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Full text of "Flora fossilis Arctica = Die fossile Flora der Polarländer ..."

Shoulö. V?e \Jo\uwi£ 3 



VORWORT. 



Dass von der fossilen Flora der Polarländer ein dritter Band erscheinen kann, haben 
wir lediglich den schwedischen Naturforschern zu verdanken. Sie halfen mir das Alaterial 
für die Beiträge zur Steinkohlenilora, für die Kreide-Flora und für die Nachträge zu der 
miocenen Flora Grönlands geliefert, und die Schwedische Akademie der Wissenschaften hat 
diese Arbeiten in dem XII. und XIII. Bande ihrer Abhandlungen veröffentlicht. Ich haoe 
die Separatabdrücke dieser Abhandlungen, welche mir verstattet wurden, zu diesen, dritten 
Bande vereinigt und demselben eine Uebersicht der miocenen Flora der aretischen Zone 
beigefügt. Ich habe in dieser nicht nur die in den drei Bänden beschriebenen miocenen Pflanzen 
zusammengestellt, sondern auch die von Prof. Nordenskiöld im Sommer 1873 in Spitzbergen 
gesammelten miocenen Pflanzen berücksichtigt und sie in das Verzeichniss aufgenommen. 
Es werden diese später mit der Steinkohlenflora des Robert Thaies und der Jura-Flora des 
Cap Boheman in Spitzbergen veröffentlicht werden. Es hat die genauere Untersuchung dieser 
Jura-Pflanzen mich überzeugt, dass die Baiera digitata Brgn. sp. und B. Huttoni Sternbg. 
spec, zur Gattung Salisburia (Ginkgo Kaempf. L.) gehöre, daher auch die verwandte Baiera 
multipartita Schimp. und. B. aretica Hr. zu dieser Gattung gebracht werden müssen. 

Eine zweite wichtige Berichtigung betrifft die Protopteris punctata Sternbg. Ich habe 
diesen Baumfarn als eine Steinkohlen-Pflanze angeführt, da Sternberg die Sandsteine von 
Kaunitz in Boehmen, welche bis jetzt die einzige Fundstätte dieser Art bildeten, zum Stein- 
kohlengebirg gerechnet hat und Brongniart, Unger, Schimper u. a. m. ihm darin gefolgt 
sind. Auch Corda, welcher den Namen ohne Grund und daher ohne Berechtigung in 
Protopteris Sternbergi geändert hat , hat den Sandstein von Kaunitz als Kohlensandstein 
bezeichnet. Durch Herrn Dr. Ottokar Feistmantel erfahre ich aber, dass Prof. Krejci (aus Prag) 
schon vor zwanzig Jahren in der boehmischen Zeitschrift „Ziva" den Sandstein von Kaunitz 
als zur Kreideformation gehörend beschrieben habe, und dass diese Altersbestimmung unzweifel- 
haft richtig sei. Aus den Mittheilungen des Hrn. Feistmantel entnehme ich folgendes *) : 
„Kaunitz (oder Kounic) gehört den „Perutzer-SchicMen" an, welche die unterste Abtheilung 
der boehmischen Kreidelager einnehmen und zum Cenoman gehören. Die Gesteine sind der 
Hauptmasse nach feinkörnige Sandsteine; in diese sind eigenthümliche, sehr feine, thonige., 
stellenweise glimmerige Schiefer eingelagert. Im Sandstein liegen die Farnstäinme (Protop- 
teris punctata, Pr. Singeri Goepp., Alsophilina Kaunitziana Dormitzer und Oncopteris Nett- 
walli Dorm.) mit den Zapfen des Dammarites albens Presl und D. crassipes Goepp. Die 
Schiefer dagegen, welche theils an der Basis, theils aber höher oben «in die Sandsteine ein- 



") Vgl. auch. Feistmantel über Baurnfarnreste der boehinischea Steinkohlen-Perra- und Kreideformation, in den 



Abhandlungen der k. boehm. Gesellschaft der Wissenschaften VI. 5. Bd. 1872. S. 25. 



HAROLD B. LEE LIBRARY 

BRIGHAM YOUNG UNiVERSIP» 

PROVO, UTAH 



IV 

gelagert sind und linsenförmige Massen bilden, enthalten Farn, Coniferen und eine Masse 
* von Laubblättern; dabei kommen auch Süsswassermuscheln (Unionen) vor, welche zeigen, 
dass diese Schiefer sich im süssen Wasser abgesetzt haben. Dr. Feistmantel hat an 16 
Stellen fossile Pflanzen gefunden und bis jetzt 40 Arten bestimmt. Davon sind nach seiner 
Mittheilung mit Moletein gemeinschaftlich: Gleichenia Kurriana Hr., Cunninghamites elegans 
Enal., Pinus Quenstedti Hr., Sequoia Reichenbachi Gein. sp., S. fastigiata Sternb. sp., Cred- 
neria macrophylla Hr., Magnolia speciosa Hr., M. amplifolia Hr. und Aralia formosa Hr. ; 
mit Nieder schöna in Sachsen theilen diese Perutzerschichlen : Halyserites Reichi Sternb., 
Pecopteris lobifolia Corda, P. linearis Sternbg., P. striata Stbg., Gleichenia comptoniaefolia 
Ett. sp., Sequoia fastigiata Stbg. sp. (Frenelites Reichii Ett.) und Cunninghamites oxycedrus 
Sternbg., mit Nordgrönland haben sie gemein : Gleichenia Zippei, Gl. Giesekiana, Gl. rigida 
Hr., Gl. comptoniaefolia, Pecopteris linearis, P. striata, Sequoia Reichenbachi, S. fastigiata, 
und Pinus Quenstedti, wozu also noch aus dem Sandstein die Protopteris punctata kommt. 
Von diesen sind in Nordgrönland drei Arten (Gleichenia comptoniaefolia, Gl. Giesekiana 
und Gl. rigida) bis jetzt nur in der untern Kreide beobachtet worden, vier aber (Pecopteris 
linearis, P. striata, Sequoia fastigiata und Pinus Quenstedti) nur in der obern Kreide, wäh- 
rend zwei (Gleichenia Zippei und Sequoia Reichenbachi) in der obern und unteren Kreide 
sich finden. Von den vier Arten, welche in den. braunen Sandsteinknollen von Ujarasusuk 
gefunden wurden, ist eine Art (Gleichenia Nauckhoffii) dieser Lokalität eigen thümlich, zwei 
kommen in der obern und untern Kreide vor (Gleichenia Zippei und Sequoia rigida), während 
eine Art (Sequoia ambigua) bis jetzt erst in der untern Kreide gefunden wurde. Diese hat 
mich früher veranlasst, diese Pflanzen der untern Kreide zuzuzählen. Da es sich nun aber 
herausstellt, dass die Protopteris punctata in Boehmen im Cenoman auftritt und ferner in 
nicht grosser Entfernung von Ujarasusuk, nemlich in Kudlisät ein grauschwarzer Sandstein 
nahe am Meeresufer ansteht, welcher der obern Kreide angehört, wird es wahrcheinlich, 
dass der Sandstein, welcher in Ujarasusuk die braunen Knollen einschliesst, ebenfalls zur Zeit 
der obern Kreide gebildet wurde*). Ueber die Lagerungs Verhältnisse derselben haben wir 
neuerdings von Herrn K. J. V. Steenstrup genauere Auskunft erhalten. Derselbe war kurze 
Zeit nach Hrn. Nauckhoff in Ujarasusuk konnte aber trotz eifrigen Suchens kein einziges 
Stück der Protopteris auffinden und ebensowenig konnte er in den Lagerungsverhältnissen 
etwas von den übrigen Ablagerungen auf Disco Abweichendes wahrnehmen. Er versprach 
den Grönländern für jedes Stück der Protopteris, das sie liefern würden, 3 Mark. Als er 
im folgenden Jahr wiederkam, erklärten sie, dass sie kein einziges Stück auffinden konnten. 
Ebenso wenig war es ihm und Hrn. Rhode möglich bei mehrmaliger Durchsuchung des 
Flussufers eine Spur dieser characteristischen Versteinerung zu erhalten, dagegen war es ihm 
leicht das von Dr. Nauckhoff beschriebene Profil**) zu finden. Er beschreibt dasselbe in 
folgender Weise***). . 



*) Wir haben daher die Gleichenia Nauckhoffii aus der untern in die obere Kreide zu versetzen, und dieser 
auch die Protopteris punctata zuzuzählen. Die Sequoia ambigua muss beiden Abtheilungeu zugeschrieben werden. 
**) cf. Meine Beitrage zur Steinkohlen-Flora p. 11. 
***) Om de Kulförende Dannelser paa Öen Disco, Hareöen og Syd-Siden af Nügssuaks Halvöen i Nord-Grönland 
Vidensk. Medd. fra den naturhist. Forening i Kjobenhavn. 1874. II, 3 — 7. 



„Die Stelle ist in dem andern Flusslager von den Häusern gegen Westen, wenige hundert Fuss 
vom Wasser und in einer Höhe von 160 Fuss über dem Ufer. In den drei von Nauckhoff 
besprochenen Sandsteinschichten, von denen die zwei untersten graubraunen zur Steinkohlen- 
formation und die oberste grünbraune möglicherweise zur Kreideformation gehören sollen, 
war es mir nicht möglich etwas Anderes zu sehen als die hier überall lagerweise auftreten- 
den grossen Nieren von gehärtetem Sand, die nichts mit Schichten zu thun haben. In der andern 
Schicht fand ich, dass der Sandstein mit der Beschreibung übereinstimmend, stellenweise 
Pflanzenreste enthielt, namentlich Holzstücke und Stengel, von welchen einige den Calamiten 
oder Equisetum ähnlich sahen. Die 1 — 2 Zoll mächtige Steinkohlenschicht fand ich auch, 
die genauere Untersuchung zeigte aber, dass es die Rinde verkohlter Baumstämme seien, 
die horizontal lagen und deren Inneres mit Sandstein ausgefüllt war, was man in den Sand- 
steinschichten überall trifft. Die Schichten liegen ungefähr horizontal, wie beim Abhang 
am Wasser, wo sie um 3 bis 4° nach 0. N. 0. einfallen. An diesem Abhang liegen ein 
paar Kohlenlager, welche den gewöhnlichen grönländischen Kohlen ähnlich, nur sehr sand- 
und thonhaltig sind. Von hierher rühren unzweifelhaft die Sandsteinkugeln, auf welche Dr. 
PfafF zuerst aufmerksam gemacht hat und welche Dr. Nauckhoff zur Kreideformation rechnet; 
wenn der graubraune Sandstein zur Kohlen formation gehören sollte, so müssten auch die 
umgebenden Sandschichten dazu gehören, in dem sie, soweit ich zu sehen im Stande war, 
nur verhärtete Partien bilden. Sie enthalten aber die gewöhnlichen dicotyledonen Pflanzen, 
die man in den Sand- und Schieferschichten überall findet. Ich kann daher zu keinem 
andern Resultate kommen, als dass die oft besprochenen Sandsteinschichten keinen Beweis 
dafür geben, dass die Steinkohlenformation hier anstehend sei. Wenn sich selbst zeigen 
sollte, dass die gefundene Versteinerung wirklich ein Calamit der Steinkohlenformation und 
kein Equisetum der Kreide oder Tertiärformation sei , kann ich doch mit Rücksicht auf 
die in den Sandschichten gefundenen dicotyledonen Pflanzen und die geognostischen Ver- 
hältnisse im Ganzen dies nicht für entscheidend betrachten. Es müsste in diesem Fall der 
Calamit als ein aus einer altern Schicht durch Störung hineingekommener Fremdling betrachtet 
werden. Indessen ist die Sigillaria unzweifelhaft eine Kohlenpflanze, es ist daher wahr- 
scheinlich, dass die Steinkohlenformation noch in der Nähe gefunden werden wird. " 

Wir sehen aus dieser Darstellung des Hrn. Steenstrup, dass in Ujarasusuk die braunen 
Sandsteinknollen in dem Sande drin liegen und da diese die von mir beschriebenen Kreide- 
Pflanzen enthalten, werden wir wohl diese ganze Ablagerung mit den dazwischen liegenden 
Kohlenlagern der Kreide zuzuzählen haben. Der von Herrn Dr. Nauckhoff erwähnte Calamit 
ist nicht genauer untersucht worden und ich vermuthe mit Hrn. Steenstrup, dass dies ein 
Equisetum gewesen oder vielleicht auch ein Holzstück, das durch die parallelen, von den 
Jahrringen herrührenden Fasern ein calamitenähnliches Ansehen erhielt (vgl. Flora fossilis 
arctica I. Taf. III. Fig. 13. III. Taf. XXXVII Fig. 1.). Da die Protopteris punctata (es 
ist diess die von Steenstrup erwähnte Sigillaria), wie wir oben gesehen haben, ein Kreide- 
Farn ist, verschwindet aus Grönland jeder sichere Anhaltspunkt für die Steinkohlenformation. 
Das Gestein, welches die Protopterisstämme ausfüllt, ist indessen verschieden von dem der 
schwarzbraunen Kreide-Knollen, es bleibt daher noch zu ermitteln, ob diese Farnstämme in 



VI 

dasselbe Sandsteinlager eingebettet sind. Herr Steenstrup spricht von Dicotyledonen, welche 
in den Sandsteinknollen von Ujarasusuk sich finden. In allen schwarzbraunen Knollen dieser 
Stelle, die mir zur Untersuchung vorlagen, habe ich aber keine solchen gesehen, wohl aber 
in dem viel heller gefärbten, weissgrauen Sandstein. Diess sind aber miocene Pflanzen und 
diese müssen einem andern , höhern Lager angehören als die schwarzbraunen Knollen. 
Auch in Kudlisät enthalten die im Bachbett liegenden Sandstein blocke miocene Pflanzen, 
während der anstehende dunkelfarbige Sandstein Dicotyledonen der obern Kreide. 

Aus diesen Untersuchungen geht hervor, dass die Steinkohlenformation in Grönland 
fehlt, oder wenigstens noch nirgends nachgewiesen ist, dass zu beiden Seiten des Waigatt auf 
Disco, wie auf der Halbinsel Noursoak, Ablagerungen der Kreide die ältesten sedimentären 
Bildungen sind. Sie gehören wahrscheinlich sämmtlich der obern Kreide (dem Cenoman) 
an, während die schwarzen Schiefer und Sandsteine auf der Nordseite von Noursoak der 
untern Kreide (dem Urgon). Höher oben folgen die miocenen Ablagerungen, welche von 
mächtigen Basaltfelsen bedeckt und durchzogen sind. 

Von allen Fundorten sah ich nur Pflanzen des Festlandes; Steenstrup aber hat in der 
Gegend von Atane, zwischen Patut und Nüek Kiterdlek auch marine Thiere entdeckt. Er 
sagt in der oben erwähnten Abhandlung, (S. 9 und 10), dass er an verschiedenen Stellen 
in Sand- und Schieferschichten, von der Wasserfläche bis zu einer: Höhe von 2000 Fuss 
ü. M. Echinodermen und marine Mollusken gefunden habe. Prof. Schlütter sah unter den 
letztern zwei Arten Inoceramus, von denen die eine dem I. lingua (aus der untern Abthei- 
lung des Senon) sehr nahe stehe und vielleicht damit identisch sei ; der zweiten grossem 
Art sei eine solche der Gosau nahe verwandt. Demnach lassen sich diese Gesteine mit 
einiger Wahrscheinlichkeit der obern Kreideformation, mit Ausschluss der allerjüngsten Schichten, 
zuweisen. Leider erfahren wir aber von Hrn. Steenstrup nicht in welcher Beziehung diese 
marinen Schichten zu den pflanzenführenden in Atane stehen. Das dort sehr zerklüftete 
Gebirge scheint der Untersuchung grosse Schwierigkeiten in den Weg zu legen und Steen- 
strup konnte die von Nordenskiöld geschilderten Lagerungsverhältnisse (vgl. Kreideflora 
S. 15.) nicht auffinden. Wir sehen daher, dass die Umgebungen des Waigatt, trotz der 
sorgfältigen Untersuchungen der letzten Jahre, noch manches Räthsel zu lösen aufgeben. Es 
sind namentlich die zwischen der Kreide und dem Miocen liegenden Ablagerungen, welche 
noch wichtige Aufschlüsse versprechen und uns wie wir hoffen, die eocene Flora des hohen 
Nordens zur Kenntniss bringen werden. 

In dein vorliegenden Bande sind vier Pflanzenarten des Untercarbon (der UrsastufTe) 
Spitzbergens beschrieben, 74 Arten der untern und 65 Arten der obern Kreide Grönlands, 
16 Arten der Kreide Spitzbergens und 34 miocene Arten aus Grönland. 



KONGL. SVENSKA VETENSKAPS-AKADEMIENS HANDLINGAR. Bandet 12. N:o 3. 



BEITRÄGE 



ZUR 



STEINKOHLE N-F LORA 



DER AßCTISCHEN ZONE 



VON 



OSWALD HEER. 



MIT 6 TAFELN. 



AN DIE KONKiL. SCHWE1). AKAD. DER WISSENSCH. EINGEREICHT D. 16 JULI 1873. 



STOCKHOLM, 1874. 

P. A. NORSTEDT & SÖNKR 

KONGL. BOKTUVCKARK. 



I. Steinkohlen-Pflanzen aus der Klaas Billen-Bai in Spitzbergen 

(78° 80' n. Br.). 

' Wir verdanken die Entdeckung von Steinkohlenpflanzen in Spitzbergen den Herrn 

A. Nathorst und Wilander, welche im Sommer 1870 die Klaas Billen-Bai, im Hintergrund 
des Eisnordes, besuchten. Ueber die Lagerungverhältnisse dieser Pflanzen hat mir Hr 
iNathorst folgendes mitgetheilt: »Die rothe Bai Lager (Rode Bay), worin die Kohlen- 
pflanzen gefunden wurden, sind älter als der Bergkalk, da sie aufgerichtet wurden ehe 
der Bergkalk gebildet worden ist. Sie sind die unmittelbare Fortsetzuno- der Hekla 
Hook Lager, dieser roth und grün gefärbten Schiefer, welche Fischschuppen enthalten und 
ur devonisch gehalten werden. Die Kohlenpflanzen wurden auf der Ostseite der Klaas 
Billen-Bai, am Fuss des Gyps Hügels, gegenüber der Skans Bai,- gefunden. Am Seeufer 
ist ein Conglomerat von einigen Quarz- und Sandsteinen, darauf folgt ein feiner Sand- 
stein und Schiefer mit den Pflanzen; dann wieder rother Sandstein und Conglomerat mit 
Fragmenten von rothen und grünen Schiefern, die in sie eingeschlossen sind. Diess 
Conglomerat liegt unmittelbar unter dem Bergkalk, der fast horizontal gelahrt ist Wir 
tanden Kohlenpflanzen auch unmittelbar nördlich von dem grossen Gletscher, welcher 
Mimers Bai gegenüber liegt. Es war eine Stigmaria, da sie aber in einem sehr grossen 
telsstück lag, konnten wir sie nicht -mitnehmen. Wir sahen hier einige 'kleinen Calamiten » 
Aus dieser Darstellung des Herrn Nathorst geht hervor, dass das pflanzen- 
führende Lager der Klaas Billen-Bai, wie dasjenige der Bären Insel unter dem Ber-kalk 
hegt; während aber das der Bären Insel dem Bergkalk concordant ist, ist das der Klaas 
Lilien-Bai demselben discordant. Die Pflanzen stimmen aber mit denen der Bären Insel 
so ganz überein, dass -sie derselben Periode zuzutheilen sind. Wir müssen daher diese 
rothen Schiefer der Klaas Billen-Bai ebenfalls der Ursastuffe des Untercarbon einreihen 
und annehmen, dass in Spitzbergen, wenigstens in de* Klaas Billen-Bai, nach Ablagerung 
der Ursastuffe und bevor der Bergkalk sich absetzte, eine Aufrichtung der gebildeten 
Schichten statt fand, während auf der Bären Insel diess nicht der Fall war. Die Ursa- 
stuffe liegt an der Grenze gegen das Devon, wir rechnen sie aber in die grosse Ab- 
teilung des Carbon, da ihre Flora zunächst an die der Steinkohlenperiode sich an- 
scnliesst, was auch durch diese Pflanzen der Klaas Billen-Bai bestätigt wird Die geo- 
logische Stellung der Hekla Hook Lager ist noch zweifelhaft, da die in denselben 
gefundenen Fischschuppen noch keiner genauen Untersuchung unterworfen wurden und 
anderweitige Versteinerungen aus denselben nicht bekannt sind. 



OSWALD HEER, BEITRÄGE ZUR STEINKOHLEN-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 



BESCHREIBUNG DER ARTEN. 
1. Calamitcs radiatus Brgn. Taf. I. Fig. 1—3. 

Hbbk, fossile Flora der Bären Insel p. 32. Taf. I bis VI. 

Es sind aus der Klaas Billen-Bai Spitzbergens nur wenige und undeutliche Stücke 
dieser Art mir zugekommen, welche aber doch sie erkennen lassen. Fig. 1 stellt ein 35 
Millim. breites Stengelstück dar, dessen parallele Streifen stellenweise verwischt sind; 
die Knoten treten ziemlich stark hervor und scheinen rundliche, aber stark zerdrückte 
Warzen ^ zu besitzen. Fig. 2 ist nur ein kleines Stück, mit teifen Längstreifen. Bei 
Fig. 3 sind die Streifen viel dichter stehend, wie diess bei den Rhizomen des. C. radi- 
atus vorkommt (vgl. Flora der Bären Insel Taf. V.), daher diess Stück von einem 
Rhizom herrüht. 

2. Icpidodciidron Vcltliciuiiaiiuui Sternb. Taf. IV. V. Fig. 3. 

Heer, fossile Flora der Bären Insel p. 38. Taf. VIII. Fig. 1—7. IX. 2. a. 3. 4. 

Von den zahlreichen Stücken der Klaas Billen-Bai sind auf Taf. IV. die am besten 
erhaltenen abgebildet. Sie stellen Stamm- und Aststücke verschiedenen Alters und in ver- 
schiedenen- Zuständen der Erhaltung dar. Fig. 6 ist ein junger, gabiig getheilter Ast, 
der mit stark zusammengedrückten Blattnarben bekleidet ist. Sie sind länglich rhom- 
bisch, wie bei den Zweigen von Hainichen und von der Bären Insel. Die meisten Blätter 
sind abgefallen, doch einige erhalten. Sie sind 10—15 Millim. lang, aber nur circa 1 
Millim. breit, linienförmig und vorn zugespitzt. 

Die Rinde ist am besten erhalten bei Fig. 2. Die Blattwülste haben eine Länge 
von 6—7 Millim., bei einer Breite von 3 Millim.; sie sind länglich elliptisch und haben 
ihre grösste Breite .in der Mitte; sie sind' von einem aufgeworfenen Rand umgeben. 
Das Schildchen ist in der Mitte indessen meist verwischt. Mit diesem Stück stimmt 
sehr wohl Taf. V. Fig. 3. dessen Blattwülste etwas grösser aber von selber Form sind. 
— Aehnlich ist Taf. IV. Fig. 3, doch ist hier die äusserste Partie der Rinde abgerieben. 
Es stellt den Abdrück eines Rindenstückes dar, dessen Blattwülste in der Mitte von einer 
Längfurche durchzogen sind. Bei Fig. 1 sind die Blattwülste etwas weiter aus einander 
gezogen und etwas schmäler; die Zwischenräume sind am Stein abgeschliffen. Aehnliche 
Stücke hat Sciiimper in seinem Werke über die Carbonpflanzen der Vogesen Taf. XXIII. 
abgebildet. 

Eine innere Rindenpartie stellt Fig. 4 dar. Die in regelmässige Reihen gestellten 
Warzen sind ganz flach, treten kaum merklich hervor; sind in die Länge gezogen und 
sind oben mit einem ganz seichten Längeindruck versehen. Ein ähnliches Stück, nur 
mit stärker vortretenden Warzen, habe auf Taf. VIII. Fig. 4 der Bären Insel Flora dar- 
gestellt. 

Fig. 5 ist aus dem Innern des Stammes, der in Steinkohlen verwandelt ist. Die 
Längstreifen deuten wohl die Gefässbündel an, deren Verlauf aber nicht zu verfolgen 
ist. Ganz ähnliche Stammstücke hat Schimper (1. c. Taf. XXIV. u. XXV.) abgebildet. 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAR. BAND. 12. N:0 3. 5 

3. Stigmaria iicoidcs Sternb. Taf. I. Fig. 4. II. III. 

Heer, fossile Flora der Bären Insel p. 45. Taf. VIII. 5. c. IX. 5. a. XII. 1—6. 

Von dieser Art wurden zahlreiche und- wohl erhaltene Stücke in der Klaas Billen- 
Bai gefunden. Es sind dieses grosse Rhizome, an welchen noch theilvveise die Neben- 
organe befestigt sind. Wir bezeichnen sie, Sciiimper folgend, als Niederblätter, während 
sie gewöhnlich als Wurzelzasern betrachtet werden. Bei Taf. I. Fig. 4 haben die kreis- 
runden Warzen einen Durchmesser von b\ — 6 Millim. ; sie stehen in regelmässigen 
Reihen und sind etwa 14 Millim. von einander entfernt. Das centrale runde Wärzchen 
tritt deutlich hervor. Die Zwischenräume sind nur ganz schwach runzlig. An diesen 
Warzen sind die langen Niederblätter befestigt. Sie sind gegen die Warze hin, an 
welcher sie angeheftet sind, stumpf zugerundet. Die grösste Breite (10 Millim.) liegt 
überhalb der Basis, doch verschmälern sie sich nach vorn nur sehr allmählig, indem sie 
bei 5 Centim. Länge noch 7 Millim. Breite haben. Sie sind nicht in ihrer ganzen 
Länge erhalten. Sie sind ganz platt gedrückt, da sie offenbar im Leben weich und saftig 
waren. Sie erscheinen als schwarze Bänder, in deren Mitte hier und da eine Kante her- 
- vortritt, die ohne Zweifel von dem centralen Gefässbündel herrührt. 

Ein ähnliches Stück stellt Taf. II. dar; es enthält zwei mit Niederblättern ver- 
sehene Rhizome und zeigt uns theilweise auch die Befestigung der Blätter an den War- 
zen. Einige derselben sind 10 Centim. lang, doch fehlt die Spitze; sie haben eine Breite 
von 10 Millim. Sie sind stark verbogen und manche laufen in den Stein hinein. Das 
untere Rhizom zeichnet sich durch seine kleinen und dichter beisammen stehenden War- 
zen aus, Sie haben nur einen Durchmesser von 3 — 4 Millim. und sind etwa 10 Millim. 
von einander entfernt. Es gehört daher zu der Form, welche man als Stigmaria minuta 
unterschieden hat. Sie treten im Uebrigen sehr deutlich hervor, haben einen kreis- 
runden Ring und deutliches centrales Wärzchen. Da der Stamm zusammengedrückt, sind 
einzelne Warzen aus der regelmässigen Reihe heraus geschoben. Die Rinde zeigt hier 
und da Andeutungen von Runzeln. — Es ist noch ein Stück in der Sammlung mit solchen 
kleinem, dichter stehenden Warzen. Sie haben einen Durchmesser von 4 Millim und 
zeigen 9 Millim. Abstände. 

Das grösste Stück ist auf Taf. III. abgebildet. Es hat eine Länge von 28 Centim., 
bei 12 Centim. Breite. Die meisten Warzen haben einen Durchmesser von b\ Millim., 
und sind etwa 12 Millim. von einander entfernt. Sie stehen ziemlich stark hervor. Der 
kreisrunde Ring und eben so das centrale Wärzchen treten meist deutlich hervor, und 
die Partie zwischen denselben ist flach und glatt. Der Raum zwischen den Warzen ist 
ziemlich glatt, nur an wenigen Stellen etwas runzelig. 

Bei drei weitern schön erhaltenen Stücken haben die Warzen 5 bis 5n Millim. 
Durchmesserund \1\ — 13 Millim. Abstände. Bei einem ist die Rinde deutlicher gerunzelt. 

Unter diesen Stücken von Spitzbergen finden sich keine mit so grossen Warzen 
und so stark runzeliger Rinde, wie die auf Taf. XII. Fig. 1 u. 3 der Bären Insel Flora 
dargestellten, wogegen die auf Taf. XII. Fig. 2 u. 6 dieser Flora abgebildeten Exem- 
plare dieselben kleinem und dichter beisammenstehenden Warzen haben, wie das auf 
Taf. II. von Spitzbergen abgebildete. Das grosse, Taf. III. dargestellte Rhizom stimmt sehr 



6 OSWALD HEER, BEITRÄGE ZUR STEINKOHLEN-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

wohl mit dem von Sciiimper von Burbach (terr. de transition des Vosges Taf. III.) dar- 
gestellten Stück überein und eben so mit den von ihm auf Taf. LXIX. der Paleont. 
veget. abgebildeten Exemplaren. 

Da in der Klaas Billen-Bai diese Stigmaria mit dem Lepidodendron Veltheimianum 
zusammen vorkommt und beide dort die häufigsten Pflanzenreste sind, liegt die Vermu- 
thung nahe, dass sie die Wurzelstücke des Lepidodendron darstelle. Es kann dafür 
dieselbe Art des Vorkommens auf der Bären Insel und im Untercarbon der Vogesen 
angeführt werden. Bekanntlich hat Rici-i. Brown schon vor langer Zeit auf das Zu- 
sammenvorkommen von Stigmaria und Lepidodendron aufmerksam gemacht (cf. Quarterly 
Journal 1847 p. 46) und Geinitz im Untercarbon Sachsens die Stigmaria bei dem Lepi- 
dodendron rimosum gefunden. — Anderseits hat Sciiimper (Paleontolog. veget. IL p. 118) 
nachgewiesen, dass die Knorria ein Stigmariaartiges Rhizom hat, und Andere geben diess 
für die Sigillarien an. Da weder im Untercarbon der Vogesen, noch auf der Bären Insel, 
noch auch in der Klaas Billen-Bai eine Sigillaria sich findet, sondern an allen diesen 
Stellen nur das Lepidodendron vorkommt, kann die Stigmaria dieser Lokalitäten, überhaupt 
die Stigmaria des Untercarbon, in keinem Fall mit Sigillaria combinirt werden. Ander- 
seits aber findet sich die Stigmaria in Formen die bis jetzt noch nicht von denen des 
Untercarbon unterschieden werden können, im eigentlichen Carbon von England, Deutsch- 
land, Bcehmen u. s. w. so häufig an Stellen, denen das Lepidodendron Veltheimianum 
fehlt, dass hier jedenfalls diese Art ausgeschlossen wird. Es muss nun die Aufgabe 
sein diese Stigmarienformen aufs Neue genau zu studieren und wo möglich ihren Zu- 
sammenhang mit den an den gleichen Fundstellen vorkommenden Pflanzen zu ermitteln. 
Dass die von uns hier beschreibene Form Spitzbergens zu Lepidodendron Veltheimianum 
gehöre, darf als sehr wahrscheinlich angenommen werden. 

4. Cyclostigiua Natfoorsti m. Taf. I. Fig. 5. 

C. cortice rimoso, pulvinis foliorum delapsorum deplanatis. 
Klaas Billen-Bai; innerste Bucht. 

Das stark zusammengedrückte Stengelstück hat eine Breite von 16 Miilim. Es 
ist von zahlreichen, stellenweise parallel laufenden, dann aber mit einander in spitzen 
Winkeln verbundenen Längstreifen durchzogen. Dazwischen liefen an einigen Steilen 
ganz platt gedrückte runde Wärzchen, die aber sehr undeutlich sind und in ihrer Stellung 
keine bestimmte Ordnung erkennen lassen. Diese Wärzchen erinnern an Cyclostigma 
Kiltorkense, allein die Rinde ist von viel tiefern und regelmässigem Streifen durchzogen 
und die Wärzchen sind flacher. 

5. Rhizocarpcciifrucht? Taf. I. Fig. 6. a. vergrössert 7. 

Fig. 6. stellt ein eigentümliches Gebilde dar, welches vielleicht zu den Rhizo- 
carpeen gehört. Wir hätten dann das fein gestreifte Blättchen als die Sporenfrucht- 
haut zu betrachten. Es würde einen Sack bilden, welcher die Sporenfrüchte umschliesst. 
Dje Häufchen dieser Sporenfrüchte wären an einer mittlem Achse befestigt und in zwei 
Zeilen geordnet. Diese mittlere Partie würde dann dem Gallertfaden von Marsilsea ent- 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAR. BAND. 12. N:0 3. 7 

sprechen, an welchem seitlich die Sporensäckchen sitzen. Für eine solche Deutung 
spricht, dass die feinen parallelen Streifen über die mittlere warzenartig hervortretende 
Partie hinablaufcn, daher das Blättchen diese überkleidet und einschliesst. — Neben 
diesem, immerhin noch sehr zweifelhaften Gebilde liegen die Abdrücke von ein paar 
kleinen ovalen Früchten oder Samen "(von 4 Millim. Länge), an denen aber weiter nichts 
zu erkennen ist (Fig. 6. b.). 



11. Stcinltolilcnpllanzcn von Ujarasusulc auf Disco in Grönland (c. 70° n. Br.). 

Es haben die Herrn E. Wiiymper und R. Brown im Sommer 1867 fossile Pflanzen in 
Ujarasusuk gesammelt. Dieselben waren aber nicht aus dem dort anstehenden Gestein l ), 
sondern aus Sandsteinblöcken, welche dort in zwei Bachbetten lagen, durch die sie ohne 
Zweifel von den Bergen herunter gekommen waren. Es waren sämmtlich miocene 
Pflanzen. Im Herbst 1871 brachten die Herrn Th. Fries und Nauckhoff fossile Pflanzen 
von derselben Stelle nach Stockholm, welche mir zur Untersuchung anvertraut wurden. 
Diese zeigten zu meiner grossen Verwunderung, dass diese Pflanzen drei weit aus ein- 
ander liegenden Perioden angehören, nemlich dem Carbon, der Kreide und dem Miocen. 
Die Arten sind: aus dem Carbon die Protopteris punctata Sternb., aus der Kreide: die 
Gleichenia Zippei, Gl. Nauckhoffi, Sequoia ambigua und S. rigida; aus dem Miocen: die 
Fagus Deucalionis. Die miocenen und Kreide-Arten liegen in grobkörnigen Sandstein- 
knollen, welche aussen heller gefärbt, ganz glatt und gerundet sind und die Form offenbar 
durch Rollung im Wasser erhalten haben. Durch Zerschlagen dieser Sandsteinknollen 
kamen die Pflanzen zum Vorschein. Der Kreide-Sandstein ist schwarzbraun, sehr hart 
und quarzreich, grobkörnig, die Pflanzen sind schwarz und heben sich gut vom Gestein ab, 
das grobe Korn des Gesteines hat aber die Nervatur zerstört. Der miocene Sandstein 
ist. viel hellfarbiger und weissgrau. Die Steinkohlenpflanzen sind wieder in einem ganz 
andern, eisenhaltigen und daher sehr schweren, innen grauen, aussen aber rochbraunen 
Sandstein. Es sind daher nicht nur die Einschlüsse, sondern es ist auch das Gestein 
verscheiden, und es lassen sich die Stücke schon darnach unterscheiden. Leider habe ich 
weder von Herrn Nauckhoff noch auch von Herrn Prof. Johnstrup in Kopenhagen, an 
den ich mich gewendet habe, da sein Assistent Steenstrup jun. die Gegend im Sommer 
1872 besucht hatte, etwas über die Lagerungverhältnisse dieser Pflanzen erfahren können. 
Die Sandsteinknollen lagen wahrscheinlich lose in den Bachbetten und kommen aus dem 
Innern von Disco; sie sagen uns, dass dort Sandsteinlager vorkommen, welche der Kreide 
und dem Miocen angehören. Die Kohlenpflanzen dagegen dürften von der Seeküste 
stammen und die sie einschliessenden eisenhaltigen Gesteine mit dem dortigen Steinkohlen- 
lager in Verbindung stehen. In diesem Falle würde dieses dem eigentlichen Carbon 
angehören, daher die genaue Ermittelung der Fundstätte dieser Kohlenpflanzen von 
grossem Interesse ist. 



l ) Vgl. Heer on the fossil Flora of Northgreenland. Phil. Transact. for 1869. Flora fossilis arctica IL p. 453. 



8 OSWALD HEBE, BEITRÄGE ZUR STEINKOHLES-FLORA DER ARCTISCHN ZONE. 

Die Protopteris punctata gehört der eigentlichen productiven Steinkohlenformation 
an, welche sonach auf Disco in Nordgrönland sich findet. Es sagt uns das Vorkommen 
eines grossen Farnbaumes bei 70° n. Br., dass auch in der mittlem Steinkohlenzeit, wie 
im Untercarbon (der Ursastufc), zu welchem die Steinkohlenpflanzen der Bären Insel 
und von Spitzhergen gehören, in der aretischen Zone dasselbe warme Klima geherrscht 
haben müsse, wie in Mitteleuropa. ■ 

Protopteris punctata Sternb. Taf. V. Fig. 1. 2. VI. 

Pr. trunco 9-11 centim. diamet. metiente, pulvillis magnis, valde elevatis, lan- 
ceolatis, cicatnce rotundato-ovata truncatis; cicatrieibus cent. 2—24. lon<ns 14— 2 latis 
punctatis; vasorum cicatrice trilobata, cornubus superne inflexis. " • 

Sternberg, Flora der Vorwelt. II. p. 170. Taf. XXV. 1. 2. 3. 

Lepidodendron punetatum Sternb., 1. c. I. p. 23. Taf. IV.' Taf VIII Fi^ 2 a 

Sigillana punctata Brongniart, Veget. foss. p. 421. Taf. CXLI. Fig. 1 (ist die 
rigur von Sternberg). fi v 

Caulopteris punctata Goepp., Syst. filic. foss. p. 449. 

Protopteris Sternbergi Corda, Beiträge p. 77. Taf. XL VIII. Fig. 1. Schimper 
Paleont. veget. I. p. 706. Taf. LH. Fig. 1. ° »""«™b, 

Es sind mir von dieser Art, welche bis jetzt nur aus dem Sandstein der Kohlen- 
formation von Kaunitz ,n Rahmen bekannt ist, sieben Stammstücke von Ujarasusuk 
zugekommen, welche so vollständig mit den Abbildungen der böhmischen Pflanze über- 
einstimmen, dass an ihrer Zusammengehörigkeit nicht zu zweifeln ist 

Es war ein Baumfarn, dessen cylindrischer Stamm einen Durchmesser von 11 
Centim erreichte. Aussen war er mit grossen Warzen besetzt, welche die Blätter trugen 
Diese letztem sind nicht erhalten, doch sehen wir ans den grossen Blattnarben, das 

farn £f Fall tf ^JT'y T ""' ™ dieM aUCh bei den Iebenden B — 
fain dei Fall ist. Wahrscheinlich waren die Blätter mehrfach gefiedert. Der Stamm 

war aussen dicht mit Luftwurzeln bekleidet. 

Bei Taf - VL , F ' g - 4 - haben wir den Abdruck eines Stammstückes mit sehr wohl . 
erhaltenen Blattnarben. Es sind diese eiförmig, die Einen haben eine Breite von 14 
Oentim bei einer Länge von 2 Centim., während andere 2 Centim. Breite und 24 Centim" 
Lange haben Die eigentümlich geformte Gefässbündelnarbe tritt sehr deutlich hervor 
nndist durch einen schmalen scharfen Rand abgesetzt. Sternberg vergleicht ihre Form 
nicht unpassend mit einer Schafscheere, nur muss man sich bei dieser die Klinge vorn 

10 mT v™ 8 g6 o de " ken - ° ie Länge dieSer Gefässbündelnarbe beträft 8 bis 
10 Mi hm die grösste Breite 7 bis 9 Millim. Die Luftwurzeln sind, ähnlich ™ bei 
den l eb e„ d e„ Baumfarn nach allen Richtungen durch einander gefilzt Wir sehen die- 
selben an der rechten Seite von Fig. 4. 

messer T d f ar V ' iSf w £ÜS f !*?* '**". c >' lindrischen Sta ' am <* von 11 Centim. Durch- 
messer dar. Die Blattwulste stehen weniger stark hervor, als beim vorigen Stück die - 
Blattnarben sind aber grösser; sie haben eine Breite von 21 und eine Länge von 26 Mülin 
die Gefassbundelnarben ein, Länge von 14 und eine Breite von 12 Millim.; die ganze 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS IIANDLINGAR. BAND. 12. N:0 3. 9 

Oberfläche ist fein gepunktet; überdiess haben wir am untern Rand einen Kranz von 
mehreren (7 — 8) kreisrunden, in einen Halbkreis gestellten Eindrücken, die wahrschein- 
lich von den Ansatzstellen der Wurselzasern herrühren. Zahlreicher und besser erhalten 
sind diese Zasernarben bei Taf. VI. Fig. 2, welche den Abdruck eines dicken Stamm- 
stückes darstellen, daher die Blattwülste als tiefe Eindrücke erscheinen. Sie haben 
einen theils einfachen, sheils doppelten Kranz von Wurzelzasernarben an der obern und 
zugleich auch an der untern Seite der Blattwulst. Die Zahl dieser Zasern ist daher 
nicht constant. 

Taf. V. Fig. 2. ist ein grosser fast cylindrischer, nur schwach zusammengedrückter 
Stamm, dessen grösserer Durchmesser fast 10 Centim. misst. Die Blattwülste stehen 
stark hervor; sie haben eine Länge von 5 Centim. bei einer Breite von 1^ bis 2 Centim.; 
sie sind an beiden Enden lang ausgezogen. Die Blattnarben sammt den Gefässbündel- 
narben sind nur an einer Stelle erhalten. Letztere haben eine Länge von 15? Millim. 
und eine Breite von 11^ Millim. 

Noch stärker treten diese Blattwülste bei Taf. VI. Fig. 3. hervor. Sie haben 
eine Läno-e von 67 Millim. und eine Breite von 15i Millim. und sind an beiden Enden lan£ 
ausgezogen und treten wulstartig weit hervor. Die Blattnarben sind nicht erhalten. Die 
zahlreichen Punkte, welche über die Wülste zerstreut sind, rühren wahrscheinlich von 
Luftwurzeln her. 

Taf. VI. Fig. 1 ist eine einzelne Blattnarbe, welche durch die Grösse der Gefäss- 
bündelnarbe sich auszeichnet. Sie tritt ungemein deutlich hervor und hat eine Länge 
von 15 Millim. und eine Breite von 12 Millim. Wir sehen daraus, dass die Grösse der 
Gefässbündelnarben zwischen 1^ bis 2 Centim. Breite und 2 bis 2 2 Centim. Länge schwankt. 
Die kleinern (Fig. 4) stimmen mit den von Sternberg auf Taf. IV. abgebildeten genau 
überein, während die grössern diese an Grösse bedeutend übertreffen. Wir sehen in- 
dessen aus dem von Corda und Schimper abgebildeten Stammstück, dass die Grösse dieser 
Gefässbündelnarben an demselben Stamme beträchtlich variirt und ohne Zweifel durch 
die Stärke des Wedels bedingt wurde, daher sie keine Artunterschiede begründen kann. 

Wir haben im Vorigen angenommen, dass im Gefässbündelring der Blattnarbe der 
halbmondförmige gechlosscne Theil der untern, der offene aber der obern Blattseite ent- 
spreche, wie diess auch Brongniart und Schimper darstellen. Es kann dafür namentlich 
die Gattung Dicksonia angeführt werden. Wir erhielten kürzlich von der Dicksonia 
antaretica Lab. (Balantium antareticum Hort.) grosse Stämme, bei welchen der Gefäss- 
bündelring der Blattnarben in der Form eine auffallende Aehnlichkeit mit demjenigen 
unserer fossilen Art hat, nur dass derselbe in einer Zickzacklinie verlauft (vgl. Taf. VI. 
Fig. 5, welche die Blattnarbe der lebenden Art darstellt). Für eine solche Deutung 
haben Taf. V. 1 u. 2 keine Schwierigkeit, wohl aber das Taf. VI. Fig. 4 dargestellte 
und sehr wohl erhaltene Stück. Hier steht die schief nach Innen geneigte Blattnarbe 
auf einem stark vortretenden Wulst und der offene Theil des Gefässbündelringes ist diesem 
zugekehrt, daher der geschlossene Theil der obern Blattseite entsprechen müsste. Haben 
wir hier wirklich das versteinerte Stammstück vor uns, bleibt nichts anderes übriff als 
anzunehmen, dass der Stamm unserer Art bis jetzt in verkehrter Richtung dargestellt 

K. Vet. Akad. Handl. Band. 12. N:o 3. 2 



10 OSWALD HEER, BEITRÄGE ZUR STEINKOHLEN-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

wurde und dass der geschlossene Theil des Gefässringes der Stammspitze zusteht. Da 
diess aber dem Stammstück wiederspricht, das Schimper abgebildet hat, und die lebende 
Dicksonia aretica die Deutung von Brongniart und Schimper unterstützt, müssen wir wohl 
für Fig. 4 eine andere Erklärung suchen. Sie dürfte in der Annahme liegen, dass sie 
den Abdruck eines Stammes darstelle, so dass die so stark vortretenden Wülste am 
Stamme selbst Vertiefungen waren und die Vertiefungen den Abdrücken der Blattstiele 
entsprechen, denen die Blattnarben schief aufgesetzt waren. Das Stammstück, das die 
Versteinerung darstellt, ist flachgedrückt und hat einen Durchmesser von 1 — 2 Centim. 
Die eine Seite desselben ist von wirre durch einander liegenden Fasern durchzogen, welche 
wahrscheinlich von den Luftwurzeln herrühren. Diese müssen den Stamm aussen ganz 
überkleidet haben. Die Blätter Avaren längst abgefallen und ihre Narben von einer Schicht 
von Luftwurzeln bedeckt, welche über dieselben hingewachsen, wie diess auch bei 
lebenden Baumfarn vorkommt. 

Nach der Bildung der Blattnarben steht unsere Art den Dicksonien am nächsten. 
Es haben Hooker und Baker 29 Arten dieser Gattung beschrieben, von welchen 11 baum- 
artige Tracht haben. Neun dieser Baumfarn leben in der Tropenwelt (Inseln des Stillen 
Oceans, tropisches America und Indien), zwei aber (D. antaretica Lab. u. D. squarrosa 
Sw.) sind bis in den gemässigten Theil der südlichen Hemispha3re (Ost-Australien, Van 
Diemensland u. Neuseeland) vorgeschoben und stellen die am weitesten in die temperirte 
Zone vorgerückten Baumfarn dar. 



Nachtvag. Professor Nordenskiöld hat mich auf eine Abhandlung des Hrn. E. G. 
Nauckhoff aufmerksam gemacht, welche den Titel führt: »Ora förekomsten af gediget 
Jern i en basaltgäng vid Ovifak i Grönland» und in dem »Bihang tili K. Svenska 
Vet. Akadcm. Handlingar» I. N. 6 erschienen ist. Er sagt darin über das Vorkommen 
der fossilen Pflanzen in Ujarasusuk folgendes: 

»Hr. Nordenskiöld hatte bei der Expedition von 1870 auf der dem Waigat gegen- 
überliegenden Seite Kreidelager unter den Miocenen gefunden. Dieselbe Formation 
musste sich daher auch auf der Seite von Disco finden und ich kann in der That diese 
Vermuthung bestätigen. Ich fand bei meiner Ankunft in Ujarasusuk grosse Knollen von 
Sandstein, welche Farn, Coniferen und andere Pflanzen enthielten, welche mit denjenigen 
von Korne übereinstimmen, die nach Heer zur untern Kreide gehören. Einige dieser 
Knollen wurden im Bachbett gefunden, andere am Ufer des Waigat. Sie waren offenbar 
von höher liegenden benachbarten Lagern heruntergefallen. Ich konnte indessen den 
anstehenden Fels für diese Kreidepflanzen nicht auffinden. — Von noch grösserem In- 
teresse aber war das Auffinden von Kohlenpflanzen an derselben Stelle, welche bislang 
aus Grönland noch nicht bekannt waren *). Man fand nicht nur Steine mit Abdrücken 
von Sigillarien, Calamiten u. a. in einem Bach nordwestlich von der dänischen Station, 
sondern auch im Norden des Baches, in einer Höhe von 100 bis 120 Fuss, ein Lager 



*) Man hatte in Disco schon vor raehreni Jahren einen losen Sandstein gefunden, welcher den Abdruck einer 
Sigillaria enthielt, und vergangnen Frühling hat mir Hr. Pfaff einen solchen, der am Ufer von Ujarasusuk 
gefunden wurde, gezeigt. Anstehende, der Kohlenformation angehörende, Felsen waren aber unbekannt. 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS 1IANDLINGAK. BAND. 12. N:0 3. 11 

eines harten, graubraunen und groben Sandsteines. Derselbe war bedeckt: lrstens von 
einer Steinkohlenschicht von 1 bis 2 Zoll Mächtigkeit, und 2:tens von einem Sandstein 
von ähnlichem Aussehen, wie der erstgenannte, welcher Abdrücke von Calamiten von 4 
Zoll Dicke und 8 Fuss Länge enthielt. Dieses Lager gehört daher offenbar zum Stein- 
kohlengebirge. Darauf ruht ein feiner, brüchiger Sandstein von hell braungrünlicher 
Farbe, vielleicht identisch mit dem Kreidesandstein, den Nordenskiöld in Korne ge- 
funden hat. 

