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Full text of "Evangelische-protestantische Dogmatik"

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V 



-£T§,£>^ 





(li)anöelif^*))rotejtantif^e 



-f« 






von 



D. Ättrl/^ttfe, 

^rufcfFot fccr Sbcologic an uv Uiuüerrit4t 3cna, «&. ®. 21. @e^eimen Äirc^enrat^e, 
9litt<r b<« ®. <S. ®. O. t)om toeipen ^atftn unt) bc« (Srneflinifc^en ^airtorben«. 



i^iinfte i^nbtffntt Auflage. 



Beilijig, 



I ^rud unb ©erlag öoti örcitfo^jf unb ^drtel. 



k^^M- 




') 



r 



Söangeltfc^'proteilantifc^e 






bon 



D. ^atl l^afe, 



^tofeffot bet S^cologie an bet Uiibet{)tät ^ma , ^. 6. 9. ©e^eimeti 5tii^eiitat^e, 
SHitter be< (9. @. 93. 0. toom t«ci§€n galten unb bed (Sine^nifc^en ^audorben«. 



iJünfte, tjerbefferte SKufUge. 



®rudf unb aSerlag bon ©rcitfopf unb §ärtcL 

1860. 



f 



Qgliqnii bans Icgit, nbi ptriler ccrlni eii,pcrgiii mccun: ubi pt 
haiiiut, qnunt mcciB : ubi arrartB luniii cagDogcii, redul id ns 
neu, retwetiH. lu iBgrcdiiBir aiBiil cbirililii viui, Madcmtt 
ein, de q»<t •cripliB «tl: Qiaerite TacieB cjii tmper. 

Aagutt. de Trinit. l, 3. 






SJorrcbc jur fünften 5luflage. 



^^ einmal tjcAt \ii bad 9Berf meiner 3ugenb mit a(tet 9leigun0 
t)ur(!§ba(!^t/ ^timt bie ))om anfange an barin lagen enttoitfelt unb mit 
bem, »aß feit einem Sa'^rjel^nte auf biefem ©eBietc a3ebeutenbeÖ ge« 
f(^e^en ift; mi(]^ audeinanbergefe^t* 

D. Suliud äRäner/ ben i(!^ gern honoris causa nenne/ ft^reiBt 
baöon in feinem gnc^Ho^abie^girtiW fiter bie ©efci^id^tc ber5Dogmatif : 
«SBefmtn^ in rationa(iflif(^em (Sinne ; bo(!^ ben iKationalidmuß ju 
finem reUgiftfen 3bealiömu0 fortBitbenb unb u6crl^aui)t bur(!& ®ei|leö« 
«Igentpmtici&feit bie gett)5^nli(i^en @(!^ran!fn bicfer 5Den!tt?eife öielfaci^ 
burd^Breci^enb, Bel^anbett bie ^ogmatif Ä» »öafe/' 5Dal mufiten boci^ 
t»unberU(3^e 3nconfequengen fein, biefeö öielfaci^e 3)ur(i^6red§en einer 
tüfffntH(!& ieflimmten ©enftoeife, toa^renb felBft no(i^ fein ©egner biefe 
^ogmatif Bef(^u(bigt l^at/ bafi fie ni(!^t aud einem ®ei{t unb ©uffe 
gefi$rie(en fei. %\xii n)iK bie unBefiimmte ^e^ici^nung bed religi&fen 
3bealißmu0 »enig gaffen ffir tin @^flem, baö psxa 3been im ©Triften« 
t^um anerfennt, aBer eBen in i^xtt concreten, gefö^i(i^tKd^en®e|laItung. 
<Sobann / ed mag ie^t ritterlici^ fein ben 9{amen bed SRationaß^mud, 
4on bem ftd^ bergeit jebermann (odfagen xoiU, anjune'^men: n^irb a(er 
barunter bo(^ insgemein ber Rationalisrnns vulgaris toerflanbeU/ fo 
bürfte id^ benfeften tool^l mit Befferm ^tijit in meinem »geerfci^itbe 
fuhren, atö auf meinem panier* Qnm f^eculatiöen Slationaliömu« i^ 
biefe 5)ogmati! nur einmal gere<j^net »orben in ber confufen (S(3^rift 
öon 93retf(3^neiber „fi^ bie bogmatifi^en ^^fleme »on @(!^Ieierma(3^er, 
üRarl^einefe unb »^afe.*' ffiirb aBet jene !8ejei(i^nung im atigemeinften 
Sinne genommen aö ©ecoration eined {eben frei forfti^enben unb burd& 
feinen ^eiligen 93u(i^fta6en geBunbenen 3!^eoIogen , fo berjiei^t e« fld^ 
^on felBfl , bafi i^ mi^if jum (Rationalidmud Befenne : aBer ffir ein 
bjogmatif(]^e« ^i^flem, ba« bon ber S'l^atfa^e relatiber greil^eit 
audgel^t, in ber SieBe bed UnenbUci^en bad SBffen ber ^Religion txltnni, 



ivl305424 



VI 



giSfeit ^nfi^auung nad^me Idt unb in einet i>uxä^tot^ l^iftorifd^en (S^xi^ 
ßologie fid^ aBfd^ßeflt / iß bie f&t^ti&nun^ OtationaMmud toenis^end 
nb^t erfunben« 

S)ie wieberum neuefle Sitte/ fd^matfi^afte bogmengefd^i^tli^e 
SStodfen nur in bet f&xuf)t bet [Refletion fd^n^imnten )u laffen, f^dbt 
i^ mit ni^t aneignen Unnen ; n)enigflenl fut ben Untettid^t ift bie 
^enge gefi^id^ttid^e (5ntn?iä(ung einel jebenlDogma angemegnet. ^oä^ 
Ifait iä^ biefe S)ogmatif butd^au^ nid^t )u Begeid^nen all gugteid^ eine 
Sogmengefd^id^te* (Sl iß nut eine S)ogmatif auf gef^U^tlid^en ®tuttb« 
lagen/ ^on benen in bet Ontotogie bie ^l^i(ofo))l^ifd^ 99egtfinbung , in 
bet S^tißologie bad eigne ®d^(ufiutt^ei( teinlid^ al6{uf^eiben loat« 

9tud^ bie @teUung bet 3:tinitStdIe]^te aU IBefd^Iu^ bet gan^n 
Sogmatif l^aBe id^ Beibei^aUen : bie fitd^Hd^ 3:tinttSt iß nun einmal 
ni(^t butd^ eine S^eculation u6et bad SBefen bet (Bott^eit entßanben, 
unb uBet ben 6ol^n (Botted aU )n>eitel «lieb bet gftttlid^en ^tia» 
fyte<^n gu looKen t»ot bet Untetfuc^ung batuBet / toai Sl^fhtd auf 
(Stben gett)efen iß unb gett)ittt l^at, bal iß fein wiffenfd^aftlii^ gfort« 
fd^teiten auf feßem (Btunbe. 

S>tm alten Sütel einet e]»angelif^en S)ogmatif l^a(e id^ ba$ 
$toteßantifd^e Beigefügt: ed 1)at bod^ einen gat fd^i^nen JHang/ 
unb iß aud^ bad (Soangelifd^e nod^ Reffet/ id^ ffi^te nid^t gern ben^ 
feigen aulfd^liefllid^ 3!itel mit bet S^^angelifc^en Jtit(^n}eitung/ 
Bei bet iej^t bet ®atan lod iß. 

9KI idö bot einigen 3al^ten bie ^totectotatltebe u6et bie QtnU 
n>id(lung bed $toteßanti9mu9 i^etaulgaB/ ßnb bie Sanatitet bet 
jDtt^obotie batuBet l^etgefallen / all fei bad tin ntutx, unetl^&ttet 
%xmI, n>a^tenb el bod^ nut eine leichte unb leid^tfaf lid^e Qn^ammtm 
faffung bet S)ogmatif n>at / n?eld^e id^ fc^on bot einem SRenf^enatter 
geleimt l^aBe unb koeld^e gu leisten id^ auf biefe Unibetßtät bed (Sonfeffot* 
Jtutfutßen Betufen n>otben Bin. «6iet etl^alten ße biefe (SlaubenJle^te 
t»oti neuem im feßen tt)iffenf(^aftlid^en 3ufammenl^ange : fo m(gen ße 
biefelbe n>ibetlegen n^enn ße fi^nnen unb toMliä^ bet SReinung ßnb/ 
ba§ bie gange neuete (Snttoidflung bed $toteßantilmud im Men loie 
im bet SBiffenfd^aft bet Jtitd^e nut eine 6:|)ifobe fei/ nad^ beten SSetlaufe 
ße nun hiebet gettoß Bei (Salo^iul unb Ctuenßebt antnü^pfen fi^nnen. 
9Bit l^aBen )u 3ena in %tonn Seit unb fd^einBat )»eteinfamt feß ge« 



VII 

^anben im (BUuitn, ba^ Me %xtH)tit brt ®e{^er itnb lebe toal^rl^aft 
menf(!^Ii(^e99Hbun0 bem Sl^ri^entl^um £(ut9]»ermanbt fei : ba toitb man 
fld^ nic^t tounbem ti>tnn tcix uti& ber ®nabe ©otted freuen ed no^ et» 
(e6t gu l^afien bad SRotdenrotl^ einer anbern3^it) folCte anä^, tvit tlnt 
aSauernreget fagt; aRorgenrot^ einen jifirmifd^en ^ag Bebeuten* 

3u einer onbem t^eotogif^en düä^tun^ , toelc^e ben Qtt>lt\^aU 
jtDifi^en ber SSergangenl^elt utib ber gegen^t^attigen 99i(bung mit eblen 
Jtraften )u berf&l^nen trad^tet; f)aU i^ ni^t BlofI ^etfBnti^ U* 
freunbete iSejiel^ungen nie berfannt : mu^ aBer bafurl^aUen/ ba^ eine 
3>o%matü, votlä^t gn>ar offenen ^inned für atte ®eßa(tungen bed 
^ri^Iii^ ®eified bo(^ il^r rationale^ $rinci)) mit untebingter 
^fri^tigfeit burci^fui^rt^ mei^r im &nnt ber ^roteflantifd^en Stlxä^t 
ttttb i^red gegentoartigen iSeburfniffe^ fei, a(d bie fl^ ^erl^fittt in 
SBeil^ran^tooffen ber ®(au6ig!eit. @d toar idn SufaU, bafi il^e 
@(^ü(er £6fr fle l^inau9gef(3^ritten finb unb bie Union ber ebangelif^n 
^d^ untettou^U l^aBen* 

SReine S)ogmatif n>at einft bem ®el^eimenrati^ oonSd^uBert 
in SRun^n , bem freunblid^n 8rfi^ter aud ben ditiä^m ber 9latur in 
ba^ «^immelreid^/ unb bem 5Domi^erm SB in er inMpiiQ, bem treuen 
Sd^riftforf^er, beiben meinen Heben ßel^rern in Srtangen unb MpiiQ, 
banfbar gett?eil^t , unb breimat f onnte iä^ biefe SBibmung erneuen mit 
bem S)anfe gegen ®ott; ba^ bie duf^anbe, auf n^eld^e fie l^intoied, nad^ 
fo (angen S^i^^umen noc^ in gefegneter SBirftid^feit berauben* ®ie 
Be^l^n nid^t me^r, unb iä^ fyiU nUf^t ben SRutl^ gel^abt biefe ßu^ 
eignung niH^ einmal abbrudCen )u laffen» 9[ber &t, mein ti^eurer 
@i^ubert, Serben ba0 alteiBud^, bad S)enfmal eined (angbetoSl^rten 
Setl^ttniffe«, toie H al^nlid^ t^ieUeid^ nur gtoifc^en $etru0 Sombarbu« 
ju aSemi^arb ton Slairbaux beflanben i^at , unb bann aud^ aU ein 
(iebe)»oKe8 ^nben!en m unfern feligen 9B i n e r , nod^ einmal mit ber 
alten «^erjen^mifoe aufnel^men. 

3ena, am 21. 9Rar) 1S60. 



3ur jtt>citcn Stuflagc^ 



$((^ i^ einft biefed Sduä^ f^txau^ah, gffd^al^ ed in bet SReinung/ 
toie fie au^gef^TOi^n ifl in ber bamaUgen fßoxxt\>t, ba^ erfl bann, 
ttjmn e« feine fProBejal^re üBerteBen foüte/ ivenn feine Sinfeitigfeit 
fld^ in manni<^fa(!&er &ffenrti(^er aSeurt^eilung ergangt, unb fein QSer? 
faffet fid^ in ffiijfcnf(^aft unb ^tUn ^f)n QtUiM f}aU , öieltei^t 
3eit fein tt)etbe, eine ^f)n geBilbete gform baran ju berfu^en» 3c^ 
l^aBe eö feitbem mit treuer ©urgfalt im «bergen Betoegt, inbem i^ fofl 
attial^rli(!& in einem Greife frifii^er 3ugenb J^ogmatif öortrug* Sn ber 
Xf^at, für ein SBerf ber ?lrt, baö bo(i^ auci^ gtei(^ anfangt nl(^t un- 
l6eba(^t in bie 9Be(t gen^orfen toar / n)irb ber alte fHaf^fc^Iag n^egen 
ber 9 Saläre naä^ ben QJerl^ältniffen unfrer Qtit 't>uxä^ fo((!^ ein leBen^ 
bige« S^^iegefpräii^ mit bem S^italter »ol^l am f6rberii(^ften aufi- 
geführt. 

(Segen managt ^eflanbt'^eUe ber borigen ^udgaBe, bie nur einem 
iugenbli(!&en Sntl^ujiaömu« angel^6rten , ober bo(!& ni^t in ein iöe^r^ 
6tt^ ge^Srten/ 6in iä^ jiemlid^ unBarml^erjig berfal^ren, unb Steunbe 
au^ iener 3üt tt>erben biellei<!^t einige« in bem neuen f&u(f^e bermijfen, 
n^a« an bem alten il&nen üeB toar* IDa burc!^ folc^e 9(udmar^ungen 
fRaum gen^onnen n^urbe^ l^a^e iä^ bie bogmengefd^ici^tKi^en ßitate 
meift auöbrurfen taffen* 3)iefe 8rorm ber ^iporifci^en SWittl^eilung i^ ^ 
ni(i§t bie l^&^fte unb geBiCbetfte: inbef für tinitf)xH(S^, fott?eit babur^ 
bie Ü6erfi(!&tKci^feit nic^t berloren gel^t/ ifl fle i>oä^ Bequem unb lel^r- 
tei(i§» 93on ben mitget^eilten SteÜen flnb einige jum a^etoeife gemeint: 
unb Bei bem (Streite ber Jtirci^en unb Parteien flnb anii unleugbare 
bogmengef(!^i(i^t(i(^e ^^atfaci^en fo entßelCt Sorben / bafi einem bie 
ü!u{t fommt/ fie benen, toel^e bie ®efd^i(^te naci^ il^ren SBunf^en gu 
Beugen ipflegen, urfunbli(i^ bor'ß 3luge gu l^alten^ ?lBer bie meinen 
6itate flnb nur jur Erläuterung unb 9{otificirung Benimmt. 5ä^ l^aBe 



' IX 

I 

j 

ktidg ^ierBei Im m&gfl^fi ettgm Äreifc geleiten, i$nb in^ftefittibte ba, 
bo btr @itt^(tte bo(!^ nur aU 9^e^rafentat^t einer ganjen 9lH|tung 
Imgefül^rt toirb, tvit Bei ben ©^ola^ifern unb aüm lut^erifd|iir5)oö* 
iaatifem, flnb ^ttoh^nÜä) nur einige immer iwieberfe^renbe ffierfe 
igeffi^rt toorben, bamit unfere ifingern (Stubiengenpffen, niä^t bur(i^ 
u ©etoirr bon Flamen Betäubt , mit einigen ttjcnigen 2)ogmatif e^n 
SSorjcit, in benen il&refHid&tungen culminirten, eine beflo Be^mm* 
lere S3efanntf(!^aft anfangen* *) 



*) 3d& toiK f)wx gleid^ »un mel^rmalö citirten Schriften bic geBtaud^tcn 
Stu^gabctt ein für aUcmal angeigen, fokceit btefeö kcegen bet Se^att ober @ei^ 
tenjal^l toid^tig iji (für bic 5» Sluflage reüibitt)* Ahaelardi Theol. ehr. im 
Ihesaar. dov. ed. Marlene et Durand. T. V. 511^ aw^ feinet <S(!Jnle: Abael. - 
Epitome Theol. ehr. ed. Rheinwald. — Anselmi Cant, Opp. Lps. 505. 4. 
r- i^/AüWflm Opp. Par. 627. 2 T. t — Avgustini Opp., fottJeit bie /öeneb* 
Ä. tti^t nad^ bXittti (Sxcer)>tett angemerft ift, leibet nnt Col. 616. f. — Bast- 
ei Magiii Opp. Par. 638. f. — Bellarm* de controv. fidei adv. hujus temp. 
laerelicos. Col. 619. f. — Calvini Institutio ed. Tholuck. Ber. 834. — 
Chemnieius, de duab. natnris in Chr. Lps. 578. 4. Examen Conc. Trid. 
^raoeof. 574. f. — Chrysott. Opp. ed. Montfaueon. — Clement, Alex. 

. ed. Potter. Oxon* 715. f. — Cypr, Opp. ed. Jo. Cestriensis. Brem. 

. f. — Cyrilli Hier. Opp. Oxon. 703. f. — Duns Seotus^ Sententt. 
L. IV. Ven. 490. f. — Dvrandus de S, Portiano, in IV Libros Sentt. 
Par. 508. f. — Epiphan. Opp. ed. Pelav. Par. 622. f. — Greg. Naz. Opp. 
€ol. 690. f. — Greg. Nyts. Opp. Par. 615. f. — Ho f lazH Ex&m. ed. R. 
(Tellep. 750. 4. — Hieron. Opp. ed. Vallarsi. ed. 2. Ven. 766 ss. 4. — 
pilarii Opp. Par. 652. f. — Hutteri Comp. ed. Janus. Lps. 736. — Ignatii 
^pp. in: Patres app. ed. Coteler. rep. Clericus. T. II. — Joan. Damasc. 
Opp. ed^ Lequien. — Irenaei Opp. ed. Stieren. — Jnttini Opp. ed. Otto. — 
Koenigy Theol. posit. ed. 7. Rost. 684. — Ltmborc/i, Theol. ehr. ed. 3. 
Ain8t:700. f. — Pe^rt Low&flrrf« Sentt. L. IV. Par. 564. — Stttl^er: 
^eutfäj $att* Slv Iß*» ^^* ^* — Melanchtk. Loci, futocit feine anbte Bcs 
werft ijl, ed. princeps, bie ©eitenjal^ett flnb nur eingefd^rieBcm — Orig. Opp. 
ted. Delarne. — Philo, Opp. ed. Mangey. — Quenstedf, Theol. did. pol. 
Wit. 691.f. — Scotus Erfgena , de div. nat. Oxon. 681. f. — @i)mK * 
S3u^er: ber gried^* St* ed. Kimmel, ber fatl^. St* na^ ber römifd&en 5(. Cei^)* 
itg 852 n. 53, ber Int^* St* ed. 3. Hase, ber ref» St* ed. Niemeycr. — Ter- 
*<//. Opp. ed. Rig. rep. Priorias. Par. 664. f. — Theodoreti Opp. ed. 
Geholze. — Thomas Aguinas, Summa totius TheoL Col. 640. 3 T. 4. — 
ZvingUi Opp. Tig. 581 . 2 T. f. — ©ön neuem bugm* Söerf en ffnb, toi? m6^U 
«ttgemerft i^, bie nenjlen $lu«gaben gemeint; üon J&al^n ^* beö ^ripd^en 
®l«iben« bie !• *Jl» oM (^arafterifiifci^er tou nici^t bie %* audbrntflid^ genannt 
iji, »Ott »Idl^lcr S^mBoIif 4. 9(. 



ffion bor nftm ®fftaft biefft 3>09«iatif ifl fafl fein 9Uin a«f 
bcm anbem Q^tUitbm, uttb mx txtoi^t, koa^ koiir feit imtt Qtii h 
^nXfftoU^it ^uxä^Uit ^Un, ttnb koie mir oeirg(niit towc in UttnU^t 
ftcr 31nt^eitiial^me einer no^ nUfj^ abgefd^Idfinen aSitbung ed mit ju 
erleben/ n)irb {i(!^ ni^t baruber n)nnbem* @olUe ^ä^ ater jientanb bte 
SRül^e nel^men^ ieibe ^u^gaten genau mit einanber gu t>erdtei(^en^ 
toirb ^ä^ bie Umge^attung 'tioä^ mtt)x iä^tlnHx, aU n)efent(i(^ l^era 
{teilen, eine frieb(i(^e organifci^e QtnttoiSlviti^ M 0leuen au9 

mtm. 

S)tx Seite^attote Ziitt et^angetifi^e ^Dogmatil toiU ni(!^t ei« 
audfä^({efl(i(!^e9 SSeri^altnifl ju ben (Sbangetien, ober jnr e^^angeUfi^eii 
Jtir(^e in ber 31rt anzeigen, aU ivenn l^ier bie Seigre il^rer f^m^olifi^eii 
SBuä^ borjugdtDeife getrieben ivfirbe, fonbem er ift ebenfo gel6rati<^t, 
t»it man gegent^etld fatl^oIif(!^e 5Dogmatif fagt, nur in ber freieren 
SteUung }ur Jtir<^en(el^re/ wie t9 ber S^arafter bed $roteflantidmuf 
mit ^ bringt, unb fagt 6(0$ biefed an^, ba$ ber SSerfaffer in bet 
etoangeUfi^en Stixä^t feine auflerti(^e toit feine innere re(igi&fe «geimat^ 
l^at, unb baf biefe 9)ogmatif für foI(^e :6e^mmt ift, totlä^t btefd 
Saterl^au« mit il^ tl^eilen* SBad bie aSerf^iebenl^eit ber Reiben et^am 
geKfi^en Jtirci^en Betrifft, fo i|t eine 5)ogmatif ber 9lrt fett|t ein t^fat^ 
fai^Ud^er SßttntÜ, baf in ber Siffenfd^aft unb für biefeKe bie 
Union al6gef^(ojfen ift« 

9la(^ ber Saffung ber l^iflorif(^en Sel^rftudb tSnnte man meinen^ 
baf biefe ^Dogmatil bie \pttieutn 9i<^er, bie neuerer 3eit fl(^ al9 W 
Wfä^t Sll^eologie , S^miolif unb S)ogmengef(!^i(!^te gefonbert l^afeeti; 
in fi^ Begreifen foUe, 5Die Sediere gilt für meinen eignen Äel^rfreil 
aUerbingd ni<S^t aU Befonbre afabemif^e aBijfenf^aft , inbem fle naäi 
if^xtm aUgemeinen XfftiU mir in bie Jtir<!^engef(!^i(!^te, nad^ il^tetn 
fk>ecieUen ^^eile in bieS)ogmati( fSUt. SlBer iä^ ^txUnnt natürli^ niäit 
bie grof e ^ebeutung, totlä^t bie aSgefonberte SSel^anblung ber genannt 
Un 9)i0ci))(inen getoonnen 1)aU 9lux !ann iä^ mir eine bem S^araftet 
biefer fffiiffenfd^aft unb ben a3ebürfniffen ber Stixi^ gemafle ^Dogmatil 
nid^t benfen, n)et<^e biefe l^i^orif^ Se^nbt^eib ni^t enthielte* S)ie 
angefül^rte Literatur ift dnt gem&l^lte, unb aud^ in biefer «ginfl^t au9 
ber erfien Stuflage öieleö toeggeilieBen, toaö l^Bd^flen« für ben Siterator 
al6 folgen nod^ Sntereffe 1)aU 

9Ran l^at, um biefem SBuäit geregt gu fein, ed nur att ofabe^ 



ml\fyt itl}ihit<if ju tittitt^eUm , fo totnig aiii^ barauf anfommt, 06 
fon|l jtnatib te ju bitftm 99t^uji biaut^nt lotTbc: bran wir mir unB 
f<^Dn anbtrfmo auögtfpro^tn unt) ai](^ tinlgfrma^ <^anb bagu am 
gficgi ^fitn, tin uittgcfirauc^bS ataitmi^äftS St^rtu^ nicti in unfTtc 

nur bitftS fein, btfftn SScrfaffcr tS üi>tx fl(^ gmonnm (at, mtt 
rjfi^lirißung anf fttnt (Siantt^ihnli^Etit f{i$ an bud Ofij'ct irgntb 
itl gcmeinfamm ^iftorif^ gtworbntm ®lauElmS ^injugcfetn« uttb 

Ifait i^ in biffcm !Bu<^c am aUtnwntg^tn btt £uf) unb 9I6fli$t 
'flf^oBt. es tfi atfo mtin St^rfin^. ©tift gorm mit i^roi Afirjm 
unb gttbanfrnfprängcn iß jum allgtmtinni, unb(rmlttc(tnt iQtra 
^inbniffc nic^t grabt bit fSrbtrti^ftt, bot^ tfl bit ^dogmalif in bftfn 
gDtm otl SBtfftnfi^aft tnt^anbtn, unb mit man mit ja ivo^I gutraut, 
ba| i^ an ein rc^teS afabtmtfi^tä itf)ximil) ni^t gtringt Sorbttuns 
gen fl<t(e, fo foU bun$ bitft (cfi^ränfnibt Sonn ftlntSmtii umgangm ' 
ncrbm, toat nitmanb umgt^n fann, obtr ieäj ni^t foK, btr tint 
S>Dgmatit fii^rtibt, nc^mlii^ btr Attt^e ftfntS ßtitaitni (int offne 
Slt^tnfi^aft gu gcfitn uon btmjtnigtn, xoat tx glaubt unb waa ftt 
ftlbft Qfaubl. 

3)it trftc %u4gabf tfl au^tr btm nol^ntnbigcn, obtr bo(^ natfii> 
li^tn ©tgtnfaCt, auf btn fit ftitg, bur<!^ mant^trlti 3Rig»trflSnbniß 
binburcfigtgangra, wtnn j. 99. U<i9 itgt g. 98 ^(1 
£((rt »orgtrfldt unb eint iDunbtrli^ÜfntlagtbaTauf; 
ba t« bo^ nur tin fi^ilofotj^ifd^ce (Snitcidlungftnom 
fo%e unb aU A6tn»unbtn aufgt}(igt murbt. 3)o<^ 
htfi^atni a^ingc, unb auf bitft pUt SKat^t btr 91 
itlifr sfifafftn, btr i^r ÜDurt^brtngcn trtoarttn tann. 
SQtraniaffung folt^tr SRißbtutungtn au<^ am tigntn 
miK^tt, ^aii Ü) itljt aa<i) ArSfttn borgtbrugt, unl 
ti^, tptrbtn au^ Stgntr antrfcnncn: bit unbtgrSnjtt Offtn^tit in 
btr aKttt^tilung btB Signtn, unb bit unUfan^tut Xxtut in btr ^ax' 
Itgung bc0 Srtmbtn. 

So gtmtß i4' totnn mtint Abtrjtugung bti tintr unttrgt^tnbtn 
Slii^lung btt 3tila(ttrA ^ünbt, bti i(r auS^alttn unb mit ^r unttr* 
S'^ mürbt, fo weif it^ frtiUt^, baf btm Stißt, btm it^ ftlbß nur 
tin bttntnbt« Organ $in, bie Sufunft angt^Brt aÜ btm fitgrtk^ 
@ti^t t>rottftantif$tr %Btfftnfi^aft. Stnnoi^ ntrbtn au^ folf^. btc 
^ in bti @tmtlnf4aft bitft« (Stlftii mit un« ^^Itn, M btn Otnr 



jctn^rlttn bttftc X)Dsmatt( oft mr(i ba»n brnttn, bsf fit mir ttwal 
ju tKigtBcn, aie rt»al ju utibanftn ^atoi, !C)if 3tit 'i^ »otfifitt, unb 
föU fÜT ittt au(( vorü6tT ftin, no (in bogmattf^fl üBnrf btn ttn: 
müt^igm @laufim mi6 sonjcn ä^tolt^tS fo in ffinrn SÜtftn avl' 
ft)i;a^, bag fic^ bal ©efammturt^dt jui Sage von bcti EEBotttn Qf 
flaltftt, iDfl^t Q^riflua an IS^omae von Qtquino geriet« ^atc. 3n 
unfmt S^agm !onntt ^t am xtUtiftm it^aitt iCogmatiftr nur bu 
■Hoffnung aufffirn^tn, bag f<rin 9B«f nniiB^e buri^ bcn SBttitT' 
fpTUt^, btn rt oufrfgfn Wtrbf, jut aStrßänbigung Ö6tt boi 3tt$alt bii 
®tau&cne litttragen mBgt. %titr b(r Se^n , bni fit^ ^omaä 
iintr @agt für (eine 3)ogmatiT rrdat, Utiit immer noi$ b» rtnjig 
waf/xt Üotfn für btn trnßtn Sorf^re no^ t^riflttt^tr !Q)a^r^(it. 
3(na, im3uni 1838. 



3ut btitten SlufUge. 



®i( bor(iritmbe auflagt flt^t bei borigtn torit nö^i, al9 bitfi 
von 1826. Str Umfang ifl burt^ bit (fpimmtn 
jit^ung JU mtinn Jtiri^fngtri^i^tt unb aui^ taa^ 
birminbtrt worbrn, bag it^ mh ein {itrj foftti 
iaugnüfte btr boiHgcn Startrttung flt^n gt6Iitbtn 

4. !Dmm%er 1841. 



3ut totcrten SlufUgc. 



®fl 9(^t in'S titttt 3a^, frit mtfn Snunb unb SDrettgnr mir bU 
Stot^tDtnbisftit cJnre ntum lufCagc anffinblgtt. Sät wat mit bn 
SSorbcnitung baju it^is^füst, M in Sni^Unge^tm von 1848 
(nttn6ra(^. (Sr ^at mf^ giMt nlf^t in btn gtlvu^nttn 31t6eitm unb 
nii^t in ^ißorifi^tn @tubitn »rftert, abtx iit Stillt M <Stmät^, 
W niffcnft^aftlic^c Stnba^l noQtc f{$ nt^t nitbrc ftnbm , bit bi^u 
gt^Srl, um tin ®pfttm M iShuhtaS nD<^ einmal in frinm (tgtin 
©tünboi ju cttoägtn, wl( fic^ niii; bleft« ©(bfiifhig oufgtbningra 
tiattf. (Srji im fola'nbtn Sa^tt, at« c« brauftn fliUn;, ob« au<^ an 
STofen <&c>frnungrn ärmn icutbt, 6in i(^ gcnn jur 3)Dgmatif jurüifs 
grft(»i:t. !t)D<^ roüibc fl(!^ täuff^dt mx ^exnai^ in biefti: ncutn 9Iu0s 
aafct Mo»*«* SBnbfffttungtn tmaxUtt. !Dit ^nbrningen, an bit tc^ 
bai^h, tirtfanftn biK^ mcifl, »ntn i^ at 
96aiunb b(ä bieg ÜRSsIii^cn, unb tä f^t 
ba§, alh^tU^n von btr mc^v formelltn Um 
3}xuit, bicff @laubcn0l(tixc gleii^ anfangS 
bd <6i:t|)tt<!^(n ®Iaubtn« (nt^ictt, wild)i 
mir ®Dtt ntt^t gegeben ^at. !&itf(ä mtin 3 
fin 5Bi«ttlja^i^unbnt ftinfn ffitg ßtgongi 

QJrifi^nung mitttninne jtcifi^ra (Sxtitmta , bit fic^ t^dlutlfe ftitbem 
ri^ ju i^itx DoUtn @<^ärft ^etaufigtbilbtt ^abtn. 3c^ ^nbe mi$ uom 
SnFangt an tincm OtationaltBmuB entgtgVngtftfUt, bti für bte bcutfc^e 
it^tologit nur (in ^ur^gangBpunft ftin fonntt, um (inen f^ttmmtrcn 
^vi6) mit btm geft^iil^tli^cn (S^ifient^um )u uer^öten. Smmtx in 
lin iitbt jur Jlir<^( mitner SßÖtn:, wo^I ftI6|l mit (inig(r Sitb^afitrei 
amVIttrt^fimlli^n, bin ii$ loäf bom anfange an b(r oit^obOKn 
VtAitt btr l)ant^rißff($(n ^(ilofov^it ibm fo offen rntgegengetrdni, 
als i(^ na^maii einer ernfler gemeinten Stüiffe^r ;u einer Iti^tologie 
bei IQtrgangen^eit entg'gentieten mugtt. 



3fl fonai^ bicft iRtblflDn nU^t tint Umiilbung , fonbnn nui 
SEuBtinanbfTftDung mit btn ntntßm ndgi^fm Stt^tungra unb bog: 
maltrt^rn Sltfiritm, foUtit bltg tinfm St^tfiu^t iinnt, fo ^aU iii 
»ovatffmüi^ in btit bosrntnocrt^l^tlic^rn S^tilnt mani^e iBttfl(^en]ng 
btn bogmcn^i^oriri^n SRonogrob^itn ju batiftn, bit ftil tinnn 3a^t' 
jt^mt nrfi^inKti ftnb. !Dd(( muf fU^ birftr 3>tmt mit tlnaS llnbanf 
vrtfc(ni. Sa tinßt^t ftc^ uon fitbfl, bag fbfS Xlogma auf bet gts 
fammtm 3)osmatif ni^t, ba^ti; au^ von bn: gtfil^i^tni^tn iSclDcgunj 
rintt {An IDogma flu< bit gan|e ffnttniinuns btd Titi^tii^n £CmInil 
üünft^n tvnbtn fann. SSmn D. b. SJaui in ftintr (Sefi^fc^tt bn 
3>nitini9trit tint Stfi^it^tt btc t^tologifl^rn unb fi^ilDfop^lff^tn @v' 
flnnt ststBtn 1)at, fo »üibt bit aBiifung ftI6fi bttftä iQu^ no$ tins 
biingli^ fttn, »tnn nif^t t(ti X^til btr baju 0i(6ri9tn ®tubitn mit 
afigtbnidt morbtn mSTt) b«^ Von fot^ tfntm üRtifbi bn: @ifi:^t$ti 
i^ ttnt aittf&^Tlit^t fDogmcngtfi^U^tt vom Stanbliunllt tintt ■^aiHfU 
bogma aM tmmre banfbar tn ISm^fang ju nt^mtn. fffinin atti bit 
Sfingntn taf nai^ma^tn, Wtnn mir bti brt Stf^it^tc tincS itbm 
5Dogma birfrt ^gemtint mit in btn Jtauf befonmtn, fo icirb bot 
aStnfi^Ie&tn {u furj, um ntbrn btn 3ßtr(tn btr SJotjttt au(^ bitfi 
Wfitfc^i^tigtn !B&äirt btt Btltgtnofftn ju flubfitn. dtbtnfam ift bit| 

tüttfi tintr 9))onoQTiM)(ft, auf btm eoiaua^tfefittn 

rifft angtgiBtntn Sunbamtntt btS ^Htfgtmtintn bal 
®rfi:^t^tt man btr^cigtn 1}at, jur 6rßimmtt^ 

irtngtn) unb batf iü) l^rotogift^tn ®i^iftfttQtm 
wünfii^tn ( fo fti ti tin »niig £afoniamu9. 

1. Wtäxi 1850. 



3n|a(t8tierjei(^ni^. 



«itireitttttg. ®. 1—37. 
(Sx^ttX^tit S. 1— 22. 

♦ I. Snffoü b« 3)oömatif. @. 1—5. 
(Sa)). II. Sotm beit ^ogmaitf. @. 5—10. 
(5a*)» III. Cueaen b« IDogniatif. ©♦ 10-22. 

StoeiietiCl^eil. @. 22-37. 

(Btf^i^U bet IDogma^f. 



Ner ^«tjitt^eil. ßntologie. <s* 37—187. 

Stftet S^eU. Snt^irot^ologie« <S. 37—112. 

(Saj). I. 3)a« reliöidfe «eBen nad^ bemSbeale. <S. 37— 52. 

A. $]^Uofö*)l^if(i^e Utttetfiid^ttttg u. bie Sleligicn. ©♦ 37—41. 

B. ^i^ttf^e ^atfieKung. @d^d))fung bed SD'lenfd^en nad^ bem (SBenl^Ube 
®otte«. @. 41—52. 

(5a*)» IL 3)a« teligidf c «eBen naäf ber SBirflid^f elt. (S.52— 88.. 

A. $]^Uofo*)]^if(i^e Utttetftt^ung u. ba« ©dfe. (S. 52—58. 

B. ^iflorifdje JDotfleattttg. (SunbenfalC; ©rbfÄttbc unb ©unbe. ®.58— 88. 

(5a*).III. <Da« teligiöfc «eben ali unenblid^e« ©treBcn. 

(S. 88— 112. 

A. ^f}Hofopffx\äft Untetfttd^ung ft. bie UnfletBIi^feit. ®. 88—92. 

B. ^iporifci^e JDatftcHung. 3)ic lefttcn JDinge. (S. 92—1 12. 

äweUetS^e«. «Geologie. (S. 112-187. 

A. $^aofo*)W*e UtttetfiK^ttttg tt. ©Ott. @. 112-122. 

B. 4^iflorif(^e IDarfleHtttta. (S. 122-187.^ 
l.ÄeBrftucf: 3bec®otte«. (S. 122—132. 
2. 8eBrfhi(f : ®dttli*e aBeltf*d*)funa. (S. 132-144. 
3.«e|rfhi(f: ®dttli«c «otfcÄma. @. 144—157. 

1. «ttBang': ®cBct unb aöunb«. @. 157—166. 

2. «4attö; öngel imb JCeufcl. (S. 166—187. 



XVI 

niU iMftafftH fS^Ü^OlOgit. <S. 188-487. 

Qtx^txXi^tiL (Sl^riflud in \>tx®t^ä^iäfit. @. 188— 269. 

K «eBrfhicf : ?Jetfon (SBrifti. <S. 188— 22K 

2. «ebrfhic!: 2Berf (Sw* <S. 221—257. 

3. «c^tflMc!: 3tt>eifa(i^er «Stanb (S^riflu (S. 257— 267. 

Sin^ang : $(nnt^ng bet ^eiltgnt. @. 267—269. 

3t9eiterX^eiI. Q^l^riflud tm®emutl^. (S. 270— 335. 

1. «fl^rfhirf: aSorl^erbeflimmuna unb ©nobe. ®. 270—296. 

2. 8el^rfhi(!: fReti^tfertiaung. <S. 296—324. 

3. ithxfiüd : ^eUijjct ® eifl. (S. 324—332. 

Slttl^attg : ^eil^orbnung. @. 332—335. 

JDriiterJll^cir. (Sl^rijlu« in bcrÄir^e. (S. 335-487. 
ea^. I. JBegtiff ber Stixä^t. <S. 335—354. 
ea^. II. ©nabenmittel. @. 354—471. 

1. «cBrfhic!: ®öttli(i&e« ©ort. <S. 855— 396. 

2. eel^tjtüd : <Sactamente. <S. 396— 411. 

I. Xauft. <S. 411 — 427. 

II. 5lbcnbmall^L ©♦ 427— 457. 

3. it^xftüdi ^mt bet <S*lüffel. <S. 457-471. 

dap. 111. JDicnet bet Stxxä^t. (S. 471—476. 

Sa*). IV. ©laubenebefenntnif bet Jtitdje. @. 476 — 483. 

e a ^). V. Sttfunft bet Äir(i^e. @. 483 — 487. 

©urnma: S>it f^tiii^t XxinitaU ©.487 — 500. 



n n l c 1 1 u n g. 



93aiiinaart<noerufiu«, Sinl. in b. @hiti. b. tDonmatit. e»!. 820. %. 
!if4 tr, ). «inl. in b. IDogm. i. n. SC. ZM. S2N. %. «. X. « li^ n, üint. in 
t. €bib. b. !£)ogm. Ev;. S3T. SHt)nitt,ü. b. tStgrif b. <6r. Dogm, [®tnb. 
i.Jtril. S31..&. 1.] 91.«i;t^e, i.£«em. [(K. 855. «.4.] £j«bn(i;, ISinL 
bt. Slpsm. [3a^ttit>. b. bcutfi^m ^ul. 85(>. 9. 1.] 

i. 1. Ottiin btt Sugmattl unb ÜAtiflitt bei SialtttBag. 

Kttigion, mitfmt jte fl^ tn ^Dogmen auSgtpväst ^at, in i^irem Sßtn 
löltnifft jum idigififm @(i^e. 23i( @itiUitung i)at batjulegtn 
l)ii[l2:^corit, nie bU !£)ogmatif tntflt^t, 2) alSSffi^i^tc, tuir 
li( ii6iin tntßanbcn ifl. 



tfrfltr Slieil. ^t9nt itx Di)$ntaHk. 
€0)1. 1. Som 3ii!iii[fe in S)ogmatiI. 

g.2. »iflaiif4ci«<|il|Tbtr3iEmio>. 
91ai!^ bcnt ^cgrijfe, toel^n: bad ©ttntinfame aUtr ictisiBfen <Sts 
fiiinungm umfagt, tpSRtÜaion*) ofcitctt» ein Sßtt^dttnifbee 511ms 
f<^nt jum UninbUi^en, fu^ifctb (int Qäcftimmt^rit itS mmfi^Iit^n 
himi but^ iiaffttbt. 

|. 3. 3iic MtHaUn aU «ein not all ecfttltttt. 
I Srt tttigiSft @tiß ift ttne istfcntltc^ imm«; glei^r anlagt uni> 
Xxa\tiH ÜRfnfc^engciftte, bie bo^ int Stitn bcö ^njelncn unb brr 
fflällrt ft^ auf's manni^faltigfte »ttiuitHicfet. 3iat)tt flt^t bie i»tli= 
gian t^ile ewig jung aus bcm ®eifte beB @injelnen ^nvoi, t^tilS iß 
Rt ©tmtingut cinn geff^ii^tli^ tnt^anbtnen unb buit^ Stftimmte 3n> 
Muibualität atgeffttofftnen ®enieinie. a)a8 
Bnbnt. «ine gefd^it^tli^t ifiriigion !arra tntf 
^antta^fm eintS aJoHrt mit einem grie^ti 
ttu* bvnfitt i8or|tit , obre butc^ bnfl S^tifai 
(tnra Meift«, ber i^r eignes retigtfifeS StitU 
inbung bargepellt unb babur^ l^ie ®eI6jH^ 
Ji*fbur^ ein Sufimtn'nl^un boti ®IeiC^g«f 
Sörbmtng l^rer gr&mmigftit. 3ebe folt^t g 

') Cicero, deN.Deor.II, 2S: Qui omiiia, qaae id caltom deoram pertine- 
KDl, diligcDler retractarent ettaaqnam relegerent, aoatdicli religio*!, ex 
"leBMao. Laelanl. Inslt. div. If, 28: Vincnlo pietalisobstrioti Deo et reli- 
fVi nnni, nnde ipia religio nomea aeeepll, Don, nt Cicero idterpretaliit 
<•>, areliigeDdo. 3.IS.9lüntT,u.!8ilningii.(8ebrau(^b.ffi0Ct«rel. [£tai 
»Iran. Ätit, 835, $.l.]!Bt4unie, Rel. na* Utfor. u.SBtbeutung. 8B(.837. 

")«. <&äi)nt\itx, ü. b. ©ignitat b. «eligicnejlifln«. [€tub. n. Ärit. 834. 
fl. J.] 

SJopwH. S. aufL 1 



2 @inltilung. Zh- 1- @a)>- 1- Sn^alt. 

ntim 'btm Stnieinfamm, nobun^ fit dlfltgton ift, tincn eigrnt^üm- 
lf<^ S^ataftn, buni^ iDili^tn fit eint btfütnmtt Sltltgion t|l. 
1.4. sut ncItBbm all eimtt. 
!C)i( ^Ktligion al3 titu (tjUmmte Süt bcS srifttgra Stbtni brjte^t 
nt{^t in einem 6lDgni Bfüma^r^atttn gcnifTcr QJoifitßungnt , btnn 
tintSl^tilä Fann baB Sürica^r^alttn bdtetiigtn 3)otßeUungen, tsdi^ 
mit SRrt^t ffir «ligiBB gc^alttn wtrtm, ftatt finb«, njä^renb bofl in; 
nett fit6en nic^t «ftgiöä t^, onbtmt^titS fann bitftfl ojftnBar rdigiöä 
fein, juä^rtnb ti on jenen aäonfleüungtn fefett, »on bentn umb^ängig 
eint SEufentng unb ünitt^rilung btr OttÜ^lon bur^ nUgiSfe Xfiaut 
unb Äunftreerle m&flll* i(i. 9ßie nt« jebe £0efhmint^fit bt« ©tiftri 
Ü^ in gflvifftn SßoiÄtQungen baifteUt, fo auc^ baS (ßev^ältnig jum 
Unenbii^cn, melius in ftintt ^ufentng but^ bic ^rfenntniß teti- 
atSfti; ©taube gmannt nub, b. f). tin auf baB nltgiKfe Men 
gegiünbttcB Sünvabr^altcn gewiffer aSotfitUunatn Ü6fr unftr ÜBtt^öIt- 
nif jum Untnblit^tn) in i^iei tt^T^afttn ^Otitt^tilung ®lauf>inS' 
It^xi. aß(i( baB ©tifteSMen in ftintt ^ugnrung butt^ bte Srttnnl^ 
ni$ btn @tft((n, fonac^ au^ btn ^ttt^üinetn bee S)tnfvetin5grn> 
unttt»ot(tn i^: (o f&nntn 3trt^ämet in btn rtligi6ftn ®(aubtn tom-- 
mtn, mtft^t in btm ttllgi&ftn Stben btffefttn Ölenfi^tn nic^t lint. 
'Hin iti bet E[8«^fct»it{ung jnif<^en btm ÜJtmugtftin unb Stin fann 
au^ gtft^ebfn, baf but^ eine ^ft^ete tcligi&ft @tftnntni§ baS ttligifift 
8t6en ftltfl ttis^t wwtbf. 

|. S. Sit 9ItClgiiiiillGt[4l41CI4tT<EaUil<ilIiine. ASttit. S, 4. 

!Det t(Iigi5ft ®eli^ mugte in ben fintroidlungäfhtf'en tn 9Ntnfi$' 

^tit, nie fit gtfi^it^tli^ gcmorbtn finb, bit ^uHt feintB Snbattd jum 

Qtmugtfein firingtn. 3n biefem ffintictdlungBptoctfft unterfi^tibtn flii 

aU bit DDtieteittnben.CKomtntt ti» S^tiftent^umB : 1> ^aä Untnb> 

(ic^t loirb in tin jufSUigtB äu^ctii^eB fSing gdtgt, unb bieg aU 

daubttmitlrl titnu^t, um äugttlif^t !Cingc ju btmirftn. Sctifi^iBmuB. 

it als bit SKatut ftibfl, alB btttn aStfianl' 

inb in einjttntn im))onittnbtn 9)atutfräfltn 

rtbt mächet anfettft. 9iaturaliBmu8. 3)!BaB 

fen ^intft bet Statut aU btm Statin«, unb 

gtfung beB iSi^einB in baB SBtftn jurütk 

i. 4) S)a9 Untnbltc^t njrb alB et^tf^t 

: biefe ift minbeflcnB betmalen jetfpalttn in 

b 6&ftn gjtincijjfl, OltligiDn ift g&rberunj 

beB guten $rintifiB im ®enie§en unb fitKii^en it^un. IßatfiBmuB. 

5) 350« Untnblli^t ttf^tint »ert^eilt unttt fteie «nb fc^Bne SBtrfBn: 
(li^ftitEn, btt 2Benf(^ btn @6ttttn »ttwanbt, abn ouf (Stbtn fein vcü-- 
TommeneB ©nügen, baB 91atüt(i^t mit btm Sittlti^tn btimtfc^t, bie 
JHtfigion ein ^titetet Sienjl btt @(^&ii^(it. ®Btttt ®tiec^rnlanbl. 

6) !DaB Untnbli^t wltb mit t^tfurc^täuotitt Si^tu alfl fttgfptnbtnbt, 



§.5. 9tc[{gion{ngef(^i(^tI.@iitn)i(fIung. §.6. @^n|lent^uin. 3 

^aatmti^aiüait Wtaäjt bcrr^rt unb mit d^ttrümincTung btr ÜRattoc 
nalitfltm baö römifi^e gßdtrtii^ gtarünhet. 7) SiaS Unmbltii&e ifl W 
tiat n^abtnt $erf&nli(^feit, wtiäit gerecht unb bacm^erjig , bot^ mit 
unbcbtngter SKat^tuoUfommm^ctt jetf^lägt obct ergebt, lotn fl( WiU, 
Wi ffldigion ifl ®ottf äfur^t. 3übif^fr aRonot^demuS. -— 3eb(r bicfre 
Snttpttflungäpunfte 1}at barin feine 3Ba^i^ett, ba§ ci: cinnr incnfc^li' 
^tn SntlridCungäfhtfe mtfpric^t, ba^et btr ISin;elnt, nxl^tr btc ^iU 
tung fttncä aSotfd entwa^fm i^, tli$ aui% ber SJMfdnligion übtts 
^(tt, bagtgtn roo ein SioK ttner übeviltfntm 9J(tigion8tD(ift ni^t 
mtft ein neu) nii^t getcai^r'n ifr *''^ f^'^P ^evafegfjDgen »uitb. 
f. 6. sie nillgion Ol« fftiiScnUnra. 
X^.€<i)watt, vniä). fln^<S)ttn v. &ixifttalb. Sil. S19. <S. u. 3S dilti, 
iDa<iftl£H{ltTit^?anün«.S19. Sr.S)dlbTÜ(t, llbtiHRii^. %pnn822. 2 99. 
IE.llllinann, ».Siffm t'-@&(ifl<ntl|. ^umb. [845.] 3.9. 849. 15. giägtlfc 
U4, no« ift (^tiflli^? ÜUrmfi. 852. uig. geben Sefit. §. 62. 

D« BoÜfomnKn in bie ©efc^ic^te eingttiftene leligiBft @(t(l i^ 
kg S^i^tnt^um, buri$ loeli^cä (et trlfohmt ^tvx alä ein Siater üin 
nM, in 9ntnf(^ ale gefallen unb toät aU gDtt(i(^cn @tf(!^{ec^t€ offen= 
kl, bnS ienfeitige Setrn mit bem trbifi^en einä unb baS r&mifc^e^elt: 
ifi(^ jum ©otttärcic^e mwrbe. !Di( ffloöt^ett be« ß^riptnt^umä ift, 
bag ti in SOtenfc^^eit in i^rei ^ü^fien Snttcttflung cntf))ric^t unb 
jrt« geringere SilbnngSfluff biefer gntmiiKung cntgegenfü^ct. S>it\te, 
ba§ baS S^iiflent^um nti^t eine con ben Steligionen, fonbern bte iRf 
ligton fdbfi i% wirb a.\ä ein altgcmetn c^rijtlic^eB Seereufitfein ^iet 
nur borauSgeftgt, um bur^ bie ganje 5Dogmatif encitfen ein roiben 
Itflt ja meiben. >6ictna(^ ift baä ß^iiftent^um oSjectiD ba8 oui« 
S^rißo auSge^enbe 9lei^ etne€ eigentf)iinili[^ beflimmten TeltgiÜfen 
ititttt, fubjectib bie Übetjeugung, 1 
MenB in (S^ripo angefiro^en fei, i 
fetittn @eineinf$aft aadj unfetteltg 
graengt^e. $Ber biefeS ©lau^enä I< 
IS^iißo auflgegangen ober i^ni ange 
ötn gehalten »erben. £cnn ba bat 
fo fann eS nit^t ^ij^er geai^tet luer' 
bi( SBoüenbung ber 3leligion. .&lc 
übetcin, toeläfn bie ®etnen nur an 
ttfennt, Ml. 7, 21-23. 4, 17. 5, 
13, 34s. 14, 23„ tiienuit bte av 
mit beut Eltonen SJerfpie^en ber <Srn 
»er anertennung 3efu aU SKefflaB. 
lon bem SütiDa^r^aUen etn;e[net @ 

^ung geiDiffer ©efiräud^e afc^ängig ma^t, o^ne i^reit not^rotnbigeit 
Sufammen^ang mit ber ^v^mmigfett batjut^un, legt bemfelfien etnt 
bcn ber EReligton berfi^icbcne, fonac^ abergläu^ifi^e SSebcutung bei. 
1* 



4 (Sinlcitung* Zi). I. (Sxip. l 3nl^olt. 

§.7. :tü9 C(ri|letit(»iii ta |ef4i0tli4et «»tttifTIniig» 

OBn70]^( in Sl^rtfio bad "ooUtommtm Si^riflentl^um erft^tenen i% 
teburfte bo^ aud^ er }u feinet (Srgänjung eine ß^riften^eit; unb vh 
»o^t bie ^. (S^rift bad l^&d^fle )l)en6mal bed (S^rifient^umd/ iß bix^ 
in il^r Der (]^rifllic!§e ®laube nid^t afcgefci^Ioffen : fonbern, um bic Olcs 
ligion ber SRenfd^^eit in atten QdUn }u fein^ muf te bad (S^rißen- 
t^um ben Jteim in ft(^ tragen^ tnner]^a(8 ber <S(^rau!en einer naif 
intern ^nfangd^unfte unb nad^ i^rem Streben ))ottfommnendle(igion 
bie gange SüUe beö religiöfen OeifleS ju entfalten, iebe SJoKöfcilbung 
in jid^ aufjunel^men unb febem S^italter gereci^t ju »erben» 3nfofern 
iß baiS ß^rtfientl^um bad religi&fe ®efammt(eben ber S^riften^eit, unb 
ber(^rifllic6e®laube/ ober bie ©efammtl^eit ber auf bem t^rifis 
lid^en 2ii)tn rul^enben aSorjlcUungen über unfer burd^ S^rißuö eigene 
tl^umHc!^ beßimmted SSerl^altni^ gu ®ott; iß in feiner eingetnen Ur: 
funbe Befd^loffen, fonbern ein bon ßl^riflo ouögei^enber leBenbigrr 
@trom ber retigiöfen Überlieferung» 5Diefe QSorjicUungen, tt)ie fie all- 
matig fefl gegfiebert im SBetou^tfeln ber ß:^riflen]^eit l^erbortraten, 
l^eifen IDogmen, naci^ ber fird^Iid^en Umbtlbung bed urf^rünglid^eti 
a3egrip bon (Sa^ungen, fei'« beö Jtaiferö ober ber ^^ilofo^l^n, fei'8 
e^rißi unb ber Slpoßel- *) 

§.8« gtift^tfi^e eeHatiM^dle. 
8eben 3efiu §. 7. — g. 6» » o u r, S^mbolif u» SRljtlJoU «luttg. 824 f. 2 fd. 

SBennfd^on baö 6:^riftentbum bie (Srfd^einung be0 religibfen ^n- 
fleö in ber ®efd^i(i^te ifl, mu^ bod^ für mßgtid^ gel^atten »erben, baf 
bie m^tl^if(i^e Jform ber alten Olcligiotten nod& afö untergeorbneteö ÜRo^ 
ment in bie ßl^riflenl^eit einbrang» SK^tl^en flnb JDarfleUungen einer 
religibfen 3bee, »elc^e in Sorm ber ©efd^id^te ol^ne erweiöbar ge^ 
fi^ic^ttidbc lEBal^rlb^it öon SMunb ju 3Runb fortlebten» ßinige fc^einen 
bon3)i(^tern unbSBeifcn gebilbet ober fortgebilbet, in anbem ifteinSrs 
eigni§ nad^ Dem Untergange ber ®ef(^id^te ^oetifd^ »iebergeboren, noäj 
anbre jtnb oi^ne aUt^ gactum unn?iUfürlid^ entßanben unb geglaubt 
burc^ ba0 S3cbürfni^ ber alten ffißelt, bie überftnnlid^e 3bee im flnn^ 
^ lid^cn S3ilbc an§uf(!^aucn unb baö Q3itb für ettva^ ffiirflic^eö ju ad^ten. 
3»ar für l^o^ere ®eijleÖbilbung feine 0iot^»cnbigfeit, »erben fle bod^ 
auc^ in einer geizigen unb gefd^id^tlic^en 9^cltgion auö bem aSotfö^ 
bebürfniffc ftd^ leicht öon neuem bilben, unb aU ®egenftanb einer l^ei- 
ligen Jhinjl, nur mit bem S3e»u^tfein ibrer ftnnbtlblid^en ffial^rl^cit, 
aud^ ber l^öd^flcn ®eifle8bilbung nid^t fremb fein. 3n einer folgen 
Oleligion fmb aber für SKi^tl^en biejenigen Si^äl^lungen ju galten, 

*) Lc, 2, 1 : ^oyfia xaCoagog, Cic, Qvaest. acad, IF<,9: Sapientia neque 
de se ipsa dabitare debet, neque de sais decretis, qoae philosophi vocant 
SoyfjLaja. Ignat. adMagn, 13: BsßaKod-rjvai iv roTg 66yfiaaiv rov xvqCov 
xal Tvjv anoatoltov. Act, 16, 4 cf. 15, 28. — Sfltebner, b. ^z^i b. JDogs 
men ivx ^x\^txAi), [Beitfcb. f» l^ifl» %h 851. *» 4.] 



§.9. DogmQtit aW@ef^i(^te. §. 10. alö Sßfiirofopl^ie. 5 

imI^ fl(^ nii^t als gcft^ii^tlic^ titRiä^nn, Ivü^tcnb fic bo^ (int rt^ 

Ugißf» 31)« botjjelltn unb l^t unroiüfüvtit^E obre bci$ unff^utbigc 
Silbung nat^gmitfen »reben lonn. 



@:a)i.n. Son bec Iform bet Sogmatif. 

i 0. Sic 3»gnam all OEiAiAie. 
©tr ^tijHif^t ®tauSe ifi naift btr ^ffc^aiffn^eit frinn: Urtunben 
uni naäi btni ©cft^E imnf^licftre 5 

tir$ bar^uftcUcn als (in ocganifi^eB ' 

ntE^t baS 6^ri{!cnt^um nur aitfgi 

\iin tlnt ffiorgfft^it^te junätfijt im 

in st^ij\i}ilii)in ©nticirflung mtfii 

3t. JrpamtnKB , bi( Sagungcn b« 

Sdütäung bft ©fgenmart, bit boc^ 

*üii9«gtifBEr »ermitttlt linb. 2Iue 1 

Silbung iß filoB baäicnigc (Sfgenßanb bre ^Dogmatit, Ws fi^ als 

iignit1)Qtn[ic^e (Sntmidlung obei: OluflÖfung btS (^nfllii^m ©laubtnB 

fltlttnb gemotzt ^at, Qtber iebtS IDogina fann nur in bicfre feiner ganjen 

Stfi^iii^tlii^cn Serotgung gtünblit^ Derflanb<n unb^cuct^eiltroorben. 

!Dad g^iftcnt^um foU refannt nctben im SQre^ältnijTt juni icli: 
{|i5fni ®ti^c. ^a1)tx ixe Untrefuc^ting Ü6re bie aUgcmnnm ®tftge 
W itligiÖffn ©Eijtea Einui Beftntlit^En SBtflanbt^tit ttr iCogmatlt 
6i[ltl. Siaä iß bie SZatur beä StiFie«, fEtnei fetbft benuft ju tDEnini. 
Iiai dtlDu^tt ©ft6p6en)U§tfEin beS ®eifte8 Bon ftintm nnBeränb«= 
!i(^ii©tfen ift ißfiitofDp&if- 5>if Dtftigioix roivb btmnatft in bev ft(6jl> 
imu^hn Sln^t i^t^fr aBrfen^afiigftit jur sp^itofop^iE. a)i(fe SRts 
ligionflp^ilofoDljif untnrfi^eib(t ^4 ""n aller anb(tn Sß^itofo: 
V^ic babui(^ , bag fit fii^ nur auf baS i 
SBaSt^Eit iebtS geiptgen MtnS, b. i). feini 
bri @tipeä wiTb aUein odii bev Oi^iloroP^t' 
fctiäiat refannt. @onfl$ fann eIhe für t( 
ding obtr (in Sf^nfag in ben Utiunben ir 
6(nen fflrfiglcn nur baburc^ als Wa^r.^aft t 
trtannt itetben, baf tx ali 5luäbtud b(8 rtli 
Bmbigee aBittelgliEb fEiner wiffEnf^aftli*! 
lofopJiE refannt TOtrb, bEnn tlofe ^iflorie i 

Slauiene. S^riftuS fel&fl ^at biEftn ®tunb(atF angebeutet Jo. 7, 17., 
Hut Ülpologtttn beS ß^itfirat^umä ^abEn im' aUgemeineii i^n ann:= 
(innt unb mt^v ober minbet geltenb gemalt. 

1. 11. Wc Wtll|)am)p4lla(«it>t nnt Hol S^ilBiBltn«. 
S.Ä*PS(ii, 9B|il.b. ffibtiftentb. Sw. [813 if.] 825. 2 ®. «. 3. fflütftrl, 
»tiRI. Vftil. epj. 825 ff. 2». S.atu», $611.0. (S^tiemt«. 0. ÜBifTtn n. ®l. 
Raimb. [S25.] 833. «. Si^nib, SQtr^. b. X^wi. ;. V^il. [OppDf- 991»». 



6 (Sinleitung. %i).l. Sa)). 11. goim. 

829. ».[.«.t.]«.9ttintDt)i,)i.3B(r«iti.»tI.n. f.«u»n4tiiti.n.atii> 
talft. Sinn 846. «Sari €4Baii> b. ffitftn b.iXtl. $«(.847. g. 9B. Sttit' 
bttg, Sttligiondp^il. Starb. 850. 

3fl fiaS S^iißtnl^um bn jut ®t\ä)i<i)U gnvoTtoent rttigiaft @ti|i 

in Wflifi^^tit : fo tntljält tt itii^t Steg brn tKisiftfm ®(ift an T"^, 

fonbnn auiig buS'üUt unbünunnic^faltisEcit feiitcT gf^t^i^tti^tn !Diii:- 

ftcHung. i&imiai^ ift ;u unttif^dCtn : bafl^ffitTtn M @^iif)ai= 

t^umt, wtid)tS biE SSdlgion fri6|t tfl, unb feint Stf^tinung oi« 

m btfHmmtc unb gtmdnrame JRetigiDn i|l. 

aml fann als ttiraä bct Qtniagt nai^ @iDi< 

i8 bem retfgiSfen ®tifl( (ntmlitU ttwrtm. 

cltgionetJ^ifofoti^ir ;u enttDtddn, unb bar^ 

Bon iatfin gt^Srigtn c^rtfHiifitn ©ogmn 

tetburt^ nii^t gefugt, bag ber nfigibft @(i|t 

m jt jum Dcllm <StI6ßbmii§tf(in gelangt 

I i^rijili^f Srjw^ung unb ©raieinf^aft baju 

gelangt ifl, f;at er baB Slec^l biefeS Urt^eilS. fDagtgen baS S^ti|lni' 

t^um als gcft^it^tüi^t T^atfa^f fiä) iw 9ttltgiDndt)^iIofo]}^ie verhält 

mit ein Aunfttseif jur (Hft^ttif ober btr Staat jum 9(otut«(5ft. Sn 

münbig geworbene reltgi&fe ®ei|) tiat ju fieuit^eilen, o6 bur^ iat' 

jenige, mobui^ ba« €^riflenl^um (int irfonbre unb ßemeinfüme fReli' 

gion ift, bie »DQfommne Ottltgion bargeftellt, tr ieberVi^gtftellt Dbn g(- 

fStbert roerbe : a6tt rt »Ste »erfe^rt, wenn er biefe ^iftotlfi^e Srfi^d- 

nung auSfic^ fcI6fl ^etau@ confhutten ober t^refc^äntfirütlc unbäKin- 

nit^faltigfett auf bie aUgemcinen (Säfie btr 9leIigtDne)i^tIofD))^ie jUTÜds 

^^ren rooUte. S^lefeS auf bte Stage aai) einem EßdnctVe ber ©ogmatif 

angenanbt, folgt: ber religi&ft ®tifl i^ conftituticeS aitincii 

für baS ffiefen, reguUtioee ißtintiD für bie Srfc^einung brt 

e^tlflent^umBi jene« tann et auS fli^ felbft fi^Bpfen, blefe" nur »er- 

flefen. Ü6er einen Söortang beS iBJefenB ober ber ®rf(!)elnung im on^ 

gegebenen (Sinne lonnte nur auS SRigceiftänentf gelitten merben. 

jte^n mit unb neben cinanbet: 1) bii 

retigiiSfen ©laubenS, 2) ble ^iporifi^: 

ftematif^e 51nijrbnung, 4) bie religiBff 

ig, 5) bie organifc&e gortbilbung bf! 

norbnung , jioai uetfc^ieben nat^ bem 

mfi^aft, ben i^re finjelne SSeurbeitung 

it^njenbig gegeben. !Der 1 . ^auplt^eit 

nt^um feinem Sßefen na^ , niefem el 

ißer 2. .gaupttöeil bie ge^re Dom 6bri= 

ftcntf^um feinet (Stf^einung no^, niiefetn t% eint beftimmte ^iftorifi^ 

gegebene ifieligion ift, ff^riftulogte. 3)a ble Religion ein aSer^ält^ 

nl| beS Snenf^en jum Unenblid^en tft, jitfäUt Bie Ontologit tn ble 



§. I2.@int^tilung. §. 13. Articnlipuri, mixti, fuDdameoUles. 7 

itlitn <8liün bieftS ajn^ältnifftS : ®ubjtttbnfR((ision ift tnWtniS), 
iititt)n Bon feinem »tiglBfni ®(fen iftt« l. %fftH, ^nt^rot>o> 
fDgie; Oiittt bcr Stcligton ifl bn^ UnrnbÜdc, bic Stfirt son fnnri 
wügiöfen SBtjfrtung jur aUntf^^tirtitr 2. $^il, S^eotoflU. Da 
tit( g^dftologic ftfc^rttbt, mit bte SHtligion an ü($ im S^rifhnt^um 
iH) ompirllit^t, }o ift baiju|ltßm 1) »it e^iriflue (inft tine®nntlni 
f^aft b(6 rriiatßfoi itbmS tegrünbft i}at, 2) Kit unftr (igneS irii' 
giöftS Stfitn in biffe ©tmeinfc^aft aufgenommen unb als ein ätxif' 
%S arten tn för auflge6itb(t tritb, 
S^nftnit^utn auf aUe 3eit(n brincit. Jß 
^Müaq unb WittcC 3 ^^etlt btr Q 
Sefi^i^tt, itn ©emüt^ unb in b< 
»in v^ilofoti^iff^ , gc^t auS bem con 
iit ble ^tftorit nur ^cigtoitinet atS !Di 
fni^altnen SSJefnifl aUer !Ke(iglün. 35« 
lorop^ifcl^m SonftrucHon brginnt, no' 
folgt unb naä) tener aiS i^em ©efeg' 

biciraigtn ^iftoiifi^tn Se^iftüdt, nelt^t nii^t unmittclbai nItgtSft 
Stgriffe barfteütn, an^angSiürife mit b« ^iftorifd^m ©atfliüung bcn 
itntgtn Dogmen ju Dtrbinben, an ntli^t ftc fic^ angcfi^loffm ffttitn. 
3)i( IS^riftoIogit 1)tH an mit brr ^iftorit, btTtn iHefuttalc na^ bcm 
ngulaiiwtt $Tinci|}e ju jit^cn finb. 

f. 13. Bnf4iebtan 9t|«Ii kei Stgmra. 
3n bn altni proleftantifc^tn XogmatiF finb btt Jttime ienfc fifftc 
matifü^m Sint^eilung rai^altm, boc^ untnlmiifclt unb in anberetOlbs 
fi^l. 1 ) €^on ave btr ®i$otaf)if ftammt bit (Sint^llung bei ®(aui 
fi(tiiaitife( in pari unb miiti, micfrrn bii Srfttren 6(o| auS btr •&. 
©^ft, bi( »Hnbern autft aul b« ajnnunft ertannt wtrbtn. aUeS @*. 
iti^l »UTbf ouf bif puri als bie eigentütöen aS^jlerien beB g^viften: 
iinmS gthgt. Olai^ §. 1 1 ent^altni fie baäjenig», woburi^ bafl ß^rt- 
pmt^unt tint (fgtntpmK^r, ^iftorifi^t iRtCigiDn ifl, aber bit Stnbcrn 
fein ffltfen al« SRtfigiou. 2) MuB brr attfat^olif^fn Unterfcfttibung 
M |um 'geilt Slot^nenbigen, ba^rr de necessiiate Gdei, ^at ji^ bur4 
ben 3>»lefpalt btr proteftantlf^tn Jtlrt^en unb buri^ bie 31uäf&^nungB^ 
sfrfu^t bit ?t^rt »on btn Sunbamentalartifeln gtbifbtt, als mtlc^e o^nt 
^n[n\t btr Seligfttt nid)t aufgegrbtit rotrbrn fi^nnttn, mit Unttrati: 
Itrilungm ^infl^tlii^ btä blogen üKt^troilfrnfl unb beg QStrmerfenS.") 
$algrce(^t burtggefü^rt tcütbc ftt^ auf bitftm @lanb)iunftt aiS alltini' 
gn ifunbamtntalartifel trgebtn ^aben : btr aU ein ftßgmat^tnbe Staube 
an, bie fflarm^trjlgfeit ®ottee buri^ S^riftuni } fo ba| alte öSriflt %C' 
*iW je nai^ i^rem not^menbivicn 3iif<"i'n'"'5i"9' "ni' biefem l^re 

t) Hnimii SmOxtV/i; de rumlBmcntili disienKU doelrinaeeving. Lolk. et 
Wriniinae. Vit. [626.] 663. IftDluit, B. blfc. S. I>. b. Sunbamtiitnlaitis 
mit. [Sotif^e 3fitW, f. (Sr.ffiifT. 851. N. 9 f. 12 f.] 



8 (Siiiteitung. X^. I. <k)>. II. Socm. 

SttKung ini ®Qßnii unb jui iStlighit gtfuntitn ^ätttn. WiHn bat 

^ngm am ffiiwr reKiwfitn iSuäiflabtn unb b(t ÜBunfi^, btr tefw; 

ntitttn JliT^t 3n:tpmnr im Sunbamrntc eotjumctfcn, »cr^inbrtlt 

tut* niütmüä)t Slnfeaufiing b(t SunbamtnlalarlKri Bie nitfftnf^aft' 

Üäit unb firc^lit^e Suti^fü^cung biifrl ©tbanftnS. 'JIcucte !t>ogma> 

tiftr, ftit ®tmltt, aul ®<%(U, bl( ©tligfdl bon ©tauSmeartüdn 

m unter Sunbammtalaultftln bit nwftnt: 

e fli$ eaS S^ttfitnt^um von anbirn 3tE= 

iunt (ine Äin^f Bon btr anbtm unt«: 

itfle Ort^obortt nannte jfben ^tauhatt' 

\. 1 1 gitbt (fl niiv f in en Sunbamenta!= 

f(16ft , nif[<^(r aii conflitutiticS ^ntif 

latiort Sßtintiv für bie (S^ripologie gilt. 

\8 ift bit Stetigion fdb^, atin tint it\m' 

ne ^iftodf^c (Srf<^einun(|. 

f. 1«. KaiUtttlt gut eni«gcnr4-|i»ltniiMt|4n ShAe. 

SttHbcl, S(^iint>Lb.!&t)gnt.nai£b.Snforb. ti.JtiT4t(nunfm>Xi>S">.Sfih 

832. Aling, na«f6rcinr<Bti)ii[tb.X>ogin.bürft(fDnioblb.a(gtn».Bn0anb(ti. 

ll)iol. aDiir. al0 b. $tiucipicn b. n. Jt. tntrv»4eni [Xüb. 3titf(il- 634. ^. 4.] 

£)6nio^i las ß^riftcnt^unt in ((intm ganjtn gtfi^ic^llu^tn fUtu 

(üufe mit gleich« ü^fitna&me umfofftnb. flt^Brt ioi) bitfe Dogmatil 

btr »angclift^tn AixUit an, nit^t bur(^ SBrrvflic^tung auf trgtnb rin 

äugmfl ®tftS I l'onbtm fubitctin, mitftrn |it «ntm Äriife angt^Btt, 

BitOuiig unb SBffrifbigung finW, pfit'ctio, 

Ifi^t Ärt^e eine foli^e !Bogmalif julüft unb 

! prtfet na^ b« imm« oofifommndcn Dar: 

i unb ^at feint anbert 3)Za$t Ü6rr bie ®tis 

itr freien Ü6ti^eugung. ■) 3n telbtn SSejit* 

)ie EtBifFenf^aft bcbingt finb, bebarf ei (tntr 

tS bagtgni nnfl^aft gemeint, baf bie !t)og- 

t wn bem Sufammtn^ange ber in einer Air' 

■gebenen 3«" gettenben 8e()te fei, ■•) fo »ütbe 

i)t ^QiJTenf^afl nSl^ig, um bte Jtir^enle^re 

:a[tung beä <$ri|lÜ(!^en ©lautend einer freien 

tan t)at ju biefem Sntde allein auf bie ^. 

uc^ bie 1^. @(^iift forbert eine freie aStgnini 

m nligiüfen ®ei(if, um a(S religiSfe SDia^rt 

nt ju »erben. 3)a(er ber $rote^antiamu< 

nf{l^enfa|ungtn beS Aat^oliciämud bad üBott 

tegrcif^ entgegen^ iett, aber erft in bem freien 

:Bfen@eifle( jlc^ ooHfnbet. ©a in biefemSß«' 

b] Hnfiiagtf,itvera ■nienlurum ftmd.ileBiiiiioDe. ErI.T83.4. TAomaif 
d»r, Ae irtienlii fidei primarüs. Lnnd. 830. 
a; Jtetf«. g. 366. 441. bj @(^[eictma4eT, «r. «1. 9. 1. €. 125. 



§. 15. Ort^obotie u. ^etetofcorie. §. 16. aJolM[eI)re. 9 

ifiünifft in ^e^matit jui JCin^ bet Untreft^itb tintr (ut^trif^n itnb 
nformiitm Jtti^c ni^t t>oi:fDininC : fo onlfält ft^ bjc iCoginatif noc^ 
igld^güllig ju itm\tibtn, unb ^at bie Untnfi^eibungelt^tcn borläufig 
mit anben äJrefc^icbcn^eitm tnnn^alb ber Ait(^ ju Sttfidmtigni. 
g. 13. OtttDbDTldinbSelniibaiit. 
3)iV. €^ulj, WD« titiit maabt u. mec finb bit Unaliubistn ? «pj. [S30.] 
6J5. «. g. B. ammon, bieBfl^rtu. falfi^eDtt^cliijr«. ep}. 819. 

3n brt wangelifc^tM Äit(!^e ift ntfem ber Oit^obortt, wufnn 
baiunter bit ^infÜmtnigfcit mit ber na^ gtft^rie&enrm £Rei!^te g&Itigen 
Ain^mtt^te »Etflanbtn rehb, pud^ bit ■^Ettroborit ttw^tlgt, b.^. 
bie mbibibutUe OlbiDtic^uiig unb 3Ranni(^faItig{ett, icieftrn jie nuc 
(inen (^riftti^tn unb Jitottjianrtfc^en ß^ratter t)at. Sdbe ftt^n uns 
trc bfm ©Efißt tintr 6 ß ^ er n Orl^oborif , ne^mlii^ bet boUtommt! 
ntn ^tifiliifeen SBaör^eit, unb bit (^riplitfee 8tt6e ^at in ber SB«: 
f4itben£jeit ober fetfifi im Sroiefpotle bea ©taubene bafl ©tfu^l bft 
ein^ett JU beroa^ttn. SJageaen baS gBiber^riftlic^t, Weliftefl (i^rtfltli^ 
JU fein ^e^aufitel, atl $äretif<^ auSjufi^eiben tfl. aQtil eä aber bte 
5trt jumal ber nolfamäfiaen rtligiBftn ^DarfttÜung unb Überllefming 
ifi, leligi&fe Sbetn in bn •&üllt bunflex ®efü^(e, ober in SEnn^ilbtrn 
mitgut^eiten : fo iiat bie !t)ogmatiF au(^ in biefen 33n:^fll(ungtn bie 
9BaI)r^eit aufjufui^en i unb weil ein ^iftorif^eS 3nftitut p^ nur 
buri^ organifC^e ßntniidCung ica^r^aft forttiilben fann : fo '^at bie 
SJogmatü, mtnn jtt ber Ätit^t fein will, tsaS fit foU, (läi btn Eiri^= 
lii^m Qluäbrudämetftn mSgli^fl anjufi^Iiegen unb bie taarin liegenbe 
ffia^t^Eit «uS i^ntn ju mtniifeln. 3l6(r ber ffia&t^eit oIS bem ffieftn 
bttffilffenft^oft »ürbt »iberflrdten, wer ben firi^Hi^fnSJogmtn untere 
Ifgen tDoUte, reaS nii^t barin liegt, nielme^v »ertangt ebenfo fe^r baä 
3nttrt(f€ Der SBiffmft^aft alB ber Airc^e, baf aufife jeber uor^anbtnt 
^ibtrfpruc^ mit loifftnf^aftlit^ ®<^ärfe unb @erab^(it auSgefftros 
dien werbt. 

3. 16. SltSoiwiiiriiRt bnStlttiinf '" 
3)ur(^ bie Sogmalif foU ba3__tm bunEeln !Ci 
fagtf gut gtti^'it finrc tiaxen Üfierjeugung gi 
gion nid^t urft)rüngtii§ ein ÜBiffen, fo ifl bie Z 
S^ilofojiS« auf rtligiBfem ®ebtett feintBmtgB i 
oidmtör fann Re ouf 3rnoegen befl religißffn (k 
beiftI6en führen. SDtnnoi^ i^r äBett^ an \i^ i| 
SetbjiberouEtftin ^infii^tUc^ ber SReliglon erfl 
jum ^ienßt ber Äiri^e, rvtil in ein« 3'it, ba 
ben« jur reiffenf^aft tiefen *)infi^auung Eomnil 
oon ben mit bn Se'ifxt ^Betrauten ni^t o^ne SBt 
f^aft rea^r^aft gefBrbert »erben fonit. Sin *8ol(elt^ro: toirb in bogi 
matifi^rn Stubien , aüäf iuxä) bte ®orge unb ben Aamfif ber 3n!t<f(I 
^inburi^, an ^üllt, Jtlat^tit unb Si^tr^eil gminnrn. ^oä) iß bie 



10 (SinUitung. S^. I. Sop. IH. Dueden. 

S)o9mati{ tiuc tem S^eologen te^mmt unb )>on ber ^olUUffxe nit^t 
6(0$ na(^ Sornt unb 3md,^ont>mi tl^etlmeife au(^ na(^ bem ^nl^alte 
Der^c^icbfit, benn rl giett bogmatifcl^f (BBa^rl^eiten, toeld^e nlciöt ;um 
18o(fduiiterri(^te ge^&rcit/ n^eil fie rntivebfr nbtxf^anpt nic^t erBauU(( 
ftnb/ ober nur, meil bie irgenbmo t)orau0)ufe(eiibe SoÜdBilbung i^nen 
ntd^t gtt»o(^fw lp$ unb blcfcd ju toiffen, gehört jur Sefoniintbcit ber 
ffiifffnfc^aft» 

C. Ch. Tittmannj de discr. theol. et rel. Vit. 782. 4. <&etber^ )>. 9ie(., 
8e^nneiii(»m u. ®«br. Sdj. 798. JDe SBette, «• SÄel. u. %f}toU Q3rt. [S15.] 
821. e.®.® *mib, ffteU v.XieoU (Stuttg.822. 1.8. «©.SÄcuter, ü.W 
gäbe u. 9latitr b. bogm. ©e\ücife«. [3)etttf(^e Sfitfc^* f. ä)x. SBiff. 851. N. 38.] 

5Da bie 5)ogmattf nur ein QBiffen öon ber Steligion i^, fo fann 
fie toe^er bie Öfleligion auQ etttjaö anbrem bctpeifen, noä^ einen 3rre; 
ligiSfen religi&d maci^en : fonbern B(i>§ bad im @eifte ber SDtenfÄl^rit 
aufgefunbene ober m5g(id^e retigi&fe ieUn f)at fie barjü^eUen in feinet 
©efe^mafigfeit unb geizigen 9^ot(>toenbigfeit» 3ftbai^er il^r fester S3e» 
tt)fi0 nur bie unmittelbare ®ttvi^i)üt biefeö SeBcnÖ felBfl, fo fle^t fie 
baburcfe an @id^erl^eit anberen 3Bif[enf(i^aften nid^t nacl^, bercn lejte 
©rfinbe üBeratt auf bem ©elBflbewufltfein r u^n, eö merbe biefeö ® I a u 6 e 
oberffiiffen genannt. 9lBer in i^rerUnterf(^fibung aU aBgeleiteteö/ 
tnxä) (Sd^Iüffc »ermitteltet (BBiffen unb aW d^riflfid^er ®tanh 
muß bem ?Biffen nid^t nur ber ®\auhe, *) fonbern aud^ baö religiös 
5Berben unb (Sein öorangel^n, oBtool^I biefeö au(% burd^ ieneö vertieft 
unb geregelt toerben, ober bur^ baö S^gffuer ber Steifet l^inburc^^ 
gel^n fann^ 3)ad S^erl^altnif M religi6fen SeBenÖ jum ttjiffenfd^afi» 
(ic^en Sftrußtfein beffelBen toirb all ein 9Serl^aItni| berJleligion 
aU bed Snl^aftd jur 3!l^eologie atö ber gform minber ^affenb Be- 
geid^net, feit bie ©efammtl^cit ber jum geifllic^en Äird^enbten^e nßt^i^ 
gen Jlcnntniffe unb gertigfcitcn ^l^eotogie genannt werben ifl. 



^ap. ni. Sott ben dueOeti bet ^ogmatit 

A. See rerigiofe %ei^ unb bie i)|fen6Qrung. 

§. 18. Utoemeine unn iefonbre Cffetidmtiio. 
Urquett ber Oleligion ifl@ott. iDem religißfen ©lauBen ifi toefent^ 
üdj, fic^ ate göttliche OffenBarung angufeljn, b. ^. eine burcfe 
©Ott in bem aWenfd^en Beroirftc (grfenntni§ ©otteö. ffiiefern bie ^n- 
(age }u biefer @rfenntni§ bur(!^ bie ^ußenkoeU entn^icfelt n^irb, ifl bie 
OffenBarung eine innere im ©cifJe beö SKenf^en, eine äußere iti 
fRatvLX unb ©efd^ici^te § BeiDe finb ber ÜRenfc!^l^eit aügemein.*) SBie^ 

•) Jesai. 7, 9 [LXX]: 'Eav ^1} TriarevaijTS oifök utj awrJTt, ®. (S 1^ ( eBu^/ 
ü. b. öt^. ». m. u. SBiffen. [@tub. u.^nt. 846. •^•4.] 3- *♦ «eng en, fc 
fennen u. ©I. mit Bef. S3mi<f f. b. ziemend ». »lex. n. Änf. ». ^atitetB. 5Boiin 848. 

a; P#. 19, 1. Jcta 14, 17. 17, 28. Rom, 1, 19 s. nVj , anoxalvntHv^ 



§. 18. Ofenb. $oftt. Slettgion. §. 19. @ut)ernatura(i^m. 11 

fem bie (Religion bem ßinjelnen unmittetbat aul bec aUgemeinen 
DffenBatuttg l^etbotge^t, ift fie natitrfid^e, irtefem f!e butd^ Be« 
ßimmte @a|ungen in einem ®emeinn>efen fortgepflanzt n)irb/ pofi« 
tij)e gieligion. S)ie natürlid^e (Religion, foSotb fle einen Beftimmten 
J^rei^ \>extinxqt, toirb fogleic^ unb im Saufe bcr Seiten immetmel^r po* 
ftti^» S)a aUe l^S^ere iBitbung auf ber ÜBetlieferung unb @tjiel^ung 
eined SOIenfd^enaltetd burd^ ba$ anbre Berul^t/ !ann bie natärtic^e nur 
bur$ eine pofttitoe (Religion ftd^ au^BilbeU/ fo ba§ Beibe einanbet nid^t 
toiberfprec!^, i)ielmel6t fld^ gegenfeitig öoraudfe^en. [§♦ 2 u. 11.] 
SlBer atte bie großen pofitiöen (Religionen finb nid^t burd^ freie Slner« 
fennung jener altgemeinen OfenBarung/ fonbern n)ie bie älteren ®e* 
ff|geBungen bur^ bie Se^auptung il^rer ©rünber ober Der fte öer^err« 
li^enben @age entflanben, mittete einer Befonbern Offenbarung 
öon ben ©öttern Beauftragt gu fein* «gierbur^ ift nid^t bie ffial^r^eit 
unb unBebingte ^lot^roenbigfeit eineö fol(^en 9luftrag0, fonbern Blofi 
ber gettj&l^nlid^e a3oIfl(!^ara!ter ertoiefen, tüzKS^tx baö innere gbttlid^e 
®efe( nur auf äußere gbttlid^e ^uctorität anguerfennen geneigt ift« 
9lBer aud^ toirfUc^ gefd^el^n fc^ließt biefe OffenBarung bie Befcl^eibne 
^ntmoxt M ^olon ni^t auS, ^) noc^ baß na^mate ber felbfiben« 
fenbe ®eip, ttjaö bie Offenbarung etwa, wie auf anbern ©eBieten ba8 
®enie, ber SRenfti^l^eit öoraudgegeBen f)at, in eigner Äraft erfenne 
unb bet öottfommnen SBal^rl^cit fclBff naiver fomme. 

§. 19. ®it^ernatutalidinud unb 9lationaIidinud* 

fficnn einer pojltitcn (Religion, bie ate Bcfonbrc gJttlid^e Offene 
barung gilt, gegenüber baß religißfe @elbpben)ußtfein ate allgemeine 
Offenbarung ober [nad^ neuerem ©prad^gebraud^e] ate SSemunft jtdft 
ftitiDitf elt , unb unäd^te (5a^e beß religiöfen ©laubenö in jener gu er^ 
fennen meint, fo entftel^t tin S^oiefpalt, bcr flc!^ entf(3^eibcn muß, ent« 
toeber fär ben bogmatifc^en (Supernaturalidmud, koelcl^er 
bie iBemunft, wie ^e Dermalen ifl, für unjurcic^enb l^ält gur Öleligion, 
ba^er eine befonbre Offenbarung für nhtf)xg^ unb nad^bem ate fold^e 
eine befHmmte l^iporifd^e (Religion f!(^ beioabrt ^at, bie Srgebung in 
alle il^re @a|ungen für pflic^tmaßig 5 ober für bad rationale^rins 
cip, mit mobernem ^arteitoorte (Ration alidmu 3 genannt, tvtU 
ijfx bie aSernunft für gurei(3^enb l^alt gur (Religion, bol^er jebe l^iflo* 

(pav€^vvt manirestum reddere quod occultum erat; änoxdlvipig, (favigto- 
üts. C. F. Fritztehe^ de revetalionis notiooe biblica. Lips. 828. 

b) Orig. e. Cels, JIJ, 79 : ^Edv Tis Iv tovtois detaii^atpovlav fjiäXXov rj 
novrigCav negl tovs noXXovg t<Sv matevovTCDv tw X6y(fi dvai (pavTa^riTai, 
xal iyxaX^ tos deiaidaCfiovag noiovvti t^ Xoyifi rjfitSv <pi^aof4,€v noog av' 
Tov, ort iSaneg iXiy^ tig tcSv vofjLod-etöiv nqog iQtoTWVTaf at rovg xoiU 
Xiarovg t^d-iTO ToTg noXlTUig vofiovg, ort ov rovg ieu&ana^ xaXXlOtovg, 
aXX toy idvvavTO rovg xaXXCarovg* ovtto XäyoiTo av xai ano rov narQog 
Tüy XQiOTiavwv Xoyov, ori (ov idvvavro ol noXXol (fg fieXtCwatv ifd-th, 
Tov; XttXXCOTOvg id-ifit^v vofiovg xoX öidaaxaXlav, 



/ 



12 (Sinleitung* Zf). I. Sop* III. Ouellen* 

ttf(^ dteligioit/ auc^ bie fl$ für Befonbre Offenbarung giebti in 
i^cen ^o^ungm bem Urtl^eile bet äSetnunft untmotr^ ba Detnfinfti 
}u benfen be^ 3Rfnf(^n mtä^t tt>it fdnf $fli(^t ifl« *) SBiefern bie oK^ 
gemeine Dfenbarung bnr^ bie ))fmünftige ^Jlatux bed SRenfc^ m^ 
mittett ifi, nnrb fie eine naturHc^e unb mittelbare genannt, im 
@egenfa|e bei* befonbem att einer unmittelbaren unb uberna^ 
tür liefen Offenbarung/ b. ^. einer )>on atter 9latum)irfung ver^ 
f(^iebenen SRitt^eilung bfr« re(igi&fen bebend ober Sif^nl Don ®ott 
aud. 5Dte Unt)ecfe^tt^eit bec Semunft aM ®runb unb il^e <&errf(^aft 
atd ffoige, ober bad ®egenti^ei(, iß bad HBefentiid^e in biefem ä^it]palu, 
niäit bad Unmittelbare unb Übematurii^e ber Offenbarung, todä^t^ 
b(o§ abgeleitete unt untergeorbnete $o(ge baoon i% ba$ bie ^oUtem^ 
mene Sieligion niä^t aud ber 93ernunft fommen !5nne. | 

9.20. OeW^m^re ilkerli^t bed eeoenfo^e«. ' 

et&ublin, <9ef(bi(btebe«aiatiomu«€spem. ®ött.$26« ^mand Saintes, 
Hisl. critigae [?] du RatioBalifoie ta Allenagoe. Par. 841. 9la<b b* Sranj« 
mit ^nmtxit u. (fircurfen o. Q[. <9. Si^er. ip^. 847. 

S)ur(^ bie «&. (Schrift xdu burd^ bad gcfammte ^(tertl^um ge^t ber 
®taube an einzelne unmittelbare ^inmirfungen ®otted bid {um fd^tn^ 
baren 3ludf(^Iiefen ber rtttli(!^en Xl^at bed aßenfi^en, Jes. 6, 9 s. Jo. 
12,38-41. 5Dad S^riflent^um tt)urbe all befonbre Offenbarung/ aber 
ol^ne ©egenfa^ jur aligemeinen Ofenbarung ))erfänbigt. SSermeinte 
«uSfprfid^e tt)iber bie ajernunft 1 Cor. 2, 3-8. 14. 2 Cor. 10, 5. 
Eph. 2, 3. Col. 2, 8. Phil. 4, 7. gelten nur gegen 3:rugf(]^Iuf|e ober 
grie(!^if(!^e $l^i(ofopl^ie im ®egenfa(e bed S^rtftentl^uml. 5Diefed tx- 
f(^ien \)itlmtf)x ald SSoQenbung bed religiSfen Setouf tfeind ober aU 
@in^eit ber attgemeincn unb bcfonbern Offenbarung / obiool^I el bem 
9iationa(idmud ben ^n!niq}fungdpun!t bot, ba§ bie befonbre Ofen^ 
barung ft(^ an ber allgemeinen bewähren foüe Jo. 7, 17., bem bog* 
matifd^en 6u^ernatura(idmud / bafi ein neue! itUn in S^riflo bem 
frul^ern natürlid^en 33etou^tfein in ber (Sünbe entgegengefe^t würbe 
Eph. 2,3. 3)a« öerfd^iebne Urt^eit ber Stixäit über Vernunft unb^^i^ 
Iofo<)l^ie würbe entfc!^ieben tll^eilö burd^ baö aJerl^äitniß eine! Seitalterö 
gu einem befttmmten :()l^tIofopl^if(^en ©^ßem, ti^eild burd^ bad f)tx^oxi 
tretenbe ^ewuftfetn ber (Sänbl^aftigfeit/ in welchem aUe natitr(i(^e 
aSernunft atö ocrfinßert erfd^ien* JDurd^ bad erfle, bie 5iWeigung jur 
)}(atonif(^en Schule, warb unter ben gried^ifd^n Jtirc^enbätem bie 
a^erwanbtfd^aft beS @t)angeituml unb ber $^i(ofop^ie mannid^fa(^ am 
erf annt/ •) bur(^ baö jweite unter ben tateinifd^en SSatem ber Stvit^^ 

*) Stetf (bneibet/ u. b. ®tbxauäf b. SCudbrüdfe Station, u. ^ii)>em. [O^ 
pofiticntffibr. f. ^ri^. u. ©ottc^g. 824. 8* VH. ^* K] J, Hahn, de ratio- 
naliimi vera iodole. Lips. 827. 

a) Justini Apol. IL e. 13: Ovx aXXotqta iati tic lUdjiovog StSdy/utna 
Tov XQiatov, ät£ ovx %att navrrj ofiout, Cfem, Strom, f^L p. 377: Ktä 
xad^ iavTTiv i^ixaiov noih ^ (fiXoaoifia tohg "EXlijvas, 



§. 20. ®ef(l^i(^ \>t^ 9lattonali6mud u. ®iq>ematura(i^mu^* 13 

fpab^ gut 93et^err(i(^ung bed (SlauUn^, ^) unb enblic^ im ®tgenfa|e 
tDiber ^etagittd )>on ^ugufttn bet @runbgebanfe bed bogmatif^m ^u« 
)}fniatura(tdinu9/ Unfal^tgfett brd naturUc^rit/ bitrc^ bie ®finbe gan}» 
Ii(^ )>frborBenm äRenfd^en ^r Strtigion au^Qt^pxoä^tn, bod^ mel^t in 
S3<;tt9 auf bie fittUc^r aü auf bie erfrnnenbe Sttaft burci^gefäi^rt* 
S3eibed, Neigung fut ^rißotrled unb ^elagiuS/ beranlaf te unter ben 
^olafHfem eine tationa(i^f(^e, nur burd^ bie SuctorUat ber Streif 
niebergel^altene Senbeng. '') S)ur^ ben ©egenfa^ ttjiber Beibeö erneute 
unb f(^arfte fld^ in ber ebangelifd^en Stixä^t ber ®tq)ematura(idmud 
Slugu^n^, bem bie SSernunft nur in xmütiä^n 5Dingen gilt. ^) 9Bal 
man bagegen aU ^txfttättn dtationattdmuS angef))rod^en l^at, *) mar 
für baö fiut^ertl^um nur bie ?tnerfennung / ba§ bie g6ttli(fie Offen* 
krung flti^ bem religiöfen ®äftt aU fol(i^e burd^ religiftfe SBirfung 
betoal^re, für gütiger W flnfierm aSernunftl^ajfe ber freie reformato* 
rifc^e, aife aRenfd^cnfa|ung ijerad^tenbe ®cifi/) 5Die atti)roteflantif(^en 
5)ogmati!er jlatuirten einen formalen a3ernunftge6rau(i^ beiber@(3^rtfts 
aud(egung unb BeiSonßruirung bed bogmatif^eni^^^emd, jur untere 
georbneten aSetoeidful^rung in articalis mixtis unb }ur SBiberlegung 
bcr®egner, mit ber ^nerfennung , baf bie toiebergeBorne SSernunft 
bem ©jangelium niä^t toiberf^red^e.«) 3n ber Smancipation beö ©ei« 
pc8 we^feUen geinbfeligf citen unb ^uögtciti^ungööerfud^e, Bio ber Ra- 
tioaafismas vulgaris entflanb [f. 1750], ber fid^ jum Sl^ripentl^um Ut 
fannte, in ber«&offnung bajfelbe jur ffiemunftrefigion auftuHaren. 3m 
@egenfa(e/ aBer mit ^ufgeBung bed 5Dogmad ))on gangtid^er Unfähig* 
!dt ber Vernunft, ber moberne(Su^)ernaturaIiömuö, toetd^er, 



b) Tertul.decameCh.e*6: Mortnus est Dei filins : prorsos credibile est, 
qnit iDeptum est. Bt se pultus resnrrexit : certum est, quia impossibile est. 

e) Thomas, P. L Qu. 2. Art, 2 : Sic fides praesapponit cognitionem na- 
toralem, sieut gratia oaturain, et nt perfectio perfectibile. 

d) Form. Conc. p. 579 : Qaod bomiois iotellectas et ratio in rebus spiri- 
tnalibus prorsus siot coeca, oibilque propriis viribus ioteUigere possint. 
Jpol. Cot^f. p. 64. V. 22 s. p. 113. v. 144 s. gut^et. «. VlII. @» 2048 f. 
9. XII. @. 398 u. 0. 

e) F. C. p. 822 : Si qais doctrinam de Dei praedestinaliooe eo modo pro- 
pooat, ut vel pertorbatae meotes ex ea coosolatiooem nallam baurire pos- 
liot, sed potius ad desperatiooem illis aasa praebeator, vel impoeoitentes 
iD saa securitate et malitia coDfirmeatur: tnm nihil certius est, quam 
qa«d articulus de electione noo juxta voluntatero Dei, sed secnndum hu^ 
naoae rationis coeenm Judicium et ex impnlsu diaboli perverse doceatur. 
— /. F. Krause, de ratiooalismo ecclesiae nostrae in doctr. de praedesti- 
aatione. Regiom. 814. 2 Pg. 4. 

ß J. M. Lundoall, de ratiooalismo Lutheri. Upsai. 829. 4. G. Frank, 
de Lotbero ratitfnalismi praecursore. Lps. 857. 

g) Quensi. P. I. p. 38 : Disting. ioter ratiooem in homine ante lapsum 
et post lapsum. lila, quateous talis, nunquam advtrsata fuisset revelationi, 
kaee adversatnr «aepissiae. p. 43 : Principia rationis formalia nemo reji- 
eit, materialia, quae sint mysteriorum oorma, nemo sanus recipit. 



14 C^nleitttng. Zif. 1. (Sap* IIL OueOm« 

xdM ft ba9 (S^dflmt^ttiti aud t>mtunfiigm ®Tunbm aU üBemotuT: 
(i(^ OfenSoTung erfanntf/ feine SSemunft l^ie unb ba bentfefben wm 
tttmaxU 3ft bie »eitere (SnhDitflung ber if^teloQit übet 6eibe (Si^fleme 
^inattdgefc^tittett , fo l^at fie bo$ bad SBefen bed ©egenfaled nt(^t 
übetttjunbeii/ unb bie l^egelfc^ ^(ilofopl^te, bie f!(^ a(9 bie SSaffxfyü 
bet (^nfUi(]^ Slettgion in ber gform ber SBal^r^eit aufhellte, ^e^t 
toefentHc^ auf leiten bed Stationalidmud* 

9. 21* Set setDÜ^i^e 6treU ieiker 6l|fltme snb i^re Cerntttttssg. 
IRein^arb, ®eft&iibmffe. ^ulgB. [8t0.] 811. 9. St. [IRd^r] »riefe itb. 
fitation. ^a<km [^tit^ASlS. Bdllic^, I9r. u. b*€iM)em. ©otiber«^. 821. 
(9eb^arb, b. letzten (9tunbe b. Station, in e. StberL b.iBr.36U. 9(nift.822. 
Cattotiu«, b. dttl. aupa^. b. ©rängen b. b(o$en Vernunft. Starb. 822. 

iDie mobernen @m)erttaturaltflen fud^ten bie aRßgtic^^fcit, eine ge^ 
»ijfe 9lot:^ttjenbig!eit ber Offenbarung unb il^re 2Bir!fic^felt im G^ri- 
^ent^unt mit ®runbett gu ertoe ifen, •) auS benen nur baö fflebürfnif 
einer pi>ftti)>en (Religion unb bie y^oQfommene @rfut(ung beffe(ben burc^ 
bad Sl^riflentl^um ib^ri^orgel^t. 5Die (Rattcnalißcn erliefen if)x Stecht 
burd^ allerlei ber (Religion jum Jl^eil frembe ©rünbc, '') au8 toel(^en 
bie l^ol^e S3ebeutung ber Vernunft erl^etlt, aber feinedmegö il^re SUCein^ 
^errfc^aft, »ofem eö ber (Bottf^tit gefallen l^atte, auf eine beftimmterc 
unb feiere SBeife, atö bur<^ bie ÜKifd^ung öon SÜa^r^eit unb Srrt^um 
im aRenfd^engeifte, fi^ offenbar gu ma(fien, obttjol^l aud^ bem S^riff en- 
t^um bid^er nid^t gelungen iff biefe Stiftung ju befeitigen, ba ed ^itU 
me^r neue @)>altungen gebrad^t unb @el^eimniffe mel^r aufgejtellt aU 
geoffenbart l^at» JDa^er ber Streit in berfll^at niä^t bur(^ teiffeufd^aft* 
lic^e ®runbe entf(fticbcn »orben ifl, fonbem nac^ *Jicigung: bie (S^t- 
fur^t öor ber «&. (Sd^rift unb baö ©ebürfniß einer fld^crn 9luctorität 
l^at für ben ®u))ernaturalidmud/ bad Streben naä) geiftiger gfrei^eit 
unb il^r Scmuf tfein für ben(Rationatiömu8 entfd^icbem Öf^ur baö ffler- 
leugnen einer ^erf&nlid^ toirfrnben @ottl^eit mu§te aud^ bie 9R5gli# 
feit einer befonbern Offenbarung leugnen/) (Sine(Reil^ea3ermittlung3* 
toerfuc^e »ermittelten entweber nur fd^einbar, wie bieienigen , tt)el(^ 
burd^ aufgeben be« »egriffö ber «Wittelbarfeit unb Unmittelbarfeit; 
ober burd^ 0lad^tocifung ber ibeal notl^ttjenbigen (Sinl^eit beiber Offen* 
barungen ben Streit für abgetl^an l^ielten, ^) ober fle gel^Srten bem 
®egenfa|e toefentlid^ nod^ an, toieber rationale Su^)ernatura' 
lidmud, ttjel^er auö bernünftigen ©rauben bie ©el^eimniffe ber Ofs 
fenbarung atö über; nid^t gegen bie SSernunft/ annimmt, bem Supern 

a) ^af)n, 818. b. d&r.®U 1.9(u«g. §. 5. Steubel, ®lauhiU S.76 f. 

b) fTegscheider, lostitt. Theol. cbrist. §.11. 

c) Strauß, (^r. ®louben«l. ©. I. S. 64 ff. 274 ff> 

d) St&ffltXf Su))ran^u. (Kation, in il^tem gemeinfc^. Urfptunge, il^rerStoietr.^ 
u. l^dH^emGinl^. 8^). 818^ %.fl. Stitin, ®runblinten b. dteligtofi^m. 8|)}. 819. 
E, F, Hoepfner, de diacr. mediatae et immed. Dei efficaciae rectias iotek 
ligeodo. Lps. 823. ^^ ei l e, gnr etl^ifd^en Sotrtbilbung b. ev. ^ogm« 8p). 852* 



§. 21. Stteil b. StottonaCiömud u. ®iit>nnatura(i^mud. 15 

naturaliSmuS, °) unb bcr fuftinatuiaft fRationaüBmuB, 

nKi^ct HS ^^[ifltnt^uni fiii untnittetbarc jOffnibatung unb gGtUic^t 
Sinfü^ntng bcr SJnmunftreCigion irrtet, bem dtottonaltSmuf angn 
if'M.') SXii ®eftantn.ig, bafi nran mit Qlufgrtung in ßonftquenj ;u 
tintm @qnfTctiämu3 idbrr @q^r ^ü^tcn müffc, ifl ftatt bcr ^m 
mittluna ein utTiiDeifriter 9iot66etittf. ') ^feet bie naturgttnäf ( 5In» 
nä^ming beibcr (ä^ßtme mar bit ^nnfntnung »on @tittn bcö iSulier^ 
nUnraliSmud, ba§ jrtn: aitS ba ■&. ©i^rift arft^aofu SfWt!/ i"" 
ird^^aft nfannt unb angenanbt ju werbnt, tintt Sätgrünbung im 
irligüfm (Sti^t btbaif; Don @citen bed ERationatiämuS baS ßugt: 
flätitnig eines not^wenbigm ^iftorifc^m Sn^altS im S^tifttnt^um, bet 
nii^t aus btr aSrntunft gefi^Bpft »Erben fann.''J 3ft jierBuT^ eine 
Ülnitä^ening möglich, burt^ ffielt^t b« SiD'efpalt im f itc^tiifitn SBoIISs 
bira fofi flänjlic^ jurütftretra fann, unb ^Öngt «fa^TungSfltmäl ber 
Stgm bffl SBolfale^vtiB nit^t »on einem bieftt ©^(Itmt a6, ') fo tlcifet 
ti4 in ber aBtffenf^aft eint mefentlii^e Sßerfc&ifbni^eit : "tn <Safnt 
naiuratifl nimmt einen ®laiibfn8fn§ an, Weit « in ber ^. ©i^tift 
sbnrfonpin (inetflt^erniDifenBürungSurfunbegegtfeen iftj berOlatio: 
ntiliji, well tv ben @tunb feiner ^Ba^r^eit im eignen ©eifte rrfennt} 
(im ajerfc^ieben^eit , Welche aui) @in^ug üben mu§ auf ben 2nt)a\t 
bei ®(au6mfi. 3)a^(r bie 93ermittlei unb 3nbtfferen(en fi(^ oon benen, 
imIi^ flc^ fintr (Sntfi^eibung imifd^nt beiben @9|ttmen tiemufl ftnb, 
nur babun^ unteifditibtn, baf fit in jtbem gegtbenen gaüe unBcwu^t 
unb untviOfürß^ i^rt dntfii^eibung tre(fen, bie ^nbtrn ein für aQe= 
m[ flar unb befonnen. 

f. 22. 3nRnicttaii gm <E>t|A<tb»ig tct etnltcl. 
Sie (Sntff^eibung ru^t auf ber S"9f : ot' btr menfc^Iid^e @tifl, 
icit tr btnnaten ift unb buri^ eigne, flotßjerfif^ene Äraft werben fann, 
im religi6fe Sibtn aiS ein Streben na^ bem SSoUEommnen auS fit^ 

tf Jmmon, Samma Tlieol. cbr. ed. 3. §. : 

(iri)riifl.!IIe«ft.Ö23. /Ujftbitn et, «riefe B( 
b)]. Sil. 5. »r. C. L Nitztch, de revel. reti, 
Hiei. Vit, 830. 2 Fssc. [SPregt. f. 1796.] u. 
htfiSeilMiiiB b. OffenS. u. »tl. al« »tittd u. 3it 

»;; aBtriftcDnffquent? 9ttin6arb? c. XjfAim» 
)■ 9irt>. ®a«fe. SU. hj Snärten«, !£g»l)% 
6mbf^t. an all, 3ena 82ü.] 5)eff. SInti»i)rt. .£ 
frab. a. S:^(d£. ehitt9.822. 9.®. fflattt, ü, 
lnt|.4al. 823. €(60tt, »T. ü. etation. U.C) 
\ti, Jttitif b. @e9cnf. jw. StitKoif. n. Supern. 3 
Knuminaiijiniit o. enbl. fijttf&bii' jw.Station. i 

il 6Bl(!ei:, ü. b. «elir. b. Mation. im reL SBolfäi u. Sugerbuntert. i&ert. 
S21. XifAienti, b. ajeif^iebenb. b.bsgm.St)Seme fein^inbemif b.3ne<(e« 
).Jt. Jn f. SRug. f. $rtb. 823. !a. I. .&. 1. ~ 3)itbii(^, ift b. dtatian. fi> 
H *. St. in bibitt? [6l>b. B. Stxit. Ml. $. 4.] 



61 (Siitlcitung. Zf). l. So)). IIL OueOen. 

felBfl fftnoiMn^tn f&ime. (EBcnn n ed fanii/ fo ifl nü^t einjafrl^, 
warum et fU^ einet anbem unb i^m boc!^ lebenfattd biitd^ menf^Itc^ 
Setmittetttng fibetUefettett Oftnifttttn^/ gefegt au^, ba§ fie einfl ge? 
f^l^^olfo eiii^ notl^kDenbig gdoefen fei, un^ebingt ^ngeSeit foHe. 
DB et e« tbnnt, i^ im ithm but(^ bie Sll^at, in bet Siffenfi^aft bnt^ 
ben Segtif fo )u tnt^i^ittn, baf and bem eignen @eiße bie (Ba%c bed 
teligidfen Stanzend / in benen bad teligii^fe £eBen feine 3)ar^ttnng 
nnbSeftiebigung finbet/ enttt>iäe{t n>etben, aU n)obut(^ badSlec^tbed 
Slationalilmud etn)iefen koutbe. SBenn beii ^ietbut^ gewonnenen ^i)u 
Iofo))]^if(^en @IauBendfa|en bie rein ^iftotifc^ entwidetten d^tifUti^fn 
@(auBendattife{ wefentli^ entfpra^en, fo wate babut(!^ bad S^ti^- 
tl^um feinem SBefen nad^ a(d SJetnunfttetigion etwiefen nnb bte^lot^^ 
wenbigfeit eined (^tiflHd^endtationaUdmud batget^an* 9Benn 
bagegen bet @ei^ fellfl in biefet Sntwidlung feinet teligi&fen Anlagen 
auf itgenb einem $unfte eine gänjlid^e Unfal^tg!eit gut (Religion ober 
eine butc^ eigne Sttaft unl^eiKate <Sti>tung fanbe : fo koutbe bie SBct^ 
nunfi fetbß ben ^upetnaturaltdmud fotbetU/ welci^et l^iet nid^t bie 
0lotBn)enbigfeit einer unmittelbaren unb uSetnaturlid^en drfenntnt^ 
Begetd^net/ fonbem im einfad^en (^egr nfa^ bed 9tationa(idmud/ baö^- 
burfni^ einer 9Ritt^ei(ung bed religi&fen bebend/ bad aud bem me nf^- 
liefen @ei^e, wie er bermalen i% nic^t l^ert)orge]^ett fann^ unb wate 
bur(^ bag (S^ri^entl^um biefe 9Ritt]^eiIung t^atfäd^titi^ gef^^n, fo 
würbe bie Vernunft felb^ ben ^ri^üd^en ^u^ernaturaüdmu^ 
gebieten« S)ie (gntf(^eibung l^ierüber ffat i^ren^^au^tort in ber l^l^re toon 
ber @unbe/ wirb aber erß burd^ bie ganje 5Dogmatif y^oUjogen« :3eben$ 
faQd iß fie m&glid^. Weit ber @eift in biefer <Sad^e nur M f!d^ felbft angu« 
fragen l^at. SBtefie aui^ faUt, fo wirb baburc^ nur ber0lationa(idmu§ 
ober®u:))ematuraIidmud aü ^rinct^ gered^tfertigt, nid^t feine S)arße(s 
(ung in bem einen ober anbern ber je^t naii il^m genannten ^^fleme. 

§. 23* Ser relioiüfe 6it^ernatitTalidinud. 

5Der re(igi5fen ^nf(^auung ift wefentlid^ abfolut unb fu^ernatural 
ju fein, Wiefern f!e, über aUt enblld^e unb natürlid^e SJermittlung l^in- 
audge^enb, aUed auf bie f)bi^^t Urfad^e [causa prima] ^ auf bie®ott' 
^t\X bejiel^t, unb erfl burc!^ biefe Sejic^ung wirb atteö 0latürIid^e, \)on 
bem baö STOcnfc^enteben in ^rcub' unb Seib, in Sntwidtung unb SJer^ 
fümmerung berührt i% jum refigiöfen Äebenöinl^alte. 5)ie öerflanbige 
Slncrfcnnung ber naturfi(i^en SRittelurfad^en [causae secandae] ift 
l^ierburd^ feinedwegö auögefd^loffen, nur tritt fie für baö rcligiBfe ®t^ 
fu^t gurüd unb berfc^winbet hti groflen (Sreigniffen unb (Stimmungen 
ganjtid^ für tin naibed S5eWu^tfein, Wft eö im öordftrifttid^en Slttets 
ti^um l^errf(^enb [antifer ®u))ernaturatt0muö] fid^ bod^ auc!^ burc^^'ö 
ganje aRittclalter ^ingiel^t W8 auf bie @cgcnwart> 3ener r e I i g i 8 f e 
@u:)>ernaturatidmud/ aUber (Reßgion wefentlic!^/ ifi mit bent 
rationaten^rinct^), wiefembiefeönid^t auf irgenb einem fünfte 



fl^ fcftfl aufgcten mu^tr, not^tombtg ön^intat, unb wiefern ber 
freie benfenbe, in ^ri^Kd^er IBilbung enttoitfelte @eip Bei oller gfrei« 
^it M Urtl^eiÖ t>oä^ in eingelebter ^tat ben ^)i>fltii>en Sn^alt be« 
g^entl^umö ober felBfl einer Befonbern Jtird^e aW einen religiöfen 
anjtterfennen l^ätte: tcürbe jwar ber ®egenfa| Beiber bogmatif(i^en 
^rinci^e nod^ feineötoegö oufgelJoBen, ttjol^l aber bie SBal^r^eit beffen, 
»ad iebeö J[)on Beiben im Orunbe meint, in l^&^erer ßini^eit Betval^rt 
»erben. 

B. !Ote <geirtge Sc^rtff. 

3)er alleinige Ciuell bed urf))rüngli(^en S^rißentl^um^ ald bie 
l^i^orif(i^ allein getoijfe Urfunbe feiner er^en Srfö^einung ifi bie »&• 
6^rift !». 5:eflamente0. *) S)a0 91. Sefiament bient nur ate ^iflorifd&e 
Stuttblage unb gur (Erläuterung öon fiel^ren, mUS^t im S^l. Jle^amente 
»prau0gefe|t »erben. 3)ie @id^erl6eit Beiber Urfunben, im allgemeinen 
burc^ äu^re unb innere ©runbe erliefen, ^'jfc^ließt auf biefem Blo^ 
^i^orifö^en ®tanb»)unfte bie 3Rögli(i^feit be0 Srrtl^umd unb SBibers 
f))nt4d in ber (St^i^id^tt niä^t au9, morüber im einzelnen Salle bie 
l^tßorifti^e Jlriti! nad^ ^IBniagung ber ßtnqni^z gu entf(!^eiben l^at $ 
noij bie mannic!^fa(%e SluöBilbung ber Seigre, me^alB im öorf ommen« 
bmSalle bie Sel^rtoeife ber einjelnen«&.<Sc!^riftfleller ju unterf(i^eiben i^i. 

§. 25. 6ammlitttgen unb einselne 9e^a>M(eUe. 
<Die (Sd^reiBelunfl »ar unter ben J&eBraem ju SRof!« Qeit nid^t 
uttBefannt, aBer noi^ bie folgenbe l^eroifdfte $eriobe bed 93ot!3 l^atte 
nur mt ^agen« unb 8iebers$oejte, eine fiiteratur Begrünbete ^dj er^ 
in ben öon (Samuel gegifteten 3Jro^l^etenf(!^ten. aHit bem $lane 
einer SBieberl^erflellung M (Staate^ berBanb fl^ no(% im ßril^er ©e* 
banfe einer Sammlung unb @ic^erung ber 0lationalliteratur, meldte 
ate^oefie unb «6ifiorie eineö t^eofratifd^enäJolfeö il^rer Statur nad^ bor« 
^errf(^cnb eine ^eilige Siteratur »ar. Slferc Spuren ftnb : tint ©amm« 
lung bed Oefe^Bud^Ö 2 Reg. 22, 8., eine Sammlung l^eiligerS9ud6«t 
bur^ S^lel^emiaö 2Mcc. 2, 13. 910 tin (San^e^ lüirb bie (Sammlung 
juerjl im Prologe 3efu<Sirad^ angeführt etwa 130 a. C, il^re9lBges 
f^lojfenl^eit ifl erji burd^ So\tp^u^ Bejeugt.*) 9ln bie alexanbrinifc!^e 
U6erfe|ung, toeld^e um 285 a. C. angefangen, um 130 jum großen 
3:!^eile boUenbet War, fd^lo^ ftd^ mit unBejlimmtem 9tnfel^n eine Steige 
Wtxn ©d^riften, einige aleranbrinifd^en Urf^jrungö, anbre au0 bem 
'^eBräifci^en uBerfe|t, welche in ^Jalaflina t^eiö entfd^iebener bon ber 



a) lY'na Gen. 9, 17. ti xaivrj öia&nxri Mt. 26, 28. cf. 2 Cor. 3, 14. «ifib 
to'^'SLXi Exod. 24, 7. ßißUov diad^xrjg 1 Mcc. 1, 59. ^laS^^xfi Sir. 28, 7. f^ul- 
gatd: testamentum. cf. Hbr. 9, 16 s. 

b) Fides bumana : antheotia, integritas, uiiomatta. 
a) G. ApioD. l, 8. Antiqq. XI, 6, 13. 

S)09iiiati(. 5. «ttf(. 2 



18 @in(eituiig* Zif. L dap. III. OueUen. 

Luiden Sammlung getrennt, t^eitt gar ni^t gelefen n)urben. 3)iefe 
Sammlung ))or}ug9tt>etfe naä^ ber (Se^tuaginta Uitf> bie fc^rtfttt^e 
Unterlage ber (^ri(lti(^en Srbauung/ (tö burc^ bte 3Ra(^t be9 neuen 
®ei^d bie ®(^riftben!mate ber a))o^o{if(^en Jtirc^e gtei^faUS aI9 <&. 
@(^rift gettenb gemacht tourben. 5Der Xttn i^rer Sammlung toax um 
bte 9Rttte M 2. 3a]^rl^unbert^ )>or^anben/ über Sinjelned fd^manfte 
bad Urtl^etl ber Jtir<^e M gegen (Snbe be« 4. 3^al^r^.^) 5Dte :|}rote{lan^ 
ttf(!^e JMrc^e ^at {toar beibe ^e^amente um)eranbert flberncmmen/ aber 
ber Urft>rung ber einzelnen Sßnä^n, nid^t mel^r burd^ eine unfel^lbarc 
JMrc^e ))erbfirgt/ mu^te ber freien koi{fenf(!^aftHd^en Unterfu(^ung an- 
l^eimfaQeU/ unb jieber a9eftanbt^ei( ber «&. @(]^rift !ann nur fomeit aU 
^iflorifd^e Urfunbe M ®Iaubend gelten, aU fein na(^gemie|ner Ur- 
ft>rung ed ertaubt, »^iernati^, abmeicl^enb J?on ber fird^Kcl^cn Überliefe^ 
rung, ifl ber $entateud^ insgemein nur afö 2)en!mat ber SthniQ^eit 
}u braud^eU/ bo^ einzelne SoICdfagen barin na(^ innerer SBai^rf^eim 
(i^feit für bie mofaifd^e unb t)ormofaif(^e 3eit$ bie 2. «&alfte bed Se- 
faiad [toon c. 40] aö bad SBerf eined unbefannten ^Jrop^eten für bie 
Ie|te ^tit bed (SxiU i bie nad^ 5DanieI genannte IDici^tung für bte 3eit 
be9 ^ntiix^ud QbßipffantB i bad a9u(^ ber Seidl^eit ald (Srjeugnif M 
ateranbrinifd^en Subent^umd/ bad {i^ in $l^iIod S^riften t)oUenbete$ 
ba9 1« (St^angelium atd eine ®timme ber apoftolifd^en S^xt glei^ ben 
beiben anbern^ bie 3 ^Jajforatbriefe tt)ie bie Säriefe an bie Sotoffer unb 
(S^l^efer nur in SJerbinbung mit (SteUen auö ben anbem fidlem aSrie? 
fen al^ S^ufl^W^ ^)autinif(i^er Cel^rej ber ©rief an bie «Hebräer unb 
bie fatl^ottfd^en ^Briefe, mit ^u^a^me bed fpatern 2* :|}etrtnifd^en 
aSriefd, nur aU 9la(!^n)eifungen befen, toa^ l^ie unb ba in ber a^o^o- 
lifd^en Stixä^t geleiert »urbe.*') 

• §.36. fCunegitttg itttb bofltnatifil^e fluffafTittig. 

3ebed f&nä^ ber «&. (Schrift ift audjutegen nad^ bem <S))rad^gebrau^e 
feiner Qtit unb nai) bem ©eifie feineö SScrfafferÖ, inbcm öon ben ein« 
jelnen Äußerungen jum geifiigen SBefen l^inburd^gebrungen unb bie^ 
feg im aUumfaffenben religiöfen ©eifle al8 beffen befonbere Oefiattung 
toerflanben ober ibeal naä^nUht rotrb. 3)iefeg ijjt bie tl^eologifd^e 
Sluötegung , toeld^c bie g r a m m a t i f d^ s i^ i fl o r i f d^ e Sregcfc atö Sßt^ 
bingung otter @ic!^er^eit in fid^, aber bie tixä^lidit, attegorif(]^e unb 
moratifd^e 3nterpretaticn atö einfeitige SRomente unter ft(^ entffalt 
IDie 2luöbrutföh)eifen ber unmittelbaren ^nfd^auung unb 33egeiperung 
flnb in lütffenfd^aftUd^e SSegriffc treu ju übertragen, aber biefe Über« 
fe^ung iß innerl^alb ber (Reßgion ni(^t bie an f!^ l^&l^ere ^uffaffung« 
jWur biejenigen (Steifen ber ^. @d^rift flnb für bie JDogmatif gu be^ 
nu|en, in »etd^en bie ^. ©c^riftfleüer bie 2lu«fi)rüd^e il^rer ober i^rer 
t&elben eignen Jfrömmigfeit unb bie bamit öerbunbne l^eilige ©efd^id^te 

c) Se^nfat^ aud b. (5inl« in ba^ ^* u. 91. £e|}ament. SBrg. £eben 3ef u. §. 3 f. 



§. 27. «ccommobotion. §. 28. ^ßerfectibilitdt 19 

tttebtrgclegt f^abtn, ") fo baf auö il^rcr »ergleid^ettbfn äixfammmjjttU 
lung ber rcligibfe ®Iau6c bcrfelScn im Su^ammtnffanQt er^eUc unb, 
bad SocaU obeT^em:^oreHe Uo^ infomeit audgef^ieben toerbe/att 
el il^nctt niri^t jur (Äfßglon ^t^bxU^) 

§• 27. ticcommobalioti* 
F, A, Carus, Hist. antiqulor senteotiar. Ecc. gr. de acc. Christo inpr. et 
App. tribuU. Lps. 793. 4. — ®.X.Ba^atxä, QxfU b. ^erablaff. dlotted gu 
h*Tl* SBt^m» 763» Setnler, de discrimiDe Dotionum vulgarium et christ. ia 
N. T. observando. Hai. 770. 4. St. g. @enf, JBrf. ü. b. ^eraM. Ootte« in 
b. %. 9icl. i&aL 792. ^. <S. 33 o g el, «uff. t^fcol. ^n^alt«. !Rünib. 799. 2 @t 
3>gg: @u«f inb, ü. b. Ordngen b. ^f\ä)i feine Untöa^ftl^. ju fagen. 3n f. 
aWag. 13. @t. «rg. «eben 3efn* §. 66. 

5)a0 ßl^ri^cntl^um tnuflte fid^ niebern 33ilbungS^fett anfd^Ke^en 
1 Cor. 3, 1 SS., unb fonnte baS Subentl^um erfl aQmatig audfd^eiben 
Actal5>24ss. Seibcö toirb aW Stccommobation [Guyicaraßaaig^ 
condesceosio] 6ejctc!^ncU 3)afür ifl ju Italien : ber g o rm ttad^ jebc 
SDarflettung ober S3ettjei8fül^rung , totldjt ungenugenb ^bf)ntx ©eipeSs 
Bilbung [xar aA?/^«mi'] bamalö il^ren ßtotd erreichte [xar äv&Qm- 
nov] Gal. 4, 21 ss., o^nc baf boc!^ l^icr eine Betüußte »^eraWaffung 
burd^auö Bel^au^tet lüerben f5nnte. 5Dem 3 n Italic nac^ jebeö einfts 
»eilige ©tel^nlaffen [dissimolatio] I^erge6rad^ter5lnft(]^ten, bie bem ^rifl^ 
liefen ©eipe fremb finb Jo. 16, 12., baö 3ugejtanbttiß unfci^ulbiger 
SßolU^tttn, bod^ fO/ baß fc^eintar glci(3^e «&aubIuttgÖtt?eifen je iia(^ 
bem öerfd^iebncn SSeweggrunbe unb Sinfluffe öerf(!^ieben Beurtl^eilt 
würben Gal. 2, 1 1 ss. Acta 16, 3., unb nn ii^nl ber Jtirc^e fid^ niä^t 
accommobirte, fonbern »irflic^ nod^ auf jübifd^em ©tanb^unfte öcr« 
l^arrte^ enbttd^bieangelegentti(!^e9lu0fül^rung iübifd^er33orjicUungen, 
»iefern eigentl^fimlid^e ©ebanfen beS (Sl^rijJcntl^umö barauö l^eröor? 
tt>a$fen. StiemaK o^ne biefe 2lBfid^t bie freie Seflatigung fsimulatio] 
etneö jubifd^en SSorurtl^eiK, totld^t, mit bem SSerouftfein feiner Un» 
toa^r^eit öerBunben/ bem ßmät 3efu unb ber 9lpüfJef burd^auö ttjiber» 
fprac^e. 3)od^ pnb öon biefer Beiüußten »^eraSIaffung biejenigen SJor? 
ftettungen ju unterfd^eiben, »eld^e, bem gemeinfamenSSoIföteBm ange« 
^örifl/ gelegentlich l^erbortreten ol^ne mit ber bur^geBilbeten retigiöfen 
Ü6erjeugung tpefentßci^ öerBunben ju fein. 

§. 28. numiHn% unb ^erfectibUUätbe« G^dHent^nm«. 

«effing, örjiel^ung b. 2Rcnf4>engef4>r. »11.780. [Ärug] S3dcfe ö. b. $er* 
fect.b.geofenb.9te(.3enau«£))3.795. ^gg: H, Tittmann, nom rel. rev. om- 
nibas omnium temporum hominibus accommodata esse possit? Lps. 796. 
6* (5^.8 1 att,3Deen ü. $erf. e. göttl. £>ffcnb. [@täublin« »43eitr. 53. IIIJ— 3). 
g.^tr auß, S3ergangli((>e« u. iöleibenbe« im (S^rijient^. [3»ei friebl. Slöttet* 
mton. 839.] Bellet, $erf. b. (S^riftent^. [X^eol. 3abrbb.842. *.!.] JDgg: 
ai em ^) i) i 0, «. $erf. b. 6^t. [(Stubien b. ®eiflU tffiütt. 844. S3. XVI.] 

a) Dicta probaotia , sedes doctrioaram , xara to ^tjtov unb xard r^v 
Siavoittv. b) Conf, Aug.p. 43 : Apustoli jussernot abstioere a saagnine. 
Qais Duoc observkt? Ad tempus prohiboerunt propter scandalum. 

2* 



20 Einleitung. Zf). I. 6a)). III. OueOcn* 

9{nd ber «{».Sd^rift ift niä^t batjut^un/ ba$ irber teUgt5fe@^n!e 
nur bur(^ feine Df^ad^noetfung im (R. ileflamente aU (^rißiid^ entliefen 
toetben fönne, btetmel^r öerroeifl 3efu# auf fortwa^renbe SBelelJrung 
bur(^ ben ))i>n i^m audge^enben ®eifl Jo. 16, 12 8. cf. 7, 38., un^ 
aud bei jufaUigen Silbung bed 91^ ^efiamented ift ni^t n)al^rf(^einU(]^/ 
baf bie ©efammt^eit aUed (Sl^rtfl(i(^en barin entl^alten fei* %Ber ein 
Stttdfprud^ !ann au(^ ni^t ate ^ti^(i(^ bargetl^an n^erben, wenn et 
fi(^ nic^t auf (e^immte Seife an bie l^iftcrif^ verbürgte Se^re &}vi^ 
anfi^He^t. «^ieraud bie mittlere Soigerung/ ba§ inm ä^xiftüd^tn S(a$ 
rafter einer äSorfieQung ^mar nid^t il^r SSor^anbenfein im 9L $e{ia$ 
mente grl^&rt/ mol^t aber tl^r na^n^etdbarer 3nfammenl^ang mit bem 
<^rifUi(!^n ®eifle , toit er f!(^ im 92. ^eßamente audgefprod^en ^at. 
5Die ^ierbur(^ anerfannte Sortbilbungdfal^igfeit be$ (if)xi^tntf)m\i 
fann $erfectibiUtät genannt n)erben/ miefem l^ierunter ni(^t eine 
Steigerung bed Sl^riftentl^umd bur(!^ eine neue Offenbarung/ no(^ ein 
Stbtl^un )}of!ti)}er 3)ogmen naä^ 9$emunftprtnci))ien/ fonbern eine t)pn 
ber «^.Sd^rift audgel^enbe organifd^e (Sntn)i(f(ung bed (!^rifili^en ©et- 
Pe« öerflanben toirb. aSrg. §. 7. 

G. e^rt|irtcOe Schriften. 

§. 29. CueOen htt eoaiigelifi^eit ftlrU^etUe^re. 

Stüar f ann in 3^^ if'l gefleüt »erben , inwiefern bie fiel^re ber 
eöangelifc^en Stixäic nod^ in il^ren S3efenntntßf(]^riften cntl^alten fei : 
aber iebenfaUö ijl l^tflorif^ gewiß, baß in i^^nen einji bie Se^rc nieber= 
gelegt würbe, wcld^c bamalö unb <3a^rl^unberte burd^ aU ©taube ber 
Stixiit gegolten ^at. 3)al^er bie bon ber Jtird^e ))ertragdmäßig unb 
Bffentlid^ anerfannten S3efenntnißf(^riften [Symbola] Urfunben ber 
J^irci^enlcl^re finb. JJur bie ganjc eöangetif(i^e Mxä^t bie alten Symboia 
oecomeoica: Apostoticom [2-4. 3al^rl^.] ^aä^f)aU ber a:()Dflolif(^en 
Seigre unb allmalig entflanbener 3nbegriff beö älteflen einfachen Stix- 
d^englaubenö, Nicaenum bogmatifcl^e QluöSilbung beffelbcn nad^ ben 
«efc^luffen bon 325 unb 381, Athanasianum ba« ^bbilb beö Jlird^en^ 
glaubcnö im 5. Saljrl^., feit bem 7. in atlmäliger ©eltung.") gur 
bie ivLti)m\i)t J^irc^e: bie unt)eranberte Gonfessio Aagostana 1530 
al3 baö 5tußerfle jum grieben mit bem J^at^oliciömuö 5 ^) für ben 
größten ^l^eil ber Jtirc^e: Apoiogia Gonfessionis 1530 SWelanc^^tl^on^ 
@treitfd^rift gegen bieConfutatioPonlificia,'') ArlicuIiSjualcaldici 1537 
Sutl^erd entf(^iebener ® egenfa|,'') Lutheri Gatechismus major unb minor 



a) J. G, Foss, de tribus Symb. Amst. [642.] 662. 4. 9C. <&al^n, 8ibl. b. 
@^mB. u. ©laubendregeln b. apofi. fat^. .^ir(^e. ^re^I. 842« 

h) Ed. Melanchthon , Witt. 530. 4. bcutf* u. lat. IViner, Erl. 825. 
Twesfen, Kil. 816. Tittmann, Dresd. 830. — Ä®ef<t. §. 322. 

c) Ed. Melanchth, Witt. 530. 4. [mit b. Conf. Aug.] Lücke^ Ber. 817. 

d) J&r0g. t). Sutl^er, SBf ti. 538. 4. ö. @toIj u. Slurifabcr, ^i\m. 553. 4. 



§. 29* Symbol, ©c^rfftcn* §. 30. J)ogntengcfc^i*te. 21 

1529 5*) für einen Xfftil ber Jtirc^e: Formula Concordiae 1577, bic 
8fefl^eÖung bet fiegret^en Ortl^oboxle, ^) unb l^icrburd^ fcebtngt aU 
Sammlung Lil»er Concordiae. «) 3n ber reformtrten Stixä^t t)at bei 
einer grofen 9Kenge (oca(er unb nationaler 93efenntnt§f(]^riften,**) bic 
tl^eild }tt ävoitiQÜ, tf^dU ju @albin fle^n, tl^eitö ^exmitttln, nad^^ ber 
Gonfessio Aagustaoa variata nur bie 2« Gonfessio Helvetica 1566') 
unb ber »^eibelBcrger J^ate^iömu« 1563, ^) beibe bur^ il^re pxatiijä^t 
^enbenj bie «garten bed (Sabinidmu9 mttbemb , Hn kDettberbreitete^ 
9{nfiel^ erlangt. 5Der (ateinif(^e 5^ert ber (utl^erifci^en ^t^mboU, ob« 
tooi^l ni(^t uberaU @runbtert, ift im geleierten ®ebrau^e l^ergebra<i^t« 
9lwc badjenige ifl in ben Si^mbolen für Äird^enlel^rc gu l^alten, tüai 
Ott unmittelbarer Stuöbrucf M retigißfen fiebenö ober ott »iffenfcS^aft« 
lic^eS ^ittelglieb beffelben audgefpro^en ifl. 5Die bogmatifd^en @nt< 
n?i({(ungen bed f trd^ß^en (S^ßemd in ben S^riften ber (Reformatoren 
unb nac^folgenber ^l^eotogen , bie fi(fi ^eng an bie J^ird^enfel^re ge« 
Ratten ^abeU/ ftnb gleiiJbfaUd für tixäiliä^ gu a^ten unb bad tixäilid^c 
@l^pem bolCenbet fl^ er^ in ibnen. SBeil fie aber in if)xn freien SRan« 
nid^fa(tig!eit tdn audfc^Iie^ad^ed ®efe| für ba$ firc^tic^ ©eltenbe auf* 
flettten : fo finb fie in toijfenfd^aftKc^er 3)arfieUung öon ber urf:()rung* 
ti^ in ben (Symbolen niebergefegten J^ird^enfcl^re ju unterfc^eiben. 

§. 30. Dtteflett bet Sogmetigefi^iil^te. 

S)ie DueQen ber [fpecietten] 3)ogmengefdeidete ftnb : 1) ^^ribatur- 
fttttbeu/ bie (Sd^rtften berjenigen, ttjelc^e tl^eitt burd^ tolffenfc^^afttid^c 
ober nxä^liä^t Sebeutung ginjlu^ übten auf bie ©efialtung beö »e^r* 
begriff«, tl^eitt bie unter i^ren Qtit^eno^m geltenben iBebrfä^e {jele* 
gentlic^ ober abfld^tiic^ bar^elCten* 2) Öffentliche Urfunben , toel^e 
»Ott ben toerfi^iebenen Äirci^en unb (Secten burdft i^re Oteprafentanten 
att ®arfleBungen il^reö ©taubenö nicbergejetd^net ober toegen il^reö 
3n^altd admaßg 't>nxä^ bad «^erfommen att fold^e anerfannt morben 
^nb. gfir bie beiben großen ©eflaftungen M Äatbolictömuö, für bie 
grie(^if(^e unb rbmifc^e Stixi^t, finb Bffentfid^e Urfunben bie Sefd^Iüffe 
ber in ieber J^ird^e att bfumenifc]^ anerfannten ober bod^ in bie thii^ 
liä^en Wed^töbud^er aufgenommnen ©^noben» ?lbcr M bem geringen 

Articuli Smalc. E Pal. cod. ed. aoDoU. crit. ill. Marhetneke, Ber. 81 ?• 4. 
— Ä®cf*- §. 328. e) (Sh, §. 321. ß (86. §. 343. 

g) JDeutf^e omtl.9ltt«0: 3)re«b. 580. f. SKit b. »erfcb. gedatten burci^ ®*3- 
Sanmgarten, ^al.747. Lai. ed. Selneccer, Lps. [580. jurürfgenommen.] 
584. 4. Christianut II. ib 602. u. o. Reehenberg, ib. 678. u. o. Tittmann, 
ib. [817.] 827. Hase, ib. [827. 837.] 846. F. Franoke, ib. 846. Ber. 857. 
3)eiitf(^ u. laU 3. ®. SBal«^, 3en. 750. 3* 3:. mülUx, ^tutt^. 847. — 
J. G. Waleh , latrod. in Libros Ecc. Lutb. symb. Jea. 732. 4. J, A* H. 
Tittmann, InsliU. symb. Lips. 811. 9^tg. §* 43, t, 

h) HtrmoiiiaCoDfeasionam fideiortbod.etreforin. Ecciesiar. Gen. 581. 4. 
CoUecüo Confesfl. in Bec. reformatis publicatar. ed. H, A. Niemeyer, Lps. 
840. Appendix, qua contiaentur Paritanorum Libri symb. ib. 840. 

i) Ed. Kindler, Solisb. 825. 0. F. Fritzsche, Tur. 839. k) Ä(»ef^. §♦ 346. 



22 Einleitung. Z\). H. ®ef(^i(^te ber ^Dogmatil. 

bogmatif^en @e^atte berfelSen iß bie ä(tere gried^if^e Stixä^tnltf^xt 
}oitlmif)x ju fu^rn Sei 3lt^anafiud/ @cegor t>on (^agianj unb 3o^an? 
ned ^amadcenud/ bie altere r&mifc^e bei Stugußin, $etrud Sombar« 
bud unb ^l^omad Squinad/ foiveit il^re inbibibueOe ^nfld^t bom SU^ 
gemeinanerfannten gef(^ieben n^erben fann. 5Det neuem gried^ifi^ 
Stixä^e gelten atd Snbegrif il^ted (BlauUn^ bie iBefenntniffe bed ®m 
nabiud 1453 unb aRogi(ad 1643,*) ber neuern ri)mif(^en Jtird^e bie 
Canones et Decreta Conciiii Tridentioi 1545-63, ald ©laubendge? 
fe^e {kveiter Orbnung Catechismas Romaoas 1566 unb Professio fidei 
Tridentina 1564, biefe tl^eoretif(!^ jtoar nid^t aUgemein anerfannt/ aier 
bie regiere tl^atfad^Ii^ in öotterOeltung.**) 5Die ?ttt8fu^rung unb Cr» 
gangung ip in ben SBerfen ber für ort^obor anerfannten fatffoÜ^i^ 
3!^eo(ogen nod^ beflimmter gegeben, ai§ baffelBe aSerl^altniß in ber pio^ 
te^antif(^en Stixä^t ftatt finbet, toeil bort bie Stixd^t fe(S{t eine beftimmte 
Senfur unb fflürgfc^aft übernommen ^atj bod^ forbert bie ^i^oriffte 
@enauig!eit, in biefer «ginficl^t fatl^oßfc^e Jlir^enlel^re unb fatl^oIif(^e 
^]^eo(ogie ju unterfc!^eiben. 



3tuettet 9t|etl (Sef(t|t(t|te bet Do$tnattk. 

« 

® emlet/ l^tfl« Qinl. in b* bo^m» ©ottetfgelel^rfamf* $or ^ourngatten^ et). 
OlauBeneU «ßar. 759 f* 3 ©. 4. (S. ®. $cinri(<), &e^äf. h. »erW. gestörten 
b» äfx, (auben0»a]|^rr). u. b. merf». @^(iemc u. Somp. brf. ?|)j. 790. ^ä^idts 
bati}/ ®efd). b. d^riflL ®lauben^L ^raunf4)to. 827. — 03 aum garten« 
6rufiu«, @om^. b. IDogmengefc^. Spj. 840. X^.I. ^iteflen/ IDogm. 91.3. 
33. I. @. 96 jf. 

9. SK 2)ad nril^ti^ent^ttm. 

3efu0 ffat baö bolCfommne religißfe fieben in Seigren, ©innbils 
bern unb ^atm barfiellenb ni(i^t ein (Softem bon ©fauben^tel^ren auf« 
gefleUt, aber tin reUgiöfeö JÄeid^ gegrunbet, unb einen ®eifi getoetft, 
ber burd^ manniä^fad^t (Sj^peme l^inburd^ bie etoige SBa^rl^eit jum Sc« 
toußtfein bringen foKte/) 3ol^anneö bat hnxä) ©rinnerungen au8 
feiner 3ugenb bie ibealc, gunac^ji tbeologifci^e (Btitt ber Oleligion att 
©emeinfci&aft mit ®ott burd^ iitU ju ß^rijluö auögebilbet, $autuö 
burd^ Oleperion an9 bem c^rijHid^en itUn auf bie früberc ßtx^aUtn'' 
beit mit @ott bie reale unb ant]^ro^)otogifd^e Seite alö 9Scrf5bnung 
mit ©Ott burc!^ ben (Slauben an feine in ßb'^ifiuö offenbarte SÖarm« 
bergigleit 5 er nod^ im Stampft wiber bie gngbergigCeit beß 3uben(^ri« 



a) r^vvaStov bfioXoyta. Oq^-oSo^og ofioXoyla Trjg nCaretos rijs xad-oX. 
xal anoax, ixxlrjaCag rrjs uvaTolixrjg [gx. u. lat.] ed. Normann, Lps. 695. 
[gt. tat. u. beutfd^] Hofnmnn^ Vrat. 751. — Libri symb. Ecc. orientalU ed. 
E' y. Kimme/, Jen. 843. 

b) it®ef(^.§. 376.384. Canones et decreta SS. Conciiii Trid. [Romae834.] 
Lps. 852. Catech. ex decretoConc. Trid. adParocbos scr. [ital.u. (at. Rom. 
566.] Lps. 853. —Stöbet, catec^. ®ef(b. b. php^. Ätrcbe. 3en. 753. 

a) «eben Sefu. §. 61 f. 



§. 32. ^atxmt 23 

ftmil^umö, 3ol^anne8 jfnfcit M Stamp^tß.^) 3n anbem 3)ftt!inalen 
ber at)oßoItf(^en JMrd^e tft bad Sl^rißent^um alS bie t^erl^etpne SSoU« 
mbung Del Subentl^umd aufgefaßt* J^itmaä^ unterfd^eibet ft(!^ eine 
iubeiK^rifttid^e/ )pautinx^^t unb jiol^anneifd^e Sel^rtDeife* 
IDogmen l^atte man nii^t au^er bem ®(auSen/ ba§ 3efud ber (Sl^rißud 
unb bon il^m bal «6etl ju ermatten fei. S)o(^ lag in ber 5!auffomieI 
ein J^etm jur ^udfd^eibung unb dufammenfafTung ber <@au:|}tftüde bei 
c^rifUici^en ©lautende 

I. lOogmafiK öes ^(Qf^ortcismus. 

§. 32. Sie ^lauaendle^te btt ftittiftwäitt. 

3)ie Jlird^e entn^idelte flc^ gur fatl^oßfd^en Jtird^e im ©lanben 
atteinfeligma^enb unb unfel^IBar gu fein, fo baß biefem oBjectiö auf« 
ge^ettten S^rtfientl^um bie fuSjectitoe Überzeugung immermel^r unter« 
kDorfen mürbe* 5Dal 3ubend^ri^entl^um tourbe gunad^ß bnrc^ bie Waä^t 
M grie(]^ifi^*rßmtf^en SSoIfögeijJeö aulgef(]^ieben, feierte aber feine 
3BiebergeBurt in ber Äir^enöerfaffung* 3m Streben, ben d^ri^lid^en 
®eifi erft gegen ^aretifd^e 9älf(!^ung/ bann gegen jebe ^ißbeutung* im 
2)ogma fefigufletten, tourbe im SD'^orgenfanbe bie jo^anneifd^e il^eo« 
logie, im ^Benblanbe bie :|}auHnifd^e %ntl^ro:|}o{ogie aulgebilbet. 2)ad 
^uf er^e ber einen 9lid^tung bejeid^net biealeranbrinifd^eSci^uIe 
ate bie SSerfBl^nung bei d^riji(i(i^en ©laubenö mit ber gried^ifd^en/ gu« 
n^^ ^)Iatonifd6en $^ifofo<)l^ie, »oburd^ bie 5lt(gemeinl^eit ber gStt« 
lid^en Offenbarung anerfannt unb bem Sl^rijientl^um bie ffiiffenfd^aft 
angeeignet tourbe, aber bei ber (Bereinigung ttjiberjhebenber Elemente 
in ber ©tettung M Siffenl gum ©tauben ttma^ UnöerfSl^nteö unb 
Un^eimlid^el Hieb/) ^aö außerjie ber onbem (Ridfetung 9lugufH? 
nud aldSegrunber bei bogmatifd^en (Su))ematura(ilmul burd^ @d^ei$ 
bung beffen, toal ber SKenfc^ burd^ fid^ felbfi unb ttjal er burd^ 6l^ri$ 
ftttl ift. S)al tiefe ©efül^l ber (Sfinbe unb SrlSfung ifl bie ffia^rl^eit, 
bie fd^auerlid^e ßonfequeng bie «^inbeutung auf bie Untüa^rl^eit biefcl 
©j^fieml.^) eine flegreid^e SRitte ^at nur eingetnel, ©emilbertel toon 
beiben (Seiten ^er angenommen. äBäl^rcnb fid^ ber Äird^englaube all 
6ffentlid^el fflefenntnig in ben 3 S^mbofen auöfprad^, ifl eö, M ber 
allgemeinen «ßingabe ber t^eotogifc^en SBortfui^rer an ben jebelmalis 
gen Jtamvf um bie bogmatifd^e ^eflfiellung einer eingelnen Seite bei 
(^ri^id^en SSetDu^tfeinl, nur gu anbeutenben 9$erfud^en einer f^ftema« 
tif(^en S)arflellung bei gefammten Sel^rbegriffl gefommen.*") (Sr^ na(!^ 

b) itdiefcb. §. 33. 36. 

a) Ä®ef(b* §. 85. ^ b) (S6. §. 105 ff. 

e) Origenes, negi aQXÖiv 1. IV. ed. Redepenning, Lps. 836. Sd^ni^et, 
Dtig. ft. b. etvmhUffttn b. ©laubenltDiff. äBiebet^erfteKunglt^erfud»* Stuttg. 
835. Gregon'ut Nystenut^ Aoyog xarrixijtixog b fifyag, ed. Krabinger^ 
MoDtc. 835. Auguttinutt Eocbiridioo ad Laoreotium. Gennadws Matsi- 
liensü, Lib. de dogmatibus eccl. ed. Elmenhorst, Hamb. 614. 4. 



24 @in(ettung. %f). II. ®ef({)i(^te ber iDogmatif. 

SSoQenbung M 2)egmfn!am^fed ^at So^anned S)amadc6nu9 
bad tei^e (Srbe ber J^ir^rnbater f^^ematifc^ jufammengfjleKt. '^) 3n 
ber r&mtfd^m J^itd^e Begnügte man fld^ bid in'd 1 1 * Sal^xf). mit <Ben: 
tenjenfammlungm aud brn SSqtern* 

1.33. ^eetioiafm. 
SBo^renb bie abenblanbif(^e J^itci^e unter bem $a^fit]^um fi^ $u glan« 
jenber ^u$er(i(^f eit luibSBerftl^atigfeit entfaltete, n^ar bie @(^ o laflif 
bad 9lefu(tat einer urfraftigen 93erflanbedentn)i(f(ung auf ber einen, 
einer unfel^Ibaren «fttr^enlel^re auf ber anbem @ette, il^r @treben, ba9 
®eg(aubte einjufel^n unb }U erh)eifen, fo ba§ fie auf i^rem auferflen 
$un!te nur Singefe^ened glauben n^oUte.') (Bit 1)at bie einjelnen 
3)ogmen f^arffinnig jergliebert unb in ein S^fiem gebraut. ^) 3l^re 
ffial^rl^eit ifl bie 2lner!ennung, ba§ jeber ®{auben«fa^ erfl bur(^ @ins 
fl(^t unb innere Segrunbung aö SBa^rl^eit erfannt toerbe, il^r SSerr 
bienfl bie f^jlematifc^e S)ur(^bilbung ber J^ircftenlel^re unb bie pl^ito^ 
^ep1)i\iit »etoegung be« ©ei^eö. 3l^re jufattige ©c^ranfe bie «ei^anb* 
tung ber reUgi&fen HBal^rl^eit na<!^ bloßen aSerftanbedfategorten arifto? 
telif^er ^iaUftif, ii)xt notl^toenbige ©(i^ranfe bie Unfel^tbarfeit ber 
J^irc^e felbfl. S>CLf)tx biefer ^od^jliegenbe (Seift, toeil il^m ber öoHe 
Srnji unb bie gfreil^eit be8 5)en!en8 öerfagt »ar, aömalig jur Äujl an 
©ubtititaten unb gum 9Biberf:i)ru(^e eined ^l^itofo^l^if(^en &t!ptici9: 
mu8 neben unbebingtem 2luctoritat8gIauben entartete, ol^ne Jtraft 
gegen bie fittU^e @ntartung ber Stixä^t* 

II. Sogmofift Des ]TroteftQntt8mu8. 
A. Utf^rfinglid^er ^roteflanti^mn^« 

SB» ®of , ®ef(ti. b. pxoU IDogm. fBxL 854 ff. 2 ©• — ©• 3. 5>Mand, 
®ef4. b. ))rote9.^^eo(.o.b. J^onforbienforntel b.SP^itteb.lS.S^^. ®ütt. 831. 

f. 34. ^e f ef onnotorifile Soomatil. 

Äutl^er ifl nid^t öon einem freifinnigen ober »iffenfd^aftlici^en ©tre* 
Ben ausgegangen, fonbern öon ber Stngfi tim9 frommen »öerjend, ba^ 
fl(^ unbefriedigt ful^Ite öon ber ffierf^eiligfeit, geärgert am Slblaß. 
3)a^er ber ®Iaube an bie freie ®nabe ®otM burc^ ß^rifluö feine 
®runble^re tourbe, »etd^e bie ffirbfunbe jur 3?orau6fe^ung, bie äSer^ 

dj^xSooig [hcd^iaig] axQißfig Trjg oQd-od, n£ar€(ug. St®t\6i* §. 114, k. 

a) Anseimus: Proxlog. e, 1: Neque eoim qnaero intelligere, ut credam, 
•ed eredo, ut inlelligam. Cur Deut homo? c. 25 : Volo me perducas illoc, 
ut ratiooabili necessitBte intelligam esse oportere illa omnia, quae oobis 
fides catbolica de Christo credere praecipit. — ®egen ffto^celin aU Sßoxf 
toutf: per iotellectuin ad fidem, $(balarb aU ^Jlriom: nihil credi potse^ 
nisi prias iotellectum. 

b) Ahaelardus, Introductio adTheol. Tbeol.chr. J(®ef(b* §• 212« Pelrut 
Lombardus, libri IV Seoteotiarom. Ä®ef(^. §. 210. Alexander Halesiut^ 
Summa aniv. Theol. Thomas Aqvina*^ Summa totius Theol. Joan. Duns 
Scotus, Quaestt. ia 1. IV Sentt. Jt®ef((. §. 269 f* 



§.34. mtlandfif^. (Satotn. §.35. ©erl^acb. glittet. (Salot). 2& 

fB^nung jum QitU ^at. (Sxfk bem fettibfeUgen %n\if)n bet Jtir(^e tvutbe 
baö SBort Oottcö in bev ^. @<l^rift entgegengepcUt. Stoar Bei Stoingll 
war ein frcifittnigeö (BtxfUn uiib ein entf^iebneö Sutudgcl^tt jur «&♦ 
©d^tift bad crflf : aBcr gerabe in ber vefonnirten JTirt^c flegte burd^ 
gafoin ber ^engfie ^ugufiinidmud , nur bur(^ ben ))rotejlantif^en 
©cgriff ber J^ir^e ermäßigt. 3)entt burt^ bie notl^gebrungene 8o0s 
rei§itng i>on ber unfel^(6aren Jtir(!^e fam ber$roteftant{dmuda(d 
bie anDre Snttt)idtung«form be« ßl^rijient^^umö jum fejlen fdt^if^n : 
baö g^rijientl^um ber 3nncr{it^!eit unb gfreil^eit. 2lBer biefeö ^xim\p 
toitttt nur a(d mächtiger ^rieB unb feine erfie bogmatif(^e @efla(iung 
galt für ben $roteftantiömu8 fettji. 2)er retigißfe g^arafter biefer ®e* 
^iltung ift bog tiefe ©efüW mtnWi^tx ^ünbl^oftigfeit, bie Stefig^ 
Ration auf fiä^ fetbfi/ bie ^eubigfeit eined neuen ^Bebend in Sl^ri^d 
unb ba* begeiferte Jtam^f gegen alie 9J{enf(]^enfa^ung. 3)ie lutl^eri* 
f^e J^ir (]^e öorl^errfd^enb im ©egenfa^e gegen fatl^olift^e SBerf^^eitig^ 
feit, bo(^ mit Slnerfennung einer gef(^i(]^t(i(]^en @ntkDi(f(ung/ bie re:: 
formirte Äirci^e öorl^errff^enb im ®egenfa|e fatl^olifc^er Sreatur* 
DergJtterung mit ber 2lbfi(^t unBebingter diüdttf)x gum Urd^riflen* 
t^um.*) 3»eIan(^tl^on'') unb Kalöin*^) :^Ben bie 5)ogmatif 
öiefeö ^rotepantiömu« gefd^riefcen, jeier mel^r in ber Unmittelbarfeit 
&eß retigi5fen a3ett)U§tfeinÖ/ bie fpätern Bearbeitungen bem Kafoini«« 
nud gugleic^ na^er unb ferner, biefer mc^r mit jhenger fotgerec!^» 
ttr gte^erion, beibe ftar, großartig unb begeiflert/ bie ®i)l^Pnblg5 
Eeiten ber ©d^otafli! finb öor bem Srnjic bcö gebcnö unb toor ber bibli* 
|(^en (Sinfatt ))erf^n?unben. 3)er ^ociniani^mud aU Sfreima(^ung 
rineö an f!(ft befd^ränften religiöfen SBettjußtfeinö »on einigen fiberber? 
Künftigen Dogmen in bunter SJ^ifci^ung M Slationalen unb ^u^er« 
laturalen toirfte nur alö »garefiö/) 

f. 35. fllt)irote9aittif4e Sogmatifet. 

S>a fl^ ein begeifierter ©taube in ben erften 2)enfmaten bed $ros 
tr^antidmud bargeflettt l^atte, bad 2)i)gmenf^^em fid^ in garten innem 
Btreitigfeiten fefiflelite unb jebe Slbn)ei(]^ung bebrol^t h)ar : fo tourbe 
Jiffe JOrt^oborie auf fat^olifc^e SBeife jlarr fefige^alten/ unb befon« 
ktg in ber (utl^erif(!^en J^ird^e bon einer Oleil^e eng aneinanbergef(^(of|:' 
Her iDogmatifer 2 Sal^r^unberte burd^ im einjelnen audgebUbet. %iB 

tt) J(©ef(^.§. 366. ^ant, 3)oamengef(b. §.92. b) Loci coromaoes rerom 
Aeol. s«a Hypotypose« tbeol. Wit. 521. !1. 8. rep. j4ugusti, Lps. 821. 3n 
K icd. ^t. 3* dcgänaungdbl. 829. N. 1 3. $lan jut Sludgabe nacb ben 3 ^wpU 
recmftonen))onl521, 1535, 1 543, nebft bet legten von !02el.fe(bflbeforgten: Lps. 
1559, oudgefül^vi im Corpus Keform.T.XXL ed. Bindsefl, 854. — 1 priDcipii 
lellt theolof^ia, di Ippofiio da Terra negra. Venet. o. 3. [1529 hii 54.] La 
tomme de H Tb^ol. oa lieux commuDs. Geoeve 531. [IDre^bner l^ibliotbef.] 

cj lostitatio religionjs ehr. Bas. 536. [wat^tfcbeinli^ fcangdfifc^ 1535.] Ar- 
SBDt. 539. Gen. 559. f. u. o. deo. ed. Thoiufik, Ber. 834 s. 2 P. d) Gate- 
ibismas Racov. 609. 12. F, Socini Opp. Irenop. 656. 2T. f. St^t^df. §• 364. 



26 (Sinteitung. Z\)AL (Sefc^ic^te bei iDogmatif. 

materialed $rinci|) galt bie 9tf^tfertigund aUein burd^ bm ®(autn 
an bie ©nabe ®otM in df^xi^o, att formaied $rind^ bie aUeinigi 
unBebingte ^uctoritat bet«&. ®(^rift. S^emni^ ^at nod^ in BiBüffl 
einfacher iDarflettung bed re(igi5fen SSemuf tfeind SJ^eland^t^ond Loci 
nad^ bem 9tiä^tma^t btr Goncotbienformel entn^idelt/ *) ©etl^atbii 
^olemif^er Wfl^t einen reiben bogmengefd^ii^ttic^en ^paxat gefan« 
melt/) t^ « tter bie @o^e ber ßoncorbienformet auf einfädle ÜBerfi(i* 
ttn ^tixaäiU *) S)ur(^ bie af abemifd^e Sll^atlgf eit an einem fe^ aBge« 
fd^Io^nen Stofe ent^anb eine neue, bo(^ nur formette ®c!^o(a{iif in 
analtjtif(i^et gorm, mit l^aarf^arfer 3«rft)altung ber 5)ogmen nac^ btt 
5Deflnittond« unb SaufalsaSet^obe* 6aIoD unbOuen^ebt fif^ai 
auf bem tC6^«tt^)unf te biefer Silbung»^) 3n ber reformirten Stixäit m 
l^oi fid^ gegen biefelbe fd^olaflifd^e gform*') bie gf5bera(met^obe 
unb tt)urbe aö JDarfteUung ber BiBIif(^en Stufenfolge ber ©nobenrelü 
gion aud^ in il^rer fpielenben Vudfu^rung unter £ut:^eranem nad^ge» 
al^mt. 3^re Srganjung bie 5fonomifd&e ÜWet^obe* 8) S)er ftci» 
finnige ©eifl 3»ingli* »ar öon ben ?lrminianern/ **) ber öerfS^- 
nenbe ®eiji STOelanc^tl^on« »on ttalirtuö*) unb ©arben^) öertr^ 
ten. Sine anbere com))aratibe unb bie allegorifd^e ^Rtiiitk 
waren fiud^tige SSerfuc^e^ iene f ur SBurbigung ber bäretifd^en ®egeiu 
fä^e, biefe jum erbaulid^en ©ebraud^e. *) 3)ie$ietijien mad^tenbie 

a) Loci theol. ed. Polyc, Leyser, Frcf. 591. 3 T. 4. cd. 5. Vit. 690.f. 

b) Loci theol. cum pro adstruenda veritate, tum pro destr. qooniinvii 
contradicentium falsitate. Jen. 610-25. 10 T. 4. den. ed. obss. adj. CotUi 
Tub. 762-81. 20 T. 4. lodices adj. //. Müller, 788 s. 2 T. 4. 

c) Comp. Locoram theol. ex Sc. S. et Libro Conc. coli, jussa et auclo- 
rivate Ghristiaoi II. Vit. 610. m 0* 

d) Ahr. Calovit Systema Locor. theol. e S. Sc. et antiqaitate, nee dm 
adversariommcoofessionedoctrinam, praxin et controversiarom fidei est 
vett. tam inpr. receotior. pertraetationem lucul. exhibeos. Vit. 655-"' 
12 T. 4. Quenstedt, Tbeol. didactico-polemica. Vit. 685. ed. 4. 715. 4T.f. 
(Som^enbien: Koenig, Tb. positiva. Rost. 664. ed. 11. 703. Baier, Comp. 
Tb. posit. Jen. 686. den. ed. Reusrh, Jen. 757. 

e) H. AUted, Theol. didactica exbibens locos comm. methodo sebolai* 
tica. Hanov. [618.] 627. Gisb, Foetius , Disputt. selectae. Traj. ad ^ 
648 SS. 5T. 4. ß Coceejus, Summa doctr. de foedere et testameotis Dei. 
L. B. 648. ed. 6. Frcf. 703. — fT. Jaeger, Comp. Tbeol. Stuttg. 702. 
ed. 5. 740. g) Melch. Leydeckert de oeconomia triom personaram ii 
negotio saiutis hum. I. VI. Traj. ad Rh. 682. 

h) Sim. Episnopii Institt. theol. 1. IV. [uMoHenbet. Opp. 650. 665. f. 
T.ll.] PhiLaLirnboreh, Tbeol. ehr. ad praxin, pietatem ac promot. pa^ 
ehr. unice directa. Amst. 686. 4. den. Bas. 735. f. — Liberii de S.Atnori 
[Clerici\ Epistolae tbeol. Irenop. 679. i) Bpitome Tbeol. Gosl. 619. 
lt. 0. den. c. declarat. Gerhardt Titii, Heimst. 661. ^©efd^. §« 400. 

k) Verae Tbeol. pacificae fondamenta s. Tbeol. comparativa. Lond.699^ 
ed. JVetstein, Amst. 708. Comparative Tbeology, or the true and soll' 
f^rounds of pure and peaceable Tbeol. Bristol 756. 12. — Chladeniuh 
Examen Tb. pacif. Vit. 712. 4. L, Reinhard, Principia Tb' comp, adpli' 
catae. Lips. 751.4. l) G.Ch, Hotmann, Theo), comparativa. Ril. 732.4^ 



§*35. ^oUa). §.36. (Snttt>ide(ung b« ^roteflantidmud. 27 

ro!tif(i^e Seite beö ^ote|tanti6mu0 mit l^eftiger Snnigfeit geltenb, 
ig{t(i$ im itbtn, glei^gfiltig gegen bogmatifc^^e (Suitilitat.'") Qvoax 
iifnrli(^ ubertounben, tvirften bo(^ biefe SSe^eBungen aufbiel^err« 
^be lutl^erifd^e S)ogmatif, fo bo§ bie f(^otafHf(^e gform ermutigt 
nb Da« teligiöfe »ebürfnij auf )ßo)(>nlax ^Jtaftifc^e ffieife 6erurffl(^ttgt 
»urbe. »gollag") bejcic^net ben 2lnfang , a3ubbeu«°) bie S)ur($» 
äbung biefed (linfluffed. 

B. Stttioitfelttttg i)e^ $rote|tatttt^mtt^. 

§.36. ftierlli^t. 
Ttanitiui, bie ®€fialt b. 3)o9m. in b. lut^. St. feit aRoru«. SBttt. 806. 
)jf<iinier, beurt^. JDotil. b. bogm. @pftetne in b. i)rot* Ä. [SWemor. IB. I. 
5t. 2.1 B. ^ettmann; ®efc(f. b. pwt JDogm. Spj. 842. — Jl. ^ofe, b. 
ytoim. b. ^rote^ant. £)>). 855. 2 9(. i93rg. St®t^iif. §. 433. 441. 

aRit bem fiegenben ®eifle bed 18. 3(if)xff. tarn bie anbre Seite bed 
hotejiantidmud ;u i^rem Siechte aU $rote{tation gegen alie SRenfd^en« 
ft^uttg/ unb fonnte erfi jur Stulpe fommen in ber g&tt(i^en SRenfd^en^ 
ojuttg M freien jld^ tt)if[enben ©eijle«. JDie freiwerbenbe QSemunft 
nH)6tte jlc^ gegen bie S9el^am)tung il^ter natürlici^en fflerfiniterung 
mb Unfreiheit, bie Sc^riftforf^ung felBfl gaB Stu^ni^ gegen bie Ses 
lau^tung eined g5ttli(!^ Beglaubigten S(^riftbu(!^{ta6en«. 2)iefer @es 
|mfa( auf erte ft^ anfangt feinbfe(ig gegen bad (Sl^riflentl^um : aber 
|tttta(^fl bur^ ben religi5fen (grnji beutf(^cr Siffenfc^aft Begann feit 
w SRittc beö Sal^rl^unbertö eine ?tulglei(]^ung ber SJernunft, ober 
»aö bafür galt, mit ber Seigre 3efu burd^ eine öerfuci^te {Reform M 
BlauBen«, an beren ^pil^e fl(^ ©emier fielite, fottjcit fie mit froms 
um 3ugcnberinnerungen öereinBar unb burd^ vorurtl^eilöfreie ©ele^r« 
jimffit mögü^ ttjar.*) SRan fani^fte anfangt gegen einzelne, mel^r 
iKbif(^e ate c^rifllu^e IDogmen , jeigte ba« menf^U^e «^eranmad^fen 
Hi für gBttli^ äuögcgeBenen unb erließ ben QtDie\)ßaU ber J^ir^en* 
%f mit ber (St^riftle^^re. a»it biefer felBfl fu^te man fic^ audjuglei* 
^bur(^ funftU^e ßxegefe, aBunbererflorung, Slccommobationö* unb 
|frf«tiBiIitat6^3:^eorie, BU aamallg bie Jl^eotogie Har unb offen ge« 
wg tourbe, um eö auöiuf^)re<l^en, baf bie 5}emunft in Sachen be« 
»ßgißfcn ©lauBen« aHein gu entfci^eiben, aber l^inreic^enben ®runb 
>ftbe, ^ mit einem tjemünftig aufgefaßten K^rifientl^um gu Befreun« 
^. Olai^bem l^ierburc^ bie JTirc^e aW äuflertid^e SKad^t Befeitigt unb 

Donni^ioer, "Odoaotpta ehr, [Argent. 649. 666.] Lips. 713. iti; S)> en er, 
n. 9lauBen0l. ffrff. 688. 4. u. o* Breithaupt, Institt. theol. de credendis 
Btageodis. Hai. [695.] 716-32. 3 T. 4. J, Lange, Oeconomia salatis. Hai. 
[^28.] 730. Jt®ef(^*§.401. n) Examen theol. acroam. universam Theol. 
tketico-polemicam complectens. Holm, et Lps. 707. 4. u. o* den. ed. ani- 
■•dw. aoxit Rom, Teiler, Holm, et L. [750.] 763. 4. 

oj iDstitutiones Theol. dogm. Prcf. et Lps. 724. ed. 3. 741. 4. 

*) lostitt. ad doctrioam ehr. liberaliter disceodam. Hai. 774. iBerfo(( 
«Hier fteiern t^eoU Se^tort. ^ol. 777. 



^j 



28 Sinleitung. Z^. II. ®ef(^i(^te Ux !£)ogmaHf. 

bie 9ef(4i(^tU(^e 6igent:^um(t(^feit M ß^ti^entl^umd ))mt>ifc^t tt^rd 
er^anb im 19. Saf^xt)*, uo<^ mitten unter ben SRfgationen unb t^ 
au^erßen Steigerung , in bet 9Biffenf(^aft unb im SiolWthtn gugM) 
ein @eifl, ber flc^ al^nungdboH )u ben ®efu^(en unb S)enfmaten M 
J^ird^e ;unt(hDanbte/ o^ne bix^ bie errungene gfreil^eit unb 6infi(^ 
aufgeben )u !&nnen. ^(0 fein 3bea( erfd^ien inmitten bie(fa<!^er UBfi< 
treiBung unb SSerf ümmerung bie re(igi&fe SelB^anbigfeit, feftgegtiiM 
bet im ürd^Ud^en ®emeingeifie, fonad^ eine 93ermitte(ung )>on $otnu 
}en, »el^e, toit fle nad^ einanber gel^errf<!^t f)aUn, il^ren Jtam^f auif 
unter einanber ooQ{ianbig burd^fu'^ren muffen* 

2)ie $(i(ofo^^ie aU bie »tffenfd^aftli(^e ajemunft ^atie in M 
carteflanifd^en »ie in ber leifcni^- woipfd^en ©d^ule neBen Heinen dmoi^ 
dpationdberfuc^en nur bad ©efd^aft äBernommen, bie Jtird^enfe^re ^ 
erweifen,*) ba^er auf biefem ©tanb^unfte felBft no(^ eineStuÄgleid^uid 
mit bem ^ietidmu« mog(i(^ n^ar )^) aBer burd^ ^uffteUung einer ni 
tur(i(^en ^^ologie »urbe bie (Se(B^anbig!eit ber aSernunftretigion on^ 
gebeutet/) Oegen bergleid^en Setoeiöfü^rung unb gegen eine ^cpm 
Ian)^i(ofo^(ie, »eld^e bie ^ugenb att ein aRittel jur ©lucffeUgfrit 
^rie«,*) geigte Äant burd^ eine Äriti! be« menft^Kc^en ®eifle« tiii 
Unm5gKd^feit einer S)emonjiration für baö ÜBerflnnlic^e , folgetti 
baraud bie Unm5g(id^!eit eined Siffend bon bemfelBen unb fanb bal 
attein Setviffe in ber Unbebingtl^eit bed Sittengefe^ed/ aud tvtlä^m « 
ein getoiffe« »eburfhi§ beö religiöfen ©lauBen« aBleitete , mit W 
$fitd^t, fid^ bem (S^riflentl^um a(d ber einma( borl^anbenen ®($u^ 
fitttid^er aSofföBilbung anjuf^üejen, inbem er bie 5)ogmen att » 
gorien für flttlid^e »egiel^ungen beutete/) ©eine religiftfe ^affxfftit'^ 
ber fittli(^e Srnft, aBer bad S^riftent^um koar il^m tttoa^ dufattigt^/ 
bie g^eligion tin (Wot^Be^elf unb eine unBefannte ÜWac^t* SacoM 

a) St(&e^6i, §. 402« S. van Till, Tbeol. olriusque Comp. L. ß. 704. - 
Carpov , Tbeol. rev. dogm. metbodo scientifica adoro. Lps. 737-65. 4T. 
Reuseh ^ lotrod. io Tbeol. revel. Jeo. 744. Cans^ Comp. Tbeol. porioriSi 
in qao jasrU defioo. veritates tbeol. determioanlar, determinatae ex ori^ 
cnlis deraonsfrantur. [Tub.742.] Frcf. et L.756. Dan. Wyttenback,1ti^' 
tameo Tbeol. dogm. [Bero. 741 s.] Frcf. 747 ss. 3 T. 

6; ®. 3. ^a um garten t\>. ^(aubrnaU l^t^g» t>. 6emler, ^a(. 759 f. 
3 iB. 4« c) Ch. IVolJ^ Tbeol. aatoralit melb. scieDtifica pertract. U^ 
736. 2 T. 4. d) ®. <S. ©tetnbott, €i?flem b. reinen $^tt. o. 9m 
faigfeitelel^re be« ß^riftent^. Sön. [778. 80« 86.] 794. 

e; Ä@cf«.§.436,fl. Xieftcunf, lÄel. b.SWünbigen. ©rl.800. 2©« Öf<^ 
(5^. aW ü 1 1 e r, 3»ei «üt^ft t). ffia^rcn u. ©ewiffe n. 8ba* 822.— 8 1 fij g e, 5)ctf . 
b* öinfTuffe« b. Äant. $^U. auf aHeStoeige b. tfteol. ^ann. 796-8. 2 8. @tÄ«»^ 
Ifn, ü.b.aBert^b.Wt^^^iLtn mor. u. tel. ^infl^t. [3nf.»efttr.».III-V.J 
f) J.F,Flatt, Obss. ad comparaodam Kant. disc. cum ehr. doelr. Tod^ 
792. [Opp. ed. Süsktnd, Tab. 826. Np. 7] Storr, Anoott. tbeol. ad phil- 
Kaotii doclp. Tob. 793. fibtf.tt.»erm. %üh. 794. (5 (lernt an«, t^*^^*"* 
IB. III. ®t. 3*©. IV. VI. @t. 2. 



§.38. ffiegfi^eiCet. §.39. ©iivernatmalifieit. 29 

Att büftlbt unmitttI6art ®tmif)tit, teu im ©itttngfftgf , In im 
luHa^tn itS iflfgi^fen ©(ifltS na^. Qlbtr er flaute lint iBi&txtiitt, 
liffciÜH ^^Uofop^tt aie ben SStg jum «St^ciSmue unb blith unfkr 

1. 38. 3>i( Sggnatu bei gmititinitai Katictialilwil. 
3)er 9lationa[iemuS ^at fl(^ nai^ Eurjn: ^ingtbung an bit Itttis 
V Staute junä^fl 6t|^aI6 »on i^r loBgefagt, totW bit ganjt p^iloji 
i)))^if(^( aSilbung M 19. 3a'^r^. übet Aant ^inauägtfi^tittm ju fdn 
(^auptttt. (Sx ^at aber uon Äant Den ftUlE^tn @rnfl, »on ^acobi 
aS SStitTciun auf bic Studffjirüi^t bcfiitUsi&fniStiß'B mitgtnDmmcn, 

M6 19. 

»n bni 

ntt inib 
)®tiiu 
>it fu6< 
tct unb 
b dnm 
rOttln 

tdigion 
if unb 
fltfhlflc 

; 8e6il< 

mng ju flebtn.") 

{. SB. Sit Sfgnnlll bcf mabmitii envnnatniiilinitn«. 
3)ie an btr Eir<$(K^tn Ü6ci:li(fcirung feftju^altm fui^tm, nurbm 
KnnD^ von ber aUgeinttnni SStwcgung trgtifftn, fo baß fte baS ma> 

gl Ä«tf(6. g. 436, b. 

uj ecAtTQiann.-Coiap.Th. cbr. tbeor.bibl. bist. Alton. [791.1 792. 49. 
[.b.ftft.6lub.b.<6c.®loiibraa[.ait.S01-3.4Ja. ffl.«.S;eIUt,«tl.li.«i)n. 
bimmimi. 9rl.79^- H.P. C//en&e,LineaniealalDiiitt. Bdeichr.hUtorico- 
triiicar. Belnst. [793.] 795. ßfegseheider, lostiU.Theol. ehr. daga. Addil« 
HmatDm bistoria et censDra. Hai. [815. 17. 19. 24. 25. 29. 33-] S44. 

tfSattmflaittnigcufini, SBegf*. u. f. 3(it. [DupofitioiKftSt. S17. 
6.1.^.1.) SaitoTiu«, ii.nnaiff(nf<^afll.u.»(maiittr4.b.«atfDii.u.9lD= 
Miiitn.4citlb.S25. € ( ti g t T,.(t[itirb.iRaKon. in S(gf4. Slcgm. 9tl.S30.— 
6a[(, t^tDl.SIteitf^it. et>).4.1.S34. 4.3. St.2. 837. h.G.KitnUn,\ea 
rrincipes fondaaiealaux da »ysl. raliOD. profeiae par Roebr at Wcpch. 
hnak. 840. 



30 Sitilcituitg. %it. U. ®tf4i4tt Ut X}osmatif. 

ttrialt tUrinct)] btl alten Xrott^ntUmnt auf VTottftotitif^nSfWifiti 
^aftigfcit )fxHt^ahtti, ahn mSglti^ft ftfl^alttnb am fortnaltn $Ttnd| 
in bn g&itlii^ obtt mntfc^tit^ btglaubigttn ^. ©i^rift tinr übtmatBD 
lUf)t Offcnfraning fanbtn, auf tctlt^tr all jum 3:^cil üiti, ntc^i ji^ 
gm b» ^nnunfl ifyci 3>ogniatit tntnidtlt »urtie, jt nac^ i^mr 1^ 
grft unb Slriflung mt^t btm 9llun ein 9ltatn gugnuaiibt. •) 3ini 
ffla^i^t i9, la§ fie, abgfft^n von einigen aRigvtrßänbnifTfn u^ 
ttaai Bui^<I^Aitutig , bm Untnrf^itb brr ®^Tift> unb Jtict^nlctiü 
im fininbtif^jttn ®tnnt bait^umb, burc^ baS 3uni(fgc(n jum tiu 
fiprünglit^n OueUe ba£ S^riflcnt^utn in (ttner (tflortfi^cn £8ctitutui|| 
fcft^itltm unb roibei bit fhinnifi^c Sncrgung dnm gcmcgncn, ^alM 
tinvn^nbfnfn @tgnifaS bilbfttn. Qlbnr i^i( 9te[igionS))6iiDfop^tt in 
fc^iänlte (ü^ auf bm btbmfli^eniSnDtiä ein« Offt nbarung, bie ni^ 
jutn ■^ilt dlot^ttimbigrt ju olfenbaira ^at. iffit rdigiSf« SSegtüntun^ 
bccIDosnini auf bic tHat^utifung if)xti coIHmäfigm ®tiiaaäii. 9<r 
bitfmi «Slanbpunftt toat ni^t nnsufc^n, icanim atlrl Q^tifientbuii 
in bn ■&. @d|Ttft ^efd^loffm unb nit^t« alä unfc^lban üBa^t^cti iii 
i^r mt^altfn fti« nnin a6fr ni(^t, ivoburt^ bit SSrenunft bmiiii$ 
ftt, fii% b«i mmfc^Iit^m Qludltgung einer nitnf^Iii^ Dtrfagten S^nÜj 
unbebingt ju untmorefm.'') 

f. 40. «ml 
Sa biefer StationaliSmuA unb € 
in i^in nin vnftänbistn SBeife beb 
f<4tm, bun^ weisen fit^ btr $iotef 
gtf))altra ^atle, fonnten SSecfui^e, t 
fejim [§. 21]. Sie jinb wenig« jii ' 
tDorbm, ate baß einige iDogmatifet 
Serft •&inneigungä= unb Üb«gan 
unb^mmon Ratten baä hitifi^€ 

a) J.D. Michaeln, Comp. Tbeal. do^B. Gott. TGÖ. 2. umg. 9 : Süful 
tit. 9M. ;S4. Boedtrltin, Inatitl. Theolagi ehr. in capp. rel. tbeor. BOilrM 
tempp. »ccomn. Narimb. et Alt. 780 ». ed. 6. cor. Junge, ib. [793.] 79;^ 
Jforuf, Bpil.Tbeol.ehr. Lps.TS9. cd.4. T99.cd.5.Giiin/. G.C.HoeffitA^ 
IntTod. Lps. S31- SloTV, Daclrime cbr. pars theor. e S. LiterU repeiiUj 
Slattg. T93. ed, emaod.SOT. ü6(f. m. flWintt, »Din.a. b.ifflerf.eianrnSitnJ 
B. a. e^.SliU, Sluttfl. S03. 2!S. 2. a. I.». 813.£l{<ln«a[Ii,SoM 
ü. b. Xiogm. m. lit. 3ur.6tSS>^-®"8n< ®uIj6.SOI. 2.u.3.91.D.iBetMiHM 
Sil. 4.u.5.St. Dulit. Su^. u.ediott, BIB. S24. S. «. ® «ivar), @TpUi 
b. fii^l. pret. !D«ein. $blb. 2. 9. 816. [1. H : SciBpriphia doKmaiic« ctr, 
SOS.] JCnapO, £Getltf. ä. b. iS)x. ®lavitntL n. b. Sc^rbegt. b. ».A.^rtj.i. 
X^ilD, $al. [827.1 S3S. 2 !B. «. 4 a ^ n, ES. b. (br. tSlauttnd. epj. S2S, 1. 
oetb.a. 857 f. 2 S. 3- Stenbtl, @[auben«I. b.ee.DiDt.Jt. nad) ibm giM 
gesninbung.mitgiüdflibta. b. Sebüifni^ b. Seil. 3:nb. 834. Säumet, M 
6)1. S)ogin. D. Slaubentnif. S4U-3. 2 $. — Chmeviere, Dogniatiqae cbri< 
tienne. Gen. S40. 
b) ®tt:aitß,6eibflläitr<4iuiS(nb.)i(iftinb.€nt>eni.[®t((itf4r<S37,4.1> 



§.40. Sbrnnsti. Sntft^ntit)». §.41. ©^emng. ^e^ti. 31 

K19 bic !)J^i[Dfo)>^ie ttbtx Stant (inauSfi^itt, flütttn fit fi^ mt^z 
luf bt€ gcoftnbaTtc St^it btr t^. @(^nfl, bn (Sxftt mit ^aI6rr fBrr: 
«rfung \tintB äaamt^lauitni, bnr ^nk» mtt einer glänjmbtn Sit: 
Ktgcburt btffclfitn in bn ^bfic^t, baS (S^rifttnt^um tutä} ^u0f(^i< 
lung fttnir tfibtfc^tn, (tibnift^rn unb nur buiii btn ®tgtnfa|i tnt: 
lanbtitn 3ufä|' jur frtitn SBtItnIigion fortjubilbm.*) Si^ott ^ai 
luf btrSrunblagt btß ■§iinmelrri{^a tintn fo milbtn ©upernaturatlei 
jmS aufgtfitUt, bag a btm StationaliSmuS CßmnittiungiSDrf^iägt 
Katzen fonntt.'') fflrttff^tttiber i)atU gleich anfanflS nöt^fi btr 
Entft^tibuns bun$ bit Sc^riftCt^re auf btt Sußimntung btr SStmunft 
linigeB ©ntiic^t gtltgt. Slai^malä tft tt bun^ bcn ©tgtufafF änti 
trtngcm SufnmatuiaCtemuS jur ^nfii^t uon btr Offtnbarung alt 
rintr Hrjit^tiin btr SSeinunft unb jum ,$rinct)i btr SSüfiraft^aftlt^s 
Itit' gtlangt. ') ^hn btr®tgtn)at) US JKationdliämuS unb ®u|)tma: 
hitalUmuä t(l fo icenig aufge^Ditn iDorbtn, bog Sljf^iiittr, naä)= 
ttm tintr btr fiebcuttnbfiHt aStrmittlunaäwrfut^t »on i^m ftl6ft auflf 
gtgangm mar, bocft ^if btiben ©^(leme mit ^aiftr UnfiaTttitii^itit a\8 
iS ^rottjlantiemud 



:ttr(ffen cntftanbtn 

tiit^t vio)>^etif(^, 

bi( SBoÜtnbung btfl 

in btK (Irt^Iii^tn 

Cant bit SlDt^mtns 

i(^tn ffrti^tlt bat; 

tnig, voHÜtt uon 

ung auSgtfprot^n 

^tin unb ©(Rotten 

bit Statut i^ i als abfolutt 3nbtffttenj , bit buri% bit 6cibtn dntwicti 

lunaSrti^en btr 91atur unb btfl ©eiftri jur ftlbflbemugttn 3btntit5t 

lüinrnt, unb als abfoluter SStgriff, btr in bem ®ctn fi^ nur alt bad 

9nbt( ftt)tj in mtlc^tm ti fiiSf ftCbfl »tig. anfange fanb ^l^tt im 

Inntif^tn Sott nur tint moraßfAt Sßtttorbnung , bann mt^r auf 

rigntm StanbpunElt tin ftiigte St6tn in btr litficuoUtn ■Eingabe an 



aj eiinblin, ©egm. u. ■Doflinfnatf*. ®«t. [800. 801. 809.] 822. ß^. 
e. V. amm an : «Bntn. t. Inijf. ptaU. ^toU n. iSiunbf. i. Si^t. u. t. (S^rißtntg. 
»jJIt. 797. Sumiba Tbeol. cbr. [Goit. 803. Er). 808. Lps. 816.] 830. ©it 
8ii[lti!biing b.6^rif)tnt^. ). 9)eitirtligiDn. Spf. [S33 ff. 3 S.] 836-40. 4 !B. 

1} Epitome Theol. ehr. dogm. Lpa. [811.] 822. iStg. §. 21, h. 

e) ^S. i. 3>i)gm. b. ». lut^. S. Spj. [814 ff. 832. S38.J S3S. 2 9. ®|)> 
im. Ontnidluna oait in b. iÜDani. Bort. iStgn. ipt. [Sii4. 819.] 825. S>it 
nl. «[aubnifl. naä) tßft. n. Ofcnb. .^at. [843. 44.] 846. 

d) 9)«il(<f. ü. b. 4t. iSlaubcnel. ^1:09. ». «aft, !)>). 829. Sig. |. 21,/. 



32 (üttleitintg. Z\). IL ©efc^icdte bei Dogtnatif. 

ben ^Utgeifi/ na^ feinet SReinutid auf io^anneif(^e Seife/) <S(^e(s 
(ing ht feiner mittlem $eriobe beutete bie «^au^tbogmen bed grie(^i$ 
fd^en unb r6mif(^en Sthi^Qianhm^ al9 bie ®runb}uge ber SBeltent« 
n>icf(ung unb hiermit aU bie ©runbgebanfen bed ofenbat gen^otbenen 
^htÜi^ @eI6flben)uf|tfeind) in feinet testen $^afe lief er mit l^areti« 
f(^ Ott^obotie gottartige $otenjen bur^ ben 9Be(tprocef| ft(^ burc^- 
arSaten ju ^erfonen ber ^rinität.*») »gegel erflarte bie OteUgton aU 
ba6 fi^ gegenfianbli^ Serben bed unenblid^en ®eifled im enbli(^m 
9ei^/ bie 93o(!dreIigionen att bie notl^menbigen SJ^omente bed ^ 
entfaltenben ^egrip ber 9leIigion, bad S^rifientl^um aU bie abfolute 
Steligion/ in totld^tx ©Ott Dottfommen offenbar gen>orben ifl) bo(^ in 
ber öleligion bie ffial^rl^eit nur in ber niebern Sonn beö aSorpetten«, 
in ber ^i^ilof o^l^ie ald dBal^rl^eit« 9(u(^ er l^at in ben tixd^üä^tn ^avipu 
bogmen na^ :prote^antifi^er %uffaf[ung bie ®runbgebanfen ber ab- 
foluten 9teIigion anerfannt, benn ber ^(itofopl^ie fei je^t n^efentlü^/ 
ort^obor ju fein* %itx er l^at bie altteßamentlid^e 9le(igion auf eine 
@ntn>i(nungdflufe no(!^ unter ben rSmtf^en ®5tterbten{l gefleQt unb 
jene 5Dogmen ©innbilber ber SBal^rl^eit, nai'ot 9luöbru(fön?eifen gts 
nannt, *=) »a^renb 3J2ar^einefe in einem fünft« unb geiflrei(^tn 
(S^flem auf ben ©runblagen ber l^egelf(%en $l^itofop^ie anä:) bie \uh 
tilen Seflimmungcn ber ßoncorbienformef ju oert^eibigcn fi^icn.'') 
2)aub l^at bie 3bec einer 3)ogmati! a(ö einer ^j^ilofoipl^if^cn, bo(^ 
»on jeber fpeculatixjen ^ß^ilofo^jl^ie una^ängigen unb auf il^ren eigene 
tl^umlic^en l^ijiorifd^en@toff l^ingenjieönen S3iffenf(i^aft aufgcjlent, für 
»eld^e bie 3)ogmcn notl^ujenbige @innbilber ber mcnfi^Ud^en (Srfennts 
nif M ® Jtt{i(^en fein 5 aber bie 5luÖfül^rung rul^t auf fd^eKingfc^en, 
nac^l^er l^egelf(^en $^ilofop^emen» ") 5Dagegen (Strauß , ben 3^^^' 
f^alt beö ä^xifiliä)tn ©laubenö unb M :p^i(ofo^l^if(!^en Siffenö noi^- 
ttjeifenb, bie anbre SBenbung ber l^egelfc^cn $^ifofoi)l^ie öertritt, unl) 
bie feit ben (Sodniancrn gegen ben J^irt^englauben öorgebra(!^ten Sin« 
tourfe gufammenfaffenb bie not^toenbige^tuflöfung ber 6ifil&erigen(]^np' 
Hd^en Slnfi^auungöttjeife ^jerfünbetc, mit Slncrfennung il^rer einfteialü 
gen ^lotl^ttjenbigfeit unb il^reö öoKömaf igen aScburfniffcö, fo baß naii 
biefem »ganblungöabfd^luffe fortan eine J^fuft fei itvi\ä)en ben ä^xißi^ 

a) Jt®ef($. §. 436, c. b) (§6* §. 442, a, i. 

c) ob. §. 442, 6. — 3. SRuft, sp^iU u. ^ftrifietit^. 0* ®L u.gBiffen. SKarai^. 
[8250 833. 3. ö. örbmann, ü* ®r. u* Söiffen. ©tU 837. 

d) JDie ©ninble^ren b. c^r. iDoöm» aU ©iffeiifc^. S3cL [8J19J 827* @J?|lm 
b. ^v. 5Dogm. ^r^g. )). SPlatt^ted u. 93atfe, ScL 847. 

e; Tbeologumena. Heidib. 806. ^inL in b. d^r« ^ogm. [®tubien. ^. V. 
809.] 66.810. 3)ie bogm. 2:§eot. jefeiger Seit 0. b. (SeJbjlfuc^t in b. Siffenf4 
b. ®(. Wo. 833. ^rolegomena j* jfeogm. ©rl. 839* <S^^em b. d&r. 3)oflm. 
«rl. 841-4. 22:. g5rg. @troug in b. ^aH. Sa^rbüc^ecn. 839. N. 39ff» 
^♦Stofenfranj, (Brinn* an JDaub. S3tl. 837. SB. ^errmann, b. f))ecttl 
Sl^eoU in \%xtx @ntti)i(f(. burdd $aub. ^amb. 847. 



§.41. ©Kauf. §.42. ©(feleietmat^er. Imefioi. «ipft^. 33 

@(au6tn))tn uiil> btn p^ilofoii'^lfi^ SBifftntoni.'^) Stirft ^^io^cvl}» »an 
g£lttrt $h)ac »cnigct btn 3l?enf(^cn, als bag fit i^n bei ®oUl}tit aufi 
opfert, a(nr ein ®i>tt, befftn Sßfit nut tin not^iDttibigtr fSntnidlun^it 
ipioctf ite gBttlii^tn ©fifepfeemuftffinS ifl, ober btt ftt^ nut bm!t, 
tnbtm rr son bm ©läubigtn getagt inivb, i|l boi^ ni^t btt ^'i^eu, 
fonbrrn bu niibt» SSoifteUung gtstnüixi btm (^rifllii^en ©laubrn an 
tiiKii t»tg »oUtnbctm ®Dtt mit ftinim tDtrbtnbfn ©DttfSrtii^e. @tnt 
ÜtnSttgung bei Etio^mtn im @t(|tnfaf)t t^riS gef^ii^tlit^ nat^lDriS^arm 
SinntB ifi tDrbtt treu iio^ ftr^tid^, unb barin ift btr cfne ©tgtnfat) 
von ®trau$ mt^r im Sinne btr Airi^e. !Ctnnoi$ ig bur^ ienc ^f 
^c6ungm bit EReligion alt bit SBIüt^e oUeS SebtnS anerfannt, bat 
Qi^riptnt^um alS btr ^(nbipunft tintr gättlit^tn fSSeltgtfc^ii^tf gt> 
ttürbigt unb auf eine tiefer» SBrteWung bet Skd)talt1)xt, aW b« neum 
Suffläntng gcftet, ^ingttDtefen norbfn.^) 

I. U. »i(3oBnatU»ttnUtiüfn0(fllWt. 
^urc^ Qlnerftnnung bts @efü^U atl eine« CxatüB btc iRtligion 
fi^im eine SBetfS^nung btr freien äßiffenfiftaft mit bin '@au)]lfüt(m 
bte Airt^englaubenS als ^arßeUnngen religi&fer ®efü^Ie m&g(i(^. 
S)t aOtttt fu^te, angeft^Iofftn an bit fritftfi^e ^i^tlofotJ^it, {unä(^ 
ben QJtr^anb mit bem ©efü^Ie ju uttf^^ntn, tnbem itbtr geizigen 
Jtroft i^r eigenttümlii^eS SReii^ gtfii^trt unb bit 3)tefitrien btt Äirdöc 
als öfi^ttift^e ©innbilbtr rttigtifet 3been unb üt^nungen anerlannt 
nürben.') im Stanbpunft JtanlS i^ ^lerburi^ übeifu^ritten unb hat 
Ülti^t bet freifien AtitiE neben btr 3nnig{eit bed religi&fen Seltne go 
ma^it. «HÜein ba« religißfe ©efü^l ifl nic^t glti^ btm aft^etifc^en ®ts 
fü^It, — bo^tt fit^ 3)e ©Jette auc^ julegt in feiner apotogetifi^sitemi 
fc^tn ®Iaubenett^rt btm Stanbpunfte ©t^teierm altera juneigtt,'') — 
bte 3Biffenfi:!^aft nitb nie aufgeben jum UnauSfprtt^Ui^tn ben SJei 
griff, jum SOerfcftitbentn bie öiin^eit ju fut^en, unb bet ttgentdümlli^t 

ß Bit ibr. ®(«u6enel, in iSrei fltf*. entwitfl. u. im Xompfe mit b. mobtt» 
wa «iiTenf*. Süb. 84ü. 2 0. — Ä. $. gif* et/ b. fwec. 3)0001. o.6traB|. 
S41. 2 4. 6, 3, DliSf*, tljecl. Seontn). b. p^il. »09111. D. ©tTjSfut. «. 
Jhü. S42. ^.1. 3. 843.*. 1 f.] Ä. a. Äa6ni*, t. mobttnt SSiff. b. D. 
SImuS u. b. ®I. unfrtr Ä. iBiI. 842. SSofenfianj, Äritit k. 5?tincil;ien b. 
Sttoug. @l9ubni«l. fipj. 844. 

