheater. 

Pressestimmen: Evening Standard 

Fin nrickelndes neues Musical. cve.iniy 

„Empncken ^^^ Weltraump.lo en, 

„Twister und Bf"'"''^^^ ^P vereinigen sich in emer 

Menschen ^° ' ^^^„^"^^.^"zei^ Ein Ensemble von 100 Per- 
erregenden Story unsere^e ß|.^j,^ Songs." 
sonen aus 17 Nationen singi zj a ^^^ ^^^^^ .^.^^^ 

„Das Stück hat Herz und ^-chschlagende Echjheit.^^^^^^^ 

„Oie großartige ^^^JZ^^^^^'^^'', 
raumkapsel und das internaTiona ^^^^. ^ ^^^ 

nniiaen für die Zuschauer. 

7er Weltraum ist so überraschend -und so is-^ouch^^;- 

of neue Weltraumphantosie .<^ie -H m-story^^ von 

Pf^tpr Howard und seinem bonn Mninuiiy j,,rrh 

:r,Send Meistert autgenommenen J^^^^^ 

Sf r.ülrt wori'en' Das Musical zog Abend um A^d 
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rr'plrv' rslo'n^ ^^^TekadLz und des Kio-enkampfes 
auszuschlachten versuchten und London 19^^^^^ 

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Premiere: Mittwoch. 27. März. 20.00 Ur 

Voraufführung: Mittwoch, 27. März. 5.30 Uhr 
Donnerstag. 28. März, 15.30 Unr 
Donnerstag. 28. März. 20.00 Uhr 
Samstag. 30. März, 13.30 Uhr 
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und Theaterkasse. 
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Space is so startling - die weltraum-slory. 
Dieses „interkontinentale" Musical erzählt die Geschichte 
u erer modernen, gespaltenen Welt. West , che Astro- 
„outen ringen erbittert um die Eroberung des Weltraumes^ 
während die Menschen auf dem alten Planeten Erde nach 
einer vernünftigen Weise suchen, miteinander auzukom- 
n.en. Die Lösung komm, ebenso überraschei.d wie über- 
zeugend durch einen Raumpiloten, der m der Stille des 
Weltalls etwas Geheimnisvolles entdeckt. 
Die Geschichte beweist, daß die Jugend die revolutionären 
Kräfte besitzt, die einen entscheidenden Einfluß auf den 
Ablauf des Zeitgeschehens ausüben. Dazu brauchen wir 
auch ols iunge Generation ein einigendes ..el für unser 
Land und unser Leben. Wir müssen uns darüber klar wer- 
den, was dieses Ziel ist und dann bewußt und gernemsam 
für seine Verwirklichung arbeiten. Deutschland ist geteilt 
und dadurch in einer einzigartigen Lage in Europa. Das 
V^issen darum, daß wir als Volk nur dann wiedervere.mgt 
sein werden, wenn die großen Kräfte der Welt —men- 
finden, könnte und müßie in uns jene mächtige Triebkraft 
entwickeln, die nötig sein wird, um Osten und Westen ein 
neues Denken zu geben. Nichts weniger als das wird be- 
nötigt und nichts weniger als das kann unser Ziel sein, 
„die weltraum-story" zeigt den Weg zu diesem ^^^^^^^^ 



Packende Dialoge 
zündende Musik und eine 
umwälzende Auswirkung 




8 



Jüdische Jugend 
in Manniieinn 



Wie in den meisten Städten Deutschlands, in denen es 
jüdische Jugendliche gibt, so haben wir auch in Mannheim 
eine Zionistische Jugendgruppe aufgebaut. 
Wenn man diesen einleitenden Satz liest, so stellt man sich 
die Frage: Was ist Zionismus? Schon gegen Ende des 
19. Jahrhunderts wurde die jüdische Idee des Zionismus, 
die eine Rückkehr nach Palästina anstrebt, zu einer wach- 
senden Bewegung. Die Unterstützung Großbritanniens 
wurde den Juden 1917 durch ihren damaligen Außen- 
minister Balfour erteilt. Seit dieser Zeit betrieben jüdische 
Organisationen den Kampf um die Einwanderung in dieses 
Land. 1948, als die britische Verwaltung Palästinas auf- 
hörte, wurde von den Juden die Republik Israel ausgerufen, 
die oftmals gegen arabische Truppen verteidigt werden 
mußte. 

Unsere Jugendarbeit in Mannheim, die wir oft unter 
schwierigsten Umständen betreiben, ist, und das dürfen 
wir nach dreijährigem Bestehen unserer Gruppe sagen, 
doch ziemlich erfolgreich. Viele Chawerim (Freunde) von 
uns haben den Weg nach Israel gefunden. Oft müssen wir 
uns in privaten Wohnungen eines unserer Mitglieder tref- 
fen, und so ist unser größtes Problem im Augenblick die 
Raumnot. So können wir unsere Treffen, die normalerweise 
ohne Volkstänze und Volkslieder kaum auszudenken sind, 
in der Hauptsache nur auf Diskussionen beschränken. Diese 
behandeln meistens jüdische und israelische Themen. Aber 
auch Probleme des öffentlichen Lebens sind bei uns keine 
Stiefkinder. 

Die Krönung unserer Jugendarbeit sind die zweimal im 
Jahr stattfindenden Machanot (Ferienlager unserer Jugend- 
lichen aus ganz Deutschland), bei denen in konzentrierter 
Weise Referate über die verschiedensten Probleme ge- 
halten und später auch diskutiert werden. Pfadfmdertum, 
Sport, Spiel und Tänze werden in dieser Zeit sehr rege 
betrieben. 

Augenblicklich haben wir ungefähr 28 Jugendliche in 
unserer Mannheimer Organisation, die in zwei verschie- 
dene Altersgruppen eingeteilt sind. 

Rachel Rosenberg und Georges Stern 



Anmerkung der Redaktion: 

Im Zusammenhang mit dem obigen Artikel wird interessie- 
ren, daß die 28 dem Stadtjugendring Mannheim e.V. an- 
geschlossenen Jugendverbände in ihrer Vollversammlung 
am Mittwoch, dem 6. März 1963, einstimmig beschlossen 
haben, die jüdische Jugendgruppe in Mannheim-Heidel- 
berg als Mitgliedsverband aufzunehmen. 
Wir sind überzeugt davon, daß die kommende enge und 
herzliche Zusammenarbeit mit unseren jüdischen Freunden 
mit dazu beitragen wird, persönlichere und engere Kon- 
takte als Beitrag für eine bessere Zukunft zu schaffen. 
Sicherlich ist eine solche vertrauensvolle Zusammenarbeit 
in der praktischen Arbeit wertvoller als manche auf Effekte 
abgezielte öffentliche Veranstaltung, die für viele nur eine 
Beruhigung ihres Gewissens bedeutet. 



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Winterbesteigung der Nordwand, der »Grossen Zinne« 

Alpinistische Großtat oder 
Zirkusrunnnnel? 



In den Sextener Dolomiten, in Südtirol, liegen die „Drei 
Zinnen". Die drei mächtigen Felszacken gehören zu den 
berühmtesten Bergmassiven der gesamten Alpen. Seit ihrer 
Erschließung wurden sie auf verschiedenen Wegen vielfach 
bestiegen. 

Diese Besteigungen fanden jedoch meist im Sommer statt. 
Die beiden üblichen Wege durch die Nordwand der „Gro- 
ßen Zinne", die „Comici-Führe" und die „Diretissima" 
waren zwar beide schon im Winter begangen worden, 
doch hatte man seinerzeit nicht soviel Aufhebens davon 
gemacht. 

Für uns Mannheimer ist es vielleicht noch erwähnenswert, 
daß an der Erschließung der „Großen Zinne" auch ein 
Bürger unserer Heimatstadt beteiligt war. Vor rund 30 Jah- 
ren eröffnete eine badische Seilschaft, bei der sich auch der 
damalige Leiter der Mannheimer Jungmannschaft, Fritz 
Schutt, befand, eine neue Kletterroute über die Nordwest- 
kante der großen Zinne. 

In den Januartagen dieses Jahres wurde von drei Münch- 
ner Bergsteigern ein kühner Plan in die Tat umgesetzt. In 
17 Tagen bestiegen die drei Kletterer Peter Siegert, Rainer 
Kauschke und Gert Uhner die Nordwand der „Großen 
Zinne", Hierbei benützten sie einen neuen Weg, die „Super- 
directissima", die hart an der Senkrechten verläuft. Diese 
neue Route wurde „Sachsenweg" getauft, weil die ur- 
sprüngliche Heimat der drei Bergsteiger in Sachsen liegt. 
An dieser klettertechnischen Unternehmung und den damit 
verbundenen äußeren Umständen entzündete sich nun in 
der Öffentlichkeit eine heftige Diskussion. 

Es sind vor allem zwei Fragen, die uns in diesem Zu- 
sammenhang beschäftigen. Die eine Frage hat nur Bedeu- 
tung innerhalb des Alpenvereins. Viele Kletterer bezweifeln 
nämlich, ob eine Klettermethode, bei der buchstäblich fast 
jeder Höhenmeter mit einem Kletterhaken gespickt ist, 
noch dem Sinn einer natürlichen Kletterei entspricht. Eine 
derartige „Naglerei" grenzt an Artistik, gepaart mit hand- 
werklicher Geschicklichkeit. Aber dieses Problem soll uns 
hier nicht beschäftigen. 

Wir wollen uns vielmehr mit den äußeren Umständen be- 
fassen, unter denen diese Besteigung durchgeführt wurde, 
und damit, wie sie in der Öffentlichkeit beurteilt werden. 
Dem Laien ist es unverständlich, daß man den Versuch 
machen kann, im Winter bei extremen Bedingungen einen 
Berg zu besteigen, der schon im Sommer, bei günstigen 
Voraussetzungen, größte Schwierigkeiten bereitet. 

Gegen eine derartige Winterfahrt ist jedoch nichts ein- 
zuwenden, wenn sie von erfahrenen und wohltrainierten 
Leuten gründlich vorbereitet und durchgeführt wird. Es liegt 
in der menschlichen Natur, immer wieder Neuland erobern 
zu wollen. Da es jedoch in den europäischen Bergen kein 



wirkliches Neuland mehr gibt, ist der Gedanke nicht allzu 
abwegig, die schon im Sommer erstiegenen Wände unter 
schwierigeren Bedingungen im Winter noch einmal zu er- 
klimmen. 

Fahrten wie die in den Himalaja oder zu den Anden 
bleiben heute eben noch einer kleinen bergsteigerischen 
Elite vorbehalten. 

Zu den körperlichen Voraussetzungen, die zur Durchfüh- 
rung einer derart extremen Bergfahrt gehören, kommt noch 
eine gewisse innere Einstellung zur Sache, die nicht ohne 
Bedeutung ist für den Wert oder Unwert einer vollbrachten 
Leistung. 

Hier scheint der Punkt gegeben, an dem man einhaken 
muß. Diese innere Einstellung der drei Bergsteiger scheint 
nicht ganz dem alpinistischen Ideal zu entsprechen. In den 
Zeitungen und Illustrierten konnte man gar zu merkwürdige 
Berichte lesen. 

Die drei sollen ziemlich offen gezeigt haben, daß ihnen 
daran gelegen war, die 20000,- DM wieder hereinzube- 
kommen, die sie das Unternehmen gekostet hat. Ihr „Ma- 
nager" soll recht tüchtig gewesen sein, wenn es darum 
ging, von den Reportern horrende Beträge für Fotografien 
und Berichte einzukassieren. Gern zeigten sie sich im 
Rampenlicht der Öffentlichkeit. Sie gaben Interviews und 
nahmen Goldmedaillen in Empfang, die eigens für ihre 
Tot geschaffen worden waren. - Sogar eine Fernsehkamera 
zogen sie mit einer Reepschnur nach oben (diese stürzte 
allerdings in den Abgrund), 

Dies alles sind Erscheinungen, die an einen Zirkusrummel 
erinnern und geeignet sind, in der Öffentlichkeit ein ganz 
falsches Bild von den Absichten und Zielen des wahren 
Alpinisten entstehen zu lassen. 

Die Einstellung der Alpenvereinsjugend sowie der über- 
wiegenden Zahl der europäischen Bergsteiger zum Berg 
ist eine andere. Der Berg darf keine Arena sein, um sich 
der Öffentlichkeit zu präsentieren und nebenbei noch Geld 
zu verdienen. 

Der Bergsteiger, wie wir ihn verstehen, geht in die Berge 
zu seiner eigenen Freude. Er ist nicht auf den Beifall der 
Öffentlichkeit angewiesen und möchte seine Leistung nicht 
mit klingender Münze honoriert sehen. Er fmdet den Lohn 
für seine Mühen in der inneren Beglückung, die ihm die 
Natur schenkt, wenn er sich ihr mit der gebührenden Ehr- 
furcht nähert. 

Wir wollen mit dieser Stellungnahme zeigen, daß wir uns 
durchaus nicht unbedingt mit allem solidarisch erklären 
können, was unter dem Namen Klettern und Bergsteigen 
läuft. Wir müssen uns auch auf diesem Gebiet hüten, alles 
Neue vorbehaltlos zu akzeptieren und als gut und richtig 
hinzustellen. K.P.F,/DAV. 



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Wer träumt nicht davon, im Urlaub an der Adria oder in 
Griechenland unter Wasser die geheimnisvolle Welt der 
Fische zu erleben? 

So und in ähnlichen Slogans werben viele Reisegesellschaf- 
ten und Reisebüros. 

Tauchclubs und Tauchvereine werden in allen größeren 
Städten der Bundesrepublik gegründet und immer mehr 
Menschen wenden sich diesem herrlichen und abwechs- 
lungsreichen Hobby zu. 

Arbeiten, die früher unter viel Mühe und mit schweren 
Taucherhelmen und Anzug verrichtet wurden, können heute 
meist von einem sog. Schwimmtaucher verrichtet werden. 
Dem gegenüber stehen Zeitungsmeldungen wie: 
Rekordtaucher bei Tauchversuch in Amerika ertrunken! 
Drei Taucher in Eisnot bei Frankfurt/Main! Ein Taucher 

ertrunken! 

Auf Grund dieser Unglücksmeldungen taucht immer wieder 

die Frage auf: Ist das Tauchen wirklich so gefährlich oder 

nicht? . 

Grundsätzlich muß gesagt werden, daß der Mensch im 
heutigen Straßenverkehr meist mehr gefährdet ist als em 
Taucher, der sein Metier beherrscht. 

Bei den vorher geschilderten Unglücksfällen unterscheiden 
wir einmal solche, mit denen bei Rekordversuchen oder 
Versuchen der Tauchforschung immer zu rechnen ist, und 
solchen, die durch Leichtsinn, Unkenntnis u. ä. herbeigeführt 
werden. 

Die im Handel erhältlichen Tauchgeräte sind in den wenig- 
sten Fällen die Ursache solcher Tauchunfälle. In den letzten 
Jahren wurden die Geräte sehr gut durchentwickelt und bei 
denen der höheren Preislage sind zusätzliche Sicherungen 
wie automatische Luftreserve usw. eingebaut, so daß die 
größtmögliche Sicherheit gewährleistet ist. 
Menschliches Fehlverhalten, Unkenntnis, Unsicherheit und 
Platzangst sind die Hauptursachen der Tauchunfälle. Um 
solche Unfälle weitgehendst zu vermeiden, müssen fol- 
gende Taucherregeln unbedingt beachtet werden: 
Tauche nie allein und ohne Sicherheitsleine! 
Bei längerem Tauchen Schutzbekleidung verwenden! 
Nie bei Unwohlsein und Erkältung tauchen! 
Alkohol und übermäßiges Essen vorher meiden! 
Gerät vor jedem Einsatz überprüfen (Luft- und Funktions- 
kontrolle)! 

Gerät und Ausrüstung pflegen! 
Bei Gefahr kühlen Kopf bewahren! 

Diese Regeln nützen jedoch nichts, wenn der Taucher nicht 
über eine gute und ausreichende Ausbildung verfügt. Hier- 
zu gehört nicht nur das Beherrschen des Tauchgerätes, 
sondern auch Kenntnisse der Wiederbelebung und der 

Ersten Hilfe. 

Nach der Ausbildung, zu der etwa 50 Stunden notwendig 

sind, muß der Schwimmtaucher mit allem vertraut sein und 

seine Übungen so beherrschen, daß er das Gerät unter 

Wasser auswechseln oder es mit einem in Not befindlichen 

Kameraden teilen kann. 

Zum Schluß kann gesagt werden, daß das Tauchen mit 

Gerät bei einer genügenden Ausbildung nicht gefährlicher 

ist als eine Spazierfahrt im Auto. Leichtsinn und Übermut 

führen aber auch hier zu einem Unglück. bus. (DLRG) 



Wie sicher 

ist das Tauchen? 




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die Unterschriften beider Elternteile. Für Klasse II ist das Mindestalter 21 Jahre. Große Erleichterung bei 
Erwerb der Klasse II Ist es, wenn der Führerschein der Klasse III bereits vorhanden ist. 



11 



Trauerrede 

auf einen 

Schulergottesdienst 



Mitschüler, Freunde, Christen! Hört mich an: Das Streit- 
gespräch ist längst beendet. Sie sind dagegen, haben ihre 
Gründe, der Gottesdienst scheint hier wohl nicht am Platz. 
Er brachte doch nur Müh' und Plagen. Das Gute wird ja 
meist mit eingegraben. So sei's auch mit der Feier! Sie 
sagen, daß sie hier nicht nötig sei, was wohl doch stimmt, 
wenn sie es sagen, denn es sind angesehene Leute. War 
nun die Feier falsch, so trauert ihr nicht länger nach. Bleibt 
nur daheim und laßt die andern fromm tun. Ich red' ja nur 
- im Auftrag gleichsam - jener ehrenwerten Leute - denn 
sie sind ehrenwert, alle ehrenwert -, den Ausgang anzu- 
künden der letzten Wochenfeier. Ich wohnte weiterhin noch 
gerne jenen Feiern bei. Sie brachten Ruhe mir und inn'res 
Mitgefühl. Doch jene sagen, daß die Handlung hier nur 
stört; und ehrenwerte Männer sind's gewiß. 
Die Feier könnte manchen stärken. Sie schafft uns Trost im 
innersten Gewissen und lehrt uns preisen all' des Schöpfers 
schöne Werke. Doch jene sagen, sie sei wohl hier nicht 
recht am Platze - und ehrenwert sind sie gewiß. Ihr alle 
wißt, daß uns der Heiland liebt. Und ihm zur Ehre und 



zum Ruhme halten wir die Feier, Ihn zu verherrlichen, wie's 
Ihm gebührt und uns dabei zu sammeln. Doch jene achten 
dies für heilsnotwendig nicht, und Gründe haben sie dafür 
parat. Ich will nicht widersprechen, ich spreche hier von 
dem nur, was ich weiß. Ihr alle nähmet Anteil schon an 
jener Feier und wäret fröhlich — dies nicht ohne Grund: 
Was hält euch fern nun? Nur, weil's jene meinen? Prüft 
euch nur selbst. Ich muß noch schweigen, bis ich die 
bess'ren Worte finde. 

(Einige besinnen sich. Sie finden Wahres dran. Wie steht 
es nun mit Dir?) 

Als noch der Grundsatz herrschte: Wessen Land, des 
Glaub', da nützte alles Murren nicht, doch jetzt, da alles 
frei, da läßt man schnell sich geh'n und keiner prüft sich 
ernst. So seht noch, was die Feier bringt. Ich weiß es, denn 
ich hob' es selbst erfahren. O, wüßtet ihr, womit man reich- 
lich euch dort gern beschenkt, ihr würdet kommen, preisen, 
singen; noch euren Kindeskindern dann davon berichten. 
Kommt doch zum Gottesdienst! Erkennt, was man euch 
reicht, und freudig werdet ihr es nehmen. 

Man verzeihe mir die Anlehnung an die Rede des M. Anto- 
nius in Shakespeares J. Cäser. Anlaß für diese kurze Ab- 
handlung war mir das Einladungsplakat zum ev. Schüler- 
gottesdienst. Es war ohne Genehmigung am schwarzen 
Brett des Tulla-Gymnasiums aufgehängt worden und auf 
Einspruch eines evangelischen Religionslehrers durch den 
Direktor der betreffenden Schule abgehängt und zurück- 
gereicht worden. 

So kommen nun die Schüler dieses Gymnasiums mittwochs 
eine V4 Stunde später in die Schule, woran offensichtlich 
niemand Anstoß nimmt. (Einige „verirren" sich trotzdem in 
die Kirche.) 

Ich möchte alle herzlich einladen, die freie Stunde zu 
nutzen und den Schülergottesdienst zu besuchen. (Jeden 
Mittwoch 8.15 Uhr bis 8.35 Uhr in der Christuskirche.) 
Ich freue mich auf die Gleichgesinnten. Achim Roland 



Termine 



der Mannheimer 



Jugendorganisationen 
im Stadtjugendring 




dienstags 
mittwochs 
samstags 
30. 3. 1963 
12. /15. 4. 1963 
12./15. 4. 1963 



CVJM 



V 



29. 


3. 


1963 


11./15. 4. 1963 


Für c 


lle: 


17. 


3. 


1963 


31. 


3. 


1963 


21. 


4. 


1963 


Freizeiten: 


27. 


7. 


bis 3. 8. 



FREIRELIGIÖSE JUGENDGRUPPE 
MANNHEIM, L 10, 4-6 



ab 19.00 Uhr 
19.30 Uhr 
ob 14.00 Uhr 
Elternabend 
Fahrt nach Zwingenberg 
Bundesversammlung in Mainz 



Laienspiel 

21.00 Uhr Gruppenabend 

Tischtennis und Volkstanz 



CHRISTLICHER VEREIN JUNGER MÄNNER 

K2, 10 

20.00 Uhr: Unser gemeinsamer Auftrag 
Gäste im Jugendzentrum: Der Jugendbund EC 
Genieinsame Osterfreizeit der Südwest-AG des CVJM 
für junge Männer und Mädchen im neuen Erholungsheim 
Hunoldstal/Taunus. Kosten: 30,- DM 

Baldige Anmeldung erbeten. 
Sonntag, 20.00 Uhr: Besuch beim Dalai Lama, 
bei Radhakrishnan und in New Delhi - Eindrücke von 
einer Indienreise - mit Farbdias 
Sonnta^^, 20.00 Uhr: Film des Monats 
„Judas' - „Bester Film Spaniens" und andere Auszeich- 
nungen - Unkostenbeitrag: 1,- DM, Mitglieder 0,50 DM 
Sonntag, 20.00 Uhr: Film des Monats 
„Jakobowsky und der Oberst" mit Curd Jürgens und 
Danny Kaye - Unkostenbeitrag: 1,- DM, Mitgl. 0,50 DM 
Voraussichtlich vom 25. 6. bis 25. 7. Internationales Auf- 
baulager in Waldsee, mit jungen Menschen aus Europa 
und Übersee. 

Jahrestag der AG der CVJM Deutschlands In Alten- 
steig/Nagold - Kosten: 40,- DM. 

Internationale Segelfreizeit in Botley/Engiand mit Mög- 
lichkeiten zum Wassersport aller Art. - Drei Tage in 
London, für Jungen und junge Männer ob 15 Jahren 
vom 5. bis 25. 8. 1963. 



12 



V 

\ 




GEWERKSCHAFTSJUGEND MANNHEIM 



Großer Bunter Abend der Gewerkschaftsjugend am ... ^ •-. 

Mittwoch, 17. 4. 1963, um 20 Uhr, Rosengarten Mannheim 

Wir präsentieren eine internationale Star-Parade nnit , ^ . • . 

Rene Riva, deutsctier Spitzensprecher und Quizmeister 
Jan Gregor, Europas beliebter Tenor - Griechenland 
Billy Johns, Exzentriker von internationalen! Ruf 
Trio Menaris, eine einmalige artistische Weitdarbietung 
des amerikanischen Fernsehens 

Bill + Ben, akrobatische Spitzenleistung, engl. Fernsehen 
und dem Quartett Favorit, deutsches Fernsehen 
Als Höhepunkt des Abends , n jr i 

Mona Baptiste, der internationale KundtunK-, 
Fernseh- und Schallplattenstar . ,,.•.» 

Ferner im Programm „Wir sind füreinander bestimmt 
Ein neues Frage- und Antwortspiel mit wertvollen Preisen 

für die Sieger. ., i r • i hm 

Eine einmalige Schau zum Vorverkaufspreis von 1 - UM, 

Abendkasse 1,50 DM. 
Vorverkauf ob sofort im Gewerkschaftshaus, Mannheim, O, 4, 8/9. - 
Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen und nicht zuletzt laden 
ir auch Familienmitglieder und ältere Leute zum gleichen Eintrittspreis 




März: 

25. /30. 3. 1963 
29. /31. 3. 1963 

30. /31. 3. 1963 

31. 3. 1963 

April : 

10. 4. 1963 

9./14. 4. 1963 

10./14. 4. 1963 

22./28. 4. 1963 

28. 4. 1963 

28. 4. 1963 

28.4. 1963 



BUND DER DEUTSCHEN 
KATHOLISCHEN JUGEND 



PSG: Ränger- Woche (Dienst cm alten Menschen) 

CAJ: Diözesanausschuß in der Hubertushütte bei 

Oberkirch 
BDKJ- Schulung für Frohschorführerinnen 

JH Neustadt/Weinstraße 
KJG: V/ochenende für Jungenschaft und 

Jungmannschaft 



Jung KKV: 

ND: 

CAJ: 

CAJ: 

BDKJ: 

Jung KKV: 

BDKJ: 



28.4.1963 PSG: 



w 



recht herzlich ein. 




27. 3. 1963 
31. 3. 1963 

3. 4. 1963 
10. 4. 1963 
12./15. 4. 1963 

24. 4. 1963 
27./28. 4. 1963 



1. 5. 1963 

Alle Veronsta 
im Jugendhei 



NATURFREUNDE-JUGEND 

Wachenheimer Straße 47 



Sing- und Spielabend 

Halbtageswanderung nach Altrip 

Treffpunkt: 14.00 Uhr am Wasserturm 

Leseabend 

Besprechung für die Osterfahrt 

Osterfahrt zum Naturfreundehaus „Gaistal 

Abfahrt und Treffpunkt werden noch bekanntgegeben 

Lichtbildervortrag des Gen. Reger 

1V2-Tageswanderung mit der Naturfreunde|ugend 

Ludwiqshafen: Neustadt - Bad Dürkheim 

Abfahrt und Treffpunkt werden noch bekanntgegeben 

Beteiligung an der Maifeier 

Treffpunkt 9.00 Uhr am Wasserturm 
tungen ohne Orts- und Zeitangabe finden jeweils 19.30 Uhr 
m „Erlenhof" statt. 



März: 

26. 3. 1963 

27. 3. 1963 

28. 3. 1963 

29. 3. 1963 



April: 

1.4. 1963 

2. 4. 1963 

3. 4. 1963 

4. 4. 1963 

5. 4. 1963 



8. 4. 1963 

9. 4. 1963 

10. 4. 1963 

Das „Hau 
1963 gescl 



16.00 
20.00 
19.00 
20.00 
19.00 
18.00 
18.00 
19.30 

19.00 
16.00 
19.00 
19.30 
19.00 
18.00 
19.00 
18.00 
19.30 
19.30 
19.30 
16.00 
20.00 
20.00 



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s der Jugend" 
ilossen. 



Diskussionsabend über politische Tages- 
fragen im „Haus der Jugend" 
Ostergemeinschaft in Hohewort 
Exerzitien in Seckach 
Internationale Woche 
Frohschar-Wallfahrt auf den Letzenberg 
Sternfahrt nach Neustadt 
Dekanatstanzabend in der Amicitia- 
Goststätte, Beginn 19.00 Uhr 
Gauwettstreit in Heidelberg 

Werken für Kinder 

Bibelabend 

Werken für Mädchen 

Politischer Arbeitskreis 

Webkurs 

Säuglingspflegekurs 

Näh- und Zuschneidekurs 

Tanzkreis 

Werkabend 

Werken für Kinder 

Werken für Mädchen 

Filmabend „Zorniges Schweigen 

Webkurs 

Säuglingspflegekurs 

Näh- und Zuschneidekurs 

Kochkurs für Fortgeschrittene 

Tanzkreis 

Fotokurs 

Werkabend 

Werken für Kinder 

Bibelabend 

Politischer Arbeitskreis 

bleibt über Ostern vom 11, 



April bis 16. April 





Getränke sind Markengetränke 
hoher Qualität, die nur von 
Brauereien hergestellt werden dürfen. 

Viele Millionen Flaschen ,,OLYMPI A" werden 
täglich in über 60 renommierten Brauereien 
der Bundesrepublik gefüllt. 

Herstellung und Vertrieb: 

Brauerei Durlacher Hof AG., 
Mannheim 

Eichbaum-Werger-Brauereien AG., 
Mannheim 

Schwanenbrauerei Kleinschmitt AG., 
Schwetzingen 



18 



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tlaulf für 




Vorschau auf das Freizeitprogramm 1963 

Im Freizeitprogramm des Stadtjugendringes Mannheim gibt 
es einen neuen Termin: 

Vom 2.8. bis 17.8.1963 DM 145- 

Das neu ausgebaute „alte Forsthaus in Faistenau" bei Salz- 
burg. Faistenau ist ein kleiner idyllisch gelegener Ort 
(786 m über dem Meer) in der Nähe der Festspielstadt 
Salzburg. Entfernung von Salzburg ca. 23 km. Unweit der 
Salzburger Seen ist Faistenau ein guter Ausgangspunkt für 
Wanderungen und Fahrten im Salzkammergut. Auch leichte 
Bergtouren sind möglich und die Badefreunde fmden am 
Fuschelsee, am Hintersee und in dem romantisch gelegenen 
Felsenbad direkt in Faistenau genügend Badegelegen- 
heiten. 





jdcc^e.f^i^'^^i^n^'^^^^^i^cZc 1963 

Hier die Termine - soweit bisher bekannt: 
Sonntag, 21. April 1963 
Sonntag, S.Mai 1963 
Samstag, S.Juni 1963 
Samstag, 6. Juli 1963 

Soweit nichts anderes bekanntgegeben ist; 
Beginn 18 Uhr, Ende 23 Uhr. 

Auskunft bei Stadtjugendring Mannheim, E 4 (Börse), Telefon 29326 29 oder 23883. 




Falirscliule 

Darstein 



k MANNHEIM 
T U 5, 25 - Telefon 27524 

empfiehlt sich für gewissenhafte 
Ausbildung 



Eigener Unterrichtsraum 

Unseren Fahrschülern steht kostenlos 
ein ca. 3000 Quadratmeter großes 
eigenes Ubungsgelände zur Verfügung. 



14 



, , , und Ijiet Ijahen die flieset das \ifott 



Werbung für die Bundeswehr 

Taucht im Gespräch oder Schriftbild die Bezeichnung 
„Bundeswehr" auf, so erregen sich die Gemüter. Allein das 
Wort vermag mit geradezu magischer Kraft die Masse der 
männlichen Jugend in geschlossener Front auf die Barri- 
kaden zu führen. Vor lauter stetig gärender Glut im Herzen 
wird begierig jede Gelegenheit erhascht, in der man seiner 
Brust wieder Luft verschaffen kann. Man kritisiert, schimpft, 
flucht, verdammt. Oh, diese bedauernswerten, innerlich zer- 
worfenen Geschöpfe! Sie übernehmen Schimpfworte und 
Argumente aus der Vergangenheit kritik- und gedankenlos 
in die Gegenwart. Für sie ist die Bundeswehr immer noch 
und trotz allem die alte Wehrmacht. 

Durch falsche Vorurteile verblendet, habt Ihr nicht einmal 
wahrgenommen, daß unser Staatsschiff mit samt seinen 
Schutzbooten erfolgreich nach katastrophalem Untergang 
die entgegengesetzte Richtung eingeschlagen hat, heute 
schon mit seinen Vorbildern konkurriert. Solch Umschwung 
konnte nur durch radikalen Bruch mit der Vergangenheil 
erreicht werden: Aufbau, Methoden und Ziele wurden neu 
fundiert. 

Man berücksichtige, nicht jeder aus der älteren Generation 
kann über seinen eigenen Schatten springen, auch nicht 
nach knapp zwei Jahrzehnten - wenn nur guter Wille und 
Vernunft vorhanden sind. Aber kein Pardon der jüngeren 
Generation! Sie schnappt altkluge, vorgewärmte Phrasen 
auf und wirft alles in einen Topf. Zu bequem, mit offenen 
Augen die Realität wahrzunehmen. Moderne Jugend, die 
sich morsche Vergangenheit oktroyieren läßt. Wo bleibt 
Deine Aufgeschlossenheit, Mitverantwortung? - Dein Ruf 
ist in Gefahr, fühlst Du Dich aller Pflichten frei. Zeige, daß 
Du nicht nur empfangen kannst, auch dienen, Opfer brm- 
gen für das Wertvollste, das der Mensch besitzt: die 
Freiheit. 

Großartig, eine kritische Jugend, die sich über entschei- 
dende Probleme einig weiß. Beschämend, wenn solche 
Einstimmigkeit auf Charakterschwäche beruht. 

Was erhebt die Bundeswehr zum Schreckgespenst des 
jungen Menschen? Nicht Feigheit, moralische Bedenken. 
Weit gefehlt - nackte, pure Angst, des Menschen größter 
Feind. Angst vor dem Ungewissen, vor materiellem Verlust 
und Einschränkung des eigenen Ichs, vor Verzicht auf 
Annehmlichkeiten, Angst vor Verantwortung. Bequemlich- 
keit wird demokratischem Pflichtbewußtsein vorgezogen. 
Angst vor der Bundeswehr - vergeblich wird sie unter- 
drückt. Gleichsam als schlechtes Gewissen bohrt sie im 
Menschen, ringt nach offener Bewältigung. Man hakt bei 
primitiven Dingen ein und sucht eine Erklärung. 

Wie läßt sich sonst die nagende Kritik erklären, die teil- 
weise den Leserkreis des „Sprachrohrs" befallen hat? Wo 
gibt's das, daß man sich über eine Werbung derart den 
Kopf zerbricht, gar Bedenken „an der freiheitlichen Ten- 
denz einzelner Artikel" aufkommen läßt? Übrigens zu 
Unrecht die unabhängigen Verantwortlichen des Stadt- 
jugendringes angreift? Kaum ein Organ kann sich auf 
solch eine Vielzahl extremer Mitgliedsverbände stützen. 
Nebenbei, idealer als in Form einer Zeitungsbeilage kann 



GEBR. 



man Werbung gar nicht aufgeben. Selbst bei intoleranter 
Gesinnung braucht man ein Organ nicht gleich abzu- 
stellen. Einfaches Rezept: die Beilage herausnehmen und 
verbrennen. Sofort können Sie „wieder mit beruhigtem 
Gefühl lesen!" 

Abschließend kann ich mich nicht widersetzen, eine letzte 
Einzelheit aus diesen Artikeln zu zitieren über den Werbe- 
text: Ein Beruf voller Berufe. Der Soldatenberuf wird ge- 
meint, der übergeordneter Begriff zu vielen Berufen sein 
kann. Mehr denn je werden in unserem technisierten Zeit- 
alter Spezialisten benötigt. Fachkräfte, ein Schlosser zum 
Beispiel, werden ihrer Vorbildung und Neigung entspre- 
chend eingesetzt und bekommen Verantwortung über- 
tragen. Zusätzliche Eigenschaften werden verlangt, die, in 
andere Berufe eingreifend, nur mit der Uniform in Em- 
klang zu bringen sind. Immerhin wird das Berufsbild des 
Soldaten wieder anerkannt, das durch die Vergangenheit 
schwer belastet war. Im Verlauf der Geschichte wurde das 
Militär nur als ausführendes Organ der Politik oder der 
Staatsmänner eingesetzt und oft mißbraucht. Der Soldat 
wünscht sich als letzter den Krieg - logisch, er muß als 
erster sein Leben einsetzen. Er hat genug Gelegenheit, sich 
im Frieden zu bewähren, bei Katastrophen zum Beispiel. 
Nicht umsonst lautet das Motto der Bundeswehr: „Stark 
sein für den Frieden." Roger Marquardt 




Laborbedarf U.Optik 



Eine Lanze für die Bundeswehr 

Auf einem Prospekt der Bundeswehr im vorletzten „Sprach- 
rohr" reagierten verschiedene Leser allergisch; bei zweien 
schlug sich diese Allergie in Briefen nieder, die in der letz- 
ten Nummer des „Sprachrohrs" der Öffentlichkeit zugäng- 
lich gemacht wurden. 

Nun, es ist bekannt, daß ein großer Teil der wehrpflich- 
tigen Jugend sich dem Wehrdienst zu entziehen sucht, zum 
Glück gelingt es nur wenigen, die aus Standesdünkel, 
Feigheit oder Verantwortungslosigkeit nicht dienen wollen, 
die militärische Ausbildung zu umgehen. 
In den meisten Fällen ist es die Angst, man könnte etwas 
falsch machen (sind nicht alle, die im dritten Reich „dem 
Volk mit der Waffe dienten", heute verfolgt und ver- 
schrien?) oder viel einfacher, es könnte einem selbst etwas 
passieren, die diese Leute davon abhält, ihre Aufgabe, 
die sie der Gesellschaft und dem Staat gegenüber haben, 
wahrzunehmen. 

Die Deutschen haben nichts dazugelernt: Wenn man Mili- 
tär sagt, hören sie Krieg, wenn man Waffe sagt, hören 
sie KZ. Eines unserer Nachbarländer, die Schweiz, hat 
eine Wehrmacht, die unter die am modernsten ausgerüste- 
ten Europas zählt, und den geringsten Prozentsatz Wehr- 
dienstverweigerer, obwohl es seit mehreren hundert Jahren 
in keinen Krieg mehr verwickelt war und auch an keinem 
künftigen Krieg interessiert ist. Zeigt nicht gerade das 
schweizerische Volk, daß es beim Wehrdienst nicht darum 
geht, die nötigen Voraussetzungen für einen Krieg, son- 
dern die zu jeder Zeit notwendigen Voraussetzungen für 



Seit 1887 
MANNHEIM, A 3, 5 

Telefon Nr. * 2 58 66 



15 



die Verteidigung des Landes, die Sicherheit des Staates 
zu schaffen. Der Staat - das ist jeder einzelne, und jeder, 
der nicht im Ernstfall in der Lage ist, seinen Staat (daniit 
zum Beispiel auch seine Familie) zu verteidigen, beweist 
die Unfähigkeit, für den Staat und seine Familie Verant- 
wortung zu tragen. 

Daß in der heutigen Zeit nur noch wenige Menschen aus 
freien Stücken dazu bereit sind, Verantwortung zu über- 
nehmen und zu tragen, weiß ich schon allein aus meiner 
Erfahrung in der Jugendarbeit. Um so mehr halte ich es 
für begrüßenswert, daß der Staat es jedem einzelnen zur 
Auflage macht, sein persönliches Opfer für die Sicherheit 
des Landes zu bringen und dabei vor die Entscheidung 
gestellt wird, selbst Verantwortung zu übernehmen. Ge- 
rade das versucht uns der Staat noch leicht und angenehm 
zu machen: Es wird von keinem Unmögliches erwartet, 
jeder kann auf die Art und Weise seinen Wehrdienst tun, 
die ihm am genehmsten ist, jeder dient durch die Ausübung 
seines Berufes im Heer dem Volk. Wer will da den zustän- 
digen Männern verübeln, daß sie den Soldatenberuf als 
„Beruf voller Berufe" bezeichnen, wo doch zur Zeit die 
Wehrmacht die einzige Institution in Deutschland ist, die 
nahezu alle möglichen Zivilberufe in ihrem praktischen 
Ausbildungsprogramm umfaßt. 

Die Gegenüberstellung von Schlosser- und Soldatenberuf, 
die in einem der eingangs erwähnten Leserbrief angeführt 
wurde, möchte ich an diesem Punkt richtigstellen: Ein 
Schlosser arbeitet meist nur, um den Lebensunterhalt für 
sich und seine Familie zu verdienen - daß er seinen Mit- 
menschen und der Technik dabei dient, ist rein sekundär; 
ein Soldat aber arbeitet in erster Linie für den Staat, für 
die Allgemeinheit - dabei gleichzeitig (jedoch in unter- 
geordnetem Maße) für sich. Ich will damit keineswegs 
sagen, daß auf den Beruf des Soldaten eine Gloriole der 
Heilsnotwendigkeit zu legen sei, sondern nur, daß die, von 
denen es verlangt wird, weder Recht noch Ursache haben, 
sich dieser Aufgabe zu entziehen, am wenigsten dann, 
wenn sie nicht einmal wissen, daß die KZ im dritten Reich 
nicht von Soldaten, sondern von SA und SS, als politischen 
Einheiten, bewacht wurden - denn solche Dinge lernt man 
bei der Bundeswehr im Gemeinschaftskundeunterricht. 

Im übrigen ist Landsverteidigung kein Beruf des Tötens 
(nachzulesen im Alten Testament: Das Volk Gottes tötete 
unzählige Landesfeinde mit Seinem Beistand, ohne damit 
in irgendeiner Weise gegen das Gebot Gottes zu ver- 
stoßen); es ist aber Mord, wenn man selbst versäumt, sich 
darauf vorzubereiten, im Ernstfall seinen Nächsten schüt- 
zen zu können - und das ist eben im Falle eines Krieges 
nur bei einer entsprechenden Ausbildung an der Waffe 

möglich. 

gez. Jörg Meuth, CP 

Mannheim, den 15. 2. 1963 



bestätigt wird, daß die Jugend nicht so schlecht ist wie 
ihr Ruf. 

Ich hege kaum Zweifel darüber, daß in einigen Gruppen, 
besonders in Jugendgruppen, auf die Bedeutung des Volks- 
trauertages hingewiesen wird. Aber sind diese nicht in 
der Minderzahl? 

Bei der diesjährigen Gedenkstunde auf dem Hauptfried- 
hof in Mannheim war die Jugend nur sehr spärlich ver- 
treten. Von Jugendgruppen sah man überhaupt nichts. 
Es mag sein, daß der Jugend dieses öffentliche Auftreten 
nicht gefällt, aber im persönlichen Gespräch mit den Ju- 
gendlichen zeigte sich auch ein großes Desinteresse für 
diesen Tag. 

Falls ich dennoch in meinem Artikel etwas zu hart gegen 
die Jugend gewesen sein sollte, möchte ich mich dafür 
entschuldigen. 

Mit kameradschaftlichen Grüßen! 

Hans Buschmann 



Lieber Kamerad Schöpperle! 

Für Deine Zuschrift im Sprachrohr Nr. 1 Januar/Februar 

1963 danke ich Dir bestens. 

Es ist zufriedenstellend, wenn von einem Jugendsekretär 



Sehr geehrter Herr Bauer! 

Lesen Sie den „Spiegel"? Lesen Sie dieses Magazin mit 
besonderem Interesse? Noch eine Frage: Hegen Sie viel- 
leicht Befürchtungen, daß die freiheitliche Tendenz der 
„SpiegeK'-Artikel bald verschwinden wird, weil das Maga- 
zin bis in die jüngste Zeit Großinserate der Bundeswehr 
abdruckte? Ein Sprichwort sagt ja: Wes' Brot ich eß' des' 
Lied ich sing'. Damit hat also der „Spiegel" zweifellos das 
Brot des weiland Verteidigungsministers Strauß gegessen. 
Sie werden aber nicht im Ernst behaupten wollen, er habe 
deshalb auch das Lied des Herrn Franz Joseph gesungen! - 
Ihr Brief, sehr geehrter Herr Bauer, verrät eine gewisse 
entschuldbare Unkenntnis der Art und Weise, in der unsere 
Sprachrohr-Artikel zusammengestellt werden. Sie brauchen 
wirklich keine Sorgen haben, in unseren Redaktionssitzun- 
gen sind weder Vertreter der Bundeswehr anwesend, um 
die freiheitliche Tendenz der Artikel zu überwachen und - 
wenn nötig - zu beschneiden, noch Vertreter der Kauf- 
häuser Hansa und Anker, die ebenfalls bei uns schon 
inseriert haben . . . 

Sie schreiben ferner, daß es „auch noch junge Menschen 
gibt, die über ,Vaterlandsverteidigung' anders denken und 
keine Soldatenausbildung brauchen". Mit dieser Feststel- 
lung haben Sie völlig recht, aber es gibt auch noch junge 
Menschen, die über Vaterlandsverteidigung anders denken 
als Sie und die deshalb auch die Soldatenausbildung nicht 
so in Bausch und Bogen ablehnen, wie Sie es für richtig 
halten. Ich fmde, eine Zeitschrift wie das Sprachrohr sollte 
Rücksicht auf ihren gesamten Leserkreis nehmen. Ebenso 
sollte jeder Leser die Ansichten und Meinungen Anders- 
denkender in Freiheit respektieren. Niemand verlangt, daß 
er deren Anschauungen übernimmt, und genau so wenig 
verlangt jemand, daß er Broschüren liest, welche unserer 
Zeitschrift beiligen, wie z. B. die der Bundeswehr, die 
nebenbei bemerkt sprachlich recht dürftig war. 

Mit freundlichem Gruß 
Volker Schmitt 



Bildungswerk der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft e. V. 

Zweigstelle Mannheim, L 13, 9 

die berufliche Bildungsstätte für alle Angesteliten 



Seminare 

Auslandslehrgänge 

Fachprüfungen 



Aufbau-Seminare Institut für Groß- und 

Fernstudien Außenhandel 

Institut für Industrie- Institut für Organisation 

Betriebslehre und Automatisierung 

Auskunft erteilt: D AG-Geschäftsstelle Mannheim, L 13, 9, Telefon 24821 



16 





Alice Bensheimer 

geb. Goblentz 

Bernhard Kahn 



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Synagoge in Mannheinn 
nach einem alten Stich 




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Julius Aberle 



Viktor Lenel 






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Bernhard Hersch 



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Postverlags 
Märi/April 1 



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Ludwig Land 



■*. v ■ 



Mitgliedsverbände des 
Stadtjugendringes 

Altkotholischer Jugendbund 
Mannheim 

Arbeiter-Rod' u. Kroftfahrcr- 
bund „Solidorifät" 

Bodischer Sängerbund 

Bodischer Sporfbund, 
Kreis Mannheim 

Bund der Harmonil<ofreunde 
Mannheim 

Bund der Deutschen 
Katholischen Jugend 

Christi. Pladlinderschaft 

Christlicher Verein Junger 
Männer Mannheim 

Club Graf Folke Bernadotte 

Deutsche 
Alpenvereins- Jugend 

Deutsche Angestellten- 
Gewerkschafts Jugend 

Deutsche Jugend d. Ostens 

Deutsche Pfadfmderschoft 
St. Georg 

Deutsche Rotkreuz-Jugend 

Evangelisches Jugendwerk 

Freireligiöser Jugendbund 

Mnnnho'im 

Gewerkschaftsjugend 
Mannheim 

Gitarren- und 
Mondolinenverein 

Internationaler Jugendclub 

Jugend der Deutschen 
Lebensrettungsgesellschaft 

Landjugend 

Methodisten Jugend 

Naturfreundejugend 

Odenwaldklub 

PfadFmderbund Nordbaden 

Politischer Arbeitskreis 
Oberschule 

Ring Deutscher 
PfadFmderinnenbünde 

Sozialistische Jugend 
„Die Falken" 



AUS DER JÜDISCHEN GEMEINDE MANNHEIMS 
BEWÄHRTE UND VERDIENTE MANNHEIMER BÜRGER 

LUDVyiG FRANK 
geb. in Nonnenweier 1874, gefallen in Nossoncouit bei Luneville 1914. 
Rechtsanwall in Mannheim, sozialdemokralisches Mitglied der badischen 

Kao-imer und des Reichstags. 

VIKTOR LENEL 
geb. in Mannheim 1838, gest. m Mannheim 1917. 

HERMANN HECHT 

geb. in Odenheim b. Buchsal 1877, 
Ehrenpräsident der Rhenania-Schiffahrtsgruppe. 

MAX HACHE NBURG 

geb. in Mannheim 1860, gest. in Berkeley (Californien), 
International anerkannter Jurist, Ehrenbürger der Stadt Mannheim. 

m 

CARL LADENBURG 
geb. in Mannheim 1827, gest. in Mannheim 1909. 
Seniorche^ des 1785 gegründeten Mannheimer Bankhauses W. H. Ladenburg. 
Abgeordneter des badischen Landtages. Ehrenbürger der Stadt Mannh( 



leim. 



DR. AUGUST HOHENEMSER 

geb. in Mannheim 1834, gest. in Mannheim 1914. 

Seniorchef des Bankhauses N. L. Hohenemser Söhne. 

FRITZ CAHN-GARNIER 

geb. in Mannheim 1889, gest. in Mannheim 1949. Stadtsyndikus. 1933 entlassen 
Finanzminister von Württ. -Baden. 1948 Oberbürgermeister von Mannheim. 

HEINRICH CARO 

geb. in Posen 1834, gest. in Dresden 1910, seit 1868 Chemiker der Badischea- 
Anilin- U.Soda-Fabrik. Einer der bedeutendsten Gründer derTeerfarbenchemie. 

BERNHARD HERSCHEL 

nph In F.nmori,-k 1007 ^^.+ \^ M..-P • U .- ^ -w, 1 QO.'; ',^.!-.,H-+,- -,. J -, „ -...,_ O ^ „ r...,..,^ 

C/ - ■• -•• •^■-' , w(«^-.i. III iVlOlii iionl. l7v-.J, \^\^\\\j\ \K, Z.U UC.M \^ \J\J^\\ iiIIumZ 

mönnern Süddeutschlands. (Regiegeschäfte Rohtabak). B. Herschei vermachte 
der Stadtgemeinde testamentarisch 500000 Mark zur Errichtung eines Hallen- 
schwimmbades, dessen Bau 1905 begonnen wurde. 

JULIUS ABERLE 

geb. in Mannheim 1841, gest. in Mannheim 1893. 
Stifter der Julius und Henriette Aberle-Stiftung zum Bau der Mannh. Kunsthalle. 

LUDWIG LANDMANN 

geb. in Mannheim 1868, gest. 1945. 
Syndikus der Stadt Mannheim, Oberbürgermeister von Frankfurt Main. 

BERNHARD KAHN 

geb. in Stebbach 1827, gest. in Heidelberg 1905. Mitinhaber der Bettfedern- 
fobrik M. Kahn Söhne G.m.b.H., Mitglied des Stadtratskollegiums. 

FRITZ HIRSCHHORN 

geb. in Mannheim 1845, gest. in Mannheim 1908. 
Von 1887 bis zu seinem Tode Mitglied des Stadtratskollegiums. 

^ EMIL MAYER 

geb. in Mannheim 1848, gest. in Mannheim 1910. Inhaber der 1838 gegründeten 

Firma Gebr. Mayer Zigarrenfabriken, Mannheim. Mitglied des Mannheimer 

Bürgerausschusses und des badischen Landtages. Kommerzienrat. 

ALICE 3ENSHEIMER 

geb. Coblentz, geb. in Bingen 1864, gest. 1933? Mitglied der städt. Armen- 
kommission Mannheim. Gründerin des Jugendfürsorgeausschusses; hervor- 
ragende Verdienste um die deutsche Frauenorganisation. 



Herausgeber der Jugendzeitschrift „das Sprachrohr" ist der Stadtjugendring Mannheim. Verantwortlich für den Inhalt: Geschäftsführer B. Floeck. 
Zuständiger Sachbearbeiter: H. Bauer, I.Vorsitzender des Redaktionsa 'sschusses : H. Buschmann, DLRG. 2. Vorsitzender : H. Schmeicher, BdKJ 
Schriftführer: F. Körner, DGB. Ständige Mitarbeiter: K. Schmid, M. Meilen, J. Lüders, K. D. Groschke, V. H. Schmitt, J. Meuth, K. H. Herbst, 
„das Sprachrohr" erscheint 2monatiich. Bezugspreis -,50 DM. Jahresabonnement (6 Hefte) 3,- DM. Postverlagsort Mannheim 2. Anzeigenverwaltung- 
Druckerei- und Veriaqs-Gesellschaft m.b H., R 3, 13-15, Tel. 2 09 66. Druck. AZ-Druck Mannheim. 
Anfragen sind zu richten an: Stadtjugendring in E 4 (Börse), Tel. 2 93^23 39 u. 293/26 29. 



Ihre Heimat 
war die SPD 

Hedwig Wachenheims Memoiren 



Im Oktober 1969 starb im Alter von 
78 Jahren Hedwig Wachenheim, 
deren Buch „Die deutsche Arbeiterbe- 
wegung 1844—1914" vor einigen Jahren 
Aufsehen erregt hatte. Nun liegen die 



Hedwig Wacheiiheim: Vom Großbilrjer- 
tum zur Sozialdemokratie. Memoiren 
einer Reiormistin. Colloquium Verlag, 
155 Seiten, 14,80 Mark. 



Erinnerungen der Sozialdemokratin vor. 
In einer kurzen Vorbemerkung stellt 
Susanne Miller, die die Memoiren in 
vorbildlicher Weise für den Druck be- 
arbeitete, zur Bedeutung dieser Erinne- 
rungen fest: „Die autobiographische 
Schilderung, wie die ,höhere Tochter' 
aus einer großbürgerlich-! üdischen Fa- 
milie der Jahrhundertwende ihrer Um- 



gebung entwächst, in der Arbeiterbewe- 
gung ihre politische und menschliche 
Heimat findet und dort eine bemer- 
kenswerte Rolle spielt, ist ein Stück 
moderner Sozialgeschichte." 
Tatsächlich geben die „Memoiren einer 
Reformistin", die bis in die Zeit nach 
der Novemberrevolution reichen, wich- 
tige Einblicke in die Sozialdemokratie. 
Selbstverständlich vermitteln sie kein 
objektives Bild der deutschen Arbeiter- 
bewegung, denn Hedwig Wachenheim, 
die von sich selbst sagte: ,.Ich hatte im- 
mer auf der Rechten der Partei ge- 
standen", sieht die Probleme nur aus 
diesem Blickwinkel. Für die Revolu- 
tionszeit etwa spricht sie der Führung 
der Mehrheitssozialdemokratie zwar 
„Ausstrahlungskraft" ab, glaubt aber 
an deren „Einsicht" in die Lage. 
Auch andere Einschätzungen gehen am 
heutigen Forschungsstand vorbei. Wenn 
es z. B. über die Märzaktion, den kom- 
munistischen Aufstand in Mitteldeutsch- 
land, lapidar heißt: „Es floß viel Blut, 
ehe Severings Polizei und das Militär 
die Ordnung wiederherstellen konn- 
ten", so vermischen sich Fehler und 
Trugschlüsse zu einem einseitigen Ge- 
schichtsbild. 



Dennoch sind die Memoiren auch als 
Geschichtsquelle wichtig, widerspie- 
geln sie doch Vorstellungen und Motive 
der „rechten" Sozialdemokraten aus 
intelligenter Sicht. Auch die Beschrei- 
bung der Atmosphäre ist sehr wertvoll 
Hervorzuheben ist vor allem die unge- 
schminkte -— selbstverständlich sehr 
subjektive — Charakterisierung vieler 
Personen der Zeitgeschichte. H. Wachen- 
heim war ja nicht nur mit auf dem 
rechten Flügel stehenden Sozialdemo- 
kraten bekannt, sondern z. B. auch mit 
Paul Levi, \vas ihre menschliche Unab- 
hängigkeit zeigt. 

Sehr interessant sind auch die Schil-i 
derungen der Jugend in Mannheim und' 
der engen Beziehungen zu Ludwig' 
Frank sowie die Hinweise auf die 
Liberalen. 

Das Buch erschien als Beiheft der „In- 
ternationalen Wissenschaftlichen Kor- 
respondenz zur Geschichte der deut- 
schen Arbeiterbewegung". Die seit Jah- 
ren von Henryk Skrzypczak heraus- 
gegebene, sehr verdienstvolle Zeitschrift 
wird zweifellos durch diese „Beihefte" 
noch an Bedeutung gewinnen. 

Hermann Weber 



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An acrogramme containing any enciosure will be scnt at airmail - ictlcr rate. 



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Jerusalem, d . 15 . 1 . 72 . 



Sehr geehrter Herr Professor Hamburger, 

wie ich in meinem Brief von voriger Woche, den Sie inzwischen 
hoffentlich erhalten haben, versprach, habe ich inzwischen das bei mir 
befindliche.Jg gwünschte /Material gesichtet , kurz zusammengefasst und 
sende es Ihnen hiermitll Ich entnahm aus Ihrem Brief ,dass Sie beson- 
ders an der Arbeit meines Mannes in der Weimar - Periode interessiert 
sind. Trotzdem hielt ich es für wünschenswert , einen ganz kurzen üebtr« 
blick über seine Tätigkeit vorher zu geben ^k« Sie werden ja aus dem 
Material aussuchen, was für Ihre Zwecke erforderlich ist. Sollten Sie 
noch irgendwelche Fragen haben, so stehe ich Ihnen selDstverständlich 
sehr gern zur Verfügung, 

Mit bestem Gruss 
Ihre 



In der Anlage : 

1) Allgemeiner üeberblick 

2) Lebenslauf .von Friedrich Ollendorf f selbst verfasst ,etwa im Jahre 

' 1919 oderl92o 

5) Verzeichnis der Arbeitsgebiete des Dezernats von F. Ollendorf f 

im Magistrat i:ierlin (Photocopy) 
J4.) Zeugnis des Magistrats Berlin, unterschrieben von Bürgermeister 

Scholtz( Photocopy) anlässlich seines Ausscheidens, 

5) Zeugnis vom Magistrat Berlin aus dem Jahre 1927 »anlässlich seines 
Ausscheidens aus der Arbeit (Photocopy) 

6) Liste verschiedener Veröffentlichungen von F,0, (Leider habe ich 

nur die hier angegebenen in meinen Besitz - ausser Gesetzes- 
Entwürfenjt'länen und Referaten,; 




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Liste vo n Veröffen tlichungen^ 



1.) Von 



-iJT'^om V'Jesen der Wohlfahrtspflege 
Berlin 1918 .Verlag von Franz Vahlen. 



2.) Referat : Dasjrerh_ältnis_der_j3ri^t_eiLjüiLsor^ 

Säff druck aus "Soziale Praxis u. Archiv f. 
Volkswohlfahrt" .1921. 

fahrtspf lege, 1925. 

U ) zur O rKanisa tion der_öff entlicMSf^ürsorge a^ 
4.) ^ur_uri5a — ^--55^ j^^^pg^^ ^ n ohne Jahreszahl)^ 

c ^ n«D-pnwfirtsfras;en der j üdischen Wohlfahrtsarbeit. 

^•^ ^^ISlSlSrdi^-BS^iHi^n liFaelitischen gemeinde- 

Zeitung, München 1V29. 

6 ) Wohlfabrtsrecht . me^wicnti^sten^setze^ 

deT'Reichs und Preussens 

für Praxis uncL_Ausbildun£ 
heri[IIigigibi7rvo5T;F:F^iedrich Ollendorf f und Dr. 

* * Max Kreutzberger. 

Berlin 1929, Verlag von Franz Vahlen. 

7 ) StändiKer Mitarbeiter de»" Wo^LlL^^rls-^Korresponcienz 

7.) Standiger J^ i^achrichtiHTBerichte und beitrage für die 

Presse aus dem gesamten GeDiete der Wohlfahrtspflege und 
sozialen Fürsorge. Berlin 1925» 






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Lebenalftuf. 






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loh Friedrich Ollandorff bin am 14, Mär« 1889 in 
Breslau als Sohn dö8 verfttorbenan Justizrats und Stsdtver- 
ordnöton Isidor Ollöndorlf und samer Ehefrau, jt^tzigün 
Stadtvarordnetan, Paula Ollandorff, gab, Olldndorff, geboren. 

loh bin prwussischer Staatsangc^höriglceit und jü-- 
disohön Glaubons, 

-ch besuchte in Breslau das Gynnaeium und s^u- 
diarte naoh bestandener Büif^'prüfung (1906) in Breslau 
und Berlin zunächst MediÄin und Kechtswissenschaitan, später 
nur Föohtswissenschaiten. Anfang 1910 bestand ich in Breslau 
mit gut die ersts juristische Prüfung. Bei Ausbruch des 
Krieges stellta ich mich zunächst dem Sanit-itsawt VI. Armee- 
korps zxkV Verfügung uid war hier als Dezern ant für La^^aratt- 
sachen bosch^'ftigt . Oletober 1914 ging ich als 3Criag8iröi- 
williger ins Feld und nah-n als Sanitätssoldat und--i.iter- 
cfiizier zun'ichst bis Virz 1915 an peldzu^^s tail. rahrtmd 
dieser Zeit pro^rovierte ich an der Sohlesisohon Friedrich- 
Wilhelm - UniveraitHt in Breslau '^.it magna cum laude zum 
Doktor juris. Von Värz 1915 an war ich wegen einer mir im 
Ff^lde zugazogonen Erkrankung einige 'onate im Hoimatlazarett . 
Am "nde der Rekonraleüzenz bestand ich It: Juli 1915 mit 
AktanTermerk T.ein Assessor - '^otcxaman. Nach meiner Qunasung 
war ich vom Juli 1915 bis Januar 1916 wieder im Felde. Als- 
dann wurde ich von der TUlit'irbJhjrde als Hilfsarb '^it er \ 
zum ••Aussohuss für die Kriegsverletztenfürsorgs in der Pro- i 
vinz Schlesien" nach Breslau versetzt. Am 1. August 1916 
übernahm ich die Stellung eines juristischen Hilfsarbr^it ers 
beim Magistrat in Breslau, Im Juni 1917 wurde ich mit 
Wirkung vom 1, Scpterrbsr 1^17 ab vom ?/agistrat in Breslau 



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2.) 



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als llagi«trat»»»8e8.or l-benslängliOi angwt.llt. In 
dla.T Stellung befinde lob mich noch Jetat. ^aben meiner 
Btädtl.chen Tätigkeit gehörte leb obranamtliob dem Vor- 
stände dö« -VollcsretB zu Breslau, Zentralrate für die Pro- 
vinz Soivleslen- von «einer Gründung am 9. '-oTamber 1S18 
bis ^u Beiner am 31. Ds^ember 191« «rfolgten Auflösung an. 
Ge,jem.«.rtig bin ich Tom Br^^slauer Vagistrat auf einige 21.it 
nach Berlin beurlaubt, ut. als Sachverständig»"- i'^^ S"""»«- 
Etädtlscbe rehlfshrtspflage ( Ju^ondlürsor^'e) bei der Ver- 

a 1 ^A^M Von «-hftn Aurcy^ döTi döutßchen Zentral- 
teilung der Auslandsli^Des^sDan eure u^u 

aussot:u8. für die A.slsndehilfe (Vorsitzender des Arboxts- 
aussohuosesi OaheiTrrat B o « e vom Reichs Wirtschaft smi- 
nlEterlu«) und durch die Deutsche Wohl f«hrts stelle n^it^u- 



wirlc3n. 



U.bor ^eine Ausbildung und TäxigVeit auf dem Oe 



bl.te der Jugendpflege - und fürsorge und allgenain.n 

tohlfehrtspfl 'ge kann ich folgendes angaben: 

Während meines Studiums und mainer Peferendsr- 

z«lt «ar leb, und ^war 190B und 1909 im Ansohluss an die 
-Deutsche Zentrale für Jugendfürsorge- in Berlin und Ton 
1O09 bis 1^14 für die"Br98lf.uer Zentrale für Tugondf arsorgs- 
in praktischer Finz^larb^it und organisatorisch auf dem Oe- 
biots der Kinder - und Ju.endrürsorge beschäftigt. iTäbrenä 
meiner Aussonarbait für dl. "Deutsche Zentrale für die 
Ju,^,ndfürsorgs- hab. ich einen Einblick in die besonderen 
Berliner sozi^^len Verbnitni.se gewinnen können. In der ror- 
g.nannten Zeit habe ich auch einige theor3ti.cbe Arbexte« 

auf de« Oabiot. der Jugend fürsorg, in den Tagungshsrichten 
und Mitteilungen d.r -Deutschen Zentrale für Tu,endfürsorge- 
vnröff.ntlicbt. Seither bin iob mit der -Deutschen Zentral. 



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3.) 




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für Jug.-ndfürflorg«" In Berlin In dauernder Verbindung ge- 
tolisben. In praictltober Jujandpfl =g=arb-lt habu loh eine 
Zelt lang durch l'itarb3lt in dan Knnbenklub» der Socialen 

Arueita^eri^inaoliaft in Breslau gdetanden. «ihr ^^nd moinar 
TH.tigic-nt baiin "Avaachusa für Kri9:^8Terlatztanfür8orge in 
der ?rgvina SoMaaiön" war loh an dar Finriohtung und am 
Ausbau d^)r aohlaaiaoLdn Kr: ojaverlat^taniLiraorge, w'ihrcnd 
itainar Arbeit im Vorstände daa "Zöntralreta i Ur dia Pro'fin» 
Sübleaiön" im latztan Jahre, an der Barorm der Or,;ani8atlon 
dar /ürscr^-asr^ierung und d-8 Arbeitenachwalawaaona in der 

r^ietfat, ih Brl^alau «ac ich 




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*\äÄt/ a 'It 1916 hauptb-icrlioh t^tig in Dö^drnaian der Ar-^an- 



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i-/äb3 ich vor allem dia ü3bidt.a dwr Klainkindtjrfursorge, 
Sohulicindarprl>ia (ölnaonliaaalioV Lsndouf anth»Mt und 
Soru>pei8ing ) und Sohulentlaas-nen-Wohlisbrt (3c>ul:.ntlaa8«- 
nanprl .la - ^^■^- türaorje) b^^arbeitat. ^abei habe ioh die 
fj0uor-9niaation d.r Berliner Sofculk^ndarpfldga (Zuaa-.-en- 
faaaung der Braslnuar r.ortd, terlcBtättan und findarlaae- 
hallan in ainan -Braclftu-sr Verband für Sohuivindarpflage», 
inibam ioh als Schrift fahrar tUtig bin) und dar Kloiniinder- 
lüracr^-e (Zuaanmanraaaung dar Braaleuar Kinder^ Irtan und 
Kl>^inkinderbawahran8t.altan ßcwitj Au8ü©8taltung ihrer hy- 
glanlaohen -Innohtun^-an) duroh Begründung ainea »Breal-^uar 
Verbandes i<xr Kl-in<cinderfür«orge» , dam ioh als Ec!-rift- 
förer angohöra) praWUaoh durclr.rUhr an halfen. Sodann habe 
loh mltgearb'itat an d r nooh in dar Durohführun« begriff»«»« 
Ausgestaltung aine» -Arb .ItsauSMhusees für Sohul entlass^nen- 



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4.) 



Wchlffttirf (imfft««end Inatoasondar» die üeeundheit. - und 
Wohnung sfürsorge aowie die Börufsboratung für Sohul- 
entlaseena und die Einrichtung Ton Abendh nmen für die 
Hort..ntl889anon in dan horträuman. ) Auch hin ich an den 
Vorarbeiten für die allgesieina Organleation .ine» Tugend- 
STites in Breelau bot eil igt. 

Haohdam durch die N=»uordnung dar Berliner Jü- 
.^endfürsorge das Arbai^ss^biat de» Ju.jendpfl ^g«amtae die 
vorerwähnten Einzoljabi^te der Kinder - und Ju^endpf 1 ^^e 
umlaest, aut denen ich /ihre-nd äiiähriger Tiltxgk.it in Bree- 
lau or-ani.atcrieche und praktische Erfahrung^m aa-rmeln 
konnte, veranlasst mich zu der Bewerbung um die TMroktor- 
etalla dee .Tu ;endpfl j-^a^te der Stadt Berlin vor alle« 
der Wunech und die Hoffnung, di . vr:ihrand r.einar Vorbildung 
4nd in d«r Brealauer pr.vtiechen Arb.it erworbenen Kenntni.« 
89 in den W^^n«t dar Orjanieatlon der Berliner Tu^end- 
pflflije atöllan zu Können-. 



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Friodrich Ollenciorff ^"urde c^ebor^^^n ll;.3. 1^^'9 i» Breslau. 
U^bev Studienzeit mö Arbeit in aen Jahren von 19lL - iVI9 1-19 
verweise ich ul<= Grundlap.e ^uf oen beiliegr.nden,von ihm selbst ver- 
fassten. Lebenslauf .von 1^)22 ca.) und bemerke er-anzend Folgendes : 
Noch während der Studienzeit war er in London und nahm re-en Anteil «n 
der Arbeit im Rast-Kna.und in bresliu auf verschiedenen Gebieten der 
Sozialarbeit ( insbesondere Jugendt^ericht) . 




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kreuz für Frontkampl er verliehen cekam ! , ... 4 

Schon in c.en Jnhren 191^1- 1^1'^ "'^^^^^ ^^^ regen Anteil an aer judi- 
schen Arbeit ( Vortrage über aie NotwenoigKeit der Zentr.lisieruni^ 
(Zentralv'ohlfnhrtsstelleX Siehe Auf atz : Von ^.iolon una vte-ea judi- 
scher ^ohlfahrtsDflege, in: Vom Wesen der Vohlf -ihrtspf le,<,e , Berlin l^^lb.y 

191'-^- ?o war eine üebergangszAit in die berliner Arbeit. 19^'o 
wurde er zum Direktor des Jugendamts in Neu-Köln,bezirK berlin, gewählt 
und etw.s spater als juristischer Generaldezernent zur Deputation für 
JUfiendwohlf ahrt am Magistrat Berlin ernannt. 

19,^ wurde ihm zusätzlich das Dezernat über die allgemeinen 
Angele^^enheiten der Bezirks Jugendämter und Bezirksfürsorgestellen , sowie 
das Dezernat für Auslandshilfe, einschliesslich Ouakerspeisung^ über- 
tragen. ( Anliegend Photocopy der Liste der ihm anvertrauten Aroeits- 

;.?;ebiete.) . ^ ^ 

Mit üebernahme dess Dezernats war er zum Oberma^^istratsrnt 'Er- 
nannt worden. 

In den Jahren 19-0 - 2k wurden die Grunalagen lur eine moderne 
•/Wohlfahrtspflege gelegt. Kurz nach Ausbruch der xHevolution ging in der 
deutschen ..ohlfahrtspf lege , insbesondere der Jugendwohlf ahrtspt lege , 
eine umvvälzende Aenderung vor sich. Statt der veralteten Grundsätze 
wurden Prinzipien für eine moderne Wohlfahrtspflege festgelegt , die ihrö 
Zeit und den in huropa üoerhaupt üblichen Gedanken v.eit voraus gingen. 
Friedrich Ollenoorff gehörte zu dem Kreis von s^xisi Sozialoolitikern 
und anderen Fachleuten, die diese Grundlagen formulierten, ^n den darauf 
bezüglichen Gesetzesvorschlägen mitarbeiteten und sie praktisch durch- 
führten. Es handelt sich hierbei um das Reichs .1 U pJ:endvv:Qhll . , h r 1 1 .jP .setz 
vom 9. Juli 19^2, die Fürsor-^.epf lichtverordnun^. v ;m 1^ . Februar 19^U 
und die ReichsKrundsätze über Voraussetzung. Art u na Mass der öffent- 
l ichen Fürsorge vom ii . Deze-r.ber 19 2L\ . (Vgl> hierzu aas Zeugnis des 
Bür ^r>rpoi^^ i:^T>.Q SüluO^ta- v^m i;;^. November 1^27 und insbesondere aie aaf 
dort" auf' Seite 2 angeführten Aufgaben, im übrigen auch die zu aem 
Dezernat gehörigen, Punkt" . ) ^ (Photocoj^y von oeiaen Dokumenten bei- 
liegend.) ^t< ^C7^ ( r/ i i » '^^ 6 if i^^a ' Jin - ^jfi. Uiii:ti/fci ' ^^i'f^ fp 
inxatiexsn ^Jahren x'?^ aFxK . 



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Bemerkenswert i3t,dass dieso neuen Geaanken unmittelbar nach dem 
riege und zur Zeit von Massenarbeitslosigkeit in Deutschland von 
iesem aktiven Kreis von F:.chleuten konzipiert und durchgeführt wurde. 



2. 



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In diesen Jahren /-ar F.O. auch tätig; als D zent an der Sozi^pn 
Frauenschule i Alice Salommn ; .sowie an der Hochschule für Politik In 
Berlin und an der Hochschule für Qie is-enschaf t des Judentums , eben- 
falls in Berlin, wobei er die Gelegenheit hatte, seine vertiefenden' 
Gedanken -and Reformpläne auf sozialpf legerischeni und sozialpolitischen 
Gebiet zu verbreiten. ■•.^j.^^livii 

«f-r^. f^? Gedanke, dsfr ihn stets oeschäf ti-te , war oie /.usamri.enarbeit der 
öffentlichen una freien Kohlfahrtspi leeie. 

Im Februar 19?? varliess F.Ü. auf 'eigenen /.unsch die Arueit als 
Obermagistratsrat dpr Stadt Berlin una übernahm die Aroeit als 
Geschäftsführer der ZentralwoMfahrtsstelle der i^eutscnen Juden. an aer 

er schon vorher als üigitaol« Mitäliod des Vorstandes mass-^eolich tati^ 
war, -"^-^n, 

Einige seiner «otive für aiesen für damals als ungewöhnlich er- 
sch-in-nden Schritt sind in dorn folgrnoen .itat erkennbar in.it c-nt>n er 
?,^^r" t- r-^f «inleitetr„Die Zentralwohlfahrtsstelle der deut/?cHen 
Juden, Rucfcjülict-r- Gegonwartsbericht - AuHbllck;' erschienen in " Zedakah ^ 
-Zeitschrift der Jüd. Vohlf ahrtspfle.^e ,192S. b,verkü..zt wieSerge^epen 
m oer Zeitschrift 'Jüaische ' ohlf .hrtspfl.ge und iozialoolitik^ 19-7". 

Das erste Jahrzehnt oes Bestehens der z,. .. St. oer Deutschen Juden - 
sie ist am 9.bept^'nber 1917 in Berlin uegründet woroen - hnt ale Grund- 
lage für ihren Aufbau und ihre Tätigkeit gelegt, auf der .uch alle 
gegenwar ige Organisations - und Fürsorgearbeit steht. e,ntstünden au<. 
der (oppelten i-.rkenntnis ,die durch die schwere ba-e der allgemeinen und 
judischen ..ohlfahrtsarboit der letzten Kriegsjuhro in Dout'chT nS 
gegeben ^ar ;äas3 nur durch bmheit und Zusamme narbeit eine ,„t-^ und 
Äirk^^m^v^fellahrtspfle^^ hat cie ^.V..3t. wahi^^^Ttl^Sr 

ersten zehnjährigen Zeitraums in der ^..3^,nun^nr»^suna al len Kr. -f rt ^ d-n 

entscheidenaen Gedanken für Aufbau und •'•irkung erkannt. " ^~~ 

In aies m Satz spricht F.O. den GrundgedanKen aus! der ihn B«txs<xi- 
in somer Arbeit in der Z.A.St. leitete. B«xxa«i 

■'■"^^■^^ '^'^'^ Jahren nahm e.- lebendigen jnd -ktiven A it' il an aer 
Internationalen ■.chlfnhrtsarbeit , speziell an der jüaischen. Kr war 
SifgHBisDrfeo, die treibende Kraft oei der Organisierung oer Intern .tion-. 
len Konferenzen für jüdische ^^ohlfahrtspf llge in Frankfurt a/!r"l"°""' 
ri tf'^iXw-' ' "'k" '^■'"ittelbar nach dem .weiten .eltKrie^e in Atl-.ntic 

F.O. be? uchte Palästina zum ersten male lV';2,ging ixber nach 
Deutschland zurück, da er von der Notwendigkeit seiner Arbeit dort über- 

f^ffL'"'''r'rf/*^''®^^® ^""^^ ^^ •^^''^^^ 1^?^^ "=^°^ Pr.iäatina über.wo er 
o^.ofv "1 ,^ '!"■ ^""^ verschiedeaen Gebieten oer jüaiscron .-ohlf^hrts- 
arüeit '.nd der In den verschiedenen Gruppen der pt^s tinensirchen Be- 
völkerung n. hm. Ks war ihm vergönnt, die Verwirklichung einiger seiner 
Ideen auch in Palästina, und nacrher in. Israel zu erleopn. 






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^1 o r r r \:t\r. :)vr^rrt von 1, J'OJ 19::C rh wjrohcor de:; Ju^y-vlnmtoo 

/•n 9. j-ril lini Irt n n jmch lULlur^r dor neuen ' tr-ilr'-^- 
*^^^iTKlo Tlorl^i lij'T no(^h d- ; onr^riiot über vlio rai.;-:r:')yirn /\n::olo^y'n-. 
hoitrn vier :i.o;;ir:;GJ\ii:ciiai';uCor unl r:()r:irI;cxart.:orG<v:tollcri r:0\;ln dm 
rr-ovi^at iilr .v-:.ar./i'icbni'o oimrcblirt- lieh ^u-horrpolOTr)/' ubortr:-'r*n 
v;orr]on* Hoch Zu^-ar-nonl^^v«^';: dr>- bi-lior r;rlbrt":nrlig i.:fV7or:onon ohirii't 

'■^ ' •': t:h: *!V'n ir: ,11 jn-n Vnr..flMn^jr )ri^f^i7V^l,o icr 0:iir/:}irt/:;- 

a!.':LJon, den ..unr:n1uv • idr Cl>dnchr':ii^-lc.^cnli^ltcn ojn:o!iTj'^n ll::h 

'rM^hr'-^rora i:o .lo d03 Vor ltTi]\; r-frat r^hi)::;:;^^^ den Jfindo: :5v:- niiV-'.t'^n, 

:u r::! 3. Ju^l Ipn^ r' . jnvl -f. 1 -^-h':^ ^^i^or^v^ der vcrboi;,.T;:dc:; , " -- 

•Oiv;o in -or J-^,...iCr;ohl ^'^ -'. '-o/'j--» d^T j..;tcdtif;:ohcn ol.l'Jhri:- 

'r'iUv}ihj[irrr:t'llo i.a i oli:.o;i-. r'cidiuiti ]thi:'utrj.t . Jn der //.vi- ' 

:;oi{; Ir : j.h*n von 1. rdcLob^^r 13;!; bin r:n:": 2. Jnli 1.-;:^ onnr-ord^-n c 

jurintinclio 'onoruat -Jn 4 Abtoilun^on der xdrvovßoor.vlolv^uß ob. 

In oicn-n ' or:orn'a'^n hatte Korr ' r. Cllondordr nolo orihrjt. 

^^ 'K^rvorr' ----^.-r ' nj-o - .roli;,'.ri.lcn Aui^-idjrn nit:;uarboltnn: 

/vO/cf^llujir; u.: urcru ilhiMn-; der ..'aL^ur^n L'\v .ijo ohl- 
ridartr^i-rir o, " , 

"tcdliJ^-'innbno ::a cjn::(^lnon J" :n':t;nn dnr •^oJchr/rrardn-'t;^n übor 
VoraanccU.;: rj, .\rt luid ::ai'r- Jor oi-b'cnlli-hcn /drcor^o. 

Vnrolrhrltiic^brrvr «pr. o' l.rrdr-tr;vintor!:-tllt;:::;n2cvor.V^hrpnr:. 

Grimdr'*t:'f> iHK^r uj.o v,'-.;--f]r\- 3 von ;."iotr;untorntUt;:n:i'ou rno 



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Cor f-lXi 



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:'Cütcct.::r^[: clor Untcr::tlM.::\^rjr:;ri.chLn*:t;r:G^ 

.iirrhi'ülirun:^ der roLr^trinJlnr^it ion iur '':r;-orl)clc:'0 miD o)il- 

lcnu*t in T '^rlhi. 

Vr:rlinruU\in:-'n\ ::.\\v ?^rMr.i'\\r.ß der r.ut? der »ra\^inottr:ord''^r 
von G# Juni lo3!> r.wlcohon drr niarit''dlrol:.tlon imd clor 



Cr- ;.r^nl";.rt ri rcho 



:urc:hrühri:n^^ 6oc r!oicliGju^cndv:'Ohlfr;hrt::- 



Mit:.irl:oit im Ocn ;vnr.tcllun;3.'3£runecüti:on un:i der }^Qzold\w^o- 
oröni'ni^ i'ü.r die ror:in.l'-'»n ICrMrto* 

a:rd)rii d'-^r /.ur'sr.r.r-rinrtpit der örfontlichen und privaten 
7:oliliV::rtriu*10iio in <inn ArboitsiiOiaoincicIiai'ton, 

rr^rl1nf>r . o;:irr;hrti3l)l%tt und 
rcailienrürnor^^o* 



f 



v:ir boctr.ti^on Herrn Dr. Ollo'ndorrr ßorn, d^^ns 
er ;:.cino : ei^ornrito ctots nit ü^^'-cctoni .Iciso, nit Güwi'jconhrxftls- 
koit ^•nd nac]:]:or;ntr;i:: vcr.vjiltct lu.t« 

An 15 • ;,uai3rjt i;'27 ist er auf oii;^onon Antrag auü den • 

"on:a\ncddlcn:t onllar:r:on vorden. 

?.crlln,aou 12.:Tovoi:ibor 1927 
a a (j i f> t r u t 
"t^npcl r> c h 1 t 2 



Z ü u c n i 3 



lIuiT i)bormaGiutrut3rat Dr. -F r i o d r i c h 
Ollfcsndorff war zuerst vom I.Juli 1920 üb Dirök- 
tor de3 Juüöndaiiitö3 (Mußiatratsuasoaaor) dur daiaaliüen 
3ülb3tandißcn Sladtüumoindu Nuukollii und v/urdo am 2a.I>ü- ^ 
zumber 1920 zuiü Magistrat Berlin aia juriatiachor G«n-.;ral- 
duzernent zur I>uputation für Jugendvvolalfahrt versetzt. 
Am 9. April 1921 ist ihm nach Bildung der neuen 
Studtcümüindc Berlin hier noch das Dezernat über die allge- 
meinen iingelügenheiten der Bezirks Jugendämter und Bezirks- 
fürnorgestellun sowie das Dezernat für Auslandshilfe ein- 
ychliosGlich Quäkerspeisung übertragen v;ord«n. i^^ach Zus^- 
rMun)....;;ujig dus bisher selbständig gewesenen V/ohlfahrtsaintes 
mit rem Jugendamt der Stadt Berlin erhielt er dann weiterhin 
di'c. juristischen und allgemeinen Verwaltungsdezernate der 
r/ohlfa})rtsdeputation, des Ausschusses füi' Obdachangelegen- 
heiten .einschliesslich Übdachreform sowie des Verwaltungs- 
ausschusses des Landes Jugendamtes, wozu um Ö.Juli 1924 das 
Juristische liozernat der vorbeugenden ^ilrsors^^ in der Ja- 
gendwühlfahrt sowie der städtischen vrohlfahrts- und Fruuen- 
hilfsstelle im Polizei-Präsidium hinzutrat. In der Zwi^ 
schenzeit lag itmi \/om l^Oktober 1925 bis zum 2. Juli 1924 
ausserdem das juristische Dezernat in 4 Abteilungen der 

Fürsorgeerziehung ob. 

In 



In diunun 13uzc;nuiton hatte Herr Dr» üilundorff 
Gtjlugunliuit, in hurvorra(^undür V'uiüü un Tol^ünden Aui'ßti- 
bcn uiitiiuarbuitun: 

Aufatullun/^, und riurchrührun/;^ dur Satzung für die V:'ühl- • 
fahrtGorie^^ü. 

Stuilim/^nahiiiü zu einzelnen Purikten der Heichsgrundsatze 
übei" VorausGetzung, Art und Iwlasa.der ölTentiichen Für- . 
3orge. 

Vereinheitlichung des '7ohlfahrt3\interstützung3verfah- 
rens. 

Grundsätze über die Gew-ihrung von LIietsunteratützungen 
auo Jvättuin der öfruntlichen Fürsorge. • 

Abgrenzung der örtlichen Zur.tündigkeit auf dorn Gubiete 
der Allgemeinen '"ohlfahrtopflege. 

» 
Abgrenzung der saehlichun ZuGtanaigkeit zv/iachen All- 
gemeiner Wohlfahrt und Jugendv.ehlfahrt und zv/ischun 
Allgemeiner IVohlfahrt und Kriegsbeschädigten- und 
KriegGhinterbliebenenfürsorge. 

Festsetzmig der Unterstützungsrichtsatze. 

Durcliführung der Notstandsaktion für Erwerbslose aus 
'Vühlf ahr tsrni t teln . 

Fürsorge für entlassene Strafgefangene. 

Einheitliche Durchführung der gemeinnützigen Hechts- 
auskunft in Berlin. 

Verhandlungen zur Beilegung der aus der Kabinettsorder 
v'cm ü.Juni 166b zv/ischen der Gharitedirektion und der 
Stadtgemeinde Berlin untstaiidenen Streitigkeiten. 

Einfülirung des Ernahrungsgeldes. 

Organisatorische Durchführung des Reichsjugendv/ohl- 
f ahrtsgesetzes. 

Soziale Aus bildungsf ragen . 

Mitarbeit an den /ins tellungsgrundsjitzen und der Be- 
soldungsordnung für die sozialen Kräfte. 

Ausbau der Zusammenarbeit der öffentlichen und privaten 
Vohifaiii-tspflege in den Arbeitsgemeinschaften. 

Berliner V.ohlfahrtsblatt und 

Familien rürsorg.e . 



V.ir 



.1 c 



büot.'lticun lltjrrn Dr. Uli u n d o r f f y^^m, 



daan er Jjuino Dozcrnutu utut.G mit ^'^röoatum i''icic:3, mit 
GüWiou(jaUurti,3kuit uiid :Juclil:unnt;ni3 v^r.vultut hat. 

iun 15.Au(;ust i9ki7 iat ur auf uigonon iiiitrag uus d^m 
Koiiiniunuldicnst entiasuen wordun. 




Büriin, dun 12. Novombur 1927 
Magistrat . 




P.ß.VlI. 1. 



/ 



• • 



VORWORT PES VERFASSERS 



Pie vorlie'^encie StijKÜe ist der erste '.vissenehnft liehe 

Versuch einer Bio^rrpMo von Huu^o Ilrpse, einer in Pllrfeneinen 

Werken nur flUchtir' behrnaelten PersSnliclikeit . Pieso Vernrch- 

irsni^un^- ist hrmpt sachlich drrpuf zurQcksuf Cfiarent drsc Hu/^o 

Hpree ruf einen verlorenen Poeten strncl. Er Mli«f— liiiuul to: tr? t rn 
die Spitze 

der Sozifldemokr? tischen Prrtei Peutechlrnds, rls sie 



her itc vor dem Zerfrll strnd, ^anc weigerte sich selbst rn<^e- 
sichts der tief /?reif enden Po Iren des Krier-es tmd der Revolution^ 
die trrcitioncllen Grundnetze der Prrtei rufsureben« Zu ihrer 
Vertcidi/nan.«^ widersetzte er sich seinen Kolle/^en in der Pr»rtei— 
fCQimmrf un öprm^tscakMX Sprltun'^ der PrrteiiEtaÄ mrssrebender Weise 

beisutrrren. Pie Unrbh?^n/'i/Te SPP, die rus 
dieser Sprlt'jn'* hervorrlnf^t wer rrBsstenteils seine Schöpf '^n^ 
und schien eine Zeitlrn^ die Mutterpf^rtei russtechen i^uköniien. 
Sie wpr rber von Thlichen Sprnnunren heimresucht wie diese 
und brrch kurz nrch Ilrpses Tod zu^rmmen. Wie Hrr^e selbst hinter— 
liess ruch die von ihn irerrflndete Pnrtei keine or/^nicierten 
Erben, Cenen et ps örvrn r^cler^en v/f^rc, beider AnceJiken lebendi^ 
zu erhf^lten« 

Per Mrnrel rn biorrrphicch belrnrvollem Mrterirl ist ein 
weiterer Gr'ind df^für, drss Hrose in eine f^ewisre Ver/^esscnhcit 
geriet» Seine persönlichen Auf-eichnunren r^inren meistens ver- 
loren, c"1g sein Sohn kuirs vor den Zv/oiten Weltkrie/- Poutrohlnn ^i 
Peutschlrnd verlrsseii npisste. Ta.t Ililfe von Krrses Verwaadten 



Vorwort 2 



\/^f. 



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ijinö Vc luvend tjn/^ der Schriften und Erinnerun/^en seiner Mt- 
f^rbeiter so"de der Protokolle violer Konferenzen, pn ^^n^n 

^^^^^ mm 

er teilnrhn, tokxx vtpt esVfaSrlich, ein leidlich vollstrndir^cs 

Bild dec l'lprmes xmO seines Werkes zu skizr^ieren. Irr Rec vltrt 
hoffe ich, eine jtrflglariii^ettdg Einzelstudie von den au li i ef a pn » 
wrs Peter Gry drs Dilemmp des denokrr tischen Sozirlismus 
nrnntOf .t^nc 




drs rufaohl-^fiia^rfca]!"' Porträt eines 
der anziehendsten ^eetrlten dieser Bewertanr- entr.^offen zu 



V» i^< 



hf^ben. 

In der Vorbereitung dieser Bio/rrrphie 'vvurde ihh vöä 

Jter soiicft woi ^ i'^ehtid umter^tfltzt^ el4e-^©^^rh f^r 



et •/rii»'G Fehler 



wörtlich^ 




rodukt 



*v .» J >, tlv 



Vor' nt- 



Ich erfreute mich wie rezvrt der Ililfc vieler 
latrlioder der Hrrsefainilie. In ersten Strdium des Werkes 
k? m mir der srchkundire Ertnchlrr von Herrn V/ilhelm H'lPtull, 

von der 



Pttsceldorf, «;ind Professor Vt. Trvid W. :ior.<-on 
Wesleypn University sehr xastiitiKa zu'^ute. Tp» IJrnuskript 
erfuhr mrnche Vorbesserton/^en drnk der Kritik von Professor 
rr* Tterrld Peldmm von der University of Cplifornir. WfTirend 
der frrnzon Zeit strnd mir Professor Er. S. Willirm Hrlprrin 
von der Wryno Strte University mit seinen Rrt z\xr Seite. 
Mein rrB-ster Drnk rebührt Hr. Wrlter Priedl^nder, Profecsor 
Emeritus rn der University of Crlifomip, wd Pr. Ernest 
^ Hpmbur^er vom Leo Breck-Institut. Ihren vielen Anre^-unren, 



ihrer steti «►cn Ermuntert'- und tjnre v»hnlichen Geduld verdrnkt 
drs Werk mehr rls rllcm anderen seine Vollwndunr-* 



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Dr. Ivarl Horz f 

In Israel ist vor kunrcr Zeit Dr. 
Karl Mcrr im hohen Alter gcstor- 
b;T». Dr. KnrI Herz hat bis zum 
Jahre 1933 in der BcH'rier Kom- 
munalpolitik eine widiti-T«? Roile 
pcspicit. Zunadist seit 1920 als 
Bürgenncister in Spandau und 
später als Büreennci>ter eines 
Berliner Verwaltungsbezirks. Ur« 
sprünprlich war er Rcdnsanwalt, 
Sdion in fjrqen Jaiircn trat er in 
Altena d'er SPD bei. Nadi dem 
Ausbaidi des ersten Weltkrieges 
war Dr. Karl 1 1. rz Mitbcnrüiv- 
der der USPD. 1933 ge- 
hörte Dr. Kar] Merz zu denen, 
die unter MiCliand'iini^en aus dem 
Amt entfernt v.urdcn. Er verlieG 
DcutsdilanJ und vcrbradite erst 
in England und dann in Israel 
Jahre des Exils. 



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S7* Au^nist 1968 



lieber Herr L^eisaner, 

ich freue dicbi dass 
.ie offenbar den com. r gesundheitlich gut uad bei tatkraef tt,:er 
Arbeit aeitrstanden xiafcen 
och' ei? surueck 



b>.sten Dank fuer Ihren Brief voir ^2. 3. 



ir sin 



gerade voi\ einer ::else in aie 



ge. .ominen. 




Mitglied dcrUyPD ist ^o,^^\-^ -^^^^ ^^^^'Jl,^^ T 



iu der pSr.ei einen grossen 'i'eil f'^^^^^^^^\:^^^,^,.,aUsi.n 
dikali3ier.n,v.aehrend er «oust i . LezirK.verb^.n^^^^^ ^^^ ^^^^^^^^ 



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einflusslos bUeb. .-r ^.urac Bresi^uer -. 
vorsetzender der otaQtvtroranr,tenfra..t !.on der 

..c-wstein >.ar einer von ^e'^^:"'^^!;^^^,^Vii3chen Arbeiterpartei 
una «osenfelo «n '^«f^^J^''!^^''^rfolf: dieser .'aitei bei den .anlen 

von ^ommer 1U2 in Breslau rti-Mi-iv & ^ eiler fuer diese 

Lanae..txa:a.en docn nxcht jehr als 1... ao. ^^e^ ^^^^^^^^ 

Partei. ■c...te=ir,xst vielfach .n ^-^ ^^^^^^ „^,^ .eKe.nzeiöh- 

nen uicüe ueAnr die "^ -^ *^^' „".v.t -^aräuf .*er der ^«rra^aer des bu- 
net. ich KO'ame iV» .U(X»blic ■. nicht -arbui,»ti ^ ^ ^^ 

ches irtSi.'» 

I .« m^r it'-v? b^ld n-ich den i-eichütars anltn, wurde ein Atten- 
tat ai? ro.rtei^n^'^ii^. .in uto ji c ..^ .^rsSriurnJ^rhref fn^dif * 
nun. vorueber un. schos. Jj;- ^ J ^^^^,^1^ ^..^iirie. .eich.ta.s. 
„ohnun, hinein. -^. • •^^''^^"' ^':!-_tra.ionsiager MJerri',oy bei Breslau 



bran'i wurde ÄCivatein in das ..on'ien 

Dran., wiue i:. . ^^^^^ _^,^ ^^^^ gemartert. 



gebracht und dort im 



«k.4v. 



in-ti-r-t lieilb' rg.der l:a hrifcfc:e .Jt =atve rordneien - 
■ der -ei.^rcr ^eit ot= utverordnetcr der 



Der Geheime 
Vorsteher in Breslau, in.-^-^ ^^^^^^ ,, roeffentiichten, 

tiker und anst 



DDP war 



i^okatein -.1^. einen politiöchtn danauiKe 
Icii tonn dies Urteil nur bcot etit.:en* .. 



rinne runden 

endie^-'' :'.enschcn» 



Ir v.aren befreundet und. 



inn vrir auch politisch in a( rselben Partei und erst recht nach 
der Begruenciung der ^ht" sehr schwere Meinuni.-;Gverschie..enhei ton hat- 
ten, blieben vvir pcröoenlicii verbunden und herben uns nie persoen- 
lieh angegriffen. Ich erinnere mich auch des freundschaftlichen 
Briefi.s,den er mir schrieb, als ich -i Tage n::ch Atütsantriit der ^ 
Nazire^'^ierung aus meinem y^^ate entfernt v.urde. 

I.Cksteir heiratete im Jahre 19L4 Cl-.ra ^ila.die sich seitdem 
Clara 2:ils-hcksteir- nannte, eine einstige Lan..arbfeit rin una Il'stts- 
oehiirin,die sich durch rastiosen x'leiss un>-. grosse Bet:alung in 
der i artei e:nporarbeitete una Frsuensekretaerin acs Bezirks ."littel- 
schlesien wurde» :.ie \«ar gleici. falls. Jtadtv. rordn^rte una w.urde 
dann unbcrsoldete otadtraetin fuer . ohlf ahrtsfragen. ^hr l^enken v.ar 
konkreter als das 'ti'cksteins,und, wenn sie üuch selbst mehr zu dem. 
radikalen ["'lue^el neigte, \^ar sie ernsten ^rv^ae.ungen nach :nderer 



;icht..ng hi mehr zuga englich al 



^ibst#in diesLJi j>inne hat sie 



UY.eilen mit ;.rfolg, auf i;.n eii.gevsirkt» >^ie ist leider im Alter 
von 'cb Jahren im J^^.hre 1^;':»1 einer scn-eren iuberkulose trlc.en. o 

.er ochweiz» unoer es^-i^^i^^-^suner freund 



ie 



starb in ontana-Veruiala i 



n 



au und m der 



.:iiet;fried -.;.arcK,0rdin?3rius fuer Ihilosophie in ijresl 
hitlLTzeit am hcosevelt Collei;e in Chicago, hm ihrem Andenken ein 
i:uch ucbcr die Sovialdemokratie gewidmet, das geilen ..nde des Jahres 
1951 erschien, ich glaube, da^iit h* be ich ihnen wohl d?>3 icntifyste 



des3e.: geschrieben, was uebirr 



gcocnrietjen, was uebirr . c. stsm u ..atc^n ist» . ^^ 






ERNEST HAMBURGER 



67 Riverside Drive - New York, NY 

10024 



4. April 1972 



Herrn Dr. Alfred George// 
Ch-8708- Maennedor^f--- ^^^ "^^ 
bei Zürich 
Switzerland 



:. i 







Sehr geehrter Herr Dr. George, * 



t 



ich habe mich noch nicht fuer Ihren Brief 
vom 21. Maerz mit den Informationen ueber 
Frau Dr. Lotte Gottschalk, Professor Stettiner und 
Konsul Jaffa bedankt und moechte dies hiermit 
nachholen. ^ 

Es hat mich interessiert zu hoeren, dass 
Sie Dr. Alfred Gottschalk fuer den einflussreichsten 
SPD-Mann in Ostpreussen, einflussreicher selbst als 
Haqse und Otto Braun halten. Dass er unmittelbar 
nach 1918 Stadtverordnetenvorsteher in Koenigsberg 
war, habe ich notiert, und ich werde es gelegentlich 
erwaehnen. 

Mit allen guten Wuenschen und besten Gruessen 

Ihr sehr ergebener 






^ Max Süßheim . Ergänzend zu den Angaben in Ihrem Buch, S. ^56 f., kann 
ich Ihnen noch folgendes mitteilen: Dr. jur. et phil. Süßheim v/urde 

I am 20. Juli I876 in Nürnberg geboren. Er starb am 1. März 1955 ebenda 
Von Beruf war er Rechtsanwalt und führte in dieser Eigenschaft den 
Titel Justizrat, der von der Regierung verliehen wurde. Als Vertre- 
ter der SPD wurde er I914 in das Kollegium der Gemeindebevoll- 
mächtigten gewählt. 1919 wurde er in den neuzubildenden Stadtrat ge- 
wählt, dem er bis 1953 angehörte. Er war auch Mitglied der Bayeri- 
schen Nationalversammlung. 

Nach der Charakteristik von Oberbürgermeister Dr. Luppe, den Süßheim 
1924 - 1926 in seinen Beleidigungsprozessen gegen Julius Streicher 
als Verteidiger vertrat, gehörte er innerhalb der SPD der gemäßig- 



4 ^l^/C't. 








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4yr^^ 



2, Zahl .jüdischer Bediensteter . Bei dem Zitat C. V. Zeitung Nr. 72, I925, 
in dem Buch von Arnd Müller, S. 201, handelt es sich offenbar um eine 
Sekundärquelle. Für die Primärquelle halte ich eine Nummer des "Frän- 
kischen Kuriers" vom 11. März I924. Dort wird auf S. 7 die Aussage 
zitiert, die Stadtrat Beckh als Zeuge im Beleidigungsprozeß Luppe- ^TkJhuiv 
Streicher gemacht hat. Die Stelle lautet: "Auf Befragen erklärte Stadt- ^/^u/a^ 
rat Beckh als Zeuge, daß sich unter den 5OOO bis 4OOO städtischen Be- 
amten sieben Juden befinden, nämlich 1 Oberfinanzrat, 5 Oberärzte, 
1 Obersekretär, 1 Assistentin und 1 Hauptlehrer. Jüdischer Konfeesion 
seien außerdem gewesen die Eltern von Fräulein Eisner und Fräulein 
Dr. Georgi." Bei dem Oberfinanzrat handelt es sich um Dr. Fleisch- 
mann. Fräulein Eisner war die Tochter von Kurt Eisner. 



>• — 



7 



fr 



5. Landräte . Bis I919 bedeutete in Bayern der "Landrat" die oberste 
Repräsentation eines Kreises, d. h. nach heutigem Sprachgebrauch, 
eines Regierungsbezirks. Es handelte sich dabei um eine Körperschaft 
mit dem Recht bestimmte Angelegenheiten des ganzen Kreises in Selbst- 
verwaltung zu führen. Die gewählten Mitglieder des Landrates, in un- 

n — - ^ 

serem Falle desjenigen von Mittelfranken, hießen Landräte. 



^ H.lo [ 



/ 



- 5 - 



ten Richtung an. Er war ein guter Redner, der vor allem beim Umsturz 
191 8/1 9 auf Kundgebungen hervortrat. An kommunalen Fragen war er we- 
niger interessiert als am politischen Geschehen. Er beschäftigte sich 
stark mit kulturellen Angelegenheiten und war selbst ein großer Kunst- 
sammler. Als Stadtrat war er Pfleger der städt, Kunstsammlungen, des 
.servatoriums, der Stadtbibliothek und des Stadtarchivs. 



1 Musik-Koni 



Ich hoffe, Ihnen mit vorstehenden Angaben gedient zu haben. 



Mit vorzüglicher Hochachtung 



a: 




(Dr. 

Städt'. Archivdirektor 



chmann) 




rTT Dr. Adolf Speyer.Kreiswundarzt in.Rhoden/WaldecK,nahm an der 
Nationalversammlung 1848 in Frankfurt teil. 



^ 



I 119. 5% der Aerzte Darmstadts waren 
selbstaeM^ndig oder angestellt. 



Juden, fast alle anderen Kaufleute 



I 



Kor^nerzienrat Heinrich Blumenthal (1824-1901) von 



897 



kad?;e?^dnetl?:?5 JaSS im Vorstand der israelischen Relxgxons- 
gememde, 2 Jdlue erster Vorsitzender — ..^^h 



Paul Arnsberg, (2) 



1,161 1 In Bad Ems Bankhaus Kirchberger,Isaalc Kirchberger leitete es 
bis zu seinem Tod 192l,begruendet schon vorher von Abraham Kirchberger. 
Isaak K. war u.a. Stadtverordnetenvorsteher von Ems, Kreis tagsmitglied 
in Dietz und Mitglied der Handelskammern in Limbura und Paris 



I,333t Hanau. Dr. Max Nussbaum, viele Jahre Stadtverordneter in Hanau 



I,397t Bad Homburg. J. Braunschweig. Inhaber des Hotels und Restaurants 
Braunschweig, 1910-1911 Vorstand der Juedischen Gemeinde und Amt eines 
Stadtrats in Bad Homburg. 




1,258, Ernst Friedberger geb. 1875 in Giessen, gest.l9a2 in Berlin 
Prof. der Medizin und Bakteriologe, seit 1915 0?din;rius in Xeifs 



fswald.*^ 



:!?. 



hl^^* "f^S^?*"^® FuerM, Schwester von Simon Katzenstein. aeb Giessen 
1861 gest^ad Ems 1938. Ihr Vater war Siegmund Katzenitein Sie Ksuchte 

Stadt mf^^rrr''"'^^" frankfurt.heiraLte Wilhelm^eJ^h auf Daä- 
stadt mit 19 Jahren. Taetig auf dem Gebiet der Sozialpolitik Recht^- 

Irankfur^vS"'^"^^^^^"^^^^^: 1^1^-1924 Stadtverordnete der spffn 
Frankfurt. Viele Buecher Sozialpolitik, BevoelkerunosDOlitik tqia 
die erste Kriegskueche in Deutschland gegrulndl^rlq?e die WelJ^r 
Jassef I^"^ '"" Kriegsteilnehmer und !h?er FamiiSfLfdef Kranken- 



!l/i:¥7^*t>^ 






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Paul Arnsberg (4) 

11/290. Bad Schwalbach. Moritz Marxheimer.1871 geb.spaeter Anwalt und 
Justizrat in Wiesbaden; Leopold Marxheimer m Schwalbach lange Stadt- 
verordnetenvorsteher, sein Sohn Anwalt in Frankfurt. 

11/290 :Bad Schwalbach. Julius Rosenthal geb.l892,gest.l920,Ende des 
•Weltkiie^s Dezernent bei dem Buergermeister von Wiesbaden. Durch Pro- 
jektion seines Lehrers Walter Schttcking in Marburg hahm er als An- 
; glhoeSglr des A.A. in Berlih an den Friedensverhandlungen von Versailles 

tliltwo er eine bedeutende Rolle spielte (Vorsitzender der Greuelkommission, 
'Mitarbeiter an der Eroeffnungsrede u.s.wH?) 

11/354. Weilburg. Zwischen 1918 und 1933 gab es drei juedische Stadtver- 
ordnete , Nathan Reif enberg , schon seit 1907 , spaeter ^tadtverordnetenvor- 
steherj Berthold JesseliT, beide DDP .Rechtsanwalt Julius ?f ^^^^f '^P^' . ^^ 
von 1929-1933 Magistratsschoef fe. Reifenberg war auch zeitweise Vorsteher 

der^ juedischen Gemeinde. 

11/362 .westerburg. (Regierungsbezirk Wiesbaden, heu teRheinland-Pfatz^ 
Im Stadtrat des Ortes war stets ein juedisches Mitglied, zuletzt Leo- 
pold Neuhaus. 

11/ 397. Wiesbaden. Benjamin Wolf , geb. 1845, gest. 1892 in Wiesbaden. Seit 
1891 Stadtverordnetenvorsteher. Ebenso Simon Hess, geb. 1837, gest. 191/ 
Stadtverordneter,grossesAnsehen-^l3esonders in „der Kurdepu . t ,- 



Paul Arnsberg (3) 

1/429 j Kassel. Commerzienrat Georg Rosenzweig 1857-1918 war eine Zeit 
lang in der Stadtverwaltung Kassel taetig. 

1/430 I Kassel. Commerzi nrat Gustav Plaut geb. 1854 in Allendorf leitete 
in Kassel ein Bankhaus, das 1908 in Dresdner Bank ueberging,1896 Mit- 
glied, 1918 stellvertretender Vorsitzender der Handelskammer .Mitglied 
der Stadtverordnetenversammlung, zeitweilig Mitglied des Staatsrats. 
(Juedische Wochenzeitung Cassels 29.6.1928) Gest. 192 Sf^f^^ 



11/39 :Mainz. Die Frankfurter Sozialarbeiterin Jenny Apolant geb. 1875, 
gest. 1925 war eine geborene Rathenau, Mitarbeiterin von Paul Ehrlich 
und auch Stadtverordnete. 

11/39 jMainz. Michael Oppenheim, geb. 1885, gest. 1963 war als Verwa 1 tu ngs Ju- 
rist bis zum Jahre 1933 bei der Provinzialdirektion RheirvÄessen m 
Mainz taetig. 1935 noch Mitglied der Juedischen Gemeinde/." Vertrauensmann 
der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland, Verwaltungsstelle Mainz. 

11/38 tMainz. Dr. Heinricif Heidenheimer, geb. 1856 in Mainz, Prof .und Ober- 
bibliothekar (Stadtbibliothekar) in Mainz. 






Il/35tMainz. Philipp Abraham Cohen, ab 1821 in Frankfurt, Bankgeschaeft 
und Metallabteilung. Aus dieser Firma entwickelte sich die Firma Henry 
R.Merton und Co, die jetzige Metallqesellschaft .Quelle iHans Achinger, 
Wilhelm Mertfn in seiner Zeit, Frankfurt 1965. LBI Yearbook X, 1965, S. 188 ff. 

11/106 Bad Nauheim. Metzgermeister Emil Rosenthal war von 1905-1932 Mit- 
glied des Stadtrats von Bad Nauheim. 



I 1/165 I Offenbach .Gustav Gabriel geb. 1877, Technische Hochschule Darmstadt, 
arbeitete an der Maschinenbauschule, spaeter an der technischen Lehranstalt 
in Offenbach als Lehrer, zuletzt bis 1933 Direktor der Berufsschule. 1933- 
1938 aktiv bei der Umschulung der juedischen Jugend in Frankfurt und Bad 
Nauheim, emigrierte 1938 nach Bombay, 1959 zurueck nach Deutschland in das 
juedische Altersheim in Neustadt/Weinstrasse, feierte dort 1970 93. Geburts- 
ag, 



Rechtsanwalt 



1,129. Justizrat Dr. Hugo Benda,1863 geb.Darmstadt,l889 Rechtsanwa 
1913 bezw.1925 Vorsitzender der Anwaltskaminer, 1907-1933 Stadtver- 



ordneter. Emigrierte 1939 nach England, starb 1941 



Jui ' (^ÄaU Jr>tf/^ 



I. 2051 In Friedberg in Hessen war Familie Hirsch ansaessig. Emil 
Hirsch geb. 1868 in Friedberg. nach seinem Studium zuerst Referehdar(?) 
ii F?iedberg.dann u.a. in Bruchsal und zuletzt als Prof . (Studienrat) 
in Heidei^?g täetig,gest.l935. Einer der Mitbegruender des Vereins 
fuer juedische Geschichte und Altertuemer in Friedberg. 
Louis Hirsch Kab 1912 Mitglied der Handelskammer in Friedberg , ab 
1918 Stadtverordneter DDP, 1924 Handelsrichter am Landgericht dessen. 



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Nr. 46 



MB — 13. November 1970 



4. 

Neue Beiträge zur Geschichte der Juden in Deutschland 



Seite 5 



WESTFALEN 

Zwei Urkunden in Faksimile sind 
auf dem Umschlag der soeben er- 
schienenen Schrift „Die jüdische 
Gemeinde Iserlohn" (Schriftenreihe 
Haus der Heimat, Band 13, heraus- 
gegeben von der Stadt Iserlohn, 
1970) zu sehen. Eine der beiden 
Urkunden, die, gleich der „Germa- 
nia Judaica", auf Samuel de Iserlo 
hinweist, stammt aus dem Juden- 
schreinsbuch der Kölner Laurenz- 
pfarre aus dem Jahre 1230, die 
andere ist die Produktion des „Be- 
scheides über die Judenvermögens- 
abgabe", der einem Iserlohner jü- 
dischen Bürger Ende 1938 zugestellt 
wurde. 

Mit seinen sorgfältigen Quellen-, 
Literatur- und Bildnachweisen, sei- 
nen Namens- und Berufsverzeich- 
nissen (1824—1868), den vermutlich 
nicht ganz vollständigen Listen der 
Ausgewanderten und der Deportier- 
ten und den nahezu 300 Textanmer- 
kungen macht das Buch den Ein- 
druck einer soliden, populärwissen- 
schaftlichen Untersuchung. Das fest- 
zustellen, erscheint umso berechtig- 
ter, als bisher keine Geschichte 
der jüdischen Gemeinde oder der 
Juden dieser westfälischen Stadt 



existierte und somit eine Lücke 
ausgefüllt wird. 