Die höhern Partien von Disco bestehen aus sehr mächtigen miocenen Ladern von 
Sandstein und Schiefer, welche sich bis Puilasok bei Breddalen ; ausdehnen, wo der 
Basalt zum Meer herabsteigt.» 

Aus dieser Darstellung ersehen wir, dass schon Nauckhoff die Sandsteinknollen 
von Ujarasusuk ganz richtig als der Kreide angehörend erkannt hat, und dass'von ihm an 
jener Stelle das Steinkohlengebirge anstehend gefunden wurde. Die , von ihm erwähnte 
Sigillaria ist die Protopteris punctata. Andere Kohlenpflanzen enthält aber seine Samm- 
lung nicht, und es ist namentlich zu bedauern, dass er den von ihm erwähnten Calamites 
nicht mitgebracht hat. 



ERSTER THEIL. ALLGEMEINE BEMERKUNGEN. 

Erster Abschnitt. Kreide-Flora von Nord-Grönland. 

Aus dem grossen Zeitabschnitt in der Entwicklung unseres Planeten^ welchen man 
als Kreide-Periode bezeichnet, war früher aus der arctischen Zone nichts bekannt. Leo- 
pold von Buch glaubte daraus den Schluss ziehen zu können, dass damals dem hohen 
Norden das organische Leben gefehlt habe. Die Untersuchung einer kleinen Sammlung 
von Pflanzen-Versteinerungen, welche Dr. Rink von Korne in Nord-Grönland nach 
Kopenhagen gebracht hatte, überzeugte mich aber, dass dort eine Süsswasserbildung 
sich finde, welche aus Ablagerungen der Kreidezeit entstanden und Pflanzenformen 
enthalte, wie ähnliche jetzt nur in südlichen Breiten sich finden *). In diesen Ablagerun- 
gen waren daher viele neue Aufschlüsse über die Kreidezeit zu erwarten und in hohem 
Grudo wünschbar, dass ein reicheres Material gesammelt werde. Dies geschah durch 
die schwedische Expedition, welche im Sommer 1870 durch die grössrnnthigo Unterstüt- 
zung des Herrn Oscar Dickson von Gothenburg zu Stande kam. Während Dr. Beug- 
GREN und Dr. Ojjekg sieh dem Studium und Sammeln der lebenden Pflanzen und Thicre 
widmeten, hat Prof. Nordenskiöld, welcher der Expedition vorstand, einen grossen 
Theil des Sommers der geologischen Untersuchung der Halbinsel Noursoak und der 
Insel Disco und dem Sammeln von Pflanzen-Versteinerungen gewidmet, wobei er von Dr. 
Nordström unterstützt wurde. Das Resultat war über alles Erwarten günstig, indem 
über 2ü00 Stück fossiler Pflanzen gesammelt wurden, welche in 14 Kisten mir übersandt 
und zur Untersuchung anvertraut wurden. 2 ) Sie bilden die Grundlage für die vorlie- 
gende Arbeit/ Es gehören diese Pflanzen theils der Kreide-, theils der miocenen Zeit 
an. Diese Letzteren behalte mir vor, später zu behandeln, und beschränke mich hier 
zunächst auf die Pflanzen der Kreidezeit. Diese gehören zwei Horizonten an. Die Abla- 
gerungen auf der Nordseite der Halbinsel Noursoak sind in die untere Kreide, die der 
Südseite aber in die obere Kreide einzureihen, daher wir sie aus einander zu halten haben. 

A. Flora der KoiHCsdiichtcn oder des Urgon von Nord-Grönland. 

Auf der Nordseite der Halbinsel Noursoak ist der Gneiss von zahlreichen Schichten 
eines grauschwarzen Schiefers und von Sandstein überlagert, welche Pflanzen einschliessen. 
Zuerst in Korne am Flüsschen Kook (bei 70°, 37' nördl. Breite) und hier schon vor 60 



*) Cf. Heer, fossile Flora der Polarländer I. p. 78. 

2 ) Anm. Dieselben kommen in die Museen von Stockholm & Gothenburg. 



OSWALD HEBE. DIE KRE1DE-H.OKA DER ABCTISCHEN ZONE. 

Jahren von Gasten beobachtet, wurden dies, Pflanzenführenden Schiefer- und Sand- 
steine von No B DK. f i„, D l,„, s der ganzen No , !küste yerf0 md . n k . - 

n. B.) Karsok (70° 43'), l .krusak und Ekkorf . neue reiche Fundstätten fossiler Pflan- 
zen anfgefunden lieber di Lagerungsverhaltnisse derselben hat Noz,^,^ n . iuern 
Re.scbericht Aufschlug gegeben. ») In Korne ..„den sich die meisten P, , .,. ,, ^ 
Scbeferlager das bei etwa 150' 0. M. den Gneiss deckt, welcher in dieser™ 
Gegend die Basis der Übrigen Gebirgsarten bildet. Von da bis etwa 12c F äs °ü M 
folg ein Wechsel von Sandstein und schwarzem Schiefer, der an ein paar Stellen 

rXz oh i e r f frv° lst bei etwa i5o °' a - k ei - *£ ™ SS 

Schiefe und f ' ■ ™ T .^ ö nter8ten ' dem GneisS a ^S™den Schichten von 
öohiefe, und Sandstein, welche die Pflanzen enthalten. Der Schiefer ist hier mehr 
sand Ig grauschwarz, der graue Sandstein besitzt eine grosse Menge kleiner 'länTend 
weisser G hmmerblattehen, und ist stellenweise von gan^ dünnen SehieS^efdnreh 
setzt. Die lflanzen hegen hier sowohl im Sandstein wie im Schiefer 

900 Fuss T7\ iSt r " eine fl klei " e Sc hieferschichte aufgedeckt, welche bei 800 bis 
Juu iuiss u. M. dem Gneiss aufliegt. 

In Avkrmak tritt nahe am Ufer ein horizontal <>-ela°-erter Schieb». „n, ;« n 
unter dem Sandstein auf. Er i st etwas fester als der Seh S von Komi und Eteorfat'' 
von grauschwarzer Farbe und feinkornig. Die Pflanzenreste zeigen uwellen eh tn 
e.genthumbehen Glanz und sind stark zusammengedrückt 

Die wenigen Pflanzen, welche in Angiarwit gefunden wurden lieo-en -Wl, • 

oouicnren von Üikkorrat entsprechen. 

Ekkorfat ist der am meisten nach Nordwesten gelegene Fundort von K^'A 
verstexnerungen, dessen Schichten vollständig aufgeschlossen ild Hi fol • auf den" 
Gneiss nahe dem Strand und wenig über der Seefläche: ö 

1). Ein etwa 60 Fuss mächtiges Sandsteinlager ohne Versteinerungen 

*). Schwarzer Schiefer mit Sandstein und Kohlenbändern (Von W\ Aa ■ i 
dünne Lager von Tannennadeln. (Pinus Crameri). enbdnäeni (von 30 )> dazwischen 

3). Harter, rother und weisser Sandstein (300 Fuss). 

4). Kother Sandstein mit Schiefer-bändern (30 Fuss) 

sehlie S st'(10 H a Fir Uer SandStein ' ^ "^ ^'^^ ™* Kohlenschmitze ein- 

,, , , f: , Alte ™''« re n^ Lager von Sandstein und Schiefer mit Pflanzenresten flOO F„ o 
der Schiefer ist theils weich und grauschwarz wie der von Korne Z l ,K l V * * 
ben. grau, seh,- h,,-„l,;„ „„,1 ;» ,i,f. ™ . , . ■ . . °. tome ' thells aber helierfar- 



KJDNGL. SV. VET. AKADEMIBNS HANDLINGAR. BAND. 12. N."0 6. 



5 



Ekkorfat, wo sie am besten aufgeschlossen sind, eine Mächtigkeit von etwa 1400 Fuss. 
In Korne sind fast alle Pflanzen in dem untersten Lager gesammelt worden. Die weni- 
gen Stücke, die aus dem obersten Schieferlager mir zukamen, sind so fragmentarisch, 
dass sie keine genaue Bestimmung zulassen, daher nicht entschieden werden kann, ob 
diese ganze Reihenfolge von Schiefer- und Sandsteinlagern Einer Bildungszeit angehöre. 
In Pattorfik sind es auch die untersten Lager, welche die reiche Flora einschliessen, 
während in Ekkorfat eine Schiefer- und Sandmasse von etwa 500 Fuss Mächtigkeit auf 
dem Gneisse sich ablagerte, che die pfianzcnreichen Schichten begannen. Dennoch stimmt 
die Flora vjon Ekkorfat so nahe mit derjenigen von Pattorfik und Korne überein, dass 
sie derselben ßildungscpoche angehören muss. Dasselbe gilt von Karsok, Avkrusak und 
Anjriarsuit, daher wir diese sämmtlichen Localitäten Einer Formation einzureihen haben. 
Die Schiefer- und Sandsteine, die sie bilden, können als Komeschichten bezeichnet werden. 

Da keine Spur von marinen Pflanzen und Thieren vorkommt, muss es eine Süss- 
wasserbildung sein. Wahrscheinlich breitete!) sich zwischen den Gneisshügeln Süsswasser- 
seen aus, in welche die Bäche die Pflanzenreste zusammenschwemmten und mit Schlamm 
umhüllten, der stellenweise von der Masse verwesender Pflanzen eine schwarze Farbe 
annahm, zeitenweise mochte eine stärkere Verwitterung und Abreibung der Gneissfelsen 
stattfinden und so der glimmer- und quarzreiche Sand entstehen, der jetzt die Sand- 
steine bildet, die hier und da auch nesterweise in dem schwarzen Schiefer liegen. Ob 
diese Bildung weiter ins Innere der Halbinsel Noursoak hineinreicht, ist nicht ermit- 
telt und wird auch schwer zu finden sein, da dort die Berge und Thäler grossentheils von 
Gletschern bedeckt sind. Auf der Nordseite der Halbinsel kommt sie nicht zum Vor- 
schein, konnte wenigstens noch nicht nachgewiesen werden; dagegen muss "sie auf der 
Disco Insel sich finden. Hier kommen in üjarasusuk dunkelfarbige, sehr quarzreiche 
Sandsteine vor, welche Kreidepflanzen einschliessen. Sie liegen in grossen, abgerundeten 
Knauern. welche ihre Form ohne Zweifel durch langes Rollen im Wasser erhalten haben. 
Sie kommen wohl aus dem Innern der Insel, doch muss die Stelle, wo sie anstehend 
sind, noch ausgemittelt werden. 

Ueber die Verbreitung der Arten giebt folgendes Verzeichniss Aufschluss: x ) 



Verzeichniss der Pflanzen der Komeschichten. 



lOIIIC. 



Pili 



Pattor- 
fik. 



Karsok, 



Avkru- 
sak. 



Angiar- 
suit. 



Ekkor- 
fat. 



Zunächst verwandte lebende Arten. 



OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 



Kome. 



Pattor- 
fik. 



Karsok. 



Avkru- 
sak. 



Angiar- 
suit. 



Ekkor- 
fat. 



Zunächst verwandte lebende Arten. 



7. 

8. 

9. 

10. 

11. 

12. 

13. 

14. 

15. 

16. 

17. 

18. 

19. 

20. 

2L 
oo 

.V/W. 

23. 
24. 

25. 

20. 

27. 

28. 

29. 

30. 

31. 

32.' 

33. 

34. 

35. 

36. 

37. 

38. 



Scleropteris bcllidula m. .. 
Adiantum fonnosum in. .. 
Anehnidiuin Scliimperi m. 

ßaicra aretica m 

grandis m 

Oleandra aretica m 



Acrostichites Egcdianus ra. 
Pecopteris aretica Hr 

borealis Brgn 

liyperborca Hr. 

Audersoiiiana m. 

Bolbrocana in 



Gloiohonia GioHukiana Hr 

rigida llr • 

Zippei Cord, sp 

longipeunia tu 

thulonaia in 

— rotula in 

comptoninefolia Dcb. 

Nordcnskiöldi in 



gracilis m. 



acutipeunis m 

nervosa in 

delicatula m. ... 

microincra m 

Dictyophyllum Dicksoni m. 

Danaeites firmus Hr 

Osmunda petiolata m 

Jeanpaulia borealis m 

lepida m 



Sclerophyllina cretosa Shk. sp 

dichotoma Hr 



Selagines. 

39. Lycopodium redivivuin m. 

Calamarise. 

40. Ecjuisctum amissuin m 

41. Equisctites gröulandicus m. 

42. annularioides m. 



Cycadacese. 

i 43. Zainitcs speciosus in. . 

44. borealis in 

45. acutipennis m. 

46. areticus Gcepp. 

47. brevipennis 



2 

2 
1 



4 
3 
G 

o 



3 
3 
1 
3 

5 

2 



4 
2 



1 

o 

10 
5 
1 



6 

1 



1 
2 



5 

3 



2 

2 



5 
1 

1 



2 
1 
1 
2 



Adiant. reniforme L. Madeira; canar. Ins. 



O. neriiformis Cav. trop. America, und O. 
articulata. Cav. trop. Afrika und Indien. 



Gl. cryplocarpa Hook. Chile. 
Gl. puboscous 11. 11. trop. Amerika. 
Gl. pcdnlis. Kauli'. Chile, 
id. 



-{ 



Gl. circinata S\v. Neuholland, Neuseeland, 
Malacca. 

Gl. dicarpa R. Br. Tasmania Austral. 

Neuseeland. 
Gl. polypodioides Süd-Afrika. 



O. regalis L. Schweden bis in die tropische 
Zone. 



8 
5 

2 
1 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAß. 



BAND. 12. n:o 6. 



1 
! 

! 


Koroe. Pa " or - Karsok. Av V' U ' An ? iar - Ekk <>r- _ .. . 

ük - sak. suit. fat. Zunächst verwandte lebende Arten. 


f 

l 


48. Pterophyllum concinnum m 




_ 

2 

3 

10 
2 
4 
5 
1 
2 
2 

Q 


2 

- 
1 


5 

1 

3 
3 

5 , 

4 
1 
6 
6 

2 
1 
2 

3 


1 
1 

2 
1 


5 

2 

1 

2 
2 
1 




*«'• " lepidum m. 




■' 


50. Glossozamites Schcnkii m. 


3 


t 


51. Anomozamites crefaceus m 




f 


: 

Coniferae. 
52. Torrcya Dicksoniana ni. 


- 3 

2 

4 

2 


- 

! 
i 

1 


°3. parvifolia m. 


T. taxifolia Arn. Florida. 


j 54. Inolcpis imbrieata m. % 
55. Thuites Mcriani m. 




1 5G. Frenelopsis Hoheneggcri Ett. sp 
57. Cyparissidium gracile m. 


• 




1 58. Glyptostrobus grönlaudicus m 


8 




59. Sequoia Reichcnbachi Gein sp. 
1 60. ambigua m... 


2 

„ 1 

4 

5 

10 
2 


Gl. heterophyllus. Br. sp. China. Japan. ! 
S. gigantea. Liudl. sp. Califora. 


! öl- rigida m 


id. 
S. sempervirens Lamb. sp.* Califora. 




6-- ~ gracilis m. 




! 63. Smittiana m. 




!64. Piuus Peterseni Hr. 




65. Crameri Hr. 


10 ^ 




( 66- lingulata m.. . 


1 

2 

1 

2 


1 

l 


Pinus Tsuga. Ant. Japan. 




, 67. Eirikiana m. 




: 68- Olahana m. 


^ 




Glumaceae. 

69. Poacites borealis m. 


3 

1 






j 70. Cyperacites hyperboreus m 




! ' *• arcticus m. 




Coronariae. 

j 72. Eolirion primigenium m. 




1 73 ' Fasciculites grönlandicus Hr. 
74. Carpolithes thulensis m. 




Salieineae. * 
75. Populus prima-va m 


- 1 - 1 






- j P. euphratica Ol. Orient. 




Zahl der Arten:) 


32 


27 


9 1 


33 


9 


33 1 


"" 





^^t^^S^^.^ **** * -*■ A rten geliefert 
beaehtenswerth, das I Jörne" A, ZI 8 Tun EH ' fT/ * Al " ten ^ eko — • * * 
gaben und aueh Pattorfi nur 2 w « ** S 6 ™" gleich viele Arto * «'- 

gemeinaamen Arten Tb f folgend Z„ "" i^' 6 * Z "™ ckbleibt - üeber die Zahl der 

ic« ö ieot roJgende Zusammenstellung Aufschluss: 



8 



OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCTIEN ZONE. 



Korne. 


Pattorfik. 


Avkrusak. 


Ekkorfat. 




12 
16 

14 


12 

14 
13 


16 
14 

15 


14 
13 
15 


Paüorlik » » 




Ekkorfat » » 



Es theilt also jede Localität mit der andern je die Hälfte oder gegen die Hälfte 
ihrer Arten. Keine Art ist an allen Lokalitäten gefunden worden; dagegen zeigen sich 
je an fünf Stellen: Sequoia Reichenbachi und Equisetura amissüra, je an vier Stellen Glei- 
chenia Zippei, Gl. Nordenskiöldi, Inolepis imbricata, Cyparrissidium- gracile, Sequoia 
gracilis und Pinus .Crarneri, welche daher die grösste Verbreitung hatten. 

Korne ist ausgezeichnet durch seine Farn, namentlich durch den Reichthum seiner 
zierlichen Gleichenien, ferner durch seine Cycadeen. Von Nadelhölzern ist hier nur die 
Pinus Crarneri gemein, welche wie in Ekkorfat einen Wald gebildet haben muss. Da 
die Nadeln dieser Tanne bei tausenden beisammenliegen und, mit Ausschluss anderer 
Pflanzen, grosse Steinplatten fast ganz zusammensetzen, liegt die Vermuthung nahe, 
dass gan^e Parthien des Waldbodens in den See verschwemmt wurden, wie diess auch 
jetzt noch stellenweise vorkommt. 

In Pattorfik war das Cyparissidium gracile, das eine Cypressenartige Tracht gehabt 
haben muss, der häufigste Waldbaum. Einzelne Reste finden sich fast auf allen Stein- 
platten, ebenso von "der Gleichenia Zippei, welcher schöne Farn wohl im Schatten dieser 
Nadelholzwaldung gelebt hat. Auffallenderweise fehlen hier die Cycadeen. Auch in 
Avkrusak ist nur eine Art, und auch diese selten gefunden worden. Dagegen sind hier 
die Nadelhölzer häufig, so namentlich die Sequoia Smittiana und Sequoia gracilis, dann 
'die Sequoia Reichenbachi und die schöne Torreya Dicksoniana. Auch die Farn treten in 
16 Arten auf, von denen die Oleandra arctica, Gleichenia |£ippei, Gleich, longipennis 
und Gl. Nordenskiöldi als die häufigsten hervorzuheben sind. Es liegen hier öfters 
mehrere Arten nahe beisammen; so haben wir auf einer Steinplatte: Torreya Dick- 
soniana, Sequoia ambigua, S. gracilis, S. Smittiana, Pinus Crarneri und Oleandra 
arctica. 

Ekkorfat, welches am weitesten von Korne entfernt liegt, nähert sich in seiner 
Flora durch das starke Hervortreten der Cycadeen dieser Lokalität. Von den 7 Arten, 
die wir von da kennen, gehören der Zamites speciosus, Z. borealis und Pterophyllum 
concinnum zu den häufigsten Pflanzen und haben dort wohl einen Wald gebildet, dessen 
Bäume mit grossen, fiederigen Blättern geschmückt waren. Auch die Nadelhölzer er- 
scheinen in zahlreichen Arten und ausser den Tannen und den Sequoien sind es auch 
zierliche Lebensbäume, welche hier auftreten. Auffallend arm aber ist diese Stätte an 
Farnkräutern. Es sind mir zwar 10 Arten zugekommen, aber alle, mit Ausnahme der 
Jeanpaulia lepida, sind selten und die meisten ~ wurden nur in einzelnen Stücken gefun- 
den. Die in Pattorfik, Korne und Avkrusak so häufige Gleichenia Zippei fehlt hier. Es 
müssen die Wachsthumsbedingungen für die Farn in Ekkorfat weniger günstig: gewesen 



o © 



I 

KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAK. BAND 12. N:0 6. 9 

sein als an den andern Stellen. Wahrscheinlich fehlten feuchte Gründe, und die Cv- 
cadeen und Coniferen standen auf den trocknen Gneisshügeln, welche den See umgaben 

Im Zustand der Erhaltung der eingeschlossenen Pflanzen kommen alle diese Lo- 
kalsten überein Die Pflanzen haben durch den Verkohlungsprozess eine schwarze Farbe 
erhalten und, da das Gestein vorherrschend ein grauschwarzer Schiefer ist, heben sich die 
Pflanzen nur wenig von demselben ab. Es wird dadurch das Studium derselben sehr er- 
schwert und erfordert grosse Sorgfalt. Anderseits aber gestattet die Weichheit des Gestei- 
nes das Herausarbeiten auch ganz zarter Blatter, und der weiche Schlamm, aus dem der 
sehr femkörnige Schiefer entstanden, hat uns die kleinen Organe viel besser aufbewahrt, 
als der Sandstein So schwierig und zeitraubend auch das Studium dieser Pflanzen 
ist, lohnt es doch durch die wichtigen und sicheren Aufschlüsse, die es uns gibt 

Es sind bis jetzt 75 Pflanzenarten aus den Komeschichten uns bekanntgeworden 
Davon gehören zu den Farn 38 Arten, zu den Bärlappgewächsen 1 Art, zu den Equi- 
seten i zu den Cycadeen 9, zu den Coniferen. 17, zu den Glumaceen 3, zu den Coro- 
narien 3 und zu den Dicotyledonen 1 Art. 

Die Farn bilden daher die artenreichste Pflanzenordnung, welche zugleich in einer 
grossen Ind.viduenmasse auftritt. Sie verteilen sich auf 15 Gattungen, von denen 5 
noch ,n der jetzigen Schöpfung sich finden. Die artenreichste Gattung ist Gleichenia 
indem sie in 13 Arten erscheint. Es ist diess um so merkwürdiger, da diese Gattung 
gegenwärtig in der Tropenwelt und auf der südlichen Hemisphäre ihren Hauptsitz hat! 
Von den Eugleichen.en reicht keine Art über den lösten Grad nördl. Breite hinaus 
und auch von den Mertensien gehen nur 2 Arten bis nach Japan; weiter nördlich sind 
noch keine Geichemen gefunden worden. In der Synopsis Filicum von Hooker und 
Baker sind 23 Arten lebender Gleichenien aufgeführt, die über die Tropen und die 
südliche Hemisphäre (Chile, Cap, Australien und Neuseeland) zerstreut sind; es gibt aber 
gegenwärtig- keinen Fleck Erde, wo so viele Arten so nahe zusammengedrängt sind wie 
ernst m Nordgrönland. Es war daher hier zur untern Kreidezeit wahrscheinlich ein 
Bildungsheerd für diese Gattung. Wir dürfen dies um so eher annehmen, da dieselbe 
in den Komeschichten mcht allein in den beiden noch lebend erhaltenen Untergattungen 
der Eugleichen.en und Mertensien in mannigfaltigen Formen auftritt, sondern noch eine 

wiche I F , h Je - ^ erl °f en l ünter S att ""g (Didymosorus) in. 3 Arten erscheint, 
welche die Eugleichemen mit den Mertensien verbindet. 

IM, Mi V den Glei . ch f" ien zei S en hi^ichtlich ihrer Verbreitung die Cycadeen grosse 
üebereinstimmung, mdem sie ebenfalls voraus den Tropen angehören und die Wende! 
kreise nur m wenigen Arten überschreiten. Sie sind auch auf der südlichen Hemisphäre 
hauhger als auf der nördlichen. , ^m.spnare 

Sie waren in der untern Kreide Grönlands häufig (in Korne und Ekkorfat) und sind 
da in vier verschiedenen Gattungen ausgeprägt. Sie bilden das zweite sehr hervor- 
agende Element in der untern Kreideflora Grönlands. Das dritte stellen die Coniferen 
dar die mit ihren 17 Arten und 8 Gattungen einen grossen Antheil an der BüäZiZ 
Walder genommen haben müssen. Hier sind es zunächst die .Sequoien, welche durch 
Artenreichem und häufiges Vorkommen sich* auszeichnen, so dass wir auch für diese 

K. Vet. Akad. Haudl. B. 12. N:o 6. ~ 



10 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEX ZONE. 

Gattung wie für Gleichenia Nordgrönland als einen wichtigen Bildungsheerd bezeichnen 
können. Während wir nur zwei lebende Arten kennen, liegen uns aus der untern Kreide 
Grönlands fünf, durch ihre Zweige und Fruchtzapfen beglaubigte Arten vor. — Dass 
auch die Kiefern und Tannen schon sehr frühzeitig im hohen Norden auftraten, zeigen 
uns die fünf Arten Pinus, von denen P. Cramcri zu den häufigsten Bäumen Grönlands 
gehört. Die Gattung Glyptostrobus, welche im Miocen eine grosse Verbreitung hat, ist 
in die untere Kreide hinaufzusetzen, ebenso Torreya, die man bislang nur aus der jet- 
zigen Schöpfung kannte. Wahrscheinlich wird sie aber auch im Tertiär noch aufgefun- 
den werden. Frenelopsis ist noch eine zweifelhafte Gattung, wogegen Inolepis und Cy- 
parissidium zwei ausgezeichnete und wohl charakterisirte neue Gattungen bilden. Die 
Monocotylcdoncn sind selten und wir können uns noch kein deutliches Bild von den- 
selben verschaffen, und von der grossen Pflanzenklasse der Dicotyledonen, welche jetzt 
die Hauptmasse der Blüthenpflanzen bildet, ist nur Eine Art, und auch diese nur in we- 
nigen Blattresten gefunden worden. Es ist eine Pappelart aus der Gruppe der Leder- 
pappeln, welche den ersten und ältesten bis jetzt bekannten Vorläufer der Laub- 
bäume bildet. 

Von den 75 Arten der Komeschichten sind 7 anderwärts gefunden worden und 
zwar alle in Ablagerungen der Kreidezeit. Vier Arten haben die Komeschichten mit der 
Wernsdorfer Flora gemeinsam, nämlich die Sclerophyllina cretosa, Frenelopsis Hoheneg- 
geri, Sequoia Reichenbachi und Eolirion primigenium. Von diesen reicht 'die Sequoia 
bis in die obere Kreide, bis in das Senon, während die drei anderen Arten auf das 
Urgon beschränkt sind. Drei Arten (Pecopteris aretica, Gleichenia Zippci und comp- 
toniaefolia) treten in Europa in der obern Kreide auf, die Gl. Zippci im Cenoman, Turon 
und Senon, die P. aretica im Turon, und die Gleichenia comptoniasfolia im Senon. 

Die meisten gemeinsamen Arten hat unsere Flora mit derjenigen der Werns- 
dorfer Schichten. Diese Verwandtschaft, ist aber auch durch nahe verwandte Arten aus- 
gesprochen ; da ist der Glossozainites Schenkii dem Gl. Hoheneggeri von Wernsdorf sehr 
nahe stehend, und dem Cyparissidium gracile scheint ein Widdringtonites zu entsprechen. 
Der Gesammtcharakter der Flora ist ein ähnlicher. Es hat Schenk aus den Wernsdorfer 
Schichten 22 Arten beschrieben; von diesen gehören 1 zu den Algen, 3 zu den Farn, 
12 zu den Cycadeen, 5 zu den Coniferen und 1 zu den Monocotyledonen. Es wird 
diese Flora daher auch vornemlich von Farn, Cycadeen und Nadelhölzern zusammen- 
gesetzt; nur sind die Farn viel weniger häufig und die Cycadeen spielen eine noch wich- 
tigere Rolle. Die Dicotyledonen, welche in der obern Kreide eine bedeutsame Stellung 
einnehmen, fehlen gänzlich. 

Die Wernsdorfer Schichten gehören nach den Thierversteinerungen, welche dort 
gefunden wurden, ins Urgon x ), welches zwischen das Neocom und den Gault einzu- 



') Aura. Vrgl. Schenk, die fossile Flora der Wemsdorfersohichten in den Nordkarpathen, in der Palajontograph. 
von Dunker & Meyee. Prof. Zittel in München, der genaue Kenner dieser Verhältnisse, hatte die 
Freundlichkeit, mir darüber Folgendes raitzutheilen: "Die schwarzen Schiefer von Wernsdorf, in welchen 
cingeschwemmte Landpflanzen nicht selten vorkommen, enthalten eine reiche marine Cephalopoden 
Fauna von entschieden mediterranem Gepräge. Neben einer Anzahl neuer Formen finden sich fast alle 
häutigeren Arten, welche d'OBBIGNY im Prodrome im etage Xeocomien Superieur (Urgonien) aufzählt; dar- 
unter Scaphites Yvanii und Ancyloceras Mattheroni in sehr charakteristischen Exemplaren. Es ist die 



KONGL. SV. VET. AKADEMIEKS IUNDLI.VGAK. BAND. 12. N:0 6 . U 

reihen ist; wir werden daher mit grosser Wnl,,.<„,n • r i, • 

<««-r Abthcihmg der „ntern Kren h^ htS' D " W ^ Komeschic ^" 
Verhältniss dieser Flora zu derfeni-en des W™ 1 ,' , T Stlmmt Sehr wohI das 

dermiocenen Zeit aberein. Vo n teil* flor ad sV * "* a " d ™ - der 

»•«''»■''«' »'"•. »—„tlich durch Dunkee und Scnrt IT ?/« ^ "»ig bekamt, 
''••"' '•'-' «halt«, haben. Es fuhrt L"k au 7 w f Auftchltee »•» die Weal- 
« ATt.-n auf, von denen 2 z u "' ^ ^^*f » von Nordwest-Dentsehland 
l»x« den Cyeadeen und 5 zu den cLifo en "eh to Tm^'l '? daa /»*»W«. 
I'ch und mit ihnen die Laubbäume- die W.J ° , ' Ule Kotyledonen fehlen gänz- 
deen gebildet, die Kräuter von de ' F „ 'f ^JS -^-Edelhölzern und Cyea- 
in Xorddeutschland eine ähnliche Phv, iZ \ ° Ve « etati ° n ™ dieser Zeit 

N'ordgrön.and. Die Arten sind zwar StTeZ. TT ^ "^ ü « " 
:: ; -^^n an und ei„i ge stehen Äg •£-<£■ J-Jj 

Blätter der Sequoia Reiehenbaehi so nahe da™', ' ■ T? md ™ rn ^S^tzten 
.eigen kann, oh sie wirklich verschieden sei T "herholte ^aue Vergleichung 

i. Pinn. (Abietites) .Linkii entspricht der P Crameri 

3. Zamites Lyellianus ist sehr ähnlich dem 7 7 , 

nus dem Z. speciosus. dem Z " arct,cus > un " der Zamites Dunkeria- 

^ses i:~x ;::s eb t d ? söDd r; Anei ™ idi - oi — 

- der Juranora angehören und bis in d We "ide! Jnd J" ?™ ^ Ga "^»> 

- m che untere Kreide hinaufre;chen _ G , d u e "; n nd ,' ™ ™ seI 'cn, in Grönland 
Komeschichten: ') Scleropteris, Baiera Acrost.Vlt" f, V"™ sin f Agende in der, 
PM«m und AnomozamL. Es sind diet G a t, ' ^W 1 ™' J -»Paulin, Ptero- 
<'<-•'■ '•«i-hen Formation auftreten und noch fn £ ' ' V"™' ZU * TheiI s ^ in 
;-''.'-. Zamites reicht vom Jurabi n mLc, ZT^t'-^*» ^° ff - 
''imsetum und Pi„us vom Jura bis in dieTtXe Seh ^f nd ra <3le lc h en i a , Lycopodium, 
''-' Flora der untern Kreide Grönlands ein Z^rT% m* "^ daher ' dass - 
«Ibon Gattungstypus wie im Jura aus4r "t iTf f, , ^ V ° n Arten nach dem- 

„:;;;:;;••■ «*i» j» Facies der l ,„ tem Kreide be 

"«<* «»er Mitt],eil B q " ge Bamraic " S e "«»'" 
"' 0P,ürU ' P « ^ »^ —'— -, ,ic, ^ 



12 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCIIEN ZONE. 

erhalten haben, auch die Zahl der ähnlichen Arten viel grösser ist und manche mit dem 
Jura gemeinsame Gattung bis jetzt in Europa in der Kreide noch nicht nachgewiesen 
werden konnte. 

Steigen wir von dem Urgon aufwärts, begegnet uns in Grönland zunächst eine 
Abladern n:i, welche nach ihren Pflanzeneinschlüssen zur obern Kreide gehört und die wir 
später ausführlicher beschreiben werden. Es theilt die Flora dieser Ablagerung mit 
derjenigen der Komeschichten 5 Arten, nämlich: Gleichenia Zippei, Gl. gracilis, Pecop- 
teris aretica, Sequoia Reichenbachi und S. rigida. Es finden daher einige Anknüpfungs- 
punkte statt, doch weitaus die Mehrzahl der Arten ist verschieden. Die für den Jura 
bezeichnenden Gattungen Scleropteris, Baiera, Jeanpaulia, Dictyophyllum, Acrostichites, 
Pterophyllum und Anomozamites sind verschwunden, die Gleichenien und die Cycadeen 
sind sehr selten geworden und statt derselben erscheinen zahlreiche Dicotyledonen, 
welche die Flora mit einer ganzen Reihe von Laubbäumen bereichern, die derselben 
einen ganz andern Charakter aufprägen. Aehnlich ist das Vcrhältniss zu der Flora der 
obern Kreide Europas. Es finden sich ein paar gemeinsame Arten, welche durch ihre 
grosse Verbreitung sich auszeichnen, (so namentlich die Sequoia Reichenbachi und Glei- 
chenia Zippei) in diesen Jüngern Kreidebildungen und zwar bis ins Scnon, doch haben sie 
alle durch das Zurücktreten der Cycadeen und die reiche, mannigfalte Entfaltung der 
Laubbäume einen andern Charakter erhalten. 

Eine noch viel reichere Entfaltung zeigen die Dicotyledonen in der Tertiärzeit. 
Von den 167 miocenen Pflanzen, welche mir aus Nordgrönland bekannt geworden sind, 
gehören x ) 112 Arten zu den Dicotyledonen, 17 zu den Monocotyledonen, 17 zu den 
Coniferen, 1 zu den Equiseten, 13 zu den Farn, eine zu den, Moosen und 6 zu den 
Pilzen. Schon diese Zahlenverhältnisse zeigen uns, dass seit der Urgonzeit eine gänz- 
liche Umgestaltung in der Flora Grönlands statt fand. Noph mehr werden wir uns 
davon überzeugen, wenn wir die einzelnen Abtheilungen mit ejnander vergleichen. Von 
den so zahlreichen Farnkräutern der untern Kreide Grönlands kann eine einzige Art 
(die Osmunda petiolata) mit einer solchen des miocenen Grönland verglichen werden. 
Alle andern gehören entweder Gattungen an, welche ausgestorben sind und aus dem Jura 
bis in die untere Kreide hinaufreichten, oder es sind Gattungen, die zwar jetzt noch 
fortleben, aber schon in der Miocenzeit aus dein Norden verschwanden und in der jet- 
zigen Schöpfung nur in der tropischen oder subtropischen Zone vorkommen, so die 
Gattungen Oleandra und Gleichenia. Die Cycadeen und baumartigen Liliaceen sind aus 
der miocenen Flora Grönlands ganz verschwunden, finden sich aber noch lebend in den- 
selben südlichen Erdstrichen, welche die Gleichenien beherbergen. Eigenthümlich ver- 
halten sich die Coniferen. Wir erblicken darunter mehrere ausgestorbene Gattungen, 
bei denselben aber vier Gattungen (Torreya, Glyptostrobus, Sequoia und Pinus) die auch 
der jetzigen Schöpfung angehören und von denen drei auch in der miocenen Flora Grön- 
lands zu Hause waren. Bei den Nadelhölzern fand daher keine so durchgreifende 
Aenderung statt wie bei den andern Abtheilungen, und wir können mehrere sehr wich- 



l ) Anna. Ich habe in beiden Bänden der Flora aretica 133 Arten aus Grönland beschriebet!. Diesen sind 
weitere 34 Arten beizufügen, die wir der schwedischen Expedition von 1870 zu verdanken haben. Es ist 
dadurch die Zahl der uns bis jetzt bekannten aretischen miocenen Pflanzen auf 321 Arten gestiegen. 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS 11ANDL1NGAR. BAND. 12. N:0 6. 13 

tige Typen vom Urgon Grönlands bis in die jetzige Schöpfung verfolgen. Es sind dies 
folgende Arten : 

1. Glyptostrobus erscheint in Grönland im Urgon als Gl. grönlandicus und im 
Miocen als Gl. europseus und Gl. Ungcri, in der Jetztzeit, aber nur in China und Japan, als 
Gl. hctcrophyllus. Dieser Typus tritt also zuerst in der untern Kreide Grönlands auf, 
verbreitet sich in der miocenen Zeit über Europa, Amerika und Asien und ist zu dieser 
Zeit einer der häufigsten ßäume; in der jetzigen Schöpfung aber bleibt dieser Typus nur 
in Ost-Asien erhalten. Die genannten Arten stehen sich so nahe, dass ein genetischer 
Zusammenhang sehr wahrscheinlich ist. 

2. Der Sequoia Smittiana der untern Kreide steht die miocene S. Langsdorfii 
sehr nahe, welche in Grönland häufig und über ganz Europa verbreitet war. Sie findet 
sieh aber auch in miocenen Ablagerungen Asiens und Amerikas, während ihr lebender 
Repräsentant, die Sequoia sempervirens, auf Californien beschränkt ist. 

3. Aehnlich verhält sich der Typus der Sequoia Reichenbachi; er erscheint in 
der S. curvifolia schon im Wealden, erhält während der Kreidezeit eine allgemeine Ver- 
breitung, indem die Sequoia Reichenbachi in Grönland bis fast 71° und in Spitzbergen 
bis 78° nördl. Breite hinaufreicht und anderseits in Belgien, Süd-Frankreich, in Sachsen, 
in Böhmen, Mähren und Ober-Oesterreich zu den charakteristischen Kreidepflanzen ge- 
hört, im Miocen ist sie durch die S. Sternbergi vertreten, welche mir aus Island und 
neuerdings auch aus Grönland zugekommen ist und die damals in Europa eine grosse 
Verbreitung hatte. Jetzt findet sich die ähnlichste Art, nämlich die Sequoia gigantea 
(Wellingtonia), nur noch in Californien und zeigt auch da ein sehr beschränktes Vor- 
kommen; man kann wohl sagen, diese californischen Riesenbäume (Mammuthsbäume) 
ragen aus einem frühern Weltalter in die jetzige Schöpfung hinein und sind am Aus- 
sterben. 

4. Die Sequoia gracilis der Kreide Grönlands hat im Miocen in der Sequoia 
Couttsice eine homologe Art; diese nahm nicht nur in Grönland, sondern auch in Eng- 
land, in Südfrankreich und Norddeutschland Antheil an der Bildung der miocenen Wal- 
dung, reicht aber nicht in die jetzige Schöpfung. 

5. Von den Pinusarten des grönländischen Urgons ist keine Art im Miocen 
Grönlands in einer homologen Form nachgewiesen; wohl aber erscheinen im Miocen 
Spitzbergens zwei Arten (Pinus Dicksoniana und Pinus Malmgreni) welche zur selben 
Gruppe wie die Pinus Crameri gehören und in der Jetztwelt in der P. canadensis und 
Tsuga nahe verwandte Repräsentanten haben. 

Wenn wir über die klimatischen Verhältnisse Grönlands zur Urgonzeit Aufschlüsse 
erhalten wollen, werden wir diejenigen Gattungen zu berathen haben, welche noch in 
der jetzigen Schöpfung in homologen oder doch verwandten Arten vorkommen. Wir 
können sie nach ihrem klimatischen Charakter in drei Gruppen bringen: in temperirte, 
tropische und in subtropische Formen. Letztere finden sich in den Ländern, welche 
unmittelbar an die Tropen sich anschliessen, nämlich die Maderensischen und Canarischen 
Inseln, Florida, Chile, Cap und nördl. Neuseeland. Zu den Tropenformen gehören: 
Oleandra aretica und Gleichenia rigida; aber auch die Cycadeen sind hieher zu rech- 
nen, denn die den Grönländer Zamites ähnlichsten Arten bewohnen jetzt das tropische 



14 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCIIEN ZONE. 

Amerika. Zu den subtropischen zählen wir das Adiantum formosum wie diejenigen Gleiche- 
nien, welche in Chile, am Cap oder in Neuseeland ihre nächsten Vettern haben, also die 
Gleich. Giesekiana, Gl. Zippei, Gl. longipennis, Gl. acutipennis, Gl. delicatula und Gl. micro- 
mera. Die Nadelhölzer, die Torreyen, Glyptostrobus, die Sequoien und der älteste Laub- 
baum (Populus prima3va) haben im wärmeren Theil der gemässigten Zone ihre nächsten 
Verwandten. Die Urgonflora Grönlands zeigt uns daher eine Mischung der Pflanzentypen 
<lcr Tropen und der Länder, welche zunächst an die Tropen angrenzen, mit einzelnen Arten 
(nämlich das Asplenium Johnstrupi, A. Dicksonianum, der Osmunda und Pinus Crameri) 
welche in verwandten Formen in die gemässigte Zone reichen, die indessen aus tropischen 
oder doch subtropischen Gegenden keineswegs ausgeschlossen sind. Die ausgestorbenen 
Gattungen haben ein tropisches Gepräge, so Dictyophyllum, Danacites, Acrostichites, Baiera, 
Jeanpaulia, Sclerophyllina und Eolirion, indem nur in der heissen Zone Formen •vorkommen, 
welche mit ihnen verglichen werden können. Wir werden daher zu der Annahme ge- 
führt, dass die Halbinsel Noursoak (bei 70 bis 71° n. Br.) in der Urgonzeit ein ähnli- 
ches Klima gehabt hat, wie es jetzt an der Grenze der Tropenwelt besteht, etwa wie 
die canarischen Inseln und das nördliche Egypten und werden die mittlere Jahrestem- 
peratur nicht unter 21° bis 22° C. setzen dürfen. 

Es hat Schenk aus der Wernsdorfer Flora geschlossen, dass damals in den Nord- 
karpathen ein tropisches Klima herrschte. Der klimatische Charakter der Wernsdorfer 
Flora ist nicht verschieden von dem der Grönländer Pflanzen. Allerdings sind die Cy- 
cadeen etwas zahlreicher, wogegen die Farn ganz zurücktreten. Dies dürfte aber von 
localen Verhältnissen herrühren; sind ja auch in Grönland die Farn in Ekkorfat nur 
sparsam vertreten. Wir dürfen die Ursache um so weniger in einem klimatischen Un- 
terschied suchen, da gerade die Farn der Komeschichten dieser Flora einen südlichen 
Charakter aufprägen. Obwohl Noursoak um zirka 20 Breitengrade nördlicher liegt als die 
Fundorte der Wernsdorferpflanzen, hat die Flora dort im Wesentlichen denselben kli- 
matischen Charakter und es scheinen demnach die höhern Breiten auf die Vertheilung 
der Wärme zu jener Zeit noch keinen erheblichen Einfluss ausgeübt zu haben. 

Ganz anders verhält sich die miocene Flora Grönlands. Es sind aus derselben die 
Cyeadeen völlig verschwunden und von den vielen Farn, die uns in den Komeschichten 
begegnen, kann einer einzigen Art (der Osmunda petiolata) eine miocene zur Seite 
gestellt werden. Die Oleandren und die so zahlreichen Gleichenien haben sich weder 
im Miocen Grönlands noch Europas erhalten. Die tropischen Formen sind gänzlich 
verschwunden und von den subtropischen sind nur die Nadelhölzer, welche von der sub- 
tropischen bis in die gemässigte Zone hineinreichen, in die miocene Flora Grönlands über- 
gegangen. Ich hatte früher aus dem Charakter der Grönlander Flora geschlossen, dass zur 
untern miocenen Zeit die mittlere Jahrestemperatur von 70° n. Br. auf wenigstens 9° C. 
gestanden haben müsse. x ) Die spätem Entdeckungen in Grönland und in Spitzbergen 2 ) 
haben gezeigt, dass wir für die miocene aretische Zone eine noch höhere Temperatur anneh- 
men müssen, um die Erscheinungen der dortigen Pflanzenwelt befriedigend zu erklären. Wir 

*) Vgl. meine Flora fossilis aretica I. pag. 72. 

-) Vgl. die miocene Flora und Fauna Spitzbergens. Kongl. Svenska Vetenskaps-Aead. Handl. Bd. 8. N:0 7, 
und contributions to the fossil Flora of Nortli-Greenland. Phil. Trans. 1869. 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAR. BAND. 12. N:0 6. 15 

müssen dein Eisfiord Spitzbergens (bei 78° n. Br.) eine Jahrestemperatur von wenig- 
stens 8° C, und Grönland bei 70° n. Br. etwa ll 1 ^ C. zutheilen. 

Die Schweiz war zur selben Zeit mit einer subtropischen Vegetation bekleidet, und 
ich glaube es sehr wahrscheinlich gemacht zu haben, class sie bei 47° n. Br. eine 
Jahrestemperatur von 21° hatte. l ) Darnach hatte zur Miocenzeit eine zonenweise Ver- 
keilung der Wärme statt und es betrug die Abnahme der Temperatur nach Norden 
auf den Breitegrad 0,'.v° C, wenn wir die miocene Temperatur der Schweiz und Spitz- 
bergens zu Grunde legen. 

Wenn nun aber zur miocenen Zeit, wie dies unzweifelhaft aus der Vergleich uno- 
der Flora hervorgeht, eine Abnahme der Wärme nach den Breiten Statt hatte, während 
dies noch in der Urgonzeit nicht der Fall war, fragt sich, wann diese Ausscheidung der 
Klimate auftrat. Wir haben zu diesem Zwecke die Flora der obern Kreide zu* berathen, 
zu deren Untersuchung wir uns wenden wollen. 



B. Flora der Atancschichtcii. 

Auf der Südseite der Halbinsel Noursoak treten ganz ähnliche schwarze Schiefer 
auf wie auf der Nordseite. In denselben entdeckte zuerst Nordenskiöld fossile Pflanzen 
und hat ihre Lagerungsverhältnisse in seinem Bericht über die Expedition nach Grön- 
land besprochen. 2 ) Die reichste Lagerstätte dieser Pflanzen liegt am Fusse des Hügels 
von Atanekerdluk, welcher in einer Höhe von 1200 Fuss ü. M. die reiche miocene 
Flora geliefert hat. Das von Nordenskiöld mir mitgetheilte Profil zeigt folgende Reihen- 
folge der Lao-er, nämlich von unten nach oben: > 

1) Basalt, ähnlich dem Hyperit Spitzbergens; 2) sandiger glimme.rhaltender Schie- 
fer; 3) etwa 200 Fuss ü. Meer ein schwarzer Schiefer, welcher die Kreidepflanzen enthält; 
4) Sandstein; 5) Basaltlager; 6) Sandstein und Sand, hier und da von Schieferbändern 
durchzogen in grosser Mächtigkeit; einige Basaltgänge haben die Sandmasse durch- 
brochen; 7) bei 1200 Fuss ü. M. beginnen die eisenhaltenden Gesteine, welche die reiche 
miocene Flora einschliessen. An einer Stelle fand Nordenskiöld aufrechte Baumstämme, 
deren Wurzeln sich in einem Thonbett ausbreiten, und er konnte so die schon von Ingle- 
lield gemachte Beobachtung, dass die Bäume hier gewachsen sein müssen, bestätigen. 8) 
Auf dieses miocene Pflanzenlager folgt Sand, dann Basalt und wieder Sand, der aber 
von einem, vielleicht 2000 Fuss mächtigen, Basaltlager bedeckt ist. 

