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Full text of "Exkursionsflora von Europa : Anleitung zum Bestimmen der Gattungen der europäischen Blütenpflanzen"



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Exkursionsflora 



von 



Europa, 



Anleitung zum Bestimmen der Gattungen der 
europäischen Blütenpflanzen. 



Von 



Franz Thonner, 



-^ 



Berlin. 

Verlag von R. Friedläuder & Sohu. 

1901. 



^r\z.ö / 



Druck von A. Hopf er in Burg b. M. 



Vorwort 




Durch die rasch fortschreitende Entwickelung des modernen 
Verkehrswesens werden allmählich auch die entlegeneren Gegenden 
Europas leichter zugänglich gemacht und die Zahl der Reisenden, 
welche dorthin ihre Schritte lenken, vermehrt sich von Jahr zu 
Jahr. Grar mancher von diesen dürfte auch der Pflanzenwelt ein 
tiefergehendes Interesse entgegenbringen und daher ein Hilfsmittel, 
welches die Namen der in jenen Ländern wachsenden Pflanzen 
mit Leichtigkeit zu bestimmen ermöglicht, willkommen heissen. 
Derartige Exkursionsfloren giebt es aber bis jetzt noch nicht für 
sämtliche europäische Länder; auch erfordern die bereits vor- 
handenen eine genaue Kenntnis der betreff'enden Landessprachen. 
Der Verfasser des vorliegenden "Werkes hat es deshalb unter- 
nommen, in demselben einen Schlüssel zu bieten, welcher die 
Grattungen sämtlicher europäischer Blütenpflanzen möglichst rasch, 

^ gleicht und sicher zu bestimmen gestattet. 

CD 

cn 

'~" geographischen Grenzen Euroj)as, also von Island und den Azoren 

, ^bis zum Ural und Kaukasus, wildwachsend, verwildert oder ein- 

geschleppt und bereits eingebürgert, oder im grossen (land- oder 
forstwirtschaftlich) angebaut vorkommen. Die Benennung und 
Umgrenzung der Gattungen und Familien ist dieselbe wie in 
Engler und Prantl's grundlegendem Werk .,Die natürlichen 
Pflanzenfamilien " . 

Als unterscheidende Merkmale wurden hauptsächlich solche 
benützt, welche sich mit freiem Auge an einer blühenden Pflanze 



^^ Aufgenommen wurden alle Gattungen, welche innerhalb der 



YY Vorwort. 

erkennen lassen. Bei der AVahl derselben und der daraus sich 
ergebenden Gruppierung der Gattungen schien mir ferner aus 
didaktischen Gründen die grösstmögliche Annäherung an das natür- 
liche System wünschenswert. Bei der Familientabelle musste aller- 
dings davon abgesehen werden; bei den Gattungstabellen dagegen 
war eine solche Annäherung in den meisten Fällen ausführbar, 
bei manchen Familien sogar unvermeidlich ; bei einigen anderen 
indes Hess sie sich aus Rücksicht auf die angestrebte Leichtig- 
keit und Schnelligkeit der Bestimmung nicht durchführen; dort 
ist die Einteilung eine mehr künstliche; es sind daher auch bei 
solchen Familien die Stämme (Tribus) nicht überall angegeben. 
Sonst habe ich überall, wo es anging, die Unterfamilien (mit der 
Endung -oideae) und Stämme (mit der Endung -eae) angegeben, wie 
sie in Engler und Prantl „Die natürlichen Pflanzenfamilien'" 
aufgeführt sind. Allerdings hat sich daraus mitunter eine unlieb- 
same Uebereinstimmung mit den in diesem "Werk enthaltenen 
Tabellen ergeben; doch bin ich überall, wo es zum Zweck einer 
leichteren Bestimmung wünschenswert war, von denselben ab- 
gewichen; wo aber eine für die Bestimmung bequemere Einteilung 
nicht aufgefunden werden konnte, da habe ich wenigstens eine 
grössere Anzahl von Unterscheidungsmerkmalen aufgeführt, als es 
in jenem, die Gattungen aller Erdteile umfassenden Werk mög- 
lich war. 

Auf die unterscheidenden Merkmale folgt bei einer jeden 
Gattung eine kurze, .ergänzende Beschreibung, die zur Kontrole 
des Ergebnisses der Bestimmung dient. Am Schlüsse dieser Be- 
schreibung ist die geographische Verbreitung angegeben, jedoclr 
nur bei Gattungen von beschränkter Verbreitung; hierauf folgen 
die wichtigsten Synonyme und endlich der deutsche und der 
lateinische Name, letzterer mit Angabe der Betonung. Bei den- 
jenigen Gattungen, welche in Europa nicht einheimisch sind, 
sondern nur angebaut, verwildert oder eingeschleppt vorkommen, 



Vorwort. "V 

ist die Yerbreitungsangabe eingeklammert. Bei Gattungen, für 
welche kein deutscher Xame in Gebrauch ist, wurde eine Ver- 
deutschung der lateinischen beigefügt und gleichfalls durch Ein- 
klammern gekennzeichnet. 

Die Quellwerkc, die ich am meisten benutzte, sind folgende. 
Für die Beschreibung: Engler und Prantl, Die natürlichen 
Pflanzenfamilien, ferner, da dies Werk nicht überall ausführliche 
Beschreibungen enthält. Bentham et Hooker, Genera plantarum, 
De C and olle, Prodromus regni vegetabilis, und verschiedene 
Floren; für die geographische Verbreitung: Nyman, Sylloge florae 
europaeae; für die Betonung und TJebersetzung der lateinischen 
Namen: Wittstein, Etymologisches Wörterbuch; für die deutschen 
Namen: Pritzel und Jessen, Deutsche Volksnamen der Pflanzen, 
und Garcke, Flora von Deutschland. Verschiedene andere Floren 
und Handbücher, deren Aufzählung zu weit führen würde, wurden 
in geringerem Masse benützt. 

Da es noch keine beschreibende Flora von ganz Europa 
giebt, so bin ich nicht auf die Arten eingegangen; doch glaube ich, 
dass es vielen genügen wird, die Gattungsnamen der gefundenen 
Pflanzen zu kennen; auch dürfte in Ländern, für welche beschreibende 
Floren ohne Bestimmungsschlüssel erschienen sind, die Bestimmung 
der Arten, wenn einmal die Gattungsnamen bekannt sind, nicht 
allzu schwierig sein. Ich gebe mich daher der Hoffnung hin, dass 
das vorliegende Buch in Ermangelung einer ausführlicheren Flora 
einstweilen genügen dürfte, und wünsche, dass es recht vielen 
Freunden der Pflanzenwelt von Nutzen sein möge. 

Hinterbrühl bei Wien, im August 1901. 

Franz Thonuer. 



Iiilialtsverzoicliiiis. 



Seite 

I. Teil. Schlüssel zur Bestimmung der Familien. 

Gymnospermae (1) 

Monocotyledoneae (2) 

Apetalae (8) 

Choripetalae (18) 

Sympetalae (36) 

II. Teil. Schlüssel zur Bestimmung der Gattungen. 

I. Klasse. Oouiferae. 

1. Farn. Taxaceae 1 

2. „ Pinaceae 1 

II. Klasse. Gnetales. 

3. Farn. Gnetaceae 4 

III. Klasse. Monocotyledoneae. 

4. Farn. Typhaceae 4 

5. „ Sparganiaceae 5 

6. „ Potamogetonaceae 5 

7. „ Najadaceae 7 

8. „ Juncaginaceae 8 

9. „ Alismaceae 8 

10. „ Biitomaceae 10 

11. „ Hydrocharidaceae 11 

12. „ (xrainineae 12 

13. „ Cyperaceae 36 

14. „ Palmae 38 

15. „ Araceae 39 

16. „ Lemnaceae 42 

17. „ Eriocaulonaceae 43 

18. „ Comnielinaceae 44 



Inhaltsverzeichnis. VII 

Seite 

19. Farn. Juucaceae ....-..-..• 44 

20. „ Liliaceae 44 

21. „ Amaryllidaceae 56 

22. „ Dioscoreaceae 59 

23. „ Iridaceae 59 

24. ,. Musaceae 61 

25. „ Cannaceae 61 

26. „ Orchidaceae . . ■ . . , . . 61 

IV. Klasse. Dicotyledoneae. 

Unterklasse A. Archichlamydeae (Apetalae et Choripetalae). 

27. Farn. Salicaceae 71 

28. „ Myricaceae 71 

29. „ Juglandaceae 72 

30. „ Betulaceae . 72 

31. „ Fagaeeae ; 73 

32. „ Ulmaceae 74 

33. „ Moraceae 75 

34. „ Urticaceae 77 

35. „ Loranthaceae . 78 

36. ,. Santalaceae . 79 

37. „ Aristolochiaceae . 80 

38. „ Rafflesiaceae 81 

39. „ Polyg-onaceae . 81 

- 40. „ Chenopodiaceae 83 

• 41. ,. Amarantaceae 91 

42. „ Nyctaginaceae . -. 93 

43. „ Cynocrambaceae 93 

44. ,, Phytolaccaceae 94 

45. ,, Aizoaceae 94 

46. „ Portulacaceae 95 

• 47. „ Caryophyllaceae 96 

48. „ Nymphaeaceae 104 

■ 49. „ Ceratophyllaceae 105 

50. ,, Ranunculaceae ....;; 105 

51. „ Berberidaceae '. . . . 109 

52. ,. Lauraceae 110 

53. „ Papaveraceae 111 



YIII liihaltsverzeicliiiis. 

Seite 

54. Fam. Cruciferae .... 114 

55. „ Capparidaceao 134 

56. „ Resedaceae 134 

57. „ Droseraeeae 135 

58. „ Crassulaceae 136 

59. „ SaxilVagaceae 137 

60. „ Platanaceae 139 

61. „ Rosaceae 139 

62. „ Leguminosae 146 

63. „ Geraniaceae 161 

64. „ Oxalidaceae 162 

65. „ Linaceae 163 

66. „ Zygophyllaceae 164 

67. „ Cneoraceae • . . . . 166 

68. „ Rutaceae 166 

69. „ Simarubaceae 167 

70. „ Meliaceae 167 

71. „ Polygalaceae 168 

72. „ Euphorbiaceae 168 

73. „ Callitrichaceae 170 

74. „ Buxaceae 171 

75. „ Empeiraceae 171 

76. „ Coriariaceae 172 

77. „ Anacardiaceae 172 

78. „ Aquifoliaceae 173 

79. „ Celastraceae 174 

80. „ Staphyleaceae 175 

81. „ Aceraceae 175 

82. „ Hippocastanaceae 175 

83. „ Sapindaceae 176 

84. „ Balsaminaceae 176 

85. „ Rhamnaceae 176 

86. ,, Vitaceae 177 

87. „ Tiliaceae 178 



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88. „ Malraeeae 178 



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89. „ Guttiferae 181 



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90. „ Elatinaceae 181 

91. „ Frankeniaceae 181 



Inhaltsverzeiclinis. IX 

Seite 

92. Farn. Tamaricaceae 182 

93. „ Cistaceae 183 

94. „ Yiolaceae 184 

95. „ Datiscaceae 184 

96. „ Cactaceae 18-1 

97. „ Thymelaeaceae • 185 

98. „ Elaeagnaceae 186 

99. „ Lythraceae 186 

100. „ Punicaceae 18" 

101. „ Myrtaceae 188 

102. „ Onagraceae 188 

103. „ Hydrocaryaceae 1^1 

104. „ Halorrhagidaceae 191 

105. ,, Oynomoriaceae • 1^2 

106. „ Araliaceae 1^^ 

107. „ Umbelliferae 192 

108. „ Cornaceae 214 

Unterklasse B. Metachlamydeae (Sympetalae). 

109. Farn. Pirolaceae 214 

110. „ Ericaceae 215 

111. „ Diapensiaceae 219 

112. „ Myrsinaceae 220 

113. „ Primiilaceae 220 

114. „ Plumbaginaceae 224 

115. „ Ebenaceae 225 

116. „ Styracaceae 226 

117. „ Oleaceae 226 

229 



» 



118. „ Gentianaceae 

119. „ Apocynaceae ^^^ 

120. „ Asclepiadaceae 232 

121. „ Convolvulaceae 233 

122. „ Polemoniaceae 23y 

123. „ Hydrophyllaceae 236 

124. „ Borraginaceae 236 

125. „ Verbenaceae 243 

126. „ Labiatae • • • • ^^"^ 

127. „ Solanaceae ^^^ 



X 



Inhaltsverzeichnis. 



Seite 

128. Fam. Scrophulariaceae 257 

129. „ Pedaliaceae 267 

130. .. Orobanchaceae . . . . 268 

131. ^ Gesneriaceae 269 

132. ,. Lentibulariaceae 270 

133. .. Globulariaceae 270 

134. .. Acanthaceae 271 

135. ,. Plantaginaceae 271 

136. ,. Eubiaceae 272 

137. „ Caprifoliaceae 274 

138. ,. Adoxaceae 276 

139. .. Yalerianaceae 276 

140. .. Dipsacaceae 278 

141. „ Cucurbitaceae 280 

142. ,. Campauulaceae . 283 

143. „ Gompositae 286 

III. Teil. Erklärung der Kunstausdrücke und Abkürzungen. 

Kuustausdrücke 321 

Autorennaraen 335 

Andere Abkürzungen 338 

Register der Familien- und Gattungsnamen 339 



-^- 



I. Teil. 

Schlüssel zur Bestimmung der Familien. 



Embryophyta siphonogama. 

(Phanerogamae.) 

1. Samenanlaoen nicht im Fruchtknoten einoeschlossen, sondern 
nackt auf der Blütenachse oder den offenen, nicht zu einem 
Grehäuse zusammenschhessenden , narbenlosen rruchtblättern 
sitzend. Holzgewächse mit nadel- oder schujDpenförniigen 
Blättern und eingeschlechtigen Blüten. (Gymnospermae) . 2. 

— Samenanlaoen in einem von den narbentraoenden Frucht- 
blättern gebildeten, höchstens (Resedaceae) an der Sj^itze 
offenen Gehäuse, dem Fruchtknoten, eino^eschlossen. (Anoio- 
spermae) 4. 

2. Saft ohne Harz. Armblätteriore Sträucher oder Halbsträucher. 
Blätter schuppenf örmig. Männhche Blüten mit 2 teiHger 
Blütenhülle. Staubblätter aus 2 f ächeriq-en Staubbeuteln be- 
stehend, welche auf der verlänoferten Blütenachse sitzen. Weib- 
Hche Blüten einzeln oder zu 2. aus 1, von der schlauch- 
förmio-en Blütenhülle umschlossenen Samenanlaoe bestehend. 
Früchte einzeln oder zu 2 von fleischio- o-ewordenen Hoch- 
blättern umschlossen, einer Steinfrucht ähnhch 

Ephedra, Gnetaceae. S. 4. 

— Saft mehr oder wenioer harzisf. Bäume oder dichtbeblätterte 
Sträucher. Blätter nadel- oder schuppenförmig. Blüten ohne 
Blütenhülle. (Coniferae) 3. 

3. Einde ohne Harz. Staubblätter mit 4 — 9 Blütenstaubsäcken, 
welche im Ki'eis um einen kurzen Stiel anofeordnet sind. 
Fruchtblatt 1. verkümmert, an der Spitze eines beschuppten 

Thonner, Exkursionsflora. I. (1) 



/2"\ Gymnospormae, Monocotyledoneae. 

Zweigleins sitzend, 1 Samenanlage tragend. Frucht nur aus 
1 Samen bestehend, welcher von einem becherförmigen, oben 
weit offenen, fleischigen Samenmantel umgeben ist .... 

7^a.mi8, Taxaceae, S. 1. 

Rinde harzig. Staubblätter mit 2 — 5 Blütenstaubsäcken, welche 

unterhalb der Endschuppe des Staubblattes der Quere nach 
nebeneinander liegen. Fruchtblätter 2 oder mehr, deutlich 
entwickelt. Frucht meist zapfenartig, mit holzigen oder lederigen 
Fruchtblättern, seltener beerenartig, aus fast bis zur Spitze 
verwachsenen, meist mehrere Samen einschliessenden, fleischigen 
Fruchtblättern bestehend. Samen ohne Samenmantel . . . 

Pinaceae, S. 1. 

4. Keimling mit nur 1 Keimblatt, selten (OrcJädcweae) ganz un- 
geteilt. Gefässbündel am Querschnitt des Stammes zerstreut. 
Blätter meist j)arallelnervig, selten netznervig, 1 nervig, auf 
Schuppen oder Scheiden beschränkt oder vom Stamm nicht 
geschieden,*) meist schmal, ungeteilt und mit stengelum- 
fassendem Grunde sitzend. Blüten meist 3 zähhg. (Mono- 
cotyledoneae) 5. 

— Keimling mit 2 Keimblättern, selten mit imr 1 wohlent\nckelten 
Keimblatt oder ganz ungeteilt. Gefässbündel am Querschnitt 
des Stammes fast immer kreisförmig angeordnet. Blätter 
meist netznervig, selten freinervig, 1 nervig, auf Schuppen oder 
Stiele beschränkt oder ganz fehlend, sehr selten parallelnervig. 
Blüten meist 4- oder 5 zählig. (Dicotyledoneae) . . 41. 

5. Fruchtknoten oberständig oder nackt (). 

— Fruchtknoten unterständig 34. 

6. Fruchtknoten 1, ungeteilt oder gelappt 7. 

— Fruchtknoten 2 oder mehr, getrennt oder nur am Grunde 
verwachsen 29. 

7. Fruchtknoten 1 fächerig 8. 

— Fruchtknoten 2 — 6 fächerig 21. 

8. Samenanlage 1 9. 

— Samenanlagen 2 oder mehr 18. 



*) Letzteres bei den Lemnaceae, auf Schuppen oder Scheiden be- 
schränkt bei einigen Orchidaceae, Juncaceae und Cyperaccae, 1 nervig liei 
mehreren Hydrocharitaceae, netzuervig bei einigen Äraceae, Dioscoreaceae 
und Lüiaceae. 



Monocotyledoneae. t^\ 

9. Narbe 1, ungeteilt oder fast so 10. 

— Narbe 1, tief geteilt, oder Narben 2 oder mehr ... 15. 

10. Pflanzen von laub artigem Aussehen, ohne GHederung in Stamm 
und Blätter. Blüten zu 2 oder 3 in Gruben oder Taschen 

der Sprosse Lemnaceae, S. 42. 

— Pflanzen mit deutlicher GHederung in Stamm und Blätter. 
Blüten in Aehren, Kolben oder kugehgen Köpfchen . . 11. 

11. Blüten eingeschlechtig, in Kolben oder KöjDfchen ... 12. 

— Blüten zwitterig oder vielehig, in Aehren 14. 

12. Blüten in kugehgen Köpfchen, mit einer aus 3 — 6 Schuppen 
bestehenden Blütenhülle versehen 

Sparganium, Spargan iaceae, S. 5. 

— Blüten in Kolben, ohne Blütenhülle, aber häufig von Haaren 
umgeben 13. 

13. Grundachse kriechend. Blätter sitzend, streifnervig. Kolben 
auf langem, am Grunde beblätterten Stiel, von einem abfälligen 
Scheidenblatt gestützt. Männhcher Blütenstand endständig, 
von dem weiblichen, wenigstens in der Jugend, durch ein 
Scheidenblatt getrennt. Blüten, wenigstens die weiblichen, von 
Haaren umgeben. Narbe spateiförmig oder hneahsch. Samen- 
anlage hängend. Frucht trocken, spät aufspringend .... 

Typlta, Typhaceae, S. 4. 

— Grundachse knollig. Blätter lang gestielt, fiedernervig. Kolben 
auf kurzem, blattlosen Stiel, von einem bleibenden (ver- 
welkenden oder schwindenden), am Grunde röhrigen Scheiden- 
blatt umschlossen. Männhcher Blütenstand von einem An- 
hängsel des Kolbens überragt, von dem weiblichen durch un- 
fruchtbare Blüten, aber kein Scheidenblatt getrennt. Blüten 
nicht von Haaren umgeben. Narbe mehr oder weniger kopfig. 
Samenanlage aufrecht. Frucht beerenartig 

Bianim, Araceae, S. 39. 

14. AVasserpflanzen. Staubbeutel fast sitzend; Mittelband mit 
grannen- oder blattförmigem Anhängsel. Griffel kurz, mit 
schildförmiger oder breit-pinselförmiger Narbe. Frucht eine 
Steinfrucht. Samen ohne Nährgewebe . Potamogetonaceae, S. 5 

■ — Landpflanzen. Staubbeutel auf deutlichem Staubfaden; Mittel- 
band ohne Anhängsel. Griffel lang, mit Hnealischer Narbe. 
Frucht eine Schliessfrucht. Samen mit reichlichem Nähr- 
gewebe GramineaGj S. 12. 

(1*) 



t^\ Monocotyledoneae. 

15. (9.) Blätter gezähnt. Blüten eingeschlechtig, einzeln oder ge- 
kniiuelt in den Blattachseln. Blütenhülle der männUchen 
Blüten doppelt, röhrig. Samen ohne Nährgewebe, aufrecht . 

Xajas, Najadaceae, S. 7. 

— Blätter ganzrandig. Blüten eingeschlechtig und in Aehren, 
oder vielehig oder zwitterig. Blütenhülle einfach, aus mehreren 
Schuppen oder Borsten bestehend, oder fehlend. Samen mit 
Nährgewebe, selten ohne solches, dann aber hängend oder 
seitlich befestigt 16. 

16. Salzwasserpflanzen. Blüten in Kolben mit hängender Samen- 
anlage und 2 Narben, oder in Aehren mit seitlich befestigter 
Samenanlage und 1 vielteiligen, j^inself örmigen Narbe. Blüten- 
staubkörner fadenförmig. Samen ohne Nährgewebe .... 

Potamogetonaceae, S. 5. 

— Land-, Sumpf- oder Süsswasserpflanzen. Blüten in verschieden 
zusammengestellten, selten einzelnstehenden Aehrchen. Samen- 
anlage aufrecht oder seitlich befestigt. Narben 2 — 3. Blüten- 
Staubkörner kugelig. Samen mit reichHchem Nährgewebe . 17. 

17. Keimling vom unteren Teil des Nährgewebes umschlossen. 
Same und Samenanlage am Grunde befestigt, aufrecht, von 
der Erucht- und Fruchtknotenwandung frei. Grriffel 1, mit 
2 — 3 Narben. Staubbeutel am Grunde befestigt. Blattscheiden 
der stengelständigen und inneren grundständigen Blätter ge- 
schlossen, meist ohne Blatthäutchen. Stengel meist 3 kantig, 
ausgefüllt und ohne Knoten Cyperaceae, S. 36. 

— Keimling am Band des Nährgewebes, ausserhalb desselben ge- 
legen. Same und Samenanlage seitlich, aber oft nahe am 
Grunde befestigt, aufsteigend, meist mit der Frucht-, be- 
ziehungsweise Fruchtknotenwandung verwachsen. Griffel 2 
oder 1 mit 2 Narben. Staubbeutel meist am Bücken befestigt. 
Blattscheiden fast immer gespalten und an ihrem oberen Ende 
mit einem Blatthäutchen versehen. Stengel meist stielrund 
und zwischen den Knoten hohl Gramineae, S. 12. 

18. (8.) Blüten ohne Blütenhülle 19. 

— Blüten mit 6 blätteriger Blütenhülle 20. 

19. Schwimmende Wasserpflänzchen ohne deutliche Gliederung in 
Stamm und Blätter. Blüten zu 3 in seithchen Taschen der 

Sprosse Lemnaceae, S. 42. 



]\Ionocotyledoneae. ('5') 



— Land- oder Sumpfpflanzen. Stamm und Blätter deutlich ge- 
sondert. Blüten in Kolben Araceae, S. 39. 

20. Staubblätter, wenigstens die äusseren, von einander und von 
der Blütenhülle frei. Staubbeutel am Grunde befestigt. Griffel 
mit 3 langen Farben JuncaceaGj S. 44. 

— Staubblätter untereinander oder mit dem Grund der Blätter 
der Blütenhülle verwachsen. Staubbeutel am Hucken befestiat. 
Griffel mit 1 Xarbe oder mit 3 kurzen Narben 

Liliaceae, S. 44. 

21. (7.) Samenanlage in jedem Fache des Fruchtknotens 1 . 22. 

— Samenanlagen in jedem Fache des Fruchtknotens 2 oder 
mehr 26. 

22. Fruchtknotenfächer 2. Narben 2. Blüten in vielblütigen 
Köi^fchen 23. 

— Fruchtknotenfächer 3 — 6. Narben 3 — 6 oder 1. Blüten 
einzeln oder in Aehren, Trauben, Dolden, Trugdolden oder 
2 — 3 blutigen Köpfchen . -. 24. 

23. Köpfchen eingeschlechtig; die unteren weiblich, die oberen 
männlich. Blütenhülle aus 3 — 6 SchujDpen bestehend. Staub- 
beutel am Grunde befestio-t. Samenanlage umoewendet. Frucht 
eine Steinfrucht Sparganium, Sparganiaceae, S. 5. 

— Köpfchen zweigeschlechtig, aus inneren männlichen und äusseren 
weiblichen Blüten gebildet. Blütenhülle aus 2 äusseren und 
2 inneren kronartigen Abschnitten bestehend. Staubbeutel 
am Rücken befestigt. Samenanlage geradläufig. Frucht eine 

Kapsel Erlocaulon, Eriocaulonaceae, S. 43. 

24. Blüten in Aehren oder Trauben. Staubbeutel aussen auf- 
springend. Samenanlagen grundständig. Samen ohne Nähr- 
gewebe Triglochin, Juncaginaceae, S. 8. 

— Blüten einzeln oder m Köpfchen, Dolden oder Trugdolden. 
Staubbeutel innen aufspringend. Samenanlagen hängend oder 
seitlich befestigt. Samen mit Nährgewebe 25. 

25. Blütenhülle in Kelch und Krone geschieden. Staubblätter zum 
Teil unfruchtbar. Narbe 1. Nährgewebe mehlig , . . 

Commelina, Commelinaceae, S. 44. 

— Blütenhülle mehr oder weniger kronartig. Staubblätter alle 
fruchtbar. Narben 3. Nährgewebe fleischig oder knorpehg . 

Liliaceae. S. 44. 



/ß\ Monocotyledoneae. 

26. Blüten in Kolben. Blütenhülle kelchartig. Narbe 1, sitzend, 
ungeteilt ........... Acorus, Araceae, 8. 39. 

— Blüten nicht in Kolben. Blütenhülle meist kronartig. Narbe 1, 
auf deutlichem Griffel, oder Narben mehrere 27. 

27. Blütenhülle in Kelch und Krone geschieden, 6 blätterig; Krone 
blau. Nälii'gewebe mehlig . Coinmellna, Commelinaceae, 8. 44. 

— Blütenhülle mit gleichartigen oder ziemlich gleichartigen Ab- 
schnitten, selten in Kelch und Krone geschieden, aber 8 — 12- 
Ijlätterig und grünHch. Nährgewebe fleischig, knorjDehg oder 
hornig 28. 

28. Blätter der Blütenhülle spelzenartig, aber bisweilen gefärbt. 
Griffel 1, mit 3 langen, fädUchen, meist gedrehten Narben. 
Keine Zwiebel Juncus, JutlCaceae, S. 44. 

— Blätter der Blütenhülle mehr oder weniger kronartig. Griffel 
3 — 5 oder 1 mit 1 Narbe oder mit 3 kurzen, seltener 3 langen 
Narben ; in letzterem Falle Zwiebelgewächse . Liliaceae, S. 44. 

29. (6.) Samenanlage in jedem Fruchtknoten 1 30. 

— Samenanlagen in jedem Fruchtknoten 2 oder mehr . . 32. 

30. Holzgewächse. Blätter geteilt. Blätter der Blütenhülle 6 oder 
mehr, gleichartig, lederig. Samen mit Nährgewebe .... 

Palmae, S. 38. 

— Kräuter. Blätter unsfeteilt. Blätter der Blütenhülle 6, die 
äusseren kelchartig, die inneren kronartig, oder 3 — 4, oder 0. 
Samen ohne Nährö'ewebe 31. 

31. Blütenhülle aus 3 kelchartioen und 3 kronartioen Blättern 
bestehend. Staubblätter 6 oder mehr. Samenanlage grund- 
ständig Alismaceae, S. 8. 

— Blütenhülle mit 3 — 4 kelchartioen Abschnitten oder ungeteilt 
oder fehlend. Staubblätter 1 — 4. Samenanlage hängend oder 

seitlich befestigt Potamogetonaceae, S. 5. 

32. Blütenhülle kelchartig, gelblich-grün. Samenanlagen grund- 
ständig Scheuchzeria, Juncaginaceae, S. 8. 

— Blütenhülle kronartig oder in Kelch und Krone geschieden; 
alle oder die inneren Abschnitte rosenrot oder weiss. Samen- 
anlagen wandständig 33. 

33. Pflanzen ohne Milchsaft. Blätter linealisch. Blütenhülle kron- 
artig. Staubblätter 9. Samenanlagen zahlreich, fast die ganze 



Monocotyledoneae. ^'J\ 

Innenwand des Fruchtknotens bedeckend. Früchtchen der 
Länge nach aufspringend. Samen mit geradem Keimhng . . 

Butomus, Butomaceae, S. 10. 

— Pflanzen mit Milchsaft. Blätter lanzettlich bis herzförmig. 
Blütenhülle in Kelch und Krone gescliieden. Staubblätter 6. 
Samenanlagen wenige, nur an der Bauchnaht des Frucht- 
knotens eingefügt. Früchtchen der Quere nach oder nicht 
aufspringend. Samen mit geki'ümmtem Keimling 

Damasonium, Alismaceae, S. 8. 

34. (5.) Fruchtknoten 1 fächerig, bisweilen unvollkommen 6 fächerig 

35. 

— Fruchtknoten 3 fächerig 37. 

35. Wasserj)flanzen. Blüten eingeschlechtig, Blütenhülle regel- 
mässig, mehr oder weniger deutlich in Kelch und Krone ge- 
schieden. Frucht unregelmässig oder nicht aufsj)ringend . . 

Hydrocharitaceae, S. 11. 

— Land- oder Sumpfpflanzen. Blüten zwitterig. Blütenhülle 
regelmässig und kronartig, oder unregelmässig. Frucht mit 
Längsspalten oder Klappen aufspringend 36. 

36. Blüten regelmässig. Staubblätter 3, nicht mit dem Griffel 
verwachsen. Samen mit Nährgewebe 

Hermodactylus, Iridaceae, S. 59. 

— Blüten unregelmässig. Staubblätter 1 — 2, mit dem Griffel 
verwachsen. Samen ohne Nährgewebe . . OrchidaCGae, S. 6L 

37. Blätter herzförmig. Samenanlagen in jedem Fache des Frucht- 
knotens 2 Dioscoreaceae, S. 59. 

• — Blätter nicht herzförmig. Samenanlagen in jedem Fache des 
Fruchtknotens mehi' als 2 38. 

38. Blütenhülle in Kelch und Krone geschieden. Fruchtbares 

Staubblatt 1 Canna, Cannaceae, S. 6L 

— Blütenhülle kronartig. Fruchtbare Staubblätter 3 — 6 . 39. 

39. Blüten eingeschlechtig oder vielehig. Fruchtbare Staub- 
blätter 5 Musa, Musaceae, S. 61. 

— Blüten zwitterig. Fruchtbare Staubblätter 3 oder 6 . . 40. 

40. Staubblätter 3. Staubbeutel nach aussen gewendet .... 

Iridaceae, S. 59. 

— Staubblätter 6. Staubbeutel nach innen gewendet .... 

Amaryllidaceae, S. 56. 



(Q\ Apetalae. 

41. (4.) Blutenhülle fehlend oder einfach (gleichartig) oder ans 
Kelch und getienntljlätteriger Krone bestehend. Kronblätter 
fehlend oder völlig getrennt, selten an der Spitze oder in der 
Mitte zusammenhängend, am Grund aber getrennt. (Archi- 
chlamydeae) 42. 

— ßUitenhülle aus Kelch und vereintblätteriger Krone bestehend. 
Kronblätter am Grund oder au'^h höher hinauf untereinander 
verwachsen. (j\retachlamydeae v. Sympetalae) . . 263. 

42. Blütenhülle fehlend oder einfach (gleichartig), seltener aus 
2 — 6 ein wenig ungleichartigen Abschnitten bestehend. (Ape- 
talae) 43. 

— Blütenhülle in Kelch und Krone geschieden, seltener aus 8 
oder mehr fast gleichartigen Abschnitten bestehend. (Chori- 
petalae) 121. 

43. Fruchtknoten oberständig oder nackt 44. 

— Fruchtknoten unterständig oder halbunterständig . . . 96. 

44. Fruchtknoten 1 45. 

— Fruchtknoten 2 oder mehr, getrennt 94. 

45. Fruchtknoten 1 fächerig , .... 46. 

— Fruchtknoten 2- oder mehrfächerig 78. 

46. Samenanlage 1 47. 

— Samenanlagen 2 oder mehr 71. 

47. Narbe 1, ungeteilt, schwach gelappt oder vielteilig (mehr oder 
weniger pinselförmig), Griffel 1 oder 48. 

— Narben in den weiblichen und zwitterigen Blüten 2 — 5, ge- 
trennt oder am Grunde vereinigt. Griffel 1; — 5 oder . 60. 

48. Staubblätter 1—6 49. 

— Staubblätter 8 oder mehr 57. 

49. Nebenblätter fehlend 50. 

— Nebenblätter vorhanden 54. 

50. Blütenhülle in der Knospenlage klappig 51. 

— Blütenhülle in der Knospenlage dachig oder in den weiblichen 
Blüten fehlend 53. 

51. Blutenhülle 5 lappig. Staubfäden am Grunde verwachsen, 
Same mit gekrümmtem Keimung 

Boerhavia, Nyctaginaceae, S. 93. 

— Blütenhülle 2 — 4 lappig oder -teilig. Staubfäden getrennt. 
Same mit geradem Keimling 52. 



Apetalae. ("9^ 

52. Kräuter oder Halbsträucher. Staubblätter ebensoviel wie Ab- 
schnitte der Blutenhülle und ihnen gegenüberstehend. Samen- 
schale häutig Urticaceae, S. 77. 

— Sträucher oder Bäume. Staubblätter ebensoviel wie Abschnitte 
der Blütenhülle und mit ihnen abwechselnd, oder mehr. Samen- 
schale krustig oder holzig Elaeagnaceae, S. 186. 

53. Kräuter oder Halbsträucher. Blätter wohlentwickelt. Staub- 
fäden am Grunde verwachsen. Samenanlage von der Spitze 
des langen Nabelstranges herabhängend . AmarantaceaG, S. 91. 

— Kräuter mit auf den Stiel beschränkten Blättern, Sträucher 
oder Bäume. Staubfäden getrennt. Samenanlage fast sitzend . 

Chenopodiaceae, S. 83. 

54. Sträucher oder Bäume. Blüten eingeschlechtig. Samenanlaee 
hängend. Keimling gekrümmt, mit nach oben gerichtetem 

Würzelchen Moraceae, S. 75. 

— Kräuter oder Halbsträucher. Samenanlage aufrecht oder auf- 
steigend, selten hängend, dann aber Blüten zwitterig. Keim- 
ling gerade, selten etwas gekrümmt, aber mit unterem 
Würzelchen 55. 

55. Blätter einfach, ungeteilt, ganzrandig. Blütenhülle 5 teilig. 
Samenanlage aufrecht, umgewendet. Same mit mehligem Nähi'- 

gewebe lllecebriün, Caryophyllaceae, S. 96. 

— Blätter gezähnt, gelappt — geteilt oder zusammengesetzt. Blüten- 
hülle 3 — 4 lappig oder -teilig, selten 5 lappig. Samenanlage 
aufrecht und geradläufig oder fast so, oder hängend. Same 
mit fleischigem Nährgewebe oder ohne Nährgewebe . . 56. 

56. Blüten eingeschlechtig. Same mit Nährgewebe. Blätter gegen- 
ständig, selten wechselständig, dann aber Blütenhülle 3 zähnig 

oder fehlend Urticaceae, S. 77. 

— Blüten zwitterig. Samen ohne Nährgewebe. Blätter wechsel- 
ständig. Blütenhülle 4 — 5 lappig .... Rosaceae, S. 139. 

57. (48.) Wasserpflanzen. Blätter quirlig. Blütenhülle klappig. 
Staubblätter unterständig 

Ceratophi/llitm, Ceratophyilaceae^ S. 105. 

— Landpflanzen. Blätter wechselständig. Blütenhülle dachig. 
Staubblätter umständig 58. 

58. Blätter gefiedert und mit Nebenblättern versehen 

Sanguisorha, RosaceaC; S. 139. 

— Blätter einfach, ungeteilt, ohne Nebenblätter 59. 



(10) Apetalae. 

59. Blüten in Dolden oder Rispen. Staul)ldätter 9 — 14, sehr 
selten 8. Stanbbeutel mit Klappen aufspringend. Samenschale 

häutig Lauraceae. S. 110. 

— Blüten in Köpfchen oder Trauben, oder einzelnstehend. Staub- 
blätter 8. Staubbeutel mit Längsspalten aufspringend. Samen- 
schale krustig Thymelaeaceae, S. 185. 

60. (47.) Kräuter oder Halbsträucher 61. 

— Sträucher oder Bäume 66. 

61. Blütenhülle der männlichen Blüten klappig, der weiblichen 
fehlend. Same ohne Nährgewebe, mit geradem Keimhng. 
Blüten, alle oder die männhchen, in Köpfchen . . . . . 

Compositae, S. 286. 

— Blütenhülle der männlichen Blüten dachig, der weiblichen und 
zwitterigen dachig oder fehlend. Same mit Nährgewebe oder 
mit o-ekrümmtem Keimlino- 62. 

62. Samenanlage von der Spitze des Faches herabhängend. Blätter 
gezähnt, gelappt oder geteilt, mit freien Nebenblättern ver- 
sehen Moraceae, S. 75. 

— Samenanlage grundständig oder an einem grundständigen Nabel- 
strang befestigt. Blätter ganzrandig oder ohne Nebenblätter oder 
mit röhrenförmig verwachsenen Nebenblättern versehen . 63. 

63. Samenanlage geradläufig. Narben an der Spitze der GrrifFel- 
äste. Staubblätter meist 6 — 9. Nebenblätter in eine Röhre 
verwachsen, sehr selten fehlend, dann aber Blütenhülle 3 spaltig 
und Staubblätter deutlich umständig . . PolyQOnaCGaG, S. 81. 

— Samenanlage .krummläufig oder umgewendet. Narben meist 
an der Innenseite der Griffeläste herablaufend. Staubblätter 
meist 1 — 5. Nebenblätter meist fehlend. Blätter der Blüten- 
hülle 4 — 5, selten weniger, dann aber Staubblätter unterständig 
oder fast so 64. 

64. Nebenblätter meist vorhanden, aber bisweilen sehr klein, seltener 
fehlend, dann aber Staubblätter 10 oder deutlich umständig. 

Blätter gegenständig Caryophyilaceae, S. 96. 

— Nebenblätter fehlend. Staubblätter 1 — 5, meist unterständig 
oder fast so, selten deutlich umständig, dann aber Blätter 
wechselständig oder fehlend 65. 

65. Blütenhülle häutig bis trockenhäutig. Blüten mit Vorblättern, 
einhäusig oder vielehig, ohne unfj-uchtbare Staubblätter . . 

Amarantm, Amarantaceae, S. 91. 



Apetalae. (11) 

— Blütenhülle meist krautig, lederig oder fleischig, seltener häutig 
oder trocken, dann aber Blüten entweder ohne Vorblätter 
(wenigstens die männhchen) oder zwitterig oder mit unfrucht- 
baren Staubblättern versehen .... ChenopodiaCGae, S. 83. 

66. (60.) Nebenblätter fehlend 67. 

— Nebenblätter vorhanden 69. 

67. Blätter zusammengesetzt, meist gefiedert. Narben 3. Blüten 

zweihäusig Pistacia, Anacardiaceae, S. 172. 

— Blätter einfach und ungeteilt, oder fehlend. Narben 2 
seltener 3, dann aber Blüten zwitterig oder vielehig . . 68. 

68. Blütenhülle in den Blüten beider Geschlechter fehlend, aber 
in den weibhchen Blüten 2 — 4 Vorblätter vorhanden. Samen- 
anlage geradläufig ....... Mijrica, Myricaceae, S. 71. 

— Blütenhülle in den männlichen und zwitterigen Blüten vor- 
handen, in den weiblichen bisweilen fehlend. Samenanlage 

krummläufig Chenopodiaceae^ S. 83. 

69. Staubblätter ebensoviel wie Abschnitte der Blütenhülle und 
mit ihnen abwechselnd, oder mehr. Griffel 2 — 4, mit end- 
ständioen Narben. Samenanlage aufrecht, geradläufig. Same 
mit mehhgem Nährgewebe Polygonaceae, S. 81. 

— Staubblätter ebensoviel wie Abschnitte der Blütenhülle und 
ihnen gegenüberstehend, oder weniger. Griffel 1 — 2, mit Längs- 
narben. Samenanlage hängend, umgewendet oder halbumge- 
wendet. Same mit fleischigem Nährgewebe oder ohne Nähr- 
gewebe 70. 

70. Blüten einzeln oder in Büscheln. Same ohne Nährgewebe . 

Ulmaceae, S. 74. 

— Blüten in Aehren (Scheinähren) oder auf becherförmigem 
Blütenboden. Same mit Nährgewebe . . . MoraCGae, S. 75. 

71. (46.) Narbe 1, ungeteilt oder gelappt. Griffel 1 oder 0.*) . 72. 

— Narben 2—5. Griffel 1—5 77. 

72. Blütenhülle in der Knospe klappig, aber mit einem Aussen- 
kelch versehen. Fruchtknoten am Grunde gefächert. Samen 
ohne Nährgewebe . Lythraceae, S. 186. 



*) Man vergleiche auch die zu den Monocotyledoneae gehörigen, 
aber meist netznervige Blätter tragenden Araceae, welche jedoch keine 
Blütenhülle besitzen. 



(\2) Apetalae. 

— Blütenhülle in der Knospe dachig. Fruchtknoten vollkommen 
1 fächerig. Samen mit Nährgewebe 73. 

73. Blätter gegenständig. Staubblätter ebensoviel wie Abschnitte 
der Blütenhülle und mit ihnen abwechselnd. Samenanlagen 
auf einer freien mittelständigen Samenleiste 

Glanx, Primulaceae, S. 220. 

— Blätter wechselständig. Staubblätter ebensoviel wie Abschnitte 
der Blütenhülle und ihnen gegenüberstehend, oder mehr. Samen- 
anlagen au einer grund- oder wandständigen Samenleiste . 74. 

74. Bäume. Blütenhülle vereintblätterig. Staubblätter umständig . 

Leguminosae. S. 146. 

— Kräuter. Blütenhülle getreuntblätterig. Staubblätter unter- 
ständig 75. 

75. Blätter ungeteilt. Staubblätter 5. Staubfäden unten ver- 
wachsen Celosia, Amarantaceae, S. 91. 

— Blätter gelappt bis zerscluiitten. Staubblätter 6 oder mehr. 
Staubfäden getrennt 76. 

76. Staubblätter 6. Staubbeutel mit Klappen aufsjDringend. Samen- 
anlagen grundständig . . . Leontice, Berberidaceae, S. 109. 

— Staubblätter zahh'eich. Staubbeutel mit Längsspalten auf- 
springend. Samenanlagen wandständig . RanunCUlaceaG, S. 105. 

77. (71.) Kräuter oder Halbsträucher. Blätter gegenständig. Blüten- 
hülle 4 — 5 blätterig oder -lappig. Samenanlagen grundständig 
oder an einer freien, mittelständigen Samenleiste. Samen mit 

Nährgewebe Caryophyllaceae, S. 96. 

— Sträucher oder Bäume. Blätter wechselständig. Blütenhülle 
fehlend, aber eine becherförmige oder auf 1 — 2 Schuppen 
beschränkte Scheibe vorhanden. Samenanlagen an mehreren 
wandständigen Samenleisten. Samen ohne Nährgewebe . , . 

Salicaceae, S. 71. 

78. (45.) Samenanlage in jedem Fache des Fruchtknotens 1 . 79. 

— Samenanlagen in jedem Fache des Fruchtknotens 2 oder 
mehr 87. 

79. Narbe 1, ungeteilt oder ausgerandet. Griffel 1 oder 0. 
Kräuter oder Halbsträucher. Blütenhülle 4teihg .... 

LepldiwHy Cruciferae, S. 114. 

— Narben 2 oder mehr. Griffel 1 oder mehrere oder 0. Ki'autige 
Gewächse (Ki'äuter oder Halbsträucher) mit Steiliger oder 



Apetalae. (13) 

4 — 5 lappiger Blütenhülle oder ohne Blütenhülle, oder Holz- 
gewächse 80. 

80. Nebenblätter fehlend 81. 

— Nebenblätter vorhanden 84. 

81. Staubblätter 3—4 Empetraceae, 8. 171. 

— Staubblätter 1 — 2 oder mehr als 4 82. 

82. Fruchtknotenfächer und Xarben je 7 — 12. Samenanlagen grund- 
ständig-. Samen mit mehliofem Xähroewebe 

Phytolacca, Phytolaccaceae, S. 94. 

— Fruchtknotenfächer und Xarben je 2 — 6. Samenanlagen hängend. 
Samen mit fleischigem Xährgewebe 83. 

83. Fruchtknoten 3 fächerig. Griffel 1, 3 — 6 spaltig, oder 3.*) 
Staubblatt 1, aber 5 oder mehr männhche Blüten mit 1 weib- 
lichen zu einer scheinbar zwitterigen Blüte vereinigt, oder 
Staubblätter zahlreich. Blütenhülle 3 — Steilig oder fehlend . 

Euphorbiaceae, S. 168. 

— Fruchtknoten 4 fächerig. Griffel 2. Staubblatt 1. Blüten einzeln 

oder zu 2 — 3 CalUtrlche, Callitrichaceae, S. 170. 

84. Blüten eingeschlechtig, aber bisweilen scheinbar zwitterig durch 
Vereiniounof von mehreren männlichen Blüten mit einer s-e- 
stielten weiblichen mit 3 fächerigem Fruchtknoten innerhalb 
einer o-emeinsamen Hülle 85. 

— Blüten zwitteriö' oder vielehio-. Fruchtknoten 2fächeriof oder 
sitzend 86. 

85. Blütenhülle der männlichen Blüten klappig oder fehlend, 
Staubblätter mehr als 4 oder nur 1. Samen mit Nährgewebe 

Euphorbiaceae, S. 168. 

— Blütenhülle der männlichen Blüten dachig. Staubblätter 2 — 4. 
Samen ohne Xährgewebe BetulaceaG, S. 72. 

86. Blütenhülle klappig. Staubblätter mit den Abschnitten derselben 
abwechselnd. Samenanlagen aufrecht. Samen mit Nährgewebe 

Rhamnaceae, S. 176. 

— Blütenhülle dachig. Staubblätter den Abschnitten derselben 
gegenüberstehend. Samenanlagen hängend. Samen ohne Nähr- 
gewebe Ulmus, Ulmaceae^ S. 74. 



*) Man vergleiche auch die zu den Monocotyle doneae gehörige, 
aber netznervige Blätter tragende Liliacee Smilax mit 6 teiliger Blutenhülle. 



Q^^ Apctalae. 

87. (78.) Griffel oder sitzende Narben 1 — 2 88. 

— Griffel 3--10 91. 

88. Kräuter oder Halbsträucher. Blüten zwitterig .... 89. 

— Sträucher oder Bäume. Blüten eingeschlechtig oder vielehig . 90. 

89. Blutenhülle getrenntblätterig, in der Knospe dachig. 8amen 
mit gekrümmtem KeimUng Cruciferae, S. 114. 

— Blütenhülle vereintblätterig, in der Knosjje klaj)pig, aber meist 
mit einem Aussenkelch versehen. Samen mit geradem Keim- 
ling Lythraceae, 8. 186. 

90. Blütenhülle fehlend. Samenanlagen hängend. Samen mit Xähr- 

gewebe FrcLvinus, Oleaceae, S. 226. 

— Blütenhülle vorhanden, 4 — Öteihg. Samenanlagen aufsteigend. 
Samen ohne Nälirgewebe Acer, Aceraceae, S. 175. 

91. Kräuter oder Halbsträucher. Blüten zwitterig .... 92. 

— Sträucher oder Bäume. Blüten eingeschlechtig .... 93. 

92. Blätter ungeteilt. Unfruchtbare Staubblätter pfriemlich oder 
fehlend. Keimling das mehlige Nährgewebe einschliessend . 

Aizoaceae, S. 94. 

— Blätter zerschnitten. Unfruchtbare Staubblätter (Honigblätter) 
2 spaltig. Keimling am Grund des fleischigen Nährgewebes . 

Isigella, Ranunculaceae, S. 105. 

93. Blätter gegenständig, ohne Nebenblätter. Männliche Blüten 
mit 4 Blütenhüllblättern und 4 Staubblättern. Staubbeutel 
innen aufspringend Buxus^ BuxaceaG, S. 171. 

— Blätter wechselständig, mit Nebenblättern versehen. MännUche 
Blüten mit 5 — 6 Blütenhüllblättern und 5 — 6 Staubblättern. 
Staubbeutel aussen aufspringend 

Serwinega, Euphorbiaceae, S. 168. 

94. (44.) Bäume. Blüten einhäusio-. Blütenhülle undeuthch. Samen- 
anlagen geradläufig. Samen mit geringem Nährgewebe . . . 

Plaianus, Platanaceae, S. 139. 

— Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher. Blüten zwitterig, viel- 
ehig oder zweihäusig. Blütenhülle deutlich. Samenanlagen um- 
gewendet. Samen mit reichlichem Nährgewebe oder ohne Nähr- 
gewebe 95. 

95. Blütenhülle getrenntblätterig. Staubblätter unterständig. Staub- 
beutel aussen oder seitlich aufsj)ringend. vSamen mit reichlichem 

Nährgewebe Ranuticulaceae, S. 105. 



Apetalae. (15) 

— Blutenhülle vereintblätterig. Staubblätter umständig. Staub- 
beutel innen aufspringend. Samen ohne Nährgewebe . . . 

Rosaceae, S. 139. 

96. (43.) Fruchtknoten 1 fächerig (bei den Loranthaceae mit un- 

geteiltem Griffel ohne deutliches Fach) 97. 

— Fruchtknoten 2- oder mehrfächerig (bei den Betulaceae und 
Fagaceae mit 2 — 6 Griffeln anfangs ohne deutliche Fächer) . 111. 

97. Samenanlage 1 oder (Loranthaceae) Samenanlagen von der 
Masse des Fruchtknotens nicht gesondert 98. 

— Samenanlagen 2 oder mehr . . .107. 

98. Narbe 1, ungeteilt. Griffel 1 oder 99. 

— Narben 2—5. Griffel 1 — 5 oder 103. 

99. Staubblatt 1. Samenanlage hängend 100. 

— Staubblätter 2 oder mehr. Samenanlage aufrecht oder von 
der Masse des Fruchtknotens nicht deutlich geschieden . 101. 

100. Rötliche Wurzelschmarotzer. Blüten in kolbenförmigen Blüten- 
ständen. Blütenhülle mit 1 — 8 Abschnitten. Same mit dicker 
Schale, ohne Nährgewebe . Cynoinorium, Cynomoriaceae, S. 192. 

— Grüne Wasserpflanzen. Blüten einzeln in den Blattachseln. 
Blütenhülle mit ungeteiltem, wenig vorragenden Saum. Same 
mit häutiger Schale, mit Nährgewebe versehen 

Hipjmris, Halorrhagidaceae, S. 191. 

101. Staubblätter ebensoviel wie Abschnitte der Blütenhülle (2 — 6) 
und ihnen gegenüberstehend. Samenanlagen von der Masse 
des Fruchtknotens nicht deutlich geschieden. Auf Bäumen 
schmarotzende Sträucher Loranthaceae, S. 78. 

— Staubblätter ebensoviel wie Abschnitte der Blütenhülle, aber 
mit ihnen abwechselnd, oder mehr. Samenanlage aufrecht. 
Meist Kräuter oder Halbsträucher 102. 

102. Staubblätter 2 — 5. Same mit geradem Keimling, ohne Nähr- 
gewebe. Blüten meist in Köj)fchen . . Compositae, S. 286. 

— Staubblätter 9 — 30. Same mit gekrümmtem KeimUng und 
mit Nährgewebe. Blüten einzeln oder zu 2 — 4 

Cynocramhe, Cynocrambaceae, S. 93. 

103. Staubblätter 8 oder mehr. Blätter oefiedert. Blüten in Aehren 
oder Kätzchen Juglans, Juglandaceae, S. 72. 

— Staubblätter 2 — 5. Blätter einfach, ungeteilt oder gelappt, 
seltener geteilt oder zerschnitten, dann aber Blüten in Köpfchen 
oder Büscheln 104. 



(\Q\ Apetalae. 

104. Staubblätter weniger als Abschnitte der Blütenhülle. 8amen- 

anla<re hängend Valerianaceae, S. 276. 

— Staubblätter ebensoviel wie Abschnitte der Blütenhülle. Samen- 
anlage aufrecht oder aufsteigend 105. 

105. Blütenhülle mehr oder weniger kelchartig, in der Knospe 
dachig. Staubblätter den Abschnitten der Blütenhülle gegenüber- 
stehend Chenopodiaceae, S. 83. 

— Blütenhülle mehr oder weniger kronartig, in der Knospe 
klai)pig. Staubblätter mit den Abschnitten der Blütenhülle 
abwechselnd 106. 

106. Staubbeutel getrennt. Narben kopfig. Same mit Nährgewebe. 
Blüten in Trugdolden Rubiaceae. S. 272. 

— Staubbeutel zusammenhängend. Narben selten kopfig. Same 
ohne Nährgewebe. Blüten meist in Köpfchen 

Compositae, S. 286. 

107. (97.) Samenanlagen 2 — 4, von der SjDitze einer mittelständigen 
Samenleiste herabhängend. Staubblätter 3 — 5 

Santalaceae, S. 79. 

— Samenanlagen zahlreich, an mehreren wandständigen Samen- 
leisten befestigt. Staubblätter 6 — 12 108. 

108. Griffel 1, ungeteilt, mit 1 oder mehreren Narben . . 109. 

— Griffel 2 oder 3, getrennt 110. 

109. Pflanzen von gelber oder roter Farbe. Blätter schuppen- 
förmio-. Blüten eiuoeschlechtig. Blütenhülle regelmässig 
4 lappig, in der Knospe dachig. Staubbeutel 8. Narbe 1, 
8 — lOlapjDig. Samenleisten 8 — 10. Frucht eine Beere . . 

Cytimis, Rafflesiaceae, S. 81. 

— Pflanzen von grüner Farbe. Blätter wohlentwickelt, Blüten 
zwitterig. Blütenhülle ganzrandig, unregelmässig gelappt 
oder regelmässig 3 lappig, in der Knospe klappig. Staub- 
beutel 6 oder 12. Narben 6. Samenleisten 6, Frucht eine 

Kapsel Aristolochiaceae, S. 80, 

110. Blätter ungeteilt. Blüten zwitterig. Griffel 2, sehr selten 3; 
Narben ungeteilt. Samen mit Nährgewebe ....... 

Chrysofiplenium, Saxifragaceae, S. 137. 

— Blätter zerschnitten oder gefiedert. Blüten eingeschlechtig. 
Griffel 3 ; Narben 2 teilig. Samen ohne Nährgewebe . . . 

Datisca, Datiscaceae, S, 184. 



Apetalae. (17^ 

111. (96.) Samenanlage in jedem Fache des Fruclitlmotens 1 . 112. 

— Samenanlagen in jedem Fache des Fruchtknotens 2 oder 
mehr 117. 

112. Griffel 1, ungeteilt, mit 3, selten 1 — 2 Narben. Frucht- 
knoten mit 1 fruchtbaren und 2 leeren Fächern. Staub- 
blätter weniger als Abschnitte der Blütenhülle 

Valerianaceae, S. 276. 

• — Griffel 2 — 9, getrennt oder teilweise verwachsen. Frucht- 
knoten mit 3 — 9 fruchtbaren Fächern oder 2 f ächerio-. Staub- 
blätter ebensoviel wie Abschnitte der Blütenhülle oder 
mehr 113 

113. Griffel oder Griffeläste und Fruchtknotenfächer je 2. Staub- 
blätter ebensoviel wie Abschnitte der Blütenhülle oder Blüten- 
hülle fehlend 114. 

— Griffel oder Griffeläste und Fruchtknotenfächer je 3 — 9. 
Staubblätter doppeltso^del als Abschnitte der Blütenhülle oder 
melir. Blütenhülle vorhanden 116. 

114. Blätter gegenständig oder quirhg. Blütenhülle vereintblätterig, 
3 — 5 lappig, mehr oder weniger kronartig. Samenanlagen 
aufrecht oder aufsteigend Rubiaceae, S. 272. 

— Blätter wechselständig. Blütenhülle getrenntblätterig oder 
wenig vorragend oder fehlend. Samenanlagen hängend . 115. 

115. Blüten in Aehren oder Kätzchen, die weiblichen bisweilen 
in Köpfchen. Blütenhülle in den männlichen Blüten fehlend, 
in den weibHchen wenig vorragend. Frucht eine Schhess- 
frucht. Samen ohne Nährgewebe . . . Betulaceae^ S. 72. 

— Blüten in Dolden oder Köpfchen. Blütenhülle in allen Blüten 
vorhanden, 5 teilig, mehr oder weniger kronartig. Frucht 
eine Spaltfrucht. Samen mit Nährgewebe 

Umbelliferae, S. 192. 

116. Griffel und Fruchtknotenfächer je 3 — 5. Staubblätter doppelt- 
soviel wie Abschnitte der Blütenhülle, 8 — 12. Blüten in 
endständigen Knäueln. Blätter zerschnitten 

Ado.va, Adoxaceae, S. 276. 

— Griffel und Fruchtknotenfächer je 7 — 9. Staubblätter mehr 
als dojDpeltsoviel wie Abschnitte der Blütenhülle, 16 — 20. 
Blüten einzeln in den Blattachseln. Blätter ungeteilt . . 

Tetragonia, Aizoaceae, S. 94. 
Thonner, Exkursionsflora. I. (2) 



(IS) Apetalae, Choripetulae. 

117. (111.) Samenanlagen in jedem Fache des Fruchtknotens 2. 
BKiten eingeschlechtig.*) Frucht eine Nuss. Sträucher oder 

Bäume Fagaceae, S. 73. 

— Samenanlagen in iedem Fache des Fruchtknotens zahlreich. 
Blüten zwitterig. Frucht eine Kapsel 118. 

118. Stauhblätter 4. Nebenblätter vorhanden, aber klein und ab- 

fäUig Luclwigia, Onagraceae, S. 188. 

— Staubblätter 6 oder mehr. Nebenblätter fehlend . . .119. 

119. Staubblätter 6 oder 12. Staubbeutel nach aussen gewendet. 
Samen mit fleischigem Nähi'gewebe . Aristoiochiaceae, S. 80. 

— Staubblätter zahlreich. Staubbeutel nach innen gewendet. 
Samen mit mehlisem Nährgewebe oder ohne Nährgewebe . 120. 

120. Kräuter oder Halbsträucher. Blätter der Blütenhülle mehr 
oder weniger getrennt. Kronblattartige unfruchtbare Staub- 
blätter zahh-eich. Griifel oder Narben mehrere. Samen mit 
Nährgewebe .... Mesembryantheimmi, AizoaceaG, S. 94. 

— Bäume. Blätter der Blütenhülle mützenförmig verwachsen. 
Kronblattartige unfruchtbare Staubblätter fehlend. Griifel 
und Narbe 1. Samen ohne Nährgewebe 

Eucalyptus, Myrtaceae, S. 188. 

121. (42.) Fruchtknoten oberständig oder grösstenteils ober- 
ständiof 122. 

— Fruchtknoten unterständig, grösstenteils unterständig oder 
halbunterständig 233. 

122. Fruchtknoten 1, ungeteilt oder gelappt 123. 

— Fruchtknoten 2 oder mehr, getrennt oder nur am Grunde; 
aber nicht bis zur Mitte verwachsen. Griffel 2 oder mehr, 
am (7 runde getrennt, weiter oben bisweilen zusammen- 
hängend 220. 

123. Fruchtknoten 1 fächerig, bisweilen unvollkommen gefächert . 1 24. 

— Fruchtknoten vollkommen 2- oder mehrfächerig . . .161. 

124. Samenanlage 1 125 

— Samenanlagen 2 oder mehr 133. 

125. Griffel 1, mit 1, 2 oder 4 Narben 126. 

— Griffel 3 oder 5, getrennt oder am Grunde verwachsen . 130. 



*) Man vergleiche auch die zu den Monoco tylodoneae gehörigen, 
aber netznervige Ulätter tragenden Dioscoreaceae mit krautigem Stengel. 



Choripetalae. (19) 

126. Blüten regelmässig . 127. 

— Blüten deutlich uni'egelmässig .......... 129. 

127. Nebenblätter fehlend. Staubblätter 6, unterständig . . . 

Cruciferae, S. 114. 

— Nebenblätter vorhanden. Staubblätter 1 — 5, umständig . 128. 

128. Blätter gegenständig, ungeteilt. Kronblätter borstenförmig, 
mit offener Knospenlage. Griffel endständig. Same mit 

Nährgewebe Caryophyllaceae, S. 96. 

— Blätter wechselständig, gelapjDt — geteilt oder zusammengesetzt. 
Kronblätter kelchartig, mit klappiger Knospenlage. Griffel 
grundständig. Same ohne Nährgewebe 

Alehimüla, Rosaceae, S. 139. 

129. Blätter mehrfach zerschnitten. Kelch fi-etrenntblätteriof. Staub- 
blätter 6 (oder 2 dreispaltige) . Fumaria, Papaveraceae, S. 111. 

— Blätter ungeteilt, gefingert oder einfach gefiedert. Kelch 
vereintblätterig. Staubblätter 5, 9 oder 10 



Leguminosae, S. 146. 

130. Griffel oder Griffeläste 5. Kelch mit klappiger oder offener 

Knospenlage Plumbaginaceae, S. 224. 

— Griffel oder Griffeläste 3. Kelch mit dachiger Knospen- 
lage ........ 131 

131. Kelchblätter 3. Kronblätter 3. Staubblätter 6— 9 . . . 

Polygonaceae, S. 81. 

— Kelchblätter 0. Kronblätter 5. Staubblätter 3 — 5 oder 10 . 132. 

132. Kräuter oder Halbsträucher. Nebenblätter vorhanden. Same 
mit reichlichem Nähr ge webe . Corrigiola, Caryophyllaceae^ S. 96. 

— Sträucher oder Bäume. Nebenblätter fehlend. Same mit 
geringem Nähr ge webe oder ohne Nährgewebe 

Anacardiaceae, S. 172. 

133. (124.) Samenanlagen grund- oder mittelständig .... 134. 

— Samenanlagen wandständig 141. 

134. Narbe 1, ungeteilt oder gelappt. Griffel 1 oder . .135. 

— Narben 2—5. Griffel 1 — 5 oder ...... . 138. 

135. Krone mit klappiger Knospenlage. Staubblätter ebensoviel 
wie Kronblätter und ihnen gegenüberstehend, 4 — 5 . . . 

Vitis, Vitaceae, S. 177. 

— Krone mit dachiger Knospenlage. Staubblätter ebensoviel 
wie Kronblätter und ihnen gegenüberstehend, aber 6, oder 

(2*) 



/'20') Choripetalae. 

mit ihnen abwechselnd, oder weniger oder mehr als Kron- 
blätter 136. 

136. Kelchblätter hoch hinauf verwachsen, in der Knospe klappig 
(aber meist mit' einem Aussenkelch versehen). Kronblätter 
deutlich umständig. Samen ohne Nährgewebe 

Lythraceae, S. 186. 

— Kelchblätter cfetrennt oder nur am Grunde verwachsen, in 
der Knospe dachig oder offen. Kronblätter unterständig oder 
fast so. Samen mit Nährgewebe 137. 

137. Kräuter mit ungeteilten Blättern. Blätter gegenständig. Blüten- 
hülle aus 5 Kelch- und 5 Ki-onblättern bestehend. Staub- 
blätter 5 Polycarpaea, Caryophyllaceae, S. 96. 

— Kräuter mit zerschnittenen oder zusammengesetzten Blättern 
oder Sträucher. Blätter wechselständig. Blütenhülle aus 6 — 9 
Blättern bestehend; ausserdem noch 6 Honigblätter vorhanden. 

Staubblätter 6 Berberidaceae, S. 109. 

138. Kelchblätter 2. Staubblätter ebensoviel \^de Kronblätter und 
ihnen gegenüberstehend . . Claytonia, Portulacaceae, S. 95 

— Kelchblätter 4 — 8. Staubblätter ebensoviel wie Kronblätter, 
aber mit ihnen abw^echselnd, oder weniger oder mehr als 
Kronblätter 139. 

139. Blätter gegenständig, sehr selten wechselständig aber mit 
Nebenblättern versehen. Samen mit meist gekrümmtem Keim- 
ling Caryophyllaceae, S. 96. 

— Blätter wechselständig, ohne Nebenblätter. Samen mit ge- 
radem Keimling 140. 

140. Blätter lang, mit Drüsenhaaren bedeckt. Grriifel fädhch, mit 
kopfigen Narben. Samen nicht behaart, mit reichlichem Nähr- 
gewebe Drosopliyllum, Droseraceae, S. 135. 

— Blätter kurz, ohne Drüseuhaare. Griffel fädlich, mit kleinen 
Narben, oder kurz und dick. Samen behaart, mit geringem 
Nährgewebe oder ohne Nährgew^ebe . TaiTiaricaceaC, S. 182. 

141. (133.) Samenanlagen an 1 wandständigen (nahtständigen) 
Samenleiste 142. 

— Samenanlagen an 2 oder mehr wandständigen Samen- 
leisten 146. 

142. Staubblätter 4—10 143. 

— Staubblätter zahlreich 145. 



Choripetalae. (21) 

143. Staubblätter mehr oder weniger umständig, 5 oder 7 — 10, 
sehr selten 6, dann aber Bäume mit gefiederten Blättern. 
Kelch vereintblätterig Leguminosae, S. 146. 

— Staubl)lätter unterständig, 4 oder 6. Sträucher mit ungeteilten 
Blättern, Halbsträucher oder Kräuter. Kelch getrennt- 
blätterig 144. 

144. Staubblätter 4 oder 6; in letzterem Falle Kronblätter 3 oder 6. 
Staubbeutel mit Klappen aufspringend. Samen mit reichlichem 

Nährgewebe Berberidaceae, S. 109. 

— Staubblätter 6. Kronblätter 4. Staubbeutel mit Längsspalten 
aufspringend. Samen mit geringem Nährgewebe oder ohne 

Nähi'gewebe Cruciferae, S. 114. 

145. Kräuter. Blätter gelaj^pt oder zerschnitten. Kelch getrennt- 
blätterig. Krön- und Staubblätter unterständig 

Ranunculaceae, S. 105. 

— Sträucher oder Bäume. Blätter ungeteilt. Kelch vereint- 
blätterig. Krön- und Staubblätter umständig 

Rosaceae, S. 139. 

146. Griffel 1, ungeteilt, mit 1 ungeteilten, gela23pten oder geteilten 
Narbe, oder sitzende Narbe 1, ungeteilt oder gelappt . 147. 

— Griffel 2 — 6, getrennt oder teilweise verwachsen mit von 
einander getrennten Narben, oder sitzende Narben mehrere, 
getrennt 154. 

147. kronblätter 4 oder 6. Kelchblätter 2—4 148. 

— Kronblätter 5. Kelchblätter 3 oder 5 151. 

148. Kelchblätter 2 oder 3 Papaveraceae, S. 111. 

— Kelchblätter 4 149. 

149. Staubblätter 8. Staubbeutel mit 1 Querspalt oder mit 2 end- 
ständigen Löchern aufspringend. Samen mit reichhchem 

Nährgewebe Pirolaceae, S. 214. 

— Staubblätter 4, 6 oder zahlreich. Staubbeutel mit Längs- 
spalten aufspringend. Samen mit geringem Nährgewebe oder 
ohne Nährgewebe 150. 

150. Staubblätter 6, von welchen 4 länger sind als die beiden 
anderen. Blätter einfach, aber oft zerschnitten, ohne Neben- 
blätter Cruciferae, S. 114. 

— Staubblätter 6, gleichlang, oder mehr oder nur 4. Blätter 
einfach und mit Nebenblättern versehen, oder bandförmig 

zusammengesetzt CapparidacGae, S. 134. 



(22) Clioripetalae. 



151. Blüten unregelmässig. Staubblätter 5 

Viola, Violaceae, »S. 184. 

— Blüten regelmässig. Staubblätter 10 oder mehi* . . . 152. 

152. Staubbeutel mit 1 Querspalt oder mit 2 endständigen Löchern 
aufspringend. Staubblätter 10. Samenleisten 5. Keimling 
sehr klein, imgeteilt . PJrolaceae, S. 214. 

— Staubbeutel mit 2 Längsspalten aufspringend. Staul^blätter 
meist zahlreich, seltener 10, dann aber Samenleisten 3. Keim- 
Unor gross, mit 2 Keimblättern 15.3. 

153. Blätter wechselständig. Staubblätter 10. Samen ohne Xähr- 

gcwebe Tamaricaceae, S. 182. 

— Blätter creofenständio- wenio-stens die untersten. Staubblätter 
meist zahh'eich. Samen mit Xährgewebe . CistaCGae, S. 183. 

154. (146.) Kelchblätter 2 — 3. Ki'onblätter doppeltsoviel . . . 

Papaveraceae, S. 111. 

— Kelchblätter 4 — 8. Kronblätter ebensoviel 155. 

155. Blüten unregelmässig. Ki'one mit offener Knospenlage . . 

Reseda, Resedaceae, S. 134. 

— Blüten regelmässig. Krone mit dachiger Knospenlagc . 156. 

156. Blätter wechselständig oder alle grundständig .... 157 

— Blätter gegenständig oder quirlig 159. 

157. Halbsträucher, Sträucher oder Bäume. Blätter am Stengel 
verteilt. Samen mit Haarschopf . . Tamaricaceae, S. 182. 

— Kräuter. Blätter grundständig. Samen ohne Haarschojjf , 1.58. 

158. Blätter kahl. Blüten einzelnstehend. Staubbeutel nach innen 
gewendet. Xarben 3—4 . Parnassia, Saxifragaceae, S. 137. 

— Blätter mit Drüsenhaaren. Blüten in traubenf örmigen Wickeln. 
Staubbeutel nach aussen gewendet. Narben 6 

Drosera, Droseraceae, S. 135. 

159. Staubblätter 9 oder mehr. Samen ohne Xäliro-ewebe . . . 

Hi/periann, Guttiferae, S. 181. 

— Staubblätter 4 — 6. Samen mit Nährgewebe .... 160. 

160. Landpflanzen. Blätter gegenständig. Kelch gelapjjt, klappig. 
Griffel 1, 2 — 3 spaltig. Nährgewebe mehlig 

Frankenia, Frankeniaceae, S. 181. 

— Wasserpflanzen. Blätter quii-üg. Kelch geteilt, dachig. 
Griffel 5. Nähi'gewebe fleischig 

Aldrovanda, Droseraceae. S. 135. 



Clioripetalae. (23) 

161. (123.) Samenanlage in jedem Fache des Fruchtknotens 1 . 162. 
- — Samenanlagen in iedem Fache des Fruchtknotens 2 oder 

mehr 175. 

162. Griffel 1, ungeteilt, mit 1 Narbe oder mit 2 oder mehr am 
Grunde zusammenstossenden Xarben, oder Griffel fehlend und 
sitzende Narbe 1, ungeteilt oder gelappt 163. 

— Griffel 2 oder mehr, getrennt oder unten verwachsen, mit 
am Grunde nicht zusammenstossenden, mehr oder weniger 
endständigen Narben 170. 

163. Staubblätter 2—6 164. 

— Staubblätter 8 oder mehr 168. 

164. Kelch in der Knospe klappig. Krön- und Staubblätter um- 
ständisf. Fruchtknoten frei oder am Grunde mit der Kelch- 
röhre oder der Scheibe verwachsen 165. 

— Kelch in der Knospe dachig. Krön- und Staubblätter unter- 
ständig. Fruchtknoten frei 166. 

165. Kräuter. Nebenblätter fehlend. Staubblätter mit den Kron- 
blättern abwechselnd. Narbe 1. Samenanlagen hängend. 
Frucht eine Schliessfrucht. Samen ohne Nährgewebe . . . 

Trajxi, Hydrocaryaceae, S. 191 

— Sträucher oder Bäume. Nebenblätter vorhanden. Staub- 
blätter den Kronblättern gegenüberstehend. Narben 2 — 4. 
Samenanlagen aufrecht. Frucht eine Steinfrucht. Samen mit 

Nähi'gewebe ... Rhamnaceae, S. 176. 

166. Sträucher mit ziemlich grossen Blättern und 4 — 5 zähligen 
Blüten. Nebenblätter vorhanden, aber sehr klein und ab- 
fällig. Kelchblätter am Grunde verwachsen. Fruchtknoten 
der Länge nach 4 — 5 fächerig . Ikw, Aquifoliaceae^ S. 173. 

— Sträuchlein mit kleinen Blättern und 2 — 3 zähligen Blüten 
oder Halbsträucher oder Ki'äuter. Nebenblätter fehlend. 
Kelchblätter getrennt. Fruchtknoten der Länge nach 2 — 3- 
oder 6 — 9 fächerig oder der Quere nach gefächert . . 167. 

167. Sträuchlein. Kelch- und Kronblätter je 2 — 3. Frucht stein- 
fruchtartig. Samen mit geradem Keimling und reichhchem 

Nährgewebe Empetraceae, S. 171. 

• — Ki'äuter oder Halbsträucher. Kelch- und Kronblätter je 4. 
Frucht trocken. Samen mit geki'ümmtem Keimling und mit 
geringem Nährgewebe oder ohne Nährgewebe 

Cruciferae, S. 114. 



("24) Choripetalae. 

168. Nebenblätter fehlend. Blüten unregelmässig. Staubblätter 8. 
Fruchtknoten 2 fäclierig . . Polygala, Polygalaceae, S. 168. 

— Nebenblätter vorhanden. Blüten regelmässig. Staubblätter 10 
oder mehr. Fruchtknoten 3- oder mehrfächerig ... 1 69. 

169. Kelch in der Knospe klappig. Staubfäden verwachsen. Staub- 
beutel auf 1 Hälfte beschränkt. Samen mit gekrümmtem 
Keimling und mit Nähi'gewebe .... Malvaceae, S. 178. 

— Kelch in der Knospe dachig. Staubfäden getrennt. Staub- 
beutel mit beiden Hälften versehen. Samen mit geradem, 
Keimling, ohne Nährgewebe .... Zygophyllaceae, S. 164. 

170. (162.) Staubblätter zahlreich. Staubbeutel auf 1 Hälfte be- 
schränkt Malvaceae, S. 178. 

— Staubblätter 2 — 10. Staubbeutel mit beiden Hälften versehen, 
welche jedoch bisweilen am Scheitel verschmelzen . . 171. 

171. Kelch deutlich vereintblätterig. Krön- und Staubblätter um- 
ständig Rhamnaceae, S. 176. 

— Kelch getrenntblätterig oder fast so. Krön- und Staubblätter 
unterständig 172. 

172. Kelch- und Kronblätter je 2 — 3. Frucht eine Steinfrucht . 

Empetraceae, S. 171. 

— Kelch- und Kronblätter je 4 — 5. Frucht eine Kapsel . 173.. 

173. Blüten zwitterig, regelmässig. Staubblätter ebensoviel wie 
Kronblätter und mit ihnen abwechselnd. Staubbeutel nach 
iimen gewendet. Fruchtknoten 4 — 10 fächerig 

Linaceae, S. 163. 

— Blüten eingeschlechtig oder vielehig, in letzterem Falle un- 
regelmässig. Staubblätter ebensoviel wie Kronblätter, aber 
ihnen gegenüberstehend und mit nach aussen gewendeten Staub- 
beuteln versehen, oder mehr. Fruchtknoten 3 fächerig . 174. 

174. Blätter ungeteilt. Blüten einhäusig, 5 zählig. Kelch der 
männlichen Blüten klappig. Narben 6. Samenanlagen hängend. 
Samen mit Nährgewebe . Chrozojihora, Euphorbiaceae, S. 168. 

— Blätter zerschnitten. Blüten zweihäusig-vielehig, 4zähhg. 
Kelch dachig. Narben 3. Samenanlagen aufsteigend. Samen 



ohne Nährgewebe . . Cai^diospenmün, Sapindaceae, S. 176. 

175. (161.) Samenanlagen in jedem Fache des Fruchtknotens 2 . 176.. 

— Samenanlagen in jedem Fache des Fruchtknotens 3 oder 

mehr 196.. 



Choripetalae. (25) 

176. GrriflFel 1, ungeteilt, mit 1 Narbe oder mit 2 oder mehr am 
Grrunde zusammenstossenden Narben, oder Griffel fehlend und 
sitzende Narbe 1, ungeteilt oder geteilt 177. 

— Grriffel 2 — 5, getrennt oder unterwärts verwachsen, mit 
nicht zusammenstossenden, mein* oder weniger endständigen 
Narben 192. 

177. Narbe 1, ungeteilt oder gelappt 178. 

— Narbe 1, 2 — 6 teilig, oder Narben 2 — 6 185. 

178. Staubblätter 2 — 6 179. 

— Staubblätter 7 — 10 182. 

179. Kräuter oder Halbsträucher. Kelch getrenntblätterig. Staub- 
blätter 6, selten weniger. Samen mit gekrümmtem Keim- 
ling Cruciferae, S. 114. 

— Sträucher oder Bäume. Kelch vereintblätterig. Staubblätter 
2 — 5. Samen mit geradem Keimling 180. 

180. Blätter oeaenständisf, ohne Nebenblätter. Staubblätter 2. 
Frucht eine Stein- oder Schhessfrucht . . Oleaceae, S. 226. 

— Blätter eeoenständiof, aber mit Nebenblättern versehen, oder 
wechselständio-. Staubblätter 4 — 5. Frucht eine Beere oder 
Kapsel 181. 

181. Blätter ungeteilt, fast immer gegenständig. Krone dachig. 
Staubblätter mit den Kronblättern abwechselnd. Frucht eine 

Kapsel Evonynms, Celastraceae, S. 174. 

— Blätter gelappt — geteilt oder zusammengesetzt, wechselständig. 
Krone klappig. Staubblätter den Kronblättern gegenüber- 
stehend. Frucht eine Beere . . . Vitis, Vitaceae, S. 177. 

182. Blätter gefingert, 5 — 9 zähhg. Blüten um-egelmässig, viel- 
ehig. Staubblätter 7 — 8. Fruchtknoten 3 fächerig. Samen 
ohne Nährgewebe . . . Aesculus, HippocastanaceaGj S. 175. 

— Blätter einfach, gedreit oder doppelt-gefiedert. Blüten regel- 
mässig, zwitterig. Staubblätter 10. Fruchtknoten 5 fächerig. 
Samen mit Nährgewebe 183. 

183. Bäume. Blätter doppelt-gefiedert. Staubfäden in eine lange 
Eöhi-e verwachsen Mella, Meliaceae, S. 167. 

— Kräuter oder Halbsträucher. Blätter einfach oder dreizählig 
zusammenofesetzt. Staubfäden setrennt 184. 

184. Blätter gegenständig, dreizähfig zusammengesetzt, nicht punk- 
tiert, mit Nebenblättern versehen. Blüten einzeln in den 



(2^") Choripetalae. 

Blattacbseln. Kelch getrenntblätterig. Scheibe wenig ent- 
wickelt. Fruchtknoten kantig . /'%o///«, Zygophyllaceae, S. 1(54. 

— Bliitter wechselständig, einfach, drüsig punktiert, ohne Neben- 
1) lütter. Blüten in Ebensträussen oder Risj^en. Kelch mehr 
oder weniger deutlich vereint])lätterig. Scheibe dick. Frucht- 
knoten gelappt Rtita, Rutaceae, S. IHB. 

185. (177.) Narben 2 oder eine 2 teilige 186. 

— Narben 3 — H oder eine 8 — 6 teilige 189. 

180. Kräuter oder Halbsträucher. Staubblätter 6, selten weniger . 

Cruciferae, S. 114. 

— Sträucher oder Bäume. Staubblätter 2 — 5 oder 7 — 12 . 187. 

187. Krone klappig. Staubblätter 2. Samenanlagen hängend. 
Frucht eine Schliess- oder Steinfrucht . . Oleaceae, S. 226. 

— Krone dachio-, Staubblätter 4 — 12. Samenanlagen aufrecht 
oder aufsteigend. Frucht eine Spalt- oder Springfrucht . 188. 

188. Blätter wechselständig. Blüten zwitterig. Frucht eine Kapsel. 
Samen mit Nährgewebe und geradem Keimling 

Gymnosporia, Celastraceae, S. 174. 

— Blätter gegenständig. Blüten vielehig oder eingeschlechtig. 
Frucht eine Spaltfrucht. Samen ohne Nährgewebe, mit ge- 
krümmtem Keimling Acei\ Aceraceae, S. 175. 

189. Staubblätter zahlreich. Kelch in der Knospe klappig. Frucht 
eine Schliessfrucht TUkii TiliaceaS; S, 178. 

— Staubblätter 3 — 10. Kelch in der Knospe dacliig oder offen. 
Frucht eine Stein-, Spalt- oder Springfrucht .... 190. 

190. Staubfäden am Grunde verwachsen. Ki-äuter, Halbsträucher 
oder Sträucher; letztere mit unregelmässigen Blüten und 

7 Staubl)lättern Geraniaceae, S. 161. 

— Staubfäden getrennt. Sträucher oder Bäume. Blüten regel- 
mässig. Staubblätter 3 — 5 191. 

191. Kelch mit offener Knospenlage. Staubblätter unterständig. 
Frucht aus mehreren Steinfrüchten bestehend. Samen mit 
gekrümmtem Keimling . . . Cneonim, Cneoraceae, S. 166. 

— Kelch mit dachiger Knospenlage. Staubblätter umständig. 
Frucht eine Kapsel. Samen mit geradem Keimling . . . 

Celastraceae, S. 174. 

192. (176.) Griffel 2. Fruchtknoten 2 fächerig. Frucht eine Spalt- 
frucht Acer, Aceraceae, S. 175. 



Choripetalae. (27) 

— Griffel 3 — 5. Fruchtknoten 3 — 5 fächerig. Frucht eine 
Kapsel 193. 

193. Staubblätter 4—6 194. 

— Staubblätter 9 oder mehr 195. 

194. Blüten eingeschlechtig. Staubfäden getrennt. Narben 6. 
Samen mit reichUchem Nährgewebe und etwas gekrümmtem 
Keimhng Andrachne, Euphorbiaceae, S. 168. 

— Blüten zwitterig. Staubfäden am Grunde verwachsen. Narben 
3 — 5. Samen mit spärlichem Nährgewebe und geradem 

Keimling Linaceae, S. 163. 

195. Blätter wechselständig, 3 zählig zusammengesetzt. Staubblätter 
10. Samenanlao-en häneend. Samen mit Nähro-ewebe . . 

OxaUs, Oxalidaceae, S. 162. 

— Blätter gegenständig oder quirlig, einfach, ungeteilt. Staub- 
blätter meist zahlreich. Samenanlaoen aufsteioend oder wao- 
recht. Samen ohne Nährgewebe 

Hypericum, Guttiferae, S. 181. 

196. (175.) Griffel 1, ungeteilt, mit 1 Narbe oder mit mehreren 
am Grunde zusammenstossenden oder an der ungeteilten 
Griffelspitze herablaufenden Narben, oder Griffel fehlend und 
sitzende Narbe 1 (ungeteilt oder geteilt) 197. 

— Griffel 2 oder mehr, getrennt oder in ihrem unteren Teil 
verwachsen, mit nicht zusammenstossenden (mehr oder weniger 
endständigen) Narben.*) 213. 

197. Staubblätter 2 — 7, ebensoviel wie Kelchblätter oder weniger 
oder etwas mehr, aber nicht dopj)eltsoviel 198. 

— Staubblätter 8 oder mehr, doppeltsoviel als Kelchblätter oder 
mehr . . . .^ . . 202. 

198. Sträucher oder Bäume. Scheibe stark entwickelt .... 

Evonymus, Celastraceae, S. 174. 

— Kräuter oder Halbsträucher. Scheibe schwach entwickelt 
oder fehlend 199. 



*) Mau vergleiche auch die zu den Monocotyledoneae gehörige, 
aber netznervige Blätter tragende Liliacee Paris. Es sind Kräuter mit 
quirligen, ungeteilten, nebenblattlosen Blättern, einzelnen endständigen 
Blüten, 4 — 5 getrennten Kelchblättern, ebensoviel Kronblättern, Frucht- 
knotenfächern und Griffelästen, und 8 — 10 Staubblättern. 



/'28) Choripetalae. 

199. Blüten deutlich unregelmässig, gespornt. Kronblätter 3. 
Fruchtknotenfächer 5, nebeneinander. Narbe 5 zähnig oder 

5teihg Impatiens, Balsaminaceae, 8. 176 

— Blüten regelmässig oder fast regelmässig. Kronblätter 4 — 8. 
Fruchtknotenfächer 2 — 4 nebeneinander oder mehrere über- 
einander. Narbe ungeteilt oder 2 — 4 teilig 200. 

200. Kelch in der Knospe klappig. Krone deutlich umständig. 
Samen mit geradem Keimling .... Lythraceae, S. 186. 

— Kelch in der Knosjje dachig oder offen. Krone unterständig 
oder fast unterständig. Samen mit gekrümmtem Keim- 
ling 201. 

201. Kelch getrenntblätterig. Fruchtknoten 2 fächerig. Narben 
1 — 2. Samenanlagen wandständig . . . CrUCiferae, S. 114. 

— Kelch vereintblätterig. Fruchtknoten 3 — 4 fächerig. Narben 
3 — 4, an der GrifFelspitze herablaufend. Samenanlagen innen- 
winkelständig Tetrad Iclt's, Zygophyllaceae, S. 164. 

202. Staubblätter doppeltsoviel wie Kelchblätter, 8 — 16 . . 203. 

— Staubblätter mehr als doppeltsoviel wie Kelchblätter, 12 oder 
mehi* 207. 

203. Krone umständig. Fruchtknoten 2 fächerig 

Lythrum, Lythraceae, S. 186. 

— Krone unterständig. Fruchtknoten 3- oder mehrfächerig . 204. 

204. Staubbeutel mit 2 endständigen Löchern oder mit 1 Querspalt 
aufspringend. Blätter einfach, ungeteilt, nicht punktiert . 205. 

— Staubbeutel mit 2 Längsspalten aufspringend. Blätter zu- 
sammengesetzt (gefingert oder gefiedert) oder geteilt oder 
drüsig punktiert 206. 

205. Ki-äuter. Blüten einzeln oder in Trauben (oder Schirm- 
trauben). Kelch 4 — 5 teilig. Keimling ungeteilt .... 

Pirolaceae, S. 214. 

— Sträucher. Blüten in Dolden. Kelch 5zähmg. Keimling 
mit zwei sehr kleinen Keimblättern 

LediDu, Ericaceae, S. 215. 

206. Blätter drüsig punktiert, ohne Nebenblätter. Blüten in reich- 
blütigen Ebensträussen oder Rispen . . . RlltaC8ae, S. 166. 

— Blätter nicht punktiert, mit Nebenl)lättem versehen. Blüten 
einzeln oder zu 2 in der Nähe der Blattachseln .... 

Zygophyllaceae, S. 164. 



Choripetalae. (29) 

207. Samenanlagen wand- oder scheidewandständig. Griffel fehlend 
oder fast fehlend, selten deuthch entmckelt, dann aber mit 
2- oder 4 teiliger Narbe 208. 

— Samenanlagen innenwinkelständig. Griffel deutlich, mit un- 
geteilter oder 3-, 5- oder viellappiger Xarbe . . . .210. 

208. Wasserpflanzen mit schwimmenden Blättern. Kelchblätter 
5 — 6. EjL'onblätter zahlreich. Nähi'gewebe doppelt, mehlig. 

Nuphar, Nymphaeaceae, S. 104. 

— Landpflanzen. Kelchblätter 2 — 4. Kronblätter 4 — 6. Xähi'- 
gewebe einfach und fleiscliig oder ölig, oder fehlend . 209. 

209. Blätter ungeteilt, ganzrandig, mit Nebenblättern versehen. 
Kelchblätter 4. Kronblätter ebensoviel. Frucht eine Beere. 
Samen ohne Nährgewebe . Ccqijiaris, Capparidaceae, S. 134. 

— Blätter gezähnt, gelapj)t oder geteilt, ohne Nebenblätter. 
Kelchblätter 2 — 3. Kronblätter dojDpeltsoviel. Frucht eine 
Kapsel. Samen mit Nähi'gewebe . . PapaveraceaG, S. 111. 

210. Blätter ohne Nebenblätter. Fruchtknoten vielfächerig. Frucht 
eine Beere Citrus, Rutaceae, S. 166. 

— Blätter mit Nebenblättern. Fruchtknoten 3 — 5 fächerig. 
Frucht eine Kapsel 211. 

211. Krone weiss. Staubblätter 12 — 15. Fruchtknoten 3fächerig. 

Fegamint, Zygophyllaceae, S. 164. 

— Krone gelb oder rot. Staubblätter zahlreich. Fruchtknoten 
öfächeria 212. 

212. Kelch getrenntblätterig, ohne Aussenkelch. Staubfäden ge- 
trennt. Staubbeutel mit beiden Hälften versehen. Samen 
nicht wollig Corchorus^ Tiliaceae. S. 178. 

— Kelch vereintblätterig, mit Aussenkelch. Staubfäden ver- 
wachsen. Staubbeutel auf 1 Hälfte beschränkt. Samen wollig. 

Gossypium, Malvaceae, S. 178. 

213. (196.) Staubblätter 2—8 214. 

— Staubblätter 10 oder mehr 215. 

214. Ki'äuter. Blätter einfach, ungeteilt (aber mit Nebenblättern 
versehen). Blüten einzeln oder in Büscheln, achselständig. 
Kelch- und Ki'onblätter je 2 — 4. Scheibe fehlend. Staub- 
blätter unterständig, 2 — 4 oder 6 — 8. Samen ohne Nähr- 
gewebe Elatine, Elatinaceae, S. 181. 



/ßO) Choripetalae. 

— Sträucher. Blätter zusammengesetzt. Blüten in Trauben oder 
Risiken. Kelch- und Kronblätter je 5. Scheibe vorhanden. 
Staubblätter umständig, 5. Samen mit Nährgewebe . . . 

Stapliylea, Staphyleaceae, S. 175. 

215. Staubblätter 10 • 216. 

— Staubblätter zahlreich 217. 

216. Kelch getrenntblätterig. Ki'on- und Staubblätter unterständig. 
Staubfäden am Grunde verwachsen. Fruchtknotenfächer und 
Griffel 5. Blätter wechselständig, 3 zählig zusammengesetzt . 

Oxalls, Oxalidaceae, S. 162. 

— Kelch vereintblätterig. Krön- und Staubblätter mehr oder 
wenio'er umständig. Staubfäden getrennt. Fruchtknotenfächer 
und Griffel 2, sehr selten mehr 

Saxlfraga, Saxifragaceae, S. 137. 

217. Kelchblätter 4. Kronblätter zahlreich. Staubblätter um- 
ständig. Samen mit mehligem Nährgewebe 

Nyniphaea, Nymphaeaceae, S. 104. 

— Kelchblätter 5. Kronblätter 5 — 8. Staubblätter unterständig. 
Samen mit hornigem oder fleischigem Nährgewebe oder ohne 
Nähroewebe 218. 

218. Nebenblätter vorhanden. Kelch vereintblätterig. Staubbeutel 
auf 1 Hälfte beschränkt, mit 1 Querspalt aufspringend . . 

Malvaceae, S. 178. 

— Nebenblätter fehlend. Kelch getrenntblätterig. Staubbeutel 
mit beiden Hälften versehen, mit 2 Längsspalten auf- 
springend 219. 

219. Blätter wcchselständig, zerschnitten. Kronblätter ebensoviel 
wie Kelchblätter und ihnen gegenüberstehend oder mehr. 
Samen mit reichlichem Nährgewebe 

Nigella, Ranunculaceae, S. 105. 

— Blätter gegenständig oder quirlig, ungeteilt. Ki'onblätter 
ebensoviel wie Kelchblätter und mit ihnen abwechselnd. 
Samen ohne Nährgewebe . . Hi/pericum, GuttiferaG. S. 181. 

220. (122.) Griffel in ihrem mittleren Teil (bisweilen fast gänzlich) 
untereinander verwachsen 221. 

— Griffel und Narben durchaus getrennt .225. 

221. Staubl)lätter 2—10. Fruchtblätter 2—5 222. 

— Staubblätter zahlreich. Fruchtblätter zahlreich . . . 224. 



Clioripetalae. (31) 

222. Bäume. Krone klappig. Narben getrennt 

Aüant/ms, Simarubaceae, S. 167. 

— Kräuter oder Halbsträucher. Krone dachis'. Narben ver- 
wachsen 223. 

223. Blätter drüsig punktiert, ohne Nebenblätter. Samenanlagen 
in jedem Fruchtblatt 2 oder mehr . . . Rutaceae, S. 166. 

• — Blätter nicht punktiert, mit Nebenblättern versehen. Samen- 
anlage in jedem Fruchtblatt 1 

Biehersteinia, Geraniaceae, S. 161 

224. Kräuter. Blätter einfach, ungeteilt. Kelch klappig. Staub- 
blätter unterständig. Staubfäden hoch hinauf verwachsen. 
Staubbeutel mit 1 Querspalt aufspringend. Samenanlagen 
aufsteigend. Samen mit Nährgewebe . . MalvaceaG, S. 178. 

— Sträucher. Blätter zusammengesetzt. Kelch dachig. . Staub- 
blätter umständig. Staubfäden getrennt oder nur wenig- 
verwachsen. Staubbeutel mit 2 Längsspalten aufspringend. 
Samenanlagen hängend. Samen ohne Nährgewebe .... 

Rosa, Rosaceae, S. 139. 

225. Kräuter oder Halbsträucher 226. 

— Sträucher oder Bäume 230. 

226. Staubblätter ebensoviel oder doppeltsoviel wie Kelch- oder 
Kronblätter. Samenanlagen in jedem Fruchtblatt 2 oder 

mehr Crassulaceae, S. 136. 

— Staubblätter mehr als Kelchblätter, aber nicht genau doppelt- 
soviel (meist mehr als doppeltsoviel), selten ebensoviel oder 
doppeltsoviel wie Kelchblätter, dann aber nur 1 Samenanlage 
in jedem Fruchtblatt 227. 

227. Kronblätter mehr oder weniger deutlich umständig (am 
äusseren Band der verbreiterten oder vertieften Blütenachse 
eingefügt). Samenanlagen in jedem Fruchtblatt 1—2, selten 
mehr, dann aber Blüten eingeschlechtig . Rosaceae^ S. 139. 

— Kronblätter unterständig (auf oder an einer kleinen oder 
erhabenen Blütenachse eingefügt), selten schwach umständig, 
dann aber Samenanlagen zahlreich und Blüten zwitterig . 228. 

228. Blüten unregelmässig, ohne Sporn oder Helm, mit einseitiger 
Scheibe. Samen ohne Nährgewebe, nierenförmig. Blätter 
ungeteilt, lanzettlich, mit sehr kleinen Nebenblättern . . . 

Astrocarpus, Resedaceae, S. 134. 



/(J2^ Choripetalae. 



Blüten uiiregelmässio- mit einem gespornten oder lielmförniigeii 

Kelchblatt und olme Scheibe, oder regelmässig. Samen mit 
reichUchem Nährgewebe, selten ohne Nährgewebe aber eiförmig. 
Blätter ohne Nebenblätter, selten mit Nebenblättern, dann 
aber zusammengesetzt oder schikKörmig 229. 

229. Blätter schildförmig, ungeteilt. Kronblätter zahlreich. Frucht- 
blätter in Gruben des erhabenen Blütenbodens tief eingesenkt. 
Samen ohne Nährgewebe . Nelumho, Nymphaeaceae, S. 104. 

— Blätter nicht schildförmig, meist geteilt. Kronblätter meist 
in geringer Zahl. Fruchtblätter nicht tief eingesenkt. Samen 
mit reichlichem Nährgewebe .... Ranunculaceae, S. 105. 

230. Bäume mit gelappten Blättern. Blüten in kugeligen Köpfchen, 
einhäusig. Samenanlagen geradläulig oder fast so ... . 

Platcmus, Platanaceae, S. 139. 

— Bäume mit ungeteilten Blättern oder Sträucher. Blüten 
nicht in Köpfchen, zwitterig oder vielehig. Samenanlagen 
umgewendet 231. 

231. Krone umständig. Blätter wechselständig, mit Nebenblättern 
versehen, selten ohne Nebenblätter, dann aber ungeteilt . . 

Rosaceae, S. 139. 

— Krone unterständig. Blätter gegenständig oder quirlig, selten 
wechselständig, dann aber zerschnitten und ohne Neben- 
blätter 232. 

232. Nebenlilätter vorhanden, aber sehr klein und abfällig. Kron- 
blätter am Grunde breit. Staubblätter 10. Fruchtblätter 
5 — 10. Samenanlage in jedem Fruchtblatt 1. Blätter gegen- 
ständig oder quirlig, einfach, ungeteilt. Samen mit geringem 
Nährgewebe Coriaria, Coriariaceae, S. 172. 

— Nebenblätter fehlend. Kronblätter am Grunde oder durchaus 
schmal. Staub- und Fruchtblätter zahlreich, selten je 5 — 10, 
dann aber Samenanlagen in jedem Fruchtblatt 2 und Blätter 
wechselständißf und zusammengesetzt oder zerschnitten. Samen 
mit reichlichem Nährgewebe .... RanunCUlaceae, S. 105. 

233. (121.) Fruchtknoten 1, einfächerig, bisweilen unvollkommen 
gefächert 234. 

— Fruchtknoten 1, vollkommen mehrfächerig, selten (Rosaceae) 
mehrere voneinander getrennte 244. 

234. Samenanlage 1, bisweilen von der Masse des Fruchtknotens 
nicht deutlich geschieden 235. 



Choripetalae. ("33) 

— Samenanlaoen 2 oder mehr • . . . . 238. 

235. Auf Bäumen schmarotzende Sträucher. Blüten zweihäusig. 
Kronblätter 6. Staubblätter ebensoviel und ihnen gegenüber- 
stehend. Samenanlaoe zur Blütezeit noch nicht ausgebildet 

Loranthus, Loranthaceae, S. 78. 

— In der Erde wurzelnde Kräuter. Blüten einhäusig, vielehig 
oder zwitterig. Kronblätter 2 oder 5. Staubblätter eben- 
soviel, aber mit ihnen abwechsenld, oder weniger. Samen- 
anlage deutlich erkennbar 236. 

236. Stengel kletternd. Blüten einhäusig. Staubbeutel nach aussen 
gewendet. Grriffel 1, mit 3 oder 6 Narben. Frucht saftig 

Cucurbitaceae, S. 280. 

— Stengel aufrecht. Blüten zwitterig oder vielehig. Staub- 
beutel nach innen gewendet. Griffel 1, mit 1 ungeteilten 
oder 2 lappigen Narbe, oder 2. Frucht trocken . .237. 

237. Blätter gegenständig, ungeteilt. Blüten in Trauben. Kron- 
und Staubblätter 2. Frucht eine Schliessfrucht. Same ohne 

Nährgewebe Circaea, Onagraceae, S. 188. 

— Blätter wechselständig, geteilt oder zusammengesetzt. Blüten 
in Dolden. Krön- und Staubblätter 5. Frucht eine Spalt- 
frucht. Same mit Nährgewebe . . . Umbelliferae, S. 192. 

238. Samenanlagen 2. Frucht eine Steinfrucht. Holzgewächse 
(Sträucher oder Bäume) mit Nebenblättern 

Mespllus, Rosaceae, S. 139. 

— Samenanlagen 3 oder mehr. Frucht eine Beere, Nuss oder 
Kapsel. Holzgewächse ohne Nebenblätter oder krautige 
Gewächse 239. 

239. Staubblätter 2—5 240. 

— Staubblätter 6 oder mehr 241. 

240. Kräuter mit kletterndem oder niederliegendem Stengel. 
Griffel vorhanden. Wandständige Samenleisteu weit vor- 
springend. Samen ohne Nährgewebe . Cuciirbitaceae, S. 280. 

■ — Kräuter mit aufrechtem Stengel und sitzenden Narben oder 
Sträucher. Wandständige Samenleisten wenig vorspringend. 
Samen mit Nährgewebe Saxifragaceae, S. 137. 

241. Blätter schuppenförmig oder fehlend. Kelchblätter 6 oder 
mehr. Kronblätter zahlreich . . , . . Cactaceae, S. 184. 

— Blätter wohlentwickelt. Kelchblätter 2 — 5. Kronblätter 
4—6 ■ 242. 

Tlioiiner, Exkursionsflora. I. (3) 



/34) Choripetalae. 

242. Nebenblätter vorbanden. Kelcbblätter 2. Samen mit Näbr- 
gewebe Fortnlaca, Portulacaceae, S. 95. 

— Nebenblätter feblend. Kelcbblätter 4 oder 5. Samen obne 
Näbrgewebe 243. 

243. Kräuter oder Halbsträucber. Kelcli in der Knospe klappig. 
Staubblätter 8. Frucbt eine Kapsel . Onagraceae. S. 188. 

— Sträucber oder Bäume. Kelch in der Knospe dachig oder 
offen. Staubblätter zahlreich. Frucht eine Beere . . . 

Myrtus, Myrtaceae, S. 188. 

244. (233.) Samenanlage in jedem Fache des Fruchtknotens 1 . 245. 

— Samenanlagen in jedem Fache des Fruchtknotens 2 oder 
mehr 252. 

245. Griffel 1, ungeteilt (mit 1 oder mehreren Narben) . 246. 

— Griffel 2—4, getrennt 250. 

246. Kelch-, Krön- und Staubblätter je 2. Blüten in Trauben. 
Blätter gegenständig und mit Nebenblättern versehen . . 

Circaea, Onagraceae, S. 188. 

— Kelch-, Krön- und Staubblätter je 4 oder 5. Blüten einzeln 
oder in Trugdolden, Dolden oder Köpfchen. Blätter gegen- 
ständig und ohne Nebenblätter oder wechselständig . 247. 

247. Kelch-, Krön- und Staubblätter je 4. Narbe 1, ungeteilt 
oder 2 — 3 lappig 248. 

— Kelch-, Krön- und Staubblätter je 5. Narbe 1, 5 lappig, 
oder Narben 2 — 5 249. 

248. Blüten einzelnstehend. Krone dachig. Frucht eine 1 fächerige 
Nuss. Samen ohne Nährgewebe 

Trapa, Hydrocaryaceae. S. 191. 

— Blüten in Trugdolden, Dolden oder Köpfchen. Krone klappig. 
Frucht eine 2 fächerige Steinfrucht. Samen mit reichlichem 

Nährgewebe Coimus, Cornaceae, S. 214. 

249. Nebenblätter vorhanden. Staubblätter den Kronblättern 
gegenüberstehend. Fruchtknotenfächer und Narben 2 — 4. 
Samenanlagen aufrecht. Nährgewebe gering 

Rhamnaceae, S. 176. 

— Nebenblätter fehlend. Staubblätter mit den Kronblättern 
abwechselnd. Fruchtknoteufächer und Narben 5. Samen- 
anlagen hängend. Nährgewebe reichlich 

Hedera, Araliaceae, S. 192. 



Choripetalae. (35) 

250. Blätter quirlig. Blüten einzeln oder in Aehren. Kron- 
blätter 4. Staubblätter 8. Fruchtknotenfächer und Griffel 4 

Myriopliyllum, Halorrhagidaceae, S. 191. 

— Blätter wechselständig. Blüten in Trugdolden, Dolden oder 
Köpfchen. Kronblätter 5. Staubblätter 5. Fruchtknoten- 
fächer und Griffel 2 — 3 251. 

251. Staubblätter den Kronblättern gegenüberstehend. Frucht- 
knoten teilweise in die Scheibe eingesenkt, aber nicht eigent- 
lich unterständig. Samenanlagen aufrecht. Frucht eine 
Steinfrucht. Nährgewebe gering . . . Rhamnaceae, S. 176. 

— Staubblätter mit den Kronblättern abwechselnd. Frucht- 
knoten unterständig. Samenanlagen hängend. Frucht eine 
Spaltfrucht. Nährgewebe reichlich . . Umbelllferae, S. 192. 

252. (244.) Griffel 1, ungeteilt, mit 1 Narbe oder mit 2 oder 
mehr am Grunde zusammenstossenden Narben . . . 253. 

— Griffel 2 oder mehr, getrennt oder unten verwachsen, mit 
am Grunde nicht zusammenstossenden Narben . . . 259. 

253. Staubblätter 2—10 254. 

— Staubblätter zahlreich 257. 

254. Staubblätter 2, 8 oder 10. Krone in der Knospe dachig. 

Kelch klappig Onagraceae, S. 188. 

— Staubblätter 3, 4 oder 5. Krone in der Knospe klappig, 
selten dachig, dann aber auch Kelch dachig . . . .255. 

255. Blüten eingeschlechtig oder vielehig. Staubbeutel nach 
aussen gewendet. Krone klappig. Samen ohne Nährgewebe 

Cucurbitaceae, S. 280. 

— Blüten zwitterig. Staubbeutel nach innen gewendet, selten 
nach aussen, dann aber Krone dachig. Samen mit Nähr- 
gewebe 256. 

256. Kräuter. Krone klappig .... Campanulaceae, S. 283. 

— Sträucher oder Bäume. Krone dachig 

Evonymus, Celastraceae, S. 174. 

257. Kräuter oder Halbsträucher. Kronblätter zahlreich. Narben 
4 — 20. Frucht eine Kapsel. Samen mit Nährgewebe . 

Meseinhrycnitlieinum, AizoaCGae, S. 94. 

— Sträucher oder Bäume. Kronblätter 4 — 8. Narbe 1, un- 
geteilt oder gelappt. Frucht eine Beere. Samen ohne 
Nährgewebe 258. 

(3*) 



^36) Choripetalae, Sympetalae. 

258. Kelch in der Knospe klapi^ig. Fruchtkuotenfächer in 2 oder 
3 Keihen übereinander. Samen mit geradem Keimling . 

Panica, Putiicaceae, S. 187. 

— Kelch in der Knospe dacliig oder offen. Fruchtknotenfächer 
in 1 Reihe nebeneinander. Samen mit gekrümmtem Keim- 
ling Myrtas^ Myrtaceae, S. 188. 

259. (252.) Blüten eingeschlechtig oder vielehig. Staubblätter 2 — 5. 
Staubbeutel aussen aufspringend . . Cucurbitaceae, S. 280. 

— Blüten zwitterig. Staubblätter 10 oder mehr. Staubbeutel 
innen oder seitlich aufsjDringend 260. 

260. Kronblätter 4 — 5. Kräuter mit 10 Staubblättern, Sträucher 
oder Bäume 261. 

— Kronblätter zahlreich. Kräuter oder Halbsträucher. Staub- 
blätter zahlreich 262. 

261. Bäume oder Sträucher. Blätter wechselständig. Nebenblätter 
vorhanden. Staubblätter zahlreich. Samenanlagen auf- 
steigend. Frucht eine Beere oder Steinfrucht. Samen 
ohne Nährgewebe Rosaceae, S. 139. 

— Sträucher mit gegenständigen Blättern oder Kräuter. Neben- 
blätter fehlend. Staubblätter 10, selten mehr, dann aber 
Samenanlagen hängend. Frucht eine Kapsel. Samen mit 

Nährgewebe , Saxifragaceae, S. 137. 

262. Wasserpflanzen. Blätter grundständig. Nebenblätter vor- 
handen. Fruchtknoten nur am Grunde mit dem Kelche, 
weiter oben nur mit den Krön- und Staubblättern ver- 
wachsen. Samenanlagen die ganzen Scheidewände be- 
deckend. Frucht saftig. Keimling gerade 

Ä^pnphaea, Nymphaeaceae, S. 104. 

— Landpflanzen. Blätter am Stengel zerstreut (gegen- oder 
wechselständig). Nebenblätter fehlend. Fruchtknoten zum 
grössten Teil mit dem Kelche verwachsen. Samenaulagen 
au wand-, grund- oder innenwinkelstäudigen Samenleisten. 
Frucht trocken. Keimling gekrümmt 

Mesenihryantlietnum, Äizoaceae. S. 94. 

263. (41.) Fruchtknoten oberständig oder grösstenteils ober- 
ständig 264. 

— Fruchtknoten uuterständig, grösstenteils unterständig oder 
halb unterständig 330. 



Sympetalae. (37) 

264. Fruchtknoten 1, ungeteilt oder gelappt 265. 

— Fruchtknoten 2 oder mehr, getrennt oder nur am Grrunde 
(nicht bis zur Mitte) verwachsen. Griffel getrennt oder 
verwachsen 325. 

265. Fruchtknoten 1 fächerig, selten unvollkommen gefächert . 266. 

— Fruchtknoten vollkommen 2- oder mehrfächerig . . 284. 

266. Samenanlage 1 267. 

— Samenanlagen 2 oder mehr 269. 

267. Staubblätter 5, den Kronlappen gegenüberstehend. Griffel 5, 
oder 1 mit 5 Narben. Samenanlage vom grundständigen 
Nabelstrang herabhängend. Nährgewebe mehlig .... 

Plumbaginaceae, S. 224. 

— Staubblätter 4, mit den Kronlappen abwechselnd. Griffel 1, 
mit 1 oder 2 Narben. Samenanlage vom Grund des Faches 
aufsteigend oder von dessen Spitze herabhängend. Nähr- 
gewebe fleischig 268. 

268. Blüten einzeln oder in Büscheln, regelmässig, einhäusig. 
Kelchabschnitte 4 oder weniger. Krone weisslich. Staub- 
blätter von der Krone frei, viel länger als dieselbe, gleich- 
laug. Staubbeutel mit 2 Längsspalten aufspringend. Griffel- 
spitze ungeteilt. Samenanlage aufrecht 

Litorella, Platitaginaceae, S. 271. 

— Blüten in Köpfchen, unregelmässig, zwitterig. Kelch- 
abschnitte 5. Krone blau. Staubblätter an der Kronröhre 
befestigt, ungefähr ebensolang als die Krone, paarweise un- 
gleich. Staubbeutel mit 1 Querspalt aufspringend. Griffel- 
spitze 2 zähnig. Samenanlage hängend 

Globulariaceae, S. 270. 

269. Samenanlagen wandständig 270. 

— Samenanlagen grund- oder mittelständig 276. 

270. Samenanlagen an 1 wandständigen (nahtständigen) Samen- 
leiste. Blätter zusammengesetzt, mit Nebenblättern ver- 
sehen Leguminosae, S. 146. 

— Samenanlagen an 2 — 5 wandständigen Samenleisten. Blätter 
fast immer einfach, ohne Nebenblätter 271. 

271. Griffel 3 — 5, getrennt oder am Grunde verwachsen, mit 
getrennten Narben. Sträucher oder Bäume 

Tamaricaceae, S. 182. 



(^Q') Sympetalae. 

— Griffel 1, ungeteilt, mit 1 — 2 Narben, oder 2 spaltig. 
Kräuter 272. 

272. Blüten regelmässig. Staubbeutel mit 2 getrennten Längs- 
spalten aufspringend. Kelch meist mit dachiger Knospen- 
lage. Staubblätter ebensoviel wie Kronlappen . . .273. 

— Blüten unregelmässig, selten fast regelmässig, dann aber 
Staubbeutel mit 1 Spalt über den Scheitel aufspringend. 
Kelch mit klaj)piger oder offener Knospeulage. Staub- 
blätter meist weniger als Kronlappen 275. 

273. Krone mit dachiger, nicht gedrehter Knospenlage. Blätter 
fiedersclmittig. Behaarte Grewächse 

FhaceUa, Hydrophyllaceae. S. 236. 

— Krone mit klappiger oder gedrehter Knospeulage. Blätter 
ungeteilt oder 3 zählig zusammengesetzt. Kahle, sehr selten 
behaarte Grewächse 274. 

274. Blätter wechselständig, ungeteilt, nicht schwimmend. Krone 
mit klappiger Knospenlage. Kelch ganzrandig oder 5 zähnig. 
Fruchtknoten am Grunde gefächert. Samen mit grossem 

Keimling Capsicum, Solanaceae, S. 253. 

— Blätter gegenständig oder zusammengesetzt oder schwimmend. 
Krone mit gedrehter Knospenlage, seltener mit klappiger, 
dann aber Kelch 5 teilig und Fruchtknoten vollkommen 
1 fächerig. Samen mit kleinem Keimling 

Gentianaceae, S. 229. 

275. Gewächse von grüner Farbe. Blätter wohlentwickelt. Blüten 
einzeln oder in armblütigen Trugdolden, violett. Frucht 
wandspaltig aufspringend. Samen ohne Nährgewebe . . 

Gesneriaceae, S. 269. 

— Gewächse ohne grüne Farbe. Blätter schupjDenförmig. 
Blüten in Aehren oder Trauben, selten einzelnstehend, 
dann aber scharlachrot. Frucht fachspaltig aufspringend. 
Samen mit reichlichem Nährgewebe . OrobailChaceae, S. 268. 

276. (269.) Griffel 1, mit 1 ungeteilten, gelappten oder 2 teiligen 
Narbe oder mit 2 Narben, oder Griffel 2 277. 

— Griffel 1, mit 3—5 Narben, oder Griffel 3—5 . . . 283. 

277. Staubblätter doppeltsoviel als Kronlappen, 10 — 14. Sträucher. 
Fruchtknoten am Grunde 3 fächerig 

Styrax, Styracaceae, S. 226. 



Sympetalae. (39) 

— Staubblätter ebensoviel als Kronlappen oder weniger, 2 — 9. 
Kräuter oder Halbsträucher, selten Sträucher, dann aber 
Fruchtknoten vollkommen 1 fächerig oder unvollkommen 
2 fächerig 278. 

278. Staubblätter ebensoviel wie Kronlappen und ihnen gegen- 
überstehend, 4 — 9. Fruchtknoten vollkommen 1 fächerig. 
Samenanlagen auf einem freien mittelständigen Samen- 
träger 279. 

— Staubblätter ebensoviel wie Kronlappen, aber mit ihnen ab- 
wechselnd oder weniger, 2 — 5. Fruchtknoten am Grunde 
2 — 4 fächerig mit grund- oder innenwinkelständigen Samen- 
anlagen, selten vollkommen 1 fächerig mit einem freien mittel- 
ständigen Samenträger, dann aber Staubblätter 2 . . 280. 

279. Kräuter oder Halbsträucher. Blüten zwitterig. Frucht eine 
Kapsel oder Schliessfrucht. Samen mit kleinem Keimling . 

Primulaceae, S. 220. 

— Sträucher. Blüten vielehig. Frucht eine Steinfrucht. Samen 
mit grossem Keimling . . , Myrsine, Myrsinaceae, S. 220. 

280. Fruchtbare (mit vollkommenen Staubbeuteln versehene) 
Staubblätter 5, selten 4, dann aber der grünen Farbe und 
der Laubblätter entbehrende Schlinggewächse mit 2 Griffeln. 
Krone mit eingefalteter (eingefaitet-klappiger oder gefaltet- 
gedrehter) Knosj)enlage, selten mit dachiger, dann aber 
Sträucher oder blattlose Schlinggewächse 

Convoivulaceae, S. 233. 

— Fruchtbare Staubblätter 2 oder 4. Grüne, blättertragende 
Kräuter oder Halbsträucher. Griffel 1, mit 1 oder 2 Narben. 
Krone mit dachiger, nicht gefalteter Knospenlage . . 281. 

281. Fruchtbare Staubblätter 4. Kelch 4 teilig, Krone 4 lappig, 
regelmässig. Staubbeutel mit 2 Längsspalten aufspringend . 

Plantago, Plantaginaceae, S. 271. 

— Fruchtbare Staubblätter 2, selten 4, dann aber Kelch und 
Krone 5 lappig. Krone unregelmässig, 2 lippig, selten fast 
regelmässig, dann aber 5 lappig und Staubbeutel mit 1 Spalt 
aufspringend 282. 

282. Fruchtbare Staubblätter 2. Staubbeutel mit 1 Spalt oder 
mit 2 an der Spitze verschmolzenen Spalten aufspringend. 
Blätter wechselständig oder alle grundständig. Frucht- 



^40) Sympetalae. 

knoten vollkommen 1 fächerig, mit 1 freien, mittelständigen 
Samenträger. Samen ohne Nälirgewebe 

Lentibulariaceae, S. 270. 

— Fruchtbare Staubblätter 2 oder 4; in ersterem Falle Staub- 
beutel mit 2 getrennten Spalten aufspringend und Blätter 
gegenständig. Fruchtknoten am Grunde gefächert, mit 
innenwinkelständigen Samenanlagen. Samen mit Nähr- 
gewebe Scrophulariaceae, S. 257. 

283. (276.) Kräuter. Kelchblätter 2. Staubblätter ebensoviel 
wie Kronlappen und ihnen gegenüberstehend oder wenigen 
Samenanlagen 2 — 5. Samen mit gekrümmtem Keimling . 

Portulacaceae, S. 95. 

— Halbsträucher, Sträucher oder Bäume. Kelchblätter 4 — 6. 
Staubblätter ebensoviel wie Kronlappen, aber mit ihnen 
abwechselnd, oder mehr. Samenanlagen zahlreich. Samen 

mit geradem Keimling Tamaricaceae, S. 182.. 

284. (265.) Samenanlage in jedem Fache des Fruchtknotens 1 . 285.. 

— Samenaulagen in jedem Fache des Fruchtknotens 2 oder 
mehr 301. 

285. Staubblätter 2 286. 

— Staubblätter 4 oder mehr 287. 

286. Blätter wechselständig oder alle grundständig. Kelch 1 — 3- 
lappig, 1 lippig. Fruchtknoten 2 fächerig. Samenanlagen 

hängend Lagoüs, Scrophulariaceae, S. 257. 

— Blätter gegenständig oder quirlig. Kelch 4 — 5 lappig,, 
gleichmässig gelappt oder 2 lippig. Fruchtknoten 4 fächerig. 
Samenanlagen aufrecht Labiatae, S. 244. 

287. Fruchtbare (mit vollkommenen Staubbeuteln versehene) Staub- 
blätter 4 288. 

— Fruchtbare Staubblätter 5 oder mehr 293.. 

288. Blätter wechselständig oder alle grundständig .... 289. 

— Blätter gegenständig oder quirlig 291. 

289. Sträucher oder Bäume. Kronröhre sehr kurz. Griffel sehr 
kurz oder fehlend. Narbe 4 lappig . Ueoß, Aquifoliaceae, S. 173. 

— Kräuter oder Halbsträucher, selten Sträucher, dann aber 
Kronröhre lang oder ziemlich lang. Griffel meist deutlich 
entwickelt, selten fast fehlend, dann aber Narbe ungeteilt 
oder 2 teilig 290. 



Sympetalae. (41) 

290. Krone trockenhäutig. Fruchtknoten ungeteilt oder nur 
wenig gelappt. Samen mit Nährgewebe ....... 

Plantaginaceae, S. 271. 

— Krone nicht trockenhäutig. Fruchtknoten tief gelappt. 
Samen ohne Nährgewebe Borraginaceae, S. 23(n 

291. Blüten regelmässig. Grriffel und Narbe ungeteilt. Staub- 
blätter gleichlang. Fruchtknoten ungeteilt oder seicht 

2 lappig. Frucht eine Kapsel 

• Plantago, Plantaginaceae, S. 271. 

— Blüten unregelmässig, seltener regelmässig oder fast so, 
dann aber Griffel 2 spaltig oder mit 2 teiliger Narbe. Staub- 
blätter paarweise ungleich, seltener gleichlang, dann aber 
Fruchtknoten 4 teilig. Frucht eine Spalt- oder Stein- 
frucht 292. 

292. Fruchtknoten ungeteilt oder seicht gelappt, in letzterem 
Falle Staubbeutelhälften mehr oder weniger gleichlaufend . 

Verbenaceae, S. 243. 

— Fruchtknoten, an der Spitze oder tiefer gelappt; in ersterem 
Falle Staubbeutelhälften spreizend . . . Lab'iatae, S. 244. 

293. (287.) Staubblätter 5 294. 

- — Staubblätter 8 oder mehr 298. 

294. Staubblätter von der Krone frei. Fruchtknoten 10 fächerig. 
Griffel 5, getrennt oder am Grunde verwachsen, mit 5 ge- 
trennten Narben lÄnum, Linaceae, S. 163. 

— Staubblätter an der Krone eingefügt. Fruchtknoten 2 — 5- 
fächerig. Griffel 2 — 3 oder 1 mit 2 — 3 Narben, oder eine 
sitzende, ungeteilte, gelappte oder 5 teilige Narbe . . 295. 

295. Sträucher oder Bäume. Kronröhre sehr kurz. Nebenblätter 
vorhanden, aber sehr klein und abfällig. Fruchtknoten 
5 fächerig. Narbe ölappig . . Jlex, Aquifoliaceae, S. 173. 

— Kräuter oder Halbsträucher, selten Sträucher, dann aber 
Kronröhre lang oder ziemlich lang. Nebenblätter fehlend. 
Fruchtknoten 2— 4 fächerig. Narbe 1, ungeteilt oder 2 — 3- 
lappig, oder Narben 2 — 3 296. 

296. Blütenstand köpfchenförmig. Krone mit gedrehter, nicht 
gefalteter Knospenlage. Kronröhre lang. Fruchtknoten 

3 fächerig. Narben 3 . . Collomia, Polemoniaceae^ S. 235. 



^42) Sympetalae. 

— Blutenstand nicht köpfchenförmig. Krone mit gefalteter 
X)der dachiger Knospenlage, selten mit gedrehter, dann 
aber Krouröhre kurz. Fruchtknoten 2- oder 4 fächerig. 
Narben 1 — 2 297. 

297. Fruchtknoten ungeteilt. Samenanlagen aufrecht. Frucht 
eine Kapsel. Keimblätter gefaltet . 

Jpomoea, Convoivulaceae, S. 233. 

— Fruchtknoten tief gelappt, seltener ungeteilt oder fast so, 
dann aber Samenanlagen hängend. Frucht eine^ Spalt- 
oder Steinfrucht. Keimblätter nicht gefaltet 

Borraginaceae, S. 236. 

298. Staubblätter 8 — 10. Griffel 1, ungeteilt, mit 1 ungeteilten 
oder 2 — 4 lappigen Narbe 299. 

— Staubblätter zahlreich. Grriffel 1, mit 5 oder mehr Narben, 
oder Grriffel 4 oder mehr 300. 

299. Blüten regelmässig. Staubfäden getrennt. Staubbeutel mit 
2 Löchern aufspringend. Fruchtknoten 4 — 10 fächerig. 
Frucht eine Steinfrucht Ericaceae, S. 215. 

— Blüten unregelmässig. Staubfäden hoch hinauf verwachsen. 
Staubbeutel mit 1 einzigen Oeffnung aufspringend. Frucht- 
knoten 2 fächerig. Frucht eine Kapsel 

Polygala, Polygalaceae, S. 168. 

300. Nebenblätter fehlend. Blüten eingeschlechtig. Kelch- und 
Kronlappen je 4. Staubfäden getrennt oder paarweise 
verwachsen. Staubbeutel mit 2 Spalten aufspringend. Frucht- 
knoten 8 fächerig. Grriffel 4. Narben 8. Frucht eine 
Beere. Keimling gerade . . Diospt/ros, Ebenaceae^ S. 225. 

— Nebenblätter vorhanden. Blüten zwitterig. Kelch- und 
Kronlappen je 5. Staubfäden in eine Bohre verwachsen. 
Staubbeutel mit 1 Spalt aufspringend. Fruchtknoten 5- oder 
vielfächerig. Glriffel 1, 5 oder mehr. Narben 5 oder viele. 
Frucht eine Kapsel oder Spaltfrucht. Keimling gekrümmt . 

Malvaceae, S. 178. 

301. (284.) Samenanlagen in jedem Fache des Fruchtknotens 2 . 302. 

— Samenanlagen in jedem Fache des Fruchtknotens 3 oder 
mehr 311. 

302. Staubblätter 2 303. 

— Staubblätter 4—10 304. 



Sympetalae. (43) 

303. Kräuter oder Halbsträucher. Blüten mehr oder weniger 
unregelmässig. Staubblätter nicht regelmässig mit den Frucht- 
knotenfächern abwechselnd. Staubbeutelhälften an der Spitze 
verschmelzend .... Vet^onica, Scrophulariaceae, S. 257. 

— Sträucher oder Bäume. Blüten regelmässig. Staubblätter 
mit den Fruchtknotenfächern abwechselnd. Staubbeutel- 
hälften getrennt Oleaceae, S. 226. 

304. Staubblätter 4 305. 

— Staubblätter 5—10 308. 

305. Blüten regelmässig 306. 

— Blüten unregelmässig 307. 

306. Grewächse von grüner Farbe. Blätter wohlentwickelt. Krone 
trockenhäutig. Griffel und Narbe 1. Keimling mit 2 Keim- 
blättern Plantago, Plantaginaceae, S. 271. 

— Grewächse ohne grüne Farbe. Blätter schuppenförmig oder 
fehlend. Krone nicht trockenhäutig. G-riffel oder Narben 
meist 2. Keimling ungeteilt . Cuscuta, Convoivulaceae. S. 233. 

307. Kelch 4 teilig. Krone 1 lipjDig. Staubbeutel auf 1 Hälfte 
beschränkt. Narbe 2 teilig. Samen ohne Nährgewebe . . 

Acanthus, Acanthaceae, S. 271. 

— Kelch 4—5 zähnig. Krone 2 lippig. Staubbeutel mit beiden 
Hälften versehen; Hälften getrennt. Narbe ungeteilt. Samen 

mit Nährgewebe Scpophulariaceae, S. 257. 

308. Staubblätter 6 — 10. Fruchtknoten 4- oder 8 fächerig . . 

Ericaceae, S. 215. 

— Staubblätter 5. Fruchtknoten 2-, 3- oder 5 fächerig . 309. 

309. Staubblätter von der Krone frei, am Grunde untereinander 
verwachsen. Fruchtknoten 5-, selten 2 — 3 fächerig. Griifel 5, 
selten 2 — 3, getrennt oder teilweise verwachsen. Samen- 
anlagen hängend Linuni, Linaceae, S. 163. 

— Staubblätter an der Krone eingefügt, voneinander getrennt. 
Fruchtknoten 2 — 3 fächerig. Griffel 2 — 3 oder 1 mit 1 — 3 
Narben. Samenanlagen aufrecht oder aulsteigend . , 310. 

310. Fruchtknoten 2 fächerig. Griffel 1, mit 1 — 2 Narben, 
oder 2. Samenanlagen nebeneinander. Samen mit ge- 
krümmtem oder gefaltetem Keimling . ConVOiVUlaCGae, S. 233. 

— Fruchtknoten 3 fächerig. Griffel 1, mit 3 Narben, oder 3. 
Samenanlagen übereinander. Samen mit geradem Keimling . 

Phlox, Polemoniaceae, S. 235. 



(4:4) Synipetalae. 

311. (301.) Fruchtknoten 2 f äclierig. Farben 1 oder 2 . .312. 

— Fruchtknoten 3 — 20 fächerig. Narben 1, 2 oder mehr . 317. 

312. Fruchtbare (mit vollkommenen Staubbeuteln versehene) 
Staubblätter 2 oder 4 . . . 313. 

— Fruchtbare Staubblätter 5 oder 6 315. 

313. Fruchtbare Staubblätter 2, mit den Fruchtknotenfächern ab- 
wechselnd. Narbe 2 lappig. Samenanlagen wenige. Sträucher 
mit gegenständigen Blättern und einzelnstehenden oder trug- 
doldigen Blüten Oleaceae. S. 226. 

— Fruchtbare Staubblätter 4, oder 2 mit den Fruchtknoten- 
fächern nicht regelmässig abwechselnde, und dann Narbe 
ungeteilt oder Samenanlagen zahlreich. Kräuter oder Halb- 
sträucher, selten Sträucher mit wechselständigen Blättern 
und traubigen Blüten 314. 

314. Blüten regelmässig. Krone trockenhäutig, 41appig, mit 
langer oder ziemlich langer Bohre. Staubblätter 4, ziemlich 

gleichlang Plantago, Plantaginaceae. S. 271. 

— Blüten un regelmässig, bisweilen fast regelmässig, dann a])er 
Krone 5 lappig oder mit sehr kurzer Bohre oder Staub- 
blätter 2. Krone nicht trockenhäutig. Staubblätter 2 oder 4, 
paarweise ungleichlang, selten ziemlich gleichlang, dann aber 
Kronröhre sehr kurz Scrophulariaceae, S. 257. 

315. Krone mit sehr kurzer Bohre und in der Knospe dachigem, 
nicht gefalteten Saum Scrophulariaceae, S. 257. 

— Krone mit kurzer Bohre und in der Knospe klappigem 
oder gefaltetem Saum, oder mit längerer Bohre . .316. 

316. Blätter gegenständig. Sträuchlein mit glockiger, dachiger 
Krone. Samen mit geradem Keimling 

Loiseleuria, Ericaceae, S. 215. 

— Blätter wechselständig, aber bisweilen paarweise beisammen. 
Sträucher mit röhriger oder klappiger Krone, oder Kräuter. 
Samen mit mehr oder weniger gekrümmtem Keimling . . 

Solanaceae, S. 253. 

317. (311.) Fruchtknoten 3fächerig. Narbe 1, mehr oder weniger 
deutlich 3 lappig, oder Narben 3. Staubblätter 5 . . 318. 

— Fruchtknoten 4 — 2(J fächerig. Narbe 1, ungeteilt, 2 lappig 
oder 4 — 2(J lappig, oder Narben 2, 5 oder mehr. Staub- 
blätter 4 oder mehr 321. 



Sy^mj)etalae. (45) 

318. Blätter zerschnitten. Blüten in Ebensträussen oder Rispen. 
Kräuter. Krone mit gedrehter Knospenlage. Narben 3. 
Samenanlagen in jedem Fache 3 — 12 

Polemonium, PolemonJaceae. S. 235. 

— Blätter ungeteilt oder gelappt. Blüten einzeln oder in 
Dolden, in letzterem Falle Sträucher oder Halbsträucher. 
Krone mit dachiger (nicht gedrehter) oder gefalteter 
Knospenlage. Narbe 1. Samenanlagen in jedem Fache 
zahlreich 319. 

319. Kräuter. Blätter krautig, gezähnt oder gelappt. Krone in 
der Knospe gefaltet. Frucht eine Beere. Samen mit stark 
gekrümmtem Keimling . . . Nicandra, Solaiiaceae, S. 253. 

— Halbsträucher oder Sträucher. Blätter lederig, ganzrandig. 
Krone nicht gefaltet. Frucht eine Kapsel. Samen mit ge- 
radem oder schwach gekrümmtem Keimling .... 320. 

320. Blätter wechselständig. Staubblätter am Schlund der Krone 
eingefügt. Staubbeutelhälften spreizend. Blütenstaubkörner 
getrennt. Scheibe fehlend. Kapsel fachspaltig .... 

Biapensia, Diapensiaceae. S. 219. 

— Blätter gegenständig. Staubblätter am Grund der Krone 
eingefügt, nur wenig mit ihr verwachsen. Staubbeutelhälften 
gleichlaufend. Blütenstaubkörner zu 4 vereinigt. Scheibe 
vorhanden. KajDsel wandspaltig . Loiseleuria.Er'lCSLCeSiej S. 215. 

321. Fruchtbare Staubblätter 4. Narben 2 

Sesamum, Pedaliaceae. S. 267. 

— Fruchtbare Staubblätter 5 oder mehr. Narbe 1, ungeteilt 
oder gelappt, oder Narben 5 — 15 322. 

322. Staubblätter zahlreich. Staubbeutel mit 1 Spalt aufspringend 

Malvaceae, S. 178. 

— Staubblätter 5 — 10. Staubbeutel mit 2 Spalten oder 
Löchern aufspringend 323. 

323. Griffel 5, getrennt. Blätter zusammengesetzt, 3 zählig . . 

Oxalis, Oxalidaceae, S. 162. 

— Griffel 1. ungeteilt. Blätter einfach, ungeteilt, gelappt oder 
fiederschnittio- 324. 

324. Kräuter. Krone in der Knospe gefaltet. Staubblätter an 
der Kronröhre befestigt, 5. Staubbeutel mit Längsspalten 
aufspringend. Samen mit stark gekrümmtem Keimling . 

Solanaceae, S. 253. 



(4:6) Sympetalae. 

— Halbsträuclier, Str.äucher oder Bäume. Krone in der Knospe 
dachig. Staubblätter von der Krone frei oder nur ganz 
wenig am Grund an dieselbe angewachsen, 6 — 10, selten 5, 
dann aber Staubbeutel mit endständigen Löchern auf- 
springend. Samen mit geradem oder sehr wenig ge- 
krümmtem Keimling Ericaceae, S. 216. 

325. (264.) Samenanlage in jedem Fruchtknoten 1 . . . . 326. 

— Samenanlagen in jedem Fruchtknoten 2 oder mehr . 328. 

326. Nebenblätter vorhanden. Staubblätter zahlreich. Frucht- 
knoten zahlreich. Griffel 1, mit zahlreichen Narben . , 

IVIalvaceae, S. 178. 

— Nebenblätter fehlend. Staubblätter 2 — 5. Fruchtknoten 
2—4. Griffel 1, mit 1—4 Narben 327. 

327. Blätter wechselständig. Staubblätter ebensoviel wie Kelch- 
oder Kronzipfel, gleich- oder last gleichlang. Blüten nicht 
in Quirlen. Würzelchen des Keimlings oben 

Borraginaceae, S. 236. 

— Blätter gegenständig oder quirlig. Staubblätter meist 
weniger als Kelch- oder Kronzipfel und paarweise ungleich- 
lang, selten mit Kelch und Krone gleichzählig und gleich- 
lang, dann aber Blüten in reichblütigen Quirlen. Würzelchen 
des Keimlings unten Labiatae, S. 244. 

328. Fruchtknoten 3 — 20. Griffel 3- 20, völlig getrennt, mit 
ebensoviel getrennten Narben. Staubblätter meist mehr oder 

weniger als 5 Crassulaceae, S. 136. 

— Fruchtknoten 2. Griffel 1 oder 2, wenigstens an der Spitze 
verwachsen, mit 1 einzigen (^gemeinsamen) Narbe. Staub- 
blätter 5 329. 

329. Griffel 2. Narbenkopf aussen mit 5 mit den Staubbeuteln 
abwechselnden Körperchen (..TJebertragern" ), an welchen 
der Blütenstaub hängen bleibt . . Asciepiadaceae, S. 232. 

— Griffel 1. Narbenkopf ohne TJebertrager, aber bisweilen 
mit 5, den Staubbeuteln gegenüberstehenden Drüsen, an 
welchen der Blütenstaub nicht hängen bleibt 

Apocynaceae, S 231. 

330. (2f)3.) Fruchtknoten 1, 1 fächerig 331. 

— Fruchtknoten 1, 2 — 20 lächerig, oder (Ajyoci/naceae) Frucht- 
knoten 2, getrennt 341. 



Sympetalae. (47} 

331. Samenanlage 1 . . = 332. 

— Samenanlagen mehrere oder viele 338. 

332. Blätter fiederförmig zusammengesetzt. Blüten in Aehren 
oder Kätzchen. Staubblätter 8 oder mehr. Samenanlage 

geradläufig Jiiglans, Juglandaceae, S. 72. 

— Blätter einfach, aber bisweilen zerschnitten. Blüten nicht 
in Aehren oder Kätzchen. Staubblätter 1 — 5. Samen- 
anlage umgewendet 333. 

333. Kronlappen in der Knospe dachig. Samenanlage hängend. 
Blüten zwitterig oder vielehig 334. 

— Kronlappen in der Knospe klappig. Samenanlage aufrecht, 
selten hängend, dann aber Blüten einhäusig .... 336. 

334. Staubblätter 5. Griffel kegelförmig, 2 — 3 lappig oder -teilig, 
mit 2 — 3 endständigen Narben 

Viburnum, Caprifollaceae, S. 274. 

— Staubblätter 1 — 4. Grriffel fadenförmig, ungeteilt, mit 
1 — 3 Narben 335. 

335. Blüten mit Aussenkelch. Same mit Nährgewebe .... 

Dipsacaceae, S. 278. 

— Blüten ohne Aussenkelch. Same ohne Nährgewebe . . . 

Valerianaceae, S. 276. 

336. Staubbeutel nach aussen gewendet. Narbe 1, 3 — 6 lappig, 
oder Narben 3. Samenanlage hängend 

Cucurbitaceae, S. 280. 

— Staubbeutel nach innen gewendet. Narbe 1, ungeteilt bis 
2 teilig, oder Narben 2. Samenanlage aufrecht . . .337. 

337. Staubbeutel getrennt. Same mit Nährgewebe. Blüten 
einzeln oder in Trugdolden, welche oft E-ispen bilden . . 

Rubiaceae, S. 272. 

— Staubbeutel zusammenhängend. Same ohne Nährgewebe. 
Blüten meistens in Köpfchen .... Compositae, S. 286. 

338. (331.) Stamm fleischig-holzig. Blätter schupj)enförmig oder 
fehlend. Kelchabschnitte 6 oder mehr. Kronabschnitte 
zahlreich. Samenleisten wandständig, wenig vorspringend . 

Cactaceae, S. 184. 

— Stamm krautig oder nur am Grunde holzig. Blätter wohl- 
entwickelt. Kelchabschnitte 2 — 5. Kronabschnitte 4 — 6. 
Samenleisten wandständig und unvollkommene Scheidewände 
bildend, oder mittelständig 339. 



/^S) Sympetalae. 

339. Blüten eingeschlechtig. Krone klappig. Staubblätter 2—5; 
wenn 5, dann mit den Kronlappen abwechselnd. Samen- 
leisten wandständig. Samen ohne Nährgewebe 

Cucurbitaceae, S. 280. 

— Blüten zwitterig. Krone dachig. Staubblätter 5, den Kron- 
lappen gegenüberstehend, oder mehr. Samenleisten grund- 
oder mittelständig. Samen mit Nährgewebe .... 340. 

340. Nebenblätter vorhanden. Kelch 2 teilig. Staubblätter 6 
oder mehr. Narben 3 — 8. Samenanlagen grundständig. 
Nährgewebe mehlig . . . Fortidaca^ Portulacaceae, S. 95. 

— Nebenblätter fehlend. Kelch 5 spaltig. Staubblätter 5. 
Narbe 1. Samenanlagen auf einem kugeligen, mittelständigen 
Samenträger. Nährgewebe fleischig 

Samohis, Primulaceae, S. 220. 

341. (330.) Samenanlage in jedem Fache des Fruchtknotens 1 . 342. 

— Samenanlagen in jedem Fache des Fruchtknotens mehrere 
oder viele 345. 

342. Samenanlagen aufrecht oder aufsteigend. Fruchtknoten 2-, 
sehr selten 3 fächerig; alle Fächer fruchtbar. Griffel 2 oder 
ein 2 spaltiger, selten ein ungeteilter mit 2 Narben, dann 
aber Sträucher. Kronlappen klappig. Staubbeutel nach 
innen gewendet. Blätter ungeteilt . . Rubiaceae, S. 272. 

— Samenanlagen hängend. Fruchtknoten 3 — 5 fächerig. Grriffel 
3 — 5 oder 1 mit 1 Narbe oder mit 3 — 5 Narben, selten 
mit 2, dann aber Kräuter oder Halbsträucher und nur 1 Fach 
des Fruchtknotens fruchtbar. Krön läppen dachig, selten 
klappig, dann aber Staubbeutel nach aussen gewendet und 
Blätter gefiedert 343. 

343. Staubblätter I — 3, selten 4; in letzterem Falle Krone gelb. 
Fruchtknoten mit 1 fruchtbaren und 2 leeren Fächern. 
Griffel fädlich und ungeteilt. Samen ohne Nährgewebe . 

Valerianaceae, S. 276. 

— Staubblätter 5 — 12, selten 4, dann aber Krone weiss oder 
rot. Fruchtknoten mit 3 — 5 Fächern, welche sämmtlich 
Samenanlagen enthalten, selten mit 1 fruchtbaren und 2 leeren, 
dann aber Griffel kurz und dick und 2 — 3 spaltig. Samen 
mit Nährgewebe 344. 



Sympetalae. (49) 

344. Blätter ungeteilt oder gefiedert. Blüten einzelnstellend oder 
in trauben-, rispen- oder ebenstraussförmigen Blütenständen. 
Kronlappen ebensoviel wie Kelchlappen. Staubblätter 4 — 5. 
Staubbeutel mit beiden Hälften versehen 

Caprifoliaceae, S. 274. 

— Blätter mehrfach bandförmig zerschnitten. Blüten in köpfchen- 
förmigeu Blütenständen. Kronlappen mehr (etwa doppelt- 
soviel) als Kelchlappen. Staubblätter 8 — 12. Staubbeutel 
auf 1 Hälfte beschränkt . . . Adoxa^ Adoxaceae, S. 276. 

345. Fruchtknoten 2, getrennt, halbunterständig. Gemeinsamer 
Griffel verkehrt-kegelförmig, mit kegelförmiger Narbe. Krone 
mit gedrehter Knospenlage . Apoeynum, ApOCynaceae, S. 231. 

-- Fruchtknoten 1, ungeteilt oder seicht gelappt, 2 fächerig 
mit faden- oder säulenförmigem Griffel oder 3 — 20 fächerig, 
ganz oder grösstenteils unterständig, selten halbunterständig, 
dann aber Krone mit klappiger Knospenlage . . . 346. 

346. Staubblätter 2 — 10. Krone 4 — 5 teilig oder -lappig . 347. 

— Staubblätter zahlreich. Krone vielteilig oder ungeteilt 
(deckeiförmig) 350. 

347. Staubblätter 8 — 10, von der Krone frei. Fruchtknoten 
4 — 5 fächerig. Narbe 1, ungeteilt oder undeutlich gelappt . 

Vacdninm, EricaceaG; S. 215. 

— Staubblätter 2 — 5. Fruchtknoten 2 — 3 fächerig, seltener 
4 — 5 fächerig, dann aber Staubblätter an der Krone be- 
festigt oder Narbe deutlich gelappt oder geteilt oder 
Narben mehrere (jedoch die Narbenlappen in der Jugend 
bisweilen zusammenhängend) 348. 

348. Kronlappen in der Knospe dachig. Narbe 1, ungeteilt oder 
undeutlich gelappt. Blätter gegenständ-g. Staubblätter an 
der Kronröhre eingefügt Caprifoliaceae, S. 274. 

— Kronlappen in der Knospe klappig. Narbe 1, deutlich 
gelappt oder geteilt, jedoch die Lappen in der Jugend bis- 
weilen zusammenhängend, oder Narben 2 oder mehr. Blätter 
wechselständig, selten gegenständig, dann aber Staubblätter 
von der Krone frei - 349. 

349. Staubbeutel nach aussen gewendet. Blüten eingeschlechtig 
oder vielehig. Fruchtknotenfächer und Narben 3 — 6. Snmen 
ohne Nährgewebe. Saft wässerig . . CuCUrbitaceae, S. 280. 

Thonuer, Exkursionsflora. I. ('*) 



(50) Sympetalae. 

— Staubbeutel nach innen gewendet. Blüten zwitterig, selten 
eingeschlechtig, dann aber Fruchtknotenfächer und Narben 2. 
Samen mit Kährgewebe. Saft meist milchig 

Campanulaceae. S. 283. 

350. Kräuter oder Halbsträucher. Krone vielteilig. GrrifFel oder 
Narben 4 — 20. Samen mit mehligem Nährgewebe und 

gekrümmtem Keimling 

MesemhrT/anthemum, AiZGaceaC;, S. 94. 

— Bäume. Krone ungeteilt, deckeiförmig. Griffel 1. Narbe 1. 
Samen ohne Nährgewebe, mit geradem Keimling .... 

Eucalyptus, Myrtaceae, S. 188. 



^^ 



II. Teil. 

Schlüssel zur Bestimmimg der Gattimgeii. 



Embryöphyta siphonögama. 

Schlauclieliige Keimling pflanzen. 
(Phanerögamae, Blütenpflanzen.) 

Unterabt. A. Gymnospermae, Nacktsamige. 

I. Klasse. Coniferae, Nadelhölzer.* 

1. Farn. TaxäceaG, Eibengewächse. 

Bäume oder Sträucher. Zweige nur als Langtriebe aus- 
gebildet. B. spiralig gestellt, aber meist zweizeilig abstehend, 
nadeiförmig, flach, ohne Harzgänge, immergrün. Bl. einzeln in 
den Blattachseln, auf beschupptem Stiel, ohne Blh., zweihäusig. 

d* Bl. rundlichen Kätzchen gleichend, aus 5 — 10, oben schild- 
förmig abgeflachten Stb. zusammengesetzt, welche je 5 — 9, im 
Kreis um einen kurzen Stiel gruppierte Blütenstaubsäcke tragen. 

^ Bl. aus 1 einzigen Sa. bestehend, welche infolge Verkümmerung 
des Frb. nackt an der Spitze eines beschuppten Zweigleins sitzt. 
Fr. einer Steinfr. ähnlich, aus 1 einzigen nackten S. bestehend, 
welcher von einem becherförmigen, oben weit ofi'enen, fleischigen, 
farbigen Samenmantel umgeben ist. Samenschale holzig. Keim- 
ling mit 2 — 3 Keimb. {Coniferae z. T.). 

Einzige Gattung Eibe, Taxus L. 

2. Fam. Pinäceae, Kiefergewächse. 

Bäume oder Sträucher. Saft harzig. B. nadel- oder schuppen- 
förmig. Bl. ohne Blh., eingeschlechtig. Ö Bl. aus mehr oder 
weniger kätzchenförmig angeordneten Stb. bestehend, welche auf 
ihrer Unterseite unterhalb der dreieckigen Endschuppe in einer 
Querzeile 2 — 5 Blütenstaubsäcke tragen. Q Bl. aus schuppen- 
Thouner, Exkursionsflora. II. 1 



2 Pinaceae. 

oder schildförinigen, mehr oder weniger zapfenartig angeordneten 
Frb. zusammengesetzt, welche in ihrer Achsel oder an ihrer 
Innenseite 2 oder mehr Sa, tragen. Fr. zapfenartig, aus holzigen 
oder lederigen Frb. bestehend, unter welchen die S. verborgen 
sind, seltener beerenartig, aus fast gänzlich verwachsenen, fast bis 
zur Spitze zusammenschliessenden, fleischigen Frb. gebildet, welche 
mehrere S., selten durch Verkümmerung der übrigen nur 1, ein- 
schliessen. S. ohne Samenmantel. Keimling mit 2 — 15 Keimb. 
{Conifei-ae z. T.). 

Gattungen. 

1. Blätter (auch in den Blüten) gegenständig oder quirlig. 
Staubblätter mit 3 — 5 (sehr selten 2) Blütenstaubsäcken. 
Samenanlagen aufrecht. (Cupressineae) ...... 2. 

— Blätter wechselständig oder gehuschelt, nadeiförmig. Staub- 
blätter ftiit 2 Blütenstaubsäcken. Samenanlagen umgewendet, 
2. Frucht zapfenf örmig, aus 2 sämigen, holzigen oder lederigen 
Fruchtblättern bestehend. (Abiettneae) 4. 

2. Frucht fleischig, beeren- oder steinfruchtartig. Blätter 
schuppen- oder nadeiförmig. — B. immergrün. Ö Bl. kätzchen- 
förmig, aus 4 — 8, 2 — 4 zähligen Quirlen von Stb. bestehend. 

Q Bl. knospenförmig, aus 1 — 4 Quirlen von Frb. bestehend, 
von welchen meist nur einer fruchtbar ist. Sa. an jedem 
Frb. 1 — 2. S. in der ganzen Fr. 1 — 6, nicht geflügelt, mit 
harter Samenschale. (Einschl. Aixeutlios Ant. & Ky. und 
Sabina Spch.) Wacholder, JunfperuS L. 

— Frucht holzig oder lederig, zapfenartig. Blätter schuppen- 
förmig 3. 

3. Fruchtblätter (Zapfenschuppen) schuppenförmig, dachig, lederig, 
1 — 3 sämig. Zapfen klein, eiförmig. Zweige mehr oder 
weniger flachgedrückt. — B, immergrün. Bl. einhäusig. 

Ö Bl. kätzchenförmig, aus mehren Seihen gegenständiger 
Stb. bestehend. ^ Bl. knospenförmig, aus 3 — 4 Paaren von 
Frb. bestehend, von welchen 1 — 2 unfruchtbar sind. (SEu.) 
(Einschl. Blota Endl.) Lebensbaum, Thuja L. 

— Fruchtblätter schildförmig, klappig, holzig, 4- oder mehr- 
samig. Zapfen ziemlich gross, fast kugelig. Zweige nicht 
oder sehr wenig abgeflacht. — B. immergrün. Bl. einhäusig. 
ö Bl. kätzchenförmig, aus mehreren Beihen gegenständiger 



Pinaceae. 3 

Stb. bestehend. Q Bl. knospenförmig, aus 2 — 6 Paaren von 
Frb. bestehend, von welchen 1 — 2 meist unfruchtbar sind. 
S. geflügelt. SEu Cy presse, Cupressus L. 

4. Sprosse von einerlei Art, nur Langtriebe. Nadeln einzeln- 
stehend. Zapfenschuppen lederig 5. 

— Sprosse von zweierlei Art, nämlich Lang- und Kurztriebe. 
Nadeln der Kurztriebe zu 2 oder mehreren in Büscheln, 
welche anfangs von Schuppen umgeben sind. Zapfenschuppen 
holzig 6. 

5. Blätter meist mehr oder weniger deutlich gescheitelt (2 zeilig 
abstehend), flach, beim Abfallen eine kaum vorspringende 
Narbe zurücklassend. Mittelband ohne Anhängsel oder kurz 
genabelt. Blütenstaubsäcke schief oder quer aufspringend. 
Keifende Zapfen aufrecht, mit abfälligen Schuppen. Deck- 
schuppen gross. — Immergrüne Bäume. Bl. einzelstehend. 
S. geflügelt. Zapfen im ersten Jahre reifend , . 

Tanne, Abies, Juss. 