Die Bearbeiter, Dr. Arno Herzig, 
Studienrat am Iserlohner Mädchen- 
gymnasium, und Konrad Rosenthal, 
Leiter des örtlichen Stadtarchivs, 
haben sichtlich grösste Mühe auf 
die Beschaffung vor allem der un- 
gedruckten Archivquellen verwen- 
det, die sich für das 19. Jahr- 
hundert wie für den zeitgeschicht- 
lichen Abschnitt als ziemlich ergie- 
big erwiesen. 

Das gilt für die Darstellung der 
inneren Gemeindeangelegenheiten, 
wie für die relativ breite Schil- 
derung vom häufigen Wechsel der 
Lehrer (und Kultusbeamten), nicht 
selten hervorgerufen durch Gehalts- 
streitigkeiten — einen Rabbiner hat 
es in dieser Mittelgemeinde nicht 
gegeben. Aus dem Kreis der für 
die Zeit von 1818 bis 1934 min- 
destens 12 namentlich genannten 
Lehrer, in mehreren Fällen Absol- 
venten der Marks-Haindorfschen 
Stiftung, des jüdischen Lehrerse- 
minars im benachbarten Münster, 
ragte der Prediger Leo (Levin) Sa- 
lomon als geistige Persönlichkeit 
weit heraus. 1861 im posenschen 
Kosten geboren, fungierte er die 
31 Jahre von 1882 bis 1913 in Iser- 



lohn. Während dieser Zeit promo- 
vierte er 1902 in Bonn zum Dr. 
phil., war später in Berlin-Charlot- 
tenburg und ist 1945 hochbetagt in 
Ramat Gan gestorben. 

Der letzte Iserlohner jüdische 
Lehrer, Leopold Hartmann, kam in 
Theresienstadt um. Er ist einer 
von den mehr als 80 Iserlohner 
Juden, die aus den Lagern nicht 
zurückkehrten. Die Mehrzahl der 
27 Emigranten (vor allem der Jah- 
re 1938/39) wanderte in die USA. 
15 Juden aus Iserlohn überlebten 
Verfolgung, Deportation und Haft. 
Die Zahl der Juden in Iserlohn 
erreichte im Jahre 1898 und 1904 
mit jeweils 320 ihren Höhepunkt. 
Vorher war seit 1737 (23 Personen) 
ein ganz allmähliches Anwachsen 
zu verzeichnen gewesen, ein etwas 
rascheres seit 1831 (93) und ein 
schnelles seit 1870 (200). 1925 wur- 
den 211 Juden in Iserlohn gezählt, 
1930 noch 180 und 1937 noch 131. 
Die Gründe für diese Bewegung 
ergeben sich teils aus der Gebur- 
tenzahl, teils aus der politischen 
Situation, auch aus der Zuwande- 
rung aus den vormaligen preussi- 
schen Ostprovinzen und der Ab- 
wanderung in die Grosstädte des 
Ruhrgebiets. Von 1850 an gab es 



einige jüdische Mitglieder des Stadt- 
parlaments, von 1908 bis 1920 ein 
jüdisches Magistratmitglied. Seit 
1889 hatte Iserlohn jahrelang als 
Bürgermeister einen getauften Ju- 
den (Dr. E. Muensterberg), der vor 
seiner endgültigen Wahl jedoch die 
Motive und Einzelheiten seines 
Uebertritts zum Christentum noch 
genau darzulegen hatte — in den 
höheren Verwaltungsdienst war die 
politische Emanzipation der Juden 
damals noch nicht vorgedrungen! 

Ihre kleine SpezialStudie über 
den „Antisemitismus des NS-Regi- 
mes im Spiegel der Iserlohner 
Presse" beschliesst Elisabeth Do- 
mansky (Letmathe) mit dem Satz 
„Dass hundert jüdische Mitbürger 
aus Iserlohn deportiert und in den 
Konzentrationslagern umgebracht 
wurden, ohne dass dies auch nach 
1945 von der Iserlohner Bevölke- 
rung zur Kermtnis genommen wur- 
de, zeigt deutlich die Folgen dieser 
»Berichterstattung« ." 

Es fällt angenehm auf, dass die- 
ses Iserlohn-Buch weder ein stadt- 
offizielles Vorwort noch einen rühr- 
seligen Epilog hat. Stattdessen sind 
ihm H. M. Enzensbergers eindring- 
liche Verse „Die Ver.schwundenen" 
vorangestellt. 

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Seite 4 



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/ Nr. 45 



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hichte der Juden in Königsberg 



Unte/den heutiiien Gegebenhei- 
ten eine Geschichte der Stadt Ko- 
nigsberg/Pr. — heute Kahningrad 
genannt — zu schreiben, ist ein 
schwieriges Uniernehinen. Denn die 
Quellen sind äusserst knapp gewor- 
den. Stadtarchiv und Stadtmuseum 
sind untergegangen, und aus ihren 
Beständen ist frülier nur verhältnis- 
mässig wenig publiziert worden. Er- 
halten geblieben sind hingegen wich- 
tige Teile des Staatsarchivs Königs- 
berg Die Königsberg-Literatur ist 
verstreut. Dr. Fritz Gause (jetzt 
Essen), der frühere Direktor der 
beiden' Königsberger städtischen 
Kulturinstitute, hat es dennoch un- 
ternommen, eine „Geschichte der 
Stadt Königsberg in Preussen" zu 
verfassen. Sie ist auf drei Bande 
bemessen; von ihnen liegen die bei- 
den ersten vor (in der vom Johann- 
Gottfried-Herder-Forschungsrat her- 
ausgegebenen Reihe „Ostmitteleuro- 
pa' • Böhlau-Verlag, Köln-Graz, 1965 
und 19()8). Quellen- und Literatur- 
verzeichnis sowie Register sollen 
am Schluss des dritten Bandes er- 
scheinen. 

Die Literatur über die Geschich- 
te der Juden in Königsberg, die auf 
das 17. Jahrhundert zurückgeht, ist 
dürftig. Hinweise vor allem in Gau- 
ses zweitem Band, so kurz und so 
sporadisch sie auch sein mögen, 
sind von Interesse und von Nutzen. 
Ausser der vor einem Jahrhundert 
erschienenen „Geschichte der Ju 
den in Königstaerg" (Posen 1867) 
von dem 1875 in Königsberg gestor- 
benen Reformprediger Heymann Jo. 
lowicz und dem im „Bulletin" Nr. 
14 (1961) des Leo-Baeck Instituts 
veröffentlichten Aufsatz von David 
Kaelter über „Die jüdische Schule 
in Königsoerg/Pr." in der Nazizeit 
gibt es. soweit feststellbar-, im we- 
5f;iuicneii nur einige Berichte und 
Pestschriften zu bestimmten Anläs- 
sen. 

Noch im 16. Jahrhundert war 
Juden der Aufenthalt in Königsberg 
imtersagt. In der Zeit Friedrich 
Wilhelms, des Grossen Kurfürsten, 
der bis 1688 regierte, erstreckte sich 
die Wirksamkeit jüdischer Hof- 
faktoren in Berlin bis nach Kö- 
nigsberg. Wohlhabende jüdische 
Kaufleute, zu denen Gause die aus 
Holland zugewanderten Moses Ja- 
kobson de Jonge und seinen Sohn 
Jacob zählt, sassen nicht in Kö- 
nigsberg, sondern in Memel. Als 
den Gründer der jüdischen Gemein- 
de in Königsberg bezeichnet Gause 
Markus Uten, einen vormaligen 
Buchhalter des Berliner Hofjuwe- 
liers Isaac Liebmann. 1680 wurde in 
einem Mietshaus auf der Freiheit 
eine Betstube eingerichtet. Von 16.58 
an konnten an der Universität Kö- 
nigsberg Juden zu Doktoren der 
Medizin promoviert werden. 1703 
erlaubt der in Königsberg gskrönte 
erste preussische König, Friedrich 
I., die Anlage eines Friedhofs, al- 
lerdings gegen Zahlung von 100 Ta- 
lern an das königliche Waisenhaus. 
Den gleichen Betrag hatte die jü- 
dische GemeindekLsse dafür zu ent- 
richten, dass der jeweilige Profes- 
sor für orientalische Sprachen an 
der Universität den jüdischen Got- 
tesdienst beaufsichtigte. Um 1707 
war Bendix Jeremias, ein Hofjude, 
von Berlin nach Königsberg gezo- 
■\- gen. Dadurch, dass er die Auf- 
sicht über die nach Königsberg zu- 
ziehenden Juden und über die von 
ihnan zu leistenden Zuzugszölle und 
Abgaben hatte, brachte er es zu 
Vohlstand, hatte aber aucli hefti- 
ge Anfeindungen zu bestehen. 

1B<H zählte — nach Gause — 
die jüü\,i<>he Gemeinde fast 900 See- 
len, von ^.onen etwa die Hälfte im 
Kneiphfii .'ohnte. .^chon damals 



worden, als es um die Berufung 
des 1833 in Glogau geborenen Pa- 
thologen Simon Samuel ging; er 
wurde Extraordinarius. 

Im Bankgewerbe trat, neben 
den schon genannten älteren Hau 
Sern, ab 1889 die Firma Josef Lit- 
W\\ & Co. hervor; die Familie 
spielte auch in anderer Beziehung 
eine Rolle: der Jurist Fritz J. Lit- 
ten war ab 190.5 Professor an der 
Universität, sein Sohn, Rechtsan- 
walt Hans Litten, kam 1938 im 
K.Z. Dachau ums Leben. Nach dem 
Ausscheiden von Konsul Litten aus 
dem Bankhaus war Alleininhaber 
George Marx, der aus Köln stam- 
mende Fülirer der gesetzestreuen 
Austrittsbewegung, seit Ende der 
achtziger Jahre In Königsberg an- 
sässig. Er entwickelte 1897 aus dem 
Privatunternehmen die im Indu- 
striegeschäft tätige Norddeutsche 
Creditanstalt und war bis 1912 ihr 
Generaldirektor. George Marx war 
der Vater dos Historikers und Bi- 
blographen Professor Alexander 
Marx (Elberfeld 1878 — New York 
1953), dessen Tochter Esther die 
Gattin des Dichters Schmuel Josef 
A2:non ist. Als die grössten Finan- 
ziers Königsbergs werden die Ban- 
kiers Samuel und Mortiz Shnon 
bezeichnet, die 1838 das Bankhaus 
.Joseph Simon Wwe. und Söhne 
gründeten. Die Söhne der beiden 

,_, „ ^ Gründer, Gustav, Robert, Fehx und 

son, der ISII in Königsberg gebo- \, Walter haben viel für das Wohl der 
rene spätere Staatsmann; sein Va- ^ Stadt getan. Aus der Familie Felix' 
ter. Zacharias Simson, war Mak- 1 ist Dr. Kurt Simon, hervorgegan- 
ler. verheiratet mit Marianne Fried- \ ^en; er war der Verler:er der 
länder. Im Zeitraum 1812'? 42 h?ben j „Frankfurter Zeitung" und vor 1933 
sich, nach Gause, 166 Königsber- i Vorsitzender des Verbandes deut 
ger Juden evangelisch taufen las- ' scher Zeitungs Verleger. 



kam es in dieser Stadt, die un- 
ter Kants Aufklärungseinfluss stand, 
zu Auseinandersetzungen zwischen 
orthodox und fortschrittlich gesimi- 
ten Juden mit dem Ergebnis, dass 
die strenggläubige Chewra Kadischa 
ihren liberalen Glaubensgenossen 
die Hilfe bei Erkrankung und Be- 
erdigung verv/eigerte. Nach der 
Gründung der „Gesellschaft der 
Freunde" in Berlin (1792) schlös- 
sen sich einige Königsberger Juden, 
darunter der Bankier Isaac Casper 
und drei Friedländers, dieser Ver- 
einigung an; ein Königsberger 
Zweig bestand bis 1806 und trat 
später wieder als „Wohltätige O- 
sellschaft" m Erscheinimg. 

Indem Gause etwas näher auf 
die Uebertrittc am Begimi der 
Emanzipationszeit eingeht, erwähnt 
er einige Namen und hebt dabei die 
Lewaids und die Oppenheims her 
vor. Die 1811 in Königsberg gebore- 
ne — getaufte — Schriftstellerin 
• Fanny Lewald hat Lebenser inner un- 
I gen veröffentlicht, in denen sie 
J auch das emanzipierte liberale wie 
das orthodoxe Judentum beschreibt. 
Die Bankiers, zu denen ausser Cas- 
per und Oppenheim auch Warschau- 
er und Samter gehörten (Samters 
Firma ging später als Filiale auf 
die Darmstädter und Nationalbank 
über), und die grösseren Kaufleu- 
te Hessen ihre Söhne studieren. Ei- 
ner von diesen war Eduard Sim- 



t 



sen; darunter befanden sich zehn 
Sims.>ns (Eduard 1823) und. 18:>9. 
die gcSLunie t'anülie Adelson. 

Zu den in Königsberg ansässi- 
gen FLihrern des bürgerlichen Libc 
raüsmus in dar Zeit des „Vormärz" 
gehörten mehrere jüdische Bürger, 
so die politisch interessierten 
Aerzte Dr. Johann Jacoby (1805- 
ia77), Mitglied der Frankfurter Na- 
tionalversammlung und Dr. Ra- 
phael Kosch, auch Dr. Ferdinand 
Falkson (1820—1900). der 1888 die 
„Liberale Bewegung in Königsberg 
1840—1847" dargestellt hat. (Hierzu 
vgl. die Darstellung bei Jacob Tou- 
ry „Die politischen Orientierungen 
der Juden in Deutschland c Schrif- 
tenreihe wissenschaftlicher Abhand- 
lungen des Leo Baeck Instituts No. 
15. — J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) 
Tübingen 1966). 

Adolf Samter (1824—1883). ein 
.Sühn des Bankiers, gab von ir;4(". 
bis 1850 die linksliberale „Neue Kö- 
nissberger Zeitung" heraus und ver- 
legte die „Baltischen Blätter" und 
einen „Politischen Monatskalender". 
Zu den frühen Sozialdemokraten 
in Königsberg zählten der Arzt Dr. 
Alired Gottschalk (1863—1944) und 
der Jurist Hugo Haase (Allenstein 
1863 — Berlin 1919). Haase war 
später Reich':^ tagsabgeordneter, 1917 
Mitgründer der USPD und 1918 
Volksbeauftragter. In Jahr 1919 fiel 
er einen Attentat zum Opfer. (Eine 
ausführliche Würdigung Hugo Haa- 
ses findet sich bei Ernest Hambur- 
ger „Juden im öffentlichen Leben 
Deutschlands" — Schriftenreiche 
wissenschaftlicher Abhandlungen 
des Leo Baeck Instituts No. 19 — 
J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) Tübin- 
gen 1968, S. 427 — 445). 

Erst 1866 wurde von der „Alber- 
tina", der Albertus-Universität, be 
schlössen, dass in allen Fakultäten, 
ausser der TheoiuKi&clicn, auch 
nichtevangelische Ordinarien wirken 
könnten. Diese Frage war akut ge- 



Um d<e ■T?h'*hundcrlwt:i.de zählte 
die Königsberger Gemeinde etwa 
j 4000 Seelen, in ihrer Mehrzahl in 
i der Grossgemeinde zusammenge- 
schlossen mit der 1894/96 erbauten 
Synagoge an der Lindenstrasse als 
Mittelpunkt. Daneben existierten 
eine kleine orthodoxe Gruppe, aus 
der die Adass Jisroel (mit den Ban- 
kiers George und Hermann Marx 
an der Spitze) hervorging, und eine 



ebenfalls orthodoxe Gruppe, die 
Juden aus Polen und Litauen um- 

lassle. 

In dem 1904 gegründeten 
„Verein Jüdischer Studenten", 
spielte in seiner Königsberger Stu- 
dentenzeit Kurt Blumenfeld eine 
wichtige Rolle. Im Vorstand des 
Zentral- Vereins wirkten der Kinder- 
arzt Geheimrat Professor Hugo Fal- 
kenheim (1856 1945) und der später 
nach Breslau berufene liberale Rab- 
biner Dr. Hermann Vogelstein 
(1870-1942). Gause nennt in die- 
sem Zusammenhang auch den Stadt- 
verordnetenvorsteher Max Arendt 
(1843-1913), den Vater von Han- 
nah Arendt (hierzu siehe die Dar- 
stellung in Kurt Blumenfeld „Er- 
lebte Judenfrage", Deutsche Ver- 
lagsanstalt, Stuttgart, 1962, S. 43, 
ff). Seit 1899 wirkte in Königsberg 
als Rabbiner und von 1924 auch 
als Professor für Semitistik Dr. 
FeUx Perles (1874-1933). der von 
Gause nicht erwähnt ist, aber ge- 
wiss nicht übersehen werden soll- 
te. 

Die beiden vorliegenden Bände 
von Dr. Gauses Werk reichen nur 
an wenigen Stellen über 1914 hin- 
aus. Wie der Schlussband gestaltet 
und gehalten ist, wird sich zeigen. 
Fast gleichzeitig mit Gause ist 1967. 
herausgegeben vom Göttinger Ar- 
beitskreis, der 17. Band des „Jahr- 
buchs der Albertus-Universität" 
(Holzner-Verlag, Würzburg) erschie- 
nen. Darin findet man, verfasst von 
Wilhelm Matull und Max Sommer- 
feld, einen aufschlussreichon Bei- 
trag „Ostpreussische Arbeiterbewe- 
gung gegen den Nationalsozialis- 
mus". Er erinnert u.a. auch an 
das Ende von Dr. Gottschalk, der 
2. September 1942, kurz vor .seiner 
Verschleppung nach Theresienstadt 
Start, tief erschüttert von dem kur.?; 
vorher erfolgten Freitod seiner Nich- 
te und Fn-?>^ko!lep:in Dr. Lu^^te lioa-" 
Schalk. Er war der letzte Königs- 
berger SPD- Vorsitzende. Unter de;? 
nach Theresienstadt deportierten 
Königsberger Juden, so ist am 
Schluss des Aufsatzes vermerkt, 
„befanden sich zahlreiche Aerzte 
und Rechtsanwälte". Dort seien u.a. 
Justizrat Lichtenstein, ein Schwa- 
ger von Hugo Haase, und die Stadt- 
rätin Martha Harpf umgekommen. 

E.G. LOWENTHAL 



Die Ora-Saga 



Vor etlicher Zeit wurde an die- 
ser Stelle ein Jugendbuch der Jeru- 
salemer Schriftstellerin Rusia Lam- 
pel angezeigt: „Der Sommer mit 
Ora" (Verlag Sauerländer, Aarau 
und Frankfurt), in dem jugendliche 
Deutsch-Leser im Ausland, vor al- 
lem junge Mädchen, in die bunte 
Welt Israels eingeführt werden — 
ohne viel ,,Zionuth", aber doch mit 
liebevollem Verständnis, von dem 
sich, dank der Erzählkunst der 
Autorin, sicherlich auch mancherlei 
auf den Leser übertragen hat. Das 
Buch, wohl das erste seiner Art in 
deutscher Sprache, war im Ausland 
ein grosser Erfolg und wurde u.a. 
mit der „Prämie des deutschen Ju- 
gendbuchpreises 1965 für die Dar- 
stellung eines zeitgeschichtlichen 
Themas im Jugendbuch" ausgezeich- 
net und im darauffolgenden Jahr in 
die Ehrenliste des Oesterreichischen 
Staatspreises 1966 aufgenommen. In 
diesem Falle galt die Ehrung wohl 
auch der früheren Wienerin. 

Es folgte später ein Fortset- 
zungsroman „Eleanor". der gleich- 
falls eine Auszeichnung erhielt: er 
stellt eine amerikanisch-jüdische 
Freundin Oras ins Bild der Israeli 
sehen Realität. Der Kreis der Leser 
hatte sich dadurch nun schon so 

»'»'...nifAi.f /loco l?iic4o T.Qinnpl PS 

für gegeben hielt, den Ora- und 
Eleanorfaden vor dem erregenden 



Hintergrund des Sechstagekrieges 
weiterzuspinnen. In diesem dritten 
Buch der Serie, „Keine Nachricht 
von Kuben", wird das Einmalig- 
Atmosphärische der sechstägigen 
Reifeprüfung Israels, von Jerusa- 
lem und vor allem von Jerusaiemer 
Luftschutzbunkern aus gesehen, mit 
weit stärkeren Farben gemalt als 
der Vordergrund der Handlung, die 
nur ganz beiläufig erzählt wird, un- 
pathetisch und ohne jede Idealisie- 
rung Oras, Eleanors und ihrer Er- 
lebnisgenossen. Diese Verteilung 
von Licht und Schatten, Emphasis 
und Stille, ist dem Thema der be- 
schriebenen Tage durchaus ange- 
messen — dem Krieg, in dem das 
Volk in seiner Anonymität die ei- 
gentliche Heldenrolle spielte. Kurz: 
ein mit viel Takt und echtem Emp- 
finden geschriebenes Buch, für jun- 
ge Menschen; es wird viel dazu tun, 
zu erklären, warum Israel keinen 
neuen Krieg will. __ _ 



Redaktion : Tel-Aviv. Rambamstr. 15. 
POB 1480. Tel 614411. Anzeigen« 
Annahme : Ettllnger's Advertl.sln«. 
Tel-Av!v, 70. Allenby Rd., Tel. 613344. 
Anzelgen-.^nnnhmp In Jerusalem: H. 
Sturmann. Tel. 33435. Herausgeber: 
Bitaon Ltd.. Tel-Avlv. Rambamstr. 15. 
Verantwortlich : Dr. H. Tram er. 
Tel-Avlv. ReRistriert als /.eituns beim 
Hauptpostamt Jerusalem. Druck : 
Blumenthal's Print'ni? Press. Tel-Avlv. 



■/■ 



Seite 40 Süddeutsche Zeitung Nr. 39 



Das politische Buch 



Freitag, 16. Februar 1973 



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» 
1 



Umweltschutz — ein übermächtiges Thema 



Ein „Uberlebensprogramm", das in der Flut von Details der Orientierung dienen wiU 



& 



FREDERIC VESTER: Das Üb erleb ensprogramm. 
Kindler -Verlag, München. 234 Seiten, Paperback, 
29,80 Mark. 

An einem Buch wie diesem muß sich zeigen, 
ob der apokalyptische Feuersturm der Umwelt- 
Katastrophen-Literatur verbrannte Erde hinter- 
lassen hat oder einen fruchtbaren Boden, Resi- 
gnation oder das Bedürfnis nach mehr Einsicht 
in Zusammenhänge. Diesem Bedürfnis ent- 
spricht Vesters Buch aufs beste. Mit seiner 
Münchner „Studiengruppe für Biologie und Um- 
welt" betreibt er einen vorerst noch einsamen 
Kampf gegen die Parzellierung der Wissen- 
schaft, die zwar zu Spezialhöchstleistungen ge- 
führt hat, aber auch zur Umweltkrise. Deshalb 
attackiert Vester zum Beispiel das System der 
„zulässigen Höchstmengen" von Einzelgiften als 
unwissenschaftlich, wirklichkeitsfremd — aber 
auch als symbolisch für das zum Selbstmord 
führende Scheuklappendenken. Als geübter 
Publizist und didaktisch interessierter Natur- 
wissenschaftler hat er sein Buch mit eingerahm- 
ten einfachen Maximen (in Gleichungsform) ge- 
pflastert, u.a. „Spezialistentum + Ressortden- 



ken = Selbstmord" oder „Heutige Menschen- 
dichte + kybernetische Zivilisationsstufe = 

Überleben. 

Vesters Überlebensprogramm beruht auf dem 
Erkennen und Anerkennen einer elementaren 
Lehre des Naturgeschehens, des Prinzips der 
Rücksteuerung. Seit seinem Beginn vollzieht 
sich das Leben in Regelkreisen, deren es bereits 
in der einzelnen lebenden Zelle mehrere hundert 
gibt. Vom Funktionieren der Regelkreise in der 
Natur hängt unser Leben ab, und bei aller aner- 
kannten Elastizität und Regenerationsfähigkeit 
globaler Regelkreise — die Vester selbstver- 
ständlich kennt — kommen doch Grenzen der 
Belastbarkeit in Sicht. In diesem Zusammen- 
hang stellt Vester auch die Theorien und Com- 
puteranalysen von P^orrester und Meadows 
(„Grenzen des Wachstums") vor. 

Das Buch ist reich mit Grafiken und Schaubil- 
dern bestückt, angemessene Darstellungsmittel, 
wenn „Vernetzungen" in Systemzusammenhän- 
gen geschildert werden sollen. Es enthält in 17 
Kapiteln neben den klassischen Gebieten der 
Umweltbetrachtung (z.B. Abfälle, Wasser, 




Zeitgeschichte einer ostdeutschen Stadt 

Königsberg vom Ersten Weltkrieg bis zum Jahre 1 945 



FRITZ CAUSE: Die Geschichte der Stadt Königs- 
berg in Preußen. 3. Band: Vom. Ersten Weltkrieg bis 
zum Untergang Königsbergs. Böhlau-V erlag, Köln. 
339 Seiten mit einer typographischen Beilage, Lei- 
nen, 58 Mark. 

Die beiden ersten Bände dieser vorbildlichen 
Stadtgeschichte, die von der Gründung der 
wichtigsten Stadt Altpreußens bis zur Zeit des 
Ersten Weltkrieges reichten, sind an dieser Stel- 
le schon gewürdigt worden. Sie gehen nicht nur 
ehemalige Bürger Königsbergs an, die darin für 
die Vergangenheit ihrer Heimat eine Fülle neu- 
en, aktenmäßig solide fundierten Materials fin- 
den konnten. Auch der allgemein geschichtlich 
an Ostdeutschland interessierte Leser empfing 
von Gause reiche Belehrung, wie sie in gleichem 
Umfang für keine andere Großstadt jener Ge- 
biete vorliegt, die 700 Jahre lang zu Deutschland 
gehörten. Für Breslau ist bezeichnenderweise ei- 
ne ähnliche zusammenfassende Darstellung erst 
von polnischen Gelehrten in Angriff genommen 
worden, die sich dabei allerdings auf grundle- 
gende deutsche Vorarbeiten stützen konnten. 

Daß nach Gauses beiden ersten Bänden — vom 
13. bis ins 20. Jahrhundert — noch Stoff für ei- 
nen dritten Abschlußband vorliegen könnte, 
schien zunächst zweifelhaft. Der Verfasser hat 
nun aber mit diesem letzten Band gezeigt, daß er 
der zeitgeschichtlichen Forschung und Darstel- 
lung ebenso gewachsen war wie der Durch- 
leuchtung der mittelalterlichen Siedlungsge- 
schichte und der Auseinandersetzungen zwi- 
schen Landesherren und städtischem Bürgertum 
in späteren Jahrhunderten. Ein erstes Kapitel im 
Band 3 über die Jahre des Weltkrieges 1914/18 
bringt nicht viel unbekanntes Material, aber ei- 
ne um Objektivität bemühte Zusammenfassung 
der erreichbaren Tatsachen. Parteipolitische Zu- 
sammenhänge mit dem Kriegsgeschehen rücken 
teilweise in neues Licht; die Lokalgeschichte 
macht auch manche weit darüber hinausgreifen- 
den Vorgänge deutlicher als bisher. Das gilt bei- 
spielsweise für die Gründung der Vaterlands- 
partei, die in Königsberg auch linksliberale Krei- 
se in ihren Bann zog, ebenso wie für die Spal- 
tung der Sozialdemokratie an der Kriegszielfra- 
ge. 

Die Novemberrevolution und der Kapp-Putsch 
von 1920 werden im nächsten Kapitel ebenso an- 



regend behandelt. Vielleicht läßt sich der Autor 
dabei etwas zu sehr von der Selbstdarstellung 
des zeitweiligen Königsberger Oberpräsidenten 
August Winnig beeinflussen, der damals vom so- 
zialdemokratischen Funktionär zum deutsch- 
nationalen Putschisten wurde. Er war, aus Nord- 
ostdeutschland ins Baltikum und dann nach Ost- 
preußen verschlagen, den dortigen sozialen Ver- 
hältnissen fremd, von der Basis seiner politi- 
schen Stellung losgerissen und in entscheiden- 
den Augenblicken auch über Tatsachen falsch 
informiert, nicht nur das Opfer patriotischer 
Gutgläubigkeit, sondern auch persönlicher Am- 
bitionen geworden. Klüger und charaktervoller 
verhielten sich in diesen wirren Zeiten der de- 
mokratische Oberbürgermeister Lohmeyer und 
der altliberale Traditionen weiterführende 
Oberpräsident Ernst Siehr. 

Bei der Darstellung der kulturellen Verhält- 
nisse fehlt ein Hinweis darauf, daß die erfolg- 
reichste örtliche Tageszeitung, die Kö?iififsberger 
Allgemeine Zeitung, mit ihren Überschüssen 
lange Zeit der in der Hand der gleichen Familie 
gebliebenen linksdemokratischen Frankfurter 
Zeitung aushelfen mußte und konnte. 

Unabhängig und kritisch ist dann die breite 
Behandlung der nationalsozialistischen Herr- 
schaftszeit. Die Gegensätze innerhalb der 
NSDAP waren zeitweise in Königsberg beson- 
ders deutlich. Erniedrigende kulturelle Gleich- 
schaltung, Judenverfolgung und Kirchenkampf 
erscheinen in der lokalgeschichtlichen Betrach- 
tung deutlicher als in allgemeinen Skizzen. Hit- 
lers „Reichsbischof" kam nicht zufällig aus Kö- 
nigsberg; auch die Rolle von Generälen wie 
Blomberg und Reichenau hatte dort ihre Wur- 
zeln. Das Ende im Zweiten Weltkrieg erscheint 
dann als rächende Nemesis, die freilich nicht nur 
Schuldige traf. 

Manche Episoden der ersten Nachkriegszeit, 
etwa der Anlauf rechtsstehender Politiker wie 
des zeitweiligen Ernährungsministers von Ba- 
tocki und des Handelskammersyndikus Simon 
zu einer eigenen ostpreußischen Polenpolitik 
würden noch ergänzende Nachforschungen ver- 
dienen. Im ganzen liegt aber in der nun abge- 
schlossenen Stadtgeschichte von Gause ein Stan- 
dardwerk vor, auf das man immer wieder zu- 
rückgreifen muß. Immanuel Birnbaum 



Boden, Abgase, Nahrung, Ozeane) weiter aus- 
greifend gesellschaftspolitische und wirtschafts- 
politische Erörterungen der Antriebe mensch- 
lichen Handelns und ihrer Auswirkungen auf 
die Umwelt: Raumordnung, Wachstum, Gebur- 
tenüberschuß, Forschungslücken, Umweltwis- 
senschaft, Öffentlichkeitsarbeit, Bewußtseins- 
bildung. 

Die Umwelt ist groß, und alles ist mit allem 
verbunden. Das könnte die knappste Auskunft 
nach einer erschöpfenden, wenn auch kurzen 
Diskussion dieser Probleme in der Öffentlichkeit 
sein. Ermattung ist seit einiger Zeit unüberseh- 
bar. Etwa aus Einsicht in die Übermächtigkeit des 
Themas? Vesters Buch zeigt einen Weg, wie man 
die unübersehbare Fülle der Einzelheiten nach 
einem plausiblen Schema ordnen kann; er liefert 
zu den Teilen das Band. Es ist wichtig, daß die 
Umweltdiskussion nach einer ersten Flut von er- 
schreckenden Details nun auf der Ebene der 
systematischen Durchdringung weitergeht. 
Sonst könnte es geschehen, daß jene die Ober- 
hand behalten, die Umweltschutz nicht lernen 
wollen oder aus Gründen des Geschäfts nicht 
brauchen können und die mit ihrer Parole „Um- 
weltschutz kostet unendlich viel Geld" schon so 
manchen von dem Gedanken wieder abgebracht 
haben. Der zweite Teil des Halbgedankens darf 
nicht unterschlagen werden: Kein Umwelt- 
schutz kann das Leben kosten, und zwar nicht 
erst das unserer Ururenkel. Fernab von aufge- 
regter „Panikmache" oder „Umwelthysterie" 
saf:^t Vester eben dieses aus der logischen Be- 
trachtung wissenschaftlich erweislicher Tatsa- 
chen. Und er fügt jeder seiner Analysen den 
Lösungsvorschlag bei. Der ist dann jeweils zwin- 
gend für unsere Vernunft — nur die Umstände 
sind noch lange nicht so. Christian Schütze 

Entzauberte Giganten 

BEN B. SELIGMAN: Sie lauften sich Amerika. Ent- 
stehung und Entivicklung der beherrschenden Wirt- 
schaftsimperien. Aus dem Amerikanischen von Wer- 
ner von Grünau. Kindler Verlag, München. 372 Sei- 
ten, Leinen, 34 Mark. 

Wer Seligmans Buch aufmerksam gelesen hat, 
wird am Schluß mit ihm in jenem Satz überein- 
stimrien, den er gewissermaßen als Leitmotto an 
den Anfang seiner Ausführungen stellt: „Heute 
zeichnet der Historiker häufig ein Bild der Ver- 
gangenheit, das viel zu makellos und einwand- 
frei wirkt. Schmutzige Episoden aus der Ge- 
schichte eines Unternehmers werden oft als ge- 
ringfügig dargestellt, und die Eskapaden der Fi- 
nanziers und Gründergestalten des 19. Jahrhun- 
derts sind nichts weiter als kuriose Geschichten 
aus den Annalen der Kapitalansammlung. Die 
kritische Betrachtungsweise der Karrieren von 
Unternehmern wird abgelehnt, weil sie ,dem 
Volk seine Helden raubt' und die im Volk leben- 
dige Erinnerung an große Männer besudelt." Se- 
ligman, Professor für Wirtschaftswissenschaften 
an der Universität von Massachusetts, hat sich 
genau diese kritische Betrachtungsweise zuni 
Ziel gesetzt, und er scheut sich nicht, mit gängi- 
gen Klischees über die großartige Tatkraft be- 
kannter Unternehmerpersönlichkeiten zu bre- 
chen. Zu ihnen gehört zum Beispiel Cornelius 
Vanderbilt, der sich erst ein Schiffs- und dann 
ein Eisenbahnvermögen zusammenraffte. 

Seligman verzichtet auf die Darstellung gro- 
ßer Entwicklungslinien der amerikanischen 
Wirtschaftsgeschichte und konzentriert sich 
ganz auf die Detaildarstellung von Unterneh- 
mern und ihren Praktiken. Ohne große Worte 
trägt er somit zur Entzauberung eines Mythos 
bei, der noch immer aus einer Kombination von 
tapferen Kämpfern an der Frontier und vom rei- 
nen puritanichen Geist beseelten Kaufleuten 
und Unternehmern besteht und eine Grundlage 
des amerikanischen Selbstverständnisses bildet. 




Maschinengew ehr posten der Regierungstruppen 
— Rest der kaiserlichen Armee, Kern der künf- 
tigen Reichswehr — vor dem Berliner Schloß im 
Januar 1919, als sich die Republik des Sparta- 
kistenauf Stands zu erwehren hatte: eines der vie- 
len Hunderte von Bilddokumenten in (Christian) 
Zentners Illustrierter Weltgeschichte (Südwest 
Verlag, München; Leinen, 527 Seiten, 39,80 Mark). 
Der gut ausgestattete und gedruckte Band reicht 
von der Abbildung eines prähistorischen Austral- 
opithecineli- Schädels bis zu Armstrongs ersten 
Schritt&h auf dem Mond. Selbst beim Umfang 



von einem halben Tausend Senen ist es ein 
problematisches Unterfangen, die Menschheits- 
geschichte derart optisch auch nur andeuten zu 
wollen. Immerhin wird hier durch exemplarische 
Bilder und geschickt ausgewählte Zitate ver- 
sucht, für den historischen Laien Epochen und 
Kulturkreise zu charakterisieren, und das ist, 
weitab von nicht erreichbarer Kontinuität, auch 
einigermaßen gelungen. Im Vorwort wird ent- 
sprechend relativiert: Sinn des Buches sei es, 
„dem Wissenden zur Erinnerung und dem Ler- 
nenden zur Anregung" zu dienen, sich weiter mit 
Geschichte zu beschäftigen. sae. 



Hessens jüdische Gemeinden 

PA.UL ARNSBERG: Die jüdischen Gemeinden in 
Hessen. Anfang - Untergang - Neubeginn. Socie- 
täts-Verlag, FrankfurtlM. 2 Bände, 515 und 500 Sei- 
ten, Leinen, 78 Mark. 

Keine Geschichte der Juden in Hessen, son- 
dern ein informatives Handbuch in lexikogra- 
phischer Form über die jüdischen Gemeinden im 
einstigen „Kernland des deutschen Judentums" 
hat der Frankfurter Jurist und frühere Landge- 
richtsrat Paul Arnsberg, Verfasser zahlreicher 
deutscher Judaica, auf Anregung des Landes- 
verbands der Jüdischen Gemeinden in Hessen 
vorgelegt. Seit altersher Sammelpunkt jüdi- 
schen Lebens, werden die Gemeinden vom Autor 
in ihrer Gesamtentwicklung vorgestellt, um den 
lebendigen Organismus, „also die Atmosphäre 
und die jüdische Eigenart der einzelnen Ge- 
meinden politisch, sozial, soziologisch, kulturell, 
religiös und demographisch" deutlich zu 
machen. Nach einem einheitlichen Schema 
orientiert Arnsberg über die Statistik und Ge- 
schichte jeder Gemeinde, beschreibt die Berufs- 
struktur "und Familiengeschichte ihrer Mitglie- 
der, nennt hervorragende Persönlichkeiten und 
die' in den Freiheitskriegen, 1870/71 und im Er- 
sten Weltkrieg Gefallenen, erwähnt die religiö- 
sen und sozialen Institutionen und schildert das 
Schicksal der Gemeinde nach 1933 und — wo es 
noch möglich ist — nach 1945. 

Arnsberg berücksichtigt den geographischen 
Raum, der bis auf Teile der früher „hessischen" 
Provinz Rheinhessen und den Regierungsbezirk 
Montabaur — die heute zu Rheinland-Pfalz zäh- 
len — mit dem Bundesland Hessen identisch ist, 
klammert aber das Gebiet „Groß-Frankfurt" 
aus. Eher als der formalistische Hinweis, aus 
organisationsrechtlichen Gründen habe in ein 
„Gemeindebuch" des Landesverbands die „auto- 
nome" Jüdische Gemeinde Frankfurt a. M. nicht 



aufgenommen werden können, überzeugt das 
Argument des Autors, daß selbst iüv dieses 
großzügig angelegte Werk der Bericht über 
Frankfurt — für den ein Sonderband geboten sei 
— überdimensional ausgefallen wäre. 

Der Kontrast des Einst mit dem Jetzt, von gut 
400 Gemeinden vor 1933 mit kaum 10 nach 1945, 
signalisiert die kulturgeschichtliche Bedeutung 
der in diesem Nachschlagewerk — das durch 
einen Bildband noch ergänzt werden soll — ge- 
sammelten Fakten zum deutsch-jüdischen Ge- 
schichtsverlauf. Peter Glaser 

Bayerische Zivilprozesse 

HANS SCHLOSSER: Spätmittelalterlicher Zivil- 
prozeß nach bayerischen Quellen. Böhlau-V erlag, 
Köln, Wien. 478 Seiten, broschiert, 78 Mark. 

Der Verfasser kommt zu dem Ergebnis, daß 
Gerichtsaufbau und Gerichtsgliederung des 
bayerischen Territoriums während des späten 
Mittelalters „ein getreues Abbild der politischen 
Geschichte" bilden. Die Rechtsentwicklung sei 
aufs engste mit dem fortschreitenden Ausbau der 
Landesherrschaft verbunden. Dieser Vorgang 
habe für die Gerichtsverfassung eine Neuord- 
nung zur Folge gehabt. Von nun an überzog ,.ein 
dichtes Netz landesherrlicher Landgerichte das 
großflächige, relativ geschlossene Gebiet" 
Bayerns. Angesichts der steigenden Eigenstaat- 
lichkeit Bayerns war die Gerichtsbarkeit des 
Reichs praktisch gegenstandslos. Der vereinzelt 
in kaiserlichen Privilegierungen bayerischer 
Gerichtsuntertanen vorbehaltene Rechtszug 
vom landesherrlichen zum kaiserlichen Hofge- 
richt ist für den Verfasser eine „Leerformel". Ein 
umfangreiches Buch, das den Übergang vom 
zentralgeleiteten deutschen Territorium zur 
Landeshoheit, die schließlich in der Libertät des 
Westfälischen Friedens endet, illustriert und das 
wohl jeder Rechtshistoriker gern in die Hand 
nehmen wird. ^^ 



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PostJingangsetelle | 

2 2. m. 1973 







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Wilhelm M a I u 1 1 
Ministerialrat a H 

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Aldekctkstr.'-TelSOSS^ 



inir.ßelGorf , 1C.7..1J76. 



Sehr geehrter Herr V/artell! 

Gerne hestatige ich Ihre Zuschrift vom 12. X. und übersende 
Ihnen n«^hei incin«. n uestr/ Jchrift "Vor 50 Jahren in Königs, erg 
- leiaer ein erBchütterndes Dokument. Von mir erschein 19^.7 
und' dann in ^.Auflage im Rautenber-Verlag Leer/Ostfriesland 
das betoilderte "Hebes altes Königsberg". Auch im früheren 
KönigsbergeiL G räfe und Unzer -Verla_g (.jetzt 8 M ünchen 40, Isa- 
b ellastra.-se 52T^nc eine ReitTTstpreussischer Bü-cher von 
^ir erschiene"^ Dort kar.-. auch von Kartin Borrmann das -uch 
"Ge liebtes_Kcnii_gsber£l heraur, . Alles_^ies_KÖnne n Sie Ji^ber 
jede Tiuchhan ^ung beziehen . 

Zur Person: geb. 1^03 in Königbserg, SvadtgymK»t.5rium Altstadt- 
KneiT^hcf zu Köni-bserg, Uni-Studium in Köni.-sberg und Ifdnohen 
(dort i^i dem Königsber-ger jüaischen Mitbürger ?rc.f .Strich) , 
Fachgebiete Geschichte, Philologie, Pädagogik, von 1928 - 5^ 
Redakteur an der "Königsberg-'r Volkszeitung", nach 33 übel 
verfolgt, "Schutzhaft", ^üoisch' s Arbeitslager (als sog. 
A-ie?-!), Zwischentiitigkeiten bis 19^^^, dann lirektor der 
Volkshochschule Hannover, ab 19^4 i-^ Staatsdienst für politi er 
Billiung in Hannover, Bonn und Du seldorf, Bundesveroi nst- 
kreuz I.Klasse, seit 53 Jahren Sozialdemokrat, Autor von 13 
Büchern, noch heute im Rahmen der Friedrich Rb^rt-Stif tu-.^ 
vor Studenten tätig. Zahllose Enrenämtrr usw! 

Ich habe in den USA einw> iüdisohen Klassenlc-.sicrad*! Leo Si l&erg, 
?215 Kerwood Avenue, Los Angeles, California, 90064. -n ^^r:^^ 
schreibe ich mich mit einem nüdischen Schulkameraden J.H.Sti^ws 
mann (Königsberger, oer an einem solchen Roman schre^.bt) Jeru- 
salem/Israel, 7 Kikar Kaftnes. Vor einem Jahre erschien ir. Carl 
H«v.ner Verlag l^.inchcn das Buch von Max Fürst* "Gcfielte -isch^ 
eine Jugend in Königsberg" (jüdisches Leben in Königs nergW 



Ich denke, Sie haben nun eine Reihe eiwünschter Hinweise, 
weiteren Auskünften stehe ich gerne zur Verfügung! 

mit freundli -hem Gruss! 



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16. JjLini 11)72 



Nr. 23 



Die letzten Tage der Juden von Königsberg 

, ._ ,.,1 ^r.« >^Ta/^Ht.r» nnph phe eine Ar 



Mit grossem Interesse las ich 
y den Aufsatz von E. Ci. Lowenthal 

Vom Ende der Juden in Königs- 
berg" im MB vom 12. Mai 1972, m 
welchem er das Buch von Dr. Fritz 
Gause „Geschichte der Stadt Kö- 
nigsberg", dessen dritter Band 1971 
erschienen ist, einer kritischen Be- 
trachtung unterzieht, soweit er sich 
mit dem Schicksal der Königsber- 
ger Juden beschäftigt. Es ist nicht 
meine Absicht, zu den sehr anfecht- 
baren Ausführungen von Dr. Fritz 
Gause heute und hier Stellung zu 
nehmen. Da jedoch E. G. Lowen- 
thal die Deportation meines Vaters, 
des Justizrats Dr. Max Lichtenst^in, 
in seinem 82. Lebensjahr nach The- 
resienstadt erwähnt und am Anfang 
seines Artikels bemerkt, dass es 
über das Ende der jüdischen Ge- 
meinschaft in Königsberg so gut 



Gleichwertigkeit 
in der Verschiedenheit 

(Fortsetzung von S. 3) 

Lerntradition -, führt sie ein Min- 
dci^vertiRkeits.Emptinden zu Hass 
oefühlen und aggressivem Verhal- 
ten wie etwa bei den „Schwarzen 
Panthern" das sie als Reaktion aut 
soziale Benachteiligung deuten, die 
sie als „Orientalen" von den bevor- 
zugten „Aschkenasim" zu erleiden 

haben. ,. 

Die allsemeine Schiilpthcht, die 

durch eines der ersten Gesetze nach 
der Staatsgründung in Israel einge- 
führt wurde, versuchte, die Emhei 
unseres Volkes zu erreichen und 
den sozialen Frieden zu sichern 
Do(;h die auf ein reines Lern- und 
Prüfungssystem begründete Scmu- 
art erwies sich als eine weitere Be- 
nachteiligung der Schwachen. Die 
out gemeinte „Bevorzugung" der aus 
Asien oder Afrika stammenden 
Schüler bei der für den Aufstieg 
entscheidenden „Punktzählung" ist 
für denkende Menschen, die in Is- 
rael Gleiche unter Gleichen zu sein 
erwarteten, demütigend. 

Wird die längst beschlossene, sich 
sehr langsam durchsetzende Verlän- 
gerung des gebührenfreien Unter- 
richts um eine neuntes Schuljahr 
Entscheidendes ändern? Eher konn- 
te die jetzt zur Debatte gestellte Er- 
leichterung des Prüfungssystems 
crünstig wirken. Doch werden auch 
hier viele Jahre bis zur Durchset- 
zung und — was das Wichtigste ist 
— zur Umerziehung der Lehrer ver- 
gehen. 

Aussichtsreicher scheint uns die 
rasche Vermehruns der „compre- 
liensive schools", der verschiedenste 
Ausbildungsmöglichkeiten umfas- 
senden Schulen, und dies nicht nur, 
um den Abstand zwischen den Is- 
raelis mit westlicher und östücher 
Herkunft rasch zu verringern, son- 
dern um auch innerhalb dieser 
Grupi>en die natur- und milieube- 
dingten Differenzen bei der Schu- 
lung so zu berücksichtigen, dass 
jeder an seinem Platz für die Ge- 
meinschaft das ihm mögliche Beste 
leistet und selbst Befriedigung fin- 
det. Es gibt bereits em wachsendes 
Netz solcher ..umfassender Schulen"; 
dass sie ihr Ziel nicht voll erreichen, 
liegt offenbar daran, dass dieses 
System sich fast ausschliesslich auf 
Mittelschulen beschränkt. Die Auf- 
gliederung erfolgt verspätet und 
unserem Volk fehlt, obwohl die Ge- 
schichte es den Wechsel der Wert- 
skalen in den weiten Zeiten und 
Räumen seiner Zerstreuung gelehrt 
haben müsste, das Bewusstsem da- 
für, dass Ungleichheit mit Gleich- 
wertigkeit vereinbar ist. 

M. T.-P. 



wie kein gedrucktes oder unge- 
drucktes Material gebe, so halte 
ich mich für berechtigt und ver- 
pflichtet, wenigstens insoweit die 
Ausführungen von Lowenthal zu er- 
"änzen und die Behauptung Gauses, 
über Zeit und Zahl der Transporte 
in den Osten sei nichts Sicheres zu 
ermitteln, dokumentarisch zu wi- 
derlegen. 

Zum besseren Verständnis sei 
vorausgeschickt, dass ich nach mei- 
ner Einwanderung nach Palästina 
(im September 1939) mit meinem 
Vater und meiner für ihn sorgen- 
den ältesten Schwester Käthe in 
ständigem brieflichem Kontakt 
über Freunde in der Türkei — Her- 
mann und Alice Zutraun — und 
über einen hilfsbereiten Patienten 
meines Bruders in der Schweiz 
stand. Ich wusste, dass mein Vater 
und meine Schwester in ihrer ge- 
räumigen Wohnung in der Hensche- 
strasse 11 ihr Leben fortführten, 
allerdings mehrere Zimmer an an- 
dere Familien abgegeben hatten, 
darunter das Ehepaar Dr. Schrei- 
ber, welche ich schon bei meinen 
letzten Besuchen bei meinem Vater 
kennengelernt hatte. Am 27.9.1942 
erreichte mich aus Ankara folgen- 
der Brief meines Vaters: 



„Königsberg Pr., d. 21. Aug. 1942. 

Sehr geehrter Herr Zutraun! 

Ich hoffe, dass das Schreiben an 
Sie von hier den 12. Juni d.J. 
rechtzeitig in Ihren Besitz gelangt 
ist. Inzwischen sind bei meiner 
Tochter und mir so wesentliche 
Änderungen eingetreten, dass ich 
veranlasst bin. Ihnen Mitteilung zu 



machen, noch ehe eine Antwort auf 
den Brief vom 12. Juni d.J. bei mir 
eingagangen isi. 

Meine Tochter hat am 24. Juni 
d.J. abwandern müssen. Bis zum 
heutigen Tage ist von ihr oder 
über sie irgend eine Nachricht 
nicht eingegangen. Niemand weiss, 
wohin der Transport gegangen ist. 
Brief ist bei keinem Angehörigen 
der transportierten Glaubensgenos- 
sen eingetroffen, so dass wir nicht 
wissen, wie es ihnen geht. Sie kön- 
nen sich denken, wie sehr wir un- 
ter dieser Ungewissheit leiden. 

Heute habe auch ich die amtli- 
che Mittheilung erhalten, dass ich 
am 25ten d.Mts. früh abwandern 
muss. Nach allem, was wir bezüg- 
lich dieses Transports erfahren 
haben, können wir damit rechnen, 
dass es sich bei ihm um eine Un- 
terbringung älterer Glaubensgenos- 
sen in dem Altersheim in There- 
sienstadt (Protektorat) handelt, 
welches von der Reichsvereinigung 
der Juden in Deutschland für eige- 
ne Rechnung verwaltet wird. Ich 
darf hoffen, dort einigermassen gut 
untergebracht zu werden. Meine 
alte Wohnung, in der ich jetzt noch 
bin und gut betreut werde, würde 
ich voraussichtlich nicht mehr lan- 
ge innegehabt haben, auch wenn 
ich hier geblieben wäre. 

Hoffentlich geht es Ihnen und 
den werthen Ihrigen gut. 

Mit herzlichen Grüssen für alle 

Ihr 
Dr. Max Lichtenstein, 
" ' Henschestrasse 11." 







PUBLICATIONS OF THE 

LEO BAECK INSTITUTE 



YEAR BOOK XVI 



FOCUS ON WEIMAR JIAVRN 

An rinnual Collcctton of Essays an thc fiistory 

and arlivity nf Jews in Gcrmany 

dnring thc pasl Century 

Contents inchide: 
Weimar Scxlalisis confront the Jcwisii Q'iosllon - 
American f listori.ins discnss Central European Jcwry 
- Jcws in Aiisiriau Politics • l'ioljlcms of inttgiaiioii: 
CJertnan Jews in ilic Uniiccl Staics - ReÜKioiis Trans- 
formation - I-iglu lor equal Rights attcr tl.e 1848 
Revolution - Jewiili Resistance in Nazi Germany 



1971 



PUBLISHED lOK THE INSTITUTE BY THE 

EAST AND WEST LIBRARY 

LONDON 




Der Brief zeigt die unveränderte 
Handschrift meines Vaters. 

Über die letzten Jahre meines 
Vaters vor seiner Deportation be- 
richtete Frau Clara Hart wich, die 
in der Freireligiösen Gemeinde tä- 
tig war, in einem Brief vom 2.1. 
1947 an meinen Bruder nach USA 

u.a.: 

„Die Wohnung wurde an die ver- 
schiedensten Leute aufgeteilt, im 
Esszimmer schlief eine fremde 
Frau, die alle Abend dort ihr Bett 
machen kam, aber Vater trug es 
alles mit heiterer Fassung, las sei- 
nen Spinoza und machte mich 
manchmal sehr glücklich durch rei- 
che gute Gedanken, die ihn be- 
glückt hatten. Wenn ich manchmal 
mit den entsetzlichen Geschehnis- 
sen nicht fertig wurde, sagte ich 
zu Hause: ,ich muss mal schnell 
zu Lichtenstein gehen, er richtet 
mich wieder auf-' Auch im Hause 
die vielen Menschen, auch Nazis, 
beugten sich seiner inneren Überle- 
genheit und behandelten ihn an- 
ständig. Eine seiner Mieterinnen, 
ich weiss nicht mehr, ob der jü- 
dische oder arische Teil einer ge- 
trennten Mischehe, versorgte ihn 
wirtschaftlich sehr nett, und dann 
kam der Abtransport mit allen er- 
denklichen Niederträchtigkeiten ver- 
schönt. Wenn meine Liebe und 
Verehrung für Ihren Vater noch 
wachsen könnte, so tat sie es in 
den Tagen." 

Über meine Schwester schrieb 
Frau Hartwich, dass sie von Bialy- 
stok die letzte Karte geschrieben 
habe. Am 15.7.1943 soll sie in Lu- 
blin ihr Ende gefunden haben. 

Zusammen mit Frau Hartwich 
gab meinem Vnter bei Reinem We^ 
zum Bahnhof unsere alte Freundin, 
die Geigerin Hedwig Wieck-Hulisch, 
das Geleit. Sie besuchte mich nach 
dem Krieg in Israel und berichtete 
mir über die letzten Tage meines 
Vaters und der Stadt Königsberg, 
in der sie und ihr Sohn noch die 
Zeit der russischen Besetzung 
durchmachten. In einem Brief vom 
3.3.1962 erwähnte sie, dass mein 
Vater glaubte, in Theresienstadt we- 
niger Verfolgungen ausgesetzt zu 
sem als in Königsberg, wo er mit 
dem Judenstern auf keiner öffent- 
lichen Bank sitzen durfte. 

Margarete Pollnow, deren Ehe- 
mann, der Arzt Dr. Leo Pollnow, 
Vorsitzender des Landesverbandes 
Ostpreussen des C.V. gewesen war. 
teilte mir am 23.6.1946 mit, dass 
sie am 12.8.194.5 von Theresienstadt 
nach Berlin gelangt seien, ihr Mann 
aber am 15.4.1946 dort starb. Sie 
berichtete, dass die Deportierten 
auf der dreitägigen Reise sehr un- 
ter der überaus grossen Hitze ge- 
litten hätten und die alten Leute, 
darunter auch mein Vater, bald 
nach der Ankunft aus Schwäche im 
Herbst 1942 verstorben seien. 

Rabbiner Dr. Leopold Neuhaus, 
früher Frankfurt a/M., später De- 
troit, schrieb meinem Bruder am 
11.4.1948, dass er bei der Beerdi- 
gung meines Vaters die üblichen 
Gebete gesprochen habe und der 
ganze Königsberger Kreis, der sich 
in Theresienstadt befand, anwesend 
gewesen sei. Da mein Vater schon 
bald nach seiner Deportation Ende 
1942 starb, so hatte ihn Rabbiner 
Dr. Leo Baeck, der meinen Vater 
sehr gut kannte, nicht mehr ange- 
troffen, als er im Januar 1943 nach 
Theresienstadt kam. „Ich habe ihn 
aufrichtig geschätzt", schrieb er 
mir am 2. September 1945. 

Dr. ERWIN LICIITENSTELN 



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«on Professor Dr. Walter Frxedlander. 
Briefliche Mitteilungen von Prof ess 

^. V <.<ner 151 Buch- und Zeitschrxften 
*r -i'^^^m-ion nebst exner x^-»- »»*^* 
OaXland, Kalxfornxen. n^^ „ 9 1971 

. ^ZX^ohie- Berliner Stimme, 2 5. 9. 197 x 
titel umfassenden B>ycfraP"^«' "^ ^ ^. 

« V. • 1 ow«vi^ Friedlander war Jugend- 
., n ,^,. Walter G. OschxlewsKX) . rtic« 
(Artikel von Walter «. . jv^,- «Is 

» o>,t«anwalt in Berlin, bevor er sexn ^t als 
richter. dann Rechtsanwalt xn _ 

S„a«« .n„«. K. H« nac. seine, .u«.™ vo 3 

Vi,itin, Professor an Colleges »na »niversitaeten .n aen Ve.e.nJ 
Visit:iny ^ ^^^ Freien Universitaet 

«^ ^n Koeln, Muenster und an der Freien un 
ten Staatsn und m Koexn, 

in Berlin gelehrt. 



\. / , /v Briefliche Mitteilungen vom 2.1. und 13.1. 1972 von Frau 



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Fanny Ollendorff , zusammen mit der Dsurstellung des Lebenslaufs 

von Friedrich Ollendorff und einer Uebersicht ueber die von ihm* 

verwalteten Dezernate, sowie seine hauptsaechlichen Publikationen! 

Bei seinem Ausscheiden aus dem Amt zaehlte der Magistrat 

Berlin in seinem Zeugnis die Aufgaben auf, an denen Ollendorff 

W 
in her^j^rragender Weise mitgearbeitet hat. Er hat zusammen 

mit Dr. Maoc Kreutzberger das Buch Wohlfahrtsrecht, die wichtig- 
sten Gesetze und Verordnungen des Reichs und Preussens (Berlin, 
Franz Vahlen 1929) herausgegeben. Er war staendiger Mitarbeiter 
der Wohlfahrtskorrespondenz und hat Aufsaetze ueber juedische 
Wohlfahrtspflege veroeff entlicht. Alle Dokumente ueber 
Friedrich Ollendorff befinden sich im Archiv des LBI, New York. 






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(iited by Dr. Marlin Deiitilfi 




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English 

Teenagers on the Rhine 



Passages from essays written by English pupils who 
took part in an Anglo-German exchange 

edited with vocabulary, questions, essay topics 
and notes by 

Dr. Martin Deutschkron 

sometime Oberstudienrat in Berlin and 

formerly Head of German at Redditch County High School 



and 



Alan G. Jones M. A., F. I. L. 

Lecturer in German, The Hatfield Polytechnic 



Vorwort 

Der Text dieser 25 Kapitel handelt von den Eindrücken in Deutschland. Er wurde von Teilnehmern an «'"«^ ^diüleraus- 
tausch der seh iJber mehr als 20 Jahre erstreckt, zwischen Kölner Schulen und der County High School. Redditch. ge_ 
sXieben Nichts ist hinzugefügt oder weggelassen worden, damit der Eindruck des Spontanen nicht verwischt wird. Der 
I* ist naturlich und zeigt das täglich gesprochene Englisch, deswegen ist er leicht verständlich und frei von geschraubten 
u d beso de s schwierigen Sa.zkonstruktionen. Die Titel zeigen die '"'e-sensgebiete dieser jungen Me^sche^^^^ 
durch wird der Unterricht lebendig bleiben und zu Diskussionen führen, denn ='*«^"* *"^^^ "f ' ^""„"'^ 'rerwecken 
und Mädchen aus England über Deutschland berichten, einfach so hingenommen werden, ohne Widerspruch zu erwecken. 
Das Vokabular ist sehr ausführlich, um denen, die bereits über einen guten Wortschatz verfügen. Gelegenheit Z"r Wieder- 
holung zu geben und denen, die noch nicht genug Übung haben, das Nachschlagen im Wörterbuch ^^ «'^P^^«"' D'«/"" 
merkunqen d^ auf Deutsch geschrieben sind, aber durch den Lehrer auf Englisch besprochen werden können, sollen de 
Unterschfede zwischen den beiden Ländern zeigen und können als Englandkunde auch in anderen Fachern verwertet werden. 

Die Lektüre die die Kölner Jungen und Mädchen geschrieben haben, ist unter dem Titel: .Deuts^e föhüler in England' im 

Verlag von Univers^ of London Press Ltd. erschienen und wird in vielen Schulen in England im deutschen Unterricht 

gelesen. 

Mnoen beide Bücher dazu beitragen, das Verständnis zwischen Deutschland und England zu fördern, und durch die natür- 

Tche lefchte a^ltfgMche sVacheL die Gebiete, die sie behandeln, das Interesse an der Sprache selbst steigern^ so daß 

in Zukunft die Jugend beider Länder ohne Schwierigkeiten und ohne Dolmetscher alles behandeln kann, was von Interesse 

und Nutzen für sie ist. 



M. D. 
A. G.J. 



Contents 



Arrival in Cologne 

Living in a German family 

Villagers 

A Staff View 

The German School System 

Impressions of a German school 

The Gymnasium 

Getting about Cologne 

East and West 

Old Roman Cologne 

Cologne Cathedral 

The New Cologne 

The Opera House 



Page 

6 
9 

12 
15 
19 
23 
26 
29 
32 
35 
38 
42 
46 



The Stollwerck Chocolate Factory 
The City Savings Bank 
Trip down the Rhine 
Lorbach Camp 



Bonn 



The Bundeshaus 



On the Banks of the Ahr 



The Neanderthal Museum 



A Visit to the "Gruga" in Essen 

A Visit to the Tropfsteinhöhle 

Retrospect 

Familiarity breeds affection 



Page 

49 
53 
57 
60 
66 



73 
76 
79 
82 
84 
87 

5 



Arrival in Cologne 



At 4 a. m. one morning in July, I set foot on foreign soil for the first time, the first non-British land to be honoured with my 
presence being Belgium. As I siept during most of the journey across this probably delightfui country, all I remember of it is 
a marked lack of towns and a distinct odour of cabbages. I stumbied off the train at Cologne Station, more asieep than 
awake and became engulfed in a frenzied mob of people brandishing photographs and frantically trying to discover their 
owners. The holder of my photograph discovered me, and before I could say the German equivalent of Jack Robinson I 
was being spirited away in a grey Mercedes. 

Suddenly, as we were crawling along the autobahn at something approaching 95 m.p.h. my host cried, "Yippee, yippee yi 
Cowboys" I soon discovered that this, along with "Hello Mrs. Applebee" and „sieeping very well", amounted to his total 
knowledge of English, which didn't facilitate a great deal of fluent conversation. 

Despite this, we managed to communicate fairly well in a mixture of French, German and Russian, and I discovered that the 
Germans are really a most hospitable race. 



Arrival in Cologne 



Words 

to set foot on 
the soil 
to honour 
the presence 
across 
delightfui 
to remember 
marked 

6 



betreten 

der Boden 

ehren 

die Gegenwart 

über 

entzückend 

sich erinnern 

deutlich, auffallend 



lack 

distinct 

odour 

cabbage 

to stumble off 

more asieep than awake 

engulfed 

frenzied 

mob of people 

to brandish 

frantically 

the owner 

the holder 

equivalent 

the equivalent 

before I could say Jack Robinson 

spirited away 

to crawl 

to approach 

m.p.h. = miles per hour 

the host 

to amount to 

the knowledge 

to facilitate 

a great deal of 

fluent 

despite this 

to manage 

to communicate 

fairly 

mixture 

really 

hospitable 



der Mangel 

deutlich, ausdrücklich 

der Geruch 

der Kohl 

stolpern aus 

mehr schlafend als wach 

verschlungen, verschluckt, verloren 

wahnsinnig 

lärmende Menge von Leuten 

schwingen 

verzweifelt 

Eigentümer 

Besitzer 

entsprechend, gleichbedeutend 

der Gegenwert, das Äquivalent 

im Handumdrehen; bevor ich bis drei zählen konnte 

verschwunden, weggelockt 

kriechen 

sich nähern 

Meilen in der Stunde 

der Gastgeber 

sich belaufen auf, betragen 

die Kenntnis 

erleichtern 

ein großer Teil 

fließend 

trotzdem 

bewerkstelligen, können 

sprechen, sich unterhalten 

ziemlich 

das Gemisch 

wirklich 

gastfreundlich 



Arrival in Cologne 



Questions 



1. 

2. 
3. 
4. 

5. 



Had this writer been abroad before? 

Through which country did they travel? 

How much did the writer see of this country? 

What were the German hosts carrying when they met 

the English visitors? 

What car did the writer's host have? 



Discussion or essay topics 

1. Rail or road travel - which do you prefer? 



6. 
7. 
8. 
9. 
10. 



Could the host speak much English? 

Which languages did they use? 

What is an odour? 

What does the phrase "to be spirited away mean'? 

Which British car or cars could one compare to the 

Mercedes? 



What is pidgin (pigeon) English and who speaks it? 



Living in a German family 

I believe that living with a German family is certainly the best way of discovering the German way of life, customs. habits 
and the character of its people, but it must be remembered that the whole German race cannot be judged or misjudged 
by one's experience with a Single family. However, it seemed to me that German people are kindly folk. hard working, living 
a fairly simple life, eating and enjoying large amounts of wholesome rather than dainty food (which. I must add I found very 
agreeable and which fortunately seemed to agree with me) and consuming, the men anyway. enormous quantities of beer. 
German people seem to appreciate culture, most of them took an interest in art. music, drama or literature to some degree. 
Family life, that is a family existing as a Single unit, seemed to play a more important part than it does in England. In a 
German family the father is the most important figure: he is, and rightly so, the undisputed head of the family and is 
respected. Another thing I noticed was that the teenage girls were given rather less freedom than is usually found in 
England. This is not altogether a good thing because they tend to resent any restrictions put on them and use their 
parents' absence at any time as an opportunity to 'let their hair down' and go slightly wild'. The younger children. I thought. 
tended to be spoiled a little. but this is certainly not peculiar to Germany alone. 



Arrival in Cologne 

Notes 

1. before I could say Jack Robinson - Eine RedPn<,;,rt h 

2 Zo;.'^"' f'^"''^" ^^^'^^^'^ "^^ 9^nz flüch^g besuchte un'.'t '''''""'* ^'^^ ^^^^ "°^'"^on sol 

2. Autos In England - Die berühmtesten Automarken sind Rlnt^ ^^.^"'° '^^'^^" ^'^^^^ verschwand 

3 Hbahnl^'l" l'^rr^" '''''■ ^°-^- '^^^^^^^^^^^^^ "'^^^ "^^°^ -^^- -ht in Massen 
^. Autobahnen - England hat mit dem Bau von Autobahnpn c^ ? ^®^^"'^* ^^^ch sein Kleinauto, den Mini 

4 Cee ZTeeJZT'^''''' ''''^' "''^""^"^ ^"^^^^"^^"- '^' ^'^^'^^ ^- letzten 
l^un u^^A y' ^^^»'^y» - amerikanischer Cowboyruf 

Heno. M... App,e.ee - SCa.e.Ue,, vo. ein.en ..IZ . oeu.sCan. se. .eKann.. 



Living in a German family 



ein Mann ge- 



Words 

the way of life 
to discover 
the custom 
the habit 
to judge 
to misjudge 
the experience 
to enjoy 
the amount 
wholesome 
dainty 



die Lebensart 

entdecken, kennenlernen 

der Brauch 

die Gewohnheit 

beurteilen 

verkennen, falsch beurteilen 

die Erfahrung 

genießen 

die Menge 

zuträglich, bekömmlich 

lecker 



to agree with 

to consume 

anyway 

to appreciate 

to take an interest in 

to some degree 

the Unit 

to play a part 

undisputed 

to respect 

the teenage girl 

altogether 

to tend 

to resent 

the restriction 

at any time 

to let their hair down 

to go slightly wild 

to spoil 

peculiar 



Livjng in a German family 
Questions 

1. What can one learn by iivinq with a norm.« * ■• o 
p le it rirtk* ♦« • -1 . '"» '"''''' a oerman fami v? 

2. Is it r ght to judge a whole nation by ones own 
experience? ^ °^" 

3. Did this writer like German food? 

'• i'n^tersledT^ °^ '^'^"" ^^'^ ''^ ^^-^ ^a.i.y 
5. Who is the most important figure in a German family? 
10 



bekommen 

in s. aufnehmen, verzehren 

in jedem Fall 

schätzen, würdigen 

s. interessieren für 

bis zu einem gewissen Grade 

die Einheit 

eine Rolle spielen 

unbestritten 

achten 

das Mädchen zwischen 13 und 19 

durchaus 

neigen zu 

übelnehmen 

die Beschränkung 

zu jeder Zeit 

s. austoben 

aus der Reihe tanzen 

verhätscheln, verwöhnen 

eigentümlich, seltsam 



6. 
7. 
8. 



Is the freedom given to teenage girls a good thing? 
What are two meanings of the word "customs"? 
Is family life still as important in Germany as it used 
to be? 

Are you interested in art? If so which type of art? 



lu. bhould parents be present at teenage parties? 



Discussion and essay topics 

1. How much freedom should teenagers enjoy? 

Living in a German family 
Notes 



2. Are books essential to a happy home? 



1 



Das englische Familienleben scheint auf den ersten Blick nicht so herzlich zu sein wie das deutsche Kind es gewöhnt 
ist. Das liegt daran, daß der Engländer seine Gefühle nicht so offen zeigt. Die Kinder werden auch in England recht ver- 
wöhnt, aber auch gleichzeitig zu einer Selbständigkeit erzogen, die sich schon in jungen Jahren bemerkbar macht. Es 
ist nicht selten, daß junge Menschen ihr Heil in außereuropäischen Ländern versuchen. 

In der heutigen Gesellschaft gilt die Mutter als gleichberechtigte Partnerin, und die alte englische Demokratie wirkt sich 
auch hier aus. 



11 



Villagers 

The villagers of all the tiny hamlets were poor, simple, hardworking people, the type of people one might meet in an 
English village. They were for the most part farmers, their sons carpenters or workers in the lead mine or perhaps helping 
their fathers on the land, their daughters working in factories at nearby Mechenich, their entertainment an occasional visit to 
the little "Gasthaus", on a fine night perhaps even Walking to the next village where the "pub " boasted a television set. They 
regarded our Comings and goings with interest and smilingly proffered gifts of cherries or pointed out the mysteries of 
their modern milking machines to those of us who were agriculturally minded. 

In Cologne, however, I attracted few stares, for foreigners are an everyday sight there and the city dwellers are far too 
busy to try to pick people out in a crowd. The district of Cologne in which I stayed was on the outskirts of the city. little 
more than a village with woods and fields on two sides. I was soon well known in the Shops and always received special 
attention when I went in alone. My fears had been needless - the family I stayed with made me feel it was home from 
home and the people I met were just like thosc I meet here, from all walks of life, but nice and kind and sincere. 
My foster-father was an intelligent, kindly man c»nd we enjoyed long discussions each evening, after our game of chess, on 
literature, medicine, inventions, discoveries and international relationships. The last thing that the people who compose the 
greater part of the country's population - the ordinary people like you and me - want is war and strife. In its little way our 
exchange is promotmg friendship and understanding between our nations. 

Villagers 

Words 



villager 

tiny 

the hamlet 

hardworking 

for the most part 

the farmer 

carpenter 

leadmine 

factory 

nearby 

the entertainment 

occasionally 

the pub (public house) 

12 



Dörfler. Dorfbewohner 

winzig, klein 

das Dörfchen 

fleißig, arbeitsam 

meistens 

Bauer 

Zimmermann 

Bleiwerk 

Fabrik 

nahe gelegen 

die Unterhaltung, das Vergnügen 

gelegentlich 

die Kneipe, das Wirtshaus 



to boast 

television set 

to regard 

Comings and goings 

smilingly 

to proffer 

to point out 

the mystery 

milking machine 

agriculturally-minded 

to attract 

the Stare 

everyday sight 

city dweller 

busy 

to pick out 

the crowd 

the district 

the outskirts 

special attention 

the fears 

needless 

home from home 

to meet 

walks of life 

sincere 

foster-father 

kindly 

game of chess 

invention 

discovery 

international relationships 

to compose 



sich rühmen, prahlen 

Fernsehapparat 

betrachten 

das Kommen und Gehen 

lächelnd 

anbieten 

zeigen, erzählen 

Geheimnis 

Melkmaschine 

landwirtschaftlich begabt, interessiert an Landwirtschaft 

anziehen 

der Blick 

etwas Alltägliches 

Stadtbewohner 

beschäftigt 

herausfinden 

Menge 

der Bezirk 

Randgebiete. Stadtrand 

besondere Beachtung 

die Befürchtungen 

unnötig 

wie zu Hause 

treffen 

Berufe. Bevölkerungsschichten 

aufrichtig 

Pflegevater 

freundlich 

Schachspiel 

Erfindung 

Entdeckung 

internationale Beziehungen 

bilden, ausmachen 



13 






gewöhnlich, durchschnittlich 

Hader. Streit 

auf bescheidene Weise: wenn auch nur im kleinen 

fördern 

die Verständigung 



2. 
3. 
4. 



7. 

8. 

9. 

10. 



What did he discuss with the father of the GeTnan 

family? 

What de carpenters do? 

Are you "agriculturally minded"? 

Why is chess a populär game? 

How can an exchange promote friendship? 



ordinary 
the strife 
in its little way 
to promote 
understanding 

Villagers 

Questions 

1. Were these villagers different from English village 

people? 

What did they do for a living? 

What did they do in the evening? 

Why did the English visitor attract few Stares in 

Cologne? 
5. In what part of Cologne did this visitor stay? 

Discussion and essay topics 

1. The advantages of living in the country. 

Villagers 

Notes 

^' To'vLTp'^Kt'inh?'^'"^^- ^°'^, T''^^"' ^°" ^^'^'" ^^^°^"^ ^'^d. ist das in England nicht der Fall. Es gibt auch nicht 
fhre sLJrTAfhTJf'n" .^"I ^°"''"'"'' '" ''" "'^^^ ^^^ nötige Kapital haben, moderne Maschinen zu kaufen, die 
foraen rrir in Lc T^r^^" "''''"' "^"''"^ ^^^^^"- Außerdem war England nie imstande, sich selbst zu ver- 
DurTdas unLt^nlp wT ^T '''"^" ^°'°"'"" °^^^ ^°'^ Ländern wie Neu-Seeland oder Süd-Afrika abhängig, 
besser es iTllwJ^T^^^^ '" ^^"^"" '" ^"^'^"^ '^^'^^ ^'^ ^^^ ^em Kontinent. Der Boden in England ist viel 

Zzr^zLzt^^^^^^^ ru°c'h':e;?'b:nebr ''•" ^"'^'^^^- ^^ ^'^^ ^^'^ ^'^^^^^^^- ^^^^-^^^^ ^^^^^^^^^^ ^^ 

m^dt^eTL'g^r^ft^^r-- Stän^dig^ B^err'^"'^'^^^ '''^-'^'^ ^°^^ •^^^^^"^" ^'^'^^'^-^ ^^^^ ^^ '^' 
Für Gast- oder Wirtshaus gibt es mehrere Ausdrücke- 
pub = public house 
inn = etwa Gasthof 
tavern = Schänke (etwas veraltet) 

14 



2. Are television sets in pubs a good thing? 



2. 



3. 



jü^^bOät^^ämM 



A Staff View 

The house I stayed in is in a small village in the forest on the east side of the Rhine about fifteen miles out to the east of 
Cologne. "I was the guest of your king" said my host to me as he told me how his bomber had been shot down as he was 
flying over Canterbury and how he had become a prisoner of war until he was repatriated and rejoined his family. He is 
still an officer in the German Air Force. 

In looking back over sixteen days of such an experience. small memories stand out in increasing vividness. My hostess. 
buying for me some of those delightfui German dress-making pins with coloured tops, let fall that they were "for my 
Engländer" and the shopkeeper gave them with her compliments. 

In a land where "practical" is a great word there are some surprises too: for example in the W. C. of the house where I was 
staying; on my first visit I faiied to see the foot pedal that flushed the basin and pulled instead the only chain on view. The 
Window promptly opened! 

What value is there in travelling to other countries when there remain so many unknown good things in one's own land? 
Chesterton said that one went abroad to see England. Well. I must confess I dont find this true. What is perhaps more 
usefui to the insular Englishman so prone from birth to regard the foreigner as someone either amusing or unattractive. 
is that he should know in another land that he himself is a foreigner and a welcome one at that. In this perhaps lies some 
hope of education for us all. 



A Staff View 



Words 

the view 

staff 

the forest 

the guest 

bomber 

to shoot down 

prisoner of war 

to repatriate 



die Ansicht 

der Angestellte, der Lehrer 

der Wald 

der Gast 

das Bombenflugzeug 

abschießen 

der Kriegsgefangene 

in die Heimat zurückschaffen 



15 



to rejoin 

German Air Force 

to look back 

experience 

the memory 

stand out 

to increase 

the vividness 

delightfui 

the dressmaking 

the pin 

coloured 

the top 

to let fall 

the Shopkeeper 

the compliment 

practical 

the surprise 

W. C. == water doset 

I faiied to see 

the foot pedal 

to flush 

the basin 

to pull 

instead 

only 

the chain 

on View 

promptly 

the value 

to remain 

unknown 

in one's own land 

16 



wieder in den Familienkreis eintreten 

Deutsche Luftwaffe 

zurückblicken auf 

die Erfahrung 

die Erinnerung 

hervorstehen, herausstehen, sich abheben 

zunehmen 

die Lebendigkeit, die Lebhaftigkeit 

entzückend 

die Damenschneiderei 

die Stecknadel 

bunt 

der Nadelkopf 

fallen lassen, nebenbei bemerken 

der Ladeninhaber 

das Kompliment, die Empfehlung 

praktisch 

die Überraschung 

die Toilette 

ich übersah 

das Fußpedal, der Fußhebel 

ausspülen 

das Becken 

ziehen 

anstatt 

einzig 

Kette 

sichtbar 

schnell 

der Wert 

zurückbleiben, übrig bleiben 

unbekannt 

in seinem eigenen Land 



to go abroad 
to confess 
usefui 
insular 
prone 
the birth 
to regard 
the foreigner 
someone 
unattractive 
welcome 
the hope 
education 



A Staff View 

Questions 

1. Where did this English teacher stay? 

2. When had his host been in England? 

3. What does the host do now? 

4. What did the hostess want to buy for the teacher? 

5. What example does he give of a surprise in the 
German house? 



Discussion or essay topics 

1. The advantages of seeing other countries. 



ins Ausland gehen 

gestehen, zugeben 

nützlich 

insular, abgeschlossen 

geneigt 

die Geburt 

ansehen 

der Ausländer 

jemand 

reizlos 

willkommen 

die Hoffnung 

die Erziehung 



6. What does Chesterton say is the main advantage of 
foreign travel? 

7. How do many Englishmen regard foreigners? 

8. What does this teacher see as the main advantage of 
foreign travel? 

9. What is a prisoner of war? 
10. What does "insular" mean? 



2. Does imprisonment serve a usefui purpose? 



17 



I 



i 



A Staff View 

Notes 

1. Canterbury ist der Sitz des Erzbischofs, des Oberhauptes der englischen Kirche; es ist etwa 60 iVleilen von London 
entfernt und ist berühmt durch eine der größten und schönsten Kathedralen, die um 1200 gebaut wurde. Es war eine 
römische Stadt und Überreste aus dieser Zeit existieren noch. 

Eine Stadt, in der sich in England eine Kathedrale befindet, heißt „city" und nicht „town ". Man spricht also von der City 
of Canterbury, City of Coventry, City of Birmingham, etc. 

2. Chesterton, Gilbert Keith (1874-1936) 

Er begann seine literarische Karriere im Jahre 1900 mit Gedichten, schrieb Lebensgeschichten von Browning, Dickens, 
Shaw und Chaucer. Romane: „The Napoleon of Notting Hill", „The Flying Inn" u. a. Auch Detektivgeschichten schrieb 
er, ebenso tägliche Artikel für Zeitungen. Das bekannteste seiner Gedichte heißt „The Donkey". 

3. Reisen 

Es ist bekannt, daß die Engländer gerne reisen, und der Glaube, daß sie sich von der Welt abschließen, trifft heute nicht 
mehr zu. Bereits Weihnachten bereiten sie ihre Sommerferien vor und lieben es, mit dem Auto durch Europa zu fahren, 
oder bevorzugen Spanien und andere warme Länder, auch längere Schiffsreisen lieben sie. 



The German School System 

We arrived at school at about 8 o'clock, after a journey lasting forty-five minutes, and, after taking part in a sort of proces- 
r r^d^ t^^ayground we marched i^^^ 

t;::^^:i ::!z::::::t:i^^^ 'tr cum^ i^ct rd^ad . son ot tea party, without the tea, of cours. . 

they had nol fin^shed^^^^^ their apples when the teacher arrived for the next lesson. they would take surrept.t.ous bites 

during the course of their studies. 

A„eM.ese .ree ,essons ca.e a .reaK 0, ..^^^^^^^^ 

reTXXrmZL:er:Z\::^^^^^^^^ Pa.:r,he anemoon Z spen, in prepara.ion of wer. for .he nex. day, 
but then we were free to do as we wished until bed-time. 

... ^. c^K^A^i at thp anf> of twentv thev have studied, roughly, ten years of English, and 

T:i!::^%:z^t^:^r:^^^^o:^z z .tr;".^, z. schoo, .,. .hev a,, .udv eve^v su,ec. . .. 

currlculum. 



18 



19 




I 



Englische Schüler in Schuluniform (hier bei einer öffentlichen Diskussion in London) 



20 



The German School System 

Words 

to last 

to take part in 
the procession 
the registration 
the break 
the lunch 
surreptitjous 
the bite 
the course 
school yard 
to walk about 
approximately 
to await 
to spend 
roughly 
the subject 
curriculum 
the choice 

The German School System 

Questions 

1. What time did they arrive at school? 

2. Did they begin with registration? 

3. What is registration? 

4. What did the pupils eat during the short break? 

5. What did they do during the long break? 

Discussion and essay topics 

1. Should school continue in the afternoon? 



dauern 

teilnehmen 

der Umzug 

die Anwesenheitskontrolle 

die Pause 

das Frühstücksbrot 

heimlich, verstohlen 

der Biß 

der Lauf 

der Schulhof 

herumgehen 

ungefähr 

erwarten 

verbringen 

etwa, ungefähr 

das Fach 

der Lehrplan 

die Wahl 



6. How many lessons were there altogether? 

7. When did they arrive home? 

8. When did the German pupils do their homework? 

9. What does "surreptitious" mean? 

10. At what age do English pupils leave school? 

2. Why does one learn foreign languages? 



21 



i 



The German School System 

Notes 

1 Der Schulbesuch für alle Kinder bis zum 16. Lebensjahr ist in England obligatorisch und unentgeltlich. Schulbücher und 
■ Schulhefte werden kostenlos geliefert. Eine warme Mahlzeit können die Kinder in der Schule für wenig G^d bekommen. 
Es werden die üblichen Lehrfächer gelehrt. Jetzt wird in einigen Elementarschulen eine Fremdsprache gelehrt, gewonn- 
lich Französisch oder Deutsch. Jedes Kind, das das 5. Lebensjahr vollendet hat, beginnt seine Schulzeit. Der unterricm 
beginnt allgemein um 9 Uhr und dauert für die älteren Schüler mit einer Mittagspause von 1'/2 Stunden bis 4 unr. mu 
11 Jahren kann jedes Kind eine Höhere Schule besuchen. Hier sind aber gerade jetzt viele Änderungen zu erwarten, ua 
gesamte Schulsystem in England wird neu gestaltet und ist ziemlich kompliziert. Körperliche Züchtigung, die bisher 
erlaubt war, verschwindet mehr und mehr. Schuluniformen, die bei den Kindern nicht gerade sehr beliebt sind, müssen 
noch getragen werden. Die einzelnen Schulen haben besondere Vorschriften. 

2. In jeder Schule gibt es „prefects", das sind Jungen oder Mädchen, die in den oberen Klassen von den Lehrern bestimmt 
werden und besondere Pflichten haben. Sie helfen mit bei der Aufrechterhaltung der Disziplin und übernehmen 
auch Aufsichten während der Pausen. An vielen Schulen bestehen „school Councils", die eine Verbindung zwischen 
Schülern und Direktor darstellen. Neuerdings will man Schülern, die 18 Jahre alt sind, erlauben, an den Sitzungen des 
„Education Committee" teilzunehmen. Durch diese Schülermitverwaltung hofft man, ein besseres Verhältnis zwischen 
Schule, Eltern und Schülern herzustellen. 



^ 



22 



Impressions of a German School 



I arrived at the school at nearly 8. o'clock with my German friend. The school to which I went, like most German schools 
sDortsfield as there was none. Any sport events were staged in the sporfs Stadium. When the bell '^'"'^Jj-''^''?^^^ 

all the classrooms, there was a washbasln. In Germany when a teacher ,s mdisposed, ^^^^^^^^^ ^«^ 

well equipped. 



Impressions of a German School 



Words 

the fact 
to flatten 
the exterior 
the concrete 



die Tatsache 

vollkommen zerstören, platt machen 

das Äußere 
der Beton 



23 



'^><M.\.fin»<a-Lih..A;.i 



two storey 

the playground 

the sportsfield 

sport events 

to stage 

to file 

the coat 

outside 

the peg 

the satchel 

the brief case 

the floor 

well lit 

the desk 

the Corner 

not in the least 

the writing surface 

underneath 

washbasin 

indisposed 

to set a subject 

to look after the class 

to save 

on the whole 

well equipped 

on a raised basis 

the row 

slightly 

at the back 

in all 



zweistöckig 

der Spielplatz, der Schulhof 

der Sportplatz 

Sportveranstaltungen 

inszenieren, hier: austragen 

im Gänsemarsch, d. h. einer nach dem anderen gehen 

der Mantel, der Überzieher 

außerhalb 

der Kleiderhaken 

die Schulmappe, der Schulranzen 

die Aktentasche 

der Fußboden 

gut beleuchtet 

das Pult 

die Ecke 

nicht im geringsten 

die Schreibfläche 

darunter 

das Waschbecken 

krank, unwohl 

ein Thema stellen 

die Klasse beaufsichtigen 

ersparen 

im großen und ganzen 

gut ausgestattet 

auf erhöhter Basis 

die Reihe 

ein wenig 

hinten 

zusammenfassend 



24 



' ^'U*M*'VJ»tW*li^«<«. i,.i^^: 



■iJti*t>äiL^LiCiiAjtt,^-, . 



Impressions of a German School 



Questions 

1. Was the school old? 

2. Why does Germany have many new schools? 

3. Where did the children hang up their coats? 

4. Where did they put their satchels? 

5. Why was the classroom well lit? 



Discussion and essay topics 

1. Is the school described here a typical German school? 



6. What happens when a German teacher is ill? 

7. What can the pupils buy during the break? 

8. Which parts of England were flattened during the war? 

9. What is a washbasin? 

10. What different types of laboratory are there in your 
school? 



At what age should one be able to choose ones 
subjects in school? 



Impressions of a German School 



Notes 

1 



Sport gehört zu jedem Schultyp in England. Gewöhnlich liegen die Sportplätze um die Schule herum und bieten alle 
Arten von Sport, die während der Schulzeit ausgeübt werden können. Jede Schule ist in „Häuser" eingeteilt, die 
gewöhnlich gegenseitig Wettspiele austragen und dann sehr stolz darauf sind, wenn ihr Haus den Sieg davongetragen 
hat. Schüler die als einzelne Sportler sich besonders auszeichnen, bekommen besondere Abzeichen, die sie dann auf 
ihre Uniformen annähen. In den Schulen wird jede Art von Sport getrieben: Tennis, Fußball, Cricket. Boxen. Schwimmen. 
Durch den Sport lernt jedes Kind schon sehr zeitig, was fair ist, und wenn eine Mannschaft zum Spiel antritt, dann heißt 
es: Einer für alle. Sie lernen aber auch gleichzeitig, mit Anstand zu verlieren (to be a good loser). Auch wenn in 
späteren Jahren der Engländer keinen aktiven Anteil mehr am Sport nimmt, so verliert er doch nie sein Interesse. Er 
muß immer wissen, wie das Spiel steht: What is the score? 

Jeden Sonnabend (in England gibt es keine Schule am Sonnabend) kann man viele Autobusse sehen, in denen Schüler- 
gruppen nach anderen Städten fahren, um Wettspiele mit anderen Schulen auszutragen. Die Jungen und Mädchen, die 
zur Schulmannschaft gehören, opfern eben diesen Vormittag dem Sport und ihrer Schule. 



25 



The Gymnasium 

Each lesson is very compact. The teacher talks to the pupils and they listen or make notes. In some cases as in maths the 
pupils have to work out problems on the board in front of the whole form. At least half of the lessons are spent on the 
homework when the teacher goes over the pupil's work, making comments In history lessons discussions are frequent, 
and every pupil pays attention. The lessons are taken seriously right up to the last day of term, and work does not slack. 
The pupils show whether they have understood everything that the teacher has taught them by the results of their home- 
work, which is done in the afternoon at home. They have no private study periods, and no lessons off. At the end of term 
the pupils take an examination which proves whether the pupil is good enough to go into a higher class or not. If the pupil 
receives three or mor "blue letters" he must either spend another year in the same form or leave school. A "blue letter" is 
a note from a teacher informing the parents that the child is not up to Standard in his or her subject. The pupils take 
whatever subjects they studied in their first year at the "Höhere Schule" right up to the "Abitur", which is a University 
entrance examination. 



The Gymnasium 



Words 

High or Grammar School 



compact 

to make notes 

Problem (maths) 

form 

to go over 

to make comments 

frequent 

to pay attention 

to take it seriously 

26 



Gymnasium 

(nicht zu verwechseln mit dem engl. Wort: 

gymnasium, das Turnhalle bedeutet) 

gedrängt 

Notizen machen 

Aufgabe 

Klasse 

durchgehen 

Bemerkungen machen, kritisieren 

häufig 

aufpassen 

es ernst nehmen 



righ up to 

to slack 

private study periods 

to prove 

a lesson off 

term 

blue letter 

he is not up to Standard 



direkt bis zu 

nachlassen 

Freistunden zu privatem Studium 

beweisen 

eine Freistunde 

Quartal 

blauer Brief 

er hat das Ziel nicht erreicht 



The Gymnasium 



Questions 

1. Who does most of the talking during the lessons? 

2. In what subjects must pupils work out problems? 

3. How is homework dealt with in class? 

4. What takes place during history lessons? 

5. How do the pupils show what they have understood? 

Discussion and essay topics 

1. Are school prayers a good thing? 



6. What happens at the end of term? 

7. What is a "blue letter"? 
9. What is "private study"? 

10. Are "blue letters" a good thing? 



2. How much homework should pupils be expected to do? 



The Gymnasium 
Notes 

1. Jedes Kind kann eine Höhere Schule kostenlos besuchen. Bisher verlangte die Zulassung eine Prüfung (11-I-), die aber 
jetzt abgeschafft wird, da alle Höheren Schulen „comprehensive schools" (Gesamtschulen) werden. Nach fünf Jahren 
kommt die erste Prüfung, (ein Sitzenbleiben gibt es hier nicht) genannt ..O" level = ordinary level in fünf bis acht 



27 



Fächern, in denen die Schüler zu bestehen hoffen. Diese Prüfung entspricht der deutschen Mittleren Reife. Diejenigen, 
die zur Universität gehen wollen, verbleiben zwei weitere Jahre („A" level = advanced level) und können sich drei 
Fächer wählen. Vor der Abschlußprüfung bewerben sich diese Kandidaten um einen Patz an verschiedenen Universitäten. 
Sie müssen sich dann einem Interview unterziehen, und dieser Eindruck und das Resultat der Prüfung entscheiden über 
Ihre Aufnahme. Sie können diese Universität nicht wechseln sondern müssen bis zu ihrem Abschlußexamen bleiben, 
vorausgesetzt, daß sie die Zwischenexamina bestehen. 

Einen besonderen Platz nehmen die „public schools" ein, wie Eton, Repton, Rugby, Winchester, Narrow u. a. Das sind 
Internatsschulen, die bisher nur Jungen aufgenommen haben, aber jetzt auch einige Mädchen zulassen. Sie bleiben 
dort das ganze Jahr, außer den Ferien. Das Schulgeld, das die Eltern bezahlen müssen, ist sehr hoch, aber reiche 
Familien schicken ihre Kinder aus alter Tradition in diese Schulen. Da die Klassen sehr klein sind, werden auch teilweise 
sehr gute Resultate erzielt, und viele Schüler bestehen die Aufnahmeprüfung für Oxford oder Cambridge. Aber auch hier 
scheinen Veränderungen des Systems in der Zukunft unvermeidlich. 



9 



28 



Getting about Cologne 

Cologne is an important rail bridgehead and from the city's rail System lines fan out over all Germany, indeed, all Europe. 
River transport on the Rhine is heavy and provides the city with a perfect communication System to the coast and the 
Oceans. At Cologne also the motorway System bridges the river. The introduction of this nation-wide transport System has 
also stimulated Cologne's trade and importance as a commercial centre. Cologne was greatiy destroyed during the last war, 
but due to sensible and futuristic thinking it has been rebuilt in a pleasing and functional fashion. An extensive Shopping 
centre has been evolved, situated along the famous Hohe Strasse which is now a broad traffic-free thoroughfare along which 
one can move easily from shop to Shop. Traffic is a problem in Cologne, with large numbers of workers commutjng to 
and from the city daily. Trading vehicies are too large in numbers. To combat this almost impossible problem a futuristic 
traffic control System has been devised and put into Operation. This 'green wave' flow system allows traffic to move through 
the city non-stop at speeds of up to 60 mph. Cologne was the first city ever to use such a computer-controlled System. 
This is also a tribute to the forward thinking of the people of Germany. One can move quickly and cheaply around Cologne 
by means of the tram System. Now extensive rebuilding is taking place to put the trams beneath the streets. 



Getting about Cologne 



Words 

to get about 

bridgehead 

the rail system 

to fan out 

to provide with 

the communication system 

to bridge 

nation-wide 

to stimulate 

the trade 

the commercial centre 



herumkommen 

Brückenkopf 

das Eisenbahnnetz 

ausstrahlen 

versorgen mit 

die Verbindungswege 

überbrücken 

das ganze Land umfassend 

fördern, anspornen 

der Handel 

das Handelszentrum 



29 



• 



to evolve 

traffic-free 

the throroughfare 

to commute 

to move 

the trading vehicie 

to combat 

to devise 

to put into Operation 

the green wave flow System 

non-stop 

at speeds 

tribute 

the forward thinking 

by means of 



Getting about Cologne 



entwickeln 

verkehrsfrei 

die Hauptstraße, der Durchgang 

pendeln, reisen 

s. bewegen 

der Lieferwagen, der Firmenwagen 

bekämpfen 

erdenken 

in Betrieb setzen 

die grüne Welle 

ohne Unterbrechung, durchgehend 

mit einer Schnelligkeit 

Tribut, Anerkennung 

die Voraussicht 

mittels 



Getting about Cologne 



Notes 

1 England hat genau dieselben Verkehrsschwierigkeiten wie jedes andere Land, besonders, da die Straßen in den meisten 
■ enqlischen Städten zu eng gebaut waren. Sie können daher den heutigen Verkehr nicht aufnehmen, und so baut man 

Verkehrsstraßen, die um die Stadt herumführen. Wie in Köln die Hohe Straße verkehrsfrei gemacht wurde, so hat man 
auch in vielen enalischen Städten die Einkaufszentren so geändert oder umgebaut, daß das Publikum ungehindert ein- 
kaufen kann. Autos können dort nicht mehr parken Die mittleren Städte erwägen den Bau einer Untergrundbahn. Die 
Elektrischen sind durch Autobusse ersetzt worden. 

2 Die grüne Welle" hat man in England noch nicht eingeführt. Dagegen blinken bei allen Zebrastreifen die Belisha 
bracons- (benannt nach dem früheren Transportminister Hore-Belisha) Tag und Nacht, so daß ^^^ A^^o^^hrer gewa^^^^ 
In Stadtbezirken darf der Autofahrer nicht mehr als 50 km Std. fahren. Der englische Autofahrer ist rücksichtsvoller als 
der Autofahrer auf dem Kontinent. Die Straßendisziplin auf dem Kontinent ist viel strenger. 

3. England ist eins der wenigen Länder in Europa, in denen man noch links fährt. Ob sich das mit dem Eintritt Englands 
in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft ändern wird, ist fraglich. 



Questions 

1. Where do the railway lines go from Cologne? 

2. With what does the Rhine link Cologne? 

3. What effect have the motorways had on Cologne? 

4. How has Cologne been rebuilt? 

5. Why can one move easily along the Hohe Strasse? 



6. What has been developed to fight the problem of 

traffic? 

7. What "first" can Cologne boast in traffic control? 

8. Which English rivers are important? 

9. Which other large eitles have traffic problems? 
10. What is a Computer? 



Discussion and essay topics 

1. Should private cars be allowed in city centres? 



30 



2. Are trams an obstacle in the traffic of a modern city 
and are they still usefui? 



31 



East and West 

The young people we met were lively and polite. We found ourselves shaking hands automatically with our friends when 
we got back to England! Parents and teachers tried hard to impress on them and on much younger children the seriousnes: 
of the Situation in Berlin. Once we were actually in Germany, we feit some of the tension, for the conversation with our 
hosts would keep returning to the subject. We were told of the difficulties, deliberately contrived, which resulted in the 
division of the country, one half of which was prosperous, well-fed, well-clothed and well-educated, while the other half 
was poor and without personal property. 

The West Germans in Cologne were justifiably proud of the new city with its new buildings, and of the absence of very 
poor districts. Yet, they took pride in its history as well. We were taken to see a fine coloured Roman mosaic, which was 
very nearly complete, and saw also the walls of the house of the original Roman Governor. These were discovered quite 
recently when unwittingly a new town hall was erected over this site. The Roman walls were excavated and the new 
Council Chambers built on a "bridge " over the remains. 



to contrive 

to result in 

to be prosperous 

well fed 

clothed 

the property 

justifiably 

absence 

unwittingly 

the town hall 

the Site 

to excavate 

the remains 



ersinnen, erdenken 

enden in 

in Wohlstand leben 

gut ernährt 

gut gekleidet 

der Besitz, das Eigentum 

mit Recht 

das Fehlen 

unabsichtlich 

das Rathaus 

der Bauplatz 

ausgraben 

die Reste, die Überbleibsel 



East and West 

Words 

lively 

polite 

to shake hands 

to impress on 

seriousness 

once 

actually 

the tension 

would keep returning to 

the subject 

deliberately 

32 



lebhaft 

höflich 

die Hand geben 

beeindrucken, einprägen 

Ernst 

sobald 

tatsächlich, wirklich 

der Druck, die Spannung 

würde immer wieder zurückkommen auf 

das Thema 

absichtlich 



East and West 



Questions 

1. What German habit did the English visitors learn? 

2. What had German parents and teachers taught the 
young people about Berlin? 

3. Did they speak much about politics? 

4. What were the West Germans in Cologne proud of? 

5. What Roman remains did they see? 



Discussion and essay topics 

1. Is the division of a city or a country a good or a bad 
thing and why? 



6. When were the Roman walls discovered? 

7. How were the new Council Chambers built? 

8. Are you interested in politics? 

9. What English word describes very poor districts in a 
city? 

10. When were the Romans in Germany? 



2. Should politics be introduced in school? 



33 



East and West 



Old Roman Cologne 



Notes 

1 Jedem Engländer fällt natürlich das Händeschütteln auf dem Kontinent auf. Er ist daran nicht gewöhnt und amüsiert sich 
über die Gesten, das Händeschütteln und den Hut abnehmen, er vermeidet alles Dienern und Verbeugen. Er ist eben 
weniger formell. Er grüßt auch eine Dame nicht zuerst, sondern wartet, bis sie eine freundliche Bemerkung macht oder 
den Vorübergehenden anlächelt. Der Engländer bevorzugt den Vornamen einem Familiennamen. Wahrscheinlich ist der 
Vorname leichter für ihn auszusprechen. Aber er wird nie etwas verlangen, ohne das Wort „please" hinzuzufügen oder 
„thank you", wenn er etwas bekommt. Er entschuldigt sich auch öfter als die Deutschen. Man hört sehr oft das Wort „I 
am sorry", oder wenn er etwas nicht versteht, wird er immer sagen: „I beg your pardon". 

2. England hat auch seine Schwierigkeiten mit Irland, da Südirland ein selbständiger Staat ist, während Nordirland politisch 
immer noch zu England gehört. 

3. Reste römischer Mauern findet man an vielen Stellen in England. 



The inhabitants of Cologne are proud of their preservations of Old Roman Cologne, and they do everythmg m their power 
to carry on their good work. A new building that is being erected as a residential hall for students has been designed so as 
not to disturb a huge chunk of Roman wall that had been discovered almost underneath the building. It is now protected 
by an arch Where the authorities have decided to build a wall, it is also the site of the Old Roman Wall, and so to help 
preserve it' they have built in. over and in between the original wall, filling in the Spaces, making a contmuous wall. The 
best example of the old Roman wall can be seen along the Gertrudenstrasse am Neumarkt. No far from there, t^ere are 
the remains of an old tower which in places has again been rebuilt. The second tower along the wall is at St. Aposteln. 
This has been very well preserved. and all sorts of interesting small diagrams can be seen around the tower. The decora- 
tions and drawings in places have been painted so as to be distinguished better. This tower is famous and is known as 
Römerturm Old bits of the wall can be followed right up to the Dom itself. Some of the or.gmal wall had been d'scovered. 
when a firm was digging down in the process of making an Underground read. The wall will not be destroyed, mstead the 
Underground will be built around the wall. This may prove to be rather expensive but then the wall has to be preserved. 
A part of the water System from the Eifel was discovered, this System provided the people with water. from quite some 
distance from Cologne. 



Old Roman Cologne 



Words 

proud of 
preservation 
to carry on 
to erect 
residential hall 
to design 
to disturb 
the chunk 
to Protect 



stolz auf 

Erhaltung 

fortsetzen 

errichten 

das Wohnheim 

entwerfen, planen 

stören 

der Klumpen, das große Stück 

schützen 



35 



34 



I 



arch 

the Site 

to fill in 

the Space 

continuous 

the remains 

in piaces 

the diagram 

drawing 

to paint 

to distinguish 

the bits 

right up to 

to dig 

in the process of 

Underground 

expensive 



Old Roman Cologne 

Questions 

1. What do Cologne inhabitants think of the Roman 
remains? 

2. How was the residential hall designed? 

3. What protects the old wall? 

4. In which street can the best example of Roman wall 
be Seen? 

5. What eise is near the same street? 

Discussion and essay topics 

1. Should Roman remains be preserved? 



36 



der Bogen 

der Platz 

ausfüllen 

der Raum 

fortlaufend 

die Überbleibsel 

stellenweise 

die Figur, die graphische Darstellung 

die Zeichnung 

anstreichen 

unterscheiden 

die Stücke 

direkt bis 

graben 

dabei sein (mit to be), um ... zu 

unterirdisch 

kostspielig 



6. What is interesting about the second tower? 

7. Why may the Underground road be expensive? 

8. Where did the Romans obtain water for Cologne? 

9. What other Roman remains do you know of in 
Cologne? 

10. What is a "residential hall"? 



2. The Roman in Germany and in Britain? 



Old Roman Cologne 



Notes 



1. 



2. 



3. 



Vier Jahrhunderte lang waren die Römer in England. Fast jeder Engländer meint, es begann mit Julius Cäsar, aber in 
der Tat war seine Invasion erfolglos. Erst hundert Jahre später gelang es den Römern, England zu erobern. Römische 
Ortsnamen befinden sich im ganzen Land, z. B. Lancaster, ehester, Cirencester. 

Eine Stadt, die die Römer gründeten, als sie in England waren, ist Bath, etwa 100 englische Meilen von London entfernt. 
Die Römer kannten die Wichtigkeit der Mineralquellen, und so ist Bath als ein Überbleibsel dieser römischen Zeit 
besonders zu erwähnen. Es ist noch heute eine Art Kurort, und viele Leute trinken die Wasser gegen Gicht, Rheumatis- 
mus und Ischias. 



Mit Schottland war es anders. Dieses Land haben die Römer nie erobern können. Der Kaiser Hadrian baute 122- 
n. Chr. einen riesigen Schutzwall, um die Schotten aus seinem Land fernzuhalten. 



128 



37 



J 



Cologne Cathedral 

Cologne is distinctive in its simple street plan, a plan which follows the pattern of a spoked wheel having at the hub the 
famous cathedral. The cathedral, on which so much of the life of Cologne is centred, dominates the city centre, and it 
creates a memorable first Impression on the minds of visitors emerging from the Station on arrival at this great city. 

The cathedral is also the centre of the tourist trade, and during the summer months its forecourt is always bustling with 
visitors of many nationalities who stand admiring this fine example of Gothic architecture. The intricately carved buttresses 
and fantastic height give the cathedral a very impressive appearance. The height of the two world-famous spires exceeds 
five hundred feet, and for a small sum, one may climb the spiral staircase and view the panorama of the New Cologne. 

There is an impressive clear-cut quality in the buildings of the city centre. Some have the added luxury of a roof garden, 
others have the simplest of flat roofs. To the south-west of the city centre there Stands the new Opera House, and to the 
east a new road bridge, which leads into the city through an older district, spans the river Rhein. Here can still be seen the 
overgrown bomb-sites, which are gradually being replaced by large blocks of modern flats surrounded by recreation 
grounds. 



38 




Neue Kathedrale in Coventry (mit Genehmigung des Prorosts abgedruckt). 



39 



Cologne Cathedral 



Words 

to be distinctive 

the pattern 

a spoked wheei 

the hub 

to centre 

to dominate 

to create 

memorable 

the minds 

to emerge 

the forecourt 

to bustle 

intricately 

carved 

buttress 

height 

impressive 

the appearance 

world-famous 

the spire 

to exceed 

to climb 

the Spiral staircase 

to View 

clear-cut 

added 

the roof garden 

flat 

district 

40 



einzigartig sein, s. unterscheiden 

das Muster 

Speichenrad 

der Mittelpunkt, die Nabe 

s. gründen auf, s. drehen um 

beherrschen 

schaffen 

denkwürdig 

das Gemüt 

auftauchen 

der Vorhof 

geschäftig sein, wimmeln 

verwickelt, verschlungen 

gemeißelt, geschnitzt 

Strebepfeiler 

Höhe 

eindrucksvoll 

die Erscheinung, das Aussehen 

weltberühmt 

die Turmspitze 

überschreiten, übertreffen 

klettern, hinaufgehen 

die Wendeltreppe 

besichtigen 

deutlich, unleugbar, klar 

zusätzlich 

der Dachgarten 

flach 

der Bezirk 



W 



to span 
overgrown 
bomb Sites 
gradually 
to replace 
surrounded by 
recreation ground 

Cologne Cathedral 

Questions 

1. What pattern do the Cologne streets form? 

2. What dominates the city centre? 

3. Of what two things is the Cathedral the centre? 

4. Where do tourists stand to admire the Cathedral? 

5. How high are the spires? 

Discussion and essay topics 

1. Advantages and disadvantages of tourism. 



spannen, überspannen 

überwachsen 

gebombtes Gelände 

allmählich 

ersetzen 

umgeben von 

Sportspielplatz 



6. Do all the buildings in the centre have roof gardens? 

7. What can be seen to the east of the Cathedral? 

8. What is the "hub" of a wheel? 

9. Which British towns attract many tourists? 
10. How many English cathedrals can you name? 

2. The churches in our modern life. 



Cologne Cathedral 

Notes 

1. Jede Stadt in England, die eine Kathedrale (Dom) hat, heißt „city" und nicht „town". Eine der neuesten Kathedralen ist 
die Kathedrale in Coventry, die im Nov. 1940 von Bomben zerstört wurde. Der Turm ist stehen geblieben, und man hat 
die neue Kathedrale neben den Überbleibseln der alten Kathedrale errichtet. Tausende von Besuchern kommen das 
ganze Jahr nach Coventry, um diesen vielfach umstrittenen Bau zu besichtigen. Ein internationales Center ist von 
deutschen Studenten, die zu der sog. Sühne-Aktion gehörten, gebaut worden. Der Präsident der Bundesrepublik, 
Theodor Heuss, hat eine Geldsumme überwiesen. Andere berühmte Kathedralen sind: Worcester, Lichtfield, Lincoln und 
Salisbury. 

2. „Five hundred feet" ist ein Beispiel der englischen Maße und Gewichte, die zwar langsam zugunsten des Dezimalsystems 
abgeschafft werden sollen, aber im Volksmund sicherlich jahrzehntelang bleiben werden. Die englische Meile besteht aus 
1760 yards, die jeweils in drei feet von je 12 inches zu teilen sind. Ein dezimales Währungssystem wurde erst 1971 
eingeführt. 



41 



The new Cologne 



The new Cologne theatre and opera house is another building of extremely modern design. Also in the centre of the city, 
a few minutes' walk from the theatre, is the "Hohestrasse", a narrow, cobbied street lined with the most exciusive and 
expensive Shops in the city. It is a wonderfui street for window-shopping, but not the ideal place to buy Souvenirs. This 
Street is a "no thoroughfare" for all vehicies, including bicycles, and the people wander leisurely through, often in the 
middle of the road, stopping occasionally to admire a window display. 

The big Stores in Cologne are very similar to those in a iarge English city such as London or Birmingham. In these many- 
storied buildings one can buy everything one could possibly wish to buy, from sausages to shoelaces. In some of these 
Stores there are both escalators and lifts to travel from floor to floor, in others there are escalators for upward travel and 
ordinary Steps for downward travel. 

In spite of all the rebuilding in Cologne on can still see many traces of the terrible bombing and other damage which the city 
received during the war. One can still see old, overgrown bomb Sites and many buildings in the outskirts of the city have 
Shellmarks on them. 



The new Cologne 

Words 

the design 

cobbied 

lined with 

exciusive 

expensive 

Windowshopping 

no throughfare 

vehicie 

including 

bicycle 

42 



Entwurf, Plan 

gepflastert 

eingefaßt, umgeben von 

ausgewählt, ausgesucht 

kostbar, teuer 

Schaufensterbummel 

Durchfahrt gesperrt 

Fahrzeug 

einschließlich 

Fahrrad 



leisurely 

to stop 

occasionally 

to admire 

Window display 

the Store 

similar to 

many-storied 

shoelaces 

escalator 

lift 

upward travel 

ordinary steps 

downward travel 

in spite of 

trace 

damage 

outskirts 

Shellmarks 



müßig, langsam 

stehenbleiben 

gelegentlich 

bewundern 

Schaufensterauslage 

Warenhaus, Kaufhaus 

ähnlich 

mehrstöckig 

Schnürsenkel 

Rolltreppe 

Fahrstuhl, Aufzug 

Hinauffahren 

gewöhnliche Treppen 

Hinunterfahren, Hinuntergehen 

trotz 

die Spur 

der Schaden 

Umgebung, Außenbezirke 

Granatspuren 



The new Cologne 



Questions 

1. How far is the theatre from the Hohe Strasse? 

2. Which Shops are found there? 

3. Can one drive along the Hohe Strasse? 

4. What can one buy in the big Stores? 

5. How does one get from floor to floor? 



7. 
8. 