«; « trE a *, 6at b.p^il. Stcüglon«!. bin« i>. @<b((l. ¥P. geloonneii? ISitt. 
SOS. e n « ti nb, Prüfung b. Sitiea. ie^te e. @oll. Xib. 812. J. A /TmuM, an 
pbiloBopbi, qai Daum extramnodanBin negaot, cum doct. ehr. consaDtiaatT 
Regiom. 812. — ©enal", Ärlti! b.ftee- S*«ff- l'-ß(l"fl"''^- 
f. t. tat^. Iietttf*!. 833.6. 244 ff.] «ft^enmalier, b. *(fl. 
unaUm-b. *t. Sprint. SÜ6.834. Baurngarlen-Crutiut, ie ph i 

ms in retbeul. [Opascc. tb. Jen.SSfi. N. 1. äbnacbtllunB tic«¥ I 

<!i.K.X(ilo, b. »!fftnf«aftn*e. b. mobinten OieniE.XM- «bj 

flJS». b. 4r.!Doain. inf^rerbifi.antB). l.S: «ibl.iDoflm. 
■nü*. Sri. [813. 818.1831. 2.51: iDoani.b.lwiit-*-"'*-Pt»*- ' 

Soomatatrn beiber fficnftff. SBrl. [816. 821.] 840. ajrB.Įef4 

b) S)al aSeftn b. «r. 91. vom €laiibb. b. «1. fSaf. S46. 
IDtgmttü, S.Safl. 3 



34 «linUftung. Ztf. U. @efdii(^te brr Dogmalif. 

et^att bei (^rifidf^n ©oamtn I6fl fl* nffftt toHfiflnbig ouf in bi( 
oUflfDKinm rdlglBftn ©ffö^Ie. iSdiUitTmaäiti ftafotniiti^iUifitn 
®lauStn aut itm üirlndp lintS atifolutm Sfc^Sngigfcftflgtfü&Iä rnt: 
lolrffU in frtifr iRt(ltili>n ü6tr bl( ^1)at^aä)tn Iti oom (SnnetnadPf 
b« eoanQtUfittn Xirift rrfüIJCfn vengtiftn.Stmfitße.') 9luf bnnfrf« 
6ra @runb<, bo(^ o^nt bcn t>^ilofov^tfc6fn -^intcrgrunb unb nä ^r am 
fltf(^loffnt an bo« ■©iflortfi^», wrfinfitdi Srntflf n'') unb9li|f4') 
tlm w(ifli5f( Slrifttftttiguna , jmet btt Xirä)tnUfirt , bltfre bfS m-- 
fprfingii^tn ß^rifltnt^uma , ^rtbt in au^gtjti^ncttr 3nbioibitalUät 
nnb TOtfffnWafrtii^fr ®tbif9(n^(it. Oläcfefi l^ntn Sude mit man^Hii 
St^tvanfm jtcif^tn bcn großen Sragtn b«: @tgrniDaTt, cibtx gläutiig 
mit btr aufric^tigfttn Jtritlt. '') &{SjMtxmail}tx ^at mit f)i>fin p^tle> 
fo4)^tf(^n SBitbung, bo(^ unat>t)änglguon jebci p^iIo|'o)i^if^tn Si^ub, 
f«ne difoufcroalffj« auS bct AffmK^tn @otttäMn^rung unb ^ran' 
^utif(!gfn fSlaä)flänsm gtfc^ilift, inbtm er baejtnigt, nag in ^tilign 
Ctunbe ftin -^ttj (ifülltt, alS cttoaS unmittelbar ©tififfeS !m roifftn> 
fü^aftlif^en Suft^nimen^ngt barßellte. '^irrburt^ ifl ein tieffinnigd 
®Vft'in tntflanbm, in wt\ä)tja 'ciutäj btn f laren, iebem blogen @tfü^Ui 
lebm gerabe obgeiranbten ®eifl feinte @rünb«8 bn i^nfiiii^e (Sernnm 
flriß ftin DDÜe« iRtdöt gtfunben ^at. QtUein bit SBiffenf^aft tann 6el 
bitfre aSoiauäfet^ung cineS unmitte[6ai: @(nii|fen unb boi^ mannii^' 
faij SScf^fcInbm ni^t ftt^n iltibtn, bie niri|tnt ^Dogmen bcS Stativ . 
MBmue lafftn Ri) a» 3)acilel(ungen beS retigi&ren ©efü^tö auf bie< ' 
ftibe Stift rtt^tfertigen, unb bit f^ilofop^if^t ^a^r^eit ^t^t ft^nrii 
gtnb, bo(i^ unbtrf&^nt ^intrr bev firc^lii^tn ^nf<^auung. 

i. 43. «IRatifUtg nn» NtneRt). I 

I, ÜRttttn in btt grottn SStroegung tintc ©(aubenSummäljung 
o^nt ÄiT(^enf?attung flnb bit ^Iportfciöfn Stilanbt^fllt ber 3)ogmafi[ , 
forgfartig unb ftlbftänbig audgebilbet worbtn. 1) ^et !)3ri)te{tantil: 
muB ^attt f^on in feiner evflen @eflalt auf eint biMif(!^t S^^eologfe 
als It|tt änflanj ^ingtVüitftn , aber nur Sammtungtn Bon ^ttotlh 

e) Z>tt 4t. @Iaubt tttiA i- (^lUntifÄßeii i. ec. JI. Jm3iifiimni(nb> tiargrflellt. 
«tl. [821f.]S3Üf. 20. [e35.S42.]3liiei®enbf(6r.ü.f.etiiLi6eit(l. onSftrffc 

SSIitl.. u. Ätit. 82a. 2.3.§.) SQr9.Ä9(((6. §.441,/. — fBtaaii.Ü. 
it^l. ekubtn»!. !l3rl. S25. Baur, comparstar gnaaticismas c. Scbleier- 
macberlanat Theol. tndale. Tub. 827. 4. [£äb. 3eitF<tl(. 828. $. 1.] 93t(t> 
®*1., Witak'ia'U u. ^afe. fpi. 828. $. 
S»5. ütDftnfran), Jtriilf b.€«|.®laii- 
ie fiifltifiin. Xtennuna b. T^ttiU d. b.$^il. 
M8.«.3.]®.9!eifienb<iin, t&aTQ.u. 
leginatt, ®«[. Otfenntniil^rotit u. i^rt ' 
1. f. beutf*t i;^. !B. II. ^.2.] 
ut^. Jt. noi^ b. üom- 1>(« $. D.bt €itttt. | 
!. S. 1. mU). 837. I 

(829. 31. 37. 3Q. 44.] 851. 
. [845.] 852. 



§.43. g3ibrifc^>c u. firrf)a(^e Doflmatif. e^mbolif. 35 

fielTen jum SSel^ufe ber fixdjü^tn ©ogmatif ^cvöorgcBiat^^t, ober im 
Sinne beö ^ietiSmuÖ erbauliche SufammenjleUungen öon ^ibeljieUen, 
bie *&. ^d^rift al3 ba3 ffier! einer *anb/) ßrfl im ßeitaltcr berOp^ 
)}ofttion entjianb eine b i b li f d^ e 3! ^ e o I o g i e, um bie f irc^lid^e ^ ogs 
motif naä^ bem \>on il^r fetbjl anerfannten ^Jrinci^e gu jlürjen ober ju 
fWlen.*») (Seit ©abterö 33egrifföbeflimmungO peUte fie fii^ mel^r alö 
rein ^ijlorifd^e ffilffenfc^aft bar, \vtlä)t o^ne D^ütffld^t auf bie (irc^* 
(i^c IDogmatif ben religiöfen 3nbalt ber ^.@(^rift naä) feiner fuccef« 
ftoen SSitbung unb berfd^iebnen Snbitjibualität entmicfclt, unb jtt)ar 
entweber me^r unter bem (f influjfe einer beftimmten (Weligion^^^ilo* 
fo^)l^ie/) ober mel^r nad^ 33egriffen, ouö ben «&. (Sc^riftflettem felbfl 
entnommen 5 *) in frommer ©läubigfeit unb bo(3^ im ©egenfa^e rvU 
ber baö „3nt6ixi^tntf)um^^ ber J^ir^e^*") enblic^ ttjirb er jum (grttjeife 
beö Iut]^erif(!^en Jtircftengtauben^,«) aber tt?ie biefer nur in ber ßmtxi 
fiä^t auf ein bon il^m erfuUteö @emüt^ i?orangejleÜt war, ifl man« 
d^eg benfelben tjlelmel^r bebrol^enbe eingeflojfen. 2) 51(0 bie j)ogma» 
tif nic^t me^r il^rer Olatur nac^ ortl^obor n^ar, ttjurbebie fixä^liä^t, 
lut^erifd^e J)ogmatif auf :^ijiorifd6e 2Beife bargejteUt, nod^ mit 
einer nici^t genau begrängten @inmif(^ung M eignen ©laubenö,'') mit 
>)^i(ofop^ifc^er Jtritif , ') mit ^Beifügung beö rationatijiifd^en ©egen^ 
fa|e0,*) mit gänjlid^er'&ingabe an baö fird^Hd^e ^rindlp ol^ncSeltenb« 
mad^ung beö eignen (Stanb^unfteö, ^) mit h^efentlid^er 3ufHmmung 

aJiiUxatnxh.dbUn, bibL ^^ecL 33. I. @. 18 ff/ 

b) 3 a f^ a t { ä, bihU T§. oL c. Unterf- b* hihh ©runbe« b. ))otne^mf}en t^eol* 
«eftren. ®ö<t. 774 f. 4 33. 3. «. tiebfl 5. 53. ». ^oüboxtif. 786. Hufnagel, 
$33. t>. hihU 3:f)i'ol. (Erlang. 785. 1. 33. 789. 2. 33. 1. 9lbt^. Slmmon, MM. 
$;^eol. örkng. [792. 2 «.] 801 f. 3 iö. ©tote f. §. 39, a. 

cj Oratio de justo discrimine Theol. bibl. et dogmaticae. Altorf. 787.4. 
[ÄL 5:^ecl. (Sti^rr. Ulm 831. «. II.] ©(i^etifel, Slufgabe b. bibl. X^. 
[6tub. u. JTrit. 852. $. 1.] 

d) ®.^.ß.Äaifer, bibl. Xl^eol. o. 3ubat^mu« u. ^Wftianf^mud itac^ e. 
fteimütl^tgen Stellung in b. fritifc^^ergletci^enbe Unioetfalgefc^. b. dteltgionen 
n. in b. uniüetfale «el. (8xU 813-821. 2 X. iDe ® ette f. §. 42, j. 33atfe, 
bibl. 2:fieol. 1. 33. 91» l. b. Sl. 3:eil. 1. X. ©tl. 835. 

^; ® . e. 33 u e t : 3:5eol. b. 51. Z. 8^}.796. 33ibl. %f)toU b. 91. 3:. Sjjj. 800-2, 
433.$ebr.aW9t]^oloöieb. Sl. u. (Jl.il. 8>)j.802. 33aum9orten*6rufiu0, 
©ninbg. b. bibl. Z}tcU 3ena 828. [QJrg. 91. ^it 3. 829. N. 21-24.] 3)an* 
». (Salin, bibl. 5:^. l^r^g. ». 3)ato. @*ulj, !ej)j.836. 2 33. ßu^/ bibl.35oöm. 
^rtg. t). SÄuetfc^i, m. SJorm. ü. ©c^tied enburger. ¥forj^. 847. ® . ;?. $ o 1^ n , b. 
3:^eoI. b. SU. iCeil. 8^)3. 854. «. I. // 3. X. « e rf, b. *r. «e^r^Siff. nac* b. bibl* 
Utftmben» @tutt9.840f. 33.1.Srbt§. 1.2. SSrg. Ch).Ä3. 857. N. 91. 

g*; 3» ©. Ä. ü. «Ofmann, b. @(^riftbetoei«. (Rörbl. I. [852.] 857. II. 1. 
2. 853-5. 33cg. Jl®eW. §. 450, w. 

ä; Slugufti, @^ilemb. dbr. SDogm. no^ b.8el)rbeAr.b.lut^.^. 8iJ}.809» 
2. K : nac^ b. «e^tbegr. b. et). Ä. «^jj. 825. ry 2) e SD e 1 1 e f. §. 42, n . 

*; Äl e i n, JDarft. b. bogm. €^jlem« b. et), ^rot. it. nebft ^ift. u. frit. 33f merff . 
3ftto822. Umgearbeitet t). 8.8ange, 3e«a 835. [n. Xitel mit einigen (Farton«, 
1840.] C,L. /r. Grimm, Inst. Tbeol. dogin. ev. hislorico-critica. Jen. 848. 

/; Hutleros redivlvus oter 2^ogm. b. e». lutf). Jt. 8p}. [829. 33. 36. 39. 42. 

3* 



36 Einleitung. X\). II. (Sefc^ic^te bei !Dogmatif. 

bo<!^ nur refetirenbj") ju ©unjlen M 5J^lIi^^)i«mu«r) enbll(i^ toie^ 
bft ald S3e^au))tttn9 für bie @egentt>art unb für immev/ im ®inne bed 
Sfleu^Sut^ert^um«, bieSc^re ber Jtit^c, blc ^. @c^rlft unb bie er^ 
Unstete SSemnnft aW cBenburtige Oucnrn.") 3)ie ^Dogmatil ber r«:: 
f ormirtcn J^ir^e in i^rer ganjen ^iporifd^m (Sntnjidlung nur mit 
f ignem ®(l^(uf urt^cU im @inne @^(eierma(^erd 4 ^) minber ^ifiorif^ 
unb }u ©un^en bed ^^iUp^idmud O) für bie ®emeinbe in retigibfer 
(Binfat^^eit , fraft ber Überzeugung , toa^ ber SJ^enft^ nt(!^t beuten 
fann, bad foU er aud^ ni(^t beulen unb baru6er ifi il^m auc^ nii^tl 
offenbart/) 3) 2)ie com^)aratit)e S)ogmati! ober@^mboIiI 
trat an bie @teUe ber $o(emi!/ in ber !|)rote^antif^en Jtird^e toenig? 
flen§ meifl mit ber Abfielt, ben üerfci^iebnen jtirc^en unb ^orteien ge? 
reci^tju »erben/) — II. ©ieneuflen, l^a tb ort ^ oberen ©ogma- 
tifer, au« ber ffliebergeburt beö Ürd&Hc^en fieben« J^ertjorgegangcn, 
^aben im SSertraun auf bie abfolute SBal^r^eit bed (]^rifi(i(!6en ®(au' 
ben« benfelben, rnftgli^fl au(^ in feiner firc^Üc^en Soffung , atö gött? 
ti^ geoffenbort, unb bo(^ nic^t über oöer aSernunft, mel^r ober minber 
eifrig gegen ^bie moberne SBijfenf^aft^ unb niä^t feiten mit ben fStiU 
tein berfelben öert^ibigt* Olur )B. 3. 9lfirfert ^ot fld^ nod^ ju einem 
et^ifd^en 9lationaIi«mud befannt, ber im S^ertraun auf bie fiegenbe 
3Rad^t be« ®uten bie ®ott^eit , in eigner )?eben«erfal^rung eine ur^ 
f^)rünglid^e ©ünb^aftigfeit unb in ber ®ef(i^i(^te bie SrlBfung erfennt 
burd^ bie ®emeinf4aft mit bem gefreujigten Stifter beö 1^* Slbenb- 



45» 48. 55.] 858. ÜBrf. itCi ® (^toeb. »♦ %if. ffiettfjoC; @to(f^. 833. Tlii SCn^onfi 
nad^ b. 2. Ilttff. 834. 3n*d ^anifc^e^ Sto\>tnff. 834. 

m) ^einr. @(^mib/ b. IDogm. b. et). lut^. St* a* b* OueUen Belegt. Qr(* 
[843* 47. 53.] 858. 

n) 4. ^tppe, ^ogm. b. beutf(ben $vote{l. im 16.31^]^. ®o^a 857« 3 S. 

o; ®. ^S^omafiu«/ ^^rifii $erfon u. ^etf. IDarfl. b. (ut^. e)>. S)cgm. 
)). SKttel)). b. dbtiftologie aud. @rl. [853 f.] 657. 2 i». $. 9. $bilib)>i/ 
ftti^l. ®(aubenel. I. ®ntnbgebanfen. II. Utfpr. ®otte«()finemf(^. ©tuttg. 854-7. 

p) 9ller. ^(btDeiget, b. ®Iaubeti6(. b. et), tef. i(. a. b. £lueUen belegt. 
3ür. 844-7. 2 58. ©rg. 2)tf. bie >)rot. (Sentralbogmen in \f)xn (5ntn)i(!t. inner^. 
b. ref. Ä. 3ttr. 854-6. 2 ©. 9; 3. ^. ST. ö brarb, d^r. $)oöm. JTömgdb. 
851 f. 2 33. ürg. ® (^toeijet in SeUer« 3a^tbb. 851. ft. 3. 

r) ?. 8. j. @[olm«]. ®nmbjuge ci^r. Dogm. f. Sleformirte. ®ieg. 859. 

*; ®. 3. $tan(f, Sfbtig e, I)i|l. n. »«gl. 3)ar|l. b. bogm. ®^fleme unfr« 
^ex^^, (bt. $au^t)>art^eten. ®öU. [796. 8U4.] 822. Marheineke: Institt. 
symboli^ae. Ber. [812. 825.] 830. Sftripi. <St^mbo!if o.eom^)ar.2)arfl.b.la*^*, 
Iutt>., tef.K. ßel^rbegr. [X^eol. 93orleff. S3. III.] S3cl. 848. Iffiiner; fom»>ar. 
5)ar^. b.Sel^rbegr.b. \)etf<bieb. (br. JT^Jorteien; nebft Öelegen a. b. fbmb. ©irr. 
berf. 8pj. [824.] 837. 4. — SWö^ler, @^mbolif 0. JDoifl. b. bogm. ®egeiif&|< 
b. Äat^. u. $rot. SWainj [832. 33. 34. 35.] 838. 93 awr, b. ®egcnf. b. $tot. 
it* ^(A\i. 3:üb. [834.1 836. ©uerif e, aUg. <bt. ®^mb. ». lut^. (StanbJ). 8)>j. 
[839J 846. e. ÄÖUner: @ijmb.b.lnt^.Ä.*amb.837» @i?mb.b.^eil.apoft. 
fatb.röm.Ä. ^amb.844. Jt.aRattbc«/ com^€9mb.8pj.854. «. 93.93 aier, 
®^mb. b. (bc 6onfeif. ©reif«». 854. 93.1. [töm.fot^.JT.] «üb. ^ofmann, 
®^mb* b. (bc Äir(ben u. nami^aften @e!teii. 8j>j. 857. 



§.43. SEBeiße. Mottje. ®*enW. ian^t. Ütbnn. 37 

ma^it.') Sßtlgt $at mit grogn Qfncrgit unb manil^n ^aiaboik (t> 
gonnm bit tuunt ^^ilofop^it atS ft»cu[atmii S^nämuä mit ben 
altfir^tic^tn ©aeungHt jii mfö^nen.") fflli^avb SRottn, btff«! (Sj^lt 
in bct bf^auptftm @in^cit beg ®itt[i^(n itnb iNKigl&ffn aui^ rint 
Sogmatit ijl, 'i)at gwagt mit Htfllnnlgm Sß^ontarien In blt Sttftn 
btt ©ottdeit, btö aJlfnfcfem^ECjtnS unb bre 3u("iift (injubtlngm. ') 
®i$fn[(l macgt baö JCantifc^t ^lind)) U8 (Stniffent ali M auh 
f^(tr$U(^ tdigt&fm Organa gtfttnb, um eint milbe unionipifi^e 
©täudigfrit an baS S^Tiflftit^um aU ISinigung alleS ®Stt(i(^m unb 
aBmfc^fii^cn [ä^fantdropologiej unb eine fonH UDn ber SJctnunft gti 
ütte Jtritif gtgtn firi^li^t unb au^ biMif^e Qlnf^auungtn ju t(c^t= 
ftttigtn.") ©Inubigci unb boi^ ©(äubigcun tin Mrgftnig ^nt 3. 5B. 
£ a n g c bie ®agungen berSc^irift unb Stitäji ali bie uvrt^rfinglii^t und 
nur abV"^*" grfomment SÖnnunft mit bei: mobeniflfn SSilbung gelji: 
nid) JU »ormitteln gtfuc^t.') Slntovt ^ben btn ^riftli^en (Sffaxattn 
bardn gefegt, ba§ fit nntfe bnn SBorgange bfS fpeculatlsen iRationa: 
[idmuS Ben ©ottmenf^tn unb bie ^. StinitSt bot^ ""^t im firi^(!<^(n 
®inne ju i^irrm 3l)ilte()}un!tt ma(^ten, unb fo baB @iÜfungebm>ugl: 
f(in bet Clfformation mit bem Offen baningBSmuftftin 1 
^unbnte in St^tti Jtat^oUdtät uermittetn weUttn.'f 

^t^tt §aiij)tt^eil. Ontolog 

<Saatr,«(.9(nlbt■!)^c(.^3rl.78l. ObttlHi, ti6I.9ln<^rop.aRün<).ii.ep]. 
[607-10.1826. 4 iB.etirm, n nl^M pol. Unttrf "jungen. [Xüb.3(itf(«T. S34. 
6. 3.1 

i. 44. üterflAt- 
3n ber ^nt^iotiologie tvirb bie SRenf^'^dt Sntat^trt nac^ i^i» 
©ejit^ung iur iSott^dt. SBovauSgefedf, ba§ bieft SBejle^ung, »Hi^t 
flltic^ ift bem reCigi&fen Sebcn, finet ^■(im Smegung untctiiege, fo i^ 
fie JU betraf''": 1) ""^ ^"" •1'^ botliegenbtn ©efefct btr^Bc^jl mßg= 
Ii{^m 51uä6ißung, iftrem 3btat(i 2) na^ bet alö reefenltic^ in un8 
»orgefunbnen SDenuirltii^ung ober a3ttfe:6rung bcffdben, i^rcraBirt; 
li^!ritt 3) na^ btt ritt ^ni al i g en Sß ereinig ung aon bciben, i^rer 
unenbli^m 3uf unft. 

8PJ.825.] «; WfDf. I ^ ^ 

Srttnü. li.Sufunftti. (O.A. anb.®tbiHi(t(nb(ulf(tieigiatii)ii.epj. [8-17.] 849. 

v) t&MloBif** atSif. Kitt. 845-S. 3 !B. Sig. Stub. u. Jtrit. 847. $. 3. 

wj «^tffil. Degm. ffiit»6. 858 f. ®. t. ffl. 11. 1. 

x) eWfll. Sogm. «tiMe. 849-52. 3 S9. 

ffJIIj.a-Si'biKt, *t.Eoflm. a.b. 4viflot(!e.9)rin(iB.®Mt. 849.1. atrt. 
— .&.aJIatt(nf(n, ftt. 55sflm. fflom SStif. ftlbft oecanftaltetf beutfi^e «««g. 
»tU 856. [H. b. ©inif(^(B. Äid 850. 858.] 



€«9.1 Ibt* rdtfüfc Sctca u4 »« 3kc«Ic 

A, pv.rjrjpv.rfc iiitfrrociaiij- 

lai &■'« KI JSf3''it<-.: [* tu ij# tcm GnirU^CTi jn nft^f: 

ftmK UaralUtfi:. ». t. t« SrTi'"i<n;f;*, ttiCiJ« t* jhint mit bft 

(!c^ JhjT ^tt 'Vj«, tili a t4 tdä ©t'Vj «an ■■ntlii^ Qntniif: 

Ub^ 'tis^cT HLtJt, ii trxijtiilb hh, i. i. tatifc b4 fritü in fw^ünm 

tn iln t(uttB. itf e'"'"i tiit c-ii »C-^LiA ctnf rtnr S^tilna^mt 

«M Uanirlii™. Wnii tr-j^( « »j^ <^i-<^ in n*, trgn»iro i^t fttb^ 

fuu i&i'f::!» SdicJitfi » f<9n, >V Mnt iu »uk ati'clntt fBrjäfTän-. 

Hvi Bca aa'ja^* an m f.i ^tfcjJt nt icj« ninidld frri gnrifni. 

Stn lii »«'ittti« Stdttii tS t^'itjnli tnii tüw fnmbt fflai^t, 

kran *( i'U *ai bcb Snrnstlo'i^lfti um «iitnrin, unli fann nui 

nnia tmi«mirB, ni±t eca ttr ültS jtjrStnni Stfr^ni üc^ rat; 

viddn- ^itttaiA iriit cjI ©dni tn Krifittu näfr bfptinint att 

«Bf jitJi ütfrSäniiä iiii ibinn nnnitliiiftt Ätieft ^(bmbt, branoc^ 

eon (inre fttmKn ffl-i^i aul^ttmi» nnc kiiiiiafu Ärofl, alfo in 

lolnttngtnfctii, (it, »j*ji(ift, iur^ fi,^ frlJjl 

iraS nr iiin leiU, fine nur itlatint ^[cj^eit 

;on «fetJoäi^f'" nnt grtitHt. S^ifft teil* nit^t bt^ 

^ «ntrftnnnna turt^ tit Jt-it alä ba« ®(f(n bn 

tm a»rai,4.n gtretsm. Tn Qlnfang t*r JRtligionS: 

10 Bit ifcji, aW rin n-jtm Einfang, burt^ trtlt^m 

il fit Mfnft^nicjlt;^ ift, fi^ ff^t unb mwi^ 

f. «L DmIUiI >it(n «nft. 

Hitfi Uiftoft auf frt ftift in bm @ruin;ttä^»n br« &nfkt» , ali 
®ffü^l, SSiUcunbfSifmntniß, fonwit fit auf tuaUnrnbn^t grrit^' 
ttt jinb, bal fi4 i^»'» "'* *""* ®f^&n*< ®u»t nnb saiüt« ttotflfHt. 
git finb nur bit im irtiifc^tn ititn itvooimim'om Ciftnbaiungra 
bt« in fi4 rinigtn ©tifitfl, iaifti jtbt in i^ctm ^rocrttttm bit Mtm 
anbtni ratet obtr minbtr tntntidtli in fii^ tnt^äli. ÜDaS Sirtttn ber 
ttlaliBtn giti^(il iP n"4l* «I« bufl ©trcttn btS ©tijite, untnbfi^ n 
fd6ft Jii frin- o*"" *" ^^*f*' 3Ji>tnii ftintS »(btnS. -Bfr iWtnf* alt 
0tt^ fc- i- oW ft(6p6tttuett«, fi^ ftlbjl btßimmtnbtS gßtftn ifl qjtt. 
fJnlii^teit, (ruft f'in« ItiMi^tn Organifation 3miioibuum. 
|. 47. fnkn(*^4 IB t(t iiIfniRilutai ftnft. 

Se tfi in fii^ unm&gli<^, bog auS bcm SBttbtn ytmtii« baS »oQ: 
fomment ©tin, oBti au« btm gnblif^tn baS Untnbli<^t »ttbt, btnn 
ioitfl ifl Wt f(Öl»*t^in'9' a^ttntinung »on bitftm. ®t«SWtnfi^®ttP: 
ttn tp alfo ira SBibtifpruii^t mit (It^ ftlbfl, wtiE tfl aud^ na(^ ftintm 
ainfungSpunftt M »ibtrfpti^l, *»nn reit niüfftn ^infii^ilic^ unfm 
(Inbtiifittit »!lt Srti^tit f'W "^ thuafi Unfitid, ni^t buri^ tignt 
Jttaft unb (Sntfi^lu^ ©tluotbncB, onttftnntn. Hitftt aßlbtrfptu^, 



*U{)ilofopIjif[^e Unterfw^unfl w. b. MeUgion. §. 48. 49. 50. 39 

fobalb tx ungtl&fl jum SStnugtftin {oninit, toirb {i^ äußern im ®t: 
mu Ux SitxitHiä)ttit aüix mtnf^Ii^tn SBcftittiung , unb imi) ju: 
^Itläj in bei ®otg(, ba§ icnt un&efanntc Jtraft, tDctc^e bit Urfai^t 
unfiei giti^dl gmoTben tj), mit betfcl&tn aBillfüi; iTgenbetnmal aufi 
tiöxtn wtxit ti ju fein. 

1.18. eeklngnng t<Hnn8gllAriteü|uBg. 
3)it auf^^dgten !niib(i'f))vüi^e niügttn bm @nfl ju ©runbc ti^^ 
tm, totnn nii^t tint Jtiraft in i^m ttiaxt, bit |ii% Srembtä fo aneignttt, 
o^ne efl bpc^ In fi^ aufjunt^mtn, baf Iftt bnffttfct toic »in SigntS 
»üibr. $)urd| eint folt^e Jlraft Icürbe ber SDIenfc^ bit i^in untnrftiiÖ» 
ta» unb in einem anbern Objette reitlificte Untnbli^Eeit j!(^ ju eigen 
ma^ot, unb jugleic^ jene frenibe SKoi^t, ntelt^e ben@Tunb feiner5rri= 
iftit enl^öli, n>ie bie eigne 3Ha(^t anfe^n. üDiefe Äraft würte imax 
Bon bem Sebötfniffe auBge^n, fi(^ fettift »or ber aSetni^tung ientr 
aBiBetfvröt^e ju irtien : bennoc^ roSre (ie nit^t o^ne freie ßufli mm ung 
moglfi^, iDeil bie giei^eit, Meli^e buti^ (te gerettet werben fofl, nif^t 
bur^ irgenb eine 9{ot^mtnbig((it, fonbevn nur burd^ fic^ felbft er^al< 
ten werben fonn. 

Sine fot^e Äraft, Kfld^t nuBge^it Bom 
ftetüuf t bleibt, ba^ fie b^ne Srei^it gar ni( 
jiift StfuibcS aneignet o^nc ba(fel6e in fxä) qi 
feI6e ^ingieSt nnb evji in biefer ■§ingate fic^ 
Ätaft ifl im SWtnfc^fn feine fiie&e ju irger 
i^ter geVlniniBoolIm ßinigung Bon &rei^eit 

ber <ffliberf)iru^ feeflanb in ber Unmägli^ftit, baS Unenblii^e but^ 
eigne Jtraft ju Bericitflii^ai, unb biefe tnieberum auSging Bom uu' 
freien SlnfangSpunfte unferS ©trefeenS : fo toirb et geI8fl, wenn bet 
aSrnfi^ fti^ burc^ feine Sie6e baä Unenbli^f i"- "9'" moi^t, fo bog et 
an feinet iSoQfommen^eit t^eilninimt, fonac^ au^ jenen Olnfangfle 
(junft ni^t ale Bon ftember , unbefanntet Wadjt gege6en meig, fom 
bem a[l eine SieMgabe [xa^tffta] ytntä Untnbli^en. !Diefe Siebe beB 
üRenfi^en jum Unenblit^en get)t auä feinem ©treSen nai^ bemfetben 
^etuot, unb Ifi aI8 eine mit benifel6m nur feine natfitlii^e ©ntmidi 
lungi nxg^alb für ben, ber baS ©tteben gugegeben ^t, gar tein 
SiBeifel an tiefet in bemfelben ft^on ent^altnen »6fung beä äSlbeis 
fprui^e flatuirt toiib. 

§. 30. ^lintli) in malBlon- 

DaäSBet^ättnie bfeaKenft^en jum Unenbtfi^en Ijl ba^er bie Siebe 
belfflenfi^en JU @oIt. 3IH ba8 StSefen bev SRerigion ifl fie au* 
baB ?ptincip i^tet fämmtlii^en Sluäfprüi^e iinb Stfi^einungen. JDlefeS 
$tinci)) ift infofern unbeioeiStat, alB ntemanb an biefe ©otteBliebt 
glaubt, bet fie nii^t ^at : aber eB ifl fp[gere(^t abgeleitet worben au6 
ber tckttBen ^xiüjtit, fo ba|, Wer biefe ancrfannt ^at, enttocbci einen 



40 Gntologie. KntEriopoIpgie. (Sa)>.l. A. 

unauflESbaitn, enrnit^tcnbra SQibcifpiut^ in ÜKtnf^ni annt^Dim, 
ekfi baö QtfunbtiK ißiintip ali dnfl mit beni SBcftn bn ütltnfd^^rit 
«ntTttnnen mug, btnn bre 9Hoift6 lann jroar ftint Sitte jum llnenki 
(li^tn, aI9 nur butt^ Srciffctt mcglif^, aud) bitr^ bitftlbe umitintn, 
a^r nui mit bmi IScmugtfcin btS innevn ÜUibeiftiTUC^B. Wan intt§ 
®ott fttn ein ®ott lifbcn. EEBo ab» in btr aUcinigcn SoTgt um bit 
IBrfritbigunQ US flnniicEim SBfbütfnifftfl baS Sivetien nai$ btnt Um 
tnbiii^in neu) gar nic^t ^tnuorgttrttra ifi, ob» no tä in btt lt6nrBiIi 
bung bei ®(ban[tn fi^^tmalift^ »nltugntt mtrb : ba irrgt fit!^ bort bit 
JBdigion nur aelfgfntli^ ^fnllt^tlii^ ifjxtS Qlfctlähgiateitegefü^la a(4 
bunfft @^fu Bei ein» untttfannttn unciiblif^m ÜJla^t i ^tcr crfi^fint 
fi( atä (In bromatifiienb« Sraum, aufl bem ccroaifienb b(t ÜPltnf^ nur 
flc^ fflbft flnbft, 'J abn afi^ängig ßon bunffln »rrftanbloftn 0)üturs 
gnualten in unb i^a^tx t^m. 



9Iur biticnigcn S)osm(n ^luS^nn fii$ aie TcIigiBft Sa^r^citcn, 

btt atii b(t @ottcdllfbt ^tmorgt^n, obfi fif fiebingcn. Slßii: licfctn in 

bcm Untnblif^tn bit untxxtiä)iaxt SJoUtnbung unftrtr f(16jt. !Dieft 

buT(^ baS Stifbcn na^ bem Untnbii^tn, fann 

ortgefftten @trf((n ti in flc^ ftibp ju Dentirfe 

ut in bitfem Str(6ni i^rrn ®runb. Sltnnm wir 

folute ajoüfommen^tit Sott, fo ip bie ÜUmrltf« 

m in uns (in ®trc6(n Octt a^nlit^ jU h>frb«t, 

Itnfi!^ gSttUc^ ruirb, [i(6t er ®ott unb :^at 'Jtt\U 

btm @nb[i^(n niemals bad Untnblii^ iverben 

lonn, fo ift btr iPItnfi^ rtal troig gtfdiitben nun ®ott, ib«! »ct(int 

i^n ftlm l'i(6e mit @ott in (inet Gfln^dt, bie nur buv<^ bie ü^cvf^tes 

btn^it b(r ®u6i(ct( mCgEit^ ifl. 

|. St. Str^HUnlt jn tcn «time» «niKbrnirtEn. 
®ae unenbli^( Streben bt« ÜDIenfc^fn gehört nit^t uorjugemeift 
riner einjelnen ®runbfroft, fonb(rn ge^t »on ber Ü6ei oKen als ßliti 
^tt pe^enbtn Urtraft oufl [§. 46]. ^iifti Uilebtn beä ©eifieS fcI6p 
tp ba^er OuetI bet Meiigion, totii^t fi^ In btn ©runbfräften offens 
fiart, aba in (einet auäf($tiefli(i) begriffen ifi. ^ietnat^, Dfcroo^r baS 
©efü^I bie urfiJrfinalii^e fform ber SReligion ifi, 5ii§trt fle fiäf bot^ 
not^nienbig ani) al9 Weün unb grfenntn, fle (ann ba^er a(S ein gü^i 
fen, SBoHtn Db(r Sriennen Setraii^tet werben, aber ifl in jebtm nur einfei» 
ttg ent^aiten, — aHflfii(tSmue,"}SKora£iämuä,3nteUettualiemuB,'') — 

Ts^bttiggenerfta*: DaiSBeftn b.gfn:ift(ntb.8pj.841, ©aifflefen b. 
«etHj. 851. 

a; ät(t i. ®eifi h. aJinllie. [^enfe« ÜBuf. 1. «. l.St.] 8fl(fe, ü. b.3b(e 
«. Irit. pft*. «ef*. h. an^IHt. [aciftio f. Jl®(f*. 814. ffl. li. «t. l.JIfiw 
Inct, Slät^tnramml. a. i. mDigenl. SR^flif ni. (Sinl. in t. aitußir üSer^. ^lU 
825. €pf eter, n. b. 9l9jli(. ^e(t<.62a. ^einiot^, «ef^. u. AritiE b.Sn«« 



5ß^i(ofo»)^f(^e Uttterfuc^ung u. i. JReltgion* §• 52. 53. 41 

anä) koürbe jte nic^t boQflaTtbig ^erau^fommen burd^ eine gleid^ma^ige 
Sufammcnfe^ung au^ aüen ©runbfroften. 0la(^ i:^rer ©eful^löfeite 
fiettt bie {Rettgion fid^ )>0Tne^mtt(^ bar im SuUud uttb in ber ^^eiUgen 
itunfl, aU llBiaendri(^tung in ber etttUc^feit/ atö (Sr!enntni§ in ber 
Weligionö^jl&itofop^ic unb für eine pofltibc Oteligion in il^rer 5Dogma« 
tif. S)ie (ReUgion fann ba^^er au(^ gur ßrfc^einung fommen ol^ne 
Stttlid^feit[Sanatidmud unbOrt^oboridmu^]; »ie bie (Sittüd^feit ol^ne 
SReagion [^toicidmud] ; fetS^ großartig in biefer (Sinfeitigfeit, bod^ 
nur als öerjerrte 9lbflraction. 

§.53. 3)ie Relioioit tt» eeliofeit. 

5Dle 9leligion toit baö fieben fel6fl gel^t au3 bon ber bloßen Jtraft 
|U fein. 5Da3 ®efe^ biefeö ®eln0 fann ftd& burd^ bie relatibe greil^eit 
nur im bebingten, atlmatigen JJortfd^reiten berwirftid^en. 3e me^r 
ber 3Jltn\ä) in biefem 8fortf<^reiten feCb^ göttlid^ toirb, bejlo melßr liebt 
er ©Ott/ benn au0 ienem @treben ging biefe ütU l^eroor. aSeibeö aö 
ein Sortfd^reiten bom @nblid^n §um Unenblic^en laft nit enbenbeStns 
na^erung ju» 5ltCe ®lü(!feligfeit befielet im ©eful^le beö freien unb 
fortfd^reitcnben »eben«, benn baö fiebenögefü^I fetbji ifl bie ®\M^ 
fcKgfeit. S)af)tv ifi ieber ®rab beö re(atii) unenblid^en fiebenö gteid^ 
feiner ^ettgfeit* S)aS eingig toa^rl^aft unenblid^e fieben be0 SWenfd^en 
Vjt feine ^ieU jum UnenbU^en. 5Die Siebe ©otted i^ bal^er bie hjal^r? 
^afte (Seligf eit att ©ottfeligf eit. Stletigion unb ^eligfeit »erhalten fld& 
ba^er niä^t wie ©runb unb Solge, fonbern fle finb wefentlid^ einö, fo 
baf bie eine nid^t um ber anbem toiUen gefud^t toerben fann. 

B. (gtflortfc^e Darfleflfung. 
@4ü4if]tn0 M aRenfd^en na4 ^tm SbenbUbe ®ottc^. 

J. G, Koerner, Ds. de imag. div. Vit. 768. 4. S)ie £e^re t>« g5ttl. (SBenB* 
[Xüb. Cluattalfd^r. 830. .g. 1 f.] Schotty de cogoat. bono. cum Deo. Jen. 812. 
Thoden van l^elzert, de hominis cum Deo siinilitudine. Gron. 835 ss. 2 P. 
3.®.@t a iB, b. ©djöbfung^tl^at u. b. öbetibilb. [^tub. w. Stxit 852. $. 4.] 
- 3. 3:. S3e(f, hihU (Seelenle^re. ©tuttg. 843. JDelitf«^, Softem b. bibl. 
^ftt^ologie. ip^. 855. . 

§.54. UttfldfU 

3m 5l.^eftamente :^errfd^t bie ^bl^angigfeit bor, ba^er »ar bie 
Äeligion ©otteöfurd^t , im ßl^rijlentl^um bie grei^eit, ba^er (!d^ bie 
»Icrigion att ©otteöUebe flar hjurbe Mt. 22, 37 s. cf. Deuf. 6, 5. 

üc 8^)g.830. 3). ». (Jdtln, ^ift. ©eitrr. j. Q3eri<<^t{9ung b. IBe grr. ^ieti^mu«, 
iR^^ic. u. ganatidm. $a(btß. 830. 3* <&• o» 9B e f f e n b et g, u. b. ©(^kodmtecei. 
6eUbt. 833. 2 ^. Rrcubent^eil, w. b. SW^jlic. «üneb. 833. 

6;/rfl*ö,defidel.II.Tub.823.§. 11. S^ll^f^^, €^Pem b. 4>t.8e^te.§.8ff. 
ttltoer t, b. Söefen b. dttU [Xüb. 3«tf*. 835. *. 3.] @torf, b. intettectueUe 
Ättffaff. b. 9ttU [ob. 840. ^. 2.] @. g^eic^, b. fc^leietmcK^i. g^fligiotiÄgefü^I. 
[6tub. tt.Ätit. 846. *.4.] ^. «edfrler, §.559r. b.Äel. ))f^dbol. gcagm. [(5b. 
B51. 4. 3.] @. 9. jtelbe, u. b. ))f^<4if(i^enUi>f^t.u.(Sntn>{tflung«gang b.9le(. 
©nif(^>to. 853. 4. 



42 Dnto{ogie. $(nti()ro))oIogie. 6a)). 1. B. 

Jo. 14, 23. 1 Jo. 4, 7». S)lc Unterführung übet Urfprung imbSBe- 
fen bet {Religion lag nic^t Im Sereid^e einer ajolföreligion. 5l6er bei 
9Renf^ n)irb überall im natürlid^en ^er^ältniffe ^u (§)ott n)ie ein <Sc^n 
gum aSater öorgejlellt, unb in biefem aSer^ältniflfe bur(^ bie SSetrad^- 
tung ber 0leligion aW eineö 93unbeö feine Srei^eit anerfannt» 5Die 
fird^lic^e aöiffenf^aft ^ai bie§ religiSfe »erl^altnie bargefletlt, mit 
fRnd^ä^t auf feine naö^folgenbe Störung buriJ^ bie @unbe, im ^tf^x-- 
flude toon ber ©ö^ß^fung beö aHenfcJ^en naö^ bem SBenBilbe ©otteö. 

S>n SRenfc^ gilt tl^eild im allgemeinen aU ©ef^&pf @otted Job. 
10, 8. Ps. 139, 13 s., feine @eele ein J^anä^, fein Men Im SSfute/) 
t^eiW erja^len jtt?ei IDenfmate eine unmittelbare Silbung ber crflfit 
gRenfc^en burö^ ©otteö ^anb Geu. 1, 26-29. unb 2, 7-25. 3)aö 
erfle S)enfmal beriö^tet im allgemeinen, tt?ie @ott befö^loj aWenfc^cn 
§u fd^affen unb ba0 erjle ^^aar erfd^uf, ba0 jmeite S)enfmal im befon- 
bern, »ie er baö ^eif> bilbete au« beö 9Ranne3 üiihU, unb tt>ie bif 
ailtern ber aRenft^^^eit in (Sben •') ein golbneö3eitolter lebten in Sreunb-- 
fc^aft mit ©Ott unb 9latux. SRad^ bem grfiern lourbe ber OTenfd^ ge* 
fd^affen nad^ einem @ott febr a^nlic^en Silbe, '') na(^ bem 5lnbern 
belebt burd^ ©otteg Obem cf. Job. 33, 4. Coh. 12, 7. 3encöebem 
bilb erfd^eint aud^ in ben nac^jlfolgenben ©efd^led^tern Gen. 5, 1-3. 
9,6. 6ö mag aud^ ber äußern ©eftalt gelten, aber bie «ßerrfd^aft über 
bie Srbe, bie Unöerle^lid^feit be0 aKenfd^enlebenö, bie barauö abgeleitet 
tt)irb, unb ber Umgang mit ©Ott beutet auf bie 9ll^nung einer toa^r^ 
l^aften geijiigen ©otta^^nlid^feit, afö Einlage unb Unfd^ulb, — toie alle 
Äinb^^eit ol^ne grfenntni§ be0 ©uten unb SSSfen Gen. 3, 5. 22. cf. 
Deui. 1, 39. Jes. 7, 15 s., — nic^t aU ^eiligfeit, bod^ 5lbam ad 
ertt)adrfen, frei, gegenüber bem einen göttlichen Verbote jurcc^nungl^ 
fa^ig 5 unb ©ott ^at ben aRenfd^en um menigeö geringer gemad^t aU 
fid^ felbfl Ps. 8, 6 s., hjie anbre Sagen beö «Itertl^umö auf eine g^Iut^*' 
unb ©eijieösSreunbfd^aft gwifd^en ©Ottern unb aRenfd^cn ^inbeutwu 

§. 56. KnfiH^ten be9 ^ttbent^um«. 

JDurc^ bie Slbneigung ijor iebem Jöilbe 3e^oöal^3 trat bie a^orftel^ 
lung bom göttlid^en Sbenbilbe jurüdf, bod^ pnben fi(^ nod^ (Spuren beS 
©laubenö an feine forttoal^renbe J£)auer in ben 2l^ofr^^^en; Sir. 17, 
3 SS. Sap. 9, 2 s. alg ©innbllb ber öon ©ott öerliel^nen 33emunft, 
gfreil^eit, ©ottelerfenntniß unb ^errfd^aft über bieSrbe, Sap.2,23s. 
alö ©d^ft^fung gum en?igen Seben im unbejiimmten ©egenfa^e tvibet 
bie eingebrungene @ünbe* ^ffiio badete bie ©d^ij^jfung bei SKenfc^en 

a; g. 51. Saru«, ^f^«^ologte b. ^«br&er^ 9^)^. 809. 

b) f&cxtf)tan, \>\e \>(t Sage b. ^awbiefe« ju ©rmrbe liegcnbcn geogro^)^. 
Slnfcftauungen» @ött. 848»^ ^ c) Geo. 1, 26: «riJjtt-rS) ^iSte^aja, LXX: xar 
€ix6vct rifiejiQav xal xad^ ofioitoair. 



©attli^ee @6en6i(t>. §. 56. 57. 58. 43 

« 

►tatomfc^ ote cinSril bcr<Seelf/) bod^ Slbam an ®cijt unb Mh l^evvs 
ii^, bae g5tttt(%e (SBenBilb, ol« abBUb beö fiogoö in bcr bernunftigen 
Bteltf nur »erbfiflert, ouf bie ^aä^Ummtn gelangt»*') 6r untcrfc^ieb 
m ü^ifnfd^cn brel ^rinci^ien, ba iebod^ bag aScrmtttetnbe aud^ itbifd^er 
fZatut ip, fo Bleibt hjefentlid^ nur eine 3n?ei^eit/) 3ofe»)l^uö i^ielt 
fn ßuflanb öor ber @iinbe für bie aSeftimmung ju einem langen glfidfs 
ic^en itUn im Umgänge mit @ott»*) 

§. 57. Se^re ht9 92eueti Xefiamented. 

beiläufig h?irb ber l^ebraifc^en Sd^öpfungögefc^id^te Ml. 19, 4. 
icia 17, 26. 1 Cor. 11, 8 ss. unb beö gBttli(!^en ©ilbeö am a»en* 
ci^en ate eine0 nod^ tjorl^anbnen 1 Cor. 11, 7. Jac. 8, 9. gebadet* 
in ber SBetrad^tung beg $auluÖ ijl ber aÄenf(!^ jtoar gbttlld^en ©e* 
(^If^tö Acta 17, 28., bo(!^ baö göttltd^e Sbenbilb toeniger :^inter, 
itt öor i:&m liegenb Cd. 3, 10. Eph. 4, 24. O^ne biefeö SSilb toirb 
ine ttja^rl^afte, geijlige ®ottal^nlid)!cit öerfünbet, bie aU Einlage bem 
Wenfd^m anerfci^affen ifl, aber burd^ ^ugenb unb grBmmigfeit bi0 
ur liebeS)otten ^Bereinigung mit ®ott auögcbilbet irerbcn foK Mt. 5, 
18. 2 Pel. 1, 4. Jo. 14, 23. 1 Jo. 3, 2. $auluö, befonberö Rom. 
)., l^at bie ©egenfaie eineö Sebenö in ber Unfd^ulD, ©d^ulb unb ^r* 
ofung l^erborgel^oben, bod^ mit ber fie^re öom gbttlid^en (SbenbilDe 
ild^t öerbunben» 3n0gemein tt?irb öolfötl^ümlic^ im SBenfc^en nurSeib 
mb Seele ober gleifd^ unb ®eifl unterfd^teben Mt. 10, 28. 26, 41. 
lo. 3, 6. Gal. 3, 3., bod^ txitt anä) bie ubl'd^e @d^ulunterfd^eibung 
feröor: adifia, \pvxfi unb nvivfxa, bie @ecle nur aW^Jrinci^) beö flnn^ 
ic^en ^ebenö im SSorflellen unb SScgel^ren 1 Thess. 5, 23. 1 Cor. 2, 
[4s. Jac. 3, 15.*) 3)ie JJort^flanjung be0 ganjen aWenfd^en bnrd^ 
Erzeugung Hebr. 7, 10. 

§. 58. ißilbung bed fat^olifi^en ^ogma. 

I ®egen bie ©nopüer »urbe bie alleinige @^övfung bei aWenfd^en 

I a} De somn. L T. I. p. Q\S: ^AnoXiiiovaa [^ «A'fjjf^] rov ovqdviov to- 
tWf xad^dneg sig ^ivriv ^toqav ^A^f to adüfia, Cf. Sap. 8, 19 s. Jotephi 
iell. Jod. li. 2, 8. — L. D. Cramer^ Doctr. Jadaeur. de praeexist. anU 
Qar. Vit. 810. 4. 

h) De mundi opif. T, I. p. 32 : *0 nqtüxog av^gionog, 6 navrog tov yi~ 
Düf riyLoiv dQ/r^yitrig, ccQtarog ^pv^riv T€ xal acSua yfvsvrjad-ai fxoi ßoxel^ 
f«l fjiaxQta Ttvi rovg innta it€v€VX€lv xard rag It^ aficfoHQOig vneoßd^ 
nig* 6 yaQ dXri(h%C(f xaXog xaX aya9-og ovrotg ovrog ^v. p, 35 : Tovg «T 
tnoyovovg rrjg ixiivov fisraa^ovrag iiS^ag dvayxalov ii xai d fAV^QOvgi 
iiU' ovv tti ad^nv rovg tvnovg rijg ngog tov natiqu avy^ivsCag, jH 6k 
ivyyiveia xCg ; nag avd-qatnog xara filv t^v Sidvoiav qtxiitOTCci d-sCtp 
loy^, Tfjg fjiaxaQlag (pvaeiog ixfiayeiov. 

c) Ib.p.32: KvoCbjg dp tig slnoi jov avd-qtanov &vriri\g xal dS-avaroy 
fvasatg dvai fuc&OQiop , kxariqag fiixixovta xal ye^svija&ai ^ijtov 
fov xal dd-dvarov &vfjTOP füv xard t6 aw/na, xata 6k tr)v Sidvoiav 
t^varov* d) Antiqq» I, 1, 4. 

*) U, OUhausen , de naturae bnmaoae tricbotomia N. T. scriptoribos 
fecepia. 825. 4. [Opp. theol. 834.] JDgg: «ßa^n, XM- b. 91. 3:.®. 390 ff. 



44 OntoUgie* Slnt^ropologie. 6a)>. I. B. 

bvn^ ttott ))frt^ribi9t, aber bie (Sffd^i^te berfelbm )>on ben SKeron^ 
btinetn aUfdorifd^ au6gr(rgt.*) S)if Se^re t)om 9Rfnf(^eii/ indBefonbm 
)»on bft 6er(f , »at ein Mnr ^fgenftaiib f ir^Uc^t $tlUofo^^ie« **) 
%uf ba§ Uttl^fU u^ bie ©eBurt bn fin^rlnen SRenfc^enfeelen in'd tr« 
bif(^ SeScti totrf tm grirc^ifd^e unb ifibifd^e 9}^Uofo)>^eme : *") ber ^(o^ 
tontfc^ $T&rxiftrn) brd Örigened entfrembetf {i(^ fntl^ bie jttr^rn^ 
meinung)^) eine gortpjlanjung ani^ bed ®eiftel butci^ bie ®ef(]^(e(^^ 
ssereimgung [per tradacero,Tradaciaii8iDDs] entfpta(i^ bome^mHc^ bei 
berben Snfc^uung ^evtuttian§ ') unb Suguftin niu§te i^r genfigt 
fein ) ^) abet ber ^errfc^nben 5^eologie erfd^ien aUein bie göttUd^e (St' 
f^afung bei tteif^el [CrealiaDismos] gu iebet menfd^Iid^en (Sr^ugung/ 
bei @ei$el loürbig.s) Sufgemad^fen unter ®&tterbi(bem bejetd^neteit 
bie J(ird^ent)ater gern attel ^ht^txt im Wenfd^en aU g&tt(i(^el (Shtn* 

a) dem, Stromtn. f. p. 6S9 *.• Tjjf (fQovtiatv d-eiav aXXtjyoQÜv • 
Aftüvarjs ^vXov C^^TJg torofiaaev, iv ry nagadiiat^ n^ipvr^vfiivov' og i% 
naga^fiaog xal xoOfAog ilrai ^vrarai , if ^ nitfvxiv r« ix 6rjuiovqy(ai 
anavra. Ong, r. Cets. jy. 3S: [T. /. p, 530*.] l^ga ta fikv t^ iv&itp aov 
*Hai6dta ttqrjfiiva iv fnv&ov a/rjfjiaT»> n€Ql tt/S yut'ttixos aXlrjyoQei- 
T a « , äfs äga didotat avtii tots dv&QtSnoig vnb ^fibg xaxbv xal uvrl tov 
nvQog' fi o «710 rrjg TrXevQag jov ^«t* txajaaiv xoifitj&ivTog Xriif&tiou 
yuvil xal otxo^ofifi&ftoa vno tov &(oVf X^Q^^ navrog Xoyov xa£ tiros 
imxQVipCüig Jlfjl^^cti ao« (falvfrat ; 

h) Justin. [Eus. H. ece. IF, 18.] Teriul.6e aoima. Nemetius^ negl (fv- 
a€a}g dvd^Qoinov. Aag. de aoima ejnsque origioe. 

c) Ortg, in Cant, Cantieor. T. 111. p» 58 : Jaxta quornndam qaaestio- 
aes: Tkitnmjacta^ an omDiDo a nullo facta T et si facta sit, qaomodo sit 
facta? Qtram, ut palaot aliqQi, in semioe corporali etiam ipsias snbstantii 
eoDtioelur, etorigo ejas pariter cum origioe corporis traducitur? aa per- 
fecta extrintecus veoiens paralo jam et furmalo inter viscera nmliebriaco^ 
pore iodaitor? Et si ita sit,utranint//>errr«ii/aveniatettuncprimurar 
cam corpus videlnr esse formatam^ ut caasa factorae ejas aniinaadi c 
Becessitas exstitisse credatur? an pritts et oHm facta ob aliqoam 
ad corpus someoduiii venire existimeturT et si ex causa aliqua in lioa 
duci creditur, quae illa sil causa, ut agoosci possir, scientiae opus 

d) Pamphili Apol. [Orig. Opp.T. IV. App p. 43.] CyrilUAleoD. 
in Jo. 1 , 9. — 3, g. » r u ^, b. %. \). b* ^räer, b^ eeelc ^ifl» u. frit. <Stra^. I®. 

e) De anima e. 19: Homiois aoima velut surculus ex matrice Adanii 
propagioemdeductaetgenitalibus feminae foveiscommeodala cum omoisoi 
paratura puUulabit tarn iotellectu quam et sensu. 27: Etsiduas species codü- 
tebimur seminis, corporalem et animalem, indiscretas tamen vindicaunset 
contemporales ejusdem momenti. Natura veoeranda est, non erubesceoda. 

f) De Genesi ad lit. X, 23 : Bis pertractatis omoia paria vel paeoe pi' 
ria ex utroque latere rationum testimoniorumqoe monumenta pronaDtia- 
rem^ nisi eorom sententia, qui animas ex parentibus creari putant, de Uf- 
titmo parvulorom praeponderaret. 

g) Hieron. Ep. ad Pamach. 61: Ridendi sunt, qui putant animas ena 
eorporibus seri et non a Deo, sed corporum parentibus generari. Cum eoia 
caro revertatur in lerram et spirilus ad Deum, qui dedit illum, manifestofl 
est, Deum patrem animarum esse, non homioes.7Aoiiia« P, f. QuA 18. j4rt.2: 
Haereticum est dicere, quod anima intellectiva tradueatur cum semioe. 




©öttli^ed @&mbi[b. §.58. 45 

ftilb. Sa baS <£^i;i^tnt^um bitftS in bm (Sn% in JgtUtniemtti in 
»i( <Siiönt}nt bnr Sorm ftftt, Btreintfn jti^ 6(ili( ^nff^auungSntiftn 
in bn Unttrfi^titiung bon b)x «/xüv unb niQ^ ö/toltouig, iai ßra 
ft«e in bre ©eftalt, unb bif illiiftrftttfung M MUe btjtugtnb, ba« 
Untxt in aSernunft, giti^rit unb ■ßtiTii^aft übrc bie Srbf. *■) 5)tt 
aitianbtiner, übtratl bit stijlige Senbenj beä €f)iiflnit^iimd 
mtft^tibenb, cftwfltfm jtbtn Sin^UiH} beS ®innUc^cn mit btm ©Btt» 
(ii^tn, otn ben Uiitcrf4"b btr SBottc ftft^alttnb »trßanbtn jlt untn 
»xüi' bra übtt bit ganjt SKtnfc^^fit audgtgofntn SogoJ a(ö anlagt, 
nntft öiiolotats bit fttit ^uebitbung jum oBttttc^m Stfctn. ') £ßa^ 
Hm äntfiFfc btä 4. 3a$r^. wutbt baS ®titn611b bDinc^Ct^ in eint 
niiaüxüä) aufgefaßte %ifnHäiftü mit bn 
lU !Kn(ag( unnetlo»n, bif SReinuiig ((im 
tifi^,') wä^rmb ti ioH) füt tint ©tdg« 
ihIi^ in ©ctttSgdft ata ^. @n^ jur S 
Raturge^&rtf/JDfftntUi^tKrlortn fi^itn." 
glaubm wurbf bU Urjtit für itf^n unb gl 
bra älttftm Jtic^tnsättrn bie ®ittli(^[dt 
fi^ulb.") %u(^ aigtfr^n uon irncm ISilbt 

nnit Uif^jninge unb nad^ ftintm 3ffl* ^'f ®ott^tit bmvanbt, °) o^n« 
bui^ bcn Sbgrunb jWtf^tn ®ott unb 9)Itnfi$ gu überf^nüni. — 3>n 

hj Jutlini Fngm. de resorr. c. 7. Iren. V, 16, 1. wg. nt. tn. 

i) dem. Stromtit. II. p. 499: Tivit iiSv ^fietigiay Touh itar ilxö- 
ifivKi TÖv oii»oia7iov TO xaS-' ö unCio- 
waip ud.i.tti' änoXuftßdvdv kxdix"*''"'^' 
ia quidem digDititem in prima condiliooe 



a faeianu« bominem. Tr. de eo, gnid lit 
h : Haer. 64, 4. 70, 3. Aacorat. Cj55 ■*. 

JlVfVflÜTW illttfOQBt to/iiv loy TÖ ftiy 

^ i^f 'l'vx^t, 9toii elxtäv xal ö^odufftr 
ns npoiroif vji^qx^''' '■ ^^ : Xpij Xotniv 
V, toBto »11* ovai^TsXv, Ztvyvvvai *( tifv 
ren. V, 6, 1 : Perfaclus bomo comnixtio 
tis SpiriUm Patris et adniixta ei earnii. 
agioem Dei. — Si «Dlein defaerit animae 
aeta quidrin babens in plasmate, timili- 
Spiritsm, cf. IV, 38, 4. 
mal x^iE/TTOfEf iiiiäv xal iyyviiQai 9e£v 
li morlalium, qDiqns ex biageoiti, nalD- 
idem habebant et duceia et ie)[eiii. Sed 
itcareaaTraade, dod Tuere sapienleB. Noa 
Ins viral e>, nt ila dieain, a Diii receiles. 

■ IV, 3S, 1. 3 

oj Tertut. Pram. e. 5 : Homo ■ r*tioa*li arliflce dod lantnin Tkctas, sed 

eliaB tx HDbiitDlia jpslas Animalos. Cietn. Paedag. III, 1: 'O Sv^QoiTiac f> 

oörotxo! ö löyos — »(b; Ixilvos o ärS-fionot yirtrai. Greg. JVa«. Or. 1 : 

[T. I.p, 1 1.] Tö jiQoxtffiO'oy, niiQäaat >l>ux^^ '"^ ägnäoai xonftov xal 



46 Cntologit. atitIrro))olDgit. @ap.l. B. 

tif fm ®iiiii, »t((^™ tat gRitUloItrr in im ©(^SpfungegefiftiÄtf fmi, 

»at nut gti^if^t ^nafnfiung btl ®tf(^i(^tli{^n.^) !t)'u 3u|länbt un) 

Wiglii^friltit bf4 )iaraHritf<^rn üttxni ivurbni Don brn St^üIa^iErn 

nil r^anrofKfc^m ®(^arfjiini mDogrn. 3n btr gtin^ift^tn Air^i 

feUtb iit alreanbTinift^t Untnrf «Reibung jiDJf^tn t/xiär unb Ö|UOi'oiit(,-,'<^ 

in fc€t r6inif<^n Jtiri^t iBUtbt t^fiH nai^ ^uguflin imago auf bi 

Chfranlni^, Kiailiiado auf bic Strbc brjDgrn, t^cild Irgtt bti [airi 

nift^t €))rai$gtbTau(^ gr&gritf Snctt^t auf imago.') Qtugußln, a(l 

rr aütt xtUqii^t itita bun^ bit €ünbt Mrlorcn ai^tttt, mugtt and 

bafl g&ttCii^r <£6(n6i[b DttlcTrn ^lita.') 9btr rr fonnte baffelb« ii 

bit ^ngtbnK^tm Srftanbt^cilt jtrltgtnb fii^ but^ bae 3u9r{tänbni{i 

bap (i nut tntßtUt ffi, btr ^nstbrat^trn 31nfic^t n?i(b(r anfditir^tn.'; 

^a1)ex fli^ b(i@(grnfa( btA ^tlagiuS (in nur atfl BcTflirgnib bar 

»OTjugt unb in itbrm Ainbt ntugtbornt.' 

rn @f3rnfa| brf »ritoinm ^aiabicftd U( 

<atnbun8. bit Unfi^ulb aCS <$tiEigfrlt an 

i(b bafl Sbtnbilb alt ancrfc^affnt rrÜgiiSf' 

t unb SRi^tidfttit unwrlifrbat, unb W 

in ©Ott.") 3)a^(r »trn^arb baB g6th 

Joüi'ni Sf^jt * xul tö xai ttxöva, ij (tfrov iijp^ffnj, ij xiviuvivov j;tipa;'iif 
}^<nit, 1) Jm^^i/ic ävaaiiaao9Bt — »el tö xKfälaiov, ff*öv noi^dni. 

;ij Thomat P. l. Qit. 102. .4r^ 1 : L'trnm p*radisDi Bit locas caryonui 
Quae de paradisa io Scriptnra d[ciiDlnr, per moduni narraliDnis bistoricn 
propODDBlar. In amnibni auteni, qgie lic Scriplara tridjt , est pro rondi 
mento tenend» verjtas hliloriie, e[ desDprr ipirilnalcs cxpositiones ftbri 
caudie. Duhm Seat. L. IL D. IT. Qu. 2: Tres sraeralfs de paradiso sf» 
tepliie annl. Una enrnni, qni corpar>[iter iatelligi votuot, Alia eorDDi, qn 
■pirilDaliler. Teriia eoram, qni atroque modo paredisnni accipiunt. Ter 
liam mihi placere flleor. g) Joan. Damasc. da fidt urlhed. Ii, VI 

T6 fiiv xai ttiiöytt To ivtQÖr iriloi xa\ aüif(ovaiov TÖ Sh xa&' iiftclu- 
air t^ tijs (tptt^f xara li Jvvaröv iiftolBiatv. 

rj Aaielmi .Vedilatio I. de hum. eondfl. dignifote et mUeria r. 1- 
AsDosce aliud rsse inagiDem, «lind »imililadloem. Verbi causa pntestbt 
bere aiaiilitudiDem qnaadain cam bomine eqnus, imaginem Vrro boinioi 
QDB habet Disi nller boiRn rjasdem nitorae, enjua imaga eal. Dignior i^i 
tor BJt imago, qnam simititudo. 

ij DeGeneii ad/it.fl, 27: Dicit Apottolaa, extpalianlvä vos vetetii 
hominem com acliboa loia iiidDitfl novam, qiii renovatnr in aenttioncmDr 
lecundun imaginsm ejai, qui «reavit enm. Hanc imaginem in »piriiu mn 
tit improKam ptrdidit Adam per peccatom, quam rrcipimut per graliim 

t) Hefraclatl. II, 2i : Quod dixi, Adam inaginem Dei, sECandum quin 
faetuaeat, perdidisse peccalo, non sie accipiendum eat, lanqaam ia conulh 
remanaeril, aed qnod tam derormia, ut rerormalione opus haberrt. 

vj Slaib Augutt. de nat. et gratia c. Tl : Naturalem esse omniam sri 
Baam voloptateia lesHmonio uaiversitalia docrmur. Haoc antem voiuptl 
tem et cancopiaceDliam inle peccalom in paradiao fniase, res ipsa detit 
rat, qnia ad delietDin via per coneopiscentiam Toit, Merralor, Cotnmowt 
II. p. 133 ait iiiitt b(« Sileffiu« : Parvuli qiii naseontur, ia eo alatn sml 
in quo Tail Adam «nie praevaricationem. 

vj De eoneept. virg, c. 1 : Adam et Elva originaliter b. e. in ipso i> 



®mi<f)eimmbi\t). §.5S. 47 

Mit dbtnHÜ) ff(bß noi^ in bra gtammtn bre i^SIft fa^. Um bie 
ffiBglic^Wt btS ajfrluflrf unb bie 3BittIi(^lEit bn: öDr'feanbntn ©iju; 
wn göttlit^tn StfetnS jii ertlätm, tinttrf^itb Z^omai t'm ISbeaiiib 
ttt Utatut, bet @nabt unb bfi: ajirfCärung, fo baß 9H)am bie noH' 
lummmt ^Tugcnl [jusiiiia originatis] gtdiö mit ttt ®(6B()fung alB 
g&ttli[^t8 ®Ef(^fnf Empfangen ^abe, iPEnn nui^ jut ^tulübung öidfr 
SugtnbEn buB 5Jarabi(e ffine ®(Ieg(n^eit tot.") ®iS)on Ui Somtar: 
bul jfigt jt(^ bEV Sttim befl nat^mafS ^ifrrft^Enben SE^rfiEgriffS,") ber 
Kmfi^ gEfi^affEn ia piiris Datur.ilibus, reoju bei bft ©i^&pfunß aI3 
donum siipfrnalornle fiim justitU originnlis et iiDmorlalitas, biEfFS 
BErliertar. ■&iEran fd^Io^ fi^ bie Ätt^futE^rE Oun SrlEnt, bap bcr 
ftftf aSraf^ btt ■§«If9[Eit, in bis rr EingEfegt mar, Berlor.'') 3n 6e= 
SimmfttEr Saffung : bog ber TOenft^ frei unb ' n fEl, 

BjDju aJ6 ©nabEngtft^Ent Unftttfctif^ftit unb (%tig= 

(ntfam.') ^Dirfat^Dttf^rX^tDUgie ^at b ibmlt 

bn alrranbi'intfi^En UntEtfi^Eibung »nbunben : Dago, 

i^[E@ntn)idIung simiiitailo.'') ^aä nEuriEgi )tb(in 

Sbani im aUgfmtinFn Wt\i1}tit unb .^Eiligfri .'''') 

inilio, moi ul bamines exslilernnt, sine ioler ^. ..eraat. 

C.2. Naiar« bumana in ioraDMIiua nancitnr cum debilo liabeDdi originaleiu 
jnitiliani, qoara seuiper servarevaluit. Hledit. Xlf, 1 ; Cum l« invoco, nli- 

oisi ego eisern ia te, »od esses in lae. — F. R. Haue, Anselnii Cantuar. 
it Imng. Dei doclr. Ljis. 835. 

wj P.l. Qu.^-i. Jit.%: Imn^o Dei io bomiae est Iriplex, scilicet nala- 
rae, gratiae et gtorlae. Q'i. S5. Art. 1 : Qüidnin dicuot, qnadprtmas hnmo 
flon luit creatns in gratia, sed po«tinodui9 gratia fail sibi colUla anteqnam 
peccasset, Sed qnod faerit eoadilos in fratia, ut alii dicnni, videtor re> 
fairere ipsa reEtilndo primi slataü, in qna Dens hominem Fecit. Qu. 100. 
Art. 1 : Juslilin originali», in i|Da primus homo rondilus fnit, fait aeeidens 
ailarae sppciei, nnn qnasi ex principiis speciei cDusatain,aed lanlnm aient 
qaoddaiQ dtiniim divinitns dalnm. Qu. 95. Art. 3 : Homo in atala innocen- 

y) C- Trid. Sm. f. Oerr. de peev. or. can. 1 ; Primiini homineni in 
paradiso sanclilaiem el jn^iiMam, in qaa eonatitutus Tuerat, amiaisae. 

ij Cat. Rom. I, I, 46: [Dens] e\ limo terrae bomiaem sie corpore aF- 
reelnm effinxit, nt non qaidem nalnrae ipäius vi, sed divino bin^eio im- 
■ortalii esaet et impaaiibilia. Qnad autem ad animam perlinet, eum ad 
imaginem et simililudinem suam fonnavil liberumque ei arbilrioin Iribail: 
«mnes prifterea mntua inimi ntque appeliliones ila in eo tenperavil, nt 
ralionis imperia nnnqnaio non parerenl. Tam originaüs joatitiae admira- 
bile donunt addidit, ae deinde caeteris animantibas praeease voluit. 

aa/ Peronne, Pratll. Iheal. T. I. p. 437 : Catkotiea doctrina est, (am grtt- 
liam aani'lifieantem, tarn Inmaniialrm a concnpisceniia ac immorlalitstem 
tuperaaturafta esae ic naturae iianianae indebita, sienl Dena, «aivis attriba- 
iis9<iia,sine illiapolueritbomineiDcondere, necadjeceritejuainadi tfotmnisl 
gratnito, — Beltarm. de gratia primi hom. c. 2: Iratgt», qnae est ipsa na- 
tura menlii et volnolatii, a solo Deo fieri potuit: siniilitudo aulrm, qoae io 
virtnte et probilate conaistit, a aobis quoqne, Deo adjuvante, perflcitnr. 
bbj Co«/. Orthod. P. I. Qu. 33. 



48 Dntologie. Xnt^ro^ologte* dapj. B. 

CkemnititTr.dt iBa9*Dei in hom.Vit. 570. 4. Cotta^ derectitudioe bomi- 
■is f rimaeya. Tab. 753. 4. (r. Werntdorf, de reliqaiisimag. div. Vit. 720. 4. 

9{eBen brm einfa^en ®(auBen/ ba§ jeber (Stn^elne feinm ®runb in 
®ott l^abf/ »UTbe ble l^ißotifc^rSBa^r^eit bet ^ebtaif^en ^d^&^fung«- 
grfc^id^te )90Tauddefe^t/) 3n be tt ättetn ®^m Boten iß bad g&tt- 
Ii(i^e (SBenBitb att religi&fe SSottenbung ober Anlage ^bamd, uttSe.- 
flimmt oB me^t bad Sine ober me^t bad ^nbte/ o^ne iHu(ff!(^tna^ine 
auf bie ^ergebtai^ten Unterfc^eibungen/ ald tin berlomeS Bejeic^net*^) 
3)ie i8ertpanbtf(^aft bed SRenfc^en mit @ctt tpitb nur in SSe^ug auf 
(^riß(i(^e Bußanbe bargelegt. 9Beit ber iSerluß einet @aBe; bie ni^t 
eigentli^ ju feinei: Statur ge^&rte^ bem SRenfi^en tpenig gu nel^men 
fd^ien, i^atte Sutl^et bad g&ttli(^e SBenbilb att ^ur menfc^U^en 'J^a- 
tut gehörig öef^rieben/) 3)iefe 9tuffaffung toirb in ber ©onccr- 
bienformet boraudgefe^t^ bo(^ bur(^ eine 93egripBe{lintmung bon 
natura bafur geforgt/ ba$ bur(!^ ben ^erlufl bed g&ttUd^en @6enBitbe^ 
ni(3^t^ UBefentlici^eö au0 ber menfö^li^en 9'latur berloren f^eine.^) ^m- 
na^ (ejeii^neten bie a(t(ut^erif(^en 5Dogmatifer bad(SBen6iIb ald 
natoralis, boc^ accidenlalis unb propagabilis/) unterfi^ieben einen 

a) CaU min. p. 370: Credo, quod Deas creavit me, aoa com omoibus 
ereataris. F. C, p, 573 i: Deos dod modo Adami et Hevae corpus et ani- 
mam aate laptam , veram etiam corpora et animas oostras post lapsDm 
creavit. Conf, Helv, //. e, 7. 

h) Ap, Conf.p. 53 s : JuMtitiaoriginalU babitara erat non solum aeqnale 
temperameDtum qaalitatam corporis, sed etiam baec dona^ notitiam Dei cer- 
tiorem, timorem Dei, fidociam Dei, aut cerie rectitadiuem et vim ista effi* 
cieadi. Idqae testatar Scriptura, cam ioquit, bomioem ad imaginem et si- 
militadtoem Dei conditam esse. Quod quid est aliad, nisi io homine hanc 
sapieotiam et jastitiam e£Bgiatam e8se,quaeDeam apprebeoderet et in qua 
relaceret Dens. Noo est ergo aoima ad imaginem Dei, in qua Dens qon semper 
est. p,b2: Propriis viribus /)oi«a diligere Deum super omnia, facere prae- 
ceptaDei, quid aliud est, quam babere jostitiamoriginis? Conf.Belg. Art, 
14 : Credimus Deum ex liroo terrae bominem ad imaginem suam creasse 
bonum, justum et saoctum, [atque in oronibus plane perfeclum] qui pro- 
prio arhttrio suam voluotatem ad Dei voluntatem componere /;otf«e/* 

e) In Genes, c, 3. \T, Lp, 83.] Quare statuimus, justitiam noo esse 
quoddam donum, quod ab extra accederet, separatumque a natura homi- 
nis, sed fuisse vere naturalem, ut natnrae Adae esset diligere Deum, cre- 
dere Deo, cognoscere Deum. 

d) F, C,p, 577 : Bst diligenter observanda varia significatio vocabuli 
[natnrae]. Quandoque enim ipsam bominis substaotiam significat, ut cum 
dicimus: Deas bumanam naturam creavit. Interdum vero per vocabulum 
naturae intelligitur ingenium, conditio, defectns, aut Vitium alicujus rei, ia 
ipsa natura insitum et inbaerens, ut cum dicimus: serpentis natura est 
icere, hominis natura est peccare. Et in bac posteriore significatione voca- 
bulum non ipsam bominis substantiam, sed aliqnid, quod in natura aot 
substantia fixum inbaeret, denotat. 

e) Holla» p, 477 : Imago Dei , non quidem naturam primi bominis per 
modum partis essentialis constituit, neque ex natura ejusdem per s« et ae- 
cessariovelut proprium inseparabileemanavit: attameu lui/t/ra/i« fait, quia 



toeffntfi(3^en Sn^^att beffelöen i)Ott BtofI l^tnjugcfommenen üBernatut* 
fi^en ®aben,') unb nal^crtett fidfe auö^ barin lieber bcr altern ii^el^re, 
bag fie Balb bic UntoerlieiBarfctt cincS [(J^tpad^cn ÜBerrefleö jugeflan» 
bfn,8) I6alb burö^ Untcrfd^eibung elneö elgcnttiö^en unb uneigenttic^en 
6Bcn*itbe0 baö ^c^trc aö un»et{tertar In bie geijHge Statur beö 5Wens 
fi^cn feftten.^) 5Dlc trid^otomifcJ^c Unterfd^elbung öon, ©eifl unb <BttU 
öerroarfen fle all f(^tt) atmer ifd^/) ben 6reatiani§mu§ afö ^jetagia« 
nifd^.^) 5Dte reformirte 5Dogmatif Befd^rieB inögemein ben ^)ara5 
bifjlfd^en Sujlftub Weniger iiberfcl^ivangtic!^ unb 6eborjugte ben ßrea« 
tianUmuöJ) 

§. 60* 9leitete Xnfld^ten. 
5£)ie Soniectur eine! ^jraabamitifc^en ©efd^ted^tö, elnji auf bie bo^)« 
Hte Srga^tung ber ©enefil ge^u^t unb l^eftig jurüdfgetoiefen, hjurbe 

per creationem cum ipsa hominis natara esse coepit, adeoque ipsi tum de- 
bila, tnm peuitissime infixa fuit, et per naturalem generalionem ad poste- 
ros propagari potuit, 

J) QuenstP'II-P'^ss: Forma imaginis divinae consistit in excellenti 
qaadam hominis cum Deo 7iQ(oroTV7i(^ conformitate, omnium facoltalum, 
eam animae, tum corporis, integritatem complectente. 1) Principalis con- 
formitas sita fnit in anima: a) conformitas intellectus hnmtini c\im Deisci- 
entia et sapientia, b) voluntatis seu appetitus rationalis conformilas cum 
Dei sanctitate et libertate, c) conformitas appetitus sensitivi cum Dei ca- 
slitate, puriiate et avraqxeCq, 2) Secundaria conformitas consistebat in 
corporis impassibilitate et immortalitatey extra hominem in externo in 
caetera animantia dominio. Adjuncta imaginis Dei sunt a) naturalis ejns- 
dem acmutabilis inhaesio, h) naturalis propagatio, c) amoenissima babitatio,' 
d) donorum supematuralium accessio: cujusmodi sunt snpernaturalis Dei 
favor, gratiosa S. Trioitatis inhabitatio et resultans inde deleclatio. 

g) Gerhard T. JI. p.2\9 i Si imagodivina accipiturpro principiis nebis- 
cum natis, quae sunt tenues quaedam reliquiae imaginis divinae in mente 
et volunlate homiois et velut rudera pulcherrimi aedificii : fatemur itidem 
imaginemDei non esse penitus amissam, cum adhucopus legis scriptum in 
cordibus etiam non renatorum. Sed si juxta Scripturae explicationem acci- 
pitur pro justitia et sanclitate , quae in bomine ante lapsum fuit, dicen- 
dum est utiqiie esse amissam. 

h) Quenst. P,II.p,Z: Image Dei accipiturvel improprie, atqne sie qui- 
dem vel pro ipsa essentia animae, intelligeodietvolendi facultate praeditae, 
quomodo nonnulli veterum imaginemDei accepernnt; vel pro generali qua- 
dam congruentia et analogia , qua anima hominis quaedam S-sTtt exprimit, 
seu exemplar quoddam divioitatis ; vel pro dominio in animantia, quod ac- 
cidentaliter saltem iroaginem Dei respicit. Vel sumitur proprie pro inte- 
riori illa virium integritate et rectitudine primo bomini concreata. 

i) Hollaz p. AiO: Homo [constat ex duabus partibns, anima rationali 
et eorpore organico. Antithesis est Paracelsi^ Weigelii et aliorum, ex quo- 
rom mente tres sunt partes, spiritus, anima et corpus. 

k) Id. p. 414: Anima humana bodie non immediate creatur, sed a pa- 
rentibus generatur et in liberos traducitur, Non ex traduce sivc semine 
foecundo tanquam principio materiali, sed per traducem, seu medianle se- 
mioe prolifico, tanquam vebiculo, propagatur. 

/; ©dtnerfenburger, »erglei^» JDarilt 53, II. ©.ISö ff. @(ijtt)eijcr, 
mmhmU f&. I. @* 450 f. 

JDoflmatif. 5.«ufl. 4 



48 Dntologie* Xnt^ro^ologie« dapJ. B. 

CAemfit^'t Tr.de inag. Dei io hom.Vit. 570. 4. Cotta^ derectitudioebomi- 
Dis f rimaeva. Tab. 753. \. G, Wcrntdorf, de reliqaiis imag. div. Vit. 720. 4. 

9{eBen bem einfad^en ®(auBen^ ba§ jiebft Qin^elne feinen ®runb in 
®ott l^a6e; tvurbe bie ]^iflorif(^e9Ba^4eit bet ]^e6taif(^en ®^i}^fung^ 
gef(^i(^te boraudgefe^t/) 3n ben attern (S^mBoIen iß bad g6t^ 
(i(^e (S6enbi(b atd tengi5fe aSottenbung ober Anlage ^bamd, utt6e: 
fiimmt ob me^t bad (Sine ober me^r bad %nbre/ ol^ne ^üdEfld^tnal^me 
auf bie ^ergebtad^ten Untcrfd^eibungen/ aW ein berlorneö bejeic^net«*) 
3)ie i8ertoanbtf(^aft bed SRenfd^en mit ®ott toirb nur in ^e^ug auf 
d^rip^e Bußanbe bargetegt. HBeit ber iSerlufl einer @abe/ bie ni($t 
eigentli^ ju feiner 9^atur ge^5rte/ beut SRenfd^en n^enig gu nehmen 
f(!^ien/ ^atte Sutl^er bad g&tt(i(^e Qbenbitb ategur menf(^U(]§en 'J^a^ 
tur ge^Srig bef^riebcn.*) 3)iefe 9tuffaffung toirb in ber ©oncor- 
bien formet boraudgefe^t/ bo(^ burd^ eine ^egripBeßimmung "an, 
natura bafür geforgt^ ba$ burc^ ben aSertufi be0 göttlichen @6enbi(bed 
niö^tö aBefentli(!^e8 au0 ber menfö^licl^en 9'latur berloren f^eine/) ^xn- 
nad^ bejeii^neten biea(t(ut^erif(^en 5Dogmati!er bad@Benbitb ott 
nataralis, bod^ accidentalis unb propagabilis,*") unterfi^irben einen 

a) Cat. min, p. 370 : Credo^ quod Deas creavit me, ana cum omoibu 
creatoris* F. C* p. 573 s: Deas non modo Adami et Hevae corpus et aoi- 
mam ante laptam , verum etiam corpora et aoimas nostras post lapson 
creavit. Con/, Helv, IL e, 7. 

h) Ap* Conf.p, 53 1 : Juttitt'aoriginalis babitura erat dod solum aeqnale 
temperameotam qaalitatum corporis, sed etiam baec dona^ notitiam Dei ce^ 
tiorem, timorem Dei, fiduciam Dei, aut certe rectitadiuem et vim ista ei- 
cieodt. Idqne testatur Scriptura, com ioquit, bominem ad imagioem etsi- 
militudioem Dei conditum esse. Quod quid est aliud, nisi io homioe hane 
sapientiam et jastitiam efißgiatam esse, quae Daum apprebenderet et in qoi 
relaceret Dens. Noo est ergo aoima ad imaginem Dei, in qua Deus qoo semper 
est. p, 52: Propriis viribus /)o««a diligere Deum super omoia, facere prae- 
ceptaDeiy quid aliud est, quam habere justitiamorigiois? Conf^Belg. Art 
14 : Credimus Deum ex limo terrae homioem ad imaginem snam creasse 
bonum, justum et saoctum, [atque in omnibus plane perfeclum] %{\i\ pro- 
prio arhitrio suam voluotatem ad Dei voluntalem componere /;o^«e/. 

c) In Genes* c. 3. \T, /. p. 83.] Quare statuiuius, Justitium non esse 
quoddam donum, quod ab extra accederet, separatumque a natura homi' 
ois, sed fuisse vere naturalem, ut naturae Adae esset diligere Deam, cre- 
dere Deo, cognoscere Deum. 

d) F. C. p, 577: Bst diligenter observanda varia significatio vocaboli 
[naturae]. Quaodoque enim ipsam hominis substantiam significat, ut can 
dicimus: Deas humanam naturani creavit. Interdum vero per vocabulaa 
naturae intelligitur ingeoium, conditio, defectus, aut Vitium alicujus rei, in 
ipsa natura iositum et inhaerens, ut cum dicimus: serpentis natura est 
icere, hominis natura est peccare. Et in hac posteriore sigoificatione voea- 
bulum non ipsam hominis substantiam, sed aiiquid, quod in natura aot 
sobstantia fixum inhaeret, denotat. 

e) Holla» p» 477 : Imago Dei , non quidem naturam primi hominis per 
modum partis etsentialis coostituit, neque ex natura ejnsdem per s« et oe* 
cessario velut proprium inseparabile emanavit : attamen naturalis fuit, qoia 



®mi^a <Bf>tnUl\>. §. 59. 60. 49 

totfmiiiä^m Srif^att bejfetten \>on BtofI l^tnjugef ommmm uöetnatut^ 
fidlen ® aBett/) unb naf)txUn fidfe auc^ barm toieber ber altern ficl^re, 
bafi fif Sotb bie UntoerlierBorfeit cincS ^ä^toaä^m Üöerrejieö gugcflan« 
bell/ 8) balb burc!^ Unterfd^cibung elneö eigenttid^en unb uneigcntfic^en 
66enBiÖ)e0 baö )i^c|trc al« umtxluxhax In bie geijHge JWatur beö ÜReiis 
f^en fefeten*^) J£)ie trld^otomif(!^e Unterf(ftelbuttg toon ©ei^ unb @eete 
terroarfen fle aU f(^n?armerif(3^/) ben ßreatianiömu^ att pdaQia» 
nlfd^*^) 3)ie reform trte 5Dogmatif Befc^rieb inögemeln ben^jara« 
biffifd^en Sujiflnb toeniger uBerfd^ivangti^ unb Betoorjugte ben ßrea* 
ttanUmit^J) 

§. 60« ntutn finfltftttn* 

5£)ie Sonicctur elncö i)raabamltif(i&en ®ef(3^te(!^t0, elnfl auf bie bo^j« 
Hte ©rga^tung ber ©eneflö ge^ü^t unb l^efttg jurüdfgetolefen, tourbe 

per creationem cum ipsa hominis natura esse coepit, adeoqoe ipsi tum de- 
bita, tarn penilissime infixa fait, et per naturalem geoeralionem ad poste- 
ros propagari potuit. 

J) QuenstP'II'P'^fs: Forma imaginis divinae consistit in excellenti 
quadam hominis cum Deo nQüirorvnt^ conformitate, omnium facoltatum, 
cum aoimae, tum corporis, integritatem complectente. 1) Principalit con- 
formitas sita fuit in anima: a) conformitas iizfe/Zec///« hnmani cum Deisci- 
entia et sapientia, b) voluntatU seu appetilus ratiooalis conformilas cum 
Dei sanctitate et libertate, e) conformitas appetitus sentitivi cum Dei ca- 
slitate, puritate et avraQxeitf, 2) Secundaria conformitas consistebat in 
corporis impassibilitate et immortalitate^ extra hominem in externo in 
caetera animantia domioio. j4iffuncta imaginis Dei sunt a) naturalis ejus- 
dem acmutabilis inhaesio, b) naturalis propagatio, c) amoenissima babitatio^* 
d) donorum supematuralium accessio: cujusmodi sunt snpernaturalis Dei 
favor, gratiosa S. Trioitatis inhabitatio et resultans iode delectatio. 

g) Gerhard T,JLp. 2\9i Si imago divina accipitur pro principiis nobis- 
cum natis, quae sunt tenne» quaedam reliquiae imaginis divinae in mente 
et voluntate hominis et velut rudera pulcherrimi aedificii : fatemur itidem 
imaginemDei non esse penitus amissam, cum adhucopus legis scriptum in 
cordibus etiam non renatorum. Sed si juxta Scripturae explicationem acci- 
pitur pro justitia et sanctitate, quae in homine ante lapsum fuit, dicen- 
dum est ntiqiie esse amissam. 

h) Quenst, P.I[.p.3: Imago Dei accipitur vel improprie, atque sie qui- 
demvel pro ipsa essentia animae,intelligeodietyolendi facnltate praeditae, 
quomodo nonouUi veterum imaginemDei acceperunt; vel pro generali qua- 
dam congruentia et analogia , qua anima hominis quaedam ^eia exprimit, 
seu exemplar quoddam divinitatis; vel pro dominio in animantia, quod ac- 
cidentaliter saltem iroaginem Dei respicit. Vel sumitur proprio pro inte- 
riori illa viriom integritate et rectitudine primo homini concreata. 

i) Hollaz p. AIQ: Homo [cons tat ex duabus partibus, anima rational! 
et eorpore organico. Antithesis est Paracelsi, Weigelii et aliornm, ex quo- 
rom mente tres sunt partes, spiritus, anima et corpus. 

k) Jd. p, 414: Anima humana hodie non immediate creatur, sed a pa- 
rentibus generatur et in liberos traducitur. Non ex traduce sive semine 
foecundo tanquam priocipio materiali, sed per traducenif seu mediante se- 
mine prolifico, tanquam vehiculo, propagatur. 

O^ä^ntäenhnx^tx, mglei^. 2)aril. 53, II. €.185 ff. (Bä^toti^ex, 
(BimAtniU ^. f. €. 450 f. 

3)ogmatif. «.«ufl. 4 



48 Dntologie. Xnt^ro^ologie. dapj. B. 

ChemnitiiTfAe inag. Dei io hom. Vit. 570. 4. Cotta^ derectitadine bomi- 
Dis f rimaeva. Tab. 753. 4., (r. WerntdorJ^ de reliquiisimag. div. Vit. 720. 4. 

9{eBen brm einfad^en (SlauBen^ ba§ jieber @in^clne feinen ®runb in 
©Ott l^afee, tourbe ble :^iPorlfc^f ffia^r^ett ber ^^ebtaifö^en @(3^6^>fung«' 
gefc^ld^te borauögeff t^t/) 3n ben a 1 1 e r n ® rj m 6 o t c n i^ baö gott- 
(i(^e (Sbenbitb ald telidiSfe SSottenbung cbtr Anlage ^bamd, unSe^ 
fiimmt ob me^r bad (Sine ober me^r bad %nbre/ ol^ne ^ü(ff!(^tna:^me 
auf bie l^ergebraiä^ten Unterf(!^eibungen, att ein öerlotneö beieicj^net^**) 
3)ie iBertoanbtfi^aft bed 9Renf(^en mit ®ott n)irb nur in ^e^ug auf 
(!^ri^(i(^e B^^ßanbe batgelegt. HBeil ber $erlufl einer @aBe^ bie ni(^t 
eigentli^ ju feiner 9^atur ge^irte/ bem 9Renf(^en menig gu nel^men 
fd^ien^ ^atte Sutl^er bad g5tt(i(^e SbenbUb ategur menf(]^(i(^en 'Jla^ 
tur ge^&rig 6cf(3^rie6en/) S)iefe ^uffaffung toirb in ber ©oncor- 
bien formet boraudgefe^t^ bo(^ bur(^ eine ^egripSeflimmung bon 
natura bafur geforgt/ baf bur(^ ben ^ertufl bed g&ttHd^en ßben'Bilbed 
ni(3^t0 aBefentli(!^c3 au0 ber menfc^liiJ^enÖ'latur berloren f^eine.^) ^m- 
nad^ 6ejei(^neten bie attlutl^erifc^en 5Dogmatifer bad@6en6i(b ott 
naturalis, boc^ accidentalis unb propagabilis/) unterfi^ieben einen 

a) Cat, min, p, 370 : Credo, quod Dens creavit me, aoa com omaibiu 
creatoris. F. C. p. 573 s: Deas noo modo Adami et Hevae corpus et aoi- 
mam ante laptam , verum etiam corpora et animas nostras post lapsan 
creavit. Conf, Helv, II. e, 7. 

b) Ap, Conf,p. 53 1 : JustitiaoriginalU babitura erat dod solum aeqnale 
temperamentaffl qualitatum corporis, sed etiam baec dona^ notitiam Dei cer- 
tiorem, timorem Dei, fidociam Dei, aut certe rectitadiuem et vim Ista effi- 
ciendi. Idqoe testatur Scriptura, cum inquit, bominem ad imagioem et si- 
militudioem Dei cooditum esse. Quod quid est aliud, uisi in bomioe bane 
sapieotiam et jnstitiam efißgiatam esse,quaeDeum apprebeoderet et in qm 
reluceret Deus. Noo est ergo aoima ad imagioem Dei, in qua Deus i^on semper 
est. p,b2: Propriis viribus /»oiia diligere Deum super omnia, facere prae- 
ceptaDei, quid aliud est, quam babere justitiamorigiois? Conf.Belg. Art, 
14 : Credimos Deum ex limo terrae bominem ad imagioem suam creasse 
boDum, justum et sanetum, [atque in omnibus plane perfeclum] quij^ro- 

' prio arhitrio suam voiuotatem ad Dei voluotatem componere /;otf«e/. 

e) In Genes, c, 3. [T, L p, 83.] Quare statuiuiu«, justitiam ooo esse 
quoddam donum, quod ab extra accederet, separatumque a natura homi' 
nis, sed fuisse vere naturalemy ut naturae Adae esset diligere Deum, cre- 
dere Deo, cognoscere Deum. 

d) F. C. p, bll : Bst diligenter observanda varia significatio vocabnli 
[naturae]. Quaodoque enim ipsam bominis substantiam significat, ut com 
dicimus : Deus bumanam naturam creavit. Interdum vero per vocabuluo 
naturae iotelligitur ingeoium, conditio, defectus,autvilium alicujus rei, ia 
ipsa natura iositum et inbaerens, ut cum dicimus: serpentis natura est 
leere, bominis natura est peccare. Et in bac posterfDresignificationevoca- 
bulum non ipsam hominis substantiam, sed aliquid, quod in natura aot 
substaotia fixum inbaeret, denotat. 

e) Holla» p, All : Imago Dei , non quidem naturam primi hominis per 
modum partis essentialu constituit, neque ex natura ejusdem per s« et oe« 
cessariovelut proprium ioseparabile emanavit : attamen7Ui^ra/t«fuit,qoia 



®ömi(i^e« <Bf>tnUU>. §. 59. 60. 49 

toefentfiij^en Snffatt beffelfeen toon BtofI i^injugefornmenm üBernatut« 
li(^en ®aBen/) unb nabelten fidfe aud^ batln lieber ber altern ficl^re, 
ba§ pe Balb bie UnöerlieiBarfeit elneö fc^^toad^en ÜBerrejlcö gugcfian« 
bfii/S) Balb burö^ Unterf(!^elbttttg elncö eigentlid^en unb uneigcnttiö^cn 
S6cnBilbe3 baö )i^e|trc alö unocrlterBar in bie geijHöe JWatur beö aWen* 
fd^ftt fc^tfn*^) J£)ie trt(ä^otomtf(!^e Unterf(ftelbung toon ®eip unb (Seele 
terroatfen jle att fd^ttjarmerifiö^ /) ben ßreatlaniÖmu0 olö ^jelagia« 
nlfd^.^) 3)ie tefotmirte 5Do0matlf Bef(!^rieB Inlgemeln ben ^)ara« 
biffifc^en 3«ftÄnb toeniger uBerfÜ^ivattgllc^ unb Beöorjugte ben ßrea« 
tianUmuSj) 

§.60. ntutttfinMttn* 
S>it Sottiectur eineö ^xaai>amiti\ä)m ®ef(!^le(3^t0, einfl auf bie bo^)« 
Mte Srgal^tttttg ber ©eneftö ge^ü^t unb ^eftig jurütfgetpiefen, touvbe 

per creationem com ipsa hominis natura esse coepit, adeoque ipsi tum de- 
bita, tnm peoitissime infixa fait, et per naturalem geoeralionem ad poste- 
ros propagari potuit. 

J) Quenst P* II' p- ^ SS : Forma imaginis divinae consistit in excellenti 
qnadam hominis cum Deo ttqüjtotvtk^ conformitate, omnium facultatum, 
cum toimae, Inm corporis, iotegritatem complectente. \) Principalit con- 
furmitas sita fnit in anima: a) conformitas mfe/Zecf^« humani cum Deisci- 
CDtia et sapienlia, b) voiuntatü seu appetitas rationalis conformilas cam 
Dei sanctitate et iibertate, c) conformitas appetitu* sentitivi cum Dei ca- 
slitate, poriiate et avtaQxsitj^. 2) Secundaria conformitas consistebat in 
corporis impassibilitate et immoj'talitate^ extra hominem in exlerno in 
caetera animantia domioio. j4(j{functa imaginis Dei sunt a) naturalis ejus- 
dem ac mutabilis inhaesio, b) naturalis propagatio, c) amoenissima babitatio,- 
d) donorum supematuralium accessio: cojosmodi sunt supernaturalis Dei 
favor, gratiosa S. Trioitatis inbabitatio et resultans iode delectatio. 

g) Gerhard T, IL p.2\9 : Si imago divina accipitur pro priocipiis nobis- 
cnm oatis, quae sunt tenues quaedam reliquiae imaginis divinae in mente 
et voloolate bomiois et velut rudera pulcberrimi aedificii : fatemur ilidem 
imaginemDei non esse penitus amissam, com adhucopus legis scriptum io 
cordibus etiam non renatorum. Sed si juxta Scripturae explicationem acci- 
pitur pro justitia et sanclitate, quae in homine ante lapsum fuit, dicen- 
dum est utiqiie esse amissam. 

h) Quenst, P.Il.p.Zi Imago Dei accipitur vel improprie, atque sie qui- 
demvel pro ipsa essentia attimae,inteUigeodietyolendi facultate praeditae, 
quomodo nonnulli veterum imaginemDei acceperuot; vel pro generali qua- 
dam coDgruentia et analogia , qua anima hominis quaedam ^a« exprimit, 
seu exemplar quoddam divinitatis ; vel pro dominio in animantia, quod ac- 
cidenlaliter saltem iroaginem Dei respicit* Vei sumilur proprio pro inte- 
riori illa viriom integritate et rectitndine primo homioi concreata. 

i) Hollaz p, AiO: Homo [constat ex duabus partibus, anima rational! 
et corpore organico. Antithesis est Paracelsi^ Weigelii et aliorum, ex quo- 
rom mente tres sunt partes, spirilus, anima et corpus. 

k) Id, p, 414: Anima bumana bndie non immediate creatur, sed a pa- 
rentibus generatur et in liberos traducitur» Non ex traduce sivc semine 
foecundo tanquam principio materiali, sed per traducem, seu medianle se- 
mine prolifico, tanquam vehicolo, propagator. 

(/©«^nerfenbuiröer, mglcic^^. 2)aril.53,ll. €^185 ff. ©djtoeijeir, 
^lMbn9U f&. f. @* 450 f. 

3)0flmatif. ö.«ttfl. 4 



50 Ontologie. Kntl^ropologie« 6a)). I. B. 

all ein fiBrr ble Qtitxtä^nunQ ber ©eneftl l^inauSö^^mbet Urfpnmg 
bfra^enfc^^dt bur(^ natur^iflodf(^f SBetva^tungen unterflu^t/) SBct 
nl(^t burc^ bie «^ciligfeit M @^viftbu(^{la6fn8 o^^unbrn )t>ar/ achtete 
bif ®(^ö<)funö«gff(^i(^tf a(d aKi^t^ttl, mr^r l^lftorift^en ober me^r <)l^i= 
lofo^)^lf(^fn Urft)rttnöfl. •*) 91u4 ble (Su^jernatuvalljlen fuci^tm bun^ 
bad 3ud^anbni^ rinnr a(tfrt^um(i(^ flnbiic^rn ^nf(^auungdn>fife bad 
gu mtfemen, n)ad barin @ottfd untvurbig f^ieti/ unb Be^auptetm nur 
bif ^bflammung t>on r ine m SJ^enfi^en^aare/ für n)e((^e btf 3^ugni{ff 
)9on 9Raturforf(^frn angeführt n^urben/) atö not^mmbig, ba(b mci^r 
gur attgemeinrn S3(utlfreunbf(^aft unb ^ruberUebf^ 6a(b mtl^x tvtQtn 
ber (Sünbennrbfd^ft, nja^renb au9 einer freieren IWaturforfc^ung fld^ bie 
%uto(^t^onenfage erneute^*^) ®tQtn ben ilrabucianilmuö unb gegen 
bie bi^otomifc^e (Sint^eilung n^anbte jiej^t grabe b{e<&a(bort^oborie ein, 
ba^ fle gum SRaterialidmud fü^re/) Unterfuc^ungen über bie Sage be0 
^arabiefeö begogen flc^ auf patxioti^i^ SBünf^e, ober auf bie Urj!|e 
ber aRenf(^^eit, ober auf bie aSorjleäungen ber «Ö^räer. ^ 3)ie (SocU 
nianer Ratten ba« göttliche Sbenbitb nur auf bie bleibenbe ^errfc^aft 
über bie (Srbe,«) bie ?lrminianer toorjugöipeife auf irbif(^e UnfterbUc^' 
feit belogen* @d lag im (Sinne ber @ntn)i(f(ung bed $roteflantidmul 
bie re(igi&fe Anlage a(d un))er(ierbar an^ufe^U/ ba'^er in fle mit belie- 
biger 3Mjif^w"9 anbrer ©eifleögaben baö Sbenbifb gefe|t hjurbe, wo- 
bei bie@u^ernaturaKflen eine ^o^ere^otenj beffelben am ?lnfange bc^ 
menf(^U(^en @ef(^(e(^tl anjune^men geneigt ivaren/) \>oii [(^n^anftr 

a) [Is, laPeyrere] Prae-Adamitae s. Exercit. super versas 12-14. c. 5. 
Ep. ad Rom. qaibus iodicuntur primi bomines ante Adam, conditi. 655. 4. 
Maretii Refutaüo fabulae praeadam. Gron. 656. — l^aHenfiebt^ b* Ur» 
»elt 0. ©e». ». JDaf. u. Untergang« »♦ me^r a(« einet äJorwelt. O. u. 8vj. 
818. SJrg» £)j)pof!tion«fcDr. 53. IX. J&. 2. (S. g. @eH)fe, ü. b. Umlf o. 
9}enf4engef(bl» oot 9(bam. ÜBrnfcbto). 820* 

6; J& erb er, b. ältefle Urfunbe b. aWenf(bengef<<>l. »ig. 774-6. 2 33. 4. 
[ffi. j. 9lel. u. Jl^. 93. V f.] <Si<b^o(n*« Uigef«. m. (Sinl. u. 9(nm. ^r«9. 
». ®abler. ^wwh. 79ü. 2 8. ©abier, Setf. ü. b. mof. eddö^^fung^gef^j. 
«Wünib. 795. ©«fenitt«, 9lbom. [(Brf<b u. @ntber6 Qnrtjcr. 93. I.] 

c; Blumenbachy de varietate generis bum.nativa. Gott. ed. 3. 795. 9(ii? 
tenr iet^, ü» b. SWenf<betiracen. [93oigt« SWag. f. Olaturf. 803. 93. V.@t.5.] 
a.».J&umbclbt,Äo«mo«»@tuttg.845. 93. 1. @.378ff. - «. SBagner, 
aWenf<benf(<>ö>)fttng u. ©eelenfubfiani. (&iiU 854. 

d) ©trouß, 93. 1. ©. 678 ff. 

e) @*enf tl, 2)ogm. 93.11. @. 154: ^IDann i^ bie aWenf<<>5 eit niibt me^r 
»ttl^rbaft ®otte« ®ef4iöj)f, fonbetni^r eigne« ^robuct.* (S. 126 ff.— j4. Men- 
zel, Tradaciaaismas ao Creatianismus? Brunsb. 856. 

P Roland, desituPar. [Dss.misc. üllraj.706.] SWi(baeIer, ii.b.geogt. 
«ttgeb»«Par. aBiett796. 3 93. 93 u t tm an n, öltefieörbf. b. SRorgenlänb. »tl.803. 
C * u It I5l ef , b. $ar. b. irb. u. überirb. W- m\)tfi. u. m^fl. [3ur. 817.] ipi. 521. 
6 r e b n e r, ü. b. bibl. 93or jl. b. «ßar. [Sttgen« 3eitf «r. 836. 93» VI. @t. 2.] 

g) F, Socini Dsp. de statu horo. aute iapsom Flor. 1578 babita. Rac. 609. 
4. Cat, Racov, Qu, 42. 

hj fftt in i^ax'o &^ 266: Imago Dei late dicta: ea primorum bomiDom 



®miä)e^ (Sbenbiß). §. 60. 61. 5t 

au^ bad 9ltU'iuifftxt^nm gtDtfcigen ber et(if(^en S^ottenbung ttnb bet 
6ro§fn Unf^ulb,*) ti« gut aSerfcugituitg , ba^ bie (bottaf)nÜä^ttit ein 
jittlic^fö fStxf^alUn bfjci(^nc, nur bad Bewußte freie 3^ mit bem«&errs 
fc^erred^te ü6er bie Srbe*'') J^it unb bo gefiel e« ber $^i(ofo^l^ie ober 
S^antafie am Qlnfange ber SRenfc^^eit tin golbne« 3'itaiter ju er* 
bKÄenJ) 3lBer «§ e g e ( erfannte in ber $arabiefed))orfle((ung nur bie 
^ütte einer 3bee, tvä^renb bie ffiirHi^feit be« aWenf^engeiflcl jl^ an^ 
ber rollen ^at&xliä^Uit l^erauöarbelten mu^te.") 3ur Darlegung einer 
Srßimmten a3ern)anbtf(^aft M ®bttli^m unb 9Renf(!^Ii^en n>urbe bal 
^ogma tt^enig benu^t^ uberl^au^t gurücfgefleQt 

§.61. stmt 
3)ie ^ebroif(^e @rga^(ung t)on ber ÜÄenfc^enfc^ö^fung ifl bur(^ il^ren 
monotl^eijiifd^en ®tanb^3unft unb burc^ i^ren flttUd^cn ®e^a(t au«ge? 
jfi(^net, aSer in i^rer ^3oetifc^ finbUc^en 5öeUanf(^auung ben anbern 
@agen beö 9((tert^um0 toom SSater^aufeberaÄenfd^^eit wefentlid^ QUiä^* 
ffiiefern fle aSer auc^ gef(^i(i^t(i(^e ffia^r^eit ent^^ielte, tourbe fle bo^ ni(^t 
jur (Religion gehören, für tvelä^t nur bie untebingte 9lMeitung au^ 
©Ott, fonjol^l beö menf^li^en®ef^tf^t«, alö beö ^ingetnen hjffentlicft, 
a^er bie Bejlimmte 9lrt unb 93ermittftung berfetSen aW tin ®c^eimnif| 
ber SSorjcit unb ber S^latur gtei^güttig ijl. 3n allem l^eBenbigen liegt 
fraft be0 (Sc^ß^)fcrfegcnö lebenergeugenbe ,^aft feiner Slrt. ^Dagegen ber 
6reatiani8mu0 hjürbe bcn IWaturjufammcnl^ang forthjä^irenb bur(3^6res 
^enb bie f(^i)^)fcrif(^e SBunbertoirffamfeit ©otted gerabe einem Olatur« 
i)rocejfe bienfIBar maci^en, ber oft ben flaglit^flen 3n^alt ^at. 5Der 
retigiöfen/ alfo abfoluten 9lnf^auung ijt ®ott ber @4bpfer beö in- 
Bf0 lüic ber 6eele , bie bajh)if(^en liegenbe üitif^t ber QSermittlungr n 
ge^t i^r nid^tö an^ 5Die Unterfu^ung über bie S3cjlanbt]^eile bed 
SKenf(!^ntt)efcne ge^Brt jur ^f^d^otogie ; jur 0leligion nur bie Slner« 
fcnnung eine« geijiigen $rinct|pö, beffen ffiiif fomf eit im irbifc^en 3)0? 
fein bur(^ fein leiWi(^eö Organ bebingt iji. 9luc^ borüBer ifl bie ©e* 
f(^i^te inm ©ebi^te gettjorben, unb biefeö ifl für bie religiöfen Stn* 
fiänge barin audreid^enb, ob bie ä^enf^^eit mit einer burd^ 1^5^ere 
ffiffen »ermittelten SBilbung begann» 5Der @otte«liebe entf^)ri^t bie 
@%iftlel^re , baf ber a»enf^ mit einem ©efe^e be« ©Uten unb mit 
ber jjreil^eit gur SSertoirflic^ung bcjfelben bon ©ott ausgegangen fei» 
Wer ber urf^rungli(^e 3#önb ijl am »enigflcn fo gu bef^reiben, 
ba§ fein ffierluji unbenfbar toirb» «« ijl eine ber ^. @^rift frembe 

praestaatia, quae ratiooe et arbitrio coDtinebntur; stricte dieta : praestan- 
tia aDimi ejusque facaltatum bomioibas primis in stata innoceDtiae pro- 
pria. — Henke, p. 86 : Homo similis Deo band oascitar^ sed fit. 

i) $^iU))))i, ©laubendl. 11. (S. 330. ^bierfcb/ 93orle{f. u. iTotf^. u» 
^ot. «. II. @. 19 f. — X^omafiu«, (5^ri|H ^erfon. $8. 1. 6. 176 f. 

ä; ^ofmonn, ©«btiftBe». 33. I. ®. 289 f. 

/;^(belling;ü.b.2»etft.b.acab.@tub.@.167ff.«Pö{l.tt.fÄel.€»64ff. 
m; ^egel; $^tL b. 9leU '^» I. 6. 190 f. ®trau$, ^. I. «. 714 f. 

4* 



52 Ontologie. Knt^ropologie. Sa))JL A. 

ixhnttti^un^ , ba§ Vit urf)>nind^^<^ Unft^ulb in anerfd^afnet ober 
bagu 0ff(^!tft 4^iii^Uit bfftanben l^abe, benn in einem ®ef(!^5^ff 
fann nut ba^ienige für fftüi^ gehalten n)erben/ 'n>a9 au9 ber gegeben- 
nen Anlage bnri^ freie Xf^t geworben ift. S>tfte ri^tiger ifl in ir- 
nem falf(^n Sulbrude ber n?efentli^e ©inn^ ba$ ber Wenfc!^, toenn 
feine (Störung bain)if(^n tritt, »on (Sott bte i^raft f^at i^m toa^r^aft 
a^n(i(^ in koerben/ fo ba§ biefe« im 9* ^eflamente a^nunglreic^ an-- 
gebentete, im 91. ^e^amente Har aulgefproi^ne/ in ber Stixä^t unter 
man(^Iei 5lrfi(ung Benni^te S)ogma bem 3bea(e bed reHgidfen ir- 
(end entfprid^t^ nur baf bie begripmä^ige i&ottfommen^eit bed SRen? 
f(^ in ber ^^anta{{eanf(!^uung gu einer einfhnaM tDirHic!^ gen>e' 
fenen getoorben ifl* S)ie aleranbrinif(^e Unterfd^eibung bon 9ln{agr 
unb (Sntn)i(nung ifl gwar ni^t alU, aber neuteßamentUc^/ bie ma^re 
Sebeutung bei g&ttli(^en (Sbenbilbed liegt weniger in einer berlomen 
Vergangenheit/ ott in einer befignirten 3u!unft. gfur ben aSoHlunter^ 
rt(^t ifl ber in ber ^eiligen @age finnreic^ bargefleUte g5tt(t(^eUrf)>ruii9 
ber Wenf^^eit l^ervorgu^eben / unb bur(^ bie Se^re \>i>m Qitüid)tn 
(Sbenbilbe au(^ bal niebere fßoVt an fein g&ttli(^ed ®ef(^(e(^t unb an 
feine g&tt(i(^e ^eflimmung gu erinnern/ auf baf feine SRenfc^enwürbe 
Weber bon i^m fe(bß/ no^ bon anbem )9ergeffen werbe* 



^ap. U. £)a« teligidfe £eliett tia^ bei: Sitdi^f ett. 
A. P0i(<'r<'P9ir<4^ Zlnferfuc^ung. 

Ammon, viadicator noram doctrioae liberam arbilriom, rejecta liber- 
Ute Stoica et Raat. Gott. 799. 4. ^c^eHtng/ K SDefen b. menfc^l. Srei^. 
[$^tL @4rr* ^anbl^* 809*] 9)oc!«^ammet/ b* Stei^* b* menft^L ®tfi. 
€ttttt9*S2K SR&tten«/ (Sleut^erol* SRagbeb. 823* l93oigt, ü. 8tn^* u. 
9}ot^». €)>4.828* Slomang, ö*SDiafn0fr* u.^Determinidmu«. I9(m835. org. 
%i^te€ 3eitf4r* 841* ^. K JDanb, 5)arft. u* ©eutt^. b* ^V>>o<^^ffn i" ®«*f- 
b* Siaen«ftei^* ]^r«g* v. i^dget. 9IUon.836* SSatf e, b* menf^l* Stet^* in i§< 
rem IBet^* )* @iinbe u* <8nabe» 8r(* 841* ^tUtx, ü. b* 9rei^. b. menW* 
S^iKm«/ b* $öfeu* b* mor* SBeltorbn* [3a^(6b* 846* ^.3.] — Stant, dtd, 
innct^* 2. Slbf^n. 3. «* »* ® cSnet, ü* b. Urfj)* b* pttl. ödfen* 8»)j. 80!. 
IDanb/ 3uba« 3f4ar. o* b* Söfe im $er^* g* (guten* ^eibelb* 816-8* 2 $. 
Verbat t, ®ff>)r* n* b* ©dfe* Äna«b* 817* @j)ief er, ü* b* urfur* ©öfeim 
SWenf^en u. beffen (SxtiäxhaxU 4^«tb. 823* 3ul* aWüllet/ b* <ijr. ^e^reb. b. 
eünbe* 53re«l*[839* 44* 49.] 858. 2©* »ra* beSBette in ©tub* u* Ärit* 849. 
^.3* »eigf ätfcr in 3a^rbb* beut* X^eoif. 856* «* I. ^* 1* 

S.fiS* 9rei|ettititb»ia»r. 

grei^eit ifl bie Jtraft, bur^ wel^e ein i)erf6n(ic^ed 3Befen brn 
®runb feiner felbfl in fi(^ entl^alt* S)a bie relative Sfrei^eit nod^ l^rem 
Urfprunge ben @runb i^rer fetb^ ni^t in f!(^ enthält/ fo wirb fie nur 
babur(^ »ermittelt/ ba§ in einer ^erfönlid&feit gwei »erf^iebne SBf - 
fhrebungen ^ertjortreten, um bur(^ bie SÜa^I gwifc^en beiben ben ®runb 
berjenigen in fl^ gu entgolten, wel^e fie erwa^ft, b*l^* bie relatibf 
grei^eit ifl burc^ bie ffiillfür bebingt, welche barin befielt, bag ber 



?ß^itofo))l^{fd)e Untetfuc^ung ü. b. »ofe. §. 62. 63. 64. 53 

aÄcnfd^ fein ©treten enttoeber auf baö Unenbdc^e richten, ober in fi^ 
ff(6fl ^urii^jie^n fann^ na^ i^rer trotten @ntf^eibung ®ottt9litf>t 
ober (^elb^fuc^t 9liä^t aU ivenn bie^ gangUc^ in bie mm&x bei 
SWenf^en gejleat iDare, öielme^r auf ber einen (Seite fielet bie *ß f I i (^ t, 
auf ber anbern bie S u jl, jene etfuHenb ^ti^t j!(^ bie OTad^t, biefer nadf^ 
geBenb bie O^nmac^t menf(^(i(^et Srtei^eit. 3)ie (Sertflfu(^t toitb im 
irbif^en ^tUn gunäc^fl bur^ bie ©innli^feit ijermittelt* 5Diefe an f!^ 
ifl fo toenig i>H aU bie ütriöe Statur, ijietme^r mit biefer tin ®ef^6i)f 
®otteö, noc^ U9 in ber SJerBinbung mit bem ©eifle, toielme^r bie 
8rorm, bur(^ toetd^e feine grei^eit fl^ betoa^rt. ffio^I ater, tocif fle 
eine toon ber ®otte«(ie6e öerfci^iebne Ö^lic^tung enthält, cntl^ält fie bie 
Vimiä^Uit in einen ©egenfa^ mit bet ©otteöfieBe ju treten. 

S. 6S. Rnfano ht9 religiöfett £e(etid in ber saMrÜiii^feft. 

S)ad retigiSfe 8e6en ge^t aul i)on ber Bloßen Jtraft ju fein, unb 
pax babur(^, ba^ biefflitiffir einen ber beiben ©egenfajje aW ®efe^ M 
8eBenl ertoo^tt. 2)a bie {Religion ni(^t o^ne grrei^eit, re(atit)e JJreil^eit 
ni(^t ol^ne aBilifür; SßiUfär ni^t o^ne®egenfa| m&g(i<^ ifl: fo toirb 
jic feft^ erji im »&ett)ortreten be« ©egcnfa^eö tivoa^ ffiirfli^eö. ®egen* 
fa|e a6er jinb er^ bur<3^ bie 6inl^eit, benn nur baburc^ toerben fle ®es 
9fnfa|e, baß fle einig in einer ^ejie^ung, in einer anbern entgegen? 
gefegt fliib. 3)iefe (ginl^eit ifl bie ^crfSnll^feit beö SRenf^en, unb in 
ii)x ^nbet fl<3^ einSuftanb, in toetci^em ber®egenfa| noc^ unenttoicfelt 
lag, alles nod^ göttli^, ater o^ne (Sel6ft6eh)ußtfein unbgrei^eit$ bal 
ifl bie i^inb'^eit. @ie enbet, i^rem S3e griff e nad^, hjenn ber ®egen5 
fafe jum a3ett)ußtfein fommt, ie|t muß flc^'8 entf^eiben, für bie ®oU 
teöUebe, ober für bie (SelB^fu^t/ unb l^iermit, U)ie auc^ bie SBal^l 
falCe, tritt ba« S5ett)ußtfein be« ©egenfafeeö beflimmt :^eroor, aö Un* 
tcrfd^eibung jhjifc^en gut unb 66ö. 

?Benn ber ^^iIofo<)^ie gelange gu bemonfhlren, tt)iebieaR6g(id^feit 
ber ©etbflfu^t jur ffiirfli^feit geworben fei, fo l^ätte fle bie 0lot:^r 
tpcnbigfeit berfelten barget^an unb ^ierburd^ bie gfrei^eit tjerteugnet^ 
benn bie $^Uofo)5^ie fann bal auö einem gegebenen ®runbe naä^ einem 
®efe|e bei ©eifleö ©rfotgenbe nur all not^^toenbig, baöjienige o^er, 
njoijon foh)o^( baö (Sine aW baö ?lnbre erfolgen fann , nur all mög« 
U(^, nie ate ttjirflid^ bart^un. Sie fann beß^alb, nac^bem fle bie aR&gs 
(i(^feit einer 2lbh)eid&ung \)on ber ®otte«lieBe erliefen ^at, bie SBirfs 
U(^feit berfelBen , aU bur^ gfrei^eit gettjorben , nur gefd^id^tlid^ im 
©eifle öorfinben, unb ^at fld^ fonac^ aller S)ebuctionen t)om Urf^runge 
M SBofen gu enthalten, ttjeld^e alle baö SSöfe entttjeber aW Slainrnpi^^ 
toenbigfeit allel ßnblii^en toon ®ott aMeiten, ober baffelSe all ein ur« 
f»)riingli(^ ©eienbel ber ®ott:^cit entgegenfleHen. 

§. 65. Knetfennitno nnb eerattlafTutto biefer mMdfltiU 

ßine folc^e ?litt)eid^ung i?on ber ®ottellie6e erfennen toir in unl 



54 Dntologie. tlnt^ropotogie. Sa)>Jl. A. 

an. S)iefe ^nrrfennung tfl bfv SirUgion tot^tnilid^, h>fi( fie tint tot- 
fnitU(^ QSnanberung brrfetben enthalt* ^it fann givat mit SefUmmt^ 
^t nur t)on ber 6e(6flnrffnntni$ auh^ttfn, aUtin in einem reUgidfrn 
ajereine toürbm aUrrbingl biefenigen/ votld^t eine fo((^f 3lbtofic^ung 
nii^t in fi(^ )9orfanben/ eine bur(^aud anbrr @teUe einnehmen nnb 
anbre Seburfniffe ^bm : tt>ff ^a(b für aüc, bie f!(^ gur gemfinfamm 
S&rberung i^rer 9lf(igion t^rreinignt; biefe ^nerfennung borau9gfff|t 
n)erben mu§. 60 tt>eit bie (Störung ber ®otte#(iebe aU to'tdliä^ »ot- 
(iegt, ^t biefe ^Ugemein^tt barin i^ren (drunb: bie@innli(^feit UU 
bet fU^ aul mit ber xtUtiom 9Zot(n)enbigfeit aUer Sflaturbilbung/ ber 
9ei^ mit relativer Srei^it. 2)a^er finbet er jene f(^on erflarft unb 
I^f(^nb/ n>enn er felbfl mit bem Siebte unb ber i^raft gur ^nxfä^ft 
aud ben Traumen ber i^inb^eit tmaä^U (Sr unterwirft fi(^ be^^lB 
me^r ober minber ber ^errfc^ben ®inn(i(^frit, n>obur(^ flatt ber (kot- 
MlitU bie ®eI6flfuc^t aiaum gewinnt. ^ie$ bie @ef(^i(^te bei SIRen^ 
f(^ unb ber Wenfc^^eit^ unb au(^ ba^ n>o bad ^ege^ren ber ^inn« 
(ii^feit {uru^tritt/ fommt bem 9Renf(^en bie ^eube am ®enuffe feinei 
fe((fl, unb tt>o biefer t>erfagt ifl, ber ®roU unb 9leib baruber Bid gui 
SSergweifiung/ mie ^on fetbfl, ma^renb bad Seben für allgemeine gei^ge 
(Sittx, wie t^ bie ®otted(iebe in flc^ enthalt, nur \>nxäf energif(^e ^^a^ 
ten feiner Srei^eit gewonnen werben fann« ^ber in ber Unterwerfung 
bei @ei{tel unter bie niebem Wachte felbfl t)erwal^rt f{(^ bie greift 
bttr(^ bal bor bem ®ef(^e^ wamenbe ®ewiffen unb bur(^ bal nai^- 
folgenbe ^ewu^tfein ber (Si^ulb* 5Dad®ewiffen all bal immanente 
g&ttlii^e ®efe^ ift/ wie bie aSemunft, ni^t unfehlbar/ bielmel^r ber^ 
fe^rungl^ unb btlbunglfa^ig , ba^er in @ingelnen , in äJoIfern unb 
deitaltem )>erf(^ieben entwi^eU : aber naä^ bem ^a^t biefer (Sutwitf- 
(ung f)>ri(^t unb bottgiel^t el unerbittlich feine Urt^eile über ben ^ul- 
bigen unb in bemfe(ben. 

166. a)ie6ttiile. 

5Die ^elbflfud^t all bal ©egent^eit ber @ottelIiebe ifl objectib bad 
$5fe; fubjecttb bie @unbe« ^(1 ®egenfa^ ber @ottelIiebe i^ f!e nic^t 
bie Vertiefung bei 5d> in f!(^ felb^, no(^ bie greube an ber 3BeIt, weli^c 
in beiben nur bal Söttrid^e liebt unb f&rbert/ fonbem bal nur auf bie 
eigne 8ufl l^ingewanbte, bon @ott abgewanbte^ bem im @ewiffen me^t 
ober minber Har aU re(^t Srfannten entgegengefe^te SBoKen. %ii eine 
burc^ gfrei^eit erfl geworbene Störung ifl fie genau gu fc^eiben bon ber* 
ienigen SBef^ronft^eit, in Welcher f!c^ l^infi^tlid^ unfrer abbongigfeit 
bal rettgiSfe Äeben nur bebingt unb aUmalig entwirfelt. 5Denn bie 
^unbe, mnn au^ aU ^eigni^ in ber aRettf^engef(^i(^te notl^wenbig/ 
i^ für bal 3c^ urft)rungKd^ nur all feine eigne $^at , unb erjl 0«^ 
frei geworbenen funbl^aften Swflänben ge^t bie (Sünbe fajl unfreiwittig 
l^erbor» 5111 SSemeinung ber (Religion ifl fie am Urleben bei ©cifleö 
felbfl, fann alfo, obwohl immer bur(j^ ben aßiUen getragen, fammt- 



5ß^i(ofo»)^if(^e Unterfucfiung ü. t>. S3ö[e. §. 66. 67. 68. 55 

tiäft @ftfleafrafte ergreifen, ^(d 6(o^e fRegation ber @ottedUebf l^at fle 
fein ferb^anbigeö 3)ofein, fonbem i^ Uo^ toegen berfelben, burd^ bie? 
felbe unb an berfelben , aber aU ^^erneinung unb SSerfel^rung eine« 
unenb(i(^en (StreBenÖ fann jie in'ö Unenbli^e fortfc^reiten unb gut 
jerflörenben Wa^t werben $ il^r ßitl toürbc fein ber abfolute ^afl bed 
©ottn^en/ in n>e{(]^em fle ft(^ felBfl ))emi^ten mu^te« 

@d ifi nic^t Mo^ eine einge(ne Xf)at ber U^ergangen^eit/ in tDtld^tx 
toir bie (Sunbe finben/ i>xtlmef)v bie ganje Solgerei^e unfer6 ^if>tn9, feit 
«nfre greil^eit gum a5ett)ufltfein tarn. ®6enfo ifl fein OToment ber ©e« 
genmart ol^ne @finbe, benn feiner trogt bieienige SuHe ber ^itU unb 
be^ SeBend in fxä^, totlä^t er mdgKc^em^eife in fid^ tragen fdnnte unb 
gefe^Iic^ern^eife foUte. S6en fo toenig ern^arten toiv eine öon ber^ünbe 
ööttig Befreite Sufunft, ni^t »eit bie grfa^rung fo oft Beriefen ^at, 
ba^ ber «geiUgenfc^ein/ mit tütlä^im ein Begeiflerter ^ntfi^tu^ bie Qu^ 
funft umQob, immer öon neuem erlof(^, benn bur(^ bie 8frei^eit n^urbe 
gegen oHe ©rfal^rung ber ©lauBe on bie 3uf unft ))erBürgt tt)erben : 
fonbern biefeö gleiche SSetou^tfein in ben brei gönnen ber Seit ijl bie 
notl^n^enbige 9o(ge jened ^5^em S3en}U$tfeind/ na(^ mlä^tm ber Wenf(^ 
über ber Qtit fielet, unb fein boüe« @etBfl nid^t anerfennt in irgenbs 
einem Sßxud^^udt ber Qtxt, fonbern in ber ganjen, unenblic^en ^nU 
»iiftunglrei^e feinet ^Dafein^^ 5Diefeö ^efammte S)afein ift bol^er ein 
Suflanb ber ©unbl^aftigfeit. Slber toenn bie refatiöe greil^eit, bal^r 
aud^ bie Anlage jur ^ieBe bed UnenbU^en bad SBefen bed ^tn\ä^tn ift : 
fo n)ürbe baö aöefen ber SJ^enfc^^eit jerflört fein bur(^ ben SSertu^ bie? 
fer 5(nlage. Jtönnte bie grreil^eit öerloren hjerben, fo n^are fle nie eine 
na(^ bem Unenblid&en ^eBenbe, bal^er in biefer «&infld^t fe(6fi unenb« 
U^e Jtraft genjefen, benn fte l^attt urf^rüngfid^ eine aSfoIute äSeft^rans 
fung in fi^ gel^aBt, ne^mlid^ biefe, baß fie aufborte gu fein, foBafb fle 
irgenbeinmor eine OTögUc^feit »ermirfUii^t l^ätte, ol^ne ttjett^e fle felbfl 
nicftt fein fonnte. @onad& Be^e^t neBen ber ©ünbl^aftigfeit aü(^ bie 
9le(igion minbeflend al9 Anlage unb Jtraft. 

$)ic 9ileUgion ^infic^tlid^ ber 8frei:^eit entfielet, inbem tt)ir bie i)on 
un0 fe(6fi erfhrcBte, unö unerrei^Bare aSoHenbung in ®ott lieBen, 
h)f rauö l^infi^tli(^ ber SlB^ongigfeit baö SJertrauen auf eine gleite 
SIeBe Ootteö gu unö l^erborgel^t. (SoBalb ber ÜÄenf(J^ jene« ©treBen 
burij^ bie (Sunbe me^r ober minber aufgieBt, fo l^Srt bamit ber ©runb 
feiner SieBe gu Oott ouf, unb biefe fetB^ toirb bur^ bie 3:^at aufge^o^ 
Bfn. @r mirb ba^er enttoeber in gonglic^er (Roheit unb aSerSilbung bie 
©ott^eit felB^ in baö UntjoKf ommene ^eraBgie^n unb boburi^ mit fl(^ 
ausgleichen j ober toenn fein ®eifl geBilbet genug ifi, um ba« 93erf eierte 
biffe« Unternel^menÖ eingufe^n , fomlt baö Sbeal feiner aSeflimmung 
unb bie 3bee ber boUfommnen ®ott:^eit gu erfennen; fo mu^ er fl^ 



} 



56 Ontotogie« $(nt^ropo(ogie. (&ap. IL A. 

bun^ bie€unbe ton ®ott getrennt fu^lm* S)a nun bad aSertraun Mof 
aud bft iitbt ^erborging/ fo n>trb 6ei bem tl^atfa(^(i(!^ i>mMntn SRan- 
gel berfflben; an beffen etette ^inf!(^t(i(^ ber %6^angigfeit bU Suti^t 
treten , miä^ fortfÜ&reiten fann M jur 8fetnbfd&aft tt)lber (Sott. — 
Unfer «eben ijl ein Suflonb ber (5unb6aftlg!elt , welche , toeil pe Ijl, 
nimmer aufhören fann gu fein, ba^er au(^ niijt tt^xt golge, bie 3^^^= 
faÜenl^eit mit @ott« (Bit toixU aufhören bur(^ (SünbenbergeBung* 
3)iefe mu^te gmei 9)'{omente ^a6en, bad @rfle a(d ^ebingung bed 3n>et: 
ten : ber ^tnfdi mu^te bur(^ feine Sret^eit bie ®unbe in il^m auf^r- 
Ben) bal3n>eite: bie®ott^eitmuftei^n gen>if machen, baf fetn^er- 
^Itni^ ju i^rbur(^bie@ünbeni(^t unttjieberbringlid^ gefl5rt fei. 9iUm 
ber 9Renf(^ fann bad ®rfte nur unboUflanbig erfüUen / meil er n^ebet 
bad (8ef(^e^ene ungef(^e^n maä^tn, no(^ eBenbefl^alb in einer gu erl^of- 
fenben 3nf unft bie @ünbe bMlig berni^ten fann« «&inft(i^t(i(^ beö 3^«= 
ten, toiefem toir bon®ott nur bur<3^ unl feftfl hjiffen, wäre ber ®(auBe, 
ba^ ©Ott @ttnben bergefce, ein« bamit, ba^ toir fetbjl fle unö bergeBen. 
i(5nnen tt)tr fe(6fl aier und (Sunben bergeien , fo i^ bie UnBebingts 
^eit bed ^ittengefe^ed aufge^oBeU/ benn toad toir na(^ ber SSerlelung 
unter getoiffen ^ebingungen und bergeben f 5nnen / bad f 5nnen toir 
au(^ bor berfetben und bergeben, unb in biefem ^bla^frame beö 
Wenfi^en mit f!^ fetb^ toürbe bie (e|te 9Burbe feined geifiigen Men« 
untergelbn« — SlUed toal^re Mm unb atte ©eligfeit ge^t auö bon ber 
Äiebe ®otteö, bie @t&rung berfefben tragt ba^er eine forttoS^renbe Un^ 
Xigfeit in ft(^, obtool^I biefe bur^ ben Slti^i^nm M ftnnUc^en ^Da- 
tin^, bur(^ ilrugf^üffe ber ^bitofo^^ie, ober bon toirf tiefer ©eifte«^ 
grb^e atö ttti>a9 Unabanber(i(^ed getragen, in einjetnen ä^enfc^en unb 
Seiten toeniger gur ©rfcfieinung f ommt^ din fotc^er 3nfl«nb toirb aber 
nt(^t babur(| aufgehoben, ba^ ber 9Äenf(^ mit ber botten Jtraft feiner 
Srrei^eit fein retigiöfed 2ibtn gu erneuen fhebt, bielme^r je ftarer i^m 
bur(ft biefed streben baö auf immer berlorne 3beal feineö gebend öors 
f(^toebt, unb je ftarer l^ierbur^ bie abfolute aSottfommenl^eit ©otteö 
bor fein üBetou^tfein tritt: beflo mebr toirb er feiner Entfernung bon 
©Ott betou§t, unb fein TOi^fatten über ji(^ felbfl erf^elnt i^m not^^ 
toenbig aW aWi^falien ber ©ott^eit. S)a jebo^ bie ftet« jid^ emeuenbc 
gfreil^eit bad Unenbli(^e ütUn mbd^te, unb bie Überzeugung f!(^ auf- 
bringt, baß in ber toieber^^erge^eHten ^Bereinigung mit ©Ott aÜein baö 
^eil fei : fo toirb j!^ alte natürli^e (Religion im üieiä^t ber Sünbe ber= 
einigen in ber (Se^nfu^t na(^ ber SSerfS^nung mit ©Ott« Unb toeilbie 
8freunbti(^f eit ©otted immerbar in ben@^{rffalen bed @ünberd erfc^eint, 
fo toirb biefe @e^nfu(i^t gur »Hoffnung unb ffieißagung toerben auf eine 
5Bieber]^er|leHung bon ©ott an&. 

§. 69, (Segenfa^ ht9 rationalen f rinci))9. 
®a bie ^ei^eit ald unberlierbar bad (Streben nac^ bem ©Sttlic^en 
aMegeit toieber angubeben bermag : fo ent^el^t unb bleibt mit biefem 



5ß^»ofo))l^if(i&c Unterfuc^itnfl ü. \>. a36fe. §. 69. 70. 57 

©treten auc^ txm i^m entfpred^enbe SleBe ju ®ott, benn fie Ifl nl^t 
b(of baö ^iefuttat biefeö ©trcScnö auf feiner äu^crfien J&5^e, fotibern 
auf aflen fünften bed ©tretend j)or^anben unb mit i^m ein§* (So tweit 
ba^er im SWenfc^en bie @ünbe ^ertfd^t, mu^ er f!^ getrenttt atzten bon 
ber ®ott^eit : fo toeit a^er ba« gSttlid^c iÖeBen in i^m feltjl, of>\vo^ 
nid^t iinberü:^rt »on ber (Sünbe, Jtraft gehjinnt, fü^tt er fiä) UeteboH 
miunben mit ber ©ottl^eit. 3)a^er mä^ fortttjä^renb baö SJertraun 
ju ®ott auf biefer ßiete ru^t. «ginflci^ta^ ber (Sünbe BteiBt too^I bie 
®(!§eu bor ber «©eitigfeit ©otteö, ater bie ttjad^fenbe SleBe bermag bie 
Suv^t gu utertoinben, fo bafi ber auö ber @ünb^oftigfeit gur (Sittlich* 
Uli flrebenbe SWenf^ ghjar bie gottli^e ©nabe nici^t irgenbtt^ie gu ber« 
bienen meint, aBer flc| unbebingt unb i)ertrauenb i^r ergiett. — 3)ad 
®ch)iffen gebietet unBebingt bad ®ntt unb t)ertt)irft untebingt bad 
3B&fe : a^er fobolb e0 fraft ber greil^eit aW toorl^errfd^enbe« ®efe^ beö 
2fbfn6 anerfannt wirb , gewahrt eö bem 9Kenf(^en 9l(^tung bor j!(^ 
fflbjl, tt)ie ma^tig auc^ bie @unbe ge^errfci^t ^ote in feinem tjergan^ 
gmen unb no^ fami)fe in feinem gegenwärtigen Mtn. Qtvax iß 93er* 
gangen^eit unb ßw^w^^f^ *i«ö bor bem ^ö^ern @e(6flBeh)ußtfein , ater 
ftfnbef ^art erfci^eint bem ©etefferten feine ijormalige aSa^n im ^ienße 
bfr@ünbe nur aW ein Umtoeg jum BeffernMen. 3)ie gef^e^ene (Sfinbe 
fann niemaW aufgel^oten tt)erben, aBer bie i^r angel^örigen 3wßäwbe 
ttjftben bur^ bie [Reue mit ben Swftänben beö fiegenben l^ö^ern SeBenö 
auSgegfici^en» 5)a0 göttliche SSertoerfungöurtl^eU Ü6 er bie @unbe ifl un^ 
t)franber(i(^, ater ber fünb^afte SWenfc^, in mlä^tm baö göttliche ©es 
fe| obflegt, gewinnt mit ber ^c^tung \>ox fid^ fettfl, ober auä^ nur mit 
bfr<Se^nfu(^t nad^ ©Ott ben®Iau6en, baß bie g5ttlid^e SSarm^erjigfeit 
i^n ttid^t öerttjerfe» — J^ein 3beal ijt auf immer öertoren, wo bie greis 
^fitno^ ungebrochen ifl, i^m na(^ju(ireBen. 3)er tiefere (5(^merg eblerer 
9laturen fiter if)xt(Bä)\xU> ru^t auf ben ^ö^ern gorberungen, tvtlä^t fit 
an fic^ ju jieUen gewol^nt unb öer^jflic^tet f!nb. 5)ie ibfolute aSottfoms 
men^eit ©otted befielet ni^t aKein in ber unbebingten QSerWerfung ber 
6unbe, fonbem au^ iti ber unenbli(^en SSarm^ergigfeit über feinem 
gffattnen , ßreBenben ©efc^Iec^te. ®er ©tauBe an biefelbe fann ate 
eine unberlierbare Sletigion au^ im tieften (SIenbe ber @unbe erwecft 
tocrben unb ben SÄut^ gur ©rl^ebung ouö bemfelben f(^affen. 

§.70. 9)efttltat. 

2)er bogmatifd^e @ui)ernaturali«muö ^at 0le^t gegen bie leic^tflns 
nige 3lnfi(i^t , ber bie (Sunbe ein natürfi^er , ober gar not^wenbiger 
3)ur^gangd^unft gur 3!ugenb ifl, unb toeld^e ijerfennt, baß bie(5finbe 
na^ bem ©efe^e jeber geübten Äraft eine ©etool^nl^eit unb 5Ka^t wirb» 
©finJl^eir an ber 5BaV^eit ifl einerfeit« baö tiefe ©efäl^l ijon ber Uns 
natur unb gurc^tbarfeit ber (Sfinbe , anbererfeit« bie SJergici^tung auf 
ftUed eigne SJerbienjl, um attein üon ©otteö ©naben gu leben» 9lber er 
Beruht auf ber wiHfurlit^en 9lnna^me eine« abgefd^loßnen 3^11««^^^ 



I 



56 £)nto(ogie« Stnt^topotogie. Sap. II. A. 



burd^ bie€unbf bon ®oit getrennt fügten« ^a nun bal aSnrtraun Uof 
aul ber Hebt ^erborging/ fo n>trb 6fi bem tf^at^d^Uäi beiDie^nrn SRan? 
gel berfelben, an brffen eteüe ^inf!(i^tn^ bet ^e^angigfeit bie ^t(^t 
treten , mld^t fortft^relten fann M jur Seinbfd^aft ivlbet ®ott. — 
Unfer »eben Ijl ein Swflön^ t)er ©ünb^aftigfelt , »el^e, h>eU fie i% 
nimmer auf^&ren fann gu fein, ba^er anä^ niä^t if)xt gotge, bie Set- 
faüenl^eit mit @ott« (Bit n)urbe aufhören bur(^ ®unbenbergebung. 
IDiefe mu^te gmei SRomente l^aien, bad @rfle aU ^eblngung bed ßtoti- 
ten : ber ^txi^ä^ mu^te bur(^ feine gfret^elt bie ^finbe in ll^m aitf^e- 
Ben) bal 3n>elte : bie®ott^elt mü^te i^n gen>i^ machen, baß fein fStr- 
f^ltni^ ju i^r bur^bie^ünbe ni(^t unn^ieberbrlngUc^ geft5rt fei. Mein 
ber 9Renf(^ fann bad ®rfte nur unboUflanbig erfüUen , mii er iDebrr 
bal ®ef(^e^ene ungef(^e^n maä^tn, no(^ e6enbeß^a(6 in einer gu er^of- 
fenben Sufunft bie Sunbe bU(ig bernii^ten fann« <&inft(i^t(i(^ bed 3^^' 
ten, tt)iefem n)ir bon®ott nur burc^ unl felifl ttjiffen, tt>are ber®rauSf, 
baß @ott @finben bergeBe, eini bamit, baß tvix fe(6fi {!e und bergeBen. 
J(5nnen n>ir felbfl aber unl ^unben bergeien / fo i^ bie UnBebingt^ 
l^eit M ^ittengefej^fl aufgel^oBeU/ benn tval tüix na^ ber 3^er(e|ung 
unter ge^iffen ©ebingungen unl bergeBen f 6nnen , bal f 5nnen njlr 
au(^ bor berfe(Ben und bergeBeU/ unb in biefem 3l6Iaßframe brd 
3Renf(3^en mit fl^ feltp ttjurbe bie (efete ffiurbe feine« geifllgen ^^eBenö 
untergel^n. — SlÜed ttja^re fieten unb atte @cligfeit gel^t auö bon ber 
Siebe ®otteö, bie @t6rung berfelBen trägt ba^er eine fortn?a^renbe Um 
feligfeit in fi(^, obn)o:^I biefe bur(^ ben Stei^t^um bei flnnlid^en 5Da: 
fein«, bur(^ ilrugf^üffe ber $^itofo»)^ie, ober bon tt)irfli^er ©eijlf^ 
gr&f e aU etmad UnaBänberdd^ed getragen, in einjelnen 9^enf(^en unt) 
äeiten weniger gur (Srfcfielnung f ommt» @ln fol^er Swftonb toirb aber 
nidfi babur(^ aufgehoben/ baß ber 9Renf(^ mit ber boUen J^raft feinrr 
grrei^eit fein retigl&fed iibtn gu erneuen fhebt, bielme^r je fforer i^m 
bur(^ biefel streben bad auf immer berlome 3beal feined itUn^ bor- 
f(^tt)ebt, «nb ie flarer l^ierbur(^ bie abfolute aSoUfommen^elt ©ottfö 
bor fein SBetoußtfein tritt: beflo mebr n)irb er feiner Sntfernung bon 
®ott bett)U§t , unb fein «WißfaUen über jid^ felb^ erfd^eint i^m not^^ 
toenbig aW aWißfaUen ber ©ott^eit. S)a Jebo^ bie ftetd fld^ erneuenbf 
grei^eit bad Unenb(i(^e (leben mbd^te, unb bie Überjeugung f!d^ auf- 
bringt, baß in ber ttjieberl^ergeftcHten ^Bereinigung mit @ott aHein U9 
^eil fei: fo tt)lrb |l(^ alle natürliche Slellglon Im JRelci^e ber Sünbe ber- 
einigen in ber (Se^nfu(^t na(^ ber SSerfßl^nung mit ®ott* Unb tüeilbie 
8freunbll(^f elt ®otted immerbar in ben^@^iÄfaten be« ©finberö erfc^eint, 
fo tt)irb biefe ®e^nfu(^t jur Hoffnung unb ffielßagung toerben auf eint 
3Bieberl^erfieUung bon ®ott aud* 

§. 69. <9e0enfa$ lel rationalen f rinci))9. 

®a bie greil^eit aW unberllcrbar ba« streben mdi bem ®5ttß(^en 
aMejeit n)ieber anjubeben bermag : fo ent^e^t unb bleibt mit biefem 



?ßl^irofo))^{fd)c Unterfuc^itng u. b. 35öfe. §. 69. 70. 57 

©treten auä) eine i^m cntfprcc^enbc i^lebc ju ®ott, bcnn fle Ifl nl^t 
Moß baö Olefultat bicfeö ©treSen^ auf feiner äu^erflen »ö^l^e, fotibern 
auf atten ^3un!ten be^^tretenl j)ovl^anben unb mit i^m ein§* (So tweit 
bal^cr im aWenf^en bie ©ünbe l^errfd^t, mu^ er M Qetrennt a^ten öon 
ber ©ott^eit : fo toeit a^er baö g5ttfid^e )BeBen in i^m feltfl, ob^wol^l 
ni^t unberührt üon ber ©ünbe, J^raft gettjinnt, fül^tt er f!^ liebeijoH 
mbunben mit ber ®otÜ)üU ^a^er au(^ forttoai^renb baö ffiertraun 
§u ©Ott auf biefer ^itU ru^t. «§infl(^tlid^ ber (Sünbe Wibt too^I bie 
@^eu toor ber «geiligfeit @otte0, aber bie hjac^fenbe ^ieU bermag bie 
Surd^t in überloinben, fo ba^ ber au0 ber (Sünbl^aftigfeit gur <Sittli^* 
ffit flrebenbe SKenfc^ jtoar bie göttlid^e ©nabe nid^t irgenbtoie ju ber^ 
bleuen meint, aber fld^ unbebingt unb ijertrauenb il^r ergiebt* — 3)aö 
®eh)iffen gebietet unbebingt baö ®ntt unb berhjirft unbebingt baö 
35öfe : ober fobalb eö fraft ber greil^eit aU ijor^errf^enbeö ©efe| beö 
i^ebenö anerf annt wirb , getua^rt eö bem 9Kenf(^en 2l(i^tung bor fl^ 
fflbji, tt?le ma^tig auc^ bie (Sünbe ge^errfi^t ^abe in feinem bergan« 
gmen unb no(^ Km^jfe in feinem gegenwärtigen Mtn. ßtvax iß 93er- 
gangen'^eit unb Sntunft einö bor bem l^Sl^ern ©etbflbewu^tfein , aber 
fknbef ^att erfc^eint bem ©ebefferten feine bormalige Sßa^n im $)ienjle 
ber@ünbe nur aU nn Umtoeg jum beflfernMen* ^ie gefc^e^ene @ünbe 
fann niemoW aufgehoben werben, aber bie i^r angebbrigen 3uflänbe 
tterben burc^ bie dient mit ben Sujlänben be^ flegenben ^hf)exn fiebenö 
ausgeglichen. 5)aS gbttlid^eaSerwerfungöurtbeil über bie ©ünbeijl uns 
öeronberlic!^, aber ber fiinbbafte SWenf^, in welchem ba0 gottUi^e ©es 
fffe obflegt, gewinnt mit ber 5lc^tung bor fi($ fefbji, ober auci^ nur mit 
ber ©ebnfuci^t na(S^ ©Ott ben ©lauben, baß bie gbttlid^e IBarmberjigfeit 
i^n ni^t i)erwerfe. — Stdn 3beal ijt auf immer berforen, wo bie greis 
l^fitno(^ ungebro^en ifl, i^m nad&jufireben. 3)er tiefere (Sd^merj ebterer 
9laturen über i^re^c^ulb rubt auf ben ^f}txn gorberungen, welci^e fie 
an fic^ JU jteUen gewohnt unb ber^)fli(i^tet finb. 5)ie abfolute SJoHfoms 
menbeit ©otteö befielt nici^t aKein in ber unbebingten QSerWerfung ber 
6unbe, fonbern aud^ in ber unenbti(^en SSarmberjigfeit über feinem 
gefattnen , ftrebenben ©efc^ted^te. 5Der ©taube an biefelbe !ann aW 
eine unberlierbare 0leügion ou^ im tiefflen Sfenbe ber @ünbe erwecft 
toerben unb ben ^ntf) jur ©r^ebung an^ bemfetben f^ajfen. 

§.70. 9)efttltat. 

3)er bogmatifd^e (Sui)ernaturafi0muö b^t ütei^t gegen bie (eidbtfins 
ttige9lnfid^t, ber bie (Sünbe ein natürlicher, ober gar notbtoenbiger 
3)ur%ang3^unft jur 3!ugenb ifl, unb Wetd^e berfennt, baß bie@ünbe 
nad^ bem ©efe^e jeber geübten J^raft eine ©ewo^b«^^ "*^b ^aä^i wirb» 
<Sein 5:b"t an ber fflabr^eit ifl einerfeit« baö tiefe ©efübl bon ber Uns 
natur unb Rurd^tbarfeit ber @ünbe, anbererfeiti bie aSergid^tung auf 
alieö eigne ffierbienji, nm alitin üon ©otte« ©naben gu leben. 9lber er 
Berubt auf ber wiU!ürli(^en 9lnnabme eine0 abgef(^loßnen S^j^a^beö 



1 



56 Dntologie« $(nt^topo(ogie« Sap. II. A. 



burd^ bie€ünbe ton ®eti getrennt fugten* S)a nun bal SSertraun Uof 
aul bet Siebe ^erborging/ fo iDtrb bei bem tl^atfa(^(ic^ ben)iednen Wan- 
gel berfelben, an beffen ^tette ^infl^tli^ ber ^Ibl^angigfeit bie ^uxi^t 
treten, »elc^ fortf^reiten fann bid jur Seinbfd^aft tuibet ®ott. — 
Unfer «eben ift ein Suflanb ber ©ünbbaftiöfeit , mlä^t , totii fie ijl, 
nimmer auf^5ren fann ju fein, ba^er aud^ ni^t i^re %olQt, bie Set- 
faÜenl^eit mit @ott* Sie n}urbe auf^5ren bur(^ Sünbenbergebung. 
S)iefe mu^te gmei SRomente f^aUtif bad @rfle a(d ^ebingung bed 3^^i' 
ten : ber SJ^enfc^ mfl^te bur(^ feine Srei^eit bie Sunbe in il^m auf^e- 
Ben ) bal 3n>eite : bie@ott^eit mufite i^n gen^i^ machen, baß fein ^er^ 
l^a(tni§ ju i^r bur(^bie(Sünbe ni(^t unn^ieberbringUd^ Qt^M fei* Wim 
ber 9Renf(^ fann bad ®rfte nur unboUflanbig erfüUen / n>ei( er tvebrr 
bad (8ef(^e^ene ungefc^e^n mad^en, no(^ ebenbef|^a(b in einer ju er^of- 
fenben Sufunft bieSünbe bMiig bernic^ten fann» «^inftd^tU^ beöS^^ei^ 
ten, tt)iefem tt)ir bon®ott nur burc^ unö felbfl ttjiffen, wäre ber@rauBf, 
ba§ ®ott ®finben bergebe, eind bamit, baß n>ir fe(b{t {!e und bergeben. 
J(&nnen tt)ir felbji aber und (Sunben bergeben , fo ijl bie Unbcbingt- 
l^eit bed ®ittengefe|^ed aufgel^oben, benn tt>a9 n^ir naä^ ber ä^erlelung 
unter gen^iffen ^ebingungen und bergeben f 5nnen , bad f 5nnen )mix 
anäi bor berfelben und bergeben, unb in biefem 3lb(aßframe brd 
9Renf(^n mit fiä} fe(bfl tourbe bie le^te Surbe feined geifligen Mend 
untergeffn* — SlUed toa^re Mtn unb aUt @eUgfeit gel^t au& bon btr 
Siebe ®otted, bie Störung berfetben tragt ba^er eine fortn^ä^renbe Un- 
feligfeit in fi(^, obn}Ol^I biefe bur(^ ben Stei^t^um bed flnnlid^en ^a- 
feind, bur(^ ilrugf^üffe ber $^i(ofo»)^ie, ober bon toirfüd^er ©eijlfg^ 
gr5f e a(d etn^ad Unabänber(id^ed getragen, in einjelnen ä^enfc^en unt) 
äeiten toeniger jur (Srfcfieinung f ommt» (Sin fo((^er Swft««^ >»irb ober 
ni(^t babur^ aufgei^oben, baß ber 9Renf(^ mit ber boUen Jhaft feinrr 
gfrei^eit fein religiöfed Seben ju erneuen fhebt, bielme^r je ftorer i^m 
bur(ft biefed ©treben bad auf immer berlome 3beal feined gebend öor- 
f(^tt)ebt, «nb yt flarer ^ierburd^ bie abfolute aSoHfommenl^eit ©ottcö 
bor fein üBettJußtfein tritt: beflo melfer n)irb er feiner Entfernung öon 
©Ott bett)U§t, unb fein SRißfaüen über jid^ fetbfl erfc^efnt i^m not^^ 
n^enbig ald 3RißfaUen ber ©ottl^eit* $a jiebod^ bie fietd fid^ emeuenbe 
jjrei^eit bad Unenblic^c (ieben mSc^te, unb bie Überjeuguttg f!(^ auf- 
bringt, baß in ber rtieberl^ergeflcHten ^Bereinigung mit @ott aUein W 
^eil fei : fo toirb j!d^ alte natürliche 3teIigion im JReid^c ber Sünbe ber^ 
einigen in ber (Sel^nfut^t nad^ ber SSerfB^nung mit ®ott. Unb tüeilbie 
greunbli^f eit ® otted immerbar in ben^@d^idffa(en bed (Sünberd erfc^eint, 
fo n)irb biefe ©c^nfud&t jur »Hoffnung unb ffieißagung n^erben auf eliif 
SBieberl^erfleHung bon ®ott aud» 

$. 69. (Seoenfa^ ht9 rotionaleti frind^tf. 

5)a bie ^ci^eit ai§ untjerlierbar bad (Streben nad^ bem ®5ttli(^en 
aMegeit tt)ieber anju^eben bcrmag : fo cnt^el^t unb bleibt mit biefem 



Wio\o^W)^ Unterfud)itn9 u. i. 35öfe. §. 69. 70. 57 

@tre6en auä) eine if)m entf^jred^enbe Siebe ju ®ott, benn j!e Ifl nüft 
6(oß baö Olefuftat blefeö (StreSen^ auf feiner äu^erflen «§6^e, fottbern 
auf atten ^3un!ten M (Strebend j)ovl^anben unb mit i^m ein§* (So toeit 
ba^er im aWenfci^en bie (Siinbe ^crrfd^t, mu^ er fi(^ getrennt ad^ten ^on 
ber ©ott^eit : fo h)eit aber baö g5ttlid^e )Be6en in il^m felbfl, oBmo^l 
ni^t unberfil^rt öon ber (Sfinbe, \Jtraft getüinnt, fül^lt er ^ä) liebebott 
mbunben mit ber ©ottl^eit^ ^a^er auä) forttüäi^renb baö SJertraun 
JU ©Ott auf biefer Siebe ru^t* «§inj!(i^tlid^ ber (Sünbe bleibt hjo^f bie 
@^eu i)or ber «&ei(ig!eit ©otteö, aber bie hjad^fenbe ^itU bermag bie 
guvd^t JU ubertoinben, fo ba^ ber auö ber (Sünb^aftigfeit jur <Sitt(i^* 
ffit flrebenbe SKenf^ jtoar bie gßttlid^c ©nabe nic^t irgenbtoie ju ber^ 
bienen meint, aber f!d^ unbebingt unb ijertrauenb il^r ergiebt. — <Daö 
©ftoiffen gebietet unbebingt baö ®ntt unb öertoirft unbebingt baö 
33bfe : ober fobafb eö fraft ber Srei^eit afö ijorl^errfci^enbeö ©efe| beö 
iöebenö anerf annt n?irb , gen^a^rt eö bem 9Kenf(^en Sichtung "oox jjiä) 
fflbji, tt?ie maäiÜQ anä) bie (Sünbe ge^errfd^t i)aU in feinem i)ergan« 
genen unb noc^ fäm^jfc in feinem gegentoärtigen fieben^ 3^<^>^ iß SSer- 
gangenl^eit unb Sntnn^t einö ^or bem l^ö^ern (Setbftbetou^tfein , aber 
ffcenbeß^atb erfc^eint bem ©ebcfferten feine ijormalige f&dffn im $)ienjle 
bfr@ünbe nur aU dn Umloeg jum beffernSeben. 5Die gefci^e^ene @ünbe 
fann niemoW aufgehoben hjerben, aber bie il^r angebSrigen 3wßänbe 
tterben burci^ bie [Reue mit ben Sußänben beö jiegenben l^6l^ern fiebend 
ausgeglichen. 5)a0 göttlici^e aSertt^erfungöurtl^eil über bie @finbe ifl un- 
öeranberlic!^, aber ber fünb^afte SWenfd^, in toefd^em ba0 göttlid^e ©e^ 
fe^ obflegt, genjinnt mit ber 5lc^tung öor fi($ fefbji, ober ouc^ nur mit 
ber(Se^nfuci^t nad^ ©ott ben ©tauben, ba^ bie gbttUd^e IBarm^erjigfeit 
i^n nid^t i)ertt)erfe. — Stdn 3beal iji auf immer öerloren, tt)0 bie Sreis 
l^fitno(^ ungebrochen ifl, i^m nad^jufireben* 3)er tiefere (Sd^merj ebterer 
9iaturen über i^re@(^ulb ru^t auf ben l^iJlb^« Sorberungen, hjel(!^e fie 
m fic^ JU jleHen gemol^nt unb i)er^)flid^tet j!nb. 5)ie abfolute fßoUtom^ 
menl^eit ©otteö befielet nid^t allein in ber unbebingten SSerloerfung ber 
©ünbe, fonbern anä^ in ber unenblic^en SSarml^erjigfeit über feinem 
gefalCnen , flrebenben ©efci^fed^te. 5Der ©laube an biefelbe fann olö 
eine unverlierbare 0leligion au^ im tieften SIenbe ber @unbe ertoetft 
tofrben unb ben SÄut^ jur 6rl^ebung au0 bemfelben f^ajfen. 

§.70. »efttUat. 

3)er bogmotif^e (Sui)ernaturalidmu0 l^at JRe^t gegen bie leid^tflus 
nige 9lnfid^t , ber bie (Sünbe ein natürlicher, ober gar not^menbiger 
3)urd^gang8^unft jur 3!ugenb i% unb toeld^e ijcrfennt, ba^bie(5ünbe 
nad^ bem ©efe^e Jeber geübten J^raft eine ©etool^nl^eit unb ^aäjt toirb» 
@ein J^^eil an ber ffial^rl^eit ifl einerfeiti baö tiefe ©cfü^t \)on ber Un^ 
natur unb gfurC^tbarfeit ber (Sünbe , anbererfeitö bie aSergici^tung auf 
alleö eigne 93erbienß, um aliein üon ©otteö ©naben gu leben» 9lber er 
Beruht auf ber tt?iKfürli(^en 9lnna^me eine« abgefd^loßnen S^ß^nbeö 



58 £)nto(ogie. 9(nt^rot>o(ogie* (S.ap. II. B. 

Ut ^finb^afttgffit unb bet So^fagung ^on ®oU, ba i^itlmtfyc 8ünb( 
unb Sr^mmigfeit im einzelnen Mtn unb in ber ^eltgefc^ic^te mit ein- 
anbft flre iteti/ fo ba^ in dinigen bie SrlSflfud^t; in ^nbern bte ®otteg; 
lifbf oBflegt unb bem iBeben i|r OffeJ oufbrücft, atei: Wnr t)on beiben 
^ienicben gangüd^ unberührt bon i^rem ©egent^cilr. — 3m natürlic^n 
aRenfc^n ifl baö ®efe| unb bie Äraft gut Übeminbung ber (Sünbf 
unb im ©lauben an ben ®ieg auä^ bet @Iaube an bie U^aterliebe ©ot^ 
teö. «ber mad^ig f)txt^ä)t bie @elbjlfu(^t in ber fflelt, bur^ eine Sttttt 
bon Urfac^en unb SBirfungen au§ ber (Sunbe immer bie neue @unbe 
ergeugenb ate eine feflgefc^lofine ®emeinf(^aft, fo ba^ f!e ber S&tlt^ti 
^diiä^tt gebieten n^ürbe/ menn ni(^t bie ®otted(iebe i^r g(ei(^faQd in ge- 
f(^Io§ner ®emeinf(^aft, bur(^ meiere bie gfrei^eit ber Singetnen tttotät, 
bad erworbene ®ute für bie aRlttt^elt berbreitet, für bie dlaä^totli gf^ 
fiä^txt to>irb / entgegenträte« @o((^e ®emeinfd^aften flnb bie t>oxäix\p 
li^en dteßgionen / in i^nen alien ^at flc^ ®ott me^r ober minber of- 
fenbarte 9lber fie alte tragen fci^on in i^rem 5tnfange unb in ifixtx 
{Richtung bie <Sunbe in f!(^« ^a^er ber re(igi&fe ®eift auf eine Stetigion 
tvti^a^tn, ober ber aU folc^e erfannten OleHgion {td^ anfc^Ue^en muf, 
ta)et(^e in i^rer ®rünbung unb in i^rem (Streben bem 3beale ber ^t- 
(igion entf^ric^t* 2)iefe ))oUfommene (Religion mirb aüe geringere reit' 
gi&fe l^efhebungen mit ber ßtit in ^ä) aufnebmen^ unb a(^ ba^ Üiti6\ 
®ottel auf @rben ben @ieg ber ®ottedtiebe über bie (Setbflfuci^t fiä^tm. 

B. ^iftonfc^e DarfteHung. 
€ünbenfa0, Srbfönbe unb 8ttnbe. 

G. Calixti Tr. diversi de pecc. in uoum coo^f. a F.^ U. Calixto. Heimst. 
659. 4. 3. ID. SWicbacU«, ®ebanfen ü. b.8. b.J&.@*»»@ünbe u*®enuöt(|. 
al« e. b. aBcrnunft gemoge 8. [J&amb* 752.] miU 779. iCbolurf/ b. 9. o. t». 
@ünbe tt. ». (Berfö^ner* ^atnb. [823.] 7. SC. 851. Ch. F. Schmid, Obss. ad 
naturam peccati e doclr. cbr. rite defioieodam. Tab. 826-8. 4. [%üf>. At\t\ä}x. 
828. @t* 2.] öretfcbneibet, b. ®tunbl. b. e». ^ieti^m. o. b. 8. u.Stbam« 
%aU, (SrBf. u. £)»?fer (Sbrifti. iph 833. Ä r a b b e, b. 8. ö. b. ®unbe u. ». ilobc. 
^amb. 836. SWÄlIer. [S.52.] ®. g. fÄinf, ». Urf»)r. b.lööfeh u.aSenneib^ 
(i(bf. b. €önbenf. [Ctub. u. J^:tt. 852. ^. 3.] 

§. 71. ®iatt(e ht9 ^thta\9mn9. 

3)a0 »geraudtreten beö erjienaRenfci^en^jaareÖ au^ ber urf^rungti(^n 
Unfd^utb wirb Gen. 3. bargefleUt aW bie SJerfe^ung eine« )5ofitiöeng6tts 
ti(i^cn 93erboteö, i)eran(a^t bur(^ bie (Sinnlici^feit, bebingt bur(3& SÄip- 
fraun gegen ®ott mit bem ©elüfle unabpngig öon il^m ®ott glei(^ 
gu werben» Unmittelbare gotgen flnb : ffier(u$ ber finbti(^enUnf(^ulb/ 
(Srfenntniß be« ®uten unb a35fen, gur^t öor ®ott. aSittelbar bür(| 
gbttlici^en ?luöf<)ru^ :• ©eburtötoel^en unb 5Dienjlbar!eit M ffieibe«, 
Vertreibung auö bem ^arabiefe, mui^eöoKeÖ Mm unb beffen ^bc 
ber 3:0b/) 0iur bie geinbfd^aft toiber bie ©(^tange tolrb aU nUiSj U-- 

n; Umbreii/ b« @^nbe« ^omb. 853» 



©ünbenfatt, (grtfänbe, ©wnbe. §.71.72. 59 

Itid^Mtf aUein ba bte genannten UM aU aU^tmün menfi^U(i^e ange« 
fü^rt »erben, fo ifi au^ il^r aUgemeincr Urft)rung bargejieUt, o^ne 
bo^ auÖguf(!^Kef en, ba^ fle nur be^^alB xiber atte gefommen fein, totxi 
atte ben @ünbenfatt auf if)xe 2Beife tt?ieber^o(t ^aten. 3)iefe mit an* 
bern SSoIföfagen befonberö mit ber :|)erj!fd^en üertoanbte QlBteitung ber 
(Sünbe anö 33erfü]^rung unb freier ^f)at^) ijt niä^i tctitn im 21. 3!e? 
flamente Berücfftd^tigt, anäj ni^t Hos. 6, 7. Jes. 65,22. ^Die^unbe 
»irb oft aufgefafit alö öi^renijerle^ung ober @m^)6mng tt)iber ®ott. 
3^re 8f4)fge ber 3otn ©otteö, bo(i^ nici^t alö Bleibenber 3«ffftttb, fon- 
bern alö eingetner tl^eofrotif^er 9lct. @in ©efül^I allgemeiner ©^toati^ 
unb ©ünbl^aftigf eit ifl manni(^fa(i^ audgef^roi^en t)atb afö ^efennt« 
nif, Ba(b aU @ntfd^u(bigung bed 6in$e(nen, ä^nli^ beßfaUigen^u^^ 
fprüt^cn be^ ctafflf^en Slltertl^umiS, *') wenn auci^ tiefer gemeint unb 
mr^r rettgißl Job. 4, 17-19. 2l6er bie attgemeine @ünbe ijt ni(^t 
angeboren ober bo(i^ nici^t au^nal^mloö Gen. 6, 5-13. 8, 21. Ps. 14, 
1. 3. 1 Reg. 8, 46., bie angeBome @unbe ni^t alTgemein Ps. 51, 7. 
58, 4. Jes. 48, 8. (Sin angebeuteteö bo^dteö $rinci^3 im jWenft^en 
Geo. 2, 7. Cohel. 12, 7. wirb jur SrHarung ber @ünbe nici^t Be« 
ttu|t. (Sie mirb aU <Bä)uVt> beö Sin^elnen auö feinem SBiKen ^erge^ 
leitet, fo ba^ fie aud^ ni(^t fein fönnte, unb bie flttlic^e J^raft gu il^rer 
Übenvinbung aU eine gottgegebene boraudgefe^t Geu. 4, 7. Deut. 30, 
15 SS. Ezech. 18, 31. Ps. 119, 33 ss. 3)iefe 9lner!ennung bergrei* 
^eit au(i^ bem QlUmac^tigen gegenüber gel^ört h)efentnd^ jur nationalen 
95etra(^tung ber JWeligion unb beö ©efefeeö. Sflur in befonbern Satten 
toirb auf bem (Stanbpunfte beö antuen ©u^jernaturatiömuö baö aSer? 
Darren in ber (Sunbe al0 SSer^ocfung bon ®ott au3 bejeici^nct Exod. 
4, 21. Jes. 6, 9 ss. 5lber gegen bie antife SSetrac^tung beö gamilien« 
f(^itffatt unb ber ^lemefiö Exod. 20, 5. Jer. 32, 18. ergebt P(^ Ezech. 
18. bag Ote(^t ber j!ttli*en^erf5nlic!^!eit. 

§* 72, Rnfid^ten Ui ^ubent^umd. 

3)a3 ©efü^l attgemeiner ©ünbl^aftigfeit fd^eint jurücfgetreten für 
bad iBiebling^bolf @otted, aber in bem Qtmdttn 9la(j6ftnnen über ben 
Urfj)rttng befi a35fen erl^ielt bie @age bom (Sünbenfalie neueö 3nter« 
effe. Einmal Sir. 17, 1 ss. cf. 14, 17 s. toirb ber Xoi) unb baö fSu 
»ujtfein beö ®uten unb 53Bfen alö utf^rüngtid^ georbnet bon ®ott 
attgefel^n, baö anbremal Sir. 25, 24. @ünbe unb3^ob bomSÖeibe ah 



6; IBttttmann, ü. b. beiben erfien Tli^^tn. [Q3erl.a^onatf4r. $())¥. 804.] 
Matthaei, de orig. mali, praemissa placitor. praec. apud vett. Graecos cea- 
sara. Gott. 824. 4. ® . © a ur, b. alttvfi. u. b. griet^^. Sßox^. ö. ©ünbenf. [<Stub. 
u.Ätit. 848. J&.2.] 3enb4lt)efla, übrf. ü. Äleufcr. 93. 1. @. 20 f. 

e) Ilalöeg tfvauovxayad-oC. Vitiis Demosioe oascitur, optumosille est, 
qui minimis urgetur. Video meliora proboque, deteriora seqoor. CommuDis 
homioom labes. Pfannett Syst. Tfaeol. gentil. pur. c. 7'9. Jahlonskiy de 
pece.orig. per lumen ratioois geotilibus cognito. [Opp.T.IV. p.483 ss.] 



60 Ontotogie. «Int^ropotogie. @ap. II. B. 

(geleitet. Senn abn noc^ Sir. 15, 14-17. bU freie (Sntfc^ibttng toit 
in bed erflen, fo in Jebed a){enf(^en ^ant> gelegt tolrb, fo ifl bort nur 
ber ^iflorifd^e, ^iet ber moralifd^e Einfang ber Sünbe gemeint. Sebrr 
^ot geltet Sir. 8, 5. 3m 33tt^e bet ffieiö^eit toirb ber Xot> »on bei 
€unbe abgeleitet, ifl aber jugleic^ Suflanb ber Unfetigf ett, fo ba$ ber 
@ere(^te nur f(^einbar bat?on "berührt ta>irb Sap. 2, 23 ss., benn bei 
Sthxpn liegt aU eine Saft auf ber ®eele Sap. 9, 15. @d gieBt )}on 
9{atur bbfe mitn untet bem 8fMe ®otted Sap. 12, 10 s. 13, 1., 
aber au(^ too^fgebome Staturen Sap. 8, 19. $^iIo fanb im ^m-- 
benfaU all einfimaliger unb all aUgenteiner 5l]^atfa(^e bad @rtva^ 
bei @ef(^le^t0triebel.*) 5Die Wenfc^^eit erfi^eint nur im 9Jrr:^a(tntffe 
gu feiner t)l^antaflif(^en Sorflettung ^baml entartet/^) bal ©unbigen 
angeboren,*^) bennod^ bet SWenfc^ frei unb ein Äinb W in'l 7» 3a^r 
f(^uIblol/ ^) bama(^ fann nur ein ®ott ober g6tt(i(^er 9Renf^ bet 
Sünbe entge^n ^ aber ber SSerftänbige flnbet bie 9tu<ffel^r ;u einem 
f(^u(bIofen geben.') Sofe^^ul ffat bie (Sage »om ©ünbenfalte mit eini^ 
gen n>unberbaren Swgfw ^erme^rt unb fle^t ®utel n>ie ^öfel in tm 
gelnen @ef(^Ie(^tem bur(^ ^bßammung unb lKa(!^a^mung f!(^ fort^ 
^jlangen. ^) fSen ben Slabbinen npurbe ber 3!ob au(^ funbtofer aRen- 
fd^en bon bem SunbenfaUe l^ergeleitet, ein bbfer ilrieb neben bem gu^ 
ten angenommen unb bem erflen 3lbam all bem 9le^rafentanten ber 



a) De mundiopif. T, Lp, 36 s: *EniX d* inlda&tj xal yvvrj, &eaadfi€vog 
ttdiXifov tWog xa\ <Svyy€vf\ fioQ(friVf ivriafiiviöB rjf i?"^^ xaX ngoaiaw ^a- 
ndCfto, *H <f ov^h ixiCvov nqoaßkinovaa C(5ov ifi(p€Q^<fT€Qov iavry ydv- 
vvxai T€ xal dvxinqoaifd-iyyixai fisr atdovs» "JEgofg o imysvofjiivog, xa- 
d-txTTiQ tvog ^üiov oitru rui^fiata ^i€<TTrjx6ta awayaycjv eis tavTov uq- 
fjiotTEXttif nod-ov ividqvaafjLivog ixar^Qm Ttjg Tigog d-txT€QOv xoivwviag ih 
Ttjv Tov ofioCov yiviOiv, 'O Sk nod-og ovxog xal rrjv rcüv <S<ofidr(ov rj&ovr}v 
lyivvriaiv, yrig iarlv ttdixtifiartov xal nagavoufjuartav aQ^fj, <f«* ov vnäl- 
Xdxxovjai TOV ^rfTov xal xaxodaCfxova ßCov avx dS-avdxov xal €v^aCfio- 
vog. p. 38: ^Eari (fk ravta ov nldöfiara fivd-oiv, olg ro notrjTixov xal Go- 
wiatixov xf^Q^i^ yivogt a^Xa diCyfiara tvtkov in dllrjyoQCav nagaxa- 
AOvvTCDv xara rag dC vnovomv ano^oöag, 

b) Ih. p, 32 : *0 fikv dianXaaS-tlg «<fi;, aiad-rizog, x^er^ftir notoxrixog, 
ix öfo^avog xal tffvyijg öwsaxtag, dvriQ xal yvvri, (fvöiv d^rixog oiv 6 6k 
xaxa xffv eixova ioia xig, rj yivog, vorjxog, datouaxogf ovx* a^^sv ovts 
&^Xv, dtp&agxo^ (fvan. c) De vita Mos. Jlf, T»lLpAb\i Ilavxl &vrjx^, 
xav önovöalogr^, naq oaov rjXd-ev sigyiviffiVf övfKpvkgro afiaqxdvsiv iaxi, 

d) Quod Dens immut, T, I. p. 279 : *0 dvd-Qfonog id-eXovgyov xal av- 
xoxeXivaxov yv(Ofj.rjg Xa^a}v, xal TiQoaiqexixaTg ^Qf^f^^vog xd noXXd xaig 
iveqyeCaig, iixoxtog \p6yov fihv ^a/iv i<f olg ix ngovoCag dSixely ^naivov 
^k i(p oig ixüiv xaxoQ&ol. Quis rer, div, T.I.pbXh: Tb ßqiwog d^Qi xijg 
TTQcixrig inxaixCag (fvasoag dxgaKpvovg fiefioigaxat, XeCqt /naXiaxa ifi(p€- 
Qovg xrjQ^, xolg dya&(ov xal xaxtSv x^qaxxtjqai fujnüt xexvnfofiivqt. 

e) De poenit, T, IL p. 405 : To ukv fnjdhv avv6X(og dfiaQXiiv t6vov 
d-€ov^ xd/a ^h xal d-eCov dvdqbg' xo o dfiaqxovxa fiixaßaXuv nqog dvv- 
naCriov itariVf (pQOvC/nov xal xo OvfjLifiqov iiadnav ovx ayvoTjüavxog, 

f) Jotephi Aotiqq. 1, 1, 2. 



6unbenfaa, (Srbfünbe, ©unbe. §♦ 72* 73* 61 

9f fa&nm ein {tveiter ^bam aü 3bea( ber 9ottn)oi^(9efaai9en 9Rmf(]^s 
^it rntgegengefc^t^^) 

§* 73. 8e(re be« neuen S^eflamente«. 
3)ie ©flnbe Iji (Störung beö rdiglBfen J^eBenö, geinbfd^aft ttjibcr 
Sott Rom. 8, 7., mit t)erf^iebenen ©raben ber @(^ulb Lc. 12, 47 s., 
^f^e^t f(^on Im Böfcn ©elüjle Mt. 5, 28., unb !ommt au6 bcm »&er* 
Sm Mt. 1 5, 1 8 s. 3)cr ©ünbenfalC ttjlrb öon ^auluö atö «nfang ber 
ttUgemeinen (Sunbl^aftigfcit torauögefe^t 2 Cor. 11,3. 1 Tim. 2, 14., 
ftfcer bif @finbe irbeö Slngelnen au0 feiner gfreii^eit burc^ (Slnnll^feit, 
SelBftfu^t unb t)erf(]^u(bete Unn>iffen:^eit abgeleitet Mt. 15, 19. Eph. 
4, 17-22. 3efuÖ bejei^net baö gfeif^ nur aU nicJ^tig unb f(^tt)a(i^ 
Jo. 3, 6. Mt. 26, 41., b^n 9Beg jum Men aU eng unb ferner: ^an^ 
(ad üe^t im Steifte eine n>iber{hebenbe SRa^t Gal. 5, I6s. Rom. 
7, 18. 8, 3. 7. aber im ® ei^e bie J^raft unb baö Oefeft M ®uten 
Rom. 2, 14. cf. l Pir. 2, 11., au0 eigner ßrfal^rung fc^ifbert er 
bm innern Stampf beiber 3Ra(3^te Rom. 7, 14-25., unb ber ®eift i^ 
ifbenfatl« au(]^ ber menf^li^e ®eift [1 Cor. 5, 5. Gal. 6, 18.], benn 
ber SWenfi^ ift bem 2l|)ofiei nlc^t bloß Steif(i^, fonbern au^ ber inner? 
Üc^eäHenf^, ber fid^ am ®efefee ©otteö erfreut Rom. 7, 22. 2 Cor. 4, 
16. Ada 1 7, 28.') SBal^renb 3 e f u in joi^anneifc^en Oleben bie fc^^on 
)9or^anbene 9r5mmig!eit aU SBebingung feiner 9lufnai^me, bcn SWans 
gfl ber 8frBmmig!eit att ®mnb feiner ffiertoerfung betrad^tet Jo. 3, 
20 8. 5, 42-44. 8, 42-47., unb in ber ünblid^en Unfd^ulb bieOlein« 
^fit ber mtn\(^liä^tn 0latur anerfennt Mi. 18, 1 ss., bod^ nid^t o^ne 
bie 99e!e]^rung bon ber (Sunbe unb bie ®eburt eineö i)h^ixn ieUn9 aU 
^fbingung be« eintritt« in baö ®otteörei(^ ju forbem Mi. 4, 17. Jo. 
3, 3-6 : l^at $ a u l u 6 ba« d^ripentbum auf ba« ®efu^I ber (Sünb^: 
^aftigfeit gegrunbet al6 Srlöfung au6 berfelben Gal. 3, 22. »gierburt^ 
jfrfaHt i^m bie aWenfd^l^eit in jnjei ©emeinfd^aften, bie beö fünbigen 
?fbm8, gegrunbet nnb re^)rafentirt burd^ 3lbam, unb bie be0 gSttU^en 
bebend bur^ 6^rijlum aü ben gleiten ^bam* 9Bie aber bad «&ei( 
burt^ g^riflum nur gu benen fommt, hjeld^e in feine l^eitige ®emein* 
fc^aft eintreten, fo iji bie Unfetigfeit burd^ ?lbdm [&avaTog] nur bar« 
um auf aUt gefommen, »iefern fie eintraten in feine funbige ®e* 
meinf^aftRom. 5, 12-19.^) %(fo i^biefe®emeinfd^aftnurim®egens 

g) S){e SetoeidMen b. Sßetflein m a. lu Rom. V. unb b. ®frd ter, K 
3a^t^. b. J&eü«. Slbtl^^ 11. ©. 88 ff. 98 ff. 

aj $• 8. ($ r n e « t i, b. 2:4eorie t). Utf^r« b. @ünbe a. b. ^innli^f. im Si^te 
K Hol. ^e^rge^. Solfenb. 855. S:^ o lu ((, iu aaoi aU CueK b. @ünbe. f^tub. 
n. frit. 855. ^. 3.] b)%laH,ü.\>. ^^^otVfe, baf $aulud 9löm.5. fi^ 
|v iüb. SReinungen accomm« [®udftnbd SD'^ag. @t. 18.] Schott^ Id veram P. 
seateBliam de coiumuni morieodi necessitate ex Ad. pecc. oriuoda ioqui- 
ritap. VU. 811. 4. [Opp. Jen. 817.] S. g. @*mib, ü.9löm. 5, 12. [Xüb* 
3fUf*t.830.J&.4J «otl^e, neuer OJerfu« t. 8tu«l. ». «öm. V, 12-21. SBitt» 
836. fRau, !)♦ b^ Xobe, b» @olbe b^ @ünbe«. [5:^epl. SWitatb» 838. $. 2*] 



62 Dntologie* Sfntl^ro^ologie. Sa^JI. B. 

fa|f bfd burc^ S^ifhtm angeBroi^nen ^f)txn Mtn9 ein natfitHi^ 
3u{}anb Epb. 2, 3. (Borna) nirgenbd ein ange^ammted^ angenteined 
unb notl^roenbiged SSerbetben bet menfi$(i(^en ^atm, n^ol^I aber M 
tiefe ®efft^( bet allgemeinen , bur(^ Slbfiammung unb Serful^rung \>tv 
antasten/ bo<^ nur but(^ eigne ®^u(b ))ottbra4ten 6unbe 1 Jo. 1, 8. 
Rom. 1, 18-2, 1. 9LUt9^tH »irb ))on6^riflu9 abgeleitet^ fon?o^t na(^ 
unmittelbarem 9[udf^ru(^e be9 (^rif)li(^n Q3en?u$tfeind/ ald auä) bun^ 
bie 9iefIerion^ ba^ bur(]^ bad ®efe(, bad mofaifc^e koie bad naturti^, 
to)fgen feiner 9}i<^terfällung nur ba9 ^erberben f omme« 3)enno(^ bleilt 
unentf^ieben, ob biefed blo^ atd inbit)ibuellel Semu^tfein ber Sirf^ 
li<!^feit M burc^ ß^riflum erlangten ^eiU, ober ald allgemein menfc^- 
li<!^e9 SBewu^tfein bed bur(^ i^n allein §u erlangenben ^tiU audgef^ro^ 
ä^ fei, weil ton (S^ri^ud anä) infofern ba$ «&eil abgeleitet loetben 
fonnte, al8 er 9lnfang unb 3»ittelpun!t einer felbftanbigen amtm- 
rung ber grßmmigfeit würbe, unb t)om natürli^en 3ttp<»«be infofem 
ba0 ©erbcrben, alö bamald biefer 3wft<»ttb fo ^jerborben erfi^ien, ba^ 
nur bie SWac^t ber d^rijllid^en ©emeinfd^aft i^n aufgeben unb bur(^ 
ben neuen ©emeingeift bie flttlici^e J^raft M ^injelnen njieber erflat- 
fen tonnte* ^uc^ fc^liept bie $otemif gegen ben «^od^mutl^ auf ein 
^ti^t unb 93erbienft t)or ®ott burd^ bie Slbflammung »on Slbral^am 
unb bur(^ eine unlautre SBert^eiligfeit bad natürlii^e ^ertraun auf 
bie gßttli^e JBarml^erjigfeit ni^t auö» 2lber in ber erften greube unfe 
®ett)iß^eit/ bur^ (l^rijlum baö »&eil empfangen §u i)xUn, tonnte nif- 
manb baran beuten, ob eö nic^t auc^ obne ii^n erlangt »erben tSnne» 

I« 74. £e^re ber ftiri^entiäter tioe KttOttlHn* 
/. G fFalch : de Pelagianismo ante Pelag. Jen. 738. 4. Hist. doctr. de 
pecc. orig. Jen. 738. [Miscell. sacr. Amst. 744. 4.] J.Horn^ de senteotiis 
Patram, qaorom auctorilas aote Aag. plurimam vaiuit, de peec. orig. Goit. 
801. 4. «retfcbneiber, tt)a« lehren bie dltcften Äitc^enö. ü. ®ntft. b. @ünb« 
u. beö Xobe«. [O»)poj!tion«f(br. ^. VIII. S^. 3.] - 3. ®. ^ta binger, b, 
angebU $e(agian» b. voraug* lOätett [Xüb* Duartalfc^« 853. ^. 3.] 

5Die (Sunbe tourbe »omel^mlid^ religiös aufgefafit alö Entfernung 
öon ©Ott,') i^r l^iftorifd^er 9lnfang in 9lbamö gatl, i^r moralif^er 
Anfang in einem ffiiberjhreben bei irbifc^en ^rincipö »iber ben ©eijt."*) 
3)ie allegprifö^e Auslegung be6<Sunbenfallöifl in Qlleranbrienju^auff/ 
bo(3^ nic^t auöf^liefllic^. *) ®egen bie »ereingelte aWeinung einer blof 

a) Gregor. Nyst : ^uifiagtCa lürlv ri tov d-sov akkotgltaais, og iariv ^ 
dXtjd-ivi^ t€ xal juovTj Cfoij. Cf. Smceri Thesanr. ecci. afiaQtCa. 

b) Cyrilli Catech, IV ^ 22 : To ömfxa ovx a^ttQtdvu xad-* iccvrb, dUa 
Jue TOV aoi/LiaTog rj i/^f;^»}. Ct/pr. de Or, Dom. p. 145 *: Cum corpus e 
terra et spiritum possideamus e coelo, dam Spiritus coelestia qnaerit, caro 
terreoa concupiseit. 

c) §♦ 58, a, Anastasius Sinaita: Trjv [X^^iv] ol löTOQixiSSfXal ur} 
ftaXiov nvsvfiarixtogfxXafißdvovTeSj dXXd Xe^iTrjQovvtegf ovx oloa, 
oTKos tag vTio EigrivaCov nqog avtovg nqotdaug kTnXvovjai. «hierauf W 
(^intDenbungen bee3ten&ud gegen ba^9^eben ber ^(it^langet Iren. Opp. p. 833s. 



©finbenfaa, (Stbfunbe, ©unbe- §. 74* 63 

rt9f!f(^fn fflBlrfung »urbc bic flttlid^e ©ebeutung feftgei^olten/) «Wur 
fntfd^iebftt anti«j[ßbif(?^e @ectcn fal^n im (BfinbenfaÜ einen ÜSergang 
^u ^öl^erer (S^infl^t unb grcii^eit* 3)ie ^Ittgemein^eit ber (Sünbe tourbe 
i)orau3gefe$t 5 bod^ trug 5lt^anafiuö fein S3eben!en bon fünblofen 
^eiligen ju teben.*') SSon 5lbam6 (Sunbenfatte unb bon ber @unbe 
«Berl^au^t tourbe Ö^leigung gur (giinbc, ©c^njac^e unb faft aUgemcin 
ber lelWii^c ^ob l^ergeleitct/) bon (Sinjcfnen felBji ber SSerfufl beö g5tt^ 
li^tn ®eifteö in ber menfd^tid^en 9tat\xx,^) aBer im ©egenfa^e gno^i^ 
flj^er unb l^eibnifc^er aWeinungen bie unberte^te flttUd^e Srei^eit §ur 
ÜBfthjinbung beö b&fen ®etüfic6 einmutl^ig Uifau^ptet ^) %nä^ ben 
3:0b Betrachtete 3renauÖ aU «Heilmittel, (Slemenö aW ^laturnotl^njen* 
bigffit, ') unb am SWärt^rertl^um entflanb eine nod^ l^5^ere 5(nfl^t 
ijom 3!obe. 5£)ie angeBorne ^\x^ toirb nirgenbö in ber gried^ifd^en Äirc^e 
ate Schuft angefel^n, nur Origeneö f)alt au(^ bie 9fleugebornen für 
fünb^aft/ aBer nid^t burd^ ^bam, oBtPO^l er bie SWenfd^^eit auf rat? 

^ rf; Theophil. Antioch, IL 25 : Ou/, wg" otovraC rtveg, S-dvarov el^s to 
hf^ov, all* 7} TTaQttxori. e) Contra Gentes, T, 1. p^2: E'^ ccQXV^ f^^'^ ovx 
^' XttxCa • ov^€ yccQ ov^k wv iv rotg ayCoig Idrlv, ovo" oXcos xar avTiüv 
v7idQX€i avTt], C. Arianos Or. IV. ib. p. 462 s. 

f) Justin. Tryph. c. 88 : To yivog rc5v av^Qcincjv ano rov ^A^ctfji vno 
Sttvarov xal TTXavtjv t^v rov 6(fe(og l7i€7iT(6x€i, naqcc ttiv i^Cav aitCav 
(xttGTov avTcov novriQSvaafxävov, lren.\ , 19, 1: Quemadmodumadstrictam 
est morli genas humaouin per virgioem, salvatur per virginem. Äthan. 
Omnia tradita. T. Lp. 150 : ^Enei^r) i^fLiagrev o ccvS-Qcanog, xal möovTog 
«i/ToD T« Ttdvra rirdqaxtai' o d-ctvarog fa/vev dno ^A^cc/n fi^XQ*' ^Q*^' 
OTov, tj yrj xfXttTTjQarai, 6 ^^rjg rjvofyr}, 6 naqdSnoog ixXsicf&r], 6 ovQa- 
vog l»vfi^dij. g) §.58, m. 2)od^ Tatian. ad Graec. c. 22 : To nvevua 
riiv rffv/rjv 'ineod'ttL firj ßovXofiivrjv avrcp xaraXiXoiTiev, rj ^l SaTtfQ €v~ 
avGjitt TT]g ^vvdju€0)g avTov xEXtrifiivT] — . 