— Blätter allseitwendig oder an den letzten Zweigen unvoll- 
kommen gescheitelt, meist vierkantig, beim Abfallen eine 
vorspringende Narbe zurücklassend. Mittelband mit schuppen- 
förmigem Anhängsel. Blütenstaubsäcke der Länge nach auf- 
springend. Reifende Zapfen, wenigstens die unteren, herab- 
gebogen oder hängend, mit stehenbleibenden Schuppen, als 
Ganzes abfallend. Deckschuppen klein. — Lnmergrüne 
Bäume. Bl. einzelnstehend, Fruchtschuppen breit und flach, 
grösser als die Deckschuppen. S. geflügelt. Zapfen im 
ersten Jahre reifend, {^Ables DC, z, T,) . Fichte, PfcGa Lk. 

6. Kurztriebe Nadeln, Langtriebe nur Schuppen tragend. Nadeln 
an den Kurztrieben in 2 — 7 strahligen Büscheln. Männliche 
Blüten in Aehren, an Stelle von Kurztrieben, weibliche an 
der Spitze der Aeste, an Stelle von Langtrieben. — Nadeln 
2 — 3 kantig, bleibend (immergrün); Büschel anfangs von einer 
aus mehreren Schuppen gebildeten Scheide umschlossen. Mittel- 
band mit Anhängsel. Blütenstaubsäcke der Länge nach auf- 
springend. Fruchtschuppen grösser als die Deckschuppen, Zapfen 
anfangs geschlossen, später meist klafl'end, zuletzt als Ganzes 
abfallend, im 2. oder 3, Jahre reifend . . Kiefer, PJnuS L. 

— Kurz- und Langtriebe Nadeln tragend, Nadeln an den Kurz- 
trieben in vielstrahligen Büscheln, an den Langtrieben zer- 

1* 



4 Pinaceae, (Inetaceae, Typhaceae. 

streut stehend. Männliche Blüten einzeln stehend; Blüten 

beider Geschlechter an Kurztrieben 7. 

7. Nadeln steif, bleibend (immergrün). Blütenstaubsäcke der Länge 
nach aufspringend. Mittelband mit grossem Anhängsel. Zapfen 
gross, mit sehr breiten Schuppen, im 2. oder 3. Jahre reifend, 
zuletzt zerfallend. Fruchtschupj)en schon während der Blütezeit 
bedeutend grösser als die Deckschuppen. — Bäume. Zapfen - 
schuppen flach. S. geflügelt. (S-undWEu.) Ceder, CedrusLoud. 
— Nadeln zart, abfällig (sommergrün). Blütenstaubsäcke schief 
oder quer aufspringend. Mittelband mit kleinem Anhängsel. 
Zapfen klein, mit ziemlich breiten (fast kreisförmigen) Schuppen, 
im 1. Jahre reifend, nicht zerfallend. Fruchtschuppen während 
der Blütezeit kürzer als die Deckschuppen, später sich ver- 
grössernd. — Bäume. Nadeln pfriemlich. Zapfenschupj)en 
flach. S. geflügelt. M- und OEu. . . Lärche, Larix, Mill. 

II. Klasse. Gnetales, G-netumartige. 

3. Fam. Gnetaceae, Gnetumge wachse. 

Sträucher oder Halbsträucher. Saft ohne Harz. Zweige 
gerieft, knotig gegliedert. B. an den Knoten, gegenständig oder 
quirlig, schuppenförmig, scheidig verwachsen. Bl. unter dachigen 
Deckb. in Aehrchen, eingeschlechtig. Ö Aehrchen mehrblütig, Q 
1 — 2 blutig. ä Bl. mit 2 teiliger Blh. und 2 — 8 Blütenstaub- 
säcken am Gipfel der verlängerten Blütenachse. Q Bl. mit 
schlauchförmiger Blh. und 1 nackten, aufrechten, geradläufigen 
Sa. mit einfacher, vom Kern freier, an der Spitze röhrenförmig 
verlängerter Hülle. Fr. steinfruchtartig. Keimling mit 2 Keimb. 
SEu. Einzige Gattung Meerträubel, Ephedra L. 

Unterabt. B. Angiospermae, Bedecktsamige. 

III. Klasse. MonoCOtyledÖlieae, Einkeimblätterige. 

Heihe Pandanäles, Pandangartige. 

4. Fam. Typhäceae, Bohrkolbengewächse. 

Sumpfkräuter mit kriechendem Wurzelstock. St. aufrecht, 
ungeteilt, ausgefüllt, ohne Knoten, glatt. B. vorwiegend grund- 
ständig, linealisch, ganzrandig, mit offener Scheide. Blütenstand 



Typliaceae, Si^arganiaceae, Potamogetonaceae. 5 

aus 1 oberen Ö, und 1 — 2 unteren O, walzenförmigen, dicht- 
blütigen, von schmalen, abfälligen Scheiden gestützten Kolben 
bestehend. Bl. klein, ohne Vorb., eingeschlechtig, ohne Blh., aber 
(wenigstens die C ) von Haaren umgeben. Stb. 1 — 5. Stf. fädlich. 
Stbt. am Grrunde befestigt, linealisch oder keilförmig, mit 2 seit- 
lichen LängssjDalten aufspringend. Frkn. schmal, 1 fächerig. G-r. 
und N. ungeteilt. Sa. 1, hängend, umgewendet. Fr. klein, trocken, 
spät aufspringend. S. mit gestreifter Schale, reichlichem Nähr- 
gewebe und langem, mittelständigem Keimling. 

Einzige Grattung Rohrkolben, Typha Tourn. 

5. Eam. Sparganiäceae, Igelkolbengewächse. 

Krautige Sumpf- oder Wasserpflanzen mit kriechendem Wurzel- 
stock. St. ausgefüllt, ohne Knoten. B. linealisch, ganzrandig, mit 
offener Scheide. Bl. in kugeligen Köpfchen. Köpfchen am St. oder 
dessen Aesten mehrere, die unteren C, die oberen (5. Bl. klein, 
eingeschlechtig. Blh. aus 3 — 6 Schuppen bestehend. Stb. 3 oder 
mehr. Stbt. länglich oder keilförmig, am Grunde befestigt, der Länge 
nach aufspringend. Frkn. 1, oberständig, sitzend, 1 — 2 fächerig. 
G-r. 1 — 2, innen narbig. Sa. in jedem Fach 1, hängend, umgewendet. 
Fr. steinfruchtartig, aussen krautigschwammig, innen holzig. S. oben 
an die Fruchtwand angewachsen, mit dünner Schale, mehligem Nähr- 
gewebe und mittelständigem Keimling. [Tifpliaceae z. T.). 

Einzige Grattung Igelkolben, Spargänium L. 

Reihe Helöbiae, Sumpflilien. 

6. Farn. Potamogetonäceae, Laichkrautgewächse. 

Untergetauchte oder flutende Kräuter mit kriechendem 
Wurzelstock und 2 teilig verästeltem, selten ungeteiltem St. B. 
am Grrunde scheidig, mit Achselschüppchen. Bl. einzeln oder 
in Aehren, unansehnlich, regelmässig. Blh. krautig oder häutig, 
ungeteilt, 3 — 4 teilig oder 0. Stb. 1 — 4. Stbt. aussen oder 
seitlich aufspringend. Frkn. 1, eintächerig, oder mehrere, getrennt. 
Sa. in jedem Frkn. 1, selten (Posidonia) 2, hängend und gerad- 
läufig oder seitlich befestigt und krummläufig. Fr. nicht oder 
spät aufspringend, 1 sämig. S. ohne Nährgewebe. Keimling mit 
grossem Würzelchen und meist schmalem und eingekrümmtem 
Keimb. (Najadaceue z. T., einschl. Zosteraceae). 



J Potamogetonaceae. 

Gattungen. 

1. Blüten einzelnstehend, eingeschlechtig 2. 

— Blüten in Aehren, zwitterig oder vielehig 4. 

2. Blütenhülle fehlend. Narben 2, lang, faden- oder bandförmig. 
Blütenstaubkörner fadenförmig. Keimling mit seitlich an- 
liegendem Keimblatt. — Im Meere wachsende Kräuter. 
"Wurzelstock mit ringförmigen Blattnarben. B. schmal- 
linealisch, mit offener Scheide. Achselschüppchen mehrere. 
Stb. 1 oder 2 mit einander verwachsene. Frb. 2, getrennt. 
Sa. hängend. Fr. steinfruchtartig. SEu 

[Wellenspäher] CymodOCea Koen. 

— Blütenhülle wenigstens bei den weiblichen Blüten vorhanden. 
Narbe 1, kurz, schildförmig oder trichterig. Blütenstaub- 
körner kugelig. Keimling mit hakenförmig gekrümmtem oder 
zusammengerolltem Keimblatt. (Zanichellieae) ... 3. 

3. Blütenhülle in den männlichen Blüten fehlend, in den weib- 
lichen becherförmig, ungeteilt. Staubbeutel gestielt, mit 2 Längs- 
spalten aufspringend. Fruchtblätter etwas gekrümmt. — B. 
schmal-linealisch oder pfriemlich. Achselschüppchen 2. Stb. 
1 — 2. Stbt. am Grunde befestigt, schmal, mit zugespitztem 
Mittelband. Frb. 2 — 9 (meist 4), mit Gr. und schildförmiger 
N. Sa. hängend. Fr. lederig, spät aufspringend 

Teichfaden, Zanichellia Mich. 

— Blutenhülle in den männlichen Blüten 3 zähnig, in den weib- 
lichen 1 — 3 blätterig. Staubbeutel sitzend, mit 1 Längsspalt 
aufspringend. Fruchtblätter gerade. — Lu Brackwasser wach- 
sende Kräuter. B. pfriemlich. Stb. 1. Frb. 3, gestielt, mit 
Gr. und trichterförmiger N. Sa. hängend. Fr. lederig. SWEu. 
und Italien [Althenie], Altheilia F. Pet. 

4. Aehre mit breiter, flacher Spindel, zur Blütezeit in die Scheide 
des obersten Blattes eingeschlossen. Staubblatt 1. Narben 2. 
— Im Meere wachsende Kräuter. B. schmal-linealisch, mit 
geschlossener Scheide. Aehre einseitswendig. Blh. o. Stbt. 
am Rücken befestigt. Blütenstaubkörner fadenförmig. Frkn. 
1. Gr. kurz, mit langen N. Sa. hängend. Fr. häutig, unregel- 
mässig aufspringend. Keimling mit schwanzförmigem Keimb. 

Seegras, Zostera L. 

— Aehre mit walzenförmiger Spindel, nicht in die Scheide des 



Potamogetonaceae, Najadaceae. 7 

obersten Blattes eingeschlossen. Staubblätter 2 — 4. Narbe 1, 
ungeteilt oder vielteilig 5. 

5. Aehre zusammengesetzt, untergetaucht. Blütenstaubkörner 
fadenförmig. Fruchtblatt 1. Narbe geteilt (in schmale Fort- 
sätze auslaufend). Keimling mit geradem Keimblatt. — Im 
Meere wachsende Kräuter. Wurzelstock mit faserigen Blatt- 
resten bedeckt. B. breit-linealisch, an der Spitze abgerundet, 
vielnervig, mit ofifener Scheide. Blütenstand armblütig. Blh. 0. 
Stbt. 3 — 4, sitzend, mit breitem, begrannten Mittelband. 
Sa. 1 — 2, seitlich befestigt. Fr. steinfruchtartig. SEu. . . 

[Posidonie], Posidonia Koen. 

— Aehren einfach, aus dem Wasser hervorragend. Blütenstaub- 
körner bogen- oder kugelförmig. Fruchtblätter meist 4. 
Narben ungeteilt, mehr oder weniger schildförmig. Keimling 
mit gekrümmtem Keimblatt. (Potamogetirneae) ... 6. 

6. Aehren zweiblütig. Staubblätter 2. Staubbeutel mit sehr 
kurzen Anhängseln. Blütenstaubkörner bogenförmig. Früchte 
gestielt. — In salzigen Grewässern wachsende Kräuter. B. pfriem- 
lich. Achselschüpj)chen 2. Blh. 0. Stbt. auf kurzen Stf., 
am Bücken befestigt, mit nierenförmigen, aussen aufspringen- 
den Hälften. Frb. 4 — 10. N. sitzend. Sa. hängend. Fr. 
steiufruchtartig Saide, Rüppia L. 

— Aehren mehrblütig. Staubblätter 4. Staubbeutel mit blüten- 
hüllartigen Anhängseln. Blütenstaubkörner kugelig. Früchte 
sitzend. — Bl. ohne eigentliche Blh. Stbt. mit geraden, seitlich 
aufspringenden Hälften . Laichkraut, PotamÖgeton Tourn. 

7. Fam. Najadäceae, Nixenkrautgewächse. 

In Süsswasser untergetaucht wachsende Kräuter mit kriechen- 
dem Wurzelstock und 2 teilig verästelten St. B. linealisch, mit 
mehr oder wenigei: deutlich gezähntem Band, am Grund mit kurzer 
Scheide und 2 Achselschüppchen. Bl. einzeln oder geknäuelt in 
den Blattachseln, klein, eingeschlechtig. Ö Bl. aus 1 einzigen 
sitzenden Stbt. bestehend, welcher von 2 durchscheinend-häutigen, 
röhrigen, ganzrandigen, gezähnten oder 4 spaltigen Blh. umgeben 
ist. Stbt. 1- oder 4 fächerig, der Länge nach aufspringend. Blüten- 
staubkörner kugelig. Q Bl. aus 1 sitzenden, 1 fächerigen, 1 sämigen 
Frkn. mit ungeteiltem Gr. und 2 — 4 N. bestehend, welcher bis- 
weilen von einer dünnhäutigen, röhrigen Blh. umgeben ist. Sa. auf- 



g Najadaceae, Juncaginaceae, Alismaceae. 

recht, umgewendet. Fr. nicht aufspringend, mit harter oder fast 
steinfruchtartiger Schale. S. aufrecht, ohne NährgeAvebe. Keim- 
ling gerade, mit grossem Würzelchen. 

Einzige Gattung (einschl. Caullnia Willd.) 

Nixenkraut, Najas L. 

8. Fam. Juncaginäceae. Blumenbinsengewächse. 

An feuchten Orten wachsende Kräuter. St. aufrecht. B. schmal, 
grasartig, am Grund scheidig und mit i^chselschüppchen versehen. 
Bl. in endständi^en Aehren oder Trauben, regelmässig, zwitterig 
oder vielehig. B. der Blh. 6, krautig oder lederig, meist grün- 
lich, bisweilen etwas gefärbt. Stb. 3 — 8 (meist 6), am Grunde 
der Blh. befestigt. Stf. getrennt. Stbt. am Grunde befestigt, 
aussen aufspringend, Blütenstaubkörner oval. Frb. 3 — 6, ober- 
ständig, mehr oder w^eniger untereinander verwachsen. Gr. kurz 
oder 0. N. langwarzig. Sa. in jedem Fach 1 oder wenige, grund- 
ständig, umgewendet. S. ohne Nährgewebe, mit geradem Keim- 
ling. (^Xajadaceae z. T.) 

Gattungen. 

1. Blüten auf blattlosem Schaft, ohne Deckblätter. Blütenhülle 
krautig, abfällig. Staubbeutel sitzend, vom Mittelband nicht 
überragt. Fruchtblätter untereinander verwachsen, je 1 Samen- 
anlage enthaltend. Samenschale dünnhäutig. — B. der Blh. 
gehöhlt, die 3 inneren höher eingefügt als die äusseren . . 

Dreizack, Triglöchin L. 

— Blüten auf beblättertem Stengel, mit Deckblättern versehen. 
Blütenhülle lederig, bleibend. Staubbeutel auf kurzem Staub- 
faden, vom zugespitzten Mittelband überragt. Fruchtblätter 
nur am Grunde verwachsen, weiter oben getrennt, je 2 (selten 
mehr) Samenanlagen enthaltend. Samenschale dick, lederig. — 
Bl. in lockerer, armblütiger Traube. B. der Blh. länglich, 
gelblich. Stbt. linealisch. Fr. auseinander gesj)reizt, fast 
kugelig, innen aufspringend. N- und MEu 

Blasenbinse, Scheuchzeria L. 

9. Fam. Alismaceae, Froschlöffelgewächse. 

Sumpfkräuter mit grundständigen B. und in Quirlen stehenden, 
zu Rispen, Trauben oder Dolden zusammengestellten Bl. auf auf- 



Alismaceae. 9 

rechtem Schaft, selten Wasserpflanzen mit flutendem, beblätterten 
St. und einzeln oder zu 2 — 5 an den Knoten des St. stehenden 
Bl. Saft milchig. B. mit Achselschüppchen, fast stets gestielt, mit 
Längs- und Quernerven, ungeteilt. Bl. klein oder mittelgross, ge- 
stielt, regelmässig. Blh. aus 3 derberen, bleibenden, grünlichen Kb. 
und 3 zarteren, abfälligen, weissen oder rosenroten Krb. bestehend. 
Stb. 6 oder mehr. Stbt. am Kücken in der Nähe des Grundes be- 
festigt, aussen oder seitlich mit Längsspalten aufspringend. Blüten- 
staubkörner kugelig. Frb. oberständig. 6 oder mehr, getrennt, selten 
am Grunde verwachsen. Gr. ebensoviel, getrennt. Sa. umgewendet, 
meist 1, grundständig, selten mehrere, im Innenwinkel aufsteigend. 
Fr. nicht aufspringend, selten am Grund mit Deckel aufspringend. 
S. ohne Nährgewebe, mit hufeisenförmig gekrümmtem Keimling. 

Gattungen. 

1. Blüten eingeschlechtig. Staubblätter zahlreich. — B. grund- 
ständig, pfeilförmig, Blütenstand auf aufrechtem Schaft, trauben- 
oder rispenförmig, aus meist 3 blutigen Quirlen zusammengesetzt. 
Krb. weiss. Blütenboden gewölbt. Frb. zahlreich, getrennt, 
kopfig angeordnet. Narbenwärzchen deutlich. Sa. 1. Fr. 
stark zusammengedrückt . . . . Pfeilkraut, Sagittäria L. 

— Blüten zwitterig. Staubblätter 6 2. 

2. Blütenboden gewölbt; Fruchtblätter kopfig angeordnet. Blüten 
in Dolden auf aufrechtem Schaft (selten ein zweiter Quirl 
unterhalb der Dolde vorhanden). — B. grundständig, linealisch 
oder lanzettlich. Frb. zahlreich, getrennt. Sa. 1. Fr. wenig 
zusammengedrückt, gerippt. S- und MEu. (Al/'stna L. z. T.) 

[Igelschlauch], EchitlÖdoruS Engelra. 

— Blütenboden flach: Fruchtblätter mehr oder weniger kreis- 
förmig angeordnet. Blüten auf aufrechtem Schaft, in Trauben 
oder Hispen mit quirligen Blüten oder Aesten, seltener einzeln 
oder gehuschelt an den Knoten eines flutenden Stengels . 3. 

3. Fruchtblätter am verbreiterten Grunde verwachsen. Samen- 
anlagen in jedem Fruchtblatt 2 oder mehr. Samenschale 
lederig. — B. grundständig. Bl. auf aufrechtem Schaft, in 
Trauben oder Kispen mit quirligen Aesten. Frb. 6 — 10. 
Fr. sternförmig abstehend, stark zusammengedrückt, stechend, 
bisweilen am Grunde deckelartig aufspringend. Samenschale 
runzelig. S- u. WEu. . [Giftbezwinger], DamaSÖnium Tourn. 



2Q Alismaceae, Butomaceae. 

— Fruchtblätter am Grunde schmal, getrennt. Samenanlage in 
jedem Fruchtblatt 1. Samenschale häutig 4. 

4. Stengel flutend (selten auf Schlamm kriechend), mit unter- 
getauchten grundständigen und schwimmenden stengelständigen 
Blättern. Blüten einzeln oder zu 2 — 5 an den Knoten des 
Stengels. Samenanlagen mit Biickennaht und innerem Keim- 
mund. — Grrundständige B. linealischi, stengelständige elliptisch. 
Krb. weiss. Frb. 10 — 12. Gr. endständig, bleibend. Fr. etwas 
zusammengedrückt, gerippt. M- und WEu. {Alisma L. z. T.) 

[Schwimmfroschlöffel], Ell'sma Buchen. 

— Stengel aufrecht, mit grundständigen, aufrechten, selten fluten- 
den Blättern. Blüten in endstäudigen Trauben oder Rispen mit 
quirligen Aesten. Samenanlagen mit Bauchnaht und äusserem 
Keimmund 5. 

5. Blätter tief- herzförmig, ziemlich stumpf. Griff'el an der Frucht 
bleibend. Früchten steinfruchtartig mit holzigem Steinkern, 
aussen mit mehreren Rillen. S- und MEu. (Alisma L. z. T.) 

[Caldesie], Caldesia Pari. 

— Blätter linealisch, lanzettlich, eirund oder seicht- herzförmig 
und zugespitzt. Griff'el schwindend. Früchtchen mit pergament- 
artiger Schale, auf dem Rücken mit 1 — 2 Furchen. — Frb. 
zahlreich. Fr. stark zusammengedrückt 

Froschlöffel, Äll'sma L. 

10. Fam. ButomaceaO, Wasserviolengewächse. 

Sumpfkräuter ohne Milchsaft, mit kriechendem Wurzelstock. 
B. grundständig, linealisch, mit Achselschüppchen. Bl. an der 
Spitze des aufrechten Schaftes in reichblütiger Dolde, regelmässig, 
P . Blh. 6 blätterig, kronartig, rosenrot, bleibend. Stb. 9 (selten 
etwas mehr oder weniger), am Blütenboden eingefügt. Stbt. am 
Grunde befestigt, mit 2 zeitlichen Längsspalten aufspringend. 
Blütenstaubkörner kugelig. Frb. 6, oberständig, auf flachem ßlüten- 
boden quirlig angeordnet, am G-runde verwachsen. Gr. kurz, innen 
narbig. Sa. zahlreich, fast die ganze Innenseite der Frb. bedeckend, 
aufsteigend, umgewendet. Fr. 6, geschnäbelt, an der Bauchnaht 
aufspringend, vielsamig. S. länglich, mit lederiger, gefurchter 
Schale, ohne Js^ährgewebe. Keimling gerade. {Alismaceae z. T.) 

Einzige Gattung Wasserviole, BÜtomus L. 



Hydrocharitaceae. J^J[ 

11. Farn. Hydrocharitaceae, Froschbissgewächse. 

Untergetauchte oder schwimmende Wasserpflanzen. B. am 
Grunde mit Achselschüppchen. Bl. einzeln oder in trugdoldigem, 
dolden- oder köpfchenförmigen Blütenstand. Blütenstand oder 
einzelnstehende Bl. von einer ungeteilten 2 lappigen oder 2 teiligen 
Scheide umgeben. Bl. eingeschlechtig, regelmässig, selten etwas 
unregelmässig. Blütenachse oberhalb des Frkn. meist in einen 
Schnabel verlängert, welcher die Blh. trägt. Blh. mit 6 (selten 3) 
Abschnitten, meist in K. und Kr. geschieden. Stb. 2 — 3 oder 9 — 15. 
Frkn. unterständig, 1 fächerig oder unvollkommen 6 fächerig. N. 
mehrere, sitzend oder auf 1 oder mehreren Grr. Sa. oo. Fr. nicht 
oder unregelmässig aufspringend. S. ohne Nährgewebe. 

Gattungen. 

1. Narben 2 — 3; meist zweispaltig. Fruchtknoten 1 fächerig, mit 
wenig vorspringenden Samenleisten. Staubblätter 2 — 3, selten 9. 
Kronblätter ebensogross oder kleiner als die Kelchblätter oder 
fehlend. Blütenscheiden ungeteilt oder gelappt, später meist 
zerreissend. (] allisnerioideae) 2. 

— Narben 6, zweispaltig. Fruchtknoten unvollkommen 6 fächerig. 
Staubblätter 9 — 15. Kronblätter viel grösser als die Kelch- 
blätter. Männliche Blütenscheiden 2 blätterig. (Stratio- 
toideae.) 4. 

2. Blätter sehr lang, riemenförmig, an einem sehr kurzen, manch- 
mal Ausläufer treibenden Stengel rosettenartig gehäuft. Blüten- 
scheiden gestielt, die männlichen vielblütig, die weiblichen 
1 blutig. Kronblätter sehr klein oder fehlend. Fruchtknoten 
nicht geschnäbelt. Narben kurz und breit. — B. stumpf, 
grösstenteils untergetaucht. (5 Scheiden mit kurzem, Q mit 
langem, spiralig gedrehten Stiel. Stb. 2 — 3. Unfruchtbare Stb. 
der Bl. 3. N. 2 zähnig oder 2 spaltig. Fr. linealisch, mit 
häutiger Schale. SEu., Frankreich, Ungarn 

Sumpfschraube, Vallisneria Mich. 

— Blätter kurz, linealisch-lanzettlich, an einem langen, überall 
beblätterten Stengel quirlig angeordnet. Blütenscheiden sitzend, 
1 blutig. Kronblätter ziemlich gross. Fruchtknoten einen sehr 
langen, fadenförmigen Schnabel tragend. Narben linealisch. . 
(Hydrilleae.) 3. 



\2 Hydrocharitaceae, Gramineae. 

3. Laubzweige mit 1 rückenständigen, stengelumfassenden Vorblatt. 
Achselschüj)i3chen der Blätter gefranst, länglich oder linealisch. 
Staubblätter 3. Narben ungeteilt. Samenanlagen umgewendet, 
selten fast geradläufig. — St. ästig, untergetaucht. B. gezähnt. 
Q Scheiden 2 zähnig. Krb. schmäler als die Kb. Sa. 2 — 7. Russ- 
land undPreussen. (6\ZoröNutt.) . Grrundnessel, HyärHlaRich. 

— Laubzweige mit 2 seitlichen, nicht stengelumfassenden Vor- 
blättern. Achselschüppchen ganzrandig, eirund oder fast kreis- 
rund. Staubblätter 9, Narben 2 lappig. Samenanlagengerad- 
läufig. — St. ästig, untergetaucht. Scheiden an der Spitze 
2 lappig. B. der Blh. kronartig, die inneren meist breiter. 
N. 3. S. von breiigen Fäden umgeben. (N- u. MEu. und Italien.) 
(Anacharis Bab.) Wasserpest, ElodGa Rieh. 

4. Blätter schwimmend, gestielt, kreisrund- nierenförmig. Staub- 
fäden 6, jeder in 2 Aeste gespalten, von welchen aber nur 9 Staub- 
beutel tragen. Männliche Blüten mit einem verkümmerten 
Fruchtknoten in Form von 3 Drüsen, Weibliche Blüten lang 
gestielt, mit 1 blätteriger Scheide. Unfruchtbare Staubblätter in 
den weiblichen Blüten 3 — 6. Fruchtknoten nicht geschnäbelt. — 
St. Ausläufer treibend. B. an den Knoten des St. gehäuft. 
Scheiden gestielt, (5" 2 — 4 blutig, Q 1 blutig. Bl. weiss. Frucht- 
schale fleischig. S. zahlreich . Froschbiss, Hydrocharis L. 

— Blätter grösstenteils untergetaucht, sitzend, linealisch-lanzettlich. 
Staubbeuteltragende Staubblätter 11 — 15, von unfruchtbaren 
Staubblättern (oder Honigdrüsen) umgeben. Männliche Blüten 
ohne verkümmerten Fruchtknoten. Weibliche Blüten kurz ge- 
stielt, mit 2 blätteriger Scheide. Unfruchtbare Staubblätter {oder 
Honigdrüsen) auch in den weiblichen Blüten zahlreich. Frucht- 
knoten geschnäbelt. — St. sehr kurz, Ausläufer treibend. B. 
rosettenartig gehäuft, spitz, stachelig-gesägt. Scheiden gestielt, 

Ö2 — oo blutig, Q 1 — 2blütig. Bl. weiss. Fruchtschale fleischig. 

Wassersäge, Stratiötes L. 

Reihe Glumiflorae, Spelz enblütige. 

12. Fam. Grammeae, Grräser. 

Kräuter. St. knotig gegliedert, meist stielrund und zwischen 
den Knoten hohl. B. linealisch oder pfriemlich, sitzend, am Grunde 
mit einer fast immer gespaltenen Scheide, meist mit einem Blatt- 



Gramineae. 2 3 

häutcheD am oberen Ende derselben, in der Kegel am Grrunde des 
St. gehäuft und 2 zeilig angeordnet. Bl. in den Achseln von Deckb. 
(„Spelzen") in Aehrchen, welche bisweilen auf 1 einzige, von Deckb. 
umgebene Bl. beschränkt und meistens zu verschiedenen Blüten- 
ständen vereinigt sind. Spelzen an der AehrchensjDindel 2 zeilig 
angeordnet, die unteren leer (..Hüllspelzeu"), die oberen Bl. ent- 
haltend („Deckspelzen"). Letzteren steht meist eine in der Regel 
2 nervige „Vorspelze" gegenüber, innerhalb welcher sich häufig 
2 — 3 „Schwellschüppchen" befinden; sonst ist keine Blh. vorhanden. 
Stb. 1 — 6, meist 3. Stf. getrennt. Stbt. mit 2 Längsspalteu auf- 
springend, meist am Rücken befestigt. Blütenstaubkörner kugelig. 
Frkn. 1, oberständig oder nackt, ungeteilt, 1 fächerig. Gr. oder 
sitzende N. 2, getrennt oder teilweise verwachsen, sehr selten 1, 
ungeteilt. N. meist federig. Sa. 1, aufsteigend, seitlich, aber oft 
nahe am Grunde befestigt, umgewendet, schwach krummläufig. Fr. 
eine Schliessfr., meist von den Spelzen umschlossen. Samenschale 
mit dem Xährgewebe oder mit der Fruchtschale verwachsen. Keim- 
ling klein, am Rande des reichlichen Nährgewebes, ausserhalb des- 
selben, gelegen. 

Gattungen. 

1. Aehrchenspindel unterhalb der Hüllspelzen an ihren Stiel oder 
an die Aehrenspindel angegliedert, seltener nur letztere selbst 
unterhalb eines jeden weiblichen Aehrchens gegliedert; daher 
Aehrchen, bisweilen nebst einem Teil der Aehrenspindel, als 
Ganzes abfallend. Zwitterige und weibliche Aehrchen nur 
1 fruchtbare zwitterige oder weibliche Blüte und bisweilen 
ausserdem noch unmittelbar (ohne messbaren Zwischenraum) 
unterhalb derselben eine männliche oder unfruchtbare Blüte 
tragend. Aehrchenspindel nicht über die Blüte hinaus ver- 
längert und oberhalb der Hüllspelzen nicht gegliedert . 2. 
— Aehrchenspindel unterhalb der Hüllspelzen nicht gegliedert. 
Zwitterige und weibliche Aehrchen entweder mehrere frucht- 
bare zwitterige oder weibliche Blüten tragend, mit deutlichen 
Zwischenräumen zwischen denselben, oder nur 1, jedoch über 
ihr noch unfruchtbare Blüten oder leere Spelzen oder eine stiel- 
förmige Verlängerung, seltener 1 blutig ohne Verlängerung der 
Spindel, dann aber letztere oberhalb der Hüllspelzen gegliedert, 
diese daher beim Abfallen des Aehrchens stehen bleibend . 25. 



J^4 Gramineae. 

2. Aehrchen seitlich zusammengedrückt. Staubblätter 6, seltener 3, 
dann aber Hüllspelzen verkümmert. Frucht mit linealischem 
Nabel. (Oryzeae.) 3. 

— Aehrchen vom B-ücken her oder nicht zusammengedrückt. 
Staubblätter 1 — 3. Hüllspelzen wohl entwickelt, 2 — 3, selten 1. 
Frucht mit punktförmigem Nabel 4. 

3. Hüllspelzen unmerklich. Staubblätter 3, selten 6. — Sumpf- 
gräser. Aehrchen in Rispen mit ungegliederten Aesten. 1 blutig. 
Bl. y. Deckspelze papierartig, unbewehrt 

E-eisgras, Leersia Swtz. 

— Hüllspelzen 2, deutlich entwickelt. Staubblätter 6. — Sumpf- 
gräser. Aehrchen in Bispen mit ungegliederten Aesten, 1 blutig. 
Bl. '^. Hüllspelzen klein. Deckspelze papierartig. (SEu.) . 

Beis, Oryza L. 

4. Blüten eingeschlechtig. (Maydeae) 5. 

— - Blüten zwitterig oder vielehig 6. 

5. Männliche Aehre 1, endständig; weibliche unterhalb derselben 
1 — 2, aus 1 einzigen fruchtbaren (und bisweilen nocli 1 — 2 
unfruchtbaren) Aehrchen bestehend, welches von einem ver- 
härteten, ein rundliches Gehäuse bildenden Deckblatt um- 
schlossen ist. Aehrenspindel zwischen dem männlichen und 
dem weiblichen Blütenstand gegliedert. Griffel tief-2 spaltig. 
— Hohe, ästige Gräser. D^ckspelze zarthäutig. Stb. 3. (SEu.) 

Thränengras, Coix L. 

— Männliche Aehren in endständiger Bispe, weibliche achsel- 
stäudig, vielblütig, kolbenförmig, mit ungegliederter Spindel, 
von grossen häutigen Deckblättern umgeben. Griffel an der 
Spitze kurz-2 spaltig. — Hohe Gräser mit grossen B. 
(5 Aehrchen 2 blutig, Q 1 blutig. Deckspelze zarthäutig. Stb. 3. 
Gr. sehr lang. Fr. fast kugelig. (SEu.) . .Mais, Zea L. 

6. Aehrchen in Köpfchen 7. 

— Aehrchen in Aehren oder Bispen 8. 

7. Köpfchen von einer glockenförmigen Hülle umschlossen. 
Spelzen 3, die oberste (Deck- oder Vorspelze) etwas länger 
als die übrigen, 4 — 5 nervig, mit Granne oder Stachelspitze. 
Staubblätter 3. — Kleine, ästige Gräser. Hüllspelzen wehrlos. 
Deckspelze zarthäutig. Stiel des Köpfchens zur Beifezeit 
herabgekrümmt. Griechenland . [Füllhorn], Cornucopiae L. 



Gramineae. ]^5 

— Köpfchen von 2 — 3 Scheiden umgeben. Spelzen 4, die oberste 
etwas kürzer als die vorangehende, 1 nervig, wehrlos. Staub- 
blätter 2. — Aestige Gräser mit kurzen, steifen B. Hüll- 
spelzen wehrlos. Deckspelze zarthäutig. S- und MEu. . . 

Dorngras, Crypsis Ait. 

8. Aehrenspindel oder Rispenäste gegliedert. (Andropo- 
göneae) 9. 

— Aehrenspindel oder Rispenäste nicht gegliedert ... 12. 

9. Aehrenspindel verdickt, mit Höhlungen, in welchen die 
Aehrchen eingefügt sind. — Aehrchen in jeder Höhlung 2^ 
das eine sitzend, das andere gestielt, 1 blutig oder das gestielte 
ohne Blüte. Spelzen wehrlos. Hüllspelzen 3, die äusserste 
lederig. Deck- und Vorspelze zarthäutig. SEu. (Einschl. 
Heniarthria E,. Br.) . . . [E,ottboellie], Rottboellia L. fil. 

— Aehrenspindel oder Hispenäste nicht bedeutend verdickt, ohne 
Höhlungen zur Aufnahme der Aehrchen 10. 

10. Aehrchen ungleichartig, die sitzenden eine fruchtbare zwitterige 
oder weibliche, die gestielten eine unfruchtbare oder männ- 
liche oder gar keine Blüte enthaltend. — Hüllspelzen 3, die 
äusserste grösser und härter als die inneren. Deckspelze in 
den sitzenden Aehrchen begrannt, am G-runde zarthäutig, in 
den gestielten wehrlos. S- und MEu. (Einschl. Clivifsopogoti 
Trin., Heteropogon Pers., Pollinia Spreng, und Sorghum Pers.) 

Bartgras, Andropogon L. 

— Aehrchen gleichartig, jedes eine fruchtbare zwittrige (selten 
die gestielten eine weibliche) Blüte enthaltend .... 11. 

11. Deckspelzen begrannt oder stachelspitzig. — Blütenstand 
rispig. Aehrchen seidenhaarig. Hüllspelzen 3, die beiden 
äusseren derbhäutig, die innere zarthäutig und kürzer. Deck- 
und Vorspelze zarthäutig. SEu. . [Wollblüte], Eriänthus Mich. 

— Deckspelzen wehrlos. — Hohe Gräser. Blütenstand rispig, 
Aehrchen von langen Seidenhaaren umgeben. Hüllspelzen 3, 
spitz, die äusseren härter. Deck- und Vorspelzeu kürzer 
und zarthäutig. SEu Zuckerrohr, Säccharum L. 

12. Deckspelzen durchscheinend-zarthäutig 13. 

— Deckspelzen steif oder bald verhärtend. (Paniceae) . . 18. 

13. Deckspelzen begrannt oder stachelspitzig 14. 

— Deckspelzen wehrlos 15. 



]^(3 üramineae. 

14. Narben kurzhaarig. Hüllspelzen wehrlos, selten mit kurzer 
Grranne und dann Blütenstand eine Aehre. — Aehrchen in 
Aehren oder ährenförmigen Kispen. Hüllspelzen mit ge- 
wimpertem oder fast geflügeltem Kiel. Deckspelze breit, 
3 nervig. (Einschl. Colobudine P. Beauv.) 

^ Fuchsschwanzgras, AlopecÜrUS L. 

— Narben langhaarig. Hüllsj)elzen begrannt. Aehrchen in (bis- 
weilen ährenförmigen) Eispen. — Hüllspelzen 2, grösser als 
die Deckspelze. S- und MEu. . Bürstengras, Polypogon Desf. 

15. Aehrchen in einseitswendigen (oft zu einer Rispe vereinigten) 
Aehren 16. 

— Aehrchen in allseitswendigen (oft zu einer Rispe vereinigten) 
Aehren 17. 

16. Aehrchen 1 blutig. Grriffel 1, mit 2 Narben. Blätter zusammen- 
gerollt. — Am Meeresufer wachsende Gräser. Hüllspelzen 2, 
ungleich, gekielt. Deckspelze eben so gross oder grösser als 
die vorangehende Hüllspelze. Vorspelze gross, die Bl. ein- 
hüllend. WEu. und Italien . [Strickgras], Spartma Schreb. 

— Aehrchen 2 blutig, eine fruchtbare und eine unfruchtbare Blüte 
enthaltend. Griffel 2. getrennt. Blätter flach. — Hüllspelzen 2, 
häutig, auf dem Rücken blasig. Deckspelzen schmäler, spitz. 
Vorspelze fast so lang wie die Deckspelzen. SOEu. und 
Italien [Beckmannie], Beckmännia Hst. 

17. Aehrchen zu 3 — 5 in Büscheln, welche zu einer endständigen 
Aehre vereinigt sind. Hüllspelzen 1 — 2, die zweite stachelig. 
Staubblätter 8. Niederliegende, ästige, einjährige Grräser. — 
Erste Hüllspelze sehr klein oder 0, zweite grösser als die 
Deckspelze. S- und MEu. (^Lcqipago Schreb.) ..... 

Stachelgras, Tragus Hall. 

— Aehrchen zu 2, in eine ährenförmige Rispe vereinigt. Hüll- 
spelzen 3, die beiden äusseren haarig (aber nicht stachelig), 
die innere (bisweilen eine unfruchtbare Blüte enthaltende) 
kahl. Staubblätter 1 — 2. Aufrechte ausdauernde Grräser. — 
Aehrchen ungleich lang gestielt, von langen Seidenhaaren um- 
geben. Hüllspelzen zarthäutig, wehrlos. Deckspelze kahl, 
kleiner als die Hüllspelzen. Vorspelze an der Spitze ge- 
zähnt. SEu [Imperate], Imperata Cyr. 

18. (12.) Aehrchen zu 2 — 4 in Höhlungen einer breiten Spindel 
eingesenkt. — Kriechende Grräser. Aehrchen ausser der Q meist 



Gramineae. X7 

noch eine Ö oder unfruchtbare Bl. enthaltend. Erste Hüll- 
spelze klein oder 0. (Südfrankreich) 

[Grabengras], Stenotäphrum Trin. 

— Aehrchen nicht in Höhlungen der Spindel eingesenkt . 19. 

19. Aehrchen einzeln oder zu 2 — 3 von einer aus Borsten be- 
stehenden Hülle umgeben oder gestützt 20. 

— Aehrchen ohne besondere, aus Borsten bestehende Hülle . 21. 

20. Aehrchenstiel oberhalb der Hülle gegliedert; diese daher beim 
Abfallen des Aehrchens stehen bleibend. Griffel getrennt. — 
Aehrchen in bisweilen ährenförmigen ßispen. Hüllspelzen 3, 
häutig, die letzte bisweilen eine (5 oder unfruchtbare Bl. ent- 
haltend. Deckspelze kürzer als die letzte Hüllspelze, stumpf. 
Gr. lang . Fennich, Setaria P. Beauv. 

— Aehrchenstiel unterhalb der Hülle gegliedert; diese daher mit 
dem Aehrchen abfallend, seltener stehen bleibend, dann aber 
Griffel unten verwachsen. — Aehrchen in allseitswendigen 
Aehren oder in Hispen. Hüllspelzen 2 — 3, die letzte bis- 
weilen eine d oder unfruchtbare Bl. enthaltend. Deckspelze 
kürzer. SWEu. und Italien. (Einschl. Penicülaria Swtz.) . 

[Federborstengras], Pennisetum Pers. 

21. Hüllspelzen 2. Aehrchen nur 1 (und zwar zwitterige) Blüte 
enthaltend 22. 

— Hüllspelzen 3 (jedoch die erste bisweilen sehr klein), die letzte 
manchmal eine männliche oder unvollkommene Blüte ent- 
haltend 23. 

22. Untere Hüllspelze am Grunde mit einem ringförmigen Wulst 
versehen. — Aehrchen in einseitswendigen Aehren oder Trauben, 
welche zu einem zusammengesetzten Blütenstand vereinigt sind. 
Hüllspelzen häutig, länger als die Deckspelze. Deckspelze mit 
StachelsjDitze. Südrussland . [Wollquecke] EriÖchloa Kth. 

— Untere Hüllspelze ohne E,ingwulst. — Aehrchen in Aehren oder 
Trauben, welche meist zu einem zusammengesetzten Blütenstand 
vereinigt sind. Hüllspelzen häutig. SWEu. (JJigitaria Scop. 
z. T.) Pfauengras, Päspalum L. 

23. Erste (unterste) Hüllspelze begrannt. — Aehrchen gehuschelt 
in einseitigen Hispen. Zweite Hüllspelze begrannt. Deckspelze 
kürzer als die Hüllspelzen. Norditalien und Südalpen bis 
Kroatien [Wehr gras], Oplfsmenus P. Beauv. 

— Erste Hüllspelze unbegrannt 24. 

Thonuer, Exkursiousflora von Europa. 2 



IQ Gramineae. 

24. Zweite Hüllspelze mit Granne oder Stachelspitze, durch eine 
kegel- oder stielförmige Verlängerung am Grunde von der 
ersten entfernt. — Aehrchen in Rispen, behaart. Erste Hüll- 
spelze sehr klein. Deckspelze kürzer als die letzte Hüllspelze. 
Süditalien (^Paniciim L. z. T.) 

[Haarkleidgras], Tricholaena Schrad. 

— Zweite Hüllspelze wehrlos und ohne deutliche Verlängerung 
am Grunde. — Erste Hüllspelze kleiner als die zweite. Deck- 
spelze wehrlos oder mit Stachelspitze. (Einschl. TJlgitaria 
Scop. und EchinGchloa P. Beauv.) . . Hirse, Pänicum L. 

25. (l.) Aehrchen an den Auszähnungen einer Aehrenspindel 
sitzend. (Hördeae) 26. 

— Aehrchen an einer nicht ausgezähnten Spindel in Aehren oder 
Trauben oder in Rispen 36. 

26. Aehre einseitswendig. Narbe 1. — Niedriges Gras mit borsten- 
förmigen B. Aehrchen 1 blutig ohne Verlängerung der Spindel 
über die Bl. hinaus. Hüllspelze 1, sehr klein, oder 0. Deck- 
spelze schmal, steif, zugespitzt oder begrannt, mit eingerollten 
Rändern. Vorspelze schmal . . Borstengras, Nardus L. 

— Aehre gleichseitig. Narben 2 27. 

27. Aehrchen an jedem Zahn der Aehrenspindel 2 oder mehr . 28. 

— Aehrchen an jedem Zahn der Aehrenspindel nur 1 . . 29. 

28. Aehrchen 1 blutig. — Aufrechte Gräser mit flachen B. 
Aehrchen walzenförmig; Spindel desselben in eine Borste 
oder Spelze sich fortsetzend. Hüllspelzen 2, pfriemlich, steif, 
eine Hülle bildend. Deckspelze lanzettlich, 5 nervig, mit 
rundem Rücken, begrannt. Vorspelze etwas kürzer. Fr. an 
der Spitze behaart Gerste, Hordeiim L. 

— Aehrchen 2 — 8 blutig. — Hohe Gräser. Hüllspelzen 2, steif, 
linealisch, 1 — 3 nervig, begrannt oder grannenförmig, eine 
Hülle bildend. Deckspelzen kürzer, mit rundem Rücken, 
5 nervig. Vorspelze etwas kürzer als die Deckspelzen. Fr. an 
an der Spitze behaart, der Vorspelze anhängend. M-, N- und 
SOEu Haargras, Elymus L. 

29. Spelzen mit ihrem Rückender Aehrenspindel zugewendet . 30. 

— Spelzen mit ihren Seiten der Aehrenspindel zugewendet . 31. 

30. Aehrchen 1 blutig. — Aehrenspindel gegliedert. Aehrchen in 
die Ausschnitte der Aehrenspindel tief eingesenkt, wehrlos. 



Gramineae. 29 

Hüllspelze 1. nur am endständigen Aehrchen 2, steif. Deck- 
spelze kürzer, zartkäiitig. SEu. (Lephirus K. Br. z. T.) . . 

[Einstütze], Monerma P. Beauv. 

— Aelirclien mehrblütig. — B. flach. Spelzen steif, nicht gekielt. 
Hüllspelze 1, nur am endständigen Aehrchen 2, schmal. Deck- 
spelzen kürzer. Vorspelze 2 kielig. Fr. der Vorspelze an- 
haftend Lolch, Lölium L. 

31. Grlieder der Aehrenspindel mit dem anliegenden Aehrchen sich 
ablösend. Aehrchen 1-, selten 2 blutig, eine dünne Aehre 
bildend 32. 

— Grlieder der Aehrenspindel mit dem darübersitzenden Aehrchen 
sich ablösend oder Aehrenspindel nicht gegliedert. Aehrchen 
2- oder mehrblütig, eine meist dicke Aehre bildend . 33. 

32. Hüllspelze 1, sehr klein. Aushöhlungen der Aehrenspindel 
seicht. — Zarte Gräser mit pfriemlichen B. Decksj)elze be- 
grannt. Vorspelze linealisch. Stb. 1. SEu 

[Kahlschwanz], Psilürus Trin. 

— Hüllspelzen 2, viel länger als die Deckspelzen. Aushöhlungen 
der Aehrenspindel tief. — Hüllspelzen schmal, steif, spitz, 
5 nervig. Deck- und Vorspelze zarthäutig. S- und AVEu. 
(Einschl. Pholhiriis Trin.) . Fadenschwanz, LeptÜruS K. Br. 

33. Deckspelzen mit einer Schwiele am Grunde, nicht oder un- 
deutlich gekielt, mit nach der Spitze zu zusammenneigenden 
Nerven, bei der Fruchtreife abfallend. Frucht der Vorspelze 
angewachsen. — Aehrchen 3- oder mehrblütig, zusammen- 
gedrückt. Hüllsj^elzen 2, schmäler als die Deckspelzen. 
Deckspelzen steif, 5 — 7 nervig. Fr. zusammengedrückt, an 
der Spitze behaart. (^Trlticum L. z. T., einschl. Eremojyyrimi 
Ledeb.) Quecke, Agropyrum Gaertn. 

— Deckspelzen ohne Schwiele am Grunde, entweder deutlich 
gekielt oder mit nicht zusammenneigenden Nerven, bei der 
Fruchtreife stehen bleibend. Frucht frei, selten • der Vor- 
spelze ein wenig anhängend 34. 

34. Hüllspelzen länglich, abgestutzt (aber mit Granne), 2 kielig. 
Aehrchen nicht bauchig. — Aehre dicht, ohne Gipfelährchen. 
Aehrchen 2 blutig. Deckspelzen gekielt und begrannt. SOEu., 
Italien, Südfrankreich. (^Triticum 1j. z.T., Agrojyyrwn Gaertn. 
z. T.) [Haynaldie], Haynäldia Sehr. 



20 Gramineae. 

— Hüllspelzen pfriemlich, lineal-lanzettlich und zugespitzt, oder 
eiförmig, gekielt oder ungekielt; wenn eiförmig, dann fruclit- 
Ijare Aehrchen bauchig 35. 

35. Hüllspelzen pfriemlich oder lineal-lanzettlich, 1 nervig. Seiten- 
nerven der Deckspelzen nach der Granne zu zusammenneigend. 
Aehrchen nicht bauchig. — Aufrechte Gräser mit flachen B. 
Aehre dicht, mit gegliederter Spindel, ohne Gipfelährchen. 
Aehrchen 2-, sehr selten 3 blutig, mit stielförmiger Verlängerung. 
Hüllspelzen steif, gekielt, zugespitzt. Deckspelzen breiter, 
steif, gekielt, begrannt, 5 nervig. Yorspelze schmal. Fr. an 
der Spitze behaart, vorn gefurcht . . Roggen, Secäle L. 

— Hüllspelzen eiförmig, 3- oder mehrnervig. Seitennerven der 
Deckspelzen die Spitze nicht erreichend und sich mit dem 
Mittelnerv nicht vereinigend. Fruchtbare Aehrchen bauchig. — 
Aufrechte Gräser mit flachen B. Aehre meist mit Gipfel- 
ährchen; die untersten Aehrchen meist unfruchtbar. Aehrchen 
2 — 5 blutig. Hüll- und Deckspelzen steif, mit 1 oder mehreren 
Zähnen oder Grannen; Deckspelzen länger, 5 — 9 nervig. Vor- 
spelzen gewimpert. Fr. gefurcht. (Einschl. Aegilops L.) . 

Weizen, Trfticum L. 

36. (25.) Aehrchen in einseitswendigen Aehren. (Chlor ideae) . 37. 

— Aehrchen in Rispen oder Trauben, welche bisweilen ähren- 
förmig aber gleichseitig sind 40. 

37. Aehrchen 1 blutig. — Ausdauernde Gräser. Aehren dünn, 
gefingert. Hüllspelzen 2, wehrlos, gekielt. Deckspelze wehr- 
los, mit gewimpertem Kiel . .. Hundszahn, CynodOII Pers. 

— Aehrchen 2- oder mehrblütig 38. 

38. HüllsjDelzen viel länger als die Deckspelzen, mit kurzer Granne. 
Aehren an einer langen Achse zahlreich. — Aehren kurz, 
zuletzt herabgebogen. Aehrchen 2 — 3 blutig, mit einer stiel- 
förmigen Verlängerung oder einer leeren SjDelze oberhalb der 
Bl. Hüllspelzen schmal, gekielt. Deckspelzen zarthäutig, 
1 nervig, wehrlos. Süditalien 

[Schwanzgras], Ditiebra Jacq. 

— HüllsjDelzen etwas kürzer als die Deckspelzen, wehrlos oder 
mit Stachelspitze. Aehren alle oder die oberen gefingert . 39. 

39. Aehren mit Endährchen. Fruchtschale zarthäutig. — Aehren 
dicht. Spelzen gekielt. (SEu.) 

Schnabelgras, Eleusme Gaertn. 



Gramineae. 21 

— Aeliren ohne Endährchen, in eine Spitze auslaufend. Frucht- 
schale schon vor der Keifezeit schwindend. — Aehren kurz 
und dicht, gefingert. Spelzen gekielt. Hüllspelzen stachel- 
spitzig. Süditalien und Grriechenland. {Eleusine Gaertn. z. T.) 

[Fingerkamm], Dactyloctenium Willd. 

40. Aehrchen 1 blutig 41. 

— Aehrchen 2- oder mehrblütig . . • 65. 

41. Hüllspelzen 4, selten 3. (Plialarideae) 42. 

— Hüllspelzen 2, selten 1 oder 0. (Agrostideae) . . . 44. 

42. Vierte oder dritte und vierte Hüllspelze grösser als die erste 
und zweite. Staubblätter 6. — Aehrchen in Rispen. Dritte 
und vierte Hüllspelze am Grunde mit einem Wulst oder Haar- 
büschel. Deckspelze wehrlos, gekielt. Vorspelze 1 nervig. 
(Süditalien) [Ehrharte], Ehrhärta Thunb. 

— Dritte und vierte Hüllspelze kleiner oder höchstens ebensolang 
als die zweite oder die erste und zweite. Staubblättter 2 — 3 . 43. 

43. Dritte und vierte Hüllspelze begrannt. Staubblätter 2. — Auf- 
rechte, aromatische Gräser. Aehrchen in ährenförmigen Rispen. 
Die beiden ersten Hüllspelzen spitz oder kurz begrannt. Deck- 
spelze wehrlos, Vorspelze Inervig . Kuchgras, AnthoxänthumL. 

— Dritte und vierte Hüllspelze wehrlos. Staubblätter 3. — 
Spelzen wehrlos. Deckspelze 3 — 5 nervig. (Eim^chl. Baldlngera 
Fl. AVett. und Dlgraplüs Trin.) . . Glanzgras, Phälaris L. 

44. Deckspelze zur Reifezeit verhärtet, härter als die Hüllspelzen, 
die Frucht eng umschliessend 45. 

— Deckspelze zur Reifezeit nicht verhärtet, zarter als die Hüll- 
spelzen, die Frucht locker oder nicht umschliessend . . 49. 

45. Aehrchen teils fruchtbar, teils unfruchtbar. Sj)indel der frucht- 
baren Aehrchen über die Blüte hinaus verlängert. Deckspelze 
mit rückenständiger Granne. — Niedrige Gräser mit flachen B. 
Aehrchen gehuschelt in einseitigen Rispen, das endständige 
eines jeden Astes eine fruchtbare Bl. enthaltend, die unteren 
ohne BL, aus vielen leeren Spelzen bestehend. Hüllspelzen 
schmal, gekielt, spitz oder stachelspitzig. Deckspelze breiter, 
gekielt, mit gerader, ungeteilter Granne. SEu 

[Lamarckie], Lamärckia Mnch. 

— Aehrchen in der Regel alle fruchtbar. Spindel derselben nicht 
über die Blüte hinaus verlängert. Deckspelze mit endständiger 
Granne oder ohne Granne 46. 



22 



Gramine ae. 



46. Deckspelze ohne Granne. — B. flach. Aehrchen in Kispen. 
Hüllspelzen zart, stumpf, wehrlos. Deckspelze während der 
Blütezeit zart, 3 nervig. Vorspelze wenig kürzer, 2 nervig . 

Flattergries, Mflium L. 

— Decksj^elze mit Granne 47. 

47. Deckspelze mit Steiliger Granne. — B. schmal. Aehrchen 
schmal, in Kispen. Hüllspelzen schmal, gekielt, wehrlos. 
Deckspelze schmal, steif. Schwellschüppchen 2. SEu. (Einschl. 
Chaetaria P. Beauv.) , . . . [Grannengras], Aristfda L. 

— Deckspelze mit ungeteilter Granne 48. 

48. Deckspelze schmal und ziemlich steif, mit steifer, bis zur Frucht- 
reife bleibender Granne. — Aehrchen schmal, in Rispen. 
Hüllspelzen schmal, gekielt, spitz oder begrannt. Deckspelze 
mit geknieter Granne. Vorspelze zart. Schwellschüppchen fast 
immer 3. S- und MEu. (Einschl. Aristella Bert., Lasiagrosüs 
Lk. und Macrocldoa Kth/) . . . Pfriemengras, Stfpa L. 

— Deckspelze breit und zarthäutig, mit zarter, nach dem Ver- 
blühen abfallender Granne. — Aehrchen in Hispen. Hüll- 
spelzen stumpf oder zugespitzt. Schwellschüppchen fast immer 2. 
SEu. (PiptathennnV.BeixxiY.) . [Scheinreis], Oryzopsis Michx. 

49. Narben ringsum kurzästig, aus der Spitze der Aehrchen 
hervortretend 50. 

— Narben zweiseitig langästig (federig), am Grunde der Aehrchen 
hervortretend oder darin eingeschlossen 55. 

50. Hüllspelzen fehlend. Deckspelze begrannt. — Niedrige Gräser 
mit flachen B. Aehrchen sehr klein, gebüschelt in Rispen. 
Deckspelze eiförmig, gekielt, zarthäutig, bleibend. Stb. 2. 
Frankreich, Oesterreich, Norwegen 

Scheidengras, ColeänthuS Sdl. 

— Hüllspelzen 2, selten 1. Deckspelze wehrlos .... 51. 

51. Hüllspelzen sehr klein. Staubblatt 1, selten 2 — 3. — Niedrige 
Gräser mit schmalen, flachen B. Aehrchen sehr klein, ge- 
büschelt in zarter Rispe, ohne Verlängerung der Spindel. 
Deckspelze zarthäutig, gekielt. Vorspelze wenig kürzer. 
Gr. kurz. NEu. (Catabrosa P. Beauv. z. T.) 

[Phippsie], Phl'ppsia R. Br. 

— Hüllspelzen wohl entwickelt. Staubblätter 2- 3 . . . 52. 

52. Aehrchen in lockerer, ährenförmiger Traube. — Niedrige 
Gräser mit kurzen, sehr schmalen B. Traube lang gestielt, 



Grramineae. 23 

einfach. Aehrchen sehr klein, ohne Verlängerung der Spindel. 
Hüllspelzeu zarthäutig, stumpf. Deckspelze etwas kürzer, 
zarter, breit, stumpf, 5 nervig, behaart. Yorspelze viel schmäler, 
behaart. Stb. 3. S- und MEu. (Chamagrostls Borkh.) . . 

Zwerggras, Mfbora Adans. 

— Aehrchen in dichten ährenförmigen Trauben oder Kispen . 53. 

53. Deckspelze etwas länger als die Hüllspelzen. — Ausdauernde 
Grräser mit flachen B. Aehrenspindel nicht über die Bl. 
hinaus verlängert. Hüllspelzen häutig, spitz, wehrlos, mit ge- 
wimpertem Kiel. Yorspelze zarthäutig, 2 nervig, ausgerandet 
oder 2 lappig. Stb. 3. SEu. {Crypsis L. z. T.) 

[Sumpfgras], Heleöchloa Hst. 

— Deckspelze kürzer als die Hüllspelzen 54. 

54. Deckspelze nur wenig kürzer als die Hüllspelzen. Hüllspelzen 
mit geflügeltem Kiel, wehrlos. Yorspelze 1 nervig. G-riffel 
kurz. — Niedrige, einjährige Gräser mit kurzen, steifen B. 
Aehren eiförmig, in den Scheiden der oberen B. sitzend. 
Aehrchen zusammengedrückt. Hüllspelzen steif. Deckspelze 
gekielt. Yorspelze linealisch. Griechenland und Sardinien . 

[Maillee], MaHlea Pari. 

— Deckspelze viel kürzer als die Hüllspelzen. Hüllspelzen mit 
nicht geflügeltem Kiel, mit Stachelspitze oder kurzer Granne. 
Yorspelze 2 nervig. Grifi'el ziemlich lang. — Aufrechte Gräser 
mit flachen B. Hüllspelzen häutig. Deckspelze zarthäutig, 
breit. Yorspelze schmäler, zarthäutig. Stb. 3 

Lieschgras, Phleum L. 

55. (49.) Yorspelze 1 nervig. Staubblatt 1. — Hohe Gräser mit 
flachem B. und rispigem Blütenstand. Hüllspelzen gekielt, 
spitz. Deckspelze stachelspitzig. Yorspelze wenig kleiner, 
kurz gewimpert. NEu. und Frankreich . 

[Cinnagras], Cinna L. 

— Yorspelze 2 nervig, selten fehlend. Staubblätter 3, selten 2. 56. 

56. Hüllspelzen am Rande federig behaart. — B. flach. Aehrchen 
in langgestielten Aehren oder köpfchenförmigen E,ispen. 
Aehrchenspindel unterhalb der Bl. behaart, oberhalb derselben 
in einen Stiel verlängert. Hüllspelzen linealisch. Deckspelze 
zarthäutig, schmal, kahl, mit 3 Grannen. Yorspelze schmal. 
S- und WEu [Hasenschwanz], Lagürus L. 

— Hüllspelzen nicht federig behaart 57. 



24 Gramiueae. 

57. Hüllspelzen am Grrunde blasig erweitert. — B. flach. Aelir- 
chen in ährenförmigen Kispen. Hüllsj)elzen schmal, viel länger 
als die Deckspelze, spitz oder begrannt. Deckspelze breit, 
zarthäutig, flaumig, wehrlos oder mit Rückengranne. Yorspelze 
schmal, wenig kürzer als die Deckspelze. S- und "WEu. . . 

[Bauchspelze], GastrfdJum P. Beauv. 

— Hüllspelzen am Grunde nicht blasig erweitert .... 58. 

58. Erste Hüllspelze lang begrannt. — Niedrige G-räser mit 
kurzen, schmalen B. Aehrchen schmal, zu 2 oder 3 an den 
Aesten des rispigen Blütenstandes. Aehrchenspindel über die 
Bl. hinaus nicht verlängert. Hüllspelzen schmal, gekielt. 
Deckspelze etwas kürzer, zarthäutig, ohne G-ranne. Vorspelze 
klein. Spanien, Portugal, Italien 

[Mähnen schwänz], ChaetÜruS Lk. 

— Erste Hüllspelze ohne Granne 59. 

59. Granne der Deckspelze viel länger (etwa 4 mal so lang) als 
die Deckspelze, unterhalb der Spitze derselben entspringend. 

— B. flach. Aehrchen in lockerer Rispe. Aehrchenspindel 
unterhalb der Bl. kahl, über die Bl. hinaus in eine Borste 
verlängert. Hüllspelzen zarthäutig, gekielt, spitz, ohne Granne. 
DecksjDelze etwas kürzer, zarthäutig, 2 spaltig. Yorspelze 
wenig kürzer als die Deckspelze, 2 zähnig 

Windhalm, Apera Adans. 

— Granne der Deckspelze nicht viel länger oder kürzer als die 
Deckspelze oder weiter unten am Rücken entspringend, oder 
Deckspelze ohne Granne 60. 

60. Aehrchenspindel mit einem Haarbüschel von mindestens ein 
Drittel der Deckspelzenlänge 61. 

— Aehrchenspindel kahl oder mit sehr kurzen spärlichen 
Haaren 62. 

61. Deck- und Yorspelze papierartig. Deckspelze ohne Granne. 

— Hohe Gräser mit schmalen, steifen B. und rispigem Blüten- 
stand. Aehrchenspindel oberhalb der Bl. mit stielförmiger 
Yerlängerung. Hüllspelzen steif, papierartig, 5 nervig, gekielt, 
spitz, wehrlos. Deckspelze ebensolang oder etwas länger, 
etwas gezähnt. Yorspelze ebensolang, 2 zähnig. {Pm)iinia 
P. Beauv.) Sandhalm, Ammöphila Hst. 

— Deck- und Yorspelze zarthäutig, selten etwas steifer. Deck- 
spelze mit Granne oder Stachelspitze. — Aehrchen in Rispen. 



Gramineae. 25 

Hüllspelzen gekielt, ohne Grranne. Deckspelze 3-5 nervig. 
(Einschl. Beyeuxia Clar.) .... Rohr, Calamagrostis Rth. 

62. Deckspelze ebensolang oder länger als die Hüllspelzen . 63. 

— Deckspelze kürzer als die Hüllspelzen 64. 

63. Frucht von der Deck- und Yorspelze eingeschlossen. Aehrchen 
ziemlich gross. Hüllspelzen ziemlich gleich lang. Deckspelze 
undeutlich 5 nervig. — Ausdauernde Gräser mit flachen B. 
Aehrchen in schmaler, wenig verzweigter Eispe. Hüllspelzen 
häutig, spitz. Deckspelze stumpf oder 3 zähnig, ohne Grranne. 
Vorspelze ebensolang oder länger als die Deckspelze, stumpf 
oder 2 zähnig. NEu. [Colpodium E. Bi-) 

[Nordstraussgras], Arctagrostis Griseb. 

— Frucht von der Deck- und Yorspelze nicht eingeschlossen. 
Aehrchen klein. Hüllspelzen ungleich lang, die erste kürzer. 
Deckspelze 1 — 3 nervig. — Aehrchen in bisweilen ähren- 
förmigen Eispen. Aehrchenspindel ohne Verlängerung. Hüll- 
spelzen häutig, 1 — 3 nervig, wehrlos. Fruchtschale meist locker 
und aufspringend. SEu. . . [Wurfsame], SporÖboluS E. Br. 

64. Vorspelze fast ebensolaug wie die Deckspelze. Aehrchenspindel 
fast immer über die Blüte hinaus in einen stielförmigen Fortsatz 
verlängert. — Einjährige Gräser mit flachen B. Aehrchen 
klein, glänzend, in ährenförmigen Eispen. Hüllspelzen ziemlich 
gleich gross, schmal, gekielt, spitz, wehrlos. Deckspelze viel 
kürzer, breit, zarthäutig, an der Spitze gezähnt und in 2 Borsten 
auslaufend, am Eücken mit einer Granne versehen. Vorspelze 
schmal. Sicilien und benachbarte Inseln 

[Dreispelze], Triplächne Lk. 

— Vorspelze kürzer als die Deckspelze oder fehlend. Aehrchen- 
spindel ohne Verlängerung. — Aehrchen klein, in Eispen. 
Hüllspelzen gekielt, spitz, ohne Granne. Deckspelze ^kürzer, 
breit, zarthäutig Straussgras, AgrÖstis L. 

65. (40.) Deckspelzen (wenigstens eine in jedem Aehrchen) mit rücken- 
ständiger, gedrehter oder geknieter Granne. (Aveneae) . 66. 

— Deckspelzen wehrlos oder mit endständiger oder gerader 
Granne. (Festüceae) 74. 

66. Aehrchen in Höhlungen einer Aehrenspindel sitzend. — Ein- 
jährige Gräser mit flachen B. Aehre lang, mit gegliederter 
Spindel. Aehrchen aufrecht, mit oo P Bl. Hüllspelzen krautig. 



2(3 Gramincae. 

spitz, wehrlos, ungleich. Deckspelzen 2 zähnig. Vorspelzen 

kürzer. 2 zähnig. Fr. nicht gefurcht. SEu 

[Gaudinie], Gaudmia P. Beauv. 

— Aehrchen in (bisweilen ährenförmigen) Rispen .... 67. 

67. Aehrchenspindel nicht über die Elüten hinaus verlängert. — 
Zarte Gräser mit schmalen B. Aehrchen klein, 2 P Bl. ent- 
haltend. Hüllspelzen zart, spitz, wehrlos. Deck- und Yor- 
spelzen fast gleich lang, zarthäutig. (^Avena L. z. T.) . . 

Nelkenschmiele, Aira L. p. p. 

— Aehrchenspindel über die Blüten hinaus verlängert . . 6b. 

68. Obere Blüte des Aehrchens zwitterig, untere männlich. — 
Hohe, ausdauernde Gräser. Aehrchensj^indel zwischen den 
Bl. haarig. Hüllspelzen zarthäutig, stachelspitzig. Deckspelzen 
steifer, 5 — 7 nervig, die untere mit langer Granne, die obere 
mit kurzer oder unbegrannt. Fr. nicht gefurcht 

Glatthafer, Arrhenatherum P. Beauv. 

— Obere Blüte des Aehrchens männlich oder unfruchtbar, oder 
alle Blüten zwitterig 69. 

69. Untere Deckspelze wehrlos, obere mit Rückengranne . 70. 

— Untere Deckspelze oder alle Deckspelzen mit Rücken- 
granne 71. 

70. Aehrchen eine zwitterige und eine männliche Blüte enthaltend. 
Untere Hüllspelze 1 nervig, obere 3 nervig. - — Hüllspelzen 
spitz oder kurz begrannt. Deckspelzen häutig, später steifer 

Pferdegras, HolCUS L, p. p. 

— Aehrchen nur zwitterige Blüten enthaltend. Hüllspelzen 
3 — 5 nervig. — Einjährige Gräser mit schmalen B. Aehrchen 
lang und schmal. Hüllspelzen steif, ungleich, spitz oder 
stachelspitzig. Erste Deckspelze 5 — 7 nervig, wehrlos oder 
stachelspitzig, die folgenden 2 spaltig. Vorspelzen kürzer. 
Fr. nicht gefurcht. S-undMEu. . [Ventenate], VentenätaKoel. 

71. Frucht tief gefurcht. Aehrchen gross. — Hüllspelzen häutig, 
ziemlich gleich gross. Deckspelzen am Rücken abgerundet, 
spitz, 5 — 9 nervig, alle oder nur die unteren $ Bl. enthaltend 
und mit Rückengranne, die oberen bisweilen 5 oder unfrucht- 
bare Bl. enthaltend und ohne Granne . . Hafer, Avena L. 

— Frucht nicht gefurcht. Aehrchen klein 72. 

72. Deckspelzen ungeteilt, mit keulenförmig verdickter Granne. — 
Einjährige Gräser mit schmalen B. Aehrchen mit 2 $ Bl. 



Gramineae. 27 

und mit behaartem Spindelfortsatz. Hüllspelzen zarthäutig, 
spitz, wehrlos, ziemlich gleich. Deckspelzen kürzer, zarthäutig, 
mit in der Mitte gegliederter und gehärteter Granne. Vor- 
spelzen wenig kürzer, 2 zähnig. Fr. an die Spelzen angewachsen. 

S- und MEu. ( Weingaertneria Beruh. ) 

Silbergras, CorynephoruS P. Beauv. 

— Deckspelzen gezähnt, selten fast ganzrandig aber mit zu- 
gespitzter Granne 73. 

73. Deckspelzen mit 2 Zähnen, welche meist in Borsten oder 
Grannen auslaufen. Hüllspelzen ungleich. — B. flach, Hüll- 
spelzen spitz, wehrlos. Deckspelzen gekielt. Vorspelzen zart- 
häutig, 2zähnig. (x4üe?i«L. z. T.) . Goldhafer, Trisetum Pers. 

— Deckspelzen mit mehreren Zähnen oder mit 2 gezähnelten 
Lappen oder fast ganzrandig. Hüllspelzen einander ziemlich 
gleich. — Ausdauernde Gräser mit schmalen B. Aehrchen 
mit 2 P Bl., oberhalb welcher sich bisweilen noch eine c? 
befindet. Hüllspelzen spitz, gekielt. Deckspelzen zarthäutig, 
mit zugespitzter Granne. (Einschl. Vahlodea Fr.) .... 

Schmiele, Deschämpsia P. Beauv. 

74. (65.) Griffel 1, mit einer Narbe. — Ausdauernde Gräser mit 
pfriemlichen stielrunden B. Blütenstand aus 1 einzigen, end- 
ständigen, grossen, 2 — 3 blutigen Aehrchen bestehend. Bl. Ö. 
Aehrchenspindel nicht verlängert. Hüllspelze 1, scheidenförmig. 
Deckspelzen am Grunde in eine aussen behaarte, gefächerte 
Bohre verwachsen, stumpf, zur Reifezeit verhärtend. Vor- 
spelzen länger als die Deckspelzen, schmal-linealisch, 2 spaltig. 
SEu [Rutengras], Lygeum L. 

— Griffel 2, seltener 1 mit 2 Narben 75. 

75. Narben kurz gehärtet (mit sehr kurzen, allseitswendigen 
Aestchen), lang 76. 

— Narben federig (mit langen, mehr oder weniger deutlich 
2 zeiligen Aestchen), meist kurz 78. 

76. Aehrchen 9 — 15 blutig. Hüllspelzen auf dem Kiel geflügelt. 
Vorspelzen schmal. Einjährige Gräser. — Niedrige Gräser 
mit flachen B. Aehrchen in Köpfchen, welche am Grunde 
leere Spelzen tragen. Hüllspelzen ziemlich gleich, breit, kahl, 
1 nervig. Deckspelzen 3 nervig, zugespitzt oder mit Stachel- 
spitze. Vorspelzen 2 zähnig. Fr. geschnäbelt. Spanien. . 

[Sandgras], AmmÖChloa Boiss. 



28 Gramineae. 

— Aehrchen 2 — 6 blutig. Hüllspelzen nicht geflügelt. Vorspelzen 
breit. Ausdauernde Gräser 77. 

77. Unterste Aehrchen des Blütenstandes am Grrund mit leeren 
Tragspelzen versehen. Deckspelzen gezähnt. — Hüllspelzen 
ziemlich gleich, breit, gekielt, spitz oder stachelspitzig. Yor- 
spelzen 2 zähnig. Fr. nicht geschnäbelt 

Kugelgras, Sesleria Scop. 

— Unterste Aehrchen ohne leere Tragsj)elzen. Deckspelzen un- 
geteilt. — Niedrige Gräser mit sehr schmalen B. Aehrchen 
zweizeilig, in Trauben. Spelzen häutig, gekielt, 1 nervig, wehr- 
los. Hüllspelzen kahl, Deckspelzen flaumig, Vorspelzen ge- 
wimpert. S- und MEu. . . . [Berggras], Oreöchloa Lk. 

78. Aehrchenspindel oder Deckspelzen langhaarig; Haare die 
Spelzen einhüllend 79. 

— Aehrchensf)indel und Deckspelzen kahl oder kurzhaarig; Haare 
viel kürzer als die Spelzen 81. 

79. Deckspelzen 5 nervig, fast lederig. Blätter wenigstens an 
der Spitze stielrund. — Ausdauernde Gräser. Aehrchen in 
grossen, dichten, einseitigen Rispen. Aehrchenspindel behaart. 
Hüllspelzen ziemlich gleich, schmal, spitz, kahl. Deckspelzen 
2 spaltig, mit einer Stachelspitze zwischen den Lappen, am 
E-ücken behaart. Vorspelzen fast ebenso lang, 2 zähnig. Fr. 
an der Spitze flaumig. SEu 

[Weinbandgras], AmpelodesmOS P. Beauv. 

— Deckspelzen 3 nervig, häutig. Blätter flach 80. 

80. Aehrchenspindel kahl oder kurzhaarig. Deckspelzen lang- 
haarig, breiter als die Hüllspelzen, wenigstens die oberen 
2 zähnig mit einer Stachelspitze zwischen den Lappen. Hüll- 
spelzen ziemlich gleich lang. Blüten zwitterig oder die oberen 
männlich oder die unteren Aehrchen männlich. — Hohe, aus- 
dauernde Gräser. Aehrchen in grossen, dichten Rispen. Hüll- 
spelzen schmal, spitz, 3 nervig, kahl. Vorspelzen kürzer als 
die Deckspelzen. Fr. kahl. SEu. . Gartenrohr, Aründo L. 

— Aehrchenspindel langhaarig. Deckspelzen kahl, ungeteilt, 
wenigstens die oberen schmäler als die Hüllspelzen. Untere 
Hüllspelzen kürzer als die oberen. Blüten zwitterig, die 
unterste männlich. — Hohe ausdauernde Gräser. Aehrchen in 
grossen Rispen. Hüllspelzen schmal, spitz. Vorspelzen viel 
kürzer als die Deckspelzen . Schilfrohr, Phragmftes Trin. 



Gramineae. 29 

81. Deckspelzen 5 spaltig, 5 stachelig. — Niedrige, einjährige 
Gräser mit flachen B. Aehrchen 2 — 3 blutig, in Köpfchen 
mit leeren Spelzen am Grrunde. Hüllspelzen ziemlich gleich, 
zarthäutig. Yorspelzen 2 lappig. Gr. vom Grunde an narbig, 

SEu [Igelgras], Echitiäria Desf. 

— Deckspelzen ungeteilt oder 2 — 3 zähnig 82. 

82. Deckspelzen 1 — 3 nervig 83. 

— Deckspelzen 5 — 9 nervig 93. 

83. Deckspelzen 3 zähnig 84. 

— Deckspelzen ungeteilt oder 2 zähnig 85. 

84. Aehrchen 2 blutig. Spelzen zarthäutig. Einjährige Gräser. — 
Blütenstand rispig. Aehrchen klein, mit Bl., ohne Ver- 
längerung der Spindel. Hüllspelzen ziemlich gleich, spitz, 
wehrlos. Vorspelzen wenig kürzer als die Deckspelzen. S- 
und WEu. (Aira L. z. T.) . . [Antinorie], AntinÖHa Pari. 

— Aehrchen 3- oder mehrblütig. Spelzen ziemlich steif. Aus- 
dauernde Gräser. — Blütenstand rispig. Hüllspelzen spitz, wehr- 
los. Deckspelzen am Rücken (wenigstens unten) gerundet. Vor- 
spelzen breit, gewölbt. [Sieglingia Beruh. Uantlionia DC. z. T.) 

Dreizahn, Triodia R. Br. 

85. Aehrchen von zweierlei Art, die fruchtbaren, 2 — 3 blutigen 
von den unfruchtbaren, nur aus Spelzen bestehenden umgeben. — 
B. flach. Aehrchen in dichten, einseitigen, ähren- oder köpfchen- 
förmigen Bispen. Hüllspelzen schmal, spitz, ausser dem Kiel 
nervenlos. Deckspelzen breiter, mit Stachelspitze oder Granne. 
Vorspelzen schmal, 2zähnig. Spelzen der unfruchtbaren Aehrchen 
2 zeilig angeordnet, schmal, 1 nervig. Kamm gras, Cynosürus L. 

— Aehrchen gleichgestaltet 86. 

86. Hauptäste der Rispe mehrzeilig (spiralig) angeordnet. . 87. 

— Hauptäste der Rispe zweizeilig angeordnet (aber meist schon 
vom Grunde an sich weiter verzweigend) 89. 

87. Deckspelzen 1 nervig. Rispenäste ährenförmig. — B. flach. 
Aehrchen schmal, aufrecht. Hüllspelzen ungleich, gekielt, 
spitz, wehrlos. Deckspelzen mit kurzer Granne. Vorspelzen 
wenig kleiner als die Deckspelzen SEu 

[Zweispelze], Diplächne P. Beauv. 

— Deckspelzen 3 nervig. Rispenäste deutlich traubenförmig, 
wobei die unteren Stiele länger sind, als die oberen . 88. 



30 Gramineae. 

88. Deckspelzen am Rücken abgerundet. Aehrchen kegelförmig, 
locker 2 — 4 blutig. — Ausdauernde Gräser mit flachen B. und 
fast knotenlosem Halm. Hüllspelzen ungleich, wehrlos, gekielt, 
sonst ohne Nerven. Deckspelzen derbhäutig, wehrlos. Yor- 
spelzen wenig kürzer. Fr. gefurcht 

Pfeifengras, Molmia. Schrk. 

— Deckspelzen gestielt. Aehrchen nicht kegelförmig, meist dicht 
und vielblütig. — Hüllsj)elzen ungleich, gekielt. Deckspelzen 
wehrlos, selten stachelspitzig. Vorspelzen kürzer. S- und 
MEu Liebesgras, Eragröstis Hst. 

89. Rispenäste abstehend, sehr kurz und dicklich. Spelzen steif. 
— Einjährige Gräser. Rispen einseitig. Aehrchen mit 3 — oo $ 
Bl. Spelzen schmal. Hüllspelzen ungleich, wehrlos. Deck- 
spelzen länger, gekielt, mit 3 vorspringenden Nerven. Vor- 
spelzen kürzer. Fr. breit gefurcht. SEu. [Sclerocldoa P. Beauv. 
z. T.) [Cutandie], Cutändia Willk. 

— Rispenäste entweder anliegend oder lang und zart. Spelzen 
häutig, glasig oder trockenhäutig 90. 

90. Rispe ausgebreitet 91. 

— Rispe zusammengezogen, dicht, mehr oder weniger ähren- 
förmig 92. 

91. Hüllspelzen sehr ungleich, die erste sehr klein. Deckspelzen 
mit 1 — 3 nicht oder sehr wenig vorspringenden Nerven. Ein- 
jährige Gräser. — Aehrchen sehr klein, mit verdicktem Stiel, 
2 — 4 $ Bl. und darüber hinaus verlängerter Spindel. Zweite 
Hüllspelze breit. Deckspelzen viel grösser, ungeteilt, wehrlos, 
zarthäutig. Vorspelzen wenig kürzer, auf den Kielen ge- 
wimpert. SEu [Keilfuss], Sphenopus Trin. 

— Hüllspelzen weniger ungleich. Deckspelzen mit 3 vorspringen- 
den Nerven. Ausdauernde Gräser. — St. am Grunde kriechend 
oder schwimmend. B. flach. Aehrchen zahlreich, klein, 2 — 4- 
blütig. Hüllspelzen stumpf, ohne deutliche Nerven, zarthäutig. 
Deckspelzen etwas steifer, viel länger, stumpf oder undeutlich 
3 zähnig. Vorspelzen nur wenig kürzer. Fr. ohne Furche 
oder mit schmaler Furche . Quellgras, Catabrosa P. Beauv. 

92. Zweite Hüllspelze viel breiter als die erste und die Deck- 
spelzen. — Niedrige, einjährige Gräser mit sehr schmalen B. 
Aehrchenspindel verlängert. Erste Hüllspelze fast borsten- 



Gramme ae. 31 

förmig; zweite 3 nervig, häutig, mit StachelsjDitze. Deckspelzen 
mit 1 — 3 zarten Nerven, am Rücken unter der Spitze kurz 

begrannt. Vorspelzen viel kürzer, schmal. SEu 

[Avellinie], Avellmia Pari. 

— Zweite Hüllspelze von der ersten und den Deckspelzen nur 
wenig verschieden. — Aehrchen 2 — 5 blutig. Hüllspelzen 
schmal, spitz oder stachelspitzig. Deckspelzen trockenhäutig, 
ganzrandig, zart-3 nervig. Kopfspelzen 2 zähnig 

Kammschmiele, KOGleria Pers. 

93. (82.) Aehrchen 1 zwitterige und unterhalb derselben 2 männ- 
liche Blüten enthaltend. — Ausdauernde, wohlriechende Gräser 
mit flachen B. und rispigem Blütenstand. Hüllspelzen ge- 
hielt, spitz, kahl. Deckspelzen der (S Bl. etwas kürzer, flaumig, 
der p kürzer, breit, gekielt, 5 nervig. Yorspelzen 1 — 3 nervig . 

Marien gras, HierÖchloe Gmel. 

— Aehrchen 2 oder mehr zwitterige Blüten enthaltend, selten 
1 zwitterige und oberhalb derselben 1 männliche . . . 94. 

94. Aehrchen 2 blutig, mit sehr kurzer, zwischen den Blüten nicht 
gegliederter und über dieselben hinaus nicht verlängerter 
Spindel 95. 

— Aehrchen 3- oder mehrblütig, selten 2 blutig aber mit zwischen 
den Blüten gegliederten und über dieselben hinaus verlängerter 
Spindel 96. 

95. Hüllspelzen halbkugelig, etwas länger als die Deckspelzen, 
stumpf. Bispe ährenförmig. — Niedrige, einjährige Gräser 
mit kleinen rundlichen Aehrchen. Hüllspelzen ziemlich gleich, 
wehrlos. SEu [Scheinschmiele], Airöpsis Desv. 

— Hüllspelzen nicht halbkugelig, etwas kürzer als die Deck- 
spelzen, spitz. Bispe ausgebreitet. — Aehrchen klein. Spelzen 
zarthäutig. Hüllspelzen ziemlich gleich, wehrlos. Vorspelzen 
wenig kürzer als die Deckspelzen. SEu. (^Aira L. z. T., 
einschl. Penhallia Trin.) . . . [Molinerie], Molitieria Pari. 

96. Leere Spelzen oberhalb der Blüten mehrere, meist zu einem 
keulenförmigen Körper zusammenschliessend. — Ausdauernde 
Gräser. Hüllspelzen ziemlich gleich, 3 — 7 nervig, wehrlos. 
Deckspelzen grösser. Vorspelzen kürzer, breit 

Perlgras, Melica L. 

— Leere Spelzen oberhalb der Blüten nur eine oder keine . 97. 



32 Gramineae. 

97. Deckspelzen 2 spaltig, mit langer, gedrehter Grranne zwischen 
den beiden Lappen. — Aehrchen in Rispen. Aehrchenspindel 
zwischen den Bl. gegliedert und behaart, darüber hinaus stiel- 
förmig verlängert. Hüllspelzen ziemlich gleich, gekielt, spitz. 
Deckspelzen am Rücken gerundet, 7 — 9 nervig. Yorspelzen 
breit. Südfrankreich, Italien, Oesterreich -Ungarn, Polen, 
Balkanhalbinsel Kelch gras, Danthonia DC. 

— Deckspelzen meist ungeteilt; wenn 2 spaltig, dann wehrlos oder 
stachelspitzig oder mit rückenständiger, gerader Granne . 98. 

98. Deckspelzen am Grunde herzförmig. — Aehrchenspindel 
zwischen den Bl. gegliedert, kahl. Spelzen mehr oder weniger 
trockenhäutig. Hüllspelzen ziemlich gleich, 3 — 5 nervig. Deck- 
spelzen breiter. Vorspelzen breit . . Zittergras, Briza L. 

— Deckspelzen am Grunde nicht herzförmig 99. 

99. Yorspelzen an den beiden Kielen mit einem gezähnelten Kamm 
oder linealischen Anhängsel versehen. - — B. flach. Aehrchen 
in Trauben, ziemlich gross, vielblütig, mit zwischen den Bl. 
gegliederter Spindel. Hüllspelzen ungleich, 1 — 3 nervig, w^ehr- 
los. Deckspelzen länger, 7 nervig, stachelspitzig oder begrannt. 
Vorspelzen wenig kürzer. Novaja-Semlya 

[Rippenbart], PleuropÖgon R. Br. 

— Vorspelzen an den Kielen ohne Anhängsel 100. 

100. Hüllspelzen sämtliche Deckspelzen überragend . . . .101. 

— Hüllspelzen wenigstens von den_ Spitzen der obersten Deck- 
spelzen überragt 104. 

101. Deckspelzen viel kürzer als die Hüllspelzen, 2 spaltig. — 
Einjährige Gräser mit rispigem Blütenstand. Aehrchenspindel 
zwischen den Bl. gegliedert. Hüllspelzen ziemlich gleich, 
häutig, spitz, 3 — 5 nervig. Deckspelzen zarthäutig, breit. 
Vorspelzen wenig kürzer, oben verbreitert. Spanien, Süd- 
frankreich, Griechenland . [Spaltgras], Schismus P. Beauv. 

— Deckspelzen nur wenig kürzer als die Hüllspelzen, ungeteilt 
oder gezähnelt, selten 2 spaltig 102. 

102. Aehrchen in Aehren. Aehrchenspindel nicht gegliedert. Deck- 
spelzen gekielt. Blätter eingerollt. — Niedrige, einjährige 
Gräser. Aehre einseitswendig. Hüllspelzen ziemlich gleich, 
steif, schmal, spitz oder stachelspitzig, die erste 1 nervig. 



Gramineae. 33 

die zweite 3 nervig. Deckspelzen breiter, spitz oder stachel- 
spitzig. Yorspelzen etwas kürzer, ziemlich steif. Spanien . 

[Wangenheimie], Wangenhefmia Mnch. 

— Aehrclien in ßispen. Aehrchenspindel zwischen den Blüten 
gegliedert. Deckspelzen mit abgerundetem Kücken. Blätter 
flach 103. 

103. Bispen zusammengezogen. Aehrchen 3 — öblütig. Hüllspelzen 
3 — 5 nervig oder nervenlos. Vorspelzen ebeusolang oder 
länger als die Deckspelzen. — Aehrchenspindel haarig und 
über die Bl. hinaus verlängert. Alle Bl. p. Spelzen wehr- 
los. Hüllspelzen ziemlich gleich, gekielt. Deckspelzen an 
der Spitze gezähnelt. Vorspelzen schmal, mit gewimpertem 
Kiel. Nordrussland und Spitzbergen. {Grapliephonun Desv. 
z. T.) [Dupontie], Dupötltia B. Br. 

— Bispen locker. Aehrchen 2 blutig. Hüllspelzen 7 — 9nervig. 
Vorspelzen kürzer als die Deckspelzen. — Hüllspelzen häutig, 
ziemlich gleich. Vorspelzen schmal, 2zähmg. Fr. tief ge- 
furcht Hafer, Avena L. 

104. Aehrchen in Knäueln, welche zu einer bisweilen ährenförmigen 
Bispe vereinigt sind. Aehrchenspindel zwischen den Blüten 
nicht gegliedert. — Ausdauernde Gräser mit flachen B. 
Knäuel einseitswendig. Aehrchen wenigblütig. Hüllspelzen 
ungleich, etwas steif, gekielt, stachelspitzig. Deckspelzen 
steifer, 5 nervig, mit gewimpertem Kiel und Stachelspitze. 
Vorspelzen etwas kürzer . . . Knäuelgras, Däctylis L. 

— Aehrchen in Bispen, Trauben oder Aehren, welche jedoch 
bisweilen zu Knäueln zusammengestellt sind. Aehrchenspindel 
zwischen den Blüten meist gegliedert 105. 

105. Aehrchen dichtgedrängt, dachig, in Aehren oder ährenförmigen 
Trauben, welche bisweilen zu Trauben oder Köpfchen ver- 
einigt sind. Deckspelzen gekielt. Vorspelzen etwas länger 
als die Deckspelzen, seltener ebensolang 106. 

— Aehrchen nicht dichtgedrängt-dachig, in bisw^eilen ähren- 
förmigen Bispen oder Trauben, selten Aehrchen in ziemlich 
dichten Aehren oder ährenförmigen Trauben, dann aber 
Deckspelzen am Bücken gerundet. Vorspelzen etwas kürzer 
als die Deckspelzen, selten ebensolang 107. 

106. Aehren einzelnstehend. Spelzen lederig. — Aehrchen zu- 
sammengedrückt. Spelzen wehrlos. Hüllspelzen 3 — 5 nervig. 

Thonner, Exkursionsflora. II. 3 



34 Gramineae. 

Deckspelzen 7 nervig. Vorspelzen etwa so lang wie die 

Deckspelzen. Spanien und Italien 

[Desmazerie], Desmazeria Dumort. 

— Aehren zu Trauben oder Köpfchen zusammengestellt. Spelzen 
häutig. — Ausdauernde, kriechende oder niedergestreckte 
Gräser mit kurzen, steifen B. Hüllspelzen ziemlich gleich, 
1 — 3 nervig. Deckspelzen breiter, 7 — 9 nervig, stachelspitzig. 
Yorspelzen etwas länger, breit. SEu 

[Katzenfuss], Aelüropus Trin. 

107. Narben seitlich am Fruchtknoten entspringend. — B. flach. 
Aehrchenspindel kahl. Hüllspelzen schmal, spitz. Deck- 
spelzen meist begrannt. Yorspelzen mit gewimperten Kielen. 
Frkn. von einem behaarten Anhängsel gekrönt, an dessen 
Grund die N. entspringen. Fr. der Vorspelze angewachsen. 
(Einschl. Michelaria Dumort. und Serrafalcus Pari.) . . . 

Trespe, Bromus L. 

— Narben oder Griffel an der Spitze des Fruchtknotens oder 
ganz nahe an derselben entspringend 108. 

108. Seitennerven der Deckspelzen kurz, die Spitze und den 
Mittelnerv nicht erreichend, oberwärts ziemlich gerade und 
parallel verlaufend 109. 

— Seitennerven der Deckspelzen lang, nach der Spitze hin zu- 
sammenneigend, bogig verlaufend 112. 

109. HüUsj^elzen ebensolang oder nur wenig kürzer als die Deck- 
sjDelzen 110. 

— Hülls23elzen viel kürzer als die Deckspelzen . . . .111. 

110. Deckspelzen 5 nervig, Seitennerven sehr kurz. Fruchtknoten 
kahl. — Aehrchen in lockeren ^Rispen, 2 — 3 blutig. Spelzen 
häutig, wehrlos. Hüllspelzen ziemlich gleich. Deckspelzen 
breit, stumpf. Vorspelzen etwa ebensolang. Fr. nicht gefurcht. 
Russland und Spitzbergen. (^Gi'ajyhephornm Desv. z. T., 
einschl. Arct02)Inla^uipr.) . [Krummspelze], ColpÖdium Trin. 

— Deckspelzen 7 nervig; wenigstens 2 von den Seitennerven 
ziemlich lang. Fruchtknoten an der Spitze behaart. — 
Hohe Gräser mit flachen B. Aehrchen in lockeren Kispen, 
3 — 5 blutig. Aehrchenspindel unterhalb der Bl. behaart, ober- 
halb derselben mit stielförmiger Verlängerung. Spelzen 
wehrlos, ziemlich steif. Hüllspelzen ziemlich gleich, gekielt, 
die oberen 3 — 5 nervig. Deckspelzen mit gerundetem Rücken 



Gramineae. 35 

und gezähnelter Spitze. Vorspelzen etwa ebensolang, schmal, 
mit gewimperten Kielen. Russland. Schweden, Preussen. 

{Fliiminia Er., Graphephorwii Desv. z. T.) 

Schwingelschilf, ScolÖChloa Lk. 

111. Schwellschüppchen verwachsen, etwas fleischig. Griffel vor- 
handen, aber sehr kurz. — Aehrchen in Rispen. Aehrchen- 
spindel kahl. Spelzen wehrlos. Hüllspelzen ziemlich gleich. 
Deckspelzen stumpf, mit gerundetem Rücken 

Schwaden, Glyceria R. Br. 

— Schwellschüppchen getrennt, dünnhäutig. Griffel fehlend. — 
Niedrige Gräser mit rispigem Blütenstand. Aehrchenspindel 
kahl. Spelzen wehrlos. Hüllspelzen ziemlich gleich. Deck- 
spelzen stumpf, mit gerundetem Rücken. {Glyceria R. Br. 
z- T.) Quelder, Atropis Ruj^r. 

112. Deckspelzen vom Grunde an deutlich gekielt . . . .113. 

— Deckspelzen mit gerundetem, höchstens an der Spitze ge- 
kielten Rücken II4. 

113. Deckspelzen am Grunde knorpelig, weiter oben krautig. — 
Einjährige, niedrige Gräser mit flachen B. Aehrchen in ein- 
seitigen Rispen, 3 — 6 blutig, zusammengedrückt. Erste Hüll- 
spelze spitz, zweite länger und breiter, stumpf, 3 — 5 nervig. 
Deckspelzen 5 nervig, abgestutzt oder ausgerandet, bisweilen 
mit Stachelspitze. Er. nicht gefurcht. M- und SEu. . . 

Hartgras, ScIerOChloa P. Beauv. 

— Deckspelzen vom Grunde an häutig oder krautig. — Spelzen 
nicht begrannt. Hüllspelzen 1 — 3 nervig. Deckspelzen 
^ — 7nervig Rispengras, Poa L. 

114. Vorspelzen auf den Kielen steif-kammförmig gewimpert. Deck- 
spelzen 7 — 9 nervig. — Aehrchen in Aehren oder ähren- 
förmigen Trauben, in jeder Aehre wenige. Aehrchenspindel 
kahl. Deckspelzen etwas steif, schmal, ungeteilt, mit Stachel- 
spitze oder Granne. Frkn. an der Spitze behaart. Er. mit 
der Vorspelze verwachsen, breit gefurcht 

Zwenke, Brachypödium P. Beauv. 

— Vorspelzen auf den Kielen fein gewimpert oder bloss rauh. 
Deckspelzen fast immer 5 nervig 115. 

115. Same mit linealischem Nabel. Deckspelzen meist begrannt 
oder stachelspitzig. — Hüllspelzen gekielt, spitz, die äussersten 



30 C-irramineae, Oypei'üceae. 

l nervig. Deckspelzen schmal, mit feinen Nerven. Fr. kahl. 
(Einschl. Castellia Tin., Nardurus Godr. und Vulpia Grmel.) 

Schwingel, Festüca L. 

— Same mit punktförmigem Nabel. Deckspelzen wehrlos . 116. 
116. Aehrchen in ährenförmigen Trauben. Hüllspelzen ziemlich 

gleich. — Aehrchen vielblütig. Hüllspelzen gekielt, spitz, 
wehrlos, die äusserste 1 nervig. Deckspelzen stumpf, mit 
feinen Nerven. Vorspelzen 2 zähnig. Fr. kahl. S. und WEu. 

(^Ihsmazeria Dumort. z. T., Festuca L. z. T.) 

[Senkährchen], Catapodium Lk. 

— Aehrchen in einseitswendigen, kurzästigen Rispen. Hüll- 
spelzen ungleich. — Einjährige Grräser. Hüllspelzen gekielt, 
spitz, die äusserste 1 nervig. Deckspelzen schmal, mit feinen 
Nerven. Vorspelzen 2 zähnig. SEu. {^Festuca L. z, T., 
SclerocJtloa P. ßeauv. z. T.) 

[Hartrispengras], Scloropoa Griseb. 

13. Fam. Cyperäceae, Riedgräser. 

Kräuter. St. meist 3 kantig und ausgefüllt, selten knotig ge- 
gliedert. B. linealisch, grasartig, meist ohne Blatthäutchen, die 
oberen mit geschlossenen Scheiden, bisweilen alle auf den Scheiden- 
teil beschränkt, häufig 3 zeilig angeordnet. Bl. in den Achseln von 
Deckb. (Spelzen) in Aehrchen, welche einzelnstehen oder zu ver- 
schiedenen Blütenständen zusammengestellt sind und bisweilen nur 

1 Bl. aber ausserdem noch mehrere leere Spelzen enthalten. Blh. 
aus Borsten oder Schuppen bestehend oder 0. Stb. 1 — 3. Stf. 
getrennt. Stbt. am Grunde befestigt, linealisch oder länglich, mit 

2 Längsspalten aufspringend. Blütenstaubkörner kugelig. Frkn. 1, 
oberständig oder nackt, ungeteilt, 1 fächerig. Gr. 1, endständig. 
N. 2 — 3, fädlich, meist lang. Sa. 1, aufrecht, umgewendet. Fr. 
eine Schliess- oder Steinfr. Samenschale dünn, von der Frucht- 
schale frei. Keimling klein, vom unteren Teil des reichlichen Nähr- 
gewebes eingeschlossen. 

Gattungen. 

1. Blüten eingeschlechtig. (Caricoideae) 2. 

— Blüten zwitterig oder vielehig. (Sclrpoideae) .... 5. 

2. Blüten in 2 blutigen, aus 1 männlichen und 1 weiblichen Blüte 
bestehenden Aehrchen, welche in eine Aehre augeordnet sind. — 



Cyperaceae. 37 

Q Bl. von einer scheidenförmigen, auf der einen Seite offenen 
Spelze umgeben. Blh. 0. N. 3. Gebirge. {Kohresia Willd. z. T.) 

Nacktried, Elyna Schrad. 

— Blüten in 1 blutigen Aehrchen, welche in eine oder mehrere 
Aehren angeordnet sind 3. 

3. Weibliche Blüten von einer scheidenförmigen, auf der einen 
Seite offenen Spelze umgeben. — Aehrchen in unten O , oben 

Ö Aehren, welche wieder zu dichten ährigen Blütenstcänden 
angeordnet sind. Aehrchenachse wenig entwickelt. Blh. 0. 
N. 3. Gebirge Schuppenried, Kobresia, AVilld. 

— Weibliche Blüten von einer bis zur Spitze schlauchförmig ver- 
wachsenen, an der Frucht bleibenden Spelze eingeschlossen . 4. 

4. Aehrchenachse, an welcher die weibliche Blüte seitlich steht, 
grannenförmig, aus der schlauchförmigen Spelze hervorragend 
und an der Frucht bleibend. — Aehrchen in einer unten O , 
oben 6 Aehre. Blh. 0. N. 3. N- und MEu. {Carex L. z. T.) 

[Hakensegge], Uncfnia Pers. 

— Aehrenachse, an welcher die weibliche Blüte seitlich steht, 
wenig entwickelt und bald verschwindend. — Blh. 0. . . . 

Segge, Carex L. 

5. Aehrchen 1—4 blutig. Leere Spelzen unterhalb der blüten- 
tragenden 3 — 6. (Rhi/Jichosjyöreae) 6. 

— Aehrchen mehr — vielblütig. Leere Spelzen unterhalb der blüten- 
tragenden 1 — 2 oder fehlend. (Sclrpeae) 8. 

6. Spelzen 2 zeilig angeordnet. Frucht nussartig, nicht geschnäbelt. 
Stengel grösstenteils blattlos. — Aehrchen gebüschelt in 
Köpfchen, Blh. aus Borsten bestehend oder 0. Gr. am 
Grunde nicht oder sehr wenig verdickt, nicht gegliedert. N. 3. 
(Einschl. Chaetosjjora E. Br.) . . . Kopfried, Schoenus L. 

— Spelzen spiralig (allseitig-dachig) angeordnet. Frucht nussartig 
und geschnäbelt oder steinfruchtartig. Stengel beblättert . 7. 

7. Blütenhülle aus Borsten bestehend. Narben 2. Frucht nuss- 
artig. — Aehrchen gebüschelt in Köpfchen oder Bispen. 
Gr. am Grunde gegliedert . Schnabelried, RhynchÖspora VhL 

— Blütenhülle fehlend. Narben meist 3. Frucht steinfruchtartig. — 
Aehrchen gebüschelt in Rispen, bräunlich 

Schneidgras, Clädium B. Br. 



38 Cyperaceae, Palmae. 

8. Spelzen 2 zeilig angeordnet. — Blutenstand zusammengesetzt. 
Blh. 0. Gr. am Grrunde nicht verdickt, abfällig 

Cypergras, Cyperus L. 

— Spelzen spiralig (allseitig-dachig) angeordnet 9. 

9. Griffel am Grunde deutlich verdickt 10. 

— Griffel am Grunde nicht oder nur wenig verdickt . . 11. 

10. Blütenstand aus 1, selten 2 Aehrchen bestehend. Blüten- 
hülle aus Borsten bestehend. Griffelgrund bleibend. — St. 
blattlos. Aehrchen endständig, (^Eleochans R. Br.) . . . 

Teichbinse, Heleocharis E,. Br. 

— Blütenstand aus mehreren, eine Dolde bildenden Aehrchen 
bestehend. Blütenhülle fehlend. Griffelgrund abfällig. — 
B. grundständig oder am Grunde des St. gehäuft. N. 2. 
SEu Fransenbinse, Fimbristylis Yhl. 

11. Blütenhülle aus Borsten bestehend, nach der Blütezeit sehr 
verlängert. — Aehrchen einzeln oder in Dolden. Borsten 
der Blh. 6 oder mehr. Stb. 3. Griffel nicht gegliedert. 

N. 3 Wollgras, Eriophorum L. 

— Blütenhülle nach der Blütezeit nicht verlängert oder fehlend . 12. 

12. Spelzen behaart oder filzig. Blütenhülle aus 3 breiten, kurz- 
gestielten, gezähnten Schuppen bestehend. — Aehrchen 
gebüschelt und meist in Rispen. Stb. 3. Gr. nicht gegliedert. 
N. 3. Spanien, Portugal, Oorsica . [Fuirene], Fuirena Bottb. 

— Spelzen kahl. Blütenhülle aus 3 — 8 schmalen, borstenförmigen 
oder federigen Schuppen bestehend oder fehlend. (Einschl. 
Blysnais Panz., Dlchostylis Ns., Eleoglton Lk., Holoi^clioenus 
Lk. und Isolepis B. Br.) Binse, Scirpus L. 

Reihe Principes, Pflanzenfürsten. 

14. Fam. Palmae, Palmen. 

Holzgewächse. B. in einer Rosette an der Spitze des St., 
gross, fieder- oder fächerförmig geteilt, mit eingefalteten Abschnitten. 
Bl. in verzweigten Kolben, welche zwischen den B. entspringen, 

2 häusig oder vielehig, regelmässig. Blh. lederig, gelblich, aus 
einem 3 zähnigen oder 3 teiligen K. und einer 3 teiligen oder 

3 blätterigen, dem K. ähnHcheu Kr. bestehend. Stb. 3 — 9. Stbt. 
am Rücken befestigt, mit 2 Längsspalten aufspringend. Frb. ober- 
ständig, 3, selten 4 — 6, getrennt. N. sitzend oder fast so. Sa. 1, 



Palmae, Araceae. 39 

aufrecht, umgewendet. Fr. beerenartig. Keimling am Kande des 
hornigen Nährgewebes. SEu. 

Grattungen. 

1. Stamm niedrig, am Grunde buschig verzweigt. Blätter fächer- 
förmig. Blütenstand mit 2 — 4 Scheiden. Kronblätter in der 
Knospe dachig. Staubfäden kurz und breit. Frucht aus 
1 — 3 eiförmigen Fruchtblättern bestehend. Samen eiförmig, 
mit undeutlicher, verästelter Naht und zerklüftetem Nähr- 
gewebe. SWEu. und Italien . Zwergpalme, Chamaerops L. 

— Stamm hoch, unverzweigt. Blätter gefiedert. Blütenstand 
mit 1 Scheide. Kronblätter der weiblichen Blüten dachig, 
der männlichen klappig. Staubfäden pfriemlich. Frucht aus 
1 länglichen Fruchtblatt bestehend. Samen länglich, mit 
einer tiefen Längsfurche an der Bauchnaht und mit gleich- 
massigem Nährgewebe. (SEu.) . Dattelpalme, Phoenix L. 

Eeihe Spathiflorae, Kolbenblütige. 

15. Fam. Araceae. Arongewächse. 

Krautige Land- oder Sumpfpflanzen. B. grundständig oder 
am Grunde des St. gehäuft, meist gestielt. Bl. in kolbenförmigen, 
am Grund mit einer Scheide umgebenen Blütenständen auf un- 
geteiltem, bisweilen sehr kurzem Schaft, ohne Vorb., klein, zwitterig, 
vielehig oder einhäusig; ö und Q Bl. auf demselben Kolben, nicht 
durch Scheiden, aber bisweilen durch unfruchtbare Bl. getrennt. 
Blh. 0, selten 6 blätterig. Frkn. nackt und 1 fächerig, selten ober- 
ständig und 2- — 3 fächerig. Gr. und N. ungeteilt. Sa. mehrere, 
selten 1 aufrechte. Fr. beerenartig. Aeussere Samenschale fleischig. 

Gattungen. 

1. Stengel und Blattstiele ohne Milchsaft. Blätter sitzend, schwert- 
förmig. Kolbenscheide schmal und nicht gewölbt, schwert- 
förmig, die Verlängerung des Kolbenstieles bildend. Blüten- 
hülle 6 blätterig. Fruchtknoten 2 — 3 fächerig. — Wurzelstock 
kriechend. Kolben ohne Anhang. Bl. Q. Stb. 6, mit flachen 
Stf. N. sitzend, punktförmig. Sa. in jedem Fach mehrere, 
hängend, geradläufig. S. länglich . . . Kalmus, AcorUS L. 



40 Araceae. 

— Stengel und Blattstiele mit Milchsaft. Blätter gestielt. Kolben- 
scheide breit und mehr oder weniger gewölbt. Blütenhülle 
fehlend. Fruchtknoten 1 fächerig 2. 

2. Stengel aus einem kriechendenWurzelstock entspringend. Blätter 
parallelnervig, mit zahlreichen Längsnerven. Kolbenscheide 
ausgebreitet, nur wenig gewölbt, den Kolben nicht umschliessend. 
Kolben ohne Anhang. Blüten zwitterig oder vielehig. Samen- 
anlagen umgewendet. — B. ei- oder kreisrund-herzförmig, 
spitz. Kolben kurz, mit weisser Scheide. Stb. 6 - oo. Stf. 
linealisch. Stbt. mit auseinandergespreizten Hälften. Gr. kurz. 
Sa. 6—9, aufrecht. S. länglich. M-, N- und SOEu 

Schlangenwurz, Calla L. 

— Stengel aus einer Knolle entspringend. Blätter netznervig, 
selten nur 2 — 3 Längsnerven auf jeder Seite deutlich er- 
kennbar. Scheide den Kolben einhüllend. Kolben an der 
Spitze mit einem aus verkümmerten Blüten gebildeten Anhang. 
Blüten einhäusig. Samenanlagen geradläufig .... 3. 

3. Staubblätter 3 — 6, in ein verkehrt-pyramidenförmiges Gebilde 
verwachsen. Samenanlagen an mehreren wandständigen Samen- 
leisten. Samen länglich. — B. schildförmig-herzförmig. Scheide 
gelblich, aus einem unteren röhrenförmigen, bleibenden und 
einem oberen, spreitenförmigen, abfälligen Teil bestehend. 

Ö und Q Bl. durch flache verkümmerte Bl. von einander 
getrennt. Kolbenanhang pfriemlich. Stbt. mit linealischen 
Hälften, an der Spitze mit Löchern aufspringend. N. fast 
sitzend. Sa. zahlreich, mit langen Nabelsträngen. (SEu.) . . 

Taro, Colocäsia Schtt. 

— Staubblätter mehrere, getrennt, oder 1. Samenanlagen grund- 
oder spitzenständig oder an 1 wandständigen Samenleiste. 
Samen eiförmig oder kugelig. (AroUleae.) 4. 

4. Kolbenscheide durch eine seitliche, an die Scheidenwand an- 
gewachsene Verbreiterung des Kolbens in 2 Kammern ge- 
teilt, von welchen die vordere 1 weibliche, die hintere 8 — 10 
männliche Blüten enthält. Kolbenauhang sehr klein. Samen- 
anlagen auf langen Nabelsträngen. — B, länglich oder eirund, 
stumpf, nicht deutlich netznervig. Kolbenschaft sehr kurz, 
unterirdisch. Scheide schiffchenförmig, an der Spitze ge- 
schnäbelt, rötlich- oder bräunlich-grün. Unfruchtbare Bl. 0. 
Ö Bl. 2 reihig übereinander, jede mit 2 sitzenden, nieren- 



Araceae. 4 1 

förmigen, durch einen Spalt aufspringenden Stbt. Frkn. fast 
kugelig. Grr. dick, gekrümmt. N. scheibenförmig. Sa. zahl- 
reich, grundständig. Samenschale gestreift. Italien und Corsica. 

[Ambrosinie], AmbrOSmia Bass. 

— Scheide nicht oder nur am Grunde an den Kolben angewachsen, 
in einen unteren röhrenförmigen und einen oberen spreiten- 
förmigen Teil gesondert. Weibliche Blüten mehrere. Kolben- 
anhang wohl entwickelt. Samenanlagen auf kurzen Nabel- 
strängen 5. 

5. Kolbenscheide am Grunde mit dem unteren Teil des Kolbens 
verwachsen. Unfruchtbare Blüten fehlend. Männliche Blüten 
zerstreut, aus 1 gestielten Staubbeutel bestehend. Frucht- 
knoten kugelig-niedergedrückt. — B. rundlich-pfeilförmig oder 
spiessförmig. Kolbenschaft lang. Scheidenränder am Grunde 
verwachsen. Kolben mit 3 — 5 Q und mehreren Ö Bl., in 
einen gekrümmten Anhang auslaufend. Stbt. nierenförmig, 
mit 1 Spalt aufspringend. Gr. dick. Sa. mehrere, grund- 
ständig. Samenschale gestreift. SEu 

[Kraftaron], Ansarum Targ. Tozz. 

— Kolbenscheide nicht mit dem Kolben verwachsen. Unfrucht- 
bare Blüten oberhalb und meist auch unterhalb der männ- 
lichen Blüten vorhanden. Männliche Blüten dichtgedrängt, 
aus mehreren sitzenden oder fast sitzenden Staubbeuteln be- 
stehend, seltener aus 1 sitzenden. Fruchtknoten eiförmig oder 
länglich 6. 

6. Blätter linealisch, lanzettlich oder länglich. Kolbenscheide 
mit am Grunde verwachsenen Rändern. Kolben mit fädlichem 
Anhang, ebensolang oder länger als die Scheide. — Kolben- 
schaft kurz oder fast 0, bisweilen unterirdisch. Kolben inner- 
halb der Scheide sitzend. Scheide mit schmaler Spreite. Stb. 
1 — 2. Stbt. mit eiförmigen Hälften. Sa. 1, selten mehr, 
grundständig. Samenschale runzelig. SEu 

[Doppelaro n], Bfarum Schtt. 

— Blätter spiessförmig, pfeilförmig oder zerschnitten. Kolben- 
scheide mit am Grunde übergerollten, aber nicht verwachsenen 
Kändern. Kolben mit verdicktem Anhang, kürzer als die 
Scheide 7. 

7. Blätter pfeil- oder spiessförmig, mit den Blüten nicht immer 
gleichzeitig. Samenanlagen wandständig. — Kolben innerhalb 



42 Araceae, Lemiiaceae. 

der Scheide sitzend. Anhang gestielt, walzen- oder keulenförmig. 
Verkümmerte Blüten am Grunde dick, oberwärts fädlich. Stb. 
3 — 4. Stbt. an der Spitze mit 2 Spalten aufspringend. N. fast 
sitzend. Sa. 6 — oo. Samenschale runzelig . Aron, Arum L. 

— Blätter fussförmig. zerschnitten, mit den Blüten gleichzeitig. 
Samenanlagen grundständig oder teils grund-, teils spitzen- 
ständig 8. 

8. Kolben innerhalb der Scheide sitzend. Männlicher Blüten- 
stand ^iich unmittelbar an den weiblichen anschliessend. Kolben- 
anhang lang gestielt, kegelförmig, fast kahl, nur wenige kegel- 
förmige verkümmerte Blüten tragend. Staubbeutel an der Spitze 
mit getrennten Löchern oder Spalten aufspringend. Mittel- 
band zuletzt die Staubbeutelhälften überragend. Fruchtknoten 
länglich. Griffel kegelförmig. — Kolbenschaft lang. Scheide 
zurückgebogen, innen dunkelrot. Stb. 3 — 4. Sa. 2 — 4. Samen- 
schale runzelig. SEu. . [Drachen würz], DraCÜnCUluS Schtt. 

— Kolben innerhalb der Scheide kurzgestielt. Männlicher Blüten- 
stand von dem weiblichen durch eine Anzahl grosser, pfriem- 
licher verkümmerter Blüten getrennt. Kolbenanhang kurz- 
gestielt, schwanzförmig, mit vielen borstenförmigen verkümmerten 
Blüten besetzt. Staubbeutel mit zuletzt zusammenfliessenden 
Spalten aufspringend. Mittelband nicht verlängert. Frucht- 
knoten verkehrt-eiförmig. Narbe sitzend. — Aeussere Ab- 
schnitte der B. spiralig zusammengedreht. Kolbenschaft lang. 
Scheide dick, an der Spitze zurückgebogen, innen dunkelrot. 
Stb. 2 — 3. Sa. 4 — 6, die einen aufrecht, die anderen hängend. 
Sardinien, Corsica, Balearen. {Dracuncuhis Schtt. z. T.) . . 

[Schraubenzweihorn], HelicodrcerOS Schtt. 

16. Fam. Lemnäceae. Wasserlinsengewächse. 

Schwimmende AYasserpflänzchen, ohne deutliche Gliederung in 
St. und B., aus einem kleinen, blättchen-, linsen- oder fast kugel- 
förmigen, meist Wurzeln tragenden Spross bestehend, aus welchem 
ähnliche Tochtersprosse hervorwachsen, die mit ihm in Verbindung 
bleiben oder sich loslösen. Bl. zu 2 — 3 in Gruben oder Taschen 
des Sprosses, ohne Blh., einhäusig. Ö Bl. aus 1 Stb. bestehend, 
Q aus einem 1 fächerigen Frkn. mit trichterförmiger N. und 1 — 7 
grundständigen Sa. Fr. nicht oder mit Deckel aufspringend. Samen- 
schale fleischig, mit Deckel. 



Lemnaceae, Eriocaulonaceae. 43 

Grattungen. 

1. Pflänzchen von 1 — 1^/^ mm Länge, fast kugelförmig, ohne 
Wurzeln. Mutterspross mit 1 Tochterspross und bisweilen 
1 Blütenstand in einer Grrube am Rücken des Sprosses. Blüten- 
stand ohne Scheide, nur 1 männliche und 1 weibliche Blüte 
enthaltend. Staubbeutel auf 1 Hälfte beschränkt, mit 1 Quer- 
spalt aufspringend. Samenanlage 1, geradläufig. S- und MEu. 

Entengries, WÖlffia Hork. 

— Pflänzchen von 2 — 10 mm Länge, mit Wurzeln. Mutterspross 
mit 2 Tochtersprossen oder mit 1 Tochterspross und 1 Blüten- 
stand, welcher aus einer seitlichen Tasche des Sprosses ent- 
springt. Blütenstand anfangs von einer kleinen Scheide um- 
geben, aus 2 männlichen (jedoch nicht immer gleichzeitigen) 
und 1 weiblichen Blüte bestehend. Staubbeutel mit beiden 
Hälften versehen, mit 2 Längs- oder Querspalten aufspringend. 
Samenanlagen 1 — 6, umgewendet oder halbumgewendet. (Lem- 
noideae.) 2. 

2. Wurzel an jedem Spross 1, ohne Gefässe. Sprosse beiderseits 
mit 1 — 2 Seitennerven, Tochtersprosse ohne Glrundblatt. 
Samenanlagen 1 oder 4 — 7. (Einschl. Telmatophace Schieid.) 

Wasserlinse, Lemna L. 

— Wurzeln an jedem Spross mehrere, mit Grefässen. Sprosse 
mit mehreren Seitennerven. Tochtersprosse mit einem Grund- 
blatt beginnend. Samenanlagen 2. (^Lemna L. z. T.) . . 

Pfenniglinse, Spirodeia Schieid. 

Beihe Farinösae, Mehligsamige. 

17. Eam. EriOCaulonaceae, Eckhalmgewächse. 

Kahle Sumpfkräuter. B. grasartig, eine grundständige Bosette 
bildend. Bl. sehr klein, in dichten, von einer Aussenhülle um- 
gebenen Köpfchen, einhäusig. Blh. kronartig, aus 2 äusseren und 
2 — 4 inneren, unterwärts verwachsenen Abschnitten bestehend. 
Stb. 4, am Grund der inneren Abschnitte der Blh. befestigt. Stf. 
getrennt. Stbt. am Bücken befestigt, mit 2 Längsspalten auf- 
springend. Frkn. 1, gelappt, oberständig, 2 fächerig. Gr. 2 spaltig. 
Sa. in jedem Fach 1, hängend, geradläufig. Fr. eine Kapsel. S. 
mit Nährgewebe. Irland und Schottland. 

Einzige Gattung Eckhalm, Eriocaüloil L. 



44 Commelinaceae, Jiincaceae, Liliaceae. 

18. Farn. Commelinäceae, Commelinengewächse. 

Astige Kräuter. Bl. in Trugdolden, welche von einer Scheide 
umgeben sind, blau, etwas unregelmässig, zwitterig oder vielehig. 
Blh. aus K. und Kr. bestehend, 6 blätterig, dachig. Stb. 5 — 6, 
wovon 2 — 3 unfruchtbar. Stbt. innen aufspringend. Frkn. ober- 
ständig, 2 — 3 fächerig. Sa. in jedem Fach 1^ — 2, seitlich befestigt, 
geradläufig. Gr. ungeteilt, mit ungeteilter oder 3 lappiger N. Fr. 
eine fachspaltige Kapsel. S. mit reichlichem, mehligen Nährgewebe 
und kleinem, seitlichen, vom Nabel entfernten Keimling. (SEu.) 

Einzige Gattung [Commeline], CoiTimell'na L. 

Keihe Liliifiorae, Lilienblütige. 

19. Fam. Juncäceae, Simsengewächse. 

Kräuter. B. linealisch, grasartig. Bl. einzeln oder gehuschelt 
iu rispen-, köpfchen- oder doldenförmigen Blütenständen, klein, regel- 
mässig, p. B. der Blh. 6, getrennt, spelzenartig, grün, braun, 
gelb oder weisslich, bleibend. Stb. 3 — 6, von der Blh. frei oder 
die inneren am Grunde derselben befestigt, kürzer als die Blh. Stf. 
getrennt. Stbt. schmal, am Grunde befestigt, innen aufspringend. 
Frkn. 1, oberständig, sitzend, 1- oder 3 fächerig. Gr. 1, mit 3 langen, 
fädlichen, meist gedrehten N. Sa. 3 oder mehr, umgewendet. Fr. 
eine Kapsel. Keimling klein, nahe am Grunde des fleischigen 
Nährgewebes gelegen. 

Gattungen. 

1. Samenanlagen 3, grundständig. Samen 1 — 3. Blätter mit 
geschlossener Scheide. — B. mit flacher oder rinnenförmiger 
Spreite. Bl. mit Vorb. Frkn. 1 fächerig. S. nicht geschwänzt. 

Marbel, Luzula DG. 
— Samenanlagen zahlreich, wandständig oder innenwinkelstäodig. 

Samen zahlreich. Blätter mit gerollter Scheide 

Simse, JunCUS L. 

20. Fam. Liliäceae, Liliengewächse. 

Bl. regelmässig, selten etwas unregelmässig, zwitterig, selten 
vielehig oder 2 häusig. Blh. mehr oder weniger kronartig, mit 6. 
selten 4 oder 8—12 Abschnitten. Stb. 6, selten 3, 4 oder 8—12. 
Frkn. 1, oberständig, ungeteilt oder an der Spitze 3 lappig, 3 fächerig, 



Liliaceae. 45 

selten 1-, 2-, 4- oder 5 fächerig. Grr. 1, selten 3 — 5. Sa. in 
jedem Fach 2 — oo, selten 1. S. mit reiqhlichem, fleischigen bis 
hornigen Nährgewebe. (Einschl. ApJiyllantheae, Asparageae, Col- 
chicaceae und Smilaceae.^ 

Grattungen. 

1. Unterirdischer Teil des Stammes eine Zwiebel oder Zwiebel- 
knolle oder ein Wurzelstock mit mehreren Zwiebeln . . 2. 

— Unterirdischer Teil des Stammes ein Wurzelstock ohne Zwiebeln 
oder fehlend 22. 

2. Laubblätter alle grundständig oder am untersten Teil des 
Stengels gehäuft, selten ausserdem noch einige viel kleinere 
weiter oben am Stengel vorhanden 3. 

— Laubblätter am Stengel zerstreut oder in der Mitte oder an 
der Spitze des Stengels gehäuft 18. 

3. Blüten auf sehr kurzem, unterirdischen, aus einer Zwiebel- 
knolle entspringenden Stengel. Blätter der trichterförmigen 
Blütenhülle sehr lang benagelt; Nägel in eine sehr lange, 
dünne Röhre zusammenneigend oder verwachsen. Frucht eine 
wandspaltige Kapsel. (Colchiceae.) 4. 

— Blüten auf mehr oder weniger verlängertem, oberirdischen oder 
aus einer Zwiebel entspringenden Stengel. Blätter der Bluten- 
hülle ausgebreitet oder am Grunde in eine kurze oder mittel- 
lange Röhre zusammenneigend oder verwachsen. Frucht eine 
fachspaltige, sehr selten (Zygadenus) wandspaltige Kapsel . 6. 

4. Blütenhülle vereintblätterig. — B. schmal. Bl. 1 oder wenige, 
gross. Stb. am Grrunde der Abschnitte der Blh. befestigt 
und kürzer als dieselben. Stbt. am Hucken befestigt, schmal, 
innen aufspringend. Gr. 3, getrennt oder nur in der Mitte 
zusammenhängend, an der Spitze innen narbig. Kapsel 
3 furchig. S. zahlreich, fast kugelig, braun 

Zeitlose, Colchicum L. 

— Blütenhülle getrenntblätterig 5. 

5. Griffel 1, an der Spitze 3 spaltig. — B. linealisch. Bl. 1 — 3, 
gross, mit den B. gleichzeitig. Stb. am Grund der Platte 
der Blütenhüllb. eingefügt und kürzer als dieselbe. Stbt. 
am Bücken befestigt, linealisch, am Grunde tief 2 lappig, innen 
aufspringend. Griffeläste an der Spitze innen narbig. Kapsel 
3 kantig. S. zahlreich, fast kugelig, braun. SEu 

Lichtblume, Bulbocödium L. 



4(5 Liliaceae. 

— Griffel 3, getrennt. — B. linealisch. Bl. 1 — ^3, gross, mit 
den B. gleichzeitig. Stb. am Grund der Platte der Blüten- 
hüllb. eingefügt und kürzer als dieselbe. Stbt. schmal, am 
Grunde 2 lappig, innen aufspringend. Gr. an der Spitze mit 
sehr kleinen N. Kapsel 3 furchig. S. zahlreich, fast kugelig, 
braun. SEu [Merendere], Merendera Ram. 

6. Blüten in Dolden, welche von 2 — 3 breiten, bisweilen ver- 
wachsenen Hochblättern umschlossen sind. (Allieae.) . 7. 

— Blüten einzelnstehend oder in Trauben, Doldentrauben oder 
Rispen, selten (Gagea) in Dolden, welche von 2 schmalen 
Hochblättern und ausserdem oft noch von 1 — 3 Laubblättern 
gestützt sind 8. 

7. Pflanzen von lauchartigem Geruch. Blätter der Blütenhülle 
getrennt oder nur ganz wenig am Grunde zusammenhängend. 
Samenanlagen in jedem Fach 2, selten 3 — 6. Keimling 
gross. — Stb. am Grunde der B. der Blh. eingefügt. Stbt. läng- 
lich, am Rücken befestigt, innen aufspringend. Gr. ungeteilt. 
S. schwarz. (Einschl. Nectaroscordum Lindl.) . • • , • • • 

Lauch, Allium L. 

— Pflanzen ohne lauchartigen Geruch. Blätter der Blütenhülle 
am Grunde verwachsen. Samenanlagen in jedem Fach 10 — 12. 
Keimling klein. — B. linealisch. Blh. weiss. Stb. am Grund 
ihrer Abschnitte eingefügt und kürzer. Stf. verbreitert. Stbt. 
länglich, am Rücken befestigt, innen aufspringend. Gr. un- 
geteilt, mit kleiner N. S. schwarz, (SWEu.) 

[Truglauch], Nothoscördum Kth. 

8. Griffel 3, getrennt. Staubbeutel nierenförmig, aussen auf- 
springend. Frucht wandspaltig. — B. 3 — 4, grundständig 
und am unteren Teil des St. Blütenstand traubig-rispig. B. 
der Blh. grünlich-weiss, am Grund mit dem Frkn. verwachsen, 
oberhalb desselben getrennt, ausgebreitet, drüsentragend. Stb. 
kürzer. Stbt. mit verschmelzenden Hälften. Sa. zahlreich. 
Ostrussland. {Antidea Kth.) 

[Jochdrüse], Zygädenus Michx. 

— Griffel 1, ungeteilt, mit 1 oder 3 Narben. Staubbeutel linealisch, 
länglich oder eiförmig, innen oder seitlich aufspringend. Frucht 
fachspaltig. (ScUleae.) 9. 

9. Blätter der Blütenhülle getrennt, selten am Grunde ganz 
wenig verwachsen 10. 



Liliaceae. 47 

— Blätter der Blütenhülle in ihrem unteren Teil oder auch 
höher hinauf in eine deutliche, kurze oder lange Röhre ver- 
wachsen 14. 

10. Staubbeutel am Grunde befestigt, seitlich aufspringend. Samen 
braun oder blass. Stengelständige Blätter meist vorhanden . 11. 

— Staubbeutel am Rücken befestigt, innen aufspringend. Samen 
schwarz. Stengelständige Blätter fehlend 12. 

11. Stengelständige Blätter zerstreut. Blüten 1 — 2, weisslich. 
Blätter der Blütenhülle meist innen mit einem Grrübchen. — 
Grundständige B. 1 — 3, linealisch. B. der Blh. abstehend^ 
3 — 5 nervig, bleibend. Stb. am Grunde der Blh. befestigt 
und kürzer als dieselbe. Stf. fädlich oder am Grunde nur 
wenig verbreitert. Gr. ungeteilt. Sa. zahlreich. S. eckig- 
zusammengedrückt. Keimling sehr klein. England, Alpen^ 
Karpathen, Nordrussland, Sicilien, Griechenland 

Faltenlilie, LlÖydia Salisb. 

— Steugelständige Blätter unterhalb des Blütenstandes oder 
fehlend. Blüten in lockeren, armblütigen Blütenständen, selten 
einzeln, meist gelb, selten weisslich oder rötlich. Blätter der 
Blütenhülle ohne Grübchen. — Grundständige B. 1 — 3. B, 
der Blh. abstehend, 3 — 5 nervig, aussen meist mit einem 
grünen Streifen. Stb. am Grund der Blh. befestigt, kürzer 
als dieselbe. Stf. fädlich oder am Grunde nur wenig ver- 
breitert. Gr. ungeteilt, mit kleiner N. Sa. zahlreich . . . 

Gelbstern, Gagea Salisb. 

12. Blätter der Blütenhülle undeutlich 3- oder mehrnervig, weiss, 
selten gelb, meist aussen mit einem grünen Streifen. Staub- 
fäden meist von der Blütenhülle frei, meist hoch hinauf flach. 
— Bl. in Trauben oder Doldentrauben, gross oder mittelgross. 
Blh. lang bleibend. Stbt. länglich. Gr. ungeteilt. Sa. in 
jedem Fach 6 — 18. S. ein wenig zusammengedrückt. (Einschl. 
Myogaluni Lk.) • . . . . Milchstern, Ornithogalum Lk. 

— Blätter der Blütenhülle 1 nervig, blau, violett, purpurn oder 
rosa, selten weiss. Staubfäden am Grund der Blütenhülle 
befestigt, fädlich oder am Grunde flach 13. 

13. Blütenhülle abfällig, weiss oder rosa. Samenanlagen in jedem 
Fach 8 — 14. Samen stark zusammengedrückt, geflügelt. — 
Bl. in Trauben, klein oder mittelgross. Deckb. meist ge- 



48 Liliaceae. 

spornt. Stb. kürzer als die B. der Blh. Grr. fädlich, un- 
geteilt, mit kleiner N. SEu. . Meerzwiebel, Urgi'nea Steinh. 

— Blütenhülle lang bleibend, blau, violett, purpurn oder rosa, 
selten weiss. Samenanlagen in jedem Fach 2 — 10. Samen 
nicht oder nur wenig zusammengedrückt. — Bl. klein oder 
mittelgross. Deckb. klein. Gr. fädlich, ungeteilt, mit kleiner 
N. Keimling gross. (Einschl. Endijtnion Dumort. und Adeno- 
scilla Gren. et Godr.) Sternhyacinthe, Scilla L. 

14. Abschnitte der Blütenhülle ungleich: die äusseren abstehend, 
die inneren aufrecht. Samenanlagen in jedem Fach zahlreich. 
Samen zusammengedrückt. — B. linealisch. Bl. in lockeren 
Trauben, aufrecht oder abstehend, gelblich oder rötlich. Stb. 
am Schlünde eingefügt, eingeschlossen. Stf. kurz, getrennt. 
Stbt. am Bücken befestigt, linealisch, innen aufspringend. 
Gr. kurz, ungeteilt. S. zahlreich, schwarz. SWEu. (Uro- 
petalui/i Kr.) [Dipkadi], DfpcadJ Medic. 

— Abschnitte der Blütenhülle einander fast gleich. Samenanlagen 
in jedem Fach wenige (2 — 6). Samen rundlich . . . .15. 

15. Abschnitte der Blütenhülle länger als die Bohre. Staubfäden, 
alle oder nur 3, durchaus oder grösstenteils verbreitert . 16. 

— Abschnitte der Blütenhülle kürzer oder ebensolang wie die 
Bohre. Staubfäden fädlich oder nur am Grunde verbreitert 
(aber bisweilen sehr kurz) 17. 

16. Staubfäden in einen Becher verwachsen, welcher sich über 
die Staubbeutel hinaus kegelförmig verlängert. Abschnitte 
der Blütenhülle abstehend. — B. schmal. Blütenschaft 1 oder 
wenige bläuliche BL tragend. Bohre der Blh. glockig. Stb. 
am Schlünde eingefügt. Stbt. am Bücken befestigt, innen 
aufspringend. Gr. kurz, ungeteilt. N. 1. Kaukasus. {Belle- 
vallia Lapeyr. z. T.) . . . [Puschkinie], Puschkmia Adm. 

— Staubfäden getrennt. Abschnitte der Blutenhülle etwas zurück- 
gebogen. — B. linealisch. Blütenschaft 1 oder wenige, blaue 
oder violette Bl. tragend. Blh. abfällig, mit glockiger Bohre. 
Stb. am Schlünde eingefügt. Stb. lang, am Bücken befestigt, 
am Grunde 2 spaltig, innen aufspringend. Gr. kurz, ungeteilt. 
N. 1. Kreta Schneeglanz, ChJOnodoxa Boiss. 

17. Blütenhülle krugförmig, am Schlünde zusammengezogen, kurz 
gezähnt. Narben 3. — B. linealisch. Bl. in Trauben, hängend 
oder nickend. Stb. in der Bohre der Blh. eingefügt, ein- 



Liliaceae. 49 

geschlosseu. Stbt. eirund, am Rücken befestigt, innen auf- 
springend. Gr. kurz. Sa. in jedem Fach 2. S. schwarz. 
S- und MEu. (Einschl. Botrya7itlms Kth. und Leopoldia 
Pari.) Muskathyacinthe, Muscäri Mill. 

— Blütenhülle trichterig oder glockig, am Schlünde nicht oder 
kaum zusammengezogen. Narbe 1. — Bl. in Trauben. Stb. 
der ßlh. eingefügt, kürzer als dieselbe. Stbt. am Rücken 
befestigt, innen aufspringend. S. schwarz. SEu. (Einschl. 
BeUevallia Lapeyr., IJyacintheUa Sehr, und Strangweya Bert.) . 

Hyacinthe, Hyacmthus L. 

18. (2.) Blätter an der Spitze des kurzen, teilweise unterirdischen 
Stengels gehäuft, den köpfchenförmigen Blutenstand umgebend. 
Blütenhülle bleibend. Staubblätter in der Mitte der Blüten- 
hüllblätter (am Grund der Platte) eingefügt. Griffel 3, ge- 
trennt, fädlich, mit kleinen Narben. Frucht eine wandspaltige 
Kapsel. — Zwiebelknolle. Bl. gross, weisslich oder violett. 
Blh. getrenntblätterig; B. derselben mit aufrechtem, linealischen, 
rinnenförmigen Nagel und aufrecht-abstehender, lanzettlicher, 
am Grund drüsentragender Platte. Stbt. länglich, seitlich- 
fast aussen aufspringend. Sa. zahlreich, S. kugelig, braun. 
Keimling klein. Spanien. {^Erytlirostictus Schlecht.) .... 

[Mannsbecher], Androcymbium Willd. 

— Blätter am Stengel zerstreut oder nur in dessen Mitte stehend. 
Blüten einzeln oder in Trauben oder Dolden. Blutenhülle 
abfällig. Staubblätter von der Blütenhülle frei oder ihr nur 
am Grunde ein wenig angewachsen. Griffel 1, ungeteilt (bis- 
weilen sehr kurz), mit 1 oder 3 Narben. Frucht eine fach- 
spaltige Kapsel, (lulijieae.) 19. 

19. Staubbeutel am Bücken befestigt, innen aufspringend. — 
Zwiebel. Bl. einzeln oder in lockeren, armblütigen Trauben, 
gross, weiss, gelb, rot oder mehrfarbig. Blh. trichterig oder 
fiist glockig; B. derselben getrennt, benagelt, mit zurück- 
gebogenen Abschnitten, meist mit einer Honigfurche am Grunde 
des Nagels. Stbt. schmal. Gr. lang, ungeteilt. Sa. zahlreich. 
Kapsel länglich. S. breit und flach, braun oder blass. S- und 
MEu Lilie, Lilium L. 

— Staubbeutel am Grunde befestigt, seitlich aufspringend . 20. 

20. Blütenhülle mit zurückgebogenen Abschnitten. Samen länglich. 
Zw^iebelknolle. — B. 2, unterhalb der Mitte des St. ent- 

Thonner, Exkursionsflora. IL 4 



50 Liliaceae. 

springend, gestielt. Bl. einzeln, nickend, rosa oder purpurn. 
B. der Blh. getrennt, schmal. Stb. kürzer als die ßlh. Stbt, 
schmal. N. 3. Sa. zahlreich. S. lang geschwänzt, braun 
oder blass. Keimling klein. SEu. und südliches MEu. . . 

Schosswurz, Erythrönium L. 

— Blütenhülle mit gerade vorgestreckten Abschnitten, glockig. 
Samen ei- oder kreisrund. Zwiebel 21. 

21. Blüten nickend oder hängend. Blätter der Blütenhülle am 
Grunde mit einem Fleck oder einer Honiggrube. — Bl. gross, 
rot, gelb oder mehrfarbig. Blh. getrenntblätterig. Stbt. schmal. 
Sa. zahlreich. Kapsel verkehrt-eiförmig oder kugelig. S. flach, 
braun oder blass. Keimling klein 

Kaiserkrone, Fritilläria L. 

— Blüten aufrecht. Blätter der Blütenhülle oft mit einem Fleck, aber 
ohne Honiggrube. — B. wenige. Bl. 1 — 3, gross, rot, gelb, 
weiss oder mehrfarbig. Blh. getrenntblätterig. Stb. kürzer 
als die Blh. Stbt. schmal. N. 3. Sa. zahlreich. S. flach, 
braun oder blass Tulpe, TÜlipa L. 

22. (1.) Laubblätter alle grundständig oder am untersten Teil 
des Stengels gehäuft, selten ausserdem noch einige viel kleinere 
weiter oben am Stengel vorhanden 23. 

— Laubblätter am ganzen Stengel verteilt oder in der Mitte 
oder au der Spitze des Stengels gehäuft 33. 

23. Blätter breit-lanzettlich, neben dem Stengel hervorkommend. 
Blütenhülle verwachsenblätterig, kugelig-glockig, mit kurzen 
Lappen. Frucht eine Beere. — B. 2. Bl. in Trauben, nickend, 
weiss, selten rosa. Stb. am Grunde der Bohre der Blh. ein- 
gefügt, kürzer als dieselbe. Stbt. länglich, am Grunde be- 
festigt, seitlich, fast innen aufspringend. Frkn. eiförmig-kugelig. 
Gr. ungeteilt, mit kleiner N. Sa. in jedem Fach 4 — 8. S. 
eiförmig oder fast kugelig, blass, bläulich 

Maiblume, Convalläria L. p. p. 

— Blätter linealisch, am Grunde des Stengels entspringend. Blüten- 
hülle getrenntblätterig oder fast so, seltener verwachsenblätterig, 
trichterig, mit langen Abschnitten. Frucht eine fachspaltige 
Kapsel 24. 

24. Samenanlage in jedem Fach des Fruchtknotens 1. Blüten einzeln 
oder zu 2 — 3 in endständigen, von Deckblättern umgebenen 
KöjDfchen. Blätter auf den Scheidenteil beschränkt, seltener 



Liliaceae. 51 

mit kleiner Spreite. — Wurzelstock rasenbildend. Bl. 
blau oder violett. Blh. trichterig; B. derselben benagelt, 
getrennt oder nur wenig zusammenhängend, am Grund in eine 
E-öhre zusammenneigend, oberwärts abstehend-zurückgeschlagen, 
1 nervig. Stb. an den Nägeln der Blh. befestigt, kürzer als 
diese. Stb. eiförmig, am Kücken befestigt, innen aufspringend. 
Gr. ungeteilt, mit 3 lappiger N. Kapsel kugelig-3 kantig. 
S. eiförmig, flach, schwarz, mit grossem Keimling. SWEu. . 

[Ohnblattblume], Aphyllänthes L. 

— Samenanlagen in jedem Fach des Fruchtknotens 2 oder mehr. 
Blüten in Trauben, Aehren oder Rispen. Blätter nicht auf 
Scheiden beschränkt 25. 

25. Blütenhülle deutlich verwachsenblätterig, trichterig, mit viel- 
nervigen Abschnitten. Blüten trugdoldig-rispig, gross, gelb 
oder braunrot. — Blütenschaft hoch, wenige aufrechte Bl. 
tragend. Stb. ain Schlünde befestigt, abwärts gebogen. Stf. 
fädlich. Stbt. schmal, am E-ücken befestigt, innen aufspringend. 
Frkn. länglich. Gr. ungeteilt. N. 1. Sa. in jedem Fach 
zahlreich. S. eiförmig, kantig, schwarz. Keimling gross. 

S- und MEu Taglilie, Hemerocälüs L. 

-^- Blütenhülle mit voneinander getrennten oder nur am Grunde 
ganz wenig zusammenhängenden Abschnitten, in letzterem 
Falle radförmig oder glockig; Abschnitte 1 — 7 nervig. Blüten 
in Trauben oder Aehren, seltener in Rispen, dann aber weiss 
oder rot und mittelgross 26. 

26. Griffel 1, ungeteilt und kurz-säulenförmig, oder 3, sehr 
kurz und zurückgebogen. Samenanlagen in jedem Fach des 
Fruchtknotens zahlreich. Staubbeutel am Grunde befestigt. 
Blütenhülle radförmig, gelb oder grünlich. Samen blass. 
(Tofieldieae) 27. 

— Griffel 1, ungeteilt und fädlich. Samenanlagen in jedem Fach 
des Fruchtknotens 2 — 8, selten mehr, dann aber Staubbeutel 
am Rücken befestigt uud Blütenhülle trichterförmig, weiss. 
Samen schwarz. (Asp hodeleae) 28. 

27. Griffel 1, ungeteilt. Staubbeutel linealisch. Blüten mittel- 
gross. — B. 2 zeilig, grund- und stengelständig. B. der Blh. 
getrennt, schmal, 5 nervig, Stb. von denselben frei, etwas kürzer. 
Stf. wollig. Stbt. seitlich, fast innen aufspringend. Kapsel länglich. 
S. länglich. Keimling klein . Beinbrech, Narthecium Moehr. 

4* 



52 Jjiliaceae. 

— Griffel 3, getreünt. Staubbeutel eirund. Blüten klein. — 
Stb. von der BUi. frei oder die inneren derselben am (Irund 
anhängend, fast so lang oder länger als die Blh. Stbt. innen 
aufspringend. Frkn. sitzend, eirund. Kapsel 3 lappig. S 
]äLiglich. Keimling klein , . . Sauspeik, Toffeldia Huds 

28. Staubbeutel am Grunde oder nahe am Grunde befestigt . 29 

— Staubbeutel am Rücken, wenig unterhalb seiner Mitte, be 
festigt 30 

29. Blütenhülle radförmig. Blätter derselben 3 — 7 nervig. Staub 
blätter kürzer als die Blütenhülle. — B. allseitswendig. Blh 
weiss, getrenntblätterig. Stb. von derselben frei oder ihr nur 
ganz wenig angewachsen. Stf. tädlich. Stbt. linealisch, innen 
aufspringend. Sa. in jedem Fach 4 — 8. Keimling gross. 
S- und llEu. (^Einschl. l-'haküigium Juss.) 

Grraslilie, Anttiericum L. 

— Blütenhülle mehr oder weniger glockig. Blätter derselben 
1 nervig oder am Grunde 3 — 5 nervig. Staubblätter länger 
oder beiläufig ebensolang wie die Blütenhülle. — Blh. weiss, 
gelb oder rot. Stb. von derselben frei. Stf. fädlich. Stbt. 
länglich, innen aufspringend. Sa. in jedem Fach 2 — 6. Kapsel 
fast kugelig. Keimling gross. Südrussland. {Ainuiolirion 
Karel. & Kiril.) . . . .[Einschwanz], EremÜruS M. Bieb. 

30. Samenanlagen in jedem Fach des Fruchtknotens zahlreich. 
Blätter der Blütenhülle 3 nervig. Blüten in einseitswendigen 
Trauben. — Bl. gross. Blh. weiss, trichterförmig, getrennt- 
blätterig. Stb. von derselben frei, etwas kürzer, abwärts 
gebogen. Stf. fädlich. Stbt. schmal, am Grunde tief-2 spaltig, 
innen aufspringend. Keimling klein. SWEu., Italien, Alpen. 
(LUiasti'uni Lk.) . . . .Trichterlilie, Paradfsea Mazzuc. 

— Samenanlagen in jedem Fach des Fruchtknotens 2. Blätter 
der Blütenhülle 1- oder 5 nervig. Blüten in allseitswendigen 
Trauben oder in Rispen 31. 

31. Blätter der Blütenhülle 5 nervig. Staubfäden am Grunde der- 
selben eingefügt, oberwärts verdickt und gebartet. Samen- 
anlagen übereinander. — Bl. in Rispen. Blh. rötlich, radförmig. 
Stbt. länglich, innen aufspringend. Fr. und S. fast kugelig. WEu. 
und Italien. (Morgagnla Bub.) . [Sauerlilie], Simethis Kth. 

— Blätter der Blütenhülle 1 nervig. Staubfäden von der Blüten- 
hülle frei, selten ganz wenig daran angewachsen, nur am 



Liliaceae. 53 

Grunde verbreitert, oberwäfts fädlich. Samenanlagen neben- 
einander 32. 

32. Staubfäden ziemlich gleich lang. Blütenhülle weiss, mit dunklem 
Nerv in der Mitte der Abschnitte. Blätter grundständig. — 
Bl. ziemlich gross. B. der Blh. abstehend, länger als die 
Stb. Stbt. schmal, seitlich, fast innen aufspringend. Keimling 
gross. SEu Affodill, Asphodelus L. 

— Staubfäden ungleich lang. Blütenhülle gelb, selten weiss. 
Blätter am unteren Teil des Stengels eingefügt. — Bl. in 
langer, dichter Traube. B. der Blh. am Grunde verwachsen, 
ausgebreitet. Stb. kürzer als die Blh. Stbt. schmal, innen 
aufspringend. Frkn. fast kugelig. Keimling gross. SOEu. 
und Italien .... [Scheinaffodill], Asphodelme Echb. 

33. (22.) Blätter dickfleischig, an der Spitze eines holzigen Stammes 
gehäuft. — B. gross, schwertförmig, am Hände stachelig. Bl. 
in Trauben oder Rispen auf langem Schaft, hängend, mittel- 
gross, gelb oder rot. Blh. verwachsenblätterig, röhrenförmig. 
Stb. von der Blh. frei, ebensolang oder länger. Stf. pfriemlich. 
Stbt. schmal, innen aufspringend. Gr. ungeteilt, mit kleiner 
N. Sa. zahlreich. Kapsel fachspaltig. S. 3 eckig oder^ flach, 
schwarz. Keimling gross. SEu Aloe, AlOG L. 

— Blätter krautig oder schuppenartig, an einem krautigen oder 
holzigen Stamm zerstreut oder an der Spitze eines krautigen 
gehäuft 34. 

34. Blätter an der Spitze des Stengels in einem Quirl stehend, 
4 oder mehr. Narben 4 — 5. — St. aufrecht, ungeteilt. B. 
lanzettlich oder eirund, netznervig. Bl. 1, aufrecht, grünlich. 
Blh. getrenntblätterig, aus 4 — 6 krautigen äusseren und meist 
noch ebensoviel schmäleren inneren B. bestehend. Stb. ebenso- 
viel wie B. der Blh., am Grunde ganz wenig an dieselben 
angewachsen. Stf. kurz und flach. Stbt. linealisch, am Grunde 
befestigt, seitlich aufspringend, mit verlängertem Mittelband. 
Frkn. kugelig, vollkommen- oder unvollkommen 4 — 5 fächerig. 
Gr. oder Griff'eläste 4 — 5. Sa. oo. Fr. eine Beere. S. fast 
kugelig. Keimling sehr klein . . . . Einbeere, Paris L. 

— Blätter am ganzen Stengel verteilt oder nur 2 Blätter in der 
Mitte des Stengels vorhanden. Narben 1 oder 3 . . . 35. 

35. Blätter 2, oberhalb der Mitte des Stengels; bisweilen ausser- 
dem noch ein drittes, kleineres, unterhalb des Blütenstandes 



54 Liliaceae. 

vorhanden, Blätter der Blüten hülle 4. Staubblätter 4. — 
— St. aufrecht, ungeteilt. B. gestielt, eiförmig-herzförmig. 
Bl. klein, in Trauben. Blh. getrenntblätterig, ausgebreitet. 
Stb. von der Blh. frei, kürzer als dieselbe. Stbt. eiförmig, 
am Hucken befestigt, innen aufspringend. Frkn. 2 fächerig. 
Gr. ungeteilt, mit kleiner N. Sa. in jedem Fach 2. Fr. eine 
Beere. S. eiförmig oder kugelig, braun. N- und MEu. . . 

Schattenblume, Majätlthemum Wigg. 

— Blätter am ganzen Stengel zerstreut. Blätter der Blüten- 
hülle 6. Staubblätter 3 oder 6 36. 

36. Blätter schuppenförmig, blattartige (aber oft sehr schmale) 
Zweige in ihren Achseln tragend. (Asjiarägeae) . . 37. 

— Blätter nicht schuppenförmig. Zweige nicht blattartig . 38. 

37. Blüten auf der Spreite der eiförmigen oder lanzettlichen blatt- 
artigen Zweige eingefügt. Staubblätter 3, mit verwachsenen 
Staubfäden. Fruchtknoten Ifächerig, mit ungeteiltem Griffel 
und ungeteilter Narbe. — St. aufrecht, ästig, fast holzig. 
Blattartige Zweige spitz oder stachelig, steif-lederig. Bl. 
einzeln oder in Büscheln auf der Ober- oder Unterseite der 
blattartigen Zweige, klein, grünlich, zweihäusig. Blh. getrennt- 
blätterig, zuletzt abstehend; die inneren Abschnitte bedeutend 
kleiner als die äusseren. ' Bl. mit verkümmerten Stb. Gr. kurz, 
mit kopfiger N. Sa. 2, geradläufig. Fr. eine Beere. S. blass. 
Keimling klein. S- und MEu. . . Mäusedorn, RUSCUS L. 

— Blüten am Grunde der meist linealischen oder pfriemlichen 
blattartigen Zweige eingefügt. Staubblätter 6, mit getrennten 
Staubfäden. Fruchtknoten 3 fächerig, mit 3 teiligem oder 
3 narbigem Griffel, — St. ästig. Bl. einzeln oder in Büscheln, 
Dolden oder Trauben. B. der Blh. von einander getrennt 
oder nur ganz wenig am Grunde verwachsen. Stbt. am Kücken 
befestigt, innen aufspringend. Sa. in jedem Fach 2 — 8, halb- 
umgewendet oder fast geradläufig. Fr. eine Beere. S. kugelig. 
(Einschl. Myrsi]>]iylhün Willd.) . . Spargel, AspäraguS L. 