Dieselben Schiefer mit Kreidepflanzen fand Nordenskiöld in Atane am Waigat 
nordwestlich von Atanekerdluk. Hier treten 450 Fuss ü. M. horizontale Lager eines 
harten Sandsteines auf, bei 600 Fuss ü. M. Thonschiefer, welcher mit hartein Sandstein 
alternirt. Bei 650 Fuss ü. M. ist ein Kohlenlager, das auf feinem Schiefer (der Pflan- 
zenabdrücke und Harzkörner enthält) ruht, und mehrmals mit solchem Schiefer wechselt. 
Bei 900 Fuss ü. M. folgt ein zwei Fuss mächtiges Kohlenlager, darauf ein 50 Fuss 



*) Anm. Flora .ertiaria Helveti« III. S. 327. 

2 ) Anm. Vgl. Nordenskiöld, Redogörelse för en Expedition tili Grönland är 1870, S. 77. Geol. Magaz. 
1S72, S. 55. 



16 



OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 



mächtiges Sandsteinlager, dann Thonschiefer und wieder Sandstein und oben Basalt. 
Die Schiefer von Atane zeichnen sich theilweise durch eine eigenthümliche blaugraue 
Farbe der Bruchflächen aus und der Sandstein durch sein feines Korn und bräunliche 
Farbe. Sic gehören nach Nordenskiöld zu demselben Horizont wie die Kreideschiefer 
von Atanekcrdluk, und er fasst dieselben unter dem Namen der Ataneschichten zusammen. 

Die meisten Pflanzen liegen in Atane und in Unter- At aneker dluk l ) im schwarzen 
Schiefer. Es bricht derselbe sehr unregelmässig und lässt sich nicht leicht in grössere 
Platten spalten. Die Pflanzen sind stark zusammengepresst und in der Regel ist die orga- 
nische Substanz verschwunden; es ist daher in den meisten Fällen schwer zu sagen, ob die 
Blätter lederio- oder hautartig o- e wesen sind. Es liefen die Pflanzenreste stellenweise in «tos- 
ser Zahl beisammen und öfters sind mehrere Arten auf demselben Steine. Die reichste Loka- 
lität ist Unter- Atanekerdluk. Sie hat 55 Pflanzenarten geliefert, von denen einzelne in 
grosser Menge auftreten, während andere nur vereinzelt erscheinen. — Viel ärmer ist Atane, 
indem hier erst 9 Arten gefunden wurden, nämlich: Otozamites grönlandicus, Thuites 
Pfaffii, Credneria, Sapindus prodromus, Leguminosites atanensis, Proteoides granulatus, 
Pr. crassipes und Pr. longus und Sequoia fastigiata. Dabei ist es sehr auffallend,. dass 
7 dieser Arten Atane eigentümlich sind und nur die zwei zuletzt genannten auch in 
Atanekcrdluk vorkommen. Es kann sich daher fragen, ob Atane wirklich genau dem- 
selben Horizonte angehöre, wie Unter-Atanekerdluk. Ich vermuthe, dass es etwas 
jünger sei. 

Atanekerdluk gegenüber liegt auf der andern Seite des Waigat die als Kudliset 
bekannte Localität, die uns schon früher eine Zahl von miocenen Pflanzen geliefert hat. 
Nordenskiöld vermuthet, dass ein dunkelfarbiger, graushewarzer Sandstein, der- dort 
ansteht, zu den Ataneschichten gehöre. Die meisten Pflanzenreste, die er von da mit- 
brachte, sind unbestimmbar, doch findet sich darunter, ausser einer neuen Pecopteris, 
der Proteoides longus und Arundo grönlandicus, die in der That die Vermuthung Nor- 
denskiölds bestätigen. Folgendes Verzeichniss gibt eine Uebersicht der bis jetzt in den 
Ataneschichten beobachteten Arten : 



Verzeichniss der Pflanzen der Ataneschichten. 



Gemeinsam mit, der 
untern Kreide. 



Gemeinsam mit der 
obern Kreide. 



Zunäehst verwandte 
tertiäre Arten. 



Zunächst ve-wandte 
lebende Arten. 



1. Asplcnium Focrstcri Del). 

2. Nordstromi m. 

3. Pecopteris striata Stb 

4. aretica Hr. ... 

5. Pfai'Iiana m 

G. denticulata m. 

7. argutula m. ... 



Komeschichtcn. 



Aachen. 



Sachsen, Regensburg. 
Gosau Formation bei 
St. Wolfgang. 



A. Adiantum nigruin L, 



Cyathcites debilia Sap. 
Sezanue. 



l ) Anra. So wollen wir die Localität mit den Kreideversteiuerungen nennen, Ober-Atauekerdluk aber die Fund- 
stätte der miocenen Pflanzen. 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAR. BAND. 12. N:0 6. 



17 




Gemeinsam mit der 
untern Kreide. 



8. 
9. 

10. 

11. 

112. 
13. 
14. 
15. 
IG. 
17. 
18. 

19. 

20. 
21. 
22. 
23. 



Pecopteris bohcmica, Cord. 

kudlisetiaua m. 
GIcichcnia Zippei Cord. sp. 

acutiloba Hr. 

gracilis m 



Osmunda Öbergiana m 

Cycadites Bicksoni m 

Otozamites grönlandicus m 

Salisburea primordialis m ;., 

Thuites Pfaflü m 

Widdringtonites subtilis m 

Sequoia Reichenbachi Gein. sp.j 



Komeschichten. 



Komeschichten. 



rigid 



a m. 



fastigiata Stb. sp 

subulata m 



Komeschichten 
Wernsdorf. 

Komeschichten. 



Pinns vaginalis m. 



24. Qucnstedti 



in. 



~°- Staratschini Hr. 

26. Arundo grönlandica m. 

27. Sparganiuin cretaceum m. 

28. Zingiberites pulchellus m. 

29. Populus Berggreni m. 

30. hyperbqrea m 

i ol - st .vgia m 

32. Myrica thulensis m 

33 - ■ Zeukeri Ett. sp 

34. Ficus protogrea m 

35. Sassafras arctica m 

06. Proteoides longus m.... 

37. 

38. 

39. 



crassipes m 

vexaus m 

' granulatus m 

40. Credneria Sp 

41. Andromeda Parlatorii Hr 

42. Bermatophyllites borealis m 

43. Diospyro« prodromus m 

44. Myrsine borealis m 

45. Panax crctacea m 

46. Chondrophyllum Nordenskiöldi m. 

orbiculatum m. . 
4 S. Magnolia Capellinii Hr 



49. 



alternans Hr 



50. Myrtophyllum Geinitzii Hr | 

K. Vet. Akad. Handl. B. 12. N:o 6. 



Geineinsam mit der 
oberu Kreide. 



Zunächst verwandte 
tertiäre Arten. 



Boeh 



inen. 



Boehmen Gosau For- 
mation der neuen 
Welt, Quedlinburg. 
Quedlinburg. 



Zunächst verwandte 
lebende Arten. 



G. pedalis Kaulf. Chile 



Heerii Gaud. 



Sachsen, Boehmen, 
Moletein, Quedlinburg, 
Belgien, Südfrankreich 

Böhmen, Moletein. 



Moletein. 



O. regalis L. 



S. adiantoides Ung. S. adiantifolia Japan. 



S. Sternbergi. 



S. gigantea Ld. 



sp. 



Ar. Goepperti. 
Sp. valdense Hr. 

P. mutabilis Hr. 
P. Gaudini F. O. 



P. pseudostrobus und 

macrophylla Ld. Aus 

Mexiko. 

A. Bonax. L. Süd- 
Europa. 
Sp. ramosum. Europa. 

P.euphratica. Ol. Orient, 
id. 



M. acuminata Ung. 



S. Ferretiana Mass. 



S. officinarum. N. Nord 
amerika. 



Nebraska. 



~ { 



Nebraska. 

id. 
Moletein. 



B. vetusta Hr. Skopau, 

P. circularis Hr. 
Oeningen. 



18 



OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCIIEN ZONE. 





Gemeinsam mit der 
untern Kreide. 


Gemeinsam mit der 
obcrn Kreide. 


Zunächst verwandte 
tertiäre Arten. 


Zunächst verwandte 
lebende Arten. 


51. 

52. 
53. 
54. 
55. 
56. 
57. 
58. 
59. 
60. 
61. 
62. 


Metrosidcros pcregrinus m 




"' { 


• 
M. calophyllum Ett. ( 
Hcering. \ 

S. falcifolius A. Br. { 


W. polymorpha Gaud. 
Sandwich Inseln. 

S. marginatns und S. 
Surinameusis Bir. 




Wi 




Lcgumino9ites prodromus m. ... 


m 

















1 


























' 













' 






Carpolithes scrobiculatus m 

















Von den 62 Arten, welche uns aus den Ataneschichten bekannt geworden, finden 
sich 5 Arten in den Komeschichten, von denen sie aber nur die Gleichenia gracilis aus- 
schliesslich mit. dieser theilen, indem die Sequoia rigida auch in der Kreide Spitzber- 
gens sich findet, und die Sequoia Reichenbachi, Gleichenia Zippei und Pecopteris aretica 
auch in der'obern Kreide Europas zu Hause sind. Mit der obern Kreide Europas haben 
die Ataneschichten 11 Arten gemeinsam, von denen 8 aus der untern Kreide unbekannt 
sind. Schon dies weist die Ataneschichten in die obere Kreide, nicht weniger aber das 
ganz andere Verhältniss, in welchem die Hauptgruppen auftreten, wie dies schon früher 
erwähnt wurde. Von den 62 Arten gehören 13 zu den Farn, 2 zu den Cycadeen, 10 
zu den Coniferen, 3 zu den Monocotylcdonen und 33 zu den Dicotyledonen, so dass 
diese zu den dominirenden Bäumen geworden sind. Leider sind die Pflanzen der ver- 
schiedenen Abtheilungen der obern Kreide noch so wenig bekannt, dass wir nicht mit 
voller Sicherheit bestimmen können, in welche Stufe die Ataneschichten einzureihen 
sind; immerhin dürfen wir aber sagen, dass sie wahrscheinlich in die unterste Stufe, 
ins Cenoman, gehören. Es theilen nämlich die Ataneschichten mit dem untern Qua- 
der von Sachsen, Böhmen und Mähren, der zum Cenoman gehört: Die Pecopteris striata, 
P. boheinica, Gleichenia Zippei, Sequoia Reichenbachi, S. fastigiata, Pinus Quenstedti, 
Myrica Zenkeri und Myrtophyllum Geinitzii, also 8 Arten, von denen freilich die Glei- 
chenia Zippei und Sequoia Reichenbachi bis ins Senon hinaufreichen. Diese 2 Arten 
erscheinen auch in dem dazwischen liegenden Turon (Gosauformation) nebst der Pe- 
copteris aretica, und das Aspleniuin Foersteri und die Gleichenia acutiloba gehören dem 
Senon an. Die meiste Aehnlichkeit hat die Grönländerflora mit derjenigen von Moletein 
in Maehren; nicht nur theilt sie mit derselben die Pinus Quenstedti, Sequoia Reichen- 
bachi, S. fastigiata und Myrtophyllum Geinitzii, sondern es finden sich auch hier die 
Gattungen Ficus, Credneria, Magnolia und Chondrophyllum in zum Theil nahe ver- 
wandten Arten. ' i 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLIMGAB. BAND. 12. N:0 6. 19 

Vergleichen wir die Flora der Ataneschichten mit derjenigen der amerikanischen 
Iu-c.de, w,e s,e ans Nebraska nnd Kansas nns bekannt geworden ist, werden wir we- 
nigstens emige Anknüpfungspunkte finden. Im Westen der vereinigten Staaten ist ein 
grosses Gebiet mit Ablagerungan der Kreidezeit bedeckt. Es zieht vom Golf von Mexiko 
durch das Becken des Mississipi hinauf, nimmt die rechte Seite des Missouri ein und 
kann bis zur arctischen See (am Mackcnzie) verfolgt werden. Nach Haydek ■) gehören 
diese Ablagerungen der obern Kreide vom Cenoman bis Senon an. Er unterscheidet 
eine obere und eine untere Serie, die er wieder in 5 Gruppen (Dakota, Fort Ben on 

und Td r\ f" Hm) ' ab - thdlt - S!e -igen ei,' e fast horizotale La™ 

und sind "«'-gegen das Felsengebirge allmälig ansteigend. Es war dieses grosse marine 
Becken in Ost und West von Bergen eingeschlossen und stand nur mit dem Golf von 
Mexiko und anderseits mit der arctischen See in Verbindung. 1« den Ablagerungen 
dieses grossen Seebecken, wurden von' den amerikanischen Geologen zahlreich T Fer- 
verstenierungen „nd in der Dakotagruppe an mehreren Stellen auch Pflanzen "d t 
E hat Haydek zuerst auf dieselben aufmerksam gemacht; ■) spater haben Dr. Ne„ n 
Prof. Margot,, Prof. Capellin! und Dr. Leconte und in neuester Zeit L. Lesqueke, x 
diese Fundstatten besucht und viele Pflanzenreste gesammelt. Es seheint hS TTehr 
Ima iger Uebergang von der obern Kreide zum Tertiär Statt gefunden zu haben und 
manche Muschelarten welche in Europa mit der Kreide erlöschen, scheinen hir ins 
Tertiär hinauf zu reichen. Die Stellung der Grenzschichten ist hie daher noch viel 
fach zwcfclhaft und nicht genügend ermittelt. Die Flora hat einen auffallend tertiär! 
Charakter; sie schhesst sich nahe an die miocene Flora jener Gegenden und durch ieTe 
an dm lebende Pflanzenwelt Amerikas an. Von der Flora der Komeschichten Grönland 
weicht sie völlig ab ; es sind fast alle Gattungen verschieden; dagegen theil sie mit d 

ith M;trt n n -- vier fr r lich: Sequoia *^^**j£?&. 

latorn Magnoha Capellinn und M. alternans, und eine Zahl von Gattungen nämlich- 
Pecopteris Sequoia, Populus, Ficus, Proteoides, Credneria, Diospyros und Sa afräs S t 
steht zu derselben in ähnlicher Beziehung wie zu derjenigen vo" Molelein 

Das Seite 16 mitgetheilte Verzeichniss gibt eine üebersicht der Arten der Alane 
hebten. Die Farnkräuter sind zwar noch durch eine beträchtliche Artenzahl ve 
treten, doch ist keine einzige Art häufig zu nennen. Die Pecopteris aretica Gl ichen ä 
Zippei und Gl. gracilis, welche in den Komeschichten eine wichtige Rolle spiele, sid 
sehr selten und nur in wenigen Blattfetzen gefunden worden ;%bcn S0 de X'rl he 
Glcchcma acutiloba. Das Asplcnium Foersteri ist der Repräsentant des A 1)1 X 
nn nähert sich dem lebenden A. adiantum nigrum; Z T£££ sS °Z T 
} X^ m »»■"• V °" < le ° zahlreichen Pecopteris Arten gehören die P. Pfaffiana w"ht 

») kZ' ^1-Hatmn, ö/ologieal Survey of Wyoming. Washington 1871 S87 

Denkschriften 18 66 Prof. N*™,aBY TSZZ ^ ÄÄ t/ff/' ^^ 

Hayden, Geolog. Survey of Montana Washino-t™ 1979 * oqr "y° miü 8- S. 94. L. Lesquereux in 
ganzen fvird näoLens von ^inelnÄ ZZ^1*%Z ^'^ "^ «"« 

Nn^Lt H~in ^ Ck'ix Ap" M» """ " ^ *"* * *" A ^ ° f ^ *•— <* 



20 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

scheinlich zu Asplenium, P. bohemica und Kudlisetensis aber vielleicht zu Matonidium. 
Die Osmunda Übergiana hat in den Komeschichten in der 0. petiolata, im Tertiär in 
der Osmunda Heerii Gaud. und in der Jetztwelt in der 0. regalis L. eine nahe ver- 
wandte Art. 

Unter den Cycadeen erscheinen die Zamieen nur in Einer Art und auch diese ist 
äusserst selten und bis jetzt nur in einem, nach seiner systematischen Stellung noch 
nicht völlig gesicherten Blattfetzen gefunden worden; es tritt aber in dem Cycadites 
Dicksoni ein neuer, unzweifelhafter Typus dieser Familie auf, der indessen selten ist und 
in der Kreide wieder erlischt. 

Die Nadelhölzer spielen .auch in den Ataneschichten eine wichtige Rolle und zwar 
ist hier die Sequoia subulata der dominirende Baum, dessen zierliche Zweige ganze 
Steine erfüllen; viel seltener war die S. fastigiata, S. Reichenbachi und die steifblättrige 
S. rigida. Niedliche dünne Zweige besass der Widdringtonites subtilis und auffallend 
grosse Nadeln Pinus Staratschini, die auch in Spitzbergen gefunden wurde. Eine ganz 
andere Tracht besass die Salisburia primordialis, dieser merkwürdige Pflanzentypus, der 
nur in einer einzigen Art lebend bekannt und in Japan zu Hause ist. Dieser steht 
durch die tertiäre S. adiantoides mit der Kreideart in Verbindung, von der ich nicht 
nur das Blatt, sondern auch den Samen und die Frucht nachweisen konnte. 

Die Monocotyledonen sind selten, am öftersten noch erscheint ein Rohr, sehr ähn- 
lich dem italienischen Rohr, das in einer sehr ähnlichen Art im Miocen eine sehr grosse 
Verbreitung hatte; auch das Sparganium schliesst sich nahe an eine lebende Art der 
ircmässin-ten Zone an, während der Zimnberites an südliche Formen erinnert. 

Es ist eine der wichtigsten Thatsachen, deren Ermittlung wir der Kreideflora 
Grönlands zu verdanken haben, dass in der aretischen Zone wie in Mitteleuropa die 
Dicotyledonen in der obern Kreide beginnen und schon in der ersten Stufe in einer 
ganzen Zahl verschiedenartiger Formen erscheinen. Aus Europa sind keine Dicotyle- 
donen aus der untern Kreide (Neocom und Urgon), auch keine aus dem Gault bekannt; 
in Grönland haben wir allerdings eine Art in den Komeschichten gefunden (Populus 
primaeva); sie ist aber sehr selten und bildet nur 1 / 75 der Flora, in den Ataneschichten 
dagegen sind die Dicotyledonen die häufigsten Pflanzen und sie bilden die Hälfte 
sämmtlicher Arten. Beachtenswerth ist, dass die meisten Arten unzertheilte und ganz- 
randige Blätter haben, eine Eigenthümlichkeit, welche Lesquereux auch an den Nebraska- 
blättern hervorhebt. 1 ) Indessen fehlen zusammengesetzte Blätter, bei welchen die Blatt- 
fläche weiter abgegliedert ist, keineswegs. (Sapindus und Leguminosites.) 

Der einzige Laubbaum der Komeschichten (des Urgon) ist eine Pappel und zwar 
aus der Gruppe der Lederpappeln. Zu dieser gehören auch die Pappeln der Atane- 
schichten, welche zu den häufigsten Pflanzen dieser Formation gehören. Es haben diese 
Pappeln wahrscheinlich die Flüsse und Seen umsäumt. Sie stellen den ältesten uns bis 
jetzt bekannten Typus der Dicotyledonen dar, von welchem aber jede Brücke zu einer 
tiefer stehenden Pflanzengruppe fehlt. Dasselbe gilt aber auch von den übrigen Dico- 
tyledonen und es ist beachtenswerth, dass dieselben auf 16 Familien sich vertheilen, die 



/ ' 



') Anm. Geolog. Surv v ey of Montana. S. 319. 



«wol. sv. v ET . ÄKAW „ HANDLINGAU _ BAro |2 no 6 _ 

nn Systeme weit aus einander liefen 12 A,. f i 

eineen, 2 zu den Myriceen, 1 zu L" Moreen . ß T" r" ^ ^^" < 3 * u <ie " Sali- 
u.Kl 1 zu den Polygoneen), 4 zu den Gam „lL fo ^ UI ™. en < 4 zu den P-'oteaeeen 
smeen und 1 zu den Ebenaceen) und 13 ZT i, t" Encacee ». 1 m den Myr- 
<lon Ampelideen, 2 zu den Ma»nö,iace en 2 , A ^* rf * ^ « ''en Araliaceen, 2 zu 

1 zu den Anacardiaeeen und 6 zu den r' % rta <^n, 1 zu den Sapindaeeen 

-Vind Flora von Mo.ete^lf on Le i:~ n) ' ^ *" U ^"-* 
reicht durch das Tertiär bis in die i e L ff ° ^zahl der Gattungen (12) 
gen konnten wir auch die Frucht od r Irnchkefche^ T^ ^ * ^ Gatt °- 
Myr.ca, D.ospyros, Panax), s0 dasa sie J s ^1 tlth f ^'f"' (V ° H Po| '" Ius ' Fi <^. 
».eben andere (Sassafras, Andromeda MyrSne M 7 m betmchtcu sind > wal '™d 
lius) nur auf die Blatter gegründe s nd , f ° '*' Mütl ' osk1 "^. Sapindus und 
Dazu kommen die Gattungen • <£ZJTV^ daher " ,cht dieselbe Sicherbei darbieten 
-%-topbynum und LegumV^ite t ™ drin J ^PM^s, ChondrophyC 
-,. -nnen und deren Stellung i,„ «."1^4*^ 

Wir haben schon früher dm.«»* i • 
nichtige Frage zu l ösen hat, cb^ÄfS* Ä f" f'^ ^ ^™ K ™ le di « 
Bieten begonnen hat oder nicht. Das v rliet J l£ ,* "^ dC '' P " latC nach d «" 
derselben noch nicht genügend doch .!] "' ' St z " einc e «&*«» Lösuno- 

punkte. Glücklicherweife sCV° S tiLl7 ^Zf^ ^ ^ A "« - 
«nd des Unter-Mioeen auf demselben 12 vereint T *" Urg ° n ' deS C ~« 

Veränderungen ausdrücken. -Nun ht es .1 k S ,' S ° d " SS sie rein die zeitlichen 
->, ten die tropischen Formen l OlSL " 7" ^ """ in ^ **^ 
Glc.chen.en, welche in den Komeschichten T am ' e " versc hwunden und die 

Nadelhölzer, welche auch in 7e n i «T"'? ^ ^ = e "' ord » sind. Die 
»««igten Zone entsprechen, haben Zl C tl T^ Warme ™;Theile S der ^ 
burea noch eine Erweiterung erfahren ÄSeM?"" ^ dUrCh *« Sa » " 
Popuus, Myrica, Sassafras, Panax, Mao„ö ia \1 d » K W<*°™ sind es die Gattungen: 
sandten Arten im wärmern Thei der VI "1 ^J "*' ^^ in den n ^ 8t fer- 
Ficus protogaea zu einer Gruppe o„ lf S ^ ZU Hause si "d, wogten de 

P-weltfln Indien) sich ünäet Z Ll^T ^\^ ^ nur inVe'VZ 
«-her zu stehen a]s dem > J « eh de, D.ospyros scheint den i„ dischen Arten 

nerh,n noch 3 Gleichenien, dann ei ozamitt e f„ C ~ ^ ™ ^ d ™ im " 
den A anesch.chten sich finden, so werden wTr dies " Flo" ^ e, ' n ^^''^rites in 

z« 2 . schreiben haben, als der miocenen FW C T , e ' mn snd] <^™ Charakter 

eschen und subtropischen Typen lerLt^t ^^ d " S I^ücktreten der 
dr Temperatur anzeigt Es tej^tl £ 2 Tzt * "1?*™^ ^ Ah ^™ 
Stufe der obern Kreide eine Aenderun^ im lr & F '° ra schon &* die unterste 

«"tischen Verhältnissen der Tertiärzeit F f T T ""'' ei " en üebe '^ng zu den k 
'"'t ,em Auftreten der Dicoty e one ^ zusamm Tt Aendenm « ^würdige i 

JCr Lnt -^l"ng S ge S chichte unseres P]" ""' b6ZeiChnet ei " e ^«g« W 



22 OSWALD HEER. DIE . KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

Wir haben früher gesehen, dass die Wernsdorfer Flora denselben klimatischen 
Charakter hat wie die Flora der Komeschichten, so dass die zwanzig* Breitengrade, um 
welche Letztere weiter im Norden liegen, keinen nachweisbaren Einnuss auf die Pflan- 
zenwelt ausgeübt haben. Vergleichen wir die Flora des cenomanen Moletein, das ungefähr 
in derselben Breite liegt wie die Wernsdoferschichten, x ) mit der Flora der Atane- 
schichten, so linden wir wohl einige übereinstimmende Arten und grossentheils dieselben 
Gattungen. Allein die Repräsentanten derselben Gattungen haben in Moletein viel 
grössere, üppiger entwickelte lederartige Blätter; so erscheinen die Magnolien und Cred- 
nerien mit wahrhaft riesenhaften Blättern, dazu kommen Lorbeerarten mit prächtigem 
Laub und eine Palme. 2 ) Es hat daher die Flora von Moletein ein südlicheres Gepräge 
als die Pflanzenwelt der Ataneschichten und lässt uns auf erin wärmeres Klima zurüpk- 
schliessen. Eine Vergleichung dieser mährischen Kreidefloren mit den grönländischen 
zeigt uns daher, dass die des Urgon sich anders verhalte als die des Cenoman, und dass 
die letztere eine Abnahme der Wärme nach den Breiten ankündigt, obwohl diese geringer 
war als zur Tertiärzeit. 

Weniger deutlich ausgesprochen ist dies in der amerikanischen Kreideflora. Die 
meisten Arten wurden hier in Kansas und Nebraska in einer Breite zwischen 40° und 
42° n. Br. gesammelt, 3 ) also in bedeutend südlicherer Breite als die Mährens. Dennoch 
treten unter diesen nur sehr wenige tropische und subtropische Formen auf. Es können 
einige Ficus Arten aus der Gruppe von Urostigma genannt werden, wie einige Magno- 
lien und Crednerien, welche ebenso grosse Blätter haben wie die von Moletein; aber 
Palmen und Cycadeen fehlen und die Gleichenien sind sehr selten. Ein paar Magnolien 
und eine Andromeda stimmen mit Arten Grönlands überein ? und die Sassafras, Populus 
und Proteoides erscheinen in verwandten Arten. Ihnen sind zahlreiche miocene Typen 
beigemischt, als Platanus, Liriodendron, Salix, Fagus und Quercus. Der klimatische 
Charakter dieser Pflanzen erscheint daher wenig verschieden von dem der Ataneschichten 
Grönlands, wie anderseits von dem der jetzigen Flora Jenes Landes unter denselben 
Breiten. Damit stimmt nun aber die Thierbevölkerung des grossen Binnenmeeres, das 
damals vom Golf von Mexiko bis zur arctischen See den amerikanischen Continent 



1 ) Anm. Es finden sich diese in der Gegend von Tetschen in Mähren, Moletein aber in der Nähe von 
Mährisch Trübau und Mährisch Altstadt, bei circa 50° n. Br. 

2 ) Eine Palme mit sehr grossen Eächerblättern (Flabellaria longirhachis tJng.) wurde auch in Muthmannsdort' 
bei Wiener Neustadt (im Turon) gefunden. 

3 ) Anm. Nach einer Mittheilung von Lesquereux hat Prof. Siiumard auch in Nord-Texas Kreidepflanzen 
gefunden; anderseits wurden welche in Minnesota bei 46° entdeckt, daher solche Pflanzen vom 33 — 4G° n. 
Br. vorkommen. Doch sind die in Texas gesammelten nie untersucht worden. 

Lesquereux meint, dass der allgemeine Charakter der Vegetation mehr durch die wässerigen Nieder- 
schläge als durch die Temperatur bedingt werde, und dass daraus das Aussehen der fossilen Flora Grön- 
lands erklärt w r erden könne. Er beruft sich dabei auf das Vorkommen von ein paar zarten Farn (Hymeno- 
phyllum und Trichomanes) in Süd-Irland, in selber Breite wie Nord-Labrador (Vgl. Hayden sixth annual 
report of the United States geolog. Survey of the Territories. 1873 pag. 358). Er hat aber dabei nicht 
bedacht, dass nicht allein die grosse Feuchtigkeit der Luft, sondern noch mehr die durch den Golfstrom 
bedingten warmen Winter das Vorkonimcn dieser üppigen Farnvegetation Süd-Irlands bedingen. Es würde 
dieselbe sogleich zerstört, wenn ein einziger Nordlabrador Winter über diese Gegenden käme. So wichtig 
auch das Wasser und namentlich die Vertheilnng desselben über die Jahreszeiten für das Gedeihen der 
Pflanzen ist, bleibt doch die Wärme der Haupt-ltegulator ihrer Verbreitung, da alle Pflanzen ein bestimmtes 
Maass von Wärme zu ihrem Leben bedürfen. 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS UANDLINGAR. BAND. 12. N:0 6. 23 

durchzog, keineswegs überein. Nicht nur war dasselbe von grossen und zahlreichen 
Ccphalopodcn bevölkert, sondern auch von riesengrossen Sauriern belebt. In der Dakota- 
gruppe seheinen sie allerdings seltener zu sein, doch hat Prof. Cope allein aus der 
Niobrara Gruppe 22 Arten beschrieben; l ) es sind darunter crocodilartige Thiere, welche 
40 bis 50, ja bei Mosasaurus und Liodon sogar bis 75 Fuss Länge erreichten. Diese 
gewaltigen Saurier, wie die riesenhaften Schildkröten, setzen eine höhere Temperatur 
voraus als sie jetzt in diesen Breiten gefunden wird. Es kann sich daher fragen, ob 
die Pflanzen von der Küste stammen oder vielleicht von den Gebirgen ins Meer ver- 
schwemmt wurden und sie diesem Umstände ihren nordischen Charakter verdanken. Es 
kann dafür ihr nesterweises Auftreten angeführt werden. Auf Tagreisen weit sieht man 
keine Spur derselben, dann treten wieder Stellen auf, wo sie in grosser Zahl das Gestein 
erfüllen. Das wären die Stellen, wo Flüsse oder Bäche ins Meer ausmündeten, .und diese 
hätten die Pflanzenreste von den Bergen, vielleicht qua beträchtlicher Höhe ins Meer 
verschwemmt, in dessen Sehlamme sie abgelagert wurden. Dass öfter viele Blätter der- 
selben Art beisammen liegen, würde nicht dagegen sprechen, da bei- grossen Regen- 
güssen die Blätter eines Waldes oft massenhaft fortgeschwemmt werden. Ist diese & Er- 
klärung zulässig, würden die besprochenen Pflanzen eine Gebirgsflora darstellen oder 
derselben doch eine ganze Zahl von Gebirgspflanzen beigemischt sein, welche ihren eigen- 
thümlichen Charakter bedingen. 

^ Da das amerikanische Binnenmeer zur obern Kreidezeit mit der aretischen See in 
Verbindung stand, wird dieses auf seine Temperatur eingewirkt haben. Anderseits aber 
wird durch seine Verbindung mit dem mexikanischen Meerbusen auch eine warme 
Seeströmung nach Norden Statt gefunden haben, welche wohl ihren Einfluss bis nach 
Grönland ausgedehnt haben mag. Da indessen zur untern Kreidezeit dieses Kreidemeer 
gefehlt hat, indem die Ablagerungen der Dakotagruppe unmittelbar auf dem Perm 
und Carbon aufruhen, können wir von diesem Kreidemeer keineswegs die höhere Tem- 
peratur Grönlands herleiten. 



Zweiter Abschnitt: Kreideflora von Spitzbergen. 

Das Auffinden von Kreide-Versteinerungen in Spitzbergen gehört zu den neuesten 
Entdeckungen Noedenskiölds. Er untersuchte Anfangs August 1872 aufs Neue die öko- 
logischen Verhältnisse des Cap Staratschin im Eisfiord, über welche er in meiner mio 
cenen Flora und Fauna Spitzbergens (pag. 13) einen ausführlichen Bericht <r e cr e ben 
hatte Die miocenen Felslager, welche im Sommer 1868 eine überaus reiche Ausbeute 
geliefert hatten, waren schwer wieder zu finden, so grosse Zerstörungen hatten die Kälte 
und das Wasser veranlasst, und es wurden nur wenige Pflanzen gesammelt. Zum Ersatz 
entdeckte aber Noudenskiöld am Sandstenkamm, ganz nahe am Cap, eine Ablagerung 
mit fossilen Pflanzen, welche durch ein thoniges Sandsteinlager von 2000 bis 3000 Fuss 
Mächtigkeit von den miocenen Schiefern getrennt ist und von der er vermuthet, dass sie 

) Vgl. Hayden, Geolog. Survey of Montana für 1871. S. 319. 327. 



24 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

den Komeschichten Grönlands entspreche. Die Untersuchung der gesammelten und 
mir zur Untersuchung übersandten Pflanzen bestätigt, dass sie der Kreide angehöre. 
Das Gestein ist freilich sehr verschieden von dem Grönlands. Es ist ein sehr harter, 
thonreicher, grauer Sandstein, der sehr unregelmässig spaltet und eine rauhe Bruch- 
fläche hat. Die Pflanzen liegen sehr vereinzelt in demselben und meist in kleinen 
Bruchstücken, welche in dem rauhen Gestein schlecht erhalten sind. Wahrscheinlich 
wurden sie durch einen Bach hergeschwemmt, denn es findet sich keine Spur 
von marinen Gebilden. Die häufigste Pflanze ist ein Nadelholz, die Sequoia Reichen- 
bachi, die zudem' am besten erhalten ist und in zahlreichen beblätterten Zweigen, die 
zum Theil von ansehnlicher Grösse sind, mir vorliegt. Ein Zweig ist noch mit den 
männlichen Blütenkätzchen versehen und sagt uns, dass er jedenfalls nicht aus grosser 
Ferne hergeschwemmt sein kann. Die zahlreichen verkohlten Hölzer rühren wohl 
grösstentheils von diesem Baume her, welcher am Cap Staratschin (78° n. Br.) zur 
Kreidezeit einen Wald gebildet haben wird. So zahlreich die mir übersandten Stücke 
waren, ist doch die Zahl der Arten gering. Das Verzeichniss zeigt uns 16 Arten. Von 
diesen finden sich 6 in den Komeschichten Grönlands, nämlich: Asplenium Boyeanun?, 
A. Johnstrupi, Sclerophyllina cretosa, Sequoia Reichenbachi, S. rigida und Pinus Peterseni. 
Dabei ist aber beachtenswerth, dass 2 dieser Arten, nämlich die Sequoia Reichenbachi 
und S. rio-ida zugleich auch in der obern Kreide Grönlands erscheinen: dazu kommen 
noch drei Arten (Pinus Quenstedti, Pinus Staratschini und Sequoia fastigia s ta) die bis 
jetzt ausschliesslich aus der obern Kreide bekannt sind. Es theilt daher Spitzbergen 
mit dieser im Ganzen 5 Arten (S. Reichenbachi, S. rigida, S. fastigiata, Pinus Quen- 
stedti und Pinus Staratschini). 

Mit der Kreide Europas hat Spitzbergen vier Arten gemeinsam, nämlich: die 
Sclerophyllina cretosa, Sequoia Reichenbachi, S. fastigiata und Pinus Quenstedti, von 
welchen die Sclerophyllina bis jetzt nur aus dem Urgon bekannt ist, während die Pinus 
Quenstedti und die Sequoia fastigiata nur aus dem Cenoman, und die Sequoia Reichen- 
bachi aus dem Urgon bis in das Senon der obern Kreide reicht. Es zeigt daher die 
Flora Spitzbergens eine auffallende Mischung der Arten der obern und der untern 
Kreide, so dass sie eine höhere Stufe einnehmen muss als die Flora der Komeschichten. 
Es fehlen ihr allerdings die Dicotyledonen, aber auch die Gleichenien und Cycadeen, 
welche in den Komeschichten Grönlands eine so wichtige Rolle spielen. Dies macht es 
wahrscheinlich, dass die Ablagerung der Kreideschichten des Cap Staratschin jünger ist 
als die Komeschichten, aber älter als die Ataneschichten; daher. man auf eine zwischen- 
liegende Stufe, und es wäre dies der Gault, schliessen darf, so weit sich dies aus dem 
immerhin noch dürftigen und in ein paar Arten noch nicht genügend gesicherten Ma- 
terial ermitteln lässt. 

Zur Vergleichung der klimatischen Verhältnisse Spitzbergens mit denen Grönlands 
zur Kreidezeit bieten die uns bis jetzt zugekommenen Pflanzen Spitzbergens erst einige, 
indessen wohl zu beachtende Anhaltspunkte. Die Gattungen Hypoglossidium, Sclero- 
phyllina, Thinfeldia und Phyllocladites sind ausgestorben, und wir können nur sagen, 
dass die den Phyllocladites am nächsten stehenden Pflanzen (die Phyllocladus-Arten) 
jetzt theils auf den Gebirgen von Borneo theils auf Neuseeland leben und die dem 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAR. BAND. 12. N:0 6. 25 

Hypoglossidium am ähnlichsten in der Mittelmeerzone. Das Asplenium Johnstrupi, 
die Sequoien, Pinus und Araucarien weisen auf den wärmern Theil der gemässigten 
Zone. Nehmen wir hinzu, dass die Gleichenien und die Cycadeen, welche in der un- 
tern Kreide Grönlands so häufig sind, in Spitzbergen fehlen oder wenigstens noch nicht 
gefunden sind, so kann man wohl daraus schliessen, dass der Eisiiord Spitzbergens zur 
Zeit der Ablagerung der Kreidefelsen kein so warmes, subtropisches Klima besass wie 
Grönland bei 70° n. Br. zur Urgonzeit. Es kann dafür weiter angeführt werden, dass 
die Kreideflora des Cap Staratschin der miocenen Flora des Eisfiordes in klimatischer 
Beziehung viel näher steht als die Urgonflora Grönlands der miocenen dieses Landes, 
indem die tropischen Formen fehlen. Sie verhält sich in dieser Beziehung ähnlich wie 
die Flora der Ataneschichten Grönlands; immerhin aber wollen wir nicht vergessen, dass 
die Zahl der uns aus Spitzbergen zugekommenen Ai'ten noch zu gering ist,' um schon 
sichere Schlüsse auf sie zu bauen, und dass hier nicht allein die Wärme, sondern auch 
die längere Winternacht, welche auf das Leben der Pflanzen einen grossen Einfiuss 
gehabt haben muss, in Betracht zu ziehen ist. Vielleicht hängt damit zusammen, dass 
Nordspitzbergen zur Tertiärzeit eine auffallend grosse Zahl von Nadelhölzern besass und 
dass diese auch in den Kreideablagerungen des Cap Staratschin über die Hälfte der 
Arten ausmachen. 

■ 
Dritter Abschnitt. Rückblikk. 

1. Durch die Sammlungen, welche die schwedischen Expeditionen aus Grönland 
und Spitzbergen nach Stockholm brachten, ist Grönland auf einmal, nebst Aachen (dessen 
Kreideflora aber immer noch ein verschlossenes Buch ist) die reichste Fundstätte für die 
Pflanzen der Kreide-Periode geworden und wirft auf die noch sehr wenig bekannte Flora 
dieses Weltalters ein ganz neues Licht. Wir haben in der vorliegenden Arbeit 140 
Arten Kreidepflanzen der aretischen Zone beschrieben. Die untere Kreide (Urgon) 
Grönlands ergab 75 Arten, die mittlere Kreide Spitzbergens 16 und die obere Kreide 
Grönlands (Cenoman) 62. Die Arten des Urgon vertheilen sich auf 15 Familien, die 
der obern Kreide auf 27. Obwohl wir aus dem Urgon mehr Arten erhielten und von 7 
verschiedenen Fundstätten, während aus der obern Kreide nur von zwei, zeigt diese 
uns .doch eine viel Grössere Mannigfaltigkeit der Formen. Es wird dies durch das Auf- 
treten der Dicotyledonen bewirkt und dass diese gleich in einer Reihe verschieden- 
artiger Familien aus einander gehen. Wir sehen daher, dass keine allmälige und un- 
merkliche Umwandlung der Pflanzentypen vor sich ging, sondern mit dem Cenoman 
die Entwicklung der Pflanzenwelt in eine neue Phase trat und mit den Dicotyledonen 
die am höchsten entwickelte Pflanzenklasse in relativ kurzer Zeit zu grosser Entfaltung 
kam. Die Anhänger der gleichmässig und ununterbrochen fortgehenden Transmutation 
machen sich freilich die Sache sehr bequem, indem in allen solchen Fällen die mensch- 
liche Unwissenheit zu Hilfe gerufen wird. Diese ist allerdings noch gross, allein wir 
haben bei naturwissenschaftlichen Untersuchungen von dem, was wir wissen, und nicht 
von dem, was wir nicht wissen, auszugehen. Nun wissen wir in* der vorliegenden Frage, 

IC. Vct. Aka.l. Handl. Hand. 12. N:o G. 4 



26 OSWALD HEER. DIB KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

dass in den zahlreichen Ablagerungen der Jurazeit, welche in England, Deutschland, 
Frankreich und Italien fossile Pflanzen enthalten, die in neuerer Zeit von Zigno und 
namentlich von Graf G. v. Saporta in trefflicher Weise bearbeitet worden sind, keine 
Spur von Dicotylcdonen vorkommt und eben so wenig in der von der Schwedischen 
Expedition im Sommer 1873 am Cap Boheman in Spitzbergen entdeckten Jura-Flora. 
Es wäre doch höchst sonderbar, wenn an allen diesen weit aus einander liegenden Fund- 
stätten die Dicotyledonen nur zufällig fehlen würden, während Farn, Cycadeen und Co- 
niferen in Menge erscheinen. Der Wealden und die untere Kreide schliessen sich in 
dieser Beziehung; an den Jura an und selbst im Ur^on haben wir ein einziges Laub- 
blatt auffinden können. *) Würden wir daher der Entwicklungsgeschichte der Pflanzen- 
welt für die Abgrenzung der geologischen Perioden eine entscheidende Stimme geben, 
hätten wir den Wealden, das Neocom, das Urgon und Gault noch zum Jura zu brin- 
gen und erst mit dem Cenoman die Kreide zu beginnen, indem mit diesem in Grön- 
land, in Deutschland, in Boehmen, in Mähren, in Oesterreich und in Amerika die Erde 
durch die Laubbäume ein neues, vielfach verändertes Pflanzenkleid erhielt, das in seiner 
Physiognomie näher an dasjenige der Jetztwelt sich anschliesst. Zwar hat schon die 
untere Kreide Grönlands 12 Gattungen, die noch jetzt sich an der Bildung der Pflan- 
zendecke betheiligen, es sind aber Farn und Nadelhölzer, und in der obern Kreide 
Grönlands ist die Zahl dieser Gattungen auf 20 gestiegen, von denen 12 zu den Dico- 
tyledonen gehören. Manche dieser Gattungen erscheinen erst in einzelnen Arten, ent- 
falten sich aber in der folgenden Tertiärzeit und in der jetzigen Schöpfung zu einer 
grossen Zahl von Formen (so Ficus, Populus, Diospyros, Andromeda, Rhus), andere treten 
auch nur in einzelnen Arten auf, aber auch in der Tertiärzeit und in der Jetztzeit wiederholt 
sich dieser Typus nur in Einer Art, daher sie eine zwar fortlaufende aber ganz dünne Kette 
darstellen (so Salisburia und Glyptostrobus), oder es findet doch nachher nur eine 
geringe Vermehrung der Formen statt (so bei Arundo, Sparganium und Osmunda), und 
wieder andere treten schon in der untern Kreide zahlreich auf, behaupten diesen Rang 
auch in der Tertifirzeit, sind aber in der Jetztwelt auf ein paar Arten herabgesunken 
(Sequoia). Das sind alles Gattungen, die, so weit unsere jetzigen Erfahrungen reichen, in 
der Kreide zuerst auftreten. Gleichenia dagegen, ferner Equisetum, Lycopodium und 
Pinus 2 ) finden sich schon in älteren Formationen, und Gleichenia scheint in der untern 
Kreide das Maximum ihrer Entwicklung gehabt zu haben. 



l ) Anm. Eiciiwald gibt in seiner Lethöea rossica (IL S. 58 und f.) mehrere Dicotyledonenblätter (i Arten 
Qucrcus, 1 Alnites und 1 Daphnogene) im Neocom Russlands an. Er hält aber das Cenoman Frankreichs, 
den Grünsand von Aachen und Boehmen für seinem Neocom gleichzeitige Bildungen, und da alle diese 
genannten Ablagerungen zur obern Kreide gehören, ist auch das sogenannte Neocom Eiciiwalos dieser ein- 
zureihen und eben von dein, x was die Geologen sonst Neocom nennen, ganz verschieden. Die Kreideabla- 
gerungen der Umgebungen von Moskau, so die Sandsteine von Klins, werden von Eiciiwald auch zu seinem 
Xcocoin gerechnet und mit dem Sandstein von Quedlinburg zusammengestellt. Das häufige Vorkommen 
der Weichselia Ludovic;e Stiehl, an beiden Localitäten rechtfertigt in der That die Zusammenstellung, allein 
die Sandsteine von Quedlinburg gehören eben nicht ins Neocom sondern ins untere Senon. Vgl. meine 
Krcidetlora von Quedlinburg in den Schweizer Denkschriften 1871. Band. XXIV. 

-) Anm. Ich erhielt von Coemans einen Pinus Zapfen aus dem Oolith Belgiens. (Pinus Cocmansi m.) 
Er ist 66 Mill. lang (aber am Grund abgebrochen), 25 Mill. breit, kegelförmig, die Zapfcnschilder sind 
rhombisch, flach, 1 Cent, lang und eben so breit. Die Länglich ovalen Samen haben eine Länge von 
5 Millim. — Die Jura-bildung des Cap Boheman enthält drei Pinus-Arten. 