^ h) Iren. Jf^, 37, 2 : JEi (fvaei ot filv (pavXoi, ol ök dya^ol yeyovaatv, 
ovd- ovrot inaivSTol, ovreg dycc&ol, toiovToi yccg xarscTxeväad'rjaccv ovt 
Ituvoi fiifjLTixolf ovTCjg yeyovoTSg. uiXX* Itisi^tj ol ndvTeg rrjg avr^g eioi 
(fvamg, dvvttfiBvoC re xaraa^sTv xal noS^UL to ayad^ovj xal ^wdfi€voi 
ntiliv anoßaXstv avro xal firj noirjaav oixaCmg xal naq dv&Q(6noig ToTg 
(vvofiovfi^voig, xal noXv ttqotsqov naqd &€^ ol fih inaivovvTai xal 
tt^lag Tvyxdvovat juagrvQtag TTJg rov xaXov xa&oXov fxXoyrjg xal ^nifio- 
»^J" ol ök xaraitmvTai xal a^Cag Tvy/dvovai ^rjfjitag Ttjg rov xaXov xal 
iya^v anoßoXrig.^ Methodius: [Photii Bihl. cod. 234.] Ovx i(p rjfiiv to 
h^vfisTa^at 7J firj Ivd-vfialad-at xeiTai xa aTona, dXXa to %Qrlod-ai rj 
M /?^<y^«t roTg iv^vfu^f^aai. 

i) Iren. /IL 23, 6 : Ejecit eum de paradiso, non invidens ei lignam vi- 
t>e, qnemadmodam quidam aadent dicere, sed raiserans ejas, ut non per- 
severaret semper transgressor, neque immortale esset, quod esset circa 
eam peccatum et malam interminabile. Prohibuit aatem ejus transgressio- 
Rem interponens mortem et cessare faciens peccatum, finem inferens ei per 
earois resolutionem : uii cessans aliquando homo vivere peccato, inciperet 
Tivere Deo. Clem, Sfromm. VlI. p. 858 : Kav voaog InCi^ xal ti toSv ne^ 
Qioittxixthf T(p yv(aaTix(p, xal ^rj iiäXicfTa 6 (po߀Q(6TaTog ^dvaTog' aTQS^ 
^tog fiivn xaTa ttiv ijjvyTjv, navTa sidtog tu ToiavTa xTlaeug dvdyxr^u 
ihm, dXXa xal ovtods dvvafxai tov d-eov (pdgfiaxov ylvead-ai atoTtjQCag, 



64 JDntologie. %nt\)xo)foloQit. Sap, II. B. 

Binifci^e ®eife [Hebr. 7, tO] in Vbam batikte, fonbrm bur(^ eigne 
Sünbf im borirbif(i^en 3)afein 4 ^) gerabe bif ^tleranbriner ^aben bie 
^ei^fit ju aUtn ^httÜä^tn ^Dingen am flaiffien audgef^ro^en unb 
jfbfö ajercrbcn ber @ünbe geleugnet, ^) überhaupt baö ßl^riftent^um 
nic^t üorjugöweife ouf ble @ünbe begogen.") ^Dagegen in ber afdfa= 
nifd^en Stixä^t ba« ®efü^l ber ©ünbl^aftigfeit tor^frrf(^enb tourbe. 
9Bte juerft ©nofttfer eine angebotne fünb^afte 3Ra(f^t im SWenfi^en an^ 
nahmen,") bo(]^ aH anetf^afen unb neben einem g5tt(i^en Seben^ 
feim, fo (eitete ilertult ain bon ^bam eine attgemeine Serberbnip 
[viliam originis, passio originalis] i)n, tvä^renb er bo(^ auä^ ein gu^ 
M $rin(ip a(9 b(eibenb unb bie J^inber ber ^ünbenbergeb^ng no(^ 
nii^t beburftig achtete* *") @eitbem in ber (ateinifc^en J^ird^e nnbe-- 
flimmte ^luöbrürfe von fremben (Sunben, bie fd^on auf ben SReugebor^ 
nen tagen, bon einem ©ünbigen in Qlbam gtei(]^fam in 3Raffe»P) ^u(% 



k) In ep. ad Rom: [T, IF» p, 516.] Si Levi in lambis Abrahae faisse 
perhibetur, multo magis omoes homines io lambis erant Adae, cum adhoc 
esset io paradiso, et omnes homines cum ipso vel in ipso expalsi sunt de 
paradiso. In Matth, (om. XF^ 23 : \T, IIL p, 685.] Tax« xal xara fih- 
TTiv yivtüiv ovJiCg ioTi xad-ccQog anb ^vnov, oudf €i fjila rifiiqa elfi f} 
^(OTi avToVy &ia ro tisqI Ttjg yH'iai(og fivarriQtov. 

l) dem. Stromm, FIl. p. 894 #; /dvo do\v aQyal ndötjg a/naQrCag, 
ayoia xal «a&ivua* ttfi(fm 6k l(p riulv, Tmv fn^te f&eXovTuv fj,av&dvstv, 
firire ttv trjg iTTi&vfitag xQaxElv, Ilt.p. 556. Orig. in ep, ad Rom, V: \TAV, 
p, 553.] Dices fortasse: si uno peccante mors in omnes transiit, et rursas 
nnins justitia io omnes justificatio vitae pervenit, neque ut nioreremor 
aliqnid nobis gestum est, neque ut vivamns, sed est mortis quidem causa 
Adam, vitae Christus. Diximus jam, quod parentes non solum geoeraot 
filio.o, sed et imbuunt, et qui nascuntur non solum filii parentibus, sed et 
discipuli fiunt, et non tam natura urgentur in mortem peccati, quam disci- 
plina. A« b. SBinen^frei^ett : de princ. 111, 1. 

m) Orig, inJo, tom, I : [T. IF.p. 22.] Maxccgioi ys, oaoi 6e6fjLivoL rov 
vtov Tov S-€ov xoiovtoi y€y6va0iv, (og fni)xixi avrov /^^C^tv iaTQOV jovg 
xaxiüg ^/oyT«? ^eganevorrog, firiSk noifxkvoc, firjdk anoXvjQCjaecog' akka 
aoifCag, xal Jioyov, >fal Jixaioavvrjg, rj st ri alXo xolg dia reXsioTrjTa ;f<y- 
Qttv avTov T« xdlliGra Swa/uivoig, Clem, Stromm, VII. p. 833. 

n) 5Dad dpafiaQTrjTixov be« ©afttibe«: dem. Stromm, IV. p. 600. 

o) De tett, an, c, 3: Satanas totius saeculi interpulator totum geous de 
suo semine infectum suae etiam damnationis traducem fecit. Dean. c. 41: 
Malum animae, praeter quod ex obventn Spiritus nequam superstruitor, ex 
originit vitio antecedit naturale quodammodo. Nam naturae corruptio a/ta 
natura est, babens suum deum et patrem, ipsum sciücetcorruptionisaucto- 
rem; uttamen insit et bonum animae, illud principale, divinum atque germa- 
nnm etproprie naturale. Quod eoim aDeo est, non (am exstinguitur, quam 
oburobratur. Sic et in pessimis aliquid boni, et in optimis nonnihil pessimi. 
De hapt, c, 18: Quid feslinat innocens aetas ad remissionem peccatorum? 

p) Cypr,Ep,h^\ [al, 64. p. 161.] A baptismo atque a gratia nemo pro- 
hibetur, quanto magis probiberi non debet infans, qui recens natus nihil 
peccavit, nisi quod secundum Adam caroaliter natus contagium mortis an- 
tiquae prima nativitate contraxit, qui ad remissam peccatorum accipien- 
dam hoc ipso facilius acc^dit, quod illi remittuntur raon/^ro/^Wa, sed aliena 



©finbenfaO, (Srtfönbe, ©ünbe* §. 74. 75. 65 

bicjettigeii, totlä^t bie menflS^Hd^e gfrcil^cit am entfd^iebcnfictt au«fi)ta* 
^tt, fetteten bo(3^ atte6 ®utc ton gStttid^et ©nabc unb SingelBung, 
atte (Seligfeit toom ß^rifient^um ^er. 3)o^ biefeö tmitbe no^ oft fo 
oügemetn aufgefaßt, bafi eö feinem SBefcn na^ anc^ bor Q,f)xxjti irbU 
f^r grfd^einung borl&onben fd^icn, ^) bagu bie gBtttid^e ®nabe im 
a^unbe mit ber mcnf(!^Iid§en grci:^eit. ') ?l6er mit bet 9lu0BiIbung 
M J^at^oliciömuö unb in bem 3)ogmen!am^)fe 6itbete fid^ feit bem 
3. 3af)xf). bie Bffenttic^e SHeinung immer entfci^iebner bal^in au^, baß 
aUfin in ber 5lnnal^me alCer (irc^Hc^en ©ogmen unb In ber 2lufnal^me 
bet toon ber J^irc^e gur »&eitigung mitget^eilten J^rafte baö «&eit fei, 
ein !ir(]^Il(3^er @u]pematurali«mu0, bem aHein noä^ bie fotgere^te SBe? 

grünbung fel^lte* 

§. 75. {(ttonitinn« nn& ^elaoittd. 
Balä^, ^ifr b» Äeftereien^ IB^ V. VI. J. G. L. Duncker, Bist, doctr. de 
ratiooe quae inter pecc. orig. et actaale intercedit apud Iren. Tert. etAng. 
Gott. 836. Ä®efdJ» @. 135 ff. 

^uguftinud l^atte gegen ben SRanid^aidmud bad 99(fe nt|r aü 
ein aSerfc^toinben beö ®uten ietraci^tet, fein Sntftel^n/ mit 5l6lei^nung 
ieber :i)l^iIofo^)l^ifd^en 3)ebuctlon, no^ immer ttjic im $arabiefe auö 
bem freien SBiflcn aK ffiebingung aUer fitttid^en Sw^^^^tiung 5') bo<^ 
lag im Sntnjidlungögange feincö Menö unb in ber Olid^tung feiner 
grBmmigfeit baö SSorttjalten beö SSetoußtfeinÖ ber @unb^ftig!eit unb 
bie unBebingte ^ingeBung in ®ottc^ ®nabe»^) 5lte 6i)tefiiue unb 

peeeata. Dejejun. et tentat, c, 7: Faerant et ante Ghristain viri iosignes, 
sed io peceatis conceptl et nati, nee originali oec personaii caruere de- 
licto. Hilar. Pict, in Ps, 118. p, 932 : Natura et origo carnis soae eam 
detioebat, sed voluntas et religio cor ejus ex eo, in quo manebat originis 
vitio, ad justificationum opera declioat. Ambras, in ep, ad Rom, c. 5 : 
MaDifestnm itaque in Adam omnes peccasse quasi in massa, ipse enim 
per peccatum corruptos qaos genuit, omnes nati sunt sub peccato. Ex eo 
igitnr caoeti peccatores, quia ex ipso sumus omnes. 

q) Justin. ApoL /. 46 : Tov Xgiotov ngoftoTOXOv rov d-eov dvai i^i- 
m^^fiiv Xoyov ovxa, ov nav yivog avd-Qfonojv fiBfiaxi^ \ xttl ot usra 
Uyov ßi.(6aavTB9 XQ^^ti'f^voC eioi, xav ad-soi ivofiiad'Tiaav, oiov iv^ElXtiai 
ftkv ZioxQarrjs xal ^^Hqdxkuxos xal ol ofioioi avroig' Iv ßagßaQOig äk 
AßqaafjL xal ^Avavlag xal ^A^aglag xal Miaar}k xal ^HXCag xal aXXoi 
nolXoL Clem. Stramm, FL p, 761. S3rg. §♦ 20, a. 

r) Ambras, de vocat. gentium c, 9: Nulla species cujascunque virtu« 
tis occurrit, qni^e vel sine dono divinae gratiae, vel sine consensu nostrae 
voluntatis habeatur. 

a) De Civ, DeiXI, 9 : Mali nulla natura est, sed amissio boni mali nomen 
accepit. AT/, 6: Malae voluntatis efficiens est nihil. DeGen, c.ManichJIj 21: 
Eliam nunc in unoquoque hostrum nihil aliud agitur, quum ad peccatum quis- 
qae delabitur, quam tum actum est in illi^ tribus, serpente, muliere et viro. 
De Vera reL c, 14 : Usque adeo peccatum voluntarius motus est, ut nullo, 
modo peccatum sit, si nbn sit peccatum voluntarium. De Hb. arb.JII, 17. 

b) Conjess. Flfl, 5 : Cui rei ego suspirabam ligatus, noo ferro alieno. 
sed meaferrea voluntate. Velle meum tenebat ioimicus et iode mibicate- 
nam fecerat. Quippe ex voluntate perversa facta est libido, etdum servitnr 

S)ogmatif. S.^ufl* 5 



66 JDntoIogie. finOftopolo^t. (^. IL B. 

^elagiud bie ^tx^tixaä^tt, Bcfonberd btttd^ Origeited unter gelebt- 
ten 916enb(atibem ^nixtiUU 9nfi(]^t ber griet^fc^m itir^ aU grremb^ 
Hoge in Slfrüa oudfpra^, erregten fie ben 9Biberf)>ru(!^ ber afrifa- 
nif(^en Stixä^t. 3^ (Brunbgebanfe : ber 9Renf(]^ bermag bie ®tbott 
@otted ju erfulien/"^) burc^ ben SBiberfpru^ toa^rfci^einlid^ fon>o^( ge^ 
fietgert ate ermäßigt, führte jur a9e]^aut)tuQg : ber 3!ob i^ ein natura 
ii^ @<^irffal, ^) niemanb toirb funb^oft geboren, •) bietmel^r tfl in 
jebem 9Renf(^ etu^ad ^et(iged, fein (Bttviffm/) in iebem aü gittlii^ 
@abe ber freie SBiQe j^) aber eine befonbre @nabe unterfHt|t nur Si^ri^ 
fien i^) ba^er itinber, bie ungetauft fierben, )n>ar niä^t ^ttloxtn ftnb; 
aber aUt fotten nad^ ®otted @ebote getauft n^erben, um in bad SRei^ 
S^rifK einjugel^n« ') S)af ^barnd <5unbe abgefe^n bom bofen f8tU 

1 MM 

libidini, facta est oecessitas. VolaoUg aotem oova, qnae mihi esse coepertt, 
nt froi te vellem, Deos, ooodain erat idooea ad saperaDdam priorem yeto- 
state roboratam. Ha duae voiuntates meae^ ana vetus, alia Dova, ilU car- 
nalis , ista spiritualis coofligebaot ioter se atque discordando dissipabaot 
aoimaBi meam. Sic iotelligeban meo ipso experimeoto id, qaodlegeram, 
qnomodo caro coocopisceret adversus spiritom , et spiritus adversns car- 
Bern. Bgo quidem in otroqoe, sed magit ego io eo, qood io me approba- 
bam, qaam io eo, qaod io me improbabam. Lex eoim peccad est vioieuita 
eonsuetudinis, qua trahitur et teoetur etiam iovitas aoimus, eo merito, qoo 
io eam volens illabitar. Xy 37: Da quod jobes, et jube quod vis. 

c) drfl <di golgcrung bietaud )u IDio^^oUtf: posse homioem sioe peeeato 
eae IMansi T. IV. p. 317.], imb aU 9n!Iage))itii!t g« (Sortl^ago : et aote ad- 
yentam Domioi faeraot homioes impeccabiles i. e. sioe peccato. [Jferefl- 
tor Commonit, II. p. 133.] (8nnib : Pelag, ad Deinetr, e. 1 : Qooties mihi 
de iostitatiooe momm et saoctae vitae diceadom est, soleo prias hamaaae 
oatarae yim moostrare, et quid efficere possit, osteodere. Naaqaam eoim 
yirtatam yiam yalemns iagredi, oisi spe dacamur eomite. Siqaidem ap- 
peteodi omois cooatns perit eooseqaeodi desperatiooe. 

d) Coelest, B* Mereat, Common, IL p, 133 : Adam mortalem factaa, 
qni sive peccaret sive aoo peccaret, moritanis fnisset. 

e) Pelag, h* Aug. de peee, or. c. 13: Omoe bonom et malvm, qao yel 
laodabiles , yel vitoperabiles sumos , ooo oobiscom oritur, sed agitur a 
Dobis. Capaces eoim ntriasqne rei^ dob pleoi oascimar, et ut sioe yirtnte, 
ita et sine vitio procreamor, atqae ante acUooem propriae yolontatis id 
solom io bomioe est, qood liens coodidit* J) Pelag, ad Demetr* e, 4 : 
Est io aoimis oostris naturalis qoaedam^ at ita dixerim, sanctttasy qnae 
yelat io arce aoimi praesidia exercet, boni maliqoe jadiciam. Et ut ho- 
nestis actihas favet , ita sioistra opera coodemoat atqae ad cooscieotiae 
testimooiam diyersas partes domestica quadam lege dijodicat. 

g) Pelag, b. Aug, degrat, Chr. c, 5: Primoloco/»o#«estatiiimas, aecaodo 
ve^, tertio ei«e. Posse in natura, yelle in arbitrio, esSe io effectn locamas. 
Primom illod i. e. posse adl^etim proprie pertinet, qni illod creatnrae snae 
contnlit : dno yero reliqoa, h. e. yelle et esse, ad homtnem referenda sont, 
qoia de arbitrii fönte descendont. Ergo in yolontate et opere laus hominis 
est, imo et hominis etDei, qni ipsins yolontatis etoperis possibilitatem de- 
dit, quiqne ipsam possibilitatem graUae snae adjnyat semper auxilio. 

h) Pelag, adinnoc, h*Aug,degrat. Chr, c. 33 : In omnibns est Ilberam 
arbitrinm aeqnaliter per naturam, sed in soHs Christianis juvatur a gratia, 

i) Aug. depece. mer. /, 58 : Non ait^ [Jo.3, 5.] inqoinnt, ^^nisi qois reaa- 



©fittbenfaß, (grbfunbe, 6ünbe. §. 75. 67 

ftwde gar Wnen 9laä^1)tü führ bie 0lo(^tt)clt gfl^aBt l^abe, Uiti titiBf« 
^iiitint unb l^aK guru^genommm«^) 5Da l^iernac^ ein gothool^Igefal^ 
\\%t9 itUn auä^ auf et^a(B bet Stixi^ mb^lid^ itnb i^r nur eine nnU^ 
^mmte Sri^&^ung beffe(6en guge^anben n>Qx, mufte fo(gere(]^t/ foBalb 
eine fol^e SSerl^anblung einmal gut BffentticJ^en ®treitfo<^e gctootben 
mx, entö?eber bie unBebingte 0lotl|^toenbig!eit ber taiffoli^ä^tn Stixä^t 
aufgegeben, ober bur(]^ einen ^reng bogmatifc^en @u^ematura(idmud 
Wge^Ht toerben» ®al|^er 2lugufiinu8 aW Sortful^rer beö J^irci^en« 
gei^e^ entgegnete: bie gange SRenf^^it ^at in %bam gefunbigt unb 
t^ bur(^ feinen SaU ni(!^t B(of bem Sobe, fonbem au^ unuBem)inb^ 
(ü^ B6fer 2n^ unb etoiger ffierbammniß öerfaßen,^) tDtlä^t SrBfunbe 
[peccatum originale, haereditariom] aU unenbtic^e (Sd^ulb nur hwcä^ 
bie ^ixä^t getilgt »erben fann*") ^afftx gur fficfel^rung unb @etig!eit 
mmfd^Ii^e Stxaft nicJ^tö / bie ®nabe alfeö t^ut*°) Sr fa^ ben freien 
SBiKen nid^t fotool^l für »erloren, aö für geBunben an, nur gur ©ünbe 
frei/ ") unb leugnete ni^t fotool^l bie straft gu fittlic^en Saaten, al8 

tos foerit ex aqua et spiritu, bod habebit salutem vel vitam aeternam/' tan- 
tommodo autem dixit, „bod intrabit in reg^nomDei'*: ad hoc parvuli bapti- 
zandi sunt, ot sint etiam cum Christo in regno Dei, nbi non enint, si baptizati 
ooB faerint ; quamvis et sine baptismo, si parvuli moriaoiur, salutem vitara- 
qne aeternam habituri sint, quoniam nuilo peceati yinculo obstricti sunt. 

k) Mercat. IL p. 133. aU im Slnflageacte : Qooniam peceatuoi Adae ip- 
sam solum laeserit, et non genas huBaanara. 9ta(l^ ^u^, depecc. or, 11.3 s. 
oattDCftete (SdUQiittf: Dixi de tradaee peecati dnbinm me esse, ita tarnen, 
at eai donavit Dens gratian peritiae, consentiam, qnia diversa ab eis an- 
4iyi,qBi utique in ecclesia catholica eonstituti sunt presbyteri. Licet qaae- 
stioBis res sit, non haeresis. 3u 5Dto0^olid \)etti)arf ^elagiutf ben ^Inflages 
)fwai% erflörte aBer f^&ter gegen bie deinen nad^ Jug, ib, c 15 : Ideo se itta 
ebjeeta damnasse, qood etipsedieit, non tantom pino homini, sed etian hu- 
Baao geoeri primnm illud obfuisse peceatom, nenpropagine, sed exemplo, 

l) Depeee. mer, J, 15 : Adam onus est, in quo omnes peecaveroot, quia 
■00 sala imilatio pecoatores facit, sed per carnem generans poena. Depecc» 
or,c. 36 : lofans perditiona punitur, quia pertinet ad massam perditioniSy 
et JBst« intelligitur ex Adam natus antiqui debiti obligatione damnatns. 

m) De nupt.et eoncup,!, 26: In eis, qui regenerantor in Christo, cum 
reaissionem accipiant prorsus omnium peccatorom^ utique necesse est, ut 
reatus etiam hujns licet adhue maoentis eoneupiseentiae remittatur ; ma- 
Bet ttetu^ praeteriit reaiu, 

n) De corrept. et grat. c, 12 : Nee volnit Deus sanctos suos io viribus 
8018, sed in ipso gloriari. Tantum quippe Spiritu S. aecenditur voluntas 
eeroB, ut ideo possint, quia sie volunt ; ideo sie velint, quia Dens opera- 
tar, ut velint. Enchir, c. 32 : Ne quisquam, etsi non de operibus, de ipso 
glorietar Ubero arbitrio: no/enf em* [Dens] /^raeve/it'e, »e re/iY, volentem 
sabseqaitur, ne fmstra velit. 

o) C, duas epp. PeL 11^ 9 : Peccato Adae liberum arbitrinra de homi- 
Dum natura periisse non dicimus, sed ad peccandum valere in borainibut 
sübditis diabolo, ad bene autem pieqnevivendum non valere, nisi ipsavo- 
laatas hominis Dei gratia fnerit liberata. ///, 8: Liberum arbitrium captU 
vum. ^o(| Enehir, e. 30 : Libero arbitrio male utens homo et se perdidit 
et ipsum, Vietore peceato amissum est liberum arbitriam. 

5* 



68 Dntologie. %nif)XOpoUilt. Sat).IL B. 

l^r aSerbienft \>t>x ®ott unb i^rm tellgiSfen ®tf)alt^) S>it aUm etg-- 
nen Sntfc^tuffe toorauögel^enbc ©unb^aftfgfeit tvax xf}m baö Sittfi^i^ 
benbf, ni^t bad n>itt(i^e aSerftanbni^ bed ^unbenfaUd.*!) Seine 6on^ 
fequenj forberte bie ewige S^erbammung ber »Reiben , abtx er geflanb 
il^ren ^ugenben tint mitbere aSerbammni^ itnb bie mitbefte ben J^inbem 
ju/) ©eine ffietoeife: 5R6met 5, bie J^inbertaufe unb baf ber ©ol^n 
©otted fonfl \)txQtWdi gefiorBen fei« äJon Seiten M $e(agiu9 tt^arb 
entgegnet : baß ber begriff einer ©finbe ol^ne freie Su^intmung unb 
eigne Xf)at f!(^ felSfi öernid^te,*) ba§ biefeJJe^re unSi6lif(!^ nnb gotted- 
lafler(i(^ fei* *) Stugnflinttö fetSfl njar bon ber olten großen SBeife, 
baö S^riflent^um gu neigen, momentan ergriffen. ■) 9lBer baö Se? 

p) AdBontf, III, 5 1 Gatholica fides jastos ab iojustis, dod operam, sed 
ipsa fidei lege disceroit, qnia Justus ex fide vivit. Per quam discretionem 
fit, ut homo duceosvitam sine appetitu rei ullias alienae, parentibashoDo- 
rem debitum reddens, castus, eleeDiosyoaraiii largissimus, injoriaram pt- 
tieotissiinns, qui noo solum ooo anferatalienajsedoecsua reposcatablata, 
vel etiam veoditis omoibus suis erogatisque io paaperes nihil suum propriom 
possideat: com suis tarnen istis velot laudabilibas moribus, si noo ioDeam 
fidem rectam et catbolicam teneat, de hac vita datnnandus abscedat. 

q) De Gen, ad lit, XI, 41: Hoc, si forte lignum illud non ad proprieta- 
tem at veram ligoam et vera poma ejus, sed ad ßguram velint accipere, 
habeat exitum aliquem rectae fidei veritatiqae probabilem. 

r) C. JuL H^, 23 s: Si fidem noo habent Christi, nee justi soot, nee 
Deo placent, coi sine fide placere impossibiie est. Sed ad hoc eos io die 
jodicii cogitationes soae defendent [Rom. 2, 15.], ot tolerabilius punian- 
tur, quia oatoraliter, quae legis soot, utcuoqoe feceroot. Minus eoim 
Fabricius quam Gatiiina ponietur^ noo quia iste bonos, sed quia iüe magis 
malus. Et minus impius quam Gatiiina Fabricios, ooo veras virtutes ba- 
bendo, sed a veris virtutibus oon piurimum deviando. Enchir, c, 93 : Mi- 
tissima sane omniom poena erit eorum, qui praeter peccatom, qood origi- 
liaie traxerunt, nullum iasoper addiderunt. t) Julian, b* Aug. Op,itnp, 
I, 60 : Nihil est percati in homine, si nihil est propriae volontatis vel as- 
sensioois. Tu antemconcedis, nihil fuisse in parvuiis propriae volontatis: 
non ego, sed ratio conclodit, nihil igitur in eis esse peccati. 

t) Julian, Ib. II, 174; In quo omnes peccaverunt, nihil aliud indicat, 
quam, quia omnes peccaveront. Pelag, b* Aug, de pece* mer, /, 3: Si 
Adae peccatum etiam oon peccantibos noeoit, ergo et Christi justitia etiam 
non credentibus prodest. Julian, b« Aug, Op, imp, /, 48: Deos, ais, ipse 
qui commendat suam caritatem in nobis, qui dilexit nos et Filio sno doo 
pepercit, sed pro nobis illum tradidit, ipse sie jodicat, ipse est nasceotium 
persecutor, ipse pro mala voluntate aeternis igoibos parvolos tradit, quos 
nee bonam nee malam voluntatem seit habere potuisse. Post hanc ergo 
sententiam tam immanem, tarn sacrilegam, si sanis judicibus oteremor, 
nihil praeter exsecrationem tni referre deberem. 50: Amolire te itaque 
cum tali deo tuo de ecciesiarum medio : non est ipse, coi Patriarchae, cai 
Prophetae, cui Apostoli credideruot, in quo speravit et sperat ecclesia 
primitivorum ; non est ipse, quem credit judicem rationabilis creatora. 
Nemo prudentium pro tali domino suum unquam sanguinem fodisset, oee 
eoim merebatur dilectionis affectom. Postremo iste, quem indocis, si es- 
set uspiam, reus convinceretur esse, non dens, judicandns a vero Deo 
meo, non judicaturus pro deo. u) Retracti, I, 13 : Res ipsa, quae nooc 



©ünbenfaH, (Srbfünbe, ©ünbe. §. 75. 76. 69 

touftffitt ber toitHicJ^m feI6fteerf(!^utbftctt @unbl^aftig!cit, bic fromme 
3)cmut^ in ber SSergnjeifiung an jld^ feftfl/ bie ^xä^ÜQttit beö ÜKetts 
fc^cn öor bem Stngefid^te ber &i>ttf)tit, enbtid^ bie Sinjtc^t, baß burci^ 
$clagiu3 bie ©runböeflen be0 fir(]^Iid^ett®emeittgeffi^ie erfc^üttert njur? 
ben, etttf(^ieb ben ®ieg M augaftinifd^en 5)ogma , $elagiu6 »urbe 
auf 4 ^^noben ju 6att^ago nnb §u 9lom 412-418 terbammt. 

§. 76. etmipttüQ\<mi9mn9 ttttb fat^olifi^e StixäitnU^xt. 

Seit SIugufHn tourbe aKgemein anevfannt, ba^ burc!^ 5tbam0 SalC 
fin großem ®ut öertorcn, ber 3!ob unb bie fiufl jur @üitbe auf aUe ges 
fommen fei» 3)ie grie(!^if(^e Äir(!^e toerl^arrte mit bem fitttic^en Srnfie 
i^ref Cl^r^fopomud Bei biefer Un6ejiimmt:^eit, inbem fie jttjar eine ur* 
öaterlii^e @iinbenf(^utb anerfennenb, bo(^ bie greil^eit beö SÖittena 
entf^ifben feji^ieft, ol^ne gum SSoUbringen M ©uten baö SSeburfniß 
fincr götttid^en aRittoirfung gu leugnen/) 5)ie5}etagianer njurben auf 
berS^nobe gu @))^efud 431 nur a\i^ ^)erf6nU(^en 0lü(f fiepten terttjor« 
fen, unb 3!^eobor i)on aRo^)fttejiia fonntebaö gange ^etbflgefül^t 
feiner ®elel^rfam!eit unb feineö gefunben aRenfö^enöerfianbeö gegen 5tu5 
gujHn geltenb machen. ^) 3)em Slbenbtanbe 1)at fic^ baö ©ebacJ^tniß 
5lugujline tief elngebrucft» S)it öffenttid^e Äird^enmeinung l^iett feit- 
bem auf tint ©efammtfünbe In 3lbam unb auf bie unbebingte Ölotl^s 
toenbigfcit ber g&tttid^en ©nabe in ßl^riflo alä auf ^au^tflürfe be6 
©laubenö. ^ber gegen bie augujiinif(^e 3luffaffung erl^ob fxä^ bie alt« 
^ergc6ra(^te Überlieferung, baö fittlid^e SBebürfnifl, baö unüertoüflKd^e 
Sefu^l ber »rei^^eit unb fetbji baö SSorurt^eit beö aw&nd^t^umö. 3)ie* 
fcr ©egenfa^, ber bon 3Kafjt(ia ausging, njurbe auc^ öon ßtit^mo^tn 



religio christiana nancopatar, erat et apad antiquos, nee defuit ab iDitio 
SeDeris bnmani, qnoosque ipse Christus veniret in carne, uode yera reli- 
gio, qaae jam erat^ coepit appeilari cbristiaoa. ^rg. §• 74, q. 

a) Joan.Damasc, deßde orthod, II j 29 : 'H fxlv aXgeaig t(Sv nqax- 
lim iif rifxlv iarif t6 ShriXo g, t(ov fihv dyad^iov, ttjs tov d-eov avr€Q- 
ylaq, $ixuC(ag awiQyovvxog toig ngoaiQovfjiivoig to aya&ov oQ&fp cfvvei- 
ion xara jrjv TTQoyvcjOiv avrov, rwv (Tl novrjQüiv jijg iyxccTctXeC\p£(og rov 
^€0Vj ndXiv xaxd rrjv TiQoyvtoOiv avrov 6ixtt((ag ^yxajaXifjmdvovrog, 
Conf. orth. P. I. qu. 27: JeCxvu 6 dywg SMaxaXog [Jo. 1, 12.], ncSg 
xttkii xal 71 ttvd-Q(onCvrj d-iXtiaig ißXdßrj fik to nQonaroQixov dfidQTTjfiaf 
fi okov TovTO xal TtSga xard tov naQovta xatQOv €fg triv nQoaCqiaiv rov 
xad^ ivog axixiTtti to vd tlvai xaXog xal Tixvov d^eov, rj xaxog xal vlog 
SiaßoXov oXov TOVTO ilvai eig to /^Qt> tov dvS-QüinoVf xal etg filv to xa- 
^v tj 9ila X^Q*-^ övfißoTi&^t dXXd xal dno to xaxov 7j iöCa yvqt^H tov 
ttv^Q(onoVf x^Q^S ^^ dvayxdarj rb avxs^ovoiov, 

b) $ci Mariut Merc. p. 34^: [Augostions] mirabilis peccati origioalis 
assertor, quippe qoi in diviois scriptaris Deqoaqaam faerit exercitatos, 
novissime io baue dogmatis recidit novitatem, qua diceret, quod in ira 
atqae faroreDens Adam mortalem esse praeceperit, et propter ejus unum 
delictom cnnctos etiam necdom natos hominesmorte multaverit. Sicautem 
(Üspotans noD veretur ea sentire de Deo, qnae nee de bominibus sapienti- 
W et aliqaam justitiae curam gerentibus unquam quis aestiinare teotavit« 



70 Ontologie. llntl^iot)o(ogie. @a)>. II. B. 

all eine Vermittlung in>if(^en ^lugu^inul unb $e(agiu9 angefe^K,') 
bo<^ erft im SRittelattet <Semi)>e(agiani9mttl genannt« 6em 
ffiefen ift ba« forttoa^renbe S'leScncinottberBefle^^n ber greil^it unb bft 
®nabe aü bebingt in ber (Srfranfung aUn ^iUxn ®ei{le$frafte burt^ 
9lbamd %aU. S)a^er Saffianul*^) im @inne ber SSermitttung ba(b 
ben Anfang im ®uten bem 9Renf(^en }uf(^reibt unb ®ott bad ^Sott- 
bringen/ balb bad er^eißerlangen na^ ber ®nabe ^on ®ott ableitet/) 
ja audna^mdweife g(ei(&fam eineübenoaltigung }um®uten guge^^t/) 
%ber bie (Srbfunbe iß feiner grie(!^if(!^en 93ilbung ein ungemol^ntri 
9lamt, eine «^^pot^efe, ^) ber Staxnp^ jtoif^n %U\\ä^ unb @ei{l l^il^ 
fam,^) unb er tvamt bor ber Ö6erf)>annung ; n>e((^e jur Joermeinten 
a3er^en(i(]^ung G^rifii ber menf(^(i(i^en 9latur atted ®ute ai>]pxti^. ') 

e) Prosper [a. 433] contra Coilatorem c, 5 : Uli [Pelagiani] in oinoi- 
bas jastifl hominam operibas liberae volantatis taentur exordia. Nos be- 
Banim cogiutioniiin ex Peo seroper credimaa prodire priocipia. Ta io- 
fbrm« oescio quid tertium et utriqne parti iocoDTeoieas reperisü. 

d) ISBefonber« Collatioaes Patruro. a. 420-430. J^^efd^. §. 107» 

e) ColL Xllly 11 : loter mattos magna quaestiooe volvitar, nivnm^quia 
initium bonae voluntatfs praebueritnus^ Biisereatur oostriDeas, ao, quia 
Deus mUereatury coDseqoator booae volontatis initium? Molti enim sia- 
gola haee qaaereotes ac joato amplius asserentea yariis sibique coatrariis 
suot erroribas invointi. Si enim dixerimas noatrnm esse bonae principimn 
volantalis, quid foit in persecatore Paulo, quid in publicano Matthaeo? 
qnorum udus croori ae auppliciis innoceotum, alius violentiis ac rapiois 
publicis ioenbans attrabitur ad satutem. Sin vero gratia Dei semper iospi- 
rari bonae voluntatis principia dixerimus, quid de Zachaei fide, quid de 
iliiut in cruce iatronis pietate dicimus? qui desiderio suo vim quandam 
regnis coelestibus inferentes specialia vocationis monila praeveoeraot. 
Consummationem vero virtutum et exsecutionem mandatornm Dei si nostro 
deputaTerimas arbitrio, quoroodo oramns: conftrmaDens hoc, quod opera- 
tus es in nobis ! — Haec duo, vel gratia Dei vel liberum arbitrium siqai- 
dem invicero videntur adversa, sed utraque concordant et utraque nos pa- 
riter debere suscipere, pietatis ratione coUigimus, ne unum borum homioi 
snbtrabentes eeclesiasticae fidei regnlara excessisse videamur. Nam cum 
viderit aosDeus ad bonum velle deflectere, occurrit^ dirigit atqne confortat. 
Ad vocem enim clamoris tui, statim ut audierit, respoodebit tibi. Rnrsos 
si nos nolle vel intepuisse perspexerit, adbortationes salatiferas admovet 
cordibus nostris, qnibus volnntas bona vel reparetur velformetur in no- 
bis. Ib. Xni, 12. 17. 

ß De Inttitt, Coenobb. XII, 18 : Nonuonquara etiam inviti trahimar 
ad salutem. Coli. //7, 5 : Quid obfnit Paulo, qnod ad viam salutis velut 
tnvt'eujrvidetur attractns, qui postea Dominum tanto animi fervore sectatus 
initium necessitatis voluntaria devotione consummans, gloriosam tantis 
virtutibus vitam incomparabili fine oonclusit. g) SSivtx Coli, XIII, 7. 

h) Coli, IF<f 7 : Est quodammodo utiiis haec pagna dispensatione Dei 
nobis ioserta et ad meliorem nos statum provocans atque compellens, qua 
sublata proculdubio pax e contrario perniciosa snccedet. 

i) Coli. XIII, 12 : Cavandum est nobis, ne ita ad Dominum omnia sao- 
ctornm merita referamus, ut nihil nisi id, quod malum atque perversum 
est, hiraanae adscribamus natnrae. Dnbitari non potest, ioesse qaidem 
omni» animae naturaHter virtutum semina beneficio Greatoris inserta, 



©unbenfaK, (Stbfünbe, ©ünbe^ §• 76. 71 

3)tefe SSetrad^tungdioeife n>itrbe bamatd in ®aUitn l^etrfi^enb/ il^r jmei:: 
ter 9tfiJ|afmtant, ati(^ ein SKBnci^öi^ciUger, ganpuö öon ditii, nh 
tl^igte owf bct ©^nobf gu 9lrelate [472] ben $rcöB^tcr Sudbu« au« 
gujlinifiö^ett Seigren förmlid^ aBgufagen,^) ttial^renb man, ttjie biefl fort^ 
»äl^renb unter @emi^)elaöianem gefd^e^^n ifi, bnrd^ bie BereittriUige 
aSerbammung eine« gleit^fam ibeal aufgefaßten ?JeIagianiömu6 bie ^ßer* 
fon 91ugujitne nnb bie Sntfd^ibung ber Äirc^c für i^n e^rte. 5)agegcn 
eine Wf(]^6fU^ aSerfammtung gu ?(ranfio [529] auf rSmifd^e aSer^ 
anlaffung augu^inifcJ^e ©runbfdte aufjiettte/) SSeibe Stiftungen IBe« 
Rauben ne6en einonber, boci^ toarb im 9*3al^r^. bie augufiinifci^c JRici^« 
tung in ^anfttiä^ fo macJ^tig , baß ferSjl entfd^iebne ©egner berfetten 
»ie^incmar bon SH^eimö ^ii f(^roffer augu^inifci^er Sormetn 6e* 
Klienten.") 916er bie 2l(3^tung bor ben natürlichen Sa^igJ^ten beö ®tU 
{ied(ag im SBefen ber ®(^o(afiif , i^r @emit)etagiani$mud ttjurbe 
nur burt^ bie ^iflorifc^e Unm&gH(i^feit; 9lugu^ind 9luctoritat offen 
ober au(!ö nur Betoußt ju uBerfc^reiten, niebergel^atten* S)ie ©(^otapis 
Irr unterfd^eiben ^^ bloß burd^ ein vxif)x ober Weniger ber 0leiguiig gu 
SlugttjHn ober jpelagiuö, bem ßrflem jiei^t Xlfoxaa^, bem Slnbem 2lbas 
larb unb ®cotu3 am na(^jlen* ©eioJ^nßd^ toar bie 5lMeltung beö aSö* 
fen au8 bem ®uten* ") S)ie Srbfünbe tourbe balb Hoß au^ ber Icibti* 

sed msi baec opitnlatione Dei foerint excitata, ad incremeDtum perfectio- 
Dis DOD poteront perveoire. 

k) MamiT. VlLp, 1008 ss: Loqaeotes de gpratia Dei et obedientia bo- 
minis id omoino statuere debemus, ut neque prooi in sioistram, neque im- 
portnai in dexteram, regpiam magpis gradiamur viam. Anatbema ergo illi, 
qoi intBT reliquat Pelagii impietates homiDem sine peccato nasci et per 
solam laborem posae salvari damnanda praesnmptione contenderit; qui 
dicit, humanae obedientiae laborem divinae gratiae non esse jungendom ; 
qoi dicit post primi bominis lapsum ex toto arbitrinm voluntatis exstin- 
ctmn; qni dicit ab Adam usque adCbristnm nnllos ex gentibns per primam 
Dei gratiam i. e. per legem naturae in adventum Christi firisse salvatos. 
— Ita assero gratiam Dei, ut annisum hominis et oonatum gratiae sem- 
per adjungam et libertatem yolnntatis hnmanae non exstinetam, sed at- 
tenuatam et it^firmaiam eise pronuntiem. 

/; Manst T, FIILp, 711 ss : 9iU oertoorfen : Si quia invoeatione bnmana 
gratiam Dei dicit conferri, non antem ipsam gratiam facere^ ut inyocetur 
aoobis; si quis, ut a peccato purgemur, volnntatem nostram Deum ex-, 
spectare contendit, non antem, ut etiam pnrgari velimus, per S. Spiritus 
iDfosioDem in nobis fieri confitetur; si qnis per naturae vigorem bonum 
aliqnod, quod ad salutem pertinet vitae aeternae^ cogitare ut expedit^ aut 
eligere, sive evaagelicae praedieationi consentire posse confirmat absque 
illaminatione et inspiratione Spiritus Sancti. Tales nos amat, qnales fu- 
tnri somus ipsius dono» non quales sumus nostro merito. Multa facitDeus 
in bomine bona , quae non facit bomo : nulla vero facit bomo bona , quae 
nen Dens praestat, ut faciat bomo. m) S^nobegu ^ietfe^ [Carisiacum] 
m%t^n (iotfd^alf can.2: [Mann T. XIV. p. 921.] Libertatem arbitrii in 
priao bomine perdidimns, quam perChristum Dominum nostrum recepimus. 

n) Lombard, L, IL D, 34. B : Causa et origo prima peocati res bona 
exstitit, quia ante primam peecatom non erat aUquid mali, undß oriretur. 



1 



72 Ontotogie, ^tntl^^ropolosie. 6a))JL B. 



^ Sort)>flanjund , ta(b aud ber (Semeinfamfeit einer S^ulb bed 
6tamm))ater9 abgeleitet.*') 9Benn 9[nfe(mud unb @(otud bie Srbfunbe 
in bie Beraubung bet ubernaturli^en ©nabengabe fe|^ten/ p) SomSaT-' 
bud unb fT^omad jugleic^ in eine SSetttunbung bet menf(!^(i^en ü^atur: 
fo ifl bo(^ au(^ bie aSenounbung nut a(6 ein i^odlaffen bet but(^ bie 
jostitia origioalis ni^t me^t geja^mten natütlid^en J^cafte gebac^t."!) 
@(!^o(aßifet unb Wp^ifet achten ben fteien Silien füt mel^r obet min: 
bet gefii^toa^t, inbem ^nfe(mud nut ben SSefi^ o^ne bie !R&gIi(^frtt 
be6 ®e6tau(!^d/ Bombatbud einen t^ilmeifen ^tx{\x% @(otud eine m-^ 
tvxXiiit Vngemeffen^ett füt ®(auben unb Siebe annimmt/) %Vit ^at^ 



o) Lombard, L, IL D» 31. B: Non secundom animam, sed secandon 
eamem solain peccatom originale trahitur a parenUbus. Caro enim propter 
peccatam corrnpta fait io Adam, adeo ut cum ante peceatum vir et mulier 
sine ineendio libidinia possent coovenire , essetque thorns immacolatos: 
jam poft peeeato9 oob valet fieri caroaliscopala absqae libidioosa concu- 
piscentia. Unde caro ipsa, quae eoocipitor, in vitiosa concupisceoiia cor- 
rumpitnr, ex cajos contactQ anima, cum iofunditur, maculam trahit, qni 
poUoitar et fit rea i. e. Vitium concapiscentiae, quod est originale peeca- 
tum. Thomas P. IL 1. j^k. 81. ArtA: Omnes bomines, qui nascnotures 
Adam, possuoteonsiderari utunus bomo, secundumquod io civilibusomoes 
homineaqoi sunt unios commuoitatis repntaotur quasi unum corpus et tota 
commonitas quasi unus bomo. Sic homioes ex Adam derivati sunt tanqnam 
membra unius corporis. Actus antem uoius membri corporalis, puta manus, 
000 est volootarius volontate ipsius manus, sed voluntate animae, qote 
primo movet membrum. Sicut peceatum acluale, quod per membrum ali- 
quod committitur, non est peceatum illius membri, nisi in quaotum illod 
membrum est aliquid ipsius hominis, propter quod vocatur peceatum buma- 
Bum: ita peceatum originale non est peceatum hujuspersooae, nisi in qnaa- 
tum baec persona recipit naturam a primo parente, unde et vocatur /)ecra- 
tum naturae, p) Anselm, deconc. virg. c, 27. Duns Seot* L, IL D. 30. 

g) Lombard. L. IL D. 25. H: Per iilud peceatum naturalia booaio 
bomine corrupta sunt et gratuita detracta. Hie est iile, qui a latronibos 
vulneratus est et spoliatus. Fulneratut quidem in naturalibus boois, qoi- 
bus flon est privatus , alioquin non posset fieri reparatio : spoliatus vero 
gratuitis^ quae per gratiam naturalibus addita fuerunt. Thomas P,IL 1. 
Qu. 82. Art, 3 : Privatio originalis justitiae, per quam voluntas subdebatnr 
Deo, est formale in peccato original!. Omnis autem alia ioordinatio viriam 
animae se habet in peccato original! sicut quiddam materiale. Quae quidem 
inordioatio communi nomine potest dici concupiscentia. Ita peceatum ori- 
ginale materialUer quidem est concupiscentia^ formaliter vero de/ectvt 
originalis justitiae. Qu, 85. Art, 3 : Per justitiam originalem perfecte 
ratio cootinebat inferiores animae vires. Haec originalis justitia subtracta 
est per peceatum primi pareotis. Ideo omnes vires aoimae remanent quo- 
dammodo destitutae proprio ordine, quo naturaliter ordinaotur ad virlv- 
tem, et ipsa destitutio vulneratio naturae dlcitur. 

r) Anselm, de Hb, arbit, c, 3 : Licet peccato se subdidissent, libertatm 
tamen arbitrii naturalem io se interimere nequiveruot, sed facere potoe- 
mnt, ut jam non sine alia gratia, quam erat illa, quam prius babueroot, 
illa libertate uti non valeant. Lombard, L, IL D, 26. H : Corrupta est liber- 
tas arbitrii per peceatum et ex parte perdita. /.* Bst namque libertas tri- 
plexj scilicet a necessitate, a peccato, a miseria, A necessitate et aote 



Sünbenfaa, ©rbfunbe, ©ünbe- §. 76. 73 

en bie ®nabe für nhtf^i^ aö l^eitenb, toirfenb unb mittoirfenb/) 3tt 
Ktötarbd @(^ule hjurbe ©unbe unb aScrbienfl eingig auf bem ^iiitn 
jfgrunbet unb ber gute ffiitte ofö baö 0iotuvgemaf e attgefel^«.*) ©ein 
8(auBe an bie ©etigfcit ebter ^tit>tn fud^tc fiti^ jiüat (irc^Hd^ gu re^t« 
fertigen,") tt)iberfpra^ aber bem (SelBfigefül^t ber Äird^e. ©agrgen bie 
ic^re be6 ^^ombarbuö, baß bie SSerbammniß uttgetaufter Äinber nur 
gntbe^rung beö gBttUc^en 2lttf(^auen0 fei/; fraft beö uienfd^lid^en ®e* 
fu^W attgemein njurbe. J)a8 SoitdUum t)on^rie nt ^at abfi(^tU(^ 
unbejtimmt unb nur gegen ben ^ugujlinidmud ber $rotefianten feft^ 
gefegt, baß 9lbani, an Mi unb @eete berfd^(e(!^tert, bie urf^)rüng(i<i^e 
(Bere^tigfeit bertor, baß feine ©unbe auf alCe Um, unb nur bur(]^ 
ß^ifli aSerbienfl gel^oben »erbe, bo(^ ber freie ffiilte feine0ir>eg6 »er« 
nicktet, nur feine Stxaft gef(i^n?a(3^t fei* 3)a^er jur 0lettung beö 3Kens 



peccatum et post liberum est arbitrinm. Est alia libertas a peccato, scilioet 
de qua dicit Apostolus: ubi Spiritus Domio!, ibi libertas. Hanc libertatem 
pecctudo homo amisit. DunsScot. L. IL D. 29: Homo est secnodnm^aa na- 
toralia apfus ad credeodum et diligeodom : nibilominas credere et ioteUi- 
gere [dili^ere?] sioe gratia esse noo possunt. D.2S: Tarn illi erraot, qui 
com Maaicbaeo dicunt, horoines peccatum vitare oon posse, quam illi, qui 
eum Jovioiano assernnt, dod posse peccare. Uterque tollit arbitrii liberta- 
tem. Nos vero dicimus, homines semper peccare et posse oon peccare. 

s) Lombard, L, IL D, 27. C : Gratia sanat et liberat voluntatem. Ber- 
nard. de gratia et Hb. arh. c. 1: Tolle liberum arbitrium, et noo erit, quod 
salvetur. Tolle gratiam, et non erit unde salvetur. Gratiae operanti coo- 
perari dicilur liberum arbitrium, dum consentit. Thomas P. IL 1. Qu, 109. 
ArL 6: Hominis est praeparare aniroum, quia hoc facit per liberum arbi- 
trinm, sed tamen hoc non facit sine auxilio Dei ad se attrahentis. Duns 
Seot. L.II. D. 2S : Liberum sie confitemur arbitrium, ut dicamus nos sem- 
per indigere Dei auxilio. D, 29 : Etsi liberum arbitrium in merito habeat 
magnam virtntem, tamen sine gratia non sufficit homini ad salutem. 

t) JbaeL Epitome c, 33: Fitia in naturae corruptione, peccata in vo- 
Inntate consistuot. Uode nee in pneris nee in naturaliter stultis aliqua 
calpa esse deprebenditur. e. 34 : Quemadmodum omoe peccatum in sola 
voluntate consistit, sie et meritum. Meritum nihil aliud est, quam id, quod 
booa yolaotate meremur i. e. vita aeterna. Velle bonum unicuique natu- 
rale est. Unde et Apostolus: velie adjacet mihi. 

u) Introd. adTheoL L, 1 : [Opp, p, 1007.] Quod ait Apostolus quosdam 
philosophorum et gentilinm sapientum hoc, quod deDeo intelligebant, sibi 
potins quam Deo adscripsisse atque binc excoecari meruisse, paucis potius 
quam multis imputandum videtur, sie ut et ipsa turpitudinis poena, quam 
adjungit dicens : propterea tradidit illos Dens in passiones ignomioiae^ et 
rarsnm masculi , inqnit, in masculos turpitndinem operantes. Coostat 
qoippe philosophos maxime eontinenter vixisse atque ad continentiam tarn 
scriptis quam exemplis multas nobis exhortationes reUquisse. Sed siquis 
sioe fide Veoturi eos salvare posse contra dicat: quomodo id comprobare 
poterit, quod in eum scilicet non credidernnt, quem etiam per gentilem foe- 
minam, i. e. Sibyllam, molto fere aperlius quam per omnes prophetas va- 
ticinatum viderint. ^obann fdtmzi^ i^tet C^inf!(it^t in d^rijUid^e Dogmen« 

v) L. IL D. 33. E: Nullam ignis materialis vel conscientiae vermis 
poenam seosuri^ nlsi quod Dei visione carebunt io perpetuum. 



f(^en Qhttliä^t (9mU unb mntf4(i(^e Sfrrtl^eit jufammentoirfen tttttf.^) 
3)if ^mrfc^nbe 3: ^ e o ( o ^ i e ff^(o§ fi^ an bie fd^olaflifi^e IBe^m^ 
mutig/ b«§ nur bad ubnrmiturd^e ©nabengefc^en! )»et(oren ging unb 
ber !IKfnf(^ »ifbrr In nacfter S'JatürKc^feit geboren werbe»'') S)er bur^ 
ben $rote^anti$mu9 aufgeregte Stam)ßf ber ))e(agianif(^n unb auguftü 
nifc^en OllcJ^tung ^at im Innern ber fatl^olifc^en Stixi^t fortgetoa^rt.^ 

|. 77. Cotttg«lifi(e IHriNiiIe^rc unli oltyroteflaiitif^e Soomotifer. 
iDie {Reformatoren erneuten unb fc^Srftcnbengel^rbegriffSlugu^inö, 
bur^ ben fle bie üRißSraut^e ber fat^olif^en ffierf^cifigfeit, toe^t 
jn^ar nic^t burc^ bie pe(agianif(i^e Oli^tung entflanben/ aber bur(^ ^r 
Bebingt toatm, flegrei«^ be^ritten. 3n ben lutl^erifd&en S^mMcn 
tvirb bie ßrbfunbe befci^rieBen : negatib ald 93eraubung aKed re(igiofen 
Sebend [imaginis divinae privatio], ))ofitib a(d äJerfe^ruug jur Bufl am 
936fen [prava coocapisceotia] $ nid^t b(o^ Quxti^nnnQ bed abamitt-' 
ft^en aSerge^nö, fonbern ttjirftici^e eigne @ünbe, atter anbem ©ütiben 
CtueQ,. aber au(^ wenn ber 3Renf(!^ für fi(^ fetbjl nic^td S^fed t^atr, 
i^re Strafe ber 3om ©otte^ unb etoige ffierbammnifi/) ^utä^ M 



w) C, Trid, Sess. FL e. 1 : Deelarat S. Synodas oportere, at anasquisqae 
tgooscat, qaod cnm omoes homines in praevaricatiooe Adae innoceDtiam 
perdidissent, asque adeo servi eraot peccati et sub potestate diaboli, nt 
noD modo Gentes pervim oatorae, sed ne Jodaei quidem per ipsam literam 
legis inde liberari aut sorgere possent; tametsi in eis liberum arbitrium 
mioime exstioctum esset, viribus licet attenuatum et ioclinatam. can.h-. 
Siqois liberum homiois arbitrium postAdae peecatom amissum etexstio- 
ctam esie dixerit, aat rem esse de solo titalo, imo titalum sine re, Bgmentam 
denique a Satana invectam in Ecclesiam, anathema sit. c. 5 : Deelarat [Sy- 
nodas], ipsias JQStificationis exordiam in adnltis a Dei per Ghristam j^rae- 
veniente gratia samendum esse b. e. ab ejus vocatione, qua nullit eoram 
existentibas merilis vocantur; nt, qui per peecata aDeo aversi erant, per 
ejus excitantem atque adjuvantem gratiam ad convertendum se ad suam 
ipsorum justificationem, eidem gratiae libere assentiendo et cooperando 
disponantnr: ita^ ut tangente Deo cor bominis per Spiritus S. iilumiDationein, 
neque bomo ipse omnino nibil agat, inspirationem illam recipiens, qnippe 
qui illam et abjicere potest, neque tarnen sine gratiaDei movere se ad ja- 
stitiam coram illo libera sua voluntate possit. ^rg* Sess. V. can. 1 ss. 

x) Bellarm. de gratia primi hom, c. 5 : Non magis differt Status homi- 
nis post läpsum Adae a statu ejusdem in puris naturalibus, quam difterat 
spoliatus a oudo, neque deterior est bumana natura, si culpam originalem 
detrahas, neque magis igoorantiaet infirmitate laborat, quam esset et labo- 
raret io puris naturalibus condita. Proinde cormptio naturae nonexalicu- 
jns dooi naturalis carentia, neque ex alicujus malae qnalitatis accessn, sed 
ex sola dool supernaturalis ob Adae peccatum amissione proflnxit. Qoae 
sententia communis est doctorum Scbolasticorum veterum et recentiorum. 

y) Ä®ef(*» §♦ 384. 417 f. 

a) C. A, p.9 s: Post lapsum Adae omnes bomines, secundum naturam 
propagati, nascuntur cum peccato h. e. sine metu Dei, sine fiducia erga 
Deum et cum concupiscentia, et hie morbus seu yitium originis vere est 
peccatum f damnans et afferens nunc quoque aeternam mortem. A, C*p, 51 f: 
Quidam disputant, peccatum originis non esse aliquod in natura homiais 



Süttbenfan, «rbfunbe, ©unbe. §. 77. 75 

S^tlpmtl^um toirb bie ®(%ufb gctöfd^t, bic bßfe 8ufi geminbert.**) 5)er 
Irf:i)rung beö JöSfeii/ über ben aWeiand^tl^on früher Im ©efüi^te ber 
mbfbingten 3Ra4töoK!ommcn^fit ©otteä anbcr§ gebac^^t l^at, toirb 
mö bem ®il(cn ber ®ef(!^&:pfe abgeleitet/) bie aSererbung ber (Sfinbe 
janj flnnlic!^ bcfd^rleben/) unb mit SSerttjerfung ber SSemunft auf bie 
&♦ ©c^rift gegrünbet : *) aber ber tiefere ®runb biefeö ©tauben^ toar 
)oö ®efüi^t ber eignen ©ünb^aftigf eit, baö SetDußtfein, baß bie fBt:^ 
wutung be0 ßl^riflentl^umö auf biefer 9lner!ennung unfrer «§u(flofigs 
!eit ru^e, unb baö fromme aSeburfniß , bie ©ottl^eit aufJ^often beö 
Kenfc^en gu ijer^errtic^en*^) a)er freie Söitte tüurbe in hjetttid^en S^in* 
jen unb jur äußern S^rbarfeit anerfannt, aber auf religiSfem ©es 
biete otö fctbjitl^atige Äraft jum ©uten ganjticJ^ berteugnet, ^) unb ba 

vilium sea cormptiooem, sed taDtum servitutem seuconditionemmortali- 
tatis, qaam propagati ex Adam snstineant, sioe aliqao proprio vitio, pro^ 
pter alienam cvlpam. Praeterea adduot, uemiuem damnari morte aeteroa 
propter peccatum originis. Nos ut hanc impiam opioiooem sigoificarenins 
nobis displicere, concupUcentiae meotiooeni fecimus et exposuimas, quod 
oatara corrupta oascatur. F. C, p. 577 : Si oulla unquam prava cogitatio 
io corde hominis exoriretur, si nnllum verbum otiosum proferretur, si nal- 
lam raalum opos designaretor: tarnen natura nibilomioas corrnpta est per 
•rigiaale malum, qnod ipsum etiam icaturigo est omDiom aliornm actua- 
liam peccatoram. p, 641 : Poenae, quasDeas filiisAdae ratione bojus pec- 
citi imposoit, bae sunt : mors, aeterna damnatio, et praeter bas aliae cor- 
porales, spiritnales, temporales atque aeternae aeromoae et miseriae, 
tyrannis Satanae. b) A. C. p. 56 : Lutberns semper ita scripsit, quod 
baptismns tollat reaium peccati origioalis, etiamsi materiale peccati ma- 
■eat, videlicet concupucentia, Addidit etiam de materiali, quod Spiritus 
Saactus, datos per baptismum, incipit mortificare coucapiscentiam. 

c) Mei. in Ep. ad Rom, e(f. 1525. b* Chemnit. Loci theoL T. Lp. 173: 
flaec Sit certa senteatia, a Deo fieri omnia, tarn hona^ quam mala, Nos 
dieimus, non solum permittere Deum creatnris, ut operentur, sed ipsum 
omnia proprie agere, ut, sicut fatentur, proprium Dei opus fuisse Pauli vo- 
cationem, ita fateantur, opera Dei propria esse, sive quae media vocantur, ut 
comedere, sive quae mala sunt, ui Davidit adulterium ; constatenimDenm 
omnia facere, non permissive, sed potenter, i. e. ut sit ejus proprium opus 
Judae proditio sicut Pauli yocatio. — CA.p, 15: Tametsi Deus creat et 
eonservat naturam, tamen causa peccati est voluntas malorum, videlicet 
diaboli et impiorum, quae non adjuvante Deo avertit se a Deo. 

d) F. C, p. 644: In primo conceptioois nostrae momentö ipsum semen^ 
ex qao homo formatnr, peccato contaminatum et corruptum est. 

e) A. S.p.^ll: Peccatum baereditarium tam profunda et tetra est cor- 
roptio natnrae, ut nullius hominis ratione intelligi possit, sed ex Scriptum 
rae paiefactione agnoscenda et credenda sit. 

f) A. C. p. 56: Est necessaria cognitio peccati originis. Neque enim 
potest intelligi magnitudo gratiae Christi, nisi morbis nostris cogoitis. 
Cf. F. C. p, 640. V. 3. fiuif) er, S3. VlII. @* 1678. 

g) C. A.p. 14«: De libero arbitrio docent, quod bumana voluntas ba- 
beat aliquam libertatem ad efficiendam eivilem Justitium et diligendas res 
rationi subjectas: sed non habet vim sine Spiritu S. efficiendae justitiae 
Dei seu tpiritualis, Quamquam externa opera aliqao modo efficere natura 
possit, potest eoim oentiner« manus a fnrto , acaede: tamen inferiore« 



Wttl^mditbtm '«'. 15:^>] uU inlufcca Srntcrrffe rtne SRitoirfung 

9», afcfT ;iiM Qcn\trmr« im rrI:^ict'ni^(fa,»mi}aTf ^(Soncorbüit: 
fermH (imm esBcrai^Mi^.") Us Hf ^ttlflongfrtt beö 9Renf(^ 
mbt ^oa^cnlc^ ;b Ktikfni , hit wlau ju6 rimigcaal fo au^ebrüdt; 
aU ifi Audi I^M ^nU4f (sr Strliatca Mrtilgt ant jfbar Srunfe ^&^ern 
^f^fml toicHboi.') ^Uha ttm^ ii kkt gegm etne Snlage gemeint, 
Hc Ji4 ^Kn& rt^Bc itraft oiorüffbi f^nnte $^) aut^ kohrb in anbetn 
etdkm tim Übrmfl rrü^icirr itraft {■gcfUm^m mib feI6^ bad @f(ü^ 
midit «Ü €niitf gntcsaniJ) fKn sk bu Ctbfunbf fiegm bie fa- 
t^lh'c^ iBo^tti^n^anj tfrfeiScm ts i^tcr Suni^tbaTfeit anjurrfenneit/ 



moims ■•• fltsi efleefe, mt tui*rea Dci, Maeiaa erga Denm, ctstita- 
fcea, palieatiaa. F. C ^. 661 : MaBifesUiB est, Uheritm arbitrium noo 
■«4« Bihil ad e«Brersi«aeB »perari, aat c*«perari, amt Spiritmi S. assen- 
tirt passe, se4 ^lias, pr« iasiu saa rebelU et coataBaci aatara, Deo et 
Tolaalati ejas kcstiliier repu^mmrt. Eaa ob caasan sacrae literae homi- 
aU Boa reaati cardar« lapHi, rmii traaca, ferae iadoBitae comparaot. lo 
eieilihus rebas, ^«ae ad earparalen sasteatatioaeB pertiaent, homo est 
iadasirias et iafeaioi as : sed ia sfirihtmlibtts et divinis rebus, qaae ad 
aaiBie salaten spectaat, est iastar stalaae salis, wo est similis tronco et 
lapidi ac stataae vila eareati. — Kmßtj de senro et lib. arbitrio io doctr. 
ehr. de gratia. NoriBb.S19. ScUer, b. Sebre b. %auU tt.Httg* D« b* €ünbe 
s. <9aabe ob Sfrb. }. brot SMftu [Xbeol. 3abri^b. S54« ^. 3.] 

h) F. C. p. 677 : f Danaaaias] Symergistmrum do^a, qoi fiogant homi- 
aeB ia rebas spiritaalibas aoa prorsas ad boBBB ts%e eBortaum, sed tan- 
tam graviter vulmeratum t\. semimortmmm t^t. Etqoamvis liberam arbi- 
triam iBfinaias sit, qaaai nt imitimm fmcere et seipsan propriis viribus ad 
DeoBi eoBTertere possit : taaiea si Spiritus S. iaitiuB faciat, tone liberum ar- 
bitriaB propriis sois nataralibas viribus Deo oeeurrere, aliquo modo, etsi 
paroB et laoguide , ad eonversioneB sobb conferre, eaa adjuvare, coo- 
perari, sese ad gratiaB praeparare et applicare, eaa apprehendere posse. 

i) A, C.p,h\ : Hie loeas testalur, aos aoo soIob actus, sed potentiam 
sen dooa efficiendi tiBorem et fiducioB erga Deum adimere propagatis se- 
coodom earoalem naturam. F. C. p. 642 s : RepodiaBtur, qui doceut ho- 
mioem ex oaturali nativitate adhoe aliqoid boni, quaotulumcuoqoe etiam 
et quam teoue id sit, reliqaum habere : eapacitatem videlicet, aptitudi- 
nem, habilitaiem, potentiam et vires aliquas in rebus spiritaalibas ali- 
qoid ioehoaodi, operandi aot cooperaodi. p. 656 : Homo ad booam prorsas 
mortoos est, itB ot io hominis natura post lapsum oe scintühila qaidem 
spiritoalium viriom reli(|aa manserit , quibus ille ex se ad gratiam Dei 
praeparare se possit. 

k) F. C. p, 658 : Scriptora hominis noturalis iotellectni et yoluotati 
omoem aptitudinem et eapacitatem in rebus spiritoalibus aliqoid boni ex 
semetipso cogitandi etc. eximit. p. 662 : Hoe ipsam vocat Lutheros eapa- 
citatem, non aclivam, sed passivam, eamque hisverbis declarat: Quando 
Patres liberam arbitrium defendunt, eapacitatem libertatis ejos praedi- 
caot, qaod scilicet verti polest ad bonum per gratiam. 

l) F, C, p, 657 : Etsi humana ratio obscoram ali^oam notitiae illias 
scintillulam reliquam habet, qood sit Dens, et particulam aliqoam legis 
teoet etc. Cat* maj. p, 531 : Tentatiooum sensus, quando praeter volun- 
tätem nostram nob|s objiciuotor, nemini nocere possunt. 



©finbenfaß, grbfünbe, ©finbe. §. 77^ 77 

^tte jie Äut^cr gum SBefen ber tnenfd^tid^ett 9?atur gered^net") 
SUciuö iil6erft)annte bie^ jut Se^aujjtung , ba$ ble grtfünbc @ul6s 
fanj bcö aHetifd^en gctoorben fei* 3)ie6oncotbicttformetl^atblea 
fm inani(^aif(^ett9luSt)vu(f gurütfgetolefen, )Biit^er6 Olcbchjelfe cntfd^ut» 
Digt unb bie ßrBfunbe für eine l^ingugefomtnene SSefci^affenl^eit ber menfci^s 
liefen 9f?atur erflSrt 5 ") bo(i^ festen il^re erflen 5)ogmatifer uxihttmtliij 
an Me SteHe beö öerlomen g&ttlid^en be« 3:eufeÖ eiett6itb»°) 5)ie SSer* 
bammnif otter «Reiben hjar not^toenbige Sotgerung, gegen bie bod^ ein 
menf^li^ereö ©efül^I 2lu«flud^te fud^te.P) 93om begriffe ber göttlid^en 
SWad^txjoÜfommen^eit anö l^oien Stoingti nnb Sabin ou(^ ben 
©unbenfatt unb aUeö a36fe öon ®ott abgeleitet, bem eö bod^ nid^t 66« 
feii unb tne^r ober minber entf(^ieben l^at bie reformirte ^ogmati! 
eine Urfac^Ud^feit ®otte0 am S36fen fejige:^arten.'') 9t6er bie grifunbe 

171^ In Genesin e, 3 : Vide, qaid seqoatar, si stataas jastitiam origina- 
lem DOQ faisse naiurae, sed donum quoddam saperfluom saperadditum. 
AoDoo sicut ponis, jastitiam oon fuisse de esseotia hominis, ita etiam se- 
qnitor^ peccatum, quod soccessit, non esse de essentia hominis. Annoo 
igitur frostra est mitlere redemtorem Christom, com jastitia originalis, 
tacquara res alieoa, a natura nostra ablata est, et iotegra naturalia ma- 
Dent. Qaid potest iodignius theologo dici? 

n) F. C. p, 647 : Si prorsus nalla differentia esset inter sabstantiam 
corporis atqae animae nostrae, qaae per peccatum originis corrapta sunt, 
et inter ipsam peccatum originale: sequeretar alterutrum, videlicet, aut 
Deam,qaippe hojus naturae nostrae creatorem, etiam ipsum peccatum ori- 
fioiscreare, aut ipsum Satanam hujos nostrae naturae, corporis atque ani- 
nae, creatorem esse. /i.651: CumLutherus utitur hisce vocabulis : pecca- 
tarn naturae, peccatum personae, peccatum subständale, satis ipse m en- 
tern suam declarat, quod hoc velit, non tantum hominis sermones, cogita- 
UoDcs et opera esse peccata, sed totam hominis naturam, personam et sub- 
staotiam per originale peccatum prorsas essedepravata. p, 652: Categorice 
fatendum est, peccatum non esse substanttam, sed accidens. SßxQ* §« 59/ d, 
it®ef(^. §« 341* o) Selneccer: Facti sumus similes diabolo. Heer- 

hrand: In locum amissae imaginis Dei successit' imago satanae. [^tp}ße, 
2)o«m. \>,^xeU% im 16* 3l&* 33* I. @* 403* 406*] S3rg. F. C. p. 640 : Pec- 
eatom originale non tantummodo est totalis carentia omnium boirorum 
ia rebus spiritualibus ad Deum pertinentibns , sed etiam loco imaginis 
Bei amissae intima, profundissima , instar cujusdam abyssi , inscrutabi- 
Us et ineffabilis corruptio totius naturae, 

p) Cat, maj. p, 503 : Qoicunque extra Christianitatem sunt, sive Gen^ 
tilet, sive Turcae, sive Judaei, quamquam unum tantum et verum Deom 
esie credant et invocent: neque tamen certum habent, quo erga eos ani- 
natus Sit animo, neqoe quidqnam favoris aut gratiae de Deo sibi poUiceri 
andeotaut possunt; quamobrem inperpetuamanentiraetdamnatione, — 
^' C,p* \\2i No rat Daniel promissam esse remissiooem peccatornm in 
Christo non solum Israelitis, sed etiam omnibus Gentibus. Alioqui non 
potoisset regi poUiceri remissionem peccatorum. SUeland^t^on toec^felnb in 
^n t»etf(^iebenen Sludgabrn bet Loci, milb nur in benen ani ber mittleten Seit* 
q) Zwingt, de provident, e, 5 : Ubi non est lex, ibi non est praevari- 
catio. Deo non est lex posita, idcirco nee peccat, dum hoc ipsum agit in 
fwniney quod homini peccatum est. e.6: Unum igitur atque idem facinus^ 



76 Ontologie. !(ntl^tot)oIog{e. ^apM. B. 

SMeland^tl^ott [[♦ 1535] au6 flttlid^em 3ntereffc eine SRlttüirfuttg 
M menfti^Ud^en SiUend angenommen f)atU, jtDar ni(i^t jum Slnfan^ 
gen, aber gum gortfd^reiten Im teligi&fen8eBen,öertt)arf bleßoncotbien^ 
formel blefen ©^nergiömuö.^) Um ble «§üIf(ofigfeit beö aRcnf^en 
redfet granjenloö ju fc^ihern , f)at man fl(^ einigemal fo auögebrürft, 
ote fei aud5 jebe Einlage jur 9leIigion bertiigt unb jieber gunfc l^ö^ern 
fiebend berlofc^en»') allein biefed ifl nur gegen eine Anlage gemeint, 
bie fi(]^ bur(]^ eigne J^raft entwicteln f innte i ^) auti^ toirb in anbem 
(Stellen ein Ü6errefl religiSfer Jhraft jugejlanben unb felfcfl baö ®elüf 
nid^t aö Sünbe genommen»*) 9l6er um bie SrBfunbe gegen bie U- 
t^lifci^e aSerflüd^tigung berfelben in i^ret 5wr(^t6arf eit anjuerfennen, 



motus noD polest efficere, at timorem Dei, fiduciam erga Deom, castita- 
tem, palieotiam. F. C. p. 661 : Manifestom est, liberum arbitrium dod 
modo nihil ad cooversiooem operari, aut cooperari, ant Spiritai S. assen- 
tiri posse^ sed polios, pro insita sua rebelli et contumaci natura, Deo et 
volootati ejns hostiliter repugnare. Eam ob causam sacrae literae homi- 
nis non renati cor duro lapidi, rudi tronco, ferae indomitae comparaot. Id 
ctvilibus rebus, quae ad corporalem snstentationem pertinent, homo est 
indastrius et ingeoiosos : sed in spiritualibus et divinis rebus, quae ad 
animae salutem speetant, est instar statuae salis, imo est similis tmoco et 
lapidi ac statuae vila carenti. — Krafft, de servo et lib. arbitrio in doctr. 
ehr. de gratia. Norimb.819. Seiler, b« Seilte b» $auL u«^ugtt)» b«@ünbe 
n. ®nabe im Q3et^. j. ))¥ot. S^t^xt. [^^eoU ^oüjx^l. 854. ^. 3«] 

h) F, C. p. 677 : [Damnamus] Synergistarum dogma, qui fingunt homi- 
nem in rebus spiritualibus non prorsus ad bonum esse emortuum, sed tan- 
tum graviter vulneratum et semimortuum esse. Btquamvis liberum arbi- 
trium infirmius sit, quam ut initium facere et seipsum propriis viribus ad 
Deum cooverterepossit: tamen si Spiritus S. initium faciat, tnncliberum ar- 
bitrium propriis suis naturalibus viribus Deo oecurrere^ aliquo modo, etsi 
parom et laoguide, ad conversionem suara conferre, eam adjuvare, coo- 
perari, sese ad gratiam praeparare et applicare, eam apprehendere posse. 

i) A. C.p, 51 : Hie locus testatur, nos non solum actus, sed potentiam 
sen dona efliciendi timorem et fiduciam erga Deum adimere propagatis se- 
cundam carnalem naturam. F, C, p. 642 s : Repudiantur, qui docent ho- 
mioem ex natural! nativitate adhuc aliqnid boni, quantulumcunque etiam 
et quam tenue id sit, reliquum habere : capacitatem videlicet, aptitudi" 
nem, habüitatem, potentiam et vires aliquas in rebus spiritualibus ali- 
qnid inchoandi, operandi aut cooperandi. p. 656: Homo ad bonum prorsus 
mortous est, ita ut in hominis natura post lapsum ne scintiltula qoidem 
spiritualium virium reliqua manserit , quibus ille ex se ad gratiam Dei 
praeparare se possit. 

k) F. C. p. 658 : Scriptura hominis noturalis iotellectui et yoluntati 
omnem aptitudinem et capacitatem in rebus spiritualibus aliquid boni ex 
semetipso cogitandi etc. eximit. p. 662 : Hoc ipsum vocat Lutherus capa- 
citatem^ non acfivam, sed passivam, eamque hisverbis declarat: Qaaodo 
Patres liberum arbitrium defendunt, capacitatem libertatis ejns praedi- 
cant, quod scilicet verti potest ad bonum per gratiam. 

l) F, C. p. 657 : Etsi humana ratio obseuram aliquam notitiae illins 
scintillulam reliquam habet, quod sit Dens, et particulam aliquam legis 
tenet etc. Cat, maj, p. 531 : Tentationüm sensut, qnando praeter volun- 
tätem nostram nobis objicinotur, nemini nocere possont. 



©ünbenfaK, grbfünbe, ©finbe. §. 77. 77 

l^tte fie fiut^et gum SBcfen bet tnenfd^tid^ftt Statut gered^net") 
%lacine fl*frft)annte bie^ jut a3el^aui)tung , ba^ bie grtfünbe @ul6s 
^anj M aRenfd^en geworben fei* 3)ie 6 o n c o t b i e n f o t m e t l^at bie» 
ffn inanid^5tf(^ett9lu0t)vu(f juriitfgetoiefen, )But^er6 Olebetof ife mt^ä^nU 
bigt unb bie Srt funbe für eine l^ingugef ommene ffiefd^affenl^eit ber menf(]^5 
fielen ^atux erHartj") bo(i^ festen il^re etflen 5)ogmatifer unietenHid^ 
an We SteHe beö verlornen gStttid^en be« 3:eufeB eieniitb*^) 5)ie aSer* 
bammnif atter «Reiben hjar not^tuenbige Folgerung, gegen bie bod^ ein 
menf^ti^ereö ©efiil^I 2luapd^te fuci^te.P) 93om begriffe ber g6ttli(^en 
SWa^txjoUfommenl^eit au0 l^aien Stoingti nnb Sabin au(^ ben 
©unbenfatC unb aUeö S&fe öon ®ott abgeleitet, bem eö bod^ nid^t 66« 
feii unb tne^r ober minber entf(^ieben l^at bie reformirte 5)ogmati! 
eine Urrdc^lid^felt ©otteö am »äfen fejige:^arten.'') 9l6er bie gr6fünbe 

171^ In Genesin e. 3 : Vide, qaid seqoatar, si statoas jnstiliam origina- 
lem DOQ faisse naiurae, sed donum quoddam saperfluom superadditom. 
AoDoo sicat ponis, jastitiam ood fuisse de essentia bomiois, ita etiam se- 
qoitor^ peccatum, quod soccessit, ood esse de essentia hominis, Adooq 
igitar frustra est mittere redemtorem Christom, cum jostitia origioalis, 
tacquara res alieoa, a oatara nostra ablata est, et iotegra naturaLia ma- 
Dent. Qaid potest iodigoius theologo dici? 

n) F, C. p. 647 : Si prorsus nulla differeotia esset ioter sabstantiam 
corporis atque animae nostrae, quae per peccatam originis corrupta sunt, 
et inler ipsum peccatum originale : sequeretor aiterutrum, videiicet, aut 
Deain,qaippe bujus naturae oostrae creatorem, etiam ipsum peccatam ori- 
ginis creare, aut ipsum Satanam hujus oostrae naturae, corporis atque ani- 
mae, creatorem esse. p.651: CumLutherus utitur hisce vocabulis : pecca- 
tam oaturae, peccatum personae, peccatum substäntialcy satis ipse men- 
tem suam declarat, quod hoc velit, non taotum hominis sermooes, cogita- 
Uooeset opera esse peccata,sed totam hominis oaturam, personam etsub- 
stantiam per originale peccatum prorsus essedepravata. p, 652: Categorice 
fatendum est, peccatum non esse substantiam, sed accidens, ^rg. §• 59/ d, 
^®ef(^. §« 341* o) Selneccer: Facti somus similes diabolo. Heer- 

brand: In locum amissae imaginis Dei successit'imago satanae. [$e^))e, 
3)o9m. b, ^xeie% im 16. 3l&* 33. 1. @. 403. 406.] S3rg. F. C. p. 640 : Pec- 
eatom originale non tantummodo est totalis carentia omnium boirorum 
ia rebus spiritualibus ad Deum pertinentibus , sed etiam loco imaginis 
Bei amissae intima, profuodissima , instar cujusdam abyssi , inscrutabi- 
Us et ineffabilis corruptio totius naturae, 

p) Cat, maj, p. 503 : Qoicunque extra Christianitatem sunt, sive Gen" 
tiUtf sive Turcae, sive Judaei, quamquam unum tantum et verum Deum 
esse credant et invocent: neque tamen certum habent, quo erga eos aoi- 
matus Sit animo, neqoe quidqnam favoris aut gratiae de Deo sibi poUiceri 
andeotaut possuot; quamobrem in perpetua manent ira et damnatione, — 
A.Cp, 112: No rat Daniel promissam esse remissionem peccatorum in 
Christo noo solum Israelitis, sed etiam omnibus Gentibus. Alioqui non 
potoisset regi poUiceri remissionem peccatorum. SUelandftt^on toec^felnb in 
^en )»ecf(^iebenen Sludgabrn bet Loci, ntilb nut in benen aud ber mittleren Seit. 
9J Zwingt, de provident. c. 5 : Ubi noo est lex, ibi non est praevari- 
eatio. Deo non est lex posita, idcirco nee peccat, dum hoc ipsum agit in 
^^fliMe, quod homini peccatum est. e.6: Uoum igitur atque idem facinus^ 



76 Ontologie. 9inif)xo'poU%ie. ^apjl. B. 

a»eIan(^tl^on [[♦ 1535] auö flttUd^em 3ntmffe eine aWitttJirfune 
bed menfc^Ud^fn SiUend angenommen l^attc; jn^ar nii^t jum ^nfaus 
gen, aber gum gortft^relten Im rellglöfenMcn, öcrtoarf bieSoncorblen^ 
forme! biefen ©^nerglömuö.**) Um bie »gülflofigfelt beö SKenf^fn 
xtijt gran}en(od ju f(^i(bern , f)at man fid^ einigemal fo audgebru(!t; 
ate fei aud^ jiebe Anlage jur dletigion vertilgt unb jieber Sunfe ^5^em 
fieBenö öerto^en»*) 5lUein biefeö iji nur gegen eine 9lnlage gemeint, 
bie fi(^ bur(]^ eigne J^raft entwictetn Ünnte i ^) anä) toirb in anbem 
(StetCen ein Überrefl religiSfer Jhraft jugeflanben unb feifcfl bo3 @elüf 
nid^t ate Sunbe genommen.*) 9l6er um bie Srtfünbe gegen bie U-- 
tl^Ufti^e SSerflüd^tigung berfe(6en in il^ret Surd^t6ar!eit anjuerfenneu/ 



motui ooD potest efficere, at timorem Dei, fidaciam erga Deom, castita- 
tem, palieotiam. F. C. p. 661 : Manifestum est, liberum arbitrium noo 
modo nihil ad conversionem operari, aut cooperari, ant Spiritai S. asseD- 
tiri possej sed potias, pro insita sna rebelli et contnmaci natura, Deo et 
volaotati ejas hostiliter repugnare, Eam ob causam sacrae literae homi- 
nis noo renati cordnro lapidi,rudi trunco, ferae indomitae comparant. Id 
civilibui rebus, quae ad corporalem sustentationem pertinent, homo est 
indostrius et ingeoiosns: sed ia spirttualibus et dtvinis rehnsy quae ad 
animae salutem speetant, est instar statuae salis, imo est similis trunco et 
lapidi ac statuae vila careoti. — Krafft^ de servo et lib.arbitrio in doctr. 
ehr. de gratia. Norimb. 819. 3 eilet; b* ßel^re b« $aul* u«^ug. t)« b« <Sünbe 
«. @nabe im 93erS» j. ))rot. JÄelJre. [2:^eol. 3a^rbb* 854* ^, 3.] 

h) F, C. p. 677 : [Damnamus] Synergistarum dogma, qui fingnnt homi- 
nem in rebus spiritualibus non prorsos ad bonum esse emortuum, sed tau- 
tum graviter vulneratum ei semimortuum esse. Btquamvis liberum arbi- 
trium infirmius sit, quam ut initium facere et seipsum propriis viribus ad 
Deum convertere possit : tarnen si Spiritus S. initium faciat, tunc liberum ar- 
bitrium propriis suis naturalibus viribus Deo occurrere, aliquo modo, etsi 
parum et laoguide , ad conversionem suara conferre, eam adjuvare, eoo- 
perart, sese ad gratiam praeparare et applicare, eam apprehendere posse. 

i) A,C,p.h\\ Hie locus testatur, nos non solum actus ^ sed potentiam 
seu dona efliciendi timorem et fiduciam erga Deum adimere propagatis se- 
cundam carnalem naturam. F. C, p, 642 s : Repodiantur, qui docent ho- 
mioem ex naturali nativitate adhuc aliqnid boni, quantulumcunque etiam 
et quam tenue id sit, reliquum habere : eapacitatem videlicet, aptitudi- 
nem, kabilitatem^ potentiam et vires aliquas in rebus spiritualibus ali- 
quid inchoandi, operandi aut cooperandi. p, 656: Homo ad bonum prorsus 
mortuus est, ita ut in hominis natura post lapsum ne seinfUhila quidem 
spiritualium virium reliqua manserit , quibus ille ex se ad gratiam Dei 
praeparare se possit. 

k) F. C, p. 658 : Scriptura hominis noturalis iotellectui et yoluntati 
omnem aptitudinem et eapacitatem in rebus spiritualibus aliquid boni ex 
semetipso cogitandi etc. eximit. p. 662 : Hoc ipsum vocat Lutherus eapa- 
citatem^ non activam, sed passivam, eamque bis verbis declarat: Qaando 
Patres liberum arbitrium defendunt, eapacitatem libertatis ejus praedi- 
cant, quod scilicet verti potest ad bonum per gratiam. 

l) F, C. p. 657 : Etsi humana ratio obseuram aliquam notitiae illius 
scintillulam reliquam habet, quod sit Deus, et particulam aliquam legis 
tenet etc. Cat, maj, p. 531 : Tentationnm sensus, quando praeter volun- 
tätem nostram nobis objiciuntur, nemini nocere possunt. 



©ünbenfaK, grbfunbe, ©finbe. §. 77. 77 

^ttt fie Äut^cr gum SBefen bet tnmfci^Kd^ftt Statut geted^net") 
SUciuö Ö6frft)anntc bie^ jut a3el^aiH)tung , ba$ ble grtfünbe ©ulb? 
^anj beö aWenfd^en getoorben fei. 3)ie 6 o n c o r b i e n f o t m e t l^at bie« 
ffn inanid^aifd^ett9lu6t)vu(f jurürfgetolefen, fiut^erö Olebehjcife mt^ä^nU 
bigt unb bie Srtfunbe für eine l^ingugefommene SSefd^affenl^eit ber menfd^s 
liefen 9^atut erllart 5 °) boci^ festen il^re etflett 5)ogmati!er uxihtDtntliij 
an bie ©teUe M öerlomen g&tttid^en be« 3:eufeB &mUtt>.°) 5)ic SSer* 
bammnif aÄer «Reiben tvax not^ttjetibigc Sotgerung, gegen bie bod^ ein 
menfc^tid^ereö ©efül^I 2luapd^te fud^tc.P) 93om 93egriffe ber gSttlid^en 
SRa^tooUfommen^eit au$ ^aien 3totttg(i nnbSa(^in auti^ ben 
SünbenfalC unb aUeö SSöfe öon ®ott albgeleitet, bem eö bo(i^ nici^t 65ö 
fei 4 unb tnel^r ober minber entf(^ieben l^at bie reformirte 3)ogmati! 
eine Urrdd^ti^^eit ®otte0 am »Öfen fepgel^alten.'') 9t6er bie grfifünbe 

m) In Genesin e. 3 : Vide, qaid sequatar, si stataas jastitiam origina- 
lem ooD faisse naiurae, sed donum quoddam saperfluom soperadditum. 
AoDoo sicat ponis, jastitiam dod fnisse de esseotia hominis, ita etiam se- 
qnitor^ peccatum, qaod soccessit, non esse de essentia hominis, Annon 
igitar frustra est mittere redemtorem Christum, com jnstitia originalis, 
taDqoara res alieoa, a natura nostra ablata est, et integra naturalia ma- 
Dent. Quid potest iodignius theoLogo dici? 

n) F. ۥ p, 647 : Si prorsus nulla differentia esset inter substantiam 
corporis atqae animae nostrae, quae per peccatum originis corrupta sunt, 
et ioler ipsum peccatum originale : sequeretur alterutrum, videlicet, aut 
Deum, quippe hujus natnrae nostrae creatorem, etiam ipsum peccatum ori- 
fiois creare, aut ipsum Satanam hujus nostrae naturae, corporis atque ani- 
mae, creatorem esse. /i.651: CumLutherus utitur hisce vocabulis : pecca- 
tom natnrae, peccatum personae, peccatum substäntiale, satis ipse meu- 
tern suam declarat, quod hoc velit, non tantum hominis sermones, cogita- 
Uooes et opera esse peccata,sed totam hominis naturam, personam et sub- 
stantiam per originale peccatum prorsus essedepravata. p, 652: Categorice 
fatendnm est, peccatum non esse substantiam, sed accidens. ^rg* §« 59/ d, 
^(S)ef(^. §«. 341* o) Selneccer: Facti sumus similes diabolo. Heer- 

hrand: In locum amissae imaginis Dei successit'imago satanae. [$e^))e, 
JDogm. b.^rotefl. im 16. 31^. 33. 1. @. 403. 406.] S3rg. F, C. p. 640 : Pec- 
eatam originale non tantummodo est totalis carentia omnium boirornm 
ia rebus spiritualibus ad Deum pertinentibus , sed etiam loco imaginis 
Bei amissae intima, profundissima , instar cujosdam abyssi , inscrutabi- 
Us et ineffabilis corruptio totius naturae, 

p) Cat, maj\ p. 503: Quicunque extra Christianitatem sunt, sive Gen" 
tiüsy sive Turcae, sive Judaei, quamquam nnum tantum et verum Deum 
esie credant et invocent : neque tarnen certum habent, quo erga eos ani- 
malus Sit animo, neque quidqnam favoris aut gratiae de Deo sibi polliceri 
audeot ant possunt; quamobrem in perpetua manent ira et damnatione. — 
^' C, p» il2: Norat Daniel promissam esse remissionem peccatorum in 
Christo non solum Israelitis, sed etiam omnibus Gentibus. Alioqui non 
potoisset regi polliceri remissionem peccatorum. SReland^t^on toec^felnb in 
ben t»ecf(^tebenen Sludgabrn bet Loci, mi(b nut in benen aui bec mittleren Seit. 
q) Zwingt, de provident. c, 5 : Ubi non est lex, ibi non est praevari- 
catio. Deo non est lex posita, idcirco nee peccat, dum hoc ipsum agit in 
hominey quod homini peccatum est. c.6: Unum igitar atque idem facinus^ 



78 JDntoIogif* i(iit§rot)o(og{e* (So))« IL B. 

ortete S^lngU für einen natürlich fortge^flanjten/ in ber (Stii^iAt 
tourgelnben Xxiti ber ©ünbe, eine Stxanli^tit, an f!d^ toeber ©nnbe no(^ 
(S(^u(b/ ba^ec au(^ ble @e(lg!eit frommer «gelben aU f{(^ t)on feli^ 
toer^e^enb/ ') Sabin ^efc^rleb ble (Srlbfunbe fc^eln^ar ti>le ^omad 
^qulnad, bod g&ttltc^e (SBenbUb ba(b a(d ))er(ofd^en/ balb a(d )>erle)(t, 
und ge^anb ben gelben eine gctolffe Offenbarung ju, bod^ niä^t inm 
^iU/) aber ble reformlrten (Symbole f!nb mit ben lut^erlfficn 
»efentUc^ elnöer^anben, nur ba^ fle fi(^ tpenlger In ©(i^llberungett M 
<Sunben^u(^d gefaUen, unb bad Übrlgfetn M SBlUend, boti^ aU elnei 
)um Sifen ^txtti^xttn JTraft/ unb ber rellglifen ^ntage, ble bo(^ er^ 
burti^ ble ®nabe In SBlrffamfelt trete, offen anerfennen* ') ^le alt^ 

poU adulteriom aot bomicidium, quantutn Dei est auctoris, motorü ac 
impulsorisy crimeD noo est: quantam aatem homiois est, crimen est. Ille 
enim lege non teoetar, bic antem lege etiam damoatur. Calo. Insfitt^Ill. 
23, 8: Cadil homo, Dei Providentia sie ordinante, @elb^ no(^ Stap/er^ 
Inst* theoL pol, /, 135 : Abaanm libertatis Deus sapieotissime decrevil. 
e(^n>ei}er,93« I. 6. 359 ff. 

r) Depeecorig: [Opp, T,II.p. 117.] Est ergo ad peccandumunoresui 
propensio peceatam originale, quae qnidem propensio non est proprie pecca- 
tum, sed fonsqoidaB et iogenian. Jd Caroi, Itnp. ßdei ratio. Art, 4 : Ve- 
limas nolimos, admittere cogimar, peceatam originale, atest in fiüis Adae, 
DOD proprie peceatam esse, ooo enim est facians contra legem, morftt/i igitar 
est proprie et conditio. Ckristianaefidei Expos. adFraneisc, I : [Opp. T. 
IL p. 559.] Hie doos Adam, redemtum ac redemtorem, Petram, Paulam, 
hie Hercalem, Theseom, Soeratem, Aristidem, Catones etc. videbis. 

s) Institt. II j 2, 12 : Vulgaris sententia, quam samsenintex Angnstito, 
mihi placet, naturalia dona faisse eorrupta in homine per peceatam, su- 
pernaturalibus aatem eximanitum faisse. /, 15, 4: Btsi demas non pror- 
SOS exinanitam ac deletam fnhse Dei imaginentf sie tarnen eorrapta foit, 
Qt, qaidqoid saperest, borreuda sit deformitas. //,2, 18: Praeboit qniden 
illis [Gentibas] Dens exigaum divinitatis snae gastam , ne ignorantian 
impietati obtenderent, et eos interdnm ad dicenda nonoalla impalit, qao- 
ram confessione ipti convincerentor. 

t) Conf, Helv, IL e, 8 : Pecoatum [orig.] inteUigimns esse nativam ho- 
minis corraptionem, ex primis nostris pareutibos in aosomnespropagatam, 
qaa coocopiscentiis pravis immersi, a bono aversi, ad omne malom propeosi, 
pleni omni neqoitia, contempto etodioDei, nihil boniex nobis ipsis facere, 
immo ne eogitare qoidem possamns. Damnamns omnes, quiDeumfadunt 
auctorem peceati. Reliqnasqoaesliones, an Densyoloerit labi Adamam, aot 
impalerit ad lapsum? aat qnare lapsom non impediverit? depotamos inter 
cariosas, scieotes Dominum prohibuisse, ne homo ederet de fructa prohi- 
bito, et transgressionem punivisse: sed et mala non esse, qnae fiunt, re- 
spectu providentiae divinae, sed respectu Satanae et voluntatis nostrae, 
volnntati Dei repugnantis. c. 9: Non sublatus est homini inteUectus, non 
erepta voluntas et prorsos in lapidem vel truneum estcommntatas. Intel- 
lectns obscuratos est, voluntas ex libera facta est serva. Nam servit pec- 
cato, non noiens, sedvolens. Btenim voluntas non no/t/itfa< dicitur. Conf* 
Gallie. c. 11 : Credimus hoc vitium vere esse peccatnm , qnod omnes et 
singalos homines, ne parvulis quidem exceptis adhuc in utero matrum 
delitescentibus, aeternae mortis reos coram Deo peragat. Con/. Angl. 
art. 10 : Eaest hominis post lapsum Adae conditio, ut sese naturalibns suis 



©ftnbettfa«, «rtfunbe, ©finbe. §. 77. 78. 79 

itoteftatitifd^ctt S)ogmati!cr l^aten ben f^mtolifd^en fie^rtcgriff 
lurloglfd^ jergtiebevt.") 5)en «Reiben gepanben fte eine natnxli(^t®oU 
derfenntni^ ju, ßl^rificnfinbcrn, bie ungetauft fietien, baS «geil, ben 
•effem »Reiben eine milbere ffierbammnl^/) ßinjelne tuagten e0, bet 
l&ttli(!^ett ®nabe nid^t botgreifen ju hjotten, unb tefonnirte5Dogmatifet 
•achten fromme »Reiben gerettet bur(]^ öord^tiptici^e ©nabentoirfung.'^) 

§* 78* 9lenere %nfUifttn* 

3)aö Urtl^eit ü6er ben ©finbenfaü toar burd^ bie Betrachtung ber 
5^5j)fttng§gef(^id^te für iebe Sd^ute gegeben r) wiefern er anä^ aU 
Sntn)idtungöe^)od^e angefe^en toerben fonnte, erneuten fid^ 5lnfid^ten, 
jie borbem nur ber geinbfd^aft gegen ben Subengott galten.**) 5lHe 
flfinere ^)rotejiantifd^e ^arteten, bie eine eigentpmlid^c ©lauienöle^^re 



yiribus ad fidem convertere , aat praeparare dod possit. Quare abtque 
^ratia Dei. quae per Christnm est^ dos praeveniente, at velimus^ et coo* 
perante, dum volumus, ad pietatis opera facienda nihil valemus. 

u) Quenst. P. IL p, 62 : Peeeatum originale est a peecato Adami in 
omnes homines, carnali modo progenitos, propagata justitiae origioalis 
privatiOy includens horrendam bnmanae natnrae omniumqne virinm cor- 
ruptionemj omnesque excludens a gratia Dei et vila aeterna, nisi ex aqua 
et Spirita reoascantur. HoUaz p, 522 ss: TolUtur in baptismo reatus et 
dominium, non radix peccati. Sedes primaria est animacum facultatibus 
sois, secundaria corpus com membris suis. jPorma/iY^r consistit in priva- 
hon« jastitiae origioalis, homini inesse debitae, et carnali concupiscentia 
live ioclinatione ad malnm. Effectus sunt: peccata actualia, defectos li- 
beri arbitrii in spiritualibns et infirmitas ejus in naturalibns, privatio gra- 
UaC) ira Dei, mors temporalis et banc antecedentes merbi, variae higus 
vitae aeramnae, aeternaque tandem damnatio. Affectionet : propagabili- 
tas et inbaesio pertinax usque ad finem vitae. 

v) Quenst, P. I, p. 261 : Plotitia Dei naturalis ad salutem procurandam 
«offieieos oon est, nee uLlus mortalium per eam solam ad salutem perdn* 
etat foit vel perduci potuit. p. 264: Distiog. inter plenariam Gentilium 
tahationem et inter poenae in aeterna damnatiooe mitigationem respe- 
cta qoorundam. Objiciunt nobis adversarii auctoritatem B. Lutberi, qui in 
CoUoqaiis Convivalibns c. 22. ait: Cicero ein toeifer Sflann, toxt au^ Se- 
oeca, i(^ ^off ©Ott toicb i^nen gndbig fein; sed non loqaitnr de plenaria sal- 
vatioDe, sed de poenae in aeterna damnatione mitigatione. Hollazp, 1098 : 
lafantet Christianorum sine baptismo decedentes salvari credimus. /?. 814 : 
Praeseivit Dens infantum Gentilium futuram contumaciam, si diutius in 
livis fuissent, ferociae pareotum parem. w) üBtg. ®(]^ti)ei)et/$. I. 
€♦ 106 ff. 3 eilet in f. Sal^rbb. 848. ^. 1. (S. 14 ff. 

a) Thiess, rariarum de c. 3. 6eo. recte expl. sententiarum Spec. I. Lub. 
M. Äant, mut^mafl. «nfang b. SUetif^etigef*. [93erl. aWonatf*r. 786»] 
Sthelling, [pr» Storr] antiquissimi de prima malornm humanorom origine 
[jiüogopbematis Gen. 3. expl. tentamen crit. et phil. Tub.792. 4. <6[ug]. 
X ®ef*. b. aWenf^en. grff. n. fi, 797. S3uttmann, ^anbora. [St- »erl. 
lonatf^t. 5)ec. 802.] — 9litf* J »«*«/ n^** »itfUd&e ©cMid&te. 3. ^* 
Sauge: nit^t blog toaf^Xf fonbetn au(i^ tDit!li(]^» ^dftntti: t^atfa(^Ii(^ unb 
"^x — im et^iff^ea Äcm. SWattenfen: ©in^eit t)on ®ef(^i^tc unb l^eiliaet 
'mh\\l b) g. 33. 53 an r, Staiff. u. ^xoU Jlüb. 836. 6. 146. Ü. 8Sfa^ 
'■8leligicpt.ß|Ja. 836.@. 72. 



80 Cntologie. llnt^ci>))i>(oeie« 6ap* II. B. 

audiitbcteit/ l^oBen ben 99egtif bet @tifunbe mel^r ober koeniget auf/ 
o^ne bod^ bie 0iot^tofnbi0!fit bcd g^riftentl^um« In SScjug auf bie 
aUgentfinf ®(^n)a(i^e unb auf bie eigne @ünbe ju (eugnen«'') (Salii- 
t u 6 gaB ber aRitberuttg SRelanc^t^ond bad fat^oltfd^e ^l^eologumenon 
in feinem offenpen 9luöbru(!e jur ©runblage» ^) 2)ie ßnttoicftung be^ 
$rote{lantidmu$ n^at bur(^ bie SSermerfung M firc^Iid^en £)ogma U- 
bingt/ unb fünbigte fid^ auä) unter ben 99efti^ä|em beffelben burc^ eine 
rationalifirenbe SSert^eibigung on, bei ber bie Äird^enlel^re toefentU^ 
aufgegeben unb ))er!annt lourbe, bid jur 3)egrabirung be^ IBaumed 
ber ©rfenntni^ ju einem ©iftbaum, feine SEBirfung toie iO^)ium. ') 
Der 5Rationa(i0muö »ar erfl bered^tigt burci^ bie SSerttjerfung ber 
©rbffinbe, obttjo^l er ben 0iamen meijl beibel^ielt für bie angebome 
Wad^t ber flnnli^en Steigung.*) 5)ie ©upernatur aliflen unter- 
em Cat. Racov, Qu. 423 : Peecatum ortginü naUom prorsus est, qaare 
nee liberum arhitnum vitiare potait. Nee eoim e Scriptora id peccatam 
doceri potest, et lapsasAdae cum oons actus fuerit^vim eam, quae depra- 
vare ipsam oaturam Adami, multo minus vero posterorum ejus posset, ha- 
bere noo potuit. Ipsi vero id in poenam irro^atam fuisse, nee Scriptora 
docet, et Denm illnm, qoi aeqnitatis foni cfst, incredibiLe prorsus est id 
facere voluisse. ^u. 427: Communiter in bomioibus natura eortg't^e admo- 
dum sunt vires ad ea, quae Deus ab iüis requirit, periicieodum ; at volun- 
tas ad ea perficiendnm omnibus adest natura. Nihilominus eae vires dod 
ita prorsus exignae sunt, nt bomo, si vim sibi facere velit, divino auxilio 
aceedente, noo possit voluotati divinae obsecuodare. Socini Praelectt. 
theoi.c.A: Cupiditas mala, quae cum plerisque bomioibus nasci dici pot- 
est, non ex peccato primi pareotis manat, sedexeo^quod bomaoum geoas 
frequentibus peceatorum actibus babitum peccaodi contraxit et seipsam 
corrupit, quae eorra^iio per propagationem in posteros transfanditur. — 
Limborch. Theol, ehr. Ill^i: Fatemur bodie bomioes minus puros nasci, 
quam Adamus conditos est et cum quadam inclinatione ad peccandom. Ve- 
rum inclinatio illa proprio dictum peecatum non est aut peocati habitus 
ab Adamo in ipsos propagatus, sed naturalis tantom inclioatio habendi id, 
quod caroi gratum est. If^, 11, 13 : Conclodimus itaque, quod gratia di- 
vina, perEvaogelium revelata, sit principium, progressus et complemen- 
tum omnis salutaris boni, sine cujus cooperatione nullum salutare boooiD 
ne cogitare quidem, multo minus perficere possimus. 

d) Depeccorig. Thes. 61 : Peecatum originis qnoad formale sunm nihil 
aliud est, qnam privatio origioalis juslitiae. Nempe originalis justitia su- 
peraddita foit humanae natoraein pleno esse suo. Quandoremovetur, sicot 
propter peecatum Adami remota foit, non introducitur alia contraria qoaii- 
tas, sed iotellectus per solam illam privatiooem relinquitur impoteos ad co- 
gnosceoda et credenda mysteria, appetitus relinquitur talis, ut in jucunda 
et cadnca bona inordinate feratur. Thes, 62: Si autem placoisset Deo ho- 
minem conditum in statu mere naturali relinquere et ad sublimiorem ooa 
evehere, baec quidem ita se babuisseot, sed peccati et pravitatis loco non 
venissent, qnia alterios habitudinis nulla fuisset necessitasvel obligatio. 

e) 3Ki(^aeri«, @ünbeu» ©enugt^, §. 4K dttinf^axt), ©♦279. %% 
8 ong e, S3. II. @. 407 ff. ß JVhitby, Tr. de imput. div. peccati Adam. 
Lond. 711. ed. Semler, Hai. 775. Söffler, ü. b* ^ä^igf. u. Unfö^igf. j. 
mot. Outen. [SWaft. f. $tcb. ©. VI. (St. 1. u. ,^1. @cbrr. 817. 53. II. N. 1.] 
SWattfelbt, ü. örbfünbe, ob b» (5rf (Meinungen unter b. ölameu b. ötbf. nic^t 



©unbeiifaa, ertfunbey ©ünbe. §. 78. 81 

fi^lfbfn f!d^ nur burd^ ein fiarfereö ^txi>oxf)tUn bicfct Steigung, in* 
bftti fie bie Srtfünbe au3 ber (Sd^rift, SSernunft unb Svfal^vung xtä^U 
fetteten aU eine i?on 2lbam begonnene, aKmälig gemeierte SSerfd^ted^« 
terung bev menf(i^li(^en Statut: burd^ üSern?iegenbe (Sinnlid^feit, todä^t 
ben leiSlic^en $ob öeranlajfc, bo^ evfi, n)cnn ber freie 2BiKe fie ges 
tt)'af)xtn (ajfe, jur ivirflic^en jtrafSaren ©finbe »erbe»«) 3)ie (Selig« 
fi>rt(i^ung beö @ofrateö Bliei untDibevlegt»^) ?ln bie ©tette be0 unter 
bem glucke ber Srfcffinbe geSornen Slbamöfol^nö trat ber ©ottgefegnete 
ober ©ottöerfa^ne ÜÄenfci^ in ber naturgemäßen Snttolrfelung jur «§us 
manitat 5 nur n?ar ber Söeltberjianb uneinig , 06 bie SWenf^en öon 
•&au0 au0 gut ober fi^ted^t feien. «§armS ging jur (Strenge ber J^ir* 
^fttlel^re gurü(f [1817], fanb jebo^ im ©eijie ber S^it geringe Unter« 
p|ung , bis auf ber ©runbtage bed $ieti$mud unb 9Ketl^obi$mud 
lut^erifd^e Ort^oboxie loieber gur ^arteifad^e würbe 5 bod^ au(% fie 
unb nod^ mel^r bie »&albortl^oboxte bem <Semij)elagiani8mu3 berfaöen, 
ber in ber Äir^e immer berleugnet unb immer gehegt hjorben ifi.*) 93es 
rfitd ^attt »ftant bie ^rbfünbe M ein rabicalea, außerl^alB beö jeit« 

Solgen b. öortrfff(. (5inr, b. mertf^il. mint^ [fRu)pttm tl^eoU SWfdc. 820. 93 JV.] 
Cheneviere, do pech^ original. Gen. S30. 2 T. 

g) aber Imputatio peccati Adamitici: Steinl^atb^ @» 293: „^a unfte 
@l)iiib* ^üd^et biefe ief)xt nitgenb^ gebiUtgt unb ^vorgetragen l^aben, fonbem fte 
b(of (ine oon ben meinen ^^eologen angenommene, mit )DieIen ®(^n>ierigfeiten 
öet!nü))fle ^^))ot^efe ijl k," (Sbenfo Schott p. 132. — Ä<orr §. 56: Vitium 
illud, qaocam nascimur, est iutemperiesquaedam, aatvissensaameluclaDS 
eontra ratiooem et conscieDtiam, legi divtnae consentientem. Jam ut ejus- 
modi appetilio, qoae qnia abnormis est, per se ipsa in vitio est, homioi, 
in qoo oriior, culpae verti possity tpsius quidem obseguio et consensu in 
licentiorem appetitionem opus est, ut, vel intns fovenda prava appeti- 
tioDe, vel deceroeodo, per quod se exserere nititur, facto externo, legi 
coQtrariam appetitionem sequatur. fr)eff*iBemerff.3*itant0$§iL SüB.794. 
@. 8 : ,,9Bic eö, öermögc ber angcbornen Einlagen, bem einen SWenfd^en f(^tt)e« 
ter »irb al0 bem anbem, bad ©efe^ in befolgen: fo ^ anäf ni(i^t unmögUc^, 
baf eine grögere ^eftigfeit ber ftnnli^jen ^triebe fl(^ »on Slbom auf feine vta^s 
Umntn for^ßangte, unb ei i^rem fBiiUn, nvenn an(^ nidft fd^led^terbingd un« 
mögli(iS, bodi> fefr \^)mtt mn^t, bem ®efe| gu folgen» JDiefe untjerf^ulbete 
^idbo^tion felbfl n)irb und nid^t zugerechnet : fonbem baß toix bie aud berfelben 
^«fljorgebenben ©(ftwierigfciten nic^t übertoinbem" @teubel, ü. @unbeu. 
®nabe, [2:ub. 3eitfd^. 832. $. 1.] h) 3. 51. (Sber^f arb, Oleue 5H)ologie 
t. @ofrat. grff. [776.] 787. 293. — »rg. [2B e i f e] 3ufttnft b. e». Äirc^e. «t^a* 
849. IDgg: (fi^uber, befielt ^eildbefi^ au(^ augerl^alb b. perfönl. 3ufammen$» 
m. e^rifio? [iDeutf*e Beitfc^. f. c^r. ©üf. 851. N. 24 ff.] 

t7 3: ^ m a f i u «, 53. l. (S. 263 : iDag 3eber fl* flnbet ^atw unb qjerfön* 
HUit in ber SQBurjel corrumpirt, nur begreiflich burdb eine toibergöttUc^e Selbfts 
Beftimmung bed 5(nfangerd unferd ©ef^Ie^ltd, i^re naturgefc^tic^e Solge ein 
^tincip be«58öfen in ber menf^lid^en IWatur, boc^ iWiemanb toegen berCSrbfünbe 
aneitt »ertoorfen. SWartenf en, <S. 158 f: JDaf Slbom fldb bem fodmifc^en 
^tincijj untertoarf »on etl^ifcfter ölaturbebeutung für fein gonje« ©efd^lec^t, bocij 
<iu^ ba« gute $rincip in ber menfcl^üd^en ^atux unb ftttlic^e (Slrabunterf(]^iebe 
i>e« 9la^s unb Jernfeind \)om lÄeic^>e (SJotted. 

5)ogmati!. 5. «uf(. 6 



82 Ontologie« Sfnt^topologie« (Say. II. B. 

Ud^itt JDafeiiti ge^eittini^oQ ertDa^Ited SSfe etfaf t , boti^ neBm bn 
))oaett flttlicl^mSTri^fiti^) ®ti^e(Iing att ©cfammtfd^ufo aae^Snb« 
U(i^en/ tviffetn ed im (Etttn?ict(un0$^rocffre bet ®ott^tit für f!(^ ^(6^ 
)u fein ttad^tet; Beflimmtn:/ aU ein uxfpxnn^lii^ Sßb\t^ in bent VU' 
gtunbe ®otte$, bad aÜ Sigfnn)iae brd ©efd^ivfed in'9 irbifc^e 5Daffin 
eintritt unb aUmalig jum ®5ttti(i^en verflärt n^irbi^) «^egel atö bad 
natürli(^e 9(nfMl^feitt be« aWenfd^en, »icfern eö ein ©etoußteö ifl, jiiiRs 
bilblid^ aufgefaßt in bet f)tbxai\i^tn Sage, fo ba^ bie 3:i^at beg «in^ 
{einen burd^ ben ^egtif ber Vererbung aU aUgemein mm^i^üd^ ^at 
bargefleUt n^erbei"*) @(^teierma(!^et atd bie unboUftanbige SRIt« 
t^ei(ung bed (Sottedbemu^tfeind in bet 3Renf(^:^eit bot unb au$et(S(^ 
fio, bad IIB&fe nut aU bie golge bet Sttmaligfeit nienf(^(i^et (Sntoiä» 
(ungi°) 3. 3Rü((et teufte JHä) bie mit bem (SIeteiffen gleid^jeitig ^^ 
»ctttetenbe SUgemein^eit bet ®unbe neben bet Setoifl^eit/ ba^ bie 
(Sunbe ni(^t o^ne @e(bflbe^immung anl^ebe^ nut )u etHaten aud einet 
bad itbifc^e Seben be^ ;3nbitoibuumd f(^on bebingenben Utt^at/ o^^ne mit 
Otigene^ obet J^ant einflimmen ju hjotten»**) S)ie8ftei^eit ttnitbe öonSta* 
tionatiflen unb @upetnatutaliflen a(d S9ebingung aüet fttttic^en 3ute^' 
nung anetfannt^ ))on ben f))fcu(atit)en @^flemen a(0 ein (SinBegtiffen^ 
fein in bet abfoluten gitt(i(!^en Sftei^eit^ fo baf ®ott aQe^ n^itft, aber in 
menf(^ß(%et gotm, p) ballet je nad^ bem Stanb^>unfte bet Betrad^tung 
bie abfotute^^angigfeitobet bie ))ol(e Autonomie be$9Renfc!^engeifled« 

f. 79. «rtt«. 

S)ie utatte^ toieUeid^t but(]^ SRofed aufbetoa^tte @age ^om ^ün? 

ben fall/ mit i^ten Öflat^ftängen untet anbetn aSJIfetn be« bittet- 

t^umd/ ifl ni(^t (Stinnetung an eine beflimmte ^fyit\aäjtf fonbetn ein 

©innbilb bejfen, hja« in iebem OTenfc^en gefci^ie^t 5 ballet fle, bei bet 

k) Som .tabic. Söfeti« [^detU fOlami^äfu ^pu 792.] l93on ^nkool^nung b^ 
böfen $t. neben b^ guten« l9teU innerhalb.] 

/; fibf). t). b. gtci^. [3n f* WU @(bm 809.] 

f»; $biL h. ffttU ». II. @* 208 ff. ötbmann, ®U u. «Mffen. <S« 40. 

n) (S^tiftU ®kube* f8. 1. @*412 f : «X)ie )>bt jebet ^at eine« Qin|elnen 
in i^m »otl^anbne unb ienfeit feine« eignen ^afein« begrünbete ^ünb^aftigfett 
ift in iebem eine nut bittet ben ClinfTug bet (StUfung toiebet aufju^ebenbe \>oüs 
fontmne Unf&bigfeit gum ®uten. ^ie (Srbfunbe ifi aber }uglei(b fo fe^t bie eigne 
&ä^u{\> eine« jeben, ber baran %f)n\ f)at, bag fie am bellen aU bie ®efommt^at 
unb ®efammtf(^ulb be« menfcbÜcben ®ef(ble<bt« J^orge^eHt toirb/ unb bo0 t$re 
$(nerfennunc( guglei(b bie ber aUgemeinen (Srldfung«beburftigfeit ifl* ®enn ttir 
biefe^oc^eAunf) au(b nicbt gerabe fo auf bieetflen9Renf(benübettraaenfönnen: 
fo ifk bo(^ fein ®runb oorbanbeu/ bie allgemeine @ünb^aftigfeit ou« einer in il^rer 
$erfon burd^ bie et^e^ünbe mit ber menfd^Iicben 9latur vorgegangnen ^erän^ 
berung itt erflären.'* o) 3)ie ä^u 8e^re ». b. <Sunbe. 93. II. @. 486 ff* 

p; SBanr, ^ai^. u« $rot* C 5S : ^^arum n^eigere man ff(b niä^t, o^ne 
gtoetbeutige 3ormeIn einfad^ unb Har )u gefielen, bog eine gottntenf<bIi(be Xbä^ 
tigfeit nur eine foli^e iff; in »elfter )tt>ar ®ott allein toirft, bie gdttU<^e^b&ttg$ 
feit aber in i^ter (ltf<beinttng }tt einer menfd^lid^en toirb/ ba« ©dttli^e ba« in^ 
nere $rinci)>, ba« SRenfcblitbe bie äußere 8orm ber (Srfd^einung i^*" 




©üttbenfaK, ©rbfünbe, ©ünbe* §. 79. 83 

6(^tt>ferigfeit ben Urftjrung bet (Sünbc im fflegtiffc bat^utegcn, bem 
SolWt)er^nbe bic 3lnf(!^auung beffen ijermitteß, n?ic fld^ @ott unb ber 
a»fnf(i& gur Sntfiel^ung bcr ©ünbe immer unb üUxaU ^nf)älu 3^re 
mf)x1)eit iji, ba^ f!e baölööfe nid^t ^l^ilofo^^ifc^ bemonjtrirt, fonbcrn 
jeigt, »ie e6 tl^atlic!^ entfielt. 5)cr(Bünbettfatt l^ suglei^ «nfang attcr 
mmf(d^tid^en ©efd^id^tc unb Snthjirflung , aW folget auä^ anerfannt 
Gen. 3, 7. 22., bmnod^ öot bem ©etoijfett unb in bet* (Sage aU ba6« 
jenige/ »aö b« nid^t fein foKtc unb ni(^t fein mu^te* 5)a, fottjeit bie 
©ffi^it^tc reidöt/ ein funblofer Suftanb bet SWenf^en ni^t :6e!annt 
f^ai bie ®unbe einen öorgef^i(!^tlid^en Stnfang. Sincn ijot* 
if(^en9lnfang fennt ba« ©enjußtfein nici^t unb ba« ©etoijfen 
►e il^n niä^t anetfennen, biefen SW^t^uö jut Ä5fung eine« fe(6flges 
fmSlUn (Rät^feÖ. 5Dic Oleltgion bebarf feiner anbem SrHarung bea 
SSfhi, alö ba^ feine g»5grt<i^!eit not^toenbig ifl, bamit gefd^affne^ei^ 
ieit fei, feine fflirHici^feit aber hnxä) M SÄenfc^en @(^ulb , infofem 
öott ©Ott getooöt, unb nur bie SrHorung beö Sßfen aU 0laturgefe|, 
a(9 notl^tDenbige @nttoitfe(ung au« @ott ober maci^t^abenber ©egens 
fa| »iber ®ott toiberf^rid^t bem religiöfen ©ehjiffen. 9löerbiug« l^at 
it4 öon ber erflen^unbe f)tx ein diüä) ber (Sunbc t>\xxä^ gort^ftangung, 
S5fif^)iet/ 9lotf) unb SSerful^rung begrunbet, iebcr loirb baöon berül^rt, 
bem J^inbe im 3Wutterfc!^of|e ifl biefeö oUgemeinmenfd^Ud^e Srbe unb 
oft nod^ ijon ®t\ä)U(S^t ju ©efd^fed^t ein befonbereö Grbe toilber M^ 
benfc^aften öorl^erbefiimmt. @6 ifl unöerfangti<]^, biefe aflgcmeine unb 
inbiöibuette ©rbfd^aft, im attefien unb neueften (Sinne, Srbfunbe gu 
nennen : aber feine loirflid^e @unbc noS^ 6d^utb iji gemeint, fonbem 
Steigungen, bic gur ©ünbe gu tuerben bro^en» 9lber aud^ bie ^eil^eit 
unter bem®efe|e be6 ®cttjijfen6 ifl att ein unöerlierbareö ^rbtl^eit bem 
%nfd^en ))erlie^en, auä^ @rbtugenben gel^n burd^ gange ©efc^led^ter. 
^Dagegen bie ort^obore grbfunbe gmar nici^t bur<]^ bie @ef(^i(^tli(^feit 
M abamitifci^en (SünbetifaMd bebingt, aber loeber in ber «&♦ @(!^rift, 
no^ im teßgiBfen @eijie begrfinbet, am 5QBiberf^ru(^e einer 6ünbe ger« 
fadt, tütl^e ate ol^ne JJreil^eit unb o^ne löetou^tfein öottgogen ^ox bem 
©etoiffen nic^t anerfannt loirb* ®egen ii^re gfurci^tbarfeit erfci^eint bie 
eingelne toirflici^e@ünbe gering, eine biijire fiebenöanfi(!^t loirb begün« 
U^t, ber tftinb^eit, ber menfd^Iid^en 0iatur unb bem @d^5^fer Unred^t 
8f%n* 5f)xt 3Bai^r^eit ^at bie J^ird^enlcl^re glei(^ bem bogmatifd^en 
@u^emoturaliamu0, ber ibre lüiffenfd^aftlid^e 5luffaffung ifl, an bem 
tiefen ®effi1^(e ber eignen unb attgemeinen (Sünbl^aftigfeit, an beni 
frrengett Urt^eile über bie ]^a(bbett>u^te, in ber 93ergangenl^eit begrün« 
bete ©d^utb, an bem ®egenfa|e »iber atte ffierfi^eifigfeit unb an ber 
unfcebingten ffirgebung in bie g&tt(i<^e ®nabe» ^ber biefe ffial^r^eit 
ift aufgefaßt im fatfc^en »egriffe* 5Diefe religiiJfe SBal^r^eit i^ bem 
Soße ^att ber grbfünbe, bie e« nie öerflanb, gu öerfunben* änbem 
^ierburd^ auf bie a^o)lo(if(^e ^el^rkoeife gurüd gegangen koirb, mag ber 

6* 



1 



84 Ontologie. Knt^copologic« dap. II. B. 




innere itampf be« 9Renf(^en a(d ein @e(uflen bed 8f(eif(^ed »iber ben 
(8eifi bargeflettt merben^ bo<^ ifi biefe !8ef(!^ret6un9 bed ®fgenfa|ed in 
atteiniger S^e^ie^ung auf bad Seibtic^e/ naiver auf bod ®ef€^le(^tli<^; 
nic^t aUumfafTenb unb f^at ctwad ad!etif(!^ 3übif(^e6/ n>ie aud grie^i^ 
f(6er Stationaiitat ^eraud ed nie aufgefaßt n^orben toare. %ud^ ifl bte 
et)angeUf(^e $tebigt ni(^t minbet i o^anneifc^ an ben eingeborenen 
Bug ber menfc^lic^en 9latur gum (Suten unb an j[ebe9 fd^on t)or^< 
bene Streben junt 93effern/ a(d pau(inif(^ an bad ®ef&]^( ber 9th 
fnngöbebftrftigfeit ju richten* IDer $e(agi<midmud f)at an bem (tüH|r 
ber Vugußinidmud am ^nbern fein üitiiL $e(ag iud f^at ba9 
liSit, ^ugufiinu« bad retigiöd (^rifitic^e 3ntereffe einfeitig 
tet : iener, na(^ ber ub(i<l^ett princl<)ieUett ^uffaffung feiner 2t^\ 
bie Stacht ber fünbigen (Semeinfc^aft unb @en)b^nung überfe^enb 
gewuf t/ »ad er mit bem S^rifient^um anfangen fotte/ biefer ble 
Ufung auf J^oflen ber @(^&pfung »er^errti^t. 5Der 8emit)e(agiS' 
nidmud ifl aud bem richtigen ®efä^( einer 9tudg(ei(]^ung biefer dm- 
feitigfeiten entfianbeU/ aber an bem 3^^ei(ung6berfu(^e jkoifi^eii 3Xenf(^ 
unb @ott gef(^itert. IDie HBa^rlbeit liegt in ber »oUen ©^ntl^eftd M 
@egenfat^ed: ber Wenfc^ tvirft aUed^ aber ba^ er bad Uttn, babon ift 
@ott bie er^e unb immerma^renbe Urfacl^e« 3m Streite über bie Se- 
(igfeitber^^eiben n^erben bie ^eial^enben immer befc^utbigt tver^ 
ben , baf f!e bie ^JZotl^ioenbigfeit bed S^rißentl^umd unb feinen ^n- 
fprud^ auf ^Kgemeinl^eit preisgeben/ bie SSerneinenben^ ba^ fie in ii- 
bif(^m $articu(aridmud ®otted Sßattxfftx^ ftein benfen n>ie il^r eignet. 
S)ie fa(fd^e Snfiruction be« Streited i^ bie aSoraudfe^ung abgef^(üf< 
fener Suftänbe »on <Selig!eit ober S^erbammni^ unb a(ö etn?a0 gurölcs 
(igion erfl J&injugefommenen» 9lber baS 93etoufltfein ber apofio(if(^n 
Stixi^t, »on ß^rifio bad f^hd^fte <&ei( empfangen ju l^abcU/ ifl ni^ aU 
2luöfpru(]^ pl^ilofop^ifd^er (Wot^toenbigfeit, fonbern l^ifiorif^er ffiir!^ 
(i(^feit toa^r unb n)efentli(^ innerhalb ber S^riflenl^eit. 

fi* 80, flii^ang. ^ttQtftxü<tftt dinÜftiiunQtn ber 6iiitbe. 
5Der ®egenfa| bon pecc. habituale [originale] unb actuale aU 
Sünbe ber menfd^ü^en Ohtur unb M 3nbiöibuumö ifl in fofern anju- 
erfennen, aU babiircft aud^ bie ganje fünbige SBefd^affen^eit unb ®f^ 
tt)5l^nung M aWenfc^en öon feiner eingefnen 3'l^at unterf^icben »irb. 
Winki gint^eifungen , in SSegug auf baö ®ine ober 5lnbre, ange-- 
fnüpft an botfetpmlid^e ?lu3brutf«toeifen ber «§♦ Sd^rift, angebeutet 
bei ben ^tircl^enbatern, auögebilbct öon Oci^olaflüern unb aftproteftan- 
tifd^en 5Dogmatifern, gehören einem ®efi(^t3»un!te an, bem bie m^i 
mit ber a)ogmatif jufammenfiel, unb flnb auc!^ in ber toiffenf^aftli* 
ä^tn ?tu«bitbung ber grflern meifi antiquirt. 3n ber fünbigen a3e* 
fd^afenl^eit toerben aU Stufen bed aHgemeinen Status corrüptionis un- 
terf(^ieben: Status servitutis, securitatis, hypocriseos sive pharisae- 
ismi, indurationis.*) Unter ben 5!l^atfünben : 1) ratione subjeeti-, a) 




@uttbenfaW, (Srbffinbe, Sünbe* §♦ 80* 85 

interna, externa, ober cordis, oris, operis, b) propria, aliena; 2)ra- 

tione objecti: io Deuin, io proximum, in nosmetipsos ; 3) ratione /e- 

^ts : a) commissionis, omissionis, permissionis, b) pbüosophica, tbeo- 

logica; 4) ratiooe culpae: a) voluntaria, involuntaria, bie fie|tem: 

igoorantiae, praecipitantiae, infirmitatis, b) per se sive absoluta, per 

accideos sive relativa, c) clamantia na(!^ Gen. 4, 10. Exod. 3, 7. 

Dent. 15, 9. Jac. 5, 4., muta Sap. 14, 26. ^u^ bie un^orja|Ii(^e 

^ätibf l^at ii^rcn teuften ®runb im SBiüen. ^obfünbe [ngog ^«y«- 

iw] ip tiac^ bcr jübifd^cn SSorau^fe^ung icbcf tl^eofvatifd^c^etirecl^en, 

^»rl^ed mit 2luefd^lu§ aöcr tncnfd^fici^en 3ntercffflon S^obed^rafe nad^ 

i^^^*/'') ^Ä<^ 1 Jo« 5? 16« i^bc (Sünbe, treibe i^rer 0^atur na(]& 

®ottedrctti^e au3fd^üe|it$ in ber n^enn aud^ (eifen ^Bmal^nung ))on 

gutBittc liegt eine ii6erf(i^a|uttg i^rer aBir!fam!eit, ober eine »&ärte, 

»ir fle gegen baö ffißfe ber löieBedfüUe be« 3o^anneö ni^t fremb i% 

«a* Hbr. 6, 4-6. 10, 26-29. ifl auc^ ber 5lbfaW »on ber 6ereit0 

etlannten l^eitigen SQBa^r^eit unffil^nBar» 3)er griec^if^en J^ird^e ga(t 

bie 3!obfunbc M bie reuelofe* '') 5lugufiin Begeugt bie llnbejtinimt= 

^eit bea SSegriffö unb Bettimmtc i^n tflö 9l:6faa bom ®lan6en, ber m 

jum S^obe »erl^arrt.^) 5Da0 ÜÄittetalter nannte Jlobfünben, bie unge-- 

Bü^t bie etoige S3erbammni§, fä^Iid^e, bie an fid^ nur jeitlid^e ©trafen 

Bringen, unb 7 ^lobfünben hjurben aufgegä^It. SoniBarbuö, aW 

Ur^eBer btefeö IBe^rBegrip genannt, fü^rt fle hjie ©regor I nur an 

ol«^au))t5 uttbClueö^^^ünben/) 9lBafarb faßte ben Unterf(^ieb 

nod^ gang innerlid^/) 3)^itten inne fe|t 5^^omaö jtoar getriffe^üns 

ben an jid& aö S^obfünben, anbre ate (äßUd^e borau« , aBer fo, baß 

burc^ bie ©ejtnnung, auö ber fie ^erborgel^n, bie eine^rt in bie anbre 

üBergel^e.8) 5)ie J^irc^entel^re bon flrient ^ielt f!d^ an bie unBejlimmte 

a) Lilsmann^ [pr. J, S. Baumgarten] de propag. etgradibuspecc. orig. 
Hai. 744. 4. h) Num, 18, 22. 1 Sam, 2, 25. Lightfoot ad Mt. 12, 32. 

c) Sude, eomment* ü. b. «t. b. 3oB» 2. 91. 836. ®. 310 ff. 

d) De corrept, etgrat, c, 35 : De quo peccato possuot mulla et diversa 
seotiri : ego autem dico id esse peccatum, fidem, quae per dilectionein Ope- 
rator, deserere asque ad mortem. Retractt. /, 19: De quoeunque pessimo 
io hac vita coDStitnto dod est utiqne desperandum, nee pro illo impru- 
denter oratnri de quo dod desperatur. 

e) L, IL D, 42. H: Scieodam est Septem esse vitia capitalia vel prin- 
cipalia, scilieet inaoem gloriam, iram, invidiam, accidiam vel tristitiam, 
avaritiam, gastrimargiam, loxoriam. De Hs quasi Septem fontibas cunctae 
animarnm roortiferae corruptelae emaoaot. 

f) Epit Theol, ehr. c. 33 : Feniale dicitur, quod per se ad damnatio- 
oem DOD sufScit, quäle est omoe illud, quod dum fit, memoriae Don occur- 
rit, qaod Deo displiceat. Mortale peccatum, quod solum ad mortem suffi- 
eieos est, nt est omoe illud, quod cootra cooscieutiam ex aoimi delibera- 
tioae perpetratnr. QuautumcuDque igitur, nt ait Augustipus^ iu se leve sit 
peceaium, dum pLacet et ex iodustria perpetratur, mortale est. Quaotum- 
eunqQe autem sit grave, dum displiceat et ex animi deliberatiooe dod fiat, 
veoialeest. g) P. IL 1. Qu» 88. j4rt. 2: Peccatum mortale et veuiale 
difftroot sicnt peccatum, quod est ex maiitia commi8sum,vel ex iafirmitate« 




84 Ontologic. Snt^copologic. dap. II. B. 

innere itam^f be« SRenfi^en aU ein (Setfifien bed gfbifd^ed tt)iber ben 
(Seifi bargeflettt n>erben, bo<^ ifi biefe IBefc^retSung bed @egenfa^e8 in 
aUeiniger S^egie^ung auf bad SeiHic^e^ na^er auf ba0 ®ef(!^Ie(^ttu^/ 
ni(^t aUumfafTenb unb ^at ttna^ adfetifc^ 3übif(]^ed/ n>ie aud grief^i-- 
f(6er 9lationaiität ^eraud ed nie aufgefaßt n^orben toaxt. ^uä) iß bie 
ebange(if(^c ^rebigt ni(^t mtnber j o^anneifd^ an ben etngeBorenen 
3ug ber menf(^li<^n dlatut gum (Suten unb an iebel fd^on t^ot^on^ 
bene Streben jum Ceffern^ ald ^aulinifc^ an bad ®ef&^(ber M^- 
fnngdbfbfirftigfeit ju richten. S)er $e(agi<mi6mud l^at an bem (SiMi, 
ber 9(ugu{linidmud am ^nbern fein Olec^t. $ela g iu 9 f^at bad ^. 
H(^e, ^tugußinud ba« re(igi5d (^rififid^e 3ntereffe einfeitig MPi 
tet : jener, na(^ ber uS(i(^en ^rinci^ietlen ^uffaffung feiner )Be^i 
bie aSac^t ber fünbigen @emeinf(!^aft unb @en)&l^nung uBerfe^enb 
gewuft, tüa9 er mit bem S^rifient^um anfangen foHe, biefer bie 
(5fung auf Jtoflen ber 8(!^&^fung ber^errlid^t. 2)er 8emit>eCag!a' 
nidmud ifl aud bem richtigen ®efu^( einer Qtudgteic^ung biefer ßin- 
feitigfeiten entfianbeu/ aber an bem S^^eilungdberfud^e jtDifc^en 3Xenf(^ 
unb @ott gefc^eitert. IDie HBal^rlbeit liegt in ber botten ®)^ntl^efid M 
@egenfa|ed: ber 9Renf(^ tvirft aUed, aber ba^ er bad fann, babon ift 
@ott bie erße unb immerma^renbe Urfad^e. 3m Streite über bie Se« 
(igfeit ber «Reiben n^erben bie IIBeial^enben immer befc^utbigt tott: 
ben, baf fie bie ^{otl^menbigfeit bed S^rifientl^umd unb feinen ^n- 
fprud^ auf ^(Cgemein^eit ^reidgeben, bie 93erneinenben, ba^ fie in in- 
bif(^m $articu(aridmud @otted Sßattxf^n^ flein benfen tvit t^r eignet. 
S)ie fatfd^e Snfiruction be« Streite« ift bie aSoraudfe^ung abgef^(o^ 
fener Suftänbe bon Se(ig!cit ober S^erbammni^ unb afö ettoa« gurJRf* 
(igion erfl «&injuge!ommenen» 9lber bad QBen^u^tfein ber a^oflo(if(^fn 
SAxi^t, bon ß^riflo ba0 ^&(^fle ^til empfangen ju l^abcn, ifl ni^ aU 
2tu0ft)ru(]^ pl^iIofop^if<j^er (Wot^toenbigfeit, fonbern ^ifiorifd^er ffiir!^ 
(i(^feit n^abr unb n^cfentlid^ innerl^alb ber S^riflen^eit* 

S. 80. fln^ng. ^ttQtftxü<tftt dinüftUuttQtn ber 6Unbe. 
5Der ®egenfa| bon pecc. habituale [originale] unb actuale aU 
Sünbe ber menfd^üd^en Oiatur unb M 3nbibibuum3 ijl in fofern anju- 
crfennen, aW babur<ft auc^ bie ganjc fünbige »efd^affen^cit unb ©f- 
hjJ^nung beö aWenfc^en bon feiner eingefnen 5'l^at unterf^ieben n?irb. 
Winlti (Sint^eilungen , in SSegug auf baö ®ine ober 5lnbre, ange-- 
fnüpft an bo(fet:^umfid&e ?luöbru(f6tt?cifen ber «§. Sdbrift, ongebeutet 
bei ben Jtird^enbatern, au3gcbilbet bon S^olaflifern unb altprotefian' 
tif(!^en S)ogmatifern, gehören einem ®efl(^töbun!tc an, bem bie St^if 
mit ber a)ogmatif jufammenfief, unb finb au(i^ in ber tpiffenf^aftli- 
ä^tti 2lu«bilbung ber ©rjiern meifi ontiquirt. Sn ber fünbigen SSe^ 
fö^affenl^eit hjerben aU Stufen bed attgemeinen staius corrüptionis uns 
terfc^ieben: Status servitutis, securitatis, hypocriseos sive pharisae- 
ismi, indurationis.*) Unter ben 5!l^atfünben : 1) ratione subjecti: a) 



©ünbenfaW, ©rbfünbe, Sünbe* §♦ 80. 85 

ioterna, externa, ober cordis, oris, operis, b) propria, aliena; 2)ra- 

üone objecli: in Deuin, in proximum^ in nosmetipsos ; 3) ratione /e- 

gis : a) commissioois, omissionis, permissioois, b) pbilosophica, theo- 

logica; 4) ratione culpae: a) voluotaria, involuntaria, bie Septem: 

igDorantiae, praecipitantiae, infirmitatis, b) per se sive absoluta, per 

accideDS sive relativa, c) clamantia na^ Gen. 4, 10. Exod. 3, 7. 

Deut. 15, 9. Jac. 5, 4., muta Sap. 14, 26. 9lu(!^ bic uni)orfa^(i(3^c 

®änbe l^at il^ren legten ©runb im SQBiüen. 3!obfünbc [ngog d^avoc- 

Tov] ifl naä) bcr jübif^cn SJorau^fe^ung jebcj t^cofratifd^eSBcrBred^en, 

»fl^eö mit 9l«öfci^tu$ aUer tncnf(i^ti(!^en 3nterceffton ^^obeöfirafe naä) 

W Ji^^*/*') «ö^ 1 ^^- 5, 16. iebc @ünbe, tt?eld^e i^rfr O^atur naä^ 

-I0m ©otteöreid^e ou0fd^üe{it$ in ber tvtnn auc^ leifen 5tBma^nung bon 

kerSurBittc liegt eine ll6ctf(3^a^ung il^rer 2Bir!fam!eit, ober eine »&ätte, 

toie fle gegen boe SBi^fe ber SieBeöfüUe beö Soianneö ni^t fremb ift. 

9^ad& Hbr. 6, 4-6. 10, 26-29. ifl ouc!^ ber 9l6faa öon ber 6ereit0 

nfannten ^^eitigen SBa^^r^eit unfül^nbor. 5Der grieci^tfc^en Mxä^t galt 

bie ^obfunbe oW bie reuelofe» *') 9luguflin Bejeugt bie UnBefiimmts 

^eit beö «egrtp unb Bejümmte i^n iU Ql^fatt öom ©lauben, ber m 

jum 3:obe öerl^orrt.^) 5Do0 aWittelalter nannte ^^obfünben, bie unge^ 

fcü^t bie ett?ige SSerbammnip, läfilid^e, bie an fid^ nur jeitli(!^e ©trafen 

Bringen, unb 7 3!obfünben tt?urben aufgegä^lt» ßombarbuö, aU 

Ur^^eBer biefeö Sel^rBegriffö genannt, ffii^rt fle tt)ie ©regor I nur an 

att^au^jts unbCluetls^ünben.*') 9lBaiarb fofite ben Unterf(3^ieb 

nod^ ganj inmxliä)J) ^Kitten inne fe^t 5^1^ o maß jtoor getriffeSüns 

ben an flc^ aW S^obfünben, anbre alö lüfll^e toorauö , aber fo, baß 

bur(^ bie ©ejinnung, auö ber fle l^eröorgel^n, bie eine^rt in bie anbre 

üBerge:^e.8) i)ie JMr(3^enlel^re üon 3!r ient :^ielt fid^ an bie unBeflimmte 

a) Litzmann^{^v. J, S. Baumgarten] de propag.etgradibu8pecc.orig. 
Hai. 744.4. h) iVwm. 18,22. 15am.2,25. Lightfoot ad Mf. 12,32. 
c)iüdt, (Somment. ü* b. ^x. b. 3o^. 2. $(. 836. 6. 310 ff. 

d) De corrept. etgrat. c, 35 : De quo peccato possaot inulta et di versa 
seotiri: ego autem dico id esse peecatum, fidem, quae per dilectioDem ope- 
ratnr, deserere usque ad mortem. Retractt. /, 19: De quocanque pessimo 
io hac vita coDstituto dod est utiqoe desperandum, oec pro illo impru- 
denter oratar, de quo non desperatur. 

e) L, II, D, 42. H: Sciendam est Septem esse vitia capitalia vel prin- 
cipalia, scillcet ioaoem gloriam, iram, invidiam, accidiam vel trislitiam, 
avaritiaro, gastrimargiam, luxariam. De iis quasi Septem fontibus cunctae 
aoimarum mortiferae corruptelae emanant. 

/) EpW Theol, ehr, o, 33: Feniale dicitur, qnod per se ad damnatio- 
oem noD sufßcit, quäle est omne illud, quod dum fit, memoriae non occur- 
rity quod Deo displiceat. Mortale peecatum, quod solum ad mortem suffi* 
ciens est, nt est omne illud, quod contra conscientiam ex animi delibera- 
tione perpetratur. Qnantumcunque igitur, ut ait Augustinus, in se leve sii 
p«ccaium, dum plaeet et ex industria perpetratur, mortale est. Quantum- 
cnnque autem sit grave, dum displiceat et ex animi deliberatione non fiat, 
veoiale est. g) P. IL 1. Qu, 88. Jrt. 2: Peecatum mortale etveniale 
diffarunt sicut peecatum, quod est ex malitia commissum,vel ex iofirmitate. 




84 Ontologie. idit^copologie« dap. II. B. 

innere itampf M QRenfc^en aU ein ®elfiften bed Steifc^ed miber ben 
®eifi bargefiettt n>erben/ bo(i^ ifi biefe IBefc^reiSung bed ®egenfa|ed in 
aUeiniger ^egie^ung auf bad 2tihl\ä)t, nafftx auf bad ©t^ä^Uä^tliä^, 
ni(^t aUumfafTenb unb ^at etn)ad ad!etif(i^ 3übif(^ed/ toit au^ griec^b 
f(6er dlationaiitat ^eraud ed nie aufgefaßt n?orben n^are. %uc!^ ifi bie 
ebangeüfc^e $rfbigt ni(^t minbec j o^anneif(]^ an ben eingeiorenen 
3ug ber menf(^U(^en 9latur gum ®uten unb an jiebed fc^on tot^an- 
bene @tie6en jum IBeffern^ a(d pau(inif(^ an bad ©effil^I ber 9^' 
fungdbrbnrftigfeit gu ritzten. 5Der $elagi(midmu^ :^at an bem (SiM, 
ber Stugußinidmud am %nbern fein 0lf^t* $e(agiu9 f^at bad 
Ii(]^e, 9tugufiinu0 bad reHgiB^ (^riftüd^e 3ntereffe einfeitig 
tet : jener, t\aä^ ber ü6Ii(^en |>rincipieUen ^uffaffung feiner Seigre, 
bie SRac^t ber funbigen @emeinf(^aft unb ®en>&:^nung u6erfe:^enb 
gewußt, n>a0 er mit bem S^rifient^um anfangen foUe, biefer bie 
(5fung auf J^oflen ber @(^&pfung t^er^errlic^t. ^er <Semi))e(agfft' 
nidmu0 ifl aud bem richtigen ®eful^( einer ^udgleid^ung biefer (Sin- 
feitigfeiten entflanben, aber an bem ^^ei(ungdberfu(i^e jtDifc^en 9Renf(^ 
unb ©Ott gef(^eitert. IDie SBa^r^it (iegt in ber botten <S)^nt^e{U M 
©egenfat^ed: ber 9Renf(^ n?ir!t aUti, abtx ba§ er bad Unn, babon ijt 
(Sott bie er^e unb immern^a^renbe Urfat^e« Sm Streite über bie 6es 
(igfeitber«&eiben werben bie Seial^enben immer Bef(^ulbigt toer? 
ben/ bafi fie bie 9Zoti^n)enbig!eit bed @^riflentl^umd unb feinen ^n^ 
fpru(^ auf ^Ugemein^eit |>reidge6en/ bie 93erneinenben/ bafI f!e in in- 
bifc^m $articu(aridmu^ ®otted iBaterl^erg Hein ben!en n^ie i^r eigned. 
S)it falfd^e Snfiruction be0 (Streitet iß bie SSoraudfe^ung a6gef^(o^ 
fener Swftäw^« bon @e(igfeit ober SJerbammnifi unb att etttjaö inidtt'- 
ligion erfi «^injugetommenen. ^6er bad Q9en>uptfein ber apoflolifc^en 
J^ird^e, öon ßl^riflo baö f^iä^^t «^eit empfangen ju l^aBen, ifl ni(^ att 
5lueft)ru(^ pl^iiofop^if(]^er (Wot^toenbigfeit, fonbern l^iporif(i^er ^ixh 
Ud^Uit toai)x unb njefentU(i& innerl^al6 ber S^rifien^eit. 

f. 80. fln^ang. {^eroeftvai^te CEini^eidtngen ber Glinbe. 
5Der ©egenfa^ bon pecc. habituale [originale] unb actuale aU 
Sfinbe ber menfd^lit^en OUtur unb M 3nbi\)ibuum8 ifi in fofern anju- 
erfennen, aU babur(^ ani) bie gange fünbige S^efd^affen^cit unb ®e* 
njJi^nung beö STOenfci^en bon feiner einzelnen ^f)at unterf(^ieben »irb. 
WinUi gint^etlungen , in 93egug auf bad Sine ober ^nbre, ange-- 
fnfipft an bolfötpoilid^e Stuöbrucftoeifen ber ^. ©d^rift, angebeutet 
bei ben Jtird^enbatern, ouögebilbet bon (Sd^oloflüem unb altproteflan^ 
ti^tn S)ogmatifern, gf:^ijren einem ®e|ic^t3»unf te on, bem bie dtif'd 
mit ber S)ogmati! gufammenflel, unb fmb an^ in ber toiffenf^aftli' 
^en Sluöbilbung ber ßrjiern meifi antiquirt. 3n ber funbigen f8ts 
ft^affenl^eit »erben aU Stufen be3 afCgemeincn Status coprdptionis un* 
terfc^ieben: Status servitutis, securitatis, liy^pocriseos sive pharisae- 
ismi, indurationis.*) Unter ben ^l^atfiinben : 1) ratione subjecti: a) 



©ünbenfaW, (Srbfünbe, Sünbe* §♦ 80. 85 

ioterna, externa, ober cordis, oris, operis, b) propria, aliena; 2)ra- 

tione objecli: in Deuin, in proximuni^ in nosmetipsos; 3) ratione /e- 

gis : a) commissionis, omissionis, permissioois, b) pbilosophica, theo- 

logica ; 4) ratione culpae: a) voluntaria, involuntaria, bte Septem: 

igooraDtiae, praecipitantiae, infirmitatis, b) per se sive absoluta, per 

accidens sive relativa, c) clamantia naö^ Gen. 4, 10. Exod. 3, 7. 

Deut. 15, 9. Jac. 5, 4., muta Sap. 14, 26. 9lu(!^ bic unöorfd^UtJ^c 

Sätibe l^at il^ren legten ©runb im SOBiUm* 3!obfünbe [ngog d^avu- 

Tov] ifi no(!^ ber jübif^cn SJorau^fe^ung iebcj tl^cofvatifd^eSBcrBret^en, 

»fl^eö mit 9l«öfci^tu$ aUer tncnfd^lici^cn 3ntcrccfftott ^^obeöfirafe nad^ 

|W itc^t,'') nad^ 1 Jo. 5, 16. jcbc @unbe, tt?el4e i^ret O^atur na^ 

ittcrm Ootteöreid^c auöfd^Ue{it$ in ber menn auc^ leifen 5tBma^nung öon 

IkftgürBitte liegt eine Ü6erf(i^a^ung il^rer SBir!fom!eit, obere ine »&ärte, 

»ie fte gegen boe m\t ber SieBeöffiUe beö Soiftanneö ni^t fremb \% 

^(x6) flbr. 6, 4-6. 10, 26-29. ifl (x\x6^ ber 9l6faa bon ber 6ereit0 

exfannten l^eiligen 5Ba:^r^eit unfü^nbar» 5Der grieci^ifc^en J^ir(^e galt 

bie ilobfünbe ate bie reuelofe» *') 9luguflin tejeugt bie UnBeflimntts 

^eit beö aSegriffö wnb Bejümmte i%ix a(8 Qlfcfatt bom ©lauten, ber bi« 

jum 3:obe berl^arrt.^) 5Da3 aWittelalter nannte ^^obffinben, bie unge.- 

fcü^t bie etoige SSerbammnip, laßli^e, bie an fi(i^ nur jeitlid^e ©trafen 

Bringen/ unb 7 ^^obfünben tt?urben aufgegä^lt. fiombarbuö, aW 

Ur^eBer biefeö Sel^rbegriffö genannt, füi^rt f!e xoxt ©regor I nur an 

att*au))t^ ttnbi:iuea::@ünben.^) «IBalarb fafite ben Unterf(3^ieb 

nod^ ganj innerli(i^/) SKitten inne fe^t ^'l^omaö jtoar getriffeSüns 

ben an fid^ alö S^obfünben, anbre alö läfllid^e borau6, aber fo, baß 

bur<^ bie ©efinnung, ouö ber f!e ^erborgel^n, bie einelMrt in bie anbre 

üBerge:^e.8) JDie J^ir(^enlel^re bon ^^rient :^ielt fid^ an bie unbeflimmte 

a) Litzmann^{^v, J, S» Baumgarteri] de propag. etgradibuapecc. orig. 
Hai. 744.4. b) iVww. 18,22. 15am.2,25. Ughtfoot ad Mf. 12,32. 
c)iüdt, (Somment. u» b. ^t. b. 3o^. 2. 91. 836. 6. 310 ff. 

d) De corrept, etgrat. c. 35 : De quo peccato possuot inulta et diversa 
seotiri : ego aatem dico id esse peecatum, fidem, qoae per dilectionem ope- 
ratnr, deserere usque ad mortem. Retractt. /, 19: De quocanque pessimo 
io hac yita coDstituto dod est utiqoe desperandum, oec pro illo impru- 
denter oratur, de quo dod desperatur. 

e) L, IL D, 42. H: Sciendam est Septem esse vitia capitalia vel prin- 
cipalia, scilleet inaoem gloriam, iram, invidiam, accidiam vel tristitiam, 
avaritiaro, gastrimar^^iam, luxoriam. De iis quasi Septem fontibus cunctae 
aoimaram roorliferae corruptelae emanant. 

/) Epit. TheoL ehr. o, 33: Feniale dicitur, quod per se ad damnatio- 
oem Don sufßcit, quäle est omoe illud, quod dum fit, memoriae oon occur- 
rit, quod Deo displiceat. Mortale peecatum, quod solum ad mortem suffi- 
eiens est, nt est omne illud, quod contra conscientiam ex animi delibera- 
tioae perpetratur. Quaotumcunque igitur, ut ait Augustinus, in se leve sii 
peccaium, dum plaeet et ex industria perpetratur, mortale est. Quantum- 
eanqne autem sit grave, dum displiceat et ex animi deliberatione non fiat, 
veniale est. g) P, IL 1. Qu. 88. Jrt. 2: Peecatum mortale et veniale 
diffaruQt sicnt peecatum, quod est ex malitia commissum,vel ex infirmitate« 



86 Ontotogie. tliitl|fro))orogie. (iap. II. B. 

iitffclk^ 9nfj&^(nng gcmifffr ^obfunben, aO tvdi^e^ jtDat mit bem 
WauBm bfrdnSaT; bo<^ bet g^ttli^m @nabe ntxltxfki^ mai^tn, tvenn 
{te nic^ t Hxd^liäi ^thi^t n^rrben. ^) S)a9f ge tt btee^^angelifc^e Jt irc^ 
bm (§^ian^ für uiti^frfinbar mit bet ^obffinbe nrftart l^attt, ^) totU 
ä^ bo^in bf^mmt n>urbe, bafi lebe Sunbe an f{(^ gum ^obf/ but(^ 
(Sl^ri^nl taf lii^, ba^er i(be efinbe bet ©laubigen la^Uc^ unb %o\>^ 
ffinbe nur bieimige fei, totlä^t ben @Iauben auf^eBenb bom fRdSit 
®otte0 aulfc^tief e.^) 3ebe Stixäit meint ^ier einen anbetn Segriff be6 
®(aubfn0/ aber bie ebange(if(^ Stixä^t ffat ben Unterf(i^ieb niil^t in bte 

et i^oorastia. Com volooUs fertar io aliqood, qaod secoodoni se repngoat 
caritati, iilad peecatam bx suo objecto habet, qaod sit mortale^ sive alt 
eoDtra dileetiooem Dei, tieut blasphemia et perjariam, sive cootra fflft- 
etioaea proxiai, sieut homieidiaBy adalteriom, bajatmodi snot peceiti 
morialia ex muo genere» Quaado vero volaatas fertar ia id, qnod in te 
coaliaet qnaadam ioordioatioDem, sicat verbam otiosam, risos superflaos 
et alia bojasmodi, talia sunt peccata venialia ex muo genere, Ut sapra 
babitnn est, qaod actas morales reeipioat raliooem booi et mali noo So- 
lan ex objecto^ sed etiam ex aliqua dUpoHHone agentü : contiagit qoo- 
qae, qaod id, qaod est peecatam veaiale ex geoere ratiooe aai objecti^ fit 
mortale ex parte agentis. C^benfo umgefr^tt. 

h) SesM, yj. e. 5: Adversas qooraodam eallida iogania assereDdom 
est , aoo modo ir^fidelitate^ per qaam et ipsa fides amittitar, sed etiam 
qaoeooqae alio mortali peceato, quamvis non amittatur fides, acceptam 
jastifieationis gratiam amitti, divioae legis doetrioam defen^iendo, qaae a 
regao Dei ooo solum iofideles excladit, sed et fideles qaoqae,ybriitcarto«, 
aduUeroSj moUe*, mateuhrum concubitoreSy fures, avaros, ebriosoty 
maledteosy rapacet caeterosqae omoes, qai letalia comiDittuat peccata. 
Sess, XJy, c. 5 : Ex bis eolligitar oportere a poeaitentibns omnia peccata 
morialia io coofessiooe receoseri. Nam venialia, quibas a gratia Dei noa 
excladimor, qaamqnam rede et utiliter io coDTessiooe dicaotar, qaod pio- 
rom bominum asas demoostrat, taceri tameo citra calpam mallisque aliis 
remediis expiari possoot. 

i) A. Cp.lXx Com de tali fide loqoamor, qaae noo est otiosa eogita- 
tio, sed Dovam vitam io cordibas parit: non stat cum peeeaio mortali, 

k) Lutk, in Ep, ad Gai, e, 5 : Peocatum distiogoitor io mortale et ve- 
aiale, 000 ob iubttantiam facti, sed per personam, ooo juxta differeo- 
tiam peccatorum adraissoram, sed peccalorom admitteotiam. Hutteri L.%. 
Qu, 22 : Peecatam mortale dicitar omoe peccatnm io nonrenatis, Io re- 
natis vero peecatam mortale est, vet error io fuodameoto, vel actio iote- 
rior, pag^ans cum lege Dei, et qaidem cootra cooscientiam desigoata, ex- 
catiens gratiam Dei et fidem. Qu, 23 : Natara saa et per se oullum pror- 
sus peecatam est veoiale, sed tale fit per Christum, Est ergo peecatam 
veniale actio reoatoram, pognaos cum lege Dei, propter quam noo amitti- 
tur gratia et fides. Calv. Institt, JII, 4, 28 : Io asylum confogluot ioeptae 
distioctiöDis, peccata quaedam venialia esse, qaaedam mortalia: pro mor- 
talibas gravem satisfactionem deberi, venialia facilioribus remediis pir- 
gari. Sic cum Deo ludunt et ineptiont. Qaum tameo assidue peccatum ve- 
niale et mortale io ore habeaot, ooodom alteram ab attero discemere po- 
taeront, nisi quod impietatem et immonditiem cordis peecatam veniale fa-' 
eiuot. IVos aotem peccati Stipendium pronontiamus esse mortem; caeteran 
fidelium peccata venialia esse, non quin non mortem mereantnr, sed qnia 
Dei miserieordia nulla est condemoatio iis, qoi sunt io Christo. 



Sünbenfatt, (Erbfünbe, @ünbe. §• 80. 87 

iu^txlid^Uit l6cjHinmtcr®finben, fotibern in bie®fflnnung gefegt, oB 
fie baö ä^ti^liä^t ÄeBen fo jerflSre, baß fö neu Begonnen »erben muffe. 
3)te (Sint^ei(ung in peccata remissibilia unb irremissibilia Bejiel^t fic^ 
nur auf bie@finbe n?tber ben «&* ®t\^naä^ Mt. 12, 31 s., )?on ben 
Jtir(]^enbatern mit ber ^obfünbe glejd^geflettt 9lur ^ertullion be? 
greift unter il^r in montaniflif(3^er ÜBerfpannung gett?ijfe naml^aftge« 
mad^te «ßaujjtfünben^ aber naä^ bem alten SBegriffc ber Jlobfünbe aU 
ier, für welche au(^ ß^riftuö feine 9Serf5l^nung f)aU.^) JDie (Sc^ola^ 
jUfer unterft^ieben 3^obfunben öon ber ©finbe jum 3!obe unb festen 
nur biefe glei^ ber a3IaÖ^:^cmie tolber ben ^. Oeifl» 5^x S3egrlff tvax 
in ber Stixäit immer frei unb f(^n?anfenb, \>oä^ l^errfd^te ber ©runbges 
banfe einer aBf!d^t(i(i^n fflefeinbung be« ol3 fotc^eö erfannten ©Öttti* 
^U/ n>el(^e JHä^ bal^er ieber Stnn?irf ung beffeffeen »erft^liefit i bic ®ünbe 
totberbedaRenf(!^ett(So:^naWein ®egenfa% miber 3efu SJerfSn^ 
(i^feit^ ber au3 perföntic^em SSorurt^eite Beröorgei^n, ba^er aud^ in 
fein ®egent^eit üBergel^n fann*") S)aneBen ifl bie bon S^r^foftomuö 
angebeutete Meinung ^ baß bem ^udf))ru(^e 3efu aU einem inbibis 
buell Bebingten ober teibenfc^aftlid^en tin allgemeiner 3nl^alt nid^t gu» 
fomme/ bornel^mlid^ bon ^rminianent/ neuern (Stt|}ematuraliflen unb 



l) Tertul, de pudt'c, c. 19: lllam [distinctionem] Joanoes commenda- 
Vit, qaod sintqaaedain delicta quotidianae incursionis, quibus onrnes simus 
objecti. Cai enim dod accidit, aut irasci inique et ultra solig occasuin^ aut 
et maonm immittere, aut lemere jurare, aut fidem pacti destruere, aut ve- 
recuadia, aut necessitate meotiri; iu negotiis, in officiis, in visu^in auditu 
quanta tentamury ut si nulla sit venia istorum, neniini salus compelat. Ho- 
ram ergo erit venia per exoratorem Patris Christum. Sunt autem et gra- 
viora, quae veniam non capiant^ homicidium, idotolatria, fraus, negatio, 
blasphemia, utique et moecbia et fornicatio et siqua alia violatio templi 
Dei. Horum ultra exorator non erit Christus^ haec non admittet omoino, 
qui natus ex Deo fuerit, non folurus Dei filius si admiserit. Nibil jam su- 
perest, quam aut neges moechiam et fornicatiooem mortalia esse delicta, 
aot irremissibilia fatearis, pro quibus nee orari permittilur. 

m) Lombard, L. II. D.H. A: In Spiritum S, delinquere dicuntnr, qui 
sna malitia Dei booitatem superare putant, et ideo poenitentiam non assu- 
mant^ quibus placet malitia propter se sicut piis bonitas. D: Numquid älia 
est offensio Filii, alia Spiritus Sancti? Sicut una dignitas^ sie una injuria. 
Sed si quis corporis specie deceptus humani remissius aliquid sentit de 
Christi caroe quam dignum est, habet culpam, non est tarnen exclnsus a 
venia. Ho/laz p. 556 : Peccatum in Spiritum S. est veritalis divinae evi- 
denter cogoitae et in conscientia approbatae malitiosa abnegatio, hostilis 
impogoatio, horreoda blasphematio et omnium mediorum salutis obstinata 
et finaliter perseverans rejectio. p, 566 : Peccatum in Filium hominis est 
grave peccatum, quo doctrina evangelica de Christo vel nondum evidenter 
agnita blasphematur et oppugnatur, vel jam agnita, stimulante formidine 
perieulorum, sine blasphemia abnegatur. Hirt, de logomachiis circa doctr. 
de Sp. S. ohviis. [Varia Scripta. Vit. 776.] J. G. fFalch, de pecc. in Sp. S. 
Jen. 751-60. 10 Pgg. 4. 3. g. glatt, ü. b. @. toiber ben J&. ®. Xub. 770. 
A. ab Oettingen , de pecc. in Sp. S. qua cum esthatologia ehr. continea- 
tur ratione. Dorp. 856. 



88 Ontologit. 9nt^ro^o(ogie* (So)>.III. A. 

9{ationatifini gfitenb gemacht Sorben.") ^(er f(!^ott biefantif^eS^uIe 
führte auf ein ^(Igemetned jurüdf/ ba0 ffitbftn toieber in manni^fa- 
ä^tn SRobificationen beut alttixd^li(S)tn ©runbgrbanfen angefi^^Ioffm 
würbe bid jtit SSemeinung eined 93oU6ta(i^tfein0 jener (Sünbe bnr(]^ bie 
*P^artfaer.°) 3efu 33orn)urf , oBnjo^l jürnenb unb inbiöibueü, fejt 
einen attsemeinen i^egriff ber unber)ei^(i(!^en (Sünbe t>otaud» (Seine 
SBarnung ober ^ntlage lautet auf 6&ln)iUigen «Rampf gegen bad in 
i^nt anerfannte ®hUiiäit, mit einer 9ro(ge/ bie jn^ar niä^t al9 etoig^ 
93frbammni$ angefe^n werben mu^/ a^er in bie Stvigfeit ^^inau^rei^t 
Diefer J^am>)f \\t oUejeit m6gU(3^* 3ene@ünbe fann o6er au(^ aSfhoct 
gebad)t toerbett aU ber bunf (e ^6grunb/ ttjeld^er oUe ®üte ber menf<^5 
liefen S^^atur berfc^lungen ^at» Slüein biefeö ifl ein ^u^erfleö, baö in 
ber $Birfü(^feit nic^t toorfommt, benn hjie groß au^ bie @ünbe fei, 
®otted ®nabe ifl no(^ gr6§er unb bed SReufd^en Srreil^eit unjerfibrto. 
3m a3olKuntenid^te mögen biefe bunffen QSorfleUungen bon ®unbe 
jum 3^obe unb hjiber ben •&. ®eifl, tt?iefern jie bur(]6 bie <S<^rift gege« 
Ben ftnb^ nur bieneU; um bie Sur(^t6ar!eit aller (Sunbe einjufd^ärfen; 
beren erfler ßeid^tflnn ein ffieg ju biefem 9(6grunbe '\% 



^apAll S)a6 teligiofe Seben aU unenbHd^eS streben. 

A. p^irofop^ifcO^ ZlnferfucOung. 

S«81. (SinleUttno* 

» a r b i U, »♦ Urfpt, b»93cgr. ».UnflcrbU [IBetLSWonafff^r. Se6r.792-] Kruipp, 
saper orig. opin. de iinmort. apad natiooes barb. Hai. 799. [Opp. T. I.] 

S)er ®iberfpruc^, bag Unenblic^eö erflrefct ttjerben foU im enbli^en 
8e6en, muß barin feine i25fung fud^en, baß biefeö @nbli(^e jur unenb* 
li^tn Seitreil^e n?erbe/ in tvtlfyt bie 9Bir!(i(^!eit M SeBen$ jn^ar ba6 
3beat beffeften nie erreid^eu, afcer fiä^ immer bemfelfcen annol^ern fann. 
9Bei( bie ftnnli(^e (Srfa^rung gegeu ben ®(au6en an biefe ni(]^t en- 
benbe 3Htrei:^e ben Jöetoeiö beö ^oM unb ber ffiergangtic^feit aße« 
3rbifd^en fül^rt, fuc^t ber ®eifl getoiß ju iverben, n?iefern biefe ^rfci^ei-- 
nung beö 3!obe3 il^n fefSp Betreffe^ ober oB er bennod^ bie unenblif^öe 
3eitrei^e erleBen tuerbe? ßö muß aBer im ®eifte ün 9Biffen f)iemn 
gefunben »erben, toeil er ^ä^ felBfl nur anerfenut in ber ®efammt^it 

n) Limborch, Theof. ehr. V,4,2Q, fRein^tb, @,323: Dclictüm qno- 
rundam Judaeoruiu, qui samma pertioacia ducti, miracala Jesu, qaoram 
evideotiam negare oon poterant, adiabolo proficisci criminabantur. Henkey 
Ltneam. p. 130: Islius mudi pbrasibns atrocitas quaedam colpae sigoiS- 
catur. Koppe^ qno sensu peccalo in Sp. S. venia negata? Gotf. 781. 4. 

o) C L.Nif Zieh, de pecc.homini cavendo, quamquam in hominem ooo 
cadeote.Vit. 802.4.2)eaBette,ü.b.@.tDibetb,^.®.Q3rl.819»®efeniu«, 
(5om. ö*3ef.22,14. ®ifa«](>of, ü. b. IBIa«)?^, b.*,®.[<Stttb, u^ihit^ 833. 
*.4J S3rg.3*8.it.®utHtt, 06.834.^.3, «• !Hi o l u (f , Ö6. 836. *. 2. 
?J^.©<^aaf, b.S.wibetb.«.®. $al. 841.3. aWunet,93JI.®.568 ff. 



$^i[ofo))]^lf<^e Unterfuc^ung über b; UnjietbU^felt. §. 82. 83. 89 

feined 2ti>tn9, fonad^ aud^ ein gen?iffed ^ekou^tfein biefe0 gffammtett 
itbtn& Bewirft njerben fann. »&ierbur^ ijl bad Umfel^n ttad^ einem 
aSftoeife für bie UnfterBUc^feit b. ^. für baö burd^ feine Seit öemic^* 
tfte 2e6en beö ©eifleö gered^tfertigt, ttjiefern biefer Sötmi^ nur im ®es 
genfa|e ber finnlid^en @rfa^rung ein S3en)ußtn?erben «nb eine ?luff(as 
rung bea ©eijieö üBer fld^ felBfi iji. ©efe^t aber, baß l^ierburd^ biet 
me^r baö ©egenti^eil tual^rfc^einlid^ ober gewiß würbe, fo wäre für bie 
^o^ere geifUge SBitbung an^ biefeö weniger gu fc^feeun, afö baö IBers 
tutfen einer gefunben Qlnftd^t beö irbifd^en \JeBend burd^ taufd^enbe 
Mume eineö fünftigen/) 

§. 82« 2)et religiüfe OKauae an Unfletdii^feit. 

S)ie ©otteöfiebe beö aWenfd^en forbert, um il^r unenblid^eö ©tre* 
Ben ju ijerwirfUd^en unb ©ott üBer aUt^ ju lieBen, bie öwigfeit beö 
inbibibueUen S)afeinö : fle felBfl aH Sreil^eit fann fld^ bal^er in feiner 
3at tjemi^ten wotten, aU 2tbi^angigfeit weiß fie in ©Ott il^re Sreil^eit 
gefld^ert. 3)er ©louBe an biefe UnflerBlid^feit ip ba^er not^wenbig in 
ber Otetigion gegrünbet* (So gewiß aBer ber ©eiji gewiffer iji Ü6er 
[ein eignes 3Befen, afö üBer irgenbeine flnnlid^e ®rf(^einung, fo ber« 
mag aud^ ber ^ob aU @rfd^einung nid^td üBer ben ©tauben an Un- 
^erMic^feit, oBfd^on bie flnnlic^e S'lac^tfeite beö Menö, wenn fie ju 
itittn :^erauf(leigty bie ?luöjtd^t in bie ©wigfeit berbedt. 5Dal^er aud^ 
im 3uflanbe ber borwaltenben @ünbe biefer ©(auBe öerbunfelt Wirb, 
jebod^ weil in biefem Supanbe bie ^t\f)tit aU ©ewiffen aüejeit an 
baö Unnatürliche bejfelBen erinnert, fo ^hxt jte aud^ nid^t auf gegen 
ben ©ebanfen ber SSernit^tung anjuflreBen, unb ber ©lauBe an Un« 
jlerBlit^feit erfd^eint nur al3 fflunfd^ berfelBen, getl^etlt jwifd^en ^i^xäit 
unb «Hoffnung. 2)a fonad^ biefer ©lauBe gleld^ ifl ber ^itit be8®ßtts 
(ic^cn, unb nur il^r Sewußtfein in SSegug auf ben 5'ob : fo fann er fo 
toenig aU biefe Sewiefen werben, iji freie fltttid^e 'i^ffat, wirb aber, Wo 
nii^t wiffenft^aftlid^e QSorurtl^eile i^n unterbrüden, in jener ßieBe, bie 
ben3!ob üBerwinbet, eine unerfd^ütterlid^e ©ewiß^eit finben, weil gStt* 
Hcfteö 8eBen nur al8 ein ewigeö fein fann* 

§. 83« 2)ie ^tto'mmtn eetoeife für bie UnflerMi^feU« 
aW.SWenbcUfo^n, «pi^äbon* g3etL767. 6. 9l. m. 3uf. ü. grleblänben ^. 
S2K [@^>ajict, Stnti^)§äbon. Spj»785.] 93onnet, pi^iU ^olmgenefie. «♦ b. 
grani. »• iwaiex. 3ür. 769. 2 ©♦ [@inteni«] «H)ijon. JDang* 795. 3. 91. 
8pj. 804 ff, 3 93. 3:. J&. griebri*, $§oldna. «Itom 821. «bei, auifü^xU 
2)ot#. be« ©runbf« unf. ®l. an Unjl. gtff. 826. $üff eil, ü. b. Unft. b. 
menfc^U @eele. SiaxUx. 832. IDrf. bie Un^. auf« 9{eue beleud^tet. (ib. 836. 
IRürnBetger, <Sttll(eben o. u. Unfi. b. ®eele. Stmlptm 839. 

S)a ber ©lauBe an ein ewigea geben nur ald bie eigne 3:i^at im re* 
llgiSfen ®emüt:^e erzeugt wirb: fo iji dn objectibeö SBijfen ober bocft 
eine ©emonflration ber UnjierBliti^feit berfud^t unb biefe« @^jiem bon 

*) JDagg. ® ielanb, öüt^anofia. «bj. 805. 2Öetfe 53» XXXVH. 



90 Cntologie. Stntl^ropotogie» €ap* III. A. 

^bmA^n, bie meifl auflfT^a(6 M @^ri{lfttt^umd entflatib<n finb/ erft 
)>on neuem @u))ematura(i{len unb S^otionatiflen in bie S)c9mati! auf« 
genommen motten/ nel^mlit^ t^eoretift^e Sen^eife: be¥ metap^^^ 
fifi^e au9 bet SSefc^offen^eit ber Seele/) ber teleotogifi^^e au« 
ben ottf erben nid^t entnjirfelten Einlagen be« üRenfd^en,*') ber ana? 
(ogif(i^e, liefern in berSRatur nid^t« öerni(3^tet mirb,'') ber foömi* 
fd^e auö ber (Sternenzelt,'*) ber t^eologif(i^e oud tjerfci^iebnen ßi- 
genfc^aften ©otteöj 2) >)ra!tif(^e ober moralifd^e ©emeife, na(^ 
toerfc^iebnen Seiten ^in audgeBilbet/ toegen bed StreBend nad^ einer 
Sßottfommen^eit, bie im irbifti^en Seten nid^t txxtiäit tt^erben fann, 
ober »egen ber 9(ufo>)ferung be« irbifi^en ffiol^tfein« , ja M irbif^n 
ithtnB traft M Sittengefe^e«/) IDerfetfce Ißerfianb, ber biefe SBetoeife 
aufjlettte, i)at fle aud^ Beflritten. Stant geigte bie Unjulanglid^feit aller 
t^eoretifc^en Senjeife, unb njenn er bafur alle« ©etoici^t auf ben mora^ 
Uferen 99en>eid legte, fo n^ar biefe0 nic^t in bem Sinne gemeint, al6 
ob baö Sittengefel o^ne bie Unfterttid^feit minber gültig fei, fonbem 
att ein unfer flttli^ed^anbetn unb 2lufo>)fern begleitenbeö SBewu^tfein, 
ba« tt?ai^rl^aft nur auf religiftfem ©runbe rul^t» 5)ie l^iflorifd^en 
SSeweife, ))om consensus gentium unb )>on ber ^ieberbeleBung ^tn 
florier i^ergenommen, entl^alten nur eine äJem>e(^dlung beffen, n}a6 
^ie unb ba ben ©lauBen an Unflerblid^feit gen?e(!t ober geftarft ^at, 
mit SBettjeifen/) 9l6gefe]^n öon il^ren logifc^en SWangeln, l^otten au^ 
bie |)i^itofo))^ifd^en 99en)eife \>a, n?o bie ÜBergeugung eined emigen 2es 
iBend am meijlen Bebro^t ift, am n^enigflen Staub, ))or einer ^ant^ei^ 
ftif(^en SBeltanfd^auung, bie nidit an eine IBemid^tung benft, aBer an 
ein ^ufgel^n in @ott« Sie bienen etn^a, um bie aR&gltd^!eit eined un^ 
^erblid^en ^fortlebend benfbar gu machen* allein burd^ bad äJorurtM 

a) Stäfintx, C^rl&utrung e* Seto* f. b. llnft. b« Seele, mit. 767* Fiat- 
ner, spes immort. aoimorum per ratiooes physiolog. coofirm. Lps. 791. 4. 
$orn, b. Chvigt b. Seele. (Bief* SU. 

h) Übet b. Unft. nadft e. «rgum. \). b. Seele griebrJI. ©rl.787. 3)icUnP. 
0. ©erf. ü. b. ® ürbe b. SWenfd^en ». SW. 33. 9lu« b. grom. ö. ©dgginger. 788. 

cj 3. ?. 3 a c b i, olle« in ber Watur lebt. «pj. 4. Sif. 798. ^ a d te) e 1 1, eöi-- 
benter Se». e. gu!. Seben« a. ©rünben b. 9latutforfdb. 9. b. C^ngl. SBien 836. 
aW. 5>ro§bod^, b. inbiöib. Unft. Dlmüt S53. d) Streit^orfl, ®rünbe 
f. unfte gottbauer a. b. «ftronomie. [5)eutf(^e SWonatf(<;r. JRo». 792.] 

e) Jtant: Äritif b. reinen «ft. S. 413 ff. b. ^roft. SBft. S.219 ff. L.H. 
Jacob, an sint officia, ndquae hominem natura obligatumessedemoostrari 
neqneat, nisi posila animorum immortalit. Accedunt Dss. III. Z>. F. Hauffs 
A. B, Fardon, L. C, Bekenn, Lugd. B. 790. [$rüf. b.tt.Socob aufgeft.öe». 
ep|.793.] 3acob, «e». f. b. Unit. o.b.SeQr.b.^ffi^t. 3ün.794. Schmidt 
Phiseldeck, de ootione perfecli ad boin.translata, atque de defectib.oatu- 
rae bani. immortalit. ejusdem probantib. Havn. 792. 4. f) Cicero^ 
Quaestt. Tusc. 1, 13 %,-^Schelwig^ de apparitionibus morloor. viviä ex. pacto 
facti». Ged. ed. 2. 700. 4. 5B [ö e l] . SWemer ® attin XoxxlU örfd^einung n. xi^xm 
Xobe. [(S^emn. 804.] 4. «. ?p^. 805. JDeff. obgenöt^. 9lnttt). a. b. Senbf<tfr.b. 
J&. -©eUmut^i nebft gebühr, «bfert. b. J&. SEBiclanb u. (Sonforten. !B»)g. 805. 



?ß^i(ofo»)^if(^e Untecfuc^ung über b. Un^xhl^Uit §. 83* 84. 91 

M g^cburfttiffeö einer foliJ^en aSctreiÖffi^^ning tt?irb ber reifgiöfe ©tauBe 
an feiner wo^ren (Si^er^eit irre. 63 ö?urbe aber ein ^ttvtx^, ber bic 
Stoigfeit unfer^ Se6cn8 mit il^ren (B^xidtn unb (Segnungen in nta« 
t^ematifd^er ©ettjipeit barlegen !5nnte, bie (Sittlid^feit felbfl in il^ren 
anfangen flören. 5Dal^cr anfangt jener ®Iaube nur SBunf^ unb 5ln* 
nal^me auf 2tuctoritat ip: jeme^r aber ber aWenfd^ \>\xxä^ freie Zf)at 
unb reine Siebe M ©Uten fcineö göttli(3^en Menö j^ä^ jjerfld^ert, beflo 
fid^xn ttjirb if^m anii bie (Sttjigfeit oK eine nic^t erji J^ünftige, fon^ 
bem fd^on 2lngebro(3^ne* 

§. 84. 2)ie 9(rt bev UnfletaUi^fett. 

S)a bie UnflerbUd^f eit nur in ber öieligion i^ren ©runb l^at, fo ifl 
i^re aSefd^affen^eit auö biefer aüein ju be^imnien. ffiicfern f!e bod^ im 
ffiefen beß ©eifleö angelegt fein muß, tuirb i^re »Hoffnung jur ^xo^ 
l^ung für bie ©ottlofen : aber bie n?a^re Unjierbli(3^feit toirb befie^n 
in immer f)hf)ntx 2luöbilbung aUel Unfierblid^en in nn9, babur(!^ im^ 
mer größerer ikU ^u ©ott unb innigerer Bereinigung mit ©Ott. 3n 
toelc^n gfomten biefeg gef(^e:^n toerbe, fann im bieffeitigen wie im jen« 
feitigen Seben nur auö Srfal^rung erfannt tterben. ä)a jebod^ biefP^an* 
tafie ni^t unterläßt bie unbefannte ©elt nad^ il^renffiünfd^en auSju« 
fii^mütfen, fo ifl nur barauf ju fe^n, bap i^re 3beale ber religl&fen 
3bee nid^t tt)iberf>)re(3^en, unb ber befonnene a)enf er tt?irb fl^ il^rer al9 
3)i^tttngen behju^t bleiben. SBiefern aber ber ©laube an ein jenfeitigeö 
geben oft ni(3^t bon ber ffrömmigfeit auSgel^t, fonbern i?on felbjifu^s 
tigen SBünfd^en : h?irb aud^ bie 5lrt biefeö Scbenö auf unlautre SBcife 
geba<]^t. ^af)tx giebt eö atxäj eine unfromme, ober boci^ !leinli(!^e©eife 
on Unperblic^feit ju glauben, tvit anbcrerfeitö einen frommen Unglau* 
ben an fle, ttjenn efi ne^nJi(^ bie ^ieU ifl, ttje((3^e ftd^ groß genug 
fu^Uy um in unenbUd^er «Eingebung frei unb freubig unterjugei^n in 
®ott. 9tber biefe6 iji nur ein t^eorctifi^er 3rrt^um burc^ eine SSer^ 
tQeä^9\unQ beffen, tuaS ade uja^re Siebe Vermag , mit bem ©lauben, 
ber fle auc!^ im O^fertobe begleitet, bafi niä^t^ fle trennen fann öon 
bem über aUeö ©eliebten. 3lber nur bie $erfßnti^!eit jur ^erfijnli(3^s 
!eit ifl ber UtU fd^iig , baö 9lufgeben ber eignen 5^erfönli(!^feit tuürbe 
bie iiiht felbfl aufgeben, bereu ßinl^eit eben in ber S3erf(^ieben^eit ber 
5^erfonen befielt. 3)a^er in unfrer Siebe ju ©ott ber ©taube entl^aU 
tftt ifl, nid^t unterjugel^n im ?lbfoIuten, fonbern frei unb ^erfönlid^ 
JU bleiben, um ehjig ©ott lieben §u f ßnnen. 5Die 5^erf6nti(^feit i^ aber 
itt immer ^ö^erer Sebenöentfaltung bur(3^ ba3 a3ett)ußtfein ber ©efammt^ 
^eit beö Mtn^, alfo au^ burt^ bie Erinnerung bebingt, obhjol^l bie 
Sorm berfetben nur ^j^antaflifd^ beflimmt toerben fbnnte.*) SBie nun 
ber 9>2enfi^ ©ott über atteö liebt, fo erf^cint biefelbe Siebe an(f) atö 

a) J, A, Fabrieius, de recordatiooe animi bum. post fata superstitis. 
Kil. 699. 4. Sintem's, praesentisvitae in fut. noo erit recordatio? Zil. 791. — 
€treidj et, (Sl^tmann m. SGBaKcv ü. b. Öcinn. iiac^ b. XqU. SWetfeb. 823. " 



92 Cntologte. 9ittl|fropo(ogie. Sap« III. B. 

9{etgung )u bmjmtgfn, §u bnrn gotriic^rm ®ff(^(f(^te unfer^&erjfeim 
SmMinbtfc^aft ^rurhinbft. ^atn in brr ^ommtgfe it auc^ bte <^of» 
nung out «ne ffiifben^freinigung mit grreunbfn gfgebett ifl, unb ai^ 
f tnr engere @emetnf(^aft, a(d tad irbtfc^ SeSen fle ^nla^t, mit aUtn^ ■ 
unter toelc^en bie g(eu^ 8ie6e be« ®ottü(^en 8rreunbf(^aft gefc^tofferf- 
^at**) 8tatt eine^ aM »erft^Ungenben ^[(igrunbed ge^t ba^cr auö ber 
®i)ttee(ie6e ber @laube an ein en^iged ©ottedreii^ l^crbor. 



B. ^(ftorifc^e DarfteOung. 
!^ie legten ^^ingc ht^ SRenf^en. 

Cottaj de ooTissimis^ spec. demorte Datnrali. Tob. 765. Ejusd, Ulnt.fnC' 
eiDcta dogm. de vita aet. Tob. 770. 4. flügge, @ef(^» b* ®(. an tU^, 
«nffrft., ©fric^^t II. «ergeU. ?>?}. 794-SOO. 3 33. 2)ic ^fl^te •. b. legten SDin- 
gen. [SRcsatfc^« f. b. ev* J(. in ^. 9l^eiii)>roo* 846. 4* 8 f.] 

f. 85. <9lts»( W# ^clrti««iff. 
Siegler, ©otüea.b.^ebr.D.Sortb. [VftoU^hff. ©ött*804.»* iL] F.C. 
Meier, Notiooes veit. £braeor. de reb. post mortem fat. Jen. 832. Kiesel» 
baehf Dogm« de rebus poKt mortem fot. e V.T. erutam. Heidelb. 832. Lind- 
gren, quid de animi imnortal. doceatV. T. Up8aliaeS36. 4. H.A. Hahn, A^ 
spe immort. sub V. T. gradatim exculta. Vrat. 845. G. F. Oehler^ V. T.sen- 
teotia de reb. post mortem fot. Stattg. S46. F. ßoette/ier, de inferis re- 
bosqae post mortem fot. ex Hebr. et Graec. opinionib. Dresd. 846. T. I. 

3m gangen ^Itert^um galt bie^^errtit^feit bed trbifi^en ü^eBen^/ ber 
@Iau6e an ein en?ige0 Mtn tt?urbe für bie SRenge nur in SBilbem ünb 
a^nungen fortge^jlonjt* SBei ber SJer^inbung mit ^gi^pten*) fonntc 
ber ®efe|geber beö ^ebraif^en 95ol!3 mit ber »Hoffnung einer Un^h- 
ikäjlftit ni^t unbefannt fein : aber er ^at fte toeber aU religiofed no^ 
ate jyolitifd^e« SWoment in ben a?olfögIauben aufgenommen* *•) £)ie 
9orme( r^^ Vn tjDNs ober rn^n« €cd. 25, 8 ss. 49, 29. u* o. ifl 
bon ber patdard^aiifii^en ober agtjptift^en @itte ber Srbbegrabnijfc ^er- 



b) G.Less, oom beati saos denao sunt amalnri? Goett.773. [Opp.T. IL 
p.329.] «ngel, toit »erben un« toiebetfe^cn. [®dtt* 787. 7 88,] ej)j.797. ?J.5- 
€.Soge(,ä.b.$c{fn.b.Sirberf.92ümb«806.— g.d^renbetg, SBal^r^.u. 
SHcbtung ü. nnfre Sottb. n. b. Xc\>. ep}. So3. Stiele v.X^telenfelb, $l(freb 
n.3ba.©r* ü. gottb. u. ffiiebctf. ipi. 3. 91. 820. ® rät) eil , b. SBiebetf. n. b. 
Xob. «|)g.8I9* a)eff. S3riefe fi. gcrtb. unfrerOefüWe m b.Slob, 8^)^821. 

a) Herodot. 11,123. Diod.SicuL 1,57. Plutarrh. de Iside etOs. c. 29. 
Porphyr, de abstio. IV, 10. — 3. »♦ Jammer, gnnbgmben* ö. V. N. 40. 
dtenjer, ©^mbolif. Sl. 2. »♦ I. €♦ 404 ff. 

b) Colbergy Argumeola immort. ex Mose coli. [Michaelis Synt. commt. 
Gott. 759. 4.] Peuker, cnr Moses doctr. de immort. Hebraeis apertam et 
plaoam facere ooloerii? Hai. 791. 4. — Semler , de argnm. pro anim. im- 
mort. io V. T. Hai. 760. 4. 6o ng , toar b. Unßerblti^teittfL b. ölten $ebr. 
befannt n. toie? [^au\ü$, SHtmox. @t* 3. @. 141 ff.] — @ü«f inb, l^otte 
Vtefei @lau6en an Unfl. u, toca trägt f. 9lfligion«t}erf. bei ). 9lä^rung biefe« 
(Blauben»? [^tub. n. ^it. 830. ^«4.] ^. Qln g e l b er t, b. negat ^erbienß 
b. «. Z. um b. Un^«rbllc^frit«U 53rL 857* 




?e0tc!Dinge. §.85. 93 

gciwmmen uttb aW Su^l^f miömuö attgemein geworben, h*^'ä urf^rüttg« 
baö ®ro6, in baa ber a^enfci^ öcrjinft Gen. 37, 35. cf. Num. 16, 
bod^ lag fd^ott jut mofaifci^en S^it in Beibcn 9lu8briirfcn, ttjle 
bie @tnn?ir!ung ber ag59^)tif^cn ^^obten^ffege hjal^rfiJ^etnlid^ ifl, 
c3 tourbe attmalig in fle gelegt bic QSorfiettung cined unterirbi« 
, ttäumerifd^en, aiitn gleichen ^tid^^ ber ^c^atten [D'^fc^en] Job. 
; 13-19. 10,21s. 30, 23. Ps. 88, 11. Jes. 38, 18s.,'SiefeÖ ge* 
meinfamc S3ilb ber alten SBelt, in tt?elc!^em ber furd^ttare 9tugenf(^ein 
^e« Xobel mit bcm ma^tigen ©efu^e M Menö fld^ auB^liäi.'') Oln* 
gemeffen biefem S3ilbc Stobtencrfd^einung Job. 4, 14 ss., SSerBot ber 
$obtenBef(^tt)örung Deui. 18, Us. unb feine Übertretung iSam. 28. 
3n biefen fpatern @^riften nal^e bem (Srile njirb ba6 (Sc^attenrei^ 
rimgermaflm belebt att 5lbbilb beö irbifd^en iCebenÖ unb bur(i^ bie 
^^filnal^me an bemfelben Jes. 14, 9 ss. Ezech. 32, 21 ss., aber o^ne 
Vit 3bee fHiUä^n Vergeltung. 3)a^ Job. 19, 25-27. nur toon ber 
SBieber^erßeQung aud J^ranf^eit unb @lenb toerflanben n>erben barf/ 
ge^t aud 14, 17 ss. unb no(]^ entf^iebner au^ ber ^enbenj bf6 «&iob 
^or, totlä^t hti bem ©lauben an eine ertbfenbe 9luferfle:^ung ^5(^tl 
Kfinliti^ toare, toal^renb (Singclneö unleugbar fo 'groß geba(!^t ift"*) 
3)fr Xxo^ einer SBirber^^er^cßung bed SßolU tourbe pxopf}tti\äi unter 
bem S3ilbe einer ^ficffel^r an^ ber ^obtenfammer/ einer ^Belebung bür- 
m®ebeine au3gef^)roc]^en Jes. 26, 19 s. Ezech. 37. S)ur(^ ffiie* 
beraufleben öon (S^eintobten, "onxä^ bie 3Jtc>)]^etenfagen bon ilobten« 
m»erfungen, bei Sje(3^iel aud^ f(^on burti^ Äenntniflnal^me eineö frem« 
^ SSolfögtaubenö f onnte baö 93ilb entfielen, fflnx in J&eno^Ö Snt« 
nommenn^erben ju ©ott ifl ein mptl^if(^er Entlang uralter SBeid^eit ba^ 
5on, ba^ ein g5ttli(3^e^ itUn :^inaufffi^re ju ben 'öimmlift^en j nati^ge^ 
Bilbet in Sliaö »öimmelfal^rt, ') ber^anben in einzelnen ^ol^en religio« 
fm 2lnf(i^auungen Ps. 73, 24 s., aber ber fflottöanftc^^t ftember al3 

c) fLmmen, ü. b.3:obtenr. b.^eBr. (Sri. 792. 4. [^aulni, SWemou <St.4* 
6. 192 ff.] 3 obel, ü. b. ©cbattenr. b. ^ebr. 3n f. SWag. f. bibU 3nter^)tet. 
^. 805. 53. 1. 6t. 1. 3)gg. 4» S« b o b e, ü. b. lln9erbH*f«t«gl. b. alten ^eSr. 
[3citf(^r. f, bift. X6. 840. ©• X. *. 4.] — Odyss. XI. ^ew. VI. ^ ecren, 
«nt». b. gSegr. b. aSergeltung f>. b. ®df(ben. [59erl. «Wonatf^t. SWai 785.] 
Wyttenbach^ quae fuerit vett. philosophor. seot. de vita post morlem. 
Awi. 786. Ober b. S^lationalc u. Jtlim. in b. SBolf^gl. an gottb. [Slügoe« 
«ettt. §. <Bef<b. b. «el. 33. 1. @. 97 ff. »tg. 226 ff.] SGBief net, 8. u. ®l. 
Kjwt^riftl» SBelt an ©eelenfortb. 8pj. 821. 

4/ i7e/iA;6,Narratio crit. de interp. loci Jobi 19. in antiquaBcc. Ilelmst. 
t». 4. Felthusen, in Jobi c. 19, 13 ss. Lemg. 772. — di^ffotn, ^ioU 
♦*• [«ibi. b.bibl.eit. Ö.I. @t.3. »rg. Ö.IX. ©.102 ff.] 3u1li, «ragm. 
«.b. ^lob. [$att(u6/ aWemor. ®t. 5.] Hallenberg, Dogm. de resurr. corp. 
•ngo. Slokh. 798. [Pö^i Syll. commtt. T. IV.] Engstraud, p)r. KoMegar- 
'«»] Cm. in Job. 19. Gryp. 815. 4. — Qw alb In 3e«er« 3a^tbb. 843. 4.3» 
^a Hing er in @tub. u. Ärit. 843. $.4. 

ej^nttmann, ü. b. SW^tb- »♦ 9(nnafo«. [öetl. SWonatfdjt. a»§. 81K] 
«i*»otn, ü. b. «l]cü^)§etcnf. a. b.9«ei*e 3«r. [5iag.«ibL Ö.IV.@,214ff.J 



92 Cntologie. ^nÜ)xopoli>ik. (Sav* HL B. 

9leigung ju bfitienigm, ju beten gBttn(^em®ff(^le(^te unfer»&erj fein« 
i8ermanbtf(3^aft beurfunbet. 5)a^er in ber JJrbmmigfeit ou(^ bie «^cff^ 
nung auf eine ffiieberbevcinigung mit ^eunben gegeben ift, unb «mf 
eine engere ©emeinfd^oft, atö ba6 irbif(3^e ße6en fle galant, mit aXimg 
unter »efc^en bie gleiche Siebe beö ©öttlici^en Jfreunbfci^aft gefc^roffbc- 
f)aU**) Statt eineö aüeö berf(i^Iingenben 9lbgrunbe6 gel^t ba^er auö ber 
(Sotteöüebe ber @(a«be an ein en)ige8 ©otteöreici^ ^er\)or. 