9. 
10. 



When the passage was written, could one still see 

bomb damage? 

What did this visitor notice in the outskirts of Cologne? 

Why is the Hohe Strasse not a good place to buy 

Souvenirs? 

Which other traffic-free streets can you name? 

Can one still see bomb damage in Germany today? 



43 



! 




Schöne ältere Häuserreihe in Bath/Westengland 



44 



Discussion and essay topics 

1. Have small Shops a future? 



If you visited Britain, what Souvenirs would you wish 
to buy? 



The new Cologne 



Notes 



1 



2. 



Der Wiederaufbau der von Bomben zerstörten Städte hat in England dazu geführt, neue Stadtteile zu errichten mit Hoch- 
häusern, die in England aus verschiedenen Gründen nicht sehr beliebt sind. Aber da nicht genügend Bauland vorhanden 
ist, war man genötigt, diese Blocks zu errichten. „My house is my Castle" hat seine Gültigkeit verloren. Diese Hochhäuser 
haben besondere Spielplätze für die Kinder, da die meisten Gärten dem Wiederaufbau zum Opfer gefallen sind. Aber 
gleichzeitig haben die Städte versucht, die „slums" (Elendsviertel) durch neue moderne Häuser zu ersetzen. Es wird noch 
lange daue.n, bis sich der Engländer daran gewöhnt hat, in einer Wohnung (flat) zu leben. 

Große Kauf- und Warenhäuser, Supermärkte sind in jeder Stadt zu finden und haben den kleinen Kaufmann verdrängt, 
da er die hohe Miete nicht aufbringen kann. In fast allen diesen Häusern ist Selbstbedienung. 



45 



The Opera House 

Cologne has always attached a special importance to the theatre. This applies above all to opera, for the people of Cologne 

are fond of both music and the theatre, especially when the two are combined in festive splendour and display. 

Since both the Opera House and the theatre were destroyed by bombs during World War II the Municipal Council decided 

to build a large and modern theatre centre off Offenbach Square, both these cultural institutions ^^^^ "°^^^^^"/^^^3; . 

modated in fine new buildings there. The theatre centre was designed and planned on extremely bold and modern l.nes by 

the architect Riphan. and many of the more conservative inhabitants of Cologne were. .f not exactiy s^ocked, at least hj^^^^^^^ 

surprised at the result. In the meantime they have however accustomed themselves to the appearance of the theatre centre. 

In fact the people of Cologne now take considerable pride in showing it to their guests and visitors. Since the new buiidmgs 

were erected experts from all over the world have come to Cologne to inspect them, for they are certamly remarkable and 

unique both as regards their architectural layout and the stage structure and machmery. 

The new Opera House has seating accommodation for 1380 persons, the theatre for 900 persons. 



The Opera House 

Words 

to attach 

to apply to 

to combine 

festive 

splendour 

the display 

the Municipal Council 

to accommodate 

to design 

to plan 

bold 



besondere Wichtigkeit legen auf 

s. beziehen auf 

verbinden 

festlich 

die Herrlichkeit, die Pracht 

die Darstellung, der Aufwand 

Stadtverordnetenversammlung 

unterbringen 

entwerfen 

planen 

kühn 



46 



not exactiy 

highly surprised 

to accustom oneself 

the appearance 

in fact 

considerable 

the pride 

expert 

to inspect 

remarkable 

unique 

as regards 

layout 

the stage structure 

the machinery 

the seating accommodation 



nicht gerade 

höchst überrascht 

s. dann gewöhnen 

der Anblick 

in der Tat 

beträchtlich 

der Stolz 

der Sachverständige 

ansehen, betrachten, prüfen 

bemerkenswert 

einzigartig 

was anbetrifft 

die Anlage, der Plan 

der Bühnenbau 

der Mechanismus 

die Sitzplätze 



The Opera House 



Questions 

1. Has the theatre always been important in Cologne? 

2. Why is the opera particularly important? 

3. Why were new buildings necessary? 

4. Were the buildings rebuilt in the old style? 

5. Who was responsible or the design of the new 
buildings? 



6. How did the Cologne inhabitants react? 

7. Have the new buildings been a success? 

8. How many people can they seat 

9. What does "festive splendour" mean? 

10. Why do the people of Cologne show their guests the 
opera house and theatre? 



Discussion and essay topics 

1. Will television eventually replace the live theatre? 



What type of plays or operas do you like? 



47 



The Opera House 

Notes 

1 Die Engländer ziehen das Theater der Oper vor. Es gibt in London sehr gute Theater, aber nicht in den Mittelstädten, 
mit Ausnahme von Stratford. Hier ist das Royal Shakespeare Theatre, das die Dramen und Komödien von William 
Shakespeare aufführt. Theater sind am Sonntag nicht geöffnet. 

Das Interesse für die Oper ist in jüngster Zeit erheblich stärker geworden, aber ohne Staatshilfe kann die Oper nicht 
bestehen. Bekannt ist Covent Garden Opera House, die Glyndebourne Oper. Bekannt und sehr gern aufgeführt sind die 
einzigartigen, witzigen leichten Opern von W. S. Gilbert (Textdichter) und A. Sullivan (Tonsetzer). Diese Operetten 
erfreuen sich noch immer der größten Beliebtheit und werden namentlich in Schulen aufgeführt. Weil Gilberts viele 
Wortspiele unübersetzbar sind, sind diese Operetten im Ausland so gut wie unbekannt. 

2. Der in Köln geborene und dort seit 1914 tätige Architekt W. Riphahn war Berater der Stadt Köln für den Wiederaufbau nach 
dem 2. Weltkrieg. 



48 



The Stollwerk Chocolate Factory 

Elghty per cent of the workers in this factory are women, six hundred of these being foreign. The factory provides homes 
for these foreign workers, twelve nationalities living in five homes, and although they often cannot understand each others 
languages, they seem to get on together very well. This language barrier was overcome at the factory by printing all notices 
in several languages, and there were also Interpreters readily available. Our party was split up into several smaller grcups 
and each group was shown around the factory by a guide. The whole distance round the factory is ten kilometres, but we 
only walked three of these, though we managed to see all the main processes. We were first shown the caramel producing 
part of the factory, then we were shown all the other different processes of production. We saw the chocolates being 
decorated and wrapped, along with other sweets. and finally, after seeing how the boxes were made, we watched them being 
packed, ready for export from the factory. Many of the chocolates made there had centres filled with liqueurs We were told 
that the centres for these chocolates must be prepared first, betöre the actual chocolate itself. The processes of production 
in this factory are very similar to those of our factory at Cadbury's. And we were told that although these two factories are 
rivals, in one sense of the word, they do work in dose harmony with one another. Many visitors from the Cadbury factory are 
received at the Stollwerk factory, where they discuss each other's methods of chocolate production. 



The Stollwerk Chocolate Factory 

Words 

foreign 

foreign workers 

to provide 

to get on 

the barrier 

to overcome 

to print 

the notice 

the Interpreter 

readily 

available 

to be readily available 



fremd, ausländisch 

Gastarbeiter 

besorgen 

sich vertragen 

die Barriere, das Hindernis 

überwinden 

drucken 

die Notiz, die Nachricht, der Anschlag 

der Dolmetscher 

bereitwillig 

verfügbar 

jederzeit zur Verfügung stehen 



49 



1 



to split up 
the guide 
the distance 
to manage 
the main process 
to wrap 
sweets 
the box 

the centre 

liqueur 

actual 

similar 

rival 

the sense 

dose 

the harmony 



teilen 

der Führer 

die Strecl<e, die Entfernung 

fertigbringen, schaffen 

das Hauptverfahren 

einpacken 

Süssigkeiten 

der Karton, die Schachtel 

die Füllung 

Likör 

eigentlich 

ähnlich 

Konkurrent 

der Sinn 

eng 

die Eintracht 



The Stollwerk Chocolate Factory 



Questions 

1. Do mostly men work in this factory? 

2. What does the factory provide for its foreign workers? 

3. How was the language barrier overcome? 

4. How far did the English visitors walk? 

5. What did they see first? 

6. What did they see last? 



7. How do Stollwerk and Cadbury cooperate? 

8. From which countries do foreign workers come to 

Germany? 

9. From which countries do foreign workers come to 

Britain? 
10. What is a "language barrier"? 



Discussion and essay topics 

1. Are sweets good for childen? 



2. The Problems of the "Gastarbeiter" in Germany and 
of coloured people in England. 



50 



The Stollwerk Chocolate Factory 

Notes 

Cadbury's Schokoladenfabrik hat sich hier in England von den kleinsten Anfängen zu einer der größten und modernsten 
Fabriken entwickelt. Die Cadbury's sind eine alte Quäkerfamilie und haben ihre Arbeiter und Angestellten immer sehr gut 
behandelt Sie sorgen nicht nur für ihre jungen Angestellten, die Gelegenheit haben, jede Art von Sport zu treiben. Sie 
haben auch besondere Räume für die. die bereits im Ruhestand sind, und die sich dort mit ehemaligen Mitarbeitern treffen 
und Billard oder andere Spiele spielen. Bourneville ist ein Stadtteil, den diese Familie vollkommen entwickelt hat mit 
billigen Wohnungen für ihre Arbeiter und Angestellten. In der Fabrik selbst sieht man meistens Frauen, Männer nur, um die 
Maschinen in Ordnung zu halten oder in der Druckerei und Kartonherstellung. 



51 



I 




Im Garten der Schokoladenfabrik Cadbury. 



The City Savings Bank 

The Visit to the "Sparkasse" was very interesting. First we saw a film describing the rather development of this modern 
banking Institute and its history. In almost every district of the city there is a branch After the film we split up into parties of 
ten and had a conducted tour of the bank. We saw the most modern equipment which a bank of today must have in order 
to guarantee a quick and secure Service. The Bank has a direct emergency line to the Police in case of break In or theft. 

Outside the vast building we were shown a fountain that held three figures; that of the miser, the couldn't-care-less and the 
saver. We were taken to the drive-in bank for motorists. This building is made of bullet-proof glass and there is a System of 
checking that cheques are valid by a video-system. Also, there was a room where all documents were kept. This was air 
conditioned with a very low humidity so that they were kept in perfect condition. 

The System of lifts was quite new to us, having to jump on when possible and jump off again. Most of us were cautious 
and didn't want to venture onto such unknown devices, but plucking up courage, two by two, we descended. 
We entered a room with long tables covered with white tablecloths. After having a marvellous tea and receiving a gift of a 
biro, notebook and postcard we were again officially welcomed and speeches began. We sang some Community songs 
and danced to a band. 

The City Savings Banic 

Words 

Savings Bank 

to describe 

rather 

the development 

district 

the branch 

to split up 

to have a conducted tour 

the equipment 

secure 

53 



Sparkasse 

beschreiben 

ziemlich 

die Entwicklung 

Bezirk 

die Filiale, Niederlassung 

s. teilen 

herumgeführt werden, eine Führung machen 

die Einrichtung 

sicher 



52 



in case of 
break-in 

theft 

to Show 

the fountain 

the miser 

the couldn't care less 

the saver 

drive-in bank 

bullet-proof 

to check 

the cheque 

valid 

video-system 

the document 

to keep 

air-conditioned 

low 

humidity 

the condition 

the litt 

to jump on 

to jump off 

cautious 

to venture 

the device 

to pluck up courage 

to descend 

covered with 

the table cloth 

marvellous 

the gift 

the biro 



im Falle 

Einbruch 

Diebstahl 

zeigen 

der Springbrunnen 

der Geizhals 

der Sorglose, der Gleichgültige 

der Sparer 

Autoschalter 

kugelsicher 

prüfen 

der Scheck 

gültig 

Sichtsystem, Fernsehanlage 

das Dokument, die Urkunde 

aufbewahren 

mit einer Klimaanlage versehen 

niedrig 

Feuchtigkeit 

der Zustand 

der Fahrstuhl, der Aufzug (hier: Paternoster) 

aufspringen 

abspringen 

vorsichtig 

wagen, ausprobieren 

die Vorrichtung, die Erfindung 

Mut fassen 

herabfahren, aussteigen 

bedeckt mit 

das Tischtuch 

wunderbar 

das Geschenk 

der Kugelschreiber 



54 



emergency line 
the notebook 
officially 
to welcome 
the speech 
Community songs 
the band 



Notruf 

der Schreibblock 

offiziell 

begrüßen 

die Rede 

gemeinsame Lieder 

die Kapelle 



The City Savings Bank 



Questions 

1. Did the whole party tour the savings bank in one 

large group? 

2. What did the fountain illustrate? 

3. What is the drive-in bank made of? 

4. How are the cheques checked? 

5. What was unusual about the room where the 
documents were stored? 



6. Did the English visitors like the "Paternoster" lifts? 

7. What gifts did they receive? 

8. Do you have a savings account? 

9. What is a miser? 

10. Which English Community songs do you know? 



Discussion and essay topics 

1. Why should on save? 



2. Does money make us happy or is it the root of al 
evils? 



The City Savings Banic 

Notes 

1 Die Bank von England (entsprechend der Bundesbank) besteht seit 1697. Das Bankwesen in England ist äußerst wichtig, 
das erkennt man an den großen Riesenpalästen, von denen es sehr viele gibt. Die bedeutendsten Banken smd Lloyds, 
Barclays, Midland. Westminster und National Provincial. 



55 



4. 



In England gibt es zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten nur einen religiösen Feiertag, der zweite ist gewöhnlich „bank 
holiday" ein Feiertag, eingeführt seit 1874 (Karfreitag, Ostermontag, Pfingstmontag, der letzte Montag im August und 
der 26. oder 27. Dezember). An diesen sog. Bankfeiertagen sind die meisten Engländer unterwegs. Theater, die sonst an 
Sonntagen geschlossen sind, sind an diesen Tagen offen. 

Das englische Geld ist seit ein paar Jahren umgeändert worden. Der alte „Shilling" ist verschwunden und ist in neuer 
Umrechnung zu fünf neuen „pence" umgewertet worden. Das englische Pfund hat 100 neue „pence". Die Börse (stock 
exchange) hat großen Einfluß. Das Pfund, das ursprünglich einen Wert von 20 Mark hatte, ist jetzt knapp 6 DM wert. 

Die Kölner Sparkasse ist seit dem Beginn des Austausches mit dieser Idee eng verbunden. Jedes Jahr werden die 
Teilnehmer dieses Austausches mit Eltern und Freunden zu einem Empfang eingeladen und offiziell von dem Schulamt 
begrüßt. Dieser Empfang ist eine Tradition geworden. 






Trip down the Rhine 

We went on bard at 7.00 p. m. and thankfully we had fine weather for the final entertainment of the trip which was drawing 

to a dose all too soon for us. Things soon warmed up, and from what I could see of people on the upper deck, everyone 

was making the most of their final bottles of German beer. My money at least was almost gone, and I had to impose on the 

kindness of my hosts in order to raise the price of a beer. 

The Rhine was as beautifui as it could be in a city plagued with heavy industrial suburbs discharging all and sundry into it. 

Speedboats charged past us as we slowly made our way upriver. and as darkness gradually feil the lights of Cologne glared 

out on either side of us. On the return trip we all went below deck, where there was community singing of old favourites 

in English and German. Then, to put a nice finishing touch to it all. we were presented with interesting books about 

Cologne which gave a wealth of Information about the city. 

Our last sights before we left the boat were of the Cathedral which was illuminated by Spotlights. Altogether an entertalning 

evening out which brought to a dose a holiday which I am certain none of us will ever forget. 



Trip down the Rhine 

Words 

trip on the Rhine 

thankfully 

final entertainment 

to draw to a dose 

to warm up 

things soon warmed up 

Upper deck 

to make the most of It 

final bettle 

to impose on 

kindness 

host 

to raise 

to plague 



Rheinfahrt 

Gott sei Dank, zum Glück 

letzte Veranstaltung 

zu Ende gehen, s. dem Ende nähern 

s. erwärmen 

man wurde bald lustig, es wurde bald gemütlich 

Oberdeck 

möglichst viel aus etwas machen 

die letzte Flasche 

mißbrauchen, s. verlassen auf 

Freundlichkeit 

Gastgeber 

auftreiben (Geld) 

plagen, peinigen, heimsuchen 



57 



56 



the suburb 

to discharge 

all and sundry 

speedboat 

charged 

to pass 

upriver 

darkness 

gradually 

to glare out 

on either side 

on the return trip 

to go below 

favourites 

to put a nice finishing touch to 

to present with 

a wealth of informatlon 

last sights 

illuminated 

the Spotlight 

altogether 

entertaining 

to bring to a dose 



die Vorstadt 

entladen 

allerlei 

Eilboot 

beladen 

vorbeifahren an 

stromaufwärts 

Dunkelheit 

allmählich 

blenden, starren auf 

auf beiden Seiten 

auf der Rückfahrt 

hinuntergehen 

Lieblingslieder 

alles zu einem guten Ende führen 

schenken 

eine Fülle von Information 

die letzten Blicke 

erleuchtet, angestrahlt 

die Scheinwerfer 

alles in allem 

amüsant 

zu Ende bringen, beenden 



Trip down the Rhine 

Questions 

1. What was the weather like? 

2. What were people drinking? 

3. Could this writer buy a beer? 

4. What sort of boats did they see? 

5. Did they stay on the upper deck? 



6. What was happening on the Iower deck? 

7. What was the last thing they saw before leaving the 
boat? 

8. What drinks are populär In England? 

9. Does one travel faster upstream or downstream? 
10. What is a Spotlight? 



58 



Discussion and essay topics 

1. How far does the Rhine influence the German 
economy? 



2. The pleasures of a boat-trip. 



Trip down the Rhine 

Notes 

1. Das englische Bier ist stärker als das deutsche. Man trinkt „ale" (dunkel und stark) oder „stout". Man sieht sehr viele 
Gasthäuser, fast an jeder Ecke, die aber nur immer zeitweise geöffnet sind, zur Mittagszeit und von 6-10.30 Uhr abends. 
Hier treffen sich die Stammkunden (regulär customers), sprechen und trinken miteinander, ohne daß sie irgendwie 
befreundet sind. Bier ist das Hauptgetränk, nur bei größeren Dinners oder Banketts wird Wein serviert. Wein ist 
gewöhnlich sehr teuer in England. Whisky, der besonders in Schottland hergestellt wird, ist eins der beliebtesten Getränke, 
gemischt mit Sodawasser. 

2. Die Hauptflüsse in England sind die Themse, der Severn und der Tyne. Im Sommer sieht man viele Boote und 
Vergnügungsdampfer. 



59 



Lorbach Camp 

We arrived in Lorbach after a twenty-four hours journey and we were received by three of our German hosts who, after they 
had relieved us of our luggage, welcomed us and gave us our first German meal, which was greatly appreciated by all. 
After we had eaten and unpacked our cases, we endeavoured to explore our new home. which was situated in the heart 
of the beautifui Eifel mountains. The German party arrived soon afterwards. We were introduced to all of them in turn and 
by supper time we were one big family, trying to eat the same food and trying to speak the same language. 

If our German improved, it was mainly due to the duties we were given to do each day. The washing up. peeling of potatoes 
and the general cleaning of the hostel were our main duties each day, and the singing of modern songs helped to speed 
up the process and also attracted more people to help. In spite of the length of time spent in the potato peeling we could 
usually recognize at dinner time which potatoes we had peeled. 

The meals at the hostel were always good and plentifui, the main daily menu being - bread and jam for breakfast, bread 
and jam for dinner, bread and jam for tea and, to our great surprise, bread and sausage for supper. However, everybody 
enjoyed it and second helpings were usually needed. 




>a8öoÄf^^4l:f^.; 



Typibche englische Schafherde mit Collies 



60 



61 



i 



i 



Lorbach Camp 

Words 

to relieve 

to welcome 

to appreciate 

to unpack 

the case 

to endeavour 

to explore 

to introduce 

in turn 

the food 

to improve 

mainly 

due to 

the duty 

to peel 

the cleaning 

to speed up 

to attract 

in spite of 

the length 

plentifui 

the menu 

jam 

the surprise 

the sausage 

however 

to enjoy 

second helping 

usually 

to need 

62 



erleichtern, befreien 

willkommen heißen 

schätzen, würdigen 

auspacken 

der Koffer 

sich bemühen 

auskundschaften, erforschen 

vorstellen 

der Reihe nach 

das Essen 

sich bessern, besser werden 

in der Hauptsache 

die Folge von, veranlaßt durch 

die Pflicht 

schälen 

die Reinigung 

beschleunigen 

anziehen 

trotz 

die Länge 

reichlich 

die Speisenfolge, Karte 

die Marmelade 

die Überraschung 

das Würstchen 

jedoch 

genießen 

zweite Portion 

gewöhnlich 

brauchen 



I 



Lorbach Camp 

Questions 

1. How long was the journey to Lorbach? 

2. Did the visitors like their first German meal? 

3. Where was the hostel? 

4. What helped the visitors to improve their German"? 

5. Which duties did they share? 



6. How did they speed up the process? 

7. What other advantage did the singing have? 

8. What was the usual menu at the camp? 

9. What mountains are there in Britain? 
10. What English songs do you know? 



Discussion or essay topics 

1. Can kitchen duties ever be enjoyable? 



2. Is it good for a boy to have cooking lessons? 



Lorbach Camp 

Notes 



1. Lorbach ist ein kleines Dorf in der Eifel. Dort war dem Austausch ein Haus zur Verfügung gestellt worden, das von den 
Kölner Schulen als Aufenthalt für das Wochenende oder kurze Ferien benutzt wurde. In den ersten Jahren - der Schüler- 
austausch begann 1951 - blieben Lehrer und Schüler die erste Woche in dem Heim und die zweite Woche bei den 
Kölner Familien. In den ersten Jahren nach dem Kriege war es schwer, in dem durch Bomben schwer beschädigten Köln 
Wohnungen zu bekommen, und außerdem bestand noch ein gewisses Mißtrauen zwischen den beiden Ländern. Die 
meisten Kölner Familien hatten also in den ersten Jahren nach dem Krieg nicht genug große Wohnungen, um noch Gäste 
aufzunehmen. Aber trotzdem haben alle Eltern versucht zu helfen und viel dazu beigetragen, diesen Schüleraustausch 

so lange aufrecht zu erhalten. 

2. Englische Jungen helfen ebenso wie die Mädchen in der Küche. Sie helfen beim Abwaschen und trocknen das Geschirr. 
Einige wenige Jungen nehmen auch Haushaltskunde als Fach und lernen Kochen. Es ist selbstverständlich, daß der 
englische Ehemann zuerst aufsteht und den ersten Tee seiner Familie ans Bett bringt. 

3. Jam - Es gibt einen Unterschied zwischen .jam' und ,marmelade'. Jam wird aus weichen Früchten gemacht wie Erd- 
beeren und Kirschen, während .marmelade' aus Orangen oder Zitronen hergestellt wird. 

63 



4. 



Essen - Es besteht natürlich ein Unterschied in dem Geschmack und in der Zubereitung der Speisen bei beiden 
Landern Der Eng ander hat gewöhnlich ein großes Frühstück, meistens Setzeier mit Speck oder .porridge' (eine Art 
Ha erschle.m mit M.Ich und Zucker), auch Würstchen mit Tomaten, geröstetes Brot (toast) mit Butter und Marmelade 
Natürlich Tee, der nicht nur zu jeder Mahlzeit vorhanden ist, sondern auch zwischendurch. Um halb elf trinkt er 
gewöhnlich eine Tasse Kaffee mit zwei Keksen, um ein Uhr ist das Mittagessen, das ziemlich einfach ist. Um halb vier 
gibt es wiederum Tee mit einem Stück Kuchen (sehr verschieden von dem Kuchen und den Torten in Deutschland) und 
od^r MHnhT n^^^'T h'' ^^'^^^Z^^' ^^^ ''^ Schlafengehen wird noch schnell ein „nightcup" getrunken (evtl Kakao 
Ode M.lch)^ Der Englander ist im Essen nicht so wählerisch wie der Deutsche. Suppe gibt es nicht so viel we auf dem 

FnlnnJr h pf c""" ^Tf ^''^'" '" '' ^^'' ^*° ^'"^^ abgelehnt, und zu Weihnachten haben die meisten 
Deu s^ bescheidener in ihren Ansprüchen beim Essen und essen auch viel weniger als die 



64 



Bonn 



wlTBeetToven-s birthl^LT .rifi«a '°^" """'T n''"'' ' "" ^" ^^"P^"' '" ^^°"^ °^ ^ '^^^e brightly painted house which 
Tas a^s^b^en .rPr^Pd^to thi! f ^ '^''"'^ °' Beethoven relics was opened in this house where he was born. A statue 

nas also been erected to this famous composer on the Münsterplatz in 1845. 

ocrlllTthTi''^"^ ^° ''.^^* 1 ^°"''^^''^d °"^ °^ *h^ ^^^^^^ Buildings in Bonn. It was the famous University (1786-1818) which 
i^ls rnnlt . t'f K .^l '/ '°'''''" '^°"''^' °' '^' ^°^'^- ^^'^inally the electoral palace of the Archbishops of Cologne 
nZtl T '^°^* ^V^ ""* °^ *^^ ^^'^"'"'^ °^ '^^ °'^ fortifications, and remodelied after the town became a Pruss.an 

nrotplTtH f'^ ^V^ '"''"'" - " ''9"'' " '^^''^^' ^"^ ^ Philosophical and one of Roman Catholic and one of 
Protestant theology. The museum contains a valuable collection of Roman relics discovered in the neighbourhood. 

Leaving this building we walked to a position where we had a very pleasant view of the Rhine and we then proceeded to 

h! rm"h ^^^''^' '"^ '^ ^ '^''^®' ''^''*®' ^°^®''" °"® ^'*^ ^" ^^^" ^0''® impressive interior than exterior. On entering 

tne Bundeshaus we were given a comprehensive talk about the democratic development of the new Bundeshaus Everythinq 
was explained to us and many questions. asked and answered showed the great interest of all. 

Bonn 



Words 

the Minster 

narrow 

to stop 

brightly 

painted 

the birthplace 

the relics 

the composer 

to consider as 

to occupy 

the frontage 

originally 

the electoral palace 



das Münster 

eng 

stehenbleiben 

hell 

angestrichen 

der Geburtsort 

die Reliquie 

der Komponist 

erachten, ansehen als 

einnehmen 

die Fassade, die Vorderfront 

ursprünglich 

der Wahlpalast, die Residenz 



05 



the archbishop 

to construct 

the fortification 

to remodel 

the possession 

the faculty 

the legal (faculty) 

to contain 

valuable 

the collectlon 

to discover 

the neighbourhood 

the Position 

pleasant 

the View 

to proceed 

impressive 

the interior 

the exterior 

comprehensive 

the talk 

the development 

to explain 

Bonn 

Questions 



1. 

2. 
3. 
4. 
5. 

66 



Who was born in the brightly painted house? 

What does this house now contain? 

Where is Beethovens statue? 

When was the University built? 

What are the faculties in the University? 



der Erzbischof 

erbauen 

die Befestigung 

umbilden, umbauen 

der Besitz 

die Fakultät 

die Rechtsfakultät 

enthalten 

wertvoll 

die Sammlung 

entdecken 

die Nachbarschaft 

die Lage 

angenehm 

die Aussicht 

weitergehen 

eindrucksvoll 

das Innere 

das Äußere 

ausführlich 

der Vortrag 

die Entwicklung 

erklären, auseinandersetzen 



6. What could be seen in the museum? 

7. What colour is the Bundeshaus? 

8. What showed the visitors' interest in the Bundeshaus? 

9. Have you ever visited the Bundeshaus? 

10. What is the British equivalent of the Bundeshaus? 



Discussion and essay topics 

1. Bonn and London. 

Bonn 

Notes 



2. English composers. 



1 



2. 



Auch in England gibt es alte Universitäten, unter denen die berühmtesten Oxford und Cambridge sind. In den alten 
Colleges von Oxford und Cambridge wohnen die Studenten, sie haben auch dort ihre Vorlesungen. Diese alten Univer- 
sitäten sind in Colleges eingeteilt: die berühmtesten sind Christ Church und Magdalen in Oxford. Kings College m 
Cambridge. 

Die Studenten die neu in die Universität eintreten, heißen: freshman (im deutschen Studentenjargon: Fuchs). Der 
Student bleibt'die ganze Zeit an derselben Uni. Er muß sich um einen Platz an der Universität bewerben. Die Aufnahme 
hängt von einem Interview und den Examensresultaten ab. Erst in jüngster Zeit nehmen auch Oxford und Cambridge 
Frauen auf Das akademische Jahr hat drei .terms' (Trimester), von je zwei Monaten Dauer. Studentenverbindungen wie 
in Deutschland sind nicht vorhanden, dagegen gibt es politische, literarische und religiöse Vereinigungen. Klubs. An den 
Universitäten wird auch viel Sport getrieben. Alle Studenten, die ein gutes Abschlußexamen in der Schule gemacht haben, 
bekommen Stipendien, deren Höhe sich nach dem Einkommen des Vaters richtet, und die nicht zurückgezahlt zu werden 
brauchen. 



3. Akademische Grade: 



B. A. (Bachelor of Arts) 

B. Sc. (Bachelor of Science) 

M. A. (fy/laster of Arts) 

M. Sc. (Master of Science) 



Andere Universitäten haben In jüngster Zeit Wohnblocks für Studenten gebaut. 



67 







Altes College der Universität Oxford 



68 



The Bundeshaus 

The 'Bundeshaus' is situated on the banks of the Rhine. The buildlng was originally a Teachers' Training College. I had 
never seen the 'Bundeshaus'. Thus the reader will appreciate how surprised, indeed, pleasantly surprised I was to behold 
the clean, white and black lines of the modern block that is the German House of Parliament. No warm, delicately carved 
stone piles and towering columns steeped in tradition, rather an example of contemporary German architecture, whose 
stark and simple lines thrust from the very ea'-th lowards the wide clear sky, the spearhead of German Freiheit, Gerechtig- 
keit and Solidarität; whose proud gaze seats upon the swiftly flowing Rhine laden with powerfui barges. From Square, white 
cornerstone to broad sheetglass, all is stamped with the hallmark of purpose. Inside is no musty aroma wafting down the 
ages. The corridors are brightly lit, wide, Square sectioned, clinically clean, each with regularly positioned doorways to left 

and right Herr Abgeordneter X (CDU) Herr Abgeordneter Y (SPD) A secretary hurries by, slips noiselessly, 

efficiently out of sight. Efficiency, purpose hang in the air. We were very much impressed by the Plenary Hall of the 
'Bundeshaus'. Here the members of the Bundestag' meet The President's chair is in the middle and behind his seat is the 
German Flag. There is a gallery for diplomats and guests, for press reporters and photographers, and a gallery for the 
public. On the front wall we see the Federal Eagle. The seats for the members of the Bundestag are arranged in a semi- 
circle, banks of hard, black school-type desks - no plush seats for slumbering ministers here. The parties from left to right 
are SPD (Social Democrats) CDU/CSU (Christian Democrats, Christian Social Union) and FDP (Free Democrats). The party 
leaders take the front seats and behind them Sit the other members of the party. There are also seats for the deputies of 
'Land Berlin'. Artificial daylight comes from a System of neon lighting. There are loud-speakers to transmit Speeches. 
Microphones in the Hall allow the members to put their questions from their seats. Everything is in the most modern style. 

The Bundeshaus 



Words 

originally 

Teachers' Training College 

to appreciate 

pleasantly surprised 

to behold 

delicately carved 

the stone pile 



ursprünglich 

Stätte für Lehrerausbildung, Pädagogische Hochschule 

würdigen, hier: verstehen 

angenehm überrascht 

erblicken, sehen 

fein geschnitzt 

der Steinblock 



69 



to tower 

the column 

to steep 

rather 

contemporary 

stark 

to thrust 

Wide 

the spearhead 

the gaze 

to seat 

swiftly flowing 

laden with 

powerfui 
the bärge 

Square 

the cornerstone 

the sheetglass 

to stamp 

hallmark 

the purpose 

musty 

the aroma 

to waft 

brightly llt 

to section 

clinically clean 

regularly positioned 

the doorway 

to hurry by 

to Slip 

noiselessly 

efficiently 

70 



hoch ragen 

die Säule 

tränken 

eher 

zeitgenössisch, modern 

steif 

stoßen, s. erstrecken 

weit, breit, fern 

die Vorhut 

der starre Blick 

s. erheben 

schnell fließend 

beladen mit, befrachtet 

mächtig 

der Lastkahn 

viereckig, quadratisch 

der Eckstein 

das einfache Glas 

stempeln 

Stempel 

der Zweck 

dumpfig, muffig 

der Wohlgeruch 

wehen, hauchen 

hell erleuchtet 

abteilen 

(klinisch) schrecklich sauber 

regelmäßig oder symmetrisch gelegen 

der Türeingang 

vorbeieilen 

entschlüpfen, vorbeigehen 

geräuschlos 
tüchtig, geschickt 



out of sight 

the efficiency 

impressed by 

Plenary Hall 

the member 

the press reporter 

the public 

the front wall 

Federal Eagle 

the seat 

the semi-circle 

schooltype 

the desk 

the plush seat 

to slumber 

the party leader 

the frontseat 

the deputy 

artificial 

to transmit 

the speech 



The Bundeshaus 



Questions 

1. Had this visitor seen the Bundeshaus before? 

2. Is it a modern building? 

3. Of what principles is the Bundeshaus a Symbol? 

4. What materials are used in this building? 

5. Are the corridors dark and narrow? 



aus den Augen 

die Tüchtigkeit, Leistungsfähigkeit 

beeindruckt 

Plenarsaal 

das Mitglied 

der Zeitungsreporter, Journalist 

die Öffentlichkeit 

die Vorderwand 

Bundesadler 

der Platz 

der Halbkreis 

schulmäßig 

das Pult 

der Plüschsitz 

schlummern 

der Parteiführer 

der Vordersitz 

der Abgeordnete 

künstlich 

übertragen 

die Rede 



6. To what does the writer compare the cleanliness of 
the Bundeshaus? 

7. Are the seats in the debating Chamber soft or hard? 

8. What do you know about the British flag? 

9. What is a corridor? 

10. Is the British Parliament building modern? 



71 



Discussion and essay topics 

1. Are political parties necessary? 



2. The English political parties. 



The Bundeshaus 
Notes 

Das englische Parlament besteht aus dem Unterhaus (House of Commons) und dem Oberhaus (House of Lords). Die 
Eröffnung des Parlaments ist mit althergebrachten Formalitäten verbunden, gewöhnlich eröffnet die Königin die neue 
Sitzungsperiode, und zwar mit der Verlesung der Thronrede. Das Unterhaus wird alle fünf Jahre gewählt und besteht aus 
628 M. P. (Members of Parliament). Das Wahlalter ist auf 18 Jahre herabgesetzt worden. Die zwei Hauptparteien sind Tories 
and Labour, dazu gesellt sich eine dritte: die Liberale Partei. Gewöhnlich verfügt eine der beiden Hauptparteien über eine 
Mehrheit im Hause. Eine Kommunistische Partei ist im Parlament nicht vertreten, obwohl es eine Kommunistische Partei gib. 
Die Anzahl der Frauen im englischen Parlament ist nicht sehr groß. Etwa 20. 



72 



On the Banks of the Ahr 

And then we entered the Valley of the little river Ahr. The valley of the Ahr is fascinating for its scenery. By the side of 
the huge weatherworn rocks with the undergrowth clinging to them for dear life, we humans seem very small msects. but 
that is probably why nature created such sights as these, to prevent us humans from becommg too proud of ourselves and 
our miserable achievements. 

We travelied slowly on until 9 o'clock, when we arrived at a little old town, and what a town! I have forgotten its name, 
for reasons which my reader will understand shortly. but I do remember, however. that there was smgmg and dancmg and 
fighting in the streets. but alas! the singing was out of tune, the dancing out of step and the punches mostly missed, for 
the ver/ simple reason that everybody was drunk. At a celebrated winehouse we stopped. and al.ghtmg from the car. and 
at the same time avoiding two gentlemen embracing each other we entered th.s fabulous establ.shment, datmg from the 
twelfth Century It was decorated magnificently with omamental hand-painted ceramics. and there was ^'^^^Q^tank of fish 
from which c^stomers could order a particular one to eat; the fish, however, cannot have been aware of th.s fact, because 
they made no attempt to hide themselves from the general view. 

On the Banks of the Ahr 



Words 

the Valley 

fascinating for 

the scenery 

huge 

weatherworn 

the rock 

the undergrov^h 

to ding to 

humans 

to create 

the sights 

to prevent from 

miserable 



das Tal 

bezaubernd, entzückend wegen 

die Landschaft 

riesig 

verwittert 

der Felsen 

das Gestrüpp, das Gesträuch 

hängen an 

Menschen 

schaffen 

Sehenswürdigkeiten 

hindern an 
erbärmlich 



73 



the achievement 

for reasons 

shortly 

to remember 

to fight 

alas 

the singing is out of tune 

the dancing is out of Step 

the punch 

to miss 

for the very simple reason 

drunk 

celebrated 
to alight 

to avoid 

to embrace 

fabulous 

establishment 

dating from 

Century 

to decorate 

magnificently 

ornamental 

hand-painted 

ceramics 

tank of fish 

the customer 

to Order 

particular 

to be aware 

the attempt 

to hide 

the View 

74 



die Leistung 

aus Gründen 

bald 

sich erinnern 

sich streiten, kämpfen, sich schlagen 

ach! 

sie singen falsch 

beim Tanzen machen sie falsche Schritte 

der Schlag 

fehlen, verfehlen 

aus dem sehr einfachen Grund 

betrunken 

berühmt 

aussteigen 

vermeiden 

sich umarmen 

fabelhaft 

das Etablissement (hier: die Gaststätte) 

datieren von 

das Jahrhundert 

verzieren, schmücken 

prächtig, herrlich 

schmückend 

handbemalt 

die Keramik 

der Fischbehälter 

der Kunde 

bestellen 

besonder 

sich der Tatsache bewußt sein 

der Versuch 

sich verbergen 

der Anblick 



On the Banks of the Ahr 

Questions 

1. 

2. 
3. 
4. 
5. 



What is the Ahr well-known for? 

How does the writer describe the rocks? 

What effect did this sight have on the reader? 

Which town did they visit? 

What was going on there? 



6. How old was the inn they visited? 

7. How was it decorated? 

8 What was one of the specialities on the menu? 

9' What does the phrase "to ding for dear life" mean? 

10. What are ceramics? 



2. Uses and abuses of alcohol. 



Discussion and essay topics 

1. What types of scenery do you find fascinating? 

On the Banks of the Ahr 

Notes 

1. Weinfeste . ^,^y.^ c-ron<an wIp sie während der Weinlese oder am Ende 
Da es in England keine Weinberge gibt, kann -"^^^ XVwÄnTmp^ «e'den muß, ist er ziemlich teuer. Wein 
dieser Weinernte an der Ahr alltäglich smd. "'^' f^/";",;!^'' ^''" ^^^ Bier. Er geht gerne abends in seinen 
wird namentlich zu Weihnachten getrunken. ^°f,^^^lf^%^"^^"^^^^^^^^^^^ cder Freunden, spricht über die 
„pub" (public house, Gasthaus), hier trifft er sich ast f«9«'7f '9 "?' '^'"^"J^^^inen Zutritt. Es gibt fast keine 
Tagesereignisse und politisiert auch '^^"'*^'"^^: ^'"Z.TnlllTnen pubMindet ofe .,pubs" sind nur neuneinhalb 
Betrunkenen in England, obwohl man fast an l«<'ff^^«/"^*^„^"^" ahmend des^e^ erwirkt. Am 
Stunden am Tag geöffnet; diese Einschränkung .^^^^«"/^^/''"^"^.^"/^«treTe' Wirten die hierdurä ihre Freizeit ver- 
JeT^rerworl'fviin ^0^^^" Se^ sS;;rfirt"m::,,;ur ^^ie bis ms 13. Jahrhundert zurückgehen und 
gern von Ausländern besucht werden. 

2. Fische . . cnn\!^nd rundum vom Wasser umgeben ist. Fische sind nicht 
Es gibt eine unheimlich große Auswahl an ^f^^l^' H^^erJZT^^^^^ Engländer nicht liebt, überall gibt es 
teuer und werden gern gegessen. Dagegen 9'bt es wenig Rauchenvarenae g ^^^ ^^^^^^ ^.^^ 

rr K^inrnr.Xi^-ont:n :;'r E=err rntoh-ere: .ahren waren „fish and chips^ eine Abend- 
mahlzeit für die ärmere Bevölkerung. 

75 



t 



The Neandertal Museum 

The Neandertaler inhabited Europe before and during the last Ice Age. His Constitution was better adapted to withstanding 
lord and w™ Coming of the present climate and the receding of the Ice Sheets, he was gradually 'replaced' by the 
European thatweknow'^^^^ There are. however. still descendants of the Neandertaler on earth. They inhabit the colder 
parts of Asia, and are predominant in Mongolia, Siberia, Northern China and Japan. 

The Neandertaler was much shorter and stockier than the average European to-day. He had a very low starting forehead. 
and a square-cuf sort of chin. together with a very small stunted nose. His lungs and ehest were well developed, and h.s 
hands and feet were much broader than those of a European to-day. 

On the conducted tour of the Museum we also saw reconstructed pictures of the Neandertalers mode of life. He dwelt often 
in caves and that is why many of the remains that have been discovered have been embedded in rock. Although he had fire 
Lnd had'leamt to make crude weapons. such as arrows and spears (as suggested by the small piece of shaped Imt found 
in the vicinity) and also had small tools such as scrapers and could cut things with these, it seems highly unlikely that the 
Neandertaler could make clothes to any degree. 



The Neandertal Museum 



Words 

to inhabit 
Ice Age 

the Constitution 
to adapt 
to withstand 
to recede 
Ice Sheet 

76 



bewohnen 

Eiszeit 

die Körperbeschaffenheit 

anpassen 

widerstehen, aushalten 
s. zurückziehen 
Eisdecke 



to replace 

the descendant 

predominant 

stocky 

the average 

low starting 

the forehead 

square-cut 

chin 

stunted 

the ehest 

the conducted tour 

reconstructed 

mode of life 

to dwell 

the cave 

the remains 

to embed 

the rock 

crude 

the weapon 

the arrow 

spear 

to suggest 

shaped 

the flint 

the vicinity 

the tool 

the scraper 

to cut 

highly unlikely 

clothes 

to any degree 



ersetzen 

der Nachkomme 

vorherrschend 

untersetzt 

der Durchschnitt 

niedrig beginnend 

die Stirn 

vierkantig 

Kinn 

verkümmert 

die Brust 

der Rundgang, Führung 

wiederhergestellt, rekonstruiert 

Lebensart 

wohnen, leben 

die Höhle 

die Überbleibsel 

einbetten, umhüllen 

der Fels 

roh, ungeschliffen 

die Waffe 

der Bogen 

der Speer 

vorschlagen, andeuten 

geformt, gestaltet 

der Feuerstein 

die Nachbarschaft 

das Werkzeug 

Kratzeisen, das Schabeisen 

schneiden 

höchst unwahrscheinlich 

Kleider 
überhaupt 



77 



» 






The Neandertal Museum 

Questions 



1. When did the Neandertaler live? 

2. By what was he replaced? 

3. What do we call the replacement of one type by 
another? 

4. Where do descendants of the Neandertaler live today? 

5. How tall was the Neandertaler? 

Discussion and essay topics 

1. Would you llke to have lived in the days of the 
Neandertaler? 



6. What were his hands and feet like? 

7. Where did he live? 

8. What skills did he have? 

9. How do we know that he had arrows and spears? 
10. Did he make clothes? 



2. Have modern comforts made people happy? 



The Neandertal Museum 

Notes 

1. Neandertal zwischen Düsseldorf und Elberfeld. In der Neandertalhöhle fand man 1856 Schädelreste der Neandertaler 
(Urmenschen). In späterer Zeit fand man die Neandertaler in West- und Mitteleuropa. 

2. Eiszeitalter (diluvlum): Vorhandensein von großen Eisflächen und Gletschern über dem größten Teil von England und 
dem Nordwesten von Europa. 



78 



A Visit to the 'Gruga' in Essen 

Our Visit to the Flower Show began with a trip around the gardens on the "Grugabahn" (the miniature railway). Gruga we 
later discovered meant Gemüse, Rosen and Garten Ausstellung i. e. vegetable, rose and garden exhibition. 

It was the largest flower show that I personally or any of the other English visitors for that matter had ever seen. and it is 
very difficult to describe its immensity. Perhaps the fact that it had a miniature railway will help. The miniature train passed 
ornamental lakes complete with flamingoes, restaurants and all sorts of halls and gaily coloured flower beds. Even on the 
most miserable day one could have quite easily found something to do, because in the grounds were a roller skatmg rmk, 
an aquarium and an exhibition of tropical plants. Children who were not interested in plants could amuse themselves m the 
wonderfui children's playground, which even amused some of the members of our party, with the donkey rides. on the 
trampoline or putting green, or in the outdoor swimming pool if the weather permitted. 

All this without even mentioning the wide variety of plants: flowers, trees and shrubs from the smallest variety of conifer. 
all blended together to give the most spectacular splash of colour imaginable Our only regret was that we could not see 
the tulips in füll bloom, but this was abundantly compensated for by everything eise at the show. Another cause of great 
delight was the magnificent fountains and our visit was rung off by the ringing of the bells at the Gruga bell tower. 



A Visit to the 'Gruga' in Essen 



Notes 

Flower Show 

the miniature railway 

the exhibition 

for that matter 

the immensity 

the ornamental lakes 

complete 



Blumenschau 

die Miniatureisenbahn 

die Ausstellung 

in dieser Beziehung 

die Unermeßlichkeit, die Ausdehnung 

die Zierseen, Seen zur Zier 

vollständig, vervollständigt 



79 



i 



gaily coloured 

the flower bed 

even 

in the grounds 

rollerskating rink 

the tropical plant 

playground 

the donkey ride 

the trampoline 

the putting green 

the outdoor swimming pool 

to mention 

Wide 

the variety 

the shrub 

the conifer 

to blend 

spectacular 

the splash 

imaginable 

only 

the regret 

in füll bloom 

abundantly 

to compensate 

evet7thing eise 

the cause 

the delight 

magnificent 

the fountain 

to ring off 

ringing of the bells 

the bell tower 

80 



bunt gefärbt, farbig 

das Blumenbeet 

sogar 

auf der Fläche, auf dem Gebiet 

Rollschuhbahn 

die tropische Pflanze 

der Spielplatz 

das Eselreiten 

das Trampolin 

der Kleingolfplatz 

das Freibad 

erwähnen 

weit, groß 

die Mannigfaltigkeit 

der Strauch 

der Nadelholzbaum 

vermischen 

auffallend, großartig 

der Fleck 

denkbar 

einzig 

das Bedauern 

in voller Blüte 

reichlich 

entschädigen, belohnen 

alles andere 

der Grund, die Ursache 

das Entzücken 

herrlich, prächtig 

der Springbrunnen 

abläuten, zu Ende bringen 

das Glockengeläute 

der Glockenturm 



A Visit to the 'Gruga' in Essen 

Questions 



1. With what did the visit begin? 

2. Had this visitor ever seen such a large flower show 
before? 

3. What did they see from the train? 

4. Would the exhibition be interesting in bad weather? 

5. What was to be found in the children's playground? 

Discussion and essay topics 

1. Is keeping a garden a waste of time? 

A Visit to the 'Gruga' in Essen 

Words 



6. What types of plant did the exhibition contain? 

7. What were they not able to see? 

8. Can you give another English word for "immensity"? 

9. Do you enjoy swimming? 

10. Do you have a garden at home? 



2. How can one best spend a wet day? 



1 



2. 



3. 



Blumenausstellungen sind auch in England sehr beliebt. The Royal Horticultural Society (Königliche Gartenbaugesell- 
schaft) hat viele Mitglieder, und die besten Blumenzüchtungen bekommen besondere Preise. 

Gut gepflegt sind die Parks in den großen Städten. Fast in jedem Stadteil kann man solch einen Park finden. Den Rasen 
darf man betreten manche Rasenfläche wird besonders gepflegt und wird für „bowls" (eme Art Kegelschieben) benutzt. 
Erwähnenswert ist' der Hyde Park in London, wo man an Wochenenden Redner aller Schattierungen sehen und hören 
kann. 

Zu jedem englischen Haus gehört ein Garten. In unserem modernen Zeitalter sind viele Gärten der Errichtung von 
Häuserblocks zum Opfer gefallen. 



81 



A Visit to the Tropfsteinhöhle 



Having left the city of Cologne, the English party and its German friends travelied through the pleasant German countryside 
to a small village where some caves were visited. We were shown through these caves by a guide who of course, could 
speak no English. Having walked along long, narrow, low roofed passages, we entered the caves where we were told that 
such features as elephants, rabbits, tigers etc. could be seen, if one had a vivid sense of Imagination! Gradually becoming 
Wetter and wetter from the drips off of the ceiling, we were shown picturesque waterfalls. different forms of crystals forming 
Clusters of pineapples, growing on the rock where they could obtain light and a little heat from the lamps. Stalactites and 
Stalagmites could be seen at various stages, and even some joined ones could be seen. One very interesting sight which 
was very obvious was the "larder", showing various lengths of "sausage" hanging from the ceiling. 



A Visit to the Tropfsteinhöhle 



Words 

the cave 

narrow 

low roofed 

the feature 

the rabbit 

vivid 

sense of Imagination 

gradually 

wet 

drip off 

picturesque 

the waterfall 

to form 

Cluster 

the pineapple 

to grow 

to obtain 

82 



die Höhle 

eng 

mit niedrigem Dach 

das Merkmal, die Gestaltung 

das Kaninchen 

lebhaft 

die Einbildungskraft 

allmählich 

naß 

das Herabtröpfeln 

malerisch 

der Wasserfall 

bilden 

die Traube, der Haufen 

die Ananas 

wachsen 

erhalten 



stalactite 
Stalagmite 
various 
the stage 
joined 
the sight 
obvious 
the larder 
the length 
the sausage 

A Visit to the Tropfsteinhöhle 

Questions 

1. Did the English visitors travel alone? 

2. What was the Tropfsteinhöhle? 

3. Could the guide speak English? 

4. What were the passages like? 

5. What animals could be seen in the rock? 

Discussion and essay topics 

1. The life of cavemen. 



Zapfentropfstein, Stalaktit 

Säulentropfstein, Stalagmit 

verschieden 

die Strecke, die Station 

zusammengefügt 

die Sehenswürdigkeit 

deutlich, offenbar 

die Speisekammer 

die Länge 

die Wurst 



6. Why did the visitors get wet? 

7. What sort of fruit could be seen? 

8. What could be seen in the "larder"? 

9. What are stalactites and Stalagmites? 
10. What is a "vivid sense of Imagination"? 



2. To which villages near your home would you take an 
2. English visitor? 



A Visit to the Tropfsteinhöhle 

Notes 

Es aibt Stalaktiten und Stalagmiten in den Hötilen von Cheddar und im Peak Cavern in De.byshire, aber die schönsten g.bt 
es fn New South Wales Stafagmiten werden auf dem Grund der Höhle gefunden, da sie si* von den Tropfen, d,e 
herunterfallen, bilden. 



1 



Retrospect 

Have the two towns changed during the length of the exchange? Yes. of course they have. Redditch itself has changed 
greatly - just buy a postcard of the town and you will get quite a surprise when you see how much Redditch has changed 
since the last set of postcard photographs was taken. Cologne, the town which lost 80 per cent of its buildings during the 
war, has changed even more. 

What has the exchange given to those who take part in it? It has given them, at a reasonable cost, a holiday either in a 
Youth Hostel or in the homes of a foreign country, where they enjoy the very best in food, accommodation and personal 
attention. It has also given them excursions into some of the most picturesque country in the world; indeed the Rhine 
Valley and the Cotswolds would make worthy rivals in a beauly contest. They have also seen factories, football, motor 
racing, Roman remains and other interesting items too numerous to mention. 

Finally comes the all-important question. "Is it right of us to make friendly relations with a nation which, in our parents' 
lifetime, was threatening our very existence?" In my opinion, though we do not wish by any means to "conveniently forget" 
the war, we must face realities. Some people seem to expect each Easter to see twenty German boys arriving in Redditch, 
each christened Adolf in memory of "The Great Might-have-been". Nothing could be further from the truth. Most parents of 
those who come over here have lost some dear relation through their nation's foolishness in 1933, and all are determined 
never to let such a disastrous course of events happen again. 



Retrospect 

Words 

retrospect 

to change 

the length 

to get a surprise 

the set 

to take a photograph 

even more 

84 



Rückblick 

s. ändern, s. verändern 

die Länge 

überrascht werden 

der Satz 

eine Aufnahme machen 

noch mehr 



visible 

complete 

every where 

to take part in 

at a reasonable cost 

a holiday = holidays 

to enjoy 

the food 

the accommodation 

personal attention 

worthy 

the rival 

beauty contest 

motor racing 

other interesting items 

numerous 

to mention 

finally 

all-important 

to make friendly relations 

to threaten 

our very existence 

In my opinion 

though 

by any means 

to conveniently forget 

to face realities 

to expect 

to Christen 

In memory of 

the Great-Might-Have-Been 

further from 
the truth 



sichtbar 

vollendet 

überall 

teilnehmen an 

zu einem annehmbaren Preis 

Ferien (a holiday ^ frei, ein freier Tag) 

genießen 

die Nahrung, das Essen 

die Unterbringung 

persönliche Beachtung 

würdig 

der Nebenbuhler, der Rivale 

Schönheitskonkurrenz 

Autorennen 

andere interessante Dinge, Sehenswürdigkeiten 

zahlreich 

erwähnen 

schließlich 

allgemein wichtig, allumfassend 

freundliche Beziehungen. Verbindungen anknüpfen 

bedrohen 

sogar, selbst unsere Existenz 

meiner Meinung nach 

obgleich 

keineswegs 

leicht vergessen, leicht übergehen 

Wirklichkeiten ins Auge sehen 

erwarten 

taufen 

in Erinnerung an 

der große Hätte-sein-können 

weiter von 
die Wahrheit 



85 



i 



relation 

foolishness 

determined 

disastrous 

the course 

event 

Retrospect 

Questions 

1. What does a postcard of Redditch show? 

2. Why has Cologne changed more than Redditch? 

3. Have the exchange pupils* holidays been expensive? 

4. What countryside have they seen? 

5. What Sports have they watched? 



Discussion and essay topics 

1. Towns change. Do people also change? 

Retrospect 



der Verwandte 

Dummheit, Torheit 

entschlossen 

unheilvoll, verhängnisvoll 

der Lauf 

das Ereignis 



6. Does this writer wish to forget the war? 

7. What, in this writer's opinion, do many people expect? 

8. And are they right? 

9. What does "to face realities" mean? 

10. How had the War affected many parents of the pupils 
who took part in the exchange? 



2. How would you describe a "typical Englishman"? 



Notes 

1. Redditch ist eine Stadt von 34 000 Einwohnern und war in der ganzen Welt als die Nadelstadt bekannt. Die Herstellung 
von Nadeln aller Art bildet das Hauptgewerbe der Stadt. In neuerer Zeit haben andere Fabriken sich dort niedergelassen, 
so daß sich die Einwohnerzahl verdoppeln wird. Überall entstehen neue Häuserblocks, neue moderne Geschäfte. 
Redditch hat in letzter Zeit eine ungeheuer schnelle Entwicklung durchgemacht und ist durch seine günstige Lage 
geeignet, eine führende Rolle in der Industrie einzunehmen. 

2. Cotswold Hills sind in der Nähe von Redditch und ziehen durch ihre Schönheit viele Touristen an. Die kleinen Dörfer 
ringsherum werden von vielen Ausländern besucht. Berühmt ist auch der Stein, aus dem die Häuser hier gebaut werden. 

3. Es gibt viele Jugendherbergen in England, wo junge Menschen, die noch wandern, übernachten können. Die Pfadfinder- 
bewegung ist hier entstanden (boy scouts) ebenso die "girl guides". 

86 



Familiarity breeds affection 

We go along the already familiär streets laughing with the street mu^sic^^^ 

and museums, and exciaiming over the wonderfu. ^^ares ^.splay^ he ^^"f ^ ^J^ ;^%, 3,3 J,^^,^^^ and then at 

we pass along the Hohestrasse - High Street " °^^^^f ^^^ J" ^,'^,3^^^ of the city, and renowned 

fhe busig cirwiththe'barges to and from Rotterdam carrying wine, t.mber and l.gn.te. 

Here indeed is the essence of Germany: the beer ^^ouses^the wine. and oj course musi.^n^^^^^^ 

the next few weeks and the enjoyment as well as "°-f ^^.^^'f^ ^^^^^^ pools se?high in the Eifel mountains. 

churches, visiting quaint old towns and -°^ern actones^ ba h n^ :of thatThe b^riers of ill-feeNng set up by war have 

^en^r ^cr r rtr^ ^^^ ::'^:^X;:^^^^ -oms. and Its language. can once more be gained. 



Familiarity breeds affection 



Words 

familiarity 
to breed 
affection 
to laugh with 
to admire 
the art gallery 
to exciaim over 
the wäre 
to display 
massive 

department störe 
exciusive 



Vertraulichkeit, Ungezwungenheit 

erzeugen, hervorbringen 

die Zuneigung 

lachen über 

bewundern 

die Kunstgemäldegalerie 

s. verwundern, ausrufen 

die Ware 

ausstellen, zeigen 

massig, massiv 

das Warenhaus 

ausgewählt, exciusiv 



87 



f 

i 



to dominate 

renowned 

gothic 

the distance 

flowing past 

bustling 

the timber 

the lignite 

the essence 

the enjoyment 

the Knowledge 

to explore 

quaint 

set high 

barrier 

the ill-feeling 

set up 

to overcome 

once more 

to gain 



Familiarity breeds affection 



Questions 



1. 

2. 
3. 
4. 
5. 



88 



What do the visitors admire in Cologne? 
Where are goods displayed for sale? 
Where are the most exciusive Shops found? 
What dominates the centre of the city? 
What style of architecure is the Cathedral? 



beherrschen 

berühmt 

gothisch 

die Ferne, die Entfernung 

vorbeifließen an 

geschäftigt 

das Holz 

die Braunkohle 

die Substanz, der wesentliche Bestandteil 

der Genuß, das Vergnügen 

die Kenntnis, das Wissen 

auskundschaften 

seltsam 

hoch gelegen 

die Schranke 

die Abneigung, die Verstimmung 

aufrichten, entstehen 

überwinden 

von neuem, noch einmal 

gewinnen, erlangen 



6. What are the barges carrying? 

7. What is, to this visitor, "the essence of Germany"? 

8. What is he looking forward to doing in the Coming 
weeks? 

9. Why are the streets "already familiär"? 

10. What would you say is "the essence of England"? 



Discussion and essay topics 

1. What do you love most about your own city? 



In what ways can a school exchange break down 
barriers between countries? 



Familiarity breeds affection 



Notes 

Die normannischen Archi.eMur, die der go.hischen -rausgina zeichne, s^^^^^^^^^ ,^30^^^ 

^X::^^^^^^^^^^^^^^ :e^KT:r,eTSel.%es..L.e. .... .n London, 

Kings College Cambridge. 



89 



Deutsche Schüler in England 



Passages by German teenagers 
edited with notes, questions, 
essay topics and vocabulary by 

Dr Martin Deutschkron 

Former Head of German Department 

Redditch County High School 

Alan G Jones MA FIL 

Lecturer in German 

The Hatfield Polytechnic 




UNIVERSITY OF LONDON PRESS LTD 



I 



ISBN O 340 I I516 £ 

Copyright c 1972 M. Dcutsc hkron and A. G. Jones 
llluslrations Copyright ( 1972 Univcrsity of London Press Ltd 
All rights rcscrvcd. No pnrt ot this public ation 
may bc rcproduc cd or transmitted in any lorm or 
by any means, clcc tronic or mec hanic al. ine luding 
photoc opy, rccording, or any inibrmation storagc 
and retrieval System, without permission in 
writing l'rom the publishcr. 

Univcrsity ol London Press Ltd 

St Paul's Uouse. Warwick Lane, London \.C.\V .|AII 

Printed in Creat Britain by 

I let( her & Son Ltd, Norwic h. and bound by 

Ri( hard Clay (The Chauc er Press). 1,1(1. Bungay, SuMolk 



Preface 

This book contains twenty-eight paragraphs from essays written by German 
participants in the Redditch-Cologne school exchange scheme over a period of 
two decades. They have been selected as passages which highlight differences 
between the two countries and thus offer points of contrast which can form a 
basis for short classroom discussions. It may well be that British students will 
disagree with some of the views expressed— but such disagreement should 
merely make the discussion livelier. 

At an early stage in the preparation of this collection. we sent copies of three 
of the passages to colleagues in universities and schools all over the country. 
Their encouragement and constructive criticisms were most valuable. and we 
wish to record our gratitude to them. There was general agreement that the 
passages would be most suitable for pupils of approximately "O" level ability. 

The most difficult passages have been left to the end of the book. but other- 
wise the material is ungraded. The ease with which pupils handle individual 
passages will depend largely on the vocabulary which they have covered m 
their other German work. As regards knowledge of German background. we 
have assumed that some of the basic facts will be known (e.g.. the names of 
some German cathedrals. the fact that Bonn is the capital of West Germany. 
etc.). However. the teacher may wish to use some of our questions to encourage 
his class to look up some facts in the school library before the lesson. 

We suggest that the passages should first be read straight through (possibly 
twice) by pupils. Then the content should be established with reference to the 
appended vocabulary lists. Only the more difficult constructions should be 
translated at this stage. As soon as the content has been made clear. the ideas 
expressed should be discussed in German. Such discussion should begm with 
Guestion and answer work. which should lead into a more general conver- 
sational discussion of the topic. The passages should not be used for gram- 
matical study as they have not been selected to illustrate grammatical pomts. 
Finally the teacher should assign essay topics for further writmg and/or 
translation of sections of the passages into Lnglish. The vocabulary hsts are 
designed to facilitate idiomatic rendcrings in the mother tongue. and it is 
suggested that the more conversational tone of some ot the passages may give 
pupils a more sophisticated concept of the art of translation. which is so much 
more than merely finding l-nglish equivalents for toreign lexical items. 

Ihe language of tecnagcrs is not that of the mature prose wnter. and the 
style of the following passages is not that of Thomas Mann or ot Stefan Zweig. 
However. if language is indccd to be 'a means of communication there is 
clcarly a place in the tcaching of German for modern, colloquial style. It is this 
style which teacher and pupil will find herc. ^ 

A.G.J. 



Contents 



1 Ankunft in England pagc 5 

2 Hine englische Familie pagc 7 

3 Das Einfamilienhaus pagc 9 

4 Die englische Jugend pagc 1 1 

5 Ein Beat Abend pagc iz 

6 ImYouthClub pagc is 

7 Parties pagc 17 

8 Unsere Abschiedsfeier pagc 19 

9 Morgenandacht in der Schule pagc 22 

10 Ein typischer Schultag pagc 23 

1 1 Der englische Charakter pagc 26 

1 2 Autos und Bekleidung pagc 28 

1 3 Das Linksfahren pagc 29 

14 Der Strassenverkehr pagc 32 

15 Eine Ausländerin pagc 34 

16 Golf pögt'36 
Eine englische Kleinstadt pagc ^8 

Das Budget pagc 41 

Ein Tag in Stratford pagc 45 

Shakespeare pagc 45 

Birminghams Neubauten pagc 47 

Cadburys - eine moderne Eabrik pagc so 

Die neue Kathedrale in Coventry pagc 52 

24 Oxford pagc S4 

25 Wales (i) pagc s^ 

26 Wales (2) pagc s8 

27 London ( i ) pagc 60 

28 London (2) pagc 6^ 



List of Vlates and Acknowlcdgements 

pagc 8 Family at table {Barnahy's Picturc Library) 

1 1 Mediaeval houses at Rothenburg {Barnahy's Picturc Library) 
16 The Fast German Freie Deutsche Jugend 
21 Rhine steamer (German Embassy) 
25 Classroom {Hundcsbildstcllc. Bonn) 
31 Autobahn {Bundcsbildstcllc. Bonn) 

School Crossing patrol {Bundcsbildstcllc, Bonn) 

Old town hall and market square {German Lmbassy) 

Goethe {Bundcsbildstcllc, Bonn) 

Centrc of Cologne nfT A 

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin (German Sational Lourist Otticc) 

The Berlin Wall {Associated Press) 



17 
18 

19 
20 

21 

22 

23 



3-1 
40 

45 
49 

53 

62 



Ankunft in England 



PürcJiterlich müde kamen wir abends in einer 
Vorhalle der Schule an. Alle Pflegeeltern waren 
schon versammelt, die Namen der deutschen Kinder 
wurden verlesen, und die Jungen und Mädchen wurden 
auf die englischen Familien verteilt. Ich wartete 
und wartete, bis ich endlich aufgerufen wurde. Em 
Herr trat auf mich zu und begrüsste mich. Dann 
fragte er mich, wo ich meinen Koffer hätte. Jetzt 
stellte es sich heraus, dass ich nicht mehr 
wusste, wo ich ihn gelassen hatte. Zum Gluck 
dauerte es nicht lange, bis ich ihn bei den 
anderen Gepäckstücken wiederfand. Nun gmgs zum 
Auto; in sausender Fahrt klapperten wir mit dem 
Wägelchen nach Hause. An der Haustür war keine 
Klingel, sondern ein Klopfer. Die sehr nette 
Hausfrau öffnete uns, und nachdem ich meinen 
Mantel abgelegt hatte, trat ich in das Wohnzimmer 
ein Im Kamin, der natürlich eine Neuigkeit für 
mich war, flackerte ein lustiges Feuer. Der 
Pernsehschirm fesselte natürlich alle Blicke. 
Gleich aber erhob sich der Hausherr und hiess mich 
mit einem Sprachenmischmasch aus deutsch und _ 
eneilisch herzlich willkommen. Der Herr, der mich 
abgeholt hatte, war nur ein Bekannter. Dann machte 
ich mit der sehr nützlichen Wärmflasche 
Bekanntschaft. Am nächsten Morgen wurde ich 
geweckt und bekam gleich eine Tasse Tee ans Bett. 



die Vorhalle entrancc hall 

die Pflegeeltern fostcr-parents 

versammelt gathcred 

verlesen to read out 

ich wurde aufgerufen my namc was 

callcd out 
der Koffer suitcasc 
es stellte sich heraus it turncd out, I dis- 

covcrcd 
zum Glück [ortunatcly 
die anderen Gepäckstücke 

thc luggagc 
sausend hurtling, rushing 



thc rest ol 



klappern to rattlc 

das Wcägelchen littlc car 

die Klingel bell 

der Klopfer knocker 

ablegen to takc off 

der Kamin fireplacc 

eine Neuigkeit something ncw 

flackern to flicker 

der Fernsehschirm tclevision screen 

fesseln to rivet, attract 

der Blick look 

sich erheben to gel up 

der Hausherr father, man of thc house 



der Sprachenmischmasch Unguistic 

hotch-potch 
willkommen heissen to welcome 
abholen to ktch, meet 



FRAGEN 

1 Was versteht man unter Pflegeel- 
tern? 

2 Was ist eine Vorhalle? 

3 Wie kamen die deutschen Besucher 

in England an? 

4 Warum wusste der Junge nicht, wo 
er sein Gepäck hatte ? 

£ Wer öffnete die Haustür ? 

6 Was fiel dem Jungen im Hause zuerst 

auf? 

7 Was ist ein Fernsehschirm ? 



der Bekannte, ein Bekannter acquaint- 

ance, kicnd of the iamily 
die Wärmflasche hot-water bottle 
die Bekanntschaft acquaintance {ab- 

stract) 



8 Welche Schwierigkeiten hat em 
englischer Schüler, die deutsche Sprache 

zu lernen ? 

9 Warum hat man eine Wärmflasche? 
lo Was ist der Unterschied zwischen 
Kamin und Ofen? 

THEMEN 

1 Das Reisen einst und jetzt. 

2 Trägt das Flugzeug zur internation- 
alen Verständigung bei ? 



NOTES 

1 Hot-water bottles are virtually unknown in Germany. Germans keep warm in 
Winter by covering themselves with a large fcather quilt (known as a ^^'^^'^^^'l^^- 
Slightly more expensive, but nowadays increasingly populär, is a Daunendecke fiUed 
with down. The winters in Germany are colder than in Britain. but the air is crisper 
and the cold is not linked to dampness. 

2 Germans are used to a bell by every front door— particularly in blocks of flats, 
where the main door can be opened by remote control. Door-knockers are unknown. 

3 German visitors bring heavy leather suitcases. which are always of excellent 
quality. This is partly attributable to the fact that leather goods are much less expen- 
sive in Germany. The centre of the German leather industry is Offenbach, near 
Frankfurt on the River Main. 



Eine englische Familie 



Morgens, vielleicht um halb acht oder um acht 
schwillt der Wecker, der Tag beginnt (für deutsche 
Verhältnisse etwas spät). Die Schule fängt um 
9 Uhr an und mit ihr meistens die Arbeit vom Vater 
oder auch von der Mutter. Doch um nicht mit leerem 
Magen zur Arbeit zu gehen, hat der Engländer em 
verhältnissmässig sehr grosses Frühstuck 
(Porridge, Ei mit Speck, Toast mit Butter und 
Marmelade und vor allem Tee). Der Arbeitstag 
Säuert gewöhnlich bis 4 oder 5 Uhr Dazwischen 
aber lässt die Mittagspause em gutes bürgerliches 
Essen zu. Einige Schulkinder gehen nach Hause, 
doch sehr viele haben ihr Essen m der Schule. 
Schularbeiten gibt es nicht so viel wie m 
Deutschland, aber die Kinder smd bis 4 Uhr in der 
Schule Wenn der Vater etwa um 5 Uhr nach Hause 
kommt!" dann versammelt sich die Familie zum Tee. 
Man kknn beim englischen Essen eine allgemeine 
Regel anwenden: am Morgen isst der Englander wie 
e!f Kön?g, am Mittag wie ein Bürger und am Abend 
wie eil Bettler. Nach dem Tee ist „Freizeit" für 
die meisten. Dann arbeitet der Vater im Garten, 
und der Sohn betreibt sein Hobby oder geht zu 
seinem Klub. Die Mutter T^e^n^et die Hausarbeit 
wobei die Tochter ihr vielleicht hilft Dann sitzt 
die Familie vor dem Fernsehapparat, hat ihr 
lienltTsen im Dunkeln und geht «i^-^-^^J^^^i^^ 
eine Stunde später als in Deutschland zu Bett. 



schrillen to go o/f, ring 

der Wecker akirm dock 

für deutsche Verhältnisse by German 

Standards 
mit leerem Magen on an cmpty stomach 
verhällnissmässig compürotivc/y, rcla- 

tivcly 
d.i/wischcn in In'twccn 
zulassen (o pcrmit. allow 
ein gutes bürgerliches l.ssen a good 

Square mcal {lil: a yood Bourgeois mcal) 
die Schularbeiten (p/.) bomcwork 



sich versammeln lo gathcr 

allgemein gcncral 

die Regel ru(f 

anwenden to iisc 

der Bürger {middic-class) Citizen 

der Bettler heggar 
die Frei/eit leisiire time 
betreiben lo piirsiic.- to go aboiit 
der Pernsehapparat television sct 
durchschnittlich in general. on 
average 



the 



FRAGEN 

1 Woraus besteht gewöhnlich das 
englische Frühstück? 

2 Wann beginnt man in England mit 
der Arbeit ? 

3 Wann kommt der Vater von der 

Arbeit ? 

4 Ist es wahr, dass der Engländer am 
Abend wie ein Bettler isst? 

5 Welches ist die Hauptmahlzeit in 
England? 

6 Woraus besteht das deutsche Früh- 
stück? 



7 Wann beginnen die Deutschen ihren 

Arbeitstag? 

8 Wann trinkt man in Deutschland 

Tee? 

9 Wer hilft der Mutter in der Küche ? 
lo Wann geht man in England zu Bett ? 

THEMEN 

1 Die Vorteile, einem Klub anzuge- 
hören. 

2 Eltern und Kinder. 




NOTES 

I Germans get up earlier than the English, since schools and most Offices Start at 
eight in the morning. They have little breakfast. mostly just a couple of bread roUs 
with butter and jam, and two cups of strong black coffee with a dash of tinned milk. 
Cereals are available in German shops, but have not become populär. On Sundays. 

8 



and during the holidays, Germans often have more breakfast, especially cold meats, 
cheeses and boiled eggs. But fried bacon and eggs is a dish quite unknown in Ger- 
many, and Germans are often surprised when they are greeted with it on their first 

morning in Britain. 

2 School finishes at half past one (at the latest) so the children go home for lunch, 
the main meal of the day. Lamb is less populär than in Britain, but Germans eat far 
more veal. Vegetables often include spinach and Sauerkraut (pickled cabbage). 

3 Supper is known in Germany as Abendbrot and generally consists of bread and 
butter with cold meats, cheese and salami-type sausage. 



Das Einfamilienhaus 

..Andere Länder, andere Sitten", das betrifft 
besonders die Häuser. Der Engländer bevorzugt ein 
Einfamilienhaus, so dass es in einer Strasse 
manchmal nur eine Sorte Reihenhäuser gibt, und das 
macht auf den Ausländer einen sehr ulkigen 
Eindruck. Doch ich denke, das ist die richtige Art 
eines billigen, doch gut eingerichteten Häuschens 
mit einem Garten, den der Engländer so gern hat. 
Ein Blick ins Innere bestätigt uns, dass auch dort 
ein anderer Stil angewandt ist. Zuerst der Kamin, 
eine sehr gemütliche Ecke in den Übergangstagen, 
doch allzu kalt im Winter, falls man keine 
Zentralheizung hat. Diese Kaminecke ist das Herz 
des Hauses, in ihr befindet sich meistens der 
Fernsehapparat. Eine Couch ist vorhanden, und zum 
Tee dient meistens ein kleiner Klapptisch. Das 
alles ist altmodisch, doch es hat noch heute seine 
Vorzüge. Der restliche Teil scheint in den 
modernen Häusern sehr neu und mit technischen 
Vorzügen ausgestattet zu sein. So finden wir 
meistens eine patente, moderne Küche, ein modernes 
Badezimmer und einige andere Räume. Und das 
Auffällige an allen Häusern ist, dass sie m den 
meisten Fällen zweistöckig sind, fast nie höher. 



betreffen to apply to 

bevorzugen to favour, prefer 

das Einfamilienhaus self-contained 

house (as opposed to flat) 
das Reihenhaus standardized house 
der Ausländer loreigncr 
einen ulkigen Eindruck machen auf to 

strike as quaint 
eingerichtet equipped 
ins Innere inside 
bestätigen to confirm 
anwenden to use, adopt 
gemütlich cosy 
die Ecke corner 

in den Übergangstagen in spriny and 
autumn {Ut: in the transition period) 

FRAGEN 

1 Was für Häuser bevorzugt der Eng- 
länder? 

2 Was sind Reihenhäuser? 

3 Warum liebt der Engländer seinen 
Kamin? 

4 Womit werden moderne Häuser 
geheizt ? 

5 Was findet man alles in einer mo- 
dernen Küche? 

6 Wie hoch sind die Einfamilien- 
häuser ? 



allzu much too 

falls if 

die Zentralheizung central heating 

zum Tee dient ein Klapptisch at tea- 
time a folding table is used 

altmodisch old-fashioned 

der Vorzug advantage 

der restliche Teil the rest 

mit technischen Vorzügen ausgestattet 
equipped with the advantayes ol mod- 
ern technoloyy {coli: with all mod. 
cons.) 

patent smart 

das Auffällige what is striking 

zweistöckig two-storey 



7 Was ist ein Wolkenkratzer? 

8 Wie schnell baut man heute ein 
Haus? 

9 Was ist ein Bungalow ? 

lo Kennen Sie andere deutsche Sprich- 
wörter ? 

THEMFN 

1 Was tut man in einem Garten ? 

2 Sind Boden und Keller in einem 
modernen Hause notwendig? 



NOTES 

1 Statistics show that two-thirds of German families are living in rented accom- 
modation. and of these a further two-thirds are in blocks of flats. Germans tend not to 
share the Englishman's reluctance to live in a flat; indeed, they would prefer a flat to 
one of the standardized houses found on British housing estates. 

2 Building one's own homc in Germany is a very expensive undertaking, particu- 
larly as all German houses must have a cellar in which coal and potatoes are stored. 
Nevertheless, small villages of owner-occupied houses are springing up all round the 
main cities. 

3 Central heating is virtually Standard in German flats, and there is thus no fire- 
place around which all the furniture can be arranged. Many older houses. however— 
particularly in country areas — have tiled stoves known as Kachelöfen. 

4 By the end of 1968, fifteen million German families had television sets. They 
have three programmes to choose from. 

10 



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Die englische Jugend 

Das englische Mädchen, bei dem ich wohnte, kam 
erst am Spätnachmittag nach Hause. Dann hatte sie 
noch einige Aufgaben zu machen, und danach war es 
zu spät und sie zu müde, um noch etwas zu 
unternehmen. Am Wochenende hatte sie dann Zeit, 
aber ich habe nie gesehen, dass sie dann irgendein 
Hobby hatte. Wenn sie etwas Geld hatte, ging sie 
tanzen oder in die Coffee-bar oder vielleicht auch 
in den Youth Club. Sonntag nachmittags sah sie im 
Fernsehen Beatgroups. Ich habe sie gefragt, ob sie 
ein Hobby habe, aber sie schien sich darüber keine 
Gedanken gemacht zu haben. Natürlich konnte ich 

II 



daraus noch nicht schliessen, dass alle englischen 
Jugendlichen dem Beat mehr verfallen sind als wir, 
aber im Laufe meines Aufenthalts habe ich doch 
immer mehr Jugendliche gesehen, die genau so 
waren, so dass ich diesen Eindruck bekommen 
musste. Ich will damit keineswegs sagen, dass die 
englische Jugend schlechter ist als die deutsche: 
diese Feststellung soll auch keine Anklage gegen 
sie sein. Es ist nur, dass in meinen Augen ihre 
sonstige Freundlichkeit und Zuvorkommenheit, ihre 
Hilfsbereitschaft und Aufgeschlossenheit nicht 
recht zu ihrem Beat-verfallenen Stumpfsinn passen. 
Und ohne Zweifel gibt es keine Regel ohne 
Ausnahme, wie Jenen jungen Mann, mit dem ich 
während eines ..beat dance" bei ohrenbetäubendem 
Lärm über Shakespeare und über politische Probleme 
diskutierte. 



erst not imül 

am Spätnachmittag late in the aiter- 

noon 
einige Aufgaben (p/.) some homework 
unternehmen to undcrtake, do 
sich Gedanken machen über to think 

about 
schliessen to conclude (aus from) 
verfallen to fall vktim 
im Laufe in thc course 
der Aufenthalt stay 
der Jugendliche youny pcrson, youth 
genau so just the samc 
der Eindruck imprcssion 
keineswegs not at all 



die Feststellung Statement 

die Anklage accusation 

sonstig other {onnit when translating) 

die Zuvorkommenheit obliyingness, 

politeness 
die Hilfsbereitsc haft helpfulness 
die Aufgesc hlosscnheit open-minded- 
ness 

der Stumpfsinn dullness 

recht properly 

passen to tit 

die Regel rule 

die Ausnahme exception 

ohrenbetäubend dealening 

der Lärm noise 



FRAGEN 

1 Warum war das englische Mädchen 

müde? 

2 Wann hatte sie mehr Zeit? 

3 Wann ging sie tanzen ? 

4 Was tat sie am Sonntag nachmittag ? 

5 Warum hat sie kein Hobby ? 

6 Worüber diskutiert ein englischer 



Junge mit dem deutschen Gast bei Beat 

oder Tanz? 

7 Wie oft gehen Sie ins Kino ? 

8 Waren Sie schon einmal in einem 
deutschen Theater? 

9 Wieviel Zeit verbringen Sie am Fern- 
seher ? 

lo Hören Sie deutsche Opern gern ? 



12 



THEMEN 

I Ein schönes Wochenende. 



2 Meine Lieblingsbeschäftigung. 



NOTES 

1 Many English readers will disagree with this view of British youih— but it is 
unlikely that British public opinion polls would find the same reaction as a German 
poll in which over half the young people questioned said they *very often' or 'often' 
spent their spare time on a hobby. (The English word 'das Hobby' has now almost 
completely replaced das Steckenpferd in German.) 

2 According to the opinion polls, the mosi populär spare time activity among 
German teenagers is simply 'being with friends'. This is followcd by Mistcning to pop 
and dance musiC, 'studying in order to get on at school'. 'restmg from work . 'dis- 
covering something new' and 'cinema and dancing'. 

3 Beat and pop music is no less populär in Germany than in Britain. In a 1966 
poll 77% of the teenagers who gave 'listening to music' as a hobby liked populär 
and dance music. 39% üght music. 23% folk song and folk music and 20% the 
classical composers. 



Ein Beat Abend 



Um 9 Uhr sollte es losgehen. Jedoch fing die 
Kapelle erst gegen 10 Uhr richtig an zu spielen 
Vorher übten sie nur Lieder ein. Das Ganze war für 
meine Begriffe ziemlich laut, aber es gefiel mir 
ganz gut. Bald fand ich, dass man die Lautstarke 
nicht so sehr empfand, wenn man tanzte. Sass man 
aber auf dem Stuhl, wurde einem nach ein paar 
Minuten ganz komisch. Am meisten wunderte ich mich 
darüber, dass die Engländerinnen keine Mini-Rocke 
trugen. Von Zeit zu Zeit kam der Polizist m den 
Saal und guckte nach, ob alles in Ordnung war 
Man konnte sich kaum unterhalten, man musste schon 
brüllen, um sich verständlich zu machen. 

Etwas später kam einer der Sänger ans Mikrophon. 
Da wir aber nicht verstanden, was er sagte, war 
dieser Teil des Abends ganz und gar nicht so gut, 
jedenfalls für mich. So waren wir froh, als die 
Kapelle wieder zu spielen anfing, ^^^^^^i,,^^^ ' 
dass, je später es wurde, um so mehr Jugendliche 

13 



in den Saal kamen. Obwohl um 1 Uhr Schluss gemacht 
wurde, kamen um halb eins immer noch einige. 
Um 12.45 machten wir uns auf den Nach-Hause-Weg. 
Als ich im Auto sass, merkte ich erst, wie 
furchtbar müde ich war, und ich glaube, andern 
ging es auch so wie mir. Als ich nachher im Bett 
lag? fielen mir vor lauter Müdigkeit die Augen 
sofort zu. 



losgehen to Start 
die Kapelle band 
richtig propcrly 
einüben to practise 
für meine Begriffe in my opinion 
es gefällt mir / like it 
die Lautstärke volume 
empfinden to feel 
(es) wurde einem one ich 
ganz komisch quite queer 
sich wundern über to be surprised at 
nachgucken {coli.) to see, und out 
sich unterhalten to carry on a conversa- 
tion 

FRAGEN 

1 Wann fing dieser Abend an ? 

2 Was übten die Teilnehmer vorher ? 

3 Worüber wunderte sich der deutsche 
Besucher am meisten? 

4 Wer kam öfter in den Saal ? 
Warum kam ein Polizist in den Saal ? 
Wozu braucht man ein Mikrophon? 
Wann spielte die Kapelle? 
Wann ging man nach Hause? 



S 
6 

7 
8 



brüllen (coli) to shout 

sich verständlich machen to makc one- 

scM undcrstood 
ganz und gar nicht not at all 
auffallen lo strikc 
mir fiel es auf / noticcd 
je später ... um so mehr thc later . . . 

the more 
merken lo notice 
vor lauter Müdigkeit through sheer 

tircdncss {translatc: l was so tired 

that . . .) 



9 Liebt die deutsche Jugend auch Beat- 
Abende? 
lo Spielen Sie ein Instrument? 

thlmi:n 

1 Alte und moderne Tänze 

2 Was ziehen Sie vor : Klassische oder 
moderne Musik? 



NOTES 

I This passage was written by one of the younger German pupils. who had 
probably never been to any of the Cologne clubs. where the music is just as loud 
as in an English beat evening. German teenagers normally learn to dance when they 
are fifteen and it is the very sedate ballroom dancing that they learn. Frequently. a 
boys' school and a nearby girls' school will arrange for a class from each school to 
take dancing lessons together. The course of lessons always ends with a formal dance. 
in which partners have to be invited in advance and escorted. 

14 



2 The most populär dances in Germany in 1966 were 'modern dances' such as 
the madison, bossa nova and letkis, followed by twist, and in third place ballroom 
dancing. 

3 This German visitor's surprise (Easter 1966) that so few mini-skirts were to be 
seen is due to the fact that much had been written in Germany about 'swinging 
London' long before the mini-skirt fashion became common in Britain. Many German 
Stores had 'Carnaby Street' departments. 



Im Youth Club 

Unter den vielen Besichtigungen und 
Veranstaltungen war auch ein Besuch in einem 
Youth Club. Das ist ein Klub, in dem sich 
Jugendliche am Abend treffen, um dort ihre 
Freizeit zu verbringen. Es werden dort Spiele 
gespielt, zum Beispiel Tischtennis oder Billard, 
aber man kann auch den Abend mit Fernsehen 
verbringen. Sogar einige Wellensittiche sind dort. 
An manchen Abenden gibt es Tanz oder 
Filmvorführungen; dafür ist ein besonderer Saal 
nett eingerichtet. Dann spielt eine Musikkapelle. 
Beim Tanzen geht es heiss her, denn bei manchen 
englischen Tänzen verliert man schon mal die 
Puste. Deshalb muss man auch eine Erfrischung zu 
sich nehmen. Zu diesem Zweck ist ein Erfrischungs- 
stand da. Ich war oft mit meiner englischen Freun- 
din in diesem Klub. Wir haben dann immer Tisch- 
tennis gespielt, und auf diese Weise habe ich das 
Spiel erst richtig gelernt. Einige Tage vor meiner 
Heimreise bin ich mit meiner Freundin noch einmal 
in den Klub gegangen, um mich zu verabschieden. 
Die Mädchen und die Jungen des Klubs haben mir 
eine gute Reise gewünscht und gesagt, dass wir 
bald wieder nach England kommen sollten. 

Mir hat nur eins nicht gefallen, nämlich dass 
die jungen Mädchen zu viel rauchten. Im übrigen 
hat dieser Youth Club einen grossen Eindruck auf 
mich gemacht, da ich in Köln solch einen 
Zusammenschluss aus den verschiedenen 
Gesellschaftsschichten nicht kenne. 

IS 



i 



die Besichtigung visit 
die Veranstaltung event 
sich treffen to med 
verbringen to spcnd 
der Wellensittich budgcrigar 
die Filmvorführung tilm show 
besonder special 
es geht heiss her it is rather hectic 
die Puste verlieren {coli.) to lose one's 
hreath 



FRAGEN 

1 Was ist ein Jugendklub? 

2 Welche Spiele spielte man ? 

3 Wofür hatte dieser Klub einen 
besonderen Saal ? 

4 Warum gab es Erfrischungen? 

5 Was hat dem deutschen Besucher 
nicht gefallen? 

6 Wie verbringen Sie Ihre Freizeit? 

7 Tanzen Sie gern zu Schallplatten 
oder ziehen Sie eine Tanzkapelle vor? 



zu diesem Zweck for this purpose 

der Erfrischungsstand refreshment coun- 

ter, snack-bar 
sich verabschieden to take one's leave, 

to say goodbye 
im übrigen otherwise 
der Zusammenschluss Coming together 
verschieden different 
die Gesellschaftsschi( ht social class 



8 Was ist eine Jugendherberge? 

9 Was ist ein Heimvater? 

lo Was ist eine Studentenverbindung? 



THLMLN 



1 Die heutige Jugend und das Wan- 
dern. 

2 Jugendfreundschaften. 




NOTES 

1 In an opinion poll conducted in 1964. it was found that only a third of all 
German teenagers asked belonged to a youth Organization. But they have a Wide 
ränge to choose from— from the Church organizations on the one band to the 
youth groups of the trade unions on the other. Older pupils in German grammar 
schools and students at universities and Colleges frequently belong to one of the 

political youth associations. 

2 The nearest equivalent to British youth clubs are the Häuser der offenen Tur 
(known as Freizeitheime in South Germany) run by local authorities. Young people 
can use these facilities without having to join an Organization formally-an advan- 
tage psychologically. since in the post-war years there was a national aversion to 
•organizations' of any kind. (Germans had too many unpleasant experienc es of the 

Nazi youth organizations.) . 

7 In East Germany. all youth groups come undcr the auspices of the national 
Organization, the Free German Youth {Freie Deutsche Jugend). The only exception 
is the Society for Sport and Technical Science {Gesellschaft für Sport und lechnik) 
which is a cadet corps. 



Parties 

Zwei Parties erlebte ich in England. Auf allen 
beiden war die Jugend sich nicht selbst 
überlassen, sondern die Eltern der Gastgeber 
kümmerten sich um die Gäste. Sie waren zwar nicht 
fortwährend im Zimmer, aber schauten ab und zu 
herein, um zu fragen, ob noch etwas benotigt 
würde. Es war sehr nett. Wir unterhielten uns und 
tanzten. Alkoholische Getränke wurden nur m sehr 
geringen Mengen gereicht, und dann nur m einem 
Mischgetränk, so dass keine Gefahr bestand, dass 
jemand nachher nicht mehr in der Lage war, den 
Heimweg zu finden. Trotzdem hatten wir eine 
Unmenge Spass und waren fröhlich und lustig. Ems 
fiel mir besonders auf: im krassen Gegensatz zu 
unsern Parties in Deutschland wurde hier pünktlich 
um 11 Uhr Schluss gemacht. Niemand wunderte 
sich darüber. Es war einfach eine 
Selbstverständlichkeit, und alle richteten sich 
danach. Ausserdem ist es nicht bekannt, dass der 
einzelne Teilnehmer an der Party als 

17 



Unkostenbeitrag eine Geldsumme "bezahlt, sondern 
jeder bringt soviel mit, wie er zu trinken 
gedenkt. Das Essen wird allerdings von den Eltern 
spendiert. Als die Gäste sich aufmachten, das Haus 
zu verlassen, erschienen die Eltern noch einmal, 
damit sich die Gäste von ihnen verabschieden 
konnten. Jeder bedankte sich sehr höflich, wobei 
öfter noch ein längeres Gespräch stattfand. 



erleben to experience 

sich selbst überlassen leit to oneself 

der Gastgeber host 

sich kümmern to care about, to look 

alter 
fortwährend continuously, all the t'ime 
hereinschauen to look in 
benötigen to need 
sich unterhalten to chat 
die Menge quantity 
reichen to provide 
das Mischgetränk mixed drink, Cocktail, 

punch 
bestehen to exist {translate: there was) 
in der Lage in a position, able 
trotzdem nevcrtheless 
die Unmenge largc quantity (translate: 

a lot ol) 



der Spass hin 
krass sharp. striking 
der Gegensatz contrast 
die Selbstverständlichkeit 



matter ol 



coiirse 



der Teilnehmer participant 

sich danach richten to lit in, conlorm 

ausserdem also, in addition 

der Unkostenbeitrag contribution to- 

wards the cost 
gedenken to intend 
allerdings certainly, however 
spendieren to pay lor; to give, provide 
sich aufmachen to start 
sich bedanken bei to thank 



FRAGEN 

1 Wer kümmerte sich um die Gäste? 

2 Warum kamen die Eltern ins Zim- 
mer? 

3 Wie verbrachten sie den Abend? 

4 Wurde Alkohol getrunken? 

5 Was fiel dem deutschen Besucher 
besonders auf ? 

6 Was brachte jeder Teilnehmer mit ! 

7 Wer sorgte für das Essen ? 

8 Welches ist das deutsche Wort für 
,,parties"? 



9 Wann hat man „parties" in Deutsch- 
land? 
lo Was ist ein Antialkoholiker? 



THEMEN 

1 Was machen Sie mit Ihrem Taschen- 
geld? 

2 Warum ist das Rauchen so schäd- 
lich? 



NOTES 



I A difference that the w^riter of this passage did not notice is that German 
parties normally start on time — an invitation for eight o'clock actually means eight 



i8 



o'clock, not half-past nine. Many foreign visitors find British parties dull because 
too many guests have no intention of dancing. 

2 Besides birthdays, German Catholics have another excuse for a party on the 
occasion of their Saint's day (Namenstag) — all German Catholics called Wilhelm 
celebrate St William's Day, and so on. There is also the Carnival, particularly in the 
Rhineland; the Carnival season of parties culminates with grand processions on 
Rosenmontag, the day before Shrovc Tuesday. The word Karneval comes from the 
Latin vale carnem, and meant 'farewell to meat' before the Lent fast. Rosenmontag 
was originally der rasende Montag (Mad Monday). Christmas is less a time for parties 
than for religious celebrations in small family circles. The Germans, like the Scots. 
prefer to celebrate New Year (Silvester), 

3 German and British participants in ihe exchangc agrcc that in general. German 
parents exert a stricter discipline than British parents. Times by vvhich German 
teenagers must be home are strictly enforced. 



Unsere Abschiedsfeier 



Die Perienfahrt nach England war ein herrliches 
Erlebnis, und wie im Fluge sind die Tage 
vergangen. Viele von uns wären gern noch 
geblieben, aber ehe wir uns versahen, war die 
Abschiedsfeier da. Die Eltern der englischen 
Kinder und Freunde waren mit in die Schule 
eingeladen. 

Wir trugen einige Lieder und Gedichte vor, auch 
die englischen Kinder haben gesungen und 
musiziert. Die englischen Kinder haben deutsche 
Lieder gesungen, wir haben ihnen dabei geholfen, 
dann haben wir Lieder vorgetragen, die wir von den 
englischen Kindern gelernt haben. Sicherlich war 
unsere Aussprache nicht zu gut! Unsere Lehrerin 
und einige Mädchen spielten Blockflöte, und unser 
Abschiedslied, mMuss i denn, muss i denn zum 
Städtele hinaus" fand sehr viel Beifall. Dann gab 
es etwas zu essen. Es war sehr viel Auswahl da, 
Brötchen mit Fischbelag, Brötchen mit Butter und 
Marmelade, Sahnekuchen mit Schokolade und 
Teilchen. Zuletzt gab es Limonade und Ginger Beer. 
Dann kamen die viel geübten englischen Tänze. Die 

19 



^.aC :^-3!^;'*^*^ 



deutschen Kinder konnten sie nicht so gut tanzen, 
da sie sich nicht auf die Musik einstellen 

konnten. . -, ^ ^ i 

Es war sehr lustig, und die Abschiedsstunde kam 
zu schnell heran, es hiess auseinandergehen. Bei 
manchen gab es Tränen, es war zu schade, dass die 
schöne Zeit vorbei war. Wir werden die Eindrücke, 
die wir mit nach Hause nehmen, wohl nie vergessen. 



die Abschicdsf cicr [arcwcll party 

herrlich splendid 

das Erlebnis cxpcricnce 

wie im Fluge vergehen to scem to fly 

past 
ehe beforc 

sich versehen (fig.) to say Jück Robinson 
einladen to invitt 
vortragen to per form, sing 
das Gedicht poem 
musizieren to play music 
sicherlich certainly 
die Aussprache pronunciation 
die Blockflöte recorder 
das Abschicdslied farewell song 



FRAGEN 

1 Wie sind die Tage in England vergan- 
gen? 

2 Wer war zur Abschiedsfeier einge- 
laden? 

3 Was sangen die englischen Kinder? 

4 Welche Instrumente spielten die 
deutschen Kinder? 

5 Was gab es zu essen ? 

6 Warum konnten die deutschen Kin- 
der nicht gut tanzen? 

7 Wie war die englische Aussprache 
der deutschen Kinder? 



muss i = muss ich 

Beifall finden to be well received 

der Fischbelag fish puste 

der Sahnekuchen cream cake 

das Teilchen piece ol cake 

die Limonade pop {not only lemonade) 

üben to practise 

sich einstellen auf to adjust to 

lustig joUy, merry 

die Abschiedsstunde end 

es hiess auseinandergehen we had to 

say goodbye 
die Träne tear 
zu schade a great pity 
der Eindruck impression 



8 Welche deutschen Lieder kennen 

Sie? 

9 Korrespondieren Sie mit deutschen 

Kindern? 

lo Stören Eltern bei einer Abschieds- 
feier ? 

THEMEN 

1 Welche Vorteile bringt der Aus- 
tausch ? 

2 Vor- und Nachteile der Koeduka- 
tion. 



NOTES 

I The party described here is a cross between an English school dance (Barn 
Dance, Gay Gordons, etc.) and a German formal party with recorder playing, singing, 

2o 



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etc. For large parties, Germans tend to like some sort of formal entertainment; this is 
particularly noticeable in German organizations' Christmas celebrations. 

2 The end of the English pupils' visit to Germany is always an informal party on 
a Rhine steamer as they sail down the Rhine in Cologne. There is usually an 
accordionist on board, who leads the whole international gathering in English and 
German songs. Such evening boat-trips are nothing uncommon in many German 
cities which lie on rivers or have large lakes. The boats are floating restaurants with 
excellent wines and simple meals. 

3 The sentence. Bei manchen gab es Tränen is indicative of the friendships which 
can result from these Anglo-German exchangcs. 

21 



Morgenandacht in der Schule 



die Auszeichnung decoration {here: die Leistung perlomance,achievement 
cotours) die Ehrung ceremony 



Wie in allen Schulen Englands, so herrschte auch 
hier eine strenge Disziplin. Das fiel mir 
besonders ?m Velsammlungssaal auf. Nachdem die 
Garderobe in einem dafür bestimmten Raum abgelegt 
wurdJ vJrsimmelten sich alle in der Aula. Was ich 
bis dkhin nur gehört hatte, konnte ich nun mit 
eigenen Augen fahrnehmen. Sowohl Jungen wie auch 
Mädels alle trugen die gleiche Kleidung Diese 
Seidung bestand aus einem dunkelblauen Jackett 

St dem^Schulabzeichen und «i-«\!^if ^^^/l^^k 
Tuneen für Mädels aus einem dunkelblauen Roc^, 
einer;eissen Bluse und der bei allen gleichen 
einex w nicht das einzige, das mir 

aSffel JuSn un^^^^ sassen getrennt. Durch 
diese Sitzordnung blieben zwei grosse Gänge frei. 
l.Ph das hatte seine Bedeutung. Dann erschienen 
iif Lehrefund Lehrerinnen, jedoch getrennt^ Jeder 
trug über der Kleidung einen schwarzen Talar. Auen 
^pr Direktor, bei dessen Eintritt sich alle 
fchweigend erhoben, schweigend stehen blieben und 
sSh eKt dann setzten, als er das Zeichen dazu 
gab. Es wurde wie an jedem Morgen ^^^^^^^^,^^, . ^^ 
Andacht ß:ehalten, die an diesem Tage (dem letzten 
vor den leSen) mit der Schulhymne ^--det wurde 
Dann wurden einige Namen aufgerufen, die Schuler 
fingen nach vorne und stellten sich auf dem 
Indium auf. Sie erhielten eine Auszeichnung für 
!hre gute Leistung im Sport. Nach dieser Ehrung 
gingen alle in ihre Klassen zurück. 



die Morgenandacht morning prayers, 

morning assembly 
herrschen to wie 
streng strict 

der Versammlungssaal assembly hall 
die Garderobe coats and hats 
dafür bestimmt set aside [or that pur- 

pose 
die Aula hall 
wahrnehmen to see, experience 

das Mädel (coli.) girl 



das Abzeichen hadge 

die Sitzordnung seating arrangement 

der Gang gangway 

die Bedeutung meaning, purpose 

der Talar gown 

schweigend in silence 

sich erheben to stand iip 

das Zeichen Signal 

die Andacht Service 

sich aufstellen to line oneseU up 

das Podium stage, platform 



FRAGEN 

1 Wann versammelten sich die Schüler 

in der Aula ? 

2 Was bemerkte der deutsche Be- 
sucher zuerst ? 

3 Was trugen die Lehrer über ihren 

Anzügen? 

4 Was taten die Schüler, als der Direk- 
tor eintrat? 

5 Warum sang man die Schulhymne ? 

6 Warum wurden die Namen einiger 
Schüler aufgerufen? 



NOTES 



7 Woraus besteht die Schuluniform ? 

8 Warum sassen Jungen und Mädchen 

getrennt? 

9 Was ist eine Aula in einer deutschen 

Schule? 

lo Was ist ein Choral? 

THEMEN 

1 Geben Sie Gründe für und gegen die 
Morgenandacht in der Schule. 

2 Speechday— ein alter Zopf ? 



1 During the present Century. German schools have experienced the extremes in 
discipline and lack of discipline. The strict discipline under the Kaiser (before the 
First World War) gave way to a more liberal attitude in the immediate PO'^^-war era^ 
But then came the strict discipline under ihe Nazis (.9^3-4^). whic h was lollowed in 
its turn by a more liberal attitude under the post-i94S syslem. 

2 German schools have an Aula which is used for ceremonial occasions only, 
not daily. Until very recently. most primary schools iVolksschulei^ were denomi- 
national(Konfessionsschu/en). i.e.. Protestant or Catholu . Most grammar schoo s 
(Gymnasien) are interdenominational. but are single-sex schools. Ihere is a geneial 
move towards co-education. but the Catholic areas are the most conservative in this 
respect. Frequently. separate assemblies are held for Protestants and Catholics. 

7 There is no school uniform in Germany. and teachers do not wear gowns. 

4 The Phrase 'ein alter Zopf used in our essay suggestions can be used to descnbe 

anything that is out of date. 



Ein typischer Schultag 

Der Morgenunterricht beginnt mit Schulstunden von 
35 Minuten. Schüler und Schülerinnen sitzen 
zusammen. Vor jeder Schulstunde ^^^^^^^^,\^^^^^^ 
Schulbücher aus dem Schrank, m ^^^ .^^%^^^^^^f ^ 
Schulsachen aufbewahren. Dann wechseln sie ihre 

23 



22 



Klassen, nicht wie das bei uns üblich ist, dass 
der Lehrer zu den Schülern geht. Das geht m einer 
staunenswerten Ruhe vor sich. Von halb eins bis 
zwei Uhr ist Mittagspause. Gewöhnlich wird m 
einem grossen Speisesaal gegessen, und anschlies- 
send spielen die Schüler auf dem weiträumigen 
Spielgelände, das über sechs Pussballfelder und 
einige Tennisplätze verfügt. Andere gehen m 
einen der zwei Gymnastikräume und tanzen, denn 
der Tanz wird in den Schulen gepflegt. Um zwei 
beginnt die Schule wieder, aber am Nachmittag hat 
Jede Stunde 40 Minuten. In diesen Nachmittags- 
stunden wird sehr viel Turnen, Sport und Zeichnen 
gelehrt. Um vier Uhr gehen die Schüler nach Hause. 
Die Schulaufgaben, die sie machen müssen, nehmen 
nicht allzu viel Zeit in Anspruch verglichen mit 
den Aufgaben, die wir zu machen haben. 



der Unterricht school (ühstract). tcach- 

ing, k'ssons 
das Schulbuch tcxt-book 
der Schrank cupboard 
aufbewahren to kecp 
wechseln lo changc 
üblich usual 
staunenswert astonishiny 
die Ruhe calm 
vor sich gehen to take place 
der Speisesaal dining-hall 
anschliessend aftcrwards, next, then 
weiträumig spacious 



das Spielgelände {sing.) playing-field{s) 
das Fussballfeld [ootball-pitch 
der Tennisplatz tcnnis-court 
verfügen über {hcrc) to incorporate 
der C.ymnastikraum gymnasium (Nß 
German must use Gymnastikraum or 
Turnhalle hcrc, sincc das Gymnasium 
mcans 'grarnmar school') 
pflegen to go in for, to cncourage 
das Turnen gymnastics, VT, VE 
das Zeichnen ort 
in Anspruch nehmen to take up 
verglichen mit in comparison with 



FRAGEN 

1 Wie lange dauern die Unterrichts- 
stunden in England? 

2 Wechseln die deutschen Schüler 
auch ihre Klassenräume ? 

3 Wann ist die Mittagspause in 
englischen Schulen ? 

4 Wo essen die Schüler? 

5 Was machen die Schüler in der 
Mittagspause? 

6 Wann gehen die Kinder nach Hause ? 



7 Worin bewahren die englischen 
Schüler ihre Schulsachen? 

8 Was tun die Kinder in den Gym- 
nastikräumen auf? 

9 Welches ist der Unterschied zwi- 
schen Turnen und Sport? 

lo Welcher Unterschied besteht zwi- 
schen den englischen und deutschen 
Schulaufgaben ? 



H 



THEMEN 

I Sport in Deutschland und England. 



2 Für und gegen die Schuluniform. 



NOTES 

1 Movement of pupils between lessons is reduced in German schools by the fact 
that no 'set' System is in Operation. Classes remain together for nearly all lessons. 
and are taught in their own class-rooms. The only subject choice permitted by the 
German System is that between differcnt basic streams. su( h as Modern Languages or 
Mathematics and Science. At the end of each school ycar. pupils who fall to make 
the grade in two important subjects will have to remain in the same class for the 
following year (in German. they must sitzenbleiben and will not be versetzt). More 
homework is set than in Britain. but it is not handed in. Instead, much emphasis is 
laid on long classwork exercises, which can often take a wholc morning. Ihese are 
known as Klassenarbeiten. The only formal examination in German schools is the 
Abitur (roughly equivalent to 'A' level. but taken in more subjects). The Mittlere 
Reife certificate (normally equated with 'O' level) is based on a whole year's work. 
not on a formal examination. 

2 The class described above. with cupboards rather than desks for books, was a 
sixth-form. The comment on homework is justified. but it must be remembercd that 
the German visitors only see the end of the Haster term. when homework is at a 
minimum anyway. In Germany, normal work continues up to the last day of term. 



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Der englische Charakter 

Schon als wir in Dover ankamen und das Pestland 
betraten, fiel mir die bewundernswerte Ruhe und 
die Gelassenheit der Engländer auf. Während des 
Aufenthalts wurde mir das immer deutlicher. Die 
Engländer verstehen es, mit kleinen 
Schwierigkeiten im Leben schnell und ruhig fertig 
zu werden, während fast alle Deutschen dazu 
neigen, Kleinigkeiten zu dramatisieren. 

Das war an vielen Beispielen zu erkennen. 
Während unseres Aufenthalts streikten gerade die 
Busfahrer und die Busschaffner. Fast alle Busse 
fielen aus oder fuhren nur sehr unregelmässig. 
Als wir an einem Morgen zur Bushaltestelle kamen, 
standen die Leute, wie es in England üblich ist, 
hintereinander in einer Schlange. Wer zuerst da 
ist, kann also zuerst einsteigen. Wir stellten uns 
dazu und warteten eine Weile. Die andern Leute 
lasen Zeitungen oder unterhielten sich 
miteinander. Aber es kam kein Bus. Man erkundigte 
sich nach der Zeit, zuckte mit den Schultern und 
vertiefte sich dann wieder in die Zeitung. Erst 
als nach längerer Zeit immer noch kein Bus kam, 
zogen es die meisten vor, zu Fuss zu gehen. 

In Deutschland hätte das wahrscheinlich so 
ausgesehen: nAlso langsam könnte ja nun wirklich 
ein Bus kommen. Die haben aber auch nichts 
anderes zu tun als zu streiken. Schon eine halbe 
Stunde warte ich jetzt hier. Du liebe Zeit, ich 
muss doch ins Büro. " Wenn dann ein Bus kommt, 
aufgepasst! Jetzt gilt es zu zeigen, wer die 
besten Ellenbogen hat. Ohne Rücksicht drängelt 
sich jeder in den Bus. Die Hauptsache: man hat 
einen Sitzplatz. 



das Festland dry land {Often used, 
though not here, to mean 'the Con- 
tinent') 

betreten to Step on to 

bewundernswert admirable 

die Gelassenheit calmncss, imperturb- 
ability 



deutlich clcar 

fertig werden mit to deal with 
während while, whereas 
neigen to tcnd, to incline 
die Kleinigkeit triviality 
der Busschaffner bus-driver 
ausfallen to be cancelled 



to cnquire 
zucken to 



shniy 



aussehen to appear (translate. 

scene would have been . . .) 
die {coli.) they 
du liebe Zeit heavens above 
aufgepasst! lookout! 
es gilt it is a matter of 
der Hllenbogen thc clbow 
die Rücksicht considcration 
sich drängeln to shovc. to push 
die Hauptsache thc main thing 



the 



unregclmässig irregularly 

die Bushaltestelle bus-stop 

üblich vsual, customary 

die Schlange queue 

sich dazustellen to join on. join the 

queue 
sich erkundigen nach 
mit den Schultern 

one's Shoulders 
sich vertiefen to bury oneself 
vorziehen to elect, choose, decide 



FRAGEN 

1 Was fiel dem deutschen Besucher 
bereits in Dover auf ? 

2 Wozu neigen fast alle Deutschen ? 

3 Wer streikte in England ? 

4 Was bedeutet Schlange stehen ? 

5 Was taten die Leute, die auf die 
Autobusse warteten ? 

6 Warum gingen die meisten zu Fuss? 

7 Wie würde sich diese Szene in 
Deutschland abspielen? 

NOTES 

1 Germans never queue for public transport. but always push and shove. It 
would be wrong. however. to attribute this to basic differences in temperament. The 
Germans queue for things in shops. and Londoners never queue for the tube ! 

2 In German towns, public transport consists of buses and trams. They are 
nearly always single-decker. but often articulated. Berlin. Hamburg. Cologne and 
Munich have Underground networks. The main difference between German and 
British bus-stops is that German bus-stops always have a small timetable attached to 
them; in Britain (outside London) this practice seems far less wide-spread. 

3 Germans strike far less than the British-although the British record compares 
favourably with that of many countries. German workers Coming to British factories 
are surprised by the number of tea-breaks. 

4 The phrase used in this passage. Du liebe Zeit is very colloquial. 



8 Warum drängeln die Deutschen 
beim Einsteigen? 

9 Was ist ein Streikbrecher? 

lo Warum trinkt man soviel Tee in 
England? 

THEMEN 

1 Sind Streiks gerecht fertigt? 

2 S( hülermitverwaltung. 



26 



27 



Autos und Bekleidung 

Fast jeder dritte Engländer ist stolzer Besitzer 
eines Autos, das in Deutschland längst auf dem 
Schrotthaufen liegen würde. Daher kommt fast jeder 
Arbeiter in seinem Wagen zur Arbeit. Wie man es an 
den Autos sieht, dass der Engländer alles bis zum 
letzten aufzubrauchen versucht, so ist es auch mit 
der Kleidung. Aus diesem Grunde versucht der 
Enß;länder, seine Kleider aufzutragen. Mag der 
Mantel geflickt sein, der Engländer geniert sich 
nicht, ihn weiter zu tragen. 