2. 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAK. BAND. 12. N:o 6. 27 

Für manche Gattungen scheint der Bildungsheerd in der aretischen Zone 
gelegen zu haben, von wo aus sie sieh nach allen Richtungen südwärts verbreiteten. 
Da Z „ zahlen w:Gle,ehe nJ a, Torreya, Salisburia, Glyptostrobus, Taxodium, Sequoia, 
Prinz, lopulus, ticus, Mynea Magnolia und Sapindus. Die Gleichenia Zippei und die 
Gl. comp omadoha erscheinen in Grönland schon in der untern Kreide (im Ur-on) in 
Europa aber erst n der oben,; die Sequoia Reichenbachi, welche in der Kreide Europas 
und.Amenkas vorkommt ist wahrscheinlich von der aretischen Zone ausgegangen, da sie 
in Spitzbergen und Grönland häufig ist. Es ist wahrscheinlich, dass eine weitere Un- 
tersuchung noch manche Arten, die wir jetzt nur aus Grönland und Spitzbergen kennen 
m Europa und Amenka nachweisen und man nach und nach den Weg ihrer V erbre itung 
kennen lernen wird. Dieser Zug der nordischen Flora nach Süden Spricht sich auch in 
■ der Tertiarzeit aus, und wir haben wohl eine grosse Zahl der Amerika und Europa 
gemeinsamen tertiären Arten davon herzuleiten. Wir kennen schon jetzt 22 tertiäre 
Arten welche Nordgrönland, Europa und Amerika gemeinsam sind. Es sind dies.,: 

" uZ t ' f^ Str f as euro P— - Sequoia Langsdorfli, Phragmites Bin- 

gens s, Smilax grandifoha, Populus mutabilis, 1>. Zaddachi, Alnus Referaten», Quercus 

uhv ','' T t 7 ' n n a ' ^ ™ hai ' Pii ' C0 ' 7lUS M ' Quarrii ' F ^" S D-'calionis, Fagus macro- 
phylla Casanea üngen Platanus aceroides, Liquidambar europamm, Betula m-isca, Pla- 
nera Uiigcr, Platanus Guillelm«,, Diospyros braehypetala und IuglanL aeuminata. •) Alle 
diese Arten hatten sehr wahrscheinlich in der aretischen Zone ihren Bildungsheerd und 
haben .„eh von da aus sowohl „ach Europa als Amerika verbreitet. Es gibt nun freilich 
noch eine Zahl von tertiären Arten, welche Amerika und Europa gemeinsam haben, die 

latior 1 . glanduhfera, P. leucophylla, Salix Lavateri, Myrica vindobonensis, M. bank- 
.» olia, Quercus pseudoscastanea, Ulmnus plurinervia, Pteris pennreformis, Onoclea 
sensib.hs, Cyperus Chavannesi, Sabal major, Flabellaria Zinkeni, Ficus tiltefolia F 
popuhna, F lanceolata, F. multinervis, Cinnamomum Scheuchzeri? C. Bossmässleri' 
C. polymorph!,™, Andromeda reticulata, A. vacciniifolia, Cornus Studeri, Acer tri- 
lobatum und luglans Heerii. Von diesen Pflanzen sind die Palmen, die Ficus und 
Zimmt-Arten tropische Typen, welche nicht von der aretischen iniocenen Flora ausge- 
gangen sem können, da dieser die tropischen Formen fehlen. Es muss daher zur Ter- 
fan.it noch eine andere weiter im Süden gelegene Verbindung bestanden haben, welche 
den Austausch der miocenen Arten zwischen Europa und Amerika vermittelt hat 2 ) 

3. Es hat J. Croll den Wechsel der Klimate unserer Erde von den periodisch 
wiederkehrenden Aenderungen in der Stellung unseres Planeten zur Sonne hergeS 
und wurde dadurch zu der Annahme genöthigt, dass die Erde durch eine ganze Zahl 
von faletseherzeiten hindurch gegangen sei. Da diese Hypothese durch Darwin, der sie 
mjler letzten Aus gabe seiner Origin of Species adoptirt hat, eine grosse Verbreitung 

1; n nm Flo V r f L ala'sc.-,I erZeiC, " liSS " VOn *""""" in H ™ s «*■ anud ,-eport 1873 und m ebe Flora , lr ctica 



28 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCIIEN ZONE. 

gefunden hat, ist die Frage nicht unwichtig, ob die bis jetzt ermittelten Thatsachen für 
oder wider dieselbe sprechen. Die wichtigsten Aufschlüsse gibt uns darüber die Na- 
turwelt der aretischen Zone, welche am meisten zur Lösung dieses grossen Räthsels 
beitragen wird. 

Schon zu Anfang der alten Steinkohlenzeit, an der Grenze zwischen dem Devon und 
dem Carbon, finden wir im hohen Norden ausgedehntes Festland. Dieses war auf der 
Bärcninsel (74° 30' n. Br.) und im Hintergrund des Eisfiordes von Spitzbergen bei 78° 
n. ßr. mit einer Vegetation bekleidet, welche in fast allen Arten mit derjenigen über- 
einstimmt, die damals in Süd-Irland, in Deutschland und in den Vogesen zu Hause war, 
so dass wir kaum zweifeln dürfen, dass vom 45° bis zum 78° n. Br. dasselbe Klima 
herrschte. Es sind diese Pflanzen von den jetzt lebenden sehr verschieden, so dass es 
schwer hält, von diesen aus sichere Rückschlüsse auf die Lebensbedingungen der Ersten 
zu thun. Immerhin aber können wir sagen, dass grossblättrige Farnkräuter und mächtige 
Bärlappbäume ein feuchtes und heisses Klima voraussetzen und jedenfalls, auch für den 
Eisfiord Spitzbergens, ein gemässigtes oder gar kaltes Klima ausgeschlossen wird. 

Auf dieses Untercarbon folgt in Spitzbergen unmittelbar der ßergkalk. Aus diesem 
sind zwar keine Pflanzen bekannt, wohl aber zahlreiche Meerthiere. Und diese verhalten 
sich gerade wie die Pflanzen des Untercarbon. Es sind grossentheils dieselben Arten, 
die aus dem europäischen ßergkalk bekannt sind, ja, einige lassen sich bis in die Tro- 
pengegenden verfolgen. ') Es hebt Salters, der eine Sammlung solcher Bergkalk-Mollusken 
aus Spitzbergen untersucht hat, hervor, dass dieselben Arten öfters in grössern Indi- 
viduen auftreten als in England. Der Schluss ist daher wohl erlaubt, dass damals das 
Seewasser von den englischen Küsten bis Spitzbergen hinauf dieselbe Temperatur gehabt 
habe, da es dieselbe Fauna ernährte. 

Ueber die Flora des Mittelcarbon (der produetiven Steinkohle) gibt uns die neueste 
Entdeckung der schwedischen Polar-Expedition von 1873 sehr erwünschte Aufschlüsse. 
Es fand Prof. Nokdenskiöld am Robert-elf in der Recherche Bay Spitzbergens (bei 
77J° n. Br.) in einem schwarzen Kohlenschiefer eine Zahl von Pflanzen, welche dieser 
Periode angehören. Es sind Lepidodendren, Stigmarien, Corclaites und Sphenopteris- 
Arten aus, der Gruppe von Trichomanoides, Sphenophyllum, mid Rhabdocarpus, zum 
grossen Thcil in Arten, welche mit solchen der europäischen Steinkohle übereinstim- 
men und so auf dieselben klimatischen Verhältnisse zurückschliessen lassen. Dasselbe 
gilt von Nordgrönland, wo Nauckhoff 1871 von Ujarasusuk auf Disco grosse Farn- 
stäinme nach Stockholm gebracht hat. Sie gehören zu Protopteris punctata Sternb., 
einem grossen Baumfarn, der bis jetzt nur aus dem Steinkohlengebirg Boehmens be- 
kannt war. Er sagt uns, dass zur mittlem Steinkohlenzeit ein grosser Baumfarn von 
Mittel-Europa bis zum 70° n. Br. hinaufreichte. 

Aus der Trias sind zur Zeit keine fossilen Pflanzen aus der aretischen Zone be- 
kannt, wohl aber haben die schwedischen Naturforscher zahlreiche Thierreste am Cap 
Thordsen in Spitzbergen (bei 78 i° n. Br.) entdeckt und die grossen Ichthyosauren wie 
die marinen Schnecken und Muscheln, welche zum Theil mit solchen unsers Landes 



') Vgl. meine l'lora tbssilis avetica. 1. S. .*>4. 



KONGL. SV. VKT. AKADEMIENS IIANDLINGA1S. BAND. 12. N:o 6. 



i'J 



übereinstimmen, sagen uns, dass damals das Leben im hohen Norden sehr wahrschein- 
lich denselben Bedingungen unterworfen war, wie in südlichen Breiten 

üeber die aretische Flora des Jura bringt uns ebenfalls die letzte schwedische 
Expedition die erste Kunde. Wir erfahren aus den Pflanzen, welche am Cap Boheman 
im Eisfiord bei 78° 24' n. Br. entdeckt wurden, dass zur mittlem Jurazeit dort Fest- 
land und dass dieses mit Farn, mit Coniferen und palmenartigeu Cycadeen bekleidet war 
Diese stimmen zum Theil mit Arten des englischen Oolithes (so die Baiera digitata und 
B. Hutton, und Zamites laneeolatus Lindh), des russischen Jura (so Zamites Eiehwaldi 
Schmip.) und des südfranzösischen Jura (Scleropteris Pomelii) überein. Es reichten daher 
zur Jurazeit wie während der Steinkohlenperiode, dieselben' Pflanzenarten bis hoch in 
den .Norden hinauf und die fiederblättrigen tropischen Cycadeenbäntne schmückten die 
dortigen Jura Inseln wie diejenigen unseres Landes, so dass kein Grund vorliegt an 
ähnlichen Lebensverhältnissen zu zweifeln. Es stimmt dies wohl überein mit den See- 
hieren, die auf der dem Cap Boheman gegen über liegendenKüste des Eisfiordes in einer 
Ablagerung des mittlem Jura gefunden wurden. 

In der untern Kreide tritt uns die reiche Flora Grönlands entgegen, welche die 
(ruher besprochenen tropischen und subtropischen Pflanzenformen uns vor Au-en stellt 
Von Beginn der Steinkohlenperiode bis zum Schluss der untern Kreide°(bis zum 
Urgon) treten uns daher in der aretischen Zone theils in den Landfloren, theils in der 
Meeresbevölkerung tropische und subtropische Typen entgegen, und erst in der ersten 
Stufe der obern Kreide finden sich deutliche Spuren der abnehmenden Temperatur bei 
70 n. Br. und damit eine Ausscheidung der Klimate nach der Breite. Gehört die Kreide- 
ablagerung Spitzbergens wirklich zur mittlem Kreide (dem Gault) wie ich vermuthe so 
würde wenigstens bei 78° n. ßr. schon in diesem eine Abnahme der Temperatur s'ieh 
kundgeben, indem die tropischen Typen fehlen. 

«tnit h AUS d r"- f°T ( ft T " 0Ch jCde KuDde ' W0 § e S en aus del " Mi °<*" ™ i" 
Spitzbergen, Grönland und Nordcanada eine reiche aretische Flora erhalten wurde Wir 

haben schon früher derselben erwähnt, und gesehen, dass dieselbe! unzweifelhaft für 

die aretische Zone eine viel höhere Temperatur fordert als sie jetzt in derselben herrscht 

dass sie aber für Grönland und für Spitzbergen unverkennbar eine Abnahme der Tem- 

EI S6 R f' I ^ e,d . CZei r t anZ f S*' wie «nd^seits nicht verkennen lässt, dass nach den 
südlichen Breiten hm eine fortschreitende Erhöhung der Temperatur Statt fand 

Der Uebergang vom Miocen zu den jetzt bestehenden Verhältnissen ist uns noch 
dunkel; es mangeln noch die vermittelnden Uebergangsstufen. Aus den Muscheln und 
Hanzen des Mytilusbettes Spitzbergens erfahren wir, dass zur quartären Zeit Spitz- 
bergen grossentheils dieselben Arten besass wie gegenwärtig, doch finden sich in dieser 

t^I7l g 'T l A K rten ' WOlCh f ZWal ' dCT arotiSChen Zone »Stören, aber gegenwärtig 
«cht mehr in Spitzbergen, sondern in etwas südlicheren Breiten vorkommen. Ich habe 
daraus geschlossen, dass diese Ablagerung der interglacialen Zeit (der Utenacherbildun-, 
angehöre und dass damals Spitzbergen wie das nördliche Sibirien eine etwas höher 
iemperatur gehabt habe als gegenwärtig. ') 

) Anm. Vgl. Miocene Flora Spitzbergens. S. 85. 



:'e 



30 



OSWALD IIEEK. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCTIEN ZONE. 



Wenn wir diese lange Reihe von Entwicklungen von Beginn der Steinkohlenperiode 
bis zum Schlüsse des Miocen überblicken, werden wir nirgends eine Spur von Gletscher- 
bildung finden. In der Ursastufe des Untercarbon, im Bergkalk, in dem eigentlichen 
Carbon, in der Trias und Jura, wie in der untern Kreide ist die organische Natur nach 
Typen ausgeprägt, wie wir sie in der heissen und warmen Zone treffen, und wenn auch 
in der obern Kreide diese seltener werden und im Miocen den Pflanzen der gemässigten 
Zone Platz machen, so ist doch nirgends zwischen diesen Ablagerungen die geringste 
Spur einer Unterbrechung durch Pflanzen oder Thiere, welche auf eine Gletscherzeit 
hinweisen würden, wahrzunehmen. Die durch die aretischen Pflanzen und Thiere uns 
enthüllten Thatsachen sprechen daher entschieden gegen die Hypothese von Croll. Auch 
die unorganische Natur gibt dafür nicht die geringsten Anhaltspunkte und es hebt 
Xokdenskiöld noch besonders hervor, dass in den Kreide- und miocenen Ablagerungen 
Grönlands nirgends eine Spur von erratischen Blöcken oder Gletscherschutt vorkomme, 
welche immer die Gletscherbildungen charakterisiren, und dass daher zu jener Zeit keine 
Gletscher in diesen Gegenden gewesen sein können. *) 



l ) Anra. Vgl. Nordenskiölu: Expedition to Greenland. S. 48. 






ZWEITER THEIL. BESCHREIBUNG DER KREIDE PFLANZEN 

DER ARCTISCHEN ZONE. 

I. Abschnitt. Pflanzen der untern Kreide Grönlands; der Komeschichten. 



CRYPTOGAMAE. 

I. Ordn. FILICES. FARN. 

1 Fam. POLYPOMACEAE. 



I. ASPLENIUM L. 

Eine sehr polymorphe, artenreiche Gattung, von welcher Hooker und Bake* 280 
Arten auffuhren Drei Arten der untern Kreide Grönlands gehören in die Gruppe 
mit mehrfach gefiederten Blättern und schmalen Fiederchen. 

1. Asplenium Dicksonianum m. Taf. I. Fig. 1—5. 

oy,tokn^ 1 ! i V riP - iCat r PinnatiS ' Stipitefi '' m0 ' rigid ° ; P 1 ™ 8 P riulariis «cundariisque 

integer^L acuti s P ' nn "*"" lanCe0ktiS ' '^^^ aCUtß SCT f "< «P»*«»» 

Angiarsuit, Gegend von Karsok. 

Ein zierliches Farnkraut mit fein zertheiltem Laub. Steht in den fein geschnittenen 

Blattern den, Asplenium Adiantum nigrum L. am nächsten und zwar der Form mit 

£ 8 Srisr f m r schnitt rr Fiedern ' weiche B °^ a]s a - ™*™ ^1*«! 

Ls lebt d.ese auf Madeira und den canarischen Inseln, während das A. Adiantum nio-rum 
L bs Norwegen re.cht und anderseits auch in Afrika (Algerien, Abyssinien, Cap), im 

veÄ , ■■ " < "' iTf "^ Sunda InSel " vorkommt ' *» ™ ^m am weitesten 

vu uieiteten rarn gehört. 

«irtJ^T a " , Fig ' \ da, » estellten Steinplatte liegen mehrere Wedelstücke mit zahl- 
reichen F.edern bei und zum Theil übereinander. Sie sind stark zusammengedrückt 
und jheilwe.se verwischt, treten aber hervor, wenn wir den Stein befeuchten. D°e Blatt- 
ende ist lang und hat eine Breite von 2-3 Millim., sie ist plattgedrückt, fein gestreift 

Spmdf ha« tV-'f , da r,- der Wedd V!el grÖSSCr W " nd ei " e ^ ^ 
£t* w°\f- Ad ' antum - ni g"' m - Von der Hauptspindel lauten die seeun- 

s "hol T aus ' a diese haben noch eine Breite von « Mi,1 ™-> si <= 

dien z.e,..l,eh we.t aus einander; sie tragen die primären Fiedern, von denen die „n- 



32 OSWALD HEER. DIE KREIDE" FLORA DEW ARCTISCHEN ZONE. 

tern wenigstens 10 Centim. Länge und 4 Cent. Breite hatten; die zahlreichen, von ihnen 
auslaufenden secundärcn Fiedern entspringen in spitzem Winkel und sind im Umriss 
ei-lanzettlich ; sie sind 4 — 5 Cent., ja ein paar bis 8 Centim. lang, bei einer Breite von 
10 — 20 Millim., sie sind daher viel grösser als bei Aspl. acutum. Die Fiederchen sind 
völlig von einander getrennt und laufen von der geflügelten Spindel in sehr spitzem 
Winkel aus. Die untern Fiederchen sind scharf gezahnt. Die Zähne sind stark nach 
vorn gerichtet; es sind auf jeder Seite 2 — 3 solcher Zähne; bei den obern Fiederchen 
nimmt die Zahl ab und die obersten werden einfach (vgl. Fig. 2 und 3 zweimal ver- 
grössert). Es sind die Fiedern auswärts in eine schmale Spitze auslaufend. In der 
Wedelspitzc sind die Fiederchen einfach, ungezahnt, wie das Stück in der linken Ecke 
der Tafel zeigt. Die Nerven sind durchgehends zart, aber zahlreich. Von einem mittlem 
Nerv gehen in sein* spitzem Winkel Seitennerven aus, die nach jedem Zahn einen Ast 
aussenden, der meist in zwei Gabeln sich theilt, so dass eine solche Gabel in die 
Lappenspitze läuft (Fig. 1. a. a. 3. b). Ueberdiess treten noch hier und da äusserst 
feine Zwischennerven auf, die den Fiedern parallel laufen. 

Taf. I. Fig. ,5. haben wir, neben schönen mit Früchten versehenen Fiedern der 
Gleichenia rigida, ein paar Seitenfiedern mit schön erhaltenen Fiederchen. 

Fig. 4 ist aus der Wedelspitze und ausgezeichnet durch die weiter aus einander 
stehenden Fiedern. 

2. Asplenium Johnstrupi Hr. Taf. I. Fig. 6. 7. 

• A. foliis triplicato-pinnatis, stipite flexuoso, canaliculato, pinnis primariis seeunda- 
riisque ovato-lanceolatis, pinnulis anguste lanceolatis, integerrimis, rarius inciso-dentatis, 
nervis validis, dichotomis. 

Schimper Paleontol. veget. I. p. 660. 
Sphenopteris Johnstrupi Heer Flora foss. aretica I. S. 78. Taf. XLIII. Fig. 7. 

Korne. Karsok. v» 

Die zwei Stücke von Korne, auf welche ich seiner Zeit diese Art gegründet habe, 
sind sehr schlecht erhalten und Hessen keine genauere Charakteristik der Art zu. Viel 
besser erhalten sind einige Stücke von Karsok, obwohl auch diese nur Fetzen des Wedels 
darstellen. Steht der vorigen Art sehr nahe, unterscheidet sich aber durch die dünnere, 
etwas hin und her gebogene und mit einer tiefen Furche und im Abdruck einer vor- 
tretenden Längskante versehene Spindel, die ganzrandigen oder doch weniger gezahnten 
Fiederchen und den Mangel der Zwischennerven. Gehört auch in die Gruppe von A. 
Adiantum-nigrum. L. 

Bei den Fig. 6 darstellten Blättern liegen ein paar eingerollte Wedel. Die 
Spindel ist von einer tiefen Längfurche durchzogen, welche im Abdruck eine scharf 
vorstehende Kante bildet. Diese scharfe Furche tritt auch in die Spindeln der Fiedern 
ein. Die Spindeln sind dünner als bei voriger Art und etwas hin und her gebogen, die 
Fiedern ziemlich weit aus einander stehend und alternierend. Sie scheinen breiter und 
kürzer gewesen zu sein, als bei voriger Art. Die seeundären Fiedern entspringen in 
spitzem Winkel, sind am Grund keilförmig verschmälert; die untern haben eine grösste 
Breite von 1 Centim., und eine Länge von cirkä 3 Centim. Die Fiederchen sind steil 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAR. BAND. 12. N:0 6. 33 

aufgerichtet und die .meisten imzertheilt, ganzrandig lanzettlich, die untersten indessen 
mit einzelnen scharfen, nach vorn gerichteten Zähnen versehen. Sie sind am Grund 
verbunden und gehen von einer geflügelten Rachis aus. Die Nerven sind deutlich und 
scharf ausgeprägt. (Vgl. Fig. 6. b. vergrössert.) Von dem Nerv der Spindel ent- 
springen in sehr spitzen Winkeln Aeste, welche in die Fiederchen hinauslaufen und hier 
sich -wieder in der Weise gabeln, dass jeder Zahn einen Nerv erhält. Dazwischen sind keine 
feinere Nerven. 

Bei einem zweiten Stück von Karsok (Fig. 7. b. vergrössert daneben) läuftin jede 
Fiederchenspitze ein gabiig getheilter Nerv aus. 

3. Asplenium Nordenskiöldi m. Taf. IL Fig. 17. a. vergrössert 17. b. 

A. foliis triplicato-pinnatis, stipite firmo, rigido, pinnis primariis secündariisque 
lanceolatis, pinnulis oblongo-lanceolatis, integerrimis, nervis dichotomis, subtilissimis. 
Pattorfik mit Scleropteris bellidula. 

Unterscheidet sich von den beiden vorigen Arten durch die viel kleinern Fiedern 
und die ungezahnten Fiederchen. 

Der Wedel hatte eine dünne, aber steife, wahrscheinlich lange Spindel. Die pri- 
mären Fiedern stehen weit aus einander und haben eine Länge von 7 Centim., bei 1 
Cent. Breite; die seeundären Fiedern stehen ziemlich nahe beisammen; die untern haben 
eine Breite von 6 Mill. und eine Länge von 15 Millim., die obern von 10 — 12 Milium.; 
die primäre Fieder ist daher auswärts nur wenig verschmälert. Die Fiederchen (Fig. 
17. b. vergrössert) sind schmal, £m Grund etwas verschmälert, schief aufgerichtet und 
ganzrandig. Bei einigen sind schwache, undeutliche Einkerbungen; zu sehen, welche 
aber zufällig zu sein scheinen. Sie sind von mehreren, gabiig zertheilten, äusserst zarten 
Längsnerven durchzogen, welche nur bei starker Vergrösserung zu sehen sind. 

I 

4. Asplenium Boyeanum m. Taf. XL Fig. 9. 

P. pinnis elongato-lanceolatis, pinnatis; pinnulis liberis, sessilibus, integerrimis, 
ovato-oblongis, basi rotundatis, subemarginatis, apice obtusis, nervis seeundariis furcatis. 
Avkrusak. 

Ist sehr ähnlich dem Asplenium Nordströmi aus der obern Kreide von Atanekerdluk, 
die Blattfiederchen sind aber vorn stumpf. 

Es liegen bei Fig. 9. drei Fiederstücke und mehrere lose Fiederchen nahe bei- 
sammen, welche wahrscheinlich zu einem doppelt gefiederten Blatt vereinigt waren. Da 
die Fiederchen nach vorn zu viel kürzer werden, muss die Fieder sich vorn stark ver- 
schmälert haben. Die Fiederchen sind alternirend, ganz frei und nur in der Mitte des 
Blattgrundes an die dünne Spindel befestigt. Sie stehen aber ziemlich dicht beisammen, 
so dass sich die Ränder an den breitesten Stellen berühren. Diegrössten Fiederchen 
haben eine Länge von 14 Millim., bei einer Breite von 7 Millim. Die .grösste Breite ist 
unterhalb der Blattmittc, am Grund sind sie stumpf zugerundet und schwach herz- 
förmig ausgerandet; nach vorn zu verschmälert und an der Spitze stumpf. Der Mittel- 
rierv verläuft gerade bis zur Blattspitze; die Seitennerven aber sind sehr zart und nur 

K. Vet. Akad. Handl. B. U. N:o C O 



34 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

bei guter Beleuchtung sieht man, dass jeder in eine Gabel sich spaltet. Bei mehreren 
Ficderchen sieht man längs den Seitennerven eine hervortretende Kante, welche sehr 
wahrscheinlich vom Sorus herrührt. Darnach haben wir lange, schmale, den Seitennerven 
anliegende Sori, wie bei Asplenium. Da auch bei einem zweiten Exemplar von Avkrusak 
ein Ficderchen längs den Nerven solche hervortretenden Kanten zeigt, können diese 
nicht zufällig sein und müssen wohl von den Fruchthäufchen herrühren, (cf. Fig. 9. b). 
Herrn Boye, Lokalgouverneur von Omenak, gewidmet, welcher die Herrn Norden- 
skiöld und Nordström in sehr zuvorkommender Weise beherbergte. 

IL SPHENOPTERIS. Brgn. 

5. Sphenopteris fragilis m. Taf. IL Fig. 20. vergrössert 20. b 

Sph. foliis bipinnatis, pinnulis 3 — 5 lobatis, lobis angustis, obtusis, uninerviis. 
Ekkorfat. 

Es ist nur ein kleiner Blattfetzen erhalten. Er hat eine sehr zarte, dünne Spindel 
an welcher zwei Blättchen befestigt sind, das eine ist fünflappig, das andere aber noch- 
mals gefiedert; jedes Fiederchen ist tief dreilappig. Die kleinen Lappen sind schmal 
und vorn ziemlich stumpf; in jeden Lappen läuft nur Ein Nerv, (vergrössert 20. b.) Es 
rauss ein kleines, zierliches und zartes Blatt gewesen sein, das wahrscheinlich zu Asple- 
nium gehört. 

6. Sphenopteris grevillioides m. Taf. XL Fig. 10. 11. 

Sph. foliis firmis, pinnatis (?), pinnis pinnatipartitis, nervo medio instructis, laciniis 
oblongis, obtusis, nervis angulo acuto egredientibus, furcatis. 
Korne. 
Ist ähnlich Jeanpaulia lepida,.muss aber viel festere, fast lederartige Blätter gehabt 
haben und besass einen Mittelnerv. Wahrscheinlich ist Fig. 10 eine einzelne Fieder; 
sie ist fiedertheilig, die Lappen sind stark nach vorn gebogen, länglich oval, vorn 
stumpflich, am Rand ungezahnt. Ueber die Mitte läuft ein einzelner Nerv, von dem 
zarte Seitennerven entspringen, die gabiig sich theilen und in die Lappen auslaufen. 

.\ 

III. SCLEROPTERIS SAPORTA. 

Graf Saporta hat diese Gattung auf kleine Farn gegründet, die ein lederartiges 
Laub mit fiedertheiligen Fiedern besitzen, die. am Grund in die schmale Rachis herab- 
laufen und deren Nerven unter spitzem Winkel entspringend schon von Grund aus 
sich veraesteln. Vgl. Paleontologie frangaise, vegetaux. livr. VIII. p. 364. In diesen 
Merkmalen stimmt ein Farn von Patorfik mit den Arten des Jura überein. Trotz 
seiner Kleinheit scheint das Laub derb, fast lederartig gewesen zu sein, die Fieder ist 
am Grund etwas herablaufend und die Nerven haben einen ähnlichen Verlauf. Dagegen 
weicht die Art der Kreide durch die am Grund nicht zusammengezogenen und weniger 
tief geschnittenen Blattlappen ab, was die Bestimmung etwas zweifelhaft macht. Von 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAB. BAND. 12. N - 6 35 

7. Scleropteris bellidula in. Taf II Fio- 17^ ™ •• ,„ -, 

Q , - . . U " ^o* 17 c '> vergrossert 17. d. 18. Taf. XI 8 

dientibus. oasiianbus caetens majonbus, nervis angulo acuto egre- 

folgenden unS es 1"Z vf r , ?" ^ ^ Lappen sind §' rösser * «e 

.„ j o • , gehen von Grund aus drei Nerven in dieselben fTif YT p; <n 
an der Spitze der Fiedern verwischen sieh die Einschnitte Z U A f 8); 

derselben nur schwach gekerbt erscheint Die N s , u " USSerSte Partie 

laufen, entspringen in s»L ffi ' ■ T™' WeIche ZU J edem ^"lap^en 

nerv entsprLtt t am G und e „ " "f Stark nach ™™ gebogen; ein Seiten- 

ais würden zwei Nerve" vom iC T T "^ ° beD ' S ° daSS es fast aussi eht 

sieh theile. Bei I e 7n en TeZ^ ÄTd ^ IT t ^ " ei " e **» 
fast am Grund zumeist > , , ü \ bl S- 17- d. vergrossert) sendet der Mittelnerv 

IV. ADIANTÜM L. 
8. Adiantumformosur. m. Taf. III. Fig. 1. .. b . 2 . Ta f. XIII. Fig. 2. b 11 12 

A. tolns simplieibus, reniformibus, leviter sinuato-lobatis Inhi* „ht, ' V i • 
-vis pnmariis numerosis, , q ualibus, dichotomis, radiantibns ' " ''° tUntlat,S ' 

Avkrusak Taf. III. Fig. 1. auf derselben Steinplatte mit Sequoia Smittiana 

oiX Und ° SmUnda Peti ° lata ' Fi S' 2 ' - ben «en 

»chciulSh't X Uf ZW6i SteinpUtten mehrere Blattel - beisammen; es ist aber nicht wahr- 
ganz ^ziz:^zzrii s tT ( rT^t^ rTdY a B d r zude * ni 

r> °* *"» A. reniforme de! detSt. tüd Lfi^Ü! ^ .^ ^T 



3f) OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER AUCTISCIIEN ZONE. 

Grönländer Art ganz zu A. renatum Ung. von Parschlug (Unger Chloris protog. S. 122. 
Taf. XXXVII. 1. 2.), sind aber am Rande schwach und seicht gelappt. In letzterer 
Beziehung näheren sie sich mehr der Art von Senegaglia, deren Blätter aber be- 
deutend breiter sind und ungleich starke Nerven haben. Es dürfen wohl diese beiden 
miocenen Farn als die homologen Arten der Kreide-Species betrachtet werden, welche 
.in der Jetzwelt in dein A. reniforme L. Madeiras und der Canarischen Inseln ihre 
Repraesentanten haben. Es sind nur zwei Adiantum- Arten mit einfachen, unzertheilten 
Blättern bekannt, das erwähnte A. reniforme und das A. Parishii Hook, aus Indien. 

Fi" - . 1. b. ist wenigstens ein Theil des Blattstieles erhalten. Die Blattfläche hat 
eine Breite von 22 — 30 Millim. und eine Länge von 12 — 20 Millirn. Sie ist am Grunde 
ausgebuchtet und am Rande in mehrere, wenig tiefe und ganz stumpf zugerundete 
Lappen getheilt. Das am besten erhaltene Blatt Fig. 1. b. zeigt auf der rechten Seite 
drei solcher kurzer, gerundeter Lappen; das ganze Blatt wird daher sechs gehabt haben. 
Die deutlichen Nerven laufen strahlenförmig vom Blattgrund aus; sie zeigen eine wieder- 
holte Gabelung und laufen bis zum Rande. 

Taf. XIII. Fig. 2. b. liegt zwischen Equisetum Stengeln. Es ist ein Theil des 
Blattstieles erhalten, der dünn und nur 1 Cent, lang ist; wahrscheinlich liegt er aber 
nicht in seiner ganzen Länge vor. Dies Blatt ist am Grund viel tiefer ausgebuchtet, 
der Rand aber nur stellenweise erhalten. Es hatte eine Breite von 22 Millim. und eine 
Länge von 13 Millim. 

Var b. A. formosum incisum. Die Taf. XIII. Fig. 11. 12. abgebildeten Blätter 
zeichnen sich durch die tiefern Einschnitte aus; das Blatt wird dadurch in deutliche, 
vorn ganz stumpf zugerundete und ganzrandige Lappen getheilt., 

V. ANEIMIDIUM Schimper. 

Prof. Schimper hat auf lederartige, am Grund verschmälerte, verkehrteiförmige 
Blätter, die von zahlreichen, gleich starken und gabiig zertheilten Nerven durchzogen 
sind, die Gattung Aneimidium gegründet, welche er mit Aneiinia verwandt hält. Mir 
scheint diese Verwandschaft noch zweifelhaft und wenn die Wärzchen, welche wir bei 
einem Blatte (Taf. XV. Fig. 5. o.) bemerken, wirklich die Fruchthäufchen sein sollten, 
könnten diese Blätter nicht zu den Schizaeaceen gehören. 

9. Aneimidium Schimperi m. Taf. II. Fig. 19. Taf. XV. Fig. 5. c. 

A. foliis obovatis, basin versus angustioribus, apice rotundatis, nervis compluribus, 
furcatis. 

Ekkorfat; ein Blattstück (Taf. XV. Fig. 5. c.) auf derselben Steinplatte mit Za- 
mites acutipennis und Pterophyllum concinnum; ein zweites Blatt (Fig. 11). Taf. II.) 
auf der Rückseite einer Platte mit Zamites borealis. 

Das Taf. II. Fig. 19. abgebildete Blatt hat eine Länge von 35 Millim., bei einer 
Breite von 28 Millim. Es ist oben ganz stumpf zugerundet, oberhalb der Mitte am 
breitesten, nach unten verchmälert, indessen auch an der Basis noch 9V 2 Millim. breit. 
Da auch das zweite Blatt Fig. 5. c. dort dieselbe Breite hat, scheint diese breite An- 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLIXGAR. BAND. 12. (j :0 6. tf 

»abteile an die freilich verloren gegangene Spindel nicht zufällig zu s ,i„ Die zahl 
rechen U „gnerven .stehen ziemlich weit ans einander und jeder ist oben in eine Gabe 
gotho.lt Klcnor ,st das Taf. XV. Fig. 5. gezeichnete Blatt, das aber n z H e 
erhal cn ,s, Auf demselben sind drei etwa 3 Millim. lange, ovale Warzehen, weichet 

:SlTn°chSche n n. dahCT ^ '"^^ ^'"^ » — «*— ■ deicht 

= ,.' ES M St ™ r "? n n di T BlilttCr in Grösse - Fo ™> ™d Nervation ziemlich wohl mit Anei- 
midmm Mantelln Dank, sp ans dem Wealden (cf. Schimpee Paleont. S. 486. Cvclopt s 
Du»« Monogr. des Norddeutsch. Wealden S. 10. Taf. X. 4. 5.) überein, doÄ da 
Blatt am Grund wen.ger ausgezogen, gleichseitig, die Nerven stehen weite aus einander 

und sind weniger verästelt. einander 

VI. BAIER A FR. BRAUN Schenk. 
Es ist diese Gattung nur in wenigen Arten bekannt, welehe bislano- nur in der 

^tz^rz^ ns ' im engiischen j — d ™ ™- f *««>££ 

10. ifaiera areftea m. Taf. III. Fig. 3. 

ß. foliis palmatis, segmentis ellipticis, 22 Millim. longis, 8-10 Mill ktis basi 

l SS/nTTr^ 8 -r Par " tiS ' apiCC ° btU8iUSCU HS ' ^ fl ^ellatis, dictl^ 
creDemmis^ubparallelis, subtihssimis. 

Ekkorfat. 
Steht der B. pluripartita Schimper (Paleont. veget. I. S. 423. Taf. 21 Fie 12 
Schenk Wealden S. 10. Taf III. 1-8) sehr nahe, dos Blatt hat dieselbe Grosse und t. 

unersehcidlt l y f ^ w ."*»"> bandförmig gestellte 'Blattchen gctheilt, 
nntersche det s,ch aber durch die viel zarteren Nerven und dm meist unzertheilten 
vorn weinger stumpf zugerundeten ßlättchen oder Blatteegmente. elt » e ^n, 

Das Blatt scheint lederartig gewesen zu sein; an dem einzigen Exemplar das uns 

ÄTd S60hS f m ' r am G ' ,Und SChWaCh VCTbUndene ^^ die vorntheihvei: 

de bei fast T ?*'„% " ™ ^^ ^^ ^^ bei An B " P'-ipartita 
d .co. bei fort allen der Fall ,st; emes zeigt an einer Seite einen kleinen Zahn, die 

ubngen smd ganzrandig. Das vollständig erhaltene Blattsegment ist oberhalb der Mitte 
»m breitesten, gegen die Basis keilförmig verschmälert; vorn stnmpflich. Die Nerven 
sind sehr zart, zahlreich und einzelne gabiig getheilt. 

Schenk vergleicht die B. pluripartita mit dem Acrostichum peltatum Sw. und der 
OCMzaea dichotoma Sw. 

U. Baiera grandis m. Taf. III. Fi<r 4. 

B. foliis palmatis, foliolis lanceolatis, 55 Millim. longis (?), 12 Millim. latis, indi- 
visis, basi attenuatis, nervis fiabellatis, dichotomis, subparallelis, Saudis. 
Ekkorfat. 

Es liegen drei getrennte Blättchen beisammen, welche wahrscheinlich zu einem 
nandtormigen Blatt vereinigt waren. Sie müssen aber frei, also am Grunde nicht ver- 



38 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

blinden gewesen sein. Die vordere Partie ist zerstört; der erhaltene Thcil liisst auf 
eine Länge von 55 Mill. schliessen. Gegen den Grund sind die Blättchen keilförmig 
verschmälert. Sie waren unzertheilt. Die Nerven treten deutlich hervor; sind mehrfach 
gabiig zert heilt. 

Unterscheidet sich von der vorigen Art durch die grössern, am Grunde nicht ver- 
bundenen ßlättchen und die viel stärker vortretende Nervatur. Erinnert lebhaft an 
Marsilidium speciosum Schenk (Wealdenpflanzen S. 23. Taf. V. Fig. 3.), bei welchem 
aber die Blättchen am Rande gezahnt und je zu sechs in einen Wirtel gestellt sind. Es 
war diess daher warscheinlich ein schildförmiges Blatt, nach Art von Marsilaea. 



VII. OLEANDRA Cav. 

Es zeichnet sich diese Gattung durch die einfachen, lanzettlichen, am Grund ver- 
schmälerten und fast lederartigen Blätter und die runden, längs der Mittelrippe in zwei 
Reihen stehenden Fruchthäufchen aus. Es sind nur 6 Arten bekannt, welche fast o-anz 
der Tropenwelt angehören, dem tropischen Amerika, Indien und Afrika. 

12. Oleandra aretica m. Taf. XII. .Fig. 3 — 11. 

0. foliis coriaeeis, petiolatis, lineari-lanceolatis, basin et apicem versus sensim 
attenuatis, acuminatis, integerrimis, nervo medio valido, nervis seeundariis horizontalibus, 
numerosis, dichotomis; soris rotundatis, biseriatis, nervo medio approximatis. 

Taeniopteris aretica Heer Vorläufige Bemerkungen, öfvergigt af K. Vet. Akadem. 
Förh. 1871. H. 10. 

Avkrusak, Korne und Ekkorfat. 

Die meisten Stücke dieser wichtigen Art sind von Avkrusak (Fig. 3. 5. 6. 7. 8. 
und 10). Die Form dieser Blätter, die Art ihrer Verschmälerung gegen die Basis hin. 
die Richtung, Stellung und Veraestelung der Nerven ist so ähnlich dem der Oleandra 
articulata Cav. (von der Guinea Küste, Natal, von Mauritius, den Mascarenen und Sey- 
chelles) und der 0. nerviformis Cav. des tropischen Amerika, dass sie derselben Gattung 
eingereiht werden darf. Es ist das um so mehr der Fall, da runde Eindrücke in der 
Nähe der Mittelrippe die Sori andeuten. Wie bei den genannten lebenden Arten sind 
die einen der Mittelrippe genähert, während andere weiter von derselben entfernt sind, 
so dass sie eine unreo-elmässiü'e Reihe bilden. 

Das Fig. 3. dargestellte Blatt hat eine Breite von 2 Centim., der erhaltene Theil 
misst 11 Centim. ist aber wohl kaum die Hälfte des Blattes, so dass dieses wohl eine 
Län<2;e von 22 Centim. gehabt haben wird. Es ist gegen die Basis zu sehr allmälis 
verschmälert. Die Mittelrippe ist auffallend dick und von derselben laufen zarte, doch 
deutliche Secundarnerven in fast rechtem Winkel aus; die meisten sind 1 bis 2 mal 
gabiig gespalten, seltener einfach und laufen bis zum Rand. Das Blatt muss lederartig 



gewesen sein. 



Fig. 4. ist nur ein kleines Blattstück von Kome, Fig. 5. dagegen wieder ein 
grosses Stück von Avkrusak, das 21 Millim. Breite hat, genau wie bei Ol. articulata 
und wohl auch dieselbe Länge besass; es ist aber nur die mittlere Partie von 22 Cent. 



KON,,.. SV. VKT. AUBHOm UA NDUN0AR . , 1AN1) . ß. „.„ ß ^ 

Länge erhalten. Die Sponn^irno^^v, 

dicht beisammen; einze nein eTnfL IT®" '" *** r6 ° htem Wnke] ™ d «*>hen 
eine doppelte Gabel gethe 1t F t b vi " "VT f'^" ,Uld "^ a " dere » 
hier und da runde Eindrück die sei waWh° '7 ' ^ ^""^ b « Bwk8 » ™ 

.stehen nahe bei der Mittelrippe an de e Ist T M V °" ^ ^ herrül >^n; die einen 
Solche runden Eindrücke Xn^JtZbt Sf ™f ^T' ^ ^ ^ 

Bei Fig. 7. b. Fig 6 und S hL , i aUCh bei> F * 6 ' 8 - und "■ 

dieselbe sichdlmälig v°e s hmfe 'und litl" t ?** *" B ' atteS ' ™ sehe " d ^ 
einem einfachen Blatt und nich mit 1 P ? R t T , ' T ™ 2ei ^" dass Vir es »* 
geht dicss aus Taf. XXI. \Z 2 b hervor T r V^ T^l N ° Ch deut,ich - 
lerte Blatt noch den starken Blat ^ ^ *££'£ S 7^ ^'^ 
grund ist diese Art leicht von den Fiedern de TW v * Verschnaälernng am Blatt- 
ist das Blatt in ähnlicher Weise Ä (£* 7 b 8 T V t^^ Vo ™ 
cmselen Stein mit Zweigresten von SeouoiiTmb gua (Fi. 9 \ ) f S ^ ""f 
S. Reichenbach . Fig. 9 c ist dp, nnr.ni 1 -^ ■ , V g ' b '^ 6 * ^mittiana und 
.erdrückt und kaum zu deuten "t" "^ "*"* ^^ das ab - ** 

»nd T^ÜJ "£? autTr ? b r SCl r !nli ? die Tatoi ^™ <™rvis bu» 
Tacniopt. vittata Bh« aus dem Oolith von ^ , """* '" ^ ^Wern und die 
Namen Oleandriua.m von den T ■ ♦ ■ Saarbor °"8'h, welche ScHIMPEB unter dem 

Zeichnet ha^. l^lffiT S7 Ä ^Tf f t «^ ' 
sieh im Eocen des Pariser Beckens (O^fuLLTw^X *** 

VIII. ACROSTICHITES Goepp. 

Blatte/he Ä"£äÄi d h e " F ™ hthäUfcl r ' "**• *e S-e Unterseite der 
Acrostichum L über "n die in de l"" " * ' ^^ AHe « mH del ' Ga »»»? 

bis jetzt bekannten fo^Jen Arten °r nZ °r VT ^ von ^teB auftritt. Die 
nedrig zertheilten Blät n we he ?V™ *« Abtofong vn Acrostichum mit 

*"" e ues taubes der Acrostichites princeus Pr «n nnrl A r^ *• ^r 

- voi^^ftz "XShem' """^ ^ *« *"* *' ^> -""£ 

13. A. Egedeanm m. Taf. III. Fig. 5. vergrössert 5. b. 

gustatit SemS"" inn', V^l ^^^ b ^ « «pioe» versus sensim an- 

»eeundarifs obslt t P r' . lanCeolatis > a ™ ti ^ «-vo medio stricto, nervi* 

narus obsoetis, sons pagmam inferiorem pinnularum omnino tegentibus 

Avkrusak; auf der Rückseite der Steinpia rte, welche Fig. 5. enthält Ua«t 
ein ebenso grosses, ■ aber verwischtes Wedelstück. 



40 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCIIEN ZONE. 

An einer verhältnissmassig dünnen Spindel stehen zahlreiche Fiedern, welche, 
wenn sie vollständig erhalten wären, sieh am Rande berühren würden. Sie haben eine 
Länge von 65 Millim., in der Mitte eine grösste Breite von 12 Millim.; verschmälern 
sich aber sowohl gegen die Basis, wie nach vorn, indem die Fiederchen kürzer werden; 
die Fiederchen an der Basis der Fieder haben nur eine Länge von 4 Millim., die der 
Fiedermitte aber 6 Millim., bei allen betragt aber die Breite nur schwach 2 Millim. 
Sie sind am Grund mit der ganzen Breite angesetzt, aber nicht zusammenhängend. Bei 
dem grossem Stück laufen alle Fiederchen in rechtem Winkel von der Spindel aus und 
sind gerade, bis über die Mitte hinaus parallelseitig, vorn aber meistens zugespitzt. 
Bei vielen Fiederchen ist freilich die Spitze verdeckt, und diese erscheinen vorn ab- 
gerundet. Mehr zugespitzt sind die Fiederchen von mehreren losen Fiedern auf der 
rechten Seite der Steinplatte. Bei diesen sind die Fiederchen etwas nach vorn gebogen. 
Der Mittelnerv ist bei den meisten Fiederchen deutlich und verläuft in gerader Linie 
bis zur Spitze derselben; die Seitennerven dagegen sind überall verwischt, und war mir 
nicht möglich zu ermitteln, ob sie einfach oder gabiig sind. An manchen Stellen glaubt 
man ein Netzwerk zu sehen, wie bei Lonchopteris, bei genauerem Nachsehen habe mich 
aber überzeugt, dass diess nur von den durchgedrückten Soris herrührt. Diese sind bei 
dem grossen Wedelstück wenig deutlich, sehr in die Augen fallend aber bei Wcdelresten, 
die auf derselben Steinplatte waren aber von derselben abgesprengt wurden. Es ist 
bei Fig. 5. b. ein Stück vergrössert dargestellt. Wir sehen, dass die ganze Unterseite 
o-leichmässiof mit Früchten bedeckt ist. Sie liegen zu beiden Seiten des Mittelnerves; 
auf jeder Seite kommen meist 3, selten nur 2 auf die Breite bis zum Rand; sie stehen 
nicht in Reihen. 

In der Form der einzelnen Fiederchen erinnert die Art an Gleichenia Zippei, ab- 
gesehen von der andern Fruchtbildung unterscheidet sie sich auch durch die am Grund 
verschmälerten Fiedern. 

IX. PECOPTERIS Brgn. 

14. Pecopteris aretica FIr. 

P. foliis bipinnatis, pinnis approximatis, elongatis, linearibus, apicem versus atte- 
nuatis, pinnatifidis vel pinnatipartitis, pinnulis obliquis, apice acutiusculis; nervis seeun- 
dariis simplieibus. 

Heer Flora foss. aret. I. p. 80. Taf. I. Fig. 13. XLIII. Fig. 5. 
Korne. Anguiarsuit. 

Es wurden in Anguiarsuit mehrere Fiederstücke gefunden, welche mit denen 
übereinstimmen, die ich in der Flora aretica auf Taf. XLIII. abgebildet habe. 

15. Pecopteris borealis Brongn. 

P. foliis bipinnatis, pinnis elongatis, pinnulis obliquis, ovato-subrotundis, brevibus 
acutiusci. 

Brongniaut bist, des veget. foss. p. 351. Taf. CIX. Fig. 2. 
Heer Flora foss. aret. I. p. 81. Taf. I. 14. XLIV. 5. a. b. 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAR. BAND. 12. N:0 6. 4J 

Korne. Avkrusak. 

Fiedeirl^Al^ z f ."" "" "*"* aW *><* - ^ Spinde, befestigte« 

16. Pecopteris hy perbor ea Hr. 

• P. pinnis linearibus, pinnatis, pinnulis patentibus, liberis remotis ovati« «™ 

obtusiusculis, nervis secundariis simplicibus. remotis, ovatis, apice 

Heer Flora foss. arct. I. 14 Taf XT IV V\. v a i • ^ 

Kome< \ laL AL1V ' ** 4 - (zweimal vergrößert). 