38. Stengel holzig, kletternd. Blätter netznervig. Blüten in Dolden, 
2 häusig. — St. stachelig. B. gestielt, mit Ranken am Blatt- 
stiel, breit, mit mehreren Hauptlängsnerven. Bl. klein. Blh. 
getreuntblätterig. Stb. am Grunde der Blh. befestigt, fast so 
lang wie diese. Stbt. aufrecht, eiförmig. Nr. 3, sitzend oder 



Liliaceae. , 55 

auf einem sehr kurzen Gr. Sa. in jedem Fach 1 — 2, hängend, 
geradläufig. Er. eine Beere. Keimling klein. SEu. . . . 

Stechwinde, Smilax L. 

— Stengel krautig, aufrecht. Blätter parallelnervig. Blüten einzeln 
■ oder in Trauben oder E,ispen, zwitterig oder vielehig. . 39. 

39. Grundständige Blätter breit. Blüten vielehig. Staubbeutel 
aussen aufspringend. Griifel 3, getrennt. — St. bisweilen 
am Grunde etwas verdickt und von faserigen Scheidenresten 
umgeben. B. mit grosser Scheide und ohne deutlichen Stiel. 
Bl. in vielblütiger Rispe, raittelgross, grünlich, weisslich oder 
rötlich. B. der Blh. am Grunde in eine sehr kurze Bohre ver- 
wachsen, mehrnervig. Stb. am Grund der Abschnitte der Blh. 
befestigt. Stf. fädlich. Stbt. fast kugelig. Erkn. an der Spitze 
kurz-H lappig. Fr. eine wandspaltige Kapsel. S. länglich, ge- 
flügelt. Keimling klein .... Germer, Verätrum Tourn. 

— Grundständige Blätter schmal oder fehlend. Blüten zwitterig. 
Staubbeutel innen aufspringend. Griffel 1, ungeteilt oder 
3 spaltig. (Polygonal eae) 40. 

40. Blüten in endständigen, vielblütigen (meist 1 0- oder mehrblütigen) 
Trauben. Samenanlagen in jedem Fach des Fruchtknotens 2. 
Keimling gross (mehr als halb so lang wie das Nährgewebe) . 41. 

— Blüten einzeln oder in wenigblütigen (meist 2 — 5 blutigen) 
Träubchen, in den Blattachseln. Samenanlagen in jedem Fache 
dßs Fruchtknotens 4 oder mehr. Keimling klein (weniger 
als halb so lang wie das Nährgewebe) 42. 

41. Stengel vom Grunde an Blätter tragend. Blätter linealisch. 
Frucht eine Kapsel. Samen dreikantig. — Blh. gelb oder weiss; 
B. derselben am Grund ein wenig verwachsen, abstehend, 
1 nervig. Stb. kürzer als die Blh., ungleich. Stf. am Grunde ver- 
breitert. Stbt. schmal, am Bücken befestigt. Erkn. fast kugelig. 
Gr. ungeteilt. Kapsel fachspaltig. Samenschale dicklich. 
SOEu. und Italien . . [Scheinaffodill], Asphodelme Bchb. 

— Stengel am Grunde Schuppen, weiter oben Blätter tragend. 
Blätter länglich oder lanzettlich. Frucht eine Beere. Samen 
fast kugelig. — St. ungeteilt. B. wechselständig, sehr kurz 
gestielt. Bl. klein. B. der Blh. getrennt oder am Grund ein 
wenig verwachsen, abstehend. Stbt. am Bücken befestigt. 
Erkn. fast kugelig. Gr. ungeteilt. Samenschale dünn. Norwegen. 

[Scheinstechwinde], Smilacma Desf. 



56 Liliaceae, Amaryllidaceae. 

42. Blätter der Blütenhülle getrennt oder nur am Grunde ganz 
wenig verwachsen. Staubbeutel am Grunde befestigt. Griffel 
ungeteilt mit 3 lappiger Narbe oder 3 spaltig. Samenanlagen 
in jedem Fache des Fruchtknotens 8 — 18. — B. wechselständig, 
sitzend, eirund oder lanzettlich. Bl. einzeln oder zu 2 in den 
Blattachseln oder neben denselben, nickend, mittelgross, weiss 
oder rosa. Blh. glockig oder ausgebreitet, abfällig. Stf. 
am Grunde verbreitert. Fr. eine Beere. S. länglich, blass. 
S. und MEu Knotenfuss, Streptopus Michx. 

— Blätter der Blütenhülle hoch hinauf verwachsen. Staubbeutel 
am Rücken befestigt. Griffel ungeteilt, mit ungeteilter Narbe. 
Samenanlagen in jedem Fache 4 — 6. — St. ungeteilt. Bl. 
nickend. Blh. weiss, mit walzenförmiger Röhre und kurzen 
Lappen, schliesslich abfallend. Stb. an der Röhre der Blh. 
befestigt und darin eingeschlossen. Stbt. schmal. Fr. eine 
Beere. S. blass oder bräunlich 

Weisswurz, Polygonatum Tourn. 

21. Farn. Amaryllidaceae, Amaryllisgewächse. 

Zwiebelgewächse mit einzelnstehenden Bl. oder doldenförmigem, 
von einer Aussenhülle (oder Scheide) umgebenen Blütenstand auf 
meist blattlosem Schaft, selten aus einem Wurzelstock entspringende 
grosse Gewächse mit rispigem Blütenstand. B. grundständig, selten 
grund- und stengelständig, schmal, nicht herzförmig. Bl. $ , meist 
regelmässig. Blh. kronartig, mit 6 Abschnitten. Stb. 6. Stbt. 
nach innen gewendet. Frkn. unterständig, 3 fächerig, mit oo Sa. 
in jedem Fach. Gr. ungeteilt, mit 1 oder 3 N. Keimling vom 
Nährgewebe- umschlossen. 

Gattungen. 

1. Blüten in Rispen. Blätter dick, faserig-fleischig, dornig ge- 
zähnt, auf einem kurzen, aus einem Wurzelstock entspringenden 
Stamm rosettenartig gehäuft. — Blh. trichterförmig, vereint- 
bJätterig, mit schmalen Abschnitten. Stb. am Schlünde ein- 
gefügt, länger als die Abschnitte der Blh. Stbt. linealisch, 
am Rücken befestigt. Frkn. geschnäbelt. Fr. eine fachspaltige 
Kapsel. S. zahlreich, flach. (SEu.) . . Agave, Agäve L. 

— Blüten einzeln oder in Dolden. Blätter krautig, aus einer 
Zwiebel entspringend. {^AtnaryüidoLdeae.) 2. 



Amarylliclaceae. 57 

2. Blütenhülle am Schlund oder am oberen Teil der E,öhre mit 
einer becherförmigen, seltener ringförmigen oder auf Schuppen 
beschränkten Nebenkrone versehen. (N arcisseae.) . . 3. 

— Blütenhülle ohne Nebenkrone. (AmarylUdeae.) ... 5. 

3. Staubfäden am Rand der Nebenkrone entspringend. Blüten- 
standshülle 2 blätterig. — Bl. gross, weiss. Blh. trichter- 
förmig, mit langer oder ziemlich langer Röhre und schmalen, 
aufrechten oder abstehenden Lappen. Stf. kürzer als die Blh. 
Stbt. gekrümmt, am Rücken befestigt. Gr. lang, mit kopfiger 
N. Fr. eine fachspaltige Kapsel. S. eckig. SEu 

Kraftlilie, Pancrätium L. 

— Staubfäden der Blütenhüllröhre innerhalb der Nebenkrone ein- 
gefügt. Blütenstandshülle 1 blätterig 4. 

4. Nebenkrone aus H oder 12 getrennten oder am Grunde ver- 
wachsenen, bisweilen sehr kleinen Schuppen bestehend. Blüten- 
hülle trichterförmig, mit sehr kurzer Röhre. — Kleine 
Pflänzchen mit 1 einzigen, grasartigen B. und 1 — 2 gelben 
Bl. Stb. in ungleicher Höhe eingefügt. Stbt. am Rücken 
befestigt. Fr. eine Kapsel. S. wenige, klein. Spanien. 
(Carregnou Boiss.) . . [Zwergblüte], Tapeinänthus Herb. 

— Nebenkrone ungeteilt, aber bisweilen mit gezähneltem oder 
ausgefranstem Rand, röhren-, glocken- oder becherförmig, 
selten auf eine wenig vorspringende Linie beschränkt. Bluten- 
hülle stieltellerförmig, mit langer oder kurzer Röhre. — 
Schaft hohl. Blütenscheide am Grunde röhrig. Bl. weiss oder 
gelb. Stf. die Nebenkr. nicht überragend. Fr. eine fach- 
spaltige Kapsel. S- und MEu. (Einschl. Ajax Haw. und 
Corbularia Haw.) Narcisse, Narcfssus L. 

5. Stengel beblättert. Blüten violett. — B. linealisch. Blüten- 
stand arniblütig. Blh. trichterig, regelmässig; Abschnitte auf- 
recht oder abstehend, getrennt oder ganz wenig verwachsen, 
schmal, die äusseren zugespitzt, die inneren stumpf. Stf. un- 
gleich lang. Stbt. am Grunde befestigt, gelappt, der Länge 
nach aufspringend. N. 3. Fr. eine fachspaltige Kapsel. S. 
eckig. Südrussland [Kleblilie], Ixiolfrion Fisch. 

— Stengel blattlos. Blüten weiss, gelb oder rosa 6. 

6. Blüten unregelraässig, in reichblütigen Dolden. — Schaft aus- 
gefüllt. Blütenscheide aus 2 ziemlich breiten B. bestehend. 
Bl. gross, rötlich. Blh. trichterig, gebogen, mit kurzer Röhre 



58 Amaryllidaceae. 

und langen, schmalen Abschnitten. Stbt. linealisch, in der 
Mitte des Rückens befestigt. N. 1, fast kopfig. Fr. eine 
unregelmässig aufspringende Kapsel. S. wenige, fast kugelig. 

(SEu.) Amaryllis, Amaryllis L. 

— Blüten regelmässig, einzeln oder in armblütigen Dolden . 7. 

7. Blütenhülle vereintblätterig, mit langer oder kurzer Röhre. 
— Schaft kurz, ausgefüllt. Blütenscheide meist 1 blätterig 
und am Grund röhrig, seltener aus 2 schmalen B. bestehend. 
Bl. einzeln oder zu 2. Blh. trichterig, mit aufrechten oder 
abstehenden, schmalen, untereinander gleichen Abschnitten. 
Stb. kürzer als die Blh. Stbt. nahe am Grunde befestigt, 
der Länge nach aufspringend. Fr. fleischig. SEu. (Einschl. 
Oporcmthus Kerh.) . [Sternbergie], SternbergiaWaldst. &Kit. 

— Blütenhülle getrenntblätterig, höchstens die Blätter derselben 
am Grund in einen Ring verwachsen 8. 

8. Blätter der Blütenhülle deutlich ungleich : die 3 äusseren ab- 
stehend, eiförmig oder länglich, ganz weiss, die 3 inneren 
bedeutend kürzer, aufrecht oder zusammenneigend, verkehrt- 
eiförmig, ausgerandet oder 2 lappig, an der Spitze grün. — 
Schaft ausgefüllt. Blütenscheide 1 blätterig, schmal. Bl. einzeln, 
nickend. Stf. kurz. Stbt. lang, aufrecht, an der Spitze auf- 
springend. Fr. saftig. S. eiförmig 

Schneeglöckchen, Galänthus L. 

— Blätter der Blütenhülle untereinander (alle 6) ziemlich 
gleich 9. 

9. Staubbeutel am Grunde seicht pfeilförmig, an der Spitze auf- 
springend. Blätter der Blütenhülle glockenförmig zusammen- 
neigend. Blütenscheide 1 blätterig. — Schaft röhrig. Bl. meist 
nickend. B. der Blh. eirund oder länglich, weiss oder rosa, 
oft mit grüner oder gelber Spitze. Stf. kurz. Stbt. am Grunde 
befestigt. Fr. eine Kapsel. S. kugelig 

Knotenblume, Leucojum L. 

— Staubbeutel am Grunde tief (bis zur Mitte) pfeilförmig-2 lappig, 
der Länge nach aufspringend. Blätter der Blütenhülle ab- 
stehend. Blütenscheide 2 blätterig. — B. rieraenförmig. Bl. 
in Dolden, aufrecht. B. der Blh. weiss, mit einer grünen 
Linie. Stf. kurz. Stbt. lang, aufrecht, zwischen den Lappen 
befestigt. Fr. eine fachspaltige Kapsel. S. wenige, eiförmig. 
Spanien [Lapiedre], Lapiedra Lag. 



Dioscoreaceae, Iridaceae. 59 

22. Fara. Dioscoreäceae, Yamswurzgewächse. 

Knollentragende, niedrige oder kletternde Kräuter. B. gestielt, 
herzförmig. El. klein, regelmässig, eingeschlechtig, die (5 in Trauben 
oder Rispen. Blh. mit 6 ziemlich gleichartigen Abschnitten. Stb. 6. 
Frkn. unterständig, 3 fächerig. Grr. 3 oder 1 mit 3 N. Sa. in jedem 
Fach 2. Fr. eine fachspaltige Kapsel oder eine Beere. S. mit 
Nährgewebe. S- und MEu. 

Grattungen. 

1. Niedrige Kräuter. Griißfel 3. Frucht eine Kapsel. Samen 

flach. Pyrenäen. {Dioscorea L. z. T.) 

[Bor der ee], Borderea Mieg. 

— Schlinggewächse. Grriffel 1, mit 3 Narben. Frucht eine Beere. 
Samen dick. S- und MEu. . . . Schmeerwurz. TamuS L. 

23. Fam. IridäceaG, Schwertliliengewächse. 

Kräuter. B. linealisch oder schwertförmig. Bl. ^. Blh. 
kronartig, mit 6 Abschnitten. Stb. 3. Stbt. nach aussen gewendet. 
Or. mit 3, häufig geteilten oder kronblattartigen Aesten. Frkn. 
unterständig, 3 fächerig, selten 1 fächerig. Sa. in jedem Fach oo. 
Fr. eine fachspaltige Kapsel. Keimling vom hornigen Nährgewebe 
«ingeschlossen. 

Gattungen. 

1. Blüten unregelmässig, in einseitigen Aehren. — Zwiebel. 
B. 2 zeilig. Scheiden 1 blutig. Röhre der Bhl., Stb. und Gr. 
gekrümmt. Stf. getrennt. Frkn. 3 fächerig. Griffeläste mit 
den Stbt. abwechselnd, dünn, ungeteilt, an der verbreiterten 
Spitze narbig. S- und MEu. . . .Siegwurz, GladfoluS L. 

— Blüten regelmässig (aber die inneren Abschnitte oft von den 
äusseren verschieden), nicht in Aehren 2. 

2. Abschnitte der Blütenhülle ungleich, die äusseren zurück- 
geschlagen, die inneren aufrecht oder abstehend. Griffeläste 
geflügelt, kronblattartig, zurückgebogen, den Staubbeuteln 
gegenüberstehend und ihnen anliegend. (Moraeeae) . . 3. 

— Abschnitte der Blütenhülle einander gleich, aufrecht oder 
abstehend. Griffeläste fädlich oder keilförmig, mit den 



ß(j Iridaceae. 

Staubbeuteln abwechselnd oder erst oberhalb derselben be- 
ginnend 4. 

3. Fruchtknoten 1 fächerig. Samenanlagen wandständig. — 
Unterirdischer Teil des St. ein AVurzelstock. B. 2 zeilig, 
linealisch, 4 kantig. Scheiden 1 blutig. Bl. kurz gestielt. 
Röhre der Blh. kurz, innere Abschnitte schmal, zugespitzt, 
viel kleiner als die äusseren. Stf. getrennt. SEu 

[Hermesfinger], Hermodäctylus Adans. 

— Fruchtknoten 3 fächerig. Samenanlagen innenwinkelständig. — 
B. 2 zeilig. Bl. gestielt, einzelnstehend oder zu einem arm- 
blütigen Blutenstand vereinigt. B. der Blh. am Grunde 
verwachsen. Stf. getrennt oder mit dem Gr. verwachsen. 
(Einschl. Costla "Willk., Gi/nandrivis Pari., Theh/sia Salisb. 
und XijJnon Bak.) Schwertlilie, Iris L. 

4. Unterirdische Achse ein kurzer Wurzelstock, oberirdische ein 
ziemlich langer Stengel. Blätter 2 zeilig. Blütenscheiden 
mehrblütig. Blutenhülle ausgebreitet. Staubfäden fast bis 
zur Spitze verwachsen. — St. 2 schneidig. B. grasartig. BL 
gestielt. B. der Blh. am Grund ein wenig verwachsen. Frkn. 
3 fächerig. Griffeläste ungeteilt. Irland und Norddeutschland . 

Rüsselschwertel, Sisynnchium L. 

— Unterirdische Achse eine Zwiebelknolle, oberirdische ein kurzer 
Stengel oder fehlend. Blätter nicht deutlich 2 zeilig. Blüten- 
scheiden 1 blutig. Blütenhülle trichterförmig. Staubfäden 
getrennt. (Crocoldeae) 5. 

5. Oberirdischer Stengel vorhanden. Blüte innerhalb der Scheide 
kurz gestielt. E-öhre der Blütenhülle kurz oder ziemlich 
lang. Staubbeutel zusammenneigend. Griffeläste fädlich, 
2 teilig, innen der Länge nach narbig. — Hüllen der Knolle 
glatt. B. linealisch oder pfriemlich. Stbt. linealisch-pfeil- 
förmig. Frkn. 3 fächerig. S- und WEu. i^Trichouerna Kr.) . 

Haar faden, Romiilea Maratt. 

— Oberirdischer Stengel fehlend. Blüte innerhalb der Scheide 
sitzend. Röhre der Blütenhülle sehr lang. Staubbeutel 
aufrecht. Griffeläste mehr oder weniger keilförmig, verschieden 
geteilt, nur an der Spitze narbig. — B. lang-linealisch. Stbt. 
linealisch, länger als die Stf. Frkn. 3 fächerig. S- und MEu. . 

Safran, CrOCUS L. 



Musaceae. Cannaceae, Orchidaeeae. (51 

Reihe Scitamineae, Gewürzlilien. 

24. Farn. IVIusäceae, Bananengewächse. 

Kräuter mit hohem, aufrechten, aus den übereinander gerollten 
Blattscheiden gebildeten Scheinstamm. B. sehr gross, lang gestielt, 
länglich, fiedernervig, ungeteilt, aber oft fiederig zerreissend. 
Blütenstand endständig, traubenförmig, mit grossen Deckb. Bl. 
unregeliuässig, eingeschlechtig oder vielehig, die (f an der Spitze 
des Blütenstandes. K. kronartig, röhrig, einseitig gespalten, 
3 — 5 zähnig. Kr. kürzer, lippenförmig, ungeteilt oder gezähnt. 
Fruchtbare Stb. 5, getrennt, das sechste unfruchtbar oder 0. Stbt. 
linealisch, aufrecht, mit beiden Hälften versehen. Frkn. unterständig, 
3 fächerig. Sa. in jedem Fach viele, umgewendet. Gr. frei, ungeteilt, 
mit 6 lappiger ^\ Fr. gross, beerenartig, länglich. S. mit harter 
Schale, mehligem Nährgewebe und geradem Keimling. (Süditalien 
und Südspanien.) {Scitannneae z. T.) 

Einzige Gattung Banane, Musa L. 

24. Farn. CannäceaG. Blumenrohrgewächse. 

Aufrechte Kräuter. B. gross, ungeteilt, fiedernervig. Bl. in 
endständigem, traubigen Blutenstand, unregelmässig, Q. Blh. aus 
3 blätterigem K. und 3 teiliger Kr, bestehend. Fruchtbares Stb. 1. 
Stbt. mit 1 fruchtbaren und 1 blattartigen Hälfte. Unfruchtbare 
Stb. kronblattartig. Gr. 1, ungeteilt mit ungeteilter N., am Grund 
an die Stb. angewachsen, bisweilen von 2 Nebengr. begleitet. 
Frkn. unterständig, 3 fächerig. Sa. oo, umgewendet. Fr. eine 
3 fächerige, vielsamige Kapsel. S. mit Nährgewebe und geradem 
Keimling. (Süditalien.) {Scitamineae z. T.) 

Einzige Gattung Blumenrohr, Canna L. 

Reihe Microspermae, Kleinsamige. 

26. Fam. OrchidäceaG, Kukuksblumengewächse. 

Kräuter. B. klein oder mittelgross, ungeteilt, längsnervig. 
Bl. einzeln oder in Aehren oder Trauben, unregelmässig, y. Blh. 
aus 3 Kb. und 3 Krb. bestehend, von welch letzteren 2 den Kb. 
mehr oder weniger ähnlich sehen, während das dritte deutlich 
verschieden und lippenförmig ist. Fruchtbare Stb. 1 — 2. Stbt. 



62 Orehidaceae. 

mit beiden Hälften versehen. Blütenstaub meist zu Blütenstaub- 
massen zusammengeballt. Unfruchtbare Stb. von den B. der Blh. 
deutlich verschieden, meist klein oder 0. Frkn. unterständig^ 
1 fächerig. Sa. zahlreich, wandständig. X. 3, ebenso wie die Stbt. 
auf einer Verlängerung der Blütenachse, der „Säule (Befruchtungs- 
säule)" eingefügt, sitzend oder fast sitzend; eine davon meist in 
ein Haftorgan 'für den Blütenstaub umgewandelt, welches „da& 
Schnäbelchen" genannt wird. Fr. eine Kapsel. S. zahlreich, sehr 
klein, ohne Nährgewebe. 

Gattungen. 

1. Fruchtbare Staubblätter 2. Narbenlappen alle 3 fruchtbar und 
ziemlich gleich gestaltet. Paarige Kelchblätter ganz oder 
grösstenteils miteinander verwachsen, dem unpaarigen gegen- 
überstehend. — St. beblättert, ohne Knollen. B. nicht ge- 
gliedert, mit übergerollter Knospenlage. Bl. endständig, einzeln 
oder zu 2, ansehnlich. Lippe schubförmig. Blütenstaub körnig. 
Unfruchtbares Stb. gross, blattförmig oder fleischig. i^Cypri- 
pedium L.) .... Frauenschuh, Cypripedrium L. emend. 

— Fruchtbares Staubblatt 1. Narbenlappen nur 2 fruchtbar, 
der dritte verkümmert oder in ein Haftorgan für den Blüten- 
staub, das „Schnäbelchen" umgewandelt. Kelchblätter ge- 
trennt, selten alle 3 zusammenhängend 2. 

2. Blütenstaubmassen nach dem Grrund des Staubbeutels zu mit 
stielförmigen Anhängseln versehen, welche den Klebmassen 
des Schnäbelchens sich anheften. Knollentragende, beblätterte 
Gewächse mit meist gespornter Lippe. ((Jphrf/dinae) . 3. 

— Blütenstaubmassen entweder nach der Spitze des Staubbeutels 
zu mit Anhängseln versehen oder ohne Anhängsel. Lippe 
selben (nur bei einigen blattlosen Gattungen) gespornt . 17. 

3. Klebmassen des Schnäbelchens in 1 oder 2 Beutelchen ein- 
geschlossen, welche bei Wegnahme jeuer zurückbleiben. Blüten 
meist gross 4. 

— Klebmassen des Schnäbelchens nackt, höchstens von einem 
dünnen Häutchen umgeben, welches mit ihnen entfernt wird. 
Blüten meist klein 10. 

4. Klebmassen in 2 getrennten Beutelchen eingeschlossen. — 
Knollen ungeteilt. Kb. abstehend, grösser als die Krb. Lippe 
abstehend, gross, ungeteilt oder kurz-3 lappig, ungespornt 



Orchidaceae. ß3 

(sehr selten kurz gespornt), meist gewölbt und behaart, oft 
am Grunde mit 2 Höckern oder Hörnchen. Mittelband des 

Stbt. meistens in eine Spitze verlängert 

Frauenthräne, Ophrys L. 

— Klebmassen in 1 gemeinsamen Beutelchen eingeschlossen . 5. 

5. Klebmassen 2, getrennt g, 

— Klebmassen in 1 verschmolzen 7. 

6. Kronblätter 3 — 4spaltig. Lippe mit 4 langen, fadenförmigen, 
in der Knospe pfropfenzieherartig aufgerollten Zipfeln. — 
Bl. traubig, gross. K.- und Krb. helmartig zusaramengeneigt. 
Lippe gespornt. Südrussland. {Orchls L. z. T.) .... 

[Comperie], Comperia Kch. 

— Kronblätter ungeteilt. Lippe 3 lappig, seltener ungeteilt oder 
4 — 5 lappig, in der Knospe die Staubbeutel umfassend. — 
Bl. ährig oder traubig. Lippe gespornt. Mittelband die 
Staubbeutelhälften sehr wenig oder nicht überragend . . . 

Kukuksblume, Orchis L. 

7. Mittelband des Staubbeutels verlängert. Fortsatz des Schnäbel- 
chens seitlich zusammengedrückt. Lippe ungespornt, mit 
breitem, ungeteilten Mittellappen. — Knollen ungeteilt. 
Bl. rötlich, in armblütiger Traube. Kb, helmartig zusammen- 
neigend oder zusammenhängend. Krb. schmäler, oft sehr klein. 
Lippe mit kurzen, aufrechten Seitenlappen und grossem, herab- 
hängenden Mittellappen. Stielchen der Blütenstaubmassen kurz. 

SEu Schwertwurz, Seräpias L. 

— Mittelband des Staubbeutels nicht verlängert. Fortsatz des 
Schnäbelchens kegelförmig. Lippe meist gespornt, selten un- 
gespornt aber mit 2 spaltigem Mittellappen 8. 

8. Lippe lang gespornt, mit 2 Längsschwielen, gleichmässig 
3 lappig, mit ungeteiltem Mittellappen, in der Knospe flach. — 
Knollen ungeteilt. Bl. rot, in dichter Traube. Seitliche Kb. 
abstehend, das mittlere Kb. und die schmäleren Krb. zu- 
geneigt. (Orchis L. z. T.) 

Hundswurz, Anacämptis C. Rieh. 

— Lippe kurz- oder nicht gespornt; Mittellappen derselben ent- 
weder sehr lang und in der Knospe eingerollt, oder gelappt 
und in der Knospe übergebogen 9. 

9. Mittellappen der Lippe sehr lang, riemenförmig, in der Knospe 
vor dem Staubbeutel uhrfederartig eingerollt. — Knollen un- 



(34 Oi-chidaceae. 

geteilt. Bl. gross, mehrfarbig, in reichblütiger Traube, K.- 
und Krb. helmartig zusammengeneigt. Lippe kurz gesjoornt, 
S. und MEu. (^/.oroc/losswn Spreng., Orchis L. z. T., Satyrium 
L. z. T.) . . . . Eiemenzunge, HimatltogloSSUm Spreng. 

— Mittellappen der Lippe ziemlich kurz, gelappt, in der Knospe 
über den Staubbeutel gebogen. — Knollen ungeteilt. Bl. in viel- 
blütiffer Traube. Krb. schmäler als die Kb., aufrecht. S- und 
MEu. (Einschl. Baiiia Pari.) . . Ohnhorn, Aceras R. Br. 

10. (3.) Narben mit 2 weit vorspringenden Fortsätzen . . 11. 

— Narben ohne Fortsätze, wenig vorragend, flach oder schwach 
gehöhlt 12. 

11. Narben v-förmig auseinanderfabrend. Lippe kurz gespornt, 
3 lappig. Blüten rötlich. — Knollen ungeteilt. B. elliptisch. 
Bl. klein, in mehr oder weniger einseitswendiger Traube. Kb. 
helmartig zusammengeneigt, die schmäleren Krb. bedeckend. 
Lippe vorgestreckt. Stielchen der Blütenstaubmassen kurz. 
Klebmassen klein, nackt. SEu. und Irland. {Jlmaea Biv., 
Habenaria AVilld. z. T.) . . [Neotinee], Neotinea Echb. f. 

— Narben nicht v-förmig auseinanderfahrend. Lippe lang ge- 
spornt, ungeteilt. Blüten grünlich. — Knollen ungeteilt. 
B. elliptisch. Bl. ährig oder traubig. Lippe schmal. Azoren. 

[Zügelkraut], Habenäria Willd. 

12. Lippe spornlos, flach. — Knollen ungeteilt. B. linealisch. 
Bl. in dichter Traube, klein, grünlich, ins Gelbe oder Violette. 
K.- und Krb. helmartig zusammengeneigt. Lippe herabhängend, 
schwach-3 lappig. Mittelband nicht verlängert. Klebmassen 
gross, einander genähert, von einem dünnen Häutchen bedeckt. 
Gebirge von M- und NEu. {Cliamaerepes Spreng., Herminium 
L. z. T.) Zwergstendel, Chamaeorchis C. Eich. 

— Lippe gespornt oder am Grunde mit einer Höhlung versehen .13. 

13. Schiiäbelchen in eine schmale Falte zwischen den Staubbeutel- 
hälften auslaufend. Knollen gelappt 14. 

— Schnäbelchen niedrig, ohne deutlichen Fortsatz. Knollen 
meist ungeteilt 15. 

14. Lippe oben, ungeteilt. Kelch- und Kronblätter ausgebreitet. 
Klebmassen gross, aufwärts gewendet. — Bl. in dichter 
Traube, klein, rot. Lippe kurz gespornt. Stieichen der 
Blütenstaubmassen lang. Klebmassen nackt. i^Habenaiia 

Willd. z. T.) Brändlein, Nigritella C. Eich. 



Orchidaceae. 55 

— Lippe unten oder seitlich, 3 lappig. Kelch- und Kronblätter 
helmartig zusammengeneigt oder die seitlichen Kelchblätter 
abstehend. Klebmassen klein, abwärts gewendet. — Bl. in 
vielblütiger Traube. Lippe deutlich gespornt. Stielchen der 
Blütenstaubmassen lang. Klebmassen nackt. (Ilabenaria 
Willd. z. T., einschl. Bicc/da Pari, und Peristylus Blum. 

z. T.) Höswurz, Gymnadenia ß. Br. 

15. Klebmassen nackt, senkrecht stehend, mit den Stielchen der 
Blütenstaubmassen durch ein rechtwinkelig angefügtes Zwischen- 
stück verbunden. — Bl. ährig oder traubig. K.- und Krb. 
helmartig zusamraengeneigt oder die seitlichen Kb. abstehend. 
Lippe abstehend, gespornt. Mittelband nicht verlängert, 
stumpf, meist sehr breit. Schnäbelchen breit. Klebmassen 
klein. (^Hahenaria Willd. z. T., einschl. Gennaria Pari.) . 

Nachtlilie, Piatanthera C. Rieh. 

— Klebmassen von einem dünnen Häutchen umgeben, kreisrund 
oder in wagrechter Stellung, die Klebfläche gegen die Lippe 
zu richtend 16. 

16. Klebmassen klein. Stielchen der Blütenstaubmassen ziemlich 
lang. — Bl. in vielblütiger Traube, grünlich. K.- und Krb. 
helmartig zusammengeneigt. Lippe lang, herabhängend, kurz 
gespornt, an der Spitze 3 lappig. Mittelband stumpf. Kleb- 
massen weit voneinander entfernt. {^Habenaria Willd. z. T., 
Peristylus Blum. z. T.) . Hohlzunge, Coeloglossum Hartm. 

— Klebmassen sehr gross. Stielchen der Blütenstaubmassen sehr 
kurz. — Knollen ungeteilt. Bl. in vielblütiger Traube, klein, 
gelblich-grün. Lippe schmal, sehr kurz gespornt, 3 lappig. 
Stbt. kurz und stumpf. Mittelband breit, ohne Verlängerung. 
N- und MEu . Heubirnlein, Hermfnium L. 

17. (2.) Blütenstaubmassen weich, körnig, mit oder ohne Anhängsel. 
(Xeottiinae) 18. 

— Blütenstaubmassen fest, wachsartig, ohne Anhängsel . . 25. 

18. Staubbeutel das kurze (bisweilen fast fehlende) Sclmäbelchen 
überragend. Lippe durch eine Verschmälerung in der Mitte 
gegliedert 19. 

— Staubbeutel ungefähr ebensolang wie das Schnäbelchen. Lippe 
nicht gegliedert 22. 

19. Gewächse ohne Laubblätter, nur Schuppen tragend. Lippe 
gespornt 20. 

Thonner, Exkursionsflora. IL 5 



fjß Ürehidaceae. 

— Gewächse mit Laubblättern. Lippe ohne eigentlichen Sporn, 
aber oft mit einem Kinn am Grunde 21. 

20. Lippe oben, kurz gespornt. Säule kurz. Traube armblütig. — 
Bleiche Gewächse mit verzweigtem, bisweilen knollig verdickten 
Wurzelstock. K.- und Krb. schmal, abstehend. Lippe mit 
Längsschwielen. Stbt. liegend oder fast aufrecht. Blüten- 
staubmassen mit langen Stielchen . Widerbart, Epipogon Gmel. 

— Lippe unten, lang gespornt. Säule lang. Traube vielblütig. — 
Hohe, violett gefärbte Gewächse mit verästeltem AVurzelstock. 
K.- und Krb, aufrecht oder abstehend; Kb. grösser als die 
Krb., das hintere gewölbt. Stbt. aufrecht oder nur wenig 
geneigt. S- und MEu. . . . Dingel, LimodÖrum C. Rieh. 

21. Lippe mit deutlichem Kinn und mit länglicher Platte, von 
den zusammengeneigten Kelchblättern fast ganz umschlossen. 
Säule ziemlich lang. Schnäbelchen wenig vorragend, kaum 
merklich. Blüten und Früchte fast aufrecht. — Kriechender 
Wurzelstock. B. länglich oder lanzettlich. Bl. ährig oder 
traubig. Krb. fast so gross wie die Kb. Lippe mit 2 auf- 
rechten Seitenlappen und gehöhlter Platte. Unfruchtbare 
Stb. 2, klein. Stbt. aufrecht. Blütenstaubmassen ohne An- 
hängsel Waldvöglein, Cephalanthera C. Eich. 

— Lippe mit gehöhltem Grund, aber ohne deutliches Kinn, mit 
rundlicher Platte, zwischen den mehr oder weniger ausgebreiteten 
Kelchblättern hervortretend. Säule kurz. Schnäbelchen vor- 
ragend. Blüten und Früchte nickend. — Kriechender 
Wurzelstock. B. lanzettlich oder eiförmig, zwischen den 
Nerven gefaltet. Bl. in einseitswendiger Traube, grünlich 
oder rötlich. K.- und Krb. ungefähr gleich gross. Lippe 
mit 2 aufrechten Seitenlappen und breiter, ungeteilter, meist 
krauser Platte. Stbt. aufrecht. Schnäbelchen breit .... 

Sumpfwurz, Epipäctis C. Eich. 

22. Seitliche Kronblätter und mittleres Kelchblatt helmförmig 
zusammengeneigt; seitliche Kelchblätter von ihnen gesondert. 
Staubbeutel meist aufrecht 23. 

— Seitliche Kronblätter und Kelchblätter gleichmässig abstehend. 
Staubbeutel meist übergeneigt 24. 

23. Wurzelstock Knollen tragend. Spindel des Blütenstandes ge- 
dreht. Kelch- und Kronblätter fast gerade vorgestreckt. Lippe 
innen mit Schwielen, an der Spitze abstehend. Blütenstaub- 



Orchidaceae. 67 

massen körnig, nicht in grössere Stücke zerteilt. — B. ent- 
weder stengelständig oder neben dem nur grüne Schuppen 
tragenden St. hervorkommend. Bl. in einseitswendiger Aehre 
oder Traube, klein, weiss oder rötlich. Lippe gehöhlt, sporn- 
los, die Säule umfassend. Stbt. und Schnäbelchen aufrecht. 
S- und MEu Herumdraht, Spiranthes C. Rieh. 

— Wurzelstock ohne Knollen. Spindel des Blütenstandes nicht 
gedreht. Seitliche Kelchblätter mehr oder weniger nach den 
Seiten zu abstehend. Lippe innen ohne Schwielen, aber bis- 
weilen behaart, mit zurückgebogener, schmaler Spitze. Blüten- 
staubmassen in eine Anzahl grösserer, eckiger Abschnitte 
zerteilt. — B. gestielt, breit, netzaderig. Bl. in lockerer, 
einseitswendiger Traube, klein, grünlichweiss. Lippe auf- 
steigend, gehöhlt, aber ohne eigentlichen Sporn, ungeteilt. 
Säule kurz. Schnäbelchen aufrecht. N- und MEu. . . . . 

Drehung, Goodyera R. Br. 

24. Gewächse mit Laubblättern. Säule kurz, mit einem häutigen, 
den Staubbeutel kappenförmig bedeckenden Fortsatz. — Kurzer 
Wurzelstock mit gebüschelten Wurzeln. B. 2, in der Mitte 
des St. einander gegenüberstehend, sitzend, breit. Bl. traubig, 
klein, grünlich. Lippe schmal, spornlos, abstehend oder hängend. 
Stbt. nach vorn geneigt .... Zweiblatt, Listera R. Br. 

— Gewächse ohne Laubblätter, schuppentragend, von bräunlich- 
gelber Farbe. Säule ziemlich lang, ohne einen den Staub- 
beutel bedeckenden Fortsatz. — Wurzeln fleischig, dicht- 
gedrängt. Bl. traubig. K.- und Krb. gewölbt, halbkugelig 
abstehend. Lippe abstehend, spornlos, an der Spitze 2 lappig. 
Schnäbelchen nach vorn geneigt . . Vogelnest, Neottia L. 

25. (17.) Blüten einzelnstehend, gross, rötlich. Lippe schubförmig. 
Säule sehr kurz, breit geflügelt. Staubbeutel hängend. Blätter 
in der Knospe eingefaltet. — St. am Grunde knollig verdickt. 
B. 1, gestielt, eiförmig. K.- und Krb. schmal, abstehend. 
Lippe abwärts gewendet, mit schubförmigem Mittellappen und 
demselben aufliegenden flachen Seitenlappen. NEu. . . . 

[Kalypso], Calypso Salisb. 

— Blüten traubig, klein, gelblich oder grünlich (nur die Lippe 
bisweilen bunt). Lippe mehr oder weniger gehöhlt, aber nicht 
schubförmig. Säule entweder lang oder nicht geflügelt (aber 
mit schuppenförmigem Fortsatz). Staubbeutel aufrecht oder 

5* 



ßg Orchidaceae. 

übergeneigt. Blätter in der Knospe übergerollt oder fehlend. 
{Stnnnlinae.) 26. 

26. Seitliche Kronblätter den Kelchblättern ähnlich. Lippe vorne 
breit. Säule lang, gekrümmt, geflügelt. Staubbeutel über- 
geneigt 27. 

— Seitliche Kronblätter bedeutend schmäler oder kürzer als die 
Kelchblätter. Lippe vorne verschmälert. Säule sehr kurz, 
gerade, nicht geflügelt, aber mit schuppenförmigem oder 

2 zähnigem Fortsatz. Staubbeutel aufrecht 28. 

27. Stengel aus einem korallenförmig verzweigten Wurzelstock 
entspringend, ohne Knolle. Blätter schuppenförmig, gelblich. 
Lippe weiss, rot punktiert. — Gelbliche Gewächse. Säule 
mit kurzem Fuss, welcher mit den seitlichen Kb. ein schwaches 
Kinn bildet .... Korallenwurz, Coralliorrhrza ß. Br. 

— Stengel am Grunde knollig verdickt, nicht aus einem korallen- 
förmigen Wurzelstock entspringend. Blätter wohl entwickelt, 
grün. LipjDe gelblich. — B. 2, schmal. K.- und Krb. schmal, 
abstehend. {Lijyaris C. Hich. z. T.) 

Glanzkraut, StÜrmla Rchb. f. 

28. Seitliche Kronblätter sehr schmal. Staubbeutel nicht zu- 
sammenschrumpfend, einwärts aufsi3 ringend. Fruchtknoten 
nicht gedreht. Stengel 3 kantig. Blätter 1 — 2. — St. am Grunde 
knollig verdickt. B. breit. Lippe oben, grünlich. N- und 
MEu. {Microstylis Nutt., Mala.ns Sw. z. T.) 

[Blassblume], AchroänthuS Rafin. 

— Seitliche Kronblätter ziemlich breit. Staubbeutel von oben 
her zusammenschrumpfend und dadurch die Blütenstaubmassen 
freilegend. Fruchtknoten gedreht. Stengel öseitig. Blätter 

3 — 4. — St. am Grunde knollig verdickt, Kb, abstehend. Krb. 
zurückgeschlagen. Lippe oben, grünlich. N- und MEu. . . 

Weichkraut, Maläxis Sw. 

IL Tabelle. 
(Mit vorzugsweiser Berücksichtigung der Blütenhülle.) 

1. Pflanzen von gelblicher oder violetter Farbe, blattlos, schuppen- 
tragend 2. 

— Pflanzen von grüner Farbe, blättertragend 5. 

2. J'Hanzen von violetter Farbe. Lippe mit langem, nach unten ge- 
richteten Sporn Limodorum. 



Orchidaceae. ()9 

— Pflanzen von gelblicher oder bräunlicher Farbe. Lippe mit kurzem, 
nach oben gerichteten Sporn oder ohne deutlichen Sporn ... 3. 

3. Blüten gross, in kurzer, lockerer Aehre. Lippe nach oben gerichtet, 
gespornt Epipogon. 

— Blüten gross, in langer, dichter Aehre, oder klein. Lippe nach unten 
gerichtet, nicht deutlich gespornt 4. 

4. Blüten gross, in langer, dichter Aehre. Lippe 2 lappig . . Neottia. 

— Blüten klein, in kurzer, lockerer Aehre. Lippe ungeteilt oder 3 lappig 

Coralliorrhiza. 

5. Lippe schuhförmig. Blüten einzeln, selten zu 2 6. 

- — Lippe nicht schuhtörmig, aber oft concav. Blüten ährig oder traubig, 

selten einzeln oder zu 2 7. 

6. Laubblatt L Kelchblätter getrennt. Fruchtbares Staubblatt 1 . Calijpso. 

— Laubblätter 2 oder mehr. Kelchblätter einseitig verwachsen. Frucht- 
bare Staubblätter 2 Cypripedüum. 

7. Blüten grünlich, klein, selten mittelgross 8. 

— Blüten nicht grün, lebhaft gefärbt, vorwiegend rot oder weiss, meist 
gross oder mittelgross, selten klein 20. 

8. Lippe gespornt • 9. 

— Lippe nicht gespornt, aber oft concav 13. 

9. Narben mit weit vorspringenden Fortsätzen. Lippe ungeteilt Hahenaria. 

— Narben ziemlich flach. Lippe meist gelappt 10. 

10. Schnäbelchen mit faltenförmigem Fortsatz. Mittelband schmal . . 

Gymnadenia. 

— Schnäbelchen ohne Fortsatz. Mittelband breit .' . . 11. 

11. Klebmassen sehr gross. Stielchen der Pollenmassen sehr kurz . . 

Herminiwn. 

— Klebmassen klein. Stielchen der Pollenmassen ziemlich lang . 12. 

12. Klebmassen von einem dünnen Häutchen bedeckt. Lippe herab- 
hängend. Sporn kurz Coeloglossiim. 

-- Ktebmassen nackt. Lippe mehr oder weniger abstehend. Sporn 
meist lang Piatanthera. 

13. Lippe ungeteilt oder 2 lappig 14. 

— Lippe 3 --4 lappig 18. 

14. Stengel am Cxrunde mit Luftknolle. Lippe oben, selten unten, dann 
aber Säule lang 15. 

— ■ Stengel ohne Luftknolle. Lippe unten, Säule kurz 17. 

15. Lippe breit. Säule lang Stiirmia. 

— Lippe verschmälert. Säule kurz 16. 

16. Kronblätter schmal. Blätter 1 — 2 Acliroanthus. 

— Kronblätter breit. Blätter 3 — 4 Malaxis. 

17. Lippe aufrecht. Blätter mehrere, gestielt Goodyera. 

— Lippe hängend oder abstehend. Blätter 2, sitzend .... Listera. 



70 Orchidaceae. 

18. Lippe durch eine Verschmälerung- zwischen dem Mittellappen und 
den Seitenlappen gegliedert. Kelch- und Kronblätter ausgebreitet 

Epipactis. 

— Lippe nicht gegliedert. Kelch- und Kronblätter zusammenneigend 
oder gerade vorgestreckt 19. 

19. Mittellappen der Lippe 2 teilig. Mittelhohe Pflanzen mit länglichen 
oder eirunden Blättern Aceras. 

— Mittellappen der Lipjje ungeteilt. Niedrige Pflänzchen mit linealischen 
Blättern Chamaeorckis. 

20. Lippe gespornt 21. 

— Lippe ohne Sporn, aber bisweilen concav oder mit kurzem Kinn 
am Grunde 29. 

21. Lippe oben, ungeteilt Nigrifella. 

— Lippe unten oder seitlich 22. 

22. Lippe in 4 lange Fäden auslaufend. Kronblätter 3 — 4 spaltig . . 

Comperia. 

— Lippe nicht in 4 Fäden auslaufend 23. 

23. Klebmassen von einem Beutelchen umschlossen 24. 

— Klebmassen nicht von einem Beutelchen umschlossen .... 27. 

24. Klebmassen 2, getrennt Orchis. 

— Klebmassen in 1 verschmolzen 25. 

25. Lippe lang gespornt, gleichmässig 3 lappig Anacamptis. 

— Lippe kurz gespornt, mit verlängertem oder eingeschnittenem Mittel- 
lappen 26. 

26. Mittellappen der Lippe sehr lang, gewunden . . . HimanioglosHum. 

— Mittellappen der Lippe ziemlich kurz, nicht gewunden . . Aceras. 

27. Narben mit Fortsatz. Stielchen der Blütenstaubmassen sehr kurz 

Neotinea. 

— Narben flach. Stielchen der Blütenstaubmassen lang oder ziemlich 
kurz 28. 

28. Sehnäbelchen mit Fortsatz. Mittelband schmal . . . Gymnadenia. 

— Schnäbelchen ohne Fortsatz. Mittelband breit .... Flatanthera. 

29. Kelchblätter abstehend 30. 

— Kelchblätter zusammengeneigt oder gerade vorgestreckt . . . 31. 

30. Seitliche Kronblätter beiläufig ebensogross wie die Kelchblätter. 
Lippe durch eine Verschmälerung in der Mitte gegliedert. Blüten- 
staubmassen nicht gestielt Ejnpactis. 

— Seitliche Kronblätter kleiner als die Kelchblätter. Lippe nicht ge- 
gliedert, aber oft 3 lappig. Blütenstaubmassen gestielt . . Ophrys. 

31. Lippe durch eine Verschniälerung in der Mitte gegliedert, mit deut- 
lichem Kinn am Grunde. Säule lang. Schnäbelchen wenig vorragend 

Cephälanthera. 



Salicaceae, Myricaceae. 7X 

— Lippe ungegliedert, aber bisweilen 3 lappig, ohne Kinn. Säule kurz. 
Schnäbelclien vorragend 32. 

32. 3Iittleres Kelchblatt mit den seitlichen Kronblättern helmförmig 
zusammengeneigt, seitliche Kelchblätter gerade Yorgestreckt. Lippe 
abstehend Spiranthes. 

— 3Iittleres Kelchblatt mit den seitlichen helmförmig zusammengeneigt. 
Lippe mit hängendem iMittellappen und aufrechten Seitenlappen . 

Serapias. 

lY. Klasse. Dicotyledöneae, Zweikeimblätterige. 

Unterklasse a) Archichlamydeae, Unvollkommenhüllige. 
(Apetalae, Kronblattlose und Choripetalae, Gretrenntkronblätterige.) 

Heihe Salicäles, AVeidenartige. 
27. Kam. SaiicäceaG^ Weidengewächse. 

Bäume oder Sträucher. B. wechselständig, ungeteilt oder ge- 
lappt, mit Xebenb. versehen. Bl. 2 häusig, in Aehren, Trauben 
oder Kätzchen, ohne Blh., aber mit becher- oder schupp enförmiger 
Scheibe, ö Bl. ohne verkümmerte Frb. Stbt. mit Längsspalten 
aufspringend. Frkn. 1 fächerig, mit 2 — 4 wandständigen Samen- 
leisten. Gr. kurz, mit 2 — 4 N. Sa. oo, aufsteigend, umgewendet. 
S. klein, mit Haarschopf, dünner Samenschale und geradem Keim- 



ling, ohne Nährgewebe. 



Grattunoeu. 



1. Scheibe becher- oder krugförmig. Tragblätter der Blüten zer- 
schlitzt. Knospen endständig und seitlich, mehrere Schuppen 
tragend. — B. breit. Blütenstand (wenigstens der C^") locker. 

Stb. 4 — 30 Pappel, PopuluS L. 

— Scheibe aus 1—2 Schuppen bestehend. Tragblätter der Blüten 
ganzrandig. Knospen seitlich, nur von 1 Schuj)pe bedeckt. — 
Stb. 2 — 12. Samenleisten 2 Weide, Salix L. 

Beihe Myricales Gagelartige. 

28. Fam. Myricäceae, Gagelgewächse. 

Sträucher oder Bäume. B. wechselständig, ungeteilt, ohne 
Nebenb. Bl. in Aehren, ohne Blh., 2 häusig. Stb. 4. Stf. kurz. 
Stbt. aufrecht, mit Längsspalten aufspringend. Frkn. 1 fächerig. 



72 Jugiandaccae, Betulaceae. 

Gr. kurz, mit 2 N. Sa. 1, aufrecht, geradläufig. Fr. steinfrucht- 
artig, klein. S. ungeteilt, mit häutiger Schale, ohne Nährgewelje. 
N-, M- und SWEu. 

Einzige Gattung Gagel, Myrfca L. 

E-eihe Juglandales, AVallnussartige. 

29. Fam. Juglandäceae, Wallnussgewächse. 

Bäume. B. wechselständig, gefiedert, ohne Nebenb. Bl. 1 häusig, 
die Ö in achselständigen Kätzchen, die Q in endständigen Aehren. 
Ö Bl. mit unregelmässig gelappter Blh., ohne verkümmerte Frb. 
Stb. 8 oder mehr. Stf. kurz. Stbt. aufrecht, mit Längsspalten 
aufsjaringend. Q Bl. mit 4 lappiger Blh. und untereinander und mit 
dem Frkn. verwachsenen Vorb. Frkn. unterständig, 1 fächerig. 
Gr. kurz, mit 2 N. Sa. 1, aufrecht, geradläufig. Fr. steinfrucht- 
artig. S. am Grunde gelappt, mit häutiger Schale, ohne Nährgewebe. 
S- und MEu. 

Einzige Gattung Wallnussbaum, JuglanS L. 

Reihe Fagales, Buchenartige. 

30. Fam. Betuläceae, Birkengewächse. 

Bäume oder Sträucher. B. wechselständig, ungeteilt oder ge- 
lappt, mit Nebenb. versehen, Bl. einhäusig, die Ö in Kätzchen, 
die Q in Kätzchen, Aehren oder Köpfchen. Blh. einfach und hoch- 
blattartig oder 0. ö Bl. ohne verkümmerte Frb. Stb. 2 — 10. 
Stbt. mit 2 Längsspalten aufspringend. Frkn. unterständig oder 
nackt, nach der Befruchtung 2 fächerig. Gr. oder GrifFeläste 2. 
Sa. in jedem Fach 1, hängend, umgewendet. Fr. nussartig, von 
Deckb. umgeben. S. mit häutiger Schale, ohne Nährgewebe. 
(Cupuliferae z. T., einschl. Covijlaceae.) 

Gattungen. 

1. Männliche Blüten mit Blütenhülle, mehrere auf jedem Deck- 
])latt. Staubbeutel an der Spitze kahl. Weibliche Blüten 
ohne Blütenhülle ; ihre Vorblätter dem Deckblatt angewachsen. 

(Betüleae) 2. 

— Männliche Blüten ohne Blütenhülle, nur 1 auf jedem Deck- 
blatt. Staubbeutel mit Haarschopf. Weibliche Blüten mit 



Betulaceae, Fagaceae. 73 

wenig vorragender Blütenhülle ; ihre Vorblätter der Frucht 
anwachsend. (Corijleae) 3. 

2. Vorblätter der männlichen Blüten 2. Staubblätter 2, zwei- 
teilig (mit freien gestielten Staubbeutelhälften). Schuppen der 
Fruchtkätzchen 3 lajDpig. dünn, abfälHg. — Clr. getrennt. Fr. 
zusammengedrückt, geflügelt Birke, Betula Tourn. 

— Vorblätter der männlichen Blüten 3 — 5. Staubblätter 4, un- 
geteilt (mit am Grunde angewachsenen Staubbeutelhälften). 
Schuppen der Fruchtkätzchen 5 lappig, holzig, bleibend. — 
Blh. 4 teilig. Gr. getrennt. Fr. zusammengedrückt. (Einschl. 
Alnastev Spch.) Erle, AlnuS Tourn. 

3. Männliche Blüten mit 2 Vorblättern. Weibliche Blüten in 
Köpfchen; Fruchtblätter dem Deckblatt parallel. Frucht ziem- 
lich gross. Blätter in der Knospe an der Mittelrippe gefaltet. 
— B. doppelt-gesägt. (5 Kätzchen an Kurztrieben. Stb. 
2 teilig. Gr. getrennt. Fruchthülle zusammengerollt oder am 
Grunde röhrig, zerschlitzt . . Hase Istrauch, CÖryluS Tourn. 

— Männliche Blüten ohne Vorblätter. Weibliche Blüten in Aehren ; 
Fruchtblätter quer zum Deckblatt gestellt. Frucht klein. 
Blätter in der Knospe an den Seitenrippen gefaltet ... 4. 

4. Männliche Kätzchen an Kurztrieben. Fruchthülle offen, 3 spaltig 
oder tief gezähnt. — B. dichtnervig. Stb. 2 teilig. S- und 
MEu Hagebuche, CarpmuS Tourn. 

— Männliche Kätzchen an Langtrieben. Fruchthülle bis zur 
Spitze geschlossen, sackförmig. — Bäume. B. doppelt-gesägt, 
dichtnervig. Stb. 2 teilig. SEu. . Hopfenbuche, Ostrya Scop. 

31. Fam. Fagaceae, Buchengewächse. 

Bäume oder Sträucher. B. wechselständig, ungeteilt, gelappt 
oder gespalten, mit Nebenb. versehen. Bl. in Kätzchen, Aehren 
oder trugdoldigen Köpfchen, 1 häusig. Blh. einfach, hochblattartig^ 
vereintblätterig. Stb. 4 — 40. Stbt. mit 2 Längsspalten aufspringend. 
Frkn. unterständig, nach der Befruchtung '6 — 6 fächerig. Gr. 3 — 6. 
Sa. in jedem Fach 2, hängend oder absteigend, umgewendet oder 
fast so. Fr. nussartig, 1 sämig, einzeln oder grupjDenweise von 
einer schuppigen Hülle, dem „Fruchtbecher" umgeben. S. mit 
häutiger Schale, ohne Nährgewebe. (Cnpuliferae z. T.) 



74 Fagaceae, Ulmaceae. 

Gattungen. 

1. Blüten in köpfchenförmigen Trugdolden oder (die weiblichen) 
zu 2 in den Blattachseln. Frucht 3 kantig. — B. in der Knospe 
längs der Seitennerven gefaltet. (S Bl. mit 4 — 6 lappiger Blh., 
ohne verkümmerten Frkn. Stb. 8 oder mehr, mit langen Stf. und 
aufrechten Stbt. ;) Bl. zu 2 von einem vielteiligen Fruchtbecher 
umgeben, mit 4 — 5 lappiger Blh. Frkn. 3 fächerig. Fruchtbecher 
stachelig oder gewimpert, die 2 — 4 Nüsse völlig einschliessend, 
schliesslich 4 klappig aufspringend , . .Buche, FaguS L. 

— Blüten (einzeln oder gebüschelt) in Aehren oder Kätzchen. 
Frucht an den Seiten abgerundet. (Castdneae) .... 2. 

2. Männliche Blüten einzeln (1 unter jedem Deckblatt) in hängenden 
Kätzchen. Staubfäden kurz. Griffel 3, selten 4 — 5, mehr 
oder weniger verbreitert. Fruchtknoten 3-, selten 4 — 5 fächerig. 
Fruchtbecher erst nach der Blütezeit sich entwickelnd, schuppig, 
napfförmig, nicht oder unregelmässig aufsj)ringend. — Aehren 
getrenntgeschlechtig, aus einzelstehenden Bl. bestehend. Ö Blh. 
4 — 7 lappig oder -teilig Eiche, QuerCUS L. 

— Männliche Blüten gruppenweise (mehrere unter jedem Deck- 
1)latt) in aufrechten Kätzchen oder Aehren. Staubfäden lang. 
Gr. 6, dünn-walzenförmig, mit punktförmigen Narben. Frucht- 
knoten 6 fächerig. Fruchtbecher schon zur Blütezeit vorhauden, 
stachelig, die Nüsse ganz einschliessend, 2 — 4 klappig auf- 
springend. — B. dornig-gesägt. Untere Aehren ö, obere Q 
oder gemischtgeschlechtig. Blh. der Ö Blh. tief geteilt, der 
9 6 lappig. Stb. 10 — 20. Q Bl. mit unfruchtbaren Stb. SEu. 

Kastanie, Castänea Tourn. 

Reihe Urticales, Nesselartige. 

32. Fam. Ulniäceae„ Ulmengewächse. 

Bäume oder Sträucher. B. wechselständig, einfach, mit Nebenb. 
versehen. Bl. in Trugdolden oder einzeln. Blh. kelchartig, 4 — 8 lappig 
oder -teilig. Stb. ebensoviel wie Abschnitte der Blh. und ihnen 
gegenüberstehend. Stbt. mit 2 Längsspalten aufspringend. Frkn. 
oberständig, 1-, selten 2 fächerig. Gr. in 2 narbige Aeste geteilt. 
Sa. 1, hängend, umgewendet oder halbumgewendet. Fr. nicht auf- 
springend, 1 sämig. S, mit häutiger Schale, ohne Nährgewebe oder 
mit sehi- wenig Nälu'gewebe. {^Urticaceae z. T., einschl. Celtideai\) 



Ulmaceae, Moraceae. 75 

Grattungen. 

1. Blüten in den Achseln abgefallener, vorjähriger Blätter. Frucht 
trocken, zusammengedrückt, geflügelt. Keimling gerade. — 
B. gesägt, fiedernervig. Bl. in vielblütigen Büscheln. Blh. 
glockig, gelajDpt, dachig Ulme, UlmUS L. 

— Blüten in den Achseln diesjähi'iger Blätter. Frucht melir oder 
weniger steinfruchtai'tig und kugelig, nicht geflügelt. Keimling 
gekrümmt. (Celtidoideae) 2. 

2. Blätter vom Grunde an fiedernervig. Blütenhülle gelappt. 
Griffel an der Frucht seitlich verschoben. — Bäume. B. ge- 
sägt oder gekerbt. (S Bl. in armblütigen Knäueln, Q einzeln, 
oberhalb der d. Blh. 4 — 5 lappig. Frkn. sitzend. Kreta 
und Kaukasus. (^Abellcea Sm.) . [Zelkowe], Zolkowa Spch. 

. — Blätter am Grunde 3 nervig. Blütenhülle geteilt. Grifl'el am 
Scheitel der Frucht. — B. ganzrandig oder gesägt. (5 oder 
gemischtgeschlechtige Büschel in den unteren Blattachseln, 
Q und rt Bl. gehuschelt oder einzeln auf langen Stielen in den 
oberen Blattachseln. Blh. 4 — Steilig, dachig. Frkn. sitzend. 
SEu Zürgelbaum, Celtis L. 

33. Fam. IVIoräceaG, Maulbeergewächse. 

Milchsaftführende Gewächse. Nebenb. vorhanden. Bl. ein- 
geschlechtig, in achselständigen, trugdoldigen Blütenständen, oder 
die Q einzeln. Blh. kelchartig, bleibend, meist dachig, in den O 
Bl. bisweilen 0. Stb. ebensoviel wie Abschnitte der Blh. und ihnen 
gegenüberstehend oder weniger. Stbt. mit 2 Längsspalten auf- 
springend. Frkn. oberständig, 1 fächerig. Gr. ungeteilt oder 2 teilig 
mit vom Grunde an narbigen Aesten. Sa. 1, hängend, umgewendet 
oder krummläufig. Fr. nicht aufspringend. Samenschale häutig. 
Nährgewebe vorhanden. Keimling gekrümmt. (^Urticaceae z. T., 
einschl. Artocarpeae und Cannabineae.) 

Gattungen. 

1. Staubblätter in der Knospe eingebogen, später zurückgebogen. 
Männliche Blüten in Scheinähren, mit verkümmertem Frucht- 
blatt. Bäume oder Sträucher. Blätter in der Knospe ge- 
faltet. (Moroideae) 2. 



76 Moraceae. 

— 8taul)blätter gerade. Männliche Blüten in Kispen oder in 
einem gehöhlten Blütenstandboden eingeschlossen, ohne ver- 
kümmertes Fruchtblatt. Bäume oder 8träucher mit in der 
Knospe eingerollten Blättern oder Kräuter 3. 

2. Weibliche Blüten in 8cheinähren, mit getrenntblätteriger Blüten- 
hülle und 2 teiligem Griffel. Blütenhülle der männlichen Blüten 
dachig. Frucht von der fleischigen Blütenhülle eingeschlossen, 
mit scheitelständigem Griffel. — B. wechselständig, ungeteilt 
oder 3 lappig, am Grunde 3 nervig, gezähnt, ö Blütenstand 

kätzchenförmig. Blh. 4 teilig. Stb. 4. 8Eu 

Maulbeerbaum. MoruS L. 

— Weibliche Blüten in 8cheinkÖ2ifchen, mit verwachsenblätteriger 
Blütenhülle und ungeteiltem Griffel. Blütenhülle der männ- 
lichen Blüten klappig. Frucht auf langem 8tiel aus der 
Blütenhülle hervorragend, mit seitlichem Griffel. — Bäume. 
B. wechselständig, gestielt, ungeteilt oder 3 — 5 lappig, gesägt, 



am Grunde 3 — 5 nervig, wollig. Bl. 2 häusig. (5 Blütenstand 
kätzchenförmig. Blh. der (S Bl. 4 spaltig oder 4 teilig, der 

Q 3 — 4 zähnig. Fr. fleischig. (8Eu.) 

Paf)iermaulbeerbaum, BrOUSSOnetia Venten. 
8träucher oder Bäume. Blüten in einem becherförmigen 
fleischisren Blütenstandboden einsfeschlossen. Griffel (wenigstens 
nach der Befruchtung) seitlich, ungeteilt mit ungeteilter, selten 
kurz 2 spaltiger Narbe. — B. ungeteilt oder gelappt. Blüten- 
standboden an der Mündung mit zahlreichen Deckb. besetzt. 

8Eu Feigenbaum, FicUS L. 

Kräuter. — Blüten in rispen- oder ährenformigen Blutenständen^ 
nicht vom Blütenstandboden eingeschlossen. Griffel scheitel- 
ständig, in 2 fädliche, narbige Aeste geteilt. (Cannahoideae) 4. 
8tengel kletternd. Blätter gegenständig, ungeteilt oder band- 
förmig gelappt. Weibliche Blüten in kätzchenförmigen Blüten- 
ständen. Keimling spiralig eingerollt, mit schmalen Keim- 
blättern und langem Würzelchen. — ■ 8t. rauhhaarig. B. 
5 — 7 nervig, gesägt. Bl. 2 häusig. Blh. der ö Bl. 5 blätterig, 
dachig, der Q ungeteilt, dem Frkn. eng anliegend. 8tb. 5, 
mit sehr kurzen 8tf. 8chliessfrucht. Deckb. des O Blüten- 
standes nach der Blütezeit vergrössert . Hopfen, HÜmuluS L. 
8tengel aufrecht. Blätter wechselständig oder nur die untersten 
gegenständig, bandförmig zerschnitten. Weibliche Blüten einzeln 



Urticaceae. 77 

in den Blattachseln. Keimling gekrümmt, mit breiten Keim- 
blättern und kurzem Würzelchen. — Bl. 2 häusig-. Blh. der 
Ö' Bl. 5 blätterig, dachig, der Q ungeteilt, eng anliegend, kaum 
merklich. Stb. 5, mit sehr kurzen Stf. Schliessfrucht . . . 

Hanf, Cännabis L. 

34. Fam. UrticäcGae, Xesselgewächse. 

Kräuter oder Halbsträucher, ohne Milchsaft. Blütenstand trug- 
doldig. Bl. eingeschlechtig oder vielehig. Blh. kelchartig, 3 — 4 lappig 
oder -teilio- an der Fr. bleibend, selten in den O Bl. 0. Stb. eben- 
soviel wie Abschnitte der Blh. und ihnen gegenüberstehend, selten 
weniger. Stf. getrennt, in der Knospe nach imien gebogen. Stbt. 
am Hucken befestigt, eiförmig, mit 2 Längsspalten aufspringend. 
Frkn. oberständig, 1 fächerig. Gr. ungeteilt oder 0. N. 1, meist 
pinselförmig. Sa. 1, aufrecht oder aufsteigend, geradläufig. Fr. 
nicht aufspringend. S. mit häutiger Schale, spärlichem Nährgewebe 
und geradem Keimling. 

Gattungen. 

1. Pflanzen mit Brennhaaren. Blätter fifecrenständio-. Blutenhülle 
in der Knospe dacliig. — B. gezähnt oder gelappt, 3 — 7 nervig, 
mit Nebenb. versehen. Bl. eingeschlechtig, in Knäueln, welche 
in einen ähren-, trauben- oder rispenförmigen Blütenstand ver- 
einigt sind. Blh. 4 teilig. Stb. 4. Verkümmertes Frb. der 

ö Bl. becherförmig Nessel, Urtica L. 

— Pflanzen ohne Brennhaare. Blätter wechselständig. Blüten- 
hülle in der Knospe klappig oder geschlossen oder fehlend . 2. 

2. Blätter gezähnt, gesägt oder gekerbt, mit Nebenblättern ver- 
sehen. Männliche Blüten ohne verkümmertes Fruchtblatt. Staub- 
blatt 1. WeibHche Blüten ohne Blütenhülle. Narbe fädüch, 
kurzhaarig. — Rauhhaarige Gewächse. Bl. einhäusig, von Woll- 
haaren umgeben, büschelweise von einer 3 — öteihgen, behaarten 
Aussenhülle eingeschlossen. Blh. der Ö BL 3 zähnig. Fr. von 
Wollhaaren umgeben. Sj)anien. . [Forskohle e], Forskohlea L. 

— Blätter ganzrandig, ohne Nebenblätter. Männliche Blüten mit 
verkümmertem Fruchtblatt. Staubblätter 3 — 4. Weibliche 
Blüten mit 3 — 4 lappiger Blütenhülle. Narbe sprengwedel- 
förmig, langhaarig (Parietarieae) 3. 



78 Ui'ticaceae, Loranthaceae. 

3. Blüten einzelstehend, einhäusig. Verkümmertes Fruchtblatt der 
männlichen Blüten behaart. - — Zarte, kriechende Kräuter mit 
rundlichen B. Ö Bl. in den Achseln der oberen B., von 

3 Deckb. umgeben, Q in den Achseln der unteren B., von 
einer verwachsenblätterioren Aussenhülle eingeschlossen. Blh. 

4 spaltig, klappig. Stb. 4. Balearen, Corsica und »Sardinien. 

[Ziehkraut], HelXl'ne B,eq. 

— Blüten in 3 — 8 blutigen Trugdolden, vielehig. Verkümmertes 
Fruchtblatt der männlichen Blüten kahl. — Blh. 3 — 4spaltigy 
klappig Glaskraut, Parietäria Tourn. 

Reihe Santaläles, Sandelbaumartige. 

35. Fam. Loranthäceae, Riemenblumengewächse. 

Auf Bäumen schmarotzende Sträucher. B. gegenständig, ganz- 
randig, bisweilen schuppenförmig. Nebenb. 0. Bl. klein, regel- 
mässig, 2 häusig. B. der Blh. gleichartig, klapj)ig, aber unterhalb 
derselben am Frkn. bisweilen noch eiu kelchartiger, ungeteilter oder 
gezähnter Rand vorhanden. Stb. ebensoviel wie B. der Blh., an 
ihnen befestigt und ihnen gegenüberstehend, ebensolang oder kürzer. 
Frkn. unterständig. Sa. von der Masse des Frkn. nicht deuthch 
gesondert. Grr. scheitelständig und ungeteilt oder 0. N. endständig, 
ungeteilt. Fr. beerenartig, klebrig. S. 1, ohne Schale, mit reichlichem, 
den Keimling oder die KeimUnge einschliessenden Nährgewebe. 

Gattungen. 

1. Kelchartiger Rand am Fruchtknoten vorhanden, ganzrandig 
oder gezähnt. Blütenhülle 6 blätterig. Staubbeutel kurz ge- 
stielt, mit 2 Längsspalten aufspringend. Blüten in Aehren 
oder Trauben. — Blütenstand endständig. Bl. gelblich-grün. 
SEu., Oesterreich-Ungarn, Sachsen 

Riemenblume, LoränthuS L. 

— Kelchartiger Rand fehlend. Blütenhülle 2 — 5 teilig. Staub- 
beutel sitzend, mit 1 Querspalt oder vielen Löchern aufspringend. 
Blüten einzeln oder in Büscheln. (Viscoideae) .... 2. 

2. Blätter schupjDenförmig. Blüten einzelnstehend. Blütenhülle 
der männlichen Blüten 2 — 5 teilig, der weiblichen 2 teilig. 
Staubbeutel nur am Grunde der Blütenhülle aufsitzend, sonst 



Loranthaceae, Santalaceae. 79 

frei, mit 1 Querspalt aufsj)ringend. — Schuppen paarweise 
verwachsen. Gr. kurz. Fr. mit Deckel aufspringend und die 

S. herausschleudernd. SEu 

[Wacholdermistel], Ärceuthöbium ^I. Bieb. 

— Blätter wohlentwickelt. Blüten in 3 — oblütisfen Büscheln. 
Blütenhülle 3 — 4 teilig. Staubbeutel am Rücken mit der Blüten- 
hülle verwachsen, innen mit vielen Löchern aufspringend. — 
Aeste sfabelisf verzweisct. Bl. srelblich-OTÜn. Gr. kurz . , . 

Mistel, Viscum L. 

36. Fam. SantaläceaG, Sandelbaumgewächse. 

Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher. bisweilen auf AVurzeln 
schmarotzend. B. wechselständig, ganzrandig, schmal oder schuppen- 
förmig, ohne Xebenb. Bl. grünlich oder gelblich, regelmässig. Ab- 
schnitte der Blh. 3 — 5, gleichartig, klajDj^ig, innen meist mit einem 
Haarbüschel versehen. Stb. ebensoviel und ihnen gegenüberstehend. 
Stf. kurz. Stbt. mit 2 Längsspalten sich öffnend. Frkn. unterständig, 
1 fächerig. Gr. ungeteilt, mit ungeteilter oder 3 — 4 lappiger N. 
Sa. 2 — 4, von der Spitze einer mittelständigen Samenleiste herab- 
hängend. Fr. nicht aufspringend, kugelig oder eiförmig. S. ohne 
Schale, mit reichlichem, den Keimling einschliessenden Nährgewebe. 
Würzelchen oben. 

Gattungen. 

1. Eöhre der Blütenhülle über den Fruchtknoten hinaus verlängert, 
nicht mit einer oberständigen Scheibe ausgekleidet. Frucht 
nussartig. — Blütenstand einfach ährig, traubig oder aus Trug- 
dolden zusammengesetzt. Bl. §• Blh. 4 — 5 lappig oder -spaltig. 
Stb. an der Blh. befestigt. N.' kopfig oder undeutlich 3 lappig. 
Samenleiste lang. Sa. 2 — 3. Keimb. ebensolang oder kürzer 
als das Würzelchen Vermeinkraut, Thesium L 

— Röhre der Blütenhülle entweder nicht über den Fruchtknoten 
hinaus verlängert oder innen mit einer oberständigen Scheibe 
bekleidet. Frucht steinfruchtartig. (Osyrideae) ... 2. 

2. Kräuter oder Halbsträucher. Blüten zwitterig, in Trugdolden. 
Scheibe die glockige Blütenhüllröhre auskleidend, zwischen 
den Staubblättern in getrennte Schuppen verlängert. Xarbe 
kopfig. Samenleiste lang. — Blh. bis zur Scheibe in 4 — 5, innen 



gQ Santalaceae, Ahstolochiaceae. 

mit eiiieui Haarbüschel versehene Abschnitte geteilt. 8tb. 
am (irunde derselben befestigt. Gr. ziemlich lang. Sa. 2 — 3. 
S. kugelig, SOEu [IMännerhaarJ, Comandra Xutt. 

— Sträucher. Blüten eingeschlechtig oder vielehig, die männlichen 
in Scheindolden oder zusammengesetzten Blütenständen, die 
weiblichen und zwitterigen einzelnstehend. Scheibe ziemlich 
flach, zwischen den Staubblättern seicht gebuchtet. Xarbe 
3 — 4teilig. Samenleiste kurz. — Blh. bis zur Scheibe in 3 — 4, 
innen mit Haarbüscheln versehene Abschnitte geteilt. Stb. am 
Grunde derselben befestio-t. S. kuffelie'. Keimb. viel länger 
als das Würzelchen. SEu. . . [Osirisstrauch], Osyris L. 

Reihe Aristolochiäles, Osterluzeiartige. 
37. Fam. AristolöChiäceae, Osterluzeigewächse. 

Kräuter oder meist kletternde Sträucher. B. wechselständig, 
ganzrandig oder gelappt, ohne Nebenb. Bl. einzeln oder in Büscheln 
oder Trauben, 0. Blh. einfach, mehr oder weniger kronartig, ganz- 
randig oder gelappt, kla]3j)ig. Stb. 6 oder 12. Stf. kurz und dick, 
meist mit dem Gr. verwachsen. Stbt. aufrecht, aussen mit 2 Längs- 
sj)alten aufspringend. Scheibe 0. Frkn. unterständig, vollkommen 
oder unvollkommen 6 fächerig. Gr. in eine kurze, dicke Säule mit 
6 X. verwachsen. Sa. oo , hängend oder seitlich befestigt, umgewendet. 
Fr. eine Kapsel. S. oo, mit mehr oder weniger krustiger Schale, 
reichlichem, fleischigen Nährgewebe und sehr kleinem Keimling in 
der Nähe des Nabels. 

Gattungen. 

1 . Blüten endständig, regelmässig. Röhre der Blütenhülle kurz, 
nicht bauchig erweitert. Staubblätter 12, frei. Fruchtknoten 
halbkugeHg. Frucht unfegelmässig aufspringend, von der 
bleibenden Blütenhülle gekrönt. — Kriechende Kräuter. B. 
lang gestielt, herz- oder nierenförmig. Bl. einzeln, kurz ge- 
stielt. Blh. glockig oder krugförmig, 3 lappig. Stb. mit ver- 
längertem Mittelband Haselwurz, Asarum L. 

— Blüten achselständig, unregelmässig. Röhre der Blütenhülle 
lang, am Grunde bauchig erweitert. Staubblätter 6, mit dem 
Griffel verwachsen. Fruchtknoten linealisch bis verkehi't-eiförmig. 
Frucht fach- oder wandspaltig aufspringend, ohne Blütenhülle. 

Osterluzei, Aristolochia L. 



Rafflesiaceae. Polygonaceae. 81^ 

38. Farn. RafflGSiäceae. ßafflesiengewächse. 

Auf Wurzeln sclimarotzende. etwas fleischige, gelb oder rot 
gefärbte, statt der B. Schuppen tragende Ki'äuter. Bl. in Aehren, 
regelmässig, eingeschlechtig. Blh. einfach, 4 lappig, dachig. Stf. in 
eine Säule verwachsen. Stbt. 8, angewachsen, aussen mit 2 Längs- 
spalten aufspringend. Frkn. unterständig, 1 fächerig. Gr. ungeteilt, 
mit schwach gelappter N. Sa. zahlreich, an 8 — 10 weit vorspringenden 
wandständigen Samenleisten, geradläufig, mit einfacher Hülle. Fr. 
eine Beere. S. zahlreich und sehr klein, mit harter Schale, hartem 
Nährgewebe und sehr kleinem, an der Spitze des Nährgewebes ge- 
legenen Keimling. SEu. (Cytuiaceae.) 

Einzige Gattung [Granatkelch], CytinuS L. 

E,eihe Polygonales, Knöterichartige. 

39. Fam. Polygonäceae, Knöterichgewächse. 

Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher. B. wechselständig, 
einfach, mit verbreitertem, stengelumfassenden Blattstiel, meist mit 
häutigen oder trockenhäutigen, in eine stengelumfassende Röhre ver- 
wachsenen Nebenb. Bl. regelmässig. Blh. mit 2 — 6 dachigen Ab- 
schnitten, bleibend. Stbt. mit 2 Längsspalten aufspringend. Frkn. 
oberständig, 1 fächerig. Gr. 2 — 4, getrennt oder am Grunde ver- 
wachsen, mit endständigen N. Sa. 1, aufrecht, geradläufig. Fr. 
nussartig. S. mit häutiger Schale, reichlichem mehligen, nicht zer- 
klüfteten Nährgewebe und meist seitlichem Keimling. 

Gattungen. 

1. Blätter der Blütenhülle 3 oder 6, Staubblätter 3, 6 oder 9; selten 
Blätter der Blütenhülle 4 — 5 und Staubblätter 4 — 6, dann aber 
Narben vielteilig, pinselförmig. (Ruinicoideae) .... 2. 

— Blätter der Blütenhülle 5 (selten 4), Staubblätter 8 oder zahl- 
reich (selten 5 — 7). Narben ungeteilt, kopfig. (Polygo- 
noideae) 6 

2. Blätter am Grunde ohne Nebenblattröhre. Blütenhülle 3 spaltig. 
Staubblätter 3, selten 1 — 2. — Zarte, 1jährige Kräuter. B. 
klein, verkehrt-eiförmig oder länglich, ganzrandig. BL klein, 
in achselständigen Büscheln. Stb. an der Blh. befestigt, mit 
kurzen Stf. Gr. kurz. Keimling seitlich, gekrümmt, niit breiten 
Keimb. NEu [Königie], Koenfgia L. 

Thonner, Exkmsionsflora. II. o 



82 Polygoimceae. 

— Blätter am Grunde mit einer nebenblattartigen, stengelum- 
fassenden Röhre. Blutenhülle mit 4 — 6 Abschnitten. Staul^ 
blätter 4 — 9. (Rumlceac) 3. 

3. Blätter der Blütenhülle 4. Griffel 2. Fruchtknoten und Frucht 
zusammengedrückt. — Niedrige Kräuter. B. rundlich, ganz- 
randig. Bl. gebüschelt in Rispen, p. Stb. 6, mit kurzen 
Stf. Gr. kurz. Fr. geflügelt. Zwei B. der Blh. der Fr. an- 
liesfend, die beiden anderen zurückgebogen. Keimling seitlich, 
mit schmalen Keimb Säuerling, Oxyria Hll. 

— Blätter der Blütenhülle (3, sehr selten 5. Griffel 3. Frucht- 
knoten und Frucht 3 kantig 4 

4. Staubblätter 9. Narben ungeteilt. Frucht 3 flügelig. — Kräftige, 
ausdauernde Kräuter. B. gross, handnervig, gezähnt oder ge- 
läppt. Bl. gebüschelt in Trauben, zwitterig oder vielehig. 
Blh. 6 teilig, nach der Blütezeit unverändert. Gr. kurz, zurück- 
oebogen. Keimling gerade. Südrussland 



Rhabarber, Rheum L. 

— Staubblätter 6, selten 4 — 5. Narben vielteilig. Frucht (ab- 
gesehen von der Blütenhülle) nicht geflügelt 5. 

5. Blütenhülle zur Zeit der Fruchtreife verhärtet, röhrig ver- 
wachsen, alle Abschnitte vergrössert. — Steife Kj'äuter. B. 
gestielt, eiförmig, oanzrandisr oder oebuchtet. Bl. in Büscheln 
oder Trauben, einhäusig. Blh. der Ö Bl. geteilt, mit abstehenden 
Abschnitten, der Q gelappt, krugförmig. Aeussere Abschnitte 
der Blh. an der Fr. abstehend, stechend, innere anliegend. 
Keimling seitlich, gekrümmt, mit schmalen Keimb. SEu. 

[HartampferJ. Emex Neck. 

— Blütenhülle zur Zeit der Fruchtreife mehr oder weniger häutig, 
nicht röhrig verwachsen ; nur die inneren Abschnitte vergrössert, 
die äusseren unverändert. — Bl. in Büscheln, welche bisweilen 
Trauben oder Rispen bilden. Stb. 6, mit kurzen Stf. Keimling 
seitlich, mit schmalen Keimb Ampfer, Rumex L. 

6. Kräuter, selten Halbsträucher. (Pol ygöneae) .... 7. 

— Sträucher. (A iraphaxideae) 8. 

7. Frucht die Blutenhülle weit überraoend. Keimling mit breiten, 
gefalteten Keimblättern. — Aufrechte Kräuter. B. gestielt, 
herzförmig oder 3 eckig, am Grunde 3 — 5 nervig. Bl. in Trug- 
dolden, $. Blh. 5 teilig, mit ziemlich gleichen Abschnitten. Stb. 8, 



Polygonaceae. Chenopodiaceae. 83 

mit ebensoviel Sclieibenlappeii abwechselnd. Frkn. 3 kantig, (xr. 3. 
(^Polygonurii. L. z. T.) . . Buchweizen, Fagopyrum, Graertn. 

— Frucht von der Blütenhülle eingeschlossen oder nur mit d6r 
Spitze hervorragend. Keimling mit schmalen, nicht gefalteten 
Keimblättern. — Bl. zwitterig oder vielehig, in Büschen oder 
in Aehren oder Trauben, welche meist aus Büscheln zusammen- 
oesetzt sind, selten fast einzeln. 8tb. 5 — 8. Gr. 2 — 3. Kcimline- 
seitlich, gekrümmt Knöterich, Polygoniim Tj. 

8. Staubblätter G — 8. Griffel 2 — 3. Frucht von der auswaclisenden 
Blütenhülle einoeschlossen. Keimlinar seitlich. — B. klein oder 
schmal. Bl. p . Aeussere Stb. am Grunde mit Schwielen. 
Gr. sehr kurz. Keimb. schmal. OEu. ( Tragopy)-Hrn M. Bieb.) 

[Hungerknöterich], Aträphaxis L. 

-- Staubblätter 12—18. Griffel 4, sehr selten 3. Frucht die 
nicht auswachsende Blütenhülle weit überraoend. Keimling 
mittelständig. — B. klein, linealisch oder pfriemlich. Bl. p . 
Blh. 5 teilig. mit ziemlich gleichen Abschnitten. Stf. pfriemlich, 
am Grunde verwachsen, darüber mit einem dichten Haarpolster 
versehen. Frkn. an den Kanten mit einem fleischigen Kamm. 
Fr. geflügelt oder borstig. Keimb. schmal. Südrussland. 
(Einschl. Fterocorcus Fall.) . . [Schönknie], Caüfgonum L. 

Reihe Centrospermae, Mittelsamige. 

40. Fam. CtlGnopodiäceaG, Gänsefussgewächse. 

Kräuter, Halbsträucher oder Sträuchor. B. ungeteilt, ganzrandig, 
selten gezähnt, bisweilen 0. Nebenb. 0. Bl. unscheinbar, meist 
grün. Blh. einfach, dachig, bleibend, oder in den Q (sehr selten 
in den $ ) Bl. 0. Stb. ebensoviel wie Abschnitte der Blh. und ihnen 
gegenüberstehend oder weniger, sehr selten mehr. Stf. getrennt, selten 
am Grunde verwachsen. Stbt. am Bücken befestigt, in der Knospe 
einwärts gebogen, innen oder seitlich aufspringend. Blütenstaub- 
körner kugelig. Frkn. oberständig, sehr selten halbunterständig, 
1 fächerig. Sa. 1, krummläufig, am grundständigen Nabelstrang 
befestigt. Fr. ein nicht aufspringender Schlauch, selten mit Deckel 
aufspringend oder beerenartig. S. mit gekrümmtem oder zusammen- 
öerolltem Keimlino- und von demselben eino-eschlossenem Nährei'ewebe 
oder ohne Nährgewebe. (Sabolaceae.) 



84 C'henopodiaeeae. 

Gattungen. 

1. Sfimen mit schneckenförmiof zusanimcnoerolltem Keimlino-. ohne 
Nährgewel)e, selten mit geringem Näbrgewebe. (Spii-o- 
löbeae) 2. 

— Samen mit einfach gekrümmtem Keimling, mit reichlichem 
Kährgewebe, selten mit geringem oder (Sdlirornia) ohne Näbr- 
gewebe. (Ciiclolöheae) 14. 

2. Vorblätter klein. Blütenliülle krautisf oder etwas fleischio-. 
Xarl)en rinofsum warzig. Samenschale krustio-. Xährffewebe 
häufig vorhanden. (Sitae de a e) 3. 

— Yorl)lätter gross. Blütenhülle häutig oder trockenhäutig. Narben 
nur innen warzig. Samenschale häutig oder fleischig. Nähr- 
gewebe fehlend. (Salsülcae) 4. 

3. Blüten teils (die weiblichen) in Trauben, teils (die männlichen) 
in Knäueln. Blütenhülle weit hinauf an die Frucht angewachsen, 
mit wagrechtem Flügel. Fruchtschale dem Samen angewachsen. 
— Halbsträucher mit dicklichen Zweigen. B. wechselständig, 
linealisch, fast stielrund, abfällig. Blh. 5 lappig, an der Fr. 
schwammig, scheibenförmio-. Stb. 5. S. wasrecht, kreisrund, 
mit Nährgewebe. Südrussland . [Bienertie], Bietiertia Bge. 

— Blüten einzelstehend oder in Knäueln. Blütenhülle von der Frucht 
frei oder nur am Grund an dieselbe angewachsen, meist uugeflügelt. 
Fruchtschale meist vom Samen frei. — B. wechselständig, fleischig, 
ganzrandig. Blh. 5 lappig oder 5 teilig, dicklich. Stb. 5, kurz. 
Sitzende N. 2 — 5, kurz, pfriemlich. (Einschl Clu'uopodina ]\ro({. 
und Schanginia C. Mey.) . . . Sodakraut, Suaeda Forsk. 

4. Samen wagrecht . 5. 

— Samen senkrecht 6. 

5. Zweige gegliedert. Blätter schuppenförmig, gegenständig, paar- 
weise verwachsen, daher scheinbar fehlend. Staubblätter am 
Kande einer becherförmigen, gelappten Sclieibe eingefügt. — 
Sträucher oder Bäumchen, mit dickem St. Bl. einzeln oder 
in Büscheln oder Aehren, "; . Blh. 5 teilig, zur Reifezeit am 
Rücken geflügelt. Gr. kurz, mit 1 oder mehreren N. S. rund- 
lich. Keimling grün. Spanien. (Einschl. Ccfro./'?//c;/ Thunb. z. T.) 

Saxaul, Halöxylon Bge. 

— Zweige nicht gegliedert. Blätter nicht verwachsen, meist 
wechselständig. Scheibe unscheinbar. — Bl. ", einzeln oder 



Chenopodiaeeae. g5 

in Büscheln. Blh. 4 — 5 teilig, zur Reifezeit geflügelt. Gr. mit 
'1 — 3 pfriemlichen N. S. rundlich. (Einschl. Caroocylon Thunb. 
z. T.) »Salzkraut, SälSOla L. 

6. Aeussere Blätter der Blütenhülle 3, innere 2 7. 

— Aeussere Blätter der Blütenhülle 2, innere 1 — 3 . . . 10. 

7. Staubblätter 1- — 2. Samen von der Seite her zusammenofedrückt. 
— Kahle, ästige Kräuter. B. wechselständig. Bl. "j, einzeln, 
achselständig. Aeussere B. der Blh. gekörnt oder etwas ge- 
flügelt. Scheibe unscheinbar. Mittelband mit kurzem, breiten 
xA.nhängsel. X. 2, getrennt, pfriemlich. Südrussland . , . 

[Schlangensalzkraut], Ofafstotl Rafin. 

— Staubblätter 5. Samen vom Rücken her zusammengedrückt . 8. 

8. Zweige nicht gegliedert. Blätter wechselständig. Griffel und 
Narben ziemlich lang. — Bl. achselständig, einzeln, p . B. der 
Blh. geflügelt. Scheibe wenig entwickelt. Mittelband in eine 
weissliche Spitze verlängert. Gr. 1. X. 2. Keimhng grün. 
Griechenland [Noäe], Noaca Moq. 

— Zweige mehr oder weniger deutlich gegliedert. Blätter gegen- 
ständig oder fehlend. Griffel und Narben kurz .... 9. 

9. Keimmund der Samenanlage und AVürzelchen des KeimHngs 
nach oben gerichtet. Zweige undeutlich gegliedert. - — B. spitz. 
Bl. achselständig, einzeln, Q . B. der Blh. geflügelt. Scheibe 
5 lappig. Mittelband spitz. Gr. 1, sehr kurz. N. 2, sehr 
kurz. Nabelstrang lang. Südrussland 

[Girgensohnie], Girgensöhnia Bge. 

— Keimmund und Würzelchen nach unten gerichtet. Zweige deutlich 
gegliedert. — B. fleischig oder 0. Bl. achselständig, einzeln oder 
in Knäueln. Scheibe 5 lappig. Gr. 1. N. 2. Spanien und Südiussland. 
(Einschl. Brachjhqyk C. Mey.) . . [Aufstrebe], Anäbasis L. 

10. Mittelband oberhalb der Staubbeutelhälften zu einer grossen 
Blase erweitert 11. 

— Mittelband oberhalb der Staubbeutelhälften in eine kegelförmige 
oder 3 zähnige Spitze vorgezogen oder stumpf, ohne Blase . 12. 

11. Staubblätter 3 — 4. Fruchtknoten eiförmig. Blütenhüllblätter 
an der Frucht am Grunde verwachsen und verhärtet. — - 
Fleischige Kräuter. B. wechselständig. Bl. einzeln, ^ . Blh. 
nicht ffeflüselt. Scheibe wenisc entwickelt. Gr. 1. N. 2. S. seit- 
lieh zusammengedrückt. Südrussland und Rumänien .... 

[Salzschiene], Halimocnemis C. Mcy. 



g(3 Cheiiopodiaceac'. 

— Staubl)lättor 5. Fruchtknoten länglicli. Blütenhüllblätter an 
der Frucht oetrennt und häutig. — Kräuter. B. breit. Bl. 
einzeln, p . ßlh. nicht geflügelt. Scheibe wenig entwickelt. 
Stf. flach. Stbt. länglich. Gr. 1. N. 2. S. seitlich zusammen- 
gedrückt. Koimhng grün. Südrussland 

[SalzblüteJ, Halänthium C. Kch. 

12. Blüten vielehig. Blätter der Blütenhülle geflügelt. Mittelhand 
ohne AnhänQsel. Samen von der Seite her zusammengedrückt. — 
Aestigc Kräuter. B. wechselständig, schmal, fleischig. Bl. 
von AVoUhaaren umgeben. Stf. fädlich, mit 4 — o Scheiben- 
lappen abwechselnd. Gr. 1. Nr. 2, fädlich. Spanien . , . 

[Salzspross]. Halogeton C. Mey. 

— Blüten zwitterig. Blätter der Blütenhülle nicht geflügelt. 
j\[ittelband an eine kegelförmige oder 3 zähnige Spitze verlängert. 
Samen vom Bücken her zusammengedrückt 13. 

13. Kräuter. Scheibe schwach entwickelt, nicht gelappt. Blüten- 
hülle an der Frucht nicht verefrössert. — St. behaart. B. schmal. 



o 



Bl. einzeln in den Blattachseln. Stbt. vorragend, länglich- 

pfeilförmig. Gr. 1, lang. X. 2. SOEu 

[Petersimonie], PetrOSimÖllia Bge. 

— Sträuchlein. Scheibe 5 lappig. Blütenhülle an der Frucht 
bedeutend verofrössert. — B. wechselständio-, steif. Bl. einzeln 
in den Blattachseln. Stbt. vorragend, pfeilformig, mit kegel- 
förmio-em Anhängsel. Gr. 1. N, 2. Keimlino- grün. Süd- 
russland [Zwergpflanze], Nanopliytum Less. 

14. (1.) Zweige gegliedert. Blätter fast stets sehr wenig entwickelt. 
Blüten in zapfenähnlichen Blütenständen, zu mehreren unter 
schuppenförmigen Tragblättern oder scheinbar in Höhlungen 
der Sjundel eingesenkt. Staubblätter 1 — 2. (Sallcoi-nieae) . 15. 

— Zweiß-c nicht g-esfliedert. Blätter wohlentwickelt. Blüten einzeln- 
stehend oder in Knäueln, seltener in ährenförmigen Blüten- 
ständen. Staubblätter 3 — 5, seltener 1 — 2 21. 

15. Trabbi ätter der Blüten wechselständiar. Blätter meist deutlich 
erkennbar 1(>. 

— Tragblätter der Blüten gegenständig. Blätter infolge Ver- 
wachsung scheinbar fehlend 17. 

16. Kräuter. Blätter fast kugeUg. Blütenhülle 4 kantig, ohne 
flügelartigen Rand, mit 3 zähniger Mündung. Nabelstrang 
verlängert. Keimling mit aufsteigendem AVürzelchen. — Bl. p , 



Chenopodiaeeae. 87 

untereinander und mit der Höhlung, in welcher sie stehen, 
verwachsen. Stf. sehr kui'z. N. 2, Spanien, Italien, Süd- 
russland [Salzhülle], Halopeplis Bge. 

— Sträucher. Blätter walzlich oder verkümmert. Blütenhülle 
schiffchenförmig, flügelartig berandet, mit 4 — 5 zähniger Mündung. 
Nabelstrang sehr kurz. Keimling mit unterem Würzelchen. — 
Bl. untereinander und mit der Höhlung, in welcher sie stehen, 
verwachsen. Stb. 2, mit sehr kurzen Stf. N. 2, pfriemlich. 
Südrussland [Kalistrauch], Kaifdium Moq. 

17. Tragblätter der Blüten getrennt, schuppenförmig, abfällig. 
Samenanlaoe an langem Nabelstrang hänoend. Keimlins" mit 
oberem AVürzelchen 18 

— Tragblätter der Blüten verwachsen, bleibend; die Blüten daher 
scheinbar in Höhlungen der Blütenstandspindel eingesenkt. 
Samenanlage auf kurzem Nabelstrang, fast sitzend. KeimUng 
mit unterem Würzelchen 19. 

18. Blätter der Blütenhülle fast gleich, hoch hinauf verwachsen. 
Narben breit und flach. — Aufrechte, ästige Sträucher. Zapfen 
gegenständig. Bl. $ , zu 3 in den Achseln, schildförmiger 
Tragb. Lappen der Blh. 3, eingebogen. Stb. 1. N. 2 — 3, 
kurz. Südrussland . . . [Salzähre], HalOStachyS C. Mey. 

- — Blätter der Blütenhülle ungleich, nur am Grunde verwachsen. 
Narben pfriemlich. — Niedrige Sträucher. Bl. p, zu 2 — 3 
in den Achseln halbkreisförmiger Tragb. Abschnitte der Blh. 3, 
an der Spitze zusammenschliessend. Stb. l. N. 2 — 3. SOEu. 
und Italien [Salzstengel], HalOCnemum M. Bieb. 

19. Blütenhülle fehlend. — Kleine, ästige Kräuter. Bl. $. Stb. 1. 
Gr. lang. S. sehr klein, mit schwarzer, krustiger Schale. 
Spanien . . . [Kleinstengel], MicrOCnemum Uug. Sternb. 

— Blütenhülle vorhanden, 3 — 4 spaltig oder -zähnig . . . 20. 

20. Samen mit krustis'er, glatter oder warziger Schale, bosio- 
gekrümmtem Keimling und reichlichem Nährgewebe. — Kahle 
Sträucher. Bl. $ , getrennt. B. der Blh. ungleich. Stb. 2. 
Gr. 1, mit 2 pfriemlichen N. SEu 

[Gliederstengel], Arthrocnemum Moq. 

— Samen mit lederiger, borstiger Schale, zusammengefaltetem 
Keimling' und sehr geringem Nährgewebe oder ohne solches. — 
Bl. p oder vielehig. Blh. fleischig, an der Fr. schwammig. 
Samenschale braun Glasschmalz, SalicÖrnia L. 



gg Chenopodiaceae. 

21. (14.) Blüten eingeschlechtig (bisweilen mit einigen wenigen 
zwitterigen vermischt), die männlichen ohne Vorblätter, die 
weiblichen mit 2 Vorblättern und meist ohne Blütenhülle. 
(AtripliceaeJ 22. 

— Blüten zwitterig oder vielehig, in letzterem Falle sowohl 
männliche, als auch weibliche Blüten oder keine von beiden 
mit Vorblättern versehen. Blütenhülle vorhanden . . . 26. 

22. Weibliche Blüten mit Blütenhülle und 2 getrennten, an der 
Frucht unveränderten Vorblättern. — Kräuter, mit 8ternhaaren. 
B. wechselständig, kurz gestielt, ganzrandig. Bl. 1 häusig, be- 
haart, (j BL mit 3 — 5 teiliger Blh., ohne verkümmerten Frkn. 
8tb. 2 — 5. 9 Bl. mit 3 — 4teiliger Blh. N. 2, lang, sitzend. 
Fr. kurz geflügelt. Keimling hufeisenförmig. Bussland . . 

[Mildsaftkraut], Axyris L. 

— Weibliche Blüten ohne Blütenhülle, mit 2 mehr oder weniger 
verwachsenen, an der Frucht vergrösserten Vorblättern, selten 
einige weibliche Blüten mit Blütenhülle, aber ohne Vorblätter . 23. 

23. Blätter und Stengel kahl. Narben 4 — 5. — Einjährige Kräuter. 
B. wechselständig, gestielt, ungeteilt, 3 eckig -eiförmig oder 
spiessförmig. Bl. in Knäueln, 2 häusig. Ö Blh. 4 — 5 teilig. Stb. 
4 — 5. Vorb. hoch hinauf verwachsen, an der Fr. verhärtet 
und geschlossen. Fruchtschale mit der Samenschale verwachsen. 
Keimling ringförmig Spinat, Spinae ia L. 

— Blätter und Stengel flaumig oder haarig. Narben 2, sehr 
selten 3 24. 

24. Blätter wenigstens in der Jugend mit Blasenhaaren (später 
oft mit gleichmässigem Ueberzug) bedeckt. Vorblätter ziemlich 
flach, an der Frucht krautig oder teilweise verhärtet, fast ge- 
trennt oder bis zur Mitte in ein off"enes Gehäuse verwachsen. 
Keimling ringförmig. — Bl. in Knäueln. Ö Bl. mit 3 — 5- 
teiliger Blh. und 3 — 5 Stb. (Einschl. Ohione Gaertn.) . . 

Melde, Atriplex L. 

— Blätter mit Sternhaaren bedeckt. Vorblätter an der MittelripiDe 
gefaltet, begrannt, an der Frucht verhärtet oder lederig, in 
ein geschlossenes Gehäuse verwachsen. KeimHng hufeisen- 
förmig 25. 

25. Einjährige Kräuter. Blätter pfriemlich, spitz. Männliche Blüten 
in achselständigen Knäueln, mit 2 spaltiger Blütenhülle, Staub- 
blatt 1, selten 2. Samenschale der Fruchtschale anhängend. 



Clieiiopodiaceae. g9 

Keimling grün. — Niedrige Kräuter. B. wechselständig. Bl. 
einhäusig, ßussland und Rumänien 

[Hornfrucht], Ceratocärpus L. 

— Ausdauernde Kräuter oder Sträuchlein. Blätter länglich, stumpf. 
Männliche Blüten in ährenförmigen Blütenständen, mit 4 teiliger 
Blütenhülle. »Staubblätter 4. Samenschale der Truchtschale 
nicht anhäno-end. Keimlins" weiss. — - B. wechselständio-, Frucht- 
hülle zottig behaart. Spanien, Oesterreich-Ungarn, Russland . 

Ho ms am e, EurÖtia Adans. 

26. Vorblätter vorhanden 27. 

— Vorblätter fehlend 29. 

27. Blüten einzelnstehend. Narben 2. Samenanlage an langem 
Nabelstrang. Frucht nicht aufspringend. — Niedergestreckte, 
ästige Kräuter. B. wechselständig, pfriemlich, steif. Bl. sehr 
klein. Vorb. schmal, stechend. Blh. mit 5 schmalen, zu- 
gespitzten, aufrechten Abschnitten, an der Fr. unverändert. 
Stf. am Grunde verwachsen. Keimling ringförmig. S- und 
MEu Knorpelkraut, Polycnemum L. 

— Blüten in Trugdolden. Narben 3 oder mehr (sehr selten 2). 
Samenanlage sitzend oder fast so. Frucht mit Deckel auf- 
springend. (BfHeae) 28. 

28. Stengel kletternd. Staubfäden am Grunde zu einem häutigen 
Ring vereinigt. Fruchtknoten oberständig. Samenanlage sitzend. 
Blütenhülle an der Frucht abstehend, nicht verhärtet. — Kräuter. 
B. lang gestielt, 3 eckig-herzförmig. Blütenstand rispig. Blh. 
grün, 5 teilig. N. 3. Samenschale krustig, schwarz. Keimling 
ringförmig. Kaukasus . . . [Hablitzie], Habiftzia M. Bieb. 

— Stengel aufrecht oder niederofestreekt. Staubfäden am Grunde 
zu einer fleischigen Scheibe vereinigt. Fruchtknoten halbunter- 
ständig. Samenanlage kurz gestielt. Blütenhülle die Frucht 
einschliessend, am Grunde verhärtet. — Kahle Kräuter mit 
fleischigen Wurzeln und saftigen, gefurchten St. Blütenknäuel 
in bisweilen rispig zusammengesetzten Aehren. Blh. 5 teilig. 
Stb. 5. Fr. spät aufspringend. Samenschale lederig. Keimling 
ringförmig Runkelrübe, Beta L. 

29. Frucht von der Blütenhülle nicht eingeschlossen. Blüten unter 
grossen Deckblättern in Aehren, mit 1- — Steihger Blütenhülle. 
(Corisperineae) > 30. 



yo Clionoi)()(liac't'ae, 

— Frucht ganz oder grösstenteils von der Blutenhülle ein- 
geschlossen. Blüten meist einzelnstehend oder in Knäueln und 
ohne Deckblätter, seltener unter Deckblättern in Aehren, dann 
aber mit 4 — Szähniger Blütenhülle. ((Jamphorosmeae und 
ChenopodleaeJ 31. 

3<). Blätter starr, stechend. Staubfäden unterwärts stark verbreitert. 
Frucht beiderseits fiaclij an der Spitze 2 schnäbelig. Frucht- 
schale der Samenschale nicht anhängend. — Einjährige, steife, 
ästige Kräuter. B. wechselständig, ganzrandig, parallelnervig. 
Deckb. stechend. Bl. p . Bl. der Blh. ungleich, trockenhäutig, 
an der Fr. unverändert. Stbt. und Gr. vorragend. Frkn. ei- 
förmig. Gr. 2, am Grunde verbreitert. Fr. geflügelt. Keim- 
ling ringförmig. Südrussland. {Coi-lspeninun L. z. T.) . . . 

[Scharfblatt], Agriophyllum M. Bieb. 

— Blätter krautio-. Staubfäden fädlich. Frucht auf der einen 
Seite gewölbt, an der Spitze abgerundet oder kurz -2 spitzig. 
Fruchtschale der Samenschale anhängend. — Einjährige Krä'uter. 
B, wechselständig, sitzend, schmal. Bl. ^ . B. der Blh. un- 
gleich, trockenhäutig, an der Fr. unverändert. Stbt. und Gr. 
vorragend. Frkn. eiförmig. Gr. oder Griifeläste 2. Samen- 
schale blass. Keimling ringförmio'. S- und MEu 

Wanzensame, Corispermum L. 

31. Blüten unter Deckblättern in Aehren. Blütenhülle 4- (sehr 
selten 5-) zähnig. Keimling hufeisenförmig. — Halbsträucher 
oder Sträuchlein. B. an kurzen Zweigen gehäuft, nadeiförmig. 
Blh. häutig, behaart, an der Fr. unverändert. Stb. 4 (sehr 
selten 5), mit langen Stf. Gr. lang, mit 2 — 3 N. Keimling 
grün. SEu Kampferstrauch. Camphorosma E. 

— Blüten einzelnstehend oder in Knäueln. Blütenhülle 5- (sehr 
selten 3 — 4-) teilig oder -lappig. Keimling ringförmig oder 
fast so 32. 

32. Blütenhülle an der Frucht ohne Anhängsel. — Bl. in Knäueln. 
Blh. krautig, selten häutig. Sa. fast sitzend. Samenschale 
krustig oder lederig. Nährgewebe reichlich. (Einschl. Bütioii 
L., Ronhleva IVloq. und Teloxyx Moq.) 

Gänsefuss, Chenopodium L. 

— B'ütenhüUe an der Frucht wagrecht geflügelt oder mit Dorn- 
fortsätzen versehen 33 



Clieuopodiaceac, Amaraiitaceae. 91 

33. Blätter gestielt, gezähnt. Blüten unter Deckblättern. Bluten- 
hülle krautig, mit häutioem Saum. 8amen mit ki-ustio-er 
Schale und reichlichem Nährgewebe. — Aufrechte Kräuter. 
B. wechselständig, stechend. Bl. in Knäueln, grün, vielehig. 
Blh. 5 lappig, geflügelt. Stb. 5. Frkn. niedergedrückt-kugelig, 
behaart. N. 3, getrennt oder am Grrunde verwachsen. Samen- 
schale braun, glänzend. (Italien.) 

[Kreissaummelde], CyclolÖma Moq. 

— Blätter sitzend, ganzrandig. Blüten ohne Deckblätter. Blüten- 
hülle häutig. Samen mit häutioer oder etwas lederioer Schale 
und geringem Nährgewebe 34. 

34. Blütenhülle an der Frucht mit wao-rechtem Flüoel. — B. 
schmal. Bl. vielehig. Blh. verkehrt kegel-, krug- oder kreisei- 
förmig, 5 lappig. Stb. 5, mit hervorragenden Stbt. Frkn. breit- 
eiförmig. Gr. ungeteilt. X. 2 — 3. Keimling grün. S. und 
MEu Stauderich, KÖChia ßth. 

— Blütenhülle an der Frucht mit Dornfortsätzen. — B. wechsel- 
ständig, schmal. Bl. vielehio-. Blh. verkehrt keoel-, kru©-- 
oder kreiseiförmig, 5 lappig. Stb. 5. Frkn. breit-eiförmig. Gr. 
ungeteilt. N. 2-3. S- und MEu. {Chenoka ThunK z. T., 
Kochia Etil. z. T., einschl. KclLuiopsilon Moq.) 

Stachelstauderich, Bässia AU. 

41. Fam. Amarantäceaej Fuchsschwanzge wachse. 

Kräuter oder Halbsträucher, aufrecht oder niedergestreckt. B. 
ungeteilt, gestielt, ohne Nebenb. Bl. klein, mit Yorb. versehen. 
Blh. mehr oder weniger trocken, 3 — 5 teilig, mit aufrechten, dachigen 
Abschnitten. Stb. ebensoviel wie Abschnitte der Blh. und ihnen 
gegenüberstehend, selten weniger. Stbt. am Bücken befestigt, innen 
aufspringend. Blütenstaubkörner kugelig. Frkn. oberständig, 1 fächerig. 
Gr. ungeteilt oder 0. N. 1 — 3. Sa. krummläufig. Fr. schlauch- 
artig, mit Deckel oder nicht aufspringend. Samenschale krustig 
oder lederig. Nährgewebe mehlig, reichlich. Keimling randständig, 
ringförmig. 

Gattungen. 

1. Staubbeutel auf eine Hälfte beschränkt, mit 1 Spalt aufsf)ringend. 
Abschnitte der Blütenhülle sehr ungleich. Blüten in Köpfchen. 
— Halbsträucher. B. gegenständig, eiförmig, ganzrandig, be- 



92 Amarantaceae. 

haart. Bl. $. Blb. gelblicli-weiss, behaart, stechend, 5 teilig, 
die inneren Abschnitte kleiner und gewölbt, die übrigen flach. 
Stb. 3 (selten 5), unterwärts verwachsen, mit kürzeren, ungeteilten 
unfruchtbaren Stb. abwechselnd. N. 1. 8a. 1, von der Spitze 
des Xabelstranges herabhängend. S. hängend, eiförmig, etwas 
zusammengedrückt. Samenschale lederig. Würzelchen oben. 
Spanien . . . [Wechselstaubblatt], Altemanthera Forsk. 

— Staubbeutel mit beiden Hälften versehen, mit 2 Spalten auf- 
springend. Abschnitte der Blütenhülle einander gleich oder 
fast gleich. Blüten in Aehren, Trauben, Eispen oder Knäueln. 
(Aniarantoideae) 2. 

2. Samenanlagen mehrere. Narbe 1, dreilappig. Staubblätter am 
Grunde verwachsen, mit kleinen, nicht ausgefransten, unfrucht- 
baren Staubblättern abwechselnd. Blüten zwitterig. Blätter 
wechselständiff. — B. sfanzrandisf. Bl. in Aehren. Blh. trocken- 
häutig, 5 teilig. Gr. fädlich. Fr. mit Deckel aufspringend. 
S. aufrecht, linsenförmig, mit krustiger Schale. SEu. . . . 

Hahnenkamm, Celosia L. 

— Samenanlage 1. Narbe 1, ungeteilt, oder mehrere fädliche. 
Staubblätter am Grunde verwachsen und mit ausgefransten 
unfruchtbaren Staubblättern abwechselnd oder ohne unfrucht- 
bare Staubblätter oder getrennt. Blüten eingeschlechtig oder 
vielehig, seltener zwitterig, dann aber Blätter gegenständig. 
(Ämardiiteap) 3. 

3. Samenanlage aufrecht. Samen aufrecht, mit unterem Würzelchen. 
Narben 2 — 3. Staubfäden getrennt. Blütenhülle trockenhäutig. 
Blätter wechselständig. — Bl. einhäusig oder vielehig. Un- 
fruchtbare Stb. 0. S. linsenförmig, mit krustiger Schale. (Einschl. 
Albersla Kth. und Kaxolus Rafin.) 

Fuchsschwanz, Amaräntus L. 

— Samenanlage vom Nabelstrang herabhängend. Samen hängend, 
mit aufsteigendem Würzelchen. Narbe 1 . Staubfäden am Grunde 
verwachsen. Blütenhülle krautig oder lederig. Blätter gegen- 
ständig 4. 

4. Blüte in der Achsel eines jeden Tragblattes 1. Blütenhülle 
steiflederig, zuletzt verhärtet. Unfruchtbare Staubblätter vor- 
handen. Fruchtknoten länglich. Samen länglich, mit lederiger 
Schale. — Kräuter. B. ganzrandig. Bl. in Aehren, ^ . Vorb. 



Amaraiitaceae, Nyctasrinaceae. Cynocrambaceae. 93 

stechend. Blh. grünlich. 4 — Steiiig mit schmalen, zugespitzten 
Abschnitten. Fr. nicht aufspringend. Spanien und Italien . 

[Spreublüte]. Achyränthes L. 

— Blüten in der Achsel eines jeden Tragblattes 3. wovon 2 un- 
fruchtbar und in Grannenbündel verwandelt. Blütenhülle krautig, 
am Grund nicht verhärtend. Unfruchtbare Staubblätter fehlend. 
Fruchtknoten eiförmig. Samen linsenförmig, mit krustiger Schale. 
— Behaarte Halbsträucher. B. eiförmig, ganzrandig. Bl. ni 
unterbrochenen Aehren. Blh. grün, öteiHg, mit schmalen, zu- 
gespitzten Abschnitten. Fr. nicht aufspringend. (Spanien.) . 

[Pupalia]. Pupalla Juss. 

42. Fam. Nyctaginäceae, Xachtl) In menge wachse. 

Kräuter oder Halbsträucher. B. wechselständig, ungeteilt, ohne 
Xel)enb. Bl. in quirligen oder doldigen Blütenständen, regelmässig. $. 
Blh. rötlich, grünlich oder gelbhch, vereintblätterig, trichterförmig, 
mit gefaltetem, 5 lappigen, klappigen Saum. Stb. 5, mit den Lappen 
der Blh. abwechselnd, oder weniger, am Blütenboden befestigt. Stf. 
am Grunde verwachsen, ungleich lang, in der Knospe eingerollt. 
Stbt. rundhch. am Rücken befestigt, mit seitlichen Längsspalten 
aufspringend. Frkn. gestielt, schief, 1 fächerig. Gr. ungeteilt, mit 
unoeteilter N. Sa. 1. aufrecht, krummläufior. Fr. eine von der 
5 rippigen Blh. umgebene, längliche Schliessfr. Samenschale mit der 
Fruchtschale verwachsen. Keimhng gekrümmt, das spärliche Nähr- 
gewebe umgebend. Spanien. 

Einzige Gattung [Boerhavie]. Boerhävia L. 

43. Fam. Cynocrambaceae, Hundskohlgewächse. 

Einjährige, niederliegende, ästige, saftige Kräuter. B. kurz 
fi-estielt. eiförmio-, s-anzrandio- mit Xebenb. versehen. Bl. klein, ein- 
häusio- ohne verkümmerte Stb. und Frb., zu 2 — 4 in den Blatt- 
achseln oder die Ö ohne Tragb. den B. gegenüber, die O mit Yorl). 
versehen. Blh. der Ö Bl. 2 — 3 teilig, mit 5 nervigen, zurückgebogenen, 
in der Knospe klappigen Abschnitten. Blh. der O Bl. schlauch- 
förmig, 2 — 4zähnig. Stb. 9—30, getrennt. Stbt. nahe am Grunde 
befestigt. lineaHsch. Frkn. unterständig. 1 fächerig. Gr. 1. grund- 
ständig, ungeteilt. Sa. 1, aufrecht, krummläufig. Fr. nuss- oder 
steinfruchtartio-. von der häutigen Blh. umschlossen. S. hufeisen- 



94 Cynocrainbaceae, Phytolaccaeeae, Aizoacoae. 

förmig-, mit schwarzer, häutiger Sclialc. Keimling in der ]\ritte des 
fleischigen Nährgewebes gelegen, gekrümmt, mit oberem Würzelchen. 
8Eu. ( Thi'ly(fO)iaceo.e_, Sahoiaceae z. T., Urücaceae z. T.) 

Einzige f-rattung iThclygoninii L.) 

Hundskohl, Cynocrämbe (xaertn. 

44. Fam. Phytolaccaeeae, Kermesbeergewächse. 

B. wechselständig, ungeteilt, ganzrandig, ohne Xebenb. Bl. in 
Ti-auben, mit Vorb. versehen. Blh. regelmässig, 5 teilig, dachig, 
bleiljeiid. Stb. 10 — 20, am Grund der Blh. befestigt. Stbt. am 
Rücken befestigt, innen oder seitlich mit 2 Längsspalten aufspringend. 
]>lütenstaubkörner kugelig. Frkn. oberständig, 7 — 10 fächerig. X. 
7 — 10, sitzend oder auf kurzem Gr. Sa. in jedem Fach 1, grund- 
ständig, krummläuflg. Fr. beerenartig. S. nierenförmig, zusammen- 
gedrückt. Samenschale schwarz, glänzend, krustig. Keimling ring- 
förmifi'. das mehlige Nährgewebe einschliessend. SEu. l)is Oesterreich. 

Einzige Gattung (einschl. Pircunia ]\Ioq.) 

Kermesbeere, Phytoläcca L. 

45. Fam. Aizoäceae, Immergrüngewächse. 

Kräuter oder Halbsträucher. B. ungeteilt. Bl. einzeln oder 
in trugdoldigen Blütenständen, regelmässig, p . Stbt. innen mit 
2 Längsspalten sich öffnend. Frkn. mehrfächerig. Gr. oder sitzende 
N. mehrere, getrennt oder nur am Grunde verwachsen. S. mit ge- 
krümmtem, das mehlige Nährgewebe umgebenden Keimling. SEu. 

Gattungen. 

1. Blätter der Blütenliülle fast vom Grunde an getrennt: Staub- 
l)lätter nahezu unterständig. Blätter mit Nebenblättern ver- 
sehen. (Mollyginoideae) 2. 

— Blätter der Blütenhülle mehr oder wenioer weit hinauf zu 
einer bisweilen mit den Fruchtknoten verwachsenen Röhre ver- 
bunden; Staul)blätter umständig oder oberständig. Blätter 
ohne Nebenblätter. (Flco/deac) 3. 

2. Kahle Gewächse mit schmalen Blättern. Samen ohne Nabele 
wulst, mit kurzem Nabelstrang. — B. scheinbar quirlig. B. der 
Blh. o, ziemlich gleich, mit tj-ockenhäutigem Rand, dachig, 



Aizoaceae, Portulaeaceae. 95 

bleibend. Stb. 3 — 10. Frnclitknotenfächer und (jrr. 3— 5. 8a. in 
jedem Fach zahlreich. Fr. eine Kapsel. 8Eu. (Ccrriana Min., 
Pliarnaceiim L. z. T.) [Weichkraut], Mollügo L 

— Behaarte Gewächse mit breiten Blättern. Samen mit \abel- 
wulst und lansfem Nabelstrano-. — B. wechselständio; oder 
scheinbar quirlig. B. der Blh. 5, ziemlich gleich, mit trocken- 
häutigem Rand, l^leibend. Stb. 3 — 20. Fächer des Frkn. und 
Grr. 3 — 5. Sa. in jedem Fach zahlreich. Fr. eine Kapsel. 
SEu. {Mollngo L. z. T.) . . . . [iVhornkraut], Glinus L. 

3. Fruchtknoten oberständig. Kronblätter und unfruchtbare Stauli- 
blätter fehlend. Samenanlagen in jedem Fach 2 oder mehr. 
Griffel 4 — 5. — Blh. 4 — 5 spaltig. Stb. zahlreich, bündel- 
weise genähert. Frkn. 4 — 5 fächerig. Fr. eine Kapsel. Samen- 
schale lederig, braun. SEu. . . . [Immergrün], Aizoon L. 

— Fruchtknoten unterständig oder halbunterständig. Kronblätter 
oder kronljlattartige unfruchtbare Staubblätter vorhanden, 
seltener fehlend, dann aber Samenanlage in jedem Fach 1 und 
Griffel 8. (Mesemhrianthemeae) 4. 

4. Kronblätter und unfruchtl)are Staubblätter fehlend. Samen- 
anlage in jedem Fach des Fruchtknotens 1. Frucht eine Xuss 
oder Steinfrucht. — B. wechselständig, gestielt, flach, etwas 
fleischig. Bl. einzeln in den Blattachseln, gelblich-grün. Blh. 
mit höckeriger Köhre und 4 lappigem Saum. Stb. zahlreich. 
Fruchtknotenfächer und Gr. 8. Samenschale häutig. (SEu.j . 

Neuseelandspinat, TetragOflia L. 

— Kronblätter (oder kronl)lattartige unfruchtbare Staubblätter) 
zahlreich. Samenanlagen in jedem Fach zahlreich. Frucht 
eine Kapsel. — - B. fleischig. Kelchlappen ungleich. Krb. 
schmal. Samenschale krustig. SEu 

Eiskraut, Mesembriänthemum L 

46. Fam. Portulacäceae, Burzelkrautgewächse. 

Saftige Kräuter. B. ungeteilt. Bl. einzeln oder in trug- 
doldigen, oft traul^enförmigen Blütenständen, regelmässig, ^ . Kb. 
dachig. Krb. 4 — 6, dachig, abfällig. Stbt. mit 2 Längsspalten 
aufspringend. Frkn. 1 fächerig. Gr. 1, mit S — 8 N. oder narbigen 
Aesten. Sa. 2 oder mehr, grundständig, krummläufig. Fr. eine 
Kapsel. S. seitlich zusammengedrückt, kreisrund oder nierenförmig. 
Keimling gekrümmt, das mehlige Nährgewebe einschliessend. 



96 Portulacaeeae, Carvophyllaceae 

G a 1 1 u 11 g e n. 

1. Fruclitkiioten halbuntcrständig, mit vielen Samenanlagen. Staub- 
blätter 6 oder mehr. Krone gelb. Kelch abfällig. Kapsel 
mit Deckel aufspringend. — Nebenb. sehr klein, trockenhäutig. 
Bl. endständio-. Samenschale glänzend. S- und ]\IEu. . . . 

Burzelkraut, Portulaca L. 

— Fruchtknoten oberständig, mit 2 — 5 Samenanlagen. Staul)- 
blätter 3 — 5. Krone weiss. Kelch an der Frucht bleibend. 
Kapsel 3 klappig aufspringend •S. 

2. Krone ofetrenntblätteris- oder fast so. Staubblätter 5. am Grund 
der Kronblätter befestigt. — Nebenb. 0. Stb. den Krb. gegen- 
überstehend. N. 3. (MEu.) . . . Claytonie, Claytonia L. 

— Krone deutlich vereintblätterig. Staubblätter 3, am Schlund 
der Krone befestiot. — Kahle Kräutlein. B. grösstenteils 
flesenstäiidio-. Bl. sehr klein, nickend. Krb. etwas uiisleich. 
K 3. Sa. 3 Flachssalat, MÖntia L. 

47. Farn. Caryophylläceae, Nelkengewächse. 

Kräuter oder Halbsträucher. B. ungeteilt, fast immer gegen- 
ständig und ganzrandig (sehr selten wechselständig oder gesägt). 
Blütenstand trugdoldig. Bl. regelmässig. Kelchblätter oder -läppen 
4 — 5, dachig (sehr selten klappig), bleibend. Krb. in der Knospe 
dachig oder offen oder 0. Stb. 1 — 10. Stbt. mit 2 Längsspalten 
aufs})ringend. Frkn. oberständig, 1 fächerig, bisweilen am Grunde 
gefächert. Gr. mehrere oder 1 mit mehreren N. (sehr selten mit 
1 N.). Sa. an grundständigen Nabelsträngen oder auf einer freien 
mittelständigen Samenleiste, krummläufig oder umgewendet. Fr. eine 
Kapsel oder Schliessfr. Nährgewebe vorhanden. Keimling meist 
gekrümmt. (Einschl. läeceOraccae, I\i)-oni/chieae, Srlejatithaceae, 
Ahlnaceae und Siloiaceae). 

Gattungen. 

1. Kelch vom Grunde an oder (wenn Staubblätter umständig) 
von der Einfüounösstelle der Stauliblätter an sfctrenntblätterie-. 
Kronl)lätter nicht deutlich benagelt, bisweilen fehlend. Blüten- 
achse nicht stielförmig. (Alsinoldeae) 2. 

— Kelch vereintblätterig, 5 zähnig oder 5 lappig. Staubblätter unter- 
ständig. Kronblätter deutlich benagelt. Blütenachse häufig zwischen 
Kelch und Krone stielförmig verlängert. (Siletioideae) . 23. 



Caryophyllaceae. 97 

2. Samenanlage 1. Griffel 1 — 2. Frucht nicht aufspringend oder 
am Grunde zerreissend. Kronblätter schupp enförmig oder 
fehlend 3. 

• — Samenanlagen 2 oder mehr, selten (Queria) 1, dann aber 
Griffel 3, fädlich. Frucht von der Spitze aus mit Zähnen oder 
Klappen aufspringend. Kronblätter meist vorhanden und wohl 
entAvickelt 8. 

3. Blätter ohne Nebenblätter. Griffel 2, sfetrennt. — Niedrisfe 
starre EjL'äuter. B. pfriemlich, stechend, am Grunde verwachsen. 
Bl. klein, grün, einzeln oder in meist knäuelförmigen Trug- 
dolden, alle gleichartig. K. 4— 5 zähnig oder -lappig, an der 
Fr. verhärtend. Kr. 0. Stb. umständig. Sa. vom grundständigen 
Nabelstrang herabhängend. Fruchtschale häutig. Samenschale 
lederig. Keimling ringförmig, das mehlige Nährgewebe ein- 
schliessend. AYürzelchen oben . . . Knäuel, ScIeränthuS L. 

• — Blätter mit (bisweilen sehr kleinen) Nebenblättern versehen. 
Griffel 1 (bisweilen sehr kurz), mit 1 — 3 Narben ... 4. 

4. Blüten zu 3, von welchen nur die mittlere vollkommen ist, 
während die beiden seitlichen verkümmern, auf blattförmig ver- 
breitertem hohlen Stiel, von fiederteiligen Deckblättern um- 
geben. — Niedrige, 1jährige Kräuter. B. linealisch, stumpf. 
K. grün, 4teiHg; Abschnitte gekielt, 2 stachelspitzig und 2 
geflügelt. Kr. 0. Stb. 4, fast unterständig, am Grunde ver- 
wachsen. Gr. fädlich, mit 2 kurzen N. Sa. aufrecht. Frucht- 
schale häutig. Samenschale häutig. Keimling seitlich dem 
spärlichen Nährgewebe anliegend. Würzelchen unten. Malta . 

[Flügelblume], Pteränthus Forsk. 

— Blüten untereinander gleich. (Paronyckieae) 5. 

5. Kronblätter schupp enförmig. Narben 3. Fruchtschale krustig. 
— B. schmal. Bl. klein, in meist knäuelförmigen Trugdolden, 
gestielt. K. 5 teilig, mit stumpfen Abschnitten. Stb. 5, um- 
ständig. Gr. sehr kurz, 3 teilig. Sa. am grundständigen Nabel- 
strang hängend. Samenschale häutig. Keimling ringförmig, 
das reichUche Nährgewebe einschliessend. AVürzelchen oben. 
S- und MEu Hirschensprung, Corrigfola L. 

— Kronblätter borstenförmig oder fehlend. Narben 1 — 2. Frucht- 
schale häutig 6. 

6. Kelchblätter stumpf, ohne Anhängsel. — Niedergestreckte Kräuter. 
Bl. in den Blattachseln gehäuft, klein, grün. K. tief 4 — 5 spaltig. 

Thonner, Exkursionsflora. II. 7 



98 .Caryophyllaceae. 

Stb. 3 — 5, umständig. Gr. sehr kiu'z, 2spaltig oder 2 teilig. 
Sa. aufrecht, Samenschale krustig, glänzend. Keimling ring- 
förmig, das mehlige Nährgewebe umschliessend. Wüj-zelchen 
absteigend Tausendkorn, Herniäria L. 

— Kelchblätter an der Spitze oder am Rücken gehörnt oder be- 
grannt 7. 

7..S{vmen mit häutiger Schale und ringförmigem, das Nährgewebe 
umschliessenden Keimlino-. Nebenblätter meist otoss. — B. 
schmal. Bl. klein, von trockenhäutigen Deckb. umgeben. K. 
5 teilig. Stb. umständig. SEu. (Einschl. Cliaetonyrlday^ iWV?^ . 

[Nagelheilkraut], Paronychia Juss. 

— Samen mit krustiger Schale und nur wenig gekrümmtem, seitlich 
dem Nährgewebe anliegenden Keimling. Nebenblätter sehr 
klein. — Zarte, einjährige Kräuter. B. sitzend. Bl. in achsel- 
ständigen Trugdolden, mit trockenhäutigen Deckb., klein, weiss. 
K. 5 teilig, an der Fr. verhärtend. Krb. borstenförmig. Stb. 5, 
sehr klein, umständigy Grr. kurz, mit ungeteilter oder 2 lappiger 
N. Sa. aufrecht. Würzelchen unten. S- und j\IEu 

Knorpelblume, lliecebrum L. 

8. (2.) Griffel 1, ungeteilt oder in mehrere am Grunde vereinigte 
Aeste geteilt. (Polycdrpeae) V). 

— Griffel mehrere, vom Grunde an getrennt 11. 

9. Kelchblätter beiderseits mit einem borstenförmigen Zahn ver- 
sehen. — Steife einjährige Kräuter. B. pfriemlich. Nebenb. in 
Borsten geteilt. Bl. in dichten Trugdolden, sitzend, klein. 
Kb. 5, gekielt. Krb. klein oder 0. Stb. 3 — 5. Gr. 3 zähnig 
oder 3 spaltig. Sa. oo. Fr. 3 klappig. SWEu. und Sicilien . 

[Löflingie], Loeflfngia L. 

— Kelchblätter ganzrandig, ohne Zahn 10. 

10. Ki'onblätter fehlend. Blätter linealisch. — Starre Kräuter. 

Nebenb. borstenförmig. Bl. klein, in rispig oder ährig zu- 
sammengesetzten Trugdolden. Kb. 5. Stb. 3. Gr. 3 zähnig 
oder 3 spaltig. Sa. oo. Fr. 3 klajDpig. Spanien, Portugal, Italien . 

jOrtegie], Ortegia Loefl. 

— Kronblätter 5. Blätter länglich oder eirund. --- Nebenb. trocken- 
häutig. Bl. klein, in reichl)lütigen, trugdoldigen Blütenständen, 
mit trockenhäutiöen Deckb. Kb. 5, o-ekielt. Krb. klein. Stb. 
3—5. Gr. 3 spaltig. Sa. oo. Fr. 3 klappig. S- und i\JEu. . 

Nagelkraut, Polycarpon Loefl. 



Caryopliyllaceae. 99 

11. Blätter mit kleinen, trockenliäutigen Nebenblättern versehen. 
(Spergdleae) 12. 

— Blätter ohne Nebenblätter. (Alsineae) 14, 

12. Blätter eii-mid oder länoiich. Blüten in doldenförmigen Trug- 
dolden. Fruchtknoten unvollkommen 3 fächerig. — Nieder- 
liegende, blaugrüne Kräuter. B. nervenlos. Bl. klein, weiss. 
Kb. 5. Ea'b. 5, ungeteilt. Stb. 5. (rr. 3 — 4, kurz. 8a. 00, 
an grundständiger Samenleiste. Fr. 3 — 4 klappig. S. nieren- 
förmig, zusammengedrückt. SEu. . Zierspark, Telephilim L. 

— Blätter linealisch oder pfriemlich. Blüten in traubenförmigen 
Trugdolden. Fruchtknoten vollkommen 1 fächerig . . . .13. 

13. Griifel und Fruchtklappen 3. — Bl. weiss oder rot. Kb. 5. 
Krb. ungeteilt oder 0. Sa. 00. {^Tissa Adans., Arenaria L. 
z. T., einschl. Delia Dumort.) 

Schuppenmiere, Sperguläria Pers. 

— Griffel und Fruchtklappen 5. — Einjährige Kräuter. B. ge- 
huschelt. Kb. 5. Krb. 5, ungeteilt. Gr. mit den Kb. ab- 
wechselnd; Klappen der Fr. denselben gegenüberstehend. Sa. 00. 
S. zusammenoedrückt, scharfrandio oder oeflügelt 

Spark, Spergula L. 

14. Kronblätter deutlich ausgerandet, 2 spaltig oder zerschlitzt . 15. 
— - Kronblätter ungeteilt, undeutlich ausgerandet, klein gezähnelt 

oder fehlend 16. 

15. Kapsel walzenförmig. Griffel 5, den Kelchblättern gegenüber- 
stehend, sehr selten 3 — 4. — Bl. in endständigen, gabeHg 
verzweigten Trugdolden. Sa. zahlreich. Fr. gleichmässig mit 
doppeltsoviel Zähnen, als Gr. vorhanden sind, aufspringend. 
S. nierenförmig-kugelig oder seitlich zusammengedrückt . . 

Hornkraut, Cerdstium L. 

— Kapsel kugelig oder eiförmig. Griffel 3, sehr selten 2, 4 oder 
5, in letzterem Falle mit den Kelchblättern abwechselnd. — 
Bl. in rispenförmigen Trugdolden, selten einzeln. S. nieren- 
förmig-kugelig oder seitlich zusammengedrückt. (Einschl. iMrhrea 
St. Hil. und Malarhinrii, Fr.) . . . Sternmiere, Stelläria L. 

16. Griffel ebensoviel wie Kelchblätter, 4 — 5 17 

— Griffel weniger als Kelchblätter, 2 — 3 (selten 4) . . .18. 

17. Griffel mit den Kelchblättern abwechselnd. Kapsel bis zum 
Grund in ebensoviel Klappen sich spaltend, als Griffel am Frucht- 



7* 



IQQ CaiTopliyUuccae. 

knoten vorhanden sind. Blätter pfriemlich. — Rasioe Kräuter. 
Bl. gestielt, klein, weisslicli. Sa. cxd , Mastkraut. Sagfna L. 
. — Griffel den Kelchblättern geg-enüberstehend. Kapsel an der 
Spitze mit doppeltsoviel Zähnen aufsjjringend, als Griffel am 
Fruchtknoten vorhanden sind. Blätter linealisch oder lanzett- 
lich. — Einiährioe, kahle Kräuter. Bl. einzehi oder in Truo- 
dolden. gestielt. Sa. oc. Fr. walzenförmig S- und ]\lEu. 
i^Cerastiuin L. z. T.) . . . . AVeissmiere, Moenchia Ehrh. 

18. Samenanlage 1. — Einjährige, niedrige, steife Kräuter. B. 
pfriemlich. Bl. geknäuelt. Kb. 5. Krb. 0, aber den Kb. gegen- 
über meistens Hnealische unfruchtbare Stb. oder Scheiben- 
schuppen vorhanden. Stb. 10. Gr. 3. Er. bis zur j\[itte 3 klappig 
aufspringend. S. nierenförmig. SEu. . . [Querie]. Queria L. 

— Samenanlagen 4 oder mehr 19. 

19. Samenanlagen 4. Griffel 2. Kapsel bis zum Grund 2klaj)pig 
aufspringend. — B. borstenförmig. Bl. klein, in trugdoldigen 
Aehren oder Rispen. Kb. 4. Krb. 4. S. 2. SEu 

[Buffonie]. Buffonia L. 

— Samenanlagen mehr als 4. Griffel 3, sehr selten 2 oder 4. KajDsel 
3- oder mehrklappig (sehr selten 2 klappig) aufs23ringend 20. 

20. Kapsel walzenförmig. Samen schildförmig, vom Rücken her 
zusammengedrückt. — Einjährige Kräuter. Bl. in endständigen, 
doldenförmigen Trugdolden. Kb. 5. Krl). 5,. gezähnt oder aus- 
gerandet. Stb. 3 — 5. sehr selten 10. Er. an der Spitze mit 
doppeltsoviel Zähnen aufspringend, als Gr. vorhanden sind . 

Spurre, Holosteum E. 

— Kapsel kugelig oder eiförmig. Samen nierenförmig-kuuelig oder 
von der Seite her zusammengedrückt 21. 

21. Klappen der Kapsel ebensoviel als Griffel am P*l'uchtknoten 
vorhanden sind, ungeteilt. — Ausdauernde Kräuter oder Halb- 
sträucher. B. pfriemlich. selten lanzettlich. Bl. einzeln oder 
in Trugdolden, weiss, selten rot. (^Wenana L. z. T.. einschl. 
Aunnadeina (Juieh, Cherleria L., Honlenya Ehrh. und Mumartia 
Loefl.) Meierich. Alsme AVahlenb. 

— Klajipen der Kapsel doppeltsoviel als Griffel am Fruchtknoten 
vorhanden sind oder 2 spaltig 22. 

22. Samen mit Nabelwulst. — Bl. weiss. Stb. 8 — 10. Samenschale 
glänzend. (Ave)unla L. z. T.) . Nabelmiere. Moehri'ngia L. 



Caryophyllaceae. 101 

— 8amen ohne Nabelwulst. — Bl. weiss, selten rot. 8tb. 10. 
(Einschl. Gonjf'ela Robill. & Gast.) . 8andkrantj Arenaria L. 

23. (1.) Griffel oder Narben 2. Kelchrippen in ungerader Zahl, 
1, 3, 5, 7, 9 oder 11 auf jedes Kelchblatt. Kronblätter meist 
mit oedrehter Knospenla.oe. (Duiittheae) 24. 

— Griffel oder Narben 3 — 5. Kelchrippen fast immer (aus- 
genommen Diyp'i.^ infolge Verschmelzung der Randrippen in 
gerader Zahl, 2, 4, 6 oder 12 auf jedes Kelchblatt. Kron- 
blätter meist mit wechselwendig-dachiger Knospenlage. (Lych- 
fiUleae) 29. 

24. Kelchblätter durch trockenhäutige Streifen verbunden . .25. 

— Kelch ohne trockenhäutige Streifen 26. 

25. Samen schildförmig, mit mittelständioem Nabel und geradem, 
mehr oder weniger seitlichen Keimling. — B. schmal. K. 
stumpfzähnig, 5- oder 15 rippig. Krb. mit langem Nagel und 
ungeteilter oder ausgerandeter Platte, ohne Schlundschuppen. 
Stb. 10. Stempelträger kurz oder 0. Sa. 2--oo. Fr. mit 
4 Zähnen oder Klappen aufspringend. S- nnd MEu. . . . 

Felsnelke, TÜnica Scop. 

— Samen nierenförmig, mit randständioem Nabel und eekrümmtem, 
randständigen Keimung. — K. kreiseiförmig oder glockig, 5-, 
selten 15rij)pig. Krb. ungeteilt oder ausgerandet, ohne Schlund- 
schuppen. Blütenachse nicht verlängert. Stb. 10. Sa. oo. Fr. 

4 klappig. (Einschl. Banffya Baumg.) 

Gipskraut, Gysopfiila L. 

26. Kelch mit 35 — 55 Eippen, von 2 — 6 Hochblättern umgeben. 
— B. schmal. Bl. endständig, weiss oder rot. K. röhris". 
Krb. mit langem Nagel und ungeteilter oder vielteiüger Platte, 
ohne Schlundschuppen, aber bisAveilen gewimpert. Stb. 10. 
Fr. mit 4 Zähnen oder Klappen aufspringend. S. schildförmig, 
mit mittelständigem Nabel und geradem, mehr oder weniger 
seitlichen Keimung Nelke, DiänthuS L. 

— Kelch mit 5^ — ^25 meist undeutlichen Pippen, nicht von Hoch- 
blättern umgeben 27. 

27. Staubblätter 5, sehr selten 6 oder 10. Frucht 2 klappig auf- 
springend. Samen mit mittelständigem Nabel und geradem 
KeimHng. — Einjährige Kräuter. B. pfriemlich. Kelchrippen 

5 bis 15. Kelchzähne spitz. Krb. mit langem Nagel und 
kleiner, ausgerandeter oder 4 zähniger Platte, ohne Schlund- 



102 Caryophyllaceae. 

schupjjcii. al>er Insweilen oewimpert. Blüteiiachse nicht ver- 
längert. Er. linealisch. SEu [Yelezie], Velezia Tj. 

— 8taubl)lätter 10. Erucht 4 klappig aufspringend. 8amen mit 
randständioem Xabel und gekrümmtem KeimUng .... 28. 

28. Kelch hauchio', scharf 5 kantie^. Kronblätter ohne Schlund- 
schuppen. — Einjährige Kräuter. Bl. rosa. Kelchrippen 
15 — 25, undeutlich. Krb. ausgerandet oder ganzrandig, mit 
Elügelleisten am Xagel. Sa. oo. {^Saponaria L. z. T.) . . 

Kuhkraut, Vaccäria Medic. 

— Kelch nicht oder nur wenig bauchig, nicht scharfkantig, meist 
walzenförmig. Kronblätter fast immer mit Schuppen am 
Schlünde. — Kelchrippen 15 — 25, undeutlich. Krb. ganz- 
randio- oder ausg-erandet, mit Elüoelleisten am Nafi'el. Sa. oc. 

Seifenkraut, Saponaria L. 

29. (23.) Staubblätter 5. Erucht eine sj)ät und unregelmässig auf- 
springende Kapsel. — Starre Kräuter. B. schmal, stehend. 
Bl. klein, dicht-trugdoldig. Kelchröhre lang, vielrippig. Krb. 
tief 2 sjjaltig, mit Schuppen am Schlünde. Blütenachse nicht 
verlängert. Grr. 8. Sa. 3. S. 1. Keimlino- gekrümmt, randständio. 
SOEu. (bis Kärnten) und Italien . . Kronkraut, DrypiS L. 

— Staubblätter 10. Erucht eine an der Spitze mit zahnförmigen 
Klappen aufspringende Kapsel, selten eine Beere . . . 30. 

30. Griffel ebensoviel wie Kelchblätter und mit ihnen abwechselnd. 
— Behaarte Gewächse. B. linealisch. Bl. rot oder weiss. 
K. 10 rippig, mit linealischen Zipfeln, welche länger sind als 
die Krb. Krb. ohne Schuppen am Schlünde. Erkn. vollkommen 
1 fächerig. Er. mit 5 Zähnen aufspringend. S. nierenförmig. 
schwarz. Keinding gekrümmt, randständig. {Gitliago Desf., 

Lychnis L. z. T.) Raden, Agrostemma L. 

— Griffel ebensoviel wie Kelchblätter und ihnen ofeß-enüberstehend 
oder weniger .31. 

31. Eruchtknoten durchaus 1 fächerig 32- 

— Fruchtknoten ä,m Grunde mehrfächeriö- ....... 35. 

32. Ka2;)selzähne ebensoviel wie Narben 33. 

■ — Kapselzähne doppeltsoviel wie Narben 34. 

33. Kronblätter mit wechselwendig-dachiger Knospenlage. Samen 
am Nabel gebartet. — i^usdauernde Kräuter. Bl. weiss. 



Caryopliyllaceae. 103 

K. 10 rippig. Ki*b. ungeteilt, mit Schuppen am Schlünde. 
Grr. meist 5. Keimling gekrümmt, randständig. Xordspanien 

und Südfrankreich. {^Lyclüüs L. z. T.) 

[Steinbrechnelke], PetrOCÖptis A. Br. 

— ICi'onblätter mit gedrehter ivnospenlage. Samen am Nabel 
nicht gebartet. — Filzige oder behaarte Kräuter. Bl. weiss 
oder rot. K. 10 rippig. Krb. mit Schuppen am Schlünde. 
Blütenachse stielförmig verlängert. Gr. 5, selten 3 — 4. S. nieren- 
förmig, höckerig. Keimling gekrümmt, randständig. (Einschl. 
Coronaria L.) Lichtnelke, Lychtlis L. 

34. Samen am Rücken mit 2 Reihen von zahnförmigen Höckern. 
Narben 3, selten 5. — Zarte Gewächse. B. linealisch. Bl. 
weiss. K. undeutlich 10 rippig. S. nierenförmig, zusammen- 
ofedrückt. Keimlino- ffekrümmt, randständis-. Gebirge von S- 
undMEu. {Silenelj.7,.T.) . [Sonnensame], Heliosperma A.Br. 

— Samen nicht 2 reihig-liöckerig. Narben 5, selten 3 — 4. — 
K. bauchig aufgeblasen. Krb. 2 spaltig, mit Schuppen am 
Schlünde. Keimling gekrümmt, randständig. (^Lychnis L. z. T., 
einschl Wa]iU>er<jell(iYi\) . Marienröslein, Meländryum Roehl. 

35. Frucht beerenartig, später vertrocknend und unregelmässig zer- 
l)rechend. — St. kletternd. B. eirund oder länglich. K. glockig, 
aufgel)lasen, 10 nervig. Krb. grünlich-weiss, 2 spaltig, mit 
Schuppen am Schlünde. Blütenachse stielförmig verlängert. 
N. 3. Fr. schwarz. Keimling gekrümmt, randständig. S- und 
MEu. . Hühnerbiss, CucÜbaluS L. 

— Frucht eine mit Zähnen aufspringende Kapsel .... 36. 

36. Kapselzähne ebensoviel wie Narben, 5, selten 4. — Ausdauernde, 
kahle oder klebrige Kräuter. B. schmal. Bl. in Rispen, 
rot oder weiss. K. nicht aufgeblasen, mit 10 schwachen 
Rippen. Krb. mit Schuppen am Schlünde. Blütenachse stiel- 
förmio- verlänorert. S. nierenförmio- zusammengedrückt. Keim- 
hng g&krümmt, randständig. {J^yrhnls L. z. T.) 

Pechnelke, ViscäHa Roehl. 

— Kapselzähne doppelt soviel wie Narben, 6, selten 8 oder 10. 
— S. zahlreich, rundhch oder nierenförmig. Keimhng ge- 
krümmt, randständig. (Einschl. Endkmthe Rchb.) .... 

Leimkraut, Silene L. 



1()4 Nymphaeaceae. 

Keilie Ranäles, Hahiienfussartige 

48. Pam. Nymphaeaceae, Seerosengewächse. 

Im AVasser wachsende Kräuter. B. schildförmig, in der Knospe 
eingerollt. Bl. einzeln auf blattlosem Schaft, gross, regelmässig, ^ . 
Kb. 4 — 6, imterständig. Krb. und Stb. cx3. Stf. flach. Stbt. an- 
gewachsen, der Länge nach aufspringend. Frb. in Bezug auf den 
K. oanz oder srösstenteils oberständio-, cx>. entweder getrennt und 
1 samio- oder in einen vielfächerioen Frkn. mit oo N. und oo wand- 
oder scheidewandständigen Sa. verwachsen. Sa. hängend, umgewendet. 
Fr. unregelmässig aufspringend. Xährgewebe mehlig oder 0. Keim- 
ling gerade. 

Gattunoen. 

1. Fruchtblätter getrennt, in Höhlungen des verdickten und er- 
habenen Blütenbodens einoesenkt. Samenanlage in iedem Frucht- 
blatt 1. Staubbeutel aussen aufspringend. Frucht trocken. 
Samen ohne Nährgewebe. Blätter aus dem Wasser hervor- 
ragend. Blüten rosa. Südrussland. (A eluinbiuin Juss.) . . , 

Lotosblume, NelÜmbo Adans. 

— Fruchtblätter verwachsen, einen vielföcherigen Fruchtknoten 
bildend. Samenanlagen in jedem Fruchtknoten fach mehrere 
oder viele. Staubbeutel innen aufspringend. Frucht fleischig. 
Samen mit Nährgewebe. Blätter schwimmend. Blüten gelb 
oder weiss, selten rosa. (Nymphaeoideae) 2. 

2. Blüten weiss oder rosa. Kelchblätter 4. Aeussere Kronblätter 
gross. Krön- und Staubblätter an der Aussenwand des Frucht- 
knotens einsefüo-t. Narben sretrennt. Frucht unteroretaucht. 
Samen mit Samenmantel. Blatt- und Blütenstiele mit 4 — 7 
grossen Lufts^ängen. Nebenblätter vorhanden 

Seerose, Nymphaea Sm. 

— Blüten gelb. Kelchblätter 5 oder mehr. Kronblätter klein. 
Krön- und Staubblätter unterhalb des Fruchtknotens eingefügt. 
Narben teilweise verwachsen. Frucht aus dem Wasser hervor- 
ragend. Samen ohne Samenmantel. Blatt- und Blütenstiele 
mit vielen kleinen Luftgängen. Nebenblätter fehlend . . . 

Seekandel, Nuphar Sm. 



Ceratophyllaceae, Rananculaceae. 105 

49. Farn. Ceratophyllaceae^ Wasser zinkenge wachse. 

Im Wasser wachsende Kräuter mit flutenden, beblätterten 
Aesten. B. quirlig, schmal, gabelig geteilt. Bl. einzeln in den 
Blattachseln, einhäusig. B. der Blh. 6 — 12, gleichartig, grün oder 
weisshch, schmal. 8tb. 10 — 20. Stf. sehr kurz. 8tbt. lang, an- 
gewachsen, aussen der Länge nach aufspringend. Mittelband farbig, 
verlängert, meist 2 — 3 spitzig. Gr. ungeteilt. N. ungeteilt, rinnig. 
Frkn. oberständig, 1 fächerig. Sa. 1, hängend, geradläufig. Fr. 
nussartig. S. mit häutiger Schale, dünnem Nährgewebe und geradem 
Keimling mit grossem, mehrblätterigen Knöspchen. 

Einzige Gattung .... Wasserzinken, Ccratophyllum L. 

50. Fam. Ranunculäceae. Hahnenfussgewächse. 

Kräuter oder holzige Schünggewächse, selten niedrige Sträucher. 
Kb. 3 oder mehr, getrennt. Krb. dachig oder 0. Honigb. ausser- 
halb der Stb. häufig vorhanden. Stb. unterständig, selten umständig, 
meist oo. Stf. getrennt. Stbt. angewachsen, seitlich oder aussen 
mit Spalten aufspringend. Frkn. mehrere, fast immer getrennt, mit 
getrennten Gr., selten 1 einfächeriger mit ungeteiltem Gr. Sa. um- 
gewendet. S. mit kleinem, am Grunde des reichlichen Nährgewebes 
gelegenen Keimling. 

Gattungen. 

1. Vollkommene Samenanlage in jedem Fruchtblatt 1 (daneben 
bisweilen noch einige verkümmerte). SchHessfrüchte. (Ane- 
möneae) 2. 

— Vollkommene Samenanlagen in jedem Fruchtl)latt mehrere. Balg- 
früchte, seltener eine Beere oder eine Kapsel 8. 

2. Blätter gegenständig. Blütenhülle mit klappiger Knospenlage. 
— Meist holzige Schlinggewächse. Blh. kronartig, 4-, seltener 
6 — 8 blätterig. Honigb. (unfruchtbare Stb.) schmal oder 0. 
Frb. oo. Sa. hängend. Fr. kopfig angeordnet. Gr. an der 
Fr. bleibend und meist gehärtet. (Einschl. Airagene L.) . . 

Waldrebe, Clematis L. 

— Blätter wechselständig oder alle grundständig oder die oberen 
quirhg. Blütenhülle mit dachiger Knospenlage .... 3. 

3. Honigblätter (Kronblätter) mit einer Grube oder Schuppe am 
Grunde oder an der Spitze des Nagels 4 



\{){^ Kaiiiiiiciilact'iU'. 

— Moni L>b lütter (^ivronblätter) ohne Grube oder Schuppe (aber 
bisweilen mit einem Fleck am Grunde) oder fehlend . . 6. 

4. Samenanlaoen aufrecht. Frucht mit Hartschicht. — Kräuter. 
B. der Blh. (Kb.) 3 — 5. kelchblattartig, abfällig. Honigb. 
(Krl).) mit einer Grube oder »Schupjoe am Grunde, kronblatt- 
artio-, meist oross. Frb. oo. Sa. mit Bauchnaht. Gr. bleibend. 
(YÄnsGh]. .Batrachiuhi Gr., Ceratocephahis Mnch.., Cypriantlie Spch. 
und Ficavia Huds.) Hahnenfuss, Ranünculus L. 

— Samenanlaoen iiängend. Frucht ohne Hartschicht . .. . 5. 

5. Blätter der Blütenhülle (Kelchblätter) gespornt. Honigblätter 
(Kronblätter) schmal. Staubblätter wenige. Fruchtblätter 
ährenförmig angeordnet. Samenanlagen mit Rückennaht. Ein- 
jährige Kräuter mit ungeteilten Blättern und gelblichen Blüten. — 
B. grundständig, schmal. Bl. einzeln. B. der Blh. 5 — 7. 
Honigb. ebensoviel, mit einer Grube an der Spitze des Nagels. 
Frb. oo. Gr. kurz, bleibend. . Mäuseschwanz, MyoSÜrUS L. 