B. igi|lonrcQe DarfleOfung. 
!^ie legten Singe M a^enf^en. 

Cotia, de oovissimis^spec. demortc oatarali. Tub.765. Ejusd, Hist. 500 
ciocla dogm. de viia aet. Tub. 770. 4. Slugge; @ef(^« b« ©(. an Un^^ 
5(uffrft., ®tti<<^t u, SJergelt. £^j. 794-800. 3 93. 2)ic ^e^te •♦ b. legten $Din* 
gen. [affonatfc^* f. b. ev. St. in b. 9t§ein^ro9. 846. $. 8 f.] 

§* 85. (Siautt ht9 $c6raidmn9. 
Siegler, «BorM.b.«&ebt.t).8ortb. [Zi)toU^Uf. ®ött. 804. 93. iL] F. C, 
Meier, Notiones vett. Ebraeor. de reb. post mortem fat. Jen. 832. Kiesel' 
baeht Dogma de rebus post mortem fut. e V.T. erutum. Heidelb.832. Lind- 
gren, quid de animi immortal. doceatV. T. Up8aliae836. 4. H, ^, ffahnyde 
spe immort.sub V. T. gradatim excnlta. Vrat.845. G. JP. OeÄ/er, V.T.scd- 
teotia de reb. post mortem fat. Stuttg. 846. F, Boetlcher, de inferis re- 
busque post mortem fut. ex Hebr. et Graec. opinionib. Dresd. 846. T. I. 

3m gangen 5l(tertl^um galt bie^^errlit^feit beö irbifd^en geben«, ber 
©taube an ein etoigeö Seben n^urbe für bie üRenge nur in Silbern ünb 
Sl^nungen fortge^jflangt. IBei ber SJerbinbung mit 2lg^:pten*) fonnte 
ber ©efefgeber beö ^ebräif^en SSoHö mit ber Hoffnung einer Unfierb« 
lic^feit nic^t unbefannt fein : aber er l^at fle toeber aW religiöfeö no^ 
ate potitifd&eö SKoment in ben aSolföglauben aufgenommen» *•) !J)ie 
gormel ^7^5 Vn tjDN^S ober vninfcj Gen. 25, 8 ss. 49, 29. u* o» ifl 
jjon ber patriar4alif(|en ober ag!9^)tif(i^en @itte ber Srbbegrabnijfc l^er^ 



h) G.Less, num beali suos denno sunt amaturi? Goett.773. [Opp.T.II^ 
p.329.] öngel, h)ir toerben un« toieberfe^en. [®dtt. 787.788.] 8^»j.797. fß.%- 
CaSogel, a.b.$offn.b.SGBIeberf.9'lümb.806.— g.d^irenbeifg, aBo^r^.u» 
JDicbtung ü.unfregottb.n.b.!i:ob. 8»)j.8ü3. JC^iele ».JC^ie lenf elb, ^llfnl» 
u.3ba.g3t. ü. gottb. u.SBiebcrf. 8^j. 3. 91. 820. ©rdvelt, b. SBiebctf. n. b.j 
2:0b. 8»jj.819. JDeff. «riefe 11. gortb. unfret®cfu^le n. b.3:oK8^j.821. 

a) Herodot, 11,123. Diod.Sicul, 1,57. Plutarch, de Iside etOa. c. 29 
Porphyr, de abstin. IV, 10. — 3. )). Rammet/ gimbgtttben. S3. V. N. 40* 
Gteujet, <S^mbolif. 91. 2. S3. I. @. 404 ff. 

h) Colbergj Argumenta immort. exMose coli. [Michaelis Synt. commt< 
Gott. 759. 4.] PeukeTy cur Moses doctr. de immort. Hebraeis apertam e 
planam facere noluerit? Hai. 791. 4. — Semler^ de argum. pro anim. im« 
mort. in V. T. Hai. 760. 4. 60 nj , tüar b. Unfletblt((!ett«I. b. ölten $ebt.< 
befannt u. wie? [5?aulu«, aWemot. <St. 3. @. 141 ff.] — @ü«f inb, b«ttr 
SRofc« ©lauben an Unfl. u. loa« trägt f. 5Äellgion«»erf. Ui §♦ Sfld^tung bfefel ] 
©lauben«? (@tub. w. itrit. 830. ^. 4.] ^. ön gelb ert, b. negot* SSerbienjl J 
b. «. %, um b. Unfler6li*feit«U 93rl. 857. I 




ic^k !Dinge. §. 85. 93 

gmümmenuiibaföSu^^cmiömudattgemein gett)ort>en, t^uj urft)rüngi 
(t$ bog ®roB, in baö ber SKenfc^ »erflnft Gen. 37, 35. ch Num. 16, 
bod^ lag fd^on jur mofaifc!^en 3fit in Bfiben 5lu8briirfcn, wie 
bie ^inttjitfung ber og59^)tifc!&cn ^obtcn^ftegc tt?a]^tf^eitttid^ ifl, 
fö tourbc attmalig in fle gelegt bie aSotjiettung eineö unterirbi« 
i,,^«, träumerifd^en, atten gleichen 9lei(^3 ber^c^atten [d-^fc^en] Job. 
3,13-19. 10,21s. 30, 23. Ps. 88, 11. Jes. 38, 18s.,*5iefe8 ge^^ 
mfiufame SSilb ber olten SBeft, in treuem ber furt^tBare 9lugenf(]^eitt 
M Xo\>e§ mit bem mächtigen ©efü^fe beö Menö fxä^ auögtiti^/) 5lns 
gemeffen biefem S3ilbe Stobtenerfd^einung Job. 4, 14 ss., SSerBot ter 
5!obtenBef(^tobtung Deui. 18, 11s. unb feine Übertretung iSam. 28. 
3n biefen ft)atern ©(j^riften na^e bem (Srile tt?irb baö (S(i^attenrei^ 
finigertnaflen 6e(eBt aW 9lBbilb be6 irbif(3^en iCeBenö unb bur^ bie 
^^eitna^me an bemfelBen Jes. 14, 9 ss. Ezech. 32, 21 ss., a(er o^ne 
bif 3bee fitttid^er SSergeltung. 3)afi Job. 19, 25-27, nur ijon ber 
ffiieberl^erPeUung au8 J^ran!^eit unb ßlenb berjlanben hjerben borf, 
Qtfit auö 14, 17 SS. unb no(!^ entf(i^iebner aul ber Jlenbenj beö «^ioB 
^or, toet^e Bei bem ©lauften an eine erlöfenbe 9luferfle]^ung f)hä)^ 
Heintid^ toare, »a^renb Sinjelneö unleugbar fo 'groß gebac^t ift*^) 
5)er Xxo^ einer SBieber^^er^eßung beö SSolfö tourbe )ßxopf)eti\äi unter 
bem Silbe einer Olü(ff el^r aii& ber S^obtenfammer, einer S3eleBung bur^ 
TcrSeBeine auögefpro(3^en Jes. 26, 19 s. Ezecb. 37. S)ur(^ ffiie? 
beraufleften ijon (S^cintobten, bur(!^ bie 5^ro^)^etenfogen öon ^lobten« 
frtije(fungen, Bei Sje(!^iel aud^ ft^on bur(!^ J^enntnifinal^me eine^ frem? 
bm SSotfaglauBenö fonnte baö 93ilb ent^e^n» 9lur in ^tnoä)^ (BnU 
nommentt)erben gu ®ott ijl einmptl^if(3^er 5ln!lang uralter ffiei^^cit ba« 
öon, ba^ ein g&ttli(3^e6 8eBen l^inauffü^re ju ben »§immlif(^en 5 naä^Qt^ 
Bilbet in (Sliaö «&immelfal^rt, *) berjlanben iix einzelnen ^o^en religio« 
fm 2lnf(^auungen Ps. 73, 24 s., aBer ber a3oK0anft(!^t ^ember aW 

c) «rnmon, ü. b.3:obtenr. b.^eBr. (Sri. 792. 4. [^aulni, SWemor. @t.4. 
6. 192 ff.] 3 oBel, ü. b. ©«i^ottenr. b. ^c6r. 3n f. «Wag. f. bibU Sntcr^wt. 
% 805. 93. 1. 6t. 1. 3)99. 4* JA ^ b e, m b. UnBetbli^feit^gl. b. olten ^cBr. 
[3eitf*t. f. ^ijl. X^. 840. ©♦ X. $. 4.] — Odyss. XI. ^««w. VI. beeren, 
«nho. D. SSegr. b. SSergeltung b. b* ©rieben. [59etl. SWonatf^t. SWai 785.] 
fTyttenbach , quae fuerit vett. philosophor. sent. de vita post mortem. 
Amtt. 786. Ober b. S^lationale u. Stiim. in b. SBolf^gl. an gortb. [Slügge« 
«eitt. §. ©efdi. b. dttl. 33. I. ©♦ 97 ff. »rg. 226 ff.] Söief ner, «. u. ®l. 
b. »ord^riftl. SBelt an ©eelenfortb. 8pj. 821. 

d) Henke, ^avrsLi'io crit.de interp. lociJobil9. in antiquaBcc. Ilelmst. 
783. 4. Felthiisen, in Jobi c. 19, 13 ss. Lemg. 772. — (SicBl^om, ^ioB« 
infn* r«iBl. b.bibl.eit. 93.1. @t.3. »rg. Ö.IX. ©.102 ff.] 3ufti, «ragm. 
a. b» ^lob. [$au(ud^ SWemor. @t. 5.] Hallenberg^ Dogm. de resurr. corp. 
origo. Stokh. 798. [PoWi SyW, commtt.T. IV.] Engstraud, [pr. Kosegar- 
ten] CiD.in Job. 19. Gryp. 815. 4.— (5walb In 3e«er« 3a^tbb. 843.^.3. 
«ai^ingerinStub. u. Jtrit. 843. $. 4. - 

e) ©uttman«; ü. b. SW^t^. b. 9lnnafoö. [93erl. SWonatf^r* flÄj. 811.] 
öi«^orn, ü. b. «Pcop^etenf. a. b.9«ei*e 3«r. [9(ag.53ibl. Ö.IV.@.214ff.J 



92 Cntologie. 9itt^ropo(ogie. dap. ITl. B. 

9ltiQun% ju bfttjmigfii/ §u brren g&ttn(!^fm®ff(^(r(^teunffr«i^eT} 
Smpanbtfc^aft ^curfunbet» 5)a^ft in \>n jjr&mmigfeit au^ Uti 
nung auf eine SBirben^ereintgung mit ^eunben gegeben ift, vmk^ 
eine engere ©emeinfd^aft/ aU baö irbifiJ^e ßeben fle guläßt, mit 
unter »efc^en bie gleiche 8ie6e M (Bhitüä^m Jfreunbfci^aft gt^, ^ 
i)aU**) 8tatt eined aUe9 toerfc^Iingenben ^bgrunbed ge^t ba^etoiÄi 
®otted(ie6e ber ©taube an ein en)iged ©ottedreic^ f)n'oox. 

B. igiflonfcQe Darlleafung. 
!^ie legten Singe be^ S^enf^en. 

Cotta, de novistimis, spec. demorte Datarali. Tub.765. EJvsd, Histsne- 
eincta dogm. de viia aet. Tub. 770. 4. Slügge, ®ef(b* b. ©(• an lUii»^ 
«uffHI., ©cr{(bt II. SJergcU. gj)j. 794-SOO. 3 93. IDie «ebte •. b. legten JDSi« 
gen. [9}onatf(b« f* b. e9. J(. in D. dtb'in^^i'V. 846. 4. 8 f.] 

9. 85. (Bloiile be« ^caraidntn«. 
3 i e g ( e T, «Botfleü. b. *ebt. ». gortb. [3:fteol. 9lbb. ® ött. 804. «. iL] F. C 
Meier, Notiooes vett. £braeor. de reb. post mortem fut. Jeo. 832. Kieset' 
baehf Dogma de rebus po«! mortem fut. e V.T. erutum. Heidelb. 832. Lind- 
grert, quid de animi immortal. doceatV. T. Up8aliae836. 4. H, A. Hahn, dt 
ipe immort. sub V.T. gradatim exculta. Vrat. 845. G. JP. OcÄ/er, V.T.seo- 
teotia de reb. post mortem fut. Stuttg. 846. F, Boetlcherj de inferis re- 
bnsque post mortem fut. ex Hebr. et Graec. opiniouib. Dre8d.846. T.I. 

3m gangen 5lltert^um galt bie^gerrtit^feit beö irbifi^en geben«/ ber 
©taube an ein ettjigeö geben tüurbe für bie üRenge nur in a3ilbem ütit) 
a^nungen fortge^ftonjt. IBei ber SJerbinbung mit ^g^^)ten') fonntc 
ber ©efefgeber beö ^ebräifc^en 95ol!3 mit ber J&offnung einer Unfhrös 
tii^feit nid^t unbefannt fein : aber er ^at fle toeber alö retigiSfeö no^ 
atö potitifdfee« STOoment in ben aSolfögtauben aufgenommen» •*) ®if 
gormel rjaa^ Vfc^ tiDfc^s ober vninfc^ Gen. 25, Sss. 49, 29. u* 0. ijl 
öon ber patriar(^atif(!^en ober agi^ptifc^^en @itte ber SrbbegraBnijfe ^tv- 



b) G. Less,nam beaU suos denno sunt amaturi? Goett.773. [Opp.T. II. 
p.329.] önget, h)ir toerben un« toiebetfebcn. [©Ott» 787.788,] 8j)j.797. %% 
€. 95 gel, u.b. J&offn. b. SBBieberf.(Wümb. 806.— g. dbt enb ctg, 2Babtb.«* 
JDi<btun0 ü.unfrcgortb.n.b»3:ob. ?»)g.803. Xbi^le ».Xbiftenfelb, 9llf«b 
u.3ba.93if» ü. gottb. u.ffliebctf. e^j. 3. 91. 820. ©rdvcH, b. SBiebctf. n. K 
2:0b. 8»jg.8I9. a)eff. «riefe 11. gortb. unfmöefü^c n. b.3:ob.e»>j.821. 

a) Herodot. 11,123. Diod.SicuL 1,57. Plutareh. de Iside etOs. c.29. 
Porphyr, de abstin. IV, 10. — 3. ü. Rammet/ gunbgruben» ö. V. N. 40. 
Gteujer, ©^mbolif. 81. 2. 93. I. @. 404 ff. 

b) Colberg, Argumenta immort. ex Mose coli. [Michaelis Synt. commt. 
Gott. 759. 4.] PeukeTj cur Moses doctr. de immort. Hebraeis apertam et 
planam facere noiuerit? Hai. 791. 4. — Semler j de argum. pro anim. im- 
mort. in V. T. Hai. 760. 4. 6on), toat b. Unflerbltibtettdl» b. olten $f6r. 
befannt u. toie? [^anlni, SWemot. @t» 3. @. 141 ff.] — @ü«f inb, f^aiU 
SRofed ©tauben an UnjI. u. toai trögt f. Stetigion^oetf, M ). 9la]^rung biffe« 
©tauben«? [@tub. w. Ätit. 830. ^. 4.] ^, ön gelb ert, b. negat. aSerblenll 
b. «♦ X. um b. UnfierblicbfeitÄl. 93tl. 857. 



?e0tc Dinge, §.85. 93 

mommen uttb ald ®u^^emi3mu8 attgemeln gett)ort>en, h*^'ä urft)rüngs 
\M ®xai, in baö i>n aRenfci^ »crflnft Gen. 37, 35. cf. Num. 16, 
,^ %oä^ lag fd^ott jur mofaifd^en 3fit in Selben 5lu8briirfen, »le 
bie @intt}irfung ber ag59^)tif(!^cn 3^obten^ftege tvaf^x^ä^dnliä^ ifl, 
1^ <8 tourbe aUmalig in f!e gelegt bie flSotfiettung elneö untetirbi« 
I, traumerifd^en, atten gleichen ^tiS^9 ber ^c^atten [D'^nd^] Job. 
; 13-19. 10,21s. 30, 23. Ps. 88, 11. Jes. 38, 18s.,*Siefe8 ge^ 
leitifame S3ilb ber alten SBelt, in tt?et^em ber furd^tBare 5lugenf(^eitt 
e« Xobee mit bem mächtigen ©efü^le M MenS ftd^ au«gli(i^.0 ^In^ 
emeffen biefem S3itbc 5;obtenerfi^einung Job. 4, 14 ss., SSerBot tet 
[obtenBeft^ttJÖrung Deui. 18, 11s. unb feine Übertretung iSam. 28. 
\n biefen fpatern @c]^riften na^e bem (Srile ttjirb baS (S(^attenreid^ 
teigermafen beleBt als 9lBbilb beö irbifd^en iCeBend unb bur(^ bie 
i^^eilna^me an bemfe(6en Jes. 14, 9 ss. Ezech. 32, 21 ss., ahn ol^ne 
ie 3bee flttU(i^er Vergeltung. 3)a^ Job. 19, 25-27. nur bon ber 
Blcber^erPeMung auö J^ran!^eit unb Slenb üerjlanben werben barf, 
jc^t aud 14, 17 SS. unb noc^ entf^iebner an^ ber Jlenbeng be6 »&io* 
)ttbor, toel^e Bei bem ®lau6en an eine erl5fenbe ^luferftel^ung l^b(^fi 
fleittlid^ toare, toa^renb Sinjelneö unleugBar fo 'groß gebaut ijl*^) 
Der $;roft einer SBieber^^er^eßung beö SSolW tourbe pxo\>f)iüiä^ unter 
)em S3ilbe einer Olü(ffel^r aii^ ber 3!obtenfammer, einer SBeleBung bür« 
fer®eBetne auögefpro^en Jes. 26, 19 s. Ezecb. 37. S)ttr(^ Sßies 
neraufleBen bon (S^eintobten, bur(^ bie 5Jto^)l^etenfagen bon ilobten* 
tmecfungen, Bei Sje(3^iel au(i^ f(3^on bur(^ J^enntni|inal^me ehieö frem« 
&m aSolfegtauBenÖ fonnte baö 93ilb entpe^n. 9lnx in J&enod^8 Snt* 
nommentoerben ju ®ott ip ein mpti^if(i^er 5ln!lang uralter ©eiö^eit ba« 
öoti, ba^ ein göttliiJ^eÖ ScBen :^inauffü]^re ju ben J^immlifc^en 5 nad^ge« 
Bilbet in Sliaö J^immelfa^rt, '') ber^anben in einzelnen :^o^en religio« 
fm Slnfi^auitngen Ps. 73, 24 s., aBer ber a3oK0anft(3^t ^embcr al8 

c) Slmmon, ü. b.3:obtenr. b.^eBr. (Sri. 792. 4. [9?auluö; SWemor. @t.4. 
6. 192 ff.l 3 B el, ü. b. @«attenr. b. ^c6t. 3n f. SÄag. f. bibl. 3ntcr^ret. 
% 805. 93. 1. 6t. 1. 3)99. ^. » ^ b e, ü. b. UnBcrbli^feit^gl. b. alten ^eSr. 
[3eitf(^r. f. l^ijl, 3:6. 840. ©♦ X. $. 4.] — Odyss. XI. ^i»w. VI. beeren, 
«nto. D, SBegr. b. SSergeltung B. b. ®rie*en. [59erl. SWonatf^r. SWai 785.] 
ff^yttenbach , quae fuerit vett. philosophor. sent. de vita post morlem. 
ABst. 786. Ober b. 9lattonale u. Siiim. in b. ISclf^gl. an gortb. [Slügoed 
*rtti. |. (Befdi. b. «el. 93. I. @. 97 ff. »tg. 226 ff.] SGBief net, 8. u. ®l. 
b» m^riftl. 2Belt an ©eelenfortb. 8pj. 821. 

<(/ £reffA;e,Narratio crit.de interp. IociJobil9. in antiquaBcc. Ilelmst. 
'S3. 4. Velthvsen, io Jobi c. 19, 13 ss. Lemg. 772. — öic^^otn, ^toB« 
*oifn^ [«iW. b.bibl.eit. 93. 1. @t.3. Mg. Ö.IX. ©.102 ff.] 3ufti, «ragm. 
«•^^iob. [$oulu«, aWemor. @t. 5.] Hallenberg, Dogm. de resurr. corp. 
örigo. Stokh. 798. [Pottn Syll. commlt. T. IV.] Engstraud, [pr. Koseear- 
'«n] Cm. in Job. 19. Gryp. 815. 4. — öw alb In 3e«et« 3a^tbb. 843. ^•S. 
^«i^ittgcr in @tub. u. Jtrit. 843. $. 4. - 

«i^uttmann, ü. b. SWbt^. ü. 9(nnafoö. [93etl. SWonatf^r. «»§. 811.] 
«i*»otn, ü. b. «Pcü^^etenf. a. b.9«ei*e 3«r. [9(ag.93ibl. 93.IV.@,214ff.J 



94 Ontotogie. $(ntl^ro))o(ogie« Sa))« III. B. 

brn l^rtlntifc^rn %potf)toftn unb brn germanif^m Ontruthtttgen Ut 
«Cftoen. 

f. 86. Vnfl^teit M 3^htnUtnm9* 
Siaeudiin, Doctrioae de fot. corporum exaoim. iostaaratione aote Chr. 
Bist. GoeU.792. 4. [CommU. ed. f^elthusen, T. I.] gtifdj, ^tx%U )»« K 
äUea in b. Xbofr. b. S(. S. u. in b. Cd^rr. b. 9{. X. ä. Unft. 9(ttfetft. ®er{^t 
[(Üäff^etni «Og. 9ibU IB. IV.] Sitaltt, ®t\^\diiUnUo. b. 8. 9. b. SCufnrft. 
iiKtet b« ^rbt. [4enfe€ 9Raa. 8. V.] Q3ef(bt. b. ^BrUget. n. b. Xalmub. 
[€((mibU mbU f. itiit u. (Ir. 8. 1. ®t. 1.] 

%u0 bet ^tuBfal bei SoIfdlfBettd ging bur^ au0(anbtf^e fStvmit^ 
telung ber ®(auBe an n^ai^rl^afte UnfletBIid^ffit a(d burd^ ben ^ob et« 
^(^ten 8e6fndiuflanb l^erbor^ unb gn^ar in beibrn formen i^ter S>tnU 
barfeit. «Wad^ brm fflorbilbe bet »)erfifd^fn fiel^rr ') unb für ben ßvotd 
bet Serfammlung 3^draeM jum 3Rfffia0trid^e a(d Sufetflel^ungl^ 
gtauBe Zach. 3, 7. Dan. 12, 2 s. 2 Mcc. 7. 12, 43 8S., n>eU^r 
nad^ ben Vuferfle^unglbilbem bet SSotgeit fut altl^etgebtac^t angefe^n 
»utbe. Whx bie a(tbater(i(^e SotflfUung bon einem Sd^attenreid^ 
unb bon bet alleinigen «^etrlid^feit bei itbif(^en S)afeind et^iett fid^ 
glfid^ieittg Sir. 14, 12 ss. 17, 22 m. 40, 1 ss. 44, 8 ss. Bar. 2, 
17., au(^ Koh. 12, 7. fann nad^ 9, 10. 3, 19. unb nad^ btt qan- 
}en SBeltanfid^t biefel Sud^l nur bon bet ätudtfel^t bei bon (Sott ein^ 
geflößten ©ei^el in ®ott betftanben toetben.^) ®rjl butd^ bic ^Jl^a» 
tifaet ifl bet ®(aube an Unfletblid^fett a(l mel^t obet minbet ftnnlic^ 
gefaltet %ufetfte^unglg(aube in $a(afiina boIfltpmHd^ geworben, 
fflal 3ofe»)l^u0 all »)^«ifaifd^e Seilte betid^tet, bettifft nur ben3tt>i^ 
((^njuflanb bil jut meffianifc^en^ufetfie^ung^ unb auf feinen ti^ntn, 
obet bod^ feinet ittiegigenoffen Stauben mag ein effenifd^el Srement 
eingetoitft l^aben.'^) Untet ben@abbucaetn etl^iett f!d^ bie «ttt>5tet^ 
lic^e 9lnfi<l^t einel ^c^attenreid^l^ njelc^e ))]^arifaifd^ ©e^nnten einem 

a) Stltultt, Senbavc^a im ieteitten. 9. II. €.128 ff. Semler^ Vestigii 
doctr. de resarr. in remotiore Asia vetastiss. Snf* Progg. acad.«el. Hai. 779. 
p. 115 88. e.VliilUx, 9(uferftr^ung«9(.b.$atfen. [®tub.u.^it.S35.4.2.] 

b) ^änltin, b. Spuren b. m. on Unfi. imStof^. [91. t^eol. Soutn« 794. 
«. IV.l 3* d. e^. ©djmibt, ob b. «tf. b. JToft. ein «eben n. b. ZoU 
alaubte? [3u f. Abtf. b. $rcb. €al. ®te$. 794. €. 221 f.] mad^ti^al, v. 
Seben nad^ b. %oU* 3n f. 8eatb. b. Stof). ^al. 799. Heyder, Bcclesiastae 
de immort. 8eDteDtia. £rl. 838. 

e) Antiq^, Xf^Jfl, 1,3: Id&dvaTov t€ ia^vv rals ^vyais niatis (txfroiq 
(hat, xal vno x^ovog dixttmaeis re xal tifidg ols ccQtrrjg i^ xax^as 
iniTi^Sevaiciv t(ß ßC(fi yfyovi' xal ratg fih dgyfjLov dtdiov ngoat^&ea&ai, 
taig Sk ^tfaTcivtjv Tov dvaßiovv. B,Jud. IJ, 8,14: Q^v/^v naaav 
fihf a(p^agrov, fittaßalveiv 6k Big%T^qov ata fxa triv rdSv dycc^aiv 
ftovTfV. — ///, 8, 5 : Ka&aQal xal ijvqxooi u^povatv al i/'fj^at, x^9^^ 
ovgavov X ay ovaai xov dyt,(6ta%0Vy iv&ev ix nioirgonrlg attovfov 
dyvoXg ndXiv avjivoixiiovrai acofiaaiv Baoig 6h xaO^ iavvcjv ffidvriaav 
al/£ijo€C> TovtBJv fxhv ^Sijg Six^rai tag ^pv^dg oxoTuuTegog, Slatt/ b. 
8. b. !P^af. ». 3ujl. n. b. JCobe. [$aulu«; aWcmot. ®t.2. (S. 157 ff.] Pau- 
lu$y Pharr. de resar. seot. ex tribüs Jos. loci8. Jen. 796. 4. 



8eftte iDIitge* §»86. 95 

S^nm bcT Utt^ftBIf(i^ff It gleid^ fd^einen f onntc*^) 5Die anbre Sorm 
bet Unfterilici^f eit a(d rein geifligeaj^ottleBenl^atfic!^ folgerest 
nad^ brc platoni^ä^tn unb adfetif(!^enMendan{!d^t in ^(eranbtien auBs 
geiilbet, Sap. 2, 23 s. 3. 4, 17-5, 17. 4 Mcc. 15, 3. 17, 18. 9, 
9. 12, 12. S>uxäi ^l^ilo« (Sd^riften ge:^t ein mad^tiger ßug biefe« 
unfietBIid^en SeBenö, tin ©eringad^ten aüeö 3tbifd^en unb Seiblid^en, 
erft ber 5^ob fül^vt jum feligen 5tnfd^aun ©otteö, in ber 5^l^itofo^)]^ie 
unbgrömntigfeit ifi bie UnfieriKd^f eit Begiünbet, bod^ fönnen aud^bie 
®^ttlofen ni^t er^erten, i^re ^bUt ifi in i^nen/) 3Bie bie Jll^eta^eus 
tmeine fold^efBr^ertofeUnjierWid^feit geglaubt ^aBen m&fftn, fo leud^s 
tt^ fle aud^ butc^ in ber öertoorrenen iWad^rid^t über ben ©lauten ber 
§ff ener/) 3n beiben formen bed ©laubend an wal^r^afte Unfterb« 
ttßtlt tvax bie 3^ee einer ftttlid^en 3$ergettung not^tvenbig gegeben» 
Hut ber 9luferfie^ungÖle^re lag ed na^e, biefe ©ntfd^eibung auf einen 
allgemeinen ©erid^t^tag gu t)erlegen^ ))ormal0 nur ein Silb für bad 
irbifd^ ©erid^t ber ©efd^id^te unb bie Untern?erfung ber «i&e&en unter 

d) ML 22, 24 8S. Actap, 6 s. 24, 15. Jotephi Antiqq, XFIII, 1, 4: 
ZaSdot/xa^ois ras xpvx^g 6 Xoyog awacfteviC^i xolg a(afiaat, B, Jud, If, 
8, 14 : Zaö^ovxaloi ipvyijg ts Trjv 6ittfiovriv xal rag xad^ ^6ov rifjLfoqCag 
xal tifiag avatgovötv, %. @» S. @d^mibt^ u.. ®abb* u. $4at* 0«. ü. b.®L 
M «ergelt» h. b» 3ubcn» [(Sd^mibt« SdihU f. Ärit» tu (St. 93. IV. €t. 4.] 
^ibitx, leuoneten b.®abb. b.Unfl. o. toaren fle nuc®egner b.)}^at.9(ufetfl. 
[6ctiiberoff« 91. 3a^tb. 831. ©. IX. ^. 1.] ^ 

e) Legum Ailegor, T. L p,^ s : ^nrog iört &dvatog, 6 (jlIv av&qoj- 
nov, 6 d^ '^vxvi ^^tog* h fikv ovv av&g«6nov /tOQiüfjiog iffri tpvxijf tt^ih 
otifiarog, 6 dh y^v/rfg ^avarog aqerng w&oqd iati, — Nvp (jlIv ot€ kv^^^ 
fifVf T6&vijxviag Ttig tf/v^r^g xal (og av iv arifiajv T(p afOfxaxi (vTSTV/jßev^ 
fiivifg* et dh KTiod-ttvoifieVf tilg '^vxrjg i<oarjg rov tdiov ßCov, xal dTtrjXXay' 
H6frf9xaxov xal vexgov rov awditov aiofiarog. Fragm.T, II, p. 654 : !E«v 
vnii^vr^ fjiiv ttg tov &vijt6v ßCov, t^Vij 6k ävriXaßtbv rov a&dvarov, 
«ffwff fxridiTiore ddev, oipeiai. De mundi opif, T. I, p» \S : "O&ev ro 
^loaotpiag dveßXdorriae yivog, v(f ov xaCtoi S^rjtog ^v 6 avS-qtonog 
ana^avari^etai,, p. 37: — t7]v fieylöTtiv xcHv a߀Tc3v, S-soa^ßsiav, 6l rjg 
tt&avaTCC€Tai rj V/v/^'. De Congressu. T, Lp. 527 : Tr^v ccdixov xal ad^eov 
^v^rfv (fifyadevoiv [&66g\dtp iavrov no^^(otdt<o diianHQBv eis tov rfdo^ 
vtiv xal im^-vfjLiüv xal adiXTjfidtajv x^gov, *0 dk x^Q^g oviog ngoawvi' 
OTara daeßtov xaleirai, ovx o fxvd-evofievog iv ^dov xal vag 6 
n^e dXrjd-€iav ^drjg 6 tov fjLOxd^QOv ßCog iajCv, ^ äittiitx, $l^{lo0 
3bfmü. Itnfl., 5luf€tft. u. öergejt. [Steile Slnaleft» ©. \.^&. 2.) 

/) Jotephi B, Jud* 11, 8» Wi^E^^torat nag avroTg ^<f€ fj do^a» (p&aQrd 
fih dvat Tcc aeS/nara, tag di 'hpvxag dd-avdtovg «€l dia/uivsiv, ital avfxnXi" 
xiüdtit (jihv, fx tov Xentotdtov (foitaiaag ai&^gog, San^q dqxtaXg toig 
(ftifiagiv Ivyyi tivt, (fvaixy xaraöTKafiivag, *Eneiddv dhdved'djüittov 
xuta ff doxa de O fi w v, ola dri fiaxqag dovXeCag dnriXXayfAivag, tote 
X^iqiiv jcai fieteojQovg (pigea^ai, Kai taig fihv dyad-alg, ofiodo- 
iovvTfg naiolv ^EXXr^vfov, dnoffalvovtai trjv vnhg (oxeavov dCattav dno' 
«tff*«*, xal ^tSgov ovte o/ußgoig, ovt€ vi(f'€toZg, ovte xavuaaiv ßagwo- 
l^fvov, dXX ov i$ (oxeavov Ttgavg del ^^(fvgog inmvioiv avaxpvx^''' ''^^^ 
^^ (favXatg Cofftidtf xal x^t-f^^Q^ov d(pogi[ovta$ f^vxov, yifxovta tiftOfgiiSv 
^^wlilnroiv. 



96 JDntoIogie« $(nt^ro^o(ogie« &a)).III. B. 

bad aSoR ®otM Dan. 7, 9 ss. 2 Mcc. 7, 35. cf. Jes. 34, 1 ss. U, 
12 ii., ))eT(unben mit einer SBtebrrgeBurt M SBettaUd/ )oontta(d nur 
ein fdiU ))on fc^ftnern ^agen 3^draeld Jes. 65, 17., unb »on brr akr- 
qanflU^fcit aUti ®ef(^affnen gegenüber ber Unberanberlt(!^!eit ®i>m 
Ps. 102, 27 8. Jes. 34, 4. ®o cntflanb/ nad^bem ber aKrfftad in 
ben aWittelpunft biefer fflettereignifff gefletlt mar, ba« grof c (B^au- 
fplel ber testen 3)lnge : Sluferjiel^ung , ©erid^t, Untergang ber alten 
unb @(1^6<)fung ber neuen 3Belt, mie eö ber aSolBglaube jur 3«^^ 3*fw 
(alb aM aUgemeinel unb le^ted 3BeItf(^i({faI, 6alb atö borlauflgen 3u^ 
ben^imme( auf (Srben ern)artete. 

f. 87, Se^re M ffltutn Xeftameittc9. 
Linde, de solatiis «dv. mortis borrores io Platone et N. T. obviis. Lps. 
792. 4. jimmoriy Doetr. de animor. immort. a J. C. propos. praestaatit. 
ErJ. 793. [Opp. 79S.] E, Bengel, quid doch*, de animor. immort. religtooi 
ehr. debeatr Tub. 809-17. 10 Pgc. 4. [Opuscc. Hamb. S34.] SfQeisel; 
ur^t* UnPetMi^fetttfl. l^ivA>. u. jbit. 836. ^. 3 f.] — 9eotaü^ ü.b. 
efd^at. lOorf. b* $R. X. ©d^tiftMet. [SeKer« Saffxhh. 845. ^.U]atUtt, b. 
e« b. 91. 3:. 9. Buftanbe n. b. 247be. [($b. 847. ^. 3.] 

S)ad e^angeliunt er^ob bie Silber bed aSoIf^glaubenS, o^ne fie , 
aufjul^eben, ju 3^ragem be« reinen religiJfen ®ebanfenö. Süt Un^erb= 
^Uit Mt. 22, 31 s. c. parall. 1 Gor. 15, 12-17. fein audretc^enbet 
fdmti^, aUx alle gfurc^t bed %i>M ifl uber^unben Mt. 10, 28. 1 Cor. 
15, 55-57. unb )um uberirbifd^en «&eimn)el^ gemorben Phil. 1, 21. 
23. 2 Gor. 5, 2. 8., für tütlä^U ber Xotf ein 9Beg jum £eben unb 
gum»&erm ifi 2 Cor. 5, 4. Phil. 3, 20 s. S)iefer «öelbenglau^e be- 
ruht tl^eil« auf 3efu ilob unb Sluferflel^ung Rom. 6, 8. 1 Cor. 15, 
23.,') tl^eiW auf bem unmittelbaren ©efu^te ber burd^ ßl^rifluö «r^ 
neuten ©ottedUebe Rom. 8, 11. 2 Cor. 4, 10-14., für mli^t baS 
en)tge fieben fc^on angebrochen ifl Jo. 5, 24s. 6, 47. 50. 8, 51. 11, 
25.*') 3)a3 funftige 8eben tourbe neben «^inbeutungen 3efu ouf eine 
geifiigeSfortbauer M^ 10, 28. Lc. 23, 43. Mt. 22, 30. bonte^mIi(^ 
burd^ $au(ud nad^ bem ))^arifaifd^en S)ogma Acta 23, 6. aU vermit- 
telt burd^ bie 9(uferfie]^ung eineö öerfliirten itiU^ gebaci^t 1 Cor. 15, 
35-50. 3»ifc^en 3:0b unb 2luferjiel^ung liegt tl^eiW no^ ba0 alte 
@($eol/ aber nac^ ber neuern SSotfdanfld^t mit raumlid^er unb juftanb^ 
lieber ©d^eibung ber ®uten unb S3öfen Lc. 16,22ss. Acta 2, 31-34. 
1 Ptr. 3, 19., ober ein 5:obtenf(i^laf iThss. 4, 13. cf. Jo. 6, 44., 
t^eiW erwartet bie ©el^nfuc^t barnac^, gang abgefe^n bon ber Äufer- 
fie^ung, einen unmittelbaren Übergang in baö f(]^&nere itbtti Phil. 1, 



a) gerbet, t>. b.Slufetjt. al«®laube, ® ef*. u. gellte. fRig.794. [e^ri^L 
@(brr. l.^amml.] Knapp, de nexu resurr. J.C.e mortuis etmortuor. Hai. 
799. [Opp. T. I.] C. C* TittmanHy de resurr, raortuor. beneficio Christi. 
Vit. 799. [Opp. p. 9. 46 ss.] fßlan, ö. XoU, b» @olDe b. ©♦ u. b. Slufteb. 
beif. bur* b. Slufcrpel). (F^r. [%f). mUaxh. 840. J&. 4.] 

b} JDgg. Käu/er, de bibl. Cf^ijs aitavCov notione. Dresd. 838. 



8e6te2)inge* §.87.88* 97 

23. 2 Cor. 5, 1-4. cf. Ada 7, 59. Apoc. 14, 13. S)ie bemfflot!«* 
gtau^m angcl^&rlgen fflorjiettungen einer ftfil^ern Sluferfle^ung bet 
g^ipen 1 Cor. 15, 22 s. Apoc. 20, 5., be« SBeltgericl^t« Mt. 13, 
41-4S. 25, 31-46. Acta 17, 31. 1 Cor. 4, 3-5. iThss. 4, 15-18. 
1 Pip. 4, 5., einet fflerBtennung biefetSBelt 2 Ptr. 3, 7 ss. unb einer 
neuen unbetöangtid^en <Sd^ö»)fung Rom. 8, 19-22. Hbr. 12,26-28. 
2Pip. 3, 13. l^angen mit ber fflieberfel^r S^djii gufammen, finb ba* 
fftt in ber a^ofiotif(]^en Stixäjt wörtlich berjlanben ttjorben. 3)a0 jen« 
feitige @(3^i(ffat toirb naä) bem ®efe|e f!ttli(]^er fflergettung Be^mmt 
Ml. 25, 31 SS. 2 Cor. 5, 10. unb bie grinnerung an baö irbif(^e3)as 
fein batet t)orauÖgefe|t Lc. 16, 19 ss. ^a^ fiooö ber ©ottlofen wirb 
unter berfd^iebnen, einanber »iberftjre^enben aSilbem einer en>igen 
Ouat öorgefleHt Ml. 22, 13. 25, 41. 2 Ptr. 2, 17. Jud. 6, 13., 
bie (Seligfeit ber grommen naä^ ben öerfd^iebnen aSejiel^ungen beö er« 
futtten religiSfen Menö Jo. 14, 20. 1 Jo. 3, 2. 1 Cor. 13, 10-12. 
3n ber SSor^eHung M ©otteöreid^ö, in ber SBieberbereinigung mit 
S^rifluö Jo. 14, 2s. 17, 24. unb in bem 0limmerauf^&ren berSieBe 
1 Cor. 13, 8. liegt ber ®lau6e an baö 3Bieberflnben alieö ©etieBten. 
®rabe ber ©eligfeit unb fflerbammniß finb Ml. 5, 19. 25, 14 ss. 
ICor. 3, 8. 1 Tim. 3, 13. unb Mt. 10, 15. 23, 15. Lc. 12, 47. 
Ottgebeutet.'') S3eibe Sufianbe »erben aU bBHig getrennte, unberan* 
bertid^e unb ewige angefel^n Mt. 18, 8. 25, 46. 26, 24. Mrc.3,29. 
9, 43-50. Jo. 3, 36. 1 Jo. 3, 14 s., aBer bie ä^xifttiä^t gortBilbung 
biefeö ©lauBenö ifl angebeutet in ber Slnnal^me, baß aud^ ben Siebten 
ba8 Sbangelium ge^reblgt werbe 1 Ptr. 3, 19 s. unb in ber SBeifagung 
auf eine einflmalige Stuf^eBung alCer ©egenfafee iCor. 15, 26-28. 
Eph. 1, 10. Col. 1, 20. iPtr. 4, 6. Apoc. 20, 14.^) 

§. 88. £e(re htt SItixäitM'dUt» 
Blondely Trait^ de la creance des Peres toucbant Tetat des ames apres 
cette vie. Chareoton 651. 4. %\\x^^t, ®ef(^. b. Seilte 9. Bufi. nad^ b.^obe 
in b. Jtitd^e. SV). 799 f. 2 fb* H. OUhauseriy antiquiss. Ecc. gr. Patrum de 
immort. aoimae seotentiae. Regiom. 827. 4. 

1 . 3)ie UnjierBlid^feit würbe Balb at« eine l^injugef ommene S9es 
f^ffenl^eit ber @eele angefel^n,*) Salb auö il^rer 9'latur abgeleitet unb 
burd^ bie ^)latonifd^en ©runbe erwiefen/) biefeö mit ber ^):^ilofoi)^ifd^en 

c) Cotta: Ds. hist. de div. gradib. gloriae beator. Tub. 758. 4. Ds. 
dogm. pol. de div. gradib. Ib. 773. 4. 3. g. glatt, tt. b. ^wbottlon b. 
etttl. tt. ®lö(!f. f3:üb. 3»ag. @t. 2. @. 23 ff.] 

d) ff^inzer, de ccnoxaraaTaau ndvrmv in N. T. tradita. Lps. 821. 4, 

a) Tatian. c. Graec. c. 13: Ovx taxiv ttd-avatos ^ VM^'7 *'*^' ^'**^" 
T1JV, d-vijjtj da' aXXä dvvajat rj avtr] xal fii} änod-vr^axeiv. Arnoh, adv, 
gent, II, 14: Animae sunt mediae qualitatis , qnae et interire possint, 
Deum si ignoraverJDt vitae, et ab exitio liberiari^ si ad ejus se mioas atqae 
indalgentias applicarint. 

b) Tertui, de an» c. 22 : Definimas aDimam, Dei flatu nalam, immorta- 

a)09matif. «.«ufl. 7 



98 Cntologit« Sinter opoIogU. Ca|>. III. B. 

IDttfi^Bilbung bet 3:^eo(ogie im 4. Saffx^. bie l^ertfi^tibe ^fU^t 
2. 3)U ^ufn^el^ung tvatb ein SieUingdtl^ema "") im ^ttrite gegen 9^eu^ 
t>Iatoni!et unb (Bnoftüet/ Sediere mit ^Berufung auf 1 Gor. 1 5, 50.; 
»egett bei taufenbia^tigen fReiä^B, fo lange man biefel tttDaxteit, eine 
bP^^e(U ^uferfle^ung.') IDa bie er^e ^uferflel^ung i^tem S^effe mä^ 
ifbifc^ tßax, ba(4te man uber^au^t eine ^uferfte^ung beffelBcn Slei^ 
f<^/) S)ie Vtexanbtinetr n^el^e fofgered^t nur dn geiftiged Srort(e6en 
g(au6nt tonnten/ oetgtid^en flc!^ mit bem SoRdgtauten bur^ ba9 3»' 
gc{ianbni§ ber Onttoicflung eine« ^&i^ern Organd aud bem 2tid^namJ) 
S)iefe geizige unb jiene finn(i(^e ^n^d^t gingen mUn einanbet 1^, 
Ml bie fif^tere; o6n>o^( oon ber Qfrfiern ni^t unberührt/ feit bem 5. 

iafftff. obfiegte* 3. S)ie 3eit gn^ifc^ bem 3:obe bei (Bingebien unb bet 

♦ 

lea. Ortg. de prine, IF, 36 1 Onoit qoi pirticipat «licijus cam eo, qii 
ejusdem rei partUeps est, sioe dubio oDios sabstaolite est. Si ergo coe- 
lestes virtates iotellectnalis laeis , id est divinae naturae per boc , quod 
sapientiae et saoetifieatioBi pariicipaot, participiam sumunt: et bnmiDae 
aaiaiae ejmsdoB loeiset sapieotiae partieipimn samseniot,etitn saot uaias 
oatarae. laeomiptae aotea saot et iDnortales coelestes virtates : immorta- 
Us sine dabio erit etiam aoinae bamaoae substaotia. Nob solam aatem.sed 
qaoniam ipsa Palris etFiüi etSpiritasS. oatora, cojas solius intellectaalis 
locis oniversa ereatora partieipiam trahit, estaeterna: oecessariom est, 
etiaa oBoem sabataBtiam, qaae aetcraae illlas natarae participivm trahit, 
perdarare semper, ut divioae boaitatis aeteroitas etiam in ea intelligator. 
e) Clem, Rom. Ep. I. c. 24 ss. Justin, negl avaataöetog, Fragm. ed. G. 
A. Teller^ Heimst. 766. 4. [6. Otto T. II.] Jthenagor, negl avaar. Opp. 
ed. OtiOyJen. 857. Tertul. de resurr, carois. ^ie Gd^rift betf Clemens Alex. 
ift datt)/ U€ Ort'g, u. Method.^teitnifftxU t^erloren* Ambrosius^ de fide re- 
iwrreetioois. Reliqoiae actorom Saeo. III. et IV. de resarr. carais, ed. Tel- 
ler, Heimst. 76S. — Teller^ Fides dogmatis de resarr. carmis per IV priora 
Saec. Hai. et Heimst. 766. 

d) Iren, y, 36, 3: DiligeBter Joannes praevidit prrmam jnstornm re- 
aarrectionem et in regno terrae haereditatem. Tertul. adv.Mare, 111,23. 

e) Iren. Fj 12, 3: Non aliad est qaod moritar, et alind qood vivifica- 
t«r. Utiqoe camis substantia. Hane itaqae Dominos venit vivificaturus. 
Tertul. de resurr. e. 35 : Omne, qood Pater mihi dedit, non perdam ex eo 
qaidqoam, i. e. nee eapiUam, sicat nee ocolom, necdentem. Caeteram ande 
erit fletus et dentiam frendor in gehenna, nisi ex ocalis et deotibus? ^ 
8»3Vto, o6 gleifd^ 0* 8fib ba« Sluferftel^etibe? [3eitf*.f*^i^it§* 849,^.4.] 

f) Clem. Stromm. IF. p. 569 : *0 rov atofiatog ano rrjg rpvxfjs X^Q^" 
OfAog, 6 naq olov rov ßiov uelercSfifvog, t^ (pUo^otpt^ nQod-vfiUmf xa- 
raaxivd^u yvcoaTuerjv, evxoXtos dvvaa&ai (figeiv rov rrjs (pvaeojg ^ava- 
tov,didXvaip ovta röiv ngog to a<ofia Ttjg rpvxfjg Sca/mdov. Orig. [na(^ SWe* 
t(obtu6] T. I. p. 35 : Ol ccyysXoi ixtog ovreg a «Qxog iv (uaxaqiorijTog 
dxQOTrjTi' xal rffiag aqa i^tcrdCfOß-at fiäXXovrag ayyiXoig dvdyxtj d^ aag- 
xdSv ioaavteog kxiCvoig yvfivovg iöea&cci, ditv. Hieron. ad Pammaek* 
Ep. 38 : [Ib. p. 36.] Dicit Origenes doplicem errorem versari in Bcclesia, 
nostrorum et haereticorum : nos simplices et pbilosarcas dicere, quod ea- 
dem ossa et sanguis et caro i. e. valtus et membra totiosqoe compago 
corporis resnrgat in novissima die. Haereticos vero peoitos et carais et 
corporis resnrrectionem negare. ©rg* Tatian. Or. c. Graec. c. 6. 



. f 



Seftte 2){nfle. §♦ 88* 99 

Stoff r^el^ung au^ufüKen, biente ber iiibifd^ grfe^lfci^e ®lanbt an 
ein ®<^attenrcid^, in »etilem nad^ ber fineu toä^tenb ber evjieii 
3a^rl^unbettc toeit öerBreitetcn Stnftc^t au(]^ ben «Selben baö (Soanges 
lium ge))rebigt toerbe, ^) unb na(]^ ber anbern fromme unb S3&fe Be^ 
teitö in afigefonberten 9^aumen einen Sorfc^madf if)xn Sujfunft em* 
<)fanben/) S)a^er fotool^l bieSlnnal^me eine« unmittelfcarenüfcergang« 
in ben *§immel, aU bie eineö (Seelenfci^Iaf« getabett toutbe.^) 5Dad 
SSorrec^t bet aWart^rer fogleii^ in'0 ^^arabieö üBer^uge^n, fon?ie bie 
SJerfe^ung ber grommen be0 2t* Jlejiamenteö bur(^ S^riftuS in bafs 
fette ^ammt tool^I anö ber SSolföfage.') 9ln bie (Sitte ber ®tUU unb 
^artringungen für geliebte Jlobte ™) fd^foß fid^ ber ©ebanfe xaä^tn'otx 
ober ffi^nenber (Seetenleiben im«6abe0, juerfl öon afrif anif^en itird^en« 
le^^rern au0gef))ro(l^en,") a*er aU Segfeuer bürd^ ©regor ben#r. in 

g) Boiimgarten, H. doctr. de statu animar. separatarum. Hai. 754. 4. 
Hoepfner, de orig.dogm* de purgatorio.HaI.792. Emestiy devett. Patrum 
opinione de statu medio animor. a corp. sejunctorum. [Leett. in Ep. ad 
Heb. ed. Dtndorf, Lps. 795.] 

h) Hermas, III, 6, 16. Uippolyt, de Antichr. e. 45. Clem, Stromm. 
f7. P. 763 : diSeiXTdi Toire AnoüxoXovg äxoXovd'oog t^ KvqIc^ xal rovg 
•4v qdov evriyyeXiüfiävovg. p, 765 : Ov^"^ xal iv q6ov fj avTrj yiyovev olxo" 
vouCa ; tva xdxsi näcfai at ifjvj^ttl, axovaaaai^ tov xriQvyf^arog, rj rrjv fxe- 
ravoiav ivdeC^ajvTat, rf rijv xoXaötv SixaCav (Ivat,, 6i (ov ovx ^nCatevaav, 
bfioXoyijacjaiv, Über SWnrcion: Iren. I, 27, 3. i) Justin, c. Tryph. 

e. 5 : «Prifil rag fxkv t(Sv evaeßcSv [ipv/ag] Iv xoetrrovt not yojQqt /n^vetv. 
Tag ^k novrjQccg Iv ^^Cqovi, tov ri^g XQlaicog ixoe^ofi^pag /qovov, 

k) Iren, /^, 32, 2 : Qaomodo Magister ooster noo statim evolaos abiit, sed 
sustineDsdefioitnm aPatre resurrectioois suae tempus post tridunm resur- 
gens assomtns est : sie et nos sostioere debemus defioitum a Deo resurreclio- 
Dis Dostrae tempus. Tertul. de an, c. 58 : Quid fiet in tempore isto? Dormie- 
mut? Atenim aoimae nee io viventibus dormiuot. Euseb, Hist. eco. V, 37. 

l) Tertul. de an. c. 55 : Coostituimus omnem aoimam apad inferos se- 
questrari io diem Doroini. De resurr. c. 43: Nemo peregrinatus a corpore 
statim immoratur penes Dominum, nisi ex martyrii praerogativa, scili- 
cet paradiso, noo inferisdeversnrus. IDieliDerfe^ung: Ev. Nicodemi c,2S 8%, 
[Thilo, Codex apocr. T. I. p. 675 ss.] 

m) Tertul. de monog, c, 10 : Pro aoima ejus orat et refrigerium inte- 
rim adpostulat ei, et offert annuis diebus dormitionis ejus. 

n) Tertul. de an, c, 5S : Congraentissimum est aoimam, licet non ex- 
spectata carne, poniri, qood noo sociata carne commisit. Sic et ob cogita- 
tus pios et benevolos, in quibus carne noo eguit, sine carne recreabitur. 
Quam carcerem illum, quem Evangelium demonstrat, inferos intelligamus, 
et novissimum quadrantem modicum quodque delictum mora resurrectio- 
ois illic luendum interpretemur: nemo dubitabit animam aliquid pensare 
penes inferos, salva resurrectioois plenitudine. Jugust. de Civ. Dei XÄI, 
24: Facta resurrectione mortuorum non deerunt, qüibus post poenas, quas 
patiuBtur spiritus mortuorum, impertiatur misericordia, ut in ignem non 
BiittaBtor aet«rnum. Neque enim de quibusdam veraciter diceretur, quod 
oon eis remittatur neque in boe saecolo neque in futuro, nisi essent qui- 
bus, etsi non in isto, remittetur tarnen in futuro. Enchir, c. 68 s : Eist 
ignis [1 Cor. 3, 11 ss.] tentatfo tribulationis in hac vita. — Eamritur opus 
bujus, [qui aedificavit super Christi fondamentum ligna, foenom^ stipu- 

7* 



100 JDntoIogie. Ktitl^topologie. (Sap. III. B. 

bm So(fig(au£fn M VbttColanM fingfful^rt/ gib: 93uf e isnmitteKat 
nad^ bem S^obe fut bie ftfinetn ^ünben brt ©(aubigett/ ju ffirgrn unb 
gtt Unbem butc^ bie Fürbitten unb S)arbrin0ungen brt Sebenbm/) 
3)iefer ®(aube berief fic^ auf 2 Mcc. 12, 43 ss. unb auf bie ^i(b(t^ 
Oteben^art 1 Cor. 3, 15. 3)ie ^(exanbrinet l^atten gefi^tvanft itoU 
fi^en bem ))(atonif(l^en 9i(be eined l^eilenben ^euerd unb jn^ifi^^en bem 
perfffd^en, floifd^en, ^)etrinif(l^en ®ettbranbe aU Seuer^robe unb geuer^ 
taufe für aUe« ©efd^affne. p) 4. mt bet etmartung eine« irbifc^en 
(Reii^ed (S^rifU l^ing ein 9Be(tgeti(^t in äugerlid^ent ©erränge not^- 
»enbig jufammen. S)al^er Origene« im ©egenfafee ttjiber baö (5tpe 
au(^ bad ^nbre nur a(0 «^erjendgeric^t auffaßte, bod^ ben Bi%nf(^n 
9(u«bru({en angefd^toffen/») J^raft berfelben erl^ielten ji(% in ber i^m- 
fi^nbtnSSorfteUung bie imi)onirenben 99i(ber einer 5ffentli(^en®eri(^td< 
t^anbtung/ obn>oi^( oft minber {inn(i(i^e aJorfteUungen bai^inter lagen. 
Über eine nad^fotgenbe SSerbrennung ber ffielt jiimmten bleterlei in 
i^rem Urfprunge einanber frembe Meinungen jufammen) nur gegen 



Um] qaoQiam tioe dolore oon pereaot, qaae cam amore possessa sunt 
Sed qaoDiam aUerntra cooditione proposita, eis potius carere malit, quam 
Christo , nee timore amitteodi lalia deserit Christum , qnamvia doleat, 
dum amittit: salvas est qoidem, sie tameo qaasi per ignem^ quia arit eam 
rerom dolor^ qaas düexerat, amissarum. Tale aliquid etiam pott hone 
vitatn fieri iocredibile doq est, et utnim ita sit, qaaeri potest. Et aat in- 
veoiri aat latere, dodduIIos fideles per ignem quendam purgatorium^ 
qoanto magis mioasve bona pereootia dilexeront, taoto lardias citiusque 
salvari ; noo tameo tales, de quibos dietam est, qaod regnom Dei noo pos- 
sidebuDt. — /. G, Baier, de Parg. utram claris testim. Aag. probari pos- 
ait? Jen. 677. 4. o) Gregoni M. Dial. IV, 39. 40. 55. 

p) Clem. Stromm. FII, p, Sbli^Pafnh d* rjuete «yittCuv t6 nvg ov ja 
xqittf ttXXa tag afiaQttoXohg xjjvxag* nvQ ov to nafjL(fdyov xal ßdvavcfop, 
dXia TO (pQovifiov JJyovTeg, to Süxpovfievov diä iffvyrjg rrjg diBQYOfii- 
vijg TO Ttv^. Orig, e, Cels. f , 15 : Hvq xad-dgcfiov knayiTai, rtp xoCfi^' 
€ixbg <f St* xal ixdait^ tcSv 6eouivfov rrjg dia tov nvgbg d Ixrig afxa xal 
tatQ^Cag' xaCovrog ukv xal ov xataxaCovxog tovg fii] txovrag vXtiv <feo- 
fiivTjv dvaXova&ai vn ixeCvov tov nvQog* xaCovtog dk xal xataxaCovtog 
tovg Iv Tjf (fta T<üv nqd^^mv xal Xoyoiv xal vorjfidttov tgonixtSg Xiyofiivn 
oixo6ofi^ ^vXaf yoQtov ^ xdXa/40v oixodofn^aavtag. In Luc. Hom, Xlr, 
T, in. p. 948 : Pato, quod et post resurrecitonem ex mortnis indigeamos 
sacrameoto elaente nos et purgante, nemo enim absque sordibas resurgere 
poterit. In Ezech, Hom. I. T, IIL p, 360 s : Dupliciter aufert a nobis mala 
Dens, sptritu et igni. Si Spiritus mala oon abstulerit a nobis, purgatione 
ignis indigemus. Ideoque sollicite providendam est, ut qnnm venerimus 
ad ignem istam, securi transeamus, ad instar aori argentiqoe et lapidis 
pretiosi, non tarn utamur incendio, qnam probemur, 

q) In Matlh, T, IIL p, 627 : *0 trjg nqoadoxoifxivrig xgCöBtog xatQog 
ov ^sitai XQOvav, dXÜ tog ij dvdataOig Xiyitai yCv€ahaL iv dtofitff, 
iv Smy o(p&aXfxCiv, ovto)g oJfiai xal ^ xqCav^. In Ep, ad Rom, T, IF. 
p. 662 : Declarari videmus ex omnibus certissime faturum esse judiciam 
Dei, cujus species ot notior hominibns fieret, judicandi forma ex hit, 
quae inter homines geruntur, attumta est. 



fieftte 3)in9C» §. 88^ 101 

©nopitet toar eine 9BiebergeBurt auö betn äBetrtvanbe ate angemefne 
Statte für bie Sluferjianbenen ju öevt^eibigen» 5« 3)etten, n?eld^en bie 
UnflerBIi^feit nici^t jum äßcfen ber (Seele gelfeSrte, tag e0 nal^e, eine 
enbti(]^c 9lufreiBung ber QJerbammten ju erwarten /) 3)ie Slleranbri* 
ner, toeil fle nod^ in ber »&6Ke bie grei^eit erMidten, l^ielten atteö ®er 
fattene für ießrungöfal^ig, bie l)l&ilofo))^if(i^e SEBeißagung beö Orige* 
neö auf eine ®ieberl^eri^eUung aUer 3)inge [dTroxaraoTaat^ tcSii' 
ndvTfov] fprid^t nur biefe Un\)ertt)üfilid^!eit gef(3^&^)flid^er jjrei^eit unb 
gSttfid^ft aSorfel^ung auöf*) unb aud^ antio(^enifd^e itirci^enlel^rer 
glaubten an bie mögH^e SBieber^erjieKung SlüerJ) SlBer bie Strig^ 
feit ber»&6Uenfhafen aU Bifctifd^ unb bie SSertoerflid^teit bed SSöfen am 
prf^en auöbrudenb tt^ar immer öorl^errfd^enb unb ttjurbe nur h?iber 

r) Juttin. c. Tryph, c. 5: Ov^^jurfv dd-dvarov xQrj Xiyeiv 'ipvx^v ort 
d tt&fxvaTog iari, xal ayivvntog orjlix^i], *j4XXa firjp ovdh anoih'i^Oxsiv 
ifrifil ndaag rag y^vx^g' %QfjLaiov ytiQ tjv tag akri&cljg roTg xaxoTg, — Ov- 
Tfog al fA,hv, a^iai tov ^€ov (favalaai, ovx ano^i^axovaiv Hr al cT^ xo- 
XdCovrai, Iot av avrdg xai (2vat xcti xoXd^ead^ai o S-s^og S-iXri, Arnoh, 
adv. gent, II, 14 : Haec est mors vera, cnm BDiinae nescientes Deom per 
loDgissimi temporis crucialum coDsomantnr igni fero. IBrg* Dt.a. 

s) Clem, Stromm. I. p. 367 s : *0 ^idßoXog, avte^ovaiog cüf, xai fiixa- 
vorjöai olog re tjv. Orig. de princ. III, 6, 5: Destrni Dovissimas ioimicos 
ita ioteJIigendus est, dod ut substanlia ejus, quae a Deo facta est, pereat^ 
sed nt voluDtas inimica, quae dod a Deo, sed ab ipso proeessit, iotereat. 
Destraelar ergo dod nt dod sit, sed ut iDimicus dod sit et mors. Nihil 
eoim OiDDipoteDti impossibile est, nee insanabile est aliqoid Factori soo. 
7,6,3: Tarn io hisqaae videotar temporalibos saecolis, quam id illis quae 
DODvideDtar et aeteroa soDt, omoes isti [qoi sab priocipata diaboli agaDi] 
pro ordioe^ pro modo et meritorum digoitatibas dispeosaatDr: nt alii in 
primis, alii in seeundis, oodduIü etiam in uitimis temporibos, et per gra- 
Tiora sopplicia, necooD et diutaroa ac multis, ut ita dicam, saeculis tole- 
rata, asperioribns emeodationibas reparati,eraditioDibos primo aogelicis, 
tum deiode etiam superioram gradunm virtotibos, et sie per singola ad 
soperiora provecti asque ad ea, qnae suDt iDvisibilia et aeteroa, perve 
Diant. ///, 6, 3: Arbitror, qaia boc, quod id omnibas omoia dicitor esse 
Dens, sigoifieet etiam io singulis eom omoia esse. Per siagulos autem om- 
Dia erit hoc modo^ nt qoidqnid ratiooabiiis mens, expnrgata omDiomvilio- 
mm faece, vel seotire, vel cogitare potest, omoia Dens sit: dod eoim jam 
iiitra booi maliqne diseretio, quia ousqnam malom, dcc ultra ex arbore 
seiendi bonnm et malom mandncareconcupiscet, qoi seroper io boDo est et 
eolDens omoia est. Sic ergo fiois ad principium reparatus et rerum exitos 
eollatns initiis. 7^ 6, 1 : Qnae qnidem a nobis etiam com magno meto et 
eantela dicuotur^ discntientibus magis, quam pro certo ac definito statnen- 
tibns. C, Cels. III, 79 : ToCro ydg fiix iniXQVtpeüjg cfvfKfegovrtog Xfye- 
rai. S>al^et gu Ufix&nfen, ni6fi btttd^ Stellen ber ^omilien über etvige Stta« 
fen, aber bur^ Stellen toit de princ, III, 6, 3 : Nee dobiam est, quin post 
qoaedam intervalla temporum rorsns materia snbsistat, et corpofa fiant, 
et mnodi diversitas coostruatur propter varias voluntates ratiooaliom 
creaturarum. — Dietelmater, Commenti fanatici dnoxaraardaitug ndv^ 
tiov Hist. antiquior. Altorf. 769. 

t) a)iobor b, Msemani Bihl. or. T, III. P, /. p. 323 s. ^eobor t>» 
Ko^f* b. Marius Mercator p. 346. Photii eod. 81. 



102 Dntologie* 9nt^ro))o(og{e* (Sap« III. B. 

Crigetted feit (Spi^t^aniuB BefUmmtet audgefpro(^en) bo(^ et^oB fl^ 
fotttval^retib menfd^tid^ea SrBarmen gegen bie «^offnungdlofigfett trsU 
gcT Ouatr bal^er nod^ «^ieton^mud für SBriflen an eine O^ettung and 
bet ^hUt, 9luguflinuÖ an eine aWilberung badete*") S)enn ©rabe bet 
Serbammni^ tvit ber 8e(ig!eit mitrben allgemein angenommen/ tvenn« 
fd^on nur bie 5lteranbriner auä^ jenfeitö ein Sortfd^reiten ernannten/) 
3n ben ^d^ilberungen bon «Fimmel unb ^bUt ifl ©eifliged unb Cinn^ 
lÜit^ »erttcBt, jene« Bei ben @eligen, biefeö Bei ben ^erbammten toor« 
)9a(tenb. 3n bie S^mBoIe finb nur bie aUgemein^en ©runbjüge uBer? 
gegangen ♦^^ 

1. 3)ie (Sd^oTafiif f^ai bie9(nf{(^ten^ugu{iin0/ fon^eit fie bem ürc^- 
tiäim Q3o(f$g(auBen entfprac^eu/ audgeBilbet unb aud bemfe(Ben Be^ 
reichert/) 3)ie ^(^olafiifer \ä^ts>anlUn , oB ji(^ bie unfterBIid^e 02atut 
ber @eele p^ilofopl^ifd^ ermeifen taffe. **) 9tfö ber ^umaniflifd^ Un^ 

u) Hier: in Jet, 66, 24: [T. F. p. 218.] Sicut diaboli et omoiam im- 
^ioram credimos aetern« torment« : sie peccatorum et tameo Christiano- 
ri/m, quoram opera io igoe probanda sunt atqae porganda, moderatam ar- 
bitramar et nixtam cleroeotiae senteDtiam. C. Pelag, diaL I : [T, IL 
/». 184.] Illad quod poois, in diejudicii ioiqois dod parcendam, sed aeter- 
Dis eos egse igoibas arendos, ferre qois potest, et interdicere te miseri- 
cordiam Dei et aote judiciuin de seotentia judicis jodicare, ot si volaerit 
peccatoribus parcere, tepraetcribeotenoD poftsiti August, Enehir. c.112«; 
Frustra oonoalii, imo ^uam/^/i/rtm» aeternam damoatoniin poeaam haoiaott 
raiseraotur affeela, atqae ita fataram esse dod creduot: dod quidem Scri- 

fituris adversaodo diviois, sed pro suo motu dura qoaeqae moUieado etio 
eoiorein flecleodo seateotiam, qaae pataot terribilius tsst dicta, quam 
verias. — Poeoas damoatorum cerUs temporum iotervallig existimeot, si 
hoc eis placet, aliquatenut mitigariy etiam sie quippe iotelligi potest ma- 
nere in iliis ira Dei h. e. ipsa damoatio. Maoebit ergo sioe fine mors per- 
petoa damnatoram i. e. abalienatio a vita Dei, et oiDoibus erit ipsa c(»m- 
inuois, quamlibet homioes de varietate poeoaram, de doioruni relevatioae 
vel iatermissiooe pro suis humanis motibas sospiceotar. 

v) Clem, Stromm, FI, p, 793: AI ivjav&a xarä trjv ixxXrjaCav tiqO' 
xoTial imaxonüiv, nQlOßvxiqmVf 6iax6v<ov, fiifu^fAnra^ olfA^t, ayyehxrjg 
ffo^rjS xäxsCvrjg rrjs olxovo^Cag xvy^avovaiv, rjv civttfiiv€tv ipaalv al y^a- 
(pal Tovg xccT i/vog rdiv anoajoXüjv iv t€k€i(6a(L SixuioOvvtis ßeßuoxoTas' 
iv vSffiXuig TovTovg aQÖ'ivTag yqdq)H 6 anoaroXog, ^iaxopria€iv fAh» w 
TiqdiTa, (^nuttt iyxaraTayrjpfxi T(p TiQiaßvtiqif^ xaxa nQOXOxtiv ^o^tjg, 
6o^a yag öo^rig 6ia<piQai, tiiqig av eig riX^iov avdqtc av^^atoOiv. Cf. 
Prophet, Eclogae, ib, p, 1004. Ortg, f* oota i. 

w) Spmb. Jpostolicum : Veotarus est judicare vivos etmortaos. Credo 
carois resarrectiooem et vitam aeteroam. Nicaenum : £xspecto resarree- 
tiooem mortuorum et vitam veoturi saecuii. Atkanasianüm: Ad cujus 
adveotum omnes bomiues resurgere babent cum corporibus suis, et red- 
ditari saut de factis propriis ratiooero, et qui bona egeruot, ibuut in vi- 
tam aeteroam, qui mala, in igoem aeternnm. 

a) Elucidarium s. Dialogus sumroam totius ehr. Theol. eomplecteos. 
Stnan^m» [Anselmi Cant, Opp. Append. p. 457 ss.] 

b) Thomas P,\. Qu, 75. Art,h\ ^tcoti^, quod auifiia sit iBeorruplibüif, 



Se^te S){n0^ §* 89. 103 

glaube biefed imniiU, um nad^ einet ini^))etftanbenett ari^otf({fi^tt 
gorme t bie UnflerBfi(]^f eit in Stueifet gu jieUen , »erbammte fieo X 
[1513] biefe 3n?eifet ber qjl^itofo^j^ie/) 3m interimiM^en Sufianbe 
Uttterfd^iebett bie S^ofaflüer gwif^eti ben au^erfien ©egenfdlen t>ott 
mfernus itnb paradisus einen limbus patrum, infaotium nnb locus 
purgatorii. <Det interim ifiifd^e 3ujianb aU ein öergeltenber, fut bie 
Setigen fä^on im 5lnf^aun ®otteö/) bälget Verlegenheit, totlä^t (Sx» 
l^B^uttg beö ScBen«gefül^K nod^ bur^ bie Sluferfte^ung bebingt fei/) 
Segen beö aSerl^attniffe« §u ben »&eiligen unb nac^ Lc. 16, 23 ss. 
mürbe ein getoijfer SSerfe^r mit ben ©eflorBenen angenommen $0 ^^^ 
Sluferflel^ung getoB^nfit!^ alö ffiieberl^erjieHung n\ä)t blofi corporis, 
fonbem carois, unb gtoar alCer einfhnaligen aSejianbtl^cile beffetben, 
bef^rieben,«) mit mancherlei (Som^inationen über bie leiSlici^e aSef^af« 
fenl^eit ber Seligen, SSerbammten, ber (gmbr^onen unb 9Ron^a 5 ba« 

and i^rer @el6fldnbig!eit im ^exf^älimf }ttm ^dr^et, and ber Sefd^offetileit unb 
bem SBerlangen ber ^vernünftigen (Srfenntnif* Duns Seot, L,Jf. D. 17. Qu, 1 : 
Dico, quod dod potest demoostrari, qood sit anima immortalis. 

c) Conc, Lateran.V. Sessyni: [HarduinT. IX.pAl^O,] Com diebns 
Dostris zizaniae seminator nonnullos peraiciosissimos errores in agro Do- 
mini superseminare et äußere sit aosns, de natura praesertim animae ra- 
tionalis, quod videlicet mortalis sit aot unica in eunctis horoinibus, et non- 
nulli temere philosophantes secundum. saltem phihsophiam verum id esse 
asseverent: contra hujusmodi pestem opportuna remedia adbibere cupien- 
tes damnamus asserentes animam intelieettvam mortalem esse nntumeAm 
in canctis hominibns. — Pomponatii L. de immort. animae. Bon. 516. 

d) Thomas P. JIL in SuppL Qu, 69, j4rt,l: Anima conjuncta mortali 
corpori habet statum merendi: sed exuta a corpore est in statu recipiendi 
pro meritis bonum vel malum. 3U)ar iStol^ann XXII [1331]: quod animae 
decedeutium in gratia non videant Deum per essentiam, nee sint perfecte 
beatae nisi post resumptionem corporis. $(bet bie Unit). $artd ^ertDarf biefe 
?e^re oU fe^erifci^ «nb SB en e b i et XII »iberrfef j!e aU im S^iomen feine« Soor* 
falzten« Argentri^ Coli, judicior. de novis errorib. T. 1. p. 314 ss. 

e) Lombard, L» IF, ^.49. E: Si quem movet, quid opus sit spiritibus 
defoDctorum Corpora sua in resurrectione recipere,8i eis potest sine corpo- 
ribus summa beatitudo praeberi: difficilis quaestio est, nee potest a nobis 
perfecte defioiri. Sed tamen dubium non est, raptam a carnis sensibos 
mentem non sicvidere posse incommutabiiem substantiam i. e. Deum^sicot 
angeli vident, sive alia latentiori causa, sive ideo quia inest ei naturalis 
quidam appetitus corpus administrandi, quo retardatur quodammodo, ne 
tota iatentione pergat in summum coeIum,donec ille appetitus conquiescat. 

f) Ib,L,lF,V,50. C7;£stcuramortuisde suiscaris^ otdedivitelegitur. 

g) Ib,L, 1F,D. 44. j4 : Quidam pntaverunt omnes resurrecturos seeuo- 
dum meosuram aetaiis et j/a/t/rae Christi, ideo quia Apostolus ait:^ donec 
occurramns omnes in virum perfectnm, in mensura aetatis et plenitudinis 
Christi. Sed his verbis non eadem resnrgentibus assignator statora, sed 
aetis. Omnes euim in eadem aetate resurgent, in qua Christus resurrexit. 
B: Caro in quemlibet puiverem eineremve solvatur, in quoslibet halitus 
anrasque difi^giat, et in quamcnaqoe alionim eorponira substaotiam, in 
qoorQracBBqae etiam animalium vel hominom cibum caraernque motetur: 
animae io puncto temporis redibit. 



104 Ontologie« 9ttt^iopo(ogk* daUf. III. B. 

ffieltgerii^t )»on Un f^ietten fetjendgeric^tm gut gntfi^eibung M 
interimiflifc^ 3u{lanbed unterfd^iebnt; tUn\>t^f}alf> ni(!^t auf aUe Its 
gogftt/ aU aupecUd^e^erid^tai^anblung ati^t\if)n, feine S)auer M^w- 
^(em.^) ^eligfeit unb SSetbammnip aM abgefd^Iof ne 3u{lanbe, boi^ 
gum ^U in grgcnfeitiger 9(nf(^auung/) in bei ^ofnungdlofen S3fc^ 
bammnt§ noc^ bie augufHnifc^e SRilberung/) bie ^SUenqual geto&^n< 
liä^ aU burd^ mattrieUed ^tnn, ^) bie ®e(igfeit aU Stnfd^auung unb 
®enu§ ®otM, baburd^ bie ^oUt ®i(^et^eit toor ber ®ünbe.*°) 2. @itt 
Mottbre« firc^Iic^eö 3ntereffe erl^ielt bie Seigre »om Segfeuer/ teiefern 
fle t^eiM mit ber $ietat für bie ^lobten gufammenl^ing , tf^tü9 bur(^ 
Seelmeffen unb 9(6(ap bem 6(erud l^&^fi einträgtid^ n>urbf. 5Dabur(^ 
bie SSerful^rung )u mancherlei fittengefäl^rltd^em 9(Berg(auBen* ^et 
ber Segen fa| ber meinen reformatorifd^en ©ecten unb X^eologen f.b. 
12* 3affxi)^ gegen bie bamold nix^ giemtit^ unteftimmte Sel^re*°) Srfl 
W ber Bereinigung mit ben ©ried^en gu gl orenj 1439 unb gegen 
bie ^oteflanten gu Strien t n>urbe bie Äird^enfel^re öom Purgatoriam 
feflgejlelCt, ald aSuf anmalt ber gef(i^iebenen ßl^ri^enfeeten für atte auf 

h) Dum ScoL L. If^. D, AI, Art. 2 : lo seeretis jodiciis, qaae fiant 
circa siogalas pertonas, fit jattitia, non tarnen omnibas manifeste. Rttio- 
nabile est ergo, qnod [esse] debeat aliqaod jndiciam generale, in quo ma- 
Difestetor jostitia, quam exercait in jndicüs partieularihus. Lombard, L, 
ly* D, 47. C: Alii jndicantar et perennt, alii non judicantnr et perenot: 
alii jadieantar et regnant, alii non jndicantar et regnant. Jndicantar et 
perennt, qoibns daminica inclamatione dicetnr: esurivi et noo dedislis 
mibi manducare. Non jndicantnr et perennt, qnibus Dominus ait: qni ood 
eredit, jam jndicatns est. Ex electornm vero parte alii jndicantar et re- 
gnant, scilicet qni vitae maculas iachrymis tergnnt et eleemosynarum su- 
perindoctioae operiunt. Alii non jndicantar et regnant, qni etiampraecepta 
legis perfectlone virtntnm transcendant. D, 49. D : Potant qoidam Domi- 
nam descensoram in vallem Josaphat in judicio, eo qnod ipse per Joelem 
[3, 7.] loqaitnr etc. Hoc quidem paeriliter inteUigant, qnod in valle, qnod 
est in latere montis Oliveti, descensaras sit Dominas ad jndiciam, qood 
frivolam est. Qoia non in terra, sed in spatio hnjos aeris sedebit contra 
locam montis Oliveti, ex qno adscendit. Duns Scot,L,If^.D,Al, Art,^\ 
Dnbinm est, an fiat in tempore vel instantia et si in tempore, an in brevi, 
vel non brevi. Possibiie qnidem est, qaod merita singaloram omnia sin- 
galis innoteseant. i) Jb, L. IF, D, 50. E: Boni malos et mali bonos 

vident, osqae ad jndicinm. Post jndiciam vero boni videbant malos, sed 
non mali bonos. F: Adeo sancti Dei jnstitiae addicti aant, at nulla eom- 
pauione ad reprobos traosire valeant. 

k) Ib, D. 46. A : Non incongrne dici potest, Deam, etsi jaste id possit, 
non omnino tantnm panire malos in fntaro, qaantam meroerant, sed eis 
aliqnid, tantnmcnnqne mali sint, de poena relaxare, 

l) Ib, D, 44. F : Gehenna illa, qnae stagnnm ignis et sulphuris dicta 
est, eorporeui ignis erit, et eraciabit damnatornm corpora. 

m) Thoma$ P, J, Qu, 100. Art. 2 : Bx boc creatnra rationalis in josti- 
tia confirmatnr, qnod efficitnr beata per apertam Dei visionem. 

n) Elveidarittm e. 61 : Post mortem porgatio erit, ant nimins calor 
ignis, aat magnus rigor frigoris, aut aliad qaodlibet genas poenarum. 



?eftte3)infle. §.89* 105 

(Srbnt niä^t l^inte^enb grBüf te ^ünbett/ unb atö Steinigung für aUed 
Unlautre 4 ju fürjen unb ju rinbern burd^ bie aSemül^ungett ber Se« 
Bmben unb bur(36 bie SSermittetung ber kixä^t, mit SBarnung iwr 
fc^bli^em Oetoinn unb öor ftji^flnbigen gragen»**) 3m fflottöglaus 
Ben unb in einer conftanten t^eologifd^en ÜBerlieferung ijl tin ttjirf « 
(u^eö gegfeuer angenommen, p) baö h?ie einfl öon 9Beffel fo bon ber 
neu^en Geologie nur ate l^ergeBrad^te« S3ilb für bie »Jlotl^toenbigfeit 
einer geifligen Steinigung bor bem ©intritte in bie ®emeinf(]^aft ber 
@eßgen gebeutet toirb.**) 3. ®ic griec^ifd^e Stixä^t i^ai ftd^ aud^ ju 
Slorenj gegen bad geuer bertoa^rt, baS j!e erfl Beim fflettenbe ertoar? 
Ut 01«^ ^^^^^ toal^ren SWeinung gel^n burd^ ein ®ett?iffen0gerid^t im 
Womente beS ^obed bie reuig unb im ®nabenfianbe aBgefd^iebetten (See« 
Im fogleid^ in ben feiigen Swftot^^ üBer, bie ^ünber in ben J&abeö, in 
toetd^em nid^t dtmt, nod^ Sü^ne ijl, too^t aber toerben il^rer biete sjor 



o) C. Florent, D^nitio: [Harduin T»JX» p,422 s.] Si vere poeoiten- 
tes io Pei cariUte decesserint, aolequam dignis poeoiteotiae fractibus d« 
eommissis satisfeceriat et omissis, eorom animas poents purgatoriis [xa- 
ditQuxais] purgari, et at a poenis hojasmodi releveDtnr, prodesse eis 
fidelium vivorum saffragia [inixovQlag], missarum scilieet sacrificia, ora- 
tiooes et eleemosyoas et alia pietatis offieia, qoae a fidelibus pro aliis 
fidelibas fieri eoDSueveraat seenodom ficclesiae institata ; illoramque aai- 
mas, qoi post baptisoia susceptum Dullam omoino peccati maculam iacur- 
reniDt, illas etiam,qaae post coatractam peccati macnlam vel in suis cor- 
poribns vel eisdem exntae corporibus, pront dictum est, suot purgatae, 
iD coelnm mox recipi. C. Trid, Sess, VI. can, 30 : Si quis post acceptam 
jastificatioois gratiam cuilibet peccatori poeniteati ita culpam remitti et 
reatoin aeteroae poeoae deleri dixerit, ut nuUus remaueat reatus poenae 
temporaiis exsolveadae» vel io hoc saeculo, vel in purgatorio : aoathema 
Sit. Sets, XXV. Decr, de Purgatorio: Cum cath. Ecctesia, Spiritu S. edocta, 
ex S. Litteris et aatiqna Patrum traditione in S. Gonciliis et aovissime ia 
kac oecumeoica Syaodo docuerit, purgatorium esse aoimasque ibi deten- 
tas id^lium suffragiis, potissimum vero altaris sacrificio jovari : praecipit 
S. Syaodus Episcopis, ut saoam de purgatorio doctrioam, a S. Patribos 
traditam, a Christi fidelibus credi etubique praedicari diligeoter studeaot, 
apud rudern vero plebem difficiliores et subtiliores quaestiooes, quaeque 
ad aedificattoDem non faciunt, a concionibus secludantur; incerta item, 
qnae velspecie falsi laboraut, evulgari dod permittaat; ea vero, quae ad 
enriositatem qoandam aut superstitionem spectaot, vel turpe lucrum sa- 
pioDt, lanquam scaodala et fidelium offcDdicuIa prohibeaat. Cat» Rom. J, 
7)3: [p. 406.] Est ignis purgatoriusy quo piorum aaimae ad definitum 
tenpus cruciatae expiantur, ut eis in aeternam patriam ingressus patere 
possit, io quam nihil coinquinatum ingreditur. 

p) Beliartn, de Purg, //, 11 : Communis sententia Tbeologornm est, v«- 
Tum ei proprium esse ignetn ejuBdem speciei cum nostro elementari. Quae 
Miteotia non est quidem dejide, quin nnsquam ab Ecelesia definita est. 
Tarnen est sententia probabilissima : 1) propter consensum Scholastico- 
rniB; 2) propter Gregorii auctoritatem, 3) propter Augnstinum etc. 

q) ^e^^e/t Opp.Groniog.614. T.I. p.618ss. JMee, !at$. IDoom. 8« II. 
6*425. aWö^ler, ®i?mb* ®. 215 ff. 453 f. «.«ebner, b. gegf. W- 
bogm. 9lgn«b. 856« 



106 Dntologie. Hntl^ttt^ologtf* ttapJII. B. 

bfm fijrftgerid^te burc^ fromme Sktle ber tiitxUtm^tn utih b«t(^ bie 
gfutWttcn betJKn^e gerettet/) 

f. 90. (iiiait|tllf4c IHr4eii(e^rc iml att^roteUftnHf^e ^^ofiinfttifer. 

SDa« Segfeuer toirb aö ein QlBerglauBe »ernjorfen , ber ott eigne 
®enugt^uuttg ber 9te(^tfertigung aUein bur^ ben ®Iauben totberfhei* 
tet, gro*e Wlßbräu^e \>txfä)utt>tt unb in ber J&. S^vift ttl(]§t Begrün- 
bet iji/) SDal^er t^eiW »öinbeutunq auf eine SCobtenertoecfung ei^ am 
iungflen ^age^ t^eiH unmittelbar Übergang ju ben aSergettmtgdjuPn- 
ben.^) 3)er Job bei ©laubigen aW bie {Reinigung J}on atter ©in» 



r^ Cof^. ortköd. P, I. Qu. 64 : *uino&^c()eovai taxf* icfcl av&Qanoi^ 
onov vä iivai avufAian r&v atDiofiipatv xal anoXXvfxivw ; Totainns ra- 
|ca>f arS-^ttnot Siv iv^iaxorrar fjid fiißaut noXlol ano tov^ ä/uutQtfolovi^ 
iXev&iQiovowtai ano ttSv deofiäv rov ^dov, o^i fik fiExavoiav i\ 
i^ouoloyijffiv iSixi^v TOi/f, xa&tog t} Fgaifii kiyw iv yccQ T(ß qSr^ Tisp(y- 
fioiboyi^Oirat (toi ; aXXa fik ras eifnoitag rtSv CoipTtov, xal ngoasv^as vniq 
avriSy rijg ixxXrjaias, xal f^i rnv avalfiaxtov f^aXtara &va£av, Snov xaS^' 
flpLigav nqoOipiQH ff IxxXnata am To^g C^vrteg xal Ti&Vf^xoTag xot- 
vSc oXovg. 6u, 66 t: OvStfila rQtt(ffhdiaXafißdv€t ne^l avrov [tivqto 
xa&aQTi^Qioi^, ya evQiaxerai ^ijXadri xuv fiCa ngotfxaiQog xoXaaig xaSit^ 
Tixfi TÄv -kpvx^v varega and top S^varov fiaXiOxa ^ yvtofiri rofi ^Stqiyir 
vovg dtct rovro xattxgl&ii vno r^; ixxXtjaiag, Leo AUatiut^ de Eec. oee. 
et or. perp«tao ia dogm. de pnrg . ooDsensa. Ron. 655. 4. Quenstedt^ de 
Ece. or. et lat. id do|^. de p«rf. disseosa. Vit. 671. 

a) j4.S,p»301 *: DraeooU eaad« ista, missam iatelligo, peperit mnlti- 
pllces aboBiioatioaes. Primo purgaiorium, Missisenim proaaimabas, item 
vfigiliis, septinis et tricesifliia, anoiversariis exequiis et inoumeris aliii 
pbantatiis irraeraot in paif atorion. Sie misaa propemodui pro solts de* 
faoetis fait celebrata, ean taneo Christus saerameotam pro solis Tiren- 
tibos iostitiierit. Qaapropter pBrgatoriain,etqaidqiiid ei solemnitatis, cal- 
tns et qoaestus adbaeret, mera diaboli larva est. Pugnat eoim cam prime 
artievlo, qvi docet, Chriitnm $olum^ et noa homioiuB opera, aDimas libe- 
rare. Et constat de raortais aihH aobis diviaitns mandatum esse. Cor/. 
üTo/b. //. e. 26 : Qaod qaidam tradsot de igne pttrgatorio Odei cbristiaaae, 
credo remissioaem peccatomin, purgpationiqae plenae per C bris tvm et Chri- 
sti sententiis adversatur Jo. 5, 24. 13, 10. Jam qnod traditur de aaifflakm 
mortuomm appareatibns aliqaaodo et peleatibusofficia, qaibns libereotiir) 
depatamas apparitiones eas inter ludibria diaboli. — ^uW^tt^, SReUi« 
53 1 * n j f Ärne^mf €iBrr* tüiber bie alte grobe ?fige b. $oj)iften v. gegcf . grff. 570. 
4. G. Calixtusy de if^eparg. Heimst. 643. Com Ü, Calixtivivk^xcWB. Ih.650. 

h) Cat.min,p.dl2: Spiritus S. bos omaes in extremo die amartetus' 
eitahit, A, 8, ;7.310 s: Etsi pro aobis orent Sancti io terris, et fortassis 
etiam io eoetit ete. Sive Uli siot in sepulchrity sive in coelis* Cf. Luthtr 
ad Amtdorf: [IDeSBette* $. II.€«122.] De animabas tuis oon satis babee, 
qnod tibi respondeam. Proelire mihi est cooeedere tecum in eam senteo- 
tiam, joatorom antmas dormtre ae nsqiie ad jadicii diem nescire, abi siit. 
In quam sententiam me trabit verbom Scriptorae: Dorminnt enm patribot 
suis. Et mortvi resnseitati per Christnm idem toetantor. — Cat. min. 
p, 375 s: Oramn«, nt Pater coelestis, cum hora mortis venerit, aos ex bae 
miseriaram valle ad se io coelom recipiat. Conf. Helv.JL c. 26: Crediains 
fideles reeta a norte corporea migrare ad Christnm, ideoqne viveatian 
snffragiis ant precibus pro defunctis nihil indigere. Credimna item infideles 



8e^e !Z)inge. §. 90. 107 

&e^)uttbbif ^ufet^rl^ung etned un^nWä^tnitibt^ gelegentlii^ etteiefm 
&iiw^ bfe aSff^ffml^elt ber Sacramente»*) S>uxäi tin fld^tBotel SBdt» 
gerii^t (BtliqUii unb aSerbammnifi auf etoig entfi^ieben/) Qtoax (Stabe 
ber @((igf eit fe nad^ ben guten fffierfen im irbifd^en Men^ <^(^ ^i< 
Sufianbe fe(6^ ))oUf ommen aigefi^IofTen burd^ bad (RefuUat beö itbi^ 
[(^ett S)afeiiid. degen eine SBieberSringung aUer 5Dinge bie Be^mmt 
erffitte e»igfeit ber »öBaenfhafem «) 3)ie atti)roteflantif(!^en 
9)ogmatifet entfd^iebm fid^ bafut/ ba^ iebe (Seele ald6a(b bur(^ ben 
3!ob jur ^oUen ^eligfeit ober 9}erbammni| ge(ange Iraft eined ©otted« 
grrii^td im Sobedfam^fe. ^) @ie l^aBen bie l^ergebrad^ten Silber bed 

reetM praecipitari in tartara,ex quibns nnllns impUs aperitur, allisviven- 
tium officiis, exitus. Calvint ^^v/onavvvxia, i]oo refellitur error eomm, 
qoi aoimos post mortem usqoe ad olt. judiciam dormire putant. Par. 534. 
Argent. 545. 

e) A. C. p* 194: Mors ipsa servit ad hoc, nt aboleat banc carnem pec- 
cati, nt prorsas novi resorgamus. F. C. p. 723 s: Vetus ille Adam, quasi 
asinos indomitas et coDtnmax, est adhac etiam pars allqoa piorum, donec 
caroem peecati prorsas exuamns et homo perfecte in beata illa resnrre- 
ctiooe renovetnr. Cat, maj. p. 501 : Exspectamus, ut haec nostra caro 
camomoibus saissordibns et vitiis abolita et sepnlta compatrescat, verum 
praeclare et raaipDifiee iterura prodeat et exsargat a mortnis ad perfectam 
saaetitatem, oova et immortali vita animata. 

d) F, €, p, 649 : De resorrectione Seriptnra perspicne docet, qnod bn- 
jns Bostrae camts, quam circnmferimus, suhstantia^ sed tamen a peccato 
mondata, sit resarrectnra. €at, maj, p, 501 : Quod hie ponitor: ^lufec^e« 
^mtg betf Steife^/ ne hoc qnidem valde apte liogna nostra vernacala ex- 
prcssnm est. Etenira carnem aodientes, non nlterius cogitamas, onam de 
naeello. Vemm recte et genoine loqaendo, germanice diceremas, nufer^e« 
littig be6 MhH ober 8«r{^nam0 fa. e. corporis resarrectionem. p, 543 s: 
QuoDtam et aqua et verba nnnm baptismum esse constat, sequitnr, ot et 
corpus et anima salva fiant ac in aeternum vivant. Anima qnidem per ver- 
baiD, cni credit: corpus autem^ qooniam animae unitnm est, et baptismum 
qooque apprebendit, qua ratione potest apprehendere. 

e) C. A, p. 14: Christus apparebit in consummatione mundi ad judi- 
eandum et mortuos omaes resuscitabit, piis et electis dabit vitam aeter- 
nam et perpetna gaudia, impios autem faomines et diabolos eondemnabit, 
Ol sine fine crncientor. ß A, C.p. 134 #.- Pertinet ad fidem vita 
aeterno : opera, quia placent Deo propter fidem, mereniur alia praemia 
corporalia et spiritnalia. Emnt enim diserimina gloriae sanctorum. 

g) C.A.p.lA: DamnantAnabaptistas, qni sentinnt bomioibusdamnatis 
acdiabolis finem poenarum futurom esse. 9)ag(gen tool^I nur fnbjectto: Cat, 
*)ay.p. 517: Precamur, ntregnumtuum internes erectamvigeat, utregnum 
diaboii abolitum prorsas exstirpetar, nequid jaris aut potestatis illi in nos 
relisquatur, donec prorsus submersum fuerit, peccatis, morte et orco ex- 
itioctis, nt nos perpetue in perfecta justitia ae felicitate viramus. 

h) Quefiät. P, tF, p, 567 : Animae piornm tempore inter mortem bomf- 
BIS et extremum Judicium intermedio non dormiunt, aat sattem in aliquo 
statu tranqaillo et laeto sunt, sed illico ad beatificamDeivisiooem in coeto 
•^■ittantnr ac perfecta heatitudine ßruuntur, Impiornm vero animae in 
iofemo sabjectae sunt damnationi et eruciatibus. p, 605 : Judicium extre- 
nun est rel partieulare et occultum, vel univertale et manifestum. Par- 
ticalare fit in morte vel extreme mortis agone eujusvis hominis. 



108 Ontotogie« Hnt^topologie« (Sap^III. B. 

IBo(fig(att6eiid in Segtife jerlegt* Suferfte^ung tint9 gei^gen ^tr^ 
)>ft0 nur f^inf^ä^tÜä^ ber ^uf^rBung finnlid^er SSeburfniffe* ÜSer W 
9eiMA(tnng bei @ff(^(fd^tdunterf4iebd toaxtn in ber J^ird^ bon p 
iftt bftfc^iebne SReinungcn/) SSerbammni^ burt^ 93erauBung aUet gei- 
zigen ®uter unb burd^ ein Sfeuer Befonberer %rt in berf($iebnen @ra^ 
ben enyiger $ein) juweilen mit ber Sinerfennung, baf bief nur man: 
ni(^fa(^e 99i(ber eine! unaudfpre^Iid^ Sfurd^tBaren fein. ^) ^ic ^tn- 
fd^auung ®otted aM intuitib^ bermut^ungdn^eife anä^ thxißtxiiäi.^) ^ie 
(Erneuerung ber 9Be(t Ba(b attSeriungung/ Ba(b aMSemid^tung bun^ 
ben SBeltBranb unb aU neue ®(^&pfung $ i^r 3^^ ^t< ^Befreiung ber 
6e(igenr b« 1^. eine ben berllärten J($r))ern angemeffene UmgeBung,'") 



i) Quensi, P. IF, ;7.599 : Idem Dumero et sabstaotia corpus, qaod io bae 
vita gessinos, resarget io oovistimo die, ac proiode corpora aoatra resosei- 
tata quoad subttantiam qod sant fatara spiriiualia, sed solam qaoadgf/a£- 
tates. Unier ben ®f9enr&6en: Aoabaptittanim, somniao tiam corpora caroibas 
et ossibas cariiura. Holla%p, 1245: Homioes e pulvere terrae excitati pro- 
dibuot<ft veno sexu^ virili et muliebri. Opitz, de statara et aetat. re8o^ 
geotiom. Vit. 707. 4. /. G, fValch, de statu mort. et resurg. Jeo. 728. 4. 

k) Holla» p. 982 : Carehitanima damoatorum visiooe Dei beatifica, frni- 
tione sammi beoi. Corpora destitoeDior omoi claritate et venustate. Mala 
poiitiva aaimas et corpora affligeot. Intellectus ipsoram cognoscet Dem 
jodicem justissiamm, voluntat torquebitur odio Dei, tristitia summa et is- 
patieotia furibnoda. Corpora crociabnatar igai maeert<i/tqo idem, sed iin- 
gulari, /I.9S7: Poeoas aeternas dicimns oon solam cootiooas, sed etiam 
perpetaas iofioilasqoe Hulteri Loc, 33. Qu, 3: Qoiaam et quales faturi 
tont craciatas isti T Neque istnd vel meas oostra satis eomprehendere, vel 
liogaa effari potest. S. Scripturaadcaptam nostnim se accommodaas variis 
pbrasiboty desarotis a poeois bajus vitae, aliquo modo adambrare voluit: 
Qt, qoaodo oomioat coDfosioaero, igoomiaiam, opprobriam sempiteroaD) 
fletam, stridorem deotiom, deosissimas tenebrat, vermem nnoqaam iDle^ 
moritarom, stagnom ignis, et per id geaos vocabala alia maximos et ex- 
qaisitissimos illos craciatas ob oculos pooit. Cotta: de morte aet. Tob.771. 
4. de ioferao eiasqae sede. Tab. 775. 4. ^d^ottel/ gtoufame Sefi^t« b* 
^öKe unb i^ter €lua(en. fdxtm* 776. 

l) Quensi, P. Lp.bbb i Organon visioois hujus sunt partim intellectnt 
partim oeuli corporis glorificati, ad mioimum respecta Redemtoris io as- 
sumta bamaoitate Job. 19, 27. Visio dod est specularis, quomodo oodc ia 
aeoigmate videmus, sed intuitiva, immediata et perfecta 1 Cor. 13, 12. 
1 Jo. 3, 2. Hollaz p, 458: Beates io coelo Deam oculü corporeis visaros 
esse, Don quidero apodictice certom, probabile tarnen est. CalixtihAt 
bono perf. s. aet. beatitadioe. Hlmst. [643.] 664. 4. Loeseher^ de glorioso 
aoimor. coelo. Vit. 692.-4. fTeistmann, de visione beatif. Tab. 746. 4. 

m) Gerhard T. XX, p. 52 : Noo diffitemor, maltos ex piis veteribas 
in eam coocedere opioioaem, qaod mandus non xar ovcfutv sit ioteritaras, 
sed xara noioxrijag duntaxat sit imroutandus. Quensi, P, JF.p,QiO: Con^ 
summatio saeeuli est actio Dei uoitrioi, quia is per ignem totom hoc ani- 
versom et qaidqaid eo praeter aogelos et homioes cootinetur, qooad sab* 
staotiam totaliter annihilabii, in veritatis, poteatiae et justitiae suae %lo', 
riam et piorom Jiberatioaem. Lund, de excidio universi totali et sabst 
Stoekh. 712. ^(^ubett/ Vernunft« m f^ttftnt. <0eb. o. (Snbe b. SBeU.Sen. 



8e|te IDinge. §. 91. 109 

$•91. ftenere Knfiil^teit* 

Sei ber Unie^imtnt^eit unb Uniffriebigung ber Stixä^nU^xt iSAtt 
tn interimifltfii^en 3ufiAnb erneuten fi(i^ ßonjiecturen*) ))om Seelen- 
^fafe [xpvxonawvxia],^) (Seelentoanbetung [fieT6fi\pvxmaig] in auf« 
figenber ^inie,*") ^uferflel^ung bur(i^ ein fogteic!^ I6eim ^obe fiä) tnU 
)i(fe(nbed Organ/ '') iid naä^ aUtxUi Hof emt)irif(!^en (Segenfä^en toU 
erSingelneö bie münbig toerbenbe $^iIofo))^ie fi(i^ berfP^antafletilber 
Ü Wä^tx Ben^uf t mürbe, unb an^ bie !ird^(i(^en ÜBerKeferungen bie« 
rr ^rt für f9mBo(if(^sm^t^if(i^e S)arf}eKungen bei ®(auBend an Un« 
lerBti^feit, ober gugteici^ für Slccommobationen im 01» ilefiament er« 
ßrte* IDie ®u)pematurafipen , ^ierburd^ gur ni6gU(J^jlen SSergeifii* 
|ung beran(a§t/ Befii^rieBen bie ^ufer^e^ung a(0 @tufe l^&l^erer SöiU 
)ttng buri^ ein ebtrrel Organ / ba0 Seltgerid^t aU ein im Womente 
)oU)ogened «$er$en0geri(^t/ bie neue ®(^6)pfung ate l^&^ere @ntU)id« 
[ung bed ^(anetenf^flemd/ an^ freute man fi^/ ^on ben $:^9fi!em 
&ie Se^atigung eine6 einfimaßgen 9Be(t$ ober SrbBranbel }u ent^fan:: 
jm»') SlBer fromme )pl^antaflrenbe ©eijler feit ©toebenBorg BeteBten 
nieber bie aSorftettung tintS @(i^attenrei(!^d anä) jum @rfa|e M ^nx» 
gatorium unb fd^mutften fi^ i^rett J&immet an^J) (Segen bie aBfofute 
«toigleit ber J&öttenfhafen tourbe »orgeBraci^t : ber STOanget bei Sfleijel 
jum a36fen, 9leue burd^ ©träfe, SBegfatten be« ©trafjtoedeö Bei ein^ 
tretenber Sejferung , ÜRißöerl^aftniJ eiüiger ©trafen gu jeitli(!^en SSer« 
gf^en, UntoereinBorfeit einer Erinnerung an etoig Unfelige i^rel ©e« 
f^Iec^td mit ber ®elig!eit ber kommen, mit ber ®ute unb 9Beidl^it 
6ottc8* 3)a]^er fajl atCgemein eine nur ^i^potf^tü^t, l^öci^fienl refa« 
ti)}e(Smig{eit ber«$&ICenjlrafen angenommen n^urbe, a(fo feine, s) toenn 

746. /. A, Osiander^ de cons. saec. dss. peotas. Tab. 767. 4. Hiller^ 
erthod. de fioe maadi senteot. Vit. 772 ss. 10 Cmm. 4. 

a) Fascicalas rarior. ac eorios. scrr. in quo qaaestt. de aoim. post so- 
inUoDem a corp. stata contioeotar. Frcf.692. 2T. SRtttl^etlutiaen a. b. metf- 
tefitbiöjlett <S^m bet \)etf of nen Sal^rl^» fi. b» Bufianb b» @eeie n» b» %t>U* 
$t%t)..^ub« ^ecfetö, äugdb.. 835.. 2 ^. Cotta, receotiores qaaedam 
«oDtroversiae de statu aoim. post mort. Tub. 758. 

h) §. 90, 6. €im onetti, ö. b» nn». u. b» (SdJIaf b. @eele» S3erU 747. 
ilmäjigt: 9tein^atb, 6«665« c) ®d(iUffer, üt b. ® eeleitn)* 2 ®ef)>t* 
iof. 781 f. [gerbet, 3 ®eft)r. ü. ©eeletitot 3« f* getftt* ©lätt. »♦ I. ©♦ 
al5.] — (5onj, 6c^i(!fa(e b* @ee(eti»anbtunö«^9»)ot^. Äönig«B. 79U 

rf; $ t i e ft l e ^, ©etf. e. 58cl». baf bie «ufet jl. unmitte IBar n. b. JTobe erfolge» 

r5ritt. aWag. 773. «.IV. €t.2.1 P,S.Fogel,Ae resurr, carnis. Erl.819. 
, P«g. 4. e; « n n et, Xif^ih ^alingenelie. 9C. b. gt. ». Sacater, 3üt* 769* 
I«. ^a»)|)a<lS : ü. b. «ef«^>affen^. b. fünft* Seben« a.S(nf. K Statur. DuebU 
»9» a. «nfld^t b. «ibel. «b* [81K] 82K 2 33. Öljt]^ arb, ü. b. *t. «uf» 
ftfe^ungdU Ulm 823. — Seiler, de terrae cooflagr. et novae terrae instau- 
t. Erl. 792. 4. — Storr, de vita beata. Tub. 785. 4. [Opp. aead. T. IL 
75.] fibtf. ». SB. 8. @tott, Züh. 791. ^, «at^ater, «««fluten in b. 
»i9n3fit.768ff.4lB.4.9l» 782. 1.2. 33. 3ung, gen. @tiU in g, ^^eorie 
®«fl«funbe. mxnh. 808. u. a>)ologie brf. «b.[809.] 833. — 8. $.8fitf e» 
«Her, uttfer Bujlanb ». iCobe b. j. Stufet^. «))j. 852* 



lia Cntologic. ant^ro))o(ofli(. ^af. III. B. 

au^ nuT SHtWäxmti auf ble aBittmbiingung aOn 3)inge (lolTUn.'') 
fSU 'Ott 1). Ci^rfftbuc^ftabr für »idt ni^t mt^r auSitt^tc, um fftnf 
auf i^n gu fteirbtn, trat an bic StcUe bn juvtr^c^ttti^m SBcfümmui) 
äbn baS EQit ? her UnflttMid^fcit bit tinf(i4' S"9' "o^ bm 06? 3)fi 
mobfmt SuticmatuTaltämue nlt in {)laliona[t3mu# 1)aüt füi t«l 
:3ni[ttU bc« tnbbibutatn ®(ifice tin cnti't^ttbncB 3a, aut^ }um<&<iiil< 
gfbtauf^t fttinCl^i: Cffiünfi^t, tto^InuBgt^atttt mit Smtifm tiQ| tu 
fSn^tnuns Jtantt utitrr i^ntn ju Aunfttn feintS tinm Slontml' 
gtunbrt [§. 83]. Iile fjunilattetn ®i}pmt, btntn blt üßfll »in fi«l' 
widluneiytDctg b(T ©ott^it ift, etr^idgcn ein troigte £c6tn, ta) im 
s:obf fut^tt« i^nliäi fa.i). !Ra^b(m jut Offcnfiotuna bif frt @<fe«uBi 
niffr« bit Un^Mit^fcU a« dgDitmuB ucrleugntt motben, ') unb # 
ffin^udflung am 3tnftit< , bn ©(^(cimnad^tr aui^ tn ftinn glüili< 
gtn (SntDtiftuns nur btt fii^riftsttiiagc S^d^tigung unfnB ®nn) nlt 
S^fio nttgtgfltjiifetni ^IK/) t^dts alC fiommt dtiflQnation, t^iill 
att ttilft Qtnl&tifung auf bafl iCirfTcitI tn'B SBolfBlr^cn orbtungnt not, 
fetgann vom ti^ÜDfo^^tf^tn Stanbtiunftc ftibfl au8 rine dtcadion, Ufls 
alt t^tile alt UTfprünglid^tnSinn, t^ttlB alB not^mtnbigc goitbilbttR} 
bt« ^cgflff^m ®i;fleme, auB bcm SQrr^ärtnifTt bcB Scgrij^ jum @riiir 
obre auB bn Sb» btr ^ß^trn S^nffinCi^tcit, bit Unftttblt^ffit b(B3i>: 
bivibuumB, alB «in im fSit\tn M ®ciftcB (Snt^alttntB, fo»a^ W^| 
mtinfl, ßbn alB nft trnn^ bit fitit H^t griftlgti ^itbtrgcbutt %•; 
»irtttB, bt^uptctt.') üDit ncuiOit^oboitt brai^tt mit btm(liirfn| 
IMaubtn an bat 3tnfcitl au(^ bit altm !8iUn teiiUx all SDogmni. 

I.M. Mtit. 
Site S'ob ift im i^rlßtli^tn Sinnt Wtbti (in Übtl, vei^ tin ®it,j 
fonbtcn tin Qctignit, baB jt nat^ btn Umflänbtn fd^mtr obti: lam 
Immtx eint dr^e^ung bt< Sci^tB foibert, um uürbig tritbt, obn, »^ 

fjT«ffin'9,8(i6n[t».b.rtiti9tBei(.770.[«4rr.!B.rX.6,I49ff.l-i»i 
mon, Symbol«« ad doctr. de poeairara div. dnralioDe in Blt.fiU. [OpP-*^ 
Erl.T93.Nr.4.]®abI(i:, (Inme.&auptgt.gtgenh.Qii!iQr.t).4iI[tn^,[9t.l^t 
3oain. 9. XV. St. 2.] C. B. Klaiber, de damn. improbornm aet. Tab. 824.1. 
- *. « t b I a m, ü. b. 8. B. i. tw. «(rtamnutifi. [Stnl). u. Ätit. 838. fr 1) 

A> 3. aD. fOtlitU«, MvCT'^fiav ä^ioxataajäams mivttav. Cfi<>i> 
701-10. 3 !B. r. P. Steta, de laco r^c änoKajaOT. Amst. B56. 

■Hi-Seucn&at^l eekanttn ü. Xot> u. Unfl. iRünib. 830. 91ar<i<> 
))(il. QnftnMi^Etit«!. aifu(t831.Sdebi:.3{i4ter, t>. 8. 9. b. Itbtcn iDingo- 
»n«l.S33. Scg. ettauf, «lauStn«!. ». U. @. 702 ff. 

lü. b. Xtl. e. 119ff. m.anm. 20. 6^[iBI.@l.99.n. fi.lSS.n.i. 
Pt, b. p^ll. ®(6rinil. D, b. Unfl. b. mtiifiil. 3nliisiib. ©H«b.83l. 
II. Jtrit. 836. «. 1. 3. «.gii^lt, bit 3t)M b. ^Kfinmr. u. L 
<5[btif.834. gticDtxmn«, [SESei^e] b. Süt^Itin v. b. dnf««. 
Stiit», [gt^n»} b. iBü^Icin t). Stben n. b. Sobe. !&»». S3G, 
I, b. 9tti>. f. b.ttnfl. b.Stdc im Sitzte b. fb»ul. $^i(. £BtI.S3J. 
lon«, St^tt. ü. noigt SttfOnl. b. aücnft^m. [3(itf4*. f. fp««!. 
SB.I. *.1.1 »tÄti«, ü.fflSftStle SttD. b. (ttifftnl. Unfi. ^mnt' 
intabi, Unp. n. tu. Stbni. iRatn} 83T. 



Stett3)fnfle. §.92. 111 

tini^ im MmnanotiüitnSAmmtx bei UiiÜäita äufttmiti baban nit^t 
mt^ bic fRtbc ftin fann, wütbig moatttt ju tunbcn. 3)(t iSilbn; btt 
fitnnbif^cn 3>tf>>n^ im 91. 3:tf)ainmtt tiantn ttii^t ffii QluDinmo 
bativn gt^lim njnbiii, tutnn aui!^ mani^ci baran nur b» Eebcnbioc 
@ipn%titaui$ volfömägiger Übnlifferung ifl. %6re a(8 ^ß^antaft» 
tiltxr, ffirbn auS tintm StftQc b(ä Sdßtd mit !Rot^tD«ibtsItit (re> 
DDigfsangra, noi^ mit ber ^Smmigfcit iDtftntlic^ Mrfiunbtn, finb fle 
nui »ragäitstii^t S»tmm bti 3bn, tag btn Wtn\iS) fcithbc in tintt 
Snijgfrit, bl( mit btm iibif^di MntdnS t^. 3)et£ti[i ^atbutt^Itln 
untnHti^cä ®txt1stn ein Otn^t auf bitft (Sivigtttt, ba^cr tin tigmtlii^ 
nltgia((B 3ntn:(ff( füv fein grovt&tßt^rn nit^t jlatt finbtt. ^it $^ilo> 
fpp^it i^ bitf« SßotfteWung günjlia, twnn «nttt btm aufnfit^bm 
ii\it tin Uihiiütte lOrgan utT^aubtti wirb, baS fic^ btr @ttjl tr^tugt 
obre an1ii(b(t, angemelffn btr ntutn St&tnat^Sligftit. StbcnfaU« Ift 
ttr Ütuftrftt^ung üinaü, too nit^t ttnc fianf^aftc ®ä)tu vex btm 8tib: 
fii^m bor^nrrf(|t, bit »otfflt^mli^f »Mnfc^ouunafliDtift btr Unfitrfi' 
lu^ftit, unb btr Ain^t »tstn btr Sluftrfle^ung (S^iifli, obroo^I bicfe 
anbtitrVit tcar, £tfonbtrS mtit^. Stricht unb tnigt ibtigtltuns mit 
allm un^alttiairn, obtc nat^ Olncrtcnnung ber fortlcä^rtnbtn Srtts 
^rit unnSt^igtn @rünbtn bafür unb bagrgtn , btru^t auf btr flnm 
li4tn ^n|I<^t, ali Kinn 'tat itim naäj ftintm fdigen obtr unfitigra 
etfü^It trp bur<^ äugtrt 3uS3nbe Stwirtt würbt. ®f fiaftlt unb Sßtr» 
himmnig ift vitltnt^r iaä ®tfü^I bca StBrnS ft[6(l na4 ftintm SBrn 
^Unijfe ju ©ott, wobutcfe aui^ btr äugtrt fluflonb Ctbingt tolrb. 
Da^tr jlatt btr fi^rofftn ©tgtnR^t öon -Clmmtl unb *Bßt, mit tm 
ittif(^tn Stbtn, ibix bem ja au<^ eint gtm^tt a3orft^ung nattet, um 
inbiid^t @<f^attiiungra uon £tt)tnes<&trTli^ftit unb @ftnb. 4ittbur<^ 
nltbigt fi^ bal SStbürfnif tintS läutttnbtn 3<»if>$tnjuftanbfl , bn 
jioiir in btr lat^ulifi^en Jtin^e, au(^ nfegtft^tn »on btt boIfBmSfigttt 
^DT^tUung btfl StutrS, als !8ug( unb ©tnugt^ung unkuter aufc 
Stfogt ift, nUt btr tiiottftantif^tn Jtiri^t btt btr ffl6gefi^[DJTtn^tit 
tml auf ttDtg fitjiimmttn SegtnfagtS gtft^Ct ^at. S)it gragr nad^ 33tr< 
Innung unb <Srntuerung btr ^ctt gt^Brt jur matuigtfi^ic^tt unk 
fyit eintn rdtgtßftn Sinn nur an btt 6tf(^rän(ttn Sttrad^tung beB 
ÜCtnt^umä Qtlfait, btm btr (SrbfrtiS atS fEStlt trft^itn. 3n bn Swig« 
l(it btr -^i^ntnftiafni litgt bit Iräftigt ^ntrftnnung btt un^tbingttn 
Sn»trfli(^!cit bc« ^Bäfen unb btt din^tit btS bitfftitigtn mit btm 
itnftitigen £tbtn : ailtin but^ btn TItintn äbfc^ 
tm* ijl batin bit Sttt^tit reillfürli^ btgtänjt. ! 
«»ig fein, unb baS (S^rifltnt^um forbtrt bitft »o 
Ti^on auSgtf)]rn4Ht @nlU)iätUtng , 'bat tnigc Üi 
SrBKtfi btS bitfftitigtn, nD<^ bunl^ tigtnb ttnt f 
gmSebtnl a6gtf(^tDffen anjufe^n, fonbtm alt 
nie tnbtnbtr Srei^it, raebut^ wtbtr bie ftligt f 



112 Oftitbgie. 6|Kci(le 3^(egie. A. 

aMBwrtmu^. fBirfmi aWt bicf« ^if HHif^ SUber/ to^t 
Wt Srtaniigfctt ia fnact SBctfr tolbrrf)nc^, a(i Sot^ettuneen ge^ 
bffni ivatai (•Um, ^ngt m« Wr grifftgcn Si&mtg brc ®f]iiembm 
ü%, taw tvif fir gM|c SdUittx, fo fit nsjefoe SRnifÜ^ gieU ej 
aNlbn«g«(hifni, «itf torfi^ mnr Me $^ta^ mit ber 3ttt befrrun« 
M) Ott Itfblk^ tbifi^tittBgiivcifni okt finb fle o^nrbem ber 4eton$ 
Mm mb iwctift^ ^>^a:fttUxai% mmitb^du^» Sdnoeilfu^ntttgen für 
bie UMfttWdfitit, fMcit fir bm 0r6ilbrtm in bor (Semdiibe 99^itrf' 
«i^ tMtboi fdsaoi, «ifffii ntttocbcr aQr6 Unhaltbare fü^n ^reUge^ 
bnt, ober nsr bU 9cfi^ flolgoi Sebntd gläubig aulßnrec^fn. £ie 
Oifber^eiibllmig alle« «efaOenen ifl ein ber SBeltgefc^i^te ^ox^ä^m 
benbei 3bed, feine fkte Seimrflii^nng bnrt^ bie fitttti^e ffrei^eU atter 
gefi^ffnen MfUr bebingt. 



A. p^ibfap^ifdle Xlnferfuc^ung. 

<^* Seif , t). le^oib. 9eH m. toU b. Sleifcb {n i^m gdoiige. S))^ $12» 
Baumgart em-Crusius, de koa. Dei tibi coascio. Jen, 813. ^. ^« SBetfC/ 
b. 3bee b. Oottl. 3)re«b. 833. «. aiittet, n. b. ddtmdtdf 9. in b. mu 
l^amb. 836. (L $. giftet, b« 3bee b. Ootib* 6tirttg. 839. 3. U. Sttt^, 
b.f))ccaL3beeO. 6t«ttg.845. ^eaglet, b.3bee«. ^etbeib. 845-7. 2$.- 
[^. 9lo^met] itrittf b. (9otte<begt. 9Ui\>L [856.] 3. 9U 857. 

Sn ber fpeci^en Geologie toirb bie ®ott^t betra<!^tet nac!^ i^m 
Sqiel^ung gnr SRenfc^tieit. QSorerfi iß ber @ntnb ju erforfi^en/ buri^ 
loeb^ ein g&ttli<^ed ffiefen für ben religiBfen Wenf(^en ijt. 3m W- 
fem Ontnbe mu^ bie religi5fe 3bee @otted )ool(ßänbig entl^atten fein. 
^ie Seigre t>on @ott ifl ein U)iffenfi^aftli(^ ISetDU^ttoerben bed mtnW- 
Üä^ ®eifled in )93e}ug auf bie in ber fRetigion entl^attene 3bee Don 
0ott. S>n SRenf^ muf üd^ ba^er ®otted fo flar ben)uf t tonUn Ih-- 
neU/ att er fl^ in fld^ felBjl »ertiefenb feiner felbjl betonet toirb» 60- 
naä^ toirb l^ierbur^ nid^td entfc^ieben über bad SBefen ®otted an ^, 
fonbem nur barüber/ n>ie er allgemein unb notl^n^enbig gu benfen iß 
i>on ber {Dtenft^l^t. ffieil aber bie 3bee @otted/ n^ie fle ber SRenfi^' 
Ibeit allgemein unb notbtoenbig i% für tine Ofenbamng @otted üfier 
i^n felbfl gel^altcn toerben muf [§* 18]: fo entfrrw^t unfrcr fufcitctt« 
ben 3bee ®otted fein oiitctii>t9 <Bein, fotoeit ed ))om menf<!^lt(!^en @etße 
begrifen toerben tann* «^ierbur^ finb bie l^albtoal^ren Sel^au^tungen^ 
ba| ein ^ttvM für bad iDafein @otted unmhQÜä^, tint Xt^eoxit ütt 
baö göttliche aUefen profan unb toiberf^rei^enb fei, na^ i^rer SBa^r^- 
l^eit anerfannt, na^ i^rem Srrtl^um loiberlegt. 



?5^i(ofo^)^{t(^c Unterfud^unfl u. ®ott §* 94^ 95^ 113 

$. 94« Set uii§efftiittte 99tt 

(»ctt ifl bad «Bfolttte b. 1^. burd^ flci^ fefBjl ©elenbe* «flem 3u* 
fattiflen mufi ein 0iotl^tt)cnbigc6 ju ©runbe liegen^ benn njo irgmb et« 
toa« ifl, fo ifl biefeö entnjcber butd^ fld^ felBjl unb fomit ba« ^Bfrfute, 
ober but(^ ein anbred, fo ifl biefe^/ e€ tverbe nun genommen a(d ba^ 
erfle ®Keb ber 6nthjicftungöteil^e, ober al0 il^re ©efammtl^eit, ba« 91B» 
folute, tt)ef(3^eS fona^ mit ber iSrfd^einnng not^lrcnbig gegeBen ifi aH 
bie euStianj. 3r^re Ö^lotl^hjenbigfelt ijl jugteid^ unenbtic!^^ grei^it, 
benn Bcfcl^ranft fönnte bie @«6flanj fein, enttoeber burd^ eine frembe 
Äraft, bonn toare fte nid^t oöe«, toaö pe iji, bnrd^ f!^ fettfl ; ober 
burd& bie eigne Jtraft, bann toäre bie S3ef(^ran!ung felbfl eine 3!]&at 
ber fjrei^it, affo feine (Bä^xanU* 9lBer biefel i)on alCen anbem Dino« 
ntaten mtbli^U SlBfoIute ift tut burd^aud unBefannter ®ott, ben bie 
9tetigion meber gefu(i^t/ no^ gefunben f)at, oBmol^I fie feinen an ft(^ 
not^menbigen unb maleren 93egriff in il^rer ©otte^ibee anerfenmn muf. 

§* 95. Cetoeife fttr ba9 Sein <Sotte9. 
Ammon^ brevis argnmentorain pro sammi nam. exist. recog^oitio. Brl. 
793 8. 2 Pggr. 4. [Opp. Gott. 803.] f^* Xtttmanti] X^i^Ut^. ^\. 799* 
[©inten ifl ^ifteuon, m b.JDof» ®» 8^)^ [800.] 807. ®att)e, ü*b.lDaf.@, 
«re«I. 802, [®etf. ü. ©egen^ b. SWor. »• V.] glatt, ü. b. gunbametit b. 
<9U an b. @* [(Sü6!tnb6 SP^ag. @t. 11.] [€udf inb] Öbec b. ®ntnbe b« ®L 
an b* ®. aM aufertoeltK dnteUigen^ [9>hig. €t. 13.] — $ egel, 93otleif. ü. 
b. »eto. ». JDaf* ®. Sln^ang j. 2. ©. b. $^iL b. «eL gortUge, 3)ar|t. n. 
Ätitif b. S3eto. f. b. 5)af. ®. ^eibetb. 840. — Ä. g. Xrol^nborf f, b* toelt:» 
^Ift. 3weifel 0» ift ®ott nur 3bee o. S^ealität? ©arm. 852* 

5!)ie ^ergebrad^ten, bod^ in ber 3)ogmatiC erfl bur(^ bie n>o(flfd^e 
SJ^ifofoip^ie eingebürgerten SSeioeife njarfti meift für tirnti ^erfönfi^en 
unb übernjettlici^en ®ott gemeint, 6egei(!^nen aber nur bie berfc^iebe? 
nen Snttoitflungö^unfte bei S3elüu§tfeinÖ öon ®ott» »Jlel^mli^ ber 
onto to g if(i^ e S3ettjei« entl^aft bie 3bee ®otteS rein aW fofc!^«/ ') ^«r 
fo0motogif(!6« S3e»ei8 fu^rt hinüber jur Srijlenj eine« ?l6fofuten,*) 
ber ^l^)9rico::t^eo(ogif(^e befiimmt ba0 ^bfo(ute a(d ))(a{lif(i^e 
na(!^ 3n>e(fett wirfenbe Ölaturfraft, '') ber moralifc^e aö (Ittli^e 



a) Anselmi Proslogium e. 2 s. M onologiam e. 1 ss. Cartetii Meditt. de 
prima Philos. Amst. 670. Med. 3 et 5. SOi^enbeUfo^n, SD^orgenflunben» 
«rl. [785.] 786. [3aco6, ^tnf* b. SWettb. SWurgenft. 8uj. 786.] 

h) ArittoteL de maodo c. 2. Cicero, de N. D. 11,9. IIF, 12. Joan,Da- 
maxc. de fide orthod. 1,3. itant, b. finjigmögl. IBetoeitfgrunb }tt e.^rmonftr* 
b. XDaf. ©. Ädnig«b. [763.] 770. 3* g. glatt, j. 5)ebttct. b. ©egr. b* Qaut 
faiitftt tt.^. @runb(. b. natfir. X^eologie. 8p|. 788^ ID e b eünb, Sßert^eib. K 
«e». ». 2)af. ®. a. b. llnmögltci^f . «♦ etoigen SBelt. IBraunf4>to.791. ®ruit* 
M^f en, n^net foemoattiol. $ett>. t). b. CIrtft* ®. Sanb«^. 812. 

cj Pfanner, Systems Theol. Gentilinm 11,6 8. (S^.IS^olf, »entünft. Üle« 
banfen )>. b. flBfit^ten natärl. IDinge« ^ofl. 723. Derham, Pbysicotheologie. 
Lond. 714. u. o« Öbrf» »♦ gabrictu6, ^amb. 730. 4. ^. 74U ® anber, to. b^ 
®ttte n. «B«i«b* ®- in b. fÄotur^ «p}. [4. «. 799.] 820. © onnct, ISetrad^tt. 
it. b. «Ratur übrf. )>. 3:itiu«, 8p}. 5. 9. 803. 2 ©. [8. «>. (Srell] ^l^rr^o n. 

S)O0matt(. 5.9(uf(. * 8 



112 £>nto(ogie. 6pedeQe !£^eo(ogie. A. 

Ikä^t Stiruttg aul9ef(^(offfn ifl» 3>iefe gfi'ttbUbung geBü^rt auc!^ bem 
aSoIfdunterrU^te. SBiefem aSer biefmt bie HStif^en fBiÜtx, totlä^t 
bet Sfrimmigfeit in feiner 9Beife )9ibetfpTe(^en/ aU SotfieUungen qu 
(äffen tootben foQen/ i^angt i»on bet geiftigen I9i(bung ber ®emeinbm 
äh, benn toie für ganje QtitaUtt, fo für eingefne Wenfc^en gieW ti 
Silbung^^fen/ anf toetd^en nur bie $]^anta^e mit ber 3bee (efreun» 
bet) ad 6i(b(i<^ %nf(i^auung9tt>eifen ater finb fie o^nebem ber r'^etori« 
fd^en unb t)oetif(^en 2)arßetCung untntUJ^xlii)* 93en>eidfu^rungen für 
bie Unßerl6(i<!^!eit/ fokoeit fie ben (8e(i(beten in ber ©emeinbe »ebürf^ 
ni# tverben thnnttt, muffen enttoeber aUed Uni^aitBare fül^n ))reidge^ 
itn, ober nur bal ®efüi^t emigen Selben! gläubig au^f^re^en. )Die 
ffiieberber^ttung aOe« (SefaUenen ifl tin ber 3BeItgef(!^id^te ^^orf^hx- 
Benbel :^a(, feine flete 9Jertt>irfU(^ung burc^ bie fitttid^e grrei^eit atter 
gef<^f1tten (Beider iebingt. 



A. p^ibfop^ifc^e 31nterfu($ung. 

(Si^fBtif, t)* lebenb. ®ott u. toie b« aRenfd^ gu il^m gelange. S^|* S12. 
Baumgar ien-Crusiuty de bom. Dei tibi eooscio. Jen. 813. (S. «^. SS^etfe, 
b. 3bef b« ®ott^. S)Ye0b. 833. «. SKittet; ü. b« Cftfenntnif ®. in b. Sßelt. 
^amh. 836. 6. $. giftet, b. 3bee b. ®ott^. ©tnttg. 839. 3. U. SBirt^, 
b.f»eciiL3bee®. €tttttg.845« ® engl er, b.3bee®. ^eibelb. 845>7. 2^.- 
[^. 9^0 ^mer] Jtcitif b. ®otte«begr. 9ldcbl. [856.] 3. $i. 857. 

S. 9S. dtfeimliiffett «ttte«. 
3n ber f^cieUen ^l^eotogie U)irb bie ®ottl^eit ietrad^tet na^ i^ret 
IBegiel^ung gur SRenfc^l^eit* Siorerfl if) ber @runb ju erforf(^en/ but^ 
ta>et(^ ein Qbttliä^t9 SBefen für ben religi&fen 9Renf(^en ifl. 3n bie- 
fem ®runbe mu$ bie re(igi5fe 3bee ®otted ))o((ßanbig entölten fein, 
^ie Seigre ))on ®ott ifi tin n)iffenf(i^aft(id^ed ISen^uftmerben bed menf(^< 
li^en ®eif}e0 in ISejug auf bie in ber SteHgion entl^altene 3bee bot 
®ott* 2)er 9Senf<!^ muf fid^ bal^er ®otte0 fo Aar imn^t n>erben !&m 
nen, oö er fl(^ in jld^ fetSjl öertiefenb feiner fetSjl Ution^t toirb* ^o- 
naä^ toirb l^ierbur^ nid^td entf(!^ieben u6er bal SBefen ®otted an ^äi, 
fonbem nur barüBer, mie er alCgemein unb notl^n^enbig ju benfen ijt 
ton ber SRenfc^l^eit. 98ei( aBer bie 3bee (BotM, toit ^e ber aRenf(^ 
Wt aQgemein unb notBtoenbig ifl/ für tine OffenBarung ®otte0 üfier 
if^n felBfi gel^alten toerben mufi [§. 18]: fo entf»)ri(^t unfrer fnbiic^ 
^tn 3bee (Sottt^ fein oBlecti))ed ®ein, foU)eit e^ bom menfi^Ud^en @ti^ 
Begrifen toerben fann. «^ierburd^ finb bie ^alBtoa^ren Sei^fau^tungen, 
baf ein SSetoei« für ba« S)afein ®otted unmBg(i(^/ eine ^l^eorie ü^et 
baö gßtttid^c ffiefen profan unb toiberf^rec^enb fei, nad^ il^rer ©a^t» 
i^eit anerfannt, nad^ i^rem Srrtl^um »ibertegt» 



?5^i(ofo^)^{t(^c Unterfud^unfl u* ®ott §• 94^ 95^ 113 

§. 94« ^t ttttSefaitttte $0tt* 

®ott ifl baS «Bfofttte b. l^. burd^ fid^ fefBfl ©eienbe« «flem 3u* 
falligen muß ein 0lot^tt>enbige6 ju ©runbe tiegen, benn njo Irgmb et« 
too6 ijl. fo iji biefe^ entttjeber butd& flc^ felBfl unb fomit ba« ^bfolute, 
ot)nr burd^ ein anbrc0, fo ifi biefeö, e€ »erbe nun genommen al3 baö 
«rfte ®lteb ber 6nthjicftung0ret^e, ober aÖ i^re ©efammtl^eit, baö 91B* 
folute, toel^eö fona(3^ mit ber iSrfd^einung notl^lrenbig gegeben iji aö 
btf @ub^ang* 3>^re Olot^menbigfeit ifi jugfeid^ unenbUc!^« grei^eit; 
bmn k^ä^xanft fßnnte bic @uBfianj fein, entt»eber bur(^ eine frembe 
Äraft, bann toare fie nicJ^t aöe«, hjaö fle ifi, bur^ f!c!^ fetBfl : ober 
burd^ bie eigne Sttaft, bann toäre bie S3ef(^ranfung fetbfi ünt 3!^at 
ber jfreil^eit, atfo feine (Si^ranfe* StBer biefel bon alCen anbem Dtua« 
ßtaten ent^fo^te 2l6fofute ifi ein burci^auö unBefannter ®ott, ben bie 
Mgion toeber gefu(i^t, no^ gefunben ^at, oitool^t fie feinen an fi^ 
itot^wenbigen unb toal^ren 93egriff in if^xtx ®otte9ibee anerkennen muß* 

§. 95. Cetteife für ba9 ^ein <Sotte9* 
Ammon^ brevis argnmentorDin pro sammi nüm. exist. recog^oitio. Brl. 
793 8.2Pgg. 4. [Opp. Gott. 803.] f^* Xtttm anti] SCMte«- «^§»799. 
[6inteni«] ?JiPeuon, ü, b^JDaf. ®» 8^)^ [800«] 807. ®art)e, ü*b.lDaf«@, 
«teil. 802« [OJetf* ü. ©egenil« b. SWor. »♦ V.] glatt, ü. b. gunbament b* 
%l an b. @» [(Su6!tnb0 9»ag« @t. 11.] l€üdf inb] Ober b« ®ntnbe b« ®l. 
<mb. ®. a!« aufertoeltl. 3ntelllgeiij. [SWag« et. 13.] — ^ egel, «otleif. ü. 
b. 99eto. ü. JDof. ®. Sln^ang g. 2. ©. b. $^il. b. »et gortlage, IDarfi. u. 
Äritüb. S3eto. f. b. 5)af. ®. ^eibelb* 840. — JT. g. Xrol^nborff, b* »elt:» 
P. 3tt>eifa 0. ijl ®ott nur 3bee o. S^ealität? ©arm. 852* 

iDie hergebrachten, bocJ^ in ber 3)ogmatif erji burt!^ bie tootflfd^e 
S?^ilofo)[)5ie eingebürgerten aSeireife loarfti meifi für einen ^erfßnti^en 
unb üBettoetttici^en ®ott gemeint, begeici^nen aber nur bie berfc^iebe« 
nen gnttoi^lungg^unfte beg S3elou§tfeinö bon ®ott. *Jlel^mUd^ ber 
ontotogifd^e S^eloeiS entl^alt bie 3bee ®otte3 rein al0 fol(!^e,') ber 
foömologifd^c S^etoeiö fü^rt l^inuber jur Srifienj eineg ?l6foluten,*) 
^^Jl^^fico^t^eofogifc^e beftimmt ba0 Stbfolute atS ^)fafiif(J^e 
nac^äwetfen wirfenbe Ölaturfraft, '') ber moralifc^e aW flttU^^ 

ü) Jnselfnt Proslogmm e. 2 s. M onolog:iani c. 1 ss. Cartesii Meditt. de 
primaPhiLos. Am st. 670. Med. 3 et 5. S^enbeUfo^n, ä^ocgfnfiunben« 
«tl. [785.] 786. [3a CO 6, ^röf* b. SWettb. SWotgenft. 8uj. 786.] 

h) ArittoteL de mando c. 2. Cicero, de N. D. 11,9. III, 12. Joan.Da-^ 
masc. de fide orthod. 1,3. itant, b. finjigmögl. lBfn)ei0grunb )u e.^rmonftr. 
>. J)af. ®. Ädtti0«b. [763.] 770. 3. g. gUtt, j. 5)«buct. b. ©egr. b. (&aut 
Wm tt. j. @nmbt. b. notüt. JT^eologie. 8pj. 788* 5) e b ef inb, SSettbeib. t. 
*«»♦». 3)af* ®. 0. b. Unmöglicbf . e^ etoiflen SBelt. IBraunf(btt)*791. ®ruits 
M^fen, netter fodmoattiol. ©en>. t». b. CIrtft. ®. 8anb«^. 812. 

e) Pfanner, Systems Theol. Gentilinm 11,6 s. S^.IS^olf, bemünft. ®e« 
bottfen tt. b. flBfi^ten natävl. 3)inge* ,&al. 723. Derham, Pbysieotheoiogie. 
Lood. 714. n. 0. Öbrf. b. gabriciu«, ^amb* 730. 4. Sl. 741. @anbet, to. b. 
®iite n. SBei«b* ®. i« b. fÄatur. Cpj. [4. «. 799.] 820. 93 onnct, ISetra^tt. 
i b. SRatur übrf. b. 3:itiu«, 8p}. 5. $(. 803. 2 f8. [8. b. (Srell] ^l^n^o n. 

IDogmatif. 5.«uf(. * 8 



112 £)nto(ogie. 6pedeQe !£^eo(ogte. A. 

Ikä^t Stirung aulgef(l^(offfn ifl. 3>iefe gfi^tt^Kbung geBü^rt au(^ bem 
aBoIfdutUerrid^te. SBiefem ahn biefem bie IfriSIif^en Silber, totlijt 
ber SfrimtnigfeU in feiner 9Beife tviberfpTCi^en/ a(0 äSotfieKungen ge< 
(äffen toatben foQen, l^angt bon bet geifiigen )8i(bung ber ©emeinbm 
aB/ benn toie für ganje Qtitaittx, fo für eingefne TOenf^en gieW rf 
Silbung^^fen/ anf tvetc^en nur bie $]^anta^e mit ber 3bee befreutts 
bet) ad bi(b(i<!^ %nf(i^auun99tt>eifen aBer finb fie o^nebem ber r^etptt« 
f(^en unb ^oetifi^ 3)arfletCun9 unentbe^rtid^» 93en>eidfu^rnngen für 
bie UnßerbUi^feit, foU)eit fie ben (8eBi(beten in ber @emeinbe Sebi# 
ni# toerben fSnnen/ mAffen enttoeber aUe0 Unhaltbare fwl^n ^rei^ges 
Ben/ ober nur bal @efu^l emigen SeBenl gläubig audf^re^en« £te 
®ieberBer^e((ung aUed @efa(lenen ifl ein ber Seltgefd^id^te ^^orf^m- 
Benbe« Sbeal, feine flete l8ertt>irKi<^ung bur(^ bie fittli^e ffrei^eit atter 
gef<^f1nen (Beider Bebingt. 



A. ^r^irofopQifcQe 31nterfuc^ung. 

(Si^fBtif, t). (ebenb. ®ott u. toit b. aRenf^ gu il^m gelange. S))^ S12» 
Baumgarien-Crustuty de bom. Dei sibi cooscio. Jen. 813. 6. $• SBetfC/ 
b* 3bef b. <9ott^. 2)re«b. 833. $. 9titter , ü. b. CIrfenntnif ®. in b. SeU. 
«amh. 836. 6. $. giftet, b. 3bee b. ®ottb* ©tnttg. 839. 3. U. «itt^, 
b.f))eciil.3bee(9. <Stttttg.845. <Senglf¥/ b.3bee®. ^eibelb. 845-7. 2$.- 
[^. ffto^mtx] StMt b. ©ottedbegr. 9ldcbl. [856.] 3. $1. 857. 

f. 9S. dtfeiwlifrdt «0tt(«. 
3n ber f^cieOen ^^eotogie mirb bie ©ottl^eit Betrad^tet na^ t^m 
fflegle^ung jur 9Äenf(i^l&eit. 5)orerfi ifi ber ®runb ju erforfd^en, butc| 
n>e((^ ein g&ttti(i^e0 SBefen für ben religi&fen 9Renf(^en ifi. 3n bie^ 
fem @runbe mu^ bie religi5fe 3bee ®otted ^oUftanbig entl^alten fein. 
iDie Äel^re öon ®ott ifl ein toijfenfci^aftlici^e« a3ett)u||ttt)erben bei mcnf(^' 
lii^tn ®eif}e0 in ISejug auf bie in ber {Religion enthaltene 3bee ^m 
©Ott. 5Der SBeufd^ muß fld^ bal^er ©otte« fo !lar Behjuf t hjerben fön* 
nen, all er jicJ^ in fld^ felB^ bertiefenb feiner felBfl Betoußt toirb. ^o- 
naä^ n^irb l^ierbur^ nid^td entf(^ieben uBer ba0 SBefen ®otted an ^, 
fonbem nur barüBer, tt)ie er allgemein unb notl^toenbig ju benfen i|l 
ton ber SRenfc^l^eit. 9Beil aber bie 3bee ®otted/ tt)ie fie ber 9Kenf((' 
iBeit atigemein unb notBtoenbig i% für tine OfenBarung ®otted über 
il^n felBfl gel^alten toerben muß [§. 18]: fo entfprici^t unfrer fubi^ctt* 
ben 3bee ©oüt^ fein oBjiectibeö ©ein, fotoeit ed bom menfd^lid^en ®ei^e 
Begriffen toerben fann. «&ierbur(]^ flnb bie l^alBtoa^ren ©el^au))tungen, 
baß ein »etoei« ffir ba« a)afein ®otte0 unmöglich, eine Xf)toxit über 
ba« gßttlid&e aUefen profan unb tt)iberf^re(]^enb fei, nad^ i^rer ^ap 
i^eit anerfannt, nad^ i^rem 3rrt]^um toiberlegt. 



?J^i(ofo<)]^{t(^c Unterfuc^unfl u* ®ott §. 94^ 95^ 113 

§. 94« fttt ttttdefattttte dttt 
(Bett ifl baS «Bfolttte b. 1^. bur^ fi(^ fefBfl ©eieiibe« StiCfrn 3u* 
fattigcn muf ein 0lotl^hjenbige0 ju ©runbe Hegen, benn njo irgenb et$ 
too« ijl. fo ifl biefe^ entttjeber burd& flc^ felbjl unb fomlt baö ^Bfotute, 
Dber burd^ ein anbrc0, fo iji biefeS, e€ »erbe nun genommen al3 ba« 
erfle ®tieb btr enttuitflungSreil^e, ober aö il^re ©efammtl^eit, ba« 91B* 
folute, toef^eö fona(3^ mit ber (Srfci^einnng not^lrenbig gegeben iji att 
bte @ub^ang» 3^ OZot^menbigfeit ifl jugleid^ unenblicl^e gfrei^eit, 
benn befci^ränft fönnte bic @nbflanj fein, entüoeber bur(3^ eine frembe 
Straft, bonn toare fie nicJ^t atteS, hja$ fle i% bnr(3^ f!^ fetBfl : ober 
burd^ bte eigne Jtraft, bann toare bie S3ef(^ranf ung felbfl eine 3!Ht 
ber greil^eit, affo feine (Bd^xanU* %hn biefeö bon otten anbem Oua« 
titütm ent^fd^te 9lbfofute ifl ein burd^auö nnbefannter ®ott, ben bie 
Oletigion n^eber gefud^t, nod^ gefunben f)at, obwol^I fie feinen an fi(^ 
notl^menbigen unb n>al^ren 93egriff in i^rer ® otte^ibee anerf enntn mu^* 

§. 95. Cetoeife fttr ba« Sein (Bottti, 
Ammon^ brevis argnmentoram pro sammi nüm. exist. recog^oitio. Brl. 
793 8. 2 Pgg. 4. [Opp. Gott. 803.] f^* Xittmann] X^i^üzi. ^\. 799. 
[©inteni«] ^ifteuott, ü. b^JDaf.®» 8^)j* [800.] 807. ®art)e, ü.b.lDaf.®. 
«re«L 802* [®ecf. ü. ©egen^ b. SWor. 33* V.] glatt, ü. b« gunbament b. 
<9L an b. ®« [(Sud!tnb6 Sl^ag. ^t. 11.] L€ödftnb] aber b* ®ntnbe b« ®U 
(m b» ®. aU aufertDeltL dnteUigen^ [9Rag. ^t. 13.] — ^ egel, 93orleif. ü. 
b. »et». \). 3)af. ®. Sln^ang g. 2. ©. b. $^iL b. «et. gortUge, IDarfi. u. 
Ätitif b. S3eto. f. b. 5)af. ®. ^eibetb* 840. — JT. g. Xtal^nborf f, b. »elt:» 
^ift. 3weifel o» ifl ®ott nnr 3bee o. S^ealität? ©arm. 852. 

5Die l^ergebrac^ten, bod^ in ber 3)ogmatif erfl burt!^ bie ttj«#fd^e 
SJ^ifofo^i^ie eingebürgerten 93en)eife lüarftt meifl für einen ^erfönli^en 
unb üSerttjeltlici^en ®ott gemeint, bejei(!^nen aber nur bie berfd^iebe* 
nen Snttoi^Iungö^unfte beö S3elüu§tfeinö öon ®ott» »Jlel^mli^ ^«v 
ontoto g if(]^e f&txotxi entl^aft bie 3bee ®otteg rein atö fof(!^e, ') ber 
foömologifd^e S3ett)eiS fü^rt hinüber jur ®riflenj eineö ?l6fotuten,*) 
ber ^l^i^fico^tl^eofogifc^e beftimmt bal Stbfotutc afö ^taflifci^e 
«a(!^ 3ro«<Jctt »irfenbe Ölaturfraft, '') ber moralifc^e aö (lttli4^ 



aj Anselmi Proslogium e. 2 s. Monolog:iaiii c. 1 ss. Cartesii Meditt. de 
prima Philos. Amst. 670. Med. 3 et 5. SOi^enbeUfo^n, SD^orgfnfiunben* 
«rJ. [785.] 786. [3aco6, ^röf* b. SWettb. SWütgenft. 8pg* 786.] 

6j AristoteL de muodo c. 2. Cicero^ de N. D. 11,9. IIF, 12. Joan.Da-^ 
maxc. de fide orthod. 1,3. itant, b. fingigmögl. IBetoeiögrunb }tt e.^rmonftr. 
b. XDaf. ®. Ädnig«b. [763.] 770. 3. g. glatt, j. 5)ebuct. b. «egr. b. ßau» 
falit&t tt. i. @tuttbt. b. natüt. 3:^eolo9ie. 8pj. 788. IDebefinb, SSertbeib. b. 
«e». ^>. IDaf. ®. a. b. Unmöglicbf. e» etoiflen Seit. IBtaunf(btt)*79K ®ruit« 
^Q^f en, nenet foemoattiol. ©ett>. t». b. CIrtfl« ®. Sanb«^. 812. 

cj Pfanner, Systems Theol. Gentilinm 11,6 s. (S^.IS^olf, t>fmünft. ®e« 
banfen ». b. flBfi^ten iiatärl. 3)inge. .&d. 723. DBrham, Physicotheologie. 
Lond. 714. u. o* Öbrf. ))♦ gabriclu«, ^amh. 730. 4. Sl. 741. ©anbet, ». b. 
®ttte H. SBBei«b» ®. in b. fÄatur. «pj. [4. «. 799.] 820. 33 onnct, I3etradjtt. 
it. b. «Ratut übtf. )). 3:itiu«/ 8p}. 5. ä. 803. 2 ©. [8. \>. 6t eil] $bn^o tt. 

S)O0matt!. 5.«ttfl. * 8 



114 Ontotogie* Sptcküt Zf)toU^ic. A. 

SBfltorbnung/) IDurd^ bol Sw^mmenfaHen biefer aSeiücife aud bem 
@eiße unb cin9 bet IRatur mtftel^t bet l^iflorifd^e ^etveid; bet in 
ber 9Be(tgff(^i(!^te bal OffenBartücvben bet ©ottl^eit na(^weifl/) 9l6er 
ein ^erf6n(i(^ed/ öcn bet SÜelt t9ctf(i^iebene0 SDefen toitb buti^ biefe 
j^eweife nic^t batgetl^an, unb gefegt/ ba$ ein fot(J^e6 ))om tettgt5fm 
(Beifte gefacht mütbe/ fo (dfit fi(!^ im botaud etn^atten^ ba§ ein bft9^e$ 
tigion Bebeutfamet ®ott nut auf tetigi5fem SBege gefunben metben 
f&nne. ^et tej^te unb einzige ®tunb unfetd ftommen ©tauBend an 
®ott ifl unfte eigne [Religion obet 8ieBe ®otte0, aU in »elcj^et ber 
®(au^ an ba0 ü(et alCel ®etif(te notl^tcenbig entl^aUen i^. iDad 
®ein ®otte6 ifl fonac!^ bem S^enfd^en getabe fo gmif , al9 x\)m bie 
{Religion iß* 5Die Stetigion aBet ijl im SBefen M ORenfd^en a(d notl^-' 
toenbig, oBmo^t bet Sntn^idlung nad^ fxti, batgeti^an^ tt)o\>uxä) it^ 
bo(]^ füt einen ^etf5n(i(^n unb übetn^eUtid^en ®ott no(^ nicl^td au0' 
gefagt ifl* 3)ie obigen )8eU)eife abet unb i^te manni(i^fad^en SRobifi' 
cationenO mögen, mit ^(udnal^me bet il^tem Utfptunge naä^ unftom- 
men [argumentam a tuto, <) ab utili] aUt btenen unb l^aben gebient/ 
um ben tetigi&fen ®(auben an ®ott gu tnttüidtln unb mit bet Sutte 
il^te^ Snl^attel ju beteid^etn* 

S* tw. llet(0le ans 2)elttctioit bet 3bee O^otte«. 

5Da allein in bet Siebe gu ®ott bet ®taube an ®ott gegtunbet ifl, 
fo muß auS il^t bie 3bee ®otte0 öotlflanbig entttjitfelt lüctben fönnen. 
a)ie ®otte8tiebe ifl bie ßinl^eit i)on 5Srtei^>eit unb 9lbl^angigfeit. Um 
ballet bie ®ottfdibee genetifd^ botiuflellen, ifl j!e nad^ beibcn ßtemen= 
im bet Stßmmigfeit ju conjjfuiten* 0iad^ unftet Steilheit lieben wir 
in ®ott alle« ®6ttlid^e tooUenbet, nad^ unftet 9lb^angigfeit glauben 
toit in ®ott unfte SJrtei^eit gefld^ett* k>it menfc^lid^e ^reibeit ifl aber 
nut in Sejiel^ung auf bie Slbl^ängigfeit, biefe nut in S3ejie^ung auf 
jene, beibe finb alfo baffelbe, nut öom ®eji^tö^)un!te bet öot^ett^ 



S^ilaletbe« o. leitet b» ©fepfld j. SEBabcb» *r«9. »♦ Sleinl^arb, @uljB^ 812. 
3.S(.813. Slub.aWe^er, b* ®cifict b. («atur. (5on|l.820* ©ribgetoatctsSücbet. 
JDie !Ratut, i^tt OBttnbft u. ©e^eimnlffe. @twttg. 836-9* 9 ö. 

d) Raymund de Sahunde, Tbeol. oaturalis c. 217. itant, ^titif b*reU 
nen «em. ©.833 ff. 3acob, ü. b. mor. »3eto. f. b.$)af. ®. Sieb. [791.] 798* 
— 3* ?• Slatt, ©riefe ü. b. mor. Örfenntniför* b. JÄel. 3:üb.793. Amman, 
Recog^Qitio arguin. ethonomici. Erl.806 s. 2 Pgg, 4. — S)robifd^/ ®mnb^ 
lehren b. 9teligton«^^il. ip^. 840* €. 175 ff. 

e; €ü«mil(^; gdttl. Orbnung in b. I93er&nbr. b. menfcbl* ®efd6l. 4. 9. 
8rl. 775. 3 199. C. L, Nitzsch , Hist. Provideotiam div. quaodo et quam 
clare loqoalur? Vit. 776. 4. — Storr, Doctr. ehr. §. 19. 3. 8. Slatt, ü. 
b. a. b. ^ibel u. a. b. 8e^re u. ®efd{>. 3efu bergen. Übergeugungögr. t). 2>af* @* 
3n f. Seitrr. j. djr. IDogm. 3!ttb. 792. Nr. I. — Sil« eonseosus ^entiam : Ci- 
cero: de Leg^g. I, 8. Tasc. Quaest. 1, 13. Feuerlin, de gennioa raliooe pro- 
bandi existentiam Dei e coot. geot. Alt. 777. 4. — ©unfen/ ®ott in b. 
®ef^. 8^}. 857 f. 3 lEB. ß Frieke, nova argomeotomm pro Dei exist. 

expositio. Lps. 846. 2 P. g^ 3* $. Sänge, Sd,L @. 230. 



5P^iIofo<)f|ifc^c Unterfuc^unfl u. ®ott §. 96^ 97^ 115 

fi^mben gtei^eit ober 9t6l^anglgfeit au9 angefel^it» S>af)tx tocrben 
aüä^ teibe ßonflvuctionen ber 3bec ®otte0 f!^ gegcnfeitig ergänjen, 
Uttb nur in biefer Srganjung boö unfrer SieBc entftjreci^enbe jOBjicct 
barfteUett/ benn bie 3!rettnuttg In Seflanbt^eife, treidle im Srten 
nie ^hüxQ getrennt finb, gefi^ie^t nur, um ber SCBijjfenfci^oft bie 
SSolCfianbigfeit ber Suttoirfclung ju fid^ern. aBenn a6cr Siner biefer 
®ef!(^td:pun!te ^ä) aUtin geltenb mad^te, fo toürbe jeber öon Beiben 
bie Srömmigfeit t^eoretif^ aufgeben, bie aBfotute ?l6^attgig!eit aö 
aSemi^tung in ®ott/) bie aBfofute ^rci^^eit M (SeKjiijcrgötterung.*') 
5Dentt ber ®(au6e dm^ in jlcJ^ fefbfi untergel^enben ober fici^ fcfB^ an: 
Betenben ®otte8 !ann gtoar ouögel^n bon loa^rl^after ®otteö(le6e, tvu 
berf^rid^t a6er in feiner Sonfequenj aller wal^rl^aften Siebe, toefd^e 
nur mögfic^ ifi im freien aSunbe M a3erf(]^iebnen aU ber l^ß^em Sorm 
ber ©in^eit* 

§. 97, 3bee <Botte9 ttaii^ ber ttlatiatn Srei^eit* 
3)ie refatibe ^ei^eit liebt in ®ott bie il^r uneneicI^Bare Soliens 
bung i^rer felbji, baö göttlid^e (Sbenbilb fein Urbilb. fflir »erben un3 
bo^er biefer SSollenbung Uton^t, inbem »ir alCeö aSef^ranÜe in unö 
entfd^ränft, aKeö ©Sttlid^e öoUenbet benfen [via negationis et excel- 
ientiae], beibeö nur alS öerf(^iebne aSegie^ungen beffelben Slcteö. 2)a0 
notl^toenbig aSefd^ränfte an menf(^Ii(!^er SJrei^eit ifi i^re enblid^e (Snt* 
toidlunQf burc^ (Sntfd^ranfung berfetben entfielt bie abfotute jjrft^eit» 

a) Spinoza, Ethiees Pars F. Propos. 15 : [ed. Paulus. T. 1. p. 281 ss.] 
Qai se suosqae affectas clare et dislincte inteiligit, Deum amat, et eo ma- 
gis, qao se suosque aifectns magis inteUi^it. 16 : Hie erga Deum amor in- 
tellectnalis mentem inaxime occupare debet. 20 : Summuni bonum est, 
qood ex dictamioe ratioois appetere possumus, et omnibus bominibus com- 
maoe est, et omoes, ut eodem gaudeant, cupimus. — 36 : Mentis amor intel- 
lectaalis erga Deum est ipse Dei amor, quo Deus se ipsum amaty non quate- 
uns infioitus est, sed quatenus per esseotiam hamaoae meotis, sub specie 
aeternitatis consideratam, explicari potest, h. e. mentis erga Deum amor 
intelleclnalis pars est infiniti amoris, quo Deus se ipsum amat. Hinc Se- 
quilar, quod Dens, quatenus se ipsum amat, bomines amat^ et conseqnen- 
ter quod amor Dei erga bomioes et mentis erga Deum amor ioteLLectualia 
unum et idem est, 

h)%{^it, 9ln»eifung j. fei* 8e6en» a3erl. 806* ©runbgebanf e : 3)ie !&te6e 
ifi ber 9(fect bed «Seind. £eben, Siebe unb ^eligfeit ifi ein^ unb baffelbe. IDie 
^elt t}etfu(bt berSRenfcb gu litbtn, aber f{e t)erfagt x^xa, ba entfielt bte ©el^nfud^t 
be6 ®nb(i^en nac^ bem Gwigen» 3ener geliebte ®egcn|ianb bed toa^tbafttgen Se:; 
ben^ ifi badjenige, 'mai toir mit ber S3enennung ®ott meinen«. 5Die ixt^t ifi bie 
dnette a(let ®en)ipbeit unb Dtealitdt* ^ie ju güttitcber Siebe getoorbene unb 
bormn in ®ott ffcb rein t)etn{(^tenbe IRefterion jft ber ©tanb^unft ber Stffen:; 
f(baft. Cfßad ift ed; bad und ®otted gett)i§ macbt, auper bie fcblecbtbin auf fid^ 
mi^enbe unb über aden Btoeifet crbabne Siebe? — Unb ton« macbt biefe Siebe auf 
{i<^ felber ru^en, aufier bad, baß f!e unmittelbar bad (Stcbtragen unb ©icbgufam^ 
menbalten be6 ^bfoluten felber ift ! Unfre Siebe gu ®ott tjl nacb ber SOabrbeit 
feine eigne Siebe j|u ficb felber* ®ott ift felia burd^ f!(b felbp, feine 
nnenbU(^e Siebe gu i^m felbft, gu feinem IDafein i^ bie Seltfcb^pfung* 

8* 



116 Ontotogie. SlftdtVit Zf^toU^ic A. 

5Dlf grei^fit unb atte ^o^cit bc3 ^tn\ä^tn ifl Begriffen in feiner ^tx-^ 
fSnlic^feit. 3)a^ au(^ bie aBfoIute Sreil^eit a(0 $erf5n(id^efit ge^- 
t)o<^t werben muf. ©ie ©ott^eit ifl alfo abfolute ^jJerfönU^-' 
feit [aseitas], ober bie 3bee ber 9Renf(3^^eit, erl&oBen Ü6er äK« ©e^ 
fci^ranfung, i^ bie 3bee ®otte«, toiefem fle ber SÄenfd^^eit offen^rt 
ifl wnb offenbar werben fonnte. S)ie Offeniorung !ann gar ni^H 
anberd fein/ aU reiner ^nt^rot)omor)>^i0niti9/ im geraben ®egenfa|e 
be« fatf(]^ett 9tnt^ropomor^)l^i0mu6 unb ber 9lntl^ro^)opatl^ie, tt>e{4« 
©Ott in'« SeBiet ber «bl^ängigfeit jiel^n/) 0lur bie enbU^e ^[5«^ 
lic^feit ifl burd^ eine befci^ränfenbe ©eftimmt^eit gegen anbereö a(3 
fo((^e, aber bie abfolute $erf6n(id^teit afö bad immerbar gtet(!^ Si(^$ 
SBiffen unb s ffiotten ifl in ber unenbUci^en Jutte unb QSettjegung i^ 
Snl^altö, ol^ne ba$ i^r 3^ in ber fci^ranfenlofen a3ejie]^ung auf fl(^ 
felbfl eine! gegenüBerflel^ettben 5Du bebürfte.*») 

§. 98, $ie fyenilatitte (Bottrdlbee* 
3fl ®ott bie abfofute ^erfSnlic^feit, fo !ann nur burd^ ein Sefeen 
unb S3efd^ranfen il^rer fefbfl no^ etwa« 5(nbre0 fein. @8 ifi aBer 
nic^t eingufel^n, wie bie f!(3^ felbfl genugfame 5^erf6nli(^feit gu einem 
Sejjen i)on tttva^ auf er i^r ober ju einem «i^eranögeBn an^ if)x fefSfl »er- 
anlaßt fein fonnte. ®ona^ fd^einteine fold^eSSerantaffung nur babur^ 
geb(|^t werben ju !5nnen, wenn ®ott bie werbenbe 5^erfönfi(!^feit unb 
bie perfonenbifbenbe TOad^t fei, jum 93ewufitfein feiner uncnbtic^en ^t- 
Benlfütie fommenb bur(i^ bie 9l>eltgefd^i^te/ fo baf burc^ bie unenbd^ 
(^en ®ef(^(e(^ter ber mltliä^tn 5Dinge unb ilBeltf&r^er nur bie äftefle« 
rion0t>nnfte/ unb gwar in ber J?emunftigen grei^eitbie l^öd^flen bejelc^^ 
net werben, in Weld^en bie ®ottf)nt pd^ felbfl erfennt unb begrüßt. 

§. 9». 9»entUlfe ftritif btefe« 6toiib))itnfte«* 

6ine buri^ un8 felbfl er^ werbenbe $erfönlid^feit ®ctM wiber^ 
f^ric^t eine^tl^eiÖ ber relativen grei^^eit, wel^c in einem folci^en erfl 
werbenben ®otte bie abfolute 33ott!ommen^eit nici^t anUttn tann, an- 
bemt^eiCd ber relativen ^b^angigfeit/ inbem biefe aU eine abfolute 
ber^lufl&fung in®ott entgegengeht: fomit ber ®otte8liebe überl^aupt, 
wiefern biefe alö ein aSer^altnip nur in B^^eien möglid^ ifl. 5Da fo- 
nac^ eine golgcrung be8 55rinci^)0 biefem felbfl wiberfprici^t, fo mu{i 
cntweber eine not^wenbige SSermittetung gwifc^en abfoluter Srcll^eit in 

a;[Xetf n«] Übet b. 9lealttdt unfrer 53fgr. ». ®. [gramer« 93fihrr. i 
©cf. t^eol. Äenntn. ©♦ IL u. IV.] Tiqffrunk, de moHo Deum cognosceodi. 
ßer.792. öd^me, ü.K Unbegreifl. ®. [TjWrner« aWem. Ö.If. et.2.]- 
Fremling, de Anthropomorphitis. Lund. 7S7. ®reiltng, Xffeepf^anitn c* 
u. b. f^mb. 5(nf(bauungeti ®. ^aU 808. 

b) 3)ög: Siebte im >)^il. 3ourn. 798. O. Vllf. $. K ©ttaug, ®J. 
€♦ 503 ff. JBiebermann in Beller« IM- 3a5r6. 842r ^. 2. «rg. Jtu*« 
in b. t^eol. Ouattalf(bc. 842. ^. 2* SWärij in b. @mt). b. e». ®.ijtl. SBar^ 
temb. 843. «. XV. $. U SU. «otl^e, ®t^if. ©. I. ©. 85 ff. 



5P^üofop]^lfd^e Uttterfuc^iinfl fi. ®ott §. 100. 101. 117 

@ott unb relatbcr %xnfftit im SKenfci^fn au0 bet l^ö^ein SntfoUung 
be^ $rinc^}d ^eröorge^n, ober boffclbf jerfüUt im innevn3Bibcrf|)ru<!^e^ 

§.100. 2jffiitt0 M SBUerf^urttH^«. 

g« iji bie SRatur aUer SieBe, bof fle ni(^t fei um beö aSebürfniffed 
uttb dqtun @niujfc8 »iUen» 3n t^atfaci^ßd^er Srfal^rung fann fiä^ 
biefed ^etoufltfein niä^t \>oU audf^red^it/ n)ei( enbUd^m ^tfett iebe 
Sif^f gu ctn>a« Unenblid^em eine ©rl^&l^ung eignen SeBenö ifl* iSDennod^ 
ifl in aUer äcJ^ten Siefce bie ©elrißl^eit, baß fie au(^ ol^ne biefe erl^^l^te 
Sebendfreube biefelBe fein lüurbe, ja j[e bebürfnifilofer unb freiet, befio 
l^ertli^er* 3)a nun bie ^itit beö UnenbficIÖen baö «§o^e ifl in ber 
SKenf^l^eit, unb tint fold^e unBebingt Bebfitfnif (ofe freie SieBe baö 
•&i(Öfie in ber SieBe, n^aö at« 3bea( be8 fiebenö un« öorf(]^n?cBt : fo iji 
not^trenbig , fle att ^&<^{te SSoUfommenl^eit in @ott anjucrfennen, 
h?efd^er fid^ felBji genugfam bennocJ^ ünt 8ie6e l^at ju einer Unenblici^* 
feit öon ©efd^S^fen unb feiner JÖicBe baö 3)afein giebt» 3)iefe lüelter« 
fc^afff nbe Siebe ® otteö , toeit fie nici^t i)on irgenb einem Sebfirfniffe 
auögel^t, ifi nici^t befd&ranfenb/ unb ttjeit, toaS fie giebt, bom ^Ibfolu- 
tat ouögel^t, nimmt fie ni^t« »on feiner Unenblid^^"* ^inmeg , fo 
baf und ijielme^r ®ott in feinem SCBettaU gr&per erf(3^einen irürbe, 
ote in ber (Sinfamfeit feiner felbfl, menn eine ^^5^ung beS abfofuten 
Gebens m&gtic!^ i'Järe. 5Der borige (Stanb))unft aber, abgefel^n bon 
feiner fpeculatiben löebeutung , ifl baburd^ entfianben, baf im aWen« 
f(^en bad ^hijjltt nod^ nic^t txWdt unb ^ur ©ottedibee erhoben n>ar, 
bal^er bort ^att ber freien ^ieU, bie nic^tö bebarf unb aüeö giebt, bad 
^bfolute nur burd^ bie bunHe ^el^nfud^t nac^ eigner ^rifienj ober 
bur^ baö not^toenbige Umf^fagen M SSegrip in baö (Bein jur «^er- 
borbringung beö ffieltaUö genötl^igt fein tonnte.*) Site 3beat ber 
ÜRenf(^l^eit ergiebt fic!^ alfo y\ä negatioDis SSebürfniptofigfeit, viä emi- 
Dentiae freie Sfleligiofität, ober in ®ott ttjetterfd^affenbe iiieU. 3)a bie 
«BerfSnlic^feit jur gfieligiofität enttoirfelt ba« »§5(^fle in ber aWenfd^l^eit 
ifi, fo ifi hiermit bie Seigre bon ®ott boüenbet, fon?eit fie auögel^t bon 
btt bor^errfd^enben Sreil^eit, unb aü 3bee ®otteö l^at fid^ ergeben: 
bie abfotute ^erfönlici^feit tl^ätig in frei^er »iebe. 

§. 101. Qbtt (&ottt9 Mifi ber telotiben {Cü^Sttoigfeit. 

SRad^ unfrer Stbl^ängigfeit erfennen toir ben ®runb unfrer ffrei^eit 
in ©Ott* 5)a ber ßinjefne nur ein $robuct beö $Be(tganjen ifi, muffen 



*) ©d^elling, JDenfmalb. @djr» b. b. gött(.3)tngen*3:üb.812.6.81f: 
»Slotl^ioenbig muß bad 9(Qeibonfommenfie, ba^ientge, ml^e6 bie Sßolitommenf 
^tii adec IDinge in fi(^ ^at, bor allen fingen fein; bie Srage aber, ob ed ald 
ba« 9l((erbo((fommenfle [acta] }uerfi koar, mlä)ei fcbtoer gu glauben tjl aud bie^ 
len ©r&nben^ ahn fcbon aud bem gan^ einfältigen, \oeil ei im iDirfHc^en ^es 

8,e bet aHerl^öd^^en )iOo0fommenl;ett feinen ©runb aur ^etborbringung unb 
«^öbfnng fo bieler IDinge l^atte, bur(^ bie ei, unfä^ifg eine ^ö^ere Stufe bon 
SoÜfommen^eit }u erlangen, nur tt^eniger bottfommen toerben fonnte«^ 



118 JDntoIogie. @))ecieOe 3:i^eo(og{e. A. 

»Ir baß fflcltaU o» Offcnlfeatuitg bft fiietc ®ottc3 auf bcnfetSen Ut^ 
f^rung Bejtel^n obet atd g&ttUd^e Sd^&p fung anfel^n. ^(0 foI<!^e i^ 
bic SBett ein ^(Bt(b unb eine mttf^Mun^ M ^ittüä^tn SBefend, fo^ 
toeit bie Sreatut baffe(Be aufnel^men unb barfteUen !ann/ benn @ott 
fann n^td ^effered unb nt^td @{^(f(^teree »oICen aI0 fid^ fe(6ft« 
3>ae aBeltaU; al9 bal fßext Qhttüä^n ütU unermeptic^; ))er^a(t f!d^ 
gu ®ott tDcbn: all ännerrd nod^ aU ^uf ered/ ed ifi imntfrbar bur(^ 
@ott; aBft aU fein «BBitb fe(6et )}oK fc^&^ferifii^et strafte Bid gum 
SBunber freier $erf&n(id^eeiten. OB^ol^I fonac^ bad flBtttaU bie @ot^ 
te^tl^at unBebingt Beburf^ifllofer £ieBe, ifl bo(!^ @ott unbenfBar ol^ne 
baffdBe, ttjeil er unbenfBar ifl ol^ne biefe tt>etterf(^<iffenbe i&ieBe : aBer 
biefe d^ot^menbigfeit/ al9 in feinem 9befen gegrunbet unb bur^ ifin 
fetBft/ ifl niii^t ))erfd^ieben ))on feiner aBfotuten Sfrei^eit^ «gierbur^ 
tDiffen n?ir ni(!^t allein unfre ^B^angigfeit ))om 9Be(tgangen \>ov Um 
terbrudung gefid^ert/ negatit^eSSorfel^ung/ fonbem glauBen auc^. 
an eine fof(3^e a9ef(^affeni^eit ber ffleltgef^id^te, fraft meiner jeber in* 
bi))ibueKe ©eifl bieffeit unb )enfeit be« irbif(^en ^obed ©elegen^eit fim 
bet gur ^&(^fien ^tmidlung feiner fetBfl }u gelangen/ affirmathe 
a)or fe^ung» ^(!^&^fung unb Sorfe^ung finb nur bur^ bie in bie 
(Bott^tit ni(^t faUenben ®efi(^t9)>un!te ber 3eit berfd^ieben. 5Dle Wi-- 
l^angigfeit fäl^rt nur ^ur gSttlid^en 9Bettf(i^&))fung unb SSorfel^ung/ 
nic^t jur $erf&nli^!eit ©ottel; a(fo B(oß }U g&tt(i(^en @igenf(i^aften 
ber 9Be(t/ n>et(^e erft burd^ bie noti^n^enbige 9$erBinbung mit ber bori< 
gen Sonfhuction aU äSer^ältniffe ®otte9 erfannt tverben* 

§. 102* gwtd ber S^üfifitno uttb Dorfe^ung. 
a)a ®ott ani freier SieBe ^^i^ftx i% fo liegt ber 3md feiner 
(BijhpfnnQ niä^t in i^m felBfl, fonbern im ffieltatt, aBer in biefem 
al« ber gieBe«offenBarung feiner *errli(^!eit. SBiefern ba« ®eltatt 
aud unga^ligen 3nbi»ibuen Befielet, fo wirb iebel berfclBen alö ^f)tH 
gegen bie anbem Xitilt, tt)ie gegen ba« ®anje, fomol^l ßtioed al« WiU 
tel fein. 5Da« 8eBen beffelBen ifl bie bur^ bie eigne Äraft, bur^ bie 
eS Snbibibuum ifl, toie burd^ ben Sufammen^ang mit bcm ©anjen 
Bcbingte SBirftici^feit feine« 2)afeinS, lüetd^e, aW ßin^eit Betrautet, 
feinen (SetB^jiüed au0ma(3^t. 3nbem ba0 öeBen ber ö^atur feiner toei* 
tern ßntiwidlung fd^ig erfd^eint, al6 toeld^e fld^ im fleten SBed^fet ber 
©eflaltungen barftellt, Bebarf fie Bloß ber Srl^altung in bemfelBen, 
oBroo^l bie neue S3ilüung ))on 9Be(t!5r)>ern unb iBre Quttitoirung bur$ 
))emunftige 9Befen eine Analogie Bietet }ur geizigen Sortentn^iAung, 
benn ber ®eiß fann nur eine unenblid^e Sntmidlunglrei^e all @rfü(* 
lung feine« 8eBen0jtt)erfc« anfe^n. 

§« lOS. ^et offenbare (^ott* 
©Ott ifl bie aBfolute fPerfönlid^f eit, toeld^e au8 freier SieBe ©runb 
be« ffieltaU« ifl gur aSolCenbung bei gefd^affenen 8eBen« im üidi^t 
®otte0. <Bo notl^ttjenbig biefe 3bee gugteii^ mit bem ®IauBen an il^re 



f 



5P^irofo<)]^ifc^e Unterfu^ung ii. (Sott §. 104. 119 



WixUxä^ttii beul reHgißfcn 5)enfen gfgfBen i% öerflnft feod^ if)x ®t^ 
ÖCtt^lanb i)or bft JJvage : ttJ(Äur(^ bcnn ®ott felefc ^errtid^felt l^ak ? 
in tiefer UnBegreiffid^feit. ^enn bic notl^tvenbigc 5tnthJort : bur(^ ii)n 
felBfl ! frrid^t nur baS te^tc unl5öbare SRatl^fel auö, baö bo^ für jcben 
©otteSgtauBen unb auä^ für jiebe ©otteöteugnuttg baffcFBe BteiBt ge« 
genüBer ber UnteugBaifeit bei SBeltattS unb unfern eignen 5)afein6* 

§. 104. fin^üna, fßom ^ont^eiSmud indoemeiit. 
[&, ^. (Stu alb] IDte dagegen!». (BoiUi. ®ot(^. 847. 3äf (^e, b. $ant^. 
nad^ f. ^auj)tfonnen. ©erU 826 ff* 3 JB. ^. fÄitter, bie ^alSfontiancr u» b. 
$ant^. ®er(. 827. ^taubenmaiet; u. b. un))etf. ®ott be« $ant^. u. ben 
i»erf. be« (S^nfient^. FSo^tbB. f.Jl^eol. u. *t.$^iL 834. 93. F. @t.2.] ©rb* 
mann, $ant^. bie Scunblage ber fSteU [Btii\^t. f.f(>ef. Xl^eol. 836. IIB. 1. 
*. 2.] SRol^mer [®. 112J. 

®enn bie f^peculatiöe ^^l^ifofo^jl^ie nid^t bon ber Unterfuc^ung beö 
menf(!^tt(!^en ßr(enntni^bermögen6 , fonbern bon ber 3bec beö StBfo« 
Ittten auögel^t, fo ijl bie ©d^nnerigf eit nid^t, bargutl^un, baß ®ott fei, 
fonbern baß nod^ ettt?aS anbreS M (Sott ober bie SBelt fei.') J&ier* 
burd^ ifi badjienige entflanben, n?ad feit ^o(anb $ant^eidmud ger 
nannt ujurbe. 9l6er bie unmittefBarjic unb ro^fie gorm beffetBen, 
tt>e(^e in t^eofogifd^en SJortoürfen gehjö^nlid^ öoraulgefe^t toirb, baß 
nel^mlid^ ^Hel @ott fei, ober bo(i^ ®ott unb dBett für ganj einerlei 
gel^alten ioerbe,**) ifl feine eigentlid^ ))]^iIofoi)^if(^e SSor^ettung unb 
anä^ in ben morgentanbifd^en aSoIf^religionen Bereit« uBerfd^ritten : •=) 
fonbern bie ^^ilofop'^ie i)at bieß gemeint, baß ®ott baö 91U ober bie 
<SuBftang in bem Strome ber Srf(^einungen att Bloßer Stccibenjen feU 
5lu(^ baruBer l^at fld^ %\^te erl^oBen jum ganglid^en SJerteugnen ber 
ffielt, <S(i^eUing jum SSegrijfe ber aBfoluten $erf5nlic^!eit, «&eget gum 
S3egriffe be« oBfotuten ©ei^el, ber, um®ciji ju fein, bie fflclt aU fein 
Slnbereö fe^t.*) 3)a nun ber %i)n^mu9 bo^ auci^ nid^t feinen ®ott 

a) 9{<i^te^ ». feU«eben. @. 143 : ^®ott aHcin ifl, unb außer i^m iü ni(^t« : 
ein leitet eingufel^enber @a^, unb bie au^fd^Uegenbe l^Bebingung aQer 9lnba(^t.' 

b) ff^egsch.p. 24.0: Pantheismas — ea seoieotia, qua naturam divinam 
mundo soppnnant et Denm ac mündam nnnm idemqae esse stataunt. $e« 
gel: ^c^cl. S. 521 : „&\e nennen (ene 9(Qgemein^e(t bie ^ant^eißifci^e, ba§ 
Sllle« b. 1^. bie em|)irtf(^en 3)inge o^ne I1nterf(^ifb, bie ^öl^er geachteten tvic 
bie gemeinen, fei, ^ubftanttalität befi^e, unb bieß @ein ber toeltli^en S)inge 
fei Sott. (Bi i^ nur bie eigene ®ebanfenlc{!gfeit unb eine barautf ^ervorge^enbe 
93etfä(fd^nng ber ^egrtfe, njelci^e bie ^otfienung unb $er{t(^erung )>cn bem 
$ant^ei«mu« erjeugt.^ $^i(. b. 9te(. ^.I. €.210: ^Sirb bad Gnblicit^e nber^ 
^an)>t genommen, aüte (Sinjelne unb fo in i^m, xoit etf i^, }ugtei(^ batf ^Us 
gemeine äberl^au^t, ber ®ott in aller fold^er gegenwärtigen (Srtflen} getoußt, fo 
^tten toir batf, xoai $ant^eidmud genannt u>irb.'' 

c) »etoei« b. $egel, (Snc^cl. @. 521 ff. 

<^; * e g e l, $^tl. b. SHel. IB. II. @. 230 : ^®ott i» bieg aU lebenbiger ® eifl : 
M )>on fl$ gu unterfc^eiben, ein Xnbered gu fe^en unb in biefem Slnberen bie 
3bentität fnner mit fl* felbfl ju l^aben.* ©trauf, ©. F. <S. 517: ^©efne 
©rtflenj aU 2Befen ifl unfer IDenfen »on il^m j aber feine reale Öriflenj ifl bie 
tRatur, }u koeldiier ba« einzelne S)enfenbe aU SD^omcnt ge^6rt.^ 



120 Ontologie. &f€cU\itZf}iolo^ie. A. 

rein jeitfeit bft 9Be(t (äffen tann, o|ne bie gSttU^ ^ICgfgentvart )ii 
leugnen : fo treffen beibe @i^ßeme na^er {ufammen^ al# na(^ ben ^.. 
biu^ten Somurfen ju ern)arten kDäre* 3n jener l^i^i^ern Sorm t{t fo^ 
nad^ ber ^ant^eidmud bie Oottedlel^re; ber bie 9Be(tgef(^i(!^te ber @nt 
n)i(f(ungdproce§ ©otted ifl/ mit ber rctigiSfen ®a^ung / ba$ bad SBif- 
fen be« grrommen t>on @ott ein ©ein ®otteÖ in i|m fei, unb ba§ ber 
Sfrontme mit ^ufgeBung feineö eignen ©itten« burc^ bie DUd^tigffit 
ber drfd^einungöwelt ^inburciöbringen foU jum93ett)ugtfein feineöSinö^ 
feind mit ®ott/) Da« (Srflere fiei^t ber i^ird^entel^re »om (Sinwo^nen 
t>H ^. ®eifled im ®eifle bed frommen a^nli^; bad ^nbre ifl Uid^t ju 
\>tmtäiU^n mit bem fir(^(i(^en ®ebote einer 99re(^ung beö eignen SSBil- 
lend/ eine« ^bflerben« ber SetBfl^eit, eine« 5(ufgeben« ber gaujrn 
aBelt um attein in ®ott ^u (eben, ^nä) fii^eint biefed ®efü^( ber (lin^ A 
^eit mit ®ott ber Siebe ^öd^fle« 3if( S« fein. 5Da^er öiete 9(uöfprü(^c j 
t^eiflifc^er 8fr5mmigfeit befonber« in auguflinifd^er gorm ober in m^« 
fHfd^er Überf(^roang(id^!eit toon ^jantl^eiflifc^en 9lu8bru(fött)eifen ft^torr 
gu unterf(^eiben f!nb* 93ei biefer 2lnna^erung ber .Qtuöbrutf«« unb 
JOenhpeifen l^at eine in il^rem ©runbe t^eiflifd^e jJrBmmigfeit f!(3§ oft 
unn)i(lfür(ic^ ^ant^eiflifd^ an ®ott ^inangebrangtv unb tvieberum 
eine mit ^jantbeiflifc^er ©^jeculation »erbunbene JtBmmigfeit an if^ti- 

e)%\^it,^* fei* ieUn. €. 240 f : »€o lange ber Tltnfäi nod^ irgenb tU 
tt>a< fflbft )u fein begehrt, fcmmt®ctt ni^t §u i^m, benn feinSRenfc^ fann^ott 
toetbfn. ©cbalb et f!c^ aber teiu/ gam, mib f>\€ in bfeSßurgel, uxn\6)Ut, bleibet 
odein ®ott äbrig, unb ifi 9ifiU in 9Uem. ^tt aUenfcb fann ^äf feinen ®ott er^ 
gettgen ; ober fiäf felbfl, al< bie eigentlid^e ^Regatten, fann ev t>ernici^ten, nnb fo« 
bann »erftnft er in ® ott. <S. 285 f : 3n biefer Siebe ifi ®oti unb ber 9lenf4 
<8in<; DöUig »etf(bmolgen unb oerficffen. — IDte 9m))f{nbung biefe< feined ^ 
felbfl galten« ifi unfere Siebe gu3bm/ ober, nac^ bet^abcbeit, feine eigene SieBe 
}u f!(b felber, in ber gorm bev Qm^^nbuna, inbem toir 3$n ni^t gu lieben ver« 
ntdgen^ fonbem nuv Ofr felbfi t€ Dermag, tt<( gu lieben in un«.^ $eg e l , Sßffih 
b. dttU SB* II. e. 1S7: «SDenn man fagt: ®ott ifi bie iitU, fo ifi t€ fe^r 
gro$, ttabtbafi gefagt, ober ti xoäxt ftnnlo«, bie$ nur all einfache ^eflimmung 
auf^ufaffen; ol^ne gu anal^ftren, n)al bie Siebe ifi. IDenn bie Siebe ifi bal Unter« 
f<beibfn Btoefer^ bie bocb für einanber f(ble<(tbin ni^i unterfdbieben ftnb* 
2>a< l^etou^tfein, ®eftt^l biefer 3bentit&t ifi bie Siebe, biefed au$er mir §u fein: 
iäf f}aht mein @elbflbeu>ußtfetn nii^t in mir, fonbem im Slnberen, aber biefe« 
Knbere, in bem i^ nur befriebigt bin, inbem ed ehen fo au^er f!c^ ifi, ffat fein 
6elb9beto)U$tfein nur in mir, unb beibe f!nb nur biefe« Setouf tfein ibrel 9uf er? 
üc^fein« unb i^rer 3bentit&t, bieg 9lnf(ibauen, bie^ gübUn, bieg SDtffen ber 
(Sinf^tit — bal ifi bie Siebe. ®ott ifi bie Siebe, b. i. bieg Unterfc^eiben unb 
bie SQiibtigfeit biefel Unterfc^iebl, ein 6^iel biefe« Unterfc^eiben«, mit bem ti 
fein CIrnfl ifi, ber Unterf^ieb eben fo aU aufgehoben gefegt, b. i. bie einfache 
eta>ige 3bee. €. 207 : Dal ©ein ber SBßelt ifi bief , einen $lugenbltdf bei ©eini 
)u Ibaben, aber biefe i^re C^ntgn)eiung )>on ®ott aufjubeben, nur bief gu fein, 
gurüifjttfebren in ibren Urf))rung, in bal 93erbäUniß bei ®ei^el, ber Siebe gu 
treten. ©, 261 : ®ott all ®eifl, unb biefer ®e{^ all eriftirenb ifi bie ®e^ 
meinbe. <B. 263 : ©ie fängt oom Qtn§elnen an, ber einzelne äftenfcb toirb ^tu 
n^anbelt Don ber ®fmeinbe, loirb getougt all ®ott unb mit ber SBeflimmuug, 
baß er ber @obn Oottel fei." 93rg* CJnc^cl. ©♦ 58. 




?P^irofo^)^if(^e Unterfttd^uttfl ü.®ott. §. 104. 121 

c2tnWuttg ®ctteö tl^eifg^nammen/) S>ennoä^ UtiU ein tue« 
fesHSler Unterfd^ieb. S)cr SBegriff cineö :^)antl^eipif(6 aufgefaßten ®oU 
tt9, ber f!d^ a(ö fein Slnbereö fe|en muf , um er fetb^ ober ®ei^ gu 
fein, ifi nid^t ber «^öl^ere, fonbcrn ber 9f^ieberc gegen biefen 93egrijf 
®otte0, baß er öon ©migfeit f!c^ felBji genugfom unb tioKfommen, 
bo^ au0 freier SieBc ein SBeltatt tooHU. (50 ^at aber feinen @inn, 
baf ber 9Kenf(]^ foüte größer ijon ©Ott benfen fßnnen, aU er ifl. ^uä) 
\^ ed nur ein bialef tifd^er @^ein , boß bie t)on ber ^itU angepreßte 
ßin^^eit bie SSerf^ieben^cit aufgebe, ba fie bietme^r nur in ber ernjis 
Ii(^ gemeinten unb enjigen 9Serf(i^ieben^eit ber $erfönti(3^!eiten mög« 
li(^ unb att ©otteötieBe in ber l^ßc^pen Sflol^c au^ bie ^bä^^t gerne 
\^, 3)al^er, oBtoo^I ein auf f:peculatiöem SBege entpanbener ^an? 
t^eiömuö, ober eine ent^ufioflifc^e grümmigfeit Rci^ in i^rer ^^n^ 
fu(^t na(^ ©Ott ^icruier taufd^en unb in ber hjenn anä^ nur atö bers 
fi^minbenb gefegten Unterfd^eibung be0 göttlic^^en unb menfci^tid^en 
®fifte0 einer tieBeöolCen 2lnbetung ©otte« 9laum geben fonn, «) bod§ 
ein ©Ott, ber nur bon ^ä) toeiß, inbem ber ©taubige if)n benf t, tin 

f) Henke, ed, 2. p, 54 s: Snmma injuria illi atbeornm oomero accen- 
seotnr, qui sammam Namen ab hoc universo disparatum cogitare nesciunt 
malaotqae Denm reram omninm causam immanentem , quam transeun- 
tem^ dici, oec tarnen id, quod perpetuo e^^, commiscent cum illo, quod 
perpetooJSf. Quorum error, profecto magis fanaticus, quam impius, Pan- 
theismus et Spinosismus vocatur, si modo error est Numinis, omnibus re- 
bos praesentissimi, cogitatio, a qua oeque ipse Paulus admodom abhor- 
misse videtur (Act. 17, 27-29) el quae aroice satis conciliari potest cum 
Ikminis, moribus intelligentium naturarnm providentis, notione. 

gr^ ® 4 Uier machet/ ^»1.6« 54f«: «,$ßenn nid^t ber©(ei(^FIang wöre, 
bärfte !aum eine ^Seranloffung ))ot]^anben fein audb(U(f(i(i& )u bemerfen, bag e0 
gor nid^t gut @ad^e gel^drt ettoad über bie SBorflenungdtoeife }u fagen, toeldfte 
man $ant!jiei0mud nennt* IDenn {!e ifl niemals ba^ l^efenntnig einer gefc^ic^t« 
ttc^ l^eworgetretnen frommen ©emeinft^iaft getoefen«. iDaf biefe SSorfiettung«^ 
toeife nt(^t aii^ ben frommen Erregungen aU bie unmittelbare SRefierion über {!e 
eatfte^t, ift f<Son jugcgebcn* fjragt mon aber, ob fie fldj, tt>enn jic einmal ans 
(er^toie, alfo auf bem äOege ber^^eculation ober au(b nur bed 9{aifonnementd; 
entftanben i% hoä^ mit ber grömmigfeit öertrögt: fo ift biefe grage tool^l unbe* 
^flic^ )u beial^en, fofern nel^mlidb ber $antbei4mud bod^ irgenb eine $lrt be^ 
J^iftnu«- au«brfi(fen foH, unb ba^Söort niti^t Icbiglidb unb überall nur eine »er«» 
tote matertaU{lif(be 9legation bed %f)t\9rmi iß« ^enfen u>ir und bie pd^fte 
6tnfe bergrömmiafeit, unb galten bem gemäß aud^ ben!ßant^etdmnd an ber ge:; 
toö^nli(^en gormel ®in« unb Me9 fefl : fo toerben bann bod^ ©ott unb ffielt 
toenigßen« ber gunction na(b geftbieben bleiben, unb alfo fann aud& ein foltber, 
inbem er f!(b in bie SDelt mit einrecbnet, {tdb mit biefem $111 abhängig füllen 
>on bem^ tvad bie Gind ifl baut* @olcbe Buflänbe n;erben fä) bann bon ben 
frommen Chtegungen manc^ed SRonotbeiflen f(btoer unterfd^eiben laffen. SGßenfgs 
flcn« trifft ber immer ettt)a« tounberli^e, bag id^ fo fage, grob gejcid^nete Un« 
tftf(bieb §tt)if(ben einem auper* ober übertoeltlid&en unb einem inncrtoeltlidfien 
(Sott bie ^aä^t niäft fonberlicb/ ba fireng genommen bon ©ott nid^ta nad^ 
bem ®egenfa^e ))on innerhalb unb au^er^alb audgefagt toerben fann, o^ne ix» 
genbtoie bie gdttli(be ^Umacbt unb ^IKgegenn^art gu gef&^rben. " 



M 



122 Ontologie. ®)>ec{e(re 3:^eo(ogie. B. 

in bem gftommen fh^ felifl anBeienbeir ®i)tt bn: @otted(kBe gaitjQf^ 
n>iberf^ri(i^t/ unb brm fo(derr(^teii $antl^eidmud erfd^fint bte üttü^ion 
aU ein $^antaflrfpie(, aud bem ju OSerflanbe gefommen bet 3Renf(^ nur 
fi(^ fetB^ finbrt in feinem SSet^aUni^e jur 9Renf(^]^eit unb jur 9latut.^) 

B. ^iftortfc^e DarlteOfung. 

Meiners, Hist. doctr. de vero Deo. Lern (?. 780. 2T. ÖBerf * t>* SDi^ettfc^tiig, 
IDutab. 791. diegler, 8eitv. §. (9ef((. b. 9U on b* IDafein (Sl* in b. Xf^tcl 
<9dtt 792. $ttrmann, (9ef(^* b. (&(. an einen ®« Srff«795, — ^leu^ig/ 
b. pifxi. u. äfxifiU ® otteil. in il^rem (Sindange« lUlunib. 83 U 

f. 105. itoerfi^t 

JOie gel^re öon ®ott ijl begriffen im Sogma toon ber 3bee ®otteö, 

bad f!(i^ auf bie relative Sfrei^eit U^itf^t, unb in ben ^Dogmen \>on brr 

(S(!^5pfung unb Sorfel^ung/ n^el^e bie gn>ei @efld^t0^un!te ber ^b^an- 

gigfeit barfleHen» 3"^ Sorfe^ungölei^re 2 änl^ange, ber ®ine ein 

^eflanbtl^eil^ ber 9lnbre nur eine 93ejiel^ung berfetben* 

Crffe« Se^rfiiiil. »on ber 3bee ®otte9. 

f. 106. ®(aslc be« {^ebraifmtt«. 
/. D. Schuhe, Dens Mosis et Homeri. Lps. 799. 4. [8 an er] X)ie I93egn. 
t>. C^. n. 93orf. n. b. Derf^. $edoben. 8))|. 801. Jtlu g lin g^ ö. b. Slntl^ro)). b. 
^ibe(^ brffen (Srfl. n. (&ehxan(i beimi^olfinnterr. IDan). 8O6./7o0cAe/,Theopha- 
oiarom Rom. et in sacro cod. compar. Regiom. 807. Ch. F, ff^ebcTj Doctr. 
aevi primi praec. Mosaici de Eote sammo. Stuttg. 828. Sanbauer^ Sel^* 
m (Slol^fm 0. b. alt^ebc. <8ott<dI. a(0 (^ntnblage b. <&efet^g. 9)of« etuttg. 836. 