In London fielen mir besonders eigenartige Typen 
auf. Es sind meistens Angestellte, die m den 
grossen Konzernen, Banken, Reedereien und 
Zeitungsverlagen arbeiten. Sie tragen graue und 
schwarze Anzüge mit Fischgrätenmustern. Man sieht 
auch noch Herren mit Zylindern in der City. Über 
den Arm hängt der Regenschirm, den sie immer bei 
sich tragen, ob es regnet oder nicht. Unter den 
Arm klemmen sie Akten und die neueste Zeitung, 
oder sie haben Aktentaschen. Eine der belebtesten 
Strassen in London ist die Eleet Street. Wenn die 
zahlreichen Angestellten der Zeitungsdruckereien, 
die sich hier befinden, um 5 Uhr nachmittags ihren 
Betrieb verlassen, können die zweistöckigen Busse 
- obwohl sie schnell sind - den Verkehr kaum 
bewältigen. 



stolz prouci 

der Besitzer owner 

längst long ago {Öse 'would have' whcn 

translating) 
der Schrotthaufen scrap-heap 
aufbrauchen to use up 
aus diesem Grunde for this reason 
auftragen to wear out 
flicken to mend 
sich genieren to 

ashamed 
auffallen to strike 
eigenartig peculiar 
der Typ character 



mind, bc ahaid. 



der Angestellte ofTice-worker, employee 

die Reederei shipping-company 

der Anzug suit 

das Fischgrätenmuster pin-stripe 

der Zylinder top-hat 

der Regenschirm umbrcUa 

klemmen to clasp 

die Akte füc, document 

die Aktentasche bricf-casc 

belebt busy 

zahlreich numerous 

die Zeitungsdruckerei ncwspaper print- 

ing Office 
der Betrieb firm, place of work 



zweistöckig doublc-deckcr 
der Verkehr traßic 
bewältigen to niaster 



FRAGEN 

1 Welche Typen fielen dem Besucher 
in London auf? 

2 Welche Kopfbedeckung tragen diese 

Typen ? 

3 Was versteht man unter dem Aus- 
druck : city? 

4 Wie ist der Mann in der city 
gewöhnlich gekleidet? 

5 Was ist Fleet Street ? 

6 Welche deutschen Zeitungen kennen 
Sie? 



den Verkehr bewältigen to gct through 
the traffic 



7 Was wissen Sie von Berlin? 

H Welches Tier befindet sich in dem 
Wappen von Berlin ? 

9 Was sind zweistckkige Autobusse? 
lo Was ist ein ..Gebrauchtwagen" ? 



THEMEN 

1 Warum ist Berlin eine geteilte Stadt ? 

2 Sehenswürdigkeiten von Berlin. 



NOTES 

1 Although perhaps slightly exaggerated, this c omment is not entirely unjustified. 
The Germans-particularly the men-are far more dress ( onscious than the British. 
You never see a German wearing an old sports coat with leather-patc hed elbows. In 
a German teachers' staff-room. you will hardly see anyone not wearing a suit. On the 
other band, there is no German equivalent for the London *city gent' with his 
bowler and umbrella. except perhaps for the Hamburg merchants. One of the basic 
rules of German etiquette is to dress for the occasion. This applies particularly on 
Sundays, even among those who do not go to church. 

2 Umbrellas are far less noticeable on German streets, even though nearly every 
German has one. This is because they prefer the very practical collapsible umbrellas 
{der Knirps) which can be carried in a brief-case or shopping-bag. 

3 Where ladies' clothes are concerned. the main theme is that of elegance. This 
seems to be far more important than choice of colour or material. 



28 



Das Linksfahren 

Am ersten Morgen, den wir in der Schule verbringen 
sollten, fragte mich mein englischer Freund, ob 
ich mit dem Rad zur Schule fahren wollte, da der 

29 



Weg ziemlich weit wäre. Ich war einverstanden, und 
so bekam ich von ihm ein etwas alt aussehendes 
Fahrrad. So fuhren wir beide los. Es war das erste 
Mal in meinem Leben, dass ich auf der linken 
Strassenseite zu fahren hatte. Das war sehr 
ungewöhnlich. Wir hatten vorerst nur gerade 
Strecken zu fahren, woran ich mich schnell 
gewöhnte. Dann aber kam die erste grosse 
Schwierigkeit, der Kreisverkehr. Ich fuhr jedoch 
dicht hinter meinem Freund, und so überstand ich 
dieses Hindernis gut. Nun mussten wir auch rechts 
einbiegen. Mein Freund fuhr herum, ich konnte aber 
nicht nachkommen, da ich auf den Gegenverkehr zu 
achten hatte. Als ich nun endlich eine Lücke fand, 
nahm ich nach alter Gewohnheit die Rechtskurve 
ganz innen. Schon kam mir auf der gleichen 
Strassenseite ein Auto entgegen. Kurz entschlossen 
fuhr ich, um dem Auto auszuweichen, auf den 
Bürgersteig. Dort musste ich mir die Schimpfworte 
wie Teddyboy und andere von den Fussgängern für 
mein Verhalten anhören. 

Für den ersten Tag hatte ich genug vom 
Radfahren, und so zog ich es vor, mein Fahrrad bis 
zur Schule zu schieben, wo ich von meinem engli- 
schen Freund mit staunenden Augen erwartet wurde. 



einverstanden sein to agree 

aussehen to look 

losfahren to ride off 

ungewöhnlich unusual, stränge 

vorerst at first 

gerade Strecken straiglit roads 

der Kreisverkehr roundahout 

überstehen to survive, overcome 

das Hindernis obstacle 

einbiegen to turn 

nachkommen to follow 

der Gegenverkehr oncoming traffic 

achten to watcli for, liavc regard to 

{translate: to wait for) 
die Lücke gap 
nach alter Gewohnheit foUowing old 

tiabits 



die Rechtskurve right-hand turn 

ganz innen nehmen to tut 

gleich same 

entgegenkommen to come towards 

kurz entschlossen without hesitating, 

on the spur of the momcnt 
ausweichen to gct out of the way 
der Bürgersteig pavement 
das Schimpfwort invcctivc, tcrm of 

ahuse 
der Fussgänger pedcstrian 
das Verhalten hchaviour 
vorziehen to prcfer, decide 
schieben to push 
mit staunenden Augen wilh a look of 

astonishmcnt 



30 



FRAGEN 

1 Wie kam der Besucher am ersten 
Tage in die Schule? 

2 Was war für ihn ganz ungewöhn- 
lich? 

3 Wann kam die erste Schwierigkeit ? 

4 Warum konnte der Besucher seinen 
Freund nicht einholen? 

5 Warum fuhr er plötzlich auf der 
rechten Seite ? 

6 Warum fuhr er auf den Bürgersteig? 

7 Wie crreic htc er endlich die Sc hule ? 



8 Was ist ein Teddyboy ? 

9 Kennen Sie deutsche Schimpf- 
worte ? 

To In welchen Ländern fährt man noch 
links? 

fUF.MF-N 

1 Line sc hone Fahrradtour. 

2 Wird das Fahrrad dun h Auto und 
Flugzeug vollkommen verdrängt? 



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NOTES 

1 In Germany, you drive on the right and overtake on the left. Cyclists will find 
that there are far more cycle tracks alongside main roads. 

2 Germany has almost twice as many road deaths as Britain (17.000 in 1967) 
thoueh the number of cars is very little higher. The number of accidents is due 
largely to a lack of consideration among German drivers. The idea of courtesy on 
the road' is virtually unknown. Unless there is an indication to the contrary. trafhc 
Coming from the right has priority at junctions. This right of way is known as 
Vodahnsrecht, and a driver who has priority drives on regardless of traffic on side 

roads. , . 

3 The German motorway {Autobahn) network was begun before the war and is 

continually being expanded. But even the present motorway mileage (far more than 
in Britain) is inadequate for the holiday traffic on summer weekends. and road works 

result in long delays. ^ ,• u a 

4 Many pedestrian crossings in Germany are controlled by traffic lights. and 
pedestrians can be fined for crossing against the lights—even when there is no 
traffic ! 



Der Strassenverkehr 

Da man in England links fahren muss, wird rechts 
überholt. Wenn man nach England zum ersten Mal 
kommt, so muss man sehr vorsichtig sein. Ich 
konnte den Verkehr in England gut kennenlernen, 
denn mein Gastgeber hatte ein Auto. Der Engländer 
ist im Strassenverkehr im allgemeinen viel 
höflicher zu den Pussgängern als bei uns in 
Deutschland. Der Verkehr wird von Polizisten 
geregelt, die man ..bobbies" nennt. Diesse 
Polizisten sind durch ihre hohen Helme bekannt. 
Was man noch in den Grossstädten beobachten kann, 
sind die eigenartigen Taxis. Diese Taxis sind an 
einer Seite offen, und der Fahrgast ist durch eine 
Glasscheibe vom Pahrer getrennt. An Jedem 
Haltezeichen stoppt der englische Autofahrer. Der 
Pussgänger hat in England viel mehr Rechte als bei 
uns in Deutschland. Befindet sich ein Pussgänger 
auf dem Zebrastreifen, so muss Jeder Autofahrer 
halten und den Pussgänger über die Strasse 
gehen lassen. Die Übergänge für Pussgänger sind 

32 



durch gelbe Lampen gekennzeichnet. An grossen 
Strassenkreuzungen ist der Verkehr durch Ampeln 
geregelt. Innerhalb der Stadt sind nur 30 Meilen 
Geschwindigkeit gestattet, etwa 50 km. Die 
Verbindungsstrassen zwischen den Städten sind sehr 
gut, und man kann sie mit deutschen Bundesstrassen 
vergleichen. 



der Zebrastreifen zebra crossing 
der Übergang crossing 
kennzeichnen to mark 
die Strassenkreuzung cross-roads 
die Ampel trafhc-lights 
innerhalb within 
die Geschwindigkeit speed 
£0 km 50 kilometres per hour 
gestatten to permit 
die Verbindungsstrasse connccting road 
die Bundesstrasse Fcderal Road, main 
road {roughly equivalent to A roads) 



überholen to overtake 
vorsichtig carelul 
kennenlernen to gct to know 
im allgemeinen in general, on the whole 
höflich poHte 
regeln to control 
der Helm helmet 
eigenartig unique, stränge 
der Fahrgast passenger 
die Glasscheibe pane of glass 
das Haltezeichen halt sign 
sich befinden to find oneself, to be {Cf. 
French se trouver) 

FRAGEN 

1 Wie überholt man in Deutschland ? 

2 Von wem wird der Strassenverkehr 
geregelt ? 

3 W^odurch sind die englischen 
Polizisten bekannt? 

4 Warum sind die Taxis in englischen 
Grosstädten eigenartig ? 

5 Wann hält der englische Autofahrer 
an? 

6 Wie sind die Übergänge für Fuss- 
ganger gekennzeichnet? 

NOTES 

I Some years ago. the German police used the motto Der Volizist—dein Freund 
und Helfer to encourage better relations between the public and the police. At the 
time. a German Journalist commented that such a motto would be unnecessary m 
Britain because the relationship between police and public in Britain is much better. 
German drivers are far more likely to Start a violent argument with the police than 
are British drivers— and such arguments can provide quite an entertainment for other 
road users. 

33 



7 Was sind Verkehrsampeln ? 

8 Wie gross ist die Meilengeschwin- 
digkeit innerhalb der Stadtgren/e? 

9 Was ist eine Finbahnstrasse? 
10 Wie kommen Sie in die Schule ? 

THEMEN 

1 Autostrassen in Deutschland. 

2 Warum ist der englische „bobby" so 
beliebt ? 



n 




2 German police are helpcd by the Scbülcrlotscn. older pupils who control traffic 
at crossings uscd by childrcn Coming to or from school. New pupils wear bright 
vellow Caps so that drivers can idcntify them casily. 

. German taxis are normally Mercedes saloons; though many Germans advocate 
the introduction of glass panels between driver and passenger as a P^o^^^.^^^^^«^ 
the driver. This campaign reached a peak in 1965. when a number of taxi drivers 
were murdered— but nothing came of it. 



Eine Ausländerin 

Während meines letzten Englandaufenthaltes 
besuchten wir auch einmal die Grossmutter meiner 
enß:lischen Freundin auf ihrem Bauernhof. Sie 
hegrüsste mich freudestrahlend mit den Worten: 
„Guten Tag, ich bin auch eine Ausländerin. 

Verwundert blickte ich sie an, ^^^^„^ Vn 1 o^qtnl ^ 
Ohren klang ihr Englisch ganz „echt". Voller Stolz 

34 



zeigte mir die alte Dame ihren Bauernhof. Zuerst 
führte sie mich in die Küche. Vom Eisschrank 
blinzelte mich eine schwarze Katze missmutig an. 
Unter dem Tisch lag ein grosser Bernhardiner und 
bewachte zwei Kisten, in denen sich ein Kücken um 
das andere drängte. Am Fenster hingen zwei Käfige 
mit Kanarienvögeln. Als ich ihre Tiere genügend 
bewundert hatte, führte sie mich m den Stall, wo 
ein Knecht gerade die Kühe melkte. Em Knopf von 
ihrem Kittel fiel auf den Boden. ..Heb einer alten 
Frau diesen Knopf auf", sagte sie zu dem Knecht. 
Dann gab sie ihm Geld, damit sollte er sich eine 
Flasche Bier kaufen. Da rollte ein Pennystück über 
den Boden, und bevor sich jemand bücken konnte, 
jagte die alte Frau hinter dem Geldstuck her, 
bückte sich blitzschnell und steckte es m die 

Tas che . 

Ich lachte und dachte und wusste plötzlich ganz 

genau, dass die alte Frau eine Schottin war. 



der Bauernhof farm 
begrüssen to greet, welcome 
freudestrahlend hcaming, with a smilc 
der Ausländer, die Ausländerin ior- 

eigner 
verwundert amazed 
anblicken to look at 
klingen to sound 
echt genuine, natural 
voller Stolz with great pride 
der Eisschrank refrigerator 
anblinzeln to wink at, blink at 
missmutig cross{ly) 
der Bernhardiner St Bernard (dog) 
bewachen to guard 
das Kücken chick 
sich drängen to push 

FRAGEN 

1 Mit welchen Worten begrüsste die 
Grossmutter den deutschen Besucher? 

2 Was zeigte sie voller Stolz ? 
7 Was ist ein Bernhardiner ? 



der Käfig cage 

der Kanarienvogel canary 

genügend enough, suthciently 

bewundern to admire 

der Stall stähle, stall, shed 

der Knecht [armhand 

gerade just 

melken to milk 

der Knopf hutton 

der Kittel overall 

aufheben to pick up 

sich bücken to bend down 

hinterherjagen to chase after {note the 

Word Order!) 
blitzschnell as last as lightning, like a 

shot 
das Geldstück coin 



4 Was bewachte der Hund ? 

5 Was hing am Fenster? 

6 Was sah der Besucher im Kuhstall ? 

7 Was ist ein Pennystück? 



3S 



8 Was wissen Sie über das deutsche 

Geld? 

9 Was ist eine Sparbüchse ? 

lo In welchem Teil von Deutschland 
findet man Landwirtschaft? 



NOTES 



THEMEN 

1 „Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des 
Talers nicht wert." 

2 Aus welchen Ländern besteht die 
Bundesrepublik Deutschland? 



, Jokes about the Scots are, if anything, even more populär .n ^ermany than m 
Britain One reason for this may be that in Germany there .s Icss danger of a Scot 
bd„Tp-ent when you teil the joke. Whole books of German jokes about the Scots 

T m i^Suts of different parts of Ger.any also have their stereotype 
ttribute The Bavarian is traditionally very fat and very fond of h,s Bavar.an bee. 
Th sin is noted for his singing-but of recent years "Saxon' has been equa cd wuh 
■Hast German', and has taken on less complimentary connotat.ons. The Rh.nelande 
is famed for his jollity and good-humoured nature. The North Ger.an .s repu^d y 
rather dour and mercantile; he is said to have no sense of humour The Berhner, on 
[he other band, is believed to be very quick-witted-but also too fond ot the sound 
of his own voice. None of these stereotypes are any more accurate than that ot the 
miserly Scot. 



Golf 

Golf ist zweifellos eins der interessantesten und 
vergnüglichsten Spiele - wenn man' s kann. Stent 
man aber zum ersten Mal auf dem frischgrunen, 
kurzgeschnittenen Rasenplatz und fasst den 
löblichen Entschluss, sich um eins der 
Nationalspiele des Insulaners verdient zu machen 
so beginnt der Anfänger schnell an sich selbst zu 
zweifeln. Sein guter Stern scheint ihn bei der 
Eahrt über den Kanal schmählich verlassen zu 

^^Zue^st hat er also den richtigen Stand gelernt, 
und mit Mühe und Not steht er nun halbwegs fest 
wie eine deutsche Eiche, während f^f^^g^f^^^^' 
wollte sagen, Engländer ihm freundlich lächelnd 
Hände und Püsse zu Hilfe nehmend, den richtigen 

36 



Schwung und Schlag zu erklären versuchen. Armer 
Anfänger! Es sieht ja so leicht bei andern aus, 
nur viel Schwung nehmen und losgeschlagen! Man 
trifft den Ball und ab saust er durch die Luft. 
Ja, denkste, man trifft alles Mögliche, nur nicht 
den Ball. Grasfetzen surren dir um die Ohren, und 
der Ball grinst den Bedauernswerten höhnisch an ob 
seines Misserfolges. Höflich sind die Engländer ja 
und zweifellos wird dein Begleiter sagen: nicht zu 
schlecht, obgleich er sich königlich amüsiert, 
dass du dich so ungeschickt anstellst. 



zweifellos doubtless 
vergnüglich enjoyable 
das Spiel game 
kurzgeschnitten short-croppcd 

der Rasenplatz green 

den Entschluss fassen to make the de- 

cision 
löblich praiseworthy 
das Nationalspiel national game 
der Insulaner islander {= Englishman) 
sich verdient machen um to make one- 

self worthy ol 
der Anfänger beginner 
verzweifeln to despair 
der gute Stern lucky star 
der Kanal Channel 
schmählich dreadlully, unfortunately 
verlassen to desert 
der Stand the stance 
mit Mühe und Not with difficulty 
halbwegs half, almost as 
die Eiche oak 
gütige Engel guardian angels 



FRAGEN 

1 Wann beginnt der Anfänger an sich 
selbst zu zweifeln ? 

2 Was lernt man zuerst? 

3 Was wird dem Anfänger dann er- 
klärt? ,. , 

4 Worüber amüsiert sich der englische 

Freund? 



wollte sagen or rather 

lächeln to smile 

zu Hilfe nehmen to use 

der Schwung swing 

der Schlag stroke 

erklären to explain 

losschlagen to take a swipe 

treffen lo hit 

sausen to whi/. whistle 

denkste that's what you think 

der Grasfetzen piece of grass 

surren buzz 

grinsen to grin 

bedauernswert pitiable 

höhnisch scorniully 

ob hecause of 

der Misserfolg faiture 

der Begleiter companion 

königlich superbly, splendidly {lit. 

'royally') 
ungeschickt clumsy 
sich anstellen to ad, behave 



5 Ist Golf das nationale Spiel der Eng- 
länder? 

6 Gibt es einen Nationalsport in 

Deutschland? . 

7 Wann spielt man Fussball in 

Deutschland ? 



37 



8 Was versteht man unter Leicht- 
athletik? 

9 Kennen Sie berühmte deutsche Sport- 
ler? 

lo Was ist ein Stadion ? 



THEMEN 



1 Sind die Olympischen Spiele völker- 
verbindend ? 

2 Vom Nutzen des Sports. 



NOTES 

1 This passage is written in a parlicularly coUoquial style; though it is good 
German. it is not a style that foreigners should attempt to follow unless they have a 
thorough command of German. 

2 Golf is less populär in Germany than in Britain, although the latest edition of 
the official German Government handbook lists the membership of the German Golf 
Association as seventeen thousand. The most populär sport in Germany, if association 
membership is anything to go by, is football. The German Football Federation has 
over two and a half million members. In second place, with just under two million 
members, is gymnastics; this is the only sport played in German schools. (Since all 
pupils have the afternoon free, they can take part in other sports without them being 
organized by the schools.) Other sports. in order of popularity, are shooting, athletics, 
swimming and handball. In South Germany. skiing is particularly populär. 

3 Ja, denkste is a particularly colloquial form and should not be imitatcd. 



Eine englische Kleinstadt 



Die Kirche steht auf dem Church Green, einem 
kleinen Schmuckplatz mit Ruhebänken. Hier ist das 
Zentrum, von dem aus nach allen Seiten die 
Hauptstrassen ins Land hinausführen. Der 
Fahrzeugverkehr auf den Strassen ist 
ausserordentlich rege, er ist stärker als in 
gleichgrossen deutschen Städten. Besonders fallen 
die zweistöckigen Omnibusse auf, die mit ihrer 
knallroten Farbe das Strassenbild beleben. In der 
Hauptgeschäftsstrasse reiht sich ein Geschäft ans 
andere bis dorthin, wo die Strasse in einem 
plötzlichen Anstieg die Höhe des Hügels erklimmt. 
In der Nähe der Kirche, in einer Seitenstrasse, 
liegen mehrere öffentliche Gebäude. Dort hat die 
Post ihre Schalter, die Polizei wacht von da aus 

38 



über die Sicherheit der Einwohner, und aus der 
grossen Wagenhalle der Midland Red 
Omnibusgesellschaft dröhnt immer Motorenlarm Das 
Rathaus, das in einer deutschen Stadt stets der 
Mittelpunkt ist, liegt einsam auf luftiger Hohe. 
Die Eisenbahn scheint ein so wertvolles Kleinod zu 
sein, dass man sie nicht gern zeigt. Hinter 
unfreundlichen Häusern führt der Bahnhof ein 
Dasein im Verborgenen. Auch die q^^^^v^ 

Eisenbahnverwaltung zeigt nicht gern ihre Strecke, 
die sie gleich hinter dem Bahnhof m einem 
finsteren Tunnel unter der Stadt versteckt. 
Besonderen Seltenheitswert scheinen die 
Personenzüge zu haben, die täglich nur wenige Male 
verkehren. 



der Schmuckplatz ornamental yarden 

die Ruhebank park bench 

die Hauptstrasse main road 

der Fahrzeugverkehr trafüc 

ausserordentlich extraordinarily 

rege lively, busy 

gleichgross 0/ the same size 

knallrot hright red 

das Strassenbild street scene 

beleben enJiven 

die Hauptgeschäftsstrasse main shop 

ping Street 
eins reiht sich ans andere one 

into line with the next 
steil steep 
der Anstieg rise 
die Höhe heiyht 
erklimmen to cUmb 
die Seitenstrasse side-street 
öffentlich public 
der Schalter counter 
wachen to watch, guard 



falls 



die Sicherheit salety, security 

der Einwohner inhabitant 

die Wagenhalle depot 

die Gesellschaft Company 

dröhnen to sound, rumble 

der Lärm noise 

das Rathaus rown hall 

stets always 

der Mittelpunkt centre 

einsam lonely 

luftig exposed 

wertvoll valuable, prccious 

das Kleinod jewel 

das Dasein existence 

im Verborgenen hidden hom view 

die Verwaltung administration 

die Strecke track, line 

verstecken to hide 

der Seltenheitswert rarity value 

der Personenzug passenger train 

verkehren to run 



FRAGEN 

1 Welches ist das Zentrum dieser 

Kleinstadt? 

2 Warum fallen dem Besucher beson- 
ders die Omnibusse auf? 



3 Was sieht man in der Nähe der 

Kirche? 

4 Wo liegt das Rathaus ? 

r Wo ist der Bahnhof in Ihrer Stadt ? 



39 



6 Wie oft verkehren die Personen- 
züge? 

7 Was versteht man unter Honora- 
tioren einer Kleinstadt ? 

8 Welche öffentlichen Gebäude hat 
eine Kleinstadt? 

9 Warum gibt es so viele Vereine in 
einer Kleinstadt? 



10 Welches ist der Mittelpunkt einer 
deutschen Stadt ? 



THEMEN 

1 Das Leben in einer Kleinstadt. 

2 Warum ziehen viele Leute die Klein- 
stadt einer Grosstadt vor? 




NOTES 

I The commuter train Service in and around Cologne is particularly good — hence 
the sarcastic remarks! Even Londoners w^ould be surprised how^ badly the smaller 
Midland tow^ns are served by rail, Short-distance, stopping trains in Germany are 
knov^n as Versonenzüge (or, colloquially, Bummelzüge). Medium-distance trains 

40 



which stop at certain stations only are called Eilzüge. For anything faster than an 
Eilzug, one has to pay a Supplement (Zuschlag). Then one can use an express (D-Zug) 
or a long distance express (F-Zug). At the top of the tree come the international Trans- 
Europe Express trains, w^hich have no second class. 

2 Even in small towns in Germany, the Town Hall is an impressive building. far 
more than a mere collection of Offices. Frequcntly, it is a baroque building, with 
Ornate steps. English visitors are often amused by the German word for tovs^n hall, 
Rathaus. In the cellar is usually a Ratskeller, a restaurant vs^here the councillors eat 
before or after the meetings; it is often the best restaurant in the tow^n, and is open 
to the public (not reserved for councillors). 



Das Budget 

Während unseres letzten Englandaufenthaltes 
brachte die englische Regierung ihr neues Budget 
heraus. Die Folgen waren verheerend. In der festen 
Überzeugung, ein völlig ausgestorbenes Lokal 
vorzufinden - denn welcher Engländer lässt so 
etwas ungestraft mit sich machen? - begab ich mich 
am Abend des Budgettages mit meinem Gastgeber in 
die Dorfschenke. Hier war es brechend voll, 
überall standen die Leute erregt und sprachen über 
das Budget und schimpften über die unverschämten 
neuen Preiserhöhungen. Die Engländer, die doch 
sonst so ruhig sind, waren kaum wiederzuerkennen. 
Wie gesagt, sie schimpften, aber sie tranken 
weiter ihr Bier, pafften weiter ihre Zigaretten. 
Das kam mir irgendwie inkonsequent vor, und da 
wir uns bald in einer erregt diskutierenden Gruppe 
befanden, wagte ich es, einige dahingehende 
Äusserungen zu machen. Ich fragte, warum sie denn 
weiter tränken, obwohl man doch damit nur Wilsons 
Staatskasse füllte und damit eine direkte 
Zustimmung zum Budget gäbe. Die einzige Antwort, 
die ich hörte, war: ..Das Leben muss doch 
weitergehen. " 

Ich war, als wir wieder nach Hause gingen, 
eigentlich etwas enttäuscht von den doch sonst so 
politisch konsequenten Engländern. 

41 



der Aufenthalt stay 

herausbringen to produce 

die Regierung govcrnment 

verheerend devastating 

die Folge consequence 

die Überzeugung conviction 

ausgestorben deserted 

das Lokal pub 

vorfinden to find 

ungestraft unpunished 

etwas ungestraft mit sich machen lassen 

to take something lying down 
sich begeben to make one's way, to go 

{Cf. Shakespeare' s 'to betake oneselV) 
die Dorf sc henke village pub 
brechend voll füll to bursting point, lull 

to capacity 
erregt excited 
wiedererkennen to recognize 

FRAGEN 

1 Wann ist Budget-Day in England? 

2 Wohin ging der deutsche Besucher 
am Abend? 

3 Worüber sprachen die Leute in der 
Dorfschenke ? 

4 Worüber schimpften sie besonders ? 

5 Warum war der deutsche Besucher 
enttäuscht? 

6 Wie heisst das Oberhaus in Deutsch- 
land? 

7 Was ist Bonn? 



schimpfen to grumble 

unverschämt disgracelul 

die Preiserhöhung rise in price 

paffen to puff at 

irgendwie somchow 

vorkommen to appear 

inkonsequent inconsequential, incon- 

sistent 
wagen to risk 
dahingehend passing 
die Äusserung remark 
weiter trinken to go on drinking 
die Staatskasse treasury 
die Zustimmung approval 
weitergehen to go on 
eigentlich really, indeed {omit in trans- 

lation) 
enttäuscht disappointed 
konsequent consequential, consistent 



8 Wie heisst der Präsident der 
Deutschen Bundesrepublik? 

9 Kennen Sie die Namen politischer 
Parteien in Deutschland? 

lo Wie alt muss man sein, um in 
Deutschland wählen zu können? 

THKMEN 

1 Ist die Einführung des Dezimal- 
systems ein Vorteil für England? 

2 England, ein Vorbild der Demokratie. 



NOTES 

1 The German word for 'budget' is der Haushaltsplan, but the two imported 
words das Budget and der Etat are also used. The German financial year runs from 
January to December. not April to March. As many taxes are the concern of the 
regional and local authorities, there is no Single day on which a sudden change in 
the tax System is announced. 

2 The German parliament consists of an upper house {Bundesrat) elected by the 
provincial governments, and a lower house {Bundestag) elected directly, like the 
British House of Commons. After the 1969 election, the government was formed by 
two parties in coalition, the Social Democrats and the Free Democrats (which, 






broadly speaking, correspond to the Labour and Liberal parties in Britain). The 
Opposition party is the Christian Democratic Union, a Conservative party. In Bavaria, 
the Christian Democrats have a sister party. the Christian Social Union. 

The head of State is the Bundespräsident, but his main duty is to represent his 
country, and he lacks the political powers of a French or American president. The 
head of government is the Bundeskanzler. 



Ein Tag in Stratford 

Als wir in Stratford ankamen, hörten wir, dass wir 
Zeit hätten, die Stadt zu besichtigen und dass wir 
uns auf eigene Faust mit unseren englischen 
Freunden vergnügen könnten. Das war für uns ganz 
neu. In Deutschland hätten wir uns von unsern 
Lehrern nicht trennen dürfen. Wir hätten den 
ganzen Tag zusammen bleiben müssen, so verlangt es 
die Schuldisziplin in Deutschland! Und hier ist es 
so, dass Lehrer und Schüler auf ihre Art den Tag 
verbringen können. Wir konnten also hingehen, wo 
es uns Spass machte. Zuerst gingen wir durch die 
belebten Strassen und bewunderten die prächtigen 
alten Fachwerkhäuser. Nichts ist hier durch den 
Krieg zerstört. Wir kamen dann zu Shakespeares 
Geburtshaus. Mein englischer Freund und ich 
wollten es besichtigen. Wir gingen mit vielen 
anderen Besuchern hinein. Ich musste beim 
Anschauen des uralten Hausrats und der schwarzen 
geschnitzten Möbel an deutsche Burgen denken. So 
sieht es auch dort aus. Langsam zogen wir an den 
Schaukästen vorbei und an den Bildern des Dichters 
in seiner malerischen Tracht. Mein Freund musste 
übersetzen. Wir konnten uns auch in ein dickes 
Gästebuch eintragen. 

Mein Freund machte nun den Vorschlag, eine 
Kahnfahrt zu unternehmen. Nach langem Suchen 
fanden wir den Fluss und mieteten einige Boote. 
Wir ruderten um die Wette und überholten die 
Mädchen in ihren Kähnen. Es war ein grosser Spass! 



42 



43 



besichtigen to look around 

auf eigene Faust on our own 

sich vergnügen to enjoy oneseU 

verlangen to demand 

auf ihre Art as they wish 

zubringen to spend 

wo es uns Spass machte wherever we 

liked 
belebt busy 
prächtig splendid 
das Fachwerkhaus halUimbcrcd house 

der Krieg war 
zerstören to destroy 
das Geburtshaus hirthplace 
anschauen to look at 
uralt ancient, very old 
der Hausrat furniture 
geschnitzt carved 



die Burg Castle 

vorbeiziehen to go past 

der Schaukasten show-case 

der Dichter poet 

malerisch picturcsque 

die Tracht costume 

das Gästebuch visitors' book 

sich eintragen to sign 

der Vorschlag Suggestion 

der Kahn boat 

eine Kahnfahrt machen to go boating 

unternehmen to undertake 

mieten to hire 

um die Wette rudern to have a rowing 

race 
überholen to overtake 
der Spass fun 



FRAGEN 

1 Was verlangt die Schuldisziplin in 

Deutschland ? 

2 Was bewunderten die deutschen 
Besucher zuerst in dieser Stadt? 

3 Welches Haus wurde dann besucht ? 

4 Warum wird der Besucher an eine 
deutsche Burg erinnert ? 

5 Wo befinden sich die meisten 
deutschen Burgen ? 

6 Warum hat man ein Gästebuch ? 

7 Auf welchem Fluss unternehmen sie 
eine Kahnfahrt? 



8 Mit welcher deutschen Stadt kann 
man Stratford vergleichen? 

9 Welcher deutsche Dichter lebte 

dort? 

lo In welchem Teil [Deutschlands liegt 

diese Stadt ? 

THEMEN 

1 Stratford— ein Anziehungspunkt für 

Ausländer. 

2 Stratford und Weimar— ein Ver- 
gleich. 



NOTES 

1 The comment about not being allowed to leave the teacher's side in Germany 
is not entirely justified-as is quite clear when the British pupils visit Cologne. But on 
normal school excursions in Germany the discipline is much stricter, and pupils are 
not allowed to wander off ontheir own. 

2 The German equivalent of Stratford is Weimar, the home of the two great 
German poets Goethe (1749-1832) and Schiller (1759-1805). Their houses can still be 
Seen as can Goethe's 'garden house' in a beautiful park. Weimar is now in Fast 
Germany, and it was in Weimar that the Fast German Shakespeare Festival was held 
on the 400th anniversary of Shakespeare's birth in 1964. Unlike Stratford, it is almost 

44 



completely uncommercialized. The National Theatre in Weimar is well-known, and 
it was here that a new Constitution (later known as the Weimar Constitution) was 
adopted in 1919. giving Germany its first taste of dcmocracy. 

3 Germany has many fine Castles and palaces. particularly in the Rhineland and 
in Bavaria. The word Burg is normally uscd to dcsc ribc a fortrcss-type castlc, while 
Schloss is a palace of the type built in the seventeenth Century. However, some 
Schlösser are called Burg and vice versa ! 




Shakespeare 



In fast allen englischen Familien, die wir 
während unseres Aufenthaltes in England kennen- 
lernten, fanden wir Shakespeares Werke. In den 
Gesprächen, die sich um Theater und Dichtung 
drehten, fehlte nie Englands grösster Dramatiker. 

4S 



Man kann sich überhaupt nicht ^oi-s^ellen mit 
welchem Stolz und mit welcher Hochachtung der 
■Ensländer von Shakespeare spricht. 

Wir gewannen sehr schnell die Sympathien unserer 

Gastgeber, als sie merkten, dass ^^^ .^^^^gjlten 
Shakespeares Werke interessierten. Sie erzahlten 
uns, dass sie sich Jahr für Jahr die Stucke auf 
der Bühne ansehen würden. Es ist etwas 
Begeisterndes und Faszinierendes an diesen Werken. 
Man kann Shakespeares Werke drei- oder viermal 
sehen, immer Jedoch werden sie einen von neuem 
begeistern. Was sich jeder Engländer einmal 
wünscht, wären die Darsteller Lawrence Olivier, 
John Gielgud und Vivien Leigh in einem Drama 
Shakespeares zu sehen. Er würde weder Kosten noch 
Mühen Icheuen, um dieser Vorstellung beiwohnen zu 
können. Zusammen mit den Engländern sind wir tiet 
ergriffen von den Werken Shakespeares und seinem 
Denken, weil sie uns in eine ganz andere Welt des 
Theaters versetzen. 



das Gespräch conversation 

die Dichtung poetry 

sich drehen um to deal with: to centre 

on 
fehlen to be missing, to be lacking, to be 

left out 
der Dramatiker dramatist 
überhaupt nicht not at all 
sich vorstellen to imagine 
der Stolz pride 
die Hochachtung respect 
merken to notice 
Jahr für Jahr year alter year 



begeistern to inspire 

faszinieren to fascinate 

von neuem anew, afresh, again 

der Darsteller actor 

die Mühen (pl.) pains, trouble 

scheuen to avoid; to fear; to grudge 

die Vorstellung thc Performance 

beiwohnen to be present at {Cl. French 
assister ä) 

ergriffen impressed, moved 

das Denken thought, ideas 

versetzen to transport 



FRAGEN 

1 Was besitzen fast alle englischen 

Familien? 

2 Wie spricht der Engländer von 

Shakespeare ? 



7 Womit gewinnen die deutschen 
Besucher die Sympathien ihrer Gast- 
geber ? 

4 Was wünscht sich jeder Ausländer? 

5 Warum ist man von den Werken 
Shakespeares tief ergriffen ? 



6 Werden Shakespeares Dramen und 
Komödien in Deutschland aufgeführt? 

7 Welche Schauspieler möchte der 
Engländer in einem Shakespeare-Drama 

sehen ? 

8 Kennen Sie berühmte deutsche 

Schauspieler ? 

9 Welchen Einfluss hatte Shakespeare 
auf die Entwicklung des Dramas ? 



NOTES 



lo Ist Shakespeare noch modern ? 

7HEMEN 

1 Ziehen Sic Shakespeares Tragödien 
oder Komödien vor? Und aus weichen 
Gründen? 

2 Welche deutsthen Filme haben Sie 

gesehen ? 



1 Shakespeare holds a place in German theatre such as no foreign playwright 
commands in Britain. Many German writers (including Goethe) have gone on record 
as regarding Shakespeare as the grcatest dramatist of all time. 

2 Most German towns have their own theatre, and many have an opcra house 
as well Going to the theatre is a more formal occasion in Germany than in Britam, 
and it is customary to wear a dark suit. Among thc best-known actors of this Century 
in Germany are Gustaf Gründgens and Emil jannings. Gründgens is remembered lor 
his portrayal of Mephistopheles in Goethe's 'Faust', and jannmgs for his films. 
including 'Der blaue Engel', in which he played opposite Marlene Dietrich. Hemz 
Rühmann is noted for his quiet humour in a film of Carl Zuckmayers drama Der 
Hauptmann von Köpenick'. Other well-known German actors and actresscs include 
Curd Jürgens. Fritz Kortner. Elisabeth Bergner and Agnes Straub. 



Birminghams Neubauten 

Die Bauplaner Birminghams haben sich bemüht, 
modern zu bauen. Statt viele kleine Eigenheime zu 
bauen, baut man Hochhäuser, in denen doch jeder 
für sich ist. Den gewonnenen Platz verwendet man 
für Grünanlagen und Parks. Durch gradlinige 
Strassen versucht man, dem amerikanischen Beispiel 
zu folgen. Andrerseits laufen die grossen 
Motorways an diesen Wohnzentren vorbei. Der Ruhe 
we^en. Vielleicht ist die Ruhe ein Grund dafür, 
dass man in der Nähe dieser Wohngebiete auch die 
neuen Verwaltungsgebäude baut. Die Hauptsache ist 
natürlich, ein Zentrum der Verwaltungen zu 

47 



46 



c^ohaffen Bis heute liegen die einzelnen 
^S^altungsgebäude noch weit auseinander Da ma^ 
ia von jeder Behörde zur nächsten geschickt wira, 
Kmmrmin durch die ganze Stadt, wenn man nur eine 
Unterschrift haben will. In ein paar Jahren wird 
Sas kaSm noch nötig sein. Alle Neubauten lassen 
Sute schon ein Schema erkennen. ^-^ ^^f -J^^^J^:, 
•Remühunff der Zentralisierung der Schulen, Kircnen, 
Verwaltungsgebäude und Geschäfte. Früher fand man 
iHedem zwfiten oder dritten Haus einen kleinen 
Laden Diese Läden sind heute den Supermarkets 
Gewichen weil sie unrentabel geworden sind. Eine 
lute we^n auch neue Idee, diese Zentralisierung. 
Man hat es so in der Hand, den langen Weg zum 
billigen Geschäft den Hausfrauen abzunehmen. 
Ausserdem brauchen Mütter nicht mehr um ihre 
Kinder zu bangen, wenn diese auf dem Schulweg 
sind- denn die Schulen liegen so, dass sie von 
allek Häusern des Wohngebietes bequem und sicher 
zu erreichen sind. 



3 Wo liegen die einzelnen Verwal- 
tungsgebäude ? 

4 Warum sind Supermarkets entstan- 
den? 

5 Wo liegen die Schulen ? 

6 Was ist ein Hochhaus ? 

7 Welches ist das höchste Gebäude 

der Welt? 

8 Was ist Fernheizung? 



9 Warum haben die Deutschen Dop- 
pelfenster? 

lo Welche Vorteile hat die Zentralhei- 
zung? 

THEMEN 

1 Vor- und Nachteile der Hochhäuser. 

2 Eine ideale Wohnung. 



der Neubau {pl die Neubauten) new 

building 
der Bauplaner town-planner 
sich bemühen to try 
das Eigenheim scU-containcd house 
das Hochhaus block oi tJats 
für sich Ich to onescll 
gewinnen to gain 
verwenden to use 
Grünanlagen {pl.) open Spaces 
gradlinig straight 
andrerseits on the othcr band 
vorbeilaufen to by-pass 
das Wohnzentrum residential area 
das Wohngebiet = das Wohnzentrum 
das Verwaltungsgebäude office block 
die Hauptsache {here) main reason 
die Verwaltung municipal office 



schaffen to crcate 

auseinander apart 

die Behörde authority, office 

die Unterschrift signature 

das Schema plan 

die Zentralisierung centralisation 

weichen to give way 

unrentabel uneconomic 

in der Hand haben to succced, manage 

abnehmen to remove 

jemandem etwas abnehmen to reheve 
someone ol something 

ausserdem moreover 

bangen um to be afraid [or, worry 

about 
bequem easily 
der Schulweg the way to school 




FRAGEN 

I Warum baut 
Birmingham? 



man Hochhäuser in 



2 Warum folgt 
kanischen Beispiel ? 



man dem ameri- 



48 



NOTES 

. German cities contain .ore new bui.dings than most British towns, but they 

=%=sL'^^ :rrprrj«a rSirÄ/o. .. 

fo7an the removal of the old city centre alongs.de the building of the new one. 

49 



2 Many German eitles have Shopping centres which are traffic-free. Good 
examples of this are Cologne. Kassel and Kiel. Often. however. the most impressive 
buildings are those of the banks and insurance companies. 

3 Berlin has a particularly interesting housing estate known as the HansavierteL 
It was built in 1957 after plans had been drawn up by architects from tourteen 

different countries. 

4 Since 1950. public authorities and private building firms in Germany have 
been able to obtain particularly favourable interest rates (in some cases intercst-frce 
loans) for building new homes for people who can only afford moderate rents. 



i 



Cadburys-eine moderne Fabrik 

Ein grosser Bus brachte uns nach Bournville. 
Zuerst sahen wir ein riesiges Gebäude, umgeben von 
einem wunderschönen Park. Am Eingang wurden wir 
von jungen Damen begrüsst, die, nachdem wir m 
Gruppen geteilt waren, uns durch die Fabrik fuhren 
sollten. Die Fabrik, die einen sehr hygienischen 
Eindruck machte, ist mit modernen Maschinen 
versehen, die meistens von Frauen bedient wurden. 
Nur zu schweren oder besonderen Arbeiten werden 
hier Männer beschäftigt. Sehr beeindruckten mich 
die Räume, in denen alle ein billiges Essen 
bekommen können. Ebenso schön sind alle Räume, m 
denen während der Mittagspause oder auch sonst 
gespielt werden' kann. Es ist für alles gesorgt. 
Besonders schön ist das Schwimmbad. Auch für die 
Angestellten, die bereits pensioniert sind, ist 
gesorgt. Sie haben besondere Räume, wo sie sich 
treffen können. Man kann daraus folgern, dass die 
Besitzer nicht nur an sich, sondern auch an ihre 
Angestellten und Arbeiter denken. Die Fabrik, die 
ja schon sehr lange besteht, ist noch 
Familienbesitz. Die Familie Cadbury ist eine 
Quäkerfamilie, und Bournville ist Eigentum der 
Familie geblieben. Alles, was man in diesem 
Stadtteil sieht, ist irgendwie mit den Cadburys 
verbunden. 

50 



das Schwimmbad swimming-bath 

der Angestellte employee {uscd later to 

mean 'otficc worker' as opposcd to 

'manual worker') 
bereits alrcady 
pensioniert sein to have rctircd 
folgern to condude 
der Besitzer owner 
der Familienbesitz kun'ily property 

{translatc: 'is owncd by the family') 
das Eigentum property 
der Stadtteil district, subiirh 
irgendwie somehow 
verbunden linked 



8 Was versteht man unter Konfekt 

(Pralinen)? 

9 Wieviele Wochenstunden arbeitet 

ein Arbeiter? 

10 Was ist Automatisierung? 



die Fabrik factory 

riesig huge 

umgeben von surrounded by 

der Eingang entrance 

hygienisch hygienic 

versehen provided. equipped {translate: 

'the factory has . . .') 
bedienen to operate 
beschäftigen to employ 
beeindrucken to impress, strike 
die Mittagspause mid-day break, lunch- 

hour 
oder auch sonst or at other times 
es ist für alles gesorgt everything has 

been taken care of 

FRAGEN 

1 Wo liegt die Fabrik ? 

2 Wer bedient die modernen Ma- 
schinen? 

3 Was ist besonders schön in dieser 

Fabrik? 

4 Wo können sich die pensionierten 

Angestellten treffen? 

5 Was sind Quäker? 

6 Was findet man in einer modernen 
Fabrik? 

7 Kennen Sie gleichwertige Schokola- 
denfabriken in Deutschland? 

NOTES 

1 Germany has a mere 500 Quäkers, compared wilh 21,000 in Britain; this reflects 
a general trend in German religious life. which is dominated by the two huge 
organizations. the Catholic and Protestant churches. all other denommations bemg 
extremely small. The 1961 census showed that 946% of the population belonged to 
one or other of the major churches. and only i-8% to other religious sects or 

groups. 

2 Membership of churches is, however, often mercly a nominal affair. and is no 
indication of regulär churchgoing. Respected German sociologists State that 28/0 
of Germans questioned in a survey went to church 'regularly', 12% 'frequently and 

4% 'now and then'. 

7 Cream-fiUed chocolates are not Schokoladen in German. but Trahnen. Germans 
have a fondness for bitter chocolate. which takes some getting used to. The best- 
known German chocolate firms are Stollwerck, Sarotti and Trumpf. 

5^ 



THEMEN 



moderne 



1 Warum baut man eine 
Fabrik ausserhalb der Stadt ? 

2 In welchen Fabriken beschäftigt 
man mehr I rauen als Männer? 



Die neue Kathedrale in Coventry 

Wir betraten die Kathedrale durch einen der beiden 
Nebeneingänge, die sich beiderseits des 
Haupte ingangs befinden. Innen war das Licht durch 
die^ wunderbaren Farben des Fensterglases angenehmn 
gedämpft. Die einzelnen Teile der Seitenwände sind 
schräggestellt und sind durch bunten Glasbau 
verbunden. Je mehr man sich dem Altar nähert, 
desto dunkler und leuchtender werden die Farben 
dieses Glases. Hinter dem Altar befindet sich ein 
riesiger bunter Wandteppich, der nach meinem 
Geschmack zu unruhig wirkt. Er stellt Jesus dar 
mit gefalteten Händen. Um ihn herum sind 
symbolhafte Figuren gezeichnet, die im einzelnen 
gesehen ein wenig kitschig wirken, jedoch im 
Zusammenhang eine recht gute Wirkung haben. Der 
Hintergrund des Bildes ist hellgrün, und das steht 
meiner Meinung nach in einem zu grossen Kontrast 
zu den übrigen Farben in der Kirche. Der Altar ist 
sehr schlicht und gefiel mir vor dem Bild im 
Hintergrund sehr gut. Auf der rechten Seite der 
Kirche steht ein Taufstein, ein grosser, rauher 
Stein, der eigens für diese Kathedrale aus 
Jerusalem herbeigeschafft worden ist. Im 
Hintergrund des Taufsteines befindet sich eine 
farbenprächtige Glaswand. In der Mitte ist das 
Glas hellgelb und wird nach aussen immer dunkler, 
bis es schliesslich in einem tiefen Rot endet. 



betreten to enter 

der Nebeneingang side entrance 

beiderseits on both sides 

der Haupteingang main entrance 

innen inside 

angenehm pleasant{ly) 

dämpfen to subdue 

einzeln individual 

die Seiten wand side wall 

schrägstellen to build on a slant 

der Glasbau glass 

verbinden to link 

leuchtend resplendent 



riesig gigantic 

der Wandteppich tapestry 

nach meinem Geschmack according to 

my taste, in my opinion 
unruhig unquiet, restless 
wirken to seem, appear 
darstellen to portray 
gefaltet folded 
symbolhaft symbolic 
zeichnen to depict 
im einzelnen gesehen taken separately 
kitschig shoddy, trashy 
die Wirkung effect 



S2 



im Zusammenhang in the context 
der Hintergrund background 
schlicht piain, simple, unpretentious 
der Tauf stein fönt 
rauh rough 



FRAGEN 

1 Was ist eine Kathedrale? 

2 Wie ist das Licht im Innern der 
Kathedrale? 

3 Was befindet sich hinter dem Altar ? 

4 Warum wird die Jesusfigur so viel 

kritisiert ? 

5 Was steht auf der rechten Seite der 

Kathedrale ? 

6 Wie sind die Fenster der Kathe- 
drale? 



eigens especially 
herbeischaffen to bring 
farbenprächtig colourhü 
schliesslich tinally 



7 Welche bekannten Kathedralen gibt 
es in Deutschland? 

8 Kennen Sie andere berijhmte Kathe- 
dralen in Lngland? 

9 Wodurch wurde Coventry in 
Deutschland bekannt? 

lo Was ist ein Wandteppich? 




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2 Die Sonntagsschule in England. 



THEMEN 

I Moderne Kirchenarchitektur. 

NOTES 

1 In the final period of the Second World War. German cities too suffered badly 
from war damage. In Cologne. four-fifths of the city centre was destroyed. and it is 
estimated that in Dresden 135.000 people were killed in the raids. Cologne Cathedral. 
situated near the railway Station, was hit twenty-six times by bombs. but was not 
destroyed. Now these cities. like Coventry. have risen again from the ruins. Hitler 
coined a verb. koventricrcn, to describe the total destruction of a city, but it is a 
verb which has now been forgotten and does not appear in German dictionaries. 

2 Germanv has many fine new churches. Among the best-known is the Kaiser- 
Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Like Coventry. it is unimpressive from outside 
-but inside it is fiUed with a beautiful blue light from stained glass wmdows. As a 
contrast with this one might mention the new church on the Feldberg mountain m 
the Black Forest. It Stands out isolated on the hilltop. a striking example of modern 

architecture. 

However. Germany's most beautiful churches are the older ones, datmg from the 
seventeenth and eighteenth centuries. Bavaria is füll of colourful baroque and rococo 
churches. many of them with 'onion' towers. In both baroque and rococo styles, 
architecture is subordinated to paintings and sculpture; rococo is the later form, 
more elaborate and colourful than baroque. 



Oxford 

In Oxford, wieder durch den Regen verhindert, viel 
zu unternehmen, fuhren wir durch die ganze Stadt. 
Ich hatte keine so grosse Stadt mit neunundzwanzig 
verschiedenen Colleges erwartet. Was mich nur 
verwunderte, war, dass vierundzwanzig Colleges für 
Studenten sind und nur fünf für Studentinnen. Wenn 
die Männer dort in einer so überwältigenden 
Mehrheit sind, warum gibt es dann keine gemischten 
Colleges? Dann würden sich getrennte Colleges für 
Frauen doch erübrigen. Aber vielleicht liegt das 
an dem englischen Sinn für Tradition. 

Schliesslich besuchten wir das Christ Church 
College. Es ist das grösste College von Oxford, 

54 



weil zu ihm auch die Kathedrale der Stadt gehört. 
Wegen der Semesterferien waren der Speisesaal, 
eine grosse Halle und die Kathedrale zur 
Besichtigung freigegeben. Der Speisesaal ist ein 
riesiger Raum mit alten Gemälden an den Wänden, 
schweren Kronleuchtern und dunklem Mobiliar. Am 
Kopf eines jeden Tisches war eine Klingel 
angebracht, damit die Studenten die Bedienung 
herbeirufen können. Die Atmosphäre war etwas 
düster in diesem Saal. 

Oxford beeindruckte mich sehr. Nur ein College 
sah ich, und das war fast so gross wie die gesamte 
Mainzer Universität. Und dort gibt es 
neunundzwanzig Colleges! Ich verstand den 
englischen Stolz auf Oxford und Cambridge. Diese 
beiden Universitäten sind ein internationales 
Zentrum der Wissenschaften. Ein Treffpunkt der 
geistigen Elite aus aller Welt. 



verhindern to prevent 

unternehmen to do 

erwarten to expect 

verwundern to surprisc 

überwältigend overwhclming 

die Mehrheit majority 

getrennt separate 

sich erübrigen to he unnecessary 

liegen an to he due to 

die Semesterferien univcrsity holidays 

der Speisesaal dininy-hall 

zur Besichtigung freigegeben opcn to 

visitors 
das Gemälde painting 
der Kronleuchter chandclier 



FRAGEN 

1 Was ist ein College ? 

2 Wie viele Colleges gibt es in Oxford ? 

3 Wie viele Colleges gibt es für Studen- 
tinnen? 

4 Welches ist das grösste College in 

Oxford? 
£ Wie ist der Speisesaal eingerichtet ? 



das Mobiliar iurniluic 

anbringen to inst all, place 

die Bedienung herbeirufen to call ior 

Service 
düster gloomy 
beeindrucken to iinpress 
gesamt whole 
die Mainzer Universität the Univcrsity 

of Mainz {Mayence) 
der Stolz pride 
die Wissenschaften (p/.) knowledge, 

Sciences, scholarship, education 
der Treffpunkt meeting-place 
geistig intellectual 



6 Wozu ist eine Klingel am Ende des 

Tisches ? 

7 Wie viele Universitäten gibt es m 

Deutschland ? 

8 Welche deutschen Universitäten 

kennen Sie? 

9 Wie viele Semester hat das akade- 
mische Jahr in Deutschland ? 

10 Was ist ein akademischer Titel ? 



SS 






THEMEN 

I Warum sind Oxford und Cambridge 
so berühmt in der Welt? 



NOTES 



2 Wie lange soll man Student bleiben ? 



1 Although German universities have less buildings than those in Britain, they 
have far more students. and there are serious overcrowding problems. Until very 
recently, any German with Abitur had a right to admission at any university he 
chose. Now, more and more faculties are limiiing the number of students they admit. 

2 There is no distinction in Germany equivalent to that bctween 'Oxbridge' and 
•Redbrick' universities. Yet Germany has many old universities in picturesque 
surroundings. These include Marburg, Heidelberg and Tübingen. Until a few years 
ago, it was the tradition for students to move from one university to another and 
enjoy the Student life in many centres. But since so many students are now forced 
from economic reasons to live at home (less than a ftfth of all German students 
receive grants) this practice has declined. The main fault with the German System 
is its impersonal teaching. Most teaching is conductcd in large lecture theatres with 
more than a hundred students. German professors are remote, and students have little 
contact with them. There is no tutorial System, but in his final term the German 
Student takes part in a small seminar discussion to prepare for his exams. 



Wales (1) 

Wir waren jetzt mitten in den Black Mountains. 
Wenn man hier mit dem Auto fährt, so denkt man 
unwillkürlich an den Schwarzwald; denn die Black 
Mountains sind genau so dunkel und drohend, nur 
mit dem Unterschied, dass sie nicht bewaldet sind. 
Ab und zu sieht man vereinzelte Krüppelkiefern, 
aber sonst nur Gestrüpp und Farne. Wir sprachen 
wenig; denn was hätten wir schon sprechen sollen, 
wo wir uns nur wundern konnten? Der Motor 
arbeitete ruhig und gleichmässig, nur bei starken 
Steigungen wurde er lauter. Wir kamen durch 
viele kleine Ortschaften, deren Namen ich leider 
nicht wiedergeben kann, da sie für einen Ausländer 
unleserlich und auch unaussprechlich sind. Mir 
fielen besonders die vereinzelten, einsam 

S6 



liegenden Häuser auf. Zwei Häuser lagen oft 
kilometerweit auseinander. Weiter fiel mir auf, 
dass grosse Flächen der Bergabhänge von Mauern 
eingefasst waren. Man erklärte mir, dass diese zum 
Schutze gegen das Abschwemmen der Erde vorhanden 
seien; denn in Wales regne es oft, und man zeigte 
mir die breiten Rinnen, in denen der Regen zu Tal 
floss. Dann kamen wir an eine Talsperre. Ich 
dachte zuerst, es sei ein See, so gross war sie. 
Diese Talsperre versorgt die ganze Umgegend mit 
Strom. Allmählich wurde es wieder flacher; denn 
wir näherten uns der Küste. Nach einer weiteren 
halben Stunde erreichten wir unser Ziel. 



die Steij^ung 
die Orist haft 
wiedergeben 



mitten in in the middlc of 

unwillkürlich instinctivcly 

der Schwarzwald Black Forest 

drohen to threaten 

der Unterschied diffcrence 

bewaldet wooded 

ab und zai now and then 

vereinzelt isolated 

die Krüppelkiefcr dwari pine 

das Gestrüpp scrub 

der Farn iern 

gleichmässig evenly, steadily 

climb 
place 

to repeat 
unleserlich illeyible 
unaussprechlich unpronounceablc 
vereinzelt isolated 
kilometerweit auseinander miles apart 



FRAGEN 

1 Was sind ..Black Mountains" ? 

2 Warum wird man hier an den 
Schwarzwald erinnert? 

3 Warum sprechen sie wenig? 

4 Warum sind die Namen hier so 
schwierig für Ausländer? 

5 Warum waren die Bergabhänge von 
Mauern eingefasst? 



grosse r- lachen Jarcje areas 

der Bergnbhang hillside 

einfassen to enclose 

zum Schutze gegen as a protection 

against 
abschwemmen to wash away 
vorhanden sein to exist, be there 
die Rinne Channel 
fliessen to flow 
das Tal valley 
die Talsperre dam 
versorgen to supply 
die Umgegend surroundiny area 
der Strom {electric) power 
allmählich (jradually 
flach Hat 

die Küste coast (tianslate: 'the sea') 
sich nähern to approach 
das Ziel destination 



6 Wie ist das Wetter in Wales ? 

7 Welche Sprache spricht man hier ? 

8 Warum hat man Talsperren? 

9 Kennen Sie deutsche Talsperren ? 

lo Mit welchem deutschen Land kann 
man Wales vergleichen? 



57 



I 



THEMEN 

I Welchen Teil Deutschlands würden 
Sie für Ihre Ferien wählen? 



2 Das Wetter auf dem Kontinent, 
besonders in Deutschland. 



NOTES 

1 Visits to Wales are not part of thc official programme, but many of the 
Cologne visitors are taken on car excursions by their hosts. and this is one of the 

favourite outings. . . m i 

2 The area of Germany with which one could best compare Wales is the Black 
Forest as the German writer says here. The Black Forest is in south-west Germany. an 
area of hiUs and wooded slopes. It is populär with foreign tourists (particularly the 
French) and known all over thc world for its wood-carvings. The centrc of the 
German clock-making industry is in the Black Forest, particularly a small town 

called Furtwangen. 

Higher, snow-capped hills are to be found in Bavaria. the southernmost of the 
German Länder. This is also the home of beer-drinking, and from the Bavarian 
capital. Munich, beer is exported to all parts of the world. 

In central Germany. there are many attractive mountain ranges. among them the 
Eifel (the German continuation of the Ardennes). the Teutoburger Wald, the Harz, 
Spessart and Thüringer Wald. 



Wales (2) 

Hier oben machten wir halt, um uns mit einer Tasse 
Tee und einigen Sandwiches zu stärken. Ein 
frischer Wind wehte dort oben, und ich empfand, 
dass die Gegend noch rauher war, als sie schien. 
Ich bestieg einen Felsvorsprung und sah in das 
nächste Tal hinab. Weit hinten ganz klein und an 
die Felsen angeschmiegt erkannte ich die Zeugen 
des unschätzbaren Reichtums dieser sonst 
unfruchtbaren Erde, Kohle. 

Wir mussten aber noch ein gutes Stück steiler, 
kurvenreicher Strassen fahren, ehe wir in ein 
typisches ..Welsh valley" hineinkamen. Dicht 
drängten sich alte, verrusste Häuserblocks an die 
steilen Abhänge, da und dort erhob sich der Koloss 
eines Eörderturms über die kleinen, schüchternen 
Häuschen und die vielen verwirrenden Gässchen. 



Über allem lag die dicke, stickige Luft eines 
Industrielandes, die heute am Sonntag etwas 
aufgelockert war. Es ist ein Land der schwarzen 
Erde, dieses ..welshe" Hügelland, von aussen arm 
und von innen reich. Viel müssen die Menschen hier 
entbehren, fleissig arbeiten sie und halten ihre 
alten Sitten, sowie auch ihre alte Sprache. 

Bald aber wurde das Tal breiter und grüner, die 
Halden verschwanden, und die Berge wichen zurück. 
Ein völlig neues, ebenes Land tat sich vor uns 
auf. Wir kamen durch alte, saubere Städtchen, 
durch grössere Wäldchen und über weite Wiesen. Die 
gerade Strasse führte uns nach Porthcawl am Meer, 
unserem Ziel. 



halt machen to stop 

stärken to strengthcn, iclrcsh 

wehen to blow 

rauh rugged 

besteigen to climb 

der Felsvorsprung Icdge 

angeschmiegt clinging 

der Zeuge witncss {translate: 

evidence') 
unschät/bar incakulable 
der Reic htum rkhcs 
unfruc htbar unfruitlul, harren 
die Kohle cool 
steil stecp 
kurvenreich winding 
sie h drängen to press 
ehe hefore 
verrusst sooty 
der Abhang slope 



der Koloss colossus 
der Förderturm pit-hcad 
schüchtern shy. timid 
verwirrend confusing 
das Gässchen narrow street 
stickig suffocüling 
auflockern to thin 
'the das 1 lügelland hill coiintry 
(Milbehren to do without 
fleissig industriously. lutrd 
halten to retuin 
die Sitte custom 
die Halde cool tip 
zurückweichen to retreat 
völlig completely 
eben flat 

sich auftun to open up 
sauber clean 
die Wiese meadow 



FRAGEN 



Womit stärkten sich die Besucher? 
Was ist der Reichtum von Wales? 
Wie sehen die Häuserblocks aus? 
Was erhob sich in dem Tal ? 
Wie ist das ., welshe" Hügelland? 
Welches sind die grössten Kohlcn- 



7 Welches sind die grössten Kohlenge- 
biete in Fngland? 

8 Welches sind die grössten Städte im 
Ruhrgebiet? 

9 Was sind Briketts ? 

lo Warum sind die Bergleute so 
schweigsam ? 



59 



THEMEN 

I Warum ist Kohle heute nicht mehr 2 Das Leben eines Bergmanns, 
so wichtig? 

NOTES 

1 Germany's counterpart of the Welsh Valleys is the Ruhr district, which lies in 
the far West, not far from the Dutch border. The name Ruhr comes from the River 
Ruhr, a tributary of the Rhine. Although the Germans speak derogatively of this 
area. calling it the Kohlcnpott or Ruhrpott, it is not without its attractiveness, as 
many of the large towns have maintained excellent parks. Among the best known 
are the Westfalenpark at Dortmund and the Gruga horticultural exhibition grounds 
in Essen. But much of the area is built-up. and even the modern housing estates have 

an impersonal air. 

2 The engineering industry is the most important in contemporary Germany, 
and accounts for a fifth of her total income from exports. Vehicles of every description 
are also important— in particular the Volkswagen car; German cars are bought by 
nearly 150 different countries. Electrical and chemical industries also number among 
the giants. 



London (1) 

Nach drei mir unendlich scheinenden Stunden 
erreichten wir die City. Gerade zeitig genug, um 
der Wachablösung vor dem Buckingham Palace 
beizuwohnen. Unser nächstes Ziel war der Trafalgar 
Square, hier fütterten wir die ewig hungrigen 
Tauben. Man konnte sich direkt nach Venedig 
versetzt fühlen, wenn es etwas wärmer gewesen 
wäre. Die Zeit war schon fortgeschritten, und nun 
machte sich auch bei uns der Hunger bemerkbar. Wir 
suchten ein mehrstöckiges Speisehaus auf und assen 
dort zu Mittag. Danach ging es mit der U-bahn an 
die Themse und von dort zum Parlament. Von fern 
hörten wir schon Big Ben, die grosse Glocke. Dann 
weiter zur Westminster Abbey. Sie wurde eingehend 
besichtigt, danach spazierten wir langsam zum 
Buckingham Palace zurück. Hier bestiegen wir das 
Auto und fuhren über den Piccadilly Circus zum 
Tower. Wir wollten unbedingt einige 



60 



Sehenswürdigkeiten sehen, so mussten wir eine 
lange Schlange in Kauf nehmen. 

Nach zweistündigem Aufenthalt wurden wir des 
Sehens müde und setzten uns an der Themse auf ein 
Kanonenrohr. Wir machten einige Photos von uns und 
der Tower Bridge, die wir von unserm Sitzplatz 
sehen konnten. Nach einer kurzen Ruhepause, bei 
einer Tasse Kaffee, musste die Rückfahrt angetre- 
ten werden, denn es war schon spät. Leider war 
die Zeit an diesem Tag viel zu schnell vergangen. 



unendlich intcrminahlc 

gerade zeitig genug just in timc 

die Wachablösung Changing of the 
Cuard 

füttern to iecd 

die Taube pigcon 

ewig ever 

Venedig Venice 

versetzen to transport 

die Zeit war fortgeschritten time was 
getting on 

bemerkbar noticcable, noticed (trans- 
late: 'we began to feel . . .') 

aufsuchen to visit 

mehrstöckig multi-storey 

das Speisehaus restaurant 

die U-bahn (Untergrundbahn) Under- 
ground, tube 



von fern from afar 

eingehend in detail, thoroughly 

besichtigen to look at, examine 

spazieren to walk, stroll 

besteigen to get into 

unbedingt without fail 

die Sehenswürdigkeit place of interest 

die Schlange queue 

in Kauf nehmen to put up with 

das Kanonenrohr barrel of a gun 

Photos machen to take photos 

die Ruhepause rest 

antreten to Start (transJate: 'we had to 

Start back') 
leider unfortunately 
vergehen to pass 



FRAGEN 

1 Was sahen die Besucher zuerst? 

2 Wo fütterten sie die Tauben ? 

3 Was wissen Sie über „Big Ben" ? 

4 Mit welchem deutschen Fluss kann 
man die Themse vergleichen ? 

5 Welches sind die grössten Flüsse in 
Deutschland.' 

6 Welche Sehenswürdigkeiten von 
London beeindruckten die Besucher 
besonders ? 

7 Welche besonderen Sehenswürdig- 
keiten gibt es in Berlin 1 



8 Erkennt man den Berliner an seiner 

Sprache? 

9 Welche berühmten Strassen von Ber- 
lin kennen Sie? 

lo Welcher Staatsmann hat die Worte 
gesagt, „Ich bin ein Berliner"? 

THEMEN 

1 Warum ist Bonn die Haupstadt von 
Westdeutschland ? 

2 Berlin unter den Hohenzollern, der 
Weimarer Republik. Hitler und der Bun- 
desrepublik. 



6i 



NOTES 

1 Until the end of the last war, thc capital of Germany was Berlin. Now West 
Germany {die Bundesrepublik Deutschland) \s governed from Bonn, and Hast Ger- 
many {die Deutsche Demokratische Republik) from Fast Berlin. Berlin is a divided 
city. physically separatcd into Liast and West by the now famous Berlin Wall built 
in 1961. Nevertheless. Berlin has much to offer the tourist. though perhaps less than 
London. Both in West and Hast are many lakes and woods, and even bathing 
beaches which are crowded on summer week-ends. I-oreign visitors are particularly 
attracted by the zoos in both parts of the city, and by the Olympic Stadium (in the 
West) built in 1936. On the border between East and West is the Brandenburger Tor, 
a Greek-style gate that has become a symbol of the division of Berlin and of Germany. 

2 Berlin has three universities and many well-known theatres. In the West is the 
Schiller-Theater, where many world premicres of new German plays take place. The 
opera lovers throng to the Deutsche Oper Berlin, while those who prefer musicals go 
to the Theater des Westens. The Freie Volksbühne, the Theater am Kurfürstendamm 
and the Tribüne are known throughout the world. In the Hast is the Berliner 
Ensemble, where the German playwright Bertolt Brecht worked, and which special- 
izes in his plays. Also in the East are the Deutsche Staalsoper. the Komische Oper and 
the Deutsches Theater. 



t [: w^ 




W ' 



London (2) 

Doppelstöckige, rote Busse brummten über die 
überfüllten Strassen und alte Autos, die es bei 
uns kaum noch gibt. Nun wollten wir die Tower 
Bridge besichtigen. Ein kleines Schiff ratterte 
mit uns und anderen Touristen die Themse entlang. 
Zuerst fuhren wir durch die London Bridge. Dann 
erkannte ich schon im Nebel die weltbekannte 
Tower Bridge. Das Schiff legte an. Nun ging es 
über die Tower Bridge in das Museum, wo viele 
Ritterausrüstungen ausgestellt sind. Der Tower war 
früher ein Königspalast, später ein Gefängnis und 
ist heute ein Museum. 

Nach einer Teepause besichtigten wir den 
Buckingham Palace, in dem die englische Königin 
lebt. Stolz ragte er hinter einer Allee heraus. 
War hier eine Menschenmenge! Jeder wollte 
natürlich den herrlichen Palast sehen und die 
Soldaten, die in einem Häuschen standen und keine 
Miene verziehen durften. Als wir zum Piccadilly 
Circus kamen, sahen wir viele langhaarige Gammler, 
die in den Ecken sassen. Ihr Haar fiel bis auf die 
Schultern. Einige malten auf dem Pflaster, um Geld 
dafür zu bekommen. An den Hausfronten reihte sich 
eine Lichtreklame an die andere. Der Verkehr war 
unwahrscheinlich gross und wurde von den 
Verkehrspolizisten gelenkt. Piccadilly heisst ja 
nicht umsonst ..das Herz von London". Hier gefiel 
es mir, hier wollte ich bleiben! Aber leider 
mussten wir gegen Abend wieder zurück nach 
Birmingham. 



doppelstöckig double-decker 

brummen to growl 

überfüllt overcrowded 

rattern to rattle 

der Nebel mist, fog 

anlegen to pull ashore 

die Ritterausrüstung suit of armour 

ausgestellt on display. exhibited 

früher formerly {translate: 'originally') 



der Königspalast royal palace 

das Gefängnis prison 

herausragen to stand out 

die Allee avenue 

die Menschenmenge crowd 

herrlich wonderlul, splendid 

das Häuschen sentry-box 

eine Miene verziehen to pull a face 



63 



der Gammler layabout, hippy, youth, 

lout 
die Schulter Shoulder 
malen to paint 
das Pflaster pavement 
die Hausfront fa^adc {translate: 'huild- 

sich aneinanderreihen to iollow 



die Lichtreklame neon sign 

unwahrscheinlich incredibly 

der Verkehrspolizist traffic cop, police 

man on point duty 
regeln to direct, control 
geschickt skillully 
umsonst for nothing 
gegen towards 



:>_ 



FRAGEN 



I 



I 

2 

3 
4 
5 



Welche Brücke sehen die Besucher? 
Was sehen sie im Museum ? 
Was wissen Sie vom Tower ? 
Was ist der Buckingham Palace? 
W^arum bewundern die Touristen die 
Wachsoldaten vor dem Palast? 

6 Was sehen die Besucher am Picca- 
dilly Circus? 

7 Was sind Gammler? 

8 Wie nennt man Piccadilly? 



NOTES 



9 Welche Museen gibt es in London? 
Und in Berlin? 

lo Welcher Teil von Berlin untersteht 
der Deutschen Demokratischen Re- 
publik? 

THEMEN 

1 Die politische Rolle Berlins nach 
dem 2. Weltkrieg. 

2 Ist Berlin eine Reise wert? 



1 Layabouts, tramps and pavement artists are common in Germany, too, but less 
so than in Britain. Far fewer youths let their hair grow long, and the German children 
always notice this when they visit Britain. (The word Gammler is of Danish origin.) 

2 The heart of West Berlin is the Kurfürstendamm, a long Shopping street whic h 
also contains many first-class restaurants and cafes. At the end of the Kurfürsten- 
damm is the Kaiser-Wilhclm-Gedächlniskirchc (mentioncd in the notc on Die neue 
Kathedrale im Coventry). Nearby is the huge Luropa-Ccnter, a skyscraper building 
with morc shops and restaurants of every description. Berlin's museums are 
particularly good. In the West is the Museum Dahlem with a fine section dcvoted 
to Egyptian antiquities. In Hast Berlin, the Pergamon Museum contains the Pergamon 
Altar, one of the best pieces of Greek sculpture still visible today. 

3 There is a factual error in the German original here. The writer has confused 
the Tower Bridge (over the Thames) with the small bridge leading into the Tower. 
It is this small bridge that they crossed to reach the museum. 



64 











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ERNEST HAMBURGER - 67 Riverside Drive - New York NY 



10024 



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27. Januar 1972 



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Mrs. Gertrud Goldschmidt 
58 Stalpert Straat 
den Haag, Nether lands 



Sehr geehrte gnaedige Frau, 








ich danke Ihnen sehr fuer Ihr freundliches 
Schreiben, in dem Sir Leben und Wirken Ihres Gatten 
so lebendig dargestellt haben. Im allgemeinen nehme ich 
Persoenlichkeiten, die nicht volljuedischer Abstammung 
waren, in mein Buch nicht auf, aber ich mache davon 
Ausnahmen, wenn besondere Umstaende vorliegen. Hier ist 
ein solcher Umstand gegeben, naemlich die Partnerschaft 
ijiit Oscar Cohn, den ich schon eingehend in meinem 1668 
erschienen Buche behandelt habe, und der wegen seiner 
Taetigkeit in der Weimarer Nationalversammlung und im 
Preussischen Landtag bis 1924 auch in dem bevorstehenden 
Band seinen Platz haben wird. 

Ich nehme an, dass die Taetigkeit Ihres Gatten fuer 
dieSowjetische Botschaft in die Zeit gefallen ist , in 
der er ein gemeinsames Bureau mit Dr. Cohn hatte; dieser 
ist ja politisch vor allem in diesem Zusammenhang viel- 
fach im Jahre 1919 erwaehnt worden. 

Auf Grund Ihres Schreibens bin ich in das Bureau des 
"Aufbau" gegangen und habe die Nummern der Monate Ende Mai 
bis Juli 194^ durchgesehen. Es handelt sich um eine kurze 
Notiz, die ich in Nr. 30 des Aufbau vom 26. Juli 1940, S.IO, 
gelesen habe: '*In London starb der fruehere Ministerialrat 
im Preussischen Justizministerium Dr. Gustav A. J>. Goldschqfiidt. 
Seit 1933 im Haag ansaessig, floh er bei der Invasion der 
Deutschen im offenen MoffeStfboot mit den Seinen ueber die^ 
Nordsee." Die Notiz erschien unter der Rubrik "Wie wiA:> 
hoeren". Zu einer ausfuehrlicheren Wuerdigung war damals 
offenbar angesichts der aufregenden Ereignisse, der Kaempfe 
in Frankreich usw., kein Raum. 

Nun noch eine Bitte: Sie waren so freundliche, mir die 
Photokopien von 2 Seiten des Preussischen Term.inkalenders 
fuer das Jahr 1933 beizufuegen. Dieser Kalender ist fuer 
m ^ch unschaetzbar, Exemplare im Handel sind ebenso wenig 
mehr vorhanden, wie vom Verwaltungskalender und dem 
Lehrerkalender. Wuerden Sie sich entschliessen koennen, 
mir Ihr Exemplar leihweise fuer etwa eine W^che zu ueber- 
lassen? Ich wuerde dann Ihnen das Exemplar unverzueglich 
mit Luftpost, eingeschrieben, zuruecksenden. Falls Sie 
meine Bitte erfuellen, ist es am besten, Sie schicke 
nicht an das Leo Baeck Institut, sondern an meine Px 
adresse: 67 Riverside Drive, New York, NY 10024. 
Ihnen uebrigens bekannt, ob der unter den 24 Ministe^ ^«-.. ^ y 
raeten aufgefuehrte Dr. Preuss juedischer Herkunft ws^? ^^ / 



i 



I 




I- 



Karsen c. Berlin 



Landgericht Berlin 
196 ..ivilkaxamer 
Geschaeftsnummer 
196.0.Entsch. 140/b4 




^y^iA-^y 




it f^-^ 



der seit dem Jahre 1920 mit Titel und 

^ Dr. Fritz Karsen T*^? Lt^to . und hakd darauf die 

Besoldung eines Ob er Studiendirektor^^ -^^^^.?^Sef.' ^ 

Leitung des ^!?;? rrund des 4 des Gesetzes zur ,dederher- 

entlassen» •• 

Auf seinen nach seinem Tode von seiner .'it,e erneuerten^ Antrag war e 

Hihelehalt nach ^em letzten ^t (Gruppe^ |bRBO. ^^^^^^ ^^^ ^lae- 

.... Begehren. etv;aige v.eitere B«^f/J|j:*'J|i,erkun{- abeelehnt v,orden, 
gerin zu teruecksxchtißen ist....mlt aer^ ^^^ ^^^ Geschae- 

h^^st^i^^^^^^^^^ ^°^ spitzengrup e seiner nor- 
^len Dienstlaufbahn erreicht habe. 

• '-h.t .,ioh d.e Klage (auf Berechnung der Bezuege nach 
Hiergegen richtet sich Uie j\j.afecv<i"^ 

HBO la). 

Der Beklagte beantragt 

,. ist der Auffassung ^as/^/Ä^^^^^ ^^ TbeJs?;: 

SetSe Lhriftstellerische-uiS-Trrtrags^etifek^^^^ in keinem 

denischen Lehrauftraege staenden mit meiner Jin ^^^^ ^^^ ^^ 
"samiaenhang. Je.ienfalls -^f^'^^^^^icht zu seiner regelmaessigen 
foerdert worden. Im uebrigen ^^erde «? "J^JJ^alrat ernannt «orden 
[au?bahn gehoert haben, v.enn ^J„f^^^'f^|u?bahn jenseits der von ihm 
«aere; damit haette vielmehr «^J^^J^'JI^^J^S begonnen. 13 eberdies .ei 
innegehabteö ^Pi*z«"f ? J:^"f«ir^t von politischen Kr^aerungen ab- 
eine Ernennung zum ^in^^^^f^^^J^^!, '?e eJ^tmachungsferUaliren unter- 
haengig und koenne daher nidit Im .le.ergu 

stellt werden. 



«v^iirpformer. die schulrefom var 
Der f.hemann der Klnegerin war "^5'Ji^®;?™n paedagogisch.n Huf. iwar 

seine Lebenaafifgabe ^"^^«6f^«"^«^"cn?n ihren ®u?zeln. zum Teil 
pehen die schulreformeri sehen ^eiankcn in lu ^^^^ ^^ 

S^nlgstens, «^^ Vorstellungen n^SJ^.^P^JJ^H St Wicklung f «^f/^. 
zurueck. Dennpch verdankt ^i^./^^J'tJ^! und insbesodere auch in Berlin 
seit dem ersten .ieltkrleg in ^ '^f^f ^®" ,, ^r seit der Movemberrevo- 
genomrnen hat .wesentlich dem ^°^^!{;^^J'"",^i an Boden gewonnen hat. nicht 

flirn rei^^s L%fr"ko^Sfst?L^fe; ^ e-die der ^.c.ulrefo^^we- 
4£% ^^-ä^Lf rr;tKger;r3SlrereLf Äc^leute gerichts- 



\ 



k-^.i k.t: '■■ 






bekannt peworden/; sie finden auch in dem Uebersichto..erk des da- / 
maSpen ScJSlrats lydahl Das Berliner Schulwesen; (Berlin 1928) / 
ihre Bestaitigung. Dass davon die ^efoimarbeit ae. -^emanns 

Ja^^i^IfiJie'irÄuSäu^ -pi-t^h^J?trnfcira^3zuilhi:n ! t.bcweist / 

ISS «ai der Ehe^n der Klaegerin um der sohulreformeri sehen oachen 
willen selbst Utglied einer sozialistischen r'artei. 

Diese liastaende sind nicht ohne Bedeutung fuer ^ie Frage ob der ^bemann 
der llne^erln im regelmaessigen Verlauf seiner Dienstlaufbahn vor- 
aussici!nch exne weitere Befoerderung f ^^^f^^^-^-«!f i3r.°^,^i3l?^lg 
nicht aus aem Schuldienst entlassen worden waere . Es Ist recnxsirrig, 
Seä die 1 laegerin bei der Beantwortung der Frage davon ausgehen will, 
^«^ die remals^lFten iarteien, insbesondere die Sozialdemokratie, das 
fertrim^irge'^efsigte .echtsparteien,am Ruder ««J^^^f - -|-;' J^en. 

SerLitnistSiairlts h.etten heranziehen koennen". Abgesehen üavon,dass 
die UnteJstellunp. eine nich. sozialistische i artei waere damals daran 
?nteresslerrgewesen?die Schulreformen sehen Bestrebungen des .hemanns 
d?r IlaegerLTelouders zu unterstuetzen,v-eniK -i^^^i^V^f^^^iJ^f *^«^ 
erscheint verkennt die llaegtrin aber auch den . v.eck aei- leiergut- 
machun^ n4tionals zialistischen Unrechts. Ue . le .ergu imachung ist 
SSHaJauf ausgerichtet, die nationalsozialistische eraim^erdegang 
des deutschen Volkes voellig himvehzudenöen und die l^^-^se so zu 
konstruieren wie sie alch unter Beibehaltunf. eines dem Beginn aes 
n^^fonaisozf^lfstischen .egimcs naeher oder ferner jeUgenen status ,uo 
wahrscheinlich entwickelt haetten, ^onaern sie hat lediglich die 
nationalsozialistischen inrechtshundlungen in JJ^f ,,f ^f "f_J^^^eS. 
ten und gegebenenfalls festzustellen, ^^'ie sie ohne u lese '^^nte geiau 
fen -..aerln: .Is ein Unrecht du.ch nationalsozialistische Gewaltsmass 
nahmen kann es nicht be eichnet «^rden.dass allgemein das taatsleben 
unter usschaltung der uebrigen Parteien auf ^ie Leltsaetze des ^atlo 
nalsozialismus umgestellt worden ist, soff rn man dabei den die ^emo- 
S^scheoSÜndo^fnung nicht g-f^-^'^denden Teil derselben ins Auge fasst. 
soweit sie au..serhalb dieses ;<ahmens zu Schaediffingengefuehrt haben, 
kann die wie ergutmachung nur an die einzelnen konkreten bchadensfaelle 
anknuepfen. 

Der Ehemann der Maegerln, dessen ^chaedigungzunaechst in seiner Ent- 
lassung aus dem oeffentlichen Schuldienst ^^^^^^^Jl *^^^f„J? JJL^ahren 
Oberstudien.irektor verblieben.wennitüü jenes Unrecht nicht wj;*«rfahren 

waere. Chancen zu einer weiteren Befoerderung auf Grund seiner scnuxre 
?ormerischen Leistungen bestanden fuer ihn nicht mehr .nachdem die all- 
FmelJeuSelling der politischen oeffentlichen Meinung seiner Refor^- 
Seit glScS^ den NaLboden entzogen l^^^te. Daran aenaert es nichts, 
dass sidi gewisse Gedanken der 3chulref orm, nachdem diese anfaenglich 
<nQ%tnok-en reraten war. auch in der nationalsozialistischen .eit Gel- 
tung ierscLmhaSen! Es war aber jetzt eine nach dem nationalsozia- 
listilchln Fuehrerprinzip ausgerichtete Schulreform, waehrend die, an 
iefcher der hhemanS der Klaeglrin bis dahin in he^orragendem Masse 
mJtgestaltet hatte, vom kollektivistischen Verant«ortungsbewusstsein ge- 
tragen war. üs leuchtet ein, dass, wer sich voellig fuer die eine 
fachtSn^^Ing^setzt hat, nicht tauglich befunden v^erden konnte, fuer die 



( 



andere an massreblicher Stelle zu wirken. Dies gilt auch, v^enn in der 
SSeckschau zum 'wecke der ,viedersutniaci:unf die ;>°hulrefom der 
nationalsozialistischen z.eit ohne das in aer nationalspzialistischen 
Anwendung verhaenenisvolle Fuehrerprinzip geaacht «if^^j^^^^^f «^,^^°" 
trennt den Ehemann der Klaegerin von ihn noch der kollektivistische 
iJsganspuSkrseiner Ideen. V/enn zwar die Verfolgung und ochaeaigung 
ies ?SeLnnes der Klaegerin um dieser seiner Einstellung willen neute 
als wiedergut lui^achendes Unrecht angesehen werden, so trifft das 
glliche doSh nicht auch inso.elt zu, als das zu Grunue liegende v^elt- 
flnschauliche Prinzip zum Traeger der von dem Geschaedigten vertre- 
?enen paedagoglsch^ Dichtung geworden und mit dem politischen Umschwuig 
des Jahres 1933 zu Gunsten eines anderen hintangesetzt morden ist. 
Die Entwicklung der Schulreform war und ist in hohem "..aassevoa Po- 
litischen Zeitgeist afchaengig. Ihre Troeger sind es aaher nicht minder, 
ohne dass es deshalb jemand als ein wie ergu zumachendes Unrecht 
empfaende, v^enn ihnen aus diesem Grunde zeitweilig weniger sachlicher 
und persoeblicher Erfolg beschieden ist. 

scheidet hiernach die aus der Schulreform erwachsene berufliche Be- 
deutung des Ehemannr. der Klaegerin als Grundlage fuer eine weitere 
Befoerderung desselben waehrend der Dauer des nationalsozialistischen 
Kepines aus, so bietet 7;eiterhin der Prozessstoff auch keinerlei 
Anhalt dafuer. dass er eine solche aus sonstigem, allgeme nen i.rwae- 
gungen voraussichtlich erlangt haette. Mit Recht weist in dieser 
Beziehung der Beklagte darauf hin, dass der Ehemann der Klaegerin 
die opitzenstellung seiner Laufbahn innehatte. i'Mer einen U ebergang 
in die i;inisterialkarriere,der ungewoehnlich gewesen waere, bestand kein 
besonderer Anlass mehr._ 

Die schriftstellerische und Vortragst-^etigkeit des Ehemannes der ^lae- 
gerin «uerde hierfuer nicht genuegen und bezog sich "f^^^^i«^. ^^i^^^*®" 
sentlioh auf die Schulreform; seine Leistungen und seine Anerkennung 
im /Msiand koennen zwar allgemein seine Qualifikation bestaetigen, 
die nicht zweifelhaft i3t,muessen jedoch sonst hier ausser Betracht 
bleiben. da sie die Entlassunr des ''.hemannes de» Klaegerin aus des 
deStscSen Schuldienst, eine etwaige Befoerderung aber sein Verbleiben 
darin zur Voraussetzung haben. 

Der Uebertrltt in d;.e Schulverwaltung als Schulra*, den die Klaegerin 
hilfsweise als Mindestziel im Auge hat, haette keine Befoerderung ge- 
genueber der Stellung als Oberstudiendirektor bedeutet. Im uebrlgen 
Sr auch die Laufbaht der schulraete nicht voellig frei vom politischen 
Einflass, worauf bereits obe hingewiesen wurde. 



Die Klage ist hiernach unbegruendet 



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'P , Ji^cu^^Ju, 



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Dr. E. G. Lowenthal 

■fr -^ . 



^üU^ 



1 Berlin 37, 



1^-7-73 



^U( >f '^'^ 



Kaunstrasse 33 



Tel. 84 05 22 



Be tr . Kav -ra u 



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^'imi 



V«*-'" 



Lieber Herr i^a in o ur gp r : 

Kauri haben •^^ ir uoer K. ■^-^s j r ocren , da stosse ich 
zufälli*3 auf einen ;\ufsatz von ihn: r'^L^oend ip;e Schule", 
veröf -'entlicht in "Von deutsch -j iid i ,ch -t ""urend - 3eila 
f^e der C . -V. -zeit yn-" , Jah:^. ?, Nol, vom 1^.1. 19^6. In 
der ' orbPi' -r::un- der -cLr if t le it ung ird aui uen "be.Lan 
ten nicht juüijci.en PäüagO:^en" hmf^ewi -sen. 

-^ ?'^1^7T'*'TrfrT^it'el behooen sind? ^enau -:;enou.- 

Hi^n dürfen -^i^ aiese erst v;i-^a'-r nach Kanü^rste^-c nahen. 

In diesem unrni^bverot änd liehen ^,inn herzliche 
■.^riisGe von K/iFN nach Ki'^N, 

Ih: 




/{(yßr/tV'«/'//-^' 




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NEW YORK POST, TUESDAY, JUNE 4. 1974 



THE PWIV4TE AHli PUBLIC STORY 

HENRY KISSINGER 










By RALPH BLUMENFELD 

ARTICLE II: The Jv/isted Cross 

IJENRY KISSINGER was 12 years old 
*■■• when he negotiated his first peace set- 
tlement. His adversary was Otto Prets- 
f eider, who was 11, but big for his age. 
Kissinger understood even then that effec- 
tive diplomacy required a certain amount 
of force. 

Their encounter took place in a school- 
yard outside the Israelitische Realschule in 
their native Fuerth, Germany, according to 
Otto Pretsfelder, who now lives in Riverdale 
in the Bronx. 

"One day I beat up Henry's kid brother 
Walter," said Pretsfelder. "VVe were all 
very close friends, but Walter was a pesty 
kid. Henry got his whole class after me. I 
was able to elude them for a day but the 
next day they formed a circle around me in 
the schoolyard, and each got me one by 
one." 

A statesmanlike Performance, of sorts — 
perhaps a prelude to the Global Alert that 
Kissinger would help orchestrate 38 years 
later. But no one who knew him as a bright, 
skinny boy with curly blond hair could an- 
tieipate that future. "I can assure you," 
said Jerry Bechhofer of Washington Heights, 
a former Fuerth schoolmate, "that not in 




our wildest dreams, 
when we were 11, 12, 
13, would anyone have 
J thought he would go 
on to this. There was 
nothing bordering on 
genius." 

At 13, K i s s i n g e r 
was one of the five top 
students in his class at 
the Israelitische Real- 
schule — "a very bright, 
alert fellow, but not 
one of the scholars," 
said Werner GundeV 
finger, a Zürich busi- 
nessman. Youngy^Ki?- 
singer's virtuQÖ had 
some realp-' value 
though. J^e tutored 
classmateg in geometrj' 
and a 1 g e b r a. "Anl 
some of US used to 
copy his notes," sali 
Paul Stiefel, who now 
lives in Chicago. "I sat 

next to hlm the first day. It didn't take long 

to know who was smart." 

Louis and Paula Kissinger hoped their 

eider son would be a teacher, like many men 

in his family. All the Kissingers who weren't, 



Young Henry at the 
Jcwish school in 
Fuerth, ahout ]9Sö. 



This series ivas distilled from nearly 
IfOO Interviews, conducted in person or hy 
telephone in Germany, England, Switzer- 
land, Belgiuin, Egypt and Israel and, in 
this country, in New York, California, 
Washington, D. C, Massachusetts, New 
Jersey and Connecticut. 

It was writteti by Ralph Bhimenfeld, 
hased on his own reporting and that of 
11 other New York Post reporters work- 
ing with AI Ellenberg, assistant managing 
editor. 

Contributijig repiorters v^ere Michael J. 
Berlin, Roberta Brandes Gratz, Jay Levin 
and Anthony Mancini, with Aida Alvarez, 
Robert Baeell, Jan Hodenfield, Judith 
Michaelscm, Sheila Moran, David Rosen- 
thal and Andy Soltis. 



r 

'iailors had been teachers — including Louis* 
father, David Kissinger, a seminary teacher 
in Wurzburg. Louis had two brothers, Karl 
and Arno, the latter now a Stockholm busi- 
nessman. 

Louis Kissinger was 19 when he was 
brought to Fuerth in 1906. He was a de- 
voutly Orthodox Jew, and Fuerth was known 
for the strict Orthodoxy of its substantial 
.lewish Community. Of a population of 76,000 
in Fuerth in 1930, some 3000 were Jews. 
Only 18 survived the Nazis. 

^ Louis Kissinger's vooation was teaching. 
üntil the Nazis came he taught mathematics, 
accounting and economics at three of Fuerth's 
non-sectarian schools: the Heckmannschule; 

' the Hoehere Toechterschule for girls, and the 

5 Handelsschule, a business school. After the 



Nazi crackdown ij*-i^S5rLouis taught at the 
Kaufmannische Berufsschule, a Jewish voca- 
tional school in Nuremberg. ,- 

At 35, he married one of his students 
from the business school, Paula Stern. She 
was 22 and came from Leutershausen. She 
w^as much less Orthodox than Louis, which 
was noted by some acquaintances a genera- 
tion later when her sons married. Henry's 
first wife was not Orthodox and his second 
is not Jewish. Walter also married a Gentile, 
although she converted to Judaism. 

Paula and Louis Kissinger's first son, 
Alfred Heinz Kissinger, was born May 27, 
1923, in their third-floor apartment at 23 
Mathildenstrasse, a cobbled street near the 
Center of Fuerth, Later he would become 
Henry Alfred Kissinger; for his childhood 
he was Heinz. When he arrived, his baby 
bottles and clothing were donated by Louis' 
students. 

Jack Heiman, now a handicrafts dealer 
in Chicago, boarded at the Kissingers' apart- 
ment for five years starting in 1930, when 
Heinz was 7 and Walter 6. Heiman came 
from a small village with no Jewish school, 
so at 10 he was sent to live with the Kiss- 
ingers while attonding the Israelitische Real- 
schule — a parochial school subsidized by the 
State. He badly needed tutoring. "You name 
it, I needed it all," Heiman said. "It turned 
out I had flunked the entrance exam, but I 
didn't find this out tili years later. Louis 
Kissinger went to the school principal J^r>^ 
said, "What do you expect from a child of 
his education? Give me a couple of weeks 
to work with him at home, and if he doesn't 

Continued on Page S7 



Colson Expected to Refute Nixon 



By C.^RL BERNSTEIN 
and BOB WOODWARD 



Another source, however, ^ . . . ^< . 

said that any testimony by Magriider says Nixon 
Colson would Show that the ^^^ ^ ji^y trick. Page 22. 



On other occasions, "It he protested his innocence so Colson could then be called 
was more in terms of Teil vehemently." before one of the several 

it to me, so ril know how Sources close to Colson. Watergate grand junes or 







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Professor Kurt landsberg gestorben 

An ^\q\\ Folgen eines SchiciqcinfriHes ist kürz- 
lich plötzlich Professor Kurt Landsbevg, der 
frühere Präsident des Berliner Abgeordnetenhau- 
ses, Mii Alter von 71 Jahren gestorben. 

Kurt Landsberg, der am 20. März 1892 in Berlin 
geboren v/urdc, wnr nach der Machtergreifung der 
|Nationci]^n7ifil'stpn 19.?3 als Oberstudiendirektor 
fder Luisenstddtischen Realschule amtsenthoben 
.'Worden und in den dreißiger Jahren an der pri- 
« vaten Jüdischen Waldschule Grunewald tätig. 
Bei den Auseinandersetzungen um das Berliner 
Schulgesetz verließ Landsberg 1950 d-ie CDU und 
wurde Mitglied der SPD. Am 19. Oktober 1957 
wählte ihn das Berliner Abgeordnetenhaus zum 
Präsidenten. Im März 1958 schied Prof. Landsberg 
aus dem aktiven politischen Leben aus. 



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be- 

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Pres- 

irzem 

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lichte 

und 

^eihe 

[man- 
ischen 
jologi- 
limbia 
Icians 
Di- 
von 
ilten 
iner 



bedeutenden wissenschafthchen 
Forschungen das Ehrendoktorat 
derselben Universität erhalten. 
Dr. Nachmansohn hatte 1933 
Berlin verlassen und war über 
Paris nach Amerika gekommen, 
wo er vor allem Bedeutendes auf 
dem Gebiet der Ergründung der 
chemischen Basis der Nerven - 
Aktivität geleistet hat. 

An den Folgen eines Schlagan- 
falles ist Professor Kurt Lands- 
berg, der frühere Präsident des 
Berliner Abgeordnetenhauses, im 
Alter von 71 Jahren gestorben. 
Landsberg, der am 20. März 1892 
in Berlin geboren wurde, war 
nach der Machtergreifung dei/ 
Nationalsozialisten 1933 als DiJ 



LERA^NY 



rektor der Luisenstädtischen 
»lealschule amtsenthoben wor- 
'den. Bei den Auseinandersetzun- 
gen um das Berliner Schulgesetz 
verliess Landsberg 1950 die CDU 
und wurde Mitglied der SPD. Am 
19. Oktober 1957 wählte ihn das 
Berliner Abgeordnetenhaus zum 
Präsidenten. Im März 1958 schied 
Prof. Landsberg aus dem aktiven 
politischen Leben aus. 

Eric Mann, Autor eines jähr- 
lichen Reiseberichts, Korres- 
pondent europäischer und Mit- 
arbeiter amerikanischer Veröff- 
entlichungen, wurde zum Reise- 
Redakteur des "Radio New York 
Worldwide" ernannt, wie Präsi- 
dent Ralf Brent ankündigt. 
"Radio New York Worldwide" 
ist eine internationale Kurzwei - 
lenradiostation, die in mehr als 

'Wine Tasting" auf der Bremen 

Zu einer kleinen Weinprobe 
an Bord des grn.<!spn l,nYno< 



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13. Januar 1972 



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Herrn Dr. Enno Meyer 

29 Oldenburg 

Helene Langestrasse 40 



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Sehr geehrter Herr Meyer, 

ich danke Ihnen he*.ten8 fuer Ihren ^f i^^'^'^J'T, 
Januar, fuer die üebersendung der Biographie von Bniil 
WeinbePg und fuer die Angabe der Adresse seiner Enkelin 
in Ser?ork. Ich werde mich mit ihr in Verbindung setzen. 

Auch die anderen Angaben bezueglich Gottlieb Magnus 
und He^ann Scheer .ind mir wertvoll. J^^^^^ J"^J^ ^^^^ 
ich auch entnommen, dass Dr. K. Stein, der Direktor des 
GwnasLms in Oldenburg juedischcr Abstammung und dass 
einer seiner Schueler Karl Jaspers war. 

Damit darf ich sagen, dass mit I^^^r guetigen Hilfe 
itncl dPT-ienicpn des Niedersaech«ischen Staatsarchivs die 
SeSerSiJS? ueSer die im-öffentlichen Leben Oldenburgs 
taetigen Juden fuer mich vervollkommnet und damit zur Be- 
arbeitung ausreichend vorbereitet ist. 

Darf ich Sie bitten, auch Herrn Friederichsen fuer 
seine Bemuehungen nochmals meinen Dank auszusprechen. 

Mit freundlichen Gruessen und Erwiderung Ihrer 
mit; '-J-'^'^'^\'-^^ -^._ ,QT, ■Fuer die ich bestens danke. 
\iuensche fuer das Jahr 1972, tuer aie icn 

Ihr ergebener 






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u.rmam. ooheer w.r eroßher.o.lioher <„inister vmd gehörte aucn 

'noch 1918/19, nach dem .nde der ...on.rchie, fi-tr kur.e .eit aer Ke- 

fHerun.- ari. ^ei.vie Lebensdnten sind 'air nicht oekannt. 

In Jl^J'^ief .0. ic).ll.er...hnte ich den .-inister oohanr.es .tax:.. 

/esTen W:ter, .r.K..tein,war U^3_££h-J^i^^i£I^^ 

".r^si^sUr war ,üdi3cher'^ta..uno, aher .etauft. .xner sexne^ 

Sc^Tirrir .;ar uaxl Jaspers, der ihilosoph. 

Viel.encht interessiert oie noch ei-e lpl.a.eschxo,.tlxche .urxo 

sität.'.un 14.J^Xi 1912 landete in üld^.ur, ^ ^'^''J^;''^^^^^^ 
Zeppelin, or./isator dieses .esuche^ war ^^-^^t^^^'''' 
der unmhurK-/neri^:a-Linie ir. Oldenl.tire. U^mtm^mm^'^^^^^^ 

ümttfiOItittaw'iftWft(W*'m»*nmÄtenSftin«n,.mfei.tewa i.r war 1869 .eboren, ef..a 
1992 cetaSt 'vor-len, emißrie te 1939 nach London md starb dort 
1954. .in^Schwie^ersohn, ..•,..3 Bernstein (spater Byrnes), war 

. ^ ..T 1 ,ftpr J-lm tort al.i uermanist universi- 

Operndirieent, ein i.nKel, ieter ^.ün, eitc dJ. 

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Ostdeutsche Forschungsstelle 

im Lande Nordrhein-Westfalen 



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4 Düsseldorf-Heerdt 11, den 
Aldekerstr. 9 
Tel. 91 / 50 33 96 



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Abt. Sozialwissenschaftliche Forschungen 
in Ost- Westpreußen und Danzig 
Ltg: Ministerialrat a. D. Wilhelm Matull g m m 

Stettinür, Paul, Dr. ,ProfüüSor, Stadtochulrat 
^0. 26.YiII.lo62 zu Königsberg {^ -r) 

Vater T^xtilkaufniann, war voi ^ G-ebur t von Paul St^ 'Utn even-e D^ref orm. 
Grlaubünsbokenntnis über je " 

Schulbösuch Alt3tel..tiL.Ghüü G-yianasium ^^u x^-uni/jöberg (P.-O , ^^ort :..- au Abi" 

Sinschlioüsend Studium üni Königöber^^, T^ibingen, Berlin alte Spr-ohen, 

ßesciiiohte und G-eographie 

1885 ptOLioviert ait Dissertation "Ad Solonis aetaten ciuaestiones oriti- 



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1886 Staatsexaiaen 

1387 Oberlehrer am Löbenichtüchen Realgyianaöiutn /ai Königsberg 
bald zum Professor ernannt 

1910 3tadtoCh.ulr.rb der St.. dt König^-^berg (Pr) 
1928 in den Ruhestand. Ehrentitel "Stadtältester" 

gest. 50. IX. 1941 Preitod dimoh Schlaftabletten, als man ilin av/ingen 

v/olli:e, den Judenstern anzulegen 

Urne iieute noch auf Friedhof Berlin-V/eissensee der Jüdif.chen G-emeind^ ^ 

fSteH-biner v/ar sog. nationaler Jude und bis 1935 Prov i- Ivors. ':^-er 
Deutschen Yolhspartei. In jung:in Jahren war er S^ädt-i"Qr Po rtscnrit ts- 
parte i g^rrüTTSTTi — ' ~ 

S'^ino Fauptleistung: Ordnung und Llodernisierung des SchLa-zosens , her- 
vorragen'^ e Leistimgen in der Stadtg^^schichte sowie in der Hebung dos 
Fremdenverkehrs (Samlandldiste) und des Jugendherbergswesens. PraKtisch 
der "Kultusminister'^ der Stadt Königsberg (Pr) . 

Landeshauptmann Dr.Blim^k 19321 "Das schöne Bild seines henschentilS^is 
steht tief im Hetzen seiner Freunde imd Mi-:brirger als em-.'S Lannes von 
nationaler Pfliclittreue und altpreussischer Tradition." \^ 

iiatuli in "Liebes altes Königsberg": 195»: "eine stadtbekannte, i!p aer 
Tiefe der Anlagen und Je r Anständigkeit dos Charakters vi.^;l zu wen(lg 
ge\mrdigt9 Persönlichkeit. " 
Zahlreiche Publikationen aus der Hand Stettiners. 

R.Ä'V'^ Quelle: Beiheft XXIX zum Jahrbuch der Albertus-üniversi-.at zu Königs- 
'^JJ.lwrhbarMj^r) "'^68. Hol.iner Verlag Y/ürzburg g-nd Sonderdruck aus "Acta Pru:. 
^.J!r>**M\sica" Festschrift für Fritz (Jause 1968^ ^o. h^,/)rU /^//f 



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1,259 :Giessen. Prof . Dr. Fritz Moritz/ Eichelheim,geb 1901 in 

Giessen,gest.22.4.1968 in Canada. Studienrat am Gymnasium in Giessen, 

1929 - 1933 Privatdozent, 1933 emigrierte nach England, 1948 Prof, ^-^ 

fuer griech.und roem. Geschichte an Universitaet Toronto. 1961 Dr.agr^^. 

h.c. von Giessen, 1966 Mitglied der Royal Society in Canada (Ti^t/ cA'>^::^^f 






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dem der Autor mit Recht das soziale 
Verhalten des Menschen vollwertij^ an 
die Seite seiner Staatsgesinnung stel t, 
macht er /war einen Schritt in Rich- 
tung der Gesamtschau von Staat und 
Gesellschaft, doch sdieinen beide Pole 
noch selbständige Faktoren innerhalb 
seines Denkens zu sein. Damit hat er 
noch nicht den im 19. Jahrhundert 
eingetretenen Zerfall des einheitlichen 
pofitischen Gemeinwesens in Staat 
und Gesellschaft überwunden. Viel- 
leicht ist es auch für eine derartige 
historische Darstellung ungunstig, dalS 
der Autor mit seinen Ansichten und 
Bewertungen klar im Vordergrund 
steht, während die divergierenden 
Ansichten anderer Pädagogen weniger 
deutlich gemacht werden. Das Buch 
ist jedoch in seiner Art bisher einzig 
und kann als wertvoller Beitrag zum 
Studium der GegenwartspadagogiK 
besonders Lehrern und Studenten 
nur empfohlen werden. 

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MENSCH UND POLITIKER 

Der hervorragende Islamkenner und 
einstige preußische Unterrichtsminister 
C. H. Becker^ entstammte einem 
Kreise, der für die deutsche Kultur 
von hoher Bedeutung war: dem fein- 
gebildeten Großbürgertum liberaler 
Gesinnung. In der Vaterslinie kam er 
aus Westfalen und von dorther mag 
er seine unbeugsame Festigkeit ererbt 
haben. Enkel eines Arztes und Päda- 
gogen, der seiner katholischen Umwelt 
abspenstig wurde, Sohn eines zu gro- 
ßem Reichtum gelangten Kaufnerrn, 
mütterlicherseits der aus Gelnhausen 
Clemens Brentanoischen Gedächtnisses 
herrührenden Patrizicrfamibc Schöf- 
fer, in Antwerpen geboren, in Frank- 
furt a. Main aufgewachsen, hat C. IJ. 
Becker von frühauf einen europäi- 
schen Horizont gekannt. Corpsstu- 
dent, der aber fleißig dem frei er- 
wählten Fachstudium oblag, mit drei- 

1 Erich Wende: C. II. Becker. Mcnsdi und Poli- 
tiker. Stuu^.irt. Deutsche VerlaRS-Anstak 
1960. 8°. 335 Seiten. 



undzwanzig Jahren Heidelberger 
Doktor, bereiste er danach Spanien, 
Nordafrika, den Nahen Osten, Grie- 
chenland. Privatdozent, zweiunddrei- 
ßl-jährig Professor am Kolonialinsti- / 
tut in Hamburg, ein Lustrum spater 
an die Universität Bonn berufen, 
hatte der vom Schid^sal begünstigte, 
ungemein begabte, weitläufige und 
elegante Gelehrte eine glanzende 
Laufbahn bereits hinter sich, als er 
mitten im ersten Weltkrieg zum Vor- 
tra<-enden Rat ins Kultusministerium 
ernannt wurde, in dem er unter der 
iungen Republik 1919 zum Unter- 
staatssekretär aufrückte. Während 
weniger Monate leitete er dieses Res- 
sort als Minister (1921) im Kabinett 
Marx. Seine historische Rolle aber 
hat Becker erst durch seine zweite 
Amtstätigkeit als Inhaber desselben 
Portefeuilles in der Regierung Otto 
Braun gespielt, von 1925 bis 1930. 
Mit seinem Namen sind die Unter- 
richtsrcform, die Gründung der päd- 
agogischen Akademien und die der 
Berliner Diditerakademie verknüpft. 
Er war entscheidend am Zustande- 
kommen des preußischen Konkordats 
mit dem Heiligen Stuhl von 1929 be- 
teiligt, das er förderte, obzwar er per- 
sönlich evangelisch und im Grunde 
ohne tiefere konfessionelle Bindung 
war; allerdings von der Notwendig- 
keit einer religiösen Erziehung durch- 
drungen und der Metaphysik aufge- 
schlossen. Beckers Verdienste als Po- 
litiker lagen nicht zuletzt in semer 
Gabe der würdigen Repräsentation, 
die er auf mehreren Auslandsreisen 
zugunsten der deutschen Kulfirdiplo- 
matic einsetzte. Anerkennung heischen 
ferner seine stolze Nackensteifc ge- 
genüber jederlei Demagogie von 
rechts und von links, seine LIaltung 
im Konflikt mit der schon Ende der 
zwanziger ]ahre völlig dem National- 
sozialismus" anfälligen Dachorganisa- 
tion der deutschen Studentenschaft. 
Nicht immer glücklich war seine Tak- 
tik in wiederholten Konflikten die er 
mit zumeist extrem rechts stehenden 
Koryphäen des Geisteslebens auszu- 



121 



199 

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fechten liatte, so mit dem berühmten 
Kunsthistoriker Gelielmrat Bode und 
mit dem Komponisten Max v. Schil- 
ling. 