— - Blätter der Blütenhülle nicht gesjDornt. Honigblätter breit, 
ansehnlich. Staubblätter zahlreich. Fruchtblätter köpfchen- 
förmig angeordnet. Samenanlagen mit Bauchnaht. Ausdauernde 
Kräuter mit zerschnittenen Blättern und weissen Blüten. ■ — 
B. der Blh. 5, abfällig. Honigb. 5 — 15. Frb. oo. Gr. kurz, 
bleibend. Pyrenäen, Alpen, Karj^athen 

[Schönblume], Calliänthemum C. Mey. 

iS. Blütenhülle in Kelch und Krone geschieden. Fruchtknoten 
mit Queradern. Frucht mit Hartschicht. — ■ Aufrechte Kräuter. 
B. vielfach geteilt. Bl. einzeln, endständig, gelb oder rot. 
Kb. 5 — 8, gefärbt, abfällig. Krb. .5 — 16, gross. Honigb. 0. 
Frb. zahlreich, auf walzenförmioer Achse einofetüot. Sa. mit 

doppelter Hülle. Gr. bleibend. S- und MEu 

Teufelsauge, AdÖnis L- 

— Blütenhülle aus gleichartigen Blättchen bestehend. Frucht- 
knoten mit Längsadern oder ohne Adern. Frucht ohne Hart- 
Schicht 7. 

7. Steugelblätter quirlig, eine 3 blätterige Aussenhülle unterhalb 
der Blüten l)ildend. Fruchtknoten ohne Adern. Samenanlagen 
mit einfacher Hülle. Griffel bleibend. — Ausdauernde Kräuter 
oder Halbsträucher. B. gelappt l)is zerschnitten. Bl. end- 
ständig. B. der Blh. 4 — 20, kron])lattartig. Honigb. klein 



Hanunculaceae. 107 

oder 0. 8tb. kürzer als die BUi. Frl). oo. 8a. liänoend. 
Fr. kopfig angeordnet. (Einschl. Hepaticu Dill, und Puhütilla 
Tourn.) Windröschen, Anemone L. 

— 8tengelblätter wechselständig, keine Aussenhülle bildend, oder 
fehlend. Fruchtknoten mit Längsadern. Samenanlagen mit 
doppelter Hülle. Griffel abfällig. — Ausdauernde Kräuter. 
B. zerschnitten oder zusammengesetzt. Bl. in traubigen oder 
trugdoldigen Blütenständen. B. der Blh. 4 — 5. Honigb. 0. 
Stb. meist länger als die Blh. Frb. auf kleiner, flacher Achse 
eingefüo-t meist weniöe. 8a. hänoend 

Wiesenraute, Thall'ctrum L. 

8. (1.) Kronblätter gross. Staubblätter umständig. Fruchtknoten- 
wand fleischig. Aeussere Hülle der Samenanlagen länoer als 
die innere. Blüten einzelstehend. — Ausdauernde Kräuter. 
B. gross, wechselständig, zerschnitten. Bl. gross, rot oder 
weiss, selten gelb. Kb. 5, krautig, bleibend. Ej'b. 5 — 10, 
ohne Grube. Honigb. 0. Stb. zahlreich. Frb. 2 — 5. X. ver- 
breitert Pfingstrose, Paeonia L. 

— Kronblätter klein oder fehlend. Staubblätter unterständig. 
Fruchtknotenwand nicht fleischig (ausgenommen Actaea mit 
traubigen Blüten). Aeussere Hülle der Samenanlagen nicht 
länger als die innere oder fehlend. (Ilelleböi'eae) . . 9. 

9. Staubblätter 5 öder 10. Sträucher. — Holz gelb. B. ge- 
fiedert, mit gezähnten Blättchen. Bl. klein, in Rispen. B. 
der Blh. 5, braun, abfällig. Honigb. 5, gestielt, 2 lappig. Frb. 
5 oder 10, getrennt, sitzend, nicht geädert. 2 sämig. Fr. balg- 
artig, 1 sämig. (Deutschland.) (Zanthon'hiza L'Her.) . . . 

Gelb Wurzel, Xanthorrhfza Marsh. 

— Staubblätter zahh-eich. Kräuter 10. 

10. Blüten unregelmässio- 11. 

— Blüten regelmässig (aber bisweilen gespornt) 12. 

11. Hinteres Blatt an der Blütenhülle spornförmig, abstehend. 
Honigblätter (Kronblätter) sitzend, vorragend. — St. aufrecht. 
B. handförmig gelappt oder zerschnitten. Bl. gross, in Trauben 
oder Rispen. Blh. 5 blätterig, kronartig. Honigb. 1 — 4, w^ovon 
1 — 2 mit einem in den Sporn der Blh. hineiiu'agenden Sporn. 
Frb. 1 — 5. Samenschale etwas fleischig 

Rittersporn, Delphmium L. 



108 Kaiiunculaceae. 

— Hinteres Blatt der Blutenhülle helmartio', aufrecht. Honig- 
blätter gestielt, vom Helm der Blütenhülle eingeschlossen. — 
Aufrechte, ausdauernde Kräuter. B. bandförmig gelappt oder 
zerschnitten. Bl. gross, in Trauben oder Rispen. Blh. 5 blätterig, 
kronartig. Honigb. 2 — 5, die beiden oberen an der 8j)itze 
haubenförmig. Frb. 3 — 5. Samenschale schwammig, runzehg . 

Eisenhut, Aconi'tum L. 

12. Honigblätter (Kronblätter) gespornt. — Aufrechte, ausdauernde 
Kräuter. B. dreizählig zusammengesetzt. Bl. gross, einzeln 
oder in armblütigen Trauben oder Rispen. Blh. 5 blätterig, 
kronartig. Honigb. 5. Innere 8tb. unfruchtbar. Frb. 5. »Samen- 
schale krustig Akelei, Aquilegia L. 

— Honigblätter ungespornt oder fehlend 13. 

13. Blätter ungeteilt, gelappt oder band- oder fussförmig, 5- oder 
mehrzähho' geteilt 14. 

— Blätter dreizähUg- oder fiederig-zerschnitten oder -zusammen- 
gesetzt . 17. 

14. Blätter ungeteilt. Honigblätter fehlend. — Kahle, ausdauernde 
Kräuter. B. ganzrandig oder gekerbt, am Grunde herzförmig 
oder geöhrt. Bl. einzeln oder zu wenigen. B. der Blh. 5 — oo, 
gelb oder weiss. Frb. sitzend, mit Drüsenhaaren. S. oo , mit 
verdickter Naht ". . Dotterblume, Caltha L. 

— Blätter gespalten oder geteilt. Honigblätter vorhanden . 15. 

15. Blätter der Blütenhülle zahlreich. Honigblätter flach, mit einer 
unbedeckten Grube am Grunde. — Aufrechte, ausdauernde 
Kräuter. Bl. einzeln oder zu wenigen, gross. B. der Blh. 
gelb, abfällig. Honigb. ungeteilt. Frb. 5 — oo, getrennt, sitzend. 
8. oo Trollblume, TrÖllius L. 

— Blätter der Blütenhülle 5 — 8. Honigblätter am Grund oder 
durchaus röhrio- 16. 

16. Blätter der Blütenhülle 5, grün, weiss oder rötÜch, etwas derb, 
bleibend. Fruchtblätter sitzend oder fast so. Samenanlagen 
mit einfacher Hülle. — Aufrechte, ausdauernde Ki'äuter. B. 
meist fussförmig geteilt. B. der Blh. breit. S. oo. S- und 

MEu Niesswurz, Helleborus L. 

— Blätter der Blütenhülle 6 — 8, gelb, zart, abfälhg. Frucht- 
blätter gestielt. Samenanlagen mit dopjDelter Hülle. Niedrige, 
ausdauernde Kräuter. B. bandförmig geteilt. Stengelb. 1, 



Ranunculaceae. Berberidaceae. 109 

scheinbar eine Hülle unter der Bl. bildend. Bl. einzelnstehend. 

Frb. getrennt. MEu., Italien. Balkanhalbinsel 

AYinterlino. Eränthis Salisb. 

17. Fruchtblätter am Grunde verwachsen. Blätter fiederschnittio- 
mit sehr schmalen Abschnitten. Einjährige Kräuter. — ■ St. 
aufrecht. Bl. einzeln oder in lockeren Trauben oder Rispen. 
Blh. 5 blätterig, kronartig. Honigb. 5 — 10. zweispaltig. Erb. 
2 — 10, mehrsamig. Fr. kapselartig. S- und MEu. (Einschl. 
Garklella L.) »Schwarzkümmel, Nigella L. 

— Fruchtblätter getrennt oder nur 1 vorhanden. Blätter 3 zählig 
zusammengesetzt. Ausdauernde Kräuter 18. 

18. Fruchtblätter gestielt. Blüten einzelnstehend. — Niedrige Kräuter. 
Blättchen oesäot oder oezähnt. Blh. weiss, 5 — Gblätterio-. Honiob. 
5—6, schmal. Erb. mehrere, ohne Adern oder mit Längsadern, 
mehrsamig. Balgfrüchte. XEu. , [Schnittkraut]. Coptis Salisb. 

— Fruchtblätter sitzend. Blüten in Trauben 19. 

19. Blättchen am Clrunde ganzrandig, gegen die Spitze zu ein- 
geschnitten oder gelappt. Blüten in lockeren Trauben. — 
Xiedrioe Kräuter. Blh. weiss, 5 — Bblätterio-. Honiob. klein. 
Frb. mehrere, mehrsamioc. Balofrüchte. S- und j\lEu. . . . 

Tolldocke, Isopyrum L. 

— Blättchen o-esäo-t oder oezähnt. Blüten in dichten Trauben. — • 
St. aufrecht. Bl. klein. Blh. weiss, 3 — 5 blätterig. Honigb. 
klein, benagelt. Frb. 1 — 8, mit Queradern, mehrsamig. Mehrere 
Balgfrüchte oder eine Beere. (Einschl. Cirnicifuaa L.) . . 

Christophskraut. ActaGa L. 

51. Fam. Berberidaceae, Sauerdorngewächse. 

Kräuter oder Sträucher. B. wechselständig oder alle grundständig. 
Bl. in einfachen oder zusammengesetzten Trauben. P . B. der Blh. 
(oderKb.) 6 — 9, getrennt, abfällig, kronb lattartig, die äusseren kleiner, 
mehr kelchblattartig. Honigb. (oder Krb.) 4 — 6. Stb. 4 — 6, den 
Honiob. o-egenüber. unterständio-. Stf. oetrennt. Stbt. angewachsen, 
aussen oder seitlich mit Klappen aufspringend, welche von unten nach 
oben sich öffnen. Frkn. 1 fächerig. Gr. ungeteilt oder 0. N 1. Sa. 
wenige, grundständig, oder viele, nahtständig, umgewendet mit Bauch- 
iiaht. doppelter Hülle und unterem Keimmund. S. mit reichlichem 
Nähroewebe und oferadem oder nur wenio- gekrümmtem Keimling. 



HO Herbcridaceae, Lauraceae. 

Grattuiioen. 

1. Honioblätter 4. Staubblätter 4. Samenanlagen zablreich, naht- 
ständig. Frucht eine 2 klappioe Kapsel. Kräuter mit kriechender 
(ilrundachse. — B. zerschnitten. B. der Blh. 8, flach. Honiol^. 
oesackt oder gespornt. S. mit häutigem Samenmantel. ]\[- und 
SOEu Sockenbiume, Epimedium L. 

— Honioblätter 6. Staubblätter 6 Samenanlagen wenige, oruntl- 
ständig. Frucht eine an der Spitze oder unregelmässig auf- 
springende Kapsel oder eine Schliessfrucht oder Beere. Kräuter 
mit knolliger Grundachse oder Sträucher 2. 

2. Kräuter. Honigblätter viel kleiner als die Blätter der Blüten- 
hülle. Frucht trocken. Samenschale um den Keimling einwärts 
gefaltet. — B. zerschnitten oder zusammengesetzt. Bl. gelli. S. 
fast kugehg. SOEu [Löwenblatt], LeontiCG L. 

— Sträucher. Honiofblätter orösser oder nur wenig kleiner als 

CO o 

die Blätter der Blutenhülle. Frucht beerenartig. Samenschale 
nicht oefaltet. — Holz gelb. B. ungeteilt und zum Teil in 
Dornen verwandelt oder gefiedert. Bl. gelb, B. der Blh. 
8 — 9. N. schildförmig. Keimling gross 

Sauerdorn, Berberis L. 

52. Fam. Lauraceae, Lorbeergewächse. 

Bäume. Binde und B. ein aromatisches Oel enthaltend. B. 
wechselständig, lederig, ungeteilt, ganzrandig, fiedernervio'. ohne 
Nebenb. Bl. in Dolden oder Rispen, klein, grün, gelb oder weiss, 
rewelmässio-. Blh. mit kurzer Bohre und 4 oder 6, einander ziemlich 
gleichen, mehr oder Aveniger kronb lattartigen, in der Knospe dachigen 
Abschnitten. Stb. 8 — 14, dreireihig, umständig. Stf. getrennt, alle 
oder einioe am (Irund oder in der ]\Iitte mit 2 Drüsen. Stbt. 
aufrecht, mit 2 oder 4 Klappen von unten nach oben sich öifnend. 
Frkn. oberständig, sitzend, 1 fächerig. Gr. ungeteilt. Sa. 1, hängend, 
umgewendet. Fr. beerenartio-. S. ohne Nähruewebe, mit häutiger Schale 
und oeradem Keimlino". SEu. 

o ~ 

Gattungen. 

1. Staubl)eutel innen mit 2 Klappen aufspringend. Fruchtbare 

Staubblätter 12, selten 8 oder 14. Staubfäden alle mit Drüsen 

. versehen, selten die 2 — 4 äussersten ohne Drüsen. Blütenhülle 



Lrturaceae, Paj)uveraeeae. XU 

4 teilig. Blüten in Dolden. — Dolden anfangs von einer Hülle 
nmschlossen, bisweilen zu Büscheln oder Trauben vereinigt. 
Gr. kurz, mit wenig verbreiterter X. Beere klein, dem bleibenden 
Grund der Blh. aufsitzend, 8Eu. . Lorbeerbaum, Laurus L. 

— Staubbeutel teils aussen, teils innen mit 4 Klappen aufspringend. 
Fruchtbare Staubblätter 9, unfruchtbare 3. Staubfäden grössten- 
teils ohne Drüsen, nur die 3 innersten mit Drüsen versehen. 
Blütenhülle 6teihg. Blüten in Rispen. (Pevsoideae) . 2. 

2. Blütenhülle weiss, mit eiförmigen Abschnitten, an der Frucht 
bleibend. Frucht klein, schwärzlich. — Bl. zwitterig oder 
vielehig. N. schei])enförmig. Fr. eiförmig. (Sj)anien und 
Portugal). {Ferren Gaertn. z, T,) . [P h ö b u s 1 o r b e e r] , Phoebe Ns, 

— Blütenhülle gelb, mit länglichen Abschnitten, abfällig. Frucht 
gross, grünlich. — Bl. zwitterig oder vielehig, N. scheiben- 
förmig. Fr. verkehrt-eiförmig oder länglich. (Spanien und 
Portugal) Avocadobirne, PerSGa Gaertn. 

Reihe Rhoeadales, Mohnartige, 

53. Fam. Papaveräceae, Mohngewächse. 

Kräuter. B. wechselständig (selten die oberen gegenständig), 
gelappt bis zerschnitten (sehr selten ungeteilt), ohne Nebenb. Bl. $ . 
Blh. getrenntblätterig, dachig, abfällig, aus 2 Kb. und 4 Krb., 
selten (Papa c er) aus 3 Kl), und 6 Ki-b. bestehend. Stb. unter- 
ständig oder fast so, getrennt, 4, 6 oder oo. Stbt. aufrecht, der 
Länge nach aufspringend. Frkn. oberständig. Sa. wand-, Scheide- 
wand- oder fast grundständig, aufsteigend oder wagrecht, umgewendet 
oder krummläufig. Fr, trocken. S, mit kleinem, am Grunde des 
reichlichen, fleischigen oder ölioen Nähroewebes oelegenen Keimling, 
(Einschl. Fumariaceac^ 

Gattungen. 

1. Staubblätter 2, dreispaltig (oder 6, in zwei Bündel verwachsen). 
Staubbeutel teils (der mittlere eines jeden Bündels) mit beiden 
HäH'ten versehen, teils auf eine Hälfte beschi-änkt. Krone 
am Grund mit einem Sporn oder einer Aussackung. Blüten 
in Trauben. Gewächse ohne Milchsaft. (Fumarioideac) . 2. 

— Staubblätter 4 oder zahlreich. Staubbeutel alle mit beiden 
Hälften versehen. Krone ungespornt. Blüten einzelnstehend 



212 Papaveraeeae. 

oder in Dolden oder Truodolden. Meist milchsaftführende 

CT' 

Gewächse 4. 

2. Samenanlage 1. Frucht nicht aufsjjrinoend. kugelior oder zu- 
sammengedrückt und l)eiderseits 1 nervig. — B. zerschnitten. 
Kb. schui3penförmio-. Innere Krb. gekielt oder geflügelt. 
Samenleisten 2. wenig vorspringend, die eine unfruchtbar. Gr. 
ungeteilt. X. 1 — 4. S. ohne Anhang. (Einschl. Platycapnos 
Beruh.) Erdrauch, Fumäria L. 

— Samenanlagen 2 oder mehr. Frucht entweder aufspringend 
odei- zusammengedrückt und beiderseits 3 nervig .... 8. 

3. Samenanlas^en 2. Frucht eine Schliessfrucht. — Xiedrioe 
Kräuter. B. zerschnitten, fleischio-. Trauben endständib- arm- 
blutig. Kb. schuj)penförmig. Krb. weiss oder rot, die inneren 
gekielt oder geflügelt. Samenleisten 2, wenig vorspringend. 
Gr. uneeteilt, oberhalb des Frkn. oeoliedert. abfällio-. X. un- 
deutlich gelapj^t. S, ohne Anhang. SWEu 

[Safterdrauch]. SarCOCäpnOS DO. 

— Samenanlagen meist mehr als 2. Frucht eine Kapsel. — B. 
zerschnitten. Innere Krb. oekielt oder oeflüoelt. Samenleisten 2. 
wenig vorspringend. Gr. ungeteilt. X. ungeteilt oder 2 lappig . 

Ho hl würz. Corydalis DC. 

4. Staubblätter 4. Kronblätter paarweise ungleich. — B. zer- 
schnitten. Krb. gelb, selten weiss oder rötlich, meist 31aj)pig. 
die beiden inneren tiefer oeteilt oder schmäler. Sa. oo. an 
wenig vorsijringenden wandständigen Samenleisten. Griifel- 
äste 2, gegen die Spitze zu narbig, mit den Samenleisten ab- 
wechselnd. Fr. linealisch, meist quergefächert und in Glieder 
zerfallend. S- und MEu. . . . Gelbäuglein, HypeCOUm L. 

— Staubblätter zahlreich. Kronblätter einander gleich. (Pajyo- 
veroldeae) o. 

5. Kelchblätter mützenförmig verwachsen und zusammen abfallend. 
Krön- und Staubblätter schw^ach umständio-. Xarben 4. ab- 
stehend, dopi^eltsoviel wie Samenleisten. Frucht mit 2 Klappen 
aufspringend, welche die Samenleisten tragen. — B. zerschnitten. 
Bl. gelb. Samenleisten wenig vorspringend. Gr. kurz. X. 
linealisch. Fr. linealisch, bis zum (rrund aufspringend. S. ohne 
Anhang. (]\IEu.) . . [Eschscholtzie]. Eschschöltzia Cham. 

— Kelchldätter getrennt. Krön- und Staubblätter unterständig. 
Xarben oder Xarbenlappen 2 — 16: wenn 4, dann entweder 



Papaveraceae. 113 

ebensoviel wie Samenleisten oder 2 aufrecht und 2 abstehend. 
Frucht mit Klappen, die sich von den Samenleisten lösen, oder 
mit Löchern oder nicht aufspringend 6. 

6. Narben oder Narbenlappen 2, mit den 2 Samenleisten ab- 
wechselnd. Blüten in armblütioen Dolden. — Aufrechte Kräuter 
mit gelbem Saft. St. verzweigt, an den Knoten verdickt. B. 
zerschnitten. Krb. gelb, in der Knospe zerknittert. Samen- 
leisten wenig vorsjDringend. Gr. deutlich entwdckelt. Fr. HneaHsch, 
ohne Scheidewand, bis zum Grund aufspringend. S. mit kamm- 
förmigem Anhang Schellkraut, ChelidÖnium L. 

— Narben oder Narbenlappen 3 oder mehr (sehr selten 2), eben- 
soviel wie Samenleisten und ihnen gegenüberstehend oder mehr. 
Blüten einzeln oder zu zweien, seltener in lockeren Trauben, 
Rispen oder Trugdolden. (Paj^avereae) ...... 7. 

7. Samenleisten 2 — 3. Narben oder Narbenlappen 2 — 4. Frucht 
HneaHsch, bis zum Grund 2 — 3 klappig aufspringend . . 8. 

— Samenleisten und Narben oder Narbenlappen je 4 — 16. Frucht 
ländlich, eiförmio- oder ku^eHo- nur in ihrem oberen Teile 
4 — 16 klappig oder -löcherig aufspringend 9. 

8. Narbe mit 2 aufrechten und 2 abstehenden Lappen. Frucht- 
knoten und Frucht mit falscher Scheidewand. Kronblätter in 
der Knospe gerollt, gelb oder rotgelb. — Milchsaft gelb. Frb. 
2, selten 3. Gr. kurz oder fast 0. S. gi-ubig 

Hornmohn, GlaÜCium Juss. 

— Narbe mit 3 (selten 2) kopfig zusammenschliessenden Lappen. 
Fruchtknoten und Frucht ohne Scheidewand. Kronblätter in 
der Knospe zerknittert, violett. — B. zerschnitten. Frb. 3, 
selten 2. Samenleisten wenig vorspringend. N. sitzend. S. 
grubig, ohne Anhang. SEu. . . [E.oemerie], Roemeria Med. 

9. Griffel deutlich entwickelt. Milchsaft gelb. — Knospen nickend. 
N. strahHg. Fr. längHch oder eiförmig, mit kurzen Klappen 
aufspringend. S. grubig. WEu 

[Scheinmohn], MecOllÖpsis Vigu. 

— Griffel sehr kurz oder fehlend. Milchsaft weiss. — Knospen 
nickend. N. strahlig. Samenleisten meist weit vorspringend. 

"^Fr. mit ganz kurzen Klappen oder nicht aufspringend. S. 

f grubig, ohne Anhang Mohn, Papäver L. 

Thonner, Exkursionsflora. II. 8 



2]^ 4 Cruciferae. 

54. Farn. Cruci'ferae, Kreuzblütler 



'? 



Kräuter oder Halbsträucher. Saft wässerig. Nebenb. (aber 
B. oft am Grunde geöhrt). Bl. in Trauben, selten einzeln, p. 
Kb. 4, getrennt, dachig. Krb. 4, getrennt, dachig, selten 0. Stb. 6, 
wovon 2 kürzer als die übrigen, selten weniger, fast immer unter- 
ständig. Stbt. mit 2 Längsspalten aufspringend. Frkn. oberständig, 
1 fächerig, mit 1 — 2 wandständigen oder 1 grundständigen Samen- 
leiste, oder 2- (sehr selten 3 — 4-) fächerig oder der Quere nach 
mehrfachen sc. Gr. 1, una^eteilt, bisweilen fast 0. N. mehr oder 
weniger deutlich 2 lajDpig oder 2 teilig. Sa. krummläufig oder um- 
gewendet. Fr. eine 2- (sehr selten 3 — 4-) klappige Kapsel oder eine 
Schhess- oder Spaltfr. S. ohne Kährgewebe, sehr selten mit ge- 
ringem Nähroewebe. KeimUns- eekrümmt; Würzelchen entweder 
dem Rücken des einen Keimb. auf Hegend (..Keimhng rückenwurzelig") 
oder der Seitenkante der beiden Keimb. anliegend (..Keimling 
seitenwurzelig"). 

Gattungen. 

1. Haare verzweigt (wenigstens am Grunde), bisweilen mit un- 
verzweigten vermischt. (Hespeindeae) 2. 

- — Haare unverzweigt oder fehlend. (Slndpeae) .... 35. 

2. Frucht eine ünealische, seltener lineal-lanzettliche oder Hneal- 
längliche Schote (mindestens 4 mal so lang als breit) . . 3. 

— Frucht ein längHches bis kugeÜges Schötchen (etwa 1 — 3 mal 
so lang als breit) 18. 

3. Frucht mit vielen, zweireihig übereinander liegenden Fächern, 
nicht aufspringend oder der Quere nach sich spaltend . . 4. 

— Frucht mit 2 nebeneinander liegenden Fächern (selten 1 fächerig), 
der Länge nach aufspringend 5. 

4. Haare alle sternförmig verzweisft. Kelchblätter am Grunde 
nicht gesackt. Längere Staubfäden paarweise verwachsen. 
Griffel kurz. Narbenlappen abstehend. Keimling rückenwurzehg. 
— Kr. ffelb oder rot. Fr. gekrümmt. Südi'ussland . , . 

[Gabelfaden], Sterfgma DC. 

— Haare grösstenteils einfach, mit wenigen verzweigten unter- 
mischt. Seithche Kelchblätter am Grunde gesackt. Staub- 
fäden getrennt. Griffel lang. Narbenlappen aufrecht. Keim- 



Cruciferae. 1X5 

ling seitenwurzelig. — Kr. gelb oder rot. Fr. gekrümmt, 
geschnäbelt. Hussland, Rumänien, 8üdfrankreich 

[SiDaltsame], Chorfspora DC. 

5. Klappen der Frucht an der Spitze mit 1 — 2 hornförmigen 
Auswüchsen 6. 

— Klappen der Frucht an der Spitze ohne Auswüchse . . 7. 

6. Klappen der Frucht gekielt, mit 1 hornartigen Fortsatz. 
KeimUns- seitenwurzeHo-. Kronblätter s-elbHch, länoiich, — 
Liegende Kräuter mit angedrückten, 2 spitzigen Haaren. B. 
schmal, ungeteilt. Bl. klein. Kb. nicht gesackt. Nur seit- 
hche Honigdrüsen. S. wenig, eim'eihig, flach, länglich, nicht 
gerändert. Spanien . . . [Eückenhorn], NotoceraS R- Br. 

— Klappen der Frucht gewölbt, 3 nervig, mit 2 hornartigen Fort- 
sätzen. Keimhng rückenwurzehg. Kronblätter weiss, breit. — 
Einjährige Elräuter. B. schmal, ungeteilt. Bl. klein. Kb. 
nicht gesackt. Xur seitliche Honigdrüsen. Fr. kurz. N. sitzend. 
S. wenige, 1 reihig, nicht gerändert. Südrussland. i^Xotoceras 
DC. z. T.) [Vierspitz], Teträcme Bge. 

7. Narbenlappen lang, aufrecht oder zusammenneigend, jedoch 
bisweilen verwachsen, so dass die Narbe am Griffel herabläuft. 
Seitliche (zu beiden Seiten der seitlichen Staubblätter gelegene) 
Honigdrüsen allein vorhanden 8. 

— Narbenlaj)pen kurz, abstehend, bisweilen nur sehr schwach 
entwickelt. Seitliche und meist auch noch nach vorn und 
hinten fallende, manchmal zu einem Ring zusammenfliessende 
Honigdrüsen vorhanden 12. 

8. Samen flach, mit seitenwurzelioem KeimUne" 9. 

— Samen dick, mit rückenwurzehgem Keimling 10. 

9. Scheidewand der Frucht dünn. Narbenlappen aufrecht, ohne 
Auswuchs. Haare vorwiegend einfach. — Ausdauernde Kräuter 
mit Drüsenhöckern. Krb. benagelt, rot. Fr. kurz. KlajDpen 
flach, 1 nervig. Gr. kurz. Scheidewand mit 2 Faserstreifen. 
S. kreisrund, meist 2 reihig. Nordrussland und Spitzbergen. 
(Einschl. Xewoloma Andrz.) . . . [Parrye], Pärrya R. Br. 

— Scheidewand der Frucht dick. Narbeiilappen zusammenneigend, 
aussen mit einem Auswuchs versehen. Haare vorwiegend ver- 
zweigt. — Grau behaarte Gewächse mit Drüsenhöckern. Seit- 
üche Kb. gesackt. Krb. benagelt. Scheidewand kleinmaschig, 
faserig. S. 1 reihig. S- und WEu. . Levkoje, Matthfola R. Br. 

8* 



WQ Cruciferae. 

10. Klappen der Frucht 1 nervig. Scheidewand dick, fast schwammig. 
Samen 2 reihig. Kelchblätter am Grunde nicht gesackt. — 
Kleine, ästige, 1 jährige Kräuter. Drüsenhaare o. B. faden- 
förmig, ungeteilt oder vielteilig. Bl. klein, achselständig. Kb. 
schmal. Krb. schmal, weisslich oder rötlich. Längere Stf. 
vereint. Fr. sjDät aufspringend. Klappen ziemhch flach. 
Narbenlappen zusammenneigend. S. zahlreich und sehr klein. 
Südrussland [Dünnling], Leptäleum DC. 

— Klappen der Frucht 3 nervig. Scheidewand dünn, häutig. 
Samen Ireihiff. SeitHche Kelchblätter am Grunde ^esackt . 11. 

11. Rahmen der Frucht (stehenbleibende Samenleisten) gekielt. 
Xarbenlappen aufrecht. Drüsenhaare vorhanden. — Aufrechte 
Kräuter. KJrb. benagelt, rot oder gelb. Stf. getrennt. Klappen 
der Fr. gekielt. Scheidewand quergeteilt, ohne Fasern. S. 
länghch Nachtviole, Hesperis L. 

— Bahmen der Frucht stumpf. Narbenlappen zusammenneigend 
oder verwachsen. Drüsenhaare fehlend. — Kb. schmal. Krb. 
weiss oder rot. Scheidewand der Fr. ohne Fasern. S. nicht 
gerändert. SEu. und südhches MEu 

Malcolmie, MalcÖlmia R. Br. 

12. Klappen der Frucht flach, mit schwachem Mittelnerv. — Haare 
abstehend. Krb. ungeteilt, weiss, selten gelblich, rötlich oder 
bläulich. Fr. sitzend. Scheidewand ohne Fasern. Griifel- 
spitze unterhalb der narbigen Oberfläche abgestutzt oder etwas 
vertieft. S. einreihio- flach. Keimhno- seitenwurzelisf . . . 

Gänsekresse, Arabis L. 

— Klappen der Frucht gewölbt oder durch den starken Mittel- 
nerv gekielt 13. 

13. Seithche Honigdrüsen allein vorhanden. — Ausdauernde, rasige 
Kräuter. Haare mehrfach verzweigt. B. schmal, ungeteilt. 
Kb. nicht gesackt. Kr. rot, selten weiss. Klappen der Fr. 
gewölbt. Scheidewand ohne Faserschicht. S. etwa 10, nicht 
gerändert. Keimling rückenwurzelig. Ostalpen und arktische 
Gebiete [Braye], Braya Sternb. et Hpe. 

— Seitliche und ausserdem nach vorn und hinten fallende, bis- 
weilen ringförmig verwachsene Honigdrüsen vorhanden . 14. 

14. Honigdrüsen getrennt. Griff'elspitze unterhalb der narbigen 
Oberfläche deutlich 2 lappig, mit nicht scharf abgegrenzter 
Narbe 15. 



Oruciferae. 117 

— Honigdrüsen ringförmig verwachsen. Grriffelspitze unterhalb 
der narbigen Oberfläche abgestutzt oder etwas vertieft, mit 
scharf abgegrenzter Narbe 16. 

15. Samen flach, mit seitenwurzeligem Keimling. — B. ungeteilt, 
schmal. Seitliche Kb. gesackt. Krb. benagelt, gelb oder rot. 
Klappen oder Fr. gekielt oder flach mit starkem Mittelnerv. 
S. einreihig. S- und MEu. . . Goldlack, Cheiränthus L. 

— Samen dicklich, mit rückenwurzeligem Keimling. — B. schmal. 
Krb. gelb, selten rot. Klappen der Fr. gekielt oder gewölbt, 
mit starkem Mittelnerv. S. länglich, nicht oder nur an der 
Spitze gerändert, meist einreihig. (Einschl. Sy venia Andrz.) . 

Schotendotter, Erysimum L. 

16. Krone gelb. Scheidewand der Frucht mit zwei Faserbündeln. 

— B. fiederteilig. Kb. aufrecht. Fr. gestielt. Gr. kurz. 
Klappen der Fr. gewölbt, mit starkem Mittelnerv. S. ein- 
reihig, dicklich, nicht gerändert, mit rückenwurzeligem Keim- 
ling, ißlsymhrium L. z. T., einschl. Huguenlnia E,chb.) . . . 

Wallsamen, Descuram'ia Wb. et Benth. 

— Krone weiss oder gelblich-weiss. Scheidewand der Frucht 
ohne Fasern 17. 

17. Frucht sitzend. Samen flach, mit seitenwurzeligem Keimling. 

— Haare abstehend. Kb. kurz. S. meist 2 reihig. (^AraOis 
L. z. T.) Turmkraut, TÜrritis L. 

— Frucht gestielt. Samen dicklich, mit rückenwurzeligem Keim- 
ling. — Kr. weiss. Gr. kurz. S. meist 1 reihig. {^Arabis . 
L. z. T., Stsynibriuni L. z. T.) 

Gänserauke, Stenophrägma Celak. 

18. (2.) Frucht 1 sämig, nicht aufspringend 19. 

— Frucht 2- oder mehrsamig, 2 klappig aufspringend, selten 
(Bunias, Euclidium) nicht aufspringend 20. 

19. Stengelblätter linealisch. Staubfäden gezähnt. Fruchtknoten 
1 fächerig. Narbe sitzend. Fruchtstiel zurückgebogen. Frucht 
linsenförmig. Keimling seitenwurzelig. — Kleine Kräuter 
mit Sternhaaren. Kb. nicht gesackt. Kr. gelb oder weisslich. 
Nur seitliche Honigdrüsen. S. nicht gerändert, vom auf- 
steigenden Nabelstrang herabhängend. SEu 

[Schildchen], Clypeola L. 

— Stengelblätter pfeilförmig. Staubfäden nicht gezähnt. Frucht- 
knoten 2 fächerig. Griffel fädlich. Fruchtstiel aufrecht-ab- 



2]^g Cruciferae. 

stehend. Frucht fast kugelig. Keimling rückenwurzelig. — 
Einjährige aufrechte Kräuter mit 2 — 3 spaltigen Haaren. Kl), 
abstehend, nicht gesackt. Kr. gelb. Nur seitliche Honig- 
drüsen. Fr. kurz gestielt, mit gegitterter Schale. S. wagrecht, 
nicht gerändert Finkensamen, Neslia Desv. 

20. Frucht in der Richtung der Scheidewand zusammengedrückt; 
Scheidewand sehr schmal; Klajjpen kielförmig .... 21. 

— Frucht parallel zur Scheidewand oder nicht zusammengedrückt; 
Scheidewand so breit wie die Frucht; Klappen flach oder 
gewölbt 22. 

21. Frucht dreieckig oder herzförmig, an der Sj)itze verbreitert 
und oft ausgerandet. — Einjährige Kräuter. Kb. abstehend, 
nicht Q-esackt. Kr. weiss. Grr. kurz. S. co, nicht oeflüoelt . 

Täschelkraut, Capsella DC. 

— Frucht länglich, lanzettlich oder eiförmig, an der Spitze ab- 
gerundet oder zugespitzt. — Kb. nicht gesackt. Kr. weiss. 
Gr. kurz oder 0. (Einschl. Noccaea E,chb.) 

Gemskresse, Hutchmsia R. Br. 

22. Kelchblätter zusammenneigend, die seitlichen am Grunde mit 
sackförmiger Vertiefung 23. 

■ — - Kelchblätter aufrecht oder abstehend, nicht oesackt . . 25. 

23. Staubfäden geflügelt. Samen ohne Flügel. — Niedrige, aus- 
dauernde Kräuter. Kr. rot. selten weiss. Seitliche Stf. meist 
gezähnt. Gr. schlank. Klaj^pen der Fr. gewölbt. Keimling 
seitenwurzelig. SOEu. und Italien 

[Aubrietie], Aubrietia Adans. 

— Staubfäden nicht geflügelt, aber bisweilen mit zahuförmigem 
Anhänosel. Samen oeflüoelt 24. 

24. Staubfäden zum Teil (die kürzeren) gezähnt. Klappen der 
Frucht flach. — Ausdauernde Kräuter oder Halbsträucher. 
Haare vielstrahlig. Krb. länglich, gelb oder rot. SOEu., 
Italien, Frankreich. {^Farsetia Desv. z. T., einschl. Brachi/pns 
Ledeb.) [Fibigie], Fibfgia Med. 

— Staubfäden nicht gezähnt. Klappen der Frucht gewölbt. — 
• — Ausdauernde Kräuter. Krb. gelb. Gr. schlank. S. zahl- 
reich. SEu. und Eheinländer 

Blasenschötchen, Vesicäria Lam. 

25. Kronblätter 2 spaltig. Staubfäden, wenigstens die kürzeren, 
am Grunde e-ezähnt 26. 



Cruciferae. 2^19 

— Kronblätter ungeteiltj seltener (JJraba) 2 spaltig, dann aber 
Staubfäden nicht gezähnt 27. 

26. Frucht fast kugelig. Klappen hart, gewölbt. Scheidewand 
mit Fasern. Fächer 1 sämig. — Ausdauernde, hohe Kräuter 
mit Sternhaaren. B. ungeteilt. Kr. weiss. Nur seitliche 
Honigdrüsen. Gr. lang. Bulgarien. {Ptüotriclmm C. Mey. 
z.T.) . . [Schuppenhaar], LepidÖtrichum Velen. et Bornm. 

— Frucht ei- oder scheibenförmig. Klappen häutig, meist flach. 
Scheidewand ohne Fasern. Fächer mehrsamig. — Hohe Kräuter 
mit verzweigten Haaren. Kr. weiss, rötlich oder gelb. Nur 
seitliche Honigdrüsen. Gr. lang. S. gerändert. {Alyssum L. 
z. T., Farsetla B,. Br. z. T.) . . Wegkresse, Berteroa DC. 

27. Samen 2 — 4. Krone weiss oder rot 28. 

— Samen 10 oder mehr, seltener weniger, dann aber Krone 
gelb 30. 

28. Einjährige Kräuter. Frucht nicht aufspringend, mit derber, 
holziger Scheidewand. — Steife Kräuter. B. gestielt. Bl. 
sehr klein, fast sitzend. Kr. weiss. Nur seitliche Honig- 
drüsen. Stf. nicht gezähnt. Fruchtstiele aufrecht. Fr. ei- 
förmig, geschnäbelt, glatt, 2 sämig, S. flach, hängend, an sehr 
kurzem Nabelstrang, mit seitenwurzeligem Keimling. OEu., 
Oesterreich, Schweiz . Schnabelschötchen, Eucirdium B. Br. 

— Ausdauernde Kräuter oder Halbsträucher. Frucht 2 klappig 
aufspringend, mit häutiger Scheidewand 29. 

29. Seitliche Honigdrüsen allein vorhanden. Scheidewand der 
Frucht ohne Fasern. — Krb. breit. Stf. nicht gezahnt. Fr. 
eirund oder elliptisch. SEu. (^Alyssum L. z. T., Koeniga 
R. Br. z. T.) [Federhaar], Ptilotrichum C. Mey. 

— Seitliche und ausserdem 2 nach vorn und hinten fallende 
borstliche Honigdrüsen vorhanden. Scheidewand der Frucht 
mit zerstreuten Fasern. — Haare 2 spitzig. Krb. breit. Stf. 
nicht gezähnt. Fr. flach, eirund oder elliptisch. S. gerändert. 
SEu. (^Alijssum L. z. T., Koeniga B. Br. z. T.) 

[Lappenhaar], LobulärJa Desv. 

30. Staubfäden (wenigstens die längeren) mit Zähnen versehen, 
seltener ohne solche, dann aber Samen 2 — 8 .... 31. 

— Staubfäden ohne Zähne. Samen 10 oder mehr . . . 33. 



220 Cruciferae. 

31. Seitliche und nach vorn und hinten fallende Honigdrüsen 
vorhanden. Frucht nicht aufspringend. Keimling rücken- 
wurzelig, mit spiralig eingerollten Keimblättern. — Kräuter 
mit Drüsenhöckern. Bl. ziemlich gross, deutlich gestielt. Kr. 
gelb. Stf. nicht gezähnt. Fr. eirund oder viereckig, ge- 
schnäbelt, 2 — 4fächerig mit 1 — 2 sämigen Fächern. S. hängend, 
mit sehr kurzem Nabelstrang. (Einschl. Enicago Tourn.) . 

Zackenschote, BÜniaS L. 

— Seitliche Honigdrüsen allein vorhanden. Frucht 2 klappig 
aufspringend. Keimling seitenwurzelig, mit nicht eingerollten 
Keimblättern 32. 

32. Samen in jedem Fach der Frucht 1 — 6, selten 8, dann aber 
Klappen flach. Oberhautzellen der Scheidewand mit zahl- 
reichen parallelen Teilungswänden. — Haare sternförmig 
verzweigt. B. ungeteilt. Kr. gelb oder gelblich- weiss. Fr. 
elliptisch bis kreisrund. Klappen netzaderig, am Grund mit 
Mittelnerv. (Einschl. Aunuia Desv., Meniocus Desv., Odont- 
arrhena C. Mey. und Psilonema C. Mey.) 

Steinkraut, AlySSUm L. 

— Samen in jedem Fach 8 — 10. Klappen gewölbt. Oberhaut- 
zellen der Scheidewand nicht der Quere nach geteilt. — 
Längere Stf. geflügelt, innen gezähnt. Fr. eirund bis länglich. 
Gr. deutlich. Russland und Galizien. {Alyssinn L. z. T.) . 

[Schivereckie], Schivereckia Andrz. 

.33. Klappen der Frucht mehr oder weniger flach. Keimling 
seitenwurzelig. — B. ungeteilt. Kb. kurz. Kr. weiss oder 
gelb. Nur seitliche Honigdrüsen. Fr. länglich oder eirund. 
Mittelnerv der Klappen zart. S. nicht gerändert, mit borsten- 

förmigem Nabelstrang. (Einschl. KropJdla DC.) 

Hungerblümchen, Draba L. 

— Klappen der Frucht gewölbt. Keimling rückenwurzelig . 34. 

34. Samen etwa 10, mit freiem Nabelstrang. Frucht länglich 
oder eiförmig. Krone weiss oder rot. Ausdauernde Kräuter 
mit mehrfach verzweigten Haaren. — B. schmal, ungeteilt. 
Bl. in Doldentrauben. Kb. kurz. Nur seitliche Honig- 
drüsen. Klappen der Fr. 1 nervig. S. nicht gerändert. Nabel- 
strang borstenförmig. Arktische Gebiete 

[Braye], Braya Sternb. et Hpe. 



Cruciferae. 121 

— Samen zahlreich, mit am Grund an die Scheidewand an- 
gewachsenem Nabelstrang. Frucht verkehrt-eiförmig. Krone 
gelb. Einjährige Kräuter mit 2 spitzigen Haaren. — Stengelb. 
pfeilförmig, ungeteilt. Kb. kurz. Nur seitliche Honigdrüsen. 
Klappen der Fr. netzaderig, mit deutlichem Mittelnerv, ge- 
schnäbelt. S. nicht geändert. (Chamaelina Crtz.) .... 

Flachsdotter, Camelina Crtz. 

35. (l.) Frucht eine linealische, selten lineal-lanzettliche oder 
lineal-längliche Schote, mindestens 4mal so lang als breit . 36. 

— Frucht ein längliches bis kugeliges Schötchen, etwa 1 — 3 mal 
so lang als breit 58. 

36. Frucht der Quere nach in 4 oder mehr Fächer oder Glieder 
geteilt, nicht aufspringend oder der Quere nach in Stücke 
zerfallend 37. 

— Frucht der Quere nach nicht oder nur in 2 (selten 3) Fächer 
oder Glieder geteilt, meist der Länge nach mit 2 Klappen 
aufspringend 39. 

37. Samen teils (die unteren) hängend mit gefalteten Keimblättern, 
teils (die oberen) aufrecht mit nicht gefalteten Keimblättern. 
Blüten, wenigstens die unteren, mit Deckblättern. — Ein- 
jährige, ästige, rauhe Kräuter. Untere B. fiederteilig. Bl. 
in Trauben, Blüten- und Fruchtstiele aufrecht. Kb. zusammen- 
schli essend. Kr. gelblich oder rötlich. Fr. gekrümmt, ziem- 
lich flach, ohne Läugsscheidewand, 1 — 4 hängende und 3 — 6 
aufrechte S. enthaltend. S. eiförmig. Keimling rückenwurzelig. 
Griechenland und Kreta 

[Gelenkfrucht], Enarthrocärpus Labill. 

— Samen alle hängend, mit gefalteten Keimblättern. Blüten 
ohne Deckblätter 38. 

38. Frucht 4 kantig. Samen eiförmig. Fruchtstiele herabgebogen. 
Krone rosa oder violett, dunkler geädert. Ausdauernde, stengel- 
lose Kräuter mit einzelnstehenden grundständigen Blüten. 
■ — B. fiederteilig. Kb. zusammenschliessend, die seitlichen 
gesackt. Gr. lang. S. einreihig. Südfrankreich. (RaJf'eJialdla 
Godr.) [Cossonie], CoSSOtlia Dur. 

— Frucht walzenförmig, glatt oder mit mehreren Längsstreifen. 
Samen kugelig. Fruchtstiele aufrecht oder abstehend. Krone 
weiss oder gelblich, meist rot geädert. Ein- oder zwei- 
jährige, ästige Kräuter mit traubigen Blüten. — Untere 



]^22 Cruciferae. 

B. fiederteilig. Ivb. aufrecht, die seitlichen gesackt. Gr. 
schlank. Fr. entweder quer gegliedert mit einreihigen S. oder 
ungegliedert mit zweireihigen S. (^Bajihanus L., einschl. 
BJiajihanistriwi Gaertn.) Rettich, Rhäphanus L. 

39. Klappen der Frucht gewölbt 40. 

— Klappen der Frucht flach oder gekielt 47. 

40. Frucht der Quere nach in 2 (selten 3) gleiche Fächer ge- 
teilt, nicht aufspringend oder der Quere nach zerfallend. 
Krone blassrosa. Blätter ungeteilt. — Einjährige, kahle 
Kräuter. Kb. aufrecht, nicht gesackt. Fruchtstiele herab- 
gebogen. Fr. gekrümmt, 4kantig. S. länglich oder eirund, 
mit kurzem Nabelstrang. Keimling rückenwurzelig. Süd- 
russland und Türkei . . . [Goldbachie], Goidbächia DC. 

— Frucht der Quere nach nicht oder in 2 ungleiche Fächer 
geteilt, der Länge nach aufspringend. Krone weiss oder 
gelb, selten violett, dann aber Blätter fiederteilig . . -,41. 

41. Frucht deutlich 2 gliederig, im unteren 2 klappig aufspringenden 
Grlied mehrere hängende, im oberen nicht aufspringenden 1 — 2 
aufrechte Samen enthaltend. Krone violett. — Einjährige, auf- 
rechte, kahle Kräuter. B. fiederteilig. Kb. zusammenschliessend. 
G-r. lang. S. 1 reihig. Keimb. umeinander geschlungen. 
Spanien und Griechenland , [Scharfsame], Erucäria Gaertn. 

— Frucht nicht deutlich 2 gliederig, aber bisweilen mit nicht 
aufspringendem, oft einen Samen enthaltenden Schnabel. Krone 
weiss oder gelb, bisweilen violett geädert 42. 

42. Frucht mit flachem, zweischneidigen Schnabel. — Aufrechte 
Kräuter. B. fiederspaltig. Kb. abstehend. Klappen der Fr. 
mit 3 Längsnerven. S. 1 reihig, kugelig. Keimb. gefaltet. 
(Brassica L. z. T.) Senf, Sinäpis L. 

— Frucht mit walzen- oder kegelförmigem, nicht oder nur wenig 
abgeflachten Schnabel oder ungeschnäbelt 43. 

43. Klappen der Frucht mit schwachem, schon unterhalb der 
Spitze verschwindenden Mittelnerv. Keimling seitenwurzelig. 
— Kb. kurz, abstehend oder aufrecht, nicht gesackt. Krb. 
nicht deutlich benagelt. Fr. nicht geschnäbelt. S. klein, ge- 
dunsen, mit kurzem Nabelstrang, meist 2reiliig 

Brunnkresse, Nastürtium R. Br. 

— Klappen der Frucht mit starkem Mittelnerv. Keimling rücken- 
wurzelig 44. 



Cruciferae. 123 

44. Samen mit gefalteten Keimblättern. Frucht meistens mit 
nicht aufspringendem Schnabel. Honigdrüsen getrennt . 45. 

— Samen mit nicht gefalteten Keimblättern. Frucht nicht ge- 
schnäbelt, ihrer ganzen Länge nach aufspringend. Honigdrüsen 
rins'förmio- verwachsen 46. 

45. Samen kugelig (bisweilen etwas abgeflacht). — Kb. abstehend 
oder aufrecht. Griffelspitze 2 lappig oder vertieft. S. 1 reihig. 

(Sincqns L. z. T.) Kohl, Brassica L. 

— Samen eiförmig oder länglich. — Einjährige Kräuter. B. 
fiederteilig. Kb. abstehend. Griff'elspitze 2 lappig oder ver- 
tieft. S. 1 reihig. (^Brassica L. z. T., einschl. Hirschfeidia 
Mnch.) . . . Hundsrauke, Erucästrum Schimp. et Spenn. 

46. Grriffelspitze unterhalb der scharf abgegrenzten Narbe ab- 
gestutzt. Blätter ungeteilt, herzförmig. — B. gezähnt, grund- 
ständige Gestielt. Kb. aufrecht oder abstehend. Krb. weiss, 
benagelt. S. 1 reihig, gestreift (^Sisi/mbnuni L. z. T.) . . . 

Ramschelwurz, AlÜaria Adans. 

— Griffelspitze 21apj)ig oder becherförmig vertieft. Blätter meist 
geteilt. — Kb. aufrecht oder abstehend. Stf. am Grunde 
verbreitert. S. meist 1 reihig. (Einschl. Leptocarpaea DO.) . 

Raukensenf, Sisymbrium L. 

47. (39.) Klappen der Frucht gekielt 48. 

— Klappen der Frucht flach 52. 

48. Frucht 1 sämig. — B. ungeteilt, stengelständige pfeilförmig. 
Fruchtstiele herabgebogen. Kb. nicht gesackt. Kr. gelb. 
Seitliche, sowie nach vorn und hinten fallende Honigdrüsen 
vorhanden, ringförmig verwachsen. Fr. beiderseits 3 nervig, 
schwammig geflügelt, nicht aufspringend. Gr. sehr kurz, 
2 lappig oder vertieft. S. hängend, mit rückenwurzeligem 
Keimling Waid, Isatis L. 

— Frucht mehrsamig 49. 

49. Frucht kurz. Krone weiss. Kelchblätter aufrecht . . 50. 

— Frucht lang. Krone gelb, selten grünlich-weiss, dann aber 
Kelchblätter zusammenschliessend 51. 

50. Frucht an der Spitze mit 2 hornförmigen Fortsätzen, nicht 
aufspringend. Griff'elspitze unterhalb der Narbe 2 lappig oder 
vertieft. Keimling schief seitenwurzelig. Seitliche Kelchblätter 



j[24 Cruciferae. 

am Grunde gesackt. Einjährige Kräuter mit fiederteiligen 
Blättern. — Kahle Gewächse. Krb. länglich. Seitliche und in 
der Mittellinie liegende, ringförmig verwachsene Honigdrüsen. 
Gr. schlank. 8. wenige, nicht gerändert. Türkei. (^Xotoceras 
DG. z. T.) . . . . [Andrzejowskie], Andrzejowskia Echb. 

— Frucht ohne hornförmige Fortsätze, 2klapi3ig aufspringend. 
Griffelspitze unterhalb der Narbe abgestutzt. Keimling rücken- 
wurzelig. Kelchblätter nicht gesackt. Ausdauernde Kräuter 
mit ungeteilten Blättern. — Kahle Gewächse. St. ungeteilt, 
armblütig. B. ganzrandig, grundständige gestielt, länglich- 
herzförmig. Seitliche und in der Mittellinie liegende, ring- 
förmig verwachsene Honigdrüsen. S. wenige, 1 reihig, mit 
angewachsenem Nabelstrang. Arktische Gebiete 

[Loch schote], Eutrema R. Br. 

51. Kelchblätter zusammenschliessend. Seitliche Honigdrüsen 
allein vorhanden. Keimling rückenwurzelig. — Kahle, 
1 — 2 jährige Kräuter. B. ungeteilt, ganzrandig, stengel- 
umfassend. Kb. und Krb. lang. S. 1 reihig, länglich, ge- 
dunsen. M- und SEu. (^Eryslimim L. z. T.) 

Conringie, Conrmgia Heist. 

— Kelchblätter aufrecht. Seitliche, sowie nach vorn und hinten 
fallende, getrennte Honigdrüsen vorhanden. Keimling seiten- 
wurzelig. — Kahle Kräuter. St. kantig. Kb. nicht gesackt. 
Krb. benagelt. Gr. kurz, mit gelappter oder vertiefter Spitze. 
S. 1 reihig, länglich . . . Barbenkraut, Barbarea E,. Br. 

52. Klappen der Frucht mit deutlich wahrnehmbarem, bis zur 
Spitze verlaufenden Mittelnerv 53. 

— Klaj)pen der Frucht mit kaum wahrnehmbarem, vor der Spitze 
verschwindenden Mittelnerv oder ohne Mittelnerv . . . 56. 

53. Narbenlappen lang, aufrecht, zusammenneigend oder zusammen- 
hängend . . 54. 

— Narbenlappen kurz, bisweilen kaum merklich .... 55. 

54. Narbenlappen zusammenhängend. Keimling rückenwurzelig. 
Kahle Gewächse. — B. ungeteilt. Kb. zusammenschliessend, 
die seitlichen am Grunde gesackt. Kr. violett oder rot. 
Seitliche Honigdrüsen allein vorhanden. Fruchtstiele steif. 
S. meist 2 reihig. Keimb. gefaltet. SEu 

[Moricandie], Moricändia DG. 



Cruciferae. 125 

— Narbenlappen zusammenneigend. Keimling seitenwurzelig. 
Behaarte Gewächse. — Kräuter. B. ungeteilt. Blütenstiele 
mit Drüsenhaaren. Kb. aufrecht, die seitlichen am Grrunde 
gesackt. Kr. ziemlich gross, purpurn. Klappen der Fr. 
mit schwachem Mittelnerv. S. 1 reihig, schmal geflügelt. 
Bussland. [Besj^eris L. z. T.) . . [C lau sie], Clausia Trotz. 

55. Samen 1 reihig. Keimling seitenwurzelig, mit nicht gefalteten 
Keimblättern. Kelchblätter zusammenschliessend. — Grund- 
ständige B. meist spateiförmig. Kb. kurz. Krb. meist weiss. 
Fr. nicht elastisch aufspringend . . Gänsekresse, Arabis L. 

— Samen 2 reihig. Keimling rückenwurzelig, mit gefalteten 
Keimblättern. Kelchblätter abstehend. — B. fiederteilig. 
Kb. nicht gesackt. Kr. gelb, seltener weiss oder violett. 
Seitliche und in der Mittellinie liegende Honigdrüsen vor- 
handen. S. klein, eiförmig, nicht gerändert. Einschl. (Pen- 
dulina Willk.) Bampe, Diplötaxis -DC. 

56. Samen wagrecht, gerändert. Seitliche Kelchblätter am Grunde 
gesackt. — Einjährig, kahle Kräuter. B. fiederschnittig. 
Krb. gross, benagelt, verkehrt-herzförmig, violett. Nur seit- 
liche Honigdrüsen. Gr. sehr kurz, mit spitzen N. Klappen 
der Fr. netzaderig. S. 1 reihig. Nabelstrang lang. Keim- 
ling seitenwurzelig. Kreta [Bicotie], RicÖtia L. 

— Samen hängend, nicht gerändert. Kelchblätter nicht ge- 
sackt 57. 

57. Klappen der Frucht nervenlos oder nur mit 1 zarten Längs- 
nerven. Samen dick, oval. Wurzelstock mit Niederblättern 
versehen. — B. zerschnitten. Krb. gross, benagelt, weiss 
gelblich oder rötlich. Fr. in den Gr. verschmälert, elastisch 
aufspringend. S. 1 reihig, mit seitenwurzeligem Keimling. 
(Carda77iine L. z. T.) Zahn würz, Dentäria L. 

— Klappen der Frucht mit mikroskopisch feinen Netzadern. 
Samen ziemlich dünn, länglich oder elliptisch. Wurzelstock 
ohne Niederblätter. — Krb. benagelt, weiss oder rot, bis- 
weilen 0. Fr. in den Gr. verschmälert, elastisch aufspringend. 
S. 1 reihig, mit seitenwurzeligem Keimling. (Einschl. Ptero- 
nemmm DC.) Schaumkraut, Cardamine L. 

58. (35.) Frucht der Quere nach 2 gliederig, nicht oder nur im 
unteren Glied aufspringend; das untere Glied bisweilen 



J[2(i Cruciferae. 

samenlos uud stielförmig, das obere dagegen stets Samen 
enthaltend 59. 

— Frucht nicht quer gegliedert, nicht oder der ganzen Länge 
nach aufsiDringend, jedoch bisweilen an der Spitze mit nicht 
aufspringendem, samenlosen Schnabel versehen .... 63. 

59. Unteres Glied der Frucht 4- oder mehrsamig. Stengellose 
Kräuter mit einzelnstehenden, grundständigen Blüten und 
unterirdisch reifenden Früchten. — Ausdauernde Kräuter. 
B. fiederteilig. Kb. zusammenschliessend, gesackt. Kr. gelb. 
Fruchtstiele herabgekrümmt. Unteres Glied der Fr. länglich, 
gedunsen, 2 fächerig, 2 klaj)pig aufspringend, mit 2 reihigen S., 
oberes kleiner, kegelförmig, in den Gr. verschmälert, 1—2- 
samig. S. kugelig. Sardinien und Corsica 

[Morisie], Mon'sia Gy. 

— -' Unteres Glied der Frucht 1 — 2 sämig oder leer. Kräuter 

mit ästigem Stengel, traubigen Blüten und oberirdisch reifenden 

Früchten 60. 

60. Oberes Glied der Frucht 2 sämig. — Einjährige, behaarte 
Kräuter. B. fiederteilig. Blüten- und Fruchtstiele dick, 
aufrecht. Kb. abstehend, gesackt. Kr. gelb. Unteres Glied 
der Fr. klein, 2 fächerig, mit 2 hängenden S., oberes eiförmig, 
gerippt, 2 fächerig, mit aufrechten S. Gr. kegelförmig. 
Keimb. gefaltet. Spanien . . . [Guiraoe], Guiraoa Coss. 

— Oberes Glied der Frucht 1 sämig 61. 

61. Oberes Glied der Frucht mit Scheidewand. Griffel deutlich 
entwickelt. — Flaumige oder haarige Kräuter. Untere B. 
fiederteilig. Kb. abstehend. Kr. gelb oder weiss. Frucht- 
stiele aufrecht oder abstehend, verdickt. Fr. nicht auf- 
springend; unteres Glied stielförmig, mit 1 reihigen hängenden 
S. oder ohne S., oberes eiförmig oder kugelig, mit aufrechtem 
S. Keimb. gefaltet. S- und MEu. (Einschl. lJid<\S)}nis Desv.) 

Windsbock, Rapfstrum Desv. 

— Oberes Glied der Frucht ohne Scheidewand. Griffel sehr 
kurz oder fehlend 62. 

62. Oberes Glied der Frucht fast kugelig, unteres stielförmig und 
samenlos. Samen von einem laugen, aufsteigendem Nabel- 
strang herabhängend, mit rückenwurzeligem Keimling und 
gefalteten Keimblättern. Kelchblätter nicht gesackt. — Kb. 



Cruciferae. 127 

abstehend. Kr. weiss. Fruchtstiele aufrecht oder abstehend. 
Fr. nicht aufspringend. S. kugelig . Meerkohl, Crambe L. 

— Oberes Grlied der Frucht flach-eiförmig oder breit-schwert- 
förmig, unteres kreis eiförmig, meistens einen hängenden Samen 
enthaltend. Samen des oberen Grliedes auf kurzem, aufrechten 
Nabelstrang, mit seitenwurzeligem Keimling. Seitliche Kelch- 
blätter am Grunde gesackt. — Einjährige, kahle, fleischige 
Kräuter. Kr. weiss oder rötlich. Stf. nicht gezähnt. Fr. 
nicht aufspringend Meersenf, Cäkile Graertn. 

63. Frucht 1 sämig, nicht aufspringend 64. 

— Frucht 2- oder mehrsamig, meist 2 klappig aufspringend . 71. 

64. Frucht geflügelt 65. 

— Frucht nicht geflügelt 69. 

65. Frucht beiderseits mit 3 Längsnerven. Griffelspitze unterhalb 
der narbigen Oberfläche 2 lappig oder vertieft. Seitliche, 
sowie nach vorn und hinten fallende Honigdrüsen vorhanden, 
ringförmig verwachsen. Krone gelb 66. 

— Frucht beiderseits mit nur 1 Längsnerven oder netznervig 
oder nervenlos. Griffelspitze unterhalb der narbigen Ober- 
fläche abgestutzt. SeitUche Honigdrüsen allein vorhanden. 
Krone weiss oder rot 68. 

66. Fruchtschale schwammig. Griffel fast fehlend. — Kräuter. 
B. ungeteilt, die stengelständigen pfeilförmig. Kb. nicht ge- 
sackt. Stf. nicht gezähnt. Fr. hängend. S. hängend, mit 
rücken wurzeligem Keimling Waid, Isatis L. 

— Fruchtschale papierartig, lederig oder krustig. Griffel deutlich 
entwickelt 67. 

67. Fruchtschale papierartig oder lederig, mit flachem Flügel. — 
Kahle Kräuter. B. ungeteilt. Kb. nicht gesackt. Stf. nicht 
gezähnt. Fr. hängend, am Grunde herzförmig. S. hängend, 
mit rückenwurzeligem Keimling. Südrussland. (Isatis Jj. z.T.) . 

[Flügelschötchen], Sameräria Desv. 

— Fruchtschale krustig, mit eingeschlagenem Flügel. — Kräuter. 
B. ungeteilt. Kb. nicht gesackt. Stf. nicht gezähnt. Fr. 
häugend, kahnförmig. S. hängend, mit rückenwurzeligem 
Keimling. Südrussland. . . [Tauscherie], TaUSCheria Fisch. 

68. Frucht netznervig. Nabelstrang angewachsen. — Ausdauernde, 
hohe, kahle Kräuter. B. ungeteilt, die stengelständigen pfeil- 
herzförmig. Kb. abstehend, nicht gesackt. Stf. nicht gezähnt. 



12g Crueiferae. 

Sa. 4. Fr. kreis- oder verkehrt-eiförmig, flach, mit häutiger 
Schale. Gr. sehr kurz. S. hängend, mit seitenwurzeligem Keim- 
ling. SOEu. bis Oesterreich . . Scheibenkraut, Peltäria L. 

— Frucht nervenlos oder mit 2 Längsnerven. Nabelstrang frei. 
— B. ungeteilt. Kb. nicht gesackt. Sa. meist 2. S. hängend. 
SEu. bis Süddeutschland. (Einschl. Crenidaria Boiss.) . . 

Steintäschel, Aethionema B,. Br. 

69. Frucht ohne Schnabel, mit sitzender Xarbe auf abgestutztem 
Grund. Fruchtstiele herabgebogen; Früchte aufsteigend. — 
Kahle Kräuter. B. lang gestielt, rundlich, gekerbt. Blüten- 
stiele schlank. Fruchtstiele verdickt. Kb. abstehend, nicht 
gesackt. Kr. weiss. Fr. länglich oder keulenförmig, nicht 
gefächert. S. länglich. Keimling rückenwurzelig. Südrussland . 

[Sobolewskie], Sobolewskia ^. Bieb. 

— Frucht mit kurzem Schnabel und kurzem, an der Spitze 
2 lappigen oder becherförmig gehöhlten Griffel. Fruchtstiele 
aufrecht 70. 

70. Frucht in ihrem oberen Teile beiderseits mit einer hohlen 
Auftreibung und mit 2 leeren Fächern an den Seiten des 
fruchtbaren Faches. Samen länglich. Fruchtstiel kurz und 
dick. Längere Staubfäden am Grunde paarweise ein wenig 
zusammenhängend. Krone gelb. Blätter ungeteilt. — Ein- 
jährige, kahle Kräuter. Untere B. lang gestielt. S. hängend. 
Keimling rückenwurzelig. S- und MEu 

Hohldotter, Myagrum L. 

— Frucht in ihrem oberen Teil ohne Auftreibung, 1 fächerig. 
Samen rundlich. Fruchtstiel schlank. Staubfäden getrennt. 
Krone weiss. Grundständige Blätter fiederteilig. — Ein- 
jährige, kahle Kräuter. Stengelständige B. pfeilförmig. Kb. 
abstehend, nicht gesackt. Aeussere Krb. etwas kleiner als 
die inneren. Fr. eiiund oder länglich, runzelig. S. hängend. 
Keimb. gefaltet. S- und WEu 

Nussschötchen, Calepfna Adans. 

7L (Oß.") Frucht an der Spitze mit deutlich abgesetztem, breiten 

und flachen, blatt- oder schwertförmigen Schnabel (oder 

Griffel) 72. 

— Frucht ohne Schnabel oder mit walzenförmigem Schnabel, 
mit fädlichem oder sehr kurzem Griffel (oder ohne Griffel) . 76. 



Cruciferae. 1 99 

72. Samen breit geflügelt. Griffelspitze mit langen, aufrechten 
Lappen. Seitliche Honigdrüsen allein vorhanden. Seitliche 
Kelchblätter am Grunde gesackt. — Kahle Halbsträucher. 
Kr. gelblich oder violett, geädert. Längere Stf. paarweise 
verwachsen. Fr. länglich, mit schwach gewölbten, 5 nervigen 
Klappen und schwertförmigem Schnabel. S. oo, länglich, flach, 
mit halb angewachsenem Nabelstrang und gefalteten Keirab. 
Spanien [Suppenstrauch], Euzomodendron Coss. 

— Samen nicht geflügelt. Griff'elspitze mit kurzen, stumpfen 
Lappen. Seitliche, sowie nach vorn und hinten fallende Honig- 
drüsen vorhanden. Kelchblätter nicht deutlich gesackt . 73. 

73. Samen 2 — 4. Längere Staubfäden paarweise verwachsen. 
Blätter ungeteilt oder die unteren geteilt. Halbsträucher oder 
Sträucher , 74. 

— Samen 8 oder mehr. Staubfäden getrennt. Blätter fieder- 
teilig. Kräuter 75. 

74. Frucht rauhhaarig, nicht aufspringend. Samen länglich, zu- 
sammengedrückt. — Behaarte, dicht beblätterte Gewächse. 
Obere B. ganzraudig. Kr. gelb. Fr. aufrecht, eiförmig, mit 
gewölbten Klaj)pen. Nabelstrang sehr kurz. Keimb. gefaltet. 
Spanien und Portugal. [Vella L. z. T.) 

[Pfeilschötchen], BÖleum Desv. 

— Frucht kahl, 2 klappig aufspringend. Samen fast kugelig. 
— B. ungeteilt. Untere Bl. mit Deckb. Kr. gelb. Fr. auf- 
recht, eiförmig, seitlich etwas zusammengedrückt, mit gewölbten 
Klappen. Nabelstrang kurz, borstenförmig. Keimb. gefaltet. 
Spanien [Kressenstrauch], Vella L. 

75. Frucht hängend. Blätter fiederteilig mit linealischen Ab- 
schnitten. — Einjährige Kräuter. Kr. blassgelb mit violetten 
Adern. Fr. eirund, mit gewölbten, 3 nervigen, an den Nerven 
behaarten Klappen und eirundem Schnabel. S. 8, fast kugelig. 
Keimb. gefaltet. SEu. . [Carrichtere], Carrfchtera Adans. 

— Frucht aufrecht. Blätter fiederteilig mit breiterem Endabschnitt 
(leierförmig) oder fiederspaltig. — 1 — 2 jährige Kräuter. 
Kr. weiss, gelblich oder violett mit dunkleren Adern. Fr. 
länglich bis eirund, mit gewölbten, 1 — 3 nervigen Klappen 
und breit schwertförmigem Schnabel. S. fast kugelig, mit 
freiem Nabelstrang und gefalteten Keimb. SEu 

Rauke, Erüca Lam. 

Thonner, Exkursionsflora. II. 9 



2 30 Cruciferae. 

76. Frucht von den Seiten (Samenleisten) her zusammengedrückt; 
Scheidewand daher schmäler als die Frucht; Klappen kiel- 
förmig 77. 

— Frucht vom Rücken (von den Klappen) her oder gar nicht 
zusammengedrückt; Scheidewand daher so breit wie die Frucht; 
Klappen gewölht oder flach 88. 

77. Frucht 2samig 78. 

— Frucht 4- oder mehrsamig 82. 

78. Samen in der Mitte des Faches befestigt, wagrecht. Krone 
gelb, selten weiss oder rot 79. 

— Samen von der Spitze des Faches herabhängend. Krone, wenn 
vorhanden, weiss oder rot 80. 

79. Frucht aufspringend. Griffel fädlich. Krone gelb. — Krb. 
benagelt. Seitliche und in der Mittellinie liegende Honig- 
drüsen vorhanden. Fr. flach, gekielt, mit sehr schmaler 
Scheidewand. Keimling seitenwurzelig. S- und MEu . . . 

Brillenschötchen, Biscutella L. 

— Frucht nicht aufspringend. Grifi'el fast fehlend. Krone 
weiss oder rot. — Grosse Kräuter. B. fiederteilig. Kb. nicht 
gesackt. Fr. stark zusammengedrückt, mit fast kreisrunden, 
breit geflügelten Klappen. Keimling seitenwurzelig. Süd- 
russland [Grossfrucht], Megacarpaea DC. 

80. Keimling seitenwurzelig; Keimblätter an der Krümmung des- 
selben entspringend. Kronblätter ungleich, die äusseren grösser. 
— Kahle Gewächse. Kb. nicht gesackt. Fr. eiförmig oder 
verkehrt-eiförmig, gekielt oder geflügelt, mit verbreitertem 
Rahmen, 2 klappig aufspringend. Griffelspitze 2 lappig. S. ei- 
förmig. S- und MEu Schleifenblume, Iberis L. 

— Keimling rückenwurzelig; Keimblätter hinter der Krümmung 
desselben entspringend. Kronblätter gleich oder fehlend . 81. 

81. Frucht mit linealischer Scheidewand, nicht aufspringend oder 
in 2 die Samen einschliessende Nüsschen zerfallend. — 

1 — 2jährige, ausgebreitet-niederliegende Kräuter. Bl. klein. 
Kb. ausgebreitet, nicht gesackt. Fr. nierenförmig, runzelig. 
Gr. sehr kurz oder 0. (Seuebiera Poir.) 

Krähenfuss, Coronopus Gaertn. 

— Frucht mit lanzettlicher oder elliptischer Scheidewand, 

2 klappig aufspringend. — Bl. klein. Kb. kurz, nicht gesackt. 



Cruciferae. J^3X 

Krb. klein oder 0. Fr. uugeflügelt oder nur an der Spitze 
geflügelt Kresse, Lepfdium L. 

82. Staubblätter umständig, alle aussen am Grund mit einer Schuppe 
versehen. Keimblätter hinter der Krümmung des Keimlings 
entspringend. — Einjährige, kahle Kräuter. Bl. sehr klein. 
Kb. abstehend, nicht gesackt. Kr. weiss. Fr. breit verkehrt- 
eiförmig, ausgerandet, geflügelt. Gr. sehr kurz. S. 4, glatt. 
Keimling seitenwurzelig . . Bauernsenf, Teesdälia R. Br. 

— Staubblätter unterständig, ohne Anhängsel, seltener die längeren 
innen gezähnt. Keimblätter an der Krümmung des Keimlings 
entspringend 83. 

83. Blüten einzeln, in den Achseln der grundständigen Blätter. 
Kahmen der Frucht (Samenleisten) verbreitert. — Einjährige, 
kahle Kräuter. B. gestielt, ungeteilt. Kb. abstehend, nicht 
gesackt. Kr. rosa. Fr. breit-länglich, beiderseits stumpf, 
nicht geflügelt. Scheidewand länglich, gewellt. Gr. kurz. S. 
rauh oder höckerig. Keimling rückenwurzelig. Portugal. 
(Cocldearia L. z. T.) . [Veilchenkresse], Jonopsfdium Rchb. 

— Blüten in Trauben. Rahmen der Frucht schmal . , . 84. 

84. Kelch am Grunde mehr oder weniger gesackt. Längere Staub- 
fäden verwachsen oder gezähnt. — B. sitzend, ungeteilt. 
Klappen der Fr. aderlos oder mit einer zarten Längsader, 
mit breitem Flügel. SEu. und südliches MEu 

Steintäschel, Äethionema R. Br. 

— Kelchblätter nicht gesackt. Staubfäden getrennt, nicht ge- 
zähnt 85. 

85. Grifl'el vorhanden (lang oder kurz). Keimling meist seiten- 
wurzelig 86. 

— Griffel fehlend. Keimling meist rückenwurzelig . . . 87. 

86. Keimling seitenwurzelig. Stengelständige Blätter meist wechsel- 
ständig und länglich. — Kräuter. B. ungeteilt. Kb. auf- 
recht. Krb. weiss oder rötlich, verkehrt- eiförmig. Fr. länglich 
oder elliptisch, meist ausgerandet und geflügelt 

Pfennigkraut, Thiaspi L. 

— Keimling rückenwurzelig. Stengelständige Blätter gegenständig, 
fast kreisrund, — B. ungeteilt. Krb. weiss. Fr. verkehrt-eiförmig 
oder elliptisch, an der Spitze schmal geflügelt, mit netzaderigen 
Klappen. N, 2 lappig, Südrussland 

[Gesetzkraut], Eunömia r>C. 

9* 



132 Cruciferae. 

87. Klappen der Frucht gefiügelt. — Einjährige kahle Kräuter. 
B. herzförmig, stengelumfassend, gezähnt. — Kr. weiss oder 
gelb. Fr. elliptisch, ausgerandet oder abgerundet. Scheide- 
wand wellig. Keimling rückenwurzelig. Italien und Spanien. 
(,/o)iopsul/ii}ii Rchb. z. T., einschl. Minaea Lojac. und Pa^torea 

Tod.) [Bivonee], Bivonaea DC. 

— Klappen der Frucht nicht geflügelt. — Kr. weiss. Er. länglich 
bis eirund. Scheidewand zart. {Cappella Mnch. z. T., einschl. 
IJluterliuhera Rchb.) . . . Gemskresse, Hutchfnsia E,. Br. 

88. (7»n) Frucht 2 sämig 89. 

— Frucht 4- oder raehrsamig 90. 

89. Frucht steifhaarig, kugelig, 2 klappig aufspringend, mit langem, 
4 kantig-pfriemlichen Schnabel oder Grriffel. Scheidewand häutig, 
durchbrociien. Samen kugelig, an borstenförniigen Nabel- 
strängen. Keimling rückenwurzelig, mit gefalteten Keim- 
blättern. Kelchblätter aufrecht. — Einjährige Kräuter. B. 
fiederteilig. Kr. gelb. Fr. aufrecht. Spanien, Portugal, 
Italien [Succowie], SuCCÖwia Med. 

— Frucht kahl, eckig, höckerig oder runzelig, nicht aufspringend, 
ohne Schnabel, mit sitzender Narbe. Scheidewand derb. Samen 
länglich, flach, an sehr kurzen Nabelsträngen. Keimling schräg- 
seitenwurzelig. Kelchblätter abstehend. — Einjährige Kräuter. 
B. fiederteilig. Kr. gelb. Fr. aufrecht; Stiel verdickt. 
(Italien.) [Warzenschötchen], OcflthÖdium DC. 

90. Krön- und Staubblätter umständig. Keimblätter hinter der 
Krümmung des Keimlings entspringend. — Einjährige, kahle, 
stengellose AVasserj^flanzen. B. grundständig, linealisch. Bl. 
auf armblütigem Schaft, klein, weiss. Kb. abstehend, nicht 
gesackt. Krb. nicht benagelt. Nur seitliche Honigdrüsen. 
Fr, kurz gestielt, länglich oder elliptisch, mit gewölbten, 
1 nervigen Klappen. N. sitzend. S. ungefähr 8, nicht ge- 
fiügelt, mit rückenwurzeligem Keimling. N- und MEu. . . 

Pfriemenkresse, Subuläria L. 

— Krön- und Staubblätter unterständig. Keimblätter an der 
Krümmung des Keimlings entspringend 91. 

91. Samen gefiügelt. Seitliche Kelchblätter am Grrunde gesackt. — 
Aestige, behaarte Kräuter. B. gestielt, ungeteilt, herzförmig. 
BL gross, violett, selten weiss. Krb. benagelt. Honigdrüsen 2, 
seitlich, 3 lapj^ig. Fr. mit stielförmigem Grund, länglich bis 



Cruciferae. 133 

eirund, flach; Klappen netzaderig, ohne Mittehierv. Gr. fädlich, 
mit spitzen N. S. wenige, wagrecht, an langen, an die Scheide- 
wand angewachsenen Nabelsträngen. Keimling seitenwurzelig. 

Mondviole, Lunäria L. 

— Samen nicht geflügelt. Kelchblätter nicht gesackt . . 92. 

92. Nabelstrang an die Scheidewand angewachsen. Samen 4. 
Krone rosa. — Ausdauernde, rasige, ästige Kräuter. B. 
3 — 5 spaltig. Gr. sehr kurz. Fr. verkehrt -eiförmig, mit 
schwach gew^ölbten Klappen, S. länglich. Keimling seiten- 
wurzelig. Pyrenäen, Alpen, Karpathen. {Draha L. z, T.) . 

Steinschmückel, PetrOCälÜS R. Br. 

— Nabelstrang frei. Samen 6 oder mehr, selten 4, dann aber 
Krone weiss. Krone weiss oder gelb, selten violett . . 93. 

93. Grifi'elspitze unterhalb der scharf abgegrenzten, 2 lappigen 
Narbe abgestutzt 94. 

— Grifi'elspitze unterhalb der Narbe 2 lappig oder becherförmig 
vertieft 95. 

94. Staubfäden einwärts gekrümmt, Blätter behaart. — Aus- 
dauernde Kräuter. Kr. weiss. Fr. elliptisch bis kugelig. 
Klappen gewölbt, netzaderig, mit Mittelnerv. Gr. kurz. S. 
zahlreich. S- und MEu. {(^ocldearia L, z. T,, einschl. Wiizo- 
hotrya Tsch.) Steinlöffelkraut, Kernera Med. 

— Staubfäden gerade. Blätter und Stengel kahl. — B. ungeteilt 
oder gelappt. Klappen der Fr. gewölbt, mit zartem aber 
bis zur Spitze deutlichen Mittelnerv. Scheidewand wellig. 
Keimling seitenwurzelig . . . Löffelkraut, Cochleäria L. 

95. Klappen der Frucht ziemlich flach, mit bis zur Spitze deut- 
lichem Mittelnerv. — B. ungeteilt. Nur seitliche Honig- 
drüsen. Fr. länglich bis eirund. S. zahlreich, 2 reihig, an 
borstlichen Nabelsträugen. Keimling seiteuwurzelig. (Einschl. 
ErojjJdla DG.) Hungerblümchen, Oraba L. 

— Klappen der Frucht gewölbt, mit schon vor der Spitze ver- 
schwindendem oder überhaupt kaum bemerkbarem Mittelnerv. — 
Aestige Kräuter. El. klein. Kb. abstehend. Krb. nicht 
deutlich benagelt. S. klein, gedunsen, an kurzen Nabel- 
strängen. Keimling seitenwurzelig. {^Cochleäria L. z. T., 
einschl. Armoracia Fl. Wett. und Roripa Scop.) 

Brunnkresse, Nastürtium R. Br. 



j[34 Capparidaceae, Resedaceae. 

55. Farn. Capparidaceae, Kapper nge wachse. 

Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher, ohne Milchsaft. B. 
wechselständig, gestielt, ungeteilt oder gefingert. Bl. einzeln oder 
in Trauben, $, meist unregelmässig. K. 4teilig. Krb. 4, in der 
Knosj)e dachig oder offen. Scheibe ringförmig oder in Schuppen 
geteilt. Stb. 4, 6 oder oo, unterständig. St. fädlich, in der Knospe 
eingebogen oder gedreht. Stbt. innen mit 2 Längssjjalten auf- 
springend. Frkn. 1 — 8 fächerig, meist gestielt. Grr. kurz oder 0. 
N. 1. Sa. zahlreich, wandständig, krummläufig. Fr. eine schoten- 
förmige, 1 fächerige Kapsel oder eine Beere. S. nierenförmig, ohne 
Nährgewebe. Keimling gekrümmt oder zusammengerollt. SEu. 

Grattungen. 

1. Blätter einfach, ungeteilt. Staubblätter zahlreich. Frucht- 
knoten lang gestielt. Frucht beerenartig. Samenschale glänzend. 
Keimling zusammengerollt. — Nebenb. vorhanden. N. sitzend. 

Fr. gestielt. SEu Kappernstrauch, Cäpparis L. 

— Blätter fiugerig zusammengesetzt, Staubblätter 4 — 6. Frucht- 
knoten sitzend oder sehr kurz gestielt. Frucht eine schoten- 
förmige Kapsel. Samenschale rauh oder wollig. Keimling 
gekrümmt. — Flaumige Kräuter oder Halbsträucher. Krb. 
benagelt, ganzrandig. S23anien, Portugal, Südrussland . . 

Senfkapp er, CleomC L. 

56. Fam. Resedäceae, Waugewächse. 

Kräuter oder Halbsträucher. B. wechselständig, ungeteilt, 
gelappt oder fiederschnittig, mit drüsenförmigen Xebenb. Bl. in 
endständigen Aehren oder Trauben, unregelmässig. K. 4 — Steilig, 
dachig, bleibend. Krb. 4 — 8, uuterständig, ungleich, 2 — oo spaltig, 
am Grund mit häutigem Anhängsel, mit offener Knospenlage. Blüten- 
achse mehr oder weniger verlängert und in eine einseitig-becher- 
förmige Scheibe verbreitert. Stb. 6 — 40, auf der Scheibe eingefügt. 
Stbt. innen mit 2 Längsspalten aufspringend. Frb. 3 — 6, getrennt 
oder im Fruchtknotenteil verwachsen; in letzterem Falle Frku. 
1 fächerig mit wandständigen Samenleisten und einer Oeffnung 
zwischen den N. Gr. sehr kurz oder 0. Sa. hängend, umgewendet. 
Fr. trocken, oben offen. S. nierenförmig, ohne Nährgewebe, mit 
krustiger Schale und gekrümmtem Keimling. 



Resedaceae, Droseraceae. 135 

Grattunoren. 

1. Fruchtblätter getrenut, höchstens am Grriinde ein wenig ver- 
wachsen. Samenanlagen in jedem Fruchtblatt 1 — 2. Samen 1. 
— Kahle Halbsträucher. B. schmal, ganzrandig. Bl. klein, 
weiss. Frb. bei der Reife sternförmig ausgebreitet, dem S. 

gegenüber geöffnet. SWEu. und Italien 

[Sternfrucht], Astrocärpus Neck. 

— Fruchtblätter verwachsen, einen 1 fächerigen Fruchtknoten und 

eine 1 fächerige Frucht bildend. Samenanlagen und Samen 

zahlreich AVau, Reseda L. 

Reihe Sarraceniäles, Sarracenienartige. 

57. Fam. Droseräceae, Sonnentaugewächse. 

Kräuter oder Halbsträucher. B. wechselständig oder quirlig, 
ungeteilt, meist mit Drüsenhaaren bedeckt und in der Knospe 
eingerollt. Bl. einzeln oder in trauben- oder doldentraubenförmigen 
Wickeln, p, regelmässig. K. 4: — Steilig, dachig, bleibend. Krb. 
4 — 8 (meist 5), dachig oder gedreht, welkend. Scheibe 0. Stb. 
4 — 20. Stf. getrennt. Stbt. mit Längsspalten aufspringend. Frkn. 
oberständig, 1 fächerig. Sa. oo, wand- oder grundständig, um- 
gewendet. Gr. 3—6, getrennt oder am Grunde verwachsen. N. 
endständig, mit den Samenleisten abwechselnd. Fr. eine fach- 
spaltige, 3 — oo sämige Kapsel. Samenschale locker oder krustig. 
Keimling klein, gerade, am Grunde des fleischigen Nährgewebes 
gelegen. 

Gattungen. 

1. Wasserpflanzen. Stengel laug, beblättert, freischwimmend. 
Blätter quirlig, ohne Drüsenhaare am Rande, in der Knospe 
zusammengeklappt. Blüten einzeln in den Blattachseln. Narben 
5, ästig-wimperig. Samenanlagen wenige, in der Mitte der 
wandständigen Samenleisten. — Blattstiel lang gewimpert; 
Spreite klein, löffeiförmig, mit kurzen Haaren und sitzenden 
Drüsen bedeckt. Krb. 5, unterständig. Stb. 5. Stbt. seitlich 
aufspringend. Fruchtstiele abwärts gebogen. Fr. kugelig. 
Samenschale krustig, schwarz, glänzend. MEu. und nördliches 

SEu Wasserhade, Aldrovanda L. 



236 Droseraceae, Crassulaceae. 

— Land- oder Sumj^fpflanzen. Stengel verkürzt, im Boden wurzelnd. 
Blätter grund- oder wechselständig, am Rande mit langen 
Drüsenhaaren versehen, in der Knospe eingerollt. Blüten in 
trauben- oder doldentraubenförmigeu Wickeln auf grund- 
ständigen Schäften. Narben 5, kopfig, oder 6. Samenanlagen 
wenisre, aber nur am Grunde der Sanienleisten stehend, oder 
viele 2. 

2. Kräuter. Blütenstand traubenf^rmig. Krone weiss oder röt- 
lich. Staubblätter 4 — 8. Staubbeutel aussen aufspringend. 
Narben 6 (oder 3 zweiteilige). Samenanlagen wandständig, die 
Samenleisten bis über die Mitte hinaus oder ganz bedeckend. 
Frucht 3 klappig. Samen sehr klein. — Griffel 3, zweispaltig. 
Samenleisten 3. Fr. länglich . . .Sonnentau, Drosera L. 

— Halbsträucher. Blütenstand doldentraubenförmig, Krone 
gelb. Staubblätter 10 — 20. Staubbeutel innen aufspringend. 
Narben 5. Samenaulagen grundständig. Frucht öklapjDig. 
Samen ziemlich gross. — B. schmal. Krb. 5, unteiständig. 
N. kopfig. Fr. aufrecht, kegelförmig. S. zusammengedrückt, 
mit dicker, harter Schale. Spanien und Portugal .... 

[Taublatt], Drosophyllum Lk. 

Reihe Rosäles, Rosenartige. 

58. Fam. Crassulaceae, Dickblattgewächse. 

Kräuter oder Halbsträucher. B. fleischig, ungeteilt oder ge- 
lappt, ohne Nebenb. Bl. regelmässig. Kb. 3 — 20, getrennt oder 
am Grunde verwachsen, bleibend. Krb. ebensoviel, getrennt oder 
verwachsen. Stb. ebensoviel oder doppeltsoviel wie Kib., um- 
ständig oder fast unterständig, meist mit den Krb. zusammen- 
hängend. Stf. fädlich oder pfriemlich. Stbt. am Rücken befestigt, 
innen mit 2 Längsspalten aufspringend. Frb. ebensoviel wie Krb,, 
getrennt oder am Grunde verwachsen, meist am Grund mit schuppen- 
förmigem Anhängsel. Gr. fädlich. Sa. 2 — oo, meist zahlreich, an 
der Bauchnaht der Frb. eingefügt. Fr. balgartig, an der Bauch- 
naht aufspringend, 2 — oo sämig. S. klein, länglich. Samenschale 
häutig oder fast lederig, meist punktiert. Nährgewebe vorhanden 
(wenigstens im unreifen S.). Keimling mit kurzen Keimb. und 
langem AVürzelchen. 



Crassulaceae, Saxifragaceae. 137 

Grattungen. 

1. Staubblätter 3 — 4, ebensoviel wie Kronblätter. — Kleine, 
einjährige Kräuter. B, gegenständig, ganzrandig. Bl. einzeln 
oder in Trugdolden, klein, weiss oder rötlich. Krb. getrennt 
oder nur am Grunde verwachsen. Stbt. 2 lappig. Gr. kurz. 
N. sehr klein. (Einschl. BulUarda DC. und Tillaea L.) . 

Dickblatt, Crässuia L. 

— Staubblätter 5 oder mehr, meist doppeltsoviel wie Kron- 
blätter 2. 

2. Kronblätter bis zur Mitte oder noch höher hinauf verwachsen. 
— Bl. in Aehren, Trauben oder Trugdolden. Kr. ösjDaltig 
oder 5 lappig, mit gedrehter Knospenlage. Stb. 10, an der 
Kronröhre befestigt. Stbt. länglich. N. schief-kopfig. Sa. oo. 
S- und "WEu. (Einschl. Pistorinia DC. und UmhiUcus DC.) . 

Nabelkraut, Cotyledon L. 

— Kronblätter getrennt oder nur am Grunde verwachsen . 3, 

3. Kelch-, Krön- und Fruchtblätter je 4 — 5 (sehr selten 6 — 7). 
Narben meist au der Innenseite der Griffelspitzen. Blätter 
meist zerstreut oder in 2 — 3 gliederigen Quirlen. — Bl. in 
trugdoldigen Blütenständen, selten einzeln. Krb. getrennt. 
Stbt. 2 lappig. {Crassula L. z. T., einschl. Procrassula Griseb. 
und Rhodiola L.) Fetthenne, Sedum L. 

— Kelch-, Krön- und Fruchtblätter je 6 — 20 (sehr selten 5). 
Narben meist kopfig. Blätter meist rosettenförniig gehäuft. — 
B. wechselständig. Bl. in trugdoldigen Rispen, weiss, gelb oder 
rot. Kb. am Grunde verwachsen. Krb. schmal und spitz. 
Stbt. 2 lappig oder eiförmig. Sa. oc. (Einschl. Aichvysoii 

Wbb.) Hauswurz, Sempervi'vum L. 

59. Fam. Saxifragäceae. Steiubrechgewächse. 

Kräuter oder Sträucher. Nebenb. 0. Bl. regelmässig, weiss^ 
gelb, rot oder grün. Kb. 4 — 5, mehr oder weniger verwachsen. Krb. 
ebensoviel, selten 0. Stb. ebensoviel, doppeltsoviel oder mehr, ober- 
ständig, umständig oder fast unterständig. Stf. getrennt. Stbt. am 
Rücken befestigt, seitlich oder innen mit 2 Läugsspalten aufspringend. 
Frkn. 1 — 5 fächerig. Gr. 2 — 5, getrennt, oder 1 mit 2 — 5 N. 
Sa. oo, umgewendet. Fr. eine Kapsel oder eine Beere. Keimling vom 
Nährgewebe umgeben. (Einschl. GrvS!<ularieae und Pldladelpheae.) 



;[38 Saxifragaceae. 

Grattun geu. 

1. Sträucher mit wechselständigen Blättern. Frucht eine Beere. — 
B. gestielt, ungeteilt oder gelappt. Bl. in Trauben oder 
Büscheln oder einzeln. Krb. 4 — 5. Stb. 4 — 5. Frkn. 
unterständig, 1 fächerig, mit 2 (sehr selten 3 — 4) wandständigen 
Saraenleisten und ebensoviel getrennten oder teilweise ver- 
wachsenen Gr. S. mit äusserer saftiger und innerer krustiger 
Schale . Johannisbeere, Rfbes L. 

— Sträucher mit gegenständigen Blättern oder Kräuter. Frucht 
eine Kapsel 2. 

2. Sträucher. Kelch mit klajDpiger Knospenlage. Staubblätter 
20 — 40. — B. ungeteilt. Bl. in Trauben, gross, weiss. 
Blütenachse kreiseiförmig. Krb. breit, mit gedrehter Kuospen- 
lage. Stf. dick. Frkn. unterständig, 3 — 5 fächerig. N. 3 — 5, 
länglich. Sa. hängend. S. länglich, mit lockerer Schale. 
S- und MEu Pfeifenstrauch, Philadelphus L. 

— Kräuter. Kelch mit dachiger Knospenlage. Staubblätter 5 — 10. 
(Saxifragoideae) • . . . 3. 

3. Fruchtbare Staublätter 5, mit ebensoviel unfruchtbaren ab- 
wechelnd. Samenleisten 3 — 4, wandständig, den Narben gegen- 
überstehend. Griffel fehlend. Narben 3 — 4. Samen mit 
geringem Nährgewebe. — Kahle, ausdauernde Kräuter mit oo 
gestielten, eiförmigen oder länglichen Grundb. und 1 oder 
wenigen Stengelb. an den 1 blutigen St. Bl. gross, weiss 
oder gelblich. Krb. 5. Stf. pfriemlich. Unfruchtbare Stb. 
drüsig-gefranst. Frkn. oberständig oder halbunterständig, 
1 fächerig. S. zahlreich, mit lockerer Schale 

Herzblatt, Parnässia L. 

— Fruchtbare Staubblätter 8 — 10. Samenleisten 2, wandständig 
und mit den Narben abwechselnd, oder 2 (selten 3 — 5), innen- 
winkelständig. Griffel 2 (sehr selten 3 — 5), getrennt. Samen 
mit reichlichem Nährgewebe. (Saxifrdgeae) .... 4. 

4. Krone fehlend. Fruchtknoten 1 fächerig, mit wandständigen 
Samenanlagen. ■ — Fleischige Kräuter. B. gestielt, gekerbt. 
Bl. klein, grünlich. Stf. kurz, am Rande der oberständigen 
Scheibe eingefügt. Frkn. unterständig, an der Spitze gelappt. 
Gr. kurz, zurückgebogen . , Milzkraut, ChrySOSplenium L. 



Saxifragaceae. Platanaceae, Rosaceae. 139 

— Krone 5 blätterig. Fruchtknoten 2- (selten 3 — 5-) fächerig, 

mit innenwinkelständigen Samenanlagen 5. 

5. Krone kelchartig. Kronblätter am Grunde breit. — Zarte 
Kräuter. B. lang gestielt, herz- oder nierenförmig, 5 — 71ap23ig. 
Bl. in Trugdolden, klein, grünlich. Blütenachse schüssei- 
förmig. Krb. länglich, spitz, etwas kleiner als die Kb. 
Stb. 10, mit kurzen Stf. Frkn. unterständig, 2 fächerig. 
Gr. 2, spreizend, mit kopfigen N. S. länglich, mit runzeliger 
Schale. Oesterreichische Alpen. (^Sad'ifraga L. z. T.) . . 

Glimniersteinbrech, ZahlbrÜcknera Rchb. 

- — Krone nicht deutlich kelchartig. Kronblätter am Grunde 
verschmälert Steinbrech, Saxffraga L. 

60. Fam. Platanaceae, Platanengewächse. 

Bäume. B. wechselständig, gestielt, bandförmig gelapj)t, in 
der Jugend behaart. Nebenb. gross, verwachsen. Bl. einhäusig, 
in eingeschlechtigen kugeligen Köpfchen mit fleischiger Spindel, 
welche ährenförmig angeordnet sind, 2 — 8 zählig, meist gleich- 
zählig. Kb. (Vorb.) getrennt, aussen behaart, dreieckig oder 
trapezförmig. Krb. (B. der Blh.) spateiförmig, dünnhäutig, kahl. 
Stb. mit letzteren abwechselnd, fast unterständig. Stf. sehr kurz. 
Stbt. lang, mit schildförmigem Mittelband, seitlich oder innen 
mit 2 Längsspalten aufspringend. Frkn. den Krb. gegenüberstehend, 
getrennt, länglich, behaart. Gr. dick, hakig gekrümmt, gegen die 
Spitze zu innen narbig. Sa. 1, selten 2, hängend, geradläufig 
oder fast so. Fr. aus Schliessfrüchten zusammengesetzt. S. 1, 
Unealiscb, mit häutiger Schale, geringem Nährgewebe und schmalem, 
geraden Keimling. SEu. 

Einzige Gattung , . . .Platane, Plätanus L. 

61. Fam. Rosäccae, Rosengewächse. 

B. wechselständig. Bl. regelmässig, weiss, gelb, rot oder 
grünlich. Blütenachse verbreitert und mehr oder weniger vertieft. 
Blh. 3-opzählig. Stb. umstäudig, in der Knospe einwärts gekrümmt. 
Stf. fädlich oder pfriemlich, getrennt oder am Grunde verwachsen. 
Stbt. innen mit 2 Längsspalten aufspringend. Frkn. 1 oder mehrere, 
oberständig und 1 fächerig oder unterständig und 1 — 5 fächerig. 



140 



Rosaceae. 



Gr. getrennt oder teilweise verwachsen. Sa. umgewendet. Keimling 
mit kurzem Würzelchen. {Senticome, einschl. l^ornaceae und 
Divtpaceae oder Amyydalaceae^ 

Gattungen. 

1. Fruchtknoten ganz oder grösstenteils unterständig (mit der 
Blütenachse verwachsen). (Pomoideae) 2. 

— Fruchtknoten oberständig (mit der Blütenachse nicht ver- 
wachsen aber bisweilen von derselben eng umschlossen) . 7. 

2. Fruchtblätter an ihrer Innenseite von einander getrennt. — 
Sträucher oder Bäume. B. gestielt, ungeteilt, lederig, mit 
pfriemlichen Nebenb. Bl. einzeln oder in Trugdolden, weiss 
oder rot. Krb. 5. Stb. oo. Frb. 2 — 5. Gr. getrennt. 
Sa. 2, aufrecht. Fr. klein, steinfruchtartig, mit 2 — 5 ein- 
samigen Steinkernen . . . Steinmispel, Cotoneäster Med. 

— Fruchtblätter im Fruchtknotenteil miteinander verwachsen oder 
nur 1 vorhanden 3. 

3. Fruchtknotenfächer durch unvollkommene Scheidewände 
2kainmerig; Kammern daher doppeltsoviel als Griffeläste und 
nur 1 Samenanlage enthaltend. Kronblätter länglich. — 
Sträucher oder Bäume. B. gestielt, ungeteilt, mit pfriemlichen, 
oft sehr kleinen Nebenb. Bl. in Trauben, weiss. Krb. 5. 
Stb. oo. Frkn. an der Spitze frei, 6 — 10 kammerig. Sa. 
aufrecht. Fr. klein, beerenartig; Innenschicht der Frucht- 
wandung häutig. S- und MEu. {Aronia Pers.) 

Felsenbirne, AmelänGhier Med. 

— Fruchtknotenfächer ungeteilt, ebensoviel wie Griffeläste, 2-viel- 
samig. Kronblätter eirund oder kreisrund 4. 

4. Samenanlagen und Samen in jedem Fach mehr als 2. — 
Sträucher oder Bäume. B. gestielt, ungeteilt, mit abfälligen 
Nebenb. Bl. einzeln, gross, weiss oder rot. Krb. 5. Stb. oo. 
Frkn. völlig unterständig, 5 fächerig. Gr. 5 spaltig. Sa. auf- 
steigend oder wagrecht. Fr. gross, hartfleischig, duftend; 
Innenschicht der Fruchtwandung pergamentartig. S- und MEu. 
(Pip'us L. z. T.) Quitte, Cydönia Tourn. 

— Samenanlagen in jedem Fach 2, Samen 1 — 2 5. 

5. Frucht steinfruchtartig; Innenschicht der Fruchtwandung stein- 
hart. Fruchtbare Samenanlage 1, die unfruchtbare mützen- 
förmig überdeckend. — Sträucher oder Bäume, ß. gestielt, 



Rosaceae. 141 

ungeteilt, gelappt oder gespalten. Nebenb. abfällig. Bl. 
einzeln oder in Trugdolden oder Doldentrauben, weiss oder 
rot. Frku. 1 — 5 blätterig. Gr. getrennt. Sa. aufsteigend. 
Fr. mehlig. (^Pyrus L. z. T., einschl. Crataegus L.) . . . 

Mispel, Mespilus L. 

— Frucht beerenartig; Innenschicht der Fruchtwandung häutig, 
lederig, pergamentartig oder knorpelig. Fruchtbare Samen- 
anlagen meist 2 6. 

6. Fächer der Frucht nach oben bis zur Grube in der Frucht- 
spitze reichend. Samen sehr gross. — Filzige Sträucher 
oder ßäumchen. B. sehr gross, länglich, sehr kurz gestielt, 
ungeteilt, mit Nebenb. Bl. in Rispen, weiss oder gelblich. 
Krb. 5, eirund. Stb. oo. Frkn. 5 fächerig. Sa. aufrecht. 
Fr. saftig; Innenschicht der Fruchtwanduug häutig. (SEu.) 
(Photima Lindl. z. T.) . Japanermispel, El'iobotrya Lindl. 

— Fächer der Frucht nach oben nicht bis zur Grube in der 
Fruchtspitze reichend (von der Blütenachse überwallt). Samen 
klein oder mittelgross. — Bäume oder Sträucher. B. gestielt. 
Nebenb. abfällig. BL einzeln oder in Trugdolden oder Dolden- 
trauben, weiss oder rot. Krb. 5. Stb. oo. Frkn. völlig 
uuterständig, 2 — 5 fächerig. Sa. aufsteigend. Fr. fleischig 
oder mehlig. {Pyrus L., einschl. Sorbus L., Ar'ia Hst. und 
Malus Tourn.) Kernobstbaum, Pirus Tourn. 

7. (1.) Nebenblätter fehlend, sehr selten vorhanden, dann aber Samen- 
anlagen und Samen in jedem Fruchtblatt mehr als 2. Früchte 
kapselartig (Balgfrüchte), 2 — vielsamig. (Spiraeoideae) . 8. 

— Nebenblätter vorhanden. Samenanlagen und Samen in jedem 
Fruchtblatt 1 — 2. Früchte schliessfrucht-, Steinfrucht- oder 
beerenartig, lsamig(nur die Steinfrüchte bisweilen aufspringend 
und ausnahmsweise 2 sämig) 10. 

8. Sträucher mit gefiederten Blättern. Nebenblätter vorhanden. 
Fruchtblätter am Grunde verwachsen, den Kelchblättern 
gegenüberstehend. Samen mit Nährgewebe. — Bl. in Rispen, 
weiss odei" rot, p . Blütenachse flach bis trichterig. Krb. 
5, breit. Stb. 40 — 60. Stf. lang, am Grunde verbreitert. 
Frb. 5. Sa. hängend. (Italien.) [Sjuraea L. z. T.) .... 

[Sperberblatt], Sorbäria A. Br. 

— Sträucher mit ungeteilten Blättern oder Kräuter. Neben- 
blätter fehlend. Fruchtblätter getrennt, mit den Kelchblättern 



242 Rosaceae. 

abwechselnd oder weniger oder mehr als Kelchblätter. Samen 

ohne Nährgewebe 9. 

9. Kräuter mit zerschnittenen Blättern. Staubblätter an der 
Innenfläche der Blütenachse entspringend. — Grosse Stauden. 
BI. in Risjjen, weiss, 21iäusig. Blütenachse flach bis trichterig. 
Krb. 5, breit. Stb. oo. Stf. am Grunde verbreitert. 
Frb. 3 — 5. Sa. hängend. S- und MEu. {Spiraea L. z. T.) . 

Geissbart, ArÜtlCUS Kostel. 

— Sträucher mit ungeteilten Blättern. Staubblätter am Rand 
der Blütenachse entspringend. — Bl. in Trauben oder Rispen, 
weiss oder rot, fast immer zwitterig. Blüteuachse flach bis 
trichterig. Krb. 4—5, breit. Stb. oo. Stf. am Grunde 
verbreitert. Frb. 1—12, meist 5 . Spierstrauch, Spiraea L. 

10. Bäume oder Sträucher. Blätter ungeteilt. Fruchtblatt 1. 
Samenanlagen 2. Frucht eine Steinfrucht, von der Blütenachse 
nicht eingeschlossen. — Bl. einzeln oder in Dolden, Dolden- 
trauben oder Trauben, weiss oder rosa, P . Blütenachse 
kreisel-, glocken oder röhrenförmig, nach der Blütezeit ganz 
oder teilweise abfallend. Kb. und Krb. je 5, dachig. Stb. co 
(meist 20), am Rande der Blütenachse eingefügt. Stf. getrennt. 
Frkn. 1 fächerig. Gr. endständig. Sa. hängend. Fr. mit 
steinhartem Kern, 1 sämig. (Einschl. Cerasus Jmsb., Aiuygdalus 
Tourn., Armeniaca Tourn. und Persica Tourn.) 

Steinobstbaum, Prunus L. 

— Sträucher mit zusammengesetzten Blättern, Halbsträucher 
oder Kräuter. Fruchtblatt 1, mit 1 Samenanlage, oder 
Fruchtblätter mehrere, getrennt. Frucht eine von der ver- 
härteten, selten etwas fleischigen Blütenachse umschlossene 
Schliessfrucht oder eine aus mehreren Schliess- oder Stein- 
früchten bestehende Sammelfrucht. (Rosoideae) . . 11. 

11. Blütenachse krugförmig (oben verengert), die Fruchtblätter 
wenigstens zur Reifezeit eng umschliessend 12. 

— Blüteuachse schüssel-, trichter- oder becherförmig, die Frucht- 
blätter nicht eng umschliessend 17. 

12. Fruchtblätter zahlreich, zur Reifezeit von der fleischigen 
. Blütenachse eingeschlossen. Blüten gross. Sträucher. Kron- 
blätter 4 — 6. — B. gefiedert. Bl. einzeln oder in Dolden- 
trauben, weiss, gelb oder rot, $ . Aussenk. 0. K. und 
Kr. dachig. Stb. zahlreich, mehrreihig. Frb. getrennt. Gr. 



Rosaceae. ]^43 

mehr oder weniger bauchständig, bisweilen verwachsen, Sa. 
hängend. Früchte hart, 1 sämig B-ose, Rosa L. 

— Fruchtblätter 1 — 4, zur Reifezeit von der verhärteten, selten 
etwas fleischigen Blütenachse eingeschlossen. Blüten klein. 
Kräuter, selten Sträucher, dann aber ohne Krone. (Sangui- 
sörbeae) 13. 

13. Aussenkelch und Krone fehlend; Blütenhülle nur aus 4 Blättern 
bestehend. Narben mehr oder weniger pinselförmig . . 14. 

— Aussenkelch oder Krone oder beides vorhanden; Blütenhülle 
daher aus 8 — 15 Blättern bestehend. Narben kopfig oder 
2 lappig 15. 

14. Kräuter. Blüten zwitterig oder vielehig. Blütenachse an der 
Frucht trocken, ungefärbt, grubig, runzelig oder geflügelt. - — - 
B. gefiedert. Blütenstand ähren- oder köj)fchenförmig. Blh. 
mehr oder weniger kronartig, dachig. Stb. 2 — oo. Frb. 1 — 3. 
Gr. grundständig. Sa. 1, hängend. {Poterium L. z. T.) . . 

Wiesenknopf, Sanguisorba L. 

— Sträucher. Blüten einhäusig. Blütenachse an der Frucht 
fleischig, rot gefärbt, glatt. — Zweige dornig. B. gefiedert. 
Bl. in Aehren, grünlich. Blh. dachig. Stb. zahlreich. Frb. 2. 
Gr. endständig. Sa. 1, hängend. SOFu. und Italien. (Sarco- 
poterium Spch.) .... Becherblume, Poterium L. pr. p. 

15. Blätter gelapjDt oder gefingert. Krone fehlend, aber ein 
Aussenkelch vorhanden. Griff'el grundständig. Samenanlagen 
aufsteigend. — Kräuter. Bl. grünlich, ohne Deckb., in Dolden- 
trauben oder Trugdolden oder einzeln. Aussenkelch 4 — 5- 
blätterig. K. 4 — 5 blätterig, klappig. Stb. 1 — 5. Stf. kurz. 
Frb. 1 — 4. N. kopfig. Sa. 1, Blütenachse an der Fr. knorpelig . 

Sinau, Älchimflla L. 

— Blätter gefiedert. Krone 5 blätterig. Aussenkelch vorhanden, 
aber bisweilen nur aus einem Kranz von Weichstacheln be- 
stehend. Grifi'el fast endständig. Samenanlage hängend . 16. 

16. Blüten in armblütigen Doldentrauben. Deckblätter zu einer 
die Blüte umgebenden Aussenhülle verwachsen. Aussenkelch 
5 blätterig; kein Kranz von Weichstacheln vorhanden. — Be- 
haarte, ausdauernde Kräuter. Bl. gelb, p. Stb. 5 — 10. 
Frb. 2. N. 2 lappig. Sa. 1. Blütenachse an der Fr. ver- 
härtet. SEu. (Agrimonia L.z.T.) 

Borstentrichter, Aremöllia Neck. 



j[44 Rosaceae. 

— Blüten in Aehren oder Trauben. Deckblätter getrennt. Aussen- 
kelch durch einen mehrreihigen Kranz von hakigen Weich- 
stacheln ersetzt. — Ausdauernde Kräuter. Bl. gelb oder 
weiss, p. Stb. 10 — ^oo, einreihig. Frb. 2. N. 2 lappig. 
Sa. 1. Blütenachse an der Fr. verhärtet, klettenartig-stachelig 

Odermennig, Agrimönia L. 

17. (11.) Staubfäden am Grrunde verschmälert, nach oben zu ver- 
breitert. Fruchtblätter am Grunde der Blütenachse ohne 
deutlichen Fruchtblattträger eingefügt. Samenanlagen in jedem 
Fruchtblatt 2. — Ausdauernde Kräuter. B. gelappt oder 
fiederschnittig. Bl. in Rispen, weiss oder rot, $. Blüten- 
achse Schüssel- oder trichterförmig. Krb. 5. Stb. 20 — 40, 
an der Innenfläche der Blütenachse entspringend, Frb. 5 — 15. 
Sa. hängend. [Lhiaria Tourn., Spiraea Li. z. T.) .... 

Wiesenkönigin, Filipendula L. 

— Staubfäden am Grunde verbreitert, nach oben zu verschmälert. 
Fruchtblätter auf einem erhabenen Fruchtblattträger eingefügt, 
seltener ohne deutlichen Fruchtblattträger, dann aber nur 
1 Samenanlage enthaltend. (Poteniillea e) 18. 

18. Frucht aus Steinfrüchten zusammengesetzt. Samenanlagen in 
jedem Fruchtblatt 2 (jedoch die eine bisweilen sehr klein). 
Aussenkelch fehlend. Kelch- und Kronblätter je 5. — Sträucher 
mit zusammengesetzten B., seltener Kräuter mit gelappten 
oder gefingerten B. Bl. einzeln oder in Trauben oder Rispen, 
weiss, rot oder gelb. Stb. oo. Frb. oo, auf einem erhabenen 
Fruchtblattträger. Gr. fast eudständig. Sa. hängend . . . 

Brombeere, RubuS L. 

— Frucht aus Schliessfrüchten zusammengesetzt, Samenanlage 
in jedem Fruchtblatt 1, sehr selten 2. Aussenkelch vorhanden, 
selten fehlend, dann aber Kelch- und Kronblätter je 8 — 9 . 19. 

19. Kelch- und Kronblätter je 8 — 9. Aussenkelch fehlend. Blätter 
ungeteilt, selten fiederig gelappt. — Halbsträucher. Bl. einzeln, 
lang gestielt, gross, weiss oder gelb, ^ . K. klappig. 
Stb. oo. Frb. oo. Gr. endständig. Sa. aufsteigend. Fr. mit 
mit langem, federigen Gr Silberwurz, DryaS L. 

— Kelch- und Kronblätter je 4 — 5. Aussenkelch vorhanden. 
Blätter zusammengesetzt, selten bandförmig gelappt . . 20. 

20. Staubblätter 4 — 10. Fruchtblätter 4 — 12. Samenanlagen 
hängend. — Ausdauernde Kräuter. B. 3 zählig. Bl. in Dolden- 



Rosaceae. 145 

traiibeDj grüulich-gelb, klein, zwitterig oder vielehig. Krb. 
schmal, etwas kürzer als die Kb. Gr. abfällig. Fruchtblatt- 
träger trocken. NEu. und Grebirge von S. und WEu. (^Poten- 
tllla L. z. T.) Alpenodermennig, Sibbäldia L. 

— Staubblätter zahlreich. Fruchtblätter zahlreich, selten wenige, 
dann aber mit aufsteigenden. Samenanlagen 21. 

21. Fruchtblätter 2 — 5. Samenanlagen aufsteigend. Griffel fast 
endständig, abfällig. — Kriechende Kräuter. B. gelappt oder 
3 zählig, lang gestielt. Bl. gelb. Blütenachse trichterig. K. 
klappig. Krb. 5, breit, etwa so gross wie die Kb. Frucht- 
blattträger klein, haarig. M- und SOEu 

Waldsteinie, Waldstemia Willd. 

— Fruchtblätter 10 oder mehr. Samenanlagen häügend, wag- 
recht oder aufsteigend; in beiden letzteren Fällen Griffel ent- 
weder seitenstäudig oder an der Frucht bleibend . . . 22. 

22. Samenanlagen aufsteigend. Griffel endständig oder fast so, 
ganz oder in seinem unteren Teil an der Frucht bleibend 
und vergrössert. — Ausdauernde Kräuter. Grundständige B. 
gefiedert. Bl. einzeln oder in Doldentrauben, gelb, seltener 
weiss oder rot. Blütenachse flach oder wenig vertieft. Krb. 5, 
breit. Fruchtblattträger kegelig, walzlich oder keulig. (Einschl. 
Sieversia Willd.) Nelkenwurz, Geum L. 

— Samenanlagen hängend, seltener seitlich befestigt, dann aber 
Griffel seitenstäudig. Griffel nach der Blütezeit nicht ver- 
grössert und bald abfallend 23. 

23. Samenanlagen seitlich befestigt. Fruchtblattträger zur Reife- 
zeit saftreich, fleischig, essbar. Krone weiss. — Ausdauernde, 
meist Ausläufer treibende Kräuter. — B. zusammengesetzt. 
Bl. einzeln oder in armblütigen Doldentrauben auf aufrechtem 
Stiel. K. klappig. Krb. 5, breit. Gr. bauchständig, kurz. 
Früchtchen klein, meist in Gruben des Fruchtblattträgers ein- 
gesenkt. Fruchtblattträger zur Reifezeit vergrössert, rot 
oder weiss Erdbeere, Fragäria L. 

— Samenanlagen hängend. Fruchtblattträger zur Reifezeit saft- 
arm, trocken oder schwammig, selten etwas saftig aber nicht 
essbar, und dann Krone gelb oder rot 24. 

24. Fruchtblattträger zur Reifezeit rot gefärbt, sehr vergrössert. 
Blätter des Aussenkelchs grösser als die Kelchblätter. — 
Kriechende Kräuter. B. zusammengesetzt. Bl. einzeln, achsel- 

Thonner, Exkursiousflora. II. 10 



X4:6 Rosaceae, Leguminosac. 

ständig, gelb, $. B. des Aussenk. 3 zähnig. Krb. 5. Frucht- 
blattträger zur Reifezeit erdbeerähulich, schwammig, mit 
erhaben aufsitzenden Früchtchen. (SEu.) (^Fragaria L. z. T.) 

[Duchesnee], Duchestiea Sm. 

— Fruchtblattträger zur Reifezeit nicht gefärbt, meist nur wenig 
vergrössert. Blätter des Aussenkelches meist kleiner als die 
Kelchblätter. — B, zusammengesetzt. Bl. einzeln oder in 
Doldentrauben, weiss oder gelb, seltener rot, $. Kb. breit, 
klappig. Fruchtblattträger zur Blütezeit klein. (Einschl. 
Comavuni L.) Fingerkraut, PotentHIa L. 

62. Fam. Leguminösae, Hülsenfrüchtler. 

B. meistens zusammengesetzt und mit Nebenb. versehen. K. 
mehr oder weniger verwachsenblätterig. Kr. unregelmässig und 
meist schmetterlingsförmig (aus Fahne, Flügel und Schiffchen be- 
stehend), dachig, selten regelmässig und klappig oder 0. Stb, 5 — 10, 
selten oo. Stb. innen mit Längsspalten, sehr selten mit endständigen 
Löchern aufspringend. Frkn. oberständig, 1 fächerig, mit 1 wand- 
ständigen (nahtständigen) Samealeiste. Gr. und N. ungeteilt. Fr. 
eine 2 klappig aufspringende, seltener der Quere nach sich teilende 
oder nicht aufspringende Hülse. (Einschl. Munoseae, Caesaljnnieae 
und Paj7Üionaceae.) 

Gattungen. 

1. Krone regelmässig, vereintblätterig, mit klappiger Knospen- 
lage. Staubblätter zahlreich. ( Mimosoide ae) .... 2. 

— Krone unregelmässig (selten fast regelmässig aber getrennt- 
blätterig), mit dachiger Knospenlage, selten fehlend. Staub- 
blätter 5 — 10 3. 

2. Staubfäden getrennt. — Bäume. B. doppelt gefiedert oder 
auf den verbreiterten Blattstiel beschränkt. Bl. in einzeln- 
stehenden, seltener traubig oder rispig angeordneten Köpfchen, 
klein, meist gelb, zwitterig oder vielehig. Stb. weit vorragend. 
Gr. fädlich, mit kleiner, endständiger N. (SEu.) .... 

Akazie, Acäcia Willd. 

— Staubfäden am Grund untereinander verwachsen. — Bäume 
ohne Stacheln. B. doppelt gefiedert. Bl. in rispig angeordneten 
Köpfchen, klein, weiss, p. K. 5 zähnig. Kr. trichterig, 



Leguminosae. 2.47 

5Jappig oder 5 spaltig. Stb. weit vorragend. Gr. fädlich, 
sehr lang. Fr. gerade, flach, dünnschalig. (SEu.) .... 

[Albizzie], Albfzzia Durazz. 

3. Oberes Kronblatt in der Knospe innen oder Krone fehlend. 
Staubfäden getrennt. (Caesalpinioideae) 4. 

— Oberes Kronblatt (die Fahne) in der Knospe aussen oder 
Krone 1 blätterig. Staubfäden meist verwachsen. (Papiiio- 
ndtae) 7. 

4. Krone fehlend. Scheibe ausgebreitet. Staubblätter 5. — 
Bäume ohne Dornen. B. gefiedert. Bl. in seitlichen Trauben, 
zweihäusig oder vielehig. K. 5 lappig. Stbt. der Länge nach 
aufspringend. N. schildförmig, fast sitzend. Fr. dicklederig, 
quer gefächert, nicht aufspringend. SEu 

Johannisbrotbaum, CeratÖnia L. 

— Krone vorhanden, 3 — 5 blätterig Scheibe klein oder fehlend. 
Staubblätter 6 — 10 5. 

5. Blätter ungeteilt oder 2 lappig. Kelch kurz gezähnt. Krone 
schmetterlingsförmig, rot. — Bäume oder Sträucher. Dornen 0. 
Nebenb. vorhanden. Bl. in seitlichen Trauben oder Büscheln, p. 
Stb. 10. Stbt. der Länge nach aufspringend. Gr. dick-fädlich. 
Fruchtschale dünn. SEu Judasbaum, CgpCIS L. 

— Blätter gefiedert. Kelch gespalten oder geteilt. Krone wenig 
unregelmässig, gelb, weiss oder grün 6. 

6. Bäume mit dornigem Stamm. Nebenblätter fehlend. Kelch 
gespalten. Krone kelchartig, grün oder weiss, fast regelmässig. 
Staubbeutel der Länge nach aufspringend. Fruchtschale dick. 
— Bl. in seitlichen Trauben, vielehig. Stb. meist 6. Gr. 
kurz. (SEu.) Christusdorn, Gledl'tschia L. 

— Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher, ohne Dornen. Neben- 
blätter vorhanden. Kelch geteilt. Krone kronartig, gelb, 
deutlich unregelmässig. Staubbeutel an der Spitze aufspringend. 
Fruchtschale dünn. ■ — Bl. in achselstäudigen Trauben. Stb. 
meist 7. (Spanien.) . , Sennesblätterstrauch, Cassia L. 

7. Staubfäden getrennt 8. 

— Staubfäden (alle oder mit Ausnahme eines einzigen) unter- 
einander verwachsen 10. 

8. Blätter gefiedert, vielpaarig. Schiffchen mit Dornspitze. Frucht 
perlschnurförmig (zwischen den Samen eingeschnürt). — Kräuter. 

10* 



148 Leguminosae. 

Bl. in endständigen Trauben oder Rispen. Kr. gelb. Fr. 
nicht aufspringend. Türkei, (^(roebe/ia Bge.) 

[Sophore], Söphora L. 

— Blätter gefingert, 3 zählig. Schiffchen stumpf. Frucht mehr 
oder weniger zusammengedrückt, nicht perlschnurförmig. 
(Podalyrieae) 9. 

9. Kräuter. Nebenblätter getrennt. Fahne so lang wie die 

Flügel, an den Seiten zurückgeschlagen. Blätter des Schiffchens 

ein wenig verwachsen. — • Bl. in endständigen Trauben. Kr. 

■ gelb. Fahne fast kreisrund. Flügel so lang oder wenig kürzer 

als das Schiffchen. Fr. linealisch oder länglich. Südrussland 

[ScheinwolfsbohneJ, Thermöpsis R. Br. 
■ — Sträucher. Nebenblätter verwachsen. Fahne kürzer als die 
Flügel, an den Seiten nicht zurückgeschlagen. Blätter des 
Schiffchens getrennt. — Bl. in endständigen Trauben. Kr. 
gelb. Fahne fast kreisrund, gefaltet. Flügel etwas kürzer 
als das Schiffchen. Fr. gestielt, linealisch, quer gefächert. 

SEu [Krummhülse], Anagyris L. 

10. Blätter gefingert, einblätterig, einfach (ungeteilt), auf den 
Blattstiel beschränkt oder fehlend. Blättchen ganzrandig. 
Staubfäden alle untereinander verwachsen (einbrüderig). Staub- 
beutel ungleich, die einen länger und am Grunde befestigt, 
die anderen kürzer und am Rücken befestigt. (Genisteae) . 11. 

— Blätter gefiedert (aber bisweilen nur mit 3 Blättchen), seltener 
gefingert, 1 blätterig, einfach oder auf den Blattstiel beschränkt, 
dann aber entweder Blättchen an der Spitze gezähnt oder 
Staubbeutel gleichartig und Staubfäden fast immer 2 brüderig 
verwachsen (indem 1 Staubblatt frei bleibt). Staubfäden 
meistens 2 brüderig verwachsen. Staubbeutel fast immer gleich- 
artig 24. 

11. Blätter einblätterig, einfach und ungeteilt, auf den Blattstiel 
beschränkt oder fehlend 12. 

— Blätter gefingert, mit 8 oder mehr Blättchen .... 1 5. 

12. Kelch tief 2 lippig (2teilig), gefärbt. — Sträucher mit dornigen 
Zweigen. B. schuppenförmig oder auf den dornartigen Blatt- 
stiel beschränkt. Nebenb. 0. Bl. gelb. N. kopfig. S. mit 
Nabelwulst. WEu. und Deutschland. (Einschl. yepa Wbb. 
und Stauracantlms Lk.) Hecksame, Ulex L. 



Leguininosae. X49 

— Kelch seicht 2 lippig, 1 lippig oder regelmässig 5 zähnig, meist 
grün 13. 

13. Kelch scheidenförmig (auf 1 Seite gespalten). Schiffchen zu- 
gespitzt. Narbe herablaufend. — Sträucher. B. wenige, 

1 blätterig. Nebenb. 0. Bl. in endständigen Trauben, gelb. 
Untere Krb. mit der Staubfädenröhre verwachsen. Er. lang- 
linealisch. S. ohne Nabelwulst. SEu. und Erankreich . . 

Pfriemenstrauch, Spartium L. 

— Kelch nicht scheidenförmig (2 lippig oder mehr oder weniger 
regelmässig.) Schiffchen stumpf. Narbe endständig, seltener 
ein wenig herablaufend 14, 

14. Samen mit Nabelwulst. Erucht flach. Kronblätter von der 
Staubfädenröhre frei. — Sträucher. Er. länglich oder linealisch, 
aufspringend, (Einschl. Pterospartiun Spch. z. T.) .... 

Geissklee, Cytisus L. 

— Samen ohne Nabelwulst. Erucht meist dick. Untere Kron- 
blätter meist mit der Staubfädenröhre verwachsen. — Sträucher 
oder Halbsträucher. Bl. gelb oder weiss. Schiffchen beider- 
seits mit einem Höcker. Erkn. sitzend. (Einschl. Pterospartmn 
Spch. z. T. und Retcuna Boiss.) . . . Ginster, Genfsta L. 

15. Blätter mit 5 oder mehr Blättchen 16. 

— Blätter mit 3 Blättchen 17. 

16. Nebenblätter frei. Kelch mit 5 Abschnitten, von welchen 
die 4 oberen paarweise verwachsen sind. Schiffchen stumpf. 
Staubfädenröhre oben gespalten. Samen mit langem Nabel- 
strang. — Kräuter oder Halbsträucher. Blättchen 6. Bl. 
einzeln oder zu wenigen. Erkn. sitzend. Spanien. (^Leo- 
hordea Del.) . . . [Hornkleehauhechel], Lotonotlis DC. 

— Nebenblätter an den Blattstiel angewachsen. Kelch tief 

2 lippig. Schiffchen geschnäbelt. Staubfädenröhre geschlossen. 
Samen mit sehr kurzem Nabelstrang. — Elügel an der Spitze 
verwachsen. Erkn. sitzend. Er. dicklederig 

' Wolfsbohne, LupmuS L. 

17. Lippen des Kelches viel länger als die Kelchröhre. — Nebenb. 
frei. Bl. gelb. Eahne kreisförmig. Erkn, sitzend. SEu. 
(Einschl. Cltamaecytishs Vis., Cliasmone E. Mey. und Irichasma 
Walp.) . . . [Silberhülse], ArgyrolÖbium Eckl. et Zeyh. 

— Lippen oder Abschnitte des Kelches kürzer oder nur wenig 
länger als die Kelchröhre 18. 



150 Leguminosae. 

18. Nägel der unteren Kronblätter (des Schiffchens) mit der 
Staubfädenröhre verwachsen 19 

— Nägel der unteren Kroublätter von der Staubfädenröhre frei . 21 

19. Blüten bläulich oder violett. Kelch nach der Blütezeit auf 
geblasen. — Sträucher. B. wenige, zum Teil 1 blätterig 
Bl. zu 1 — 3. K. fast gleichmässig 5 zähnig. Fahne eirund 
Frkn. sitzend. Fr. länglich, behaart. Spanien und Süd 
frankreich [Igelstrauch], Erinäcea Boiss 

— Blüten gelb oder weiss. Kelch nach der Blütezeit nicht auf 
geblasen 20 

20. Vorblätter fehlend. Kelch röhrig. Fahne kreisrund. Frucht 
flach. — Sträucher. Bl. in Trauben, gelb. Die beiden oberen 
Kelchzipfel frei, breit, gekrümmt. Schiffchen beiderseits mit 
Höcker. Frkn. sitzend. Fr. breit-linealisch, etwas gekrümmt. 
Dalmatien, Montenegro, Bosnien. {Cytisus L. z. T.) .... 

[Petterie], Petteria Prsl. 

— Vorblätter vorhanden. Kelch glockig. Fahne eirund. Frucht 
aufgetrieben. — Sträucher oder Halbsträucher. Schiffchen 
beiderseits mit Höcker. Frkn. sitzend . Grinster, Getlfsta L. 

21. Samen mit Nabelwulst. — Sträucher meist unbewehrt. Frkn. 
meist sitzend. (Einschl. Sarothamnus Wimm.) 

Geissklee, CytiSUS L. 

— Samen ohne Nabelwulst 22. 

22. Zweige dornig. Blüten in Büscheln. Kelch abgestutzt, un- 
deutlich gezähnt. — Sträucher. Nebenb. 0. Bl. gelb. K. 
gefärbt. Fahne eirund. Frkn. sitzend. Fr. drüsenlos, an 
der oberen Naht verdickt oder geflügelt. SEu 

[Stutzkelch], Calycötome Lk. 

— Zweige unbewehrt. Blüten in Trauben. Kelch deutlich 
gezähnt, mehr oder weniger deutlich 2 lippig .... 23. 

23. Zweige seidenhaarig oder zottig. Obere Kelchzipfel frei. 
Fruchtknoten sitzend. Frucht drüsig, weder verdickt noch 
geflügelt. — Sträucher. Bl. gelb. Fahne kreisrund. SEu. . 

[Drüsenhülse], Ädenocärpus DG. 

— Zweige kahl oder flaumig. Obere Kelchzipfel zur OberlijDpe 
verwachsen. Fruchtknoten gestielt. Frucht ohne Drüsen, an 
beiden Nähten verdickt oder an der oberen geflügelt. — 
Sträucher oder Bäume. Nebenb. 0. Bl. gelb. S- und MEu. 
{Cytims L. z. T.) . . . . Goldregen, Labürnum Griseb. 



Leguminosae. 151 

24. (10.) Blätter zusammengesetzt; Blättchen 3 — 7, mit Neben- 
blättchen versehen. Kräuter. (Phaseöleae) .... 25. 

— Blätter einfach oder zusammengesetzt; Blättchen meist ohne 
Nebenblättchen, selten mit solchen, dann aber 9 oder mehr 
(sehr selten 7 ; dann Sträucher) 29. 

25. Schiffchen und Griffel wenig gekrümmt. Fahne abstehend, am 
Rande nicht umgeschlagen. — B. 3 zählig. Bl. in achsel- 
ständigen Trauben, klein, rot. Schiffchen stumpf, kürzer als 
die Flügel. Gr. kahl. N. endständig. (S- und MEu.) . . 

Sojabohne, Glycme L. 

— Schiffchen und Griffel stark gekrümmt oder spiralig eingerollt. 
Fahne zurückgeschlagen, am Grunde mit mehr oder weniger 
öhrchenförmig eingebogenen Rändern 26. 

26. Griffel kahl. Blätter mit 5 — 7 Blatt chen. — St. windend. 
Bl. in achselständigen Trauben, mittelgross, rot. Flügel 
kürzer als die Fahne. Schiffchen eingerollt. N. endständig. 
(SEu.) Erdbirne, ApiOS Mnch. 

— Griffel gebartet. Blätter mit 3 Blättchen 27. 

27. Narbe endständig. Schiffchen und Griffel nicht eingerollt. — 
Fahne kreisrund, am Grunde deutlich geöhrt. S. mit linealischem 
Samenmantel. (SEu.) (Einschl. Lablab Sav.) 

Aegypterbohne, DolichOS L. 

— Narbe seitlich oder schief. Schiffchen und Griffel mehr oder 
weniger deutlich eingerollt 28. 

28. Schiffchen mit kurzem, kaum eingerollten Schnabel. Flügel 
etwas kürzer als die Fahne. Fahne am Grunde deutlich 
geöhrt. — Bl. in kurzen, achselständigen Trauben, gelb oder 
rot. K. 4 zähnig. Fahne kreisrund. (SEu.) {polichos L. 
z. T.) Augenbohne, Vigna Sav. 

— Schiffchen mit langem, spiralig eingerollten Schnabel. Flügel 
ebensolang oder länger als die Fahne. Fahne am Grunde 
mehr oder weniger undeutlich geöhrt. — Bl. in achselständigen 
Trauben. Fahne kreisrund . . . . Bohne, PhaseoiuS L. 

29. Blätter paarig gefiedert, mit einer Ranke oder Borste an der 
Spitze. Griffel behaart, selten kahl, dann aber Blättchen 
gezähnt. (Vicieae) 30. 

— Blätter unpaarig gefiedert, gefingert, einblätterig, einfach 
(ungeteilt) oder auf den Blattstiel beschränkt, selten paarig 
gefiedert, dann aber Griffel kahl und Blättchen ganzrandig . 34. 



1K2 Leguminosae. 

30. Flügel frei. Blättchen gezähnt. Griffel kahl. Frucht sitzend, 
aufgedunsen. Samen mit fädlichem Nabelstrang. Keimling 
mit fast geradem Würzelchen. — Kräuter. Bl. weiss, blau 
oder violett. Fahne eirund oder fast kreisrund. Stf. 2 brüderig 
verwachsen, an der Spitze verbreitert. SEu 

Kichererbse, Cicer L. 

— Flügel mit dem Schiffchen zusammenhängend, seltener fast 
frei, dann aber Blätter mit ganzrandigen Blättchen. Griffel 
behaart, selten fast kahl (dann Flügel mit dem Schiffchen 
verwachsen). Frucht gestielt oder fast sitzend, mehr oder 
weniger zusammengedrückt. Samen mit verdicktem (einen 
kleinen Saraenmantel bildenden) Nabelstrang. Keimling mit 
eingebogenem Würzelchen 31. 

31. Staubfädenröhre mit schiefer Mündung 32. 

— Staubfädeuröhre mit gerader Mündung 33. 

32. Blüten klein. Griffel an der Innenseite kurz gebartet. Samen- 
anlagen 2. Samen 1 — 2, flach. — Kräuter. Blättchen 
ganzrandig. BL weisslich. Fahne eirund oder fast kreisrund. 
Schiffchen spitz. Stf. 2 brüderig verwachsen. Frkn. fast 
sitzend. (Ervum L. z. T.) . . Linse, LenS Gren. et Godr. 

— Blüten gross oder mittelgross, seltener klein, dann aber Griffel 
oder Narbe ringsum behaart. Samenanlagen und Samen 3 
oder mehr (sehr selten 2), kugelig oder etwas zusammen- 
gedrückt. — Kräuter. Fahne eirund oder länglich. (Einschl. 
Cracca Riv., Ervilia Lk., EjTiim L. z. T. und Faba Tourn.) . 

Wicke, Vl'cia L. 

33. Griffel an der Spitze seitlich zusammengedrückt, mit zurück- 
geschlagenen Bändern. Narbe fast endständig, schief. — 
Kletternde Kräuter. Bl. gross, rot oder weiss. Fahne eirund 
oder fast kreisrund. Schiffchen stumpf. Stf. an der Spitze 
verbreitert. Frkn. fast sitzend. Sa. oo. Gr. innen gebartet. 
Fr. zusammengedrückt. S. fast kugelig . Erbse, Pisum L. 

— Griffel an der Spitze vom Bücken her zusammengedrückt, 
mit nicht zurückgeschlagenen Bändern. Narbe endständig, 
mehr oder weniger kopfig. — Kräuter. Fahne eirund oder 
fast kreisrund. Gr. auf 1 Seite gebartet. (Einschl. ürobus 
L.) Platterbse, LathyruS L. 

34. Staubfäden alle oder jeder zweite au der Spitze verbreitert, 
meist von der Krone frei. Blätter gefiedert (aber bisweilen 



Leguminosae. . 153 

scheinbar gefingert), mit ganzrandigen Blättchen, selten einfach. 
(Loteae und Hedysdreae) , . . 35. 

— Staubfäden nicht verbreitert, seltener verbreitert, dann aber 
Blättchen gezähnt oder (iMthyrus) fehlend (nur der Blattstiel 
entwickelt) oder (TrifoUmn) Blätter gefingert und Staubfäden 
mit der Krone verwachsen. (Galegeae, Trif olieae und 
Hedysdreae) 44. 

35. Staubfäden wenigstens in der Knospe alle in eine Röhre 
verwachsen (einbrüderig). Frucht mehr oder weniger deutlich 
gestielt, aufgetrieben. — B. gefiedert, selten einfach. Bl. 
einzeln oder in Köpfchen. Fahne eirund. Fr. nicht oder 
spät aufspringend. (Einschl. Cornichia Boiss., Dorycnopsis 
Boiss. und Physantltyllis Boiss.) . Wundklee, AnthylÜS L. 

— Staubfäden mit Ausnahme von einem untereinander verwachsen 
(zweibrüderig). Frucht sitzend, sehr selten gestielt aber 
flach 36. 

36. Blätter einfach, ungeteilt. Frucht schneckenförmig zusammen- 
gerollt, mehrsamig. Keimblätter ineinandergewunden. — - 
Kräuter. Nebenb. dem Blattstiel angewachsen. Bl. einzeln 
oder in Dolden, gelb. Fahne kreisrund. Schiffchen geschnäbelt. 
Fr. sitzend, nicht aufspringend. SEu 

[Skorpionsschwanz], Scorpiürus L. 

— Blätter gefiedert oder scheinbar gefingert. Frucht gerade 
oder gekrümmt, selten schneckenförmig eingerollt, dann aber 
nur 2 sämig. Keimblätter nicht ineinandergewunden . 37. 

37. Blätter scheinbar gefingert, mit 4 — 5 Blättchen, von welchen 
die 1 —2 untersten nebenblattartig sind (sehr selten alle 
Blättcheii fast aus 1 Punkt entspringend oder zerstreut; in 
letzterem Falle Frucht deutlich 2 klappig) 38. 

— Blätter gefiedert mit meist vielen (selten nur 3) Blättchen, 
deren unterste nicht nebenblattartig sind. Frucht nicht oder 
kaum aufspringend 40. 

38. Frucht gegliedert, nicht aufspringend. Schiffchen etwas spitz. 
Fahne kreisrund. — Seidig-zottige Kräuter oder Halbsträucher. 
Bl. gelb, zu 2. Krb. lang benagelt. Grr. an der Spitze 
verbreitert. N. endständig. Sa. oo. Fr. sitzend. Griechen- 
land . [Knotenhülse], Hammatolöbium Fnzl. 



154 Leguminosae. 

— Frucht ungegliedert, 2 klappig aufspringend. Schififchen ge- 
schnäbelt oder ziemlich stumpf, in letzterem Falle Fahne 
länglich oder eirund 39. 

39. Schifichen stumpf. Blüten in Köpfchen, seltener in Dolden. — 
Kräuter oder Halbsträucher. Bl. weiss oder rot. Fahne 
länglich oder eirund, N. endbtändig. Fr. sitzend, stielrund. 
SEu., Oesterreich, Bayern. (Einschl. Bonjean/ a Rchb.) . . 

Backenklee, Dorycnium VilJ. 

— Schiffchen deutlich geschnäbelt. Blüten in Dolden, seltener 
einzeln. — Kräuter oder Halbsträucher. Flügel eirund. Sa. oo. 
Fr. sitzend, meist stielrund. (Einschl. Fedrosia Low. und 
Tetragonolol)af< Scop.) Hornklee, Lotus L. 

40. Fruchtknoten und Frucht kurz gestielt. Samenaulagen 2. 
Frucht schueckeuföriiiig gewunden. — Niederliegende Kräuter. 
Nebenb. dem Blattstiel angewachsen. Bl. in armblütigeu 
Köpfchen, klein, gelb. K. gleichmässig 5 teilig. Krb. kurz 
benagelt. Fahne kreisrund. Fr. flach, geflügelt, nicht geglie- 
dert, nicht aufspringend. SEu. (Circimis Med.) 

[HautfruchtJ, Hymenocärpus Sav. 

— Fruchtknoten und Frucht sitzend. Samenanlagen mehrere 
oder viele. Frucht gerade oder gekrümmt 41. 

41. Schifi'chen stumpf. — Kräuter. Blättchen zahlreich. Bl. in 
Köpfchen oder Dolden, klein. Fr. gegliedert. (Einschl. 
Arthrolobium Desv. z. T.). Klauenschote, Orni'ttiopus L. 

— Schiffchen geschnäbelt 42. 

42. Frucht nicht gegliedert. — Kräuter. Bl. gelb, in Dolden. 
Fahne kreisrund. Flügel länglich. Fr. flach, spät aufspringend. 
SEu. {Bonaveria Scop.) . . . [Beilhülse], Securi'gera DC. 

— Frucht gegliedert 43. 

43. Glieder der Frucht hufeisenförmig, meist flach. Samen gebogen. 
— Blättchen oo. Bl. gelb, einzeln oder in Dolden. Krb. 
lang benagelt. Fahne kreisrund. Oberer Rand der Fr. bei 
jedem S. tief ausgebuchtet . . Hufeisenklee, Hippocrepis B. 

— Glieder der Frucht länglich oder linealisch, meist stielrund. 
Samen quer-länglich. — Bl. in Dolden. Fahne kreisrund. 
(Einschl. Aithrolobmiit Desv. z. T. und Scoi'pioides Benth.) . 

Kronenwicke, Coronflla L. 

44. (34.) Kräuter oder Halbsträucher 45. 

— Sträucher oder Bäume 63. 



Leouminosae. 155 



'» 



45. Blätter auf den meist laiibblattartig verbreiterten Blattstiel 
beschränkt. Griffel gebartet. — Bl. einzeln oder in Trauben. 
Fr. 2klappig aufspringend. S. mit kleinem Samenmantel . 

Platterbse, Lathyrus L. 

— Blätter gefiedert, gefingert oder einblätterig; in letzterem 
Falle Griffel kahl 46. 

46. Staubfäden sämtlich in eine geschlossene Röhre ver- 
wachsen 47. 

— Staubfäden mit Ausnahme von einem verwachsen; dieser völlig 
getrennt oder nur in der Mitte mit den übrigen zusammen- 
hängend, sehr selten alle Staubfäden in eine gespaltene E,öhre 
verwachsen 49. 

47. Blätter paarig gefiedert. Kelchabschnitte ungleich, die vier 
oberen verwachsen, der fünfte frei. Frucht unter der Erde 
reifend, nicht aufspringend. — Bl. in Aehren, mit linealischen 
Vorb. Krb. und Stb. an der Spitze der fadenförmigen Kelch- 
röhre eingefügt. Fahne kreisrund. Schiffchen geschnäbelt. 
Stb. mit zweierlei Stbt. Frkn. fast sitzend. Fr. gestielt. 
Sa. 2—3. (SEu.) Erdnuss, Ärachis L. 

— Blätter unpaarig gefiedert oder einblätterig. Kelchabschnitte 
ziemlich gleich. Frucht über der Erde reifend, 2 klappig 
aufspringend 48. 

48. Blättchen ganzrandig, zahlreich. Blüten weiss oder blau. 
Fahne eirund oder länglich. Fruchtknoten sitzend. — Bl. 
in Trauben, ohne Vorb. Schiffchen stumpf. Stbt. gleichartig 
oder fast gleichartig. Sa. co. Fr. linealisch, dick. S- und 
MEu Geissraute, Galega L. 

— Blättchen gezähnt, meist 3. Blüten gelb oder rosa. Fahne 
fast kreisrund. Fruchtknoten mehr oder weniger gestielt. — 
Nebenb. an den Blattstiel angewachsen. Bl. einzeln oder in 
Aehren oder Trauben. Schiffchen meist geschnäbelt. Stb. 
meist mit oben verbreiterten Stf. und zweierlei Stbt. . . . 

Hauhechel, OnÖnis L. 

49. Staubfäden an der Spitze verbreitert, am Grunde meistens 
der Krone angewachsen. Blätter meist gefingert . . . 50. 

— Staubfäden an der Spitze nicht verbreitert, meist von der 
Krone frei. Blätter gefiedert (aber bisweilen mit nur 3 
Blättchen), sehr selten (Astragalus) gefingert oder ein- 
blätterig öl. 



156 Leguminosae. 

50. Kronblätter (alle oder die 4 unteren) mit der Staubfäden- 
röhre verwachsen. Flügel schmal. Frucht nicht aufspringend. 
Blätter meist gefingert. — Blättchen meist gezähnt. Nebenb. 
an den Blattstiel angewachsen. Fahne eirund oder länglich. 
Schiffchen stumpf, kürzer als die Flügel. Stbt. gleichartig. 
Sa. wenige. Fr. länglich oder eirund, 1 — 4 sämig .... 

Klee, Trifolium L. 

— Kronblätter von der Staubfädenröhre frei. Flügel breit (ei- 
rund). Frucht 2 klappig aufspringend. Blätter gefiedert. — 
Blättchen gezähnt. Nebenb. blattartig. Bl. einzeln oder zu 
wenigen, weiss, blau oder violett. Kelchröhre schief oder ge- 
sackt. Zehntes Stb. frei. Frkn. sitzend. Sa. 2 — oo . Fr. 
dick, eirund oder länglich. SEu. , Kichererbse, Cicer L. 

51. Staubbeutel von zweierlei Art, die einen kleiner und mit 
grösseren, mehr ungleichen Spalten aufspringend. — Wurzel 
süss. Bl, in Aehren oder Trauben. Fahne fast sitzend, 
länglich oder eirund. Schiffchen kürzer als die Flügel. Zehn- 
tes Stb. frei. Staubbeutelhälften an der Spitze verschmelzend. 
Frkn. sitzend. Sa. 2 — oo. Fr. spät oder nicht aufspringend. 

SEu Süssholz, Glycyrrhfza L. 

— Staubbeutel gleichartig 52. 

52. Zehntes Staubblatt nur am Grunde frei, in der Mitte mit den 
übrigen in eine geschlossene Röhre verwachsen. Schiffchen 
länger als die Flügel. Blätter mit ganzrandigen, fast immer 
zahlreichen Blättchen 53. 

— Zehntes Staubblatt frei, selten in der Mitte verwachsen, dann 
aber Schiffchen kürzer als die Flügel und Blätter meist mit 
3 gezähnten Blättchen ; sehr selten zehntes Staubblatt auf der 
einen Seite durchaus verwachsen 54. 

53. Kelchzähne länger als die Röhre. Frucht von der Kelch- 
röhre eingeschlossen. — Nebenb. verwachsen. Bl. in Aehren, 
rot. Kelchzähne federig behaart. Frkn. sitzend. Sa. 1 — 3. 
Fr. flach, länglich oder eirund, nicht aufspringend. Türkei 
und Griechenland [Ebenholzhülse], Ebenus L. 

— Kelchzähne kürzer oder beiläufig ebensolang wie die Röhre. 
Frucht die Kelchröhre überragend. — Nebenb. trockenhäutig. 
Bl. in Aehren oder Trauben, rot oder weiss. Frkn. sitzend. 
Sa. 1 — 2. Fr. flach, halbkreis- oder fast schneckenförmig, 
nicht aufspringend .... Esparsette, OnobrychiS Gaertn. 



Leguminosae. 157 

54. Schiffchen zugespitzt oder stachelspitzig 55. 

— Schiffchen stumpf oder ziemlich spitz 56. 

55. Blütenstand endständig. Staubfäden nur ganz wenig ver- 
wachsen. Frucht perlschnurförmig, spät oder nicht aufspringend. 
— Blättchen zahlreich. Bl. in Trauben, gelb. Flügel länglich. 
Schiffchen mit Dornspitze. Frkn. kurz gestielt. Sa. oo. N. 
klein. Türkei. {Goehelia Bge.) . . [Sophore], Sophora L. 

Blütenstand seitenständig. Staubfäden deutlich verwachsen. 

Fr. ungegliedert, 2 klappig aufspringend. — Flügel länglich, 
so lang oder länger als das Schiffchen. Gr. kahl. N. klein. 

Fr. dick. S. mit fädlichem Nabelstrang 

Fahnenwicke, OxytropiS DC. 

56. Samenanlage 1. Fahne benagelt. Nebenblätter frei oder fast 
frei. — Drüsig punktierte Gewächse. Nebenb. stengelumfassend. 
Bl. in Aehren oder Köpfchen, rot, blau oder weiss. Fahne 
eirund oder kreisrund. Fr. eiförmig, nicht aufspringend. SEu. 

[Kratzkraut], Psorälea L. 

Samenanlagen 2 oder mehr, sehr selten 1, dann aber Fahne fast 

sitzend und Nebenblätter an den Blattstiel angewachsen . . 57. 

57. Frucht gegliedert (bei der Reife in 1 sämige Glieder zerfallend). 
Schiffchen meist länger als die Flügel. — Blättchen ganz- 
randig, meist durchscheinend punktiert. Bl. in Trauben. Vorb. 
borstenförmig. Fahne fast sitzend. Sa. 2 — oo. Fr. flach, mit 
fast kugeligen oder würfelförmigen, nicht aufspringenden 
Gliedern Süssklee, Hedysarum L. 

— Frucht nicht gegliedert. Schiffchen ungefähr ebensolang oder 
kürzer als die Flügel '^o. 

58. Frucht 2 klappig aufspringend. Blätter mit ganzrandigen 
Blättchen. Griffel kahl. — Fahne eirund oder länglich. 
Schiffchen ebensolang oder etwas kürzer als die Flügel. Stbt. 
ohne Anhängsel. Sa. oo. Fr. meist gefächert. S. mit fäd- 
lichem Nabelstrang. (Einschl. Pliaca L.) 

Bärenschote, Asträgalus L. 

— Frucht nicht oder nur an 1 Seite aufspringend, sehr selten 
2 klappig, dann aber Blätter mit gezähnten Blättchen und 
Griffel der Länge nach gebartet. Blätter meist mit gezähnten 
oder ausgerandeten Blättchen ö"« 

59. Blätter mit 3, meist gezähnten Blättchen. Schiffchen kürzer 
als die Flügel 6^- 



X58 Leguminosae. 

— Blcätter mit zahlreichen, ganzrandigen oder ausgerandeten 
Blättchen. Schiffchen ungefähr ebensolang wie die Flügel . 62. 

60. Blüten in langen Trauben. Frucht kugelig oder eiförmig. — 
Nebenb. dem Blattstiel angewachsen. Bl. klein, gelb, weiss 
oder bläulich. Fahne eirund oder länglich, fast sitzend. 
Frkn. sitzend oder fast so. Sa. M'enige. Fr. dick, gerade, 
ohne Scheidewand, nicht aufspringend. S. 1 — 3 

Steinklee, Melilötus Juss. 

— Blüten in kurzen Trauben, in Dolden oder Köpfchen oder 
einzelnstehend. Frucht linealisch, länglich, nierenförmig oder 
spiralig gewunden, sehr selten eiförmig 61. 

61. Frucht mehr oder weniger (wenigstens an der Spitze) spiralig 
gewunden, seltener nierenförmig (sehr selten eiförmig, viel- 
samig). — ■ Nebenb. dem Blattstiel angewachsen. Bl. gelb, 
violett oder mehrfarbig. Fahne eirund oder länglich, fast sitzend. 
Frkn. sitzend oder kurz gestielt. N. schief. Fr. ohne Scheide- 
wand, spät einseitig oder nicht aufspringend 

Luzerne, Medicägo L. 