(Reben ®^)uren eineö t>erfd^tt)inbenben $ot^t^eiömuö erf^eint ber 
aXonot^idmud aU ^rinciy ber ^ebraifc^en ^itbung Deat. 6, 4 s., 
itoax gegen ben natür(i(i^en aSoKdtrieb erft burc^ SRofed begvunbet 
unb burc^ bie $ro^^eten befefligt/ aber feine QInfange in unbefanntrd 
Slttert^um ]^inaufrei(^enb cf. Gen. 14, 18 ss. 5Der Plaralis maje- 
staticas att bie gur (Sin^eit }ufammengefa§te 93ie(^eit fonnte fi^ 
id^wnliä^ in ber &pxaä)t bilbeu/ ol^ne baf bie SSiell^eit einfl in biefer 
(Blpxaä^t gaft cf. Gen. 1, 26. 3, 22, 11, 7. 6, 2 ss.; bie (Wationat- 
g5tter bed ^uKanbed totxUxi aU feinbfelige anS^te angefe^n^ jn^or. 
tt-^lrk Exod. 19, 4. bo(^ aud^ d'»rT\>H .Exod. 22, 20. örg. Jodd 
11, 24. 3e:^obab ifl «^aud? unb 9^ationa(gott^ aber }ug(ei^ ber Ux 
grunb alied ©einö, ber atCe« SBiberihebenbe bewältigt unb fein ffioß^ 
gum ©iege fü^rt* ©eine (Benennungen bejcic^^nen xiaä) mancherlei (Be* 
jiel^ung tl^eiW ein fur(!^tbarea, getoaltigeö, tf)üU ba« ^5(^fle ffiefen, 



■>: 



h) ©* 38. Jt®ef(^. ©> 562. »tg. ^auSmann/b. mobeme $ant]^. a(d 
!ReI. ©tuttg. 845. «omang, b* neuefle ^ant^f. o. b» iung^egelf^e Seit* 
anf^. (Bern 848. 

a) d^rf^N cf. Exod. 4, 16. 21, 6. Ps. 97, 7. 1 Reg. 11, 33. n*i«as •'nl»» 
cf. 2 Sam. 5', 24. Jes. 40, 26. •'^w V« Exod. 6, 3. i'rV? V«, -»sin. Hottin- 
ger, de nomioib. Dei orient. Dss. JV. [Fase. Dss. Heidelb. 660.'4.] I^f/a> 



1. Se^tfi. 3bee ®otted. §. 106. 107. 123 

n 9lu«brud«5 unb Sorjlettungetoeifen, bfe ben ^tititxn nic^t auö* 
i)lit$liäi angehörten. ^) 8ein Stgenname, iule er naä^ ber ©oge erfl 
)fm aSofeg offenbart »urbe Exod. 6, 2., fann Bei ber Ungetoi^^eit 
einer 3(udfpra(!^e an mancherlei altt ®5ttemamen anHingen^ bie 1)ts 
jraifc^e nur in ber J^orm niii^t gan{ genaue Ableitung Exod. 3, 14. 
;f. Apoc. 1, 4. f^)rid^t auf eine concretc SBeife ben ^Begriff aifoluten 
BeinI unb f!^ ®(ei(]^ileiben8 a\i9, tvie er auc^ in anbem morgenlan? 
^ifc^en aSolWrctigionen öorfam.'') 5Den ©runb be3 OlauBcnö an 3es 
^o^al^ enthalten feine ptx^inliä^m OffenBarungen unb 3Rad^tem>eis 
hngen au^ in ber (Ratur. 3>en $atriard^en ifl et naij ber Sage 
ic^tbar ober In Traumen erfi^ienen, burd^ SWofeö ^njurbe jebeö 93ifb, 
\ona(f^ au(^ lebe Srfc^einung ®oiM bertoorfen Exod. 20, 4., n^a^s 
renb eine öemiitteinbe Sage bie erfc^einenbe ^crrli(!^!eit ®otte8 nur 
|tt gro$ fein tä^t, aU ba§ ein aHenfc^ ^^t in'« Qtnttii^ gu fe^n ertrüge 
Exod. 33, 9 SS., cf. Judd. 6, 22 s. Jes. 6, 5. ®ott ifl ni(^t fo^ 
»0^1 ®eifl, aU ^erfon. 3n ber $oef!e ^at fi(^ ein JReid^t^um feinet 
Spit^eta entttjitfett, öor^errfd^enb iji bie SSorfleHung M Sr^abenen, 
äBertoeltlid^en, anä^ bie «§eiligfeit in biefem @inne : ba^er baö ^er* 
ftb^iei^n in f!nn(i(i^e ^efc^ran!ung iuna(S^ji bem ^oetifc^en, t>i>lUtf)iim^ 
lidftn 3(udbrutfe angel^&rt; oBn)o]^I bad iBetou^tfein beffe(6en niii^t 
burii^aud i^orau^gefe^t »erben fanU; \>Ulmtf)x totä^^tln SSorfteUungen 
f^anfenlofer (Sr^aBen^eit Gen. 31, 50. Jer. 23, 24. Ps. 139, 8- 
12. mit ber traulid^jien aSefc^^ränfung unb 3»enf(^li(^!eit Gen. 3, 9. 
18, 20s. 28, 16. 19., er Bereut ©etl^ane«, Gen. 6, 7. 1 Sam. 15, 
11. unb bo(^ i^ i^m {Reue unb ffled^fel fern 1 Sam. 15, 29. Nam. 
23, 19. Mal. 3, 6. 5Die eittli(!^!eit feine« ®eBoted unb 5Dien{}e« ifl 
ni(^t ol^ne «garten unb ©c^mä^en, Bid unter ben ^ro^l^eten f!(^ eine 
^ö^ere, üBer ba« ®efe^ l^inauöttjeifenbe ©otteöerfenntniß enttoitfelte-. 

f. 107. Hnfi^tett ht9 3nbettt(ttiit9. 

3)er (grfolg be3 (Sril« toar ^elbenmüt^ige Sirene im Diente 3e^os 
»a^a mit einem gänjlic^en 9lBn?cnben bon ^oefie unb Stun^i bo(!^ in 

torf, de Dominib. Dei bebr. [Dspp.phil.tbeol. Bas. 662.] ^engflenBetg/ 
b. SüitiSfentie b. $entat. f&xl 836. ©. I. «Bf*. 2. 

b) Gen. 14, 18 8s. Euseb, Praep. evaog. 1, 10. Plauti PoeDolasV, 1. 

c) njrr"» mit ben iSocalgeic^en t)on "»ii«, t)on trin:, b. Diod, Sic, 1, 94: 
*/««, Ör^. io Ps. 2. T. IL p. 539: '/a^* Hieron'\n Ps. 8. T. 11. p. 134 : 
Jiho, GatK^uniatl^on B. Euseb, Praep. evang. J, 6 : ^levoj, bie ©amatitaner 
U^ Theodoret, Interrog. 15. ad Exod : *Jccß^, Platarch, de Iside etOsir. 
t. 9 : ^Ey(a eifit näv ro yeyovbs, xotl ov, xccl iaofievov, «al tov ifiov ni- 
ffW ovoetg no) ^vrirog anexaXvxpev. Reland, Decas exercilt. de vera pro- 
■QDt. nom. Jeh. Ultraj. 705. J, D, Michaelis, de Jeb. ab Aegypt. cullo ac pro 
€oupbi 8. Demiorgo habito. [3er^* n. ^d^rt. 3en. 795.] ^bo^u^^it.b.^^^ 
>ot^efe b. tltfrr* b. 0lamen« 3^^. öuö Sg^i^ten^ ?ßl^ön. o. 3nbien. [SSerm. @djrr. 
«.1. €.377 ff.] @. SWeier in Bettet« 3fl^«bb. 842. ^. 3: T^^r\'^ bo0 örf^ei* 
«mbc, «eu^tenbc. «brarb, b.SJItet b. 3eS. IWamen«. [Seitf*: f. l^ifl. XiittU 
^19. $. 4.] 



124 Cntologie. SpccieOc Z^tclo%ie. B. 

bet VlaHabai^äifn ßtii mä^ @^urrti eined totittnUeiUUn XBergtat' 
6nid mit ©i^mbUbern aU 9lmu(etten 2 Mcc. 12, 40. ©otttobb 
)>OT)tigtorife mit bem «gimmfl in a3qir^ung gefegt 2 Chron. 36, 23. 
Tob. 10, 12., Ufftv b-i^u?, 6 ovQapog flatt ®ott Dan. 4, 23. iMcc. 
3, 60. dioar na^ 3ofe))l$u0 alitoftBreitet/) roitb er bod^ üBeraO ](o(^ 
über feine @((ipfun0 gefiettt/ fe(tne ))ant^eifltf(^e 3(n!tange finbnut 
buTC^ bie Ü6erf(^n>ängli(^!eit frommer Semunbening entflanben unb 
nic^t ernfUi(^ gemeint)^) »enig t>on feinen SBerfen ifi ben 3Krnf(^n 
Ifrefonnt Sir. 43, 32. in ben ^aläflinifii^en %)pefr^pf)m toirb no^ 
)>ie(ed aRenf(^(id^e t>on ®ott audgefagt^ in ben aleranbrinif(^en nur 
bie ^^ern Functionen bed aRenf(!^en{e6en0 unb mit bem tmx^iUniitm 
ben »etou^tfein be^f!nnbi(b(i(|en ^uftbrudd. IDer ä$olf^IauBe $ir(t 
fe^ am $ri))ile9ium ber g5ttlid^en ®un{l/ aber »ie biefer ^articula- 
ridmud felbfl in ber SSoüdmeinung toeber )>em anfange no^ »om 
Snbe ber ®e(tgef^i(^te %aU, fo finben ft(^ au^ etn^Cne Slneifens 
ntingen ber £iebe ®otted {u atiem ©eienben Sir. 18, 12. Sap. 11, 24. 
5Da $ 1^ i { mit bem vollen (Selb^geful^le bed iubifci^en aKono^id- 
mud bo(^ in ber ^atoni\ä^n 6(^n(e eine geifiigere ^nf(^auung ©ot- 
ted fanb aU unter feinem SSoüe^ fleigerte fic^ feine ©ottedibee )um 
^Begriffe eine« unnennbaren SBefen«, toetd^e« nur ba« reine, abfolute 
Sein o^ne alle Ciualitat unb Sejie^ung ifl.'') ^ber bie Offenbarung 
unb (Brfenntni§ @etM al0 aller 9Bei0^eit 3iel n)irb il^m bermittelt 
burc^ g5ttli(i^e SRittelmefen unb burc^ bie (Srl^ebung bed SNenf(^en in'$ 
g5ttli(^e SBefen. 5Die (Srfenntnif ®otted au0 feinen SBerfen ifi unt^oll^ 
fommen, bieSc^riftle^re oft bilbli^ unb toegen berOio^it be^aSolfd.'*) 

f. 106. Se^re ht9 9ltum 7e|lamenM. 

5Der borgefunbene üWonotl^ciömu« »urbe burtft fißfung dnc8 in* 
nern ©iberfpru(^« unb nat^ ber mefflanifci^en ffieiflagung jum Uni* 

a) ß. Jud. FI, 11,8: Tov d-eov navraxov xf;(vu^vov fiaQTvga iroioviiat. 
Cf. FUI, 11,2: 'O? Ipyov iarlv uvrov, xal ocgy^ xal tiXog rdSv anttrrav. 

b) Sirac, 43, 27 : noXXa iQovfi$v xal ov (xri i(pix(6fj.e&a, xal awrikia^ 
Xoycjv ro näv toxiv avtog, i 

c) De vita contempL T, Jf. p. 472 : ^EntiidevS^aav ^eganevetv to (hj 
o xal äya&ov xgsiTTov iari, xal ivog iiXiXQiviaj€QOV, xcCi uovadog agx^' 
yovfotiQov, De nominummutat.T. J.p.bS2 : To'^OVf rj ov iatiVt ovxl'f'f 
Ttgog rr avxo yccQ iavTov nX^Q€g xal avrb iavT(p Ixavop, xal ngo t^ 
TOV xoöfjLOV yevkoicag, xal fiexa xriv yiveaiv rov navrog. p. 579 : Mv ovv 
axoXovd-ov TO f^rid* ovofjia xvqiov iTttWTjfiia&rjvaL dvvaad-ai, rß ovti, nQog 
äXrj&eiav, ^tjalv ort iy(6 ilfit 6 (ov laov T(p' eJvai niipvxat ov Xiy^- \ 
a&at, Quod deteriutpot. tnsid. T. L p. 222 : 'Od^eog /novog iv t^ «?"«* 
v(f>iaTTfX€v, ov xdqiv avaynaCcog igsi nsgl avTov' ^JEyoj dfii 6 mf (agt^ 
fjL£T avrov oifx ovtojv xara to f#r«f, tfoliy öh fiovov vgeOTavat vopi^o- 
fiiviov. Quod Dens immut, T. /. p, 281 : Ol ^v/ijg haigoL ov^fuv^J^ 
yfyovoTiov i6i(f nagaßdXXovai to 'Öv* dXjC ixßißdaavTCg avTo nttOfjC 
noioTtiTog xpiXrlv avev ;^a(»«xT^off ti)>/ vnag^iv. p, 282 : "Ynaq^ig y«? 
küTtv o xaTaXafjLßdvou€v avTov, to &kx(^gls vnd{j^e(og ov6iv. 

d) De monarchia T. IL p. 216 s. Quod Deut immut, T, L p.2S0 s. 



1.8e^tfl* 3bee®otte«. §• 108. 109. 125 

^rfaUdmud Jo. 17, 3. 10, 16. Rom. 3, 29. 1 Cor. 8, 4. 6. Oi^ 
t9oi^{®ott in S^rifliid offenbar geworben ift Jo. 14, 7. cf. 1 Gor. 
1, 10s. unb feine (Sinigung mit ben ®(auMgen tooUgie^t Jo. 17, 23. 
1 Ger. 6, 19., totlä)^, buT(!^ f!ttU(!^e ÜSereinfUmmung ober natür«' 
8(^f ^ei^angigfeit ni(^t erf<^5^ft, für ^antl^eiftif(!^ gei^alten »erben 
f5nnte Acta 17, 28. Rom. 11, 36., menn ni(^t bie bem 3ubent^um 
unb S^riflenil^um »efentll^e, firenge Unterfd^eibung ®otte« öon ber 
ffiflt entgegen^ünbe Mt. 19, 17. Jo. 17, 11. Acta 14, 15. 17, 
24.31:*) fo bleibt bo(^ alle menf^Ii(^e ©otteöerfenntnifl fublectii) 
M^ranft 1 Gor. 13, 12. 1 Tim. 6, 16. 1 Jo. 3, 2. @d ifl a(fo 
Mf äin^eit \)nxäi ben ^unb frommer iitbc, ba^er @ott ))or)ugdn7eife 
«IdlBater beget(^net koirb, ya ®ott ifl bie Htht Mt. 5, 45. Jo. 3, 
16. 1 Jo. 4, 8. ein anberer a5ett>ei« feine« «Dafein« ifl ni(^t gege* 
Un, »ob( aber ^at $aulud im ®egenfa^e be« $o(^t^eidmud auf bie 
SBir!fam!eit bed einen, (ebenbigen ©otted in ber 9latur unb ©ef^id^te, 
nnb auf feine aKgemeine Offenbarung im menfi^ftc^en ©emütl^e l^in« 
Öftoiefen Ada 14, 15-17. 17, 22 sg. Rom. 1, 19 s. S)er a3egriflr 
^ ftbfoluten ifl audgef)}ro(^n Jo. 5, 26., anbre Attribute, )9or« 
nt^mlic!^ bie f!ttli(^en/ jienac^^bem fte einer beflimmten iBejie^ung ber 
gtSmmigfeit entfprec^^en. 9lnt^ro^opat^if(!^e a3ejei(^nungen gel^bren 
meifl brm bolfdtl^umti^en %udbru(fe an, »ie Rom. 2, 5., aber bie 
IBr^auptung ber @eiftigfeit Jo. 4, 23 s. ifl nur gegen aUe iBefc^ran« 
fung beö SBefenö unb ber 93ere^rung gemeint. 

§. 109, 2)o§iitcnoefi(i4te ititb Air^ettle^rc. 
Roesler, Pbilosopbia veleris Ecc. de Deo. Tab. 782. 4. 

IDad 5Dogma jeigt nic^^t ben S^erlauf einer beflimmten gefd^i^tti« 
i^m Sortentroitflung , fonbcrn je nad§ ber i)biIofop^if(!^en 93itbung 
mti gingeinen ober eine« 3eitalter«, unb bur(^ ©egenfaftc, bie fl^ 
mannic^fo^ wicber^oten, tourben bie »erfd^iebenen leiten beS Sßttt>u^U 
ffinlöon ®ott balb me^r fpeculatib, batb mel^r bogmatift^ auöge^ 
fprot^en. 5)ieatte J^irc^e »ert^eibigte il^ren 3Wonot:^ei3mu8 gegen ^o« 
I9t^et6mud/ @noflicidmud unb 5DuaUdmud, inbem f!e felbfl f!^ gegen 
ben SSotJDurf beö 5lt^ci$muö, fpatcr beö 5:rit]^ei$mu3 ju »ertoa^ren 
^atte. 3)a^er mit iBeweifen für bo0 3)afein ®otte« immer gugteic^ 
'ttt einige ®ott gemeint war, obttjol^l bie ßin^eit juweilen befonberö 
«mitfen ttjurbej') fie tourjeln mei^ in gried^ifc^er $:^itofo))^ie, unb 

*) [X^nrn] 5)arfl. b. Cfmanation«« u. ^jant^eifl. S^otfl. b. neutefl. C^riftfl. 
(6(^ctfrt ©cbriftforfd^. 93. IV @t.2.]— Krause, an pbilosopbi, qui Deum 
eitramundanum nef^ant, cnm doctr. ehr. cooseDtiaotT Regiom. 812. 4. 

a) Tertul. e. Marc, /, 3 : Dens, si ooo unus est, doo est. Cypr, de idoL 
t>anit. c. 5: Qaando nnqnam regni societas aut cnm fide coepit, aot sine 
ttu*re desiitr SicThebanornm germaoitas rupta et Dermaneos rogis dissi- 
dentibos etiam in morte discordia, et Romanos geminos unum non capit 
regnum, qno« nnnm uteri cepit bospitinra. Pompejns et Caesar adfines fno- 
niBt, nee tarnen neeessitudinis foedns in aemnla potestate tenaerant. Nee 



126 Dntologfe. ®t>erieae 3:^eo(ogie« B. 

We Stixä^tn^ittt, inbem fle feto 93ebfnlen trugen fl(^ auf ble Su^m* 
wund ^ttenlft^er 3^:^iIofo^)^ett ju Berufen, festen in biefer ^in^i 
bie 99ebetttun9 bed S^riflentl^uml nic^t fomo^I in eine l^^l^ere J^ennt- 
nif (Botted/ att in bie ))o(fdt^um{i(^e ^uffaffung unb Verbreitung 
berfelben***) ?tuc^ itar Bei ben iBetveifen tooraudgefe^t, ba§ i^r Ie|ter 
9rttnb eine g&tt{i(^e Offenbarung unb biefc (Srinnerung an ®ott un- 
»ertpujlti«^ fei in ber (Seele/) SBal&renb tbie axiani\ä)t a3el^au^)tung 
einer ganglid^en a3egreif[i(^feit ®otte« ber i^ird^e fremb btte B, »urbt 
bei ber Unbegreif(i(^!eit unb S^amenlofigfeit ®otteö [avoipvf4og] bo(^ 
eine anna^embe 93orjlettbar!eit angenommen, unb feit ^feubo^^Dio^ 
n^flu« unterfd^ieb man ein ?tuffleigen öon ber Sreatur jum @4ß^fer 
auf bem SBege ber 9legation, Aminen) unb Saufalitat* $ant^eißtf(^ 
5Denfttjeifen kourben balb nid^t toerflanben, balb toon ber Stixä^t m- 
koorfen, ba(b koegen i^red anbertveitigen c^^riflHc^en d^nl^attd ^o^ge^ 
l^alten, balb war ba« Urt^eil beö Seitafterö über Re get^eitt: bo(% be^ 
ru^te i:^re (^rifili(^e ®e{tung immer barauf, ba$ bie ßinl^eit bed ^Ken^ 
fd^en mit ®ott bor ber Unterf(^eibung guruiftrat* @d^on unter ben 
Äir^enöatern finb finnli(^e QSorfießungen, bie nid^t blo^ in ber Un- 
be^uIfUc^Ceit bed 3(udbru(fd liegen, unb überf(!^n)ängn(^e SSerflm^ti^' 
gungen ber 3bee ®otte8, jiene jübifc!^ öotWma§igen, biefe ^)Iatonif(^m 
Urf^runge0, ungefldrt neben einanber hergegangen i ^) bie ^ixä^t l^at 



hoc taotam de bomine mireris, qnnm in hoc omnis oatnra coDsentiat. Rex 
onus est apibas et dnx onus in gregibns: malto magis mnndi odos est re- 
ctor, qui universa verbo jabet, ratione dispensat, virtute consummat. 

b) MinuciiFel, Octavius o, 20 : Exposni opiniones omnium ferme pbilo- 
sopbornm, qnibas illastrior gloria est, Deum aoam multis licet desigoasse 
nominibns, oi quivis arbitretur, aut nunc christianos pbilosophos esse, aut 
philosopbos fuisse jam tunc christianos. TertuL Apolog. c. 46 : Deum qui- 
libet opifex christianus et ioveoit^ et ostendit, etexinde totum, quod inDeo 
quaeritor» re qnoque adsignat: licet Plato affirmet factitatorem universi- 
tatis neque inveniri facilem, et inventum enarrari in omnes difficilem. 

c) Orig, c, Ceh, ^If, 42 : [3»m ©egenfaje ju bafelben @teUe au« bcm 
Stmäud nt. ft.] 'HfiaTs ansipaivofisd-ce , oti ovx avragitrjg ^ «v&QOjnirri 
(fvOig bntoanoxavovv ^fiT^aai tov d'eov, xal evgsiv avtbv xad-aqöigy fir\ 
ßofj&eTaa vno tov ^ritovfiivov. Tertuh Jpolog. c, 17: Aoima licet carcere 
corporis pressa, licet institotiooibus pravis circumscripta, licet libidinibas 
evigorata^ licet falsis deis exancillata: cum tarnen resipiscit, nt ex cra- 
pula, ut ex somno : Deum nomioat, hoc solo oomioe, quin proprio Dei veri. 
Dens magnus, Dens bonus, et: quod Dens dederit! omoiam vox est. Judi- 
cem quoque contestator illnm : Deus videt, Deo commeodo, Dens mihi red- 
det! testimonium animae naturaliter christianae ! Denique pronnntiaos 
haec non ad capitolium, sed ad coelnm respicit. •« 

d) Tertul. ad Prax, e, 7 : Quis negabit Deum corpus esse, etsi Deus 
Spiritus est! Spiritus enim corpus sui generis in sua effigie. $Tg. de carne 
Chr.c. 11. c. Marc. If, 16. u. bie ©ottedibee ber Stementinen. — Justin, c. 
Thryph. c 4 : ^EnixEtva naarjg ovalag, ovt€ ^tjtop, ovt€ ayoqsvTov, all« 
fjLovov xaXov xal ayaS-ov. Ps. Dionys, de div, nominib. IFy 3: 'Bv «vt^ 
/i6v(p xal To avovöiov, ovaCag vnegßoXi^, Erigena de diois. nat, II. 28 : 



1. W% 3i><Je ©ottc^. §. 109. 1 10. 127 

frli^ eigentn^e 3(ntl§ro^omor^^iten/ »o f!(^ nic^td @d^(immered an 
ii^nm fanb, ^etel^rt ober ertragen. 5Der i)^i(ofoi)^i[d^e ©runbgebanfe 
toar indgemein: baö @fin burc!^ f!d^ fcttji, baö boKfommcne Sein 
unb ber ®runb alCc« <Btin9. 3)ie ?tttrlBute tourben mel^r im religio« 
fen unb BiSUf^en @inne aufgefaßt* Sl^re SSereinBarfeit unter ein» 
anber, il^re oBjectibe SSerfc^iebenl^eit, unb bie ©^tpterigf eit, ba0 gött* 
Ii<^ ffiefen mit menfd^Iic^en ©ebanfen, unb bo(^ erl^aSen üBer at(e0 
SKenfc^Ud^e gu benfen, 6ef<!^aftigte borgugötoeife ben ©d^arfflnn ber 
©(^ola^ifer* 5Die i)antl^cijiif(^e $:^ilofop]^ic bertoarf mit bem men« 
((Neuartigen ®ott feine 9lttri6ute, bie fle nur aU UMiijt a3ejei(N* 
nungen für 2lcte im @nttt)i(fIung«^)rocejfe M 2lBfotuten ober atö 
SBeltgefefee gelten laffen tonnte.^) 5Die i^ird^e l^at ft(^ in ben (Bi)taf>oUn 
mit ben aHgemeinfien SSeflimmungen eined öoXCf ommenen Urttjefenö Be* 
griugt, tt>eld^e in ben lut^erift^en ©J^mBoten nur ^jara^jl^raflifd^ lieber» 
i^ott unb bon reformirten ©öthBoten in 5tttriBute jerlegt pnb/) 

$. 110« iSogmatifd^c Se^re kioit ben düttlid^en attvUitttett. 

[Söjmc] 2)ie8e^reö.b.flöttl.(5{0cnfd6aften. 5lUfnB.842. P.J.Andreae, 
de attribator. div.variis diviss. earomque Gommodis et iocommodis. Lugd. 
824. $5ru(^/ £e^re )>. b. g&ttl. @igenf(i^. $amb. 842. C. B. Moll, de justo 
•ttributorum Dei discrimine. Hai. 855. P. 1. 4. 

(grfl bie ^rotejiantif^e S)ogmatif ^at ben Sel^rBegriff bon ®vtt in 
einer tt)iffenf(^aftti^ articutirten 2lufjieHung ber ^btüiä^tn 5lttriBute 
concentrirt. ©bttli^e 5lttriButc [j/oi}fiara] ftnb bie üHerfmate, in 
toel^en f!(% bie 3bee ©otteö öor ber Oleflerion enttoitfelt unb für ba^ 
ttUgiJfe ©efü^I barfteUt.') S)aö @ein unb bie ©in^elt ©otte« gcl^kt 



Si interrogaveris de Deo, qaid sit? DODne quandam propriam substaDtiam 
defioitam qnaeris? et^i quis respooderit hoc vel iilad, noone certam quan- 
dam circumscriptamque videbitnr defioire substantiaro? Quomodo igitur 
divioa natara seipsam potest iotelligere, quid sit? cam nihil sit, superat 
eoim omne quod est, quando nee ipsa est esse, sed ab ipsa est omne esse. 
Dens itaque nescit se, quid est, quia noa est quid. 

e) Id. I, 76 : Amor est vincnlum, quo rerum universitas ineCfabili aroi- 
citia insolubilique uuitate copulatur. Merito amor Deus dicilur, quia per 
omoia diffunditur, et in nnum colligit omnia, et ad seipsum ineffabili re- 
gressu revolvitur. $ e g e I, $^U. b. SÄel. 93. II. ©. 47 : ,,3)te aWaiiifcüation ber 
9K<^tigfett Ui @nbU(^en aU a^ac^t ifl bie ©ete((ttgreit : batin totrb ben enb:: 
lil^eniDingen i^r dtt^i onget^an.* Slaf^e, b.göttl.öigenfcB.in i^reröin^. 
»♦ aU ^dncibien b. SBeÜreg. (Brf. 831. (S traug, 93. I. @. 525-613. 

J) Symb. /4po8t: Credo in Deum, patrem omnipoteatem. Nie: Credo 
iü uDum Deum. ^m Äthan, oerfireut: increatus, immensas, aeternns, omni- 
pot^s, majestas. C, J. p, 1 : Una esseotia divina, quae et appeliatur et 
est Dens, aeternus, incorporens, impartibilis^ immensa potentia, sapientia, 
booitate. Conf. Helv. IL c.3 : Deum credimus unnm esse essentia, per se 
sabsistentem, sibi ad omnia sufficientero, invisibilero, ineorporeom, im- 
meosum, aeternum» summum bonam^ vivum, omnipotentem et summe sa- 
pienlem, etementem sive misericordem, jostum atque veraeem. 

a) HoUazp. 234: Perfectiones Dei^ qoae esseatiam divinam nostro eon- 



1S8 Otttologie. epccitUt 2:^eo(o9{e. B. 

ba^er iii^t gu ben 9ittxif)uUn, aU niä^t in ber 3bee (8tüt9 nt^^^oftni; 
fonberti bad (I ine ifl bU mtaüAt, bad 3(nbre bol dtefuttat biefet 3bff. 
S)ie (Sin^it »irb fpecutatb aul bem SBefnt bed ^Bfoluteit/ tKigtH 
bataul enoiefnt/ baf bet SRettfc^ nuir (Sind fiSer aUed unb mig (iebnt 
fann.^) ^Sgefe^n t>on offenbar einfeitigen 3Romenten *") finb @int^rt$ 
(migdweifen aufgeßelit »orben: 1) 9laä^ ber Betrachtung @otted an 
{i(^ frlSfl unb im 93er^&(tni{fe jur 9Be(t : immanentia [quiescentia, 
absoluta] unb transeantia [operativa, relativa] ; ^) n)obur<^ nur ein 
flief enber Unterf^ieb entfielt/ benn aKe Attribute Qtffhxm jut 3bee (Set-- 
M unb erfd^inen im Q3er^a(tniffe }ur ffielt nur mobi^cirt. 2) f^ai^ 
bem ))erf(^iebnen 3n^a(te ber ffiett)') tooburc^ }n>ar tint aSerfc^ieben- 
l^it ber Segie^ungen ®otte< bebingt, aber nid^t bie 3bee iSoUt^ feAf 
in i^re Wertmate gerlegt mirb. 3) 9ta<^ ber SSerfc^iebenl^eit ber Mtni- 
momente^ in totlä^m bal Sb^&ngigfeitlgeful^tauf @ott begogen tpirb;^ 
iDOburc^ gkoar bem aSebflrfniffe ber Attribute für ben SBed^fel re{igi5ftr 
Stimmungen genügt, aber eine Snttvictetung unb Snfic^auung ber xc 
(igiftfen 3bee n?eber bewirft, noä^ beabflc^tigt wirb. 4) 9{a^ ber ^m-- 
togie bed menfd^Iic^en ®ei{lel in mannic^fac^^en, (ogifi^ mei^r ober min« 
ber richtigen ©lieberungen. <) 5Da bie 3^e @otted att ba0 Urbilb bed 
menf(^(i(^en ®ei{lel geoffenbart ift, fo fann in ber ^^at eine ^int^et^ 
tung ber 3(ttribute nur eine $fi^^o(ogie @otted fein. iDer ur^ 
f^rängtic^en (Sinl^eit M menfd^tii!^ ®ei^ed entf^rid^tbieabfotute^er« 
fbnlici^feit felbjl, beren 2(ttribute burt^ ben ©egenfaft wiber bie benfbarm 
%rten ber iBef(^ran!ung ftc^ att dn^aä^t SRobificationen bed abfohlten 
ergeben : burt^ ben (Segenfa^ ber Seit bie Sw ig feit, wiefern ®on, 
bur(^ bie Seit nit^t befc^ranft, fle felbfi ala bie fform atteö @nbB(^en 
gefe|t ^at}^) burc^ ben @egenfa^ bed Staumd bie 91 (Ige gen wart/ 



cipiendi modo per se coosequuotar, et de Deo parooymice praedieaDtor. 
IRein^arb ®* 9S: Pars suromae perfectioois sigillatim cogitata. 

&; XdUner, S3erf. e. neuen firenaen f&tto. ». b. (fin^. ®. [©etm. Sluff» 
grff. 766. 93* I.] Henning«, b. (Sini^t ®. naä) »etfcb. ®efi(bt«i)imfteii gfs 
pxüft 9((tenb*779. Dan. fFyttenhach^ oam solins ratioois vi et quibos ar- 
gQin. demoQstrari possit, ooo plares esse uno Deo? Lagd. B.780. 4. $an- 
lue, (Sin^eit, ®ei{lid!ett ®f>iiU u. ®laube. Semg. 788. 

c) Primitiva, derivata. Positiva, oegativa. Propria, metaphorica. Com- 
münicabilia, incommunicabilia, ober imitabitia, inimitabilia. 

d) Hollas p, 237 : Attribata dividnalur io aveveQyrjTixa, quiescentia, 
qnae essentiam divioam describnot absolute et in se, atqae adeo ad Dallnm 
actum ordioantur: ivegytjTixa seu operantia^ quae esseatiam divioam de- 
acribuot respectu operatioois, atque adeo ad certos actus ordinata esse 
cognoscuotur. Steubel, ü* C^int^. ber in ®oit gu benfenben $oQ!ommen^ 
Reiten. [3:üb. 3eitf(bt. 830. <>, 4. 5161^. 2.] ej ® l to e r t, ©erf. e. 3)ebuctiott 
b. gdttl. <5igenf(b. [Xäb. 3eitf(br. 830. $. 4.] ^^nlici^ S ö^me unb f&xn^' 

ß @cbleierma«er, 33. 1. @, 280 ff. 478 ff. 93. II. ©♦ 553 ff. 
g) $lmmon, 93(etfd^nf iber u. a. 

h) Hollaz p, 248 : iDtermioabilis et permanens essentiae divinae dura- 
tio. IRein^. @. 106: Quo esse nee coepit^ nee unquam desinet. 



1* Se^rft. 3bec ®otted. §. HO. 129 

liHffemdott, bur^ n^tö fRiumliäit^ Bebingt, ben 9taum fe(6|l a(d bie 
gförm atteö 3KaterieHen gefegt ^at^*) bur(i^ brn ©egenfa^ aUt^^an^ 
Uliaxtn bieUtnjevanbcrU^Jelt bfö €em3 unb ©oücti«, nld^tbet 
jfitll^n aBlrJfamfeit ©otteö j*^) bur(^ ben ©cgenfafr jebcö 93cbürfnifffÖ 
©it^fftbfignugfamfeit [avTciQKeia] , :^)ofltb unenblic^e li^ i e b e , 
alö t)ur^ ttjeld^e ein 5tnbre0 für ®ott ifl.*) (S^ecielle SlttdSwte ent= 
fte^tt, inbem bte einzelnen ^^^attgfeiten unb 93ejie^ungen, In benen fi(^ 
ba« ©ftttUd^e Im SWenfd^enUBcn entfaltet, jum SScgrlffe beö 2lbfo(uten 
erl^oben toerben. ffiie aber baö 3^ in jeber ©elfleöform ifi, obtool^l 
nur einfeitig gur ^fö^einung f ommt : fo pnb jiene attgemeinen ^ttris 
bute in allen bur(^ eine befonbre ©eijie^form gebitbeten entl^alten, ju 
benen fle ^^ affo »ermatten tüie baö ®enu0 jur ^ptcit^* IDIe befon« 
bern Attribute ui5gen ba^er nac!^ bem geu'&^nlic^^en (Bi^tma ber ®tU 
jleöformen ober nac^ ben il^nen entf^red^enben 3been einget^eilt ttjer^ 
ben, aW Attribute ber (Srfenntniß, beö ®itten6 unb ©efübtt» 3ebe8 
*attribut iji bebingt burc^ bie ©efammtbeit aUer anbern. 3)ie g6tt(i^f 
e^rfenntniß iji in SSejug auf attefi SBerbenbe 2llltt)ei0^eit, auf 
atieö ©eienbe ?( H tt) i f f e n ^ e i t."*) üWit ber attl^ergebra^ten ©ubbiöi* 
fton ber Septem a(0 scientia necessaria, libera et media [de futoribili 

i) Hollaz p, 251 : Immensitas est attribuium, secundnm qaod essentia 
Dei Dullis locoram teriniois circamscribi potesi^ sed ubique existere iotel« 
ligUor. p. 275 : Omnipraesetitia est attributum IvsQyrjTtHoVf vi cujus Deus 
noo tantani substaatiae propioquitate, sed etiam efficaci operatione Omni- 
bus crealuris adest. di einl^« <S. 121 : Attributum Dei, quo ubique et seni- 
per immediate efficax esse possit. k) dornet/ b« Un\)i?ränbticIi(IDf« ®. 
[^affxhb. f, beutf^e S^eoU 850, 93. I. $•2 f.] 

i) Quenstedt T. /. p. 291 : Amor Dei est, quo ipse cum objecto ama- 
biii se saaviter unit. Buddeus JI, 1, 34 : Summa omnium virtuium, quae 
in hominibus aut aogelis coospiciuntur, cousistit iu amore. Pari ratione 
deDeo^ sed remota omni imperfectione, dici potest, virtutum omoium sum- 
mam ejus amorem complecti. Hinc et Joannes per compendium velutDeum 
descripturus, 6 ^eog, inquit, äyanr) iariv. S^leietm*^* II. @»559: 
«r^ie göttn^e Siebe aU bie (Sigenfc^aft, )>ermdge beten baa g5ttli^e Sßefen {id^ 
mitt^cilt, loitb in bem SBetf ber ötlöfung ctfannt." 

m) Hollaz p, 255 : Iniellectus Dei est ipsa essentia divina, quatenus a 
nobis cooeipitnr per modum potentiae intellectivae. /7.260: Sapitntia est 
•ttributnm, per quod Deus altissimo consilio 9moia eondidit, conservat et 
ad certos fines ordinal, nl gloria divina illustretur et salus bominum pro- 
moveatur. p, 256: Omniscientia est attributum, quo Deus omnia^ quae 
sont, fuerunt, eront, aut ulla ralione esse possunt, uno simplici actn im- 
mediate et nerfectissime cognoscit. fStt'xw^* <S* 122: Sapientia est attri- 
botom, quo Deus in capiendis consiliis et adminiculis eligendis leges sum- 
mae perfectionis sequitur. ®» 113: Omniscientia est attributum Dei, quo 
rerum omnium cogoitionem habet longe perfectissimam. <S^Ieie(m. !Ö. II. 
©♦566 : ^5)ie göttliche 2Bei«^ieit ijl ba« bieSBelt für bie in ber örlöfung f!^ bes 
tbötigenbe göttliche ^elb^mittl^eilung orbnenbe unb beftimmenbe^rinci^.^'ä.I. 
6. 319 : „Unter ber götlli^en Stamffen^eit ifi ju benfen bie fd^lec^ft^inige ©ei^ 
«igfeit ber götttic^en StUmac^t." — Ääjlner, »ie bie aUg. ©igr. im göttU 
SJerß. {inb? $lltenb. 768, Fremling, de intclligeotia div. Lund. 790. 4. 

^ogmatif. 5.9(uft 9 



1S8 Otttologie* ®))erieOe 2:^eo(o9{e* B. 

ballet nkä^t ju ben Vitrifeuteit/ att niä^t in ber 3bre (Stttt9 nt^aftni; 
fonbern bal (I tue ifl bie 9{eaUt&t, bal 3(nbre bol dte futtat biefer 3b(e. 
S)ie (Sin^eit »irb fpeculatb aul bem SBefen bed ^Bfotutnt^ tf(tgt59 
baraul enoiefm^ baf ber SRenfd^ nur (5inl Aber atCed nnb etoig Reben 
fann.^) ^Ibgefe^n t>on offenbar einfeitigen SRomenten *") finb @hit^ets 
Inng^weifen aufgeßettt »orben: 1) 9la(fy ber IBetrad^tung ®oiM an 
{i(i^ felbfl unb im äkr^altniffe jur 9Be(t : immanentia [qniescentia, 
absolata] unb transeantia [operativa, relativa] ; ^) n>obur(^ nur ein 
flief enber Unterf^ieb entfielt; benn aUt Attribute Qti^bxtn gttr 3bee (StU 
tt$ unb erfd^inen im Q3er^a(tniffe gur ffielt nur mobi^cirt. 2) 9U(^ 
bem ))erf(^iebnen 3n^abe ber &tU i ') tooburc^ }n>ar eine IBerf^ieben^ 
l^it ber Segiel^ungen (Bottt$ bebingt, aber nid^t bie 3bee iäottt9 feftf 
in i^re 9Rertma(e jerlegt mitb. 3) 9ta^ ber 9}erf(^iebenl^eit ber Mmi-^ 
momente, in totlä^tn bal Sb^&ngigfeitlgefu^Iauf @ott begogen tpirb)^ 
n>obur(^ jmar bem 99eburfniffe ber Attribute für ben SBe^fet religi^ftr 
Stimmungen genügt, aber eine (Sntmictelung unb 3(nf<i^auung ber xt: 
(igiifen 3bee n)eber bewirft, no(^ beabflc^tigt wirb« 4) 9la(^ ber 9nas 
togie bed menf^Hc^en @eiflel in mannic^fac^en, (ogifi^ me^r ober tnim 
ber ri^tigen ©lieberungen. «) 3)a bie 3bee ©otte« att ba0 Urbilb be« 
mtn\ä)lii^tn ©eijlel geoffenbart ifl, fo lann in ber Sl^at eine Sint^els 
tung ber 9lttribute nur eine 3^ f 19 d^ o t o g i e ® 1 1 e 8 fein» 5)er ur^ 
f))rung(i(i^en (Sin^eit M menfd^Hi!^ ®ei^ed entf^rid^tbie abfolute^er« 
fBnttd^feit felbjl, beren2(ttribute bur(^ benSegenfa^ wiber bie benfSaren 
airten ber 93efcl^ranfung fi(^ aö einfädle SKobiflcationen beö 9(bfoüitm 
ergeben : burc^ ben ®egenfa^ ber Seit bie Sw ig feit, wiefern ®ott, 
burd§ bie 3eit nic^t befc^ranft, fte felbfl ald bie $orm aUed ^nbttd^en 
gefegt ^at}^) burc^ ben @egenfa^ bed Staumd bie 91 (Ige gen wart/ 



cipiendi modo per se coasequantor, et de Deo paronymice praedieaDtnr. 
dttXüf)ax^ @* 9S: Pars snmmae perfectionis sigillatim cogitata. 

b)%öilntt, S3erf. c. neuen firenaen ©eto, ». b. (fln^i. ®. [SSetm. Sluff» 
gtff, 766. 93» I.] Henning«, b. (Sintgf. ®. nat^ »ecf(b. ®efld&t«^)unften ge* 
pxnft* 9((tenb. 779. Dan, fFyttenhach, onm solins ratioois vi et quibas ar- 
gam. demoDstrari possit, noo pinres esse udo Deo? Logd. B.780. 4. $ait- 
Iitd, (Sin^eit, ®eifl{g!eit ®otte6 u. ®Iaube. Semg. 788« 

c) Primitiva, derivata. Positiva, oegativa. Propria, metaphorica. Gom- 
muoicabilia, iocommunicabilia, ober imitabilia, inimitabilia. 

d) Hollas p, 237 : Attribata dividunlur in äv€v€Qyr]Tixa, qmescentia, 
qaae esseDtiam divinam describuot absolute et in se, atqae adeo ad oallnin 
actum ordinantur: ipeQyijTixcc seu operantia, quae essentiam divioam de- 
scribuot respectu operationis, atqoe adeo ad certos actus ordinata esse 
cognoscuotur. Steubel, ü* (Bintff* ber in ®ott gu benfenben $oQ!cmmen$ 
Reiten. [XüK 3eitf(^r. 830. $. 4. 5lbt*. 2.] e)ß l » e r t, ©erf. e. 3)ebuctiott 
b. göttl. <8iaenf<b» [Xüb. 3eitfd&r. 830. *. 4.] ^f^nliä^ JB ö ^me unb Jörn*. 

/?@(bleierma«er, 93. 1. @. 280 ff. 478 ff. 93. II. @. 553 jf. 
g) Slmmon, 93retf<bnelber n. a. 

h) Hollaz p. 248 : Intermioabilis et permanens essentiae divinae dura* 
tio. 0tein^. @. 106: Quo esse nee coepit^ nee unquam desioet. 



1* «e^P- 3bee ®otte^. §. 110. 129 

toirfern (Boit, bur^ ni^td StaumHi^ed Bebingt/ ben 9taum fr(B|l aU bte 
9orm atted aRaterieUen gefegt ^at^') burd^ ben ©fgenfa^ aKeafflan« 
beibaren bie U n i) e t a n b e r U d^ f e 1 1 beö €einö unb 3BoHen«, nld^t ber 
jeUltc^n SBitf [amfeit @otM ',^) burd^ ben ©egenfafr jebeö iBebürfniffeö 
6i^[eIBjignugfamfeit [aiJrdpxf^o], :^)of!tb uncnbU(^e ^itit, 
alö burd^ tt?e% ein 2lnbreö für ®ott ifl.*) <BpecitlU Attribute enU 
fte^tt, inbem bie elnjetnen ^^^atigfeiten unb 93ejie^ungen, in benen fi(^ 
bad ®5ttlt(i^e im SRenfc^^enleben entfaltet, gum ^egrife bed ^bfoluten 
ft^oSen njerben. Sie aber ba3 5^ in jeber ©elflcSform ifi, obteo^l 
nur einfeitig gur ^((^einung !ommt : fo pnb jene attgemeinen ^ttri? 
bute in allen bur(^ eine befonbre ©eijie^form gebitbeten entl^alten, ju 
benen f!f f!c^ atfo »erhalten tt)ie baö ®enu« jtir (B)ßtcU9, 3)ie befon^ 
bern 5ltttibute mögen bo^er naä^ bem getvö^nlid^en (Sd^ema ber ®eis 
fiedformen ober na(^ ben il^nen etttf^jred^enben 3been eingetl^eilt toer^ 
ben, aW Attribute ber (Srfenntniß, beö ®illen6 unb ©eful^lö. 3ebe8 
Attribut iji bebingt bur^ bie ©efammtl^eit aller anbern. 3)ie gbttli^e 
e^rfenntniß ifl in SSegug auf alle« Serbenbe ?llttt)ei0^eit, auf 
alleöSeienbe ^Itlttjiff enl^eit»"*) SRIt ber alt^ergebra^ten (Subbitoi* 
{ton ber £e^tern aU scientia necessaria, libera et media [de fntnribili 

i) Hollaz p, 251 : Immensitas est attribuium, secundum quod essentia 
Dei dqIHs locornm teriniois circumscribi potesl^ se<l ubique existere iotel- 
ligUur. p. 275 : Omntpraesentta est attributum iveQyrjTiHov, vi cujus Deus 
noD lantnm substaatiae propioquitate, sed etiam efficaci operatioue omoi- 
bus crealnris adest. fft txn^*. ^* 121 : Attributum Dei, quo ubique et sem- 
per immediate efficax esse possit. k) ^otner, b. Un\)i?ränbtirli(IDf4 ®. 
[3a§rbb» f. bcutfd^e S^eoU 85G, 93. I. $.2 f.] 

i) Quenstedt T. I, p. 291 : Amor Dei est, quo ipse cum objecto ama- 
bili se soaviter unit. Buddeus JI, 1, 34 : Summa omoium viiiuium, quae 
in hominibus aut angelis coospiciuntur, cousistit in amore. Pari ratione 
deDeo^ sed remota omni imperfectione, dici potest, virtutum omoium suro- 
mam ejus amorem complecti. Hinc et Joannes per coropendiuro velutDeum 
descriptorus, 6 &eog, inquit, äyanTj iariv. Sd^leietm. ^» II. @. 559: 
«r^te gdttli^e i\th€ a\8 bte (Sigenfcbaft, )>ermöge beten baa ^biiiiä^i Sßefen fid^ 
mittl^eilt, loitb in bem SDetf ber CSrldfung erfannt.'' 

m) Hollaz p. 255 : Iniellecfvs Dei est ipsa essentia divina^ quatenus a 
Dobis GODcipitnr per modum potentiae iotellectivae. /7.260: Sapüntia est 
attributum, per quod Deus altissimo consilio omnia eondidit, conservat et 
ad eertos fines ordioat, ul gloria divioa illustretur et salus bominum pro- 
moveatur. p. 256 : Omniscientia est attributum , quo Deus omnia^ quae 
sunt, fuerunt, erunt, aut ulla ralione esse possunt, uno simplici acin im- 
mediate et nerfectissime cognoscit. Siein^. <S. 122; Sapientia est attri- 
batnm, quo Deus in capiendis consiliis et adminiculis eligendis leges sum- 
mae perfectionis sequitur. ®.. 113: Omniscientia est attributum Dei, quo 
remm omnium cogoitionem habet looge perfeGtissimam. (S^leterm. SB.II. 
6* 566 : J^'xt göttlicbe ©eid^ieit ifi baö bie SBelt für bie in ber örlofuno ^6i be* 
tbätigenbe göttli<^e@elbftmitt^f eilung orbnenbe unb beflimmenbe??rincij)."Ö. I. 
6. 319 : ^Untet bet götlli^en Siamffenbeit ift ju benfm bie fd^led^t^iniöe ©ei^ 
«igfeit bet 9öttH(ben 5lllma*t.-' — Ääjlnet, xo'xt bie aUg. «igt. im göttU 
SSerß. {inb? $lltenb. 768. Fremling, de intcUigeotia div. Lund. 790. 4. 

JDogmatif. 5.9(uft 9 



1S8 Otttologie. ®))erieOe ^toU^it* B. 

ba^ iii^t jtt ben ^ttrifeutett/ al€ nid^t in ber 3bee ®otted m 
foii)>fTti ba« (I ine ifl bie StealitSt; ba« 3(nbrr bol 9tffu(tat biefn 
S)if (Sin^it n)irb fpecutati)) aul bem SBefen bed ^Ibfotttten, xKigt 
bataul enoirfen, baf bet SRenfc^ nur (5inl über aUt^ unb etoig Ue8 
fann.^) ^Ibgefe^n bon offenbar einfeitigen SRomenten *") flnb @ 
tunglweifen aufgeßettt »orben: 1) 9la^ ber SBetrad^tung @otted 
{i(^ felbfl unb im 93er^&(tni{fe jur 9Be(t : immanentia [quiesceoti 
absolata] unb traoseantia [operativa, relativa] ; ^) tooburd^ nut 
flief enber Unterf^ieb entfielt; benn aKe Attribute %tf)hxm {ur Sbee @e 
M unb erfd^inen im Q3er^&(tniffe gur ffielt nur mobi^cirt. 2) !K{ii 
bem ))erf(^iebnen 3n^abe ber ffie(t)') tooburc^ jnnir eine SSerfi^ie' 
|eit ber Regierungen (BotttB bebingt, aber nid^t bie 3bee @otted f( 
in i^re 9Rertma(e gerlegt mitb. 3) 9ta(^ ber 9}erfd^iebenl^eit ber Mmi 
momente^ in totläftn bad Sb^ingigfeitlgeffil^Iauf @ott begogen tt^iib 
n>obur<^ gnmr bem Rebflrfniffe ber Attribute für ben 9Bed^fe{ reUgt5fer 
Stimmungen genügt, aber eine (Sntmictelung unb ^nfc^auung ber xt- 
Ugiifen 3bee tveber bewirft, noc^ beabfld^tigt wirb* 4) 9lai^ ber %ta$ 
togie bed menfc^nc^en ®tiftH in mannid^fac^en, (ogifd^ me^r ober mm 
ber richtigen ©lieberungen. >) S)a bie 3^e @otted a(d bad UrbUb br« 
menft^lit^en ©eijlel geoffenbart ifl, fo f ann in ber 3:i^at eine Sint^fi- 
tung ber 3(ttribute nur eine ^fi^d^otogie @otted fein» ^er ur^ 
f^runglic^en Qtinf^tit M menf^tid^ ®ei^ed entf^rid^tbie abfo(ute$tr< 
f&nltd^feit felbjl, beren Attribute bur(^ ben®egenfa^ wiber bie benfSarm 
Strien ber iBef(^r&nfung ftc^ aü einfädle 3Robificationen bed ^bfoluten 
ergeben : burd^ ben ®egenfo^ ber Seit bie Sw ig feit, wiefern ®ott; 
bur(^ bie ßtit nid^t befd^ranft, fie felbfi aU bie $orm atied (Snbltd^en 
gefegt ^at}^) burc^ ben ®egenfa^ M Staumd bie 91 (Ige gen wart, 



cipiendi modo per se consequuntar, et de Deo paronymice praedieaDtnr. 
IRein^arb ®* 98: Pars snmoiae perfectioois sigillatim cogitata. 

b)Z&{lntx, S3frf. e. neuen firenaen ©et»» »♦ b* (fin^* ®. [Sßtm. «uff» 
grff. 766* ©* I.] ^enninga, b* (Sinigf» ®. naä) »ecfdft. ®e{i(btd))unften ge- 
pxüfU 9((ten6, 779. Dan, fFyttenhach, oam solins ratioois vi et quibos ar- 
gQm. demoostrari possit, noo plares esse uoo Deo? Lagd. B.780. 4. $an- 
Iu0, (Sin^eit, (Beiflisfett ®otte« u» ®(aube. Semg* 788* 

c) Primitiva, derivata. Positiva, oegativa. Propria, metaphorica. Com- 
muDicabilia, incomniuoieabilia, ober imilabilia, inimitabilia. 

d) Hollas p. 237 : Attribata dividunlur io avevSQyijTixaf quiescentia, 
qaae essentiam divinam describnot absolute et in se, atqae adeo ad Dallom 
actam ordioantur: Ivtgyrjrixa sea operantia^ quae essentiam divinam de- 
acribant respectu operationis, atque adeo ad certos actus ordinata esse 
cognoscuotur. Steubel, ü* @int^. ber in ®ott gu benfenben ©ottfommen^ 
beiten* [%\A, 3eitf(br* 830* $* 4* 5lbt^* 2*] ej (S l to e r t, ©erf* c* JDebucHon 
b* gdttl* (Stgenfcb* [Xub* Settfcbr. 830* $* 4.] ^^nlt(b S ö^me unb )SBrii4* 

f) ©d&leicrmadber, «*1. ®* 280 ff* 478 ff* S3* II. ©♦ 553 ff* 

g) $lmmon, IBretfcbneiber tt* a* 

h) Hollaz p, 248 : loterminabilis et permanens essentiae divinae dura« 
tio. S^ein^* @. 106: Quo esse nee coepit^ nee unqnam desinet* 



1* «e^rfi^ 3bee ®otted. §. 110. 129 

loif fem ®ott/ burd^ nid^td StSuntHi^ea Bebmgt/ ben Staum fel&fl a(d bie 
gorm alCeö dWateriettcn gefegt ^at^O burd^ ben ©egenfa^ aBfl®ans 
bf(6aren bieUn^evanbertic^feit brd €eind unb^oKend/ niii^tber 
gfülic^n aBitf [omfeit ®otM i^) burc^ ben ©egenfa^ jebeö «ebütfniffeö 
Si(^fetSfignugfamfeit [avTci^xeia], )ßofiti)oumxCt>U(f^t ^itit, 
ate burd^ ttjeld^e ein 5tnbrcö für ®ott ifl.*) (S^)ecielte ?tttribwte ent:: 
fte^n, Inbem bfe einjetnen ^^^ätigfeiten unb 93ejie^ungen, in benen fi(^ 
ba« ®6ttK(i^e im SWenfci^enleBen entfaltet, gum aSegriffe beö 2lbfoluten 
ct^oben toerben. Sic aber ba3 5^ in jeber ©eijieöform ifi, obtool^t 
nut einfeitig gut (Srfd^einung !ommt : fo pnb jene aKgemeinen ^ttri? 
Bute In allen bur(^ eine befonbre ©eifle^form geßilbeten entl^alten, ju 
benen fle flc^ alfo öevl^alten tt)ie baö ®enu« jur (BpedtS, 2)ie tefon* 
bern ^ttriSute m5gen ba^er naä) bem getvß^nlid^en <Bä^tma ber ®eis 
fiedformen ober naä^ ben il^nen entf^rec^enben 3been einget^eilt toer-- 
ben, att Attribute Der (Srfenntniß, beö ®illen0 unb ©efii^lö, 3ebe8 
Attribut iji Bebingt bur4 bie ©efammt^eit aller anbern» 3)ie g6ttU(3^e 
e^rfenntniß ifl in SSegug auf alle« SBerbenbe 2llltt)ei0^eit, auf 
alle« ©eienbe 51 1 1 ttj i f f e n ^ e i t."*) SRIt ber att^ergebra^ten (Subbiöi:^ 
{ton ber £e^tem ald scientia necessaria, libera et media [de fatnribili 

i) Hollaz /». 251 : Jmmensitas est attribuium, secundum quod esseotia 
Dei onllis locornm teriniois circumscribi potesi^ sed ubique existere intel- 
Ugitar. p. 275 : Omnipraesentia est attribotum iveQyrjjiHov, vi cujus Deus 
DOD lantam substaotiae propioquitate, sed etiam eMcaci operatione oinoi- 
bos creainris adest. !Reinl^« ^» 121 : Attributum Dei, quo ubique et sem- 
per immediate efficax esse possit. k) Corner, b« Un\)eränbtirli(IDf« ®, 
[3a§r6b* f. beutfd^e SM* 856, 33* I. $.2 f.] 

l) Quenstedt T. L p. 291 : Amor Dei est, quo ipse cum objecto ama- 
bili 8e saaviter anit. Buddeus II, 1, 34 : Summa omoium virtulum, quae 
in bominibus aut angelis conspiciuotur, cousistit in amore. Pari ratione 
deDeo, sed remota omui imperfectiooe, dici potest, virtutum omoium sum- 
mam ejus aroorem complecti. Hinc et Joannes per compendium velulDeum 
deseripturus, 6 ^eog, inquit, ayanr) lariv, (Sd^l eietm* ^* U. @»559: 
ir^ie Qdttlid^e Siebe a\9 bie (Sigenfc^aft, )>etm5ge beten baa g5ttli(tfe SDefen ^d) 
mitt^eilt, loirb in bem SBetf ber ötlöfung erfannt.* 

m) Hollaz p. 255 : Inietlectvs Dei est ipsa essentia divina, quatenus a 
Dobis concipitur per modum poteotiae intellectivae. /7.260: Sapitntia est 
attributum, per quod Deus altissimo cousilio 9moia eondidit, conserval et 
ad certos fioes ordinat, ul gloria divina illustretur et salus bominum pro- 
moveatur. p, 256 : Omniscientia est attributum , quo Deus omnia^ quae 
aont, fuerunt, erunt, aut ulla ratione esse possunt, uoo simplici acto im- 
mediate et perfectissime cognoscit. Siein^« <S* 122: Sapientia est attri- 
botum, quo Dens in capiendis consiliis et adminiculis eligendis leges sum- 
mae perfectionis sequitur. ®«. 113: Omniscientia est attributum Dei, quo 
renim omnium cogoitionem habet longe perfeGtissimam. <S^leterm. SB* II. 
6*566 : ^5)ie göttliche 2Bei«^ieit ifi ba« bie SBelt für bie in ber örlöfung flti^ U: 
tfaatigenbe göttliche ^elbOmittl^eilung orbnenbe unb befltmmenbe $rinci^/' ä. I. 
6,319: „Unter ber götlli*en Siamffen^eit ift ju benfen bie fd^led^t^inige ®ei= 
ftigfeit ber göttUdficn SUlmac^t.'' — Ädjlner, \x>k bie aUg* ©igr. im göttU 
^erß. {inb? $lltenb*768* Fremling, de intcUigeotia div. Lund. 790. 4. 

S)ogmatif. 5.9(uft 9 



IM Omtotogic. e^eOc X^togie. B. 



me MflicM blcUigeBtiae] \$ mar gcweist, ba§ «ott bic Sklt vnl 
«Oci ift l^t frei §r^ Ut / baf n «Uri a>fnnAre erf ennt unb bad 
gnie oll et» 9tiM. 3)ie d^fioirngfett ti>egfii bei IBod^ertDiffnid fceiei 
VfoUn ip iamii^ bat«^ bem in 9ptt nid^t fattenben begriff bed SSot» 
^ »tlUKbcs, üi ive(i^({oUtitoii bol rrformirte 3)ogma bie Stci^Ü 
bei «nif(^u^ IBiUen«, bal focinianifc^ biellnBcbhidt^ brd g^tt» 
Ud^tn fBifFeml gep^fm ^.') 3)n %httiiä^ fBitle iimrbr unterfn^i^ 
bcft oU volaaUi Becetsaria, libera et aeiiui [tinplicis votitioDis], m 
9c|ng anf ba6 96ff penütteas et efficieot, in Squg auf bie ^ffdt- 
gung e&CMx et non efficax, absohita et con^itionata, in 93ejug öif 
feine Offenbomng areaaa et revelata, sigoi et beneplaciti, mlfy 
Sint^ungen »oT)nglioeife fnr ®egenfa^ bet (iobinif^ nnb Sut^e-' 
ranec auigebilbet toorben ßnb.'') 3)et %btti\ä^ Sitte ift feinet Ciuan< 
titat na(^ 9iima(^t/ inbent Vott fann, tt>ai er roiUi^) burd^ tt)e((^ 
gaffnng bet 9Ra(^t in ben g6tt(U^ Sitten attei %bent^euetti(^ ton 
feibfl attigef(^(o{fen ifi. S>atin ifl feine ^ft^tanfung / fonbent ftitr 
fßnffm{iäiVLn% bet ^üimad^t, ba( ein 9tei(^ freiet SBefen but^ fif ge- 
fetzt ifl nnb beßc^t a)et£luatttat na(^ «heilig feit, tviefetn @ott 
ba« an f{<^ ®uU ifl unb ivitt.**) 3n betfelben (aft fl(^ untetfi^ibni: 
l)llBa^ti^aftig!eit, tiuxä^ totliit (Sott bie itunbe übet bad an fu^ 
Oute obet feinen SBtUen iebem 3nbibibuum fon>eit offenbatt, ate ed 
benfeCben ju faffen betmag^^) 2) @ fite, totiä^t bad (Sute atten äitbi- 



n) Qff. i. dttinffon, 9et9. a. b* 9latur Ootted, bap bie ^Öttii6)e $#* 
fftneitteg« grgen bte grei^.^eite. £)0nabr.79]» Dä'hne, de praescientiae dir. 
cum übertäte bum. coocordia. Lps. $30. — Socini Praeleett. theol.c. $ss. 
Crell, de Deo et attrib. div. e. 22-24. %cä, Cociniam^m* @. 437 f. D. 
Hoorders, de pagoa tbeologiam inter atqae anthropoL Traj. 857. 

o) §• 122, 167* p) ffoilaz p, 272 : Quo Deas efficere polest omDe, 
quod 6eri possibile est et in Deo nullam iinporlat imperrectioneoi. Stein^. 
^* 119: Qao Dens omoia, qaae repagnaotia vacant, potest efficere. 
etfeleierm» )IB*I. e. 307: ^3ti bem QBegtif bet gdttlicf^en ^rimac^t ifl fo- 
toeffi biefr« enthalten , baß bet grfammte a((e Slöume unb Seiten umfaffenbe 
maturgufammen^ang in bet göttli^ien, al6 en>i9 unb atf^fgenwärtig aliex enb^ 
lt(ben entf)egengefeftten, Ucfäd^ltc^feit gegrünbet \% a\i auc^ biefed, baf bie 
gdttUfbe Urfäd^lic^feit/ ttie nnfer Slb^&ngigfeitögefit^l fie au^fagt, in bec <^ts 
fammt^eit be6 enblicben @eind ooUfommen bar^ejleHt n>irb, mifl^tn au^l aüd 
»icflic^ »irb unb gef^iel^t, nrtju e< eine Urfäd^hcfifeit in ®ott giebt.' 

q) Hollaz p. 245 : Attributum, quo essentia Dei parissima, rectissias 
et omnis vitii moralis expers est. [In uoiversam : separatio rei cujusdam 
a reliqois distinctae cam insigni praestantia.] SRein^«^ @. 127: Attribo- 
toiD, quo Dens nonnisi honesta et bona appetit et probat, ©c^leterm. 
fd. I. ®« 503 : ^IDirienige göttliche Utfä(bli(bfeit, fraft beten in febent menff^' 
lid^en (Befammtleben mit bem Bu^anbe ber Grlöfung^bebürftigfeit gualeii^ bal 
Oetoiffen gefegt ift." S*Tl.fRvi)p\>xeü)t, »egr. b, ^eiligf. ®, [iStub^u» 
Ärit* 849. ^ . 3.] r) Hollaz p. 271 : Attributum ivegyrjTixov, quo Dens 
dicendo vero in servandis promissis et implendis comminationibas suis coo* 
stans est. glein^» @. 124: Attributum, quo quidquid rebus creatis pate- 
fecity Id accurate cum ipsius consiliis earumque salute convenit. 



1. 8c^r|i. 3t)ee ®otte«. §• 1 10. HI. 131 

»ibuftt mtttl^ettt/ fotoeit flf baffel^r^ ergreifen !5nnett unb tootteni') 
3)® ere^tigf eit, toel*e biefe 3Rltt:^eilung babur(!^ öermittett, baf 
bnn Snbbibuum baö @ittengefe|, ber SBeltgef(!^i(^te eine moraKf(^c 
SBeltprbnung gegeben ift. 5Die ©intl^eilung in Belo^nenbe unb Upca^ 
fenbe ®er«]^tigfeit ijl nur eine concrete aSe^eiiä^nung für beibeö. (Sin 
))o((fommened ®Iei%en9t(^t be6 ^ittlid^guten unb (Sinnlit^angenel^men 
[aeqailibritas] ift toeber rrfal^rnng^gema^/ noc!^ ))om Sittengefe^ ge« 
forbert/) ©08 göttliche ®efu:^t ijl rein actio ju faffen, in 93ejug auf 
aUe§ 3Berben aW toelterfiö^affenbe $ 1^ a n t a f i e, in a3ejug auf alieg (Sein, 
ttjie®ott eS gef^affen i^ai unb in feiner ewigen ©ntmirfelung ed erfennt, 
ate äÖ ^ l g e f a n e U; in 93ejug auf feine eigne unenbli^c fietenSfuKe 
a(d @eti gleit») Olud fammtHi^en 3lttrieuten entfielet bie g5ttti^e 
^aitftat, eraft beren ®ott alCein ®egen|ianb ber 3letigion ifl.^) 

§. 111. Äritit 

SBiefern bie 9(ttri6ute öerfc^iebne ©eifieöfunctionen anzeigen, flnb 
tolr genSt^igt f!e auii in ®ott aU »irflid^ Derf(ä^ieben ju beulen : »ie« 
fem nur öerf(^iebne ©igenf^aften, Bejei(ä^nen fie Wof Dcrf(!^iebne SSe? 
Sitzungen berfelBen ©ottedibec, hjcf(!^e bur(!^ bie 3cvlcgung in 9lttris 
6ute gu größerer Jtlarl^eit ni(i^t gelangt. Stud^ forbert bie Sleligion ald 
©otteöliebe eine fot(ä^e @intBel(ung unb 33ef(!^rei6ung naä^ 9lttriButen 
nl(^t, fonbem f!e f^aut ®ott an in ber 3bee aU (Sin^tit ^iefe 2lt^ 

sj Quenst. T, I. p. 290: Benignitas est attributom, qao Deus erga 
creatnras sese boonm etbeoeficom ostendit. S^einl^.®. 125 : Attributuni) 
qDO quanta qoisque frui^ potest felicilate, taatam ipsi largiri viilt Deus. 
öalgu^, bie göttli^e Siebe öeteci^tfertiöt. TOt Buf.tt. (Sbei^farb. «^j.782. 

t) Quenst. T. I, p. 292: Summa et immutabilis voluntatis divinae re- 
ctitado, a creatura ratiooali, quod rectum et justum est, exigeos. Est vel 
remuneratriXy qua bonos praemiis, vel vindicatrfx^ qua malos suppliciis 
alificit. Steint* ®. 127: Attributum , quo Deus leges fert et tuetur. 

bem Buflanb ber gemeinfamen i^ünb^afttgfeit ein 3ufammen^ang bed tihtU mit 
ter toitflic^en @ünbe georbnct iji." Toellner, utrum Deus ex mero arbitrio 
potestatem legislat. exerceat, ao vero ita, ut hum. ratio etiam legom div. 
perfectiouem perspiciat? [Lugd. B. 770.] Frcf. ad V. 775. it. 51.^ e^ er, 
5lpol. b. *. ®. 0. Unterf. b. fi. \). b. göttU Strafen, ^al. 779, fiöffler, ob 
®ott^afe? \S,U t^eoU @(^rt* S. II.] Koch^ de Deo poeoas eas, quae per 
ipsam oaturam et e pbysico causarum nexu peceata sequi dieuntnr, remit- 
teote. ToTg. 802. 4. iritif b. 93egr. t). b. ©ered^t. ®. &oK u. S^j. 817. — 
Chritfjemin, de concil. just, et miser. Dei. Upsal. 791. 4. 

v) Ho/laz p.2b^: Beatitudo est attributum, per quod Deus uoo laotum 
abomoibvs malis über est, sed etiam omnibus boois cumnlatissime affluit, 
sibique ipsi pleoissi.me sufOcit. Olein ^* @. 135 : Ea naturae divinae coo- 
diti«, qua omnia bona semper ac necessario possidet iisque fruitur. 

t)} HoUaz p. 255: Majestas Dei est attributum, ex quo Deus oon tan- 
tom dicitur gloriosns, sed etiam ipsi soli cultus religiosus debelur. Steinig. 
6* 134: Gloria interna [majestas] est complexus omnium perFectioBum, 
quae sunt in infioita Dei natura. Gloria externa est summa Dei perfectio, 
qoatenus a rebus creatis agnoscitnr et colitur. 

9* 



132 Dntologie» epedeOe !£^eo(ogie* B. 

Uibnit finb nid^t bur^ eine n)iffenr(^aft(l^e 9le{lerlon uBer t)te Stitt 
®otted entflanben, fonbern Im ffle(ä^fet ber religiöfen Srregungen tre- 
ten meifi burc!^ wettdc^e IBegie^^ungen ))erf(^tebene (Seiten ber g&ttlid^en 
$erf6nli(^!eit fftvoox, n)etc^e ber ^nbac^tige im unmittelbaren t)on ber 
$l^antafie getragenen ©effi^le aM Attribute audfpri(^t. (Sinet n}iffen:= 
((^aftüd^en ^efHmmung Aber btefelben bebarf e^ nnx, um befc^ranfte/ 
nnroürbige SSorfleUungen audgufcl^eiben ^ bagegen au^ bie Don^ogma- 
tüem nur erfonnenen Attribute/ totlä^t niemals in unmittelbarer dX' 
gieflung bed frommen ®emut^d )?orfommen/ n>ett^Io$ finb. «^ierbur^ 
^eCCt bie ©ogmatif eine^t^eiW ber l^eitlgen ^oefle unb aSerebtfamfeit 
i^r (Sigent^um iuxud, anbemtl^eiU eignet f!e baffelbe bem Q3oI!^unter:: 
richte an, um bur(^ bie Attribute atd einzelne S3eifpiele nadi bem pf^^ 
(^o(ogif(^en ®{^ema georbnet ; bie 3bee abfotuter $erfi^nU(^!eit jur 
9lnf(^auung ju bringen» hierbei ifl ni^t erfl ju bettjirfen, fonbern nur 
}U bema^reU; ba^ ®ott in l^ol^er Sfeme unb boc!^ auc^ in )?ertrauU(^er 
^J^al^e geba(^t tterbe. ÜUxf^aupt aber ifl bad richtige ^en!en über® Ott 
erfl bad abgeleitete; ni^t ))on ber 9leIigion atiein ^b^angige : nur 
barauf fommt eö an, ba^®ott über aUt9 geliebt »erbe» 9We Sromme 
meinen in vielerlei 3wngen benfelben ®ott» ©ad ©igent^ümfic^e be8 
(^rifi(i(^en®taubend an ®ott fann nur barin befie^U; baf feine Ofen- 
barung in S^riflo unb in ber (^riftti(!^en ®efc^i(^tc anerfannt werbe» 

SmiM Se^rftüd» ^on bec götm(|en SSettf(|öt)fnng» 

§, 112. Glaube bt9 ^tf>xa\9mn9, 
[92acbfl ben Kommentaren |ur ®eneft^] <Statb in ®tvi\), u. J^cit. 852* 
*. 4. 9(b. $lan(f , b. bibU ß. \)» b. ©cböpfung. [5)eutf(be 3eitf(b» f. *t. 
2Diff. 853. N. 43 f. 49 f. 854. N. 3 f.] 

5)er TOonot^eiömuö rui^te ^oxnt^müd) auf bem ®faubcn an einen 
Urfprung ber ffielt burd^ ®ott, bargcfiettt in 2 :^eitigen (Sagen Gen. 
1,-2, 3. unb 2, 4-24., mliit ben Jtoömogonien beö ^lltertl^umö a^n^ 
üdj,*) bo(^ burc^ Jtlar^eit ber reUgiöfen 3bee im ?tbfe^n öon aKer ^a- 
turenttt)irf(ung audge^ei^net, barin unter einanber abtoeic^en, baf bie 
erfle (Sage anfd^auU^, ergaben unb finblit!^ ben SBettfiä^öpfer, naii 
bem engen aSegriffe ber ?BeU im 6inne beö 5l(tert^um«, in 6 ^^agewer^ 
fen tin iebed »oblbebaci^t in ber Olei^enfofge beröorbringen iSf t, na(^ 
welcher feine ®ri^enj im aBeltjufammen^ange einer bicl^terifc^'DolWma' 

*) Euseb. Praep. ev. I,9s. III, 11. Jtleufcr, 3enb^5lt?e(ia. 93.111. 6.59. 
piod. Sic. I, 7. Hesiodi Theog. 116 ss. — • Beck, de fontibus unde seoteo- 
tiae et cooject. de creat. et prima facie orbis terrae ducunlar. Lps. 7S2. 
JDornebben, (frl. b. ägt))jt. ©öttetl. burcb b. grletb. m. 9lü(ff. a. b. mof. 
Äo«mog. [öicb^orn« 8ibl. 33. X. €t 2 f.] @trot^, ^aralT. j. ®efcb* b.«» 
X. a. grie*. ©^riftfi. [öitbbotn« ditp. 93. XVI. <S.65 ff.] Heyne, deTbcog. 
ab Hes. condita. [Soc. Golt. T. II. p. 138 ss.] ^otoatb, ®ef(b»b.(5tbe ttü(J 
b. IBibet \)rg. m. b. ito«mog. älterer Seiten. 9t. b. öngl, »on Sel^jen. ^ann. 779. 
Sobannfen, b. foemog. 5Inf!cbten b. 3nber u. J^tbu «Iton. 833. 



2.?e^rfi. ©öWic^c SBeItf*öi)funfl. §♦ 112. 113. 133 

$igm 9laturBeol6a(^tun0 attgemefen ^ä^tint, um bed getungenen ^er^ 
M frol^ bm 7.$'ag gu fegnen unb gu rul^n. ^Dagegen bic gtbeite @age, 
me^r ©eogonfe unb minbec großartig , Bei ber 93ftbung M aWanneö 
"ottmeilt unb bic Steigung ber ®ef(!^ted&tcr burd^ bie 9lbjiammutig be^ 
SBfiBeö ^eiligt. »gieran fcl^fifßen fl(!^ in bid^terif(^ freier ©ffialtuttg anbre 
%ni\pxnä^t, iDel^c®ott alg aBeltWÖ))fer »)reifen Job. 38, 4-7. Ps. 33, 
6-9. 1 04. 3n ber 6#pfungÖfage ijl bie finftrcSriefe aü einUrfiprfing^ 
n^eö öorauögefe|t, aBer öielfac^ ivirb bie Sißett alö freie Offenbarung 
göttlicher ^errtic^feit gefeiert Ps. 19, 1-7. 97, 1-6. 119, 64. 

§. 113. flnfit^itn bt9 ^htnt^umi* 

3nbett5H3o!r^^l^en finben j!(ä^ Dielfa(ä^e «ginbeutungen auf einen 
gcfci^id^ttid^en 3n^a(t ber @d^Öi)fungöfagen, bo^ tt?irb au^ bie ^norbs 
nung ber l^immlifd^en 5Berf e ®otte3 früher gebadet aB bie 5lu§flattung 
ber erbe Sir. 16, 25-27. (Sine ©d^öjjfung auö *Jlid^tö 2 Mcc. 7, 28. 
[f| ovx ovT(oif]y angemeffen ber UnBebingt^eit beö ^eMif^en OTono^ 
t^fiSmuö, fann bo4 nad^ Sap. 11,17. [e'i afi6^q)0v v).fjg] unb na<i^ 
a(eranbrinif(^em (S)>rad^geBrau(i^e nur ben Übergang bom ßl^aod gum 
Äoömoö meinen. 3Bie bie griec^ifd^e !P^ifofoi)l^ie, nad^ bem ®runbfa|e; 
aud 9li(!^t^ n^irb 9lxä^t9, unb §ur (SrHarung bed Un))oU!ommenen in 
ber ffiett, eine eiüig Jjortiegenbe OTaterie annal^m, fo fe^te fßl^ito bem 
abfolut actiöen ein abfotut ipaffiöeö f^rincij) gegenüber unb befd^rieB 
biefen aßeltjloff ))fatonifd^ alö formloö unb qualitätlo« [obtüo^l au(^, 
hiermit im ffiiberf^rud^e, alö ein tüiberjlrebenbeö ®emifd^ ber 4 (SIes 
mentf], in fofern afö nid^t erifiirettb [firj 6V], unb nur in fofern bie 
Seit a\x9 bem »Hid^tfein l^eröorgerufen r) bie 3eit erft mit ber SBelt 
geiDorben, bie 6 ^'agetijerfe nur bie Orbnung ber Slufcinanberfotge be* 
jei^nenb/) bie ©ab6at:^ru^e eine l^ö^ere (Sc^o))fert^ätigfeit D guerft 



a) De mundi opij, T. /. p.2 : Mmarjg %yvo} to fxhv ehcei S Qttariiqiov 
ahtov, TO 6k Tiad-fjT ixov* xul ort th fihv ^gaariJQiov 6 rdSv ok(ov vovs 
loftv iiXixQiviöTarog xaX axQaKpviötttTog* to 6k na&tjTixov aipvyov xal 
axCvrjTov i^ iavTov, Ih.p.hi ^Hv fihv\ovaCa\ i^ iavrrjs ärttxTog, anoiog, 
irfQoioTTjTos, avaQ/LtoarCas, ttavfi(f(ov(ag usarij. De mundi mcorrupt, 
T. U. p, 488 : "ilOTiSQ ix Tov fiT] ovxog ov6kv yCveraiy ov^ etg t6 jurj av 
(f^iCQirai. De justitia. T.II. p. 367: Tä firjovrcc ixdXeaev ffg to elvar 
ra^iv 1$ aTa^ia9, i^ anoCtov noLOTTjTccg, i^ dvaQfiocfTCov xoLV(ovlag xal 
tiQfiOpCag, ix axoTovg (föüg iQyaadfiivog. 

b) De mundi opif. T. Lp» 6: XQovog ovx r^v nqoxoOfiov, aX^Ü tj avv avjtß 
yiyoveVf rj fitj avtov. p. 3 : '!B| tjfi^gaig 6fj/LiiovQyr]0rfvaC (pTjai [Mcoafjg] 
tov xoOfiovj ovx inH^rj naoasöiiTo rov /qovcov firxovg 6 noi(ov' a/ict yäg 
ndvta Sqifv tixog &€0Vf ov nQüOTcirtovra fiovov^ dXXd xal ^lavoov/uevov 
«U* ineiÖT) Toig yivofiivoig Met Ta^scog, rd^si cT dgid-fiog oixsTov, dQi&' 
fmv 6k (pva€(og vofioig ysvrjTLXcoraTog 6 e^. Legum Allegor. T. I. p. 44 : 
Evi\d^eg Tidvv to olead-ai ?| ^fiigccig, rj xad-oXov XQ^^V xöOfjLov yeyovivar 
dtou avfinai 6 XQ^^'^S f}iJ.eQc5v xal vvxtwv iari 6idatrifia, xal-ravta 
nUov xCvriOvg vnkg y^v xal vno yrjv iovrog dTToreXsT' toare ygovov dvo^ 
poXoyita&ai vetUTigov xoOfiov. c) 76. 2'. /. p. 44 : ^Eßcofuri rifjiiqt^ 



134 Ontotogie. 6)>edeae !£^eolog{e. B. 

Ifat ®ott bU 3bea(n>eft gefc^af ett; bann i^te UrBilbet ber 9Raterie ritt^ 
gebritdt i **) bet ®(^&pfung @runb bie freie ®flie ®otM unb bie SBelt; 
biefer ®d^atten @otted; ))o((!oinmen^ fon)eit bie SKaterie bad fBotiCom- 
ttene in fi(^ au^unei^men ))ennag ) **) baf ®ott jur @(^5))fung bed 
Stenfc^en ®e^ttlfen genommen ^abe, ifl ein getegentlic^et (Sinf aU, um 
bie gemifc^te ^atux bei SRenfc^en )u et!(&ren/0 im SBibetfpru^ mit 
%baml urf^rungti^et ^nxlidiUiU^) 

1. 114. •rottfee fte9 9ttutn %tfkamtutt9. 
9uf bie ®(((pfunglgef(l^i(^te n)irb nur Bei ®eltenbma^ung menff^^ 
(i(^ Un>erl^altniffe Mt. 19« 4-6. Act. 17, 26. unb Bei Smä^nung 
ber 6abBat^rul^ Hbr. 4,4. l^ingebeutet/ bo(^ biefe )?on 3efu in einem 
l^^^rn @inne geleugnet Jo. 5, 17. (Sine einfhnalige @^5t>fung tfl 
Rom. 4« 17. ni(^t t>orjugln>eife gemeint/ unb Hbr. 11,3. nur M 
<&fn)orge^en ber (Srf(^einungdtDe(t aud inteUigibetem ®runbe* %i>n 
abgefe^n t>om Beflimmten ®eban!en eine! ^nfangea ber (Bä^ip^m^ 
nnb aul 9lUlft9, n>irb @ott all ber <&err «^immetl unb ber Srben, ber 
beibe gemalt l^at/ ge))riefen/ fo ba^ aQel burd^ i^n^ in il^m unb iE 
IBe§ug auf il^n ifl Mr. 11, 25. Act. 17, 24. Eph.4,6. Apoc.4, 11. 
Rom. 11, 35. 3)ie @(^5))fung feine Offenbarung Rom. 1, 20. Act. 
14, 17., ba^er gegen eine flnfler alfetifd^e 9Be(tanfI(^t attel ©efd^dffne 
gut unb auf eine fromme ^eife gu geniefen 1 Tim. 4, 3 s. 3^^ 
toirb bie 9Be(t befonberl bon $au(ul all bamouif%n ©emalten ^m 
fatten angcfel^U/ im abfhacten ©egenfa^e bei ©ottelretc^l : bo^ (äft 
felbfi ber ®:*)ra^gebraud^ bie ^S^ere 9lnfl^t ^u , bof ®ott bie SBeß 
fo fe^r geliebt l^abe Jo. 3, 16., unb »a^renb 3eful ein einfa(!^el 0lft*. 
turgeh)S(^l bem ®tanje ber i^6^flen menfc^U^en (Srf(!^einung glei^ 
^ettt Mt. 6, 28., ffil^U ^auful tint S^mpatl^ie gmifci^en bem fiö^merjs 

xtttanavaas ttjv rdSv &v7jt(3v avarctaiv, ägyercci ktiQtov d-tioriQtav Sia- 
tvntoGttov nauCTai yccg ovSinors ttokSv o S-iog, 

d) De mutidi optf. T. I. p. 4 : IlQoXctßoiv o d-€og, ori fiCfirifia xttkov 
ovx av noxe yivoiro xakov äC/a nuQcc^ifyjLiccTogf oif^i tl t(ov cciafhjTäv 
avvnctCrtov, o firj Ttgog aqyirvnov xal vorjrriv iöiav anetxovta&r}, ßovlri- 
d-elg Tov hgarov TovTovl.xoüfiov SrjjLnovgyrjöcii, jiQoe^STvnov tov voijtov, 
tvtt /Qoi/Lisvos aaio^djfp xal d'ioui iaraTO) TictQttöiiyuari tov Oüifintixov 
TovTOV anegyctatirai, nqsaßvt^Qov vstoregov aneixovLa/na, Toaavra tts- 
Qti^ovra afad-riTa y^vt}, ocfccTreg iv ^xsCvt^ vorjrd. p. 5 : Ei 6i rig i&dij- 
a€U yvfivot^goig /gi^aaad-Ki, roTg ovo/naoiv, ov^kv av ^rsgov etnoi tov 
pfUjrhv eJvai xoOjliov, rj S-€ov koyov i]6r} xoüfionotovvrog, 

e) Ib. p* 5 : Ovd€vl Ticcgaxlrjript rCg yäg rjv 'dregog; fioptp <f iavT^ 
rgfiaa(jiivog o ^ehg — ov ngog ro fifyeS-og evegysrsT tcSv avtov yagiTfov 
an€gfyga(f'Ot yag avtal ye xal aTsXevtrjtor ngog 6k rag rcSv €V€gy€T0th- 
fiiptov ovvdueig, ov yag (og niifvxev 6 &€6g €v nouiv, ovtm xal to ysvo- 
fiivov €v naüxHv, De Cherubim. T. /. p. 147 : Few^ 6 &ibg ovShv av- 
irß, XQ^^^S ave cjv ovSevog, itdvTa 6k tw Xaßtlv S^ofiivfp, De mundo. TJL 
p. 6ö3- : Tekeiorarov fjgfiotte t6 fiiyiorov tcSv tgyiov t^ fiBylürt^ Sri- 
fitovgyip 6ianXd<faa&ai, 

J) De mundi op\f. 1\ L p. 16 8. g) §. 56, b. §♦ 72, b. 



r 



2.8e^rfl. ©dmid^e SBe(tf(^öpfüng. §.114.115. 135 



iifyn Buge/ bet att bal Qüä^tn ber IBetgSngHd^feit burd^ bie ganje 
(Ratur gel^t/ mit ben fllngflcn unb «^offnongett bed 9Rfnf(^enl^cir^enl 
Rom. 8, 18-24. 

§. 115. ^efil^^te ht9 9o0iiitt lii9 gur SteformatiDtt. 

3)ie 6nth)idfflung bcö 3)ogmo ifi eine burd^ grifd^ifd^c unb gnojifs 
f^f $^trofo)3^ie öeranlaf tc aWifd^ung be« biblffc^ tcUgtßfen OlauBen« 
mit ben öorUcgcnben ftjccufatitocn Unterfud^ungm üBet baö Sntflfl^tt 
bf« ßttbUd^en aud bcm Uumbtid^en, ba^er iBcreit« ttttter ben Sßattxn 
h\& Vugufiin bie ^anptpnntU burd^gert)rod^ett tvaxm, inbem IBetra(^s 
ttingen litev baö ^ed^ötagetoetf, nad^ bem ^erfommen ber 9ttUn aUt 
SfiÖ^eit göttlid^er unb menfd^lic^er 5Dittge an bie J^oömogonie anjus 
[^liefen, jur BelicBtejien (Sd^riftfleHerei gel^Srten.') 1 . ®egen (&piU^ 
xttx, ©no^ifer unb SÄani^aer hjurbe ®ott unb ®ott aHein aW Ur^e* 
htx M äBeltaUd aud bem Sefen ber ©ottBeit unb aud ber S3efd^af en« 
^fit ber SBelt einmut:^tg ertoiefen.*») 2. 9luf bie grrage naä^ bem ffior» 
aut? lag bie ^xiitDoxt )?or : aud ®ott, junad^fi al^ @ m a n a t i d m u d/ 
ober au0 ber Urmaterie, ^raerijtentianiemuö. 5Die Ärd^en* 
mebiung ^at ftd^ gegen bad $antl^etßif(^e im @manatidmu6 immer 
^^ai}xt, bod^ fommt nid^t Btofi Bei (grigena, fonbem aud^ Bei or^ 
ÜJAoren (Sd^olaftifern ber ©ebanfe einer ©etBfhnitti^eilung ®otteÖ 
tWT/O unb ifi ^infid^tlid^ ber i)hä^^m geifHgen ©aben aöejeit ^err* 
fd^b getüefen. Sine 6d^6i)fung ant formtofer aMaterie ifi öon plato^ 
l^enben Jlirc^enijatern angebeutet.*) 9IBer grabe burc^ ben ^latcnU 
@^rad^gc6raud^, inbem er Dottömaf ig emfll^aft genommen tourbe, 
reitete fl(^ ber ©ebanfe einer ^ä^hpfütiQ an^ 0lid^t0, unb bon 5: er* 
ian gegen ben jjermittetnben 3)uali6mud beö »^ermogeneö »er* 
^igt,*) ttjurbe ber 6 r e a t i a n i 8 m u 8 atö ber fd^arf^e 3lu«brudf für 

-9) Theophilus ad Antol. II, 5-18. HippoL in Geo. Fragpin. Bastlii Homil. 
\%,lü k^arffjieQov . Greg, Nyss, mql trig k^arifiigov, AmbrosA,\\ in Hex. 
Axgust. de Genesi c. Manicb. 1. II. De Gen. ad litteram 1. XII. Jo, Phi- 
lopQnvs in c. I. Geneseos, ed. Corderius, Vien.630. 4. — Roessler, Pbi- 
losöpbia vet. Ccc. de mnodo. Tab. 783. 4. Letronne, des opinions cosmo- 
grafbiques des Peres de P^gl. rapprochees des doctrines phil. de laGr^ce. 
[Revue des deux mondes. 834. T. I. 3.] 

b) Iren. II, 2, 28. u. o. Tertul, adv, Marc. I, 11-18. 

e) Erigena de divis, nat. /, 74 : Cnm audimus Deum omnia facere ni- 
bil aliad debemns inteUigere, quam Denm in omnibos esse, b. e. essentiam 
oBoiam sabsistere. Ipse enim solas per se vere est, et omoe, qaod vere io 
bis, qaae saot, dicitur esse, ipse solus est. Nibil enim eorum, qaae suot, 
per se ipsum vere est. Qoodcuoqae aotem in eo vere intelligitur, partici- 
patione ipsias nnius, qai solos per se ipsam est, aeeipit. Thomas P, /. 
Qu. 45. Art. 4 : Creaf io est emanatio totias esse ab eate aoiversall. 

d) Justin. Apolog. I. ü. 10: Jlavra ttjv kqx^v «ya&ov ZvTtt ^rjutovQ' 
Yrjaat d-iov i^ tt/40Q(pov vlrjs ^^ ccv&QiOTiovg Sedi^dyfiid^a. [^O^g. 
Gobort. ad Graee. c. 23.] (Slemeti^ nad^ PhotiiBibl.eod. 109 : vlrf uxqovog. 

e) Tertul, adv. Herrn, c, 2: Hane priraam «mbram plane sine lumiae 
pessiBQs pictor Ulis argnmentationibos eoloravit, praeatraeos aut Domi« 




136 Dntologie. SpecieKe !£^eo(ogie* B. 

bte QÜiliiit UnBcbingtl^eit unb jum Unterfc^iebe \>on ber (Svgeugutig 
bei (Bo^nt^ Stixä^tnnmnuxiQj) Unterfu(ä^ungcn fi6er jcnfö 9liiit9 Bei 
ben <S(^o(a{iifern. nihil privativum unb negativum.^) 3. (Bintx (Bä^b- 
:^)fung toon Smigfeit, h)ie f!e Origeneö hjcgen ber Unüeränbetlid^eit 
®otM, ber nur aW SBettl^errfcl^er gebadet »erben fönne, für nbt^tg 
:^lelt,**) bo^ nur aW ©(^b^jfung ber ®eiperh)elt, hjurbe bie ^c^o^fung 
in ober mit ber 3^^^ entgegengefleüt. 3 ren au ^atU l^ieruber eine 
93efiimmung im Siorte ®otted nid^t gefunbeu/ boc^ glaubte ex, toit 
«Oilariud el no(^ Befiimmter gefaxt i^at, eine emige SSorBereitung bei 
ffielt In ©Ott, ') 2lttgujlin Mte bie (S^hjierigfeit baburt^ ju ih 

oom de semetipso fecisse cuncta, aut de nihilo^ aut de aliquo, Negat U- 
lam ex. semetipso facere potaisse, qnia partes ipsias fuisseot, quaeconque 
ex iemetipao fecisset Dominus, porro in partes non devenire at iodivisihi- 
lern et iodemotabilem. Proinde ex oibilo doo poluisse eum Facere sie con- 
tendit, bonum et optimam defioiens Dominum, qui bona atque «ptima tarn 
velit facere, quam sit. Inveniri autem et mala ab eo facta, atique noo ex 
arbitrio. Quod ergo noo arbitrio sao fecerit, iotelligi oportere ex vitio ali- 
cojns rei factum, ej; materia esse sine dubio, c. 4: Hermogenes duosDjßOs 
iofert: materiem parem Deo infert. IDod^ c. 21 : Non aperte Scriptura 
pronnntiavit ex nihllo facta omnia. 

ß Iren. II, 10, 4: Homines quidem de oibilo noo possunt aliquid fa- 
eere, sed de materia subjacenti: Dens autem materiam fabricationis soae, 
eum ante non esset, ipse adioveoit. Aug. ConJ, XII, 7 : Fecisti coelum et 
terrtm non de te, oam esset aequale unigenito tuo, et aliud praeter te doq 
erat, unde faceres, ideo de nihilo fecisti coelum et terraro. Lombard, L* 
IL D, 1. j4 : Plato tria initia existimavit: Deum scilicet, exemplar et ma- 
teriam, et ipsa iocreata sine principio, et Deum quasi artificem, noo or«a- 
torem. Creare proprio est de nibilo aliquid facere. Facere vero non modoi 
de nihilo aliquid operari, sedeliamde materia. Unde homo et angelusdici^ 
tur aliqua facere, sed non creare, vocatur factor, sed non creator. Hoe oo« 
men soli Deo proprio congruit. In Scriptura tarnen saepe creator accipitur 
tanquam factor, et creare (aoquam facere. — Motheim, de creat. ex ni- 
bilu. [ad Ciidworthi SystJnteuectuale p. 951 ss.] O.Krahhej de temporali 
ex nihilo creat. Rost. 841. g) Alex. Haies. Summae P. IL Qu. 9. 

Jfwifcr. 10. cf. Thomas P.L Qu. iS. Art A. Duns Scot.L.ILD. 1. Qu. 2. 

h) Orig. deprinc. /, 2, 10: Lloig ovx ctxonov ro /litj t^ovrci ti Twr tiqs- 
n6vT(ov ttvj^ tov 'd'sov sfg to tyivv iXtjlvd-^vai ; inel 6^ ovx ^ariv, ot€ 

TtCeVTOXQttTlOQ OVX TJVf KCl ilvKl Ott TttVTCC cTl* ff 7lCtVT0XQttT(Oq iOxC. 7//, 

5, 3: Quid ante faciebat Dens, quam mundus inciperel? Otiosam enim et 
immobilem dicere natoramDei, impium est simul et absurdum, vel putare, 
quod bonitas aliquando bene non fecerit, et omnipoteolia aliquando non 
egerit potentatum. Hoc nobis objicere soleot dicenlibus mundum huoc ex 
certo tempore coepisse, et secundum Scripturae fidem annos quoque acta- 
tis ipsius numeraotibtts. Nos vero coosequenter respondebimus observao- 
tes regnlam pietatis, quoniam non tunc primum, cum visibilem istum mun- 
dum fecitDeu8,coepit operari, sed sicut post corruptionem bujus erit alias 
mundus, ita et antequam bie esset, fuisse alios credimus. S^nltc^ $etmo^ 
gene« b, Tertul. adv. Herrn, c. 3. 

i) Iren. //, 28, 2: Quoniam mundus bie factum est apotelestos a Deo, 
temporale ioitium accipieos, Scripturae nos docent: quid autem ante hoc 
Dens sit operalos, nulla Scriptura maoifestat. //, 4: Ante praeparata 



2.8c^rfi* (Söniic^c aBeltfc^opfxing- §.115. 137 

fen, bafi bte3eit aüm ffieltlid&c« tüefentK(!^ fei, aUx nid^t in bie ©ott^ 
^fit falle. ^) SBeiC eine etoige ^(j^ö^fung aK feine @d^5pfung etf(^ien, 
ttjurbe biefe 2ti)xt Befhitten, mit ber aUgemeinen SSertuerfung M On* 
gcneö unter 3ufHnian »ermorfen, unb aWeinungen übet bie Jlogeö^ unb 
3a^rc053eit beö SBeftanfangg fielen fid^ »erncl^mcn.*) ^ie reafiflifd^cn 
©c^otajlifer mußten etoige Urbilbev ber 5)inge in ber ©ottl^eit Bel^au^)^ 
tm, au^ ernannte 3: 1^ o m a ö, bafi bie @migf eit ber SBelt, n?enn fie nur 
ate enjig abhängig »erftanben toerbe , auö SSernunftgrunben nic^t ju 
toiberlegen fei.™) 4. ^ie mofaifci^e (Srga:^tung i)aben gerabe aW gStt* 

omnia dicenda sunt a Deo, ut fierent. Hilar. de Trin, p. 313: Tametsi 
habeat dispeosationeiB sui secnndum Moysea firmameoli solidatio, aridae 
Dudatio etc. dod tarnen coeli, terrae caeterorumque eleuieotorum creatio 
levi saltem momento operationis discernitar, quia eorum praeparatio 
aeqnabili peues Deum aeternitatis infinitate constiterat. 

k) j4ug. de Civ.DeiXI, 6 : Si rccte discemuntar aeternitas et tempusj 
quod tempus sine aliqua mobilitate non est, in aeternilate autem nulla^ mu- 
taüoest, qois non videat, qnod lempora non foisseot, nisi creatura fieret, 
^ quae aliquid aliqaa uiotione mutaret, cujus motiouis et mutationis cum 
1 alhid atque aliud^ quae simul esse nen possnnt, cedit atque succedil in 
previoribus vel produetioribas morarnm intervaliis, tempus sequeretnr. 
Com igiturDens, in cujus aeternitate nulla omnino est mutatio, creator sil 
temporuro et ordinator, quomodo dicatur post temporum spatia mundnm 
ereasse, noo video: nisi dicatur ante mundum jam aliquam fuisse crealu- 
^ram, cujus motibus tempora currerent. — Proculdubio non est mundus 
~ ctits in tempore, sed cum tempore, cf. XH, 13-19. Confess. XI, 12 ss. 
i} Methud. in Photii BibL cod. 325. — Zackarias, [um 536] J/nfttu- 
$. de mundi creat. c. Philosophos, ed. Barth^ Lps. 653. 4. Jo, Phi^ 
Sf de aeteroit. mundi c. Procium, ed. Trincavelli, Ven. 535. f. — 
J)amasc, de fide orth, If, 7. Fabii Mar. Fictortni Tr. de principio 
-^oeperitne vespera an matutino? [Sirmond. Opp. dgm. vett.] 
'^ Jnselm, Monol. c. 9: Nullo pacto fieri potest aliquid raiiooabiliter 
II aliquo, nisi in facientis ratione praeeedat aliquod rei faciendae quasi 
eumplum sive forma, quarecum ea, quae facta sunt, darum sit nihil fuisse, 
!'4nteqaam fierent, quantum ad hoc, quia non erant, quod nunc sunt, nee 
erat, ex qno fierent: non tarnen nihil erant ad rationem facientis. Cf. 
Duns. Scot, L. IL D. 1. Qu. 2. — Thomas P.I. Qu.AQ. Art.li Mundum 
incepisseest credibile, non aiutem dem onstrabile \e\ scibile. Hoc utile est ut 
coDsideretur, oe forte aliquis, quod fidei est, demoostrare praesumens ralio- 
Qesoonoecessarias iodocat, quAe praebeant materiam irridendi iofidelibus, 
existimantibus nos propter hujusmodi rationes credere quae fidei. hierauf 
Aritif bet feiner 3eitgett)ö^nlt(lffen®ntnbe. Quodadprimam demonstrationem, 
[omne factum habet principium suae durationis : demoostrativeprobari pot- 
est, quod Dens sit causa eCTectiva mundi: ergo demonstrative probari potest, 
qaod mundus inceperit,] philosopborum ponentium aeternitatem mundi du- 
plex foit opioio. Quidam enim posuerunt, quod fabrica mundi non sit a Deo. 
Horam est intolerabilis error, et ideo ex necessitate refellitur. Quidam au- 
tem sie posuerunt mundum aeternum, [/4ug. deCiv.Def Xf, 4.] quod tamen 
mnodumaDeo factum dixerunt, utquodam modovix intelligibili semper sit 
factos. Id autem quo intelligatur, invenerunt. Sicut enim, inquiunt, si pes 
ex aeternitate semper fuisset in pulvere, semper subesset vesligium, quod a 
ealctote factum nemo dubitaret : sie et mundus semper fuit, semper existen- 



138 Ontologit. epetifMt Z^tolc^k. B. 

It(^ Offttibaning «Inigt Aii^nieätn nUtgorifi^ nllStt.") 3ut !Bfr= 
mitlituitg bn 4>Iatonir<bnt unk fii^tti^tn ^nRii^t unb nit|)>rei$ciib bti 
nihil iiegativnm el privativom nuttt untn^if)ittm crealio prima hl 
(S^ool. Mcanda bn 6 Ü^agtivrrft.*) 5. a9ti btm tinmüt^lstn Wttt' 
ftiru^t mn «tn burftbltSü^SlJfung fütSott fri6(l nfüüttS ©rtiitf= 
ntg tnC^altra bir lluS^viQtn, bag rr um bn @(f(^t))ft »iUtn, unb Ui 
n um ffinrr f(Ib{l toiUfn gtfc^affcn ba^t» nur bte txTf^itbtntn @titrn 
bitf« EBttiai^tung, bo§ blt ©t^Spfung tint üRitt^tilung ftin« ®üti 
unb Offtnbaning fetntt ftnltc^fclt f(t.>'J giutOrigcntS fa^, nii^t 



te, qai fieit. Et a<l boe itielligtDdan ««oiiderandaai ««t, qa»d einw rfl- 
ciaii, qo«« tgit pirmolnn, d« n«c«>*ilalepr*eoedit lempore saDin effeetn«, 
qoi* Blactoi aon est niai Id fermlao acKonii : «ad li tclio >it instinliDCi, 
el HOB sneeoiiivi.ion «it DicelMrian, ficiena esae prim racin dunlione. 
n^ dem. Slromm. yi.p. 813: AI xarä ra^ (finmjpove ijfilqatSjf 
(ttov^iai äxaXov9i<f fiiylat^ na^eil^(fttaav, ws'Sv Ix toS npoyevtoti- 
(fov ri)v Jifiiiv iiövTe/v aJiävTior Tay yevo/Ä^veiy, Sfiu vo^ftari xttaSlv- 
Tum. Oii& Sr tftor^ Siinl^oiTo ^ IxbOtov yfvtais, ä9pöta; noiijaai IfxSil- 
ai]f T^; iffiiov^iat. Sx9V^ Y^S " ""^ ^gäjor &vofiäaai, Jiä toSm 
Squ nQel'priTlvSTi n^ia,ti eir la deüitga^ närim* iuoß tx fiiä; oialtf . 
^f^ dwäfin y(vo[iiv»iv, fv yÖQ ol/jai ti ß«vXt)fia rou Stov ir fiiq loi^ I 
TiirifTi. n£{ (T (/v tv xe^'V Y^otTo Htlaif, avyyevofiivou toi; olat »ri ' 
tov x^y^v; Orig. de prine. ff', 16; Tl; roPc ?^(Ui' ol^aiiai nQtiiijr titi ^ 
äiviiqav xa\ ightty iju/pav, iuaiQOv Tt xal Jipui'ov jfbi^i; ^lUm yiy^ , 
i'Äm xai atl^vijt xal Sarpcav ; jijr St oloytl Tipoi'njr X'^Q't ovQavov! i''-' 
Si aCriuf ^Il{9iik, (üf ol^9^ai rgönav äv9piänov ytmgyov tÖc 9eii> m 
tfVTfvxfyai nagiiiciaov. Ct. e. Cett.W, 60. Theo/ih. ad Autol. 11, 19 di 
Laetant. !niU. VI, 14. :d 

oj !Di( tSninbliigt bn fi^nlaRifi^tn 9«ttnd Aug. de,fide el tymb.fi.^ 
Credimag onnia Deum fecisne d« nibilo. quia, eliamsi de atiqoa ni$ 
rtctDB eil mnndDB, eadeiu ipsa iDBteria de nihilo Facta est, uturdinatitN 
Dei manere primn capacilas rurmarain fierel, ae deiade rormareDtarqB 
Rnaqiie rorniala sunt. Ilae autem diximas, oequis existimet contrariaa n' 
ease Scriplarnrum senlentlas: qaooiam et oamia Deum TecUae de nibiw 
acriptaiB esl, et iDundam esae riclnm de iDrormi nidteria. 

p) Iren. II, 30, 9 : Ipae a semetipao fecit libere et ex saa palestate, al 

diapoinit el perFeeit omnia, et eil anhatanlia omoium valunlaa ejaa. Jvg. 

d»div,guaetll.2S; Qui qnseril, quare votueritDeus muDdum racerB,e>a-; 

■an qoaerit volanlalU divioae. Sed amniscaaaa erBciena est: ornne aaleB 

affieiens majas eit,qaaniquod eFBcitur. IHibil Butem majns voIunlaleDei: 

noD ergo ejus caiiaa quaerenda. — Tertul. adv. Marc. 1, 13 : Muadnm ht- 

mini, noa tibi feeit. Orig. in Gen. Hom. I, 2 ; [T. II. p. 56.] Mago« Dei 

faelara bomo, prepter quem UQiversDS creatas est mandua. De prine. II, 

~ 'OS com in prioeipio crearet ea, quae creare voluit, i. e. ratioat- 

araa, Dnllam habail allani creandE cansain niai propter i» ipttm, 

ilalem auam. Lombard. L. II. D. l. C: lllnd bapnm, qaod ipu 

]ua beatne erat, lola bonitate, non nicettitale aliia cnmmanicari 

9: Et quia ddq valet ejn» beatilndiais pArticepa eiEatere aliquii, 

ialelligeDtian, qaae qatDto magia intelÜKilur, tanto plenioa babe- 

t Deus ralionabitem creaturim. E : Ideoqne ai qnaeratnr qutr* 

jt bomo vel aogelaa, respoDderi poteat: propter banHatam ejM. 

qaaeratir ad fvid, MapoadalDr: ad laudmidumDeum. Ttomat 



a.Se^tfl. ®ött(l(^e 9Be(tf({|öpfmifl. §. 115. 116. 139 

in bft (Stfi^nffung »ftnünftifirr Sffiffm, abtv in itt nimmer tnbmbni 
SRtl&f (niUifn, mrvbcnbtT unt ucrat^tnbfr Sffitlifn noi^ bn einfcftlg 
sBfgtfagttn filalonif^tn Ütnfi^t bio^t ®ttaf= unb Otdnigungds^nflal: 
tm fltfaKnn; ®fiper.'') Dfr giiDflifiJ&( ©fgenfaj fü^rlc in b« S'^torlt 
jU flntr fafi antiffn ffifllBer^crrlltfeuna im aUtbrefptu^e mit btr d&tip= 
li<^tn SBeltsttai^tung, toS^ienb boi^ au^ kteEiT(^Iti^r@ej!nnung fit^ 
in tiatt tragift^dt aBtltanft^auung gcfieC/) Unter ben St^DtafÜfern 
ft^ofc fi(6 bie jfrage »on einet guten jur mBatit^ft beflen SlßeIt[Optt= 
milmuS], »elf^e in-Sctrai^t berSüteunb SBtiä^t i1)xH \Xxt)titx6 
ien einigen un6ebtngt,°) uon anbetn in ^nfe^ung feiner ^Itmai^t unb 
fltle« SammtrS in ber ©ififipfung teft^ränttfrmaffix 6eto^t mürbe.') 
j. IIB. tttttitiU\<it null VtDlEDaiilllitt tMrittitltttt.l 
3>tT ^[autie an eint g&tt[i(^t SQJeltft^&Vfung ifl einmüt^lg auSge; 
fptot^en, auf bie mofaifc^t ©(^6»fun98gef(^i(!6te nur im Cat. Boma- 
ans ^ingeroiefm.*) ®eil bem Symb. Nie. hjirb bie ©c^Spfung bet ©ei^ 



P. I. Qu. 44. ^rM : Sani qnaedam, qune simal agnnl et ] 
hU convenil, qocd et in igroda inleo 
agenli, 9111 fit ageni lanttim, noa 
tm aliciijus ßnif y aed iDtendit solni 
qnae est ejai bonilis. Et gnai|naeqne ereduri inten- 
irfectiaDeni, qaie est similitudo perreelionis et boni- 
rgo difina bonitai tstßnü rerurn omnium, [deoque 
ne überaus, qnia dod sgit prapter aaam ulititatem, 
am honitatem. q) De pn'ac. II, 9. III, 5, 4. 
mg fi[<(I{^, tD4 int ftu|etfl(n ®eg<nfiiSe: Terlut. adr. 
mfiui IM. de miseria ham. coDditionia. 
rit. 7 B. .^bae/. Introd. III, 5. 

• D. 44. .4.- Sotent aerntatores dieere, qnod e*, qnae 

il meliora faeere, quia ai poMct facere, et dod faceret, 

n Rninine bonua. B; Ab eia respooderi depoaco, cor 

sive etiam rernm universilalem Don posae esse melio- 

ideo, qaia aumnie bona est, ita at DuHa omnina boni 

e ideo, quIa majus bonuiD, qund ei deeat, capere ipsa 

9 summe banum dicitar, at Dulla ei perlectio boni de- 

aalari aeqaalur. Si vera ideo dou potest sielior eise, 

quod ei deeal, capere ipsa dod valeat: jan hoc ipsum 

I e>t, Don coDsommaliaoia, et potest eaae melivr, si 

f>l capax roelioris boni, qaod ipse potest, qui eam Tecit. Poleit ergo Deus 

■«lioreiu rem facere, quam rucil. C: Si niodas operatiooia ad sapieDliam 

»pificii reTeratar, nee alius nee nelior modus esae palest. Ndd eoim pote«t 

fteero aliqnid aliter vel melius, quam facit, i 

■Uns et neliar potest esse modua. Secandam 
qnia facit, potaat facere melius et aliter, qn 
din neliorem modam exi^lendi praestarn et 
a) Symb, jipott: Credo ia Deam-creator 
', 2, 1 : Qaie quidem facile eril Parochia ad 
«ra Genesia bialoria «opnoscen*. Hnec igitt 
<Hli et larrM, verbia intellisenda auDt. 



140 Ontologie. StJedtDt X^tologie. B. 

fttrteelt fetfcnbtT« ttmä^nt.'') ^tt ^tftimmmg au» !Ri(^tä ftnbrt fi4 
in bn; 4. £attcanrnnobt unb (inigtit Ttfoimfrttn S^mbotra ^') in blt: 
ftn auäi, ba^ bit ®(^i))fung gut \n, btm EKtnfc^n jum Siirn^t, unl 
tx Ut @ott^cit.') 3n bPf Soncoibtcnformil idIA bt« Svjeugung hi 

(. 117. HItE uBh nnt( >r>ltftnll|4( Signitil. 
£ut^{T »oUti au< bm EHäl^fcIn b» ®(nt|iB nur ftfl^afttn, bn^ 
bit EIQtlt tintn Anfang gc^a^t unb auB {Ric^tB bon ®ott nr^ffoi 
ffii 3ning[[ icat gtndgt auc^ bttf ^injugebcn gegen tin ©HntiR 
a)ing»au« unb in ®olt.') 5l6ei btt oltprotejtantifi^en 3)091110. 
tifn ^abtn blt -^auvifat^ btr (latriflirii^'fi^olajlifi^cn Ubtrltcfmiiig 
jurammrngrfalt,'') blc ®^&);fung au< fRl^ti ali tii cigmtli^t untn 
btn i^nrn gttäuflgtn SfBunbH^cgnff gtßtUt/) unb bt( creatio prina 
et secunda üiS immediala el mediata auBgtjfit^nct, fo itboi^ ba§ nui^ 
ffnigcB 99rßinimtr unmitttlBai au& btm £i]i(^ts trf[!^af|'en ftii^ blt 
@^Ö)ffung3)iDNft btttinigicn fit burt^ (int ©TabStfümmung ') unb 

b} 5ymb. Nieatnum: Pietorem ooeli et terrae, viiibiliDin oMoiam«! 
iaviaibiliam. 

c) Conr. Laftr. JF. e. 1 : [Manti T.XXII. p. 982.] Crealor ab ioitio len- 
poria de oibilo candidit erealDnm. C. Ilalo. /. c 6 : Condidit omola ex ni- 
hilo. C.Belg.cAl. d) C. Helv. H. cl : Omnia, qaae coodidit De«, 
eraot valde bona, et ad atiliuiem asninqae bominis condila. C. Btig. 
E. 12 : Ut illae qQJdem bamiai, bomo vero Deo lua inserviat. 1 

t) F.C.p.blS: Deua noo modo Adami et Hevae corpus et animam aoMJ 
ItpiDDi, veraai etian corpora et animia auilrai post IspsBm creavlt. j 
WSut^.SDTi. j. ®tnif. [fd. I. @. 2.J Q6(i3winoli€«n>ti)tt9.lM 
6.302 ff. b) HoUaip.351: Crtalio <M aelio dlvioa ad exlra, quaDe^ 
Piler per Filiam in Spirila S. tani subatantiaB immiterialea et corpdH 
aimplieia »k nihilo, tum corpor* mixt* ex niBleria iotiabili et indispotlu' 
iatra iextldugm solo volnnialis imperio omni potenter coadidit. ad sapi»- 
tiae, potentiae et bonitslii luae glariim, alqne baiiiinam ulililatem. 

c) Koeiiig P. I. §■ 160 s ; Voi erealioais improprie aumitur: de coali- 
Duala specierum propagatioae etcoaservationePa. 104, 30., de reDovalioi» 
2 Cor. 6, IT., de imniiBSJoDe juGlisslmorgm Dei judiciorum Jes. 45. 7., de 
collatione beneSeiorDm divioornm Jea. 41, 20-, de rerum mirabüium pro- 
ductione Nnm, 16, 30. Proprie et quidem primaria signiBcat praduetiaDcm 
ex Dibilopnre aegativo, cajusmodi est creatio primae diei Gen. t, l.,tecii«- 
dario noiat ex maleria quideiD, aed leli, ex qua opus producendam citri 
actio Den vi rtutis onmipotenlia nonemeraisset.aliquid produrereGeD.l,2T. 
d} Holla* p.'öM: Disl. intercrealiooeinpriinam aive immadidtain, qnta 
natai niliiln Mhaa\nlr. «t h«ec aullain habet praeJaceDtem maleriam, etcrei- 
nedialam, quae est ex materia praejaeenle qoideii, 
i. Opera primi diei ei nihilo pure oegativo ereall 
dierum (ei.ceptn anima hnmaoa) ex operibna primi 
.i sunt (ngeli, anima Adami, coelum et elemeot*. 
HS: Fi'nii crealioDia ultimut eat Dei gloria. Ni- 
et per oreationem gloriam bonitatia, poteotiae, sa- 
idiui eat homlnuin utilitaa. Omnia eDim Dens feoil 
nem aolem prepter ae ipsum. Pa. 115, 16. 



2.8e^rfi* @omid)e aSBeltfd)öpfuttfl* §. 117^ 141 

festen an Uc ^tctte ber ftjeculatlöcn Sorf(ä^wng me^r eine SSefc^reiBung 
bcr JJagemertc nad^ ber ©enejlö, fo gßuMg an ben ^^tiftBud^jlaBcn, 
bof pc au(!^ natutl^lflotif^e a5el^aiH)titngcn, tt)et(!^e ju i^rer 3ctt bereit« 
obgef(^mac!t waren, ni<^t fc^euten/) — Seifcnl^ erneute bie grage 
na^ einer 6ejlen SBelt b. 1^. einer öon ®ott 6eh)irften, bal^er göttli* 
i)tn Sroetf en öoKf ommen entf^rec^enben, tDtiiitx O )) t i m i m u Balb 
att eine ^laniüäl^Ierei ©otteö mi|iJ)erjianben, Bafb auö einer Befd^ran!« 
tett Srfal^rung Bejhritten, ober berfpottet »orben i^J) Ü6er ben Qtvtd 
ber Iffielt ein burc!^ bie fantif(ä^e 6(!^ule vermittelter streit jmifd^en 
«lütffeligfeit, @ittli(!^feit unb ber ßtre ©otteö.*") SBäl^renb man fi^ 
Q0(^ bemühte/ bie a(tl^ebräif(^e SBeltanf^auung in ber (S(^&pfungd« 
gcf^id^te Vor ber neuern ^^aturfunbe ju re(3^tfertigen,') entf(!^ieb ber 
gleidfte S^arafter mit anberen @agen ber SSorjeit, bie 5lrt unb bo))i)eIte 
©epaft ber Üfcertieferung, ber ffiiberfpruc!^ mit ber ^laturwiffenf^aft 
unb bie finblid^e »orjieüung ©otteS für bie m^t^ifci^e 5tnf!(!^t in man* 
derlei formen/) unb mit lüenigen 9lu6nai^men ') tjertl^eibigten au^ 
bie (Super natura fijlen ben :^iflorif^en Sn^^att nur al« ©efi^ic^te 
einer ©eogonie ober aUmaKgen @rbBi(bung in 6 Sporen, ni(^t o^ne 
»iUfürti^eS 5lufgeBen unb aSerfleÜen einzelner Swfl^*") 5lbcr einen 

ß Quenst. P. I. p, 435 : Daotar aqoae supracoelestes^ coelam andiqoe 
ambieotes, Dens eDlm veras et oaturales aquas, subcoelestibos prorsus 
homogeneas in priniaeva creatiooe sapracoelum sideribas die quartoexor- 
Dstam reposuit, ut S.Scriptura asserit, Geo. 1,6 8. Ps. 104, 3. 148,4. Hol- 
/ffis/7. 369 : Condidit creator terram, ut ordiDarie et oDiversaliter non mo- 
veatar, sed quiescat. Lumioaribos autem coelestibus id moneris dedit, ut 
Motu 800 temporadefioiaot. Prob. l)QuiaS. Scriptura terrae motumdeoe- 
tat. P8.104,5. 2) Quia terrae tribuitur Status sive quies. Eccl.1,4. 3) Quia 
hnioaribos coelestibus motus tribuitur. Eccl. 1^5s. 4) Cbrislus cum sole 
earreote comparatur. Ps. 19, 6. 5) Statio solis, quae contigit belligeraote 
Josaa, stupendum habetur niiraculum. Jos. 10^ 12 ss. 

g) Leibnitz, Essais de Theodicee sur la boote de ^ieu, la liberte de 
rbomme et Torigioe du mal« [710.] Amst. 747. u* o* (att urbeutfc^» Reusch^ 
Ds. quo sensu hie muodus sit optimus? Jen. 739. 4. Baumeister^ H.doctr. 
rec. cootrpversae de mundo opt. Goerl.741* 4. Rani, ^etrat^tt« ä« b. D^« 
tim. Ädnigib. 759* 4» ©ammU b« ^^xx. t).b, beftcn Söelt* Sfloll. 759. C. A. 
Creuzer, Leibnitii doctr. de mundo opt. snb examen voc, Lps. 795. 

ä; SB elt laufen, ob ®Iü<ff* o* «otlfommen^. legtet 3»e<f ? [«6enfe« SWog» 
«. II. et. U] Sb* ®- ©neU, 3 «6^. pi)il Snbalt«. 8pj»796. 2. 5lbb. 

ty3*(5f.@ilberf*lag,®eogome. 33erU80ff*333.4. ©•SB.SWaier, 
«etf. ü» b* erfte JBilbung b. «rbe na(^ SWofi« *^ert(bt» «af. 795* 

k) §• 60; 6. 3. «♦ * t ug]» 2)ie mof. ®ef(b* b. mtn^ä^tn. grff. u. 8. 793* 
[örg. Hug, de opere sex dier. Frib.821. 4.] SB. Sl.Xellcr, b» dlteftc 3:beö- 
Wcre. 3en. 803. Sieglet, Äritif b.5(rt.\)tb.@cböpfung. [«cnfe« aUag. *b. H. 
6t.l. 03* Vi. @t. 20 3. ©• ©allenilebt, b. Urwelt. [@. 50. ®egcn ibn 
^tiluä, SRefuUat b. ffiiff. in Q3ejufl auf b. Urtoelt» 3n f. iBermifcbten ©djtiften. 
«♦ II.] (5 w a Ib, (SxtU b. Hbl. Utgefcäb» 3n f» 3abrbb. f. bibl. SGÖiff- 850 f. 53. 1. II. 
/; @torr, @. 323. 325. 328. Äelle, üoturtbeiUfteie SBürbig. b. mof. 
6*nr. greib.812. e.O.SBetner, gef*. Sluffaffung b.3 erflctt Aap. l.SWof. 
tttb. 829. m) Oleinb. e. 176 ff. J&abn, @. 266. au(b 29lu0g. 59. 1. 

6.352, eteubel, (S. 101. 



142 Dntotogie* 6pecieDe S^^eologie* B. 

Anfang Uxeä^pfun^ unb aul (RU^tl l^irften bie meifim 3)ogmat|{e( 
für not^mmbig gu Be^au)>tm gegen bie ^antl^eifitfc^en (S^fieme; benm 
bie @(^5pfung nur ein @ii^fe(6flgeba]^ren^ ^ic^beflimmen ober @i(^' 
gegenflanblii^n>erben Q^oUti Ifi, ") fomie gegnt bie ))enntttelnbe ^tt- 
fc^auung^ bet bie 9Be(t au6 einem UYfprungKc^en (Ratutgninbe (SotUi 
g(ei(^fam fein Mh ober fein 9}i(^t>3(^ notl^wenbig geworben ifli°) 
über tt>et(^e (Segenfa^^e f{(^ erl^benb ®(^(eierma(^er nur bie uns 
bebingte ^b^angigfeit bet Seit ton ®ott a(d religi&fed $ofiu(at ob- 
erfannte.i") SBa^renb aber bie neuefie Ort^oboxie/ mit ^udna^me et« 
niger (intf(^iebnen/ tvtlä^ bie dtei^nungen bed 3toptxnihi^ nic^t nhn 
bie Ofenbarungen be« SRofe« fe^en »ottten/**) boc^ etmad fc^ui^trm 

ii; Sichte/ 9* fe(. Sebrti. @. 160 f: ^Dte Snna^me einet @(i&0))fung [ift] 
bet (9ntnb;3ttt(um adet falfd^en Vleiapf)\)if ttnb fftiliaioniUfixt, badUr^^nn-' 
dp be< 3iiben« trab ^eibentl^miK* S)ie abfolotc (Stttl^ett nnb Un)»etänberlt(^feit 
be« göttlid^e« iBefen« is ficb felbet aMuerfenne» gendt^igt/ toiebentm ascb bal 
felbftönbige nnb »aftt^fte l)affi]t enblic^etSDiitge nid^t aufgeben tt>oUenb;(ie(ai 
fie bie (e^tcn butc^ einen 9ft abfolutet Stflfi'it au4 bem erfien l^etootge^n : too-- 
bntd^ i^nen ^nvötbet^ bet begriff bet ®ott^cit im (Ütunbe »etbatb^ unb mit tm 
tBiUfnt andgeflattet tt>ntbe/ bie bnti^ Oft gan^ed teligidfe6 ®^pem ^<nbuT(^'' 
ging; fobann bie Setnnnft «uf immet »etfe^tt nnb bo^ 2)en!en in cintr&umeit 
be< $^antafiten »enoanbelt tontbe; benn eine ©((dpfung läfi ^ä) gat ni(^t 
otbentlid^ htnttn, hai toai man toitfiic^ benfen l^et^t, nnb ei f^at no(^ nie ü- 
genb ein Stenfd^ fie a(fo gebadet.'' ^ege(^ W^L b» 9ttU $.11. 6. 181 : «Sm 
«lement be< (Bebanfen« {% (Bett, fo in fagen, ))ot obet außet (Ktfd^affung ^tt 
®eU. Snfofetn et fo in f!(^ ift, ifl biejp bie etDtge [abfltacte] Sbe e^ bienoc^ni^t 
in i^tet dtealit&t gefegt ift. 205 : ^ai etoige an nnb fut fiSf ®ein ift bief; H 
anßufd^lief en, fi$ aU Untetfc^iebne« feinet ^n fe^en fald @o^n], aber ber Ur^ 
tetfc^ieb ift eben fo en>tg aufgehobene ba^ an nnb füt t!(b ®etenbe ifl e»ig borii 
in f{(b sutncfgef e^tt nnb infofetn ifl et (9eifl. 206 f : 0^ ifl bie abfolute M<^ 
bet 3bee; ba| fie in it^xm IBefiimmen ba< 9(nbere al< ein gteie« entlägt. ^tef(< 
Unbete, aU ein 6elbfl&nbige< entlaffen^ ifl bie 96 e 1 1. *^ai ^ein bet SBelt tit 
biefe einen Sugenblid be<^ein< ju ^aben, abet biefe i^te (Sntjtoeiung Don^oÜ 
an^u^eben; nnt bieß )u fein, gutftcfjnfel^ten in i^tem Utf^tung, in \>a€ i^et^äU-' 
niß be« (ÜeiM/ ^tt Siebe jn treten. 9. 1. 6. 133: $opnlät ^eißt btef; @ott 
etf*afP bie fBelt' SÄat^einefe, @. 135: »3fl®oit, al0 Jöatet unb^oja, 
fid^ ein Slnbetet, fo n>itb et fi($ au(^ ein 9(nbete<, nnb ^iemit bie ^tlt erft^af« 
fen. IDie 9Belt i^; aU (Krfc^einung ®otte< auf et M, obet a\i be« @(bö))ff(<f 
(fintäufenmg feine« Sßefen«.'' ettauß, 9. I. ®. 639: ^X)taetnig!eit nn» 
6(^6pfung [finb]/ fpeculati« bettac^tet/ ein« nnb baffelbe^ nnt ba« einemal 
tein, ba« anbetemal empitifci^ bettadfftet*^ 

o;3. «öl^me f.ÄOefcä^. ®. 458 f. Detinget (5b. 6. 548. ®^tU\ 
U n g, 9lb^. t>. b. SteiO. [ffietfe. I. 809J 91. JA o t ^ e, «t^if. S. I. 6. 61 f. 
«Beige, p^il.lDogm. 93. 1. 6. 676 ff. (5.€*toatj, ffiefen b. 9^1. @.195; 
«^ie eODeit ifl but($ ben ttBiaen an« bem Sefen ®otte« gefc^affen/ ein nnasf' 
^dt(i(^e« Setben* [SHoli^met] ®ottn. f. €($d^fung. 9{dtb(. 857« 

;i; difx. ®l §. 40 : «IDem ftommen ^elbftben^ußtfein wibetrpti(bt jebe $or; 
fledung ))on bem ®ntfle^en bet ®elt/ bnr(^ n>e(d(fe itgenb ettoai Don bem <8nt« 
flanbenfein butc^ ®ott au«gef($(offen/ obet (9ott \tihft nntet bie etfl in bet Seit 
nnb but(^ bie Wieit entflanbenen ^ejlimmutigen nnb ®egenfd^e gefieQt vicb*' 

q) ^.ffii^txi, b. @(böpfung«;$atab. n. ®änbflut^gef<b. ^g. 854* $(• 
8tan(^, b. $t&tenf{onen b. eracten i^atuttoiff. Gangetl^. 858. 



2.2«|r^. ®öMi(^e aSBeUf(^a))fung. §.117.118. 143 

»pi bie neue Slatni^ unb SBcttfunbe ^^ lieber bem i^iflcrif^en SOort« 
IC ber mofaifid^m (Sv^a^Iung ^uiDanbte/) baruBcr im intiem 3^^^' 
fi)aftf, oB f!c ouf eine tefonbcrejOffentarung,') ober auf tA(fn>ättd 
f^aumbe fBifiontn^^repf^tÜt,^) ober nur auf ble flare, itlc^t einmal 
in i^rer Unmitteliarfeit ul^etdeferte 9BeItanf(!^auttng Slbamd dtgrüns 
betfei/) jinb aBfonberlic^ ©lanbifle, Im 2tn6Ude ber Oebeine einer bor 
bem menf(^tid^en ^unbenfatte untergegangnen Urtoett/ }u ber aud 
aöer Sage unb mi^fiiftJ^er S^rabition aufgenommenen a3er^(3^erung fort« 
gefc^ritteu/ bad Se^dtageioerf fei nur bie 9Bieber)^erflet(ung unfer6 
burd^ ben Sali ber il^n Ibemol^nenben ®nget in krummer gef(^(agnen 
SrbSaUed/) ober aud^ ein 3tamp^ bed ®<^5))ferd mit bem Satan unb 
feinen äÄac^ten*'^) 

§.118. ftmt 
S>a baö OtBfotute toeber einer fflett fceburftig, no^ bie g6ttli(^e8ie6e 
o^ne eine S(^6i)fung gebadet toerben f ann 5 ba baö @e|en ber ßdt au^ 
gegen baö SHtlofe l^in ein aJor:^er fe|t, al« jte nod^ nic^t gefegt war, 
onb bo<^ niä^te gebaut »erben tann , tooburc!^ ®ott jjiä^ jum S(^a^ 
fen ieflimmte/ ba§ er nid^t bon (Sroigfeit baburc^ iefiimmt korben fei/ 
»ieberum aber tin S^affen nur aU ein Serben/ fonac!^ aU tttoat 
3eit(i(^ loa^r^aft geben!Bar ifi) ba enbtid^ tin «^erborrufen M Seind 
aud bem 9li(^tfein ber menfd^Iid^en gjemunft fo unbegreiflich iji all 
ein etoigrt ©ein bur(^ ftc^ felbfl ober bur^ ein anbreö/ obhjoi^l flc ba« 
eine ober ba« anbre anjunei^men gebrungen ifl: fo Dertt?irfelt f!(!^ icbe 
Äeflimmung üBer einen Anfang ber SBelt in unW«bare <Sc^tt)ierig!eis 
ten. 5Die l^ierburt^ al« mögtid^ ni^t auögefd^lof ne gmigfeit ber 3Bett 
»iberfj)ri(^t auc!^ ber Srömmigf eit nic^t/ njenn fie nur gebatikt »ivb al« 
«toig gegrunbet in Oott. ®enn ber religiöfe ®laube an bie @(^ö))fung 
Bejlf^t nur im ©tauben an bie SBelt aW freie ^Offenbarung göttlicher 
Siebe unb «^errlid^feit. 5Die ^ebräift^e S^B^>fung«gefc^i(ä^te gel^Brt bem^ 
noi^ at« \o^t niä^t gum religiöfen ©lauben, ba« nxii)til über i^ren 
^l^orifc^en ©el^altaber :^angtab ^onber Si^er^eit il^rer Überlieferung/ 
öon »efd^er/ nad^bem fle J)orau«gefe|t ifl, ni^t f(]^h)er f)aU, ©rünbe ber 
3toe(fma|igfeit ju erjtnnen. 3)a bie 5Dar^el(ung8h)eife iebenfatC« eine 
ubot, ^)oetifc^e/ ber ffielianfc^auung be« 9lftert^um« angemefine ijl : 
fo erfd^eint jebe giec^tfertigung öor ben Sc^ranfen ber neuern ^^atur-s 
ttijfenfc^ft a{« unge:^örig, unb burd^ fold^e Jjeinlic^e Sert^eibiflung 
»irb bie religio« unb ^otti\^ erhabene SSoIf«- unb SBelt^Sage jum ün? 
Wf(^en S)ogma. a)er ©taube an eine in ilagetverfe ober in einen 9Wos 
wetit jufammengefa^te göttli^e (Sd^ö^jfung fd^tief t bie naturwuc^fige 

r) g.gjfoff, @(böPfun(i«9ef*. (5tl.855. *; JDeliJf */®cnefi<. «»§♦ 
2. H. 853 . t)Stüx i, öibft u, Sifttonomf e «rL [842.J 3. «. 853. S« 77 f ♦ 

W^ofmann, S^riftbnt. 93. J. ©♦265ff. v) g. t>. SHougemont/ 
®ef(b. b. (Srbc na* b. «ibel n. Oeologie. 51. b. gronj. Stuttg* 856. Äur >, 
«tbel u. «flron. ®. 180 f. w) iDeliJ f*, ®enep«* @* 115 ff* . 




144 Dntolosie. @pedeOe Sil^ologie. B. 

IBUbung utib bur(^ unuBetfe^Bare da^Te^ja^Ien ^inbuv(^ge^enbe 
n)id(ung bcd (5rb:t>^anften ni^t au^, fonbtnt ifi nur ber n>o^Ux^ 
tigte €u:t>^i^natttraUdmud ber religt&fen ^nfd^auung« <So getvifi bie 
©eneflö eine aBeltfd^6»)funö meint, fo gefd^iel^t boc^ baßienlgc, wa3 | 
fle t)on ber ®rbe erja^U, fogar no(!^ toor unfern 2lugen an anbemSBelts 
Uxptxn, bie ffieftfd^ö:|)fung Ifl feineöroeg« aSgef^tojfenj infofern fann 
bie l^eilige @age nur für ein ^innbUb ber aligemeinen 3BeItf(^5^fung 
gelten/ unb tvtnn bie neuere SBiffenfc^aft um ben gläubigen 93crla§ 
auf ben ^eiligen 99u(^fla6en gefommen ifi, erf(3^eint bo(^ ber neuem 
SBeltfunbe ®otte« ^d^ö^fer^errll^feit »eit grߧer, aU fie bem Sllter^ 
t^um erf(^einen fonnte. 3)ie 3Be(t mufl frei(i(^ i>oUtommtn unb un^ 
ermeJÜ^ f«in^ «m i^reö Ur^eBerö »ürbig ju fein : attein ba baö Sin^ 
jelnmefen l^ierBei fel^r gering Bebac^t fein, auä^ jeber 93eleg au« ber 
(Srfa^rung burc^ fein ®egent:^eif aufgewogen »erben fann : fo ^at bie^ 
fer O^timidmud nur re(igi5fe Sebeutung al9 (SrgeBung in @otted bejie 
aßelt. 5)ie ^ergebrad^te 2luffaffung be« SBelt^njedeö ifl aiigemcffen um 
auAUgeigen, baf nic^t ba0 SBo^lfein ber ßreatur, fonbem ba6 in ber 
(S^ö^jfung toermirfUc^te unb ju \)erh)irfU(^enbe 5lbbitb ©ottcö ba8 
^hi^^t ftL 5ur ben »olföunterri^t ifl bie einfädle 3bee göttU^cr 
3Beltf(]^o:|)fung unb i^re biblif^e ^DarfleHung \)Oxmf}mli^ ba^in }u 
entmidrin, ba§ flatt ber med^anif^en unb &!onomif(!^en 0laturanfl^t 
baö reUgiftfe ©efu^r be0 Stttert^umö , »eld^eö bie «ffielt öetgötterte, 
\id^ c^riftUc^ erneuere a(d ^itU unb Sl^rfurd^t gegen bie göttli(ä^e Offene 
barung in ber 0latur* 

^DHtte^ Se^rftüiT. »on ber güttlid^en »orfe^ung. 

ffierbetmann, ®ei^. b. aRcinunqen ü. @(^i(ff, u. grei^. ?i)j. 793. 
2:i^[ienemann]; aRaterialten su e.®ef(6. b. i. m. ©otteiS Surf. [®t&ttb(N 
SRag« 8* III. ®t. 1*] 

9. 119* flUte^ameiitlii^er ®(ait6e. 

JDaö gortbeflel^n ber (S(3^öpfung ober bie @r^a ttung irirb mit 
öor^errfd^enber ^ücfjii^t auf bie unbebingte aRatJ^töoKfornmcn^eitOot' 
teg befc^rieben Ps. 104, 29 s. 2)ie ©r^altung al0 eine beftimmte, m- 
Un Qwtdtn bienenbe unb über vernünftige SB efen h?altenbe ober bie 
SBettregierung [jr^joi/o^aSap. 14, 3.] erfc^eint tl^eifö aU eine all« 
gemeine, ®ott ^U ^n^ über'lob unb «eben, ©uteg unb 99öfeö Ps. 
139, 16. 69, 29. Ex. 32, 32., bejlimmt jebem fein fiooö Ps. 16, 5. 
Prov. 16, 33., waijt über aWem menfc^Ud^en Xf^nn unb 5Denfen Sap.] 
1,6-10., t^em in befonbern ?lcten g6ttU(3^er »&ülfe ober (Strafe, beren 
Unmittelbarffit immermel^r jurücftritt» 3nncrl^a(b ber 3!:^eofratie toirb! 
biefeJRegierung jh)ar balb »ie unterbrochen, ja beöSinen ober 9lnbfrn 
öergeffenb Ps 10, 1 ss. 22, 2 s. 44, 24 s., batb jürnenb, balb lang- 
mütl^ig gebaut, bod^ in if)xem QBefen f!ttli(^5 auötanbifd^e a35lfer »er- 
ben nur naii i^rer @teUung gum 33offe ©otteö gemelfen, Subenfeinbe 
©otteöfeinbe Jes. 41, 2 s. Ps. 79, 6 s. 2lttein wie f(^on eingehe 



Z.itW- ®im^ttßox\t^mi. §.119. 145 

fifaf^tn @oüH 4ti^ gtSf er bo^ttti, fo txmÜnU ^ im ^Umiftt' 
fftn Subent^ut« bn ©dwnft jut ma^r^aftni aBEltttgltrung , unb 
S^tEc uu^tt jiur auf ftntlmrntale Steife eint Sioxtieit ©oUtfi fiii 
ftin fSalf ju nc^tftrttgtn, an bit ei boc^ jngltf^ dne grefere ftttd^e 
aJHVjIi^tung fnütift.') Xiit iBoift^ung ift immtr auif baS @ute gc 
rii^ht, bm^ ^r bU sHb(l*t, ba8 aitfc^einfiib t^«m Spinnt gSibKfj>K= 
4ntbt al9 D^nmäi^ttg gt(|tn jit batjuflcUen , tm Sinnt btS antiftn 
@upnnatuTaU9mu> äutff))rü(^e »eranla^t, alS bnrirfc @ott aui^ baS 
frincm üBiQen (Sntgtgmetfe^te Exod. 4,21.9,12. Jes. 6,9 g. 63, 17. 
[6. 12], unb baS ®tfü^I b« Mb^ängigttil fteigret fii^ im (init'nm 
Stalle im flttUc^cn SScrni^tiins Jes. 45, 9. SiaB Ü&el als in fi:^ein> 
hn röibfrfptui^ gigm (in( g&trtit^e Sffieltteglerung »urte fn^on in 
brcUtraflc atd Solge unb ®ttafr btS inntrn Ö6(IS, bnr Sünbt, an: 
gtfc^n. üna<^ bti: Qln[li$t bcS gefammtm Sllttrt^umS ffiarcn Seibm 
Shafm, bit ®tämutjta blt (SottgEliefcttn, unb an bie SBEobadjtung. 
M ®t^tlii8 foUtc Segen unb 3Iui$ in irbifil^ev, unmittelbaren: ?SoU'- 
ftreäung geheftet fein Lev. 26. Denl. 28. !Do^er SSertraun unb ä8e= 
iH^tigung beS iSrommen auf gBttlic^e .gfilfe tn jeber Slet^ Ps. 26. 37, 
i IS. Job. 3 1 . S)a jebDf^ bie QlSirlU^Eett im Men beS gtnjelnen unb 
«ft bei ganjen Säotfed btm ^art nibnf^ra^ , ^alf man fi^ mit aU 
lerid Ilelnen aSertrBfhinaen , unb er^o6 pt^ a«(^ jur ffletrat^tung 
itS UnglüfB alfl väterllf^e 3u$t unb Prüfung Jes. 28, 24 ss. Prov. 
3, 10 s. ^Uein biele fromme ftnb ^ülftoä unb ^offnungSloS unterge> 
aangtn. Ha^et jroet entfi^iebene geöenaanjlt^ten M bilben ; im ur= 
fpTÜngtii^en @cbanfen US SSüäjtS -f^i o £ bemüt^ige Srgebung in @ot' 
trt unerforfi^Il^e fRatl^fi^Iüffe, im Jlo^tletV''" W^' ImSrunbe 
iü^ tropEofe ^erilueiftung an iebec tiefem SBeteutung menfc^li^er 
Singe, jlie gortbemegung im Subeni^um gefi^a^ buri!§ baö OTSc^tig« 
icctben beS ®[au£en0 an Unfterblic^feit, alS »oburi^ bie 3::^rDbicee A(^ 
lri(^t triebigte 2 Mcc. 7. SDaneben tr^ietten fii^ bit hergebrachten 
3)enFn)eifen. ms aagemeiner SBoIfStro^ unb als Ote^tfertigung btr 
Httlt^en Seltorbnung nf^ten bie Erwartung bcr fünftigen äi^tohatte 

a) peJatUt. T. II.p. 365 ■ ; J^tiföp rö ai/tntiv 'lev 
yoö löyor tj^n, avyxoivö/ievov roie änayraxov nSai. 
lai 9»jit(iTDt xaiauxtiTiToitv avfiifoqal, dtä lof k» ToX\ 
'vx inoptt ßotjfiiSp aoiron^ayovvieif t^ (f ijumtä 
mftoic itaipitoig xS^ft^V- '-dii^ ofitag trji öftipavSai 
Jiii»' Koi otxjov (pTjai lHo/iJa^s aiil iafjßavtiv riv ify 
n^ooxexk'^^imoi'' Siött rcC avfinitvTas ävS-qüamv 



, , „ , xal äqlToi, bIk 

; iiafifvovuiv, ätl9aUa tcaQuItv ipfQovaai lois ä. 

JW^ öA^oi voftCaag tis «ynSöc tlvai riiuop Tijy e^ 

xaltair npä^eaiv layiCöfttros oii filtCarot ögy^s ü^i 

i j^fvnj&elc fiiv ix xäv äglmtav, alOxvvJiv o inupigiM tols ytwi^aaai 

SDamatif. s.«KfC, 10 



14« Ontotogie. 6t)edeae 3:^eo(og{e. B. 

na<^ ber ^on ^ep^tttn gtoar ivaotüm tüiUtfipxoä^titu [&. 5^ b(^ 
buTc^attd nationalen nnb antuen ßin^eit bed ®tammBnouftfeind* 
£)6n)o^( bif ^tei^eit neSen bor SSotfe^ng anetfonnt Gen. 4, 7. Sir. 
15, 12-17. unb fb mit i^t in ein SSet^ältni^ gffiftCt tt)itb, baf brr 
SRenfc^ benft unb ®ott Unft Prov. 1 6, 9., 4bfrft)anntc bod^ ba8 from^ 
me ®efu^( jutoeilen bie SIB^ingigfeit (i0 jur ^(lelütng aud^ M So- 
fen bon ®ott mit ber bem SKtert^um geläufigen 9le6enbotfleKnng, ba$ 
bie aSerflorfung in ber 6ünbe ber ©ünbe @otb fei , unb U^xiA W 
gittiid^e aRa^tboOfommen^eit auf eine bie menfc^ßd^e g*rei^fit nti^t 
Bea^tettbe Seife Jadd.9, 23. 2 Sam.24, 1. 10. 1 Reg. 22, 21 ss. 
SBenn bie fßl^arifaer eine SRif^ung unb (Srmaf^gung ^on mm^-- 
(id^er gfrei^it unb gSttUd^r 9lot^tt)enbig{eit (ehrten, iff bie^ nur ein 
unflarer 9(udbru(f für bie Reiben ®tittn ber retatiöen grreil^eit. 3)ie 
offener l^ielten fld^ atCein an bie ^(l^angigfeit; bieSabbucaei 
aKein an bie gfreilHt^ menf^Iid^e Sorflc^t bie aUeinige Sorfel^ung.'') 

f. 120. fUtüttf^nmtntÜHftt dlonte. 
Koestlt'n, Symbolae ad ill. N.T. de div.eaqne mor. mnodi gnbernaliooe 
doctr. Tub. 799. 4. %.Stbfi€x, b. bibl. 8. 1». b. I93erf]t(^mtg. ®ot^. 859. 

3)a« ffieltaH ru^t immerbar in (Sott Col. 1, 17. Hbr. 1, 3. 3)« 
Seltregterung koirb a(d unmittelbar gebadet / fowofit im 0laturIauf( 
Mt. 5,45. Act. 14, 17. aU in ber ©efd^id^te, indbefonbre alle miii 
auf (Srben aW eine gottberliel^ne Rom. 13, 1. 4. 1 Pir. 2, J18., bo^ 
gerabe auf biefe ^Betrachtung legt 3efuö bie ffiamung bor ttJtUfütli« 
^em @ebraud^e Jo. 19, 11. (St benft bie Sorfel^ung att atCmattenb: 
gtt)ar nimmt er fßr f{^ unb bie ©einen einen befonbem @d^u| in 3ln; 
ft)rud^, aber nid^t jur leibßd^en [Rettung, fonbern ttjiefern ber fflelt^ 
^(an ber SSorfel^ung bie ©runbung M ©ottedreid^d iß Mt. 26, 53. 
[cf. Jo. 18, 1 1.] Lc. 12, 32. S)aö ®r6fte »ie ba« Jtleinfle fielet unter 
©otteö baterli(^er ^Bettung Mt. 10, 28-31., [bagegen Cor. 9,9 s. nur 
im (Sifer einer an ftd^ hjol^tbegrunbeten 3ll(egorie] irbifd^er S5eji| ifl 
nur eine®efa^r für baö^eriMt.6,21.Lc. 12, 33s., in Beiber «gin* 
jjUf^t l^eitre ©rl^ebung über aHe irbif(fte @orge Mt. 6, 25 ss. 1 Ptr. 5, 7. 
Über baö Übel bie ^ergebrad^ten9ln|ld^ten: baß eö l^eilfam fei ate 35^' 
tigungHbr. 1 2, 5- 1 1 . , aud^, toiefem fld^ bie jtttlid^e ffiermal^nung batan 
fttxltjft, Strafe für beßimmte ©ünben Mt.9, 2. 1 Cor. 11, 30. 9l6er 
3efuÖ felbß bertoarf bie attgemeingultigfcit btefeö @tanb»)unfte8Jo.9, 
1-3. S)ie Sunger l^aben irbif(^en iof)n für i^re 3tufo!()ferung er»ar* 

b) Josephi Antiqq. XIII, 5, 9 : 4>aQiOaioC riva xoX ov navta t^? fl' 
fiaQfjiivrig elvai Xfyovüiv tgyw, rtvd «f* i(p iavroZg vndgx^'^f ovfißaivHV 
T€ xal ov yCviOd-ai. To ö\ tc5v ^JEaarfveSv yivog navttov rrfv elfioQfJtirnv 
xvqCuv änoipaCvsTai y xal fitj^kv o ftiij xat ixsivfis ^TJq)ov avd-Qtanon 
anavr^. 2a6^ovxatoi &k rrjv ukv dfiaQ/jL^ffv ävaiQovaiv, ovd&f dvat 
tavtriv ä^uivVT€Q anavra ^k icp tifiTv avtolg rld-evtai, tbg xal rcSv aya- 
B-6iv aitiovQ rjfiäg avtovg yivofiivovg, xal ra X^^Q^ nagd fjfZiriQOp dfiov' 
Uav Xafißdvavtag. Gf. XFIII, 3. Jud. II, 8, 14. 



3» gc^rfi. ®*t«i<^ SBorfe^ung. §. 120. 121. 147 

tft, tinb "Ott ®unf(% Ifai oii^ einen 3luöf^)ttt(^ 3efü ber 9ltt ju Sage 
geBrai^t Lc. 18, 29 s., a6er unteugiar l^at bet «&er; SSetfotgung unb 
%t>h in feinet 0la(i^folge öetl^eifen Mi. 10, 34 ss. Jo. 16, 2., nur utt:^ 
Sefummett foUten ^e fein um ben Sob unb bed @ieg9 gekoi^Mt. 1 0, 28. 
2)Ufer @(oube i^ in 3efu »el^re «nb 8e6en auögef^jrcti^en, fo in tUU 
nem Sal^r(i^feitenMt. 8, 26., aU im ®(anBen an ben @ieg, ba atted 
t)ft(oren fi^ien Jo. 16, 33. 19, 30., er ien?al^rte fid^ fogleid^ im erften 
^axtXfxtxxinm Act. 7,55. Die S^l^eobicee liegt in bet alleinigen 51(3^^ 
tung be« etoigen Seiend. Um ben f^einBaren ffiibetfpmd^ ber ©enbwng 
3eftt burd^ (Sott «nb feine SJcrtoerfung bur^ baö SSolf auögugkid^en, 
H 3ol^anne8 bie 2lil^angig!eit fo flatf fierbor, baf aud^ bie fflet* 
»frfung toon Oott bewirft fd^ien Jo. 12, 37-41. cf. 6, 44. Um ben 
^o^mutl^ bed 3ubentl^uma auf tin ®e6urtdred^t )7or ®ott ju bred^en 
unb im eignen ©efu^le unbebingter «Eingebung befd^rieb ^Jauluö bie 
SRad^tooÜf ommenl^eit ® otteö auf eine äBeife, mit bet \)üx ber atefterion 
toeber bie gßttlid^e ^eiligfeit, nod^ bie mcnfd^lid^e greil^eij be^e^t Rom. 
9, 6-24. ^ber beibe l^aben l^ier nur Die eine Seite ber Setrad^tung gel« 
tenb gemad^t; jebe Srma^ung bed Sl^ri^entl^umd tragt in fld^ bie SSor« 
auöfe^ung menfd^lid^er Sreil^eit, unb in ber unmittelbarjien ®mip 
^it M ®ebetö tvirb e« auögeftjro^en, ba§ nid^tö bie gfreil^eit (Sti* 
rmbe9 \>on ®ott aud gefd^el^e Lc. 11, 4. Jac. 1, 12-15., \>{ttmtf)x 
aUfl bem kommen jum «&ei{e gereid^en muffe Rom. 8, 28. ebenfo 
frfennt 3efuö gerabe in ber Erfüllung eineö ®ebotel unb einer 
^itmQ ®otted bie \)o\lt Sen?al^rung feiner Sfrei^eit Jo. 10, 17 s. 
nnb nur in ber ®ünbe bie Jhted^tfd^aft Jo. 8, 34. 

$. 121. 6ef4ii9t< bed 3)ooma t\9 m Stefomatiott. 
3)ie ®r^ebung fiber alle« Srbifd^e unb ba8 J&eroifd^e im d^rifllid^cn 
©lauben fonnte feiner S'latur nad^ nur in ätittn großer Stampft bie 
^ftrfd^enbe Stimmung fein. DieJtird^enbater l^aben ben SSorfes 
^ungöglauben al8 ettoaö eigentl^ümlid^ ß^ri^lid^eö »tber üorgefunbene 
Nwifäfee aud^ in befonbem ©d^riften i)ert^eibigt.') S)ie ©fl^olajü« 
Ux l^aben bie betreffenben gragen tl^eiß jur 9lflmad^t unb 2llltt?ijfen5 
Wf t1)tiU gur @d^5i)fung gejogen, biö 3!^ omaö einen S^eil berfeU 
Bm im ^rtifel de rerom gobernatione jufammenfafte;^) bie Qxf)aU 
tung, bie fonfi balb jur ©d^öjjfung gejogen, balb mit ber ffieltregie^ 
rung Jjermifd^t ttjurbe, aW bie erfle SBirfung berfelben auffül^renb.^ Die 
fofratifd^e Seigre, ba^ fraft ber SSorfel^ung bem ®uten nid^ta Üblcö 
toiberfal^ren f 6nne, unb ber gried^ifd^ r5mifd^e SSolföglaube in feiner 
®rabation bon launenl^aften biö gu geredeten unb gnabenreid^en ©it^ 
t mt f(^lof fid ^ leidet an bie ifibif4 d^ri^d^e Überlieferung. ®egen ein 

t4 Biod, Tars, xara dficcQ/ji. B. Phot. Cod, 223. Chrysoit, uioyog nctQ- 
tttvn, ngos 2tayBlQiov, [De provid,] Theodor eti negl ngovoCas loyoi. 
Salviani MaaeiL de gnbero. Dei 1. Vlll. Par. 607. 

h)PA.Qu, 103-105. 115-116. 

10* 



148 Ontotogie. SptdtUtZfftolOQit. B. 

t)fr{)anb{ofed Satüm [9ata(Umud], uBer bat bo<^ fc^on bie gnec^ifii!^ 
$offic ^inaudgefiö^rittett toat/ unb gegen bie e^üuteif^e S^^aUAtf^xt 
[Sortntttdmud] '^) n)utbe eine na^ g(ttlid^en 3t^eden atCei orbnenbe 
SÄw^f*) toefentlid^ bnr^ biefelBen ©etoeife »ert^ibigt, mit benen man 
S)afein unb (Sin^eit ®otted emied. 9Bet ber 9lamt M Sfatumi fi^ien 
immer un)>erfang{ic^, um an^att M 3ufa((igen, n?et(^ed bem bf- 
[(^tauften Serßanbe etf^nt, ben unaBanbettt^en bur^ ben gSttli^ 
i^en ffiiHen georbneten 6aufalneru8 gu begei^nen i *) einem ©ebingt^ 
unb ajrrfunbrtfein menfc^Iiii^eY @rf^ide burd^ bie SonßeUatton l^at 
ble 3:^eoIogie feiten entfd^ieben toibetfpr Otiten/) 3n ber SReinung ein^ 
gflner 9Jater, ba§ ber unbebf utenbe SEBe^fel M Waturleben« t)on ber 
aSorfe^ung unberu(ffl^tigt ben Siiaturmad^ten öerfaüen fei, ^htt man 
no<^ bie SJornf^migfeit l^eibnif^r ^<|ilofo^)^ie.«) 3)ie generelle SSot- 



c) H. Grotius, Seoteott. Philosophorom de fato. Par. 648. 12. [Crew 
zer] PhilosopboniBi vett. loci de pror. di?. ilemque de fato. Heidib. 809. 
Alex. Aphrodis., Amnooli, Plotiai, Bardes. et Plethoois de fato quae sa- 
Derennt, ed. Orelii, Lps. $25. — 9 In mn et, b. 3bee b. QäiidU im 9(ef(i)?I. 
ipl* 815. P. vßn Limburg' Brouwer^ de ratione, qaa Soph. veteram de 
administr. et jastitia Dei Dotionib. usus sit. L. B. 820. E. J. G» Sehmidtj 
de not. fati ia Soph. ingg, Lps. 821. 

d) Nemesnuy de aat. hom. c. 43: BovlfiOis S^eov, di ^ ndvxa ta 
ovra xrjv ngoaipogov SuSaytoyifV lafxßavH, 

e) Aug, de Civ, Dei F, 9 : Omoia fato fieri oon dicimus, immo nallt i 
fato fieri dicimas. — Ordinem aatem Gaasaram, abi voluntas Del plori- 
mam potest, neqae negamus, oeqoe fati rocabalo nuocapamus, nisi forte i 
Ql fatam a faado dictum iotelligamas, non enim abnuere possomns esse j 
scriptom in literis sanctis : Semel locatns est Dens etc. qaod iotelligitur : | 
immobiliter. Si mihi fati nomeo alicai rei adhibeodam placeret, ma^is di- 1 
eeremfatum esse infirmioris^ potentioru voluntatem, qal eam habet ioi 
potestate, qoam illo eaasarom ordine, quem auo more Stoici fatam appel-i 
lant^ arbitrium aostrae voluotatis auferri. Boeth, deeons, phil. jy, 6: 
Providentia est ipsa divina ratio in summo omnium principe constituta, 
quae cuocta disponit : Jaium vero inhaerens rebus mobilibus dispositio, ; 
per quam provideotia suis quaeque nectit ordinibos. Ut haectemporalisor-i 
dinis explicatio in divinae mentis adnnata prospecta Providentia ait, eaden ! 
vero adunatio digesta atqne explicata temporibns fatnm vocetur. Thoma»\ 
P. 1. Qu. 116. Art, 4: Fatum est ordinatio secnndarum causaram ad ef-' 
feclus divioitos provisos. Quaecunque igitor causis secundis snbdantor, 
ea snbduntor et fato. Si quae immediate a Deo fiunt [e. g. ereatio, glorii-; 
catio] non subduntur fato. Fatum refertur ad volunfatem fiel sieut ad pri-| 
mum principium. f) Orig, in Gen. tom, 3. — Clem, HomiL IV, 12.1 
XIV, 2. Aug. de Civ. Dei F, 1 ss.l 

g) Hieron. in Abac. 1, 14: [T. IIL p. 160f .] Sicut in bominibus etiam 
per sio^alos Dei eurrit Providentia, sie in caeteris quidem animalibas ge- 
oeralem quidem dispensatiooem intelligere jpossumus, v. g. quoraodo oas-l 
catur piscium multitudo et vivat in aquis. Caeterum absurdum est ad hoc 
Dei deducere majestatem, nt sciat per momenta singula, quot nascantiir eu- 
lices,qaotvemoriantnr, quaecimicum et pulicum«t muscaram sit in terra 
mnltitado, quanti pisces in aqua natent et qui de minoribus majorum prae- 
dae cedere debeaot. Non simus tarn fatui adulatores Dei^ ut dum potea- 



d.itf)xfi. ®dttK<^e SBorfel^unfl* §. 121. 149 

fertig (fjicl^t fi^ auf bU(£Y^a(tun0ber Gattungen/ ))if f^ecUKejunad^fl 
auf j>fmunftifle Snbtolbuen»'*) S)ie gfragc, oB ®ott au^ »leberum öer^ 
ntd^te, entf^eibet S^omad ba^in, ba$ er ed f &nne, bod^ nur l^inftd^t:: 
Ii(^ ber ^cdbenjen 4uf«') Sr untnrf^fibet eine itnmitteKare unb mit:: 
te(6are SBtrffamf eit @otted but(!^ 9Ritte(urfa(!^en [causae secundae].^) 
3»etf ber fflorfe^ung i|i il^m junai!^^ bie Orbnung ber ffielt, le^ter 
3n)etf ©Ott \db% b. ^* bie gSttUd^e Offeniarung.^) Ocgen bie gno^ 
^iiä^tn ©ecten in ber olten unb mittelalterlid^en Jttrd^e n^urbe 't>it^1)e o= 
Hc e e audgeBitbet : bad S3&fe M baa (nid^tfeienbe, ber ä^angel am ®u^ 
im, ber not^toenbige ©d^atten bejfelBen^") ein SBfe« ber ©d^ulb unb 
ber ©träfe, nur biefeö toon (Sott auögel^enb, jeneö ijom SBiBen ber 
greaturr) bie SSorfel^ung Beioirft an9 bem S3öfen ba« (Sutc^) bod^ 
nur ber gjant^clömuö leugnete bie 5BirHid^!eit M »öfen für bie g5tt- 
li^eSefammtanfd^auung*^) 3)urd^bieUnterfd^eibung elneö jtt?eifad^en 
äBiUen^acted würbe bie Sl^atigfeit ® otted in jBejug auf bie ©d^ulb aia 
nur julaffenb ief^rieBeU/ fo baf aud^ burd^ Übertretung bed im ^efe^e 
audgef))rod^enen gSttUd^en SitCend ber SBiUe ®otted gef(^ie]^t.<i) S)o(!^ 

tiam ejus ad ima detrahimns, io dos ipsos iojariosi simiis, eandem ratio- 
oabiliom quam irratiooabiliam provideotiam esse diceotes. Cf. Plinius H, 
nat, 11 f 7 : Irridendam vero, agere caram rernm hamaDarnm illad, quid- 
^aid est summnm: anne tarn tristi atque multiplici miaisterio non poUai 
eredamus^ dubitemusve ? h) Junilius, de Part, Legis div, II, 3-5. 

i) P. I. Qu, 105. Art 3 et4. k) P. I. Qu. 103. Art. 6. Qu. 104. Art, 2. 

^P. I. Qu, 103. Art. 2. m) Ori^. in Jo, II, 7 ; [J. IF, ^.65.] Ov- 
itU etyctd^g ei /iri ilg 6 -d-eos* ovxovv 6 aya&bs T(p ovri 6 avtog icftiv 
hfovjiav T^ ayad^ to xaxbv, xal ivavtCov r^ ovri to ovx ov olg axoXov- 
&il, or& ro xaxhv ovx ov. Aug. de Civ. Dei XI, 22 ; Natura nulla est ma- 
lom. Sed a terreois nsqae ad coelestia sunt aliis boais alia bona meliora, 
ad boc inaeqaalia, ot essent omnia. Thomas P. I. Qu. 48. Art, 3 : Nihil 
potest esse per saam essentiam malum. Omne eas, ioquautam est ens, 
bonam est, et malam noo est nisi io booo ut in subjecto. 

n) TertuL adv. Marc. II, 14 1 Nos adhibita distinctiooe separatis malis 
detieti et malis supplicii, malis culpae et malis poenae, säum coique parti 
defeodimas aactorem. Maloram quidem peccati et culpae diabolum, malo- 
rom vero supplicii et poenae Deum creatorem. Thomas P, I, Qu. 48. 
j^rt, 5 : Omne malum in rebus voluntariis consideratum est poena vel 
culpa. Qu. 49. Art. 2 : Ad ordinem universi pertinet ordo justitiae, qui 
requirit, at peccatoribos poena inferatur: et secundum hoc Deus est an- 
etor Bali, qaod est poena, non autem mali, quod est culpa. 

o) Clem, Stromm, I. p» 369. Aug, Enehir. c. 11. 

p) Erigena, de div, nat. V, 35 : Quod in parte contrarinm, in toto non 
solam oon est eootrarium, verum etiam pnlebritudinis argumentum [aug- 
■eatom] reperitnr. IQtg«. e, 36. 38. ^ ^ ^ 

q) Clem. Stromm, iF. p, 602 : Ovre 6 xvQiog ^eX^fiau tnad^sv %oy 
naxMg, ov^ ol ditoxofiivoi ßovX^aei rov &6ov SKoxovrat, ^AXXa fAipf ov- 
Sy äviv ^sXrjfiajog rov xvqCov teov oXtov' Xelmrai ^rj ra roiavta avfi- 
ßatveiv firj xtoXvaavrog jov ^eov' tovro yag fiovov ato^ei xal rriv 
nqwoutv xal tijv ayad^otrjra toü &£ov, Aug. Enehir. c. 100: Quantum 
sd ipsoa attiaet, qaod Dens noluit, fecernnt : quantum vero ad omnipoten- 
tiaiiDei, boe ipso, quod contra voluntatem Dei feceroat, de ipsis facta est 



150 Ontologif* epecieOe %f)tolo%lt. B. 

M bm tiefen ®<ffii^(e, baf aUt9 MmH^t nttt buri^ ®ott Übt, n^^ 
mm bie S^olo^ifet in^^tmtin eine unmittelbare SRUtoirfung ®otte9 
guT ®ubßan} einet icben Sl^at an/) bagegen iDuranbud bie SNit- 
n?irf ung nur auf bie allgemeine ßri^enj/ ni^t auf bie befonbre ^Iction 
bcd 3nbit)ibuumd bejog/) Slber auis^ %^oma9 batikte bie menfil^{fa^e 
8rrei^eit bur$ bie g5tt(i(^e üRittoirfung niä^t bt^ä^xanft, t>ielme^r re^ 
giere ®ott ba« grreie al» ein Sfreie«/) Übnffavüpt ift bie gfrei^ett ni^t 

voloDtas ejos. Ut miro modo dod fiat praeter ejas voluntatem^ quod etian 
contra ejas fit voluntatem^ quia oon fieret, si dod sioeret, nee ntiqne oo- 
leos sioit, sed voleos. 9tad^ (S^t^foßomntf /oan. Damasc. dejtde orth. Ilj 29 : 
Aiyfttti %6 ukv nqeirov nQoiiyovfjievov d^iXijfia xal Bv6ox£a, i^ av- 



■Z V 



jov oy To ok SiVTCQOv inofievov -d-^Xjjfia naQa;((6Qriatg, i^ nttfj- 
T^Qas aixlag, Lombard, L, /. D. 45. F: S. Scriptura de volontat^Pei 
variis modis loqai coosnevit, et tarnen non est Dei voluntas diver*a,'ttA 
locatio diversa est. Nam volaotasDei vere ac proprie dicitar, qnae in ipso 
est et ipsiDs essentia est, et baec ana est. Recte appellatur benepladimm 
Dei. G: AliqDaodo vero secoDdom quandam .A^ratii dicendi volnotasDei 
vocatorqood secandam proprietatem doo est volaotas ejos: at praeeepUo, 
prohibitio^ coDsilinm oecDOD permissio. H: Ista sunt sfgna divioae volon- 
tatis. M: Fit omne, qnod heneplaeito valt fieri, et omne, qood non voit 
fieri, neqaaqaam fit. Non ita antem de eignU : qoia praeeepit Dens multis 
ea, quae oon facinnt, et probibet qnae dod cavent, et consalit qnae dob 
imploDt. D, 47. J : Volonlas Dei semper efficaz est, semper imptetnr aot 
de oobis ant a oobis. Duns Seot, L. /. D. 47 : Permissio est Signum vo- 
Inotatis divinae. Hoie autem non correspondet aliquid io ipsa vo]anlate 
divioa, nisi non velle probibere illad fieri^ qnod est negatio actus divrni 
positivi. In passione Cbristi qnod Dens yoloit, boc idem Jadas et diaboltis, 
sed illi mala volnnf ate, Dens vero bona volnotate, acilicet ntCbrlstas me- 
reretor. Vernm illi actam volnernnt, quem Dens non voluit. 

r) Lombard. L, IL D, 18. G: Omninm rernm causae in Deo sunt^ sed 
qaarandam eaosae et in Deo snnt et in ereatoris. Thomas P, L Qu. 105. : 
Jrt, 5 : Si sint mnlta agentia ordioata, semper secundnm agena agil ia | 
virtate primi, nam primnm agens movet seenndom ad agendnm, et secno- I 
dnm boc omnia agnnt in virtate ipsios Dei, et ipse est caasa omoiam actio- | 
nnm agentiam. Vuns Scot. L, L D. 41. Qu. 1 : Dens praescit se coope- \ 
raturum Locifero ad substantiam illios actns, qui erit peccatnm. Seit | 
baoc peccatarom, non solum qnod seit se permissurum, sed etiam qoia j 
seit se cooperaturum boic ad snbstaatiam aetns non circumstaationati, j 
et per conseqaeos iste committet, vel oon cooperaturum ei ad actam ne- 1 
cessariam, et per consequens ille omittet. 

s) Sentt. L. U. D. 1. Qu. 5: Dens ad effectum eansae secandae bod I 
agit immediate eadem actione com creatura. Non est simile de esse et de 
agere : qnfa esse eansae secandae, puta intelligentiae, vel corporis coe- ; 
lestis, est immediatns effectus causae primae, qnae est cansa ejns imrae- i 
diata non in fieri solum, sed conservando io esse. Et ideo causa secanda 
non esset, nisi ei causa prima immediate coexisteret. Sed agere caasae i 
secandae non est immedialus effectns causae primae. Et ideo non oportet, 
quod Dens ad talem actionem immediate coagat, sed solum mediate con- 
servando naturam et virtutem causae secundae. 

t) Thomas P, L Qu. 103. Art. 5 : Secuodum unam arlem Dei gaber- 
nantis res diversimode gubernantnr secuodum earum diversitatem. Qnae- 
dam enim secuodum soam naturam sunt per se agentia tanquam babentia ' 



3. icf)xft. (SettUc^e SJotfe^unö* §. 121. 122. 151 

im 3tttereffc ber äJorfel^uttg. fldeugnet »orbcn , mnn^on gutDeilen 
We Sfugnenben fl<!^ auf blc aSotfe^ung Beriefen. 2f6cr 5lu9uflinuö 
fel^^ ba too et nur auf bie göttlid^e ffielttegieruttg teflectirt, tt?ie er 
i^r ffialtm gerabe barin fielet / baf iebeö in feiner eigentl^ümlici^en 
SBirlfamffit erl^aöen »erbe, fo erfennt er au^ i^r gegenüber unb 
bun^ fle bie menfd^li^e grei:^eit gejid^ert.") 

$. 122. tttttffüüjifyt ttttb )irote{latiti(Ae ftir^ettle^re. 
3n bm ^atec^idmen beiber «^ird^en gie^t ber 3lrti!e( ton ber@d^&s 
t)fung unb bie 9lud(egung bea SSaterunferd ®elegenl^eit/ bad SSertraun 
auf ®ottei tjatertid^e jjurforge jur ^fle geiftiger, gur 0lot^burft leib? 
lieber ©fiter \)olUti)nmli(f^ auöguf^jred^en. fiutl^er ^at neben bcr alt^ 
tc^flmentli(^cn ßvcon^ä^t, ba^ bie SrfüHung ber gBttlic^en ©ebote ir« 
Mf(^ belol^nt n?erbe; aud feiner eignen ®ee(e unb Sage l^eraud ben 
®(ouben üerfunbet/ ba^ redete gfrömmlgfeit ouf 6rben nur ÄanH)f 
unb ^rübfal flnbe.*) 3)ie 2lug8b. ßonfeffion [p. 9.] l^at in l^rer äßie:: 

domioinm sai actus. Et ista gobernantar a Domioo dod solum per hoc, 
qnod moveotur ab ipso Deo in eis interias operante, sed etiam per boc, 
qood ab eo iodacaotar ad bonam et retrahaatar a male per praecepta et 
prohibitiooes, praemia et poenas. Hoc autem modo noo gnberaaotiir aDeo 
eretturae irrationabiles, qaae taatnm agantar, et noo agunt. — Creatora 
raticoalis gubernat se ipsam per iatellectam et volnutatem, qnornm utram- 
qae indiget regi et perfici ab iatellectn et volaatate Dei. Et ideo supra 
^beroationem, qoa creatara rationalis goberoat seipsam tanquam domioa 
soi actus, iudiget gobernari a Deo. 

u) Aug, de Civ, DeiFII, 30 : Deus ubique totus^ implens eoelum et ter- 
ram, ita administrat omuia, quae creavit, ut etiam ipsa proprios exercere 
et agere motus sioat. f^, 9 : Cicero coarctat aaimum religiosum, ut uoum 
eügat e duobua : aut esse aiiquod in nostra voluntate, aut esse praescien- 
tiamfuturoruniy quoniam utrumque arbitratur esse uon posse. Ipse itaqne 
Qt vir magous et doctas, et vitae humanae peritissime coosuleas, ex bis 
dnobos elegit liberum yoluntatis arbitrium. Religiosus auimus utrumque 
elegit, utrumque coofitetur. — Non est cousequens, ut, si Deo ^ertos est 
oBoium ordo causarum, ideo nihil sit in nostrae volnutatis arbitrio. Ipsae 
quippe nostrae yoluntates in causarum ordioe sunt, qui certus est Deo ejus- 
quo praeseientia continetur, quoniam et bumauae yoluntates bumauorum 
operam causae liunt. Atque ita qui omnes rerum causas praesciyit, pro- 
feeto in eis cansis etiam nostras yoluntates ignorare non potuit. 

a) Cat» mq;\p, 437: Habes hujus praecepti fmctnm et praemium, ut ille 
qai hoe transgressus non fuerit, dies felices exigat, nnlla pressus inopia. 
Esse enim aut fieri longaeynm, non tantum ad deorepitam usque aetatem 
mere Scriptara nomioat, sed omnia habere affatim, quae ad longaevamyi- 
ttm tradacendam pertinent, ut est prospera yaletudo corporis, uxor et li- 
beri, yictus ood tenuis, externa rerum pax, bona et aequabilis reipublicae 
tdministratio et hujusmodi, sine quibns haecyita neqne jucuude peragi ne- 
qoe diu consistere potest. p,b20 : Non estquod quidqnam certius nobis fu- 
taram polliceamur, si nobis animus est ease Christian is, quam cum diabolo 
et^ onaibos angeiis ejus, neque non cum mundo nobis suscipiendas esse 
iiimieitias, nos omni molestiae genereyexaturis. Ubicunque enim gentium 
Evangeliiun praedieatum fuerit et fructus produxerit, ibi neeessario erocis 
qaoque persecutiones eonsequuntur. Neque est, quod quisquam cogitet, se 



1 



19S Ontotogie. CptdtUt X^tolo^it. B. 



bnl^Iuiig M nicSnifd^ SivmBete jitm ciyator bm Sitet eineB coi- 
servator omnion reram gefeite 3)ie <|eb>etif(!^e Sonfeffion [11] ^atbtn 
iiSItft^en ^gtiff bor aUgemeinftt Sorfe^ung im ®t&^fn uttb JHeins 
fitn, tnitSinifc^nung uttfrer eignen ®orge unb ^^at.^) 3n betScn-- 
carbien^onnrf [p. 617 ss. 799 ss.] n?irb bad Serl^&ltnif ®otte« tum 
iBofen bur(!^ bie Unterfd^eibung bon praescieotia unb praedestinatio 
ald bloped 3tt(affen erftart. 

f. 123. Hite unb neue ^rsteflratif^ l^o|»atÜ. 
a)if beutf(^f n [Refotmatorett, einfl aUt, Beriefen ^ä) gegen menfÄ* 
lid^e ShTf ll^rit auf bie SlUnia^t ber SSorfe l^ung/ bo(^ ging nur 3 ^ i n 9 (^ 
öom Sntereffe einer aHwaltenben SJorfe^ung auö.') a)ie reformirtf 
S)ogmati{ ^at immer bie f^Ie^tl^tnige Slb^angigfeit anii brr ftttli^ 
9Be(t t)on ® ott ßar! Betont, unb bo^, fo totit fle nid^t ^eng cabini^ 
ßifd^ tt>ar, bie Unterfd^eibung einrd \>op)ßtlttn ®e{!d^td^un!t^ im g5tt^ 
lid^en SBiUen [(S. 130] benu|}t, um bie flttlid^e grrei^eit, nad^ed^Ifier^ 
mac^er ben ^hä^^m ®rab ber 8ebenbig(eit, a(d in i^rer eignen ®fiff 
))on@ott abhängig anjuerfennfn.**) 3)ie a(t(ut^erif(Ben ^ogma^ 
tüer unterfd^ieben in ber g5tt(id^en SSorfel^ung bad SSorl^erfel^en/ 
bie SiOendbeflimmung unb bad (Singreifen in bie 9Be(t $0 im (e|}ttm 
toieberum 3 3tcte : Srl^oltung, SRlttoirf ung unb Stegierung 5**) aW er-- 
tt)ieff n au8 Vernunft unb ©d^rift j *) naS^ einem gr Jf ern Snterejfe, 



pacate et tranquille victnram, sed semel jacta alea pericUtaDdom esse de 
oBiDibas,quaecooqne io terris uspiam possidet, de fortuois, honore, fama, 
aedibus, conjoge, liberis, deoiqoe etiam de vita et capiie proprio. 

b) c, 6: Osteodere [Cbristns] voloit, qaidqaid vilissimam homiDespu- 
taot, omoipoteniia Domioi gobernari. Media^ per quae Operator divina 
Providentia, noD aspernamur nt inatilia, sed bis bacteous nos aceommodao- 
dos esse doceniiis, qaateous in verbo Dei nobis commeodaDtar. Uade illo- 
ram voces temerariat improbamus, qoi dicaat : Si Providentia Dei omoia 
gerantar, inntiles certe toot conatas nostri et studia nostra, salis fnerit, 
si omnia divinae permittamas providentiae gabernanda, oec erit qnod 
porro simas solliciti de re alla, ant qaidquam faciamas. 

a) De Providentia. [T. I. p. 352 ss.] org« ®» 77« 

b) ® (^t9 ei) er, 9. 1. ®* 351 f« 

e) Quenst, P. Lp. 527: Providentia late accepta tres actus complectitan 
nQoyvbiöiv sen rerum praescientiam, Tr^^corivseodecretumvolantatis di- 
vinae prospiciendi rebos omnibas,et StoCxriaiv, ipsam conservationem et go* 
bernationem. iS^cfesanita refertarvelad iotellectamDeietnotatnr^o^oH 
atVy civd-Q(07to7iad'cSg Deo tribntam, Dei enim praevidere videre est, cam om- 
nia ipsi sint praesentia,vel ad volantatem et significat nQO-d'iüiv.p.bSbz Pro- 
videntia est actio externa totius Trioitatis, qua res a se conditas oniversaset 
siogolas tarn qnoad speciem^ quam qaoad individna potentissime conservat, 
inqne eorom actiones et effectos coinflait,et libere ac sapienter omnia go- 
bernat ad sni gloriam et aniversi hujus atqne inprimis pioram otilitatem. 

d) Ib. p. 531 : Forma providentiae juxta alios consistit in doobus acti- 
bus, in conservatione et gubernatione^ secondom alios tribns absolvitnr 
actibas, conservatione, eooperatione sive concursu et gubematione. 

e) ^etoeife ex lamioe naturae Holla» p, 422 u: 1) e rerom creatione, 



3.8e^tß. (Bmmt ^9t\t^mi, §. 123. 1#8 

toet^H ®i>ti an betten ttel^e, itt betiett fi(^ %tx ©eltgtoetf tt>af)xf)aft 
erfuttt, aügetnelne utib frecteHe SSotfcl^uttg»*) 3^re aSejiel^uttg auf bie 
«&aitptmotnente bcö tnettfd^Hd^ett ficicnS Klbet tiur bctt Eingang jur 
2t^xt J)otn i^eicttöjlete, tt)cl(!^e t^elW ItttSegenfa^e M iölatntfd^en 
gratalidmtta fd^ott ijorbem In ber gried&lf^en Jtirc^c, if)tiU in S3ejug 
auf alttepomcntlid^c S3etro<!^tung0iüei[en bergejiatt Benimmt ipurbe, 
ba^ gtoar unter ber Jtategorie einer ^:|)^otl^etifd^en 0lotl^tvenbig!ett bad 
alCgemeine SJerl^altni^ ber augern Slotl^toenbigfeit unb innern ©elBp* 
BefUmmung amxtannt, aUx aud^ bie altte^amentli^e in bie (i^ri^Ii^ 
gennanifiö^e 2lnfl^t j)om Sobe elngemifd^t »urbe»«) S)ic ^rl^altung 
tüirb ort ein forttoai^renbeö ©el^altenfein aUeö S)afeienben bur<!^ bie 
®<!^5:|pferfraft ®otM gefaxt unb jtt)ar aud bem Si(!^te ber 0latur unb 
®4^ift ertoiefen, bod^ ber uniebingten SRaci^tJjollf otnmenl^eit ®otte« 
anl^ciTOgefleltt *•) S)ic aRittoirfung fcejicl^t pd^ auf bie gJttlid^e 

quU posita creatione necessario ponenda est Providentia, sine qua res cre- 
atae consistere neqneunt, 2) e rerum creatarnm constante ordine^ 3) ex 
omniscientia, omnipotentia, bonitate et omnipraesentia creatoris, 4) ex 
dictamioe conscientiae, quae Denm sistit nt severum judicem. 

J) Quenst. P, J. p. 529 s: Objectom generale sunt in nniversom om- 
nia, qnae sunt. Objectum speciale primarium angeli sunt et bomines, et 
qoidein hi in genere omnes Acta 17, 28. Specialistime aatem objectum 
ejus sunt bomines pii et fideles Deut. 32, 9 s. Ps. 4, 4. Mt. 10, 31. Ob- 
jectam secundarium sunt reliqna creata omnia, ne minimis qnidem ex- 
ceptis Deut. j25, 4. 1 Cor. 9, 9. 

g) Hegl oQov Ccinjg, [A,ManScrr, novaColl.T. I.] Anatt. de vitae ter- 
mino. — Hollas p. 421 SS : Providentia moderatnr vitae bumanae mgrej- 
sufnj progressum et egressum. Egressum Dens infallibiliter praescit. Rs. 
139, 16. Job. 14, 5. Praefixus autem est vitae terminus decreto non abso- 
luto, omnes causas secundas antecedente, aut excludente, sed decreto by- 
polbetico et ordinato, in causis secuodis fundato et pro illarum conditione 
rormato. Lege ordinaria Deus constituit bomini terminum vitae pA^nct/m, 
pro oatura cajnsque bominis et temperamento. Positive Dens praestitoit ter- 
mioam hyperphysicum, vi promissiooum snarum. Permissive terminum 
praeiernaturalem [irae] constituit. Quenst, P. Lp.bSO: Hinc alii vitae 
suae terminum aDeo constitutum obtineot,ut Patriarcba Jacob Gen. 47, 29.^ 
ubi dies ejus dicuntor completi. Aliis terminus vitae abbreviaturPs.55,24. 
Haue vitae abbreviatiooem deprecatnr David Ps. 102,25. Aliis vitae termi- 
nus prolongaturJes. 38, 5. aliis duplicatur 1 Reg. 17,22. — Beverovicius, 
epistolica quaestio de vitae term. fatali an mobili? cum doctorum respon- 
sis. [Dortr. 634.1 L. B. 636. 4. Tizelius, Coli, scriptorum de term. vitae. 
Lps. 691. <S öf fing, S3etr» b» menfd^L 8«ben«§. Slubolft» 707* 

h) Calov. T. IIL p. 1189: Conservatio est actio Dei externa, qua ex 
mera bonitate omnia, quae sunt, sustentat^ pro volontatis suae arbitrio 
ad gloriam suam. — Uti Deus ubique est per esseotiam ac per omnia 
commeat, siogalisque essentiis iliabitur intime : ita illapsu vel infiuxu 
boe conservantur in esse a Deo singula, ut radiorum esse a sole. Quenst, 
P. I, p. 531 : Conservatio proprio nibü est aliud, quam continuata pro- 
dnctio, uec differunt, nisi per extrinsecam quandam denominationem. 
Addo: quousque vult, Uti enim Deus libere creaturas condidit, ita quo- 
que ea^dem libere copservat^ quamdiu ipsi placet. 



IM Ontotogie, SptdtUt Xf^t^Uik. B. 

3:^ei(ita^me an Mm ^Stfitiqftittn bor Steatttr.') %nä^ gut Bifm ^t 
iß ®ott mitn)itfmb/ ober nur hn aOgemfinfn gur ^at, bie ^Bnfr^- 
rung in'd aS&fe ge^irt bem (Stgentvitten br« ®ef^5pfed«^) S)te (Re-- 
gierung ifi bie @tn»irfung 9otte6 jur (Srtet^ung bed 9Be(Qtoedd. 
3^f ^^fttung in pemissio, impeditio, directio unb determiiiatio 
untfTfd^ibet g&ttKt^f ffiirfungdartm in 99egug auf ben fUtlii^fn Sn^ 
f^ait unbOrfoIg freier menf^Ud^ct^l^atfn.^) S>mn bie Iutl^erif([!^e3)og' 
mati! t)ertrat in biefer Seli^re n?ie SInguflin nnb tro|} Vngu^n^ bie 
menf(^(i(^ Stei^eit/ nnbßatuirte nnr ein($ri^(i(^e«Satttm b«^. 
eine g5ttIic^^eorbnete/ bie menf^(i(^e ^eil^eit in fid^ begreifenbeS^t^ 
koidtung ))on Urfac^en unb ®ir!ungen«"*) 5Da aUe »eltlic^ Sntereffen 
berSUtigion in ber Sorfe^ungdlel^re )ufammen(aufen / n>arb fie ein 
beliebter ©egen^anb ^alb popvAixn ©er^anblung.") 3n ber ÜBet- 
gangljeit guut neuem ^rotefiantilmud erfreute man fi<^ no^ am em^ 
))irif^en ^Bet^eife in ber ^oljen Jtfinßli^feit eng^er ®^ranfen*°) 3n 

t) Quenst»P, I. p. 531 : Concursus est actus providentiae diviiiae,qiio 
Dens iofluxii generali io actiones et effectas caasamm secuDdanim, qaa tales, 
se ipso immediate et simal cam eis et juxta iodigentlam aniascnJQsqne soa- 
viter influit, — ita ut idem effectus aoa a solo Deo, oee a sola creatura, nee 
partim aDeo, partim a ereatara, sed noa eademque efBcieatia totali simol 
a Deo et creatora prodncatur. |i. 532: CoDcorrit Deus cum naturalibus ad 
modum cansae oataralis, com caosis liberis per modnm cansae liberae. 

k) Ib. /. ;i. 531 : Extendit sese concnrsusDei ad omoes actiones, tarn 
bonas^ qaam malas. Distiognendnm tarnen inter effectum et defectum. 
Ad effectum Dens concurrit, Vitium noncansat, sed caasa secunda. /7.536: 
Dao sunt in actione peccaminosa,m<ieerta/e et formale, Materiale estsnb- 
jectam vitiositatis^ ipsa actio, et haoc Dens comprodncit. Formale est 
ipsa actiooi inbaereos vitiositas, ad quam Dens noilo modo concurrit. Eol- 
/as/1.444: Qaia concnrsos divinns generalis, indifferens et indeterminatos 
est, concnrritqaidemDeos ad actioois malae materiale remotum^fiaodesi 
modus qaidam pbysicos volnntatis, intellectns, ocalomm, manns etc. Noo 
ad ejnsdem materiale proximum, qnod est motns et actio applicataetde- 
terminata ad objectnm probibitam, quae determinatio est a caosa particn- 
lari. )8efotibere actas providentiae circa mala : Quentt, P, L p. 535 : j4n- 
teeedentes : peccati praevisio, aversatio, probibitio^ impeditio ; concomi- 
tantet : snbstantiae male agentis snstentatio, actionis ipsins quoad mate- 
riale coefficientia, äxa^Cag actioni inbaerentis permissio. Consequentes : 
directio, determinatio peccati remissio, poenae irrogatio. 

l) Ib. p, 533. m) Hollaz p. 437 : Non asserendum esifatum Stoi- 
eum, qno omnia . absoluta et inevitabili necessitate eveniant, neqae/tf- 
tum astrologicum rigidius, a quo etiam actns liberi volnntatis bnmanae 
ab ioflaxu astromm depeodeant : sedagnoscendnmest/aetimcArt^^tfl/itffii^ 
qnod est connexio causarum et effectnnm neeessaria, necessitate extrin- 
seca, qoatenas a Deo infallibiliter praescita, decreto absolnto vel condi- 
tionato constltota, et regimine divioo snaviter disponente gnbemata est 

9t; 93tttt^ebt; oetnünfl. (^ebanfeit t)« b^ iBorf. m $(nf. b. Qtt^^ m SRÜtv* 
SEBolfenK 742* in «nf* b» Sieg. 745. (S anber, «♦ b.iBorf. «Dj. [780 f. 4. H 
801. 3 330 820* 2 ©. öormanti, b. ä^xifiL «. »• b.©orf. 93erL820. Selb* 
mann, Wloixa o. lu b. SSorf. ?anb«b. vu 3üK. 830. 

o; « ef f « r : Snfectotl^eoL «pg. 738. 2:eftaceot^eoI. 8Dg. [744.] 756. Sern, 
«Peiittotl^eoU 35a»)»)«n^* 742 f. 2 ». ati<^t«r, 3ä)iff\)oif}tel ip^. 754* 



3. 8e^rji. ©öttl^e »orfe^ung* §• 123. 124. 155 

%n bogmatif^m ^el^anblung tvittbe ber coneBrsus immemtel^t jur 
Antiquität/ unb ba einige bie Stl^altung jur S^o^fung red^neten ate 
i^re Sortfe^ung, fiel i:^nen ffiorfe^ung nnb SBeltwgietung guf(unmen. 
5Dft ®(aube an eine Qiüüä^t jjurforge um baö Jtlein^e berief fid^ bat? 
auf/ ba$ au(^ bad ^lein^e Sludbtud unb Ofenbarung ber g5ttlt(!^en 
fflettorbttung fei. ginerfeitö trat für bie «P^ilofo»)l^ie feit ficibni^ ®ott 
immenncl^r i^inter feine 9Be(t }urud; bie in eigner/ mennfd^on aner« 
fc^affmer Jhraft fi^ tnitoiiU i anä^ bie SBeltregierung tourbe angefe^n 
a(d bie in ber 9tatur ber S)inge gcgrunbete a^oUflredung eined fittUd^en 
ffidtgefe^Ö.P) Slnbererfeitö in ben ^jant^eiftif^n ©^flemen tourbe bie 
SBettregierung gur gättlid^en ©clbjienttoidlung* S)ie Unterfud^ungen 
über bie grci^cit berfud^ten mei^ au(5 5luöglcid^ungen mit ber gSttli* 
^ aSorfe^ung.*!) ffienn aber bie ^jantl^ei^ifd^e $l^ilofo^)l^ie i)on ^xtu 
f^tit f^rad^/ toax bie ^l^ei(nafime an aBfo(uter grei^eit gemeint unb aU 
etwad ^iel «berrlid^ered gerül^mt/ aU mad man getp&^nlid^ unter Srei^eit 
'on^if^tJ) S)ie burd^ ßeibnij angeregte 3::^eobicec ift ber £)^?timiÖmu8 
in ^nfel^ung ber SBeltregierung : baö natürlid^e Übel ttjurbe ate^S3e* 
bingung aUed @nblid^en unb aU 0leaction gegen bad fittlid^e Übe(/ 
biefeö dü »ebingung beö fitßid^ ®uten angefe^n/) S)em $ant:^eiÖ- 
mu8 erfd^ien baö Übel »ie baö ffiüfc nur ate bie i)ermeinte UnboUfom^ 
men^eit be0 ßinjelnti^efend/ ober aU bie not^menbige @nttoidCIung ber 
g&ttlid^en Unenblid^feit/ unb für bie gottUd^e Anf(^auung aU fotc^ed 
nid^t borl^anben. *) 

§«124* ihitif. 

©a bie aSertoaltung nur bie burd^ ben 3^^<ttegriff be^mmte Sr^ 
l^attung freier SBefen i^: fo twerben beibe mit üitä^t unter ber aSor? 
fel^ung jufammengefaßt/ »ennfd^on in biefer SBortbilbung bad ein« 
jelne attjumenfd^Kd^ aufgefaßte aRerfmal M 88 1> r feigen« unjjaffenb an 
bie eteUe ber gefammten SBeltt^tigfeit ®otted gefegt ifl. 5Die Sr^ 
l^altung l^inftd^tlid^ atCed ©egentoartigen ertvei^ fi^ bur^ ben Au« 



p) ^. %. \>. @(|mibt«$]^{felbed(/ bie SEBelt al€ Stutomot u. aU SHetd^ 
®otte«* Jtojjen^* 829. q) ««ISO. r) @.82.(Sttauf/S3.I.@.362ff. 

t) aSrg. §. 1 17/ g". (5. b c SW ar e c «, ®otte« SSert^eib. ü. b. Sulojf, b* JBöfen 
«•b.^.@djr» JDeff. tt. «. 784-90. 2S3.2.S1.1.S3. 799. ©iUaume/ ».Utf))r. 
u. m^äfi b. Ob. «»)j. 784-7. 3S3. ^tief^aupi, ^oh b. SWigvetö. u. Üb. 
8tff. u. «. [7870 790. 2 33. SoUifof er, «etr. ü. b. Üb. in b. 2öelt. «))j. 
789. ^e^benrcicb/ $^i(. li. b. 8eib«tt b. SWenf«^^. «»)j. 797-808. S©* 3ac. 
S3 a g n e r/ ll^eobtcee. 8amb« u. Süt)b.809. Benedict, Tbeodiceae Par ticc. X. 
[Torg. et Annab. 810-20. 4 tt. 8.] Lps. 823. @raf t). Tlaxftxe, Slbcnbflun* 
ten ». @. $eterdb. o. ®ef)>t&dife ö. b. ^Balten ber götil. iBotfid^t in )ettL S)tn« 
gen. «♦ b. gr. 824 f. 2 53. — Jtinb erratet, fce^)t. ^Dialogen u. b. 93ort^. 
b, «ciben. 8»jj. 788. Jtant, «. b. aWifUingcn aricr »)l^i(. 93etf. in b- iC^cob. 
[53etl. SWonatfddt. @e))t. 791. u. a3erm. @djrr. 3. 33. 3. 5lb^.] ^. 6. S, 
6igtoart/ b. $toWem b. 93öfen o. b. 5:i^eob. %vLh. 840. 

t) §. 78/ /.m. Spinoza, Eth. IV, praef. £p.32. 34. — 9lad^ S.SSdl^ftne 
u. ^gei: @trauf/ ^. 1. @. 378 f« ä^rg. @<bleie¥ma<l^et $. 79 f. 