Für die Literatur aber war Beckers 
ministerielles Walten vor allem darum 
von Belang, weil er durch die Schaf- 
fung einer dritten Sektion der Preu- 
ßischen Akademie der Künste, näm- 
lich der vorgenannten Dichterakade- 
mie, in Deutschland eine Institution 
einrichten wollte, deren Aufgaben 
und Ansehen der der Academie Fran- 
faise gleichen oder mindestens ähneln 
sollten. Man darf wohl die, nur 
scheinbar paradoxale, Behauptung 
wagen, daß Beckers Hauptverdienst 
in bezug auf die von ihm ins Leben 
gerufene Körperschaft darin bestand, 
deren Fxistenzunfähigkeit im deut- 
schen Sprachraum dargetan zu haben. 
Schon die Auswahl der Berliner Un- 
sterblichen bot Anlaß zu starker Kri- 
tik. Zwar brachte man ein Konglo- 
merat zusammen, dessen vier Haupt- 
clemente: Rechtsnationale, Liberale, 
Linksdemokraten und Sozialisten, sehr 
übel zueinanderpaßtcn, in dem aber 
gerade die größten Schriftsteller fehl- 
ten. Wir meinen damit nicht etwa 
Gcrhart Hauptmann, der eingeladen 
war, doch aus persönlicher Ranküne 
gegen einen andern, ebenfalls erkore- 
nen Poeten ablehnte, sondern die 
Meister des Worts, denen es an poli- 
tischen Stützen oder an lauter Re- 
klame, an Notorietät in der Boule- 
vardpressc und in literarischen Klün- 
geln gebrach und die sich, so nebenbei, 
gar nicht um eine ihnen unnötige 
Konsekration durch staatliche Punze 
bekümmerten, etwa Karl Kraus, Ri- 
chard v. Schaukai, Theodor Haecker, 
Ludwig Derleth, Robert Musil. Abge- 
sehen von derlei, in einer offiziellen 
Institution schwer vermeidbaren 
Übersehen der Stillen und der Einzel- 
gänger lag indessen die wesentliche 
Schwäche des Akademiegedankens bei 
den Dcutschsprcchenden darin, daß sie 
geradezu triebhaft der Reglementie- 
rung des Dichtertums widerstrebten. 
Bei Menschen, die von Haus aus ge- 



borene Romantiker sind, hat eine Kör- 
perschaft keinen Boden, die etwa als 
oberste Autorität über die Zulassung 
eines Worts in den Sprachschatz zu 
dekretieren hat, wie die Vierzig unter 
der Kuppel. Den Mitgliedern der 
Akademie wird weder der hohe amt- 
liche Rang gewährt, wie in Frank- 
reich, noch genießen sie, nur um ihrer 
Mitgliedschaft bei der Dichtersektion 
willen, das gesellschaftliche Ansehen 
und die Notorietät, die den Immorteis 
wie von selbst zufällt. Es ist bezeich- 
nend, daß im französischen Larousse 
stets die vollständige Liste aller Aca- 
dcmiciens zu finden ist, während man 
die der Mitglieder der Dichterakade- 
mie vergebens nicht nur in den gro- 
ßen deutschen Konversationslexiken 
suchte, sondern sogar in Kürschners 
Literaturkalender oder in Werken 
wie dem ausgezeichneten umfäng- 
lichen Lexikon der deutschen Litera- 
tur von Professor Kosch, dann dem 
Lexikon der Weltliteratur des Her- 
dervcrlags! Beckers Versuch war gut 
gemeint, allein er hat nur die Probe 
auf ein unlösbares Exempel beschert. 
Sein „Beckerladcn" — wie die Leib- 
zeitung der Ostelbier den republika- 
nisch-preußischen Dichterareopag hä- 
misch nannte, hat weder bewirkt, daß 
die von ihm gebotene geistige Nah- 
rung so reißend abging wie, nach dem 
Sprichwort, die Semmeln, noch, daß 
die Literatur daraus Gewinn gezogen 
hätte. In Erinnerung bleiben nur eine 
Reihe Krachs und Skandälchcn, Tau- 
ziehen zwischen Rechts und Links, 
endlicn die Unfähigkeit der auf dem 
kurulischen Stuhl des Akademiepräsi- 
denten sitzenden Wilhelm v. Scholz, 
Walter v. Molo und Heinrich Mann 
mit ihren ungebärdigen Kollegen und 
schon gar mit dem Hauptzweck einer 
derartigen Akademie fertig zu wer- 
den: in erhabener Unbewegtheit zu 
thronen und literarische Gesetze zu 
erlassen, 

Becker hat das betrübliche Ende seiner 
Schöpfung nicht erlebt. Weder poli- 
tisch, noch physisch. Er mußte 1930 
aus dem Amte scheiden, ein Opfer 



parteipolitischer Kombinationen de- 
nen gegenüber der keiner Fraktion 
formelf Angehörige von vornherein 
wehrlos war. Nur eine knappe Fnst 
blieb ihm auf dieser Erde beschieden. 
Er nützte sie zu Forschungen, zur 
Wiederaufnahme seiner Lehrtätigkeit 
an der Berliner Universität, zum Ver- 
öffentlichen des zweiten Bandes sei- 
ner „Islamstudien« (1932, der erste 
Band war 1924 erschienen) und zu 
Reisen, wie einer Chinafahrt Wenige 
Tage nach der Machtergreifung^ der 
NSDAP ist Becker gestorben. Kaum 
57 Jahre alt und völlig unerwartet. 
Ein gnädiges Schicksal hat ihm er- 
spart,' eine Zeit des Schreckens zu er- 
dulden, in die niemand schlechter hm- 
cingepaßt hätte als dieser Vertreter 
des edelsten Humanismus und der 
besten Deutschheit. 

Erich Wende, einst C. H. Beckers ge- 
schätzter Mitarbeiter, ein Schultach- 
mann von Format, hat dem von ihm 
hochverehrten Menschen, dem 1 olm- 
ker und Unterrichtsreformer mit einer 
sowohl auf persönlichen Erinnerungen 
als auch aus reichem ungedruckten 
Material schöpfenden Darstellung ein 
schönes Denkmal gesetzt, an dem wir 
nur bedauern, daß der bedeutende 
Fachgelehrte, der glänzende Orienta- 
list, ein wenig zu kurz gekommen ist. 
Univ.-Prnf. Dr. Otto Forst 
de Battaglia 

VOM ERSTEN ZUM ZWEITEN 
WELTKRIEG 

Der Verfasser dieser klugen, über- 
legenen und kenntnisreichen Bewälti- 
gung eines umstrittenen und umstreit- 
baren, in seiner Auswertung und in 
seiner Deutung zumeist, durch \or- 
eingenommenheit, von trüben Nebel- 
schwaden umhüllten Stoffes hat früh 
Ansehen, Bekanntheit und hernach 
europäischen Ruhm geerntet ^ Em 
.madiges Geschick hat ihm, als Sprossen 

1 J(ean). R(oc\olphe). von Salh: WeltResdTidnte 
der neue tcn Zeit. Band III. Zür.di. Orell 
FüssU VcrKng 1960. 8«. XVI 4- 842 Se.ten. 



eines alten, kulturgesättigten und rei- 
chen Adelsgeschlechtes aus Graubuncien 
alle Voraussetzungen gewährt, seine 
an-eborene hohe Begabung auszu- 
schöpfen und früh auf den richtigen 
Platz zu kommen. An der Schwelle 
seines vierten Lebensjahrzehnts hat er 
durch eine glänzende, französisch ge- 
schriebene Monographie des genialen 
Genfer Politikers und Volkswirtschal- 
ters Sismondi die Aufmerksamkeit auf 
sich gelenkt. Völlig zweisprachig, wurde 
er 1935 Professor an der Zürcher Eid- 
genössischen Technischen Hochschule. 
Während des zweiten Weltkriegs wa- 
ren seine gesprochenen Chroniken am 
Landessender Bcromünster eines^ der 
besten, wenn nicht das beste und das 
einzige der objektiven Wahrheit nahe 
Hilfsmittel, um den wirklichen Ablaut 
der Ereignisse zu verfolgen. Salis hat 
eine Zeitlang als Korrespondent der 
NZZ in Paris gewirkt. Später und bis 
heute lehrt er wieder Geschichte an der 
ETH. Schweizer, in drei Kulturen be- 
heimatet - auch Italien Ist ihm sprach- 
lich und zivilisatorisch wohl ver- 
traut - war er besonders dazu beru- 
fen das schwierige Vorhaben einer 
Weltgeschichte seit 1870 mit glückli- 
chem Erfolg zu verwirklichen. 
1951 erschien davon der erste, bis 1904 
reichende Band, dem vier Jahre dar- 
auf der zweite, über die Zwischen- 
kriegszeit handelnde, folgte. Nun ha- 
ben wir zu Weihnacht 1959 den, vor- 
läufig abschließenden, dritten Band 
empfangen, der die Erzählung bis ans 
Ende des zweiten Weltkrieges tort- 
führt. Alle Vorzüge, die wir an den 
früheren Bänden mit Beifall feststell- 
ten, sind auch diesem dritten eigen: 
klare, übersichtliche Gliederung; das 
Streben nach unbefangener Sachlich- 
keit die auch weltanschaulich dem 
Autor fremden oder gar ihm ver- 
haßten Strömungen, Regimen und 
Personen Gerechtigkeit zu zollen trach- 
tet- die Beachtung der wesentlichen 
Ouellenwerke und der wichtigsten 
Monographien, wie - selbstverständ- 
lich — der Gesamtübersichten, die in 
den germanischen und romanischen 



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oom ^ilnit 'be5 '2)iittcl'idjuUc6Ter^ wnb Unincriitälcprotciior^, Ibc5 
Slic^tery unb SSertüaltung^J&camtcn auSgcfc^loflen lüürbe. öie: 
^anbclt es fic^ um ein (^cjctj, um cttücg fycitfteljentice^ iba^ SKBh 
lidjfciten unb 3ufanigfeiten, bie com ijutcii Sitten bcr ytcGierenbcr; 
Qü'^ängen, üu§fd;Cibel 

^t a d] f dl r i f t b c § 35 c r t a f f e r §. 
Olli 4?Iciium bc5 $ianbtag§ iDurbc \i^^j ücfirergeie^ g^'^^^^i^^^Qt 
^ie i^e^rcr ^al;crn?> Ijalicn narf) einem _^alBcn Qnljrftunbert Reißer 
Jjiämpfc i^r 3iel crrcidjt — nur b i c j ü b i f d) e n SS o I f ^3 f d) u U 
I c Ij' r c r U) u rb c n ü ü n b c r ^l u (t e 1 1 u n g a tt b -e n ö f f e n t « 
1 i d) e n »S i ni u [ t n n j d) u I e n a u £- ^g e j d) l o f j c n. ^^ i|t ein 
I)itknTr ^rojt mcnn nidjt ein $ol)n bCi^ (Sd)ictjal^^, 'baß im ©cjc^ 
aicitgcf;ciibc ©aranticn für (S:rrid)lung jiibiidjcr Ucnfeifion^icöulen 
gcioüi^rr mürben. Sübijdje itcnjeiiionsjdjulcn giCt es nur in iHein- 
gemeinbcn, bie nnauff^cltfam Ü;rem Untergang entgegengc^etr. 
Mein in ©rofcgemeinben tonnten foldjc Scijulcn errid)tct mcrbcrt. 
sratf)oIiidjc unb proteftantil'c^c ilirdjengemeinjd^aften, bcnen bod) t)ic 
d) r i ]t l i d; e 6 i m u 1 1 a n f d; u l e in meitcftem SDtafee gerecht 
lüirb, fämpfen um fatljolijdie unb proteitcntijdjc iSdjulen — bie 
j ü b i i d) e n iriiltu^öcrmaitungen unjercv ©rongcmeinben fc^cn \%z 
3(racl in ber £imultcn[d)ule unb vertrauen iTjrc ^lin^er fatljolifc^cn 
unb protcftantifdjcn Sdjulcn an, banfbar, bort gcbulbct i\\ fein, ma 
anbere i T) r 3i c d; t mal^reK mürben. 93crlin, granffurt a. 2)^., 
itöln, e^ffen, ©armen ui'm. finb ftolg auf i^re iübijd)en l^olfsic^ulcn; 
Denn id) fi'il)rc ba§ Sort cincS unterer bejten SDt ärmer, be§ QJe^. 
et'ubienratc<3 Dr. S. ^föler {. ^l. an: „tJCEc Sd^ulen fönncn n i e u nt 
nimmermcl;r unferen fi'inbern bie GT^ieljungSmcrte crfe^en,. 
bie if)nen bie ö f f e n 1 1 i d) e j ü b i t d) e SS o 1 f 5 f c^ u I e Bieten 
fann; il)re (frr;altung \xx(^ görberiing mufj be^f^alD nac^brüdlid;« 
Sorge aller 'bcrjenigen jein, bencn baS Sol;l unferer ©Icubcn^c^ 
meinfdjaft, bie eiärtung be§ Subeiitums in unierem SSalcrIonbe am 
^er^en liegt." (^ug „g-ür unb miber bie iübi[djc S3oIf5(c^ulc", 

Seite 19.) . ^ 

i);!odj ein 9}tarjnmort an bte 5-ür;rer ber iübijc^en föememben 
unb au bie SSerciuigungen bcy Subeutuift^. ^ie gurüd'ici^ung ber 
iübii'i^en £el;rer ift nidjt nur eine llngcrcd)tigrcit (legcu bie ©itt- 
re^teten, fie tid^tet fid} gegen aEe jübifdien 8taat&5ürger — fie tft 
ein gauftiiSörag. ins ©cfldjt be§ 83at)erild)eu Subcntum§. ©in <2d)Iaci, 
gegen ben einmütig blc tJöl^^er ber ©emeinbcn, S3or[te5er unb 9Rai»* 
h\mx. $rote[t crlieben müßten. §ier ^errid)t aber Sc^meigen! 

SBct)ern ift ein 5SbrfpicI ^u bem, mog ein 91eid)öge(c^ in ber 
ec^ulfrage ung bringen mirb. ^ie iübifd^en Se^rcr bürfen nic^t 
cttein fte^en in -bem ßampf um tt^r SRet^t — aBer S^it, I;üd)fte geu 
ift e5 für gcmeinjame Arbeit. ©§ ^anbelt fid^ nid;t um ^nfteEuTiG 
ober gurüdfefeung menlger ifroelitiii^er £el;rer; eS ge^t um t;. 
©leid^berc^tigung ber Subenl 



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Martin Deutschk''^n 
SOjährig 

Wer bis in vorgerückte Jahre 
noch am Gymnasium unterrich- 
tet, daneben Erwachsenenbil- 
dungsarbeit betreibt und sogar 
regelmäÄsig Tennis spielt, befin- 
det sich unbestreitbar in hervor- 
ragender geistiger und körl>erli- 
cher Verfassung. Bestes Beispiel 
für solche bewundernswerte Rü. 
stigkeit ist Dr. Martin Deutsch- 
kron in Birmingham, der am 4. 
August seinen 80. Geburtstag be- 
geht. Offensichtlich ist er der 
passionierte und ideale Pädagoge 
geblieben, als der er sich in den 
zwanziger Jahren an höheren 
Schulen im Berliner Wedding, 
zuletzt am Luisen-Oberlyzeum, 
und nach 1933 an der damals 
tonangebenden Theodor-Herzl- 
Schule in Charlottenburg er- 
wies. De-utschkron war 1930 einer 
der wenigen jüdischen Studien- 
räte in Preussen, der zum Ober- 
Studienrat befördert wurde. 

Deutschkrons hauptberufliche 
Tätigkeit hat sein jüdisches Be. 
wusstsein nie beeinträchtigt und 
seine Mitwirkung in jüdischen 
Organisationen nie zu kurz kom- 
men lassen. Während des Krieges 
gehörte er in London zum Mit- 
arbeit€rstab des englischen Hilfs- 
komitees für Flüchtlingskinder 
("Refugee Children's Move- 
ment") imd später in Birming- 
ham zu den örtlichen Vereinigun- 
gen der jüdischen Flüchtlinge. 
Lange Jahre war er ein interes- 
siert anregendes Board-Mitglied 
der "Association of Jewish Refu- 
gees in Great Britain" (London). 
E. G. Lowenthal 




Zum Tode von 
Hans Albert Einstein 



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Im Alter von 69 Jahren starb 
während eines Ferienaufenthal- 
tes in Massachusetts Professor 
Dr. Hans Albert Einstein, Profes- 
sor Emeritus der Universität von 
Kalifornien in Berkeley und in- 
ternational bekannter Sachver- 
ständiger der Wasserbauwirtr 
Schaft. Hans Einstein war ein 
Sohn des grossen Nobelpreisträ- 
gers Albert Einstein, der vor 
achtzehn Jahren starb. Der Sohn 
hatte die schwierige Aufgabe, als 
Sohn eines so berühmten Vaters 
durchs Leben zu gehen, stets mit 
Humor gemeistert; er pflegte zu 
sagen. da,ss er das einzige Pro- 
jekt seines Vaters sei, das dieser 
unvollendet und unerreichbar 
aufgegeben hatte. 

Er war in Bern geboren — in 
der Zeit, als sein Vater beim 
Schweizerischen Patentamt an- 
gestellt war — und studierte an 
der Eidgenössischen Technischen 
Hochschule in Zürich, an der er 
1937 den Doktortitel erwarb. 
Kurz darauf wurde er vom ame- 
rikanischen Landwirtschaftsmi- 
nisterium nach den Vereinigten 
Staaten geholt, um Sanierungs- 
projekte an versandeten Flüssen 
in den amerikanischen Südstaa- 
ten in die Hand zu nehmen. Sein 
Arbeitsgebiet an der Universität 
Kalifornien, wo er 1947 einen 
Lehrstuhl erhielt, betraf haupt- 
sächlich Bau und Verwendung 
hydrauli-scher Pumpen zur Reini. 
gung von Flussläufen und Hafen- 
bassins. Ausser seiner Witwe hin- 
terlässt er zwei Kinder und vier 
Enkel. 



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Groteske 
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2?on T)r. Grn|t ©. ßöioentfjat, 3)anelt»arf. 

5tl5 letzter '43anb bes „^^iIaIoaen^5aI)rbuff)5 für bas 
^ö^erc Sd)uhuefen ^-l^reuf^ens unb einirtci^ jiiDercr beut- 
[cfjct fiänber'*^) {bcfunut unter bem y^.nlUMl 5lun;^eö 
5i\ilenbcr**) lki\t ber über bas 3fl)ulial)i- \\ri7l2H üor. 
iil^enu aurf) bieöori ;iemacl)ten ^ilui^abcn uicli.uf) ciU nid)t 
mel)r in allen IciT c\an^ vUitreffcnb betr.u1)tet lucrben 
tonnen, \o tienüi^en fte bennod) alö Unterlagen |ür bie 
J^eitltelluni],' lüieuiel iübiid)e J)irettoren, Stubienrüte, 
6tubienrätinnen ujiü. es m preuHijdien l)ül)eren Üel)r- 
anftalten annä^ernb in'ibi unb ame jie üuf ha'i 6taatöaebiet 
verteilt [inb. T>W eliüa im üori^en unb in biefeni 3^il)re 
eingetretenen ^erinc^en ^eriinberuni^en innerbvilb biejcr 
iüb'iid)en l'el)fer|d)a[t (u)ie '!I^J[ör^crun(len .üib '2lii 
ftellunnen, ük'rjetjuncjen in ben ^Jiul)eitaiib, Ütailjio ud);:») 
müiien alfo '^ier ünberürtiid)tiat bleiben. 

3m ^erb[t 1927 ^ab es unter 437 Dberftubienbirettaren 
einen 3uben (0,2 ^ixo^.), unter 650 Stubienbirettoren 
Aiuei 3uben (nämlid) an ben beiben ^^rantfurter jübiidien 
pl)eren !L^'f)ranjtalten, bem ^;5t)ilantl)ropin unb ber iö= 
raeliti[d)en iReal[d)ule), unter Ai)\\ Oberjtubienräten einen 
Juben (0,2 ^^rc.v), unter 10 258 Stubienräten in'>;:ie[amt 

inb unter UOli Stubienriitinnen 
.). 3'i ^*'*" "*^f^) ^iet)olKMieren 
^^rerinneiiitellTinnen — im i^an^en flibt ei> beren nur 
9ü an •^ül)eren ' allaemein -i3nentnd)en !l\»l)ran|talten 
^rcuijens — finbet man teine ^übinnen. l'ünt man bie 
19 männlid)en unb bie fünf iüeiblid)en feft.intHMt eilten 
i Stubienrüte an ben beiben ^^rantfuner iiibi[d)en "iUu 
ftalten einmal auf^r U3etrad)t unb ftellt lebii^lid) bie jübi^ 
id)en unb nid)t'iübijd)en V»el)ter unb iiebrerinnen, lüie fie 
an ben allc^cmein^b'ffentlid)en <l)öl)eren Sd)uten ^|5reu|KU5 
tätici finb, ■il)ren diriftlidn^n 5lolle..Kn iU'.^^^'iüb^r, \o be^ 
trücit 'bie 3al)l ber jübi[dKn Gtubienräte nur 0.00 ^jirav 
amb bie ber ijübiidicn 'Stubienrätinnen n-ur etn>a |I,V> ^l>ro,V 
•ber (öef<imt.vil)l -ber Dl>erlel>rer b.uo. Dberlebrerinn^jn. 



3uben (0,2 >\Sxos.), unter 

f ^^übinnen iW:> ^|5ra,v 
Siehrerinneiiitelfunqen — 



•) 34. »«örörtHfl. ^-lUC'Mau VMl. "4>erlaQ 3:rc>ütfiiöt & Wtonler. 



Hebet bie ^äl^tc ber j'übifd)en \fel)rer an f)öl)eren 
Ce^ranftalten ^ireufjcns tft in (ö r or -53 c r 1 1 n an^ 
fleftcllt. '^iln mandjen Schulen 'I^crlino finbet man [cK]nr 
mehr alö eine ober jiüei iübi[ri): Üel)rträfte. So c^e^ören 
5u ben Üel)rerfollei]ien bes llö'ilnijd)en (Oijmnajiums (mit 
ltäH:pf-i)lealfd)ule)' unb ber Tickte *^^ealid)ulc je oicr 
^nben. Das iieibnit?=(5i)mnajiuiii unb bao 5töni::iftäbti|d)C 
y{ealiii)mnafium ,iäl)fen je brei iübi[d)e Stubienrüte. ^luf^er 
ben 2(i (männlid)en unb iueiblid)en) \iel)rper|onen an ben 
iübiid)en l)ül)eren Sd)ulen in ?y r a n M u r t «ibt es bort 
nod) weitere uier iübi]d)e Stuoienrüte un'b r^ioei iübi[d)e 
otubienrütinnen an alUH'"»n^i"'üffentlid)cn l)öl)eren üel)r-» 
anftalien. 3)er hann oerbleibenbe i)ieft oerteilt fid) auf 
bie '*|.koDin3en ^Jii eb e r f d) l e [ i e n (,'^iüei Stubienrüte 
unb brei Stubienrütinnen in 'iBre^lau), Ob er- 
füll efien (ijc ein Stubienrat in Oppeln unb 
)i5 e u t h e n foiuie* eine Stubieiirütin in 0>leiiüitO, 
)ö r a n e n b u r (1 (ein Stubienrat in ?^ i n ft e r m .i l b e 
i\nh je eine Stübienrütin in COubcn unb ii a n b o = 
berfl). ^ülirenb bie ^^rooin^en (0 r e n ,un a r t (Siu* 
bienrat in Sd)ioerin a. b. yBartt)e), S d) l e 5 lu i ^ » 
i>ol|tcin (Stübienrütin in XHltona) nn1> ^ü^ e ft - 
falen (Stübienrütin in 3)ortmunb) nur je eine 
jübifd)e 'iiel)rtraft an hcn l)öl>eren Sd)ulen ):)abcn, ,vil)len 
le ,\iüei Stubienrüte bie ''l^rouin^ ^ a n n o u e r (ein Stu= 
iienrat in 5> a^" " *> " ^-'^^ ^i^b eine Stübienrütin in 
•T) i l b e 5 l) e i m) unb bie y{ t) e i n p r o o i n '> { je ein 
Stubienrat in ben Stübten !3) ü [ f e l b o r f nnh 5i ü l n), 
bie ^rooin^ :^ e] f e n ^iira f } a u (auf^er ?^rjntfurt) )o- 
i^ar beren brei (ötubienrüte in I> i 1 1 e n b u r ;] , v> ö d) jt 
inrb 5iafjel). Vln biefer ^^Jrc^üin.^it.itiftit füllt bcjonbero 
auf, ha\] in 'öen von Z^^^'^^^ uerbültniomÜHiA ft.uf bcfiebel- 
ten (skbieten i)?t)einlanb unb 'U^Mtfalen nur iuenit]e iö= 
raelitiid)e i2el)rer aniuMlellt finb. 

'i^on 91 'jübi|d)en T>ireftoren unb Stubienrüien fteben 
21 (ober 23 '^xo^.) in jii'Diid)en, 9 (ober 10 %xo].) in ft.v.it^ 
lid)^ preuiii|d)en unb ber yvJ.ft (ober (17 ''^ro.v) in jtüDti* 
fd)en Dieiijten. ^ür bie 24 Stubienrütinnen lauten bie 
entiipred)enben 3a'l)len 5 (ober 20 '|iro,v), 2 (ober 8 %sxo].) 
unb 17 (oDcr 70 \^xo].). 

iBenn m.in nad) ber Cer)rbefül)i.iunii ber einzelnen, 
b. I). nad) ben t'füdiern, bie fie l)auptiüd)lid) unterriditen, 
fra.:^t, fo eniibt fid) foUienbeo Ü3ilb: Un:.^Mül)r bie Mülfie 
(ctiua 13 "liro^.) aller jübifd)en !l*cl)rtrüfte an bül)eren 
od;uIcu in '-jßreuf^en ujibmet fid) bor 5Jfatl)ematit unO ben 
yfaturu)ii|enid)aften ((£l)emie, ^;5l)i)fit, i^otanif, 3oalo.:?ic, 
iUUneraloiiie), nabeln 30 ^|5ro',v fiub üoriüieqonb "Jkiu 
fprad)ler, "etiua H ^^^ro-^. finb ^,)lltpl)ilolüvKn. Den yieft 
bilben fold)e ^;5äbn:^o.:^en, bie Dnitid), («)c|d)id:.tc unb iSrb- 
tunbe aU ^aupt'füd)er t^eujüblt l)ab<;n (13 ^-^iro.v) unb bie 
llnterrid)t fou)of)l in alten als aud) in neuen Spradijn er- 
teilen (0 'l^ro.v). 

^ilU»rfen loir not^ einen 53lid: auf bao 55erl)ültni5 ber 
jübifdien Stubienaliefforen unb -referenbare (beiberiet 
(5eid)leri)t5) ^ur (<}eia mt,v.i^l biefer llateiiorien! Unter 
3225 Stubienafiefforen (Stellenaniüürter unb iibritie) he» 
^an^cn fid) 39 (ober 0,i;i '^xos.), unter 510 Stubienreferen* 
baren 11 (ober 0,:^1 $rüf,v) 3»^c"» «n^er 925 Stubien» 
offefjorinnen 29 (ober Äai H^ro.v) nn^ unter 193 Stubien* 
referenbarinnen 5 (ober t),31 ^ro,v) Csübinnen 

Die >ibl)eren i?anbu>irt(d)uf6id)ulen unb bie öffcnt« 
Iid)en iKeltoratöiri)ulen ^^reuf^enö üer;KitI)uen teine jübi» 
fd)en l*el)rfrüfte. 

''Man ibebenfc bei ber 33etrac^tun<i aller ber oben an-- 
qeqebenen 3al)len, befonbi'rö ber ^;3ro,^ent.^il)lcn, baf^ bie 
Gliben in Deutfc^lanb 0,9 bis 1,0 ^;jro,v ber «>ejami» 
beoüirerunc^ auomad)en unb überbies bie l)ij^eren Sd)ulett 
oon iübiid)en Sd)ülern unb Sd)ülerinncn rclatio ftait 
frequentiert finb! 









1 



3n bem in 9?r. 42 bes .,C<öraclitiid)en J^ümilienblatteo' 
tjeröffentlirfiten 5lrtite! .,C\ ü b \\ rf) e S t übt e n r ci t f ; " 
^rcufjcn" finb burd) eine tm Wanuftript entbaltene 



cblerf)afte fvommafteUunß ctuiqe ^roAent3al)len be^ 
muerlid)eriutife faifd) Der,^eirf)nct unb ^">"/^) rt'-'^''«"^;^; 
lin unrid)tifle5 iöilb oon bem il^erl)altni5 ber 



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baue 
ei 




nidt 0.31 $ro3J iübifif)e Stubienaffefforinnen unb eben. 
iuT3,l ^ro3. (nid)t 0,31 ^roj.) iübifdie Stubienretereu^ 



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barinnen. 



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33on :Dr. Gruft (5. ßörocntfjal, 3)ü[K'H)orf. 




. -, icl)t 

incl}r in allen Xcil i\an\ aiitrolfeiib betr.iilitct luerbcu 
tonnen, [a iKniiiion [ie bennod) alo UnteilcuuMi für öie 
Jcititelluni], lüieüiel iiit)i(d)e T)iretloren, Stubienrätc, 

C6 an preu|}ijii);Mi l)öl)crcn üel)r^ 

?t 



Stu^ionrätinncn uiiü 




. , , , . - ;[urücrunii( . 

ftcHuniien, isl^erictuintHMi in ben ilviil)e|taii^, yiai!)iüUi1)i>) 
uiüfien nlio 'I)ier unbcriiit)id)tit^t bleiben. 

3m ^)crb[t 11)27 Qab es unter 437 DberTtnbienbiretiaren 
einen 3»^k-''i (0,2 ^jiro3.), unter Oöü StuDienbirettoren 




Juben (0,8 '^xo,].) 
tsübinnen (^2 ^: 
ü el) r e r i n n e n) t e I lu rt t] e n 



87 
24 



unb 



unter 



int 



ihm; Slubienriitinnen 

^cn nod) i]el)olHMicren 

rtaUc^en (\\bi es beren nur 



TSH 



9() an I^bljeren allcicniein * öjrentlidjen Üel)ranitalten 
^rcuf^ens — [inbet man teine Jüöinnen. l*äni man bie 
10 männlid)en unb bie |iin[ iueiblid)en fejtaniiefteUten 
Stubienrätc (xn ben beiben J^rant[urter iiibiid)en %]u 
[taltcn einmal auf^er '-IU'trad)t nn^ [teilt lebii^Iid) bie iübi= 
)d)cn unb nid)fjübiid)en Il'el)rer unb i^el)rerinnen, lüie [ie 
nn t)a\ aUiiemein'ö[fentliri)en 'böl)eren 5d)ulen ^|5reu[5en5 
lätiii [inb, il)ren d)riitIid>on iVollo.-jen .]OyH'iiiilH'r, \o be- 
tränt 'bie 3a6l ber iiibifdKn StuDienräte nur (lli 'i^ro.v 
unb bie. ber iiiibi|d)en 6tubi^nrätinnen nur etu).!^,!«) i^xo]. 
ber C<>e|«cnnt,vil)I -ber OberIel)rer b.^io. Dberlebrcriiinen. 



') 34. x^iiüroauvl. '-IHcöUui 1M27. "iierluo ^rcJucii-Dt & OJriinict. 



lieber bie Ml^te bct l'ilbi[d)en i*el)rer an I)öl)ercn 
ße^ranftalten ^jJreufjens i[t in {^)X o^-^'B i xl'xn an^ 
rtejtellt. ^^In mand)en Schulen ^^erlino jinbet man Jo-^ar 
mehr alc eine ober ,^iüei iilbi[rf)e L^eI)rlraTie. So ncl)ören 
5U ben ße^rerfoMeiiien beo 5\öUni[d)en (Oi)mnaiium^3 {mit 
Kan.pf=i)iealiri)ulc) unb ber <lid)te --5{eal|d)ule je v'icx 
gilben. Daö ßeibniti-'(5i)mna[ium unb bao iii)ni'.i|tiibtifd)C 
i)vealin)mna[ium ^üljlen je brei iiibifri)e Stubienrate. ^luf^er 
i»en 2(1 (männlidjen unt) U)eibliil)en) ßel)rper|anen an hcn 
iiibi)d)en l)ü^eren Sd)ulen in ?\- r a n t f u r t qibt es bort 
nod) weitere uier jiibijd)e Stubienrate unb .iiuei iiibifd^c 
Stubienrät innen an a(liiemein-üifentlid)en I)öl)cren Üel)r^ 
anftalten. I)er hann oerbleibenbe yU'ft oerteilt [id) auf 
bie '|^roüin3en ^Jti e b e r [ d) l e [ i e n {^üei Stubienrätc 
nn1) brei Stubienrätinnen in '-Breslau), Ober* 
f d) l e [ i e n (je ein Gtubienrat in Oppeln unb 
ilUuthen [oiüic^ eine Stubienrätin in (Oleiiuit^, 
iü r a n e n b u r n (ein Stubienrät in <1 i n [t e r m a l b e 
unb je eine Stubienrätin in COuben unb ßanbos 
bercO- 'il^ät)renb bie '4iroDin>^en 10 r e n ,nu a r t (Slu* 
bienrat in S d) lu e r i n a. b. ilUartl)e), S d) I e o lu i ^i * 
i> 1 it c i n (Stubienrätin in '^l 1 1 o n a) i\n^ 'U.^ e ft - 
falen (Stubienrätin in 3)ortmunb) nur je eine 
iiibi[d)e ßel^rlraft an ^i'n •I)öl)eren Sd)ulen I).üien, ,uiMen 
ie ,\iüei Stubienrate bie 'l^rouin,^ 53 ^^ 'i n o " «■* r (oin Stu* 
bienrat in i^annouer unb eine Stubienrätin in 
5> i l b e 5 l) e i m) unb bie yi 1) e i n p r oo i n '> (ie ein 
Stubienrät in ^hcn Stäbten T> ii [ [ e l b o r f unb 5\ ö l n), 
bie ''i^roüin,^ ^ e|[ e n ^ i)ra [ f a u (aufier ;^r.uirfurt) ]o= 
(\ax beren i)rei (otubienräte in ^ i 1 1 e n b u r c] , V) o d) jt 
unb 5ia['[el). ^.>ln biefer ^^io.üin,\|tatiitit [ällt' bcfonbero 
auf, baf) in ben von '^uben üerl)ältnismä|>i,i [t.ut bcii^Del- , 
ten (Gebieten !:)vl)einlanb unb '^l^eitfalcn liur lueni^^e is^ / 
raelitifd)e ßel)rer auiUMtellt finb, ' 

i^on Ol ijübifd)en I^irettoren unb Stubieiiräien itelien 
21 (über 23 '|sro.v) in jüDifd)en,j^(ober H) '|>rü;).) in it.iat- - 
lid)^ preu[n|d)en unb ber ))l':']i (ober 07 ^rov) in [täDii* 
]d)in T)ien|ten. ^ür bie 24 Stubienrätinnen lauten bie 
entjpred)enben 3iii)i'vn 5 (ober 20 'l^rov), 2 (cber 8 X^xo].) — 
nnb 17 (oDer 70 ^-jiro].). "" 

''llicnn man nad) ber ßel)rbcfäl)iv]un.^ ber ein',elnjn, 
b. l}. nad) ben ^-äd)ern, bie [ie I)aupliäd)lid) unterrid)ten, 
[rai^t, fo eriiibt |id) foliienbeo ''l^ilb: Hn,u'fäl)r bie \n\['][c 
(eliüa 43 'i^ro,v) aller jiibi|d)en ßef)rtiä|te an bäljeren 
6d)ulen in 'J.keu|5en loibmet [id) ber 'jJ^ltJ)ematit unO ben 
yfaturmii[enid)a[ten ((£l)emie, ^i5I)i)iit, il^otanif, JooIo.:^ic, 
^Jüneraloi^ie), nal)e^u 30 'iUo]. [inb uoriuieiienb 'Jfeu* 
[prad)ler, elioa S ''$xo]. [inb XMItpI)iIolOjien. I^en 'Jie[t 
bilben ioId)e '|5äb.i;io.]en, bie !Peutid), (Ocid)id}ie unb ^xb- 
lunbe als £)aupl'(äd)er qeu)äh(t l)aben (13 H>rcv) ""b bie 
Zlnterriil)t [oiuol)! in alten als aud) in neuen Spraii)en er= 
teilen ((> ^|iro,v). 

"ülU'rien mir nod) einen 53lirf auf bas 'i5erf)ältnis ber 
iiibi!d)en Stubien.i)|e![oren unb -referenbare (beibcrlei 
(r)e)d)led)ts) ^ur (<>e[amt,v.vl)l bie[er yiatei^orien! ilnier 
3225 Stubiena[[e[[oren (Stellenanmärter unb iibrii^e) be* 
[anben [id) 30 (ober ff,\2. ''^xo].), unter 510 Stubienreieren* 
baxcn 11 (ober t^T^l W^S-) 5ii^<^"» unter 025 Stubien» 
a[iei|orinnen 20 ^Der ii,^y ^i>ro,v) nnb unter 103 Stubien* 
referenbarinncn 5 (ober^^l ^ro,v) 3ii^inn<^" 

Die y)öl)eren ßanbioirtfd)u|s[d)ulen unb bie Orient» 
lid)en i){efiorats[d)uIen 'l^reuijens üer\H*irf)iicn leine jübi» 
[d)en L'el)rfräite. 

yJLin ibebente bei ber Setrad)tun'(i alter ber oben an-- 
rteiiebenen 3^i^)l^'». be-ionbers ber ^^ro,^ent,^aI)len, ba|? bie 
gilben in j)eut[d)lanb 0,0 bis 1,0 ^-J^ro,^. ber (Oejamt- 
beüolterunn ausm.uben unb überbies bie l)ä^eren Sd)ulcn 
öon jiibiid)en Sd)ülern unb Sd)iilerinncn relatio [tart 
frequentiert jinb! 

^n bem lu 9Tr. 42 bcs ..?örrtcliti[d)eu J^amilicnblattes" 
ücröffentildjten ^^Irtltet „:^übl|d)e Stubienrate In 
^45rcu[?cn" [inb burd) eine im i):i?anu[tript entf)altene 
fel)lcrt)ajtc 5lomma[teUunß cnünc ^ro3eiit3al)len be^ 
bauerlid)er.uci[e falfd) üer.Ktrf)uet unb baburd) rt*?eu\net, 
ein unriri)tirtes iüilb oou bem ^i^orl)ältnr "- 



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ftc[amtpreu|5i[d)en ^]Jt)iloloneuid)a[t 



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(uid)t 0,31 '^xo^.) iübi[d)e Stubicna[|e[ioriinien unb eben-- 
falls 3,1 ^ro.v (uid)t 0,31 ^roj.) iiibi[d)e Stubienrejeren^ 
barinnen. '"• ^'' ^' ^• 



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Periodical: 



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BOOKS MUST NOT BE TAKEN FRolä THE ROOM 



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Periodical: 



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BOOKS MUST NOT BE TAKEN PROM THE ROOM 



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Reichstagsabgeordnete . 
Deutsche Volkapartei» Jacob Riesser 

Deutsche Demokratische Partei (bzw. Deutsche Staatspartei) i 

Georg Bernhard, Bernhard Dernburg, 
Ludwig Haas, Oscar Meyer, Gustav Stolper, Felij^al^stein. 
Sozialdemokratische Partei» (einschliesslich frueherer 
Mitglieder der Unabhaengigen Sozialdemokratischen Partei, die 
zur SPD uebergegangen sind) s 

Siegfried Aufhaeuser. Adolf Braun (Franken) , Eduard Bernstein, 

Hoch 
Hugo Heimann. Rudolf Hilferding, Gustav kaxH, Paul Hertz, 

Otto Landsberg. Paul Levi. Julius Moses. Kurt Loewenstein, 

Adele Schreiber-Krieger, Tpni Sender, Kurt Rosenfeld, Hugo 

Sinzheimer, Friedrich Stampfer, Mathilde Wurm. 

Kommunistische Partei: Eugen Eppstein, Fritz Loewenth«l, 

Heinz Neumann, Kurt Rosenbaum, Arthur Rosenberg. Werner Scholem, 

Ernst Schwarz, Ivan Katz. 









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Licne Fa]cultaet war durch HerJ'-npr^-^ffi??'^»?^», tZ. :"^!^'^'*J-^'^»cnait 

galt als Kenner der KSiwlS^Sir^T^lSSS^r-^iv^s'Se? ?rT'" 
zialistiscne Scnriftsteiler stand j 1 . . n m -rlMrT^I -^s s , d e r freie so- 
Schriftleiter der Frankfurt r72?T-^^^^^*?^^®"' scharf sinni gen 
öie Regierung eiLei?i ve?fJh J^S^^oSV''""'^^ 'i^°^-* •^«^«"' ^as» 
schlecüte Auswahl get?offli St L'vr«???.^"^^^ ''•'"*'''*' "« «i^« 

p.334 

P«555 

•n«n *,. ^rediChilie vorlegen". «men Gesetzentwuri 

iJen Ar:)eatnehmern gin, er ni,>L T" 



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Nationalliberale Parlamentarier 

T8ß7-»1917 

des Reichstags und der Einzellandtage p^^n„ 1017 

aes ncj-wiö ao i^erausÄe^eben von Hermann Kalkoff , Berlin 1917 

zugeeignet dem Vo?s?fzfnden des ge sc haeftsfuebr enden Ausschusses der 
Partei Dr. Friedberg 

D^fFraKtionsvostand 1871 - 187S gebeerten Bamberggr und Lasker an; 
?I?4Sf76 B^terger, Dernburg.Lasker.H.B.Oppenheim. (unter 16h 
1877-1878 dieselbai; September 1878 - September 1881 Wolffson. 
Benningsen war Vorsitzender der Fraktion 1867 - 1898. 

B^aberger, Wahlkreis 1871-73 Mainz-Oppenheim J^^J 

|;5edrich Demburg geb. 1832 gest. l«p-,^\^^;i^J,°ff Je^Stn^^Kai^e^fisö 
Seit 15.2.1881 bei keiner Fraktion. Mitgl. der 2.hessiscnen i^ammcx 

-1875 

Frildberg 1893-98 Bernburg-Ballenstedt (Anhalt 2) M.d.L. 1886 - 1918. 

S 7 9 • ^1 

Levin Goldschmidt 1874-76 Leipzig-Stadt ^^J 

-:. L^sk^r BerliO Norddeutscher Reichs tag, dann Sonneberg-Saalfeld; Landtag 
■^ 18?iiS7Berliiii 1867-73 Magdeburg -Stadt, 1873-79 Frankfurt a.kain ^. 

Oppenheim 1874-76 Greiz (Reuss a.L, )./«-' ^ , 

ll^om 1867-76 Frankfurt a.O. ;\I866:67 'Malm^dy Hont joie^ Schieiden 



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S. 123. 



Schiffer 1912 Wolmirste t Neuhaldensleben; M.d.L. 1904-1918 Magdeburg 



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, Schlumbe?ge;, Theodor, Fabrikbesitzer und Geh-Kommerzienrat in Muelhau- 
'r sen i.E., ev. Wahlkreis Muelhausen. 

Schwibach 1907-1918 Memel-Heydekrug; M.d.L. 1908-1913 dito ^ 



S. 138. 

Wolffson 1871-1881 Hamburg 3 .T^^y 



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Dr. Ernest Hamburger 
67 Hiverside Drive 
New York, N.Y. 1002^ 



20. April 1971 



Herrn Professor Dr. Gerhard A. Ritter 
Barliner Strasse 22 
^4 Muenster-Angelmodde 



/ 



Lieber Herr Ritter, 

ich danke Ihnen sehr dafuer;, dass Sie mir 
die Fhotokople des Handbuchs fuer die verfassung- 
geoende Preui^sische LandasversaiairilUiig, 1919i ueber- 
saridt haben. 

Wunschgeiuaesß sende ich dies an die Auresse 
des Hisooriiichea Seainars der Universioaet Muenster 
zurueck. 

Die Angaben waren mii' sehr nuetzlich, sowohl 
die allgenieinen als auch diejenigen ueber die jue- 
dischen Abgeordneten, Die Zusanirnensetzung zeigt 
einen grossen Unterschied gegenueber der National- 
versauulung von 1919. In dieser war ein erheblicher 
Teil alter Reiohstagsabgeordneter vertreten, und 
die Zahl der Neulinge war daher relativ gering. 
In der Preussischen Landesversammlung dagegen waren 
unter den Sozialdemokrater der USPD und in etwas 
geringerem Masse auch unter den Demokraten fast nur 
neue Volksvertreter. Dies erklaert sich natuerlich 
daraus, dass fuer das Abgeordneten, haus der Vor- 
kriegszeit das Di-eiklassenwahlrecht in Kraft war. 
Eine Fuelle interessanter Folrerungen laesst sich 
aus der neuen Zusammensetzung des Landtags ziehen. 

Mit nochmaligem Dank und herzlichen Gr^iessen 

Ihr 



Ernest Hamburger 



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Kurt Schwerin 

NORTHWESTERN UNIVERSITY 
SCHOOL OF LAW 

S57 EAST CHICAGO AVENUE 
CHICAGO. ILLINOIS 60611 

30. Juni 1974 



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Privat : 

6230 N.Eenmore Ave 

Claicago , 111 . 6C660 



vom 



Lieber Herr Dr. Hambur£,er : 

viPlen herzlichen Dank für Ihren Brief 
TA Juni I? IZ slrade als ich meinen Artikel end- 
alitig abschloS, Snd ich konnte "^l-f Angaben über 
Lren -Sandmann noch sehr gat einarbeiten. "^i i^t 
sein Schwiegersohn? Vielleicht kenne ich ihn.) 

T-nt^)rlich danke ich Ihnen besonders für Ihren 
Prief voS 5 jSni Ihre Hinweise waren mir sehr wert- 
llil. Tol^^stiZe weitgehend mit ^^-flJ'lZ'linZ 
•^^^IUriro?LSrSn!^arSSorLriJSr"e?Shne 

''"] T^iflb;r^''^u?fl'^PreSn:drinkeltocSte?i'rau Hannah 
und Iieiloerc,, zuL.aj. rx^ii ^ -Pr»n P^Hrn o'h Filch ' hier 

feS!°s;in;. Suiten .äU«Ke«--ic- .a 

?H^?nt^ Tcb schicke das Manuskript des Artikelo 
Görlitz . J-cn fcp(^iij-^j^<= -To-i +p-rleitun"- nacn 

nächste Woche an Herrn Grubel zur ,.elterlel^uno 

London. 

Am 18. Juli gehen wir für vier 

..^.-.._ (Z 

Klosters Eva Reiclimann zu 



Y/ochen nach 



Europa nüri^h-Klosters-München) und hoffen in 
Klosters Eva Reictoann zu treuen. 

Kochmals herzlichen Dank für Ihr Interesse 
und Ihre Hinweise und beste Wünsche und Grü.se 

(p '' "Reste C-rtisse auch an > 

-THre "P^^t-^i^%^^?^;Se"mich von ihr zu hören,). 
Edith Snyder: ich freute micn p^^on^^ _^^_^^^^^_,^ 

Herrn Dr. Ernest Hamburger 
67 Riverside Drive 
New York, H.Y. 10024 



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CicQüin. Xo'itifljc bcmofrati'ujc ^^arlci. 

aiiitnl. b. l'lba.=.<o. ocm Ol. DJiai 1917 bi§> 15. yioü. 1018 für 2am:cr 
53iriibaHm, ^djincviu a. 'ii?. 

03cb. 2. 2cpt. 18(3-1 jit S3crliu, cüanacliiifi. .\inman. C^Uimiuii. bid 
jjum ^UjitiiriciitCHcramcu. 2tiibi:tm ber V.'icDi^iu nou 18^2 ii{>^' l-'b^ 
Vlpprobnlion 1^8s, ür med. löS'l. XHilificm am ilabt. Mraiifenbaiic^ 
T^aiebüujc-'ljaiu iii :^'^oiiiii, djuiirn. .Mliiüf ui .\)gUc |2aalci. '-IU-qU. 'ülrn 



Gpc,V;;uv;t iiiv ii[]inii(]ie i^oii l'^-^? biö l>H>r j^q,,,-, i;[,j,.^- 



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inanini&jcn :^ d{'u\{c\[. 2labtDcrovbnc:ci!Uovf!cIjcv ia (5l)nilDilc:ibiira, 
W\t(\{. b. .*oaiibolc-tainmcr 5krlin ii. ^^räiiboii't be? ^cutidicu "snbuitriC' 
11. ^anbcUiancä. ■ ^ ^j i 

J^rctir.iiitrj, Jlriiülb, Cbcriaubcf-ncridv.c-rat, .v)anim (^il-cjir.]. ^^ai){- 
txck^ 18: ^.Urn^bcr;!. _2ü;,ialbemofiatiidjG 'j^artei. 

C^cb. i:s. iVoö. 1.^.2 ,3!i S.uoblnureii ixv. iiobiau, £ itpr i, cDanacü'd) 
<ouman. (^'uv.iinai. Xaii3ii]. :3iinit. ütidjtcr. oadjidirii:i:cUcici ijüvijtijdj). 

^sricbbcr.q, Tiobcrt, Dr phi!., 3laai5]i!i:ii](cr a. T., Q'tjarlottcnbiira. 
^i-aljUrci:> 4; i^cn: ^Kcq.^^-^.^,^. ^4;'ot^bam bie .vtrciic ^'IngiTiuÜMbc iiitii. 
5^»'iMirfif. ^<'Tr!'1♦'r;•!tiid;c '^.^artci. 

^Jiitql, b. '^Ibrj.^.s^. Don 1'--'6 bi§ l-'.. ?JcD. Un-', bic- 10-', füv 
VQlic=2Qallrou:>, [eu l'.)03 iiir xionncp, rt{cmjd;ciD ['3t.], Polinnen [3t ii l' | 
yjhUll. b. :Hcid]C^t. fÜH lö'.io biy 1>9S. 

Web. 2-:,. ^^uui 1.^:51 511 ^kiiin, euaiu-eliidj. ^^(biiiiricnt hc5 H'öli- 
nijd)eii 03i;mnc.>. 311 ;'>crlni. 3tnbium ber )ncd)ic uiiD 3iaah-roiiieu- 
Idjafieu 111 :^;crlin, ^cibclbcvo unb Üeip^ia, Dr nhil. 1>77 bii ik^i 
^^?uöai^ü5e:u an b. lliiiü. £'clp,rin. l^^'l l^'^ l^-»l' aiii>rcvb. ^I^rojefiov 
QU b. llmo. .<r^al(e, L-lJi bic^ r.Ji'-i orb. "^^vüieijür baielbfi, bann aii-^» 
jd)liei3lidj pavlüincniiuiid) tätig, ^^üm \\ i\üi\ 11)17 bi^ 12. i\'oo. I'JIS 
'i>i,3ei'ia'iDcnt b. preiifj. 3taai?n:t:;iftcrinm-j. ^evi'.ijicbene 2ajviTicn 
üülf^^iDirijdja[tlidieii o'^^)^ti3, bcioiioerö awi bcm GAbieie bei rMnaüT' 
iui[iei;!dja;r. 

grici?, ;^-rin, ?',etrlet§IeitGr, Siegen f^IC^citfnlen) 3[i^nr;!frei^5 18: 
Vliii-^berg. 2c.^ialbcincifiaiijdjc ^|vartei. 

Qöch. 8. ^l'cdr^ lt>.^7 ^it Siegen f^T^cflfalen), ebangclifdi. ??ülf5'djiile, 
^■adjldjiile. '^k\nö^ led;iufdjer kurje. ^^k'iriebilciiev. 

J^ritfri), Cito, Oeircvfjdjaits^beamtev, '^^e^irf^Ic/ter b. bcutjdien 
Icjtilnrb.-ikrbanbec^ i.'icgnil^2djlej.). i;.Hi(jlfrei5 11 : irtcnnil',. 2o\\qU 
beinufiaiijajo 'l^artei. " " 

^^i^cb. 7. Vlngii[t 1870 jn Crcfcrbtc-berga f9iVg.r33e5. 3?ier[ebnrg), 
•Xijfibent. 53oIf;-id;nle. '-ßon 'l\exu\ leililaibciter, jcit 1901 "-üejirfj- 
leltei b. Dcuijdjen Xertilarbcitcr-^-lscrb. ']. b. ^^srou. Gdjlciien. iiabt- 
bevoibneter in ^icgnit) [cit 1911, muc^l. mehrerer örtlidjer xnu5jd;ii[i>. 

ourf]^, Öubmig, .^tanfinonn, Gr[urt. SafjUreiö 13: !0?er[eburg, 
Gr[uri u|nv 5:cut|d)Uütioiiale ^ollc^pavtci. 

öcb. '21. ^annar 1807 /jn (iriurt, ct^angclifdj. 1. 93ürgerid)ufe. 
Slau[maun, S'iüIünialiDaiengcfcfjäft. 3tnbtrat. 8 '^)a{)\c ©tobtucrorbiietev', 
ftel;t feit 20 ^^a[)icn in [einen 'i^ernf^^organiiationea an jü(;vcnbcv Stelle! 

OJcvbc, .Cpovmciun, ^beäirf^Ieiter ('Bcvgarbcitcrfervctäi), 5")Qnu (Gaalc). 
^A\if)ltcei<5 13: ^.l)ici|eburg, (S;viurt nfip. Güjialbemofvnttjdjc ^^artei. 



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2cl)cnöl)c[i^rci6unöcit 

Web 24 Acbvnat 1871 ?u Sanbcin bei (TottbuS. Xii'ibent.^Söolf?» 
,d)iile 53evaarbeiler, [eit 1007 beim ^^crbanb b. ^Bergarbeiter ^Ci-iidv 
lanbs alo :^ie3irfdciter c^ergarbciterjefreiav) nngeilcUt. 

CV)nrnirii l^ktlinl, ^:>ncp, ©el)einicr atcgiernngsroi, ^Scriin. Sal)!- 

fvpia '■^ • '•"'^frlin ^^2:entid'.c ^iiCdtv-rartei. 

(.;ebirilKair^4'^u^lronaii:beritalicn),euanaeliid). ÜIe.lgi):nnai. 

in -iDbita^'i ' ^cd)n;jd^e ,s:.cdjid)i.le ^-ücrliu i^J^KiidvaicnbanuKb; .^tc 
g er^lli^t^innteiiter \. V l^^cnbaljabireftionen ^Ut..ia --^^^^^'^^^^^ 
beim iriienbaiin -Untralamt. (vel)cimer giegierungcrat unb Jdi.ilieb b 
Sfa ntalm^. 'shümetitcr bor -.^.ao. c. ^- . ^1^^^.^"^- ^^f ^I^J^^.Jf 
bcm (v^cncralQLnit.erncmcut m ^öclgien i:., al^:^ -'^':''^')'^'W^;^^^: 
prviieamt -^kinn tdiig. aiatavbeiter ueridiicbencr ledjniidjov ;]citid;rii.e.i. 

;^rQn O^nvniri) ((^fjavlottciiburc;), ^otif, ^^^lin. ^^^at)lh:eio 5. 
2U(\'h(\ ^kM--^bom ^\c .^trei'e ZeWow niiu. ^eniidie iai .-parici 

«ob!' 2^'. ir^oA l-M 511 ^eir;;a, eoanaeliid^. JÖi^bcro l'^aDdicnubnlc 
5n .•oallo I 2aQle). 



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("Deri'd}tc-ori. 



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_olf-4inid;Vi"ilidK 2inbie.i an Der llu'.revi. ^^üUe 
i2aalcr 'i^Hbren^ red ^alcati: ^Ko-creiiiin im Mriegvpreüenmt. 

(S)cb;'icbucv Ci-r.cen, Dr iur., rbeibürgermeiiicr n. ^., Maiuvu. ^^i^al)!- 
rvei--> 19- Nvücu-i^iaiian niiu. ^eui'ctje ^iH^lfc-parici. 

'(v^cb i-' I^e^cmbor l-^Lo.^u lommin r^sümm.), e^ngeliidi. Oj^mnaj 
^VlburTie"- 2tub. ber i.'kdiiö» n. 2 tiiat^iüiii.'njdjaii., iiblcgnng bc.> 
'-ramcuo lu-m l^^l bi6 l'^-b :)Iedjivaumall n. M^otar in 
3t. i^oar,\)au^i:n (üi^Ki'O, 1^- bi. Is93 3>iirgcrmeUtor i" ^^im l^Inmi, 
1Q0-3 bb- ü-nbe 191R rberbiiroermcilter m .vnnau, leit 1. .Nanuar IJI. 
im ^)vul)cilaub. Si^orut;. b. -anbc^QnoidjnJieä b. :>kg.^Je3. L^diel n. ber 
L'eihbanfDireftiou *önnaii. 

(5c?'V.tbt, ^^ngnu^?, ^.uleiiefrctär, 5h:rg (?^e,v ■^JJ'agbeburg). ^.^3nl)l. 

Iicii 1.:: UJingbcburg. 2cjial^cn!ctrfitnd!e ^HV.m _ ,-^,m5V.. 

(VKb 2n ^;^-cbrHQr 18-^0 jnraicit^alf (U3e,v 2teitin],Tinibent. iiubti',d)C 

S^üroevidiulc V^'cmalt 1SS6 bio h<9l, Cirlerunng b. rsormorbernteo in 

UÖ; ua f t^on 18<.-4 bi^ 1897. 1. ^^ipril 1908 s)lrbeiier,elreiar m ^mtg 



V.UagbebuTg) 



l"Ve{ 1911 'l^ävteijefretär jnr ;\crui)Pir) 1 nno II, 
tabttcrorbneter nub [eil 191« 2tabtrnt m 3^nrg r^^ej. 









r.G 



( 



3eit 1911 
>VtagbebnrQ). 

05ci(. .«oermonn, 5}c^nurermeifter, rberlaf;nftcin. SiUiTjUrciS 10: 

4iei"icn^S:aiinn mi\ öenlrnm. . ^. a. =, ;. , 

^iJJitm b XHbg^.^p. von 1913 biö 15. ?Joii..l918 |. ^t. ^oar.djauien, 

'^^^";:;^:'l7:\prU^l^"H CbenaDn^tcin, f.tboIi[c^. ^bl^ere ^ürger= 
fdiulc rbcridjnftein. Jücaigeircrk-idjulc ^b[iein. . , ,. ^ ,„ 

Ciinoettcten für 3 dj m a v;^ = ?> r n n ( in v 1 , bei am 
20. Februar 1019 [einen ^^i} a 1; t a n f 1 1 a g ntebcr- 
g cl e g t l; t. 

(^cclJcI, .^:)ermann, ^^lmti?geTirf)t§ral, 33a3§lDiüitj. ^i.^ai)lfrei3 10: 

^^^^^^'^aigPb.^'^IbJ^^^^ i>cm le.rsinii 1908 TmS 15. tRob. 1018 für .^altomit) 

'^■^' c^efT^'^Ifli 1873 2n ^riebn^ (Jlr. 3ogan), fatl^olifd). Glfi^^cntar- 
id)nk l^iclu^; il^mn^af^iJnalau nub 3uran ,n.^J. ütedjta. unb ]taat§- 

57 






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G. 



C. 



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e. 






C'')cb. 4. vipril 1878 j^ii ^icn? (:7r. Sdjrtmm), ^'intbent. S^nlfsidnilc. 
'Alei!c[)er, icit 1001 riLUnifarov-ilcr, U'07 I'i3 1912 C)CliKTricnail-?an- 
({fr.^^Uier, \c\i 1. ^^anu^r 1913 ^varlciieirctär. SGcu 1910 bi^^ ini2 
eiablüciOTbncter ui J(i3uiGoI)crg (pvcuijcn). 

JT^ncir, Cito, (v.cn:5cr!icl)ün?p?rftär, ^Il'icvBaben. SaljUrciS : 19 

' O^eb. 20. Scri'-.abcr 1874 311 ^'iTiiviUälbe (^Jieiiniavf], Xiiiibcni. 
S3olf;;ü')i!le in Berlin, "ünrilbuiin^knüle, (^aditurje iur ^oclj= inib 



G. 




E 



gc[ulU. Gci: 1; Januar I'JIS 3iabtt)crorb;i?tcr ui 5iA3icyl'C.bcii. 

5>cj:rc. n?aiif, ^^crtJicfretär, ^attci;;il3 (Cbcrid;!.). ^al;!frei3 10: 
Civ':cl'.i. ■i'Ljialbituofvatiic^e '•3^Grtei. 

C'cj. ?■•- 'j^O'^CiT^lcr 188-1 511 Kör;:^ernir( (iiv; ^ci'^c, Dbcvid;!.}, 
:al[:ol\iu'. yoi';:>'c'}uie. Slrbciici: im ^öaiitcic- iiiio iocvfcl)r^oci:;cibc, 

f^ar ;(:;;! Dt, tlirliarb, ;::cbafici;v, (yn;[£l 
^-aficn iiiro. SoJ.iaibcir.i^frr.tiidje 7""*^-'- 

' 12. C:::li;'..Ici i:-7o ' ö'i o>;c;::' :'ra, 

"i:;h!:be ari ^uucoimn Dr 4:;.utbc- v.ü: 23 l^»c•:t^•u :K:!>nu.'ir, 

i2ci: 19:1 latcMbev ^.t^baiiciir b? fJaifclcv C;-^:..^-ia';c?. GicbU'e./'rb- 
lici.v. 2ciL 190G Siufin. b. jo^ialDcrr.clv. ^i:avt:i in (Iui;t\. 

i:-cilOnt:~n, i^i'biui'\ Or iur., Dr rcr. poi. Ii. c, ^u[i!^rat, &{cc^{£- 






^r:i}ifrci5 IC: ^^^i'cn- 









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fnOJbjr:-;, ^ci^f^in, Uicrlii;: 189^s Q)ex. --.Itkr iwoax ::^ ri^xianbc&i'Cr.' 

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-'lüiiau. 



^eilrna.m (Clj^rictfcnbiirsl, C5:rn[t, G:cr)viit|icGcr, GbaTlDttciiburn. 
Ül%1ljl^.eiö 0: ;Vnuinivt a. D. Sn^ialbor.'ofvaufdic- \>crtct. 

Geb. 13. X'ipvil ISSl -u ycTliii, ^iniocu. Gi);n:!Cii. ^ur;|tild;e? 




f^iic\-^^ihci Icr lo?,uüi\ii\dy:n ..jvvcipciibcuj jar V^i- .;. ^lu^Uinb, 'JJ^: 

(•■•c^^idJlJi.•;:cC^o^ill^i,♦'^:;J(;üäI^bclv•■cui>3, 5al)lrcifbc^;ir^lj,ucn. ^iVicq:^ 
lv•li^:^:)!.;t»: u. ^^Kiiuubtijüipi. 0. :UiiV '"'"^^'^ ^- ^lvivpvbt;ii;atii;au. 



^cbcnSbcJ.-rjvcil) linken 



Väülein .<ocir.c, ?.l?oroarcle, Dr phil., rbevlctircrinr-lluninöbcrn 
i^xci-'-nx^ ^-nhltrci''^ 1: OÜpveiiHcii. ^Tniifdie bcmofiatudiC '\'axic\. 

(^V/'is^^^^'cÖT--. 1872 All CScIIe (^^^l■üü. O^i'^cucr), e'oüiiAcUld). ^Jkiic« 
uu-^ni^^^cinf-^ bunian. ©niunnj. Uiiiucrj.«2nibiiini ,;u >:e;bclbet.i iinb 
Vüiürd^nr proinrii. iv^n b. ll:irocri. 5Jiünd;Cn. 2laai£craiTicn tMiaj]. 
i^biloi, initidj. Ckidudtci Cbcvlrl)r('rin cn ber jtabt._Münin:i-i^iH|e= 
Gdjitle {2t)5einir lt. Slubieranitali) u\ Jtöinqoberci (-prcubcn). 

r-ctncmaip.i (r.crlin), Öuqo, Dr, 9icd]l?nnnjalt, ftclinevtrclciibcr 
hrtuhincr ^uiipnutiiilcr, ^lüocori^ndor i:n ^ioid)5jn]ti^Q'nl u. ^■^ii^Uicb 
U^ iuatcnaii^jcljiiijoo. i^al;I!rciö 3: ^cvlm. 2o5ialbcmo!ratild;C 

^ 'dj'ch. n:n 18. v>c'^^- ^-''^ 5^' 5i3crlin, tnojaiidj. G^tj^naj. ^snxi\t. 



eicÄt5ai::raU. 



«tabtiicrcrbneter. 



^ c-tl'. ^bcübor, Jfar.nKaini it. 'l^reiii;. Soltcriecinnebmcr, 53cviin. 

^ Bümrr^boii luib ^3a[iuni Ja-^ .?3c^ Manno^cv). ^l^ai^Urtio IG: >-)ai!ui:i^cr, 
- 'nluc^^^lrini, i:;uiebuvq. :^citi[d'e CioUvparlti. 

o-cn 'hünl. b^üdd^ii. yoii UH'3 b;v 1909 unb U. 1912 i^'^ 1^1;- 

C^i^ninaüallulbunn. Siauima:;u, mcic;crciü uu ^n^ imb ^^u^nbe ipater 
^oMir^eiti'cr 1:1 lüc;:ubcii {'^c]i\a\cv.]. öon 189u bt^ 1900_ bli^btt:cr= 
cr^TCtcr 'iino •Jjaialito bec Kirc^ciircvitcnbeij in ^i^ciiben (^i^ciltGlcuj. 
3 f>cnrv, (^-«♦■:^;.?^Ud)ai!i!cr, ^krlln. ^cMfveii 3: >3cilin. 2o3ioU 

1876 :m 2t:ittrart. ^iilibcnl. ^cir^^djule. 4 ^ajrc 



Mc:nriratrd,e V ::i'Ui 



c^cc 



.':iMn"triesncrb:id;nIc C nc:uad; C-'-'^O'^O- 
,^,i'ntvalrc'.iö. 



^Iiicd^aiiifcr. 



iiütClieb 



bc^:- 



Ocinin, ^anl, 2duinlcitcr, fpoHe (Scale). ^ <I^cI;!rrc!3 lu: ?'ccr.e. 
bUT^'^rifrt iiitü. ui-l';anatc:e !c^ic:bcr:!.-;ratiK^;!^ ^i^artci. 

l^^^b 2 ■;vcbii:a-. 1874 >u £ ber|treU [Sa. ^li.crnit^ 2rr!cve.i!, 
fcnfcinoneir.^.' ^ül3ic::!le. ^rüljcr O^ätfncr, fcu ^1899 c;airPt;citci, 






O^nrtncr, feit 1899 2airi't'.citci, 
;':;n:!"^"2duiIikUcr?cV'i5olÜblatlci5 ^^aV.:. 2d^iiMiicacrifn]C Tcilc^ 
feit: ^;::Iitii, 2ü-ialrüli!ir. 2tab!i'erDib;:clcr in -clie (-caU;. 

^-^crf, ;^riti, JKcbf-ficitv, 2lci!in. 2j<aOlivci§ 7: ^cimncrn. 2onal= 

'■■rlnl b Üici.-'-:?t ton 1893 bi? 1898 n. oon 19C3 bis- 190G. _ 

(^•cV' 7 ^N'tiü 1860 5U ^^iTtcrn [btx. 2cni^crl;aii|cn), frcircIioirS. 
!^ihqcvidjnlcr53udjbvurfcr. 2rit 1885 q1§ aJcbaftcitr n. 2djviiiitcUcr 
iäti({ 2tI)Ti[iluUcriid;c ^älinfoil: 2djan[picl J^cxxcnxcdjic . ^cit 
1900 2iabtDerürbnctcx in 2tcttin. 

^crnt, C'^car, eiant5:uini]tcr, ?3crnincTDbc. SaI}lfTci§ 12: S:U-igbc- 
bnra ^cuilcbnalionale ii'olf^'barici. 

Ckb 2' Oftübcr 1869 ^n ^Jautnbiirg (2aQlc), cbonncUidj. Oinrnnfif. 
(In'inan.)"; llnißcrj. Sf^3ürobuto, ?Jinnd;cn, ^^kilin. [^iilciU prculr^H^cr 
^■tnan'.nnniftcr. 

i;Vcnc:irat(> .«bcinrid), ^^ifbattciiT, 2imbnTo (eaF)nj. ©ablirc;? 19: 
^cr>n-Sv'aM>n V.i:«'. ^cnlTutn. • 

^' ^i.'!i;o!. b. Ülif^.'J^i r^c::! 27. ?lpril 1918 bi§ V-m lo. ?Idü. 19iB 



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;iräiileiM ^ivciibffc, M'iaul)a, ^^ndibaücnn, ^Vvli:i. ^voMtui^-i- 
^ (^)iü. li:;. yiu.M l:-s5 ,;„ Mkilin, Tiiiio;-!iiin, •^^l>lfv;dJllk. ■inviwilni-v 
VlrriMoI]!. (\Mroril)n!i), Vüiii^:^, ^.HonfuT, (V,,i,fi,„,,, .vr^iunoi --cnvot 



|3t. II. i'.| 



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il;iile- uuü .\)aniH-lojil)ii!c. ^-^Uinftcv iiiib :);ithM,iiiivi.r|iluM ' n;to' bn 
U-ii(üia((C'> Hiil) bi-i ^|".u)üiii,',i(il«ni-|fljiific^" ' . 

Web. V -\iini IH...1 .^„ i'alM[.!jiii (Mr. .^Jjiibiii, ^pvoD. ^[UMnü, iiuSaiUI) 
r.lJiiMi..|.iii:., lluinotl. Muo ^.K.,icl)|. .^uroiüCiüibiuMov; -.U.'tiol.CO b.i 
-iw)ijl(tii.- ;j (.li-r Vliiii.)n(|. i'jiiiiiu'i- 1'i,'ovic!iiin:vbiT 



2ctcn>:-t)£{£r;rcil;unsei: 




;'cuc:iio:iv;ci>vni:n 



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^L^rtU'.UiUin. (^■■ir.ll. Ch-'ö .'.'•••^.""w^'-'i^. 






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ScI'sn^Bcirgrciliunäcn 



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'*; frciy 20: aüln, Vlarfien. 3ciitriim. 

y* ai:it(]l. b. 5lbfl>vj). bü„ 1903 bi6 15. --JJdö. 1018 fftr 'riiren, ^^Mcfi 

(v;cb. 28. 5:c3cmbcr 1867 ,v.i 0'-TC<bcr[ (Mr. ^Kt)cii:bacbi, fatljoliid) 
S3iiviiciidinle, ';^rDpi)nina). 9{[)cinbnd}. 2cit 18^4 im ^;Miiibiciift ^j^iit- 
Denuültcr. ^i^orftanö^-mit.ql b. 5Ikrbanbc^ :lU}einifd)-Sciijui. üicmeiubea 
unb ^^orftaubc^niiiiil. \j^?:) üUjciniidicn ^kiieriirevcin«?. 






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i CafTcI, ri>far, OJefjcimcr ^\u[tiu-at, ÖJcditeoniraii iinb Ü^ctaiv 

, arjrcnbürqcr non Qcrlin, S3cvliu. XL;.'al)lh-ci^ 3: il3crlin. ^Xci'.ijdjc 
bcri!cfralii"d;e ^j^artci. 

?jii!-I. b. VUi.q.^.C-). Don I1'03 biv lo. l^JuU. 1;'18, bi? inOS f b 
fritljcicn :^L<aI)ibc,v 4 i^.crlm, ucn l(Kt8 ^h für 8 3n-vli.i. 

c^^cb. -1. ^Mini 1819 ^u Gdjincl}, inoiaiid). O'nmjTa!". in ^^H'iiin. 
Glr.bicrto ^iira luib tTaim-valia bajolbit. i){:[i-rcnbav i:i C51;ar!Dti':n- 
bi;rq m. '^H'ilin, [cit 1^79 iJicdjl^aiUualt' it. [eil \'^'j-l ^Ji'oiav ui X-^txXxw. 
Glaötocroibuclcr [eil 1888. 

Ln)ri[t(>n(\c, S-JiH^cIm, p.inarvonf-brifont, CM^-Icbni. ri'ablfrciS !.)• 
'- IfJicricbiirn, tvrfiiri iinu. liiuU l}ä!'.i;qc JLV^ialbcmotroiiicIje 'jnivU'i 

(ycb. 2;). Vliiqült I8f;8 ,vi MKüiicIn-ba-n. «: ii'jbi'at. ^^voir-idjiilo 
3"Qbafaibci!or, ,'{ifiarrcii[abrit'.r.it. iiu>iMt;.' bco Mr.'K'Ovbciirvrr.:-.' fiiv 
fir. Mjiaiiyicro i:i!b 2tabt 0-iy(cbcn. 'J'oifii;. bco jo:,i.db >;H'nMnö für 
^;5Ql}ltr. Il'inii-Melb. MUiifilicb Tncbrcvrr [liVouidjcr X'l>!vid)üiio. 

l^\ ücrjnu^'v Cibmaab, 7^nbrifanl, Stoblloljn. ii'aljlfrcio 17: Miajuitcv 

^'^ l'JiiiibiMi iiiiu. ,«]cnm!ni. 



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^JAili][. b. Vlbfi.-.O. l?on V!pvil Vy^\) \M \h. W'oo. I'.tl8 jür G"hMii]iivt. 



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Wi-b. H. ^^cöonibor 18.' 1 ,^ii einblloljii, fa'boüjd;. ^Iii'lunuiiihulc 
Gtnbil'jl)n, Cbarcaliciiiilc V.Kiii![(cv. llbniuibni l:'8 ^ bo- 'i.V'ioiuiinlniV. 
mai-eini^ jd;äjt joiniö x'miIcvv, qrüiibrtt' issi» oiiu' '^ninp'-io^di'i mu' oin 
Jiulfii'L'il, U.'!;! bic Titrljaii'.jdjC '-li'cbou'i 0"i.)lui;iv iV. iw'. :;i <: labli-').!. 
Ulit'Ic (• 1)11.! 1111! k'r. 

(^cfjH, rvi'av, ])r j'ir., niablCniiUMlI. 5:Jobirin<;^ 3: V^W'iliii. Un 
abljäiitiiqc fi.\',iolbciiiüfroliidjO ^|-(Uici. 

!:''ii.(l(. b. Hindj-jl. MiMi l'.ill' bi.i 1i)lM. 

(Vnb. in. rfi. I •■»;:) in f^uittniinq (.viv. Vubliiiil,], iiibifib VMfjml.fr 
bic y;iirqafdji:h' in ^^hii-q l.-^Vb biv iSVs, b(i'> (V.i>miui{. in \'hii-q 187S 
biö J887, bic Uiiim'r|. 'JUMiiii, (^'-rcifvIiMilb unb ':l\'iinihoii 1SS7 \M 18'.'0 
yii'lcrnibav im Moiiiiiu'vqi'viil)i^-^bi'Aivf Is^'.M biv is'.r;, jntbom i1iri!ii<- 
Ciinuilt in ^^h'iliii. 'ii'v '.^ u'U|(pjlid)l (iciiiiql Ism'J biv 1^'.)3 luMin 
5iai|ci-,\vnii.v(''aibi' (^•ri'iiobuM :i;(|ii in \'\i-iiiii u tabii'noibiuliM m 
'XV\\\\\ ji-il r.toi). yU'r|. iiiuiii[iljor niib ^>ulilifil)i-r Vliiild in brn 
?nqc .'v'jndiiiqcn. 

,*^'. (W)nvnbl, M.I.Vir, 3U';,ii^Md)orn[((Mn[iMrvobfvinnflcr, ^hooloii. ••^:ill;l. 

'^ Crci'J 1); VUcisImi. Xi'iiljiIindtiuntiU- '^<i)lf .poiloi. 
e. "* y.Uilnl. b. Vlbq-.«^). DDK r.)13 bi'.i ]f). Miou. 11)18 füv e loinon, (^\nI)iMii 

('W'b. 8. y)^n.', 1H71 ^11 'J^rt'vbcu, ci'.uiqoliid). Vn)|fO. luib ^li\'al|,l)iilf 
V^ibiilnliT Dajdjii'bcin'v fiin|i'inaluuM ii niilU'ljlaiibijibor VMiilU'i n. 
Jjeiliinni'ii. ;',iin'iici- iMiiMiiin;ia- \<\ ^. il)inniti'iii|i-qoviniinin( i^Mvi-'/lm:'. 



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Ckh 22. ?3cai 1S63 ju ?]Jii(l)cim (Tvl)cin), fall)o(iid). ^:'(biluricutcn. 
(rra^-'cn am ^iiaVoi-aen=önnTnaiimn iit Cölu rJfheiui, Uninctr iöonn unb 
^•TantTUTt: ^^lnloiopl)ie, ^Ijcolüive, ^üülfcMüirliJjaft. Stablüerorbnctcr, 
JUci5tai_v^aby]Cürbuctev. 

Ocrolb, C'avl, SanbeSöronomievQt, ^^am liüeoclrafloe bei litiin[ter 
(ScÜM. ^-ablfreiS IS: ^^IrnSbcrij. pjentrum. 

mtc\\. b.^^lbn.-<0. com IS. Xc^y )S-9 h\6 ir>. 9:ou. lOlS iür Stein- 



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luvt, ^Xjüwi. ll'iuql. b. ncriaji. bcnijdjeu •DiatioiialuevjammlQ. U'aigl. 
b. :>'':r.cf}t. üou 189S hid 10 IS. 

r-^ib. 20. ^^ul^ 1S4« 511 ÖüCöcIinfloe bei Sjüiir/icr f^ii^eitr.], fniljoliid). 
C^tiir;T:Qnnm .^u liJtür.itcr, Uniücvj. spalk (2aale). ^I^au-.licb b. lucfl- 
fäliiaie;; 'ü^rDüiiraallaublaqrd, b. iu-ei^tan? u. .V<roiöaii£:^icf}uiico b. MrcijcS 



l'tür.'ier, b. ';inU£?= ii. O^emeiiibcDertictiina, 



'^'ivcfiDr b. ' 



üicicrciiicrbcubcy 









für ia^ejnaleii, i^lippe u. ^ir^olbcc!, b. lanblrirndjaitl. Oaiiptncreiuy luv 
beu Ü';t3.-i3cv ^lainftcr, b. lanbiuirtirfiaüUclicii oeveinä f. b. Uxi'xh lUiinftev, 
SDr':a; D3mital. b. iiaiibinirtidiaii^^famincr ]. b. ':^n\n\ Sl^cujalen, b. 
beurcticu 5:-evcii!5 f. la-.'.blirijf ii'oMialjvt?. u.^-ifimatpiiecie, bA^oik-ncrem} 
']. b. fa:l)oIiidie Xenijdjlanb. Z<ox\U}. b. rjeitHiliu-ljcü ^^cutruiiv?paitet. 

r^crnnan:', i^oiiiö, ^-cftor, ;^,ricberiboii (.^irö Siiitorjclb). _ ^;x;al)!« 
frei?''lH: ^'Ucn'ebiira,t^-rn!rt vm. ' Tcnf'd^'intini'iiic 'J^Dlf-?r'artei. 

"?.'>itnl. b. ^ni.'n--6- ß^m 24. ':{\\c\. 1015 bi§ 511m 15. ')loi\ rJlS jüv 
2d;n3cinr<',, ^^lUticnberq. 

03cb." ir,. Vcci^cmbcr ISßl ,^ii ilinbe (.Qr^r- 2(!)H;eiuiiM. et?a!'.ncli!a). 
2cra'.naibilbimn. i^cbrcr, jclU :J(ffiür in AViebcvi'bLivi. 2ä;riititeUerl]d)e 
:::ä:'nfeil: <'void)üreu für Mi'cuvcciulicviMu^ bcr pevjür.üajcu Scljhluuter« 
l)alt;;na. 

OcÜ, ^ofcpl), Dr phil., 2d)nlrat, Slrcioidjiilinjpcriüv, Vdjvlüciler. 



SSal^ifici? 21: noblen 



0' 



ricv ujm. ^^cntr 



iViiu]!. b. i'lb(V-.<o.^Don ^nni' l'jns^ bis 15. 3:oü. 1918 f. C^bln f^^], 
ycirn:im, (iu?Uul;en. 

"cvjt'b. 13. llVai 1878 .^n C^bln, fatboliid). ^Iiuiv.^cü.-ncV-)!''''"- 



H O'öln. 



^Iji'.LMonijdic 2iHbien bclonDcv^-^ nn ben Uiiiinnj. lUainUer nnb iiUMin. 
it'.r.;:ibai bii boljcvr.i !L'd;vaini;i bo,;iu. iTlevlclivn- in C'öl.i, 'ilKMilbnin 
(Jtijcin), ünpcn. 'lüOG Mreijldjnlinjpitkn- m ^^ripperfuril), ieii Udl m 
Vlbnrcilcr. 1903 bi^3 1900 nitbaticiiv bev „Uniuio'-, £ vi]an b.'ö ^^"','^';^' 
«H'iL^anbc^ bir lniienjd)a[ilid;cn failjol. ;^hibonienuenMne. :;sLnirnoliilijdi 
niii bcni C^^ibiek- bei Munft unb ber i'ilevatur, bcv ''WMut niib ber 
o.v^'len rsraqe tnlin. KMcrfanle: Ter Mampf um bie 2d)Hle m '•^henf.en 

mit r. Silci): 2ie 2dinltrane (C5i^ln, ''^lUnbt- 
'lic Gd;ulQe|cl;(i(bunn in Teiiljd;lanb (1913 ebenba). 



ES 



(Cl'Ij: l'.U'J). pjuianunen 
IjürüiuuiD 1Ü13J. 

Alan Jv>ci;ber.qcv, yaivin, '^ierlin 
'U'ni nun 



?^al)lfrei^^ 20: C^öln, Vladjen. 

''" 'uicb' 10 '^nli 1M70 ,yi o^\[t>(\, fatljolijd). .Cn)I)evc ':\iJnbdienjd)nle. 

Sdjriititdleiiidje :iäliotci(; ;]etlidjriiteii- n. «UMiuiiivi^VlnfiaUc nbrr 
iil!lidifeit^3-V-s^anvfra;ienfia;^en, ba^i meiblidje Tienilial^r, ^.lenitbüten- 
var:n u. über bic olln- Avanenbeiuecw ;]aHMle ^iUni-lv im ^^Miuah 
ioi'iUrnb beo fatbol. rvvanciibimbe? Xeiuidjlaub^, Orftc ^ovjiu. beö S\imc\- 
)Cu-in-.> i<'K'rlin u. Diele nnöeie ntjnluhi- viiiiler. ,VT'^'"^^^'^"^'''-'"'^f'"^"o' -^»^^'^ 



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StiCir.mebaido, .vilivopibici.illrenj, ^nDeii pro ccclcsia poi.lMCC \n vnuo. 



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1. "i^iiui. li 



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Scl»cn&bcid3tcibungcn 

pro.iyicije iMiiMca, \-).v,iMn.iI) \"\ ;^'"'-"; 'I flciic -oltüii'-'^VfcSom. 
2,„,f.m.eil.ivUmc::buu,, . u.)!. ^^ --,.^ ,,; V,,,,,; '„v ^ic Uüi mU 

'^^veni]c•^'-^ l-'^^- 

^onb;lb.:..:.n.. eylevn:e ^^^ -^^^ü?!^;; "^d^lo^^e^ tä:in.' feu 
18DÖ bio l>y. ^«^^^^'V.^::. i:..:c:'^,':..^ii.r^ä,evDCVban^^^ 

,ctev in effen. 2eit ^Olo^V^aiol b: ^In^dju^eVu^P^ta t? ^cri^^b;. 
b!\:anb:.Devüdienn:a^^lnitalt ;)^ticinpvooni3. 

o.s i^.n v-i'r/-h-^rMfr ^^^eiUn nnb ^■?cn^^'oaeb5bPV» bei 

Gtnbicnral, .vuittoaiil3 (Cbcrjdjl.). ^^.ml)Uici-.> lu. ~H^^'- '^ 

nnliünalc 5:>clfopnitei. .»,«„nHif.^ CV)nnnai bi'5 Aiir 

r.WK 2'- >U^l-^W ö" SU-c. - ■ :% '^^^oM^'i'Dtt. Ober. 



IMatiüc iäuslc..: ^I^"'"'-'-?^!;- „r/jljr;.^ n ' 



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Sii-fovb (G-;!ofanbV 2cit l'Ml ovb. l^rDic^for fitv (Alc^'tromaiuiiiicuboit 
an b. -^cdm. Mod}jfi;iile ^-i3ciiui. I. öüvjiU. b. (rict'irüicdjuijcljeu '^>ciciib5 
T- er tili. 

.NJlitpii'i (Tnriüiunb), "rr.ir^, *5]pnviciirfvc(äv, Xortninnb. ^)l-ci\)l- 
fitio LS; VIvnöbcr>i. 3o,^iaibcniofraii[i!)e "•^'avici. 

r^kd. 112. 2cptcmbor 187-1 ,^ii Iciiii'dis^sci'ovi!;, f.^iv. ?^vQlIf!abt), foih 
fcirLMhMüi;. oo!f-'d>u(bi(bi!Tu^. ii'oii 1".uj7 b\t> r.inS \'-> ^^ahx Zcilwdmcx 
Uli b. ^^uvtcii^hr.le b. fp',ialb. '^'avici in ;Mcriin. ,^,iniincvcr, jcit \V>\)'y 
2':;ictär b. JLi;,!alb. Vj.'avici für b'U il.'ob'ifrclö ^pTtiimiib rvxlc. 
3 o^^^*^ "l^r'-rV,. b. (^Jeircrfidja'tcfarkllv CTuniuiiMb. -1 i;\ut:rc ^oipu. 
b. ^l.-cnii-^GVi-.aiiijf'.iiüii iii Xovtimuib. Stabiocrovbuclcr iu Xürin;ii:ib. 



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fiöfl) (llir.fbchrvf;), ^uüii?, Okrjcrndmi'tH-fnnifer, SJlagbcbr.vn. 

.ficiiä. 12: 'UuH^boiiuvi). ■2cvn!bci'U')fv;it''d)C '|>ar'ci. 

O'Cb. 8. C'flobcv 1.^ "7' ^ii (^;vo['> Citoi^^Icbc;'., Xijfibi:!!. f^^idu'idjiilc 
in fvrcjvrücrc-Ictcn. (£-rIevi!ic ba'^ V.'taiirrvnaabiucvi ii. )v.;v. l':,^ i\i\}\ 
c\i' ".viaütcr uiiip. ^^^on l'"i1 bi^? litll C;ai;l^cr|u;., im 3^'-'^^''^'' '■''■'i'-'''"i5i^ 

2cit IT'll '-^-if,v>rl?Icitcv cio bc.iijdjCu 'i^an^ 



iJiaurcr ITeiit'djlanbc. 



nrt;-::or-^^v;v2;r:ib.':^. 2fil l'^-^7 cinoc'dnicbcnci ^Jau-;l. b. lo'iolben^ofr. 
•^.'cvici, vün v--?') on oc-vfunibimilpl. ?cit l'JiM '''^dtm!.. l\ iDuülr'CU'.ofr. 
^i-rdi;:? T. b. Kr?'y Xii^cK'iIcbcn. :v)CV!!i3. b. ';3rc)icion:!inii. D. ::li{nf\De= 
bir.v,cr 5' cl '3 [imune. V.'tcljvcrc '^a!;vc (\)cnKi:il:cvcrtvctcr lu Cviofs- 
•£(:-:■;:• leben. 

fiOd] (i? e^-rl; au irn), .^arl, 4^-;c!Trer, '^kib Cei;iilva',';e;i. ^Valjilrci£^ 17: 
ij^';:-f:er, V^iubeii u[;i). XciUJd^naiii^i^alc K^rlii^pvUti^i. 

t'eb. o. Lt-ubcv 1S7G ,^1 --^''tioii c b. 'i-uibr, cnanp,cli;d). 5S;.!ii3= 
fd-v.'c ,v.i '^i^Kiui, Sicalnumnai. ,^ii ivitien, (i;»;:i-n,-i. ,va -V v'ieii loJeiU".). 
2:..^:cvie ci^iiuv Xljeolüi^ie oui ben lluiucvuidieii Ojrcit<5ijalu v.v.u XDOi'.ii. 
^4?iai-vev jV! V'^iivup iMv. .'.'linben), !;iji!i;ce (^:.'e[:!.;, j^v^ -'^'-^ i''C.j:il;C:'iien. 

.'•■ori)i:!i:r!:, ?Ir;Viir, ;^\i;ui';rn:, 3;ed-!öainiialt ir.ib 'Jintov, (i'Ieiiuil). 
5v^::;"aelvi lU: Cppeln. ^ciiijrbc benioirciiild;.. '^.■nvlei. 

Geb. 2l. .ii?;,.: ruber ÜGI gu (^jlcu^ir, jiunjcg. < i^inr.aj. i:i ^üeiiüiij, 
^ici-:n:ü'i;i:q ll:.itfcr[. 5v)erlit', bovl bei ber ':>r;iji!- r^^rprinüijic;! e.V. 
.Vir»:.;;:cxv;ciidjl, nacnucm ber ?Jtuiiärpi!icr)t bciir. ?-. ':''urcc='.,{e."';nic?it ^,. 'f;. 
ge;d-;.t, ii.i Z-^^'^ '^^"^ "^^^ Sleiercabarpriijuiiq c.bficlec-:. !iytl-cuii:;ur;^* 
biiii'i beim ;iirio;]erid;l Üveiuev,;, i:oiiDf;crid}l luib 'SiunieaniuaiiH-ljaft 
iu i}jlü;taii, iui übncicii in U''Crl;n, vlifeiforpiuiuiifi IR'Jl. 2rlt 15. ^^ipril 
la'.''l :);cdiii?niU'jnlt o.m l'ouDcicvidji (^Heiiuit^, feil 'rU2 nudi V!otar. Seit 
IS:-'.' Suibtrot in (vJeiiini;,, al§ foldjer im ;vu:.ve l'jl7 bc:i J.ilc! , 2iabt= 
älicfui" crijalten, U<orfil3. b. Jiaufii'.nnnc^^ iinb fMciuerbe»]cridj;i; ii:iD ^ViitCjI. 
b. 2.iibini:v[a)ii[fe5. Geil iri-") '^-üifianbinorfih. b. 3ij:;a2üc,?r.cjcn'.eiubc. 

Möfjler (^2.<j!en), O)ottlieb, 'Jjiaffljinenmcij'tcv, ^^ien. iL'nl)lfrci§ 8: 
'^Uv.ü. ^i'fiiiji.v.iutiDualc ^oülfeporlei. 

(i'cb. 11. rtlübcr 1873 ^n ::Ii.'rQnnn, eUQnQcIijd;. 53üvgev[d;nlc. 
5>cr!:.inb b. €i\-[\\^. ^^olfsJ- n. XHrbeiterucrcinö. 

i^ijller {;lia[il)!uej\e), ijeinridi, Canbiinrt, Tiaidjiiic.qe bei '.')iuiciu 
(nr. £[tiüioü]. '^i'aljirreic^ 8: ^ojen.. ^enijdjo bciuD(rali|.b: ^'artei. 

C^ob 16. September ISöl) 511 IHienborf tXiipp('■=':I:ll^ilclbj/eDa!!r;ehId^ 
5i]o".röMu;Ie. i'aiibloirt, (^5C'neinbeid;b[[e, Uniiü-iirat, ;sitil,'ei^ iiiio üc'jul- 






- iiün-a, Ca^ripopl), 5Scdf-3^rfi;:[Iebvcr, Avaniiavt (aiJaiu). Sa'vlfrcU- 19: 

öe;"e"/'S'ta[ian u]iv. GoiialbcinDlvalijdje V'^'^i. 

■"' " C-u'b. 17. tVuv.,', 1^S2 y.\ yiitiei |Mr. <Öeilineu/uibt, ÜU';!. ^^U'A. CS-ifiirtl, 
ruiljolnu}. l^'^^S bi5 l.-:"3 ^^jinti-jdHile ^,u iiuii.v, l-'.'fl bi-3 1^9^' 'l'^rä-^ 
Lurnitbciinnitalt 511 .vieilitjeri[tabt, ISü'J bi§ rJ02 2cminar baielb[i. ZoUv- 
idjiillcl;vcr. 

S;oc;??er, ^.oicp!\ 5^ineviinut§bc;i[:ev, ^^eterluii) (Isir. ^^ranfeufiein 
i. 2c:dei.). XinilUtreiv <' : ?h-e:daii. .j^cntrinu. 

(V.iI'.'L'^. Cltüber l^'7i r.r. -'•cteriidn iMr. Aranlcnftein i. 2cI;Iei.], 
ri3i:i;id)-lcill)Diiid). li iementavidiiiie be^ii\ ^^^oltvidinle. ^Irbeücn in_bev 
Vjv(rn'> Gu; elievlid;ei:i (vr.ne. ' ^Jt-eiteibilDinip ^.IvdJ Stiibiar.i fGdjroiren = 
ic.'c^'iiidjcr -"^-ierle i:iiD. Icilnnbinc au [addicbea '^,üilbilbi!np5farien. 
vVad) boeabflera ^^h^iucl) bev ^l.<olfi--!a)u!e erleriiann bcc^ ^-^>uuierl)aiiMrerig. 
.'ad') breiiäbvuier l'eljr^eit alc. '-i)raiicri^ct^il':e bv,ii>. =2e]elie in 2djleiien, 
?.Td;ien, ^-v;vor.i;id;ü..eiq qcavbeue!. ;^ni XHlier i-cn '^^^ ;"sabvt;t :,ani 
i. ('.iavbe=:)ie.v-riie:u ,-;/rv."iu ^^>'olöbani cinii'-öi^!''^'!/ ii-h-o«^!' VllI.■;^niel^el^5 
'.,.i::.;ien, bn''!-. i'anbruiit (leiucrbea. '2eii l'-'J'.i beiuuitd-v:tti a\i- ti-ipen- 
.. i.:er lölerlidic- Xuiaevnriai in '^'rbi^e wu 2i ha. X'H'iu: a!v '^nauer 
v.üjite lueocii ' X.anenleibtac' aaiiioneben roeibeu. ^-in^nimltet me'ovcvc 
:r;?::u!'"nle' eineaanitcv, ^. ^\ (^emeinbe = ^^oiienra}, Hoi;enreubani, 
2d■lic^•?!'!Cl:l^, '.Vi;;;.; lieb tow l^ev'd]icbe:;ea (vc:);einbeai!2icijiii!cu in 
.ir:r.!anaalpcrn)a:tan^. • 

SlQ^\^ {^krlinl, '^\vA\v3, ÜJciior, ^Berlin. ^xiol)!frcic> 11: i^ie^nip. 
■^catid-c i'e:;icnc:!iid'e ^|';irici. 

tDtiiql. b. \.b(\.'>^. or:n 'J. ^lo^\ 1>0S Inö f.ir.n 15. V.üi\ 1918, bi^ 
1903 fuv (:^örli;-, Xiaaban, -bcinn fiir ^:-^erlin 2 nnb 3. Dcitgl. b. 9i:!d)cl. 
■:c\\ 181«'j biv i:oi). 1918. 

03cb. 7. ^sniimiT i,-'5 ^n 53ent()en (rbciid;I.\ ei>anne!ndj. Z<olk^'^ 
'ir.alc in '^kair.en (.Cbevidii:). ^^irdpcranbenmiiialt 5benll)en. l'cljrer- 
■.■;;inar i^hin-laa. ^V;ittelid;:.l'^^i^cvpva;i:i.:'. V.eiicraijprüiini^] in ^:cnin. 
{innrer in :^annc:ri:) (Mi. 2cl}öucu';. ' i!icr;aii^, (jJbriin ^krliu. «2cit 
18-9 r;icl!üi" iu ^^)cilin. 

r.lcp.inaiin, 5J3ar;boIcniän>5, Gen.icrfid^Qft?üDriii;,enber, "i'teuiitirdjcn 
{2'^cvi. Si'abltveiv 21: C^cbii:;,^, Girier aia;. 3en!ri;m. 

V.'iiinl. b. DCTiOifnnnn. bcaiiajcn ^JiGiiünalüerjcma;!. ^lit^I b. ^{cid;:-t. 
\2'C'.\ 1912 bi"^ 1918 

C^cb. 2.i:fiobcr 18°3 ^u L^ppdbrvn (.^Ir. rim-»ei!cii, rail^pliiri). 
^oHoicljule. ^{^ 1905 U3ernorbeiter beim GtcinlDljlenberciirerf (ic.irp^ 
laniea. 19u5 nnb l9<M,i jo.^.iale Untcnid)ii:-fnrje beim '^'eibanb ber fall), 
i^'.rbc'tteniereine (2it', 5krlin), 19'Ui ^^IrbcuericfTciar, jeit 1914 i^uniiij. 
l. ?alh. !;!'ei(iurbei:evnciueriidiafi, feit l9'17 im ^^oijianb be^ ^^^eibnnbeö 
b. futl). VUb..'ocveine (2i(; iJk'vlinj. 

■-, i). Jslvni;[c frifprcn[;;ü), T^--- Dr ]ar., 2lan!?ietvetör be? ?Jci.!,5 

V- Ji'Üi^omi?- a. 'Z'., ^t'ifDlnojec (^;i.Uinn[cebat)n). ^iiniljllveiö 1: Cltpvcni^>en. 
r"* Tcnijdje $lklt.?partci. 

^Ucitqi. b. ':\hc\Ao- bpin G. ?^.rn. 1S88 h\^ i\m 15. 9hu\ 1918 für 
fk';i.q:.bt;rq 12t. li. il.|, ^;^ijdjl;anicn; üon 1896 biö 191S ;^meitev ^^i^c. 
'.'riifi'bcat. ' 

'i'eb. -i. ülpril 1352 ;,u narbnuü (.'ir. 2lrfl3bnrn in ^i"c|fpy.), 
c!;^-rcl'--:i. • 6n^nno!. ^b'Ti', Unit^cvi. !ieip3ig, i^eibclberq, ^kilin. 



73 



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^ ^-'cib, f^arl, ^Kcbüficur, ^^^erliii. 51iinfjlfreie^ 3: 53cvlin. Uimbljänoine 
jLijialDcmofioiiidje 'Jiariei. 

Cs3ob. 2. Xe.^niibcv ISßT ,-^,ii V^lriifinbt i. ^hiinmicii (2i'^inav:[nirn. 
Genbcvv[;aM!cni, rituc>cnt. ^.Mürocvulnil: ui V(rii[Uit>i. 'rxriihcv .s^an^'diu'li. 
iiuidjcv, :);or.at!ci;r jcit l'.nti. 3iabiucruiliictcr iii ^linnlin \c\\ l'J02. ' 

Vcitiin. Ciu]cn, Dr, ^^üvfihoiibcr iinb Sir.ibiti;-? iiibuftvidlcr uiib 

^^iH^bi freie- 0: '-üom j:op,.^^-!3c,',. ^:|^üt£^bür.i Die yacm ZcUüvj u\\v. Xeniidje 
SSoltspauei. ^ 

Wob. K;. rttübcr ivfil ,v.i :i:aii,v^^ ciMKOcIiü^ <:M!m. 0.i):nuc.;iuiii. 
2{ubioric in rcibflbrra iir.D vcir^p :Hc&.]^^ inii^' SuuV.vi'jifitMiidioiir.i 
u. 05cü-hid):c, tiMi in bcii pvciinndu-i:\Vifi!',Dicnft, bann 1--: :!i'coin!:nriv^= 
vcfcrciibnr, 1-00 ^JU':,!cviii;gvaiic|fDr, ISl'O riicaicnino^val, oieidi',cit:.q 
IS'.'T ^^'nualbü.^cnt in bcr ^V'vijlcirf.f'.iüät bn; llüiiu-j. r;ic!, Uiurer» 
[itäK^pvüH-'tpx; liio-J ^^ht^Mriit awi h:iv. 3lP.ol-b;»^iTrt. 'iiifw ti^ n^^^i 
II. <^lcjdjä•tiiHI)rc^• fcco ,'',cinva!ucTbai;bc-^ bci!!'"d)cv '^V'ibi'iuicUer, neu 
r.JOS üb aoid-aiiC'iiUiib. '^^Ln•l!l;,. b. bi'ii:idic:i i au);mppoutavtclu\ plcid;- 
;;,ci!ia ncid-r:-:'. '^'Lnnn. b. Nif BcrcrocivauLie-,', vm\ liul bic^ lulh aitd) 
<^ciuiak-n"ihrcv bcr .^iri-^tv-^.cnir.ilc ii. b. Otiiuabiiiibco; icit V.>lti ciidj 
3i; iMiiio b. ^^cvbar.bee bcuM'dicv {V'VDi'.bär.Mt-r b. liu-:nrur.iv?:riiicl= iiiib 
Dciiraubtcii :,;'raiic/en. 2d;vi|iitcilcr';c:?c Xntiq'cii: U^veuijijdjci'^ 2 tobt- 
rcd;i i'^'.H»: urnii^iidic '^iiKMvaiiberuniir-püIitif im 3d,iinrii bcc- ^creiih> 
]üx 2i\iia!politi:j: '^an'Jncr Il;ccicr-cjc:;iriilc; OMiiiab ^.bc^If ii. ^lan^ir 
(ui 2c'iviTien bc3 :Vc!:;^vci!i:. (^;ciü'ia;i:uevcin5!; ^aljirrj.-iip Vli;";^l.c 
jüvimiri;-^;!, UDl^Minrlübanl. i;nb pcliti;dn*n ^siilKiltc lU .^■jeminocn i:iib 
;-]citid;iiiiCu. Suiblberoibuftcr in ^3crlin»oilmcrvDor;. ' iUiitniicb bcr 
. s.^:vba!iDc':crianimiun(i rv,iü'>'^>crlin. 

i'cincrt, SJcbcrt, £bcvI)iiv(]cn:iciiior, <oannolH'r. SVafjIfrciS IG: 

.C^auneiHM:, ,<pilbec>^.ci)n, Süiicbuvg. G:c,',ialb(niDfraliK{;c ^iHUid. 

yjdi^l. b. :ülb(i.^^. ü. IG. ^itiii 19Uä hii 15. 9ico. lUi^ f. ^inbca 
[2t. 11. i.'l 

(v.-b. IG, Xr.. 1873 ,',u Stficic:! bei 2:r:?H.:ii, tüii?cf)ic'K-Io3. 

^H>1U^^"^'''[^- tfricrüic in uTrclDon bn^ SiJcnicrnfi'K'tbc, avboitrc a\!> 

VJU}lcx{\^\)\[]c in fpaiw'owxo^ nnb «oanncbcr. ^on 1'jO') b\i> 190:^ x'tvbcitCT' 

[cridär iu ^cri'oocv^ non 1903 bis vm jJcbaficnr cm „^Koil^ii^illt" in 



Nja.nunun-, jcK l'.QG ^Mtruiiclvriär b. )i\vnlbcniü:v. %^a\-h'i f. b. yrci 
.S)iiJiucucv in önnncbfv. yi'ao) bcv ^iCDuIuiinn \v.\ Sioo. 1011 




^viu- -i'c,^oii:bet 1918 'l^väiiöcnt b. Vlllncmcnicu StDn.qrc'*l\'S bcr 'J'u».= n. 
2oIboicnuib' ^cnifdjlanbo. ^nnad; i'üvfilj. bcö ^'cntvairaie^ bcr 
bcni|d;on [o^ialiftildjcn ))iopiibIif. ' .. 

ifclorfja, Vhtqiiftin, 2;ircftor, g'iab^ionfau (Cber[djl.). ^iial)llrci§ 10: 
Cppcln. .gentium. 

(v'e[). 25.1'[iicin[t 1SG9 ^n Dlab^ionfnn (rbevid)!.), ri?m.'fntIjoli|d;.53üIfö^ 
[d]ulc, föijinnaiialbeiud) n. ^^riüatjlirtium. 'Xm-d) (i'rfr^cbnvt bconiqle crb- 
liaie Ubcri'ai)ii:: 'i}C-:j in bcr r^Vtiiilic buvdj 3 ;^soljvJ)iaioevic crlioltcncn 
'^kjhjCi „üictudja'ö Mrci)djain" in 3i[ab,yunhin (Cbt'ijc^i.j, toeUycr nad) 

76 



T*"^ 



C: 



I. 



SctcnC'I-cjfljrclOir.'^cn 

cinipon ;^^nl)rcu einem jünf^crcn trüber übereignet n-iurbe. £citcv ber 
51aiji-:i[cni'.ii''e Sxaby.oufan i'cit ib.rcr 3-eqviinbnnq l^'.'iJ, lucldie fiel) jeii 
incbrcrcn i^s^ili^'cn .V'i^' qrbiV.cn Üiaiffciicnlafic bcr '^^ilu\ 2djlc"ien iiu 
lltcmricbcr ^l^cibanbc cni.u'.cfcli Ij.-.t x^^icliadic iojir.lc^^cuilic'.'uq. nl'iiitlcvcr 
•'Va-unbbei'ii',. 3icuu. '-ooiiin. im ii;rd]cnbüvftiinbe, <)cmcinbcrcrrrbnc!cr 
li,^iü. (^v^cnicinbciujbffo, ,S!rci«5iaq-3abq. n. '.Oiitgl. ucridjicbcncr '.^Ut^idjüiic. 
Xircfior b. Untcrncrbanbcö i.'nbliriil3=laruo;üil;,. '^Vaviinbcv n. ^-l^uvji^. 
b. über G"ii l'iitqhcber ,;;äl)!cnbcn ipnn-^- nnb i:>3rn;ibbci"i:3evucrcin-3 nfiix 

^'ciucroinj.T^ricbrid), ^-^Hc'irf-^icfvclär bcr lojinlbemufr. '^nnci, C^rcfclb. 
S.V-ablfrciO 23: kknu :^{cn. -:^U\')Uf lüjjcuovi bic .sicijc liicidi:' i\]\i\ 
2P3'ol^<'mpfratiü1)C 'JMirlci. 

C3eb. 3. ;V';li ^^'^ <V-i ^L^bbin (sir. lUcboni ^TJ^oKin), :jii!ibcnt. öolfä- 
jdjule. Crvlcruic oon l^'.i-l bi5 1^'J7 biV5 ;^/.::::ncr','*>;'^:'b",^cv:, bereifte al^3 

11)1 

lai 

bcv lo'i'.'ilbfm. '*|v!r!ci [. b. lintcn 'JiicbcrrlKin. ^-c'om G. vaiq. 1914 bi^ 
•jun». 191^. i;uC(K';ctlne()nicr. 



jdjule. Crvlcruic oon l^'.i-l bi5 1.^97 biV5 ;^/.::::ncr','*>;'^:'b",^cv:, bereifte al^3 
«panbircvfcncfcHe b. 1"'.)7 biv 1^9^ lUi'iitcI--, l''inb= nnb ^Ii'efibeniid]lanb, 
imivic l'^95> ^nm aliunm j;-^corcöbicnft cinncjrqcn n. üble noclj bcr Gut' 
laiinnn b-3 >>anbn'^ert' in Crcfclb nn?\ lL5o:i Vipril r»07 bi^> TCjCmbcr 
1911 (vcioerliri-nTiöfcfvoinr in rre^cib, icit licjer ,^,cit Sic;ir!:5iclreiär 



2Ö 



Sr'-I)ifnitci:i, *?Jc::r, Dkcfif-Saninalt, .<vMnbcnbnra (£berid;I.). ^i-al)!' 
frci-:^ 1": Cpr-In. Unabbänt-iitK ip^ialbcmrtra!iid)c Vartei. 

öcb. o. ;\an'.:ar 1>M) ,^ii X'^rcc-lnri, jübiiciK Mninunift. (ÄMinin.v^inm. 
19^1 :Uc'cicnb;:r, 1906 (■'»^cridj'.r'CiTcrüv, icit 1907 Dtcd-'h'aniiralt iu 
<pinbe;ibi!rg. <:or;ir,. b. x'l.- \:i\o 2.-:iiate^ f. b. Mreii) Minbcnburg. 

l''iub'.'vl'„ .<5cinrid}, ÜU'bnftenr, ti-ffcri."3rebenc\). Si'af^Uvei-^ 22: ^oui 
^}vep,.-^Je:,uf iit]|clbori bic Jlrcijc '^inrmcn nj.u. Sc^ialbcmctrcitiidjc 



'I'nrlci. 

Web. Iu. 2cpl. 1371 3n tirlng f.^:r. rTortmnnbl, Xii'ibcnl. ^clt^^ 
fcnnlc. '^cr,\^rb'ciier, bon i9''2 bi§ 19;07 '^^Irbeitericirctar , icilbcui 
iKetattcur. sidjri]t]tc!!criid;c 2:äti3fc!l: i'cridj. pcli;;ju;e '-i:rofd;ürca. 

Carmen., ^i'abltrci^ •j2: ^-^-cm 
lü. ^enlidjnatioui-'le Siolti^^ 



^in,', ('^"nrr.icn), Aricbrid), 2d)nlrat, :i^ 
l^Jca.--s>i^"f Xüjiclbcri bic [heijc '-^jaruien uj 



1 nfj- 



bi5 1912. 



partoi. 

t'A'nql. b. :la'idj:v 

Web. 29. :^V>''- l'^'^9 i^u .^ct)cnlunbnrq, crnnqcliidj. ^'oUc-fdjnle 
186G hiv ISO'.) nnb hi?t^ere iiJ^ürqcridinle iu .v::^njnlimbnrq 1KG9 bic^ 187ö. 
*]?rii).\iranbenaiifinlt m 'clberfclb 1^'75 biö 1677, :;icl]rerjenunQr m ?-Ucit-- 
mann 1^77 biv l^SO, 'A'tittel'dinlprüninß (:lklipirn/^ci;liu), 7v:van,^bliid;, 
(rnnliid)) n. Sicrtoroti'ptii|uni] in Cüblcu,^. '-iU^lividuiUehrcr i'n (^.tpcllcn 
bei'v.KLir^^ l'^80 biö 1^83, in (?lber»clb 18S3 biö i88G, lOrntelidiullcbrcr 
in Olbcrfclb 1^'^i) bi§ 1898, orb. i'e[)rcr an bcr l)bliercn ?.'iäbd)enfchnle, 
Obirlcbrcv nm Sn-iCitm in ^^virn-icn,. Sdjnlrcil 1912. 2dtri'tftclleriirf)c 
^ „^|>ul!tiid)e nnb nupoliliicbc ^Kcbcu", „:',nr (\>eidiuiMe wn'o 




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Qcieiue inib 3cI)viitlcilor hc?', (rö. ^HidcilcrbDij^ii. 21'inbincr V.'titaibeitcr 
r:r f,cin"dv;ift „Xciuicfie \)lib':it" in iicln. 2 labüieiorbnetcr ii; ^^.'iiicn. 
iscrnij. b/lc;itMin. '^olfcpavtci im al'.oii '^oohltrci? ^4Uidi!'i:i, ^^ riicn= 
f-r'icn, Maiinipcn, .Cmmiio, -^^''-ttcii. iM.iicUbuiv.Mital. b. Xoniidicu 'Jlvb^i'cr^ 
f::i,;roiic:. 'Mi 'JjU\(\\. b. Üljriftl. f^>ciucvtid)uit in 5vovt ii. Sdiuit iür 
b:e Vi 11 -i^ r- reit II H;) bicjev '^cinC;:5itiu] i:meii)a(b bcr cpoI. '^Ivbcitcvidiait 
rj:d)brKdliu)|t flcaibciiot. 

'))ia\x |Xi!i)cröor!)/3i'u)eIui, (V)chcitiK'r ^uili-vtil, rba1anbc?ocrid];-? = 
\':. y.\\\]c[^ü\K '.-oabUrci^ 23: '-Isüiu 'Jio3.='^k,v ^üjü'lbori bie yaci;c 
ii.-jfe!^ iiim. ,--^)Ciiin;m. 

V.K;*nl-. b. 'Sib,\.^^^. i^ow: 'll. ^iini h^'.'O bid ,V;tin 15. ^3k^y. i:)l^ 
t:it -J'e'iH l^t. ii. il.l, rNircccnbvcid)\ Cfroicib 1^'.!. ll':i:;!icb bev vcx- 
fc"iinnacbC!iboii binil'jdicii lUationalL-erjauimhui^. ^liiti-il. b. ;)ioid;5t. uoii 
ll'i!,' bio i:-r-^. 

öib. i.'.. ^r.uiinv l^-*>i ',u (5öln, tutboliid). ^'c.lf'jjdiiilc \\\ CHiln: 
^L':r.T3CÜ0Mnnmna|. in (5bln; Uniü. :^^ü:!n l^^l biv 1>>1. r-H-l (^)cvid;i£- 
i:t.;renl;n/ 1 -^ ^ (vcri.bl^Hiii'ri'or; 1^^!» in Giinmcn». (Mim^riid^ ,v.;r 
■: rlequna ocö ^'-riiiibbiid)-:' : V'.'l l'o'.ibvidjicr in tllbcr'oli; l!-iil i'.v.ib^ 
crrc\,i':-\\:'. \v. (Tülii! l'.iuO T bcviai!Dc;--n,cr.:'.)i-?vai; ioit I'.mT iii rüffclbLvn" ; 
i.lT (vcl.cr.nor "yiiii^^rat. ^cljvriM^-uoviicbo ^öiifdoit: " .-MK.jV'i^"''' "''• 
ici-'tdjiirni über C'ic 2d;iil'rniv;' rCr'-'iriiiniio.i b. ;^•.at'^ lilc;i Xtiui'.'b'.vHibj 
::;v ^l^orinMounr; b. c!jn[:!iibc:; 3:!;;iL u. lrr;;icbuniv. 