— Frucht gerade oder gebogen, linealisch oder länglich (sehr 
selten eiförmig, geflügelt, 2 sämig). — Nebenb. dem Blattstiel 
angewachsen. Bl. gelb, weiss oder blau. Fahne länglich 
oder eirund, sitzend oder fast so. Frkn. sitzend oder kurz 
gestielt. Sa. oo. Fr. ohne Scheidewand. S- und MEu. 
(Einschl. Pocockia Ser.) . . . .Bockshorn, Trigonella L. 

62. Blüten in langen Trauben, rot. Fahne kreisrund. Frucht- 
knoten gestielt. Frucht fast kugelig, gedunsen, 1 fächerig, 
spät aufspringend. — Gr. gebartet. Sa <=o. Südrussland. 
(Sp/taeropIi7/sa DG.) . . . [SwainsoneJ, Swamsona Salisb. 

— Blüten in kurzen Aehren, bläulich-weiss. Fahne länglich. 
Fruchtknoten sitzend. Frucht linealisch, flach, 2 fächerig, 
nicht aufspringend. — Blättchen ausgerandet. Gr. kurz. 
Sa. oo. Fr. von den Nähten her zusammengedrückt, mit 
gezähntem Band und sehr schmaler Scheidewand. SEu. . . 

Sägehülse, Biserruia L. 

63. (44.) Blätter einfach, ungeteilt, bisweilen schuppenförmig . 64. 

— Blätter zusammengesetzt, gefiedert . 65. 

64. Zweige dornig. Nebenblätter vorhanden. Vorblätter fehlend. 
Fahne eirund. Griffel kahl. Frucht linealisch, mit unvoll- 
kommenen Querfächern, nicht aufspringend. — Sträucher. Bl. 



Leguminosae, X59 

in Trauben, rot. Stb. 2 brüderig verwachsen. Frkn. fast 
sitzend. Fr. dick, zwischen den S. meist eingeschnürt. 
Griechenland und Südrussland . . [Alhagi], Alhägi Desv. 

— Zweige dornenlos. Nebenblätter fehlend. Vorblätter vor- 
handen, sehr klein. Fahne breit-kreisrund. Griffel oben ge- 
bartet. Frucht kurz und breit sichelförmig, ohne Querfächer, 
aufspringend. — Sträucher. Zweige binsenförmig. B. schuppen- 
förmig. Bl. in langen Trauben, violett. Stf. 2 brüderig ver- 
wachsen. Frkn. sitzend. S. wenige. Südrussland .... 

[Kahlpfriemen], Eremospärton Fisch, et Mey. 

65. Schiffchen und Flügel fehlend (Krone auf die Fahne be- 
schränkt). Staubfäden sämtlich in eine auf der einen Seite 
gespaltene kurze Röhre verwachsen. — Sträucher. B. un- 
paarig gefiedert, mit ganzrandigen Blättchen und Neben- 
blättchen. Bl. in Trauben, rot, violett oder weiss, klein. N. 
endständig. Sa. 2. Fr. nicht aufspringend. (SEu.) . . . 

Bastardindigo, Amörpha L. 

— Schiffchen und Flügel vorhanden. Staubfäden sämtlich in 
eine geschlossene Röhre verwachsen oder häufiger mit Aus- 
nahme von einem (welcher frei bleibt) untereinander ver- 
wachsen 66. 

66. Staubfäden sämtlich miteinander verwachsen, gegen die Spitze 
zu verbreitert. Blätter mit gezähnten Blättchen. — B. unpaarig 
gefiedert. Bl. einzeln oder in Aehren oder Trauben, rot oder 
gelb. Fahne kurz benagelt, kreisrund. Schiffchen meist ge- 
schnäbelt. Frkn. gestielt . . . .Hauhechel, OnÖnis L. 

— Staubfäden mit Ausnahme von einem untereinander verwachsen; 
letzterer völlig frei oder nur am Grund oder nur in der 
Mitte mit den übrigen zusammenhängend. Blätter mit ganz- 
randigen Blättchen, selten (Medicago) mit ein wenig gezähnten, 
dann aber Staubfäden nicht verbreitert 67. 

67. Zehnter Staubfaden in der Mitte mit den übrigen verwachsen. 
Fruchtknoten gestielt. Griffel an der Spitze behaart, mit 
kleiner endständiger Narbe. Blättchen mit Nebenblättchen. 
Flügel frei. — B. unpaarig gefiedert. Bl. in Trauben, weiss 
oder rosa. K. fast 2 lippig. Fahne zurückgeschlagen. Schiffchen 
stumpf, gebogen. Fr. flach, 2 klappig. (S- und MEu.) . . 

Eobinie, Robmia L. 



IQQ Leguminosae. 

— Zehnter Staubfaden frei oder nur am Grunde, selten in der Mitte 
mit den übrigen verwachsen, dann aber Fruchtknoten sitzend. 
Griffel behaart und mit dicker Narbe unter der Spitze, oder kahl. 
Blättchen ohne Nebenblättchen, selten (hidigofera) mit solchen, 
dann aber Flügel an das Schiffchen etwas angewachsen . 68. 

68. Zehnter Staubfaden in der Mitte mit den übrigen verwachsen, 
am Grunde frei. Samenanlagen 1 — 2. — B. unpaarig ge- 
fiedert. Nebenb. verwachsen. Bl. in Aehren, rot. Kelch- 
zipfel pfriemlich, federig behaart. Fahne kaum benagelt. 
Frkn. sitzend. Gr. kahl. Fr. flach, nicht aufsj)ringend. Türkei 
und Griechenland [Ebenholzhülsej, EbetlUS L. 

— Zehnter Staubfaden frei oder nur am Grunde mit den übrigen 
verwachsen. Samenanlagen 3 oder mehr 69. 

69. Mittelbänder der Staubbeutel mit drüsigem oder haarigem An- 
hängsel. Narbe kopfig, endständig. — Sträucher, mit in der 
Mitte angehefteten Haaren bekleidet. B. unpaarig gefiedert, 
mit 7 — 15 Blättcheu. Bl. rot, in Aehren oder Trauben. K. 
schief. Flügel mit dem Schiffchen leicht zusammenhängend. 
Schiffchen gerade oder wenig gebogen, stumpf oder ziemlich 
spitz. Frkn. sitzend oder fast so. Gr. kahl. Fr. zwischen 
den S. gefächert. (SEu.) . . Indigopflanze, Indigofora L. 

— Mittelbänder der Staubbeutel ohne Anhängsel. Narbe klein und 
endständig oder dick und unter der Griffelspitze gelegen . 70. 

70. Griffel behaart, mit dicker, unter der Spitze gelegener Narbe. 
— B. unpaarig gefiedert. Bl. in Trauben, gelb oder rot. 
Fahne kreisrund, abstehend, innen mit 2 Höckern. Schiffchen 
stumpf, verwachsenblätterig. Frkn. gestielt. Fr. aufgeblasen, 
an der Spitze oder nicht aufspringend. S- und MEu. . . 

Blasenstrauch, ColÜtGa L. 

— Griffel kahl, mit kleiner endständiger (bisweilen schiefer) 
Narbe 71. 

71. Blätter paarig gefiedert, mit einer Borste oder einem kurzen 
Dorn endigend. Kelch auf dem Bücken schwach gebuckelt. 
Blüten einzelnstehend oder in 2 — 3 blutigen Dolden, gelb. — 
Fahne lang benagelt. Fr. dick, 2 klappig aufspringend. (S- und 
MEu.) i^Rubinia L. z. T.) . Erbsenstrauch, Caragäna Lam. 

— Blätter unpaarig gefiedert, selten paarig gefiedert mit dornig 
endigender Spindel, dann aber Kelch niclit gebuckelt und 
Blüten meist in Trauben und von weisser oder roter Farbe . 72 



Legiiminosae, Greraniaceae. 161 

72. Kelch schief, oben tiefer gespalten und mit kürzeren Zähnen. 
Frucht gegliedert. — Dornsträucher. B. unpaarig gefiedert. 
Bl. in Trauben, rot. Fahne eirund, kaum benagelt. Flügel 
sehr kurz. Schiffchen stumpf. Fr. flach, nicht aufspringend. 
Südrussland [Eversmannie], Eversmännia Bge. 

— Kelch mit ziemlich gleichen Zähnen. Frucht nicht ge- 
gliedert 73. 

73. Frucht schneckig (spiralig) zusammengerollt, spät oder nicht 
aufspringend. Blätter mit 3 Blättchen. — Nebenb. an den 
Blattstiel angewachsen. Bl. in Trauben. Fahne kaum be- 
nagelt, eirund oder länglich. Flügel länger als das stumpfe 
Schiffchen. N. schief, etwas verdickt. Sa. wenige. SEu. . 

Luzerne, Medicägo L. 

■ — Frucht nicht schneckig zusammengerollt, 2 klappig aufspringend. 

Blätter mit meist zahlreichen Blättchen 74. 

74. Frucht nicht gefächert, linealisch. Blüten gelb. — Blättchen oo, 
unpaarig. Bl. in kurzen Trauben. Fahne aufrecht-abstehend, 
mit zurückgeschlagenen Bändern. Schiffchen stumpf. Frkn. 
sitzend. Fr. dick. Südrussland . [Schönlinse], CalÖphacaFisch. 

- — Frucht meist der Länge nach vollkommen oder unvollkommen 
2 fächerig, selten ungefächert, dann aber eiförmig oder kuge- 
lig. Blüten meist rot oder weisslich. — Fahne eirund oder 

länglich, aufrecht. Schiffchen ziemlich stumpf 

Bärenschote, Asträgalus L. 

Reihe Geraniales, Storchschnabelartige. 

63. Farn. Geraniäceae, Storchschnabelgewächse. 

Kräuter oder Halbsträucher, selten Sträucher. Nebenb. vor- 
handen. Bl. P . Kb. 5, getrennt oder am Grunde verwachsen, 
mit dachiger Knospenlage, bleibend. Kj-b. 5, dachig. Stb. unter- 
ständig, 10, jedoch 3 oder 5 davon bisweilen ohne Stbt. Stf. am 
Grunde verwachsen. Stbt. beweglich, innen mit 2 Längsspalten 
aufspringend. Frb. 5, teilweise verwachsen, einen gelappten Frkn. 
bildend. Sa. 1 — 2, hängend, umgewendet. Fr. wandspaltig in 
Isamige Teilfrüchte zerfallend, welche sich von der stehenbleiben- 
den Achse lösen. S. mit häutiger Schale, gekrümmtem Keimling 
und geringem Nährgewebe oder ohne Nährgewebe. 

Thonner, Exkursionsflora. II. H 



Iß2 Geraniaceae, Oxalidaceae. 

G-attungen. 

1. Samenanlage in jedem Fruchtblatt 1. Griffel am Grunde ge- 
trennt, oben sich zu 1 einzigen Narbe vereinigend. Teil- 
früchte nicht geschnäbelt. Keimling schwach gekrümmt. — 
Grundachse knollig. B. mehrfach gefiedert. Bl. in E-ispen, 
gelb oder weisslich, regelmässig. Blütenachse mit 5, mit den 
Krb. abwechselnden Drüsen. Stb. 10, alle Stbt. tragend. 
Fr. runzelig. S. gekrümmt, mit Nährgewebe. Griechenland. 

[Biebersteinie], Bieberstemia Steph. 

— Samenanlagen in jedem Fruchtblatt 2. Grriffel am Grunde 
verwachsen, oben in 5 narbige Aeste sich spaltend. Teil- 
früchte mit grannenartigem, an der Spitze befestigten, elastisch 
sich zurückrollenden Schnabel. Keimling zusammengebogen, 
mit den Keimblättern auf liegendemWürzelchen.(^6rö?'rt7i?'ea6'j . 2. 

2. Blüten unregelmässig. Kelch mit einem an den Blütenstiel 
angewachsenen Sporn versehen. Bliitenachse ohne Drüsen. — 
B. ungeteilt oder gelappt. Bl. in Dolden, rot. Fruchtbare 
Stb. 4 — 7. Grannen der Fr. schraubig gewunden. S. ohne 
Nährgewebe. (SEu.) . . . Pelargonie, Pelargonium L'Her. 

— Blüten regelmässig oder fast so. Kelch nicht gespornt. 
Blütenachse mit 5, mit den Kronblättern abwechselnden 
Drüsen 3. 

3. Staubblätter teils (5) mit, teils (5) ohne Staubbeutel. Grrannen 
der Früchte schraubig gewunden. — Kräuter oder Halb- 
sträucher. St. knotig gegliedert. B. ungeteilt, gelappt oder 
gefiedert, die grundständigen rosettig. Bl. in Dolden, selten 
einzeln. Krb. ganzrandig. G-rannen der Fr. meist behaart. 
S. ohne Nährgew^ebe . . Keiherschnabel, ErÖdium L'Her. 

- — Staubblätter sämtlich (alle 10) Staubbeutel tragend. Grannen 
der Früchte bogig gekrümmt. — Kräuter oder Halbsträucher. 
B. gezähnt, gelappt oder zerschnitten. Bl. regelmässig, ein- 
zeln oder zu 2, selten in mehrblütigen Trugdolden oder in 
Dolden. Krb. meist ausgerandet. Grannen der Fr. meist 
kahl Storchschnabel, Geränium L. 

64. Fam. Oxalidäceae, Sauerkleegewächse. 

Kräuter oder Halbsträucher. B. wechselständig, gestielt, 
3 zählig zusammengesetzt. Bl. einzeln oder in Dolden, regelmässig, $. 



Oxalidaceae, Linaceae. 163 

Kb. 5, dachig, bleibend. Krb. 5, mit gedrehter Knospenlage, 
anfangs bisweilen zusammenhängend. Stb. 10. Stf. am Grunde 
verwachsen und aussen mit Drüsen versehen. Scheibe 0. Stbt. 
beweglich, innen mit 2 Längsspalten aufspringend. Frkn. ober- 
ständig, 5 fächerig. Gr. 5, getrennt, mit endständigen N. Sa. 
hängend, umgewendet. Fr. eine fachspaltige Kapsel. S. mit äusserer 
fleischiger, elastisch aufspringender und innerer harter Schale, mit 
fleischigem Nährgewebe und geradem Keimling. {Geraniaceae z. T.) 
Einzige Gattung Sauerklee, OxaÜS L. 

65. Farn. Linaceae. Leingewächse. 

Kräuter oder Halbsträucher, sehr selten niedrige Sträucher. 
St. gabelig verzweigt. B. sitzend, ungeteilt, ganzrandig. Nebenb. 
drüsenförmig oder 0. Bl. in Trugdolden, Büscheln, Aehren oder 
Trauben, regelmässig, P . Kb. 4 — 5, getrennt oder am Grunde 
verwachsen, dachig. Krb. ebensoviel, mit gedrehter Knospenlage, 
bisweilen anfangs zusammenhängend, früh abfallend. Fruchtbare 
Stb. ebensoviel wie Kb. und ihnen gegenüberstehend, meist mit 
unfruchtbaren abwechselnd, unterständig. Stf. am Grunde ver- 
wachsen, meist aussen mit Drüsen, welche den Krb. gegenüber- 
stehen. Stbt. beweglich, innen mit 2 Längsspalten aufspringend. 
Frkn. oberständig, ungeteilt, mehrfächerig ; Fächer ursprünglich 
2 — 5, jedoch jedes Fach durch falsche, vollkommene oder unvoll- 
kommene Scheidewände wieder in 2 Fächer geteilt, deren jedes 
1 Sa. enthält. Gr. 2 — 5, getrennt oder teilweise verwachsen, mit 
endständigen N. Sa. hängend, umgewendet. Fr. eine wandspaltige 
Kapsel. S. mit häutiger Schale, geringem Nährgewebe und geradem 



Keimling. 



Gattungen. 



1. Blüten 4zählig. Kelchblätter gezähnt. — Kleine, einjährige 
Kräuter. B. gegenständig, eirund, ohne Nebenb. BI. in Trug- 
dolden, sehr klein. Kb. 2 — .3 zähnig, am Grunde verwachsen. 
Krb. weiss. Unfruchtbare Stb. und Drüsen an den Stb. sehr 
klein oder Zwerglein, Radfola Gmel. 

— Blüten 5 zählig. Kelchblätter ganzrandig. — B. meist schmal. 
Unfruchtbare Stb. und Drüsen an den Stb. vorhanden. Gr. 

bisweilen 2—3 Lein, Linum L. 

11* 



2(54 Zygophyllaceao. , 

66. Fam. Zygophyllaceae, Jochblattgewächse. 

Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher. Nebenb. vorhanden. 
Bl. einzehi oder in Trugdolden, regelmässig, $ . Kb. 5, selten 
3 — 4, getrennt oder am Grunde verwachsen, mit dachiger oder 
offener Knospenlage. Krb. 5, selten 3 — 4. Stb. 10 — 15, selten 
3 — 4, unterständig. Stbt. am Rücken befestigt, der Länge nach 
aufspringend. Frkn. sitzend oder fast so, 3 — 6 fächerig, manchmal 
gelappt oder quer gefächert, Gr. ungeteilt, mit 1 oder mehreren 
N. Fr. eine Kapsel, Sj)altfr. oder Steinfr. Keimling gross, mit 
oberem Würzelchen. SEu., Ungarn, Preussen. 

Gattungen. 

1. Sträucher. Blätter ungeteilt. Kronblätter mit eingefaltet- 
klappiger Knospenlage. Samenanlage in jedem Fache des 
Fruchtknotens 1. Frucht eine 1 fächerige und 1 sämige Stein- 
frucht. — B. wechselständig. Bl. in Trugdolden, gelblich- 
grün oder weisslich. K. 5 spaltig, dachig, bleibend. Stb. 15, 
selten weniger, ohne Anhängsel. Scheibe undeutlich. Frkn. 
nicht gelappt, meist 3 fächerig. Gr. kurz, mit 3, selten mehr, 
kurz herablaufenden N. Sa. in der Mitte des Faches, am 
hängenden Nabelstrang befestigt. Fr. schmal-eiförmig, zuletzt 
an der Spitze mit 6 Zähnen sich öffnend. S. mit häutiger 
Schale, ohne Nährgewebe. Südrussland 

[Natronstrauch], Niträria L. 

— Kräuter oder Halbsträucher. Blätter geteilt oder zusammen- 
gesetzt. Kronblätter mit dachiger oder gedrehter Knospen- 
lage. Samenanlagen in jedem Fach 2 oder mehr, aber bis- 
weilen später durch quere Scheidewände gesondert. Frucht 
eine mehrfächerige, mehrsamige Kapsel oder Spaltfrucht . 2. 

2. Blätter einfach, geteilt, wechselständig. Staubblätter 3 — 4 
oder 12 — 15, wovon bisweilen einige unfruchtbar. Griffel 
mit 2 — 4, an seinen Kielen herablaufenden Narben. Frucht- 
knoten und Frucht 2 — 4fächerig (Peganoideae und Tetra- 
dicHdoideae) 3. 

— Blätter zusammengesetzt, 2 — 3 blätterig oder paarig gefiedert, 
meist gegenständig. Staubblätter 10. Griffel mit 1 einfachen 
Narbe oder mit 5 Narben. Fruchtknoten und Frucht 5 fächerig 
oder durch Querwände vielfächerig. (Zygophylloldeae) . 4. 



Zygopliyllaceae. 1(35 

3. Blüten einzelnstehend, ziemlich gross. Staubblätter 12 — 15, 
wovon bisweilen einige unfruchtbar. Staubbeutel linealisch. 
Fruchtknotenfächer ungeteilt, vielsamig. Samenschale dick. — 
Kräuter. Kb. 4 — 5, getrennt oder fast so, schmal, in der 
Knospe offen. Krb. 5, weiss. Stf. am Grunde verbreitert. 
Frkn. fast kugelig, gelappt. Grr. gedreht. Fr. eine Kapsel. 
SFu Harmelstaude, Peganum L. 

— Blüten in ährenförmigen Blütenständen, klein. Staubblätter 3 — 4, 
Staubbeutel fast kugelig. Fruchtknoteufächer 3 kammerig, 
6 sämig. Samenschale dünn. — Kleine, kahle, saftige Kräuter. 
K. vereintblätterig, 3 — 4 teilig. Krb. 3 — 4. Scheibe ring- 
förmig. Frkn. gelappt. Fr. eine Kapsel. Südrussland . . 

[Vierthor], Teträdiciis Stev. 

4. Blätter paarig gefiedert, beiläufig 6 paarig. Griffel kurz und 
dick, mit 5 herablaufenden Narben. Fruchtknotenfächer später 
durch Querwände geteilt. Frucht eine Spaltfrucht, in 5 nicht 
aufspringende quergefächerte Teil fruchte zerfallend. Samen 
mit häutiger Schale, ohne Nährgewebe. — Kräuter. Kb. 5, 
gelb oder weisslich. Stb. aussen mit Drüsen. Scheibe dünn, 
gelappt. Frkn. etwas gelappt, behaart. Sa. in jedem Fach 3 — 5, 
übereinander hängend. Fr. warzig und stachelig, ohne Mittel- 
säule. SEu., Ungarn, Preussen . Bürzeldorn, Trfbulus Tourn. 

— Blätter 2 — 3 blätterig. Griffel pfriemlich, mit einfacher Narbe. 
Fächer des Fruchtknotens und der Frucht ungeteilt. Frucht 
eine Kapsel. Samen mit krustiger oder schleimiger Schale 
und mit Nährgewebe. (Zy gophiflleae) 5. 

5. Blätter mit 2 Blättchen. Staubfäden innen eine Schuppe tragend. 
Scheibe fleischig. Samenanlagen in jedem Fache des Frucht- 
knotens mehr als 2, innenwinkelständig. Samen hängend, mit 
krustiger Schale. — B. gegenständig. Bl. einzelnoder zu 2. Krb. 5, 
weisslich oder gelblich, meist mit rötlichem Fleck am Grunde. 
Frkn. 5 kantig. N. klein. SEu. . [Jochblatt], Zygophyllum L. 

— Blätter mit 3 Blättchen. Staubfäden ohne Schuppe. Scheibe 
undeutlich. Samenanlagen in jedem Fache 2, grundständig. 
Samen aufrecht, mit schleimiger Schale. — Halbsträucher. B. 
gegenständig. Bl. einzelnstehend. Kb. 5, abfällig. Krb. 5, rötlich 
oder gelblich. Frkn. und Gr. 5 kantig. Sa. vom aufsteigenden 
Nabelstrang herabhängend. Fr. in 5 einsamige aufspringende 
Teilfrüchte zerfallend. SEu. . . [Fagonie], Fagonia Tourn. 



j[ß(^ Cneoraceae, iiutaceae. 

()7. Fani. Cneoraceae, Zwergolivengewächse. 

Kleine Sträucher. B. Avechselständig, ungeteilt, ganzrandig, 
länglich, lederig, meist drüsig punktiert, ohne Nebeub. ßl. einzeln 
oder zu 3 in den Blattachseln, regelmässig, $ . Kb. 3, selten 4, 
am Grund zusammenhängend, in der Knospe offen, bleibend. Krb. 
ebensoviel, gelb, schmal, viel länger als die Kb., dachig. Blüten- 
achse kurz säulenförmig. Stb. 3, selten 4, unterständig, mit den 
Krb. abwechselnd und kürzer als dieselben. Stf. getrennt, pfriemlich. 
Stbt. länglich, am Rücken befestigt, seitlich mit Längsspalten auf- 
springend. Frkn. gelappt, 3-, selten 4 fächerig. Sa. in jedem 
Fache 2, übereinander hängend. Grr. ungeteilt. N. 3, selten 4. 
Fr. aus 3, selten 4, meist quer 2 fächerigen Steinfr. bestehend, 
welche von einer Mittelsäule sich lösen. S. absteigend, mit krustiger 
Schale, fleischigem Nährgewebe und gekrümmtem Keimling. Spanien, 
Südfraukreich, Italien. (Chamaeleaceae, Slmarubaceae z. T., Jere- 
hintliaceae z. T.). 

Einzige Gattung (Chamaelea Tourn.) 

[Zwergolive], CneÖPUm L. 

68. Fam. Rutaceae. Raut enge wachse. 

ß. wechselständig, drüsig punktiert, ohne Nebenb. Bl. einzeln 
oder in Büscheln, Doldentrauben oder Rispen, weiss, gelb oder 
rötlich, regelmässig oder fast so, zwitterig oder vielehig. K. 3 — 5- 
lappig oder -teilig. Krb. 4 — 8, dachig. Stb. dopj)eltsoviel oder 
mehr, am Grund der Scheibe, ausserhalb derselben eingefügt. Stf. 
ohne Schuppe. Stbt. innen mit 2 Längsspalten aufspringend. 
Frkn. oberständig, 4 — oo fächerig. Gr. 1, ungeteilt. N. 1, un- 
geteilt oder gelappt. Sa. in jedem Fach 2 — oo, iunenwinkelständig, 
mit ßauchnaht und oberem Keimmund. Fr. eine Kapsel, Spaltfr. 
oder Beere. Nährgewebe fleischig oder 0. Keimling gross oder 
ziemlich gross, mit oberem Würzelchen. 

Gattungen. 

1. Sträucher oder Bäume. Blätter einblätterig. Staubblätter 20 
oder mehr. Fruchtknoten ungeteilt, viel fächerig. Frucht saftig. 
Samen ohne Nährgewebe. — B. lederig. Bl. weiss, regelmässig. 
Sa. in jedem Fach 4 — 8. Fr. eine grosse Beere mit dicker 
Schale. (SEu.) Agrume, Citrus L. 



Rutaceae, Simarubaceae, Meliaceae. 167 

— Kräuter oder Halbsträucher. Blätter einfach, gefingert oder 
gefiedert. Staubblätter 8—10. Fruchtknoten tief gelappt, 
4 — 5 fächerig. Frucht trocken. Samen mit Nährgewebe. 
(Rii.teae.) 2. 

2. Blüten regelmässig, gelb oder grünlich. Scheibe polster- oder 
becherförmig. Fruchtknoten sitzend. Innenschicht der Frucht- 
wandung bleibend. Samen kantig, mit brauner, höckeriger 
Schale und gekrümmtem Keimling. S- und MEu. (Einschl. 
liaplopliyllum Juss.) Baute, Ruta L. 

— Blüten etwas unregelmässig, weiss oder rötlich. Scheibe ring- 
förmig. Fruchtknoten kurz gestielt. Innenschicht der Frucht- 
wanduug sich ablösend. Samen fast kugelig, mit schwarzer, 
glänzender Schale und geradem Keimling. — B. gefiedert. 
Stb. 10. Frkn. .5 fächerig. Sa. in jedem Fach 3 — 4. Fr. 
eine Kapsel Diptam, DictämnUS L. 

69. Fam. Simarubäceae, Bitterholzgewächse. 

Bäume. B. wechselständig, unpaarig gefiedert, nicht punktiert, 
ohne Nebenb. Bl. in Rispen, grünlich, regelmässig, vielehig. K. 
5 spaltig, dachig. Krb. 5, länglich, eingefaltet-klappig. Stb. 10 
oder in den $ Bl. weniger, unterständig, ausserhalb der 10 lappigen 
Scheibe eingefügt. Stf. getrennt, behaart, ohne Schuppe. Stbt. 
innen oder seitlich mit 2 Längsspalten aufspringend. Frkn. 2 — 5, 
oberständig, getrennt. Gr. seitenständig, grösstenteils ver\yachsen, 
mit getrennten, länglichen oder eiförmigen N. Sa. in jedem Frkn. 
1, an der Bauchnaht seitlich befestigt, halbumgewendet, mit bauch- 
ständiger Naht und oberem Keimmund, d Bl. mit verkümmertem 
Stempel. Fr. aus mehreren getrennten, länglichen, nicht auf- 
springenden Flügelfr. zusammengesetzt. S. zusammengedrückt, mit 
häutiger Schale und spärlichem, der Schale anhängenden Nähr- 
gewebe. Keimling gerade, mit kurzem, oberen Würzelchen. (S- 
und MEu.) (^Terebi)dhaüeae z. T.) 

Einzige Grattung Götterbaum. Ailänthus Desf. 

70. Fam. Meliäceae, Paternosterbaumgewäghse. 

Bäume. B. wechselständig, doppelt gefiedert, nicht punktiert, 
ahne Nebenb. Bl. in Rispen, weiss oder rötlich, regelmässig, $. 
K. 5 teilig, dachig. Krb. 5, länglich, mit gedrehter Knospenlage. 



j^gg Meliaceae, Polygalaceae, Euphorbiaceae. 

Stb. 10., unterständig, ausserhalb der ringförmigen Scheibe ein- 
gefügt. Stf. in eine lange, an der Spitze zerschlitzte Röhre ver- 
wachsen. Stbt. spitz, innen mit 2 Längsspalten aufspringend. 
Frkn. oberständig, ungeteilt, 5 fächerig. Gr. lang, ungeteilt. N. 
5 lappig. Sa. in jedem Fach 2 übereinander, mit Bauchnaht und 
oberem Keimmund. Fr. eine Steinfr. S. elliptisch, mit krustiger 
Schale und spärlichem Nährgewebe. Keimling gerade, mit kurzem, 
oberen Würzelchen. (SWEu.) 

Einzige Gattung Paternosterbaum, Melia L. 



71. Farn. Polygaläceae, Kreuzblumengewächse. 

Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher. B. wechselständig, 
ungeteilt, ohne Nebenb. Bl. in Aehren, Trauben, Köpfchen oder 
Rispen, unregelmässig, ^. Kb. 5, getrennt, dachig, die beiden 
inneren kronblattartig. Krb. 3, röhrig verwachsen, dachig, das 
mittlere gewölbt; bisweilen ausserdem noch 2 schuppenförmige vor- 
handen. Stb. 8, unterständig. Stf. untereinander und mit der Kr. 
verwachsen. Stbt. mit 1 Oeffnung aufspringend. Frkn. oberständig, 
2 fächerig. Gr. 1, ungeteilt. Sa. in jedem Fach 1, hängend, um- 
gewendet, mit Bauchnaht. Fr. eine fachspaltige Kapsel. Keimling 
gerade, mit oberem AVürzelchen. 

Einzige Gattung (einschl. Brachi/tropis DC. und Chainaehuxus 
Spch.) Kreuzblume, Polygala L. 

72. Fam. Euphorbiäceae, AVolfsmilchgewächse. 

Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher. B. ungeteilt oder 
gelappt. Bl. einzeln oder in Trugdolden, Aehren, Trauben oder 
Rispen, regelmässig, eingeschlechtig, aber die Teilblütenstände bis- 
weilen einer einzigen p Bl. gleichend. Stbt. mit 2 Längsspalten 
aufspringend. Frkn. 2 — 3 fächerig. Gr. 2 — 3, getrennt oder teil- 
weise verwachsen, meist 2 spaltig. Sa. in jedem Fach 1 — 2, neben- 
einander hängend, umgewendet, mit Bauchnaht, meist von einer 
schuppenförmigen Wucherung, dem Nabelwulst, bedeckt. Fr. eine 
bisweilen saftige Kapsel, welche in 2 — 3 zweiklappig aufspringende 
Teilfr. zerfällt. S. mit reichlichem Nährgewebe und grossem, 
mittelständigen Keimling. (Einschl. Acali/phaceae.) 



Euphorbiaceae. 169 

Gattungen. 

i. Samenanlage in jedem Fache des Fruchtknotens 1. Männliche 
Blüten mit klappigem Kelch oder ohne Blütenhülle, ohne Scheibe, 
ohne verkümmerten Fruchtknoten. (Crotonoideae) . . 2. 

— Samenanlagen in jedem Fach 2. Männliche Blüten mit 
dachigem Kelch, gelappter oder geteilter Scheibe und ver- 
kümmertem Fruchtknoten. (Phyllanthoideae) .... 6. 

2. Blüten in trugdoldigen Teilblütenständen, welche einer Zwitter- 
blüte gleichen, aus 1 weiblichen und mehreren dieselben um- 
gebenden männlichen Blüten mit nur 1 Staubblatt und ohne 
Blütenhülle bestehen, und von einer kelchartigen, 4 — 5 teiligen 
Aussenhülle umschlossen sind. — B. ungeteilt. Teilblüten- 
stände einzeln oder zu trugdoldigen Gesamtblütenständen ver- 
einigt. B. der Aussenhülle mit Drüsen abwechselnd. Bl. ge- 
stielt. Blh. der Q Bl. klein und Steilig oder 0. Stf. an 
den Blütenstiel angegliedert. Frkn. 3 fächerig. {Tithy malus 
Gaertn.) Wolfsmilch, Euphorbia L. 

— Blüten nicht in Teilblütenständen, welche einer einzigen Blüte 
gleichen, eingeschlechtig. Männliche Blüten mit mehrblätteriger 
Blütenhülle und 5 oder mehr Staubblättern. (Acalypheae) . 3. 

3. Männliche Blüten mit Krone. Staubfäden am Grunde ver- 
wachsen. Staubbeutelhälften fast parallel aneinanderliegend. 
— Kräuter oder Halbsträucher. B. wechselständig. Bl. in 
Trauben, einhäusig. K. 5 teilig. Krb. 5, ebensolang oder 
kürzer als der K., oder in den Q Bl. 0. Stb. 5 — 8. Stbt. 
länglich. Frkn. 3 fächerig. Gr. 3, zweispaltig. S. ohne 
Nabelwulst. SEu. (Crozophora Juss., Croton L. z. T.) . . 

[Färberfrucht], ChrOZOphora Neck. 

— Männliche (u. weibliche) Blüten ohne Krone. Staubfäden ge- 
trennt oder mehrfach verästelt. Staubbeutelhälften spreizend . 4. 

4. Staubfäden vielfach verästelt. Staubbeutel in sehr grosser 
Zahl. Blätter gelappt. — Hohe, kahle Ki'äuter. B. gross, 
wechselständig, schildförmig, mit 7 — oo gesägten Lappen. 
Blütenstand trauben- oder rispenförmig. Bl. einhäusig. K. 
3 — Steilig. Staubbeutelhälften fast kugelig. Frkn. 3 fächerig. 
S. mit Nabelwulst. SEu. . . . Wunderb aum, Rfcinus L. 

— Staubfäden ungeteilt. Staubbeutel 8 — 20. Blätter ungeteilt . 5. 



j^70 Euphorbiaceae, Callitrichaceae. 

0. Kelch 3 teilig. Staiibbeutelhälften kugelig oder eiförmig. Scheibe 
der weiblichen Blüten in 2fädliche Schuppen auslaufend. 
Fruchtknotenfächer und Griffel 2, sehr selten 3. Blätter gegen- 
ständig, fiedernervig. — Kräuter oder Halbsträucher. c5 Bl. 
geknäuelt in Aehren, ^ in Büschelnj Aehren oder Trauben. 

Bingelkraut, Mercuriälis L. 

— Kelch der männlichen Blüten 4 teilig (der weiblichen meist 
Steilig). Staubbeutelhälften länglich oder linealisch und meist 
wurmförmig gekrümmt. Scheibe fehlend. Fruchtknotenfächer 
und Griffel 3. Blätter wechselständig, 3 nervig. — Kräuter. 
Bl. in Aehren, einhäusig. (Italien) 

[Widergriff], Acälypha L. 

6. Krone wenigstens in den männlichen Blüten vorhanden. Scheibe 
der männlichen Blüten in 5 — 12 getrennte Drüsen aufgelöst. 
Staubbeutel innen oder seitlich aufspringend. Keimling etwas 
gekrümmt. Halbsträucher von 5 — 50 cm Höhe. — B. wechsel- 
ständig, ungeteilt. Bl. einzeln oder in Knäueln, klein, weiss- 
lich, einhäusig. Kb. 5 — 6, die der Q Bl. grösser als die 
der ö. Stb. ebensoviel. Stf. getrennt. Staubbeutelhälften 
parallel. Gr. 3, zweispaltig. S. ohne Nabelwulst. SEu. . 

[Burzelblatt], Andrächne L. 

— Krone fehlend. Scheibe der männlichen Blüten 5 — 6 lappig. 
Staubbeutel aussen aufspringend. Keimling gerade. Sträucher 
von ungefähr 1 m Höhe. — Zweigspitzen dornig. B. wechsel- 
ständig, ungeteilt, ganzrandig. B. klein, in Knäueln oder 
die O einzeln. Kb. 5 — 6, in den O Bl. ungefähr ebensogross 
wie in den ö. Stf. getrennt. Staubbeutelhälften parallel. 
Scheibe der Bl. ungeteilt. Gr. 3, zweispaltig. S. ohne 
Nabelwulst. Spanien und Portugal. (Colmeiroa Keut.) . . 

[AVi derb eil], Secunnega Juss. 

73. Fam. Callitrichaceae, Wassersterngewächse. 

Zarte, krautige Wasser- oder Sumpfpflanzen. B. gegenständig, 
ungeteilt, ganzrandig, schmal, 3 nervig. Bl. sehr klein, einzeln 
oder zu mehreren in den Blattachseln, einhäusig, oft mit 2 schmalen, 
weissen Vorb. Blh. 0. Stb. 1. Stf. lang, fädlich. Stbt. seitlich 
mit 2 bisweilen verschmelzenden Längsspalten aufspringend. Frkn. 
sitzend oder kurz gestielt, 4 fächerig, gelappt. Gr. 2, fädlich, 



Callitrichaceae, Buxaceae. Empetraceae. 171 

überall narbig. Sa. in jedem Fach 1, hängend, umgewendet, mit 
Bauchnaht und nur 1 Hülle. Fr. nicht aufspringend, lederig, 
4fächerig. S. mit dünner Schale, fleischigem Nährgewebe und 
mittelständigem Keimling. {Halorageae z. T.). 

Einzige Gattung Wasserstern, Calll'triche L. 

E,eihe Sapindäles, Seifenbaum artige. 

74:. Fam. Buxäceae, Buchsbaumgewächse. 

Sträucher oder Bäume, ohne Milchsaft. B. gegenständig, ungeteilt, 
ganzrandig, fiedernervig, lederig, kahl, immergrün, ohne Nebenb. 
Bl. in achselständigen Aehren oder Köpfchen, regelmässig, einhäusig. 
Blh. einfach, kelchartig, dachig, in den G Bl. 4-, in den Q meist 
6 blätterig. Scheibe 0. Stb. 4, den Kb. gegenüberstehend. Stf. 
getrennt, dicklich. Stbt. länglich, innen mit 2 fast parallelen 
Längsspalten aufspringend, zuletzt zurückgebogen. Verkümmerter 
Frkn. der (5 Bl. abgestutzt oder 3 — 4 lappig. Frkn. der O Bl. 
3 fächerig. Grr. 3, getrennt, kurz und dick, auf der Fr. bleibend. 
Sa. in jedem Fach 2, hängend, umgewendet, mit Bückennaht. Fr. 
eine fachspaltige Kapsel. S. länglich, mit kleinem Nabel wulst. 
Samenschale krustig, schwarz, glänzend. Nährgewebe vorhanden. 
Keimling mittelständig, gross, gerade. S- und WEu. (^Eupliorbiaceae 
z. T.). 

Einzige Gattung Buchsbaum, BUXUS L. 

75. Fam. Empeträceae, Krähenbeerengewächse. 

Kleine Sträucher. B. wechselständig, fast sitzend, ungeteilt, 
klein, schmal, unterseits gefurcht, ohne Nebenb. Bl. einzeln oder 
in Köpfchen, klein, rot, eingeschlechtig oder vielehig. Blh. 4 — 6- 
blätterig, mehr oder weniger deutlich in K. und Kr. geschieden, 
mit dachiger oder off'ener Knospenlage. Stb. 2 — 4 (meist 3), 
unterständig. Stf. getrennt, lang. Stbt. am Rücken befestigt, 
innen oder seitlich mit 2 Längsspalten aufspringend. Scheibe 0. 
Frkn. oberständig, sitzend, fast kugelig, 2 — 9 fächerig. Gr. 1, 
mit 2 — 9, meist gelappten narbigen Aesten. Sa. in jedem Fach 1, 
aufsteigend, umgewendet oder krummläufig, mit Bauchnaht und 
1 Hülle. Fr. eine Steinfr. mit mehreren Steinkernen. S. ohne 



272 Empetraceae, Coriariaceae, Anacardiaceae. 

Nabehvulst, mit dünner Schale und reiclilichera, fleischigen Nähr- 
gewebe. Keimling niittelständig, gross, gerade, mit kurzen Keirab. 
und langem^, unteren Würzelchen. 

Gattungen. 

1. Blüten in endständigen Köpfchen. Fruchtknotenfächer, G-riffel- 
äste und Steinkerne je 2 — 5. Griffel lang. Frucht saftarra, 
weiss oder rot. Zweige aufrecht. — Bl. 2häusig. Köpfchen 
nach der Blütezeit durchwachsen, so dass die Fr. seitlich 
stehen. Kb. abfällig, Krb. wenig länger als die Kb. N, 
schmal. Spanien und Portugal . [Besenbeere], Corema Dn. 
— Blüten einzeln oder zu 2 — 3, an seitlichen Kurztrieben. 
Fruchtknotenfächer, Griffeläste und Steinkerne je 6 — 9. Griffel 
kurz. Frucht saftreich, schwärzlich. Zweige niederliegend 
oder aufsteigend. — Kb. 3, breit. Krb. 3, schmäler und 
länger als die Kb. N. mehr oder weniger verbreitert . . 

Krähenbeere, Empetrum L. 

76. Farn. CoriariaceaG, Gerberstrauchgewächse. 

Sträucher. B. gegenständig oder quirlig, ungeteilt, ganzrandig, 
eirund oder lanzettlich, 3 nervig, kahl. Bl. einzeln in den Blatt- 
achseln oder in Trauben, klein, grünlich, zwitterig oder vielehig. 
Kb. 5, dachig, bleibend. Krb. kürzer, 3 eckig, innen gekielt, 
fleischig, bleibend. Stb. 10, unterständig, getrennt, bisweilen einige 
mit den Krb. verwachsen. Stf. kurz. Stbt. gross, länglich, innen auf- 
springend. Frb. 5 — 10, getrennt, auf der verdickten Blütenachse 
sitzend, mit langen, überall narbigen Gr. Sa. in jedem Frb. 1, hängend, 
umgewendet, mit Bückennaht. Fr. aus 5 — 8 zusammengedrückten, 
krustigen, nicht aufspringenden Teilfr. bestehend, zwischen welchen 
die vergrösserten Krb. eingeschoben sind. Samenschale häutig. 
Nährgewebe dünn, hart. SEu. 

Einzige Gattung Gerberstrauch, Coriäria L. 

77. Farn. Anacardiäceae, Acajoubaumgewächse. 

Harzige Bäume oder Sträucher. B. wechselständig, ohne 
Nebenb. Bl. in Trauben oder Bispen, klein, eingeschlechtig oder 
vielehig. Kb. 5, dachig, selten 1 — 4. Krb. 5, dachig, oder 0. 
Scheibe wenigstens in den d' Bl. vorhanden. Stb. 3 — 5 oder 10, 



Anacardiaceae, Aqiüfoliaceae. X73 

unterhalb der Scheibe oder am Rand derselben eingefügt. Frkn. 
oberständig, sitzend, 1 fächerig, sehr selten mit 3 Fächern, von 
welchen nur 1 fruchtbar. Sa. 1, hängend, mit Rückennaht. " Gr. 3, 
getrennt oder teilweise verwachsen, mit endständigen N. Fr. stein- 
fruchtartig. Samenschale häutig. Nährgewebe gering oder 0. Keim- 
ling gekrümmt, mit nach oben gerichtetem Würzelchen. S- und 
MEu. (l'erebinthaceae.) 

Gattungen. 

1. Krone fehlend, Scheibe in den weiblichen Blüten fehlend. 
Narben länglich. — B. zusammengesetzt. Bl. 2 häusig. Stb. 
3 — 5, mit kurzen Stf. und grossen Stbt. Gr. 3 spaltig, mit 
zurückgekrümmten X. SEu. . . Mastixbaum, Pistäcia L. 

— Krone vorhanden, 5 blätterig. Scheibe vorhanden. Narben 
kopfig oder stumpf 2. 

2. Staubblätter 10. Samenanlage von der Spitze des Faches 
herabhängend. — Sträucher. B. gefiedert. Bl. in E,ispen, 
weiss. K. 5 teilig. Scheibe gelappt. Stf. pfriemlich. Gr. end- 
ständig. Fr. kugelig; Schale mit öliger Mittelschicht. Keim- 
ling mit langem Würzelchen. (SEu.) 

Pfefferbaum, SchinuS L. 

— Staubblätter 5, selten 3 — 4. Samenanlage vom aufsteigenden 
Nabelstrang herabhängend 3. 

3. Blätter einfach, ungeteilt. Staubfäden breit. Grifi'el (wenigstens 
an der Frucht) seitlich. — Sträucher mit gelbem Holz. B. lang 
gestielt. Blütenstiele nach dem Verblühen verlängert und lang- 
haarig. K. 5 teilig. Scheibe breit. Stf. kurz, Frkn. zu- 
sammengedrückt. Fruchtschale mit schwach entwickelter Mittel- 
schicht. Keimling mit langem Würzelchen. SEu. und Oester- 
reich. (Rhus L. z. T.) , . Perückenbaum, Cotinus Tourn. 

— Blätter zusammengesetzt. Staubfäden fädlich. G-riffel end- 
ständig. — K. 5 teilig. Fruchtschale mit harziger Mittelschicht. 
S- und MEu Sumach, Rhus L. 

78. Fam. Aquifoliäceae, Stechpalmengewächse. 

Sträucher oder Bäume, ohne Milchsaft. B. wechselständig, 
gestielt, ungeteilt, fiedernervig, lederig, immergrün. Nebenb, sehr 
klein, abfällig. Bl. in achselständigen Trugdolden, weiss, regel- 



274 Aquifoliaceae, Celastraceae. 

massig, vielehig oder 2 häusig. K. klein, 4 — GsiDaltig, dachig, bleibend. 
Kr. unterständig, 4 — 6 teilig, dachig, abfällig, mit stumpfen Ab- 
schnitten. Stb. ebensoviel wie Abschnitte der Kr, und an ihrem 
Grunde befestigt. Stbt. länglich, innen mit 2 Längsspalten aufspringend. 
Scheibe 0. Frku. oberständig, sitzend, fast kugelig, 4 — 6 fächerig. 
Gr. sehr kurz oder 0. N. 4— 6, meist in eine verschmelzend. Sa. in 
jedem Fach 1 , selten 2 nebeneinander, liängend, umgewendet, mit meist 
verdicktem Nabelstraug. Fr. eine Steinfr. mit 4 — 8 einsamigen Stein- 
kernen. S. hängend. Samenschale häutig. Keimling sehr klein, au 
der Spitze des reichlichen Nährgewebes. (IHcineae, Celastrineae z. T.). 

Einzige Gattung [Aquifolium Tourn.) . Stechpalme, llex L. 

79. Fam. Colastraceae, Baumwürgergewächse. 

Sträucher oder Bäume. B. ungeteilt. Bl. in Trugdolden, selten 
einzeln, klein, regelmässig, p. K. klein, 4 — 5 spaltig oder -teilig, 
dachig. Krb. 4 — 5, kurz, unter dem Rand der breiten, 4 — 5 lappigen 
Scheibe eingefügt, dachig. Stb. 4 — 5, getrennt, mit den Krb. ab- 
wechselnd, umständig, auf oder unter der Scheibe oder an ihrem 
Band eingefügt. Stf. kurz oder 0. Stbt. breit. Frkn. oberständig, 
aber teilweise in die Scheibe eingesenkt und mit ihr verschmolzen, 
2 — 5 fächerig. Gr. 1, kurz. N. 1, gelappt, oder mehrere. Sa. in 
jedem Fach 2 — 12, umgewendet, mit Bauchnaht. Fr. eine lederige, 
fachspaltige Kapsel. S. mit Samenmantel. Samenschale lederig 
oder pergamentartig. Nährgewebe fleischig. Keimling mittelständig, 
gerade, mit laubblattartigen Keimb. und unterem Wurzel chen. 

Gattungen. 

1. Dorn sträucher. Blätter wechselständig. Nebenblätter fehlend. 
Fruchtknoten 2 — 3 fächerig. -^ B. lederig. Bl. grünlich oder 
gelblich. Scheibe gehöhlt, dünnfleischig. Stb. am Bande oder 
unterhalb derselben eingefügt. N. 2 — 3, bisweilen geteilt. 
Sa. 2, aufrecht. Fr. 2 — 3 fächerig. Samenmantel meist un- 
vollständig. S23anien. (^CafJia Endl., Celasirus L. z. T.) . . 

[Nacktsame], GymnOSporia Wght. et Arn. 

— Wehrlose Gewächse. Blätter gegenständig, selten teilweise 
wechselstäudig. Nebenblätter vorhanden, abfällig. Frucht- 
knoten 4 — 5 fächerig, selten ein Fach unfruchtbar. — Bl. 



Staphyleaceae. Aceraceae, Hippocastanaceae. 175 

grünlich oder rötlich. Scheibe fleischig, mehr oder weniger 
flach. Stb. auf der Scheibe oder an ihrem Rand eingefügt. 
N. 4 — 5 lappig. S. ganz oder grösstenteils vom roten Samen- 
mantel eingeschlossen .... Spindelbaum, EvÖnymus L. 

80. Fam. Staphyleäceae, Pimpernussgewächse. 

Sträucher. B. gegenständig, zusammengesetzt, mit Nebenb. 
ßl. in Trauben oder Rispen, weiss, regelmässig, p . Kb. 5, dachig, 
abfällig. Krb. 5, so lang als die Kb., aufrecht, dachig. Blüten- 
achse gehöhlt, am E-and mit gela^opter Scheibe. Stb. 5, umständig, 
aussen unterhalb des Scheibenrandes eingefügt. Stf. fädlich. Stbt. 
innen aufspringend. Frkn. 2 — 3 fächerig. Gr. 2 — 3. Sa. co, 
innenwinkelständig, aufsteigend oder wagrecht, umgewendet. Fr. 
eine häutige, aufgeblasene, innen an der Spitze aufspringende 
Kapsel. S. kugelig, ohne Samenmantel. Samenschale steinhart. Nähr- 
gewebe fleischig. Keimling gross, gerade, mit kurzem unteren 
Würzelchen. S- und MEu. {Scqnndaceae z. T., Celastrineae z. T.). 

Einzige Gattung Pimpernuss, Staphylea L. 

81. Fam. Aceräceae, Ahorngewächse. 

Bäume oder Sträucher. B. gegenständig, gestielt, ohne Nebenb. 
Bl. in Trauben, Dolden oder Rispen, regelmässig, vielehig oder 
eingeschlechtig. Kb. 4 — 5, dachig, abfällig. Krb. ebensoviel, 
dachig, selten 0. Scheibe ringförmig, ausserhalb oder innerhalb 
der Stb., selten 0. Stb. 4 — 12 (meist 8), unter- oder umständig. 
Stf. getrennt. Frkn. 2 fächerig, 2 lappig, quer zusammengedrückt. 
Sa. in jedem Fach 2, an der Scheidewand, umgewendet mit Rücken- 
naht oder geradläufig. Gr. 2, zwischen den Lapj)en des Frkn. 
eingefügt, getrennt oder teilweise verwachsen, innen narbig. Fr. 
in 2 lang geflügelte, nicht aufspringende Teilfr. zerfallend. S. zu- 
sammengedrückt, mit dünner Schale, ohne Nährgewebe. (^Sapin- 
daceae z. T.). 

Einzige Gattung (einschl. Negundo Mnch.) . Ahorn, Acer L. 

82. Fam. Kippocastanäceae, Rosskastaniengewächse. 

Bäume. B. gegenständig, gefingert, mit 5 — 9 Blättchen. 
Nebenb. 0. Bl. in endständigen Trauben oder Rispen, weiss, rot, 
oder gelb, gross, unregelraässig, vielehig. K. 5 spaltig, dachig. 



2 76 Sapindaceae, Balsamiuaceae, Rhamnaceae. 

Krb. 4 — 5, benagelt, dachig. Scheibe ausserhalb der Stb. Stb. 
5 — 8, unterständig. Stf. getrennt. Stbt. innen aufspringend. 
Frkn. oberständig, sitzend, 3 fächerig. Gr. und N. 1, ungeteilt. 
Sa. in jedem Fach 2, innenwinkelständig, wagrecht oder die eine 
auf-, die andere absteigend, umgewendet. Fr. eine fachspaltige 
Kapsel. S. in jedem Fach 1, gross, mit lederiger Schale, ohne 
Nährgewebe. Keimling mit dicken Keimb. {Scqrlndaceae z. T.). 

Einzige Gattung Rosskastanie, AeSCUluS L. 

83. Fam. SapindäceaG, Seifenbaumgewächse. 

Kletternde Kräuter. B. wechselständig, zerschnitten. Blüten- 
stand rispenförmig, rankentragend. Bl. grünlich, klein, unregel- 
mässig, vielehig-2 häusig. Kb. 4, dachig. Krb. 4, dachig, innen 
mit schuppenförmigem Anhängsel, Scheibe einseitig, in 2 Drüsen 
verlängert. Stb. 8, einseitig. Frkn. 3 fächerig. Gr. 3 spaltig. 
Sa. in jedem Fach 1, im Innenwinkel aufsteigend, umgewendet, 
mit Bauchnaht. Fr. eine aufgeblasene Kapsel. S. kugelig, mit 
krustiger Schale, ohne Nährgewebe. Keimling mit gefalteten Keimb. 
(Spanien). 

Einzige Gattung Herzsame, Cardiospermum L. 

84. Fam. BalsaminäcGae, Balsaminengewächse. 

Kräuter oder Halbsträucher. B. ungeteilt. Nebenb. 0. Bl. 
unregelmässig, 0. Kb. 3 — 5, gefärbt, dachig, eins davon gespornt. 
Krb. 3, dachig. Scheibe 0. Stb. 5. Stf. kurz und flach. Stbt. 
zusammenhängend, nach innen gewendet. Frkn. oberständig, 5- 
fächerig. N. sitzend oder fast so, 5 zähnig oder .5 teilig. Sa. oo, 
innenwinkelständig, hängend, umgewendet. Fr. eine fachspaltige, 
elastisch aufspringende Kapsel. S. ohne Nährgewebe. Keimling 
gerade, mit oberem Würzelchen. (^Gercoiiaceae z. T.). 

Einzige Gattung Springkraut, Impätiens L. 

Reihe Rhamnäles, Kreuzdornartige. 

85. Fam. Rhamnaceae^ Kreuzdorngewächse. 

Sträucher oder Bäume. B. wechselständig, ungeteilt, mit 
Nebenb. versehen. Bl. in achselständigen Trugdolden oder Trauben, 
klein, regelmässig, zwitterig oder vielehig. K. 4 — 5 lappig, klappig. 



Rhamuaceae, Vitaceae. 177 

Krb. 4 — 5 oder 0. Stb. 4 — 5, mit den Kb. abwechselnd, um- 
ständig. Stbt. beweglich. Frkn. oberständig oder fast so, aber 
bisweilen zur Hälfte in die Scheibe eingesenkt, 2 — 4 fächerig. Gr. 
1 mit 2 — 4 N. oder 2 — 4. Sa. in jedem Fach 1, aufrecht, um- 
gewendet. Fr. eine Steinfr. Keimling gross, gerade. 

Gattungen. 

1. Scheibe dünn, den tiefen Achsenbecher (die lange Kelch- 
röhre) auskleidend. Frucht mit 2 — 4 Steinkernen. — S. 
mit Nährgewebe. Keimling mit dünnen Keimb. (Einschl. 
Frangula Brongn.) Kreuzdorn, Rh am n US L. 

— Scheibe dick, den seichten Achsenbecher (die kurze Kelch- 
röhre ausfüllend. Frucht mit 1 Steinkern. (Zizypheae) . 2. 

2. Frucht breit geflügelt. — Nebenb. in Dornen verwandelt. 
Stb. 5. St. mit Nährgewebe. SEu 

Judendorn, PaliÜruS Juss. 

— Frucht nicht geflügelt. — Stb. 5. Keimling mit dicken 
Keimb. SEu Brust beere, ZfzyphuS Juss. 



86. Fam. Vltäceae, Weinreb enge wachse. 

Kletternde, rankentragende Sträucher. B. wechselständig, 
gestielt, gelappt, geteilt oder zusammengesetzt. Bl. in Trugdolden 
oder Kispen, klein, regelmässig, zwitterig oder vielehig. K. ver- 
wachsenblätterig. Krb. 3 — 6, getrennt oder an der Spitze zu- 
sammenhängend, klappig. Stb. ebensoviel wie Krb. und ihnen 
gegenüberstehend. Stbt. innen mit 2 Längsspalten aufspringend. 
Frkn. oberständig, vollkommen oder unvollkommen 2 — 4 fächerig. 
Gr. 1, ungeteilt, kurz. N. 1, ungeteilt oder 2 — 4 lappig. Sa. in 
jedem Fach 2, aufsteigend, umgewendet, mit Bauchnaht. Fr. eine 
Beere. S. mit harter Schale, knorpeligem Nährgewebe und kleinem, 
geraden Keimling. (S- und MEu.) (AmpeUdeae.) 

Gattungen. 

1. Blüten zwitterig, in zusammengesetzten Trugdolden. Kronblätter 
getrennt. Scheibe mit dem unteren Teil des Fruchtknotens ver- 
wachsen. Samen kugelig. (S- und MEu.) (Ampelopsis Michx., 
Q?mjöWa E,afin.) . . Jungfernrebe, ParthenOCfsSUS Planch. 
Thouner, Exkursionsflora. II. 12 



\YS Vitaceae, Tiliaceae, ]Malvaceae. 

— Blüten vielehig, in verlängerten Rispen. Kronblätter an der 
SjDitze mützenförmig verwachsen. Scheibe unterhalb des Frucht- 
knotens abstehend. Samen birnförmig. (S- und MEu.) . . 

Weinrebe, Vitis Tourn. 



Reihe Malväles, Käsepappelartige. 

87. Farn. Tiliaceae^ Lindengewächse. 

B. wechselständig, ungeteilt, gesägt, mit Nebenb. Bl. einzeln 
oder in doldenförmigen Blütenständen, gelb oder weisslich, regel- 
mässig, O- Kb. 5, getrennt, klappig, abfällig. Krb. 5. Scheibe 0. 
Stb. oo, unterständig, getrennt, selten am Grund in 5 Bündel ver- 
wachsen. Stbt. mit 2 Spalten oder Löchern aufspringend. Frkn. 
sitzend, 5 fächerig. Gr. 1, ungeteilt. N. 1, gezähnt. Sa. in 
jedem Fach 2 — oo, umgewendet, mit Bauch- oder Seitennaht. Fr. 
eine Kapsel oder Schliessfr. S. ohne Samenmantel, mit Nährgewebe. 
Keimling mit gelappten Keimb. 

Gattungen. 

1. Kräuter. Blüten einzeln oder zu 2 in den Blattachseln. 
Samenanlagen in jedem Fache mehrere oder viele, absteigend. 
Frucht eine linealische, mehrsamige Kapsel. — Bl. gelb. 
Stb. getrennt. (Türkei und Griechenland.) . . • . . . . 

Jutepflanze, CÖrchoruS L. 

— Bäume. Blüten in trugdoldenförmigen Trauben, deren Stiel 

mit dem Tragblatt verwachsen ist. Samenanlagen in jedem 

Fach 2, aufsteigend. Frucht eine fast kugelige, 1 — 2 sämige 

Schliessfrucht. — B. herzförmig. Bl. gelblich-weiss. N. 5 zähnig. 

Linde, Tflia L. 

88. Farn. Malväceae, Käsepappelgewächse. 

B. einfach, ungeteilt, gelappt oder geteilt. Nebenb. vorhanden. 
Bl. einzeln oder in trugdoldigen Blütenständen, seltener in Trauben, 
regelmässig, 'j. K. 5sj)altig oder 5 zähnig, in der Knospe klappig, 
selten ganzrandig, meist von einem Hüllk. umgeben. Krb. 5, 
voneinander getrennt, aber an die Staubfädenröhre angewachsen, 
mit gedrehter Knospenlage. Stb. co, unterständig, einbrüderig 
verwachsen. Stbt. auf 1 Hälfte beschränkt, mit 1 Spalt über den 



Malvaceae. 179 

Scheitel aufspringend. Blütenstaiibkörner gross, stachelig. Scheibe 0. 
Frkn. oberständig, sitzend, ungeteilt oder gelappt, 5 — oo fächerig. 
Gr. mit 5 — oo an der Spitze oder innen narbigen Aesten, selten 
ungeteilt. Sa. umgewendet. Fr. eine Kapsel oder Spaltfr. S. 
mit Nährgewebe. Keimling gekrümmt, mit gefalteten, laubblatt- 
artigen Keimb. 

Gattungen. 

1. Fruchtblätter mehrreihig übereinanderstehend. (Malopeae) 2. 

— Fruchtblätter in 1 Ebene nebeneinanderstehend .... 3. 

2. Hüllkelch 3 blätterig. Teilfrüchte nicht aufspringend. Ein- 
jährige Kräuter. — B. ungeteilt oder gelappt. Bl. einzeln, 
rosa oder violett. Hüllk. gross. Staubfädenröhre an der 
Spitze in staubbeuteltragende Aeste gespalten. Erb. oo. 
Griifeläste fädlich, innen der Länge nach narbig. Sa. 1. 
Teilfr. zahlreich, getrennt, auf kugeligem Fruchtboden. S. 
aufsteigend. SEu [Scheinmalve], MalÖpe L. 

— Hüllkelch 6 — 9 teilig. Teilfrüchte am Rücken aufspringend. 
Ausdauernde Kräuter. — B. gelappt. Bl. weiss oder rosa. 
Hüllk. grösser als der K. Staubfädenröhre an der Spitze in 
staubbeuteltragende Aeste gespalten. Erb. oo. Griffeläste 
an der Spitze innen narbig. Sa. 1. Teilfr. kopfig angeordnet, 
die meisten vor der Reifezeit verkümmernd. S. aufsteigend. 
Ungarn und Serbien .... [Kitaibelie], Kitaibelia Willd. 

3. Staubfädenröhre unterhalb der unfruchtbaren, abgestutzten oder 
5 zähnigen Spitze die Staubbeutel tragend. Fruchtblätter 5, zur 
E-eifezeit sich nicht von der llittelsäule ablösend, eine fach- 
spaltige Kapsel bildend. (Hlblsceae) 4. 

— Staubfädenröhre an der Spitze in staubbeuteltragende Aeste 
geteilt (ohne unfruchtbare Lappen). Fruchtblätter zahlreich, 
zur Reifezeit von der Mittelsäule sich ablösend, meist nicht 
aufspringend. (Mdlveae) 7. 

4. Hüllkelch aus 3 breiten Blättchen bestehend. Griffel ungeteilt, 
an der Spitze gefurcht. Samen kugelig oder kantig. — Bl. 
einzeln, gelb oder rot. Sa. oo. S. wollig. (SEu.) .... 

Baumwollpflanze, GoSSypium L. 

— Hüllkelch aus 4 oder mehr schmalen Blättchen bestehend. 
Griffel in 5 an der Spitze narbige Aeste geteilt. Samen 
nierenförmig 5. 

12* 



jgQ Malvaceae. 

5. Samenanlage in jedem Fach des Fruchtknotens 1. — Kräuter. 
B. schwach gelappt. Bl. rot oder violett. B. des Hüllkelches 
7 — 10. N. kopfig. Fr. niedergedrückt, 5 kantig. Italien 
und Südrussland. (^Pentagonocarpus Mich., Iliblscus L. z. T.) 

[Kosteletzkie], Kosteletzkia Prsl. 

— Samenanlagen in jedem Fach des Fruchtknotens 3 oder mehr . 6. 

6. Sträucher. Blätter 7 eckig. Kelch abfällig. — B. des Hüllk. 
4 — 10. G-riffeläste kurz. Fr. lang. S. kahl. (SOEu.) 
(Hibiscus L. z. T.) . . . [Moschussame], Äbelmoschus Med. 

— Kräuter. Blätter 3 eckig, 3 lappig oder 3 teilig. Kelch an 
der Frucht bleibend. — Bl. weiss, rot oder gelb. B. des 
des Hüllk. 8 oder mehr. SEu. und östliches MEu. . . . 

Ibisch, Hibi'scus L. 

7. Hüllkelch fehlend. Samenanlagen in jedem Fach des Frucht- 
knotens 3 — 9. — Kräuter. B. ungeteilt, rundlich-herzförmig. 
Bl. einzeln, gelb. Griifeläste an der Spitze narbig. Teilfr. 
geschnäbelt, 2 klappig aufspringend. SEu. (^Sida L. z. T.) 

Sammtpappel, Abutllon Gaertn. 

— Hüllkelch vorhanden. Samenanlage in jedem Fach 1 . . 8. 

8. Hüllkelch 2 blätterig (sehr selten 3 blätterig). Griffeläste mit 
endständigen, kopfigen Narben. Samenanlagen und Samen 
hängend oder wagrecht. — Kräuter. B. ungeteilt oder ge- 
lappt. Gr. fast getrennt. Mittelsäule der Fr. kurz, SOEu. 
und Spanien. (^Malvella Jaub. et Sj^ch., Malva L. z. T.) . . 

[Side], Sida L. 

— Hüllkelch 3 — 9 blätterig oder -spaltig. Griffeläbte spitz und 
innen der Länge nach narbig. Samenanlagen und Samen auf- 
steigend 9. 

9. Hüllkelch aus 3 getrennten Blättchen bestehend. — Kräuter. 
Bl. rot oder weiss. Mittelsäule die Teilfr. mehr oder weniger 
überragend. Teilfr. ungeschnäbelt, nicht aufspringend . . . 

Käsepappel, Malva L. 

— Hüllkelch aus 3 — 9, etwa bis zur Mitte verwachsenen Blättchen 
bestehend 10. 

10. Mittelsäule die Teilfrüchte überragend. — Behaarte Gewächse. 
B. eckig oder gelappt. Bl. einzeln oder in Trauben, Hüllk. 
3 — 6 spaltig. Mittelsäule der Fr. kegelförmig oder verbreitert. 
Teilfr. nicht aufspringend . . Strauchpappel, Lavätera L. 



Guttiferae, Elatinaceae, Frankeuiaceae. 181 

— Mittelsäiile die Teiifrüchte nicht überragend. — Behaarte 
Kräuter, B. gelappt oder geteilt. Hüllk. 6 — 9 spaltig. Teilfr. 
nicht aufspringend. (Einschl. ^4/r6^aL.) . [Eibisch], Althaea L. 

Reihe Parietales, "Wandständige. 

89. Farn. Guttfferae. G-ummiguttgewächse. 

B. gegenständig oder quirlig, ungeteilt, ganzrandig, selten 
gesägt, meist drüsig punktiert. Nebenb. 0. Bl. einzeln oder in 
Trugdolden oder Rispen, gelb, selten weiss oder rot, regelmässig, C^. 
Kb. 5. Krb. 5, mit dachiger oder gedrehter Knospenlage. Stb. 
9 — oo, unterständig, in 3 — 5 Bündel verwachsen sehr selten getrennt 
oder 1 brüderig verwachsen. Stbt. beweglich, mit 2 Längsspalten 
aufspringend. Frkn. oberständig, 3 — 5 fächerig oder 1 fächerig mit 
3 — 5 wandständigen Samenleisten. Gr. 3 — 5, getrennt oder teil- 
weise verwachsen, mit endständigen, verdickten N. Sa. in jedem 
Fach oder an jeder Samenleiste 2 — oo, aufsteigend oder wagrecht, 
umgewendet. Fr. eine wandspaltige Kapsel. S. nicht geflügelt, 
ohne Samenmantel, ohne Nährgewebe. (Hi/pericmeae.) 

Einzige Gattung. (Einschl. Androsaeniuin AU., SarotJira Sav., 
Elodes^^Qh.undiTrladenia^^Qh.) . . . , Hartheu, Hypericum L. 

90. Farn. Elatinaceae, Tännelgewächse. 

Kleine, kahle, auf dem Lande oder im AVasser wachsende 
Kräuter. B. gegenständig oder quirlig, ungeteilt, mit Nebenb. 
versehen. Bl. einzeln oder gehuschelt in den Blattachseln, klein, 
regelmässig, p. K. 2 — 4teilig, dachig. Krb. 2 — 4, dachig. 
Stb. ebensoviel oder doppeltsoviel, unterständig. Stf. getrennt. 
Stbt. beweglich, mit 2 Längsspalten aufspringend. Scheibe 0. 
Frkn. oberständig, 2 — 4fächerig. Gr. 2 — 4, getrennt, mit end- 
ständigen, kopfigen N. Sa. in jedem Fach oo, innenwinkelständig, 
wagrecht, umgewendet. Fr. eine wandspaltige Kapsel. S. mit 
felderrippiger Schale, ohne Nährgewebe. 

Einzige Gattung Tännel, Elatfne L. 

91. Farn. Frankeniäoeae, Frankenienge wachse. 

Kräuter oder Halbsträucher. St. an den Knoten gegliedert. 
B. gegenständig, ungeteilt, ohne Nebenb., aber bisweilen mit scheidig 



1Q2 Frankeuiaoeae, Tamaricaceae. 

verbreitertem Blattstiel. Bl. in beblätterten Trugdolden, rot oder 
violett, regelmässig, $. K. 4 — 5 lappig, eingefaltet-klap2:)ig. Krb. 
4 — 5, benagelt, bisweilen in der Mitte zusammenhängend, dachig. 
Stb. 4 — 6, unterständig, die äusseren kürzer. Stf. getrennt oder 
am Grunde verwachsen. Stbt. beweglich, aussen mit 2 Längs- 
spalten aufspringend. Frkn. oberständig, sitzend, 1 fächerig, mit 
2 — 3 wandständigen Samenleisten. Grr. 2 — 3 spaltig. Sa. 3 — oo, 
von langen, aufsteigenden Nabelsträngen herabhängend. Fr. eine 
fachspaltige Kaj^sel. S. mit krustiger Schale, mehligem Xähr- 
gewebe und geradem, mittelständigen Keimling. S- und WEu. 
Einzige Gattung [Frankenie], Frankenia L. 

92. Farn. TamaricäceaG, Tamariskengewächse. 

B. wechselständig, klein (bisweilen schuppenförmig), ungeteilt, 
ganzrandig, ohne Nebenb. B. einzeln oder in Aehren oder Trauben, 
regelmässig. Kb. 4 — 6, getrennt oder am Grunde verwachsen, 
dachig. Krb. 4 — 6, getrennt oder am Grunde verwachsen, dachig. 
Stb. 5 — oo, unterständig oder fast so. Stf. getrennt oder am 
Grunde verwachsen. Stbt. beweglich, mit 2 Längsspalten auf- 
springend. Frkn. oberständig, 1 fächerig, bisweilen unvollkommen 
gefächert. Samenleisten 3 — 5, wandständig oder fast grundstäncJig. 
Gr. oder sitzende N. 3 — 5. Sa. oo, nur am unteren Teil der 
Samenleisten, aufsteigend, umgewendet. Fr. eine Kapsel. S. be- 
haart. Keimling gerade. 

Gattungen. 

1. Blüten einzelnstehend, von 5 — 10 Hochblättern umgeben. Kron- 
blätter innen mit Anhängsel. Staubblätter zahlreich. Frucht- 
knoten stumpf. Griffel fädlich. Samenleisten vom Grund 
bis zur Spitze weit vorspringend, später von der Wand sich 
lösend, jede mit 4 — 10 Samenanlagen. Samen an der Spitze 
lang genabelt, ringsum behaart, mit Nährgewebe. — Halb- 
sträucher oder niedrige Sträucher. K. 5 teilig. Gr. 5. Sicilien 

und Südrussland [Reaumurie], ReaumÜria L. 

— Blüten in Aehren oder Trauben, ohne Vorblätter. Kronblätter 
innen ohne Anhängsel. Staubblätter ebensoviel bis doppelt- 
soviel wie Kronblätter, 4 — 12. Fruchtknoten geschnäbelt. 
Griffel kurz und dick oder fehlend. Samen leisten wenig oder 



Tamaricaceae, Cistaceae. Xg3 

nur am Grunde vorspringend, sich von der Wand nicht lösend, 
jede mit vielen Samenanlagen. Samen nicht genabelt, nur 
an der Spitze einen Haarschopf tragend, ohne Nährgewebe. 
(Tainariceae.) 2. 

2. Kräuter oder Halbsträucher. Staubfäden am Grunde oder 
bis über die Mitte hinauf verwachsen. Staubbeutel nach innen 
gewendet. Narben sitzend, kugelig. — Bl. weiss oder rosa. 
Kb. 5, getrennt. Krb. getrennt. N. 3, teilweise verwachsen. 

Barz, Myricäria Desv. 

■ — Sträucher oder Bäume. Staubfäden getrennt oder nur ganz 
wenig am Grunde zusammenhängend. Staubbeutel nach aussen 
gewendet. Narben auf kurzen Griffeln, spatelig. — Bl. weiss 
oder rosa. Kb. getrennt. Gr. getrennt oder am Grunde 

verwachsen. Haarschopf der S. sitzend. SEu 

Tamariske, Tämarix L. 

93. Fam. Cistäceae, Ciströschengewächse. 

Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher. B. gegenständig, 
wenigstens die untersten, ungeteilt. Bl. regelmässig, $ . Kb. 3 — 5. 
dachig. Krb. 5, dachig. Stb. 10 oder mehr, unterständig, getrennt, 
Stbt. innen oder seitlich mit 2 Längsspalten aufspringend. Frkn. 
oberständig, sitzend, 1 fächerig, bisweilen unvollkommen gefächert. 
Samenleisten 3 — 10, wandständig. Gr. 1, ungeteilt. N. ungeteilt 
oder 3 lappig. Sa. zahlreich. Fr. eine fachspaltige Kapsel. S. 
mit krustiger Schale, mehligem oder fast knorpeligem Nährgewebe 
und seitlichem, gekrümmten Keimling. 

Gattungen. 

1. Samenleisten und Kapselklappen 3. Keimling nicht spiralig 
zusammengerollt. Blüten gelb, selten weiss oder rot, meist in 
traubenförmigen Blütenständen. (Einschl. Fumana Spch., 

Tuberaria Spch. und HaUmium Dun.) 

Sonnenröschen, Heliänthemuni; Tourn. 
— Samenleisten und Kapselklappen 5 oder 10. Keimling spiralig 
zusammengerollt. Blüten weiss oder rot, meist in Trugdolden. 
— Sträucher oder Halbsträucher. Stb. zahlreich. SEu. . 

Ciströ sehen, Cistus Tourn. 



\Q4: Violaceae, Datiscaceae, Cactaceae, 

94. Farn. VioläCGae, Veilchengewächse. 

Kräuter oder Halbsträiiclier. B. wechselständig, ungeteilt 
oder gelappt. Nebenb. vorhanden. Bl. einzeln oder zu 2 in den 
Blattachseln, unregelmässig, zwitterig oder vielehig, oft zweigestaltig, 
die einen mit Krone aber unfruchtbar, die anderen fruchtbar aber 
ohne Krone. Kb. 5, dachig. Krb. 5, dachig, das vordere am 
Grunde gespornt oder gesackt. Stb. 5, mit den Krb. abwechselnd, 
unterständig oder fast so. Stbt. fast sitzend, mit grossem Mittel- 
band, innen mit 2 Längsspalten aufspringend. Grr. und N. 1, un- 
geteilt. Frkn. oberständig, sitzend, 1 fächerig, mit 3 wandständigen 
Samenleisten. Sa. zahlreich, umgewendet. Fr. eine 3 klappige, 
fachspaltig, elastisch aufspringende Kapsel. S. mit krustiger Schale, 
reichlichem, fleischigen Nährgewebe und mittelständigem Keimling. 

Einzige Gattung Veilchen, Vl'ola L. 

95. Fam. Datiscäceae. Verteilkrautgewächse. 

Kräuter. B. wechselständig, gefiedert oder zerschnitten. 
Nebenb. 0. Bl. in Trauben oder Büscheln, 2 häusig. Blh. einfach, 
3 — 9 teilig. Stb. 9 — 11. Stf. sehr kurz. Stb. linealisch, mit 2 seit- 
lichen Längsspalten aufspringend. Frkn. unterständig, 1 fächerig. 
Gr. 3. N. 6, fädlich. Sa. zahlreich, wandständig, aufsteigend, 
umgewendet. Fr. eine Kapsel, an der Spitze aufspringend. S. 
sehr klein, ohne Nährgewebe, mit geradem Keimling. Kreta. 

Einzige Gattung ....... Verteilkraut, Datfsca L. 

Reihe Opuntiäles, Feigendistelartige. 

96. Fam. Cactäceae, Fackeldistelgewächse. 

Holzgewächse. St. dickfleischig, mit blattförmigen Gliedern. 
B. fleischig, linealisch, ungeteilt, meist abfällig. Bl. einzelnstehend, 
gelb oder rot, gross, regelmässig, ^). Kb. 6 — oo, dachig. Krb. 
zahlreich, am Grunde verwachsen (wenigstens zusammen abfallend), 
dachig. Stb. zahlreich. Stbt. innen aufspringend. Frkn. unter- 
ständig, 1 fächerig. Gr. 1, ungeteilt. N. mehrere. Sa. oo, wand- 
ständig. Fr. eine Beere. S. mit Nährgewebe. Samenschale bein- 
hart oder lederig. 



Cactaceae, Thymelaeaceae. 185 

Grattungen. 

1. Kelchblätter 6 — 8. Krone glockenförmig. Staubblätter viel 
länger als die Krone. (SEu.) (Cadus L. z. T., Opimtia 
Mill. z. T.) [Nopaldistel], Nopälea S. Dck. 

— Kelchblätter zahlreich. Krone radförmig oder trichterig. 
Staubblätter kürzer als die Krone. SEu. {Coctu>t L. z. T.) . 

Feigendistel, OpÜntia Haw. 

E,eihe Myrtiflorae, Myrtenblütige. 

97. Eam. Thymelaeäceae, Spatzenzungengewächse. 

B. wechselständig, ungeteilt, ganzrandig. Nebenb. 0. Bl. in 
Köpfchen oder kurzen Trauben, selten einzeln, regelmässig, zwitterig 
oder vielehig. Blh. 4 lappig, dachig. Stb. 8, dem oberen Teil 
der Blütenhüllröhre eingefügt. Stf. sehr kurz. Stbt. mit 2 Längs- 
spalten aufsjDringend. Frkn. oberständig, sitzend oder fast so, 
1 fächerig. Gr. 1, ungeteilt, kurz. N. 1, kopfig. Sa. 1, hängend. 
Fr. nicht aufsj)ringend. Samenschale krustig. Nährgewebe gering 
oder 0. Keimling gerade. (Daphnouieae.) 

Gattungen. 

1. Röhre der Blütenhülle oberhalb des Fruchtknotens gegliedert; 
der untere Teil an der Frucht bleibend. Scheibe einseitig. 
— Kräuter oder Halbsträucher. Bl. in Köpfchen, welche 
später ährenförmig auswachsen. Fr. trocken. Kaukasus . . 

[Stellere], Stellera L. 

— Köhre der Blütenhülle nicht gegliedert, als Ganzes an der 
Frucht bleibend oder abfallend. Scheibe ringförmig und sehr 
klein oder fehlend 2. 

2. Blüten einzeln oder in Büscheln. Blütenhülle mehr oder 
weniger becherförmig. Narbe meist klein. Frucht trocken, 
mit häutiger Schale. S- und MEu. (Einschl. Lygla Pas. und 
Passerina L. z. T.) . . . Spatzenzunge, Thymelaea Endl. 

— Blüten in Köpfchen oder Trauben. Blütenhülle röhrig. Narbe 
gross. Frucht mehr oder weniger fleischig. — Sträucher. 
Bl. $ Seidelbast, Daphne L. 



]Q(j Blaeagnaceae, Lythraceae. 

98. Farn. Elaeagnäceae, Oelweidengewächse. 

Sträucher oder Bäume, mit Sternhaaren oder Schilfern be- 
deckt. B. wechselständig, ungeteilt, ganzrandig. Nebenb. 0. Bl. 
einzeln oder in Büscheln, Aehren oder Trauben. Blh. 2- oder 
4 lappig oder in den Cj Bl. 2 teilig, klapjDig. Stb. 4, selten weniger. 
Stf. getrennt, kurz. Stbt. am Rücken befestigt, mit 2 Längs- 
spalten aufspringend. Frkn. oberständig, sitzend, 1 fächerig. Gr. 1, 
ungeteilt, mit meist seitlicher N. Sa. 1, aufrecht. Fr. nicht auf- 
springend, mit häutiger Schale, von der mehr oder weniger fleischigen 
Blh. umschlossen. Samenschale krustig oder verhärtet. Nährgewebe 
gering oder 0. Keimling gerade. 

Grattungen. 

1. Blüten eingeschlechtig, in Aehren oder Trauben. Blütenhülle 
2 lappig oder 2 teilig. Griffel meist länger als die Blüten- 
hülle. — Sträucher. Samenschale fast holzig. Nährgewebe 
vorhanden Sanddorn, Hippöphaes L. 

— Blüten zwitterig oder vielehig, einzeln oder in Büscheln, 
selten in Trauben. Blütenhülle 41aj)pig. Griffel kürzer 
als die Blütenhülle. S- und MEu 

Oelweide, Elaeägnus L. 

99. Farn. Lythraceae, Weiderichgewächse. 

Kräuter oder Halbsträucher, meist sumj)fbewohnend. B. un- 
geteilt, ganzrandig, ohne Drüsenpunkte, meist gegenständig. Nebenb. 
sehr klein oder 0. Bl. einzeln oder in Trugdolden, Aehren oder 
Trauben, regelmässig oder fast so, $. Kelchabschnitte 4 — 8, 
klapj)ig, bleibend, mit ebensoviel Nebenkelchb. abwechselnd. Krb. 
4 — 8, umständig, dachig, oder 0. Stb. tiefer eingefügt als die 
Krb., ebensoviel oder doppeltsoviel als diese oder weniger, 1 — 16. 
Stbt. beweglich, in der Knospe eingebogen, mit Längsspalten auf- 
springend. Frkn. oberständig, 2-, selten 4 fächerig, oft an der 
Spitze einfacherig. Gr. und N. 1, ungeteilt. Sa. oo, innenwinkel- 
ständig, aufsteigend, umgewendet. Fr. eine Kapsel oder Schliessfr. 
S. mit lederiger Schale, ohne Nährgewebe. Keimling gerade, mit 
breiten, flachen Keimb. 



Lytliraceae, Punicaceae. 187 

Grattungen. 

1. Kelchröhre 8 — 16 rippig, röhrig, selten fast glockig, mit 
krautigen Abschnitten. Kronblätter meist gross und in der 
Knospe zerknittert, seltener klein und flach oder fehlend. 
Frucht wandspaltig 2 — 4klap23ig aufspringend, nicht quer- 
gestreift. — Krb. rot, weiss oder 0. Frkn. länglich, selten 
fast eiförmig, 2 fächerig, wenigstens am Grunde. (Einschl. 
Middenorfia Trautv.) "Weiderich, Lythrum L. 

— Kelchröhre nicht gerippt, glockig, selten fast röhrig, dann 
aber mit häutigen Abschnitten. Kronblätter klein, in der 
Knospe flach, oder fehlend. Frucht unregelmässig oder nicht 
aufspringend, selten wandspaltig-2 klappig, dann aber quer- 
gestreift 2. 

2. Staubblätter 2. Frucht länglich, mit feinen Querstreifen, 
wandspaltig-2 klajDpig aufspringend. — Zarte, niedergestreckte 
Ki'äuter. Bl. einzeln in den Blattachselu;. grünlich-gelb, ohne 
Kr. Kelchabschnitte 4, häutig. Frkn. 2 fächerig, bisweilen 
an der Spitze 1 fächerig. Norditalien. (Sufrenia Beil., 
Aiiimannla L. z. T.) [Eadkraut], Rötala L. 

— Staubblätter 4 — 6. Frucht eiförmig oder kugelig, ohne Quer- 
streifen, unregelmässig oder nicht aufspringend .... 3. 

3. Staubblätter 4. Kelchabschnitte 4. Blüten meist in Trug- 
dolden. — K. krautig, glockig. Krb. 4, meist rot, oder 0. 
Frkn. meist 4fächerig. SEu. . [Ammannie], Ammännia L. 

— Staubblätter 6. Kelchabschnitte 6. Blüten einzelnstehend. — - 
Kleine Kräuter. Bl. achselständig. K. breit-glockig. Krb. 
5 — 6, weiss oder rötlich, oder 0. G-r. sehr kurz. Frkn. 
2 fächerig, bisweilen an der Spitze 1 fächerig 

Bachburgel, Peplis L. 

100. Fam. Punicäceae, Granatapfelgewächse. 

Bäume oder Sträucher. B. ungeteilt, ganzrandig, meist gegen- 
ständig. Nebenb. 0. Bl. einzeln oder in Büscheln, gross, rot 
oder gelb, regelmässig, ^ . Blütenachse gehöhlt, über den Frkn. 
hinaus verlängert. Kb. 5 — 8, klappig, bleibend. Krb. ebensoviel, 
in der Knospe dachig und zerknittert. Stb. zahlreich, in der 
Knospe einwärtsgekrümmt. Stf. fädlich. Stbt. am Bücken be- 
festigt, innen mit Längsspalten aufspringend. Frkn. unterständig 



j[gg Piiiiicaeeae, 3Iyrtaceae, Onag^raceae. 

oder halbunterständig, mit mehreren, 2 — 3 reihig übereinauder- 
steheiiden Fächern. Sa. zahlreich, an dicken, teils winkel-, teils 
■wandständigen Samenleisteu, umgewendet. Grr. 1, ungeteilt. N. 1, 
verdickt uud mehr oder weniger gelapj)t. Fr. eine kugelige, ge- 
fächerte Beere mit dicklederiger Schale. S. gross, kantig. Samen- 
schale aussen fleischig, innen hornig. Nährgewebe 0. Keimling 
gerade, mit umeinandergerollten Keimb. uud kurzem Würzelchen. 
SEu. {Gi-anateae, Lytltrarleae z. T.) 

Einzige Gattung Granatapfelbaum, PÜnica L. 

101. Farn. Myrtäceae, Myrtengewächse. 

Sträucher oder Bäume. B. ungeteilt, ganzrandig, lederig, 
drüsig punktiert. Nebenb. 0. Bl. einzeln oder in Dolden, regel- 
mässig, zwitterig oder vielehig. K. in der Knospe dachig oder 
offen. Krb. getrennt oder kappenförmig verwachsen. Stb. zahl- 
reich, getrennt. Stf. fädlich. Stbt. beweglich, mit 2 Längss23alten 
aufspringend. Gr. und N. 1, ungeteilt. Frkn. unterständig, voll- 
kommen oder an der Spitze unvollkommen 2 — 4fächerig. Sa. oo, 
innenwinkelständig, umgewendet oder krummläufig. S. ohne Nähr- 
gewebe. SEu. 

Gattungen. 

1. Kelchsaum ganzrandig oder gezähnt. Krone mützenförmig 
verwachsen, kelchartig. Samenanlagen umgewendet. Frucht 
eine KajDsel. Samen mit häutiger Schale und geradem Keim- 
ling. Hohe Bäume. (SEu.) . Fieberbaum, Eucalyptus L'Her. 
— Kelchsaum 4 — 5 teilig. Krone getrenntblätterig, nicht kelch- 
artig. Samenanlagen krummläufig. Frucht eine Beere. Samen 
mit horniger Schale und gekrümmtem Keimling. Sträucher 
oder Bäumchen. — B. gegenständig. Bl. einzeln. SEu. . 

Myrte, Myrtus L. 

102. Farn. Onagräceae, Nachtkerzengewächse. 

Kräuter oder Halbsträucher. B. nicht punktiert, ungeteilt, 
selten fiederspaltig. Nebenb. 0, selten vorhanden aber sehr klein. 
Bl. einzeln oder in Aehren oder Trauben, p . Kb. 4, selten 2 
oder 5, klappig. Krb. ebensoviel, breit, mit gedrehter Knospen- 
lage, selten 0. Stb. 8, selten 2, 4 oder 10. Stbt. am Rücken 



Onagraceae. Ig9 

befestigt, innen mit 2 Längsspalten aufspringend. Frkn. unter- 
ständig, 4fächerig, selten 1-, 2- oder 5fäcberig. Grr. 1, ungeteilt, 
N. ungeteilt, 2 — 5 lappig oder 4teilig. Sa. umgewendet. Fr. eine 
Kapsel oder Nuss. S. ohne Nährgewebe. (Oenotlieraceae.) 

Gattungen. 

1. Kelchblätter 2. Kronblätter 2. Staubblätter 2. Fruchtknoten 
1 — 2 fächerig. Samenanlagen in jedem Fach 1 — 2. Frucht 
eine 1 — 2 sämige Schliessfrucht. — B. gegenständig, gestielt, 
gezähnt. Nebenb. klein, abfällig. Bl. in Trauben, klein, weiss 
oder rötlich. Blütenachse über den Frkn. hinaus in einen 
kurzen Stiel verlängert. Krb. verkehrt-herzförmig. Stbt. 
rundlich. N. ausgerandet oder 2 lappig. Fr. mit hakigen 
Borsten besetzt Hexenkraut, Circaea L. 

— Kelchblätter 4, selten 5. Kronblätter 4, selten 5 oder 0. 
Staubblätter 8, selten 4 oder 10. Fruchtknoten vollkommen 
oder unvollkommen 4-, selten 5 fächerig. Samenanlagen in 
jedem Fach viele. Frucht eine vielsamige Kapsel ... 2. 

2. Blüten mit Vorblättern. Blütenachse über den Fruchtknoten 
hinaus nicht verlängert. Kronblätter 5 oder 0. Staubblätter 
4 oder 10. Kelch an der Frucht bleibend. Frucht fach- 
und wandspaltig aufspringend. Blätter mit kleinen, abfälligen 
Nebenblättern versehen. (J ussieüeae) 3. 

— Blüten ohne Yorblätter. Blütenachse mehr oder weniger 
deutlich über den Fruchtknoten hinaus verlängert. Kron- 
blätter 4. Staubblätter 8. Kelch abfällig. Frucht fachspaltig 
aufspringend. Blätter ohne Nebenblätter 4. 

3. Staubblätter 4, ebensoviel wie Kelchblätter. Krone fehlend. 
Blüten 4 zählig, sitzend. Blätter gegenständig. Stengel kahl. 
— St. niederliegend. B. eiförmig, ganzrandig. Bl. einzeln 
in den Blattachseln. Stf. und Gr. kurz. N. gelappt. S. 
kahl. S- und MEu. (IsnardiaJj^ . Heusenkraut, Ludwi'giaL. 

— Staubblätter 10, doppeltsoviel wie Kelchblätter. Krone vor- 
handen, 5 blätterig. Blüten 5 zählig, gestielt. Blätter wechsel- 
ständig. Stengel behaart. — St. fast aufrecht. B. länglich 
oder lanzettlich, ganzrandig. Bl. einzeln in den Blattachseln. 
Kr. weiss oder gelb. N. gelappt. S. kahl. (Südfrankreich.) . 

[Jussieue], Jussieüa L. 



290 Onag^raceae. 

4. Blütenröhre oberhalb des Fruchtknotens kurz oder fast fehlend. 
Staubblätter ungleich lang. Frucht linealisch. Samen mit 
Haarscliopf. (Epilobieae.) 5. 

— Blütenröhre oberhalb des Fruchtknotens lang oder ziemlich 
lang. Staubblätter gleich oder fast gleich lang. Frucht läng- 
lich oder keulenförmig. Samen kahl, {(huigreae) . . 6. 

5. Blüten etwas unregelmässig. Blütenröhre kaum bemerkbar. 
Staubblätter 1 reihig, herabgebogen. Griffel herabgebogen, 
am Grunde behaart. — B. ungeteilt. ßl. gross, rot oder 
weiss. Krb. ausgebreitet. Stbt. schmal. N. 4 teilig. Sa. 
2 reihig, aufsteigend. (Epüolmim L. z. T.) 

Unholdskraut, Chamaenerium Spch. 

— Blüten regelmässig. Blütenröhre kurz-trichterig oder glockig. 
Staubblätter 2 reihig, aufrecht. Griffel aufrecht, kahl. B. un- 
geteilt. Bl. rot oder weiss, selten gelb, meist klein. Stbt. 
schmal. N. ungeteilt oder 4teilig. Sa. 2 reihig, aufsteigend . 

Weidenröschen, Epilobium L. 

6. Blüten rot, ziemlich klein. Blütenröhre ziemlich kurz. 
Staubblätter etwas ungleich. Frucht keulenförmig, mit ge- 
kielten Kanten und breiten Klapj)en. Samen mehrreihig. — 
B. wechselständig, gezähnt oder fiederspaltig. Bl. einzeln 
in den Blattachseln, regelmässig. Stbt. liuealisch. N. 4teilig. 
Fr. gestielt, holzig. S. an langen Nabelsträngen. (Süd- 
frankreich). (C^enoihera L. z. T.) 

[Holzrippe], Xylopleürum Spch. 

— Blüten gelb, gross. Blütenröhre lang. Staubblätter gleich- 
lang. Frucht länglich, schwachkantig, mit schmalen Klappen 
aufspringend. Samen 2 reihig 7. 

7. Samen wagrecht, kantig. — B. wechselständig, gezähnt. Bl. 
regelmässig, nur Nachts geöffnet. Kelchzipfel zurückgeschlagen. 
Stbt. linealisch. N. 4 teilig. ((k'nothera L. z. ^T.) .... 

Nachtkerze, Onagra Tourn. 

— Samen aufsteigend, rundlich (nicht kantig). — B. wechsel- 
ständig, gezähnt. Bl. regelmässig, nur Nachts geöffnet. Kelch- 
zipfel zurückgeschlagen. Krb. 2 lap23igc Stbt. linealisch. N. 
4 teilig. S. an der Spitze mit wulstförmigem Anhängsel. 
(Südfrankreich) .... [Tierweinkraut], Oenothera Spch. 



Hydrocaryaceae, Halorrhagidaceae. 191 

103. Farn. Hydrocaryaceae^ "Wassernussgewächse. 

Schwimmende Kräuter. St. untergetaucht, mit gegenständigen, 
feinzerteilten Nebenwurzeln besetzt, an der Spitze eine Rosette 
gestielter, rhombischer, gezähnter B. tragend. Nebenb. 0. Bl. 
einzeln in den Blattachseln, klein, weiss, regelmässig, p . Kb. 4, 
in der Knospe klappig oder fast offen. Krb. 4, dachig. Stb. 4. 
Stbt. innen mit Längsspalten aufspringend. Scheibe wellig gefaltet. 
Frkn. halb- oder grösstenteils oberständig, 2 fächerig. Sa, in jedem 
Fach 1, hängend, umgewendet. Grr. 1, ungeteilt. N. 1, kopfig. 
Fr. kreiseiförmig, hartholzig, von den verhärteten, meist dorn- 
artigen Kb. gekrönt, 1 fächerig, 1 sämig, nicht aufspringend. S. ohne 
Nährgewebe. Samenschale häutig oder schwammig, angewachsen. 
Keimling gerade, mit sehr ungleichen Keimb. {Onagvarime z. T.) 

Einzige Gattung Wassernuss, Trapa L. 

104. Fam. Halorrhagidaceae, Meerbeerengewächse. 

Krautige "Wasserpflanzen. B. quirlig, ungeteilt oder fieder- 
teilig, ohne Nebenb. Bl. einzeln in den Blattachseln oder in 
endständigen Aehren, klein, regelmässig. K. 4 teilig oder ganz- 
randig. Krb. 4, dachig, oder 0. Stb. 8 oder 1. Stbt. am Grunde 
befestigt, innen oder seitlich mit 2 Längsspalten aufspringend. 
Frkn. unterständig, 4- oder 1 fächerig. Gr. 4, getrennt, oder 1, 
ungeteilt. Sa. in jedem Fach 1, hängend, umgewendet. Fr. eine 
Nuss, Stein- oder Spaltfr. S. mit häutiger Schale, fleischigem 
Nährgewebe und grossem, geraden, mittelständigen Keimling. 
(Einschl. Hipjno'idaceae.) 

Gattungen. 

1. Blätter ungeteilt. Kelch ganzrandig. Krone fehlend. Staub- 
blatt 1. Staubbeutel eirund, innen aufspringend. Griffel 1. 
Fruchtknoten und Frucht 1 fächerig. — B. schmal, ganzrandig. 
Bl. einzeln, sitzend, zwitterig oder vielehig. Fr. klein, mit 

lederiger Schale Tannwedel, Hippiiris L. 

— Blätter fiederteilig oder die oberen ungeteilt. Kelch 4teilig. 
Krone 4blätterig oder in den weiblichen Blüten fehlend. 
Staubblätter 8. Staubbeutel linealisch, seitlich aufspringend. 
Grifi'el 4. Fruchtknoten und Frucht 4 fächerig. — Bl. einhäusig 
oder vielehig. Kb. sehr klein . Federkraut, Myriophyllum L. 



292 Cynomoriaceae, Araliaceae. Umbclliforae. 

105. Farn. Cynomoriäceae, Himdskolbengewächse. 

Auf AVurzeln schmarotzende, fleischige, rötlich gefärbte, blatt- 
lose Kräuter. Grundachse walzenförmig, mit wurzeiförmigen Saug- 
fortsätzen. St. dick, schup23entragend. Bl. in kolbenförmigen 
Blütenständen, klein, vielehig. Blh. aus 1 — 8 linealischen oder 
keilförmigen, in der KnosjDe klappigen Abschnitten bestehend, 
an der Fr. bleibend. Stb. 1. Stbt. beweglich, mit 2 Längsspalten 
aufsjDringend. Ö Bl. mit verkümmertem Grr. Fruchtknoten unter- 
ständig, 1 fächerig. Gr. 1, eudständig, ungeteilt, rinnig, mit un- 
geteilter N. Sa. 1, hängend, mit einfacher Hülle. Fr. eine Schliessfr. 
S. kugelig, mit dicker Schale, öligem Nährgewebe und kleinem 
ungeteilten Keimling. SEu. {Balanophoreae z. T.) 

Einzige Gattung . . . Hundskolben, Cynomorium Mich. 

E,eihe Umbelliflorae, Doldenblütige. 

106, Fam. AraÜäCGae, Araliengewächse. 

Holzige Schlinggewächse. B. wechselständig, ungeteilt oder 
gelappt, lederig, ohne Nebenb. Bl. in meist traubig angeordneten 
Dolden, klein, regelmässig, zwitterig oder vielehig. Kelchsaum 
schmal, 5 zähnig oder fast ganzrandig. Krb. 5, klappig. Stb. 5. 
Stbt. am Rücken befestigt, der Länge nach aufspringend. Ober- 
ständige Scheibe dick, ungeteilt. Frkn. halbunterständig, 5- oder 
10 fächerig. Gr, 1, ungeteilt. N. 1, ungeteilt oder gelappt. Sa. 
in jedem Fach 1, hängend, umgewendet, mit Bauchnaht. Fr. 
beerenartig. S. mit dünner Schale, zerklüftetem Nährgewebe und 
kleinem Keimling. 

Einzige Gattung Epheu, Hedera L, 

107. Fam. Umbelll'ferae, Doldenblütler. 

Kräuter oder Halbsträucher, selten Sträucher. St. meist 
knotig gegliedert. B. wechselständig, meist geteilt oder zerschnitten 
und am Grunde scheidig. Bl. in meist zusammengesetzten Dolden, 
seltener in Köf)fchen oder Trugdolden. Dolden und Döldchen 
meist von Aussenhüllen („Hülle" und „Hüllchen") umgeben. Bl. 
klein, regelmässig oder die äusseren unregelmässig, meist $. Kelch- 
zähne 5 oder 0. Krb. 5, meist gewölbt, au der Spitze eingebogen 
und in der Knospe klappig. Stb. 5, mit den Krb. abwechselnd. 



Umbelliferae. 193 

Stf. fädlichj in der Knospe eingebogen. Stbt. eiförmig oder kugelig, 
beweglich, mit gleichlaufenden Längsspalten aufspringend. Frkn. 
unterständig, 2-, selten 1 fächerig. Oberständige Scheibe 2 teilig. Grr.2, 
getrennt, mit endständigen N., sehr selten 1. Sa. in jedem Fach 1, 
hängend, umgeAvendet, mit innerer Naht. Fr. in 2 trockene, nicht auf- 
springende, 1 sämige Teilfr. zerfallend, welche meist von der Spitze 
eines 2 teiligen Fruchtblattträgers („Fruchtträgers") herabhängen. 
Teilfr. mit 5 von einem Gefässbündel durchzogenen Hauptrippen, 
zwischen welchen 5 Thälchen (,,E,iefen") und bisweilen 5 Nebenrippen 
sich befinden. Oelgänge („Oelstriemen**) meist in denHiefen verlaufend. 
Samenschale dünn. Nährgewebe reichlich, knorpelig. Keimling klein, 
in der Nähe des Nabels gelegen, mit oberem Würzelchen. (Ajnaceae.) 

Grattungen. 

1. Oelstriemen in den Hauptrippen der Frucht oder zerstreut 
oder fehlend. Fruchtträger angewachsen oder fehlend. Griffel 
2, fädlich und von der ringförmigen Scheibe umgeben, oder 1. 
Blüten in einfachen oder trugdoldig (selten traubig) zusammen- 
gesetzten Dolden, Köpfchen oder Trugdolden 2. 

■ — Oelstriemen meist in den Kiefen. Fruchtträger meist frei. 
Grriffel 2, auf der SjDitze der mehr oder weniger erhabenen Scheibe 
(des „Griffelpolsters") stehend. Blüten meist in zusammen- 
gesetzten Dolden. Nebenblätter fehlend. (Aj^ioideae) . 8. 

2. Frucht seitlich stark zusammengedrückt, mit holziger Innen- 
wand, ohne Oelstriemen, deutlich 5 rippig, 2 fächerig. Kelch- 
zähne sehr klein oder fehlend. Kronblätter mit gerader Spitze. 
Nebenblätter vorhanden. — B. kreisrund oder nierenförmig, 
ungeteilt oder gelappt. Kr. weiss oder rötlich. Frkn. mit 
grossenFächern und kleinen Sa. . Wassernabel, HytJrOCOtyleL. 

- — Frucht nicht oder vom Bücken her zusammengedrückt, mit 
weicher Innenwand, selten mit holziger, dann aber 1 fächerig. 
Oelstriemen meist deutlich, seltener undeutlich oder fehlend, 
dann aber Frucht undeutlich gerippt oder 1 fächerig. Kelch- 
zähne gross oder ziemlich gross. Kronblätter an der Spitze 
eingeschlagen. Nebenblätter fehlend. (Saniculoideae) . 3. 

3. Fruchtknoten 1 fächerig, mit 1 Samenanlage; bisweilen noch 
ein zweites verkümmertes Fach vorhanden, dann aber nur 
1 Griffel. Oelstriemen undeutlich. Männliche oder alle Blüten 
gestielt. (Lagoecieae) 4. 

Thonner. Exkursionsflora. II. 13 



J94 Umbelliferae. 

— Fruchtknoten 2 fächerig, mit 2 Samenanlagen. Griffel 2. Oel- 
striemen deutlich, seltener undeutlich, dann aber alle Blüten 
sitzend. (Saniciileae) 5. 

4. Griffel 1, auf dem Scheitel des Griffelpolsters. Fruchtknoten 
drüsenhaarig. Frucht borstig, undeutlich gerippt, mit zarter 
Schale. Kelchblätter zerschlitzt, grösser als die Kronblätter. 
Kronblätter begrannt. Blüten zwitterig, in einfachen Dolden, 
mit fiederteiligen Hüllblättern. Blätter fiederteilig. SEu. . 

[Hasenlager], Lagoecia L. 

— Griffel 2, vom ausgebreiteten Griffelpolster umgeben. Frucht- 
knoten kahl. Frucht kahl, deutlich gerippt, mit krustiger 
Schale. Kelchblätter ungeteilt, kleiner als die Kronblätter. 
Kronblätter nicht begrannt. Blüten vielehig, in Trugdolden, 
mit ungeteilten Hüllblättern. B. bandförmig gespalten. 
Sicilien [Petagnie], Petägnia Guss. 

5. Blüten sitzend, in Köpfchen oder Aehren, zwitterig. Oel- 
striemen undeutlich, selten wenige grosse. Frucht ohne deut- 
liche Bippen. Blätter meist dornig. — Jede Bl. mit Deckb. 
Kelchzähne steif. Kr. weiss, grünlich oder rosa. Frkn. 
und Fr. eiförmig, schuppig oder warzig 

Mannstreu, Eryngium L. 

— Blüten gestielt, wenigstens die männlichen, in Dolden, viel- 
ehig. Oelstriemen deutlich, entweder zahlreiche kleine oder 
wenige grosse ; in letzterem Falle Frucht deutlich gerippt. 
Blätter nicht dornig (aber bisweilen borstig), bandförmig 
gelappt oder -geteilt 6. 

6. Fruchtknoten und Frucht mit hakigen Stacheln bedeckt. 
Frucht kugelig, ohne deutliche Bippen. Oelstriemen zahl- 
reich. — p Bl. sitzend. Kr. rötlich-weiss 

Sanikel, Sani'cula L. 

— Fruchtknoten und Frucht schuppig, warzig oder glatt. Frucht 
eiförmigoderlänglich, mit deutlichen Bippen. Oelstriemen 5 . 7 

7. Hülle viel länger als die Blüten. Krone gelb oder grünlich-oelb. 
Fruchtknoten und Frucht glatt. Bippen der Frucht wenig vor- 
springend. — Blattzähne nicht borstig. St. ungeteilt, blatt- 
los, eine einfache Dolde tragend. Oesterreich-Ungarn, Schlesien, 
Schweiz, Norditalien . . . Goldastrenze, Hacquetia Neck. 

— Hülle ungefähr ebensolang wie die Blüten. Krone weiss, 
grünlich oder rötlich. Fruchtknoten und Frucht schuppig 



Umbelliferae. 195 

oder warzig. Rippen der Frucht stark vorspringend. S- und 

MEu Astrenze, Asträntia L. 

8. (1.) Nebenrippen zwischen den Hauptrippen der Frucht (in 
den Riefen) deutlich entwickelt, den Hauptrippen ähnlich 
oder sie an Grrösse übertreffend, leisten- oder flügeiförmig 
oder mit Stachelreihen besetzt 9. 

— Nebenrippen wenig vorspringend oder fehlend .... 24. 
9. Nebenrippen leistenförmig oder ungeteilte Flügel tragend . 10. 

— Nebenrippen Stachelreihen oder tief gelappte Flügel tragend 16. 

10. Nebenrippen dick-fadenförmig. Oelstriemen nur auf der Fugen- 
seite der Frucht. Frucht nussartig ; Schale mit holziger 
Mittelschicht. — Dolden ohne Hülle. Krb. weiss, 2 lappig. 
Teilfr. verwachsen. Rippen wellig. S. im Querschnitt halb- 
mondförmig. SEu Koriander, Coriändrum L. 

— Nebenrippen leisten- oder flügeiförmig. Oelstriemen auch 
auf dem Rücken der Frucht. Frucht nicht nussartig. (Laser - 
pitieae) 11. 

11. Nebenrippen leistenförmig. Samen im Querschnitt halbmond- 
förmig. Dolden ohne Hülle. — Kr. weiss. M- und SOEu. 

Rosskümmel, Siler Scop. 

— Nebenrippen flügeiförmig. Samen im Querschnitt hufeisen- 
förmig oder fast flach, selten halbmondförmig, dann aber 
Dolden mit Hülle 12. 

12. Samen an der Fugenseite tief gefurcht (mit hufeisenförmigem 
Querschnitt) 13. 

■ — Samen an der Fugenseite flach oder fast flach . . . 14. 

13. Teilfrüchte 2 flügelig. Fugenfläche breit, mit zarten Randrippen. 
Kronblätter gelb, länglich. SEu. . Oelsilje, Elaeoselmum Kch. 

— Teilfrüchte 4 flügelig. Fugenfläche verschmälert, mit starken 
Randrippen. Kronblätter weiss, verkehrt-herzförmig. SWEu. 
(Elaeoselimim Kch. z. T.) . . [Margotie], Margotia Boiss. 

14. Teilfrüchte 2 flügelig, flach. Oelstriemen nur unter den Neben- 
rippen. Kronblätter mit lang eingeschlagener Spitze, an der 
Biegung nicht ausgerandet, gelb. — S. an der Fugenseite 
flach. SEu [Thapsie], Thäpsia L. 

— Teilfrüchte 4 flügelig, dicklich. Oelstriemen unter Haupt- 
und Nebenrippen. Kronblätter mit lang eigeschlagener Spitze 
und an der Biegung ausgerandet oder mit kurz eingeschlagener 
Spitze, meist weiss 15. 

13* 



j96 Umbelliterae. 

15. Samen an der Fugenseite schwach gehöhlt. Frucht wollig. 
Kronblätter mit kurz eingebogener Sj^itze. an der Biegung 
nicht ausgerandet, am Kücken zottig. Spanien. (Lidserpltium 

L. z. T.) (Gruillonee), Guillönea Coss. 

— Samen an der Fugenseite flach. Frucht kahl oder mehr oder 
weniger behaart. Kronblätter mit laug eingebogener Sf)itze, 
an der Biegung ausgerandet . Laserkraut, Laserpftium L. 

16. (9.) Samen an der Fugeufläche stark gehcihlt. {Scandicineac 
z. T.) 17. 

— Samen an der Fugenfläche schwach gehöhlt oder flach . 22. 

17. Fugeufläche breit, breiter als der Querdurchmesser der Frucht. 
Grift'el sehr lang. — Hüllb. gross, ganzrandig. Kr. weiss. 
Gr. spreizend. HauptripjDen der Fr. borstig; Nebenrippeu 
mit 2 — 3 Stachelreiheu. S- und MEu. {Daiirus L. z. T.) 

Breitsame, Orläya Hoff'm. 

— Fugenfläche schmal, schmäler als der Querdurchmesser der 
Frucht. Grifl'el kurz oder ziemlich kurz 18. 

18. Nährgewebe am Eande (an der Fugenfläche) eingerollt. 
Griftel aufrecht. — Rauhhaarige Gewächse. Hüllb. lanzett- 
lich. Gr. kurz. Hauptrippen der Fr. stachelig. S- und 
MEu. (Einschl. Turgenki Hoff'm.) . Haftdolde Caiicalis L. 

— Nährgewebe am Rande nicht eingerollt. Griffel .sj)reizend 
oder zurückgebogen oder fast fehlend 19. 

19. Hauptrij)pen der Frucht deutlich vorspringend. Stacheln 
auf den Xebenrippen meist 2 zeilig. Blätter 3- oder mehr- 
fach fiederschnittig 20. 

— Hauptrij)i3en der Frucht wenig vorspringend. Stacheln auf 
denXebenrijDpenmebrzeilig. Blätter doppeltfiederschnittig . 21. 

20. Hauptrippen warzig. Oelstriemen undeutlich. Griffel sehr 
kurz. Kronblätter kaum strahlend. Dolden 2 — 3 strahlig, 
armblütig. Blätter dreifach fiederschnittig. — Hülle 0. Kr. 
weiss. Bulgarien. (Cmicalis L. z. T.) 

[Scheinturgenie], Turgeniöpsis Boiss. 

— Hauj)trippen gewimpert. Oelstriemen deutlich. Griffel ziem- 
lich lang. Kronblätter breitstrahlend. Dolden vielstrahlig, 
reichblütig. Blätter vielfach fiederschnittig. — Hülle 0. Gr. 
spreizend. Südrussland und Böhmen. (^Dauciis L. z. T.) . 

[Kternmöhre], AstrodaÜCUS Drd. 



Umbelliferae. }^97 

21. Frucht mit langen, weichen Haaren bedeckt, ohne deutlich 
erkennbare Rippen. Kelchzähne pfriemlich. — Krb. weiss, 
sehr klein. Südrussland. [Caucalis L. z. T., Torilis Spreng. 

z. T.) [Haardolde], Chaetosciädium Boiss. 

— Frucht mit gekrümmten, rauhen Stacheln bedeckt, mit deut- 
lich erkennbaren E-ippen. Hauptrippen gewimpert. Neben- 
rippen stachelig. Kelchzähne dreieckig bis lanzettlich. — 
B. borstig. Gr. kurz, zurückgebogen. {Caucalis L. z. T.) . 

Klettenkerbel, TÖrilis Adans. 

22. (16.) Nebenrippen der Frucht mit Sternborsten besetzt. Frucht 
von der Seite her ein wenig zusammengedrückt. Kelchzähne 
lang. Kronblätter länglich. Hüllblätter ungeteilt. — Dolden 
3 — 5 strahlig. Kr. weiss oder rosa. Hauptrippen der Fr. 
borstig. S. an der Fugenfläche etwas gehöhlt. SEu. . . 

Kreuzkümmel, Cummum L. 

— Nebenrippen der Frucht mit einreihigen Stacheln besetzt oder 
unbewehrt. Frucht vom Rücken her zusammengedrückt. 
Kelchzähne kurz oder verkümmert. Kronblätter verkehrt- 
eiförmig. Hüllblätter meist geteilt. (Daüceae) . . . 23. 

23. Frucht mit 2 gelappten Flügeln, ohne Borsten oder Stacheln. 

— Dolden vielstrahlig. Hüllb. geteilt. Kelchzähne verkümmert. 
Krb. weiss, die äusseren weit strahlend. Fr. stark zusammen- 
gedrückt. S. an der Innenseite flach. Griechenland . . , 

[Artedie], Artedia L. 

— Frucht nicht geflügelt; Hauptrippen kurzborstig, Nebenrippen 
langstachelig. Einschl. ZJurieua Boiss. et Reut, und Orlaya 
Hoff'm. z. T.) Möhre, DaucUS L. 

24. (8.) Samen an der Fugenseite stark gehöhlt oder tief ge- 
furcht 25. 

— Samen an der Fugenseite flach, schwach gehöhlt oder etwas 
gewölbt 52. 

25. Blüten vielehig in regelmässiger Anordnung, nämlich 1 zwitterige 
Blüte in der Mitte eines jeden Döldchens sitzend, von einem 
Kranz gestielter männlicher Blüten umgeben. Frucht 1 sämig. 

— B. mehrfach fiederschnittig. Dolden wenigstrahl ig. Hüllb. 
steif, ungeteilt. Kr. weiss. Gr. sehr lang. Fr. in ein holziges, 
aus den verwachsenen Stielen der (j Bl. gebildetes Gehäuse 
eingesenkt. Rippen undeutlich. SEu. und Frankreich . . 

Stacheldolde, Echinophora L. 



198 Umbelliferae. 

— Blüten in den Hauptdolden vielehig in uuregelmässiger An- 
ordnung oder zwitterig. Frucht fast immer 2 sämig . ii6. 

26. Blätter ungeteilt, ganzrandig. — Kelchsaum ungezähnt. Krh. 
gelb oder gelb-grün, breit. Gr. kurz. Fr. seitlich zusammen- 
gedrückt Durchwachs, Bupieürum L. 

— Blätter, wenigstens die unteren, zerschnitten .... 27. 

27. Frucht linealisch oder länglich, meist geschnäbelt. [Scandi- 
cineae z. T.) 28. 

— Frucht eirund oder kugelig 40. 

28. Hauptrippen der Frucht dick-flügelförmig 29. 

— Hauptrippen der Frucht faden- oder wulstförmig, nicht ge- 
geflügelt 31. 

29. Krone gelb. Oelstriemen zahlreich, bleibend. Nährgewebe 
am Rande stark eingerollt. — Hülle und Hüllchen viel- 
blätterig. Krb. breit. Fr. mit breiter Fugenfläche, kahl. 
SOEu. und Italien. (Einschl. Colladonia DC.) 

[Prangos], PrangoS Lindl. 

— Krone weiss. Oelstriemen in jeder Riefe 1, oder in der 
Jugend viele, zur Reifezeit aber fehlend. Nährgewebe an) 
Rande nicht eingerollt 30. 

30. Kahle Gewächse. Hülle und Hüllchen vielblätterig. Kron- 
blätter schmal, ganzrandig. Teilfrüchte mit schmaler Fugen- 
fläche, 3 flügelig. Oelstriemen in jeder Riefe 1, gross, bleibend. 
Nährgewebe an den Riefen gefurcht. Spanien, Frankreich, 
Alpen, Italien . . . Striemensame, Molopospermum Kch. 

— Behaarte Gewächse. Hülle 1 — 2 blätterig oder fehlend. Hüllchen 
vielblätterig. Krb. breit, durch die eingebogene Spitze aus- 
gerandet. Teilfrüchte mit breiter Fugenfläche, 5 flügelig. Oel- 
striemen zahlreich, klein, später verschwindend. Nährgewebe 
hufeisenförmig Süssdolde, Myrrhis Scop. 

31. HauptrijDpen der Frucht leisten- oder fadenförmig, ziemlich 
stark vorspringend. Oelstriemen zahlreich und ziemlich gross. 
— Kahle Gewächse. Hülle 1 — 2 blätterig oder 0. Hüllchen 
wenigblätterig. Kelchsaum ungezähnt. Krb. schmal, gerade 
oder kurz eingebogen, weis? oder rötlich. Fr. nicht zusammen- 
gedrückt. Gebirge Bärwurz, Meum Jacq. 

— Hauptrippen der Frucht breit-wulstförmig oder fadenförmig 
und wenig vorspringend. Oelstriemen zahlreich und klein 
oder in jeder Riefe einzeln 32. 



Ümbelliferae. 199 

32. Hauptrippen fadenförmig. Oelstriemen klein. Wurzel oder 
Grrundachse knollenförmig 33. 

— Hauptrippen breit-wulstförmig oder undeutlich; in letzterem 
Falle Oelstriemen gross. Knollenlose Gewächse, selten knollen- 
tragende, dann aber Frucht mit grossen Oelstriemen . 34. 

33. Frucht rauh bis warzig. Oelstriemen in jeder Riefe 1, oft 
undeutlich. — Dolden klein. Hülle 0. Kr. weiss. Fr. kantig. 
Keimling mit 1 Keimb. SOEu. und Italien. (Chaerojihi/lhwi 
L. z. T.) [Biasolettie], Biasolettia Kch. 

— Frucht kahl. Oelstriemen in jeder Riefe 2 oder mehr, oft 
undeutlich. — Krb. weiss, an der Spitze eingebogen und 
ausgerandet. AVEu., Italien, Norwegen. (Einschl. Biithiia Boiss. 
und Heterotaeina Boiss.) . . [Kegel fuss], ConopÖdium Kch. 

34. Frucht geschnäbelt. Oelstriemen klein, wenige oder viele , 35. 

— Frucht nicht geschnäbelt. Oelstriemen gross, wenige . 37. 

35. Oelstriemen zahlreich. Frucht vom Rücken her ein wenig 
zusammengedrückt. Kronblätter verkehrt-eiförmig, an der 
Spitze eingebogen und ausgerandet. Kelchsaum gezähnt. Hülle 
und Hüllchen vielblätterig. — Grauhaarige Gewächse. Fr. 
rauhhaarig, kurz geschnäbelt. Süditalien 

[Tinguarre], T'mguärra Pari. 

— Oelstriemen wenige, in jeder Riefe 1. Frucht seitlich etwas 
zusammengedrückt. Kronblätter länglich oder keilförmig, 
gerade oder nur wenig eingebogen, ganzrandig oder fast so. 
Kelchsaum nicht deutlich gezähnt. Hülle 1 — 2blätterig oder 
fehlend. Hüllchen vielblätterig 36. 

36. Schnabel der Frucht kürzer als der Same, gefurcht. Rippen 
im unteren Teil der Frucht undeutlich. (Einschl. Cerefolium 
Bess.) Kerbel, Antbrfscus HofPm. 

— Schnabel der Frucht länger als der Same, kantig. Rippen 
im unteren Teil der Frucht deutlich vorspringend .... 

Nadelkerbel, Scandix L. 

37. Oelstriemen in den Hauptrippen der Frucht. Frucht linealisch, 
borstig. Kronblätter 2 teilig. — Rauhhaarige Gewächse. Hüllb. 
geteilt. Kelchsaum ohne deutliche Zähne. Krb. weiss, strahlend. 
Gr. lang. Spanien . . [Mischdolde], Hetei'OSCiädium Lge. 

— Oelstriemen in den Riefen. »Frucht linealisch aber glatt, oder 
breiter. Kronblätter ungeteilt oder ausgerandet . . . 38. 



2Q0 Umbelliferae. 

38. Frucht lang- und weichhaarig, vom Kücken her ein wemg zu-^ 
sammengedrückt. Kelchsaum mit pfriemlichen Zähnen. — 
Hülle 0. Hüllchen wenigblätterig. Krb. sehr klein, weiss^ 
Hippen der Fr. undeutlich. Südrussland. (Caucalis L. z. T.,. 
Torilis Spreng, z. T.) . [Haardolde], Chaetosciädium Boiss. 

— Frucht kurz- und rauhhaarig oder kahl, etwas von der Seite 
her zusammengfedrückt. Kelchsaum ohne deutliche Zähne . 39. 

39. Frucht rauhhaarig, pyramidenförmig. — Behaarte Gre wachse. 
Dolden armblütig. Hüllb. borstlich. Gr. kurz. SEu. (Chaero- 
phyllum L. z. T.) . . . [BlasenstengelJ, PhySOCaÜHs Tsch. 

— Frucht kahl, mehr oder weniger walzenförmig 

Rübenkerbel, Chaerophyllum L. 

40. (27.) Frucht nussartig; Fruchtschale mit holziger IVßttelschicht. 
Hippen wenig vortretend. Oelstriemen nur auf der Fugenseite. 
(Coriändreae) 41. 

— Frucht nicht nussartig. Rippen meist deutlich vorspringende 
Oelstriemen meistens auch auf dem Rücken der Frucht ent^ 
wickelt. (Smyrnieae) 42. 

41. Frucht 2 knöpfig, viel breiter als hoch, runzelig, ohne deutliche 
Rippen. Teilfrüchte bei der Reife sich trennend. Fugenfläche 
klein, durchlöchert. Kelchsaum ungezähnt. SEu., Frankreich^ 
Oesterreich Hohl s am e, Bffora Hoffm^ 

— Frucht eiförmig oder kugelig, nicht breiter als hoch, mit welligen, 
Rippen. Teilfrüchte fest verwachsen. Fugenfläche gross, nicht 
durchlöchert. Kelchsaum deutlich gezähnt. — Hülle 0. Krb.. 
ungleich. SEu Koriander, Coriändrum L^ 

42. Rippen der Frucht fädlich. Frucht 2 knöpfig oder fast kugelig,, 
seitlich zusammengedrückt oder an der Fugenfläche zusammen- 
gezogen 43^ 

— Rippen der Frucht dick-wulstförmig oder geflügelt. Frucht 
eiförmig oder fast kugelig, meist mit breiter Fugenfläche . 45. 

43. Oelstriemen in jeder Riefe 1. Fruchtträger ungeteilt oder 
kurz gezähnt. Hülle vielblätterig. — K. kurz gezähnt. Krb^ 
weiss, mit lang eingeschlagener Spitze. Teilfr. eiförmig oder 
fast kugelig. SEu. {Danaa All.) 

[Blasensame], Physospermum Cuss, 

— Oelstriemen in jeder Riefe 2 oder mehr. Fruchtträger 2 spaltig 
oder 2 teilig. Hülle armblätterig oder fehlend .... 44^ 



Umbelliferae. 201 

44. Oelstriemen wenige, gross. Nälirgewebe gehöhlt, aber nicht 
eingerollt. Kronblätter weiss, mit lang eingeschlagener Spitze. 

— AVurzel knollig. Kelchsaum nicht gezähnt. ßipj)en der 
Fr. sehr wenig vortretend. SOEu. {Conopodium Kch. z. T.) 

[Scaligerie], Scaliger ia DC. 

— Oelstriemen viele, klein. Xährgewebe an den Rändern ein- 
gerollt. Kronblätter gelb, mit kurz eingeschlagener Spitze. 

— Wurzel knollig. Obere B. oft ungeteilt. Gr. kurz. S- und 
WEu [Myrrhendolde], Smyrnium L. 

45. Fruchtträger ungeteilt. Oelstriemen fehlend, durch eine zu- 
sammenhängende Saftschicht ersetzt. Rippen weder korkartig 
verdickt, noch geflügelt. — Kelchsaum ungezähnt. Ki'b. weiss, 
an der Spitze kurz oder nicht eingeschlagen. Gr. zurück- 
gekrümmt. Nähi'gewebe gefurcht . . Schierling, Confum L. 

— Fruchtträger 2 spaltig oder 2 teilig. Oelstriemen vorhanden. 
Rippen entweder geflügelt oder (wie die ganze Fruchtwandung) 
korkartig verdickt 46. 

46. Fruchtwandung weder korkig verdickt noch krustig verhärtet. 
Oelstriemen in jeder Riefe 1 — 3. Nährgewebe gekrümmt, aber 
an den Rändern nicht deutlich eingerollt 47. 

— Fruchtwandung korkig verdickt oder krustig verhärtet, meist 
dicker als der Same. Oelstriemen zahlreich. Nährgewebe an 
den Rändern eingerollt 48. 

47. Kronblätter an der Spitze kurz eingebogen oder gerade. Frucht 
von der Seite her ein wenig zusammengedrückt. Oelstriemen 
in jeder Riefe 1 — 2. — Hülle vielblätterig. Kr. weiss. Fr. 
schmal geflügelt. (Einschl. Aulacosperniuin Ledeb.) .... 

Rippensame, Pleurospermum Hoffm. 

— Kronblätter an der Spitze lang eingebogen. Frucht vom Rücken 
her ein wenig zusammengedrückt. Oelstriemen in jeder Riefe 3. 

— Hülle vielblätterig. Kelchsaum gezähnt. Fr. schmal ge- 
flügelt. S. lose im Fruchtgehäuse. Südösterreich, Montenegro, 
Italien. (^Malaballa Tsch., Pleurospermum Hoffm. z. T.) . . 

[Hladnikie], Hladnfkia Kch. 

48. Frucht zweiknöpfig oder fast kugelig. Fruchtwandung krustig 
verhärtet. Kelchzähne lang. — Hülle vielblätterig. Krb. 
gelb. SEu [Pferdefenchel], Hippomärathrum Lk. 

— Frucht eiförmig. Fruchtwandung schwammig oder korkig ver- 
dickt. Kelchzähne kurz oder fehlend 49. 



202 TJmbelliferae. 

49. Frucht zugespitzt, mit schmaler Fugenfläche, rauhwarzig. Hülle 
fehlend. Kelch kurz gezähnt. — Kr. weiss. (xriffelpolster 
kegelförmig. Fr, mit stumpfen Rippen. Kreta 

[Lecokie], Lecökia BC. 

— Frucht stumpf, mit breiter Fugenfläche, glatt oder filzig. 
Hülle vorhanden, selten fehlend, dann aber Kelchsaum un- 
gezähnt 50. 

.50. Frucht behaart. Rippen dick und stumpf, durch tiefe Furchen 
getrennt. Griff"el2Dolster kegelförmig, am Grunde nur wenig 
verbreitert. IG^onblätter weiss, an der Biegung unterhalb der 
Spitze deutlich ausgerandet. — Behaarte Gewächse, ß. 1 — 2- 
fach fiederschnittio' mit breiten Abschnitten. Hülle vielblätterisf. 
823anien, Portugel, Italien . . [Magydaris], Magydaris Kch. 

— Frucht kahl. Rij)pen entweder stumpf und untereinander ver- 
schmolzen oder flügelartig vorspringend. Griff'eljDolster breit. 
Kronblätter gelb, nicht deutlich ausgerandet 51. 

51. Bippen der Frucht wenig vorspringend, stumpf. — St. kahl 
oder oben behaart. B. mehrfach fiederschnittig mit schmalen 
Abschnitten. Kelchsaum nicht gezähnt. SEu 

[Gerstendolde]. Cachrys L. 

— Ripi3en der Frucht flügel- oder kielförmig vorspringend. — 
St. kahl oder unten behaart. Hülle vielblätterig. SOEu. und 
Italien [Prangos], PrangOS Lindl. 

52. (24.) Bandrij^pen der Teilfrüchte viel stärker vorspringend als 
die rückenständioen, mehr oder wenio-er deutlich eeflüo-elt. 
Teilfrüchte und Samen vom Bücken her merklich, meist stark 
zusammengedrückt. (Peuceddneae) 53. 

— Bandrippen und rückenständige Bippen der Teilfrüchte ziemlich 
gleichartig. Teilfrüchte und Samen nicht oder nur wenig zu- 
sammengedrückt. (Amoniueae) 72. 

53. Bandflügel der Teilfrüchte völlig von einander getrennt, 
klafl'end 54. 

— Bandflügel der Teilfrüchte fest zusammenschliessend, eiuen 
gemeinsamen Band bildend, selten am Band etwas klaifend, 
aber weiter innen fest zu,sannnenschliessend 57. 

54. Samen an der Fugenfläche etwas gehölilt, im Querschnitt hall> 
mondföi-mig. — Kurzhaariofe Gewächse. Kelchsaum unoezähnt. 
Krb. weiss, eingebogen und ausgerandet. Bückenständige 



Ümbelliferae. 203 

Rippen der Fr. schmal geflügelt, Oelstriemen zahlreich. S. 
frei im Fruchtgehäuse. Kaukasus. (Stier 8cop. z. T.) . . . 

[Agasyllis], Ägasyllis Hoffm. 

— Samen an der Fugenfläche etwas gewölbt oder flach, im Quer- 
schnitt mehr oder weniger elliptisch oder halbkreisförmig . 55. 

55. Rückenständige Rippen der Teilfrüchte geflügelt. Kronblätter 
deutlich ausgerandet oder 2 lappig. — Kelchsaum ungezähnt. 
Kr. weiss. Oelstriemen in jeder Riefe 1 . Silje, Seifnum L. 

— Rückenständige Rippen der Teilfrüchte nicht deutlich geflügelt. 
Kronblätter sranzrandio' oder sehr wenig auseerandet . . 56. 

56. Randflügel der Teilfrüchte dick. Blätter der Hülle und der 
Hüllchen viele, letztere am Grunde verwachsen. Krone gelb 
oder oTünlich-gelb. — B. mehrfach fiederschnittio. Kelchsaum 
ungezähnt. Oelstriemen in jeder Riefe 1. 8Eu 

Liebstöckel, Levfsticum Kch. 

— Randflüsel der Teilfrüchte dünn. Blätter der Hülle weniee 
oder Hülle fehlend. Blätter der Hüllchen liorstenförmiof oder 
Hüllchen fehlend. Krone weiss oder grünlich-weiss. (Einschl. 
Arcliangelica Hoffm., Osterlmun Hoff'm. und lonniiasiinaJ^ert.^ . 

Brustwurz, Ängelica L. 

57. Randflügel der Teilfrüchte am Rande stark verdickt . . 58. 

— Randflüsel der Teilfrüchte am Rande nicht oder nur wenig 
verdickt 60. 

58. Randverdickung der Frucht höckerig. Oelstriemen dünn. — 
Behaarte Gewächse. B. unoeteilt oder 1 — 2 fach fiederschnittig. 
Krb. weiss, 2 lappig. Frkn. behaart. Rückenständige Rippen 
der Fr. dünn. 8- und MEu Zirmet, Tordylium L. 

— Randverdickuno- der Frucht olatt. Oelstriemen dick , . 59. 

59. Randflügel der Teilfrüchte mit einem durchlaufenden starken 
Oelstriemen versehen. Kelchzähne sehr klein oder fehlend. 
Kronblätter gelb, ungeteilt oder schwach ausgerandet. — B. 
fiederschnittig. Krb. nicht strahlend. Griffelpolster am Rande 
gewellt. Rückenständige Rippen dünn. Oelstriemen in jeder 
Riefe 1—2, durchlaufend. SOEu. 

[Malabaile], Malabai'la Hoffm. 

— Randflüoel der Teilfrüchte ohne durchlaufenden Oelstriemen. 
Kelchzähne deutlich. Kronblätter weisslich, ausgerandet oder 
2 lappig. — B. 2 — 4 fach fiederschnittig. Griffelpolster am 
Rande gewellt. Frkn. behaart. Rückenständige Rippen dünn. 



204 Umbelliferae. 

Oelstriemen in jeder Riefe 1, durclilaufend ; ausserdem dünnere 
zwischen den Riefen. Südrussland , [Zozimie], Zozfmia HofFm. 

60. Rückenständige Rippen der Teilfrüchte dick-wulstförmig, meist 
stark vorspringend. Oelstriemen nur in den RijDpen. Rand- 
flüoel schmal und dick 61. 

— Rückenständige Rippen der Teilfrüchte faden- oder flügeiförmig. 
Oelstriemen in den Riefen, oder sowohl in den Riefen wie in 
den Ri]3pen, oder fehlend. Randflügel meist dünn, nicht 
schwammig 62. 

61. Fruchtwandung schwammig verdickt, mit 2 Furchen an der 
Fugenfläche. Samen im Querschnitt halbmondförmig. Griffel- 
polster am Rande gewellt. Krone gelb. Türkei und Griechen- 
land [Johrenie], Johrenia DC. 

— Fruchtwandung nicht schwammig verdickt, mit 1 Furche an 
der Fugenfläche. Samen an der Fugenseite fast flach, am 
Rücken mit 3 Leisten. GriflFelj)olster nicht deutlich gewellt. 
Krone weiss. Italien, Spanien, Portugal. {^Kruhera HofFm.) . . 

[Rauchblatt], Capnophyllum Gaertn. 

62. Rückenständige Rippen der Teilfrüchte flügeiförmig . . 63. 
■ — Rückenständige Rippen der Teilfrüchte fadenförmig . . 64. 

63- Samen an der Fugenseite seicht gefurcht. Oelstriemen zahl- 
reich. Rippen am Grund von Nervensträngen durchzogen. 
Kronblätter gelb, nicht ausgerandet. — Hülle vielblätterig. 
Gr. kurz. Griifelpolster am Rande gewellt. Randflügel der 

Fr. an der Spitze klaffend. SOEu 

[Kammdolde], LophOSCiädium DC. 

— Samen an der Fugenseite flach. Oelstriemen in jeder Riefe 
1 — 4. Rippen ohne Nervenstränge. Kronblätter weiss, aus- 
gerandet. — B. mit aufgeblasenen Scheiden. Kelchsaum un- 
gezähnt. N- und östliches MEu. {^Selinum L. z. T.) . . . 

Schierlingssilje, Cotlioselmum Fisch. 

64. Nerven der Randrippen der Teilfrüchte am Grund der Rand- 
flügel verlaufend 65. 

— Nerven der Randrippen der Teilfrüchte nahe an der Kante 
der (bisweilen undeutlichen) Randflügel verlaufend . . . 68. 

65. Nerven der Randrippen der Teilfrüchte am Rücken der Flügel, 
äusserlich sichtbar, verlaufend. Oelstriemen undeutlich. — 
Hülle vorhanden. Kelchsaum ungezähnt. Krb. weiss, ein- 



Umbelliferae. 205 

gebogen und ausgerandet. Fr. stark zusammengedrückt. S. an 
der Fugenseite etwas gehöhlt. Kaukasus 



[Hohlfrucht], Cymbocärpum Boiss. 

— Nerven der Randrippen der Teilfrüchte in das Gewebe der 
Flügel einfi-esenkt. Oelstriemen deutlich erkennbar . . 66. 

66. Oelstriemen zahlreich. Kronblätter wenig oder nicht eingebogen. 
Blüten vielehig, in den Seitendolden männlich. — Hülle vor- 
handen. Kr. gelb. Fr. stark zusammengedrückt. S- und 
OEu. i^Ferula L. z. T.) . . . . Birkwurz, Ferulago Kch. 

— Oelstriemen in jeder Biefe 1 — 3. Kronblätter lang eingebogen 
oder einorerollt. Blüten vorwiesrend zwitterig-, nur in den oberen 
Seitendolden männlich 67. 

67. Frucht wenig zusammengedrückt, schmal geflügelt. Kronblätter 
an der Sj^itze breit, eingerollt. — Hülle 0. Kelchsaum un- 
gezähnt. Kr. gelb. Bückenständige Bippen der Fr. vor- 
springend. Oelstriemen in jeder Biefe 1. SEu. {^Peucedanwn 
L. z. T.) Dill, Anethum Tourn. 

— Frucht stark zusammengedrückt, meist breit geflügelt. Kron- 
blätter an der Spitze verschmälert, lang eingebogen. (Einschl. 
Imper'atoria Tourn.) . . . . Haar sträng, Peucedanum L. 

68. Bandflügel der Teilfrüchte undeutlich. Oelstriemen undeutlich. 
Fruchtträger fehlend. — Blattabschnitte breit. Krb. rundlich, 
ganzrandig, an der Spitze eingerollt, weiss oder rot. Teilfr. 
am Bande verwachsen. Kaukasus. {Heracleum L. z. T.) . . 

[Vereintrand], SymphyolÖma C. Mey. 

— Bandflügel der Teilfrüchte deutlich entwickelt. Oelstriemen 
deuthch. Fruchtträger vorhanden, 2 teilig 69. 

69. Oelstriemen nicht bis zum Grunde der Frucht herablaufend, 
meist in der Mitte mit einer keuligen Anschwellung endigend. 
Kelchsaum gezähnt. Kronblätter an der Spitze eingebogen 
und an der Biegung tief ausgerandet oder gelappt, meist weiss. 
— Meist behaarte Gewächse. Blattabschnitte meist breit. 
Krb. meist strahlend. Frkn. meist behaart. Flügel der Fr. 
breit, häutig, meist am Band ein wenig verdickt. Oelstriemen 
in jeder Biefe 1. {Sphondylium Tourn., einschl. Wendtia 
Hoff'm.) Bärenklau, Heracleum L. 

- — Oelstriemen, . wenigstens einige, bis zum Grunde der Frucht 
herablaufend. Kelchsaum meist ungezähnt. Kronblätter sehr 
wenig oder nicht ausgerandet, gelb, grünlich oder rötlich . 70. 



206 Ümbelliferae. 

70. Blüten vielehig, die der Seitendolden männlich. Kronblätter 
schmal (lanzettlich oder eiförmig-lanzettlich), wenig eingebogen. 
Blätter mehrfach fieder schnittig, mit meist schmalen Abschnitten. 
— Meist kahle (jewächse. Hüllb. wenig oder 0. Frkn. und 
Fr. meist kahl. Oelstriemen in jeder Riefe 1 — 3. SEu. 
(Einschl. Erlosi/naphe DC. und Soranthus Ledeb.) .... 

ßutenkraut, Ferula L. 

— Blüten vorwiegend zwitterig, nur die der obersten Seitendolden 
männlich. Kronblätter breit, stark eingerollt. Blätter 1—2 fach 
fiederschnittig mit breiten Abschnitten 71. 

71. Flügel der Frucht häutig. Oelstriemen in jeder Riefe 1. Hülle 
und Hüllchen meist fehlend. Blätter einfach fiederschnittio-. 
[Peiicedamnn L. z. T.) Pastinak, Pastinäca L. 

— Flügel der Frucht dick. Oelstriemen in jeder Riefe 2 — 3. 
Hülle und Hüllchen vorhanden, armblätterig. Blätter doppelt 
fiederschnittig. SEu. . . . [Heilsaftwurz], OpopänaX Kch. 

72. (52.) Blätter ungeteilt und ganzrandig 73. 

— Blätter zerschnitten, selten die unteren ungeteilt aber tief 
gezähnt 74. 

73. Blüten in trugdoldig angeordneten Köpfchen. Kelchsaum deutlich 
gezähnt. Kronblätter grünhch-weiss, ziemlich schmal. Grriffel- 
polster kegelförmig. Fruchtträger fehlend. — St. gabelig ver- 
zweigt. B. schmal, die oberen gegenständig. Klrb. sehi* klein, 
an der Spitze eingebogen, nicht ausgerandet. Rippen der Fr. 
korkig verdickt. Oelstriemen in jeder Riefe 1 oder 0. Spanien 
und Kaukasus. [Hohenackerie], Hohonackeria Fisch, et Mey. 

— Blüten in zusammensfesetzten Dolden. Kelchsaum nicht gezähnt. 
Kronblätter gelb oder grünlich-gelb, breit. GrifFelpolster ilach. 
Fruchtträger 2 teilig. — Krb. an der Spitze eingerollt, nicht 
ausgerandet. (TrifE"elj)olster ganzrandig. Gr. kurz. Fr. seitlich 
zusammengedrückt .... Durchwachs, Bupleurum Tourn. 

74. Frucht vom Rücken her oder nicht zusammenoedrückt. Fugen- 
fläche breit, breiter als der Querdurchmesser einer Teilfrucht. 
Rii:)pen meist stark entwickelt, leisten-, wulst- oder flügei- 
förmig 75. 

— Frucht von der Seite her zusammengedrückt. Fugenfläche 
schmal, ebensobreit oder schmäler als deu Querdurchmesser 
einer Teilfrucht. Rippen meist schwach entwickelt, mehr oder 
weniger fadenförmig 97. 



Ümbelliferae. 207 

75. Rippen der Frucht stark vorspringend, leisten oder flügei- 
förmig 76. 

— Rippen der Frucht wenig vorspringend, faden- oder wulst- 
förmig 92. 

76. Rippen flügeiförmig 77. 

— Rippen leistenförmig, nicht geflügelt 80. 

77. Oelstriemen in den Riefen einzeln 78. 

— Oelstriemen zahlreich (bisweilen undeutlich) 79. 

78. Frucht länglich oder eirundlich-länglich. Samen von der Frucht- 
wandung frei, im Querschnitt halbkreisförmig. — Blattab schnitte 
lanzettlich. Hülle 0. B. der Hüllchen borstenförmig. Kelch- 
saum nicht gezähnt. Krb. weiss, eingebogen und ausgerandet. 
Grifl'elpolster kegelförmig, mit welligem Rand. Rippen hohl, 
schmal geflügelt. Randrippen zusammenschliessend. Russlaud u. 
Ostpreussen. (^Selimnn Jj. z.T. ^ . Hohlrippe, Cenolophium Kch. 

— ' Frucht eirundlich. Samen mit der Fruchtwandung verwachsen, 
im Querschnitt 5 kantig. — Blattabschnitte schmal. Krb. weiss, 
eingebogen und ausgerandet. Grifl'elpolster kegelförmig. Rand- 
rippen dick, zusammenschliessend. {Selinuni L. z. T.) . . . 

Brennsaat, Cnfdium Cuss. 

79. Hüllchen deutlich verwachsenblätterig, trichterförmig. Frucht 
länglich. — Blattabschnitte schmal. Dolden wenigstrahlig. Hülle 0. 
Kelchsaum nicht gezähnt. Krb. weiss oder blass-gelb, behaart, 
breit, eingebogen und ausgerandet. Griffelpolster am Rande ge- 
wellt. Dalmatien. ((Ji/athoseliiium J^enth.) . Se seikraut, SeseliL. 

— Hüllchen getrenntblätterig. Frucht eirundlich oder eirundlich- 
länglich. — Krb. weiss oder blassgelb, eingebogen und aus- 
gerandet. S. im Querschnitt 5 kantig. (Einschl. Gaya Gaud., 
Neogaya Meissn., Halosclas Fr., Pachypleuruni Ledeb. und 
MeumJj. z.T^ Köpernickel, Ligüsticum L. 

80. Oelstriemen in jeder Riefe 1 81. 

— Oelstriemen zahlreich (bisweilen undeutlich) 84. 

81. Hüllchen fehlend. Kelchsaum ungezähnt. Griffelpolster kegel- 
förmig. Kronblätter gelb, breit, an der Einbiegung nicht 
deutlich ausgerandet. — Blattabschnitte sehr schmal. Hülle 0. 
Griffelpolster ganzrandig. Gr. kurz. Rij^pen der Fr. schmal. 
S. etwas zusammengedrückt, an der Fugenseite ein wenig ge- 
höhlt, am Rücken gefurcht. S- und MEu 



Fenchel, Foeniculum L. 



208 ü^mbelliferae. 

— Hüllchen vorhanden. Kelchsaum gezähnt, selten ungezähnt, 
dann aber Griffelpolster flach. Kronhlättcr weiss oder rötlich, 
an der Einbiegung ausgerandet, selten schmal und nicht aus- 
Sferandet 82. 

82. Kelchsaum ungezähnt. Rippen der Frucht sehr breit. — Krb. 
weiss, an der Einbiegung ausgerandet, die äusseren strahlend. 
Griffelpolster flach. Rippen im Querschnitt dreieckig. S. im 
Querschnitt abgeflacht-halbkugelig . . . Gleisse, AethÜSa L. 

— Kelchsaum gezähnt. Rippen der Erucht ziemlich schmal . 83. 

83. Kronblätter lang eingebogen, an der Einbiegung ausgerandet, 
Griffel meist kurz. Frucht eirundlich. (Einschl. JJbanotis 
Crtz.) Seselkraut, Seseli L. 

— Kronblätter nicht oder nur wenig eingebogen, meistens nicht 
ausserandet. Griffel sehr lang. Frucht länglich. — Hüllb. 
wenige. Kelchzähne spitz. Krb. w^eiss, S23itz. S. halbstielrund. 
Kordspanien und Pyrenäen. ( Wallrothia Spreng., Seseli L. z. T.) 

[Dethawie], Dethäwia EndL 

84. Oelstriemen in jeder Riefe durchschnittlich 2 (am ganzen Rücken 
der Teilfrucht 6 — 9), an der Fugenfläche entweder 2 oder 
10—12 85. 

— Oelstriemen in jeder Riefe 3 — 5 (bisweilen sehr klein oder 
verschmelzend), an der Fugenfläche 3 — 8 86. 

85. Frucht borstig. Oelstriemen am Rücken der Frucht ungefähr 9, 
an der Fugenfläche 2. Samen an der Fugenseite flach. Griffel- 
j)olster kissenförmig. Kronblätter gelb, schmal, an der Spitze 
eino-erollt. Dolden vielstrahlig. Hülle vielblätterig. — Bl. 
vielehig. Kelchsaum gezähnt. Krb. behaart. Nordwestlicher 
Teil der Balkanhalbinsel und Süditalien 

[Portenschlagie], Portenschlägia Vis. 

— Frucht kahl. Oelstriemen am Rücken der Frucht 6 — 7, an 
der Fugenfläche 10 — 12. Samen an der Fugenseite schwach 
gehöhlt. Griffelpolster kegelförmig. Kronblätter weiss, breit, 
an der Spitze eingebogen. Dolden wenigstrahlig. Hülle arm- 
blätterig. — Blattabschnitte steif. Kelchsaum gezähnt. Gr. 
sehr lang. Griechenland. (^Sese/l L. z. T.) 

[HartlaubJ, ScIerOChÖrton Boiss. 

86. Frucht vom Rücken her merklich zusammengedrückt. Hülle 
vielblätterig. Blattabschnitte breit-lanzettlich, nicht fleischig. 
— B. grundständig. Hüllchen vielblätterig. Bl. T). Kelch- 



Umbelliferae. 209 

säum nicht gezähnt. Krb. gelb, nicht ausgerandet. GrifFel- 
polster kurz kegelförmig. S. an der Fugenseite flach. Süd- 
italien [Bonannie], Bonännia Gruss. 

— Frucht nicht deutlich zusammengedrückt. Hülle armblätterig 
oder fehlend, selten vielblätterig, dann aber Blattabschnitte 
linealisch und fleischig 87. 

87. Oelstriemen undeutlich. Kronblätter gelb oder grünlich-gelb, 
breit. — Blattabschnitte schmal. Hüllchen vielblätterig. Kelch- 
zähne sehr klein oder 0. Krb. wenig oder nicht ausgerandet. 
Gr. kurz. Griff eljjolster breit, später kegelförmig 

Silau, SilauS Bess. 

— Oelstriemen deuthch. Kronblätter weiss oder rötlich, selten 
gelb aber schmal ; . 88. 

88. Kelchzähne lang, pfriemlich. Griffel lang. — Blattabschnitte 
schmal. Krb. weiss oder rötlich, nicht ausgerandet. Oelstriemen 
in den Riefen je 3 — 4, an der Fugenfläche 6. Pyrenäen. 
{Ligusticum L. z. T.) [Endressie], Endressia Gy. 

— Kelchzähne sehr kurz oder fehlend. Griffel meist kurz . 89. 

89. Hülle und Hüllchen vielblätterig. Blattabschnitte hneal- 
lanzettlich, ganzrandig, fleischig. — Krb. weiss, breit, eingerollt 
und ausgerandet. Gr. kurz. Fruchtwandung schwammig. Rippen 
scharf kantiof. Oelstriemen zahlreich. S- und WEu 

Meerfenchel, Critfimum L. 

• - — Hülle und Hüllchen wenigblätterig. Blattabschnitte breit und 

gesägt oder borstlich, nicht fleischig . 90. 

90. Blattabschnitte breit und gesägt. Kronblätter lang benagelt. — 
Bl. vielehig. Krb. ausgerandet. Griffelpolster flach. Gr. kurz. 
Fruchtwandung schwammig. Oelstriemen in den Riefen je 4. 
S. an der Fugenseite flach. Alpen und Appenninen . . . 

[Rädchenblüte], Trochiscänthes Kch. 

— Blattabschnitte sehr schmal, borstlich. Kronblätter kurz oder 
nicht benagelt 91. 

91. Kronblätter blassgelb, länglich, stumpf, eingebogen. — Kelch- 
saum nicht gezähnt. Oelstriemen in jeder Riefe 3, an der 
Fugenfläche 6. Südrussland. {Peucedanum L. z. T.) . . . 

[Palimbia], Pairmbia Bess. 

— Kronblätter rötlich- weiss, eirund, spitz, meist gerade. — KelcH- 
saum nicht gezähnt. Griffelpolster niedrig, ganzrandig. S. an der 
Fugenseite etwas gehöhlt. Gebii-ge . Bär würz, Meum Jacq. 

Thonner, Exkiirsionsflora. II. 14 



210 Urabelliferae. 

92. (75.) Rippen der Frucht breit-wulstförmig. Fruchtträger meist 
fehlend 93. 

— Rippen der Frucht schmal oder ziemlich schmal, mehr oder 
weniger fadenförmig. Fruchtträger vorhanden, 2 teilig oder 
2 spaltig 94. 

93. Fruchtträger fehlend. Griff eljoolster kegelförmig. Kelchsaura 
deutlich gezähnt. Kronblätter weiss, ausgerandet. — Oelstriemen 
in jeder Riefe 1 Pferdesaat, Oenänthe L. 

— Fruchtträger vorhanden, 2 teilig. GrifFelpolster kissenförmig. 
Kelchsaum nicht gezähnt. Kronblätter grünlich-gelb, nicht 
ausgerandet. — Hülle 0. Fr. eiförmig. Oelstriemen in jeder 
Riefe 1. Pyrenäen [Xatardie]. Xatärdia Meissn. 