156 Onto(ogif. &)ptdtUt 3:^eo(ogie. B. 

genfi^in/ ain bie bo<^ d^tnÜiä^ gemeinte ffinfUge (Sr^alttiiig/ toemi 
nh^t bed (Singefoeit; bo^ ber Vrten unb ber 8Be(t{irt)er; toutbe, koentt 
fie gu ertoelfen to^äre; eine 6<^ranfe bor ^btüiä^n äHaä^tooülommtns 
fftU fein unb im SBiberf^ttd^ mit fo M bereite Untergegangenem. 
9lnr bie (Brl^altnng bed SDlenfd^engeifled i^ eind mit bem ®(au6en an 
feine UnfierB(i(^f eit ; unb bad 9Be(ta(I rul^t in ber gtttlii^en Siebe. 
3)ie 9Be(t unb aUt^ barin ifl einedtl^eitt in eigner Sebenifraft nnb 
dnttoitflnngdfal^igfeit jn benfen, benn @otted Siebe fann nur bemSe^ 
benbigen qtf^bxtn, anbemt^B alB immerbar abl^angig unb gegrun^ 
bet in ®ott. 5Da]^er ber concarsus mit ber drl^attung {ufammmfoKt; 
nnb nur auf freie 3;^aten bef^ranft^ eine eigentpmH^e 9rt ber gStt« 
(i(^ (linn)irfung begei(^net. S)ie 9rt ber g&tt(i(^ dlegierung, 
toHe fie il^re toeßi^iftorif^ Qtotdt mitten bur^ bie @e(b^Snbigfett ber 
(ünsebn^iUen ^^otigie^t , , ift ®otted ®e]^eimni§ , bad nur im gro^ 
®an)en unb lutotütn in inbit>ibueaen ®efd^iden fl(^ tl^atf&^ßi^ of« 
fenbart) bie dleligion forbert nur bie ^bl^Sngigfeit aÜt9 (Sefd^e^ben 
\>en ©Ott. 3)ad 3)abeibeflel^n menfd^Ii^er Steilheit i^ an ft(^ leu^t 
}U benfen unb burc^ bad ®(eid^ni§ jieber menf(^(i(!^en dlegierung er« 
(autert, tüdä^t, jie beffer fie ifl, befto me^r inbitoibueUe grrei^eit fie er« 
trSgt, j^ä^txt unb f5rbert. 9lux ^infid^tlid^ M SSor^el^nd iß bie 
@<^tt)ierigfeit bur^ bie ^nerfennung, baf ed für ®ott feine 3ufunft 
giebt/ no(^ nid^t gel&fl, benn ber ))on einem freien 3ttbi))ibuum no^ 
gar ni(!^t gefaxte (Sutfc^luf iß nic^t B(o§ in fubiectii^er %nf^auung tin 
!flnftiger. ^ie fid^ aber biefed auäi ^ttf^alte, ba ed eben bie menf(^K(^e 
^ei^it ift, ti>tl(f^t, um fi<^ fe(bß ^infl^tlid^ i^rer ^b^angigfeit ju 
retteu/ ®runb bed ®(aubend an bieSorfebung toirb: fo fann jle ))Ott 
berfeiben nid^ ))er(e|t mxi>tn, benn nur tt)0 grreil^eit, ba iß SSorfel^ung, 
unb umgefel^rt« S)a]^er au(^ bie 9rei^eit bur^ bie 9>orfe:^ung niä^i 
äberßüfßg n>irb/ benn nur koer feine 8rreil^eit gebraust, bat ein Stecht 
auf bie SSorfel^ung ju baun. «Satte ®ott/ bamit gefd^affne Sfreil^eit fei, 
gkoar bie innere Xf^at freigeiaffeu/ aber bie SSermirflid^ung M S5feit 
gel^inbert/ fo u>ar' ed faum }u einer «&ei(igen(egenbe gefommeu/ nid^t 
}u einer SBe(tgefi$id^te mit i^ren ®eißer em^edtenben ^am^fen. Sd 
giebt Übel, mlä^tßta^tn't ober ehredtcnb bie Jl^obicee in jid^ fel6^ 
tragen: aber aud^ Übtl, bur<^ bie ber (finjelne unb ein gangedS^it^ 
alter tjerfümmert, ba^er tioenn ber ©laube an bie aSorfel^ung auf (Sr« 
fa^rungdbetoeife getel^nt tt)irb/ auä^ biefe ©egenbeioeife gelten muffen, 
^ber ber redete ®iaubt gei^t aUtiti aud ber Siebe ©otted f^tx\>ox, ad^tet 
ba« naturale toie ba« fittlid^e Übel für tin burd^ bie grlöfung aSer^ 
fd^winbenbea, unb fielet ein, baß erfi bie i)ottenbete aBeltatl5©efd^id6te 
bie $r^eobicee fein fbnnte. S)ie altteßamentlid^e «nfid^t ^t dttd^t fix 
aSSHer, benen bie fittlid^e unb religiöfe Kräftigung immer au^ jum 
irbif(^ett (Segen toirb : aber baö ©lüdE beö ffilngelnen toirb babei ge^ 
Vpftxt. IDenn bie ^orfel^ung bered^tigt nid^t jur @id^erl^eit irgenb eined 



3. «e^rfi* Oottlic^e SSorfel^ung. §. 124. 157 

eäfitl^ in 9loi1^ ttnb ®efal^r/ ^itlmtf^x totil ein lebet in ber (Bmtin^ 
f(^aft beö ©angen fie% \t>itt> um bcffcn toiHen %tvibt9 unb grol^eö if)n 
treffen, ble ©efd^itfe fcineö fSolH unb [einer 3fit twerben feine eignen 
fein : fonbem bet ©laute an bic aSorfel^ung »eiß, baf alieö bienen 
mu§ gut IBef&Tbetung bed 0&tt(i(!^en Seiend anä^ im 3nbi)?ibuum/ tt)oju 
irbif^ed ®(ud unb Ungtudein gleid^ angeme^ned 3Rittel fein fann. 3uin 
(^rifllt^en ©(auien an bie SSocfel^ung ge^&rt t)or atCem bie fitttid^e ©e:: 
jlnmtng ber ®el({tbetleugnung/ toeld^eim mut'^igen Kampfe toiber atCed 
Snbli^e ftd^ in ben g6ttli*en SBiÜen bemütl^ig ergiebt unb fctt^ im 
[(^einBaren Untergange ber gfrei^eit, ber eignen unb eincö gangen 
So(f9/ il^re berl^errli^te ^ufer^tl^ung ber ©otti^eit ))ertraut. 

Brauern de Nideek Ds. de poonlomm vett. ac recc. adorationib. Amst. 
713. (Stomet, «.»»©ebet nad? Offenb* u» aSft» ^amb.u.Jtiel 786. €taub- 
Un, ©ef((. b. ^tix^tVi. 0. ©ebet ©ott. 824. (S. (S. Saubettl^; b. (i^tif». 
8. 19« ©ebet/ ^i^. ereg. aßutg. 855. 

f. 125. ^ebrSif^e iittb uri^rifini^e ««{i^t. 
Rehm, Hist. precnm biblica. Goett. 814. 4. — Zobel, Di. deoot. mirac. 
div. biblica. Vit. 797. 4. Jmmon, de not. mirac. Pg^. II. Goett. 795-7. 4. 
[N. Opp. Gott. 803.] 

©ttr(^ bie gange S3ibcl gel^t tin SttJiegef^nräcä^ be« SKenfcä^en mitiSotU 
5m9l.i. ttjirb mel^r um äußere, im 01.3;. mel^r um innere ©üterge* 
Ukt, bo^ flnb bort niä^i biefe, l^ier ni^t jene auögef^Iojfen 1 Reg. 
3,9.13.Lc. 11,3. Sutoeilen »irb baö ©eiet aÖBalb erfüUt, inöBe:^ 
fonbre gilt bo3 ©eiet unb bie gfirBitte beö Sfrommen für Mftig P». 
145,18 s. Phil. 1,19. 2Tl*s.3, 1 s. Jac. 5, 14-18., in ber äJoK^ 
fage laßt ©Ott mit ftd^ l^anbeln um baö SKaß ber Srl^örung Gen. 18, 
23 SS. unb änbert bur<!^ baö ©c6et erlpcid^t feinen aSefd^Iuß 2 Reg. 20. 
S>t^ l^aBen aud^ t)iele gebetet, unb bad gange Siolt ©ottea, in bem, 
ttKid fie Baten, unerl^&rt. 3[efu SRu^ergeBet entl^alt nur aUgemein? 
menf(^(ic^e Sitten, mit ber Semerfung, baß ©Ott iBrer ni^t Beburfe, 
unb mit ber SBamung ^ox ]^eibnif^er93ie(rebnerei, n>e((^e {!d^ au9 bem 
ajeten ein aSerbienji macä^e Mt. 6, 7 s.^ 3m ©egenfa^e ber fofratifcfeen 
Slffignation •) fd^eint ea, aK oB 3efu8 iebem ©eBete in feinem Slamen, 
in ^ri^ti^er ©emeinfd^afi, ober mit botter 3ui)erfl<!^t, Srl^Jrung oer* 
^eiße Jo. 15, 16. 16, 23. Mt. 18, 19. 21, 21 s. unb bur4 unermub- 
(i(^ ^tttn ber ajorfel^ung etkoad aBbrangen le^reMt. 7, 7 ss. Lc. 1 1 , 
5 SS. 18, 1 SS. 9lBer ba er im eignen ©eBete aud tieffier «^ergendang^ 
feinen SBiHen bem gBttIi(6en aBilien unterorbnet Lc. 22, 42. unb aö 
Sebingung ber fidlem ©eBetderl^kung ba0 S3(eiBen in i^m , in ber 
gangen SuKe biefed 3luabru(f0 Bei 3ol^anned , ooraudfe|}t Jo. 15, 7: 



a) Xenoph. Memor. I, 3, 2. ffirg« Firgil. Aen. VI^ 376. 



158 Ontotogie« ^pcdMcZf^tolo^k. B. 

fo i^ efai @tf>ti in feinem Stamm ein ®e6et in feinem (Seifte,^) unk 
ber 8e^arr(i(^feit im S3eten i^ nur H^ n^a^r^aft 9ntt, ber 4^ ®ei^ 
t>et^ifen Mt.7, 11. Lc. 11, 13. ffiiefetn bic StfaUungbe« «eBetI 
bur^ ein «^ereingreifen ®otte« in ben dlaturlauf gebac^t tvfacb/ ift fif 
ein SBunber/ unb bie^rt, n>ie bie ©ottedregientng mei^ att unmit^ 
telSar gebaut tvutbe^ n&fycti ben 8Bunberg(auben. 3)ie ^nfid^t be« %. 
unb 91. %* i^ barin ni^t n)efent(i<^ untetf^ieben ))om gefammten %U 
tert^nm.') S)ie getoil^nlii^en SSegett^nungen brfiden bad 9Rad^, 
91uf erotbentß(^e, fflebeutungöbotte au«/) ©unber flnb ®reignijfe g<^ 
gen ben geiv5]^n(i^en 0latur(auf unb uBer bie Befannte SRenf^enfraft, 
M juT Beßimmten ^nnai^me M SBibetnatfirli^en 2 Reg. 6, 6. ef. 
Stp. 19,6., neuSefd^offenen [n»"^^a] Num. 16, 30. cf. Jer. 31,22. 
%ber im 9« S. tottbtn auä^ ^xo^t, iebeutungdt^oUe (Sreigniffe Eiod. 
34, 10. P«. 106, 21. unb bie ffierfe ber ®^5»)fun0 Ps. 139, 14. Sir. 
18, 5. a(d SBunber angefel^m in i^nen etfennt $l^iIo etft bie xtäiUn 
ffiunber«') Sefuö faf t bie ffiunber mit aBen anbem ertüeifungen fei^ 
net ^nxliäiftlt unter ben ©efommtBegrlff feiner ^aUn Jo. 14, 10 ss. 
15, 24. 0lur feine ißimHim Äronfenl^eilunaen Bitten eine lufam- 
menl^ängenbe, fe^Begeugte ffiunbertoirffamfeit/) bie au^ in ber ^o- 
ftttfixä^ fortBeflanb 2 Cor. 12, 12. Rom. 15, 19. 1 Cor. 12, 10. ®if 
«ebeutung beö ©unber« ip «öölffeiflung ober »egIauBigung , UM 
meip tjerBunben. jpi^ilo erfßrt bie fflunber 9Kofl0 aW eine \>on ®ott 
feinem gfreunbe berliel^ne ^errfi^aft uBer bie demente.«) Sefu«, oh 
toolfl, bie 9Bunberfu(^t tabelnb. Berief fid^ auf feine SBunber al9 natio- 
nale (Ertoeifungen M üReffiad Mt. 11, 48s. Jo. 10,25. %Ber bie Se« 
glauBigung gilt nid^t ate unBebingt Exod. 7 ss. Deut. 13, 1-3. Ht. 
24, 24. aud^ bie fflunber falf^er ^ro^^l^eten »erben i)on ®ott aBge- 
leitet, in ber ^pattxn SSolttmeinung öon S)amonenMt. 12, 24. 2 Thss. 
2, 9. aSarcu« [7, 33. 8, 23 ss. 11, 20.] ergal^Ö jtoar einige« minber 
»unberBar aö bie 9lnbertt, unb 3ofe^)]^uö [Antiqq. III, 1, 5. V, 1,17. 
IX, 22. X, 1,5] l^at einige altteflamentli(!^e Sunber natur(i^ gebeu^ 
tet : aber bal iungere @efi^Ied^t Betoa^rte ben boQen ®(auBen an bie 
SBunber ber SSorjeit mit bieler ®eneigt]^eit gleid^faU« SBunber {U erle- 

b) 3)asg. €tra vf, 9. 1. €.386. e) Gteger, b. ^robigien o.Sßvii' 
ber|ei(^Kn b. alten SBelt* 800. d) nliüaa Swafieic, niV*)-ra ieya, Mi» 

e) Vita Mos,J. T. IL pAlA: Et xig xovtoig [ben fl^ofaifftenaBimbrtii] 
aniojetf &ewovT oJSev* fyvto/yaq av, ori rä nagaSo^a ^ti ravta xtcl nit- 
ocTilor« &€ov naCyvia eioiv, aniStiv ds tä rf ovri /jieyaXa xtcl ünov 
aijs cc^icif yiveotv ovoavov, ual nXavriröiv xal anlav&v ttöriQOfvyoQiiag, 
ifbitog avalafixfftVf tifiigac fxkv rjXiaxov, vvxtiOQ Sh rov Siic aelrivtis, wl 
Ctotov xal (fvtdv afivd-i^TOvs iS^ag. *jiXXä ravta fikv nQog aA^^fta»' 
ovra B-avudaia xaraTntpQovriTai r^ avn^&€i' td Sh (Ar^ iv Id-ii, «w 
fiiXQa ^f ^ivatg (pavtaaCaig MiSovreg xaranXijTrofiBd'a r^ ipüuoxfUv^* 

f) iBeben Sefn« §. 48* g) Fita Mos. /. T. IL p. 107. 



3.8e^tfl. l.Stn^ang. ®ebet unb aSunbet. §«125*126. (59 

Un. ^axaUtl Qtf^t bic SB c i f a g u n g, t^tiü aö bege Ifle rte Slnfd^auung 
bet Knftlgen ©lege M (BotM^^olU unb =aicld^ö, t1)ciU aU ^eofra^ 
tifd^ »)0litif(]^c aSerf üttblgung, t^eifö aß eigentlid^e ffiaM«9wng 2 Reg. 
6, 12., ble «e^te mel^r nad^ bem (Sril Dao. 11-12. Act. 11, 28., in 
ber atten ®age ni^t blofi unter ben «geBraem Num. 22., gut SSeglau« 
Bigimg, SCröfhing, Inöbefonberc jur Srtoelfung M gBttli(^cn SBal« 
tmj «nb Sinbcgriffenfelnö be^immter Srelgniffc in bajfefbe. 3n ber 
lejSb 2t6fid^t unb jur öoHöti^ümKc^en a3er!nfti)funfl beö Stcuen mit 
bem 9tlten werben im 01* 3!. ^erfonen unb ßreigniffe ber SSDr^eit aU 
t^atfa(i^(l(i^e, öon ©Ott gefegte ffieifagungen ober 95 or b i (b er [zvitoi] 
angefe^n Mt. 12, 39 ss. Jo. 3, 14. 19,36. Rom. 5, 14. 1 Cor. 10, 
1-6. Gal.4, 22 SS., ba$ gange 3ubent:^um atö fo(d^ ein SSorbilb auf! 
&angelium Col. 2, 16 s. Hebr. 7-8.^) 

f. 126, flntii^t unb ^et!ommeit htt Iftti^olifl^ett Stixd^t. 

J)ie !|)atriflifd^en ©etel^rungen über ba« (Stitt fd^lojfcn ft<!^ melfl 
an ba3®ebft beö ^erm,') aö gett)5^nti(!^e®ebetformeI feit ben ßdttn 
XtxtnUian^, mit ber ^ieigung, auä^ ber einen irbifd^en ©itte einen 
üBeritbifd^en Snf^ali ju geben. **) ©regor b.St^ffa fanb ben ®runb, ba^ 
©Ott jutoaien ®tUU um jeitKd^e ©uter erl^ßre, in feiner Slbjic^t, bie 
S^tDa(^en im Sertraun gu großen, feiner tt)ürbigen ©ebeten gu pr$ 
fcn.') J>ie2(ufna^me in'ö Jtird^engebet njurbe atö^nerfennung ber ©e* 
meinfc^aft, ate (Sl^re unb «&ülfleifhing angefel^n. SReinte guweilen ein 
rfBgiJö aufgeregter Jlreiö ber ©ottl^eit im Flamen 3efu feine SBünf^e 
aBjubrlngen, fo brad^te bie Srfal^rung balb gur SSefonnenl^eit, nur tin 
langtoierigeö «§erfagen öon ©ebetformetn aU a3uf e ober berbien^lid^eö 
SBet! tvurbe gum toeit))erbreiteten/ "om ber ^ird^e begün^igten Wip 
Brause. 5tn baö mSglid^e .&ert)ortreten Don SBunbergaben in ber 
Äir^e ^at man immer geglaubt unb fte unter bie ÜRerfmate ber toal^* 
tm kixiit gejieHt; bie Jtird^enlel^rer ber erjien 3al^rl^unberte öerffd^ern 
tto^ i)lele äBunbet^eilungen gefel^n gu l^aben,*) nad^l^er fommen fie 
feltener iror unb meifl ate Qtiä^ befonberer '^tüiQUit : aber aixdf ge« 
gm bie SRif bräud^e bed SBunbergtaubena l^atte bie Jtird^e fd^on feit 
bm motttanijiifd^en ©treitigfeiten gu f antpfen, in ber erfußten ffieiga« 
8«ng fanb fie bie l^öl^ere Seloeiefraft, bo<^ über^au))t in ffiunbern 
Wne unbebingte.') 3)ie aUunbergefd^id^ten bed «^eibentl^um« tourben 

h) 3. 6:. J(. ^ f m a n n, ^etflag. it. i^ive ®rfüa. im 91.S. mxtU 84 1 -4. 2 liB« 

a) Sttetotttc h^Zf^olud, $etg|)teb. ^amb. 833. ®. 373. 

h) «benb. €. 419 f. e) Opp. T. I. p. 712 s. 

dj Iren. 11. 31 s. Orig, c. Cels. 1, 46. III, 24. Augtut: Retractt 1, 13 s. 
«e Civ. Dei XXII, 8. 

e) JustiniApoL J. c.30: '^fiByCarri xal ttXijd-iaTdrfi anoSBi^ig. TertuL 
^po/'C.20: Idooeam testimoDiom divinitatis veritas divinatioois. — Aug, 
demiLEee, c. 1 9 : Qaaecnnqiie talia in Cathpiica finot, ideo soat probanda, 
qnii iDCathoüea fiant; oon ideo manifestatiir CatboÜca, qnia io ea fiant.— 
^9Hd, ü.b*Stmber b.faÜ^.Jt« [$cnit.e(^n.^amb« 839.^.1.®. 28 f.] 



160 Ontotogie. SptdeUt Zf^tolo^U. B. 

ehigrrSnmt/ atet attd b&monifil^en (Sfatflftffen ober ^tfftimtn 9lattti; 
fraftm ^etgelritet. fBitnn bie Sunber 3efu atö SQegorien angetvanbt 
totttbfn,*) fo lag batln fein 3ö><ifri äw ber Zffat^ai^t. 9Hut tolefeni pc 
aW 3:^atett Ootteö feiner unttjürbig f(ftlenen, tt)irb Origeneö i:^ren gc^ 
fd^i^tlid^en 3ni^(t aK iübif^en Sud^^aienglauBen angefel^n fjaivxJ) 
91u^ wtitben einige ffiunbetereignlffe be« 8e6en« 3fefu im 3* unb 4» 
Sci^xf^. aü (StJUä^tt genommen.^) S)le antiod^enifi^e ®(^riftaitd(e^iu% 
erfannte ben l^iflorift^en Sinn mef{iantfd^ gead^teter 9B et ^ a g ungeit, 
(ief aber meifl jugteid^ ba8 SSergangene atö %i)pn9 auf ein Jtön^Igee 
gelten/) DleSurüdfu^tung oHer SBunbec auf gel^eime fWaturfrafteip 
i»on 9latut!unbigen ausgegangen unb erß ^on einer ^eibnifd^en Siii^: 
tung bei beginnenben 16. 3a^r^. gegen ben ®(auBen n>ie gegen brn 
Aberglauben ber «^ird^e benu^t werben.^) Au$ ber Unbefltmmtl^itbed 
bibtif^en SBunberbegrip trat in ber alten Jtirt^e balb bie eine, Balb 
bie anbre Seite l^ert^or^ aud^ bad gegen bie9latur.^) 91M aberSlitgu- 
ßin auf eine Beßimmtere Raffung ausging/ ergab fid^ i^m, bafbn 
SBille ®otted eben bie 9latur eine! ieben 5Dingel fei, fonad^ nic^t9 r- 
gen bie 0latur gefd^el^n f5nne/ alfo bad Sunber nur gegen bie mi 
befannte 9latur. Ott ad^tete bal^er bie erl^abenen (Srfd^einungen bei ^^' 
turlaufl für ni(^t minber n^unberbar unb fe^te bie fittlid^en SSlxtum 
gen bei fii^riflentl^uml über aHe fflunber, toie anbre öor i^im.") ßti- 
gena l^ielt ben ffinbenlofen 9Renfd^en für tounbemtäi^tig/ aber nur 
ttjeil fein ffliße eine! Vü mit ber fd^6<)ferifd^en ÜWaturfraft/) Sagegen 

ß Clem. 5eromifi. VI. p. 787. g) Orig.e, CeU. 11, A. Sßt^4.W,n, 

h) ithoi 3efu. §. 45, k, §. 46, e. i) Jt&efd^. S« 130. 

k) Roger Baco. Albertos Magnos. — Pomponatius, de Dataralinm ef- 
fectnum admiraDdorom causia a. de incantatioDibna. Bas. 556. 

l) Sedultus, Carmen pa«eA. 1,204: Die, abi sunt, oatora, toae leges! 
IRacb dltern ISSorg&ngem Theophylaet, ad Rom, 15, 19 : JiatpiQH arifieioy 
xal rigast ttfi, rb fikv arifisiov iv toTs xara ipvaiv Xiyead^ai, xaivon^^- 
niog fxiv toi yivofi^votSt olov inl rov rr^v niv^S-egav IHtqov nv^itrovcav 
(v&iios ia^fjvai, T6 Sk tigag iv toZs fifi xarä (pvoiv, olov to rov h yi- 
vixr^g riHpXdv ioL^vai, iBrg. Suiceri Toesaur. artic. Sijfiitov, 

m) De Civ, Dei XXIy 8 : Omnia portenta cootra oataram dicimos esse, 
sed DOD suDt. Quomodo est eniin contra naturam, qaod Dei fit volaotate, 
quam voluntas tanti utiqne conditoris eonditae rei cujusque natura sit. 
Porteatom ergo fit noa cootra Dataram, sed contra quam ettnota natura^ 
qoamvis et ipsa, qoae io rerom oatora omoibiis nota soot, noo mioos mir* 
sint, esseDtqoestopeDdacoBsideraotibascaDctiSySi solerent homioes mirin 
nisi rara. De utilit. ered. o. 16 : Miracolom voco , qoidqoid arduam vA 
iosolitom sopra spem yel facultatem miraotis apparet. In Jo» Ev, Trael. 
XFIly 1: Plus est, qood [Christos] vüia saoayit animarum, quam qood sa^ 
oavit langoores eorporom moritororom. iBrg. OHg. c. CeU.II,AS : Mtnot^ 
av, ort xard tipf *Iriaov inayyeUav ol fioi&Tjtal xcä fuCCova nenoirixaiJij' 
iov 'Iriaovg aiad-nrtSy nenoCrjxiv' äel yäq avofyovtai 6(pd-alfio\ xvqÜMV 
jfjv yfvxfiv nal aira tiSv ixxixoDtpfifiivatv nqos loyovg itqBjrjs, 

n) De die. nat, IF^ 9 : Si bamaoa oatora aoo peecaret eiqoe qoi e«n 
eoad iderat immatabiliter adhaereret^ profeeto omoipoteBS esset : qiidqai<^ 



3. ief)xft. 1 . «n^aiifl- ®e6et unb aBunber- §♦ 126. 127. t61 

unter beti ^ofaflifnrn "ooxni^mliä^ %f)oma9 in ber Slnerfennimg 
fe^flel^nbft 0iaturgefc|c unb im 3ntereffe bcr Sigcnt^ümtid^feit bf8 
SBunberd ouf bic fc^on Befannte Unterf(^eibuitg einge^enb [nt. l.Jbal 
fEBitnbet im obfoluten @inne ate gegen biegefammte^laturorönung U^ 
fä^xith, bälget bem»öerm ber0latur allein möglich unt) \>nt^ Hjn feinen 
Oiflf»'"^^/ aBer telatiijeSBunber nur gegen bie un0 Bcfannten Oiaturge^ 
[^^ba^er an^ \>nxdi bamonifc^e Jträfte.") 5Dicfe 5lnftc^t würbe l^err« 
, eine fir(!^li(!^e Haftung ijl it\>odi nur bal^in ertajfen Sorben, ba$ 
:'ber berjeit nid^t ol^ne bie ©enel^migung M 93ifc^ofd gefc^el^en 

§. 127. «nfli^teit ber ^iroteffantifi^en ^ri^e. 
3n fiutl^erö Jtatcd^iömuö njirb mit :^artcr SJermerfung beö SWänd^ö« 
gf^ted al0 bloßen ©erfbienfleö auf ^it bepimmte , gläubige 93itte gc« 
brungrn.') 0ieben ©m^fe^lung beö ® ebeteö um alleö, njaö jum tag« 




eoim io natura rernm fieri vellet^ necessario fieret, qnippe dum nihil aliud 
fieri vellet, praeter quod crealorem sui fieri velle iotelligeret. 

oj Thomas P.I. Qu. lOb.^rt.ß: Si coosideretur rernmordo, proutde- 
peodet a prima causoy sie contra rerum ordinem Dens facere non polest. 
Sic eoim si faceret, faceret contra snam praescientiam. Si vero conside- 
retar reram ordo, prout dependet a qualihet secundarum eatisarum^ sie 
Deas potest facere praeter ordinem rerum, quia ordioi secundarum causa- 
rum ipse non est snbjectus. Potuisset enim et alium ordinem rerum insti- 
tuere. Art. 8: Bxcedit aliqnid facultatem naturae trfplictter, Uno modo 
qaaotnm ad subslantiam facti. Sicut quod duo corpora sintsimul^velqood 
sol retrocedat; quod nullo modo natura facere potest. Et isla teoent sum« 
mom gradum in miraculis. Secundo aliquid excedit facultatem naturae, 
noo qnantum ad id quod fit, sed quantum ad id in quo fit. Sicot resusci'a- 
tio morloorum. Potest enim natura causare vilaro , sed non in mortuo. 
Haec tenent secundum locum in miraculis. Tertfo modo excedit aliquid 
facnltatem naturae quantum ad niodum et ordinem faciendi. Sicutcnm ali- 
quis subito per virtutem divinam a febre curatur absque curatione et con- 
sueto proeessu naiurae. Hujosmodi tenent infimum locum in miraculis. 
Qu. 110. Art. 4: Miraculum proprio dicitur, cum aliquid fit praeter or- 
dinem naturae. Sed non sufficit ad rationem miraculi, si aliquid fiat prae- 
ter ordinem naturae alicujus particularis. Quia sie cum aliquis projicit 
lapidem snrsuro, miracnlum faceret, cum hoc sit praeter ordinem naturae 
lapidis. Ex hoc ergo aliquid dicitur esse miracnlum, quod fit praeter or- 
dinem totius naturae creatae. Hoc autem non polest facere nisi Dens. — 
Sed quia non omnis virtus naturae creatae est nota nobis, ideo cum ali- 
quid fit praeter ordinem naturae nobis notae per virtutem crealam nobis 
igaotam, est miracnlum quoad nos. Sic igitur cum daemones aliquid fa- 
tiuDt sua virtote naturali, miracula dicuntur, non simpliciter, sed quoad 
I aos. Et hoc modo magi per daemones miracula faciunt. 

p) Conc. Trid. Sess. XXF: Nulla admittenda esse nova miracula, 
nisi reeognoscente et approbante Episcopo. 

a) Cat. maj. p. 510: Qui orare volnerit, necessum est, ut is aliquid 
exponat et nominatim perstrio($at, quod peliit, quod nisi fit, non potestdici 
preeatio. Merito itaque rejecimus omnium monacborom ac sacrificornm 
iiactenus factas oratiooes, qui diu quidem ac noctu laboriose admodum 
nlnlaut et murmuraot, at interim aullus eomm unquam vel pro titivillitio 

Dogmatil. 5. Stuft 11 



l 



102 £)ntoIog[(. epttitUt X^tolc^it. B. 

Hd)m ä8tot( im iwitt|lm ©htnt at^Ört,'') rofi* mnuntttt, ©ort um 
Tti^t gTOgc, iit^m(t(^ tivtgc !t)[nsc ju bitttn.") fiut^n in feinrai @Iau= 
bmA^nroiltnud mtintt jumtiltn, ®ott im (Stbth ttmai aifüxmta ju 
Knnfti.') Qtadtmali lomml btt @lau6t on unmittelbar (StUtta^i 
tungtn »DTm^mtic^ M fromme» ©cfii^Urnrnff^m ion ftrctigt^lftoti' 
f4( Jliilif tag ni^t im <ii^ataf ttr niaaüSttx (Srjä^lungtn bifffi ^Iit.') 
a}it obitctict SSirfung bei c^riflüc^tn SürHltt Hieb ein ^ttiltt' 
biffen uoUt fBtJa^ng untn toen ßeitgencffcn gleif^failfl junä^p^Sin 
ttxt^Un Jtidftn angi^&rtf, mü^renb ^ei^qtiilMe ba8 iSettii beqtf"' 
ten, no bie 9lDt^ tS t^nen nic^t le^rlt.O S u t ^ < r achtete bie Hbltfl^ 
SB u n b t r, obmo^l Ht tidi^ immer burc^ ben ©laufen soUBrac^t ii!tr= 
bm fAnnten, wo eS dlot^ fei, fÜT Jttnberf^pirle gegen btt gei^Ui^m SBir^ 
fuiigen bed S^riflent^uml, *) bie i^m bo^ na^r^afl aber bie ERatur 

«rare decrevit, et li in nDnm locam ompea «rcleaiie radnntinm «siDoruB 
orScinte ans cam tolo amiiiam Religioiomm iianiae congregsrentnr, bqb 
poiBCDl Bon fateri, je aaaqnaiii ex cordevel pro ninima viai gBtlala Denpi 
oraiia. N«<]ne enim qnitqaam illaram nnqDan aal Dei obedieoHa addnctn), 
aat flde promUaioniapeUigiDiorarailaiBit, naqne ullom neceaiitatem iHtni- 
lua eal: aed noa ultra cogilBvit,(|aanibBDiiiiiopui Tacere, quo dinrnunpei- 
anm D«D peraolveret, at qni noa ab lo accipinDl, s«d taulamillidare voIdbI. 

b) Cal.mq/.f.SiS. c)lb.p.b\7: Videi doi boc Isco non pro frasU 
panit, aal re aliqua traasiloria preeari, aod pro aeleroo theiauro, caJDi 
prcliom eit Inaeilimabili, breviler pro omnlbui iit, qaae Beut ipie poi- 
tiäel, Qnoaiatn Deua eat, et quidem oiaDipotsBa, eom ttiam boDorem aiU 
viodicat, al milio piura ae nagDiEeeDliora largialor, quDm allua qucat 
otente comprcbindere, velati hat perenDlg, qui quo largiaa manaado 
«iDDdat, boc liberaliaa aemel eSiiDdit. Nco qoidqaam impcoaiaa a nobii 
Bagilat, qoBDi ut malla et magaa ab eo postnlemas, et contra aobia iDfeo- 
lia eit, nihil audncter et conliaeBter a ana benignitate poetnlaatibaa. 

d) SufammenaefieUl in iathnt «tbcn «. $f i) t^ ' ®- ^^^ f. 

e;).«B.3unsetniinfl«eebm«.i^mfilba. Stm». »it-SOeff. 5 S. 
9iJt. %.^.3i>ti>hit «liefmfcbftl. ep). g2T. S.U. ®. 487. »aamet« 
biß. Xar4«b. B63. 6. SSO. ß 91aib Jtant ! et taug, iS. Tl. @.388f, 

g) S. H Jtraft unb ffiiiNng Ü^Titli bleibt aOfi 

)(it in btt < Dl^ Witt, au4 nci^ wobl folttie fitunbn 

Seftbcbtit fO t gif^eb» ^^ v<^^ ^"^ g'f'^iebt, baf m 

i^iftl ttam m, ihm bie Jtranlen gefunb ivtrben. <S4 

Pub aber fo * faft (inbif^e ©Hnbei^eii^tn gegen bn 

teilten ^o^ offn Unlitlag in tan @^iif)tnt)eil tnfcM 

botib ftiHf ( ^B nod) ^eutige^ Sugi unb immerbat bit 

!|togtR 3*i4-- — b«, taoS ntJt^ eine ©taBt übet «in ^ufi 
ein bir Kbtißen in le^ltm @loubtn bleibt, fo ieäi mebi benn bunbtrttanftnb 
SeufrUuf fie gttiibttt, rnib bieffieltfDVeQ bafetiBuben unb Xqiannen i|l, nnb 
bo(b tu« Ifvangtlium obn i^ten !Danr etbnlten »itb: ba@ man fiebt, wie tt fni 
bie i^iiben wcbl bat muffen iufci'lifte deinen geben, bie man uac Ängra fe^m 
unb grriFtn mSi^tt, aber btt S^iiften muffen viel b^b"^' b^im"lif(bt 3ei<ben ^ac 
ben, bagegen jene na<b irbiftb finb. Satnn ifl niibt fflunbti, bog f{' nun auf' 
gebartl, nai^bem ba( Oianertiiim anenlbolbfli vetfünbigt i^ benen, bir juoor 
nicbt« eon «oll geiuuM boben, bte er bot mfiffen mit ängnliibeii 9Gunbeni ^a^ 
i«ffib(«n u»b al< ben Ainbini fei«*» «pfil m> fflimem pinaerfni.- 



S.Se^tß. l.Slit^ang. ®«bet sn)) SSunbn. §.127. 16S 

Itt^, aitx aii$ bai grogt gtaturftbin toltb f^m }um Sßunbtr »pK fjo' 

j(tÄttIic^"Ätäftfgung.'') ajagtgtnbif altprottflati ttfi^eniDog. 
natifft bur<^ bit Untevft^tibung von miracuU unb mirabilia btn Sr^rc 
btgriff -tiH I^omaS roltbtt aufnahmen,'} aSunbiv als IBfftäfiiguna 
m •&. S^rift, bo^ e^nt ©mii^t auf bin aBunbfrbrtPtiS }ü Ugtn/) 
SinjtfiKn ^nt^uflaßtn gtgmübtr iilitU fid) immtimt^c btc ^nflc^t, 
ffiank« ote ttroa« btt SBtrgangtn^tit aSftfallmtS anjuff^n-') 3)i( 
Sint^eUungm : miracala suspensioDis unb restirulionis, nalur«e unb 
gratiae, potenliae unb praescienliae, [itgcn jnai in bn alten £og< 
malit, Rnb itioü) tip nad) ^otlaj nWit^ gtroorben. 3n btntfflfem 
ftrtif* fuffete man ttnt $^(orie btr Sflptn aufiuftrilen,") Srftbit 
ntutnt Sul^trnaturalijltn mußten ben '^auvt^tiDtiS für btn ü6fr< 
natutllc^tn Utfiiiung itB g^rlftmi^umB auf bf( üitxnatMiHit SBfflttt»« 
tfiguns Itgcn, rotnn ni^t btr Sr^rt, b«^ btS SQunbtrl^ätrtB, obtoD^I 
ilt mfift auf btit üuaufllnifc^m ©(griff jutflÄglngm t°) Sinigt etfiar» 
Itn bafi aUunbtr au^ nur auB nunbnbartr aSoraufifi^t beS SBunbti' 



&J evt^tT, Sncft, «i<s. n. bt aSdti. «. IV. ®, 128. 
'/ Quentl. P.I. JI.Ö35: Dittingailur ProvidcDtia in »xlraordimriam, 
qna sDpm et contra JogtilulDm a le ordineni operalor Ps. 94, S. Joi. 10, 12. 
tl oniinartain, qoa Junta legem mtorae »gH Ht. 6, 34. Ps. 65, 10 as. ^. 
471 c üfiraeula Bnnt, qnae conlra vin reboa Dtlaralibui a Deo ladilan 
cnnomqne naturalem per extraordiaariam Dei poteiliam efBciaalnr, ot 
ED> ferrnni natal, aqua in vianmconverlllur, mortui aascitintor, Mirabilia 
soBl Sitanae mirabiles effectna, vel in re vel in iiiodo,qiiihoniiDlbuainiracii- 
loiL ipparent, qaia per ingtanlaaeaDi ■pplicatioaem egenEiui» aatiraliuin *d 
pitsiva, velperaccollam et subiUneain reram Irans poaitioneai prodDcanlnr. 
kl Gerhard, T.XlI.p. 10T: Hlracula li noa babeant doctrinae verltatem 
conjaDctam, nihil probant. Qiitntl. P. I. p. 472 : DIsIing. inLer miracnU 
licrelieornm, nt haaretici snnt el ralatm doctrinam proferuat, et ealtnnl 
IUI posittnl Facere miraeula, el jater haereticos, qaateons easi ecelcaia 
»nientiant el ad coaBrmatioaem daclrjnae et sacrtmentorum Dei nira- 
Euli edDDt, et >ic nelim negtra Je n qnae- 

dim miracnt« edidisse. 

fj AnaUU, @Iiiubni«1. 9. 1. €.-4 -wA 9t* 

[■ttufl juStotgc }it^t, fs FAannt wtt \ n M%Ät 

U^ni sSuabcit^attiti na« tti; tD!(iQ(l|i CT V^atä, 

kinid)! Sclrügti: uarcn, flt^tfrn f<lb in. Sit« 

■ii^t bii 9t. %. frlb^ Hoffnung )U( 9( n.- 

nJS. 2). aHi^acli«, ISnIni. b. iS.} 763. 

iSü.Jtannt, H^riftui Im Ü. X. 91irnb. 818. 2«. Patrik faifbairn, 
, 'TP°!oey oF Scripture. Edinb. 847. 2 T. 

n| Scin^. ®. 238; Providentia miraculoia Mt e« cori divini, qul 
D'U iliqnid elUdt mutatienibDg a comuetudint aaturae plioe abhorren- 
'ibu. IHiraeulum eal nutalio ■ manifeitii natura« legibaa abharreoa, 
aju B nobi'f aulla pnteat e viribiia nituralibus ratio reddi. ^a^n, S, 
"f: ,m(5ret( nnfctt iltrai S^totogeit garten bi( falfij», toibn in ^tr®«rift 
W^ni, iiDd) an fltg ttiifSatf Sncinuiig, bog bur« bii gattlicbt aSirFuHe bei 
■'•'nii tolTflif^en SIBiiiibn: bei Statuthuf etflact Dbn bit natütliAtn <S^ttt aufi 
Mn woftitn filn.' aiuft.2. S).!. €.84: X^atra<^tn }U[ aBiebEi^ftfltnua« 
«ntfjrtiifltiiftrobutibit 6ünb( B<|i6tlnt Otbnung b« iRotut. £Qre. di.u. 
11* 



164 £)nto(ogie. 6)>edeae 2;^eo(ogie. B. 

t^atfrt, ober gftttlW^fr ^Stafotmotion b«r ^atnt.'') ©agegm feit S^i^ 
no§a unb «&ume |i<^ aud ^^Uofo^l^if^eit unb l^ijlorifc^ett ®rünben eine 
t)om (Rationaüdmud fortgefe^te O^^ofition gegen bie SBirfli^feit 
unb g3ett)ei0fraft beö SBunber« bitbete.P) »ie Jibtifc^en SBunber tour» 
ben enüDeber aU ^^atfa<^en geleugnet ober aü fotd^e natürUc^ erf(art. 
3)ie ^u^ematuvanjlen / oi>xüof)l gegen beibed a\it ßintcenbungen bn 
8hr&inmtg!eit unb ber 9Biffenfd^aft )>or6ringenb/ enthielten f!(^ bo(^ 
nii^t buti^aud bed Sievfu^d/ a(tte{lamentli<^e SBunbet burc^ Stfla- 
Tungen betfelben 3trt mit ber SBilbung befl Qtitaltex^ auflgugteii^en,'') 
unb fu(^tfn bie a(tteflamentli(!^e ®ei^agung bur^ bad 3uge{lanbnif 
einel me^ac^en ©inneö ober einer un^(!^ern QtxU^^n^ptctb>t ju xtU 
ten/) 3)er gmft ber l^iflorifc^en J^fiti! entfc^ieb grofientl^eil« anäi für 
bie rationale ^^eologie gegen bie natfirli(^e SrHarung aU Burucffu^- 
Tung auf bad ®ttoiifnliä)t, Uofi ein [c^Ied^t^iniged ^Bbre^en loon ber 
iRatur n^urbe geleugnet unb bad äUunber aU ber re(igi5fe 9lame für 
eine SSegeBenl^eit gelteub gemalt/') n>o ed nic^t mit ber 0le(igion feÄ^ 
att eine (Sinbilbung b^nii^tet n^erben foUte)*) Stnbere beriefen fi(^ jur 
(Srflarung unb dled^tfertigung bei Sunberd auf bie 3Ra(^t bei ®tu 
ftt9 über bie 9latur/ jumal bei funbentofen ®ei{lel/ fo ba$ bie Sun^ 
bern>irffam!eit 3efu nur bal not^menbige «^rborbre^en einer l^&^em 
0laturorbnung fei»") 

§. 128. Ihitif. 

iDie beflimmte, )f^U^Ü(S^e Sr^^Srung einel ® e 6 e tl ifl nid^t unbeit!- 
:^ar/ n^enn au^Jur ben be^immten SaU fc^toerlic^ txftnnfxix, unb loare 
in fo((^em gfaUe bal Sufamtnenftimmen ber 8itte unb @rfuUung ebenfo 
all g5ttli(^ georbnet anjufe'^n tioit j[ebelanbre3ufammentreffen menf^- 
li^er Xf)at unb göttlicher ®^i(fung* Slber in feinem einzelnen Säße 
iß biefe (Srfüttung fi<^er ju txtvaxitn, au^er für ein ®ebet um g&tt^ 



o) Bonnety Recherches phil. sor les preuves da Christ, ed. 2. Gen. 
771. Ü^» t). 8a»ater. 3ür. 768» 

p) Spinoza^ Tract. tbeol. polit. c. 6. Ep. 21. 23. Hunte, Essay od mi- 
racles. Lond. 748. 3ena 790. [Boehme] De miracolis lyx^ioC^i'Ov a Philo- 
soph o Theologis exhib. Zwick. 806. dtaufeti, J^titi! u. ^arfi. b. ffiun^ 
berbeat. [Ob»)ofttion«f(^r. 33. VI. *. 2.] ©trauf , 33. 1. @. 224 ff. — 8e.' 
ben 3eftt. §. 48, a. b, q) (Steubet in b. Sab. Seitfc^r« 833. $. 1. 

€. 126 ff. Sorg. SÖeigle, «b. 834. ^. 4. ®. 101 ff. 

r) OU^aufen^ btbL@omm«33. l.®.52f. ^eng^enBerg^^riftoIog. 
b.ll.X.SB.I.c.ö. e». A3* 833. N. 23 f. 3>eIi^f(iS,b.bibI.»)ro»)§.X^eol.i^re 
Sortbilb.butd^ ^tufind u. il^re(5nni)i<!. feit b. (S^riftoU ^engftenb. £))). 845. 

s) @(bleietm. 33. 1. (S. 256. Ü. D. 9tel. SReben; 6. 105. 

e; «. generbacb, fi* b. SBunbet. [SBerfe 846. 33. I.] 

u) 33o<r0Mmmet, b.gcei5.@.102f. «ofenfranj, (lnc^cl.@.160f. 
8. fÄüdert, 3:^eol. 3:. II. @. 148 ff. 3.^»«anöe: «eben 3efu. 33.11.35.1. 
€. 258 ff. JDogm. 5:^. I. €. 471 ff. JDgg: ^ofmonn in b.örlang. 3eitf*. 
846. ^.Xn. ^.2. /. Müller, de miracoloram J. C. oatara et necessitate. 
Marb. Hai. 839-41. 2 Pgg. 



3. Se^rji. han^ang* ®ebet unb ffiunber. §»128* 165 

liäjt 5)lnöc fflnetn vrefent{i(i^en Snl^altc naä^. Qtvax trf^ixt ®ott jebeÄ 
®fBct, oBer tti(!^t inbem er bo3 SrBctene gieBt, fonbern tne^t. J)al^ct 
oB Bf^tmmte SBunfti^e bed 9(Utagd(eBen9 bet ©ottl^^it im ©eBete ^on 
^utragm fein/ ber 3nbi))ibua(itat unb (Stimmung an^imjugeBen i{}« 
5l6fr ba8 OeBft in aHen feinen ©eflalten ifl ber naturlici^e Sluöbrutf 
unfrer ®entetnf(!^aft mit ®ptt, unb txxtii^t atfo feinen Stütd in ftd^ 
felB^. 3)ie gut Bitte ift bet natürliche, rein^e 5lu8bru(f ber burd^ bie 
Olffigion gel^eiligten irbif(!^en fiieBe, ou8 ber f!e immerbar ^erijorquetten 
tüirb 5 unb bie xtä^it ©eBetöflimmung ifl nici^t Bloß aSertrauen, fonbern 
att(^ grgeBung* J)ie ®efe|e beö ©eftaUö flnb biet größere S^ugniffe 
ofitÜiä^n aRad^t unb SBeid^eit, bie l^iflorifd^en 9Bir!ungen M (Sf^xU 
ftent^umöüiel fegen3rei<]^er, unb fetBfl bie 93el^errfd^ung ber9Ratur burc^ 
bie @ntbe(fungen menfc^li^er Stun^ biel tt?ir!famer at§ aüeö , ttjaö je 
öott ffiunbern ber SSorjeit erjälBtt morben ifl. 5ll(ein baß Snterejfe 
an ben SBunbern ber ^. ^^rift, ber fflunfc^ eine« flnnlic^en Srtoeife« 
für bie SBirf fomfcit ®otteö in :|)erf5nti(!^er 5lnt^eilnal^me, bie (Sel^n* 
fu(^t nad^ «&ulfe, »o x\a(S^ bem firengen Silaturtaufe feine *&ütfe ge* 
benfBar i^, felBfl bie ßu^ an ber 5JoeRe beö 3Bunber3 im ®egenfa|e 
bfö aUtogtid^en S^laturfaufö, tt)irb ben SSBunberglauBen in feiner bolfls 
tBfimtid^ BiBIifc^en UnBefKmmt^eit immer aufred^tl^atten, unb jmar um 
fo me^r, je ^oetifd^er ein SSotf , je toeniger reflectirenb unb forfc^enb 
rt i^» 3)enn bie aSetrad^tung einer SSegeBen^eit aU SBunber ifl nur 
bteretigiöfe, alfo fu^ernaturale Stnfd^auung bcrfelBen , aBgefe^n 
öon i^ren naturfi(3^ena3ermitttungen* 5Dle ^Regierung ber burd^ menfc^s 
ü^e grei^eit Betoegten 3Bett ifl nur möglid^ burd^ bie (ginnjirfung 
g5ttK(^er grrei^eit* 5Diefe Sinmirfung gieBt ben ^^itofo^^ifd^en 
aufgriff be« ®unber0, n)efd^e8 ba^er nur mit ber QSorfe^ung felBfl ge.- 
leugnet n^erben !5nnte. ®ei( aBer bie 9Be(t nic^t eine unaBl^angig bon 
©Ott fortrottenbe SRafc^ine i|l, fonbern ein in ®ott leBenbe« 3lBB«b 
göttlichen fielen« : fo toirb jiebe gintoirfung göttlicher 8frei^eit e^en 
baburd^, ba§ fle eintritt in bie Silatur, al8 S'^aturfraft toirfen, benn 
bif »Jlatur ip bie Offenbarung be« gbttUd^en SEBiUenÖ* Slaii biefem 
©egriffe be0 fflunberö ift baffelBe für ben, ber niä^t ben ganjen 6aus 
falneru« ber diatur üBerjie^t, im einzelnen gälte nie mit aSeflimmt« 
^ftt erfennBar, unb baSjenige noc!& nid^t auögefagt, ioaöber fSolW 
gtauBe, wie er aud^ in ber •§♦ ®(^rift bortiegt, eigenttid^ meint* 5Die 
Kerfmale beffelBen, bal 5luferorbentlici^e, ben 3«itgen offen Unerflar^ 
Bare unb bem ®otte0reic^e 5DienflBare, fönnen bon ber $^ilofo|)^ie 
leicht jugejtanben n)erben, unb eö iflnur@ad^eber®efci6id^töforfd^ung 
S«J«ff|n , oB nid^t bie (Sine ober 3tnbre ber BiBlifc^en fflunbererga^» 
timgen ber SJotföfage, ober ber SÄad^t eine! reinen 3Bilten6 üBer bie 
9Utur, ober fon^ einer und üerBorgnen Oiaturfraft angehöre 5 benn 
oh>1>^ ber ®ei^ atd ber Srfls ober 8e|t^'®eBome ber OJatur aWac^t 
ÜBer Pe l^at, bod^ nur babur^/ baß er benfenb eingeigt in i^^re ©efeje 



166 Diü»(osic. eiKcitOt^^oIogie. B. 

NRb aH n(igi&fn 9ftfl ftittlü^ Satungni tu iftntn t^it. SBuHkrr 

üi kicfntt Cimnt fönnm bq«^ imna atti brat ge^imnifBoUni ®4o^ 

to 9)aiut nniiDifItigni, m» bU SBifftiifi^ft ^t i^t Utt^U ihn fem 

ciB|tlnni Soll ft4 frei ju n^Iltn. ^ui^ bit Sßti^agung ift iki^ 

üixtt WÖglit^Efit in hi göirlu^m SlUtDiffni^t gta^btii, nüibt (in: 

fi(^i[i4 au^re €4i(ffalt bir Sict^ttt ni<^ bnü^Tftt, nnb tfi al« 91a> 

lunirtjiiiig b» V^nung unb brt »agntlift^n ■gtUff^nt , roit alt gc 

■mIk &^Tf6[iif , in i'p ([^(inbartn il(at)a<^ra ^»orgttTfttn, te{ 

tint U>mÖsli(^f(itfecf[äruna, mUi)i fünftiflcr ^oi^ff^une nit^t titiium 

gäbt, fegai unsoTfidiHg UM». tJtiirligiöl'cSinnbn' ^itfagunglitgt 

abn Dntig« in birfra SJotauänfTfünbiguBg %ti 3ufällisfn , al< in 

ißrüttaurn auf baS Dtrnünftig Olot^mmbigf, auf bic jcnffitigt ^dUi 

tnbung Ut Wcnftftni unb auf bm tin^aligni ®itg btä @otttd»t:^t 

(infii^tlu^ fi^Dn rrfüUltr QOri^agungm in btr 3lnnfinnung brB gitt' 

lii^ Sialtinl unb bn (Einheit Ut SBdivIane, uranfi^on im (Sinjtli 

mn mont^t QrfüUung atifit^tlit^ (tr^igtfü^tt ebn; mit twt bra £?> 

[iniirrung unb gtfi^i^tltt^ dntnitfrtung iß. 

t btm äOunbtit^äla nur infoftm tint Utibmit 

(inen au^fiocbmtlit^tn 3'^attn unb @c^i(ffalm 

tifc^fint, uobUT^ blt DlnraEmnuns gtfBrbtrt 

\ QBIant bre (ßorft^ung Ittgt, o^nt babuic^ üSn 

10 unb But^t tr^abtn )u ftin. 3n er^aylii^ti 

g bn fitblif^tn ^untitr toaS oft babti tmü^ntt 

unb an ßc^ nw^rt SßoIHgtfü^l ju crtottfcn : @tfü^( btr (StgtntiMit 

9otUt nnb $i(ia t«ffrl6tit, bog n fo aiogt IDingt btn üKtnfii^tn gti 

gtbnt ^at. SSag bafl OStTtrsun baran gtltärEt nrrbtn, ba| ®ott mit 

ftintr ^Clft nl<^t an btn gtmtintn Sauf brr iDingi gttinnbtn , fo i|l 

boc^ auH) an bit '£tf(^(tbni(cil ju ciinmm, ba^ nltmanb «in iRn^l 

^(t JU friiUBi iSrfttn tin ffiunbti: ju tmarttnf bad {u ftinem %t^ 

^Ib^ S^M "'4' btitangtt. 



2. «iloiig. CHsdmtXoifiL 

(M«, Traet. di anselii. Trtj. 739. e^nllbtS, OngriMtU, (Sngflflrft( 
n. «n«r[bi(Bft. 3iiT. 833. — /. G. Maytr, Hiat. diabnlj. Tab. ed. 2. 780. 
4 oift, tDämoniimasic o. ®tfA. t. Staub, an 3anb. u. bim. Sunbn. Srff. 
818. 2 9. !D(ff. 3aubnbtlil. Slainj 821-6. 6 SJ. 



^l^9. •Ml* 

(Btambttg, SnmbifiQt b. Ongdlttvc b. 9. X. [StniT« 3titf4i:. f> »i|> 
X^tal. 827. 2. «.] 

Sit Sngtl jinb iSottn ®ottte D-<3HVn, tin ®ottg(Iitbtee, i^m l)a< 
tpanbtte ®tf4It4|t D->n^n -^m Job. 2',' !.> übtnvtUlii^t, tii^tt 9?atu> 
wn B-'P'np P». 89, e-lob.'s, l., SJorbilbtr mtnf^li^tt ©iitt uni 
(Ddfl^U I äaiB. 29, 9. 2Sam. 14, 17.20., jum Schutt b» ^ommtn 
P*. 34, 8. «1, 11 8. 3>l Iwt Älttßtn Abtilftftrung wii;> b«: <Sng(t 



^.itf}x% 2.3{n^atts. dngcl unb SIeufel. §.129. 167 

gBlMmit St^oSa^ f(I6jlBreti>f^fttt,n)itfem(r€rf(l^flntGeii. 31,11. 
13. Exod. 3,2-7.13,21. ef. 14, 19. Jn*H. 6, 11 ss. 13, 20. 22/) 

m &->»QrT et3^ Rnb bic @ngtl mit im Sternen mit (ttntntifi^t ®f 
fäinpiS« Job. 38,'7. cf. Je». 40, 26., |)(tf(niificirtt Maturfräftt i^nm 
gltii^gcfltlltP«. 104,4. cr.148,8; bo4 Wcrbm f!c als aitifontn im 
3lüf)i nnb ^tni Stifoia^t gtba^t Geo. 28, 12. 32, 1. Job. I, 6., 
grratt in in ätltflcnSagt tffrn f!e mit brit gRmfi^tnGeii. 18, S.unb 
iiiif^ra fi(% mit bm JBi^tfrn bnr gjltnfc^fn Gen. 6, 2-, gtlflia« JoM. 
13, 15-22. (Sin giir^ bfS ^immdSfefereB nrfiftfint Jos. 5, 14., (in 
Untrrff^icb Bon fol<^rn, bic alifjcit fn bnr Slä^t ©ottt^ ItUn Vit bic 
gffiügrftcn, tofifingfnben D'D-ito Jes. e."") unb foli^tn, bit jut äBe» 
forgung nicltlic^n iDingc auSgefanbt Wtrbm, i|l Ps. 103, 20. Eaum 
aiig(b(utrt. Dk ©ebanft (It bur(^ ifiauien ju untnf^tibtn B«6[ti6l 
btim (tftcn alirgoiift^en S^cifuc^t Jndd. 1 3, 17 s. tH^c. !Da i^Tt in> 
binibufU* 5Iu*6itbung tintx fpötnn 3<i' ange^&tl, fln'b fit nic^tÜbfn 
trfte tineS ptrft^TOtnbtnbtn SBoI^tttiSmufl , otroo 
gtnnigtn nfe^tm, fonbtcn btm Sßonot^eiämuS t 
fi( jur JJflifttUung bnr .©enli^ftit ©ottiB unb » 
J&fiim btt 9?oiftl&ung. ©ut^ ^i' ©'ttnge bti: i 
3(6Wa^flEÄod.20,3. cf.Deut,4, 19.17,3. ifl 
fl(f(^loffm, bo4 ttt btr SBtmti^elung St^coa^B n 
tii Iwn •6&ffi^f(tt86tj(uaun8(u btB Orimt o^nt 
bung Jos. 6, 14. Judd. 13, 19 a. S>u Q-Q^-is flnto nic^t SngrI. fon^ 
itra ftie @J)t)ini unb ©rrif bit Wäättn ^(iligtt iOttt Gen. 3, 24., 
atö BitctSpflgt gffliigeltt ^ifrogf^p^tn btr ■Jlaturfrafl'bit Stägtir 3t= 
loua^B unb [tintS SDonnciraagcnS 1 Sam. 4, 4. Ps. 18, 11. Ezech. 
1.10. 2 Sam. 22, 11., uomt^miil^ alS (;tj(igt Silbtotife Exod. 25, 
IS^t. 26, 1 ts. I Reg. 6, 23ss.')— -£6tib(mDor^eTTfc^tnbm®cfü^tt 
ttn gSttli^tn SRuf^toDUfemmtn^cit lag btt ®tbanfe an tintn nxnn 
ui) Dotüfitrgt^tnbtn ©tgtnfag btm ^tbxai^en Siolfiglau^tn nit^t 
M\)t, unb bif @(^&jifunaafage fi^tint fit^ btm auabtüdtttft (ntgtgtn> 
juft|tn. :Dtnn bit iStfanntf^aft mit bämonifi^m iSorjltaungtn tis 
fi^inl in btn mofaif^m Saubttbttbcttn, o6tr nur in btt 5ftn^a[= 
lung Dom SJ o ff Bg lauten. Sin btm btsu , btn btt fpÖttrt £ßolfBgIau6t 
äB 6Bf(n ®tifl ftnnt, jugtl'anbttB Sß^Vopftt Lev. 16, 8 S9. roÜtt btm 
^(itiSlfii^tn ®tunbgtfü^(t äwat fttmb, btnnet^ als ^luBgteft^ung mit 



W ®taM/ «• b- fflvf*(inung(n 30). «. fiinti öngtl. [8i*t«ni« BiW. 
8.VJI.@,156ff.] *; q'jB c«M«te» Mom. 21, 6. De»t. 8, 15. Jei.l4, 

^^1 V>^ oomlHirtre, aaÄ aTa'bifi^en SlommnicTtE wttvanbf mit a-t'B. 

t) Michailü, ieCherabu. [Cmmtt.Soc. reg. GnU.T.i.f.l&l aa.] Hai- 
'tr, dt Ckerobii hinasi geoerii naRdlqae aelataiB sjnbalii ac gcBÜi. 
KrI. SIT, aPiK. i. Ki}bigtiinb..6«tl. OtntVcl. ». XVI. S.2SSff. 3üb 
>ia, b. 66tnit)mnMiifii. ^Blb. 832. Üßcg. «lüniifen Im Aun^blalt b. 
RDtenift. S3t. n. I f. e i 4 1, S^mfictif. a. I- 6. MO f. 



166 £)ntotDgfe. ©ttfcieOe Sl^eologie. B. | 

unk alt xtü^üfn ®n^ gSttlii^ ©atunscn tn t^ntn t^Tt. 9fiunbn 

in bliftm &nttt länntn no^ immtr aui ttm gt^timnifiuolltn ®(^d^ 

bn Statut «miotftcigrn, unb bic SÜijfcnfii^aft ^at i^r UiC^rtl viix in, 

(in)flntn SaU ft(!^ f"i ju ci^Ittn. ^u^ bic 3Qtt§agung ifl na^ 

i^r« aH6alf^f(it in b« flöttlii^ni atUtBifffn^tit gtgffctn, roürt» 6m= 

ßi^tlic^ auftiti; @(^j(tfa[f bfr ^(i^tit nic^t btrü^rni, unb ift a(« 9Ia< 

luKidgntß bri %^nung unb 'otS magnttif^m -OtUft^nS , rote aii gü 

nialtt ®4iarf61i(f, in fo ft^tinbawn S^atfat^tn ^(iDotgttKtm , baf 

riiH Unmßgti(4f(it<rrnäi:ung, a>tlä)t fünftigcr Soi^rt^uns ni(^t Üiaum 

gäbt, fogaT unUDTilt^tig toäie. 'S» idigiäft Sinn bn ^tigagung litgl 

a6ri nKnign in bitfrc iSoTauepttfünbigung btS ßufaüiQtn , a[B im 

tSntraum auf bafl ncinünftig Qtot^nnibige, auf bie jtnfcitiat S«Q' 

mbung bc« Ottnfi&m unb auf bnt tinjlmaltgcn Sltg btB Sotttertidil) 

^inft4rl(ii^ fdion »füUtti: ÜSdgagungtn in ber Qtnnftnnunfi bt4 g&tt' 

li(^ni 9Da(ttn< unb bti: tfin^dt i>tS SBtltptan^, wcnnrc^Dn im CSinjit 

abftf^tlii^ ^(Tbtistfübrt ober tcte bti btn 3'«: 

[innriung unb gtfi^ic^tltf^t @n tniif du ng iß. 

; b(m 9Bunbtrtgät(i nuv infcftm (int 6Iei6nili( 

Einen augdorbrntli^tn Xl)aUn unb ^t^idfaltR 

irf^flnt, nobutf^ bic Sneiftnnung gfföitnt 

1 $Ian( bn Eßorft^ung itcge, c^nt babutdg übte 

ig unbBuitiai tr^abtn ju fdn. 3n «ctaulit^n 

g bir biblif^tn üBunbtr baS eft bafcti tmä^nh 

unb an ^df waljie £ßolfägtfü(( ju trotcftn ; ®tfü^[ ber @tgenni4it 

0olt(« unb ^xtii btffflbtn, bag tx fo giD§( Siingt btn Sßtnfc^cn jU 

QtUn i)at, Waq iaS SBrnraun bacan g(|täT!t rcnrbtn, ba^ @ott mit 

fffntr <&&If( nli^t an btn gtmtincn £auf btc ^ingt gtbunbtn , fo i|l 

bo4 ai>4 an bit '£(fi^tibtn^tit ju ttinntrn, bag nitmanb tin 9tt4l 

Ifait lu frintm Sttfltn tin ^unbtr ju ciwaittn, baS ju ftintm Stßni 

fri^ S^ttllne ni^t sralanglt. 



2. ii^iwg. Snsd luib SoifcL 

Oi», Tr»et. de aDgelis. Tr«j 739. ©«uK^tg, (hgclBKH, ÖnflrigfffS 
a. (ln0(lbitBfl. Sät. B33. — J. G. Magtr, Hist. dUbnIi. Tab. ed. 2. 7W. 
(siS, ^DämonnitMaU d. «tf«. b. ®laub. an 3iiu6. u. böm. SBunbti. M- 
618. 1 !S. ÜJtff. SnubctbiM. SRainj 821-6. 6 fQ. 

1. 1»9. «lanbt M «t»T«llNag. 

etamlKTg, «mnbiägt b. Qnatllttrt b. «. X. [ffilncM 3nlf%. f.wiif» 
I^tcl. 827. 2. ^.] 

3>lt gngtl (!nb SBotm ©otttfl B'^Mtbo, tfn ©ottgttitttcfl, t^m Wf 
tponbtr« ®f ftl^It^ D^'H^fi "'S:} Job.i/i., ütmutlllii^e, (id^le fflatu« 
nn Q'^v'np P>. S9, 6. 'Jol>.'5, 1., SSoibilbtr tntnf^iif^tc ©Ott unb 
^ti«^'u 1 äaiii.29, 9.2Sani. 14, 17. 20., jum ®(^u(i btr f^rotninai 
Pi, 34, S. »1, U 8. 3n bre ältt^n ÜMUfrrung »Irt ber ffins«! 



S.gc^Tß. 2.an^ang. €nfl(( unb Xeuftl. §.129. 167 

®«t(i mit 3(5o»o^ ft(bfli)«iw4frit,li!i(fmt(rfif4tint Gen. 31,11. 
13. Eiod. 3,2-7. 13,21. ef. 14, 19. JudJ. 6, 11 ss. 13. 20. 22.') 

au &->aisn tt^x finb kie SttQtl mit bm Stcrnm voit (itnmllf<!^ Sc 
fi&jilS« Job. 38,'7. cf. Jes. 40, 26., pttfunificitt» giotutfräftt i^nm 
gldf^gcfteUt Ps.104,4. cf. 148,8: bo^ itKrbtn fie alB aßrefonm im 
«at^t nnb ^nrc St^oea^« gcbac^t Geo. 28, 12. 32, 1. Job. 1, 6., 
grmbt in ba älteflenSaat tf^tn {1c mit bm aRenf^inGen. l8,S.unb 
■if^ni (i^ mit bm 3:S(:ötnti ttx ÜJIm^m Gen. 6, 2., gtlfHg« Judd. 
13, 15-22. ein Siirjt befl ^ImmrlB^etteB erfc^tint Jos. 5, 14., ein 
Unlnri^icb bcn fol^m, bic allejeit in bn: 9Ia^c ®etui Ubta mit bit 
ärfiügrttm, fobilngmbm D'B-iiD Jes. 8,'') unb foli^m, bit jui aS» 
l'orgung ii>(Itn(f)tt iDingt auägtfanbt »rrbm, ifl Ps. 103, 20. fatim 
angfbfuttt. Htt ®tbanfe fl( buri^ Olomm ju untnft^tibtn MxiUiU 
btim ftilcn allrgoriri^m ißnfuc^c Jodd. 13, 1.7 s. •^):b. 3)a i^rt ins 
livItucUcQlulbilbung tinti fvätmi 3clC ange^fict, ftnb fit nic^tÜ^m 
tfjlf eines Dtrfn^liiinbimben iQoli)tt)nSittat , obmt 
iimaim nrft^tm, fonbrin btm aßonot^ciämud ( 
|f jut Iiatftdlung bn ^tttttc^ftit ©ottefl unb B 
J&atra b(t ißorff^ung. Hurt^ bU ©tttnge bfr 
3ttirtMiWEÄod.20,3. cf.Deul. 4, 19.17,3. tfl 
Btfiftloffm, boc6 6ti btr aStmfC^eiunfl 3e^oBa59 n 
W b(n ^Bfli^ffttafifjfuaungm btS Orient ü^ni 
tiung Jos. 6, 14. Judd. 13, 19 s. !tii( b-Qi-iizi finb ntd^t Sngel. fon^ 
Um mit ©iJ^ini unb ©rdf bie aflä^ttt ieiHger Orte Gen. 3, 24., 
)lfl uin(i^)]figt geftägeCtt <^i(io3[q))^m bcr ■naturftaft'bie %c5gn 3ts 
^»a^ä unb fdnti SDonncrtvagml 1 Sam. 4, 4. Ps. 18, 11. Ezecb. 
1.10. 2 Sam. 22, 11., uomc^mlit^ a[S tittlist aSilbtDtrfe Exod. 25, 
18^«. 26, 1 »8. l Reg. 6, 23s8.°) — SSei braiDor^nrft^enbmStfutlt 
in gfilt[i(^(n SRo^tboUIemmtn^ttt lag bet ©tbanft an einen romn 
oui^ «orüberaf^tnben ©egenfaft bem ^ebraifi^en iBoIfflglauSm ntt^t 
na^e, unb bit ©t^^fifungefage f<^fint fi<^ bem au3btüc(li<^ mtgrgrai 
iiif(|(n. 2)enn bie Sefanntfäaft mit bämonifc^m SSotflelJungm et» 
fWnt in bm mufaifc^en 3aubetü«:6oten, ain nur in bei ^txni}a.U 
tung Bom Cßoffäglautien. Sin bem blMTP , bm btt fpätett SBoffSglaufee 
ald bfifen @eif} tmnt, jugtfanbteSSiitiVDpftt Lev.l6,8 8s. nSubem 
^t6iäif(^en Stunbgrfß^Ie iwat fremb, benno^ aii auflgWi^ung mit 

a) &taH, i. b. QTfibeinunatn 3ti), u. fiintc ttngtl. [(Si^^ont« tBibl. 
S.V|[. @. 156 ff.] b) qn^ ciTittes Niim. 21, 6. Deil. 8, 15. Jes. 14. 

^, q?*f «onbarer«, MaA aiailf^en GtomBittoTlt twtwanbt mit c-^'^- 

t} Miekatlü, deCherobu. [Cmntt.Soc. rag. Gatt.T. l.p. Ibl a^.] Kai- 
iir, it ChernbU bamtRJ gcDeri» vuidlqaa aelalDK s; mlMlii ac fenii». 
IM.S2T. aPfK. 4. »I^bigeiinb. «oQ. (Sndrcl. SB. XVI. €.288ff. 3ül> 
Mg, b. SVnilintMefii. ^blb. S33. STg. »täniifin im Jtunßblalt b. 
»(Tgnb. S34. n. 1 f. et^t, eiMübotiE. 0). I. fi. UO ff. 



166 Dntologie. ®pi<Uiit Xf)toloiU. B. 

ttnb aM rengi&ffT ®ci{l gittliij^e (Sa|}ungen in il^nen el^tt« SBunber 
in biefem Sinne fdnncn no(^ immer au0 ^em gel^eimntf DoUen (^o^ 
ber 92atur em^or^eigen, unb bie SBiffenfit^ft l^at il^r Ur%U üSeT bm 
eingelnen Satt f{(^ frei ju ermatten» ^u(^ bte SBeifjagung ifl nac^ 
i^rer üNdglic^feit in ter g&tt(i(^en 9lttn)if[en]^it ge^eBen, n^ürbe Iftin^ 
{i(!^tli(^ aufierer ®(^icffa(e bie ghrei^eit ni(^ Berühren, unb ifl aU 9?a^ 
turereigni§ ber Sl^nung unb bed magnetif^n «geUfel^nd , tüit aU ge-- 
nia(er @(^arf bKc! / in fo fc^f inbaren ^l(fatfa(^en hervorgetreten , baf 
eine Unm&gIi^feit0er!(arung/ voüd^t fünftiger ^orfc^ung niiit O^aum 
gaH fogar unt)orf!(^tig n>are* Ser re(igti)fe Sinn ber SBet^agung Ue^t 
atet tt>eniger in biefer 3}oraudt)er!unbigung bed BufaUigen / aU im 
Vertrauen auf ba0 «vernünftig DRot^menbige, auf bie jenfeittge ^otl- 
nibung M SKenft^en unb auf ben einfimaligen Sieg bed (SoiMxtiäi^i 
tinfic^t(i<^ fc^on erfüttter Sel§agungen in ber ^nerfennung bed qUt' 
liä^tn 9Ba(ten0 unb ber (f inl^eit bed SBettpland, n^ennfci^on im ginjel- 
nen manij^e Srfüttung abfic^tlid^ l^erbeigefü^rt ober koie Bei ben ^9- 
pen nur nationale (Srinnerung unb gef(^id^t(ii!^e @ntn>i(fe(ung ift 
%n9 9Bunbem enväc^fi bem SBunbertl^ater nur infofem eine bteiBetibe 
a9e!raftigung/ a(d in feinen au^erorbenttic^en ^^aten unb Sci^idfalen 
etmad $rombentiette6 erf^eint; n)Obur(i^ bie ^nerfennung gef5rbrrt 
»irb/ ba§ fein SUer! im $(ane ber SSorfei^ung Uege, s>f)nt babur^ über 
menf(^(i(^e Sefc^r&nfung unb S^tf)at ergaben ju fein« 3n erbaiiU^er 
SKebe i^ bei ^etrad^tung ber bib(if(]^n Sunber bad oft babei ermähnte 
unb an ß(^ n^al^re 3$ol!dgefü^( gu em>e(ten ; ®efu^( ber @egenn>art 
(Bottel unb $reid beffelbeui ba§ er fo gro^e 5Dinge ben SRenfc^en ge^^ 
geben l^at« 9Sag ba0 S^ertraun baran geflärft merbeU/ ba$ ®ott mit 
feiner «^filfe nic^t an ben gemeinen iBauf ber S)inge gebunben , fo ifl 
bod^ au(^ an bie iBef^eiben^eit ju erinnern/ ba$ niemanb ein M^ 
^be |tt feinem heften ein SBunber gu ttmaxUn, bad }u feinem ^efien 
frlb# Sl^rijlud nic^t ))er(angte. 



2. Siüoiig. Cngel tm^ XenfeL 

Ode, Traet. de ao^elis. Traj. 739. S(^ult^eß; CiRgeltoelt/ ^ngelgefe^ 
tu (Sngrlbtfnft. 3är. 833* — /. G. Mayer, Hist. diaboli. Tab. ed. 2. 780. 
^ox% ^ämQnontagie o. ®ef(b. b. ®laub. an Baub. u« bam« SBunbetP. 8^« 
81S. 2 ^. IDeff. 3aubecbibl. SRain) 821-6. 6 ^. 

®ramberg, (Srnnb^uge b. ungeliebte b. Sit X. [^inerd 3eitf(^t. f. tviff« 
3:^eoL 827. 2. ^.j 

®le Sngel flnb SSoten ©otteö d"»^«!:», ein ©ottgeliebteö, i^m Der^ 

ttwnbtel ®efc^le<i&t d-^rti:«?! •'JS} Job/2/r., übenoeWid^e, tiij^te 0^atu^ 

trn l^-'V'Tip Ps. 89, 6. *Job.**5, 1., aSorbilber menf^lid^er ©fite unb 

fBeidl^eit 1 §am. 29, 9. 2Sam. 14, 17. 20., jum Sd^u^e ber kommen 

P«, 34, 8. 91, 11 Ä. 3« t>er ilte^n Überftefer^ng töirb ber ©ngel 



S.gt^ifl. 2. ansang. fSn^tl mt> Zta^ei. §.129. 167 

®DlMmit 3(^oua^ fclbfl bnrlDH^fttt, »teftmntrfn^tint Gen. 31,11. 
13. Exod. 3,2-7.13,21. cf. 14, 19. Jndd. 6, 11 ss. 13, 20. 22/) 

ai( B-^aisn «aa fini »It Sngrf mit bm ©ttvittn mit ^tmmlif^t @w 
fi^lß(VJob.38,'7. cf. Jes.40, 26., ))CTfoniftcirU 9taturhäftc i^tiin 
alfii^gifltat Pi. 104, 4. cf. 148, 8 ; bo<^ loftben f« alS ipttfentn im 
9lot^ nnb .ecm ^c^DDa^S etba[f)t Gen. 28, 12. 32, 1. Job. t, 6., 
iiraU in tn ätteften ®age cffcn |1( mit btn 3[l?fiif(^tnGen. 18, S.uitb 
mif^m Tt^ mit bcn 3:B(^tei:n in COImfu^en Gen. 6, 2., sctfUgn Jadd. 
13, 15-22. (Sin Süifi beS •gimmtlS^ftrtä crfil^tint Jos. 5, 14., tin 
UnlKfi^ifb Bon folt^tn, bif atlfjEit tn tn 91ä^e ©otttä Ubtn wie bit 
jtflügflttn, lobfingfnbfn CD'iiD Jes. 6.^) unb foli^tn, bit jur So 
forgung rodtlic^rr S^ingt auSgtfanbl rottbrn, ijl P«. 103, 20. launt 
anjjfbfuttt. Etr ®tbanft fle burc^ SWauitn ju 
((im rrflm aUrgoüri^cn äJeifu^e Jndd, 1 3, 17 
livJliutUc^uflbilbung tinn fpätcm 3'i> (tnge^i 
Kftt (intS ptrft^iulnbnibdi $Dlfl(6(iflmufi , oh 
gmna^cn nftittn, fonbnn bcm aUonot^eiämuf 
ii( jut iBaiflellung bet .ö«t(i*ftil ®otte» uub 
J^atm btr SSorft^ung. t>ux^ bit Strenge b« 
3(tDBa^BEx«d.20,3. cr.Deul. 4, 19. 17, 3. i 
gtfi^lDfrnt, bec^ M btt !8etiv(t$ä(ung 3e^oua:^E 
t(t ben .&&fIi$MtSbejeugungcn beä Dnent o| 
bng Jos. 6, 14. Judd. 13, 19s. Jllt ÜWnS 
trat mir ©p^inr unb ©reif bie üßä^t« itlllger Orte Gen. 3, 24., 
ald Dierl&))ftge geflügeltt >&ieroglq))^(n ber ^atuTfriirt~bie Präger ^e: 
im\)S unb feine! S^onnerioagend 1 Sam. 4, 4. Ps. 18, 11. Ezech. 
MO. 2Saoi.22, ll.,»onie^inli^(iref;eili9ea9i(bn>erfeExod. 25, 
i8;».26, 1 »s. 1 Reg. 6,23ss.'J— ffletbemBor^enrf^enbenSefütle 
**t göttlichen 2Ba4tBi)llfemmen:^tit lag ber ®(bonfe an einen wenn 
111^ oorüfeergf^enttn ©egenfaft bem ^efiröifc^en Sßoniglautien «i^t 
niVr unb bie ©t^fitifungefagc f^cint fi^ bem auSbrüdlif^ entgegen: 
iufc|m. :Dfnn bie Se!anntfi$aft mit bämonifi^en 93oT^tUungen en 
fi^int in bm mofaififeen 3au6en)er6oten, atet nur in ber ^nn1)aU 
lungBonifflolfeglauben. ®in tem blNW, ben ber fpätert SCoKSglaube 
olä t&fmOfift lennt, jugtfanbttB ©ii^Vi)i)fer Lev. 16, Saa. nfire bcm 
tffiräifdjen ©runbgtfü^Ie itoor fremb, bennot^ ali ^uflgleii^ung mit 

«) @ta^I, ö. b. Scfc&einungm 3e^. u. fttnn ISnfltl. [«l^^on« <BiSI. 
S.VII. @. 156 ff.] b) S^-j'e eera«tei Nam. 21, 6. Deal. S, 15. Jet. 14, 

^"■1 MVf eombarere, aai atVbifdicm StatnBiwcrte uciWanbt mit e-t^. 

t}mekatlit, ieCberabii. [Cmati.Sae.reg. Gott.T. l.p. 157««.] Kai- 
"r, de Ckrrubii hiKiiai ("eri* »aadl^ae aelfttom stnbali) «t Mnlii. 
US27. ap». i. »ibigttinb. .goU. <lncV<I. 9. XVI. ®. 2SS ff. 3 Ü i« 
><a, t. a^tintNMn. .&d)ilt>. 832. iBrg. Srüntifin Im Aun^tlalt k. 
Kngnft, 331. n. I ff. « i « t, e«m6olil. «. 1. 6. 31U ff. 



168 Ontotogie. @))edeae 3:^eo(ogie. B. | 

einem in beti Soff0g(auBfn eingebrungenen fcembattigen $tinci^ ^m 
üBerge^enbiminationalcwrtue^nttar.*') JDer 6öfe®eipl Sara.16, 14. 
cf. Jadd. 9, 23. ifl nur eine finfhe öon ®ott gefanbte (Stimmung, bw 
t>etberbenbe (SngelExod. 12. 3el^oöol^ felbfl, ober ein 6ngel jur jBo((; 
gie^ung eine« Strafgericht« 2 Sam. 24, 15 8. Jes. 37, 36. Ps. 35,5., 
bo^er D-^j^n "5«?? Unglütf«engel. 3m ^otoge M ^ioh ifl '}Dip [örg. 
Sach. 3, r-3.]'ein ben SRenfi^en üWwottenbe«; immer tio(3& ljimmK= 
fi^ed SBefen. ^oä^ UlM biefe poetif^e @efla(t/ n?ie bie ^olUan^\ 
öon ber SRatur ber @6j}en [D-^nilJ] Deut. 32, 17. unb bie ©efpenfler^ 
fur(^t öpr fabelhaften 3:^ieren ber 3Büjle Jes. 13, 21. 34, 14. bm 
Übergang jum ®(auben an iDamonen. 

f. 130. (Staubt bt9 Quhtntffum9. 

(Sine (Bngetl^ierar^ie tritt mit beflimmten f^m6oUf<^en Flamen, 
Orbnungen unbOefcftäfkn ^ettJorDan. 9, 21. Tob. 3, 25. 12, 12. 15. 
2Mcc.3,25. 10,39 8., ®(!^u|enget einzelner miUx, bie SSoRögeiff« 
in i^rem ^{ed^te roiber einanber, ft^ befampfcnb Dan. 10,12s. Deuter. 
32, 8. LXX. 3)ie (Sngrt/ öorjugötoeife d'^u;np ol äyioc xov ^eov mit 
^ertoor^ebung bei fttttt(!^en OTOomentö, »erben na<!^ i^rem fflefcn u6et» 
ftnnlic^ Tob. 12, 19., in i^rer (grfc^einung flnntid^ bargefleüt Dao. 
10, 5., bo(^ fommt eö nic^t ju einer nja^r^aft anfcfeaulici^en 3ttbwt» 
bualitat* 5J)a8 QSott jur Seit 3efu glaubte an ©(^^ufeenget aüer 9ltt.') 
6nge(?0lamen unb ^Orbnungen gel^örten §um Orbenögel^eimnlfff 'Dtt 
effener.**) 5Der ©egenfaft ber ©abbucaer Act. 23, 8. bejie^t fii^ 
öielieicj^t nur auf eine fortroa^^renbe ^inmirfung ber (Snget im 6iniic 
beö 93oIfflgtauben6 i bo(3^ jeigt bie Unbefangenl^eit, mit ber 3ofep^u3 
einige altteflamenttid^eSngeferfifteinungfn bei (Seite fi^iebt/) unb mit 
ber $^ifo Gen. 6, 2. in moralifd&e SlUegorien »erflfid^tigt/) baf man 
ben $entateu(^ berel^ren, unb bie Snget leugnen fonnte» $ 1^ i lo jl«iltf 
feine aul ®ott l^eröorgegangenenSeifler/ koyoi^^ »etc^e im ®egenfa|e 
ber bur(^ irbifc^e 8ufl in iBeiber l^erabgefunfenen ©eelen, unfSrperiii^/ 
rein unb felig in ben JBuften njol^nenb aUe SSerbinbung gtpifd^en brr 
©innennjeft unb ber jenfeitigen ©ottl^eit öermittetU/ gfeic!^ mit ben 
(Snge(n ber «0. ®(j^rift, njie mit ben 5Domonett ber ®ric^en.*) — ^i< 

d) Hertnansen, de nom.Azazel. HavD.833. lEßitier-/ btbl.9{eaIto*$*ii' 
©.658 f. »rg» © <b e l It n g, >)oftt. $§U. b.Dffenb. oorgelegtö.^oulu«» 6.666 f. 

a) Fr. Schmidt, Hisl. dogm. de aog. tutelarib. [3Ögen0 JDenffc^t.^ 
^ift. t^eol. ®efeUf(b- «bj. 817,] b) Josephi B. /. H, 8, 7. 

c) Antiqq, FIII, 13, 7. IX, 2, 1. 
rf; Z?e Gigant. T, /. p. 263. Quod Dens immut. T. L p, 27^. 

e) De Gigant. T. /. p. 263 s : ^V^v^ftl siai xara xov a^Qo^nszofifVi^' 
**EaTLV avayxcttov xal rbv aiqa ^(6<av nenlriQcSad-cci, TcSv ovv xfjvYOfV <** 
fikv TtQOS atofiaxa xar^ßrjaav, al <r ov^evl Trjg ytjg fjiOQiiov ti^CtDOav noU 
aw€v€x^fiv€ci„ p. 266 *: ^v^ttl aotouatoi iv r^ rov nccvrog d-ea^f 
Sif}fi€Q€vovacti S-safjittTtov xai axovafjLartov d'sCtov, (av anlrjüTog eis T«y- 
tag eia€Xi^Xvd-€v ^Q(og, fiijSevog xotXvau^oiJvTog anoXavovaip, Desomn^ 



T»^ 



Z.ief)x^. 2.an^ang. (Sngcl unb ^eufeL §.130» 169 

bamonifiä^en (Spuren in bm fanonifd^cn ^Süä^nn finb noä^ in bcr Un« 
fntft^icbeti^f it beö SSui^Ö «gloB : ein giigengelfl [ipizj ri^^] gcl^t öon 

®ott a«0 1 Reg. 22, 1 9 ss. 2 Chron» 18, 20 ss., ©atan olö SlnKa* 
ger önrtrltt nur baö firengc Urt^^elf @ott?0 Sach. 3* 3t6et 1 Chron. 
21, 1. tolrb öom @atan bic ßingcbung bcffelben ©cbanfmö abgefeitet, 
brr in ber frül^ern %nfxä^t 2Sam.24, 1. öon 3f^ot)ai^ in feinem 3^^^^ 
bergetcitet tt)uibe. 3n ben %|)ofrW^en ift nur Sap. 2, 24. ein Smßo- 
iog genonnt, in SSejie^ung ouf bie<S(!^Iangebe3$arabiefeö, beten SMo^ 
tiö au^ 3ofe\)^uö im 0?eibe finbet/) 3n anbem 9)enf malen beö «ftettes 
niömuö ifl gar ni(3^t8 5Damonif(^eö, unb beibemat, tt)o ^^ilo barauf 
fommt, frrid^t er nur toom 3SoI!0gfauben»«) 3n ben ^)ataflinif(i^en 
5lpofr^^^en jtrar anä^ fein (Satan, aber befonberl im 93aru(3^ unb 3!obi 
ein tiefeingebrungener SSoHöglaube an 5)amonen, oW ubelrooUenbe, 
bef(3^ranfte SWadfete, auc^ nvevfia novtiQovloh.^^ 7. @ie too^nen an 
toüflen Orten, finb ®ö|en ber Reiben Bar. 4, 7. 35., bu^ferifci^, tBb* 
tftt ben 2Äenf(!&en, ber bur(i^ (Sd^ufb ober Unborfld^tigfeit ibnen ber« 
fallt Tob. 6, 14-18., fönnen aber burd^ ®ebct unb au|ere 9Mittel öer^ 
trieben werben Tob. 6, 7ss. 8, 2s. %uif 3ofei)^u8 fennt ^ur ^h 
monen, Xi^tlift, naii bem gried^ifci^ römif(i^en ©lauben al8 bic ®eifler 
Bßfer SWenfd^en, bic Sebenben geiflig unb leibtlci^ öertejen; ^erf&nli(3^ 
öon i^nenSSef!^ nehmen unb burt!^ SSef^nj&rungöformctn aufgetrieben 
»erben.**) 3n ber ifibifd^en 3!^cologie biefer Qtxi njurbe Gen. 6, 2. alö 
6ünbenfal( ber ®ngct angefel^n. ©enn ani) ber ^ngetglaube Pd^ an^ 
jl(^ fctbfl enttt)i(fetn fonnte, fo beutet bo(!^ biefc 5Damonenlel^re man^ 
niti^fac^ auf bic (linn)irfung be8 i)erflfd^en 5Duali«mu0, obwohl ol^ne 
$ertc|ung be0 TOpnot^ei8mu0. 

§. ISl. 9leutef!amentli<4ev Plante. 

9tu« bem 9R. %. felb^ n?ic au8 ben jübif^cn ^Denfmalen berfelben 
3eit erl^etlt, ba§ biefer 9SorfleÜung0frei0 au0 bem gemeinfamen 93oben 

/. T. Lp. 642 : ^'AXlat etalv ocad^agcoTctrai ocal aqiatai, fietCovcjv (pQo- 
VTjfjidrtov xai d'CioT^QCov imXccxovaai, jurj^evog u\v tcSv nB^iyeC(ov norl 
6g€x^€i(fai Tonaganavy vnagxoi tov navtjyefiovoe, aaneq fisyaXov ßa- 
oiXiiog offid-akfiol xal tora. Tuvrag daCfjLovag fjihv ol aXXoi (ptXoaowoi, 
cf^ Ugog Xoyog ayy^lovs ettoO-e xuXetv, Trgoafpvear^Qtp ^gtofiivog ovo^ 
fitttr xal yccQ tag tov natgog in txeXe vaeig zoTg iyyovoig, xccl tag tcSv 
ixyovwv XQ^^f*S ffp nargl diayyiXXovav nag o xal avegxofxävovg avrovg 
xal xaTtovtag eioi^yayev ovx inetStj tiSv firivvo6vT(ov 6 ndvra iipd-axeig 
iidivai S-ebg Selrai, aXJC oxi roTg inixi^goig fjfjitv ovviffiga fieaCraig xai 
diaiTtiratg Xoyoig x^ijad-ai. 

f) Sap, 2, 23 8. Jos. Antiqq. 1, 1 ,4. 2) ö l^ « <, i&i>. «l«C. fÄel. ^l^ll. ^al.834» 
S.lf.<S.172f. S)0g.2B.®rimm, b. 33. b. SB eiöL g>)j. 860. <S. 83 ff. 

g) De Gigant. T. I. p. 264 * ; "Slünsg dya&ovg daCfiovag xal xaxovg Xi- 
yovaiv ol noXXol. Fragm.T. JI.p. 650: AidßoXoi xal S-sCag anonffi- 
nroi xdgirog ol rriv avrrjv ixeivtp ^laßoXixyp voaovvteg xaxotex^Cav. 

h) Bell. Jud. Flly 6, 3: Ta xaXovfieva daifxovia ravta novrigtSv 
idtiv dv&gtoTKov Trvsv/Liara, roTg ^oSaiv €ia^v6/4€va xal xrelvovra rovg 
ßo^HCag fifj tvyxdvovrag, Antiqq. nil, 2, 5. 



170 Ontolo(|ic. 6t)cddle X^olooie. B. 

9» rm ffngtl finb (ilblit^ Hi. 4, 1 1. Lc. 16, 22. Jo. 1, 52., afm 
Mmgniiig »tt Hl. tS, 10. ven ^u^m^tln, ct. Act. 12, 15. Apoc. 
1, 20. 9>(k6 tft ftinr Snur, bag fi<^ 3tfne vom aJolKglaubm rnlf 
fmt ^Itt, btM (T nuT in fctnfn allgnntinflnt ^Bf^irbuiigni f!illi<^ tf 
liglM cbn mrffiaiiifi!^ anivtiibrt. 91ut in ^tilign |)orj]( unb ®agt flRi 
Wm ft4 Bffannir (Sngcinamnt unbmbt>ib&tlb3üs'^<^' 1< 19. Jod. 9. 
3o^atititA (at Mo§ eint {Sngclrrfi^ttnung bn SNaria nac^njö^ 
30, 12.. bnin 13, 39. nnb, »tnn ti idfl vAtt, 5, 4. (nrlil^trt (IM 
ffiolMmtinung. Sitfle ^ufig» bit Sngrl in brr S^iolat^tifc ale )>«• 
tifi^t 9taf<^tnrTir. $aulu< tni<ä^nl9tangDrbnungtnbnr@ngtlE|A. 
3, 10. 1, 21. C«l. 1, 16., bntti fr fti$ btbimi, nie brt .^tbiattbritf, 
un bit (B[^6cn^t itt äßcffia« anfi^ulii^ ju Biai^m. ^U tMngti 
lifi^ flngt(nf(^dnung(n ftt^n pfäjUifÜid) ni^l Ü6tr aUnn 3ifiM>') 
bU bft apoffcIgtTttit^ti fct^^n t^til« in fUifiontnAGt.S, 26. 10,3., 
I(tlü lifftn fit rint unnlQfÜTli^t Sßtnvrt^eiuna mit nimf(^li<^(n 9d> 
Un bn SBorft^ung ju Act. 5, 19 ts. 12,7 m. Sit «Sn^fl tprabtn oll 
»t^iS}iVU ®Dttt4 Col. 1, 1 6. atifttg «Mb filt(i(^ tT^6tn grbai^t Ht 
24,36. Lc. 9, 26. 20, 36. 1 Tin. 5, 21., p^nc @rfi4[f(^t«iKi:(ä[tnifi 
Ht. 23,30. aii bimnibt 9ttfttr Rbr. 1,14., t^bu^mtnb an unftm 
fittli^n ^(il Lc. 15, 10., tfnft mh i^ntn ölinli^ unb in i(m 0« 
ntinbt Mi. 23,30. Bbr.12,22. 3^Ttg3m^n»3 [Ttpoanvitjoig Mi 
«fi^ixilu] toltb BmDDtfm Apoc. 19, 10. 22, 8 s. Col. 2, 18. — 
€iil<>n fcfü^int als -^tcrfi^ rintS bSmonifi^ 9ttUI)e, aÜ ÖufU unb 
@i))f(f aUti SJßftn. 3)it ntu ^treoTttttcnbtn SBcjcii^nungtn gr^&rni 
no^I aUt btm 1}nQtUad)tm Siprat^gcbraui^.'') St» Wfnl'^tnmöibn: 
am ülnfangt Jo. 8, 44. btjif^t ^(^ auf btn jttfitcn blutigtn ©ünbni: ' 
fall,') bn 9ti)§c ^aäit unb bit alte @<^langt Apoc. 12, 9. auf b<n 
nfttn, btittt na^ SßotanBfc^ungcn bti rabfetniff^tn Xf^telo^it. Swh 
Steigt ISottcd n>itb baS dtt'i^ ®atane rntacgcngcfttit Ht. 12,26-28., 
tnfcftin ifl 3(fud gtrommm, bit S[ßci{c btS XtuftU ju gtcß&rrn 1 Jo. 
3, 8., aU btl ^tltgottc« Jo. 12, 31 . 14, 30. 2 Cor. 4, 4. 3um fatO' ' 
nif^rn fRti^ gf^Sten : bit fi6fm !01(nfi^tn atS ®l1)nt unb SDitnn M 
!£cufrU Ht. 13, 38. Jo.8,44. 2 Cor. 11,15., bit iSttbammtm na^ 
Um ^tlt^nldjtc unb bit @ngel Ut ZtuUli [daifiövia, nftüfttam 
nortI(>M, «KM^a^«} Mt. 25, 41. in Strft^itbntn lOrbnunstn Bph.6, I 
13.,') unlrr i^nra aui^ btt «ribmg5tln; 1 Cor. 10, 20. aüit iSrIbii 

i. 25. za. 131. 122. b) Ht. 10, 25. 13, 27: BtüZf 

|, Buli(ßov)., Vg» hfi , 2 Cor. 6, 15 : BcKaf, i aonj- 
ö tx9fis, i äviCimoi, b Kaj^yvi/ns. 
, w%. ikui. Sotft^. «. r. ®t. 1. 91i»r<6 fn b.9aL 
]. «.53ff. «&«(, Qom. K.3e^. !B. II. €.291 ff. - 
diah. inUbrisJii. JcD.SOO. 4. 
d) 3a(a, VA« U^ b. «iM », X»f((? i3;ViiLffiiiI(. ^. «.fit f.}- 



3».?e^rfi* 2. «nl^anfl^ ^gel unb Zm^cL §. 13h 132. 17* 

urQ}run9,n(]^mber3£a]^vl^eitflanbJo.8, 44., lTiin.3,6., fofinbaud^ 
feine (gngel erfl fünbig grtoorben iPir, 2, 4., Jud. 6, unb auö bfm«öim» 
mct ge jlpßcn Apoc. 12,7 ss.*) Über i^te fflo^nung unb ©Irffamfeit tt>U 
i^erfprec^enbeJöilber 2Pir. 2, 4. Jud. 6.Lc. 10, 18. Ml. 24,41. Eph. 
2, 2. 6, 1 2. ^nftc^tU(!& ber «efeßnen liegt bie 33olf0anf!(i^t p ©tunbe 
toit Ui 3ofevl{fu8 unb im flalmubMr. 12,27. Lc.9,49.'^) 5Dut^ ben 
©egenfaj^ mag bie SSorfienung eined bamonif(i^en Sieid^d nocS) ftaxUx 
^cworgetreten fein, afö fte f^on im fBolHqlmhm taq, aUx jugleic^ 
M SSevtraun M @iegö , benn wie ßl^ripuö ben JJ^eufel Jeflegt t^at, 
feine 9^evfud)ung tt>ie feine ^nfedg^ung Mt. 4, 1 sb. Jo. 14. 30., fo 
fann jeber S^rift mit ®eißern?affen il^n befiegen Eph. 6, 10 ss. Jac. 
4,7. 1 Jo. 4,4. cf,Lc.l0, 19„ unb in ber gerne liegt aU ©efül^lö^ 
anfc^auung bie einjimalige JBernic^tung beö bämonifd^en €^ei(^ö 1 Cor. 
15, 26. Apoc. 20, 2 SS. 9)ev @ebanfe in biefen bitblic^ )>o(fdt^um(i(^en 
^udbruden ifi ber ®ieg bed ©otte^reid^^ über bad ^5fe, ba^ ivenn 
bfr5!eufet nur aÖ ^crfoniflcirte« ^rinctp befl Sßh\en genommen tefirbe, 
toie bieg bei 3o^anne8 mBglicfe ifl, ber religii^fe 3n^a(t n)efent(i(3^ ber^» 
[e(6e bßebe* $ie S)amonenIe^re ifl n^eber gu ben^au^ttel^ren MQif^xu 
ftmt^umd Qt^cif^U,^) nod^ mit bemfelben irgenbn)ie bogmatif^ berbun« 
brn n>orben« 5Da fxäi ieboc^ au^ in ben bertraulic^flen UitUn 3efu 
feine Slnbeutung eineö QrotiftÜ, no^ in ber apoflotif(3^en Jtir^e eine 
Spur beffetben finbet: fo ifl bie SSel^au^tung einer fe(bflbett?uftett 
Sccommobation unbemeidbar* 

f. 132. mauU htt ftit^tnHitt. 

Cotta^ Bist. sQccincta dogm. dci aog. Tub, 765. 2Dss. 4. ITe//, de doctr. 
vet. Eoc. per Plat, ete. [Opasoc. p. 584 ss.] Ußeti, merfu>« ^teQen ^*^\xs 
im* n* b« SBefen ber IDämonem [$awl. ^f^r^egr. 5« 91. @« 42t ff*] 

Site ®ef^tt)ifler.ber ©enien unb SteKbertreter be« qSot^tl^etlmu« 
toutben bie Sttgel im l^eUenif^en S^riftentbum begfinfligt, unb bom 
9)eQdg(auben getragen unter mannid^faij^en/ frembartigen (Sinf(ilffen 
Ba(b me^r bi^terifc^ au$gef<^mü(ft/ ba(b mel^r f^eculatib betrautet. 
Ü6er i^ren llrf!t)rung fc^ien onfongö au(j^ Smanotion unberfang» 

Sehott, Seqtentift recentius defensa de iis natnris, qoae in libris N. T. 
iatftovfs audiuDt, ab airgelis lapsis et Satana prorsas distinguendis, e^a- 
mioatnr. Jen. 821. 4. 

e) F. Sekmidy Enarratio doctrioae S. L. de lapsu daemro. Vit. 775. 4. 

f) CHciffel^ ia demonologie selon les 4Evy. Strasb.844. SeBen^efu. §«49« 

g) StTTy Doctr* ehr. p. 180 : Cbristas etiam tom, eum diabeli comme- 
■oratia non feeit ad declinandam, sed ad eumulandam offemionem (Je. 
S, 48. 52.), etiamsi auditores Rullam ansam commemoratieiis attulissent, 
rem dedita opera (v. 38. 41.) eo tandem dedoxit, nt de diabolo coinme* 
■orare posset. £andem doetrinam eoram diseipnlis seoraum tractavit, imo 
inter eapüa doctrinae^ quam divioos Sp. per App. ia ffl«odo pronmigata- 
ro8 «sset, diterte numeravii (Jo. 16, 7.). — Kaehl^r, de accomm. legliima 
Aleta, quam diab. neotioDev faciebaty oi^rpata. Aegiom. $30. 



172 Ontotogie. Speciene ^^eologie. B. 

lUi,') aBft bU I^Bt5lf(i^f ®ninbanfi(i^t mußte für bie @c^öpfung rnt« 
fc^eibni/ in wt^fbenft S'it^'ftiwn'wnfl»^) Ö*f^ i^^« SRotur galt 
immer UiM, ba^ flr lofber blo^ geifliö/ «oc^ in menf(!^li^er MWfy- 
Uit )u bmfrn fein, n^otri ba(b bad Sine, 6atb bad 9nbre tjortvaltetr^ 
au(^ bif fir(^n(!^f SSefiimmung im 99i(berfhfite Sejric^net nur Beibe 
leiten/) (Sine Stangorb nung n^ar immer angenommen, bo(t 
fi^utf man im9(ngefi(!^te ber 9Bi(l!ur gno{iif(^er ^onenret^en il^re®))e; 
cifidrung/ Wl^feubo^^JOion^fiul eine fol^e awfflettte, toeli^t, 
o^ne $ea(^tung feinet ffmanation^f^fiem^ , in bie ür^lid^e ^nfK^t 
fiBerging.*) 61 ifl nur eine bem Origene« eigentl^umlid^e , bo(^ i^m 
toefentlii^ Äejre, ba§ biefer Slang ni(^t »on ®otte« ©naben, fonbern 
berbient (et/) 3^r ffiiffen Bef^rieS «ugujiin aU t^eitö auöbcn 

a) Justin, e, Tryph. e, 128 : *0 ttät^^, otav ßovXrjtat, Xfyovai, iv- 
vttfAtv avjov TtQonridqv nouT, xal otav ßovXrjTai- ndJuv avaaxikXii iU 
iavTOP. Karit tovtov top tgoTiov xal toijs ayyilovg noulv avtov diSa- 
axovaty. *Ak)^ daXv ayyeloi ätl uivovng xaX fit) ävalvofxevoi tig ixHvo, 
i^ ovneg yiyovaaiv. Lactant, IhsU. /A^, 8: Magna ioter Dei Filiom el 
eaeteros aogelot dilTereotia e»t. Uli eoim ex Deo taciti spiritas exieroot. 
nie vero cum voce et tooo ex Dei ore processit. ^gg. Iren. 11, 17. 

b) OHg^ in Mt. tom. 27 iJ^T. II l.^ p. 692.] 'Sig iv ti^ Itoß p8, 7.] yi- 
YQanraif ort iy€vvi^&fiöav aaxga, yveöav tov &£0P ndvTig ayyiXoi av- 
toVy tog noeaßvregoi xal ti^noTSQOtf ov fiovov tov dv&Qwnov, aXXa xai 
ndarig /lix avxovg xoOfJionoitag. Auf(. de Civ. Dei XI, 9 : Non evidenter 
dicitor, atron vel qoo ordine creati tint angeli. Sed si praetermissi dod 
sont, vel coeli oomine, abi dictam est: in prineipio fecit Deus coelam et 
terrani, vel potios loeis bajas, de qna loquor, signiGcati sunt. Symb, 
Nicaenutn : Jloitjrtjv — ogartSv re xal aogärwv, 

e) Tertul. de earne Chr. e. 6 : Consta t aogelos carnem non propfia» 
gestasse, atpote oatoras sobstantiae spiritaalis, et si corporis alicujas, m 
tarnen generis; in carnem antem huinanam traosfignrabiles ad tempus, 
at videri et cnngredi cum bominibus possint. Iren. III, 20, 4 : Sine carne 
aogeli sunt. Basil. M. de Spir. S. c. 16: 'H (ilv ovaCa avrcSv d^giov 
TTvevfia, el fv/oe, tj nvg aiJXov. jdio xal iv TOTKp eial, xalogam 
yivovTai, ip t^ Mit t(Sp otxiltov avttap am/naTCDP xolg a^Coig Ifitfavtl^O' 
/ufpoi. Fulgentius Rutpensis, de Trin, c. 8 : Plane ex duplici ang«'los esse 
substantia asserunt viri docii, i. e. ex spiritu incorporeo, quo a Dei coo- 
tempiatione nenquam recedunt, et ex corpure, per quod ex tempore homi- 
oibus apparent. Cond. Nic.II : [MansiT.XIII.p. 133.] Tag lixovagxi- 
uß/Liep — T(Sv aatouartov ayyikviv, Loersius, de aog. corpore etoat. 
Traj. 787. 4. Roessler, Phil. vet. Ecc. de spir. Tiib. 783. 4. 

d) Clem. Homil. III, 36. nil,12. dem. S fromm. FI. [§.88,v.] yfvg. 
Enehir, e. 58: Quid iuter se distent quatuor illa vocabula, qoibus univer- 
sam coelestem societatem videtur Apostolus [Col. 1, 16.] esse complexos 
dicendo : „sive Sedes, sive Dominationes, sive Principatos, sive Potesta- 
tes/^ dicaot qoi possaot, si tameo possnnt probare quod dicuot, ego nie 
ignorare coT{/iteor. 9laä) IHon. Areop^ de coel. Hier. c. 6-10 : 1) Sgovoi, 
Xegovßifx , Zeqatflfi , 2) ^E^ovaCai, KvQiorijTeg, ^vpafiug, 3) I^^;if«A 
^Aqx^yy^^^h ^yy^Xoi. Joan. Dam. deßde orth, II, Z. 

e) De prfnc, /, 8, 1 : Nee existimandum, quoniam/orft/tYo accidat, nt 
Uli aagelo iilud injungatar ofScium, v. g. Rapbaelo caraodi et medendi 



3.8e^rfl» 2.Stn^anfl. «tiflel unb SeiifeL §. 132. 173 

©fgcn^anben, tl^eite awö ® ott, ieneö bf m 9l6enbe, bie ß bem l^etteti ^lage 
wrglcic^enb/) 3^t9lmt jur SSerl^errliiJ^img unb jum 5Dicnjie ®otte« 
[upoAo/tjcov itnb Af^Toi;(>/£xoi']. 5Dur(^ bie SRifd^ung j[ubtf(^n: unb 
gtie(]^ifi^er IBor^eüungen trat 'ootntf^müä^ ber ®IauBe an (Sti^u^enget 
^erüor, Jebem feine ftjecieUe SSorfel^ung, au^ al« aSorfiel^er ^eibnif^er 
miUx unb bie ganje matnx SeteBenb.«) 2110 plfrei(^e ffiefen ^6^erer 
%xt toarctt bie Snget frul^ ©egenjiantoe religiöfer SJerel^rungi^) aSer 
ber 9lBf(%eu öor allem Ißol^tl^eipiff^en öeranlaßte entf(J^iebene 9Wif BiUi* 
gungen eineö jeben Sngeltienjieö.*) IDur^ bie jieigenbe S^erel^rung bev 
«ÖciUgen h?urbe jttjar baö Stnfel^n ber (Sngel ttjefentUc^ öenninbert, a6er 
ber 2(n{tanb forberte, il^nen nic^t geringere ßl^re einzuräumen/ bol^er 
f^)ater il^nen eine getoijfe SSerel^rung [n^oaxvpfjaig] gugepanben ttjurs 

opus, Gabrielo bellorum Providentia, Micbaelo morlalium preces carare. 
Haee eoiiu officia promerutsse eos dod aliter putaodam est, qnam ex seis 
qvemqoe meritis ac pro studiis ac virtutibus^ quae ante ronadi hajus com- 
pagem gesseriot, sascepisse. 

f) Aug, de Civ. Dei XI, 29 : Aogeli dod per verba sooantia Deam dis-. 
eaot, sed per ipsam praeseotiam immutabiiis veritatis h. e. Verbum ejus 
ODigenitum. Ipsam quoque creaturam melius ibi b. e. io sapieotia Dei tao- 
(\aam io arte qua facta est, quam io ea ipsa sciunt, ac per boe et se ipso« 
ibi fflelios, quam in se ipsis. Ibi ergo tanqoam in cognitiooe diuma, in 
seipsis taoquam io vetpertina, 

g) Hermae Pastor, Mand. FI^ 2 : /Ivo etaXv äyyeXoi fisrd xov ay^^oi- 
^ov, dg T^s ^ixaioavvrig xai tlg rrjg novrigCag. Athenagor. Legat, c. 24 : 
TovTo ri Twv ayyiXfov avaraüigf tva rrjv fikv navTeXixriv xal yevi^ 
xijv b d-sog TÖh oXiov ngovoi^av [^ot], f^v ^kinlfiigovgol in avrolg 
Tßx^^vreg ayyeXot. Basil. c. Eunom, III, T. IL p. 19. Gregor. M. in 
Job, 17, 8. h) Justin. ApoL /. c 6 : ^Exelvov t€ [TtccTäga öixaioa^- 
vijf], xal TOP nag avxov vlov iXd-ovta xal xov xcSv ayad-iSv ayyiXtov 
iFT^ÄTov, nvsvfjid T€ ro nqofffitixov aaßoued-a xal nqoaxvvovfi^v^ 
ioyV *«^ aXifd-eCif tifiwvtag, — Euseb. Praep. ev. FII, 15: GeCag fikv 
iwifAiig vnriQSTixäg tov na^ßaavXimg d-€ov xal XeirovQyixag (idoreg, 
x«} XttTa ro TiQoarjxov t i fj. öS v r € g, fiovov ^k -d-ibv ofioXoyovvreg xal 
fiovwaißovTeg, Orig. c. Cels, FIII^ 13. 

ij Iren. II, 32, 5 : Nee invocatiooibQS angelicis facit [ecclesia] aliqaid^ 
oee iDcantationibas,sed pure et manifeste orationesdirigens ad Dominum, 
qoi OBoia fecit^ et nomen Domini nostri Jeso Cbrisli invocans. Orig. c. 
Cels, /^, 5 : ^yy^Xovg xaXia ai ovx evXoyov» Ovx iäaev äXXtfi d-a^^fZv 
^v^iod-at, ^ T^ TiQog navxa 6iaqxil inl näat d-i^ 6ia xov 2^(ox7JQog 
^fiiSv. Cone, Laodic. can. 35 : [MansiT.II. p. 570.] Ov «fet Xoiaxiavovg 
h^axaXeCmiv xr^y IxxXr^alav xov d-eov xal ayyiXovg ovoua C^iv xal 
<ivva^eig txoisTv' et xtg ovv evged-^ xavxi^ xn xexgvf^fisvrjj d^wXoXa-- 
Tp«/^ ü^oXaCciiv, ^ax(o avad-efia, oxi iyxaxiXme xov xvqiov tj/jitSv Xgiaxbv 
xal €idiuXoXaxQ€Ctf nQoaijXd'ev. Aug. de Vera rei, c. 55 : Neque videndo ao- 
Selos beati sumus, sed videndo veritatem. Hoooramns eos earitate, noo ser- 
vitute. Nee eis templa construimus. Recteitaquescribitur, bomfnemab ao- 
S<ilo prohibitum, ne se adoraret. Greg. M. Expos, in Cant. Cant. e, 8: Post- 
qoaiD Christus venit et fidelibos spiritum libertatis infodit, ab ipsis etiam 
kugelig ecclesia bonoratur. Hinc est, quod Josue angelum adoravit, «/ioannt 
vero volenti se adorare dixit : Vide ne feceris, conservos enim tuus sum. 



174 ditologie. SperieQe 3;^ed[o9ie. B. 

U.^) Ot ig eile« mtijte nodi feinet grei^eitlle^ bie iSnqet in bei 
bteiSenben ffia^IfS^igfeit be< ®uten nitb 9ofen bentett/ aud^ Im SSer^ 
gleich mit ÜffviftüB erfi^ietteti fie nii^t fütiblod:') aber ^ugufltn 
ßettte nur bie Alte a3oUlanfi(^t fe^, inbem er bießr^aben^eit be«(SngrI^ 
rei(^d über brr @finbe behauptete , unb poax att eine na^ bem Satte 
be« einen 5:^eiW bem anbent 3:^ei(e Dertie^ene.") — 5t)er apoPoHfc^c 
®(aube an ein bSmonif^ 9lfi^ lourbe mit aUem, loaS ftc^ in agt^pti- 
fc^er unb ^Uenifc^eT SJorjßeUungtoeife oon bunMn (Raturmad^ten ^ox- 
fanb/ berfeft/ aber fetbfl Sactantiul auf ber auferften ©ran^e brd 
Jtirc^nc^ fiberfc^reitet ni(^t bie gemeinfame ÜBe^auptung tviber ben 
gnofhfc^ S)uatidmu«/ ba§ ber !^eufe( oon Sott urfprünglit^ gut er^ 
f(!^affen fei/ ") nac^ Snfic^ten berfc^iebenen Uriprungl alB (Siuet ber 



k) j4mbros. deviduis fX, 55 : Obseerandl tnot •ogeli, qn! nobis ad prae- 
•idiaB dati tnat. Toire. AVe. //. ad Imperafotes : [Monsi T. Xllf. p. 406 s.] 
Ei nolXaxts (v^fjrtu ringoaxvvriöigiv t^^fltf YQ^V^* ^«^^ ToTgaffTinh- 
Xayoig aytoig nargaoiv ufAtiv inl xijg iv nvivfiari Xargetag, ws Trolvötj- 
flog ovaa ii tpäfrii ifufaivei tV xatd Xargeitcv ngoaxvvfj&tp. ^JEati 
yag ngoaxinnjaig xal rj xatk rt/u^ %ai nodxtv kal tf^ßoVf (og ngoaxwov- 
fiir iifittgthfXuXXlvixov xal iifiiQmtdtrpf ijuth^ ßitatlftitv. "Evd-sv ri S-Bia 
yQotf'il dtdaaxovaa rifiäg' xvgtov t6p d-eov aov ngoaxvvi^tnig, xtd 
KVTp fiovip larq^vaetg* rrjv uhv nQoaxvvtjüip anolvratg xal ov 
fAovip tt^xer, tag omqoQa arifiaivofifva i^^ovaav to Si laTQSVaetg wo- 
ty fiovtf, xvl ydg fi6pti» d-e^ rriv Xargeiav avafpiQofiev. Tovxfov 
ovriog anodux^^^^^t (va^iffrüv eirect [npo&iiXöv] (vAntov toi; ^€ov, fi- 
xovue&g itvatvniiaHg — xmv Tifiimv iiyyiXmv xal ndvrtav t&P tcyütfw 
nQOffxvvilv xkI dan d^iaS-ttu DaUaeus^ adv. LatinDmiu de caltas 
relif. objeeto traditiooeni ditp. Gen. 064. 

l) De prine. I, b, b: Immecalatam esse praeter Patrem et Filiam et 
SfirituaS. oalli snbstaatialiter iaest, sed aaectitas in emai ereatura Heer- 
dem est, ^od auteni aceideos est, et deekhre potetU cf. /, 5, 3. CyrilH 
Hier, Cat. ff, 10: Ovx Mttfiev oira xal dyyiXeig awemguiin [^co?]* 
avyxt>Qei yiiQ xdxiivotg^ initdri elg fdorog dvafidqxt^tög, a rag ä/tiafftias 
tf^tüv xa&a^foyy *Iijaovg, 

m) Enchirtd, e. 28 : Aagelis aliqoibas impia superbiA dese^e1ltillöS Deom, 
eaeteri pia obedientia Domiae eobaeserunt, aecipientes etMin^ qaod illi 
DOB babaemnt, eertam teientiam^ qaa essent de sna sempiterna et naa* 
quam casora slabilitate aeeuri. Cf. e. 105 : Malto liberins erit arbitrion, 
qaod onoioo nea poterit servire peceato. Neqne eaifta enlpaada est velao- 
las ant libera dicenda ooo est, qaa beati esae sie valunias, ut es^e misteH 
BOB solnm Boliinos, sed neqnaqnam prorsns velle possimos. Jo, Damtlit. 
IJf 3: [nac^ Basilios, de Sp. 8. c. 16.] Jvcxlvntoi nqog th x&Xüv, kal 
evx Kxipurei ' vvv 6k xal dxiPtiTot, ov tpvaei, aXXä x^Q^'^h xal t^ tov 
ffL^vov dya&ov Ttgoüi^get^, 

n) Lact. Instt. If, 8 : Pabficataras Dens bnnc müDdam, qni coostar^t 
rebas ioter se contrariis, fecit ante omnia duos Fontes rernm Inte^ se ad- 
rersantinm, illos Tideli^et daos spirjtas, rectnm et pravom, quorum alter 
est Deotanquamde.ttra, alter tanqaaiB sinistra, at ineoramesseot potesUte 
eofltraria illa. — Dens prednxit similem sui spiritom^deinde fecit alterum, 
in qoo indoles dirinae sfirpis nott periaansit. Itaqoe suapte invidia tao- 
qoam veaeno iafectns eat et ejt bono ad malum iransscendit, suoique drbi- 



3.8e^r9. 2.^tif)an%. (Sngel unb 3iltfeL §. 132. 175 

tn jftffitflen ober auö brr wntftjiett Sngctorbnung r) Äucifer itac^ Jes. 
H, 12 SS. cf.Lc. 10, 18. unb mä^ ber l^eibnif^en SSere^tung btefed 
^Jlanetftt.P) aSon feinem gfatte burc^ 9lelb ober «^ö^ntiitl^ imterf(J^le* 
ben bie altem fB&tn na^ Gen. 6,2. unb na^ bem a3u(!^e >^eno(^ einen 
gaU ber (gngel,'') ber öonOrigencö jum attgemeinen j)Iatonif^en 
©fbanfen eri^oben') unb im®efüi^te feineö m^t^ifc^en (S^atafter« feit 
bm4.3a^rl^. aufgegeben tourbe/) 3)a8 emige ffierlotenfein aUe^ S>h 
mottifii&en ttjar immer ber ^errf^enbe ©laube,*) obtoo^I nod^ einige 
greunbe beö Orlgeneö im 4* 3a^rl^* auf bie atoanbrinif^e gfrei^eitd* 
le^re [§. 88, s.] ^^inbeuteten. 3)ic a3etra^tung ber cl9m:^)ifd^en ®ötter 
a(d 3)amenen , if)xn Xf^attn aU bomonif^er 9Bir!ungen n^urbe bur(^ 
bie aSerf^ieben^eit be« ctafflf^en unb bed j[übif(^^bibtif(^en ©»jra^ge^ 
btau^d Begänfligt; ber aud^ ben 3)amon bed ^ofvated ber «&6Ue ent^ei« 
gen (ief »°) Sßon ben Sunbergaben ber a^poftolifd^en Stilist Uf^auptttt 



iriQy qaod Uli a Deo liberam dalum fuertt, cootrarium sibi ooiiieo adsei« 
▼it. 9egen IBafUibe0 Clem. Stramm, IV, 12 1 n<ag oix ä^eog d^uaitov xov 
duißoloy. <9egen %tn 9lianiäfk\9mu9 Jug, o. Faust, XXI ^ 4 : Cam qaae- 
sierif 4oaiB dicet hylen^ aadiea plana detcribi alterum deom« 

9) Taiian,.e*l, [6 Tr^rSyovog]. — 9iai^ SMonijf« Jo. Damasc, da fide 
ortb. II, 4. p) ßus. Praep. ev. /A^, 9. Jug, de doetr, ehr, II, 21. 

q) Athenagor^ Legat, e. 24 : — Ol ^k kvvßqiaav eis ini&vfAtav m^ 
Oovtig naQd-ivoiv xa\ rittovg actgxog evQfd'ivreg. *Ex fxkv ow tüv nBQi 
tag nuQ^ivovg i/ovtoip ol xalovfievoi iyewi^d-riaav yfyavTeg. Just. ApoL 
Il.c.b, Tert.de ßultufimm. 1,2, /reit. IV, 36, 4. — fTermdorf, de com- 
nereio angelor. cam filiabus bom. ab Jndaeis et Patrib. platooiz. credito. 
Vit. 742. 4. r) C. Ceh, V^ 55: Tovg Swafj,^ovs ixoveiv nQOipriTi' 

x$v ßovXfjfjiaTog netoofiiv, ort xal röh ngo rifxmv rig raOra avrfyayev sig 
Tov n€Ql ^vx*Sy Xoyov, iv knid-vfilt^ yivofiiptov rov iv Of^fiari avd-qtO' 
nmy ß(ov, aneg rqonokoywv Itpaaxe keXi/^ai d-vyctxiqag ävd^fomav» 

sf Aug. de Civ. Dei Xy^2% : NoQ illos ita fuisse angelos Dei, ot hoiiii* 
aes BOB «Bsent, sicat avidan pataot, sed homines proculdobio faisse Scri- 
ptera ipta [Gen. 6, 3«] siae alla ambigoitate declarat. — Scripsisse qai- 
dem Danoalla diriBa Eneeh negare bob possomas, qoan bac in epistola 
caaeBlca Jadas Apastolas dioat. Sed bob frastra non sunt ia oanaae aorn 
pla^ Cur autem boa, nisi quia ob antiquitatem suspectae fidei jadicaia 
sunt, nee, utrum baec esseot, quae iUe seripsisset, poterat invaniH. Unda 
HIa, qaae sab ejus aomine proferuatnr et contioeDt istas de gigantibue 
fabulaSf qaod aaa babaeriat bomiaes patres, reete a prüden libus judicaB-» 
tar BOB esse credeBda. Philastrii Haeres. CFll: Alia est haeresis, quae 
de gigaatibas asserit, qaod aageli nisenerint se cum feminis ante dila- 
via», at lade esse aatos gigantes aaspicatur. Cf. Clem. Ree^gnn, /, 29. 
Chryt, in Gen, 6. homilia, 

t) TatiatiüM e, Graee. e. 15 : *H rdSv 6aLfi6ve}v vnottraoig ovx ^/fi- 
fuxavoiag tönov, J&an, Damase, de fide orth, II, 4. 

n) Jutt. Apol. iL c, 5. Athenag, Legat, <?. 26: Ol fihv neQi t& st^iolH 
avrovg ^Xxovteg ol dat^Gvig tldiv, ol 7iQoat€xrin6tSg t^ anh ttav hödtav 
aXfiaxi xaX Ttevta neqiXixfjitop^ivoi' ol 6k d-eol, (og iötiv ix Trjg xar ctd-^ 
Tovg lüjoqtag Mivtti, ävd-Qotnoi ysyovecaiv, xai rovg fih> öaCfiovag tlvai 
Tobg invßativovrag roCg ovo/uaai, ntcftig 17 ixdatov ivigyua. Teftui. 
^poi, e, 22 : Aemulaatur diriaitatem, duitt furaBtur dtviuBtlaatm. Orig. a. 



176 DntoUilt. ^ptätUt Xi^toloilt. B. 

f{(^ bie IBeft^toirung ^Brfefttrt am tängfien aU gemeinet fBxani^,^) bk 
9litfi(!^ten baruSet [(^koanüen but(!^ bie bibUfd^e Öberlieferung auf bet 
einen / bun^ bie 9LuftHxuuQ befonberd bet gtie^if^en ^tjte auf bet 
anbetn ®eite.^) (Sine bogmatif(^e SSerSinbung bed ^eufetS mit ber Qt^ 
(5fung tt)urbe ub(i(^ [§. 149], bo(^ ift bet®Iaube an ben teufet nii^t 
in ein Sefenntnif aufgenommen unb nut im allgemeinen jut a^oflo« 
(ift^en Übetttefentng getec^nrt »otben^'') unb obmo^ but^ bad ^mt 
bet (Stotcifien bet ®ebanfe an bamonifc^e ^aä^t ftd^ gteid^fam petfdn- 
(i(^ batfleUte , ben iDamonen ni^t nut ^nfec^tung unb S^etfuc^ung, 
fonbetn au(^ (eib(i(^ Abel aliet ^tt jugef(^tieben koutben -J) fo ilith 
bo(^ au(^ bad aSetttauu; baf ein S^tiß ma(^tiget fei ald bet Teufel/) 

Ceh, y, 5 : Ovx ^QÜiv [Kikaog] ort ro rmv 6aifi6v(ov cvofia ovS k (li- 
aov iarlVf tl^g rh tmv uv^gtiintav ail cf' fn\ röSv ipavlcov ^|ai tov na- 
Xvt4qov atifiarog 6wd(itiuv rdaaixai, Minun. Fei. Oci. c. 26. Tertull: 
de ao. c. 1. 39. Apolog. e. 22. cf 46. j4vg. de Civ. Dei. VIII, 14. — Heil, 
de angf* nialoniiii 8. dnemoniorom coUn apad gentiles. [Opascc.p. 5S488.] 

v) Orig, e. CeU, Flly 4. [Jalfiovig] ovg ovx ollyot /^fartayoiy anehnv^ 
vowii TÜr naaxovteav, avvovdivl n€QtäQy(p nal fiayutfp rj (pagfjiaxevrue^ 
nqdyfjiari, dXla fiovr^ €vyj xal bpx^aiaiv anXovatiQaig t xal oaa av 
dvrairo TtQoadyuv änXovöreyog avO-gotnog, ^g knlnav yaq tdiürat %o 
roiovtov ngdtjovat. Minueii Fei, Oetaviue e, 27 : Adjarati [daeniooes] 
per DeuB venun iaviti iiii8en8 corporibos iobaere8coot [iohorrescaat], et 
vel ex8iliiiot ttafim, vel eraDescaDt gradatim^ proot fidea patientis ad- 
jnvat, aat gratia eurantit adspirat. Tertul. Apolog. c. 23. 

io) On'g, in Mt tom, 13 : [T. 11 I, p. 577.] 7« r^o l ukv (fvaioloytirto^ 
aav, ate uri^k axad-aqxov nvtvjna thai vofiC^ovr^g [Mt. 17, 15 Sft.], otlXa 
atafiartxov av/unno/na' ^fietg dk oi xal r<^ evayysllfp niajevovrsg, ou 
rh voatifAa xovto dno nvivfiarog dxa^dqjov iv roig nda^ovoiv «uro 
^itaQilrai ivegyovfievov, Aug.deeceLdogmal. o, 83 : Daemooesper ener- 
f icam operatiooem ooo credimus tubstantintitcr illabi aninae, sed appli- 
ealione el oppretsione uoiri. Philottorgii Hi$t. ecc, FIII^ 10 : VlaroQil] 
S-edaaö&ai tloauötiviov iv iatQixn dianginovra' X4yHv «T* avxov ov» 
oQti-togt ov^l ^aifA.6v(ov inid-^au xovg dvd-Qoinovg ixßaxyevead^ai, {rygm 
Si Ttvtov xaxo/vfilav tö nd&og i^yd^iOd-atf fitf dk yaq etvai to naqaTiav 
ta/vv daiuoviav, dvd^fjtSjKov (fvaiv infiQidCovaav, Psellu», de operat. dae- 
monum. Par. 615. Noriinb. 83S. [Slu^jUg in b* ^tiiu )« 93efdtb. b* Detiu 
iDenfen«. ^. K 4. 17. 18.J 

x) Orig, de prine, pra^. c. 6 : De diabolo et aogelis ejus coDtrarii8- 
qüe virtotibo8 praedicatio eecle8ia8tica docait, qaooiam snotquidem baec: 
qoae antem 8iot aut qaomodo siot, ooo satis clare exposait. Apad pluri- 
mos tameo ista babetur opioio, quod angelus foerit i8te diabolus et apo- 
8tata effectas quam plorimos aogeloram secuni declioare per8ua8erit, qai 
et nunc usqae aogeii ipsiua naocopantar. 

y) Justin, Apol. /. e. 5 : ^aifioveg wavloi iniifaviCag noirjad/MBrot 
xal ywaixag ifioCx^-VOav xal naldag oUtpd-Hqav xal (foptjTQa dvd-QW- 
noig idet^av. Aug. de divin. daemon, c, 5 : Accipiuat saepe potestatem 
et morbo8 immittere, et ipsum aerem vitiaodo morbidum reddere, et per- 
verais atqne amatoribas terreDornm commodorom malefacta suadere. 

%) Hermae Pattor , Mand. FIl : Diabolum oe tiineas, timens eaim Do- 
minum domioaberis Uli, quia virtus in eo nalla est. Cyrill. Hier, Catech* 
XJIJ, 36 : [o crav(^g] atifieiov martSv xal (poßog daifiovfov. 



3.?e^rfi. 2. «n^ang. (Sngel unb Teufel- §* 132. 133* 177 

uttb ttur in ber oufgcreigten $l^antaf!e öon ginfleblettt unb SRSiKi^cn 
»arb eö Smp mit bamonif(]^en X&mpfm. 

§. ISS. £e(re itnti (Blaute ht9 m\tttimtt9. 
3)ie eine [(^ola^tifd^c 9lwffaffuiig cntl^ält bie ^)atrijWfc]^e, ttjcnig fort? 
geBitbete fecrliefening* ®ic Sngel ttjerben gebadet aö gugleid^ mit 
bcr fid^tBaren SBelt flcfd^affcn/) unb l^ierburd^ flnbct biefe ^tf)xt if)xt 
t^fiiweifc (Stettung im (Softem* 3)ie SRetnungen fd^ttjanften, ob bie 
guten @ngel burd^ naturlid^e Stxaft ober burd| l^injugegebene ®nabc 
bem 9faÜe iriberfianben.'') 3)ie aSefejiigung burd^ bie ®nabe naä^ bem 
Jade ber geringeren 9lnjal^t entlfealt bie UnmiJglid^fcit ber @ünbe, ni(^t 
burd^ 2luf^ebung, fonbem burd^ Kräftigung beö freien ffiilCenÖ^'') bie 
no(^ toad^fenbe ffiottenbung ijl baburd^ nid^t au0gef(^toffen -/) offne 
Sragt Blieb/ ob biefe SSefefligung unb 93efeligung burd^ ein öor^ergel^en» 
M Serbien^ Bebingt fei?") bie Unterfd^eibung öon cognitio matutina 
et vespertina »urbe l^ergeBrad^te Äe^rform/) 3)ie neue fd^olajlifd^e 
Sluffaffung, toie fie Bei ^l^omaö auÖgeSilbet vorliegt, aud^ bem aÜ^ 
gemeinen ^uöbrudfe ber 4» Sateranf^nobe entfprid^t, ijl bie QSorpettung 



a) Thomas P. I, Qu. 61. Jrt. 3 : loveoitur duplex sanclorom doctornm 
sententia, illa tameo probabilior videtar, qood aogeli simul cam creatara 
eorporea suot creati. Sunt eoim qnaedam pars universi. Nnlla autem pars 
perfecta est a suo toto separata. Nod est igitur probabile, ut Deus, cujus 
perfecta suut opera, creaturam aDgelicam seorsum aote alias creaturas 
creaverit, qnamvis coDtrarium noo sit reputandum erroneum. ä^rg. nt. g. 

b) Ib. Qu, 62. Art. 3 : Quamvis super boc sint diversae opiniooes, qui- 
bosdam dicentibus, quod creati siot angeli iu naturalibus taotum, aliis 
Tero, quod sint creati in gratia: boc tarnen probabilinsvidetor, tenendum, 
qnod faerunt creati in gratia gratum Jaciente. Inclinatio gratiae non im- 
ponit neeessitatem, sed babens gratiam potest ea non uti et peccare. 

c) Lombard. L. //. D. 7. A : Angeli qui perstiterunt, intantum con- 
firmati sunt per gratiam, quod peccare nequeunt. Mali vero per malitiain 
adeo sunt obstinati, quod beneveile non valent. B: Sed cum nee boni pec- 
care possint, nee mali bene velle, videtnr^ quod jam non babeant liberum 
arbitrium, quia in utramque partem flecti non possunt: tarnen ntrique ba- 
bent liberum arbitrium, quia et boni non aliqua cogente necessitate^ sed 
propriavoinntate^ per gratiam quidem adjuti, bonum eligunt, et mali spon- 
taoea voluntate, a gratia destituti, malum sequuntur. 

d) Ib. L. IL D.n.D. Thomas P. L Qu. 62. Art. 9. 

e) Lombard. L. IL D.h. G: Quibusdam placet, quod beatitudinem me- 
nieriot per gratiam, quam in confirmatione perceperunt, simulque in eis 
Beritum et praemium fuisse dicunt, nee meritum praecessisse praemium 
tempore, sed causa. Aliis autem videtur, quod beatitudinem, quam rece- 
peniDt in confirmatione, non meruerint^ sed praemium praecessit merita ; 
et hoc mihi magis plaeere fateor. 

f) Thomas P, /. Qu,bS. Art.ß: Sicut in die mane est principium diei, 
vespere autem terminus : ita cognitio ipsius primordialis esse rerum diei- 
tar cognitio matutina, et haec est secundom quod res sunt in Verbo. 
Cognitio autem ipsius esse rei creatae^ secundum qnod in propria natura 
eonsistit, dicitur cognitio vespertina, nam esse rerum flnit a Verbo sicut 
t quodam primordiali principio, 

^Dogmatil. 5.9ttfl. 12 



178 £>iito(ogie. e)>edeOe 3:i^eo(oflie. B. 

Wr Cii|e( t(l teilt geirrt Sefen,«) fo \>a$ an bie ®teUe ber )potü^ 
vD^t^ifc^ 3)at^fUung eine ^ecuktiott tritt JtSer bie 3ußanbe eint« 
bimi^ud uhtxfinnlii^, unb bo(!^ enb(i(^en ®ei^ed« 9lur tviefem bie 
(Enget ben Otenfc^en etfc^etnen / Bitben fte ^ einen Mxpex, totUin 
bie gn bem beflimmten (Befc^fte n5tl^igen Functionen be^ ftnnß^en 
Seiend ))erri(^tet.^) ®ie {tnb immer an einem Befiimmten Orte, aber 
niä^ raumer^Uenb/ fonbem nur tviefem il^re 3!l^tig!eit auf einen h-- 
^tinmten (Begenflanb gerichtet iß.') @ie Ben^egen fic^ oon einem $un!te 
jum anberU/ aBer nic^t xoie Mxptt burc!^ Mn^, fonbern mittele Blo^ 
fen9Bi((en0acted, ba^jeitlol.^) Sie f^re^ unter einanberBto^buri^ 
ben (Bebanfen raum(i(^ unBefc^ranft/) unb ßel^n fo l^o^ uBer aUtx 

g) Cone. Later, IF. e, 1 : [Manst T. XXII. p. 982.] D«us creator omDiom 
iBmifcilinn et TisibiliiiB, spiritnaliiuii et corporaiinm, qai saa omaipoteDti 
Tirtate timtti ab initio tenporis atranqaede oibilo coodidit creataram, jpi> 
rituaUm et eorporaiem, angelicam videlicet et mundanam ae deinde Au- 
manamj quasi commonem ex spiritu et corpore constitatam. Thomas P.L 
Qu, 51. Art. 1 : la qaocooqoe genere inveDitur aliqaid imperfeetniB, opor- 
tet praeexiatere aliqaid perfeetvai ia geaere illo. Saat igitnr aliqaae sab- 
•taotiae perfecte iotellectaales, ooo indigeotes acqairere seieotiam e seD- 
aibilibus rebus. Noa igitaroBoessubttaatiae iotelleetaalessaatiiDitaecop* 
poribos^ sed aliqoae snot a corporibas separatae, et has dicimas aogelos. 

k) Ib. Art. 2 : Qaidan dixeroot aageios Danquam corpora assomerey 
aed omaia qvae in Scriptaris diviois legantar de apparitiooibos aDgelonua 
eoatigUse in vUione propbetiae h. e. secODdani imaginatiooem. Sed hoe 
repogaat iateationi Seriptarae. Aageli ooa iodigeot corpore assomto pro^ 
pter seipsos, sed propter oos, nt familiariter com bomiaibos cooversaDdo 
denoDstreat iDtelligibilem societateai, quam bomiaes exspeetaat cum eis 
babeadam ia fatara vita. — Licet aer io saa raritate maaeas aon retiaeat 
figaram neqae colorem, qoando tamea coadeasatur, et figarari potest, 
sicat patet ex aabibns. £t sie aageli aasanmat corpora ex aere, coadea- 
saado ipsam virtate diviaa. 

i) Ib. Qu. 52. Art, 2 : Virtas aageli, qoia fiaita est, aoa se exteadit ad 
omaia, sed ad aliqoid aaam determlaatam. Uade cum aagelas sit in loc^ 
per appUeaiionem virtutis suae ad loeum^ seqaitur, qaod aoa sit ubiqne 
aec in plaribos locis, sed in ano loco taatam. Qaidam imagioationem traa 
sceadere aoa valentes cogitavemat iadivisibilitatem aageli ad modom iadi 
visibilitatis paocti. Et ideo credidernat, qaod angelus noo posset esse ais 
ia loco paactali. Sed manifeste decepti snnt. Nam punctam est iadivisibil 
babeas sitom, sed aagelas est indivisibile extra genas qaaatitatis et sito 
exiflteas. (Jade noa aecesse est, qaod determiaetor ei aaus locas iadivisi^ 
bills aecoadum sitara, sed vel divisibilisvel iBdivisibiiis,vel major vel mi^ 
Borj secQodom qaod voluntarie applicat suam virtutem ad corpus maja^ 
yel miaas. Art, 3 : Dao aageli non saat simul in eodem loco. Ratio est^ 
qoia impossibile est^ qaod daae caosae completae siat immediatae nnios ej 
ejosdem rei. ^bte toie Oceam, Quodi. Qu. 4. geß^n bod 8e^tre gu* j 

k) Thomas P. I. Qu. 53. Art. 1. et 3. 

/) Ib. Qu. 107. Art. 1 : Ex boc, quod conceptas mentis angelicae or^ 
diaatar ad maoifestaadam alteri per volaatatem ipsias aageli, coacepta^ 
meatis onias aageli ianotescit alteri. Et sie loqaitar nnas angelaa alteri^ 
Blibil est eoim -säiad loqoi ad alteram, qaam conceptom mentis alteri ma^ 
aifestare* Claaditar mens bomiais ab alio homine per grossitiem corporis^ 



3*8e^r|i* 2.^n1)anQ. gngel unb Ztn^ü. §♦ 133» 179 

ntid^en (5mt)flnbitng/ ba§ an bte @(!^u^engel fet6{t bet ^c^rnnj bei 
itgeful^Ö nid^t hinaufreicht.") 3m äJotflgtauben erfd^einen gnget 
©fUen Bei fffinnbergefd^idfeten, bo<^ flel^en fie ttjeit l^inter ben »^eiligen 
mi, il^r aiei)rafentant in ber SSoIf ööerr^tung iji 3Ki^aeU — ®ie 
olaßifd^e ^el^anbtung ber SDamonenlel^re iß ber Überlieferung unb 
n aSoKIglauben gegenüber fajl nur abmel^renb unb rationalifirenb* 
^omal ermeift aud ber 9{atur bed ©eifted^ baf bie eigenttid^e ©ünbe 
cMnwnen nur J^oijmvitf) unb 9Zeib fein fönne,") für ben SSottls 
ittben an $eufetefijl^ne fanb er mit ttjunberlid^em ©d^arffinn eine 
iturlic^e iDeutung.**) @ubjiantiette ginmol^nung mirb öemjprfen unb 
ir 93erfu(^ung jugefianben, burti^ 3utaffung ®otteö gur Übung ber 
!mf^en, fo ba| ani) bie 3!eufet nur aU Wiener ©otteö erfi^^einen^^) 

sie com etiamvolnotas ordloat conceptum mentis ad maaiFestaDdam al- 
ri) noD statim cogaoscitar ab alio, sed oportet aliquod sigoom seasibile 
ibibere. Hoc autem obstacolam ooobabetangelas. Art.\i LocotioaDgeli 
I iotellectaali operatione consistit. lotellectualis autem operatio omoioo 
totraeta est a loco et tempore. In eo, qood est omniDo abstractam a loco 
t tempore, aihil Operator neque temporis diversitas, oeque loci diversitas. 
m) Thomas P. I, Qu. 113. Art.li Angeii neo dolent ueqoe de peccatis neque 
epoeois homioam. Tristitia eoim et dolor secundum Augustinum oon est 
isi de bis, quae cootrariantur voluntati. Nihil autem accidit in mnndo^ 
^•d Bit coDtrarinm voluntati angelorom, quia voluntas eorom totaliler 
ihaeret ordiui divinae justitiae. Nihil autem fit in mundo, nisi quod per 
Ktlnam jostitiam fit aot permittitur. 

n) Ib. Qu. 63. /4rt. 2 : Peccatum in aliquo esse potest dupliciter. Uno 
lodo secundum rea^m, alio modo secundum effectum. Secundum reatom 
|iidem omoia peccata in daemonibus esse contingit, quia dum bomines ad 
nnia peceata inducnnt, omnium peccatorum reatum incurrnnt. Secun- 
lim effectum vero illa solum peccata in malis angelis esse possunt, ad 
[tae coQtingit affici spiritualem naturam. 

o) Ib. Qu, 51. Art 3: Sicut Augustinus dicit, roulti se expertos vel 
^expertis audisse coofirmant, Sylvanos et Faunos, quos vulgus incubos 
^at, improbos saepe exstitisse mulieribus atque earum expetisse atque 
fregisse concubitum. Unde hoc negare impodentiae videtur. Sed angeli 
^i Dullo modp sie labi potoerunt. Unde per filios Dei intelliguntur filii 
^tb, qoi boni erant. Filias autem hominum nominat Scriptura eas, quae 
Itie eraot de stirpe Cain. Si tamen ex coitu daemonum aliqui interdum 
■icaotur, hoc non est per semen ab eis decisum, aut a corporibus assum- 
sed per seroen alicujus hominis ad hoc acceptum, utpote quod idem 
koD, qui est succubus ad virum, fiat iocnbus ad mulierem. 
p) Lombard, L. IL D. 8. E : Quod in bomines introeant atque ab eis 
lUi exeant, Evangelium aperte declarat: sed utrum secundum sub- 
itiamfuerint ingressa, an propter malt effectum dicantvr ingressa, 
adeo perspicoum est. [9{a(^ Zitaten aud StugttDin itnb ISBeba*] Meutern 
lioisjoxta substantiam nihil implere potest, nisicreatrix trinitas: tan- 
^nodo secundum operationem et volnntatis instinctum anima de his, 
ke SQDt creata, impletur. His auctoritatibus ostenditur, quod daemones 
^bttantialiter intrant corda hominum , sed propter malitiae effe- 
it; de qaibus pelli dicnntur, cum nocere noo sinootur. Thomas P. L 
Hl. Art. 2: Solus Dens ^efficaciter potest movere voluotatem, aoge- 
anteii et homo pw modum suadentis, Qu, 64. Art.Ai Bonum kominia 

12* 



180 Ontotogie. SperieOe 2:^eo{osie. B. 

9BfT in bni<(^<r)ni ber germanift^n unb flabifc^en a36(!et ^atte fl$ ein 
inniger unb f(^uerti(^ @(au6e an bamonif(^e ®ema(ten begrünbet^ 
meniget (in S)amonenBefl(}nng , a(d an 99unbni^ nnb ^u^{f(|aft mit 
bem teufet. 3ng(ei(^ eri^ieU bie aJoß^orfleUung bttr(^ bad StibrnffO 
ber alten / im IDämonenre ifte untergegangenen ®5ttern)elt loa^r^aft 
inbbibuette 3nge , unb bal fBoit in feiner gemitt^Iic^en Jhaft cc^o( 
^ä^ ihn bie eigne gen>a(tige 9ngfi bur(^ ^offenl^afte ßr^a^Iungen m 
einem betrognen Teufel« 9lber am 9udgange bed SRittelalterd Beganij 
ber t^enprocef.i) 3)a6 Somitium ))on Orient ^at nur gelegmtlti^ 
jurSmpfe^lung ber@aaamente, bo(^ in flarfen 9udbru(fen be9S3oI!§< 
g(auBenl pon berberb(i(^en 9{ad^{teUungen M ^eufete gef^ro(^en/) 

f. 134. Cttmielif^e ftir^oUe^re «vi alt^mteHantif^e ^ogmotiler. 

JDer (Sngel toirb nur gelegentlich aÖ ^utfcei(^er fficfen fjl^m 
Orbnung gebaut, bie ni(^t §u öerel^ren flnb, ■) unb bei ©elcgen^cit bc 
«^eiligen über bie l^ergebra^te ®ntl^eilung ber cognitio geft)JttfIt''^ 
%u(^ über bie IDamoneU/ in (Ermangelung M @treitpun!ted; fein U 
fonberer «rtifel, aber n?ie »u tl^ er bie gange $oefie bed SJolWglauBe 
in f!(^ trug, unb fle jleigemb atte«, »aöfld^ il^m entgegenfejte, inb 
$erfon bed ^leufeld gufammenfa^te, gegen ben au(^ ber @nge( @(^u( 
obtt)o^l er nic^td Pon ben ilraumereien bed ^ion^ftud »iffen »odtei 
i^m eine ^ebeutung ^atte: fo ift biefer ®laube au^ in ben lut^etu 
f^en^^mbolen ^ieunb ba gu fflorte gefommen. 3)er 3!eufclii)iT8 
gtoar bur(]^ ®otte« SBort ubertpunben, aber außerhalb g^rijlo iM 
unfer ®ott unb l^at bad SBer! ®ottel in ber SRenfc^l^eit greudi^ m 



dopUciter procuratar per divinam provideDtiam. Uno modo directe: doi 
•liquis iodacitur ad boooin et retrahitur a malo, el hoc deceoter fit pei 
aagelos booos. Alio modo indirecte: dam aliqois exercetur per impogoi 
tionem cootrarii. Et baoc procoratioDem booi huroaoi convenieos faitpei 
malos aogelos fieri. Qu. 114. ArtA : Impvgnatio ipsa ex daemoDomina 
litia procedit,qui propter iavidiam profectam boroioam impedire oitaotor 
Sed ordo impugnationis est a Deo , qai ordinate novit malis nti ad boii 
ea ordiaando. q) j(®ef(^* §. 193. 261« 

r) Sess.Xir.c. 1 : Etsi adversarias Dosteroccasiooes peromoemvita 
qnaerat et captet, at devorare aaimas aostras qnoquo modo possit, dqIIu 
tarnen tempus est, qaovebementias ille omnes suae versotiae nervös iDteaJ 
dat ad perdendos nos penitus, et a fiducia etiam, si possit, divioae miseri 
cordiae detarbandos, qaam cum impeodere nobis exitom vitae prospicit. 

a) A, C, p, 224: Hoc largimar, qnod aogeli orent pro nobis. Exsti 
enim testimonium Zachariae 1, 12. Cat, min. p.ZSZi Tnas sanctisaogo 
las sit mecam, ne diabolas qaidqaam in me possit. ^.5.;». 311: — taind 
iode non seqaitor, aagelos a nobis esse invocandos^ adorandosy jejooii^ 
feriis, missis, temploram fandationibas et aliis modis honoraodos nt paj 
tronoset intercessores, atPapistae faciunt, bocenim idolatricuffl est. Cai\ 
min. p. 395. v. 16. F. C. p. 719. v. 6. 

b) A* C,p, 222 1 : Dispatant de matutina et vespertina cognitioae, fo^ 
tatsis qaia dabitant, ntmm mane, an vesperi audiaat. \ 



Z.itifxft. 2Mnf)ani. engcl unb ^eufeL §.134. 181 

mUn, Bctoirft bie f ir(^ti(i^m SMi^Bräu^e, ^) fu(!^t aUe« ju l^lnbern 
m9 toir bon ®ott bitten, öcrurfac^t toeltlid^eö Unglücf attcr %xt wnb 
i5btft bie aWenf^en auf manä^exUi SBcifer) bod^ lafit fl(^ aud^ ein 
öunb mit il^m f^liefien. ^^^ « f 1 1 w 1 1^ c r i f (!^ e n 3)ogmatif er füi^ten 
mit biefem boIfdtl^ümUd^en 3n^a(te tDieber bie fd^olaftifd^e (SpirituaUtat 
Wer bie 0lotiir ber Sngel gu berbinben, «) mit flc^ unb unter cinanber 
nic^t einfiimmig über ben urfrrüngtid^en ^ttlid^en 3«fi<ittb, in tvtlä^tm 
bergallbeö einen3:^eitt gefd^al^.^) 0ia^bemgaUe raffen fie beibenSl^ei^ 

c) A, C. p, 85 : Christas vicit diabolam et dedit nobis promissiooein 
et Spiritum Sanctoin, at auxilio divioo viacamus et ipsi. — F, C. p, 667: 
Extra Christum diabolus est deos et prioceps noster. p, 648: Quod na- 
tora hominis corrapta est, qaod cogitationes, verba et facta ejus prava 
tont, hoc originaliter et priacipaliler est opus Satanae, qui per peccatum 
•pns Dei in Adamo miserabiliter corrupit. 

d) A, S. p. 308 s : lade eveoit, ut cacodaemones malitiam saam exer- 
eereat^ et ceu animae defunctorum apparerent, missas, vigilias, peregri- 
latiooes exigereat borrendis mendaciis et lodibriis. Quae omnia oportuit 
■OS pro articulis fidei recipere. Sic scilicet satanas Papam dementavit, ut 
ista liodaret et stabiliret. p. 315 : PatetPapae dogma repraeseotare ipsum 
iiabolum^ dum mendacia papalia de missis , pargatorio, mooastica vita, 
«peribus propriis et caitibns fictitiis sopra et contra Deom urget, etomnes 
ehristianoft, qui bas Papae abominatiooes sapra omnia praedicare et ho- 
Dorare nolnnt, damnat, trucidat, excruciat. 

ej Cat.maj,p,bZl s: Diabolus omnia, quae oramus, sammo studio im- 
|edire conatur, oerope Dei nomeo, regoum et voiontatem etc. Nam diabo- 
lus com noö taatum mendax, verum etiam homicida sit, nunquam non no- 
\\% iosidiose neeem machinatar, ut aoimo suo morem gerat nobis in peri- 
eolosos casus praeeipitatis aut damno corporis aflfectis. Inde fit, ut com- 
plares fracta cervice perimat, roultos immissa insaoia rationis usu privef, 
loonuilos in undis submersos suflfocet etc. p. 525 : Haec omnis ejus est 
jCogitatio et desiderium , nt haec omnia^ quae a Deo impertita habemos, 
laobis anferat. Neque centeotus est, rerum spiritoalium procura tiooem 
foede contorbare , ut aoimas nugis suis seductas suo imperio subjiciat, 
Terom manibus pedibusque obstat etiam, enixe studendo, oe qua in ter- 
rii exteroarum rerum administralio, aut civilis Status, booeste et pacate 
iostitutus, dia coosistat, unde tot passim lites^ jurgia, caedes, motus^ se- 
ütioaes , tumoltus et bella concitat. Insnper tempeitates et grandines 
emittit e nnbibus, aut contagione pecus inficit, aut corrupto coeii tractu 
|terem reddit pestileotem et tabificum. 

I J) Ib, p, 405 s: Huc pertinent etiam illi , qui cum diabolo foedus in- 

eoDt, ut eos ampliter ditet, aut amicarnm compotes faciat, aut pecus a 

eoDtagione servet incolnme, aut rem perditam restituat, cujus generis 

SQot iocantatores, venefici et magicarum artium periti. 

I g) Hollaz p, 374 : Angelt sunt spiritus fioiti, completi, conditi a Deo, 

iotelligeotes, voluntate liberi, et ordinati ad obeundom grata Dei roiniste- 

fia. p, 377 : Sunt spiritus omnis materiae expertes. p, 381«: Attributa 

negativa: Indivisibilitas, invisibilitas, immulabilitas, immortalitas, illo- 

eaUtas. Afßrmativa : scientia, volantatis Überlas, poteotia, duratio aevi- 

terna, ubietas definitiva, agilitas. Sunt angeii in ubi deßnitivo, quoniam 

pro lubito certom sibi defininnt spatium, io quo toto snnt toti et toti in 

, ^nalibet spatii parle, propterea quod essentia eorum est indivisibilis. 

h) Quenst,P, /.p.446 s: Qaoad originalem statum angeii omnes initio 



1(S Ostebgie. eyccicOe S^Iogie. B. 

Um mr gctvtfegrriM $ *) M 9rfrfK§mid bcr gut» Qfiidfl and (Bnabe« 
Ud^ n 9qvg «sf t^ Wmr««f etm^^fdgfrtt.^) S)tf altte^mnit 
(U|e Vmh€tni§ Kr ffn^H »ti:% dauert, ') i<^ 3a^( imofilm militäiifd 
Uxtdißet, ") fou atan^^ amb 9ff(^fti=OTbiratt9 {Unit angenommen 
Udf nbcftaMt gdflffnu ") Sir e<6(aiigf im ^orabied not bom $eufc 
kfeffnu *) ^tf !^4mraai ttf^woi t^« geizig, t^ettt UtBIii^ ))on bei 
aHrnfc^ ^MH, ') rrfc^diiai «U «efpcn^rr, *>) botaufc!^ Jhnbfrmi 

tant ae^aaliter k^mi et sauett «De« c«adiU. — CoatflU Ubcd seit aagel 
•4 ^••lOB •< at«lasi mormU imäißitremieSj aaa velle baaoai et oolle ma 
lam et riec Ten« aalle beaan et Teile aialaai poteraat. Holla» p. 3S4 
Statas mri^^mlU est stmtms grmtime^ ^aeai ia priaa creatioae per gratiii 
Crrataru oaiacs aafeli saat aaeti. Statas mrigimmlem seeutus est vel fk 
rise vel auseriia«. 

i) QuemsL P, /. p, 447 #«.- Saat aagelaraa eerta aiosieitfa obserrai 
4a : 1) eremiiomiSj 2) per/eetiomis et ä^ocümtu, 3) eoi{/lrmaHonü et ob- 
ämraiMnis, qao alii ia b«ao coainaati aaiplias ikk' ao« posstmty alii ii 
■alo ob4arati ^ea« ager€ mtqmeumt* Lik^rtm* aag^alis boais eoapetit < 
coaeti^ne exertitn, ^aae est iater Teile et aaa Teile, agere et ood agere 
aeeaoa libertas faaedaa speH/irmiiauis^ ^ume est iater hoc et ilM b« 
aaa libere elig eadaai. p. 455 : Valaatati aliqaa post lapsaai mtnsii Ii 
b€rtms a coaetiomt^ eontrmäietimns iater Teile et aoa velle, Sfpere et not 
agere, aeeaoa libertas qaaedaai sp€c\/UmtioMüj qaae est ioter boc et illit 
■alaai libere eligeodaai. 

k) Qmemsi. P, L p 479 : Caasa caaf naatioais aofelonua id booo doi 
est absalatan aliqaad Dei deeretaa, aee allaai iaterveaieBS merltiB, sei 
sola grataita Dei boaitas, obedieatiaB aageloraa altra coadigoam DBoi* 
f ceatissine reaaaeraas. l) Holims p, 395 : Aagelos sab visibili forsi 

ia V. T. a patribas eaaspeetas, voealas Jebovab, descriptas ab attriM 
et aperibas sali De« prapriis, ealtaqae diviao boaaratos, feit aagelas ii* 
creatas, aiairaa Filias Dei, fatarae saae iacaraatioai praeladens. 
m) Gerhard Seet. 18. §. 78. ttoUa%p, 384. 

n) Quenst. P. 1. p, 450 : Ordiaea et distiartieaea iater bonos ao^» 
las a Deo esse stabilitan ad evitaadam eoBfasioaen baod gravate adnit 
tiaiofl, t%w vero detenaiaate aovea ordiaes sea cboros , de qaibai ei 
Pteudo-Dionyiio Artop. seboUstici raoltis pbilosopbaatar, at ineerta el 
falsa repadiamas. Uolla% p. 390 : Ang eli boai officia saa expedinnt corai 
Deo eonsüUmdOy boaiaibas piis astUtendo atqoe diabolis et hoBiaibii 
malis resUtendo, Uaicaiqae bomiai peculiarem angelum tutelarem^ 4"' 
eam ordioarie abivis loeoram et qoocnaqae tempore comitetar, aDeof<'< 
assigaatem, pro certo affirmare baad licet. 

o) Quentt. P. II* p, 52 : Caosa iastrameotalis [peccati] serpens eit, 
isqae veras et aataralis, sed a diabolo obsessas. 

p) Hollaz p. 400 Mt: Obsessio diabolica est duplex, MpirituaUt t\ cot' 
poralis, lila est, qua diabolas aDimos bomiooni iropioram excoecat, pcssi- 
lais coasiliis iostrait, eosqoe qoasi laqoeis captos ad volaotalem so»" 
daeit. Haee est, qua spiritos imparas, perinittente et peccata antegressi 
viodicante Deo, corpora boaiiBom iogreditnr, iotra eadem secuadoDSob- 
staDtiam babitat et in illis Operator. Sigoa obsessioats corporalis i^^*' 
seotar yaria, qaoroni qoaedam obsessis soat propria, qaaedam melaacl*' 
licis, ecstaticis et pbreneticis coainiooia, ideoque dod disjoactim, sedcoB' 
jooctim sameoda saot, ne gravi bas aiorbis affectos pro obsessis habeaoo** 
Jndicia saat: 1) Lioguaram peregrinarom atqae discipliDamm notilü) 



3. itf)t^. 2. ^nf)an%. @ngel unb Teufel. §. 134. 183 

ffif^fclBälgen j ') bo^ ijl i^re ffiir!fom!eit burc!^ bie SJorfe^ung Je* 
f^ränft unb gerrld^t jur SSerl^enttd^unö Ootte«»*) 3n ben refor* 
mitten <S^mto(enifl jtoat ber ®Iau(e an @nge( unb 2)amonm 
au0geft)ro(^en, bo^ ol^ne fcefonbteö Snterejfc unb o^ne ble^d^auber M 
SSolf ^lauBcn«. *) Satöin l^at attcö ^l^antapif^e unb ^^ecutattoe 
in biffer 2tffxt guriidgctoiefen, bcn ©(^uft ber Sngcl blo§ alö eine gött* 
lic^ ^ccontmobation an unfre ^ä^tvaä^fftit angefe^n unb nur bie m5g< 
K(^^ s>ereinfad6ten JJil^atfa^n ber Biblif^en a3orflettung0tt?eife juge* 
Rauben.") 5Die reform irten SDogmatüer finb im 17* 3a^rl^. auf 
bie l^ergeBrad^te bogmatifi^e 6^ecutation eingegangen. "") 



snllo studio comparata. 2) Occnltorum et fataroram scientia atqne maDi* 
festatio. 3) Loqtteia aperto ore, absqae debita orgaoornm dispositiooe facta. 
4) Avicnlarum, ovium, boam, porcorum, ursoram repraesentatio. 5) Ro- 
bor plus quam haroannm in portaodis oneribus. 6) Blaspbemiae horreudae 
io saDctissimnm Dumeu eructatae. 7) Agillima corpornm didactio siae dis- 
tolotione eompagis corporis Lc. 4, 35. 8) Gestus et actus impnri^ saevi, 
terribilea, v. g. spumaot interdnm ore, frendent deutibus, abjiciuot se m 
4(|aam, in ignem, mortem sibi coosciscere nitautur. 9) Gravis vexatio intus 
invisceribus et partibus corporis veotrisqueiDtumescentia. 10)Cessatio8en- 
snomet facnltatis locomotivae Mt.15, 22. Lc. 8^ 25 ss. Antidota praesentis- 
tima sunt preces et jejanium. Mt.17,21. Dorschaeus,Ae borreoda et mise- 
rab. Satanae obsessiooe. Jeo. ed. 2. 720. 4. Sr^^ofmanit; )>ernunfts unb 
Wriftgem* fQttta^U »♦ b^SBirfung, maä^i u.®ett)aU b.2;ettfeU @ot*749* 

g) Hollaz p, 402 : Cacodaemones bominibus iliudere spectris sacrae 
literae doceot: Jes. 13, 21. 34, 14. Sap. 17, 3 s. Mt. 14, 26. Lc. 24, 37. 
Spectra qod suot animae defnoctornm. Profligaotur fide iavicta, precibus 
ardeotibns, seria vitae emeodatione^ patientia constauti. 

r) Jb. /).483: Angeli non possant geoerare. Dicis: Dantur campsores, 
qai adeo monströs! sunt, ut nnllum alinm nisi diabolum patrem babeant. 
Resp. Partus moostrosi sunt a natura in geoerando aberraote vel defi- 
ciente. Quidam campsores non sunt veri bomines, sed spectra diabolica. 
Qoidam campsores geoiti sunt ab bominibos obsessisvel correptitiis, quo- 
mm phaotasiam diabolns turbavit, ut deficerent io generando, qoorum 
foetns loco legitimorum liberurum diabolns potest substituere. 
t) Quentt. P. f. p. 457. Hollaz p. 401. 

t) Conf. Helv, II. e. 7: loter omnes creaturas praestant angeli et bo- 
miDes. — Docemus, angelos alios quidem perstitisse in obedientia, ac ad 
fidele Dei et bominnm ministerinm esse deputatos, alios vero sua sponte 
lapsos et in exitinm esse praecipitatos factosque esse omnis boni fidelium- 
qne bestes. ConJ.Belg. e. 12: Creavit angelos^ eosque bonos etc. Diaboli 
et cacodaemones ita corrnpti sunt, ut Dei omnisque boni sint bestes, qui 
Omnibus viribus ecciesiae ac singulis ejus membris velnti praedones insi- 
diantur, ut imposturis snis omnia destruant perdantque. 3Rit SSerbammung 
bei ^abbucäet unb S)^ani(i^aer« 

u) Inttit. /, 14, 4: Meminerimus tenendam esse unam sobrietatis 
regulam , ne de rebus obscuris alind scire appetamus , quam quod Dei 
Terbo fuerit nobis traditum. Alterum ut io lectiooe Scriptnrae iis me- 
ditandis immoremur, quae ad aedificationem pertinent, non enriositati 
indnlgeamus. Et quia Dominus non in frivolis quaestiooibus, sed in so- 
lida pietate erudire nos voluit, in ea scientia acquiescamns. Qnamobrem 
relioqoenda sunt nobis illa fjLatamfJiaja, quae ab otiosis bominibus de an- 



MdiiaU ttm^. «tu lU €(6i?Ri m Söltncli uqxfi^ faabgg 
of lar (ia SU^fta |> Ha ^;«t—lir|B«ff» Mi 4- €i^fl ßil 
X«Ba ram tu Gb^ ^ fh^ i lti« «Hkm €inBt wh gdtgtntli 
bn't&rK •nfeirtr. ^bra t« Alma Te^BUibi (alten gtgni |>li 
}■ Smin , mt\^ *tt ^evmmtt gt ihu rM^ nc nu blo^ $afgni 
uhm HnidiU^n 6r»ufn tki gtoli^a aSötngn (üUn.*) S 
9laii*B4liias4 boiwaqre M« ai^Iii^ Saftia Ma <bflrin, a 
Wa hSciri&ai nt ec^oinin «((«li »dicaigni (rfh-ittra, IhI i 
kn 4> e4nä :m ihtn n^JMt xti« , Mfect »1(1(4 aa< Um Snnüj 
k(T€(^nfMa(UniJl;eB6irrTHalarali<aa<»at(nkiats(it( 
■■Kt(, ebu k4 (ia hftmtfaKrt nti^i^K« StoamU bti Äbntn 
ttffoahä au^ji>Mtf(a.^) So^ flä) b» 9i>| 
w MAfet taaua, kai <Sni^(iBiiii3ni nnb fiülfj 
d)t Htli ja fia ai i ta ibü); ') bo nü^t fUnj 
[((hit Mnr|(( 9i>Hatgfrtt hfonkcm Sng(l<l 
n eMc fecifra ja kirfrs auiate. Su Bcijltj 

. Galua Wt ■bds^ii^ estt^ o^ttiml 

9«ibT9Ü16(ii»nttBgr{iaknJthv(nv((taak(an«[, ') ghaib viätt i 

Fctoras Mlin, >riiaibu. BalüladiK aka^M mto Dei tr*<aat>r. II: 
D«u HB Tacit bM attcuitale, faaü euere ■■(elU M^aeal, ■•■ ^»tiei . 
likcl, ipiii pnHcntii, ap«« «■■ «eI Mia aala perapt. Hbc cr^ ad loll- 
Üaa a«(iraa imheeillititii bcit. OmM tat baitiaH (eaeriba* bm tI^cbii 
circaBMdcri, icfi ialeHaa palarit, at ticpidaliaae iapleanar, aiti pr* 
M*4Bla aailr* paliae *■•• pracaasliaa appnhcadcre ■•• DaBiaaa faeiit. 
Hac ratiaa« aaa ■•4* ••« aiki carae fatr praaittit, tti >c iaaaBeT» ka- 
k«reiatcllite«,iBibai pracaraadaB lalatcM aaalraB BaadaTerit. 16: Qli' 
aiiln nteri plära de diabalii ieireT Fraant aaaaalli, ^scd aoi urdipi 
et dultBCt« lapaaa iUaa ejai^a« eaaua, aadaB, UMpai, «pecicn pliri- 
ba« laeii Seriplw* «ipaaat. Scd f aia kaec aihil ad au, Bclia« fait, si ita 
•abliMri ia IMbb, ae certc leTiter «lliaii, ^aü aeeSpirila S. digaan fiJt, 
i*aaibw bitlarü* eariMilatcB paiccra. 18: Qua Deai iBBaadoi «piri- 
ta«, praal libilaa eal, bat illac ialedit, bae regwca ita teaperat, ut fide- 
lei lagBaad* eierceaal, iaeaniaaibai ullieiteat, ac iilerda« ralacml, 
Md aaa^MB riaeaat. >J C «■ ei|t(, 9. 1. 6. 444 ff. 

oj Queiut. P. l. p- 444: Qaod liaeadaa c*atri Saddueaeat Tclerei, 
■■i aageUs Mutai ^awdaH vel tfeclai taalas boBiaibai iajpiratD* «lie 
ecaMcre, item AiiahmptUtai, qai aageloa aetUaej lalBB Dei, dclicta fi- 
■■«■tei, aat baaK reBaoeraatct eiM deliraat, iUaqae caatra BaviiMt 
Gtorgtmm [Jarii], lapcriarii uecnli bacrcaiarcbaa, caaludeDten aagft- 
U> caB aiealis haniaae cagitatiaaibai. 

h} Storr {. 49 : Ad traaqaiJlaidan aaiaaa latit est leoare, no» ad- 
ftrietaB eMeDenn aalarali eana raram, Md alii« qaoqse Badii opiinliii 
Mtie, aee aallioa ■obcbÜ ett, hana TiaroM, qaae palaat Pco, exe»- 
ploa aliaaod ridere i> »Bgelomi anaere. t} e*((ittiB. ». I. 

e 22&. 91i«r4, ifeT- Et^T'S- 90.— 9t(ia^aib, Mit e4nil(Bß(t Bnk 
soTA. nnma« 8- i- <8ciftnw(lt in ontaltn ^m. StA. 795. 

rf;*sfmaaii, ©(«riftb«». ».[.6.3l4ff. 



3.8et|rfi. 2.S(n!)üiifl. engel iinb Xeufel. §.135. 1^ 

an dn fSn^tittlä), boi^ f(^l«6(Rb ^rotfi^m Stunntoinbtn unb ynffin: 
tii$ gnoDibdini jbfcn,*) unb ^alUtf ^ä) Hin bie ^xa^t, c6 bU @B^nt 
BotttS SngeE toaitn nbtt ÜJlaii^Iomineii ©tt^B. — 5)it furi^tfiatMi 
!B!irfungtn bcS SßDlfSgtauicne an fatantfi^c ©malt ucranlaftc (int 
ftü^ttt unb VWaf« SPolHnif. 3n bitfem praftift^tn Sntm^t i)attt 
not^ im 16. 3at)r^. ÜB t er unb mH) (äartcftuS JBttftr btn fDrtiDÖ^= 
[mbm (SinfluS btt fiÖfm fflttflet ßdeugnel, X^ cmafiuB fitgt« "6« 
>it'6fcm))ioceffe, ©tmlev ütm bot ®Iau6(n an bämonif^t SJcßts 
nngtn. *J ^nr JTampf brc Snttcif lung bti ^^cottflantiBmue Imt^it 
^ (int 3"tlang um _,bief(8 3)ogtna, fo bag bit ^nna^me tintr %i(om' 
mobatton 3*fu bot ÜBtrgana bitettt. %üe bi( (i^ ntt^t butt^ bofl 
Bibdroott grtunbtn füllten , Btnoarftn auä lationalm unb 1)i^e: 
rifc^ra @rünbni iat !Dafetn linti ^tuitlS, ober bo^ ftinc aui in ^. 
Si^tifi mtnommene Sdt^üjtniun^, inbttn fit biff 
Sifi^ nrflärttn. "■) iDod^ litttfn rt »^ilofos^lf^f ; 
Äant, bfn Seuftl alS bis Spetfoniflcatlon eintB u- 
^anbeln , taS f!i$ tod) auB bon ©c^o^c bei @ 
arbeitt, tooburt^ bn; St^etn tinn SJcrt^tibigung 
panb, tiS biefe SC^Üofop^" aufrit^tiger jebtS im' 
tm fflibetfptui^e mit i^rent ^rincip btr 3minantn| »mnorf. ') 3)it 
Subernaturatffltn mufteti bit Obi«tisität btr 6l6tif^tn SBof 
fttUungtn uttt^ctbigcn , fu^ttn t in trCigi&frd EDlDtntnt barin nac^juc^ 
iwi(tn, ^) ntib tofgoi befl SBfftfftnftinB in aJertegtn^tit fa^tn fit bafftltt' 

t}m<tiit»ftn, @.119fF. 77 «tngftcnbcta, Stift. i.l5iitl. in 

b.a.1,©. H. €S. 331 ff. u. «B. A3. 858. N. 29. 35 ff. Ätll, Sfitf*. f. 
IbH-S:^. 855. », II. 6. 242 ff. (äitotli, ÜJoam. S. I. S. 286lf. — 6. 
itti, b. «^cn b. eft^ne ®i!ütt m. b. Xa^ltm b. 91. 9r(. 858. 

gl Wier, Liber apolag. de paeado-momrchia daemonum. Bas. 577. 4. 
Buher, An betooverde Weereld. Leov. 691, 1. 2. T. 8. Amit. 3. 4. T. 4. 
nbtf. ». ©«»agtr, ömn. b. ©emltt, gpj. 781. 3 !8. 8(6(n 3ffu. §. 49, e. 

AJ 9. f. SKtltT, b^il. SttKinEtQ v. b. ÜGirfung b. X. ^d. 760. Snfu« 
r.tiM. (dämunDlugit m. SDon. u. an^. [o. S tmlet.l .^01.776. etffing, 
titll. «ntnidtl. i. €atitn« bur^ b. aRrnFtticiigeftbl. iDiff. 782. 3)n; Z. in t. 
0^iim«(6t,S^agm.B.e.aiiti»iaiDliru<.(SiI.790. ®(!6 Ultima «tr, 4t. »I. 
j. « f. — ffiitt^, Sfetotif b. @DmBQm6uli«m. Spj. «. ©tutlg. 836. Sini 
ttt, n. b. S. ». b. eng. u. Eäm. [Shib. b. gBttt. ©hflt. ». IX. .&. 2.] 

i^Äant, B. Jlampft b. guten ¥mt. m. b. 66f«i. [SRtl. Inntr^.] — «n 
i«tb, «Bei. b. J. [eiitlt u. iJlitt^. p^il. 3i>iitn. Ebi. 798. $. 2.1 ®4el. 
Ka«, UnttTf. ü. b. Dtrtn b. Srei^. [$bil. e<^rr. S. (.} !Sau6, 3ubae 3f(&. 
^tibtlb. 816-8. 2 $. !D«cb€qfttinb. Sistn. £B. I. e.357. SRat^tfiTtlt, 
«Hfl. 1.®. 176 ff. I)Bfl. aufl. 2. ®. 152. - ettang, JB. IJ. 6. 17 f. 

kj [Jt£ßtT] a)ttnüt^i(|( a3ittt um Stltbrang an b. gioftn StAnntr, »tlifie 
»maiS.glaubtn. 3)entf«l.3.a. [?] 775. e toti, !D0em.S.52; .nngta^ttt 
^in cinjtlntn Sälltn tine fflinwtiFung nitmaU beflimmt bt^autittn (Annen, fo 
xälfen iBit b«t^ wiffen, bafr fle im angtmeintii Halt finbtn lönne, unb ttirfltcg 
littjinb», bamit mit blefe ((bobrnfto^tn Stinbt unftie« iso^itn SDo^l«, butift 
tnnSna^t nnb Sift annifitin, bit bttSnnbe feinen SD ibttflanb t^nn, cft Wri: 
In gtiiiM^i wtibcM, ol« fit ftlbft n>«IItn, nit^l aul btm Vugt vtclitttn, bamit 



»16 Ontolosit. epedttle X^eologie. B. 

am litbflni all rtiM< l>uT4<"<f aSngangtnet an.') Qtbn: bic 9t^ 
unb Ort^oborlf no^m Ti^ b(« StuftW mt aifigung an, "") unb »m 
na^m ftin •^o^nlai^tit ") üfet baB QSnEaitntwtiben ffinn üSa^t all 
M alttn <Oetrnbti (Srtoe [®. 143], aut^ SStftfne fanbcn fi^ cin)°} 
b«4 fa^ tln mobmitr Stigffi^niaif in l^nm nur gtlfUge (Sinrotriim' 
gm auf Slmtnhanti,^) fffeU (in foemifc^tS $nnci)) titantn^a^ 
©ottf(inbf(^aft, ba« trft jut !ßn:fUnlii^I(it Immtrbac »erbt , an bit 
@t(U( btl altfii S^cuftll, 1) obfT Icusnftt iibf anbrt (Sifi^cinung btfi 
fdben all bti btr Sittfuc^ung bcj ■^tirn. ') 

{. IM. RiUU. 

Sri bfi Unmbli^ftit U« ®tin» ifl wa^ifi^cintii^, baf tS aui^ fn 

f^mn uTf)}iüngIi(^rn ®(in nieder auflgtflattttc unb buti^ bit ®ct>n^ 

M Sthxpnt tninbci gtbunbrat SBtftn gitbt ali ttrmaltn bei üRcnfi^i 

a^ttn ffintmitflung wit tinfä tiffren gaütS fö^ig 

(at frintn tntf^ttbtnbtn @ninb t^ren <Sinflu| 

füt unmSgüd^ ju (rttarfn, foöitit babuti^ ttrtn 

tg ((fc^TÖnf I , no(^ bit mtnfc^n^f ^ei^cit auf' 

räftt iDtrftn auf btn ßcbplandfu , bic ntc^t in 

ratuni nic&t aui^ @(ißnrfräfte ? ^a ydoi) bic 

SJtntmält bttffä Qinflufrrt ali gcf^it^tlit^e nit^t '^innii^cnb gefi^ 

finb, inebtfonbn bn ^tuftl Immtx nur tx^äjuata fft, Wo tx gcglnuit 

ttutbt, unb bic l^m jugtfi^Titbfnni SSjitfungtn fi($ cor btr ^5(tm!BiI' 

bung unb Stt^txien auö btm SRinfi^m [e{6ft erFIärm : fo Mti^t bie 

ttir in VitDitituig bniniigni %t^ln, Wtlcftt btm Xniftl unt f<tn(n Qngcin kn 
3ug<)ng )u unfern ^njm Affntn , bfflo bc^utfamn nnbfn , unb fotgfältiflR bie 
91itttl }ut divifili^'n tuginb gthnuf^tn, mcl^t auA fltS'n bit SQn^^nine M* i 
Xtuftl« niiffam finft. !Di(g lintuf^i^rftn unb bie iif)xt bcr $. Sdirif^ »on tct 
bifn (Kästln (il< Kntiitb jtini@ut(D unb Üb fttcedun gemittet com EBüftn jugti 
btan<4(ii, mp^ltUfil bcffcc ftin.aifaUcEODTllEUuliatn niMnQmffug bäfnlnflit 
onabtju )u ntcAeifcn, fie tnögtn in in ^. ®(£rift beut(i<^ «Uralten, obn bloj 
Bufü^t bef mmfi^lidifn attt^ibubdt« fein. Sititä) bitfc unitfcnnenc $tgt, voi 
mit man gigfn Sa^r^eil unb 3i:Tl])um jugiciiti flmlel, moc^t man bim SJoUe 
auife bit BnnnnfU- unb fcfcriflmäpiqfn ®iiinbf gegen fiine falfc^cn , abei mU 
tta^nn iBoiRetlungen Mfrmengtin SRiinungen unbäifatig, unb bcßöiFt t# im^ 
(inen fo ungifc^iitlen Jtamtif nur um forne^r in feinem fitiäblittenSIbiTglauba.'' 

I) Ditt blog QtTönbc für unb miber: eteubtl, <Blaubni«l. S. 174 f. 

>>iH3unfl]®tillJng, X^tc»« >■ <Beiaettunbi. 808. <af<!^trmitVtt, 
g)e(igiim«)ibil. £nb.S22. S.U. €.213 f. — Anetten, !B.I[. 1. £.361 ff. 
Qbraib.XiDgm. 1.240. 0». AB. S53. N. 7 f. Sanber, b. e. b. i&.e.«. 
X. e^ineb. 658. Sartorin« in tt». Jt3- 8aS. Nd. S.f. «rs- S^^- I^-^3f> 
aiafl! ®*«nt(l,DD9nuäB. II. S. 248 ff. i 

a) >Bilmai, X^e«!. b. X^alfa^tn. maxi. 85B. ®. 39. 

oj [3ufl. Jtctntr] ilba b. Stfelfenftin. «tilbi. 833. !t)Tf., e. Oif «<& 
Bung a. b. Sla^tgtbide b. 9tatur, bui^ '■ Otet^i von 3infl<n ani4iU4 befii 
llgt. «Stuttg. 836. u. a. pj Clf^aufcn, bibUffienm. £B.l. €.274. , 

ql a))attenfcn,e.l71fr, 3)gg: eüdi in b. btntfA.Stitf^.f.^c.ffiiff. 
851. @. 67 ff. rJ^Dfmann, Si^ciftbtti). !S. I. €. 441, 444. 



3. ieJftfi. 2.^nf)anQ. (Sngel unb Zoi\tU §. 136. 187 

Sirflii^^feit foI(!^eraßefcn immer ))roBIfmatif(!^. ^in hnXf)xi>n(8i>Ut9, 

ben fie umgeben foUeit/ unb eine ^iUt in ber UntertveU !ann feit So« 

)}eniicu9 unb 6o(umbu9 ni(!^t einmal ^or ber b(of en 9Be(tbetra(!^tung 

mel^r Bejiel^n, man mu^U pe beulen att ^Betool^uer auberer SBeltf^fleme, 

to)a9 bc^ ^ou ber 6ibUfd^s!ir(!^(id^eu SSorfleUungtoeife gang ^erf(!^iebeu 

iji« 5Die SorßeUung abfolut abgefcl^Iogner 9lei(!^e im ®uten unb im 

SJfen f)at ettoaö jugenblid^ Überft)annte0, bie SSel^auVtung ber ffingel« 

frei^eit bei ber Unm&g(i(^!eit ju fünbigen rul^t auf ber SSertvei^^dlung 

aeatürlid^er unb gBittid^er Sfreii^eit» 3)a0 f8iÜ eineö bamonifci^en «fterr« 

f^erö, ber ®otte0 SBege bur(!^freujt , toäl^renb feine »§errfd^aft bod^ 

auä^ nur dm ^on ®ott eingefe^te fein fhxmU, n)iberf^ri(^t bem unenb« 

Üä^tn 9lb{lanbe bed Sd^i^fer^ ^om ©efd^i^fe, unb unleugbar ftnb bie 

ijerborgenen SBege ber SSorfel^ung oft für bie SBege beö ileufeö auf 

(Srben angefe:^en n^orbeu/ ber nad^ feiner gangen gef(l^i(!^t(i(!^en fdiU 

bung nur au$ ®ott felbji l^erau^gegriffen unb bur(!^ bie 3ufammen« 

fajfung atteö menf(!^fid^ SSßfen jum büflcrn ©egenbilbe Ootteö getoorben 

ijl, entjlanben bur(^ eine abfotute, infofern atterbingö religißfe 9lns 

f^auung M Sßi^tn, bie aber/ n^eil {!e nid^t auf bad »al^r^aft Slbfo- 

tute ^ingerid^tet i% im innem äBiberfprud^e gum 3)ua(idmud l^inge« 

brangt n?irb. 9tud^ gel^&rt e9 nid^t gur gludfUd^en SBirfung eined l^ei« 

(igen f&nii^ , ba§ baburd^ in n^eltlid^en 3)ingen ungebUbete SSor^el« 

lungen ber S3orjeit gegen bie 1^5^ere Sinfld^t festerer ©efd^ted^ter fejls 

gehalten loerben foUen* 9)er ©laube an Sngel aö JDiener, an 3!eufcl 

ate JJned^te ber ffiorfel^ung tt)iberf<)ri^t nid^t ber Ootteötiebe, aber 

»enn aud^ i^r JDafein unb @intt)ir!en über atten S^^eifet ju fleKen 

wäre, fo tourben fle bod^ feinenfaßö ber (Religion fetbfl angel^ören, unb 

finb immer nur burd^ SJoefle unb 9tberglauben mit il^r berbunben 

toorben» S)enn ber »al^re @Iaube an bie 93orfe^ung bebarf nid^t erfl 

ber (Sngel/ unb bie toa^re ffiertoal^rung bor bem f8h\tn bebarf feiner 

befonbem SJertoal^rung gegen bie 5(nfed^tungen be0 3!eufel0» 9tber aU 

ein bei(iger ©agenfreid; fremb ber S)ogmati! unb il^rem bergeifitgenben 

streben, gehört bie S)arpettung bon ßngetn unb J5!eufeln bem Ür^s 

li^en 6uttu0 unb ber Äunji, bie Sngel juna^fl ben bilbenben, bie 

3)amonen ben rebenben Äunflen, inbem (le mit einem gel^eimen 3<»«ber 

für bie ^Pl^antafle, aud ber fle entfprungen finb, eine gütte ibeater f8ts 

giel^ungen flnnboli berfinnlid^en» k)tx fflotflglaube an ben ileufel ifl 

mit großer SSorfld^t ju bel^anbeln , ba einer untergeorbneten , obwohl 

erfl angeto&^nten SBilbung mit ber Sriflenj be0 3!eufet0 bie gur^tbar^ 

teit beölBöfen felbfl berf^tounben unb bie 5luctoritat ber^* ^d^rift ber« 

le^t fd^eint. 



188 



Bttetter $aii|)ttl|etl eilrifitologie. 



i. 1S7. ttaerfi^t. 

©egcnftanbbftUnterfuci^unglfl bie))frf&ntl(i^e religiSfeSintoirfuttg 
üffxi^i aU Bebingt burci^ feine retlgiftfe ^jjetf Jnlid^feÜ. SSeibe toerbm 
bermittelt burd^ ben reUgi&fen Snl^alt be9 trbifd^en unb u6erirbif^en 
3ußanbe« S^rifH. 

StftrS Sr^tftöd. Sott brr ^rtfott (S^ttfK. 

«♦ Sartotiu«; b* 8. »♦ (5^u ^etfon «♦ Serf. ^amb. [83K 33» 37*4U] 
845. 8. d. 8 aut, b. d^r. 8. o. b. !Dreieintgf. u. aitenfc^to. ®. in gef(^i(^tU 
diihDtctl. Züb. S41-3. 32:. 3.H.^ornet, (Snttoidflungdgrfc^. b. 8. t). b3^ 
fon Qffxifiu [Xüb. 3eitf(^. 835. ^. 4. 836. ^. 1. u. U 9lu<g. 839.] 1.^. 
€tnttd. 845. 2. S:^. ^tl. 853-56. ®. 9i.Sltitx, b. 8* ». b. Xtinit in ^ifl. 
«uhDicfi. ^amb. 844. 2 8. 

8fbeii3ffu* §.36* ^engßenberg, ^xifiolo^it b. 91.2:. IP3cl. [829f. 
2 ©.] 854 ff. 3 ». 

ein attgemein menfc^Iid^er ^tie6 l^at im ^ubentl^um burd^ ben 
uin flä^ felbfl l^inaudtreibenben unb ^rop^etifd^en 6l^ara!ter befelBen 
eine fonfl unet^&rte (Snergie unb ^eflimmtl^eii^ erlangt, ^ai^ bei 
SSoRdfage hofften bie $atriar(!^en auf eine unjal^Iige ^^ad^fornmen- 
f(!^aft, bie bad 8anb i^rer SBanberung befl^en n^erbe Gen. 12, 3. 18, 
18. , ber iunge Staat auf eine ^lütl^e ber 3!^eo!ratie Lev. 26. cf. 
Dent. 28., n>e((^e Sei§agung eine9 golbnen 3^^talter9 ol^ne einen 
anbeten «^errf^er be|fe(ben alB ^el^obal^ anij ben ^ro^^eten angel^Srt 
Jes. 2, 2-5. Mich. 4. Ezech. 11, 17-20. Zach. 8, 20-23., unb in 
ben ^otxiipi)tn borl^errf^t Sir. 33, 18 s. 50, 24. Bar. 2, 27ss. 
Tob. 13, 16-18. cf. 1 Mcc. 14, 41. OlBet baö 2l((gemeitte mufte 
ber SSoIt^anfd^auung {u einer $erf5n(i(!^!eit n^erben / unb nad^ ben 
ieiben größten QSolföerinnerungen würbe ein 5Jro<)^et toie SRofe^ aö 
©rünber Deal. 18, 15. ober ein ©o^^n 2)abibe alö Äönig ber glütf- 
lid^en Sütnnft ern^artet Jes. 9, 6 s. 11, 1 ss. Jer. 23, 5. Mich. 5, 
1 SS. Ezech. 34, 23. Hos. 3, 5. cf. 2 Sam. 7. Deut. 18, 15. 
Sei aller Sbeatifirung biefe0 tl^eo!ratif(!^en Ä&nigö jeigt bo(3^ fein Ur« 
f^rung auf ni(!^td Ü6ermenf(!^li(^ed ) Jes. 7, 14 ss. ifl ixvax ntef[ia^ 
nif(^/ bod^ gel^t ed niiit auf ben ä)2efftad unb ifl fd^tverlid^ auä) nur aÜ 
tounberbareö ßticl^tn gebadet. 5lber bie feit bem Gfxit au^geBilbete 3)5« 
monologie beranlapte, i^n aU uberntenfd^Iid^ed SBefen ju benfeU; na^ 
Dan. 7, 13 s. cf. 12, 2.*) 3m Seitatter 3efu, toie au0 ben Sbange* 

a) h-»»« »Ott hwtt/ /^«iToff, juerü Dan. 9, 25 s. na(ib Ps.2, 2. IBon $to« 
^)^cten Ps. f05, 15., ion ?Jnejlern Lev. 4, 3 ss.^ »on Ädnigen 1 Sam. 24, 7. 