^Jn<'rf]fc5uil;, ^^aul, ^IJ-^flor einer ^^^:^:if!;i;le, ^cv^ic^. ^Ja!)li.-eio lI : 
'^cilprcirjAT.. Xeiuidjiinticnale 'Soir^^parlei. 

(^'<cb.' t. 7Ncbviuiv 1^75 ,v.i Xnii^ia, fall)oIiid). ^iK'iticljib'.ile ,V'' 
2: jvatbivii'.eii Xaii^il- >iiv'inJ- H^väparaiibeii vliifinlt :,n ;)iel;beii (.-eitp\.), 
l'cr.reiiLiuinav :^.iid)el ('^veüpu). IJ.k'itic'.jdjiiluIjiovbniiiuu-i li. ^neliov- 
prüitUiu. '-Ilielc IV'^ne «oöier au b. Ted;iiiid)eii SH-diidmle x'niiMMliv, 
be'-jiiüerc^ bei hcw fvoiei|cve;i Mj^ulljuei, ^i;jl";lev, ,V;ul!ual>i, ^ob:iev, 
P. •^k'üelir.aiiu ii. enuert ;i. 

'ljj;nl',i'>:?, r/'b, ^'ei'-Hilidiait-^iefieiav, Va'r.iel. '^Jablfrl■■:^- 1: Cfi 

p-.L.:!;e:i. '2L\V''''''^<''i^'-'^^^^'M''y'^ 'i<>iriei. 

(■>eb. '.'.. •Jü'ueinber lss7 .pi '^>;:bbevn (."iv.Vhipevburo, rüpr.), 'üinbeiU. 
'-^•. i-jjdjült'. l'.r'l bi-3 r.i''". -Jiidjier, peleiiM in ^^.|^K^•,•bevt; ('>uni;en'|, 
: i bi-' l'.'M iu 1 •: id;iciHMhMi ^looMi oer .luMei, liMl u\;i. :'.'.\V'.V'^" 
...■ijiis niif ^'.!•iüevlid)aur';d)nU' '^»eiliu, nl:'^ (■enn'rÜiDnib.Meiu'Uiv luul) 
IV.cincl (^^ciiiidjer .V'jl,;nvbnivriH'i bonbj, l'Jl» biv 1'", h um ,\elbe. V'iit 
c;.eiiev nii 't^^.'v lluciiudei- ^x'ul( :'>i'ii:nine. ^\ii Sirnülenlit'fe niib v'ev 
itü^aunivöauu, ^-!5oi|iy,. ^. (^'euiei[|i!jajt-dnrle!l.- U'.'eniel h. U!n;\ebuiuv 

yjjrtrcn, ^lviU)elin, I;r p!iil. cl Ihcol., ^jsnflm-, MiiniiDuev. '•K-o\)\ 
f'.v'io \u: .Vicinnuuer, .*v')ilDecd)euH, l^'iiuebiiviv ;',eniv!i!U. 

Jjhnd. ö. iieiiaininp.i. bciiiidjeii i'uiliiiiinUu'v|'iin!iil. 

(V/i'b. :'(». ;\,ili IsiiV ,^n .*■;■) iloe.« beim ('['ruo MimiiLiuev], fr.iboliidj. 
t':lfs5ül)iilc. !!i^ijojuil. <^'«i)iiiim|. ;v)Op.'pbiniitu ,',ii ,Vilöe-.d)ei:!i. llinueij. 
'J.uuiler n. i)ijni. -eil IK'.i") in 2eeijnvne, 3d;iile, ^^<eieinvlebcn, Onnta^S 
':34?ltgbilL)iiiin, bejunoer^i in iv^niinuuer n. i.'mben liin;!. 'jjiii|iv,i.ibev b. 
c^,n)il. (VKaH'rfid)aiien bajelbil. TjoG bi> UM 7 ^^Nfaivci on '^l huibeljarb- 
!t.:-.bv'ii )i. Siia'^idjulinjpellov über b. tail). '2d)nlen in 'iiinoe-.t u. Mameln. 
C^M ÜHT 'if^puier an Gl U1^u•icu (^ii'iiibiijüiiKivdje) in Mannüiu'v. '^)0n 
l^JS h[j r.>'>7 Jiejiifleiu- b. ,S"M!iiU)Ucr|d^in 'iuUrv^i.il.'.ii!;. 

80 



l.£ucnai»C|ujtvit«ür.::: 




en;aiilccc^d.vv-abr;!eu :n .cr^d)icbe::en ^^^-:^^;^;-:^^^:^v ..^^f 
bi.-> 1015 \L'end)icrn.i:icr cir.cr \::i".ar;l tov.a.bcr.'.ca. ^..c_t. .ei .nct.i 
%:i^, l-T /m ^veve^:ien^. cl^ >.nec:bc^d:.bia:cv eu;u.';cr.jc^ ^n^ 

^. nnnbbö:ini-ou ioMal^cmcrr. ^^i^rtei rs^r^-^^ buvinoen. 




i«Mir--mt:iil. b. iivd-l. ic-;alc:i vi^'r'eve::^ '> -- '■ -;-;; 

2:e.ii;!. ^^-ai;!. b. ä^:«a:::;übvcnbcn -vv-c;:. -.^ ■.. -^c. 



"•I'lmit/.vV!;:'. 

\i;;cr^el |^^aUc^ O'iviJii^. Man^tr-'n. >r>:'le !2üal:'. 






^•Kevvi-iiio, eii.:vi iriu. 

•Mcb "1^:^ ^:lnl l^^r ::\ :;cbcl i>lr. ^i^v^ ; 

^^nirc-idiiile. Äriilvv '^^n^nvivi i.i filiere. ^ '^^v^r. . 
inaun m vaUe ;2caics 

V;.evr (ei::i) ^^oier, C5-i;C!iI^^r;:! ^\^^. ^^-v. Ci'ln r 









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jiv!aHniu-ll'.-v>. (.•■.•:-.:cv ;-',,-v.tv.i'i!>;>.r.-,.M. 

... -vwi^cx ,rNt.-.«'r.ni .I.e.). r-^cav. ^,,a^it;i.^ ^'•- r'-'t'''v?:"c: 'r 



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93ii'i)l b. Vlb'X-.C;. bpm 21. '^lär:, 18?4 I'iS ,^um 15. ?^.^^. ]^Jl8 
für ^HCiirL^bc, C'-lan, .s^nbolkbiPCi-bi, l^oii ^lltüv,-^ VMv.i \)\l: Ünbc 1013 
(ivjlcr ^i^i;.cpra-";bcnt bc? ."Öninc?^. 'A\"ihi!. b. ^uMcli.?t. non l^'^l t'id l'^O:! 

f^'c'j. 30. X'ipvil 1-50, roiliolifcfi. 0'Uinc:i{nYiu;Klc 31! f^i-t^bor, laih. 
r^nmii. V-' r^'VO'^^f^Monciu, llni-jcvi. XHuvInii, ^kvlin,. plül'iiiocu ir.ib 
Scipv.'V l^'G ^'"J^ '^^^" jnviitijcK'u 7vati:liät br: Uniiicvi. QV^cf-ini' ain 
^3v:inb bcr 3cfivift „llbov W '-iV-bci;:ui:n bcc^ ^^n'luciicS burc:] ^subi^ica 
iin a^iüiirf;cu Wcriflil^ucvfiilncu" i^n'^lnii O.i (K ^p. i);tcv{)oi5l ?,ü:n 
Dr jur. pvomcoicvl. 'Scitbcm fovibaucviib rivd;cnrccf)iIiJ-,c '^'Ivbcucu 
für baC' XHvcii'.ü ]\\x laW). <^{ivu)ciiu'c[]i, w. n. .voir.iucutarc f,;;:u 2pcn-= 
^••dbcTooviuciiDiiiuvra-.'^'l;, 11 nb U\\). '-i^w^^vrcvlcioibiiiirc-ccicr,, i;h1cI;c aud) 
in 2o!ibcvaiiC(iabc cvicf^iciicn. :":c(Iii::air.iH-UL \c.: 1.71'. ^^ou Itr^ tiö 
Uil! rKl)lorIic^v>3 ^Ailfil- bcy TNii^'Ül'ir.'jüil. .Sl0!'^"i:r:riinu?^ (uir C!jO= inib 
•2iinr!-narfnd)CH]. 2inbllM'voYb:unir 1?.^! h\i 11.'03, ^:?'iii^J. bc3 

C5cb. 14. ^Miii 1?^T5 ^11 V""":"^'" {■'■' !^'^:-^:^-']r ci\'!":i)aiiir). 
«^'t)iii:-^ai. :^M;)aunci;;u ^ünchiiVo. ^'ni'iviir öiv 'lijuili-p '• ii' Crv'-nj^ru, 
^krim ri'b üuttin'^ci'. !;':;;fjvo '^}:x&^l''::v}v..:,:\ für ir:.!'rc ^iO:";;.-:!;, 
jcM r^-vilor Gciiükljcr an :^. Dir:';iäi?lcv i■y:^■ i:. 2:^^llir:;c 2i „•„ 
r;^ui:i- in <^ot-:':i^cv. ::^uiitnrb!::r'!'^!. br^^ „i:'crba::bcJ (i^on^ ;. 
{(rCciicv- lt. "^'i'^riicriir-cr'^rroi;!: ' .irtcr'a/ijci:, (5- 'C". trv::;- 
toi'i' ü f :-j:;;icJ' f. t). lucibl. ^,.!(^^^i;b b. S'-!-'-."^i^''rc;::: I;^n;u-vcv;:i;xY 

';>ci-"', ^itoo, iTiir., Sit'id'v.:-i:!;;:cv tc: '^,:r;:v.i, K-viiui. ^cal.U 
frciä':i: :.srr(in"' C^cuijoje b?i!:riYrli!5;: ^!'— Li. ^ , 

r^cicYt:iDai, Vi:''l!Oi, Dr iiir., ^;.'TP[crc;- bc; iv-.:.U..;C.^ inr:,li... _!^.c-t 

i!uji .itiv Sic:c-!b:c. 'v)!^ i^':Y '::iT.;..ii;:;ii 'i.üi ::..i.u.a.. .v,/... 



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fö4iii^niic:). 'iHH!) biö IH'^r, r-r-juij. ;',iiu^.ii, !;■.'> b'.v iM<8 lir.Vi'i]. 
Vcip'.in üw -. liisi )S81 .';^aH.o!'.M]vov in l'tip;,ic„ It-'^l If.ö 1:-S2 imhj • 
'"^vcm"' b^im :5. C'^r^bcrrnr.nciu ^»•i'vlin, Ib^-i Mo r3M'J Vi'iovvt'v m 
Gcbotbod) iCboilniijiUl, i;-:t.i bic i:''.".> ''isiovrov nit b. ^]-v.:lc lu-du' ni 
7a-cnifunl (•,'\'aiii), ir'J'j übfV(ri'':bdl nnd) ^.''■ovbiivo i. :^y]\a\ \:&i\^ 
yülilx^a'hm, l'.J'M) ^^<ni>QtDi^;ci;l, 11)01 (iiii;cviMb. UsvL^iii|Oi i' bcv 
aiirLlUhijrbni ,\nriihiil br.iiMbji. 2nl ISMT .^"MMaui'iV.'bcr ba- ,A\' '■';' 
libc' ''>cli" UiuT bie liicinrlit;!: ^V^'i^^'''''i''i H'''^ '^'^■"'•" •'•''^' 'f^' 
Vlu>f 111(1. \;'u>:iiiiilj l-aia jrU r.»07. yjai Wnnu-rim inb o-;ii iKnüiiuM 
IomuUmi ^\\x ■;,n'''l'"'"''>'>' VitMciMi.ViiU!';, .'i'tv [ürljrbvilil. lil^IIvi.Hvin, ,^uv 
x'nit|u)iMi 'i::tMjiofiali|d;"M ^;>nvlci. .'väljvciro b'.v 1:MU r :\al)V': MsiniiV- 
^ y^.;iif'iüCT'.iiu3 0. p.lj'Viltl. *-^>ülL^;^'iWoi l'i Ll'u.if. •.. 



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^^:..::uual^:::;ü::v;e:;t. :\urifii:cl:e. 2t::bi.n a-2;c:-:L^ cn, t^^;j^^^^^l 



^kii, r-cinrid:, (^.c=c-::n5:ü-^TCr_ :: 



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C':5. 17. S?itrq 1890 311 ^cj[iicl:=2icf)tc!ia!i, ctcnricüicf). r^^iimnai., 
Jbcolr,]ic imb ^IrJoiopIjic [tiibicrt in $iei':)clbcrq, $^allc n. Grlanren. 
1013/14: ,^iüilcr5i€hcr c^w bcr .*pciiiitf.":bcttcnar]"talt Scrlin-Sidjlcr-cibc. 
.<ririr.]dlcilnel):ucf non 2cpt. 191-1 bi§ ?\iili TJlS aL-- MricoSirciiüillipcv 
u. i:ci!;iia::i b. ^^L, '^rarrer. 2cln'iit[tci]cTijdic ^atiareii: 1'J12 erii)icn: 
„Über bcn Uripnuu^ ciucr frttiid)C!i :)iciiqiouc'p[vaüiDp!nc in Hant'3 Mritif 
bcr rcir.eu yerniniU". 2pä!crbin "i'Iuffäipe tljcolDgiicI^cn, rcliaionä- 
pbiIoiopi)ijdjen ^nljalty in ^jadj^eiiidjrijlcu. 

D Silihrid), ir<icior, Dr phil., Öcbcinicr i^Jcnicrurirf-rat, UniucrfiiätS. 

:■ projcijor, Viroiiuöbcrc^ (£[ipr.). ii.'aInfroiy 1: Oftprcnf^cii. ^^entrum. 
f^'>:b. 27. l\^i\\\ 1^62 ,',u SJcr'iIj.ict (,Sir. Sraiui^bev-, CJM^-I, laiiiuliic). 
3:^olfc'■d}uIe ?'Jicl)liad 1SG3 lio 187^, oel--.^cnc 2di;:!e ba[. 1874 bi^ 1873, 
0JiM"!ina[inrniv}rai!iid6er(] 1876 b:3 1SS2. 2tubicv!c (^k-fric^jtc u.Ci'crniQr.i'irif 
iiröre^laii ^Ml biä 18S1, in ricnicvbcr^ 1S84 biv 1880, prc::uDierie 
18"'-'-G in '-i. .liqöbcrq. ftanbibat lu %\\\\\. it. ;-;i;nir,:-bcrg {"^^x.) li-87 [•;.> 
IP'j:), iu-"eniri;QUlid;('r ^iliÄlc^v- in ^lUjii! (rüpr.) I881) bi5 k: >a, 
£jcrlcl;rer baielbft 1891 bic» l'^O^, Ihiitcriiic.ti-rrcicifcr ciu i:ij-,:iuu 
>;)Di-.uuui.i, je'^i ViTabeinic in S^rauneberci jcii 181'u. iül-ljanMuiincn, 
vlii;iäfe 11. ocvaiK -abc i}o;i Cuc^cniqu^tCii cii5 b. Ccl icl b. pr":;[,:]:lj= 
cr:iilar.!:iid;cn Qciri)id}tf. ocvfii;. 0. iüerciuv ji:r b. c-icir/.djtc 1;. ^iUcr- 
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Verfassunggebende Preussische Landesversammlung 1919 

Die Land esver Sammlung hatte 401 kitglieder, darunter 16 (oder 4>i) 
juedischer Abstammung. 10 waren konf essions Juden, 3 Dissidenten oder 
konfessionslos , 3 evangelisch. 8 gehoerten zur Deutschen demokratischen 
Partei, von denen 2 evangelisch waren, 3 zur üPD, darunter nannte sich 
einer juedisch und 2 Dissid ntoi , 4 USPD, darunter 3 juedisch una einer 
religionslos, einer, evangelisch, gehoerte zur Deutschen Volkspartei. 

Die Kamen sind die folgenden" 

DDP: Aronsohn (Bromberg) , Bankier, Aronsohn (Thorn) Justizrat ,Cassel, 

Geheimer J.ustizrat, ..obert Frie berg, Minister a.D., ev. , Leilbrunn 
Justizrat ,kochraann, Justizrat, Preuss, ueichsminister des Innern und 
Oscar Leyer, Syndikus der Berliner hanaelskammer ev. 

SPD: Heilmann, Diss. ,lieinemann,unterstaatssekretaer ii preuss. Justiz- 
ministerium, beigeordneter im Heichs Justizamt, jueciisch, Hirsch, 
konfessionslos. Leilmann war Juri st, als Referendar nicht zugelassen 
wegen säz.dem.Betaetigung, Heinemann urspruenglich Rechtsanwalt, 
Hirsch studierte zuerst i.^edizin, dann Volkswirtschaf t, beendete das 
btudium nicjit. 

USPD: Cohn, Rechtsanwalt, Lichtenstein, Rechtsanv.alt, Kurt Kosenfeld , Rechts- 
anwalt, alle drei juedisch; >.eyl,Dr.med. Diss. 

Dtsch 

Volksp.iEs ist anzunehmen, dass Lotte Garnich, die i'rau des Geh.Reg.rats 

Garnich, der gleichfalls der DVP der Landesvers. angehoerte ,voll- 
juedisch war. Ihr Vater war Robert Friedberg, der sich in den 
auiger Jahren hatte taufen lassen (s. die Hurzbeiographie in 
meinem Buch) ih e läitter hiess urspruenglich xhekla kaiaitaaacKÄ 
Friedmann, es Kann also vermutet v\,erden, dass auch aiese jue- 
disch war. Frau Garnicn wuerde die einzige juedische .abgeordnete 
Ja J gewesen sein, die einer Partei rechts von acn aeutsch-n Demokraten 

VW«^*'^^^'^ angehoert hat. oie wurd i.i Dezember 1^.24 nicht mehr aufgestellt , 

f^3z vermutlich weil man vermeiden wollte, dass das Lhepaar i:a selben 
Parlament war. 

4 

Von den genannten 16 Juden schieden infolge ler neuen Grenzziehung im 

Osten aus,naemlich 3 von der DDP (Ludwig und Liax Aronsohn und Lochmann) 

und einer von der USPD, naemlich Lichtenstein, der im Lreise Oppeln 

gewaehlt war. 

Von den juedischen Abgeordneten voirden gewaehlt in Berlin und im Vvahl- 
kreis Potsdam 7, darunter 2 SPD,2USP,3 DDP; BiiiimimiämniiiürißmMmnibnEmti^ 
2 in Frankfurt a.O. , naemlich 1 DDP,1 oPD. 4 in Oppeln, naemlich 3 DDP 
1 USPD^ einer in Hessen-Nassau (Heilbrunn) und 1 in ^;estpreussen(Max 
Aronsohn) ; zusammen 16, wenn man Frau Garnich, gleichfalls in Potsdam ge- 
waehlt , hinzuzaehlt. 

..ieder ergibt sich, wie schon in der monarchischen zeit, dass die juedi- 
schen Abgeordneten ganz ueberwiegend in Berlin una den oestlichen Ge- 
bieten gewaehlt "Aerdtn.xn den westlichen Povinzen ist von den 16 nur 
einer gewaehlt, naemlich neilbrunn in Hessen -Nassau. 



Preuss. Landesvers« 2 



Beruf sverteilung: Unter den 145 üPD Abgeordneten haben 130, d.h. Sö% 

die Volksschule besucht, 5 waren Lehrer, 2 haben die 
hoehere Jchule besucht aber nicht absolviert, 4 haben 
die Universitaet oder Technische Hochschule besucht 
ohne ein .ibschlussexamen zu machen und 5 waren ^a- 
demiker mit abgeschlossenem otudium. Dies v^aren 
. der Oberland. sgerichrtsrat Freymuth, d.^r xiechtsanwalt 
, heinemann, 2 ^tudienraete, naemlich Kacks, der Gross- 
irater des Dichters und Hildegard ..egscheider und aer 
w-estpreussische .mstaltsarzt Dr. Beyer. Unter den 
9 .ibge.die die Universitaet besucht haben, waren 5 
jue..isch. 

S.i^'' "'^^^/■f''®" ^ -^adfcmiker.naemlicla Cohn, Lichtenstein. 
Obuch,.iosenfelü una .;eyl.4 von ihnen waren juedisch. 

h^ph^^k"" ^'^"^^^ '^e" * aechtsanwaelten. Von dei anderen 
^i V??* hat einer die «ealschule besucht, alle anderen 
dxe Volksschule . zusammen v.aren es 24. 

Von den 68 DDP .-.bg. haben 16 die Volksschule te sucht 
7 die hoehere ochule.ohne sie zu absolvieren. 11 waren 
Lehrer, 2 haben die Kochschule besucht, ohne sie zu ab- 
solvieren, 28 haben ein ..bschlusse araen *n der Fochschule 
gemacht, unter ihnen waren 16 Juristen. Von ä.n Juristen 
waren 4 juedische und 4 evangelische nechtsanwaelte. 
nU y"??"^!" ''^''^? -niversitaetsprofessoren, Beamte u.s.w. 

t t^}.'^^^ ^adenuker in d-.r JPD ist unterdurch- 
schnittlich, die ^ahl der Akademiker in aer DDP ueber- 
durchsohnittlich. Beinahe die Haelfte der DDP Ab«. 
hatten eine Hochschule bt-sucht. ..uch die ,^ahl der Leh- 
rer ist uebeeaurchschnittlich, was sich daraus erklaert 

Mch^n^i??'"^'" t^'''= ^^^"^ ^'^""'^^ -^'°^1^ "^ '^«^ fortschritt- 
lichen /olkspartei gespielt hatten, kanche von ihnen 

waren .^ektoren geworden, bei der beruf sangabe ist zu be- 

ruecksichtigen, dass die urspruenglichen Berufe in den 

Angaben hier verwertet worden sind,:üanche von ihnen waren 

inzwiscnen Buergermeister geworden oder sonstige Lom- 

raunalbeamte oder in andere otellen gekommen. 






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Preussi scher Landtag 1932 

Ein Vergleich mit der Land esver Sammlung bezgl» juedischer Abge- 
ordneter erweckt Interesse« Damals waren 8 Personal jue ischer Ab- 
stammur^ , darunter 6 Litglieder einer juedischen Gemeinde in der DDP 
mit 68 iv.i tgliedern der drittstaerksten Partei. 1932 existierte die 
DDP nicht mehr und ihre Nachfolgerin, die otaatspartei hatte 2 Mitglie- 
der,, war aJ.so vernichtet^' ^j-^^i^ ^/t^-y^//^*4'-'^v/6^j c^rcUc, ^ ^^f ^^^^ >//<i^ ^-yL^-ü^^ , 

In der U3PD waren damalsK^tfhter '24 Abg. 4 Juden, darunter 3 Voll- 
jurxsten und 1 Arzt. Die U6PD existierte nicht mehr, die Fuehrer waren 
meistens zur öPD gegangen, auch der kleinere Teil der Ilitglieder, 
waehrend der groessere Teil zur i^D ging und dieser damit auch 
Fraktionsstaerke im 1. Landtag verschaffte. Von den 4 Juden gingen 
alle zur öPD, doch keiner von ihnen war im Landtag von 1932. ».'eyl 
hatte nicht mehr kandidiert, Li chtensteiii war eine voruebergehende 
Groesse in aer x^evolution, die üSPD ging^^^'scffion 1919 zu Grunde und 
der Abstimmungskampf aenderte die Sitaution vollkommen. Lurt Rosenfeld 
wechselte in den iteichstag herueber und da er 1931 zur oAP giiTg , 
wurde er auch fuer cien Heichstag nicht mehr wiedt-r gewaehlt. Oscar 
Cohn kandidierte seit Ende 1924 nicht mehr und widmete sich nur 
,^uedischen Auf gäbe n{s.;iein Buch), blieb aber interessiert an der 
Friedensbewegung und ausserhalb des Parlamentes an humanitaeren 
Aufgaben, übuch war der einzige der Juristen von der üoPD,der zur 
iiPD ging, in ihr die juristische Beratung uebernahm und 1932 der 
einzige Akademiker in der Fraktion war. kein Jude war unter den 
57 iPD Abg. lieber die Gpuende s. meine Bemerkungen auf der anderen^ 
Zusammenfassung. ^'^* "^^ t*l^<< ^- ^^/"^ ^ia.^^/^^ ^^ yi^^*t ^^^''^^rc ^%A:y^ ^ ^ür4 ?'^ , 

Unter den 93 oPD Abg. waren 18 -20vo solche, die nicht nur die 
Volksschule besucht hatten, darunter ö Lehrer, eine mit sozialer Frau- 
enschule, einer mit Primareife, ^^kademisch vorgebildet waren 8, 
darunter ^ nicht mit .ibshluss aus politiscnen Gru enden (Heilmann, 
kuttner) = 9/0 der Gesamtzahl, unter diesen 8 v.aren 5 Juden. Der 
einzige Voll jurist , der einzige akademisch vorgebildete v^erwaltungs- 
beamte,der einzige Mediziner (der zugleich Universitaetslehrer war) 
waren Juden. xCiiat man oPD und LiSPD in der Landesversammlung zusammen 
so ist kaum ein Unterschied in der Zusammensetzung der beiden Frax.- 

tionen zu verzeichnen. Jedoch ist zu beruecKsichtigen die vielfael- 
tige Erfahrung in den 13 Jahren, die akademischer Vorbildung gleich- 
Kam, /■6^re--Ln aer praktischen Politiie ''tf^lDt^rtraf'if^enn'^uch aer Langel 
an Juristen bemerkbar blieb. Unter den Fraktionsmi tglieaern waren 
Braun, oevering,Grzesinski, ein -^andrat ,heawig .vachenheim mit grosser 
sozialer oJrfahrung.Vor 1932 waren kirsch und Haas als ko munalpolitiker 
Leyer-öoiingen als guter Kenner der »^ohnungsvvirtschaf t vertreten , 
die ausschieden, um sich ihren neuen Aemtern widmen zu koennen. 
(Haas O.P.Hessen, vorher Beigeordneter in koeln,kirsch, einsti, er 
kinisterpraesident,Buergermeister in Dortmund ,Leyer-.>olingen als 
Ministerialdirektor ija-i^/ohlf ahrtsministerium eingetreten.; 



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Preussischer Landtag 1932 (2) 

Hinzu trat Grimme als er ahrener öchulraann, Hildegard .'^egscheider 
war Obers' liulraetin geworden. ICeben die iVkademiker, unter denen Juden 
in der Mehrheit waren, traten nun Verwaltungspraktiker, unter aenen 
sie eine L'inderheit darstellten. 



Vnaehrend von den 4 juedischen .ikaderaikern in aer U:iPD 5 Kit- 
glieder einer jue ischen Gemeinde waren, und unter den drei juedi- 
schen iikademikern der JPD einer, unter aen 8 von aer DDP, wie oben 
erwaehnt, 6, gab es im Landtag von 19;i2 nur ein Mitglied einer jue- 
dischen Gemeinde (Hamburger) alle anderen in der JPD waren Diss. 
oder gaben ihre rceligionszugehoerigizeit nicht an/CIn der Landesver- 
sammlung waren von aen 16 juedischen Abg. '6 evangelisch! Jrieaberg, 






Frau Garnich, Oscar Meyer) ;in den Landtagen von 19El-19o2 gab es keine 
getauften Juden(au3ser vielleicht Frau Garnich im 1. Landtag, 

(dies nachpruef eni . Friedb.erg starb, üsca..:. xv^eyer wurde Heichstagsabg^ 

In der oPD waren die meisten Abg. religionslos, konfessionslos, 
Diss., freireligioes. ,od. r sie gaben aus prinzipiellen Gruenaen 
ihre ^teligionszugehoerigkei t nicht an. In aer IlPD war es ebenso , -^^ -^--''«^^ ^^*^^*^ 
doch einige nannten sich dort d monstrativ Atheisten oder prole- ^r'r,^^^/'^^- 
tarischt. Frei .enker,waehren^ in der oPD 2 sich leaiglich als <^- /öti^/^ . 

Frei .enker bezeichneten. /'^- 'i=^ ^7»^^ y*^- -^ ^^^ ^fy^cL^^,^,^ ^, ^ ^-?^^ 'T^^ü^^ 

Bei der Berufseinteilung der SPD ..^bg. ist zu beruecksichtigen, 
dass viele Angaben, worin sie urspruenglich ausgebildet waren, z.i.. 
ketalldruecker,Formeriu.s.w. Diese waren jedoch durchweg Privatbeamte 
in der Arbeiterbewegung' geworden, als i'arteiseAretaere, Arbeiterse- 
kretaere,Gewerkschaftsservretaere ,i3eamte in der hauhuettenbewegung 
und in den i^onsurogenossenschaf t etc. Von aen 7 juedischen x^bg. 
in dem Landtag von 19b2 waren alle 7 Beamte /'oder/Lehrer/, 2 waren 
als Heaakteure taetig, nachdem sie das juristische otudium 4^4ö4^ 
aus politischen Gruenden nicnt zu Lnde hatten fuehren noennen. 
Alle nahmen an aer .^Arbeiterbewegung teil, doch nur ehrenamtlich, 
ausser Heawig *.a. nenhei-..,die die Zeitschrift der ^^rbeiterwohnfahrt 
redigierte und eine fuehren^e btelle in diesem- Organisation einnahm. 






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V Samuel 

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Philippson, 
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G-emeinde- 
diener in 
Moisling 

Handelsmann 
zu Moisling 



U. 9. 1865 
in Lübeck 
70 Jahre alt 



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Adler, Rabbiner 
Alexander Sußmann 



Schlomer, 
Abraham 



Pferde- 
händler zu 
Moisling 



26.5.1816 



21.5.1809 



16.12.1869 
in Lübeck 

15.10.1883 
in Hamburg 



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Carlebach, Rabbiner 
Salomon, Dr. phil. 

Mühsam, Apotheker 
Siegfried Seligmann 



28.12.1845 12.3.1919 
Heideisheim Lübeck 

2.9.1838 20.7.1915 

Lübeck 



Schlomer, 
Jacob Ignatz, 
Dr. med. 



Arzt 29.5.1875 

Lübeck . 

(27.8.1920 nach Berlin verzogen) 



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Mitglied der 

Bürgerschaft 

von ^is 



Parteizugehörigkeit 
Interessengebiet 

usw. 



1849 - 1863 



1849 - 1855 
1855 - 1869 



1863 



1875 (verzog Mai 1871 ^^^^ Hamburg) 



1877 - 1895 



1887 - 1915 



1909 - 1915 



/ 



I N e u m a r k, General- J'^^I^fL^ iüd Abstammung 
I /lÄoritz, Dr. phil. direkter getauft (ev), Dua. ads^ b 
^ (25.6.1936 nach Berlin-Grunewald verzogen) 



1929 



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1919.1921 DDP 

I92I-I924 Vereinigte pol. 

Parteien 

1 924-I 929 Hanseatischer 

Volksbund 
(Partei: DVP) 



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^EU•J.•i'ia.i:; jttediöcne oueendvereine 
^nicüo nationale; 

t;^i tortc, p.ne senr grosse .raxis danic 
deiner !uris!xscSen ^aehigiceit und aucn ueDer 
ginz ^^eitschxand durch seine jueduscne undn 
poiitiscne xaetigKeitt . 
6; ais Anlage sende ich eine xhoiokople der 

^^ JiLxseife mexnes --/|,?°^L?J|f ^reterwn.wer. 
die fuer oahre als aiigemeiutJö i^^ 

benutzt wurde. 



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STADT BRAUNSCHWEIG 



STADTARCHIV UND STADTBIBLIOTHEK • Steintorwall 15 





l~ Stadt Braunschweig 33 Braunschweig Postfach 507 I 




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Mr. 

Ernest Hamburger 

(ö'^l Ptiverside Drive 
Nevj York, 11. Y. 100 2.h 

USA 



Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 

9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr 
(Lesesaal freitags bis 20 Uhr) 

Bücherausgabe: Montag bis Freitag 

11 bis 13 und 16 bis 18 Uhr 

Mittwochnachmittag geschlossen 



Ihr Zeichen 
Betreff 



Ihre Nachricht vom 

6.11.1966 



Unser Zeichen 

A 627 u. 

AV-56 



Unser Durchwahl-Ruf 



Tag 



28. iXOV. 



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1066 



Sehr geehrter Herr Hamburger, 

heute kann ich Ihnen die ausführliche Antv/ort auf Ihre Anfrage xi^:ch 
Rechtsanwalt und Notar Dr. jur. Norbert Regensburger geben. Er ist am 
25. Hai 1086 in Braunschweig geboren und besuchte hier das .-'ilhelm- 
Gymnasium. In München und Berlin studierte er Jura und promovierte 
dann Jn Rostock zum Dr. jur. mit dem Thema : "Die pressgesetzln.cne 
Berichtigungspfliclit". Dr. R. war dann Referendar in Seesen am Harz 
und ließ sich 1911 in Braunschweig als Anwalt nieder, wo er zum Amts- 
und zum Landgericht zugelassen war bis zu seinem freiwilligen Tode 
am 26. April 1933 in Braunschweig, 

Dr. Regensburger war einer der Hitbegründer der "Neutralen Judi- 
schen Jugei"5^fer^TT^.n-e" in Deutschland, Kitglied des Hauptverbandes des 
"Centralvereins deutsc:^ er Staatsbürger jüdischen Glaubens", Leiter der 
Braunschweiri;er Ortsgruppe dieser Vereinigung, und Mitglied der Deut- 
schen Dem.okratischen Partei und als solches gehörte er vom 1. Januar 
1919 bis zum 31. Mai 1921 der Stadtverordnetenversammlung an. 

Am 10. Februar 1919 fanden sich im Sitzungssaale des Landtagsge- 
baudes die gewühlten Kitglieder des Landes-Arbeiter- und Soldatenra- 
tes zu ihrer ersten konstituierenden Versammlung ein, unter ihnen 
waren auch Dr. jur. Norbert Regensburger und Dr. phll. Hugo Kanter. 
Beide waren jüdische Parlamentarier. Dr. Regensburger wurde in den^^ 
Geschüftsordnungsausschuß und Dr. Kanter in den Finanzausschuß gewählt. 
Hugo Kanter ist am 2?. September 187I in Breslau geboren, studierte 
in HeidelbeTg-^hilosophie und Volkswirtschaft, seine Doktorarbeit hat 
den Titel: "Die Entwicklung des Plandels mit gebrauchsfertigen 'jaren 
von der Kitte des 18. Jahrhunderts bis I866". Dr. H. war Syndikus 
der Industrie- und Handelskammer Braunschweig, Geschäftsführer des 
Vereins Deutscher Konservenfabrikanten und Professor an der TH Braun- 
schweig, wo er Volkswirtschaft und Bilanzwesen lehrte. Er fluchtete 
nach dem 9. November 193^ nach Berlin, wo er nur wenige Tage bis zu 
seinem freiwilligen Tode am 17. November 1933 lebte. Sein Landtags- 
mandat lec^te Dr. Kanter am 8..^^i 1919 v/egen Arbeitsüberhüufung nieder. 



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Fernruf 4701 • Konten: Brschwg.Staatsbk. 81 5001 • Dt. Bank AG. Brschwg. 06/614 39 ■ Lds.-Zentral-Bk. BrschwgJ9/162 
Volksbk. Brschwg. 126169 • Postscheckkonto Hannover 1085^ Die Stadtkasse befindet sich im Rathaus. LanaJÄ^f 1 

Zahlen Sie bitte bargeldlos! 



Dr. Resensburger, 'lor von 19^2 an 



auch zeitweilig einer der 



am 



18. März 1926 sein 



Vicepräsidenten des Landtages war, legte 

Mandat aus Gesivndheitsgrün/=en nieder. ^ ^ 

Bei der Durchsicht der Verhandlungen der Braunschv/eigxschen 
Lardesversamolung v;urde festgestellt, daß neben Adolph Aronheim, 
Emil Glaser und Itzig JUdel auch der geh. Kommerzi enrat Dr. ing. 
h.c. Max Jildel vor 19l8 Landtagsabgeordneter gev;esen ist. Max 
Jüdel ist am 10. Oktober 18^3 in Br.-umschweig geboren und hier 
am 9. Oktober 1910 gestorben. Er war der Gründer der Fa. Max 
Jüdel & Co., Sisenbahnsignal-Bauanstalt (heute Siemens ^: Halske AGj, 
Vors-'tzender der Industrie- und Handelskammer Braunschweig, Grun- 
der der Jürlel-Stiftung, einer Stiftung' für die Altersversorgung 
der Arbeiter und Angestellten seiner Firma, und deren Witwen 
und Jaisen, ein hochnerziger und großzügiger Mäzen der Stadt 
Braunschweig. Max Jüdel v'ar Stadtverordneter von IÖÖ0 01s 1 ..0 / 
und Stadtrat bis zu seinem Tode, ferner Landtagsabgeordneter ^ von 
1900 bis 1907, un-: zwar Abgeordneter der höchstbesteuert cn Ein- 
kommensteuerpflichtigen des 1. ^:ahl';ezirks in Braunschweig. 

Als Bürger, die Juden und Stadtverordnete vor I91S waren, 
sind auch noch der geh. Justizrat Rechtsanwalt und Notar 
Victor Hevmann und Dr. John D. Landauer zu nennen. u 



: hoffe Ihnen, se-ir geehrter Herr Hrr^burger, mit diesen 
An^^ab'jn weitergelicifen zu haben und bin 



j.. \^ . 



n±z vorzüglicher Hochacjitun 
Ihr sehr ergebener 



o 




/H^_^6^k^ 



(Dr. Moderhack) 

« 

Stadt Ardiivdlrektor 



STADT BRAUNSCHWEIG 

STADTARCHIV UfJD STADTBIBLIOTHEK ; Steintorwall 15 

13 




V Stadt Braunschweig 33 



Braunschweig Postfach 507 ' 



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Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 

9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr y 
(Lesesaal freitags bis 20 Uhr) 

Bücherausgabe: Montag bis Freitag 

11 bis 13 und 16 bis 18 Uhr 

Mittwochnachmittag geschlossen 



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Ihr Zeichen 



Betreff 



Ihre Nachricht vom 



Unser Zeichen 



C; A, u-. 



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AV-' 






Unser Durchwahl-Ruf 
470 '^-^-u 



Tag 

2G. 12. 1966 



Sehr geehrter ilc-- '!■ oburger, 

in Abwesenheit von Herru Dr. !> lerh 

beantworte icb ' Ibr ' ' ■ ^" ^ 

?^us Ernst-AU:'ruct Holoff: j^raunochvv'eig und 



S"'.tze zitiere, 
.ion 



ein Bild U 
nstituier 



-1 ""^ o ■!'» rr, '' 

,; '. , Inder 



Staat vo: 
'Inge vo: 
-rersüiran' 



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. kurz 



irnar einige 



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'*Auch in B'^-''T"'ch"'/ei^'' leitete der i 

den Unter^^ .. _ ^1- ■--- 

sung entsprach in keiner 
der Vorkrie;- ^- it" (Solofi 

der "'on .rchie K.arei'^" ■*■ 

• ili.p: bc" ■" , 



Dreik 



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n Sonae 



'.~.-:\- \ 



c^ef'hrt sei. Zu sp'/c 



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ur;. ;reiia hirecht 
^tums ei . Die e Verfas- 

-e der bi.'r'-erj.ichen GesellGch.ftssc nicht 
-^-^\ tf-i ^ Novorber ^Tonnten die Stunden 

^nuten ^-ozählt \^....... , '^^ ner- 

- •■^--- • -v ., .... af s- 

: u.... ^..^ ..^:.u._^_^.-.....-. : cht ^ ein- 
stunden .-..pater ging der Sojetstern im L.in- 
nf" (Holofi S. 25). ''^^^ besonder ^ • ' * ' "' -^ "®^^^_.^ 
spielte sie 'f ^^ ' ^^^n den beiden sozialisti^icl.en ur n, ^'"-^ 

USPD und der SPD, ab'' (Holoff .. 29). "Am Vormittag de '\ ;:ove.-.ber k_.m 
_, j_.^ ..-a.>,eren St--Hteilen zur Dei.ionst.aaion "er Arbeiter. Auf dem ochloi. 

urd- u^ rote F^^bne gehiAt und ein Soldatenrat für die Stadt gebildet, 
der> -JP "Ail>nelmn-arten" zu seiner ersten Sit:. ..^ zusammentrat und oe- 
schloß -i-: Einern Arbeiterra^" -- -aen, unver:^üglich den Horzo^ ^ r^u- 
setzen" (Holoff Z. 3:). "De: • ' -- ^md Soldatenrat v; . alleiniger 
Machth-ber in Braunachv/eig. Am i.ac.xmi.Lag des 9. November zog t- 
.\rbeitermassen wieder auf den Scr^ 'platz. Dort -urde ihnen 
fnhr einei: Konterrevolution vor Au halten, der Einsatz c^.. 
Sx^""utivkoTaitees zur Sicherung der Revolution angekündigt, ein ^^-;^^-- 
ster, der Polizeidirektor und der Oberbürgermeister als Geiseln lest- . 
-enommen, sowie eine Roce Garde aufgestellt" Holoff S. 35). Am 10. 
fj^^^^^v.,. A..,..,^. r . bisherige Parlament durch die Häte ersetzt und ^ vom 
\rbeitex-- unu oux^atenrat die "Sozialistisc: -, .- . ^ ?lil- 
proklamiert" (Roloff S. 35). "'^-otzdem v/urde die -1 einer nouei. 






Landesversammluna angekündigt ■/on eine 



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Fernruf 4701 • Konten : Brschwg.Staatsbk. 81 5001 Dt. BankJ^G. Brschwg. 06/614 39 ■ Lds.-Zentral-Bk. Brschwg. 29/162 
Volksbk. Brschwg. 126169 • Postscheckkonto Hannover 108^ Die Stadtkasse befindet sich im Rathaus. Langer Hof 1 

Zahlen Sie bjÄ"»^'' geldlos! 




OT)^josition v/ar damals noch nicht zu ren" (P.olof'" G. 36). "Am 



lV^ November . .-Ite die "Beamtenschaft im Lande Braunschweis'* einen 
15kc5pfir-en "Beamtenrat'» (Koloff S. Z'y) . "Noch ehe bürgerliche Parteien 
in Braunsch.eiü i^—^ ^^->--^-^ ^---^ - - - ^en sich am 12. No- 



Arbeit begi. 

vember Vertreter dcx- ^'Vereinigung des serost....^^^..^jn Mittelstandes" , 

um eine n-emeinsame Interessenv/ahrnehmung der angeschlossenen Bc- 



uf sgrupx^en 



ogenüber der Regierung und der Öffentlichheit zu ge- 
v/ährleistcn, h^i 'ien V/ahlen eine angemessene Vertretung zu cichern 
und eine Einigung des gesamten Bürgertums vorzubereiten. Am 1?. 
November v/urde dieser Beschluß von einer ordentlichen ^ Vertreter- 
sammlung bestäti 






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.schv/Gig 



Gine nue- 



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- bürgerliche '^ :lungspartei auf den Plan getreten, die 

un.ür ..e-i Namen Deutsche Demokratische Partei (DDP) der x-ger- 
lichen Zersplitterung un-^ der Spaltung des Liberalismus in zuei 
Parteien ein Ende setzen wollte". Sie v;ar betont antisoziali- 
stisch. (I^oloff 3. 39). "Am 23- Novemoer wurde ein "Aktions- 
ausschuß gegen jede Diktatur" gegründet. Zu ihm gehörten alle 
bürgerlichen Parteien, Verbünde und Gruppen. Aber eine^^partei- 
politische Einigung kam auf die Dauer nicht zustande. V/er sich 
nicht der DDP anschließen v/ollte, wandte sich dem Landeswahl- 
verband LV/V zu, dessen Kern die Deutsche Volkspartei und die 
Deutschnationale Volkspartei war" (i^oloff S. kz) . "Am 13. De- 
zember fanden in der Stadt Braunschwei^ ...e Stadtverordneten- 

' Ien und am 22. Dezember die bahlen zur Landesversc ^ 

statt" (Roloff S. 193). Von den 60 Sitzen im Landesparlament 
erhielten U'::-^D Vi-; MSPD 17; DDP 13; T" " '^ -^itze. Dieses ge- 



v/'-hlte Par 
10. Februar" 



die Lajidesver: 



lung, 



Konstituierte sich am 



(Roloff S. ^^9 



'^-p, 



-I ,^ J- r_. O- ,^ 



ter Herr 



Hamburge:^, 



. r h e i t e ■': b e s e'i t i ■; t 



liesen Angaben 

...d bin' 



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i t V c r z b' r 1 i c h. e r K o c b. p. c b. t ' \ n g 



(Dr. Querfurth) 
Stadt Archivoberrat 



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r» Dezember 19ü6 



herrn itrchivdir^dktor 
i-^taätarciiiv 
Steintor-ivall 15 

Braun 3ch?*exg 



o^erhe ck 



Seh; geehrt-r Herr lodcrb^c/, 



dan-cc 



lob 
^6. 11. i960 - 



xi 



IhTi-m verbindlichst iJiKii: Ihi:^ Schr-öibeG vom 
527 u. 867/66 -AV -Jb, 



icii freue uiich, daa^ ^it.- laix* t:>ine bo auaracxiriicne bo- 
sohreibuüg dt;s Lebens von Dr* negensburger gegeben unu micn 
auch öuf Dr* Kanter hingewiesen haben« -.ucu lürei iiatarbeiterin, 
die die :::)UOharbei tv ri anrt: stellt hat, bitte ich oie,nk:ineri Daj'iiv 
ueb'<:.r:nitt8in zu wollen» 

lui^ Urunu j.nres ■ chreibcns aeiiiiic i^ia an^ duss :^egensburf?er 
nicht, vtie in einer uelle ange^eb^^n v,urde, btrtits unter der 
^voncrchie a ui Laiidtsg Rngehocrt het» Kanter uar liohi v,ahr- 
scheinlioh r-uch Mitflieu der Leutschen 1 _>fLiati üchen Partei» 

,,ich der Darstellung in Ihrem i.chreiben scheint es, aass 
aie Mitglieder aes Arbeiter-und ^oldatenrates sich am 10. ^•1£19 
zu -Lrer ersten kor'stituierenden VerearAciilunf tino^i'^n.] ^ n haben 
I und dasß diese Versaruiuluaei der ersce Landtag; dea Lances Braun- 
3chVkei/2 untrr der He.jublik geli%ora^.n -ist» .:aoh ueia Lriele habo 
ich den LinuracK, d'-:ss danof^lß aer Landtag alö solcher nicht 
ge^aehit v»orden ist. enn ^-s heis-jt, dcss :>e^5enöburfe:;er und 
.-anter Parlamentaiier i-aren, unu aass Kanter nur bis zua S.Xai 
1^19 dem Lenrltag en|?ehoert hat, so schlie^öe ich daraus, uuöö 
sie urspruenglich ^iit^aieuer der r:aete waren. Lollle ich o^ich 
in der Auslef^unr ihres ..chreibens irren, so '^aerc ich Ihnen 
fuf^r eine uittei lun^^- dankbar. 

Besten Jank auch fiuer den Hinv.el£ aui. -.*ax Jucdel* Ic'. habe 
üeineri'eit von Ihrer Jüit.-stell^ eine Photokopie der v-tatuten 
seiner otiitung erhalten, oic selbst v»aren ua«'*ialü durch d n 
L^such der en^liscr; hoenigin in Anspructi i„enoiiL;.en,öoaasö ich 
nicht das Vergnueren hatte, Sie peracenlich bei dieser acle.:_,enhelt 
ke nnen zu 1« r: len . 



Mit vorzueglicher h chachtung 



Ihr ergebener 



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Ernest Hamburger - 



^ Vt-^ 



67 Riverside Drive, Nev York^ NY 



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7. Oktober 1975 



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Mrs. Resi Regensburger 
32, Chris tchurch Avenue 
London N.W. 6, England 



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Sehr geehrte Frau Regensburger, 

ich danke ahnen bestens fuer Ihren Brief vom 
3. d.M. und die prompte Erfuellung meiner Bitte. 

Der Beruf Ihres Gatten wird eingefuegt 
werden, ebenso, dass er sich 1911 als Anwalt 
niedergelassen und in demselben Jahre seine 
Doktorarbeit gemacht hat. 

Dass "Nationale" statt "Neutrale" juedische 
Jugendverbaende im Manuslpript erscheint, ist ein 
Tippfehler, der ueber sehen worden ist. Das wird 
natuerlich richtiggestellt werden, und ich danke 
Ihnen fuer Ihren Hinweis. 

Ihr Material wird dem Archiv des Leo Baeck 
Instituts uebergeben werden. 

Mit nochmaligem Dank auch fuer 
Ihre guten Wuensche 



Ihr 



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Norbert Regensburger und Hugo Kanter 



Unter den sechzig Abgeordneten der verfassunggebenden Landes- 
versamrnlung befanden sich zwei Juden . Beide waren Mitglieder der 
Deutschen Demokratischen Partei. Norbert Regensburger (1886 - 1933) 
ein gebuertiger Braunschweiger, wurde nach der Revolution in die 
Stadtverordnetenversammlung und in die Landesversammlung gewaehlt. 
Er war spaeter zeitweise Vizepraesident des Landtags. Im Auftrage 
des Ministeriums fuehrte er den Abf indungsprozess gegen das 
herzogliche Haus, der mit einem Vergleich endete. Sein Mandat 
als Stadtverordneter legte er 1921 nieder. Im Landtag blieb er 
bis 1926. Regensburger war Vorstandsmitglied der Juedischen 
Gemeinde und Mif:begruender der "Neutralen Juedischen Jugend- 
verbaende". Er gehoerte zum Hauptvorstand des Central-Vereins 
deutscher Staatsbuerger juedischen Glaubens und leitete dessen 
Braunschweiger Ortsgruppe. 

Hugo Kanter aus Breslau (ir371 - 193B) gehoerte der juedi- 
schen Gemeinde nicht an. Er war Geschaef tsfuehrer eines indu- 
striellen Verbandes und Syndikus der Industrie- und Handels- 
kammer in Braunschweig und lehrte Volkswirtschaft als Professor 
an der dortigen Technischen Hochschule. Beide machten ihrem 
Leben in der nationalsozialistischen Zeit ein Ende. Regensburger 
im April 1933, Kanter im November 1938, in den Tagen des Pogroms, 
kurz nachdem er sich aus Braunschweig nach Berlin gefluechtet hatte. 



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oaer mit sonstiger akadeialscnex ^jlx; 

Carl /Cohn,geb. 1857 in Neustreiitz(MccklGnburg- 



^mmf^v* 






Streut«. Besuchte das humanistische Gyn^nasium. 1877 kaufmaenni- 
sche Lehre in Hamburg, spaeter als Prokurist seiner Firma in Eng 
land und Suedafrika taetig.Gruendete nach Rueckkehr die Firma 
Arndt & Cohn,1913 Mitglied der Buergerschaft. Februar 19i8 Mit- 
glied der Finanzdeputation und der Deputation fuer Handel und 
Schiffahrt .1921 zum Senator gevaehltt*Im Praesidium der Finanz- 
deputation, nach dem Tode des Buergermeisters Dr, Diestel ihr Prae- 
Mitglied der Vereinigten Liberalen, 1919 Mitglied der DDP, 



1930 der/t>eut8Chen Staats^ artei. 1929 Ruecktritt vom Amt, Gest. 

1931 in Hamburg . r^^^^Ji^^;,^^^^-^^ 



STADT BRAUNSCHWEIG 

STADTARCHIV UND STADTBIBLIOTHEK Steintorwall 15 




r Stadt B r au n $c h v^ej^g 3 3 Brau ntchweig Portfach 507 ' 

Herrn 

Ernest Hamburger 

67 Riverside Drive 

New York N.Y. 10024 

USA 



Öffnungszeiten : 

Montag bis Freitag 

9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr 

(Lesesaal freitags bis 20 Uhr) 

Bucherausgabe 

Montag bis Freitag 

11 bis 13 und l<fbis 18 Uhr 

Mittwochnachmittag geschlossen 



Ihr Zeichen 



Betreff 



Ihre Nachricht vom Unser Zeichen 

AV-.56/Erd 470 



Unser Durchwahl -Ruf Tag 

448 2.2.1972 



/ 



Sehr geehrter Herr Hamburger, 

jetzt ist die Reproduktion des Artikels "Der Mentor" 
in den Braunschw. Neuesten Nachrichten Nr. 45 vom 
19. Febr. 1922 fertig, und ich übersende Ihnen hier- 
mit das Negativ. 

Mit freundlichem Gruß 

n 



/tu^ .A.c^ 4.^ U,J^Si 



d^ 



(Dr. Querfurth) 
Archivoberrat 



Fernruf «01 ■ Konten: Norddeutsch. L.nde.b.nk Br.c».w. 815001 • ^ank Wr G.melnwlrtschaft Br8*w^003000 7 

rL ,h.nk Brachw 51 7H00 • Deutsche Bank Brschw. 06/61439 Dresdner Bank Brechw. 104 0005 

5oZ.nk bTs*: .»'^ Landeszentralbenk Brschw. 27001703 ■ Postscheckkonto Hannover 10854 






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^ über die I-rivatperson gibt es hier keine Unterlarsn. In der 

Stadtbibliothek beiinden sich innerhalb der Reihe "oozialdemokratische ?lug- 
schriften^' hrsg. von Landgerichtsrat Ernst Rüben und Dr. Gerhard von i^ranken- 
berg drei Broschüren, deren Verfasser Rüben ist. "Zur Demokratisierung der 
Ver'^assun^: und Verv/altunrr" , "arundsL'.tzliches zur Reform der Geneindeverf assun; 



un 



d '^Der verfassun srechtliche Zustand des Freistaates 3raunschv;3i, 



1921. Die 



beiden ersten Broschüren sind ohne Datum, dürften aber auch um 



1920/21 ent- 



standen sein. Darüberhinaus steht in den "Reuesten Rachrichten", Braun-chv/eii 
d. 19.2.1^22, ein Artikel "Der Kentor", der über das V.'irken des scheidenden 



Rüben in Braun, 



chv/eif: berichtet (ironisierend negativ) 



Mach An^'a 



18. Februar 1975 



An die 

Stadt Braunschweig 

Stadtarchiv 

Steintorwall 15 

33 Braunschweig 

zu Hd. Von Herrn Archivdirektor Dr. Moderhack 



Sehr geehrter Herr Dr. Moderhack, 

Sie werden sich daran erinnern, dass wir frueher mit- 
einander korrespondiert haben und Sie so freundlich waren, 
mir Material ueber Juden im oeffentlichen Leben Braunschweigs 
zu uebersenden. Soweit dieses Material sich auf die monar- 
chische Zeit bezogen hat, ist es in meinem Buch 1968 er- 
schienenen Buche verwertet worden. Ich bin jetzt dabei, den 
Band ueber die Weimarer Republik abzuschliessen, in dem die 
Informationen ueber Norbert Regensburger, Hugo Kanter und 
Landrichter Ernst Rüben enthalten sein werden. 

Darf ich Sie bei dieser Gelegenheit um eine ergaenzende 
Auskunft bitten? Ueber Ernst Rüben haben Sie mir die Broschuere 
"Der verfassungsrechtliche Zustand des Reichsstaates Braunschweig" 
uebersandt und mich auf zwei andere Broschueren von Rüben auf- 
merkszun gemacht. Ebenso haben Sie mir mitgeteilt, dass in dem 
"Neueste Nachrichten" Braunschweig vom 19.2.1922 ein ironisie- 
render Artikel ueber Rüben unter der Ueber sehr ift "Der Mentor" 
erschienen ist. Dieser Artikel muss kurz nach der Annahme der 
Braunschweigischen Verfassung verfasst worden sein. 

Ich waere Ihnen sehr dankbmr, wenn Sie mir von dem Artikel 
vom 19.2.1922 eine Photokopie herstellen und uebersenden koennten. 
Unkosten werden selbstverstaendlich ersetzt. 

In der Hoffnung, dass es Ihnen moeglich sein wird, meine 
Bitte zu erfuellen, bleibe ich 



mit besten Empfehlungen 
Ihr ergebener 



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'fc "^^ ^/y: 4 ^Jr7i 



*-/ M- 




/ 



.^/»^ ^tt^^ r^iM /li^e«-^*4 i-/^ !^^4,^-^ ^ ■';-i^4^/'^^CM. ^ 

, Nach der Neuwahl der Landesversammlung berief^die Regie- 

rung/den sozialdemokratuschen Landgerichtarat Ernst Rüben 

aus Berlin, um den Entwurf einer endguelt igen Verfassung 

^vti> u*^/ ^■'^^^ ^^ **• c^^ ^^<^> s^^Y^y/- 
auszuarbeiten. Ruhen hatte im Januar 1919 bei dem Bergarbeiter- 






». 






/ 

^ 



^ / 



streik in Rheinland-Westfalen vermittelnd zu wirken ver- 
sucht /Er war ein ueberzeugter Anhaenger der demokraruschen 
Staatsform bemuehte sich aber, mit den Anhaengern d^r ÜSPD 



j 



und der K9D zusammen zu arbeiten. Aui^ dem Widerstan<|,in den 

eigenen Reihen und in den oppositionellen Qruppen ist er 

gescheitert .Ruhen hat spaeter seine richterliche Taetigkeit 

/ 
wieder aufgenommen und ist Direktor eines Landesarbeitsge- 



./^ 



richtes in Preussen geworden. 

In der neuen Landesversammlung war die Rechte staerker 
vertreten als in der 1918 gewaehlten Versammlung. Dies er- 
leichterte Rubens Auftrag nicht. Da er Jude war, -fand er 
weder persoenlich noch sachlich die Zustimmung der Buerger- 
1 yghf» n . vif|^ji^)>g, l^^ÄTsVe ^^f^THe ^ r »O ft tf A T firty A^ t lilft^aemTiisÄie 



Aeusserungen in der Oeffentlichkeit aus, denn zum ersten Ma 



erschienen Schmierschrifte 



en mit den Worten «»Juden raus»* in ^ ^ 



Braunschweig'*. Schon in der Vorkriegszeit war d^ Braun-«^ ^ 
^ ^^/^iv^ «^weiger Buergertum anfa^liig fuer den Antisemitismus.Al«- 
^ ^ einige Jahre nach dcTn Zwischenfaellen mit Rüben der Braun- 
schweiger Justizminister Hans Sievers den juedischen Rechts- 
anwalt Felix Kopfstein aus Seesen zum Landgerichtsrat er- 
nannte, um die/uatiz äu demokratisieren, wurden auch gegen y^^-^ ^ 
Kopfstein schwerste Angriffe gerichtet. Damal» waren unter 



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Auf S« 86 von Herrn Roloffs Buch wlrdErns t Rnl 

erwachst* Vermutlich ist er identisch mit dem glf^OmTirigen 
Jfemi, uer 1919 beim ergarbeit^rstreik in der Ruhr vermittelnd 
hervorgetreten ist, verrautlich auch mit dem spaeteren Arbei s- 
gerichtsdirektor Rüben. Er inirde li^ nach Braunschwelg 
berufen, um einen Verfassungsent^/urf a\is zuarbeiten« Er ist 
also Tuer dae Buch von r^roesserer ledeutung als Rosen thal« 
Laesst sich aus Ihrem Material ieststellen, was aus diesem 
Entwurf geworden ist, ob er die Grundlage fuer die Braunschweiger 
Verfaasimg in der eimarer /:eit geliefert hat, und warum Rüben 
Braunschx/eig verlassen hat« I)r« Roloff schreibt in seinem Buch, 
dass Rüben die Zustiraniung der Buergerlichen nicht fand, weil er 
Jude war« Gibt es darueber naehere Angaben? Buben gehoert© zur 
SPD« Welche Parteien re(;ierten 1920, xIb er bereifen wurde? 



SchlieaSi-ich wird wiederholt in der Jurlivcischen Press« 
der Name des Oberlarjcesj^erichtspraesideriten Levin er*raehnt, der 
frueher Ka-nmergerichtsrat in rerlin war« War er ein getaufter 
Jude? Wenn ;U, hatte er Schwierig Igelten? Wann w\;rde er nach 
Braunschv/eig"^ berufen, wer war damals Jus ti«minis ter und bis wann 
war er tinetig« Die Person ist deswegen interessant, well m sonst 
in Beutachland niemals einen Oberlandesgerichtspraeaidentan 
juedis 'her Herkunft gegeben hat« 

Meine leiste Frage i Dr-« Roloff hat nicht nur das erwa^hnte 
Buch, sondern auch ein Bach "Buergertum una NationalsozialismuB 
1930-1933. Braunschweige Wog in das Dritte Reich»« in Kannaver 1961 
veroeff entlicht« Dies Buch ist hier nicht in den Bibliotheken 
aufssufinaeri. '^'aere es moeglich, dass bei Ihnen noch Exemplar« 
dieses Buches vorhanden sind, und koennten Sie ndr eines dieser 
Exemplare leihweise ueberlassen? Ich waere Ihnen sehr dankbar« 
Wenn es noetig ist, wuerde die Bibliothek des Leo BaecK Instituts 
den offiziellen V;eg beschreiten \md das Buch f.m Tnt^rlibrarj Loan 
erbitten« 

Es ist mir kl.-r^r, daes Sie vielleicht nicht alle dies« 
Fragen beantworten koennen, aber ich waere sehr dar^kbar, wenn 
ich ueber einige Aufklaerung erhalten koennt/i« 



Hit b€^sten Ernplehlungen 



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jdiioeic; beruhte au'y Der iogeiunniten S)knen ![?anöict)afic-= 
orönunq Dom 12. Ctiober 18:)2. i^i^raunidimcig mar ^hc^ 
nach eine tonftitutiuiiene (^rOmonard){c mit einer ^2Irt LaiiD^ 
jtänbijchei: '-ßcrfaijuui^. ^m Cttober lliÜS ic^te eine reDo= 
lutionäce U-^erioDe ein, in meldjer iQt)äd)(icl) bie ixib- 
monarc^ie unD Die lanbüänbijd^c ^-ßetfa^iung beseitigt 
lüurben Xas? bemDfrati]'d)=parIamentatiidie 3r,ftem dxanc\ 
jebodi nucf) ()ier, mie im übrigen Xeuticf)lQnD, ein narfj 
S'ämpfen mit Dem ^)i{Qteit)nem burc^. Ter Arbeiter- unD 
©olbatenrat orbnete am l.'j. ^^otcmber 191^ Die "^a^l 
einer i^anbeecertretung auf Örunblage be^ allgemeinen 
21Ba^Ired)t^ aller männlichen unb n)eiblid>en meE)r aU 
20 ^sa^re alten Cfinmotjner an. \^s\)X\: ^JBal)I er^oigte am 
22. Xo^ember 1918. ^I)r 3^1^^^^^^^^^^*^ erfolgte am 
10. ijcbruar 1919. Sie ergriff fofort bie '3ouDeräniiät 
unb erließ eine Dorläufiac 5[^erfafjung Dem 27. Februar 
1919. Xieje üorloufige 55erfaf(ung entfpric^t etroa bem 
^eid)5gefe^ über bie vorläufige 9^eicf)«gen)alt rom 10. 5e= 
bruar'l919. Xie oorlänfige '^erfaffung jollte eine einft= 
meilige Regelung ber ftaat^rerf)tlic^n 'i8eTl)älinine be^ 
^reiftaate bilben. ©ine fold)e ern)ie§ fic^ al^ nctroenbig, 
meil bei ben politifc^en 3uftänben bie ^erabfcfciebung ber 
cnbgültigen ißerfaffung norou?|icf)tlid} jicf) längere 3^'^^ 
f)inäiel)en mürbe. 3n"§ 3 ber üorlöufigen ^erfaffung er= 
Hörte ftd) bie ^onbe^De'rfammlung ^ur üerfaffunggebenben 
Sanbe^Derfammlung unb grengte in^bejonbere i^re iHcc^te 
gegenüber bem nocö befte^enfc^n fianbe^'^lrbeiterrat ab. 
3um Grlaf^ ber enbgültigen ^erfafjung !am e^ uid}t, ha 
bie in Verfolg bee :^app=^^ut]d)e§ cingetreten-en ^Btrren am 
15. "ifflai 1920 bie '?luflb|ung biefer erften Sant^e^oeriamm* 
lung l)erbeifül)rten. ^2Im 16. Wai 1920 erfolgte bie 'iWil 
einer neuen ^anbe^nerfammlung, ber ber ©ntmurf einer 
enbgültigen iißerfafiung für ben '^^reiftaat '-i^raunf^meig 5ur 
^efd)luHfaffung Dorgelegt ift. 

II. 

Xie am lü. 5Dtai 1920 getoäl)lte Sanbeeuerfammlung 
ift feine orDentlicfte t)erfa{fung^mäf>ige Öanbe^r-perfamm^ 
lung. Xer 9{edit-grnnb il)re^ 3ufammentrittÄ ift nielmel): 
bie ?}icüolutiuu. ii>enn amt bie ^luflofung be: erftec üer= 



fafinng^cbrnDcii ii'niiDcroenammlung unb Die 'ilnorDuung 
Der 2i^al)[ einer neuer iJancc^DCLJammlunn in Die ?^ürm 
einee C^r^rfe^e^ geüeiüet vi, io ij' öou) oiejes (^'.'fe^ uon Der 



am 22. 



u 



u;.i ^-. ^e^^niber l'-Jl • acioc[)liv-u £!anDei?üeriammlung er= 
gangen bcren 3icd)ti-gTurib micDerum bie ^KeDolution mac. 
Xü?u tommt, baö, n^cr.n aud) bie ^lufiofung bei etilen 
:^anbeöDernimmluiig nnt tie ^^InorDnung einer y^eutuabl 
in (^ejetf^siorm crfnic.t ift, ir Dod) Die§ m ^^a[)rt}eit em 
neuer riDüIutionäuL m: ift, öa bie am 22. Xe.^ember 
1918 geit)Qt)[te i'anbeöreriammlung il)ron ^^luTgn Den frei c- 
al<:^ üerfaffungqcbcroc ^anDeeoerfammlung m § 3 uet 
vorläufigen ^ierfajiuiiq Dom 27. :^'ebruar 1919 rirf)tig auT 
bie 'Jäu^übun'^ ber ^cuoeränität bie ^um (^rla^ einer en^-- 
gültigen ^-ßerfajfnng umjd)Tiebcn l)at. 

Xie ^nfid)t, baf; bie am 16. 5)(ai 1920 gcmal)lte San-- 
beeuerfammlung eine orbnung^mantge ^anbeöt3erfamm.= 
lung Darfteut, 'finbet ali'o niigenbe bie geringue '^tu^e. 
Sie ift Diclmel)r eine auf Dem ?ved)tx'grunbe ber )Ket)oluaon 
beftcbenoe Dermffunqc^ebenDe ^anbeeocrjammlung. _ 

Xaraue rolgt, Dar, ber bloße öeban!e, eine auT bem 

Sfiec^tv^grunDe ber ^ict?olut;on berufienbe Derfaffunggeberbc 

3fJatioualoerfammlunq tonne eine ^eitlic^e iöcgrengung 

baben, üöltig unljaltbar ift. "nofi^ meniger ift ber <^tariD^ 

puntt ^u oertfcten, ec- fbnntc auf biefe am 16. ^iJ(ai^ 192U 

gemäliite ücrfaffunggcbenbe Sanbcererfammlung irgenb 

eine :^eftimmuna über bie Xauet i^on ^egielatuipenoben 

«nmenDung finben. Xie ^^öefiauptung, ^^^ 2egb^latur= 

periüDe Dteier Sanbe^^t^eriammlung liefe am lo. -Ucai lJ-1 

üb berut)t Daber auf einer ooüigen ^erU^irrunp ber tjei- 

faffungerednlidjen ©runbgebanten. Xie ^:ßcrfed)tcr ber 

^nfid)'t ber •i8efd)räntuna ber ^jegiölatuipenobe Unßcn! nd) 

auf ben § T) Deö ©efet^ec^ üom 15. ^ouember 1918, meld)e'? 

ber 9lrbeitei= unb eolDatenrat erlaffen l)at. Xer 9_(r« 

beiter- uiiD eoibatenrat biiracfitete fid) bei Gilaf; biefe^ 

®efej»ri^ ale eine nenaffungcmä^iae Xauereinnditnng nnb 

ben enbgüliic^eii Irugcr Der rcuüeränität. Gr badite gar 

nidir baian, bei li'iian bleje^! ©c^:tH'>3 etma eine uer= 

fafjunggebenbe ^^anbeererfammlung einzuberufen unb ju 

beien'föunftcn unter ^2lner!ennung be^ Demotratnd) par- 

Iamentarifd)en <5i)|umi: auf feine 3ouüeränitat ^u iht- 

3id)ten. iSv l)offte, cer S^anbe-^rcrtretung, Deren '^l'al)l er 

iiidn uerbinDeru trniitc, iraenb eine ^)3iitmirtung ,^u,vp 

meiien aber nid)t, H)r Die ^onmnanität ^u übertragen 

AeDeiifnil'> lagen nd^ aber bei (Jrl.if: biefe^ (V)efei'-ev Die 






? 






r 



njiDeiureitenocn ;^sbeeu ber ^J^öteDerfajjunc^ unö Der par(a= 
n.entarijd^en Icmrfratic im Kampfe, jo oor mtnDeften^ 
,^u jai^en i[t, Da^ uö^ föojcg üom IT). 9^^oDi'mber 11318 einen 
forlauTi(^en iJB'afienniüjtaiui barftellt. 9^ur ]c \\t mn = 
[av'ungVrecijtlid) über(;aiipt ^u Dcrftel)cn, oa^ jemauD auj 
cen (^toanten fornmen füiiute, in einer leuolntionaren 
(v^oche bei (Sinbcrumng einer l'anbeöüerjammluuc; Die 
Xauer biefci !^an^eeuerfanlmlunq a\i'] cm ^\ai)x ^u be- 
erenden. ^ 

^ie reüoiutionöte "ijjertobe enDete mit bem Siec^ ber 
purlamentariict)'bemotratii(f)en ^bee, unb bic am 10. g^'^ 
bruar 1919 ^ufummentretcnbe l'anbeeüeriammluny er^ 
griff ^>k fouüeränc Öeroalt, erflärtc iid) ^ur üerfajjungj^ 
gebenben i^onbeeuerjammfung iinh jejte baniit t)m § 5 
"begi (^efe|e§ beö Arbeiter; unb Solbatenratee tom 15. 9iü= 
Dßmber 1918 au^er Straft, I)at fid) auc^ foI<5ertd)ttg on 
oiefe ©eit^eöbenimmujit] ntemnle gefef)rt, fonöcrn bi^ ^um 
Wicix^ 1920 meitergctapt. C()ne bie in i^erfolg bc£^ fapp-- 
'j[5utid^ee eiutreteiiocn 'Abirren mare autt oieje Öanbe'3t)er= 
iamuilung erft imc^ lirlai^ ber enb gültigen "i^erinfjung am-- 
emauDeigegangen. 

5m § i) ber Dorläufigen 3Serfa|]ung wm 21. '^-ebrnar 

l'.n9 iiabm bie l'anDc^t)eriainmfung and) für nd) Dae JHecf)t 

in 5(niprud\ Die (^c]ct)e unb ^i^erorbnungen ber urrldufigeu 

'Kcgieinng narfi^uprüien. 3^ Perfol o bteier ®eie^c^= 

befrimmniig legte anrfi iDer 3Rat Der ^olf^bcauTtragteu am 

•JS. pTbruar 1919 (Tructjacf)e 5^r. 8) ber Sanbe«t)er]amm= 

lung u. a. H^^ (^efel) rem lo. i)^oiiember 1918 ("DJr. 04 ber 

C^efeti- u. ^erorbnungc^eammlungj jur ^tarfiprürung uor. 

Tiefen Q^efet) !am aud; in ber 21. Si^ung tiom 3. 9(pril 

1919 5ur Beratung. (^S tourDe Dom äu^Md)UB ünrge^ 

ü-^lageu, ha^:i ©efc^ ab^uänbern. ^a^n lani c^S aber nic^t, 

unh in ber ^efannimarfiung nom 15. "iDIiii 1919 über bie 

03ii[iigfeit, *i}lbiinberung nnh 'j(uf()ebung ber uom ^2Irbciter^ 

nnb äolbaienrat '■l>rnnnfdiir)eig früher erlaffenen ©efetjje 

.unb 3Sorjd}riften (9?r. 72 ber öefei^ unb 'inTorbnung^- 

'3'immtung) ift "da^:^ C^efe^ rem IT). "»JJoncmber 1919 nid)t 

lUifgejnljrt. '-^emertenömert ift bie '3!'atfad}c, 'C^a^ m bem 

i>oni *ü(utM'<^iuö iungefd)Iagenen ^Ibänberung-^eutnnirf bei 

^ 5 bey ©cfc^eo nom IT), ^^orember 1918 lüeggelafjeu ift 

:ir> ilbcr Die Toner ber ^anbe^jüerfammhr.ig lebiglidi auf 

ök '-I^erfafinng innmieien ift, bie und) Der bamaligen al(- 

gemeinen unb gan^ felbfttieritün^lidien- 'iHnfiitt erfi bte 

^'egiv>hitnr.|.u'riobe luM'timmen n':"!HtP 



b^C 



1 

1 






iS:^ ift bierniid) übci ieben iJmeiiif erbabni, :^av, 
'tm ir.. 5)(ni 1920 acmäbfio !^:nnbe?^^nerioium(ung nidn nur 
oac ^l^cd)t, ionba-n' bi- ^^^lid^t hut, bem ^L'anbr euit ^^cr- 
taffung ^u geber., luil ^u bicfem ■^mcrfe nidit nur über 
bcn 15. !0?ai' 1921 ^naue tagen bart, innbern mnr,. (finr 
erneute Hnrlöinng biciei oerraffunngebcnber £!anbc-:-t>ct^ 
inmmfnno mnrc ch^^r'^c e"n retiofutionärer 9I!t, mic ce bic 
Vrnffnmug ber am 22 le^cmber 191?s gemäbltcn l'anbe^ 

^irriantminng mar. 

5f^ei bei niet^udieiT :tlkrmirrung, bie tcit^ abV\&,{[\&^. 
teile nnnbfid'tlirb vbrr Cie^'en Dprüiffnng^rcffnljd^f^r. "^.u- 
)i(\n^ gefdmrfen muibe, ift e§ an nd) nnrrbcbli*. ob ir 
iebcm einzelnen -taDTum i:,cr (rntmidlnng bie £anD':^:r'^r'' 
iammhinn ober ein.^clnc eO^titaHeber ber ?anbc?t?erM-rm^ 
fung bie rid)tiqe ^ivM^t ^um 5tnc>brud c\^bx(\d^i bob-^r (!^- 
fei icbodi ,vim' Über^'Iun barai:^ binoemiefcn, bor;_ bie crfto 
nerfaffunggebenDo £;'anbe^t)erfommIung ficb gleidi^atf? r^ad^ 
iebr erregter Xebattc an^ bcn 2tanbt3un!t geiiedt Wi, ba^ 
fic über ben 22. Te^ember 1919 i)mam berecbtigt unb 
nerpffidiiet fei, mrHer;,utagcn, unb baf^ bie ?.\x>r.iQ m = 
taffunggebenbc £anbe^t)eTiammTung am 8. Wai 1921 _ien 
Antrag* eine neue Sar.beeüerfammlunn mäf)Ien ?.i: Liffcn, 
g[cid)fQll?> abgele{)nr bat. Tsn beibcn TföHen bat bie _?an= 
be?^tierfammlung bamit au^:aeü)rod>cr., baf^ ? ■> be-? o^c'ct^.ea 
bec' ^Irbeitcr^ unb (Eolbatenrale? Dorn 15. ^oöember 191«^ 
uunerbinblid} ift unb bie ^anbeorcrfammhing bie 5(u^ 
gäbe bat, fid) eine ^erfaffunq ^u geben. 

^enn non ben (S^egncrn bicfcr ^(nnd)t ber 9[baeorb< 
neten, meldte fet^t bicfe ^[unaiiung ^^'^^'treten. norgcba:t:n 
mirb, ha'v, üe frübcr bie entaeaenneiei^te ^(ufid}t rertreren 
batten, unb mcnni)er ©ninb biefer <)tnberung ber ^n»:cbt 
in bem llmftanbe ge^.idit mirb, '^a^, bie lOcaditiKrbartni^Tc 
in ber crften unb in be- streiten nevfafiunngeber.ben ^uw- 
bc^='Derfammluna neri(f)icben maten, fo fann bic^ ,'niar 
(^egenftanb liartei^^pTitifd^. r ^Tu^mcrtung fein, ober ben 
ftoat«5reditIidien Hnnanb tatfäcblid^^ unb rccfitlidi n^cf^t im 
geringften neranbem. 

Tier 9lb(reorbnetc l'aul ^unte hat nadi ber am 
3. ^ai 192i' er^rlrter ^fbdbnnnn bec> Eintrage? bei- 5lb= 
georbncten Mantpe" ani fofortiae ^ornabme non ^^cu= 
UHiblen am 1. Wai 1921 bei; T>:ingIid)feTtoantrag ae^tefft. 
\n befdilienen. ha\^ tk ^eaiölatnriicripDc ber am 16. ;?.\ai 
1920 gemablien ^anbe?^^er^''-:mmluna mit ber ^erabf^^Te* 
oung ber Isl^erfaffuna unt Der mit ibc unmittelbai im .^u» 



^ 



— n — 

idmnbcrahinM in beviiloficii moroci:, |tntt oidcv iinU 
ülilicüiinq ber lar.be^rcricinmlunn ein (^cfct^ mtt c^em 
nitn^reitenöcr. ."^.ntalr üor^ulenin. ^'-^in Dcrrnf^una^red^t^ 
Iid)r> lln^crvf'-'-o '''i irt ^iijev iK'rfrf)icbenraiiper T^jriru- 
\\cnv\c\ mdM ^u crbücfen. Xcntt fomor}! bi? C^nt^ 
jrdliei^uiia mi--^ r.::- (^:iefc ^aben einen K'Duihd) beflara- 
tniiirf]Ln'fihcirrft<:r, 2k jcliaf^en tcin ncue.^ Diccfit, ^"ii^ 
bmi br^'t^tiqen klicM> beft('()enbc ^Ke-tts^unänbe. Xan 
nuHcr ber ^^ei^'aiiimc oud) bic c^iunblcncnbcn bcniofratt- 
ic()en ?Tictrr-nac^'^te '-ile ?lnfpabr bcr i^erfanuncocbenuer 
L'a!i£ei5t3cri"aT"mIu;ia befi.eirbu'ct niib, entipricbt beni jell't^ 
ilcrftänblirhcr ^^c&ii ber nerfafjnnnncbcnDcn £»anbe^Der= 
iammluna, c,trv'^v^- ftat>t5rerf)tltctic ©runbjä^e m riet- 
irfncocrcn (^p'eF.er rcüvator^cn, [tntt in einem ,yifamnicn= 
bnnqenben ^^•■^r^arnrrgeqeiefe. Tic abjclnti- ^-Benren^una 
L->cr'laucv öci am 16. Tlc\\ 1920 qemnblten 2ar\^i^^- 
nc^nimm^uuq -n ^^T ^^tiio, ban bic Vnnbceuer^nnnnlunq 
ipäieftcn? am IT;. ?J(ai 1922 cnbiqcn ^rllc, in ak^ un^ 
a-miinüijt -v. bc;ri*:icn, fann aber ttnnt^rcditlidi nnr ':^a'' 
bin auiqtia^.t rcrrbcn. ba'v^ )id) bic 2anbp<$ncr'"-mmhinq 
itibft ;iur '-^^tKt)Iruniqunq i{)rcr *i)(rbeitcn einen (inbtermtn 
i:%t, unb cnt^rriff-t nucb bcni i?olitifd^cn 'Jll^unicti, ;,ii bo- 
fnmcnliercn, 'la'^ )ic nidU bcabjiditiqt, bic nn iid) ^eitlicbc 
llnbci^rcn,Vbcit bcr Tniu-r bcr ncrtn^innonobcnbcn l'an- 
bci^ncriammiunn foIHiid) ;^n mi?;brnnd)Cn. 

TTl. 

lii» pcvir.j-uiuisrcdnlidic lintmiJlnii.; liul in rciiiid) 

Uwo, im .K id-. mV in ^cn Viinucru, nad) bei UmmnUnnq 

rmii '^^imcmbcr liM> iciv'lmnüiq U^lticnbcn '^m'i^Iuii' jV" 

nommen: 

(5x^ n.nrrv tatiiul)[;cli iibnull bic toiiniutunh'IIi ^Mb 
mnnnrd)ic bo'eitiiU 0'^^ ciilffnnb liiic bitintPiiu-bc (^^'i^'ilt. 
mcfd)c oii ^iMi'/ Hier ^iHilinualncrjrmmhnin nuojdiricb 
uiiü lind) icm ;V'^'<>i'''''^''^'"'*^ '"^^'^ ^Ir.itioii'iUn'riamuihnia 
bic 3i)micinn'i'.''t in bic .\^(inbc ocr ^.Vnlioiiah\'vmnnnlniii\ 
^uriirncqie. I:i '?(\it'i-uul b,\m. Vnn>.c n.M'-mnuliiim iibcv 
nobm oic 'rnuncrnnitni, crtlörtc iid> ,\\\v mM-j(iimiii\|)dMMi 
bcn '^siTiummluiui un^ nlicn eine iinic 'iM-iidnnii.v 'Tiu 
iidd) M)iicb ]"ic ou 'J^'obl ,\inn ciilcu \u'nn|(ini()-m;i(;incii 

^iMuInmcn! nii"'. 

T'i 'Mcidili!'-,, i'indi ocii M^- Mn^lionJ- i>ncr Vonb«;« 
•i.rvminiiili'ii;! ''"-b ,iir n. .Mi]iiiii;i\cbcuiuM' cith'utc, iim^ 



— r 



l^er^y'VKO ieibn rH'.ir.b an' ^^m -^ ler. >:^ iv.woh^ 



9 

I 
I 



t''rf-..-;:i-'anr:i':tQri"!cf:cr rtiftcmc-, nnb u^jt überall :n 
ir::?i>[anb o^nc jebc ^nn-^n-^bmc bur*^- b'-%ir. ^Äcbrbcitc- • 
p-,*^ft,{. (vij'p ioocimnnic onaii»iv»:rf SP'Irritie'.t iDurtt 
]i:zcn.Cv nc?Drr:rt;" .rär^c 0!id> im il--rcrbni* m-r m 
t:.:n^cr rcrrnrnnq^rcd^rli^icn tSnt.:-:diiira icii f?i Umroa^ 

Xtc'c r>fiMJüina^-.pflit[id)c '':hitfnvn::; ir-tro cuinal^trv- 
b? i;ct.:::r un^ b.r jJdi vi einem, bcir^-tcr. rtkirThnhe::-:- 
rcQ)t r?rüicbr:t. . 

I>r.-u: »*cl:!, ^lr^ andi bc'- vrrlo^. Der cr.rnnltipcr. 
3:<=r^^^ii:.'; hu bcr ^rcinaai ^^v-un'f mcip -ic «udi b^'^ 
i'lnncrnio be-^ f^cHi".c> über ^^ X.'UCi roi ain 'l*'_-^i^^- 
ir'2n acmahi:?r. l'anDC'-H'Crütnunliina buri-f) c-.n'n*: 3t'm- 
mmir^brhcit y.i crfofaon bat. "^fu* b:' (frlc^ brr t^or= 
!n::'i'.:r: "^^^cr^amina i'om 27. Acbruar 191<^ t't mcmam 
G::r :ai C::onnfcr. uolommcr, bau ?,:ir 51n:iQhmv :tc ^i^ 
ft;mmn::q ^i^n mcbr aU icr ^^aI•te ^c: a:iroc':i:eu ?!b 
C'.C'rrnct^tT .rrcrbcvli* n\irc. 

Vcc^ ^•^ict.CA^nr ^yinDcvuna i?cr ^^icncr £''?nbuf.'.r:vor:nir.a) 
vrm 20. Jnni 191P. Tort bcin: fo. ..:'^::r Cnbr.nbcnina 
bcr Pr.rlän^iqcn ^^iHniaijnna münr mrr^n'tcn^ \rvc: Tr*t- 
t^ilc bcr uanscn ^\riiDcc-rcrmmm.l!:na UPf.mmcr.' laj^ 
3ufu:l!^c!ommcr bicicr bodn't .MiMaI;-.::*i ^^VT.mmr.ni) lU 
r'-r'avunc^MCclUlidi et na io '.n crt!;-.c::: T.^o b!-3bcrtqc 
Tcr^inir:vH;cicn h'w 'l^xMUVf^wvici irov bTc V?i'.:p ^anD 
fd:a':öorDnnn.i imm 12. Cftobcr iS:>2. 2-c c:::bu;t ftnc 
nan;.^ :Tcibc ihmi ^Bcftimmnnu.^n, )vd&i :.:t\:d>lid) ak 
n>titorbc'trlumb aüaemcin nn;r!ann: mir-Mm. T'c .\>o^^- 
nnna. bic ricllcidit" bei (J-rla^"; bcr norbv.ruicr •ÜH-namniq 
Dpr^" 27. AcbrUiir 1010 bcnan^cr. ba:tc. in abubbaicr ^cit 
,^1 eine*- CP>ü'iltiacn ^^MiüMnu^i V.' ;n^I''ti;£n. ::hu immer 
ccrina^r acmorbcr Tic ^-nMläiiiiac ^^'cr.:runi^ 'clbu um: 
iu ^ftrttia Tic l^iiiiuc bcr nbiru."!n.>>;cit cri^rbcrtc bic 
acTMT.1io>UarücPnna einer ?l\\nbc r.>nl5ir;:ibc»::mminTac^ 
?Iiv-»^ miivbc mclhid^ bic iirm.c ^»InM.t: .icr:rctcr.. bic vT'nc 
l>n-b^f^ir"t^>orbnnna -nnn 12 TMobcr 1^:>2 nr.nbc cij^cnt 
V\v ;:oi^ in Hratt.' ?ic\' ivviiV' ^Inü.'n, bic acacnübcr bcr 
(\r.)\\cr ncrMbumv>rcditlid)cn' l^"ntmi(f!nna nMlia bnTtIiv> 
w^r nw^ ^,^bnvdl crtftiMibcn. ban bc> 'i^vi'citcr nn^ rcl 
>^atc'!:Mi am 1.*^ •':^:omMnbcr 101S r^Kcrbnct !\ittc, ba<^ 
nnr b;:'bm.;im \^"inbcvr;ic^c. fornci: üc n\tt bur.t b:c 
nrn^ ^'\caicrniia an'ncbcbcr Miib obci mcibf 'n <^ran 



/. 



, 5 



c^ 



blieben. T)a^u iaw cfrei'^ar ein iipIitifAec-« ?}(Liiuc!!t. Xic 
(irrinqon %h?fi(fit':r, ir abfef)bnror !^c\\ :^u einer en^- 
c^iiltii^cn ^Ncrmriina mi aofanqen, (i^^'i'^i^t'^P'^ ^*i* ^^^^^ ^f^- 
Mr beiii ^crbaltcr i^crieniacn ^3oIitiui)cn .^tei^'e, beiicn in 
^er t)pr!äir:(^en ^er^afiuno t^nm 27. ^ebruar iHU) bi: 



n 

ber t)pr!äir:(^e 

ST^eftimmunacr ubr. oen ^'anbeenrbriterrat bic micbtin= 
)in\ cn"r(ii:rcr. Ilir^'e .^re^i'e iahen in ^cm ^rönpcn oir 
(?rfan nu?fiibrl^cf<?r tlbercanp-befrinTmiinqen eine ifbmn. 
rf)iina be^ t^cn i^ren nert^rtenen ^äteaebnnfcrv nnb 
^pfmubtcn \^c.hpr. bc^. bie *3l6änbernna einzelner ^^eftim^ 
ntnnnen ber tiorfciii^'rrer ^crfafiitnp erfrfirr'^rt mürbe. Ha^ 
ahn irnenb icmai-'b bei 9fnnoMne bie^'cr ^cftimmunr'^^ 
beab^icbtic^t hat, beii (^r^ak ber e n b n i" ^ t i c; e n ^er^ 
fnf^iina nrn '^^ncr S^^ibrittelrflebrbeit nbbonaia i^n morber, 
lient arrn-; an'::- berr ^ereicb ber ^öplicbfeit. Cb ber 
iicria(jiinri^3recbtlicbe ^u.i'tanb ber ^'anbec^nerlammlunt; ]"e(^i"t 
ober cin.^cfncn ibrcr ^^talicbcr ffar ?,um ^-Benvjn.t^cin nr= 
•fomnien ift, irr, rvk i&on nbcn au^^-cicrübrt, uncrbcblicf*.. 
Criii r*rrtuni iiacf bie'cr ^^xidUunc^ bin rbcr irr^cnb eine ab-- 
menic^o 'Üu^^eruna e':r.z:- ^Ibaeorbncten ift nicbt in ber 2c(\c. 
tni tntiocfilic^ n^t: rcd}tfiff) bcüeb^nben ncrTannnci^^rerbt^ 
•(irl^cr ^intanb ab^n^nbern. ^oKte man lelbft nnnebmcn, 
ha): in bicjcr '?^inimn:unfT Die £?nnbe^?rcriammluntt ibrcn 
?iBi[fen ,^^uin ^hi^brncf acb';acbt bntte, hon (5rlar, ber enb 
aiidiaen Tscrranuna ron finer ^itneibrittcrniebibeit ab^ 
bänaiq ^u nincben, fp nnrbr bicv febialicb ein bebcutunr,^-- 
fi^ier nerfaiiunat-reifirlfi^er ^srrtnin >ein nnb Die \cW:(\o 
v.eifafiunnncbci'be ^'anbrsv^crütnnnlunfi in feiner '^e-^ie^ 
fnina binden, ^n 'j^^abbeit ober berrjcbte oine '..on^tänbiai 
^ermirrnna ber ^Iricf^ouunqen. ^ci ber "^eiatunn ber 
ervpäbnten ?<oricl]ri't mürbe noni 9[uvfdmn beantrapt, oii(b 
bir '-.Hbnnbernnji b« r 9?«.!ien ^nnb^dmüvovbnnna nnr bnrdi 
i'ine ,S^^f''brit{cIniebibnt erioliien :\n Indien. Tiec- n^nrbe 
obiielebnt. Ain cic ^(bfobnnnn ipiadi iidi iiKbcimtbeio b<n 
9fbncovbni'!e Wartin C^^^crbanbliinaer ^rimltc 1G2'>) an^>. 
(4r br:.]riinbcte bie«: bamit, bon bie ^eue l^anbfdmTt^orb« 
nniia evft i^pfTunniia neu ninaearbtMtet mevben miitlo. Üi 
libcrfaf), hav bie \^'}n\'^ ^^at'bi'diaftvoibniinn. hnnrit fie lu'i 
taf)iinaoredit!id)er SfiaUiv mar. -bnrd) bie i-Tiennhitian be 
'>iti(^t innr, im libriaDi nid)t ben (5l)aiaftor eincv 'i^er 
t'ai^unp.eriiiet^e'r^ batte, !n?D bar. imr afleni neben ber ;^n ei 
lafienben enbniiftitirr ^Muia^innn bie ^^uMir l"^anbfdMitl-- 
ivrbnnnri qnr nidn niebr in '8etiadit fani. Ter '•Brridil 
evfialter Mr. ^Brodf ^''Ninte u^^refieiib, ha)\ c-i^ |id) nnr um 



..u Jirt^cie^ fjaiiijcle, iiiio C>ai] iie ,,ii*iii3|:elK.Tbc'- t<er- 
far'iiUv:, rote er lic nannie, erü Grl::iien iDcii:-€r rnüne.^ 

:IB\e menin be.qrnnbet cie ^-^tni^un.4 au*' <; ] 5c0 o tec 
(i^c'eBe:- rom 20. '^uni Vn'J v:, ergibt nd) ö.iau?, ha\] 
bcim'*irlaB einer er.baühiscn ^^e:;'ur;u:v 2 1^ für Ba| 
unitrid]ieben roeruen müf,te, ob cc nth um eine v^cnrnniuni; 
Der :^<er^aiiur.i; ober btr iltcuen C^anDJc^cft^orLnung ^anDelt, 
!Df(d<c QDgeäiiDert irerber. ]l->ü. (Tc- irürCe a!'": Der .oin^ 
meiö aui Dieü^ '^cniinminic^ ^n cintm red:[:.ter nno rat 
fäc^lic^en UnDinc| |üt)ien. 

55c[ienraü? tann c'v fid) al'^o oti ba "i^einmmu::c^ Dev 
§ 1 3a5 o bec (v^cfctj-ei- rem 20. ^^uiw U^^i nur um ;'lb= 
anoerungen einzelner '-i^eüim.mungci: Ctr vorläu^'iytn tki^ 
iainnig Iiani^eln, iiidit über um^ Die Crr^'efung^ cer uoi; 
i:;uT'gen Durdj eine enDßülrige '-l^eriajjuui^ lu: jdxUv^ 
tiT endgültiger, "^eiia'juug tcnnic bie Xicnbecreriamm' 
;ung iibcrbauf t nidn imn' einer iinaliiiöierten :i^Jiclrl)eit , 
abiiaugiq mad)en, ba biee i^ei 3c'urcränit'.n Ui t^oiU^^, l 
iDic fie rDätHcno ber fatDoIuticu 5ui- Teilung g:Iaugi :rar 
urtD auf Der bie ^^cmgnifie ber l'ariDe'>pcr*Qmm[::ng iiin^x 
{vr.ipt beruhten, iriberfrrrdieu ^äitc. 

'iiy^nn, mic obe4t anvgcfnbrt, ec^ fid> v,i cem sf 1 ^ccii} '^ 
bei Ü)eic^Cv imm 2U. Juni HUI» paiit^fdi rocjentlid) um 
ben 2diü\} ber ^öefugnifie bcv l?anbevürbeiterraii- l;anbelte, 
jo rjuiDe'Dieicr ^elmn biird) ^Mitra^itieie:^ ror^uidic-ner 
jajnntg ge gen fi anb vi lk-. 'i^raurid^meig riav tatj'iAüd) ein 
C3li'^bUa*ai' bcv XeutfdiCH Üieivheo geblielt'U e^er mmx, 
gom.ui^er. XaDuid) irfolgte tati'adilufi leine llnicnüeriung 
imtir bie ^lieiibvncrTaiJnng unD Die '^eieitigurg Der letuen^ 
^puieu Der :)iäteüeiiajiuilg, mie fie iioil) in Der r^rlinifiiicu 
MHuraifung für ben ^vreiftaar '-l^iaunidiUHig vom 27. ive 
brnar liUi) er.thalter. u^aren. '^intv feriU nmt hi ber lun- 
läufiger. ^^serfai]ung al> l^hnnD ^Votgefen biMiiram: ift, mirD 
üLrigeui' audi bnr'eh bie enbgühige '^Hiuiiuing nuin a b 
g e :Vn b e 1 1 , fonbern beftätigt 'o«5 bcnbelt *:::^ Dabei nn 
iüefenlliduMt nur um Die Aeftiegnng be>> üeüia'.nndu'n 
C5baiattei-'^ mie er ii: 'Olitilel 17 Der ":>\ent'rer^iiinng ^u\ 
georbiiet ift. 

Tie C^egner i>er iMer i>eitieiei:en ^?(nfid)t nvifen Darauf 
bin, cat;, 'mnin ,>nni (i:rIaH Der enbaült'ger. '^HTtafinng 
blaf>e rtinunenmehilieii geünDeit mivD, Diec- e'ue^ un= 
bemofvatifdu' '^^evgeuniüigniig bei ^A'inbcibeii y^\ Cy^ i)t 
bii''> ein ^vngidMni; (5- banDelt fid) nu1>t bavnm ob in 
»MMev biim^riatiidini '^Hi^ijirna bei: '^^(inberluiti'U ein 



,*^»*- 



— 10 — 

^vlnm i^Ginährt inerDcn foll, loiiDern crj^ um ^ic (^ i n - 
fiilyrunc^ eiiur t)cmcfratiic_t}ni ^-^'cr^tVana, iniD oic'"c 
v£-i}uüi;iuna errolnt nacl) ^cnt]^t^cl^ aüi,ei^::neu' (i^emol)!!^ 
t)citercd}t in^olfic Der biird) bie ^Kc!?oliit'on ertUanDenen 
i^in'täiibe turd)' blo^^c »Stimmeiinu'brheii. »itipao aiiDtrec 
ift bi5f)er nirmal^ in iicicnb cmeir l'^nbe Ieut]*d)Iant)6 
Vertreter, tüorben. ^Jnrn'cnb?^ ift Dann eine '-i.^erc\cmnlti=^ 
c\ving, Der i!:innbcrb':Mt crblicft loorber. W^: loUte benn 
aurf) eiTtc rcpiiblitanif(^c '-öerfafjunc^ c^.m ,:-8£Xi\c\mhv- 
iluiuV Der irorariiii^'tiiclien ^(inberheit vinoer^ eiiuiefüt)rt 
roerberV ^ie gait^c T^rac^e l)at in ^-craunirfirr-eic^ mir ha- 
biircf;, eine f^eioiibcre '^lib:>prnf|un(^ erlialter, ta^ Die poli-- 
tifdien Campte ^tr)ifcf)cn ber äiu^erfter ?>^ccf]ten unb bcr 
äuf^eriter. Üinfen mit c^rönerer (irbincii'nLj cu>^ncfämpft 
rourber. ale anberötüo, unb hci'^ tic L+rpoiition^pnrteien 
lief) trc§ if)rer tcr(cl)iebencn [taat6rcd)tl;tiien :?IufÜT)lnnnt'n 
5u einem etnbcitlidjcn '43eibanb ,va)i:tT»ienneid)ioifeu 
Ijaben unb biejer äufciilifl 20 mn »>0 ^ilbc^e'orbneteu um* 
jaHt. iX5 f)aucelt jict) olfo in ^4Sat)iir:it i^ar nidit um eine 
^/iergeroaUii^uui]" einer 5Dtinberl)cit; ionCern bie ^J}iinber= 
l)eu :'cill umßetel;ri il)'^fn ^^^ilieu bittaiorüii) ;:iei ^?Jtel)it)eit 
aufäiüinc^cn. (krabe oiejer 3"^^^^'^ ö^"'H'f J^-'B eine anbero 
ftaatäredjthdic ^ilufiaüunc) bcm :ii<ejei: ber Xemotratie 5U= 
lüibei läuji. ,vi Sirtlid)!eit \)o'm bei i^'unbcsmabluer* 
bano, bei einer Sieuroul)! ,^u nibucik^r -^iad)t ^u i^elani^Mi. 
eil lüin a'öü ai!£ ua [laatijred)tlid)en .Kcd)t:-fra(]e eine 
politijdje 9Jiad)tjiaßc machen, (ir nnjjt ,^u Dicjem S^m\ic 
uei: Ui.iUanO an.:, Dai^ leit bei ^Keiunutioii -^incieinlialb 
Ja^r üer^anc^en finb, unb in biejer ^eit bie reiunuiionare 
(^iieuvc mamter '^^^i)L)ltcvuiii^ötrn]c Idimiuljei i^enuuben 
ift. feeiaoe hie ":^lufbeduiu^ biejer poIitijdHMi ^.Vauiiu' bc^ 
toeift bie Uuljallboiteit ber ,\ur '5)erfuiu] biiiuljtea ftoaU^^ 
ied)tlid)er (5imiiivin(ien, luii beiivit oie (^u]iicr Der Ijiei 
uertieteren *5?hifiiJ|1i'»Ul nu^umeiitieren. 

IV. 

Jiad) Vliiifel 17 Der ^lieidivuerjniium;, miii; bie "^h-v« 
Mijjuiu] ber beiiDdjen Vüiibei treijtnallidi fein, ebeujo mie 
eö bie bcv J){cidiev ift. Xnrnu»:> Joint, bau bei '^\'ei)il)eilv 
iDilIi er.t)d)eibe:. \H(lerbiiii^f> uiuü bie '-^^e: »11(11111(1 babiiid) 
lirjunor! j nor iill,\ii (fl)iielleni '^H'ionbi i iirneii bemabit 
U)eii>iK, bof; bie \Mbinri)enm5\ ber V'^fiMMiiiM i>i>ii einer 
qmiliji;^ieiUMi ""Uii-I^ilieit (iblininiin (Viinid^t \w\\y <^y> lieot 
bari!» iij^l^id) oci obeiieiiiMibiil» ?d)iil bei "IViiii^nbeit, 



-— 11 — 

ber mit bem 2Beien Der Xcmcfr::tie r.ic^r nur oertraolif, 
fonbern ena oerfnürft ift. 

2lu§ bem 5öefer. DeS Tyre^ftaa:? hlct aber roe:i»rbin, 
ta^ ber bamit Der!nni?*tc ^arlamen^ariem^u^ cepen 3^(13* 
braud) unb ©emalt ge'diü^t t?ivb. Tr? D!d)nQ'"re !9i::te: 
^ur '-ßcrljiiiDerunq ber lurd^'ii^irung parlamentari^er 
Arbeit ift bie foc^er.cnnte Cb''rTnftiDn. bie burd) '5erf)in= 
berunq ber '^eicblu^^aljipftit te§ T^arlam.er.te erfolgt 
X)empemäf^ rolcit an? bem 55?c^'eri bec^ r.irlam.enrar'id'er. 
St^ftcmc', buH einer i^inberbeit bit ^erbinberung parlü« 
mentarifd)or ^(rbeii unierbunDen rr»irb. Xie5 ii"r um io 
mirfitiger, aU bie ©e^abr be"rebt, ha^ gcrobc Dieieniperr 
!I?tinberbeircn düii bi^km Wütd ®ebraudi mad^cn, wücbt 
grunbfäflidie ©egner bcc- 'l^arlamertaricmuc 'in^. ^le 
ipollen baber nur > iefe ÜT^ei^'e ben Gebein ertrecfen, al^ meTtn 
ha-}> parlamer>tariid^e 3tiftcm. unDurdjffibrbar fei. Xf#« 
halb ift im 5\eid) unD in aCen beutfd:en Räubern aiienabm?« 
loÄ bie ^^eidilunfäbigfeit'^^ir'er r^erart^q fei*ti;eiefir, bci^ :>!% 
'Inular.ient beidilufefäbtg in, rjcnn hie F^älhe ober mehr all 
bie .viilrte ber geiet^maHigen ^a):)i ber ?}iitglicber anmeienC) 
^"t. ©§ banbelt fid) bier um ein rerfa(iuniT^red)tIid:e4 
C^runbgeien. Un^ \o in im ^eiA mie in ben meinen ^än^ 
bern biev nodi anebriicflidi in ber ^ier^affiinq beftimmt. 

ijn '^.^nninidimeig Tonnte biei> niit ber ^vaE fein, treil 
'•i^rann'dinieig \lvd^ feine 'i^erfaflung bat. IF^ befrcbt aber 
n:id) obne biefeu auebrii(?Iid)cn ^uefprud) bieic '^er« 
ft'finiig^beftimmung tat'ädilid). Tenn iie folgt au'5 ber 
bluten 'latfac^e, ba{; 5^raunfd5n:)eig eine freiftoallid^e ^er« 
tnffuüii und) bem bem^fratiid^ parlamentiirifdjen 3pfreir 
bat. 

'3iuii beftimmt § 50 ^er lunliinfigen ^fdniftoorbnuno| 
für bie '•i'^rainiidmHMgi'djc ^iinbC'>rerfammlung, bas ^ur 
Raffung eiueo redn^gnirigcn ''^o'd:lnite':? bie OInmefenbeit 
l>^ii minbefteiiv l^\vc•. Tritieilen ^er geie^lidhm "^In^abl 
aller Witglle^er ber l^lnbfvoer1ammlung noimenbig ift. 
Tiefe ^'^eftimmniig gebt n^'ii über ben ^Habmeit einer (?e- 
fd)i:ft'Mn-bnniuv>befiimmnng bniauv. €*te mibcifpridit ben 
tn'rfaffnngvrednl:d)ei> ^ruubfätiei:. ^rie ^Jan^e'^oeriamm^ 
lang ift ^amtt über ihre ^'^n'■Ivln^ig{cit binau»>gegtiiiger.. 
Cüv faiin biilier uon feiten berieiiigen o^^^'^^^^.U''^ bie btc 
JKedite be»:^ vH^fev gooer.übei ber l\inbevoeilammlung 
U^abr^^iuiohmen baber. mag i^iev iiui' bie lnauiifdnreigifd)f 
^taatviej\iniiiig oi^er ^ie beiitSi>o 'Keid^öieirenma fen:. 
biefe '■I^Mtiinmmiti bev c^ ')0 be: rorlÄuMgen l^K'frt>äft*?or5« 



— 12 -^ 

]mvc\ ]iicf)t (ilö rcdr.cßHltiq aiicilannt tüerbcr. (^ä C[iht 
!c!n ^cutfc^C5 öano, ^n bra ein QF)nlicf)rr ü^erjud) ^ec' ^or* 
Inment^ pemaat iPor^CK i[t. iS^ mürbe öiefc "-Peninununq 
(sU einer ^ittotur Der ^Jiiuber^eit führen. Xie 93iinberöeit 
fiätte e§ in bcr .v-anb. r)ur^ äöegbleiben oon Der 3i^ung 
bie 5(rbcitcn ,^u rser^inbeyn. Sie !nnn aber aucf), inbem 
fie nif^t nur il)rc ■!J?anbatc nieberlei]t, ionbcrn aivi) bie 
^3(ail)foh-;cr nui bcr iianbibatcnlifte ,yir 'i'^icbtannalime Ce^ 
S^^nnbate benimmt, icbcijcit ciemaltfam bie ^uflcfunp fce3 
Canbtage^ t)erbcifÜQrer.. ^ie5 fönnte nicf)t anbei? ai? ein 
Stoot^ftreicf) be^eirf^net merben. "^niä^ bnuernbe ©rprci« 
mng biefcr ^J^aßiia^me fönnte übcrf)an^t i.^nar bie repu* 
blifanifcbe Sßerfajjung gefprengt toerbett, roenn nömlit^ 
Qud) in bem neuen Sünbtag jcbe^mal a^nlid) norpecianc^eii: 
tpirb. Xie redUIidif Wncrfcnnunq btefer 58eftimnuina ber 
borläunöcn ^jd^oftdorbnunp, bie, mic gefacht, cinjiq in 
f,ang Tcut^'c^lanb bafte^t, mürbe al)o bagu hlliren !önnen, 
ba^ bie ©cmalt iin Staat auf eine monard^iftifd) qefinnte 
5)'iinberbeit überginge. 

3u llnred^t mirb Don ben ©ccjneni bicfer ^lu^iaRung 
darauf t)in(^en)iefen. bavi t)on einer republifanifc^cn 2Wc^r^ 
fjeit in bcr Öonbe^Derfammlunq bte[c 53eftimmunp anpc* 
nommcn morbcn fei. (S^ mürbe bie# kbiplid) b^beuten, 
ba\x i'id) Die 5Re!;rf)eit im Irrtum befunbcn ^at ober 
iutiftifc^ faf^cft beraten rourbe. ^uft^rbcm aber ift bieie ^e= 
ftimmunn einfad) au^ bem § 139 ber iJJeuen Sanbfdmft^* 
orbuunp Dont 12. Otober 1832 l)ernbcrpenommen, ftammt 
olfo auö einer r^anj anb^ren tier{af5un(]^rcd)tli(^en $criol)c. 

^uö bem ©efoften eriieben |id) folpcnbe brei Tatfarf^en; 

1. 'Die am 16. SJ^ai 1920 pemäf^lte i^anbec^ocrjommlung 
ift bie ücrfaffungt^cbenbe ßanbeöDerfammlunri unb bauert 
bis ^um ($:rlan ^cr enbgftltif|cn ^^erfaffung. 

2. 'Die ^Innal^me ber cnbgnltipen 3krfnftunp iomie be5 
Q^cic^c^ über bir Xanci ber am KV ^cai lf>20 gcmä^Iten 
l^anbc^oerfammlunq erfclnt bnrri) einfadie Stimmenmchc* 
l)eit. 

3. Qm '^^efdjluft^öhiqfeit bei ber ^Ibftimmuni^ ift Kbig* 
lid) bie 5lnmefenbeit Don 31 Witglicbern bei Ü'inbe^üer= 
iammlunp erfotbcrIi(!^. 



4t'^ 




* 



t % 
■* 



3on iant>8criit)t»rat (Srnf! 3ul»cn 
unt) •i)r.(2'cr^arö don ?ranlenfccra 



€rnfl 8u6en 

9er 
Dcrfalfungöred&llit&e 3«jlant> 
ki Jrciftaöleö 3raiinfrl&»e{6 



u 



Recht g:egen Gewalt! 



Diu* unb Ucriao 6<v ll">Qijc>il)aui Bucf)Mu*frei Erauni*ircig 




^rcii 75 T>f. 




103i 



illS 



Fmsf Hi^/nktT^ft ^oJJec^fcf^ 




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5cr x)crfarrunc]c]cöcu5cn 



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i . 



> /♦.. > 









üom 




1919/20, 



(Sil^^ung 1 — 56. 



■♦ «» 



g?tcnoc]X-ap{)ircO aufc}C3cic§ii;ct. 



■♦ * • ^♦ ^ • > * ' 



18. Suli 1919. 



581 



:\. 



1. 



;>. 



1. für bic crftcn aiificfanficncii ober öollcn 1000 JC 
bci? StcucrbetragcvJ 20 n. ^., 

2. für bic jmcitcii anf;ciaiic;cncn ober uoflcn 
1000 .//' bcö Stnicii)Otrai]Cy -10 u. .^., 

für bic brittcn oiu-jcfaurjcncii ober oollcn 
1000 .ff hc6 (^icuci'bkxac\k 00 ü. $)•, 

für bie . ipcitereu auncfaii(]cucn ober üoßeu 
1000 Jf be^^ (5tciicrbetrac]cö 00 u. ^., 

für bcu 4000 J{ übcrfteiQcnben ^eil bcö ©teuer* 
bctrac^eö 120 o. $). 

Qd) bitte bie ^^ationnloerfammliuin, biefeii ^(iura(^ 

Gll^UlUijlUCU. 