94. Frucht länglich, gegen den Scheitel zu verschmälert . . 95. 

— Frucht eirundlich oder eii'undhch-länglich, in letzterem Falle 
mit breitem Scheitel 96. 

95. Frucht rauhhaarig. Riefen breit. Oelstriemen in jeder Riefe 
(bisweilen auch in jeder Rippe) 1. Hülle armblätterig oder 
fehlend. Kronblätter deutlich ausgerandet. Blätter 3 fach 
fiederschnittiof, mit schmalen Abschnitten. — Kelchsaum ge- 
zahnt. Krb. weiss, lang eingebogen. S. an der Fugenseite 
etwas gehöhlt. SEu., Oesterreich, Süddeutschland .... 

Augenwurz, Athamanta L. 

— Frucht kahl. Riefen schmal. Oelstriemen zahlreich. Hülle 
vielblätterig. Kronblätter undeutlich oder gar nicht ausgerandet. 
Blätter 1 — 2 fach fiederschnittig, mit breiten Abschnitten. — 
Grundständige B. ungeteilt. Kelchsaum gezähnt. Krb. breit. 
Griifelpolster breit. SEu. {Brignolia Bert.) 

[Kundmannie], Kundmännia Scop. 

96. Kelchsaum gezähnt. GrifTelpolster mit welHgem Rande. Oel- 
striemen in jeder Riefe 1, selten 2 — 4. Hüllchen meist vor- 
handen. — Krb. weiss oder rötUch, breit, lang eingebogen, 
ausgerandet. Fr. mit breitem Scheitel. S. an der Fugenseite 
flach. (Einschl. Llbanoüs Crtz.) . . Se seikraut, Seseli L. 

— Kelchsaum nicht gezähnt. GrifFelpolster ganzrandig. Oel- 
striemen zahlreich. Hüllchen meist fehlend 

Bibernelle, Pimpinella L. 

97. (74.) Rippen der Frucht mit deutlich erkennbaren Oelstriemen 
versehen. Oelstriemen in den Riefen klein (und einzeln) oder 
fehlend. — Hüllb. wenig oder 0. Bl. 2 häusig oder vielehig. 



ümbelliferae. 211 

Kelchsaum undeutlich oder gar nicht gezähnt. Krb. weiss 
oder gelbhch, eingebogen, nicht ausgerandet. Fr. eiförmig oder 
fast kugelig-2knöpfig. S- und MEu. (Einschl. Apinella Xeck. 
und Rumia Hoffm.) . , . Scherbetkraut, Trfnia Hoffm. 

— Rippen der Frucht ohne Oelstriemen oder mit undeutlichen 
(sehr dünnen) Oelstriemen. Oelstriemen in den ßiefen meist 
deutlich . 98. 

98. Oelstriemen in jeder Eiefe 1 99. 

— Oelstriemen in jeder ßiefe 2 oder mehr, oder fehlend . 108. 

99. Frucht länghch oder eirund-länglich (mindestens doppelt so 
lang als breit) 100. 

— Frucht eirundlich oder fast kugelig 104. 

100. Frucht lang (hneal-länglich). Grriffelpolster ausgebreitet. — 
Blattabschnitte knorpelig gesägt. Hüllb. viele, ungeteilt. Bl. 
vielehig. Kelchsaum deutlich gezähnt. Krb. weiss, breit, 
3 — 5 nervig, lang eingebogen, ausgerandet. Grriffelpolster 
am Hand gewellt, am Grund der (rr. kegelförmig .... 

Sichelmöhre, FalcäHa Hst. 

— Frucht kurz (längUch oder eirund-länglich), Griffelpolster 
erhaben 101. 

101. Hüllblätter viele, meist zerschnitten. Kronblätter ungleich- 
2 lappig, ohne Querfalte. — Kelchzähne sehr klein oder 0. 
Krb. weiss, strahlend, eingebogen. Griffelpolster ganzrandig. 
S- und MEu Ammei, Ammi L. 

— Hüllblätter wenisfe und unafeteilt, oder fehlend. Kronblätter 
ungleich- 2 lappig mit einer Querfalte welche den eingebogenen 
Mittelzipfel trägt, oder gleichmässig ausgerandet . . . 102. 

102. Kelch deutlich gezähnt. Kronblätter ungleich-2 lappig. Blätter 
1 — 2 fach iiederschnittig. — Hülle 0. Kr. weiss. SEu. 
{Camun L. z. T.) [Faltenohr], Ptychotis Kch. 

— Kelch undeutlich oder gar nicht gezähnt. Kronblätter gleich- 
mässig ausgerandet. Blätter 2 — mehrfach fiederschnittig . 103. 

103. Grundachse knollig. Keimling mit 1 Keimblatt. — Kr. 
weiss. S. an der Fugenseite flach. S- und MEu. (Caruni 
L. z. T., einschl. Bulbocastanum Sehr.) 

Knollenkümmel, Butlium L. 

— Grundachse nicht knollig oder fehlend (aber Wurzeln bis- 
weilen knolHg verdickt). Keimling mit 2 Keimblättern. — 

14* 



212 Umbelliferae. 

Krb. weiss oder rötlich, 1 nervig. (Einschl. Loiiiatocarnm 
Fisch, et Mey.) Kümmel, Carum L. 

104. Kelch deutlich gezähnt. Rippen der Frucht breit-wulstförmig, 
etwas korkiff verdickt. — - B. 2 — mehrfach fiederschnittio-. 
Hülle weuigblättorig oder 0, Hüllchen vielblätterig. Krb. 
weiss, kurz eingebogen, ausgerandet. Fr. breit 2 knöpfig 

Wasserschierling, CiCÜta L. 

. — Kelch undeutlich oder gar nicht gezähnt. Ripj)en der Frucht 

faden- oder leistenförmio-, nicht korkio- verdickt , . .10.5. 

105. Oelstriemen nui' bis zur Mitte der Frucht herablaufend und 
daselbst mit einer keuligen Anschwelluno- endigend. Krön- 
blätter tief ausgerandet. — B. 1 — 2 fach fiederschnittig 
mit breiten Abschnitten. B. der Hülle wenige, der Hüllchen 
sehr klein oder 0. Krb. weiss, breit, lang eingebogen. Gr. 
kurz. Fr. breit-eiförmig. Bippen fädlich. Oelstriemen dünn. 
S- und AVEu [Sison], Sison L. 

— Oelstriemen bis zum Grund der Frucht herablaufend. Kron- 
blätter wenisf oder nicht ausgerandet 106. 

106. Fruchtträger ungeteilt oder sehr kurz 2s2Daltig. Kronblätter 
grünlich-weiss, gerade oder kurz eingebogen. — Hülle arm- 
blätterig oder 0. Bippen der Fr. leistenförmig, dick. Oel- 
striemen gross. (Einschl. Helosciadmm Kch.) . .^ . . . 

Sellerie. Äpium L. 

— Fruchtträger tief 2 spaltig oder 2 teilig. Ki'onblätter gell^lich. 
lang einoebosfen oder einsrerollt 107. 

107. Bippen der Frucht sehr dünn, wenig vorsjjringend. Oelstriemen 
klein. Kronblätter an der Spitze stumpf abgeschnitten und 
eingerollt. — B. mehrfach fiederschnittig, mit borstlichen 
Abschnitten. Gr. kurz. SEu. (Carum L. z. T.) .... 

[Bidolfie], Rjdölfia Moris. 

— Bippen der Frucht dicklich, ziemlich stark vorspringend. Oel- 
striemen gross. Kronblätter an der Sj)itze verschmälert und 

• lang eingebogen. — Hülle armblätterig. Hüllchen vielblätterig. 
Teilfr. sichelförmig gekrümmt. S- und IVEEu. {Camin L. z. T.) 

Petersilie, PetrOSell'num HoflFm. 

108. (98.) Frucht länglich. Oelstriemen in jeder Riefe 2 — 8 oder 
fehlend 109. 

— Frucht eii'undlich oder fast kusreliff. Oelstriemen zahlreich 
(in jeder Riefe 3 oder mehi') 113. 



Umbelliferae. 213 

109. Oelstriemen fehlend. Hüllchen fehlend. — Blattabschnitte 
breit. Hülle 0. Kelchsaum nicht gezähnt. Krb. breit, mehi'- 
nervig, eingebogen, ausgerandet. Griffelpolster breit-kegel- 
förmig, ganzrandig. Gr. lang. Rippen fädlich. S. an der 
Eugenseite flach Giersch, AcgopÖdium L. 

— Oelstriemen vorhanden. Hüllchen vorhanden . . . .110. 

110. Griffelpolster kegelförmig. Teilfrüchte mit 5 Rippensträngen 
und ausserdem noch 2 Strängen an der Fuoenfläche. Dolden 
risjDig angeordnet. Blätter dreizählig zerschnitten. — Hülle 0. 
Kelchsaum nicht gezähnt. Krb. weiss, eingebogen, ausgerandet. 
Hippen der Fr. fädlich. Oelstriemen dünn. S. an der Fugen- 
seite etwas gehöhlt. Süditalien. {^Tjerescliia Boiss., Pim- 
pinella L. z. T.) . . [Verdecktstriemen], Cryptotaenia DC. 

— Griffelpolster verbreitert. Teilfrüchte nur mit 5 Rippen- 
strängen. Dolden nicht rispig angeordnet. Blätter meln^fach 
fieder schnittig • 111. 

111. Rippen der Frucht wenig vorspringend. Kronblätter nicht 
ausgerandet, gelb. Grundachse knollig. — Kelchsaum nicht 
gezähnt. Griffelpolster am Rande wellig. Südrussland . . 

[Muretie], Muretia Boiss. 

— Rippen der Frucht stark vorspringend. Kronblätter an der 
Einbiegung ausgerandet, weiss, selten hellgelb, dann aber 
Grundachse nicht knolhg 112. 

112. Grundachse knollig. Keimling mit 1 Keimblatt. SEu. (JPim- 
pinella L. z. T.) Knollenkümmel, BÜnium L. 

— Grundachse nicht knollig. Keimling mit 2 Keimblättern . 

Kümmel, Carum L. 

113. Kelchsaum deutlich gezähnt. Fruchtträger meist ungeteilt 
oder fehlend. — B. 1 — 2 fach fiederschnittig. Hülle und 
Hüllchen mehr- oder vielblätterig. Krb. weiss, ausgerandet. 
Griffelpolster ganzrandig. S. an der Fugenseite flach oder 
etwas gewölbt. (Einschl. Benda Kch.) . .Merk, Sium L. 

— Kelchsaum nicht oder undeutlich gezähnt. Fruchtträger 
2 spaltig oder 2 teilig 114. 

114. Hülle und Hüllchen vielblätterig. Griffelpolster ausgebreitet, 
am Rande gewellt. — St. sehr kurz. B. doppelt fieder- 
schnittig. Dolden ungleichstrahlig. Krb. gelb, nicht aus- 



2J^4 Umbellilcrae, L'ornaceae, Pirolaceae. 

geranclet. Fruchtträger an der Spitze 2 spaltig. Fr. kahl. 
Gr. lang. Südrussland 

Zwergdolde. Chamaesciadium C. Mey. 

— Hülle 1 — 2 blätterig oder fehlend. Hüllchen meist fehlend. 
GrifFelpolster kegel- oder kissenförmig. ganzrandig. (Einschl. 

Pancicia Vis. und Reutera Boiss.) - 

Bibernelle, Pimpinella L. 



108. Farn. Cornäceae, Hartriegelgewächse. 

B. oeofenständio- unoeteilt, ohne Nebenb. Bl. in Truedolden, 
Dolden oder Rispen, weiss, gelb oder rot, klein, regelmässig, zwitterig 
oder vielehig. K. 4 zähiiig, in der Knospe klappig oder offen, an 
der Fr. bleibend. Krb. 4, klappig. Stb. 4. Stbt. am Bücken 
befestigt, innen oder seitlich mit Längsspalten aufspringend. Scheibe 
polsterförmig oder undeutlich. Frkn. unterständig, 2 — 3 fächerig. 
Gr. 1, ungeteilt. Nr. 1, ungeteilt oder gelappt. Sa. in jedem 
Fach 1, hängend, umgewendet, mit rückenständiger oder seitlicher 
Naht. Fr. eine Steinfr. mit 2 — 3 fächerigem Kern. S. mit häutiger 
Schale, fleischigem Nährgewebe und grossem Keimling. 

Einzige Gattung Hartriegel, CornuS L. 



Unterklasse h) Metachlamydeae, Yollkommenhüllige. 
(Sym petalae, Vereintkronblätterige.) 

Beihe Ericäles, Heidekrautartige. 

109. Fam. Piroläceae, AVintergrüngewächse. 

Kräuter. B. wechselständig, ungeteilt, bisweilen schuj^pen- 
förmig. Bl. endständig und einzeln oder in Trauben oder Dolden, 
regelmässig, ^ . Kb. 4 — 5. Krb. 4 — 5, weiss, rot oder gelb, ge- 
trennt, dachig. Stb. 8 — 10, unterständig, am Band einer kleinen 
Scheibe eingefügt oder ohne Scheibe. Stbt. angewachsen, einwärts 
gewendet, mit 2 endständigen Löchern oder mit 1 Querspalt auf- 
springend. Frkn. oberständig, vollkommen oder unvollkommen 
4 — 5 fächerig. Gr. 1, ungeteilt, mit ungeteilter oder gelapj^ter N. 
Sa. zahlreich und sehr klein, an dicken Samenleisten, umgewendet. 



Pirolaceae, Ericaceae. 215 

Fr. eine fachspaltige Kapsel. S. sehr klein, mit lockerer, geflügelter 
und gegitterter Schale, fleischigem Nährgewebe und ungeteiltem 
Keimling. {Hyj)opithyaceaei ßicornes z. T., Ericaceae z. T., einschl. 
Monotropeae^ 

Gattungen. 

1. Gelbliche Gewächse mit schuppenförmigen Blättern. Staub- 
beutel aufrecht, mehr oder weniger nierenförmig, mit 1 Quer- 
spalt aufspringend. Narbe trichterförmig. Kelch abfällig. — 
Bl. in anfangs nickenden Trauben, die endständige 5 zählig, 
die seitlichen 4zähUg. Kb. aufrecht. Krb. aufrecht, längHch, 
am Grund gesackt. Scheibe gezähnt. {Hypopitliys Scop.) . 

Fichtenspargel, Monotropa L. 

— Grüne Gewächse mit wohlentwickelten Blättern. Staubljeutel 
vor der Blütezeit nach aussen umgekij)pt, länglich, mit 2 end- 
ständigen Löchern aufspringend. Narbe scheibenförmig oder 
özähnig. Kelch an der Frucht bleibend. (Piroloideae) . 2. 

2. Blüten in Doldeutrauben oder Dolden. GrifTel sehr kurz, mit 
scheibenförmiger, am Rand gekerbter Narbe. Frucht von der 
Spitze aus aufspringend. — B. lanzettlich, gesägt. Krb. 5, 
kreisrund, ausgebreitet, rosa oder weisslich. Stbt. in 2 E-öhren 
auslaufend. Scheibe wenig merklich. Frkn. fast kugelig, 
ölappig. N- und MEu. . . . Winterlieb, Chimäphila Prsh. 

— Blüten in verlängerten Trauben oder einzelnstehend. Grifi"el 
lang oder ziemhch lang, mit 5 zähniger Narbe. Frucht vom 
Grund aus aufspringend. — Frkn. fast kugehg, 5 fächerig. 
{Pyrola L., einschl. Actlnocyclus Kitsch., Moneses SaUsb. und 
liamischia Dp.) AV int er grün, Pfrola L. 

110. Fam. Ericaceae, Heidekrautgewächse. 

Sträucher, Halbsträucher oder Bäumchen. B. ungeteilt, ohne 
Nebenb. Bl. einzeln oder in Dolden, Trauben oder Eispen, regel- 
mässig oder fast so, p. K. bleibend. Krb. 4 — 5, unten ver- 
wachsen, selten (heclum) getrennt, mit dachiger oder gedrehter 
Knospenlage. Scheibe vorhanden, sehr selten verkümmert. Stb. 
5 — 10, von der Kr. frei oder am Grund mit ihr zusammenhängend. 
Stbt. einwärts gewendet, meist mit 2 Löchern an der Spitze auf- 
springend. Blütenstaubkörner zu 4 vereinigt. Frkn. 2— 10 fächerig. 



216 . Ericaceae. 

Gr. 1, ungeteilt. Sa. umgewendet. S. mit reichlichem Nährgewebe» 
Keimling mittelständig, mit kurzen Keimb. {Bicoimes, einseht 
Vacciniaceae oder Stphonanclraceae). 

Gattungen. 

1. Fruchtknoten unterständig. — Kr. weiss oder rot, abfällig» 
Stb. 8 — 10. Stbt. an der Spitze in 2 Röhren auslaufend. 
Frkn. 4 — 10 fächerig. N. 1, ungeteilt. Sa. oo. Fr. eine 
Beere. (Einschl. Oxycoccus Pers.) 

Heidelbeere, Vaccmium L» 
■ — Fruchtknoten oberständig 2. 

2. Krone nach der Blütezeit stehen bleibend, meist 4 lappig.. 
Blätter meist gegenständig oder quirlig. (Ericoideae) . 3.. 

— Krone nach der Blütezeit abfallend, meist .5 lapjDig. Blätter 
meist wechselständig 5. 

3. Frucht wandspaltig aufspringend. Vorblätter am Blüten- 
stiel (unmittelbar unterhalb des Kelches) 4. Kelch trocken- 
häutig, farbig, länger als die Krone. — Sträuchlein. B. sehr 
klein, dicht dachig, gegenständig. Bl. zahlreich, klein. Kr» 
rosa, selten weiss, glockig, 4 spaltig. Stb. 8, frei. Stbt. ge^ 
schwänzt, mit Längsspalten aufspringend. Scheibe gelappt, 
Frkn. 4 fächerig. Sa. in jedem Fach 2, hängend 

Besenheide, Callüna Salisb. 

— Frucht fachspaltig aufspringend. Vorblätter am Blütenstiel 
2 — 3 oder fehlend. Kelch meist krautig oder lederig und 
kürzer als die Krone 4. 

4. Scheibe verkümmert. Staubblätter 8, am Grund ein wenig 
untereinander und mit der Ej'one verwachsen. — Sträuchlein» 
B. nadeiförmig. Bl. in endständigen Trauben, klein. Vorb» 
am Blütenstiel 0. Kr. rötlich, glockig, 4 spaltig. Stbt. ohne 
Anhängsel, mit Längsspalten aufsjDringend. Frkn. 4 fächerig. 
Sa. zahlreich. SOEu. . [Bruckenthalie], Bruckenthalia Rchb. 

— Scheibe deutüch entwickelt, selten verkümmert, dann aber 
Staubblätter 10. Staubfäden frei, sehr selten am Grund ein 
wenig untereinander verwachsen. — B. nadel- oder schuppen- 
förmig. Vorb. am Blütenstiel meist 3. Kjt. 4-, selten 5 lappig» 
Stb. 6 — 10. Frkn. 4: — -8 fächerig. Sa. in jedem Fache oo, 
selten 2. (Einschl. Pentaj^era Kitsch.) 

[Heidekraut], Erfca L» 



Erieaceae. 217 

5. Staubbeutel am Rücken oder an der Spitze mit 2 Grannen, selten 
ohne solche, dann aber Blüten achselständig. Frucht eine Beere, 
Steinfrucht oder fachspaltige Kapsel. (Arbutoideae) . . 6. 

— Staubbeutel ohne Anhängsel. Blüten endständig. Frucht eine 
wandspaltige Kapsel. (Rhododendvoideae) . . . . 11. 

6. Samenanlagen in jedem Fach des Fruchtknotens 1, seltener 
mehrere, dann aber hohe Sträucher oder Bäumchen. Frucht 
eine Beere oder Steinfrucht. (Avhüteae) 7. 

- — Samenanlagen in jedem Fach des Fruchtknotens mehrere oder 
viele. Niedrige Sträucher oder Halbsträucher. Frucht eine 
Kapsel. (Aiidromedeae) 9. 

7. Niedrige Bäume oder hohe Sträucher mit grossen Blättern und 
in grossen Rispen stehenden Blüten. Samenanlagen in jedem 
Fach des Fruchtknotens mehrere. Frucht eine Beere mit 
warziger Schale. — B. lederig, immergrün. Bl. klein. Kr. 
weiss, rot oder grün, krugförmig, 5 zähnig. Stb. 10, am Grund 
behaart. Stbt. mit 2 Grannen am Rücken. Frkn. 4 — 5 fächerig. 
Fr. mehlig. Samenschale lederig. S- und WEu 

Erdbeerbaum, ArbutuS L. 

— Niedrisfe Sträucher oder Halbsträucher mit kleineren Blättern 
und in kleinen Rispen oder Trauben stehenden Blüten. Samen- 
anlage in jedem Fach des Fruchtknotens 1. Frucht eine Stein- 
frucht mit glatter Schale 8. 

8. Blätter lederig, immergrün. Frucht mehlig. — Bl. klein. 
Kr. weiss, rot oder gelb, krugförmig, 5 lappig. Stb. 8^ — 10. 
Stbt. am Rücken mit 2 Grannen. Frkn. 4 — 10 fächerig. Samen- 
schale häutig .... Bärentraube, ArctostäphylOS Adans. 

— Blätter krautig, abfällig. Frucht saftig. — Bl. klein. Kr. 
weiss oder rötlich, krugförmig, 5 lappig. Stb. 8 — 10. Stbt. am 
Rücken mit 2 Grannen. Frkn. 4 — 5 fächerig. Samenschale häutig. 
NEu. und Gebirge von M- und SEu. {Arrtostaphylos Adans. z. T.) 

Garlobsstaude, ArctoUS Gr. 

9. Blätter dicht dachig. Blüten einzelnstehend. Krone glockig, 
4 — ölappig oder -teilig. Staubfäden kahl, am Grund mit der Krone 
zusammenhänofend. — B. schmal. Bl. an aufrechten Stielen. 
Kb. getrennt, dachig. Kr. weiss oder rosa. Stb. 8 — 10. 
Stbt. mit grossen Löchern aufspringend, am Rücken oben mit 
zurückgebogenen Grannen versehen. Frkn. 4 — 5 fächerig. 
Arktische Gebiete [Kassiope], Cassfope Du. 



218 Ericaceae. 

— Blätter zerstreut. Blüten in Dolden oder beblätterten Trauben. 
Krone krugförmig, 5 zähnig. Staubfäden kahl und von der 
Elrone frei oder gebartet 10. 

10. Blätter linealisch oder lanzettlich, ganzrandig, kahl. Blüten in 
endständisen armblütigen Dolden oder doldenförmigen Trauben. 
Kelchblätter am Grunde verwachsen, mit offener Knospenlage. 
Staubfäden gebartet, am Grund mit der Krone zusammen- 
hängend. Staubbeutel an der Spitze mit 2 Grannen versehen, 
mit 2 grossen rückenständigen Löchern aufspringend. Klappen 
der Frucht am Band nicht schwielig. — Kr. rosa oder weiss. 
Stb. 10. Frkn. 5 fächerig. N- und MEu 

Gränke, Andrömeda L. 

— Blätter länglich, gesägt, wenigstens die jüngeren unten flaumig. 
Blüten in beblätterten, einseitswendigen Trauben. Kelchblätter 
getrennt, mit dachiger Knospenlage. Staubfäden kahl, von der 
Krone frei. Staubbeutel ohne Anhängsel, an der Spitze in 2 
durch Löcher aufspringende Bohren auslaufend. . Klappen der 
Frucht mit schwieligem Rand. — Bl. mit 2 Vorb. unmittelbar 
unterhalb des K. Kr. w^eiss. Stb. 10. Frkn. 5 fächerig. 
Bussland und Preussen. (ChamaedapJme Mnch., Cassandra 
Dn., Andronieda L. z. T.) [Lyonie], Lyonia Nutt. 

11. (5.) Krone getrenntblätterig. Samen mit sehr langem und 
schmalen Flügel. — • Aufrechte Sträucher. B. wechselständig, 
linealisch oder lanzetthch, unterseits rostfarbig behaart. Bl. 
in Dolden. Krb. 5, weiss, ausgebreitet. Stb. 10. Stbt. mit 
endständigen Löchern aufspringend. Frkn. 5 fächerig. Sa. 
zahlreich. Samenschale locker. N-, M- und OEu 

Porst, Ledum L. 

— Krone vereintblätterig. Samen mit kurzem oder breitem 
Flügel oder ohne Flügel 12. 

12. Krone etwas unregelmässig. Samen flach, geflügelt oder ge- 
schwänzt. — B. wechselständig. Bl. einzeln oder in Dolden 
oder Doldentrauben, gross, özählig. Kr. trichter-, glocken- 
oder radförmiö'. Stbt. mit endständigen Löchern sich öffnend. 
Frkn. 5 fächerig. Samenleisten 2sj)altig. Sa. zahlreich. Samen- 
schale locker, gerippt. (Einschl. Azalea L.) 

Alpenrose, Rhododendron Planch. 

— Krone reoelmässio-. Samen dick, nicht deutlich ofeflügelt oder 
geschwänzt. (Pliylludöceae) 13. 



X. 
Ericaceae, Diapeusiaceae. 219 

13. Blätter gegenständig. Staubblätter 5. Fruchtknoten und Frucht 
2 — Sfächerisf. — Xiedrio-e, kahle Sträucher oder Halbsträucher. 
B. läno-lich: Bl. einzeln oder in Dolden, klein. Ki\ rosa, 
trichterig, 5 spaltig. Stb. eingeschlossen. Stf. an die Kr. an- 
gewachsen. Stbt. mit 2 Längsspalten aufspringend. Scheibe 
dick, undeutlich 5 lappig. Sa. zahlreich. Samenschale dick, 
gekörnt. NEu. und Hochgebirge von MEu. (^Azalea L. z. T.) 

Gemsenheide, LoiseleÜria Desv. 

— Blätter wechselständig. Staubblätter 8 — 10. Fruchtknoten 
und Frucht 4 — r> fächerig 14. 

14. Blüten in Trauben, 4 zählig. Staubbeutel ebensolang oder 
läno-er als die Staubfäden. — Aufrechte, behaarte Halbsträucher. 
B. elliptisch, unterseits weiss-flaumig. Kr. weiss oder rot. 
kruofförmior, 4 zähiiio-. Stb. eingeschlossen. Stbt. mit end- 
ständigen Löchern aufspringend. Scheibe ringförmig. Sa. zahl- 
reich. Samenschale lederig, warzig. AVEu. {^Menziesia Sm. z. T.) 

[Daböcie] Daboecia Du. 

— Blüten einzeln oder in Dolden, 5 zählig. Staubbeutel kürzer 
als die Staubfäden 15. 

15. Blätter linealisch. Krone krugförmig, 5 zähnig. Scheibe deut- 
lich, dünn. Staubbeutel mit kurzen Spalten nahe an der Spitze 
aufspringend. Samenschale lederig. — Behaarte Sträuchlein. 
Kr. rot. Stb. eingeschlossen. Sa. zahlreich. XEu., Pyrenäen 
und Friaul [Heideblatt], PhyllÖdOCe Salisb. 

— Blätter lanzettlich oder elhptisch. Krone radförmig, 5 spaltig. 
Scheibe unmerklich. Staubbeutel mit endständigen Löchern 
aufspringend. Samenschale Ivrustig. — Sträuchlein. Bl. einzeln 
oder zu 2 — 3, gross. Kr. rosa. Sa. zahlreich. Ostalpen 
und Karpathen. {I^liodochndron L. z. T.) 

Zwergalpenrose. RhodothämnuS Rchb. 

111. Farn. DIapensiäceae, Trauerblumengewächse. 

Niedrige, kahle Sträucher oder Halbsträucher. B. wechsel- 
ständig, dachig, sitzend, klein, keilförmig-linealisch, ganzrandig. Bl. 
einzeln, endständig, gestielt, regelmässig, $ . K. 5 teilig, dachig, 
bleibend, von 2 Vorb. gestützt. Kr. weiss oder rot, glockenförmig, 
5 spaltig. dachig. Stb. 5, am Schlund der Kr. befestigt, mit den 
Lappen derselben abwechselnd. Stf. kurz und breit. Stbt. un- 



220 Diapensiaceae, 3Iyrsinaceae, Primulaceae. 



Ö 



geschwänzt, nach innen gewendet, mit 2 spreizenden »Spalten auf- 
springend. Blütenstaub einfach. Unfruchtbare Stl). 0. Scheibe 0. 
Frkn. oberständig, 3 fächerig. Sa. zahlreich, umgewendet. Gr. 1, 
ungeteilt. N. 3 lappig. Fr. eine lederige, fachspaltig-3 klappig auf- 
springende Kapsel. S. zahlreich, klein, mit lockerer Schale, reich- 
lichem, fleischigen Nährgewebe und mittelständigem Keimling. 
Arktische Gebiete. {Polemoniaceae z. T.). 

Einzige Gattung Trauerblume, Diapensia L. 



fieihe Primulales, Schlüsselblumenartige. 

112. Fam. Myrsinäceae, Scheinmyrtengewächse. 

Sträucher. B. wechselständig, ungeteilt, gesägt, ohne Nebenb. 
Bl. in achselständigen Knäueln, klein, regelmässig, vielehig. K. 
4 — 5 spaltig, bleibend. Kr. 4 — 5 teilig, dachig. Stb. 4 — 5, den 
Kronabschnitten gegenüber, am Grund der Kr. eingefügt. Stf. kurz, 
getrennt. Stbt. gross, 2 hälftig, innen der Länge nach aufspringend. 
Frkn. oberständig, 1 fächerig. Sa. mehrere, in den freien mittel- 
ständio-en, fast kuofelieen Samenträsfer eingesenkt, halbumoewendet. 
Gr. 1, ungeteilt, kui-z. N. 1, ungeteilt oder gelappt. Fr. eine 
1 sämige Steinfr. S. mit dünner Schale, hornigem Xährgewebe und 
sfrossem Keimlino-. Azoren. 

Einzige Gattung [Scheinmyrte], Myrsme L. 

113. Fam. Primulaceae, Schlüsselblumengewächse. 

Kj'äuter, selten Halbsträucher. B. einfach, ohne Nebenb. Bl. 
einzeln oder in Trauben, Dolden oder Bispen, ohne Yorb., p. 
K. 4 — 9 lappig oder -teilig, bleibend. Kr. 4 — 91apj)ig oder -teilig, 
mit dachiger oder gedrehter Knospenlage, sehr selten 0. Stb. eben- 
soviel wie Kronlappen und ihnen gegenüberstehend, an der Kr., sehr 
selten am K. befestigt. Stbt. innen mit 2 Längsspalten aufspringend. 
Scheibe wenig mei'klich oder 0. Frkn. oberständig, selten halb- 
unterständig, 1 fächerig mit freiem mittelständigen Samenträger. 
Sa. 2 — oo, halbumgewendet, mit bauchständigem Nabel, sehr selten 
umgewendet und mit grundständigem Nabel. Gr. 1, ungeteilt. N. 1, 
ungeteilt. Fr. eine Kapsel, selten eine Schliessfr. S. mit brauner 
Schale, fleischigem Nährgewebe und kleinem mittelständigen Keimling. 



Primulaceae. 221 

Gattungen. 

1. Fruchtknoten halbunterständisf. — B. wecbselständis-, länelich 
oder eirund, ungeteilt, ganzrandig. Bl. in Trauben, klein, 
regelmässig. Tragb. in der Mitte des Blütenstieles. K. 5 spaltig. 
Ejt. weiss, glockig, 5 spaltig, dachig, mit unfruchtbaren Stb. 
zwischen den Lappen. Stf. kurz. Sa. zahlreich, auf kugeHgem 
Samenträger Bunge, SämolUS L. 

— Fruchtknoten oberständig 2. 

2. Blüten unreoelmässis". Kelch aussen stachelio-. — Aestisre, 
filzioe Gewächse. B. wechselständio-, lineahsch, unoeteilt, se- 
zahnt. Bl. in Trauben. K. 5 lappig. Kr. rot, glockig, mit 
5 zweispaltigen, dachigen Abschnitten. Sa. wenige, in den 
halbkugeHgen Samenträger eingesenkt. Spanien, Südfrankreich, 
Italien . [Koris], Coris L. 

— Blüten reoelmässio-. Kelch nicht stacheho- 3. 

3. Kronabschnitte zurückoeschlaoen. — Knollentraoende Gewächse. 
B. grundständig, nieren-, herz- oder eiförmig, ungeteilt. Bl. 
einzeln auf blattlosem Schaft, nickend. K. 5 teilig. Kr. rot 
oder weiss, 5 spaltig, mit gedrehter Knospenlage. Stf. kurz. 
Stbt. zugespitzt. Sa. zalilreich, auf kugeligem Samenträger. 
S- und MEu Schweinsbrot, Cyciämen L. 

— Kronabschnitte aufrecht oder abstehend 4. 

4. Krone mit gedi-ehter Knospenlage oder fehlend. Stengel be- 
blättert. (Lysiniachieae) 5. 

— Krone mit dachiger, nicht gedrehter (fünfschichtiger) Knosj)en- 
lage. Stengel meist blattlos. (Priinüleae) . , . . . 12. 

5. Krone fehlend. — B. oeoenständia-, oanzrandio-. Bl. einzeln 
achselständiff, klein. K. öteilio-, weiss oder rötlich. Sa. wenio-e, 
in den Samenträger eingesenkt . . . Milchkraut, GlaUX L. 

— Krone vorhanden .6. 

6. Krone kleiner als der Kelch 7. 

— Krone orösser als der Kelch . 8. 

7. Blätter seo-enständio-. Blüten SzähUsf. Krone viel kürzer als 
der Kelch. Samenanlagen wenige. Frucht mit Klappen auf- 
springend. — B. ungeteilt. Bl. einzeln, achselständig, klein. 
K. 5 teilig, stachelspitzig. Kr. 5 spaltig. SEu 

[Sternlein], Asterolinum Lk. et HofFm. 

— Blätter wechselständio'. Blüten 4 zählio-. Krone wenisf kürzer 
als der Kelch. Samenanlagen viele. Frucht mit Deckel auf- 



222 Primulaceae. 

springend. — Sehr kleine Gewächse. B. ganzrandig. Bl. 
einzehi achselständig, sehr klein. K. 4teilig. Kr. 4 spaltig, 
weiss oder rötlich Kleinling, Cetltünculus L. 

8. Frucht mit Deckel aufspringend. Samenanlagen in den Samen- 
träger eingesenkt. Blüten rot oder blau (sehr selten weiss), 
in den Blattachseln einzelnstehend. — B. s-anzrandiof. Bl. 
ziemlich klein. K. und Kr. 5teilio-. Stbt. eirund. Sa. zahl- 
reich. (Einschl. Ju-asekia Schm.) , Gauchheil, Anagallis L. 

— Frucht der Länge nach 2 — 9 klappig oder nicht aufspringend. 
Samenanlagen auf dem Samenträger eingefügt. Blüten gelb 
oder weiss, selten rot, dann aber in Aehren oder Trauben . 9. 

9. Samen untereinander mittelst ihrer lockeren Oberhaut zusammen- 
hängend. Blüten 7 zählig (sehr selten 5 — 6- oder 8 — 9 zählig), 
weiss, einzeln oder zu 2 — 4 an der Spitze des Stengels. — 
B. an der Spitze des St. gehäuft, ganzrandig. Bl. ziemHch 
ffross. K. 5 — 9teiliö\ Kr. 5 — 9teilio' radförmio-, Stbt. Hne- 
alisch. Sa. zahlreich. N- und MEu 

Siebenstern, TrientäliS L. 

— Samen nicht zusammenhängend, mit fest anliegender Oberhaut. 
Blüten 5 — 6 zählig (sehr selten 4 zählig), gelb, selten rot oder 
weiss, dann aber in Aehren oder Trauben 10. 

10. Unfruchtbare Staubblätter fehlend. — B. ganzrandio-. Bl. 
meist gross. K. und Kr. 5 — 6 teilig. Stbt. linealisch oder 
länglich. Samenschale dünn . Gelbweiderich, Lysimachia L. 

— Unfruchtbare Staubblätter vorhanden, zwischen den Kron- 
abschnitten eingefügt, schuppen- oder fadenförmig . . . 11. 

11. Unfruchtbare Staubblätter sclmppenförmig. Fruchtbare Staub- 
blätter länger als die Krone. Kronabschnitte schmal und 
stumpf. Blüten in Aehren oder Trauben, klein. Blätter 
sitzend. — B. gegenständig, ganzrandig. Bl. gelb. K. und 
Kr. 5 — 6 teilig. Sa. wenige. N- und MEu. (Lysimachia 
L. z. T.) Straussweiderich, Naumburgia Mnch. 

— Unfruchtbare Staubblätter fadenförmig. Fruchtbare Staub- 
blätter kürzer als die Krone. Kronabschnitte breit und zu- 
gespitzt. Blüten einzeln achselständig, ansehnlich. Blätter 
kurz gestielt. — B. gegenständig oder quirlig, ganzrandig. 
K. öteiÜg. Kr. gelb, 5 teilig. (IVIEu.) (Lysimacliia L. z. T.) 

[B aar faden], Steironema Rafin. 



Primulaceae. 223 

12. (4.) Wasserpflanzen. Blätter fiederteilig. Samenanlagen um- 
gewendet, mit grundständigem Nabel. — Bl. in Trauben, 
quirlig. K. 5 teilig. Kr. weiss oder rötlich, 5 teilig, mit un- 
geteilten Abschnitten. Stb. an der Kronröhre befestigt. Stf. 
sehr kurz. Sa. zahlreich, auf kugeligem Samenträger. Fr. 
Sklappig Wasserfeder, HottÖllia L. 

— Landpflanzen. Blätter ungeteilt oder gelappt. Samenanlagen 
halbumgewendet, mit bauchständigem Xabel 13. 

13. Kronabschnitte zerschlitzt. Frucht mit Deckel aufspringend. 
— B. oTundständis', kreisrund oder nierenförmig, ganzrandig. 
Bl. einzeln oder in Dolden. K. 5 teilig. Kr. 5 spaltig, blau, 
rot oder weiss. Stb. am Schlund der Kr. befestigt, mit 
kurzen Stf. und zugespitztem Mittelband. Sa. zahlreich, auf 
walzenförmigem Samenträoer. Samenschale glatt. S- und MEu. 

Troddelblume, Soldanella L. 

— Kronabschnitte ungeteilt oder 2 spaltig, bisweilen seicht ge- 
zähnelt. Frucht 5 klappig aufspringend 14. 

14. Staubblätter am Grund der Krone eingefügt, mit zugespitztem 
Mittelband. — Flaumige Gewächse. B. grundständig, rund- 
lich-herzförmig, 7 — 9 lappig, gezähnt. Bl. in Dolden, ziemlich 
gross. K. 5 spaltig. Kr. rot oder blau, 5 spaltig, am Schlünde 
kahl. Stf. sehr kurz. Sa. zahlreich, auf länglichem oder 
eirundem Samenträger. Samenschale runzelig-punktiert. Alpen, 
Karpathen, Nordrussland . . , Heilglöcklein, CortÜSa L. 

— Staubblätter an der Kronröhre eingefügt, mit stumpfem Mittel- 
band 15. 

15. Bohre der Krone kürzer, selten ebensolang als der Saum. 
Blüten ziemlich klein, weiss oder rot 16. 

— Bohre der Krone länger als der Saum. Blüten gross, seltener 
klein aber sfelb 17. 

16. Blüten in den Blattachseln einzelnstehend. Samenanlagen 
wenige (5 — 8). — B. schmal. Kr. 5 spaltig, mit verengertem 
Schlund. Stf. sehr kurz. Samenschale runzehg. Alpen, 
Pyrenäen, Spanien, Italien. (^Androsace L. z. T.) 

Blauspeik, Aretia L. 

— Blüten in Dolden. Samenanlagen meist viele. — Kr. 5 spaltig, 



mit verengertem Schlund. Stf. sehr kurz. Samenschale runzeHg 



Mannsschild, Andrösace L. 



224 Primulaceae, Plumbaginaceae. 



17. Blätter sten<?elständig, schmal-linealisch. Blüten achselständig, 
ziemlich klein. Samenanlagen und Hamen wenige. — Rasige 
Kräutlein. B. ganzrandig. K. 5 spaltig. Kr. gelb. Kron- 
röhre viel länger als der K., mit verengertem^ schuppentragenden 
Schlund. Stf. sehr kurz. Sa. 2 — 5, auf kleinem, kopfigen 
Samenträger. S. 1 — 2. Sj)anien, Italien, Südfrankreich {Gregoria 
Dub.) . [Douglasie], Dougläsia Lindl. 

— Blätter alle orundständig, lanzettlich bis kreisrund. Blüten 
endständio- gross. Samenanlagen uud Samen viele. — K. 
5 lajjjjig. Kr. am Schlund meist erweitert. Stf. sehr kurz. 
Sa. auf kuQfelioem oder kegelförmigem Samenträger. Samen- 
schale punktiert Schlüsselblume, PrflTlula L. 

114. Fam. Plumbaginaceae, Bleiwurzgewächse. 

Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher. B. Wechsel- oder 
grundständig. Bl. in Aehren oder in trugdoldigen Rispen oder 
Köpfchen, mit Vorb., regelmässig oder fast so, P . K. 5 zähnig 
oder 5 lappig, mit klappiger oder offener Knospenlage, trocken- 
häutig oder wenigstens an den Rändern durchscheinend -häutig, 
bleibend. Krb. 5, getrennt oder unten verwachsen, mit gedi'ehter 
Knospenlage. Stb. 5, den Krb. gegenüberstehend. Stbt. am Rücken 
befestigt, innen mit 2 gleichlaufenden Längsspalten aufsj^ringend. 
Scheibe 0. Frkn. oberständig, 1 fächerig. Gr. 5 oder 1 mit 5 N. 
Sa. 1, von der Spitze des grundständigen Nabelstranges herab- 
hängend, umgewendet. Fr. eine Kapsel oder Schliessfr. Samenschale 
häutig. Nährgewelje mehlig. Keimling gerade, mit langen Keimb. 

Gattungen. 

1. Griffel zum grössten Teil verwachsen, nur an der Spitze in 
5 narbisre Ae^te geteilt. Staubblätter von der Krone frei. 
Blütenstand einfach ährig. — Kräuter. K. röhi'ig, drüsig. 
Kr. rosa, violett oder weisslich, stieltellerförmig, 5 lappig, mit 
etwas ungleichen Abschnitten. Gr. w^arzig. N. fädlich. Fr. 
von unter her 5 klappig aufspringend. Nährgewebe gering. 

SEu Bleiwurz, Plumbägo L. 

— Griffel getrennt oder nur am Grunde, selten bis zur Mitte 
verwachsen. Staubblätter an der Krone befestigt. Blütenstand 
meist aus Trugdolden zusammengesetzt. (Staticeae) . . 2. 



Plumbaginaceae, Ebenaceae. 225 

2. Griffel bis zur Mitte verwachsen. Staubblätter oberhalb der 
Mitte der lanoen Kronröhre einoefüot. — Graue Halbsträucher 
oder Sträuchlein. B. schmal, ungeteilt. Blütenstand ähren- 
förmig. K. röhrig. Kr. blau oder rötlich, trichterig, 5 lappig. 
X. fädlich. Fr. nicht aufspringend. Nährgewebe gering. SEu. 

[Sternwiderstoss], Limotliästrum Mnch. 

— Griffel o-etrennt oder nui- am Grund ein wenig verwachsen. 
Staubblätter am Grunde der Ki'one eingefügt 3. 

3. Griffel behaart. Blütenstand kopfig. — Kräuter oder Halb- 
sträucher. B. grundständig, ganzrandig. Köpfchen von trocken- 
häutigen Hochb. umgeben, deren äusserste eine die Stenoel- 
spitze einschhessende Scheide bilden. K. trichterig, 10 rippig, 
Stachel sjjitzig. Krb. getrennt oder am Grund ganz wenig ver- 
wachsen. Gr. am Grunde verwachsen. N. fädlich. Fr. am 
Grund oder nicht aufspringend . Grasnelke, Armeria Willd. 

— Griffel kahl oder warzig. Blütenstand ährig (^bisweilen arm- 
blütig, fast büschelförmig) oder rispig 4. 

4. Griffel kahl, mit kopfigen oder schief scheibenförmigen Narben. 
Blätter nadeiförmig, 3 kantig. — Aestige Halbsträucher. B. 
stechend. Blütenstand ähren- oder fast büschelförmig. K. 
trichterig, lOrijjpig. Elrb. rot, am Grund ein wenig verwachsen. 
Fr. an den Kanten oder nicht aufspringend. Griechenland und 
Kreta [Stachelwiderstoss], Acantholfmon Boiss. 

' — Griffel warzig und mit koj^figen Narben oder kahl und mit 
fädlichen Narben. Blätter flach 5. 

o. Griffel rauh-warzig, mit kojjfigen Narben. — Kräuter. Blüten- 
stand rispig. K. trichterig. Krb. am Grunde verwachsen. 
Gr. getrennt. Fr. mit Deckel aufspringend. SOEu. {Staüce 
L. z. T.) [Eckwiderstoss], Goniolfmon Boiss. 

• — Griffel kahl, mit walzenförmigen oder fädlichen Narben. — 
Kelchzähne stachelspitzig. Gr. getrennt ....*... 

Widerstoss, StätiCG L. 

Reihe Ebenäles, Ebenholzartige. 

115. Fam. EbenäCGaGj Ebenholzgewächse. 

Bäume oder Sträucher. B. wechselständig, eiförmig oder ellip- 
tisch, ungeteilt, ganzrandig, ohne Nebenb. Bl. achselständig, einzeln 
oder in Trugdolden, regelmässig, 2 häusig. K. 4 spaltig, bleibend. 
Thonnei', Exkursionsflora. II. 15 



226 Ebenaceae, Styracaceae, Oleaceae. 

Kr. glockig, 4 spaltig, mit zurückgebogenen Abschnitten und rechts ge- 
drehter Knospenlage. Stb. oo (meist 16), am Grund der Kr. befestigt^ 
getrennt oder paarweise verM^achsen, so lang wie die Kj'onröhre. 
Stbt. schmal, am Grunde befestigt, mit 2 seitlichen, gleichlaufenden 
Längsspalten aufspringend. Scheibe 0. Frkn. oberständig, sitzend, 
8 fächerig. Gr. 4, getrennt oder am Grunde verwachsen, mit 21ap23igen 
N. Sa. in jedem Fach des Frkn. 1, hängend, umgewendet. Fr. 
beerenartig. 8. länglich, mit glatter Schale, reichlichem, knorpeligen 
Nährgewebe und geradem, mittelständigen Keimling. (SEu.) . . 
Einzige Gattung .... Dattelpflaume, DiOSpvrOS Dalech» 

116. Fam. StyracäCGae, Storaxstrauchgewächse. 

Hohe Sträucher, mit Sternhaaren bekleidet. B. wechselständig, 
eiförmig oder elliptisch, ungeteilt, ganzrandig, ohne Nebenb. Bl. 
in Trauben, ohne Vorb., regelmässig, ^ . K. kurz-5 zähnig, mit 
offener Knospenlage, bleibend. Kr. weiss, 5-, selten 6 — 7 teilig, 
dachig. Stb. dopj)eltsoviel wie Kronabschnitte, am Schlünde be- 
festigt. Stf. am Grunde verwachsen. Stl^t. linealisch, angewachsen, 
innen mit 2 Längsspalten aufspringend. Scheibe 0. Frkn. grössten- 
teils oberständig, unvollkommen-3 fächerig. Gr. 1, ungeteilt. Sa. 
in jedem Fach wenige, aufsteigend, umgewendet. Fr. kugelig, an 
der Spitze 3 klappig aufsj)ringend, 1-, selten 2 sämig. S. aufrecht, 
mit krustiger Schale, fleischigem Nährgewebe und geradem, schief- 
mittelständigem Keimling. SEu. {Ebenaceae z. T.) 

Einzige Gattung Storaxst rauch, Styrax L. 



Reihe Contörtae, Gedrehtblumige. 
117. Fam. Oleaceae, Oelbaumge wachse. 



Sträucher oder Bäume. B. meist gegenständig. Nebenb. 0. 
Bl. einzeln oder in Trugdolden, Trauben oder Bispen, regelmässig. 
K. vereintblätterig oder 0. Stb. 2, mit den Frb. abwechselnd, 
sehr selten 3 — 4, unterständig oder an der Kr. befestigt. Stbt. 
mit 2 Längsspalten aufspringend. Scheibe 0. Frkn. oberständig 
oder nackt, 2 fächerig, sehi- selten 3 — 4 fächerig. Gr. 1, ungeteilt. 
Sa. in jedem Fach 2, selten 3 — 10, umgewendet oder halbumgewendet. 
Keimling gerade, mit kurzem Würzelchen. (Einschl. Jasmineae.) 



Oleaceae. 227 

Gattunsfen. 

1. Samen aufrecht oder aufsteigend, mit sehr geringem Nähr- 
fi'ewebe und unterem Würzelchen. Frucht dui'ch eine Ein- 
schnürung zwischen den beiden Fruchtblättern 2 teihg, seltener 
nur das eine Fruchtblatt entwickelt. Samenanlagen aufsteigend. 
Staubbeutel innen aufspringend. Kelch- und Kronabschnitte 
je 5. — Sträucher. B. meist zusammengesetzt. Blütenstand 
trugdoldig. Kr. gelb oder weiss, stieltellerförmig, mit langer 
Röhre und dachigen xA^bschnitten. Stb. 2, eingeschlossen. Fr. 
beerenartig. SEu Jasmin, Jasmmum L. 

— Samen hängend oder absteigend, mit ziemhch reichlichem Nähr- 
o-ewebe und oberem AVürzelchen. Frucht ohne Einschnürung. 
Samenanlasren häno-end oder absteigend. Staubbeutel aussen 
oder seitlich aufspringend. Kelch- und Kronabschnitte je 4 
(ausnahmsweise 5 — 6) oder fehlend. (Oleoideae) ... 2. 

2. Frucht eine fachspaltig aufspringende, stielrunde oder parallel 
zur Scheidewand zusammengedrückte, flügellose Kapsel. Krone 
rot oder violett, selten weiss oder gelb, vereintblätterig, mit 
langer Röhre, selten mit kurzer, dann aber Kelch gespalten 
oder geteilt. Blüten ziemlich gross. (Syringeae) ... 3. 

— Frucht eine Beere oder Steinfrucht oder eine spät und wand- 
spaltig oder nicht aufspringende, quer gegen die Scheidewand 
zusammengedrückte Flügelfrucht. Krone weiss oder gelblich, 
vereintblätterio- mit kurzer Röhre oder getrenntblätterig oder 
fehlend, in ersterem Falle Kelch gezähnt oder gelappt. Blüten 
klein 4. 

3. Samenanlagen in jedem Fach des Fruchtknotens 2. Krone 
stieltellerförmig, mit langer Röhre und eingefaltet-klappigen 
Lappen, violett, rot oder weiss. Kelch gezähnt. Blüten in 
Rispen. — Sträucher. B. ungeteilt. K. bleibend. Stb. ein- 
geschlossen. Stbt. seitlich aufspringend. X. 2 lappig. Fr. 
länghch. S. geflügelt. {LilaG Toui-n.) . Flieder, Syrmga L. 

— , Samenanlagen in jedem Fach des Fruchtknotens 4 — ^10. Krone 
glockig, mit kurzer Röhre und dachigen Lappen, meist gelb. 
Kelch gespalten oder geteilt. Blüten einzelnstehend oder in 
Büscheln. — ■ Sträucher. Stb. am Grund der Kr. eingefügt. 
N. 2 lappig. Fr. länglich. S. schmal geflügelt. Türkei . . 

Goldflieder, Forsythia Vhl. 

15* 



228 Oleaceae. 

4. Frucht eine Flüoelfrucht, spät oder nicht aufspringend. Kelch 
geteilt, gespalten oder fehlend. Krone getrenntblätterig 
(höchstens die Kronblätter mittelst der Staubfäden paarweise 
zusammenhängend) oder fehlend. Bäume mit eingeschlechtigen 
oder vielehigen Blüten oder Sträucher, Blätter meist zu- 
sammengesetzt. (Fn(.i'ineae) 5. 

— Frucht eine Beere oder Steinfrucht. Kelch gezähnt oder se- 
läppt. Krone vereintblätterig, selten getrenntblätterig, dann 
al)er Bäume mit zwitterigen Blüten. Blätter ungeteilt. 
(Oleineae) 6. 

5. Frucht linealisch, lanzettlich oder länglich, an der Spitze ge- 
flügelt. Blüten vielehig oder zweihäusig. Bäume mit ge- 
fiederten, selten mit ungeteilten Blättern. — Krb. eingefaltet- 
klappig oder 0. X. 2 lappig. Fr. nicht aufspringend, 1 — 2- 
samig. (Einschl. ( h-iius Pers.) .... Esche. FräxinUS Jj. 

— Frucht eiförmio- oder kuoelio-, ringsum oeflügelt. Blüten 
zwitterig. Sträucher mit ungeteilten Blättern. — B. ganz- 
randig. K. 4 spaltig. Krb. 4, mittelst der 2 Stb. paarweise 
zusammenhängend, eingefaltet-klappig. Stf. länger als die Kr. 
Gr. kurz. N. 2 lapjiig. Fr. 2 — 4 sämig. Sicilien .... 

[Fontanesie], Fontanesia Labill. 

6. Krone getrenntblätterig; Kronblätter paarweise zusammen- 
hängend. Bäume mit elliptischen Blättern. — B. ganzrandig. 
Bl. in achselständigen Trauben. Kr. eingefaltet-klappig. Stf. 
und Gr. sehr kurz. Fr. eine saftarme Steinfr. mit j)apier- 
artiger Innenschale, 1 sämig. xA_zoren. (Picconia DG.) . . . 

[Südölbaum], Notelaea Vent. 

— Krone vereintblätterig. Bäume mit länglichen oder laiizett- 
lichen Blättern oder Sträucher .... 7. 

7. Krone mit dachiger Knospenlage. Xarbe koj^fig. Frucht eine 
Steinfrucht mit krustiger Innenschale. Blätter meist gesägt. 
— Sträucher. B. kahl. Bl. in achselständigen Trauben oder 
Aehren. Stf. und Gr. kurz. Fr. schwarz, kugelig oder eiförmig, 
1 — 2 sämig. SEu Steinlinde, Phillyrea L. 

— Ki'one mit eingefaltet-klappiger Knospenlage. Narbe 21apijig. 
Frucht eine Steinfrucht mit beinharter Innenschale oder eine 
Beere mit häutiger oder lederiger Innenschale. Blätter ganz- 
randig 8. 



Oleaceae, Gentianaceae. 229 

8. Frucht eine meist eiförmige vSteiiifruclit. Blüten in achsel- 
ständieen, einfachen oder zusammengesetzten Trauben. Blätter 
unterseits graufilzig. — B. länglich oder lanzettlich. Stf. und 

Gr. kurz. Fr. ölig, 1-, selten 2 sämig. SEu 

Oelbaum, Olea L. 

— Frucht eine kugelige Beere. Blüten in endständigen oder 
end- und achselständigen Rispen. Blätter kahl. — B. lanzett- 
lich oder elliptisch. K. abfälHg. Stf. und Gr. kurz. Fr. 2 — 4-, 
selten 1 sämig ßainweide, Ligustrum L. 



118. Fam. Gentianäceae, Enziangewächse. 

Kahle, bittere Kräuter. B. ungeteilt, selten gedreit, ohne 
Nebenb., aber bisweilen durch eine kurze Scheide verbunden. Bl. 
regelmässig, ö. Kr. mit gedrehter oder eingefaltet-klappiger Knospen- 
lage. Stb. ebensoviel wie Ki'onlappen, 4 — 8, mit ihnen abwechselnd, 
an der Kr. befestigt. Stbt. mit 2 Längssj^alten aufspringend. Frkn. 
oberständig, 1 fächerig, mit 2 wandständigen Samenleisten, bisweilen 
unvollkommen 2 fächerig. (yi\ ungeteilt oder 2 spaltig. Sa. mehrere 
oder viele, umgewendet oder halbumgewendet. Fr. eine Kapsel oder 
Schliessfr. S. mit reichlichem Nährgewebe und kleinem Keimling. 

Gattungen. 

1. Blätter wechselständig. Krone mit eingefaltet-klaj)piger Knospen- 
lage. Blütenstaubkörner von 1 Seite her zusammengedrückt. 
(Menyanthoideae) 2. 

— Blätter gegenständig. Krone mit gedrehter Knospenlage. 
Blütenstaubkörner nicht von 1 Seite her zusammengedrückt. 
(G entianoldeae) ... 3. 

2. Blätter einfach, ungeteilt, schwimmend. Blüten in Büscheln 
Krone gelb, fast radförmig, mit sehr kurzer Röhre und an 
den Rändern gewimperten Lappen. — B. herzförmig-kreisrund. 
Stb. 5. N. 2 teilig .... Seekanne, Limnätlthemum Gmel. 

— Blätter zusammenoesetzt, dreizählior, nicht schwimmend. Blüten 
in Trauben. Krone weiss oder rötlich, trichterförmig, mit 
ziemlich langer Röhre und innen behaarten Lappen. — Sumpf- 
pflanzen. Blattstiel am Grunde scheidig verbreitert. Stb. 5 . 

Bitterklee, Menyanthes L. 



230 Geiitiauaceae. 

3. Narlje zweimal 2 teilig. Krone 6 — 8 spaltig, radförmig. — 
K. 6 — Steilig. Kr. gelb. Samenleisten wenig vorspringend. 
S- und AVEu. und Oesterreich-Ungarn . Bitterling, Chtora I^. 

— Narbe 2 teilig oder ungeteilt. Krone 4 — 5 spaltig, selten 
6 — 8 spaltig, dann aber nicht radförmig 4. 

4. Narbe ungeteilt, breit kopfig, bisweilen ausgerandet. Kron- 
lappen 4. — AVinzige Pflänzchen. K. 4 zähnig. Kr. röhrig- 
glockig. Samenleisten wenig vorspringend. S- und MEu. 
(Cicendia Adans. z.T.) . Bitterblatt, MicrocalaLk. etHoffmsg. 

— Narbe 2 teilig oder 2 lappig, meist deutlich gelappt, selten 
weniger deutlieli, dann aber Kronlappen 5 5. 

5. Narbe sitzend, beiderseits am Fruchtknoten herablaufend. — 
K. 4 — 5 teilig. Kr. radförmig, mit sehr kurzer Röhre, un- 
gespornt und ohne Honiggruben. Samenleisten sehr wenig 
vorspringend. Alpen. Karpathen, Kaukasus. Nordi-ussland, 
Island [ßippenstempel], PleurÖgyne Eschsch. 

— Narbe am Fruchtknoten nicht herablaufend 6. 

6. Krone gespornt; Abschnitte in der Knosj^e links deckend. — 
K. 4 — 5 teilig. Kr. blass grünlich-gelb, glockig, 4 — 5 spaltig. 
Ostrussland [Haie nie], Halenia Borkh. 

— Krone nicht gespornt (höchstens am Grunde mit aussen wenig 
vorspringenden Gruben versehen) : Abschnitte in der Knospe 
rechts deckend 7. 

7. Krone mit Drüsengruben am Grund der Abschnitte, radförmig 
mit sehr kurzer Röhre. — K. 4 — 5 teilig. Kr. blau oder 
gelb. Samenleisten sehr wenig vorsjDringend. j\I- und SEu. . 

Tarant, Sweertia L. 

— Krone ohne Drüsengruben an ihren Abschnitten (aber bis- 
weilen mit Schuppen. Falten oder Fransen), stieltellerförmig, 
trichterig, glockig oder fast radförmig 8. 

8. Krone röhrig-glockig. Samenleisten ziemlich weit in die Frucht- 
knotenhöhlung hinein vorspringend. — Kleine, ästige Kräuter 
mit kleinen Bl. K. 4 teilig. Kr. 4 lappig, gelb, weiss oder 
rosa. Stbt. nicht gedreht. Blütenstaubkörner mittelgross, glatt. 
SWEu., Frankreich, Itahen. . . [Cicendie], Cicendia Adans. 

— Krone verschieden; wenn röhrig-glockig, dann Samenleisten 
nur wenig vorspringend 9. 

9. Blütenstaubkörner mittelgross, glatt. Staubbeutel meist aus 
der Kronröhre hervorragend. Samenleisten meist weit vor- 



Gentiauaceae, Apocynaceae. 231 

springend. — Kr. stielteller- oder radförmig, rosa, weiss oder 
gelb. Stbt. nach der Blütezeit mehr oder weniger spii-alig 
zusammengedreht . Tausend guldenkraut, Erythraea C. Rieh. 

— Blütenstaubkörner gross, feinhöckerig. Staubbeutel meist ein 
geschlossen. Samenleisten nur wenig vorspringend .... 

Enzian, Gentiana Tourn. 

119. Fam. Apocynaceae. Hundsgiftgewächse. 

B. gegenständig oder quirlig, ungeteilt, ganzrandig, ohne Nebenb. 
(aber bisweilen mit Drüsen zwischen den Stielen). Bl. regelmässig, Q. 
K. 5 teiUg, dacliig. Kr. 5 spaltig, mit gedrehter Knospenlage. Stb. 5. 
an der Krone befestioft. einoeschlossen. Stbt. innen mit 2 Längs- 
spalten aufspringend. Blütenstaub körnig. Frkn. 2, getrennt, ober- 
ständig oder halbunterständig. Grr. 1, aussen unterhalb der kahlen, 
ungeteilten oder 2 lappigen Spitze narbig. Sa. in jedem Frkn. 6 
oder mehr, an der Bauchnaht, absteigend, umgewendet. Fr. aus 
2 Balgfr. bestehend. S. mit fleischigem, bisweilen sehr düimem 
Nähi'sewebe und sTossem Keimlino- mit oberem AVürzelchen. 

Grattungen. 

1. Blüten in den Blattachseln einzelnstehend. Krone blau, stiel- 
tellerförmig, mit links deckenden Lappen. Staubbeutel nicht 
geschwänzt, mit der Narbe nicht zusammenhängend. Scheibe 
aus 2 Drüsen bestehend. GrifFelspitze mit 5 Haarbüscheln. 
Samenanlagen wenige. Samen ohne Haarscboj^f. — Kräuter 
oder Halbsträucher. B. sfeorenständio-. K. ohne Drüsen. Krön- 
röhre innen behaart. Frkn. fast oberständig . Singrün, Vinca L. 

— Blüten in Rispen. Krone weiss, rot oder gelbHch, trichter- 
oder glockenförmig, mit rechts deckenden La23pen. Staubbeutel 
am Grunde geschwänzt, mit der Xarbe fest verbunden. Scheibe 
aus 5 Drüsen bestehend oder fehlend. Griffelsj)itze ohne Haar- 
büschel. Samenanlagen zahlreich. Samen mit Haarschopf. 
(Echitideae) 2. 

2. Kräuter oder Halbsträucher. Blätter o-egenständig, weitnervio-. 
Blüten klein. Kelch innen ohne Drüsen. Krone olockig. 
Xebenkronschuppen und Staubblätter am Grund der Krom-öhre 
befestigt. Staubbeutel zugesjDitzt, kahl. Scheibe aus 5 Schuj^pen 
bestehend. Fruchtknoten halbunterständig. Griffel fast fehlend. 



232 Apoeynaceae, Asclepiadaceae. 

Narbe unten oline Anhänosel. Samen mit sehr geringem Nähr- 
gewebe. SOEu. und NorditaUen . Hundsgift, Apdcynum L^ 
— 8träucher oder Bäumchen. Blätter meist quirlig, engnervig. 
Blüten gross. Kelch innen am Grund mit vielen Drüsen. Krone 
trichterig. Nebenkronschuppen und Staubl^lätter am »Schlund 
und oberen Teil der Röhre der Krone l)efestigt. Staubbeutel 
mit schwanzförmig verlängerter, behaarter Spitze. Scheibe fehk^nd.. 
Fruchtknoten oberständig. Griffel fädlich. Narbe unten mit 
einer 5 lappigen Haut versehen. Samen mit ziemlich reichlichem 
Nährgewebe. SEu Oleander, Nerium L. 

120. Fam. AscIepiadaCGae, Seidenpflanzengewächse. 

B. meist gegenständig, bisweilen 0. Nebenb. 0. Bl. in Trug- 
dolden, Dolden, Trauben oder Hispen, regelmässig, §. K. .oteilig^ 
dachig. Kr. 5 lappig, mit klappiger oder rechts gedrehter Knospen-, 
läge. Kr. oder Staubfädenröhre innen mit einer aus schuj^pen- oder 
fadenförmigen Gebilden bestehenden Nebenkrone (Corona) versehen. 
Stb. 5, am Grund oder an der Röhre der Kr. befestigt, meist unter- 
einander und mit dem Narbenkopf verwachsen. Stf. flach und kurz. 
Stbt. am Grunde befestigt, 2 hälftig, innen aufspringend. Scheibe 0.. 
Frkn. 2, getrennt oder am Grunde verwachsen, oberständig. Gr. 2,, 
am Grund getrennt, an der Spitze zu einem dicken Narbenkopf 
vereinigt, welcher auf der Unterseite die N. und aussen 5 mit den 
Stbt. abwechselnde Körperchen (,,Uebertrager") trägt, an welchen 
der Blütenstaub hängen bleibt. Sa. oo, an der Bauchnaht der Frb., 
hängend, umgewendet. Fr. aus 1 — 2 Bälgen bestehend. S. meist behaart.. 
Nährgewebe knorpelig. Keimhng gross, mit oberem Würzelchen. 

Gattungen. 

1. NarbenkÖrperchen löffeiförmig, in ihren oberen, breiten Teil 
den körnigen, nur locker zusammenhängenden Blütenstaul) auf- 
nehmend. Staubfäden getrennt. Nebenkrone an der Krone 
eingefügt. — Sträucher. Kr. radförmig, mit gedrehter Knospen- 
lage. Nebenkr. 10 lappig und in 5 fadenförmige Zipfel aus-. 
laufend. Stbt. am Rücken behaart, an der Spitze mit Anhängsel. 
Narbenkopf gewölbt. SEu. . [Schlingstrauch], Peri'ploca L. 
■ — NarbenköiiDerchen aus einem aufrechten Mittelstück und 2 seit- 
lichen Armen bestehend, an welch letzteren der wachsartige^ 



Asclepiadaceae, Convolvulaceae. 233 

in 2 Massen verklebte Blütenstaub befestigt ist. Staubfäden 
am Grunde verwachsen. Nebenkrone an der Staubfädenröhre 

eingefügt. (Cynanchoideae) 2. 

2. Blütenstaubmassen aufrecht. (Tyloj^liöreae) 3. 

— Blütenstaubmassen hängend. (Asclepiddeae) .... 4. 
3. Saftpflanzen ohne Blätter. Krone radförmig, behaart, mit 

klappiger Knospenlage. Abschnitte der Nebenkrone am Grunde 
verwachsen. Staubbeutel an der Spitze ohne Anhängsel. Narben- 
kopf mit fast flachem Scheitel. Spanien und Süditalien. (^Aj^terant/ies 
Mik., Boucerosla AVght. et Arn., Stapelia L. z. T.) . . . . 

[Karallum], Carallüma B-. Br. 

— Halbsträucher mit herz- oder eiförmigen Blättern. Krone glockig 
oder stieltellerförmig, kahl, mit gedrehter Knospenlage. Ab- 
schnitte der Nebenkrone getrennt. Staubbeutel an der Spitze 
mit einem eingebogenen Anhängsel versehen. Narbenkopf ge- 
schnäbelt und 2 lappig. Tüi'kei und Griechenland 

[Marsdenie], Marsdenia ß. Br. 

— Krone mit sfedrehter KnosiDenlage. Abschnitte der Nebenkrone 
mehr oder weniger verwachsen. — Kräuter oder Halbsträucher. 
Stbt. mit Anhängsel. (Einschl. Vincetoxieum Mnch.) .... 

Schwalbenwurz, Cynänchum L. 

— Krone mit klappiger Knospenlage. Abschnitte der Nebenkrone 
getrennt oder nur am Grunde verwachsen 5. 

5. Abschnitte der Nebenkrone innen mit einem hornförmigen An- 
hängsel versehen. Kräuter. Blätter eirund oder elflptisch. — 
St. aufrecht. Kr. radförmig. Abschnitte der Nebenkr. kaputzen- 

förmig. Stbt. mit Anhängseln. (SEu.) 

Seidenpflanze, AsciepiaS L. 

— Abschnitte der Nebenkrone innen ohne Anhängsel. Sträucher. 
Blätter linealisch oder lanzettlich. — St. aufrecht. Abschnitte 
der Nebenkr. kaputzenförmig. Stbt. mit Anhängseln. SEu. - 

[Nagelfrucht], Gomphocärpus L. 

Reihe Tubiflorae, ßöhrenblumige. 

121. Fam. Convolvulaceae, Windengewächse. 

Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher, meist windend oder 
kriechend. B. wechselständig, ungeteilt oder gelappt, selten harid- 
förmig geteilt, bisweilen 0. Nebenb. 0. Bl. regelmässig, ^ . Kb. 5, 



234 • Convolvulaceae. 

selten 4, getrennt oder am Grunde, selten höher hinauf verwachsen, 
dachig, bleihend. Kr. glockig oder trichterig, 5 eckig oder 5 lappig, 
selten 5 spaltig oder 4 lappig. Sth. ebensoviel wie Kronlappen und 
mit ihnen abwechselnd, an der Kr. l)efestigt. 8tbt. am E,ücken 
angeheftet, innen oder seitlich mit 2 gleichlaufenden Längsspalten 
aufspringend. Frkn. oberständig, i — 2 fächerig, selten 4 fächerig. 
Gr. ] — 2. Sa. 4, aufrecht, umgewendet oder halbumgewendet. Fr. 
eine Kapsel. S. mit Nährgewebe und gefaltetem oder spbalig zu- 
sammengerolltem Keimling. 

Gattungen. 

1. Blattlose, weissüche oder rötliche Schmarotzerpflanzen. Gefranste 
oder gelappte Schuppen unterhalb der Staubblätter fast stets 
vorhanden. Keimling spiralig oder ringförmig, ohne deutlich 
entwickelte Keimblätter. — Wurzellose Kräuter. St. faden- 
förmiö-, windend. Bl. in Büscheln, klein. Kr. weiss oder rosa, 
glockig oder krugförmig, 4 — 5 lappig oder -spaltig, dachig. Stf. 
kurz. Frkn. vollkommen- oder unvollkommen-2 fächerig. Fr. 
mit Deckel oder unregelmässig aufspringend 

Filzkraut, CÜSCUta L. 

— Beblätterte, grüne, selbständige Pflanzen. Schuppen unterhalb 
der Staubblätter fehlend. Keimling mit gefalteten Keimblättern. 
(Convolvuloideae) ... 2. 

2. Griffel 2. getrennt oder am Grunde verwachsen. Staubblätter 
hervorragend. Krone 5 spaltig, mit dachiger Knospenlage. Keim- 
Hng mit schmalen Keimblättern. — Niedrige, grauflaumige 
Sträucher. B. klein, ungeteilt. Bl. klein, in den oberen Blatt- 
achseln äliren- oder köpfchenförmig gehäuft. Scheibe undeutlich. 
Frkn. vollkommen oder unvollkommen 2 fächerig. N. kopflg. 
Fr. 2 — 4 klappig' aufspringend. SEu 

[Kreterstrauch], Cressa L. 

— Griffel 1, ungeteilt oder an der Spitze gespalten. Staubblätter 
eingeschlossen. Krone fast ungeteilt mit 5 eckigem Saum oder 
seicht und breit 5 lappig, mit eingefalteter Knospenlage. Keim- 
ling mit breiten Keimblättern 3. 

3. Narbe ko^^fig, ungeteilt oder 2 teilig mit kugeligen Hälften. 
Blütenstaul)körner dornig. Samen meist behaart. — Kriechende 
oder windende Kräuter. Bl. oder Blütenstände achselständig. 



Convolvulaceae, Polemoniaceae. 235 

Kr. rot oder gelblicli-weiss. Scheibe ringförmio-. Frkn. 2 — 4- 
fächerig. Fr. 2 — 4 klaj^pig aufspringend. SEu. (Einschl. Batatas 
Chois.) .... ..... Trichterwinde, Ipomoea L. 

— Narben 2, walzenförmig oder aboeflacht. Blütenstaubkörner 
glatt. Samen nicht behaart. (Convolvüleae) .... 4. 

4. Fruchtknoten 1 fächerig oder unvollkommen 2fächerio-. Narben 
flach, längUch oder eirund. Vorblätter gross, den Kelch ein- 
schhessend. — Kahle, niedergestreckte oder windende Kräuter. 
B. ungeteilt, pfeil-, herz- oder nierenförmig. Bl. einzeln, achsel- 
ständig, gross. Vorb. bleibend. Kr. weiss oder rot. Scheibe 

ringförmig. {Convohuhis L. z. T.) 

Zaun winde, Calystegia E. Br. 

— Fruchtknoten vollkommen 2 fächerig. Narben faden-, walzen- 
oder keulenförmig. Yorblätter klein, vom Kelch entfernt. — 
Stb. nahe am Grund der Kr. befestigt. Scheibe ring- oder 
becherförmig Winde. Convoivulus L. 

122. Fam. PolGITloniäCGae, Himmelsleitergewächse. 



Kräuter, Nebenb. 0. Bl. in endständig^n, trugdoldigen, köpfchen-, 
dolden- oder ebenstraussförmigen Blütenständen, gross, regelmässig 
oder fast so, ^ . K. 5 spaltig, dachig, bleibend. Kr. 5 lappig oder 
5teihg, in der Knospe rechts gedreht, nicht gefaltet. Stb. 5, mit 
den Kronlappen abwechselnd, an der Kronröhre eingefügt. Stbt. 
beweglich, innen mit 2 gleichlaufenden Längsspalten aufspringend. 
Scheibe vorhanden, meist deuthch. Frkn. oberständig, 3-, sehr selten 
2 fächerig. Grr. an der Spitze in 3, sehr selten 2, narbige Aeste 
gespalten. Sa. in jedem Fach 1 — 12, aufsteigend, umgewendet oder 
halbumgewendet. Fr. eine fachspaltige Kapsel. Samenschale häutig. 
Nährgewebe fleischig oder knorpelig. Keimling niittelständig, gross, 
gerade, mit breiten Keimb. und kurzem, unteren AVürzelchen. N- 
und MEu. 

Grattungen. 

1. Krone glockig oder fast radförmig, mit kurzer ßöhre, blau, 
violett oder weiss. Staubblätter der Kronröhre in oleicher 
Höhe eino-efüfft. Samenanlaoen in iedem Fach des Frucht- 
kuotens 3 — 12. Blüten in ebenstrauss- oder rispenförmigen 
Blütenständen. Blätter fiederschnittio-. — Ausdauernde Kräuter. 



236 Polemoniaceae, Hydrophyllaceae, Borraginaceae. 

B. wecbselständig. Scheibe gekcrl)t. .Stf. lang, am Grunde 
gebartet. S. kantig. Samenschale bei Befeuchtung verschleimend. 
N- und MEu Himmelsleiter, Polemötlium L. 

. — Krone trichterig oder stieltellerförmig, mit langer JRöhre. rot, 
gelb oder weiss. Staubblätter in ungleicher Höhe eingefügt. 
Samenanlagen in jedem Fach 1 — 2. Blüten einzelnstehend oder 
in dolden- oder köpfchenförmigen Blütenständen. Blätter un- 
geteilt 2. 

2. Kronröhre mit erweiterter Mündung. Samenanlage in jedem 
Fach 1. Samenschale bei Befeuchtung verschleimend. Blüten 
in köpfchenförmigen Blütenständen. Blätter wechselständig. 
Einjährige Kräuter. — Kr. gelb oder rot. S. nicht kantig. 
(MEu.) Leimsame, Collomia Nutt. 

— Kronröhre mit enger Mündung. Samenanlagen in jedem Fach 2. 
Samenschale nicht verschleimend. Blüten einzelnstehend oder 
in armblütigen, doldenförmigen Blütenständen. Blätter gegen- 
ständig. Ausdauernde Kräuter. — B. hneahsch, ganzrandig. 
Kr. stieltellerförmig, weiss oder rot. Stb. eingeschlossen. Sa. 
übereinander. Ostrussland . . . Flammenblume, PhloX L. 

123. Fam. Hydrophylläceae, Wasserblattgewächse. 

Behaarte Kräuter. B. wechselständig, fieder schnittig, ohne 
Nebenb. Blütenstand wickelartig, ährenförmig, einseitswendig, 
schneckig eingerollt. Bl. regelmässig, p . K. 5 teiHg, dachig. Kr. 
blau oder rot, glockig, 5 spaltig, dachig, mit Schupj)en am Grund 
der Stf. Stb. 5, am Grund der Kr. eingefügt, mit deren Abschnitten 
abwechselnd. Stbt. beweghch, innen mit 2 gleichlaufenden Längs- 
spalten aufspringend. Frkn. oberständig, 1 fächerig. Samenleisten 2, 
wandständig. Sa. 4, absteigend, umgewendet. Gr. 2 spaltig, mit 
endständigen N. Fr. 2 klappig aufspringend, mit klappenständigen 
Samenleisten. S. mit unebener Schale, fleischigem Nährgewebe und 
kleinem, geraden Keimling. (MEu.) 

Einzige Gattung [Büschelblüte], Phacelia Juss. 

124. Fam. Borraginaceae, Boretschgewächse. 

Kräuter oder Halbsträucher, sehr selten Sträucher, meist rauh- 
haarig. B. wechselständig, ungeteilt, sehr selten gelappt. Nebenb. 0. 
Blütenstand meist einseitig-trugdoldig. Bl. ^ , sehr selten vielehig. 



Borraginaceae. 237 

K. und Kr. 5 lappig bis 5 teilig. Stb. ebensoviel wie Kronlappen 
und mit ihnen abwechselnd, an der Kr. befestigt. Stbt. innen oder 
seitlich mit 2 Längsspalten aufspringend. Frkn. oberständig, sitzend, 
4fächerigj sehr selten 2 fächerig, meist gelappt. 8a. in jedem Fach 1. 
Gr. ungeteilt oder 2 spaltig. Fr. eine Spaltfr. (aus mehreren Nüsschen 
bestehend), selten eine Schliess- oder »Steinfr. (AsperifoUaceae,) 

Gattungen. 

1. Griffel an der Spitze des ungeteilten oder nur an den Seiten 
gelappten Fruchtknotens stehend, unterhalb der Spitze narbig. 
Samen mit geringem oder reichlichem Nährgewebe. (Helio- 
tropioideae) 2. 

— Griffel zwischen den Lappen des tief gelappten Fruchtknotens 
entspringend, an der Spitze, sehr selten unterhalb derselben 
narbig. Samen ohne Nährgewebe. (Borraginoideae) . 4. 

2. Kräuter. Frucht 2 — 4 lappig, in 4 Nüsschen zerfallend, seltener 
in 2, w^elche sich leicht in 4 zerlegen lassen. — Kronröhre 
innen kahl. Stb. eingeschlossen. Frkn. 4 fächerig. Sa. hängend. 
S- und MEu Sonnenwende, HeliotrÖpium L. 

■ — Halbsträucher. Frucht ungeteilt oder an der Spitze gelappt 
und in 2 Nüsschen zerleobar 3. 

3. Blätter zottig, lanzettlich, ganzrandig. Kelch nur halbsolang 
als die Kronröhre. Staubbeutel stachelspitzig. Scheibe ring- 
förmig. Griffel kurz, mit gelajDpter SiDitze. Frucht eiförmig, 
trocken. — K. 5 teilig. Kronröhre innen kahl ; Abschnitte in der 
Knospe gefaltet. Stb. eingeschlossen. Frkn. ungeteilt, 4fächerig. 
Sa. hängend. Fr. behaart, in 2 Nüsschen teilbar. SOEu. 
(Einschl. Arguzia DC.) . . [Tournefortie], Tournefortia L. 

— Blätter flaumig, elliptisch, mit gewelltem Rand. Kelch so lang 
wie die Kronröhre. Staubbeutel stumpf. Scheibe fehlend. 
Griffel sehr kurz (fast 0), mit ungeteilter Spitze. Frucht 
kugehg, etwas fleischig. — K. 5 teihg. Kronröhre innen kahl ; 
Abschnitte in der Knosj)e gefaltet. Stb. eingeschlossen. Frkn. 
ungeteilt, 4 fächerig. Sa. hängend. (Itahen.) (Tournefortia 
L. z. T.) [Cochranee], Cochränea Mrs. 

4. Fruchtknoten 2 fächerig, 2 sämig. — Rauhhaarige Kräuter. 
Bl. klein, mit Deckb. K. 5 teilig. Stb. an der Kronröhre 
befestigt, eingeschlossen. Stbt. stumpf. Frkn. 2 lappig. N. un- 



93Q Borraginaceae. 

geteilt. Nüssclien 2, auf erhabenem Rtempelpolster. 80Eu. 
und Spanien [Rochelie], Rochelia Rclib. 

— Fruchtknoten 4 fächerig, 4 sämig 5» 

5. BUiten unregehnässig ^^ 

— Blüten regelmässig 8. 

6. Krone am Schlund oberhalb der Staubblätter Hohlschuppen 
traoend. Nüsschen einem erhabenen Stempelpolster aufsitzend. 
— Rauhhaarige Kräuter. Bl. gestielt. K. 5 teilig. Stb. an 
der Kronröhre eingefügt, eingeschlossen. Stf. fädlich. Gr. un- 
geteilt. N. dick, undeutlich 2 lappig. Nüsschen 4, mit ge- 
hölilter Ansatzstelle Krummhals, LyCOpsis L- 

— Krone innen ohne Schuppen oder in der Röhre unterhalb der 
Staubblätter kleine Schuppen tragend. Nüsschen einem flachen 
Stempelpolster aufsitzend. (Echieae) . 7. 

7. Kelch etwas unregelmässig. Kronröhre innen mit Schuppen. 
Staubblätter am Schlund der Krone eingefügt. GrifFel ungeteilt. 
Nüsschen 1. — Kahle oder spärlich behaarte Kräuter. BL 
sestielt. K. öteilig-. Stf. verbreitert und sehr kurz. N. kahl. 
Nüsschen mit flacher Ansatzstelle. Balkanhalbinsel .... 

[Zwackhie], Zwäckhia Sendtn. 

— Kelch regelmässig. Krone innen ohne Schuppen. Staubblätter 
am unteren Teil der Kronröhre eingefügt. Griffe!^ 2 spaltig. 
Nüsschen 4. — K. öteilig . . . Natternkopf, Echium L. 

8. Nüsschen einem erhabenen, mehr oder weniger kegelförmigen 
Stempeli^olster (Fruchtboden) aufsitzend 9. 

— Nüsschen einem flachen oder nur ganz wenig gewölbten Stempel- 
polster (Fruchtboden) aufsitzend 17. 

9. Nüsschen mit ihren Spitzen die Ansatzflächen bedeutend über- 
ragend. (Ei'i.triclileae) 10. 

— Nüsschen mit ihren Spitzen die Ansatzflächen nicht oder kaum 
überragend. (Cijnoglösf<eae) 13. 

10. Kronröhre lano- innen kahl. Nüssclien nicht gerändert, mit 
glatter oder höckeriger Oberfläche. Keimblätter 2teihg. — 
Rauhhaarige Kräuter. K. 5 teilig. Stl). eingeschlossen. Stempel- 
polster in der Bl. kegelförmig, in der Fr. säulenförmig. Ansatz- 
fläche der Nüsschen lang. (MEu.) 

[Amsinckie], Amsmckia Lehm. 

— Kronröhre kurz, mit Schuppen am Schlünde. Nüsschen ge- 
rändert oder stachelig. Keimblätter ungeteilt 11. 



ßorraginaceae. 239 

11. Xüsschen mit kleinen, oberhalb ihrer Mitte gelegenen Ansatz- 
flächen und niit ungeteilten Eändern. — Rauhhaarige, nieder- 
lieofende Kräuter. Bl. klein, einzeln oder zu 2 in den Blatt- 
achseln. K. ungleich- 5 spaltig, an der Fr. sehr vergrössert. 
8tb. eingeschlossen. Steinj)elpolster in der Bl. gewölbt, in der 
Fr. kegelförmig. Xüsschen körnig 



Schlangenäuglein, AsperÜgO L. 

— Nüsschen mit kleinen, unterhalb ihrer Mitte gelegenen, oder 
. mit grossen Ansatzflächen, mit gezähnten oder stacheligen 

Rändern 12. 

12. Nüsschen mit hakigen Stacheln besetzt. — Bl. sehr klein. 
Stb. eingeschlossen. (Lappula Mnch., einschl. Heterocaryum 

A. DC.) Igelsame, Echinospermum Sw. 

— Nüsschen kahl oder rauh, kammförmig gerändert. — Seiden- 
haarige, rasige Kräuter. Bl. klein, in Trauben, welche nur 
am Grrund Deckb. tragen. Stb. eingeschlossen. Stempelpolster 
schon in der Bl. gewölbt oder verlängert. Ansatzfläche der 
Nüsschen kurz. Alpen, Karj)athen, Kaukasus, Nordrussland . 

Himmelsherold, Eritrfchium Schrad. 

13. Stempelpolster lang-kegelförmig oder säulenförmig. Nüsschen 
am Grund nicht sackartig vorgewölbt. Gesammtfrucht kugelig 
oder kegelförmig, von den Seiten her zusammengedrückt . 14, 

• — Stempelpolster kurz kegelförmig oder gewölbt. Nüsschen unter- 
halb der x4-nsatzfläche sackartig voroewölbt. Gesammtfrucht 
von oben her flachgedrückt 15. 

14. Staubblätter mehr oder weniger (wenigstens mit einem Teil 
der Staubbeutel) aus der Kronröhre hervorragend. Nüsschen 
mit oanzrandioem Saum. Kelch an der Frucht unverändert. 
— Aufrechte Kräuter. Blütenstand meist ebenstrauss- oder 
rispenförmig. Deckb. 0. Ki\ mit Schup^Dcn am Schlünde. Gr. 

. . meist lang. Nüsschen glatt. SOEu. (Einschl. Mattia Schult.) . 

[Rindere], Rmdera Fall. 

— Staubblätter einsfeschlossen. Nüsschen mit oezähntem Saum, 
selten mit oanzrandio-em , dann aber Kelch an der Frucht ver- 
fi-rössert. — Bl. klein. Blütenstand meist traubenförmig. Kr. 
mit Schuppen am Schlünde. Gr. meist kurz. SEu. {(Jmphalodes 
Mnch. z. T.) . . . . [Nebennüsschen], Paracäryum Boiss. 

15. Nüsschen kahl oder flaumig, auf dem Rücken eine schüssel- 
oder krugförmige Vertiefung mit eingebogenem, bisweilen ge- 



24( ) Borraginaceae. 

zälmtem Rand tragend. — Kalile oder spärlich behaarte Kräuter. 
Grundständige B. gestielt. Kr. weiss oder blau; Kronröhre 
kurz, innen mit Schuppen. Stb. eingeschlossen. S- und MEu. . 

Gedenkemein, OmphalodeS ]\Inch. 

— - Nüsschen stachelig, auf dem Bücken flach oder gewölbt oder 

von einem erhabenen, nicht eingebogenen Rand umsäumt . 16. 

16. Staubblätter aus der Kronröhre hervorragend. — Weichhaarige 
Kräuter. Kr. blau oder rosa; Kronröhre ziemlich kurz, innen 
mit Schuppen. Italien und Südrussland 

[Röhrenblume], SolenänthuS Ledeb. 

— Staubblätter einoeschlossen. — Flaumio'e oder haarise Kräuter. 
Kronröhre kurz, innen mit Schuppen 

Hundszunge, Cynoglossum L. 

17. (8.) Ansatzfläche der Nüsschen gehöhlt und gross, meist mit 
ringförmigem Rand. (Anchüseae) 18. 

— Ansatzfläche der Nüsschen gewölbt oder flach, oder ein wenig 
gehöhlt aber klein. (Jjithosj) ermeae) 24. 

18. Ansatzfläche der Nüsschen nicht gerändert. Kronröhre innen 
mit 5 Haarbüscheln, aber ohne Schuppen. Nüsschen mit glatter 
Schale. — Haarige Kräuter. Bl. gestielt, in endständigen, 
2teihgen Trugdolden. Kr. rot oder blau, trichterig, dachig. 
Stb. eingeschlossen. Stbt. stumpf. N. 1, ungeteilt oder 2 lappig. 
K. an der Fr. vergrössert. Fruchtschale krustig. S. gerade . 

Lungenkraut, Pulmonäria L. 

- — Ansatzfläche der Nüsschen ringförmig gerändert. Kronröhre 

innen mit Schuppen, selten ohne solche, dann aber Nüsschen 

mit runzeliger Schale 19. 

19. Krone am Schlund ohne Schuppen, aber bisweilen behaart 
oder weiter unten in der Röhre Schuppen tragend. Narben 2 
oder eine 2 lappige. — Behaarte Kräuter. Fruchtschale runzelig. 
S- und MEu. (Einschl. EUzaldla WiUk.) ^ 

Napf kraut, Nonnea Mnch. 

— Krone am Schlund Schuppen tragend. Narbe 1, ungeteilt 
oder undeutlich gelappt 20. 

20. Krone radförmig. Staubblätter am Grund der Krone be- 
festigt. Staubfäden unterhalb der Staubbeutel mit einem 
breiten Anhängsel versehen. — Rauhhaarige Kräuter. BI. 
gestielt, mit Deckb. K. 5 teilig. Kr. blau 

Boretsch, Borrägo L. 



Borraginaceae. 241 

■ — Krone röhrig. Staubblätter in der Mitte oder im oberen 
Teil der Kronröhre befestigt. Staubfäden ohne Anhängsel . 21. 

21. Kronlappen linealisch, später zurückgebogen. Staubblätter die 
Kronröhre weit überragend. Samenanlagen seitlich befestigt. 
— Hauhhaarige Kräuter, Bl. gestielt, mit Deckb. Kr. weiss 
oder rosa, mit kurzen SchlundschupjDen. Stbt. zusammen- 
neigend. Türkei und Griechenland. {^Psilostemon DC, Boi^- 
rago L. z. T.) . . . . . [Rauhfaden], Trachystemotl Dn. 

— Kronlappen breit, aufrecht oder abstehend. Staubblätter ein- 
geschlossen. Samenanlagen am Grrunde befestigt . . . 22. 

22. Krone mit gedrehter Knospenlage. Nüsschen glatt. Blüten 
einzeln in den Blattachseln. — Kleine, rauhhaarige Kräuter. 
K. 5 spaltig. Kronröhre kurz, innen mit kurzen Schuppen. 
Stbt. stumpf. Nüsschen 3 kantig, mit wenig vorspringendem 
King. Kaukasus . . [Dreiecknuss], Trigonocäryum Trautv. 

— Krone mit dachiger (5 schichtiger) Knospenlage. Nüsschen 
runzelig. Blüten in trugdoldigen, bisweilen traubenförmigen 
Blütenständen 23. 

23. Schlundschuppen der Krone kurz. — Behaarte Kräuter. Stbt. 
stumpf. (Einschl. Caryoloplm Fisch.) 

Ochsenzunge, AnchÜSa L. 

— Schlundschuppen der Krone sehr lang, linealisch oder lanzett- 
lich. — Bl. gestielt, mit Deckb. Kronlappen sehr kurz . . 

Beinwell, Symphytum L. 

24. (17.) Blüten ohne Deckblätter oder nur die untersten mit 
Deckblättern versehen 25. 

— Blüten, alle oder die meisten, mit Deckblättern versehen . 28. 

25. Krone radförmig. Samenaulagen seitlich befestigt. Nüsschen 
am Rücken mit schüssel- oder krugförmiger Höhlung. — 
Kahle oder spärlich behaarte Kräuter. Bl. gestielt. Kr. 
weiss oder blau, mit Schlundschuppen, dachig. Stb. ein- 
geschlossen. Stbt. stumpf. Nüsschen niedergedrückt. S- und 
MEu. . Gredenkemein, Omphalödes Mnch. 

— Krone röhrig-trichterig. Samenanlagen am Grunde befestigt. 
Nüsschen am Kücken ohne Höhlung 26. 

26. Krone mit gedrehter Knospenlage. — Kr. blau, weiss oder 
rosa, mit kurzer Röhre. Er. hart, glänzend 

Vergissmeinnicht, MyOSOtis L. 

— Krone mit dachiger (5 schichtiger) Knospenlage . . . 27. 

Thonner, Exkursionsflora. II. 16 



242 Borraginaceae. 

27. Kronröhre kurz, mit Schuppen am Schlünde. Stempelpolster 
flach. Nüsschen trocken. — Bl. klein, gestielt. Stb. ein- 
geschlossen. Stbt. stumpf. Fr. glatt. Südrussland. {Kiitrichium 
Schrad. z. T.) [DreieckohrJ , TrigonÖtls Stev. 

— Kronröhre ziemlich lang, mit einer Querfalte, aber ohne 
Schuppen am Schlünde. Stempelpolster etwas gewölbt. 
Nüsschen fleischig. — Bi. gestielt. K. 5 teilig. Stbt. stumpf. 
NEu [Mertensie], Mertensia Rth. 

28. Fruchtknoten 2 lappig. Nüsschen 2, zweifächerig. Kahle 
oder höckerig punktierte Kräuter. — Stengelb. herz- oder 
pfeilförmig. Kr. gelb, bisweilen rot gefleckt, innen kahl. 
Stf. verbreitert. Stbt. linealisch, pfeilförmig, zugespitzt. Sa. 
am Grrunde befestigt. S- und MEu 

Fleckenkraut, Cermthe L. 

— Fruchtknoten 41appig. Nüsschen 1 — 4, einfächerig. Behaarte 
Grewächse 29. 

29. Staubbeutel linealisch, pfeilförmig, mit einem Anhängsel an 
der Spitze. Narbe ungeteilt. — K. 5 teilig. Kr. gelb, weiss 
oder rot, sehr kurz gelappt, am Grrund mit einer Honig- 
schujDpe, am Schlünde kahl. Stbt. eingeschlossen, selten 
hervorragend, dann aber Sträucher. SEu. und südliches 
MEu Lotwurz, Onosma L. 

— Staubbeutel länglich, stumpf, ohne Anhängsel, selten mit ganz 
kurzer Spitze, dann aber Narbe 2 teilig 30. 

30. Staubblätter aus der Kronröhre hervorragend. Kronlappen 
aufrecht. — Bl. fast sitzend. K. 5 teilig. Kr. blau oder gelb. 
Stb. am Schlund befestigt. N. ungeteilt. Italien und Balkan- 
halbinsel. (^J Jthospennum Jj. z.T.) . [Moltkie], MÖltkia Lehm. 

— Staubblätter eingeschlossen. Kronlappen mehr oder weniger 
abstehend 31. 

31. Narbe 1, ungeteilt. Nüsschen mit vorspringender Ansatz- 
stelle, welche eine gehöhlte Narbe im Stempelpolster zurück- 
lässt. Samen gekrümmt. — Rauhhaarige Kräuter. K. 5 teilig. 
Stb. in der Mitte der Röhre eingefügt. Sa. am Grunde be- 
festigt. Stempelpolster schwach gewölbt. Fr. runzelig oder 
stachelig. SEu Alkannawurz, Alkänna Tausch. 

— Narben 2 oder eine 2 lappige. Nüsschen mit flacher Ansatz- 
stelle. Samen gerade 32. 



Borraginaceae, Verbenaceae. 243 

32. Krone am Schlund ohne Falten oder Schuppen. Kräuter. 
Samenanlao'en seitlich befestio-t. — K. 5 teilio-. Kr. selb, mit 
langer, dünner Köhre. Sa. mit fädlichem Nabelstrang. Fr. 
runzelig. Grriechenland und Kaukasus. {^Arnehia Forsk. z. T.) 

[Langzipfel], Macrotömia DC. 

— Krone am Schlund mit meist behaarten Schuppen oder Falten 
versehen, selten ohne solche, dann aber Sträucher. Samen- 
anlagen am Grunde befestigt . Steinsame, LithOSpermuiTI L. 

125. Farn. Verbenaceae, Eisenkrautgewächse. 

B. gegenständig oder quirlig, ohne Nebenb. Bl. unregel- 
mässig, 5« ^- 2—5 zähnig oder -spaltig. Kr. weiss oder violett, 
undeutlich 2 lippig, 4 — 5 spaltig, dachig, die hinteren oder seitlichen 
Lappen aussen, der vordere innen. Stb. 4, zweimächtig, an der 
Kronröhre eingefügt. Stf. getrennt. Stbt. am Rücken befestigt, 
innen mit 2 Längsspalten aufspringend. Frkn. oberständig, un- 
geteilt oder seicht 41appig, 2 — 4fächerig, mit 1 — ^2 Sa. in jedem 
Fach. Grr. 1, ungeteilt oder 2 spaltig. Fr. eine Spalt- oder Steinfr. 
S. in jedem Fach 1, ohne Nährgewebe. Keimling mit kurzem, 
unteren Würzelchen. 

Grattungen. 

1. Blüten in rispig angeordneten Trugdolden. Staubbeutel hervor- 
ragend, mit spreizenden Hälften. Samenanlagen in der Mitte 
oder oberhalb der Mitte befestigt. Frucht eine Steinfrucht. 
Bäume oder Sträucher. Blätter gefingert. — Kelchzähne 5. 
Kronlappen 5, die beiden hinteren aussen. Fruchtknotenfächer 
anfangs 2 und zweisamig, später 4 und einsamig. GrifFelspitze 
2 spaltig. SEu Keuschlamm, Vitex L. 

— Blüten in Aehren. Staubbeutel eingeschlossen, mit mehr oder 
weniger gleichlaufenden Hälften. Samenanlagen am Grunde 
oder nahe am Grunde befestigt. Frucht in 2 oder 4 Nüsschen 
zerfallend. Kräuter oder Halbsträucher. Blätter ungeteilt 
oder fiederspaltig. (V erbenoideae) 2. 

2. Aehren kurz. Kelchzähne 2 — 4. Kronlappen 4, die seitlichen 
aussen. Fruchtknoten 2 fächerig. Samenanlagen 2. Griffel- 
spitze ungeteilt. Frucht in 2 Nüsschen zerfallend. Blätter 
ungeteilt. SEu [Lippie], Li'ppia L. 

16* 



24:4 Verbenaceae, Labiatae. 

— Aehren lang oder ziemlich lang. Kelchzähne 5. Kronlappen 5, 
die hinteren aussen. Fruchtknoten 4 fächerig. Samenanlagen 
4. GrrifFelspitze 2 lappig. Frucht in 4 Nüsschen zerfallend. 
Blätter fiederspaltig Eisenkraut, Verbena L. 

126. Fam. Labiatae^ Lippenblütler. 

Kräuter oder Halbsträucher, selten Sträucher. B. gegenständig 
oder quirlig, einfach, ohne Nebeub. Bl. in Scheinquirlen, $ , meist 
unregelmässig. K. vereintblätterig, 4 — 51aj)pig oder -teilig, in 
der Knospe offen. Kr. 4 — 5 spaltig, dachig, der vordere Lappen 
innen. Vollkommene Stb. 2 oder 4, mit den Kronlappen ab- 
wechselnd, an der Kronröhre eingefügt. Stbt. innen mit 1 — 2 
Spalten aufspringend. Scheibe vorhanden. Frkn. oberständig, 
41ap23ig oder 4teilig. Gr. 1, zwischen den Lappen des Frkn. ent- 
springend, ungeteilt oder in 2 — 4, meist sehr kurze Aeste gespalten. 
Sa. in jedem Lappen des Frkn. 1, aufrecht oder aufsteigend, um- 
gewendet. Fr. aus 1 — 4 Nüsschen oder Steinfr. bestehend. Samen- 
schale häutig. Nährgewebe gering oder 0. Keimling mit unterem 
Würzelchen. 

Gattungen. 

1. Fruchtknoten seicht gelappt. Nüsschen mit grosser, bauch- 
ständiger Ansatzfläche, runzelig. Staubblätter 4. (Aji'igeae) . 2. 

— Fruchtknoten tief geteilt. Nüsschen mit kleiner, mehr oder 
weniger grundständiger Ansatzfläche, selten (Rof^iiiarinus) mit 
grosser bauchständiger, dann aber glatt und Staubblätter 2 . 3 

2. Oberlippe der Krone über den Staubblättern, kurz, 2 lappig. 
— Kräuter oder Halbsträucher. K. 10- — oc nervig, fast gleich- 
massig 5 teilig oder -zähnig. Stb. aufsteigend. .Staubbeutel- 
hälften spreizend Günsel, AjÜga L. 

— Oberlippe der Krone scheinbar fehlend, weil unter den Staub- 
blättern, an die Unterlippe sich anschliessend. — K. 10 nervig, 
gleichmässig ozälmig oder 1 Zahn grösser. Kronröhre innen 
ohne Haarring. Stb. aufsteigend, hervorragend. Staubbeutel- 
hälften spreizend Gamander, Teücrium L. 

3. Scheibe stielförmig (säulenförmig) verlängert. Kelch 2 lippig, 
mit ungeteilten, ganzrandigen Lippen. Oberlippe des Kelches 
mit schuppenförmigem Anhängsel, abfällig. Samen quer, mit 



Labiatae. 245 

gekrümmtem Würzelchen. — Kronröhre den K. überragend. 
Oberlippe der Kr. lielmförmig. Stb. 4, aufsteigend. Stbt. 
teils mit 1; teils mit 2 Hälften. Griffeläste ungleich. Nüsschen 
abgeplattet-kugelig Helmkraut, Scutelläria L. 

— Scheibe ohne stielförmige Verlängerung. Kelch mehr oder 
weniger regelmässig oder 2 lippig mit gezähnten Lippen, selten 
Oberlippe ungeteilt aber Unterlippe gezähnt oder fehlend. 
Kelch an der Frucht bleibend. Samen aufrecht, mit geradem 
Würzelchen 4. 

4. Scheibe in Lappen geteilt, welche den Fruchtknoten! appen 
gegenüberstehen. Staubblätter absteigend, auf den Boden der 
Kronröhre hinabgebogen, eingeschlossen. Krone mit 2 spaltiger 
Oberlij)pe und 3 lappiger Unterlippe. Ansatzstelle der Nüsschen 
aussen etwas oberhalb ihres Grrundes (undeutlich rückenständig). 
— K. 13 — 15 nervig. Kr. blau oder violett, mit vorragender 
Köhre. Stb. 4. Staubbeutelhälften verschmolzen. Grriffel- 
äste flach. S- und MEu Lavendel, Lavändula L. 

— Scheibe in Lappen geteilt, welche mit den Fruchtknotenlappen 
abwechseln, oder nicht gelappt. Staubblätter aufsteigend oder 
gerade vorgestreckt, selten absteigend und auf die Unter- 
lippe herabgebogen, aber vorragend, und dann Krone mit 
4 spaltiger Oberlippe und ungeteilter Unterlippe. Ansatzstelle 
der Nüsschen an ihrem Grunde (grundständig) .... 5. 

5. Staubblätter absteigend, auf der Unterlippe liegend. Oberlippe 
der Krone 4 spaltig, Unterlippe ungeteilt. — Scheinquirle 
6 — lOblütig. Stb. 4. Staubbeutelhälften verschmolzen. Griffel- 
äste ziemlich gleich. (SEu.) . Basilienkraut, Ocimum L. 

— Staubblätter aufsteigend oder gerade vorgestreckt ... 6. 

6. Staubblätter 4, ungleichlang, die hinteren (weiter hinten ein- 
gefügten) länger als die vorderen. (2\ epeteae) ... 7. 

— Staubblätter 4, ungleichlang aber die vorderen länger, oder 
gleichlang, oder Staubblätter 2 9. 

7. Kelch nicht deutlich 2 lippig, gleich- oder häufiger ungleich- 
5 zähnig; die hinteren Zähne oft etwas länger, aber am Grunde 
nicht verbunden. — Kräuter. B. gezähnt oder geteilt. -K. 
15 nervig. Kr. deutlich 2 lippig. Griffeläste fast gleich . . 

Katzenminze, Nepeta L. 

— Kelch 2 lippig; Oberlippe ungeteilt oder mit 3 am Grunde 
deutlich verbundenen Zähnen 8 



246 Labiatae. 

8. Staubbeutelhälften rechtwinkelig auseinanderfahrend, mit den 
Hälften des benachbarten Staubbeutels ein Kreuz bildend. 
Oberlippe der Krone ziemlich flach. Stengel niederliegend. — 
Kräuter. B. gekerbt. K. 15 nervig, mit 3 zähniger Oberlippe, 
Kr. blau oder violett, mit vorragender Röhre, deutlich 2 lippig; 
Mittellappen der Unterlippe ausgerandet. Grijffeläste gleich. 
(^(rle('ho)iia L., Nepeta L. z. T.) . Gundelrebe, Glecöma L. 

— Staubbeutelhälften geradlinig ausgespreizt. Oberlij)pe der Krone 
gewölbt. Stengel aufrecht oder aufsteigend. — Kräuter oder 
Halbsträucher. K. 15 nervig. Kr. blau, rot oder weiss, 
deutlich Slippig; Mittellappen der Unterlippe 21apjDig. Scheibe 
einseitig. Griffeläste gleich . Drachenkopf, DraCOCephaluni L. 

9. Staubblätter und Griffel in der Kronröhre eingeschlossen. 
Kelch gleichmässig oder fast gleichmässig 5 — 10 zähnig, nicht 
deutlich 2lippig. (Marruhieae) lU. 

— Staubblätter und Griffel aus der Kronröhre hervorragend 
(Avenigstens in den vollkommen zwitterigen Blüten), sehr selten 
eingeschlossen, dann aber Kelch deutlich 1 — 2 lippig oder 
fast ganzrandig .... 11. 

10. Staubbeutel gleichartig, mit spreizenden, miteinander ver- 
schmelzenden Hälften. Kelchzähne 5 — 10. Scheinquirle achsel- 
ständig. — Kräuter. K. 5 — 10 nervig. Kr. weiss oder rot, 
selten gelb ; Röhre eingeschlossen oder wenig vorragend. 

Stb. 4 Andorn, Marrübium L. 

— Staubbeutel von zweierlei Art, die der kürzeren Staubblätter 
mit spreizenden Hälften, die der längeren auf 1 Hälfte 
beschränkt oder verkümmert, sehr selten alle mit 2 voll- 
kommenen Hälften. Kelchzähne 5. Scheinquirle achselständig 
oder in Aehren. - — K. 5 — 10 nervig. Kr. meist gelb; Röhre 
eingeschlossen oder wenig vorragend. Stb. 4. Scheibe gleich- 
seitig. SEu., Frankreich, Oesterreich-Ungarn 

Gliedkraut, Siderftis L. 

11. Staubbeutelhälften linealisch. Fruchtbare (mit vollkommenen 
Staubbeuteln versehene) Staubblätter 2, selten 4 . . . 12. 

— Staubbeutelhälften eirund oder länglich-eirund. Fruchtbare 
Staubblätter 4, selten (Ziziphora und Lycopus) 2 . . 14. 

12. Staubblätter 4. Staubbeutelhälften an der Spitze verschmelzend. 
Krone undeutlich 2 lippig. — Kräuter. B. grundständig, 
gezähnt. Scheinquirle 6 blutig. K. 2 lippig, 5 spaltig, 13 nervig. 



Labiatae. 247 

Kr. violett; Röhre vorragend, innen mit Haarring. Griffel- 
äste gleich. Alpen, Pyrenäen, Spanien 

Drachenmaul, Hormmum L. 

— Staubblätter 2. Staubbeutel mit nur 1 fruchtbaren Hälfte 
und mit verlängertem Mittelband, dessen anderes Ende 
bisweilen eine unfruchtbare Hälfte trägt. Krone deutlich 
2 lippig 13. 

13. Mittelband die Fortsetzung des Staubfadens bildend, an der 
Spitze die einzige Hälfte und im unteren Teil bisweilen einen 
Zahn tragend. Kronröhre innen kahl. Scheibe gleichseitig. 
Ansatzfläche der Nüsschen gross, seitlich. — Sträucher. 
B. schmal. Bl, in Trauben. K. 2 lippig, 11 nervig. Kr. weiss 
oder blau, mit vorragender Röhre; Unterlippe mit grossem, 
gehöhlten Mittellaj^pen. Unfruchtbare Stb. 0. Griffeläste 
ungleich. Fr. glatt. SEu. . . Rosmarin, RosmarmuS L. 

— Mittelband an den Staubfaden angegliedert, am einen Ende 
die fruchtbare Hälfte, am anderen die unfruchtbare oder eine 
Verbreiterung tragend, selten Mittelband wenig entwickelt, 
dann aber Kronröhre innen mit Haarring. Scheibe mehr 
oder weniger einseitig. Ansatzfläche der Nüsschen klein und 
mehr oder weniger grundständig. — K. 2 lippig. Fr. glatt . 

Salbei, Salvia L. 

14. Staubbeutelhälften an der Spitze miteinander verschmelzend, 
nach Ausstreuung des Blütenstaubes sich flach ausbreitend. 
Krone fast i-egelmässig. — Kräuter. Bl. klein. K. fast 
gleichmässig o zähnig. Kr. rötlich. Stb. 4, ungieichlang. 
Scheibe einseitig. Griffeläste gleich. (M- und NEu.) . . . 

Kammminze, Elsholtzia Willd. 

— Staubbeutelhälften nicht oder undeutlich verschmelzend, nach 
Ausstreuung des Blütenstaubes nicht flach ausgebreitet, seltener 
Staubbeutelhälften deutlich verschmelzend, aber sich nicht 
ausbreitend und dann Krone 2 lippig 15. 

15. Nüsschen steinfruchtartig, mit aussen fleischiger Schale, oben 
etwas abgestutzt. Kelch breit-glockig, 10 nervig, 5 spaltig. 
undeutlich 2 lippig. Krone 2 lippig; Röhre eingeschlossen, 
innen mit Haarring; Oberlippe schwach gewölbt, ungeteilt. 
Griffeläste ziemlich gleich lang. — Sträucher oder Halb- 
sträucher. B. gezähnt. Scheiuquirle 2 blutig. Kr. weiss 
oder rot; Unterlippe mit ungeteiltem, gehöhlten Mittellappen. 



248 Labiatae. 

Sfcb. 4, unter der Oberlippe aufsteigend, Staubbeutelhälften 

zuletzt spreizend. Scheibe gleichseitig. SEu 

[Hitzkraut], Präsium L. 

— Nüsschen schliessfruchtartig, mit trockener Schale . . 16. 

16. Krone deutlich 2 lippig, mit sehr ungleichen Lappen; Ober- 
lippe gewölbt, mehr oder weniger helmförmig. Staubblätter 
während der Blütezeit unter der Oberlippe aufsteigend. Kelch 
5 — 10 nervig. (Stachydeae) 17.. 

— Krone fast regelmässig oder mehr oder weniger deutlich 
2 lippig, uiit nicht sehr ungleichen Lappen ; Oberlippe, 
wenn vorhanden, ziemlich flach. Kelch 10 — 15 nervig. 
(Satureieae) 29, 

17. Kelch deutlich 2 lippig, röhrig oder schmal-glockig, seltener 
breit-glockig, dann aber Kronröhre innen kahl .... 18, 

— Kelch regelmässig oder schief oder undeutlich 2 lippig, sehr 
selten (Stadiys) deutlich 2 lippig, dann aber breit-glockig und 
Kronröhre innen behaart 2L 

18. Kelch breit-glockig. Kronröhre weit, innen kahl. Oberlippe 
der Krone nur wenig gewölbt. Griffeläste verbreitert. — 
Kräuter. B. gekerbt. Bl. gross. K. unregelmässig geädert j 
Lippen nach der Blütezeit nicht geschlossen. Kronröhre 
weit vorragend. Stf. ohne Anhängsel. Staubbeutelhälften 
getrennt. S- und MEu. . . . Waldmelisse, Mell'ttis L, 

— Kelch röhrig-glockig. Kronröhre weit, aber innen mit Haaren, 
oder Schuppen, oder in ihrem unteren Teil eng. Oberlippe 
der Krone helmförmig. Griffeläste pfriemlich .... 19, 

19. Kelch mit ganzrandiger Oberlippe und 4 zähniger Unterlippe; 
Zähne nach der Blütezeit aufrecht. Kronröhre am Schlund 
erweitert, innen mit Haarring. Scheinquirle vielblütig. — 
Kräuter. B. gezähnt oder eingeschnitten. Kr. rot oder 
gelb; E,öhre vorragend; Oberlippe behaart; Unterlippe mit 
2 spaltigem Mittellappeu. Staubbeutelhälften spreizend. Scheibe 
gleichseitig. Gr. 2 spaltig. Nüsschen 3 eckig. Südrussland . 

[Wiedemannie], Wiedemännia Fisch, et Mey. 

— Kelch mit 3 zähniger Oberlippe und 2 spaltiger Unterlippe; 
Lippen nach der Blütezeit zusammenschliessend. Kronröhre 
am Schlund erweitert aber innen kahl oder am Schlund 
zusammengezogen. Scheinquirle 6 blutig 20.. 



Labiatae. 249 

20. Kronröhre unten eng, am Schlund erweitert, innen kahl. 
.Mittellappen der Unterlippe 2 spaltig. Scheibe einseitig. 

GrifFelspitze 4 spaltig. Nüsschen in feuchtem Zustand stark 
schleimig. Deckblätter schmal, begrannt. — Kräuter. B. 
gezähnt. K. 10 nervig. Kr. blau oder violett, mit vorragender 
Röhre. Stf. oben mit einem Zahn versehen. Staubbeutel- 
hälften zuletzt spreizend. Spanien und Portugal .... 

[Schliessblume], CleÖllia L. 

— Kronröhre weit, am Schlund zusammengezogen, innen mit 
Haar- oder Schuppenring. Mittellappen der Unterlippe gehöhlt 
und gezähnt. Scheibe gleichseitig. GrrifFelsj^itze 2 spaltig. 
Xüsschen in feuchtem Zustand nicht oder nur wenig schleimig. 
Deckblätter breit. — Kräuter. K. unregelmässig-10 nervig. 
Kr. rot, blau oder weiss; Oberlippe ganzrandig. Stf. oben 
mit einem Zahn versehen. Staubbeutelhälften spreizend. 
{Prunella L.) Braunelle, Brunella L. 

21. GrifiPeläste sehr ungleich. Staubbeutelhälften an der Spitze 
miteinander verschmelzend. — K. 5 — 10 nervig. Kronröhre den 
K. wenig oder nicht überragend. Staubbeutelhälften spreizend. 
S- und OEu., Oesterreich . . . Brandkraut, Phiomis L. 

— Griffeläste gleich oder nur wenig ungleich. Staubbeutelhälften 
nicht deutlich verschmelzend 22. 

22. Staubbeutelhälften während der Blütezeit quer übereinander. 
Unterlippe der Krone mit 2 hohlen Auswüchsen versehen. — 
Aufrechte Kräuter. Schein quirle 6- oder mehrblütig. K. 
5 — 10 nervig, mit pfriemlichen, steifen Zähnen. Kr. vor- 
ragend, mit ungeteilter Oberlippe. Innere Staubbeutelhälfte 
gewimpert Dann, GaleÖpsiS L. 

— Staubbeutelhälften nebeneinander. Unterlippe der Krone ohne 
Auswüchse 23. 

23. Krone am Schlund merklich erweitert. Kelch 5 nervig. Kelch- 
zähne nicht dornig. Nüsschen oben abgestutzt. — Kräuter. 
B. gezähnt oder eingeschnitten. Schein quirle dichtblütig. Kelch- 
zähne 5. Kronröhre meist vorragend. Mittellappen der Unter- 
lippe ausgerandet. Staubbeutelhälften zuletzt spreizend. (Einschl. 
Galeohdolon Huds.) Taubnessel, Lämium L. 

— Krone am Schlund nur ganz wenig oder gar nicht erweitert, 
selten merklich erweitert, dann aber Kelch 10 nervig oder 



250 Labiatae. 

mit dornigen Zähnen. Entweder Kelchzähne dornig oder 
Nüsschen oben abgerundet 24. 

24. Kelch mit verbreitertem, netzaderigen Saum, am Grunde glockig. 
Kelchzähne 8. Nüsschen oben abgestuzt. — Kräuter. B. 
gezähnt oder eingeschnitten. K. 5 — 10 nervig, mit dornigen 
Zähnen. Kr, weisslich; Röhre eingeschlosseu, innen mit Haar- 
ling; Unterlijope mit aufrechten Seitenlappen und ausgebreitetem 
Mittellappen. Staubbeutelhälften sj)reizend. Nüsschen 3 eckig. 
SEu [Molukkenkraut], Moluccella L. 

— Kelch mit nicht oder kaum verbreitertem Saum, selten mit 
merklich verbreitertem, dann aber am Grunde röhrig. Ent- 
weder Kelch zahne 5 oder Nüsschen oben abgerundet . 25. 

25. Unterlippe der Krone mit aufrechten Seitenlappen und aus- 
gebreitetem JVlittellappen; Oberlippe 2 spaltig. Nüsschen am 
Scheitel abgestutzt. — Kräuter oder Halbsträucher. B. ge- 
lappt. Scheinquirle armblütig. K. röhrig-glockig. Kronröhre 
wenig vorragend, innen mit Haarring. Unterlippe mit 2 spaltigem 
Mittellappen. Stb. behaart. Südrussland 

[Hasenlippe], Lagochflus Bge. 

— Unterlippe der Krone mit ausgebreiteten Lappen. Entweder 
Oberlippe der Krone ungeteilt oder Nüsschen am Scheitel 
abgerundet 26. 

26. Kelch trichterförmig (am Grunde röhrig, oben erweitert) . 27. 

— Kelch röhrig, glockig oder verkehrt-kegelförmig . . . 28. 

27. Oberlippe der Ki'one scliwach gewölbt, zottig. Nüsschen oben 
abgerundet, kahl. — B. gezähnt. K. 10 nervig. R.öhre der 
Kr. mehr oder weniger eingeschlossen, innen mit Haarring; 
OberlipjDe ausgenindet. Staubbeutelhälften zuletzt spreizend . 

Schwarzandorn, Baliota L. 

— Oberlippe der Krone helmförmig, flaumig, am Rande gebartet. 
Nüsschen etwas abgestutzt, behaart. — Kräuter. B. gezähnt. 
Scheiuquirle 3 — 6 blutig. Kelchzähne pfriemlich. Kr. gelb, 
mit eingeschlossener Röhre. Stf. am Grunde mit einem An- 
hängsel versehen. Staubbeutelhälften spreizend. Scheibe gleich- 
seitig. Südrussland . . [Wüstenziest], EreiHÖstachys Bge. 

28. Nüsschen mit abgestutztem Scheitel, kantig. Kelch 5 nervig. 
Blätter meist gelappt. — Kräuter. Scheinquirle dicht 6 — oo- 
blütig. Kelchzähne 5, pfriemlich, dornig. Röhre der Kr. 



Labiatae. 251 

eingeschlossen oder wenig vorragend; Oberlippe ungeteilt. Fr. 

glatt, (Einschl. Chaiturus>, Willd.) 

Herzgespann, Leonürus L. 

— Nüsschen mit abgerundetem Scheitel, mehr oder weniger ei- 
förmig. Kelch 5 — lünervig. Blätter meist ungeteilt. (Einschl. 
Betonica L.) Ziest, Stachys L. 

29. (16.) Krone 2 lippig. Staubblätter mehr oder weniger ungleich- 
lang 30. 

— Krone regelmässig oder fast so, 4 spaltig. Staubblätter gleich- 
lang, vom Grund an voneinander abstehend und gerade aus- 
gestreckt 39. 

30. Staubblätter unter der Oberlippe aufsteigend, mehr oder weniger 
zusammengeneigt, 2 oder 4 31. 

— Staubblätter vom Grund an voneinander abstehend und gerade 
ausgestreckt oder erst weiter oben auseinanderfahreud, 4 . 35. 

31. Staubblätter 2. Staubbeutelhälften 2, miteinander verschmelzend, 
oder 1. Griffeläste sehr ungleich, der untere pfriemlich, der 
obere sehr klein. — Kräuter oder Halbsträucher. B. un- 
geteilt. Schein quirle armblütig. K. röhrig, 13 nervig, mit 
3 zähniger Oberlippe und Ü zähniger Unterlippe. Kronröhre 
wenig vorragend, am Schlund erweitert, innen kahl. SEu. . 

Flauskraut], Zizfphora L. 

■ — Staubblätter 4. Staubbeutelhälften 2, nicht deutlich ver- 
schmelzend. Griffeläste gleich oder ungleich; wenn deutlich 
verschieden, dann der untere breit, der obere kürzer und 
pfriemlich 32. 

32. Kelch vom Rücken her stark zusammengedrückt. Staubbeutel- 
hälften gleichlaufend. — Halbsträucher. B. linealisch, ganz- 
randig. Scheinquirle 6 — 10 blutig, ährenförmig angeordnet. 
K. 13 nervig, innen behaart, mit 3 zähniger Oberlippe und 
2 teiliger Unterlippe. Kronröhre vorragend, innen kahl. Griffel- 
äste ziemlich gleich. Griechenland und Türkei 

[Aehrenthymian], Thymbra L. 

— Kelch walzenförmig, bisweilen oben etwas abgeflacht. Staub- 
beutelhälften meist spreizend 33. 

33. Untere Kelchzähne kürzer als die oberen. Scheinquirle 2 blutig, 
in nickenden Aehren, mit grossen, farbigen, kreisrunden Deck- 
blättern. — Kräuter oder Halbsträucher. K. 13 nervig, mit 



252 Labiatae. 

ganzrandiger oder 3 zähniger Oberlippe und 2 zähniger Unter- 
lippe. Kronröhre vorragend, innen kahl. Staubbeutelhälften 
mehr oder weniger spreizend. GrifFeläste fast gleich. Griechen- 
land und Kreta, {thiyanuni L. z. T.) 

[Scheindost], Amaracus Gled. 

— Untere Kelchzähne ebensolang oder etwas länger als die 
oberen 34. 

34. Kronröhre in der Mitte zurückgebogen, aufsteigend. GrifFel- 
äste pfriemlich, ziemlich gleichlang. — Kräuter. B. gezähnt. 
Scheinquirle armblütig, locker. K. 13 nervig, mit 3 zähniger 
Oberlippe und 2 teiliger Unterlippe. Kr. weiss oder gelblich; 
E,öhre vorragend, am Schlund erweitert, innen kahl. Staub- 
beutelhälften zuletzt spreizend. S- und MEu 

Melisse, Melfssa L. 

— Kronröhre gerade oder fast gerade. — Kräuter oder Halb- 
sträucher. Krouröhre innen kahl. (Einschl. Calamintha Mnch., 
Clinopodlurii L., Cusjndocarpus Spenn., Microiiiena Benth. 
und Tcndana Rchb.) .... Bohnenkraut, Saturefa L. 

35. Kelch 15 nervig, am Schlünde kahl. Staubblätter am Grund 
aufsteiijend, weiter oben auseinanderfahrend. — Sträucher oder 
Halbsträucher. B. schmal, ganzrandig. Scheinquirle achsel- 
ständig oder in Aehren, 6 — oo blutig. K. fast gleichmässig 
5 zähnig. Kr. blau, rötlich oder weiss; Röhre so lang wie 
der K.; Mittellappen der Unterlippe sehr breit. Staubbeutel- 
hälften länglich, spreizend. Griffeläste pfriemlich, fast gleich. 
S- und MEu. Isop, Hyssöpus L. 

— Kelch 10 — 13 nervig, am Schlund meist behaart. Staubblätter 
meist vom Grund an auseinanderfahrend 36. 

36. Kelch 21ippig, mit deutlich 3 zähniger Oberlippe und 2spaltiger 
Unterlippe. Scheinquirle achselständig oder in meist lockeren 
Aehren oder Köpfchen 37. 

— Kelch gleichmässig 5 zähnig oder 1 lippig, selten 2 lippig mit 
kurz 3 zähniger Oberlippe und kurz 2 zähniger Unterlippe. 
Scheinquirle in dichten Aehren oder Köpfchen .... 38. 

37. Kelch vom Rücken her stark zusammengedrückt. Oberlippe 
der Krone 2 spaltig. Mittelband klein. Griffeläste ungleich. 
— Sträucher. B. schmal, ganzrandig. Scheinquirle in dichten 



Labiatäe, Solanaceae. 253 

Köpfchen, 6 blutig. K. ISnervig. Kronröhre vorragend, innen 
kahl. Staubbeutelhälften spreizend, SEu. (T/n/mus Ij. z.T.) . 

[Wanzenthymian], CoridothymuS Rchb. f. 

— Kelch walzenförmig (nicht zusammengedrückt). Oberlippe der 
Krone ausgerandet. Mittelband dick. Griffeläste gleich oder 
fast gleich. — Sträucher oder Halbsträucher. B. ganzrandig. 
Kronröhre innen kahl Thymian, Thymus L. 

38. Kelch gleichmässig 5 zähnig. Deckblätter lanzettlich oder 
eirund. — Kräuter. K. 13 nervig. Kronröhre mehr oder 
weniger vorragend, innen kahl. Staubbeutelhälften mehr oder 
weniger sj^reizend. Griffeläste ungleich . Dost, Orfgatium L. 

- — Kelch schief abgestutzt und fast ganzrandig oder 1 — 2 lippig. 
Deckblätter fast kreisrund. — Kräuter oder Halbsträucher. 
Kronröhre innen kahl. Staubbeutelhälften mehr oder weniger 
spreizend. Griffeläste etwas ungleich. (SEu.) (Orif/cmuru L. 
z. T.) Majoran, Majorälia Mnch. 

39. (29.) Staubblätter 2. Staubbeutelhälften spreizend. Nüsschen 
am Scheitel abgestutzt. — SumjDfkräuter. B. gezähnt oder 
gelappt. Scheinquirle achselständig, dichtblütig. Bl. klein, 
sitzend. K. glockig, gleichmässig 4 — 5 zähnig, mit kahlem 
Schlund. Kr. regelmässig, mit eingeschlossener Röhre. Griffel- 
äste flach. Nüsschen kantig . . . Wolfsfuss, LyCOpuS L. 

— Staubblätter 4. Staubbeutelhälften gleichlaufend. Nüsschen 
am Scheitel abgerundet 40. 

40. Kelch 4 zähnig, Zähne mit grannenartigem Fortsatz. Nüsschen 
länglich. — Niederliegende Kräuter. B. linealisch. Scheinquirle 
achselständig, dichtblütig. K. 12 nervig, am Schlünde behaart. 
Kr. blassrot, regelmässig, mit eingeschlossener Bohre. Griffel- 
äste pfriemlich, gleich. SAVEu. . . [Preslie], Preslia Op. 

— Kelch 5 zähnig; Zähne ohne grannenartigen Fortsatz. Nüsschen 
eiförmig. — Kräuter. Bl. gestielt. Kronröhre eingeschlossen. 
Griffeläste gleich Minze, Mentha L. 

127. Fam. Solanaceae, Nachtschattengewächse. 

B. wechselständig, aber bisweilen paarweise beisammen, selten 
alle grundständig. Bl. einzeln oder in trugdoldigen Blütenständen, 
zwitterig oder vielehig, 5 zählig, selten 4-, 6- oder (Sotmium) 
durch Verwachsung vielzählig. K. vereintblätterig, bleibend. Kr. 



254 Solanaceae. 

in der Knosj)e meist gefaltet. Stb. ebensoviel wie Kronlappen 
und mit ihnen abwechselnd, an der Kr. eingefügt. Stbt. nach 
innen gewendet. Frkn. oberständig, ungeteilt, 2 — 5-, selten 
oo fächerig. Sa. in jedem Fach oo, umgewendet. Gr. 1, ungeteilt. 
Fr. eine Beere, Schliessfr. oder Kapsel. Samenschale meist grubig. 
Nährgewebe fleischig. Keimling gekrümmt oder zusammengerollt, 
mit kurzen Keimb., selten fast gerade. 

Gattungen. 

1. Fruchtknoten 2 fächerig, selten (Solanum) durch Verwachsung 
vielfächerig 2. 

— Fruchtknoten 3 — 5 fächerig 13. 

2. Samen mit geradem oder nur wenig gekrümmtem Keimling. 
Blüten in Rispen. Krone mit langer Röhre und verhältnis- 
mässig schmalem Saum. (C(' streue) 3. 

— Samen mit stark gekrümmtem oder spiralig zusammengerolltem 
Keimling. Blüten einzeln oder in Büscheln, selten in Dolden, 
Trauben oder Rispen, dann aber Krone mit breitem Saum 
und verhältnismässig kurzer Röhre. (Soldneae) ... 4. 

3. Frucht eine Beere. Samen und Samenanlagen wenige. Staub- 
blätter in der Mitte der Kronröhre eingefügt. Kronlappen 
lanzettlich, ziemlich lang. Sträucher. — B. schmal, ungeteilt, 
ganzrandig. Rispen aus Trugdolden zusammengesetzt. K. 
5 spaltig, klappig. Kr. gelb, aussen rot, trichterig-stielteller- 
förmig, 5 lappig, eingefaltet-klappig. Stf. am Grunde verdickt. 
Stbt. kurz und breit, mit 2 Längsspalten aufspringend. 
Frkn. kurz gestielt. N. kopfig. S. länglich, mit fast glatter 
Schale. (Spanien.) .... [Hammerblüte], Cestrum L. 

— Frucht eine Kapsel. Samen und Samenanlagen zahlreich. 
Staubblätter im unteren Teil der Kronröhre eingefügt. Kräuter, 
selten Bäumchen, dann aber Kronlappen eiförmig und sehr kurz. 
— B. ungeteilt. Kr. grün, gelb oder rot, 5 lappig, in der Knospe 
gefaltet. Stf. ungleichlang. Stbt. mit Läugsspalten aufspringend. 
Fr. mit 2 oder 4 Längsklappen sich öifnend. S. dick, mit un- 
ebener Schale. (S- und MEu.) . . . Tabak, Nicotiäna L. 

4. Stengellose Gewächse. Staubbeutel in der Mitte des Rückens 
befestigt. — Kräuter mit dicker Wurzel. B. grundständig, 
gross, ungeteilt. Bl. einzeln oder gehuschelt in den Blatt- 
achseln. K. 5 spaltig oder 5 teilig. Kr. glockig, 5 spaltig 



Solanaceae. 255 

oder 5 lappig, mit eingefalteten Buchten und dachigen Lappen. 
Stb. unterhalb der Mitte der Kronröhre eingefügt. Stbt, mit 
Längsspalten aufspringend. Fr. eine kugelige Beere. S. flach. 

SEu Alraun, Mandragora Juss. 

— Stengeltragende Gewächse. Staubbeutel am Grund oder nahe 
am Grund befestigt 5. 

5. Krone röhrig oder trichterig-glockig mit verhältnismässig (im 
Verhältnis zur Röhrenlänge) schmalem Saum 6. 

— Krone radförmig oder trichterig-glockig mit verhältnismässig 
breitem Saum 9. 

6. Kräuter 7. 

— Sträucher oder Bäumchen 8. 

7. Kelch seicht gelappt, die Frucht einschliessend. Krone fast 
ganzrandig, mit eingefalteter Knospenlage. Scheibe polster- 
förmig. Frucht eine mit Deckel aufspringende Kapsel. Samen 
dick. — B. ganzrandig. Bl. einzeln, nickend. Kr. grün 
oder braun, geädert, glockig. Stb. 5, eingeschlossen. Stbt. 
mit Längsspalten aufspringend. Oesterreich-TJngarn, Russland, 
Ostdeutschland Tollkraut, ScopÖlia Jacq. 

— Kelch tief gespalten, unter der Frucht abstehend. Krone 
gelappt, mit dachiger Knospenlage. Scheibe ringförmig. Frucht 
eine Beere. Samen flach. — B. ganzrandig. Bl. einzeln, 
nickend. Kr. braun-violett oder grünlich-gelb, glockig, mit 
weiter Röhre. Stb. 5, am Grund der Kr. befestigt, etwas 
kürzer als diese. Stbt. mit Längsspalten aufspringend. K, 
an der Fr. wenig vergrössert. Fr. kugelig, saftig .... 

Tollkirsche, Atropa L. 

8. Krone mit klappiger Knospenlage. Kelch an der Frucht 
bedeutend vergössert und aufgeblasen. — B. ganzrandig. 
K. 5 spaltig. Kr. gelblich oder grünlich, glockig, 5 spaltig. 
Stbt. mit Längsspalten aufspringend. Scheibe ringförmig 
oder 0. Fr. eine kugelige Beere. S. flach. SEu. . . . 

[Withanie], Withänia Pauq. 

— Krone mit dachiger Knospenlage, Kelch an der Frucht 
nicht wesentlich vergrössert. — Zweige meist dornig. B. un- 
geteilt. Kronröhre schmal. Stbt. mit Längsspalteu aufspringend. 
Fr. eine Beere. S. flach .... Bocksdorn, Lycium L. 

9. Krone trichterig, mit dachiger Knospenlage. Frucht eine 
mit Deckel aufspringende Kapsel. — Kräuter. Bl. achsel- 



256 Solanaeeae. 

ständig, die obersten eine beblätterte Aehre oder Traube 
bildend. K. 5 lappig, an der Fr. vergrössert. Kr. 5 lappig, 
etwas unregelmässig, weiss oder gelb, meist rot oder violett 
geädert. Stb. in der Mitte der Kronröhre eingefügt. Stbt. 
mit Längsspalten aufspringend, getrennt, kürzer als die 
Stf. Scheibe wenig merkÜGli. S. flach 

Bilsenkraut, Hyoscyamus L. 

— Krone radförmig oder glockig, mit klappiger oder eingefalteter 
Knospenlage. Frucht eine Beere, aber bisweilen fast trocken 
und später unregelmässig zerreissend 10. 

10. Staubbeutel kürzer als die Staubfäden, mit Längsspalten auf- 
springend, voneinander getrennt. Blüten einzelnstehend . 11. 

— Staubbeutel länger als die Staubfäden, mit endständigen, bis- 
weilen in Spalten auslaufenden Löchern aufsj)ringend, selten 
nur mit Längsspalten, dann aber untereinander verwachsen. 
Blüten in trugdoldigen Trauben, Dolden oder Rispen, selten 
zu 2 in den Blattachseln 12. 

11. Kelch gelappt, an der Frucht sehr vergrössert, blasig auf- 
getrieben, die Frucht einschliessend. Krone seicht gelappt. 
Frucht kugelig. — Kräuter. B. ungeteilt. Bl. 5 zählig. 
Kr. weiss, gelb oder violett, gefaltet. Scheibe 0. S. flach . 

Judenkirsche, Physalis L. 

— Kelch klein gezähnt oder ganzrandig, an der Frucht nicht 
wesentlich vergrössert. Krone tief gelappt. Frucht eiförmig 
oder länglich. — Kräuter oder Halbsträucher. B. ungeteilt. 
Bl. 5 zählig. Kr. klappig. Scheibe unscheinbar. Fr. saftarm. 
S. flach. (SEu.) .... Cayennepfeffer, Cäpsicum L. 

12. Blüten zu 2 in den Blattachseln. Staubblätter am Grrund 
der glockigen, kurz gelappten Krone eingefügt. Samen 4 — 20. 

— Kräuter. B. gezähnt. K. tief 5 spaltig, an der Fr. ver- 
grössert. Kr. violett, unregelmässig, gefaltet. Stf. am Grunde 
verwachsen. Stbt. mit Löchern, welche sich in Spalten 
fortsetzen, aufspringend. Fr. kugelig, fast trocken, später 
zerreissend. S. gross, eiförmig, etwas zusammengedrückt. 
Spanien [Triguere], Triguera Cavan. 

— Blüten in trugdoldigen Trauben, Dolden oder Rispen. Staub- 
blätter am Schlund der Krone eingefügt. Samen zahlreich. 

— K. an der Fr. unverändert oder nur wenig vergrössert. 



Solanaceae, Scrophulariaceae. 257 

Kr. gefaltet. S. flach, kreisrund oder nierenföriuig. (Einschl. 
Lycopersirum Mill.) Nachtschatten, Solanum L. 

13. (1.) Fruchtknoten in 4 gleiohgrosse Fächer geteilt, von welchen 
2 nicht bis zur Spitze reichen; Samenleisten im Querschnitt 
gleich gross. Narbe 2 lappig. Krone trichterig. Kelch röhrig, 
5 lappig, grösstenteils abfällig, nur der unterste Teil an der 
Frucht bleibend. Frucht eine Kapsel. — Kräuter. B. gross, 
ungeteilt oder gelappt. Bl. einzeln, aufrecht, gross. Kr. kurz 
und breit 5 lappig, gefaltet. Stb. gleichlang. Stbt. linealisch 
,oder länglich, mit Längsspalten aufspringend. Fr. 4klappig 
oder unregelmässig aufspringend. S. flach. Keimling stark 
gekrümmt. i^Strainoyiiinn Gaertn.) . Stechapfel, Datüra L. 

• — Fruchtknoten in 3 — 5 ungleiche, vollkommene Fächer geteilt; 
Samenleisten im Querschnitt ungleich. Narbe 3 — 5 lappig. 
Krone glockig. Kelch 5 teilig, an der Frucht bleibend und sehr 
vergrössert, die Frucht einschliessend. Frucht eine Beere. — 
Kräuter. B. gezähnt oder gelappt. Bl. einzeln, auf gebogenem 
Stiel, gross, regelmässig, weisslich-blau. Kb. herz- oder pfeil- 
förmig. Kr. kurz und breit 5 lappig, gefaltet. Stb. am Grund der 
Kr. eingefügt, gleichlang. Stf. am Grund behaart. Stbt. eiförmig 
oder länglich, der Länge nach aufspringend. S. flach. Keimling 
stark gekrümmt. (S- und MEu.) . Giftbeere, Nicändra Adans. 

128. Fam. Scrophuiariäceae, Braunwurzgewächse. 

Nebenb. 0. Bl. mehr oder weniger unregelmässig, $ . K. 
bleibend. Kr. 4 — 5 lappig oder -teilig, dachig, nicht gefaltet. Stb. 
2 — 5, an der Kr. eingefügt, getrennt. Frkn. oberständig, ungeteilt, 
vollständig-, selten unvollständig-2 fächerig. Sa. scheidewandständig, 
in jedem Fach oo, selten 2, sehr selten 1, umgewendet oder halb- 
umgewendet. Gr. 1, ungeteilt oder an der Spitze 2 lappig. Fr. 
eine Kapsel, selten eine Schliess- oder Spaltfrucht. S. mit fleischigem 
Nährgewebe und geradem oder nur wenig gekrümmtem Keimling. 
{Personatae, einschl. Selagineae.) 

Gattungen. 

1. Die rückwärtigen (der x^chse zugewendeten) Kronlappen, oder 
bei Verwachsung derselben die Oberlippe, in der Knospenlage 
die seitlichen deckend . 2. 

Thonner, Exkursionsflora. II. 1' 



258 Scrophulariaceae. 

— Die rückwärtigen Kronlappen oder die Oberlippe in der 
Knospenlage von einem oder beiden seitlichen gedeckt. 
(Rhinantholdeae) 16. 

2. Blätter alle wechselständig. Krone nur wenig unregelmässig, 
radförmig, mit kurzer Röhre. Staubblätter 4 — 5. (Pseiido- 
soidneae) 3. 

■ — Blätter alle oder nur die unteren gegenständig oder quirlig 
oder alle grundständig, bisweilen fast alle wechselständig, dann 
aber Krone deutlich unregelmässig mit langer Köhre. Frucht- 
bare Staubblätter 2 — 4. (Antirrhinoideae) .... 4. 

3. Staubblätter 4. — Kräuter. Bl. in endständigen, einfachen 
oder zusammengesetzten Aehren oder Trauben. K. 5 teilig. 
Kr. gelb oder rot. Stf. gebartet. Stbt. mit verschmolzenen 
Hälften. Sa. zahlreich. Fr. wandspaltig aufspringend. S. 
runzelig. SEu [Gel sie], Celsia L. 

— Staubblätter 5. — Kräuter oder Halbsträucher. Bl. in end- 
ständigen, einfachen oder zusammengesetzten Aehren oder 
Trauben. Kr. gelb, rot oder weiss. Stf. gebartet. Stbt. mit 
verschmolzenen Hälften. Sa. zahlreich. Fr. wandspaltig auf- 
springend. S. runzelig . . . Königskerze, VerbäSGUm L. 

4. Krone gesjDornt oder am Grund einseitig sackartig erweitert. 
Frucht mit Löchern aufspringend, deren Bänder sich jedoch 
bisweilen in Klappen spalten. (Antirrhineae) .... 5. 

— Krone weder gespornt noch gesackt. Frucht mit Längsklappen 
aufspringend 10. 

5. Kronröhre am Grund einseitig ausgebaucht, aber nicht ge- 
spornt. — Kräuter oder Halbsträucher. Bl. einzeln in den 
Blattachseln oder in endständigen Trauben. K. 5 teilig. Kr. 
rot, gelb oder weiss, 2 lippig, 5 lappig; Schlund durch eine 
Ausstülpung der TJnterlij)pe geschlossen. Stb. 4, zweiumchtig, 
eingeschlossen. Stbt, mit getrennten, gleichlaufenden Hälften. 
N. klein. Sa. <=». Fr. mit 2 — 3 meist gezähnten Löchern 
aufspringend. S. länglich. (Einschl. Asarbia Tourn.) . . . 

Löwenmaul, Antirrhmum L. 

— Kronröhre am G-runde gespornt 6. 

6. Schlund der Krone offen 7. 

— Schlund der Krone durch eine Ausstülpung der Unterlippe 
verschlossen (maskiert) . . • 8. 



Scrophiüariaceae. 259 

7. Staubbeutelhälften miteinander verschmolzen. Oberlippe der 
Krone aufrecht. — Kräuter. Stengelb. grösstenteils wechsel- 
ständig. Bl. in Trauben, klein. K. 5 teilig. Kr. 5 lappig, weiss, 
gelb oder blau. Stb. 4, zweimächtig, eingeschlossen. N. klein. 
Sa. oo. Fr. an der Spitze mit 1 — 2 Löchern aufspringend. 
S. eiförmig, höckerig. S- und WEu. (^Anarrhinum Desf.) . 

Lochschlund, Simbuleta Forsk. 

— Staubbeutelhälften getrennt. Oberlippe der Krone gerade 
vorgestreckt. — Kräuter. B. ganzrandig. Bl. einzeln in den 
Blattachseln. K. 5 teilig. Kr. 5 lappig, blau, violett oder 
weiss. Stb. 4, zvveimächtig, eingeschlossen. Staubbeutelhälften 
gleichlaufend. N. klein. Sa. oo. Kapselfächer ungleich. S. 
ei- oder keilförmig, gerippt. {^Llnaria Juss. z. T.) .... 

Hundsschädel, Chaenorrhmum Lge. 

8. Blüten in endständigen Aehren oder Trauben. Krone mit 
langem Sporn. — Kräuter oder Halbsträucher. B. sitzend, 
fiedernervig, ganzrandig, die oberen wechselständig. K. 5 teilig. 
Kr. 5 lappig, 2 lippig; Oberlippe aufrecht, Unterlippe abstehend. 
Stb. 4, zweimächtig, eingeschlossen. Staubbeutelhälften ge- 
trennt, gleichlaufend. N. klein. Sa. oo. Fr. mit 4 — 10 Zähnen 
oder Klappen aufspringend. S. kantig oder geflügelt . . . 

Leinkraut, Linäria Juss. 

— Blüten einzeln, achselständig. Krone mit kurzem Sporn . 9. 

9. Blätter fiedernervig. Kapsel mit 2 seitlichen Deckeln sich 
öffnend. — ■ Kräuter, oder Halbsträucher. B. ungeteilt, meist 
kurz gestielt, die oberen wechselständig. K. 5 teilig. Kr. weiss, 
gelb oder mehrfarbig, 5 lappig, 2 lippig; OberlipjDe aufrecht, 
Unterlippe abstehend. Stb. 4, zweimächtig, eingeschlossen. 
Staubbeutelhälften getrennt, gleichlaufend. N. klein. Sa. oo. 
S. eiförmig, höckerig oder grubig, nicht geflügelt. i^Linaria 
Juss. z. T.) . . . Ehrenpreisweibel, Elatinofdes Wettst. 

— Blätter handnervig. Kapsel mit 2 Löchern sich öffnend, deren 
Bänder sich 3 klappig spalten. — Kriechende Kräuter. B. 
lang gestielt, die oberen wechselständig. K. 5 teilig. Kr. weiss 
oder violett, 5 lappig, 2 lippig; OberlipjDe aufrecht, Unterlippe 
abstehend. Stb. 4, zweimächtig, eingeschlossen. Staubbeutel- 
hälften getrennt, gleichlaufend. N. klein. Sa. oo. S. länglich^ 
runzelig. {IJnaria Juss. z. T.) 

Cymbelkraut, Cymbaläria Baumg. 

17=^ 



2(30 Scropliulariaceae. 

10. (4.) Blüten in Trugdolden oder trugdoldigen Rispen. — Kräuter 
oder Halbsträucher. K. 5 teilig. Kr. rot, gelb oder grünlich; 
Höhre mehr oder weniger bauchig; Sauin schief, mit 5 kurzen 
Lappen ; 4 davon aufrecht, der fünfte abstehend. Vollkommene 
Stb. 4, zweimächtig. Staubbeutelhälften quer vei-schmolzen. 
N. klein, seltener kopfig. Sa. oo. Kapsel wandspaltig. S. 
eiförmig, runzelig, nicht geflügelt . 

Braunwurz, ScPOphuläria L. 

— Blüten einzeln oder in Trauben, (GratiöleaeJ . . . 11. 

11. Kelch 5 zähnig. Staubblätter 4, alle vollkommen und an der 
Kronröhre eingefügt 12, 

. — Kelch 5 teilig. Staubblätter 4, von welchen 2 am Schlund 
der Krone entspringen oder unvollkommen sind . . . 14. 

12. Stengel sehr verkürzt, aber oft Ausläufer treibend. Blätter 
grundständig. Blüten in den Blattachseln einzelnstehend, 
klein. Krone fast regelmässig, glockig. Narbe ungeteilt. 
Fruchtknoten und Frucht nur am Grrunde gefächert. Frucht 
wandsjDaltig oder nicht aufspringend. — Rasige, kriechende 
oder flutende Kräuter. B. lang gestielt, linealisch bis eiförmig, 
ganzrandig. K. glockig. Kr. weiss, rosa oder bläulich, 5 spaltig, 
mit kurzer Röhre, Stb. ziemlich gleich lang. Staubbeutel- 
fächer verschmolzen, Sa. oo. S, eiförmig, gestreift . . . 

Schlammling, LifTlOSella L. 

— Steugel aufrecht oder aufsteigend. Blätter gegenständig oder 
die unteren gegenständig, die oberen wechselständig. Blüten 
in endständigen Trauben, ziemlich gross. Krone deutlich un- 
regelmässig, 21ippig, mit walzenförmiger Röhre. Narbe 21appig. 
Fruchtknoten und Frucht vollkommen gefächert. Frucht fach- 
spaltig aufspringend 13. 

13. Blätter schmal, die unteren gegenständig, die oberen wechsel- 
ständig. Kelch glockig, nicht kantig. Krone rot. Frucht 
fast kugelig, — Aufrechte, ästige Kräuter mit armblätterigen, 
rutenförmigen Zweigen, B). ungeteilt. Unterlippe der Kr. am 
Schlund gewölbt. Stb. zweimächtig, eingeschlossen. Staub- 
beutelhälften getrennt, spreizend. Sa. zahlreich. S. eiförmig, 
in die dicken Samenleisten halbeingesenkt. Südrusslaud . . 

[Dodartie], Dodärtia L. 

. — Blätter breit, gegenständig. Kelch röhrig, 5 kantig. Krone 

gelb. Frucht länglich. — Kräuter oder Halbsträucher. B. 



Scrophulariaceae. 261 

ungeteilt. Kr. mit abstehender Obei'lippe und herabgebogener 
Unterlippe. Stb. zweimächtig, am Grund der Kronröhre 

eingefügt. Sa. zahlreich. (M- und NEu.) 

Grauklerblume, MTmuluS L. 

14. Fruchtbare und unfruchtbare Staubblätter alle in der Kron- 
röhre eingefügt. Staubbeutelhälften parallel übereinander. 
Frucht 4 klappig aufspringend. Vorblätter 2. — Kräuter. 
B. gegenständig, ungeteilt. Bl. einzeln, achselständig. Kr. 
weisslich oder rötlich, mit breit- walzenförmiger Bohre und 
abstehendem, 2 lippigen Saum. Fruchtbare Stb. 2, ein- 
geschlossen; unfruchtbare 2, fädlich. Sa. zahlreich. Fr. 
eiförmig. Samenschale netzig. S- und MEu 

Gnadenkraut, Gratfola L. 

— Fruchtbare und unfruchtbare Staubblätter teils in der Kron- 
röhre, teil» am Schlund der Krone eingefügt. Staubbeutel- 
hälften spreizend. Frucht 2 klappig aufspringend, mit un- 
geteilten Klappen. Vorblätter fehlend 15. 

15. Fruchtbare Staubblätter 2. Krone fast doppeltsolang als der 
Kelch. — Niedrige, ästige Sumpf kräuter. B. gegenständig, 
ungeteilt. Bl. klein, in den Blattachseln einzeln oder die 
oberen eine endständige Traube bildend. Kr. 2 lippig, mit 
21appiger OberlijDpe. Unfruchtbare Stb. 2 lappig, am Schlund 
der Kr. befestigt. N. 2 lappig. Sa. zahlreich. Fr. 
eiförmig, wandspaltig aufspringend. Samenschale runzelig. 
(Frankreich.) .... [Schlam rablume], llysanthes Bafin. 

— Fruchtbare Staubblätter 4. Krone etwa ebensolang wie der 
Kelch. — Niedrige Sumpfkräuter. B. gegenständig, ungeteilt. 
Bl. einzeln, achselständig. Kr. weiss oder rot, 2 lippig mit 
2 lappiger Oberlippe. Die beiden vorderen Stb. am Schlund 
der Kr. befestigt, gebogen, am Grund mit Anhängseln. 
N. 2 lappig. Sa. zahlreich. Fr. eiförmig, wandspaltig auf- 
springend. Samenschale runzelig. M- und SOEu. und Italien. 
(Vcmdeäia L.) Büchsenkraut, Lindernia All. 

16. (1.) Obere und untere Kronlappen flach. Krone undeutlich 
2 lippig oder mit flacher Oberlippe, Staubblätter 2, seltener 
4 — 5, dann aber Blätter wechselständig (bisweilen gebüschelt). 
Staubbeutelhälften meist an der Spitze verschmelzend. Selbst- 
ständige, nicht schmarotzende Gewächse. (Digitdleae) . 17. 



252 Scropliulariaceae. 

— Obere Kronlappen gewölbt, eine helmartige Oberlippe bildend, 
selten fast flach, dann aber Blätter gegenständig. Staub- 
blätter 4, zweimächtig, Staubbeiitelhälften getrennt. Meist 
Halbschmarotzer. (Rhlndntliecie) 23. 