17. Pecopteris Ander somana m. Taf III Fio- 7 -•« Q+* i 

d r i« i . . g ' ^tuck vergrössert 7. b 

. fohis bipinnatis, pinnis lineari-lanceolatis, pinnulis ovatis h« a i „ + ■ 
tundatis, apice obtusis, nervo medi.o debili, nervis secuX*! Tcatis "^ F °" 

DLt' m U a n a der8elben StGinplatte mit Se ^ U0ia Smi 4«a und Torreya 
Ist ähnlieh der Gleiehenia Giesekiana, unterscheidet sich aber durch die kürzern 
m Grund freien und . „ge rundeten Fiederchen; von dem Asplenium bL^Z2 
die viel kleinem Fiederchen und die Form der Fieder- von P P w ■ 4 . i f 
die am Grund zugerundeten Fiederchen, die Ä^ ST. ZmSh 1 ^ 
Die Reden, stehen ziemlich dicht an einer dünnen Spindel; sie sind parallefseHi. 
D e einzelnen Fiederchen haben eine Länge von 5 Millim. bei einer Breite von3 MHto 

fe ts r^unrt T T' ^^ ^ ^ * ** biS * ur S " inde » ™ d ^ier je eT" 
ts zugerundet Sie scheinen nur in der Mitte an dieselbe angeheftet zu sein Der 

Mittelnerv entspringt in ziemlich spitzem Winkel und ist schwach; von ihm gehen in 

ebenfalls spitzem Winkel gabiig zertheilte Seeundarnerven aus. Di Fieder hen^ind am 

Grund am breitesten und nach vorn allmählig verschmälert mit stumpflicher SpUze 

18. Pecopteris Bolbroeana m. Taf. III. Fig. 6. 

P. pinnulis pinnatifidis, lobis lanceolatis, apice acutiusculis, nervis secundariis nie 
rumque simplicibus, rarius furcatis. * secunaarns ple- 

Pattorfik. 
Es wurde nur der Fig. 6. abgebildete Blattfetzen gefunden, welcher die Stütze 
einer wahrscheinlich grossen Fieder darstellt. Sie ist nederschnittig; es reichen die 
Whnitte bis etwas über die Mitte hinab; die Lappen sind nach vorn gebogen" a 

SoV, 1 ^ ei \ mä Viel laDgCT alS die Ir — ite ' ™ ra -d S S ie ziemlich 

S t' l \ , W Bla "' daS """ geWCSen ZU Sein scheint - stark -usammengedrüekt 
■st, ist doch die Nervatur deutlich. Von dem Mittelnerv läuft nach jedem Lappen ein 

Seitennerv von dem in spitzem Winkel einfache Nervillen auslaufe,,; nur bei ein m 
tappen sind die untersten Seitennerven in Gabeln getheilt. 

2:te Fam. GLE1CIIENUCEAE. R. Br. 

Die Farn dieser Familie sind durch die gabelige Thcilung der Blattspindel und 
nur von wenigen, aber grossen Sporangien gebildeten Sori ausgezeichnet. Lebend 

K. Vut. Akad. Ilnudl. B. 12. X:o ü. ß 



42 OSWALD HEER. DIE KREIDK-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

sind nur zwei Gattungen bekannt; Platyzoma R. Br. und Gleiehenia, erstere in 1, 
letztere in 23 Arten (vgl. Hooker und Baker Synopsis Filicum S. 11). 

"""" X. GLEICHEN1A Sm. 

Die lebenden Arten vertheilen sich auf zwei Subgenera: auf Euc/leichenia, mit einem 
einzelnen Sorus auf jedem Blattfiederchcn, und auf Mertensia, mit mehreren, in zwei 
Reihen gestellten Soris. Beide Untergattungen treten in der untern Kreide Grönlands 
auf, dazu kommt aber noch eine dritte fossile Untergattung Didymo sorus, bei welcher 
auf jedem Fiederchen zwei Sori sitzen, wodurch der Gattungtypus erweitert wird und 
die Kreidenora Grönlands denselben in manigfaltigeren Formen ausgeprägt hat, als 
irgend wo in der Jetztwelt. Die Didymosoren vermitteln den Uebergang - von den Eu- 
gleichenien zu den Hortensien, und die Gleiehenia rotula von Didymosorus zu Mer- 
tensia, indem diese Art ganz die grossen, in eine Höhlung eingesenkten Sori der Di- 
dymosoren hat, die aber in zwei Reihen stehen, wie bei den Mertensien. 

Die Eugleichenien gehören der südlichen Hemisphaere an, dem südlichen Afrika, 
Australien, Tasmanien, Neuseeland; eine Art (Gl. dicarpa) ist zugleich auch auf den 
Malaischen Inseln, eine zweite (Gl. circinata Sw.) auch in Malacca gefunden worden. 
Keine Art ist über den 10° nördl. Breite hinaus bekannt. 

Zu diesen Eugleichenien sind vier Grönländer- Arten zu bringen; von einer (die 
Gl. nervosa) ist indessen die systematische Stellung noch zweifelhaft, dagegen ist die 
Gl. acutipennis der Gl. circinata, die auf der südlichen Hemisphaere weit verbreitet ist, 
sehr ähnlich, die Gl. micromera der Gl. polypodioides Sm. von Südafrika, und die überaus 
zierliche Gl. delicatula der Gl. dicarpa, die in Australien, Tasmanien und in Neuholland 
häutig vorkommt und auch auf den Bergen Neuseelands und der Malaischen Inseln 
sich lind et. 

Die Didymosoren bilden zwar durch ihre zwei Sporangien auf jedem Fiederchen 
einen eigenthümlichen, erloschenen Typus. In der Form der Blattfedern und Fiederchen 
und in den grossen, eingesenkten Soris erinnern sie indessen lebhaft an die Eugleiche- 
nien und schliessen sich durch ihre ganze Tracht näher diesen als den Mertensien an. 
Die Gl. Nordenskiöldi entspricht in der Blattform ganz der Gl. polypodioides, die Gl. 
gracilis aber der Gl. circinata; letztere hat wie die Eugleichenien auch einfache Secundar- 
nerven, während erstere gabiig getheilte, wie die Mertensien. 

Die Mertensien sind in der Jetztwelt zahlreicher vertreten .als die Eugleichenien. 
Von den 17 bekannten Arten gehören 13 ausschliesslich der südlichen Hemisphaere an, 
sind in Südafrika, Neuseeland, den indischen Inseln und in Südamerika zu Hause; 
mehrere leben im Tropischen Amerika, und zwei Arten (Gl. longissima Bl. und Gl. 
dichotoma W.) reichen aus dem Tropischen Asien bis nach Japan; weiter nördlich sind 
noch keine Gleichenien gefunden worden. 

Die Grönländer- Arten gehören alle in die zweite Abtheilung von Hooker und 
Baker (Synopsis filicum p. 12) mit mehrfach-gabeligen Spindeln, deren Gabelaeste auch 
Blattfiedern tragen; sie weichen aber von den lebenden Arten durch die eingesenkten 
Sori ab. Bei den lebenden bleibt keine Höhle zurück, wenn die Sporangien abgefallen 



KONGL. SV. VET. AKADEMIKNS HANDL1NGAB. BAND. 12. N:0 6. 



43 



sind, während dies« bei den Grönländer-Arten der Fall war. Ich kann daher für diese 
keine homologen lebenden Arten bezeichnen. In der Form und Grösse der ßlattfiedern 
und Fiederchen steht der Gleichenia Giesekiana die Gl cryptocarpa Hk aus Chile, der 
Gl. Zippei und long.pennis die Gl. pcdalis KaüLF. aus Chile, und der Gl. rigida die Gl 
pubescens H. ß. aus dem Tropischen Amerika am nächsten. 

Die Fiederchen aller fossilen Gleicheren sind ganzrandig. 
- Von den Gleichenien der Kreide Europas gehören eine & Art (Gl. protogaea Deb. 
fctt.) von Aachen zu den Eugleichenien, drei (Gl. comptoniaefolia, Gl. varians und eine 
Art, die den zu ändernden Namen Didymosorus gleichenioides Deb. trägt) von Aachen 
zu Didymosorus und zwei (Gl. Zippei und Gl. Kurriana Hb) zu den Mertensien. Leider 
sind die von Aachen beschriebenen Arten (mit Ausnahme der Gl. comptoniaefolia) nur 
in so kleinen Fetzen gefunden worden, dass eine Vergleichung derselben mit unsern 
Grönländer-Farn kaum zulässig ist. 

1 Subgen. Mertensia. Willd. 
Sori biseriati, pinnulae nervis seeundariis furcatis, raro simplieibus. 

19. Gleichenia Giesekiana Hb. Taf. III. Fig. 1. d. und 8. VII. Fig. 1. restaurirt. 

Gl. fronde dichotoma, bipinnata, pinnis elongatis, linearibus, parallelis, pinnati- 
partitis, pinnulis patentibus, subinde falcatis, oblongis, apice rotundatis, obtusis, basi 
unitis, nervuhs furcatis, soris biseriatis, rotundis. 

Hebb Flora foss. aretica I. p. 78. Taf. XLIII. Fig. 1. a. 2. a. 3. a- XLIV. Fig. 
2. 3. Schimper Paleontol. I. p. 671. 

Korne, Avkrusak und Pattorfik. 
Auf ein paar Fiedern von Avkrusak zeigen zwei Reihen von Punkten längs des 
Mittelnervs des Fiederchens die Sori an. Taf. III. Fig. 8. (vergrössert 8. b.) ist "durch 
die längern Fiederchen von der gewöhnlichen Form ausgezeichnet. Die Secundarnerven 
sind in gleicher Art gabelig getheilt, wie bei der Hauptform. 

20. Gleichenia rigida Hb. Taf. I. Fig. 1. b. 5. a. b. 

Gl. feliis bipinnatis, pinnis oblongo-lanceolatis, pinnatisectis, ; pinnulis angustis, 
hearibus, apice acutiusculis, basi paululum dilatatis, rigidis, patentibus, nervulis furcatis, 
angulo fere recto egredientibus, soris biseriatis, sporangiis 3 — 4. 

Heeb Flora foss. aret. I. p. 80. Schimpee Paleontologie veg. I. p. 172. 
Korne. Karsok. 

Die Taf. I. Fig. 5. a. b. abgebildete Fieder ist von Karsok und liegt neben Blät- 
tern des Asplenium Dicksonianum. Die schmalen, langen und steifen Fiederchen sind 
bis zum Grunde von einander getrennt. Von dem Mittelnerv gehen sehr kurze, in 
2inen Gabelast gespaltene Secundarnerven in fast rechtem Winkel aus. Die kreisrunden, 
ziemlich grossen Sori bilden auf jedem Fiederchen zwei Reihen, von denen jede acht 
Fnichthüufchen zeigt; jeder Sorus besitzt in der Regel drei, selten vier Sporangien (cf. 
Fig. 5. bb. viermal vergrössert). Der Sorus sitzt auf dem Seitenast. Wenn die Spo- 



44 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA. DER ARCTISCIIEN ZONE. 

rangicn ausgefallen, erscheint die Höhle des Sorus in drei Fächer getheilt. — In den 
steifen, langen und schmalen Fiederchen erinnert die Art an die Gl. pubescens H. B. 
aus dem tropischen Amerika. Auch die Nervation ist sehr ähnlich. 

21. Gleichenia Zippei. Taf. IV. V. VI. Fig. 1—3. VII. Fig. 2. restaurirt. 

GL fremde dichotoma et trichotoma, ramis divaricatis, bipinnata, pinnis valde 
approximatis, elongatis, linearibus, parallelis, apicem versus sensim angustatis, acumi- 
natis, pinnatisectis, pinnulis obliquis, lanceolatis, acutiusculis, basi discretis vel summa 
tantum basi unitis; nervis pinnatis, nervulis seeundariis utrinque 3 — 5, inferioribus 
furcatis; soris biserialibus, pinnulam fere obtegentibus. 

Heer Flora foss. aret. I. p. 79. Taf. XLIII. Fig. 4. Beiträge zur Kreideflora II. 
S. 4. ' Taf. 1. Fig. 1. Schimper Paleontol. I. p. 672. 

Pecopteris Zippei. Corda in Reuss Verstein. S. 95. Unger Sitzungberichte der 
Akademie in Wien. 1867. S. 8. 

Gleichenia Rinkiana. Flora foss. aret. I. p. 80. 

Ist häufig in der untern Kreide von Noursoak; in Korne, Avkrusak und Pattorfik, 
hier besonders häufig. 

Die zahlreichen von Nordenskiöld gesammelten Stücke dieses schönen Farn ver- 
helfen uns zu einer vollständigen Kenntniss dieser Art und bestätigen meine frühere 
Bestimmung als Gleichenia; sehr belehrend sind die auf Taf. IV. und Taf. V. abge- 
bildeten Wedel, welche sehr schön die Gabelung der Spindel zeigen. Nicht selten ist 
sie in drei Gabelaeste getheilt (Fig. 2. 3. 5. Taf. V.); wo sie in zwei gespalten, sieht 
man in der Regel in der Gabelung eine Knospe. Dass die Spindel wiederholt sich 
gabelt, sehen wir an Taf. IV. Fig. 1. V. Fig. 3 und 4. und Taf. VI. Fig. 2; die 
Spindeln sind sehr lang und dünn und zwar sind die untern öfter nur wenig dünner als 
die obern (Taf. IV. Fig. 2). Sie laufen in rechtem oder sogar in stumpfem Winkel 
aus einander (Taf. IV. 2. VI. 2). Die Fiedern stehen in grosser Zahl und sehr dichter 
Stellung an der Spindel. Sie sind sehr lang und schmal; sie erreichen eine Länge von 
80 bis 90 Millim., bei einer Breite von 6—8 Millim.: sie sind anfangs paralldseitig, 
dann, etwa von der Mitte an, allmälig schmäler werdend und sich zuspitzend. Die 
lange vorgezogene Spitze ist freilich selten erhalten, indessen sehr schön in Fig. 3. Taf. 
VI. zu sehen. Die Fiederchen stehen dicht beisammen, so dass sich ihre Ränder in 
der Resel o- e o- e n die Basis berühren, doch sind sie unter einander nicht verwachsen, 
oder doch nur am untersten Grund zusammenhängend. Die Einschnitte reichen also 
ganz oder fast ganz bis zur dünnen Spindel hinab; sie sind mit der ganzen Basis an 
dieselbe gefestigt. Sie sind meistens etwas nach vorn geneigt, seltener in rechtem 
Winkel von der Spindel abgehend, oder selbst etwas zurückgekrümmt (Taf. V. Fig. 4. 
bei einzelnen Fiederchen). Sie sind meistens etwa 2 Millim. breit und S 1 / 2 Millim. lang, 
sind länglich oval; von der Mitte an gegen die Spitze verschmälert, bald stumpflich, 
bald etwas zugespitzt. Die untern Seitennerven sind in einen Gabelast getheilt, die 

obersten einfach. 

Bei mehreren Stücken von Pattorfik sind die Früchte erhalten. Bei Taf. V. Fig. 6. 
(viermal verorössert 6. b.) haben wir eine fruktifizierende Fieder, welche neben einem 



KONGL. SV. TOT. AKADEMIEKS HANDLINGAli. BAND 12. „:0 6. 45 

ansehnlichen Wedel der Gl. Zippe! liegt. Auf Jedem Fiederchen bemerken wir zu jeder 
Seite des Mittelnerve vier, seltener nur drei in eiue Zeile gestellte Sori Sie h den 
kreisrunde Eindrucke von 1 Millim. Durchmesser, welche vom Mitteln rv bis Z£ 
den Rund rechen, so dass d,e pinnula fast ganz von den Soris bedeckt wird Ar 
Lpe s.eht man viele sehr kleine schwarz Punkte, welche wahrscheinlich von de" 
Sporen herrühren. Einzelne Sori sind durch eine Linie in zwei, andere in drei oder 
vier Abteilungen getheilt, welche 2-4 Sporangien andeuten. Einzelne Sori sind linsen- 
förmig und in der Mitte mit einem Wärzchen, das wohl die Anheftungstel.e de Spo- 
rangien bezeichnet. ö 8luie UC1 ^po- 

Betrachten wir noch die wichtigern Stücke einzeln, haben wir bei Taf. V Fi. 3 
von Pattorfik eine Spmdel, die in drei Aeste gespalten ist, der seitliche Ast ist noch 
mals gabhg gethedt und tragt in der Gabel eine Knospe. Bei Fig. 5. haben wi einen 
dünn n, oben, Gabelast, der in drei Gabeln sich weiter theilt, der mittlere Gab Zt 
st schon unten beblättert; die daneben liegende Spindel trägt nach vorn zu verscW 
lerte Redern Fig. 4 hat auch eine in drei Gabeln getheilte Spindel, der Jt e A t 
.st aber wenig entwickelt, der linksseitige vorn umgerollt, wie bei den jungen Farn- 
wedeln, und an der Spitze in zwei Gabeln getheilt, die unmittelbar die B Ltnederchen 
tragen; ,n der Gabel sitzt eine kleine Knospe. Die Blattfiederehen sind schmal und 
auswärts nur wemg verschmälert. Noch schmäler s ind «lie Fiedern bei einem daneben 
legenden Blattstück, welches wohl aus der Spitze der Wedels stammt 

Taf. IV. Fig. 2. ist durch die sehr langen kahlen Blattspindeln ausgezeichnet, 
von denen zwei je ,n drei, eine aber in zwei Gabelaeste sich theilen. Die letztern -eben 
m fast stumpfem Winkel aus einander, sind auffüllend lang und dünn, und die Fiedern 
stehen weiter aus einander. Es ist diess Stück, wie Fig. 4, von Pattorfik. Bei dem 
letztern haben wir sehr lange, zierliche Fiedern. Die Fiederchen sind vorn ziemlich 
spitzig. Zuweilen sind nur die gabelig getheilten Spindeln erhalten, während die 
Blattfedern abgefallen sind; so bei Taf. IV. Fig. 1, deren Spindeln wahrscheinlich zur 
vorliegenden Art gehören. Es liegen vier solcher gablig-getheilter Spindeln beisammen 
auf derselben Steinplatte von Pattorfik, von denen ich nur eine dargestellt habe. 

Fig. 3. ist von Avkrusak; ist ausgezeichnet durch die sehr langen Fiedern die 
allmahlig nach vorn sich verschmälern; sie stehen so dicht beisammen, dass sie sich am 
Kande decken. Die Fiederchen sind alle nach vorn gerichtet. Sehr klein sind die 
»ledern hei einem Stück von Avkrusak, und an einer sehr langen, dünnen Spindel be- 
stigt. Taf. IV. Fig. 5: ist ein junger noch eingerollter Wedel, welcher neben schon 
entwickelten Blättern lieft. 

Taf. VI. Fig. 2. ist wahrscheinlich aus der obersten Partie des Wedels, zeigt aber 
noch eine doppelte Gabelung; der erste Gabelast ist lang und zur Seite mit zahlreichen 
biedern besetzt, die ziemlich schmale, vorn ziemlich spitzige Fiederchen besitzen; die 
öpmdel ist in zwei kurze Gabelaeste gespalten, von denen der rechtseitige erhalten ist; 
er ist mit Fiedern besetzt und oben nochmals in zwei Gabeln getheilt, welche dieselbe 
Wicke haben, wie die untern. Daneben liegt das Stück eines Wedels, an welchem eine 
' 1Culer vol lständig erhalten ist; sie hat eine Länge von 5 Centim. und ist nach vorn 
ganz schmal werdend. 



46 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

Auch aus der Spitze des Wedels sind wahrscheinlich die Taf. VI. Fig. 1. gezeich- 
neten Fiedern. Sie haben etwas kleinere Fiederchen. Hierher gehört die Gleichenia Rin- 
kiana der Flora arctica I. S. 80. Taf. XLIII. Fig. 8, die durch die kleinern, etwas 
stumpfen Fiederchen sich auszeichnet, aber in den Formenkreis von Gl. Zippei gehört. 

Taf. VI. Fig. 3. ist ausgezeichnet durch mehrere vollständig erhaltenen Fiedern, 
welche vorn allmälig in eine lange, sehr dünne Spitze auslaufen. 

Taf. V. Fig. 1. sind alle Fiedern des Wedels mit Früchten bedeckt; die Sori sind 
durchgehends in zwei Reihen geordnet (Fig. 1. a. und 1. b. einzelne Fiederchen vergrössert), 
wie bei Fig. 6, und wir sehen auch bei dem einen kleine scliAvarze Punkte (Sporen), 
bei andern nur in der Mitte einen schwarzen Punkt, und wieder bei andern drei vom 
Centrum .ausgehende Linien, welche auf drei Sporangien schliessen lassen. 

Zeichnet sich durch die grossen Sori, welche die Blattfläche fast decken und nach 
dem Abfallen der Sporangien Vertiefungen bilden, von allen lebenden Arten aus. In 
der Grösse und Form der Fiedern und Fiederchen kann sie am ehesten mit der Gl. 
pedalis Kaulf. aus Chile verglichen werden; hat freilich viel längere und weiter aus- 
gebreitete Gabelaeste. 

Während wir durch das reiche Material, welches wir den schwedischen Natur- 
forschern zu verdanken haben, uns ein vollständiges Bild von diesem Grönländer-Farn 
verschaffen können, bleiben hinsichtlich seines Verhältnisses zu der deutschen und 
boehmischen Pflanze, welche diesen Namen trägt, noch einige Zweifel zu lösen. Die 
Abbildung, welche Corda von der letztern giebt, ist sehr mangelhaft und passt überdicss 
nicht zu seiner Beschreibung. Es liegen drei Fiedern auf demsplben Stein; zwei sind 
noch an der Spindel befestigt und diese haben ganz dieselbe Form und Grösse wie bei 
dem Grönländer-Farn und das vergrössert dargestellte Fiederchen zeigt dieselbe gablige 
Nervatur; die dritte Fieder dagegen hat weiter aus einander stehende Fiederchen und 
erinnert in den parallel laufenden Seiten mehr an Gl. longipennis. 

Ungers Abbilduno; der Pflanze aus der Gosauformation der neuen Welt stimmt 
wohl zu der unsrigen, aber die vergrössert dargestellte Fieder hat einfache Secundar- 
nerven, während er in der Beschreibung sagt: nervis basi furcatis; die Zeichnung muss 
daher unrichtig sein. Am besten stimmt der Farnrest aus der Kreide von Quedlinburg 
(vgl. meine Beiträge zur Kreideflora II. Taf. I. 1.) in Stellung und Form der Fiedern 
und Fiederchen. Immerhin haben wir von allen diesen Stellen keine vollständig erhal- 
tenen Exemplare. Sollten noch solche gefunden werden und diese einen Speciesunter- 
scheid erheischen, wäre der Grönländer Farn als Gl. Rinkiana zu bezeichnen. 

•22. Gleichenia loncjipennis m. Taf. VI. Fig. 4. 5. und 6. VIII. Fig. 1. 2. 3. 

Gl. fronde dichotoma, bipinnata, pinnis valde approximatis, alternantibus, pa- 
tentibus, linearibus, valde elongatis, angustis, apicem versus paululo angustatis, pinnulis 
ovalibus, apice obtusiusculis, basi omnino discretis, nervis seeundariis inferioribus fur- 
catis, soris biserialibus. 

Pattortik und Avkrusak. In Ekkorfat nur selten; ebenso in Korne. 

Unterscheidet sich von der Gl. Zippei durch die auswärts kaum merklich ver- 
schmälerten Fiedern, deren Seiten bis s e S en die Spitze hinaus fast parallel laufen, und 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAIt. BAND. 12. » :0 6.' 47 

deren Fiederchen etwas stumpfer aind; ferner durch die dem Rande näher stehenden 
So„. Das raf VI F.g 5. abgebildete Stück von Pattorfik hat Kielern von 71 Millim 
Lange; sie haben bis über dm Mitte hinaus eine Breite von 7 Millim, und verschmälern 
«eh gegen dm Spitze nur ganz unmerklich. Die Fiederehen sind bis auf die Spinde" 
hinab von einander getrennt und ihre Ränder berühren sich nirgends: da die Fiederchei 
auswärts verschmälert sind und sich schwach zuspitzen, treten sie auswärts noch weiter 
aus einander. , Ui 

Bei einem zweiten Stück, auch von Pattorfik, Fig. 4, haben die Fiedeln sogar 
eine Lange von 93 Milhm., be, einer grossten Breite von 8 Millim. Die Fiederehen 
gehen am Grunde zwar zusammen, sind aber in der obern Partie ziemlich weit von 
einander getrennt. Auswärts ist die Fieder nur sehr wenig verschmälert. 

Taf VI. Fig. 6 ist wahrscheinlich aus der Wedelspitze, daher die dünne Spindel 
riseiti. UDd FiedCTchen - Die Fiede ™ sind •«>« auch hier fast pa- 

W i , V v,° n . Taf ' V 1 IIL KS ; 2 ; ? rf * hren Wi '"' dass auch diese Art - ehlen gabiig getheilten 
Wedel hatte in dessen Gabel eine Knospe sitzt. Daneben liegen einige Fiederstücke. 
Von Pattorfik Bei einem Stück von Korne liegt neben einem Fiederrest eine dreigablig 
getneilte. Spindel. • & & 

Wedel ^muf^ ^ ^ ^ ^ AvkrUSak erSehen wir ' dass d iese Art sehr grosse 

_ Die keineswegs vollständig erhaltene primäre Fieder hat eine Läncre von 24 
Oentnn. Ohne Zweifel bildeten zwei solcher eine Gabel und waren an einer Spindel 
befestigt, die eine Zahl solcher grosser Fiedern trug, so dass das ganze Blatt ein paar 
uss Länge gehabt haben mag. - Die Spindel ist verhältnismässig dünn und gebogen 
Von derselben laufen die Fiedern in fast rechtem Winkel aus; sie stehen uno-emein 
dicht beisammen, so dass sie theilweise an den Rändern sich decken. Der Abstand von 
einer Fieder zur andern beträgt im untern Theil des Wedels 5 7, im obern aber 5 
Millim.; die Fiedern sind alternierend; sie haben eine Breite von 57 2 — 6 Millim., sind 
parallelseitig und auswärts kaum merklich verschmälert; es tritt die Verschmälert ng 
erst nahe der Spitze ein. Die Fiederchen stehen meist wagrecht und nur die vordem 
sind öfter etwas ■ nach vorn gerichtet. Sie stehen dicht beisammen, so dass sie sich am 
Kande meist berühren, sind indessen bis zur Basis getrennt. Sie haben eine Breite von 
2 bis 2/ 2 Mill. und eine Länge von 27, Mill. und sind vorn ganz stumpf zugerundet. 
Von den Nerven ist nur der mittlere deutlich, die seitlichen sind verwischt. 

Auf einer Zahl Fiedern nahe am Grunde des Wedels sind die Fruchthäufchen 
angedeutet. Es sind zu jeder Seite des Mittelnervs je drei kleine schwarze Punkte, 
welche von den Soris herrühren müssen. Sie standen demnach in zwei Zeilen auf 
ledern Fiederchen (Fig. 1. b. vergrössert). Besser erhalten sind sie bei einem Wedel 
von Korne, von dem ich Fig. 3. (vergrössert 3. b.) eine Fieder abgebildet habe. Die 
rundlichen Sori sitzen in der Gabel des Seitennervs und sind dem Rand genähert. Die 
^eitennerven sind in eine Gabel setheilt. 



48 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

23. Gleichenia thulensis in. Taf. X. Fi«-. 18. Taf. V. Fig. 9. b. 

Gl. foliis pinnatis, pinnis linearibus, pinnulis subcoriaceis, liberis, separates, oblonges, 
basi rotundatis, apice obtusiusculis; nervo medio conspicuo, stricto, nervis secundariis 
obsoletis. 

Pattorfik. 

Die Fiederchen haben zwar eine ähnliche Form wie bei Gl. Zippei und Gl. longi- 
pennis, sind aber ganz frei und aus einander stehend. Sie scheinen fast lederartig ge- 
wesen zu sein. Sie haben eine Länge von 4 — 7 Millim., bei Miil. Breite; sie sind 
gerade abstehend, am Grund an beiden Seiten zugerundet, vorn stumpflich. Der Mittel- 
nerv ist durchgehend, die Seitcnnerven aber ganz verwischt. 

Das auf Taf. V. Fig. 9. b. dargestellte Wedelstück von Pattorfik zeigt dieselben 
weit aus einander stehenden, schmalen Fiederchen und gehört daher zu dieser Art. Die 
Fiederchen sind mit Früchten bedeckt. Die Sori stehen wie bei Gl. Zippei in zwei 
Reihen und sind gross und rundlich. 

24. Gleichenia rotula m. Taf. VIII. Fig. 4. 5. Taf. IX. Fig. 1 — 4. (2. 3. vergrössert). 

Gl. fronde dichotoma, bipinnata, pinnis approximatis, patentibus, pinnis linearibus, 
margine parallelis, pinnulis horizontalibus, confertis, brevibus, apice obtuse rotundatis, 
basi vix connatis, nervis secundariis paucis, inferioribus furcatis, soris magnis, rotun- 
datis, biseriatis, pinnulam obtegentibus, plerumque sexlocularibus, sporangiis stellatim 
dispositis sex. 

Korne; ein Stück neben Danaeites firmus. Avkrusak. 

Es liefen bei Taf. IX. Fig. 1. b. von Korne zwei Blattfieder-stücke zum Theil 
über einander (in Fig. 2. eine Partie viermal vergrössert), welche mit den sehr schön 
erhaltenen Soris bedeckt sind. Diese stehen in zwei Zeilen und bedecken fast die ganze 
Unterseite der Fiederchen. Bei der Mehrzahl besitzt jede Reihe 3 Sori, bei ein paar 
nur zwei und bei einem haben wir auf einer Seite 3, auf der andern aber 2; es variirt 
also die Zahl der Sori auf den Fiederchen von 4 — 6. Sie sind kreisrund und meistens 
in 6 Fächer abgetheilt, welche von scharfen, vom Centrum strahlenförmig ausgehenden 
Wanduno-en von einander getrennt wurden ; bei einigen Soris sind nur 5 oder auch nur 
4 Fächer. Die Sporangien sind theilweise auf den Abdruck gekommen (Fig. 3. ver- 
grössert). Es stehen 6 solcher Sporangien sternförmig in einem Kreis. Bei den meisten 
Fiederchen sind freilich die Sporangien abgefallen und es deutet nur ein schwacher Ring 
(am Abdruck) die Stelle des Sorus an. oder es ist auch jede Spur verwischt. Dagegen 
sieht man sehr schwache Secundarnerven; es sind jederseits nur etwa zwei da, von denen 
der untere in eine Gabel getheilt, der obere einfach ist. Der Sorus scheint auf einem 
Seitennerv zu stehen. Es haben die Fiederchen eine Breite von 2 Mill. und eine Länge 
von höchstens 3 Mill., sind also fast so breit als lang und vorn ganz stumpf zugerundet. 
Die Ecken an der Basis sind stumpflieh. 

Die Bildung der Sori stimmt sehr wohl zur Gattung Gleichenia. Bei manchen 
lebenden Arten, so der Gl. polypodioides Sm. (glauca Sw.), von der ich ein Blattstück in 
Fig. 5, viermal vergrössert, dargestellt habe, haben wir auch solche grossen, kreisrunden 
Sori; sind die Sporangien abgefallen, bleibt eine kreisrunde Vertiefung, welche in -vier 



KONGL. SV. VBT. AKADEMIENS BANBWKGÄS. BAND. 12. N:0 6. 49 

Fächer abgeheilt ist, von denen jedes ein Sporangium beherbergte die «t» f ■ 
zu vier beisammen standen. Bei der fossilen Art h.fe» nelb01 S «' dl ° ^ernfonmg 
Sporangien in einem Sorus, bei der Meh h i w »" ™we,len. aneh nur vier 

benden Art wesentlich dadurch ab ! T *" ' '^ We ' CH Sie VOn der le " 

dem Fiederblattchen sit,t so dass' dt fo 1 ^VV™ Z f™ *^° Sori auf 
währe,, die ihr sonst sehr JZ %*£££.* 1 Ä" ^ 
Aehnhche ,„ einen Kreis gestellte Sporangien haben wir bei Laccovte ri P M ,l und 
Asterocarpus Goepp und zwar sind bei der erstem Gattung auch öftr Spor l" n 
m Sorus sie smd aber um eine etwas verdickte Axe herumg & estellt. Ich hab 1Z 
den Gronlander-Farn für eine Laccoptcris genommen, er stimmt aber ganz z» Ghf 
chema, dass w,r ,1m zu dieser Gattung zu bringen haben 

Avl-rufalTsif Tr ^^ baben Taf ' VI "- Kg- 5. von Korne und Fig. 4. von 

fundbeh V Iabe >V UCh d,Cht Stehende ' faSt wa « recht -«kaufende Fiedern und 
rundliche F.ederchen, deren untere Secundarnerven gabiig sind 

Z «gesp£e 4 K ntS." DS '" ^ ^^ *~ ^ *» d - Gab ^t eine vorn 

2. Subgen. Didymosorus. Deb. und Ett. 

dirii ;!r ! - ^'r dOTS0 medi ° nervoram infimorum „triusque lateris inserti. Nervi seeun- 
darii inferiores furcati, rarius simplices. ™ 

25. Glekhcnia comptoniaefolia. Taf. XI. Fig. 1. 2. 

anice ™ ^ dich ° t0 ™ a ' P innis "PProxinTatis, alternis, patentibus, linearibus, basi et 

r ti T deCreS 7 tlb " S ' P miuHs i'^-ioribus horizontalibus, superioribus falcato- 

* ■ T- TT' baS1 COnDatiS ' s ^™*™ subfalcatis, acutiusculis, nervis 

P nnt h Infer, T bu ! furCatis > ceterissimplieibus; soris 1-2 rotundis, punetifo-m bu 
pmnulae basi msidentibus. ' 

Aache,f? y s ß 01 T% C i m |r ton ; if0] i US p DEE ' et E ™ H ' A ^Uj, des Kreidegebirges von 
Beriet j • F '=" 1 - 5 - Ettingshausen Kreidenora von Niederschöna Sitzungs- 

V S l U4 " atUrW1SS - C!aSSe derWie "er Akademie. LV. Erste Abth. 1867. Heft Ibis 

Pattorfik. 

von IwT* rr^ XI ' ab S ebildete » Wedel s *™men so wohl zu den Abbildungen 

haben ?n U 1 , TTI f GSHAUSEN ' daSS Wil sie W ° hI dieser Art z » thei l^ dürfen. Wir 

Fiede J? beU ,? n beisammen stehe n d «b ^ngen und sehr schmalen Fiedern, deren 

«chen d Ie selbe Grösse und Form haben. Wie bei allen von Aachen abgebildeten 

K. Vet. Akad. Handl. B. 12. N:o ß. n 



50 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCIIEN ZONE. 

Stücken sind die Fiederchen am Grunde verbunden, in der Diagnose saj^en die Verfasser 
der Aachener-Flora freilich: pinnulis basi discretis vel rarius connatis, was aber nicht 
zu den von ihnen gegeben Abbildungen passt, daher diese Angabe unrichtig sein dürfte. 
Auch bei den Exemplaren von Niederschöna sind die Fiederchen am Grund verbunden. 
Cf. Ettingshausen 1. c. Taf. I. 1. 2. 

Die Wedel von Pattorfik haben eine sehr dünne, etwas gebogene Spindel. Die 
dicht und' alternierend stehenden Ficdern erreichen eine Länge von 56 Millim., bei einer 
Breite von 3 bis 4 und höchstens 5 Millim., sind also über 11 mal so lang als breit. 
Sie sind von der Basis bis zur Spitze von fast gleicher Breite, oder doch vorn nur 
wenig und sehr allmählig verschmälert, die Seiten laufen daher fast parallel und 
die Fieder wird zur linienförmigen. Es ist diese Fieder fiederschnittig, indem die 
Fiederchen sämmtlich am Grund mit einander verbunden sind. Die' untersten sind 
gerade gestellt, die äussern aber etwas nach vorn gekrümmt, so dass der äussere Rand 
des Fiederblättchens länger und mehr gebogen ist, als der innere; vorn ist das Fiederchen 
schwach zugespitzt. Ueber jedes Fiederchen läuft ein deutlicher Mittelnerv, der jeder- 
seits 3 bis 4 Secundarnerven aussendet, von denen die untern in eine Gabel sich theilen, 
die obern aber einfach bleiben.. Vgl. Fig. 1. b. und 2. b, wo die Fiederchen 4 mal 
vergrössert sind. 

Früchte sind bei der Grönlander Pflanze nur ein paar angedeutet; wir sehen (cf. 
Fig. 2. b.) an ein paar Fiederchen an ihrem Grunde zur Seite des Mittelnervs einen 
runden schwarzen Fleck; ob derselbe von einem Sporangium oder Sorus herrührt, ist 
nicht zu entscheiden. Bessere Früchte hat Debey in Aachen gefunden. Es sind meist je 
zwei Sori am Grunde jedes Fiederchens. 

Ist sehr ähnlich der Gleich. Zippei, aber durch die schmälern, parallelseitigen, 
nach vorn kaum merklich verschmälerten Fiedern und die am Grunde verbundenen 
Fiederchen zu unterscheiden, von Gl. longipennis durch den zuletzt erwähnten Charakter. 

Dann haben Gl. Zippei und Gl. longipennis zwei Reihen von Soris auf jeder Fieder. 

■ 

26. Gleichenia Nordenskiöldi m. Taf. IX. Fig. 6 — 12. 

Gl. fronde gracili, dichotoma, bipinnata, rachi tenui, pinnis approximatis, patentibus, 
linearibus, apicem versus parum decrescentibus, pinnulis minutis, horizontalibus, liberis, 
ovatis, basi utrinque rotundatis, apice obtusissimis, nervis seeundariis paucis, inferioribus 
furcatis, superioribus simplieibus; soris magnis duobus, pinnulae basi insidentibus. 

Nicht selten in Korne; Pattorfik und Avkrusak; von Ekkorfat nur eine 
kleine Fieder. 

Die Blatthederchen haben dieselbe Grösse wie bei Gl. rotula, sie sind aber etwas 
länger und schmäler und haben nur zwei Sori, welche nur vier Sporangien enthalten. 

Ich habe zwar keine gabiig getheilten Spindeln mit den Blattfiedern in Verbindung 
gesehen; da aber die Taf. IX. Fig. 12. abgebildeten Gabeln auf demselben Stein liegen 
mit den Fiedern, dürfen wir sie zusammen bringen und daher unserer Art gabiige Spin- 
deln zuschreiben, wie den übrigen Gleichenien; um so mehr, da auf einer zweiten Stein- 
platte von Avkrusak unmittelbar neben den Blattfiedern eine gabiig getheilte Spindel 
liegt. Bei einem dritten Exemplar von Korne ist die Spindel in drei Gabeln gespalten, 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAR. BAND. 12. N:0 6. 51 

neben denen eine Blattfieder liegt. Die gemeinsame Spindel ist lang und dünn, zu- 
weilen etwas hin- und hergebogen. An derselben sind viele, dicht beisammen stehende 
Fiedern befestigt, welche in fast rechten Winkeln auslaufen. Sie sind vom Grund bis 
weit hinaus gleichbreit und nur zu äusserst sich verschmälernd. Die dicht beisammen 
stellenden Fiederchen berühren sich zwar am Rande, sind aber bis zum Grund getrennt 
und an der Basis jederseits etwas zugerundet; sie sind nicht mit der ganzen" Breite, 
sondern nur in der Mitte an die Spindel befestigt. Die der Basis der Fieder zuge- 
kehrte Seite ist öfter etwas ohrförraig erweitert, Das Fiederchen ist an der Basis am 
breitesten, aber nach vorn nur wenig verschmälert und vorn stumpf zugerundet. Das 
Fiederchen hat durchschnittlich eine Länge von 4 Millim., bei 2 Millim. Breite. Der 
Mittelnerv ist deutlich, wogegen die Secundarnerven meistens verwischt und nur bei 
wenigen Blättchen deutlich zu sehen sind. Es sind in der Regel jederseits drei da, von 
denen die untern zwei in eine Gabel getheilt, die obern. einfach sind (Fig. 10. viermal 
vergrössert). Neben dem Mittelnerv sitzen an der Basis des Fiederchens die zwei 
grossen runden Sori (Fig. 10), die fast die ganze Breite des Fiederchens einnehmen. 
Sie^ sind bei einigen in vier Fächer abgetheilt und besassen daher vier Sporangien. Bei 
einigen Soris sehen wir nur in der Mitte einen Punkt, und bei einigen Fiederchen (Fig. 
11. b. und vergrössert Fig. 11. *c.) sind an der Stelle der Sori nur zwei sehr kleine, 
runde Wärzchen. Es stehen die Sori auf dem untersten Secundarnerv der Fiederchen 
(Fig. 10. 11. c). 

So klein auch die Fiederchen sind, muss doch der Wedel eine ziemliche Grösse 
gehabt haben, wie das mit starker Spindel versehene Wedelstück Fig. 6. zeigt, und 
mehrere ansehnliche, aber «schlecht erhaltene Wedelstücke, so ein solches von Avkrusak 
von 11 Centim. Länge, neben- welchem Fiedern mit wohl erhaltenen Soris liefen 

Var. b. pinnulis paulo longioribus. Von Pattorflk. Fig. 8. Es weicht das Fig. 8. 
abgebildete Stück durch die etwas schmälern und längern Fiederchen ab. Die Fiedern 
stehen weiter auseinander, haben aber nebst den Fiederchen dieselbe Form wie bei 
Gl. Nordenskiöldi. 

Es erinnert diese Art in der Form und Grösse der Fiederchen, an Gleichenia po- 
lypodioides W. vom Cap., doch weicht sie in den am Grund zugerundeten Fiederchen, 
den gabiigen Seitennerven und den zwei Soris bedeutend von dieser, wie allen mir be- 
kannten lebenden Arten ab, so dass ich keine als analoge Art zu nennen weiss. 

Fig. 6. ist von Korne, hat eine starke Spindel und lange, alternierende Fiedern; 
stammt wohl aus der Basis des Wedels. 

Fig. 7. von Avkrusak besitzt eine dünne Spindel und ist wohl aus der Wedel- 
spitze. Die alternierenden Fiedern stehen dichter beisammen und haben etwas kleinere 
Fiederchen. 

Fig. 9. von Korne zeigt uns die Fruchthäufchen, die meisten Fiederchen haben nur 
einen Sorus, eines aber zwei. 

rig. 10. wohl erhaltene Fruchthäufchen, vier mal vergrössert. 

Fig. 11. von Avkrusak; es liefen die Gl. Nordenskiöldi Fig. 11. a. b. und Gl. 
oencatula Fig. 11. e. nahe beisammen. Bei Fig. 11. a. sind die Blattfiederchen sehr 
wohl erhalten und lassen die Nervation (11. d. vergrössert) erkennen. Bei 11. b. ist 



52 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCIIEN ZONE.. 

ein Fiederstück (vier mal vergrössert 11. c), bei dem jedes Fiederchen am Grund zwei 
kleine runde Wärzchen zeigt, die ohne Zweifel von den Soris herrühren. Sie sitzen auf 
dem Seitennerv. 

Fig. 12. von Avkrusak; es lag auf einer ziemlich grossen Platte, welche mit 
Resten der Gl. Nordenskiöldi bedeckt war. Auf derselben fand sich ausser den wohl 
erhaltenen Fiedern, die an der dünnen Spindel dicht beisammen stehen, auch eine gabiig 
getheilte Spindel, welche sehr wahrscheinlich dieser Art angehört. 

27. Gleichenia gracilis m. Taf. X. Fig. 1 — 11. 

Gl. fronde parvula, gracili, dichotoma, bipinnata, pinnis approximatis, inferioribus 
patentibus, superioribus erectis, linearibus, apice longe attenuatis, pipriulis minutis, liberis, 
subfalcato-triangularibus, apice acutis, nervis seeundariis simplieibus, soris 1 — 2 rotundis, 
pinnulae basi insidentibus. | 

Korne, Avkrusak. Karsok. 

Ist durch die vorn scharf zugespitzten Fiederchen und die einfachen Secundar- 
nerven von den verwandten Arten sicher zu unterscheiden. Hat sehr zierliche Wedel 
gebildet. Dass sie gabiig zertheilt waren, zeigt Fig. 4. von Avkrusak. Hier ist die 
Spindel in drei Aeste gespalten, wobei auffallend ist, dass der mittlere etwas dicker ist 
als die beiden seitlichen. Von diesen ist nur der linksseitige ein Stück weit erhalten. 
Er ist mit alternierend stehenden Fiedern besetzt, welche ziemlich dicht beisammen sind. 
Die Fiederchen sind bis an den Grund getrennt, etwas sichelförmig, nach vorn gebogen 
und in eine scharfe Spitze auslaufend. Die ganze Fieder hat nur eine Breite von 4 
Millim., so dass die einzelnen Fiederchen nur eine Länge von 2 Millim. erhalten, bei 
einer Breite von l 1 / 2 Millim. — Ein grösseres Wedelstück stellt Fig. 7. dar, ebenfalls 
von Avkrusak, das in der Form der dicht beisammen stehenden Fiedern und Fiederchen 
wohl zu dem vorigen stimmt. Auf der Rückseite desselben Steines ist ein Wedelstück 
mit sehr schmalen, langen Fiedern, deren Fiederchen zwar grossentheils zerstört oder 
doch nur im Abdruck erhalten sind, aber die Fruchthäufchen sehr schön erkennen 
lassen. (Vgl. Fig. 8, wo ein Fiederstück vergrössert ist). Es sind bald zwei, bald aber 
nur ein Sorus am Grund des Fiederchens. Sie sitzen wahrscheinlich auf einem Seiten- 
nerv. Sie sind kreisrund und, wo zwei vorhanden, nehmen sie den ganzen Grund des 
Fiederchens ein, so dass längs der zarten Spindel der Fieder zwei Reihen von Frucht- 
häufchen bemerkt werden. Die Zahl der Sporangien im Sorus ist variabel; bald sind 
nur vier da, bald 5 oder 6; (Fig. 9. ein Sorus stark vergrössert) ja in einem Fall glaube 
9 gesehen zu haben. Sie sind sternförmig gestellt, reichen bald bis ins Centrum des 
Sorus, bald ist aber dort ein rundliches Körperchen, vielleicht auch ein Sporangium. 
Bei starker Vergrösserung erscheinen sie sehr fein runzlich, und in einem Fall (Fig. 9. 
stark vergrössert) ist der gegliederte Ring zu sehen. 

Fig. 1. 2. 3. sind aus der Spitze des Wedels. Die dicht stehenden Fiedern wurden 
allmählig kürzer, sind sehr schmal und auswärts sich zuspitzend. Die sehr kleinen 
Fiederchen sind scharf zugespitzt und, wie in den untern Theilen des Wedels, ganz von 
einander getrennt. Diese Stücke sind von Korne. 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS IIANDUNGAK. BAND. 12. N:0 6. 53 

Sehr schmale lange Ficdern hat ein Stück von Karsok mit m,,t „ i 
neigten Fiedcrchen (Fig. 10. verbessert} V™ ,1 ™ , ° h VO ™ ? e " 

einfache Secundamervet au, 7o X • ok Ist at ch Fi! T^ ^^t* ^ 

Etwas breitere und weiter aus einand Z st n Jf F L ruTT^ ** ** 
D,e Fiederchen sind zugespitzt 5nd haben einfache Seitennerven. * ^ 

3. Subgen. Eugleichenia, 
Sori solitarii; pinnulae minutae, nervulis seeundariis plerumqua simplieibus. 
28. Gleickenia acutipennis m. Taf. X. Fig. 12. vergrössert Fig 13 

l^u^^Z^lX 11 ^ Pat6ntibUS ' a ™ matis > ^aribus, Pinnulfs minutis, 
übens, subtalcato-tnangu anbus, apice acutis, nervis seeundariis obsoletis soris solitariis 
magnis, nervo medio msidentibus. ' sol "ains, 

Pattorfik mit Gleiehenia Zippei und Sequoia Reiehenbaehi auf demselben 

oiem. 

nimmt die Mitte des Blande jTet SÄHE'S ^H ^stTwef lori 
haben, und wenn nur einer da ist, so steht er doch nicht auf L MtXrv Indern 
neben demselben und auf einem Secundarncrv. Allerdings liegt mir „ lr das' F* 12 
bgebidete Stück vor, und Fruchthäufchen sind nur auf wenigen Fiederchen erhalt n 
doch treten auf mehreren kreisrunde Eindrücke so deutlich hervo ds sie ä Sori 
gedeutet werden dürfen (cf. Fig. 13. wo ein Fiederstück vergrössert).' 