Senator *Dr. ^ o ii a n b t : .V)err ^^rüfibeitt! ^Ju'inc 
'Tamni mib ,V>cvvon! Ämi l)nl>eii fict^ onerfamit, t>a\i 
'i^vancii)a\}cn in ber ^Irieno.^oit fiimu^icll aujicvorbont» 
liu) jicliiteii \)(\i inib ber Staat l)at feiiierfeit^ aiid) alled 
r»o:aii, um bie 5?otIaf|e in ^-lU'eineiI)aoen uari) Mräfteu ^ii 
erleiri)tcru. 3^^ biejem 3al)re ift '-i3reiuerl)aüeu n^'o^i^^u^ 
i]cu, fiatt ber bii?l;er erl;obeneu 30 ^^^ro^eut 80 ''^^ro3e^t 
;^ufri)Iaf| ,^1 evl;cbcu, unh ha^2 rec()tfcrti(]t beu oou .V)crru 
l^irettor ^u'cfi'^ c^cftctltcu ''^hitrac], über hcn \d) uüt öerrn 
*Direlior "ikdv fdjon fiefprorijeu Ijabe. ^d) uiöd)te or.cl) 
UioiiuTicito bitten, biefcn "^Jlntrat] an^uueijtuen. 

^- a u 1 1; (?J(.=^S.): .V)crr ^'räfibent! 5J(eine '3)amcu 
i'ub .V)erienl ^*Hn6 bcm 'süeridjt bcy i)\ed;nunf|öfül)rciy 
ber Sieuerbeputatiou I)aben nur erfel)cu, bajs bic Steuer* 
' fä^c, nanientlid) bic oberen Stufen, c\an^ bebeutcnb r;c- 
fteiiiert finb. 'Dicy entfprid)t and) unferen Wrunbfä|)en, 
nnb lüir tonnen bal)er ber '-inniacie .^iftininien mit ber 
Vlbänbernufi bcu .S)errn Stabtbirettori5 ^-üecfc*. ^-erner 
möd)ten mir baranf I;inmci]en, bafj unr feiner.^eit bcu 
''^Intrac] ficfteüt babcn, bic Steuer nid)t ,^u erl)cbcn üon 
bcnen, bic ein (iinfommen üon unter 1800 Jt I;aben 
^Jl'ir Ijaben bicfen ^.^Intrarj fallen fjclaffeu. iföir möd)tc»i 
aber 't>iVj CSrindjcn ftcüen, ha\i bei nad}(^cfud)tem (S*rlai3 
ber Steuer bic mcitgcljcnbfte 9tüdfid)t nc"i-">"i"^cn mirb 

^r. Si ü n f I c r (U. S.): ^cxv ^räfibcnt! ^J^cinc 
Tarnen unb .V)errcn! 2i?ir moüen ber 5.^orlac|C •^u* 
ftimmen. 'iJhir 3U bcm ^(bänbcrunf|-5antra(^ '^cd^ möd)tc 
id) eine (Srtlärnnn erbitten. CSy foKcn an Sccilc ber 
2rj ^^.^ro.^ent für bic crftcn ani]cfannenen ober uoflcn 
taufenb ^JJ^arf 20 ^^ro.^cnt treten, in ber ^•oI(]e 40 S^xo- 
5cnt, 00 ^ivro,^ent, 90 H>ro,^cnt nnb 120 ^ro.^ent. '^'cr* 
fllcid^c id) nun biefe ^^iffern unter fid), fo erj^ibt fid), 
bafj in ber crftcn ^^iffer bic (irmäfiiiiuuf; ein Aiiuftel 
beträfet, für bic beiben näd)ftcn ein '2)rittel, für bic 
oicrte ein U^ertcl, für bic fünfte ein ^viertel. 'iiJic erllärt 
fid) biv'fer ^Äcdjfcl ber (intlaftnnQV ^a6 ift mir nid)t 
ücrftönblidj. 

Senator Xr. *2) n a n b t : .^pcrr ^vräfibent! Weine 
'Damen unb 5>crrcn! ^m uoric^cn 3a()rc bctru(^en bic 
^^ufd^Iäc^c für bic crftcn an^efan^encu Xaufcnb 20 ^ro« 
3cnt, für bic ^rocitcn 40 ^ro^cnt, für bic brittcn 50 ^ro« 



,<^ent ufm. ^ür bie beiben i;nterften Stufen bc^ ^\u 
\d}{iic;c^ Ijat "Zhw.ox '^ivccWt bie iii^ieberljerfteflnuß ber 
Sa|,\e bcy oorinen :o>^l;rcö beantragt. Ä'enn man aber 
fo meiter in bemfelben '-^^ciljäliiii^^ ermäfjii]t Ijültc, fo 
mürbe fid) bei I)ö()cren Stufen erneben I)abeH, bafj bic 
Steuer^aI)Ier in !^remerI)aoeu mit einem firöfjcrcn C5in- 
tommen fid) hex hcn ermäfji(]ten 3ii^f^n^'ii I*'^^^ '^^^^ ftiibti* 
fd;en ,,^ufd)(ä(]en beffer (^eftanben I)ätten alö in ^remeti. 
1)e6l)alb ift eine er()cb(id)c Steificruiic^ beim oiertcn 
Xanfenb unb bei bcm biefe ^-IknrÜQc überftcißcnbcn Xeil 
beä SteuerbctracjCiS in ^sorfdjlafj (]cbrad)t. 

üampe (^-iNCßcfad): ,*ocrr ^räfibent! 5}?cinc 
liamen unb .sperren! >occx Stabtbircltor !^cc{(3 (jat auf 
bie rjt'Jueinfamc ^^nfarje ber .Njafcnftäbtc *l)inrjcmiefcn. 
''Z)}^cnn id) nun ebeiifaÜö haii Änu't criireife, fo ßc)d)iei)t 
cv nur, um nod) eine furj'^e Cirtuiruiic; ab.yiacben. ^-ür 
ii3remerI;aocu ift bic 5^-»tIaf(c fo groü (]^^^^^i-"'^»''^if ^^13 
eö fid) oeranla^^t oefcI)en I)at, bcu Stcner^ufdjlac^ jur 
C5infommenfteuer aitf 80 ^4>i'L\)C'it .y^ crl)ö[)en. 'Da^n 
modjtc id) feftftellen, bafj in '-l^ef{efacf biefer 3iMd)ain 
pon 80 ^4>i-'05eut ]d)on feit meljrcrcn J^^j'^cn crbobcn 
'mirb, morau§ Sic crfel)en fönuen, bafj bic S'^^^^^^^^ot 
bei uuij ebcnfo c^rof} ift. 

S d) m a I f c I b t (U. S.): ,*oerr ^^räfibent! SO^eine 
*2)amcn unb .*9erren! ""Knd) id) mödjte Sie bilteii, ben 
^(ntrac; "ikdii an5unel)men. 'Die ^^^otlarjc in ^-Bremers 
I)aüen ift tatiad)lid) fel)r Qxo]^. ^-I^rcn;erl)aüen I)ännt 
cin^ic^ unb allein oon ber 0)rofjfd)iffa[)rt ab, l^öremer« 
I)aoen ftel)t unb fiiüt mit ber Sd)iffa[)rt. Qel;.t ift bic 
Sd)iffal)rt fiänjlid) auö{]efd)altct. 3^U"i-">In^^^'li^'Ji l'^"^ 
mir and) nid)t imftaube, eine bcrarliri iirofie Steuer* 
ocrmeI)rnn(] ftattfinben ju laffen. Qd) bitte Sie alfo, 
bcm '^^(ntra(]c guäuftimmcn. feine ()ö[)ere ^^elaftunii ift 
abfofnt unbenfbar unb bcu S3remcrl)auenern nid)t 5U5U* 
muten. 

^4> r ä f i b c )i t : Die Debatte ift (]cfd)[offcn. Gö ;]t 
beantragt, über beibe 03efci)c in einö ab^nftimmcn. Um 
bOiS 3u ermöglid)en, muffen mir 5uüor über t)cn ^ii']a^' 
autrai-j ''^cd^ abftimmen. 

'Der eintrat] ^cd6 mirb auöcnommcn. 

D)ic fo gcänbertcn bcibeu (^efc|)e merbcn anQC« 
nommcn. , • • 

5. 3"frf)^^o0 3"r 93crmööcnöftcucr. 

Senatöfommiffar Senator D)r. D)onaubt. 

JK f i u (] (D).): Tic 5"rM"tild)e ^iommiffion I)at 
uid)ti5 311 erinnern. 

•t). S. 9J? c i) c r : D)ic Steucrbcpntatiou I)at nid)t§ 
ju erinnern. 

^r. (^ i Ib e m c i ft er (2.=5>.): .N>err ^räfibent, 
meine *Damcn unb Ferren! ^-üx "^ic iöercd)nuu(^ bei 
^ufdjlaQcö 3ur Giufommcuftcucr in gorm einer iöcr* 



1)02 



3. Dftobcc 1910. 



Inv.ibclii. (üö lüfirbc non ini^ ja iobcr Streif fiiian.vort 
U-cricii bind) eine (SrU)erb^>loieiifüriorne, Uiic fie I)icr 
octorbert iuirb. "Dn^ Infjt tif^) Hirf)t iimcl)en. ^fiij ben 
' ,<oau'a'!LMLn)b=Serfen habcu menifie fjniibcrt ^dbciter, 
bio Joilf'-^f^i'beiteii .yi lHn-id)ten I)abeii, il)ve lätinfeit nk'- 
birili'feiit, bornuf \\u\]\ic ber !"inii,^c ^-l^etrieb (icKr)Iüf)cu 
/ iDi'ibeii*, umbiird) Tciiijeiibc Don "iJlrbeiteru brotloö \mix^ 
bcii. Ts^'Ü^fn^' iiiivt[d)aftlirf)er (Streitinteiteii einer flei= 
vxu O'hiifip^'' eiufte[)eii (\ro\]\: Gd)Uiieriiifeiteii für Xaip 
fti.be uon \Hrbeitern. *3}ie 'Js-ürjoriieftene ftaiib bar)cr 
fliid) I)ier auf beni Stniibpinift, bnfj tV'P^^U't ^üerbeu 
ir.nHte, ob (S-rmerboIojinfeit nI-3 StrienvfoU^c norliec^t. 
^[lijöiir^Iid), boB iniiö id) ni'ÜeI)en, f)abc aiid) id) ben 
■3ianbpiiult nertreten, baf3 e^ iMeIfeid)t inönHd) fei, 
U-eini ber ein;^c[ne "Odbeiter fid) lo^döfe Doin ^-^etriebc 
:nib jid) jeiiie 'i'apiere (\chc\\ laffe uiib .ymi \^[ibeitoiiad)- 
irciC' nebe, ,vi {aiicn: (5:^3 lieqt iel;,t eine .Urien^^folne Dor, 
u-eini iiiioI(;e ber n^ofjeu ^Irbeite-^foiinteit ber "Dlrbeiter 
iiidjt "i^Irbeit befonimeii toiui. ^Iber bov triüt nidit \n. 
*^h\ä) in "Aricbcn^.^eitcn ift c§ nnniößlid), 'Cta]] 2000 ^[r* 
beiter plöjjlid) micber ^Irbeit betonimen fönnen. ^i: 
IlnterfiiiUnnn hicicx ^Irbciter ift nad) luie uor Sad)c ber 
irirtfd)aftlid)cn Crnanifationeii, bic baljinter ftel)en. 
.^"^eir )j;)eb[cr \)cit qnn,s red)t, menn er fnnte, bic iDirtid)aft= 
lidien Crnanifationen biitten biefe 'illnfqabe. ^n beni 
Vlnqenblid, uu) bic ^ire(tioii afleo anfiuenbet, nm bcu 
V'Üforblobn toieber cin,\nfiibren, !ann id), inc>befünbcrc 
l'Om c]CJocrtfd)aftIid)en Stanbpnntt ouo, ben Vlrbeitern, 
bie biefcC> (Ei^ftcm ber (yntfobiunifi nid)t münfdieu nnb 
fid) banefien uu'Ijren, nnr Cvrfofn miinfdien. ^^(ber c^ ift 
nninönlicf), bn^^ al^ eine .^Vrieiv?foI|ie nn,i|nfel)en. 'Dnrnn^^ 
ninü bic .S(onfeqncn,?i ae.^onen uierben. Ä>enn ioerr l^r. 
^linffcr anfrd;rt, ha\\ e« anberc^mo, ,v 53. in Telinenborft, 
nnbcrö fei, fo l)at ein foId)Cy ^i^orneben in 'Delmenborft 
nirut bie Trnniyeitc nlö bei nn^. (S^j I)anbelt fid) bort 
nni eine Keine *i!(rbeiter,^nbr, nnb menn für bie>e fleinc 
?tcA){ bic r)0 ^]iro;^ent verloren n^ben, fo I)at ha6 für 'De(= 
menborft nid)t bic ^Vbentnnfj luie bei nn^ in 53renien, 
Wo Xnlp'enbc uon ''^[rbeitern in ?[raqe fonnnen. il^ei 
einer foId)cn ^Jinünabnie loiirben and) bic VIrbeiter ber 
.s^anfa=Ü[oi)b^5lHnie ibre Tvorbernnn nod) (Sruierbv^ 
lofcnnnterfiiiljnnQ nad)trärilid) erbeben fönnen. ^-ii>ir 
bnben cö and) bei bieier Welenenbeit n^'l'eben, bau eine 
flön^c bleibe \)on ^^fibeitern nid)t niil beni (Streif cinoer- 
fianben U)ar nnb bod) obne einencö ^-iH'rfd)nIben eruierb'?= 
foö mnrbcn. VHui? biefem (^H'fidit^H^inilt ift c»5 nid)t rid)= 
t\c\, 3d)nlb ober S^icbtid)nfb ninüai'benb fein ^n laffen, 
ionbern e^^ biirfen nnr fad)[id)C ^.h'omente ben ''Xn-y'd)Ia(^ 
(\cbcn bei ber AeftfteKnnq, ob C^rioerb'^fofinfeit infof^c 
be<3 .Slrieqrö oorlient. 'Sny ^\eid) b^^t bie ablebnenbc 
Vlnlmort n^Tt^'^'^u- ^-ißii^ ii"b nid)t bered)tint, in biefem 
Tsalle bie Unterftnbnnq ,vi fieioäbren, pa mir anf feinen 
A'UI \u tcn ')() $ro'^ent, bie mir rtal)len, nod) loeiterc 
'}() ^J3ro,^cnt ,^at)Ien fönnen. 

Ö. e. W e i) c r CD.): öerr ^l^räfibent! aiteine^'Da* 
mcn njib ."Ferren! ^^d) möd)tc nod) fnr,^ anf eine '^ad)c 



cinner)en, bic id) in», o^ntereffe ber n^I^^^^tcn ^(rbeiter=' 
fdii-.;; |i;r ;i)ii:;uo, I;:.Ue. I^ie ,V)erren uon linfö beflarjcu 
fid) barüber, bafj bie \Utlaviuer(e bie "iJtttovbarbeit lüic= 
ber cin|ii[)ren rjollen, nnb jie lernen babei ^J?ad)brnd anf 
'^ao fnrd;terlid)e äLHU't „'Ültiorb". 1)ie 8itnation ber 
*:}(tlai5merfc ift eine einentündid)e. 1)ie "i^dlaviucrle finb 
5n. einem ^rittet !il>erft, ^n ,^mei 1)rilteln ^')iafd)inen= 
fabrif. 1)aü !iBerftriefd)äft ift aber ein i]an,', anbcre^ 
alö "Cia^j ';s-abrit(iefd)äft. 'Die Slnn-jt tann fd)lien[id) b^w 
^Iktxkh of)ne Vlltorb anfred)t erhalten, folanp.c an§ bcm 
8taatc>fädel bie nötigen ,Su]d)iiffe (leleiftet mevben; [)\\u 
fid)tlid) ber 'JJiafd)inenfabrit aber liei]t eö mefentlid) nn-- 
(V'infliner. "^a^ gabrilnefdjäft lie(]t uornefjndid) in 8pc= 
,yaler,\ennni|fen, bie' nad) bem ^)\u nnb \Hno(anbe oer= 
trieben luerben, nnb für biefe \Hrtitel ift ncvabe jei;t bie 
oileio,i:'f;ie ^Jiad;ira(V\ Tnc> '^i'ert ift aber infofne bei? 
'-inrbalteny ber 'Jlrbeiterldjafr nid)t in ber Üafie, Cfferten 
p.b,yi neben. 'Dabnrd) ift e^o anf bem !:Ii^eltmartt uöüin 
ani5i]eid)altet. "Der anö[änbifd)e '^Vfteller, ber [)ente anf 
Wrilnb ber ilnilnta (\n-]\ fanfen möd)te, frar^t nid)t bar= 
nad), marnm nid)t neliefert luerben ianii, fonbcrn er farjt 
cinfad): 3^)^* f^^»^ ^^^^^^ IeifuuuiofüI)i(i. ^m vi^^^^i^^^' 
mürben aber bie 53iafd)inenfabriten mit .'ilnfjOanb *'^[r= 
beiten nbernel)men. 8ie menben fid) a\i bic "iHrlaoioerfe 
nnt ber Vlnfrane, ob fie nid)t in ber üaeje feien, ibnen 
V[nfträi]e ,',nr '^hiofüljrnnn ,yi übenraeien. ,^nniid)fr lool- 
len bie ':}UIaomerie natürlid) ibr '-Bremer Äv'rt oerfor* 
(\ci\. 'Scy tonnten fie aber nnr, menn oernüiifiifie ^Hr= 
beitc^bcbinfinnnen einqefüljrt uierben, benn bei ber biy» 
beri(]en 'Jlrbeityioeife ift jebe yiallnlation nnmönlid). 
*Siefe ^atfad)e unu'ben üielleid)t and) bie .N>erren uon 
linfy begreifen tonnen. 

Ci'u b^^nbeli fid) nnn nid)t enoa nm '^a'ö alle 'JÜforb= 
fi)ftem, loie e^ oor ber ^lieuolniion beftanb, fonbern bie^ 
fcy I)at einem nenen 'i^laU n^'^'^^^'^H, bei bem bie ''.}(rbei= 
ter ein meitiiebenbeo ?JiiibefrimmnniV->red)t b^iben. (^n^ 
rnfe oon iintc>.) i!affen ^ie mid) ^od) anorebenl Sic 
miffen, bafj in '-Innlin eine Mommiffion n^'tant bat, bi-' 
fid) anf 13 ^4:^"J^^ti-\ ^'^^ ^^'^* ^.}Üforbarbeit .vUl^'i^^^^^*^ ll^'* 
leiit loerben follen, n^'^'i'^^il^ b^"^^- '^^ielleid)! b'-iben bie 
,V)eiren oon linfo bauon ^eijön ober i^'I^'i^'u — id) bin 
nenan barüber nnterrid)tet. (So ift ein nenev Stüulobn* 
Si)ftem oereinbart, bao nidjt, mie bie fanatiid}en Mämp= 
fer liefen ba^:^ '^Uiorbfi)ftem beban;uen, bie \Hrbeiter ber 
'^iMlllür ber Unternebmer anofetu, fonbern ba*^ nnr einen 
(*»)rabmeffer für bie überban^t neleiftete '^Irbeii barfiellt. 
l-ie Unternebmer ftel;en allerbin^v anf bem Staub- 
V'nntt, bafj biejeninen ^Jlrbeiier nid)t ;^n be.viblen finb, 
bie nid)tc> leiften loofien, fonbern nnr biejeniaen, bie orb- 
nnnjV-Mnäfjin arbeiten. 'Damir merben bie ^.^Irbeiter 
nid)t anonebentet, oor allem nid)t bei ber Sfiünbiiien 
\Urbeitv.?,eit. ^lliil biefen 1.") 'I'nntten tönnien and) Sie, 
meine .V)erren oon ber II. S., fid) einoerftanben ertla* 
ren, u^enn c6 obnen mirllid) mit bem i^iNieberaufbau 
nnferey !:Ji^irtfd)aftvIebenc> ernft loärc. 

'JlMr fönnen bie •'Xt[a<su>erfe anbcrö probn.^ieren, aU 
aiic anbereu 'JJiafdjiju'ufabrileuV ^^lud) in aubcrcu g-a* 



3. CftoBcr 1919. 



963 



In-ifcn, ,v ^-ö- ^ci ^cr 3-irma 53iilliiui in ^^ranii|f()U)ciii, 
I)al)cii fiel) bie Vlrbcitcr n^-^iic" ^^^ 2Bicbcrciu[riI)ruuii bcr 
Vlüorbarbcit oufiicldjuti mit bcm Jliciiiltat, ha^ foluol)! 
bic ^)uMc()Mrcniin-iin(i lüic bcr Sd)IifI)tinuv:?auy|cf)nfj bic 
(3tiI[ci]uiHl '»^^^'^ ^^k'triobcö aUi bercd)tint nnoriainit 
haben] mcil bcn (Vii'"ieu ^-'i^^ ninttcr 8clb[tmürb, bcr 
iibriiiciiö IclUcii CSnbc^i bcr 'ülrbcitcrfcljaft am mciftcu 
|M}abct, iiid)t ^yu]cmutct mcrbcii taim. Go ift übri= 
(luio niri)t rid)ti(], Wi\] bic iNnbrillcitimn bcr '':'UIn'^mcrtc 
a[t und)triii]lid) mit bcm '^scrlaiincu imd) 'iJÜforbarbcit 
Ijcriun-i^ctrct'cn fei, fonbcrii bicjc '^frniic ift aiid) fdjüu 
nor bcm Sd)Iid)tiin(]^oauofd)u(i aufy uadjbrüdlid}ftc ^um 
'C'iUöbriiff ßcbradjt. 

' 'doppelt bcrcd)tif}t finb bic ^^Itlaüiücrtc ,yi il)rcr 

; Glcnunp^iuibmc, nad)bcm bic Mrcifc bcr Viibcilcrfd)afl, 
! bic bcr öufKif^'u l!i;uc:i biru'o S^niifco n'ulfi fci-;:fici)CJi, 
oiicA oiiiv '^c'.i, i.a|; fic oaiin:; i)iit;n-bciic:i, bivj '^i'cr! ,-,u* 
nvinibc 'vii lidjtcii. ^Jicii; i)üllölinrtfd)a|tlid) bctradjtct, 
ift bcr biyl)crif]c 3in"ti^n»^f »^cr Icibcr nod; bei bcu )Bqv']= 
tcn bcftcl)t, ein Uiibiiifi, bafj nämlid) bcr Staat für bic 
nbfid)tlid)c ^liinbcrlciftiuu^ bcr 'ÜIrbcitcr auftommt unb 
\o für bic Sd)iffc, bic foiift 2 — 3 ^.^tillioncn toftctcn, hiV^ 
'Doppelte luib 'Drcifad)c ^iifdjicist. 

1)icfcr ,Siiffaiib barf ind)t Dcrcmij^t merbcu inib 
bcobalb miiü für bic '^i'icbcicinfübiuiu] einer ncruüiif^ 
tit]cn, beibci; Seiten ncrcdjt merbcnbcii CSiiiIoljmiiuio- 
art n^^'^'^i'i^t merbcu. Si>cr cö mit bcr (^)efunbiin(i u]ifc=^ 
icc> '-Il'infcf)aftöIcbcnÄ cl)rlid) meint, mnfj bcn Stanb= 
pnntt bcr *i?lrlacmcrrc biflicjcn. ^J[i>ir I)altcn cd bal)er 
für nn.Viiläifi}!, anf bic maüiicbcnben StcHcn einen 1)rn(t 
a'K'übcn sn moKcn, bcn "i?lrbcitcrn bcr 'illtfa'on^erfe, bic 
r.rbcitcn tonnen, menn fic nnr moden, bic 'Orrbeit!5lofcn= 
nntcrftüunnn ,yi ncmäf^rcn. ^iV$ I)icfjc einen mirtfd)aft- 
Iid)en Mampf auv Staatsmitteln ,yi finan^ercn nnb hci^ 
für finb mir nid)t ,yi f)abcn! CDcr [cl;tc Xeil mirb bnrd) 
ijänfirjc ;-]mifd)cnrufc nntcrbrod)cn.) 

iS6 mirb Sd)lnfj bcr T)cbattc bcantra(]t. 
^){cbncrHftc: ^^öncbinc^, Sommer, (iafpar, "^.juII), 

1)cr Sd)Infjantra(^ mirb (]cnn(]cab .nntcrftünt nnb 
anpjCnommen. 

Dr. .^iünf Icr (U. S.) [Sd)[nnmort]: .V)err ^l'rä= 
fibenti ."oerr Staatöbanrat Vinop bat meinen \H!nra(\ 
aU5 nnmöjilid) bc,^cid)net, mcil er fomof)I bcr ))icid)v= 
nefcUncbnnn cntnciicn fei, alo and), uhmI bic (S-rmerbi?-^ 
iofcnnnterüüt',nn(] nid)t allein oom ^-^^nnbcoftaat ^Ih-cmcn 
nc;,ablt nicrbc, fonbern and) bay ^h'eid) babci beteiiint 
fei. ."oerr Mnop I)ättc mir fo uicl .yitrancn tonnen, bafj 
id) hcn Vlnlrai"^ ]iid)t nt^ftcflt babcn u^ürbe, menn id) qo= 
nianbt bättc, uon bcr '■lU'bi.h-bc mürbe bamit ctu^ay nn= 
fiefctwiuiniricy ucrlannt. ^d) n^ciü, bafj bic '-l^börbcn 
nad) bcm (*';efcl) uerfabren muffen: morin mir biffcric= 
rcn, ift, ob ha'ii ('•icfcl) rid)ti(] auvinclcnt mirb, nnb id) bin 
bcr ^JJ^Mnnnq, bajj \)a<$ Wefcl> unrid)tin anyi]ele(]t mor= 



bcn ift. ^\:>c\\n and) bic C5-rn-»crby[otcnfürforiic ,yim 
Xcil ,yi Saften bcö 9vcid)cö (\d)i, fo finb bod) bic ii^an-- 
bec^bcl;örbcn ^nftünbifi, ^n ^Saften bc^ 9ieid)ccJ (i-ntfd)ei- 
bniiifcn .yi treffen, mic in bcm niidjften ^-parariraiihcn 
ftc[)t. '^^(ebnlid) Iief|t cd ja and) in anberen "i^lniiclencn^ 
bcitcn. :^d) erinnere nnr an bic ^i^^^^i-'^'^i^^^^ii^MV ^i^ 
^SrÜbcbörben finb biö ,^um 1. Dftobcr reine fianbcöbc- 
börben ncmcfen, aber maij fic ücrfüncn, pc^U ani3id)(icH= 
lid) T^n ijaften beö n^^ö^n 9ficid)cö, nnb nicnmnb mirb 
Cv cinfaücn, nun bel)aiiptcu ,yi moticn, bafj fic barnm- 
nid)t für fid) cntfd)eiben tonnten. Sclbftücrftänblid) 
bat ha^ 9icid) ein 'il[nffid)töred)t. "Die )]ieid)C>oerfaffnn(] 
fiebt bicfcy nor, fii^^t aber iiermö(]c beffcn, fomcit 2a\u 
bc^>bcbörbcn yiv V'[nyfü[)rnnc^ bcr 9icid)S(]cfei)c .yiftän- 
bir; finb, bei* wieid}yre;]iern;i(-{ nnr bay S^ied)t }^\i ail - 
j1 c m c i n c n Viir.rcifnnr^cri; in cin;,clnen ^-äricn fann 
bei ?JieinunNjOUcr)d)icbenbciic;: uie i'aj;beyrc(*;icrnn(] bcn 
Siaat!3i]crid)iCnjof anrufen, (iinc ^^iHnpicrunc^ bcr CSr^ 
ftatinufi bcy anf bay ')ieid) entfaficnbcn ^[ntcily fann 
nnr in ?yrane tommcn, menn *'^vf(id)tmibririfcit bcr ^an- 
bc5bcf)örbc fefti-jcftcflt ift. Solanc^c bay nid)t bcr 3"^^ 
ift, cnifd)cibct fic frei. 

^d) f)abc üorI)in fd)on baranf I)innen)iefen, hci\^ 
anbcrymo, fo in .^ocmelinjicn — .'oerr 9ü)ein naniitc 
aiid) nod) ^elmcnborft — cian;-, in nnferem Sinne ent= 
fd)ieben ift, nnb id) babc c\i'']a(\i, cy fei ein 1)0(]nm, bafj 
uon feiten anberer ''^-^artcicn in biefe "^Yrane binciniie- 
irafien morben ift, 'baf> bic C$rmerbdIofcnfürforf|e bei 
n)irtfd;aftlid)cn Sl'ämpfeii überbanpt anyiicfd)foffen fei. 
^a\] biefcd *Dofima frübcr nid)t i^alt, ,^eint fid) barin, 
bnf], aly bic ^ÄUtd)er anc>(iefpcrrt maren, anftanbiSloy 
bic Uritcrftü^unu] bc;)al)lt luovbcn ift. 

.s>crr Senator ^ibein bat i";ee|cnüber meinen ^Iny= 
fübrnnricn jnm l-üiybrnd nebrad)t, bafj bcr '-i^crbad)t bc^ 
ftänbc, baf3 id) bay ^-Iscrftiinbniy für eine t^crartiiie 0)e= 
fcUficbnju] ücrmiffcn lieüc. Qd) Umn miebcr()oIcn, id) 
babc Iebi(][id} ha^^ Wcfcl) auy,yilciien oerfnd)t, nnb cy ift 
mir biyber fein ^ilNcrftiinbni*:^^ bafür anfiiciianiien, bafj 
bei Streit nnb bei \Huyfperrnniien unter allen Umfirju 
bcn leine .Va-icrjofolcje iHn-lie5*ien n;ib bcybalb feine CSt- 
unu'bylofenfürforac nc^ablt nun-bcn tonne. 1)er Cir- 
ircrb ift bcn 'Jlrbeitern bnrd) bie Sd)lieünnn bcy ^^l'er^ 
feci (]enoramcn n)orbcn nnb anbere CSTUH'rbyiieleiicnbeit 
,Vi finben ift infolge bcy iilriciie^' nid)t mördiib. M) 
möd)lc für mid) in ^^Infprud) ncbnicn, bafj bay feine ab- 
fnrbe ober eine and partcipolitiid)en Wrün- 
ben anyi]ei;)rod)enc *Ofiilid)t ift. Wciien biefen '-iMirmnrf 
mnfj id) mid) oermabren. CS-d liciit fo, bafj bcr ':}lrbeit^^ 
jiebcr ein nened *i?(rbeityuerbältniy uerlantit nnb baf^ 
biefcy neue '^(rbeitdocrbältniy für ben iiemiffcnbaftcn 
^^(rbeiter einen '-iHU'rat an feinen Vfrbeityfoflei";en bcbcn= 
tet. Unb Cy tommt nun in Tvi'^Tfl^'» ^^^^ anberunirty eine 
'Ofrbcilyn''^^!V'nbeit .'^n finben fei. Taö ift ooii bcm 'Otr- 
bcitynad)meiy, nad)bcm fid) bic aiibcrcn ^^iVrfc foIiba= 
rifd) ertlärt baben, nid}t imd)i]emicfcn. ^d) mnf; mid) 
(Wlode) 'i^cwin ;^n .V)errn .'oeblcr menben nnb crllärei:, 



|Uctci% öcritu 



OJctücrbciiiipet'tiüii (Eintrag). 6. 1145. 
5J^iünaf)meii an^ %\üa\i bc^ ^Iricgcö. S. 1243. 
8ü5ia[ificnin(]^tümmijfiou, (Sinjctjung (Antrag). 
e. 272. 



3ic)cri»c(n,virctt II, UritcrbriiigiuiQ üüu Icilcn bcr 

^^ül;;)C'itn;ppc. o. 1117. 
SSicncr uütlc;c)cnbc Ätiubcr. S. 131)2, 1303. 
^üdjiicrinncu, i^3cif)ilfe (^^Hittroc)). S. 1130. 
SBudjcrbe^criuit, '^ctäinpfung i>c^ Sdj[cidjf}anbc(^ unb 

3Bud;erw (Vlutrag). 6. Iöö8. 



iik'iuivbcvntum*; unb ^crjrftcdcnticrmittlung. 

3 1S08/ ISOU. 
i^^iibi^ot 1019, '^V'Olisci, ncftrid)cne 8tcl(cu. 8. 1005. 
(j^utjdjäbininK^i nid)t frciiuiUiti Qcjdjlojjciicr 05c(d)äfte 

(Vliuvnii). 8. 208. 
5\cbrunnniriil}tMi, CSntjdjäbigung bcr öcfdjabigtcn 

'|>criüncn ('ühifrane). 8. 971. 
Jvliui^jnfcu (Vlutrag). 8. 480. 
Jvonbilbinig^- unb gadjldjuliucjcn, 5lui;bcl)nung unb 

'Jlcnbcrunc] (Eintrag). 8. 599. 
Jrenibcnücvfcljrcücrcin, Unterftü(jung (Eintrag). 

8. 1125, 1935. 
Öa[t= unb 8d;Qnfa)irt(d)a{tcn, Sdjluöftunbc C^ntrag). 

8. 1932. 
,\:i}giciiifd}Cw 3»^'^»^ Sntjrcvbcridjtc 1917 unb 1918. 

8. 1489. 
iL'i'bonvniittdqcjdjäftc, ^crfauf^^cit (Eintrag). 8. 500. 
lUhiiifcr, freier Xag. 8. 1788, 1810. 
'i.iüftidjecrautt in !:üremcn ('Eintrag). 8. 1805. 
8ü5ialificrungwtoinmijfiün, (iin)e\)ung (Eintrag). 

8. 275! 
8tQbtauvid)ü]'je jür 8d)anfu)irtid;aftcn (Eintrag). 

8. 1058. 
8tabtniel)r, Vluüjc^rcitungcn (Eintrag). 8. 895. 
Straücnbaljuccftreit (Eintrag). 8. 1059. 
Stroüenbalju, Jv^0rprei^erl)ij[)ung. 8. 2154, 2156. 
8tcUcuüerniittlung, gciuerbi^ninüigc (^^Intrag). 8. 243. 
5i.^crgnügung<3fteucr. 8. 2104, 2105, 2107. 
5.mrtjri]aitenbgabe, !i!uftbnrtcitüftcucr, Jirmcnftcucr, 

8üubcrftcucr für boc (^aftiuirtügemcrbc. 8. 1870, 

1873. 
SSudjcrbc^crnat, 53e!ämpfung bcö 8d)lcidj]^QnbcIä 
• unb SBudjerS Cilntrag). 8. 1564. 



öcmerbcinjpcftion (Eintrag). 8.1141, 1143, 

1144, 2063. 
5l(cibcrgelbcr für ^^^oli^cibenmtc ufiu. 8. 877, 879, 

1010, 2070. 
^ranfcnücrfidjerung ber tDicnftboten. 8. 1283. 
Ätiegwbcfdjäbigte, i£ntfd)ulbungöiumme C2IntrQg). 

8. 1022. 
1. Tla\, gc]e;jlid)cr geiertog. 8. 224. 
aJiufiter, freier Xag (Slntrog). 8. 889, 1811. 



^ubgct 1919, Kammer für ^anbiüirtjdjaft. 

8. 084, 085. 
Grunbftcucr(icict\, Srljür/ung bcr öirunb^ unb 

OicbnubcfU'ucr. 8. 1805. 
JiiQnb\uirtjd)aftlid)c 8d)ale (VI]Urng). 1123. 
8pQrtajjeu, il>criiaatlidjung (^'iutrag). 8. 560. 



^^elagcrungc-^uftanb, *'^Nrcfic* unb 53crJQmniIung3« 

frei[)eit O.Hutrag). 8. 69, 77. 
53ubget 1919, ^^üKauvjdjluftqcbiet unb .^'^ol^» 

unb Jabritcnliafcn. 8. 680. 
©aöQbgabc, 8 :KTr,:L'it er. (ViUtrafj). 3. 2050, 2000. 
Sicgierung^^ratc^fteUc bei bcr Deputation 

für .v)äfen unb Ciifenbüljnen. 8. 1451. 



5UIaön)crte, llntcrftütumg bcr 'Jlrbciter (l^Introg). 

8. 9()2, 1257, rjik'), 1343. 
Beamte, (i;Ht]djulbungvjnnuue unb XeuerungS- 

(^nlngcn (xHntrag). 8. 443. 
^k(Qgcrungc>,yiftanb, Vluiljcbung O'^^ntrog). 8. 734. 
^^üllmann, Cvrjdjieiiung bc^s 'JUbciterö (Antrag). 

8. 905. 
iüubgct bcr auf5crürbcntlid;cn iüenuenbungeu 

für 1919. 8. 1413. 
Deputatiüncn, CS-rgQn5ung. 8. 483. 
(iinfünuncnficuer für 1919. 8. 578. 
(üfenbaljnmcrtftQtten Sebolbisbrüct ('Eintrag) 

8. 1603. 
J\'lugrjnfcn (xHntrng). 8. 486. 
03ciuerbcinjpcttiün (^?(ntrag). 8. 11 13. 
Örunbftcncrgcjcl), C£rf;ü[)ung ber Oirunb* unb 

C^cbäubcfteuer. 8. 1860, 1868. 
3J^oürge]clljdjaft, örünbung. 8. 2169. 
^rciücrnuttlungcjftene ('Eintrag). 8. 1527. 
9ieid)öu)irtjd;aftiJrat, iüilbung (Eintrag). 8. 1186. 
8ü5ialifierung»Eünimiffiün, erfter iüeridjt unb SBcitcr- 

fül)rung bcr 8trQiJenbQr;n nad; ^ud^ting. 

8. 1037. 
8tra{5cnbQl)ncrftrcif (Antrag). 8. 954, 956, 1060, 

1074, 1084. 

66 



••^•'^'»»•» "«»•v'-^AsH*.»,, », 



etraficnbaljutarü, ed)ü()uua. ©■ ^^'^^' 2156. 



iUiUcr. 

aV-U,ncvuna.^uf.anb »vtnrte,u 6 4.^;J8^^^ ^^^ 

«^'''«fCS' S H^u'ullö. IG, 17, 18? 21. 22, 

^^^mcubüvucr !t!i bcvaabcn (\nutrao). 0.97.« 

^trappen, (^kunid)t C^lutraci) e lOo. 
aricbclK^bct)i^Qunc;cu (^lutran). ^- i^- 
ä'SnprotofoU, Xribunal Oilutvan^ 6. 9o. 
&cncxa[]ixc\l Cvntid)äbiciuu^. f • «f • 

■,Md)an.ovbnuua.^^o^8(>, ^ 

^^oUtiSe'oJctanncuc, 5vci(afiuna C^|"tvan). ©• 346. 
edjcibcmaun, 0)crüd)t über ^3 uctmtt bc. 

©d)ic6crcicn, ^^cnuuubuugcu uiib -Lübc«taUt 

(£tabttI)CQtcr uub Drdjcftcr (^lutrQö). S- 333. 
etabtJcIjr, ^nmamm, ^^^^V^^nunn bcr 
5Itbcitcr (Antrag). S. 88, 89, Jü. 



piUlcvöIlttufcu» Dr.. 23ciöcorbuctcr. 
SBctöuüöung^fteucr. o. 21G6. 



CJrunb unb 5^ubcn, ^k'rid)t bcr ilümmiffion. S. 1715. 
£)aubluua^^a^^I)iliniicl)ait, Sdja^bcitimmuiiQCu (2.ntraG). 

e.'ii'io. 



trci^.cruiiUlir.iQSftcUc (^üitraq). _@. ^«X ,.oo 
kniat, ^.^crmcl)niuc| bcr Öill^troite o. l.>33 



iöeamtcufteacu bei bcr SoIIücnüaltung, (SrridjtuuQ 

uub UcbcrtraciuuQ. 3. H22. _ 

«öcrui^bcratuno uub iieljrftcacuüeruuttluug. <^. IHüb. 



^Irmcunmt. ^oaxiihaitZ^pian 1920. 8. 2098. ^ 



^•;iaui>»i>ivi|\v*M''- t r"-' 



i". j'jVjl ■;««•/•*•' *" 



»böb. 



(DI)m. 

iöäbcr, S3creiu für üüoutlidje. 5. 706. 
mbqct 1919, Oiul)oacI)aIt. 3. 681. 
ih'icöiMuatcrial, Ucbcrla]iuiia ^^n itaatlidjc uub 

uabtijdjc ^^ctricbc. 8. 7S1. 
9^ur)cloI)ncmpfäuacr, Sulagcu, i>crläu9cruuG ucx 

(S)ültiqtcitvbaucr. 3. 1313. ^ 
9iuI)cloI)u!aiJc bcr 3taateQrbcjtcr ^^rl)0 nnici bc5 

2cucruui30oiiidjlaöCi&. ^. lö2b, lJ--i. 



COtto. 



^tlQStucrfc, Uutcritüt)uu9 bcr ^Irbcitcr (^huraci). 

e. 959, 1275. ^ „ ^ ^^^ ^ , 

(Siicubaljumcrtitättcu 3cI)Qlböbtuc! (^lutraQ). 

öcmcScStiou (^lutran). 3. 1N0,1199 2063. 
qentrQlarbeit«uad)UKiö uub Gnucrb.Moicuiurioröc 
(^lutraci). 1907. , 



^liucmQtüarapI)iid)C 93ürjül)ruuöcu für bic Csuflcub 



(Vlutraö). 3. 1321. 




C^Iuiracj). 3. 89 



^luncumcjcr, uK'itcvcr ^:tuobau. 3-290. ^ 
iiU'laqcvuuav\^uftaub, xHujbcbuua C^lutvaa). j::- 4^- 
Tcputatiüucu, li-raau^uua. jp. 3L(), 4<J, 4m, -»-o. 

Js-Uuibajcu C^lutvaa)- ^- 1^"^"- »^ 
(N^cndjU^ar.st, ^uuiüriu'. _^. -93. 
Öcjdjäjtvsüubuuuö. 3. 93. 



6(J 



580 



18. Sali 1019. 



%iHn-bem träfe il)ii bio ciiintntinc T^cx* 
möiicn^^nbaabe mul) hau 'Jii'|\icnnuvj= 



ciitiuiii[ mit . 

S![\\o \n^^c\c\a\ni Ijottc er 



. ir)2 000_,^ 



an ciumodqcH iinb laiifcnbcu 8teiicru .yi cutriil)tcu, 
fo bnfj biibiird; allnii jdjou jciii '-iNcrmöiiou luicbor nuf 
^^l iiomiiidlcu Staub uoii U)K^ .yin"ul\iin'nl)rt iDÜrbc, 
UH^bei m>il) .^^ boiKcliid)tiiVMi ift, bau bor '-il>ert bcy Wcl-- 
beo nur lunl) \i\ bov inil)ercu i[t. '^^ci bni "iJtrbcity^ 
cinfommcii mirb biejcui Uni[tnnbe burd) bic I)üi)crcu 
IHUjiio uub L^)oI)iiltcr jounc burd) !Icucruuiv?,\ulai-icn 
Sicd)uuui] (]ctrai]cu, uniljroub bic Siopitalrcutc bic üollc 
(i-iubufic'^u trajicu l)ai, uuMft uori) i)cr)d}är[t burd) bcu 
iKüdiiaiiq bcr JKcute jclbft, iu[oInc bcr ö^uiuncrcu (£r^ 
traaui[]c bcr Uutcrucl)nuuuicu. 'i^lnd) bic]cr 'l'uult ifl 
bei' bcr ?5ra(^e ber $>öl)c bcr (5tcueriäi,\c in ^Ju'iajidjt 5U 



Aie.}c»i 



V;.*l)ii:id) Iii't;;u bie T-iü-v^ 'ui be;: i.iri]:iid)cu ?ci- 



' 1" * ! 1*' 1 

I L'iiLil. 



\'i.id) i)icr jiia> 



oic y.i CiiaidjieuDcu v::5lciicr* 
bctrtiqc icl)r crljcblid). So bctruiicu ^v '^- bei . einem 
mir uQl)cftel)cubc.n '^HU-fe bic "ülbivibcn an 'C)a6 3ieid) 
nnb an bic »^lommuncn mä[)rcnb be^ ^a[}xc>^ 1018 über 

1 800 000 cU, mäbrcnb ber ücrtciltc Weminn 

2 000 000 Jf, bic an ':}(nne]tente uub ^(rbeiter cje^aljUen 
iiöl;ue ca. 15 000 000 Jf betruncn. 

So jiel)t mau, i)(\]!, \d)on bafür aciornt ift, bau bic 
5l^äumc uid)t in bcu .vimuul umd)jcn. ':}lubcrcr]citi5 
uunj and) I)icr micber mit 9(ad)brucf haxan erinnert 
merbeu, t^a'i] nid)t allein bic .i-^öbe bcy Stcueriapcf^ für 
bav (i-nbcri^cbniy bcü CS-rtraiiC'-5 mafsi^'^HMib i|t, jonbern 
and) bic ''iU-obultioiiiit ber ^Urbcit. iil'cuu burd) fort« 
ciefctue Sircifö uub \Hrbciti3uuluft unfcrc _minid)aitlid)cn 
ilnternebmunnen ,yi]ammcubred)en, mirb and) bic 
Stcuertraft uou Staat uub Wcmeinbcn auf^i fd)mcrfic 
beciuträd)ti{^t, benu uid)t hai^ nominelle '-iNoltoocrmöi-icn, 
fonbern ber CSrtrac] beo in ber 'ilNirtfd)aft arbeitciibcu 
itapitalö ift bcr ^i'JuVäftab für unfcrc Stcuertraft. Soft 
biefe nnh bamit haa> ncfamte Sirtfd)aftolebcu uid)t ban^^ 
crub riefd)U)äd)t mcrbeu, mufj mieber mebr n^'^^rbeitet 
lücvbenl 9(ur 'Jtrbcit taun uuy in bcu Staub fciUMi, 
uufereu fd)mercn fiuau,\icl(eu '^Hn-pflid)tuurien ua_d)5u* 
tonnuen nnb bariiber l)iuauo uu^ bic "ilU'iitel ^u einem 
rocitereu Vtuöbau bcr fo^ialcn '^viirforfie liefern. 

3d) bitte Sie, hcn brei ^sorla(]cu ber Stcucrbepu* 
tatiou :^^l)re 3iM"tii""J»"fl .V^ iV'^h'u. Tsi'^x bic (Sintom= 
menfteucr märe nod) ein Vtbäuberunnyantraf; bcr 'ih'C'- 
merl)aocncr ^I^crtrctcr ^u bcrüdfid)tii^cn. (üebt)aftcv 
^^kMfan.) 

"i^ cd^i (^.): .<pcrr ^räfibent! 9J(cinc 'Damen uub 
i')crrcu! Qrf) mitl nur menine iiBortc ,^u bem Wefel.\« 
cntmurf über bic Stcucr^'iufd)lä(]c im Qntcrcffc ^-Ikemcr- 
baiHMiv facicii. 5[>?einc 'Damen uub .t)crrcu! ^cr uor- 
leill)aftc '-i^crgleid; ber Steuern iürcmcuö ju bcn "iJlad)' 
barf^ebicten trifft Iciber nur ,vi für baö bremifd}C 
StaatiSnebict au^cr bcu .^afeuftäbtcu. *2)cnn in bcu 
^afcnftabtcn ift cö iiotmcnbiQ, ^um VIu!3(]Icid) bcr 03c- 



mciubcauf.iabcn uub =au^^(i«^<'n mctcutlid)c Steuer^ 
äufujiaa^^ ]n eivclH-u. Durd) bic ••}ufd)lanfteueru ber 
O^emciubeu, bic auf bic (iiiifommcn n^'lent loerbcn 
luüffeu, U)crbcu bic ''^H'r(]lcid)i>,yffcru in bcu .S)afeuftäbieu 
3Ui]uu]icn ber 5?adjbarftäbtc unb fcl^r .yiunnHuftcn bcr 
bremijd)cn Stabtc ocrfd)oben. Cn^O »'^^i^^ »^« ^^^^^ ^'^"^HC 
meniqc ;ial)lcn neuuen: bic '^>ela]iuui] bei5 (viufniumcu'i 
in !^(rciiu'rl)aoen ift 5. '-I^. bei einem (^^^tcucreintommeii 
oou ;'»0(K) Jf ]'äl)xl\d] 202,00 .//, bei einem CSinfommcn 
uou r)()0() Jf. 'Kiii Jf, bei 8000 Jf (iiutommen 
1208,7;') Jf, bei 12 000 Jf Ci-infommen 2:'>:')1,7:) Jf. 
ÄNCUu bic 'Damen unb .t>crrcn bic eutfpred)eubcn i|if- 
fern für l^^rcmcu bamit uer(]Icid)cu, bann mcrbeu Sic 
einen ^i^c^riff bel'ommcn üon ber (\an^ erl)eblid)eu yjic()r= 
bclafluiui, bic bic brcmiid)cu Steucr,^al)ler in bcu 
.s^afcuf.äbteu tranoii muffen ,yim ';>luyi]leid) bcr (^)c:= 
i^;ci::f.';afte:i. "^ic^ liCjV barau, meine 'Damen uub 
\:ai\';5, ba\i in r;v:it S:ab;[Moi '^'Vcn::n ,-,a ioeuii; bei 
ba- Slcuei-("ic"< ' iV-'ii-n 'AÜcijidu i]cuommeu ifi bavauf, 
baf] ber Siabtftaat fem Webiet auünebc[)nt l)at. t}>\x 
Ijabcn fd)on lauere in ber alten '^^üriier]d)aft \Huträ(]c 
neflellt nnb and)'crrcid)t, ba\] ciiic Deputation eini-iefeiU 
iüorbcn ift, bic fid) mit bcr ?ixac\c befd)äftiiit l)at. _Dic 
X^Ncrljanbluuncn fiub aber nid)t jum *:}lbfd)luH nefübrt 
ivovben. 'Äir mollen and) baoon abfegen, (^ruubjäulid)c 
^Jliiträc^c üorläufifi ^^n ftellcu, mcil in ber '-inu- fa ff uune= 
beputation bic ßrafi^ ber '.}lui5eiuauberfel;uuii ber ^i'- 
nau^cn im nan^eu 'i^raatc '-l^rcmcn allgemein fd)UH^bt,. 
nnb mcil au'fjcrbcm im Deutfd)cn ^}ieid)c eine 9?curci"jc= 
Inuji bcr Ci-iutommoibefteueruui^ beuorftel)t. yinx ba^i 
eine luirb uotmeubiii fein, baf] mir — iufonberljcit 
bei bcu nicbriiicn Ci-intommen — nid)t nod) eine mcitere 
^-l^claftnun ber (S-iufommcn ^yuiunften bcc> Staaten? 
'-I'^rcmen 'bclommcu, mcil bann bic Steuerflud)t au'3 
unferer Wemeinbc in bic (^ikMueinbcn mit tleiuerer (i'in- 
rommcnfieucr fcl)r fd)uell ciufeijcn mürbe, '^i^ir babcu 
bal)er einen '^lutraij i]eftellt, ba\\ bic Steucr,\uid);äiie in 
bcu .V)afcnfräbteu für bic Steuerbeträiic biy 2000 Jf in 
illcid)^er .V)öl)c loic im '-Inn-jabrc unb füy bic böbereu 
Stcucrbcträiic etu^av i*ierini]crc Stcucr.^ufd)läiic, alv in 
bem Wefc|,\ für 'lU-cmcn ooriicfel)cn fiub, fcih-iefclU luer^ 
bcu follen. 'il^ir boffeii, bau U)ir bei biefer ^^V'fieucruun, 
bic nur für biefe^:^ eine ^yi\)x gelten foll, uid)t ,yi einer 
Stcncrflud)t '-iH'ranlaffuui^ iV'bv^i, baltcu bicö aber für 
ba^i' äufjcrfte ^^ucicftänbniö uub boffen, balb .yi einer 
fjrunbfäDlid)en ^licijclnui^ ber (i-iu(ommcnfteuerfrai^c ^u 
tommen. 'JJtciu '.}lntrai] c\cl)i bal)in: 

STlNir beautra("icu, § 2 be^5 Wefeiu'.5, betrcffcnb 
einen .,^ufd)laii snx C5-iufommcuftcuer für bav ')ied)» 
nun(Vöial)r 11)10 bal)in ab^uäubern: 

1. .s)intcr bic '^\>orte „ber SiiU"^)^«^ bcträiif* 
mirb eiui^'füQt a) in bcr Stabt iürcmcn unb bem 
^anb(]ebiet". 

2. iS-6 mirb alö Sufa^^ I;in5Ui]efaöt: b) in beu 
^afeuftäbtcn: 



I ■ III M l 



i n ■■ 1111 m\ *— * n i^iP«iP"wi^ " 



338 



Moldau — Moyor 






\ 



1022; (mit Boltc) Physik f. So.>fahrcr, IHZr,. (mit 
W Kiilt(Mibadi) llCiO'; (mit O. Li'ujijpc;.) Lciwl) ;t.i 
d. Navigation. 11)31; (mit O. Sti-ppns) Matiu;- 
matik f. Sc»;fahrts(iiu!..-n, 1931; (mit j. Krauß) 
U'j'ttcr- u. Moor«iskundo f. Srnfahrcr, 1031. - 
Hrsg.: (mit O. Fulsl) 0-> A. iJrcusing. Stc-urr- 
mannskunr.t. lOüO*. (mit O. Fulst u. C. Sdiillin-) 
192-;'«, NadUrag: Tcdinisdu; Navigation u. Meteo- 
rologie. 1927«. 1929'. 1930'; (mit O. Fulst u. C. 
Sdiilling) A. Dreusing. Nautisdio Tafeln. 1929'«. 
(mit O. Fulst u. O. Steppes) 1934'». - Verz. d. 
VcrÖff. (lß9o-;931) in d. Ann. d. Hydrographiu 
u. Maritimen Meteorologie, in: ebd.. Jg. Ü5. 1937, 
S. 233. 

L O. Stoppes. in: Ann. d. Hydrographie u. Mari- 
timen Meteorologie. Jg. Ol. 1933. S. 3G4 f. (/'); 
ders.. in: ebd.. Jg. G5. 1937. S. 233; ÜN 11. 1. ;93ü 
(i'j, 24. 4. 1937 (P). 

P Photo (StA Dremen). 

^"^^ , Martin Berger 

Mcycr, Sigmund gen. Hans-Sit^ismunJ, 
Dr.-Ing. E.h.. Fabrikdirektor. Senator. * 11. 0. 
1873 Hannover, t 27. 2. 1935 Bremen, (kon- 
fessionslos) 

V Sigmund. Kaufm. in Hannover (isr.); M Helene 
Simon; od Hannover 28. 3. 1901 Thcrese Sophie 
gen. Rcsi (1078-1938). T d. Hcinridi' Eduard 
Eidiel in Hannover u. d. Therese Emilie Stoll 
(ev., dann konfessionslos); 2 T. 

Xadi dem Bcsudi des Realgymnasiums lernte 
M. ein Jahr bei der hannovcrsdien Elektro- 
firma Körting, um dann in Hannover und 
Zürich adit Semester Maschinenbau und 
Elektrotechnik zu studieren. Nadi Erlangung 
des Ingenicurdijoloms ging M. in die IJS/C 
wo er drei Jahre lang bei der General Elec- 
tric Co. in Sdienectady. N. Y.. tiitig war. 
Wieder nadi Dcutsdiland zurücxgekehrt. be- 
kleidete er den Posten eines Obcringonieurs 
bei der Union Elektrizitätsgosellsdiaft. Aber 
lange hiol; es ihn nidit m Deutsdiland; 1009 
ging er nadi England, wo er bei der British 
Thompson Houston Co. in Rugby eine lei- 
tende Position einnahm. Als G> Heinridi 
VViegand begann, in Bremen und an der Un- 
terweser industrielle Unternehmungen zu 
gründen, um vor allem dem Norddeutsdien 
Lloyd eine breitere wirtschaftliche Basis zu 
geben, holte er Ende 1905 für die Leitung der 
eh.ktrotechnischen Abteilung der drei Jahro 
zuvor gegründeten Norddeutschen Masdii- 
nen- und Armaturen-Fabrik GmbH C.o\\ zwar 
noai jungen, aber qualifizierten Elektro- 
ingenieur nach Bremen. H'ier entwickelte M. 
eine bcachtlidic Energie. lüOß sdion war er 
Mitbegründer der Norddeutsdien Automobil- 
& Motoren-AC (Namag). deren Vorstand er 
sciulem angeliörtc. Aber auch bei der Grün- 
dung der übrigen Werke der sog. Hastodter 
Industricgruppo (Lloyd-Dynamowcrko AG. 



.' um die Entv.'id<- I 
jrhielt M. später 1 
de der TH Braun- * 



Norddo-.it.-fhc Waggonfabrik AG) ist er hcr- 
v< ,■;(,.!. 1.1 dor Namag. die die clektro- 

tr.uu..;.,ho Abteilung der Norddeutsdien 
Masdiinen- und Armaturen-Fabrik über- 
nahm, leitete er vor allem die Produktion der 
Elektromobile, sorgte für das Anlernen ge- 
eigneter Arbeitskräfte - es g.-.h in Brem'en 
nur eine geringe Zahl brandienkundiger 
Arbeiter - und trieb C^(iw Verkauf der Fahr- 
zeuge tatkräftig voran. Seiner Initiative ver- 
dankten Elektrotaxen-Gesellsdiaften in an- 
deren deutsdicn Großstädten ihr Entstehen, 
ihm :;elang es, die Reidispost zu veranlassen,' 
anstelle von Pferdefuhrwerken elektrisdie' 
Paketposlwagcn zu benutzen, selbst für die 
Müllabfuhr wurden Namag-Fabrikate cinge- 
setzt. Für seine Verdienste um die Entv.'id<. 
\^^-^r^ des Elektromobils e; 
(1925) die Ehrendoktorwürdi 
'sdiweig. Nodi auf andere Weise war M. maü- 
gebiidi an der Ausweitung des Unternehmens 
beteiligt. 1912 gründete er für die NamagTlie 
Bremer Carosseric-Werke vorm. Louis Gärt- 
ner AG. Widitiger aber war die Fusion der 
Hansa-Automobil-Werke AG in Varel, die 
ihren Sitz nadi Bremen verlegte, mit der Na- 
mag im Mai 1914 zu den Hansa-Lloyd Wer- 
ken AG. Zu VorstandsmTfgliedcrn dieses Un- 
ternehmens, dessen Produkte dank ihrer aus- 
gereiften Konstruktion sehr bald weithin Be- 
aditung fanden, wurden die Gründer M., -* 
Robert Allmers und August Sporkhorst 'be- 
stellt. Nadi dem 1. Weltkrieg, in dem er als 
N\uiirid;.tenofiizier freiwillig diente und mit 
dem ELsernen Kreuz ausgczbrchnct wurde, 
wandte sidi M. audi dem üffentlidien Leben 
s.'iner Wahlheimat aktiv zu. Als Mitglied der 
Deutsdien Demokratisdien Partei war er Ab- 
geordneter der Bremisdien Nationalversamm- 
lung (1919-20) und gehörte dem Senat vom 
^j_Z--i5i^-.bjs 17. 4. 1928 an. In vielen Senats- 
kommissionen und Deputationen des tedmi- 
sdien. wirtsdiaftlidien. Verkehrs- und sozia- 
len Bereidis war er Vorsitzender bzw. Mit- 
gliod. Seine Sadikenntnis kam ihm in diesen 
Ämtern sehr zustatten. Wie wertvoll seine 
hier geleistete Arbeit war. mag die Tatsadio 
beleudilen. daß er über ein Jahr lajig nadi 
seiui.-m Aussdiei7Icfr-au§"lr:^-'^onat noS^ 
Mitglied der Deputation für die städtisdicn 
Werke gewesen ist. Als a\c Hansa-Lloyd 
Werke AG während der Weltwirtsdiaftskrise 
in Sdiwierigkeiten gerieten, weil sie vor- 
nehmlidi Lastwagen und sduvere Personen- 
wagen bauten, konnte Carl F. W. Dorgward 
1931 die Aktienmehrheit erwerben und die 
Firma mit seiner eigenen zur Hansa-Lloyd 
und Goliath Werke Borgward & Ted^lcnborg 
GmbH zusammenlegen. M. sdiied aus der 
Firma aus. In der Zurüdvgczoijcnhoit dos 



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STAATSARCH IV 
Bremen 




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Bremen, den 28. Juli 1965 

Am Dobben 91 

Fernruf: 361 22 55 P/R 



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Herrn 

Dr. Ernest Hamburger 

67 Riverside Drive 

New York 24 
N.Y., U.S.A. 



Sehr geehrter Herr Dr. Hamburger! 

In Beantwortung Ihres Schreibens vom 22. v.M. möchte ich Ihnen 
mitteilen, daß Ihren Fragen über die Beteiligung der Juden in 
der hiesigen Verwaltung und in der Bremischen Bürgerschaft 
(Landtag) hier nachgegangen worden ist. Es wurde festgestellt, 
daß vor 1933 dem Senat, also unserer Landesregierung, nur ein 
Mitglied angehört hat, das jüdischer Abstammung war. Hierbei 
[ handelt es sich um Hans Sigismund Meyer, bis 1931 Direktor 
der Hansa-Lloyd-V/erke A.-G. in Bremen. In Anerkennung seiner 
besonderen Verdienste um die technische Entwicklung des Elektro- 
mobils ernannte ihn die Technische Hochschule in Braunschweig 
am 9. April 1925 zum Doktor Ing. h.c. 

Am 11. September 1873 in Hannover geboren, wurde Meyer am 9. J uli 
1920 als Mitglied der Deutschen Demokratischen Partei in den 
Senat' erwählt. Er war am 9. März 1919 in die Verfassunggebende 
Brelriische Nationalversammlung "und am 6. Juni 1920 in die Bremische 
Bürgerschaft gewählt worden. Bei einer Neubildung des Senats am 
^ 30. Januar 1925 wurde Meyer abermals in die Körperschaft berufen. 
Die sozialdemokratische "Bremer Volkszeitung" schrieb einen Tag 
später in einer Meldung: "Der Bürgerblocksenat gewählt" u.a.: 
"Nur Senator Meyer erhielt 57 statt 60 Stimmen, weil die drei 
anwesenden Völkischen (der vierte ist auf einer Amerikareise) 
aus blödem Rassenhaß H.S. Meyer nicht wählen wollten." 

Bei der V/ahl eines Senats der Großen Koalition (Sozialdemokratische 
Partei, Deutsche Demokratische Partei, Deutsche Volkspartei) am 
17. April 1928 schied Meyer aus dem Senat aus. Er ist am 27. Februar 
1935 in Bremen gestorben. 



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In der "Festschrift zum 60. Geburtstag von Carl Katz", die 
am U. September 1959 die Israelitische Gemeinde in Bremen 
ihrem Vorsitzer widmete, heißt es auf S. 24: "1849: Nach Be- 
kanntgabe der neuen Verfassung ziehen alle Hastedter Juden 
nach Bremen. Seitdem haben von den jüdischen Mitbürgern nur 
Alex Abraham und August Cohen der bremischen Bürgerschaft 
als Mitglieder angehört." 

Wie indes Nachschlagearbeiten ergaben, sind die Herren Abraham 
und Cohen in den Verzeichnissen der Mitglieder der Bürgerschaft 
von 1848 und 1851 nicht aufgeführt. Auch kommen sie um diese 
Zeit im Bremer Adreßbuch nicht vor. Ebenso werden die Genann- 
ten in den Akten über die Erwerbung des bremischen Bürger- 
rechts nicht erwähnt. 

Auf Grund des Reichsgesetzes zur "Wiederherstellung des Be- 
ruf sbe^mtentums" von T.April 1933, wodurch alle nichtarischen 
Beamten pensioniert werden konnten, mußten in Bremen 7 Beamte 
und 2 Angestellte aus dem Dienst scheiden. 



Mit vorzüglicher Hochachtung 



In Vertretung: 






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(Dr.LLhrs) 






Staatsarchiv Bremen 



28 Bremen 1 
Präsident-Kennedy-Platz 2 

Telefon: 0421/361 621^ 



Staatsarchiv Bremen • 28 Bremen 1 • Präsident-Kennedy-Platz 2 



Tag 9. Hai 1975 



Herrn 

Dr. Ernest Hambur^^^er 

67 Riverside Drive 

New York, N.Y. 1002^- 
U3A 



Az.: 24^1— B Hamburger 
Dr.L/R 



Betr. : Senator Hans-Sigismund Keyer (1875-1955) 
Bezug: Ihr Schreiben vom 15«^-1975 



Anlg;. : - 



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Sehr geehrter Herr Dr. Hamburger! 

Die im Jahre 1969 erschienene "Bremische Biographie 1912-1962" 
enthält einen Lebenslauf Ha-ns-Sigismund Meyers mit näheren Angaben 
über seinen beruflichen und politischen Werdegang (Anlg. l). Zu 
seiner Tätigkeit als Senator ist zu sagen, daß es seinerzei-c noch 
keine Fachressorts im heutigen Sinne gab. Die Senatsmitglieder 
arbeiteten in führender Stellung in den für die verschiedenen Vcr- 
vjaltungszweige eingerichteten "Deputationen", "Behörden" und "Senats- 
Kommissionen". So gehörte Meyer u.a. der Deputation für die städtischen 
Werke", der Deputation für Häfen und Eisenbahnen, der Sonatskommission 
für Handel und Schiffahrt und der Behörde für Handels- und Schiffahrts- 
angelegenheiten an. Das S^.hvjergewicht seiner Tätigkeit lag also v;ie 
es seiner beruflichen Qualifikation entsprach, vorwiegend auf den 
Gebieten Vorkehr und V/irtschaft. 

V/elche Gründe dazu führten, daß Meyer am 17.^.1928 aus dem Senat 
ausschied, konnte auf Grund der hier bewahrten Akten nicht ermittelt 
werden. Zu bedenken ist, daß der "Geschäf tssonat" , dessen Mitglied 
Meyer war, aus - Leils parteilosen - Fachleuten bestand, w^üircnd 
dem S^nat der Großen Koalition, der erst nach zähen Verhandlungen 

b.w. 



zustande kam, vorneliinlich Parteipolitiker angehörten. Überdies 
vjurde auf Beschluß der neuen Regierungsparteien die Zahl der 
Senatoren von 14 auf 12 vermindert. 

In der Bremischen Nationalversammlung nahm Meyer vjiederholt das 
Wort, vjie sich aus dem Sprecherregister zu den Verhandlungen 
ergibt (Anlg. 2). Der V/ortlaut einiger dieser Reden ist beige- 
lügt (Anlg. 5); Rückschlüsse auf die Persönlichkeit Meyers dürften 
sie indessen kaum zulassen. 

Mit vorzüglicher Hochachtung 




(Dr.Schvjebel) 
Ltd. Regierungsdirektor 



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4. Juni 1975 



An das 
Staatsarchiv Bremen 

28 Bremen 1 

Praesident Kennedy-Platz 2 



zu Hd. 



von Herrn Dr. Schwebel 

Ltd. Regierungsdirektor 



Ihr Az.:244-B Hamburger 
Dr.h/K 



Betr. Senator Hrns-^igismuncl Meyer {1B73-1935) 



Sehr geehrter Herr Dr. Schwebel, 

Ihr freundliches Schreiben vom 3. Hai 1975 ist in meinen 
Haenden. Ich danke Ihnen bestens so^vohl fuer Ihr Schreiben 
wie fuer die Anlagen. Alles ist fuer meine Arbeit von grossem 
Werte. 

Besonders freut es mich, dass Sie mir den Unterschied zv^ischen 
der damaligen und der heutigen Zeit klar gemacht und mich mit der 
Art der Taetigkeit der Senatsmitglieder in Deputationen, Senats- 
koir^issionen us^.. vertraut gemacht haben. Dadurch werden Irrtuemer 
vermieden, die ich sonst begangen haben wuerde. 

Wie Sie schreiben, sind nicht viel Rueckschluesse fuer die 
Persoenlichkeit Meyers aus seinen Reden in der Nationalversammlung 
zu ziehen. Sein Ausscheiden im Jahre 192n aus dem Senat haengt 
vermutlich mit der Verkleinerung und auch mit der staerkeren 
Politisierung und Einf lussnahme der SPD zusammen, da Meyer offen- 
sichtlich ein Gegener der Sozialdemokratie war. 



Nochm.als besten Dank und 



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it vorzueglicher Hochachtung 



Dr. Ernest Hamburger 



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^'icr,og;:ap^)X^a-) caifctcscic^net. 



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9. ^cinuat 1920. 



1413 



Tarne 



^„.iicu uub .v>crrcn! 3cl) i]cljüre iucbcr ö^^i-" '-^^ubriCt- 
füiumiifiün nudj 5ur Tcputatiüu für bic Ci;rlcucljtiui(]ö- 
mi^ ^>a[icnücrfc unb and) nidjt ;)Ur Deputation luc^cu 
bcö ÜvatvfcUcrö, müdjtc aber tvüt\bem bei ber iBidjtin= 
::it bei^ iiUibqct^, bai im nei]aiiüeii Sinne hai ^djliniin[tc 
für bic giuan^cn bev Staate« beiürd;ten laut, barouf 
biniüciicu, lüic bicjec^ iünb^et erff anojetjeu lüiirbc, 
wenn lüir nadj bcn ^iiNÜnidjen ber 'i^Nartcien ber Ximfen 
bicjev^ .'T'iaujev^ ba3u überi-ienancien uuiren, and) bic 
i^riuatbeiriebe ,vi üerftatilldjen. (Sel)r flut!) odj i]laubc, 
id) braudje teuic iiioüen Vlu»iü(}runiien ju niadjen, 
um Sic baüon ,^u über,^eno,en, mit meld) auucrürbent* 
lidjerSd^meriälliijfcit uut> Unrentabilität Staatsbetriebe 
arbeiten. ^^ lieiit mir fern, bic .sperren, bic Siaatö» 
betriebe 5n leiten l)aben, l)ierfnr nerantmortlid) nuidjcn 
3U mollen. nein, o>5 lici^t cber.in ^ev ^J^ai.iv ^.'r Sndjc, 
ba;; b;e Sta«".to;"otriebc n^. 1 'O \^v::\ - ■; (r.[\\,:\\ 
ii\::i:'-;i ;i'ie ■;• .iratbetriele. <:':•. c;; c.;;. ii- , ■■v, ...' 
l)L4UcK*: fi^5 bei ben i^')iW' nnb, L:»;;;tri-ii:i:--;vov..:; u..* 
ein ^;i>riüatuntcrncr)mcn, unb ber Xieiter bei^jelbeu rejp. 
ber ^.HulTidjt^rat mürbe erft nad) einem Saljrc fid) 
barüber flar merben, bcii bic ^;>rciic, bic für (^)a^ ober 
Glettri^ität (genommen merben, nidjt annüljernb üuv» 
reidjen, um* bic Sclbftfüftcn 5U beden, jo mürbe bic 
goUie jcin, ba\] ber 'l^riüatbetricb l)üllftänbi(] ^n OJrnnbc 
geriditet tuave. (verul-e in ber redji^eitißen C^rljübnnc] 
ber ^reiic ^cic^t fid) t)ai Wefdjid ber iieitnn(]. benu 
bann ifi man" nidjt ge^iunui^cn, tprunc]mcijc Steinc= 
rungcn t3or5unel)mcn. ^JiidjtiJ erträgt ^ai> "isublifum 
id)raercr alö eine jprungljaitc Steigerung ber ^^reifc, 
mäl)renb allmäljlidjc Steigerungen in 3^'itcn allge- 
meiner Icncrung alö felbftüerftänblid) betrad)tet merben. 
5Ibcr hQ?,\i ift freie Tsnitiatiue ber Teilung nötig, unb 
bic ift uu fdjmerfälligen Staatsbetriebe unmüglid). 
§ätte man bic ^reicfteigernngcn für &ai!>, C£leltri,ytät 
VLWi) ißaifcr rcri)t3citig üürgenommen, fo Ijättc man 
nidjt mit bcn Sd)mierigteiten mic jc'v^t ju fämpfen. 
(Se[)rridjtig!) Sl^aö bic Vibjdjreibnngcn auf bic 'Dampf- 
teffel beim "^leftri^ität^^^mcrf anlangt, fo Ijat fid) Iciber 
burd) vcw Umjd;mung ber '^er()äitniffc ergeben, bafi 
felbft eine 'Jlbidircibnng auf 1 J(j nid)t alw Sidjcrung 
^u be5eidjnen ift, benn bei ber iijürnaljmc üüu \Hb= 
fd)reibungcn ifi bic '^^ürausiet',ung, bafj bie l^rcijc ftabil 
fiub. Csn je^nger 3^"'^ i^^^^^c nur nod) üon ^)iüct« 
ftellungen geiprodjcn merben. Tenn wai uiii\t e^, 
einen OJegenftanb auf 1 Jo ab^^ujdjreiben, meiui bic 
■ Dienanidjaffnng beefelben nad)l)er ^ai> 3e'l)iU'ad)c be3 
alten 'ilnidjaffnngemerteij toftet? 'lk\ Staatobetneben 
mirb aber auf fü etma^ nid)t gefeljcn, benn ber Staat 
mun ja im '^ebarf^fallc hod) bic yji*ittel aufbringen. 
• TaB baruntet aber bic Vlllgemeinljcit leibet, ift tlar. 
SiJaö ift nun bie Dint^anmenbung üon bcm C^an^en? 
iüel)ütc unö (^iüit üor Staatsbetrieben, mie fic bie 
.perrcn üon lint^ münfdjcn ! Seien mir rcd)t üür«= 
fid)tig bei ber Sr^flc ber allgejueinen So^ialificrung! 
0-öcifatl bei bcn Dem.) 



SD?Ql; CD.): .^"^crr 93fäfibent! SJ^einc Tamcn unb 
5)erreu! i;i;:r gau5 tur^ einiges auf bic ^<?huM'ül)rungen 
bei Qcxxn Sd)mibt. .V)err Sdjmibt I)at geglaubt, bic 
Stelle ber 'JlbteilungsUürfteljcr unb bie gel)übenen 
Stellen bet'ämpfen ,y'i muffen, ^sd) müdjtc feftftellen, 
bafj er in bieicm Jalle tut, a(ö ob er für bie ^^Uircan» 
beamten fpräd)c. Daö Ö3egenteil ift ber "is^ii. Zsd) 
tüuftatierc, bai bic '^nreaubenmten gerabe bas gcmünfdjt 
I)aben, mos töir beantragen, bic ^eamtcn= unb 
Vlngeftelltenan^fdjüffc Ijaben bie ^-ürbernngen anfgeftellt. 
Tsd/ Ijabc and) jdjun erflärt, bau djnen biejc Stellen 
gröfuentcilö früljcr bereit^^ ongefagt maren. ^Benn Sic 
i)ün ber iiinfen eö jür ridjtigcr Ijalten, unfern ^Jlntrag 
ab,snlel)nen, jü muü idj crtlärcn, ha\] bic gan,^c ^Kebe 
bes .V)errn Sd)mibt nur ein Spiel mit Si^ürten mar; 
in SBirllidjieit finb mir einig in ber Stutmenbig^tcit. 

^ii.':eiii:i':~;vUoi:[:c[)i'rn 



neue vrsielion ^u ubaffen. ^'■' -" ^' 



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bc!ö». -'^ i, »e.i '< .'• '*• J •.'.. ' '"> ViiVi '.'■■lit.j .',',, aM GiC' 
fv\i.>e »vibeii iJjic 'Jiv'.jcr, iki;r i.,.;;;i'.e;i iie jci OC'C \c'.ji 
^\i k\\ic\\u..\ VUiifii^tvavb::: \-.[d)t mcljr bai biil)crigc 
Cuantum au bud)r)altcrifd)er '^Irbeit Iciften unb muffen 
bcstjalb burd) bic üufrüdcnbcn ^^udjtjalter cntlaftet 
merben. Sd; bitte, bcn Eintrag Sdjmibt ab5uleljnen. 

Senator Stöycn (9J^.=S.): Öcrr ^Nröfibeut! 
^D?cine Damen unb .V)errcu! >Jcrr Sdjmibt [)at ange* 
füljrt, ba\i lüir ganj anberc 'ipreife für bie (Slcftri^ität 
bered)ncn müfUen, mcil mir burd) bic Üöebranlagc 
mit billigen ilräftcn redjucn tonnten. Dae fpielt aber 
teiuc fel)r groüe 9iolle, ba mir im allgemeinen nur ein 
Drittel ber (5(c!tri5ität a\ii bcm ilraftmcrf bc5ie[)cn, 
unb 5mar aud) ba^ nur bei normalem iüetrieb. äBcnn 
aber Cibbc unb Jylut einen Sijibcrftanb cntgegenfc()en, 
inbem fein genügenbcä ö)efälle meljr üorljanben ift, 
tonnen mir mit* bcm Drittel nidjt einmal rcdjucn, 
cbenfo and) nidjt, tuenn mir ftänbig Dcicbrigmaffcr 
Ijaben, ober mcnn Gisgang ift, ferner bei ^^ilbung üon 
(^runbei^ unb 9torbmeftfturm, aud) bann tonnen mit 
nidjt mit einem Drittel redjncn, fonbern mir muffen 
bann auf bic Äloljlcn 5urüdgrcif cn. 

(Ss ift bann nodjmals barauf [jingemiefen, ba\] bic 
'illbfd)reibungen üiel 5U niebrig ieicn. 5» biefer XHngc» 
Icgenljeit Ijabc idj mit .V)errn Direftor iDtattbiac^ gc- 
fp'rodjen, ber baranf autmertfam madjtc, baf; beim 
CSiettri^itütwmcrt Cs fid) um ^l^iafdjinen banbelt, bie 
alle üor bem Ätriege angejdjafft unb and) nodj nidjt 
alt feien. .s)err Direltor* lUattljias red)tfertigtc feine 
^Jlbfdjreibnngen bamit, ba\] beim 'liiert nod) Mefiel 
üorljanben feien aiiiS bcm Csabre 1SS3, nieldjc nod) gut 
erljalten unb fidj im iik'trieb befinben. 'Juidj biejen 
Darftellnngen fann man aljo nid)t fagen, hcii bic 
Vlb]d)reibungen üiel .yi niebrig bemefjen finb. 

äl>cnn .v^err ÜDun)er jagte, mir jollten mit beu 
greifen nidjt fprungbaft in bie .Vör)c gcljcn, tuir 
folltcn bic 'i-^reifc nidjt jo auf einmal forcieren, fo fjaben 
mir bai aud) nid)t getan. 5dj erinnere baran, bajj 
aür im iU^är^ bereits bic ^$rcife für C^a^s erljoljt Ijaben, 



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12. ©CAemlJcr 1910. 



1265 



S) e 2)^ei)cr(2).): .^crr ?^räfibcnt ! SJieine ©amen 
v'\h sScrreu! Dbiuo^I aiuljcljeu t)cr 2)ircaioii bcr 5{tla^5- 
Jüafc^l^b i^reu 5(rbeitcrii in^^uifcljen eine (Sinii]un(> 31:- 
y:\\>}c offommcii ift, bic beii $Ir6eiicrii erljö(jtc ^-3crbicint»= 
n.-Mi.Vunicii mtb ^ur m)cinm(i iljrer jclucjcn l^^ot cmcii 
)y'-Mc\:n ':!^o:]d)n\] ^Mhiliic^tc, f.Iauben bic ^'lutraöitcller 










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]v\v,ci, v<hh^ bie alten fo^iQlbcmüfrQtiicfjcii ilJiiißliebcr ber 
^^iinuTi'diaft i]c)Q!]t gälten, mnw 311 ■feilen t)e^^ fclii]cu 
Cl'iii]u'i^'-^fii^'ii^'=5 ^'^" ^liilracj ficftcllt luorbcit Wäre, man 



l'oüe ör'f'jutlicfje 9JiitteI bciuiiliiicn, baiiüt c 

fviilrif !]Ci]eii iljrc Vlrbciter hc]\cx burdjljaltcii ft 

uuv: Cu iKierftcr (,^)runbfat» aiicl) bei bcii Ö)crocil|d^a|tni, 

bat") bcr Staat an^ ])vl\)iu\v\x.\c^:i]l[\^cn^ä\\\])icll Iji^raii^^ 



eine beftrciitc 
bnnc? '-i^ivljcr 



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iiblciljcn [)ättc. Si^iirben luir iu bicjcni "^alic oüu bicfem 




:nib baburd) lüüvbc ber 8taat iie^Junuf^en, in cinieitii]er 
Ä^eife in roirticljaftIid)e iiäuipfe cin^nt^reifcn.^^ 

'^en (^eiuerffdjaften uub bem ^üübaria'ü'ii]efü(jl bcr 
übriiKn 5(rbciter (jotte c§ ol)nc iiicitere« möi^Iirf; ]cin muffen, 
bie 8—900 Arbeiter, itid^t etiua 2500, luie immer be«- 
, Ijauptet ruirb, bie biö ,^ulelU in bem SBirtfrijaftvfampfe 
Qnögeliarrt Ijaben, meniciftcn^S uor fdjlim:i:fier l^^üt ^n 
fd)üt3en, ba^n finb ja bic ©treitfaffcn nnb bie 8ammhinncn 
in ben i^clriebcn l)a. (iöiberfprnd) Unii.^ iii^cnn 'bie 
übrigen 5(rbciter Bremen» iuirltid) üon bcr Öercdjtie]feit 
ber 'Bad)c bcr S(rbeiter bcr ^Itla^merfc iibcr:^cn(]t gc:üefen 
Uiäreu, mären andj bic notmenbia,en llnterfiüt^iuu]0(]elber 
über bie ßeiftnnnen ber Streiffaffcn Ijinau^ Qnf(]?bradjt 
n^orben. ilöeil ha^^ nidjt ber Jyall mar, ftellt nmn nnn 
ben eintrat], ha]] ber Staat nadjträ(]Iid) biefen äÖirtjdjajtiS- 
fampf au» Staatsmitteln finanzieren foll. Qi ift qcfapjt 
iDorben, ha\] biefer Streif eine mittelbare Jyül(]c bcij .u'rierieij 
njöre. tiefer öirunb ift an hcn paaren ijerbeii^e^opcn. 
2M)i bem Ärici^e öerbanten bie 5{rbeitcr bie lanqe iHrbcitö- 
Iofi(]feit unb il)re ^Jtot, fonbcrn ber uni]Iüdfe(ii]en il>cr- 
tüirrunn, ^^^ ^i^ Ü^cüolution in hcn iiüpfen ci"nii]er fo- 
nenannter 5Irbeitcrfüf)rer Ijcruorc^crufen I)at, bic offen ben 
^error öccicn jeben ^^nberSbcnfenbcn, bie Sabotage (\cc[cn 
bie^ $robnftionSmittel unb bie 2)iftatnr einer iDiinberbeit 
auf i(jre ga^nc gefd^ricben ^aben. 9^ur menu man fid; 
biefe 3uftänbe in ben großen ^Betrieben ücr(je(]cnmärtiijt, 



fanu man bic llvfau;c:: uo!T nnb gan^ ücrftefjen, bic ^n 
bicfem bebancrlid;e:i ::dUiiju;af:ifami)f Gcfüfjrt Ijabcn. ^Il« 
im SDc.^ember üorii]cn Sal;re^ uon 'öcin XcmobilmadjuniiS« 
fommiffar ÄloctI}, nnfelißcn ^Hni]cbei:fen^ (3u)ifdjcnrnfc, 
§eiter!eit) ber fatc(]orifdje 53efcl)l erlaffen mürbe: „^(nf 
hcn iiBerflen ift bie Vlfforbarbcit ab,v.ifd;affcn, bafiir merbcn 
i)ieuühitionö3ufdjüffe Gc^aijit", mufjte fid; jcbcr ucrftänbiije 
iWenfdj ]a(\cn, hax> fann nidjt gut p,of)en, benn bic niffifd)en 
CS-rfaljrnnrjen mit berarlincn (>U'ii<u(t!nren tacken ja uor. 
2)iefcr nnnnififelii]c i^^cfclj! mnfue fdjiimmc' Sivfnnf/n 
.^citi(]en. ^ie crfte g-olge mar, ba'] and] bie übrigen 
V[rbeiter unter .sjinmei« auf bic Werftarbeiter äOnlic^e 
Jyürbernniicn auf "i^fbfdjaffnno ^^^ Uttovhc^ anfftenten. 
^([(c i^üeirtebc mnfUen barunter leiben, nnh and) id) mcifj 
ein £ieb baiio;i },u fiiij^en. S d) m c r c S( ä m p f c cnt * 






a:]hi:u I- ; ^ v b :i r ro , \u\'d nur bcr o::j\wxc\^ Ginfidjt 



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^oavdcn, buii :i)e::iijüc::^ in biefen 5nbuvirie.)mcii>'i!,' h'r hex 
<:taat nidjl unicrfiiit^tc, bic Vlttorbarbeit cvljaltcn blieb, 
benn fjier fjättcn bie 5ofi]en bcr Vlbfdjaffnuc] bcr '^ifforb* 
arbeit fdjon nad) einigen ÜJJ^onaten ^n einer Sialaflrup^e 
fügren muffen, i^ei hcn meifien iilNcrften hac\ec\cn beftanb 
biefer ungefnnbc ^]uftanb läi-iicr aiii ein 5ai)ri unb and; 
jctU nod) ()ä(t fid), mie bie ki^.kw iHbftimmnnfier. :,:\{\cn, 
ein ^cil bcr :^i>erfiarbeiter für bv"veJjtij]t, boi oI);a';'ie^5 
fdjon ftarf .Vilii'niiieni]efd;moI;,enc '-lU^Ifviicrmö^en ocri^cüben 
;n bürfen, um igrem türidjten Sd}Iai]:uürte '„^(ffmbarbeit 
ift lO^orbarbcit" ,^u Ijulbi^en. iOladjcn ^Ic eä fid) hcd) 
einmal llar, mao ee üoifMuirtfdjaftticf) ^u beDeutvU bat, 
bafj ber Staat für bic millfürlidjc iainbcrleifinnt] einer 
Gruppe umi V(rbeitern hcn llnternebmern i^nfdiüffe au^ 
üffentüdjcu ^Jtitteln i]emäfjrt. ^iefe „Virbeit^Jimüben- 
untcrftütuntG'' voat bcr ßrüfUc iilrcbefdiaben nnh Ijäitc 
fübalb mic mbOjlid) abi^ebaut merbcn muffen. iD^an mirb 
mir nidjt uadjfanen tonnen, ba[j idj ,yt ben Sdjarfmad)ern 
beiJ Uuternc[;mcrtum5 c;el)i)re (|]urnf Iinfv>: Xüd), hod)\); 
aber C)3 mufj an biefer Stelle ^um V(n§brucf i]cbrad)t 
merbcn: id; Ijaltc e» für uuücrantmürtlid), bafi, u ad)hc m 
bic n ij t i (j e n S i d; e r I; c i t e u für eine i] e - 
r e d) t e it n b für ben ^I r b c i t e r u u t\ b r i u (^ c ii b e 
5(fforbbafig quc§ für bic iij3erflen nefunbe:i *marcn, 
bic mailqebcnbcn Stellen ber ^)ie(]iernn(] nidjt fd;on län^ft 
crflärt I;aben: ^^Inf hm ii^erfien mirb u»icber in 5(ffürb 
nearbcitei; jebenfallS fallen bic 'Jieuüintiouy.uifdiüffe hon 
jct'jt üb fort. 2:ann mären bic JL\^iter bcr ^IJcrften fd;on 
früf;cr (]e3mnni]en öcmefen, ben nli-'id;en Stanbpunft ein* 
i^nueljmen, ben bic Xireftion ber Vdta^merfc feit September 
einrjenommen t;at, nadjbcm bei i[)r nur ein drittel be« 
Werfe» üon ben ftaatlidjcn ;)iM'^'^jin"fen al» Werft profitiert 
I)at, mäl)renb ^mei 'drittel al^ iD^afdjinenfabrif fid) im 
offenen !ilVarftc betäti[]en mnfjtc unb babei alle ^Jhd;teile 
bcr feijicnbcn l^tfforbarbcit in .Uauf nc[)mcn muffte. 

lieber bic ^Jiotmenbii]!cit bcr 5tfforbarbcit ^icr dn 
Wort .^u ücrlicren, erübrigt fic^, nad;bem fomol;! bie '-Iser- 
treter ber !i}^=S. mic bcr II. S., hie mit mir in ber crften 
Siiuing ber Sd)tid)tuni]ufommiffion ^mifdjcn !5)ireftion unb 
5Irbcitcrn ber 5ltlaömerfc (jcfeffcn I;abcn, reftloiS ber 9^ot- 



1 2i)6 



12. ©c^cmBcr 1919. 



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uicnbif^fcit bcr 5I!fc»rbarI)cit in bcr 2}?Q}d)incn Jsubuftrie 
.'^ugeftimmt Ijobcn. 2)Qraiiö ci'öibt \\d), boft bie 2)ircftiou 
bcr 5(tIavMucvfe bercc^tint war, bicfcö 5>crlQnncii für bie 
STi^irbcrcröffnunn ii)rc^5 iüctriobc^S 311 ftcüen. ^chii c» fann, 
jo Ia;u]e lüir iiorf) bie inbiv.ibuQli[ti]cf;e SBivlfd)aftv){üVi;i 
l]al)c;i, ' feiner ^DircÜioii ,^iu]emutet luerben, mit iH'r{djrüiiflen 
Viri:u-:i bei* i^rftöruun i')^^'^^^^ Uiiterueljnicnö .vt.yiieljen. 2)ii5 
Uii'irt' r;epbe 'Isflidjlueil-.'V.iuin. (^'aii.] alu]efeljcu bnuon, bafj 
bieX'ci'tcr bev ir.itenieljuiUKf.e:: ';:cift aufii ciinfte mit i()reu 
!ö>eireii üerbuiibeu fiub. Ciy fiiib bie iiiiiber iljrer Goröeii, 
bie fie nii5 fleiueii ^liifäiißen (]ro{5(]e,^oi3en iinb für bie fie 
il;r beftei^ yionneu eiiiöejelü I)aben, iuäljreiib bie 5(vbeiier — 
unb leiber mei[t bie i]röf)ten Gdjreier — Ijcute bei biefcm, 
morgen bei jenem Unternel]inen fiel) betäticjen. Diein, bie 
.*pcrrcn uon lin!» Ijäiten olleu G)rnnb, bie 1^'iter bcr in* 
biiftrierien Sverfe — befL^nbcv^ f]icr i:; ^re::':n 
j^creii;Jir .vi l-öM-.^i'e:!. '2v-[h 



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lyrA. Unb, meine ^>c;ven uon (inlv, luo uvivon ^ic oijne 
bie Snbnftrie? (S^^^^f öoii Iin(»: 5)qö bcrnljt auf Gießen* 
feitigfcit!) 

(^JQn3 äfjnüdj uer^ält e'> ficf) mit ber ^nißernnc] ber 
^ireftiou ber ^itlaömerfe, biejenigen ^Irbeiter mieber in^3 
' 2i3eri I)inein,yilaffen, bie ejan^ offen erflärt Ijoben, bie ^^er- 
ftörnna bec !iBerfey muffe bie ^Jlnfrjabc ber "i/lrbeiterfdjaft 
fein, biimii bnbnruj bie fapitalifiifdje 2i>irtfd)af:c^uu'i)e in 
iiiren Sinir^eln r;etvoffen mürbe. 2J^'ine .sperren tum linf^^, 
8ie füllten tod) für biefe» i^Nerljalten ber Tircftion baö 
.öollftc ^>erftänbniy Ijaben. Sinb e^5 hod) ^nm ^eil bie= 
felbcn (S'Iemente, bie bie ©emerf]ci)afien ;^erftören mollen! 
8ic I;aben bie 3ijnbifaliften on» i[)ren ilH'rbönben an^^» 
j]efperit, nnb I)abeu felbft nor ben Oicmerfjdjaftefefretären, 
ben 03emerfidjQftvDon,^en, nid]t .pa(t ßenu -^it. ^0 bleibt 
ha bie!L'oi]if? (.peiterfeit.) Si^ollen Sie üerlangcn, baf^ ein 
inbnftrieüey Unterneljinen, uon beffen Öebeiljen bie Cli-iflen,^ 
lanfenbcr obljänc^t, foldjc CSIemente, bie eö feitiijßcbradjt 
Ijaben, t'cn ,^möifmöd)i(]en SA>irtfd)afl^^fampf ,^n enifef;;In 
nnb burdj^nfüljren, micber bei fid) onfnimmt in ber fid]eren 
(crmartnncj, bafj bann boppelt fo uiel (|cl)e<^t mirb ? ^Jiein, 
meire .^erren, 'C)a':s ift in uiel uerlanc^t. ^a luht nndj 
bG§ SolibaritälöQefüIjt anf. Üente, bie ilirer Sircfiion 
fie^enüber offen erfUiren, bnfj bie ^cff^brnni; beö SBerfey 
iljr^icl fei, uerfünbio^en fid) ebenfo an ben or.ii'refjen ber 
Viibeiter mic an ben Sntereffen bcr ^-Isolfc-niirtidjaft, nnb 
biefe Meute muffen fidj flar barnber fein, ha\y für fie fein 
^lat3 meljr ift in einem inbuftrieHen Unterneljmen eine» 
bemofratifdjcn il^oIfeflaateS, fie muffen mavten, biy ber 
neue Staat gefdiaffeu ift. ^a§ ift feine 9J(af)reiiehin(]. 
(Starter: CSine brutale SJ^afiregeluneJ) 2^enn für bie- 
jenigen ^(rbeiter, bie nidjt mieber inö Sinn! aufgenommen 
tucrben follen, bietet fdjon ber § 12:> ber Ojciuerbeorbnung 
eine genügrnbc ©ruublage für eine 5(uÄld)Iiefmng, ber lautet; 
^Sl'er bie \Hvbeit unbefugt üerläftt ober fid) bebarrlidj meigcrt, 
ben il)m obliegenben !!l^erpf(id)tungen nodj^ufommen, ober 
njcr fid) ^ätigfeiten ober grobe ^^eleibigungen gegen ben 
VIrbeitgeber ober feine i^jcrtreter ^u Sdjnlben fommen läfjt, 
lann fofort cntlaffcn meiben". >Derartigc iüerfeljlungen 



finb allen benjenigcn nadj^umeifen, bie je^U mieber ein- 
gcfteili morben finb. 

5(n biefer geflfteHung änbert and) ber offene 53rief 
be5 .V)errn i^olb nid)iö, ben biejer uor einigen lagen in 
ber iHrbeitcr%>]eiiung i)eröffentüd)t I)at. V((ii id) il)n gc^ 
lefen Ijatte, fagte idjmir: itein Gngel ift fo rein mie^err 
^kUb. (i3 ift nid)t ^n uerftefjen, mie bie ^irefiion auf 
feine roeitcre iD'tiiarbeit raT;id)ten fonnte. Üeiber hat .perr 
i:>oIb ucvgi'ffen mit,:utei(en, bufj er nod) uor einigen ^J^onaten 
(läftig genug mar, al» einer ber erfteu in» ^irettion^- 
/simmer einzubringen unb bort ha^ grofie SBort ^u fül)ren. 
^HufK'rbem foll er in,V'infd)en ja eine \)kl paffenbcre Isüc« 
fd;üftigung in bcr $);cba!tion ber Slrbeiter^^eitung ge* 
funben I;abcn. 

^ier ul'u Unterneljmerfabotagc ^n reben, ift Unfiun, 
bonn brr r..;;ei-.u\,...c: ^at ba^^ ö'^'i^''>' onU-reffe mic bcr 
S:ar.:. UiUraf uo;; i/ i n b a u , II. S.) .v)err iZinban, 
iu) \i^:i]\ i\:d)t, ob Sic fid) getroffen füfjlen. CS'ö tut 
mir leib . . . 

^ r ä f i b e n t : 3d) bitte, feine 3^^^"^ h^^ mad;en, 
unb bitte Sie, nidjt auf bie 3^^^"^^^ 0" adjten. 

9)? e \) e r : ©er Untcrnefjmer ^at bie gfeidjcn oiiterefieu 
mic ber Qiaat \i:\h ulz ^'[Ilgcmeinlicit, -.uimlid) bie ')\^X0' 
buftion 5U fövbcvn, um bami. bn' iiTiften-^fäliigfcit hcZ 
Si^erfe^:^ 311 fic!;ern, moburclj Ijüljere Steuern unb Vibgaben 
erhielt merben. (B^ruf uon linf^^: Sie finb ^-aiilen^er!) 

(Srforberlid) ift bie $ebung bcr ^(rbeitcrmoral hnxd) 
Huvfdjallen ber '^olitif an^ ben 53etrieben. CItvj ifi bc 
bauerlid), bafj ^ur Grreidjung biefev ^^{ielev bei ben Vltla«^ 
merfen ein ^mölfmödjiger ):ri>irlfdjaftyfampf nötig luar. 
.V)ierfür trifft aber bie Scfjulb nici]t bie "I^ircftion, foi;bcru 
jene (!-(emente, bie ber äufjerftcn iiinfen bicfee .pauje» ncdjc- 
flel)en. (^iit'uf: ^ein Gngel ift fo rein!) 

PfUm Sdjlufi mbdjle id) hk '^H'rtrcter ber 9}^'I)rI)eit5« 
fo3iaIiften bauor marnen, einen Sd)ritt 3n tun, ber jcbc 
^ionfcguen3 in i^rem bi^Ijcrigen ^Ncrbalten uermiffen lie{;e. 
Si'er bie inneren S^orgänge in ben !:l)etrieben mäljvenb be^ 
Iet\ten oQ^jreö Ijat beobadjten fönnen, nnif> 3U bem Sd;luf> 
fonimcn, bafj ber %aü ^(tlaymerfe bie logifdie Jyofge einer 
monalelangen ilserliet^tttig ift, unter ber in elfter X!inie and) 
bie VIrbeiter ber 9Jte[)rI)eit^fo3iaIbemofratie gelitten Ijaben. 
(i^urufe Iinf6.) Si^oüen Sie vsljren 5hit)ängern in ben 
5.u'trieben ben Üiüden ftärfen, fo bleiben Sie Ijcran^i auv 
biefem Si^irtfdjaftÄfampf aly politifdjc 3iegierungv= nnb 
Cvbnungc^pavtei unb überloffen Sie cö ben mirtfdjaftlidjcn 
^nbünben refp. ben einzelnen *i?(rbeitern, iljren yioüegen 
bie Ur.terflütmng 3U geben, bie fie bei fadjlidjer iöeurieilung 
für r;d)tig Ijalten. 

SJ^'iue Jvfflftion fomol)! mie id) perfönlid) treten ftet*5 
für geredjte gorberungen ber 5(tbeiterfd]aft ein, beim mir 
feljcn nur im ^IBirtfcIjaftöfrieben bie 3"^"iU'^^"'^^nJit^jfi'i^ 
S:entid)Ianbö. (9inf uon linf^^: Sfl^ir andjl) '^Iber ben 
uorliegenben Eintrag muffen mir auf» entfdjiebenfle bc 
fämpfen, meil mir bie ©egenmart nid)t mit einer ÜJiaj]- 
nal)mc belüften bürfen, bie für bie3ufttnft fdjmcnuiegenbc 



12. *2)e/\emöcr 1919. 



l*>r»7 



:\r.:u-i ^.il^ O-.n^iiI SIh^uu co ]id) I;ciac für uibi öa- 

-'•.n hai:o-foi' ^oViil-rr r,ii ciiticljclbon, ob mir al^^ 3;e= 

^,;.Tini.;Oi'.^;lci l)iTci. jcion, ^ÜaucI »;i bciuillincii -u bcni 

v.uiMo* i n ) c i t i n ciu,snfjrcifoii in hcn iuirrJ)aiilicI)eu 

!\ui::;)j', id; luhrbc laut *i;iO bi'iitlid} fanon: V'( ein! iiiiir 

niüfjon lö ßninb)äj,aidj ablcl;ucn, in iuiiiid;aiüicl;c 

.Vu"imp»c niit'Staatömittehi ciu.yuircifeii. I^lUr ftcljcu 

auf i^em v5taiibpiinU, ha]^ iüirt]d)üftlid;c ilämpfc 5^1= 

\d}cn bcn Drtiauifatioucu bcr "^^Irbcitnebcr iinb ber '^Ir» 

bcitucljmor aii;:M]etrai]cu luin-bcu muffen, ^k i5k\\)c\h 

[rf;afiru Ijabcii baraii (clbft bay allcvnröntc ;'^Htcrc;)c. 

Tic ^Wu>piflif-«Miv:ü^ri'v, bic '^'v'ii'.'riü-f.iriojK^i'::^: ; uvr- 

iou ii;iv 'Kctlji Hv-bi'ii, ba[], vc-cwn vjIx £i.M;.o:iiia;L jär 

iDiriidii>;:iidK >«äi:i:no bouiilliv^cii lüollu';;, iJir baiuii ^;::.- 

Die v^kjcväilc bi'r luiiü:ii;.ca bci^icjci; iüiirbcii; ui) bü; 

jeft baDou' iibcr,^ciu:;t, baf] luir baiiiit bcu £!cutou nur 

2i>afjer auf bi: 1l^iül;lc txac\cn muhen. Iföir l)abcu ja 

idjou qcliört, lüic bcr .Slinnniuuift !iH-citnicl)cr bie Ö>C'- 

ipcrljdiafrcu nur nod) alö Ijiftorifd) bctradjtcu mill uub 

jaiif .^;)craue^ nuc-. beu C^.nucrifdjafrcu, mir brandneu fic 

iüd)t v.irl;vl (:l-'ru;c mv.i lir.f-^.) .V)crr ^^^räfiboutl 

^.Kciuc Xaiuia iiab .\)critMi! Vlad} ."ocrr .Vraic i}ai in 

l'cip^iq crlläri, luic notiucnbic^ mir in ^^Ju^ii^Ut bic Q^c- 

iDcrifdiafion nodi ncbrondjcn. "^Uidj mir ftcljcn auf beni 

3ta;iD}nniÜ, bn'j mir bic 03cmorljd;aftcn in bcn näd)= 



freu :3'^Jji*^^^ uubcbiiuit nod) ßcbrandjcu, bcnn Mloffcn^ 
(]Cf»cuiäl;c nnh kämpfe mirb c6 nod) (]cbcn. Sir mür- 
ben bic' WciDCvtidjaficn aber ^crtrünunern, uu'nn fid^ 
bic ^^Irbciier bei 'illuöfpcrrnnncn ober Streife^ auf 8taatt^, 
mittel urrlaffen tonnten. 

tficinc '2)anicn nnb .^"^errcn! (5"y ift 'Oann bic Tvraiie 
iDicbcr an^^efdjiiitten morbcu, ob bic C5"rmcrbi5lofi(]teit 
bcr 5tt(a5^'illlrbcitcr oIö birettc ober inbireftc "Jvolfic beo 
.^iricnec^ an^ufcljcn fei. .v)cit I^r. küntler I;at fri)on 
früljcr uu^^c^cfütjrt, hci\i nad) feiner .IV'einuiu] bic ^}h= 
bcitMoiu]Icit iufolc^c Vtuvfpcri-unri ober Streite^ ali« 
Slricc^5IoI(]c an^ufcljcn fei. ^sd) pcrjbnlidj ftel;c Ijcntc 
auf bcin Staubiiuntt, baf] bic Iricivömirifdjaftlidjen 
'i^crhältnin': (5d)ulb finb, U)enu Ijcute nad) 10 iiöodjcn 
'^luefpcrri-iio ein Teil bcr VIrbeitci feine lUrbeit finbet. 
(3^inife \iou liuiö.) :^\d) nebe für meine ^inu-fon ,yi, baf^ 
ein ^cii bcr auönefperrten \Urbciter unter normalen 
'^Ncrl^nltir.ffcn fidjcr mieber Vdbeit nt'fHubcn I)ätic, nnb 
lucnii hais unter bcn bcfteijenben ^-i^erbolmiffen nid)t ber 
Ofall ifi, fo ift b Q s5 eben iubireTte Mricivjfolfie. ^ann 
bic £d]ulLfranc. ^\d) niufj .V)errn !:"^J(ei)er (^enenüber be- 
toue.-i, ha]:^ nid)t erft nad) ^,cl;n ober ,V^i3If !föodjcu, fou= 
beri! ooi: 's^Infanq an, |d)on nad) bcn crften Xaeion ber 
^lusipcrrunfi, bic ^(rbeiter bereit maren, bic lUciftcr-- 
^^orjdjlaf^öliftc bcr ^ireftion an,2>uneljmen, baf; fic bereit 
maren, bic "»^(rbeit mieber auf,^uncl)mcn, bafj bann aber 
oon cer Xircttion ein n c u c ö M o m c n t , ein neuco 
Strcitobjcft in bcn .^lampf c\emorfen murbc: i> a <^ 



^<N e r I a n (1 c n, , bie "i^I f f o r b a r b c i t a u f /^ u = 
n e i) m c -.:. 'darauf ;onntcn bic "i^rbeitcr mit Diüd:fid}t 
au] cie »colibavitiu nid;t cin(]el;en, fic fonnten iljrcu 
Horicp.en an anbereu Orien nidjt in hcn i)vüc!cn fatlcu, 
meun ]\-: nid;t bcn leisten ))icft prolctarifdjcr Solibaritat 
arj'i^eben n»oI(ten. ^ic ^S'i^rbiTuni] ber (Siufüljvunc^ bcr 
'iJüIorbarbcit hat bie lauere *5)aucr beö mirifdjaftlidjcn 
»>lam;)fev berfdjulbel. "^jic JJJenierunc] l)ai, menn aud) 
]iid)i ofii,)ieU, fo bodj bnrd) bic ilrien^jbcputation, fid; in» 
t^Jcittel iiclent nnb alteö ocrfudjt, bic *3)iffercn,^en bci^^^u-- 
Iei]en, leiber aber oI;nc ü;rfülc^. *2)er "Direttion ift ein 
n c m i f f c r i^sormurf nidjt ^u erfparen, ha]i fic bcn 
'JIrbcitern ctmaö 3U(]emutet Ijat, ma^> iljucn nidjt I;ä::c 
^ui]cmute: mcrben bürfen. 

.*Oerr ^[.'räfibentl ^IH'einc l^ameu nnb .s^errci:! '^<[) 



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(i'inbiuu i^moiiucn l^ubcu, 'öci]\ bie 'i)irelt;oii ber Vuiav= 



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mcrle in biefeni Vaimpfc r^ciuifiermaüe:; alc> e;ne Vloan:^ 

^]arbe ber 0)rüfjunterncl;mer barjcftanbcn ijai. (ii5 foKtc j 

ein (^'^rempel ftatuiert merben, eo foÜtcn bic '^^[rbciter 

auf bie .^inie ße.vouufjcn merben, nnb für bicymal Ijat-- 

ten bic Unlernoljmer bcn beften ilampfiienoffcn auf il;rer 

Seite, hcii!> Cflenb, bic mirtfdjaftlidjc ?Jiifere, nnb fo l)at 

bie ^nrbeiierfdjaft ,yi nuferem firofieu !iJebauern .yi 

.Ureu3e hiedjcn muffen, fic if: :oieber in bie 7vi":brif (\C'- 

[Viiio^cn nnb fie finb bie ^)efd;iIajV';;v'n. 'Xie pajjiüc 'nc 

fiften^ oerurteilen mir anfy fdjcirjfie. Sir fteljcn aur 

bem Stanbpunfte, bafi ber ''^[rbeiter feine 'i^frbcityfraft, 

für bic er bc3al)lt betommt, },n liefern I;at (Seljr rid) = 

tißl) nnb tut er c^ nid)t, fo ift er ein i^^etrüner, mic ein 

.Suiufnmnu, ber fid) Sare be,vtl)Ien läfU, bic er niri)r 

liefert. (Geljr ridjtirj!) 'Diefen iBtanbpunft oertrcten 

nidjt nur mir, fonberu cind) alle orbcnllidjen ^^irbeiier, 

ob fie y.i bcn U. S. ober bcn 93^=(5. iiel;ören. "^Jlnd) bic 

U. 8. ftel;cn auf bem Stanbpunlte, baf] auf biefen ciroüeii 

^^etrieben mieber Drbnnufi (]efdjaffen merben nniö, '^^li 

nidjt bic 'Jlrbeiter •iu ^^utfd;cn miübraud)! uierDen. 'Xao 

„'-i^olfoblati" I;.at biefer '^aiie miti]eieilt, bafj in \)ani'- 

buri^ ein U.=S.='Jvübrer be^^ ^J.^ietanarbeiteroerbaubeö ta= 

(geilen proteftiert I)at, bafj bie ^-l^etriebe ,^um '-runnnef= 

p(a'^^ rabanlnftii^er 'i'ntid)iften neinadu merben. 

.'Ocrr 'i^räfibent! -Dicine Hainen nnb .*r:)errenl Ta^ 
nnterftreid;;n mir boppelt. ^Hber cö ifi bod) be^^eidjuenb 
lienui^, bai] bac> ein U. 8. ift, ber ebcnfafl^^ uufereii 
v5tanbyu):ft orrtritr, baf; ec^ nid)i fo ("jeben fann, \m: 
cv <yim !Jii( auf bcn 'i?ItIaomerfen .v^l^'fV^iii^'n ift. '^lu^ 
bererfeit'3 ifr aber fid)er, baf; ein iirofjer Xeil ber '^Ir- 
beiter bi'r Vlila^mcrfe n n f d) u I b i ^i auvi"iefperrt mor- 
bi^n ift. Wwb menn eü fo liej^t, baf; biefe uielen \Hrbei^ 
ter unfd}uibin auf ber (5traf;e fielct^en I)aben, fo bräujU 
fid) nnc> bic 1vrai]e auf, oh für biefe VIrbeiter bod) nidu 
etma«> aui 3taatvmittefn i^etan merben !aiiu. (i"»^ Kifjr 
fid) b a r um etmav für biefe 'Olrbeiter tun, mei( ber 
Streit nnb "i^tuuftaub uorbei ift, nnb loenn mir ciiu^rei^ 
feji, jireifeu n)ir nid)t in einen mirtfd)afilid)en ^Tampf 
ein. C^-3 iMubelt fid) barum, baf; in ^ikemen Xaufenbc 
uon Vfrbiitern nnb unfd)ulbi(]e '^^Irbeiterfrauen nnb SH\u 



t 



19. Xe^cmber 1919. 



1343 



l^lan fami bc\i aber nidjt Don Fjciitc auf iiiüriicu. 
üi>ir lüiijcu, bafe biird) bie Oküolutioii bic Ü^üglidjtcit 
ba:^n nt'icljaüou ift. ^iefe i)Jlöc\üd)tc\t müfjcii luir jC' 
bc'iiJQlli» auwuül\cn. S[öenn Tjcute bicje '^yragc 511 luiicrer 
,>V'U'vic_benl)cit crtcbigt ift, 5uv^3^ifriebcnljcit bcr 'üirbeitcr, 
(o'.inife bor U. ©. : 9tein, nein!) yo wollen luir boiiiit 
]cic\i:n, bafj nud) ^^Fjre Xätii-jfcit bnbcl luitgciuirrt I)at. 
'^no lUülicu lüir n^i-' "^'•-^J^ bcftrciteu. Snnim fülle:: 
w'v: beim immer enuai? Üiiue-o, mai gefdjaffeu ift, n:U 
geilen jeitiij öerctelu? od) fage, in i)uluiift luerbeii 
lüir bann chcn l)oi\cn, tai bie '2{rbeiter]äja|t burd; iljre 
poiitiidjc d)lad)t iljxcn ^Sottcil ermirbt unb, ütonomijd; 
an'] fidj (elbft ongeraiejen, bcn Alampf gegen bav lln- 
icrnefjmertum fül)rt, roie fic e$ bii^ jc^t Qctan l)at. 
(iüvQüü! bei ben 3J^'5.). 