17. Staubblätter 2 18. 

— Staubblätter 4, selten 5 21. 

18. Blätter, wenigstens die unteren, gegenständig oder quirlig. 
Kronröhre meist sehr kurz. — Kräuter oder Halbsträucher. 
Bl. einzeln oder in Trauben. K. 4 — 5-, sehr selten Steilig. 
Kr. 4 teilig oder -spaltig. Stb. an der Kronröhre befestigt, 
hervorragend. N. ungeteilt. (Einschl. Paederota L.) . . 

Ehrenpreis, Veronica L. 

— Blätter alle vvechselständig oder grundständig. Kronröhre 
lang oder ziemlich lang 19. 

19. Kelch vorn aufgeschlitzt, hinten ungeteilt oder 2 — 3 lappig. 
Krone deutlich 2 lippig. Samenanlagen 2 (in jedem Fach 1). 
Frucht aus 1 — 2 Nüsschen bestehend. — Kräuter. B. grund- 
ständig, ungeteilt. Bl. in endständigen Aehren. K. häutig. 
Kr. blau. Stb. am Schlund der Kr. befestigt, kürzer als 
diese. Stbt. beweglich, mit verschmolzenen Hälften. Nord- 
russland, {(jryimiandra V?i\\^ . [Hasenrohr], Lagotis Gaertn. 

— Kelch 5 teilig. Krone nicht deutlich 2 lippig. Samenanlagen 
zahlreich. Frucht eine Kapsel 20. 

20. Kräuter. Blätter grundständig, länglich oder eirund, gekerbt. 
Vorblätter fehlend. Krone blau, mit ziemlich kurzer Röhre 
und 4 spaltigem Saum. Staubblätter hervorragend. Samen 
ausgehöhlt, eirund. -— B. gestielt. Bl. in Aehren oder 
Trauben. Stb. an den Buchten der Kr. befestigt. Staub- 
beutelhälften spreizend, an der Spitze verschmelzend. N. un- 
geteilt, kopfig. Fr. 4 klappig aufspringend. Samenschale 
locker. Ostalpen und Türkei . . Kuhtritt, Wulfenia Jacq. 

— Sträucher. Blätter wechselständig, linealisch, ganzrandig. 
Vorblätter 2. Krone weiss, mit langer Röhre und 5 spaltigem 
Saum. Staubblätter eingeschlossen. Samen flach, kreisrund. 
— Bl. in Trauben. Kr. mit dünner, gekrümmter Röhre und 
ziemlich gleichen Abschnitten. Staubbeutelhälften spreizend, 
an der Spitze verschmelzend. N. kopfig. Kapsel flach, 
wandspaltig, mit 2 spaltigen Klappen. S. geflügelt. Azoren . 

[Krummblume], Campylanthus Rth. 



Scrophulariaceae. 263 

21. Blüten einzeln oder gebüschelt in den Blattachseln. Kelch 
4 — 5 spaltig. Kronröhre sehr kurz. Staubblätter 4 — 5, 
ziemlich gleichlang. Staubbeutelhälften getrennt. Griffel- 
spitze ungeteilt. Frucht fachspaltig aufspringend. Samen 
nicht sehr zahlreich. — Behaarte, niedergestreckte Kräuter. 
B. wechselständig oder gebüschelt, gestielt, kreisrund oder 
nierenförmig, gekerbt oder gelappt. K. glockig. Kr. radförmig, 
fast regelmässig, gelb oder rot. Stf. kurz. N. kopfig. Fr. 
flach. S. höckerig. AVEu. und Grrieclienland 

[Sibthorpie], Sibthorpia L. 

— Blüten in Trauben. K. 5 teilig. Kronröhre lang. Staub- 
blätter 4, zweimächtig. Staubbeutelhälften an der Spitze ver- 
schmelzend. Grriffelspitze 2 lappig. Frucht wandspaltig oder 
fach- und wandspaltig aufspringend. Samen zahlreich . 22. 

22. Niedrige Kräuter. Kronröhre dünn, walzenförmig, fast aufrecht. 
Narbe kopfig, zwischen den LajDpen der Griffelspitze gelegen. 
Frucht fach- und wandspaltig aufspringend. — B. wechsel- 
ständig, spateiförmig, gekerbt. Bl. in einseitswendigen Trauben. 
Kr. blau oder rot; Abschnitte 5, zum Teil ausgerandet. 
Stb. eingeschlossen. Stbt. nierenförmig. Gr. sehr kurz. 
Fr. eiförmig. S. runzelig. SWEu., Frankreich, Schweiz, 
Italien, Oesterreich Leber baisam, Erfnus L. 

— Hohe Kräuter oder Sträucher. Kronröhre bauchig oder 
glockig, nach abwärts gebogen. Xarbe innen an den Lappen 
der Griffelspitze. Frucht wandspaltig aufspringend, mit un- 
geteilten Klappen. — B. wechselständig, ungeteilt. Kr. rot, 
gelb oder weiss. Stb. kürzer als die Kr. Fr. eiförmig. 
S. runzelig Fingerhut, Digitalis L. 

23. (16.) Samenanlagen in jedem Fach des Fruchtknotens 2 . 24. 

— Samenanlagenin jedem Fach des Fruchtknotens mehr als 2 . 25. 

24. Oberlippe der Krone nur wenig gewölbt, breit, 2 lappig. 
Kelchzähne kurz. Samenaulagen in der Mitte befestigt. 
Samen 1, fast kugelig. Blätter eirund. — Bleichgrüne, 
saftige, auf "Wurzeln schmarotzende Kräuter. B. gegenständig, 
ungeteilt. Bl. einzeln, achselständig, ohne Vorb., klein. 
K. glockig, 4 — 5 zähnig. Kr. gelb. Längere Stb. hervor- 
ragend. Stbt. mit gleichgrossen, am Grunde zugespitzten, 
gleichlaufenden Hälften. N. kopfig. Fr. zusammengedrückt, 



254 .Scrophulariaceae. 

fast kugelig, zuerst fast steinfruchtartig, später facbspaltig 

aufspringend. Gebirge von S- und MEu 

Alpenrachen, TÖZZia L. 

— Oberlippe der Krone helmartig, zusammengedrückt, ungeteilt 
oder beiderseits seicht umgeschlagen oder gezähnt. Kelch- 
zähne lang, zugespitzt. Samenanlagen, wenigstens die eine, 
aufsteigend. Samen 4, selten 1 —3, länglich. Untere Blätter 
linealisch oder lauzettlich (obere oft breiter). — Aufrechte, 
halbschmarotzende Kräuter. B. gegenständig, schmal. Bl. 
einzeln achselständig oder in endstäudigen Aehren mit farbigen 
Deckb., ohne Vorb. K. röhrig, 4 — 5 zähnig. Kr. gelb, rot, 
violett oder mehrfarbig. Staubbeutelhälften gleich gross, am 
Grund zugespitzt, gleichlaufend. N. ungeteilt. Fr. zusammen- 
gedrückt, eiförmig, fachspaltig aufspringend. S. mit Nabelwulst 

Wachtelweizen, Melampyrum L. 

25. Blüten mit 2 kleinen Vorblättern unterhalb des Kelches . 26. 

— Blüten ohne Vorblätter 27. 

26. Stengel vom Grund an mit Laubblättern besetzt. Untere 
Blätter gegenständig, obere wechselständig. Krone rot, röhrig. 
Staubblätter fast gleich lang. Staubbeutelhälften am Grund 
ohne Stachelspitze. Frucht länglich, spitz. Samen zahlreich, 
sehr klein, mit lockerer Schale. — Flaumige, aufrechte 
Kräuter. B. schmal, ungeteilt. Bl. in beblätterten Aehren 
oder Trauben. K. 5 spaltig. Oberlippe der Kr. ungeteilt. 
Staubbeutelhälften gleich, parallel. N. ungeteilt. Kapsel 
fachspaltig. Samenschale netzig. Griechenland. {^Lesquereiuria 
Boiss. et Reut.) . . . [Röhrendecke], Siphonostegia Benth. 

— Stengel am Grund mit Schuppen besetzt. Blätter gegen- 
ständig. Krone gelb, glockig. Staubblätter deutlich zwei- 
mächtig. Staubbeutelhälften am Grunde stachelspitzig. Frucht 
eiförmig, stumpf. Samen wenige, ziemlich gross, schmal ge- 
flügelt, mit anliegender Schale. — Aufrechte, flaumige Kräuter. 
B. schmal, ganzrandig. Bl. achselständig. K. 5 spaltig. 
Oberlippe der Kr. ungeteilt; Unterlippe am Grund mit 
2 Höckern. Stbt. mit gleichen, parallelen Hälften. N. kopfig. 
Kapsel fachspaltig. S. länglich. Südrussland 

Hohlblume, Cymbäria L. 

27. Kelch 5teilig. Frucht wandspaltig aufspringend, mit 2 spaltigen 
Klappen. Niederliegende Halbsträucher mit breiten Blättern» 



Scrophulariaceae. 265 

— St. wollig. B. gegenständig, gestielt, herz- oder nieren- 
förraig, gekerbt, Bl. in dichten, allseits wendigen Aehren. 
Kr. weiss, mit walzenförmiger Röhre. Stb. eingeschlossen. 
N. kopfig. Fr. länglich. S. gestreift. Spanien 

[Lafuentee], Lafuentea Lag. 

— Kelch 2 — 5 zähnig oder 4 spaltig. Frucht fachspaltig auf- 
springend. Kräuter, selten aufrechte Halbsträucher mit 
schmalen Blättern 28. 

28. Staubbeutelhälften ungleich, die eine an der Spitze, die andere 
in der Mitte des Kückens befestigt. Blätter wechselständig, 
wenigstens die oberen, ungeteilt. — B. schmal, die obersten 
farbig und eingeschnitten. Bl, in endständigen, bisweilen be- 
blätterten Aehren oder Trauben. Kelch röhrig, seitlich zu- 
sammengedrückt, ungleich-4 spaltig. Röhre der Kr. einge- 
schlossen; Saum 2 lippig; Oberlippe aufrecht, ungeteilt; Unter- 
lippe viel kürzer, 3 zähnig. N. ungeteilt. Sa, zahlreich. 
Samenschale locker, netzig. Arktische Gegenden .... 

[Castilleje], Castilleja L. 

— Staubbeutelhälften einander gleich und parallel, höchstens die 
eine länger gespornt. Blätter wechselständig und fiederteilig 
oder gegenständig oder quirlig 29. 

29. Blätter wechselstäudig oder quirlig, fiederspaltig bis fieder- 
schnittig. Kelch auf einer Seite oder auf beiden aufgeschlitzt, 
mit 2 — 5 zähnigem Rand. — Kräuter. Bl. in Aehren oder 
Trauben. Kr. gelb oder rot; Oberlippe ungeteilt oder 
2 zähnig, mit geradem Rand; Unterlippe 3 lappig mit kleinerem 
Mittellappen und mit 2 Wülsten am Grunde. Stbt. quer. 
N. ungeteilt. Fr. flach, schief, eirund oder lanzettlich, mit 
ungeteilten Klappen. S. zahlreich, mit gestreifter oder 
grubiger Schale Läusekraut, Pedicuiäris L. 

— Blätter gegenständig, ungeteilt, selten bandförmig gelappt. 
Kelch 4 spaltig, aber bisweilen 2 lippig 30. 

30. Oberlippe der Krone in einen langen dünnen Schnabel vor- 
gezogen. Kelch 2 lippig; Unterlippe 2 teilig, Oberlippe 2 zähnig. 

— Behaarte Kräuter. B. gezähnt. Bl, einzeln, achselständig, 
K. von der Seite her zusammengedrückt. Kr. gelb, mit 
kurzer Röhre. Stbt, kahl, ohne Stachelspitzen. N. ungeteilt. 
Fr. fast kugelig, etwas zusammengedrückt. S. eiförmig oder 



266 Scrophnlariaceae. 

kugelig, mit gerippter Schale. Italien, Türkei, Kaukasus. 

{^Probosriphora Neck., Rliynclioroiys Griseb.) 

[Rüsselblume], Rhinänthus L. 

— Oberlipj)e der Krone nicht lang geschnäbelt. Kelch 4 spaltig 
oder -zähnig mit ziemlich gleichen Lappen 31. 

31. Kelch bauchig, zusammengedrückt. Staubbeutelhälften nicht 
zugespitzt. Frucht scheibenförmig. Samen wenige, scheiben- 
löriuig. — Aufrechte Kräuter. Stengelb. gekerbt. Bl. achsel- 
ständig, die obersten eine einseitswendige Aehre bildend. 
K. 4 zähnig, an der Er. aufgeblasen. Oberlippe der Kr. länger 
als die Unterlippe, mit geradem Eand, 2 zähnig oder 21appig. 
Stbt. quer, behaart. N. ungeteilt. S. geflügelt. (^Flstularia 
L.. Rhinänthus Jj. z. T.) . Klapper, AlectorÖlophuS M. Bieb. 

— Kelch glockig oder röhrig. Staubbeutelhälften am Grunde 
zugespitzt. Frucht kugelig, eiförmig oder länglich. Samen 
zahlreich, selten wenige, dann aber länglich 32. 

32. Oberlippe der Krone mit zurückgeschlagenem Rand. — Kräuter. 
Bl. in endständigen, beblätterten Aehren. Oberlippe der Kr. 
2 lappig; Unterlippe ohne Wülste am Grunde. Stbt. behaart. 
N. kopfig. Fr. länglich, zusammengedrückt, mit ungeteilten 
Klappen. S. zahlreich, gerippt . Augentrost, Euphräsia L. 

— Oberlipj)e der Krone mit geradem Band. {harUiü L.) . 33. 

33. Samen hängend, in geringer Zahl. Blätter ganzraudig oder 
entfernt gesägt, linealisch oder lanzettlich. Unterlippe der 
Krone etwa so lang wie die Oberlippe, ohne Höcker am 
Grunde 34. 

— Samen wagreclit abstehend, meist zahlreich. Blätter gezähnt, 
gekerbt oder gesägt, eirund, seltener länglich bis linealisch, 
dann aber Unterlippe der Krone bedeutend länger als die 
Oberlippe oder mit 2 Höckern am Grunde 35. 

34. Staubbeutel zuletzt aufrecht, über den Helm vorragend, kahl. 
Kronröhre kürzer als der Saum. — Einjährige, aufrechte Kräuter. 
Bl. in einseitswendigen. beblätterten Aehi-en. Kr. gelb, mit 
ungeteilter oder ausgerandeter Oberlippe. Er. eirund oder 
länglich, flach. S. mit Längsfurchen. S- und MEu. (^Oih>ntites 
Hall. z. T.) [Geradblume], Orthäntha Kern. 

— Staubbeutel quergestellt, den Helm nicht überragend, mehr 
oder weniger behaart. Kronröhre länger als der Saum. — 
Blüten in einseitswendigen, beblätterten Aehren oder Trauben. 



Scrophulariaceae. Pedaliaceae. 267 

Kr. gelb oder rot; Oberlippe ungeteilt oder ausgerandet. K. 
kojDfig. Fr. einlud oder länglich, flach. S. mit Längsfurchen . 

Zahntrost, Odontftes Pers. 

35. Samen in ziemlich geringer Zahl, gross, mit geflügelten Längs- 
rispen. Oberlippe der Krone länger als die TJnterlij)pe. Aus- 
dauernde Kräuter. — St. aufrecht, behaart. B. eirund. Bl. 
in einseitswendigen, beblätterten Aehren. Kr. violett oder 
rötlich, mit ungeteilter oder ausgei andeter Oberlij)pe. Stbt. 
behaart. Fr. eirund oder länglich, flach, mit dünnen Samen- 
leisten Alpenhelm, Bärtschia L. 

— Samen zahlreich, klein, mit zarten Längsrippeu oder glatt. 
Oberlippe der Krone ebensolang oder kürzer als die Unter- 
lippe. Einjährige Kräuter 36. 

36. Samen gerippt. Frucht eiförmig oder kugelig, dick. Unter- 
lippe der Krone am Grund mit 2 Höckern. Kelch glockig. 
— St. aufrecht, drüsig-flaumig. B. liuealisch, lanzettlich oder 
länglich, entfernt gesägt. Bl. in Aehren. Stbt. behaart. Fr. 
mit dicken Samenleisten. SEu. {Trlxago Stev.) .... 

[Bellardie], Bellärdia All. 

— Samen glatt. Frucht länglich oder lanzettlich, flach. Unter- 
lippe der Krone am Grrunde gewölbt. Kelch röhrig. — St. 
aufrecht, drüsig-flaumig. B. länglich oder eirund, gesägt, ge- 
kerbt oder die oberen gelappt. Bl. in beblätterten Aehren. 
Kr. rot oder gelb; Oberlippe ungeteilt oder ausgerandet. N. 
kopfig. S- und WEu. {^Eufragia Griseb.) 

[Parentucellie], ParentucelÜa Viv. 

129. Fam. Pedaliaceae, Steuerfruchtgewächse. 

Kräuter mit Schleimdrüsenhaaren. B. wechselständig, ungeteilt, 
die unteren bisweilen gegenständig und Steilig. Bl. einzeln, achsel- 
ständig, unregelmässig, Q. K. 5 teilig. Kr. weiss oder rötlich, 
undeutlich 2 lippig, mit 5 dachigen Lappen; der vordere Lappen 
in der Knospe innen. Fruchtbare Stb. 4, zweimächtig, am Grund 
der Kr. befestigt, eingeschlossen. Fünftes Stb. verkümmert, zahn- 
förmig. Stbt. am Rücken befestigt, mit 2 fast parallelen Längs- 
spalten aufspringend. Scheibe ringförmig. Frkn. 4fächerig, an der 
Spitze 2 fächerig. Sa. in jedem Fach mehrere, im inneren Winkel 



268 Pedaliaceae, Orobanchaceae. 

einreihig übereinander, wagrecht, umgewendet. Gr. 1. N. 2. Fr. 
eine fachspaltige Kapsel. S. mit krustiger Schale, sehr geringem, haut- 
artigen Nährgewebe und geradem Keimling. (SOEu.) (Sesameae.) 

Einzige Gattung Sesam, Sesamum L. 



130. Farn. Orobanchaceae, Sommerwurzgewächse. 

Aufrechte, schmarotzende Kräuter ohne grüne Färbung. B. 
schu23penartig, wechselständig. Bl. endständig, einzeln oder in 
Aehren oder Trauben, unregelmässig, zwitterig oder vielehig. K. 
2 — 5 spaltig, mit klappiger oder offener Knos2:)enlage. Kr. 2 — 5- 
lappig, meist 2 lippig, in der Knospe dachig, der hintere Kron- 
lapj)en innen. Vollkommene Stb. 4, zweimächtig, am Grund der 
Kronröhre eingefügt, mit den Kronlappen abwechselnd. Stbt. am 
E-ücken befestigt, mit 2 gleichlaufenden, der Länge nach auf- 
springenden Hälften. Frkn. oberständig, 1 fächerig, mit 2 oder 
4 wandständigen Samenleisten. Sa. zahlreich, umgewendet. Gr. 1, 
ungeteilt. N. 1, ungeteilt oder gelappt. Fr. fachspaltig- 2 klappig 
aufspringend. S. zahlreich und sehr klein, mit unebener Schale, 
fleischigem Nährgewebe und sehr kleinem, ungeteilten Keimling. 
{Scroplmlaiiaceae z. T.) 

Gattungen. 

1. Blüten einzeln, endständig, scharlachrot. — ■ Bl. gross. Vorb. 0. 
K. 5 spaltig, mit spitzen, ungleichen Zähnen. Kr. mit bauchiger, 
gekrümmter Röhre und abstehendem, 21ippigeu Saum. Stb. 
eingeschlossen. Stbt. am Grunde zugesj)itzt. Samenleisten 4, 
getrennt. N. ungeteilt. Südrussland. {^Anojilantlius Endl.) . 

[Phelipaee], PhelJpaea Desf. 
— Blüten in Aehren oder Trauben, nicht scharlachrot . . 2. 

2. Blüten ii) Trauben, deutlich gestielt, ohne Vorblätter. Kron- 
lappen aufrecht. Staubblätter die Krone ein wenig überragend. 
Samenleisten 2, zweispaltig. — K. 4-, selten 5 spaltig, klappig. 
Kr. rosa oder violett; Röhre fast gerade, Saum 2 lippig, Ober- 
lippe ausgerandet, Unterlippe ungeteilt oder 3 lappig. Stbt. 
gebartet, am Grunde zugespitzt. Scheibe einseitig, schuppen- 
förmig. (Einschl. Clandestina Lam.) 

Schuppenwurz, Lathraea L. 



Orobanchaceae, Gresneriaceae. 2H9 

.- — Blüten in Aehren (höchstens die unteren kurz gestielt) oder 
in Trauben, dann aber mit 2 Vorblättern. Kronlappen ab- 
stehend oder die oberen aufrecht, die unteren abstehend. Staub- 
blätter eingeschlossen. Samenleisten 4, getrennt oder nur in 
ihrem oberen Teile verwachsen 3. 

. 3. Kelchlappen stumpf, wenigstens die vorderen. Krone fast 
gleichmässig 5 lappig. — Bl. gross, in Aehren, mit 2 Vorb. 
K. 5-, selten 4 spaltig. Kr. gelb, mit gekrümmter E,öhre und 
abstehendem Saum. Stbt. quer, mit stumpfen Fächern. Samen- 
leisten getrennt, aber bisweilen paarweise genähert. N. nicht 
deutlich gelappt. Spanien, Portugal, Südrussland. (^Phelipaea 
Desf. z. T.) . . . . [Cistwürger], Cistänche Hoflfm. et Lk. 
— Kelchlappen spitz. Krone 2 lippig. — K. ungleich 2 — 5- 
zähnig. Kr. mit ausgerandeter oder 2 lappiger Oberlippe und 
31aj)piger Unterlipj)e. Gr. an der Spitze gekrümmt. N. mehr 
oder weniger deutlich 2 lappig. (Einschl. Ceratocalyj' Coss., 

Kopsia Dum. und PheUpaea Desf. z, T.) 

Sommerwurz, Orobänche Bck. 

131. Fam. Gesiieriäceae, Gesneriengewächse. 

Kräuter. B. grundständig, ungeteilt, ohne Nebenb. Bl. einzeln 
oder wenige auf blattlosem Schaft, p. K. 4 — 6 spaltig oder -teilig, 
klappig oder offen. Kr. 2 lippig und 4 — 6 lappig oder fast gleich- 
mässig 4 — 6 teilig oder -spaltig, dachig. Stb. 4 — 6, am Grund 
der Kr. eingefügt, ebensoviel wie Kronabschnitte und mit ihnen 
abwechselnd oder um 1 weniger. Stbt. innen oder seitlich mit 
Längsspalten aufsjDringend. Frkn. oberständig, 1 fächerig, mit wand- 
ständigen Samenleisten. Sa. zahlreich. Gr. 1, ungeteilt. N. 1, un- 
geteilt. Fr. eine wandspaltige Kapsel. S. zahlreich und sehr klein, 
ohne Nährgewebe. Pyrenäen und Balkanhalbinsel. (Cyrtandraceae.) 

Gattungen. 

1. Krone trichterig, unregelmässig, undeutlich 2 lippig, blau. 
Staubblätter weniger als Kronlappen, paarweise ungleichlang 
(zweimächtig). Staubbeutel an der Spitze zusammenhängend, 
mit spreizenden Hälften. Scheibe ringförmig. Frucht den 
Kelch nur wenig überragend. Blätter kurzhaarig. — - Bl. 
özählig. Stb. 4. Balkan . . [Haberlee], Haberlea Frivald. 



270 Gesneriaceae. Lentibulariaceae, Globulariaeeae. 

— Krone radförniig oder glockig, fast regelmässig, violett. Staub- 
blätter ebensoviel wie Ivronabschnitte, ziemlich gleichlang. 
Staubbeutel getrennt, mit gleichlaufenden Hälften. Scheibe 
fehlend. Frucht den Kelch weit überragend. Blätter laug- 
haarig. — Pyrenäen und Balkanhalbiusel. (Einschl. Jitnkaea 
Boiss.) [Ramondie], Ramöndia Rieh. 

132. Fam. Lentibulariaceae, Wasserschlauchgewächse. 

Kräuter. B. grund- oder wechselständig. Bl. einzeln oder in 
Trauben, unregelmässig, Q. K. 2 — 5 teilig, mitdachiger oder offener 
Knospenlage, an der Fr. bleibend. Kr. mit kurzer, gespornter Röhre 
und 2 lippigem Saum: Oberlij^pe in der Knospe innen. Stb. 2, am 
Grund der Kr. eingefügt, eingeschlossen. Stbt, mit verschmolzenen 
Hälften. Scheibe 0. Frkn. oberständig, 1 fächerig, mit rundlichem, 
freien mittelständigen Samenträger. Sa. zahlreich, umgewendet. Gr. 
sehr kurz. N. 2 teilig, jedoch der hintere Lappen oft verkümmert. 
Fr. eine Kapsel. S. mit unebener Schale, ohne Nährgewebe. 

Gattungen. 

1. Wasserpflanzen, schwimmend. Wurzeln fehlend. Blätter geteilt, 
schlauchtragend. Kelch 2 teilig. Schlund der Krone durch eine 
gaumenartige Wölbung der Unterlippe verschlossen. Staub- 
fäden stark gebogen. Staubbeutel aufrecht. — Kr. gelb 
oder rot; Oberlippe ungeteilt oder 2 lappig, Unterlippe un- 
geteilt oder 2 — 41aj)pig. Stbt. am Rücken befestigt, parallel. 
Fr. 2 klappig oder unregelmässig aufspringend. S. flach oder 
kantig Wassergarbe, Utriculäria L. 

— Land- oder Sumpf23flanzen. Wurzeln zahlreich. Blätter un- 
geteilt, keine Schläuche tragend. Kelch 4 — -5 teilig. Schlund 
der Krone ofi'en. Staubfäden nur wenig gebogen. Staub- 
beutel quer. — B. grundständig, ganzrandig, mit Drüsen- 
haaren. Bl. einzeln auf aufrechtem, blattlosen Schaft. Kron- 
lappen 5, abstehend. Fr. 2 — 4 klappig aufspringend. S. 
länglich Fettkraut, Pingufcula Tourn. 

133. Fam. Globulariaceae, Kugelblumengewächse. 

Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher. B. grund- oder 
wechselständig, ungeteilt, ohne Xebenb. Bl. in Köpfchen, klein, 



Globulariaceae, Acanthaceae, Plantaginaeeae. 271 

unregelmässig, p. K. 5 spaltig, bleibend. Kr. blau, 1 — 2 lippig, 
3— 5 lappig oder -spaltig. Stb. 4, zweimächtig, an der Kronröhre 
eingefügt. Stbt. beweglich, innen mit 1 Querspalt aufspringend. 
Frkn. oberstäudig, 1 fächerig. Sa. 1, hängend, umgewendet. 
Gr. 1, ungeteilt. Fr. eine Schliessfrucht. S. mit häutiger Schale, 
fleischigem Nährgewebe und grossem, geraden Keimling mit oberem 
Würzelchen. {Selagineae z. T.) 

Gattungen. 

1. Kronröhre zwischen den sehr kleinen Lappen der Oberlippe 
bis zum Grund aufgeschlitzt. Köpfchen nur an Nebenachsen 
(achsel ständigen Kurztrieben). Hohe Sträucher. — Azoren. 
{Glohularia L. z. T.) . [Schiit zblume], LytänthuS Wettst. 

— Kronröhre nur in ihrem obersten Teil oder gar nicht auf- 
geschlitzt. Köpfchen an Haupt- und Nebenachsen. Kräuter, Halb- 
sträucher oder niedrige Sträucher . Kugelblume, GlobuläriaL. 

134. Farn. Acanthaceae, Bärentapenge wachse. 

Kräuter oder Halbsträucher, selten Sträucher. B. grund- 
oder gegenständig, fiederspaltig, selten nur gezähnt, meist dornig. 
Nebenb. 0. Bl. in Aehren, unter grossen Deckb., uuregelmässig, $. 
K. 4 teilig, mit sehr ungleichen ^Abschnitten. Kr. weiss oder blau, 
llippig, mit kurzer, hinten gespaltener Röhre und 3 — 5 lappigem 
Saum. Stb. 4, am Schlund der Kr. eingefügt, kürzer als die 
Lippe, 2 mächtig. Stbt. am Rücken befestigt, zusamraeoneigend, 
behaart, auf 1 Hälfte beschränkt, der Länge nach aufspringend. 
Frkn. oberständig, ungeteilt, 2 fächerig. Sa. in jedem Fach 2, auf- 
steigend, umgewendet. Gr. 1, ungeteilt. N. 2 teilig. Fr. eine fach- 
spaltige Kapsel. S. flach, von den vergrösserten und verhärteten, 
hakenförmigen Nabelsträngen gestützt, ohne Nährgewebe. SEu. 

Einzige Gattung Bärentapen, Acänthus L. 

Reihe Plantaginales, Wegerich artige. 

135. Fam. Plantaginaeeae, Wegerichgewächse. 

Kräuter oder Halbsträucher, selten kleine Sträucher. B. 
einfach, ohne Nebenb. Bl. in Aehren, Köpchen oder einzeln, ohne 
Vorb., regelmässig, zwitterig oder einhäusig. K. 4 teilig, dachig. 



272 Plantaginaceae, Rubiaeeae, 

Kr. trockenhäutig, 4 lappig, dachig, in den Bl. bisweilen 2 — 3- 
zähnig oder 0. Stb. 4, ziemlich gleich lang, mit den Kronlappen 
abwechselnd. Stf. lang, fädlich. Stbt. am Rücken befestigt, be- 
weglich, mit 2 Längsspalten aufspringend. Scheibe 0. Frkn. ober- 
ständig, 1 — 4 fächerig. Gr. 1, N. 1. Sa. halbunige wendet. Fr. mit 
Deckel oder nicht aufspringend. S. mit fleischigem Nährgewebe. 

Grattungen. 

1. Blüten einhäusig. Samenanlage 1. Frucht nicht aufspringend. 

Samen grundständig Strandling, Litorella L. 

— Blüten zwitterig oder vielehig. Samenanlagen 2 oder mehr. 
Frucht mit Deckel aufspringend. Samen seitlich befestigt . 

Wegerich, Platltägo L. 

Reihe Rubiäles, Krappartige. 

136. Farn. Rubiäceae^ Krappgewächse. 

Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher. B. ungeteilt, ganz- 
randig, gegenständig und mit Nebenb. versehen oder quirlig. K. 
meist verkümmert, selten 4 — 8zähnig. Kr. regelmässig, 3 — 51appig 
oder -teilig, klappig. Stb. ebensoviel wie Kronlappen, an der 
Kr. befestigt, getrennt. Stbt. mit 2 Längsspalten aufspringend. 
Frkn. unterständig, 2 fächerig, sehr selten 1- oder 3 fächerig. 
Gr. 1 mit 2 N. oder 2. Sa. in jedem Fach 1, aufrecht oder 
aufsteigend, umgewendet. Fr. nicht aufspringend. S. mit häutiger 
Schale, hornigem oder fleischigem Nährgewebe und meist gekrümmtem 
Keimling; "Würzelchen unten. 

Gattungen. 

1 . Sträucher. Zweige stielrund. Blätter gegenständig, mit kleinen 
Nebenblättern. Griffel 1, ungeteilt, mit 2 nicht verdickten 
Narben. Samenanlagen am Grund des Fruchtknotens befestigt. 
Frucht steinfruchtartig. — B. schmal, übelriechend. Bl. in 
endständigen Büscheln, ziemlich gross, P . K. kurz röhren- 
förmig, 4 zähnig. Kr. rot, trichterig, mit langer Röhre und 
4 kurzen, abstehenden Lapj)en. Stbt. länglich. Scheibe klein. 
Fr. länglich, mit 2 Steinkernen. S. länglich, mit fleischigem 
Nährgewebe und grossem, mittelständigen Keimling. SEu. . 

[Stink Strauch], Putoria Pers. 



Rubiaceae. 273 

— Kräuter oder Halbsträucher. Stengel 4 kantig. Blätter quirlig 
(oder gegenständig mit laubblattartigen Nebenblättern), selten 
die oberen ß-esfenständis- mit kleinen Nebenblättern oder ohne 
Nebenblätter. Griffel 2 oder ein 2 spaltiger mit kopfigeu 
oder keulenförmigen Narben. Samenanlagen am Grund oder 
in der Mitte der Scheidewand befestigt. Frucht trocken oder 
beerenartig. (Galieae) 2. 

2. Kelchsaum aus 4 — 6 (meist 6) verhältnismässig grossen, 
am Grunde verbundenen Abschnitten bestehend. — Nieder- 
liegende Kräuter. B. lauzettlich. Bl. in Köpfchen, welche 
von einer Aussenhülle umgeben sind, klein, P . K. bleibend. 
Kr. rosa, trichterig, mit langer Röhre und 4 aufrechten oder 
abstehenden Lappen. Stbt. länglich, hervorragend. Scheibe 
klein. Gr. 2 spaltig. Fr. 2 knöpfig, lederig 

Ackerröte, Sherardia Dill. 

— Kelchsaum fehlend, selten aus 4 — 8 (meist 4) kleinen, ge- 
trennten Zähnchen bestehend 3. 

3. Krone trichterig, mit langer oder ziemlich langer Bohre . 4. 

— Krone radförmig, mit kurzer Röhre 5. 

4. Blüten mit Vorblättern. Kronlappen an der Spitze mit nach 
innen gebogenem Anhängsel. Staubbeutel eingeschlossen. 
Samenanlagen am Grund der Scheidewand befestigt. — B. 
schmal. Bl. in Aehren oder Büscheln, p. Kr. 4 — 5 lappig. 
Stbt. schmal. Gr. mit 2, meist ungleichlangen Aesten. Fr. 
lederig. SEu Kreuzblatt, Cruciatiella L. 

— Blüten ohne Vorblätter. Kronlappen ohne Anhängsel. Staub- 
beutel etwas vorragend. Samenanlagen an der Scheidewand 
oberhalb ihres Grundes befestigt. — Bl. in lockeren oder 
büschel- oder doldenförmigen Trugdolden, klein, p . Kr. mit 
4 abstehenden Lappen. Stbt. schmal. Scheibe unmerklich. 
Griffeläste ziemlich gleich lang. Fr. 2 knöpfig 

Waldmeister, Asperula L. 

5. Blüten von einem grossen, in der Mitte zusammengefalteten, 
an der Frucht bleibenden Deckblatt gestützt. Fruchtknoten 
und Frucht länglich, mit nur 1 fruchtbaren Fach, häutig. — 
Aufrechte Kräuter. B. zu 4. Bl. zu 3, achselständig, sehr 
klein, p. Kr. becherförmig, 4spaltig. Stb. mit kurzen Stf. 
und eirunden Stbt. Scheibe 0. Frkn. und Fr. gekrümmt. 
Gr. 2 spaltig. Spanien . . [Schönschild], Callipeltis Stev. 

Thonner, Exkursiousflora. II. 1° 



274 Rubiaceae, Caprifoliaceae. 

Blüten nicht von einem grossen, zusammengefalteten Deck- 
blatt gestützt. Fruchtknoten und Frucht mehr oder weniger 
kugelig, selten länglich, dann aber (wie meistens) beide 
Fächer fruchtbar. Frucht lederig oder fleischig .... 6. 

6. Blütenstiele von je 3 Blüten (1 zwitterigen und 2 männlichen) 
untereinander verwachsen und verbreitert, später dornig-ge- 
franst, die Frucht einhüllend. Scheibe unmerklich. — Kräuter. 
B. zu 4. Bl. zu 3, achselständig, sehr klein, einhäusig-viel- 
ehig. Kr. weiss oder gelb, in den Ö Bl. 3 teilig, in den $ 
4 teilig. Stf. kurz. Gr. 2 teilig. Fr. kugel- oder nierenförmig, 
meist 1 sämig. SEu Schuttkraut, VaÜläntia L. 

— Blütenstiele nicht verbreitert und verwachsen. Scheibe merk- 
lich 7. 

7. Kronlappen und Staubblätter 4, selten 3. Frucht trocken, 
lederig. — Bl. klein, in Trugdolden oder trugdoldigen Rispen, 
selten einzeln achselständig. Kr. gelb, weiss oder grünlich, 
selten rot. Stf. kurz. Scheibe ringförmig. Gr. 2, kurz . . 

Labkraut, Gälium Tourn. 

— Kronlappen und Staubblätter 5, sehr selten 4. Frucht fleischig, 
beerenartig. — Kräuter. Bl. klein, in Trugdolden oder Eispen. 
Kr. gelb, weiss oder grünlich. Stf. kurz. Scheibe klein. Fr. 
kugelig. S- und MEu Krapp, Rübia L. 

137. Farn. Caprifoliäceae, Geissblattgewächse. 

B. gegenständig. Bl. in trugdoldigen Blütenständen, $. K. 
5-, sehr selten 3 — 41appig oder -teilig. Kr. 5-, sehr selten 3 — 4- 
lappig oder -teilig, dachig, sehr selten klappig. Stb. 4 — 5, an der 
Kronröhre eingefügt. Stbt. schmal, beweglich. Frk. unterständig, 
1 — öfächerig. Gr. lang und ungeteilt mit kopfiger oder 2 lappiger 
N., oder sehr kurz und 2 — 5 spaltig. Sa. mittelständig, hängend, 
umgewendet. S. mit reichlichem, fleischigen Nährgewebe. 

Gattungen. 

1 . Blätter zerschnitten. Staubbeutel aussen aufspringend. Frucht 
eine Steinfrucht mit 3- — 5 Steinkernen. — B. meist fieder- 
schnittig. Blütenstände ebenstrauss- oder rispenförmig. Bl. 
klein, regelmässig. Kr. radförmig oder radförmig-glockig, 
weiss, gelblich, grünlich oder rötlich. Frkn. 3 — öfächerig. 



Caprifoliaceae. 275 

Gr. sehr kurz, 3 — 5 spaltig. Sa. in jedem Fach 1. Steinkerne 
knorpelig, 1 sämig. Keimling fast so lang wie der S. (Einschl. 
Ebulum Ponted.) Hollunder, SambÜCUS L. 

— Blätter ungeteilt oder gelappt. Staubbeutel innen aufspringend. 
Frucht eine Steinfrucht mit 1 Steinkern, oder eine Beere, 
Schliessfrucht oder Kapsel 2. 

2. Krone mehr oder weniger radförmig. Grriffel sehr kurz, 
2 — Sspaltig. Samenanlage in jedem Fach des Fruchtknotens 1. 
— Sträucher oder Bäume. Blütenstände ebenstraussförmig. 
Bl. regelmässig, P , oder die äusseren unfruchtbar und etwas 
unregelmässig. K. 5 zähnig, bleibend. Kr. 5 spaltig, weiss 
oder rötlich. Stbt. hervorragend. Scheibe 0. Frkn. 1 — 3- 
fächerig. Fr. 1 sämig, steinfruchtartig, aber bisweilen trocken. 
S- mit sehr kleinem Keimling . . Schwel ken, VibÜrnum L. 

— Krone trichterig oder glockig. Griffel lang, ungeteilt, mit un- 
geteilter oder 2 lappiger Narbe. Samenlagen in jedem Fach 
oder in 2 Fächern des Fruchtknotens mehrere oder viele . 3. 

3. Samenanlagen in 2 Fächern des Fruchtknotens mehrere, in 
den 1 — 2 übrigen nur 1. Fracht 1 — 2s3iimg (Liunaeeae) . 4. 

— Samenanlagen in jedem Fache des Fruchtknotens mehrere 
oder viele. Frucht mehr- oder vielsamig. (Lonich-eae) . 5. 

4. Niederliegende Sträuchlein. Blüten zu 2. Kelchzipfel lang, 
abfällig. Scheibe fehlend. Staubblätter 4, am unteren Teil 
der Kronröhre eingefügt, ungleichlang (2 mächtig). Frucht- 
knoten 3 fächerig. Frucht lederig, 1 sämig. Samenschale 
häutig. — B. eirund, etwas gesägt, ohne Nebenb. Bl. nickend. 
Kr. rosa, glockig, fast regelmässig, 5 lappig. Fr. fast kugelig, 
nicht aufspringend. S. mit kleinem Keimling. N- und MEu. . 

Erdkrönchen, Linnaea Gronov. 

— Aufrechte Sträucher. Blüten in ähren- oder traubenförmigen 
Blütenständen. Kelchzipfel kurz, bleibend. Scheibe klein. 
Staubblätter 4 — 5, am Schlund der Krone eingefügt, ziemlich 
gleich lang. Fruchtknoten 4 fächerig. Frucht fleischig, 
2 sämig. Samenschale beinhart. — B. eirund, ganzrandig 
oder in der Jugend gezähnt, ohne Nebenb. Kr. weiss oder 
rot, glockig, fast regelmässig, 4 — 5 lappig. Fr. fast kugelig. 
S. mit sehr kleinem Keimling. (MEu.) 

Schneebeere, SymphoricarpuS Juss. 

18* 



2'JQ Caprifoliaceae, Adoxaceae, Valerianaceae. 

5. Kelcliröhre eiförmig oder kugelig. Kelclizipfel kurz. Krone 
meist 2 lippig. Scheibe polsterförmig. Frucht eine 1 — Sfächerigej 
wenigsamige, fleischige Beere. — Aufrechte oder kletternde 
Sträucher. K. 5 zähnig. Kr. 2 lippig mit 41appiger Ober- 
lippe und ungeteilter Unterlippe oder fast regelmässig 5 lappig. 
Frkn. 3-, selten 2 fächerig. Beeren häufig paarweise ver- 
wachsen Geissblatt. Lonicera L. 

— Kelchröhre lang und schmal. Kelchzipfel lang und schmal. 
Krone fast regelmässig, nicht 2 lippig. Scheibe einseitig, 
drüsenförmig. Frucht eine 2 fächerige, vielsamige, lederige 
oder holzige Kapsel. — Aufrechte Kräuter. Kr. 5 lappig, 
weiss, gelb oder rot. Frkn. 2 fächerig. S. mit sehr kleinem 

Keimling. (MEu.) {Weigelia Thunb.) 

Kapselgeissblatt, Diervi'lla L. 

138. Farn. Adoxäceae, Bisamkrautgewächse. 

Kleine, nach J\loschus riechende Kräuter. B. grund- oder 
gegenständig, zerschnitten, ohne Nebenb. Bl. in endständigen 
köpfchenförmigen Knäueln, klein, regelmässig, p . K. (oder Scheink.) 
2—3 lappig, an der Fr. bleibend. Kr. (oder Blh.) grünlich, 
4 — 6 spaltig, radförmig, dachig. Stb. 8 — 12, an der Kr. ein- 
gefügt, paarweise mit deren Lappen abwechselnd. Stf. kurz. Stbt. 
1 hälftig. Scheibe 0. Frkn. halbunterständig, 3 — 5 fächerig. Gr. 
3 — 5, kurz, getrennt oder am Grunde verwachsen. Sa. in 
jedem Fach 1, hängend, umgewendet. Fr. eine Steinfr. mit 
1 — 5 knorpeligen Steinkernen. S. eiförmig, mit dünner Schale, 
knorpeligem Xährgewebe und sehr kleinem Keimling. {Caprifoliaceae 
z. T., Arallaceae z. T.) 

Einzige Gattung Bisamkraut, Adoxa L. 

139. Fam. Valerianäceae. Baldriangewächse. 

Kräuter oder Halbsträucher. B. grund- oder gegenständig, 
ungeteilt oder fiederteilig, ohne Nebenb. Bl. in trugdoldigen 
Blütenständen. Kelchsaum während der Blütezeit wenig ent- 
wickelt, an der Fr. bleibend. Kr. 5 lappig oder -teilig, dachig. 
Stb. 1 — 4, an der Kronröhre eingefügt, getrennt. Stbt. innen 
mit 2 gleichlaufenden Längsspalten aufspringend. Frkn. unter- 



Valerianaceae. 277 

ständig, mit 1 fruchtbaren Fach und 2 leeren, oft nur rippen- 
förmigen Fächern. Grr. 1, ungeteilt. X. 1 — 3. Sa. 1, hängend, 
umgewendet. Fr. nicht aufspringend, trocken oder schwammig. 
S. mit häutiger Schale und geradem Keimlino^. ohne Xährgewebe. 

Grattungen. 

1. Krone gelb. Staubblätter 4. — Ausdauernde Kräuter. B. 
fiederspaltig oder -schnittig oder die grundständigen ungeteilt. 
Blütenstände rispen- oder ebenstraussförmig. K. stumpf 
gezähnelt, an der Fr. nicht vergrössert. Kr. fast regel- 
mässig, mit sehr kurzer Röhre. N. fast ungeteilt. Un- 
fruchtbare Fächer der Fr. ebensogi'oss wie das fruchtbare. 
Eussland [Patrinie], Patn'nia Juss. 

— Krone weiss, rot oder bläulich. Staubblätter 1 — 3 . . 2. 

2. Kronröhre lang gespornt. Staubblatt 1. — B. ungeteilt 
oder die oberen fiederschnittig. Blütenstände rispen- oder 
ebenstraussförmigf. Kelchsaum während der Blütezeit ein- 
gerollt, nach derselben vergrössert und in 5 — 15 federige 
Borsten oeteilt. Kr. weiss oder rot, mit dünner Köhre. 
X. 2 — Steilig. Fr. flach; leere Fächer rippenförmig. S- 

und MEu Spornblume, Centränthus DC. 

— Kronröhre nicht deutlich gespornt, aber bisweilen am Grrunde 
höckerig. Staubblätter 2 — 3, sehr selten 1 3. 

3. Krone 2 lippig. Staubblätter 2. Fruchtknoten 3 fächerig. 
— Einjährige Kräuter, ß. ungeteilt. Blütenstandstiele sehr 
verdickt. K. kurz 2 — 4 zähnig, an der Fr. nicht vergrössert. 
Kr. rot, mit langer Köhre. X. ungeteilt oder undeutlich 
2 — 3 lappig. "Tnfruchtbare Fächer der Fr. etwa so gross 
wie das fruchtbare. SEu [Fe die], Fedia ALnch. 

— Krone nicht 2 lippig. Staubblätter 3, sehr selten 1 oder 2; 
in letzterem Falle Fruchtknoten 1 fächerig 4. 

4. Einjährige Kräuter. Kelchsaum an der Frucht ungeteilt, 
gezähnt, gelappt oder in ungeteilte Borsten gespalten. — 
G-rundständioe B. uno-eteilt. stenoelständise ungeteilt oder 
fiederspaltig. Blütenstände rispen-, ebenstrauss- oder köpfchen- 
förmig. Stb. 3. X. 3 teilig 

Eapünzchen, Valerianella Hall. 

— Ausdauernde Kräuter oder Halbsträucher. Kelchsaum an 
der Frucht in federige Borsten geteilt. — Kelchsaum während 



278 Valeriauaceae, Dipsacaceae. 

der Blütezeit eingerollt. Kr. weiss oder rötlich. N. 2 — Steilig. 
Fr. zusammengedrückt; unfruchtbare Fächer fast immer rippen- 
förmig, sehr selten so gross wie das fruchtbare 

Baldrian, Valeriana L. 

140. Farn. Dipsacäceae, Kardengewächse. 

Kräuter, Halbsträucher oder Sträucher. B. gegenständig oder 
quirlig, ohne Nebenb. Bl. meist in endständigen Köpfchen mit 
Gemeinsamer Aussenhülle und gewölbtem Blütenstandsboden, meist 
mit Spreub. (Deckb.) untermischt, selten in ährig angeordneten 
Scheinquirlen, p, eine jede von einem verwachsenblätterigen, an 
der Fr. bleibenden Aussenkelch umgeben. Kelchsaum mehr oder 
weniger deutlich gezähnt, meist bleibend. Kronlappen 4 — 5, ab- 
stehend, meist ungleich, in der Knospe dachig, die oberen aussen. 
Stb. 2 — 4, mit den Kronlappen abwechselnd, am Schlund ein- 
gefügt, getrennt. Stbt. beweglich, innen mit 2 getrennten, gleich- 
laufenden Längsspalten aufspringend. Frkn. unterständig, 1 fächerig. 
G-r. 1, ungeteilt. N. 1, ungeteilt oder 2 lappig Sa. 1, hängend, 
umgewendet. Fr. eine Schliessfr. S. mit häutiger Schale, fleischigem 
Nährgewebe und geradem Keimling. 

Gattungen. 

.1. Blüten in den Blattachseln geknäuelt, Scheinquirle bildend, 
welche ährig angeordnet sind. Narbe endständig, gerade. — 
Ausdauernde Kräuter. B. fiederspaltig; Abschnitte in Dornen 
auslaufend. Deckb. und Aussenk, dornig gezähnt. Kelchsaum 
krautig, 2 lippig, 2 — 41appig. Kr. rosa oder weiss, unregel- 
mässig, 5 lappig. Fruchtbare Stb. 2. N. kopfig oder schild- 
förmig. Fr. nicht mit dem Aussenkelch verwachsen. Griechen- 
land [Morine], Morma L. 

— Blüten in endständigen Köpfchen. Narbe seitlich oder schief, 

selten fast gerade 2. 

2. Stengel stachelig. Köpfchen länglich oder eiförmig, selten 
kugelig. Spreublätter starr und zugespitzt. Aussenhüllblätter 
1 — 2 reihig, grösser als die Spreublätter. Kelchsaum mehr 
oder weniger deutlich 4 zähnig oder -lappig. — Kräuter. 
B. gegenständig, gezähnt oder fiederspaltig. B. der Aussen- 
hülle meist krautig, borstig. Aussenk. 4- oder 8 rippig, mit 



Dipsacaceae. 279 

gezähntem oder gelapptem, meist behaarten, aber nicht 
stacheligem Saum. Kr. blau oder weisslich, 4 lappig. Stb. 4. 
N. schief oder seitlich Karde, DfpsaCUS L. 

— Stengel kahl oder behaart, bisweilen (Cefhalaria) kurzborstig 
aber nicht stachelig. Köpfchen eiförmig, kugelig oder ab- 
geflacht (scheibenförmig). Spreublätter krautig oder durch 
Haare ersetzt, selten starr, dann aber Aussenhüllblätter viel- 
reihig und fast immer kleiner als die Spreublätter. Kelchsaum 
5 — vielzähnig 3. 

3. Blätter der Aussenhülle vielreihig, dicht-dachig, ebenso wie 
die Spreublätter starr, selten fast krautig; letztere meist grösser. 
— B. ungeteilt oder gelappt. Aussenkelch 4 — 8 rippig, mehr 
oder weniger deutlich gezähnt. Kelchsaum becher- oder 
scheibenförmig, 4 kantig, oo zähnig. Kr. 4 lappig, gelb, weiss 
oder blassblau. Stb. 4. N. seitlich, ungeteilt. Aussenk, am 
Grunde mit der Fr. verwachsen. SEu . 

Kopfblume, Cephaläria Schrad. 

— Blätter der Aussenhülle 1 — 2 reihig, krautig. Spreublätter 
krautio- und kleiner als die "Blätter der Aussenhülle, oder 
durch Haare ersetzt, {ßcahiosa L.) 4. 

4. Spreublätter fast so "gross wie die Blüten. Aussenkelch mit 
mehr oder weniger deutlich 4 lappigem und krautigem Saum. 
Kelch özähniof oder fast oranzrandia'. — Aussenhülle des 
Köpfchens aus oo getrennten B. bestehend. Aussenk, mit 
länoiicher, 4 kantiger, der oanzen Länse nach 8 furchiger 
Höhre. K. bleibend. Kr. fast regelmässig, 4 lappig, sehr 
selten 5 lappig. N. ungeteilt . Teufelsabbiss, Succfsa Coult. 

' — Spreublätter bedeutend kleiner als die Blüten oder fehlend 
(durch Haare ersetzt). Aussenkelch mit klein gezähneltem 
und trockenhäutigen, oder 2 zähnigem oder fast ganzrandigem 
Saum; in letzterem Falle Kelch 8 — vielzähnig .... 5*1 

5. Aussenkelch ohne deutliche Furchen, mit 4 wenig vortretenden 
B/ippen und mit schmalem oder undeutlichem Saum. Kron- 
lappen meist 4. — Kräuter. Aussenhülle aus 5 — cx3 (meist 
vielen) getrennten B. bestehend. Spreub. 0, aber Blütenstand- 
boden behaart. Aussenk, zusammengedrückt, mit kurz ge- 
zähntem Saum. Kelchsaum becherförmig, bleibend, mit 8 — oo 
bisweilen undeutlichen Zähnen. N. 2 lappig. (Einschl. Trichera 
Schrad.) Witwenblume, KnaÜtia Coult.i 



280 Dipsacaceae, Cucurbitaceae. 

— Aussenkelcli deutlich 8 furchig oder 8 rippig, mit fast stets 
Scheiben- oder becherförmig verbreitertem Saum. Kron- 
lappeu 5 6. 

6. Kelchzähne 5. Aussenhülle des Köpfchens aus vielen getrennten 
oder 5 — 8 am Grrunde verwachsenen Blättern bestehend . 7. 

— Kelchzähne 6 — 24. Aussenhülle aus 4 — 6 getrennten Blättern 
bestehend 8. 

7. Aussenhülle des Köpfchens verwachsenblätterig. Narbe un- 
geteilt. — Ausdauernde Kräuter. B. fiederspaltig, etwas 
fleischig. Aussenhülle 5 — 8 spaltig. Spreub. vorhanden. Aussenk. 
4 kantig, an der Spitze 8 grubig. K. bleibend. SWEu. und 
Italien [Dichthaar], PycnOCOmon Hoffm. et Lk. 

— Aussenhülle getrenntblätterig. Narbe mehr oder weniger 
deutlich 2 lappig. — Spreub. vorhanden. K. bleibend; Zähne 
meist in Borsten auslaufend . . Grindkraut, Scabiosa L. 

8. Aussenkelch nur in seinem oberen Teil 8 furchig. — Ein- 
jährige Kräuter. Spreub. vorhanden. K. 8 — 10 zähnig. Kr. 
violett, stark strahlend. SOEu. und Italien. [Pterocephcdus 
Yaill. z. T.) . . . [Schönkranz], Callistemma Mert. et Kch. 

— Aussenkelch seiner ganzen Länge nach 8 furchig. — Kelchzähne 
federig oder gebartet, meist zahlreich. SEu 

[Flügelkopf], Pterocephalus Vaill. 

Keihe Campanulätae, Griockige. 

141. Fam. Cucurbitaceae, Kürbisgewächse. 

Kletternde oder niederliegende, fast stets rankentragende 
Kräuter mit wässerigem Saft. B, wechselständig, gestielt, ungeteilt 
und eckig oder gelappt, meist herzförmig. Bl. einzeln oder in 
Büscheln, Trauben, Ebensträussen oder Hispen, regelmässig, ein- 
geschlechtig, selten vielehig. K. 5 lappig, dachig. Kr. gelb, weiss 
oder grünlich, am K. eingefügt, mit 5 klappigen B. oder Abschnitten» 
Stb. 2 — 5, meist 3. Stbt. angewachsen, mit gekrümmten oder 
gewundenen, aussen aufspringenden Fächern. Frkn. unterständig,, 
entweder 1 fächerig mit 1 Sa. oder mehr oder weniger vollkommen 
3 — 5 fächerig mit oo Sa. G-r. 1, ungeteilt, mit 3 oder 6 N., oder 
3 spaltig. S. mit geradem Keimling, ohne Nährgewebe. 



Cucurbitaceae. 281 

Gattungen. 

1. Staubfäden ihrer ganzen Länge nach in eine Säule verwachsen. 
Unfruchtbare Staubblätter in den weiblichen Blüten fehlend. 
Samenanlage und Same 1, hängend. (Sicyoideae) . . 2. 

— Staubfäden getrennt. Unfruchtbare Staubblätter in den weib- 
lichen Blüten vorhanden, aber bisweilen undeutlich. Samen- 
anlagen und Samen mehrere oder viele, wagrecht. (Cucur- 
biteae) 3. 

2. Staubbeutel verwachsen. Weibliche Blüten in Knäueln. Narbe 
Steilig. Frucht klein, lederig. Samenschale häutig. — Kletternde, 
rauhhaarige Kräuter. Ranken 3 spaltig. Bl. einhäusig, ohne 
verkümmerte Stb. und Frb., die Ö in Trauben oder Eben- 
sträussen. K. becherförmig. Kr. weisslich, radförmig, 5 teilig. 
Fr. eiförmig, stachelig. (M- und OEu.) 

Haargurke, SfcyOS L. 

— Staubbeutel getrennt. Weibliche Blüten einzeln oder zu 2. 
Narbe 5 — 6 lappig. Frucht gross, fleischig. Samenschale 
holzig. — Kletternde, rauhhaarige Kräuter. Hanken 3 — 5- 
spaltig. Bl. klein, einhäusig, ohne verkümmerte Stb. und Frb., 
die Ö in Trauben. K. schalenförmig. Kr. weisslich, radförmig, 
5 teilig. S. mit scharfem Hand. (SEu.) ........ 

Mastgurke, Sechium P. Br. 

3. Krone glockig, 5 spaltig. Blüten einzelnstehend. Männliche 
Blüten ohne verkümmerten Fruchtknoten. Staubbeutel unter- 
einander verwachsen. — B. gelappt. Ranken geteilt. Bl. 
gross, einhäusig. Kr. gelb. Mittelband nicht verlängert. N. 3, 
zweilappig. Fr. fleischig, nicht aufspringend. (S- und MEu.) . 

Kürbis, Cucurbita L. 

— Krone mehr oder weniger radförmig, .5 teilig oder 5 blätterig, 
selten 5 spaltig, dann aber männliche Blüten in Trauben oder 
mit verkümmertem Fruchtknoten. Staubbeutel getrennt oder 
nur ganz wenig zusammenhängend 4. 

4. Männliche Blüten einzelnstehend oder in armblütigen 
Büscheln 5. 

— Männliche Blüten in Trauben oder Rispen 7. 

5. Kelchröhre der männlichen Blüten verlängert. Krone weiss, 
getrenntblätterig. — Kletternde, nach Moschus riechende 
Kräuter. B. fast kreisrund, gezähnt, mit 2 Drüsen an der 



2g2 Cucurbitaceae. 



Spitze des Blattstieles. Eanken 2spaltig'. Bl. einzelnstehend, 
gross, einhäusig. Krb. stachelspitzig. Mittelband nicht ver- 
längert. Ö Bl. ohne verkümmerten Frkn. N. 3, zweilappig. 
Fr. schwammig -holzig, nicht aufspringend. S. gerändert. 
(SEu.) Flaschenkürbis, Lagenäria Ser. 

— Kelchröhre der männlichen Blüten kurz. Krone gelb, mehr 
oder weniger deutlich vereintblätterig 6. 

6. Mittelband über die Staubbeutelhälften hinaus in einen 
2sj)altigen Fortsatz ausgezogen. Kronlappen spitz. Ranken 
ungeteilt. — Rauhhaarige Kräuter. Kr. 5 teilig. N. 3, stumpf. 
Fr. fleischig, nicht aufspringend. S. nicht gerändert. (S- und 
MEu.) Gurke, CÜCUmis L. 

— Mittelband nicht verlängert. Kronlappeu stumpf. Ranken 
meist 2 — 3 spaltig. — Niederliegende Kräuter. B. tief gelappt. 
Bl. einzelnstehend, gross, einhäusig. Stbt. ein wenig zusammen- 
hängend. N. 3, nierenförmig. Fr. nicht aufspringend. (SEu.) 
(Cucumis L. z. T.) . . . . Wassermelone, CitrÜllus Neck. 

7. Krone getrenntblätterig. Männliche Blüten mit drüsenförmigem 
Fruchtknoten. Frucht trocken, faserig. — Rankentragende 
Kräuter. B. 5 lappig. Bl. einhäusig. Q Bl. einzelnstehend. 
Frkn. länglich. N. 3. Sa. zahlreich. Fr. mit Deckel auf- 
springend. (SOEu.) [Luffagurke], Luffa L. 

— Krone vereintblätterig. Männliche Blüten ohne verkümmerten 
Fruchtknoten. Frucht fleischig 8. 

8. Stengel niederliegend, ohne Ranken. Weibliche Blüten einzeln- 
stehend. Krone 5 spaltig. Samenanlagen in jedem Fach zahl- 
reich. Frucht länglich, die Samen herausschleudernd. — 
Fleischige, rauhhaarige Kräuter. B. 3 lappig. Bl. einhäusig. 
Kr. gelblich, mit spitzen Lappen. Mittelband nicht verlängert. 
N. 3, zweispaltig, mit pfriemlichen, zurückgebogenen Schenkeln. 
Frkn. und Fr. rauhhaarig. S. schmal gerändert. SEu. 
{Momordica L. z. T.) . . . . Eselsgurke, Ecbällium Rieh. 

— Stengel kletternd, rankentragend. AVeibliche Blüten meist 
in Büscheln oder Trauben. Krone 5 teilig. Samenanlagen 
in jedem Fache wenige. Frucht rundlich, nicht aufspringend. 
— Ranken einfach oder 2 spaltig. Bl. klein, meist zweihäusig. 
Mittelband nicht verlängert. Gr. 3 spaltig. Fr. klein . . . 

Zaunrübe, Bryonia L. 



Campanulaceae. 283 

142. Farn. Campanuläceae, Glockenblumengewächse. 

Kräuter oder Halbsträucher, meist mit Milchsaft. B. wechsel- 
ständig, sehr selten gegenständig. Nebenb. 0. Kelchsaum 5 spaltig 
oder 5 teilig, sehr selten 3 — 4 teilig. Kr. 5 lappig oder -teilig, 
klappig. Stb. ebensoviel wie Kronlappen und mit ihnen ab- 
wechselnd, von der Kr. frei, sehr selten am Glrund ein wenig 
an dieselbe angewachsen. Stbt. innen mit 2 gleichlaufenden Längs- 
spalten aufspringend. Frkn. unterständig oder halbunterständig, 
2 — 5 fächerig. Gr. 1, ungeteilt. N. mehrere, anfangs zusammen- 
hängend. Sa. in jedem Fach oo, umgewendet. Fr. eine Kapsel. 
S. mit fleischigem Nährgewebe und geradem, mittelständigen 
Keimling. (Einschl. Lohellaceae.) 

Gattungen. 

1. Krone unregelmässig. Staubbeutel in eine Röhre verwachsen. 
Fruchtknotenfächer und Narben 2. (Lohelioideae) . 2. 

— Krone regelmässig. Staubbeutel getrennt oder nur am 
Grund ein wenig zusammenhängend, selten durchaus ver- 
wachsen, dann aber Fruchtknotenfächer und Narben 3. 
(Campaiiuloideae) 3. 

2. Kronröhre auf der hinteren Seite bis zum Grund aufgeschlitzt. 
Kelchröhre verkehrt-kegelförmig. Staubbeutel behaart. — 
Bl. einzeln und achselständig, oder in endständigen Trauben. 
Kr. blau oder weiss, 2 lippig. Fr. an der Spitze fachspaltig 
aufspringend. N-, M- und SWEu. . Spleisse, Lobelia L. 

— Kronröhre nicht oder nur ganz wenig aufgeschlitzt. Kelch- 
röhre halbkugelig. Staubbeutel teils kahl, teils an der Spitze 
behaart. — Bl. einzeln und achselständig oder in end- 
ständigen Trauben. Kr. blau, wenig unregelmässig. Fr. an 
der Spitze fachspaltig aufspringend. SEu 

[Laurentie], Laurentia Neck. 

3. Staubbeutel am Grunde verwachsen, oben getrennt. Frucht- 
knoten 2 fächerig. Narbe 2 lappig. Blüten in Köpfchen. 
Staubfäden nicht verbreitert. — Kelchröhre ei- oder kreisei- 
förmig. Kr. blau oder weiss, fast bis zum Grund 5 teilig, 
mit schmalen Abschnitten, an der Fr. bleibend. Stf. kurz. 
Sa. wenige. Fr. an der Spitze 2klappig-fachspaltig auf- 
springend Bergnelke, Jasione L. 



284 Campanulaceae. 

— Staubbeutel getrennt^ selten durchaus verwachsen; in letzterem 
Falle Fruchtknoten 3 fächerig und Narbe 3 spaltig. Blüten 
selten in Köpfchen, dann aber mit am Grunde verbreiterten 
Staubfäden 4. 

4. Staubbeutel untereinander verwachsen. — Ausdauernde Kräuter. 
B. breit, ungeteilt, gezähnt. Blütenstand trugdoldig, trauben- 
oder rispenförmig. Kelchröhre halbkugelig oder kreisei- 
förmig. Kr. weiss oder gelb, glockig, 5 lappig. Stf. am Grunde 
verbreitert. Frkn. 3 fächerig. N. 3 spaltig, mit linealischen 
Aesten. Sa. zahlreich. Fr. nahe am Grunde mit 3 Löchern 
oder kleinen Klappen aufspringend. SOEu. .....* 

[Vereintbeutel], Symphyändra A. DC. 

— Staubbeutel getrennt 5. 

5. Oberständige Scheibe becher- oder röhrenförmig. — Aus- 
dauernde Kräuter. B. ungeteilt. Blütenstand trauben- oder 
rispenförmig. Kelchröhre eiförmig oder kugelig. Kr. blau, 
glockig, 5 lappig. Stf. am Grunde verbreitert. Frkn. 3 fächerig. 
N. 3 spaltig, mit linealischen Aesten. ^. zahlreich. Fr. 
mit 3 seitlichen Löchern oder kleinen Klappen aufspringend. 
Oestlicher und mittlerer Teil von S- undMEu 

Schellenblume, Ädenöphora Fisch. 

— Oberständige Scheibe ziemlich flach oder fehlend ... 6. 

6. Krone schmal-röhrig oder fast stieltellerförmig, mit enger 
Köhre und schmalem Saum. Griff'el die Krone weit über- 
ragend. Staubfäden lang und fädlich, am Grunde nicht 
verbreitert. — Ausdauernde Kräuter. Bl. in Kispen. Kelch- 
röhre eiförmig oder kugelig, kantig. Kr. blau oder weiss, 
5 lappig. Frkn. 2 — 3 fächerig. Gr. unterhalb der kurz 
2 — 3 lappigen N. verdickt. Fr. nahe am Grunde mit 2 — 3 
kleinen Klappen aufspringend. SWEu. und Italien . . . 

Halskraut, Trachelium Tourn. 

— Krone breit-röhrig, trichterig, glockig oder radförmig, bisweilen 
mit an der Spitze verwachsenen Abschnitten. Griffel etwa 
so lang wie die Krone, selten sie bedeutend überragend, dann 
aber Staubfäden sehr kurz oder am Grunde verbreitert . 7. 

7. Fruchtknoten und Frucht linealisch-prismatisch, letztere seitlich, 
nahe an der Spitze mit 3 Längsrissen oder Löchern auf- 
springend. Krone ölapj^ig, mehr oder weniger radförmig. 
— Einjährige Kräuter. B. ungeteilt. Bl. einzeln oder in 



Campauulaceae. 285 

Aehren, Trauben oder Rispen, Kr. blau, rot oder weiss. 
Stf. kurz. Frkn. 3 fächerig. N. kurz 3 lappig. Sa. zahlreich. 
8-, M- und WEu. . . . Frauenspiegel, Speculäria Heist. 

— Fruchtknoten und Frucht halbkugelig oder verkehrtkegel- 
förmig; letztere seitlich mit 2 — 5 kleinen Klappen oder an 
der Spitze aufspringend. Krone 5 lappig und meist glockig 
(selten fast radförmig), oder 5 teilig und radförmig . . 8. 

8. Krone fast bis zum Grund in schmale Abschnitte oeteilt, 
welche anfangs meist an der Spitze zusammenhängen, später 
aber sich meist radförmig ausbreiten. Blüten in Köpfchen 
oder Aehren, seltener in Rispen, welche meist aus Büscheln 
zusammengesetzt sind. — Ausdauernde Kräuter. Kr. blau, rot 
oder weiss. Stf. am Grrunde verbreitert. Frkn. 2 — 3 fächerig. 
N. 2 — 3 spaltig, mit linealischen Lappen. Fr. seitlich mit 
2 — 3 kleinen Klappen aufspringend. (Einschl. Petromarnla 

A. DC. und FodanthiuH Dn.) . Teufelskrallen, Phyteüma L. 

— Krone gelappt oder bis zur Mitte gespalten, selten tiefer 
geteilt, meist mehr oder weniger glockig, selten fast rad- 
förmig, mit an der Spitze nicht zusammenhängenden, meist 
breiten Abschnitten. Blüten meist einzeln oder in trug- 
doldigen Rispen 9. 

9. Frucht an den Seiten mit 3 — 5 kleinen Klappen aufspringend, 
oben geschlossen bleibend. — Kr. blau oder weiss. Frkn. 
3- oder 5 fächerig. N. 3- oder 5 spaltig, mit schmalen Lappen. 
Sa. zahlreich Glockenblume, Campänuia L. 

— Frucht an der Spitze aufspringend 10- 

10. Frucht regelmässig fachspaltig aufspringend. Blüten in trug- 
doldigen Trauben oder Rispen. Einjährige Kräuter. — 

B. ungeteilt. Bl. ziemlich klein. Kr. blau, selten weiss oder 
rot. Frkn. 3 fächerig. N. 3 spaltig, mit schmalen Lappen. 
W- und SEu. . . . Klingelblume, Wahlenbergia Schrad. 

— Frucht unreofelmässig' zerreissend. Blüten einzeln und end- 
ständig oder in Köpfchen. Ausdauernde Kräuter. — B. 
ungeteilt, schmal. Bl. ziemlich gross. Kr. blau, 5 spaltig. Stf. 
am Grunde verbreitert. Frkn. 2 — 3 fächerig. N. 2 - 3 spaltig, 
mit schmalen Lappen. SOEu. und Italien. (^Edraianthus 
A. DC, Wahlenbergia Schrad. z. T.) 

Büschelglocke, Hedraeätithus A. DC. 



286 Oompositae. 

143. Farn. Compösitae, Korbblütler. 

Blüten in Köpfchen, auf einem breiten oder erhabenen Blüten- 
standboden („Blütenboden") sitzend, von einer gemeinsamen Aussen- 
hülle („Hülle") umgeben. Köpfchen entweder nur p Bl. enthaltend 
(„gleichehig", homogam) oder aus $ oder Ö Scheibenblüten und 
O oder ungeschlechtlichen Randblüten bestehend („verschieden- 
ehig", heterogam), seltener eingeschlechtig oder eine einzige Bl. 
enthaltend. Kelchsaum („Haarkelch", Pappus) aus Haaren oder 
Schuppen bestehend oder 0. Kr. entweder bei allen Bl. zungen- 
förmig und an der Spitze 5 zähnig, oder bei allen oder nur den 
Scheibenbl. röhrig bis glockig oder trichterig und an der Spitze, 
seltener tiefer, in 5, seltener 4, sehr selten 3, klappige Abschnitte 
geteilt, bei den (häufig fehlenden) Kandbl. dagegen röhrig-faden- 
förmig oder zungenförmig mit ungeteiltem oder 2 — 3-, selten 
4 — 5 zähnigem Saum oder 0. Stb. ebensoviel wie Kronlappen und 
mit ihnen abwechselnd, an der Kronröhre eingefügt. Stbt. schmal, 
untereinander verwachsen, selten nur einander genähert, innen mit 
2 Längsspalten aufspringend. Frkn. unterständig, 1 fächerig. Gr. 
bei den fruchtbaren $ und Q Bl. an der Spitze, selten tiefer, in 
2 innen oder am Rande narbige und bei den fruchtbaren P Bl. 
an der Spitze, aussen oder beiderseits behaarte Aeste gespalten; 
bei den unfruchtbaren ( Ö oder ungeschlechtlichen) Bl. dagegen 
ungeteilt, seltener kurz gespalten. Sa. 1, aufrecht, umgewendet. 
Fr. nicht aufspringend, meist trocken. S. mit geradem Keimling, 
ohne Nährgewebe. (Einschl. Ämhrosiaceae.^ 

Gattungen. 

1. Krone aller Blüten zungenförmig. Pflanzen mit Milchsaft. 
(Liguliflorae^ Cichorieae) 2. 

— Krone der Scheibenblüten (bei eingeschlechtigen : der männ- 
lichen Blüten) nicht zungenförmig. Pflanzen ohne Milchsaft. 
(Tuhullflorae) 37. 

2. Spreublätter die Früchte einzeln einschliessend. Gewächse 
von distelartiger Tracht. — Kräuter. B. wechselständig, steif, 
gezähnt oder gespalten, dornig. Köpfchen sitzend. B. der 
Hülle stechend. Blütenboden kegelförmig oder verlängert. 
Kr. gelb. Stbt. am Grunde stachelspitzig. Fr. zusammen- 



Compositae. 287 

gedrückt. Haark. ringförmig oder aus 2 — 3 Borsten bestehend. 
SEu Golddistel, Scölymus L. 

— Spreublätter die Früchte nicht einschliessend oder fehlend. 
G-ewächse von nicht-distelartiger Tracht 3. 

3. Haarkelch aller oder der inneren Früchte aus federigen Borsten 
bestehend, welche bisweilen am Grunde verbreitert oder von 
einfachen Borsten oder einem Krönchen umgeben sind . 4. 

— Haarkelch fehlend oder aus einfachen, glatten oder rauhen, 
höchstens kurz gewimperten Borsten bestehend oder aus solchen 
Borsten und Schuppen oder nur aus Schuppen, welche bisweilen 
in eine nicht federige, höchstens kurz gewimperte Granne 
auslaufen oder zu einem Krönchen verwachsen sind . . 9. 

4. Blätter der Hülle einreihig 5. 

— Blätter der Hülle mehrreihig 6. 

5. Früchte mit breitem, hohlen Schnabel. Haarkelchborsten 2 reihig, 
mit nicht durcheinandergewebten Seitenfiedern. Flaumige oder 
rauhhaarige Kräuter. Blätter grob gezähnt oder fiederspaltig. 
— 1 — 2jährige Kräuter. Köpfchen einzeln endständig, lang 
gestielt. Blütenboden kegelförmig, kahl. Kr. gelb. Fr. fast 
stielrund, gerippt. Haarkelchborsten am Grunde verwachsen. 
SEu. . Schwanzsame, UrOSpermum Scop. 

— Früchte mit dünnem Schnabel oder ungeschnäbelt. Haarkelch- 
borsten 1 reihig, mit durcheinandergewebten Seitenfiedern. 
Kahle oder wollige Kräuter. Blätter ganzrandig. — B. wechsel- 
ständig, linealisch, stengelumfassend. Köpfchen einzeln end- 
ständig. Blütenboden grubig, kahl. Fr. linealisch, stielrund 
oder 5 kantig, gerippt. Haarkelchborsten am Grunde ver- 
wachsen. (Einschl. Geropogon L.) 

Haferwurz, Tragopögon L. 

6. Blütenboden mit Spreublättern. — Blütenboden flach. Hülle 
zur Reifezeit unverändert. Kr. gelb. Stbt. am Grunde stachel- 
spitzig. Fr. 10 rippig, mit dünnem Schnabel oder ungeschnäbelt. 
(Einschl. Acliyrof)horus Scop., Metabasis DC, Rohertia DC. 
und Seriola L.) Ferkelkraut, Hypochoeris L. 

— Blütenboden ohne Spreublätter, kahl oder gewimpert . . 7. 

7. Haarkelchborsten mehrreihig; Seitenfiedern, wenigstens die 
unteren, durcheinandergewebt. — Kr. gelb oder rot. Fr. 
linealisch, gerippt. Haarkelchborsten ungleich. (Einschl. Podo- 
spermimi DC.) Schwarzwurz, Scorzonera L. 



2gg Compositae. 

— Haarkelchborsten 1 — 2 reihig ; Seitenfiedern nicht durcheinander- 
gewebt 8. 

8. Stengel blattlos. Blätter grundständig. Blätter der Hülle 
bei der Fruchtreife unverändert, sehr selten verdickt. Haar- 
kelchborsten stehen bleibend. — St. ungeteilt oder wenig 
verzweigt. Köpfchen einzeln, endständig. Blütenboden flach. 
Kr. gelb. Fr. stielrund, am Grund und an der Spitze ver- 
schmälert, gestreift, kahl. (Einschl. Apargla Schreb., Kalbfnssia 
Schltz, und Tlüincia Rth.) . . Löwenzahn, Leontodotl L. 

— Stengel beblättert. Bl. wechselständig. Blätter der Hülle 
bei der Fruchtreife mehr oder weniger verdickt und bisweilen 
verhärtet. Haarkelchborsten meist abfällig. — Aestige, rauh- 
haarige Kräuter. Blütenboden flach, kurz gewimpert. Kr. 
gelb. Fr. gekrümmt, am Grund und an der Spitze ver- 
schmälert, gerippt, mit Querrunzeln, kahl. (Einschl. Helininthia 
Juss. und Spitzelia Schltz.) Bitterich, Picris L. 

9. (3.) Haarkelch nur aus Borsten bestehend, sehr selten bei 
den randständigen Früchten fehlend 10. 

— Haarkelch aus Borsten und Schuppen oder nur aus Schuppen, 
welche bisweilen in eine Granne auslaufen, bestehend, oder 
krönchenförmig oder fehlend 25. 

10. Blütenboden spreublätterig oder borstig 11. 

— Blütenboden kahl, selten kurz gewimpert 13. 

11. Blütenboden spreublätterig. Früchte lang geschnäbelt. Innere 
Blätter der Hülle bei der Fruchtreife verhärtet. — Einjährige, 
verzweigte, behaarte Kräuter. Untere B, fiederschnittig. 
KöjDfchen in Rispen. Innere B. der Hülle 1 reihig, äussere 
2 — 3 reihig, klein, bei der Fruchtreife unverändert. Kr. gelb. 
Fr. linealisch, stielrund, gerippt. Haarkelchborsten 1 — 2 reihig, 
weiss. Griechenland [Rodigie], Rodfgia Spreng. 

— Blütenboden borstig. Früchte nicht geschnäbelt. Innere 
Blätter der Hülle bei der Fruchtreife unverändert oder nur 
wenig verdickt 12. 

12. Blütenboden durchaus borstig. Früchte linealisch. Haarkelch- 
borsten weich. Einjährige, kahle oder rauhhaarige Kräuter. 
— B. gezähnt oder fiederspaltig. Köpfchen in Ebensträussen 
an der Spitze des Schaftes. Innere B. der Hülle 1 — 2 reihig, 
bei der Fruchtreife etwas verdickt, äussere wenige, klein. 
Kr. gelb oder rot. Fr. fast stielrund, 8 — 10 rippig, kahl. 



Compositae. 289 

Haarkelchborsten zahlreich, weiss, am Grund ein wenig zu- 
sammenhängend. SEu. und Frankreich. {Lagoseris M. Bieb., 
einschl. IntyheUia Cass.) . Flügellattich, Pterotheca Cass. 

— Bliitenboden tief grubig; nur die Ränder der Gruben mit 
Wimpern und einzelnen längeren Borsten besetzt. Früchte 
länglich. Haarkelchborsten ziemlich steif. Zweijährige oder 
ausdauernde, wollige oder sternhaarige Kräuter. — • B. wechsel- 
ständig, weich. Köpfchen in Ebensträussen oder Rispen. 
Innere B. der Hülle 1 — 2 reihig, bei der Fruchtreife un- 
verändert, äussere wenige, klein. Kr. gelb. Fr. 8 — 10 rippig, 
kahl. Haarkelchborsten zahlreich. SEu 

Wollsalat, Andryala L. 

13. Früchte geschnäbelt, mit 1 oder mehreren Reihen von Schuppen 
oder Höckern am Grunde des Schnabels 14. 

■ — Früchte geschnäbelt, aber ohne Schuppen oder Höcker am 
G-runde des Schnabels, oder ungeschnäbelt 16. 

14. Köpfchen 7 — 15 blutig. Blätter grund- und stengelständig. 
- — Ausdauernde, ästige Kräuter. Innere B. der Hülle 2 reihig, 
zur Reifezeit unverändert; äussere oo, klein. Kr. gelb. Fr. 
fast stielrund, oo rippig. Haarkelchborsten oo reihig, zart. 
S- und MEu Krümling, Chondrflla L. 

— Köpfchen vielblütig. Blätter alle oder fast alle grundständig . 1 5. 

15. Innere Blätter der Hülle 2 reihig, äussere wenige. Schnabel 
der Frucht am Grunde kaum verbreitert. Haarkelchborsten 
1 reihig. Schaft mehrköpfig. — Ausdauernde Kräuter. B. 
gezähnt. Köpfchen in Ebensträussen. Kr. gelb. Fr. 5 kantig. 
Gebirge von S- und MEu. (^Cliondnlla L. z. T.) .... 

Kronlattich, Willemetia Neck. 

— Innere Blätter der Hülle 1 reihig, äussere mehrreihig. Schnabel 
der Frucht am Grunde kegelförmig verbreitert. Haarkelch- 
borsten mehrreihig. Schaft Iköpfig, sehr selten 2 — Sköpfig. 
— B. grundständig. B. der Hülle zur Reifezeit unverändert. 
Kr. gelb. Stbt. am Grunde stachelspitzig. Fr. undeutlich 
10 rippig, am Grunde verschmälert. Haarkelchborsten zart, 
ungleich Kuhblume, Taräxacum Hall. 

16. Früchte zusammengedrückt 17 

— Früchte, alle oder die inneren, stielrund oder prismatisch . 19. 

17. Haarkelch am Grunde von einem Kranz kurzer Haare um- 
geben. Krone blau oder violett. Köpfchen vielblütig. — 

Thonner, Exkursionsflora. IL 19 * 



290 Compositae. 

B. gezähnt oder fiederspaltig. Köpfclien in Trauben oder 
Kispen. B. der Hülle dachig, nach der Blütezeit nicht ver- 
ändert. Fr. kurz geschnäbelt oder an der Spitze etwas 
eingeschnürt. {Lactuca L. z. T.j 

Milchlattich, Mulgedium Cass. 

— Haarkelch am Grund ohne Haarkranz. Krone gelb, seltener 
weiss, rot oder blau, dann aber Köpfchen wenigblütig . 18. 

18. Früchte geschnäbelt oder wenigstens an der Spitze bedeutend 
verschmälert. Köpfchen fast immer armblütig und mit walzen- 
förmiger Hülle. — Kahle, selten rauhhaarige Kräuter. 
Köpfchen in Rispen. Hülle nach der Blütezeit unverändert. 
Fl*. r5 — 10 rippig. Haarkelchborsten <=» reihig, dünn. (Einschl. 
Cephalorliynchus Boiss., Myr.elis Cass. und P/meiiopus DG. . 

Lattich, Lactiica L. 

— Früchte ungeschnäbelt, an der Spitze nicht oder kaum ver- 
schmälert. Köpfchen fast immer reichblütig und mit glockiger 
oder eiförmiger Hülle. — Kräuter oder Halbsträucher. Kr. 
gelb. Stbt. am Grunde stachelspitzig. Fr. 10 — 20 rippig. 
Haarkelchborsten <=>=> reihig, sehr dünn 

Saudistel, Soiichus L. 

19. Früchte, alle oder die äusseren, mit 3 — 5 tief gekerbten 
Hippen. — Kahle Kräuter. B. gezähnt oder fiederspaltig. 
Köpfchen lang gestielt. Hülle mehrreihig, zur E-eifezeit un- 
verändert. Kr. gelb. Stbt. am Grunde stachelspitzig. Fr. 
länglich, unter der Spitze etwas eingeschnürt. ' Haarkelch- 
borsten weiss, zart, oo reihig, am Grund in einen Ring ver- 
wachsen, zusammen abfallend. SEu. {Picridiuin Desf.) . . 

Bitterlattich, Reichärdia Eth. 

— - Früchte mit 5 — 20 glatten oder klein gekerbten EipjDeu oder 
ohne Bippen 20. 

20. Früchte zweigestaltig, die äusseren behaart oder runzelig, 
die inneren kahl und glatt; letztere abgestutzt. Aeussere 
Blätter der Hülle am Bande trockenhäutig. — Kahle Kräuter 
oder Halbsträucher. B. gezähnt oder fiederspaltig. B. der 
Hülle mehrrciiiig. Kr. gelb. Fr. 4 — 10 rippig. Hüllkelch- 
borsten mehrreihig, sehr dünn. Spanien und Sicilien. (Einschl. 
MUnvrInjnrhns Less. und Zollihoferia DC.) 

[Launäe], Launaea Cass. 



Compositae. 291 

— Früchte gleichartig, seltener die inneren von den äusseren 
durch die Breite der Rippen oder die Form der Sj)itze ver- 
schieden; in diesem Fall innere Früchte an der Spitze ver- 
schmälert und Blätter der Hülle meist krautig . . . 21. 

21. Früchte mit 5 R-ippen. Aeussere Früchte vor den inneren 
verschieden. — Kräuter. B, fiederspaltig. Köpfchen einzeln 
auf blattlosem Schaft. Hülle 2 reihig. Kr. gelb. Fr. kahl,' 
die äusseren zusammengedrückt; Rippen nicht gekerbt. Haark. 
aus 2 Reihen ungleich langer Borsten bestehend. SEu. . . 

[Schweinssalat], Hyoseris L, 

— Früchte mit 10 — 20 Rippen oder ohne Ripj)en. Aeussere 
und innere Früchte meist gleichgestaltet 22. 

22. Früchte an der Sj)itze verschmälert oder geschnäbelt . 23. 

— Früchte an der Spitze breit-abgestutzt, ohne Schnabel . 24. 

23. Aeussere Früchte zusammengedrückt. Haarkelchborsten 1 reihig, 
sehr kurz. Blätter der Hülle 2 reihig. — Einjährige, ästige, 
kahle Kräuter. Untere B. leierförmig. Köpfchen klein. Hülle 
schmal; innere B. zur Reifezeit verhärtet und die äusseren 
Fr. einschliessend. Kr. gelb. Fr. länglich, an der Spitze 
verschmälert, gerippt. Haarkelchborsten einzeln abfallend. 
SEu Warzenlattich, Zacyntha Gaertn. 

— Aeussere Früchte nicht zusammengedrückt. Haarkelchborsten 
mehrreihig, lang. Blätter der Hülle fast immer mehrreihig. 

— Kräuter. Köpfchen gestielt. Blütenboden bisweilen kurz 
gewimpert. Kr. gelb oder rot. Haarkelchborsten zart. (Einschl. 
Aetheorrhiza Cass.. Barckliauda Mnch., Endojjtei'ct DC, 
Omalocline Cass., PJiaecasium Cass. und Soyeria Monn.) . . 

Pippau, Crepis L, 

24. Früchte undeutlich oder nicht gerippt. Krone rot oder violett. 

— Kräuter. B. wechselständig, ungeteilt, herzförmig. Köpfchen 
in Rispen, wenigblütig. Hülle walzenförmig, zur Reifezeit 
unverändert; innere B. 5 — 14, 1 — 2 reihig; äussere wenige^ 
klein. Fr. länglich, stumpfkantig. Haarkelchborsten 2 — 3- 
reihig. S- und MEu Berglattich, Prenätlthes L. 

— Früchte deutlich gerippt. Krone gelb, seltener rot oder weiss. 

— Ausdauernde Kräuter. Blütenboden bisweilen kurz ge- 
wimpert. Stbt. am Grunde stachelspitzig. Fr. länglich. Haar- 
kelchborsten 1 — 2 reihig, ziemlich steif. 

Habichtskraut, Hieräcium L. 

19* 



292 Compositae. 

25. (9.) Blüteubocleu durchaus oder nur gegen den Rand zu spreu- 
blätterig, oder durchaus langborstig und in diesem Falle nicht 
grubig. Blätter der Hülle mehrreihig, dachig, nach innen zu 
allmählich an Grösse zunehmend 26. 

— Blütenboden kahl oder kurz gewimpert, höchstens in der Mitte 
mit einigen Borsten besetzt, seltener tiefgrubig mit langen 
Wimj)ern am Rand der Grruben. Innere Blätter der Hülle 
1 — 2reihig, ziemlich gleichgross, äussere kurz, lockerstehend, 
oder fehlend 28. 

26. Blütenboden nur gegen den Rand zu mit 1 — 2 Reihen von 
Spreublättern besetzt, innen kahl. Haarkelchschuppen der 
inneren Früchte 10 — 20, der äusseren 5 — 7. — Ausdauernde, 
behaarte Kräuter. B. gelappt. Köpfchen gross. B. der Hülle 
stumpf, mit trockenhäutigem Saum. Blütenboden grubig. Kr. 
gelb. Stbt. pfeilförmig. Fr. länglich, 5 kantig, behaart. Haar- 
kelchschuppen in eine lange, gewimperte Grranne auslaufend. 
Türkei und Griechenland . Hautfaden, Hymenonema Cass. 

— Blütenboden durchaus spreublätterig oder borstig. Haarkelch- 
schuppen 5 — 7 27. 

27. Blütenboden spreublätterig. Blätter der Hülle mit schmalem, 
trockenhäutigen Saum. Staubbeutel am Grunde ungeteilt oder 
ausgerandet, stumpf. Früchte kahl. HaarkelchschujDpen kurz 
und breit, kürzer als die Frucht. Blätter fiederspaltig. — 
— Kahle, ausdauernde Kräuter. Köpfchen einzeln auf blatt- 
losem oder einblätterigem Schaft. Kr. gelb. Fr. länglich, 
5 kantig, 10 rippig, abgestutzt. Spanien 

[Hänslerie], Haensleria Boiss. 

— Blütenboden borstig. Blätter der Hülle mit einem grossen, 
trockeuhäutigen Anhängsel. Staubbeutel am Grunde pfeil- 
förmig, stachelspitzig. Früchte mehr oder weniger behaart. 
Haarkelchschuppen lang und schmal, länger als die Frucht, 
meist begrannt. Blätter ungeteilt. — Kräuter. B. linealisch. 
Köpfchen langgestielt. Innere B. der Hülle stachelspitzig. 
Kr. gelb oder blau. Fr. länglich, 5 kantig, gerippt. SEu. . 

Rasselblume, Catanänche L. 

28. Blütenboden tiefgrubig, mit langen Wimpern am Rande der 
Gruben. - — Einjälirige, ästige, rauhhaarige Kräuter. B. wechsel- 
ständig, schmal, ganzrandig. Köpfchen einzeln. B. der Hülle 



Compositae. 293 

langhaarig, bei der Fruchtreife verdickt. Kr. gelb oder bei 
den inneren Bl. rot. Fr. gerippt, abgestutzt, kahl, ohne Haark. 
Spanien und Portugal . . [Rauhkraut], Hispideila Barnad. 

— Blütenboden eben oder seichtgrubig, kahl oder kurzhaarig, 
bisweilen in der Mitte mit einigen längeren Borsten . 29. 

29. Krone blau, selten rosa oder weiss. Haarkelch aus vielen 
kurzen Schuppen bestehend, sehr selten verkümmert. — 
Aestige Kräuter. B. grobgezähnt oder fiederspaltig. Köpfchen 
sitzend oder auf steifem oder dickem Stiel. Hülle doppelt. 
Stbt. am Grunde stachelspitzig. Fr. gerippt 

AVegwarte, Cichorium L. 

— Krone gelb. Haarkelch, wenigstens bei den inneren Früchten, 
aus Schuppen und Borsten bestehend oder fehlend, selten 
krönchenförmig 30. 

30. Blätter der Hülle bei der Fruchtreife nicht wesentlich ver- 
ändert 31. 

— Blätter der Hülle bei der Fruchtreife stark verhärtet , 34. 

31. Haarkelch aus Schuppen und Borsten oder bei den rand- 
ständigen Früchten nur aus Schuppen bestehend. Früchte an 
der Spitze abgestutzt. — Aestige Kräuter oder Halbsträucher. 
B. ungeteilt oder gelappt. Innere B. der Hülle 1 — 2 reihig, 
ziemlich gleich, schmal; äussere fadenförmig. Fr. fast stiel- 
rund, 6 — 8 rippig. Haarkelchborsten 2 — 10. SEu 

Bartpippau, Tolpis Biv. 

— Haarkelch undjeutlich, krönchenförmig, oder fehlend. Früchte 
an der Spitze schnabelartig verschmälert oder abgerundet . 32. 

32. Haarkelch in Grestalt eines kurz begrannten Krönchens. Früchte 
lang-linealisch, stielrund, stachelig, zuletzt sternförmig aus- 
gebreitet und an der Spitze einwärts gekrümmt. Blätter 
ganzrandig. — Einjährige, ästige Kräuter. B. linealisch, am 
Grund des St. gehäuft. Innere B. der Hülle 5 — 7; äussere 
2 — 5, klein. Fr. gerippt. Ostrussland . 

[Kölpinie], Koeipmia Fall. 

— Haarkelch fehlend. Früchte länglich oder eiförmig, mehr 
oder weniger zusammengedrückt, kahl, nicht sternförmig aus- 
gebreitet. Blätter grob gezähnt oder fiederspaltig . . 33. 

33. Früchte kurz geschnäbelt, 5 streifig. Ausdauernde, unverzweigte 
Kräuter. Blätter grundständig. Köpfchen einzelnstehend. — 
B. fiederspaltig. Innere B. der Hülle 1 reihig, äussere wenige. 



294: Compositae. 

klein. Blütenboden kahl. Gebirge von S- und MEu. (^Ilijoseris 
L. z. T.) Hainsalat, Aposeris Neck. 

— Früchte an der Spitze abgerundet, 20— 30 streifig. Einjährige, 
verzweigte Kräuter. Blätter wechselständig. Köpfchen in 
Hispen oder Ebensträussen. — Kräuter. Köpfchen klein. 
Innere B. der Hülle 1 reihig, äussere wenige, klein. Blüten- 
boden kahl. (^/jCünpsatia Juss.) . , E-ainkohl, Lapsana L. 

34. Haarkelch der inneren, bisweilen auch der äusseren Früchte 
doppelt, aus Schuppen und Borsten bestehend; Haarkelch 
der äusseren, sehr selten auch der inneren Früchte einfach, 
krönchenförmig 35. 

— Haarkelch fehlend, höchstens ein niedriger Rand vorhanden . 36. 

35. Scheibenständige Früchte, mit Ausnahme der innersten, zu- 
sammengedrückt und schmal geflügelt. Blätter alle grund- 
stäüdig. — B. fiederschnittig. Köpfchen einzeln. Innere B. 
der Hülle 1 reihig, äussere wenige, kurz. Blütenboden kahl. 
Fr. kahl, undeutlich 5 rippig. SEu 

Schweinssalat, HyoSGriS L. 

— Scheibenständige Früchte stielrund, nicht geflügelt. Blätter 
grösstenteils grundständig. — Einjährige Kräuter. B. gezähnt 
oder fiederspaltig. Köpfchen einzeln, endständig, klein. Innere 
B. der Hülle 1 reihig, äussere wenige, kurz. Blütenboden 
kahl. Fr. gerippt. SEu. (^I^hagad/'olns Juss. z. T.) . . . 

ßöhrchenkraut, Hedypnois Schreb. 

36. Früchte lang-linealisch, stielrund, an der Sj)itze verschmälert, 
ebensolang wie die Blätter der Hülle, bei der Reife stern- 
förmig ausgebreitet. Innere Blätter der Hülle 5 — 8, äussere 5. 
Blätter grösstenteils grundständig. — Einjährige Kräuter. 
B. gezähnt oder fiederspaltig. Köpfchen klein. Blütenboden 
kahl. SEu Sichelsalat, Rhagadfolus Juss. 

— Früchte länglich oder eiförmig, 5 kantig, an der Spitze breit- 
abgestutzt, viel kürzer als die Blätter der Hülle, aufrecht 
(nicht ausgebreitet). Innere Blätter der Hülle 12 — 20, äussere 
etwa 5. Blätter alle grundständig. — Einjährige, kahle Kräuter. 
B. gezähnt. Blütenschäfte oo, oben verdickt. Köpfchen klein. 
Blütenboden kahl. Fr. gerippt . Lammkraut, ArnÖseris Graertu. 

37. (1.) Griffel an seiner Teilungsstelle oder etwas unterhalb der- 
selben verdickt oder daselbst mit einem Kranz längerer Fege- 
haare versehen. Blätter der Hülle mehrreihig .... 38. 



Compositae. 295 

— Griffel an oder unterhalb seiner Teilungsstelle weder verdickt, 
noch mit einem Kranz längerer Fegehaare versehen. Blätter 
der Hülle 1-, 2- oder mehrreihig 62. 

38. Randblüten zungenförmig. Kräuter von nicht-distelartiger 
Tracht. Haai'kelch aus kurzen, stumpfen Schuppen bestehend 
oder fehlend. Staubbeutel nicht geschwänzt. — Stengellose 
oder kriechende, graufilzige Kräuter, B. gezähnt oder fieder- 
teilig. Köpfchen einzeln, gestielt, mit fruchtbaren Scheibenbl. 
und ungeschlechtlichen, abstehenden E,audbl. Hülle halbkugelig, 
trockenhäutig. Blütenboden ziemlich flach, grubig. Kr. gelb 
oder rot, bei den Scheibenbl. 5 lappig. Stbt. stumpf-pfeilförmig. 
Randfr. oo streifig, ohne Haark.; Scheibenfr. wollig, 3 rippig, 
mit Haark. (Portugal.) {Cryptostenüna R. Br.) 

[Bärenohr], ArctÖtis L. 

— Randblüten sowohl als auch Scheibenblüten röhrig, aber bis- 
weilen mit einseitig verbreitertem, mehrteiligen Saum, sehr 
selten (Atractylis) Randblüten zungenförmig, dann aber Kräuter 
von distelartiger Tracht mit federigem Haarkelch. Staubbeutel 
mehr oder weniger deutlich geschwänzt. (Cyndveae) . 39. 

39. Köpfchen 1 blutig, jedes mit besonderer Hülle, in grösserer 
Zahl zu kugeligen Köpfchen zweiter Ordnung mit geraeinsamer 
Hülle vereinigt. — Distelartige, filzige Kräuter. B. wechsel- 
ständig, gezähnt oder geteilt, dornig. Köpfchen zweiter Ordnung 
meist einzeln, endständig. Einzelhülle aus dornigen B. und 
Borsten gebildet. Kr, weiss oder blau, regelmässig. Fr. stiel- 
rund oder 4kantig, wollig, mit grundständiger xA-uheftungsstelle. 
Haark, krönchenförmig oder aus Schuppen oder Borsten be- 
stehend Kugeldistel, Echmops L. 

— Köpfchen mehrblütig, sehr selten (Staehelina) 1 blutig, dann 
aber einzelnstehend oder in Ebensträussen 40. 

40. Früchte mit seitlicher oder wenigstens deutlich schiefer An- 
heftungsstelle 41. 

— Früchte mit grundständiger, gerader oder fast gerader An- 
heftungsstelle 46. 

41. Köpfchen ausserhalb der kelchartigen Hülle von einer Hülle 
dorniger Laubblätter umgeben 42. 

— Köpfchen ohne Laubblatthülle, selten (Centaurea) am Grund 
von einigen wehrlosen Laubblättern umgeben .... 44. 



296 Compositae. 

42. Haarkelch doppelt, aus 1 Reihe äusserer langer, steifer, und 
1 Reihe innerer kurzer, zarter Borsten bestehend. Früchte 
fast stielrund, vielrippig. — Einjährige, ästige, behaarte 
Kräuter. B. wechselständig, fiederspaltig, dornig. Köpfchen 
einzeln, endständig, mit unfruchtbaren Randbl. B. der Hülle 
dornig. Blütenboden flach, borstig. Kr. gelb, schief. Stf. 
haarig. Stbt. kurz geschwänzt. Fr. kahl, an der Spitze 
mit gezähntem Rand. S- und MEu. {Carbenia Adans.) . 

Benediktenwurz, CniCUS Gaertn. 

— Haarkelch einfach, aus mehrreihigen Borsten oder Schuppen 
bestehend, oder fehlend. Früchte zusammengedrückt oder 
4 kantig 43. 

43. Haarkelch federig. Krone blau. — Distelartige Kräuter. 
B. gezähnt oder gelappt. Köpfchen endständig, nur $ ßl. 
enthaltend. B. der Hülle dornig oder ausgefranst. Blüten- 
boden flach, borstig. Stbt. kurz geschwänzt. Fr. kahl. 

SEu [Zwergdistel], Carduncellus Juss. 

— Haarkelch nicht federig, bisweilen fehlend. Krone gelb, rot 
oder weiss. — Distelartige Kräuter. B. gezähnt oder gelappt. 
Blütenboden borstig. Stbt. kurz geschwänzt. Fr. kahl. S- 
und MEu. (Einschl. Kentrophijlluin Neck.) 

Saflor, Cärthamus L. 

44. Früchte an der Spitze innerhalb des Haarkelches mit einem 
gezähnten Ring versehen. Hülle länglich. — Einjährige, ästige, 
unbewehrte Kräuter. B. wechselständig, schmal, fieder- 
schnittig. Köpfchen in Rispen, mit ungeschlechtlichen Randbl. 
B. der Hülle ohne Anhängsel. Blütenboden flach, spreu- 
blätterig. Kr. rot, regelmässig. Stf. kahl. Stbt. sehr kurz 
geschwänzt. Grriff'eläste sehr kurz. Fr. eiförmig, wenig zu- 
sammengedrückt, behaart. Haark. doppelt, aus Schuppen 
und Borsten bestehend. SEu. . Schlüpfsame, Crupfna Cass. 

— Früchte an der Spitze innerhalb des Haarkelches mit einem 
wenig vorragenden, nicht gezähnten Ring versehen, oder 
ohne Ring, oder ohne Haarkelch. Hülle eiförmig oder halb- 
kugelig 45. 

45. Blätter der Hülle ohne trockenhäutiges oder dorniges An- 
hängsel, aber bisweilen stachelspitzig. Haarkelch einfach, 
aus ungleichlangen Borsten bestehend. — Ausdauernde, un- 
bewehrte Kräuter. B. wechselständig, gezähnt oder fieder- 



Compositae. 297 

spaltig. Blütenboden borstig. Kr. rot, violett oder weiss. 
Stf. kahl. Stbt. kurz geschwänzt. Fr. länglich, kahl. Haar- 
kelchborsten oo reihig, rauh . Schartenkraut, Serrätula L. 

— Blätter der Hülle mit einem trockeiihäutigen oder dornigen 
Anhängsel, seltener ohne solches, dann aber Haarkelch aus 
Schuppen bestehend oder doppelt. — Kräuter oder Halb- 
sträucher. Blütenboden borstig. (Einschl. Aniberhoa DC, 
Leuzea DC, Rhajionticwn DC, Aeglalophila Boiss., Phaeo- 
pajij^us Boiss., Psejjhellus Boiss., Acropiilon Cass., Chartolepis 
Cass., Melanoloma Cass., Microlonchus Cass. und Voliitaretla 
Cass.) ... • Flockenblume, Centaurea L. 

46. (40.) Früchte, wenigstens die mittleren, seidenhaarig-zottig, 
an der Spitze nicht gerändert. Kräuter. Haarkelch aus 
einreihigen Schuppen oder Borsten bestehend .... 47. 

— Früchte kahl und an der Spitze meist gerändert, sehr selten 
(Staehelina) seidenhaarig-zottig, dann aber gerändert und 
Stengel am Crunde holzig. Haarkelch aus mehrreihigen, 
selten 1 reihigen Borsten bestehend 51. 

47. Haarkelch in federige Borsten geteilt 48. 

— Haarkelch aus zugespitzten oder in eine einfache (nicht 
federige) Granne auslaufenden Schuppen bestehend . . 49. 

48. Innere Blätter der Hülle strahlig ausgebreitet. — Distel- 
artige Kräuter. Köpfchen gross, nur $ Bl. enthaltend. Hülle 
breit; äussere B. dornig, innere trockenhäutig, schmal. Blüten- 
boden spreublätterig. Kr. regelmässig, gelb oder rot. Stbt. 
am Grund mit gewimperten Anhängseln. Fr. länglich, fast 
stielrund, nicht gerippt Eberwurz, Carlfna L. 

— Innere Blätter der Hülle aufrecht. — Distelartige Kräuter. 
Köpfchen einzelnstehend. Hülle breit; innere B. trocken- 
häutig. Blütenboden flach, spreublätterig. Kr. gelb oder 
rot, in den p Bl. regelmässig. Stf. kahl. Stbt. am Grund 
mit langen, gewimperten Anhängseln. Griffeläste sehr kurz. 
Fr. länglich, fast stielrund. SEu 

[Spindeldistel], Aträctylis L. 

49. Köpfchen in dichten Trugdolden, nur zwitterige Blüten ent- 
haltend. Blütenboden borstig. Blätter fiederschnittig, dornig. 
— Ausdauernde, distelartige Kräuter. B. wechselständig. 
B. der Hülle dornig. Kr. blau, regelmässig, 5 teilig. Stf. 
kahl. Stbt. lang geschwänzt. Griffeläste sehr kurz, aufrecht. 



298 Compositae. 

Fr. eiförmig. Italien, Türkei, Griechenland. {(Jardopaiium 
Juss.) [Broteroe], Broteroa Willd. 

— Köpfchen einzelnstehend, zwitterige und weibliche Blüten 
enthaltend. Bliitenhoden spreublätterig. Blätter ungeteilt, 
unbewehrt 50. 

50. Randbliiten weiblich, fruchtbar, mit regelmässiger Krone. 
Krone tief 5 lappig. Staubbeutel lang-geschwänzt. Aus- 
dauernde Kräuter. — Filzige Kräuter. B. linealisch, ganz- 
raudig. Köpfchen laug gestielt. B. der Hülle stumpf, am 
Rande trockenhäutig, die inneren länger und aufrecht. Blüten- 
boden flach. Stf. kahl. Griffeläste sehr kurz. Fr. der 
p Bl. kegelförmig, der Q zusammengedrückt, cx5 rippig, ge- 
flügelt, kahl. Westliche Balkanhalbinsel 

[Krugfrucht], Amphoricärpus Vis. 

— üandblüten weiblich, aber unfruchtbar, mit 2 lippiger Krone. 
Krone der Scheibeublüten sehr seicht 5 lappig. Staubbeutel 
kurz- oder undeutlich-geschwänzt. Einjährige Kräuter. — 
Filzige Kräuter. B. wechselständig, schmal, ganzrandig. 
Köpfehen lang gestielt. B. der Hülle trockenhäutig, die 
inneren länger und meist rosa oder weiss gefärbt. Blüten- 
boden flach. Stf. kahl. Grifi'eläste sehr kurz. SEu. und 
Oesterreich-Ungarn .... Spreublume, Xeränthemum L. 

51. Blätter (Laubblätter) unbewehrt. Staubfäden kahl . . 52. 

— Blätter am Rande dornig, seltener ohne Dornen und meist steif 
gewimpert, dann aber Staubfäden behaart oder warzig . 55. 

52. Blätter der Hülle in hakige Grannen auslaufend. — Hohe, 
ästige Kräuter. B. gross, ungeteilt. Köpfchen fast sitzend, 
nur p Bl. enthaltend. Hülle fast kugelig. Blütenboden 
flach, borstig. Kr. regelmässig, rot. Stf. getrennt. Stbt. 
am Grunde mit borstlichen, nicht deutlich ge\vimj)erten An- 
hängseln. Grifi'eläste liuealisch. Fr. länglich, etwas zu- 
sammengedrückt, fast 3 kantig, oc rippig, an der Spitze nicht 
gerändert. Haarkelchborsten kurz, rauh, einzeln ^ abfallend. 
{Lappa Juss.) Klette, Arctium L. 

— Blätter der Hülle in gerade Grannen auslaufend oder un- 
begrannt 53. 

53. Haarkelchborsten mehrreihig. — Kräuter oder Halbsträucher. 
B. wenigstens unterseits graufilzig. Köpfchen nur (^ Bl. ent- 
haltend. Blütenboden flach, borstig. Kr. rot. Stf. getrennt. 



Compositae. 299 

Stbt. lang geschwänzt. Fr. 4 — 5 kantig oder zusammen- 
gedrückt. Haarkelchborsten sehr ungleich, meist zusammen 
abfallend. S- und MEu. . . . Bisamknopf, Jurinea Cass. 

— Haarkelchborsten 1 — 2 reihig 54. 

54. Haarkelchborsten federig, am Grruud in einen Ring verwachsen; 
ausserhalb derselben meist noch eine zweite Reihe kürzerer 
Borsten. Ausdauernde Kräuter. — B. wechselständig. 
Köpfchen nur j Bl. enthaltend. B. der Hülle unbegrannt. 
Kr. rot oder blau. Stf. getrennt. Stbt. am Grunde mit ge- 
fransten oder gewimperten Anhängseln. Griffeläste linealisch. 
Fr. länglich, gerippt oder zusammengedrückt. Innere Haar- 
kelchborsten gleichlang .... Schärtling, SauSSÜrea DC. 

— Haarkelchborsten nicht federig, gruppenweise verwachsen, 
1 reihig. Halbsträucher oder Sträucher. — B. wechselständig, 
ungeteilt, unterseits flaumig. Köpfchen schmal, nur v Bl. 
enthaltend, mit flachem, borstigen Blütenboden, oder 1 blutig. 
B. der Hülle unbegrannt. Kr. rot. Stbt. am Grunde mit 
zerschlitzten Anhängseln. Fr. schmal, fast stielrund, oo rippig, 
an der Spitze gerändert. SEu 

Strauchscharte, Staehelfna L. 

55. Staubfäden am Grund oder höher hinauf in eine Röhre ver- 
wachsen 56. 

— Staubfäden getrennt 58. 

56. Haarkelchborsten federig. Staubbeutel am Grunde mit ge- 
fransten Anhängseln. — 1 — 2 jährige Kräuter. B. wechsel- 
ständig, am St. herablaufend, gelappt oder fiederschnittig, 
dornig. Köpfchen in Rispen, mit ungeschlechtlichen Randbl. 
B. der Hülle ungeteilt, in eine Stachelspitze oder einen Dorn 
auslaufend. Blütenboden flach, borstig. Kr. rot. Stf. hoch 
hinauf verwachsen, kahl. Gr. fast ungeteilt. Fr. glatt oder 
undeutlich 4 rippig. Haarkelchborsten mehrreihig, am Grunde 
verwachsen. SEu. {Liipsia Neck.) 

[Milchdistel], Galactftes Mnch. 

— Haarkelchborsten kahl oder kurz gebartet. Staubbeutel am 
Grund mit ungeteilten Anhängseln oder mit Stachelspitzen . 57. 

57. Blütenboden fleischig. Blätter der Hülle, wenigstens die 
äusseren, dornig gezähnt, an der Spitze in einen langen Dorn 
auslaufend. Köpfchen nur zwitterige Blüten enthaltend. 
Blätter am Stengel nicht herablaufend, beiderseits kahl. — - 



300 Compositae. 

Kräuter. B. wechselständig, gelappt oder fiederspaltig, dornig. 
Köpfchen einzeln endständig, nickend, gross. Hülle fast 
kugelig. Blütenboden borstig. Kr. rot. Stf. kahl. Gr. fast 
ungeteilt. Fr. zusammengedrückt. Haarkelchborsten mehr- 
reihig, am Grunde verwachsen, ungleich 

Mariendistel, Sflybum Gaertn. 

— Blütenboden nicht fleischig. Blätter der Hülle in einen kurzen 
Dorn auslaufend. Köpfchen meist mit ungeschlechtlichen 
Randblüten. Blätter am Stengel herablaufend, unterseits 
filzig. — Filzige Kräuter. B. wechselständig, gezähnt oder 
fiederspaltig, dornig. Köpfchen gestielt. Hülle eiförmig. 
Blütenboden flach, borstig. Kr. rot oder weiss. Stf. hoch 
hinauf verwachsen, kahl. Fr. eiförmig, 4 kantig. Haarkelch- 
borsten mehrreihig, am Grunde verwachsen. SEu 

[Käsedistel], Tynmnus Cass. 

58. Blütenboden grubig, mit gezähnten Bändern, ohne Borsten. 
— Kräuter. B. gezähnt oder fiederspaltig, dornig. Köpfchen 
gross, nur Bl. enthaltend. Hülle breit; B. in einen ein- 
fachen Dorn auslaufend. Blütenboden flach, fleischig. Kr. 
rot, violett oder weiss. Stf. behaart. Fr. glatt oder runzelig, 
flach oder 4 kantig. Haarkelchborsten mehrreihig, am Grunde 
verwachsen Eselsdistel, OnopÖrdon L. 

— Blütenboden borstig 59. 

59. Haarkelchborsten, wenigstens bei den Scheibenblüten, federig 60. 

— Haarkelchborsten nicht federig 61. 

60. Blütenboden fleischig. — Kräuter, fast stets distelartig. B. 
fiederteilig. Köpfchen einzeln, endständig, gross. Hülle breit, 
aus lederigen, meist dornigen B. bestehend. Blütenboden 
flach. Kr. rot, blau oder weiss. Stf. behaart. Stbt. am 
Grunde mit einfachen Anhängseln. Haarkelchborsten mehr- 
reihig, am Grunde verwachsen. SEu. (Einschl. Bourgaea 

Coss.) Artischocke, Cynara L. 

— Blütenboden nicht fleischig. — Kräuter oder Halbsträucher. 
B. der Hülle meist dornig. Kr. rot, gelb oder weiss. Haar- 
kelchborsten mehrreihig, am Grunde verwachsen. {Cnicus L., 
einschl. Chamaepeuce DG., Echenals Cass., Notohasis Cass. und 
Ficnomon Cass.) Kratzdistel, Cfrsium Scop. 

61. Staubfäden kahl. Haarkelchborsten 1 reihig, getrennt und 
einzeln abfallend, oder fehlend. — Kräuter oder Halbsträucher. 



Compositae. 3()J^ 

B. wechselständig, gezähnt, gelappt oder fiederteilig, dornig. 
B. der Hülle dornig. Blütenboden flach. Kr. gelb, weiss 
oder rot. Stbt. am Grunde mit gewimperteu Anhängseln. 
Fr. zusammengedrückt oder kantig, gerippt. Südrussland und 
Rumänien [Cousinie], Cousmia Cass. 

— Staubfäden behaart. Haarkelchborsten mehrreihig, am Grunde 
verwachsen und zusammen abfallend. — Kräuter. B. wechsel- 
ständig, gezähnt oder fiederspaltig. B. der Hülle dornig. 
Kr. rot oder weiss. Fr. eiförmig . . . Distel, Cärduus L. 

62., (37.) Staubbeutel geschwänzt, d. h. am Grund mit 2 zugespitzten, 
bisweilen begrannten oder gewimperten Anhängseln ver- 
sehen 63. 

— Staubbeutel nicht geschwänzt, am Grund ungeteilt oder kurz 
geöhrt, selten mit 2 ganz kurzen Stachelspitzen versehen . 83. 

63. Griffelspitze kurz 2 lappig, innen narbig, aussen bis über die 
Teilungsstelle hinab behaart. Köpfchen nur zwitterige Blüten 
enthaltend. Krone 5 spaltig. Blätter gesägt oder gezähnt. — 
Ausdauernde, wollige Kräuter. St. sehr kurz, ungeteilt. B. 
gestielt, breit, uubewehrt. Köpfchen einzelnstehend, gross. 
Hülle fast kugelig; B. wenigreihig, schmal, stachelspitzig. 
Blütenboden flach, grubig mit gezähnten Rändern, sonst kahl. 
Kr. regelmässig. Fr. fast stielrund, gerippt, kahl. Haarkelch- 
borsten mehrreihig, ungleich, kurz gewimpert, später zusammen- 
gedreht. Alpen von Italien und Frankreich 

[Berardie], Berärdia Vill. 

— Grififelspitze der Scheibenblüten mehr oder weniger tief 2 spaltig, 
an den Bändern, sehr selten innen narbig, aussen an der 
Spitze oder weiter hinab, aber sehr selten (Pluckea) bis über 
die Teilungsstelle der Griffeläste hinunter behaart, oder, bei 
unfruchtbaren Blüten, ungeteilt und narbenlos. Köpfchen 
zwitterige und weibliche Blüten enthaltend oder eingeschlechtig, 
seltener aus lauter zwitterigen Blüten bestehend, dann aber 
Krone 4 — 5 zähnig und Blätter ganzrandig 64. 

64. Köpfchen aus unfruchtbaren, zwitterigen Scheibenblüten mit 
ungeteiltem Griff'el und fruchtbaren, weiblichen Bandblüten mit 
zungenförmiger Krone bestehend. — Flaumige Kräuter oder 
Halbsträucher. B. wechselständig, ungeteilt oder gelappt. 
Köpfchen einzeln, endständig. Hülle breit; B. 1 — 2 reihig, 
schmal. Blütenboden flach und kahl. Kr. gelb, bei den 



302 Compositae.. 

Scheibenbl. regelmässig, 5 lappig. Fr. ohne Haark., kahl, 
gekrümmt, die äusseren von den inneren verschieden. S- 
und MEu Ringelblume, Calendula L. 

— Köpfchen aus lauter zwitterigen, weiblichen oder männlichen 
Blüten bestehend oder zwitterige und weibliche Blüten zugleich 
enthaltend: in letzterem Falle 8cheibenblüten meist fruchtbar 
mit 2sj)altigem Griffel, seltener unfruchtbar, dann aber Rand- 
blüten mit röhriger oder fädlicher Krone. (Inüleae) . 65. 

65. Blütenboden wenigstens zwischen den Randblüten spreu- 
blättei'ig 66. 

— Blütenboden ohne Spreu blätter, grubig oder glatt . . , 72. 

66. Köpfchen einzelstehend, gross oder ziemlich gross. Rand- 
blüten zungenförmig. Haarkelch aus Schuppen bestehend 
oder krönchenförmig 67. 

— Köpfchen in Knäueln, klein. Randblüten fadenförmig. Haarkelch 
aus bisweilen federigen Borsten bestehend oder fehlend . 69. 

67. Kronröhre korkig verdickt, bei den Scheibenblüten breiter 
als der Saum. Randfrüchte schmal 2 flügelig. Scheiben- 
früchte 5 rippig. — Einjährige, behaarte Kräuter. B. wechsel- 
ständig, ganzrandig, Köpfchen endständig, verschiedenehig. 
Hülle halbkugelig; B. wenigreihig, schmal. Randbl. 2 reihig, 
mit 3 zähniger Kr. Stbt. kurz geschwänzt. Griffeläste an 
der Spitze abgerundet. Hüllkelchschuppen zahlreich, 1 reihig, 
sehr kurz, ausgefranst. SEu. . . Goldauge, PaÜGIlis Cass. 

— Kronröhre nicht verdickt, bei den Scheibenblüten schmäler 
als der Saum. Randfrüchte o flügelig oder ungeflügelt. Scheiben- 
früchte vielrippig 68. 

68. Haarkelchschupj)en getrennt. Staubbeutel lang geschwänzt. 
Blätter länglich, ganzrandig. — Verzweigte Kräuter oder 
Halbsträucher. B. wechselstäudig. Köpfchen sitzend oder 
kurz gestielt, verschiedenehig. Hülle breit; B. wenigreihig. 
Kr. gelb, bei den Randbl. 3 zähnig. Griffeläste an der Spitze 
abgerundet. Randfr. 2 — 3 kantig, Scheibeufr. fast stielrund. 
Haarkelchschuppen gezähnt oder ausgefranst. SEu. (^Asteriscus 
Mnch.) Sternauge, Odontospermum Neck. 

— Haarkelchschuppen am Grunde verwachsen. Staubbeutel meist 
sehr kurz geschwänzt, seltener lang geschwänzt, dann aber 
Blätter eirund-herzförmig und gesägt. — Ausdauernde Kräuter 
oder Halbsträucher. B. wechselständig, ungeteilt. Köpfchen 



Compositae. 303 

endständig, verschiedenehig. Hülle halbkugelig; B. wenig- 
reihig. Bliitenboden gewölbt. Kr. gelb. Grriffeläste an der 
Spitze abgerundet. Fr. kahl; Kandfr. 2 — 3 kantig; Scheibenfr. 
stielrund oder seitlich zusammengedrückt. Haarkelchschuppen 
sehr kurz, gezähnt oder ausgefrani^t, bisweilen begrannt. 
(Einschl. 7'elekta Baumg.) . . Rindsauge, Buphthälmum L. 

69. Blüten alle mit Haarkelch oder nur die äusseren von den mehr- 
reihigen weiblichen Randblüten ohne Haarkelch. - — Flaumige 
oder wollige Kräuter. B. wechselstämlig, ganzrandig. Köpfchen 
vielblütig, verschiedenehig. B. der Hülle trockenhäutig. Blüten- 
boden erhaben, in der Mitte kahl. Stbt. kurz geschwänzt. 
Griffeläste stumpf. Fr. nicht gerippt. Haark. aus eiufaclien 
Borsten bestehend. (Einschl. Liogßa Cass.) 

Schimmelkraut, FÜägO L. 

— Blüten alle oder wenigstens alle weiblichen Kandblüten ohne 
Haarkelch 70^ 

70. Haarkelch der Scheibenblüten federig. E-audfrüchte von den 
Spreublättern nicht eingeschlossen. — Einjährige, flaumige 
Kräuter. B. wechselständig, ungeteilt, linealisch. Köpfchen 
aus Q Bandbl. und unfruchtbaren / Scheibenbl. bestehend. 
B. der Hülle wenige, knrz, Blütenboden erhaben, in der 
Mitte kahl. Randbl. mit undeutlich gezähnter Kr. Spanien 
und Griechenland. i^Trlcliogyne Less.) 

[Federschimmelkraut], Ifloga Cass. 

— Haarkelch bei den Scheibenblüten fehlend, sehr selten einfach 
borstig; in letzterem Falle liandfrüchte von den Spreublättern 
eingeschlossen 71. 

71. Spreublätter die randständigen Blüten und Früchte fast völlig 
einschliessend. Weibliche Kandblüten 1 reihig. — Kleine, ein- 
jährige, flaumige oder wollige Kräuter. B. wechselständig, 
ganzrandig. Köpfchen wollig, verschiedenehig. B. der Hülle 
wenige, kurz. Blüteuboden erhaben. C Scheibenbl. unfruchtbar. 
Kr. der Kandbl. 2 zähnig. Stbt. kurz geschwänzt. Fr. nicht 
gerippt. SEu. und südliches MEu. . Falzblume, MTcropuS L. 

— Spreublätter die randständigen Blüten und Früchte nicht ein- 
schliessend. Weibliche Kandblüten mehrreihig. — Kleine, 
flaumige oder wollige Kräuter. B. wechselstäudig, ganzrandig. 
Köpfchen verschiedenehig. B. der Hülle wenige, kurz. Blüten- 



304 Compositae. 

boden erhaben, 'j Scheibenbl. unfruchtbar. Fr. nicht gerippt, 
ohne Haark. SEu [Evaxköpfchen], Evax Gaertn. 

72. (65. j Griffelspitze der Scheibenblüten in 2 innen narbige Aeste 
geteilt, aussen bis unter die Teilungsstelle hinab behaart. — 
Kahle Kräuter. B. wechselständig, schmal, ungeteilt. Köpfchen 
in Ebensträussen, vielblütig, verschiedenehig. Hülle walzen- 
förmig; B. steif. Randbl. Qj vielreihig, mit fädlicher Kr.; 
Scheibenbl. 8 — 10, C, mit röhriger Kr. Kr. rot. Stbt. kurz 
geschwänzt. Griffeläste der v Bl. kurz. Haark. aus 1 reihigen 
Borsten bestehend. Südrussland. [Karelinia Less.) .... 

[Pluchee], Plüchea Cass. 

— GriffelsjDitze der Scheibenblüten in 2 nur am Rand narbige 
Aeste geteilt, aussen an der Spitze oder weiter hinab, aber 
nicht bis unterhalb der Teilungsstelle behaart, oder bei un- 
fruchtbaren Blüten ungeteilt und narbenlos 73. 

73. Randständige Narbenreihen der zwitterigen fruchtbaren Blüten 
an der Spitze der Griffeläste zusammenfliessend. Scheiben- 
blüten zwitterig, fruchtbar 74. 

— Bandständige Narbenreihen der zwitterigen fruchtbaren Blüten 
an der Spitze nicht zusammenfliessend 77. 

74. Haarkelch ringförmig oder fehlend. Weibliche Bandblüten 
röhrig. — Aestige Kräuter. B. wechselständig, ungeteilt. 
Hülle halbkugelig; B. wenigreihig. Blütenboden flach. Kr. 
gelb. Griffeläste an der Spitze abgerundet. Fr. geschnäbelt, 
gerippt. SEu. und südliches MEu 

Kragenblume, Carpesium L. 

— Haarkelch aus Borsten bestehend oder doppelt. Weibliche 
Bandblüten zungenförmig, selten fadenförmig oder fehlend . 75. 

75. Haarkelch einfach, aus ziemlich gleichlangen Borsten bestehend, 
zwischen welchen bisweilen einige kürzere stehen. — Flaumige 
oder haarige Kräuter. B. ungeteilt. Köpfchen verschieden- 
ehig. B. der Hülle mehrreihig. Kr. gelb. Stbt. lang ge- 
schwänzt. (Einschl. Cupularia Gren. et Godr.) . . . . . 

Alant, Inula L. 

— Haarkelch doppelt, der innere aus Borsten, der äussere aus 
sehr kurzen und schmalen, fast borstenförmigen, oder zu einem 
Krönchen verwachsenen Schuppen bestehend 76. 

76. Aeussere Haarkelchschuppen getrennt, fast borstenförmig. — 
Kräuter oder Halbsträucher. B. wechselständig, ungeteilt. 



Compositae. 3Q5 

Köpfchen einzeln, endständig, einen lockeren Ebenstrauss 
bildend. B. der Hülle mehrreihig, steif. Blütenboden flach, 
grubig. Kr. gelb, bei den Scheibenbl. röhrig, regelmässig, 
bei den Handbl. zungenförmig. Stbt. lang geschwänzt. GrifFel- 
äste an der Spitze abgerundet. Fr. fast stielrund, oo rij)pig. 
Innere Haarkelchborsten 1 reihig. SWEu. und Malta ... 

[Jasonie], Jasonia Cass. 

— Aeussere Haarkelchschuppen am Grunde verwachsen, ein niedriges 
Krönchen bildend. — Kräuter. B. wechselständig, ungeteilt 
oder gelajDpt. Köpfchen einzeln, endständig, verschiedenehig. 
Hülle halbkugelig; B. wenigreihig, schmal. Kr. gelb. Stbt. 
lang geschwänzt. Innere Haarkelbchborsten 1 reihig . . . 

Flohkraut, Pulicäria Gaertn. 

7 7 . Randblüten mit zungenförmiger Krone. — Kräuter. B. linealisch, 
ganzrandig. Köpfchen gestielt, mit P und Q fruchtbaren Bl. 
B. der Hülle mehrreihig, trockenhäutig. Blütenboden flach. 
Randbl. 1 reihig. Kr. gelb. Griffeläste stumpf. Fr. kantig, 
kahl. Haark. der ßandfr. aus schmalen, zerschlitzten Schuppen, 
der Scheibenfr. aus laugen, oben federigen, bisweilen mit 
kurzen untermischten Borsten bestehend. Spanien .... 

[Leyssere], Leyssera L. 

— Randblüten mit fadenförmiger oder (wenn Köpfchen gleich- 
ehig) röhriger Krone 78. 

78. Köpfchen ganz oder grösstenteils aus zwitterigen, fruchtbaren 
Blüten bestehend. — B. wechselständig, wenigstens die oberen, 
ganzrandig. B. der Hülle mehrreihig, trockenhäutig, weiss, 
gelb, braun oder rot. Kr. gelb. Griffeläste abgestutzt oder 
kopfig. Fr. stielrund oder 5 kantig. Haark. aus 1 reihigen, 
einfachen oder an der Spitze federigen Borsten bestehend . 

Immerschön, Helichrysum Gaertn. 

— Köpfchen ganz oder grösstenteils aus zwitterigen, aber 
unfruchtbaren (männlichen), oder weiblichen Blüten be- 
stehend 79. 

79. Köpfchen aus weiblichen und fruchtbaren zwitterigen Blüten 
mit 2 spaltigem Griffel bestehend 80. 

— Köpfchen aus weiblichen und unfruchtbaren zwitterigen (männ- 
lichen) Blüten mit meist ungeteiltem Griffel, oder nur aus 
weiblichen oder männlichen Blüten bestehend . . . . 81. 

Thouuer, Exkursionsflora. II. 20 



3Q6 Oompositae. 

80. Haarkelcliborsten foderig. — Einjährige, wollige Kräuter. 
B. wechselstäudig, ganzrandig. Köpfchen in Knäueln, klein, 
vielblütig. B. der Hülle wenigreihig, die inneren trocken- 
häutig, die äusseren krautig, wollig. Stbt. kurz geschwänzt. 
Griffeläste abgestutzt. Haarkelchborsten 1 reihig, getrennt, 
einzeln abfallend. Spanien . [Bauhbart], Lasiopogon Cass. 

— Haarkelchborsten nicht federig. — Filzige oder wollige Kräuter 
oder Halbsträucher. B. wechselständig, ganzrandig. Köpfchen 
klein, meist in Knäueln. B. der Hülle mehrreihig, an der 
Spitze trockenhäutig, weiss, gelb, braun oder rot. Kr. gelb 
oder weiss. Griffeläste abgestutzt oder kopfig. Fr. nicht 
gerippt. Haarkelchborsten 1 reihig, getrennt, einzeln abfallend . 

Ruhrkraut, Gnaphälium L. 

81. Haarkelchborsten getrennt, einzeln abfallend. Köpfchen in 
ästigen, vielköpfigen Ebeusträussen. — Ausdauernde, filzige 
Kräuter, ß. wechselständig, schmal, ganzrandig. Köpfchen 
ziemlich klein, alle verschiedenehig oder einige eingeschlechtig. 
B. der Hülle mehrreihig, trockenhäutig, die äussersten wollig, 
die innersten kronblattartig, weiss. Fr. kahl. Haarkelchborsten 
1 reihig, bei den p Bl. an der Spitze etwas verdickt. (^1?^- 
teniiaria Gaertn. z. T., Gncqyhalium L. z. T.) 

Perlruhrkraut, ÄtläphaÜS DC. 

— Haarkelchborsten, wenigstens bei den weiblichen Blüten, am 
Grunde verwachsen. Köpfchen in einfachen, 3 — 9köpfigen 
Ebeusträussen oder Knäueln 82. 

82. Köpfchen, wenigstens einige davon, zugleich weibliche und 
unfruchtbare zwitterige (männliche) Blüten enthaltend. Gesamt- 
blütenstand von strahlig ausgebreiteten, wolligen Laubblätterii 
umgeben. — Ausdauernde, filzige oder wollige Kräuter. B. 
wechselständig, ganzrandig. Köpfchen ziemlich klein. B. der 
Hülle mehi'reihig, trockenhäutig, aussen wollig. Fr. nicht 
gerippt. Haarkelchborsten 1 reihig, kurz gebartet, bei den Q 
und p Bl. ziemlich gleichartig. Hochgebirge von S- und MEu. 
{Antennaiia Gaertn. z. T., Gnaphaliwn L. z. T.) 

Edelweiss, Leontopodium B. Br. 

— Köpfchen zweihäusig, die einen nur weibliche fruchtbare, die 
anderen nur zwitterige unfruchtbare (männliche) Blüten ent- 
haltend. Gesaratblütenstand nicht von strahlig ausgebreiteten 



Compositae. 307 

Laub blättern umgeben. — Filzige oder wollige, ausdauernde 
Kräuter oder Halbsträucher. B. grösstenteils grundständig, 
ganzrandig. Köpfchen ziemlich klein, vielblütig. B. der Hülle 
mehrreihig, trockenhäutig, die äussersten wollig, die innersten 
mehr oder weniger kronblattartig, weiss, rot oder braun. 
Fr. der Q Bl. nicht gerippt. Haarkelchborsten der $ BL an 
der Spitze verbreitert oder gebartet. {Gnaphaliiun L. z. T.) . 

Katzenpfötchen, Antennäria Gaertn. 

83. (62.) Griflfeläste halbwalzenförmig, stumpf, oberhalb und längs 
der wenig vortretenden randständigen Xarbenstreifen innen 
und aussen mit kurzen Haaren von ziemlich gleicher Länge 
besetzt. Köpfchen gleichehig, nur zwitterige, fruchtbare Blüten 
enthaltend. Krone rot oder weiss. (Eupatorieae) . 84. 

— Griffeläste der fruchtbaren zwitterigen Blüten ziemlich flach, 
entweder ausschliesslich oder fast ausschliesslich aussen (innen 
nicht oder sehr spärlich) behaart — und dann Narben in 
randständigen, deutlich hervortretenden Streifen oder die ganze 
Innenfläche bedeckend und Griifeläste meist spitz — oder mit 
einem Kranz oder Schopf längerer Haare (mit oder ohne 
kürzere) versehen. Köpfchen meist verschiedenehig; wenn 
aber gleichehig (nur zwitterige fruchtbare Blüten enthaltend), 
dann Krone fast immer gelb 85. 

84. Früchte 5 rippig. Haarkelchborsten 1 reihig. Blätter der Hülle 
2 reihig, etwa 5 äussere und 5 innere. Blätter gegenständig 
oder quirlig. — Ausdauernde Kräuter. Köpfchen in Eben- 
sträusseu oder Bispen, etwa 5 — 6 blutig. Blütenboden kahl. 
Kr. regelmässig, 5 zähnig. Haark. nicht federig 

Wasserdost, Eupatörium L. 

— Früchte 10 rippig. Haarkelchborsten 2 — 3 reihig. Blätter der 
Hülle 1 reihig, bisweilen überdies 1 — 2 äussere vorhanden. 
Blätter wechselständig. — Hohe, ausdauernde Kräuter. B. 
gestielt, herzförmig, gezähnt. Köpfchen in Ebensträussen, 
3 — 20 blutig. Blütenboden kahl. Kr. regelmässig, 4 — 5 lappig, 
Haarkelchborsten rauh. S- und MEu 

Bosslattich, Adenostyles Cass. 

85. Griffeläste der fruchtbaren zwitterigen Blüten aussen oberhalb 
der randständigen^ später nach aussen umgebogenen Narben- 
reihen mit kurzen Haaren von ziemlich gleicher Länge be- 

20* 



308 Compositae. 

setzt; selten zwitterige Blüten unfruchtbar und ohne Narben; 
in diesem Falle Haarkelch aus Borsten bestehend, Früchte 
zusammengedrückt und Blätter der Hülle 2 reihig und ziemlich 
gleich gross oder mehrreihig. (Aster eae) 86. 

— Griffeläste der fruchtbaren zwitterigen Blüten mit einem Kranz 
oder Schopf längerer Haare (ausser welchen oft noch kürzere 
vorhanden sind) versehen, oder aussen haarig und innen (an 
der ganzen Innenseite) narbig; seltener zwitterige Blüten un- 
fruchtbar und ohne Narben, dann aber Haarkelch fehlend 
oder aus SchujDpen, selten aus Borsten bestehend; in letzterem 
Falle Früchte stielrund und Blätter der Hülle 2 reihig aber 
sehr ungleich (die äusseren viel kleiner) oder 1 reihig . 93. 

B6. Köpfchen verschiedenehig und scheibenförmig (aus zwitterigen 
Scheibenblüten mit röhrenförmiger Krone und weiblichen Rand- 
blüten mit fadenförmiger Krone bestehend) 87. 

— Köpfchen verschiedenehig aber strahlig (aus zwitterigen 
Scheibenblüten mit röhrenförmiger Krone und weiblichen Rand- 
blüten mit zungenförmiger Krone bestehend) oder gleich- 
ehig (nur zwitterige Blüten mit röhrenförmiger Krone ent- 
haltend) 88. 

87. Weibliche Blüten 1 reihig. Köpfchen einzelnstehend. Sträucher. 
— B. wechselständig, linealisch. Hülle halbkugelig, wenig- 
reihig. Blütenboden grubig. P Bl. fruchtbar. Kr. gelb, bei 
den Randbl. 2 — 3zälmig, bei den Scheibenbl. 5 zähnig. Be- 
haarte Anhängsel der Grriffeläste lanzettlich. Fr. flach, nicht 
gerippt. Haark. aus 1 reihigen Borsten bestehend. Spanien . 

[Nolletie], Noiletia Cass. 

— Weibliche Blüten 2- oder mehrreihig. Köpfchen in Bispen 
oder Ebensträussen. Kräuter. — B. wechselständig, schmal, 
ungeteilt. Kr. gelb, bei den $ Bl. regelmässig, 5 zähnig, bei 
den Q 2 — 3 zähnig, kürzer als der Gr. Behaarte Anhängsel 
der Griffeläste lanzettlich. Fr. flach, ungerippt oder 2 — 4- 
ripjaig. Haark. aus 1 — 2 reihigen Borsten bestehend. SEu. 
und Frankreich Gelbdürrwurz, Conyza Less. 

88. Krone der zwitterigen und weiblichen Blüten gelb. Früchte 
fast stielrund oder kantig, 8 — 12 rippig. — Kräuter. B. 
wechselständig, ungeteilt. Köpfchen in trauben- oder rispen- 
förmigen Blütenständen. Hülle schmal; B. mehrreihig, dachig. 
p Bl. fruchtbar. Kr. der p Bl. 5 lappig, der Q mit bisweilen 



Compositae. 309 

sehr kurzer Zunge. Behaarte Anhängsel der Griffeläste 
lanzettlich. Haark. aus zahlreichen, 1 — 2 reihigen Borsten 
bestehend Groldrute, Solidago L. 

— Krone der zwitterigen Scheibenblüten gelb (selten im Alter 
rötlich), der weiblichen Randblüten, wenn solche vorhanden 
sind, weiss, rot oder blau. Früchte zusammengedrückt, un- 
gerippt oder 2 — 6 rippig 89. 

89. Haarkelch aus winzigen, am Grunde verwachsenen Borsten be- 
stehend oder fehlend. — Kräuter. B. grund- oder wechsel- 
ständig, ungeteilt. Köpfchen einzeln, endständig. Hülle breit; 
B. krautig, 2 reihig, ziemlich gleich gross. Blütenboden er- 
haben, kahl. Scheibenbl. fruchtbar. Eandbl. 1 reihig, mit ab- 
stehender, weisser oder roter Kr. Behaarte Anhängsel der 
Griffeläste dreieckig. Fr. warzig oder behaart. (Einschl. 
Senbertia'Wa.ts.^ Maasliebchen, Bellis L. 

— Haarkelch aus längeren Borsten oder Borsten und Schuppen 
bestehend 90. 

90. Haarkelch aus Borsten und dazwischenstehenden Schuppen 
bestehend. — Kleine Kräuter. B. grundständig, ungeteilt. 
Köpfchen einzeln, endständig. Hülle breit; B. kurz, 2 reihig, 
ziemlich gleich gross. Blütenboden erhaben, kahl. Scheibenbl. 
fruchtbar. Bandbl. 1 reihig, mit weisser, abstehender Kr. Be- 
haarte Anhängsel der Griffeläste schmal-lanzettlich. Haar- 
kelchborsten wenige, 1 reihig, SEu 

[Kronmaassliebchen], Bellium L. 

— Haarkelch nur aus Borsten, deren äussere bisweilen am Grunde 
verwachsen sind, bestehend 91. 

91. Blätter der Hülle 2 reihig, ziemlich gleich lang, schmal, 
häutig, nicht laubblattartig. Kandblätter mehr-, selten 1 — 2- 
reihig, schmal-zungenförmig oder die inneren fädlich, selten 
fehlend. Behaarte Anhängsel der Grifieläste kurz, meist 
3eckig. Haarkelchborsten 1-, selten 2 reihig. — Kräuter. 
B. grund- oder wechselständig. Kr. der Kandbl. weiss oder 
violett, länger als der Gr. (Einschl. Sieuartis Ns.) .... 

Berufkraut, Erfgeron L. 

— Blätter der Hülle mehrreihig, dachig, seltener 2 reihig und 
ziemlich gleich lang, dann aber wenigstens die äusseren laub- 
blattartig. Kandblüten 1 — 2 reihig, zungenförmig, meist läng- 



310 Compositae. 

lieh, oder fehlend. Behaarte Anhängsel der Griffeläste 
lanzettlich. Haarkelchborsten 2 — 3 reihig 92. 

92. Aeussere Haarkelchborsten in ein niedriges Krönchen ver- 
w^achsen. Aeussere Blätter der Hülle mehr oder weniger 
laubblattartig. — Einjährige Kräuter. B. wechselständig, 
gezähnt oder gelappt. Köpfchen einzelstehend, gross. Kr. 
der Scheibenbl. 5 lappig. (S- und MEu.) 

Gartenaster, CallfstephuS Cass. 

— Aeussere Haarkelchborsten getrennt. Aeussere Blätter der 
Hülle nicht laubblattartig. — Kräuter oder Halbsträucher, 
B. wechselständig, ungeteilt oder gelappt. Kr. der Scheibenbl. 
5 lappig. Haarkelchborsten zahlreich. (Einschl. BdUdiastrum 
Cass., GalateUa Cass., Linosyris DC. und Tripolinm Ns.) . 

Sternkraut, Aster L. 

93. (85.) Haarkelch aus wenigen (etwa 6 — 10) Borsten bestehend. 
Blüteuboden kahl, bisweilen grubig. Früchte nicht gerippt. 
Blätter der Hülle mehrreihig, dachig (von aussen nach innen 
allmählich an Grösse zunehmend). — Halbsträucher. B. 
wechselständig, schmal, ungeteilt. Köpfchen einzeln oder in 
Knäueln, scheibenförmig. B. der Hülle an der Spitze trocken- 
häutig. Blütenboden flach. Scheibenbl. ^, fruchtbar. Randbl. 
oo reihig, Q , mit fadenförmiger Kr. Kr. gelb. Griffeläste 
abgestutzt. Fr. etwas zusammengedrückt. SEu 

[Felsenruhrkraut], PIlägnalon Cass. 

— Haarkelch fehlend oder krönchenförmig oder aus Schupj)en 
gebildet oder aus 2 — 4 Grannen bestehend — in diesem 
Falle Blütenboden spreublätterig — oder aus zahlreichen 
Haaren oder Borsten bestehend; in letzterem Falle Früchte 
5 — 10 rippig und Hülle aus 1 — 2 E,eihen ziemlich gleich 
langer Blätter bestehend, zu welchen bisweilen noch 1 — 2 Reihen 
viel kürzerer äusserer Blätter hinzukommen 94. 

94. Haarkelch aus zahlreichen Haaren oder Borsten bestehend, 
bei den Kandblüten bisweilen fehlend. (Seneeioneae) . 95. 

— Haarkelch aus 2 — 4 Grannen oder aus Schuppen bestehend 
oder krönchenförmig verwachsen oder fehlend .... 103. 

95. Zwitterige Scheibenblüten, alle oder die meisten, unfruchtbar 
und mit ungeteiltem Griffel 96. 



Compositae. 311 

— Zwitterige Scheibenblüten, alle oder die meisten, fruchtbar 
und mit 2 spaltigem Griffel 97. 

96. Köpfchen in Trauben, Ebensträussen oder Rispen, 2 gestaltig, 
die einen ganz oder grösstenteils aus weiblichen, die anderen 
aus männlichen (unfruchtbaren zwitterigen) Blüten bestehend. 
Krone rot oder weiss. — Filzige oder wollige, ausdauernde 
Kräuter. B. grundständig, gestielt, herz- oder nierenförmig. 
B. der Hülle 1 reihig, bisweilen von einigen kleineren um- 
geben. Blütenboden flach und kahl. Kr. der O Bl. faden- 
oder zungenförmig. Fr. linealisch. (Einschl. Nardosmia 
Cass.) Pestwurz, Petasftes Gaertn. 

— Köpfchen einzeln an der Spitze der Blütenschäfte stehend, 
gleichförmig, aus vielen männlichen (unfruchtbaren zwitterigen) 
Scheibenblüten und sehr vielen weiblichen Randblüten be- 
stehend. Krone gelb. — Filzige oder wollige, ausdauernde 
Kräuter. B, grundständig, gross, kreisrund-herzförmig, ge- 
zähnt. Blüteuschäfte schup23entragend. B. der Hülle 1 reihig, 
bisweilen von einigen kleineren umgeben. Blütenboden flach 
und kahl. Kr. der O Bl. zungenförmig, abstehend. Fr. 
linealisch Huflattich, Tussilägo L. 

97. Weibliche Randblüten mit fädlicher Krone 98. 

— Weibliche E-andblüten mit zungenförmiger Krone, aber bis- 
weilen mit sehr kurzer Zunge, oder fehlend 99. 

98. Weibliche Eandblüten 1 reihig. Griffeläste der zwitterigen 
Blüten stumpf, fast ihrer ganzen Länge nach behaart. Köpfchen 
einzeln oder zu 2 an der Spitze der Blütenschäfte. Blätter 
grundständig, breit; stengelständige schuppenförmig. — Filzige 
Kräuter. B. herzförmig, eckig oder gezähnt. Hülle walzen- 
förmig, 1 reihig, bisweilen noch von einigen kleineren B. 
umgeben. Blütenboden flach, kahl. Kr. weiss oder rot. 
Fr. linealisch. Gebirge von S- und MEu 

Brandlattich, Homogyne Cass. 

— Weibliche Randblüten 2- oder mehrreihig. Griffeläste der 
zwitterigen Blüten abgestutzt, nur an der Spitze behaart. 
Köpfchen in Ebensträussen. Blätter wechselständig, schmal. 
— Kräuter. B. ungeteilt. Hülle walzenförmig; B. schmal, 
1 — 2 reihig, die äusseren sehr klein. Blütenboden flach, kahl. 



3X2 Compositae. 

Kr. weisslicli. Haark. weich, so lang wie die Bl. (ÜDgarn 
und Steiermark) .... [Keisskraut], Erechthftes Rafin. 

99. Blütenboden halbkugelig. — Ausdauernde Kräuter. B. 
grund- und wechselständig, die grundständigen lang gestielt. 
Köpfchen gross, lang gestielt. Hülle halbkugelig; B. 2 — 3- 
reihig, ziemlich gleich gross, zugespitzt, krautig. Blüten- 
boden kahl. E-andbl. 1 reihig. Kr. gelb. Griffeläste ab- 
gerundet oder abgestutzt. Er. 10 rippig. Haarkelchborsten 
steif, auf den Randfr. bisweilen 0. [Einschl. Aronicuin Neck.) 

Gemswurz, Doronicum L. 

— Blütenboden flach oder nur wenig gewölbt 100.. 

100. Blätter gegenständig, nur die obersten bisweilen wechsel- 
ständig. — Ausdauernde Kräuter. B. ungeteilt. Köpfchen 
einzelnstehend, lang gestielt, gross. Hülle breit glockig; 
B. 1 — 2 reihig, ziemlich gleich gross, zugespitzt, krautig. 
Randbl, 1 reihig. Kr. gelb. Griffeläste mit stumpfem oder 
spitzem Anhängsel. Fr. stielrund oder 5 kantig. Haar- 
kelchborsten 1 reihig, steif .... Wolferlei, Arnica L. 

— Blätter wechselständig oder grundständig 101. 

101. Krone bei sämtlichen Blüten weiss. Kräuter mit nicht 
fleischigen Stengeln und Blättern. Griffeläste an der Spitze 
mit kurz kegelförmigem, am Grunde behaarten Anhängsel. 
— Ausdauernde Kräuter. B. gestielt, spiessförmig, gezähnt. 
Köpfchen in Rispen, gleichehig. Hülle 1 — 2 reihig. Blüten- 
boden kahl. Kr. 5 sj^altig. Er. kahl. Haarkelchborsten 
1 reihig, ziemlich steif. Nordrussland, {ßeneclo L. z. T.) . 

[Böskraut], Cacälia L. 

— Krone, wenigstens bei den Scheibenblüten, gelb oder rot, 
sehr selten bei sämtlichen Blüten weiss, dann aber Sträucher 
mit fleischigen Stengeln und Blättern. Griffeläste meistens 
ohne Anhängsel und an der Spitze oder durchaus be- 
haart 102. 

102. Blätter der Hülle mit ihren Rändern weit übereinander- 
greifend. Griffeläste abgerundet, aussen fast ihrer ganzen 
Länge nach behaart, innen narbig. — Ausdauernde Kräuter. 
B. ungeteilt, die unteren gestielt und breit. Köpfchen in 
Trauben, gross, verschiedenehig. Hülle 1 — 2 reihig. RandbL 



Compositae. 313 

1 reihig. Blütenboden kahl. Kr. gelb. Fr. kahl, fast stiel- 
rund oder kantig. Frankreich, Oesterreich-TJngarn, Hussland. 

(Senecio L. z. T., einschl. Senec'dlis Gaertn.) 

Goldkolben, Liguläria Cass. 

— Blätter der Hülle wenig oder nicht übereinandergreifend. 
Griffeläste meistens abgestutzt, nur an der Spitze behaart 
und an den Rändern narbig. — B. der Hülle meist stumpf 
und steif. Blütenboden kahl oder kurzhaarig. Fr. fast 
stielrund. Haarkelchborsten zart, selten bei den E,andbl. 0. 
(Einschl. Cineraiua L. und Kleinia DC.) 

Kreuzkraut, SeneciO L. 

103. (94.) Blätter der Hülle am Hand oder an der Spitze 
trockenhäutig. Blätter wechselständig, sehr selten gegen- 
ständig, dann aber Haarkelch fehlend. Griffeläste bei den 
zwitterigen Blüten abgestutzt und an der Spitze behaart. 
(Anthemideae) 104. 

■ — Blätter der Hülle ohne trockenhäutigen Saum, jedoch die 
inneren bisweilen weiss gerändert, dann aber Blätter gegen- 
ständig und Haarkelch vorhanden. Griffeläste meist spitz. 
(Helidntheae) 117. 

104. Blütenboden mit Spreublättern bedeckt; selten Spreublätter 
zu steifen Grannen verschmälert; in diesem Falle Köpfchen 
strahlig, mit zungenförmigen ßandblüten 105. 

— Blütenboden ohne Spreublätter, kahl oder grubig mit ge- 
wimperten Rändern, selten (Artemisia) behaart, dann aber 
Köpfchen scheibenförmig, mit fädlichen Randblüten . 111. 

105. Spreublätter in der Mitte mit einer langhaarigen Querleiste 
versehen. Köpfchen in den Achseln und an den Spitzen 
der Verzweigungen des trugdoldigen Blütenstandes sitzend. 
— Einjährige Kräuter. B. wechselständig, fiederteilig. Hülle 
halbkugelig, 2 reihig, von einer Laubblatthülle umgeben. 
Blütenboden kegelförmig. Spreub. die Scheibenbl. um- 
schliessend, mit Haaren vermischt. Scheibenbl. $, frucht- 
bar, mit glockiger, am Grunde mit wulstartigem An- 
hängsel versehener Krone. Randbl. Q unfruchtbar oder un- 
geschlechtlich, mit zungenförmiger, klein gezähnter Kr. 
Kr. gelb. Fr. länglich, fast stielrund, gestreift, ohne Haark. 
Spanien [Zweigblume], Cladänthus Cass. 