Die gememsame Spindel ist dünn; die Fiedern nicht in der ganzen Länee er- 

etd di v„:r mme : stehen t Die ersten Kederchen ^ ™ -<*- ffi^ 

„eüend, die vordem etwas nach vorn, gekrümmt, doch weniger deutlich als bei Gl 
gracu.s; vorn sind sie 'zugespitzt. Der Mittelnerv ist deutlich, dagegen die Seit nnervü 

irr™ d' 7 bei TT Fiederchen sind solche an ^ ut ^ *• «^™ - 

portti2re;s£ g trs„;cL: i i mmmt fast die ganze Basis des Fi6derch - s in 

Unter den lebenden Arten sieht der fossilen die Gl. circinata Sw. (Gl speluncae 

Lsdb ^ NeUh0ll r 1^ NeUSC - land Und ^^ ^ ah " lichstG - »i-Fiedethl hZ 
Sdtennerv " ' ' Smd VOrn aUCh ZU * eSpitzt ' der S °™ s stcht aber ™ f dem 

29. Gleiehenia nervosa m. Taf. XI. Fig. 3—6. 

•in.ustf, 1, V 0U \ diGh0t0ma ' bi P™^> pinnis valcle approximatis, patentibus, praelongis, 

nervo 1' ^ S ' PmnUllS minUtis ' hoi ^ontalibus, subovalibus, apice obtusissimis 
"^vo medio liexuoso, nervis secnnrLorns fiiwuri. *rol^; a . <™-„ _i:^ •• /o\ 



, --_.„<«,, p UU ui IS mmutis, nonzontaübus, subovalibus, apice < 
rvo medio flexuoso, nervis seeundariis furcatis, validis; soris solitariis (?). 
Korne. 

luitcJh'-w 111 - t e \ Form der Fiederchen der Gl. rotula und Nordenskiölcli sehr nahe, 
^scheidet sich aber durch die viel stärker hervortretenden Ner.ven und den hin- und 



54 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTJSCHEN ZONE. 

hergebogenen Mittelnerv. Auch sind die Fiederchen mit ihrer ganzen Breite an die 
Spindel befestigt und an der Basis an den Eeken nicht abgerundet. 

Es sind mehrere Wedelstücke von Kome mir zugekommen, doch sind sie schlecht 
erhalten. Bei einem Stück (Fig. 4.) liegt eine gabiig gespaltene Spindel, die mit runden 
Wärzchen besetzt ist. Die Spindel ist ziemlich stark und die Fiedern stehen an der- 
selben dicht beisammen; der Abstand der Fiedern beträgt durchschnittlich etwa 5 Millim. 
Sie laufen in rechten Winkeln aus (Fig. 3), sind aber zuweilen nach vom gebogen 
(Fig. 4). Sie sind sehr lang und schmal (bei 4 — 5 Millim. Breite, 45 — 50 Millim. lang). 
Die Fiederchen sind bis auf die Spindel von einander getrennt und mit ihrer ganzen 
Breite an dieselbe angesetzt; nach vorn kaum merklich verschmälert und ganz stumpf 
zugerundet; sie sind 2 bis 2V 2 Mill. lang und etwa ■\ 1 / 2 Mill. breit. Die Nerven treten 
sehr stark hervor; der Mittelnerv ist hin und hergebogen und sendet schon von unten 
an mehrere (3 bis 4) Seitennerven aus, die in offene Gabeln sich spalten. (Fig. 5. 6. 
vergrössert). 

Bei einem Wedelstück sind die Fiederchen in der Mitte stark gewölbt und ver- 
kürzt; wahrscheinlich tragen diese auf der untern Seite einen Sorus, welcher dann 
die Mitte des Fiederchens einnehmen würde. Doch bleibt diese Sorusbildung noch 
zweifelhaft. 

30. Gleichenia delicatula in. Taf. IX. Fig. 11. e. f. X. Fig. 16. 17. 

Gl. fronde gracillima, dichotoma, bipinnata, rachi tenuissima, pinnis approximatis, 
patentibus, linearibus, pinnulis minutissimis, rotundatis. 
Kome und Avkrusak. 

Es ist diessdie kleinste und zierlichste Art. Aus Fig. 11. e. sehen wir, dass die 
Spindel <rabli<* setheilt war. Der Gabelast ist sehr dünn; an demselben stehen die 
Fiedern dicht beisammen, so dass sie sich, so schmal sie auch sind, an den Rändern 
berühren. Es sind diese Fiedern überall gleich breit, linienförmig. Ihre Breite beträgt 
nur l 1 /, bis 2 Millim., daher jedes Fiederchen in seiner Länge nicht einmal ein Millim. 
erreicht. Diese Fiederchen sind rund, so breit als lang und bis auf die Spindel hinab 
frei, aber mit ihrer ganzen Breitseite angewachsen. Die Nerven sind äusserst zart, nur 
bei starker Vergrösscrung sieht man, ausser dem Mittelncrv, auf der einen Seite zwei, 
auf der andern einen Secundarnerv; dieser bleibt unveraestelt. Mehrere Fiederchen 
haben in der Mitte eine rundliche Anschwellung, welche als Sorus gedeutet, werden 
darf/ Somit hat jedes Fiederchen nur einen und zwar auf dem Mittelnerv stehenden 
ifikkortat. 

'•fc«.SÄr« ^Z m f w t digen F r- r das Fig - 9 - ab s ebiidete ' - 1 »- - 

>«l FruclthiU g6fUnden ' das aber vortrefflich erhalten ist und in seiner Nervatur 
y um kein Zweifel walten kann. Bis jetzt wurde diese Gattung nur in de? 



KONGL. SV. VET. AKADEMIEN HANDLINGAR. BAND. 12. N:0 6. 55 

ebenso die einzelnen Fiederchen nur stehen l™; a n .. i -i 

beisammen. ' " b '' der ^"^«er-Art die Fiedern dichter 

81. tffeitaia micromera rn. Taf. X. Fig. U . dreimal vergrößert Fig 15 

Gl. fronde bipinnata raehi tenui, pi„„i s valde approximatis, patentiasimia linea 
■ nbus, pmnulis minutis, hör zontalibn« KW» „„„*• v. • • ' J " u -" < ' lssinlls > "nea- 
obtusis, nervi« secundaria simpHelbus ' ' " Utrm<JUe r ° tUndatis ' ^ 

Angiarsuit. Korne. 
Es wurde das zierliebe Fig. 14. abgebildete Stüek mit der Gegenplatte in Wiar 

meite von l Aüüim. und eine Läno- e von 1— 1 V Millim n m-„ i ■ , 

herrührt daher jedes Fiederblättchen einen solchen Sorus besass, der auf einem SeiZ 



< 

3:te Farn. DICTYOPTEBIDEAE Schimp. 



. XI. DICTYOPHYLLÜM Lindl. 
32. Dktyophyllum bicksoni m. Taf. III. Fig. 9. vergrössert Fig. 9. b. c. d. 

nervi s D seIunda2 i 7 f iS ' ^ "T * h "" t0 ° renatiS ' " ervis ^ ariis flexuos is ' "»»*. 
e- od entil ™ S ' a " gUl ° aCHt ° e g redi «»«bus ; nervis tertiariis angulo recto 

eCtl 'r'- 1 r Se r6te laXUm inae< 3 uaIitei - hexagonale efficientibus, rete minutu n 
„d is mS COnt '" entibu ^ °°™ P°' Paginam folii totam inferiorem sparsis 



Ekkorfat. 



vollstand-r Stück f T m ? kw, * , * en Fa ™ nur das Fi S- 9- abgebildete, sehr un- 

"nd F ufthilf g ' daS ab6r VOTtrefflich halten ist und in seiner Nervatur 

Dictvophv llu m 2- ' S °7 aU /f Ze "; hnet ist > dass über sei »e Zugehörigkeit zur Gattung 

tyophyllum kein Zweifel walten kann. Bis jetzt wurde diese Gattung nur in der 

I 



56 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCIIEN ZONE. 

raetischen Formation, im Lias und im Jura von Scarborough in Yorkshire, und in 
ein paar wenig deutlichen Fetzen im Wealden von Oberkirchen gefunden. 

Die Form des Blattes ist -nicht zu bestimmen. Immerhin sieht man, dass es ein 
grosses, breites Blatt gewesen, mit stark vortretender Nervation. Da drei starke Nerven 
von der Basis des Blattes ausgehen, war es wahrscheinlich weiter oben in drei Lappen 
gespalten ; die beiden seitlichen Nerven entspringen wahrscheinlich nahe der Blattbasis 
aus dem mittlem, doch ist diess nur bei dem linksseitigen zu sehen. Die Secundar- 
nerven laufen in spitzen Winkeln aus. Sie sind hin- und hergebogen und weiter ver- 
aestelt. Die Hauptfelder, die so entstehen, sind zunächst durch ein polygones Netzwerk 
ausgefüllt. Die Unterfelder sind unregelmässig, sechseckig. Sie sind durch zartere 
Nervillen weiter abgetheilt und zwar öfter je in vier kleinere Feldehen, zuweilen aber 
auch in mehr. Jedes dieser kleinen tertiären Feldchen trägt auf der Mitte eine kleine 
rundliche Warze. Es ist diess der Sorus, der bei starker Vergrösserung als aus 4 bis 8 
kleinen Kügelchen gebildet erscheint. (Fig. 9. c. d. stark vergrössert). Es sind diess 
die Sporangien, welche aber zur Erkennung des Ringes nicht gut genug erhalten 'sind. 
Diese Sori sind zwar klein, aber sehr scharf abgesetzt und geben durch ihre regel- 
mässige Vertheiluno; über das zierliche Netzwerk dem Blatt ein überaus hübsches 
Aussehen. 



Vierte Farn. MARATTIACE1E. 
XII. DANAEITES Goepp. 

33. Danaeites firmus Hr. Taf. IX. Fig. 1. a. Taf. XII. Fig. 1. 2. 

D. fronde pinnata, pinnulis firmis, lineari-oblongis, basi rotundatis, subinde inae- 
quilateris, apicem versus attenuatis, integerrimis; nervis seeundariis horizontalibus, fur- 
catis; soris oblongis, horizontalibus, parallelis, juxta nervum primarium biserialibus, a 
margine remotis. 

Heer Flora foss. aret. I. p. 81. Taf. XLIV. Fig. 20—22. 
Korne. 

Die Sammlung der schwedischen Naturforscher enthält mehrere sterile Blätter 
dieser Art von Korne, von denen zwei (Taf. IX. 1. 3, und XII. 2.) noch an der Spindel 
befestigt sind; ein drittes (Taf. XII. 1.) ist am Grund ungleichseitig und erweist sich 
damit als ein Fiederblatt eines zusammengesetzten Blattes. Während an den in der 
Flora aretica abgebildeten, mit Früchten versehenen Fiedern die Nervation ganz ver- 
wischt ist, ist sie bei den vorliegenden sehr schön erhalten. Von dem starken Mittel- 
nerv laufen zahlreiche, parallele Secundarnerven in fast rechtem, oder doch nur wenig 
spitzem Winkel aus; einzelne bleiben einfach; die Mehrzahl aber theilt sich in zwei 
Gabelaeste, die bis; zum Rande hinaus laufen. Die ganzrandigen Blattnedern standen 
paarweise (Taf. XII. 2). 

Gehört wohl sicher in die Familie der Marattiaceen. 



KONGL. SV. VET. AKADEMIEN« HANDLINGAK. BAND. 12. N:o 6. 57 

• Fünfte Farn. OSIiUNDACEAE. 
XIII. OSMUNDA L. 

Hookeu und Baker zählen ß Arten auf, welche grosse Verbreitung; haben. Die 
0. regahs L. reicht von Schweden und Sibirien bis in die Tropenwelt (Indien, China 
Angola, Rio Janeiro) und zum Cap; die 0. javaica Bl. von Kamtschatka bis Java und 
Ceylon, die 0. Claytomana L. von Canada bis in den Süden der vereinigten Staaten die 
0. cinnamomea L von Canada bis Centralamerika: die 0. bipinnata He. gehurt China 
U. lancea Iiiunb. Japan an. ■ - ' 

34. Osmundu petiolata m. Tai'. III. Fig. 1. c. 2. b. 

P. pinnulis magnis, petiolatis, subcordato-oblongis, apice obtusis, integerrimis 
nervo mcdio debili, flexuoso, nervi« secundariis numerosis, furcatis. 

Avkrusak auf demselben Stein mit Adiantum formosum und Sequoia Smit- 
tiana. Ekkorfat sehr selten. 

Ist der Osmunda Öbergiana der obern Kreide Grönlands sehr ähnlich, aber durch 
die Ausrandung der Fiederebenbasis und den Stiel ausgezeichnet. Ohne" Zweifel stan- 
den zahlreiche Fiederchen an einer Spindel und bildeten ein gefiedertes Blatt Die 
Fiederchen haben eine Länge von 22—25 Millim., bei einer Breite von 8 Millim • der 
sehr dünne Stiel der Fiederchen hat 3 Millim. Länge. Am Grund ist das Fiederchen 
an den Seiten zugerundet und in der Mitte seicht ausgerandet. Es hat bis über die 
Mitte hinaus dieselbe Breite, dann aber verschmälert es sich allmählig und hat eine 
stumpf zugerundete Spitze. Der Mittelnerv ist dünn, etwas hin und hergebogen und 
vorn sich auflösend; von den zahlreichen Secundarnerven ist jeder in eine Gabel o- e - 
spalten. ' ö 

Aehnelt in der Form und Nervation der Fiederchen der Osmunda Heerii Gaud. 
und gehört wahrscheinlich zu dieser Gattung, bei welcher die 0. regalis L. zuweilen 
auch kurzgestielte Fiederchen hat. Für diese Deutung spricht der Fig. 2. c. (ver- 
grössert 2. d.), dargestellte Fruchtstand von Avkrusak, welcher mit der Sequoia Smit- 
tiana, sammt Fruchtzapfen, auf demselben Steine liegt. Es stehen kugelrunde Körperchen 
(die Sporangien) an einer Längsachse. Sie stehen in zwei Zeilen und bilden eine ge- 
drängte Aehre. Sie haben einen Durchmesser von 1 Millim. Einige, scheinen oben ein 
kleines Wärzchen zu besitzen. 

INCERTAE SEDIS. 

XIV. JEANPAÜLIA üngek. 
35. Jeanpaulia borealis m. Taf. II.. Fig. 15. restaurirt Fig. 16. 

J. foliis tenuibus, membranaeeis, palmato-trichotomis, segrnentis dichotorne partitis, 
ambitu euneatis, laciniis profunde incisis, linearibus, apice obtusis, nervis dichotomis 

subtilissimis. 

K. Vct. Akad. Hnndl. ßaud. 12. N:o (i. 8 



58 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

Pattorfik. 

Ist sehr ähnlich der Jeanpaulia Brauniana Ettingsh. sp. (vgl. Schenk Flora der 
Wealclenformation S. 22. Taf. III. Fig. 9—11) aus dem Wealden, und muss jedenfalls 
zu derselben Gattung gehören. Das Laub ist in gleicher Weise bandförmig zertheilt 
und die Segmente weiter in schmale, fast parallelseitige Lappen gespalten, die vorn stumpf 
zugerundet sind; es ist ferner in gleicher Weise von mehreren gleich starken, gabliff 
zerthciltcn Nerven durchzogen. Bei der Grönländer Pflanze sind aber die Lappen länger 
und schmäler und haben sehr zarte Nerven. 

Die Wealden Art ist mit der J. Münsteriana Presl. spec. aus der raetischen For- 
mation zunächst verwandt, welcher nach Schimper ovale Sporensäckc, wie bei den Rhizo- 
carpeen zukommen (vgl. Paleontol. veget. I. S. 682), daher die Gattung zu den Rhizo- 
carpeen gebracht wird. Die J. Münsteriana hat indessen feste, lederartige Blätter, 
während sie bei der Pflanze von Pattorflk offenbar zart und dünnhäutig waren, daher 
die lederartige Beschaffenheit der Blätter nicht unter die Gattungmerkmale aufgenom- 
men werden darf, insofern die Grönländer Pflanze hierher gehört. 

Der Blattstiel ist nicht erhalten. Es ist die Blattfläche zunächst in drei Segmente 
gespalten, welche durch gabelige Zertheilung sich weiter veraesteln; da wo die Aeste 
auslaufen ist das Laub verbreitert, die Gabelaeste sind schmal, parallelseitig und vorn 
stumpf zugerundet. Die Nerven sind' sehr zart und nur mit der Lupe zu sehen. Es 
ist kein Mittelnerv da, sondern mehrere, parallellaufende und sich gabiig theilende Längs- 
nerven. Auch die äussern Lappen sind von mehreren Nerven durchzogen. 

36. Jeanpaulia lepida m. Taf. II. Fig. 1 — 14. 

J. foliis tenuibus, membranaeeis, palmato-trichotomis, segmentis dichotome par- 
titis, laciniis erectis, eonfertis, basi attenuatis, apicem versus dilatatis, lobatis, lobis inae- 
qualibus, lanceolatis, apice acuminatis; nervis dichotomis, subtilissimis. 
Kome und Ekkorfat nicht selten. 

Steht der vorigen Art so nahe, dass sie zur selben Gattung gehören muss, obwohl 
sie durch die vorn verbreiterten Blattlappen von den Arten des Wealden und des Raetic 
abweicht und an Asplenium (Sphenopteris) erinnert, zu welcher Gattung ich sie anfangs 
gebracht habe. 

So häufig auch diese Blattreste sind, ist mir doch kein einziges ganzes Blatt 
zugekommen. Ich habe durch Zusammenstellen der Blattfetzen seine Form zu bestim- 
men gesucht und in Fig. 14 das Blatt zu restauriren versucht. 

Das Blatt muss sehr zart gewesen sein und bildet auf dem Stein nur einen sehr 
zarten Eindruck, der nur durch die dunklere glänzende Farbe von demselben sich 
abhebt. Fig. 2. und 13. zeigen uns, dass das Blatt zunächst bandförmig in drei Seg- 
mente gespalten ist, von denen jedes sich weiter theilt, und zwar bald nochmals in drei 
Lappen wie bei Fig. 2, bald aber, was häufiger der Fall ist, in zwei Lappen, die sich 
weiter th eilen. Die Lappen sind steil aufgerichtet und in sehr spitzen Winkeln von 
einander getrennt. Sie sind am Grund sehr stark keilförmig verschmälert. Die End- 
läppen sind stark verbreitert, im Umriss elliptisch oder lanzettlich und an der Seite mit 
ungleich grossen, schief aufgerichteten Lappen versehen. Sie sind, wo sie gut erhalten 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDUNGAR: BAND. 12. N:0 6. 59 

sind (Fig. 1 und 9. 12.), zugespitzt. Nicht selten erscheinen sie freilich stumpflich, wohl 
weil die Spitze nicht erhalten ist. Das Blatt ist von zahlreichen, zarten, gabiig ge- 
seilten Nerven durchzogen, welche bis zu den Enden der Lappen reichen und in die 
kleinem Lappen auslaufen. 

Fig. 1—14. stellen verschiedene Formen dieser Art dar. Fig. 13. von Ekkorfat 
dürfte die Basis des Blattes darstellen; es hat einen dünnen Stiel; zunächst ist dasselbe 
in drei Segmente getheilt, die schmal und lang sind und weiter oben weiter in steil 
aufgerichtete Aeste sich spalten, die auswärts verbreitert sind. Dieselbe Dreitheilung 
des Laubes seilen wir bei Fig. 2. von Ekkorfat, und zwar theilt diess; Blatt sich zwei- 
mal in drei Segmente; die äussern sind stark verbreitert und tief eingeschnitten. Auch 
im schmalen Theil des Blattes ist mehr als ein Nerv, wie auch in jedem Lappen mehr 
als ein Nerv ausläuft, Sie gabeln sich in sehr spitzen Winkeln. Bei Fig. 9. (vergrössert 
9. b.) von Ekkorfat ist ein Endlappen vollständig erhalten und zeigt uns die vorn zuge- 
spitzten kleinern Lappen; in jeden laufen zwei, unten in sehr spitzem Winkel sich ver- 
bindende Nerven. Einen sehr wohl erhaltenen Endlappen von Korne stellt Fig. 1. dar. 
Er zeichnet sich durch seine Grösse aus, ist aber nicht von dieser Art zu trennen. Er 
besteht aus zwei Segmenten, von denen das untere drei zugespitzte Lappen zeigt, das 
obere aber fünf, die von ungleicher Grösse sind. Die zahlreichen gabiigen Nerven sind 
sehr zart. Neben dem Blatt liegen Nadeln der Pinus Eirikiana. 

Fig. 3. bis 6. und 10 — 12 sind Blattstücke von Korne, welche die breiten End- 
lappen zeigen. 

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! 

XV. SCLEROPHYLLINA Er. 

37. Sclerophyllina cretosa. Taf. XJJI. Fig. 13. 14. Taf. XVII. 12. ,- 

Scl. foliis coriaeeis, dichotomis, lobis lato-linearibus, integerriinis, tenue striatis. 
Baiera cretosa Schenk Wernsdorfer Pflanzen p. 5. Taf. I. 7. 
Avkrusak. Angiarsuit. 

Die von Schenk dargestellte Pflanze stimmt sehr wohl mit der unsrigen überein, 
gehört durch die steif lederartigen, parallelseitigen, von einfachen Längsnerven durch- 
zogenen Blattlappen zu Sclerophyllina und hat eine andere Tracht als die Baieren. So 
lange freilich keine vollständig erhaltenen Blätter bekannt sind, bleibt die Stellung dieser* 
Gattung zweifelhaft. 

Die Blätter Hessen eine ziemlich starke Kohlenrinde zurück und müssen steif 
lederartig gewesen sein; sie spalten sich in zwei Lappen, da sie aber gebrochen, lässt 
sich nicht ermitteln ob nicht weiter oben eine weitere Spaltung folgt. Der Lappen hat 
eine Breite von 5 Mill. Er ist von zahlreichen, parallelen, unveraestelten Längsnerven 
durchzogen. Fig. 13. ist von Angiarsuit, Fig. 14. von Avkrusak. 

38. Sclerophyllina dichotoma Hr. Taf. XX. Fig. 6. d. Taf. XVII. Fig. 10. 11. 

Sei. foliis coriaeeis, dichotomis, lobis anguste linearibus, planis, tenuissimc 
striatis. 



60 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

Heer Flora foss. arct. I. p. 82. Taf. XLIV. Fig. 6. 
Korne. Avkrusak. Angiarsuit. 

Einzelne Fetzen dieser Art sind nicht selten, doch sind wenige so weit erhalten, 
dass man die Theilung des Laubes sieht. Bei Taf. XX. Fig. 6. d. liegen steife, schmale, 
gabiig getheilte Bänder zu mehreren beisammen, neben den Zweigen der Sequoia Reichen- 
bachi. Aehnlich ist Taf. XVII. Fig. 11.' von Korne und Fio-. 10. von Angiarsuit, wo- 
gegen bei Fig. 11. b. die Blattlappen etwas breiter sind. Die Streifen sind bei diesen 
Stücken verwischt. Die Blattlappen^ sind bei dieser Art viel schmäler, als bei der vorigen, 
und viel feiner gestreift. 



II. Ordn. SELAGINES. 
1 Farn. liYCOPOMACEAE. 

LYCOPODIÜM L. 

i 

39. Lycopodium redivivum m. Taf. XIII. Fig. 1. 

L. foliis rigidis, subulatis, acuminatis, incurvis,' sporangiis magnis globosis. 
Angiarsuit mit Blättern von Pinus Crameri. 

Der 27a Millim. im Durchmesser haltende Stengel hat seine Blätter theilweise 
verloren. Die erhaltenen Blätter sind sichelförmig stark gekrümmt, nur 1 Millim. breit 
bei 11 Millim. Länge, vorn in *eine feine Spitze ausgehend, von einem Mittelnerv durch- 
zogen. In der Achsel jeden Blattes sitzt ein kreisrundes, l 1 /, Mill. im Durchmesser 
haltendes Körperchen, das ohne Zweifel ein Sporangium darstellt, 



III. Ordn. CALAMAEIAE. 

1 Fam. EQUISETACEAE. / 

EQUISETÜM L. 

40. Equisetum amissum m. Taf. XIII. Fig. 2 — 8. XXII. 11. b. c. 

E. rhizomate elongato, caulibus 5 — 11 Millim. latis, sulcatis, internodiis longis; 
tuberibus parvulis. 

Korne, Pattorfik,' Avkrusak. Karsok. Ekkorfat. 

Rhizome eines Equisetum sind in der untern Kreide Grönlands häufig, besonders 
in Pattorfik; doch kam mir kein einziger mit Blattscheiden versehener Stengel zu, 
ebenso wenig Fruchtaehren, doch gehören ein paar lose da liegende Scheidenreste wohl 
zu dieser Art, so das Fig. 6. von Korne abgebildete Stück. Es hat oben stumpf zuge- 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS IIANDLINGAR. BAND. 12. N:0 6. 61 

rundete Zähne. Die Art scheint dein Equiset. areticum aus dem Miocen Spitzbergens 
sehr nahe zu stehen. Die meisten Rhizomstücke haben eine Breite von 5 — 6 Millim., 
doch kommen welche vor, die bis 11 Mail. Breite erreichen (Fig. 8.), und anderseits 
andere die nur 4 Mill. haben. Sie sind von 4 bis 5 Längfurchen durchzogen; die 
Zwischenräume zwischen denselben sind sehr fein gestreift. Die Knoten liegen meist 
weit auseinander, bei dem dicken Stück Fig. 8. sind sie indessen ziemlich genähert und an 
demselben sind lange Aeste befestigt, die keine Gliederung zeigen. 

Bei einem Rhizom von Avkrusak (Taf. XXII. Fig. 11. b. c.) liegen neben Stengel- 
stücken Reste von Knollen, die aber stark zerdrückt sind. Sie sind klein und hatten 
wahrscheinlich eine ovale Form. 



"EQUISETITES Stbg. 

41. Equisetites grönlandicus m. Taf. XIII. Fig. 10. 

E. caule 19 Millim. lato, argute costato, interstitiis striatis. 
Avkrusak. 

Das Fig. 10. abgebildete Stengelstück rührt wahrscheinlich von einem grossen 
Equisetum, ist aber zur sichern Beltimmung zu unvollständig erhalten. Es hat eine 
Breite von 19 Millim., ist von 6 scharf vortretenden Längsrippen durchzogen, die durch 
etwa 3 Millim. breite, fein gestreifte, und flache Furchen von einander getrennt sind. 
Am Knoten bemerken wir eine kreisrunde Narbe; ob aber die an der linken Seite von 
dort ausgehenden Fetzen Aeste oder nur Bruchstücke des zerbrochenen Stengels sind, 
ist nicht zu entscheiden. 

42. Equisetites annularioides m. Taf. XIII. Fig. 9. \ 

E. foliis verticillatis, lateribus omnino connatis, horizontaliter expansis. 
Avkrusak. 

Wir haben bei Fig. 9. a. eine kreisrunde, stellenweise aber zerstörte Scheibe, 
welche um einen kreisrunden Stengeldurchschnitt herumsteht. Diese Scheibe ist von zahl- 
reichen, strahlenförmigen Streifen durchzogen, die bis zum Rande reichen und von zahl- 
reichen feinen Punkten überstreut sind (vergrössert 9. b).' Ich denke mir, dass die Scheibe 
am Grund am Stengel herunter lief, weiter oben aber scheibenförmig sich ausbreitete. 
Die Zähne, aus denen sie besteht, sind bis nach aussen verwachsen und ihre Ränder 
bilden die strahlenförmigen Streifen. Durch diese eigenthümliche Scheibenbildung weicht 
die Art sehr von allen bekannten Equisetaceen ab und dürfte wohl eine besondere 
Gattung bilden, die zunächst an Phyllotheca anzuschliessen wäre. Da indessen bislang 
nur eine einzige Scheibe gefunden wurde, und erst mit solchen Scheiden versehene, in 
seitlicher Stellung vorliegende Stengel über ihre systematische Stellung entscheiden können, 
halte ich es für zweckmässiger die Art einstweilen in die Sammelgattung Equisetites zu 
stellen. 

Auf derselben Steinplatte ist ein gefurchtes Stengelstück, das wahrscheinlich zu 
Equisetum amissum gehört. 



62 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

GYMNOSPERMAE. 

I. Ordn. CYCADACEAE. 
1 Fam. CYCADEAE. 

Die in der untern Kreide Grönlands gefundenen Cycadaceen gehören sämmtlich 
in die Gruppe der Zamieen, deren Blatthedern von mehreren Längnerven durchzogen 
sind. Sie vertheilen sich auf vier Gattungen, Zainites, Pterophyllum, Glossozamites und 
Anomozarnites. Bei Zamites ist die Oberseite der Blattspindel von zwei Längsfurchen 
durchzogen, in welche die Fiedern eingefügt sind; diese sind daher an. der Oberseite 
der Spindel befestigt und sie decken dieselbe grossentheils, indem die zu beiden Seiten 
der Spindel stehenden Fiedern mit ihrer Basis ganz nahe zusammen rücken; bei Ptero- 
phylluin Br. sind die Fiedern mit ihrer ganzen Breite in die Seiten der Blattspindel 
eingefügt. Die Oberseite derselben ist daher frei, nicht von den Fiederbasen bedeckt, 
wie bei Zamites,- so bei allen Arten des Keupers; bei Glossozamites sind die Fiedern am 
Grund zugerundet, herzförmig, mit der Insertionsstelle in der Mitte; sie sind, wie bei 
Zamites, in die Oberseite der Spindel eingefügt, haben aber zarte, dicht stehende und 
strahlenförmig auseinander laufende Nerven. Sie bilden, wie auch Anomozarnites, einen 
eigenthümlichen Typus, den Sciiimper mit Recht als Gattung abgesondert hat. Dagegen 
kann ich ihm bei mehreren anderen Gattungen, die er, nach Boi^nemanns und Miquels 
Vorgang, aufgestellt hat (Paleontolog. veget. II. P. 127), nicht folgen. Ich theile die 
Bedenken, welche schon Prof. Schenk (Flora der Grenzschichten S. 155) gegen dieselben 
ausgesprochen hat. Es ist zur Zeit noch nicht möglich die fossilen Zamieen in natur- 
liche Gattungen abzutheilen, und die Bildung von so vielen künstlichen Gruppen wäre 
nur dann gerechtfertigt, wenn sie für die Bestimmung und Uebersicht der Arten wesent- 
liche Vortheile darbieten würden. Diess ist aber bei der Mehrzahl der neuerdings vor- 
geschlagenen nicht der Fall,' indem sie auf zu schwankenden und auch schwer zu er- 
mittelnden Merkmalen beruhen. Es hat Schimper grossen Werth darauf gelegt, ob die 
Fiedern senkrecht in die Höhe', oder aber horizontal stehen; nun sehen wir aber, dass 
bei Dion an demselben Blatt nicht selten die ersten Fiedern vertical stehen, während 
die äussern horizontal. Wichtiger scheint der auf die Einfügung der Fiedern gegründete 
Unterscheid, ob sie am Grund gegliedert sind oder nicht. Es ist aber schon bei den 
lebenden Arten dieses Merkmal keineswegs in die Augen fallend^ Dion x ) werden nicht 
eingelenkte Fiedern gegeben, während sie bei Ceratozamia und Zamia als "manifeste basi 
articulata" (Decandolle prodromus XVI. 539) beschreiben werden; nun lassen sich die 
Fiedern bei Dion, wenigstens bei altern Blättern, am Grund eben so leicht von der 
Spindel trennen, wie die der Zamien und Ceratozamien, bei den fossilen Arten ist dieser 
Unterscheid vollends schwer oder auch gar nicht zu erkennen. -Bei den von mir unter 
Zamites angeführten Grönländer Arten sind die Blattfiedern am Grund nicht verschmälert, 



l ) LlNDLY, der die Gattung gegründet, schreibt Dion (nicht Dioon), nach dem Vorgang der Alten, welche in 
solchen Fällen den Doppelvoonl in einen zusammenzogen. Vgl. Caiuiuthkus Gcol. Mag. VI. 1. 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAR. BAND. 12. N:0 6. 63 

wohl aber die Ecken der Basis zugerundet und die starke Linie, welche die Fieder von 
der Spinde trennt scheint zu zeigen, dass sie gegliedert sind, doch ist es nicht mög- 
hch mit vo 1er Sicherheit zu ermitteln, ob sie mit der ganzen Breite oder nur in der 
Mitte angeheftet sind, obwohl viele Blätter ganz vortrefflich erhalten sind. Sie sind 
eben mi ihrer ganzen Breite an die Blattspindel angedrückt und scheinen so mit der 
ganzen Brei e an sie befestigt zu sein; ein kleines Wärzchen, das nicht selten in der 
litte der Blattbasis gesehen wird, deutet aber einen callus an und lässt vermuthen, 
dass dort die Insertionsstelle sei, wogegen aber wieder der Umstand spricht, dass zuweilen 
zwei solcher Wärzchen am Grunde des Blattes sind. Mit diesen Grönländer Arten sind 
nach der Form und Grösse der Blätter und nach ihrer Nervation, zwei Wealden Arten 
sehr nahe verwandt, nemlich das Pterophyllum Lyellianum Dkr und Pt. Dunkerianum 
Goepp., welche letztere Art von Schimper zu Dionites gebracht wird. Da bei beiden Arten 
die P ledern auf der obern Seite der Spindel befestigt sind, wie bei den Grönländer 
Zäunten und die Oberseite der Spindel theilweise decken, gehören sie, nach meinem 
Dafürhalten, zu Zamites und nicht zu Pterophyllum. Der Zamites Lyellianus ist dem 
Z. arcticus, und der Z. Dunkerianus dem Z. speciosus ungemein ähnlich; nur sind die 
Ecken am Grund der Fiedern nicht abgerundet, und es sind dieselben wohl sicher 
mit ihrer ganzen Breite angeheftet. Ob sie aber dort eingelenkt' oder nicht wird 
kaum zu entscheiden sein und bedarf jedenfalls einer erneuten genauen Untersuchung 
Es scheinen der Zamites Lyellianus, arcticus, brevipennis, Dunkerianus, speciosus, borealis 
und acutipennis Eine Gruppe von Zainien zu bilden, und es widerspricht der Natur sie 
in drei Gattungen (Pterophyllum, Dionites und Zamites) aus einander zu reissen. Unter 
den lebenden steht ihr die Gruppe mit schmalen, linealen von wenigen Längsnerven 
durchzogenen Fiedern am nächsten. Es gehören dazu die Zamia floridana Dec. aus 
Florida, Z. strieta Miq. und Z. angustissima Miq. aus dem tropischen Amerika, Z. an- 
gustifolia Tacq. und multifoliolata Dec. von den Antillen. 

Es wurden in der untern Kreide Grönlands drei Samenarteri gefunden, welche 
wahrscheinlich den Zamieen angehören. Einen grossen Samen rechne zu Zamites spe- 
ciosus (Taf. XIV. Fig. 12), da er bei diesen Blättern liegt; einen zweiten (Taf. XV. 
Fig. 12) erhielt ich von Kome. Er ist kugelig, hat einen Durchmesser von 12 Millim., 
auf der Spitze vereinigen sich 7 Streifen. Ist ähnlich dem Samen von Dion, bei dem 
ebenfalls solche Streifen vorkommen. Eine dritte Frucht (Taf. XVI. Fig. 11) von 
Ekkorfat, von der ein Stück bei Zamites borealis, ein zweites bei den ßfättern von 
Zamites speciosus und acutipennis liegt, bildet runde, schwarze Scheiben von 7 Millim. 
Durchmesser. Sie haben ziemlich tiefe, dem Rand mehr oder weniger parallel laufende 
Eindrücke, sonst aber sind sie glänzend glatt. Gehört vielleicht zu Zamites borealis. 



I. ZAMITES Brgn. 



Wie ich diese Gattung fasse, gehören dazu auch diejenigen von Schimper unter 
Dionites und Pterophyllum gestellten Arten, deren Blattfiedern auf der obern Seite 
der Blattspindeln eingefügt sind. 



64 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

43. Zamites speciosus m. ,Taf. XIV. Fig. 1 — 12. XVI. Fig. 4. 

Z. foliis magnis, pedalibus usque sesquipedalibus, pinnatis foliolis approximatis, 
margine plerumque conjunctis, suboppositis, patentissimis, latitudine 8 — 14 partibus 
longioribus, linearibus, apice obtusiusculis, apioulatis, basi utrinque rotundatis, nervis 
parallelis paucis, obsoletis. 

In Korne und Ekkorfat häufig und ganze Felsplatten erfüllend. Avkrusak 
selten. 

Die Taf. XIV. stellt die Oberseite einer mit Cycadeenblättern bedeckten Stein- 
platte von Ekkorfat dar, aber auch die Unterseite ist in gleicher Weise mit solchen 
Blättern bekleidet, zwischen welchen eine Menge Tannen-nadeln (Pinus Crameri) und 
Zweigreste von Sequoia Reichenbachi eingestreut sind, und ebenso scheint das Innere 
des Steines ganz von solchen Cycadeenblättern erfüllt zu sein, wie aus mehreren ab- 
geschieferten Stellen hervorgeht. Die Grösse dieser Blätter variirt sehr; wir können 
darnach zwei Formen unterscheiden, kleinere und grössere. Die kleinern Blätter (Taf. 
XIV. Fig. 4. 5. 11) haben eine Breite von 40 — 42 Mill.; ihre Fiedern haben eine Breite 
von 2 bis 2 x / 2 Mill. und eine Länge von 20 — 22 Millim. Die grossen Blätter aber (Taf. 
XIV. Fig. -8. 9) erreichen eine Länge von V/ 2 Fuss und eine Breite von 90 Millim. — 
Bei diesen so bedeutenden Grössenunterschieden kann es sich fragen, ob hier nicht 
zwei verschiedene Arten vorliegen. Es kann dafür angeführt werden, dass bei den le- 
benden Cycadeen die Blätter eines Stammes in der Grösse eine grosse Uebereinstimmung 
zeigen. Die jungen Blätter sind eingerollt und erhalten nach ihrem Aufrollen sehr 
schnell die volle Grösse. Anderseits haben junge Cycadeenstämme öfter kleinere Blätter 
als alte, auch kann ein Grössenunterscheid . nach den Geschlechtern statt finden, da 
die Cycadeen dioecistisch sind. Bei der grossen Uebereinstimmung in der Form, Richtung 
und Nervatur der Blattfiedern der kleinen und grossen Blätter unserer fossilen Art, habe 
diese zwei Formen nicht trennen mögen und halte dafür, dass die kleinen Blätter von 
Jüngern Bäumen stammen. Die zwei grossen Blattstücke Taf. XIV. Fig. 8 und 9 haben 
eine Länge von ein Fuss l 1 / 2 Zoll, es fehlt ihnen aber die Spitze und ebenso der Blatt- 
stiel, mit der untern aus kürzern Blattfiedern gebildeten Blattpartie, welche, wie wir 
aus Fig. 13 sehen, über 3 Zoll lang ist, daher die ganze Länge dieser zwei Blätter 
wenigstens Vj 2 Fuss betragen haben muss. Dabei haben sie eine Breite von 3 Zoll 
oder 90 Millim. Die grösste Breite fällt auf die Mitte des Blattes, doch laufen die 
Seiten weithin fast parallel gegen die ßlattspitze, zur Blattbasis hfn werden die Fiedern 
kürzer und das Blatt daher allmählig schmäler. Die Blattspindel ist ziemlich stark; 
sie hat am Grund eine Breite von 7 Millim. und bei den grossen Blättern auch in der 
Mitte noch 4' Millim., sie ist steif und gerade und durchgehend bei allen Blättern dicht 
mit kleinen, rundlichen Wärzchen besetzt. Das allgemeine und regelmässige Auftreten 
dieser Wärzchen macht anfangs glauben, dass sie der Blattspindel selbst angehören, was 
sehr auffallend wäre, da eine solche Warzenbildung bei keinen lebenden Cycadeen-Blät- 
tern vorkommt. Eine genauere Untersuchung macht es indessen wahrscheinlich, dass 
diese Wärzchen von kleinen Schwefelkieskörnchen herrühren, welche sich am Blattstiel 
angesammelt haben; es spricht dafür namentlich der Umstand, dass ganz ähnliche 



KOXGL. SV. VET. AKADEMIEN HANDLINGAB. BAND. 12. N:0 6. 65 

Wärzchen hier und da auch auf den Blattfedern sit,..n n;„ „ j tt 
den Blittor CF,v ü * öq r,\ . ÜM ™ neaern B ™en. Die von der Unterseite vorliegen- 
den Blattei (rig 3. o. 6. 8. 11) zeigen uns die Spindel in ihrer vollen Breite *. , 
der Obcrse.te vorliegenden dagegen (Fi- 12 4 7 9m i,T , , ' 

die Seiten von dem Grund der Fied° rn bedeckt sin \ a\"7 "\ "' M,tte ' » ,dcm 
dessen der Grund der Fieder durchdrückt dl ', % \°\ ?" 0r8tcrn Srt in " 

druckc entstehen, welche in ^SS^^^^^^^ 
daher --peinlich dass dieselben schon beim lebenden Bla£ vojhan^n war" "* 
Die Blattfedern laufen bei manchen Blättern in rechtem Winkel aus (Fi') hei 
den ineisten sind sie etwas nach vorn eerichtet Bei ,1™ H«{„ ni.l U ,' 8 , 
eine Breite von '2 Mill 1,„; l r S^ricntet. Bei den kleinen Blättern haben se 

eine «reite von 2 Milh, bei den Grossen aber von 3 Millim. diese sind hi» aq wir 
lann-, iene nur 20 bi« 99 Min Q- • j ^ i , ks 4,i '«"bm. 

"i 1 " , i2 Ml11 - S,e Slnd a »f der obern Seite der Spindel ein^efü-t an 

manchen Stellen fast gegenständig, an andern aber etwas aus ein ander Sekt Der 
Grund ,s durch enc hervortretende Linie oder selbst aufgeworfen» Rad von der 
Spinde angesetzt es scheinen daher die Fiedern in dieselbe eingelenkt zu 2 Z \h d 
wahrscheinlich m,t der ganzen Breit, angeheftet, nur die Ecken sind stumpf aWi'und" 
D Fiedern der beiden Blattseiten nähern sieh mit ihrer Basis gegen die Spi e des 
B tte hin immer mehr, so dass sie die Oberseite der Spindel dann fast ganz b dickt 
Die Rander der Fiedern berühren sich meist, so dass sie sich an einander anschl!es S en 

i: ur di:% iTen v rf m f e rten ^ aus einander ■*-■ Die «&» ^ " 

Wrnng, die Seiten laufen bis weit hinaus ganz parallel, verschmälern sich erst nahe der 

™; er t au D t: n f7 e sT fei r Spit r a,,s (cf - Taf - xvi - ^- 4 - b - - «^^Sä 

vergiossert). Diese feine Spitee ist nur bei vollständig erhaltenen Blattfedern zu sehen 
und wo diess nicht der Fall, erscheint die Fieder stumpflieb. Zuweilen iTdie Spitze' 
abgesetzt und erscheint als kurzes Stächelchen (Fig. 4. c). Im Leben waren dahe ' 

"n 1 rtdL E H f ^ ^ ^'^^ ™« *"» glatt, am , Grund JZ m ' 
m paar mnden Eindrucken versehen. Die Nerven sind in der Regel völli- verwischt 

n fiel " n , ° C r h WenigStenS b6i CinZelnen Fiedem her ™ E * *& viel- oder fünf 

mfache, parallele Längsnerven (Taf. XVI. Fig. 4. b. wo eine Fieder vergrößert) die 
oni Grund bis zur Spitze gleich stark sind. Sie treten aber sehr wenig hervor und bei 
en meisten Blättern sind sie ganz verwischt. Der Rand ist bei manchen Fiederblättchen 
udgeworfen und zeigt dann innerhalb desselben eine schwache Längsfurche. Bei Taf 

lie Bwf t i ^f V 6 SpitZe d6S BlatteS ' Wh ' Sehen dass die »"»«fiedem gegen 

üier d L?pw, ? f"f\ an Y^ abne ' lmen Und die äUSSersten sehr kurz werden, 
Uliti das Blatt dort allmäbg schmäler wird. 

Aul derselben grossen Steinplatte (Taf. XIV. Fig. 12) liegt neben den Blättern 

lf°T e -\ ,', nC .' r W0W ° lme ZweifeI einer °y cadee angehört, und wenigstens mit 
» ahrschemhchkeit unserer Art beigezählt werden darf, da sie am häufigsten in Ekkorfat 
orkommt und er neben ihren Blättern liegt, Der Same hat eine Länge von 24 Millim 
ei einer Breite von 12'/ 2 Millim. Er ist oval, auf einer Seite durch eine fast Gerade' 
der andern durch eine stark gebogene Linie begrenzt. Er war wahrscheinlich auf 
•i Innern Seite flach, auf der äussern gewölbt, wohl weil zwei Samen, nach Art der 
•n, unter einer gemeinsamen Schuppe waren. Die flache Seite war der die Schuppe 



K. Vol. Ak.id. II.iiull. B, 12. X:o (i. 



9 



GS OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

tragenden Säule zugekehrt. Die Oberfläche des Samens zeigt stellenweise sehr feine 
Querrunzeln. 

44. Zamites borealis m. Tai'. XI V. Fig. 13. 14. XV. Vv*. 1. 2. 

Z. foliis parvulis, semipedalibus, pinnatis, foliolis approxiinatis, margine conjunctis, 
patentissimis, latitudine 5 — 6 partibus longioribus, linearibus, apice apiculatis, nervis 
parallelis quatuor. • 

Ekkorfat ziemlich häufig. 

Steht der vorigen Art sehr nahe, die Blätter sind aber viel kleiner, die Fiedern 
im Verhältniss zur Breite viel kürzer, indem sie nur 5 bis 6 mal sjp lang als breit sind, 
während jene 8 bis 14 mal, und die Längsnerven treten deutlicher hervor und sind in 
der Regel dem unbewaffneten Auge sichtbar. Das Blatt ist vorn weniger -allmälig ver- 
schmälert. Taf. XIV. Fig. 13. und. XV. Fig. 1. stellen die Basis des Blattes dar, Taf. 
XIV. Fig. 14. die Spitze. Es hat einen dicken Blattstiel und eine starke Spindel. 
Die Fiedern haben dieselbe Stellung und Anheftung, wie -bei voriger Art. Sie 
decken auf der obern Seite dieselbe grossentheils. Ihre Ränder schliessen sich öfter 
völlig an einander, (Taf. XIV. Fig. 14.) oder sie sind wenigstens nur auswärts von 
einander getrennt. Bei Taf. XV. Fig. 1. sind die ersten Blattfiedern nur wenig kürzer 
als die folgenden, während diess bei Fig. 2. der Fall ist, daher das Blatt hier allmälig 
sich gesren die Basis verschmälert. Da bei der Mehrzahl die Seiten des Blattes fast 
parallel laufen, erhält es einen linienförmigen Umriss. Die einzelnen Fiedern haben eine 
Breite von l 3 / d bis 2 Millira., und in der Blattmitte eine Länge von 12 Millim., näher 
dem Blattgrund sind sie aber bei Fig. 2. nur 3 Mill. lang. Sie sind linienförmig, vorn 
zugespitzt und von vier ziemlich deutlich vortretenden, parallelen' und einfachen Längs- 
nerven durchzogen. 

45. Zamites acutipennis in. Taf. XV. Fig. 3. 4. 5. a. XVI. Fig. 10. 

Z. foliis pinnatis, foliolis approxiinatis, margine sejunetis, suboppositis, patentis- 
simis, anguste linearibus, apice attenuatis, acuminatis, basi utrinque rotundatis, nervis 
parallelis quatuor. 

Ekkorfat selten. 

Steht dem Z. borealis sehr nahe, hat aber schmälere, vorn zugespitze Fiedern, die 
etwas weiter aus einander stehen und dichter stehende Längsnerven haben. 

Bei Fig. 5. a. ist nur die mittlere Partie des von der Unterseite vorliegenden 
Blattes erhalten. Es hat eine Breite von 26—28 Mill. Die Fiederblätter sind in gleicher 
Weise, wie bei voriger Art, in die ziemlich starke Blattspindel eingefügt. Sic haben nur 
eine Breite von V/ 2 Millim., die Seiten laufen bis zur Blattmitte parallel, dann ver- 
schmälern sie sich und spitzen sich vorn zu. Die Blattfiedern sind etwas aus einander 
stehend, so dass ihre Ränder sich nicht berühren. Die vier Längsnerven, die jede Fieder 
durchziehen, sind zart und unter sich sehr genähert. 

Fig. 3. und 4. stellen die Spitzen von zwei etwas grössern Blättern dar. Die sehr 
schmalen, vorn zugespitzten Fiedern decken die Spindel fast ganz. Sie werden nach 
vorn zu allmälio- kürzer, daher das Blatt gegen die Spitze zu sich stark verschmälert. 