Sommer (U. 8.): .V)err ^.^räfibent ! ilJeine Xa== 
men nnb .v)erren! 3d) mi3d)te nnr ein paar ^ovtc 
cnuibcrn anf bie ^'leunernn^en be^ .pcrrn ÄHenTe. .perr 
oclciite bat :..'-'^'iii«. idj Ui and) ,yi|riebcn mit ber i)ie= 
gelnng. 3ell)ftücrftänbltdj. iii^arum füllte id) n\d)t 
^yifriebvii fein? ilson meinem politifdjen 8tanbpuntt 
an^ b iU id) feljr ^^nfrieben. 8ie Fjabcn fidj aufeeror* 
bcntlid) bloö geftellt. ^amit fanu ein ^^lülitifer je^jr 
.yiirieben jein. \?(ber alo gnter l^ciuerfid;aftler merbe 
id) üerjudjen, meine ^-rafiiünctüllegen mit allen SÜtitteln 
ba'oon ab^nbalten, 'bei ben Untevnerjmern betrein gu 
gcljen, bamit fie politiidje '^Norteile erzielen. !5^a unter= 
jdjeibe id) niid) üon .perrn iUenfe, ber nidjt feine 
,SJülleo,en abgeFjalten Ijat, jn bcn ^Jltlavmerfen ^u gelten, 
ii:n fidj bort on^ bnrdjfidjtigcn öriinben il>ürtcile 5n 
bülen. 'I;ac> incrbcn hic ^^(rbeiter ücrfterjen. 8ünft 
bin idj ber Vlnffaffnng, bafj man felb)"iüerftänb!id} bie 
.<^ämpfe felbft fnFjren mnfj. ::sdj Ijahc in Sirtlidjteit 
bie lätigteit ber .perrcn öon ber iD^itte nnr gloffiert, 
in be^ng anf bic ^ntünftigen 6iämpfe gloffievt. Zsd) 
glaube nändidj, cö mirb nota^enbig fein and) für bie 
^infnnft, baf; mir mit foldjcn ^n'trägen erft an bic 
iVatiünalücrfammlnng tommen muffen, efjc eö bie 
Ferren üün ber l)tatiünalt)crfamnUung fid) merbcn 
angelegen fein laffen,. für bic 'Jlrbeiter ctrvav^ ^n tnn. 
^rft muffen fie betteln, clje fie babin tommcn, für bie 
Vlrbeiter ein^ntretcn. 3n bcn cri'ten 12 ilBüdjen ij't 
nidjti^ gefdjcljen, aber mie bie Senatürenfeffel madelten, 
ba liefen "- nad) bcn Unternefjmern unb üerfndjten, 
für b'- ; x ctwai, ^cran^^snr;olen. Sdj glanbe, 
baji mir m ' •:; uniJ bicc mcrbcn 5U dhi\}cn mad;cn 
iiräJiLi;, »ubcia .jir an bie Stational^-'-lNerfamntlung geljen, 
bie bann, wenn bie OJegiernng modelt, fid; ber '^Irbeitcr 
onnimmt. 

8. §. 2}^et)er i:^.): 2Benn id) nodjmalö in bie 
Xchatte emgreife, fo tue id) eä nidjt, um bai^ ^ad)* 
ndje nod)malö 5U erürtern. !Daö ift genügenb gefdjeljen. 
^sd) farjle mid) t)eranlaf>t, auf einige ^Jlcutcrungen be5 
,t)errn ißögebing ein^ugeljen. $err ^bgebing Ijat üon 
bcm ißcrbanb ber aj^etalliubuftricrren gcfprodjeu. 3c^ 



luj 



glaube, er meint bcn üminöfcn, fo oft angegriffenen 
3nbufrrierat. Sd; ftellc feft, bai berfelbe ni'djtö mit 
bcm i^Vrljaltcn ber 2)irettiün 5U tnn fjat. Vlnücrbem 
Ijat er ermäljut, ba^ üerfdjicbcnc *':t>artcien offenbar 
auf bic 2;:rcrtiou eingcmirft rjütten. 3dj ftelle fcft, 
bafj bie^^ };:r ■ :.: bcmoiralifdjc Partei nid)i zutrifft. 
Si3er ::;;•:.• . .: ;;:;'jrunf;cu in ber leisten 6it\nng ber 
!i)catiü::a;'v.vvin-i. ;:::::;. ;^ üerfülgt Ijat, mirb miffcn", bai 

*. • . ; •'•'•^^ )"•■••''» ^i^S 0)S eine gan^ felbft- 

ci-i;i;nbiL.;c ^4->;*iü> ber Xircliiun ift, nadjbcm ber 
iiampf üorbci i[i, unücrid;uibctc i)tüt, bie fidj bei ein-- 
5elnen ^^Irbcitcrn IjciuiooftcIIt, nadj beficn Gräften 5U 
beljcbcn. Söir Ijaben immer bicfeu 8taubpunft üertrcten 
unb fcljcu bcwljalb nidjt ein, marum uod^malö üon 
feiten beö 8taatew Fjier eingegriffen merben füllte nnb 
bem '-iiriüatunterncljmcr etmaö abgenommen merben 
füll, wai^ im Üktjmcn beö i)J^öglidjen feine ^flidjt unb 
Sdjulbigtcit ift. (3urufc ber U. 8.) Xiefeg (^runb= 
fätUidjc ift bereite in ber letucn Si^nng erlebigt morbcn. 
^Cv^ rjciicrcn i)al .v)jrr ^ügcbing üon ber'tedjnifdjcn 
9tütr)ilfe gefprodjeu unb ^mar in einem 8inne, alö ob 
bie 8djaffung ber tedjnifdjcn 9iot[jilfc irgenb etwai 
mit biefem 3.\>irtfd)aftyfampfe 3U tun Ijättc* Xie 8djaf- 
fung ber i)totrjilfe, bie übrigen^ nidjt oom öremcr 
8taatc, fonbern oom ^Jicidjc ausgegangen ift, füll boc'i) 
bic Hllgemeinljeit gerabe baüor fdjiitjen, bafj fie unter 
mirtfdjaftlidjcn kämpfen leibet, ^a^ ift etma« gan^ 
anbercö, alv cinfeitig in ben .Uampf eingreifen. " odj 
üerftcljc bic ^^krbinbung bciber 8adjcii uidj't. 3dj Ijalte 
bie mirtfdjaftlidjc Dtotljilfc für ctiuaö aufjerorbentlic^ 
iinpartciifdjc^. ^i3enn5iuciiNarteienmitcinanbcrfämpfen, 
füll jebe Partei iljr eigene^ ^)iifitü tragen, aber 
nidjt bie ^^(llgemeinrjcit in i)J^itleibenfdjaft 5ic[jcn. Xie» 
biglidj anü biefem öefidjtiJpunft Fjcran^ ift bie tcdjnifcEje 
Öcütljilfc gefdjaffen. :ix>ir tonnen eg nur begrüben, 
wenn babnrdj bie ijeiben ber ^Hllgemeinrjcit bei iT^irt- 
fd)aft<>tämpfen, bic fidj in Icbenömidjtigeu 53etriebcn 
abfpielcn, gemilbert merben. 3c^ glaube, mir füllten 
bie Xieljrc ani> bem ^all ^aiaömcrfe sieljcn, bafj ber 
^taat unter feinen Umftänben in mirtfdjaftlidjc Ä^ämpfe, 
audj menn fie beenbet finb, eingreifen barf, unb ba\] 
e3 Icbiglidj 8adje be» Untcrneljmer^ ift, bie nadj jebem 
ill>irtfdjaftw!ampf unüermciblidjc i)^ot, fomeit fic unüer« 
fdjulbet ift, in feinem iöetriebe 5U begeben. 2Bie mein 
^4>arteifrcunb SSenfjolb fdjon gefagt Ijat, Ijanbclt eis fic^ 
babei bnrdjauö nidjt um ein ^Jllmofcn. 3dj glaube, 
ba^ Söort ftammt Iciber üon ,perrn iüufnnann. ^ie 
miebcreingefteriten 5Irbeiter Ijaben ein 5lnredjt auf 
llntcrftü^jung iljreö Untcrnerjmenö, fomeit eine aiirtlidje 
i)totlagc üorlicgt. 3d) begrüne eii baljcr, baf; biefc 
(I'rfenntniö je^jt and) bei ber ^-rattion ber ÜJ^eljrljcitiJ- 
fo^ialiftcn burdjgebrnngen äu fein fdjcint. 3nt übrigen 
ift in ber leljten 8i^ung niemalö baüon bie dlebe ge- 
mefen, bai bie äunädjft sugeftanbenc Unterftütumg 
nidjt Ijodj genug märe. 3dj j'teljc auf bem 8tanbpnnfte, 
ba\i fic für mandjcn üicHcidjt fdjon 5U Ijodj mar. ^d) tcnne 
eine gan^c 'än^al)[ Slrbcitcr ber ^iltla^Smcrfc, bie md^rcub 



— t'i^.-^ < 



1314 



10. X)c5cmbcr H)Ili. 



bcv 'Vit be^etreitö mcljv Dcibicut Ijabcn a(ö Dorfjer. 
CDairbicic auci) uod) uutcr]tnDt juevbcn, Mt cicicutliaj 
buvdjaucs ücvEeI)rt. Csd) Ijättc cö üiel lieber ()eiel)en, 
rjeuii t)ic 6ad)e nidjt jü allGcniem öercaelt lüuberu 
i;::r \Dir!lid)er 5c*ot abcicljüljeu wäre, .^ruijbem ]c\^i 
Mocl] 100 5Jc\irt mcljr ßeöcbeii iDerbcii, \\t Cv5 raüGiiaj, 
taU \vixa\d]cx S^üt uidjt abaeljült'eu mx'ö, aber eiuc 
raiuc 5l;isal)l Ji^cutc üiel beficr Qblc;;ucibcn, al« iljueu 
UlorMM. 5U(ü bQö ilümpromif) mcai Qufocfaijt U)cr^ 
icu, wie ti mW, eine lüiiUid} Qcredjte Xiüjuno bietet 
c3 iiidjt. 

.UM eilte (2)^^o.): 9JJeine Xomcu unb .?)crrc^ii! 
Mcrr eüuimcr ilt alv> ':;?i3Üidcr jair :;i;v:cuf;;, ^iM^ b;j 

idj^hm jcl)r ^uiviö^:;; u:-> Kii: liiiv a:u.; l^:c :,rj;icre 
^^al}l ber ^Irbeiter au'] hcw ^'Itlav^uerccn. (^el)r c\ut!) 
5d) mu6 (on[tQtiercn, baö, iücuu id} mit bie]em ^(ucöang 
vafriebeu bin, id) mid) mit .pcrru Sommer lu ßlci^er 
'rudjtung beiücge, lueit idj tueiö, bau $err Sommer 
'!:>a'^ gleite ieit Sod)eu getan rjat, tüQö man unä 
^eute jnm 5>ünin;rf madjt. (Seljr gut!; 



für bie ^(rbciter etmaö ^u tun. Xie grüf'.c ^JJie[)r^al^l 
meiner grcir.ibc, bic Ijier fitjcn, [)at feit ^^alir^ctjutcn 
meit mel)r jür bie '«Arbeiter getan, aliJ bie CMejünilicit 
au'] ber Xünfen, abgcjeljcn üon ein.^elnen; bie gtüi;e 
2Ji*cbrbeit bürt Ijat man ja gar nidjt getannt. ^ liiar-- 
menbe ^miidjenrufe ber U. 8.) Tsa, meine .perrcn, 
cv5 mirb nidjtö nullen, (Xanernbe ^lurujc ber U. ji.) 
eie merben nnv barauö abjülnt tcmen ^trid brd)cn 
tbnnen bau mir biejcn 8tanbpuntt üertreten Ijaben, 
c.i\\ in ^:i>irtid;aitöiämpre ber 6taat nid)t cmgreiien 
tann. ^^x.^enn meine 3-reunbe in einer ber letjtcn 
eiiiungen für bic eteuerung ber Diotlage ber Vlrbeitcr 
cinai^lvcicn [inb, br;nn mac^t ba^5 bem :oer-en, t>a^ 

' ^ ' ' (if;rc, nnb au5 

bcn »'(iura;-; 
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iiriegvbcpuiatiün bcrariigc^; ;/.i bciü;:;;gcii. ia>Ciin 
ieUt ' ber Scnatüftanbpuntt ancrfannt merbe.i miuu 
menn iclb[t bie Xirettion ber i^ltla^merCe emgeiebeu 
hat baB [ie Dcrpflid)tet ift, für bie ^ilrbcitcr etmaC 
^n tun, )ü ift eö id}Ied)t angcbradjt, barauö ber 
^JDieI)rI)eitSpartei einen 8trid brcben jn moUen. v^d^ 
mn{) es entjdjieben ^nrüdmeijen, hai irgcnbiüie leitend 



<);I.ein(5}^^3.): ^crr ^röfibent! 23kine Xamen ^^r S^^et^r^eit^io^ial^^^^ 

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.' . V. i. fc t • ' 



crflen'auöfüijrnnfiv'.., ^..uau vj<c ]d)V.\ !r.i;;cve \.,cu.ux 
in biejer ^Ingelegcnljeit, Don ber b'^ot ber ^ürbeitcr 
auf heu 5ltlavmerten gefprodjen mit bejonberer iüe^ 
^uqnalime auf bae iJBcignadjtviefr, Ijat alfo bejonber^ 
baiür pläbiert, t>a\] biejer 5Jotlagc abgeholfen mcrbc. 
(5r]t im l'anfe feiner 3vebe ift il)m gcmifjermaüen be- 
muBt gemorben, ha\\ bic Situation fid) gcänbert Ijat 
nnb eigeutlidj jelU ber iiampf anberö geridjtct merben 
müiitc', unb Ijat nunmeljr ^Ncranlaffung genommen, 
gegen bic ijU^Mjrljeitöpartei, bie ber ^iegierung an-- 
gebort gemiffermaüen ^ormürfc au^ oeränberter 
Situation 5u rid;ten. 3Ji^an Ijat bai, Weiüljl uub 
fann eö nid)t locmerben, ta]] ben .perren bei biefer 
ücranberten Situation bic gelle meggenommen fmb. 
^JJ^cine greunbe tonnen mit groficr C^emiffenl)aftigteit 
nnb üoller Seelenrnlje mit bcm jetugen Ci-rgebniv ber 
Z\u(\t an bie Ceffentlidjteit unb gan^ befonberS an 
bie ' VIrbeiter Ijcrantreten.^ (Sel)r gut!) liUcemc 
5rounbe Ijaben oon je ben ^tanbpuntt eingenommen, 
bau eö nidjt geljt, ha\\ ber Staat in mirtfdjaftlidjc 
Xinge'fidj einniifdjt, ein Stanbpnntt, ben bie Social- 
bemotratie Don jeljcr eingenommen Ijat. Sie Ijat e« 
früljcr mit aller Sdjärfe ücrurteilt, menn feiteusJ _be<? 
Staates Sn OJnnften beS Unternel)mers eingegriffen 
morbcn ift in ben Sä.Urtfdjaftütampf. Unb menn mir 
foldjen Stanbpnntt früljer eingenommen Ijoben, menn 
mir berartigc öefdjeljuiffc fritifiert Ijaben, tonnen 
mir als ^Jiegierung nidjt fagcn, mir muffen anberö 
Ijanbeln, unb tonnen audj ben Hortungen beS .'perrn 
Sommer nidjt golge teiften. ajkinc Jyreunbe tonnen 
mit grotjer Seelcnruljc bem entgegenfeljen, ta\i man 
jagt, CS muffen erft Scnatorcnfcffel tüodcln, um 






unb Kcnu bieie goibevungcn burd;gebrüat murbei:, 
bann ']);)xa&jcu mir boc^ Don einem <iiege^ ^^o e;j 
nun fo liegt, ba\^ bie Unterneljmer 5nnad}]t ^^lebm = 
gnngen gcftellt Ijatten, unter benen nur biefe Untcr^ 
ftütumg gegeben merben follte, unb fic nnnmebr ge 
ämnngen morben finb, biefe iücbingnngen .suriid^ 
^nneljmen, cr3aljlen Sic Un bcn U.S.) nidjt oon 
einem Siege, jonbern moUen baraui> parteipol'.tnrij 
!:DJaterial ^ieljcn. CrS mirb Jljncn nidjt gelingen, 
bie Situation anc^ounui^n. CS'S ift öoUitiinbigJaneben 
gcbanen. So mie mir unS freuen, bau bie >:::itnaiion 
günftig ift, bay, bic Xirettion fid) üeranlaüt /Wiclicn 
iiat, bic vnrbeiier jn unterftüv^en, fo freut lid) obr 
i^arteigenoffc Sommer mit unS, tueil er mncrlulj 
genau berfelben ^Infidjt ift. .Csdj bitte aim, nadj 
iintS fidj tcinc 3JaiIjc 5u geben, idj bitte audj naclj 
redjtc^ baraus fein ^Dtüterial sieben 5U moUen, oiug 
bie .sperren üon ber Xemotratic bitte idj, teinc iBcleb- 
rungen sn geben, fonbern ansuertennen, hai^ cS fidj 
nur barum Ijanbelte, ber fdjmeren Situation, m ber 
bic DJ^'Ijrbeitvpartei mar, gered)t 5U merben, bie V'cot 
ber ^Irbeiter 5U ftenern, nidjt barum, t)a\\ irgenbmie 
ber Stanbpnntt, Den bie X^axu'i eingenommen bat, 
üerlaffen morben marc. Sic mirb ilju and) in :\U' 
tnnft einneljuien unb bamit burdjauS uor ben 'Jlrbei-- 
lern bcfteljcn bleiben. 

^räfibcnt: ®ic i^erljanblung ift gcfdjloffen. 

v^ur ÖcfdjäftSorbnung 
Dr. itüntler (U.S.): ^lls id) bei Eingang ber 
S5crl)aublung an bcn 4)crrn ^^^räfibcntcn bic gragc 



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^Partei: 6o3lalöemokratlfd)c "Partei Dcutfcbtanös. 

9Jetiif: ©efdbäft^föbter, 6taat^mlnifter a. 3). 

9a^o^norf: 9lof!oA. 

©ebntttfog, -jo^^r nnb -otl: 27. ffebruar 1875 ju ^lummeBburg 

bei 95ciHn. 
£ebcn^ona: ©pmnaflum In Berlin, ©üben unb 9}itcbn)eilcr im 
eifaft bW Quinta, 1886 ^aifenbau^ mit ^olköfcbulc, 1889 
giablcrlebrling, 1893—96 ©efcllc in 95erlin unb 6tettin, 1896 
bl^ 1898 OTUttärbicnff In ©umbinncn, 1899 blö 1907 ©efeüe, 
fpater gjctrleböleltcr In «önlgöberfl in T)r., 1907—1919 ©e- 
roerkfcbaftöfchtetär beim ©eutfcfeen g}tetanatbeitcrocrbanb in 
gioftock, Sluguft 1919 biö 3uli 1920 6taatöminifter (ber 
J^lnanaen) in 6(bn)erln, feit September 1920 Direktor ber 
ftaatli*en Filmfabrik In 6cbu)erin, ©ieberbott 6taat^mlnlfter 
(ber fflnanaen) In Scbroerln, oon 5lpril 1921 bi^ 3unl 1923, 
feit 3anuar 1925 ©efcbäft^fübrer beiä Äonfumoereinö für 
9loffDdi unb Umgegenb, feit 9. 3ull 1926 6taat^mlnifter ber 
^inan^en unb für Eanbroirtfcbaft. 

ZSfigkeif im «ffentll^en fieben: erfte lätigkeit: 1894 im ^or- 
ftanb beö ®eutf<ben 9KetaUarbeiteroerbanbeö in 6tettin, 1899 
bB 1907 bei bemfelben In Äönlgöberg in Pr., 1907—1919 bei 
bemfelben in 9loftD<k. 9Jertretung ber 2lrbelter in öffentlicben 
Äörperfcbaften: 6(bllcbtungöauöTcbub In 9loftock Don ber 
6*affung bl^ 1919, Ärelt^bebörbe hRoftock 1918/19, Ärieg^^- 
befcbäblgtenffirforge oon ber ©rünbung bi^ 1919, Ärieg^not- 
ftanbi^biife ^oftock oon ber ©rünbung biö 1918, 93eirat beim 
etaatökommiffor für ®emobllmacbung 1918—1919, 5Iu^f(bu6 
ber 2lUgemelnen Orti^krankenkaffe ^Xoftock mebrere 3abre 
bi$ 1919. gnitglleb ber 95ürgeroertretung Tloftock 1911—1919. 
9Jorfl6enber be^ ©cutfcbcn gHetallarbelteroerbanbe^ In Tloftock 
bi$ 1919, be^ ©eroerkfcbaftökartell^ ^oftoA blö 1919, ber 
CanbeJikommlfflon ber ©eroerkfcbaften 9necklenburgö bl^ 1919, 
be!^ ?lrbelterrat^ 9lof!ock 1918—1919, beö 6(bll(btung^auö- 
f4>uffe^ 1918—1919, ber QSürgeroertretung in ^oftock 1919 
bl^ 3ttm gH«r3, be^ oerfaffunggebenben Canbtagö {Jebruar bi^ 
giugufl 1919. gmtglleb bei^ etaatömlnlfterlum^ oon <2Iuguft 
1919 bl^ 3ttn 1920 unb ©leberum oon 9lprll 1921 bl^ 3unl 



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1923. ®ef*äf«ffibrer J>^,\».f '"''"[/"y^^ |omt. 3u"li 
Umaeaenö oon 3onuor 1925 blö 8. Jult la^o. fp^":-,,", 
r9TKet etaat^mmifter 6er Slnonjcn un6 für ea"!«»';»; 
Soff gnilflUeb beö ocrtadunflflebenbcn, beö 1., 2., 3., 4. unö 
5. otbcntH(bcn Canötageö. 




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Sci-vveriPi 



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... JUR. ERNST NAST 

18, OT.ENI.OCH HO AD 

LONDON N.AV.3 



LONDON 



Dr. Ernst Hamburger 
c/o East Ord Street 
New York N.Y. 100?1 



9.1.196P 




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Sehr geehrter Herr Dr. Hamburger 

Ich danke Ihren fuer Ihr Schreiben vom 18.12.68. 

Selbstv.rstaendlich kenne ich Ihren i^am,en und ich besitze auch Ihr kuerzlich 

erschienenes Buch, das mich besonders interessierte. 

Sobald ich es ermoeglirhen kann, werde ich Ihnen ausfuehrlich schreiben. 

Ich bittp^^'wegen der Verzoe,crernng der Antwort um Entschuldigung. 



Mit bester Empfehlung 

Ihr fimmi 



.U4C.^^/ t^t 'ru4^ i^i^cM') c^/^i^M^^^^i ^< '^^^^ 







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T^OPENSUTHOU 



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Scnder's name and address: 



Dr. jür. ernst NAST 



18, GI.ENI.OCII ROAD 



LONDON N.W.S 



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AN AIR LETTER SHOULD SOT CONTAIN ANY 
ENCLOSURE ; IF IT DOES IT WILL BE SURCHARGED 
OR SENT BY ÜRDINARY MAIL. 



SECOND FOLD HERE 



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PAR AVION j 

AIR LFTTEU 

AERÜORAMME 











'/ Dr. Ernst H a m b u r ^t e r 
c/o Leo ßp-^ck Institute 
1^9 East V^ rd. Street 



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New York N.Y 10021 



USA 



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16. November 1973^ 



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An das . 

Staatsarchiv Schv/erin 

DDR 27 Schv/erin 
Braf Schackallee 2 







1^ 



Sehr geehrte Herren, 

ich gestatte luir mich mit ^?^5|J^f ..^iSen tm otifentlichen 
wenden. Ich habe im Jahre 1968 ein Bucn siebeck) in 
LeSen Peutschlands" im Verlag J.C.B Mohr ^P^^^^^,^ persoenlich- 
reI?irSi:"fsnr Jarrr^kB^rvon 1B4B ab) in - t ,^^^^^ 

faet!g'und^ueäischer Abstammung .^aren unabha-^^l,, ,,„ ehrist- 
sie im Judentum verblieben. Dissident g^^^^^ ^.^ ^.^^ T^-^h^ 
liehen Glauben "ebergetreten «aren^^ ^^^^^^ ^^^^ ^^ „cht 
Seiten beider Eltern ^uedischer Abstamm g^^^^^ ^^^^ ^ ^^^^_ 
einbezogen. Bei der Vorbereitung oie ^^ ^^^ 

Qeutschen Semokratiscnen 

der Einfuehrung anerkannt habe. 

««»-«T^rpchenden Band fuer die zeit 
„e„ lifo ^räl^"^r- ^SSb-'JSric. .ue, M.=«.n,».., 
Ihre Hilfe erbitten. 



scher Abstammung, die in Mecklenburg 
sind, habe ich den Reichstags- 

schon in der^ erschienenen Buch dar- 
in dem kommenden Bande behandelt 

st er im Kriege ..ur USPD gegangen 

lg von Halle der Kommunistischen 
die KPD im Dritten Reichstag in 

r^reten ist auch danach £uer die 

nS !sri939 nach seiner Emigration. 

gestorben! üeber ihn habe ich genuegena 



Unter den Personen juedi 
schon vor 1913 hervorgetreten 
abgeordneten Joseph Herzfeld 
gelteilt. Her.feld v,ird auch 
Verden. Urspruenglich SPD, i 
und hat sich nach dem P^rteit 
Partei angeschlossen. Er hat 
der Weimarer Republik 1924 ve 
KPD vielfach taetig gewesen u 
die im Jahre 1933 stattfand, 

Material. 

<iie feststellen koennten. 
Dagegen waere ich Ihnen dankbar ^^enn^^^^^^^^^^^^^^^j^^g-^^^^g 

ob der Landesminister ^^ch, der öer uig-Be^egTerung war von 

, angehoerte. 3"«<^i«=^^Lf «oSn ^erAer gehoert^ der Regierung 
\ de? SPD und DDP gebildet m^H' gebildet wurde, u.a. ein rechts 
•' die 1929von der gesamten Rechten geoiiuc 



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67 RiversidG Drive 
New YorV, N.Y.100:'4 

Sehr geehrter Herr Dr.Livneh. 9. Januar 1975 

Ich bin Ihnen fuer Ihren Bri»f vom 31.1?. 1974 und 
fuer Ihre Informationen ueber Feli : Löwenthal und fuer die 
Abschrift der Ansprache von Dr.Hugo ^"'e"'^°^" jf ' '?^"^^J^;' i_ 
i--Mi*«rfiji hab- ich gut geVannt, da er zu meiner Zeit preussi 
sSer Land*wrtschaftsminister war.- Sie gestatten mir. noch 
JSitere Fragen zu stellen, und ich moechte davon Gebrauch 

machen: ^^ interessiert mich, Naeheres ueber Felix Löwenthal 
(1853-1929) zu hoerenr vor allem moechte ich gerne wissen: 
in welcher Eigenschaft ha»g er den Verfassungsentwurf gemacht? 
Wurde er in den Landtag gewaehlt oder vom Ministreoium von 
Mecklenburg geEeten, einfach in seiner Eigenschaft als be^.ann 
Ter Anwalt den Entwurf vorzubereiten? Oder war er vielleicht - 
wie Hugo Preuss ^ im Reich'-MitglieS des Ministeriums? 

Ueber die V.ommunalpolitische Taetigkeit •^es Bruders 
Ihres Vaters haette ich gerne die Angaben, auch wenn sie 
wpnia detailliert sind. Sollten Sie ferner Informationen 
lelet ?hren Onkel Otto Löwenthal haben, '^--/^/^t verordneten^ 
Vorsteher in Altona war. so waere ich auch dafuer dankbar. 

Tch hoffe, dass ich Ihnen mit diesen Fragen nicht 
allzu viel Muehe mache, und wenn Ihnen daraus Ausgaben ent- 
stehen, so wird Ihnen das Leo Baeck Institut dieselben 
selbstverstaendlich rueckvergueten. 

Mit nochmaligem Dank und verbindlichen Bruessen, 

Ihr 



Herrn Dr. Ernst Livneh 
28 Shimoni Street 
Jerusalem 92623 



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EXPEDITEUR - SENDER - nlliun 



. ERNST LIVNEH 
28, Shimoni Street 
Jerusalem 92 623 
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UN A^ROGRAMME CONTENANT UN OBJET QUELCONQUE SERA ENVOY^ AU TARIF DUNE LETTRE -AVION. 
AN AEROGRAMME CONTAININO ANY ENCLOSURE. WILL BE S^NT AT AIRMAIL - LETTER RATE. 



SECOND FOLD ' 1 UJ 'l D P 









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Dr.Ernest Hamburger 
67 Riverside Drive 
New YorV. N.Y, 10024 



28. Januar 1975 



Herrn Dr. Ernst Livneh 
28, Shinioni Street 
Jerusalem 92623 



SSehr geehrter Herr Dr. Livneh, 

Ich danke Ihnen vielmals fuer Ihren Brief vom 15. Januar, 
fuer die Informationen, die er enthielt und fuer die Anlagen. 
Alles ist fuer mich sehr vy;ichtig. 

Die Berichtigung, da<555 F^lix L(*5wenthal sich schon 1877 
niedergelassen hat, habe ich vorgenommen. 

Ihre Information ueber Felix Löwenthals hervorragende 
Betaetigung bei der Ausarbeitung der Verfassung von Mecklenburg 
ist umso wichtiger, als diese, wie ich festgestellt habe, in 
"keiner Veröffentlichuna angegeben ist. So hat z.B. Professor 
Max Wenzel v(bn der ^V/U#^. 'akultaet in Rostock im Jahrbuch des 
oeff entlichen Rechts 1920 einen langen Aufsatz ueber die Verfassung, 
ohne aber den Namen Löwen thals zu erwaehnen. Ich werde in dem kom- 
menden Buch sein Werk gebuehrend hervorheben. In einem Artikel ueber 
Hugo Preuss, der im Leo Baeck Institute Year Book XX im naechsten 
Jabr erscheinen soll, wird in einer Vurzen Einleitung ueber juedische 
Persoenlichkeiten, die an der Ausarbeitung der Verfassungen 191R/19 
beteiligt waren, ebenfalls von mir »einer und seiner Leistungen 
gedacht werden. Wujprden Sie so freundlich sein, zu diesem Zweck 
noch zu definieren was "Nachtrag" bedeutet? Ich nehme an, dass es 
ein Nachtrag zu den Lebenserinnerungen Ihres Vaters ist, der aus 
einer Mecklenburgischen Zeitung den Wortlaut der Rede von X^endorff 
entnommen hat. 

Bei dieser Gelegenheitmmoechte ich Sie darauf aufmerksam 
machen, dass das New Yorker LBI eine Sammlung von etwa 500 Memoiren 
aus den letzten ein-einhalb Jahrhunderteh der deutsch-juedischen 
Geschichte vom Ende des Will. Jahrhunderts bis 1938 besitzt. Eine 
Anzahl von Gelehrten, Studenten, ysw. haben diese Memoiren fuer 
ihre Arbeiten henuetzt. Sollten Sie der Auffassung sein, dass die 
Erinnerungen Ihres Vaters dieser Sammlung hinzugefuegt werden sollen 
- zu einem Zeitpunkt, den Sie fuer richtig halten - , so wuerde 
dies sicher eine willkommene Ergaenzung der Memoirensammlung sein — 
es sei denn, dass die Memoiren so privater Natur sind, dass Sie nicht 
wuenschen, dass sie in der Sammlung erscheinen. Eine Anzahl von 
Memoiren sind auf Wunsch der Autoren fuer eine festgelegte Zeit 
sekretiert worden. 

Mit nochmaligem bestem Dank und verbindlichen Gruessen, 
EH /eh. Ihr 



18 • Februar 1975 



Dr. Ernst Livneh 
28, Shimoni Street 
Jerusalem 92 623 
Israel 



Sehr geehrter Herr Dr. Livneh, 

nehmen Sie meinen besten Dank fuer Ihr Schreiben vom 3. er. 
Ich vermute, dass die Skizze ueber Ihre Gattin, Frau Dr. Emmy 
Livneh, mit Schiffspost von Ihnen abgesandt worden ist und dem- 
gemaess spaeter eintreffen wird. Es freut mich, dass wir diese 
Skizze fuer das Archiv des LBI und spaeter, zu gegebener Zeit, 
auch die von Ihrem Vater verfasste Familienchronik fuer unsere 
Memoirensammlung erhalten werden. 

Dabei faellt mir ein, dass Sie vieles ueber Ihre beiden 
Onkel Otto und Felix Loewenthal mitgeteilt, aber nichts ueber 
Ihren Vater Dr. Richard Loewenthal gesandt haben, ausser der 
Bemerkung, dass er den letzten Teil seines Lebens in Frankfurt 
ansaessig war. Es wuerde mich interessieren, Jahr und Ort der 
Geburjryund des Todes zu erfahren und zu wissen, ob Ihr Vater 
gleichfalls Jurist war oder was fuer einen Beruf er sonst aus- 
geuebt hat. Dann koennen wir naemlich hier einen vollkommenen 
Staumnbaum herstellen, beginnend mit Ihrem Grossvater Dr. Moritz 
(Michel) Loewenthal. Das waere auch deswegen interessant, weil 
ja die Zahl der Juden in Mecklenburg ueberaus gering und die 
Zahl der akademisch gebildeten Juden vermutlich minimal war. 

Auch war es mir wichtig zu hoeren, dass Levi Markus zu 
Ihrer Familie gebeerte. Er erscheint in meinem Buch unöer dem 
Namen Lewis Jacob Markus, weil er mit dieser Bezeichnung in 
L. Donaths Werk ueber die Geschichte der Juden in Mecklenburg 
aufgenommen ist. Das habe ich als hauptsaechliche Quelle fuer 
mein Buch ueber die monarchische Zeit benutzt, soweit Mecklenburg 
in Frage kam. 

Schliesslich noch eine Frage: Ist in Gespraechen in Ihrer 
Familie jemals der Name Ludwig Barbasch aufgetaucht? Er war 
in der Revolutionszeit 1918/19 Justizminister in Mecklenburg - 
ein recht junger Justizminister, der noch nicht das Assessor- 
Examen abgelegt hatte - und ich moechte die Informationen, die 
ich ueber ihn habe, gern ergaenzen. 

Ich danke Ihnen wiederum bestens fuer die Hilfe, die ich 
von Ihnen erhalte, und bleibe 

mit freundlichen Gruessen 



Ihr 






t.avv(i;t iw\ Jl>h>h ^Ji/til 't't^'n 'i^ eil. %c\ S'i. cu\ 

r>lru C ißi i.\\ Ana/1 >f.- L'A UVV^'t^'l J'tA'WM^CC '^My\iZcviM- 

^r, . UVV-, wu, ip4un^ %u.tv(uf ' AiU Urk^ 

M^^vttf [i^^vMM ^(^\M\ UUUkx _ ^tivW^'V^vn> 
_fV\\i;:vnt'^ l^kli cUvi .A£4,Vn \'A.k\ </Uuf€x cItK |<^- 

%<[■ iKlVil^J^y '^;fa44^v^ _ 









oltj twv^lij .^v^^l« "iUii<u( ^vn «*^§t*. -t^' WS 



^^ kk^ m , i -s. ^\ j*^^,^: it 

j^i- oW -V^ A\ ^S. 'kM-^xA^Avt^ <A\ 





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;^rfwA to^i , Mf^K ia -^t^"^ '^"^^^ ■^'^'1^-1 

4?^'!^\ hMx\ Cui'.J^-[ vvv yu4t/an). 



wtM:U- Um fMÜ^ [foM^i^f '^^^ ^^vW^l 



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13 • Maerz 1975 



Hr, Ernst Livneh 
28, Shimoni Street 
Jerusalem 92 623 
Israel 



Sehr geehrter Herr Dr. Livneh t 

Ich danke Ihnen bestens fuer Ihr Schreiben vom 24. Februar 
und die Anlage, die den Stammbaum der Familie Löwenthal (Loewenthal) 
Livneh darstellt. Dies ist wirklich interessant, und ich werde 
es dem Archiv des Leo Baeck Instituts uebergeben. 

Ich habe es auch zum Teil in die Darstellung von Felix 
Löwenthal eingearbeitet. Ich werde Ihnen dem ihm gewidmeten 
Abschnitt noch in diesem Monat im Manuskript uebersenden und 
Sie bitten, dazu Bemerkungen zu machen, die Ihnen wichtxg erschei- 
nen, etwa Vorschlaege fuer Aenderungen, Zusaetze, Weglassungen usw. 

Es wird Sie interessieren, dass ich einen Aufsatz ueber 
Hugo Preuds in englischer Sprache fuer das Year Book des LBI 
auf Wunsch der Redaktion verfasst habe. Dieser soll m der naech- 
sten Ausgabe des Yoarbook erscheinen. Dazu habe ich eine kurze 
Einleitung geschrieben, in der ich mich mit der betraechtlichen 
Beteiligung juedischer Juristen an der Verfassunggebung nach 
1918 beschaeftige (Preuss, Kelsen, Rosenthal-Thueringen usw.) 
In diese Serie habe ich auch Felix Löwenthal aufgenommen. Natuer- 
liwh konnten ihm im Rahmen dieser Vorrede nur ein paar Worte 
gewidmet werden. 

Ein kurzer Nachruf auf Felix Löwenthal ist, worauf mich 
EGL hingewiesen hat, in der C.V.-Zeitung, 1929, kurz nach seinem 
Tode, erschienen. 

Schliesslich noch eine Frage: Sie sprechen in der Darstel- 
lung des Stammbaums der Familie von Bätzow. Sollte das nicht Bütow 
heissen? Bütow in Mecklenburg liegt etwa 20 km von Schwerin ent- 
fernt. Ein Bützow habe ich auf der Karte nicht auffinden koennen. 

Mit freundlichen Gruessen und nochmaligem besten Dank 



Ihr 



\ 



25.Maerz 1975 



Herrn Dr. Ernst Livneh 
28 Shimoni Street 
Jerusalem 92623 



Sehr geehrter Herr Dr. Livneh, 

Ihre Gede nkschrift ueber Ihre verstorbene 
Gattin ist nunmehr eingetroffen. Ich habe sie 
mit Interesse und Bewegung gelesen. Ihr Ein- 
verstaendnis vorausgesetzt verde ich sie der 
Memoirensammlung des Leo Baec)c Instituts 
uebergeben. Wenn der zweite Band unseres ge- 
druckten Kataloges erscheint, wird sie darin 
angekuendigt und zugleich ein kurzer Auszug 
aus dem Inhalt darin veroeffentlicht werden. 

In der Anlage uebersende ich Ihnen die 
Photokonie der Schilderung des Wirkens von 
Felix 4>^nthal. Bitte seien Sie so freundlich, 
die paar Seiten durchzulesen und mir etwaige 
Anregungen fuer Aenderungen zukoanen zu lassen. 



\ 



\ 




\ \ 



Kit freundlichen Gruessen und Empfehlungen 

Ihr 




Jil^ML^y-^<^Ui^i , ^1 .'Z^^i^x^ 



STAATSARCHIV SCHWERIN 



C^ / ^k ^^z^ 



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Eerrn 



Dt 



:;jrnest „ariibur^];er 

Leo Baeck Institute 
129 East 73rcl Street 



New York, N»Y, 10021 



j^ 



Vereini{];te Staaten von 

Jimerika 



Ihre Zeichen 



Ihre Nadi rieht vom 

1 O . ^ • [J 



Unsere Nachricht vom 



Unsere ZeidienJJ.OR 27 Schwerin 2 5 • 3 • 1 97 5 
2 /{ J Grai-Schack-Allee 



0.1. 



Betreff: 

', .'] n 

.'.-' V.-V. X-<. 



Barbascli und I'elix Löwenthal 



jber Barbasch und Lowonthal ließ sich folgendes ermitteln: 



1. 



sAXCC^^ 



oanch 



Am 13M2.191S v;urden Bexbasch die GeGchafte eines ...ecklenbur-- 
Schv/erinschen Staatsministers äbertra:jen. Vor dem 7.1.1919 
wurde er seiner ot eilung wieder enthoben (TTelcanntnachunn; vom 
10.1.1919). Die Behauptung von Ado^T Langfeld, x;.ein Leben, 
Schwerin 1930, Barbajch sei z\xi. Justia::iinister ernannt wor'den, 
läßt sich nicht belegen, hach einer Bekanntmachung vom 18.12.1918 
wurde dem am 7.12^1913 zum Staatsminister ernannten Britz henck 
die Leitunr-; des Justiaministeriurns übertragen, nachdem er in, . 
6.0^0. amtlichen Bekanntmachungen seit dem 5.1.1918 boreit-ö *^im 
Auftrage'^ für das Justism^inisterium geseic'^iiet hatte. Vom 
11. - H.11.191S hatte aber Dr. Stratmann die Lei 
ministeriums. Barbasch scheint als otaatsminister 
Ressort gehabt zu haben, da er im Regierungsblatt 
anderen otaatsministern gemeinsam zeichnete, aber 



/ 



dus'cia- 



kein bestim^iues 
nur mit den 
nie iür ein 






unserem iircnxv 



..eiteros konnte von uns Liber Barbasch aus den von 

verv/alteten Beständen des Staatlichen .Irc-iivfonds der Deutschen 

Demokratischen Re-Dublik nicht ornittelt werden. 



.\ 



2. 









(^^""0. 



i.Qv;enthal , Rechtsanv/alt und .Jotar in ocn 

Schweriner Ju 



15. 11 .1853 in Sch-.erin al 



n 

o 



»olin 



einer 



familie. Studium der Aechte in AoS'.oc 



;.v. 



1877 



Advokat enex 
dann erfol,gr eiche Aecht sanv;altspra:ci3 in Schwerin. Vor 1 
mitglied der Bortschrittlichen^ Volkspartei, dana des ll*e 
Aitglied des Biirgerausschusses" der Stadt Scliwerin (auch 
sitzender). In den 20er Jahren ...dtglied der Deutschem De 
tischen Partei und ihr Bj^ctionsvqrsitzender in der Schv; 
Stadtverordnetenversa:':nlung. ~~ A — . I 



\;er3mi 

risten- 

atien, 

918 

isians, 

Vor- 

mokra- 

eriner 



o 



Fernruf : 54 1 1 



Bankkonto: Deutsche Notenbank Schwerin, Konto-Nr. 301 
Kenn-Nr. 102000 
Postscheckkonto: Berlin 23056 



ii; (l() A VMi'i Fii-G 010/(50 



) 




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führte 



1 -lo 



e 

setsang :nit dem Großherzoslichon Haus oii-c unu 

das ;^taatsministerium vorscliiedsne Prozesse (u. 

andersetsuns rnit dea ehei-ali.'cen.Lcridstanden v/e-en der i.aQii5S 






ilösterj. Gest. ::> 



1929 ia 'ochv/eria» 



oillr AuslciinftsscbLlhren borcchaen v;ir Ihnen 29,- 






Anla^;e 
1 liechnun 



Hochachtun^^svoll 






I^aJ^U 



l,.i, 



10. April 1975 



Herrn Dr. Ernst Livneh 
28 Shimoni Street 
Jerusalem 92623 



Sehr geehrter Herr Dr. Livneh i 

Besten Dank fuer Ihren Brief vom 4. April. Er 
brachte die traurige Nachricht von dem Tode unseres 
Freundes Ernst Fraenkel. Wir hatten es schon von 
Hermann Simon gehoert,der mit ihm wohl schon seit 
der Frankfurter Zeit befreundet war und Ihnen wohl 
auch von daher bekannt ist. Wir hatten Ernst und 
Hanna Fraenkel zum letzten Mal im Sommer 1973 in 
Berlin besucht. Wir wussten,dass er sehr krank war. 
Damals aber machte er einen ueberra sehend frischen 
Eindruck. Wir sind auch bis zu seinem Tode in staen- 
diger Korrespondenz mit Fraenkels geblieben. Tragischer- 
weise ist ein Artikel im "Aufbau*' unter der Ueberschrift 
"Das grosse Lebenswerk Ernst Fraenkels", in dem ich 
die ungeschriebene Autobiographie und den Dual State 
besprach am Tage seines Todes erschienen. Ich habe 
ihn sogleich nach Berlin geschickt, er hat ihn nicht 
mehr lebend erreicht. 

Ihr Wunsch, dass die kurze Uebersicht ueber die 
Gedenkschrift in dem zukuenftigen zfceiten Katalog- 
band des LBI ohne Hinweis auf Ihre Verfasserschaft 
veroeff entlicht wird, habe ich der Sachbearbeiterin 
uebermitteltj er wird befolgt werden. 

Ich danke Ihnen auch bestens fuer Ihre Bemerkungen 
zu meiner Skizze ueber Felix Loewenthal. Ich habe sie 
alle eingearbeitet, bezw. befolgt. Der Satz, dass er der 
fuehrende Kopf in seiner Partei war, stammte aus dem 
Nachruf in der C V Zeitung. Ich habe ihn gestrichen. 
Auf S. 5 habe ich Ihren Namen mit OE geschrieben; 
was Ihren Vater betrifft, habe ich das gelassen, da 
zweimal hinter einander der Name vorkommt und ich nicht 
verschiedebe Schreibweisen verwenden woElte, Dies 
ist ja aber weniger wichtig. 

In der Tat habe ich den Artikel in der "Gesellschaft" 
vom September 1929 geschrieben. Ich habe wiederholt an der 
Zeitsciirift mitgearbeitet, zum ersten Mal 1925, zum letzten 
Mal 1933 in der vorletzten ueberhaupt erschienen Nummer. 

Mit freundlichen Gruessen 



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11. April 1975 



n das Staatsarchiv Schwerin 
Graf Schack Allee 2 
27 Schwerin 

Ihr Zeichen: DDR-FWA 6/75-25,3.1975 
Sehr geehrte Herren, 

Ich danke verbindlichst fuer Ihr oben 
be?;eichnetes Schreiben mit den Informationen 
ueber Ludwig /Barbasch und Felix Loewentlxal, 

Die Begleichung Ihrer Rechnung 
Nr. 83135 (FlVA 6/75) erfolgt cfle ichsei ticr 
durch das Leo Baeck Institut, New York. 



HochacVitungsvoll 



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?3. Dezember 1975 



Herrn Dr. E. ^« 
Kaunstrasse 33 
1 Berlin 37 



G« Lowenthal 



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Lieber Herr Lowenthal, 

Vielen Dank fucr Ihr J -hreiben vom 30. November und fuer 
die Etledigung meiner Bitte um das "Amtsblatt". Ich werde dxe 
Sache so regeln, wie Sie es vorschlagen, 

Ihnen und Ihrer laeben Frau senden wir die herzlichsten 
Wuensche zum Neuen Jahr. Meiner Frau geht es leider nxcht so 
qur wie wir es wuenschten. da sie im Zusammenhang mit xhrer 
irthrSts in der Wohnung gestuerzt ist und daher Komplxkationen 
llngeireLn sind. Sie ist aber glaecklicherweise auf dem Wege 
der Besserung. 

Leider haben Sie mich ueber Jacob Riesser nicht "erleichtert". 
n<=>r Ari-ikel in der C -V. -Zeitung, den Sie zitieren, enthaelt ausser 
Sm vSrihien"angefS;hr;en Satz';orher die ^eststellung ^ass Rxesser 
als Jude gestorben sei. In diesem Zusammenhang sxnd dxe Worte 
ueber den "vom Judentum abgewandten Nachkommen" anders auszulegen, 
als Sie es tun. Sie bedeuten lediglich, dass Rxesser n-xt dem 
Judentum nichts mehr zu tun haben wollte, sxnd aber kexn Beleg 
fuer die Annahme, dass er zürn Christentum ^^^f^^f^f ^" ^^^1 „...^en 
Trotzdem glaube ich abfer mit Ihnen, dass er als Kxnd getauft worden 
ist und werde ihn dementsprechend "einstufen". Ich wxll noch an 

den Herausgeber von "MdR", "-"" ¥m¥^\^'' l jJl.^^ 111.. 
in diesem Handbuch als evangeTiscK IfJfegeben xst, und xhn fragen, 

worauf er diese Information stuetzt. 

Heine letzte Anfrage in diesem Jahre, mit der ich Sie behel- 
lige, ist Mecklenburg. Dort gab es zwei juedische Minister. Einer 
war Julius Asch, Dissident, wiederholt Pinanzminister, zuletzt 
auch Landwirtschaftsminister. Ueber ihn besteht kein Zweifel. 
Dagegen gab es einen volksparteilichen Abgeordneten und Minister- 
praesidenten, den Historiker Hermann Reincke-Bloch, der 1921 
Ministerpraesident und dann auch Kultusminister war. Er musste 
schliesslich die Politik aufgeben, die er fuer seine Partei zu 
weit links stand. 



%f(id> :^l-^^ 



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- 2 - 



Ueber ihn gibt einen Nachruf in der Historischen Zeitschrift 
1930, haben sie ihn in Ihrer Kartei? Ich glaube nicht, dass er 
iolliuedischer Abstammung war. Seine Name war arspruenglicn Bloch; 
efiur?e von seinem Onkel, dem Reichsgerichtsrat Reincke adoptiert, 
Das deutet wohl darauf hin. dass die M' tter Reincke-Blochs rieht 
?n^^d'sch war E^n Dr. Erich Schlesinger, rechts stehend, v;-^" von 
i9!9-3?inS;- und Suki.minister . Es gibt deinen JnJ;-^t-P-^^;^^, 
seine juedische Herkunft anzunehmen, ausser ; Einern Namen. Befinüet 
er sich in Ihrer Kartei? 

Herzliche Gruesse von Haus zu Haus und nochmals alle 
guten Wuensche. 

Ihr 



\ 





den 24. Februar 1976 



Herrn 

Dr. Helge Bei der Wieden 
D-306? Bueckeburg 
Wiesenweg 5 







/ 



/ 



f 



Sehr geehrter Herr Bei der Wieden, 

Ihren Brief vom 18. Februar habe ich erhalten. Leider 
sind mir die Namen der Eltern von Julius Asch nicht bekannt. 
Da Asch aber am 27. Februar 187 5 in Berlin-Rummelsburg ge- 
boren ist, so muessten sie sich ermitteln lassen. Ich 
erinnere mich nicht genau, ob damals die Standesaemter schon 
geschaffen waren; wenn nicht, dann wuerde die Information 
aus dem Register der "Geburten unter den Juden' zu entnehmen 
sein. 

Ich empfehle Ihnen, an Frau Oberarchivraetin Dr. Cecile 
Lowenthal-Hensel im Geheimen Preussischen Staatsarchiv m 
Berlin-Dahlem zu schreiben und sie zu bitten, Ihnen anzugeben, 
an welche Stelle Sie schreiben sollten. Mit Geburtstag und 
-Jahr wird sie Ihnen die Auskunft gleich geben koennen. Sie 
koennen sich auf mich beziehen. Sowohl die Vornamen, als auch 
der Geburtsname der Mutter und der Beruf des Vaters muessten 
aus der Eintragung hervorgehen. 

Vielleicht sind Sie so freundlich, mir die Information 
zuqaenglich zu machen, wenn Sie sie erhalten haben. Dazu 
gestatte ich mir eine weitere Frage. Wann ^^^ .^^^^. f '"^f^!;^^^^^ 
Mal Finanzminister? Ich habe die Daten fuer die Zeit l^l^/^O 
und 1976/P9. Aber Ihre fruehere Mitteilung, dass er auch ly^i 
Finanzminister war, stimmt nach Schulthe/ss« Europaeischem 
Geschichtskalender nicht. Damals regierte das Kabinett von ^ 
Johannes Stelling, die Grosse Koalition, und m ihr wird ein 
anderer Finanzminister als Asch angegeben. Ist es nach Ihren 
Informationen denkbar, dass das richtige Jahr 1923 war? Nach 
Sigilla Verl war er damals Finanzminister und ist er unter dem 
Druck seiner eignen Parteifreunde wegen einer Skandalaf faire 
in diesem Jahr zurueckgetreten. Aber dies ist, wie Sie wissen, 
eine truebe Quelle, ein antisemitisches Handbuch der Nazi-Zeit, 
und ich moechte mich nicht ohne weiteres darauf verlassen. 

Bezueglich Reincke- Blochs bin ich jetzt sicher, dass er 
von Seiten beider Eltern juedischer Abstammung war. Die Statistik 



./. 





9. KBerz 1976 



Herrn Dr. E, G« Löwen thal 
Kaunstrasse 33 
1 Berlin 37 



^^^M'^ 



Lieber Herr Lowenthal, 

Herzlichen Dank fuer Ihren Brief vom 2, d.M. Es tut mir 
leid, dass ich Ihrer Frau unnoetige Schreibarbeit gemacht habe, 
indem ich den Herrn Bei der Wieden an sie verwiesen habe. 
Hoffentlich veruebelt sie es mir nicht. 

Es ist ruehrend, dass der alte Herr Rudolf Apt mit 93 
Jahren in London sich um mein Buch kuemmert und dass Sie selbst 
ihn dafuer eingespannt haben. Etwas Neues hat er allerdings 
nicht beigesteuert aber tsmien est laudanda voluntas. 

Dass Frau Salinger Juedin war, geht aus ihrem Artikel in 
der e.V. Zeitung hervor, und dass sie Miglied der DDP war und 
sich um die Frauenbewegung sehr intensiv qekuemmert hat, ist 
aus amderen Quellen bekannt. Jetzt hoffe ich noch von einer 
Mitarbeiterin von Dr. Zwoch die Rednerliste der Saechsischen 
Volkskammer und des ersten Saechsischen Landtags zu erhalten, 
^^o^e.-h »05SW. sie Frau Salinger betrifft. Daraus kann ich entnehmen, 
wamit sie sich im Parlament hauptsaechlich befasst hat. *) 

Fuer Eva BuettneiT/ Juedin, SPD, gleichfalls im Saechsischen 
Landtag, habe ich bereits die Rednerliste erhalten. 

Ich habe erwogen, eventuell einen Halbband des zweiten 
Bandes herauszubringen, um wenigstens etwas fertig zu stellen. 
Ich habe dafuer die Abschnitte ueber die Vorbereitung der 
Revolution und den Anteil der Juden daran sowie die gesamte 
historische Umrahmung fertig gestellt, auch den Abschnitt ueber 
Juden als Waehler und die Uebersicht ueber Juden als Regierungs- 
mitglieder im Reich und in den Laendern. Auch mit dem bio- 
graphischen Teil, der sich an das letztgenannte Kapitel an- 
schliessfen soll, bin ich gut vorwaerts gekommen. Es fehlen 
mir nur noch einige Biographien. 

Aber wenn ich mir das Ganze ansehe, was etwa 350 Manuskript 
selten umfassen wuerde, so bin ich doch wieder zweifelhaft. Es 
werden Dinge auseinandergerissen, die zusammen gehoeren, so z.B. 
wird Landsberg natuerlich als Volksbeauftragter, Minister und 
Abgeordneter behandelt und bei andern Ministern wird ebenfalls 



*) Nach 1922 war Julie Salinger nicht 
mehr im Landtag. Das Handbuch von 1929 
wuerde also keine Information ueber sie 
enthalten. 



./. 




ihre parlamentarische Taetigkeit einbezogen, aber die anderen 
Parlamentarier fallen in diesem Halbband weg. Auch die Beamten 
wuerden in dem zweiten Halbband verwiesen werden. So bin ich 
von dem Gedanken wieder abgekommen und lesse es darauf ankom- 
men weiter zu schreiben, so lange es eben geht. Dass meine 
Frau infolge ihres koerperlichen Zustandes nicht mehr in den 
Bibliotheken mitarbeiten kann, ist natuerlich schmerzlich und 
verlangsamt die Bearbeitung. 

Wir hoffen wenigstens, dass der Zustand meiner Frau erlauben 
wird, dass wir nach Europa fliegen koennen und dass wir uns 
bei dieser Gelegenheit alle vier sehen. 

Von einer Krankheit von Dr. Grubel ist mir nichts bekannt. 
Er wird im Gegenteil uebermorgen nach St. Louis fliegen, wo 
wir ein Exhibit zusammen mit einem Symposion haben. Vor einer 
halben Stunde war er in meinem Zimmer. Ich moechte so gesupd 
aussehen wie er! Aber er ist ueberarbeitet - der Grun^ seines 
Schweigens. 

Herzliche Gruesse von meiner Frau und mit an Sie beide 



Ihr 



ERNEST HAMBURGER - 6? Riversido Drive - New York, NY 1002/f 




/ 




23. Maerz 1976 



IIorxTi Dr, Franz Hoeppner 

Direktor des Staatsarchivs Schwerin 

Graf Schack-AlloQ 2 

2700 ScHi/erin DiJR 



Sehr Geehrter Herr Dr. Hoepimer, 

Ihre Behoerde hat mich freimdlichonroise bei der 
Vorberoitunr^ moinos TJuclios "Juden im oeffontlichon Leben 
Deutschlands" untorstuetzt , indem sie mir eine Doloi- 
mentation uober Felix Loowenthal, Rochtsaniralt in 
Schwerin, Bearbeiter der Verfassung- von Mecklenburg im 
Jahre 19l8/l9,Lmd ueber den Staatsrainister Ludwir 
Barbasch ueborsandt hat, Jedoch hat sie mir zu meinem 
Sciiroiben vom I6. November 1973 mitrctoilt, rlass sie 
ueber den Landesminister Julius Asch kein Material 
besaesso. 

1 Ich habe inzwischen einir?e Informationen ueber 
Asch 2:usammenbrinrron koennen vmd wollte Sic fragen, ob 
es auf Grund der nunmehr moof^lichen besseron ")erinltio) 
Person und seiner Taetirrkoit aussiclitsvoll scheint, in 
Ihrem Vrchiv oftv/as ueber ihn zu finden. 



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Julius Asch ist am 27. Fel^ruar 1875 in Borlin- 
l^umraelsbur,- r:oboron, war Metallarbeiter und von 1907 ab 
eine Anzahl von Jahren Sokretaer des Deutschen Metall- 
arbeiter-Verbandes in Rostock. Er mirde nach der Revo- 
lution von 1918 im Jahre 1919 Finanzmini st er der Mocklon- 
bur^-isohen Ueciorun^, blieb dies bis zum Jahre 1920, wurde 
von neuem 1921 Finanzmini st er, trat 1923 anj^roblich we,-en 
xm^enue-ender ZeichnuncT einer von ihm befucr^/orteten 
Roffgenanleihe zurueck und imrde dann wiedor von 1926-1929 
Finanzminister, zugleich LandT/irtschaftsminieter. 1929 
wuBde das Kabinett der Linlcen, dem er an^jehoerto, ^e- 
3tuorzt imd durch ein Kabinett der Rechten ersetzt. 

Vielleicht ist es moei^lich, auf Grund dieser Angaben 
Material, sei es in Ihrem Staatsarchiv, sei es in Rostock 



./. 



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- 2 - 



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zu finden. Asch war Ali{je ordnet er des Mecklenburglochen Landta^js 
ruer Rostock« Falls Rostock In Frage konimt, waoro ich Ihnen 
danlcbar ruor oine lütteilung, wohin ich mich dort wenden koennte, 

Sollte bei Ihnen Material aufrindbar sein, so ^^raere os mir 
vor allem wichtig, xmnn AßtH irt d<i*^ ^i^öiföW Rogiexning, der er 
angohoerto und die 1921 ihr Amt antrat^ seine Taotigkoit als 
fiinanzministor aufgenommen hat, ebenso waere ich Ihnen fuer 
weitere fuor Ischs ./ordogang charakteristische Informationen 
zu Dank vcrpf licht et ♦ 

Mit bestem Oanlc im voraus und besten Empfehlungen 



Ihr 



Dr. Eniest Hamburger 



STAATSARCHIV SCHWERIN 



Staatsaidilv Sdiwerln. DDR. 27 Schwerin, Graf-Sdiade-Allee 2 



r 



Herrn 

Dr. Ernest Hamburger 

Leo-Baeck-Institut 

129 ^a3t 73rd Street 



n 



L_ Vereinigte Staaten von ilmerikaJ 



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Due Zeichen 



Ihre Na*rl*t vom U-"« Z='*" ^ . °^ _ ^ ^ „ . 

23. 3. 1976 F./A 10/76 20. ;?. 1976 

Betreff , , 

Auaknn't pus dem Staatlichen Aiircalvfonda der jjeuujchen 
Demokratischen Republik: Sr-änaung von tiosraphiscacn 

Anrrrben üb er .Julias Aach 

Der Einfcciiheit halber überaeaden wir Ihnen die JJ^otokoniGn 
einer :(urzbiosraDhie von Jr.lius Asch, die oich m der ^. 
Dr'-ckschrift "Der 2.:eckleaburs-^ca erinGche sechste ordenü- 
liehe Landtag, gewählt rjn 23. Juni 1329", Hrsg. vom Büro 
des Landtags, fand. Sie können dort alle Sie ^ mteressierenaen 
Angaben bis zu seiner Entlassung als Staat sminis üer o.er 
Finanzen und der Landwirtschaft im Juli 1929 entnehmen. 
Asch war danach auch noch LIitglied des 6. ordentlichen L nd- 
tars (bis zu seinem Tod am 22. April 1 932) . Außeraem wax er 
vom 1. A^ril 1923 bis zum 1. Dezember 1931 (^:uhe3tand) 
Präsident des Staatsrechnun.-jamtes von x..ücklcnburg-Schwerin. 
Äsch ksjn aus der Gewerkschaftsbewegung. Als ein typischer 
Repräsentant den rechten Flügeln der Soziaide :Okratie m 
LT'-cklenburg verfolgte er aber im werjentlichen eine gegen 
die Interessen des arbeitenden Volkes gerichtete Politi::. 

Für Auskunftsgebühren berechnen wir Ihnen 15,- Mark. 



Anla^ en 
FotokoDicn 
1 lec'nnung 



Hochachtungsvoll 



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Fefnrui: 0411 



Bankkonto i 
Staatsbank der DDR 
Ktü-Nr. 6666-18-120069 



PoitsdieAkonlo : 
Berlin 7199-56 23056 



BN 0048911 1 



Dr. rielge Bei der Uieden 



D-5062 Bückeburg, IG. 2. 1976 
Wie^emveg 5 



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Sehr geehrter Herr Hamburger ! 

iür Ihren freundlichen Brief vom 25. Dezember 197^3 rnit den 
Angaben des Schweriner archivs über Dr. Ludv.ig Barbnsch danke 
ich Ihnen. Wenn ich sie zitierte, werde ich es in der von 
Ihnen vorgeGcalagenen rorm tun. 

ivieine BeirJIhungen am den i.amen des Juden auf der rechten 
Seite des SchVveriner Landtages sind bisher erfolglos geblie- 
ben. Ich wurde lediglich auf Prof. Keincke- Bloch verwiesen, 
er sei x-rotestant gewesen, sei aber von beiden r^ltern Jüdi- 
scher Abstammung gewesen. 
Wenn icn weiteres erfahre, werde ich es xhnen mitteilen. 

Nun habe ich noch eine i-rage: Sind ihnen die .^amen der 
Eltern des l^inanzministers Julius ASCh bekannt? Was war 
sein Vater von Beruf? in den einschlägigen handbücnern fehl«^ 
diese Angaben 

IV'it freundlichen Grüßen 

Ihr 



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Den Anaenton ceines Froundea. 



Unanff aeilig und ntill, v/io oe- col©^*» iß* 
Justispat Folis Loouonthal hoi; _. ^. n; oin : ^ "" 
Soa bat üon vcrdioaton Ilann in tiblicolwi Alte- una 
genotnmen. Das Geaaochtnis an ihn abop n: ' 
Andenken fortleben« WiPj dio ni-? Ir ,iu,u„'Oto-- ^. 
noctlcnbupsicchoj? und deiitad Iiichto una coincrj 



Rates und seiner» I " 



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norden ihn nicht vv-j-t^ossen, Justispat toc 
de nach den Zur nteuch bopufon, die ncolclcnburG:?.' 

sehe VepfGCcun- cu cchoffono In IiinGotor^üop A^boit, cn: 
©in unfossondos cooc^^chtlictoo, otaatopoGütliclioo und 
ollgonoin Jupistischoo üiacon oontnotst, dop i cuooto 
Konnop dop vePixicKölton nocklonbuPGi schon P.oclitovcrtcolt. 
nisco, hat rcl::- I-oov/cntlia?. Gao oi^ndloscncLo Uor!: in Kö- 
nigen Monaton GCceliGff cu, co dcco ci? doa Eanilti^a toi ^oi« 
nem ZuseEmentpltt in Fotr-aop tOtO vorsoloct vind coir.o 
Beratung in Ansfif^ cononecn vropden konntco ücci-ona Cop 
ganzen schwierigen und uocüoolvollen VorhanÖlunsen in 
VerlascunsoauschUBSO und nachher in der Vollvopsannlußa 
des Landtags hat Felix Loouenthal mit l-Iusen Rat, nach- 
giebig im UnTJOßontlichon, unbeugsam im Entsoheidenden, 



das Werden dop Verfassung begleitet, gefoerdes^t und df^n 

WgpJi si2n AbDchlii > 1 ::?: "n helfen» 

Auch boi äOT? ' incndorn k ;;. r > v\i don oho- 



lis Lc 
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naligen Landeel und c": ilio 

thal coincn Iloinatlanao imrjchaetsbaro Di 

Eino opaotoro Zo3/6 r/ird den Lobonswoik dieses lautopca, 

colbDtlosen, bedoutonclon I:^Dnon nehi? Gorochticl^oit uiedoi?' 

fahren IcDccn^ als es die ( 

Iloclilcnburs-Schwopin und coino 

Hamen Polis LcGirentüal untronr-bai? v 



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nennen su cluerfenj op blolbt nir i " :? nah- 



Ja, sie habon oinon g"^'^'^^ • 



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Und mir t/ar er mehr» 



Dr» Dr* hoC. Hugo Wondorf f, 
Mectl« Ministerpraesidont GoD* 



( Aus oinoi» üocltlonbo Zoitunß Auf:^n3t ^l/jj 



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-33- 






Auch meinen lieben Bi-oader Otto habt Ihr noch 



in seiner liebens\nierdigen Frische gekannt. Er ist am 24. 
September 1862 in Schwerin geboren und am 7. Februar 1931 
in Altena gestorben« Er stand mir im Alter viel naehoi» 
als Dertha und Felix und so sind wir als ziemlich gleich- 
altrig in herzlichstem Verhaeltnis mit einander aufgo- 
wachsen und haben auch in Berlin als Studenten noch 1 o- 
der 2 Semester zusammen gelebtj der kleine Altersunter- 
schied wurde durch seine glaenzende Begabung vollstaen- 
dig verwischt» Diese zeigte sich auch darin, dass er 
nach recht vergnüeglichom Studium in Marburg und Berlin 
im 7«Universitaets3emester an der Landes-Univei-sitaet 
Rostock ein ausgezeichnetes Referendar-Examen ablegte, 
ohne dort studiert zu haben« ( »Er hat uns Ja ganz ge- 
schnitten» soll einer der Examinatoren achtungsvoll 
von ihm gesagt haben«) Er wuide zunaechst Referendar in 
Schwerin, ging aber bald nach Preussen uober, weil ihm 
als Juden die Aufnahme in die Casino-Gesellscheft, die 
von buergorlichen Honorationen gebildet wurde, verwei- 
gert waro Der Wandel in den Anschauungen der Studieren- 
den und Juengeren Studierton, von dem mein Vater schon 
bei ^ der ersten Wahl zur Anwaltskammer Mecklenburgs ge- 
spuert hatte, machte sich allmaehlich staerker bemerk- 
bar« Nach Ablegung des Assessor-Examens Hess er sich in 
dem Hamburg nahen und Schwerin nicht allzufernen Altona 
als Rechtsanwalt nieder und Ihr wisst, welch* hochange- 



-3^- 



sehene Stellung als Buorger und Anwalt er dort eingenom- 
men hat* Der Vollstaendigkeit halber will ich noch er- 
waehnon, dass er im ueblichen Turnus den belanglosen Ti- 
tel Justizrat erhielt, noch vor unserem Bruder Felix; Meck- 
lenburg hinkte auch hier Preussen nach; Vater haette hoech- 
stens Hof rat werden koennen, worauf er gern wegen seiner 
politischen Gesinnung versichtet haben wuerde, selbst wenn 
ihm dieser Titel trotz seiner Eigenschaft als Jude ange- 
boten waere« Mein Freund Richard Bieber sagte oef ter 
scherzend :» Langsam dringt die Bildung durch, seibot 
schon bis nach Mecklenbuvg*« Einstweilen hat sie sich 
jetzt auch dort ganz durchgesetzt. Aber zurueck zur Sa- 
che : Otto wurde Buergerworthalter der Stadtverordneten- 
Versammlung, nachdem er die links-liberale Partei im Ge- 
gensatz zur nationalliberalen Partei in A].tona zu Bin- 
fluss gebracht hatte, und zaeta© zu den angesehensten 
Buergern der Stadt. Um ein richtiges Abgeordneten Man- 
dat hat er sich nie bemueht; aber bei einer Zaehlkandi- 
datur zum Reichstag ueberraschend viel Stimmen gewonnen« 
faehrend des Weltkriegs leitete er mit Unterstuetzung 
durch seine Frau, Eure liebe Tante Olga, die Kriegshilfe 
fuer die Bevoolkerung in Altena. 

Ziemlich bald nach Otto liess sich auch Felix 
Waldstein als Rechtsanwalt in Altena nieder, mit den ihn 
dann eine ueber das Grab dauernde engste Freundschaft 
verband, die sich auf allen Gebieten des Lebens, auch des 



-aß-- 

politischen auswirkte. ( Waldstein war Jahre lang Mit- 
glied des Reichstags und preussischen Landtags und Otto 
organisierte dessen Wahlen«) Seine Trauerrede wuerdigt 
ihn besser als ich es vermag« Auch Ottos Gedaechtnlsrede 
auf unseren lieben Bruder Felix koennte fuer Otto selbst 
gesprochen sein» 



•.* 



-56- 



Waldateins Gedaechtnisrede auf Otto. 

1^4 Februar 1931 



In dieser Zeit, da schwere I^ot auf unserem 
Volke lastet, veinnelirt und verbittert duroh inneren Un- 
frieden, trifft uns doppelt schirop dop Verlust eines 
Mannes, dessen Leben Arbeit im Dienste dos Volkes und 
der Stadt war, und der ein wahrhaftiger Hort des inno- 
ren Friedens gewoson ist» Otto Loowenthal hat fast das 
70«Lebensjahr erreicht, aber fuer diese Zeit der Kot 
ist dieser treue Helfor uns zu frueh gootorben« ITonm 
es wahr ist, dass Arbeit und Iluobe das Leben koestlicli 
machen, dann ist sein Leben koestlich gewesen, denn eia 
ungewoehnliches Mass von treuer Arbeit und redlicher 
Muehe hat sich in ihm zusammongedraengt; 45 Lebensjah- 
re hat er hier in Altona verbracht, und in dieser Zeit 
ist er einer der treuesten Soehne, einer der besten 
Buerger dieser Stadt geworden» Aufgewachsen ist er, ein 
Mecklenburger nach Art und Sprache, in Schwerin, in der 
Obhut einer Mutter, an welche die Kinder bis in ihr 
spaetestes Lebensalter mit schwaaermerischer Liebe zu- 
rueckdachten, unter der Fuehrung eines Vaters, der, 
selbst einer der angesehensten Anwaelte des Landes Meck- 
lenburg, auf seinen Sohn des Lebens ernstes Fuehren ver- 
erbt hat und die hohe Auffassung von seinem Anwaltsbe- 
ruf« Der Juristische Vorbereitungsdienst hat den Ver- 



-57- 

/ 

\ storbenen nach Altona gofuehrt. Hiex- hat er sieh im Jah- 
re 1839 als Rechtsanwalt niedergelassen* In den 43 Jahren, 
die seitdem verflossen sind, hat er niemals aufgohoert, 
©in Anwalt des Rechts zu sein in des Wortes edelster Be- 
deutung, ein Anwalt des Rechts und der Gerechtigkeit in 
seinem Beruf und in seiner oeff entlichen Taetigl:eit# Rei- 
che Gaben des Geistes brachte er mit fuer diesen Beruf. 
Er war ein kenntnisxeicher Jurist, der nie aufgohoert hat, 
zu lernen, ein kluger und scharfsinniger Kopf, ein uner- 
muedlicher Arbeiter, der nicht an der Oberflaeche der Sa- 
chen blieb und die Sorge um die ihm anvertrauten Inter- 
essen eher zu schwer als zu leicht nahm. Nicht einmal in 
den allzu karg bemessenen Stunden dei» Müsse haben diese 
Sorgen ihn verlassen. Was aber seiner Persoenlichkeit, 
auch als Anwalt, den Stempel aufdrueckto, das war die un- 
gewoehnliche Waerme seines Herzens, sein Drang, don 
Schwachen und Bedrueckten zu helfen, seine leidenschaft- 
liche Liebe fuer Recht und Gerechtigkeit, seine uner- 
schuetterliche Sachlichkeit. An ihr bewaehrte sich das 
Wort, dass das Herz den Redner macht • Er war ein Redner 
durch die Kraft des Herzens. Er hatte Jenen Mut, der 
frueher oder spaeter den Widerstand besiegte. Ein star- 
kes Ethöfl, eine Kraft innerer und tief eingewurzelter 
Sittlichkeit stroemte von iha aus und uebte ihre Wirkung 
selbst auf den Widerstrebenden. Sie war gepaart mit mil- 
der Guete und mit Jener Bluete edelster Gesittung der 



-3^- 



RuGcksicht. Aber die erquickenden Gewitter goldener 
Rueckslchtslosiglceiten hatte er nicht in seinem Regis- 
ter. In der Form blieb er stets ruhig und milde, so 
sehr er sich auch in seinem Innern aufbaeumte gegen 
Unrecht, Unverstand und die unerfreulichen Erfahrungen, 
die das Leben ihm wie Jedem Kaempfor nicht erspart hat* 
Sr war eine Natur des vornehmen Kampfes, desjenigen 
Kampfes, der nicht um seiner selbst willen gefuehrt 
wird, sondern den Frieden zum Ziel hat. So war er in 
seinem Anwaltsberuf ein Traeger der besten Ueberliefe- 
rungen, ein wahrer DieneT des Rechts, als solcher ge- 
ehrt und geachtet von seinen Kollegen und den Richtern* 

Mit diesen Eigenschaften ausgeruestet trat 
er schon frueh in das oeffentliohe Leben, Dabei lag ihm 
politischer Ehrgeiz voellig fern. Wenn er sein ganzes 
Leben hindurch versucht hat, seinen politischen An- 
schauungen in Stadt und Land Geltung zu verschaffen, so 
war das ganz ausschliesslich ein Ausfluss seines stren- 
gen Pflichtgefuehls. Niemals hat er damit einen Vorteil 
fuer sich erstrebt, darin das voellige Gegenteil eines 
Geschaeftspolitikers. Auch in der Politik war er ein 
Faftatilrer der Gerechtigkeit, zugleich erfuellt von ei- 
nem starken sozialen Geiste, der in der wirtschaftli- 
chen, kulturellen und politischen Annaeherung der ver- 
schiedenen Schichten der Gesellschaft eine Hauptaufga- 
be des Staates und eine starke Grundlage der staatli- 
chen Kraft erblickte. Er war ein treuer Anhaenger der 



< * 

Partei, der er antehoert© und die er fuehrte, aber er 
war nieEals in seinem Leben ein Parte imensch im be - 
schraenkten Sinn© fles Wortes. Dazu stand er icent?chlich 
zu hoch, und so war er in besonderem Masse geeignet, 
die Bruecke zu schlagen zur nuetzlichen Zusammenarbeit 
mit anderen Parteien. Was er der hiesigen Stadt geleis- 
tet hat, seitdem er im Jahre i910 in die staedtischen [ 
Kollegien eingetreten ist, mag von andei'er, zustaendi- 
gerer Seite gewuerdigt werden. Als der Krieg ueber uns 
hereinbrach, da hat er hier im Lande ein Hoechstmass von 
vaterlaendisclier Arbelt gelefetet. Er war es, der sofort 
die noch heute ihren Mitarbeitern unvergessene Kriegs- 
hilfe ins Leben rief, eine gescliickte und weit verzweig- 
te Organisation, die viel Elend gelindert und viele 
Traenen getrocknet liat. Schwer traf ihn das unglueckli- 
che Ende des Krieges, der Zusan.menbruch des Landes* Abor 
unermuedlich hat er an dem Aufbau mitgearbeitet, im 
Reich und in der Stödt; und wenn hier in Altena seit dem 
Zusamnienbruch die Dinge sich in verhaeltnisraaessig ruhigen 
Bahnen bewegt und entwickelt haben, so gebuehrt ihn hier- 
an wohl kein geringes Verdienst. 

Was an diesem Manne die Gattin, was an diesem 
Vater der einzige Sohn, was an diesem Bruder der einzige 
noch ueberlebende Bruder verliejrt, was er der weiteren 
Familie gewesen ist, davon moechte ich an dieser Stelle 
nicht sprechen. Sein Haus und seine Haeuslichkeit waren 



io- 



von der Sonne seiner Guete und seiner Freundlichkeit er- 
waermt und durchleuchtet« Den Witwen und Waisen seines 
Kreises war er ein wahrhaft vaeterlicher Helfer und Bera- 
ter, der ihre Sorgen linderte und mit ihnen trug* Seine 
Freunde, und unter ihnen auch ich, danken ihm in dieser 
Abschiedsstunde fuer alles, was er ihnen gewesen ist. 
Ueber 40 Jahi?e sind wir beide als gute Kameraden durchs 
Leben gegangen; in gleichem Schritt und Tritt und in ge- 
meinsair.er Arbeit fuer gemeinsame Ziele» In dieser Zeit 
habe ich viele Menschen kennen gelernt, im oeff entlichen 
Leben und im privaten, niemals aber habe ich einen gese- 
hen, der reineren Herzens war, als dieser» Unsere Zeit 
hat im oeff entlichen Leben manche Erscheinungen mit sich 
gebracht, die ihn betruebt und erschuettert haben» In 
seiner Pf lichterfuellung haben sie ihn nicht wankend ge- 
macht, denn »hinter ihm im wesenlos© Scheine lag, was 
uns alle baendigt, das Gemeine.» Es ist einmal gesagt 
worden, dass Deutscher sein heisse, eine Sache um ih- 
rer selbst willen tun» Dann ist dieser Mann der Deut4» 
sehest© gewesen in weitem Umkreis©. Andere werden auf 
ihn das Wort der Schrift anwenden : Von dem echten Is- 
raeliten, in dorn kein Falsch ist» In Wahrheit vereinig- 
te sich in ihm die Liebe zu seinem Deutschen Vaterland© 
und dio Treue zu seinem alten Stamm zu einem Bilde edel- 
ster Menschlichkeit» Von seiner Religion gelten dl© 
Schiller' sehen Vers© : 



^«'Z- 



Welche Relieion ich bekenne ? 
Keine von allen, die Du mir nennst. 
Und warum keine von allen ? 
Aus Religion. 

Er hat gekaempft und ausgelitten. Er hat in Ar- 
beit die Kraft seines Koerpers auXgezehrt, und es nah- 
te sich ihm die Muedigkeit des Altere. Deswegen wellen 
wir nicht klagen, sondern ihiri die Ruhe goennen; und 
wenn wir ihn beigesetzt haben in der winterlichen Brde, 
dann werden gar viele von uns heimgehen mit dem trau- 
rigen aber troestlichen Gedanken im Kerrien : » Sie ha- 
ben einen guten Mann begraben. Mir aber war er mehr.» 

Ziehe hin in Frieden, Du fromme Seele. 



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1 



AI KMAIL 

Dr.Ernest Hamburger 
Leo Baeck Institute 
129 East 73rd Street 
New York 21,N,Y, 

USA 



6 Frankfurt a.M., 2o,November 196? 
Wolfsgangs tr. 22a ptr. 



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L/ /'"" "^' 



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Lieber DroHamburger : 

Ich denke gern an unsere Treffen in New York zurück und danke 
Ihnen nochraals'für die Zeit, die Sie mir gewidmet haben« 

Ich erwähnte Ihnen den Namen des kurzfristigen mecklenburgi- 
schen Hinisters Barbasch und sende Ihnen hiermit, zum Verbleib bei 
Ihnen, Kopie meines Manuskripts vom 17. uuli d.J. (Nachruf). Ich 
hoffe, dass die wenigen Angaben Ihnen einige Anhaltspunkte vermit- 
teln. 



Mit herzlichem Gruss 
Ihr 




- tii'hilLlr^V^ 



A 



E.G.LOWENTHAL 



I 



Anlage 






Dr. ^lel^re Bei der l'vieden 



D-3062 Bückebur£:, ?. 3- 1^^^76 
Vi.'iesen\\eg 5 



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> ^m « i i ir iia m »■ 






Sehr geehrter lierr iianburtser I - — - 

Ihren Brief vom 2. r.:ärz 1976 l<ann ich ergänzend beam.vvorten: 



in l;.:ecklenburg-Öchvverin i^inanzminister i 



n 



Julius ^scn war 
den Jahren 
1919-1920 

1921-1923 

1926-1929, in diesem /.eitraum auch Lanauirtschaftsminister. 

Dr. UeiQcke-Bloch 

A^ar 1920-1921 Einist^erpräsident , .«inister des Äußeren und 

Lnterrichts.miriister, " 

I92I-I922 Unterricntsminister. 

Diese iinsaben habe ich den Landtaesprotckollen entnommen. 
Wegen der ^\t%vxi des Julius ..seh bin ich an das Standesamt, 1 
in Ost-Berlin verwiesen wor !en. ralls ich von dort eine 
i.achricht erhalte, werde ich oie Ihnen mitteilen, ich mache 
mir allerdings wenig Hoffnung, da die I^JW i^ersonalanBaben 
wchl jrrundsätzlich nicnt macht, 
iv'it l'reundlichen Grüßen 



hr 



M-^-'^t^ f^ 



60^ 



PS: Im Schweriner Verfassunggebenden. ..^|ndt_aB des Jahr s /^ 
v-ar ein ^abgeordneter der'leuts'chenTjSS'Sto^tiGChen i^^rtei 
r.s Gohn.' i.üheres konnte ich bisher nicht erfanren 

\j . . 



<\a<^ 



de s .1 arae 



f 



jtlidK 3tanbe*»eieinc — 'Jli«^. 



3« 



%\<ii. Hätl)c - «I*. S*"»""" 



Ijutig [teilt, ©et toltb 
Äoljn 10-200,0 ^to 
l^riebenen Wei<pt « 

,Mn Ixrül)!!!!«'! Wann, 
\\ tit. .no^n, bec MU 
]: ' ift alfi t»<r alt« ^r. 
itxßwtflic^rroelf« ein 
lb*t „In wiyfenlAaft 
iKcaltetcn 2tanb)juntt 
bce^alb ba» ©ajfet 
nlemol« in bet öei 
e» bem befannten 
Itlame flelinflt, einen 
lilnftalt jiu erbauen: 
l'r fld) fcifdjroefl, mit 
tufcljlunflen wcjebeu. 
|i<ung auf bic »uttei 
i5)eit«re 5tonnei;ion«;ji 
clnec enfleren SJahl 
om iJuTdifall Äopitoi 
len, entwebec, bafj et 
|i Aiigunften eine» ät 
ober, inenn ba« nlcftt 
tctflue feinet Wegnet 
Kttrelben. .»luf alUf 
b<m e« ba* ndtl)ite 
|t<Ui9reit0betilAetunfl 

S. 31. „(iolU»jium 

1(0« im fi^ebtänge. 
I arventen *J)tenge. 
r<icrif*i) fsJefinbeU 
lafrt>in füllt 
)( »Weifall btüUt, 
oett aii ben 

3d)»oit»bel!" 

fÖoAenblatt i<» 8 2-i: 

|.' ätjtlicben Staube* 

JMcn vie.oatjlt: 1. «ov 

> Gotjn, ^. OTanaJie. 

öe: (icfftein, 'J'letjet. 

,, \iiffauer. 1. 3(t)tift 

JDrpalen, Wottheiwet, 

|ti ipted)en füt fic^" 

ItogrS 8 10) etjäblt 

In ijufttutatt pratti 
Irarjt. Tia ber Ctt 
ttüppern« bejuAt wirb 
lfm Waö«, fo tnuH 
im cuf feine .«ofwn 
r.erljoUe" fi* biefe* 
|>Berlin, bet fid) nictjt 
coTAte« im Aurl)ouf< 
|{uö)en. 9llct)t genug, 
L-a^ift n)egnal>m, \<iii 
lapoO^U, Inbem et 
LtlldKn lätigfeit 
Iproptlum, b. b- i"'" 
«potbete liolte »inb 
lib." 

Jt.'H \HHii: 

\«n \\o±i neu. jebod) 
elnmol in ble rttol 
;rn jumcift pompb* 
cfd)lfd)t*fTanfbeiten" 
j)ft bem ol>nebin im 
IjdKnben in bet fc^o 
kntll<!)c 3(t»wierigteit 
t wjeotflin oft ganÄ 
baraufhin Weib, Piel 
Jonorat unb *0Jebl(o^ 
ihicner hinget Wann 
luiltanwr ^um 3elbit' 
laeite be» „menfdK» 
?m unwiffenben *a 



ttenten nod) ble Öift ongereenbet, ba» et ettlatt. mit ber 
Mut etft in einigen logen, bi« bie Ätantbeti an9<J<»* 
b«<f<t betöortreten werbe, beginnen ju lönneni. 3n SBiv? 
liÄreit aber beiftt bie« nnr, au« einet leid)ten (Sxtxan 
tung einen «oltflid) fd)weten ?^a!l mit 'JlbflAt 6U fitjaffen. 
bamit bet Htanfc jugunften bieiet ät^tlld»en ^t>ane tu* 
tlg ausgebeutet wetben fönnc. Ginen foliDen «Jotgang 
nenne id) ätatUdjen iiJuitjei-." 

«fdi, Xt. meb. IH'J5 >Hte«lau V «orbllb bce Ix. 
Miau» PO» ▼r9lrronge fen. .«o. 

«fA eebtet füt (Wefd»l*te uub Xeutjdi, ^Reltgton, 
gZeumai'f. äöpt., im iBotTtaub be« lutn wnh AitUger 
üereln». 19U. 

«fdi, Tanhnar (I5t. lanfmata, Xr. ^^IfdKMibotn), 
-^utii't ^;-lH69 «erlin. «: Watia ^«urora ü. >tömg* 
matt, .«atbatina IL, Viola ▼»Jontc;i, ,Vtb. T^affalle. 
«idi, ,-vu, 7^-1875 «RummeUbutg bei ^i^eiiiu, T^a 
mllie foll au* £ftgalisien ftammen. 

89 yiabletlebtling, Wefclle in «ierllu, 3tett.n, Me 
TOetffd)aft*fe!retät beim Wetallotbeitetüerbanb >H»}ito«f. 
9luguft 19 bi* 3u(i 20 ?5inanAmintfter tu 5d)»oenn. 
Septembet 20 Tltettot ber f!aatlid)en ^^ümfaotit i'bvnba. 
mebtfad) Ö«uanAmini|tet, Wgl. be« me-flcnl». vanbtag«. 
^iiu« einem «ctid)te: „(St bat e« aud) Ptrftun&en, für 
),d) felbft ju fotgen. 3»"äd)ft etnannte et ft'^) j)""» 
1)ttertot bec T^ilmfabtif, bie bolb barauf glcnAenö gleite 
mad)te. ^öei bot ^iluflegung ber ^lloggenanlcibe 192:i 
,e»gte er feine finauAiellc petfönii*e ^i^^rgabun«. inbeni 
ec anotbuete, baß bie «eumtnt bte Stogfienanletdc öetd) 
nen tiJnnten. abet bie GinAablung ctft Picie iiÖod>vn 
ipötet ju leiften btüud)un. Ten böd»Heu ittetrag öon 
allen Beamten .-.eidmetc veit "^Hid) felbet unb madne 
babei ein gläuAenbe» perJünliAe* ii*efd)ä!t, ^a I9j:i no* 
-Inflation bcrvfd)te. (St Aablte in SBittltdjteit nid)t« unb 
bcTam bafüt einen erbeblldien betrag an ^Roggenanlelbe. 
Xtt Stanbal mar bamal« fo gtofj, ba» feine eigenen 
«^ottelgencifen ibu ate VJIiniftct fallen llefjen; ole 
• folc^r trat er bamal« :,urüd. 

«aAbem er l'.h'fi »lebcr ,linan;,miniiter geioorben 
roar, bat er ftd» felber ^um tlteltor be« 2taat#re* 
nung«amte« •: mannt unb fomlt felber jum ^»eamten 
(frühere (»Vruppe XIII) beförbett. ^Ifd) ift toin un^ 
fäbiger ^JJlenfd». Ut rtar bei feinet etften aKinifier 
tatlgfelt in gcrolffem Sinne füt ben Staat ctngeftellt, 
»äbtenb er jet^t bie rein fLMialtüifdje« IcnbeuAen be 

ttcibt. 

• ÜJie gamilie be» 9Ifdt foH uu« (»Jaliälcn flammen 
et felbet nennt fld) Xifflbent. Sein gan^e» •}lu«fel)eii 
i«igt iübifd)eu Ttip." 

»et bet ^alfdjmclbiinv^ übet feinen ^Ibttiit 19JH 
(Ilgb 2'/-'). fd)tleb bet ötfc^nationale „';rt.)itoder ^In 

jetget": ^ ^. 

„;~>cbenfall« ift e» aber bod) an<cfeuneu*n)ert, boH 
i^rr^Mfd», beffen ?lrbelt«traft unb Unermüblit^felt im 
iJienft feinet amtfidK 9(afgaben aud) öont politifdKn 
(?kgj\et immer onetfannt »otben finb, bi« ium Uftten 
ttot» feinet angegriffenen (Jkfunbbett muftetgüitig auf' 
.Aul)atteu beteit ift." 

St. *Jir. n.l»29! „Seit getuumet 3eit enegt e« 
Die «luluurlfamtelt felbft bet an la«btolttfd)oftIld)en 
ttnaen nidii intercffierten Cffentlidjtelt, mit n>eld)et 
Öärte ber mcdlcnb. Uanbtt)irtfd)aft«minlfter ^fd) gegen 
nUeingefeffene medlenb. Tomänenpäd>ter porgebt." 

riefe* 'Uecbalten ^ilfd)« ftebt im froffen Wegenfo^ 
•,u feinem ^»enebmen in bem V8etrug«faUe be« ▼Ätnt 
!s?einrld) :>ofepbt» (fb) au« "Moytod. :sni\. ber Ja. üQ. 
3ofepbt). Wetrefbe (.^toftbanblung, ^^uttet unb ?ünge 
mittel. %\< Sdjiebungen ,^ofepbP« waten in gan« TOed 
lenbucg befannt. '^x. fragt be«l)alb mit ^Jled)t: 

„I5)0t bie juftänbige Staat»ann>aUfd)aft im »^alle 3. 
bereit« ben medlenburgifdjen ginanjmlnifter 9(fd», bet 
Sojtolbemorrat tft unb bem jüblfcften «olle angebött, 
pftnommen? ^jot fte %. oor ollem barübet bcfrogt, 
ob et foft oU eluAlget in «medlenburg pon ben Si^ie 
bungen unb Betrügereien ber Ja. ;<. nld)t« gewufti 
bat? S^ai fie fld) Pon 91. erHären loffen, wie e« fommt, 
baji Pon einer gonAen flletbe Pon beuten, bie pon 3- 
betrogen würben, bef)auptet »Itb, 91.. medlcn6utglfd»er 






'V.'a.VM'.H.".»:V,"ncV,«e<fo.,"". '" 

21 n g e i e g e n l) e i t a b f e b t n ^ ueQn„t>ovtet, unb fc 

3, "o*^^'"^; »"^'•^.'^^„twaTt « ©abtbeit fef^ftelU. 
„ad)bcm, wo» ber *"^;^^°""'°" J,'*i„ .jnedtenbutg iu 



uttb Oeuilleton. Sie galt «l« „Cffiflloia 

9lmte«". .'til IH ««\»'J\^- . ..«uf^ianb. ift bet bc^ 
«^d,, Sd)alom l^alonon , J^'JJ^^"^ ^^^ ^.^ma 

tanntefte bet «ünf^^^^f^^^^ff " ,^f ^«^7 bei einet (Jtft- 
„Wott ber ^Had)e' fano in Wlnb^^ 19U ^^^^ ^^^^^^^ 

auffubvu.'.g unter ^fj^^j^^fj^J'^^ puten (^fellfdjaff, 
5tifd, (fb) bvn „lauten ;»;',^i^\;^\,;,i:tam«. währenp 
:;;an\urbe'f;:rn ^"^i^-nb in\er .toPin. pfiff- 

i|t '«^fd,« JSteubenbau«-ltagöbie mcöc^^^^^^ 

ii ift eiiteulid), bnft '^l^^Z'^'J'^^J^^^^^^^ 
jut3elbubtltegtcmunbbnfd)dnM»*«J^ I ^y, 

iod,btüdlid) "'*^<='»":- *'*i'^ rÄ fo flefd)dtft. bafi 
^Mnftanb mit bet ^M ^VaU^Un "n Wufft^d).*olen 

-^^i2;rr ^'«uptftabtif^n .ubm wutbc .f.Jolb 
übetoll tonangclwnb Xu et «^c m »Wo ^^^^^ ^^ 

ba« 3ubcn,»n, am ^nbe *" "°*"Jf "*^^. .^latt 28/3 
<d,Ubett botte, »utbe ** ^"^..f ^^^ '^ 
07 etwa» flau zumute, (i* winlte ai . 

Xa« StUd fübrt un« in ba« «^-^I^V;« / ' ?. 
oe*"^»«bd)enbänblet. "'tie' iJCoi "t'^eU ^rein^elt 
m ben tuffifd)en (^.betti, «^^ *V«re ttetn bic bie ffielt 
„obl beftebt. ba« abet <»" f "^ ««"X' ^eted^tfettlgt 
hebeuten, potmfübten. ^;;^J^^^^\°"Ji^"et, «l« e« einft^ 
etidKint. loenn c« /^" «^«^^"^i, i^trem tünftletifd,en 
. voeilen bet taleutlettc l^^J\^.l\^^^ ^i^,, bem 3uben= 
Xtange u"'*'^"'>'"'"'" f/J";,/ ?„e„ if fe«n ttenft et. 
tum unb aud) bet «"f^°^"Vra*Ln Stüdc bic btfd)e 
».iefen. ioenn er "^^^j^^^-'" f^/^S? tüSlletiU1)e >/)«ad,c 
«Hü^ne nid)t „beieid>ert »»o"«^ fl g„^„ lommen 

Unbfomleit fteden '>^^« Vnb wU fein fojiale» .(Smp^ 

»,t Sdimadxn", «'"»', «°";"„ .„"jionB., mit 3u(*' 

.«.tt b.. »•.*«;. <i"™^^";,C «t l.tU.t hin. 11«. 
««. «in «•"'"♦• ,l"'ri'-,at„on ni<b.t»u!*t.lwn unb 

!.\';'r b^ Ä"aÄ iu.Vm *.-'M^:,- 



. I« t»in«e fxenlfd>cn (irftUng*«>etre#. Sold) (,„ 

erfolg feine» 1«'"*'°^ j,-_ «ad)«" Rotten Me «lapX , 

neu', wie im '^^^ )\^ ^^g, „od) nlAt .» tk:^f 
fpleU«efud)et au« ^'^7^^«^^;„üge wie eigentümliJ 
belotnmen. Won wetft *^ ,^^\y^ „eue «eije te(l 
Pie 3lied)0tgane ßtt^LeraS^etpenfenfolicn cud, b» 

ben' Aeftrigen ^'^^^'^ ;,,\^%?S)mm^«- «*« ^*^''' 
ift nid)t auf feine .ttpuen « ö^c^ellfdiaft ber enl 

>;ifd) füDrt un« ''^^^'"'^^ " * J /juben unb ihte« <x\ 

^>^^^^\-"»^";"!:;;\sr''iffc;ii^tt u«« ^^mtdube j 

mibembcn Xtet.-^rn» em. w ' ^ vob-me uuo bJ 

b,m V'cben ber tufftfd) n .«ün« er ^ ^ .jj,^ J 

.ufHd)en i^-''^>^^\:;? ''';*;^;ubn gelungen, ift • 
bem einmal ein ^-"'«^"""'"f '^^^^^ nad) unb ncl 

ietnrm Gebell bänden «^^^ ^^'JJ^^^.t^r« in« tief 
lutd) Sorgen. ^^V,'" S fütÄ »nb .^inber 
Cflenb gefunden. Um ..^^"^ ''J ,^-^'i.rnld)tenben >Her 
i<,)affen, '""^ «,^" ^Xn (i b^rfcmm, ibu mit 91 

eine» '^»"f»'^*^'**^*/ " ^riuSer mu^ feinem Slünftul 
iieroolt bie .Vüblingfr^iKtbeluJ^. er m« H ^ ,^^1 

jriebe nadjgeheu unb eme f "*^ J^^ ^^V^,. feinet pJ 
molen. SJeit tommt «,J«^'";,\;„»\^,'' ? Tän^it übetbrüf 
,«»tlfi t»«^')^';^"*"^'" '!* f 'X te-m an feinem itüJ 
flewotbeu, fie *'*»"fl' "*''/!;: Vlnet .?>ofbe|iucrln (Jntfdl 
letbafeln. Xafiit ^^*' " ^'^l^.^TuVin ibt Sjau« gena 
bigung. bie ibn unb e lue ,^amil^ ^^„'gettobe bewa 
men unb fie A« eP.^".»l»*./°;/„*^Ji,"etfeit» Pon ibt| 
Dat. Xicfe 4?ofbefi6"ni »^» ""\°^' .^^iJvt - "^*| 
ilanne - einem """^""«^" f.^J '"" k rwieberum J 
Jefdjieben. Xer ^^^^''^^f'^'^ZTxal (^t will, wie 
Sielem inPaliben ^J^«;"^'^';^; -JS^^u ^inem bubff 
„„beten »^J-J^''/^;; ^'^ärnrndjen .um «^cf J 
;^Taud)en. (it bot fogat «iua unn.lllonunel 

;nugebrad,t. «Hein bve ^J ^ »^^^ ,5^„" ",,,„ «irc 
cHubringllng bat)d) ob. Sinn 0»' 

;>lcben b,ilft- ..-.^«..^0,15* octoebcn bem 'l'>' 

•"•"""'r «1!"?tr ?:»."; «inb"n";"rnb.r i.r . 
*'" ■"" ! T» «(oht ben einatmifl«n nnt um 

r;crr;or.:r™Änj.;«,.- 

.n.l*lo(i.n .ntfüt,rt .. bU Brau u„b^^_J ^^^^,_^ I 
bewn „ftunbUb* ,"■"', "yj^erbldinnt für !lt «"■ ™| 

'a;T"V^.t";:;bo;a..«'f.ar.«^- ^ ' 

WH.bniU.«.'«»n»— ..^ l 

Z^n'^' ;r .Tr;«.n"fun. ,.n, »<• -»-«"'"r !. 

^' «""r;*s;?.nTJ^M?^ unr*?. -,.q 

j «ultuten gefd)offen, «»»f »"'"' ^ ^ . ble griej 

^i ibtet «'«-*'""«Jf^X bfe tüblTdje'bo 
Multur ba« (itACugnis be« .«mbe«. o-'c i 

ieugnl« be« Wanne« ijt. 

V u«b feit bet (SmanAi».otlon bet Juben fpti« 

V Unb fett oer « n «j^blete b«t Welt blnein 
„Wott «btobom«' in oUe ^^^^'^ ,,^^ obet 

e« butd) 9*»»"^i\?"^J^;„cpn«fielb, Wats.ttbtlid,. 
wabte.ftomme 3uben («eocon.ne ^^^^ ^^ i 

mann «oben, SpinoÄ«, ^'"'^^«taufttn, ben Itl 
c,, aiun ^«" f„-»„,;rft?mSn. übetall fdl 



/ 



/-. . . 




U^Äu^c^ 



'^•5 17.7. (,f 






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^1 






Mit i>i?# Jur« Ludwig öirba«cht def ää. !£• Juli^V^Jährig in ^Ijabaddii 
einem Borsiechloi^ erlö^^^/iftat oine uaij;i^woha i ich© ioioönliOilD^lt dohla^gau^üdf 

^ BiircKÖhalich durch ihro uoa >culichoa Di,:oaachci£ön wio durch ibro GOiöt4s»a Qua 
litätoa« üac^iJühiillch V3öir auch Barba.cha Latsnowec^i lSS'2 iu Berlin gaborottt 
i:;&l? <J5^t dor UbQ»ü'=^üc;to Sosiällßtf 101ö/i9» n«ch bevor der oolno Ac^d&fiorprü«' 
futir^ öblc£i;tOt Ju£i^ti:uiaiati>t^r des Leadco r'ock;j.<l^nbur^*»r>qh\vorin« Gte;a voa 1921 
<3tt bia 1933 i^im^alt ia Borlitt una It^n. aiit dorn un nr-höÄU äoIui iJalijte Jiinijereat 
1950 in KoaEßatrationülii.'iror PöchDu uire .ai^öu f,ol:o)i.;orion Hano Litt Ott ctaaoalioxt 
/i:^ » iat or nnri'Mitlich ia poliuicchen ProsoG ßn aU- r tr^^fvorioldii Oi? vor violoii 
fiöUtiiCh^n Oo-richton» btö hiaaar i^.uni Rol'^ae^r'rlcht in Laipsi^» tuf^otrÄteAt . 
mutiij: ua^i imoigomiUtaifj; ihm r^inf; 00 uc^ dc^a I»-?cM lind die »^Vx*®^ ^^^C^-^^^» ^^^ 
UätioaalüOJiialliiton verhu^s^ütt Ic^iia er :ichon Endo ''Vjraar 19'^ i^ Haft und uur-» 
^(3 u#ö« tn BraniionbiiTG r>of'^a,i;öa c;o-ölt€ii« ^3 z^low^ i^^n, in dwt Jüdlccho PalU-» 
jutianpf aiiaßüT/auüorn uud dort op^ter ßein i»dvocöto-?o:oii:oii au iuachoa« t-^ic vio- 
lou vorfolf^ton Moa.schoa <?r auch da hilfrcic! sur -*otl;o Voötaadea hatl Dio lats« 
tou noua Jiahro öcinoe iQ^^n:. hat Dr. BjrböiiCh in "l^^^batJon vorbracht undf QOCli 
iiü vor^'^Ecbrittorion Altort .clr* /^roöjoa /.ijrrr.oa von don politiiicvcnt-'^^^öschicht-* 
Xtchoa uud eoiiiolo^i^chon iiuiiciui:enlai.ia4,cn, -^mx cJcjiü er oi't auc andere toilhaboil 
lio.3 , I uaor^lidlicii b reich ?rt • 



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Unsere Zeitgenossen 



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Wer ist's? 



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Biographien von rund 15 000 lebenden Zeltgenossen. An- 
gaben über Herl<unft, Familie, Lebenslauf, Veröffentlichungen 
und Werke, Lieblingsbeschäftigung, Parteiangehörigkeit, 
Mitgliedschaft bei Gesellschaften, Anschrift. Andere 
Mitteilungen von allgemeinem Interesse» 

Auflösung von ca. 3000 Poeudonymen. 



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««♦ffrtintJtt 'J*^^ hcrttiSljegcben von 

Herrrnatin A. L Degener 



IX. Ausgabe 



Volikoipmen neu bearbeitet 
und bedeutend erweitert. 



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BKRLIN 
Verlag HerrmanM Degener 

Ausliefening bei H. A. I '..dwi:; Degener. Leip?ig 
Verlagsbuchhandlung 

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Wor ist's? 



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Volksscb.; 

bürg. — 

t 1011. 

th 05. — 

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1. vensch. 

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^cliaft.sk.; 

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1.02—12; 
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Wiedon- 
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pI Friedr. 
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k, luns* 

- 8tud. 
2. bayr. 

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volont. 

; 10-^1 S 

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Sophie 
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Arnim, 
cd»'fanj. 
füatAnd. 

1. lle. 
<*. 2r.; 

OD U. B. 

'toAiifii. 
- lipft: 
•nif. — 
Couch, 
htral-^t. 
<!di«el, 
Uhr. u. 

OCOMI. 

Urlft- 

liichrn, 

•ned., 

rcslHii. 
acqiifa 
Berlin, 
Berlin. 
•, dann 
Ex. 11. 
I. Ph)- 



Blol. Phlllpplne Medical School; 12 Labor. -Vorst. 
d. Unlv.-Kdr.-KJIn. Breslau, dort 17 hahll., 20 a. 
o. Prof. — W: Mineralstoffo u. Vltaralnc, and. 
Kmährgs.-Fr.; WaciiBt. d. Kind.; Wachet. -P^ö- 
rung. — Spe«: Ernührgsfr. — Breslau, Kalaer- 
WllhelmBtr. 76. 

ARRAK, l>aal «. W.. Dr. phil., O.- 

Stud.-R.. Prof. l. R. u. Stadtarchivar in Bautzen. 

— • 9. XII 1857 Bautzen. — V: HandflMch.- 
Dlr. Gustav A. t; M: Emmellne geb. Handrick t. 

— Oymu. Bautzen u. Zittau 1. S.; Univ. Heidel- 
berg 0. Leipzig. — Verh.: 3. VIII 86 m. Helene 
Heydenbliith, T. d. zu I^ipzig t Bankdir. Karl 
Heinrich H. n. s. Ehefr. Mathilde geb. Hey- 
denbluth. — K : Paul Otto • 15. V 87; t 28. 
VI 11; Wilhelm Heinrich • 5.189, t 4. V OS; 
Emmellne Mathilde Helene • 17. XI 96, verh. 4. 
XI l 2:i ni. R.-A. u. Not. Job. Greifenhag^n, 
KönlRsbriick i. H. — W: n. a. D. Ron- 
kallsch. BeschlUgse v. Jahre 1168 u. Ihre Durch- 
führt. 82; Mitarbeiter an O. Droysens allgem. 
hiät. Handatlas 86; Rejrestwnbeitr. z. Gesch. 
König Ludwig II von Ungarn and BOhmen 
93; Regegtenbeitr. i. Getch. des Bunde« der 
Sechsstadt« d. Ob.-Lausitz 1356—1547 (Neu. 
Laus. Mag. Bd. 72, 75, 77, 79); Urkundenbeltr. 
z. Gesch. Willi. V. Eilenburg auf Ilohnau etc. 
(Ebd. 76. Bd.), Bilder aus d. »achs. Gesch. 89; 
Lieder v. Bfichs. Vaterlande aus alter u. ne\ier 
Zelt 92; BIsmarckged. 1. u. 2. A. 98; Bekennt- 
nisse d. Jalire 1430—1479 (aus d. Bautzn. Ge- 
rlchtab. von 1430. Neu. Laus. Mag. Bd. 77, 80, 
83, 85); Urkundl. Beitr. z. d. Salzniarktstrcite zw. 
Bautzen u. Kainenz (1505-1507), (ebd. 78. Bd.); 
D. Stadtarch. z. Bautzen (Neu. Arch. f. Sachs. 
Gesch. lid. 27); Vorstufe zu Prof. Dr. A. Supans, 
Deutsch. Schulgeographie 07; Regestenbeltr. z. 
Gi-sch. Georgs d. Bart. 1490-1583 (Neu. Laus. 
M«»- IW 87); Quellenb. z. Sachs. Qrsch. 2. A. 
12; reltgenöss. Berichte <l. d. Schlacht b. Bautzen 
20 u. 21.V. 1813. 13; Äußerg. v.8oldaten.rn«t u. 
Sold. -Humor, gcs. ». d. Bahnh. z. Bautzen b, d. 
Durchf uns. wack., 1. d. Krieg zieh. Trupp. 14: 
Hindenhurg, Oed., 14; V. d. Willkür d. Stadt 
Banlzen 1. d. l. Hälfte d. 16. Jahrh. (Neu Laus. 
Mag. IW. üO); D. Buutt. Jahrin. 1. d. 1. H4Ifte d. 
Iß.Jahrh; D. Fischerinng. zuBudissin 1.16. u.l7. 
Jahrh. (N. Iaup. M.ig, 02); D. Gtisch. v. Sachsen 
z. Unt^^rr. l. d. vaterld. Schulen; V. Karl Au«. 
iMlr. Mohr, weil. Ob.-Pfarr. l. Kolditzu. Dr. Th. 
I lutho, weil. Prof. a. d. Kgl. Undessch. z. Meiüen. 
Neuljearb. 10. A. 17; Ob. d. v, d, Stadt Bautzen 
1547 erworb. u. unterhalt. Landsknechte (N. 
I^aup. Mag. Bd. 98); Z. kuit.-gesch. Entw. d. 
Madt Bautzen 22, 2. A. 20; Regestenbeltf. B. 
u.Bch.d.MatthiaKCorvlnuB (1409—1490), Ungar. 
Jhrb. Bd. IV, 24; BeenliK.-Kost. b. c. adil. 
Leiciienfei. I. d. 2 Hälfte d. 17. Jhrh. - Bautzen 
I. S . Mismarckstr 19 Erdcesch. 

ARRti, < iHudIo, l'ian. - * 6. !■> 
03 Uiiliän (Cliilc), -- V: Carlo« A., Augenarzt; 
M: I^ou. - 13-18 Seh. v. Prof. Martin Krause 
a. Sternschcn Kons. Berlin. — Int. Gch. f. neu« 
MuRlk. — Beriln-Wiimdf., Prlnr.regent^snstr. 77. 

ARMCNII-IV. Nif-oln« v., tlniv..rror.. 
Prlv.-Dox. f. ru««. R< llRionMgesch., vorh Lektor 
d. niss. Sprache a. tnlv. Königsberg I. Pr- 
K*. 14 Priv.-Doz. I. Mo.<«KHn, s, 18 Prof. Univ. 
Suratov 1. RuJJl.). — »28. V 88 Btockhülm 
(Hchwed). -- V: Herglus v. A., Kai«. Boss. O«»- 
1. Montenegro (10—12), I, Norwi^en (12—16); 
M: fatharina Hebenschin. — Vorf: Htaniraherr 
A. d.: Tart«renhauptl. Arilau Mursa T»rh«llbe|, 
«I. 18«9 n. RuUl. kam m. :u>0 Mann u. d. Taufe 
«aluii. l'rurgr.-V. NIkolaJ Iwanowitsol» A., 



A 

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37 



Wer isfs? 



Aachenborn 



2. Oouv, v. Kurland (1798—1808). — Univ. 

Moskau (8 Sem.), Müuch. (1 Bern.), Fnib. I. Br. 

(1 Sern.),Berl. (1 Sem.) ;Ha»)il. Moskau III 14, das. 

Priv.-Doi!.; s. 18 Prof. I. Saratov; Frühj. 20 a. 

Rußl. geflucht.; s. Herbst 20 Univ. KÄnigsl». Pr., 

zuerst a. Lektor d. rus». Spr., d. a. Priv.-Doz. f. 

niPH. Relig.-OeHch. — W: Zlilr. russ. Arb. üb. 

Rcliß