1.8c^r|l. e^rifli 5Pcrfon. §*138. 1S9 

lien fftt^ er^ettt, ba io\tpf)vi9 [B. Jud. VI, 5.] bie meffiattlfd^c ffieU 
f agung nur ate tftmif^er »ööfüttg mifbraud^te , galt im ÖSoIfe bie 
menfd&Iid&e 2lnf!^t,^) bod& nic^t o^^ne Slnftange beö üBermenf(!^ti(l§ett 
OTffM Jo. 7, 27. 12, 34. Hbr. 7, 3. unb im 93u(^e ^enod^, toetd^e 
Srtt>artuttg fpaterl&in öorl^errfc^ettb «nb mit ber erftern burd^ ^Innoß^me 
eineö bo<)<)ctten SWeffioö auögeglid^en tourbe» ") S)ic (Samariter l^ielten 
bie Hoffnung eine« menfi^li^en STOeffiad [irtUJti] fefl, au0 bem Oe* 
fc^fed^te 3ofe))^0, bod& erfd^eineti pe einer Steigerung Bio §ur 3ncars 
nation unb 5(^)otl^eofe nid^t abgeneigt» ^) ?lu(6 bie Sabbucaer fönnen, 
toenn üinf^aupt, nur einen menfc^ii^en äJ^effiad ertvartet l^aben» @in 
©otteöfol&n ttjurbe ber aWefftaÖ afe SWenf^ genannt im tl^eohatif^en 
Sinne »ie Ps. 2, 7. 82, 6., unb aU f)bf)m9 SBefen im mJ^tl^ifc^en 
Sinne toie Gen. 6, 2., in Beiben S3ebeutungen au^ u53fi?. 'la nad^ 
Dan. 7, 13. ®r toirb je na(^ 93ebürfni§ unb 0leigung Balb aÜ grie« 
bendfur^ Zach. 9, 9 s., Balb a(d jtrieg^f&rfi Jes. 11, 11 ss. Mich. 5. 
gef^itbert, aBer biefer i)oKtif^e ß^arafter muf te in ber Jll^eofratie 
eine religiijfe ©runblage ^aBen / toel^e Balb mel^r Batb toeniger l^er» 
toortritt» 6ine fpeculatiöe ße^^re lag Bereit, ber SSorftelCuttg beö uBerir* 
bifd^en aWefflaö eine ^)]^iIofopl^if^e SSebeutung §u geBen: bie 3lner* 
fennung beS in Der @(^&^fung geoffenBarten ®otted , tüdiit fid^ au9 
bem alten S^atur^ant^eiömuö er^oBen f)atU, in inbifd^er unb <)erfifd&er 
9leligionS^):^iIofopl^ie aK ©d^S^fungömort [Oum,HoDover], toon ^Platon 
aW 6eIBflanfd^auung Ootteö unb fd^affenber SSerjianb [vovg, Idea] 
Bejeid^net, mit ber orientalifd^en 5luffaffung beö ^Bfotuten aö etoige 
9^u^e unb 9lBgefonbertl^eit bon ber SBcIt in Qlleranbrien bereinigt, auf 
baö fd^affcnbe unb l^errfdjenbe ©ort Ootteö im 51» 3!ejiamente [n^^-^Äj] 
Bejogen, in ben 2tpo!r^^^en aW göttlid^e ooqfia unb toon ^^io'al^ 
auö ©Ott ^ertjorgetretener koyog :^)erfoniflcirt tourbe» •) S)iefe ffiorpet» 
Inng l^at il^ren ftnnBilbUd^en ®e^alt nie gang berleugnet, aBer $^iIo, 
toenn er folgered^t badete, :^at ben fiogo0 att ))erf&nlid^e0, auö ber 

b) Just, c, Tryph. c» 49 : ITuvrig rffieTg rov XQiarov av&Qtonov i^ av- 
d'Qtonütv ngoa^oxcSfiiv yivijata&ai, xal rbv ^HXlav XQ^^ai avrov iXd-ovta, 

e) Glaesener, de gemino Jadd. Messia. HImsr. 739. Ober bie Vltf^a^m 
]9ot$eKung im ^uc^eSohar f. De ff^ette^ de morte J. Cb. [Opuscc] p. 103 ss. 
E, G. Bengel ^ Symbolae ad solveodam quaest. an Judaei naturam div. 
vel bomaoa sattem majorem in Messia apparitnram praestolati sintT Tnb. 
S22. 3 P. 4. [Opp. Hamb. 824. N. 17-19.] 

d) Jo.4,4-43. Geseniff^, de Samaritt. Tbeol. Hai. 823. S3tg. §» 141, 6. 

e; dic^l^otn, u. b. $erfonif. b. (Sigenfc^aften ®otte« unter b« f^ätent 
Sttben. 3n f. 8ib(. 8« III. @t. 2* Grossmann, Qoaest. Pbilonear. P. IL 
de Xoy^ Pbiioois. Lps. 829. 4. ® ftdrer, $^tlo u. b. aler. ^eof. @tttttg« 
831. $. I. @. 306 f. «Däl^ne, {üb. aler. fkeU $^i(. Slbt^. 1« <S. 202 f. 
Uät, @om. ö. (St). 3ob. 840, 18. I. 6. 249 ff. dornet, X* I. €♦ 21 ff* 
9u(!ber, b» Srage nad|^ b. ))erf. J^l^))oftafe b« ))^ilom 8ogo6. tül, 848> iVte<f- 
l>er^ de sobsistentia r^ Xovp apud Philonem et Jo. tributa. [Seitfd^* f^^tff* 
^. 849. ^. 3.] ^ 



190 Q^tifiologie. (Sfyüfhi^ in ber ®ef(^i(^te. 

9Mf^ l^orgegangeneS 9Bf fen geba(!^t , benn nur ein foU^ed et^ 
^te ben geforberten Qwtdf [§. 107] bie bet ®o^ett fut itntDÜrbig 
geoi^tete (Sintvitfung auf bie ^e(t §u bermitte(n* ^) %Oein er ntufte 
ben 8ogo0 bo<^ au^ in ber ®ott^eit benfen , n>ie bie Semunft im 
aSoifd^eR, *) er t>erfonificirt au(^ anbere g&ttlid^e %tri6ute, ^) getobe 
bie Beflimmteßen ^u^f^rüc^e für tin eigent^untfic^ed @ein ^imntlif(^ 
Vtaä^U gel^n nic^t auf ben iBogoS/ fonbern auf eine unBeflimmte SRel^rs 
l^eit na(^ %xt ber boffdnta^igen 93or{teUung bon ben (Sngeln, ') unb 

f) f^ita Mus, 11/ , T,I/.p.lb4: Jirro^o Xoyog, h^ t€ x^ navtl, xal 
iv dvd-Qtinov (pvaif xarii fikv to näv, o re nsgl rtSv aatofidriov xa\ na- 
gadetyuatixtSv i^itiv, /{ tov 6 voiirog indyri xoa/Liog, xal n€Ql ttop oqu- 
Tüh, a dfj dnHxovlOfiaia ttSv t^etSv ixeivutv iarlv, i^ t>v 6 aia^tog 
ovrog dntTeletto. ^Ev av&QtoTitp ^ o fji^v iartv ivdidS-STog, oSk nqo- 
ipoQiXog* xaX 6 fikv old rtg Trijyfi, 6 6i yeyovtog an ixslvov ^itov, xal 
Tov fiiy iaji X^Q^ ^^ fiysfiovixov, rov 6i xard ngoipogav, yX(OTTa xai 
arofia. De CorJ, Ling. T, I, p. 414 : Tovtov fih ngs aßvxatovvlov 
6 ttäv ovTtifV aviriili narriQ, ov Mgiod-t n gtoroyovov tavofjLaas, xal 
o yewri&ilg fiiytoi fiifiovf^tvog tag tov nargog o^ovg, ngog nagaSiiyfia- 
xa a^//ri/7ra ixeCvov ßlintavt i/uogipov etdij, p, 427: Kav fir{Sinoi fiip- 
toi tig d^t-oygetag t»v vtog d-€ov ngoaayogtvead^i, anovSal^ito) xoGfiil" 
aO^ai xatd rov ngtatoyovov avrov loyor, tov ayyiXov ngeaßvratov. 
De Cherub. T. I. p. 145 : *0 nti^aliovxog xal xvßegvrjrrjg rov navrog Jlo- 
yog d-€tog. QuU verum div, haer. T. /. p. 501 : T^ dg^avy^lip xal 
ngiaßvrdrp Xoytp dtogeav i(a{g€tov edatxev 6 td oXa yervt^aag naiifQy 
tva fii-S-ogiog atag ro yivofiivov diaxglinj toxi mnoifixoTog, *0 (T av- 
tag Ixirrjg uiv iatt- rov ^ijtov xrjgaCvovrog del ngog rov a(f^agtov, 
ngiOßevTtig 6k tov iiyifAovog ngog to vnrixoov. ^AydXXf^rat. ok inl rn 
Sütge^ xal acfivwof^tvog avtrjv ixSujytiTav (fidoxüw xdyd) elati^xeiv ava 
fiiöov xvgCov xal vfioh' ovt€ dy ^vvfjTog (og 6 S-sog wy, ovre yev- 
vrjtbg t>g vfidf, dXXa fiiaogrdav axgiovt duiporigoig ofjLtigiVfov. De 
Somn. T> I, p, 655 : uixgtßcüg i^itaaov, ei tip ovrt 6vo dal &€oC' Xiyetai 
ydg* iyei eifjn 6 d-eog 6 d<jf>^elg aoi, ovx iv tonm r^ if^tPf dXX* iv ron^ 
d-€ov, tag av itigov» Tl ovv xgh Xfyeiv; o fjikv aXt^d-ilff i-eog elg iönv, ol 
<fl iv xaraxg^Od ysvofisvoi nXiCovg. Aio xal 6 tegcg Xoyog rov ukv 
dXffieCtf äta TOV agd-gov fASfiijvvxev eintov iyei %ifii 6 S-sog, xov <f iv 
xataxgTJoet x^Q^^ ag&gov. KaXil 6k &€ov tov ngsaßviatov avrw 
•'vrl Xoyov, ov dtuOidairfiwtiv negl xifv d^ai^ xekf ovofjLdxotv, T. IL 
p. 625: Hegl iTigov S-iov ipfjüi ro* iv eixovi ^€ov inoCrjtfa xovav- 
^gtonoVf dX)i oM xy iavxov. De Confue. Ling, T, J. ;?. 413: Ovtoi 
[pii Israelitae] ovxixi iidqxovxi neCditvxai Xoytp, dXXd x(ß xov nav^ 
xog flyBuovi &€ip, g) De mondi opif. T. I. p. 16. 

h) De Cherub, T, Lp, 143 s : Kaxd xov %va ovxmg ovxa &b6v Svo rag 
dvejxdxea ilvai xal ngtoxag övvdfieig dya&oxrjxa xal i^ovöCav 
xc4 dya&oxfjxi ukv x6 nav yiyiwrpcivai, i^ovoCt^ dk xov yevvrid-ivxog ag^ 
X€ip. Tglxov ok owayayov dfitfolv uiaov ilvai Xoyov Xoytp ydg xal 
ügXtivxa xtd dytx&bv elvai xhv d-tov* agxv^ f^^v ovv xal dyad-oxt^ogy xm 
Svfvv SwdfUeiv, xd x^^QOvßl/j. tJvai avfißoXa, Xoyov cfe x^v tpXjoyCvtp' 
^outpaCav, i) De Conf, Ling, T. I. p, 431 : Eig av 6 S^eog dfiv- 

^xovg negl avxov ^«* dvvdfieig, dgeoyovg xal atoxtigCovg xovyivo- 
fiivov ndaag, XgeZog fikv ydg ovätvog iaxiv o xoü navxog naxifg * te 
6k nginov ogtSv iavx^ xe xal xoig ytvojiiivoig, xaZg vntixooig dwdfi€<tiy 
t^üxiv a SianXdxxttv itpiixfv, Cf. Fragm, T, fi, p, 679. 



Uitf^x^. ei^rifii $erfon. §.138.139. 191 

t>ox bft ^Sc^fien %tf(l^auuitg fd^iDinbm il^m biefe 8d^atten6Ub<t in bem 
einen abfoluten ^ein.'') 5(Ber aüeö »at borSereitet um ben 8o0O0 
aU urfprüngli(]^ ptx^onliiit^ ober etp ^)erf6nlid& toerbenbeö ffiefen mit 
ber SRefliaöibee ju öereinigen* SJ^ilo ^at biefe Bereinigung nid^t bott« 
^ogen unb fonnte jte nid^t bolijiel^n) au^ gebenft er {mar einer mef« 
jianif(^en3^it/ aBer o^ne lefcenbigeö 3ntereffe^) unb eine 5Perf5nli(!^s 
feit berfe{6en fommt il^m nic^t jur Beflimmten ®t^alU 

i. 139. «u«f)irü4e 3t\u übet fdti »er^ttüttif m Oott^dt. 

@em(et/ Sorbet, (u b. ©rofbrit. $re{<fr. o. b* ®ott](. ^r. $aU 787. 
J.F.Flalt, symbolica Ecc. de deitateCbr. senteotia viodicatar. Gott. 788. 
M.f^eber, Doctr.bibI.de natara Cb. Filii Dei. Hai. 825. 4. — Schulthest, 
de UDO plaoissimo plenissimoqoe arg. pro divioit. discipllnae ac personae 
JesQ. Tor. 828. Seiler, ü. einige Sragen ber neuteü. ^riflologte. 3n f. 
3a^tbb. 842. ^. 1. — H. A, Mau, de Cbristologia N. T. Kilon. 847. 4 — 
ItUn 3efu. §. 65. 

9H6 Sefuö ftd^ für ben 2Refjia0 ertannte, er^oS er bie moratifd^e/ 
t^eofratifiJ^e unb m^tl^ifc^e ^ebeutung eined ©ottedfol^ned }ur ^jhij» 
jien tctigiöfen SSebeutung. Sr iji: a) 6 vlog tov '&6ov 6 fiovoyivfig 
Jo. 3, 16., b) ^om t&immel gefommen Jo. 3, 13. 6, 38., c) l^at 
®ott gefel^n Jo. 6, 46., d) ifl eind mit bem Sater Jo. 10, 30. 14, 
10., ber befl^alb e) in il^m jur @rf(l^einung fommt Jo. 14, 5-9. 12, 
25. unb f) in il&m geehrt toirb Jo. 5, 22s., g) er 6ef!^t gJttlid^e 3ta* 
mad^t Mt. 11, 27. 28, 19. Lc. 10, 22., unb h)«Praerijienj Jo. 17, 
5. 8, 56 SS. 6» 62. a)iefe Oluöfprfi^e tonnen eine ffiefenögtei^l^eit 
mit @ott Bejeic^nen, gegen toelc^e bo(]^ ber burd^gangige ß^arafter 
ber ^ij bem SSater unbebingt unb o^ne <&interi^att unterorbnenben 
grömmigfeit 3efu geugtMt. 19, 17. Jo. 8, 28. 14, 28. 17, 3., bie 
eifrige Trennung ber ®^re (Sotteö öon ber feinigen Jo. 5, 31 ss. 7, 18., 
baö ffiefenntnif nid^t atltoif[enb ju fein Mc. 13, 32., unb bie rutf* 
l|a(tdlofe0la^ioeifung au@ a(tteflamentIid^em@^ra(!^geBrau(^e/ n^ie Xou 
ntg er burd^ bie ^Benennung beS ©otte^fo^ned in bad $ri))i(egium ber 
©ottHt eingreife Jo. 10, 33-36. 9lber bie blo^ fittlid^e Übereinflim» 
mung mit bem g5tt(i(^en 9BiUen / ol^ne ein na^ered SSerl^altni^ be9 
aHenfd^en gur Oottl^eit, reici^t gur ©rflarung biefer ©teilen ni(3^t arx^* 
Sd finb ^uSfpräd^e , in benen fic^ ba9 ber Einlage nad^ allgemein^ 



^ k) De Abrah, T. IL p, 18 s: ^EnnSav ipvxT^ ^e<3 nigiXafiw^, *|,^*^" 
T^v wavxaa Cav ivos vnoxuuivov xaraXafißavH' xovfilvtogovTog, 
xolv o äXXoiv övolVf atg anavyaiofjLivtov «no tovtov (fxitov. Aogv(poQOV~ 
Htvog ovv 6 uiaog vip ixarigag t(Sv ^wa/ueatv nagi^d tn ogartxy o*«- 
voi(f roT£ fitv Mg rote ^k tqi£v ^tcvtaa^av ivog fih, otuv uxQttg xa^ 
^UQ&daa Ti tf/v^ri, xal uri fAovov ja uXrid-rj rtov aQi&fttSv, äXXä xal rtfr 
ytCtova uoväios dvääa vmgßäaa ngog ttiv äfjuyri xal xaS^ avrriv ovde" 
vhg intoiä to naganav ISiav inetyijTar tqiiSv 61, orav tn^nw tag fi€^ 
ytiXag teXea&elaa reXerag, hi iv talg ßQuyvriQatg o^iaCfirai, »al fiii 
iwriTtti TO ov avev kriqov tivog i^ avtov uovov TUttaXaßiTv, 
l) (Sfrdrer, ». I. 6. 495 f. fbk^nt, «btl^. I. 6. 432 f. 



192 e^ii^ologie. ß^riftu^ in bei ©efc^i^te. 

inenf<^(i(^ / in 3efu Wxä^ freie Jhraft unb (Sottet ©nabe, fo M im 
9Renfi^en t»o((enbet fein !ann, \>oümMt g5ttlid^e Se^en barßeKt. ^itr^ 
nac^ ifl a) t^io^ rot; ^«ot; Solge M aKgemeinm ncttijQ ruimv unb 
attgemeinntenf(!^tt(!^e SSefUntmung Mt. 5, 9. 45. im ®egfnfa|e bet 
t»etfeI^Uen SSeflintmung a(d UTf:|)tung »om S^eufel Jo. 8, 38. 44., 
lAoyoyfwriq voit itQtorfnoytoq a(9 bft ))ottenbet Sromme unb att SRef- 
flaö ) baffelBe in Sejiel^ung jut SWcnfci^I^f it 6 viog tov apd^QwnoVj 
benn jut Unterfc^eibung einer qhtHii^tn unb nienf(!^(i(!^en Statut liegt 
in ber l^iftorifc^ SSilbung Beiber !Kudbrü(te nirgenbd eine fSnank^'- 
fang, »iflmel^r Jo. 3, 13. 5,27. fielet STOmfi^enfol^n, too, tocnnfolt^ 
ein Unterfc^ieb ^attfanbe; ©ottedfo^n fle^n ntuf te. ') b) @r ifi tio(^ 
immer barin [o iSy iy riji ovQawm], bad fielen in ®ott ifl gemeint. 

c) 2)ur(^ V. 45. »irb baffetbe Serl^altni^ auf alte fromme bejogen, 

d) ebenfo butc^ v. 23, (Sinl^eit ter frommen Siebe, e) SBeil er Ui 
(S6enbib 9otte0 ifl burd^ feine religi&fe 93o((ent)ung i aber bie gait^ 
SRenfd^^eit ifl mä^ bemfelben (Bbenbilbe gef^affen. f) 0li^t burd^ 3(n« 
betung feiner ^erfon^ ba er ))ie(me^r anii eine einfach menfd^Ui^ 
^nerfennung auf@ott jurudwie^ Mt. 19, 17., fonbem burii^^dt-- 
erfennung ber burd^ i^n n^irfenben ©ottl^eit unb bur(!^ feine 9lad^fo(ge. 
g) 3ebenfaad nur übertragene >2lUma(!^t für ben (Sieg be9 g&ttlii^ 
fRtÜSi^, alfo 3lu0f|)rud& be0 reinflen ©ottöertrauen^ $ mit jebem , totU 
(^er allein für biefed 9iei^ (ebt; ifl ©otted ^ttmad^t. h) ^efud, fohtb 
er meffianif(!^e 9Bei^agungen auf f!^ bejog / muf te f!d^ pim SRefllad 
))rabeflinirt achten [1 Plr. 1, 20. Apoc. 13, 8.] unb ft)ra(^ Wefe« 
auf beflimmte SSeranlaffung in ber 9lrt au3, toie bie 9^ab6inen öon 7 
toorweltliti^en 5)ingen f<)ra(^en. JDie ^Praeri^enj in ©Ott ifl alfo nur 
baö ©egenfWtf gur SJofleriflenj in ber g^riflenl^eit Ml. 28, 20. 3)0(4 
mag baö 8ogoös^l^itofoi)l^em auf bie iol^anneifdöe Öberlieferung einge^ 
n^irft I^aben. 3)ie religi&fe SSoUenbung !ann negati)) aü @ünblof!gfeit 
bejeit^net »erben* 3efu0 l^at fein be^faUigeö ©elbfibetougtfein nur in- 
birect angebeutet Jo. 8, 46. unb ein abfoluted ©utfein abgelel^nt 
aber bie (Erhabenheit feinet religi&fen @e(bflgefü^te unb fein (Sin^ 
fein mit ©Ott ifl in ber 2lrt au^gefprod^en , baf ein S)ajtt)if(^ettgetres 
tenfein ber @ünbe unbenibar fc^^eint.*») JDie g6ttlid^e Sflatur ß^ri^i i? 
alfo baö öottenbete gjttlici^e geben be« a»enf(^en burci^ religiöfe ffietei* 
nigung mit ©Ott , toeld&e fltttid^ religiöfe Slnfd^auung, angebeutet in 
ben ©ebanfen t)om g5ttlid^en @6enbilbe unb oom ^. ©eifie, toie in ber 
tl^eofratifi^en fflebeutung M aWefiia«, aber öerfd^ieben oon ieber bop 
gefiinbenen (Snoartung, ate 3:i^at unb Sebre jugleici^ auö 3efu 3nnem 
^ert>ortrat aU bie fd^&pferifd^e 3bee bed (Sf)xi^tntf)um9. 

i. 140. 0^oflolif4e «ttffafTttttg. 
Jtleulet, 3ob. $et. u. $. ai€ ^rlMcgen. 9tig. 785. gerbet/ v.6o^ne 
©otte< b. mtlt ^eilanb. 0tig. 797. [J. G. Schmid] Jo. et Pauli doetriaao 

a) «eben 3efii. §. 64, e. f. b) ithtn, 3efu. §. 32. 



1 . Sefirß. @^r{f)i Werfen. §.140. 193 

de aatiira Cb, quam maxime coosentire dennoostratar. Jen. 802. 4. Rett' 
berfff an Jo. ia exhibeoda Jesu natura reliqnis cau. scriptnris vere repu- 
gnei? Gott. 826. — Ufieri, $auL «53 gt, <S»302 ff. 2)&^ttc, ^anU «©gr. 
®. 108 ff. grommann, 3o^. «»gr. @. 105 ff. — St. dt. Ädfllin, «©gt. 
b. (S\). «. b* 93t. 3o^. ®rl> 843. ©♦ 131 ff. — C. L. /T. Grimm, de Joan- 
neae Christol. indole Pauiioae comparata. Lps. 833. L. G. Jung, la Gbri- 
8(ol. de S. Jean compar^e ä celle de S. Paul. Straab. 837. 

U 3in SJerl^alten ber Sünger Bei fie^geiten 3efu unb In [einer Sln^ 
erfennung afö 3ÄefflaÖ unter bem fßoüt l^errfd^t bie Stnft^t ber mcnfd&s 
li^en Statur eined mit gi3ttli(^en .Gräften au^geftatteten 3)atoibfo^ne9 
öor, bie bod^ nad^ feiner ^laferflel^ung burd^ bie ffierflarung , in ber 
unter biefen Umpänben ein fo erl^aBener ®eifi feinen «Sinterlaßnen er? 
f^ien, jum ©lauten an feine Ü6ermenfd^tid6e SRatur überging, toie fle 
fid^ borj^ettt in ben <Sagen feiner @nH)fängni§ , OeBurt, 'öimmelfal^rt 
unb in ber «Hoffnung feiner SBieberf unft* *) 99eibe 3lnfld^ten toerben 
in ben 3 ©öangelien baburd^ vermittelt, baß 3efu0 jtoar urf<)rüngtidö 
a(9 SJ^enfd^ gebadet ifl, alber nad^ ber Sei|agung [Jes. 11, 2.] ))om 
mefjianifd^en ©eifie erfüllt, öon ®ott gefalbt unb jum SBeltl^errfd^er 
ber Sufunft erl^oben Mt 3, 16. c. parall. Lc. 4, 1. Act. 2, 33. 
10,38. 2. 3o^annee ^at 3efu Oluöf^jriid^e für feine g&ttlid^e 0la* 
tut im ftttlid^ religi&fen @inne ))orjug$n)eife aufbett^al^rt , bie gange 
(Sagenijerl^errtid^ung übergangen unb bie 3bee g&tttid^er SRenf^l^eit 
rein bargeflellt. 3)ie göttlid^e «errlid^feit g^rifli [do'ia] ifl mitt^ei^ 
krJo. 17, 22., bie ©eburt au« ©ott eine flttlid^ religiöfe Jo. 1, 
12s. 1 Jo. 2, 29. 4, 7., unfre einfimatige 99eflimmung ju fein toie 
©Ott 1 Jo. 3, 2. <Dal^er erfd^eint ber !?ogo0 im Prologe nur ate 
ein entlehnte« (Symbol ber in ber SWenfc^beit allgemeinen, in ßl^rifluö 
ijoöenbeten Offenbarung ©ottea. 3)o(^ ifl biefe religi5fe , in ber S^iefe 
bea Oefü^lö bef^lof ne 9lnfd&auung in bie f:^)eculatii)e fiogollel^re über* 
gegangen, mobei noti^n^enbig unbeflimmt Bleibt, ob ber i^ogod vor 
feiner SBenfd^toerbung alö eigentlid&e ^erfon gebadet fei , unb bie SSe« 
jeii^nung aU ^edg nad^ bem volitommen gleid^en ^l^ilonifd^en @^rad^< 
gebraute ein ber ©ott^eit abaquated iffiefen nid^t iejeid^net* %uä^ 
Ratten aSorfleHungen neben einanber JRaum, toie baf ber fiogo0 in 
3e}u üRenfd^ rourbe unb bod^ erfl auf ben gereiften üRann ber <&♦ ®ei^ 
fam Jo. 1, 14. 32.**) JDie 2H)o!al^^)fe feiert in !i3oetifd^er (Bfftabolit 
eine 9li)ot]^eofe ß^rifli, Apoc. 19, 13. ber (S\>xtäin ©otteö* 3. 5Pau« 
lud erl^oB einedti^eild ben ©lauben an einen menfd^lic^en 9Reffta9 jur 
teligiofen 3bee, inbem er inm göttlid^en SBefen ßi^rifli bie ganje von 

a) 3. e. ®. 3o]^onnfen, b* urd&r. C. »♦ b. «Petfon 3efu* [SeftfdJ. f. ^ifi* 
%848. $. 3.] C. P. B. ff^eisty Petri doctrina de pers. Cb. Regioin.852. 

b) J.B.Carpzov, de Jioy(p Philoais non Jobanneo. Hlm8t.749. 4. ^al- 
J'nHbt, ?ß^ilou. 3o^. 55taunf*to*802. gottf. ©Ott. 81 2. JB&umlein, 
^. «ebeutmig b*'3ol^» €090« a. h. SReligiondf^fl. b. Orient«. Xxxh. 828. L, A. 
Simson, Summa Theo!. Joanneae. Spec. 1. Regiom.839. iüäe, (Som. ®.I. 
S. 290 ff. 434 ff* 

S)ogmatir. 0. «ufl. 1 3 



104 e^ri#olo0{e. (S^tifht« in ber @ef(^{(^te. 

fehtfm (Mfie Beferlte aRenfd^^fit att S^riftenl^it l^anjog: (£^ti^9 
iß brat 9(eif(!^e noi^ ))om Stamme 2)at>ibd Rom. 1, 3., bem ®ei{ie 
na(^ b* i« tvad er burd^ @otted ®nabe unb eigne %f)at getüorben ifi 
viog Tov ^(ov^ unb gtoar T^to^, 7r()aiT6roxo^^ aber iw nolXoiq add- 
(po7g Rom. 8, 29. Gal. 3, 26., eixcip, 'fiOQq>^ ^iov Phil. 2, 6., 
aber bie S^riften fnffifiOQg^ot> r^g eixopog tov viou avrov Rom. 8, 
29., in i^m n^ol^nt näp to nXriQmfia T^g ^fotrjrog Col. 2, 9., a^ft 
bie ß^riflen ip avtot nmXtjQOifAipot^ v. 10. Cf. Act. 17, 288. 2 
Ptr. 1, 4. «nbem'tl^nö erl^ob ^autuö bie aScrjietlung eine« fibet^ 
menf(^U(^ Weffia« }ur f^culatiben ^nfi^ty nac^ n?e(d^r (Sffxipii 
erflel ®ef(i^6^f unb ffleItfd^J<)fer ifi Col. 1, 15. 1 Cor. 8, 6.*^) S)0(^ 
ifl ber Sogo^name nid^t gebraucht unb bon ber ^]^iIofot)]^ifd^en ®xm\i=^ 
(age$l^i(o9ni(^t bieSHebe. 2)iefe 9(n{!^t, nur ein fragmentarif(!^ 9p 
(ofopl^em , bieUei(!^t b(o$ um ben üRefftad über anbre «^immettma^tf; 
mit braen man ju J(o(op in gebeimni§bot(er äJerbinbung ju {te^n 
meinte; unb über bie grie(^if(^ @5tter )u erl^eben, fucj^te mit ber 
erflem baburcj^ eine Vermittlung; ba§ ß^rifht« bargefteUt tDurbe imx 
borgeitlic^ berechtigt unb boc^ erfl gum Sol^ne feined irbifd^en 2tbtni 
mit ber fflett^errfd^ft belel^nt Phil. 2, 6-11. cf. Eph. 1, 20s., too^ 
burc^ gtoar ber flttfic^en 3bee mt\}pxod^, aber bem ffiefen M i^ogof 
toiberfproi^en toirb. *) 3n bemfelben SBiberfpruc^e bereinigt ber aSticf 
an bie «Hebräer bie fBorfleUung 3efu aU M 9Be(tf^5^ferd/ bed ühtx 
aöe gngel erhabenen unb nur eine SBeile unter fie emiebrigten ^h 
glanjed g6ttli(^er Wajeflat 1, 3. 2, 9. mit ber SorfteQung be« buti^ 
erlernten ®e^rfam unb 3!reue auf ^ben erfl SSottenbeten unb pt 
^errli(^ffit grl^obenen 2, 9. 3, 2. 5, 8 8. 12, 2. — 3)iefe aRanni^- 
faltigfeit erflait fl^ baraud , baf ba« ©eful^l beö ungel^euem ©tn^ 
brudeö, ben 3efu3 l^interlaffen b^tte, bie mand^erlei 9$orfle((uttgdn)eifen 
ber 3^^* ergriff, um fein Unauöfipreci^tid^ö auöjufpre^en , hjabtenb 
nur feine 9nerjfennung al9 ^rf{!a9 1 Jo.2, 22., ttiä^t eine Beftimm? 
te Srftarung geforbert ober gegeben ttjurbe, hjaö barunter ju berjlc^n 
fei, baber ni^t nur bie borbanbenen ®efiatten ber aReffiaöl^offhting 
foglei(^ eintraten in bie Jtir^e, fonbem au(^ jebe eigentbumli^ Snt- 
n)i(!lung f{(^ gettenb machen fcnnte, tt>tnn f!e f!d^ nur innerl^alS bet 
beiben @(^ran!en betDegte, Sb^^ß^^ ^^^ n)irfli(^en äJ^enfc^n anjuer^ 
fennen unb ber ©ottbeit untergeorbnet» dB f ommt tvenig barauf an, 
baf bie @tel(en, ttjeld^e für bie a3ejeid&nung 3efu aW ^edg atigefubtt 

e) Griesbaehy de mondo a Deo Patre coodito per Filium. Jen. 781. 4. 
[Opusce. T. II. p. 12 88.] H, j4g. Niemeyer, de Col. 1, 15-20. Jen. 826. 
^gg: €d^leietma(i^er in b. @tub. u. XtxU 832. $. 3. @. 497 f. ^99: 
Lücke, de loco Col. 1, 24. Golt. 833. 4. p. 1-3. Grimm l. c. p. 71 s. — 
öaut: JDteieinig!. 3:. I. @. 84 ff. ^aulw«. @. 625 ff. 

d) @ dbnetfenbutger In b. 3)entf*. 3eitf*. f. d&t. Siff. 855. N. 42 f. 
45 f. — © aut, ^auUe* ^. 458 f. JDgg: ^. (Stne«ti inb. @tub. n. Ärif. 
848. «. 4. 



l*8e^rfl. (S^rifK 5ßerfom §.140a41. 195 

»erbett; ]^{nf{d^t({(!^ bevt^tl^eit toie Act. 20, 28. 1 Tim. 3, 16., 
ober l^infi^tß(i^ ber Sonfhuction tült Lc. 1,16. Jo. 20, 28. Rom. 
9, 5. Tit. 2, 13. Hbr. 1, 8. 1 Jo. 5, 20. Apoc. 22, 68. jtüfifet* 
(aft finb/ bettn auf ))erf(i^ifbenen ®tanb^un!ten bed ®lanitn9 an ifftt 
ionnU 3efu0 naä^ bamatigem ^pxaä^Qtixan^t d^eog genannt toerben/) 
^al^et blefe ©tcKen für eine emjil^afte 9l))ot^eofe be0 3Befi[ia0 gegen blc 
bejlimmtejien @r!(arungen feiner Unterotbnung unter ble ©otti^eit l 
Cor. 3, 23. 11, 3. 15, 28. Eph. 1, 17. Col. 1, 15. Hbr. 5, 8. 
Ui ber Strenge M jiübif(]^en Wonotl^eidmu9 nid^t gu Uani^tn finb» 
®ett)i^ tonnte Phil. 2, 10. nur an eine ©emeinbe gef(^rie6en toerben, 
totlä^t if)xt Stnit öor ßi^rljluö beugte cf. Lc. 24, 52., an(^ »urbe ber 
9{ame 3iefu angerufen 1 Gor. 1,2. Act* 7, 59., aber a(9 SSemtittler be0 
SeBet« Rom. 1, 8. Eph. 5, 20., mä^ morgenlanbifd^er ©itte ijl 
J(niel6eugung niä^t notl^n^enbig ®ottedberel^rung / ber Übergang ^on 
ber UebeJ)ot(en 93erel^rung eine0 großen , gerabe religiBö bebeutfamen 
9lbgef(i^iebenen M jur 9lnbetung ein fafl unmerHi^er, unb manci^er' 
Icl SBefen jlnb im Saufe ber Beiten bon ben Si^rijien angerufen njor* 
ben , ol^ne jie ber ©ott^eit glei^ ju a^ten. ^) 3)aß 3efu0 unfd^ulbig 
gelitten ^abe unb , oBtool^t berfu^t toie unfer einer , cl^ne ©flnbe ge« 
blieben fei, tt>ax einmutl^ige SSorau^fe^ung 2 Cor. 5, 21. Hbr. 4, 
15. 7, 26. 1 Jo. 3, 5. 1 Plr. 2, 22. 3, 18. 

i. 141. eubttito ht9 2)ooma \ton bet ^ott^eit C^rifli. 

G. Bull, DereDsio fidei Nicaenae. [Opp. ed. Grabe. Lood.TOd. f.] fFhithy, 
Diiqq. ioBuUi defei». ed. 2. Lood.720. [Souverain] LePlatonismedevoile 
OD le verbe Platonicieo. Col. 700. Übicf. m. Slnmetf. »♦ Sdper. 3öfl» 792* 
OelrichSy de vera eoram, qai med. S. 2. et in. 3. florverunt patrom de ra- 
tione et relat. Filii c. Patre sentt. Gott. 787. Fogehang, fides Nicaena de 
Filio Dei Patram traditione coofirm. Col. 829. 3* ^elltoag, b. liBorß« )}» 
b. ^aeriftenj S^r. in b^Ättepen J?. [$:^eol. Saljrbb. 848. ^. 1.] «rg. J^ÄefciJ. 
§. 86» 98-lOU 

9lte bie a3ejiimmung ber SRenfd^I^elt ju einem gJttlid^en Seben in 
ber ^eorie juructtrat / flanb bie gef(i^id^t(i^e ®rfi^einung bedienigen 
ffjl / ber bieg Seben in 3Bort unb Sl^at offenbart i^atte. S)aß ^ij baö 
tiefe ®efä^t bom gjttli^en 3nl^alte feine« itUn^, bie Sage feine« über» 
natürtid^en Urf))rung0 unb baö Snterejfe für feine atteö überttjinbenbe 
^aifi frü^ jur SSorfiettung eine« ®otte« enttpidCelte , bem bie Jtird^e 
grie^ifi^er $i(bung ^üftamn fang/') n)ar biefer SSo(!«bilbung ange^ 



e) M, Ulrich , nam Chr. in Pauli scriplis Deas appelletnr. Tnr. 837. 

. ^olutf« lit. 9[it). 837« N. 5 ff. ß Lücke, de invocatiooe J. C. in 

preeibus Gbristt. accaratias definienda. Gott. 843. 2 Pgg. 

a) Plinii Ep, X, 96 : Qaod essent soliti stato die ante locem convenire 
ctrnenqiie Christo quasi Deo dicere. Euseb. H, ece, V, 28 : ^aXfioX oaoi 
xttl (fidal ääiXfpmv anaqx^S v;ro nioxdh yqafpitoaVf rov koyov rov d-eoü 
top X^iarop vfivovai d'ioloyovvxig, iötg» Orig, c. Ce/#. f7//, 12 ss. Jtut, 
e. Tryph. c. 68* Lueian, de tnorte Peregr, c. 13. 

13* 



196 e^rißologie. ßlSirifht^ in bei ®ef^i(^te. 

Ulf lfm uttb anä^ fonfl im Sinne bet 3tit*^) 2)af bie ©nojilfer ben (t-- 
Ufer unter bie ffhä^^tn 9(eonen fleUten/ toarb erfl burd^ feine fiiijliijt 
C^rl^eBung \>txanla^t, ntu^te a6er auf biefe ))erftär!enb guru^irten. tl- 
lein ber ftrenge SRonotl^eidmud be9 (i^ri{Ui<l^en 3ubent:^untd ^ie(t fefl 
an ben aCten SReffiadibeen unb gog {!d^ im 2. Sa^xfi* \>on ber @etnein$ 
fd^aft M flegrei^en ^auUnifc^en ß^rifientl^umd juritd aU (Bttit ber 
^tajaraer unb dhionittn, unter benen f!(^ bie 6eiben nationa- 
len aJorfleUungen erl&ielten : 3efu0 aö Btof er aWenfd^ unb aÖ uber^ 
menf(j^li(^e9 / bp(!^ ni(^t g&ttlicj^ed 9Befen / al9 Urmenfc^ unb Ui:))rO' 
^)^et5'=) unb nur infofem toar bie S3ei^au<)tung be« 2lrtemon ^ercc^- 
tigt. **) ®ie ^el(enif(!^e «uöBilbung f(^lo$ fld& an ben fiogoö na^ 3o= 
l^anned unb S^autu^ unter bem Sinfluffe bed :^l^ilonif$en unb ^lato^ 
nifd^en $^ilofo))l^emd / fo baf unter ben ©rieci^en bie SSebeutung ber 
gSttlid^en iBernunft , unter ben fiateinern bie be0 fd^&^ferifi^en ©or- 
te« toortoaltete, bo(^ Jei Beiben im em)unf(!^ten ff^toeBenben a)o^)^)flfln^ 
ne* S)ie jlnnBilblid^e, un))erfönlid&e 9luffajfung be0 fiogoö öor ber 
SRenfc^ttjerbung i^errf(^t bei3ltl^enagora0 unb h)o er ouf bie gno^ 
^if(!^en 5lÜ0ge6urten reflectirt Bei 3 r e n ä u , ') t)on Sujilnuö toirb fie 

b) Acta 14, 11 88. 8y 9 s. Iren, /, 23 : Simon a multis quasi dens glori- 
ficatas est, etdocoit semetipsom esse, qni iDterJadaeosqiiideni quasi Filias 
apparuerit, in Samaria antem quasi Pater desceoderit, in reliquis vero 
gentibus quasi Spiritus Sanctus adventaverit. 

c) Just, e, Tryph, c, 48 : ElöC tiveg ano xov r\fistiQov yivovg b/iolo- 
yovvTSs aitjov XQtOTov^ tlvai, avd-gtonov dk i$ «rd-QOtTHov ysvofif- 
vov tt7io(paiv6/x€voi • oig ov (JwxC&€fiai, ovd* av nkHOxoi Tuvra fioi So- 
^aaavreg einouv, Orig, c, Celt. F,61: ^'Earwaav riveg rov ^Irjoovv ano- 
dfx^f^^^oi, tag naqu tovro ygiöriavol elvav av^owreg' ^ti dk xal xara 
Tov ^lovSctCiov vouov (og tu lovSaCfav nXi^O^fj Slovv i^^lovreg • oirroi 6 
etalv ol S Ltxol Eßiiavaioi, ijtoi ix naod-ivov ofioXoyovvteg bfjLoC(ag rjfilv 
TOV 'IfjOovVf fi ovx ovtw yeyevv^öd-ai, akÜ (og rovg XoiTiovg drd-Qtanovg. 
Euseb, H. ecc, JJI, 27. j?®ef*. §. 75» 80. 

d) Euseb, H. ecc, V, 28. j?®ef(1&. §. 86, Ar. 

e) Athenag, Legat, c, 10 : Ov yccg, tag noitjTal fiv&oTrotovcftv, ovSk 
ßiXrCovg töiv dv&Q(67i(ov Siixvvvxsg xovg &€ovg, rj negl rov &€ov xal na- 
jQog ij m^l rov vtov 7i€(pQ0vi^xaf^ßv 'all* iariv 6 vlog tov -d^eov Xoyog 
TOV TiccTQog iv i6^(f xal iviqy^Ct^, ^Ovrog dl tov vtov Iv Trarglxttl 
naxQog iv vl(S, ivoTtjTi xal dwafisi nvivfiuTogf vovg xal Xoyog rov na* 
TQog 6 vlogTOV S^eov, HocÜtov yivvrifjia t0 naTgl, ovx f^S yevof^evov, 
ii aQYTJg yaQ 6 ^eog, vovg atdiog wv, f ?/£y avTo g iv lavrai tov Xo- 
yov a'i'dtog Xoyixog wr, äX^ (og Ttiv vXixaiv ^vfindvTtov dnoCov wvöSiog 
vnoxiifjiiviov dCxrjv Wia xal iviqysia ilvai nQosXd-tov. Kai to ayiov 
nvevfitt dnod^oiav ilvai (pa/Likv tov &€0Vf dno^^iov xal inavaipi- 
QOfjLSvov (og dxTlva riXCov. TCg ovv ovx av ccTTOQ^Oat, XfyovTag •&£o$^ 
naTiqa ;f«l vtov S-eov xal nvivfia ayiov, deixvvvTag avT(ov xal Tf^v iv tJ 
kvtoOH dvvafiiv xal Trfv iv rjf Ta^ei diaCgeaiv, dxovaag dd-iovg xaXovfii- 
vovg; Iren, II, 28,5: Dens totus exsistens mens et totus exsistens Logos, 
quod cogitat hoc et loquitur , et quod loquitur hoc et cogitat. Cogitatio 
enim ejus Logos ei Logos mens et omnia concludens mens ipse est Pater. 
Qui ergo dicit meolem Dei ti prolationem propriam meuW donat, compo- 



1.8el)i)i. 6^n|H$nfon. §.141. 197 

nui; in l^ttm Sitiemc gemipitligt /) im 3. 3n^t^. ttitt jle mtfrfa^ 
^nooi, auä) 6egün|tf9t uom i:&inir(^m iSiSt^um, inSgemtin befämt)^ 
unb unttrsc^enb , txnn fit fc^itn , jhreng genomm(n, alB ünDbaltätnud 
ßfenft" i" Bifl/') unti im wettern ©inne, alS ©iiontämuS tfim ju »e« 
nig JU gtbm.'') Sßon ben apcßolirc^enäiätern {^ bir Dort» etil ic^t $eis 
fönlt^feit unb iSEttlii^Fcit beS SogoS in Ratten, aSer im^f^immtm 
QluBbriiaen auBgefpro^ien. ') 3)ie fett 3ufiln nni^toefäfeatt (itc^tii^t 
Übnllcferung a^td ben £090« füi: ein gStttit^eB , Boc bn 3ßrItf[^B> 
fjfung aul bf m äJatet ^etDotgeganfieneä , t^m untergi oibneted QBc 
fen. *J 3 u P i n fe^t blt fpeculatibt ©runbfage bti nanwnlefen , Ö6«t 

sitviB enm prooDDliat, tangaam aliud quiddatn tit Deui, aliud aulem 
prineipalii meni eaniiteni. II, 30, dl Sotas noui Deni teät. ptr iemet~ 
ipium b. e. per Verbnm et SapieDtiam anani coelum et terram. If, 6, 6: 
Onnes vidernat in Filio Patrem, iaviaibile eoim Filii Pater, visibile aaten 
Palrii Filias. Et propter bac amnea Cbristani Denm nDminabanl. If, 8 ; 
MeD«ara Palria Fitius. ^ S)un(f ir, b. ^. 3ten. tS^TlflsUsi«- ®Stl. 843. 

/} C. Tn/ph. e. 128; Firiäaxdy Tivii; ifaOXfiv t^v ävraftiv itpi 
napä tau nuTQoi Ttüv Zioir ifavfTriHv tiß MioiiUlt SyytXoy xallia&at, 
inftiii il avxijg Ja Jiafä loB naj^ös roU öv9-Qtinois äyviklnta- ttö^av 
Ai, tnttdi} iv ax«>s^TV ""^^ ifaytaaC^ tpaiviTai- aviqte Ü nme xal 
Sr&^mTtoy Kakiia9at, iittti^ iyjio^ifaTs ToutvTait ifalvtxai, aiancQ 
foiiiTai ö TitinJQ' xal Xöyoii xolovOir, binSyi xal ras na^a toü naipö; 
ifiiXlat if^gtt ToTc äv9^iänoit. 'itTutfxw it ToB nat^öf raüiigf Tqf iv~ 
rafiiv vnaQytir, ovntq T^önor xb toC iilCov ifttai tfiSt Inl yijc that 
irägiinov Cvros tcv ^itov iv rm oö^ay^, xol Ötkv Svo^ auyaTitufiqtxtti, 
10 ifäg- ourwi ö Jinrijp, Ötb)' ^oiiitijKM, XiyovOi, SCvtifiiy avjoB npo- 
Jjiji^y noift, xal OTttv ßovljjitci, JiaXtv ävaOtdlti ils ifvtöy. 

g) Nofat.d* Trin.c.25: Uiqae adeo hanc manireatam est ia Scripln- 
riiDean tradi, Dt pleriqae baereliearnm divioitalis ipsins magDitudiae et 
'(hlate conmotj ultra modam extendeates bonores ejna aasi siDt noo 
niiaa», sed ipsnm Deum Palrem polare. ,S®ef*. J. 86, h. i. 

*)Ä9(f*. 86, e. g. m. n. i) Clem. Rom. ad Cor. c. 16 : Tö ax^ntQov 
lit uij-ttioffvf ijf roü SsoC ö xÜqiq; tifimv XQiatög. Bermat Simil. F, 6 : 
[imflt^ne SeAatt] Spiritnin S., qoi crealus est oi ' 
Dens colloravil. Ignat. ad lÜagnei. e. S ; Oiaii 
pji nQoiX&rov. e. 6 : "Os "pö at(ör(ov irop« na; 
ad flom. c. 6 : 'EntTp(>liHT( fioi fiifiJiTijv clyai i 
kj C. Tryph. e. 61 : '.Agxhr "e» "övroiv i< 
y()'i'i]xr iuva/tls riva tl (itvtoü Xoyixijv, tJ7 
im, itari ii vlhs, iroTi 3i aoifla, nori Si Syyt 
H »VQioi xbI Xöyog, noti Ji «pj^iiTTpiriijj'Oi' inv 
ifoaevofioieaS-ai fx Ti Tov iin-riQft ity t0 ]\ 
loC OTTO loS nttTQÖt 9 r X-iati yfytv^aS-at. . 
(iifiiv, xov ä^fiiavgyby T«Mt lov jiovtos asßö^ 
imur yiyöfitroy i^lv xaX eh tovto ytyvt}9-i 
loB oriiof S-lov ftaSäyTts xal Iv devrfqt, 
I iln^oif^Ttxiv tv rp/in räiti, Theophil, t 
I 9'0CTi(i IttvTov Xeyov trSiäS-itov (v roTi . 
"jöiv avioy fifra Ttjc fautoä Uoiplat iilQl 
Tiviiyr TOT Xiyor fa^fy vnovqyov law ia ai 
°wo5 (o Ttnvja itenotrixty. 



19S (E^rißoloflit. e^rifhiS fn bet ©eft^i^te. 

BMltfi^n ©oti^il sotauS,') tit fl^ im So^ot offtntait, unk fipti^t 
ba< StiDugt^nn btt SScrwantotfi^aft bicfil SogmaS mit bnii iplatouii 
f(^(ti $(Uofot)(cm wir mit brt ^tUmtf^n Vnfi^auungStDctft in ftt 
ntr SOeiff aud,") ba^rr iß'e i(m gai nii^M AbmciiiünftigcS , »itb 
mt^i bit nt^tftrtigung bnr altttflamtntlt^rn @olt(£n:f(^ttnung nnk 
bif Snttfcnnung brt S^rißtnt^umä alä btt obitctisrn Sßtmunfl, in« 
'fofmi in aütx veiii)ii9ii<fytt !8rtnunft fi^on tnt^oCtni.'') :itctul> 
iian trtlixtt btn @o^n fÜT slri^ni ^tftnS mit btm SSater, a(l »■»• 
nirt/) abn t0 gab eint 3(it , aÜ n noi^ nit^t aui bn ^ott^tit ^i 
ttorotsangm war,>') nnb nur tin it^til b« aSttlit^rn Sufcftan; i{t in 

C. Tryph. e. 10: jüva/ils text loC i^^iftou nttrgös. 
m) lipol. i,e.0O: Tit if tiß na^ Illätan'i Tiuai^ ipiMHoloyovfUm 
jitgl roß vloS Tov 9lev, ort Ifytt, tx^atv «viov (r t^ ntml, nagaM»- 
aias iafitiv thfy. ^ivxfgar fiiy xiögtiv rä napä 9tov liyu SlSiaat, 
iqv di T^ttifv T^ lux^frii tntiptQiaAai t^waii nvtvftari. e.32i '/^ 
aavs 4t xal vaivwc fövov är^^tunoc, Jiä aa<flar SSias vld^ 9eoü Uyt- 
a9ai. Et dl xal aviof Uyofitv löyitv 9100, xoivhv jovto fe? u vuTv imc 
lör'E^fi^y iiyor tot nagä 9lov äyyliTiKov Ifyovaiv, Mt Jk alxii- 
OaiTO i(f ^oiau^dAat BÜTar, xbJ roüro xotvör toff n^xaTi)pi9^i]^A«ic 
nn^tvii' uloic HO^' vfiäs tov iiu>f iinagx"- Cf. ,4mob. ada . Gtnl. 1, 36. 
nj C. Tr^ph.e. 12T: Oürt ^Iß^akft, ovii SlXos äv»Q<äniov (Uf jir 
amriptt xal effiiTor xv^iov joir navwo>y änläg, xai aiioS loii Xgimti' 
älX ixiTror lör xuia ßovi,^v xip' tnttrov xal ^löy Syra vliv avroü, xal 
äjrytlov tx ToS ünq^Tiiv rj yväft^ aitov, öt xai nS^jtoxt yfywc n 
n^ Mo>aim öfiillif xj äni i^c ßaicv. Apol. II. c. 10; "Oaa galäsm 
l<p9fyiavro ol ifiXoaoifi^aBvrei •] vo/io9iTiiainijet, jiatä läyou fitQas li- 
g(afns xal 9latgtae toxi itonj^fvia nixBle IndiTii <f^ ov nävxa xb ni 
iiyov tyvli^aav, E; toxi Xpiaxbs, xal iravxia iavxoit noUaxi; clntr. 
— Xpi<n^ St x<p xal iinb ^loxgeTovg önö fifpovs yvmüfKvxt, Xöyot ]vf 
^ xal taxir ö iv narxl üv, ev tfiköaoipoi oHi ifilolöyoi /iörov tTitifif- 
aar, älXa ttal X't^xfxyai xttl tSiätai. 

0) Aaol. 0. 21 ! Etanc el Den prolatam diilii;[inD« et prolBliooe galt'*- 
)ci Et Dinm dieton ex unitate tubttantiiu. A<bi, 
potaverii, ai n^oßoXijv ■liqnam iDtradacere i- <■ 
s Bi •Hera, qnod Tacil VBleetinus , aliupi al^K 
prodaceas: primo qnidem dieam, bod ideo ddi 
lato, qaia et kaercaU potias ei veritale acccfLl. 
LH itmeret. Vatealinn« probolas soaa se|ianitib 
ponit, nl Aeon Pttrem ne(ci«l. Apud dos Botw 
il. Sermo et in Patre semper, sicat dicit : Ego ii 
IS SermoDeiiiiSirnt rtdix rraticGin, et loas fluvinB 
Mtae ipecies probolae auDt earan sabataDtlartBi 



um et deliclam ci Filiut roh fuit, qnod Jadi- 

i fBceret. Adv. Prax. e. 5 : Ante omaia Dens tnt 

LS et lacns et omaia, at tunc qaidem salna, habeblt 

eoim ieenm, quam habebat in latnttipto, Ratioattn suam, qaae leoaii 

ipsina eit. Haac Graeci liyov dicont, quo vocabula etiam lervioium^r 

psllamns, Idgojam in nsaest aoatraram per aiiapticilatein interprg(atiaDi> 



l.Se^Tß. 6^rp ^erfon. §.141. 199 

i(n ütnatgatigrtt , ba^n bic (Sin^cit iSotttfl in bn !£)T(i^tit tialb buri^ 
bitfc UTfä^lic^ftit unb Ubtrotbiiung brS SSattrS gtilt^nt wirb,'') &a(b 
int^tin9ntanifHf(^burt^i!iESntividIungber®Dlt'6"'ii'^"lgrabu(Iuiib 
pnfÖnlif^ »erfffeirtciien SrftSftnunaSformfn.') SSei bm Sllnanbrii 
nein fnbm ft(^ fafl alle SSrjttintnungcn beS ))^ilt>ntfi^nt SoQoi nttta 
bn ^rr^tbiadiUn 5[ti(rftnnung ftiitsr ^er^nüäjUÜ unb 3b(ntitSt mit 
e^rifluS, luä^Ttnb iotS) jUgUic^ bn: Sogod ali aUgemdne Siernunft unb 
Offenbarung übrr bic ganjt 3Htnf<^V't auSgtgofftn crf^dnt. £) t f g » 
ncS ^at bcn Jtirc^tnglaubfn batin fortgtBilbtt, baf ti bic Crnigftft 
M ©D^ntÖ etaitS,*) i^nboc^ baburtö bev®(ifi(üDeItnur9[ei[^flellfnb, 
unb baf n jcb« dmanaiion all ttwai WattxitUtt Itugnttr, toäf bic 
SuSbTÜitc btS S'ugenfi unb ©c^afftnl balb utnvcrfrnb, iaÜ ali Stnic 
bUbrt für tin (»igtS tSJerbra beS ©effitS Sota Öieip QiUaaii)tnt.') 

ScnDoneD dicero ia primordio apad Deain faiisB, cum magis Rationen 
cDBpctit aDtiqniiiren baberi, qaia non termonalit a prineipia, sed ratio- 
•talU Dens etiam ante principiuni. Tarnen et sie nihil inlerest. Nam etai 
Dana nondnin SermoneiD suaiu miserat, proinde eam in ipaa Ratioae in- 
Irt lenelipsnBi hlhebat, tacile cositaoda et disponeada seeum, qnae per 
Semonem moi erat dictnrna. 

q) Jdv.Hermog.e.i: QuiFiJiam oon alioiidededacD, geddeaabstaBtia 
Patris, aihii racientem sine Patrii volontate, qoomodo poBinni de Gde de- 
itrnere monarcliiDni, qnam ■ PatreFilio tradilsm in Filio aervo. Adeo ma- 
fl>t [nnnarchia] in lua statu, liest trioitas inferalnr, at etiam reatitni ba- 
beat Patri a Filio. Siquidem Apoatolaa seribit da ultimo Bne, quam tridi- 
derit regnam Deo etPatri. e.9: Pater totä aubilanlia tit.FMaaveToderi- 
VMlio ioüaa et porlio, aiculipse proGtetur: Quia Pater mijarme est. e. 26: 
Sermn Dei Dens, quia ex Den, non tarnen ipae, exqna est. QuodsiDeusDci, 
non erit ipse Deus, sed Aaetenui Deut, qoia ex ipsins Dei snbatantia. 

rj ib. c. 2: Qnasi non sie 
per sabstsntiae acilicet aniti 
uenuentnm, qnae uitilateit 
Irmn et Fiiium vtSpiritumS. 
tUntfa, sei forma, ncc pote. 
■lataa at potestatis,qnia anoa 
tief in Domioe Patris et Filii 

tj Da prine. /, 2, 2 : Quo 
aliqnando Deam Patrem vel a 
ttmea pinm liiqaid de Deo : 
Denai dicet geuerare Sapianti 
■«a erat, poslea genuerit, aat 
ntniDqne et abaardun esao 
■eaiper Deum Patrem navima 
qnod est ab ipao trabentis , *l 
■liqaibaa temparnm spatiis dl 
ipid semelipsaB mena intoerl 

ti Ib. /. 2, 6 : Ne qeis in. 
ppulii d'on« qua sd am sibi ipsii 
Cent etDeum Palrem, quantui 
■itira vel leviter luspicari nt 
«lliaiae iasipientiae. Hagia eri 



91bcT bti io^o» ijl bn ©ott^tit untcrgtoirbnrt ,") nur im Iirf^tänftni . 
Sinne ®ott ju ninntn unb ®tUtt an t^n ju ti^tm.°) ^uS bei @<^uft 
b(B Origtnrt luurtx 3)ion^flu9 »on 5tleranbrirn burd^ ben ®f- 
gntfab tuibti brn ÜRobaliSmuS [um 260] auf bie a3r^au))tung getttc 
bnt, bag btr @o^n ©ottcB tlit Scrf bce QSatträ , bnn g&tt(i^cn Sr- 
fni frfmb unb In btr 3*'t gtWorbm fti.") Hagegtn bei: ti^miff^t H i 0= 
n^flu« aus btr 9iatur btB fioflofl unb mtgen ber 9Bürb( K^iijli 
fdn miQti aui btm Cßal» unb ba^tr gottgldi^tn ISStfcnS ®tin giU 
UiCb tna^tt, o^ntbic ^Utin^rrrf^aft bcB ißatcrS ju leugnen.") 3)tc 



parle« ilitiDaii meoli» »eeal, aeqo« ab ea siparatar ; ttili quidam apeeie 
palindai eil Pttir Piliom g«DnU>e iaiagiaein scilicet saam, ul sicui \f^e 
iDviiibilii eil per nataram, ila imaginem qnoqiie iovisibileni geaaerlt. De 
priae. 1,2,3 : Qvali modo inlellejiiiDDsSapienliam iniliDm viarum Deieste, 
«t qaonodo creata esia dicilnr, (peeies icilicet in se et ioitia loliat prae- 
forBana erealorae, hoc iliim meila Verbom Dei eim e»ae iDtelli^eadom 
eil. C. Call. Fl, n : OÜTt t ov ä y ^v jj t v xal naori! ^tvt]T^f ipvaiias 

TtiQ. De princ. /, 2, 4 : InrandDin est, Deum in genaratinae DDigentti Filii 
exaequare alicai vel homiatiia vel (liorum BDimantiiim generanli : sed ae- 
ceaae eil aliqaid exceptnia eise Deoqae dignoiD, cai nnlla proraai conpa- 
ratio aoD in rebui aaluai, led na in eogitatione quidem iDveDJri polest, 
Ell Dlmqne ila aelerna gineratio, aicut aplendor geaeratar ex ioce. Nui 
coim per adoptioaem gpiritnsPiliiis Blex1rioiecas,8ed naturoFilina est. 

u) De prine, /, 3, 5 : 'O /tir 9-fög xnl TiaTti^ auvirtar ja nävta <f^- 
V« lii Ixearcv tüv oriiev, /itiaSiäovs fxüoKp äno toC Hiov tÖ cfttif 
wv yäg laiir. ElattiovSi ngos tov nati^a o vlbs, if-t^ävtov tnl ftevti 
fö loyix«- JtvTtga; yao (ari teü ?r«Tpos. "Eti Si ijiioi' rö jiMÜ/i« 
TÖ Sycar, M fi6rovc louf aylov; Süxvovfieviyy. 3nfpftni dt oral. e. IS; 
f i<(ia£ «Bf* oiaiar xai inoxfifitvög iariv i vlos roß nazgöt. 

• . 50.] '/(UBVI^f Tt^Ot fliv TO 0^9^111', 

iTiiroir liaatrai tmv oXeiv altlov, öiib- 
Kf(tai._ Kai 10 Ttollovs lfjio&6ov{ fhai 
vovs ätio ävayogtvaat 9lois, xal Tiags 
al äatßiat doy^tauiv, ijioc aovovitfvov; 
aC nnipöc t aftvovftiviivg Tip! Sföfifl" 

xÖTi uh avTÖ&eos ö 9t6sfaii,iiö- 
pös ZOT naj^Qa tvx^' tva yiptöaxroai et 
\ TO Ttttoa TÖ avio&ios fitTojc^ t^s fxiC- 
t ö 9-iAc, äliä 9eos xvfimTfgav 
OS näaijs xTlatms fotl Tifuiäxtgos tois 
ie oral, e, 15 : 'Eäv äxavmuev oti noii 
üv yeyv^TiSti iiQoa(vxt6n' (ariv, ovü 
u TW 9tä räv oltav naiol, ai xnl ainoi 

. F. 4. 

r. 0. 4: [T. l.p.hhl.] -Imill TOV fieti- 
fta xal yivtiTov ttvai töv vlm loü 
r i(vor xai ovaCttv tlvui roC nritipoc 
äuntXov, xal ö vavjiifyös ngb; ih oxä- 
■ 7ir JTf ic yfvTsTai. 

e. 0. 26 : [7". /. p. 275 *. aufl btt 6*rift 
intr.J Ov fteiov c Sy ns natufi^ifua« 



a((Mnbtlnifi!^t DionnfiuS B(tt1(^ert(, baf tx, ^iftmit einBtrftanbtn , 
nut bie ^tt\bntiä)Uit unb Otfe^ängiaffit ^'ä Sogoä (i^mi luoKlt-O 
«Airo^l baa ÄirftengeSet inagemein an btn fißater geti^ttt loutbe nut 
buTi^ben ©o^n , ^atltn bo^ bie I(|ten Märtynt ß^tiftum aÜ ®ott 
ongmiftR.') Um bie ein^fitSottfö ju retten unb ben bunftln aStgriff 
einer götlCi^n Beugung aufju^eben, luanbte 2lr i u B ben gelDÜ^nlii^tn 
@($&t)funge&(guff auf btn ^cgoB an, ber avS ^iüftB burc^ ben gljtu 
litten SiUtn tn'A<Darein berufen, fonat!^ einfl nti^t gtmefen unb ni^t 
gld^ 9Beftnä mit ®Dtt, bitbungefä^ig, boi^ ei^e« @efi$&))f, S8tlt< 
f^&pftt unb Sottfet, mit wei^flnben üluabiiiifen be« 3'»gfii> unb 
©t^offene, in ber unb »et otltr Seit."*) 3n ^lleianbrifn mugtt flt^ 

jovc nolrjfitt tov vlöv shai Jojofofics xci yfyovivat titv xvQioy niilnfp 
?»■ ti SvTias yfyofi^von' vofilioviac, tüv 9-cltav inyttov yö'Wjfft»' n^iß T^ 
n^/^iafOav itgoOfiB^iv^ovyiiar. BXiiaifJifiov ovr fiiytatov, xfiBOTioltjTov 
Tgönov TIV& Xfyetr tov xvqiov tt y^^ yfyortv vlh(, ^v, oif ovx tiv all 
ii fir. Et ye iv if) -natgl tartv, äs ai/rot <f^ai, xal il Xöyot xol aoiflit 
xai Jmafiis ö X^imos, xaCio di dwäfitis oSoai tov 9ioB iiryxävovai.v 
it lolrvy^yf^orir Ö uföf, ^, o« oix ^ TitBia ■ ^v np« «mpic, ort X'^Q^i 
tovjiuv ^ o 9tö;. — Ovi oiv xtnafilQiitiv xen *!« tQtU S-töttfiat tipi 
SavfiaaT^r fiovääu- oSie noi^an xialvttv to öStw/ia xai vafgßälXov 
/liyt&og Toü xvfilov äiXä ntJiiHTtvxlviu tit Stör naifga novroxpÖTOglt, 
nal il{ Xgiailyv '/iliTOw tiv vlöv avjov, xai its To ttyiov nrlvfia, ijri3~ 
a^at'ji tii 9f^ tiSv ÖXtav t6v loyor. 

, yj ilthan. Ep. de Dion. JUx. e. 15 ; [p. 559. au« beffin Stvelogit.] Oux 
>jr, ort 9ih; ovx ny natiiQ, xaX üei c Xpifftöe iöyoi latl xai aoipta xai 
iwafitg, oii yoQ oi} toir^i' Syovof mv 6 9e6; eha inaiJojioi^iiTo' 
iU.' öii ftij TiaQ lavToS e vlig, äl£ tx ~ 
yaUfia ifiiotög äid(oo nävtug xai avTC 
"äUy^a xai S ngotpigovaiy tyxkijfta xaj 
läv X^iarbr bfioa^Oioy flvai zip 9t 
ifliu fr^ ev^xivai nov täiv äytwy ™ 
/joti rn ti^t t^c Siitvolas loiirnf oiix an: 
naQc&f/ifiy rf^lov räf antra»' ofioytyij, i 
Mi/oui (if(t( T(Sy Tfxvoty, ort ftri avro 
nur äno ttn^ofiatoi ij ÜTio ^iSis ävtli 
aiT)ff(, xai TiovTiu; Ixeivo xa9-faTijxty 6f 
z) Juit Apol. I. e. 65. Tart. de orat. 
app. fll, 24 SS. — Euteb. N. ece. VH 
"il närtBiv &thv XgiUTov tntßoafifyov: 
an) Ep. ad Euieb. Nieom. \), Bpiph. M, 
iiHe oix laiiF äyfrrtjjcs, ovSi pigo{ ä 
ilX' Ott »tl^ftari iiTi^ani ngä XQ« 
'yeiXoltatoc, xai nglv yiyyijS-^, ijTOi 
Jmffg, ovx ^v, ä^(vvi]t«s yag ovx ^. ifi 
i^i/ftt, ö Ji 9tös avag^ög tat', ««l Sit t 
oitatt it etnofiev, xa9öti ovdi fiigcg 9ei 
yis.Ep.adAlex.lb.1: OMafitv h-a 9iöv 
yirrtiOayta vlov /toyoytyij ngb x^öyatv 
»öl in i.oinA ntnoCiixt, xtia/ta tov < 
'tin/isTAiv. S:Eltb U avtov, xai to i 
((qwaf xttl ijxia, üf ftägos nüioS öftoovi 



inüi^ Wi ecbaiff rün rtri%m Bmgaiig bastgrn n^brn. 911 
(ig tnt lit ganjc nctgoillutfi^ Jttn^ in txn Sawlff, al9 in btfln 
SoirfqHnjfB t« fi^ im iit OArurnng bt« g^riflnit^um« uxH» »B 
ka« Sr^^ M aRpROl^§mnl ^nbtlb. i&Lt 9ttiifeefDnobt j» 91i= 
tS« [325] rntff^i» gt^ni »a« aiianiti^ <8ott:(8ff(&Öpf.'>^> ^n bni 
Ht^rriitta SuAenidt tn S!« rnUglni^^t ^attt bn StcgritT bnr Unlm 
eikuiRg Moü) Kanin. 9U afrrr ^t^anafiui nai$ twm fi^on nu^ 
tn birfm Simu Mtfaetni S^nbolc bic SBtfmfgldf^bnt em^^fl 
■a^M oll eiUigc 0ottg[riifi(fit,"> fctfi^r&nftt fxt^ bit ^flcbia4tt %ii> 
|i4t €>f (int SffcnM^li^frü/'j nnb wnrbt bun^ bm StgmfaB bn 



Jlkarn. Or.e. AriaM.I: [T.J f.394. ■■« bn Xtaljt.] Oil-x äil ö 9iU 
»■¥4^, MV «1 i)r Ö vtoi, «ÜB närtmr Srtlur i^ oiix Srjmv, znt ö vüi 
icv ^t«£ ii aixSnmr lailr. Tött ymp jr^vrir, ort fitpovltiTai aviir i 
9iit ijiftiovgy^iu, nl ori ^i- <f vat i ipdridc iort, J<p <fi M/^i nü- 

KVT^ ri|» iiimr rfATox*», ^x a» aal At r^e äpiiq; ftfjf« /ifiö lafto. 

af «Um namc, Hytimi 9tis, Ep, ^tex. b. Soeral. B. aee. I,S: 
Tftiitis tmt xsl iiM>imiöt xip' qvatr, w; rä uena tä Zo^'ucti- f^rsc 
T( xsl >Ll0i(Hoc xsl siitirroirtouA«[ iailr i Uyos t^; roü fieov ov- 

UJ Sfmt. \ie. i. Tkeodortt. Hat. ne. /, 11: Ilunfvafier fU tim 

vlir To5 5fov, ytmjS^tnm tx xoS naj^s fioroylr^, TOvriOTiv ix Iflt 
ov<r^«; ToC nsTpöc, <}<or ^x Jfotr xnl ifiäs t» iftoiis, ^töf älq^t- 
rartx Ittoü il^fHyov, yärritS-tria, ov Tto ttjfUrTa, öfioovatoy tf 
i tt tr Tif avpav^ xoi tä ir tp yj. — 
r evx i}r, xol n'plv yirrrjt^at oüx (iv, 
?{ ^^(MiC jmoajäaHas r; oiialai (Im 
rif vUar roü 9(oü, ävaffCuiiTf^l 1 
: X9t^.%. 135. 

] Hiardofitv tls tf ftovoyevij löfe», 
frtififyov, läyov Si oü TiQotfi/piJcoy, oüi 
ttov, ovTt Ti^ßoliif äU,' vlov avttnf- 
S, laiitßoy xal laöJolor, 9iir 
VTaKQÖTOQm ix Jittyraxqäinoos. 
g. f,i: 4«iati &tös, bIlJ.' oii^ o JiQÜ- 
I laottfimif itvidt [löf ^vo inootä- 
WS. Cyritl. mtr. CalteA. //% 7 : ITt- 
Sfioior xata yiärta t^ yiw^aam, 
iTp^C ytYfrrJffityor. Cf. 5a*oii>. BM. 
vatoy np jiargl xöv v&y itatfyovfif- 
:45. h. Äthan, du Syn. ^rimini tt Sf 
(f( T^ jiBrrdtun' JiflaSa, xai *rff 
i xal TÖv vtör, ov ivo Tovtovf ^ovs, 
iita/ia xe\ filav öxpißij i$c SaeiXllas 
fitr xaiiXmi närToir, xttl nuioü vio«, 
i inoitiayfitrov T^ Tiatpl, txths 
iiSortet täv dl airoS ytvo/iivuy. Sg»- 
^oä. e. Ati<M. «.II: Qaod tm* 



I-Se^tp. 6f)tifH *P(tfon. §.141.142. 203 

Vt^nafianti: lint ßtittaa^ auf tit ©ritt im Vriann gtliiäiiflt. Sangi 
f^irn htx @ief| jtotiftl^a^ unb bad ajncugtfdn im Airt^c jtrfpalKn. 
96(T nai^btm bit 9tefltrion flc^ tinmal l)inauf gtntnbct $attt, nuftc 
ht 3Sibnfvni4 nntS gef^afftntn , unltrgtDrtnfttn ®ott(fl offmiat 
ipttbm, unb ba ftnc entfi^irbnic @ntg5ttli^ung ß^rifli im Sinnt aUre 
!|Jarttini unmogli^ tuar, bic udUc ©ottgfri^^tit btS So^ncS ftiflcn, 
icä^tfnb bocö bis ®ottdii^nt bt^au^^tct unb bn Sßatrr ale troigrt SPrlU'' 
cit bce @D^iite anrtfannt tvutbt. !Dit Sqnobt bon Sonftanti: 
n c » 1 1 [38 1 ] are Sciflfbn Sötonbrflf igung 2i^tobo(lue btfl ®t. unb bit 
:fiiuf( S^loblsigS finb nur bie jufäUigcn ^xä^n btt an |i^ not^ffitni 
bijcn ifbatfai^f itnt9 Sitgö , als bn iStrmfttlung btS jübifi^tn Wlo' 
naUftiimut mit btnt ^cUfnifi^rn ^o^t^tiimad,") unb bnSlneTftn: 
nung brt ß^iiftcnt^umä ali bcflimmt juv QÜcIt^trifi^aft, 
{. tu. eubKR« itt 3dgni«««m ealtwcRfiln. 
lfak»Jleld, Opiaioni oF Ibe thrce flrst Ceot. coDcerDioE tke perlOD of 
J. C. Lond. 783. Cotia, Hisl. doelr. de Ch. Ds. [. ad Gerhardi Loe. tkesl. 
T. IV. Planck, Observv. io priinam doctrlase de DBtnris Ch. biitoriim. 
Gott. 787-9. 2P. [Comai.lh. ei. Fe/thnien, TA. p. 141 as.] [aSilDOlÜSft 

3ifuVnfpii i].amt n.b. Stein, b.altm Jte. [^cnfrt 3Rag. 9. III. €1. 1-3.] 

Sä^tfnb bit ®t^nfu(^t na^ btm in btr 1II2ni|i$(tit fftb^ »nrfann: 
tnt eattli^ni e^rlftum alS @ott tinfam ^infltUtt über bi( Söjtlt , 
fiK^tt dn ni(^t minbtr ntä^ligt« ©tfji^I i^n ftf^u^attin In btn aSiU' 
ti(ratmtn bo: SRtnftfe^fit. 1 . ©rgtn itn iiettÜivaaS, btt in bft 
Srtinflat^tuna oKte aßatnttßen tintn wirfli^ mtnfi^ti^fn 8(i6 3« 
fu untnr manni^fat^tn ^tuSflü^ttn Itugnttc , ^at fl(^ baB ©nnringts 
fü^Ibci Stiribt immtr trftärt.*) EDlttttn innt na^mnt bit ^ltian= 
ixlnix jiuar (inen mtnfi^tic^tn Jt^rtin 5t^u an, abtr SIcmcnB ba^tt 
iSn alB »oKfommtntfl Söfrfjtug btS fiogoä fibft alire 3iatumot^= 

^«■dtm movebat de lubitantia, qv 
pmiiini iiitBllis*lDr, homouiion, : 
oBiiiio Bari oporlere BUDlionem, 
(oatiBealar, et qiiod saper komioi* : 
litililem ejos enarrare, de quo Ben 
nbitt Scire aatem maoireatum eal 
lion innni. Nnlla ambignitiB ett, 
■tinle: Qni me misit major ma est. 
Mj Gregor. Nat. Or. 38 : |>. 611 
*b1 vhv xnl iylou ■avtvpaios ' ovt 
'" (ii) 3ijfiov 9iäy ttoayäyto/tiv, • 
nivlatt öfo'riji'os' ttamxgi^iSfiSy, jj 
^tüi t^y äip&ovlay 'EXXt)y(iof 
'fuiun, xar Iv toX; ivavrCoiq liigioi 
a)SiitlW*tf*cniyo.l, 1-3. l 
Wlajliti*Kg(I 6. Orig. dB prine. Pr 
fori linile, ao solo differeo«, qnod : 
<u «I paMDi eat in Verität«, non pe 
I>*MÜ*. Hai. 823. 



204 e^tifiologit. (S^tlfluS in titt @eWi^tt. 

»rnbtgEfit uni unfrtiniUigtn Vfftction, QtiamtS al9 twd^fdnto in 
atnbrutft ir na(^ bir Sä^igEttt btS Vnfi^aucnbtn > Was tintt ^anbft 
flmn iBtttaä)tmaewti)t all Xiofttilmue trfc^icn.^) 2. :£ic SogoB^n 
unlcrf^itb jitsir iaimn <8bttUii)t6 unb QRcnf^Ii^ri in t&i)x'\ftvS, vtäj 
(tuet btm -fidlfniäinuS leitet faflit^rn iSoT^tUunsSictift oom -^crati 
ftHgfn bcT 9iiiUi untrt bte SKtn^c^cn , aiix iiai$ btm Urffitunge bic 
frt Sfsitffe war btn tr^m 3a^T^^. btf ÜScnf^wtrbung tiui tint 
Sltifi^icrtbuns btfi £ogae,') na<^ btr cfnm SJoT^ttaung ba0 äßinf^ 
lii^ nur jui Sii^tbarfrlC unb boi^ au(^ jut iOn^üUung bt8 ®&Ü\i> 
1^/) na(^ btr anbtin bae Qiittiify alt äßifbir^nrfltUung unb EBoIl« 
nibung b(0 ünrnf^tti^en.*) ^rtnäuS unb S^rTtudian gtbmfflt 
mit vorii6(Tgr(tnbnn 3nlctt{ft tintr £«(t 3tfu no^ inntr^atb bcS gt^ 
mttnfamm Stbanfmfrtifce bec 3ncantation/) Slax distntS ^t 



k/ CUm. Stromin. Fl. p. 775 ; 'Eni toB auTljgos ti aä/ia änaiTii' 
is aäua ras ivaytalas iinifqcolas it( iieftartp', ydias Sv llrf tifayl' 
yif ov iii TÖ aäifia, dwäfiii avrfxöfiivov äyiif aXi.' lös /ti) raiis (fvyiy- 
Tus äJUaif jkqI aitov <fQov(tv {innailSoi, nimifp äfidti vOTtgov io- 
xifltt Jifit aviof ni^rtgäaSta iiifikaßov ' aöjas ü äirrtiankäi änn- 
9-ns tiY, eis Sr oviiv na^iaivtjtu xiviifia nB&tiJixiv, oSie ijtfoi'q, oiri 
lirni. Orig. in llt. e. tOO : [2*. ///. p. 966.] Veoit traditio Ulii til bis 
it Jeta, qaeniim naa aDtam dnai foniiae in bo rnernnl, dds qniden le- 
EDPdoni quam omaei eum vidcbant, altera antcm lecuDdum iiaam traas- 
Bgaralai eit eoran diielpnlii laia ia monte, qDnndo et raipleadgit t»c'm 
eJDi taoqiiain loh aed elitin aDicDJqae apparsbat aecoDduDi ((aad Tueril 
dinant. Photiui, Cod. 109. alt 8t^T( Itt Slfmcn«: /iij aa^xaiO-iirai tot 
X^yov , ällä 3öiiu. Gieitler, Clcmeoli« et Ori|;. doclrioac de carport 
Chr. Golt. S3T. 4. 

el Irnat. ad Eohet. e, T : Eic inroös tau, aagxixös tc xal nrtvuati- 
'.vot &lis, tv »avät^ Ceti] äli)- 
4pol. I. e.32 : '0 loyos wapra- 
. 10. iDtna d^l, )>l<itoni(4 tvit 
ine. Pratf. %.i: Aate amnea 
iDl, hama Tactns incarnatut «A 
d erat Denk. ^t\i^ Mä^ Alka- 
it>Xl oiSfta, xal roürip -(fttäfii- 

lix\, näf av iaiö9ti/tiv av&g<a- 
, 60: Ad «liter potnit inTiaibilii 
'alem ipferreie el accommodir! 
m ul aliquod ttgmen materiat 
inii formam et anb Dosiri geoa- 

ej §. 58, m. %. 149, i. 
luftfvov fjfias Tov Kv^lov, xnl 
i/iit^füf, xal rijv aÜQxa t^ 
tin///, 16,6: Verbam uDigeni- 
a »na plaimatiet coro tactat, 
Ar, 0. 13 : In Cbristo iaveDimai 
, anima niea asqne ad morteip, 
II oaro mea est. !Cantbn adv. 
.. _. . _. ,... . rne Aomo, « apirita D«a». 



l.ge^tfl. 6^ti|H ißttfint. §.142. 205 

Im ©oümfiififitn tint uttnönfttge RltflcfaKtne Sttlt, nie üSftttlgliA 
unb um aRtB £(ibmbt im Scttn btS 6r(6fn9 auf ftr ju legen , ((tont 
unb in ftliitm ©onberf^ßtm ttgiünbrt.') 2Itfl 06« bn: aSrflriff tixin 
otfolut g&ttiitfefn SRatut ß^tifll tnttoidtit unb bieft fona(^ »oit fdntiii 
mtnft^Iit^tn üBffm gma« getrtnnt touifit, c^üjitn bicffS buit^ btn 
Hofitn Sri6, wie biiSriantr eS ju btnim Urfa^t ^attm,'') obtt 
au^ jugtctd^ bui^ blc i^cj^ nai^ btr ))[atontf^tn S'ifii^ototnit, b(t 
g&ttli(^t ioj/og an btr @t(((t btd mtnf^Ui^tn vovg, mit ^polUna' 
r\S tS 'oaäiU,'') nit^t ^intrit^mb bntttttn, unb gef|cn i^n tntfaltcti 
f!(^ bit StirüftnUifxt alS SScrtinigung tinct »oUFommra mtn^(^U(fim 
unb uDUfommm gfittUf^tn Statut.'') 3. ^t)x SBtr^ältniß ntat'bii 
in'8 5, 30^1^. un&tjltmntt , «nb bn ©pmc^gtfetou^ bon ^Jiiiwff, 
ünö»iT«(»e, o^a/a fi^manfmb, bo tlm wtn natütlic^t ©Crfl^ füt 
bitft ütrrnatütllc^fn SßeidäftniffE nf^t gtBifttt unb bur^ ba9 EBes 
bürfhig (inti: mtgtgengtfcgten Slomtnclatur in btr $rfniläte(((tt its 
Tiliit War. Sür btn ^(drnifi^m unb äg^^tifi^tn @ott(ä6egit^ Wat 
m fitibm unb ©ttrfitn tintB ®ott(fl nli^t nntr^ört; SertuIIion 
fu^tf junfl ba« eigmt^ümll^e ber mm\^üä)tn unb gBttlit^tn ®u6j 
flanj in (S^rifto ju f^tibcn, tcä^renb tx bo^ unlitbtnflii^ bom i^obt 
itä ®ottri fiirac^.') O r t g e n e ä fc^ieb (inrtt^tiia bit Sdatuttn [m. g], 

g) De prinv. II, 6, 3 : SabitaDtia animae inter Denin caroemqoB me- 
JUnte, DflO eaim possibile cratDei naloram eorpori sine inedialorc nisceri, 
Dilcitur Dcuahomo. Jl,8,i: AlU sunt, qaae Salvntari sab animae DOmia« 
idicriboDtur, et alia, qoae aub ipiriius DDEnine depataalur. Nam quam pas- 
sivnem aliqnaiu vel pertnrbatioDem sni vnit indicare, sab animae Domioe 
iDdical, atqnaio dicit : Dane anima mea larbata est. In manas autem Patria 
commendat non animaia,sedapirilam,elqtium earneoi dical iafinnam, dod 
iBinam froiutam dicit, led gpiriloin: nnde videlur quasi maijiufn qaod- 
iam esae inter earnem iHflrmam et apirilum pronlum. 3!rg. //, 6, 3. 

h) Äthan, e- Apollin. II, 4 : "AQtioi oä^xauöytiv jigiit änoXQvipip' 
r^S 9«ori)Tos ifiokoyll, «fil di toS faio^ev f* ilfiiv ävS-QioTiov, xoDto 
lau jijg if/vx^S' Tov löyov tr Tj aax^l X(yu yfycr^roi, riiy toö tio- 
Jouc vötjUiv xai Ttjv #£ ^Sou Kväaxaatv xn &t6xiiti nQoaaytiv xolfiäv. 
er. Epiph. «aar. LXI\, 19. 

il mit Greg. Kax. Or. XLFh {T. I. p. 722,] V 
fiaxos xaxa xö £v3-p(ii7iirov m^i aizor Syxtov, voi 
lov Ixtivov xönoii loS 9(00 Xöyov äranl^fioih'ios. St 

kl Coric. Rom. a.Sn-. [Manti T.III.p.A6i.]Mse 
reoexvirgine inperreclugi I.e. «in« tentu [vov] homii 
itDBntaerilAriaaorumia tali sensu vicinilasl lltiimperr 
DEiFIliodicuDt, iati imperreclam fauuiaaitateoi in bom 
Nsi autem »«cundnin catholicae ecciesiae proressiooem | 
rtEtum saacepiaae honsinem profitemnr. Conc. Consta. 
im 1. unb ". ßanunbieapDninfliijien, im S^mbolum nui ac , 
/inrot äyiov xal MrcgCag x^g naQ^fyou xal tvttv&QBiir^aarTa. S>n iet 
fiimmltte auewnd nt, r. tj Adv. Prax. e. 27 : Videmaa duplicem ala- 

lum DOD coDfusniD, sed coojaactuui io ODa persona, Deam et hominrm Je- 
■■■1. De Cbrista diiaero. El adeo talva est utriutque proprietai sabstaa- 
<ii«, it «t Spiritus ret «uas egerit in illo i. e. virtutea et ope» et liEna, et 



306 (S^ßoleeie. C^ttfht« in btt «tf^i^te. 

anbcnttVtK na^ra n rint Mift IDun^btingnng M ®Gtt[l$m unb 
SRcnrc^lif^ an, bag bit fBtiif^ung mtnri^lic^n ^Sräbuatt ouf bnt 
@o^n Sottet minbrflmi ali ^ttttoti^i qatättftTti^t ref^ttn, unk «on 
rincr »Btrwanbtuna bf« ÜStnfi^Ii^n In bni ®ott bit {RA* ftln Ionn= 
tt.-) an bal StfltTf ft^log fi(^ btt nac^maK in bct alttanbrinb 
f^tn e^uU ^mrf^ntbc Snfi^t, btc tiaS SRcnfi^Efc^r in'« ®&ttli^ 
fibtigtng, »ofür bit Sinfgung ju cinti SRatur tin na^ Utgmbir 
Sulbnid war.') ©agegm bic a n I i o ^ t n i ft^ t Schule , intern G^= 
rafttr gctrni, @Bll[l(^rf unb Wcnf^Iii^ri in S^Tiflo mt^t ou4tinanbrr 
^tll.°) EHai^ gUoUnibung bfd Jtam))fta um bit ®Dtt^eit (Sffti^ uanbtt 
M bae^innrn bn Jttrt^e auf bttfm ^unfl. VIS üfttßorlulbit 



MF* piiiloBci !■>( foneU *il, eiarieii tnb dUbala, Beo« Laiaram, iniie 
uqae ad ■ortem deniqae et marta* eit, qnia igbataaiiae ambas ia slata 
SDO inaeqn« dittioele agebanl. C. Marc. 1I,JQ: Cbrislianarnm ut eliaa 
morluum Deam ereder«, et lauen viventem in aem aevarnm. 

m; De prine. II, 6, 3 : Aniaia [lesa\ nrpale BnbsUntia rttioDabili« — 
■erito pra ea, vel qaod tota esset in Filio Dei vel totnai U se eaperel Pi- 
lian Dei, etiam ipia cam ea qnam aaaiuBserat carBe,Dei Filiat et Dei vir- 
tas, Cbriatoi at Dei sapieatia appellatur. Nan et Fiiias Dei mortoos esie 
dioitor, pro ea seüieet natura qoaa morlen ntiqae reeipere poterat, et 
bOBiais fltiai appeliatar qni veatarsa ia Dei Palria gtoria praedicator. Bl 
bac de eania per omaem äeriplaran tim diviaa nalara hDmaais voeabnli) 
appEÜatar, qnan bninaBa natura divinae nnncnpatioDia iaaigDibna decori- 
tur. Mafia eajo de koe, qaam de nlta alio diel polest, qnia ernst amba ia 
Cime aaa, et jan dud sont dno, «ed caro aaa. C. Ceh. Hl, 41 : [T. 1- 
p. 474,1 ii Svinv aviav aäfia xal r^ äv9Qanlvvv Ir ävt^ V"'XV 
r^ TTfos ixtZyer [viov 9foS] o6 (lovov xoirotvCif, älXa *al iymaei xai 
BvoK^tiH TB fifyiaiä rpe/ifv nQoattXrjrp^vai, xal t^s ixttvov 9fÖTiirBi 
xtxotyatr^xvta ett 9f!>r fiiraßeßtixtvai, 

n) Äthan. [T] d^a incam. Ferbi: 'Oftolayov/ttv oö JtJo <pvaeiitir 
iya ^lov, fituv jrpoaxvy^Tip' xal fti«v aTigoaxoniToy äiXä filav ifv- 
atr TOD ^oü Xoyov atoaQxioutvt}v xai nfMaxwov/i/v^v ftciiT^! 
eagxoi avTov [iiq ngoaxortiOfi. JuUtii i "~ " 1191.1 

jifyovai [Samittateni] <fiio ipv'aets, äs h« 

anoSil^Bi/tot xhv xvgtor tv t^ Ifyitv i tlla«- 

ilou ir Tip Uyeiv stc xu'^ lac- Mtav if roÄoBt 

OiöitjTOt xal r^f 7io*i)i«(% "opjEDi- 1 '. Lp- 

407.] Bihi afiifätiqa, rö je ngoalaßövi vacit 

tttev OvyiQuftOM)ai,ovxvtiiiSvo. Ori uivo 

riSv tvattliav, oif ro ulv t»^ioat, rot Cf(»s' 

Sot^ p. 621 : 'Jneajäir] fiir, äXl^ <üf S V. 

o) Diodor. Tan. noöc tovs Zuvovai !. Äai- 

nage, T. I. p. 591 t: Jeana proBciebat Verto 

Dei DDD polest dici. ferbum majut eif Chritto. Maria non peperil Ver- 
bam, 9ed bominem nohis simitem. Adorauiaa parpnran propter iadnlDM et 
lemplam propter iababitatorem, rarmam servi propter rormaii Dei. Gratia 
Gtioshonio ex Mari« natos, aatora autemDena Verfaam. Theod. Mopiatil- 
naii Mariut Mereator b. Mami T. If. p. 1350 : 'O äeanötrig »ihs läym 
ttv9Qmnor ttlr/ipe züemv, Sv äno^p^Tto; avy^il^iv iavi^. J^x^iat jifitf- 
xvytiaiv, WS äviägiaTov ngos rpr *»fm' »pilotf ^^jfwv t?^ ayvöiftier- 
'Eva ■nüvuv xov »ietöv ifafi(v, '/ijffoi* XQiatäv npwTOiiJjIiut/ii»' tii' 



l.Sel^tß. (S^ifli $<tron. §.142. 207 

Untnfi^etbung ai^ tint Stife auSfprai^/ twlil^i bi( fBm^iung bn 
@oltclgcfräTerin unb btt ))ttf&nlt(^( Sfn^tit btS STtöfi^S jit Iitbro^nt 
f^fm/J mat^tt S^rllUa bte altianbilnifi^f auflSfung b»« Unttn 
fi^itb« gcgtn i^n gtittnb.i) !Dnr ®txtit ijt ata grofrt ))tT[BnU(^ 
Äflinl)f^i(rar(^tf<^et3Bä(^t(a(fu5rtH)ortfn, aftttinb« ju S^^efufl 
431 fitsKi^tn ®[au(fnefonnFl jHgt fi^ (trcitS eint SBmnltttlung: bU 
din^dt 6cibcT unuttmif^ttn Staturtn in bcr tinm Werfen , fo baf in 
©fjug ouf fit gilttli^e unb mtnfi^lii^e Sltributc ötrfiunbtn, in SStjug 
auf bit Slatunn aber grtrtnnt nxtbcn.'') %l& bagcgcn Sut^^eö bit 
aluanbrinif^ ^nftt^t tinti a^foluttn Sinigung bn Slaturtn tit^au)» 
tftt,') iDutbt nat^ tuijfm ©fegt [@p^efufl449] ju S^atctbon 451 
bic Jtit^nitt^n f(|tat^tl(l: unjettrtnnlic^t tSinijiit itün naä) ifixtt 
ßifltnl^ümlid^ftit «nacmifd^ftn Oiatutm in btr einm SperfBnlic^ffit 
66tipi.') 3u »runbe lifgt bet aSritf 8 1 o 8 I , toti(i)tx bit 93(tf^irttn. 

»fir Idjvv roovrreS) tar xat ovaiav viöv ^foö, awiTitvoovvits H tJ 

p; SBri Mortui Mernat. p. 54: öwiöxoe i.a. pnerpert Dei Maria I H«- 
bet malrcm DeaaT Ergo excnaabiLii gentUit«) milrea An» »ubiDtrodDceDt. 
Piilni «rgo niandax di Christi deitate diceni itTiäiroQ, ä/tijiaig. Mob Hft- 
ria peperit Deam. Non peperit ereaturi ineraabilem, sed peptrit homiaem 
dejiatia iaalrDmentDin. Divido Datnras, aed eooJDOgo rcvercnliam. Mann 
r./f.p. 1197: 7*0 jieotifferp tov »fitv lö^ov Ix r^t xqiOtotÖxov naff»i- 
*m nagä -rij; 9(Ctc; Idtdax^-tii' ypalpijs' to Si ytwtjS^vai 3-ior t( avtijs, 
miafioü idtdäx^Jtr. p- 1201: liax/yxuTov r^ x<äv ipvaemv TJiqiöftev 
""""""■"-' öfioXoyiSfiev löv Ic av9^n<p 9fiv, a^ioftir tbv rp ffHif 



miraipelif T<p navtOKpötopi 9(ip au/tTiooaxvravßfriiv Sv^^mTii 

g} Cyrilli Apatbemklisaii XH. i. Manii T. V. p. 1 it. Nettorii Aoa- 
themiliaaii XII. ib. T. IV. p. 1099 ss. Cyriili Bp. ad Jeaeium b. Manii 
T. V. p. 320: j^va fitr tpvafit iirei<r9al ifrtfiiv, ucra äi riiy iriaatr, 
«{ ävne>ifi/r>l( litfi) i^c (if Jvo Simofiiit, ftlcr flroi 7iiajivo/i€v rrpi 
to6vio6 qiva ly äs h-eg, nkiiv Irav^Qioii^OarTOS xal aiaaQxwfi frov. 

nii T. y.p. 303 s. bur« bic $ait(l %tt 3o4. 

übt, in bn fpäl« oen SbriU angmomniMm 

ov xiltwr t» ifiv^^s Xoyixps lai aiöftatos, 
' YtwtjSfvTa xata Ttir ^EÖiqio, ?Ji tax"- 
»Ma^laixatä rijr äv&qiit7tÖTtiTtt,ö ftoov- 
■tirtixu, hfioovOiiv ^fiivxitTa Tyläv- 
if iyBiaisffyevt. Kari tavTriv Tt/v T^s 

V oftoloyoSfiiv i^r aylay rta^&ivoi' -tffo- 

V auQxoi^^ai. »ul ivav9pm7i^<nu, xal IS 

u lyoiftrs ro^tr TOvs ^loXöyovg SviQOt rät 

S 7iQooä:!iov,räsifHiiiiQoih'TagiAiiii 

Ju'o ^iatiov, xol TBf uir 9fonQtneig xara rijv ^mt^tb toi! Xmaiov, 

lii ii janeivii xaiä i^v ävi^anör'^ra airoS jmpmficföfTac. Affief^. 

ä. 108-13. 1} Ma«n T. FI. p.lii:'Oftoloy<5 tx d^o fvOfoiv yf- 

yiriia3ai TOP xvQiov fiuäv jipö i^? iru'osais ■ /iftii ifi t^ inuffui /j^a* 
•fiatv!,uo}.oy>5. SPllt Stcufuna auf ß^iill unb «t^onoRu«. 
i; D^ßnilio Cone. Chaleed. b. Manii T. fll. p. 115: [Ba^ SBlrtia» 



206 e^^ologle. e^ttfhi« in bei ®tfi^i(^tf. 

anlitmt^rtle na^m n tim foCi^c 3)U[i$bTlitgang M @&Hli(^(n unb 
SKcnfC^Uf^ra an, bag bit iStift^ung mtnf^Iic^cr Sßräbicatt auf btn 
®o(n ®otttS minbr^tnj ald 9ttbMDeift gnct^tfcctist cif^ini, un> «iin 
tlnti SStrtvanbtung btS ^Rraft^lic^en in ben @Dtt btt {Rcbt ftin lonii^ 
>(."> %n bad etttcR fc^log flc^ blt normale in in aleianbtlnt' 
f^tn ®^ult ^eiTfi^tnbt ^nfl^t, bcr ba« üfimfc^Ii^ in'4 ®attli^t 
jibnging, »ofür bt( @ini(|ung ju tintx giatur tin na^t litgtnlKt 
Vu«bru(f loot.") Sagcgm bie a n t i o (!^ e n i f 4 ' ©c^ul» , t^tem 8^11= 
iraftn: gttrtu, l85ttfic^rt iiiib 3Rtnf<^li$tä in @^riftD nte^i; auSeininim' 
^ttt.°) 9la[^ aSoUnibuns brS Aampftfl um bie @Dtt^cit S^tlfti nanbtt 
R4 baeeinntn bnr SOii^t auf biefm $itntt. ÜIM dltflotiiilbit 

eara ^mIsbci mm tmmett til,e«Drieas inb dinbolo, flaaa Laiarani, «oiie 
Dsq«e Uli ■orlam duniqDo et mortua eit, quia sabstaniiae anibae ia stitn 
SDD ^Dlaqua dJitiBcle agabaDl. C. Marc, 11,16: Chrisliaoornm esl eliam 
morluum D»um crcdere, et lamen viveDlem 10 aevo aevaram. 

mj De prine, H, 6, 3: Aaina [Jeta] ntpotc aubataatia rationabilii — 
nerito pro eo, vel qaad tota euet ia Filin Dei vel tolan in aa caperel Fi- 
liam Dei, aliam ipia com ea quam aiiamierat earae, Dei Filiua cl Dei vir- 
(Di, Chriitn« at Dei aapiepti* appeltatur. Nan et Filius Dei mortDoi tne 
dicilnr, pro ta acilie«t natura qua« raorrem niique recrpere potent, <> 
koaiaia Elia« appellator qol vtataraa in Del Palris gloria praediealar. Et 
hae da eanaa per amDem ScripturBm tan divina oatur* bnmanis vocakalii 
■ppcltatnr, quam humana natura divinae DaacnpatianiB inaigDibus deeari- 
tDr. Mafia enim de hoc, quam de nlto alio diel polesl, quia eront aDba in 
carne una, et Jam noa aant dao, sed earo nna. C. Cell. III, 41 : [T.l- 
p. 474.] Tö *tT)iöii avTDv adifta xai liji' äy9qtonlvtiv tv avT§ i^i'l'i' 
»5 nQOS txttvov [vlhr 9tov\ ov fxovov xotviavdf, alXrt »ol häOfi »"' 
ivaxQctaii ta ftfyiajä if-afitv ngoditlti^mi, »ol r^s ixftpou #a>Ti|"sj 
xtxoiriunjxöta fis S-ctyv ftciaßtßrixfvai. 

nj Afhan. }f\de ineam. f^erHi: Ofioloyovficv ov Siio yiiotic«" 
fya &tov, filtfv irpoaxtryri-tiiv xal fiiav änQaaxvvTjxoV alka ftiav Ipv- 
(Tir roK 9to5 loyov aeaa^xiaatvifv xal n^axvvovfifyijv fierirv 
onpjtör aütoS fti^ Tigoaxvy^ati. Juliuil '~ '" " .I19IJ 

j1fyau0i [SamoBaleni] tvo tfv'aeis, üi h* 

äno^eCSnvTog loc xvgiov Iv t^ Ifytiv 1 iHav- 

lou iv t^ Ifynv fls xvQios. M(av 6f ioJwt 

9töttifo; xal tS; jiotfijtJxSff iTnp«öf. 1 T. I,f- 

497.1 Seis äfi(fiottga, ii r* nQoalaßiv 1 vffnt 

ttciv avv^ga/tovaahoiix''^''^^"^- Ort '»Ho 

TÜv iyarilaiv, äv td ftiy tS-imof, lö i Jfiw' 

So^ p. 621 : 'JniaTdlii ftiv, älX' äs « \y. 

0) Diodor. Tart. noöc roiit .SVwiiiffi .... '■ ÄW- 

nage, T. I. p.59l t: Jeaaa proSeiebat aetale et sapienlia. HocdeVeii* 
Del non potealdici. Ferbum majai eit Christo. Maria non peperil V»^ 
bam, aed boninem nahiaiimiiem. Adoramua purpnrani proplerindutaBf* 
tempiam propler iahabiliCorem, formam aervi prapter formatn Dei. Gnti' 
filina homo ex Maria oatns, natara autemDens Verbnin. Theod. Mopiaut. 
no(6 Marivt Mercatorb. Mansi T. ly. p. 1350: 'O itanÖTits »th; lifK 
äv^QoiTtov etXritft Hkeior, ov ano(l^^jios Ow^ipev tntnä. ^(x^tat Jiqtt- 
xvtitfait', äs ärügiatov neos ihv »iiai' ifvaiv ^x""' ^V^ aovdrputf' 
'Eva rotfvv xSv xvgiöv tpaftsv, I-riaaSv X^iatöv xfiototvxait ftii"*' 



Uicf)t% (S^rffli 5ßerfou. §.142. 207 

Untrrfd^eibuttg au/ eine Seife an^fpxa^, tott^t ble Setel^tung bet 
©otteögeWteritt itnb bU ^jerf&nlid^e Slnl^elt beö Srßfetö ju Bebtol^en 
fielen,«') ma(]^te S^rlttuö bie aleranbrinif(]^e 2tufl6fung beö Unter* 
f^iebö gegen il)n geltenb.^) ®er (Streit Ifl aö großer i)erf5nti^er 
ÄonH)f ^ierar(]^if^er SKäc^^te geffil^rt n^orben, aBer In ber gu S J) ^ e f u « 
431 fiegreUi^en Otaubenöfomtef jetgt ji^ Bereit« eine aSemtittefung: bie 
Sin^eit Beiber «noermif^ö^ten Staturen in bcr einen ^erfon , fo baß in 
©egitg auf fie göttfid^e unb menf^Ud^e SlttriBute öerBunben, in Sejug 
auf bie fWaturen aBer getrennt Serben/) Site bagegen Quti^ä^t^ bie 
aleranbrinifd^e Stnfld^t einer aBfofuten Einigung ber Staturen Bel^au^)« 
tele,') iüurbe mä^ furjem Siege [S^:^efu3449] gu S^atcebon 451 
bie Jtir^entel^re feflge^eKt: unjertrenntid^e (Sin^eit Beiber nac!^ il^rer 
(Sigentl^ümtid^feit ungcmifd^ten Staturen in ber einen ?perfBnIid^feit 
66ripi.*) 3u «runbe liegt bcr ©rief fieoö I , n^et^er bie SJerfd^ieben« 

&(ov Xoyov voovvTSQf tov xttT ovotav vlov &eoVj CwsmvoovvTig Sh to 
Iflipd-kv, ^If)<fovv lov and NaCccgir, 

p) äei Marius Mercat, p* 54: Biotoxos i*e. paerpera Dei Maria? Ha- 
bet matrem Deas? Ergo excusabilis geotüitas matres diis sabintrodacens. 
Paalos ergo mendax de Christi deitate dicens anartoQf afiiitcDQ. Noo Ma- 
ria peperit Deam. Non peperit creatara iDcreabilem, sed peperit hominem 
deitatis instrumentnm. Divido natoras, sed coojango revereotiam. Mansi 
T.ir,p. 1197: To ngoekd-eiv rov S-eov Xoyov ix rijs XQ'^^'^^'^^^^^ naQd-i- 
voy naga rijg O-iCag idi^a/O-riv yoatprjg' to ^k yswrj&ijvai &€6v If avrrjg, 
ovSafiov iMax^-rfv, p. 1201 : liavyxvrov rriv juiv tfvO^fav tfjQ<3f^€v 
avvdfpeiav, 6/j,oXoy<Sfitv tov iv avS-Qointp d-eov, aißoifAEv rov t§ ^it(f 
avva<p€£tf T^ TtavtoxQttTOQi S-etp avfjinQoaxvvovuBvov avd-Qfonov, 

q) Cyrilli Aoatbematismi XII. K Mansi T. V. p. 1 ss. Nestorii Ana- 
tbematiami XII. ib, T. IV. p. 1099 ss. Cyrilli Ep, ad Acaeium b. Mann 
T. l^,p, 320: Jvo fikv (pvasig rivcSaS-ai (pa/Liev, ff-^ta 6k xriv tvfotsi^v, 
dg avi^QrifiivTig r^^ri rijg eig Svo 6iaT0/j,ijg, fiictv €ivai ntffrevofitv xrfv 
TOV Vlov (fva IV (og ivog, nXriv ivavS-Qfonr^öavTog xal öEöaqxvtfiivov. 

r) Symh. Ephesinum : [Mansi T, F.p, 303 s. butc^ bie Partei be« 3ol^. 
». HiiHo^ien an ben ^aifer gefanbt, in ber fr&tet \)on ^^titt anöenommeneii 
Sonn*] ^Ofiokoyovfiiv tov xvqiov rl/j,tSv ^Ifjffovv KgiüTov, rov vlov rov 
^(ov, d-eov Tikeiov xal HvS-qcjtiov riletov ix 'fpvyvg Xoyixijg xal aatjiarog, 
JTQo aicjvcjv uh ix tov naTQog ytvvnd-ivTa xara rriv ^«oti^t«, in i(fX^' 
xiovdk T(ov ri^iQ(av tov avTov ix Ma^Cag xaxä rrfv uvd'qfanoT'HTCtfO fioov- 
Oiov T^ naTql xaTa r^v S-soTrira, ofJLOOVöiov iifilv xnta ny^Jaf^- 
^^oiTioTijra, 6vo yag (pv as(ov ^vaffig yiyove. KaTa TovTriv tt/v r^g 
«ovyxvTo V iv(6ö€(og ivvotav ofxoXoyovfA^v Trjv ayCav naqS-ivov &€0' 
foxov (fra to tov &e6v Xoyov <Ta^XG>^J7V«t xal ivavS-QtonijtJai, xal iS 
«iiT^g rrjg dvXXrixpBfag ivcHoai kavT^ tov i^ avTr^g Xr^tp^ivra vaov. Tag 
^k svayyiXixag ttsqI tov xvqCov (fcjvag Ifffiev rovg d-BoXoyovg avSgag Tag 
jM^f xoivonoiovvTag fog i(p kvog ngootinov^ rag dh SiaiQovvrag (og in\ 
<fvo (pvaswv, xal Tag uh S-eongenfTg xaTa tV 'd'fOTrjTa tov XqiOtov, 
T«ff dk ransivag xara Triv av&QctfJioTtjTa avrov nagaSMvrag. R®t\6i* 
§. 108-13. s) Mansi T. FL p.U^ : "Of^oXoycS ix dvo wva€(ov ye- 

yivrjad-ai TOV XVQIOV rjuaiv ngo Trjg iv(oae(og' jueTa 6k Ttjv ivfoaiv fjiCav 
ffvatv ofxoXoyß. SRit lEBerufung auf ^^ritl unb Sitl^anaflua» 

t) DfiJInilio Conc. Chalced. f>. Mansi T. FIL p. 115: [nadj ©ieber» 



anbmtt^dfe na^m er tint foli^t fDitrt^tittitgung U9 ®&tt(ti^m unb ' 
Sttnfi^Iif^ an, ba§ bit SBtiie^ung mmfc^Iii&tr ipräbicatt auf bnt 
®o(n 9ottte tnintarftniS als iRtbcWtift gerti^tfcTtigt tifi^itn, unb »on 
dncT SSmvanblung bt« 3Srnf^Il^tn in bcn Sott bie Otebt fdn fona< 
tr.") An bae 8((}tm fi^teß ^i) bit nat^mal« in bre altronbi;ini= 
f^tn @4ule ^cnfi^tnbt ^nfi^t, bei: iai mnfä)ili^t in't ®Utiiä)t 
fldtrging, nofüi bit Sinigung ju cintr Slatüx tin na^e lirgtnbn 
^ulbrud ioaT.°) (Dagcgm bir a n 1 1 o <^ t n i f i$ e Si^ulc , i^im 9f)t= 
tatttx 0ttrni, @atllt(^rt unb 3Stnf{^Iii$r3 In 6^t:l|to mt^r auStinantin- 
^(11. °) ^ac^ aJoUmbung bcS Jtain))f(B um bit ®ott^ttt S^iifH iDanbtt 
^4 ba« einntn in Jtiii^t auf bicfm qjun». %i9 »tflociulbiti 

••r« pai)i«aat ■■■« faieta litieiarieis sab diibnlo, fleos Laiarau, aixia 
uqae ad ■ortBiu deniqae et uorlaa eil, qnia inbstaatiae aaibae ia lUti 
■ao qaaeqne diitiDcle agebaol. C. Harc, If, 16; ChrisElaDarnin est clin 
»iarfu»in Deum crederc, et Urnen vivenlem xa aeva aevornm. 

vt) Da prine. II, S, 3: AaiMa [Jeio] Dipote «nbBlaatia ratio nabi I ia — 
merilo pro eo, vel qaod tota eiaet ia Filio Dei vel totam in »e caparet Fi- 
liam Dei, etiam ipia eam ea qaam aiinniseral carne, Dei l^iliua et Dci vii^ 
loa, CbriitDi at Dei Hapienlia apptUatur. Nam et Fitios Dei inorlDBl eiie 
dieilar, pro »a icilieet natura qnaa mortem atique recipere polerat, et 
honiait filiia appellalar qnl veatnraa in Dei Palris ginria praedicatnr. El 
liac de cania per omneni Scrlpluram tim diviaa aalura humaDia vactbatii 
•ppeiiatDr, qnam hnnana oatnra divioie nanetipatiDnia iasigaibaa decora- ' 
lar. Magia sDim de boc, qDam de olia alio dici poteat, qnia eront ambo ia i 
Dirne na*, et jam dod innt dao, aed cara uaa. C. Ceh. lll, 4] : [T. I. | 
p, 474.] Ti Si'ijröf airov aäifia xal itjv ä*&Qmn(vnv tv ävr0 i^ujri' . 
T^ figöt ixdyor [vlöy ^tov\ o6 ftovov xotruirCtf, äkka xal iytöafi xA < 
avaxQttOti tit pfyuttä ifofttv Ji^oaeihi(p(vai, xal lijt ixttvaa ^törrint \ 
xfxoiyatv>ixöJa 4le S-täv ptTaßtßtixivai. _ _ ^ i 

nf Äthan. [T] dt incam. ferbi: O/ioloyovfitv oi iFu'o tpvactsrhr \ 
fra 9tor, fitar apoaxvrtiTtp' xoJ filav inQoaxövtjTov ' ällä fifav tpu- 
fftv ToSi ^loS loyov aaraQxei iät^ 

aagxoi aoiov/ii^ Tigoaxurijad. J 1191.) ' 

.Afyovai [SaiDOialeni] Jiio rpv Ss ha 

&noSilSavttte tov xvgioy iv r^ li 'illai- 

Xoti iv T^ Kytiv tis xvQtos. Mi ro*ow 

#((iii)ioc K«l T^f na9i)T(x^; iTop '. l.f- 

407.1 Stis öftrpottga, ro re jigoOi uatii 

ds er avvdgafioCoai, oi^ vtolii * <f"'» 

täy tvantav, uv n /liv t9iua, ISeu;! 

S)oät f. 621 : WrrEordZi) ftiv, alt f. 

oj Diodor. Tart. noos roüf 2, '■. Bai- 

nage, T. I. p. 591 i: Jrsos profii Verbe 

Dei DOn polest dici. f'erhum mn^ _ _ l V»r- 

bum, sed hamioen aabis similem. Adoramns purpuram propter iadnlnm et 
templDm propler iababitatorem, forinam aervi propter formam Dei. Grelia 
filius bono ex Maria nataa, natura aatem Dens Verkam. Theod. Mopiueit. 
nai^ Afaritii Mercatori.ManiiT. IKp. 1350: "O rfeWTÖrijc *(öff iojW 
av9Qanioy ttlti^t T^lfifii', Sv Ano^pifTat mv^^fv ittvTv. ^i^ferai ngoe- 
»vvtimv, ns äyiögiOTor ngös lipi 9ilav ipvoiv ^j(iiir Ttpi awaifitai'- 
"Mva Toivt/v TOV xvQmi tpafuv, Ittaaüv XqiUxÖv * nQ0TDivtn»s ftir *"' 



l.ge^rfi* e^rffli ißerfoiu §a42. 207 

Uttterf(!^etbung aw/ eine Seife an^jpxaäi, totläit ble aSetel^rung bet 
eiottedgebarerin unb bie ^tx\hnliä)t &it(f)tii M @rI6ferd jit Bebtol^m 
f(%ifii,J') machte S^riltuö bie aleranbrinif^ö^e 2tuft5fung be« Unter* 
f^ieb« gegen if)n geltenb*^) ®er (Streit ijl oW großer »)erf5nti^er 
ÄattH)f |ierar(^if(^er SHäc^te gefül^rt trorben, aber in ber gu ® »)]^ ef u 
431 JHtqxdäitn ©laubenöformel jeigt jid^ bereite eine Semiittefung: bie 
^in^eit beiber nnoermifd^ten Staturen in ber einen ^erfon , fo bafiin 
Sejug auf fle g5ttfi(^e unb mcnfd^lid^e 9lttrl6ute öerbunben, in Sejug 
o«f bie iRaturen aber getrennt n^erben/) 9111 bagegen Sut^d^eö bie 
aleranbrinifd^e Stnjid^t einer abfoluten Sinigung ber Staturen be^au^)« 
tfte,') tüurbe nad^ furjem Siege [S^l^efu3449] ju S^atcebon 451 
blc Äird^entel^re fejlge^eKt: un^ertrenntid^e din^üt beiber naä^ i^xtx 
iSigentl^ümlid^feit ungcmifd^ten Qflaturen in ber einen ^erfSnlid^feit 
6bripi/) 3u ©runbe liegt ber ©rief fieo« I , n^etd^er bie SJerfd^ieben« 

&(ov Xoyov voovvTSSf tbv xar ovaCav vlov S-iov^ üwsTtivoovvTSg 8k to 
lfl(pd-kv, ^IriOovv lov ano Na^aqit. 

p) IBei Marius Mercat. p, 54: Georoxog i.e. paerper« Dei Maria? Ha- 
bet matrem Deus? Ergo excnsabilis geotilitas matres diis sabintroducens. 
Paalas ergo mendax de Christi deitate dicens anaratQ, afii^TOjQ. Nod Ma- 
ria peperit Deam. Non peperit creatara increabilem, sed peperit homioem 
deitatis iostramentnin. Divido oatnras, sed coojoDgo reverentiam. Mansi 
T.ir,p.l\91: To nQoeld-eiv rov S-eov Xoyov ix rijg XQi^<fTOT6xov naqd'i- 
vov naga rijs ^eiag i^tSäx^tiv yoacprjg* to ^k ysvvrj&ijvai ^€ov If avrijgj 
ov^ttfiov i^i^dx^-Tiv. p. 1201 : Aavyxvrov rriv xmv ifvastov TfiQ(Su€v 
ovvdfpeiav, 6f4.oXoyfSfitv tov iv avd-Qcintp d-eov, aißwfjisv rov xij ^eC(f 
(fvvtt<peC(f T<p navToxQatoQi S-etp avfjinqoaxvvovuivov avd-qtonov. 

q) Cyrilli Aoathematismi Xil. b* Mansi T. V. p. 1 ss. Nettorii Ana- 
tbematismi XII. ib, T. IV. p. 1099 ss. Cyrilli Ep, ad Acacium b. Manti 
y. y. p, 320: z/i/o fikv (fvaeig rjvdSa&ai (painev, fi^ta 6k xr^ tvoiCiv, 
Wff avrjiQflfiivrig ridfi r^f dg 6vo ^laTOfJiijgf fiiav stvai nianvofjiiv rrfv 
TOV vlov (fvC IV (og ivog, nXrjv ivav&qtonr^aavrog xai aeouQxmfiivov. 

r) Symb. Ephesinum : [Mansi T, V,p, 303 a. butcb bie ^attei be« 3ol^. 
». KnHod^ten an ben fairer gefanbi^ in ber f^&tec t>on ^^ritt andenommeneti 
Sotm«] *0^oXoyovf4,€v rov xvqiov rjf4,(iSv ^Ititfovv XqiOtov, tov vlov tov 
^fov, &S0V riXsiov xal avd-Qtonov TiXeiov ix 'tpvyijg Xoyixrjg xal odmaTog, 
vqo ttiüjvcov fihv ix tov nargog yevvri&^vra xara Ttiv d-eoTtiTa, in ia^«' 
ttov dk Tc5v r}fi€Q(ov rov avrov ixMaqCag xaTot Ttjv avd'qo)n6Tr\Ttt, bfioov- 
(fiov T<Sf5 nctTQl xccTa Trjv ^sorriTa, ofioovfSiov rifilv xaTa Truvlptv^ 
^QtonoTfjTa, 6vo yctg (pv aso)v ^voxng yiyove. KccTa Tctvrrpf tt/v Ttjg 
ffOvy^vTo v iv(6a€(og h'voictv bfJioXoyovfjiiv t^v aylav naqS-ivov &€o~ 
Toxov Sia TO TOV S-eov Xoyov öaQXW&fjvttL xal ivav&Qion^üat, xal i^ 
ttVT^g trjg avXXi^ipfcjg kvöÜaai iavT^ tov i^ avTfjg Xfi(f>d-ivTa vaov. Tag 
dk ivayyeXixag TTfQl tov xvqCov iftovag XafjiEV Tovg d-€oX6yovg avdqag Tag 
(^^ xoivonoiovvTag tbg iw kvbg nooOfonov, Tag 6h SiaigovvTag fbg in\ 

dü'fl- ' -vT. .. _ ^_.^ .V'_i.. i^.1 5_.~v ,7 

§. 

yivr^d-ai, TOV xvQiov tifiiSv tiqo Trjg iv(oa€(og' fiSTa 6h rrfv 
^vaiv of^oXoyd). fßlit lEBerufung auf ^^ritl unb 9(tbanaf!u6» 
t) Dfi/fnitio Conc. Chalced. f>. Mansi T. HL p. 115: [nadj ®ieber» 



208 e^cißologie. (S^rißud in bet ®ef(^i(^te. 

]^it ber Staturen im itUn 3efu na^tpeiffttb bo^ \>nxä^ ble (ginl^it 
ber $crfon bie fflirffamfeit einer ieben 9lat\ix in ©emeinf^aft mit 
bet anberti benft, itnb beß^atb, toetttt au^ nur att 9lu3brud8»eife, 
bet bo<!^ eine getüiffe fflltHici^Wt entfpred^e, ed tecl^tfettigt , baß bem 
©ubiecte bet menfc^fic^en ünatut öftttüc^e aBitffamfeit giigefci^rieben 
»etbe unb umgefel^tt*") a)et aterattbrinifd^e ©egenfa^ l^at unter man^ 
ni(5fa<^ett ®eftalten be« SKonopl^^fitiömuö gegen bie HeiBenbe 
aSerfd^ieben^eit bet «Katuten fortgcfam^ft , totü baburd^ bie ginl^eit 
tt^ri^i unb bie Unbebingt^eit beö gattli^en fflefenö berieft fd^ien: 
aber ba« 5Dogmo »utbe ni(^t tt)eiter fortgebilbet, unb ouf bet 3. 
e^nobe juQonftantino^el 680 ift bie (^alcebonif^e Srormel nur 
gegen bieüÄonotl^eleten bertoa^tt »otben»^) 3n bet3bentitat betfPet* 
fon burd^bringen fld^ bie O^aturen , fo baf (ebe meufd^licä^e «öanbtung 
3efu jugleid^ eine göttli^e ift unb umgefe:^rt, aber ba« ?princi^) bet 
»&anbliung nur ber einen ober anbem Oktur je nad^ il^rer ©genti^um- 
liii^feit angel^6rt , unb bie SSefonber^eiten einer jcben 0latur , an f!(^ 
betrad^tet, feine3tt?egö bon ber anbem auögefagt werben»"^) S)a0j[enige, 

(olung berlBefd^Iäffe))on (S))^efu6] ^OfioXoytTv ix^iädöxof^ev era xal tov av- 
tov XQitJthv, vtoVf MVQiov, fiovoytvrjf iv ^vo (fvataiv aövyxvTio^f aigi- 
TTiöiff, adiaiQir(agy axfaQlar(og yvwQiCo^svov ovSafiov r^f tiiv (fvastav 
Siccifogäg avtjiQTifjLivrig 6ia rrjv ^podOip, CcaCo/u^vijg ^k fiaXlovrijg itfioTtjrog 
ixarigag (pvaecog xal itg IV nQoatonov xal fiCav vTToOxadvv €fvvTQ€/ovafig. 

ti) Leon,Ep,adFlavianum : [ü/an^tT. ^.;'. 135988. ed. Heoke, Hlmst. 
780. 4.] c. 3 : Salva proprielate utriusque natarae et io unam coeaote 
persona, sascepta est a majestate bamilitas, a virtate iofirmitas, ab aeter- 
Ditate mortalitas. c. 4: Qai veras est Deas, idem veras est bomo, et aal- 
lom est io bac anitate mendaciam, dam invicem tunt et bumilitas homiDis 
et altitado deitatis. j4gii eoim utraque forma cum alterius communione 
quod proprium est. Verbo scilicet operanle, quod Verbi est, et caroe ex- 
seqaente, quod earois est. ÜDom boram coniscat miraculis, altemin sac- 
cambit iojnriis. e.hi Propter aDitatem personae io atraqoe natura intelli- 
geodamet filias bomiuis legitardescendisse de coelo^ cum Filius DeiGaroem 
de virgioe assumserit. Et rarsus Filias Dei crucifixus dicitur ac sepaltas, 
com baec noo io divinitate ipsa, sed io naturae bumanae sit infirmitate per- 
pessos. fflefentli* fo f(^on Epiph. Haer. LXfX^ 24. ja XettuHlan ot. /. 

v) Mansi T. XI. p. 637 : jdvo (pvaixdg d^skrjaeig iv avT(p xal 6vo (pv- 
aixdg iviQysCag a^iatQirfog, ar^/TTroi;, afisgCöTcag, davy/vjtog xatd tifv 
rav dyl<ov nariQCDv 6i.Saaxaklav xriqvTtofiiVf xal ovo ipvaixä d-sXrifittta 
ovx vnevavjla, fifj yifoito, xaS-tog ot daeßetg ^(frjaccv alQinxol, kXX ino- 
fisvov 10 dvd-Qfonivov avTov d-äXrifittj xal firj avrmlTiroVy fiäXXov fihv ow 
xal vnotaaoifiEvov t(p &f^(p aviov xal navaO-evil S-eXi^f^ati. 

w) Jo, Damasc. deßde orth. I/I, 19: /liovvaiog xaiv^v riv« S-sav- 
S Qixriv iviQyeiav (pr,aag tov Xotardv, ovx dvaiQüiv rag (pvaixäg iveg- 
yiCag, uCav tviQysutv ^x T€ r^g avd-Q(07iivrig xal d-etag y€ysvrjf4.ivr}v (ptj- 
aCv diXd d-iXojv M^at tov xaivov xal dno^^rjTov xqonov T^ff xöiv (fivüi- 
xöSv TOV Xqiotov iv€Qy€iü)v ix(pdv<f€(og, rtp dno^Qi^Ttp tqotkp rrjg lig 
aXXfjXa rcSv tov Xqiatov (pvaetov n€Qix(OQi^€f€(og nQoa(f-6^(og, Tovro 
oZv SrjXot . n ^eavoQixtj Mgyeia, ori S-iov ivav&qtonriaavtogt xal rj av- 
&^(u7rivtj avTov Ivi^y^ia ^iia rjv, ijyow re&etofi^vrj, xal ovx ufioi^og rijs 



1. 8e^tfi. (&f)xm 5Petfon. §• 142. 80» 

kvad tDirf Ud^ bie eine ^latux i>on Ux anbetn f^aht , ift auf bie tttenft^- 
iid^ ^atnx Ui[ä^xanft unb feit ^Itl^anaftuö i>oxnt^mü(ti ate aBelt^^etr* 
ii^aft unb ?lnBetung klimmt tuorben»'') 4* 9lte baö S3efonbre ber 
menf(i^H(i6ett Statur 3efu galt tl^eill feine iungfraulid^e®eButt^ 
toeld^e, mit Sluönai^me ber einen jiubend^riplid^en 9ln|l^t , nad^ SWat* 
t^u^ unb Suca0 aWgemein angenommen, unb mit gried^ifd^en SW^tl^en 
a^n(id^en 3n^alt3 ijetglid^en,^) a!>cr ate ®runb unb S3etoei3 ber gBtt* 
lid^en iRatur nur ettoa öon fold^en geltenb gemad^t tourbe , benen erfl 
in aWariaö (Sd^ooge ein InbiöibuelCeö gottmenfd^lid^eö ffiefen entftanbj") 
t^eiö feine (Sünbtofigf eit, bie ate einfa(^e JT^atfad^e immer ge* 
glaubt unb aW ©ebingung ber grlßfung Betrad^tet,**) Balb aU ^ra* 
rogatiije ber ©ottl^eit alfo au^ ber ©emeinfd^aft mit ber göttfid^en 
9latur l^ergeteitet, Batb aU tttoa^ menfd^enmBglid^eö anerfannt n)urbe$ 
Slufluftin i^aiU aud^ ein Steifein öon ber (SrBfünbe nad^jutoeifen*'*'') 



d-iias aifTov ipeoyilag * xal tf S-sla avtov ivigveia ovx afioiqog trjg av- 
•S^^nivrjg ctvrov ivSQyeiag ' a>li' ixatiqa avv rjf ir^p^ S-etüQOVfi^vfj. Aiy^~ 
tai ök 6 TQonog ovxog m Qi(pQacfig, oxav rvg 6vo rivä Sict fiuig tieqi- 
laßy X^^€<og. IJI, 4: GeorijTct fj,kv ovv XiyovTsg ov xarovofidCofiev aw- 
T^ff T« T^ff dv&Qü)7i6rrjTog i^i(6fiata, ov yaq (pa/jihv S-eornta nad-rnrpf ^ 
acTttf Tijv • ovtd 6k Trjg dv-d-QcoTroTrjTog xatriyoqovfiev xa rrjg d-soitirog 
iditSfiara* ov ydg (fufikv dv-d-QionorrjTa äxtiürov. *Enl 6h tr^g vnoötd- 
aeat g, xav ix tov cfwafKporiQov, xav i$ ivos xtiv fiegtov ravtfjv ovofid- 
acüfiiv, dfjKfOtiQwv TOM' (fvasoiv T« i6i(6fiata amy initCd^^fisv, 

x) Äthan, e. Arian. Or, If^. [T, L p. 492.] Amhros. de ßde r, 6 : 
BidieUti, qaod omoia sibi ipsi subjicere possit secundom operatiooem ati- 
qaedeitatis: disce naoc,]qaod secundum earnem omnia snbjecta accipiat, 
sicat scriptum est Eph. 1. Jo, Damasc. de ßde orth, IJI, 15: TiSv fxlv 
oixsUitv avx'Uff^Ttov ij d-iorr^g rtp atofiati fieiaSCSioaiv ' avtri 6k reSv rrig 
aagxog ncc&oßv 6taf4,iv€i df^itoxog. 

y) Symb, Apost: Cooceptus deSpiriiuS., natas ex Maria virgine. 9)tg« 
Bt. a, §. 141, c. — Justin, Apol. L c. 22 : Ei 6id nag&ivov yeyevvrja&cct 
[XQiarov'l (piQ0f4,€v, xoivov xal tovto ngbg tov HiQCfia ^crrcti vf^Tv. OHg. 
e, Cels, /, 37 : Ovdkv aronov nqog "EXXrivag xal ^EXXtjvixaTg IffroQ^aig 
X^oaad-ai, tva firj 6oxd}U.iv fiovoi^ ry nagaSo^tp IcCtoqCc^ XKvrn xexQ^" 
ad-ai, ^Edo^e ydg riOiv, ov Tregl dgxaüov TivdHv^ laroQ^Sv xal ijQtoixtSvj 
aXXd xal Tiegi tivtov x^^S xal ngtor^v yavofi^vfov, dvaygdrpai (og dwarov, 
OT* xal nXccTCJv «710 tilg * 4 f4,(f ixt t.6vrig yfyov€, xtoXvd^ivTog Tov^iglOTtovog 
avT^ üwiX^sTv, ^(og dnoxvTJasi tov I| ^AnoXXoivog ffnagävTa, *uäXXd TavTa 
/ih ttXrjS^dSg (ivd-oi, xivr^öavTEg etg to dvanXdöai. toiovto ti neql dvSqog, 
ov Ivofn^ov fjisiCova tcSv noXXeSv l;(foi^Ta tlotfiav xal 6vvauiv, xal anb 
xgUTTovfov xal d-BioTigtov anigfiaTCDV Ttjfv dgx^ T^ff avöTaaiatg tov W- 
fiwog €iXri(p4vat, <&g tovto dgfjLo^ov Tolg fiet^oOiv ^ xutu avd-gtoTiav* 

z) i* ^« Iren. V, 1 : Spiritus S. advenit in Mariam et virtus Alttssimi 
obombravit eam : quapropter et quod geaeratam est, saactum est et filint 
alUssimi Dei Patris omniain, qai operatas est iDcaroatioDem ejus. 

aa) SutoeriThes. art. dvaudgTtjTog. IDod^ tt^ Symb. Chaleedonente : 
[Manti T* FIL p. 116.] xuTa ndvTa ofioiov rifitvy x^^^ dfiagTiag, 

hh) Tertul.de anima e.AU SolusDeus sioe peccato, et solas homosine 
peccato Cbristus, quia et Dens Cbristns. Clem. Paedag. Uly 12 : [p.307.j 
Movog avafAag^nTog avTog 6 Xoyog • t6 fjikv ydg i^afiagTciveiv naOw ?f4- 

^ogmottf. 5.9(ttfl. f 14 



210 dl^tifiologie. S^tifhtd in bet ®e[(f)i(^te. 

S>ie ^erfSnlii^Ceit ber menfc^fa^ SQatur totitbe enttoebei ges 
bufinet^ ober in bet %rt 6fßimmt/ ba§ fte niä^t ^ox bet äncamatioit 
bf« goflo« flrtpefm, alfo nur in i^m fei.") 

f.lO. 3>cr «tttMeif« lel flHtteltlter«. 

5Der9bo)>tianidntu9/ nur tin SSerfui^/ ftd^ na$ einem t)ot' 
matt unbefangen gefiraud^ten iBiibe bie (Sr^eiung bed ntenf(^(i(^m 
3nbit)ibuttmd ^ut ®emeinfi^aft mit bem ©otte^fo^ne ju benfen; tvurbe 
aW 9flefloriani«mu« im fränfifci^en ^tiä^t tjertoorfen [[♦ 792]/) 35if 
©a^ung loon fi^aicebon hlith una^anber(i(i^e Stix(!^tnU^xt, bie ))cn ber 
©i^otafH! nur jergtiebert tuutbe, tuoBei gragen ber ärt öorfamen: oB 
ni^t auc^ eine" anbete ^Petfon bet Sitinitat SRenf^ toetben,'') ober ber 
Cttöfet ni^t au^ ein ®ei6 fein fonnte?*') Sfläd^fl bet l^etge^rat^tm 
©emeinf^oft bet Oktuten but^ bie (Sin^eit bet ^etfon tijutbe Uc 
Seilte audgebi(bet , baf n>egen biefet Sinl^it bie i)i>n bet einen ober 

«VTOV xal xotvov. — Äthan, e, Arian. Or. I^: [T. /. p, 485.] IIoUol 
ayioi ytyovaai xad^Qol ndarig afAaQrtag, Aug. de Genest ad lit, X 19«: 
Non est aoima Christi de tradoce praevaricatioDis Adae. Nee Len nee 
Cbristos io lanbis Abrahae secundam aDimam, secaDdum caroem veroet 
Levi et Christas [Bbr. 7, 4.] : sed Levi secaDdam eoDcupiseeotiam caroa- 
lea, Christos aatcm secondam solam sabstautiam corporalem. Cam enim 
tit io semioe elvisibilis corpaleotia et iovisibilis ratio, alromque cncorrit 
ex Abraham vel etiam ex ipso Adam osqae ad corpus Mariae, quia et ipsom 
•o modo coDeeptam et exortom est : Christas aatem visibilem camis snBstaa- 
tiam de caroe virgiois somsit, ratio ve ro coDceptioois ejus non a semioe virili. 
ce) Aug.de fide adPetr, c. 17: Deas Verbam noo accepit /»«rfonam bo- 
miois, sed naiuram, et io aeleroam personam divioitatis accepit tempora- 
lem sabstaotiam camis. JcDamase. de fide orth. III, It : 'O d-eog loyos 
CaQXto^elg ov rriv iv i^ Mei d-€(0Q0Vfjtiviiv, ov yag naaag rag v^roaraV«? 
avilaßsv aXXa rtjv iv arofit^, anuQXV^ tov rifjLixiQov (pvQa/j,teTog^ ov xa^ 
kuvTfpf VTioüratfav xal arofiov ;^^i;^aT^aa(r«v tiqoteqov, xal oßrwj vn 
avTOV 7iQ0tJX,f)(f>d-EiüaVf aki^ iv rgf avtov vnoaxdösv vndgiaüav, attt} ya^ 
ri vnoaraaig tov S-iov Xoyov iyivexo rn caqxl vnodtaaig, 

a) jr®efdj. §• 163* Hilar, de Trin, II: [p. 34.] Parit virgo : partus aDco 
est. lofansvagit: laudantes aogeli audiaotar. Panoi sordent : Deusadora- 
tar. Ita poteslatis digoitas dod amittitar, dam camis humilitas adoptatur 
{A leuin: adoratar]. Isid, Hisp, Etymologg. FII, 2 : ünigenitut vocatur 
seeandam divioitatis excelieotiam, qoia sioe fratribus : Primogenitus se- 
eaodam sasceptiooem hominis^ in qua per adoptionem gratiae fratres ha- 
bere digoatas est. — Epist, Episcc, Hisp. ad GalL [Alcuini Opp, T. II- 
p, 568 11.] e, 9 : Confitemar Dei Fiiiam^ Deum verum ex vero Deo, ex Pa- 
tre Unigenitum sine adoptione : Primogeoitomvero in fine temporis, verom 
bomioem assumendo de virgioe in earnis adoptione: Unigenitom in natu- 
ra, Primogenitam in adoptione et gratia. Felix: [Alcuin. e. Fei. IF, 2.] 
Ut idem ^ai essentialiter com Patre in onitate Deitatis veros est Dens, ia 
forma homanitatis eum electis sois per adoptionis gratiam de\fieatut fie- 
ret et nuneupative Deos. Alcuin, c. Fei. /, 1 : Inaodito Dei ecciesiae do< 
mine nuneupativufn Deum nominare illom non timet, dividens Christom 
in daos filios, onom vocans proprium, alterom adoptivam, et indaosDeos, 
nnom verum Deum, alternm nuncupatrvom Deum. 

b) Lombard. L. IIL D. 1. B, c) Ib. D, 12. B. 



l.«e^tfi. d^rijH $erf<Mt. §♦ 143. 211 

anbent !Ratur l^nrgenomtnenen conarttm SSegei^nungm bet ^ftf&nli^s 
feit fotDol^I öon einanber ^robicirt, aö ou^ t)on ieber bcrfctBm bie 
Sfrobicate bcr ottbern dlatut ouögcfagt toerben UnnUn,^) nid^t al6er 
fo bie W)^acta ibeiber Staturen/) )Dcr ©ottmenf^ aö folget tonnte 
ttt^t fjtnbigen/ bie Su^tilgung felBfl bed iteimd ber (Sfinbe tourbe na^ 
ber einen ^n^ä^t me^^r me^anifd^ , na(^ ber anbern mcl^r motalif^ 
fraaTt.') «omBatbuö entf^ieb f5r bie feiner Seit no^ fheitifle aRei* 
nrntg/ ba$ ber @ott nur bie un^jerfSnlid^e 9Renf(^ennatur angenom» 
Uten ffaUJ) S>a er ben (Bal^, ob @0tt bur(^ bie SRenfd^n)erbun9 etn^ad 

i(/ Thomas P, III . Qu, 16. j4rt, 1 : Dicimas hanc propositionem esse 
reraiD,Deiis est homo, noo solum propter yeritatem termloorum, qoia sei- 
licet Christus est vems Deus et veras homo, sed etiam propter veritatem 
praedicationis. Nomen enim sigoificans nataram communem in concreto 
polest sappooere pro qaolibet coDteotoram sub oatara commooi. Ita hoe 
DOBeo Dens potest sappooere pro persona Filii Dei. De qaolibet aatem 
sopposito alicnyas naturae potest vere et proprie praedicari nomen signi- 
fieans illam nataram in concreto. Qnia ergo persona Filii Dei est sapposi- 
tarn natarae hnmaoae: vere et proprie hoc nomen bomo potest praedicari 
de hoe nomine Dens, secuodam qaod supponit pro persona Filii Dei. 
iSbenfo Art. 2. Homo est Dens. 

e) Ib. Art, 5 : Utram ea, qune conveninnt filio hominis^ possint prae- 
dicari de divina natnra, et de hamana natura ea, quae conveninnt Filio 
Dei? Respondeo, quod ea, quae sunt propria onius, non possunt vere de 
alio praedicari. In mysterio autem iocarnationis non est eadem natura 
divina et humana : sed eadem est hypostasis utriusque naturae. Et ideo 
ea , quae sunt nnius naturae , non possont de alia praedicari , secundum 
quod in abstracto sigoificantur. 

f) Lombard, L. III, D, 12. C: Si potoit peccare et potuit damnari. Si 
potait damnari, potuit non esse Deus. Hie distinctione opus est, utrum de 
persona, an de natura agatur. Si de persona agitur, manifestum est, quia 
peeeare non potuit, nee Deus non esse potuit. Si vero de natura, discu- 
tiendum est, utrum agatdeea utVerbo unita^ an de ea tanquam non unlta. 
Non est enim ambiguum animam illam entem unitam Verbo peccare non 
passe, at eandem, si esset et non unita Verbo, posse peeeare, D, 3. A : 
Mariam totam Spiritus S. in eam praeveniens a peccato prorsus pnrgavit 
et a fomite peccati liberavit. D.'Hominum omnis caro peccati est. Sola 
Christi non est caro peccati, quia non eum mater coneupiscentia, sed 
gratia concepit. Thomas P. III, Qu. 15. Art, 2: Christus perfectissime 
babait gratiam et omnes virtutes. Virtus moralis animam facit esse ra* 
tioni subjectam, et tanto magis, quanto perfectior fuerit virtus. Ad ratio- 
nem autem fomitis pertinet inclinatio sensualis appetitus in id, quod est 
eontra rationem. Sic igitur patet, quod quanto virtus in aliquo fuerit ma- 
gis perfecta, tanto magis in eo debiiitatur vis fomitis. Cum. igitur in Chri- 
sto fuerit virtus secundum perfectissimnm gradum, consequens est, quod 
in tofomes pecoati non fuerit. 

g) L* III, D, 5. D : Non accepit Verbum Dei persoiiam hominis, sed 
naturam, E: K quibusdam opponitur, quod persona assumsit personam. 
Persona enim est substaoiia rationaiis individuae naturae, hoe autem est 
anima. Ergo si animam assumsit, et personam. Quod ideo non sequitür^ 
quia anima non est persona, quando alii rei unita est personaliter, sed qnando 
per ae est. lila autem anima punquam fuit, quin esset alii rei conjuncta. 

14* 



212 S^dßoloflie. S^tiM to bei ®ef^i(^te. 

gmotbm fei/ nur biaUfttf«^ M^onMit, unb bie ®treitftagf/ oB (S^rU 
^0 na<^ feiner 9Renfd^^eit eine fPerfon ober etn^ad fei? gtmir gleti^faltö 
nur referirte / bo(^ jiebenfaUl im 9al(e ber @(ei(^{teQung t>on persona 
unb aliqaid Demeinte:^) fo )»em)arf hieran ber III [1 163] ben (Saf: 
qaod Christas non sit aliqoid secandam qvod homo,') un^ auf M 
Xnbenfen M igombarbu9 fiel ber SSom^urf be^ 91 i l^ t ( i a n t d m u 9*^) 
S)ie TO^ßü l^ielt f{<^ einnfeit« an ben einfacig )>raftif(i^en 3n^att/) 
anbererfeitd a^nete fit ettpa« ^gemeined an ber ©ottl^eit g^rtfü;") 
ttMii t>on ber einen @eite be^ !ir(^(i(l^en®emeingefu^te danjnci^ aBBre? 
c!^b / auf )>ant^ei^f(^n ©runblagen / unb nur in biefer IBejte^img 
an (Srigena erinnemb/) ba(b in f(^o(ajtif(!^^ ba(b in m^fHfi^er ®t: 
flalt/ au(^ i»o(!dtHm(i(^/ fi^ jur SSe^au^tung fleigerte / baf b{f %UU 
Uä^t Statut in 6^rifio gn)ar wal^rl^aft g&ttlid^, bo^ {ugleiij^ aü foli^e 
al(9emeinmenf(^(i(l^ fei**") 

A; L. ///. 1>. 6. 7 eno. i) Manti T, XXIL p. 239. 

k) dramet, gottf. v. Sofuet X* VII. 6. 1-42. 

/} Jo, Stavpüii de praed, c, 18 : Admirantar theologi QDiooem bypo- 
statieam divioae oatarae enm humaoa, immortalitatis eam morle, imptssi- 
bilitatis cam dolore : ego admiror conjaDetiooem sommae misericordiie 
cam sanma miseria. m) ^eutfd^e S^eoU o. 22» 

n) De divis. nat, 11, 23 : Si natura humana dod aoloii ad digniUtem 
aDgelieam in Christo reaovata penroDit, verum etiam ultra omneiB cretti- 
ram inDenm assumta est: quod faetnm est io capite, in membris futaraB 
esse inpium est negare. 5D«4 f^, 25 : Quarnquam totam bumaoan aatn- 
ram in seipso et in toto bumano genere salvavit, quosdam in pristiDam na- 
turae statum restitneos, quosdam per excellentiam ultra naturam deificans: 
in nnllo lauen nisi in ipso solo bumanitas deikati in unitatem sabstaatiae 
adunata est. Hoe enim proprium caput eoelesiae sibi reservavit. 

o) Stee^ä^* §«285» C^ne. Pmris. a. 1210. [Martene Thes, Aneed, TJF. 
p, 163.] als 3Tt(el^te ber G^uie beS Amalr. de Benn: Pater in Abrahais 
inearnatus, Filius in Maria, Spiritut S, in nobt'i qaotidie incarnatar. Om- 
nia unum, quia qnicquid est, est Deus. <9enatter b. Gerson, de eoneord, 
metaphytieae cum logiea : Deus dicitnr finis omninm, quod omnia rever- 
snra sunt in ipsum, ut in Deo immutabiliter conquiescant. Dixit omoia 
esse naum et omnia esse Denm : dixit enim, Dmim esse estentiam omnium 
ereaturarum, 9LU itfftt eingefnec Sßalbenfer gu f^en um 12^0 St ephanus de 
Borbone : [lyArgentr^, Colt. Judicior. de novis errorih, T. /. p. 87 #.] 
Dieunt plnrimi, quod quilibet bonus bomo sit Dei Filius sieat Christas eo- 
dem modo. Et eum dieunt se eredere ioearaatiooem, nativitatem^ passio- 
nem, resurreetionem Christi, dieunt quod iliam eredunt yeram coaceptio- 
nem Christi etc. cum bonus bomo concipitur, naseitur, resurgit per pae- 
nitentiam, vel aseendit ia eoelam, cum martyrium patitur, illa eatvera 
passio Christi. Clffotb nad^ bet ^^^erbammungSbuKe Joannit XXIL a. 1329: 
[p*4rgentr4, T, L p. 312 s.] Simul et semel, qoando Dens fuit, qnando 
Fitinm sibi coaetemum geauit, etiam mnadum creavit. Quidquid Dens Pa- 
ter dedit Filio suo uaigenito in bumana natura, boe totum dedit mihi; hie 
nihil excipio, nee unionem, nee sanetftatem. Quidquid dicit S. Scriptsra 
de Christo, hoc etiam totum yerificatur de omni bono et divino homiBe* 
Quidqaid proprium est divinae natorae, hoc totum propriara est honioi 
jnsto et diyino, propter hoc iste bomo operatur quidquid ^^tis operatir, 



1* 8d^fi. SiSfrijH ?ßerfott. §. 144^ 213 

§. 144« (Ettottgelifi^ iHr^ettUlH nitl aUDrtteffaiitifite SagintttKer« 
3)ie ttttgettrcnnlid^ ©inl^elt bet fPcrfon in ber flSerfcä^iebenl^eit 
Brfber aiatureit tourbe fe^gcl^alten/) ^nx unUtou^t regt fld^ bie 9ll^s 
nmtg ))on etkoad ^gemeinmenfc^tt^em in biefem 93erl^a(tniffe«^) 3)ie 
@itnbIoflg!eit toirb einfach ))orauddefe|t/) Sal^renb Wtlanä^if)on ge« 
neigt toat/ bie @u(ti(itat M ^ogma gegen feinen teKgi&fen Snl^att 
juritc^uftenen/) tvutbe na(^ inifftxi iBorgange') a(d bie @runbtage 
feiner 9lnf(^auung ))om ^Benbma^I in ber Intimer ifd^en Stixä^t bie 
Seigre öon ber Befiimmten 9lrt , toie bie ©emeinfd^oft ber S^laturen oö 
commanicatio idiomatum ftattflnbe/) bur(^ bie ^uffteXiung breier 
©offen f(]^riftgema^er 9lu0fogen öon S^rijio anögeWIbet, benen fraft 
jener commanicatio oBjectibe SBal^rl^eit {ufomme: 1« (Sigentpmlid^« 
fetten ber einen Statut »erben öon ber 5j}erfon awögefagt naä) i^rer 
i?on ber anbem ^atux enttel^nten SSegeid^nung. «) 2« SJon ber einen 
ober onberen Statur toerben i^iitigfeiten owögefagt, toetd^t gum Srlö* 

et creavit nna com Deo eoelnm et terram, et est generator Verbi aeterni, 
etDeus sine tau homine nesciretquidqaam facere. Pater geoeratme snnm 
Filiom, et euDdem Filium. Quidqnid Dens Operator, hoc est unnm : pro- 
pter hoc generat ipse me snum Filium sine omni distinctione. 

a) C.A.p.iO: Filins Dei assumsit bumanam naturam in utero Mariae 
virginis, ut sint duae naturae, divina et humaoa, iu unitate persooae in- 
separabiliter conjunctae, unus Christus, vere Deus et vere homo. F. C, 
p, 776. V. 60. Conf. Helu. IL c. 11. b) F. C. p. 610: [aU 3rr^ 

leiste:] Qnod phrasis tantum sit, cum dicitur: Deus est homo et homo est 
Dens, siqnidem divinitas nihil cum bumanitate et humanitas nihil cum 
deitate realiter commune habeat. p, 780 : [aU iBetoeidfteffe für bie ®otis 
l^eit ^^tifH] Gloria et honore coronasti cum, et constituisti eum super 
omnia opera manuom tuarum, omnia sobjecisti sub pedibus ejus. 

c) A, Cp.^^i Christus sine peccatosubiitpoenampeccati. F. C^.;».696: 
Christus de Spiritu S. sine peccato conceptus et natus est. Conf. Angl, 
Art, 15. d) Loci theo L Ed. princ. Praef, p. 4: Non est, cur mul- 

tnm operae ponamus in locis illis supremis, de trinitate, de modo tncar- 
nationis^ Quid adsecnti sunt jam tot saecolis scholastici tbeologistae, cum 
in his locis solis versarentor? Reliquos vero locos, peccati vim^ legem, 
gratiam, qui igoorarit, non video, quo christianum vocem, nam ex bis 
proprie Christus cognoscitur, siquidem hoc est Christum cognoscere, be- 
neficia ejus cognoscere, non, quod isti docent, ejus naturas, modos incar- 
natlonis contueri. A. C. p, 79 : Quid est notitia Christi, nisi nosse bene- 
fieia Christi, promissiones , quas per evangelium sparsit in mundum. Et 
haee beneficia nosse, proprie et vere est, credere in Christum. 

e; fPlantf, ®eW* b. ^ncot. «el^rBegu ©♦ VI. ©♦ 758 ff. 

f) F. C, p. 768: Ex hoc fundamento^ quod unio personalis docet, quo- 
modo yidelicet divina et humana natura in persona Christi sint unitae, nt 
Bon modo nomtna commnnia, sed realiter inter se, sine omni confusione et 
exaequatione essentiamm, communicent, promanat etiam doctrina de com- 
municatione idiomatum ^nwnm in Christo naturarum. ;?. 765: Erudita 
antiquitas nnionem bypostaticam et naturarum commnnicationem simili- 
tndine animae et corporis, item ferri candentis, aliquomodo declaravit* 

g) F. Cp.nO i Primo cum in Christo duae sint distinctae naturae, quae 
essentiis etproprietatibus suis neqne mutantur, neque confunduntur, ntrius- 
qne vero naturae una tantum sit persona : ea, quae nnins tantum naturae 



fttfigltDCtfe, fona4^ gur gaitjen^fon gel^trm. ^) 3. S)ermenf(!^ti(!^ 
JRotnt Yorrbm g(tt(i(^e Attribute Beigelegt; ') unb ^ietnac^ fann 6^« 
ßtid auf ^eifa(^ SBeife hcgenbtoo Iei6(i^ sugegen fein. ^) ^ie anbete 
Seite eiltet t^oUß&nbigen commnaicatio idiomatom mürbe toegen Un^ 
))eT&nber(i(^!cit Ux gdttlid^en 9latur nid^t frel^au^tet. ^) dagegen 
3toingti eine itirHi^e aRitt^eilung ber3biome t>em)erfenb/ biecom- 
manicatio idiomatom ffit B(ofe dlebefiguv txtlaxtt,'^) n^omit bie tefop 
mirteJtUd^elnbet Sorge für bie Unenblic^feit ber gMtß^en unb 
für bie b(ei(eitbe SUa^r^eit ber men\ä^liä^tn fRatnx n^efentßi!^ etn^l 
^mmt.°) S)ie Sut^eraiter hielten blej für ein S^trei^en ber $etfon ' 

propria sont, alteri aatorae dod seorsin, qoasi separatae, sed toti perseiaef 
qoae simal Dens et bomo est^ attribaaDtor, sive Deus sive bomo nominettir. 

h) F, C. p. 773 : Deinde quod ad rationes offieii Christi attioet, per- 
aoaa oon agit et Operator io seu com aoa, vel per ooam oatoram taotaD: 
•ed potins in, con et secoodna atque per otramqoe Datoram, seo, utcoo- 
eiliom Chaleedooease loquilur, uoa oatora agit seu Operator com comm«- 
Bicatione alterios, qood cujosqoe propriom est. Itaqae Christas est Doster 
redemtor ood secoodoin aoam taotuni natoram, sed secondom otramqae. 
<liitl[fäU nttr ben (Segenfa^ gegen StantarudunbiDfianber« 

i} F, C. p. 774 : Sacrae Literae et orthodoxi patres praeclare testao- 
'tar, qood bonaoa oatora io Christo eam ob caosam, qood com divioa oa- 
tura persooaliter aoila est, deposito servili stato, jam glorificata et ad 
deiteram najestatis exaltata, praeter et sopra oatorales^ essentiales at- 
qoe io ipsa permaoeotes bomanas proprietates etiam siogolares, soper- 
oatorales atqoe coelestes praerogativas majestatis, gloria« ac poteotiae 
soper omoe, qood oonioator, acceperit. k) Jb, p. 752 ss, 

l) F, C, p. 773: Qoaotom ad divioam io Christo oatoram attinet, cim 
io ipso [Deo] nulla sit, ot Jacobtis testator, traosmotatio, divioae Christi 
oatorae per iocaroatiooem nihil vel accessit, vel deeessit. 

m) Exegesü eueharistias negotii: [Opp. T. /. p. 350 s,] AlloeosUt 
qoam dos desoltoriam locotionem ioterpretati somos, Plotarcbo aoetore, 
tropos est, qoo coosoetos ordo commotator. Eas permotatiooes, qaibos 
divioi bomioes de Christo pro doarom io illo oatorarom ooiooe libere m 
soot, imoChristos ipse de se ipso jocooda variatiooe osos est, qoas paolo 
aote theologi idiomatum eommunieationem vocabant, eas ioqoam aUoeo* 
gts, quo Grammatieos baberemos magis propitios^ adpeilavimos. £st ergo 
alJioiioaig, qoaotom hoc attinet, desoltos ille^ aot permotatio, qua de al- 
tera ineo natura loquentes alterius voeihus utimur. Ut com Christos ait: 
caro meavereestcibos: caro proprio est homanae in illo natorae, attameo 
per comraotatiooem hoc ioco pro divioa pooitor oatora. Qoatenos enimFi- 
lios Dei est^ eateoos est aoimae cibos, ait eoim : spiritos est qoi vivificat. 

n) Caloini Instit, II, 14, 1 : Attribooot [Scriptorae] Christo ioterdam, 
qoae ad bomaoitatem siogolariter referri oporteat: interdom qoae divioi- 
tati pecoliariter competant: noDoonqoam qoae otramqoe oatoram comple- 
ctantor, oeotri seorsom satis conveoiant. Atqoe istam qoidem doplicis na- 
torae coDJonetioDem^ qoae in Christo sobest, taota religione.exprimoat, at 
eas qoaodoqoe inter secommonicent: qol tropus veteribos IdKOfiarmv xo^- 
vfovCa dietos est. Conf, Heiv, IL c. 1 1 : Mioime docemos Christom secoodoa 
bomaoam oatoram adboc esse in boc moodo, adeoqoe esse obiqoe. loteria 
QOO neganos et domioom gloriae joxta verba Pauli crocifixom esse pro so- 
bis. Nam eommunieationem idiomatum^ ex Scriptoris petitam, et ab oni- 



!• 8e|rfi. S^rffli ^erfon. §. 144. 215 

®^tifH unb einen fol(3§en ®^tiflu0 nici^t ber aWül^e tt)ertJ6 $0 ^^^« c^«« 
ßf^re für ein ber Vernunft unerreid^fcareö @el^eimni|l»P) IDer Soncor« 
bienformel tag bic bogmatift^e Sluöfül^ning öon ß^emnife ju ®run* 
be.*») JDie ju feiner ßtit no(i^ unBeflimmten ÖRamen"^) fieKten jld^ ott» 
motig für bie 3 Slajfen ber propositiones idiomaticae aU genas idio- 
maticnm, apotelesmaticam unb majestaticum feft* 5Die altlut^t» 
Tifd^enS)ogmatifer unterfd^ieben Äefiimmte, flc^ ouöeinanber ent* 
tDÜtlnU SRmnente be^ £)ogma/') gerlegten gen^^l^nlid^ bad 1« genns 

versa vetastate id explicandis componeodisque Scripturarum locis in spe- 
ciem pogoantibus osorpatam, religiöse recipimas. Cat. Heidelberg. Qu AI s, 
o) F, C.pJlO s: Hoc Cioglins vocat alloeosio^ cam aliquid de divinitate 
Christi dicitar, quod tarnen bumanilatis proprium est et contra. Cave tibi, 
cave, inqnam^ tibi ab ista alloeosi : est enim iarva quaedam diaboli, quae 
tandem talem Christum fingit, secundum cujus rationes ego certe oolim esse 
christianus. p, 784 s: Ubicunqne recte dixeris: hie est Dens: ibi fateri 
oportet : ergo etiam Christus homo adest. Et si locum aliquem monstrares^ 
io quo solusDeas^ non antem homo esset, jam statim persona divideretur. 
Absit autem, ut ego talem Deum agooscam aut colam. Ex bis enim seque- 
retur, quod locus et spatium posset duas naturas separare et personam 
Christi dividere, quam tarnen neque mors neque omnes diaboli dividere 
potuere. Et quanti tandem^ obsecro^, pretii esset talis Christus, qui unico 
taatum loco simul divina et humaoa persona esset^ in omnibus vero locis 
dunlaxat separatas Dens esset sine assumta humanitate. 

p) F. C. p, 787 : Hortamur omnes pias mentes , ne sua ratione hn- 
mana in tantis mysteriis perscrutandis cnriosae sint, sed potins cum Apo- 
stolis simpliciter credant, oculos rationis suae claudant, et intellectum 
snum in Christi obedientiam captivent. 

q) Chemnicii de duabus naturis inCh., de hypost. eorum unione. Jen. 
570 u»o« bef« c. praef. Selnecceri, Lps.578. 4. p. 7: Suhstantia et natura 
est illud, quod ex se multis individuis ejusdem speciei commune est, quod- 
qne totam singalorum essentialem perfectionem complectitur. Persona et 
individüUm est quiddam singulare, quod totam quidem et perfectam ejus- 
dem speciei substantiam habet, sed characteristica quadam et personali 
proprietate determinatum, atque ita a reliquis ejusdem naturae individuis 
non essentia, sed numero discretum per se subsistit. Est enim persona, 
sicnt usitate definitur, suhstantia iodividua, intelligens, incommnnicabilis, 
quae nee alterius pars est, nee in altero sustentatur. p, 252*. Docetur in 
primo grada : idiomata naturarum tribui seu communicari personae. In se- 
eundo genere : utramque in Christo naturam agere cum communione alte- 
rios, quod cujusque proprium est. In ^er/to gradu agitur de hyperphysicis, 
quae ipsi assumptae naturae communicata sunt. Et illa communicatio non 
est reciproca, sed humanitati lantum communicantur a divinitate. 

r) Ib.pAQSs: Ex patrom scriptisconstat, vocabnlum xot9^a)i^/tt^ de Om- 
nibus ac singulis tribus gradibus usurpari. Non displicet igitnr, qood quidam 
eruditi vocabulo xoivfovCag addunt peculiares notationes, ac gradns ita di- 
stinguunt, nt primnmgenus appelletur communicatio idiomatum, secundum 
communicatio operationum, tertium communicatio majestatis, Ego de 
voeabnlis, si modo rebus ipsis non struantur insidiae^cum neminelitigabo, 
s) Holla» p.^Qb ss: ünitio sive incarnatio est actio divina, qua Filius 
Dei naturam humanam in utero virginis Mariae in unitatem personae suae 
assumsit. Unio personalis estdoarum naturarum in una Filii Dei hypostasi 
labsistentinm conjunctio, ntriusque naturae commnnionem inferens. Com- 



218 e^rißologie. (Sfyxi^m in bet ®ef(^i^te. 

be^ äptiHüii^n Srti^u^tfeind aud^ci^mb, b«fi bet fünbigt 3Xenf(^ in bet 
4tifl(i(^n ®emeinfd^aft bie ^uf^e^nng feiner ^finbl^aftigfeit unb bte 
SKitt^eitung Wled&tl^lniöet aJolftommenteit flnbe, fotgett l^ierouÄ/ 
baf bet Otfinbet btefet ®eme(nf(^aft eine Sottfornmenfeit unb Un« 
funblid^feit U\a^, bie au(i^ ni(i^t einmal butd^ ben 3tamp^ l^inburc^ju^ 
gel^n l^atte, a(fo bie fietiqe Jttaftigfeit bed ®otted(en>u^tfeind ald nn 
6ein ®otted in i^m, l^ietbutd^ bad tetigiöfe Utbilb bet ^en\ä^^, 
in feinem ßntpel^n nut butci^ einen f(^5^)fetifd^en 9(ct ®otM etKot* 
(i(]^ / in feinet @ntn7i(flung butd^aud menfd^K^ / bie (Sinl^it bed IXt^ 
biblid^en unb ®ef(^id^t(i(^en.K) «^ietan f(^(offen {i(^ mannii^fo^ 
SSetfud^e ben ®ottmenf(^en aU Utmenf(^en / «gau))t unb Bnfammeus 



Ktifc^auuitg ®ottrd {#; unb ^otläfti aii ein leibenbet unb ben SSerl^ängntffen bec 
Seit untergecrbnetet ®ott erfc^eint^ bet in bem ®t>fel feiner Grfc^eimtng, in 
Qffxiie, bif äBelt bet ($nbU(^!eit fc^lieft unb bie ber Unenblic^^feit cbetbet$en> 
f^aft bed (SIeifIcd dffnrt ®. 192: 2)ie a)tenf(^U)etbung (BotM i<i eine SReufd^« 
tterbungoonChvtgfeit IDet SDtenfti^ S^tiflud i^ in ber($tf4einung nur bet®i;^fel 
unb in fo fem auc^ ttieber betSlnfang htxfflbtn, benn ))on il^m au0 follte fte has 
but(^ fi(^ fortfe^en, baf aQe feine 9{a4fo(9er ®liebec eine« unb beffetben Mhti 
toäxtn, ton bem er bad ^an^t i9* ^a§ in (S^rifio tuer^ ®ott toal^rl^aft objedit» 
getoorben, grigt bie ®t^(ifi6iU, benn toer )>ot i^m l^ai bad Unenblic^e auf folti^e 
iBeife offenbaret?'' $egel; SReU $(iU 9. II. @. 232 f: «3nbem ber ®eit 
fid^ )u finetn Ruberen ^etWi, fo t^ er nic^t ber etoige ®etfi; fonbern ber enb« 
U^e ®eift: er ifl bet unoetfd^nte; frembe» — 2)ad (SAbe unb bie ^e^mung 
ber {Religion ifl bie 93erfö^nung* lDa«(Srfte ift bad ab^racte ^etoußttoerben ®ot« 
M, ba§ ber a^enfc^ ^^ an ber 92atut ju ®ott ergebt. @. 234 f : 2)ie anbte 
SEBeife ifl bie ^ö^ere bur« ben enbli<i^en ® eift, — bief ift \>it(Sx\^tx: 
nung ®oii€i imgleifcbe. 9i muß bem SRenfdben bie an ftdb feienbe ®in^eit 
bet göttli^iften unb menf<^(i(^en 9latut in gegenfldnbU<i^et Sffieife geof enbart to>et$ 
ben^bief ifibur(^bieSnenf(^U)erbung®otted gef(^e(en. @. 238: <Die 
(Sinbeit ber güttli<^en unb menf(b(i(ben 9latur/ ber Wten^d) in fetner SlKgemetn^ 
l^eit ifl ber ® eban!e» ^ier auf biefem @tanb))unfte^fl ti nic^t um ben®eban« 
!en bed SD'Ienfcben/ fonbern um bie finnftc^e ®eto)i§^eit gu t^un^ alfo i^ eö ein 
SRenfii^, ber SRenfcb ol0 (Singaner* — (S^riffu« ifl in bet itirdfte ® ottmenf (( 
genannt toorbeu/ biefe ungeheure Bufammenfe^ung ifi e^, bie bem ^^erüanbe 
[(^leti^t^in tt>tberfpri(bt ) aber bie (Sinlfieit ber göttlichen unb menfd^U^en 9latnt 
t^ bem SDtenfc^en barin gum ^en)u§tfein gebracht toorben, bafi bad Sinber^fein, 
ober tote man ed au(^ audbräcft/ bie Qnblt((^!eit/ ® ebre^licbfeit ber menfcf^Uc^en 
fflaint nidit untjereinbar fet mit btefer 9inf)tii, toie in ber en)tgen 3bee bad 9n« 
ber«fein feinen Eintrag t^ue ber dinfftit, bie ®ott ifl« ^.261 : 2)ad (5r^e toot 
bie 3bee in ibter einfachen ^HgemeinlSieit fär fiä}, bad gum Urt^eil^ $lnberdfetn 
nodb ni^t Slufgefc^lofne. ber 93 a t er* ^a9 Stoeite ifl bad iSefonbere^ bie 3bee 
in ber (5rf (Meinung; ber @o^n. ^ie 3bee in ber^uferlid^feit; fo ba$ bie äufer« 
lic^e (Srfdbetnung umgefe^rt toirb gum (Srüen^ getougt toirb ali göttliche 3bee, 
bie Sbentifät be« ®öttü(i^en unb 9ienf(bli<^en» $>a0 2)ritte i^ bieg lOetouitfein, 
®ott aU®ei^, unb biefer ®eifl a(d etiflitenb ifl bie ©emeinbe.'* atat« 
^einefe, @. 123 ff. 174 ff. 254 ff. grauenftobt, bie SWenf*». ®. »tL 
839. — @ ttauf, ö. I. (S. 492 ff. JBaut: 2. ». b. S)teieinigf. ©. III. @. 
959 ff. 2)®ef*. @. 380 f. 

f^) ©cibleierm. *r.®l. ©.II. §.86*99. S^toeiget, fi. b. JDignit&tb» 
SteUgioneflifter«. [©tub. u. JWt. 8.34. *. 3.] SWeiet, ». IL @. 190 ff* 



1. ee^tf}. (S^tifii $erfon. §. 145. 146. 219 

fajfung beraRcnWl^eit, ja aö ^m^jerföntld^f elt ju iegrclfen*^) a)attes 
im ^at bet a(te fßvoteßanttömud naä^ bern ^ur(i^gang$:|)un!te bet 
l^erm^utifd^ ^Inbetung^noeife n)ie bed Sat>aterif(^en @ntl^ufiadmud 
bm Tctlglöö öolWmoßigen 3nijalt be« 5)ogma no^ geweigert unb ge* 
gm bie neue 3«^* ^roteftitenb , boci^ in gotm inobetncr ffliffenfci^aft 
itnb ®emutl^U(^feit aud^ bie commnnicatio idiomatum hiebet aufge« 
nommen,') tooi^TCttb nur ber SButifd^ Iwti^etif(3^et Ortl^oboxie , in 
ffial^rl^eit bie tefomiirte JR^tung gu Snbe ful^tettb, um ein imf^x^ 
^aft menf(^ti(^ed IDafein 3^efu anjuetfentten/ ein @ingel^n bei ®otU 
Sogod in bad iffietben annahm, fei'd al9 bie aUma(ige etl^ifd^e 3neinan:: 
brrbilbung be« (SHiliä^tn unb aRmfci^lid^cn,^) fei'ö aö (grganjung ber 
itot^gebrungenen f^üäe ber commaDicatio idiomatum [geDos Tanstvw' 
uxov, x£Vai(r«^]/ bet %xt ba$ bur(^ freie 9Setsi(i^t(ei^ung bed iSogol 
fein gSttttci^eö SeWfliewu^tfein *el ber üRenfd^toerbung erlof(^m fei, 
um in rein mmfd^tici^er gorm flc^ gu mtwidetn/) unb gwar mit ber 
ttinitarifti^en ®runb(age, ba$ ber @ol^n ®otted feine endige «^inga'be an 
^m Sater geitlid^ barfleUte in ber SWenfd^werbung aU ber öoUenbeten 
^6))fung unb @eI6^ittl&eitung ©ottel;"") ober ))ielmel^r mit @ud^ 
^birung bed trinitarifc^en SSerl^altniffed ber ^itiliä^t Sogol gur 
mmft^tid^en Seele Sl^ri^i getoorbm*") 

8.146« Aefitltat. 
5Die commnnicatio idiomatum ru^t jtoar auf ber ^^antaflif^en 
SSorfleUung / oW f ßnnten Sigenfd^aften h?irfen losgetrennt bon ber 
<Subjlong , beren ©igenfc^often jte jtnb: bod^ Bejeid^net jte aö bog« 
matifd^eö aWttelglieb bie eingig benf^are SBeife einer i)erf8nlid^en ©ins 
l^fit öerfcJ^iebenerSfloturen/ unb eö ifl inconfequent, bie ^6d^fie Sinl^eit 
ber 5Jerfon gu iel^au^teu/ n^al^rmb man eS ni^t auf bie geringere ®es 
melnfamfeit ber Slttriiute h?agen willj au(^ tvirb bur(ä^ bie reformirte 
änftci^t ber trabltionette @(3^rift6ett)ei0 für baö Sufammentreffm gtueier 



h)®ö^^tl, aeitrr. g« f^ecul. ^f^iU ». b. m. u. b. ®ottmenf(^m. f&xU 
838. a, $« Sif ((€(/ 3bee bet (Sottl^. Gtuttg. S39« ^oxntx, (SnMdl^i' 
eff((. 2%. II. @. 1143 f. Sänge; S^ogm. iB. I. @. 405 f. 

ty @ r 1 1 iu « : iDie lut^. «♦ b* gegetif. SWitt^. b. (SigenfiiS* b. Beiben 9la* 
taten in ^t •[«eitt. g* b« tl^eoL SBiff. ». Jbot»)at. ^amK 832* «. I. €. 348 ff.] 
5)ie «. »♦ ^^t. ^etfon u* SBetf. ^amh. [83K 33* 37* 4U] 845* ©ttöBet 
in b. Beitf^. f. lut^. S^BeoL 846. ®U 3 u. a* 

A; IDotnet, (Snttüim. ^, II. 6. 1262 {f. 1274 f. S^gg: SJ^omaftu«, 
%. $etfom ö. II. @. 192 ff. 542 jf. 

/; 3:$"omofitt«: IBeittt. g. fit^U ©^tiftol* ötl. 845. n^ bie nene 3Bm* 
btmg in ^atle^ 3eitf(9t. 846. SRai. (S^t. $etfon. S9. II. 9)tg. «gofmann, 
€((tiftb.a. II. ®.l ff. S)eliM<i^, BiM. ^f^ti^ol. <S.283ff. S)gg: 6<i»ne^ 
(fcnbntget, g. ütct^l. S^tißoL $fotgl^.S48. @.196 ff. S)otnet: (Snttoi^. 
^AL @.1266 ff. n. Öbct b. nn))etanbetlid6f. ®otte« [Sal^tBb.f.beutfti^e %f^. 
856. ». 1.^.2 f. »tg. 858. «.III. ^.2.] w^Siebnet, 2)ogm. @. 270 ff. 

«; 5B. g. ® ef , b. 8. ». b. ^etfon (Sl^tipi. «af. 856. ötg. ®. ^ol^n, 
^t1iU b. 01. a:eff. €. 198 ff. 



220 e^riflologie. S^rifhi« in bet ®ef<^i<^te. 

9tattttftt in Qüfxifto to>an!fnb/ nnb bad unenblid^e äScrgreifen M Sot« 
telfo^d fiBft bm ®ol^n bev SRaria BUbet brn Übergang jur eiionu 
tif(^ / fabeUianif(^en ober ))antl^ei^f(l^m ©(eid^fleQung mit bnt an? 
bftn 9(aubigfn* S>a9 ^iUtuxÜä^t unb Unerl^9vtf inben 93egirifen tiott 
9latttt nnb $erfon trif t nur bm bogmatifd^m ^u0brud( bed ®(attiend* 
9(u(^ f^at bie Jtitt^eimmncniel^vben guten SBiUen unb bie SReinung ge- 
l^Bt an bie ®ott^eit S^ri^i ju glauBeu/ aU ben ®(au6en felbß/ benn 
buT(^ ben Segrif be6 Sejeugtfein« »irb beut ®o^ne bad toefent(i(^e 
SRerfmal bet @ott^eit/ bad ^Bfo(ute, äb^t\pxoä^tn, toit ber nienf(^« 
(i^n fRatur mit bet $etf&nlid&f eit bie n^a^te 9Renf(i^^eit. 3)ie SSorfteO-' 
nng eined jeitn^eilig auf fl(^ DO^id^tenbeU/ feinet fetBß ))etge^en @otted 
iß ein mi^t^if^^t 9Bibetf^tu(^ gegen ben IBegtif bet ®Dt^eit , gteBt 
aUed S^ngni^ au^ eignen Su^f^tü^ 3^efu pxti9, tvtnn et fi(^ felB^ 
U9 gut ^ufetfiel^ung ni(i^t te^t gef annt 1)at, unb ifl in bet ^at nut 
bad t>etf(^amte ®efianbni^ M 9li(^tmel^tg{au(enfinnend an ben@ott$ 
menfd^en bet Ottl^obotie; at« unbeteinbat mit bet Sinl^t eint^ inbü)!« 
bueUen unb mit bet IBefc^tänftl^eit dnt9 menf(i^(i(^en SSekDu^tfeind* 
3)enno(^ toenn g(tt(i<^ unb menfd^tiil^ed SBefen fSt qualitativ m- 
fd^ieben geachtet mitb, fo u6etfteigt il^te SSeteinigung in tintm^nh 
iecte jn^at mtn^^liä^t 6infi(^t / aUtin i^te Unm&glid^feit f ann ni^t 
batgetl^an n^etben, tjietmel^t entf^ti(3^t jie bunfeln ©eful^len einet ©e^n^ 
fu(^t bed aRenf(^en nad^ bem ®&tt(i(l^en. ßd n^at a(et bad Stefultat 
bet ^ntl^to))otogie unb f))eciel(en Sl^eologie/ ba^ bie menf^(i(^e dla- 
tut betfe(6en Stt ifl mit bet g(tt(i(!^en/ nut babut(^ quantitatb 
gefd^tebeu; ba^ bet 9Renf(^ nad^ bem Unenblid^en fhrebt; ®ott bad Un$ 
enblid^e i^. 2)al^et mutbe bie menfd^Hd^e 9latut babutd^ mit bet g&tt^ 
(i(^en ))eteinigt toetben^ n^enn fle bad ^ifolnte, bie g&tt(i($e Statur 
mit bet menf^ti(^en/ n)enn fie bad SSefd^tänfte in fid^ aufnähme« SSei- 
be8 entl^oÜ einen un^ebingten SBibetfi)tud^, benn jiebe »on Reiben iRa^ 
tuten, in aUem gleid^ mit bet anbetn, iß nut öetfd^ieben butd^ bie SRe* 
gation beffen, n^ad fie Bei bet SSeteinigung in fid^ aufnel^men foU, mit 
beffen 9lufhal^me fle atfo notl^wenbig jut anbetn 0latut ttjütbe, ni(^t 
mit i^t öeteinigt* S)iefe fflotflcttung einc^ ®ottmenfd^en ietu^t 
ballet auf einet mi$))etflanbenen Seilte ))on ®ott unb ^tm ^SRenfd^ett. 
^bet bad menfd^tid^e Seben felbft toutbe etfannt aü dn gSttli^^^ 
tt)eld^c0 in flttlid^ freiet SutmidCetung bie ©d^tanfen bet ©nbUd^feit 
fibetwinbet unb tl^eilnimmt an g8ttli(^et aSoÜfommenl^eit butd^ bie 
Siebe gu ®ott» (Somit ifl in ffi^tifio nid^t butd^ ein »unbetBateö (Sin^ 
gel^n bet g9ttlid^en Statut in bie menf^nc^e, fonbetn butd^ bie toU^ 
enbete ^u$bi(bung bet |menfd^(id^en Statut i)^ g&ttlid^et 3^nl^alt offene 
bat gettjotben» dagegen ^at bie Jungftäundöe ®ebutt nut ein äjl^es 
tifd6e0/ abet »ebet im ©innc bet ^toteßantifd^en Jtit^e no(^ bet Ate« 
ligion«^l^ilofo*i^ie ein teligiBfeÖ 3nteteffe : bet bteibenbe &m in bic^ 
f et l^eittgcn Sage ifl , baf 3efu0 mit bet Einlage gut boUf ommenen 



I.it1)xfi. (S^tifli $etfon. §.146. 221 

Wtnfäfitit Qtioxtn tputbc. Sie biefe ®tiuxt ^on Seiten iSotM Ue 
))oflrit)e ^ebingung ber SßoUtommtnf^eit 3>efu toat/ fo bon feiner @eite 
bie neqatbot ^ebingung feine @unbIo{!gf eit, n^eU^e, neuetbingd fafi 
at(iuf^i| gefaxt/ au^ fcl^tiftgemaf aM bet @ieg in einem nur nitntaU 
itnentfi^iebenen Stampft ju ))er{te^en iß* S)ie gottnienf(i^(i(l^e ^Jlainx 
i^xifti, nic^t im ovtl^oboxen/ aitt anä^ nui^t im i^etfangUd^ meto))]^« 
tif^, fonbern im ernten Sinne ber ©iffenft^aft, ifl alfo feine bott* 
fommene Steligion« 5Die Jtird^entel^re / n^etd^e in fämmtUd^en SNi^tl^o« 
logten bed ^(tertl^umd me^r ober minber t>erbun!elte X^ptn finbet, l^at 
bm @IauBen an bie g&tt(i(^e (Ratnr unb IBe^mmnng ber 9Renfd^l^eit 
ttnb an il^re StoUenbung in C^rifto in bem mi$)>erßanbenen S^m« 
lo( (ined menfc^getompbnen Sottet benno^ treu ittvafixt* (89 iß a^er 
Seit aU ® emeingut ber aRenf(^l^eit anjuerf ennen / baf na^ Sl^rifti 
SoriUbe jeber SRenfc^enfol^n / fotoeit an il^m i^, inm ®ottedfol^n 
fttoa^fen foUe* S)ie ^ird&enle^re barf ben Ü6er^ang , »el^en fie für 
bie ®e(tgef(^i(i^te geBilbet l^at, aud^ j[e|t no(^ im IBo(Munterri(^te iü^ 
brn, 9l(er totnn eine^t^eild ber ®iauU an bad gittßd^e (StenBitb im 
9{eitf(!^ txtiDtdt, anbemt^eild bie in 3efn Se6en berg&ttlid^te SRenf^- 
^it gef(^id^tli^ t>or klugen geßeUt n^irb, fo finbet fl(^ bon fe(Bß ber 
äktgang }um Begeiferten (Blauitn an nnfre g5ttli(^e Seßimmung 
m 3(ftt 0la(^fotge/ unb an bie @teUe ber ^nietung / bie anä^ in ber 
ititc^/ ba too fte mel^r att «^eiligenbienß gen)efen ifi/ nur ber in 
%iflo n)irfenben ©ottl^eit galt/ tritt bie fromme Sieie^ bie bo^ an^ 
in iener bal ©rSflte toar» 



BtPeiteS ee^rfhtd. Sott »ettt SBeirfe @$tifU. 

5t.^.8(att/ ))l^tL ereg. Unterf. ö. b. 8. o. b« ^erf^l^nung. ® Mi. it. Sttttta» 
797 f« 2 f3« 8. (L ^ a n r,. b. <i^t« 8. ». b» OSerföl^nmig in gef^id^tL dnüto. %äi. 
838, G. Thomasiusy Bist. dogm. de obed.Chr. aciiv«. Erl.845. 2Pg. 4. 

S. 147. eotäfüpXi^t 0iir»iMiftra09)raiifte« 

<St. € d^ m t b t/ 4injloI. gragmente. [IBiBL f« Stnt tt« (Sreg. 19. 1. St, 1 . 3.] — 
PeM^ee^e^demorteJ.Cfa.expiatoria. Ber.813. [Opp. Ber. 830J Steubet, 
mi f&tUnäffüna b* ©crfü^nung^lel^re, [5:fiB.3eitf<i^r. 831. «.I V.m «. Ä I o i* 
Ut, b, ncute^ ?, », b, Sunbe tt. (Srlöfung. €tttttg*836, —-^^S* Sentit t, 
9nnibibce bca fBH^ifiUi o* Streit b, gdtttic^ geofenB« i, 9. b* Settertöfnng in 
Sagen tu Uxt b. ilteßen S^ötfer. 8tff, 826. — ige^en 3efu. §. 35 f» 

aUd ffierf be« 3Reffiad n^urbe bie SBieberi^erfkUung unb fSoUtm^ 

bniig ber S^eofratie enoartet, [n!iDi53, ßaedela^ erfl Dan. 7, 14.] 

ba^ bie Beiben SWomente berfdben'äud^ bem mefflanif^en SSBerfe 

tt)efentli(^ finb / bod $o(itif(^e unb bad 0ielig{6fe / fo baf Balb bad 

(Kiie Bolb bo^ 9(nbre i>oxtüalUt, aUt in umfafenben S<]^ilberungen 

Jfibe gfei^a§ig entlüften fInb Lev. 26, 7 s. Mich. 2, 13. 5, 3-8. 

Joel 3, 1 8. Ezech. 36, 26 s.> &rt(i(i^ gefaxt in ber SBelpagung bon 

dii>n aü ))o{Uifd^er unb religtSfer OBelt^au^tftabt Mich. 4, 1 s. 5, 3. 

^a^er ber aSeffiad ali Jt&nig unb aU ^riefler Ps. 110, 4., aud^ feint 



SoxfkMan^ att ^o^l^ liegt im aUtn fßoU9^lauUn Deat. 18^ 15., 
«Hb bif 3ttfammmfaffun9 biefer brei ffiucben id^int nod^ t)or^ti^i4 
in fein**) S)ie 05tt(i(^ Cegnuitg toatb jut munbetbarnt IBefriebigung 
ttnb ^frrunbtmg bn iRatuv ge^trt JoeLS, 23. Jes. 11,6 ss. oU 
fßiebft^rr^cttung eined Ut}uflaiibe9. fRi^t fowo^t jum 9Bet!e be9 
aHteffial/ att )ttt Scbingutig feined eintretend gel^drt aUgemeine ^un$ 
benbergeBung Zach. 3, 9. Dan. 9, 24. a}on Seiten Ootted erfc^eint 
fU all freie ®nabe fraft atoater(i(^ Ser^dfungen Jes. 43, 25 s. 
Mich. 7, 18 M., ))on Seiten bed SSoffd a(d burd^ Steue/ SBefrung itnb 
einen gottDerlie^en ®eiß feebingt Ezecb. 20, 43. Hos. 1 4, 2-5. Joel 
2, 12 •• 3, 1. Jer. 3, 12 t. 36, 3. !Rnr finnbilblid^ .bie l^u^ation 
Ezecb. 36, 25-27. cf. 33, 16. ^ber in ))or^ergel^enben Strafgerichten 
fott ber grfifere ^eil bed fßelH untergel^n Jes.3, 25-4, 3. Zach. 13, 
8 8. Sfinbenbergebung bebeutet bent gangen QUtertl^um bie qÜU 
(i^ SBegnal^me bed Strafubeld nnb bie Sieber^erftettung bed bnr«^ 
bie Sunbe ge^rten Skrl^tniffe« }u ®ott^ nac^ ber^SSorfieUung eine« 
genauen fßed^feberl^altniffed {totf^en Sunbe unb äbe(.^) 5Da^er bie 
natfirlii^ &viffnt bun^ (frbutbung ber Strafe Lev. 26, 41s. Jes. 
40, 2. unb fromme fRtnt ifl bereit fie )u tragen Mich. 7, 9. 2 San. 
24,17. %ber an bie SteKe ber Strafe fe^te ber ^ebxax9mu9 auä^, tvie 
anbere ateligicnen bed 9Utertl^umd/ bie gfurb itte gottge(ie]6ter 9Ken^ 
f(^ Geo. 18, 23 ss. Ezod. 32, 30 ss., bad Sul^no))fer unb bie 
ßeUbertretenbe Strafe. JDie aHgcmeine Sebeutung beö O^jfet«: 
3)arbringung einc9 tontlf^vUtn ®egen^anbed gur tl^atfa(i^{id^en Siet- 
el^rung ®otted/ ba(b me^r in ^nerfennung feined aUgemeinen ^trc- 
fc^erre^td, ba(b mel^r naä^ a{tert^um(i<^er «(ofiltte Exod. 34,20. 
Dent. 16, 16s., fann in fo toielfad^e ^efonberl^eiten eingel^n aU bie 
@otted))erel&rung felbft. 3)ad Sunbedo^fer ifl nur retigi&fe SBei^e tu 
ned aSertragd/ bie IDeutung Jer. 34, 18. gang inbit)ibuen. S>a9 J^tiU 
bringenbe liegt in bem Sunbe mit ®ott Exod. 24, 6-8. unb in feinem 
Qeii^tn, ber Sefc^netbung Gen. 16, 10 ss. Zach. 9, 11. S)ie bem 
Su^no))ferfaß in aUen (eibnif(^en Suiten gu ®runbe (iegenbe fßox'- 
ßeUung be6 8egend ber Sünbe auf ein frembed ^aupt, n)oburd^ baffelBe 
aM ßeU)>ertretenbe6 Qp^x bem Untergange getoeil^t/ gn^ar nt^t etgent^ 
Ii(^ ber Sunbe ti^eil^aft, bod^ für jeben, ber ni(^t bur(^ ^(1^ CEBei^ 
gefd^ul^t i% unrein toirb/ flnbet fi<^ im ^. Z.,"") bal^er SStut atö Sü^ne 
Lev. 17, 11. cf. Ezech. 16, 6. ^ber biefe aSorfiettung ifi ni^t 

a) Sekoetfren^ de Messia. [Horte Hebr. et Ttlm. Dresd. 742.] T. II. 
p. 107. 298. (Befenitt«, 3ef. 6. 1. S. 79. Cf. Josephi B. Jud. I, 2, 8. 

b) Noeiselt^ qaid ait, Deum eoodootre bomioibas pecctta, poenasqne 
renittere? Hai. 792. Sntffinb, ift mitet Sünbenverg./ tvel^e ba« 9L%. 
»ecf|)r{(bt/ «ttfl^eb. ber Strafe gu «er^el^n? [SIatt< SRag. 9. III. IV.] /. G, 
Sehmid, remiss. peec. ootio bibl. J«n. 796. 4. Cmm. III. 

e) Lev. 16, Bef. 21.6, 26- 28. Exod. 29, 14. Cf. H9rodoU II, 39. Sc^OK 
Unfelmifd^ : Resehith ehöckma e, 3. B. D« ff^etU Opp. p. 30. 



2. gel^rfi- (S^Uffii »erf- §• 147. 223 

fttmq but^geftr^vt / bal &uf}ni>pfn toirb au(^ a(d Su^e angefel^ 
nad& 5bt bc0 germanlfd^ett fficl^rgclbeö Lev. 5, 6-13.*) 2)cm 9Wcnf(i^cn* 
epftx naä) Sanbedfitte all Slufo^^fetung M «^od^jlen Judd. 11, 31 ss. 
trat bie fUgre^e «Humanität bed «i^eBraidtnud entgegen Gen» 22, 12 s. 
Deut. 12, 31. 2tBer ber ©ebanfe jieK^^ertretcnbev ©träfe war gegeten 
buTiJ^ ben 2)eö))otiSmttö oricntalifd^er 3ufltj/ burc]^ baö ber antlfen 
ffieltanP^t rat^fet^afte fieiben beö Srommen unb bur(3^ ben ©tauten 
bed 5tltert^untö an gluc]^ unb ©egen üBer ganjen ©efci^ted^tern. SBurbe 
borgu^ötoeife baö Selben unb aWltlelben beö frommen für l^eilBringenb 
gehalten ; fo galt bod^ oud^ ber Untergang beö ©c^ulblgen aW 6Ii|aB* 
lettenb für mlnber ©d^utbige Jes. 43, 3 s. cf. Prov. 21, 18. Jo. 
11, 50., toorln fohjol^t bie aWelnung tag, baf eö genug fei, toenn bem 
3orne ober ber ©ereti^tigfelt ©otteg nur ein 0^)fer fatte, atö oud^ bie 
ßrfal^rung beö «§eit6ringenben in ber »§inge6ung be0 (Singetnen für 
bog ®ange, baö retigiöfe ©efül^t bea aWartJ^rertl^umÖ.') Um bie ^eit 
3eftt njurbe bie gürbitte beS aWefflaÖ na(ä& Jes. 53, 12. für fül^nenb 
gel^altett/) 3n ateranbrinifc^er JJ^l^eotogie gatt berSogoö at0 5ürf^re(!^er 
unb ÜÄittter Bei ©ott, aU •&ol^er^)riefler be6 Uniberfumö, ber «gol^es 
i)ricfler auf ßion nur fein jttjeiteg SlBbitb.«) SBiefern ber J^ned^t Sel^o* 
bal^§ Jes. 52, 13-53., fö^on na^ ber urf^)rüngti(!^en a3ebeutung bom 
SSotfe ©otteg gur befonbern ©eflattung aufjieigenb, f^ater gum aWef? 
flag inbiöibuatifirt tvurbe , tiegt barin ein Seiben , ba0 bem ©anjen 
}um «@eite augf^tagt^ au^ Lc. 2, 34 s. unb Jo. 1, 29. ift einn)ai^rs 
f^eittlic^ i3or(3^rijiti(ä^er ©ebanfe an Jtam^fe unb ©(^merjen beö 3Refs 
flag auögef^roc^en : aber ein jierBenber SKeffiag tag lueit ab bon ber 
SSotföertoartung,'') unb ifl erft nad^ ber ßtxft'dxuti^ Serufatemö bur^ 
ben grofkn SSotfötob fetbfi unb tnxä^ bie Sufammenfoffung mit bem 
famaritanif(!^en 9Weff!a0 entjianben, bejfen »&ino))ferung bann aud^, 

dj Outram, de sacrificiis. Amst. 678. ©^fed, iP3cf. ü> 92atut; ^6f!(bt It« 
Urf^r* b. DpU SW» Slnm* öon ©erntet, ^al* 778* g. 5t. SOBotf, ü. (Snift, K 
Dpftt. [^txnu^^xx. ©»243 ff.]— ©<i^otl, ü.£)»>fer*f©tub»b.®ürt*®eijl« 
li*!. S3.1V. $. 1. ©^V. ^.2.] (S. t). Safautr, b. ©ü^no^jfer b. ©rieben u* 
ffibmtt u. i(r ^txff. j. b. auf ©otgat^a. SDütgB. 84K J^rüger, b. attte^« 
6mA>o^)f» [5:1^. Cluattatfdff* 852. J&. 4.] 

e/ Joseph, de Maccab. c, 6 : [®ebet (Stca|arg] -2u o7a^a ^f^, ort, na^ 
qov fjioi Ow^ea&atf ßacfdvoig ^avörixais aTrod^i^axct) 6ta tov vofiov. Tot" 
yagcvv tlsats yevot ry ^&vsi aov, agxsd'sls ry rj/^sriQ^ vnhq avtmf dUrf, 
xa&dgiSiov avröiv nofrfcfai, to ifiov tdfia^ xkI ävtl 'ipv/tSv avtdiy laße 
trjy ifArpf rpvx^v. 3)et Qrfotg : c. 17. 

J) Jonathan: Jes. 53, 4. 11. B« De fFette Opp. p. 104 s. 

g) Philo, de Somn. T, /. p, 053 : ^vo lega d-eov ' ^v filv oSe 6 xSofxog, 
iy tp oeai aQXt^QBv^ o nqfoxoyovog avtov &€loe loyog * txeqov Sk koyixri 
^X^, ''ig isQEvg 6 nqog älTj&siav av^g(onog, ov fjüfirjfia aio&ijTov 6 tag 
naxQiovg evxag xal d-vaCag ^nireköhf iativ. De profugU T. Lp. 563 : ^i- 
yofify y^Qt tov uQ/uq^a ovx avd-Qfenov, alXa Xoyov d-ßXov ilyai, nävTOHf 
wx hcovaCoiv fiovov, aXla xa\ iixovaCtoy adixrifiatfov auiToypv. Qnis re- 
mm div. haer. T. I. p. 501. [©. 190*] h) £eben äefu. §* 84« 



w$äf Um %äff^hxtn M OpftttuStta, aiß Svä/aopftt goU/) S^agegfn 
^o^l^en \>nfiä^ Ratten / ba§ icbn nur {eine eigne @(]^(b trage 
Bzech. 18., aVit^ au^liä^t Opin HtqtUiä^ fei unb bie ©eflnnung 
oKein gebe Pt. 51, 18 s. Jet. 66, 2-4. Arnos 5, 21 ss. Hos. 6, 6. 
Mich. 6, 6-8. 

^ft^ijScriptnredoctr.of tkeredlemptioa. LoiMl.756.9rfr.777. 6eiler/ 
k. b. Serfö^muiattob (S^r. (Sri. 77S-S2* 29. €torr, iUb.BiDcd ^.%o\>H 3. 
ÄBI>. 1. «rC b. »r. an b. ^ebr. %Mb. [789.] 809. «. II. F.H.fF. Günther, 
de mortis J.Ch. fioe salntari ae vi taerifictli. Gott. 830. 4. Zoliin, (fot« 
toiifl. b. 8. t>. 3. d^. altf b. dttöfet a. b. 4. 6. m.Sort. 9. Sleanber, Sri 834« 
gitfer, b. 9ebeiit b. Xobe« 3. £)»|. 836^ if. G. Kienlen^ de jastific. h. e. 
de Cbr. titisraet. Ticaria, hom. fide aalvif. Argent 839. 4. De ^ette n. 
itlaiber, tox $. 147. Se6e« 3eftt. §. 84 f. 