314 Compositae. 

— SiDreublätter ohne behaarte Querleiste. Köpfchen gestielt 
und einzelnstehend oder in Ebensträussen oder Rispen . 106. 

106. Kronröhre mit 2 spornförmigen Anhängseln, welche mit 
dem Fruchtknoten verwachsen. Krone an der reifen Frucht 
bleibend. — Filzige, ästige Kräuter. B. wechselständig, 
sitzend, ungeteilt. Köpfchen in Ebensträussen, nur frucht- 
bare p Bl. enthaltend. Hülle fast kugelig; B. mehrreihig, 
stumpf, aussen wollig. Blütenboden gewölbt. Kr. gelb. 

Fr. 3 — 4 kantig, ohne Haark. S- und "WEu 

[Zweiohr], Diötis Desf. 

— Kronröhre mit Anhängseln, welche mit dem Fruchtknoten 
nicht verwachsen, oder ohne Anhängsel. Krone vor der 
Fruchtreife abfallend 107. 

147. Früchte stark zusammengedrückt, 2 kantig oder 2 flügelig . 108. 

— Früchte sehr wenig oder nicht zusammengedrückt, 3 — 5- 
kantig oder fast stielrund 109. 

148. Früchte, wenigstens die äusseren, deutlich geflügelt, meist 
mit Haarkelch. Köpfchen einzeln endständig. — Kräuter. 
B. wechselständig, fiederschnittig. Hülle breit, mehrreihig. 
Blütenboden erhaben. Spreub. trockenhäutig. E,andbl. mit 
zungenförmiger, weisser oder roter Kr. oder 0. Scheibenbl. 
fruchtbar^ mit gelber Kr. Fr. eiförmig, kahl. S- und 
MEu Bertramkraut, Anacyclus L. 

— Früchte schmal gerändert, ohne Haarkelch. Köpfchen meist 
in Ebensträussen. — Ausdauernde Kräuter oder Halb- 
sträucher. B. wechselständig. Hülle mehrreihig. Randbl. 
mit zungenförmiger, weisser, selten gelber oder roter Kr. 
oder 0. Scheibenbl. fruchtbar, mit gelber, selten weisser 
Kr. (Einschl. Ptanidca DC.) .... Garbe, Actlillea L. 

109. Kronröhre stielrund, ohne Anhängsel. Haarkelch krönchen- 
förmig. Köpfchen nur fruchtbare zwitterige Blüten ent- 
haltend, in dichten Ebensträussen. — Einjährige, ästige, 
kahle Kräuter. B. wechselständig, gezähnt oder gelappt. 
Köpfchen klein. B. der Hülle mehrreihig, schmal, stumpf. 
Blütenboden erhaben. Kr. gelb. Fr. 5 kantig. Italien . 

[Lonasköpfchen], Lonas Adans. 

— Kronröhre zusammengedrückt oder mit Anhängsel. Haar- 
kelch einseitig- öhrchenförmig oder fehlend, seltener aus 



Compositae. 315 

Schuppen bestehend oder krönchenförmig, dann aber Köpfchen 
zwitterige und weibliche oder ungeschlechtliche Blüten ent- 
haltend. Köpfchen einzelnstehend oder in lockeren Eben- 
sträussen 110. 

110. Halbsträucher. Köpfchen nur fruchtbare, zwitterige Blüten 
enthaltend. Krone am Grrunde mit einem einseitigen, 
schuppenförmigen Anhängsel versehen. — B. wechselständig, 
fiederteilig. Köpfchen einzelnstehend, gestielt. Hülle mehr- 
reihig. Blütenboden etwas gewölbt. Spreub. die Bl. halb 
umfassend. Kr. gelb. Fr. kahl, ohne Haark. SEu. . . 

Cypressenkraut, Santolma L. 

— Kräuter. Köpfchen zwitterige und weibliche oder un- 
geschlechtliche Blüten enthaltend, selten nur zwitterige, 
dann aber Krone am Grrunde ohne schuppenförmiges An- 
hängsel. — B. wechselständig. Hülle halbkugelig, mehr- 
reihig. Blütenboden erhaben. Kandbl. mit zungenförmiger, 
weisser oder gelber Kr. oder 0. Scheibenbl. p , fruchtbar, 
mit gelber Kr. Fr. länglich, 8 — oo rippig, nicht behaart. 
(Einschl. Chamomilla Godr., Cota Gry., Lepidoj^horwn Neck., 
Lyonnetia Cass., Maruta Cass., Ormenis Cass. und Perideraea 
Wbb.) Hundskamille, Anthemis L. 

111. (101). Weibliche Randblüten ohne Krone 112. 

— Weibliche ßandblüten mit röhriger oder zungenförmiger 
Krone oder fehlend 113. 

112. Randblüten 1 — 2 reihig. Köpfchen gestielt. Blätter un- 
geteilt oder fiederspaltig. — Niedrige Kräuter. B. wechsel- 
ständig. Blütenboden kahl, aber durch die stehenbleibenden 
Fruchtstiele höckerig. Randbl. O , fruchtbar. Scheibenbl. p , 
meist fruchtbar, mit 4 lappiger Kr. Fr. zusammengedrückt, 
kahl, ohne Haark. WEu., Dänemark, Malta 

Laugenblume, CÖtula L. 

— Bandblüten mehrreihig. Köpfchen sitzend. Blätter fieder- 
teilig. — Niederliegende Kräuter. B. wechselständig. Hülle 
halbkugelig; B. 1 — 2 reihig, ziemlich gleich lang. Blüten- 
boden flach, kahl. Bandbl. fruchtbar. Scheibenbl. meist 
unfruchtbar, mit 3 — 4 zähniger Kr. Fr. zusammengedrückt, 
geflügelt, mit stehenbleibendem Griff'elgrund, ohne Haark. 
Spanien und Portugal . . . . [So live], Soliva Ez. et Pav. 



316 Compositae. 

113. Blätter der Hülle 1 — 3 reihig, ziemlich gleich lang . . 114. 

— Blätter der Hülle 2 — vielreihig, die äusseren bedeutend 
kürzer 115. 

114. Hülle glockig, 1 reihig. Früchte vielstreifig. Blätter fieder- 
spaltig mit wenigen, länglichen Abschnitten. — Sehr kleine, 
ästige, kahle Kräuter. B. wechselständig. Köpfchen einzeln 
endständig, gestielt, sehr klein. Blütenboden kahl. Kandbl. O , 
fruchtbar, mit weisser, ungeteilter Kr. Scheibenbl. $ , frucht- 
bar, mit gelber, 41aj)piger Kr. Fr. kahl, an der Spitze 
abgerundet, ohne Haark. Sardinien und Corsica .... 

[Zwergblume], Nananthea DC. 

— Hülle halbkugelig, 2 — 3 reihig. Früchte 3 — 6 rippig. Blätter 
fiederteilig mit vielen, linealischen Abschnitten. — Kräuter. 
B. wechselständig. Köpfchen gestielt, einzeln oder in 
Ebensträussen. Blütenboden erhaben, kahl. Randbl. mit 
weisser Kr. oder 0. Scheibenbl. mit gelber Kr. Fr. kahl, 
an der Spitze abgestutzt, mit krönchen- oder öhrchenförmigem 
Haark. oder ohne Haark. (Einschl. Chamaemelum Vis. und 
Otosjyermwn Willk.) Kamille, Matricäria L. 

115. Köpfchen klein, einzelnstehend oder in Knäueln, Aehren, 
Trauben oder Rispen. Blätter der Hülle 2 — 4 reihig. 
Weibliche Randblüten mit röhriger Krone oder fehlend. 
Früchte zusammengedrückt oder stielrund, nicht oder zart 
gerippt. — B. wechselständig. Bandbl. " , fruchtbar, mit 
2 — 3 lappiger Kr. oder 0. Scheibenbl. p, mit 5 lappiger 
Kr. Kr. gelb oder weiss. Fr. eiförmig, an der Spitze 
abgerundet. Haark. ringförmig oder 

Beifuss, Artemfsia L. 

— Köpfchen gross oder mittelgross und einzelnstehend, oder 
kleiner und in Ebensträussen. Blätter der Hülle 3 — viel- 
reihig. Weibliche Randblüten mit zungenförmiger Krone, 
seltener mit röhriger Krone oder fehlend, dann aber Früchte 
3^ — -5 kantig und -rippig 116. 

116. Blätter gegenständig. Randfrüchte 7 rippig, Scheibenfrüchte 
8 rippig. Halbsträucher. — B. fiederspaltig, mit scheidig 
verwachsenen Stielen. Köpfchen einzelnstehend, gestielt, 
mittelgross. Blütenboden kahl. Randbl. Q , fruchtbar, mit 



Compositae. 3J^7 

weisser, zungenförmiger Kr. Scheibenbl. Q , mit gelber, 
5 zähniger Kr. Fr. stielrund. Haark. 0. Spanien und 
Portugal. {Chrysanthennun L. z. T., Lewxmthemmn Lam. 

z. T.) [Kahlfrucht], Phalacrocärpum Willk. 

— Blätter wecliselständig. Rand- und Scheibenfrüchte meist 
gleichzählig gerippt, seltener ungleich, dann aber einjährige 
Kräuter. (Einschl. Ammanthus Boiss., Coleostephiis Cass., 
Glossopappus Kze., Hymenostemma Kze., Leucantliemmn 
Lam., Plnardla Cass., Piaguts Lher., Prolongoa Boiss., 
Pyrethnmi G-aertn. und Tanacetum L.) 

Wucherblume, Chrysanthemum L. 

117. (103.) Köpfchen eingeschlechtig, die einen viele männ- 
liche, die anderen 1 — 2 weibliche Blüten enthaltend. 
Hülle der weiblichen Köpfchen zu einem nur an der Spitze 
offenen Gehäuse verwachsen. Weibliche Blüten ohne Krone, 
Staubbeutel getrennt oder nur ganz wenig zusammen- 
hängend 118. 

— Köpfchen zweigeschlechtig, zugleich männliche und weib- 
liche, oder zwitterige und weibliche, oder nur zwitterige 
Blüten enthaltend. Hülle aus getrennten oder nur am 
Grunde verwachsenen Blättern bestehend. Alle Blüten mit 
Krone. Staubbeutel untereinander verwachsen . . .119. 

118. Männliche Köpfchen in endständigen Aehreu oder Trauben, 
mit verwachsenblätteriger Hülle, flachem Blütenboden und 
glockiger Krone ; weibliche 1 blutig mit 1 fächeriger und 
1 schnäbeliger Hülle, welche aussen 4 — 8 ein- oder zwei- 
reihige Höcker oder Stacheln trägt. Blätter fiederspaltig 
oder -teilig. - — Rauhhaarige Kräuter oder Halbsträucher. 
Köpfchen klein, 1 häusig, die ^ einzeln oder in Knäueln, 
achselständig. Hülle der (5 Köpfchen 5 — 12 lappig, krautig. 
Kr. weisslich. Gr. der O Bl. 2 teilig. Fr. eiförmig, ohne 
Haark., von der verhärteten Hülle eingeschlossen .... 

Traubenkraut, Ambrosia L. 

— Männliche Köpfchen einzeln oder geknäuelt in den Blatt- 
achseln, mit getrenntblätteriger Hülle, walzenförmigem Blüten- 
boden und röhriger Krone ; weibliche 2blütig mit 2fächeriger 
und 2 schnäbeliger Hülle, welche aussen zahlreiche mehr- 



318 Compositae. 

reihige, hakige Stacheln trägt. Blätter handförmig gelappt. 

— Einjährige Kräuter. B. wechselständig. Köpfchen 
1 häusig. Hülle der Ö Köpfchen aus 1 — 2 reihigen, schmalen 
B. bestehend; Hülle der Q meist am Grunde von einigen 
freien B. umgeben. Blütenboden sj)reublätterig. Stf. am 
Grunde verwachsen. Stbt. an der Spitze mit eingebogenem 
Anhängsel. Gr. der Q Bl. 2 spaltig. Fr. eiförmig, ohne 
Haark., von der verhärteten Hülle umgeben 

Spitzklette, Xänthium L. 

119. Scheibenblüten unfruchtbar mit ungeteiltem Griffel. — Aus- 
dauernde, hohe Kräuter mit harzigem Saft. B. gegenständig, 
ungeteilt, Köj^fchen gross, verschiedenehig. Hülle breit; 
B. breit, mehrreihig. Blütenboden flach, spreublätterig. 
Q Kandbl. 1 — 2 reihig, fruchtbar, mit zungenförmiger, un- 
geteilter Kr. Kr. gelb. Handfr. geflügelt, ohne Haark. 
Scheibenfr. mit krönchenförmigem Haark. (MEu.) . . . 

Langstrahl, Sl'lphium L. 

— Scheibenblüten fruchtbar, mit 2 spaltigem Griffel . . . 120. 

120. Blütenboden nur am Rande spreublätterig, in der Mitte 
kahl. — Einjährige, haarige Kräuter. B. wechselständig, 
ganzrandig. Köpfchen in Trauben, verschiedenehig. B. 
der Hülle 1 reihig, gekielt. Blütenboden flach oder etwas 
gewölbt. Kr. gelb, bei den üandbl. kurz-zungenförmig, 
3 lappig. Griffeläste spitz. Fr. zusammengedrückt, fein 
gerippt, ohne Haark. (S- und MEu.) 

Madie, Mädia Mol. 

— Blütenboden auch in der Mitte spreublätterig . . . 121. 

121. Haarkelch bei den Scheibenblüten aus 8 — 16 gewimperten 
Schuppen bestehend, bei den Randblüten bisweilen ver- 
kümmert. Blütenboden kegelförmig. Blätter gegenständig. 

— Einjährige Kräuter. B. ungeteilt. Köpfchen klein. Hülle 
halbkugelig; B. 1 — 2reihig, breit, stumpf. Bandbl. 1 reihig, 

Q , fruchtbar, mit weisser, zungenförmiger Kr. oder 0. 
Scheibenbl. mit gelber Kr. Griffeläste spitz. Fr. kantig. 
(M- und SEu.) . . Knopfkraut, Galinsoga E,z. et Pav. 

— Haarkelch aus 2 — 4 Grannen oder Schuppen oder aus 
einem niedrigen, gezälmten Krönchen bestehend oder fehlend. 



Compositae. 3J^9 

Blütenboden flach oder scliwacli gewölbt, selten kegelförmig, 
dann aber Blätter wechselständig 122. 

122. Früchte der Scheibenblüten vom Bücken her zusammen- 
gedrückt. Spreublätter ziemlich flach, schmal. Blüten- 
boden flach oder schwach gewölbt 123. 

— Früchte von der Seite her oder nicht zusammengedrückt. 
Spreublätter gewölbt, die Scheibenblüten umschliessend, 
seltener ziemlich flach, dann aber Blütenboden hoch- 
kegelförmig 12-1. 

123. Haarkelch aus 2 — 4 Grannen bestehend. Grriffeläste mit 
kegelförmigem Anhängsel. — Kräuter. B. gegenständig. 
Hülle 2 reihig. Bandbl. 1 reihig, ungeschlechtlich, mit zungen- 
förmiger, gelber oder weisser Kr., oder 0. Scheibenbl. mit 
gelber Kr. Haark. bleibend; Grannen mit nach rückwärts 
gerichteten Zähnchen versehen. (Einschl. Kenieiia Mnch.) . 

Zweizahn, Bidens L. 

— Haarkelch aus 2 Zähnchen bestehend oder fehlend. Griffel- 

äste abgestutzt. - — Einjährige, kahle Kräuter. B. gegen- 
ständig, zerschnitten. Köpfchen mittelgross. B. der Hülle 
2 reihig, die inneren am Grunde verwachsen. Bandbl. 
1 reihig, ungeschlechtlich, mit gelber, zungenförmiger Kr. 
Scheibenbl. mit gelber oder brauner Kr. (MEu.) {Calliopsls 
Bchl).) Schönauge, CoreopsiS L. 

124. Innere Blätter der Hülle gewölbt, die Eaudblüten ein- 
hüllend, Randblüten weiblich. Köpfchen klein. Blätter 
gegenständig. — Kräuter mit Drüsenhaaren. B. gezähnt. 
KöjDfchen in Bispen. Hülle halbkugelig oder glockig, 2 reihig, 
drüsig. Blütenboden flach. Bandbl. 1 reihig, mit gelber, 
zungenförmiger, 3 zähniger Kr. Fr. nicht zusammengedrückt, 
ohne Haark. Südrussland ,. 

[Siegesbeckie], Siegesbeckia L. 

— Innere Blätter der Hülle flach. Bandblüten ungeschlechtlich. 
Köpchen gross. Obere Blätter wechselständig . . 125. 

125. Haarkelch aus einem niedrigen, gezähnten Krönchen be- 
stehend oder fehlend. Blütenboden hoch-kegelförn)ig. — 
Ausdauernde Kräuter. Köpfchen einzelnstehend. Hülle 
halbkugelig, 2 reihig. Bandbl. mit gelber, zungenförmiger 



320 Compositae. 

Kr. Sclieibenbl. P, mit brauner oder dunkelroter Kr. 

Fr. 4 kantig, abgestutzt. (M- und NEu.) 

Sonnenhut, Rudbeckia L. 
— Haarkelch aus 2 — 4 Grannen oder gezähnten Schuppen 
bestehend. Blütenboden flach oder schwach gewölbt. — 
— E,auhe Kräuter. B. ungeteilt, herz- oder eiförmig, 
gesägt. Hülle breit. Spreub. gewölbt, die Scheibenbl. 
umschliessend. Randbl. 1 reihig, mit gelber, zungenförraiger, 
ungeteilter Kr. Scheibenbl. P , mit gelber oder brauner 

Kr. Haark. abfällig. (SEu.) 

Sonnenblume, HellänthuS L. 



-^- 



III. Teil. 

Erklärung der Kunstausdrücke und Abkürzungen. 



Kunstausdrücke. 

Ausdrücke, welche nui' bei einzelnen Familien vorkommen, sind in der Beschreibung 

der betreifenden Familie erklärt. 



A ebene, s. Schalfrucht. 

Achse (cLvis), der Stamm und seine Verzweigungen in Bezug auf 
die aus ihnen entspringenden Blätter und Blüten. S. auch 
Blütenachse. 

Achsel (axlUa), der obere Winkel zwischen einem Blatt und dem 
Stengel oder Zweig, der es trägt. 

Aehre (spira), ein traubiger Blütenstand mit gestreckter Haupt- 
achse und sitzenden oder fast sitzenden Blüten. Bei zu- 
sammengesetzten Aehren heissen die Teilblütenstände Aehrchen 
(spiculae). 

Aufsteigend (ascendens), bei Stengeln: am Grunde hegend, weiter 
oben aber aufwärtsgerichtet; bei Samenanlagen: oberhalb des 
Grundes befestigt und schräg nach oben gerichtet. 

Ausdauernd (perennis), nach der Fruchtreife nicht absterbend. 

Ausgerandet (emarginatus) , an der Spitze oder am Grunde mit 
einem kleinen Einschnitt oder einer kleinen Ausbuchtung ver- 
sehen. 

Ausgespreizt, s. spreizend. 

Aussenhülle (Involucymm), eine Gruppe von Hochblättern, welche 
einen Blütenstand umgeben. 

Aussenkelch (cahjculus), eine den Kelch umgebende Gruppe von 
Hochblättern, aus Yorblättern oder aus Nebenblättern der 
Kelchblätter bestehend. 
Thonner, Exkursionsflora. II. ^^ 



322 Kunstausdrücke. 

ßalgfrucht (follindus), eine aus einem einzigen Fruchtblatt be- 
stehende, an der Bauchnaht aufspringende Frucht. 

Bauchständig (ventralis), an den verwachsenen Fruchtblatträndern 
(Bauchnaht der Fruchtblätter) oder an der der Samenleiste 
zugewendeten Seite gelegen. 

Beere (baeca), eine saftige, nicht aufsjDringende Frucht mit nicht 
stark verhärteter (häutiger, knorpeliger oder papierartiger) Innen- 
wand. 

Beweglich (versatUis), bei Staubbeuteln: nur an einem Punkt der 
Spitze des Staubfadens aufsitzend (Gegensatz: angewachsen^ 
adnatus). 

Blatt häutchen (ligida), ein schuppenförmiger Auswuchs am Grund 
der Blattsj)reite. 

Blattscheide (vagina), der verbreiterte Grund des Blattes oder 
Blattstieles. 

Blütenachse (axis ßoralis), die Zweigspitze, an welcher die Blätter 
der Blüte eingefügt sind. 

Blüten b öden (torus), eine verkürzte Blütenachse. S. auch Blüten- 
standboden. 

Blütenhülle (Blütendecke, pe7'ia7ithmni), die Blätter, welche die 
Geschlechtsorgane (Staub- und Fruchtblätter) umgeben und mit 
ihnen einen deutlich abgesonderten Spross oder Sprossteil, die 
Blüte, bilden. 

Blütenscheide (spatJia), ein stark entwickeltes Hochblatt, welches 
eine Blüte oder einen Blütenstand einhüllt. 

Blüten stand (hißorescentia), das Verzweigungssystem des Stengels, 
welches die Blüten trägt. 

Blüte nstandboden (gemeinsamer Blütenboden, receptaculum), die 
verkürzte und verbreiterte Achse eines Blütenstandes. 

Blütenstaub (pollen), die Gesammtheit der in den Staubbeuteln 
erzeugten männlichen Keimzellen der Blütenpflanzen (Blüten- 
staubkörner). 

Blumenblätter, s. Kronblätter. 

-brüderig (-adelpli^ii^), bei Staubfäden: gruppenweise verwachsen, 
z. B. zweibrüderig: in 2 Gruppen oder Bündel verwachsen. 

Büschel ( fasciculus) , ein trugdoldiger Blütenstand mit verkürzter 
Spindel und anselmhchen oder deutlich gestielten Blüten; oder 
eine Gruppe aus einem Punkt entspringender Blätter. 



Kunstausdrncke. 323 

Da eilig (imbricatus), in der Knospenlage mit den Rändern über- 
greifend, 

Deckblatt (bractea), ein Hochblatt, in dessen Achsel eine Blüte 
oder ein Blütenstand steht. 

Deckblättchen, s. Vorblatt. 

Dolde (imibella), ein traubiger Blütenstand mit gestielten, aus einer 
sehr verkürzten Hauptachse (somit scheinbar aus einem einzigen 
Punkt) entspringenden Blüten. Bei zusammengesetzten Dolden 
heissen die Teilblütenstände Döldchen (umbellidae). 

Doldentraube, s. Ebenstrauss. 

Dreizählig (gedreit, ternatus), aus 3 Blättchen zusammengesetzt. 
S. auch -zählig. 

Drüse (glandula), ein rundliches Gebilde, welches eine Flüssigkeit 
absondert. 

Drüsen haar (jnlus glandidiferus), ein Haar, welches eine Drüse 
trägt. 

Ebenstrauss (Doldentraube, coryinbus), ein traubiger Blütenstand, 
bei welchem die Blüten infolge ungleicher Länge ihrer Stiele 
ungefähr in 1 Ebene hegen. 

Eiförmig (ovatus), von rundlicher, etwas gestreckter Gestalt und 
in der unteren Hälfte breiter als in der oberen. 

Einfach (sinq^le.v), bei Blättern: mit einer einzigen, bisweilen ge- 
teilten, aber nicht in getrennte Gheder zerfallenden Blattspreite. 

Eingeschlechtig (unisexualis), von Geschlechtsorganen nur die 
männlichen (Staubblätter) oder nur die weiblichen (Frucht- 
blätter) in vollkommener Entwickelung (mit Blütenstaub, bzw. 
wohlausgebildeten Samenanlagen versehen) enthaltend. 

Einhäusig (nionoicus), eingeschlechtig, aber männhche und weib- 
liche Blüten auf derselben Pflanze. 

Einjährig (anmms), im ersten Jahre Früchte tragend und ab- 
sterbend. 

Eirund (oval/'s), ungefähr doppeltsolang als breit und beiderseits 
oder wenigstens an 1 Ende abgerundet. 

Elliptisch (ellf'jHicus), ungefähr doppeltsolang als breit und an 
beiden Enden eckig. 

Fachspalt ig (locidicuhis), in der Mittellinie der Fruchtblätter (in 
der Mitte zwischen den Scheidewänden) aufspringend. 

21* 



324 Kunstausdrücke. 

Fie der förmig (fiederig, piimatini), mit Abschnitten oder Ver- 
zweigungen, welche längs einer Mittelrippe ents23ringen. 

Fing er ig, s. handförmig. 

Flügel ((da), ein deuthch vorspringendes häutiges oder blattartiges 
Anhängsel; bei schmetterlingsförmigen Blüten: eines der beiden 
seitlichen Kronblätter. 

Fruchtbar (fertllis), mit wohlentwickelten Geschlechtswerkzeugen 
(Staubbeuteln oder Samenanlagen) versehen. 

Fruchtblatt (carpelliun), ein ungestaltetes Blatt, welches in wohl- 
entwickeltem Zustand Samenanlagen trägt. 

Fruchtknoten (ovarmm), der untere, die Samenanlagen um- 
schliessende Teil des Stempels. 

Fruchtwandung (Fruchtschale, pmccwpmy/i), die Gesamtheit der 
die Samen einschliessenden Gewebeschichten der Frucht. 

Fu SS förmig (jiedatim), mit Abschnitten oder Verzweigungen, welche 
hauptsächlich aus den untersten Seitennerven entspringen. 

Gabelförmig (gabelig verzweigt, dichotoimis), derart verzweigt, 
dass jeder Ast sich wieder in 2 gleich starke Aeste teilt. 

Ganzrandig (iutegerrimus), am E,and ohne Einschnitte oder Vor- 
sprünge. 

Gedreht (co)doHus), in der Knospenlage so angeordnet, dass alle 
Blätter nach derselben Hichtung decken. 

Gedreit, s. dreizählig. 

Gefiedert (pinnatus), fiederförmig zusammengesetzt. 

Gefingert (dlgitatus), handförmig zusammengesetzt. 

Gegenständig (ojJposiüis), in gleicher Höhe paarweise einander 
gegenüberstehend. 

Gegliedert (articulatus), durch ein besonderes Gewebe (Knoten) 
in Teilstücke, welche sich später voneinander trennen (Glieder), 
gesondert. 

Gekerbt (crenatns), am Rand mit kleinen Einschnitten und ab- 
gerundeten Vorsprüngen versehen. 

Gelappt (lobati(,s), durch Einschnitte, welche nicht einmal bis zur 
Mitte reichen, in Abschnitte (Lappen) geteilt. 

Geradläufig (orthotrojvis), bei Samenanlagen: ohne Krümmung, 
so dass die Achse des Kerngewebes in die Verlängerung des 
Nabelstranges fällt und der Keimmund der Anheftungsstelle 
der Samenanlage gerade gegenüber liegt. 



Kunstaiisdi-ücke. 325 

Gresägt (sei'vatus), am Rand mit kleinen spitzwinkeligen Einschnitten 

und nach vorn oder hinten gerichteten spitzen Vorsprüngen 

(Zähnen) versehen. 
Gespalten (ßssuf^), diu-ch Einschnitte, welche ungefähr bis zur 

Mitte reichen, in iVbschnitte geteilt. 
Geteilt (jiart'dus), durch Einschnitte, welche tiefer als bis zur 

Mitte (oft fast bis zum Grund) reichen, in Abschnitte geteilt. 
Gezähnt (detdatus), am Rand mit kleinen Einschnitten und spitzen 

Vorsprüngen (Zähnen) versehen. 
Glasig (hyalinus), dünnhäutig, farblos und durchscheinend. 
Glieder frucht (fructus lomentaceus), eine Frucht, welche der 

Quere nach in Stücke zerfällt. 
Granne (arlsta), eine starke, borstenförmige Spitze. 
Griffel (stylus), der mittlere, verschmälerte Teil des Stempels. 
Griffelpolster (stf/lopodium), eine die Griffel tragende Verbreiterung 

der Blütenachse oberhalb des Fruchtknotens. 
Grundachse, s. Wurzelstock. 

Haarkelch (jjcippus), ein Kelch, dessen Saum nur aus Haaren 

oder Schupj)en besteht. 
Halbstrauch (suffrutex), eine Pflanze, deren oberirdischer Stamm 

am Grunde holzig, weiter oben aber krautig ist. 
Halb unterständig (halboberständig, semiinferus), ungefähr bis 

zur Mitte mit der Blütenachse verwachsen. 
Hand förmig (fingerig, ^^a/m«/?»?), mit Abschnitten oder Ver- 
zweigungen, welche von 1 Punkt ausgehen. 
Herzförmig (cordatus), am Grund mit einem tiefen Einschnitt und 

2 abgerundeten Lappen versehen. 
Hinten (jyostice), der Achse zugewendet, an welcher die Blüte 

befestigt ist. 
Hochblatt, ein am oberen Teil des Stengels (in der Blütenregion) 

entspringendes, von den Laubblättern verschiedenes, meist 

kleineres Blatt. 
Hülle, s. Aussenhülle und Blütenhülle. 
Hülse (legwnen), eine aus 1 Fruchtblatt bestehende Frucht, welche 

sowohl an der Bauchnaht, als auch am Rücken aufspringt. 

Kätzchen (amentum), ein ährenförmiger Blütenstand mit dünner 
Spindel und unscheinbaren Blüten, welcher als Ganzes abfällt. 



326 Kunstausdi'ücke. 

Kapsel (rap.mh), eine aus mehreren Fruchtblättern bestehende 

Springfrucht. 
Keimblatt (cotf/ledo), das erste oder eines der ersten, schon im 

Samen sichtbaren, von den folsfenden verschiedenen Blätter der 

Keimpflanze oder des KeimlinQs. 
Keimling fenibtyo), die im Samen eingeschlossene Anlage zu einer 

neuen Pflanze. Er besteht aus dem ^^ürzelchen (radicula), dem 

Knöspchen (j^bmaila) und dem Keimblatt oder den Keimblättern. 
Keimmund (Eimund, nücropylt'), der .Gang, welchen die Hülle der 

Samenanlage an deren Scheitel frei lässt. 
Kelch (ralyj'), die Gesammtheit der äuseren, meist kleineren, 

derberen und grün gefärbten Blätter der Blütenhülle (Kelch- 
blätter, sepalci). 
Klapp ig (valratus). in der Ejiospenlage mit den Rändern sich 

berühi'end. aber nicht überofreifend. 
Knäuel (cilomerulus), ein trugdolchger Blütenstand mit verkürzter 

Spindel und fast sitzenden, unansehnlichen Blüten. 
Köpfchen (rapituhnn), ein traubiger Blütenstand mit verküi'zter 

und meist verbreiterter Achse und sitzenden Blüten, meist von 

einer Aussenhülle nmoeben. 
Kolben (spadlr), ein ährenförmiger Blütenstand mit dicker, fleischiger 

Spindel und unscheinbaren Blüten, meist von einer Blütenscheide 

umgeben. 
Kreuz ständig (deciissatus), paarweise einander gegenüberstehend 

und die Paare senkrecht zueinander gestellt. 
Krone (Blumenki'one, corolla), die Gesammtheit der inneren, meist 

grösseren, zarteren und lebhaft gefärbten Blätter der Blüten- 
hülle (Ki'on- oder Blumenblätter, peialci). 
Krumm läufig (campylotropus), bei Samenanlagen: mit gekrümmtem 

Kern. 
Länglich (ohiongus), ungefähr 3 — 6 mal so lang als breit und an 

einem Ende oder an beiden absferundet. 
Lanzettlich (Icuiceolatu.^), ungefähr 3 — 6 mal so lang als breit 

und an beiden Enden eckig-. 
Leier förmig (lyratis), fiederteilig mit sein- grossem Endabschiiitt. 
Linealisch (linealls), vielmal länger als breit, mit fast parallel 

verlaufenden Rändern. 
Lippe (Labium), ein besonders stark entwickeltes Blütenhüllblatt 

oder eine Gruppe hoch hinauf untereinander verwachsener 



Kunstaiisdi'ücke. 327 

Blütenhüllblätter, welche dui'ch Form und Grösse zu der Ge- 
sammtheit der übrio-en in Geo-ensatz treten. 

Männlich (masculus), bei Blüten: Staubblätter, aber keine frucht- 
baren (Samenanlagen tragenden) Fruchtblätter enthaltend. 

Mittelband (connectivum), der zwischen den Staubbeutelhälften 
o-eleoene Teil des Staubblattes. 

Nabel (lulusjf die Stelle, an welcher die Samenanlaoe oder der 
Same am Nabelstrano- oder an der Samenleiste befestigt ist. 

Xabelstrang (funiculus), der Stiel der Samenanlage. 

Nackt (nudus), ohne Blütenhülle, oder (bei Samenanlagen) nicht 
von Fruchtblättern eino-eschlossen. 

Näh rge webe (albumen), das den Keimling umgebende oder neben 
demselben gelegene, mit VorratsuährstofFeu gefüllte Gewebe des 
Samens. 

Nagel (unguis), der Stiel eines Kronblattes. 

Naht (rajihe), die Berührungsfläche zwischen dem Körper der 
Samenanlage und ihrem Stiel, und die entsprechende Stelle am 
Samen. 

Naht (sutura), die Linie, längs welcher die Ränder der Frucht- 
blätter oder eines Fruchtblattes miteinander verwachsen sind. 

Narbe (stlgma), der oberste, mit AYärzchen (Papillen) besetzte, zur 
Aufnahme der Blütenstaubkörner bestimmte Teil des Stempels. 

Nebenblatt (süpula), eine blattförmige seitliche Auszweigung des 
Blattgrundes. Die Nebenblätter der einzelnen Blättchen zu- 
sammengesetzter Blätter heissen Nebenblättchen (stipellae). 

Nebenkrone (paracorolla) , ein aus Blatthäutchen der Kronblätter 
oder kronblattartigen Blütenhüllblättern bestehendes Gebilde. 

Nerv (nervus), eines der Gefässbündel, welche die Blattfläche 
durchziehen und namentlich auf der Unterseite sowie in der 
Durchsicht als verdickte Stränge oder helle Linien hervor- 
treten. 

Netznervig (reticulatus), mit einem Netzwerk von Nebennerven 
überzofifen. welche durch zahlreiche Yerzweisfunsfen untereinander 
in Verbindung stehen. 

Nu SS (nuo)), eine Schliessfrucht mit harter, mit dem Samen nicht 
verwachsener Schale. 

Oberständig (epigyniis), bei der Blütenhülle und bei Staub- 
blättern: mit dem Fruchtknoten verwachsen oder einer mit 



328 Kunstauscli'ücke. 

dem Fruchtknoten verwachsenen, vertieften Blütenachse ein- 
gefügt. 

Ob er ständig (superns), beim Fruchtknoten: einer flachen oder 
gewölbten Blütenachse eingefügt oder am Grund einer gehöhlten 
Blütenachse stehend, aber nicht mit ihr verwachsen. 

Offen (apertus), in der .Knospenlage sich mit den ßändern nicht 
berührend. 

Parallelnervig (parallelmervms), mit untereinander parallel- 
laufenden, vom Blattgrund oder von der Mittelrippe aus- 
gehenden Hauptnerven, welche nur durch ziemlich senkrecht 
von ihnen abgehende, wenig verzweigte Quernerven verbunden 
sind. 

Pfeilförmig (sagittatus), am Grund mit 2 nach unten gerichteten, 
spitzen Zipfeln versehen. 

Pfriemlich (subulatus), sehr schmal und lang zugesj)itzt. 

Platte (lamina), der obere, verbreiterte Teil gestielter Kronblätter. 

Pollen, s. Blütenstaub. 

Quirl (verticillum), eine Gruppe von gleichartigen Blättern oder 
Blüten, welche rings um die Achse in gleicher Höhe ein- 
gefügt sind. 

Quirlig (vertlcälatiis), in Gruppen von 3 oder mehreren rings. 
um die Achse in gleicher Höhe eingefügt. 

Regelmässig (regidaris), bei Blüten: aus gleichgestalteten und um 
die Achse gleichmässig verteilten Blättern bestehend, namentlich 
was die Krone oder einfache Blütenhülle anbelangt. 

Reitend (eqidtans), zweizeilig übereinander und mit dem ge- 
höhlten Blattgrund einander deckend. 

Rispe (panicula), ein zusammengesetzter Blütenstand von mehr 
oder weniger pyramiden- oder eiförmigem Umriss. 

Rücken ständig (dorsalis), an der Mittelrippe eines eingebogenen 
Blattes oder (bei Samenanlagen) an der von der Samenleiste 
abgewendeten Seite gelegen. 

Samenanlage (Eichen, oviduni), der an einem Fruchtblatt, seltener 
an einem Sprossende gelegene, aus Kern und Hülle bestehende 
Körper, welcher die weibhchen Keimzellen einschliesst. 

Samenleiste (Samenträger, placeiitd), derjenige Teil der Frucht- 



Kunstausdrücke. 329 

blätter (oder der Blütenachse), an welchem die Samenanlagen 
befestigt sind. 

Samen mantel (arillus), eine vom Grund der Samenschale aus- 
gehende, den Samen ganz oder teilweise einschliessende Hülle. 

Samenschale (testa), die äusseren, den Keimling und das Nähr- 
gewebe einschliessenden Gewebeschichten des Samens. 

Samen träger, s. Samenleiste. 

Sammelfrucht (syncarjnimi), eine aus mehreren getrennten Frucht- 
blättern hervorgegangene Frucht. 

Saum (limhus), der obere, verbreiterte Teil einer vereintblätterigen 
Blütenhülle, im Gegensatze zur Röhre. 

Schaft (scajnis), ein blattloser oder mit nur wenigen Hochblättern 
besetzter Blütenstandstiel. 

Schalfrucht (cavyopsis), eine Schliessfrucht, deren Schale mit der 
Samenschale verwachsen ist. Hührt sie von einem unterständisfen 
Fruchtknoten her, so heisst sie auch Achene (acliaenium). 

Scheibe (Drüsenscheibe, discus), eine ring-, polster- oder becher- 
förmige Wucherung der Blütenachse, welche meist Honig ab- 
sondert. 

Scheide, s. Blattscheide und Blütenscheide. 

Scheinfrucht (fructus spurius), eine Frucht, an deren Bildung 
ausser den Fruchtblättern noch andere Teile der Blüte oder 
des Blütenstandes wesentlich beteiligt sind. 

Scheinschmarotzer (p)lanta epipJiytica), eine Pflanze, welche 
auf einer anderen wächst, ohne ihre Nahrung aus derselben 
zu entnehmen. 

Schildförmig (peltatiis), rundlich und in der Mitte der Blatt- 
fläche gestielt. 

Schilf er ig (lepidotus), mit aus Sternhaaren zusammengesetzten 
Schuppen bekleidet. 

Schlauchfrucht (utriculus), eine nicht oder unregelmässig auf- 
springende Trockenfrucht mit lockerer, häutiger Schale. 

Schliessfrucht (fructus sicciis iudehiscens), eine trockene, nicht 
aufspringende Frucht. 

Schlund (faux), derjenige Teil einer vereintblätterigen Blütenhülle, 
wo die Röhre in den Saum übergeht. 

Schlundkranz (Schuppenkranz, Corona), ein meist am Schlund 
der Blütenhülle oder Krone eingefügtes, aus blatthäutchen- 
artigen Schuppen oder Fäden bestehendes Gebilde. 



330 Kunstausdrüfke. 

Schmarotzer (plaiita parasitica), eine Pflanze, welche auf einer 
anderen wächst und aus derselben ihre Nahrung zieht. 

Schote (siliqua), eine aus 2 Fruchtblättern bestehende, 2 fächerige. 
2 klappig aufspringende Frucht. Ist eine solche Frucht weniger 
als 4 mal so lang als breit, so heisst sie Schötchen (sUictila). 

Schrotsägeförmig (runcinatus), fiederspaltig mit nach unten ge- 
gerichteten spitzen Abschnitten. 

Schuppe (squania), ein kleines, einfach gebautes, bleiches Blatt, 
meist am unteren Teil des Stengels eingefügt (Niederblatt), oder 
ein flaches verbreitertes Haargebilde, oder ein ähnÜch aus- 
sehender Achsenauswuchs. 

Sitzend (sessilis), ohne Stiel; bei Staubbeuteln: ohne Staubfaden; 
bei Narben: ohne Griff'el. 

Spaltfrucht (sclüzocarpium), eine Frucht, welche sich in mehrere 
Stücke (Teilfrüchte) teilt, ohne dass dadurch die Samen frei 
werden. 

Sjjatelförmig (spatJnilatus), an der Sj)itze rundlich, gegen den 
Grund zu plötzlich verschmälert. 

Spelze (gluma), ein trockenhäutiges Hochblatt, namentUch ein 
Deck- oder Vorblatt einer Grasblüte. 

Spiess förmig (hastatus), am Grund mit 2 nach aussen gerichteten 
spitzen Zipfeln versehen. 

Spindel (i'hachis), die Hauptachse eines Blütenstandes, oder die 
Mittelrippe eines zusammengesetzten Blattes. 

Spindelförmig (jusiformis), in Gestalt eines lang ausgezogenen 
Doppelkegels. 

Spreite (Icunina), der obere, verbreiterte, meist flächenförmig aus- 
gebreitete Teil eines Blattes. 

Sf> reizend (ausgespreizt, divaricatus), unter einem stum23fen Winkel 
auseinanderfahrend. 

Spreublatt (palea), ein auf einem Blütenstandboden eingefügtes, 
meist trockenhäutiges Hochblatt. 

Springfrucht (fructus delmcens), eine Frucht, welche zur Reifezeit 

sich öffnet und dadurch die Samen freilässt. 
Stachelspitze (inucro), eine kurze, unvermittelt aufgesetzte Spitze. 

Staubbeutel (Staubkolben, antherci), der obere, verbreiterte Teil 
des Staubblattes, welcher den Blütenstaub einschliesst. Er 



Kunstausdrücke. 331 

besteht gewöhnlich aus 2 Hälften (Büchsen, thecae), welche je 
2 beim Aufreissen miteinander verschmelzende Fächer (Blüten- 
staubsäcke) enthalten. 

Staubblatt (stcnnen), ein umgestaltetes Blatt, welches, wenn voll- 
kommen entwickelt, Blütenstaub erzeugt. 

Staubfaden (ßlamentum), der untere, schmale Teil (der Stiel) 
des Staubblattes. 

Staude (herbei perennis), eine Pflanze mit krautigen, alljährlich 
absterbenden, oberirdischen, aber mehrere Jahre überdauernden 
unterirdischen Stammteilen. 

Steinfrucht (chujKi), eine Frucht, deren AYandung aus einer 
inneren, stark verhärteten (steinharten oder holzigen), einer 
mittleren fleischigen, und einer äusseren häutigen Schicht be- 
steht. 

Steinkern (pijrena), die den Samen einschliessende, verhärtete 
Innenschicht der Fruchtwandung einer Steinfrucht. 

Stempel (pisiillum), der aus 1 oder mehreren Fruchtblättern 
gebildete Körper, welcher die Samenanlagen einschliesst und an 
seiner narbigen Spitze den Blütenstaub aufnimmt. 

Stempel trag er (gynophoruni), eme stielförmig verlängerte Blüten- 
achse. 

Stieltellerförmig (präsentiertellerförmig, liypocraterimorplms), mit 
langer, dünner ßöhre und ausgebreitetem Saum. 

Strahlend {radians), am Aussem-and des Blütenstandes grössere 
Krön- oder Blütenhüllblätter tragend, als gegen seine Mitte zu. 

Symmetrisch (symmetricus), durch 1 oder mehrere Ebenen in 2 
oder mehr gleiche Teile zerlegbar. 

Traube (racemtis), ein traubiger Blütenstand mit gestreckter Haupt- 
achse und deutlich gestielten Blüten. 

Traubig (botrytisch, racemosus), aus einer Hauptachse und einer 
unbeschränkten Anzahl von schwächer entwickelten Seitenachsen 
bestehend. 

Trugdolde (cyina), ein trugdoldiger Blütenstand, namentlich ein 
solcher mit 2 oder mehr gleichstarken Seitenachsen. 

Trugdoldig (cymosus), aus schwach entwickelten Hauptachsen und 
einer beschränkten Zahl stärker entwickelter Seitenachsen be- 
stehend. 

Umgewendet (anafropus), bei Samenanlagen: am Grrunde des 
Kernes gekrümmt und dem Nabelstrang der Länge nach an- 



332 Kiinstausdrücke. 

fifewachsen, so dass der Keimmund nach dem Grund des Nal)el- 
Stranges zu gerichtet ist. 

Umständig (perigynus), einer mehr oder weniger vertieften (kon- 
kaven) Blütenachse in einiger Entfernung vom Grunde des 
Fruchtknotens und meist höher als letzterer eingefügt. 

Ungeteilt (f/uh'visiis), ohne tiefere Einschnitte, aber bisweilen mit 
kleinen Randeinschnitten versehen. 

Unterständig (liypogynus), bei der Blütenhülle und den 8taub- 
blättern: am Grund des Fruchtknotens oder unterhalb desselben 
einer meist kleinen oder gewölbten Blütenachse eingefügt. 

Unter ständig (iuferus), beim Fruchtknoten: mit der Blütenhülle 
oder einer gehöhlten (konkaven) Blütenachse verwachsen. 

Vereintblätterig (verwachsenblätterig, gamophyllns), aus Blättern 
bestehend, welche am Grunde oder auch höher hinauf in eine 
Röhre verwachsen (s. d.) sind. 

Verkehrt-eiförmig (ohovatus), von rundlicher, etwas gestreckter 
Form und in der oberen Hälfte breiter als in der unteren. 

Verkehrt-herzförmig (ohcordatiis) , am Scheitel mit einem tiefen 
Einschnitt und 2 rundlichen Lappen. 

Verwachsen (connatus), an den Bändern miteinander verschmolzen 
oder durch Streckung des gemeinschaftlichen Grundes empor- 
gehoben. 

Verwachsenblätterig, s. vereintblätterig. 

Vielehig (polygamus), zum Teil zwitterig, zum Teil eingeschlechtig 
(wenn zwitterige und eingeschlechtige Blüten entweder auf 
derselben Pflanze oder doch bei Pflanzen einer und derselben 
Art vorkommen). 

Vorblatt (Deckblättchen, hracteolci), ein Hochblatt, welches am 
Blütenstiel oder unmittelbar unterhalb der Blüte innerhalb des 
Tragblattes steht. 

Vorne (cüttice), von der Abstammungsachse (an welcher die Blüte 
oder das Blatt eingefügt ist) abgewendet. 

Wandsp altig (sepiicidus), an der Grenze zwischen den Frucht- 
blättern (an den Scheidewänden) aufspringend. 

Wandständig (parietalis), an der Innenwand des Fruchtknotens 
und zwar meistens an der Verwachsungsstelle der Fruchtblätter 
gelegen. 



Kunst ausdrücke. 333 

Wechselständig (alternus), in verschiedener Höhe am Stengel 

eingefügt. 
Wehrlos (unbewehrt, inennis), ohne Borsten oder Stacheln. 

Weiblich (foernineus), bei Blüten: Fruchtblätter, aber keine frucht- 
baren (Blütenstaub erzeugenden) Staubblätter enthaltend. 

Welkend (marcesceiis), nach der Blütezeit verwelkend, aber nicht 
abfallend, sondern an der Frucht bleibend. 

Wellig (undulatus), am Rand ein wenig hin und her gebogen. 

Wickel (cinc'mnus), ein trugdoldiger, gabelig verzweigter, meist 
einer Traube ähnlich sehender Blütenstand, bei welchem die 
scheinbare Hauptachse aus Seitenachsen zusamengesetzt ist (in- 
dem immer eine Seitenachse eine Strecke weit die Fortsetzung 
der scheinbaren Hauptachse bildet). 

Wurzelstock (Grundachse, rhizomd), der unterirdische oder dicht 
am Boden liegende, auch nach der Fruchtreife am Leben 
bleibende Teil des Stengels einer Staude. 

-zähl ig (-merus), in jedem Bestandteil eine bestimmte Anzahl von 
Gliedern (Blättern) enthaltend, z. B. 3 zählig: in jedem Be- 
standteil (Blattkreis) 3 Blätter enthaltend. S. auch „drei- 
zählig". 

Zapfen (conus), ein ährenförmiger Blütenstand mit grossen, die 
Blüten verdeckenden und später verhärtenden Deckblättern und 
der daraus hervorgehende Fruchtstand, oder (namentlich bei 
den Nadelhölzern) eine ähnlich aussehende einzelne Blüte oder 
Frucht. 

-zeilig (stlchus), in 1 oder mehreren Reihen übereinanderstehend. 

Zerschnitten (dissectus), durch Einschnitte, welche bis zur Mittel- 
rippe reichen, in Abschnitte geteilt, welche aber von der Mittel- 
rijDpe nicht abgegliedert sind und nicht einzeln abfallen. 

Zungen form ig (Ugulatus), auf der 1 Seite in einem langen, 
flachen Saum vorgezogen, wälu'end die andere Seite wenig ent- 
wickelt ist. 

Zusammengesetzt (compositiis), bei Blättern: aus Blättchen be- 
stehend, welche an die Blattspindel angegliedert sind und einzeln 
abfallen. 

Zweihäusig (dioicus), eingeschlechtig und die männlichen Blüten 
auf anderen Pflanzen als die weiblichen. 



334 Kunstausdrücke. 

Zweijährig (hiennls), erst im zweiten Jahre Früchte tragend und 
dann absterbend. 

Zweimächtig (dkl/juamus), aus 2 ungleich langen Paaren be- 
stehend. 

Zwiebel (bidhiis), ein von dichtgedi'ängten fleischigen Schuppen um- 
gebener, flacher oder stielrunder, meist unterirdischer Stengelteil. 

Zwiebelknolle (hulhotuber), ein zwiebelartiges Gebilde mit knollen- 
förmiger Achse. 

Zwitter ig (hermajihroditiis), sowohl Staubblätter als auch Frucht- 
blätter in vollkommener Entwickelung enthaltend. 



^~ 



--5^ 



Autorennamen. 



A. Br. . 


. Alexander Braun 


C. Mey 


. Carl xA.nton 


Adans. 


. Adanson 


Cass. 


. Cassini 


Adm. . 


. Adams 


Gast. . 


. Castaigiie 


Ait. . 


. Aiton 


Cavan. 


. Cavanilles 


All. . 


. Allioni 


Celak. 


. Celako^Yski 


Andrz. 


. Andrzejowski 


Cham. . 


. Chamisso 


Ant. 


. Antoine 


Chois. . 


. Choisy 


Arn. 


. Arnott 


Clar. 


. Clarion 


Bab. . 


. Babinofton 


Coss. 


. Cosson 


Barn ad. 


. Barnadesi 


Coult. 


. Coulter 


Bass. . 


. Bassi 


Crtz. . 


. Crantz 


Baumg. 


. Baumgarten 


Cuss. . 


. Cusson 


Bck. . 


. Beck 


Cyr. . 


. Cyrillo 


Bell. . 


. Bellardi 


Dalech. 


. Dalechamps 


Bentli. 


. Bentham 


DC. . 


. De Candolle 


Bernh. 


. Bernhard! 


Del. . 


. Delile 


Bert. . 


. Bertoloni 


Desf. 


. Desfontaines 


Bess. 


. Besser 


Desv. . 


. Desvaux 


Bge. 


. Bunge 


Dill. . 


. Dillen 


Biv. . 


. Bivona-Bernardi 


Dn. 


. Don 


Blum. . 


. Blume 


Drd. . 


. Drude 


Boiss. . 


. Boissier 


Dub. 


, . Duby 


Borkh. 


. Borkhausen 


Dumort 


. . Dumortier 


Bormn. 


. Bornmüller 


Dun. 


. Dunal 


Br. . . 


. Braun, Brown, 


Durazz. 


. Durazzini 




Browne 


Duri. . 


. Durieu 


BrogTi. 


. Brogniart 


Eckl. . 


. Eckion 


Bub. . 


. Bubani 


Ehrh. . 


. Ehrhardt 


Buchen. 


. Buchenau 


Endl. . 


. Endlicher 



Meyer 



336 


Autorennamen. 




Engelm. 


. Engelmann 


Koel. 


. Koeler 


Eschsch. 


. Eschscholtz 


Koen. 


. König 


Fisch. . 


. Fischer 


Kostel. 


. Kosteletzky 


Fl. Wett. 


. Flora der AYetterau 


Kr. 


. Ker 


Fnzl. . 


. Fenzl 


Kth. 


. Kunth 


Forsk. . 


. Forskai 


Ky. 


. Kotschy 


Fr. . . 


. Fries 


Kze. 


. Kunze 


Frivld. 


. Frivaldsky 


L. . 


. Linne 


Gaertn. 


. Gärtner 


L. emend. Linne emendatus 


Gaud. . 


. Gaudin 




(verbessert) 


Gled. . 


. G ledisch 


L.f. 


. Linne filius (Sohn) 


Gmel. . 


. Gmelin 


Labill. 


. Labillardier 


Godr. . 


. Godron 


Lag. 


. Lagasca 


Gr. . 


. Gray 


Lam. 


. Lamark 


Gren. . 


. Grenier 


Lapeyr. 


. Lapeyrouse 


Griseb. 


. Grisebach 


Ledeb. 


. Ledeboui' 


Gronov. 


. Gronovius 


Lehm. 


. Lehmann 


Guss. . 


. Gussone 


Less. 


. Lessing 


Gy. . 


. Gay 


Lge. 


. Lange 


Hall. . 


. H aller 


Lher. 


. L'Heritier 


Hartm. 


. Hartmann 


Lindl. 


. Lindley 


Haw. . 


. Haworth 


Lk. 


. Link 


Heist. . 


. Heister 


Loefl. 


. Löfling 


Herb. 


. Herbert 


Lojac. 


. Lojacono 


HU. . 


. Hill 


Loud. 


. Loudon 


Hoffm. 


. Hoffmann 


Low. 


. Lowe 


HofFmsg. 


. Hoffmannsegge 


M. Hieb 


. Marschall Bieberstein 


H ork. . 


. Horkel 


Marat. 


. Maratti 


Hj)e. 


. Hoppe 


Marsh. 


. Marshai 


Hst. . 


. Host 


Mazz. 


. Mazzucati 


Huds. . 


. Hudson 


Med. 


. Medicus 


Jacq. . 


. Jacquin 


Meissn. 


. Meissner 


Jaub. . 


. Jaub er t 


Mert. 


. Mertens 


Juss. 


. Jussieu 


Mey. 


. Meyer 


Kar.etKir. Karelin et Kirilow 


Mich. . 


. Micheh 


Kch. . 


. Koch 


Michx. . 


. ]\Iichaux 


Kern. . 


. Kerner 


Mieg. 


. ]\Iiegeville 


Kit. . 


. Kitaibel 


Mik. . 


. Mikan 


Kltzsch. 


. Klotzsch 


Mill. 


. . Miller 





Autorennamen. 


3 


Min. 


. Minuart 


Eoem. . 


. Eoemer 


Mnch. 


. Mönch 


Eottb. . 


. Eottboell 


Moehr. 


. Möhrin o^ 


Eth. . 


. Eoth 


Mol. . 


. Molina 


Eupr. . 


. Eupr echt 


Monn. . 


. 1\ronnier 


Ez. . 


. Euiz 


Moq. . 


. Moquin-Tandon 


S. Dck. 


. Salm-Dyck 


Moris. . 


. Morison 


Salisb. . 


. Salisbury 


Mrs. 


. Miers 


Sav. 


. Savi 


Neck. 


. Necker 


Schimp. 


. Schimper 


Ns. . 


. Nees 


Schlechtd 


. . Schlechtendal 


Nutt. 


. . Nuttall 


Schieid. 


. Schieiden 


Op. 


. Opiz 


Schltz. . 


. Schnitze 


P. Beau 


V. . Palisot de Beauvois 


Schm. . 


. Schmidt 


P. Br. 


. Patrick Browne 


Sehr. . 


. Schur 


Pall. 


. Pallas 


Scln'ad. 


. Schrader 


Panz. . 


. Panzer 


Schreb. 


. Schreb er 


Pari. . 


. Pariatore 


Schrk. . 


. Schi'ank 


Pas. 


. Pasano 


Schtt. . 


. Schott 


Pauq. 


. Pauquy 


Schult. . 


. Schultes 


Pav. . 


. Pavon 


Scop. . 


. Scopoli 


Pers. 


. Persoon 


Sdl. . 


. Seidl 


Pet. . 


. Petit 


Sendtn. 


. Sendtner 


Planch. 


. Planchon 


Ser. 


. Seringe 


Poir. 


. Poiret 


Sm. . 


. Smith 


Poiited. 


. Ponte der a 


Spch. . 


. Spach 


Prsh. 


. Pursh 


Spenn. . 


. Spenner 


Prsl. 


. . Presl 


Spreng. 


. Sprengel 


Eafin. 


. Eafinesque 


St. Hü. 


. Saint-TTilaire 


Pam. 


. Eamond 


Steinh. 


. Steinheil 


P. Br. 


. . Eobert Brown 


Steph. . 


. Stephan 


Pchb. 


. Eeichenbach 


Sternb. 


. Sternberg 


Echb. f 


. Eeichenbach filius 


Stev. 


. Steven 


Eeg. 


. Eegel 


Swtz. . 


. Swartz 


Eeq. 


. Eequien 


Targ. Tozz. Targioni-Tozzetti 


Eeut. 


. Eeuter 


Tausch. 


. Tauscher 


Eich. 


. Eichard 


Thunb. 


. Thunberg 


Eiv. 


. Ei\4nus 


Tin. . 


. Tineo 


Eobill. 


. Eobillard 


Tod. . 


. Todaro 


Eoehl. 


. Eoehling 


Tourn. 


. Toui-nefort 


Tho] 


aner, Exkursionsflora. II. 




22 



337 



338 



Autorennamen, Abkürzungen. 



Trautv. 


. Trautvetter 


"Wahlenb. 


. Wahlenberg 


Trin. 


. Trinius 


Waldst. 


. Waldstein 


Trotz. 


. . Trotzky 


Wats. . 


. Watson 


Ung. 


. Unger 


Wbb. . 


. Webb 


Yaill. 


. Vaillant 


Wettst. 


. Wettstein 


Velen. 


. Velenovsky 


Wgbt. . 


. Wight 


Venten. 


. Ventenat 


"Wigg. . 


. Wioffers 


Vhl. 


. Vahl 


WiUd. . 


. Willdenow 


Vigu. . 


. Viguier 


WiUk. . 


. Willkomm 


Vill. . 


. Yillars 


Wimm. 


. Wimmer 


Vis. . 


. Visiani 


Zeyh. . 


. Zeyher. 


Viv. . 


. Viviani 







Andere Abkürzungen. 



St. . . 


. Stamm 


B. . . 


. Blätter 


Bl. . . 


. Blüten 


Blh. . 


. Blutenhülle 


K. . 


. Kelch 


Kb. . 


. Kelchblätter 


Ki% 


. Krone 


Krb. 


. Kronblätter 


Stb. . 


. Staubblätter 


Stf. . . 


. Staubfäden 


Stbt. . 


. Staubbeutel 


Frb. 


. Fruchtblätter 


Frkn. 


. Fruchtknoten 


Gr. . 


. Griffel 


N. . 


. Narbe 



öa. • 
Fr. . 

S. 

ö . 

9 • 
P . 

oo . 

MEu. 

NEu. 

OEu. 

SEu. 

WEu. 

einschl. 

z.T. 



Samenanlagen 

Frucht 

Samen 

männlich 

weiblich 

zwitterig 

in grösserer Zahl 

Mittel eui'opa 

Nordeuropa 

Osteuropa 

Südeuropa 

Westeuropa 

einschliesslich 

zum Teil. 



-^- 



Register der Familien- und Gattungsnamen. 



Die Synonyme sind kursiv gedruckt. 



Abelicea 75. 
Abelmoschus 180. 
Abies 3. 
Abies 3. 
Abutilon 180. 
Acacia 146. 

Acajoubaumgewäclise 172. 
Acalypha 170. 
Acalyphaceae 168. 
Acanthaceae (43), 271. 
Acantholimon 225. 
Acanthus 271. 
Acer 175. 

Aceraceae (14), (26), 175. 
Aceras 64, 70. 
Achillea 314. 
Achroanthus 68, 69. 
Achyranthes 93. 
Achyrophorus 287. 
Ackerröte 273. 
Aconitum 108. 
Acorus 39. 
Acroptilon 297. 
Actaea 109. 
Actinocyclus 215. 
Adeuocarpus 150. 
Adenophora 284. 
Adenoscüla 48. 
Adenostyles 307. 
Adonis 106. 
Adoxa 276. 

Adoxaceae (17), (49), 276. 
Aegialophüa 297. 
Aegüops 20. 
Aegopodium 213. 
Aegypterbohne 151. 
Aehrenthymian 251. 
Aeluropus 34. 
Aesculus 176. 
Aetheorrliiza 291. 
Aethioneraa 128, 131. 
Aethusa 208. 
Atfodill 53. 
Agasyllis 203. 
Agave 56. 
Agrimonia 144. 
Agrhnonia 143. 
Agriophyllum 90. 
Agropyrum 19. 
Agropyrurti 19. 



Agrostemma 102. 

Agrostis 25. 

Agrume 166. 

Ahorn 175. 

Ahorngewächse 175. 

Ahornkraut 95. 

Aichryson 137. 

Ailanthus 167. 

Aira 26. 

Aira 29, 31. 

Airopsis 31. 

Aizoaceae (14), (17), (18), 

(35), (36), (50), 94. 

Aizoon 95. 
Ajax 57. 
Ajuga 244. 
Akazie 146. 
Akelei 108. 
Alant 304. 
Albersia 92. 
Albizzia 147. 
Alcea 181. 
Alchimilla 143. 
Aldrovanda 135. 
Alectorolophus 266. 
Alhagi 159. 
Alisma lo. 
Alisma 9, 10. 
Alismaceae (6), (7), 8. 
Alismaceae 10. 
Alkanna 242. 
Alkaunawurz 242. 
Alliaria 123. 
Allium 46. 
Alnaster 73. 
Aluus 73. 
Aloe 53. 
Alopecurus 16. 
Alpenhelm 267. 
Alpenodermennig 145. 
Alpenrachen 264. 
Alpenrose 218. 
Alraun 255. 
Alsinaceae 96. 
Alsine loo. 
Alternanthera 92. 
Althaea 181. 
Althenia 6. 
Alyssum 120. 
Alyssum 119, 120. 



Amaracus 252. 
Amarantaceae (9), (lo), 

(12), 91. 

Amarantus 92. 
Amaryllidaceae (7), 56. 
Aniaryllis 58. 
Amaryllisge wachse 56. 
Amberboa 297. 
Ambrosia 317. 
Ambiosiaceae 286. 
Anibrosinia 41. 
Amelanchier 140. 
Amniadenia 100. 
Ammannia 187. 
Ammannia 187. 
Ammanthus 317. 
Ammei 2ii. 
Ammi 211. 
Ammochloa 27. 
Ammolirion 52. 
Ammophila 24. 
Amorpha 159. 
Ampelideae 177. 
Ampelodesmos 28. 
Ampelopsis 177. 
Ampfer 82. 
Amphoricarpus 298. 
Amsinckia 238. 
Amygdalaceae 140. 
Amygdalus 142. 
Anabasis 85. 
Anacamptis 63, 70. 
Anacardiaceae (ii), (19), 

172. 
Anacharis 12. 
Anacyclus 314. 
Anagallis 222. 
Anagyris 148. 
Anaphalis 306. 
Anarrhimim 259. 
Anchusa 241. 
Andorn 246. 
Andrachue 170. 
Androcymbium 49. 
Andromeda 218. 
Andromeda 218. 
Andropogon 15. 
Androsace 223. 
Andi-osace 223. 
Atidrosaemum 181. 

22* 



340 



Register. 



Andryala 289. 
Aiifirzejowskia 124. 
Anemone 107. 
Anethum 205. 
Angelica 203. 
A7ioplanthi(S 268. 
Antennaria 307. 
Antennaria 306. 
Antliemis 315. 
Anthericuni 52. 
Authoxanthum 21, 
Antliriscus 199. 
Anthyllis 153. 
Antidea 46. 
Antinoria 29. 
Antirrhinum 258, 
Apargia 288. 
Apeia 24. 
Aphyllantheae 45. 
Aphyllanthes 51. 
Apiaceae 193. 
ApineUa- 211. 
Apios 151. 
Apinm 212. 
Apocynaceae (46), (49), 

231. 

Apocynum 232. 
Aposeris 294. 
Apteranthes 233. 
Aquifoliaceae (23), (40), 

(41), 173. 
Aquifolium 174. 
Aquilegia 108. 
Arabis 116, 125. 
Arahis 117. 

Araceae (3), (5), (6), 39. 
Arachis 155. 
Araliaceae (34), 192. 
Arali'iceae 276. 
Araliengewächse 192. 
Arbutus 217. 
Arceuthobium 79. 
Arceuthos 2. 
ArchangeUca 203. 
Arctagrostis 25. 
Arctium 298. 
Arctophila 34. 
Arctostaphylos 217. 
Arctostaphylos 217. 
Arctotis 295. 
Arctous 217, 
Aremonia 143. 
Arenaria lOl. 
Arenaria 99. 
Ai'etia 223, 
Arguzia 237. 
Argyrolobium 149. 
Aria 141. 
Arisarum 41. 
AristeUa 22. 
Aristida 22. 
Aristolochia 80. 
Aristolochiaceae (16), 

(18), 80. 
Armeniaca 142. 



Armeria 225. 
Armoracia 133. 
Arnebia 243. 
Arnica 312. 
Arnoseris 294, 
Aron 42. 

Arongewiichse 39. 
Aronia 140. 
Aronicum 312. 
Arrhenatherum 26. 
Artedia 197. 
Artemisia 316. 
Arthrocnemum 87. 
AHhrolobium 154. 
Artischocke 300. 
Ai'tocarpeae 75. 
Ar um 42. 
Aruncus 142. 
Arundo 28. 
Asarina 258. 
Asarum 80. 

Asclepiadaceae (46), 232. 
Asclepias 233. 
Asparageae 45. 
Asparagus 54. 
Asperifoliaceae 237. 
Asperugo 239. 
Asperula 273. 
Asphodeline 53, 55. 
Asphodelus 53. 
Aster 310. 
Asterisciis 302. 
Asterolinnm 221. 
Astragalus 157, 161. 
Astrantia 195. 
Astrenze 195. 
Astrocarpus 135. 
Astrodaucixs 196. 
Athamanta 210. 
Atractylis 297. 
Atragene 105. 
Atraphaxis 83. 
Atriplex 88. 
Atropa 255. 
Atropis 35. 
Aubrietia 118. 
Aufstrebe 85. 
Augenbohne 151. 
Augentrost 266. 
Augenwurz 210. 
Atilacospermum 201. 
Aurinia 120. 
Avellinia 31. 
Avena 26, 33. 
Avena 26, 27. 
Avocadobirne iii. 
Axyris 88. 
Azalea 218. 219, 



Baarfaden 222, 
ßachburgel 187, 
Backenklee 154. 
Bärenklau 205. 
Bärenohr 295. 



Bärenschote 157, 161. 
Bärentapen 27i. 
Bärentapenge wachse 27i. 
Bärentraube 217. 
Bärwurz 198, 209. 
Balanophoreae 192. 
BalcUngera 21, 
Baldrian 278, 
Baldriangewächse 276. 
Ballota 250, 

Balsaminaceae (28), 176. 
Balsaminengewächse 176. 
Banane 61. 

Bananengewächse 61. 
Banffya lOl. 
Barbarea 124. 
Barbenkraut 124, 
Barkhaitsia 291. 
Barlia 64, 
Bartgras 15, 
Bartpippau 293, 
Bartschia 267, 
Bartsia 266. 
Barz 183. 
Basilienkraut 245, 
Bassia 91. 
Bastardindigo 159. 
Batatas 235. 
Bafrachmm 106. 
Bauchspelze 24. 
Bauernsenf 131. 
Baumwollpflanze 179. 
Baumwürgergewächse 174. 
Becherblume 143. 
Beckmannia 16. 
Beifuss 316. 
Beilhülse 154. 
Beinbrech 51. 
Beinwell 241. 
Bellardia 267. 
Bellevallia 48, 49. 
Belliäiastriim 310. 
Bellis 309. 
Bellium 309. 
Benediktenwurz 296. 
Berardia 301 
Berberidaceae (12), (20), 

(21), 109. 
Berberis HO. 
Berggras 28. 
Berglattich 291. 
Bergnelke 283. 
Berterosa 119. 
Bertramkraut 314. 
Berufkraut 309. 
Bernla 213. 
Besenbeere 172. 
Besenheide 216. 
Beta 89. 
Betonica 251, 
Betula 73, 

Betulaceae (13), (17), 72. 
Biarum 41. 
Biasolettia 199. 
Bibernelle 2io, 214. 



Kegister. 



341 



Bicchia 65. 
Bicornes 215, 216. 
Bidens 319. 
Biebersteinia 162. 
Bienertia 84. 
Bifora 200. 
Bilsenkraut 256. 
Bingelkraut 170. 
Binse 38. 
Biota 2. 
Birke 73. 

Birkengewächse 72. 
Birkwurz 205. 
Bisamknopf 299. 
Bisamkraut 276. 
Bisamkrautgewächse 276. 
Biscutella 130. 
Biserrula 158. 
Bitterblatt 230. 
Bitterholzgewächse 167. 
Bitterich 288. 
Bitterklee 229. 
Bitterlattich 290. 
Bitterling 230. . 
Bivonaea 132. 
Blasenbinse 8. 
Blasensame 200. 
Blasenschötchen 118. 
Blasenstengel 200. 
Blasenstrauch 100. 
Blassblume 68. 
Blauspeik 223. 
Bleiwurz 224. 
Bleiwurzgewächse 224. 
Blititm 90. 

Blumenbinsengewächse 8. 
Blumenrohr Gl. 
Blumenrohrgewächse 61 . 
Blysmus 38. 
Bocksdorn 255. 
Bockshorn 158. 
Boerhavia 93. 
Böskraut 312. 
Bohne 151. 
Bohnenkraut 252. 
Boleum 129. 
Bonannia 209. 
Bonaveria 154. 
Bonjeania 154. 
Borderea 59. 
Boretsch 240. 
ßoretschgewächse 236. 
Borraginaceae (41), (42), 

(46), 236. 

Borrago 240. 
Borrago 241. 
Borstengras 18. 
Borstentrichter 143. 
Boforyanthus 49. 
Boucerosia 233. 
Bourgaea 300. 
Brachylepis 85. 
Brachypodium 35. 
Brachypns 118. 
Brachytropis 168. 



Brändleiu 64. 
Brandkraut 249. 
Brandlattich 311. 
Bi'assica 123. 
Brassica 122, 123. 
Braunelle 249. 
Braunwurz 260. 
Braunwurzgewächse 257. 
Braya 116, 120. 
Breitsame 196. 
Brennsaat 207. 
Brignolia 210. 
Brillenschötcheu 130. 
Briza 32. 
Brombeere 144. 
Bromus 34. 
Broteroa 298. 
Broussonetia 76. 
Bruckenthalia 216. 
Brunella 249. 
Bruunkresse 122, 133. 
Brustbeere 177. 
Brustwurz 203. 
Bryonia 282. 
Buche 74. 

Buchengewächse 73. 
Buchsbaum 171. 
Buchsbaumgewächse 171. 
Buchweizen 83. 
Büchsenkraut 261. 
Bürstengras 16. 
Bürzeldorn 165. 
Büschelblüte 236. 
Büschelglocke 285. 
Buffonia loo. 
Bulbocastanum 211. 
Bulbocodium 45. 
Bidl tarda 137. 
Bunge 221. 
Bunias 120. 
Bunium 211, 213. 
Buphthalmura 303. 
Bupleurum 198, 206. 
Burzelblatt 170. 
Burzelkraut 96. 
Burzelkrautgewächse 95. 
Butinia 199. 
Butomaceae (7), lo. 
Butomus 10. 
Buxaceae (14), 171. 
Buxus 171. 



Cacalia 312. 

Cachrys 202. 

Cactaceae (33), (47), 184. 

Cactus 185. 

Caesalpinieae 146. 

Cakile 127. 

Calamagrostis 25. 

Calamintha 252. 

Caldesia 10. 

Calendula 302. 

Calepina 128. 

Calla 40. 



Callianthemum 106. 
Calligonum 83. 
Calliopsis 319. 
Callipeltis 273. 
Callistemma 280. 
Callistephus 310. 
Callitrichaceae(i3),i70. 
Callitriche 171. 
Calluna 2i6. 
Calophaca 161. 
Caltha 108. 
Calycotome 150. 
Calypso 67, 69. 
Calystegia 285. 
Camelina 121. 
Campanula 285. 
Campanulaceae (35), 

(50), 283. 

Camphorosma 90. 
Campylanthus 262. 
Canna 61. 
Cannahineae 75. 
Cannabis 77. 
Canna ceae (7), 61. 
Capnophyllum 204. 
Capparidaceae (2i), (29), 

134. 

Capparis 134. 
Caprifoliaceae (47), (49), 

274. 
Caprifoliaceae 276. 
Capsella 118. 
Capsella 132. 
Capsicum 256. 
Caragana 160. 
Caralluma 233. 
Carhenia 296. 
Cardamine 125. 
Cardamine 125. 
Cardiospermum 176. 
Cardopatium 298. 
Carduncellus 296. 
Carduus 30i. 
Carex 37. 
Carex 37. 
Carlina 297. 
Caroxylon 84, 85. 
Carpesium 304. 
Carpinus 73. 
Carregnoa 57. 
Carrichtera 129. 
Carthamus 296. 
Carum 212, 2l3. 
Carum 211, 212. 
Caryolopha 241. 
Caryophyllaceae (9), 

(10), (12), (19), (20), 96. 
Cassandra 218. 
Cassia 147. 
Cassiope 217. 
Castanea 74. 
Castellia 36. 
Castilleja 265. 
Catabrosa 30. 
Catabrosa 22. 



342 



Jiegister. 



Catananche 292. 
Catapodium 36. 
Catha 174. 
Caucalis 196. 

Caucalis 196, 197, 200. 
Caidinia 8. 
Cayennepfeffer 256. 
Ceder 4. 
Cedrus 4. 
Celastraceae (25), (26), 

(27), (35), 174. 
Celastrineae 174, 175. 
Celastrus 174. 
Celosia 92. 
Celsia 258. 
Celtideae 74. 
Celtis 75. 
Cenolophiura 207. 
Centaurea 297. 
Centranthus 277. 
Centunculus 222. 
Cephalanthera 66, 70. 
Ceplialaria 279. 
CepludorhynchKS 290. 
Cerastium 99. 
Cerastium 100 
Cerasus 142. 
Ceratocalyx 269. 
Ceratocarpus 89. 
Ceratocephahis 106. 
Ceratonia 147. 
Gerat ophyllaceae (9), 

105. 

Ceratophyllum 105. 
Cercis 147. 
Cerefolium 199. 
Cerinthe 242. 
Cerviana 95. 
Cestriim 254. 
Chaenorrhinnm 259. 
Chaerophyllum 2oo. 
Chaerophyllum 199, 200. 
Chaetaria 22. 
Chaetonychia 98. 
Chaetosciadium 197, 200. 
Chaetospora 37. 
Chaeturus 24. 
Chaiturus 251. 
Charnaehuxus 168. 
Chamctecytisus 149. 
Chamaedaphne 218. 
Chamaelea 106. 
Chaniaeleaceae 166. 
Chamaelina 121. 
Chatnaemehnn 316. 
Chamaeuerium 190. 
Chamaeorchis 04, 70. 
Chamaepeiice 300. 
Chamaerepes 04. 
Chamaerops 39. 
Chamaesciadiuni 214. 
Chamngrostis 23. 
Chumomilla 315. 
Chartolepis 297. 
Chasmone 149. 



Cheiranthus 117. 
Chelidonium ll3. 
Chenolea 91. 
C h e n p d i a c e a e (9), (11), 

(16), 83. 
Chenopodina 84. 
Chenopodium 90. 
Cherleria 100. 
Chimaphila 215. 
Chionodoxa 48. 
Chlora 230. 
Chondrilla 289. 
Chondrilla 289. 
Chorispora 115. 
Christofskraut 109. 
Christusdorn 147. 
Chrozophora 169. 
Chrysanthemum 317. 
Chrysanthemum 317. 
Chrysopogon 15. 
Chrysosplenium 138. 
Cicendia 230. 
Cicenäia 230. 
Cicer 152, 156. . 
Cichorium 293. 
Cicuta 212. 
Cimicifuga 109. 
einer aria 313. 
Cinna 23. 
Cinnagras 23. 
Circaea 189.. 
Circinus 154. 
Cirsium 300. 
Cistaceae (22), 183. 
Cistanche 269. 
Ciströschen 183. 

Ciströschenge wachse 183. 

Cistus 183. 

Cistwürger 209. 

Citrullus 282. 

Citrus 166. 

Cladanthus 313. 

Cladium 37. 

Clandestina 268. 

Clausia 125. 

Claytonia 90. 

Clematis 105. 

Cleome 134. 

Cleonia 249. 

Clinopodium 252. 

Cljqieola 117. 

Cneoraceae (26), 166. 

Cneorum 166. 

Cnicus 296. 

Cnicus 300. 

Cnidium 207. 

Cochlearia 131, 133. 

Cochlearia 133. 

Cochranea 237. 

Coeloglossum 65, 69. 

Coix 14. 

Colchicaceae 45. 

Colchicum 45. 

Coleanthus 22. 

Coleostephus 317. 



Colladonia 198. 
Collomia 236. 
Colmeiroa 170. 
Colobachne 16. 
Colocasia 40. 
Colpodium 34. 
Colpodium 25. 
Colutea 160. 
Comandra 80. 
Comaram 146. 
Commelina 44. 
Commelinaceae (5), (6), 

44. 

Commelinengewächse 44. 
Comperia 03, 70. 
Compositae (10), (15), (16), 

(47), 286. 
Coniferae 1, 2. 
Conioselinum 204. 
Conium 2oi. 
Conopodium 199. 
Conopodium 201. 
Conringia 124. 
Convallaria 5o. 
Convolvulaceae (39), 

(42), (43), 233. 

Convolvulus 235. 
Convolvulus 235. 
Conyza 308. 
Coptis 109. 
Coralliorrhiza 08, 69. 
Corbularia 57. 
Corchorus 178. 
Corema 172. 
Coreopsis 319. 
Coriandrum 195, 200. 
Coriaria 172. 

Coriariaceae (32), 172. 
Coridothymus 253. 
Coris 221. 
Corispermum 90. 
Corispermum 90. 
Cornaceae (34), 214. 
Cornicina 153. 
Cornucopiae 14. 
Cornus 214. 
Coronaria 103. 
Coronilla 154. 
Coronopus 130. 
Corrigiola 97. 
Cortusa 223. 
Corydalis 112. 
Corylaceae 72. 
Corylus 73. 
Corynephorus 27. 
Cossonia 12 1. 
Costia 00. 
Cotii 31.5. 
Cotinus 173. 
Cotoneaster 140 
Cotula 315. 
Cotyledon 137. 
Cousinia 30i. 
Cracca 152. 
Crainbe 127. 



Register. 



343 



Crassula 137. 
Crassula 137. 
Crassulaceae (31), (46), 

136. 
Crataegus 141. 
Creniilaria 128. 
Crepis 291. 
Cressa 234. 
Crithiuum 209. 
Crocus 60. 
Croton 169. 
Crozopliora 169. 
Crucianella 273. 
Cruciferae (12), (14), (19), 

(21), (23), (25), (26), (28), 
114. 

Crupiua 296. 

Cryysis 15. 

Crypsis 23. 

Cryptostemma 295. 

Cryptotaeuia 213. 

Cucubahis 103. 

Cucumis 282. 

Cucumis 282. 

Cucurbita 281. 

Cucurbitaeeae (33), (35), 

(36), (47), (48), (49), 280. 
Cumiuum 197. 
Cupressus 3. 
Cupularia 304. 
CupuUferae 72, 73. 
Cusciita 234. 
Cuspidocarpus 252. 
Cutandia 30. 
Cyathoselinum 207. 
Cyclameu 221. 
Cycloloma 9i. 
Cydoiiia 140. 
Cymbalaria 259. 
Cymbaria 264. 
Cymbocarpum 205. 
Cyraodocea 6. 
Cyuaucliuin 233. 
Cynara 300. 

Cynocrambaceae(i5),93. 
Cynocrambe 94. 
Cynodon 20. 
Cynoglossum 240. 

Cynomoriaceae (15), 192. 

Cyiiomorium 192. 

Cynosurus 29. 

Cyperaceae (4), 36. 

Cypergras 38. 

Cyperus 38. 

Cy presse 3. 

Cypressenkraut 315. 

Cyprianthe 106. 

Cypripedilum 62, 69. 

{Jypripeäium 62. 

Cyrtandraceae 269. 

Cytinaceae 81. 

Cytiuus 81. 

Cytisus 149, 150. 

■Cytisus 150. 



Daboecia 219. 
Dactylis 33. 
Dactylocteuium 21. 
Damasonium 9. 
Danaa 200. 
Danthouia 32, 
Danthonia 29. 
Dapbne 185. 
Daphnoideae 185. 
Datisca 184. 

Datiscaceae (16), 184. 
Dattelpalrue 39. 
Dattelpflaume 226. 
Datura 257. 
Daucus 197. 
Daucus 196. 
Dami 249. 
Belia 99. 
Delpliiuium 107. 
Dentaria 125. 
Deschampsia 27. 
Descurainia 117. 
Desmazeria 34. 
Desmazeria 36. 
Dethawia 208. 
Deyeuxia 25. 
Diauthus 101. 
Diapeusia 220. 
Diapensiaceae (45), 219 
Dichostylis 38. 
Diclithaar 280. 
Dickblatt 137. 
Dickblattgewächse 136. 

Dictamnus 167. 

Didesnius 126. 

Diervilla 276, 

Digitalis 263. 

Bigitaria 17, 18. 

Digraphis 21. 

Dill 205. 

Dinebra 20. 

Dingel 66. 

Dioscorea 59. 

Dioscoreaceae (7), 59. 

Diospyros 226. 

Diotis 314. 

Dipcadi 48. 

Diplachne 29. 

Diplotaxis 125. 

Dipsacaceae (47), 278. 

Dipsacus 279. 

Diptam 167, 

Distel 301. 

Dodartia 260. 

Doldenblütler 192. 

Dolicbos 151. 

Dolichos 151. 

Doppelaroii 41. 

Dorugras 15. 

Doronicum 3i2, 

Dorycnium 154. 

Dorycnopsis 153. 

Dost 253. 

Dotterblume 108. 

Douglasia 224. 



Draba 120, 133. 
Draha 133. 
Drachenkopf 246. 
Drachenmaul 247. 
Drachen würz 42. 
Dracocephaluni 246. 
Dracunculus 42. 
Dracuncidus 42. 
Drehliug 67. 
Dreiecknuss 241. 
Dreieckohr 242. 
Dreispelze 25. 
Dreizack 8. 
Dreizahn 29. 
Drosera 136. 

Droseraceae(20),(22),l35. 
Drosophyllum 136. 
Drüsenhülse 150. 
Drupaceae 140. 
Di-yas 144. 
Drypis 102. 
Duchesnea 146. 
Dünuling 116. 
Dupontia 33. 
Durchwachs 198, 206. 
Durieua 197. 



Ebenaceae (42), 225. 
Ebenaceae 226. 
Ebenholzgewächse 225. 
Ebenholzhülse 156, 160. 
Ebenus 156, 160. 
Eberwurz 297. 
Ehulum 275. 
Ecballium 282. 
Echenais 300. 
Echiuaria 29. 
Echinochloa 18. 
Echinodorus 9. 
Echinophora 197. 
Echinops 295. 
Echinopsilon 91. 
Echinospermum 239. 
Echium 238. 
Eckhalm 43. 
Eckhalmgewächse 43. 
Eckwiderstoss 225. 
Edelweiss 306. 
Edraianthus 285. 
Ehrenpreis 262. 
Ehrenpreisweibel 259. 
Ehrhardta 21. 
Eibe 1. 

Eibengewächse 1. 
Eibisch I8l. 
Eiche 74. 
Einbeere 53. 
Eiuschwanz 52. 
Einstütze 19. 
Eisenhut 108. 
Eisenkraut 244. 
Eisenkrautgewächse 243. 
Eiskraut 95. 
Elaeagnacea« (9), 186. 



344 



Register. 



Elaeagnus 18G. 

Elaeoselinnm 105. 

Eloejfielinnm 195. 

Elatinaceae (29), 181. 

Elatine 181. 

Elatinoides 259. 

Eleoeharis 38. 

Eleogiton 38. 

Eleiisiue 20. 

Eleusine 21. 

Elisma lo. 

Elizaläia 240. 

Elodea 12. 

Elodes 181. 

Elsholtzia 247. 

Elymus 18. 

Elyna 37. 

Emex 82. 

Empetraceae (13), (23), 

(24), 171. 
Einpetrum 172. 
Enarthrocarpus 121. 
Endoptera 291. 
Endressia 209. 
Endymion 48. 
Enteugries 43. 
Enzian 231. 
Enziange wachse 229. 
Ephedra 4. 
Epheu 192. 
Epilobium 190. 
Epüohium 190. 
Epimedium lio. 
Epipactis 66, 70. 
Epipogon 66, 69. 
Eragrostis 30. 
Eranthis 109. 
Erbse 152. 
Erbsenstrauch 160. 
Erdbeerbaum 217. 
Erdbeere 145. 
Erdbirne 151. 
Erdkrönchen 275. 
Erdnuss 155. 
Erdrauch 112. 
Erechthites 312. 
Eremopyriim 19. 
Eromosparton 159. 
Eremostachys 250. 
Eremurus 52, 
Erianthus 15. 
Erica 216. 
Ericaceae (28), (42), (43), 

(44), (45), (46), (49), 215. 
Ericaceae 215. 
Erigeron 309. 
Erinacea 150. 
Erinus 263. 
Eriobotrya 141. 
Eriocaulon 43. 
Eriocaulonaceae (5), 43. 
Eriochloa 17. 
Eriophorum 38. 
Eriosynaphe 206. 
Eritrichium 239. 



Eritrichium 242. 
Erle 73. 
Erodium 162. 
Erophüa 120, 133. 
Eruca 120. 
Erucago 120. 
Erucaria 122. 
Erucastrum 123. 
Ervüia 152. 
Ervntn 152. 
Eryngium 194. 
Erysimum 117. 
Erysimum 124. 
Erythraea 231. 
Erythroniuni 50. 
Erythrostictus 49. 
Esche 228. 
Eschscholtzia 112. 
Eselsdistel 300. 
Eselsgurke 282. 
Esparsette 156. 
Eucalyptus 188. 
Euclidium 119. 
Endianthe 103. 
Eufragia 267. 
Eunomia 131. 
Eupatorium 307. 
Euphorbia 169. 
Euphorbiaceae (13), (14), 

(24), (27), 168. 
Euphorbiaceae 171. 
Euphrasia 266. 
Eurotia 89. 
Eutrema 124. 
Euxohis 92. 
Euzomodendron 129. 
Evax 304. 
Evaxköpfchen 304. 
Eversmannia 161. 
Evonymus 175. 



Faba 152. 

Fackeldistelgewächse 184. 
Fadenschwanz 19. 
Färberfrucht 169. 
Fagaceae (18), 73. 
Fagonia 165. 
Fagopyrum 83. 
Fagus 74. 
Fahnenwicke 157. 
Falcaria 21 1. 
Faltenlilie 47. 
Faltenohr 2ll. 
Falzblume 303. 
Farsetia 118, 119. 
Federborstengras 17. 
Federhaar 119. 
Federkraut 191. 

Federschinimelkraut 303. 
Fedia 277. 
Feigenbaum 76. 
Feigendistel 185. 
Felsenbirne 140. 
Felsenruhrkraut 310. 



Felsnelke loi. 
Fenchel 207. 
Fenuicli 17. 
Ferkelkraut 287. 
Ferula 2oü. 
Ferula 205. 
Ferulago 2o5. 
Festuca 36. 
Festuca 36. 
Fetthenne 137. 
Fettkraut 270. 
Fibigia 118. 
Ficaria 106. 
Fichte 3. 

Fichtenspargel 215. 
Ficoideae 94. 
Ficus 76. 
Fieberbaum 188. 
Filago 303. 
Filipendula 144. 
Filzkraut 234. 
Firabiistylis 38. 
Fingerhut 263. 
Fingerkamm 2i. 
Fingerkraut 146. 
Finkensamen 118. 
Fistiilaria 266. 
Flachsdotter 121. 
Flachssalat 96. 
Flammenblume 236. 
Flaschenkürbis 282. 
Flattergries 22. 
Flauskraut 251. 
Fleckenkraut 242. 
Flieder 227. 
Flockenblume 297. 
Flohkraut 305. 
Flügelblume 97. 
Flügelkopf 280. 
Flügellattich 289. 
Flügelschötchen 127. 
Fltiminia 35. 
Foeniculum 207. 
Fontanesia 228. 
Forskohlea 77. 
Forsythia 227. 
Fragaria 145. 
Fragaria 146. 
Frangula, 177. 
Frankenia 182. 
Frankeniaceae (22), 181. 
Frankeniengewächse 181. 
Fransenhinse 38. 
Frauenschuh 62. 
Frauenspiegel 285. 
Frauenthräne 63. 
Fraxinus 228. 
Fritillaria 50. 
Froschbiss 12. 
Froschbissgewächse 11. 
Froschlött'el lO. 
Froschlötfelgewäclise 8. 
Fuchsschwanz 92. 
Fuchsschwanzgewächse 91. 
Fuchsschwanzgras 16. 



Keoister. 



345 



Füllhoru 14. 
Fuirena 38. 
JPuniana 183. 
Fumaria 112. 
Fumariaceae 111. 



Gabelf adeu 114. 
Gänsefuss 90. 
Gänsefussge wachse 83. 
Gänsekresse 116, 125. 
Gänserauke 117. 
Gagea 47. 
Gagel 72. 

Gagelgewächse 71. 
Galactites 299. 
Galanthus 58. 
Galatella 310. 
Galega 155. 
Galeobdolon 249. 
Galeopsis 249. 
Galinsoga 318. 
Galium 274. 
Gamander 244. 
Garbe 314. 
GarideUa 109. 
Garlobsstaude 217. 
Gartenaster 3io. 
Gartenrohr 28. 
Gastridium 24. 
Gauchheil 222. 
Gaudinia 26. 
Gauklerblume 261. 
Gaija 207. 

Gedenkemein 240, 241. 
Geissbart 142. 
Geissblatt 276. 
Geisblattgewächse 274. 
Geisklee 149, 150. 
Geissraute 155. 
Gelbäuglein 112. 
Gelbdürrwurz 308. 
Gelbstern 47. 
Gelb Weiderich 222. 
Gelbwurzel 107. 
Gelenkfrucht 121. 
Gemsenheide 219. 
Gemskresse 118, 132. 
Gemswurz 312. 
Genista 149, 150. 
Gennaria 65. 
Gentiaua 231. 
Gentianaceae (38), 229. 
Geradblume 266. 
Geraniaceae (26), (31), 

161. 
Geraniaceae 163, 176. 
Geranium 162. 
Gerberstrauch 172. 
Gerberstrauchgewächse 172, 
Germer 55. 
Geropogon 287. 
Gerste 18. 
Gerstendolde 202. 
Gesetzkraut 131. 



Gesneriaceae (38), 269. 
Gesneriengewächse 269. 
Geum 145. 
Giersch 21 3. 
Giftbeere 257. 
Giftbezwinger 9. 
Ginster 149, 150. 
Girgensohnia 85. 
Githago 102. 
Gladiolus 59. 
Glanzgras 21. 
Grlanzkraut 68. 
Glaskraut 78. 
Glasschmalz 87. 
Glatthafer 26. 
Glaucüum 113. 
Glaux 221. 
Glechoma 246. 
Glecoma 246. 
Gleditschia 147. 
Gleisse 208. 
Gliederstengel 87. 
Gliedkraut 246. 
Glimmersteinbrech 139. 
Glinus 95. 
Globularia 271. 
Globiilaria 271. 
Globulariaceae(37), 270. 
Glockenblume 285. 
Glockeublumengewächse 

283. 
Glossopappus 317. 
Glyceria 35. 
GLyceria 35. 
Glycine ibi. 
Glycyrrhiza 156. 
Gnadenkraut 261. 
Gnaphalium 306. 
Gnaphalium 306, 307. 
Gnetaceae (1), 4. 
Gnetumgewächse 4. 
Goebelia 148, 157. 
Götterbaum 167. 
Goldastrenze 194. 
Goldauge 302. 
Goldbachia 122. 
Golddistel 287. 
Goldflieder 227. 
Goldhafer 27. 
Goldkolben 313. 
Goldlack 11 7. 
Goldregen 150. 
Goldrute 309. 
Gomphocarpus 233. 
Goniolimon 225. 
Goodyera 67, 69. 
Gossypium 179. 
Gouffeia 101. 
Grabengras 17. 
Gräuke 218. 
Gräser 12. 

Gramineae (3), (4), 12. 
Granatapfelbaum 188. 
Granatapfelgewächse 187. 
Granateae 188. 



Granatkelch 81. 
Graunengras 22. 
Graphephoritm 33, 34, 35. 
Graslilie 52. 
Grasnelke 225. 
Gratiola 261. 
Gregoria 224. 
Grindkraut 280. 
Grossfrucht 130. 
Grossnlarieae 137. 
Grundnessel 12. 
Günsel 244. 
Guillonea 196. 
Guiraoa 126. 

Gummiguttgewächse I81. 
Gundelrebe 246. 
Gurke 282. 
Guttiferae(22), (27), (30), 

181. 

Gymnadenia 65, 69, 70. 
Gymnandra 262. 
Gymnosporia 174. 
Gynandriris 60. 
Gypskraut 101. 
Gypsophila 101. 



Haardolde 197, 200. 
Haarfaden 60. 
Haargras 18. 
Haargurke 281. 
Haarkleidgras 18. 
Haarstrang 205. 
Habenaria 64, 69. 
Hahenaria 64, 65. 
Haberlea 269. 
Habichtskraut 291. 
Hablitzia 89. 
Hacquetia 194. 
Haenseleria 292. 
Hafer 26, 33. 
Haferwurz 287. 
Haftdolde 196. 
Hagebuche 73. 
Hahnenfuss 1O6. 
Hahnenfussgewächse 105. 
Hahnenkamm 92. 
Hainsalat 294. 
Hakensegge 37. 
Halanthium 86. 
Halenia 230. 
Halimhnn 183. 
Halimocnemis 85. 
Halocnemum 87. 
Halogeton 86. 
Halopeplis 87. 
HaLovageae 171. 
Halorrhagidaceae (15), 

(35), 191. 
Haloscias 207. 
Halostachys 87. 
Haloxylon 84. 
Halskraut 284. 
Hammatolobium 153. 
Hammerblüte 254. 



346 



Register. 



Hanf 77. 

Haplophyllum 1C7. 
Harmelstaude 165. 
Hartampfer 82. 
Hartgras 35. 
Hartheu 181. 
Hartlaub 208. 
Hartriegel 214. 
Hartriegelgewächse 214. 
Hartrispengras 36. 
Haselstrauch 73. 
Haselwurz so. 
Hasenlager 194. 
Hasenlippe 250. 
Hasenohr 262. 
Hasenschwanz 23. 
Hauhechel 155, 159. 
Hauswurz 137. 
Hautfaden 292. 
Hautfrucht 154. 
Haynaldia 19. 
Hecksame 148. 
Hedera 192. 
Hedraeanthus 285. 
Hedypnois 294. 
Hedysarura 157. 
Heideblatt 219. 
Heidekraut 216. 
Heidekrautgewächse 215. 
Heidelbeere 216. 
Heilglöcklein 223. 
Heilsaftwurz 206. 
Heleocharis 38. 
Heleochloa 23, 
Helianthemum 183. 
Helianthus 320. 
Helichrysum 305. 
Helicodiceros 42. 
Heliosperma 103. 
Heliotropium 237. 
Hellebor US 108. 
Hdmintha 288. 
Helmkraut 245. 
Helosciadium 212. 
Helxine 78. 
Hemarthria 15. 
Hemerocallis 51. 
Hepatica 107. 
Heracleum 205. 
Heracleuni 205. 
Hermesfinger 60. 
Herminium 65, 69. 
Herminium 64. 
Hermodactylus 60. 
Herniaria 98. 
Herumdraht 67. 
Herzblatt 138. 
Herzgespann 251. 
Herzsame 176. 
Hesperis 116. 
Hesperis 125. 
Heterocarytim 239. 
Heteropo(/on 15. 
Heterosciadium 199, 
Heterotaenia 199. 



Heubirnlein 65. 
Heusenkraut 189, 
Hexenkraut 189. 
Hibiscus 3 80. 
Hibiscus 180. 
Hieracium 291. 
Hierochloe 31. 
Himantogiossum 64, 70. 
Himmelsherold 239. 
Himmelsleiter 236. 
Himmelsleitergewächse 235. 
Hinterhuhera 132. 
Hippocastanaceae (25), 

175. 

Hippocrepis 154. 
Hippomarathrum 201. 
Hippophaes 186. 
Hippuridacea e 191. 
Hippuris 191. 
Hirschensprung 97. 
Hirsch feldia 123. 
Hirse 18. 
Hispidella 293. 
Hitzkraut 248. 
Hladnikia 20l. 
Höswurz 65. 
Hohenackeria 206. 
Hohlblume 264. 
Hohldotter 128. 
Hohlfrucht 205. 
Hohlrippe 207. 
Hohlsame 200. 
Hohl würz 112, 
Hohlzunge 65. 
Holcus 26. 
Holoschoemis 38. 
Holosteum loo, 
Holunder 275. 
Holzrippe 190. 
Homogyue 31 1. 
Honkenya 100. 
Hopfen 76. 
Hopfenbuche 73. 
Hordeum 18. 
Horminum 247. 
Hornfrucht 89. 
Hornklee 154. 
Hornkleehauhechel 149. 
Hornkraut 99. 
Hornmohn 113. 
Hornsame 89. 
Hottonia 223. 
Hühnerbiss 103. 
Hülsenfrüchtler 146. 
Hufeisenklee 154. 
Huflattich 311. 
Huf/iteninia 117. 
Humulus 76. 
Hundsgift 232. 
Hundsgiftgewächse 231. 
Hundskamille 315. 
Hundskohl 94. 
Hundskohlgewächse 93. 
Hundskolben 192. 
Hundskolbengewächse 192. 



Hundsrauke 123. 
Hundsschädel 259. 
Hunds würz 63. 
Hundszahn 20. 
Hundszunge 240. 
Hunger1)lümchen 120, 133. 
Hungerknöterich 83. 
Hutchinsia 118, 132. 
Hyacinthe 49. 
Hijacinthella 49. 
Hyacinthus 49. 
Hydrilla 12. 
Hydrocaryaceae (23), 

(34), 191. 

Hydrocharis 12. 
Hydrocharitaceae (7), 

11. 
Hydrocotyle 193. 
Hydrophyllaceae (38), 

236. 

Hymenocarpus 154. 
Hymenonema 292. 
Hymenostemma 317. 
Hyoscyamus 256. 
Hyoseris 291, 294. 
Hyoseris 294. 
Hypecoum 112. 
Hypericineae 181. 
Hypericum 181. 
Hypochoeris 287. 
Hypopithyaceae 215. 
Hypopithys 215. 
Hyssopus 252. 



Iberis 130. 
Ibisch 180. 
Ittoga 303. 
Igelgras 29. 
Igelkolben 5. 
Igelkolbengewächse 5. 
Igelsame 239. 
Igelschlauch 9. 
Igelstrauch 150. 
Hex 174. 
Ilicineae 174. 
Illecehraceae 96. 
Illecebrura 98. 
Ilysanthes 261. 
Immergrün 95. 
Immergrüngewächse 94. 
Immerschön 305. 
Impatiens 176. 
Imperata 16. 
Imperatoria 205. 
Indigofera 160. 
Indigopflanze 160, 
IntyhelUa 289. 
Inula 304. 
Ipomoea 235. 
Iridaceae (7), 59. 
Iris 60. 

Isatis 123, 127, 
Isatis 127, 
Isnardia 189, 



Register. 



347 



Isolepis 38. 
Isopyrum 109. 
Ixiolirion 57. 



JTankaea 270. 
Japanermispel 141, 
Jasione 283. 
Jasmin 227. 
Jastnineae 226. 
Jasminiim 227. 
Jasonia 305. 
Jirasekia 222. 
Jochblatt 165. 
Jochblattgewächse 164. 
Jochdrüse 46. 
Johannisbeere 138. 
Johanuisbrotbaum 147. 
Johrenia 204. 
Jonopsidium 131. 
Jonopsidium, 132. 
Jndasbaum 147. 
Judendorn 177. 
Judenkirsche 256. 
Juglandaceae (15), (47), 

72. 
Juglans 72. 

Juncaceae (5), (6), 44. 
Juncaginaceae (5), (6), 8. 
Juucus 44. 
Jungfernrebe 177. 
Juniperus 2. 
Jurinea 299. 
Jussieua 189. 
Jutepflanze 178. 



Käsedistel 300. 
Käsepappel 180. 
Käsepappelgewächse 178. 
Kahlfrucht 317. 
Kahlpfriemen 159. 
Kahlschwanz 19. 
Kaiserkrone 50. 
Kalbfussia 288. 
Kalidium 87. 
Kalistrauch 87. 
Kalmus 39. 
Kamille 316. 
Kammdolde 204. 
Kammgras 29. 
Kammminze 247. 
Kammschmiele 31. 
Kampf er Strauch 90. 
Kapperngewächse 134. 
Kapi)ernstrauch 134. 
Kapselgeissblatt 276. 
Karde 279. 

Kardengewächse 278. 
Karelinia 304. 
Kastanie 74. 
Katzenfuss 34. 
Katzenminze 245. 
Katzenpfötchen 307. 
Kegelfuss 199. 



Keilfuss 30. 
Kelchgras 32. 
Kentrophyllum 296. 
Kerbel 199. 
Kermesbeere 94. 
Kermesbeerge wachse 94. 
Kerner a 133. 
Kerneria 319. 
Kernobstbaum 141. 
Keuschlamm 243. 
Kichererbse 152, 156. 
Kiefer 3. 

Kiefergewächse i. 
Kitaibelia 179. 
Klapper 266. 
Klauenschote 154. 
Kleblilie 57. 
Klee 156. 
Kleinia 313. 
Kleinling 222. 
Kleinstengel 87. 
Klette 298. 
Klettenkerbel 197. 
Klingelblume 285. 
Knäuel 97. 
Knäuelgras 33. 
Knautia 279. 
Knöterich 83. 
Knöterichgewächse 8i. 
Knollenkümmel 211, 213, 
Knopfkraut 318. 
Knorpelblume 98. 
Knorpelkrai\t 89. 
Knotenblume 58. 
Knotenfuss 56. 
Knotenhülse 153. 
Kobresia 37. 
Kohresia 37. 
Kochia 91. 
Kochia 91. 
Koeleria 31. 
Koelpinia 293. 
Koeniga 119. 
Koenigia 81. 
Königskerze 258. 
Köpernikel 207. 
Kohl 123. 
Kopfblume 279. 
Kopfried 37. 
Kopsia 269. 
Korallenwurz 68. 
Korbblütler 286. 
Koriander 195, 200. 
Kosteletzkia 180. 
Krähenbeere 172. 
Krähenbeergewächse 171. 
Krähenfuss 130. 
Krätzkraut 157. 
Kraftaron 41. 
Kraftlilie 57. 
Kragenblume 304. 
Krapp 274. 
Krappgewächse 272. 
Kratzdistel 300. 
Kreissaummelde 9 1 . 



Kresse 131. 
Kressenstrauch 129. 
Kreterstrauch 234. 
Kreuzblatt 273. 
Kreuzblütler 114. 
Kreuzblume 168. 
Kreuzblumeugewächse 168. 
Kreuzdorn 177. 
Kreuzdorngewächse 176. 
Kreuzkraut 313. 
Kreuzkümmel 197. 
Kronen wicke 154, 
Kronkraut 102. 
Kronlattich 289. 
Kronmassliebchen 309. 
Krubera 204. 
Krümling 289. 
Krugfrucht 298. 
Krummblume 262, 
Krummhals 238. 
Krummhülse 148. 
Krummspelze 34. 
Kümmel 212, 2i3. 
Kürbis 281. 
Kürbisgewächse 280. 
Kugelblume 271. 
Kugelblumengewächse 271. 
Kugeldistel 295. 
Kugelgras 28. 
Kuhblume 289. 
Kuhkraut 102. 
Kuhtritt 262. 
Kukuksblume 63. 
Kukuksblumengewächse 61 . 
Kundmannia 210. 



Labiatae (40), (41), (46), 

244. 
Labkraut 274. 
Lablab 151. 
Laburnum 150. 
Lac tue a 290. 
Laduca 290. 
Lärche 4. 
Läusekraut 265, 
Lafueutea 265. 
Lagenaria 282. 
Lagochilus 250. 
Lagoecia 194. 
Lagoseris 289. 
Lagotis 262. 
Lagurus 23. 
Laichkraut 7. 
Laichkrautgewächse 5. 
Lamarckia 21. 
Lamium 249. 
Lammkraut 294. 
Lampsana 294. 
Langstrahl 318. 
Langzipfel 243. 
Lapiedra 58. 
Lappa 298. 
Lappago 16. 
Lappenhaar 119. 



348 



Kegistcr. 



Lappula 239. 
Lapsana 294. 
Larbrea 99. 
Larix 4. 
Laserkraut 196. 
Laserpitium l9ü. 
Laserpitium 196. 
Lasiagrostis 22. 
Lasiopogon 306. 
Lathraea 268. 
Lathyriis 152, 155. 
Lattich 290. 
Lauch 46. 
Laugenblume 3X5. 
Launaea 290. 
Lauraceae (10), HO. 
Laurentia 283. 
Laurus lil. 
Lavaiuluhi 245. 
Lavatera 180. 
Lavendel 245. 
Lebensbaum 2. 
Leberbalsam 263. 
Lecokia 202. 
Ledum 218. 
Leersia 14. 
Leguminosae (12), (19), 

(21), (37), 140. 
Leimkraut 103. 
Leimsame 230. 
Lein 163. 

Leingewächse 163. 
Leinkraut 259. 
Lemna 43. 
Lemna 43. 

Lenin aceae (3), (4), 42. 
Lens 152. 
Lentibulariaceae (40), 

270. 
Leobordea 149. 
Leontice 110. 
Leontodon 288. 
Leontopodiura 306. 
Leonurus 251. 
Leopoldia 49. 
Lepidium I3l. 
Lepidophoriim 315. 
Lepidotrichum 119. 
Leptaleum 116. 
Leptoccirpaea 123. 
Lepturus 19. 
Lepturns 19. 
Lereschia 213. 
Lesguereuxia 264. 
Leucanthemum 317, 
Leucojum 58. 
Leuzea 297. 
Levisticum 203. 
Levkoje 115. 
Leyssera 305. 
Libanotis 208, 210. 
Liclitblume 45. 
Lichtnelke 103. 
Liebesgras 30. 
Liebstöckel 203, 



Lieschgras 23. 
Ligularia 313. 
Ligusticum 207. 
Ligustiami 209. 
Ligustrum 229. 
Lüac 227. 

Liliaceae (5), (6), 44. 
Liliastrum 52. 
Lilie 49. 

Liliengewächse 44. 
Lilium 49. 
Limnanthemum 229. 
Limodoi'um 66, 68. 
Limoniastrnm 225. 
Limosella 260. 
Linaceae (24), (27), (41), 

(43), 163. 
Linaria 259. 
Linaria 259. 
Linde 178. 

Lindengewächse 178. 
Lindernia 261, 
Linnaea 275. 
Linosyris 310. 
Linse 152. 
Linum 163. 
Liparis 68. 
Lippenblütler 244. 
Lippia 243. 
Listera 67, 69. 
Lithospermum 243. 
Lithospermum 242. 
Litorella 272. 
Lloydia 47. 
Lobelia 283. 
Loheliaceae 283. 
Lobularia 119. 
Lochschlund 259. 
Lochschote 124. 
Löffelkraut 133. 
Loeflingia 98. 
Löwenblatt HO. 
Löwenmaul 258. 
Löw^enzahn 288. 
Logfia 303. 
Loiseleuria 219. 
Lolch 19. 
Lolium 19. 
Lomatocarum 212. 
Lonas 314. 
Lonasköpfchen 314. 
Lonicera 276. 
Lophosciadium 204. 
Loranthaceae (15), (33), 

78. 

Loranthus 78. 
Lorbeerbaum lil. 
Lorbeergewächse HO. 
Loroglossiim 64. 
Lotononis 149. 
Lotosblume 104. 
Lotus 154. 
Lotwurz 242. 
Ludwigia 189. 
Luffa 282. 



Luffagurke 282. 

Lunaria 133. 

Lungenkraut 240. 

Lu])inus 149. 

Liipsia 299. 

Luzerne 158, 161. 

Luzula 44. 

Lychnis 103. 

Lychnis 102, 103. 

Lycium 255. 

Lycopersicum 257. 

Lycopsis 238. 

Lycopus 253. 

Lygeum 27. 

Lygia 185. 

Lyonia 218. 

Lyonnetia 315. 

Lysimachia 222. 

Lysimachia 222. 

Lytanthus 271. 

L y t h r a c e a e (11), (14), (2o), 

(28), 186. 
Lythrarieae 188. 
Lythrum 187. 



Macrochloa 22. 

Macrotomia 243, 

Madia 318. 

Mähnenschwanz 24. 

Männerhaar 80. 

Mäusedorn 54. 

Mäuseschwanz 106, 

Magydaris 202. 

Maiblume 50. 

Maillea 23. 

Mais 14. 

Majanthemum 54. 

Majoran 253. 

Majorana 253. 

Malabaila 203. 

Malahaila 201. 

Malachium 99. 

Malaxis 68, 69. 

Malaxis 68. 

Malcolmia HO. 

Malope 179. 

Malus 141. 

Malva 180. 

Malva 180. 

Malvaceae (24), (29), (30), 

(31), (42), (45), (46), 178. 
MalveUa 180. 
Mandragora 255. 
Mannsbecher 49. 
Mannsschild 223. 
Mannstreu 194. 
Marbel 44. 
Margotia 195. 
Mariendistel 300. 
Mariengras 31. 
Marienröslein 103. 
Mariiibium 246. 
Marsdenia 233. 
Maruta 315. 



ßegister. 



349 



Massliebchen 309. 
Mastgiirke 281. 
Mastixbaiim 173. 
Mastkraut 100. 
Matricaria 316. 
Matthiola 115. 
Mattia 239. 
Maulbeerbaum 76. 
Maulbeergewächse 75. 
Meconopsis 113. 
Medicago 158, 161. 
Meerbeereugewächse 191. 
Meerfenchel 209. 
Meerkohl 127. 
Meersenf 127. 
Meerträubel 4. 
Meerzwiebel 48. 
Megacarpaea 130. 
Meierich loo. 
Melampyrum 264. 
Melandryum 103. 
Melanoloma 297. 
Melde 88. 
Melia 168. 

Meliaceae (25), 167. 
Melica 3i. 
Melilotus 158. 
Melissa 252. 
Melisse 252. 
Melittis 248. 
Meniocus 120. 
Mentha 253. 
Menyauthes 229. 
Menziesia 219. 
Mercurialis 170. 
Merendera 46. 
Merk 2i3. 
Mertensia 242. 
Mesembryanthemum 95. 
Mespilus 141. 
Metabasis 287. 
Meum 198, 209. 
Mewn 207. 
Mibora 23. 
Michelaria 34. 
Microcala 230. 
Microcnemum 87. 
Microlonchus 297. 
Micromeria 252. 
Micropus 303. 
Microrrhynchus 290. 
Microstylis 68. 
Middendorßa 187. 
Milchdistel 299. 
Milchkraut 221. 
Milchlattich 290. 
Milchstern 47. 
Mildsaftkraut 88. 
Milium 22. 
Milzkraut 138. 
Mhnoseae 146. 
Mimulus 261. 
Minaea 132. 
Minuaiiia 100. 
Minze 253. 



Mischdolde 199. 

Mispel 141. 

Mistel 79. 

Möhre 197. 

Moehringia lOO. 

Moenchia lOO. 

Mohn 113. 

Mohuge wachse iii. 

Molineria 31. 

Molinia 30. 

Mollugo 95. 

Mollugo 95. 

Molopospermum 198. 

Moltkia 242. 

Molucella 250. 

Molukkenkraut 250. 

Momordica 282. 

Mondviole 133. 

Monerma 19. 

Moneses 215. 

Monotropa 215. 

Monoiropeae 215. 

Montia 96. 

Moraceae (9), (10), (ii), 75. 

Morgagnia 52. 

Moricandia 124. 

Moi-ina 278. 

Morisia 126. 

Morus 76. 

Moschussame 180. 

Mulgedium 290. 

Muretia 213. 

Musa 61. 

Musaceae (7), 61. 

Muscari 49. 

Muskathyacinthe 49. 

Myagrum 128. 

Mycelis 290. 

Myogaluni 47. 

Myosotis 241. 

Myosurus 106. 

Myrica 72. 

Myricaceae (ii), 71. 

Myricaria 183. 

Myriophyllum 191. 

Myrrhendolde 201. 

Myrrhis 198. 

Myrsinaceae (39), 220. 

Myrsine 220. 

MyrsiphyUum 54. 

Myrtaceae (18), (34), (36), 

(50), 188. 

Myrte 188. 

Myrtengewächse 188. 
Myrtus 188. 



]\abelkraut 137. 
Nabelmiere lOO. 
Kachtblumengewächse 93. 
Nachtkerze 190. 
Nachtkerzengewächse 188. 
Nachtlilie 65. 
Nachtschatten 257. 
Nachtschattengewächse 253. 



Nachtviole 116. 
Nacktried 37. 
Nacktsame 174. 
Nadelkerbel 199. 
Nagelfrucht 233. 
Nagelheilkraut 98. 
Nagelkraut 98. 
Najadaceae (4), 7. 
Najadaceae 5, 8. 
Najas 8. 
Nananthea 316. 
Nanophytum 86, 
Napfliraut 240. 
Narcisse 57. 
Narcissus 57. 
Nardosmia 311. 
Nard'xrtis 36. 
Nardus 18. 
Narthecium 51. 
Nasturtium 122, 133. 
Natronstrauch 164. 
Natternkopf 238. 
Naumburgia 222. 
Nebennüsschen 239. 
Nedaroscordum 46. 
Negundo 175. 
Nelke loi. 
Nelkengewächse 96. 
Nelkenschmiele 26. 
Nelkenwurz 145. 
Nelumhiuni 104. 
Nelumbo 104. 
Neogaya 207. 
Neotinea 64, 70. 
Neottia 67, 69. 
Nepa 148. 
Nepeta 245. 
Nepeta 246. 
Nerium 232. 
Neslia 118. 
Nessel 77. 
Nesselgewächse 77. 
Neuroloma 115. 
Neuseeländerspinat 95. 
Nicandra 257. 
Nicotiana 254. 
Niesswurz 108. 
Nigella 109. 
Nigritella 64, 70. 
Nitraria 164. 
Nixenkraut 8. 
Nixenkrautgewächse 7 
Noaea 85. 
Noccaea 118. 
Nolletia 308. 
Nonnea 240. 
Nopaldistel 185. 
Nopalea 185. 
Nordstraussgras 25. 
Noteiaea 228. 
Nothoscordum 46. 
Notobasis 300. 
Notoceras ii5. 
Notoceras 115, 124. 
Nuphar 104. 



350 



Register. 



Nussschötchen 128. 
Nyctaginaceae (8), 93. 
Nymphaea 104. 
Nymphaeaceae (29), (30), 

(32), (36), 104. 



Obione 88. 
Ochseiizunge 241. 
Oclitliodiiim 132. 
Ocimum 245. 
Odermennig 144. 
Odontarrhena 120. 
Odontites 267. 
Odontites 2()C. 
Odontospermum 302. 
Oelbaum 229. 
Oelbaumgewächse 226. 
Oelsilje 195. 
Oelweide 186. 
Oelweidengewäclise 18C. 
Oenanthe 2io. 
Oenothera I9ü. 
Oenothera 190. 
Oenotheraceae 189. 
Ofaiston 85. 
Ohnblattblume 51. 
Ohnlioni 64. 
Olea 229. 
Oleaceae (14), (25), (26), 

(43), (44), 226. 
Oleander 232. 
OnialocUne 291. 
Omplialodes 240, 241. 
Omphalodes 239. 
Ouagra 190. 
Onagraceae (18), (33), 

(34), (35), 188. 
Onaf/rarieae 191. 
Onobrychis 156. 
Ononis 155, 159. 
Onopordon 300. 
Onosma 242. 
Ophrys 63, 70 
Oplismenus 17. 
Opopanax 206. 
Oporanthns 58. 
Opuntia 185. 
Opuntia 185. 
Orchidaceae (7), 61. 
Orcliis 63, 70. 
Orchis 63, 64. 
Oreochloa 28. 
Origanum 253. 

Origanmn 252, 253. 
Orlaya 190. 
Orlaya 197. 
Onnenis 315. 
Ornithogaliim 47. 
Ornithopus 154. 
Ornus 228. 

Orobanchaceae (38), 268. 
Orobanche 269. 
Orobus 152. 
Ortegia 98. 



Orthantha 266. 
Oryza 14. 
Oryzopsis 22. 
Osirisstrauch 80. 
Ostevicnm 203. 
Osterluzei 80. 
Osterluzeigewächse 80. 
Ostrya 73. 
Osyris 80. 
Otospermum 316. 
Oxalidaceae (27), (30), 

(45), 162. 
Oxalis 163. 
Oxycocciis 216. 
Oxyria 82. 
Oxytropis 157. 



I*achyplei(rum 207. 

Paederota 262. 

Paeonia 107. 

Palimbia 209. 

Paliurus 177. 

Pallenis 302. 

Palmas (6), 38. 

Palmen 38. 

Pancicia 214. 

Pancratiiim 57. 

Panicum 18. 

Panicnm 18. 

Papaver 113. 

Papaveraceae (19), (21), 

(22), (29), 111. 

Papiermaulbeerbaum 76. 
Papilionaceae 146. 
Pappel 71. 
Paracaryum 239. 
Paradisea 52. 
Parentucellia 267. 
Parietaria 78. 
Paris 53. 
Parnassia 138. 
Paronychia 98. 
Paronijchieae 96. 
Parrya 115. 
Parthenocissus 177. 
Paspalum 17. 
Passerina 185. 
Pastinaca 206. 
Pastinak 206. 
Pastoren. 132. 
Paternosterbaum 108. 
Paternosterbaumgewächse 

167. 

Patrinia 277. 
Pechnelke 103. 
Pedaliaceae (45), 267. 
Pedicularis 265. ■ 
Pedrosia 154. 
Peganum 165. 
Pelargonie 162. 
Pelargonium 102. 
Peltaria 128. 
Pendulina 125. 
Penicillaria 17, 



Pennisetum 17. 
Pentagonocarpus 180. 
Pentapera 216. 
Peplis 187. 
Periballia 31. 
Perideraea 315. 
Periploca 232. 
PeriStylus 65. 
Perlgras 31. 
Perlruhrkraut 306. 
Persea iii. 
Persea 111. 
Persica 142. 
Peraonatae 257. 
Perückenbaum 173. 
Pestwurz 3ii. 
Petagnia 194. 
Petasites 3ii. 
Petersilie 212. 
Petrocallis 133. 
Petrocoptis 103. 
Petromarula 285. 
Petroselinum 212. 
Petrosimonia 86. 
Petteria 150. 
Peucedanum 205. 
Pencedamtm 205, 206, 209. 
Pfauengras 17. 
Pfefferbaum 173. 
Pfeifengras 30. 
Pfeifenstrauch 138. 
Pfeilkraut 9. 
Pfeilschötchen 129. 
Pfennigkraut 131. 
Pfennigliuse 43. 
Pferdefenchel 201. 
Pferdegras 26. 
Pferdesaat 210. 
Pfingstrose 107. 
Pfriemengras 22. 
Pfriemenkresse 132. 
Pfriemenstrauch 149. 
Phaca 157. 
Phacelia 236. 
Phaecasium 291. 
Phaenopus 290. 
Phaeopappus 297. 
Phagnalon 310. 
Phalacrocarpum 317. 
Phalangium 52. 
Phalaris 21. 
Pharnnceum 95. 
Phaseolus 151. 
Phelipaea 268. 
Phelipaea 269. 
Philadelpheae 137. 
Philadelphus 138. 
Phillyrea 228. 
Phippsia 22. 
Phleum 23. 
Phlomis 249. 
Phlox 236. 
Plioebe 111. 
Phöbuslorbeer iii. 
Phoenix 39. 



Register. 



351 



PhoUurus 19. 

Photinia 141. 

Pkragmites 28. 

Phyllodoce 219. 

Pliysalis 256. 

Physanthyllis 153. 

Physocaulis 200. 

Physospermiim 200. 

Phyteuma 285. 

Phytolacca 94. 

Phytolaccaceae (13), 94. 

Picconia 228. 

Picea 3. 

Picnomon 300. 

Picridium 290. 

Picris 288. 

Pimpernuss 175. 

Pimpeniussgewächse 175. 

Pimpinella 2io, 214. 

Pimyinella 213. 

Piuaoeae (2), i. 

Pinardia 317. 

Pingiiicula 270. 

Pinus a. 

Pippau 291. 

Piptatherum 22. 

Pircunia 94. 

Pirola 215. 

Pirolaceae (21), (22), (28), 

214. 

Pirus 141. 

Pistaeia 173. 

Pistazie 173. 

Pistorinia 137. 

Pisum 152. 

Plagius 317. 

Plantaginaceae (37), 

(39), (41), (43), (44), 271. 

Plantago 272. 

Platanaceae (14), (32), 139. 
Platane 139. 
Plataneugewäclise 139. 
Platanthera 65, 69, 70. 
Platauus 139. 
Platterbse 152, 155. 
Platycapnos 112. 
Pleurogyne 230. 
Pleuropogou 32. 
Pleurospennum 201. 
Pleurospertnum 201. 
Pluchea 304. 
Plumbaginaceae (19), 

(37), 224. 

Plumbago 224. 
Poa 35. 
Pocockia 158. 
Podanthum 285. 
Podospermum 287. 
Polemoniaceae (41), (43), 

(45), 235. 
Polemoyiiaceae 220. 
Polemonium 236. 
Polliiiiii 15. 
Polycarpon 98. 
Polycuemum 89. 



Polygala 168. 
Polygalaceae (24), (42), 

168. 

Polygonaceae (lO), (ii), 

(19), 81. 

Polygonatum 56. 
Polygonum 83. 
Polygonum 83. 
Polypogon 16. 
Pomaceae 140. 
Populus 71. 

Porst 218. 
PortenscUagia 208. 
Portulaca 96. 
Portulacaceae (20), (34), 

(40), (48), 95. 
Posidonia 7. 
Potamogetou 7. 
Potamogetonaceae (3), 

(4), (6), 5. 

Potentilla 146. 

Potentüla 145. 

Poterium 143. 

Poteriiim 143. 

Praugos 198, 202. 

Prasixim 248. 

Prenanthes 291. 

Preslia 253. 

Primula 224. 

Primulaceae (12), (39), 

(48), 220. 
Prohosciphora 266. 
Procrassula 137. 
Prolongoa 317. 
PruneUa 249. 
Prunus 142. 
Psamrna 24. 
Psephellus 297. 
Psilonema 120. 
Psilostemon 241. 
Psilurus 19. 
Psoralea 157. 
Ptarmica 314. 
Pteranthiis 97. 
Pterocephalus 280. 
Pterocephalus 280. 
Pterococcus 83, 
Pteroneurum 125. 
Pterospartum 149. 
Pterotheca 289. 
Ptilotrichum 119. 
Ptilotrichum 119. 
Ptychotis 211. 
Pulicaria 305. 
Pulmonaria 240. 
Pulsatilla 107. 
Punica 188. 

Punicaceae (36), 187. 
Pupalia 93. 
Puschkinia 48. 
Putoria 272. 
Pycnocomon 280. 
Pyrethrum 317. 
Pyrola 215. 
Pyrus 140, 141. 



Quecke 19. 
Quelder 35. 
Quellgras 30. 
Quercus 74. 
Queria loo. 
Quinaria 177. 
Quitte 140. 



Raden 102. 
Radiola 163. 
Radkraut 187. 
Rädchenblüte 209. 
Raffenaldia 121. 
Rafflesiaceae (16), 81. 
Rafflesi enge wachse 81. 
Rainkohl 294. 
Rainweide 229. 
Bamischia 215. 
Ramondia 270. 
Rampe 125. 
Ramschelwurz 123. 
Ranunculaceae(i2), (14), 

(21), (30), (32), 105. 
Rauuuculus lOtj. 
Raphanus 122. 
Rapistrum 126. 
Rapünzchen 277. 
Rasselblume 292. 
Rauchblatt 204. 
Rauhbart 306. 
Rauhfaden 241. 
Rauhkraut 293. 
Rauke 129. 
Raukensenf 123. 
Raute 167. 

Rautengewächse 166. 
Reaumuria 182. 
Reichardia 290. 
Reiherschnabel 162. 
Reis 14. 
Reisgras 14. 
Reisskraut 312. 
Reseda 135. 

Resedaceae (22), (31), 134. 
Retama 149. 
Rettich 122. 
Reuter a 214. 
Rhabarber 82. 
Rhagadiolus 294. 
Rhagadiolus 294. 
Rhamnaceae (13), (23), 

(24), (34), (35), 176. 
Rhamnus 177. 
Rhaphanistrum 122. 
Rhaphamis 122. 
Rhaponticwn 297. 
Rheum 82. 
Rhinanthus 266. 
Rhinanthus 266. 
Rhizobotrya 133. 
Rhodiola 137. 
Rhododendron 218. 
Rhododendron 219. 
Rhodothamnus 219. 



352 



Register. 



Rhus 173. 

Rhus 173. 

Rhynchocorys 266. 

Rhynohospora 37. 

Ribes 138. 

Ricinus 169. 

Ricotia 125. 

Ridolfia 212. 

Riedgräser 36. 

Riemenblume 78. 

Riemenblumengewächse 78. 

Riemenzunge 64. 

Rindera 239. 

Rindsauge 308. 

Ringelblume 302. 

Rippenbart 32. 

Rippensame 201. 

Rippenstempel 230. 

Rispengras 35. 

Rittersporn 107. 

Rohertia 287. 

Robinia 159. 

Rohiniu 160. 

Rochelia 238. 

Rodigia 288. 

Röhrchenkraut 294. 

Röhrenblume 240. 

Röhrendecke 264. 

Roemeria 113. 

Roggen 20. 

Rohr 25. 

Rohrkolben 5. 

Rohrkolbengewächse 4. 

Romulea 60. 

Roripa 133. 

Rosa 143. 

Rosaceae (9),(15),(19).(21), 

(31), (32), (33), (36), 139. 

Rose 143. 

Rosengewächse 139. 
Rosmarin 247. 
Rosmarinus 247. 
Rosskastanie 176. 
Rosskastaniengewächse 175. 
Rosskümmel 195. 
Rosslattich 307. 
Rotala 187. 
Rotboellia 15. 
Roithieva 90. 
Rubia 274. 
Rubiaceae (16), (17), (47), 

C48), 272. 
Rubus 144. 
Ruchgras 21. 
Rudbeckia 320. 
Rübenkerbel 200. 
Rückenhorn 115. 
Rüsselblume 2«6. 
Rüsselschwertel 60. 
Rulirkraut 306. 
Rumex 82. 
Rumia 211. 
Runkelrübe 89. 
Ruppia 7. 
Ruscus 54. 



Ruta 167. 

Rutaceae (26), (28), (29), 

(31), 166. 

Rutengras 27. 
Rutenkraut 206. 



Säbina 2. 
Saccharum 15. 
Sägehülse 158. 
Säuerling 82. 
Saflor 296. 
Safran 60. 
Safterdrauch 112. 
Sagina loo. 
Sagittaria 9. 
Salbei 247. 
Saide 7. 

Salicaceae (12;, 71. 
Salicornia 87. 
Salix 71. 
Salsola 85. 
Salsolaceae 83, 94. 
Salvia 247. 
Salzähre 87. 
Salzblüte 86. 
Salzhülle 87. 
Salzkraut 85. 
Salzschiene 85. 
Salzspross 86. 
Salzsteugel 87. 
Sambucus 275. 
Sameraria 127. 
Sammtpappel 180. 
Samolus 221. 
Sanddorn 186. 
Sandelbaumgewächse 79. 
Sandgras 27. 
Sandhalm 24. 
Saudkraut lOl. 
Sanguisorba 143. 
Sanicula 194. 
Sanikel 194. 
Santalaceae (16), 79. 
Santoliua 315. 
Sapin daceae (24), 176. 
Sapinäaceae 175, 176. 
Saponaria 102. 
Saponaria 102. 
Sarcocapnos 112. 
Sarcopoterinm 143. 
Sarothamnus 150. 
Sarofhra 181. 
Satureia 252. 
SatyrUim 64. 
Saudistel 290. 
Sauerdoi'n lio. 
Sauerdorngewächse 109. 
Sauerklee 163. 
Sauerkleegewächse 102. 
Sauerlilie 52. 
Sauspeik 52. 
Saussurea 299. 
Saxaixl 84. 
Saxifraga 139. 



Saxifraga 139. 
Saxifragaceae (16), (22). 

(30), (.33), (36), 137. . 
Scabiosa 280. 
Scabiosa 279. 
Scaligeria 201. 
Scandix 199. 
Schärtling 299. 
Schanginia 84. 
Scharfljlatt 90. 
Scharfsame 122. 
Schartenkraut 297. 
Schattenblume 64. 
Schaumkraut 125. 
Scheibenkraut 128. 
Scheidengras 22. 
Scheinaffodill 53, 55. 
Srheindost 252. 
Scheinmalve 179. 
Scheinmohn 113. 
Scheinmyrte 220. 
Scheinmyrtengewächse 220. 
Scheinreis 22. 
Scheinschmiele 31. 
Scheinstechwinde 55. 
Scheinturgenie 196. 
Scheinwolfsbohne 148. 
Schellenblurae 284. 
Schellkraut 113. 
Scherbetkraut 211. 
Scheuchzeria 8. 
Schierling 2oi. 
Schierlingssilje 204. 
Schildchen 117. 
Schilfrohr 28. 
Schimmelkraut 303. 
Schinus 173. 
Schismus 32. 
Schivereckia 120. 
Schlammblume 261. 
Schlammling 26o. 
Schlangenäuglein 239. 
Schlangensalzkraut 85. 
Schlangenwurz 40. 
Schleifenblume i3o. 
Schliessblume 249. 
Schlingstrauch 232. 
Schlitzblume 271. 
Schlüpfsame 296. 
Schlüsselblume 224. 
Schlüsselblumengewächse 

220. 
Schmeerwurz 59. 
Schmiele 27. 
Schnabelgras 20. 
Schnabelried 37. 
Sclinabelschötchen 119. 
Schneebeere 275. 
Schneeglanz 48. 
Schneeglöckchen 58, 
Schneidgras 37. 
Schnittkraut 109. 
Sehönauge 319. 
Schönblume 106. 
Schönknie 83. 



Kegister. 



353 



Schönkianz 280. 
Schönlinse i6i. 
Schönschild 273. 
Schoenus 37. 
Schosswiirz 50. 
Schotendotter 117. 
Schraubenzweihorn 42. 
Schuppeuhaar 119. 
Schuppenmiere 99. 
Schuppenried 37. 
Schuppenwurz 268. 
Schuttkraut 274. 
Schwaden 35. 
Schwalbenwurz 233. 
Schwanzgras 20. 
Schwanzsame 287. 
Schwarzandorn 250. 
Schwarzkümmel 109. 
Schwarzwurz 287. 
Schweinsbrot 221. 
Schweinssalat 291, 294. 
Schwelken 275. 
Schwertlilie 60. 
Schwertliliengewächse 59. 
Schwertwurz 63. 
SchwimmfroschlöflFel 10. 
Schwingel 36. 
Schwingelschilf 35. 
Scilla 48. 
Scirpus 38. 
Scitamineae 61. 
Sderanihaceae 96. 
Scleranthus 97. 
Sclerochloa 35. 
Sclerochloa 30, 36. 
Sclerochorton 208. 
Scleropoa 36. 
Scolochloa 35. 
Scolymus 287. 
Scopolia 255. 
Scoi'pioides 154. 
Scorpiurus 153. 
Scorzonera 287. 
Scrophularia 2G0. 
Scrophulariaceae (40), 

(43), (44), 257. 
Scrophulariaceae 268. 
Scutellaria 245. 
Seeale 20. 
Sechium 281. 
Securigera 154. 
Securinega 170. 
Sedum 137. 
Seegras 6. 
Seekandel 104. 
Seekanne 229. 
Seerose 104. 
Seerosengewächse 104. 
Segge 37. 
Seidelbast 185. 
Seidenpflanze 233. 
Seidenpflanzengewächse232. 
Seifenbaumgewächse 176. 
Seifenkraut 102. 
Selagineae 257, 271. 



Selinum 203. 

Selinum 204, 207. 

Sellerie 212. 

Sempervivum 137. 

Senebiera 130. 

SenecilHs 313. 

Senecio 313. 

Senecio 312, 313. 

Senf 122. 

Senfkapper 134. 

Senkährchen 36. 

Sennesblätterstrauch 147. 

Senticosae 140. 

Serapios 63, 71. 

Seriola 287. 

Se7-rafalcus 34. 

Serratula 297. 

Sesam 268. 

Sesaineae 268. 

Sesamum 268. 

Seseli 207, 208, 2io. 

Seseli 208. 

Seselkraut 207, 208, 210. 

Sesleria 28. 

Setaria 17. 

Seuhertia 309. 

Sherardia 273. 

Sibbaldia 145. 

Sibthoi-pia 263. 

Sichelmöhre 2ii. 

Sichelsalat 294. 

Sicyos 281. 

Sida 180. 

Sida 180. 

Sideritis 246. 

Siebenstern 222. 

Siegesbeckia 3i9. 

Sieglingia 29. 

Siegwurz 59. 

Sieiersia 145. 

Silau 209. 

Silaus 209. 

Silbergras 27. 

Silberhülse 149. 

Silberwurz 144. 

Silenaceae 96. 

Silene 103. 

Silene 103. 

Siler 195. 

Siler 203. 

Silje 203. 

Silphium 318. 

Silybum 300. 

Simarubaceae (31), 167. 

Simarubaceae 166. 

Simbuleta 259. 

Simethis 52. 

Simse 44. 

Simsengewächse 44. 

Sinapis 122. 

Sinapis 123. 

Sinau 143. 

Singrün 231. 

Siphonandraceae 216. 

Siphonostegia 264. 



Thonner, Exkursionsflora. II. 



Sison 212. 
Sisymbrium 123. 
Sisytnbrium 117, 123, 
Sisyrinchium 60. 
Sium 213. 

Skorpionsschwanz 153. 
Smilaceae 45. 
Smilacina 55. 
Smilax 55. 
Smyrnium 20i. 
Sobolewskia 128. 
Sockenblume iio. 
Sodakraut 84. 
Sojabohne löi. 
Solanaceae (38), (44), 

(45), 253. 

Solanum 257. 
Soldanella 223. 
Solenanthus 240. 
Solidago 309. 
Soliva 315. 
Sommerwurz 269. 
Sommerwurzgewächse 268. 
Sonchus 290. 
Sonnenblume 320. 
Sonnenhut 320. 
Sonnenröschen 183. 
Sonnensame 103. 
Sonnentau 136. 
Sonnentaugewächse 135. 
Sonnenwende 237. 
Sophora 148, 157, 
Soratithus 206. 
Sorbaria 141. 
Sorbus 141. 
Sorghum 15. 
Soyeria 291. 
Spaltgras 32. 
Spaltsame 115. 
Sparganiaceae (3), (5), 5. 
Sparganium 5. 
Spargel 54. 
Spark 99. 
Spartina 16. 
Spartium 149. 
Spatzenzunge 185. 
Spatzenzungengewächse 

185. 
Specularia 285. 
Sperberblatt 141. 
Spergula 99. 
Spergularia 99. 
S2)haerophysa 158. 
Sphenopus 30. 
Sphondyliutyi 205, 
Spierstrauch 142. 
Spinacia 88. 
Spinat 88. 
Spindelbaum 175. 
Spindeldistel 297. 
Spiraea 142. 
Spiraea 141, 142, 144. 
Spiranthes 67, 71. 
Spirodela 43. 
Spitzelia 288. 

23 



354 



Register. 



Spitzklette 318. 
Spleisse 283. 
Spoinblume 277. 
Sporobolus 25. 
Spreublüte 93. 
Spreublume 298. 
Springkraut l7ü. 
Spurre loo. 
Stacheldokle 197. 
Stachelgras 16. 
Stachelstauderich 91. 
Stachehviderstoss 225. 
Stachys 25 1. 
Staehelina 299. 
Stapelia 233. 
Staphylea 175. 
Staphyleaceae (30\ 175. 
Statice 225. 
Statice 225. 
Stauderich 91. 
Stauracanthus 148. 
Stechapfel 257. 
Stechpalme 174. 
Stechpalmengewächse 173. 
Stechwinde 55. 
Steinbrech 139. 
Steinbrechgewächse 137. 
Steinbrechnelke 103. 
Steinklee 15S. 
Steinkraut 120. 
Steinlinde 228. 
Steinlöfifelkraut 133. 
Steinmispel 140. 
Steinobstbaum 142. 
Steinsame 243. 
Steinschmückel 133. 
Steintäschel 128, 131. 
Steironema 222. 
Stellaria 99. 
Stellera 185. 
Stenactis 309. 
Stenophragma 117. 
Stenotaphrum 17. 
Sterigma 114. 
Sternauge 302. 
Sternbergia 58. 
Sternfrucht 135. 
Sternhyacinthe 48. 
Sternkraut 310. 
Sternlein 221. 
Sternmiere 99. 
Sternmöhre 196. 
Sternwiderstoss 225. 
Steuerfruchtgewächse 267. 
Stinkstrauch 272. 
Stipa 22. 

Storaxstrauch 226. 
Storaxstrauchgewächse 226 . 
Storchschnabel 162. 
Storchschnabelgewächse 

161. 
Stravioninm 257. 
Strandling 272. 
Stram/iceya 49. 
Stratiotes 12, 



Strauchpappel 180. 
Strauchscharte 299. 
Straussgras 25. 
Strauss Weiderich 222. 
Streptopus 56. 
Strickgras 16. 
Striemensame i98. 
Sturmia 68, 69. 
Stutzkelch 150. 
Styracaceae (38), 226. 
Styrax 226. 
Suaeda 84. 
Subularia 132. 
Succisa 279. 
Succowia 132. 
Südölbaum 228. 
Süssdolde 198. 
Süssholz 156. 
Süssklee 157. 
Suffrenia 187. 
Sumaeh 173. 
Sumpfgras 23. 
Sumpfschraube ii. 
Sumpfwurz 66. 
Suppenstrauch 129. 
Swainsona 158. 
Sweertia 230. 
Symphoricarpus 275. 
Symphyandra 284. 
Symphyoloma 205. 
Symphytum 241. 
Sy venia 117. 
Syringa 227. 



Tabak 254. 
Tännel 181. 
Tännelgewächse 181. 
Täschelkraut 118. 
Taglilie 5i. 
Tamaricaceae f20), ('22') 

(37), (40), 182. ^ 

Tamariske 183. 

Tamariskengewächse 182. 
Tamarix 183. 
Tamus 59. 
Tanacetwn 317. 
Tanne 3. 
Tannwedel I9l. 
Tapeinanthus 57. 
Tarant 23o. 
Taraxacum 289. 
Taro 40. 
Taublatt 136. 
Taubnessel 249. 
Tauscheria 127. 
Tausendguldenkraut 231. 
Tausendkorn 98. 
Taxaceae (2), i. 
Taxus 1. 
Teesdalia 131. 
Teichbinse 38. 
Teichfaden 6. 
Telekia 303. 
Telephium 99. 



Tehnatophace 43. 

Teloxya 90. 

Tendana 252. 

Terehinthaceae 166, 167, 173. 

Tetracme 115. 

Tetradiclis 165. 

Tetragonia 95. 

Tetrogonolohus 154. 

Teucrium 244. 

Teufelsabbiss 279. 

Teufelsauge lOO. 

Teufelski-allen 285. 

Thalictrum 107. 

Thapsia 195. 

Thelygonaceae 94. 

TheJygomcm 94. 

Thelysia 60. 

Thermopsis 148. 

Thesium 79. 

Thlaspi 131. 

Thränengras 14. 

Thrincia 288. 

Thuja 2. 

Thymbra 251. 

Thymelaea 185. 

Thymelaeaceae (10), 185. 

Thymian 253, 

Thymus 253, 

Thymus 253. 

Tierweinkraut 190. 

Tilia 178. 

Tiliaceae (26), (29), 178. 

Tillaea 137. 

Tinaea 64. 

Tinguarra 199. 

Tissa 99. 

Tithymalus 169. 

Totieldia 52. 

Tolldocke 109. 

Tollkirsche 255. 

Tollkraut 255. 

Tolpis 293. 

Tommasinia 203. 

Tordylium 203. 

Torilis 197. 

Torilis 197, 200. 

Tournefortia 237. 

Tournefortia 237. 

Tozzia 204. 

Trachelium 284. 

Trachystemon 241. 

Tragopogon 287. 

Tragopyrum 83. 

Tragus 16. 

Trapa i9i. 

Traubenkraut 317. 

Trauerblume 220. 

Trauerblumengewächse 2i9. 

Trespe 34. 

Triadenia 181. 

Tribulus 165. 

Trichasma 149. 

Trichera 279. 

Trichogyne 303. 

Tricholaena 18. 



Register. 



355 



Trichonema 60. 
Tiichterlilie 52. 
Trichterwinde 235. 
Trientalis 222. 
Trifolium 156. 
Triglocbin 8. 
Trigonella 158. 
Trigonocaryum 241. 
Trigonotis 242. 
Triguera 256. 
Trinia 211. 
Triodia 29. 
Triplaclme 25. 
Tripolium 310. 
Trisetum 27. 
Triticum 20. 
Triticum 19. 
Trixago 267. 
Trochiscantlies 209. 
Troddelblume 223. 
Trollblume 108. 
TroUius 108. 
Truglauch 46. 
Tuheraria 183. 
Tulipa 50. 
Tulpe 50. 
Tunica 101. 
Tnrgenia 196. 
Turgeniopsis 196. 
Turmkraut 117. 
Turritis 117. 
Tussilago 311. 
Typlia 5. 

Typhaceae (3), 4. 
Typhaceae 5. 
Tyrimnus 300. 



Uäora 12. 
Ulex 148. 

Ulmaceae (ii), (13), 
Ulmaria 144. 
Ulme 75. 

Ulmengewächse 74. 
Ulmus 75. 
Umbelliferae (17), 

(35), 192. 
Umhüicus 137. 
Uncinia 37. 
Unlioldskraut 190. 
Urgiuea 48. 
Uropetalum 48. 
Urospermum 287. 
Urtica 77. 

Urticaceae (9), 77. 
Urticaceae 74, 75, 94. 
Utricularia 270. 



Vaccaria 102. 
Vacciniaceae 216. 
Vaccinium 216. 
Vahlodea 27. 
Vaillantia 274. 
Valeriana 278. 



74. 



(33), 



Valerianaceae (16), (17), 

(47), (48), 276. 

Valerianella 277. 
Vallisneria ll. 
VandeUia 261. 
Veilchen 184. 
Veilchengewächse 184. 
Veilclieukresse i3i. 
Velezia 102. 
Vella 129. 
Vella 129. 
Ventenata 26. 
Veratrum 55. 
Verbascum 258. 
Verbena 244. 

Verbenaceae (41), 243. 
Verdecktstrienien 213. 
Vereintbeutel 284. 
Vereintraud 2(i5. 
Vergissmeinuicht 241. 
Vermeinkraut 79. 
Veronica 262. 
Verteilkraut 184. 
Verteilkrautgewächse 184. 
Vesicaria 118. 
Viburnum 275. 
Vicia 152. 
Vierspitz 115. 
Vierthor 165. 
Vigna 151. 
Vinca 231. 
Vincetoxicum 233. 
Viola 184. 

Violaceae (22), 184. 
Viscaria 103. 
Viscum 79. 

Vitaceae (19), (2.5), 177. 
Vitex 243. 
Vitis 178. 
Vogelnest 67. 

Volutarella 297. 

VuJpia 36. 



Wacholder 2. 
Wacholdermistel 79. 
Wachtelweizen 264. 
Wahlbergella 103. 
Wahlenbergia 285. 
Wahlen}) er gia 285. 
Waid 123, 127. 
Waldmeister 273. 
Waldmelisse 248. 
Waldrebe 105. 
Waldsteinia 145. 
Waldvöglein 66. 
Wallnussbaum 72. 
Wallnussgewächse 72. 
Wallrothia 208. 
Wallsamen 117. 
Wangenheimia 33. 
Wanzensame 90. 
Wanzenthymian 253. 
Warzenlattich 291. 
Warzenschötchen 132. 



Wasserblattgewächse 236. 
Wasserdost 307. 
Wasserfaden 223. 
Wassergarbe 270. 
Wasserhade 135. 
Wasserlinse 43. 
Wasserlinsengewächse 42. 
Wassermelone 282. 
Wassernabel 193. 
Wassernuss 191. 
Wassernussgewächse 19 1. 
Wasserpest 12. 
Wassersäge 12. 
Wasserschierling 2i2. 
Wasserschlauchgewächse 

270. 
Wasserstern 171. 
Wassersterngewächse 170. 
Wasserviole lO. 

Was^erviolengewächse lo. 
Wasserzinken 105. 
Wasserzinkengewächse 105. 
Wau 135. 

Waugewächse 134. 
Wechselstaubblatt 92. 

Wegerich 272. 

Wegerichgewächse 271. 

Wegkresse 119. 

Wegwarte 293. 

Wehrgras 17. 

Weichkraut 68. 

Weichling 95. 

Weide 71. 

Weidengewächse 71. 

Weidenröschen 190. 

Weiderich 187. 

Weiderichgewächse 180. 

Weigelia 276. 

Weinbandgras 28. 

Weingacrtneria 26. 

Weinrebe 178. 

Weinrebengewächse 177. 

Weissmiere lOO. 

Weiss würz 56. 

Weizen 20. 

Wellenspäher 6. 

Wendlia 205. 

Wicke 152. 

Widerbart 66. 

Widerbeil 170. 

Widergrifif 170. 

Widerstoss 225. 

Wiedemaunia 248. 

Wiesenknopf 143. 

Wiesenkönigin 144. 

Wiesenraute 107. 

Willemetia 289. 

Winde 235. 

W^indengewächse 233. 

Windhalm 24. 

Windröschen 107. 

Windsbock 126. 

Wintergrün 2i5. 

Wintergrünge wachs e 2 1 4 . 

Winterlieb 215. 

23* 



35(3 



Keg'istcr. JBericlitigungen. 



Winterling 109. 
^\'ithania 255. 
\\'ittwenblunie 279. 
Wolfeiiei 312. 
Wolfrta 43. 
Wolfsbohne 140. 
Wolfsfuss 253. 
Wüll'sinilcli 1Ü9. 
Wolfsniilchgewächse 168. 
Wollblüte 15. 
Wollgras 38. 
AVollquecke 17. 
Wollsalat 289. 
Wiicherblume 3i7. 
Wüstenziest 25o. 
Wulfenia 262. 
A\'underbaum 160. 
Wundklee 153. 
Wurfsame 25. 



Xanthium 318. 
Xanthorrhiza 107. 
Xatardia 2io. 
Xerantheninm 298. 
Xiphion 60. 
Xyloplenrum 190. 



Yamswurzgewächse 59. 

Ysop 252. 



Zackenschote i2o. 
Zacyntha 291. 
Zahlbrucknera l3!i. 
Zahntrost 267. 
Zahnwurz 125. 
Zauichellia 6. 
Zanthurrhiza 107. 
Zaunrübe 282. 
Zaunwinde 235. 
Zea 14. 
Zeitlose 45. 
Zelkowa 75. 
Ziehkraut 78. 
Zierspark 99. 
Ziest 251. 
Zimbelkraut 259. 
Zirmet 203. 
Zittergras 32. 
Ziziphora 251. 
Zizyphus 177. 
Zollikoferia 290. 
Zostera 6. 
Zosteraceae 5. 



Zozimia 204. 
Zuckerrohr 15. 
Zügelkraut 64. 
Zürgelbaum 75. 
Zwackhia 238. 
Zweiblatt 67. 
Zweigblume 313. 
Zweiohr 314. 
Zweispelze 29. 
Zweizahn 319. 
Zwenke 35. 
Zwergalpenrose 2i9. 
Zwergblüte 57. 
Zwergblume 316. 
Zwergdistel 296. 
Zwergdolde 214. 
Zwerggras 23. 
Zwerglein 163. 
Zwergolive 166. 
Zwergolivengewächse 166. 
Zwergpalme 39. 
Zwergpflanze 86. 
Zwergstendel 64. 
Zygadenus 46. 
Zygophyllaceae (24), 

(26), (28), (29), 164. 

Zygophyllum 165. 



S. 



5? 



14 Z. 

19 ,. 

BO ,. 

95 .. 
112 ,. 
147 „ 
187 „ 
216 „ 
233 .. 
252 
259 
275 
276 
285 



„ 292 „ 

,. 294 ,. 

„ 294 ,; 

„ 314 ,. 

„ 315 „ 



o. 
u. 
o. 
o. 
o. 
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14 V. 

10 V. 

7 V. 
3 V. 

1 V. 

6 V. 

8 V. ü. 

1 V. 

18 V. 
12 V. 

1 V. 

3 V. 

11 V. 

9 V. 

12 V. 



u. 
o. 
u. 
u. 
(). 
o. 

LI. 
U. 



15 V. (). 
3 V. u. 
14 und 
18 V. o. 



Berichtigungen. 

setze Oryza statt Oryza. 
„ Agropyrum statt Agropyrum. 

gekielt statt gestielt. 
„ [Weicliling] statt [AVeicli kraut], 
füge ein: selten in Trauben oder Kispen. 
setze Cässia statt Cassia. 
„ Middendorfia statt Middenorfia. 
„ Heidekraut statt [Heidekraut.] 
„ 4. statt — 

Ysop statt Isop. 

Zimbelkraut statt Cymbelkraut. 

Holunder statt Hollunder. 

Sträucher statt Kräuter. 

2 — Biächerig und 2 — 3 spaltig statt 3fäelierig 

und 3 spaltig. 

[Haenselerie], Haenseleria statt 

[Haenslerie]. Haensleria. 

fiederspaltig statt iiedersclmittig. 

Griffel der zwitterigen Blüten statt Griffel. 

o. setze 107. und 108. statt 147. und 148. 
streiche: länglich. 






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Thonner Franz/Exkursipnsflora von Eurot 



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