«AOL. SV. VST. AKADEMIE HANDUNGAR. BAND. 12. Si0 6. , i7 

46. Zamites arcticus Goepp. Taf. XV. Fi»-. 6 7 

^■KSÄriä^ÄsrÄi!^ 

tundatis, nervis parallelis obsoletis. "ncanbus, apice obtusis, ro- 

Goeppeet neues Jahrbuch der Miner. und Geol. 1866. S. 134 
Heee Flora foss. arct. I. S. 82. , 

Koine. Ekkorfat selten. 
Unterscheidet sich durch die kürzern und vnm „,„ . r 
ficdcrn von den beiden vorigen Arten Das i S a "ntpf zugerundeten Blatt- 

von Goeppeex dar.estcl.ten. °E itt ci'ne B ei e^o« Ä ! D " ^T' *" ''"" 

sind i' Mill. breit bei 10 Mill Länee LTfX , r D'e einzelnen Ficdcrn 

bis nach vorn an einander ier s fd' 2 l r '" P*™" 81 - ,,nd SChliesse11 sic " 

T. abgebildete Blatt,' tZeX^ ZfZ^Z f 3^ ^ *. 1 
^at, neben und unter dem Fiederstüek des Z^Z^S^^Z 

47. Zamites brevlpennis m. Taf. XV. Fig. 8. 9. 10. 

Korne; selten. 
Unterscheidet sich von Z. arcticus durch die auffallend kleinen Blatter und kurzen 
>1 tthedern d, e „ ur dreima] so ]a . alg brek areti u die " n ' 

bis 6 mal «he Breit, übertrifft. Die Fiedern gehen im rechten Winke vLrSni 2 
vö™ beeret "" "V** "* °° "** ""*"' *™ sid ' *WK 

Kicdcrn'sinS "^'Cf 6 .'^"' T °Z Breite ™ "~" Millfin. Die einzelnen 

s hd f v 7 "• T " nd 6 ~ 7 Mi,K Ian S' Sie decken a ™ &'und «ie Blatt- 

spmdel fas völlig; sind an der Basis durch eine scharfe, etwas aufgeworfene Linie von 
ler Spindel getrennt; die Ecken sind abgerundet. Die Bänder der Ficdcr sc U 
ntander an und weichen auch vorn nur wenig aus einander, daher die Fild n 

in? i r! ,g und Äleichbrei ^ sind ,md sich «-« stum p f ■»»»««,. &C- 

nnen sind fast ganz verwischt. Ahnlieh ist Fig. 9. Das Blatt hat 10 Mill. Breite De 

SS s ch tt f -f Pindel n faSt , VÖlKg ' da diG Sic " gege " öW "V- Fi ^™ ' 
. n de sich fast berühren. Die breite Spindel ist aber durchgedrückt. Alle Fiedern 

> nd on gleicher Länge, das Blatt war daher linienförmig. Noch schmäler ist das Blatt 

Uili !,', , • ^, m ^',?^ Bl ' eite V0 " 8 Mil1 ™- Die einzeIlle " Fiederblättehen sind 4 
ML lang bei 1 /. Mill. Breite, parallelseitig und vorn ganz stumpf zugerundet. Es 

vcadl , r , e " le hnienfenB fe« Blätter gewesen sein, wie sie bei keinen lebenden 

^ytadeen mehr vorkommen. 



68 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

II. PTEROPHYLLUM Brgn. 

Dazu rechne: Pterophyllum Schimp., Pterozamites Sciiimp. und Dionites Bor- 
nemann mit Ausschluss der Arten mit auf der Oberseite der Spindeln befestigten Blatt- 
federn. 

48. Pterophyllum concinnum m. Taf. XIV. Fig. 15 — 20. XV. Fig. 11. 5. b. 

Pt. foliis pinnatisectis, pinnulis patulis, ])rimis ultimisque aWbreviatis, summa basi 
confluentibus, deinde sinu acuto sejunctis, oblongo-linearibus, apice rotundatis, rectis, 
nervis parallelis 4 — 6. 

Ekkorfat nicht selten. 

Auf der grossen Platte Taf. XIV. liegen sechs Blattstücke bei den . Blättern des 
Zamites speciosus. Ausserdem sind uns noch mehrere von Ekkorfat zugekommen. 

Die meisten Blätter scheinen nur 1 / 2 Fuss lang gewesen zu sein und die längsten 
mögen kaum einen Fuss erlangt haben. Die ersten Blattfiedern sind ganz kurz (von 4 
Mill. Länge), aber fast von derselben Breite wie die folgenden. Diese nehmen allmälig 
an Länge zu; in der Mitte des Blattes haben .sie etwa eine Länge von 18 Mill.; nach 
vorn nehmen sie aber wieder allmälig ab. Sie sind mit ihrer ganzen Breite an die 
Spindel angesetzt und nicht eingelenkt. Sie sind theils gegenständig, theils alternierend; 
die einen in fast rechtem, die andern aber in einem mehr oder weniger spitzen Winkel 
auslaufend, theils gerade, theils aber etwas sichelförmig nach vorn gekrümmt. Am 
Grund ist jede Fieder zu beiden Seiten etwas verbreitert und verbindet sich mit der 
benachbarten Fieder in spitzem Winkel; vorn ist die Fieder stumpf zugerundet. Die 
Längsnerven treten deutlich, und dem unbewaffneten 'Auge sichtbar, hervor. Es sind 4 
— 6 parallele, unveraestelte Nerven. 

Auf Taf. XIV. Fig. 17. und XV. Fig. 11. haben wir die wohlerhaltene Blattspitze. 
Die Blattfiedern nehmen schnell an Länge ab und die äussersten sind sehr klein. Die 
Fiedern dieser Blattpartie haben vier Längsnerven. 

Ist am ähnlichsten dem Pterophyllum Münsteri Pkesl. sp. (Pterozamites Münsteri 
Schimp.) aus der raetischen Formation, von dem Schenk- schöne. Abbildungen gegeben 
hat (cf. fossile Flora der Grenzschichten S. 167. Taf. XXXIX. Fig. 1—3), unterscheidet 
sich aber durch die schmälern und weniger sichelförmig gekrümmten Fiedern. 

49. Pterophyllum lepiäum m. Taf. XVI. Fig. 1 — 3. 

Pt. foliis pinnatisectis, pinnulis patulis, distantibus, summa basi confluentibus, 
deinde sinu obtusiusculo sejunctis, oblongis, apice obtuse rotundatis, rectis, nervis lon- 
gitudinalibus parallelis sex. 

Ekkorfat, selten. 

Von der vorigen Art durch die kürzern, breitern Blattfiedern, die stumpfliche 
Bucht, die sie trennt, und durch den Umstand, dass die mittlem Blattfledern nur wenig 
länger sind, als die übrigen, zu unterscheiden. 

Fig. 1. stellt ein fast vollständig erhaltenes, aber kleines Blatt dar. Es hat eine 
Läno-e von 63 Mill. und eine grösste Breite von 16 Mill. Die Blattfiedern sind weiter 



KONGL. SV. VET. AKADEMIEN JIANDLINGAR. BAND 12. N; 6. ' 69 

von einander abstehend, als bei voriger Art, aber am Grund verbunden Sie sind ™, 
ganz stump zugerundet. Die Aussenlinie ist stärker oeboo-en Ils deW 
lern Fiedern haben eine Lange von 8 Mil.., bei einer** ehe von 47 Z £~ '"'"" 
«od nur wenig kürzer, während die des Blattgrundes 5 M 1 I nt b f n 

^,J*r t:Ll tL: s, ' ossern ßlatt ansehorte * das diescib - «k <<—, 

III. GLOSSOZAMITES Schimp. 

Es ist diese Gattuno- durch die» m-n ß«„n^ u Ä „ c» 
v * , i , ° u,cu Ulc am tnund herzförmig ausgerandeten Fiedern imri 

d zarten, strahlenförmig verlaufenden, gabiig zertheilten Nerve°n ausg eichnef Te 
Stellung unter den Cycadeen ist noch keinesweg gesichert- sie erinnert ZhhJ, 
Otoptens, und wenn diese Gattung wirklich zu den Farn get'rt ,To n„ nlt tm 
nen ob nicht auch Glossozamites dieser Pflanzenordnung einzu einen ist wo^Tber nur 
das Auffinden der Früchte endgiltig entscheiden kann. ' "" 

50. Glossozamites Schenkü m. Taf. XVI. Fig. 5—8. 

basi J1S Pinna - iS ' k'-v 118 . ^ tUU8 ' alt °™ is ' ° 0nfertis ' »Wongo-linearibns, obtnsis, 
bas. subcordat.s, nerv.s subtd.ssimis, numerosis, dichotomis divergentibus. 

H. 10. > . im* 98 H ° heneSgeri HEEB öf versigtaf Kongl. Vetensk.-Akad. Förhandl. 1871. 
Korne. 
Bei^ dem vollständigsten Fig. 5. abgebildeten Blatte sind die Fiedern sehr «nähert 
so dass sie sich am Rande berühren; bei andern dagegen sind sie mehr oder weniger 
aus einander stehend (Fig. 6. 7). Es sind die Fiedern auf der obern Seite der Spindel 
e n o et U gt, wie bei Zamites, am Grund etwas herzförmig ausgerandet und hier befestig 
Die Ecken sind stumpf zugerundet. Die Blattseiten laufen 'bis über die Mitte hinaus ' 
parallel, dann verschmälern sie sich sehr allmälig, sind aber vorn ganz stumpf zuc e - 
lunclet. Sie sind etwas nach vom geneigt. Sie haben eine Breite von 5 Mill. und eine 
Lange von 20-25 Mill. - Die Nerven sind sehr zahlreich und überall gleich stark- 
sie sind zwar sehr zart, doch unter der Lupe sehr deutlich. Sie laufen vom Blattend 
strahlenförmig aus, sind mehrfach gabiig getheilt, besonders die mittlem. Diese Ga- 
belung findet nicht nur am Blattgrund, sondern auch weiter vorn statt (cf. Fig 5 b 
vergrößert). Bei ein paar Blattfiedern (Fig. 8) sieht man runde kleine Wärzch entweiche 
nan für Fruchthäufchen nehmen könnte, durch welche unsere Pflanze den Farn zuge- 
wiesen würde. Es ist aber nichts Näheres an denselben zu erkennen, und ihr unregel- 
nassiges Auftreten nur auf einer Blattseite spricht viel eher für eine zufällige Bildung. 
Es steht diese Art sehr nahe dem Podozamites Hoheneggeri Schenk Wernsdorfer- 
chichten S. 9. Taf. II. Fig. 3-6. (Glossozamites Hoheneggeri Schimp.), und habe sie 
■ntangs mit derselben vereinigt. Die Blattfiedern der Grönländer-Pflanze sind aber etwas 
Reiter, die Nerven sind zarter und dichter beisammen stehend und mehr veraestelt 
>ci der Wernsdorfer-Art (cf. Schenk 1. c. Fig. 3. a.) findet nach Sciienks Abbildung 



70 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORÄ DER ARCTISOIIEN ZONE. 

an deren Richtigkeit zu zweifeln ich keinen Grund habe, nur am Grund der Blattficder 
eine Gabelung der Nerven statt, während sie im weitern Verlauf einfach bleiben und 
nicht so dicht beisammen stehen. 



IV. ANOMOZAMITES Sciiimp. 

51.' Anomozamites cretaceus m. Taf. XVI. Fig. 11). vergrössert 20. 

A. foliis parvulis, subpinnatifidis, lobis rotundatis, nervis furcatis. 

Ekkorfat, auf demselben Stein mit Zainites speciosus und Pterophyllum 
concinnum. 

Es wurde zwar nur das abgebildete Blattfragment gefunden, dasselbe ist aber in 
seiner Form und Nervatur so ausgezeichnet, dass es wohl unzweifelhaft eine neue Art 
der Gattung Anomozamites darstellt, welche durch ihre ganzen, fiedcrspaltigen oder 
doch nur unregelmässig hedrig getheilten Blätter und die starken, parallelen theils ein- 
fachen, thcils gabiig getheilten Nerven sich auszeichnet. Sie war bisher nur aus der 
ractischen Formation, dem Jura und Wealden bekannt. 

Die Kreideart hatte kleine Blätter; das erhaltene Stuck hat nur eine Breite von 
Millim. Der Rand ist gelappt; die Einschnitte sind wenig tief und die Lappen stumpf 
zugerundet. Auf der x linken Seite sind die Lappen von gleicher Grösse, auf der rechten 
dagegen ungleich, doch zum Theil zerstört. Vom Mittelnerv entspringen sehr stark 
vortretende Seitcnnerven in fast rechten Winkeln. Jeder theilt sich nahe dem Grund 
in 2 Gabelaeste, "welche bis zum Rande verlaufen. Auf der linken Seite erhält jeder 
Blattlappen 4 solcher Gabelaeste. 

Steht der A. Schaumburgensis Dkr sp. aus dem Wealden aip nächsten, die Blätter 
sind aber viel weniger tief eingeschnitten und die Seitennerven nicht einfach, wie bei 
dieser Art. 



II. Ordn. CONIFEBAE. 
I. Farn. TAXINEAE. 

I. TORREYA Arn. 

52. Torreya Dicksoniana m. Taf. XVIII. Fig. 1. a. 2. a. ?>. 4. 

T. foliis coriaeeis, rigidis, distichis, patentibus, 13 Mill. longis, lanceolatis, basi 
rotundatis, apicc acuminatis, nervo medio piano, obsoleto. 
Avkrusak ziemlich häufig. 

Es wurden zahlreiche Zweige gefunden, die in Blattstellung und Nervenbildung 
so wohl mit Torreya übereinstimmen, dass sie dieser Gattung eingereiht werden dürfen, 
um so mehr da auch eine Frucht gefunden wurde, welche auf diese Gattung weist. Die 
Blätter sind wie bei Torreya fast zweizeilig gestellt; sie müssen ebenfalls steif leder- 
artig gewesen sein; am Grund sind sie in gleicher Weise zugerundet und vorn mit 



KO.VGL. SV. V E T. AKADEMIE HANDUXOAR, BAND . I2 . H:0 6 . ?] 

einer Stachelspitze versehen. Besonders bezeichnend ist die Nervatur- bei T 
auf der Oberseite des Blattes keine Nerven hervor n,f i tt 1°™** "' Cte " 

einen ganz dachen, nur sehr schwach voltret enden Mit £ 7^° t"™*** "'" 

selben eine Längsfurche Bei den JpJ! uitt M,ttelnerv " nd zu Jeder Seite des- 
Mittelnerv, bei "einigen ist "J= g " ^ £ d J. -f> ifl "^ T "»" 
sind auch die zwei Längsfurchen vorhandef wie L T * i^'' "" d bei ßiniÄ ' en 
der Abdruck der Blattunterseite ^^IL^^l ÄTb ^ ^ *° 

Lange und 5 Mill. Breite. Die Blatter sind an P„ l ° f-° ""' ""' BkM von i2 Mil1 - 
in der Mitte angeheftet Fi n Zti Rl . .*' ° b ? testen ' dort Rundet und 

Zweig sind hier und da seht "oh vo "k un "' 1 f" •" lch . t *" ^^ A " dem 
rieren der Blätter nicht zu er m ?tJl n V, , ' d ° Cl> ' 3t em ei S«"tliche S Decur- 

und weist ai ,f ilZS'j:^™* dCT HliWt T ^ 8liV " Und « lan -< ' 

Ää-j^ä' 5™| .«^-Ä»Ä eis: 

^teilte Fritze £ZÄTÄ^£ Sf ?^ 
kugeliges Nüsschen von 7 Mill Länge und derselben Breite F n S t ' "" 

eine mittlere Partie, welche von .ehr zarter T ■ 1 V T ^ Rl " S UU1Äiebt 

Partie stellt den Sauen da!- 2lT Längslimen durchzogen j s t. Diese mittlere 

Gattung Torreya fe Fa.l ist. ' V °" """? " rCe0,US n - , "* ,b * ! f "* d! « b « ^ 

Diese Erfleht in T R?' e) T 'f^* ^ "" DäChSten ' hatte abel ' reMv Weitere Blätter 

* -pttttd- ^iiSÄJür^ die T äl - 

3«. 2W<#a parvifoUa m. Taf. XVII. Fig. 1. 2. " , 

basi dLrrSib'uflt; J^- "'^ **«**»■, 8 ™- *»**. '-.ccolatis, 
■eumentious, apice acuminatis, sulco medio piano, conspieuo. 

Avkrusak auf derselben Steinplatte mit Sequoia graeilis, Gleichcnia Zippei 
und tquisetuin amissura. Ekkorfat. 

leutliehT SCheidet Si0h , V ° n V ° riger Art dur ° h dio vieI klei " CT » BIii "«'-' die am Zwei-, 
c lec,u.,,cren, und den deutlicher vortretenden Mittelnerv; von Sequoia Smittia a 

X ä t::::ü::: w,e "- the am Grmui a,n h " citeste " sind ° nd Jh «» - *»- 

tchendl!!' fl^r bCi ! ig - L eine " verae8telten Zlrei S '»!' «««nliai dicht beisammen 
ast ,„ 1 ' w- aus « ebre,teten ' «weäeitig gestellten Blättern; sie stehen vom Zwei- in 

f I ? nkeI ab -, A " d6m ° bern Zwei °" e Sind die " llterste " B1 "ter kürzeres 

ann S 6 "' T r ^ '" dCT Mi " e döS Zwei °" eS ihre «*"* Lii »g e '"«' »«hmen 

nn weder ab; die grössern Blätter haben eine Breite von 2 Mill. und eine Länge von 

»"• Hs sind die Blätter am Grund am breitesten und nach vorn alhnälb, „nd 



72 OSWALD HEEH. DIE KREIDE- FLORA DER ARCTISCIIEN ZONE. 

gleichmässig verschmälert und vorn zugespitzt. Üeber die Mitte läuft eine zwar seichte 
und breite, doch deutliche Längsfurche. 

Ein undeutlicheres Aststück ist von Ekkorfat, Taf. XVII. Fig. 2., dessen seitlicher 
Zwei"' am Grund mit kleinern Blättern beginnt. 

II. Farn. CUPRKSSINKAE. 

II. INOLEPIS m. 

Strobilus ovatus, squamis compluribus, axi spiraliter.insertis, imbricatis, coriaceis, 
dorso costatis. Folia opposita, squamaeformia, imbricata. 

Hat die gegenständigen, schuppenförmigen und an die Zweige angedrückten Blätter 
von Thuja und verwandten, aber eine Zapfenbildung wie bei den Abietineen. Die 
Zapfenschuppen sind durch die stark vortretenden Längsrippen ausgezeichnet. Darauf 
habe den Namen gegründet. 

54. Inolcpis imbricata in. Taf. XV. Fig. 12 — IG. XXIII. Fig. 6. c. 

C. foliis dense quadrifariam imbricatis, brevibus, subtiliter punetatis, lateralibus 
ineurvis, acuininatis, facialibus brevibus, apice carinatis. 
Avkrusak. Korne. Ekkorfat. Pattorfik. 

Die Zweige sind ähnlich denen des Thuites Meriani, aber beträchtlich dicker und 
haben dem entsprechend grössere Blätter; die seitlichen sind stärker sichelförmig ge- 
krümmt und die mittleren kürzer, und der Mittelnerv tritt nur gegen die Blattspitze hin 
deutlich hervor. Auch sind die Blätter sehr fein punktirt. Das Hauptstück ist auf 
einer grossen Platte von Avkrusak (Taf. XXIII. Fig. 6. c). Wir haben hier zwei noch 
an dem Zweige befesigte Zapfen, über welchen aber ein Zweig der Sequoia Smittiana 
liegt. Der Zweig ist ganz dicht mit den schuppenförmigen und dicht angedrückten 
Blättern besetzt. Die Blätter sind £> - e£enständio' und in vier Zeilen angeordnet. Die 
seitlichen Blätter sind am Grunde breit, nach vorn zu aber in eine schmale Spitze aus- 
laufend; sie sind stark sichelförmig gekrümmt, und mit der Spitze an den Zweig ange- 
drückt. Die mittlem Blätter sind kurz und weni^ über die seitlichen hinausragend; 
sie sind vorn zugespitzt und am Rücken flach. 

Die Zapfen- sind oval; sie haben eine Länge von 16 Mill., bei einer Breite von 
12 Millim. Sie bestehen aus zahlreichen (wohl etwa 40) Schuppen, die ziegeldachig 
über einander gelegt sind und spiralig um eine centrale Achse herumstehen. Sie sind 
lederartig (nicht holzig) und haben vorn eine Breite von 4 Millim. Der sichtbare Theil 
ist von drei scharfen Längskanten durchzogen. Am schärfsten ausgesprochen ist die 
mittlere Kante, welche bis in die Zapfenspitzc verläuft, schwächer und zuweilen ver- 
wischt sind die beiden ^seitlichen Kanten, im Abdruck haben wir statt dieser Kanten 
schmale Längsfurchen. 

Zu dieser Art gehören unzweifelhaft die Zapfenreste von Ekkorfat, die ich Taf. 
XXIII. Fig. 7. (vergrössert Fig. 8.), und die von Korne, die ich Taf. XVI. Fig. 12. ab- 
gebildet habe. Beim Zäpfchen von Ekkorfat hat jede Schuppe (im Abdruck) drei tiefe 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS I1ANDL1NGAR. BAND. 12. N:0 6. 73 

Längseindrücke, und der Rand sieht wie sehr fein gekerbt aus Bonn 7-,n 
Keine liegen mehrere kleine Zweige, von welehen Ü aufL l^XZIZ 
herausgenommen werden konnte. Fig. 12. b. und c. stellen die beiden Seite d 
Zweiges dar und Fig. 1 d. eine Partie vergrössert Es sind die Blatter deudich ge 
genstand.g die zwex seitlichen in der Mitte zusammengehend oder etwas über einander 

V^LiTST 7^ Ü M r d | eSelben hiDaUSra ^ mlt ™^r Spitze, welch 
Verdickung durch den kurzen Mittelnerv hervorgebracht wird, der nicht bis zur Blatt- 
basis hinabreicht. Das Zäpfchen konnte aus dem weichen Gestein wenigstens theilweise 
herausgezogen werden (Fig. 12. a). Die Schuppe ist gegen die Basis^,eilfOrm g v - 
schmälert in der Mitte am breitesten und vorn gerundet. Ich hoffte umsonst durch 
Auseinandernehmen der Schuppen die Samen zu finden; ihre Form, Zahl und Stellung 
war nicht zu enmtteln; zwischen den verkohlten und sehr brüchigen Schuppen war 
mhch viel Harz von honiggelber Farbe. Bei Fig. 13. liegen mehrere zum Theil 
u, orte Zapfen neben Zweigresten von Avkrusak. Sie sind sehr stark zusammen- 
gehuckt von den Zapfenschuppen aber die Mittelkante scharf hervortretend. Ein ähn- 
liches Zäpfchen haben wir Fig. 14. von Pattorfik und Fig. 15. von Ekkorfat. Neben 
dem Zäpfchen bemerken wir ein paar Pinus Nadeln. 

III. THUITES Ung. 

55. Thuites Meriani m. Taf. XV. Fig. 17. vergrößert Fig. 18. ;' 

Th. ramulis alternis, foliis quadrifariam imbricatis", lateralibus incurvis, acumi- 
natis, iacialibus subovatis, dorso evidenter costatis. 

•Ekkorfat selten. 
< Ist ähnlich dem Thuites Ehrenswaerdi aus dem Miocen Spitzbergens, die Zweite 
sind aber dünner, die seitlichen Blätter etwas sichelförmig gekrümmt und die mittlem 
mit einer stark vortretenden Mittelrippe versehen. Gehört vielleicht zur vorigen Gattung 
aber auch Chamaecyparis kann in Betracht kommen. 

_ Vier zierliche Zweige entspringen nahe beisammen; sie habqn eine Breite von 
zwei Milhm. JDie gegenständigen seitlichen Blätter sind etwas sichelförmig gekrümmt, 
aber an den Zweig angedrückt; sie sind vorn zugespitzt, ein ziemlich tiefer* Eindruck 
lasst die Rückenrippe ein; die mittlem Blätter sind ziemlich breit, oval, vorn zuge- 
spitzt; über die Mitte läuft eine Rippe, welche bis in die Spitze ausläuft und dort^zu 
einem Wärzchen anschwellt. 

Meinem Freunde Rathsherr Peter Merian gewidmet. 

s 

IV. FRENELOPSIS Schenk. 
56. Frenelopsis Hoheneggeri Ettingii. spec. Taf. XVIII. Fig. 5—8. 

Fr. ramis et ramulis cylindricis, articulatis, tuberculis minutis seriatim dispositis 
lense obsitis. 

Schenk Pflanzen der Wernsdorferschichten S. 13. Taf. IV. 5—7. V. 1. 2 VI 
l -G. VII. 1. • ' 

K. Vet. Akml. Hainäl. b. l*. N:o f.. • 10 



74 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER AKCTISCHEN ZONE. 



Thuites Hoheneggeri Ettingshausen Beiträge zur Wealdenflora in den Abhandlun- 
gen der geolog. Reichsanstalt. S. 25. Taf. I. 6. 7. Culmites priscus Ettingii. 1. c. 

5. 24. Taf. I. 5. 

Pattorfik und Avkrusak. Ekkorfat selten. 
Taf. XVIII. Fig. 7. stellt. ein 27 Millim. dickes Stengelstück von Avkrusak dar, 
an welchem man eine deutliche Gliederung sieht. Dieser Knoten und die Längstreifen 
erinnern an Bambusium, allein die Streifen bestehen, wie diess Schenk bei den Pflanzen 
von Wernsdorf hervorgehoben hat, aus einer Reihe von kleinen Wärzchen, welche ganz 
dicht beisammen stehen. Aehnliche aber viel längere Stücke erhielten wir auch von 
Pattoriik, während andere dünnere und daher jüngere Aeste darstellen; so das auf pg. 

6. dargestellte Stück, das mit den von Schenk auf Taf. V. von Wernsdorf abgebildeten 
Pflanzen sehr wohl übereinstimmt. Der Ast sendet in spitzen Winkeln mehrere 
schlanke Zweige aus. Diese sind stellenweise gegliedert, doch sind die Blätter auch 
bei den dünnen Zweigen nicht erhalten. In Wernsdorf wurden solche beobachtet; sie 
sind klein, schuppenförmig, an die Zweige angedrückt und je zu 2 an dem Knoten be- 
festigt. Die für die dickern Stenoreistücke bezeichnenden Wärzchen fehlen den iüngern 
Zweigen: sie sind aber von feinen Streifen durchzogen. Neben dem Fig. 6. abgebildeten 

in ' o o o 

Stück liegt ein kleiner Zweigrest von Cyparissidium, der bei flüchtiger Betrachtung leicht 
als zu Frenelopsis gehörend genommen werden kann. In Ekkorfat wurde nur das kleine 
Fig. 8. dargestellte Zweigfragment gefunden. Die Gliederung desselben ist hier sehr 
deutlich. Ettingshausen stellte die Art zu Thuites, Schenk aber hält sie mit Frenela 
zunächst verwandt. Mir scheint die Stellung unter den Conifercn noch keineswegs völlig 
gesichert. Erinnert lebhaft an Aularthrophyton Massalongo, das mir zu den Chenopo- 
diaccen zu gehören scheint.' 

III. Farn. TAXODIEAE. f 

V. CYPARISSIDIUM m. 

Amentum masculinum globosuin. Strobilus ovalis; squainae plures, in axi spira- 
liter insertae, imbricatae, coriaceae, rotundatae, apice laxe patulae, mucronatae, dorso 
inermes, costulatae. Semen sub quavis squama unicum, rotundatum? Folia alterna, im- 
bricata, adpressa. 

57. Cyparisidium gracile m. Taf. XVII. Fig. 5. b. c. XIX. XX. Fig. 1. e. XXI. Fig. 
9. b. 10. d. 
C. ramis erectis, fastigiatis, ramulis filiformibus, elongatis, foliis adpressis, alternis, 
elliptieis, acuminatis, dorso leviter carinatis. 

Widdrrngtonites gracilis Hr Flora foss. aretica T. p. 83. Taf. XLIII. Fig. 1. 3. 

In Pattorfik das häufigste Nadelholz, selten in Korne, Ekkorfat und Karsok. 
In Pattorfik sind zahlreiche Steinplatten ganz mit den Zweigen dieses Nadelholz- 
baumes bedeckt. Es kommen mehrere Zoll dicke Stamm- und Aststücke bei denselben 
vor, welche sehr wahrscheinlich diesem Baume angehören. Im Abdruck sind dieselben 



KO.VGL. SV. VET. AKADEMrElfs IMDL , NGAI , ^ ß _ ^ ^ ^ 

von vielen verworrenen Längsstreifen durch™»™ r i., 

welche sonach fein rissig war Bei FiV in f K ™ M V °" der Rinde führen, 

grossen Astes dargestellt, ans dessen Mitte" 1 7 m ' r "" "^ Partie ei " es solcl '°» 
sind die Blätter abgefallen, doch sind dk P , f S < ntSpnmg - Bei iiltCr " Z ™»fe« 
lassen „och ihre Fo™ erkennen f F , ftn derSelben ° fter « ebB « b « » nd 

mit den Blattabdrucken, die den Zweig ganz ALT* F" ffT ^ Z ^' 
lange, schlanke Acstc ans, vor, denen «er u 1 ♦ ■* , • f™^ d ' CS01 " Z "' ci ? sehr 
rend die obern mehrere ehr düZ A.2 , ^ n,cht W<äUer Verzwe! S f - ^äh- 

donnen, ruthenfonnigen Zwo g T stten w"f f" t ?* ,pri, « en die - '"ngen, 
Taf. XIX. dargestellten Zweien nd d 7 . , ^ W *** Übrigen auf 

•Mg und haben meist ni^ÄTTT £ST t' "? ^ ""^ 

immer alternierend und in «nit7 M w i i , «innin. feie entspringen zwar 

einander. Alle Blätter sind ffi, Jm Z ' " i*1 mCiSte ' 1S Z " meb ™™ bei 

hervor. Die der äusseren Zw et sTnd ellipZf "* ^ ?** «*" "^ ' licht 
verschmälert und .wischen die dort l a^?' " zu S es P ltz - ab « »uch am Grund 

Auf dem Racken gewann ■t^Ä^^TÄ^ ^ * T^^ 
Die Zweige entsprino-en ans d«. AM i • - , ! ' aber nur wem S hervortritt. 

Spitze ab"er aneh^XTweig atgedlrtt ^^ gekrÜmmten *»+> 

- bei:; ::';;::;„ S£ jx s^tt,, 1 ^ Fructa * fen «** d ™ 

Zweigen dieses Baumes u m eben ,.n, i- S ' E ' S 1St diCSOT V °" za ")™chen 

gestellt werden da der Ä" \ "'"n" meh * mH de " Zwei S on «Mammen- 

* Es ist der Zapft stak -T ^T^" o 80hu PP en /örmigen Blättern besetzt 

gebracht. ' ^ ZCTdr " 0kt Und dle Schuppen' theilweise ans ihrer Lage 

Glücklicherweise ist auch der Abdruck erhalten CFio- g\ „„ A ■ , , • , 

Platten ergänzen Fs «Jnrl „„ i c «-rnaicen tf Ig . 0/ ), s0 <i ass Slch b d 

halten. Die nnterst Tarn 7 f • f a P fensdlu PP en mehr oder weniger vollständig er- 

ist aber stark z r d rüok t dl 1 ■,♦" ^ B '' eite V °" 10V ' **- bci 8 Milb Höhe, 
erhalten LT • qv * gUt V °" den z ™ächst folgenden Schuppen- besser 

mehreren ™X L in„ ' "Tl ^ ^ Ra ' ld Si " d gerUnde = der ß( ' cke » von 

"eben li e , am Rand P ' ' T" du j rchz0 S e "> aber oh »« Buckel, noch Vertiefung. Da- 

Spitze hat Andrer Z" W P ^ ° m ei " e deUÜich abSeSetZte > fa8t -PW»nnSge 

Samen herrührt Weil n /^ "T- ^ de " Eind '" UOk ' der bleicht von einem 
brechen und R , obe » fol S™ dre, Schuppen, eine mittlere, die vorn etwas ge- 

Spü Die L n deU !' iCh fe!n gerfppt iät ' U " d zwei seitIiche mit zipfelförmiger 

4nL S iett T„X Pe 7; ^ b6i dieSSn Sichtbar - Di6Selbe FOT ™ hat dic ° be «^ 
iät eiL T ^«gernndet und vorn in einen kurzen, schmalen Zipfel verlängert- sie 

:Ä;; w "J- " nd «»»««» dieselbe Breite nnd hjt ansser d£T zlten 

« Mill nd ei. r CTe lptUr erke " nen - Der ganze Za P fen wird eine Länge von 
ich Len Stid W t ' r°^ 19 - 20 , Milb « ehabt bab ™' ^ oval nnd an einem ziem- 
üättern beset ar fr v T a ternieretlde " sehnppenfbrmigen und angedrückten 
«heilen 21 , r ^ /a P fenscbu PP en ^ren, nach der dünnen Kohlenrinde zu 

«a, die sie zuruckhessen, lederartig, nicht holzig; da wohl eine gleich -rosse Zahl 



76 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCIIEN ZONE. 

von Schuppen auf die Rückseite des Zapfens kommt w* ' a a 

01 v.i. , sapiens Kommt, bestand derselbe an« IQ on 

Schuppen, die spiralig um die Längsachse standen. Während die R,„,L • \ , 

sich am Grunde ziegeldachig decken war die »hJ~ pZ- * ■ ? ^ Schu PP en 

Spitze vom Zapfen abstehend. * "** *" und d,e ^förmige 

Bei Fig. 11. haben wir neben Zweigen eine einzelne Schuppe, und diese ri« uns 
einen kreisrunden Eindruck von <>/, Mill. Durchmesser, der wal scheinlich vom Samen 
herrührt. Darnach wäre unter iedar SMu,,,,,» „„,. c- i • , ^ tarnen 

Auf Taf XX Fi„- 111 • '' Em kreis ™nder Same gewesen. 

. 1 , Uf ; X , X - Fl f 1- haben wir bei Fig. d. und e., neben dem Zapfen der Se 
quo» Rechenbach, und Zweigen der S. anibigua, 2 wei Zweige des CypariEum eine 
tragt an der Spitze ein kugelrundes Knöpfchen. Diess ist sehr w hrschc n h'h da 
männliche Amentum, welches demnach kugelrund und 5 Mill. lang war 
RWt In dCT ^ternierenden Stellung der schuppenförmig an die Zweige angedrückten 
Blatter stimmt Cypanssidium mit Widdringtonia, Glyptostrobus, Arthrotaxis un°d mancl n 
Sequoien oberem weicht aber in der Zapfenbildung sehr von allen diesen Gattung ab 
und nähert sich in dieser Beziehung, namentlich in der Form und Stellung der Zapfen- 
schuppen am meisten Cunninghamia R. Ba. Wie bei dieser Gattung haben wfr "ahl- 
reiche spiralig gestellte Zapfenschuppen, diese haben eine sehr ähnliche Form und Be- 
schaffenheit und laufen auch in eine Spitze ans, die mit der obersten Partie der Schuppe 
vom Zapfen absteht. Bei Cunninghamia sind aber die Zapfen grosser, haben meh 
Schuppen und diese sind am Rücken nicht gerippt. Dann hat diese Gattung durch die 
abstehenden nadeiförmigen Blätter eine ganz andere Tracht erhalt. Findet sich" 
ich nur je ein Same unter jeder Zapfenschuppe, ist unsere Gattung schon dadurch von 
allen bekannten Taxodieen verschieden und wohl am besten zwischen Cunninghamia und 
Arthrotaxis zu stellen. „•""«■ """ 

Nach einer brieflichen Mittheilung meines Freundes Graf Sapobta kommt eine 
ahnhehe Art ,n Baüsset im Depart. Var (Südfrankreich) vor: er erhielt von da noch 
an den Zweigen befestigte Zapfen. Es sind diese kleiner als bei der Grönländer-Art 
und die Schuppen glatt. Die Ablagerung von Bausset liegt im untersten Senon. 
<j ,„ ^ le " eicht g^ört hierher der Frenelites Reichii Ettingsh. Flora von Niederschöna 
M , ' CT '" Nieuerschö na und in Stigen bei Salzburg häufig sei. Unsere 

Ifianze hat aber sogar nichts mit Frenela gemein, dass doch kaum angenommen werden 
darf, dass Ettingshausen sie dieser Gattung zunächst gestellt hätte. 

VI. GLYPTOSTROBUS Endl. 

5S. Glyptostrobus grönlandkus m. Taf. XVII. Fig. 9. Taf. XX. Fig. 9 und 10 XXII 
Fig. 12. 

Gl. foliis difformibus, ramorum squamaeformibus adpressis, apice acuminatis, ra- 
mnlorum seeundariorum erectis, liberis, linearibus, apice acuminatis. 
Pattorfik und Ekkorfat. 

Es sind mir die Zweige und eine Zapfenschuppe zugekommen. Es,zei«en die 
untern Theile der Zweige die angedrückten, die jungen äussern Zweige dagegen die ab- 
stehenden Blätter von Glyptostrobus. 



«1. AKADEMIENS HANDLINGAR. RAND. 12. K:0 6. 77 

beisammen. ^ untern" »Än'Ä^iÄ ■"*** 1 CThaltene Z '™ S c nahe 
angedrückten Blättern besetzt, Sie sind altt f dicht mit s <*«PPenförmig 

heruterlaufend, und vorn zugespitzt. Einzelne dieler Blut!,- ^7 "^ ^^ ™* 
n.ger gekrümmt und dann vom Zwei., P tw»= «TT, , S " K ' VOrn mehr otJ er be- 
richtete, doeh locker abstehende, viel h^Zm^r i^™™ foI ° en ™™ •»%*• 
Taf. XXII. Fig. 12. haben wh . „„ ilÄJÄ * beisarame » steI — Bei 

tenen Blättern (vergrößert Fio- r > b) F ' *f. „'f t0ckc > a °er mit wohl erhal- 
an den Zweig angesetzt und a°n diesem ZZL^lJ T ^ °T ^ ^ 
hänge von 7 Mill. bei einer Breite von 1 Millim S ^ '" d ' e8e BIätter eillc 

verschmälert und aussen zusesnitzt ,™ „;,*-, £.Jy nach vorn zu allmählig 

flachen, viel weniger steifend nd Tal Durch" hnitf TT ^"S 6 " Md flach ' *>"» 
den die Kreide-Art von Glvpt hZoVhvll . T dreleoi %<« Blätter unterschei- 

Von Ekkorfat sind Ät T\ * ** ° l eUr< * aens B ^. 
und die Taf XX Fi- 10 ,, Zwe.gstucke zugekommen (Taf. XVII Fi» 9) 

Osmunda und Nadd^von pinu Ä^ K"?T* ?**» **» «"^ * 
bei selber Breite. Sie liegt w h sei et 2 h Z d • ' T-^ V °" dre - 10 MiI1 - 
ist keilförmig verschmälert und d Sh eTne B„„ , ' Dnem %"* ^ Die UntCTe Parti « 
ist vorn eingekerbt, aber glatt .Wurcht ZlT.™ *" "*** «*"»»*■ Di ™ 
-*- S-e liegt der Abdruck ^7^ 

VII. SEQUOIA Endl. 
59. Sequoia Meichenbachi Gm. spec Taf. XII. Fig. 7. c. d. XX I> i . 

tibus, ^„r^ÄZ 1 7 teCti \T UliS *«* ^^tis, g folii s 8 dcc„rrcn. 
breviter ovalibus 23-26 S h " ea ": 8ub " Ia ^ •!*» acuminati.,, „„Wrviis; strobilis 
■•ansvershn profunde sufeata g ' S ' S<3 " am ' S ^^ k^* ^omboidali, media - 

KOm 8. b att S r XX ^ 2 ' A « Ta ^ «"«■ Angiarsuit XX. 

ora l e führiich 0n b!?t er -K° n t" " d6r F '° ra ai ' CtiCa "" d in de " Beiträgen zur Krcide- 

Itern A beschre.bene Baum war in Nord-Grönland nicht selten. Auch e 

ten Ae te smd noch m,t den Blättern, oder doch den Blattnarben bedeckt SS XX 

IdetVabl Die o en i eine R , ß : eite t™ 10 ~ U ^^ ^ *** ^ Ztt 
t in der M ittp - t ° V " ^ lattn f ben si " d ^geldachig über einander gelegt und jede 
*len s S emCT Län g sfurche versehe "- Wo die Blätter noch erhalten s nd 

3me is etwa, T*™" •'"' ^ sichelförmi S .-krümmt. Bei Jüngern Zweigen d 

"Cd TlfXI 7 d xx T nT ^^ SCl ' maI " nd " eine sc1,arfe S &" ™ 
-te, d bis in die R,^' l ^ '^ ^ ^ ^^ °° eht eine 8charfe 8oh °»Je 

urebchnitt des lutt T " ?° ? Und " AMl ' Uck eine L * n S' sf <"^e bildet. Der 

•onmtt des Blattes wurde wahrscheinlich ein Dreieck bilden, die flache Seite nach 



78 



OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 



Innen dem Zweig zugekehrt; diese ist von zwei Kanten eingefassf, von denen bei der 

Es haben die Blatter meist eine Länge von 7-9 Millim., bei 1-2 Millim Breite 

Die Zapfen haben wir in Fig. I. a , 2. und 3. in verschiedenen Erhaltungszustän- 
den; waren sie vollständig erhalten, müssten sie wohl so aussehen, wie ich in Fi. 4 
einen solchen gezeichnet habe. Sie sind kurz oval, und hatten eine Länge von 23°"bis 
26 Millim., bei einer Breite von 19 bis 23 Millim. 

Bei Fig. 1 a . liegen neben dem Zapfen Zweigreste von Sequoia ambigua und Cy- 
parissidium gracile. Die Schuppen sind in der Mitte des Zapfens abgefallen und wir 
sehen die Spindel an welcher die Punkte die Insertionsstellen der Schuppen bezeichnen. 
Die erhaltenen Schuppen sind rhombisch, sie haben eine Breite von 8 1 /, und eine Höhe 
von 4 / Millim Von dem centralen Grübchen läuft eine Querfurche aus. -Einen ähn- 
lichen Zapfen (auch von Pattorfik) haben wir bei Fig. 2. Hier liegen aber die Schup- 
pen im Abdruck vor uns, daher sie in der Mitte von einer Kante durchzogen sind, und 
da diese Kante_ stark vortritt, lässt diess auf eine tiefe Furche zurückschössen. Bei' 
lig. -haben wir einen Zapfendurchschnitt von 23 Millim. Länge und 19 Mill. Breite 
Wir sehen, dass die schildförmigen Zapfenschuppen gegen den Grund hin keilförmig 
verschmälert sind. Sie haben eine Länge von 8 Millim. und schliefen am Rande zu- 
sammen Am Zapfenstiel bemerken wir rhombische Blattnarben und einzelne kurze 
stark gekrümmte Blätter. Sie sind kürzer als die Blätter am Zapfenstiel von Moletein! 
Diese Z *P fen stimmen in Grösse und in der Form der Schuppen ganz mit den 
Hapten dieses Baumes überein, die ich von Moletein beschreiben habe (v»l. meine Bei- 
träge zur Kreideflora Taf. 1. Fig. 1—4). 

Auf derselben Steinplatte mit dem Zapfen Fig. 1. a. liegt ein Same, der wohl 
dieser Art angehört (Fig. 1. b). Man sieht einen plattgedrückten, ovalen, 3 Millim 
langen Kern, der mit einem Flügel versehen, welcher aber grossentheils zerstört ist. 

Meine Vermuthung, dass die von Ettingshausen als Cunninghamites Sternhell 
abgebildeten Zapfen zu der vorliegenden Art gehören, hat sich durch Vergleichuno- der 
Unginalstücke bestätigt. Vgl. Schenk Flora von Wernsdorf S. 17. 

Es ist diess die am weitesten verbreitete Kreide-Pflanze; sie reicht in der arc- 
tischen Zone in Spitzbergen bis zum 78° n. Br. hinauf, sie erscheint in den meisten 
Kreideablagerungen in Deutschland (in Sachsen, der Lausitz), in Boehmen und Maehren 
m Oestreich, in Belgien (bei Anderlues, Hainaut), in Südfrankreich (unteres Senon von 
Bausset), in Russland und in Amerika (in der Kreide der Nebraskaschichten). 

60. Sequoia ambigua m. Taf. XXI. 

S. ramis elongatis, foliis omnino tectis, ramulis alternis, gracilibus, foliis decur- 
rentibus, brevibus, crassiusculis, falcato-incurvis, apice acuminatis, uninerviis, strobilis 
globosis, squamis peltatis, planiusculis. 

Pattorfik ziemlich häufig, Avkrusak und Ekkorfat. 
_ Unterscheidet sich von S. Reichenbachi durch die viel kürzern, breitern Blätter 
der jungen Zweige und die etwas kleinern, kugeligen Zapfen, deren Schuppenschild 
keine so tiefe Querfurche hat; nähert sich anderseits der S. gracilis, bei der aber die 



KONGL. SV. VliT. AKADEMIENS HANDLIKGAR. BAND. 12. N:0 6. 71) 

Blätter von keiner Mittelkante durchzogen und deren Zapfenstiel dünner ist. Immerhin 
stellt die Art ein Mittelglied zwischen der S. Reichenbachi und S gracilis dar 

Vielleicht gehört hierher der Sedites Rabenhorsti Geinitz, der°durch die kleinern 
kürzern Blätter von den gewöhnlichen Formen der Seq. Reichenbachi sich unterscheidet' 
Da aber bislang nur ein sehr kleines Zweigfragment gefunden wurde und diess über- 
diess schlecht erhalten ist und nicht erkennen läset, ob die Blätter von einem Mittel- 
nerv, durchzogen, bleibt die Sache zweifelhaft, und müssen vollständigere Exemplare ab- 
gewartet werden. 

Bei Fig. 9. haben wir ein älteres Zweigstück; es ist in ähnlicher Weise wie bei 
S. Reichenbachi von den Blattnarben und Blättern bedeckt. Die jungen Zweige (Fig 
L. 3.) sind mehrfach veraestelt; die Zweiglein stehen nahe beisammen, sind W UI fd 
schlank. Die Blätter sind am Grund am Zweig herablaufend und stehen so dicht bei- 
sammen, dass sie die Zweige ganz decken Sie sind in der Regel .sämmtlich sichel- 
förmig gekrümmt, mit stark einwärts gebogener Spitze, am Grund sind sie am Zweig 
herablaufend. Sie haben durchschnittlich eine Länge von 3 Millim., bei einer Breite 
von 17 2 Millim., sind also nur etwa zweimal so lang als breit, während sie bei der S 
-Reichenbachi 5 bis 6 mal länger als breit sind. Es kommen allerdings auch Zweige mit 
grössern Blättern vor, so Fig. 8, aber auch da bleibt sich das Langen Verhältnis^ fast 
gleich, indem sie bei 7 Millim. Länge eine Breite von 3 Millim. haben. Jedes Blatt 
ist von einer bis in die Spitze hinauslaufenden Kante durchzogen, die im Abdruck 
eine tiefe und scharfe Furche bildet. Sie begrenzt die flache, innere, dem Zweig zuge- 
kehrte Seite des Blattes; das Blatt war demnach im Leben, im Durchschnitt, dreiecki«- 
mit einer nach Innen gekehrten von zwei Kanten eingefassten Flachseite und einem 
scharf vortretenden schmalen Rücken. Bei allen Zweigen von Pattorfik haben wir 
nur sichelförmig gekrümmte, vorn mehr oder weniger zugespitzte Blätter, so bei Fig. 1. 
7. 8. und 9. a. (Fig. 9. b. ist ein Zweig von Cyparissidium gracile), bei einem Zweige 
indessen von Ekkorfat (Fig. 3.) stehen am Anfang und am Ende der Zweige kürzere, 
elliptische, nicht sichelförmige Blätter, die ziegeldachig übereinander liegen und die' 
Zusammengehörigkeit dieses Zweiges mit der vorliegenden Art zweifelhaft machen. 