Vüt ^iel^nngen M SBerfed (S^x\^i )>eTeinigett fi(4 in bet @rum 
bnng bed (SottedreU^« , a(d aSemirHul^ung bed veligi&fen 3Roment(d 
bet Xfftoftatit in uniberfaler (SnttDifSung. S^ri^ud l^at ba0 «geil ge^ 
foat^t b. ff. bie ®otte«Iiebe fe(b^ unb i^te ^eligfeit/ infofent (TQiri7()/) 
unb ben neuen 93unb bet aSenfd^^U mit @ott gefd^Ioffeu/ gunac^^in- 
fofetn fuaUtjg Hbr. 8, 6. 9, 15. Gal. 3, 19. 1 Tim. 2, 5.^) 3)ad 
^tü ifl in ^ug auf ^ifed aKet %tt o7roAi;r(>ai(r«^^ in Segug auf ben 
^bfaU be^ ®ünbetd bon 9ott xaroAAo/i;. 5Diefed l^at @^ti^d boll' 
fetad^t inibefonbte but^ feine Seilte afö bie t^oKfommene trligi&fe 
Viaffxifdt, to>ie fle l^etbotging aud feinem (Sin^fein mit @ott Jo. 18, 
37. 6, 63. 7, 28s. Lc. 24, 19., butd^ bie ©otfeilblid^feit fei^ 
ne« 8e*en0 Jo. 13, 15. Mt. 20, 28. 1 Plr. 2, 21., unb but^ fc 
koedung bed teligiofen @eifled Act. 2, 17 s. Rom. 8, 158. cf. Jo. 
15, 26. 3n bet a^ofloUf^en Stixä^t toax bie ^ebeutung feinet l^^re 
a(d bet l^9<^^en l^eilbttngenben SBeid^eit anetfannt Rom. 1, 16. Eph. 
1, 13. Tii. 1, 1., bo^ ttat fie gegen bie ^jetfönlid^en SSejicl^Uttgen 
{Utudf. @etn SJDtbUb toitb n>eniget untet bet falten 9otm eined mo-- 
talifci^en (SxemptU, aW untet ben SKlbetn tiebeöotten «hineinlebend 
aufgefaßt. %Ü 3efuö auf feinet ©al^n einen fut(3^tbaten 5! o b in f^U 
ftotifd^et unb fltttit^et 9^oti^h)enbigfeit botfanb, l^at et biefen ^ob un* 
tet manni(^fa(^en @e^d^t$^un!ten bettad^tet: aU notl^menbig naij 
gbttli^et/ t>on ben ^to^^ten Detfunbetet iOtbnung Lc. 24, 46., oll 
^ei ubetn^mmen an^ @el^tfam gegen @ott unb aud S^teue in feinem 
Setufe Jo. 10, 12-18. ef. Ehr. 2, 17., att 3eugnif bet Siebe @ot^ 
tu Jo. 3, 16., att ihä^j^tn (Sxtoti^ feinet eignen Äiebe unb oÖ SSer« 
bilb Jo. 15, 13. 20. cf. 1 Jo. 3, 16. Eph. 5, 2., jut SSetl^enlu 



t) Dan. 9, 26. nad^ ^phitttt IDeututtg. 4£sra 7, 29 s. Sohar unb Luekot 
Umhberith b. Sehoettgen u. DefFette. i^rg^®frdrer/ b»3a]^r]^. b.^eil«* 
«bt^. II. ®. 188 f. 

a) SehlaegeTj de diis heminibosqve servatoribus. Amst. 737. 

b;^ei#ein, ^iner, «gilgenfelb n. a«}tt Gal. 3, 19. 



2.8(^r(l. e^rifli SBetf. §.148. 225 

^ng frina ®fl(ftt unb afetfon Jo. 12, 23 s. cf. Hbr. 2, 10., at«SB(= 
bingung bre fdSflänliigEn üSirffonitHt in aipcfiel Jo. Ifi, 7., jum 
*(il( btr i^m aeiflla SBtrBunbfncn Jo. 6, 51ss., atS SBunbeSopf« 
uni jur aJergtSung luv ©ünbm Ml. 26, 28., fin SEfegtlb [Xvtqov] 
für DitleMt. 20, 28. cf. Jo. 10, 15. OSmoI)! ^iftburc^ ber Ü6rr= 
gang juin ©ü^nopftv gfgtben ifi, nit^atten bitfe Sftiat^tungen bo^ 
ni(^t8, toaa nic^t na^ »ortUgfnbtn öotHniäötgen aSotfltüungflniEifen 
in bct '^iftotifc^en ^irfung unb rittlt^en Sebeutung birfe« ^obr« 
ligr. !Sut^ Brtra^ttte 3tfue bft ©önbntBtrgf&ung als meffianift^cd 
Mt^t Ml. 8, 2-6., unb iwtffinbett fle glei^ htm Saiifti: alS Solge btr 
SltiK ganj a%ft^n boti fdnetn !£obt Lc. 3, 3. [cf. Mt. 3,2. 4, 17.] 
18,13 8. 24, 47., Wie oK golgc bft dgntn litinoUtn übet »rtfHn' 
lli^m @tfinnung Lc. 7, 47. Hl. 6, 12. 148. Sbcnfo in bcn @(Iig: 
fl)t(i^ungtn bet aStcgfitcbigt , tn boi $ataMn oom ötrlotnm ©o^iw 
unt 9Din <tBcItgni{^te i^ tarafglltn« bi( iRtfEnriDit auf bfti tob 3efu 
Sinjli^ jurüdgfttftm. 5Sit aber jfne itobcBbttrot^tungcn evff in ber 
S5t( feineä Jobcfl ^«»ortrattn, ^ot fii^ bttfelbt ole bte ®Dnn(n= 
me feineä ÄtbenS b«m Änbenlm bn opoflolif^fn Älv^e tief .(lng(= 
btüift, ba^« aUt ©tgnungfu, ble baä Sfflctf ftinte gauitn Se6tnä |inb 
Um. 5, 19., in feinnn itobt iufammengtfaßt rettben. Sr ifi eint 
ßtlSfung bcn btr J^ne^tfi^aft M ®t\tl^ti Gal. 3, 13. Eph. 2, 
15. Hbr. 9, 14., befl gWfi^d unb b« ©inbf Rom. 8, 1-4. Gal. 1, 
4., b(6 tobee unb Stufdä Col. 1, 13s, 2, 15. HH *> ■'< -f » 
Jo. 3, 8. 1 Cor. 15, 55. SBoinf^mtit^ wirb bU S 
»iifbmSob3(fug(PeÜt, afö ©ü^nopftr: Hbr. ' 
^d» Rom. 3, 25., 'daaftös 1 Jo. 2, 2., ^avcioftös 
1, 2. Sie 5luebtuÄäWrifen fmb pat ttiWi* Col. 2, 1 
1 Ptr. 2, 24. Apoc. 13, 8., unb bie SPrapufltionfU, 
iUffrung anftatt b« üKenf^tn fiejeii^nen fÜnnen, 
fongnem Sßft^fel fo Qiixa\iä)t, ba§ fie balb offenbar, 6alb in f^ican; 
finbm Übergängen au^ j um •&€{[( berSßenf^en bebeulen: aberbie 
Stellbtittttung tritt jutoellen auc^ bepimmttr ^erbor : 2 Cor. 
5,21. Rom. 8, 3. ) Tim. 2, 6. 1 Plr. l,.18s. .§l»rnad) trf(^eint 
ifcSobaefu aie eine iöer f Dünung iroift^en @ott unb älienf*, ble 
Magert »on ber g5ttll(^en Siebe Bom. 8, 32. 1 Jo. 4, 9., olfo nur 
fint SBeiänberung im aSenf^en benitrlt 2 Cor. 5, 18-20. aßlefern 
iitx ber @ünber gebaut nirb aU unter bem Borne ©otteg Eph. 2, 3., 
irtburi^ bleaSerffibnungauf^ertRom. 5,9. IThss. 1, 10-, önbert 
itt% auc^ iaS Sßer^ältnl§ ©ottea jum STOenfi^en. iDiefefl (Inb nur w 
fftiebene ®efl4t«|)unttf , bag in ber SRejlerlon batb ber 3orn bfltb ble 
ikit &eHii ^eruDttrttt , ba^er aui^ belber jufammen gebaut miit 
Rom. 5, 8 s.") eine SBetmittelunfl liegt borin, bog nad^ Rom. 3, 25. 

<■-) l^öl^d, 3fl nur b. SRenf« mit Sott o. ®i)tl autb mit b. 91. wu . 
(14« »MiKii? [git. anjeiger 833. Kr. 8 f.] 

£»)BnatU. e.aufL 15 



22» e^rtftotoflie. ß^tlfhiö in in ©ffc^iiite. 

[tt. 8, 3 b.] ®ott au« (Snabcn ß^riftum als Suffnofin katfttdtt, 

um fflnt ©rre^ligltlt ju J»ifltn.''j M6tt 3tfu* niib aui^ ate Opf« 

nii^t (Ütgrnßanti b(« gStili^tn BotxttS Epb. 5, 2. ©ilntr ^ufnßt> 

^«8 uti« (Sr^H)ung roirt iltfdfee (tlSfmb« ffiicJfamWi jugefi^titben 

1 Cor. 15, 17-20. Rom. 4, 25. 1 Ptr. 1. 21. 3, 21. Act. 5, 31. 

SDitftrn blt ajrrfB^nung uoi^ugSincirt auf ttti BDr(^tt|l(t(^(n Ba^ani 

ßtiogtn Wirt Hbr. 9, 15. Rom. 3,25., Pt^t i^t jur ©(itt, unb aw(% 

o1)ttt bitft 9)ü<ffi^tna^mt als iU antti »olfät^fimti^r Siox^tÜmii- 

Wtiit, bte güibiltc g^iifit Rom. S, 34. iJo. 2, 1., beS toa^Kn 

'&o((n))tuf)tte Hbr. 7, 25«. <J3auIue Se^» ijl uon btn anbtm a))Dfli); 

lifi^ett ^uffaffunstn nui babm^ Dcrf^iiben, bag nai$ frincr ^nf^au^ 

ung Bon bti ®ünbt fit^ bi* gaitäf SBebeutung S^ttfti atä tit« jtudlm 

aibauia Ron. 5, 12 SS. in bttfcr ^cjit^ung conctntrirt.') €i ^itlir 

@Tl&|'ung au(^ auf bit Eßatui Rom. 8, 18-22. unb auf bad Wtltaii 

ouSgfbt^nt als cintn SiicbtnSf^lug mit @Dtt unb unttr fi^ Cal. 1, 

20. cf. Eph. 1, 10. bflfl. Hbr. 2, 15 s., Ȋfcwnb n bo^ auc^ ftip 

tignm S'rüBfalf att rrgänirnbt, füi bit Jttrc^c fltlbcrtrctenbc Scibnt 

anjlt^t Col. 1, 24. 3in «gttitätrMtft niirb iftnor^ttfobin , bagbn 

ißiirßcr jugl(i(^ baS Opfn iß , unb bn^ !BiIb US fBanitSBpftxä gr^t 

Ü6tr in baS bt« Stpamentt« 9, 11-17., baä liolft^t fficrt crft^tin! 

nui a[0bae®c^att(n6iIbtinteii6niTbif(^tn@mgni|Ttä8, 1-5. 9,23. 

^ mugte b(t ©otteäfD^in unfl gleii^ recrben, um 

II Iftnen 2, 1 7 s. ^uxä) bit iöetrai^tung befl Sobfi 

immti genügtnbfn DpffrS tuurbt BcIf^Dcrflanblit^ 

ben bie Qlbf^affung b« Opfet batgft^n Hbr. 9, 

)aS ärgernig einte gftübtttm SWtffiüa »Erltärtt fii^ 

nberung ftineS Sobefl 1 Cor. 1. 22-24. Gal. 3, 13. 

ig gefi^a^ , wtii bit Sltjot^tl ftlbft im Sinne i^itS 

Dar iäfi fiiS} naä) bn bc^falligtn Un&tfangen^tit bn 

dBangtCftn unb von ^rbräif(^ ober griti^ifi^ gtbiibctm @eni(inbtn 

ni^t uotauBft|tn , baf i^ntn Sünbtnutrgtbung unmägli^ trf^icn, 

ougor butc^ bm !£ob S^tifii ttroivft : afetr btt ©laufet an btn aStv; 

fB^nungStDb ifl tinc nligi&fc @tfü^Kanf^auung , in bn ft(^ btt 

@d&«utt non S^mti^ unb ffionnt auSfiitoi^tn, mit btntn man bi( 

3'obttnftitr itS ^tTxn aQtäg(i<^ beging. O&no^I fic^ ba^tr nt^t bar: 

t^un lagt, baf bie SBevf&^nunfl buvi^ 3tfu lob aW unfctbingt not^' 

mtnbtg ttlannt morben ftl [§. 73.], fo fü^ftt ^ä) \>oit) bit apoflolifi:^ 

d) mnser, ie loca Ran. 3, 21-2S. Lps. 829. 4. ® nclt tt, in b. etub. 
u. Atit. 840. ^.i. &.%anti, tb. S42. .&. 2. iSic (SDinintiitart. 

flj ^. a. Dfiantitr, 3*"" ju t, UMgm. Iiaifl. b. Spaul. SOetf&^nungil. 
[Hjüilimni aHofl. f. SJtrt. f8. I. ®t. 1.] Titchendorf. Doclr. Pauli de vi 
morlis Chr. salisracton*. Lps. S3T. Redding, Pauli da Ch. morlo senlenl. 
Gron. 845. Ufteti, «. 83 ff. «fl. In «. 3. ®. 61 ff. iDäM»* fi- '3. 
aSuur, $aulu<. e. 535 ff. 



2. iOfX^. «^djH Wktt §• J48. 149. 227 

Ätc^ btttd^ Sl^fhiö \)nfbf}tit mit ®ott unb toerfunbete blefe aSerfJ^* 
nung aW ba« «^eit ber SBelt. 5l6er bic Ülbcrttagung beö ajerbiettfh« 
SMfW gefi^ic^t baburt^, bag bie ®läu6igm bwtd^ bie ein^eit ber 8lf*e 
i^m tinQtpfianii badietiige geifÜg nac^ertefeett/ toa^ n fierBenb unb oer« 
^llt^t ffit fle erleW ^at Rom. 6, 4-6. 8, 17. Gal. 2, 19 s. 5, 24. 
Eph. 2, 5 s. Gol. 3, ds. 2 Gor. 5, 14 ss. 

8. 140. 2e^re htt Airii^enkfSter» 

Cotta^ Du. bistoriam doctr. de redemtione Ecc. sanguine J. Ch. facta 
eihibeos. [Gerhardi hotuT , IV. p. 105 ss.] Zieglety Hist. dogm. de re- 
demt. Gott. 791. 4. [Commtt. th. ed. Felthusen. T. V.] ^k^x, b» «. K 
^4e )). ITobe X in b. evften 3 Sa^rl^. @uI)B. 832. — 3* SB. ^dfiing; b. 
i b. ölteften i^itd^e oom Opfec im 8eben u. @u(tu0. (5tL S5U 

1. 3tt bctt Jfutnenifd^en @^m6oten ifl nur bic attgcnieinflf Sin« 
S^t ber l^filfamen 3Bir!fam!cit S^ripi angebeutet.') 3)cr ©laube on 
biefflie, fefigegritnbet auf ^riflU^er (Srfal^rung, ifi in freien tl^eolo« 
giften ajerl^anbtungen enttuidelt unb baö SBemuf tfein biefer Srei^eit 
auöbructtid^ au0gef^)ro(!^en toorben.**) 5)tefe (Snttt)i(f{ung toar baburt^ 
Bebingt/ baf , j-emel^r fi^ ba0 3)ogma bon ber ©ott^eit Sl^rifti auS^ 
6i(bete^ in ber ©eBurt eined ®otte0 unb im ^obe tim^ ©ottmenf^en 
tifffte ffletoeggrunbe gefunben tt)erben mußten / aW bie einfache l^ijlo^ 
rifc^e Betrachtung fle ^ergaB. ?lBcr na^ biefer luurbe noci^ im 4. 
3a^r^. baö ffier! S^rifli in Se^^re unb SSorBitb gefegt j^ bie 8e^re 
gfgenfiier ber g^:^ilofo^:^ie aW ^^^t aBei3:^cit; bo(]& in rein »jraf tifd^er 



aj Symb. j4postolicufn: Credo -remissiooem peccatorom. Nie, Con- 
tiant: — tov Oi* rijuäg Tovg avd-QConovg xal (fta t^j/ rnnsTigav atotrigtav 
xaulS^ovra xal üaQxtod-ivttt, — nad-ovTu xal ävttaruvxa. [Conc. Chalc. 
Act, V: aTavQ(o-&ivTa inkq rifi6Sv.'\ Athanasianum : Necessarium est 
id aeternam salutein , nt iocaroatiooem quoque Domini nostri fideliter 
credat. Qui passns est pro salote Dostra. 

h) Greg, Naz. Grat, 33 1 [7*. /. p» 536.] 4>ikoa6q>u /noi TteQl xoofiov 
xal xoafxtav, negl vXrjg, nsg) y^v^^Sf nsqi XoyixtSv (fvcfetor ßikxiovtdv TS 
'ftl ;^£e^ora)i/, ticqI avaCtdaeatg, xQ^aetos, ävtanodoasoig, XgKftov 
Jiad-fifidrcjv iv rovroig yccg xai to iTrtri^X^af'ei^ ovx op^^i^aroy xa^ 
to iiafioffTccveiv uxivdvvov. Iren, I, 10, 3. Grig, de prino, prae/, c, 1. 

e) Iren, II, 14, 7 : Utramne bi omnes [Philosopbi graeci] cognovemnt 
veritatem, aat oon eognoveraot? Et siqnidem coguoveroDt, soperflaa est 
Salvatoris in hanc mundnm descensio. Lactant, Inttt. div, IF^ 26 : DeBS 
ram statnisset bominem liberare, magistmm virtntis legavit in terram, 
(jQi et praeceptis salotaribns formaret homines ad innoeentiam, et operi- 
bns praesentibns jnstitiae viam panderet, qua gradiens bomo et doctorem 
SDom sequens ad vitam aeternam perveniret. Is igitnr corporatns est, nt 
komioi, ad quem docendnm venerat, virtntis et exempla et ineitamenta 
prteberet. Sed cum in oronibns vitae officiis jnstitiae specimen praebuis- 
s«t, Qt doloris quoque palientiam mortisqne contemtum, quibns perfecta 
et consummata fit virtns, traderet, venit in manns impiae nationis-mor- 
tem snseipere non recusavit, ut horao illo dnce snbaetam et catenatam 
■ortem eam suis terroribas triiuDpharet. 

15* 



SS Cfcwkipc. OdM fi ba 0cf4ii^tt. 

itmof «11 ^oMrln.'; n* kn^ k« aBsnuiaf %iiita^ bn 9f 
ca^Btwiua üfeüfc CtijrBcl^ rn« fi^ tcfi^ibtnni, bo^ta 
«InzMcmÄ^n Ifenle^ tnüf^tiR 3HStiUitbitt|fe forK^tt|t.') 
£«< Svttil* kkW aU Snlt^ Jbifiljiiag inbieibnalifiit, aii$ 
«U tu ^cCufni vtw4 9c(aTÜml gr^tE 9eü, brr unfmt Uagf 
hrvAM MT^^c, nnävmiuir ^nümmnt.') (fnftbiuS ^at aUiSc 
fütam^ >r( ^rrit* StrUd «tn k« SttnU M brrtfaf^n %mM 
{s^nnra^'jTi-* ' ?v 9l(M>(6*trbHK9 fdfi^ galt aU bitSm 
ictmxa« nt lo« KutlmtMa pdiim Sott nnt 9Rrnf$^cft,^) all 
GtOfTtotrlUBj BU Sn^mlviBBj bn wnft^li^ni Statut,') all 
C>"nife«zsB9 M ■aw&ttoa ¥uctI *) mb koüfmi Sott mmfi^llif 

' tmrrk.M.Kf.1.3: jitTm; jTfiric iptims tmi ßtar ovgärie* einü 
ü^ifi^s iir:nm^ rn,' «wntiuc H^ai/V- ej C. C<ä. ///,79. [f .IS,i.l 

y Amf. ät agumt dl: Aelermilai D« b^isca ainuiiit, at diittr»- 
■■1. iitttlU '^ta ■*>■••. ü{|lr»rta/B(, f u« ftaaniti eotUgintiu, redt 
/ a tMtmä t ff mamari. Iu^bc Filiu Oei haBincB auBBiil at ia Hl* ki- 
— « f >>yf ■«■! «at. Baec Bcdiciaa haBiaaa taata e>l,qaaata BM fOtMt 
caplari: aaa ^aac if actii yitftl ataari, ai kumäittlt Filii Dej asi m- 
•aiarT Qaac araritia aiaan patcit, li fmmpmtmU Pili! Dei dod ««mlir! 
1}«ac irarsadia saaati pa4cf4, n pmtvnHm Filü Dei aoa laaalar! Qlie 
Mpictaa aaaari fatatt, ü ckarilmU Filü Dei aaa aaaatarT Paatreno qn» 
ItMidiUi aaaari ftttt, li rMT TT ft — « Daaiai aoa unltart — Ep.ti 
Di»g»f*. e. 9: Jti-ric >vr Mwr tür mcf^aie liiipor vnip q/uSf, lor 

i.1; C'x f tifÜ9f Jusuai'i-^ ; fraa. /', IT, I : — aoitriB iaobedieatiu 
fcr laam abHicatiaM csaialitai. 

t) B. aM. f, 3 : (^ebnrufa, JUaiflt aib Vroubt''" flrTn'tt al« XgtH 
tä( loiViH'C cTctTsc T^ /a) rör ölq}^ Xpiaröv, löv iy&for liyar, 

n-jjBWua. tl Irrm. III, IS, 7: "Ein nr fiKflr^r »mii ilxd 

ir9fimnwr, iti r^; tStat xpö{ haiT^gevi )^ttiÖTifio(, ilc (fiUar xaiäftt- 
**up TaBf Ö.Hf •i^pai'c ai/rteywyiiw, xai »t^ fdr napiunrjaai löv a*- 
a^mnuv, äp^panofC it yrmQUat lö* 9lir. CUm. Paed. Ill, t : MmtiiK 

i) Im. f, I, 3 : QaeBidmadaB ah iaitia plamaüsais aoitrae ia kitm 
ea, faae Tail a De« mdäfirmtiu vitat, aaila ^laiaati, iDimfrit bomioga 
M aaiaal ratiaaala ••laadit: aic ia Bae Virbaa Pairii et SpirirDS Dm 
laviTealenl et ^ar/eedm 
, Ol, qaemtdBodBN ii 
tnaei virifieemDr. Srg. i 
B Seani baupnm «t ra- : 
«an habest ia aperikll ! 
vinun tnscepit. Nalite | 
: femiDR esl. 
ma«, qnae innt Sei, aiii 
liiiel. Neqge enla aliM 
ropriom ipiin* VerbiH. 
itraa ioitniB Tiden IM) 
Dperan, faetorei aataa 



2. 8e^tji- e^rifif SBerf* §• 149^ 229 

»erbftt mufte, auf bof ber aRcnf(^ göttttc^ n^erbe*^) ?lBer bie SUde 
ber Äir^e SlieBen tjor oHem ouf bo0 Jhreuj geheftet* Wit ®eft(!^t8* 
^)unftc, unter bmen ber Jlob 3efu im 91. Z. oufgefa^t üji , flnben fid^ 
ifi ben Jttrd^enbatem toieber, ^otb mel^rere gufammetigefaft,") bolb 
'mmplL 9lu^ aö SSefJrberuugömlttef ber Seigre ,"> aö ÜRärti^rers 
iijum, 8eif))te{;'') Sie^edgeid^eU/ }ur ^l^eUnal^me an aUem Wtn^ä^liiitn 
unb gur 91uf^eBung aUer anbem 0^)fer/P) baju bie SSergleid^ung mit 
bm ©emotionen unb ben getSbtcten ©SttcrfJl^nen M «&eibentl^umö,^) 

i) Iren, IF, 33, 4: Ilöig äv&Qtonog x^QV^^'' ^h ^€ov, fif^h ^ ^*^ff 
hetQrj&ti eis ttvd^Qtonov; Orig, c. Ceh. 111 ^ 28: [7*. Lp, 465.1 *uin ixsivov 
ijQ^axo d^iCa xai ävd-Qwnlvri üvw^paCvidd-ai (fvaiq • 1v tj av^Qtonlvri ty 
n^S t6 d-HOTiqov xoivütvi^ yivrixaL d-iCa ovx iv fiovtp t^ ^Irjöov, 
ttlXa xal näa i xolg fisrd tov matsvsiv dvaXa/Lißdvovai ßiov, ov ^IrjCovs 
Idida^ev. jlthan, deincam. Ferhi c. 54: *0 loyog ivTfv&QciTiijaev, tva ijuelg 
»(onoi.fi&(iSfi€v [unb oft au^ftt^rlid^ in fiti^ent @4Tifteit]* Aug, Sermo 1 92 : 
[T.V. p.623.]Z)eo#/acft<rtif quibomineserantbomofactus estqniDeas erat. 
m) Euseb. Dem. ev. IF, 12 : Toiavrr} ttg avt^ xai /Lti^Q^ ^ov d-avdtov 
fyivsTO rj ofxovofilttf i]g ov uCav aitlav, dXl.d xal nX^lovg ivgot av tig 
lMi\aag (rjTeTv ngtotriv fjuv yag 6 Xoyog ^iSdcfxH, Xva xal v€xqc5v nal 
^tivTdDv xvQUvarj • iivjiqav ok, Sncog tag ^fisr^gag dnofidCoiTO dfxag^ 
jitts, inkg rifjL&v TQto&iCg • TQCrrjv, (bg av tsgeiov S^iov xal jLieydXii d-vala 
vn^Q tov aifjinavtog xoafiov ngoüayd-elij t(p ^stp • titdQXTjv, d>g av tijg 
dttifiovtxrjg ivsqyelag dno^^tjtoig Xoyoig xad-aigeaiv dnegyacfaito ' nifi- 
njrjv Inl tavtrj, (og av toTg avtovyv(OQijuoig xal fia&ijtaig tijg xatd tw 
^ävatov naqd d-E^ Cff^rig trjv iXnCoa jLtrj Xoyoig, dXXd avtoTg igyoig na- 
^ttatVfCag fv-S-agaeTg avtovg dnegyaüoito. Epiph, Haer. LXIX, 52 : Bebg 
loyog iditf doxijait d^^i^ttp tivl ao(fCas uvütijQitp ivavd-gtonricis, di vneg^ 
ßoXr^ (fiXavd-fjOtniag, tva Iv r^ auQxl xataxqivi^ ttjv dfxagtiav xal inl 
7^ atavQ^ diaXvaij trjv xatdgav, xal iv t^ fivTJfxati xatatfaCqetov noiriari 
viv (pd-ogav, xal iv ttß ^Stf avv tn 'ipvxy xateXS-tov iv t§ d-iotrjtv xXdarjj 
To xivtQov TOV S-avdtov, xal 6iaXvön tr^v nqog tov qdrjv diad^xrjv. 

n) Orig. in Jerem.Hom, X, 2 : [/. III.p. 183 )tt Jen. 11, 19.] To ^vXov 
ßlri^h (ig to TTixgov vdofg inoiijüev avto yXvxv • ovtcug to ^vXov tov nd~ 
^ovg XQiatov iXd-ov dg tov Xoyov nenoiijxs tov aqtov avtov yXvxvtsgov • 
JT^iv f^X&ri yovv iig tov agtov avtov to ^vXov, oti ^vXov ovx rjv iv tJ Si- 
haxttXC(f avtov, dg itäaav tr^v yijv ovx i^tjX&sv 6 (pd'oyyog avtov * dXJ^ 
lm\ 7TQoaiXa߀ dvvafiiv 6 agtog dtd tov ^vXov tov ßXrjS-ivtog eig avtov, 
iuc tovto 6 Xoyog tijg diSaaxaXCag avtov vevifiijtai oXijv oixovfxivrjy. 

0) Iren, IF, 2, 7 : Qoi in ligno martyrii exaltatar a terra et omoia 
trabit ad ae et vivificat mortuos. Orig, in L, Jesu Nave Hom, Fllly 3: 
[T. II. p, 416. [ Duplex ratio domioicae crocis : una, qna dicit Petros, 
qaod Christus cmciflxus nobis reliqoit exetnplum, et secunda, qna crox 
trophaenm de diabolo fit. /^ug. de Civ, Dei. XFIII, 49 : Mortons est, re- 
sirrexit: passiooe ostendeos, quid snstioere pro veritate, resnrrectiooe, 
qaid sperare io aeternitate debeamns. p) Iren. F, 23, 2 : Recapita- 

laos Universum bomioem in se ab initio nsqne ad finem, recapitolatus est 
et mortem ejus. Orig, in Lev, Hom, III, 5 : [T, II, p, 96.] In Cbristum 
oBois hostia reeapitnlatnr* intaotnni nt, postqnam ipse obiatns est, omnes 
kostiae cessaveriot, qnae enm in typo et nmbra praecesserant. 

q) Justin, Apol. I, c, 22: Tw tov Xoyov, ngditov yivvtjfia tovd-€oij, g)d~ 
VXHv rjfiäg yersvilad-ai Xgiötov tov oMcfxaXov ri/^dSv xal tovtov Otav^ 
^^ivttt xal ano&avovta xal dvacftdvra dveXriXv&ivai dg tov ovgavhv, 



sie e^rifiologic. 6^ifhi6 in bei @ef(^i(^te. 

uiib ald 9o(gf bie Abeminbung M S^obed/) Xber eine in %tx ®unbc 
brgninbf tc 92otbn)fnbi9ffitbf9 %eM 3cftt tvucbe }uer^ auf bm 
Teufel bf{ogfn unttc gnofiifc^^nD^tffifi^en Sor^ettungen eined l^fe^ 
gclbrd/ einer ÜbenpaUigung ober %auf(^ng/) S)te IBegiel^ung auf 
bte ®ere(^ttgfeit ®otte« b<^t OrigeneS nur na$ Rom. 3, 24. {U^> 
tig au^ef^roi^en/*) 9ltbanafiu6 ober fein Süt^tno^t bie SSejte^ 
Ij^ung auf ®otted Sa^rbaftigfeit,") inbem ba9 Unangemefne etned £&? 

oiJ naQO TOvg naq vfAiv Xsyo/nivovg vlovg r^ Ji't' xaivov xi (figofiev. IIo- 
aovc yaff vlovg tpdoxovai tov j^iog oi nag v/nTv Tifuo/usvoi (TvyyQatf'Slg, 
iniaTaod'€' ^EQ/nijv (liv, Xoyoy tov iQfitivsvrixov xal navitutv Stoaaxal^' 
uiaxlfiTnw <f^, S-eQanivtfjv yevo/ntvov, xtgawüt^ivra avsXijXvd-ivai eis 
ovQuvov .iiavvcov dk dutanuQUx^ivta* ^HQOxXia <f^ (fvyj n6v<av iavtov 
nvQl dovta. Orig. o. CeU* /, 31: T/i?^oöff] kxt^ tov ^dvajov vnh^ %ov %m 
avdfdintiry yivovg aytd^^aro, avuXoyovfoT^ dnod^xvovöiv xfJzkQ naT^idm, 
inl Tta aßiaai Xotifitxd xganiaayra xataattjfiuta, rj dvanXoktg. Jayiva- 
aar owol ßovXo/ntvoi antattiv tip^ltioovv vnig ävd'Qoinaiv itnoxB&vrixi- 
vai jQOTKp aravgoVf tiotsqov ov^^ rag iXXrivixas nagadi^ovrai. xal ßuQ- 
ßaqixag noXXaq iajogüts tieqI tov T*vag vnkQ tov xoivov re&vrjxivat x»- 
&ai^€Tixtiis t(5v TiQOxaTteXaßovrtov rag n4XHg xal %a t^&pti xftxdiv ; 

r) Clcfn. Rom^ /. c. 46 : diu rtfv dydnriv, rjp ^yev UQog rif^äg, w 
tu/na avjov iäuxev vnkQ tiutav 6 XQiarog^ xal trpf auQxa i/nk^ i^g oa^ 
xog iiutivt xal rrfv yjv^^p vnk^ rmv \fßvxöhf v^fiMv* Justin. Apol. /. c. 65: 
^Ynkq aiiiTf^qlag tüiv niajkv6v%iov avT^ xal i^ovd-et'ri&ijvat a^a^ Jia^ilv 
VTiifiiwiv, Iva ano^<tv<av xtil dvaotag vix^aij rbv ^vaxov, 

$) Iren, f^, 1, 1 : Verbom poteos et bomo veros sanguine sao rationa- 
biUter redimeos nos redeintionem ftemetipsuni dedit pro bis, qai ia capU- 
vilalem dacti sunt. Et qaoDiam injutte domioabator oobis apostasia [dia- 
bolos], et, ouia oalura esaemna Dei, aliaeavit no« oootra Dataram, soos 
proprios tttciens diseipulos: poteos Dei Verbam et aon deficiees io sat 
jastitia juste etiam adver&na ipRam conversua est apostastam, ea, qoae 
SQDt soa, redimeos ab ea, noo cum vi^ qaeroadmodum illa domioabatur 
nostriy sed teeundum suadelamytiufim^imodum decebatDeam soadeotem, 
et Doo vim iofer^otein accipere, quao vellet. Orig, in Mth. tom, 16, 8: 
[T, HL />. 726.] TCvi. t^dtoxe rrip ywxh^ avjov Xviqov dvil noXXdiv; ov 
yaQ d^i TQ) &€(p* ft^ Ti ovv T^ novfjQ.t^ ; ovxog ydq IxQdru rifitivt häs 
äo^ TO vnkqrifiöiv av%^ Xvtqov, ff tov ^Irjöov ^v^ri, aTi^ajri^ivji, 
tig awafidvtp avrfjg xvQUvaaiy xal ovx ogtiSvTif Sti- ov (piQ€t ttip inl i^ 
xarix^iv avtijv ßdaavov, Ambrot, in Ev, Lue, l. IF: Oportait baoc frau- 
dem diabolo fieri. Greg, Ny$s, Or. cat. e, 22. 26. 

t) In Rom, Ulf 1 1 [T. iy,p. 513.] Cum dixisset, quod pro omoi genere 
hamano redemtiooem semetipsum dedisset, addit aliqaid sublimias : quia 
proposniteum Deos propitiationem per fidem in saogaioe ipsios, quo scilicet 
per bostiam soi corporis propitium hominibut faeeret Deum^ et per koc 
osteoderet justitiam snam. Deos eoim jostqs est, ei Justus juslifieare nen 
poterat injustos^ ideo ioterveotnm voluit esse propitiatoris, ut per ejus 
fidem justificareotnr, qoi per opera propria jastificari dod poterant. 

v) De Incarn. Ferbi, [T, I. p. 58 w.] c. 7 : Oifx dXrfd-rig r^v 6 S^g, fly 
dnövtog avTov dnoS-vriax£iv ij/näg, [«i nagaßtilrj ttjv ivtoXijv] ^rj ani- 
d^Tjüxiv 6 avd-Q(07iog, AnQtnkg dk r^v ta ana^ yevo/nsva Xoytxa xal tov 
Xoyov avTOv fieTaayovra naqanoXXvO&ai, ovx d^iov yoQ tiv tijg dya^o- 
Tfiros TOV S-€ov tä vn avrov yevofitya ^laip^dgead'ai ^id tipf naQa rov 
dvaßoXov yBvofAivriv folg dvd^qwnoig andtr^v, e, 9 : SwAÖav b Xoyog, or» 



2. Se^ifi. (if)xm SBerl. §• 149. 231 

ffgebei an ben ®atan in ©regor ^on 9la}ian) gum S^etoufitfrüt 
tarn*'') 5)od^ Mieb bie m^ti)i\ä^t SSorflfKung gcttjöl^nlii^ au(3^ neben 
bem S3ilbe eineö ber ©ottl^eit bargebra^tcn O^)fer0, fotooM (Sfi^no^)fer 
aW Opfer bei ©c^orfaniö.'^) 6ine ©tcH^ertrctung batet toltb in ben 
cr^en Sofyc^, niä^t au3brit(IH(3^ l^etöorgel^oBett , ol^ne bo(3^ ganj über* 
ff^n %n fein, unb aud^ 3»att^ter fül^lten fl^ al0 0»)fet*^) a)en 2lu3^ 
bruc( satisfactio l^at !l er tu 11 i an aud bem claffifd^en unb luribifd^en 
<Bpxaä)Qtbxau^t eingcffil^rt, aber aU eine ber ©ott^eit für eigne (Sunben 
geleitete ©enugtl^uung, bonSefuganjabgefel^en bom 6rl6fung0tt)erfe,y) 



alkiosovx Siv kvB^iCri tüv «vd^gtoncav rj ifd-oqa ei /nrj dici tov ano&avfiv, 
ovx oiov TS 6h T}P TOV Xoyov anod-txvsTv ad-dvarov ovtcc xal rov najqos 
vlop, Tovrov €v€X€v To SvvttfjLSvov ccTiod-avsTv iccvT(p Xafißavei adSfia, iva 
Tou ^ttI izavTtav Xoyov fistaXaßov c^vtI nclvtcov Ixavbv yivrjTai t(p d-avd- 
T^, xal Sia TOV ivoLxnattVTa Xoyov cc(p&aQT0v dvafxeCvrji * xal Xomov äno 
navTtov ff <f>^0Qa navarjtat ty rrjg dva(frdö€a)S /dgiri. "Od-sv (og Ugelov 
navTog iXsvd-egov Onlkov 6 avrbg iavr^ ^X«ß€ adSfia JiQoadyajv eig &d~ 
vajov, dno ndvjfüv evd-vg tcop bfiolutv '^(pdviC^ rov &dvatov rij ngoGifo-- 
Q^ Toi; xarccXXr^Xov. 

v) Orat. XLII: [T, I, p» 691.] ['Man toCvvv i^srdacii ^oyfia, roig ^h 
noXXolg nagoQOffifvov, ifiol 6h xal Xtav i^STa^o/bifvov. TCvt yaq ro vnhq 
^ft«v aifia xal niQl tCvog i/^S-rj, ro fjtiya xal neQtßorjrov tov &€ov nal 
ttQXisQitjg xal ^vfiaxog; Karrsixofxid-a uhv yaq vno tov Trovrjgov, nsnga- 
fiivoi vno T^v äfiaqtlav * ii Sh to Xvtgov ovx aXXov t$vog rf tov xati- 
)(WJog yivstai, Cv^^ rCvi tovto fiarjvfy&r] ; si fxhv t^ Tiovrjgqi, (pev trjg 
vßQctog, €i /Liri naga tov d-sov /liovov, dXXa xal tov S-ebv avtov X^tgov 
Iriatiig Xafdßdveiy xal fxia&ov ovtf^g V7t€g(pv7j trjg iavtov tvgavvCöog, 
$1 Sv x«l iiu&v (peC^sad-ai ölxaiov rjv. w) Ja. Damatc, deßde orth, 
111,21: Svrjaxsi xal iavtov rw natgl ngoOffigei 'Q'vaCav vnhg miöüv «u- 
Ttji yag mnXrififjLfiXijxafieVf xal avtov tSu to vnhg rifidSv Xvtgov o^^aa&ar 
firj yag yivoito t^ tvgdvv<p to tov diOnotov ngoaevsx^ijvai alfia, Hgocf- 
HCl. toiyagovv 6 ^dvatog xal xatantdw to aiofiatog diXeag, t(p trjg 
^iotritog ayxCatqt^ nsgmeigetat, xal dvafjtagtr^tov xal ^(oonoiov yevad^ 
(livog (fcifzcctogf oiaip^etgetai, xal itdvtag dvdyei, ovg ndXai xatintsv, 

x) Orig, in Lev, Hom» 7, 3 : [T, IL p. 186.] Posnit ergo nUrDam suanr 
raper oaput vituli : hoc est peccata generis humani imposuit super eaput 
fuum, ipse est enim capat corporis ecelesiae siiae. — Ignat. ad Rom. c, 4: 
Aitttvivaate tov Xgiatov vnhg ifiov, tva ^eov S^vfsCa eiged'd}. Über ^oli^ 
htjpEus. H. ece, 7/^,15. Orig. Exhort. mart, c. 50: [T. I.pM^.YSlanigtt- 
(i((fi atfiiari tov 'Iriffov '^ogda&fifisv — ovt(og t^ tifjtCof atfiati tav fiagtv- 
^ ayogaad-i^aovtai tiveg. ^hixTertul. depud, c.22: Saffioiat maftyri pro- 
priadelicta pargasse. Qtais altenam vfkortem suatoloit, aisi solasDei Filius? 
y) Cie. Verr, II, 1, 3: In qaa civitate legatns popnli romaDi violatiU 
Sit, nisi publice satisfactum sit^ ei civitati bellum iadici solere. Ulpian : 
Satisf actum accipimus, quemadmodam volnit creditor/ licet oon sit solu«* 
tom. Tertul. dejej'un. c. 3 : Ut bomo per eandem materiatoi safis Deofa- 
^ty per quam offenderat^ i. e. per cibi interdictionem. De cultu femm. 
AI: Si tanta ia terris moraretur fides, quaata meroes ejus exspectaretuf 
io coelis, nnlla yestrum laetiorem babitum appetisset, ut non squalorem 
potins affectaret, ipsam se eircumferens Evara legenteio et poeDitenttem, 
V^o pleoias id, qaod de Eva trabit, omoiB tatigfactionis babitu ejtpia^ 
ret. ^ De pnHenU o. 3 : Patienlia Domini iq Malcbo vulnerata est. Ita*- 



• 

S<T Sneignttitg feinet %oM liegt ubttaü }tt (Srunbe bad «ghuiii' 
(eBen in S^riflud ben }ti^Uen %>a«/) 9M ®nmb in @ott n)ttb 
))ie(fa<^ feine iitU get^riefen , mit i^rer SKac^t ©egenlie^e ju koeden, 
o^ne bad 9(nbre audgufc^ne^en/ bap S^iftud au<^ ®ott unb feinen 
3om \)erf5^nte^-) 2. 5)ie gjerfj^nung burt^ ben 3:ob 3efu galt für 
ieben, ber fU^ biefeI6e aneignete / ^infi^t(i(^ aOed Sergangenen aü 
)>oUenbet, aber old un))onenbet t^eili in 93e}ug auf bie l^o^e^rießerlid^ 
gfärbitte unb auf bie künftige Sottenbung bed ®ottedrei^d in i^m 
(tingeineu/^*') t^il6 toiefem fid^ aud ber ^irc^engu^t bie ^D^einmtg 
mttvidtUt, ba$ bie ®ünben ber S^riften ni<^t o^ne eigne Suf en unb 
SBerfe ))ergeten n^urbeU/ fona(^ bie ^oUt 93erf(l^nung jjli^ nur auf 
®unben ))or ber S^aufe ^el^e« S>afftx mancherlei SRittel ber ^ünbm:: 
Vergebung unb aSerfS^nung.'*") S)o(^ galt bad S5fegelb Sl^rißi für 



q«e saoiUtis rettitotiooe ei, quem oon ipse vexaverat, satis/ecit per pt- 
tieotiaB, misericordiae natrem. 

%) Iren, f^, 16 : *Ev fikv ttp nQtiji^^Adau TtQoaexo-tpa/nsv, firi noii^aav' 
T€f tov d-fov ivtol^v ' iy ^k t(p ^€VT^Q(p Aöau dnoxatfiXXayrifjiev vji^ 
xooi /t^XQ'' ^«»'«Toi; yevofisroi. Orig, in Rom, f^, 9 : [T* IF, p. 563.] Chri- 
stos ipse est arbor vitae, cni eomplantari debemus. Ipsa qnidem morte, 
qoa Jesus mortoos est peecato, ut peccatnm omoino doq fecerit, nos dod 
possoBQS mori, nt omnioo oesciamas peccatnm: similitadinen tarnen ha- 
bere possomos, Qt imitaates eam et vestig^ia ejas seqoentes absiioeamas a 
peecato. 10: \p, 569.] Non sine cansa [Rom. 6, 11.] dixit: Cogitate yos 
mortnos t%%t peecato. Qai eoim cogiiat mortuom se esse, noo pecoat, v. 
c. si me conenpisceotia mnlieris trabat, si argeoti, et pooam in corde 
meo, qood mortnos sim in Christo et de morte cogitem, exstingnitnr cod- 
cnpiscentia et effogatnr peccatnm. 9)rg* nt. /. 

aa) Aug. de eateeh, rud, e. 7 : Qnae major cansa est adventas Domioi, 
oisi nt ostenderet Dens dileotionem snam in nobis, nt et nos invicem dili- 
gamns^ qnoniam prior dilexit nos. Nnlla est enim major ad amorem invi- 
tatio, qnam praevenire amando. — Constitt. Apott, FIII9 12: ^E^svfii- 
viöaro 06. TOV iavrov S-€ov xal naxi^a, xa\ T(p x6<ffi(p xatijJiJia^e, xal 
rtjs intxHfi^vfig OQyrjs tovs ndvras rjlevd'iQCjas, 

bb) On'g. in Lev. Hom, FII, 2: [T, IL p, 221.] Qnaodo consnmmat 
opus? Qnaodo me, qni snm nltimns et neqnior omninm peccatorum, cod- 
snmmatnm fecerit et perfectnm, tum consnmmat opus sunm. Nnoc enim 
adbue imperfeetnm est, donec ego maneo imperfectus. 

ec) Clem, Stromm, 11% 24 : [p, 634.] ^laxiov rovg fieta ro Iovtqov rols 
äfiaQTi^fiaai neginCnjovrag, rovrovg sJvai tovg nai6svofiivovQ * ta fih 
ydq 7iQ0€veQyTi&ivia äweCd^, tu ^k iTiiyivojusva ixxa&aCQerat, Orfg» in 
Lev, Hom, //, 4 : [T.Ii,p. 190 s,] Audi, quantae siot remissiones peecato- 
rum inBvangeliis. Est ista prtma, qua baptizamur in remissionem peccato- 
mm. Seeunda remissio est in passione martyrii. Ter^'a est, quae pro elee- 
mosynadator. [Lc. 11,41.] Quarta nobis fit per hoc, quod et nos remitti- 
mus peccata fratribus nostris. jßtitneaest, cnmconverterit quispeccatorem 
ab errore viae snae. [Jac. 5, 20.] Sexta fit per abundantiam charitatis. [Lc. 
7,17. 1 Ptr.4, 8.] Est adhuc et «epfima, licet dura et laboriosa, per poeniteo- 
tiam, cnmlayat peccator in lacrymis Stratum sunm et cum non erubescitss- 
eerdoti indicare peccatnm sunm et quaerere medicioam. [Ps. 31,5.] Chry- 
tost, in Jo. Hom, LXXII: [T, FIII, p, 465.] uinoüf^rix^i tT\v ^vnaqtav 



2.8e^rfi. (S^nfHÄerf. §-149. 283 

gröfler a(d tmfrn Schuft/*) S)f c CBerfSl^niittö toutbe but(3^ ba0 i» 9ici|ias 
gungen unb ii))^n Bezeugte fSoxQt^m be0 ®(auBend auf bie Srommm 
M S. 3^./ unb hjo bic Srinnerung an l^cbnlfd^e SSotfal^rcn ober blc 
^(^tung t>cr l^eibnif(]^er ^itbung (ebenbig n>ar; but(]^ bie ^bUtn^af^xt 
S^rifli, but(]^ bie a^)ojloIif(3^$rcbigt im^öabeö unb butd^ bic öot^tifls 
It^c aBirffamfeit bcö gogo«, auf bie Reiben bcr SSorjcU Bcjogcn/*) Qxi'^ 
g c n c 3 ba^te ben fiogoö aU SSerfßl^ner bc0 äBcItattö im öoKen (Sinne :") 
oBer bie fitcJ^Iic^e SBeltanri^t Bef^ranfte il^n auf bie OTenf^l^eit*«) 
S)agegett bie S3efd^ranfung, auf toelc^e 2tuguflin but(3^ feine ^rabe* 
jHnotiottötl^eorie ^ingebrangt ttjutbe , bem altl^ergeBrad^ten ®IauBen 
an bie oBjectiöe 2lHgemein^eit ber StlSfung tt)iberf^)rad^.*'^) 3. «Die 

ngcitov to Xovtoov • v€fT€Qov dk xal ?T€p«t o^ol noXXal xal navro6anc(l ' 
(fiXavd-Qfonog yag tov 6 d-eog xal fieia ravra €^(üx€v fjf^Tv o^ovg noixl- 
lr\q anaXXayfjg , tov ngcirrj naadSv iöriv tj ^la rrjg iXerjfxoOvvtjg, 

dd) Cyrilli Hier, Cat, XIII^ 33 : Ov xoaavrri rjv t<3v äfia^TfoXtiv ij 
avofita, oori xov vnsQanod-vi^oxovrog ij dixaioövvri • ov toOovtov rifiaQ- 
tofiev, oaov idixaiongäyriaev 6 rrfv ipv/rjv vnlq rifdcov rs&eixcig. Ckry- 
sost. in Rom. Hom. Ä: [T. X. p. 121.] TToXXm nXsCova mv otpeCXofiev 
xttHßaXcv o XQiOTog, ttal Toaovrq) nXetova, o(f(p nqog ^avCSa fiixqav 
nüayog ansiQov. ee) §♦ 74, q, §♦ 88, Ä. 

fj) In Jo. tom, 1, 40: [T, If^. p, 41 «.] Mfyag iofrlv aQx^^f^^^S ovx 
vnlg av&Qco7io}v fi6v(ov, aXXa xccl navtog Xoyixov rrfv Sn«^ d-vaCav 
nQoafve/O-eZaav iavxov aveveyxAvy /citglg yccQ d'Sov imkQ navtog iyev^ 
aaxo ^avaTOv, tom. 1, 34: [p. 35.] ITgoSTog xal ^a/atog 6 aojjrjQ, ov^ ort 
ov TO fiera^v, aXXic reSv äxQWv, tva cFiyAcü^J, ort t« jrdvra yiyovsv av- 
loff* tTiCarrjaov dk notegov avd-QtonoG iori^ to ^cf/atov rj rd xaXovueva 
xatttxd'ov la, <ov iiaiv ol8a£fiov€g, tiroi nävTcg, ij tiveg. In Rom. 
/t4: [T. If^. p. 465.] Si er^^o cum apparoit nobis hominibiis, dod sioe 
EvaDgelio apparuit, consequentia videtar ostendere, qaod etiam angelico 
ordini dod sine Evangelio apparaerit [1 Tim. 3, 16.], illo fortassis, qaod 
aeteroum Evangelium a Joanne memoratum edocuimns. Si vero etiam in 
reliquis eoelestibus ordinibus tale aliqnid ab eo gestam esse saspicandum 
Sit, in eOy qua singuli quique gunt forma apparens eis et annuntians pa- 
cem, quooiam qaidem per sanguinem crncis pacificavit, oon solom, qaae 
io terra, sed quae et in coelis sunt [Gol. 1, 20.], etiam tu apud teipsum 
diicutito. ///, 8: [p. 516.] Greg. Nyts. Or. cat. e. 25. Didymus h. Gal- 
land. Bihl. T. IV. p. 325. ©rg. §♦ 88, *. 

gg) Tertul. de carne Chr. c. 14: Homo perierat, bominem restitui opor- 
taerat. Ut aagelum gestaret Christus, nihil tale de causa'est. Nametsiange- 
Usperditio reputatur, ounquam tamen illis restitutio repromissa est. Nullam 
maodatnm de salute angelorum suscepit Christos a Patre. Hieron. adAvi" 
tumEp. LXI, 4: Intulit [Origenes], qaod et cogitasse sacrilegom est, pro sa« 
lute (2ae9iu>iittin Christum etiam in aere et in supernis locis essepassarum. 
Bt licet ilie non dixerit, tarnen, qaod oonsequens est, intelligitur: sicut pro 
homioibus homo factus est^ ut bomines liberaret, sie pro salote daemonum 
^tnm futurum, quod sunt hi, ad quos venturus est liberandos. @o bad 
$emetfttng«itrt^eil ber 5* dfum. €^nobe K Mansi T. IX. p. 395 ss. 518. 

hk) Äthan, de Syn, Nie. Beer. [T. I. p. 262.] "MXaßev a&(jia ix Tijg 
^ttQd-ipovy tva TOVTo TTQoaevfyxag d-voCav vnhg navtiov r^ natgl 
^^aXXtt^rf Ttavtag rifiäg, oaot (p6ß(p d^avatov h^o^oi rjfiev dovXeiag, 
I^vcidi iJibellus : [Acta Cooc. Arelatens.a.475.b»ifa7in7. A//.]9. 1011.] 



234 6^riflD(ogic. (£^tffte6 in ber @ef<^i(^te. 

dlot^tvcKbigfeit M ^ottmrnfc^tvar nitt in Da %if(^nntt9 
andgrfprod^rn , tvtld^ bie ^frf5^nnng unb Wenfc^n^erbuhg gnfam^ 
nirnful unb in brr I93<|if^ung auf brit XenfeU bie 0{otl^»rnbig!<it M 
i9ottmenf(^rn lag im @(au6m/ Da$ bmnoi!^ bir «pfiffe bon brr 
Wmfi^^it fe(6{t audgr^nt muffe.") 3m ($)fgfnfa|f bed aud brm *&d^ 
btnt^nm fibrrfcmmenm ®))ra(^gebrau(^d [§« 141 ; i. 142^ I.] backten 
bir altem Q3ater / fotveit fie hierauf ref[ectirten , ben £ogod bon attem 
!geiben nnSeru^rt.^) %Sa naä^ bem ^bürfniffe, auä^ bie g^ttltc^ 9^0^» 
tur in ber entf(^ibenben ^ata^o^^e wirf fam gu benfen, tvurbe feit bem 
neflorianif(^en Streite bur<^ bie @emeinf(^aft ber 9latttren eine 9Ht^ 
tbittgfeit bed iBogod Beim (Sr(&fungdtobe angenommen, bie ft(^ nur 
in conbentioneUen grormeln auQ^pxtä^m iit^ , unb in ber enblii^ bixt 
ftegrei(^en Sormel ber^l^eopafd^iten i^ren fcfearfflen Sudbrutf erlieft.") 
Obroo^t O r i g e n e na(^ biefem Oemeingefü^le ber Jtiri^e eine Sdot^^ 
toenbigfeit bed göttlichen O^fertobed in ber menf(^(i(^en ©unbe aner^ 
fannte, ^ie(t er bo(^ ni(^t ba« SSer^altnifl gu S^riflo a(d bem (Srföfer 
für bad ^5(^fle/ fonbem bie freie geißige @emetnf^aft mit il^m, ald bem 
principe oUeö ©ottli^en*""') SBiefem «t^anafiu« an funbrofc 
aSenfc^n glauBte [8« 63], trat att(^ i^m bie 93e{ie^ung 3efu auf bie 

Joxta 8tataUCoiieiIiidaniDo,qaidicit^ qaod Christas nortem doq pro wm- 
nium. salute susc^perit. Assero ChrUlom, quastnin perlinel ad dmtias 
bonitalis saae, pretian mortis pro omnibus oblalisse et quia nullam pe- 
rire velii, qai est saivator omnium^ maxime fidelion, diyes in oniDibos, 
qai iavocaDt illam. 

ii) Iren, Uly 18, 7 : El utj av&Q(onog Ivlxiiasv rov uvtlnaXop tov av- 
d-QionoVf ovx av SixaCotg ivixi^&fi 6 ix^Qog. IldXtv re €i fAtj 6 d-fog W«- 
QijattTO jrjv atoTfiQiaVf ovx av ßeßalatg }axofiev avtiiv, Kai ei ftri awri- 
vm&rj 6 av&Qotnog r^ ^ffpj ovx av idwi^S^ juttaö/eTv TTJg dtpS-agoiag, 
Aug, de Vera rel. c. 16: Ipsa oatora soseipieoda erat, qnae liberaoda. 

kk) Tertul. adv. Prax, e. 29: Com daae sobstaotiae eeoseaotar ia 
Cbristo divioa et bomaoa, coostet aotem immortalem esse divinan, sicit 
mortalem qnae buniana sit, apparet, qaateoas eani mortnnm dieat [Aposto- 
las], i. e. qqa carnem et bomiDem, ood qua spiritam et SermoDem. Tan 
ioeoflipassibilis Pater est, qoam tmpasHbilis eliam Filios ex ea eooditioae, 
qua Dens est. Clem. Cohurt. p. 84 : ^Iijaovg firi nad-oiv. [lDo(^ Quis dw. 
e. 34 : al^a d-eov naMg.] Orig. in Jo. tom, 28, 14 : [T. If^.p, 392.] Oint 
aniS-ayiv 6 d-iog Xoyog, avinCdixtog yccQ nqfojoToxog ndofig xrioetog 
dmvdtov • VTthq rov Xaov ^k dnä&avev oißTog 6 av&QOtnog, ro nav- 
t(ov Cfobiv xaO^QtjTsgov. ^afftx ib, na(^ ber iinä(^ten Se^tt Hebr. 2, 9 : 
Uh^i VC bie 8ajl be« J(ren§ed /w^l? &eov. Iren. V^ 17, 3. 

II) Syn, Constantinop. a. 553. can.lO: [ifait«t 7. /Xp. 384.] Elttg 
ovx öfioAoyeZ rov lajavgwfiivov aaqxl xvgwv r\fitiv */. X. elvai &iOf 
aXtid-wov xaX %va tr^g ayCag tqidSog' o ToiovTog dvdd^fia tatti. Jo, 
Damase. de ßde orth. III, 26 : Ssov fikv aagx'h na^^vra ifafiiv * ^ co- 
TffTa dk auQxl na&ovaav, ^ ^eov 6ut öaQxog na&ovra ovdafjuig. SSrg. 
§♦ 142, w, §• 143, «. mm) In Num. Hom. XXIF, 1 : [T. II, p.362.] 

Si noo faisset peccataniy noo Dccesse fuerat Filiam Dei ag^oom fieri, lee 
opus fuerat eum io carne positum jugalari, sed maosisaet boc, qoodio 
priocipio erat, Dens Verbum. ISBeioeid^eUe ftir ba6 9Uibt;e: §♦ 74, m. 



% Se^rfi. g^rlpi SBcrf. §. 149. 150. 235 

SmU jurutf, ® tf g or »♦ S^^jfa fannte aRmf^en , für Mf bct ®ot* 
tföfol^n ni^i üWenfid^ ju toevbm brauchte,»") unb ®ieg ot ö. Ö'lajiang 
fanb im SBrfen ®otted tveber eine 9^0tl^n)enbigfeit nod^ ein SBo^tge^ 
faHtn an ber »öino^fcrung feineö ©o^ncö/") Stfl 2lu gnflin feegtun* 
bete in ber ^bfünbe bie aHgemeine S'lotl^ttjenbigfeit biefeö O^jfertobe«, 
ber il^m ol^ne jene tocrgeBlid^ erfd^ien h^^) bo<^ mit ber 9lncrfennung, 
baf ®ott auä) auf anbre ffleife öermo(3^t ptte, bie aWenf(^en gu ret* 
ten**»*!) 3)ie (H^tortf ber Jtir^enöater 6enu|te ben ungel^ewem ®eban:: 
!en eines ®ottmenf(^en unb feine« ©efi^itfö gu ben gfangenbflen ©es 
genfa^en. 3l6er bie S^obeöüBern^lnbung unb ber ©otteöfricbe toar \xi 
ber %i^ai bor^anbeu/ unb bad erl^abene @ieg0gefül^(/ toeld^ed bie Rixift 
in aUen il^ren Jtam^)fen erfüUte, rul^te öornel^mlid^ auf biefem ®lau* 
ben , baß fte gegrfinbet fei öom 6ingeBornen ®otte0 unb üBer feinem 
®ra^e. 

§. 150* Qüitimt tttU) tm^imt ftim^enle^ve. 
<Sramet,Soffuet.X.VII.<S«55Off*i9e2>0n,Nic.MetboneD8i8,ADs.CaDU, 
Hugo Grot. quod ad salisfact. doctrioam inier se comparati. Ueidlb. 838. 

5tnfetmu3 entttJicfelte gegen baö €rgernt§ beö ungläubigen SSer* 
flanbeö an einem geborenen unb geflorbenen ©otte bie SSorfleUung beö 
O^fertobeS 3efu gum S3egriff einer allgemeinen unb rationalen iWotl^s 
toenbig!eit , ofö fielit>ertretenbe , bie ©r8§e ber ©d^ulb üterbietenbe 

nn) C* j4pollinarem: [T. II. p. 695.] Ei navTSg xara top Matvaia 
Swartig el^ov ivrog yiviad-at tov yv6(fov, iv tp sl^sv o Mcjvaijg rä 
äd-iata ' rj xara top vy/Tjlov IlavXov tqi(ov ovgtxvtov vneQaqd-TJvai xaX iv 
T^ naga6i(atp nsgl T(ov vnhg Xoyop ngayfiaKov Si^ccj^d-rjvai r« a^^rfTa* 
5 xarä tov Cv^forr^v ^HXlav x^ nvgl ngog tov ai^igwv /w^ov awtnaQ^ 
^ijvai' rj xttta tov ^l€^€xii^l te xccl ^Haatav inl tov S-^tovov r^j ^o^rjg 
WkiVf ri VTio Ttiv /egovßlfi iTttugofievov * ovj * av lyiveTo 7iavT0)g XQ^^^ 
Trig 6ia aagnog tov i-eov rj/udSv iniifavsCag. 

oo) Or. XLII: [T» /. /i. 691 *.] T£g 6 loyog fAOVoyavovg alfia TiqnHv 
nar^a, og oifdk tov *I&aax M^ittTo naga tov naTgog Ttgoatpsgo/nevovt 
cXi* avTfiXXä^aTO trfif d-vaiav xgiov avTi^ovg tov Xoyixov ^vfAUTog' v 
irjXov, oTi Xafißdvei fihf b ttät^^, ovx ahi^aag oucfi ^itjO-slg, aXXd did 
Ttiv oixovojaütv xal t6 xQV'^f**' ayiaadijvai r^ avS-gtanivt^ tov S-tov tov 
av&Qwnov, tv* avTog rjfiäg i^iXrjTatf tov Tvgdvvov ßCtf xguTiiOag ^ xal 
ngog avTov inavaydyrj 6id tov vlov fi^aiTtvcfavTog , xal eig Ttfir^v rov 
naTgog tovto oixovo/ni^aavTog. 

pp) Enchirid. e» 48: Illud aouni peccatum tarn magnum est, ut io uoo 
homioe origioaliter, atqae ut ita dixerim radicaliter, totum geans hama- 
nam damnaretur, dod solvitor ac dilaitnr nisi per uDam mediatorem Dei 
et homiouin homiDem Christnm, qui solus potuit ita nasci, nt ei non opus 
esset renasci. IDod^ fogleid^ ali Solge. nnx bie getodl^nUd^e ©atandtl^eotie 
Bt. s, — Contra Julian, FI, 24 : Si salvi erant aliqui sioe Christo et 
justiBcaatar aliqai sine Christo: ergo Christns gratis [!] mortiras est. 

qq) De agone ohrist. e. 11. Sunt stnlti qui dicnot, dod poterat aliter 
sapieotia Dei homioes liberare, oisi susciperet homiDem, et oasceretur a 
femioä, et a peccatoribus omnia illa pateretur. Quibus dicimus: poterat 
omnino, sed si aliter faeeret, similiter vestrae stultitiae displiceret. Dt 
Tnnit. XIII, 40 : ^f)^olDgif (^e $(ngemeffeii^tt. 



236 e^tifiolodic. SISitiM in ber ©cfc^ic^te. 

denugt^uitng/ tütlä^t für bic bem etoigm ^obe t^erfatCne anenf^^eit 
nur ein ®ottmenf<i^ bur(^ [rinrn fi^ulblofrn ^ob leiflen fonnte^ 'oa: 
butii^ bie Sforbentngen ber gbtt(i(^en ®ered^ttg!eit unb ^arml^erjtgfeit 
aud0(ei(^fnb , bcn Selt{n>e(f rrfuUenb. 3)ie (S^re ®eiM , ber bie ®e^ 
nugt^uung geleiftet n>itb, ift bie l^eilige Se(torbnung felBjl, o6tool^( 
ehoad ritterli(^ aufgefaßt/) 9119 bagegen.9(balarb/ im 3^ntere{fe 



a) CurDeus homof [ed. Laemmer, Ber. 857. Opp. Lps, 550. 4.] 7,3: 
Objiciaol oobis deridentes simplicitatem Dostram iofideles, qaod Deo faei- 
mas iojoriain, cum eam asserimus lo uterum mnlieris descendisse, lacte 
oatritam crevisse^ et ut multa alia taceanii qaae Deo oon videntar coove- 
oire, lassitadiDem, sitim, verbera et inter latrones mortem sastinaisse. 6: 
QoibQS com dicimas : redemit nos a peecatis et de potentate diaboli, quae 
qaia nos doo poteramas, ipse pro nobis veoit expogoare, et redemit nobis 
regoam coelorom; et boc modo ostendit, qaantum nos diligeret: respoo- 
deot: Si dicitis, qaia Dens haec omnia facere non potuit solo jassa,qoem 
euDCta jubeodo creasse dicitis, repugnatis vobismetipsis. Aat si fatemini, 
qood potait, sed noloit nisi boc modo, qaomodo sapientem illam dicitis, 
quem sioe ella ratione tam indecentia velle pati asseritis? 7: Nibil erat 
io diabolo, cur Dens contra iüum ad liberandam bomioem sna uti fortitu- 
dine non deberet. 11: Omnis voluntas rationabilis creaturae sabjecta de- 
bet esse voluntati Dei. Hoc est debitum, hie est solus et totas honor^ 
qaem a nobis exigitDeas. Hunc booorem debitum qoi Deo non reddit, au- 
fert Deo qaod saura est^ Deomque exhonorat, et hoc est peccare, Qaam- 
dia aotem non solvit, qood rapuit, manet in culpa, nee sufficit solummodo 
reddere quod ablatum est, sed pro contumelia illata plus debet reddere 
quam ab8tulit,^et baec est satisfactio, quam omnis peccator debet Deo fa- 
cere. 12: Videamoa, nimm sofa miserieordia deceat Denm peccata di- 
mittere? Sic dimittere peecatum non est aliud quam non ponire, et qoum 
recte ordinäre peccatam sine satisfactione non est nisi punire: si non pa- 
nitor, inordioatom dimittitur. Deum vero non decet aliqoid in suo regoo 
inordinatutn dimittere. [c. 24 : Derisio est, ut talis misericordia Deo at- 
tribaatar. Nimis est contraria justitiae illins. Qnapropter quemadmodum 
Deum sibi esse contrarium, ita boc modo illum esse misericordem est im- 
possibile.] 13: Si Deo oibil majus aut melius: nihil Justins, quam hono- 
rem ilUus servare in rerum disposittone summa Jus titia, quae non est 
aliud quam ipse Deus, Necesse est ergo, at aat ablatus honor solvator, 
aat poena seqoatnr. 15: Dei bonori neqnit aliquid, quantum ad illum 
pertinet, addi vel minai. Verum cum onaquaeque creatura suum et quasi 
sibi praeceptum ordioem sive naturaliter sive rationaliter servat : Deum 
honorat, non quod illi aliquid affert, sed quod spoote se ejus dispositioni 
subdit et in rerum universitate ordinem suum et ejosdem universitatis 
pulchritudinemy quantum in ipsa est, servat. Cum vero non valt quod 
Deus, Deum, quantum ad illam pertinet^ inbonorat, et universitatis ordi- 
nem et pulchritudinem^ quantum in se est, perturbat. 20 : Die ergo, quod 
solves Deo pro peccato tuo? Gor contritom et humiliatum, abstinentias et 
multimodos labores corporis, misericordiam dandi et remiltendi, et obe- 
dientiam. Qaid in bis omnibas das Deo? Cum reddis aliqaid, quod debes 
Deo, etiamsi non peecasti, non debes hoc computare pro debito, qaod de- 
bes pro peccato, Totnm quod es, quod babes et quod potes, debes. Quid 
ergo solves Deo pro peccato? 21 : Ponamus omnia illa, te non debere, et 
videamas, utrum possint sufficere ad satisfactionem unius tam parvi pec- 
cati, sicut est unus adspectus contra voluntatemDei? Si videres te in con- 



%iei)xfi. g^rijH SBcrf. §. 150. 237 

tinn Ho^ {itt(i(^ religiSfen SSerf&l^nung burd^ bie bom ®ottmenf(^cn 
audgel^enbe (Stleuc^tung/ toic burc]^ bad äJorbilb feinet £ie6e; ein Stecht 

ipectu Dei, et aliqais tibi diceret : adspice illao I et Dens eoontra : nalla- 
tenas volo at adspicias : quaere tu ipse, quid sit in omnibus, qnae sunt, 
per quod deberes contra vulontatem Dei illum adspectam facere? Sic g^ra- 
yiter peccamns, quotiescanqoe scienter aliquid quantumlibet parvam con- 
tra volaotatem Dei facimas, quia semper sumus in eonspecta ejus, et sein- 
per ipse praecipit nobis, ne pecceinus. Secundum quantitatem peccati exij^it 
Deus datisfactionem. Non ergo satisfacis, si non reddis aliquid majus, 
quam sit id, per quod peccatum facere non debueras. //, 4 : Si nihil pre- 
tiosias ag^noscitur Deus fecisse quam rationalem naturam ad gaudendum 
de se: valde alienum est ab eo, ut ullam rationalem naturam penitns pe- 
rire sinat. 5 : Necesse est, ut bonitas Dei propter immutahilitatem suam 
perficiat de homine, quod ineepit, quamvis totum sit gratia bonum quod 
facit. 6 : Hoc autem fieri nequit, nisi sit qui solvatDeo pro peceato homi- 
nis aliqaid majus, quam omne quod praeter Denm est. Illum qnoqne qui 
de suo poterit Deo dare aliquid quod superet omne, quod subDeo est, ma- 
jorem oecesse est esse, quam omne, quod noo'est Deus. Nihil autem est 
super omne, quod Deus non est, niüi Deus. Non ergo poiest hanc satts- 
faetionem facere nisi Deus, Sed nee facere illam debei nisi homo, alio- 
quin noD satisfacit homo. Si ergo necedse est ut de hominibns perficratur 
soperna civitas, oec hoc esse valet, nisi fiat praedicta satisfactio, quam 
non potest facere nisi Deus, nee debet nisi homo : necesse est, ut eam fa- 
eiat Deus homo. 11: Si dicirous, quod dabit seipsum ad obediendnm Deo: 
000 erit hoc dare, quod Deus ab illo non exigat ex debito, omnis enim ra- 
tionalis creatura debet hanc obedientiam Deo. j4lio itaque modo oportet, 
at det seipsum aut aliquod de se. Videamus, si forte sit tradere se ipsum 
morti ad honorem Dei ? Hoc enim ex debito Deus non exigef ab illo, Video 
homioem illum plane quem quaerimus, talem esse oportere, qui nee ex 
necessitate moriator, qnoniam erit omnipotens, nee ex debito, quia oun- 
qnam peccator erit, et mori possit ex libera volnotate. 14: Vita ista tau- 
tnm amabilis, quantum est bona. Putasne tantum bonum tam amabile posse 
sufficere ad solvendumquod debetur pro peccatis totios mundi ? Immopot- 
tttplus in if{finitum, 19: Bum autem qui tantum bonum sponte dat Deo, 
sine retributione debere esse non judicabis. Qui retribnit alicui, aut dat 
quod iile non habet, aut dimitlit, quod ab illo potest exigi. Prius autem 
quam tantam rem Filius faceret, omnia^ quae Patris erant, sua erant, nee 
unquam debuit, quod Uli dimitti possit. Si tanta et tam debita merces nee 
illi nee alii redditnr, in vanom Filius rem tantam fecisse videbitur. iVe- 
eesse est ergo ut alicui alii reddatur^ quia illi non potest* Si voluerit 
Filius, quod sibi debetur, alii dare : poteritne Pater jure illum prohibere, 
aut illi, cui dabit, negare f Quibus eonvenientius fructum suae mortis 
altribaet, quam illis, propter quos salvandos horoinem se fecit et quibus 
ffloriendo exemplum mortefi(fi propter justitiamdedit? Frustraquippe imi- 
tatores ejus erunt, si meriti ejus participes non erunt. kfi[.t{VLOS justius fa- 
eiet baeredes debiti, quo ipse non eget, quam pnrentes suos et fratres. 
20: Misericordiam vero Dei, quae perire videbatur, cum justitiam Dei et 
peccatum hominis considerabamus, tam magnam tamque concordem inve- 
mmus justitiae, ut nee major nee jnstior cogitari possit. Nempe quid mi- 
sericordius intelligi valet, quam cum peecatori, tormentis aeternis dam- 
nato et unde se rediroat non babenti, Dens Pater dicit: Accipe unigeni- 
tum meum et da pro tel Et ipse Filius : Tolle me et redime tel — C 
Sehwar», da satisf. Chr. ab Aoselmo exposita. 6ryph.841. 



sie e^rifiologic. 6^(ifhi6 in bei @ef(^i(^te. 

uiib ald golge ^ie Abeminbung M S^obed/) Xber eine in Ux <Sunbe 
brgninbrte 92otbn)cnbi9feitbed %eM 3f fn tvucbe }uer^ auf btn 
Teufel bcjognt unttc gnofiifc^^nD^tffifi^en äJor^ettungen eine^ ^ofe: 
gcford/ einer ÜbenpaUigung ober $auf(!^ung/) S)ie ^gie^ung auf 
bte ®err(^lig!eit ®ctte« b<^t £)r igen e6 nur na$ Rom. 3, 24. p^^ 
tig au^ef^roi^en,*) Sltl^anafiuö ober fein Qütqtno^t bie Sejit^ 
^ung auf (Sottet Sa^rl^aftigfeit,") inbem ba9 Unangemefne eined 85- 

oiJ Tra^a Touf naQ* vfAiv Xiyofiivovq vlovg x^Jd'xaivov rt ffigofiev, IIo- 
aovg ycLQ vlovg (faaxovai tov ^log ol nuQ v^lv ti^MW/ufvoi (fvyyQatfelg, 
iniataod-v *EQfiijv fih, Xoyov tov iqfiiivivtixov xttX ndvitov 6i4daxalov' 
uiaxXriniQv <f^, S^SQansvtifv yivofievov, xtgawat^ivTa dveXtiXv&^vai dg 
ovQavov* ^lavvoov dk dutanaQay&^vta* ^HQOxXia dk (fvyj n6v<av iavjbv 
TntQl dovtn, Orig. e. CeU. /, 31 : Tlv^ovg] ixdw tov ^dvajov vnhq tov mv 
dvd^djKov yivovg itvidi^ajOy dvuXoyov %oTs anod-avovaiv vnkQ najQidm, 
inl T0 aßiaai Xatfiixa xQaji^ffavTa xataatyfiatcif ^ dvanXoktg, J^yhin- 
aav ovvol ßovXofievoi uTnattiv ttp^Iriaoifv itnig dv&QmTnov otjcore&vrfiii- 
vat TQOTtqt aravgov, notiqov oii^k rag iXXrfvixag nagaSi^ovrat, xa\ ßaQ- 
ßaQtxag noXXag laxoqlag n^qX tov t*vag vnkQ tov xoivov t€^7]xivtti. xu- 
^at^€ttx(Sg ttiv nQOxataXaßovttov tag noXeig xal %a ^S^ij xaxwv; 

^ r) Clem, Rom* I, c. 46 : zft« tijv dydntjv, tjv ^yev UQog rjfiäSf w 
tufia avTov iäioxev vnkQ tiutav 6 Xgiatog^ xal trj^f auQxa ^n^g tijg au^ 
xog fiuaVf xaX tr^v ^v^^p vnkg tcSv '^v^^ tifiMv, Justin. ApiU. /. c.63: 
*Ynhg motfigtag ttov nuJtsvovttov avT(^ xal i^ovd-evrid-rjvat xal Tta&itv 
VTiifAHVBVy Iva dnod<tv(ov xfti dvaotag pixt^ötj tov d-dvatov, 

$) Iren, f^, 1, 1 : Verbom poteo« et bomo verus sanguine »ao raÜona- 
biliter redimeos nos redetntionem semetipsum dedit pro bis, qui ia capU- 
vitalem dacti saut. Et quoDiam injuste domioabatar oubis apostasia [dia- 
bolus], et, oam oalura eMemua Dei, aliaeavit no« contra Daturaoi, suos 
proprios Ciciens dlscipuloa: potens Dei Verbam et aon deficieos io sua 
jastitia juste etiam adver&na ipsam conversus est apostaslaip, ea, qaa» 
sunt soa, redimens ab ea, non cum vi^ qaeroadmodam illa domioabatur 
nostriy sed secundum suadelam, t{\kßmadmodum decebatDeam suadentem, 
et Doo vim iDfert^nteiii accipere, qnae vellet. Orig, in Mth. tom. 16, S: 
[T, IIL />. 726.] T£vi. ^^axi t^v ij^xv^ avtov^XvTQov dvtl 7roXXmv;ov 
yuQ ^ri TQ) S-stp* fvii Tit ovv r^ novriQf^; ovtog ydq ixgdtH tj/ntSv, ems 
äo^ TO vnkg T^LKÜv avt(^ XvtQOv, ff tov *Irjaov ^v^rf, dnatrid-ivti, 
tog avvafiivifi avtijg xv^uvöai, xal ov^ OQtSvti, Stt ov (pigu rriv inl i^ 
xati/aiv avtijv ßdaavov, Ambrot» in Ev, Luc* l. IF: Oportuit baoc frau- 
dem diabolo fieri. Greg, Nyss. Or. cat. e. 22. 26. 

t) In Rom. ///, 7 : [T, IF^p, 513.] Cum dixiaset, qood pro omni geaere 
bamaao redemtiooem semetipsum dedisset, addit aliqaid sablimius : quia 
proposuiteum Dqus propitiationem per fidem in sanguioe ipsius, quo sciUcet 
per bostiam sni corporis propitium hominibus faeeret Deumy et per hoc 
ostenderet justitiam suam. Deus enim justqs eai, ei justus jus lifioare non 
poterat injustosy ideo interven tum voluit esse propitiatoris, ut per ejus 
fidem justificareotur, qui per opera propria jnstificari non poteraat 

u) De Incarn. Verbi, [T, I. p. 58 ss.] c, 7 : Ovx aXti^r^g ^v 6 d-sog, d, 
einovtog avtov dno&vriax£iv v/^dg, [ei nagapuiti trjv ivtoXijp] juri anir 
dvTjaxev 6 dvd-qtanog, jinqenkg dk riv td dna^ yevofisva Xoytxd xtä tov 
Xdyov avtov fietaayovta naqanoXXvad-ai, ovx d^iov ydq r^v trig dya^- 
trjtos tov &€ov td V7i avtov yevofiiya 6ia(p^e(Q€0'&ai Sid ttjv naqd tov 

diaßoXov yevofiivriv toZg dvd-qoinoig andtriv, c. 9 ; Swtdoiv 6 Xoyog, ou 



2. Se^ifi. diftm SBcrl- §. 149. 231 

ffgrM an ben ®atan in ©regor ^on 9la}ian) }um S^etDufitfeüt 
tarn.'') 5Do(^ (Heb bie m^tl^if^e äiorfieKung getv&l^n(i(!^ aud^ neben 
bem S3ilbe eineö bet ©ottl^elt bargebta^ten O^)fer0, fotoobt @ü:^no^)fer 
alö Oi)fer be0 ©e^orfaniö.'^) 6ine ©tett^erttetung babei ttjitb in ben 
cr^en 5df)xf}^ niä^t auöbritdlid^ l^etöotgel^oben , of)nt bod^ ganj über« 
fe^n ju fein, unb au(^ 3»attJ?ter füllten f!(^ al0 O^jfer*^) a)en 2luö^ 
btud satisfactio l^at !l er tu II ian aud bem clafflfd^en unb jiuribifc^en 
6))ra(^gebrau(^e eingefül^rt, aber aUeineber ©ottl^eit fär eigne (Sihtben 
geleitete ©enugtl^uung, öonSefu ganjabgefel^en ^om ßrlbfungöttjerfe*^) 



ttlXü)S9vx &v lvd>€Cfj T(5v ttvd-gejTrafv tj <p9-0Qcc ei firidia rov ano&avsZv, 
ov^ oiov T€ dk tjp tov Xoyov ano&avilv ad-dvarov ovtcc xal tov nargog 
vlovy TovTov ^v€X€v To Swttfisvov ttTiod-avelv iccvT(p XafißKVH acjfia, tva 
Tou kn\ TidvKov Xoyov fietaXaßov civrl nccvTCov Ixavov yivrijav j(p d-avd- 
T(p, xal Sia TOV ivoiKnoavta Xoyov dipd-agTOv Sia/xe^vy ' xal Xomov dno 
navTtov 71 q^dvQä Travarjtai ry trjg dvaOrdaecDg ^aQiti. ^'OS-ev wg Ugetov 
navTog iXevd-sgov anilov 6 avrog iavttp tXaße atSfia TiQoadycov eis d-d- 
vaTOv, dno ndvrtov ev&vg ttiv ofAoltav '^(pdviCs tov d^dvatov tr\ nqoGifo-' 
Q^ TO0 xaraXXifXov, 

v) Orat. XLJI: [T. I, p, 691.] "JEari tolvvv i^erdaai doyfiUy rolg ^h 
noXXois naQOQcifjiivoVf ifiol ^h xal Xtav i^etaCofievov, Tlvi ydq to vtiIq 
rifiuy alfia xal tisqI tCvog ix^&rif to f^ifya xal neQißorjrov tov &€ov nal 
ap/tfp6üff xal d-vfJiatos; Kattixo/A,€d-a fxiv ydq vno tov TrovrjgoVy nenga- 
H^voi vno t^v dfjiaQtlav ' ei ^h to Xvtgov ovx äXXov tivog rf tov xat^- 
yovtog y£v€tai^f Cv^t^ tCvv tovto sianv^x^V '> *^ z"^*' ^*? novrigqi, (fsv trjg 
vßQfiog, €i fX7] naga tov d'Sov fiovov, aXXd xal tov S-eov avTov Xvtgov 
lriaTi)g Xctfdßdvsit xal fiiaS-ov ovtf^g vn€Qq)vfj Ttjg iavtov tvgavvC6og, 
$1 Sv xal riuatv (peCd^ad-ai dCxaiov rjv. w) Jo, Damatc, deßde orth. 
111,21: SvTjöxit xal iavTov tto naTgl ngootpigst d'vaCav vnkg nudiv' av^ 
Tt5 yag nenXrjfifitX^xafieVf xal avTov Mf* to vn^g rjficSv Xvtqov o^^aad-at' 
liT} yag yivoiTO t^ Tvgdwip to tov ^eönoTov ngoöevex^rjvai, alfia, IlgoO^ 
fur* Toiyagovv 6 d'dvaTog xal xatanidw to acSfiaTog d^Xsag, T(fi Trjg 
d^iOTTiTog dyx£(Xtq(p nsgtnetgetai, xal dva/nagn^TOv xal (ofonoiov ysvöd' 
(livog ai6fji(xtog, oiaip^stgcTai, xal irdvtag dvdyei, ovg ndXai xaT^ntsv, 

x) Orig, in Leu, Hont, /, 3 : [ J. //. p, 186.] Posnit ergo ntaDam suam 
saper capat viteli : hoc est peccata generit humani impomit super caput 
tuumy ipse est eoim capat corporis ecelesiae snae. — Jgnat. ad Rom. e. 4: 
AtTavivaaTS tov XgiOTov vnhg ifiov, tva d-eov d'vaCa alged-di. Übet $ol^ 
knpEus, H, ece, 7/^, 15. Orig. Exhort. mart, c. 50: [7. Lp.309,]''SlanegTt' 
ftCfp af^oT» Tot; *Ifi0ov rfyogdöS'fifisv — ovTCjg t^ tifiCtp atfiati t(Sv fiagtv- 
Qiov ayogaa&i^aovtal tiveg. ^bixTertuL depud. e.22: Saffioiatmartyri pro- 
pria (l«ücta pargasse. Qtais alienam mortem suasoloit, nisi solas Dei Filius? 

y) Cie. Verr, II, 1, 3: In qua civitate legatas populi romani violatu« 
Sit, nisi publice satisf actum sit, ei civitati bellam indici solere. Ulpian : 
Satlifaetum accipimas, quemadmodum volnit creditor, licet oon sit sollt-* 
ton. Tertul. dejejun. c. 3: Ut homo per eandem materiatoi sntis Deofa- 
etat, per quam offenderat, i. e. per cibi interdictionem. De eultu femm, 
l, 1 : Si tanta in terris moraretur fides, quanta meroes ejus exspectaretur 
in coelis, nnlla yestrum laetiorem habitum appetisset, nt oon sqnalorem 
potins affectaret, ipsam se eircamferens Evam legeoteio et poeoitentem, 
qno pleoias id, quod de Eva trabit, oAnis tatisfactionis babitu expia* 
ret. — De patient. o, 3 : Patienlia Domini iq Malcbo vulnerata est. Ita^* 



~] 



2t2 C^iifiolosie. S^rif)u6 in bet ©efc^^te. 

Ser Sncignung feinet ZoM liegt ubetaU }tt (Srunbe bad <&ituin$ 
UBeit in S^riflud bcn }n^eiten %>ani/) %Ü ®runb in ®ott loiib 
))irlfa(^ feine iitU gef^riefen , mit i^cer SKacl^t @egen(ie(e gu n)eden, 
o^ne bad 9(nbre audgufc^iie^en/ bap S^iftud au$ @ott unb feinen 
dorn ))erf&^nte«**) 2^ S)ie S^erfS^nung bur(^ ben ^ob 3efu gab für 
ieben, bet fi(^ biefeI6e aneignete/ l^infi<^t(i(^ atted Sergangenen aü 
)>ottenbet/ aber att un))oQenbet t^eild in 93ejug auf bie l^o^e))riefier(t(^ 
Sfurbitte unb anf bie funftige Sottenbung bed ®ottedreid^d in iebem 
(tingelnen/^*') t^i(6 toiefem fi(^ and ber ^ir(^en}u$t bie aKeiniuig 
entn^itfeUf/ ba$ bie ®unben ber S^riflen ni(^t ol^ne eigne f&n^tn itnb 
8Ber!e ))ergeten n^urben, fonac^ bie ))oI(e 93erf(l^nung fic!^ nur auf 
®unben i>ox ber S^aufe bejiel^e* S)al^er ntand^erlei Mittel ber ^ünben^: 
Vergebung unb SerfS^nung/*") S)o(^ galt bad S&fege(b Sl^rifii für 



q«e saoitatis rei titatiooe ei, qaem oon ipse vexaverat, sat^fecit per pt- 
tieotiaii, misericordiae matrem. 

%) Iren, f^, 16 : *Ev fikv to» nq<ottp^j4dau 7tQo<t€x6^a/Li€v, fiij non^oav" 
T€ff rov d-fov ivToXiiv ' iv ok T(p ^iVT^Qtp Aöau aTtoxaTfilXttyrj/Äev intf- 
xooi /t^XQ'' ^«»'«Toi; yevofisvoi. Orig, in Rom. f^, 9 : [T. IT, p, 563.] Chri- 
gtos ipse est arbor vitae, cui complantari debemus. Ipsa qaidem morte, 
qoa Jesus mortoos est peecato, ut peceatom omnino noo fecerit, oos noa 
possoBQS mori, Qt omoioo oesciamus peceatom: similitadinen tarnen ha- 
bere possomos, Qt imitaotes eam et vestig^ia ejus seqoentes abstioeamas a 
peecato. 10: [p, 569.] Non sine cansa [Rom. 6, 11.] dixit: Cogitate yos 
Bortaos t»Be peeealo. Qai eoiai co|fitat mortoam se esse, noo peccat, v. 
e. si ne eoDeopisceotia malieris trabat, si argeoti, et pooam io corde 
neo, qQod mortuos sim in Cbristo et de morte cogitem, exstinguitar cod- 
capiscentia et effogatar peceatom. 9)rg* ot. /. 

aa) Aug. de eateeh. rud. e. 7: Qoae major caasa est adventas Domioi, 
oisi ot osteoderet Deus dilectionem suam in nobis, ot et nos invicem dili- 
gamos^ qooniam prior dilexit oos. NoUa est enim major ad amorem iovi- 
tatio, qoam praeveoire amando. — Cofutitt. Apott. FI 11, 12 : *E^€Vfi€' 
viOaxo ö€ tov iavTOV d'€ov xal naxiqay xal t^ x6<ffi(p xatijlXaiSf xal 
Ttjc i7rix€if4ivtig oQy^s Toi/s ntxvras tjXevd'iQCjae, 

bb) OHg. in Lev. Hom. FII, 2: [T. IL p. 221.] Qaando coosammat 
opos? Qoando me, qoi som oUimos et oeqoior omoiom peceatorum, eoo- 
somnatom fecerit et perfectom, tum consommat opus snum. Nunc enim 
adbuc imperfectom est, dooec ego maoeo imperfectos. 

ee) Clem, Stromm. IFy 24 : [p. 634.] ^lariov tovg fiera to Xovtqov toIs 
afAttQtr^fAaai neQinintovTac, tovtovs eJvai tovc naidetJOfi^vovQ * ta fih 
yoLQ TtQoeveoyriS'ivia aweCdij, rä dk ini/yiv6(i%va ixxa^aCQerai. Orig» in 
Lev. Hom. 11, 4 : [T.II.p. 190 s.] Aadi, qoaotae siot remissiooes pecctto- 
rnm inBvangeliis. Est ista prima, qoa baptizamor in remissionem peccato- 
rum. Seeunda remissio est in passione martyrii. Tertia est, qoae pro elee- 
mosynadator. [Le. 11^ 41.] Quarta nobis fit per boc, quod et oos remitti- 
mus peccata fratribos oostris. jßtitit^aest, camcooverterit qoispeeeatorea 
ab errore viae suae. [Jae. 5, 20.] Sexta fit per abondaotiam oharitatis. [Lc. 
7,17. 1 Ptr.4, 8.] Estadhoc etseptima^ licet dora et iaboriosa, per poeniteo- 
tiam, cumlayat peccator in lacrymis stratom sunm et com non erobescit««- 
eerdoti indicare peceatom sonm et qoaerere medieinam. [Ps. 31,5.] Chry- 
sost. in Jo. Hom. LXXII: [T. FIIL p. 465.] UnoOfir^xH xr^ ^vnaqlav 



gröfler ate Ättfcte @(^uft /*) S)ic CBerfJl^nwng tourbe bur^ ba0 In 9iei|ia* 
gungen unb ii^j^cn bezeugte SSorgefü^I beö ©lauBcnö auf ble grommm 
M S» 3^., itnb hjo bie Stinnetung an ^cbttlf(]^e SSorfa^rcn ober ble 
?l(^tung öor l^cibnifd^cr S3ilbung tc&enbig nwir, butd^ bic «§öttcnfal^rt 
S^rifli, but(]^ bic a^)ojloIif(3^$rcbigt im^öabcö unb bur(3^ bic öoriJ^tips 
(i^cSBirffamfclt bclSogo^, ouf bicJ&cibenberaSotjcitBcjogcn/*) Ori= 
g c n c 8 ba^te bcn fiogoö at« SScrfßl^ncv bei aBcttattÖ im öoKen (Sinne :") 
ober bie firi^lic^e 3Bcltanri(^t itfi^xantU if^n auf bie aHenf^^cit^ßR) 
S)agcgcn bie S3ef(]^ran!ung, auf toclc^e 2tuguflin butd^ feine ^rabc* 
jHnotionötl^eoTie ^ingebrangt ttntrbe , bem altl^ergeBra^tcn ©lauten 
an bie objeetiöe 2lHgeniein^eit ber ®tI5fung toibetfprad^.*'^) 3. S)ie 

ngärov ro Xovrqov • varegov ^h xal ersQai 66ol noXXal xal navToSana^i • 
(pdttvd-QtOTTog yag (ov o &€og xal /listcc ravTa Mcjxev rifjitv o6ovg noixC- 
Iriq aTcalXayijg , (ov ngtotri naacSv iöriv rj öia rrig iXerjfioavvrjg, 

dd) Cyrilli Hier. Cat. XIII^ 33 : Ov jocfavrrj rjv rv5v äfiagTütXdiv rj 
ttvofiia, oatj Tov vnsQanod-vi^dxovtos rj Sixaioövvri ' ov joaovrov fffiaQ- 
tofiev, oaov Mixaiongayriaev 6 trjfv ipvxrjv vnhg rifi&v T€&€ix(6g. Chry- 
sost. in Rom. Hom. Ä: [T, X p. 121.] IIoXXm nXeCova wy otpeCXofiev 
xaxißaXiv o Kgiörog, utal ro(fovT(p nXe^ova, ocKp ngog ^avCda fiixqav 
niXayog aneiQov. ee) §♦ 74, q. §♦ 88, Ä. 

fj) In Jo. tom. 1, 40: [T* //^. p, 41 «.] Miyag iatlv agxi^fgfvg ovx 
vn^g äv&gconojv fiovtov, aXXa xal navrog Xoyixov rrfv ana^ d-vaCav 
ngoü€v€x&sZaav iavrov ävtveyxAv, x^Q^S yag d-eoij VTtkg navtog iysv- 
ooTO &avdTOV. tom. 1, 34: [p. 35.] ITgtOTog xccl ^Oxutog 6 Cftortjgf ov/ ort 
ov ta fi€ra$d, alXa töJv axg(ov, tva (Fi/Aw^jJ, ori tu navta yiyovEv av- 
Tog' inlajrjdov 6k noregov ard-gatnos iati ro toxctrov ^ tu xaXovueva 
xarax^^ovia, (av iiöiv oldaifioveg, tiroi nccvreg, ij tiveg. In Rom. 
/, 4: [T. ly. p, 465.] Si er^^o cnm apparuit nobis bominibus, oon sine 
EvaDgelio apparuit, consequeotia videtar ostendere, qaod etiam angelico 
ordini doo sine Evangelio apparaerit [1 Tim. 3, 16.], illo fortassis, qaod 
aeteroum EvaDgelium a Joanne memoratum edocoimns. Si vero etiam in 
reliqais coelestibus ordioibus tale aliquid ab eo gestum esse suspicandum 
Sit, in eOj qua singuli quique sunt forma apparens eis et annuntians pa- 
cem, quoniam qnidem per sanguinem erueis pacificavit, oon solum, quae 
io terra, sed quae et in coelis sunt [Gel. 1, 20.], etiam tu apud teipsum 
diieutito. ///, 8: [p. 516.] Greg. Nyss. Or. cat. e. 25. Didymus b. Gal- 
land. Bihl. T. IV. p. 325. ©rg. §♦ 88, *. 

gg) Tertul.decarneChr. c. 14: Homo perierat, bominem restitui opor- 
taerat. Ut angelum gestaret Christus, nibil taledecausa'est. Nametsiange- 
lisperditio reputatar, nunquam tamen illis restitutio repromissaest. Nullnm 
maodatum de salute angelorum suscepit Gbristus a Patre. Hieron. ad Avi" 
tumEp. LXI, 4: Intnlit [Origenes], qnod et cogitasse sacrilegum est, pro sa« 
Inte (^aemontunCbristum etiam in aere et in supernis locis essepassurum. 
Bt licet ille non dixerit, tamen, quodoonseqaens est, intelligitur: sicut pro 
homioibus bomo factus est, ut bomines liberaret, sie pro salute daemonum 
I^eam futurum, quod sunt bi, ad quos venturus est liberandos. @o bad 
Semetfung^ittt^eil ber 5. dfum. €^nobe h. Mansi T. IX. p. 395 ss. 518. 

hh) Äthan, de Syn, Nie. Beer. [T. I. p. 262.] "EXa߀v acSfia ix Tijg 
nagd-ipov, tva rovro ngoüsvfyxag d-valav vnhg ndyttov t^ naxgX 
f^^aXXd^y ndvrag tffiag, o<fot ipoßtp d'avdtov h^o/ot rj/niv dovXeiag, 
Lueidi Lihellus i [Acta Gonc. Arelaten8.a.475.b»ifa7in7. JU/.]». 1011.] 



234 6^rifiDlogic. S^tfftad in ber ®e^\i)U. 

dlot^tocnbigfeit M ®ottmtn\d^tntx>ax nur in Drt ftifid^auttttg 
aa^gefprod^rn / tvtlä^n bie 93erf5^nung unb Wrnfc^toetbuhg jufam^ 
nunfirl unb in brr f&t^it^unQ auf ben ^rufeh bie ^otl^menbigf eit M 
@ottmrnf^en (ag im ^lau^m, Da§ bmnod^ bie «^ülfe ))on ber 
Wenfi^^it fe(6{l audge^nt muffe.'') 3m ($)egenfa|e bed aud bem fyU 
bentl^nm überfommenen ®))ta(^gebrau(^d [§. 141 , i. 142^ I.] badeten 
bie altern ffiäter , fotoeit fle hierauf reflectirten , ben Sogoö üon attem 
2tit>tn nnberu^rt.^) %6er na(^ bem ^eburfniffe, aud^ bie g5tt(i$e 9la« 
tut in ber rntf(^eibenben ^ata^op^e n^irffam gn benfen/ n>urbe feit bem 
neflorianif(^en Streite bur(^ bie @emeinf(^aft ber 9laturen eine 9Rit$ 
tl^atigfeit bed i^ogod Beim (Sr(5fungdtobe angenommen , bie {!(^ nur 
in con))entioneUen $orme(n audfpre(^en üe§ , unb in ber enblic^ bo(^ 
ftegrei(^fn gormel ber 5!l^eopofd^iten i^ren fcjarfflen 2(uöbrutf erhielt.") 
QhxDoi)l O r i ö e tt e nad^ biefem ©emeingefü^fe ber Stixi^t eine ^oÜ^- 
toenbigfeit bed göttlichen Opfertobed in ber menfd^Hc^en ©unbe aner^ 
(annte; ^ielt er bo<^ nid^t ba# SJerl^altniß §u ßl^riflo ate bem (grßfer 
für baö ^öc^fle, fonbem bie freie geijiige ©cmeinfd^aft mit i:^m, alö bem 
principe oUeö ®ötta<^en."~) liefern «t^anafiuS an funbfofe 
a»enf(^en glaubte [©• 63], trat au(^ i^m bie SSeile^ung 3efu auf bie 

Jaxta statuta CoiieiIiidainoo,quidicU^ qucMl Christas mortem oon pro om- 
nium salute susc^perit. Assero Chrislam, quaatum pertinel ad dmtias 
bonitalis soae, pretiun mortis pro omnibus obtalisse et quia nailam pe- 
rire velit^ qui est satvator omniuntj maxime fideliom, dives.io omoibas, 
qai iovocaot illam. 

ii) Iren, IJJ, IS, 7 : El uri av&Q(onos hCxtfOev tov iivtlnaXov tov av' 
d-QionoVf ovx av dixaiotg ivixi^&fi 6 ix^Qog» Ildliv t€ ei fATj 6 d-eog idw- 
QfjauTO jrjv aoitriQiaVf ovx av ßeßcciatg soyofiev avri^v, Kai ei fitj ffufij- 
vod-tj 6 ttv&Qfonog t(^ 0-e(^, ovx av Idw-rid-ti /ueraa/eTv rijg ätp&aqoCag, 
Aug. de Vera rel. e. 16: Ipsa natera saseipieoda erat, qaae liberaoda. 

kk) Tertul. adv. Prax, e. 29: Garn daae substantiae eeoseaotar in 
Christo divioa et hamaoa, coostet aatem immortalem esse divioam, sicat 
mortalem qaae huroana sit, apparet, qoateoos eera mortaam dieat [Aposto- 
los], i. e. qna caroem et homioem, non qua spiritam et Sermonem. Tan 
iDconpassibilis Pater est, qaam tmpasMibilis etiam Filius ex ea cooditione, 
qua Deus est. Clem. Cohurt, p, 84 : ^Irjaovg firj naO-tov. [lDo(^ Quis div. 
e. 34 : alfia d-eov naMg,] Orig, in Jo. iom, 28, 14 : [T. IF.p. 392.] Ovx 
anid-avev o d-eog loyog, ävenlSexrog yag nQwroToxog ndörig xriaemg 
davarov* VTtkQ tov Xaov $k anid-avev ovTog 6 avd-qtanog, ro nav- 
T<av Cto(ov xad^QtoteQov, ^af^tx ib. nadb ber und<i^ten itSaxt Hebr. 2, 9 : 
trägt er bie Saft bed Stttn^ti /(oglg S-eov. Iren. F^ 17, 3. 

II) Syn. Constantinop . a. 553. can. 10: [Mansi T.IX.p.ZSA,] Elrtg 
ovx ofioXoyel tov latavQtofiivov aaqxl xvoiov r^fAWv */. X. elvai d-sov 
aXfjd'Vvov xal Mva tijgayiagtQia^og' o tou}vtos avdd^fia iatfo, Jo. 
Damase. de fide orth. III, 26: Seov fih aaQx'h na&ovta fpafjiiv' d-eo- 
tTjta <f^ aa^xl nad-ovaav, ^ ^£01^ 6ia aagxog na&ovta ov^afjiiSg. ährg« 
§. 142, w. §. 143, e. mm) In Num, Hom. XXIFy 1 : [T. IL p. 362.] 

Si DOD fdisset peccatam, noo aeeesse fuerat Piliam Del a^om fieri, lee 
Opas fnerat eam io carne positum jag^oUri, sed maosisaet hoc, qoodio 
priocipio erat, Deos Verbam. ISBeloeit^Ue für ba6 Ibtbte: §« 74^ m. 



% Se^rfi. g^ripi SBcrf. §. 149. 150. 235 

efinbc jurücf, ®tf g or to* S^^jfa fannte aRmf^en , für bic bet ®ot* 
tfdfol^n tti^t Wltn\6:f ^u tDerben brauste,"'*) unb ©reg or t). ^^agiang 
fanb im SBrftn ©otted tveber eine 9^Dtl^n)enbigfeit nod^ ein SBo^tges 
faKen an ber »öina^ferung feine! ©o^neö/") Sr^2lugnflin tegtun« 
bete in ber Srbfünbe bie aKgemeine S'lotl^toenbigfeit biefeö O^jfertobed, 
ber t^m ol^ne jene tocrgeBlid^ erfd^en h^^) bo(^ mit ber ^nerfennung, 
baf ® Ott oud^ auf anbre ffleife »ermoc^t l^atte , bie SWenf^en §u ret* 
ten*'*'*) 2)ie (H^tortf ber Jtirc^enöater Senu|te ben ungel^euem @eban:; 
fen eines ®ottmenf<^en unb feinet ©efi^itfö gu ben glangenbflen ©es 
genfafeen. 3lBer bie 3^obeöfiBerh)inbung unb ber ©otteöfriebe toar in 
ber^l^at ))or^anben/ unb bad erhabene (SiegSgefü^r/ toeld^ed bie Jtir^e 
m aUen il^ren SÜMp^tn erfüUte , ml^te öornel^mlid^ auf biefem ©lau« 
ben , baf fie gegrfinbet fei öom SingeBornen ©otteö unb über feinem 
®rabe. 

(Sta m f r^ S f f u e U X.VII.(S.550 ff. i$6t>0ii,Nic.MetboneD8i8, Ais.Cant., 
HagoGrot. quod adsalisfact. doctriDtm inier secomparati. Ueidlb. 838. 

9(nfeImuÖ entttjicfelte gegen baö ^rgernig beö ungläubigen SSer« 
fianbeö an einem geborenen unb geworbenen ©otte bie SSorjieUung beö 
iDpfertobeö 3efu gum 93egriff einer allgemeinen unb rationalen SiZotl^s 
toenbig!eit , alö fleUtjertretenbe , bie ©ri)§e ber ©d^ulb überbietenbe 

nn) C, .4pollinarem: [T. //. p. 695.] Ei ndvrsg xarä tov Matvaia 
dwaxc5g il^ov ivrog yeviöd-ai rov yv6(pev, iv (p el^ev 6 Mtovaijg tä 
äd-iata ' tj xattt top vy/Tjkov HavXov tqhSv ovqccvcSv vneQUQ&ijyai, xal iy 
ry naga&€ia(p nsgl xiZv vnhq Xoyov n^ayfidt(ov Si6ax^vcti t« «^^i/t«* 
5 xarä Tov ifiX(OTrjv ^HXCav r^ nvgl ngog tov ai&igiov ^mgov awt7ittQ~ 
^^«f rj xaxa tov ^Is^exirjl n xal ^Höutav inl tov S-ftovov jtjg So^rjg 
Uiiv, tj V7i6 Toiv /sgovßlfi knaiQOfievov ovo' ccv iyivero n äpTO) g /QeCa 
Tfjg Sia aagxog tov ^€ov -^/uaiv inKfavsiag. 

oo) Or. XLIf: [T. Lp. 691 *.] T£g 6 Xoyoe fiovoysvovg alfAa r^gnsiv 
narifa, og oifdk toi' ^I&aäx idi^aro naga xov najQog nQOfftpCQOfievov, 
aXÜ dvTTiXXd^ato Trjv d-vaiav xgiov ävriöovg tov Xoyixov &Vf4ittog' ti 
dr{Xov, oti XafAßdvu fihf 6 7r«r^^, ovx ahi^aag ov^k ^erfd-elg, aXXd Std 
tiftf oixovofiütv xal to ^gijvai dyiaöd-rjvai t^ dv&-g(07ilv(p tov d-eov tov 
av&gamoVf %v^ avtog rj/näg i^iXrjtai, tov tvgdvvov ßltf xgattiOag ^ xal 
ngog avtov iTtavaydyrj (fear tov vlov /neoitevaavtog , xal eig ttfjLfjiv tov 
natgog tovto oixovofirja avtog. 

pp) Enchirid. e, 48: Illad aoum peecatam tarn magDum est, ut in uoo 
homine origioaliter, atque ut ita dixerim radicaliter, totom geous buraa' 
BQiD damoaretur, Don solvitar ao diluitur nisi per anam mediatorem Dei 
et homiDam homioem Cbristnm, qui solos potait ita nasci, ut ei non opus 
esset reoasci. IDod^ fogleid^ aU Solge. nur bie getDdl^nlici^e @atan<tl^eotie 
ot. t, — Contra Julian. FI, 24 : Si saivi ernot aliqui sine Christo et 
justiBcantur aliqai sine Christo: ergo Christns gratis [!] mortiras est. 

qq) De agone ohritt, e. 11. Sunt stulti qui dicunt, noo poterat aliter 
sapieotia Dei bomioes liberare, oisi susciperet homiaem, et oasceretur a 
femioä, et a peccatoribns omnia illa pateretur. Quibns dicimus : poterat 
omoioo, sed si aliter faeeret, similiter vestrae stultitiae displiceret. De 
Trinit. XIII, 40 : ^f)^ol(»gifcl^e $(ngeme{fenl^eit. 



236 e^tifiolodic. SISitiM in ber ®ef(^i(^te. 

dntugtfiuuiig/ tvfli^f für bie bem etDigm ^obe ))frfa(Cnf a)tenf(!^^ 
nur ein ®ottmenf(^ bur(^ feinen f^u(b(ofen ^ob leiflen fonnte^ ba^ 
but(^ bie Sforbentngen ber göttüc^n @ered^tigfett unb ^annl^erjigfeit 
audgleii^enb / ben Se(t{n>e(f erfuUenb. ^ie (S^re @otted , ber bie Se^ 
nugt^uung gelriflet n>itb , ifi bie ^eiUge 9Be(torbnung fe(bjl , o8n)0^( 
ehpae ritterlich aufgefaßt/) 91(9 bagegen 9(Bä(arb; im 3ntereffe 



a) Cur Deut homo? [ed. Laemmer^ Ber. 857. Opp, Lps, 550. 4.] 7,3: 
Objicioot oobis derideotes simplicitatem oostram iofideles, qaod Deo faci- 
mus iojariain, cmu eam asserimas io nteram mulieris descendiase, lacte 
oatritun crevissc^ et at multa alia taceanii qiiae Deo non videntar coove- 
■Ire, laaaitadiDem, sitin, verbera et ioter latrones mortem sustiDaisse. 6: 
QoibQS com dicimns : redemit nos a peccatia et de potestate diaboli, qaae 
qoia 008 dod poteramas^ ipse pro oobis veoit expagoare, et redemit oobis 
regoom eoeloram; et boc modo osteodit, qaaotam dos diligeret: respoo- 
deot: Si dicitis, quia Deas baec omnia facere ooo potuit solo jasso,quem 
caocta jubeodo creasse dicitis, repog natis vobismetipsis. Aat si fatemini, 
qood potait, sed ooloit oisi boc modo, qoomodo sapieotem illam dicitis, 
quem sioe olla ratiooe tarn iodeceotia velle pati asseritis? 7: Nihil erat 
io diabolo, cor Dens cootra illam ad liberaodom bomioem sua nti fortita- 
dioe 000 deberet. 11 : Omois volunlas ratiooabilis creatorae sobjecta de- 
bet esse volnotati Dei. Hoc est debitum^ hie est solus et totas honor, 
qaem a oobis exigitDeos. Huoc booorem debitam qai Deo ooo reddit, ao- 
fert Deo qaod soom est> Deomqoe exhonoratj et hoc est peecare, Qoam- 
diu aatem ooo solvit, qaod rapuit, maoet Io culpa, oec sufficit solumroodo 
reddere qood ablatom est, sed pro contamelia illata plus debet reddere 
quam ab8tQlit,>et baec est satitfactiOy quam omnis peccator debet Deo fa- 
cere. 12: Videamas, olrom sota muer<cor(/t<i deceat Deam peccata di- 
mittere? Sic dimittere peecatam ooo est aliad qaam ooo puoire, et quam 
recte ordioare peccalnm sioe satisfactiooe ooo est oisi paoire : si ooo pa- 
oitor, ioordioatam dimittitor. Deom vero ooo decet aliqaid io sao reg^oo 
inordinaium dimittere. [c. 24 : Derisio est, nt talis misericordia Deo at- 
triboator. Nimis est cootraria jostitiae illios. Qoapropter qoemadmodan 
Deum sibi esse cootrarium, ita hoc modo illom esse misericordem est im- 
possibile.] 13: Si Deo oihil majos aot melius: oibil justios, quam booo- 
rem ilÜas aervare in rerum dispositione summa justitia, quae non ett 
aliud quam ipse Deus. Necesse est ergo, ut aat ablatos hooor solvator, 
aat poeoa seqaatar. 15 : Dei hooori oequit aliquid, quantum ad illutn 
pertinet, addi vel mioai. Verum cum ooaquaeqae creatora suam et quasi 
sibi praeceptum ordioem sive oatoraliter sive raliooaliter servat : Deom 
hooorat, ooo qaod illi aliqaid affert, sed qood spoote se ejus dispositiooi 
aubdit et io rerum universitate ordinem suum et ejosdem ooiversitatis 
pulehritudinem , quanium in ipsa ett, servat. Cum vero ooo volt qaod 
Deus, Deom, quantum ad illam pertinety ioboDorat^ et aoiversitatis ordi- 
oem et polcbritadioem, qnaotom in se est, perturbat. 20 : Die ergo, qaod 
solves Deo pro peccato tuo? Cor cootritam et humiliatam, abstioeotias et 
moltimodos labores corporis, roisericordlam daodi et remilteodi, et obe- 
dieotiam. Quid io bis omoibos das Deo? Cum reddis aliqaid, qaod debes 
Deo, etiamti non peecatti, ooo debes hoc compatare pro debito, qaod de- 
bes pro peccato, Totom qood es, qood habes et qood potes, debes. Quid 
ergo solves Deo pro peccato? 21 : Pooamas omoia illa, te ooo debere, et 
videamos, otrum possiot sufficere ad satisfactiooem ooias tam parvi pec- 
cati, sicat est aoas adspeetaa cootra volootatemDei? Si videres te io coa- 



% 8e^rfi. d^rijH ffierf. §• 150. 237 

finnr Bloß fittfid^ retigiSfen aSerfJl^nung burd^ blc öom ©ottmenfd^en 
audgel^enbe (Sxleuc^tung^ tvie bur(^ bad ^orBilb feiner £ie6e^ ein Siedet 



specta Dei, et aliqais tibi diceret: adspice illnc! et Dens ecoolra: naila- 
teoas volo ut adspicias: quaere ta ipse, quid sit io omnibas, qnae sunt, 
per qaod deberes contra voluotatem Dei illam adspectam facere? Sic gra- 
viter peccamns, qaotiescunqae scienter aliquid quaotumlibet parvum con- 
tra voiantatem Dei facimns, quia semper sumus in conspectn ejus, et sem- 
per ipse praeclpit oobis, ne peccemus. Secundom quaotitatem peccati exigit 
Deus datlsfactioDem. Noo ergo satisfacis, si non reddis aliquid majus, 
quam sit id, per qnod peccatnm facere oon debueras. //, 4 : Si nibii pre- 
tiosius agnoscitur Deus fecisse quam ratiooalem oaturam ad gaudendum 
de se : vaide alienum est ab eo, ut uHam rationalem naturam penitas pe- 
rire sioat. 5 : Necesse est, ut bonitas Dei propter immutahilitatem suam 
perficiat de bomine, quod iocepit, quam vis totnm sit gratia bonum quod 
faeit. 6 : Hoc autem fieri nequit, nisi sit qui solvat Deo pro peccato bomi- 
ois aiiqaid majus, quam omne quod praeter Deum est. lUum qnoque qui 
de suo poterit Deo dare aliquid quod superet omne, quod subDeo est, ma- 
jorem necesse est esse, quam omne, qnod non'est Dens. Nihil autem est 
super omne, qnod Dens non est, nini Deus. Non ergo potest hanc satis- 
faetionem facere nisi Deus. Sed nee facere illam debet nisi homo, alio> 
quin non satisfacit bomo. Si ergo neceSse est ut de bominibus perfictatur 
snperna civitas, ncc boe esse valet, nisi fiat praedicta satisfactio, quam 
Don potest facere nisi Deus, nee debet nisi bomo : necesse est, nt eam fa- 
ciät Deus homo. 11: Si dicimus, qnod dabit seipsnm ad obediendnm Deo: 
Doo erit hoc dare, qnod Dens ab illo non exigat ex debito, omnis enim ra- 
tionalis creatnra debet baoc obedientiam Deo. Jlio itaque modo oportet, 
at det seipsnm ant aliquod de se. Videamus, si forte sit tradere se ipsum 
morti ad honorem Dei ? Hoc enim ex debito Deus non exiget ab illo, Video 
hominem illnm plane quem quaerimns, talem esse oportere, qui nee ex 
necessitate moriatnr, quoniam erit omnipotens, nee ex debito, quia nnn- 
qaam peccator erit, et mori possit ex libera volnotate. 14: Vita ista tan- 
tnm amabili8,qnantum est bona. Putasne tantum bonum tam amabile posse 
sufficere ad solvendumqnod debetnr pro peccatis totius mundi? Immopot- 
tstplus in ii\finitum, 19; Eum autem qui tantum bonum sponte dat Deo, 
sine retributione debere esse non judicabis. Qui retribuit alicui, ant dat 
qnod ille non babet, ant dimittit, quod ab illo potest exigi. Prius autem 
qaam tantam rem Filius faceret, omnia, qnae Patris erant, sna eraot, nee 
uoquam debnit, qnod Uli dimitti possit. Si tanta et tam debita merces nee 
illi nee alii redditur, in vannm Filius rem tantam fecisse videbitur. iVe- 
eesse est ergo ut alicui alii reddatur, quia illi non potest, Si volnerit 
Filius, qnod sibi debetur, alii dare : poteritne Pater Jure illum prohibere, 
aut illij eui dabit, negare f Quibus convenientius fructum suae mortis 
attribuet, quam illis, propter quos salvandos bominem se fecit et quibus 
moriendo exemplum mortentfe propter justitiamdedit? Frnstraquippe imi- 
tatores ejus emnt, si meriti ejus participes non erunt. Aut quos yt/^^tt/i fa- 
ciet baeredes debiti, quo ipse non eget, quam pnrentes suos et fratres. 
20: Misericordiam vero Dei, qnae perire videbatur, cum justitiam Dei et 
peccatnm hominis considerabamus, tam magnam tamque concordem inve- 
nirnüs JUS titiae, ut nee major nee justier cogitari possit. Nempe quid mi- 
sericordius ioteiligi valet, qnam cum peccatori, tormentis aeternis dam- 
Dato et nnde se redimat non babenti, Deus Pater dieit : Accipe unigeni- 
tum meum et da pro tei Et ipse Filius : Tolle me et redime tel — C, 
Schwarxy de satisf. Chr. ab Anselmo exposita. Grypb.841. 



238 ^l^0io%U. S^rifhid in bet @ef(^i(^te* 

M ZmftU auf bie 9Renf(^]^fit Bffhrltt,*') txf}oh fl(^ bcr ^. »etnl^arb 
fut baffelSf/) 5Die gatije UtiBcfllmmtl^ftt bf6 »cl^rbegriff« crf(^clnt no(^ 
Bei 8 m S a r b u «. (gr beutet im bunten ffied^fel fajl auf at(e 93oTtleI= 
fungen unb Silber bcr aften Jtir(^e,^ boc!^ Hegt üfieraH bie rein l^ijlon: 
fc^e religiöfc JBirf ung gu Orunbe. Über bie 2lngemejfen]^eit beö öon bev 
Siebe audgel^enben, Siebe n^edenben ZeM 3efu toieberl^olt er bie au- 
gufHnifc^e Seigre t>oxnt^müä^ in IBejug auf ben (Satan, ober neben bie 
m^t^lf^e fleUt er bie fittli(^e SSorfleUung einer Befreiung öon bcr Sün- 
be»'*) 5)er (Sott toirft jum SWittleramte nur, toiefern er bie ©unbloflgs 



b) TheoL ehr. IF^ 13: Ofteoditar, cmn dicitnr Filius Pei iaoarDatiu, 
Ionen divioae Sapieoliae per haoc iDcarottionem earoalibas effalsisse, 
atque hoc solutn , vel hoc speütMliter beDeBciam Denm intendlsse in ipso 
habito earnit« Tale est ergo Sapieotiam Dei iDCtmatam esse , ac si dica- 
tor, ad hocDeoB iDearDatum esse, ot vere doetrina jutHtiae dos iostroe- 
ret, tom praedicatione , tom tli^m exemplo, il/orteii</o qoidem docait, 
quaDtom oot dilexerit , atque in boc ipso Dobis usqae ad mortem pro ipso 
eertandi exemplnm proposnit. Resurgendo entern viam immortalitatis exhi- 
beodo praedicavit. Prios itaqae doeeodos erat homo, deinde ad amorem 
trabeados eonun qaae oosset. In ßp. ad Rom, Opp, p. 553 : lo hoc josti- 
ficati samos in sangaine Christi et Deo recoaciliati, qaod per hanc siogo- 
larem gratiam, qood Filios snos Dostram saseeperit naturam et in ipso bos 
tarn verbo quam exemplo iostitnendo osque ad mortem perstitit, no« tibi 
ampli'us per amorem aditrinxii , at taoto divioae gratiae ac<^nsi bene- 
ficio oihii jam tolerare propter ipsam vera reformidet Caritas. Epitome 
e. 23 : Quidam dicaot, qood a potestate diaboli redemti samns, qui homi- 
nem decipieodo ipsom sibi sobjecit. Ideoqoe, at dicnot, missos est Filios 
Dei, or, qoooiam potestate homioem ei aoferre potoerat, magis jostitia et 
homilitate io eumoteretur. Alioqoln inferre ei iojuriam videretor, cumjare 
bominen, qui se illi mancipaverat, possideret. Ego vero dicoetratiooe irre- 
fragabili probo, qood diabolas io homioem noUom jus babnerit. Neqae eoiin 
qui eom decipieodo a subjeetiooe domioi sui alieoavit, aliqoam potestatem 
super eum deboit aecipere, potius si quam prios haberet, debuit amittere. 

c) Ep. ad Innoe, II de erroribus AbaeL c, 5. Discat diabolum oon 
solom potestatem, sed etiam ytix^am babuisse io bomioes, ut cooseqaeoter 
et boc videat, venisse ulique io carae Dei Filium propter liberandos bomi- 
oes. — Diaboli io homioem qooddam jus, etsi ooo jure acquisitum, sed 
oequiter usurpatum, juste tameo permissum, 

d) L. III. D. 19. F: Recoociliati sumos Deo per mortem Christi. Qood 
000 sie iotelligeodum est, quasi nos ei sie reconciliaverit Christos, ut inci- 
peret amare qoos oderat , sicut recoociliatur ioimicus ioimico : sed jam 
nos diligentiDeo reeonciliati sumus, Propter peccatum cum eo habebamns 
inimicitias, qui habebat erga nos charitatem. Itainimfci eramns Deo, sient 
justitiae suot ioimica peccata. Christos ergo reconciliat, dum offendienla 
homioom iolHt ab oculis Dei i. e. dum peccata delet, A: Sed qoomodo i 
peccatis per ejus mortem soloti sumus? Quia per ejus mortem, ut aitApo- 
stolus, commendatur nobit charitas Dei i. e. apparet eximia charitasDei 
erga oos io hoc , qood Filium tradidit in mortem pro oobis peccatoribos. 
Exhibita autem taotae erga oos dilectioois arrha et nos accendimor ad 
diligeodom Deum et per boc soloti a peccatis josti efficimur. Mors ergo 
Christi nos justificat, dum per eam charitas excitatur in cordibus no- 
stris. — 2>. 20. A: Si quaeriturs utmm alio modo posset Deus hominem 



2.8e^rft. g^rifli aSJert. §.150. 239 

f(ilbtS3Hfnf*tnfi*«t.")eiil5'^omaa ^ot bf( anfdmif^e $Vnt 
inizeiut/) unb bit Übritragutig Ui SStttinftte dfixi^i ans unfnm 
Sinitunrbtn mit i^ui CKflärt.") ®(inc^uffaffung btr satisfactio aU abaa- 
d«Ds fanti im aitftlmtfi^ni @inn( ser^anbeit nttrben.'') %itx crfleUt 
bi( saiigfactio nut jWifc^"» bie onbern ^trgtbirai^tdi SßprfttHun9Bic(t= 
fra unb Stgtiögt fi(^ mit ^ugujlin btc giSf eic Slngtmcfffii'^eit bicftr 
Ktitungfianßalt auä ©Tünbni ju ttc^au^ten , in bmtn ^[^ mtifl bie 
natütlic^en rtltgt6f(n Sold'n batfleUnt.') Stoäf icefentlif^tt ^at S unS 



liberlre quam per morlein Chrisli! dicimus el alium modum fuisse potii 
hilemDeo, cujus patesUti coDCia sabjaeenl ; sed Dostrae miseriae lanan* 
itt conoenientiortm modum aliam aoa fuisse. Qaid eoim meDtes nostra» 
Uulum erigit et ab immorlalilatis desperatioue liberal, quam qaod taati 
Qoi TecitDeaa, ut Ok\ Filius dignatus malt nasira morieodo perrerre? Est 
et BÜa ratio, qnare isla polius modo, quam eiio liberare volail, quia sie 
ttjattilia saperalur diabolus, üoo potentia. D. t9. J : Quid recitredem- 
tor captivaiori aojiro? Tetendit ei muscij/ulam cruceni suam, pasujt ibi 
qnisi escam sanguinem souni. Quippe ad bac Baogniueni suum fndit, ul 
peccata nnslra delerel. Noit enin tenebat noi diabotus niti vineuli* 
pitcatorum notlrorum, ialae erant cateaae caplivorum. Veoit jlle, alii- 
givil rortein viaculis passionis saae, latravil io dommn ejus i. e. In eorda 
eorum, ubi ipte babitabat, et vasa «Jos, scilicet nos, eripuit. 

el Ib. B: Factui est [Dei Filius] hämo mortalis, Dt nioriendn diabolnm 

'inlenler boma ei tollt viderelnr, quia se Uli sponte sabjecit. Sed ut bomo 
viscit, necesseeat, alDeas in eo Sil, gaieum a p^ecatit immvnem J'aciat. 
Si «Dioi per se bomo esset, vel aogelus in bomiae , ficil« peccaret , cum 
Qlrimqae naturam per ae conslet cecidisae. G-. Mediator eat inquantum 
hämo. J) P. III. Qu. 22. 48—50. g) Qu. 48. Jrt. 2 ; Caput el 

membram sunt quasi una persosa mystica , el ideo salisfaelio Cbrisli ad 
omoes fideles pertioet sicut ad sna membra. Inquantum enim duo bomiaet 
SDDt uunn in charltate , ucus pro alio salisfaucre potesl. 

il Ib; nie proprie satisFaeit pro offensa , qui exbibet ufieoso id, qnod 
■eque vel magia dillgit, quam oderit affeRaam. Cbrislus autern excbarilale 
tt obedieotia patieado maJutDta aliquid exhibuU, quam exigtret recom- 
ptniatio totius uffaniae kumani gtneris: primo quidem prapler magjti- 
iudi/tem c/iarilafii, ex qua paliebatur; secuodo propter dignilatem vitae 
lune, qnam pro aatisractioDe ponebal, quae erat vila Dei et bominis; ter- 
tio prapler generalitatem paisioait et magm'tudini 
Et ideo pasaio Chriati dod solum i%^ciens, sed ei 
ntiifaelio fail, 

i) Qu. 1. Art. 2: Ad Gneia aliquem dicilur aliqoii 
eiler. Una modo, sine quo aliqaid esse aoo potest. f 
HeÜDS et convenieutius pervenitur ad Gaem. Primo r 
Hon fuit necessarium ad reparatioacm bumanae natu 
latm oniDipalfliilem virtuteia polerat humanom ai 
iiodit reparam, secuudo auteai modo necessarium f 
Haec etiBDi justilia dependet ex voluutale divina, ab I 
ticlivnem etigeole'. oau) si vo/uittet absque omni si 
• p«ceal» liberare, coatva juslitiam non voluiiiet. & 
qu<id Foatra ipsum commitlitur, naili Tacit iniuriam.n 
iijvif Bgit. Art. 3 : Tanto aliqaia modns ci 



240 e^riflologif. CE^ifflu« in ttt ®efd)i(^tt. 

ecotuB bft €aHlfacllonS%i)rit »rrlt^t, itibtm n bat Stn^tntß 
S^tifli für an fü^ unjumi^b unb nur angcnDtninfn uon bn g&tt 
li^nt Snabt [accepiiblio] ttfüttt.^j (9t ^at bie @tunbg(battf(n brt 
^nfttmuB offtn bt^dtinb bit fttUvtrtrctntbt ®tnugt^uung nut alt 
ttteal niÜtialUli Von ®0tt Scft^IogntB für ^altbai ciflSrt, bn utn 
nünfttge Sinn bf« 3'obtB dtfu iß t^m (in SKätt^rnrt^um unb tl« gW^ 
li^rt iiiitiindftn.^) Qtbn aH brr »eiftünbiaf, unb bei$ cnt:^ufla|)tfi^ 



dam Bnem, qaiBlo per ipsnm plnra eoncarrnnl ifnae inni expedicDlil Sii. 
Per hae ■itcn, qnod boma per CbrUti pasiioDem e»t liberatna, multi csi- 
enrreroat ad iilDtcB komioig pertinenlia praeter liberatioDcm a |iecciU. 
Primo BDiB per hoc honiD eognoaeit, qnantiim Deas bomiiiHm diligil, et 
per hoc provoeatur ad eum äiligmdam, in qDD parfeclio bunianae ulnlii 
coDBiitit. Secuodo qaia per hoc dsdil Dobii «xempium obedientiae, hmni- 
lilattt, eoaatantiaa , JaitUiie et cieterarum virtotnin in paaaioae Cbriili 
oileaMroB. Tertio qaiaCbrittni perpaisioneiu non tDlun homiaem a pee- 
eatn libertvit, led etiam gratiam ju$H/leanltm et gloriam beatitsdinii 
ei pronarnlt. Quarts qnia per hoc eit bomini indncla major nteeitital >t 
immiiatm a paeeato eoniervandi, qni ae BiogniDeCtirisli redemtnm cogilel 
a peccito. Qninlo qnii boo ad majorem dignilattm kominit cesilt. El 
ideo eonvtniaatiut etl,i\aaA ptr pattionem ChrUti liberaremur , qu*wt 
ptr lolam Dei votunlattm. 

k} L. III. B. 19 : DiconI : aieritniu ChrJtti babet qnaDdam injinitatm 
ex inppoiito Cbriiti, qnod eüciebat et exereuil operitiones illias DSlaraa 
aasDmlae, et ideo vila illini aappositi et operatioDes fueniDt boDum iat 
nitnai, propter qaod mar« et aliae operalionea babaernul quandam iBflai- 
tatRiD, nt anFfleerent ;fPO ir{flnitü peeealii dtlrmdit et iTtfinitit gralili 
conferendit. TticWuli viätatar hgperboUca. — Meritnni Cbriati taitfini- 
(um, qniaBpriDcipiD floito eaientialiterdepeDdeos. [Noa eaim Cbristaaqot- 
(eoDS Dem merDit, aed quatenaa bomo.] Sicnt onine aliad a Den ideo eal bo- 
nam, quia a Deo valitDm, et nao e converao; aie meritnm illnd tBDtnni bo- 
aum erat, pro quanto accfplabaljir, et ideo meriliiin,7ui'fl acceptatam, oaa 
autem, qnia merilum et banam, ideo aceeptatum. Sed ei foriDali ratioae aaa 
HD« potuit iceeplari pro infiuitia : tamen ei circDraataülia aappositi et dt 
congruo rallone aoppoaiti baboit qaeadam ralionem extrinaeeain, qoere 
Dena potuit acetptor» ia ioflnitum et pro iDfiaitia. Si aalem illud meritoH 
faiatet alteriaf persoaae, tnac non ratiooe operig, nee operantis faisaat 
eongmitat aeceptatioitii iliias. Pro gvanfit autem efpro quotDeut eo- 
I tiee bonum velle acceptare, pro tot ttifficit. 

Ad iatsm quaeationem, qnse eat mere theologiea, 
ridetar Amelirius Teciaae tolaa) librnm Cur Deut A»- 
lam aalvisse, primo videndam eit : quod neceasarim 
, gecando quod non poioit redimi sine aaliaractiooe, 
erst sBlisractioaDeofaomlQe, qoarto qnod eoDveDien- 
aeilieet per paa»ionem Chriali. — \a iatis dietis Ao* 
a dubia. Primo eaiin igta coDclagio in se videtur di- 
d redemtio ood poiiil esse niat per mortem Cbriati. 
di hominem Deo nnn dernit. Ejasenimpoteatiti caaeta 
neceaaitaa in concluaione. Cooiraea, qnaa dicontnr 
dato, qnod aatiaractjo reqalratar: noo tnmen reqni- 
id sitisrncieas ait Deas. Et qaaodo in tertio arlicnla 
itiafveit quis Deo , oisi oB'erat Deo aliqnid majuB Tor- 
DD peccare non debait, qaod est majaa tota ereatora, 



2.8t^rfl. e^tiHi mttt. §. 150. 24t 

etbaitfc , ttr bfe •$au))tbc(|tnnt bn Jtiti^c untn rtnanbcr Htbanb, 
übmoog bi( anfdmtri^t ^roiie. %u^ iU satisractio abundans alB 
tiS ^nqtitaäftt [§. 149, dJ.] utib titx EEBnl^ft^ä^uns S^Tifli mc^i 
Sufagtubf flfgtr In bet gttt^rtm SRtinung, ofcrooöt bie SrancKcann 
|tdl nibn^tac^cn. £)a cS abn im 3nt«:(||t ber Ati^f lag , bft von 
i^r ftIBp auSgt^fnben Satiafactionni obre b(ttn Srlafft ^crvorju^tfitn, 
it nintbe baS SJtTbicnfl ß^iifti Bon btn ©(^claflifnn mannii^fai^ £ce 
ft^tanft,") unb trat tffatiääjUä} iniintnnf^r jurü<f US ju (inrr ®t.- 
nngt^uung 6!og fut baB ®(banf(nbilb tlnn Sünbt vor bcr $'auft. 
£iu Untnfc^eibung cintB gntugt^uenbm StibmB unb if^unl iß sott 
äBtfftl anartfutct.") SnSritnt »urtt bte ©tnugt^uung but^ 
lij Stibm S^rißi im aUgtmcinfn antifannt unb borjugBuidft auf 

endo , satvt revercnlia loa , gvod hoc non atf verum. Sntleciutt enin 
Dbtatiise Deo majni boDDm, quam facrit malDm illias honinii pAceaalii. 
Uode ai Ad«m pergratiam datam et eharilalvm habaiaiel udoid vet mulloa 
iclui diligendi DcDm propler *e ex inajiiri conatu liberi irbitrii, talig di- 
Icetio laffeeisset pro peccato ino remitteDdo et fuiiict aatiifaetam. Coptra 
ilM , qaod dicit in qaarlo articulu , qDod Dnllns oisi bamo dehait satis- 
faccre, hoc aon videlar abiolute Deceiiarinm, qnia noas, qoi aoa est debi« 
tar, potest gatisricere pro alio , «ient pro alio orare. Uode aicut Cbriatas 
hämo inaoceos dod debilor tatureeit, sie ai plicaisset Deo, potnit anaa 
bonas aagelDs satisfecisse offerendi) aliqnid placitiim Deo pro nobia, qood 
ipie aec«ptas*el pro omnibai peccatia, qoia tanfum valit omne enatum 
iilatum, pro quanto Dtut acceptat. Praeteiea videtar, de poasibili dieo, 
ia«d quilibet pottitiatiifacere proie, qaia n data Taiaaet enilibet homiDi 
prima gratia aiae meritls, aicDt modo, licet qn!'" 
dit primam gratiam aioe merilia, el Inac merato 
etian nerniaae deletionetn cnlpae. ToDcdicD, t 
ficU iDDt a Cbriato circa redemtionem Dostraj 
niri praettippoji'ta Ordination» divina, qaae 
taalQin naeetiiiate eontiquentiOB DeceasariDm 
tum fait conliDgeni aimpliciter. Uode credeodi 
SOI Mt propler Joilitiam. Vidil eoim mala Jdi 
ilDomodo iaordtaata affecliooe alBciebaDttir ad 
lar volena eoi ab errare illo revocare per Oper, 
quan taeera, qnia taac erat veritaa diceoda J 
morfuuf ati tarnen de facto ani gratia Übere 
Et abtolit Patri pro oobii, el ideo mallDin teoe 
polniaiet homo redini, et tarnen ex libera aua 
tun ei tcDtmur, el ainplins, qoam ai non alilei 
Idee ad alliciendum not ad amomm luum, nl 
el haec eat eongruitat, aon naeetiitat. Si aal 
mau, dicamua, qnod omae« rtlionea anae proe 
tiene divioa, qaae aie ordjaavii boaineai redli 
m) Lambard. L.11I.D.19. C: Chriala* ■< 
nlaxando debitom, a lemporali vero penite 
Adbae cbim aiapectamva redemtiopem eorptm 
ita (ed«mti aomat «e^rfe, aon ezfoto, a 
oaoioo a calpa. Neu enin ab aa aie redemti ai 
ItBinatar. k) UUnann, Stcfbnnalemi 

a)egaKUir. S.Knfl. IB 



bic (Sr&rfinbt btjDgtn,") nä^tenb für bie Sünbm nat^ bei ilaufc tigac 
(Stnugt^uungm füi n&t^lg gtat^ttl wnbra, btrcn ^ffliiffainftit bw^ i 
bun$ S^ripuj bcbtngl ift.'') ^i( satisfactio abnndaas ifl in ®(au6tll8' 
tjtftQtn (»tibi Crbnung aui^t^piotfiea.'') !£)ic Jtiit^c fdtfl mitbn^olt 
unb UH fDCt bit trI5fnib( 3:^äti9frlt (S^rifti/) 3)a3 bti(6 frtU ®4ul> 
mrlnung, ob bfc So^n Sottt« ni(^t au(^ aBgrfi^n »on bei @ünb< 
)ui Offtttbaiung bei gfittlit^cit Sitbt unb jut ÜSoUcnbung bti SRcnfi^) 
btit ÜRrnf^ gmDibtn tcäif. ') 3)it giitt^ifc^c Stilist vei^anle 
btl bn a(tcn Unbtitimmibttt unb ^al nur übtt baS SQd^ältntf bn 
gbltlit^tn 9)atui gutn ZoU bit befltmmtenn Soinulu.') 



o) Cone. Tritt. 5a». f/. oan. 3: Si qni« Adae peecatam, nnicni^M 
propridn, vel per oatoraa virei, *•! per atiod renedion atiarit tolli, 
qaaai per merilum uniut m»diatorU J. C. , qai noi Deo recoDciliavit ii 
laagDine »do, Ftelas aobis JDniitia, »anctiflcatia et rademplio, aniÜieBa 
•it. Seu. FI. e. 7 : Chriilai, eam eiBemii ininlci, propler nimiam ehiri- 
talCD, qaa dileiit nos, am aincliaiiniB piaaione nabis jusliliam ««raff 
et pro Dobia Pairi talis/ecil. Sit manibciUi Splgtn unt SlDt^f na4 t« 
ultra Abniicfcnina : Cal. Rom. L. t. P. II. a. 6. 

p) Seil. XI f. c.%: S. SfDadni declarat Filaam omDiDO ease, cnlptn 

a DomiDD Dnnqnam remilti, qain aniversa etiam poeoa condnnelnr. Sana 

«t divlnae jnslltiie ratia ewigere videtnr , Dt aliter ia grafiam recipiantar, 

qai anlt baplitmum per igaoraatiaai deliquerinl, nlitsr vern qni aemel t 

peeeati et deemoDia aervilate liberali acienter (emplDm Dei violare Doa 

fonnidaveriiit. Et divinam clemenliam deeet, ne itn nobU absque ulla ' 

latiffaction»^ feecaXa dimittaulor, at occaiione accepla, peecata leviori 

palaitei in graviora labamnr. Aeeedit, qaod dam satiafaciendo ptliBar 

pro peecatii, Cbriata coDforniea aScimar, arrbam bebentea, quod si cnn- 

r. Naqae vero ila Dostra eat aatiifactia baee, ul 

■n ex Dubia oibil poasamna, ea caoperanle, omaii 

homo, DDde glorielar , sed oniDia gioriatio aogtra 

iiiD9, merennr, aatiiracimaa. 

. Uaigeniliit: [a. 1343. Extravv. eomm. L. V. 

^DiDis Bodica propler aoiooem ad Verbam pra 

i generii inffecisset. C«t. Born. L. I. P. II. c.6: 

s nsneria perfteta lali^faetio, quam Chrjatai 

ero prelinm debilia aostria par golnm el aeqnalt 

tmvit. r) SKUiltT, ®BmS. ®. 300 |f. 

mi bit SranrifcmKt : ID « n n er, (SntuiicEcIungf acft> 

ifftl: Ullmann, S. Ü, ®. 489 ff. 

. Qu. 47 ! '0 »dvato; iov^X^iütov va ^ovut 

i^ Znov ^Tov luv Siiiov ÖXtav äv&g<Ö!ziuv, iii 

nQ^tov tfiiJ To ^Kpof imv öfia^Tiüv fia; JJea. 

ÜS Tov araufin' airavoi inX^pov r^r If^aiOurtp', 

hütqI ilt änoXvx^iaaiy roü yifovt iiÜv iv9gtt- 

äxö/ii il; ibv aiavQw litlttiove Tfjv utantitn 

iivwv[Cal. 1,20.2, 14.] Qu.iü: S^taxbitnaAa 

jioit ii* txioQCa&rixtv an aiiirjv, ovtt (tf rif 
tä xsl n ylivxf) vä tx<apla9tixev än'a to xogpl,fii 
ffil, oÜte äno iqv V'i'jr^ A<"^ txve(<l9ipK. 



2.!t(tfi. S^rifHSSinf. §.151. 243 

|. IM, 3titmgtnt4e KtrittaletM nttt alDiroltaaBtlMe StimHlR. 
%lS (ine iNcttuns in ®at^t (S,1)xx^\ au« bcm ÜJfitiaun auf fSRtnt 
ff^iHwrft murbr fltam btt 3ßi&6räu<^e btt Eat^oKf^tn SatiSfattbitm 
unb im ®tQtnfa^t aüti tigntn 3!trbi(nftfä bit aUfinigt unb »oQfonie 
moif ©(Hugt^uung buri^ btn 5:i)b b(ä ®ottmtnfi^(n 6e^om)t(t/) 3u 
Srunbe I»gt bit anfdmifi^t ^corit, btc boc^ (ifl in bn: g o n c o rb i t m 
forme! auSgtf&^U ift/) Sut^ei a^tttc bcn ^u«btud ®tnug>' 
t^uung , i^tn ttxfyi^t nxgtn fcinc3 iuriftif^in Urf^tungt« unb xlmU 
f^nt WlifittLu^i,') ffit unjurti^tnb unb fpra^ f(tn ®runbfltfü^I, 
baf o^nt (S^riflufl ftln ^til im ^inimd unb auf @ib(n, in mannit^foi 
iftn, au(^ in btn alttn mqt^ift^cn Sinnfeilbtm auB, ntC^t imtnet 
D^ntbaS aäeiDUfitfein btifetfetn,*) 3n refotmitttn ©Embolen 
lommtn bic Slttm unbtflimmltn QioirfttUuitgtn bot iii jum nUgtmttn* 
^ auBbcudc iti ^tü6 buii$ (S^ciftuBt bD^ aui^ bit®tnugt^uungfl> 
it^t.°) 3>uxäi iit Ititng gtfa^tt (Sr^fünbc n^itlt bii SrlHung iffxm 



a) C. A. p. 13 : Trtditiones faamanae, ingtitotie ad placandnni Deum 
et latUfaelBnilniD pro peccatii, advenaalar Evaagelio. A. C. p. 195: 
Scriplara docet remissioDem peccBloram gralia cODtiDgers propter Chri- 
itBii, Chrisiom eise vidaren) peecati st raortii : qaara oon est isinendam 
seritnin sstUfaoCionis. A. S. p. 301 i: Hie pripcipalis articnlaa eil, qnod 
J. C. Dem et Domioaa ooiter sit propter peccata uostra mnrtaas, et propter 
JDitiliam noatrain reaurrexarit, et qiod ipse aolus ait agnns Dei , qai lollit 
peeeata miiDdi. Oe hoe articnlo eedere, ant aliquid coatra illam largiri 
Demo pioram poteit, glismsi coeluia e( terra corraant. Et in koc articulo 
liti iDDt omaia, qnae eoDira papan, diabolnm a( naivermni naDdniB doce- 
■■(, leitainar et asiinaa. Cot{f. H»lv. II. c. 
inJa aatitractioDibn« «littimiat te pro eoni 
Nan doeemas Cbritlau dnnm moHe et paiii 
laroH sttiaractioneni, propitialionem et expla 

t) C- A. p. 10: Docent, pereata remitti 
nopf« pro DoitrU peecati» lalü/eeil. F. C. , 
tiae divinitate omoipotCDtiDeo neqne obediCD 
■oadi peccatii tati^faeen valoisjet. Divioiti 
iilerDenm et no5 mediatori« partes implere 
abedienlia Cliriati tit totina peraoaae, ideo e 
nanogeaere (dtjlf/'acd'o, qoa leternae et in 
qaae in lege ravelata eit, satia est ractiim. 3) 
tj !Rn infofnii : [Ali^tnpBJliat, Vtaif,. »on^i 
fgK ani^ bitg SutI tStnuat^unne in m^tm Xiiii 
tob toM fnn, inb btm Kid^'namt unb 3uTift(n' 
ko^ (( mä) bit $a|iiSni amammnt, btfo^Itn 
At^ra mib bie Beule le^im, Uie fit foUtn pugt^ 
In; fltranbtt ober nnit^t <8ut imtin ^iibtn.' 

i) C. H. Wntte: Luth. qaid de eoiiilio i 
rit. Lps. 845. 33it S^rißoloeit 8uHnB. 8l)j. 8. 

») Cor/. Htlo. II. e. 11 : Paasioae «aa omi 
t*ne adveDtn aoalra causa Teeit et partnlit, i 
bat DomlBDi Patren coalestem , expitvil mor 
Fergi eanfregit, ae resarreetione laa vltam 
Conf, Aug. art. 18: Salt aoitbaMiliiaadi , 



bunftln flntngtunb, galt afetr wtfmtlh^ jodttiife fßt aUt S^atfüne 
Un.') 3n iSt^rifTfn ticT fRcfDrmalotrn tfi bt( t^DinifHfi^t ^nfi^t tuSs 
grfpioi^nt, bic ©flmfeoE» tiftm nur bre fccHfHfc^tn tntgtgtn. 2)it gai^ 
Shbnitung S^H^i murbt auf ftintn %oti gdtgt , aRraf^nnbung unb 
fKufci^t^utig att not^tvmbigrr aSotbrti unb Sta^faf), unb allt @tgr 
nnngm brt 3!obrt in bte tneirrbnic SimbtnDrtgtbung. 3)ut(^ bot 
Stbürfnff tinn »pOoit Stuffuffnng Ivuibt in brt (SencoTbicnfonml 
naü) itttifctt aSorgangi, mit BufHmmung tltü^tx TtformirMn Sqnt' 
bob, au4 bae 9tbm S^ttfii als uofifDitimnc etfettflnrfüUung [obf- 
dicBiia aeiiva] jui fttDDtrtRtfnbm tSraugt^nnng gaft^ntt«*) att 
foI(^c gfflm ble anftlmtfiftt gt^rt unb folgnt^t nur nat^ bfr Iut^trt< 
fitni S^it^ologit. €(l(ß ba , »o bif SttUbcrmtuns ba^in aujgo 
fü(Tt ntrb, baß ß^riftu# aaä) bra 3oRt ttottrt auf ^ä) tia^m, Metit 
n bo(^ nnuntnbiDi^in bn Srgnißanb b<l g(ttli(^ So^lgtfaQtnl, 
unb Ir^tn (Btunb bn Stl&fung ble @nabe iSottt«.'') %uä) bic Stm' 



f ■•mqne in li^e, »t hcIi, quam profltatnr, eam Mrviudqm , Bodo jiitt 
iltam et InneD natorae accuralc viierit , cum lacrae Literac taplam J. C. 
aaneo priedieeat, ia qao lalvot Beri bomiaei opaneat.— Conf. Utlv. iL 
t. 15 1 Chrialng peccti* miadi ia ae rcopit st insUlil, dJTioaeqae ^lufi- 
fia* latüfecit. Co^f.Belg. 21: Credimas J. C. iDDniDni Mcerdotem tue, 
qai ac aoitro Bomiae eoraa Pilra tt<t<t ad i'ram ejai plena tati^foetio»» 
•sa plaeandam, offerans te ipana in IJf na eraeii. 

fl C. A. p. 10: — ■! bostia ciiat non ttntnm pro culpa originji, led 
etian pro oamibas aetaalibna honiaam pceeatia. 

gj P.C.p.t^i*: CBDCbr<«lDi aon tanlnin bomo, vernmDena gl bona 
Sil, lata non ßtit legi tubjtetai , qoau non fnit morti obooxias , qni« do- 
b caaian ipaiaa sbadiintia , noa ea tantun, qaa 
paaaioaa, vernai etiam qoa notlra eansi apante 
IC obedientia loa inplevit, nobii ad jajtiliaM iai- 
iptflr lotMm obedientiam, quam Cbristoa agemdo 
norta ana praeililit, peccata aobil reailtat. Co^f. 
C*»$. Haie. ean. 15 : Ila Cbristo) vice eUetoniB 
Deo Mliifeeil, it in cenaam tamea vieariat jaiti- 
m per lotina vitae enrricnlnm lefi , aive agmdo, 
., obedienlia vooari debaat. Rotando aaieril on 
lictiBaima vila legi et jualiliae divinae pro nobU 
, qao emii aaaiaa, non in joaiaioRttua daataiat, 
ODrormata eollocat. Cf. Calv. Init. II, 16, 5: Ulli 
lidinn Chriatni inter noa alDesn anslolarit, geae> 
: tote obedientia« tv»» eurm. Es qoo indnitper- 
loa redimeadoa pretian liberaliosia aaivere. Serip^ 
t delniat Bodsm aalotis, boe norli Cbriali qaaai 
laumgartaa, de Cb. honine «bll|alione legi« di*. 
C. /Tatek, d« >h, Cb. act. Gott. 754. 4. ßfinttr, 
S. 4. 

): Cbriataa nan taalnm eroeia nortem est paaaai, 
itHBledicta, aad eliam ad tenpa* irm» Patrit, 
anal, mbivit. Vernm nibilominna pirvtamälHKlei 
•alrisFlIiaa In nedlo aogorli ani. F. C.p.mi: 
liraolar: gratiaDai, mcrilam Cbriati et fidaa. 



2.8t^tf}. e^tifliSctf. §.151. 245 

nun bn uoi^rip^ QtU Ifaitn in iBqus auf ben (StlbfungStob bit 
Sünbtnerrgtiung tttangt.') 3n bn lut^ttifii^en Jtltt^e nuibc bU 
Sntugt^uung D6i«tiB alfl für bi( gangf aSfnff^^'it a'fi^'^it 9«fl4td, 
nai^ caUintft^rm Sc^i^tgtifft nut füi blc Sncä^Itcn, obrao^l 
bicfti ftCtcn tntfc^ttbtn ^nDoitiitt.^} Slit aUtmigt SStju^ung auf bit 
Sjinbc ngäi^mb &i((t Oftanbn: bit gßttlit^c SSrnf^Unbung aiu^ 
o^nt 3[bamd 9aU als btt voUc (Snticicflung bcS aEUlti^tn Qebtnbilbte 
für flrttnifcat, unb S^tiftue f(t not^ ffintr gÖUli^m Olatur unftt 
<8m(^tigtctt.') Slagcgm StancaruB bafl SOItttlnamt nur auf bU 
mmfc^Ii^t SRatui; tfjog,") 2Iu(^ blt ©(ftnKtjft tratm bitfti äRtinung 
4lS mßorianifi^ mtgcgm, bci^ scnDir^ i^i fBtttnntai^ aiitS £dbtn 
bn flßttfi^ Jßatur.") J)k Soncorbttnfonnd «mite fii^ butf^ »l( 
eommiinicatio idiomatum tinc 9tiit^(i(na^mc btS ®ptt(0 an bn ©c 
nugt^uung.") iD« Sürtittr ß^rlfli »urbt tmSegtnfaJe b« •ßfiligwi' 
anni^ng gtbaf^t.') WS ^ritftcr unb JtÖnig ift ic feiner Jtiid^e aßci 



«Bl^et. ©. Vril. 6.2170: „(Sott itt fflatir feat ifim aus 8ftB(, bitttjmn 
minf^li^en (SefAlf 41 S'^abt, tie ®önte tnSJtU aufstiegt. !Sl(iI i^m abn bit 
eünbt auFacUgt i{t, lommt t>a« <Bef(ß unK fagt : ^er (in Sünbei ifi, fpU flnbcn. 
SJanrnt, ß^rift», »eil bu »iffftSüigt fein, unb fkt alte ®ünbei bie ©träfe leiten, 
fs rnngl bu an^ blc ©ünbt unb ben 'Blaä) tcaacn.' Caia. Imt. II, 16, 2. 

ij A. C. p. 264: Vetas poPtificitoB et vetera sacrificiBi Don Fuernnt ad 
hoc iDitilDti, ot vitTtrtntvT remisiioniim peccatDram , sed ttntum ad tig- 
B{/teaN(fuin iatanim sacriGciani uoins Chritti. Oportnit CDim tanctoi in 
Veteri Testamento Joatifieiri ex promiiiioDs remissioDla peccatornm, do- 
BBodae propter Ckristam. Omnes laaetoa ab iailio maadi isotire oportait, 
BiliafaetioDein for« pro peocala Cbristnm, qni promiisu« erftt. p. 112'. 
Noral Daniel pramiisam eMe reniasionem peccatarnm in CbrislD Doo ao- 
Inm laraelltja, aed etiajn amnibus geatibaa. Alioqui dod potaisaet regi pol- 
liceri remiaaioDin piccatDram. \Ban, 4, 24.] 

k) F, C. p. 804(: Firmiasim« retineDdnmBSt, iinod promiasio evaDgelii 
alt univenalii b. e. ad omnes barainea pertineat. Ipsios saagnia propitia- 
tio ett pro totiut mundi peccatis. t^anonae Dorärao. IJ, S; Fuit Patria 
liberriman eoaailiuai , Dt mortis pratiosissiinae 
aaaa exsererel in omnibu* tleclii , td eos lolot 
I Jn Filiiit Dei fueril innarnandus , t 



Xi 



cccl. de aatiaraetinae Cbristi doetriaan quid i 
drica. Erl. S59. 

mj De Trinitate et Medialore adu. Bullinge 
tieeDei pirlurbafares. Craeou.562. ^lana, I 

n) Cot\f, Helu. II. e. 1 1 : Hialme docBmoa n 
pttsaoi eaae. Credimna, Dominnm naatran J. C 
«lae pro nobit, «ieut Petrna ait, [4, 1.] eame. 

o) F. C. p. 697 : Damnanna errorea, qni v 
Cbriatoa ait jnatitia nostr« lantun tecnndnai 
taiat aecaadan humanam nataram. p, 772: 
piasiooe diei poteat: Deut murbau eil, Dei 
«nim In aua satnra Dega Bori poteal. PDatquaii 
tw «f t in noa peraoat, recte dicitar. SJeg. §. 14 



jttt flcgtntväitig.i) Z>lt alttut^tvifi^tn Siogmattfti tntolMi 
trn bal altr SßolUWa U9 btrifat^m Snttrt ju rintr StiloQit, in btt 
fti^ bi( mfi^itbriimS^it^ungni kn idigiBfra 3Biif Fiml"' t>'3 ®ott' 
mtnfi^nibaTflrUni.') 1. S>at ^topljtttnamt itgttift bit'^tHimf 
grnbttntt9BunbtniunbSBtigagungcit(tfräft<at(iOftnfiarunggMii^ 
Waffx^tit burt^ C^tiftut [i^octio immediala] unb btiTC^ tai Bon i^ 
(tngcff^tt er^ramt [mediaD] .*) 2. 3)a« ^o^ttiTicflfcamt cnt^t 
bit unmitttibait unb ütitniatüillt^t ffitr!fatn!(tt S^rifH in 99rjug onf 
btt €önbt,') %11B Mliifaclio, t^<t(« iolercessio, im IS. Sal&i:^. aiu^ 
benudictio sacerdolalia. ^Dit SatiflfactlenStbtortc bei 3[n[tlinu6 i|l 
ftrtng bat^gtfü^tt , boi$ mit bcr ÜRobtfication bei obedicDlia activa, 
ntbtn bn bit pacgiva au^ ali satispasslo tifd^cint, bic ©tnugt^uung 
nnrnbli^ »ie bie ®((ulb, bit Steigt btt ©tnugt^uung füt bit Wn^i)' 
IftltUS EBirbitnfl g^rifti.") 3>tiB fttüotxtxtUaU ^txaf'Mtmit- 



Qai iclet id dextrtn Patris et perpetno ialerpelhl pro oobii. p. 171: 
CnnCfariilui sit conililatai inlcrcMBiir et pontifnii, cur qaieriinns iliosT 
g) F. C.p. 7S3 : Scntimas eum eccisiiae «nae io lern» nt mediatona, 
capnt, regem et tsrnnBrn lacerdotem praesenleni eise. 

rj Quenil, P. III. p. 212 : Officium mediatorium est fanclia canpttal 
(oti personae 9tav9fiÖ7Jov, qua per Dlramque naturam omnia perfecleei- 
leeDlus eit, tam acqnirend», quam applicando, et etlarannin eiseqitiliir, 
qute ad salntem nsalram rcquiroatar. — OIBcioia Chriiti alii tripitah- 
ciaal, prapKeticum, taeerdotala et regium, alii dsptex, praplieticnm ■>• | 
cerdotali inctodeotei, cum saeerdotis non laDtum lit aacrificare, «rare, l 
inlereedere nt benedieerg, sed etiam doeere ; a pleriaque lameo retioetar 
tripartila diiliactio. 

$) Konig P. III. S. !Ili Munut prophtticvm est ruBclio »fav-^Qiintv, 

qua ii ei S. Triailatil consilio divinam de ealuta noslra voluntalein sdIS- 

cieatiasimc oobU revelal, ea SEria iatentione, ut omaei ad agnitioDeiDveri- 

tatUcDelealisperveoiaDt. §.208: Immediataett, qua Cfariatua ipse in diebai 

»raiisnae eviDgeliniD bominibui annantiavii, legem divioam a corraplelii 

FbarisasarDinviDdieavit, diacipuloaque idoi ad foluraBi miBistcriuiit prae- 

paravit. Mtdiata fit opera vicaria Apostoloram eorumqne, qai illia sacee- 

illmnm. — J. Schmidt et Ck. Rauehlin, de of. 

nb. 702. Koppen, de Heas. proph. Gryph.T19. _ 

'. laeerdotal» tat, quo Cbriilna eiactiaiima legi> 

irporia ani noitri eaasa laeiae JDStitiae divtaae 

■ pro lalnte noatra praees Deo offert. Hiilieimnai, 

Calov, de off. aac. et regio. Vit. 676. 

2 : Satiifaclio est prior orScü aacerdotalii para, 

pro omoibua oiDuiam bomioDm peccatU in ja^- 
im inlereesiianem sibi impulalia eoDaummaliiti- 
solvil, in Jualitiae et miaericordiae Dei taudea. 
Toi« Trinili« peeeatis offena« iratetbahir boat- 
e ijnjnutabilitatem, naturot lanetitatem et cOM- 
■npune peccata dimittere noD poterat. Si D«it 
iui deliclDlQ coDdaaare potuUael aalva aua jiuti' 
inici noD Fuiaset opus. luBnituaDaua erat peceal« 

1 eit injuria infiniti Dei, atqne ut sie dicam dtiei- 
ndam malitiam habet et iafioitaa poeuai ■eretnr> 



2. Se^fl. iS.f}tifti mtzt. §. 151. 247 

sinnt mit btr Smttfäitgni^, ^at mt^r auf @ft^f€tniint als auf ®algo> 
t^a fdntn ■ea^tnpunh, unb enthält inttnfi» frifefl bit .e&Hrnflrafoi.') 

©fßfn Äat^otifen »urbt bit Untitbingl^cit, gfgtn Salölnijien Sic wC 
gonf in^tit (finalis , nii^t eventualis] ber ©tnugt^uung bnrgd^ait.") 
Hit Sürbitte itirb jroai nai!^ btr Sfranlaffung i^ttB ^(njov^tS'nS 
«ui^ im tDtitfm Sinne a'M'' 'P "*« irfümmt« tat in btr S'itlii^' 
Wt (tgonntne [terrestris], In b« S«3i9ftit fottg(f(^tt [coeleslisj ®tU 
Unimaibtn bei ©cnugt^uung »oi ©Ott, unb wixi ganj tigtntfii^ bci:> 
jtanbm.*) 3. !Da8 A 5 n l g « a m t (nt^ött bi( ^B^jit erföüung btg oft« 
ttßamrntlit^tn WtfllaiibealS, al8 reguuiu potenliae sive oalurae SQtIts 
5(nf(%ofi, gratiae .gnrrfi^ft fifitr blt Äir^e, gloriae fl6« bl( äOtt» 
flicttn, nat^ bn güttlii^ni Slatui »on Stoigfcit, na<$ bti mnif^It^m 



ideoqne ir^/tnifton laliBfacIiooii protiuni cxigebat. qnod sol üb Christas 

prieaUre potait. p. 24Tf : Debüi alieDi a Christo Kuscepti solnlio non erat 

lufGcieaa ex divina atceptatione. Neqne eni 

kac salisractione ex liberalitale, qnod in la 1i 

liae eJD9 rigor poalntabat, id omoe Chnstui s 

ei parle Dei est demoDatraUo ; l. juititiae, 

eincet , qaed Pater Filiam Dnigeniluai noslr 

mortBin tradidit. Ilollat p. 736 ; Sali^acti 

quilar; satiifaclio Et Deo ejusqne jnstiliae, t 

promerait Balntem ; compensavJt Christus si 

iUltam, merito suo nobis jastitiam et aaloten 

v) Quemt.P.lll.p.253: OmneftaelaaClir 
menlo fnerDot aatisractorii, Dt qnod per Do 
delilnit, in paopertate natns est, fanieni, aitin 

Dmnia pro nobis et noatri cbdm pertniit. HoUaip.Ild: Paitio magna esl 
eitrema passio, quam redemlor exaotlavit biduo ante mortem, parlin ia 
an ima, partim in corpore, acerbisalmos dolores perferendo. p.lli: Sastinlit 
Ctiriita» in femalet poenai, <iai subtianliam, non qua aceidanüa, Sostionit 
dnlores iHt»niive gravUsimos, doloribns aeternia daniDalarain aeqaipalleo- 
tea, noD in tcov dannatornm, sed in mante oliveti et in ligno crucia. 

w) Qumit. P. 111. p. 22B m .■ ObJeclDin, pro quo satisfaclnm, reale sunt : 
1. omnia peecata, tarn origiaale, qnam actualia, lam praeterita, quam fu- 
tgra, ino et ipsam peceatnm in Spirilum S, 2. omnet peccatornm paenae, 
tim tenporales, quam aeternae. p.2Zlit: Objectnm;>a»ona/e non an- 
|eli, aed soli bomines. Satisfecit pro hominibua peccateribna, omitibut »I 
lingulis, nemine pronas exeeplo. 

x) König P. 111. §. 241 : Intereettio est posterior sacerdolil pars, qua 
Christas pro omnibui bomiaibus, iaprimii vero eicctis, vi nniversi meriti 
■Dl, Vera proprieque, at sine nlla majeatatis saae immiDutioDe, inlerpel- 
lil, ad impelrandum nobis quaeeunqnecorpori alque animae salntariaesia 
novit. 3n bicftr ^infi*t unb als oorbfüimml Qusntt. P. III. p. 257 : Inl- 
tiam bnjns iatercessionis aelernilas est. — Fama consistil non in nnda 
viloris meriti eoramDeo praeaealatioue, sed in inlerpellaliooe vera, reali 
et propria. Calov T. FII. p. 538 : Apparel in proprio sangninotento cor- 
pore, imo nl probabile eat, cruento eliam, qnia vJsas est a S. Joanne nl 
agnns occisds, et sistit Patri vnlnera ans, at Patrem ad commiseralioaem 
moveat. — J, J. Boehme , de interc. aac. c, praef. /. G. Walehii, Jea. 
73». 4. C. G. Wahh, de iaterc. Ch. aae. Gott. 774. 4. 



tan ffttSftt no^ [(ii bn QhiivfInsni§-0 !t>it ttformtttt 3>ogmi> 
t if ifl auf "tat brfifa<f|f 9mt tindtgangm, afen tsttftnt fi^ttflnB nn 
fintn ttDigcit ütat^fc^lug bcr @natf bolljit^t [caasa insinuBeDUlii, 
ni^t meritoril], MtiH blt ®tnugt(uungi(c^n nur tiabittontllc, nfl 
Ü6trf<^tillntt Sr^rfonu, unb bti bem g^e^^aCteti an beit Sc^ianfnt bit 
tiunfi^Iit&tn Dtatur cift^tint bie üBirffnmltit bcä jtnftittgm Q^iijhil 
mt1)t bunb bni <&. ®tt^ unb bit Släubigcn fet^ft VtimittcU, aU um 
nitttlhii bui(^ bat JCftnislamt ucUjogtn.*) 

|.ist. So Ulm f [■uftiatUKMl. 
2)it Socintanti ^atttn bte iSatttfaäionBtV"' ' fll"4i'i<'t 
mit i^ fi^äiffhit 'HuiiÜtm^. nlbtttegt. ÜxiS finfftnU^t ^«t iii>4 
btni •^brStrbTit^ annt^mtnb, o^nt t< oom fäntglit^m Qtmtt Waff 
taft jtt f(^ibni, uret^ittn ftt S^rifluS aH ntigiöfm ©(ftßartnr uk> 
®tlignia(^cT , frin !lob btt SÜk^ ju frinn >&m:ft^ftit, ein iDotHtb, 
8i((r«)ifanb unb ein Xtoft in alltn Seiben.') Siagegen (S r p t i n tinri> 

y/ Aon'lg- 7>. ///. g, 24S : O^sfum ref ihm eit taatlio Chriili, qni m- 
«■■ilBM Btranqne D«turaM anno «reatirai mtjaiUte et virtnte isflnilt, 

liTinsnoderatnr. §.257: OfBciam Ckriiti 
tiar&^iöjiov, qaa omnii in aalvonuM aiiit 
. glarUm et sabditoroM giluieai. f. 2S7: ii 
■9^alnov, qnl psr miniiterioB verbi gtM- 
olligil, eollacUm diviaa Tirtste refjt, mi- 
iviai l»«deM, talanioi regni deatractioiei 
In ragDO gloriat oit fanctia S-tav&fwnwi, 
■mi glorioiiMime praeeit In Donipi) diriii 
iaaden el btatomm aeteroiiB rereotionem. 

*; c»h. iHMit. n, IS. s^uciitt, e. ii. e. ses ff. ®$n(<fti> 

(K(S<t, |. tir^l, g^rlM. S. 11» f. 

oj Cateeh. Raeoii. Qu. 3H0: Qnae cama erat, aaidem afSielioaM el 
nartaiB Servatori perterendi, qoibai ertdcBlei innt obaaiiit Daae cinue, 
qoeroadoiodaiB daplici ratioBcCbriitDi luoa lerval. PrinDm eoin exempl* 
«OD, Bt in iBlatii via, quam aant iDsreasi, piraiataDi, laol mavet. Daiad« 
üidan in omni taitatiannm et parienloram earlamina adeal. V«raM qa( 
raliane CkrittDi lao ipiini exenpla er«dentes ad paraisttndnm in iUawa- 
Salari pialate, aine qna aervari neqnennt, movere jioluiiaet, niii atrace* 
nortem, qaae pielatem raaila comitari aalet, faitaaietT Äat qni ctrtx 
SDomm in tentalioBibni et pericnlis (aotaai ferer« potaiaaet, niai,qB)nl*- 
pere fravai el naivrae kamapae per ae intolerabiiei e**ent, ipse cxpertu 
caaet. Qu. 381: Horte et resarrectioDeChriali certi aamni facti de noitra 
reaurractiena ad aum modam, qnod in exemplo Christi prapositum id ao- 
bis Kpeetemas, eoa, qai Deo obtampereat, a qaovis mortia ganere liberari. 
Deinde qood jam nobia eonatat, Chrialum eam ctmiacatna eaae poteatateB, 
qua poasit ania i.e. qai ipai pareni, vitam aelernam donare. ^u. 336: Biac 
parapicio tonge plna in reaurractione, quam in Cbristi morte aitum eM>. 
Qu. 3ST: Cur varo ita crehre oeidjb baec morti Cbristi adicribit Scriplara! 
Propterea qnod mora via ad resnrreationeffl et exallatioaen Chrüti fn«rit. 
Deinde qaod ex onnibai, qnae Deus et Cbriatna noalrae aalnlia eaoM re- 
eerant, nora Chriali potisainium nobia Dei et ChrUti cbaritatem aale o<a- 
loa ponat. Qu. 3SS : Nonae eat etiam aliqna «Us nortii Chriitl eaaaiT . 



2. St^ifl. e^Tifü Setl. §. 1&2. 249 

t^ bit anftlmiW< ^tom mit i^irai UM^im Shtttt ^athstt all 
(Ute ©enugt^uung , bit aufl Sitte btr tntltTcgttttntoni ®nt{^ttgftU, 
■i^t dnnn cgoiflif^cn 3»mt gclnfitt tfl, anbtrnt^clls bieftlfit but^ 
bcn ^inringthagntn Stgiiff brr acceptilatio jtiitiittt, fo bag itnr ein 
Qcontxt ftatulit icorbin fci.^} 9tai$bcm buit^ 4ij{[n(i bit obedien- 
tia activa/) buri^ Qein€|)i bat biclfai^c ^mt jut Qtntiquit&t gtmov 
bnt f^itti,'') M^i^änftt fi^ bi( Sftin^tung beS SBcrff« S^rißt fix 
UD^l ^olttnifi^ aU avoioitü^ä) mti^ auf frintn ^ob. ^ä^tmb ain 
bn $itti0mue fi$ in btr ®(fü^leanfi$auung btS ftn^nibfii tSrl&fral 
all Jlituj: unb SBiutt^cotogic cenctntiiitt, unb nai^ ftincm ^mi^utis 
fi^n 3n)Hge In btn ^unbmoltn 3rfu timn SpicttilaQ fcpmintr ffims 
Jifinbfamftit fanb , vtxlot bie atatxt X1}toloQit mit btr (£i6fünbt baB 
Glittet cinci übcmatütlit^cn äittf^^nung. !Dit ©utitinaturalt' 
^tn.mtljl mit tntfü^ifbntr $oitmif gjgtn bit oft mißötrflanbtntÄits 
c^tnlt^»,') (igncttn fl$ t^tiU btc ^^toric iit ©rcliue an,') t^tiU m 
tDä^lttn jlt ftc^ tintn obtr mt^xtzt Bon btn ©tfif^tSpunfttn btr •$. 
©Stift)») 3Stnftn fanb btn ®runb b«<&in0ati( 3tfu elnjlg in bre 
Eitbt ®Dtttd , inbtm tx an bit ®ttU( U6 StTofltibtne ein noti^wtnbic 
flti gjriifunflaiftbro ftjtt fix 3tfum ftlfejl 

NnlU prorguR. Elsi dddc vulga ChritUioi s< 
■«bis satatem merDiiie et pro psccalii Doslria 
rillu est et adnodam perDJciaaa. Qu. 391 : i 
■odnin, qnod Scriptame piislm Oeum p«eca 
Inr. Qu. 392: HitioDi repagoal, qnod leqa 
Mirleu sabiill«, >i Deo pro peccatii iiliifeci 
quK bomiaea pBccata m«raeraat, ■eternam n 

titta eit ad eam modum, qnod bomioihns feneitrim ad peecaudi IkBDtiam 
iptrUt, »ut certB ad locordiani in pletale coUpda eoa ipviiet, ^u.40S: 
Qaid de recaaciliatione aenlia! ChrUlom nobis, qui prapt«r peccata oasira 
Dei isimioi eraaios et ab ea abalieoati, vitm ostendttae, qoemadiDodDia 
aoi ad Denm coaverti atqaa ad eom moduia ei rcconoiliari oporteat. Qu. 
476 : UaQui «aeerdolale in eo litam est, qaod, qaemadmodam pro resio 
anaere pote«! nobii in omoibui aeeegiitatibnt aobvenire, ita pro manera 
iiccrdnlali sabvenira vnlt, atqna bsee ilUai labveniendi ratio aacrifleiun 
^Bt [Sgarato loqacndi modo] appellalnr. — F. Soein. de joEtifie. [Opp. 

IrtBop. 656. r. T. I, p. 601 as.] Stg. SauT, ®. 3T1 {f. 

b) DcfeDsio fidei caLb. de aatisf. Cb. adv. F. Soein. L. Bat. 6IT. den. 
ed. LaTige, Lps. 730. 4. üBeif. «. So^annftn, SIni«6. u. %. SOO. Lim- 

ioKh, Th. ehr. 11!, 20 ». ffirj. fflD. Ä. 3. 834. N. 66 ff. 

e) X)n t^ätlflt ee^orfam 3. S> ^xtt\. 768. Snra^t. Sil- 770. 

d! De oir. Cb. Iriplici. [Opp. Ib. p. 413 ai.] %%w\. fäM. iB. 1. St. 3. 

£»: Dreide, Obii. in Iripartitam divia. muneris Serv. Vit. 778. 4. 
•J^a^n, e. 482. Stcubel, <£. 269 f. <Btitt,!Stiit. n. biH. l^eoL 

6. 34 f. 89. J}Sliä}atli»,ü.mxmiitn. iStnugt^. [4am6. 74S ff.] 

8ilt. a. fflrm. 779. ©*il(t. [m j. 148.] 

gl Släadlin, de morti« Jean conailio et gravil. Go(l. 794. 4. amaeotB. 

in b. 9m. »ibi. S. I. et. 4-7. 11. 12. ersdBjt in f. !Dosnatir. 4. 9. C. 

41! ff. SIctI, [etK J. 148.] Doetr. cbr. §. 86 a. XMl"'' t. E. »■ b. 

Ciia« u. V. 9xU^tf «anb- [SS3.] 6. H. 838. > 



menf(^(i(^m 9latur. ^) %nbre erfannen f{(^ totU!ut{i(^ ®runb unb 
Smed/) S)er9tationa(idmu6 l^iett {!(!^ an bie {!ttUd^f SSebeutung 
wib l^ijlorif(!^ SBirfung M ZvM 3cfu,^) tooiel un6fben!tid^ fc^im, 
eine Vccommobation ber ^ofttl ober au$ ®otte6 }ur ^Bfc^affung 
aUet anbetn 0))fer blrc!^ bad @ine unb jnr S3er{i(^erung bed ^ünben^ 
ertaffed anjune^men/ aud^ für bie (S(^n)a(^en am ®ei{le eine ftnnlbilbs 
(id^e iBebeutung einguraumen.^) 5Diefe f&tttaS^tnn^ a(d SlUegorie für 
aQgemeinmenf4(i(l^e Snßanbe l^crt Stant geltenb gemacht mit bem 
(Emfte , ber in ber Sin^eit M fttt(i(^en ^etpufitfeind bie ffierf&l^nmig 
»ie bie ©träfe flnbet*"*) ä)e fflette fa^ im^TobeSefu ein Qt^^iS^ÜVi^ 
gegebene^ @)^mBo( ber 9iefignation unb ber 93erf&:^nung aUer äBiber« 
frriic^e im rdigidfen ©efui^te.-) S)ie ^)ant^eiflif(^e 5PPofoi)^if 
fanb im 3!obe bed (Bottmenfc^en bie $^atfa(^e unb bad fid^ auff^Ue^ 
^enbe ^en>u$tfein ))om attgemeinen $roceffe bed QiMiä^tn SeBend, 
n)e((^ed einge^enb in'd @nbU(^e , benno(^ g&tt(id^ £Iei6t ; unb in ber 
f)bä^fttn (Spi^e ber (SnbHd^feit; im 3:obe feI6ft )ur @inl^eit mit ftc^ {u^ 
rudfel^rt.'') Sfur (Sc^leiermad^er (ag bie er(3fung gunäc^fl in ber 

h) 2){e i93eTfd^nun00le]^re9. aRenfcn [naäi (Soüenbufcift]. Sonn S37« ^g. (fo. 
Ä.3.S30.@*233*533ff.83U6.297ff» 832. €.433 ff. 837. N. 15 f. 20 ff. 

i7 i* S* 3 a U i (ift, Sr. ü. enmn. ©. 322 ff. 

A; (Sb erwarb, neue UM- b. ©oft. 93rJ. [772 ff.] 3.51. 778» 2 93. 8dff« 
let, ü. b. fMI. ®enugt^uuno0(. SüU. m Sret^ff. 796. [Jtl.^^tr. SGBetm.817. 
9. 1.] ® abier , it. b. 9{ot^n>. b« %o\>ti 3. a. b. natfitl (Btfi^iip. [9leut« 
t^eol. 3oucn. IB. 1\. ®t. 3.] C. L. Nitssch, de mortis a J. C. oppetitae 
neeessitate mor. Vit.810 s. 2P. 4. $.$(. ® (^neemann, b. Serfö^nungll 
b. ptet St, l^ifl. u. hiU €onber<§. 844. 

l) Wegtch.'^. 530: Attamen oe animis fortioribus beoe coosaleodo im- 
becilüoref offeDdamus, seDtentiam de morte J. C. expiatoria, ipsomm seri- 
ptornm s%. exemplo, etiaiu symbolica quadam ratione adumbrare licebit| 
ita ut mors Christi propooatnr taoquam symbolnm, quo sacrificia qaalia- 
eaoqae sablata ac reeoDciliatio bomiois com Deo significata et venia peo- 
eatorom peceatori euivis vere eroeadato solemni ritu confirmata sit. 

m) RcLMi, 9lel. tnnet^. ®. 91 ff. Jtrng, S^ibecjhett b. ^ttmn,\i mit 
fl(ib fel^^ in b. SSrrfö^nung^Ie^re. Sud. 802. 

n) 9lel. n. !£^eoI. S. 254 f. IDogmatif §^ 73, a. b. 

0) «rg. §. 145,/. J&egel, 9lel. ^^\L ö. II. <S. 253: ^Oott fetbfi it 
tobt, ifteif t ti in einem lut^erif^en 8tebe \ bief Sett)nf tfein bnt(!t biefl aud, baf 
ba0 Witxk\^\\iitf (Snbli^e, ®e6ce(^U(^e, ba« 9legati))e göttliche« Snoment felbt 
ift, in ®ott felbff ifl; baf ba0 $(nber«fein, bat dnbUd^e, n\^\ auf er ^otti», 
bie (Sitt^eit mit ®ott ni^t l^inbert. S)er Xob ^^ai einerfett« btefen Ginn, baf 
bamtt ba« 9fitvi\^\\^t abgeffreift toirb unb bie göttliche i^etrtic^feit n>ieber (et? 
)>ortritt. Slber ber^ob ifl fetbfi iugleid^ ba« IRegative, biefe (ddftffe6)){(e beffen, 
bem ber 9{enf4 aU natürltd^e« 2)afein unb eben bamit ®ott felbfi autfgefe^t 
i9« 3n biefer gangen ®ef(^i(^te ifi ben SRenf^en )um 93ett)ttf tfein gefornnteo/ 
baf ber9Renf4^ unmittelbarer, ))r&fenter ®ott i^ unb gtoar fo, baf in biefer<8(» 
fdbi^ie, toie fle ber ®eifi auffaßt/ felbfi bie S)arfieaung be< $roeeffe0 ift beffen, 
n>a0 bet 9{enf(^ , ber ®eiff it. «n ^^ df ott unb tobt — biefe SSermitteInng, 
toobut^ ba^a^enf^Ii^e abgestreift »ttb, anberer^ett« ba« Stnflc^feienbe lu {i(b 
}ttrtt(f!ommt unb fo er^ ®e{ft t^« @. 254 f : S)te (]h:pltfat(Ott ber SSerfd^mtng 



% Se^tfi. ^xm mxh §. 152. 251 

95tt(i((en SRenfc^tverbung fe(6{t atd bent ))ol(fn ^nbtrd^en bor (RelU 
gionj im Sobe 3efu nur infofent, aö ber 6rf&fcr, um burc^ bie ibral 
aufgefaltet! gfunctionen be« breifad^en %mM un« in feine ®emeitt« 
f(^aft aufjunel^men , in bie ©emeinfc^aft beö ÜMö eintreten mu^te, 
j)on bem et feine aHiturfad^e toat.') 9lu0 Od^feiermac^eri @(!^nle i^ 
bk auffaffung beö ffierfc« ßl^tifli att ijottenbetc retigibfe 8eben0s3)ars 
flfttnng/ $3Ritt^ei(ung unb «®emeinf(^aft jugleid^ mit bet burc^ i:^n 
t^atflc^lic^ geirod^enen SRoi^t berSänbe in n^eitere Jhreife u^ergegan^ 
gen» 5Diefer re|)rafetttatiöe ßl^arafter 3efu ließ feinen 3^ob »on leiten 
©otteö att aSewal^rung feiner l^eiligen £ie6e, »on leiten 3efu aW 5luf* 
^(ung bed un))0ttf ommen unb 5Dar{teUung bed ibeal äRenfc^Uc^en er« 
((feinen ^ ^) aud^ erneute ftd^ auf biefem @tanb^un!te bie 93el^au|>tung 
ber 0lot^tt)enbigf eit einer aWenfd^toerbung Ootteö abgefe^n öon ber (Sünbc 
unb felb jt für ® Ott/) SBal^renb anbre SSerfud^e einer fflieberl^erjießung ber 
©enugt^uungdlel^re fid^ ju einem ^egrife ber @ünbe ald bualtfiifd^er 
iRegation ®otte^ , ober §ur SJorflettung einer gbttlid^en ®ered^tig!eit, 
bie nur mitteibenb {träfe/ ober ju ^^^^fc^en Analogien für bad über 
ade Semunft «^inaudgti^enbe ))erirrten/ bad genugtl^uenbe Beibett bid 

ifl, ba§ ®ott t>etf ö^nt ifl mit bec SBelt^ ober vielmehr/ baf ®ott {!(^ gegeigt ^at 
aU mit ber SBelt t>erfd^nt gu fein/ baf bad Sl^enfd^fU^e ebeti xljvx nid^t ein 
Srembe0 % fonbent ba$ biefe« Stttber^fdU/ fid^ Unterfd^eibeit; bie dnbli^feit/ 
einS'^oment an i^m fetbfti^/ aber ein ))errd^toinbenbed» Slnbere Sormen g. $♦ 
oom D^fertob/ rebuctren ft(^ ))on felbfl auf bad/ ivad gefagt n>ocben* JUpfer 
(dft: bie 9latütli(i&fett/ ba« ^(nbetdfein aufgeben. @0 ^eift: (S^tiflu« ifl für 
^Ile geflotben/ bad t{t nid^t ettoad Q^ingelned/ fonbem bie göttliche/ en)tge®e$ 
f^ic^te. dd ]^ei§t ebenfo : in i^m ünb 9l((e geflotben* 3n ber 9latut ®otte0 ifl 
bief felbfl ein SRoment^ e< ifl in ®ott felb^ oorgegangen* ®ott fann ni^t Bes 
friebigt toerben bur4^ ttto^a $(nbete0 $ nur bur(^ fi^ felbft. 2){efet 3)ob ifl bie 
Siebe felb^/ ale SRoment ®otte« gefegt unb biefet Xob ifl ba« 93etfdbnenbe« (Sd 
toirb bacin bie abfotute Siebe angefd^aut« Cf ifl bie 3bentitat be« ®5tt(idben unb 
aRenf(ibii(^en/ baf ®ott in i^m, im dnblic^en bei fi^ felbfl ifl unb bief dnblidbe 
im 2:obe felbfl l^eflimmung ®iii\U ifl. ®ott l^ai buc4 ben Xob bie SBßelt t>er« 
f5bnt nnb )>etf öbnt en^ig ficb mit fi^ felbfl. lDie§ 3untdffommen ifl feine 9ludE« 
lebt gtt fid^ felb^ unb babur^ ifl er ®eifl.'«' IS au r/ @. 717: ^IDer g6ttlid^e 
Sebenaprocef ift ni(bt0 anberd/ al0 bie ISerfdbnung ober ^ermittlung,®otte0 mit 
fi(b felbfl« 3b^en Urf))runa nimmt baber bie (Sntgtoeiung / auf beren ^oraud« 
frt^nng ba« liBeburfhif ber l^erföbnung becubt/ in ber 3bee ©ottetf felbß/ ober 
boriu/ baS ed gum S)efen ®otte0/ ote be^ lebenbigen ®e{M gel^drt/ ftd^ t>on 
fi(b }u unterfd^eiben. — IDa« ift bie iSebeutuna/ n>el(be ^ri^«, aU ber ®ott« 
inenf(b b<^^/ f^f^** ^^ ^^^ ^^^ toefentlid^e dinl^ett bed dnblidben unb Unenblid^e«/ 
ober be0 ai^enfd^lid^en unb ®dttli((en/ gum iBetonf tfein ber aReufd^b^it (ommt.** 
%.6*$land(/b.®mnblagen b. (Srldfun(\0begr. [Sellere 3abrbb. 851 •$*!.] 

p) (§^x. ®laube. $, II. §. 100-105. ®. SKfeidb/ ü. b» satisfaetio vicar. 
[6tnb. u* Jtrit. 844. $« 1. t>rg. 842« $. 2»] 2)gg : (S. $. 6 eibert/ €d^L 
t b* b. ISerfdbn. iSBie^b. 855. 

q)^.St\^ihtx, %. ^* b. @önbe n. (Krldfung* €.87. 281 f. 

r; Siebner, 3)ogm* ©. 287 ff. ©djenfel/ JDogm. 33» II. 6. 624 ff. 
tua. iDgg: 3* Füller; ob b. Sobn ®otte0 S)9enf$ geworben / toenn b. 
menf(bU iefdbl. o^ne <Sünbe? [IDeutfcbe Seitfdb* f. dbt. Sßiff. 850« N. 40 f«] 



§«» Qk^Ic bcT (BotDKrtaffen^t be0 (Bottel geweigert/) f((ien (S^ti^ 
ftia att untorrfa^menfi^ac^e $etf5nlt(^!fit faltig oIT utifrc @^it(b 
ttttb @tr«fe ju ttageit/) ia feine babutc^ Bedingte SSoUenbung mi 

bie «bedknlia activa erneut^ »iefetn bet ®0ttmtn\(S^, toeil ttii^t unter 
bal Sittengefel ge^Ut, unb nt<!^t einSnbtoibuuttt/ fonbent bU 3Rmf^$ 
l^t bar^ettenb , ^eai9erttetettb für fie bal ®efe| )>oaf omtnen erfäut 
i^U -J) all eine neue gfomt ber alten Jtird^enlel^te gettenb gemat^t 
nmtbe, baf ber ®ottmenf^ in feiner ^erufltreue fi<!^ tooSl^renb alte 
«otteifeinbfc^aft M Satan über fl(^ erbulbenb; ein^ neuel a$er]^a(tni( 
ber in i^m boUenbeten SRenfii^^it gu (Sott begrunbet l^abe. SBer bie 
bürgen @(aubenlgenoffen n>oUten in biefer Sufantmenfaffung i}on 
SRenfen unb ^Uittmaäin nur einen WbfaK fe^ ,^) in beffen Ser? 
t^eibigung ber 3ont ®otte6 n^ieber ^erbortrat, beffen SBiberf^n»^ mit 
feinem etoigen Siebedtt)il(en bur^ Sl^ri^ iBeiben gett^ koorben fei/) 

1. 1». Refttittt. 
1. 3eber @(aube an eine ubernaturtid^ unb not^n^enbigeSSerf}^ 
nung bur<!^ ben ^ob einel @ottmenf(!^en n^irb gunt Raren unb folge-- 
reiften 99egrijf er^ in ber anfelmifö^en ^^leorie* S)iefe rul^t auf einem 
all m&g(i(^ gefegten dtvief)>atte ber g&ttti($en (Sigenf^afteu; betun^ 
benfbar ifl in ®ott. @ie jlc^ert nur f^einbar bie Unber(e|(i(]^!eit be^ 
@efe|el, benn bal ifl feine @er;^tigf eit , bie ben Unj<^u(biden/ fon^ 
bem bie ben ©^ulbigen trifft. ®ie entf^^ri^t genau ber grBfinbe 
unb »emic^tet fl(^ toie biefe, weilSunbe unb ffTÖmmigfeit in berSrci- 
l^eit kour^etn/ bal^er 3ure^nung einer fcemben (Sc^ulb öor bem ®ett)if« 
fen fo njenig anerfannt toirb, all Swret^wwwö ^ i^^^l fremben SJerbien* 
fiel. <&in|l(^t(i(^ bei Srl&ferl ; n>ie fe(b^ na^ 9(nfetmul hin a»enW 
an flttli(^en Jll^aten ettoal übrig l^at , fo ifl au^ 3efu Jtob eine ptt* 
lii^t S^at, unb bor ber folgerest ortl^oboxcn ©etra^tung öerf(^toinbet 
fogar fafl jeber geifllge (Bä^mtxt, unb nur ein f ßr^jertic^el fieiben Wei6t 
übrig, koelc^el nie bal gr&f te ifl. S)ie (Satilfactionltl^eorie n^irb nur, 
t}om böfen ©elufle gemifibrau(]^t, flttengcf5l^rli(!^ : bo^ rul^t il^re reß* 
giBfe SSebeutung, SScranfc^^aulid^ung ber ^ur^tbarf eit aKer Sunbe unb 



s)[eaxtotiui] ®ef4i4t(. u. b. HBerfö^n. n. ©enugi^uung^L [(l9*<t 
B. 834. N. 1 f* 66 f.] (Sldf (bt/ gecfbeute Blatter eine« Suviften. ^xl 832. 
8r Ott m tt (I er, tt. b. fleUoedr. ® emtgt^. [6tttb. b. @t\^U ^ütUmh. 846.^. 1.] 

e; £* €cbdbetUitt, ä.b.(bt.$erfd^nttttg0U [6tttb.u*ihit. 845.$. 2 J 
S) rf. bie ®ntnbL b. ^iU. ©tuttg. 848. ®. 76 ff. »cg. 9tf in 3a^c^^*f 
bentfcbe X^. 857. ®. 679 ff. 858. @. 713 ff. 859. @. 467 ff. 

tij S Obern e^ er gegen t8e{i in IDeutfcb* 3eiif4. f. %. SBiff^ 859. N. 2t 

v; 9«^3 i^ i H )> b i/ b. tl^&Hge (Se^orf am (S^. SBtI.84 1 . IDgg! 6 4 n e d e lu 

b u t g e t a. Ür(b(* (S^ri^l. e, 58 ff. w) 3. (S. Jt« ». ^ o f m a tt n, 6<(rift« 
betoei«. I. @.46 ff. öcg. jr®ef(b* §• 450, m. öbtaib, b. «♦ »♦ b. M»«^* 
^enugil^. in b. ^. <S. begrünbei. Jtdnig^B. 857. o?; ^ o f m ann : ^^vJ^ 
f^riften. 9t5tbU 856-9. 3 &. <S<(nftbe)o. 2. 9(tt0g. 857. 1. ®. 47 f. 



a.St^rü. S^riluaBnf. §.153. 253 

ifTt^g M m fti$ BnjtBtiftlnknt SünbnrSi nui auf ffnrt finnti^ 
Vnfi^auunsemttfe Uon OBa^c^tltni, ilt a\S folt^t Um ttligi^fai (Sti^t 
D^rtmi stmif firCo, unb baSitnlgc, nobitri^ fit f!i$ flttli^ xtS)tüt* 
(ist, tu« ütntlgnen beS !Brrf5:&nun9Btob(S buri^ ba« iiitn unb ©In* 
bra nit S^tifto, fü^it, folialb (i jum Efarni ^(Stffft lommt, fogltt^ 
auf bm notütltdÖHi ätobrn btr ttfialftfm ©tmdiif^fift unb tifltwn fitt« 
(ii^rn Qnttttdlung jurütf. ^nit ^toric brängt fi^ bt^^alb btm 9ier< 
Panbt auf, lOflt bit unferttngtr SBrnurrfung btl fflSfm ih unfmn ©d 
»tfftn unb bfnno^ baB iUntrann, baf @ott giBgre ift alS unr(r<&n;, 
liiiti^ fl( umnittttt flennt, unb rotil tn ®«ftfel, bft burift 'i^ingabe 
an b>e Suangtlium fn unfnnn rigntn @(müt^ über unfti SJdf^äÜnifi 
jn @Dtt »Dtgt^t, fii^ 0.1» (int ißrtanbtiung in @ott batjltllt, bit auf 
ttm ®tanb))unftt brr Ho^ vttftänbigtn Üttflciton bur^ bit anftlmifi^t 
Ittiotit Uiil}t tttiitt iDttb. QStnn ain biefr but(^ (in Stiid mit brat 
SBtgdffc btg Untnbtlt^tn unb mit btm SKa^t btr @(nugt^uung M )u 
t4m nmünf^ttn S'clt gtfiti(|ttl ^at, fo fjtit bit SRobifIcat