Bei Fig. 2. a. von Avkrusak haben wir einen an einem Seitenzweig befestigten 
Zapfen ;^ neben dem Zweig liegt ein Blatt der Oleandra aretica und:' auf der Rückseite 
der Steinplatte die Sequoia gracilis mit Zapfen, die Torreya Dicksoniana und Pinns 
Crameri. Es ist der Zapfen kuglicht und hat 12 Millim. Durchmesser. Er ist verkohlt 
und die Schuppen sind sehr undeutlich. Sie haben nur eine Breite von 2 7 2 Millim. 
und in der Mitte einen eingedrückten Punkt, Die Kleinheit der Zapfenschuppen lässt 
kaum zweifeln, dass diess ein junger, noch nicht ausgebildeter Zapfen ist. Einen reifen 
Zapfen haben wir dagegen bei Fig. 6. a. von Pattorfik. Dass er zur vorliegenden Art 
gehört, zeigen die am Zapfenstiel befestigten Blätter; auch sind auf der Rückseite des- 
selben Steines mehrere Zweige (Fig. 6. b.) welche unzweifelhaft zu S. ambigua gehören 
J-8 gehen zwei Zapfen tragende Zweige von demselben Aste aus, die Fruchtzweige sind 
bis nahe an den Zapfen mit kurzen, sichelförmig gekrümmten Blättern besetzt. Der 
eine Zapfen ist ganz zerdrückt, der andere zwar an der Basis wohl erhalten, wo^eo'en . 
die obere Partie weggebrochen ist. Die erhaltene Partie lässt schliessen, dass er kugel- 



80 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCIIEN ZONE. 

förmig war, wie Fig. 2. Er hat eine Breite von 17 Millim. und hatte wahrscheinlich 
dieselbe Länge. Die mittlem Zapfenschuppen haben eine Breite von 9 Mill. und eine 
Höhe von o Millim.; sie sind quer-rhombisch und ganz flach. Es fehlt die tiefe Quer- 
furche der S. Reichenbachi, und ist auch in der Mitte nur eine schwache Vertiefung 
angedeutet. — Bei Fig. 10. liegen einzelne in eine Achse gestellte Schuppen neben 
Resten eines Zweiges. Sie sind gegen die Basis keilförmig verschmälert und mit Läng- 
streifen versehen, von denen drei stärker sind. Daneben liegt ein Same, dessen gerader 
Kern eine Länge von 3 Mill. hat; er ist oval, an einer Seite verschmälert, platt und 
gerade. Er hat einen breiten, flachen Flügelrand. In der Nähe liegen ein paar Zweige 
von Cyparissidium gracile. 

Fig. 10. soll darstellen, wie die Zapfen ausgesehen haben würden, wenn sie voll- 
ständig erhalten wären. 

61. Sequoia rigida m. Taf. XXII. Fig. 5. g. 11. a. 

S. foliis coriaeeis, rigidis, linearibus, apice acuminatis, patentibus, rectis, uninerviis, 
transversim subtilissime rugulosis, basi non angustatis, adnato-longe decurrentibus. 
Pattorfik und Avkrusak sehr selten. 

Aus der untern Kreide Grönlands erhielt ich nur die Taf. XXII. Fi£. 5. und Fis\ 
11. a. abgebildeten Zweige, von welchen Fig. 5. neben Zweigen und Zapfen der Seq. 
gracilis und Zweigstücken von S. Reichenbachi auf derselben Steinplatte von Pattorfik 
liegen; Fig. 11. aber ist von Avkrusak; häufiger war die Art in der obern Kreide von 
Unter-Atanekerdluk. 

Die dünnen Zweige Fig. 5. sind dicht mit spiralig angeordneten und nicht zwei- 
zeilig gestellten Blättern besetzt; dieselben sind sehr steif, gerade oder nur sehr wenig 
gekrümmt, flach, doch sehr schmal (1 — l l / t Millim. breit), parallelsei tig und vorn in 
eine feine Spitze auslaufend, sie waren daher im Leben wahrscheinlich stechend. Mit 
der Lupe gewahrt man äusserst feine, dicht stehende Querlinien, die wohl von Quer- 
runzeln herrühren. Am Grund sind die Blätter nicht verschmälert und sind am Zweig 
herablaufend. 

Weniger gut erhalten ist der Zweig von Avkrusak (Fig. 11). Er hat aber die- 
selben steifen, vorn zugespitzen Blätter. 

Ist sehr ähnlich der Sequoia pectinata Hr (Beiträge zur Kreideflora II. S. 8) hat 
aber dünnere Zweige und nicht zweizeilig gestellte Blätter. Auch die Seq. Woodwardi 
Carr. (Journal of Botany. Jan. 1867) aus dem obern Grünsand von Dorsetshire scheint 
eine nahe verwandte Art zu sein, die aber zweierlei Blätter trägt, theils schuppenförmig 
an die Zweite angedrückte und weit an denselben herunterlaufende, theils aber ab- 
stehende, linienförmige, vorn zugespitzte und schwach sichelförmig gekrümmte. 

£2. Sequoia gracilis m. Taf. XVIII. Fig. 1. c. XXII. Fig. 1-10. 

S. ramis alternis, ramulis approximatis; foliis squamaeformibus, imbricatis, sub- 
faleatis, basi decurrentibus, ecostatis; strobilis globosis vel subglobosis, squamis peltatis 
inedio dorso impressis, laevigatis, inermibus. 



«>»0L. SV. VET. AK ADEMIENS I1AN0UNGAR . ^ ft ^ ß ^ 

. m A^krusak, und Ekkorfat ziem]ich haufig; seiten ^ paM ^ 

Steht der Sequoia Couttsiae sehr nahe- es fohlt i . „, 
und die Zapfenschuppen sind kleiner und zahl ich n • ' ^f 6 ™ ** Mitte Wppe 
mit denen des Cyparissidium gracile vemel 1 ^ JU "- en 8 ° ^^ lekU 

dicker, die Blatter sind mehr oder wenilerTcS^ l *" ^ ^ kürzer « nd 
den Zweig anschliessend. * sichelförmig gekrümmt und weniger fest au 

Eine sehr ähnliche Art k.-.+ p,„ n 
quoites Gardneri beschriebt (c £ 1^'",""^' V °" Falke " tono ak *- 
Zapfen ist aber etwas grösser und m eh/'in dl ' ^ ^ L Fi * 7 ' ^ d - 

eine längere und schmälere Spitze aus! *" geZ ° Sen; die BUitte1 ' la » f ™ i» 

Tat. XXII. Fio-, 1 — q o+Alion a;^ v t 

Ekkorfat, Fig. 9. von Pattol d e ubÄ T* *", ^ 'S* ? ' U " d 8: si » d ™ 
aestellt und laufen nicht in so W * /vkrusak. Die Zweige sind stark ver- 

parissidium gracile. Sie s nd von In t"! ™ ä **™W» Zweig.ein. aus, wie bei Cv- 
am Grund "einen Theil des Zweit" ! i d ™ „f"^ ™* bedec kt; diese umfassen 
Die Blätter, aus deren Achsel kleinere zt 7" ■'" Vmch,naIe * ™* zugespitzt. 

stärker sichelförmig gekrümmt- aber aue f T Z ^T"^"' ^ " leist **» ««-er, 
die meisten etwas ° ich«!' 4kn\mmt doch ^ Seitenstä »<%» Btetoi sind 

haben diese Blätter keine U^SÄllS^^^ ^ f M E * 
warer, glatt, steif, lederartig. Von Korne erhielt ich '7 • ,' " ?' "■»*««). 

Blättern (Fig. 8. b. natürliche Grösse die b „ d l ^^ T ?U&1Iend « rosse » 
In Avkrusak liegen bei den Z L 1 t kL Z " £ £S" ^7* 

^tL isf^ -: b r i em j:r e und " ei ^SÄsi: 

ovalen, ,./ 4 Millim. 1^" r^T^T.JS, AT, ^ f " «"*"• 
ÄJt E l t nt P T Deben deD ZWeige " ; 6S ist " n einel » Geschuppt nsietti 

schild l^ S* >' !S , daS Zäpf ° hen ebenfalis noch mitdei » Stiel versehen. Der Schunnen 

■f ir ; : o e tii:,r E b s rei rr als ho ;\ (4V \ 5 mi breit und 3 m * "Ä, 

Platt» ff \ n S ed,u ^ U - Es ls t dieser Zapfen aber nur teilweise erhalten Auf de.- 
*'f 5 - he = en drei so^her Zapfen, die aber stark zusammengedruckt rind l£ 

chVp ntruikt aber r h : int w ™ - *»• d -« ierii/d 1 ; 

ppen nui undeutlich vom Gestein ab. In der Grösse stimmen die Schuppen diese- 
I- Zapfen „ut denen von Fig. 3. überein und es dürften diess wohl reife Zapfet ge" 

K. Vet. AkaU. Handl. B. 12. N:o ü. ' 



82 OSWALD HEER. DIE KEEIDE-ELOKA DE« AECTISCUEN ZONE. 

Var. Sequoia gracilis laxa. Taf. XXII FiV in p„; • r, '. 

krusak sind die Blatter mehr abstehend s da !' s £ der S T"' ^V " Av " 
merhin sind aber dieselben viel kleiner und naTenizl.wl" TT ""J nah °™' ^ 
scharf vortretende Mittelnerv. namentlich viel schmäler und es fehlt der 

Ob der Fig. 10. b. (dreimal vergrössert 10. e.) abgebildete Same von Avkrusak 

tfauf S r xVlII.t:. 7f reliMele V™"' ^ f'", ^ ^™«™^ 

^'-^^evon^^ 

und ze.gt in der Mitte eine freilieh nur schwache, lt^ *ÄSÄK£ 

Rand »t schmal. Neben dem Samen liegen kleine Reste von Sequoia gracilis 

63. Seguoia Siniaianan Taf. XIII. Fig. lö. b. XVII. 3. 4. XVIII. 1. b. Taf. XX. Fig. 
o. u. i. c. AA11JL. rig. 1 — ß. ' ö 

S. ramis elongatis, foliis pollicaribus, rigide coriaeeis, linearibus, planis, apiee ob- 
tusnseuhs, apiculatis, patentibus, distichis, confertis, basi vix vel paruin anCaHs 
adnato-decurrentibus, nervo medio valido; strobilis parvu.is, ovalibusfpedl euto I i' 
affixis, squamis compluribus, peltatis, dorso impressis. 
In Avkrusak ziemlich hftufig, Ekkorfat. 

Steht der mioceneii Sequoia Langsdorfii ungemein nahe und ist nur durch die 
am Grund nicht oder doeh weniger verschmälerten Blatter, die kleinern Zapfen mit 
viel kiemern Schildern und die dünnern Zapfenstiele zu unterscheiden; auch ' nd de 
Blätter durchschnittlich grösser nnd flacher. Durch diese grossem/ steifern Blatter und 
dünnen Zapfenst.e le ist die Art auch von der S. Nordensldöldi verschieden. 

verzweiot t 7 ff- ^ ^ ** ^ la " ge Z ™ S *' V °" denen der eille sich wdter 
lÄn f t SCS Se ! tenzwei 8- es sind die Blä "«- kürzer und dichter zusammen- 
! ll ,, S '! aben , dle ß ' ätter dleser Zweige eine Länge von 18-21 Hill., bei einer Breite 
von 1 -Hill. Sie sind am Grund nicht zusammengezogen und mit ihrer ganzen Breite am 
Zweig befestigt und an ihm herunterlaufend. Sie sind parallelseitig, vorn wenig ver 
schmälert und haben eine stumpfliche Spitze. Sie sind von einem ziemlich starken 
M. telnerv durchzogen, der bis zur Spitze reicht, doch sind sie flaeh und deutlieh zwei- 
zeilig geordnet. Der Zweig wird durch die Ansatzstellen der Blätter kantig 

Bei Fig. 1. a . b. c. und 3. und Taf. XX. 5. b. 7. c. haben wir Zweige derselben 
Art deren Blätter am Grund öfter gedreht sind und dann dort etwas verschmälert 
erscheinen. Wo die Blattspitze vollständig erhalten ist, sieht man dass sie mit einer 
ganz kurzen scharfen Spitze versehen ist (Taf. XXIII. Fig. 5. b. vergrössert). 

Eni ansehnlicher veraestelter Zweig von Ekkorfat (Taf. XVII°Fio-. 3.) zei<n uns 

dass, wie bei der S. sempervirens und Langsdorfii, die Basis der Jahrestriebe von 

jurzern etwas gekrümmten und an den Zweig angedrückten Blättern umgeben ist. In 

ler i\a,he dieses Zweiges liegt ein amentum, das sehr wahrscheinlich zu dieser Art 

gebort. Er ist länglich oval und 9 Mill. lang, leider aber so stark zerdrückt, dass die 

einzelnen Organe undeutlich geworden sind. Runde Eindrücke bezeichnen wohl die 

Sracteen. Es ist diess männliche Kätzchen mit einem Stiel versehen, dessen Blätter an 

denselben angedrückt sind (Fig. 3. b). 



KONGL. SV. VET. AKADEMIEN« HANDLINGAR. BAND. 12. N:0 6. g 3 

Bei Fig. 1. d. Taf. XXIII. haben wir wl,«, A** 7 • 
wohlerhaltehes Zäpfchen. (Zweimal ve^Le J Fig % ^ oTT,' ^t CiU 
von 13 Millim bei einer Breite von 10 Millim. *£%>££ ^IZ^Z 
Schuppen .»ndsch.ldfomjg rhombisch. Sie haben eine Breite von hö'chs e°n Mm 
und dieselbe Höhe. Sie sind daher beträchtlich kleiner als bei S T aZl « , • 
sie eine Breite von 9 Millim. erreichen Sie ,i J r 7 l , Lan S sdorfil . bei der 
li. ■ x , /i , \ tlrelcnen - ö 'e sind auf dem Rücken eingedrückt nn^l 

haben ein centrales Grübehen doch bemerkt man keine Querfurche und ket n umbo 

Bei Fig. 4. bemerken wir neben einem Zweibein den R„t „; „ ? T , 

nur wenige Schuppen erhalten sind. ° ßeSt «""f Za P fen - Von dem 

Var b. foliis angustioribus. Taf. XVII. Fig. -4. Sowohl in Avkrnsak als in 
Ekkorfa kommt eine Form vor mit schmälern Blättern. Sie haben e n teite vö 
1 /, 11.11., bei einer Länge von 12 Müh, am Grund sind sie kaum merklich verschmäht 
vorn mit einer kurzen, scharfen Spitze versehen. verscümälert, 

Herrn Sjiitt, gegenwärtig Inspektor von Nordgrönland, gewidmet Derselbe h.t 
das unternehmen der Schwedischen Expedition durch Rath und That ttersHHzt 

t 

IV. Farn. AB1ETIIVEAE. ... 

VIII. PINÜS L. 
A. PINÜS Endl. 
64. Pinus Peterseni Hr. Taf. XXIII. Fig. 17. 

P. foliis geminis, setaeeis, longis,, tenuissimis, oligo-nerviis. 
Heer Flora foss. aret, I. p. 84. Taf. XLIV. Fig. 19. 



Korne. Pattorfik. 



yyttt^ Pattorfik kamen mir mehrere Nadeln dieser Art zu und; bei FR 17 Taf 
AAI1I sind zwei solcher Nadeln noch am Grunde verbunden 

Ebenfalls von Pattorfik kommt der Taf. XVII. Fig. 5. a. abgebildete Zapfenrest, der 
mir zu 1 mus zu gehören scheint, und wahrscheinlich zur vorliegenden Art gehört Es 
ist nur che oberste Partie des Zapfens erhalten. Die Zapfenschilder haben eine Breite 
von 8 Mm und eine Höhe von 5 Millim. Sie sind rhombisch und in der Mitte von 
3iner stark vortretenden Kante durchzogen (cf. dreimal vergrössert Taf. XVII Fi* 5 d )• 
in der Mitte der Kante ist ein kleines Loch, wahrscheinlich von einem abgebrochenen 
Rachel herrührend. Von dieser Querkante gehen zahlreiche Furchen aus, die zum 
and verlaufen und gegen diesen hin sich noch etwas vertiefen. 

m Auf demselben Stein mit diesem Zapfenrest haben wir kleine, aber deutliche 
-weige von Cyparissidium gracile. 

B. TSUGA. 
; ö. Pinus Crameri Hr. Taf. XXIII. Fig. 9—15. 

P. foliis distichis, planis, basi apiceque rotundatis, obtusis, lateribus parallelis, 
lecüo costatis; strobilorum squamis rotundatis, obtusissimis, seminibus parvulis, alis 
natatis. 



84 bnwLD h EKR . „ tanaMtott DER ABCTI8CIIBH ^ 

Heer Flora foss. arctica p. 84. Taf. XLIV. Fjg 7_i 8 

In Korne und Ekkorfat sehr häufig; Avkrusak. Ekkorfat. Pattorfik selten 

,^:z:::z sr Ä-sjEr £-.*£ ?r fcer T r e — - 

Schichten, welche aus lausenden 2T -T . auss J cUl «? slloh gw» mehrere Zoll dicke 

Ffc 12- gicbt ein kleine" o, i^'K^f' 6 ^ 08 ' ^ 
des einstigen Waldbodens vor an» »nf 1 i i XT °f enbar hilben wir hier Theile 

anhäuften, wie wir di ss noch ietzt' in T ^ **?* *" dichten Schichte « •«<* 

sich klein; Zweibein Tu wethen no h T'r, y a " n - n r ald «rn sehen. Sehr selten finden 
von Ekkorfat in F. 11 btb Idet H B f tel ' festigt sind. Wir haben ein solches 

.'-nher glaubte, mitlhrer Ü'teitf iTzZ^Z^^ ^ 7 *1 
zugerundet und dort in der MittP ^ -t i eStl ^ t sind ' 6ie Slnd am Grund 

Stieles an das Zweigt J^g -1 ^^"9»^ 
Unge von 9-17 Millhn., bei einer Breite von «•/ m££ ' la " CT habe " 61ne 

B ehe nl ^ dUr \ h \ 0ge Y St .- Der F1( '8' eI "»* «*» Lange von 6 Mill n,, bei derselbe 
volS nitT" bre ; tere A F >"^ als bei P. Tsuga, wogegen die Zapfenschupp 

n n , japantschen Art übereinstimmt. Es mnss dabei aber auch die P 

n ns,s ,n Betracht kommen, die in ihrer Blattform noch mehr zu P. Cram s t t,„V 

Sl deiner lo h f ^ ^."^ Art ^ Zapfenschuppen und anch die Same 
U MilHm nUr eme ge V0 " 6 " 7 Mil '" wfthrend J« P- Crameri von 

Blätternd <^T V ° n u' inU8 Sah icH mehrere ™» Ekl <orfat, .um Thcil zwischen den 
blatten! (big. 9), oder noch je zu zwei beisammen liegend (Fig. 14. verbessert 151 

Diese Samen sind eiförmig und am einen Ende mehr ve°r schmälert als bei "fJ 10 Sie 

etcht , p e '" e , feSt birnftrmige GeStaU UDd Stören wohl einer andern Ar" 
voXmmt, Z. E, " klana ' Wel ° he nächst der P - Crameri am häufigsten in Ekkorfat 

66- Pinus lingulata m. Taf. XXIII. Fig. 18. XII. Fig. 10. d. 

P. foliis coriaeeis, lingulatis basin versus sensim angustioribus, apice obtusius- 
ums, unmerviis. ij 

Ekkorfat. Avkrusak. 

von =>, Da >r,v Iatt l St . ähnl ' Ch dem VOn P - Crameri, aber viel grösser, indem es eine Länge 

°n 66 Milhm., bei 5 Mill. Breite hat, ausserhalb der Mitte am breitesten, <*e"en die 

* allmahhg verschmälert, vorn ebenfalls verschmälert und stumpflich, aber nicht 

«mnpt zugerundet, wie das Blatt von P. Crameri. Es kamen mir mehrere solcher 



KONGL. SV. VET. AKADEMIEN HANDLINSAR. BAND. 12. N:0 6. 85 

Blätter von Ekkorfat zu die in Grösse und Form zu sehr von denen der P. Crameri 
abweichen, als dass wr s,e nur als eine Form zu dieser ziehen können 

H ";" , lLl? UCh ^ ledCTarti "> V °" ei - Mi «elnerv durchbogen, sonst 



aber glatt und streifenlos. 



C. ABIES. 



67. Pinus Ehikiana m. Taf. IL Fig. 1. Taf. XVII. Fig. 6. 7. Taf. XVIII. Fi.. 2 b 

AA111. t\g. 16. n • - 

P. foliis solitariis breviter pedicellatis, undiq'ue versis, elongatis, linearibus apice 
obtusiuscuhs, planis, uninerviis, patentibus. «"rious, apice 

u ■ -r /^i',? 1C ' An S iareuit - Ekkorfat. In Kome nicht selten. 

Bei Taf. XVII. Fig. 2 b. haben wir ein kleines Zweiglein von Avkrusak, an wel- 
chen, noch die Blätter befest.gt sind. Diese haben ein ganz kurzes Stielchen und sind 
■<egen dieses zugerundet. Die Seiten sind parallel, und das Blatt verschmälert sich 
auswärts kaum merklich, doch ist die Spitze verdeckt. Die Blätter hatten eine Län~e 
von wenigstens 32 Mill. und eine Breite von 3 Millim. Sie sind platt und von einem 
leuthchen Mittelnerv durchzogen. 

Schmäler sind die Nadeln von Ekkorfat (Taf. XVII. 6. 7. und Taf. XXIII Fi" IC) 
ndem sie nur eine Breite von 2 Mill. haben. Die Spitze ist stumpflich. Die langen 
.pmüig um den Zweig gestellten Nadeln weisen diese Art zu den Fichten oder Tannen' 
loch ist die systematische Stellung der Art noch nicht zu bestimmen. In Kome liegen 
mf mehreren Steinplatten zahlreiche Nadeln dieser Art beisammen, die meisten sind 
iber zerbrochen. 

Vielleicht gehören zu dieser Art die Taf. XVII. Fig. 8. abgebildeten Zapfenschuppen 
on i attorfik. Es hegt eine ganze Zahl auf einer Steinplatte, doch ist keine vollständig 
malten. Sie haben eine Breite von 15 Mill. und wenigstens eine Länge von 23 Mill. 
ind oben stumpf zugerundet; von zahlreichen, dicht stehenden, feinen und zum Theil 
erschwungenen Längstreifen durchzogen, die am Grund der Schuppe verschwinden. Man 
ieht aber keine deutlichen Samenhöhlen. 

8. Pinus Olaßana m. Taf. XX. Fig. 10. Taf. XXIII. Fig. 19. vergrössert 19. b. 

P. foliis solitariis, elongatis, linearibus, basi attenuatis, apice obtusis, planis, nervo 
iedio vahdo, utrinque nervis duobus subtilibus, interstitiis subtilissime striatis. 
Ekkorfat. 
Ausser mehrern Nadelfetzen fand sich in Ekkorfat die Taf. XXIII. Fig. 19. dar- 
stellte, fast ganz erhaltene Nadel. Sie hat 3 Millim. Breite bei 34 Mill. Länge. Ist 
ich, parallelseitig und vorn ziemlich stumpf zugerundet, an der Basis etwas verschmä- 
ht, doch ist sie dort nicht vollständig erhalten. Sie hat einen starken Mittelnerv, der 
nach vorn seine Stärke nahezu erhält. Jederseits bemerken wir neben demselben 
zwei zarte Längsnerven und in den Interstitien etwa drei äusserst zarte Längslinien 
(ig. 19. b. zweimal vergrössert). Durch diese Nervation zeichnet sich diese Tannnadel 
hr von den übrigen Arten der Kreide aus, und es ist noch zweifelhaft ob, .sie bei Pinus 
<e richtige Stellung hat. 



86 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCIIEN ZONE. 

Auf Taf. XX. Fig. 10. sind zwei neben einander liegende Nadeln, von denen die 
eine den allmählig verschmälerten Blattgrund darstellt. Auf ein paar Steinplatten von 
Ekkorfat liegen zahlreiche Nadeln über einander, die aber alle zerbrochen sind, doch 
lassen einige die stumpf zugerundete Spitze erkennen, die seitlichen Nerven treten stark 
hervor. 



MONOCOT YLEDONES. 
1. Ordn. GLÜMACEAE. 

I. Farn. CRAMNEAE. 

69. Poacites borealis m. Taf. XXIV. Fig. 5. 

P. cu Im o 5 Mill. lato, evidenter striato, foliis 4 Mill. latis, nervis compluribus 
inaequalibus. 

Pattorfik. 

Das Fig. 5. abgebildete Stück betrachte als einen Grashalm, von welchem oben 
seitlich ein Blatt abgeht. Der Halm ist flach gedrückt und hat so eine Breite von 5 
Mill., die sich auf eine Länge von 1 1 x / 2 Ccntim., die erhalten ist, sich gleich bleibt. 
Er ist von vielen Längstreifen durchzogen, die von ungleicher Stärke sind. Leider ist 
die mittlere Partie, welche wahrscheinlich den Knoten enthalten würde, zerstört, so 
dass man die Insertionsstelle des Blattes nicht sieht., Der ziemlich tiefe und breite 
Längseindrück an der Basis sagt uns aber, wie weit die ' Scheide, welche den Halm 
umfasste, reichte. Freilich ist keine ligula zu sehen. Die Blattspreite hat eine Breite 
von 4 Millim. und ist nur auf eine kurze Strecke weit erhalten. Es ist kein Mittelnerv 
da. Es sind zahlreiche Nerven, die beim Eintritt in die Scheide nach Innen gebogen 
sind; die mittlem sind etwas schwächer als die randständigen. 

II. Farn. CYPERACEAE.. j 

70. Cyperacites kyperboreus m. Taf. XXIV. Fig. 4. 

C. eulmo cylindrico, 3 Mill. lato, foliis 6 Mill. latis, medio carinatis, utrinque nervis 
subtilissimis quinque. 

Pattorfik, auf derselben Platte mit Gleichenien-Spindeln und Cyparissidium. 

Der dünne Halm ist cylindrisch und von feinen Längsrreifen durchzogen. Das 
Blatt hat eine Breite von 6 Millim., besitzt eine tiefe Mittelfurche, die auf der Rück- 
seite ohne Zweifel als scharfe Kante hervortritt. Jederseits haben wir fünf sehr zarte, 
zum Thiel verwischte Längsnerven, welche dieselbe Stärke haj^en. 

Gehört wohl zur Gattung Cyperus. 

71. Ci/peracites areticus m. Taf. XII. Fig. 4. b. 

C. foliis 5 Millim. latis, medio carinatis, utrinque nervis tribus validis. 
Korne bei Oleandra aretica. 



I 

KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAR. BAND. 12. N:0 6. 



87 



Das Blatt ist schmäler als bei voriger Art, hat neben der Mittelkante je nur drei 
Längsnerven die aber viel stärker sind. Zwischennerven und Queräderchen fehlen auch 
dieser Art. ) 



II. Ordn. COKONARIAE. 
I. Fam. • LILLVCEAE Iuss.? 

I. EOLIRION Schenk. 
72. Eolirion primigenium Schenk. Taf. XXIV. Fig. 1 — 3. 

E. trunco arboreo, foliis spiraliter positis, in apice trunci congestis, anlplexicau- 
libus, lato-linearibus, apicem versus attenuatis, obtusis. 

Schenk Wernsdorfer-Pflanzen S. 20. Taf. VII. Fig. 4. 
Avkrusak. Angiarsuit. 

Die Grönländer-Pflanze ist viel unvollständiger erhalten, als das prächtige Exem- 
plar, welches Prof. Schenk aus den Wernsdorferschichten beschrieben hat, scheint aber 
doch zu derselben Art zu gehören. Sie hat einen ziemlich dicken Stamm (Fig. 1. von 
Avkrusak) von welchem mehrere Blätter auslaufen. Sie haben am Grpnd 8 MüL Breite 
und sind mit dieser ganzen Breite an den Stamm befestigt. Sie sind sehr lang, fast 
parallelseitig und nur vorn verschmälert. Die Blattspitze ist aber nicht erhalten?' Die 
Blattfläche ist von zahlreichen, parallelen Längstreifen durchzogen, die dicht beisammen 
stehen, aber stellenweise verwischt und verworren sind. Sie scheinen von etwas un- 
gleicher Stärke zu sein. Die bei Fig. 2. gezeichneten Blattreste liegen auf der Rück- 
seite der grossen Steinplatte Fig. 1 ; sie stellen wohl die äussern Blattpartien dar. 

Fig. 3. ist von Angiarsuit; hier liegen zahlreiche Blattreste über einander. Sie 
sind von derselben Breite wie Fig. 1. und in gleicher Weise von feinen und stellenweise 
verwischten Längsnerven durchzogen. Am besten erhalten sind die Längsnerven bei 
einem zweiten Stück derselben Stelle (Fig. 3. b). Das Blatt hat eine Breite von 11 
Mill. und ist von 20 parallelen, scharf ausgesprochenen Längsnerven durchzogen, bei 
schmäleren daneben liegenden Blattfetzen sind die Streifen viel undeutlicher. 

Prof. Schenk hält die Pflanze für eine baumartige Liliacee aus der Gruppe der Yu- 
ceen und Lomatophyllen. , 



) Eichwald hat in seiner Lethaea rossica (II. S. 68 Taf. III. Fig. 4.) einen Cijperacüßs polaris (Cyperites) 
beschrieben. Ein Kieselstein, der am Ausflnss der Lena in Ost-Sibirien gefunden wurde und von dem 
Eichwald glaubt, dass er aus der Kreide stamme, ist erfüllt mit Blattresten, welche bei Einer Linie Breite 
bis 1 Zoll Länge erhalten sind. Eichwald giebt der Art folgende Diagnose: "folia linearia, coraplanata, 
vecta, dorso carinato et lateribus nervös seeundarios tenerrimos offerentibus, transversim ac tenuiter 



stnatis. 



88 OSWALD HEER. DIE KKEIDE-FLORA DEK AKCTISCHEN, ZONE. 

INCERTAE SEDIS. 

73. Fasciculites grönlandicus Hr. 

F. fasciculis vasorum 1 Mill. latis, cylindricis, aequalibus, numerosissirais. 

Heer Flora foss. arct. I. S. 85. Taf. XLIV. Fig. 23. 
Korne. Angiarsuit und Ekkorfat. 

Es sind an den obigen Stellen mehrere -weitere Stücke gefunden worden, welche 
aber keine neuen Aufschlüsse über diese Gebilde bringen. Die Gefässbündel sind zum 
Theil aus einander gefallen und zerbrochen, und stellen so einen Haufen cylindrischer 
Faden dar, die nach allen Richtungen durch einander liegen. Gehört vielleicht zu Eoli- 
rion primigenium. 

\ 

\ 

DICOTYLEDONES. 
I. Ordn. ITEOIDEAE. 

1 Fam. SALICINAE. 

♦ 

74. Populus primaeva m. Taf. XXIV. Fig. 6. 

P. foliis subcoriaceis, longe petiolatis, petiolo tenui, sulcato, ellipticis, integerrimis, 
basi attenuatis, nervis secundariis duobus primis oppositis, omnibus valde camptodromis. 

Pattorfik im Sandstein mit Cyparissidiuin gracile und Resten eines Farn, welche 
zur sichern Bestimmung zu fragmentarisch sind; sie scheinen eine netzförmige Nervation 
zu haben, wie Lonchopteris. » 

Auf einem hellgrauen Sandstein bilden Pflanzenreste einen schwarzen sehr dünnen 
Uebcrzug. Aus demselben treten einige glänzend schwarze ßlattreste einer dicotyledonen 
Pflanze hervor, den einzigen, welche bislang in den Komeschichten und überhaupt in 
der untern Kreide gefunden wurden. Das am besten erhaltene Blatt (Fig. 6. a.) zeigt 
einen sehr dünnen langen Stiel, der von einer Mittelfurche durchzogen ist. Das Blatt 
ist ganzrandiff, o-e<ren die Basis verschmälert und etwas in den Stiel herablaufend. Nahe 
der Blattbasis entspringen zwei gegenständige Secundarnerven, welche dem Rande ziem- 
lich parallel gehen, weitere Secundarnerven entspringen weiter oben, sie sind stark ge- 
bogen und durch weit vom Rand entfernte flache Bogen verbunden. Der Mittelnerv, 
wie diese Secundarnerven treten nur wenig hervor, und das feinere Netzwerk ist nicht 
zu erkennen. Aehnlich verhält sich ein zweites Blatt (Fig. 6. c), während ein drittes 
(Fig. 6. b.) viel kleiner und am Grund noch mehr verschmälert ist. Der lange, dünne 
•Stiel, die Form und Nervation des Blattes sprechen für eine Pappel aus der Gruppe der 
Lederpappeln, ähnlich der Papulus mutabilis und P. Berggreni. Für diese Deutung 
kann noch eine Fruchtklappe angeführt werden, welche wahrscheinlich von einer Pappel 
herrührt und neben diesen Blattresten liegt. Sie ist länglich oval, nach vorn verschmälert 
und -von feinen Längsstreifen durchzogen (Fig. 6. d. vergrössert d. d). 



KONGL. SV. VET. AKADEMIEN« HANDLINGAE. BAND. 12. N :0 6. 



89 



INCERTAE SEDIS. 

75. Carpolithes thulensis m. Taf. I. Fio-. l c 

C. rotundatus, planiusculus, «mfertim subtilissime punctata*,. 

ivarsok. 

Ein fast kreisrunder, linienförmio-er 5 Millim \ m h u 

Ist wahrscheinlich der Same einer monocotyledonischen Pflanze. ' 



K. V'ei. Akad. Handl. Band. 12. N :0 6. 



12 



90 



OSWALD HEER. DIE KREIDErFLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 



Zweiter Abschnitt. Pflanzen der quarzreichen brannen Sandsteinknollen von üjarasusuk. 



1. Gleichenia Zippei. Taf. XXV. Fio-. 1. 2. 3. 

Es brachte Herr Naückhopf mehrere Wedelstücke dieser Art von üjarasusuk 
L ig. 1. liegt m einem grossen, abgerundeten Stück Sandstein, das inwendig braun aussen' 
. aber von einer gelbhchgrauen Rinde überzogen ist. Die Farnblätter sind schwarz und 
wohl erhalten, doch ist m dem rauhkörnigen Sandstein das Geäder völlig verwischt Es 
sind wahrshemlich Theile eines Wedels. Die Fiedern stimmen in Form n & nd Grösse "anz 
im denen der Komeschichten überein, nur sind sie nicht in ihrer ganzen Länge erhalten. 
Die Fiedern sind auch am Grund am breitesten und nach vorn zu allmälig verschmälert. 
Fig 2. zeigt uns dass die Spindel gabiig getheilt ist und zwar haben wir hier drei 
Gabelaeste, wie diess auch bei der Gl. Zippei der Komeschichten öfter vorkommt. Also 
auch in dieser Beziehung stimmt dieser Farn des Sandsteines mit dem der Komeschichten 
überein Die Fiedern sind auswärts allmälig verschmälert und zugespitzt. Dasselbe ist 
der Fall bei den Fig. 3. dargestellten Fiedern, so weit dieselben vollständig erhalten sind. 

'2. Gleichenia Nauckhoffii m. Taf. XXV. Fig. 4. 

v Gl. fronde bipinnata; pinnis approximatis, 3 Mill. latis, alternis, patentibus, linea- 
nbus, pmnatifidis vel pinnatipartitis, lpbis rotundatis. 

Das Fig. 4. abgebildete Stück liegt in einem birnförmigen Sandsteinknollen. Nähert 
sich m den schmalen, langen Fiedern der Gleichenia Nordenskiöldi,' allein die Fiedern 
sind nur fiederspaltig oder fiedertheilig, sie sind also nicht in Fiederchen aufgelöst wie 
■ei W . JSordenskiöldi und den verwandten Arten; in dieser Beziehung nähert sie sich 
mehr der Gleichenia comptoniaefolia und protogaea Deb. und Ett, von denen sich unsere 
Art aber durch die schmälern Fiedern und die nicht sichelförmig gebogenen Fiederchen 
(oder Lappen) unterscheidet. 

Es liegt der Wedel am Rande des Steines und ist offenbar durch die Abrolluno- des- 
selben theilweise zerstört worden. ; Der obere Theil ist wahrscheinlich ein Gabelast des 
untern, dessen Spindel aber zerstört ist. Die alternierenden Fiedern stehen ziemlich ■ 
nahe beisammen ; die untern laufen in rechtem, die obern in etwas spitzem Winkel aus 
Me haben bis 23 Mill. Länge, bei 3 Mill. Breite. Sie sind parallelseitig, nur zu äusserst 
verschmälert und dort zugespitzt. Sie sind in Lappen gespalten, doch lässt das grob- 
körnige Gestein die Tiefe der Einschnitte nur schwer erkennen. Sie scheinen bis zur 
vlitte oder bis etwas unter der Mitte zu reichen, oder mit andern Worten: die Fieder- 
chen s m d bis gegen die Mitte mit einander verbunden; sie sind vorn stumpf zugerundet 
und nicht nach vorn gebogen. Die Nervation ist nicht zu erkennen, ebensowenig die 
5on. Die zahlreichen, runden Quarzkörner haben sie undeutlich gemacht. 



KONGL. .SV. VET. AKADEMIEN. HANDLINGAK. BAND. 12. Nro 6. 91 % 

3. Sequoia ambigua m. Taf. XXV. Fig 5 

Dieser tragt ziemlich dicke, sjdjLmig Ü äETTT ^ ^^ 
.ehr mit denen der Sc, Reichii, in S£tS S^Ä Lt^ffi 

die Form der Schuppen nicht dÄShSL 'Ä^S SLVt T 
nähert sie viel mehr der S. ambigua als der S R TI T * ™ " nc Grosse der Z *P fe » 
Länge von 15 (hei selber Breite),^ tdt vor f^9 2un ^ ^ ^ * -M 

7,„fr tS Tt S ° mit , d!e d , iCken ' sichelförmi S gekrümmten Blatter und die Welken 
Zapfen, welche m.ch veranlassen diesen Zweig m S. ambigua zu bringen, dL ist £ 
Bestimmung nicht völlig gesichert. ° 

Bei einem grossen Sandsteinknauer, der im Innern die Gleichenia Zippei enthält 
sind aussen undeuthehe und grossentheils abgeschliffene Zweige einer Seouoni mit 2 
krümmten Blättern, die wohl zur vorliegenden Art W W„„. .1 ■ I °fl u01a "" g«" 
als bei S. ambigua. regenden Art gehören; sie sind auch etwas länger, 

4. Sequoia riqida m. Taf. XXV. Fio-. 6. 

. Ei " lan S«f Z ^S. «essen Blätter aber theilweise zerstört sind, liegt in einem Sand- 
»teinknollen. Die B bitter stehen sehr dicht beisammen und decken den Zweig. Sie snd 
nach vorn zu allmälig verschmälert und gerade, schief nach vorn gerichtet 

S R^Tk 6 Vf dU u- Ch die geradeni " icht «eiförmig gekrümmten Blätter von 
f ' Chen c b f 0hl ™ d b - amb 'g« a "°d stimmt in dieser Beziehung zn S. rigida doch 

Sht Lha f "d ?T "^ ^"^ WodBwh te ^ ei " e ^a S Inder 
nacht erhalt und die Bestimmung etwas zweifelhaft macht. 



Anhang. Insekten der Komeschichten. 

Unter den so zahlreichen Pflanzenabdrücken fand ich nur^zwei Insektenreste welche 
zwei Küsselkaefer-Arten angehören. 

1. Archiorhynchus angusticollis m. Taf. XVII. Fig. 15. viermal vergrößert. 

A. rostro brevi, pronoto parvulo, antrorsuin angustato; elytris pl'anis, valde dila- 
tatis, laevigatis. 

Korne. 
Ein ausgezeichnetes und ziemlich wohl erhaltenes Thierchen das sich durch hell- 
braune Farbe von dem schwarzen Gestein abhebt. Ob diese Farbe dein Thiere ur- 



92 



OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 



qrtngh h angehörte ist freilich zweifelhaft, indessen doch wahrscheinlich, dass es hell, 
viel eicht roth oder gelb gefärbt war. Das ganze Thier hatte mit dem Rüssel 10 3 / 
Mill. Lange Die Küssellänge beträgt 1*/, Mill. Es ist der Rüssel auf eine Seite ge- 
bogen; er ist gerade, überall ziemlich gleich dick; am Grund deutet ein dunklerer Fleck 
das Auge an Von der Rüsselspitze läuft eine Rinne gegen das Auge. Der Vorder- 
rucken ist sehr .chmal seine grösste Breite beträgt nur 2 1 /, Mill., bei einer Länge von 
2 I -Mi 11. Er ist am Grund z U gerundet, nach vorn allmälig verschmälert; oben ist er 
schwach gewölbt und ganz glatt. Die Flügeldecken sind ganz flach und auffallend breit; 
es ha jede am Grund eine Breite von 2 1 /, (beide zusammen also 4 1 /,) Mill erweitert 
■sich dann bis zur Mitte, auf 37, Mill., verschmälert sich aber von da aus schnell zur 
Spitze; sie hat eine Länge von 67, Mill. Die Flügeldecken sind ganz glatt, ohne Punkte 
und Streifen; von der linken ist nur die Basis erhalten, der untere Theil nur im Ab- 
druck angedeutet; auch von der rechten fehlt der untere innere Rand 

■ Gehört ohne Zweifel zu den Rhynchophoren, doch weiss ich die Art keiner le- 
oenden Gattung einzureihen. Wahrscheinlich gehört sie in die Gruppe der Attelabiden 
bei welcher -Formen mit so schmalem Thorax und breiten Flygeldecken vorkommen.' 
Als auszeichnende Gattungmerkmale haben wir zu bezeichnen: den kurzen geraden 
Rüssel mit der zum Auge verlaufenden Rinne, den kleinen, nach vorn stark verschmä- 
lerten Vorderrucken und die breiten, flachen Flügeldecken. 

2. Curqdionites cretaceus m. Taf. XVII. F\'g. 14., dreimal vergrössert. 

C. clytris profunde striato-punetatis. 

Korne bei den Nadeln von Pinus Crameri. 

Es liegt mir nur ein Stück einer Flügeldecke vor, die nach der Skulptur zu ur- 
thciien einem Rüsselkaefer angehörte. Es war dieselbe ziemlich stark gewölbt und lässt 
7 Reihen tiefer Punkte erkennen (im Abdruck erscheinen sie als Wärzchen); die Flü- 
geldecke hatte aber wahrscheinlich 9 oder 10 solcher Punktreihen, und es' ist daher 
die innere Seite der Flügeldecke nicht ganz erhalten. Von Rande ausgehend sehen wir 
zunächst 4 Punktreihen, von denen die erste nur schwach ausgesprochen ist, während 
bei 2, 3 und 4 die Punkte tief und fast viereckig sind; der fünfte und sechste Streifen 
sind abgekürzt und verbunden, der 7:te wieder länger. Nehmen wir an, dass noch 3 
Streifen folgen sollten, die aber zerstört worden, so wurden wir eine Streifung erhalten, 
wie bei Bruchus (cf. meine Insektenfauna der Tertiärgebilde, Kaefer. Taf. VIII. Fig. 21).' 
Basis und Spitze der Flügeldecke sind abgebrochen. '". 



& 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAR. BAND. 12. N:0 6. 



9; 



Q 



Brittor Abschnitt. Pflanzen der obern Kreide Grönlands. 



CRYPTOGAMAE. 

I. Ordn. PILICES. 

1 Farn. POLYPODUCfiAB. 

1. Asplenium Foenteri Heb. et Ett. Taf. XXVI. Fig. 1. vergrößert Fig 1 I, 

A. pmn.s lmeari-lanceolatis, pinnatifidis vel pinnati-partitis, laciniis obliquis, oblon- 
ge .p.e. spars.m dentat,,; nervo medio stricto, ncrvis secundariis arrectl, stri t 
(lichotomis. ' s,liCL,fe ' 

Taf. II DE F Tg Y ™ d 7 E ^ D * GSHAÜSEN die Acrobl 7en des Kreidegebirges von Aachen. S. 13. 
Unter Atanekerdluk 
Es wurden nur ein paar Fiederstücke gefunden. Fig. 1. stimmt mit der von 
Debet und Ettingshausen gegebenen Abbildung und Beschreibung überein und zwar 
mit der Form mit nedertheiligen Fiedern, deren Lappen vorn gezahnt sind (cf. Taf II 

S A L;wn B r ); Q anderSGitS ähl r k Sie abGr aUCh SGhr dem Asplenium subcretaceum 
Saporta (Flore de Sezanne p. 315), um so mehr da hier die Fiederlappen in derselben 

Weise gezahnt sind. Es hat schon Graf Saporta auf die grosse Verwandtschaft dieser 
Art mit A. Foersten aufmerksam gemacht und es kann in der That erst ein reicheres 
Material entscheiden ob sie wirklich verschieden sei. Saporta vergleicht seine Art von 
Sezanne mit dem A. flaccidum Foerst. von Neuseeland, während Debet und Ettings 
hausen die Art von Aachen mit dem Asplenium adiantum nigrum zunächst verwandt 
aalten. Ich muss diesen beistimmen; sie gehört in dieselbe Gruppe mit A. Dicksonia- 
num und A. Johnstrupi, unterscheidet sich aber von diesen durch die vorn «mahnten 
olattlappen. ö 

Ol ^ J leder Fig * lm ist fiederthei %> die La PPen sind aufgerichtet, von Unten nach 
Vöen an Grösse abnehmend; in der untern Partie ganzrandig, vorn aber mit einzelnen 
ziemlich scharfen Zähnen versehen. Die Seitennerven sind gabiig getheilt und es läuft 
sin Gabelast in jeden Zahn. — Kleiner Jst Fig. 1. c. mit etwas weniger steil aufaerich- 
«ten Lappen. ft 

2. Asplenium Nordströmi m. Taf. XXVI. Fig 6 a 

a. pmms eJongato-lanceolatis, pinnatis; pinnulis liberis, integerrimis, ovatis, basi 
•otundatis, apice acutiusculis, nervis secundariis furcatis. 



94 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

Unter Atanekerdluk, mit Asplenium Foersteri und Resten von Andromeda und 

Pappelblättern. 

.Es fehlen zwar die Sori, doch steht die Art dem A. Boyeanum, auf dessen Fieder- 
ehen solche Fruchthäufchen erhalten sind, so nahe, dass sie zur derselben Gattung <re- 
bracht werden muss. Sie unterscheidet sich von A. Boyeanum vorzüglich durch die 
vom etwas zugespitzten Fiederchcn. Dasselbe Merkmal unterscheidet sie auch von der 
Pecopteris Pfaffiana, wie ferner die Verbreiterung der Fiederchen unterhalb der Mitte. 

Ist auch sehr ähnlich der Raphaelia neuropteroides Deb. und Ett. aus der obern 
Kreide von Aachen (die urweltlichen Aerobryen von Aachen p. 40), namentlich mit 
Taf. V. Fig. 18. Nach der Beschreibung ist aber der Mittelnerv, der Fiederchen hin- 
und hergebogen und die Nervation Neuropteris-artig, auch sind die Fiederchen am 
Grund mehr herzförmig ausgerandet. Indessen rechnen Debey und Ettingshausen zu 
derselben Art Stücke mit am Grund in der ganzen Breite angewachsenen und selbst 
unter sich verbundenen Fiederchen. 

Es hat unser Farn eine dünne Spindel, an welcher die freien Fiederchen befestigt 
sind. Diese sind am Grund fast etwas herzförmig und stumpf zugerundet. Sie haben 
die grösste Breite unterhalb der Mitte und sind nach vorn verschmälert und ziemlich 
spitzig. Sie sind zwar sehr stark zusammengedrückt und nur im Abdruck erhalten, 
doch erkennt man einen Mittelnerv, der ziemlich gerade verläuft und bis zur Fieder- 
spitze reicht. Die Secundarnerven sind grossentheils verwischt, doch sieht man, dass 
sie gabiig getheilt sind. 

Das abgebildete Stück ist offenbar aus der Wedelspitze, daher die Fiederchen nach 
vorn an Grösse schnell abnehmen. Das erste Fiederchen hat 75 Mill. Länge, bei 7 Mill. 
Breite, das zweite 11 Mill. Länge und 6 Mill. Breite, dass dritte' 10 Mill. Länge und 
57 2 Mill. Breite. 

3. Pecopteris striata Sternb. Taf. XXVI. Fig. 3. vergrössert Fig. 3. b. 

P. fronde bipinnata, pinnis sessilibus oppositis, angulo acuto egredientibus, linea- 
ribus, pinnatisectis; pinnulis oblongis, apice rotundatis, obtusis, integerrimis, contiguis, 
nervulis furcatis, rachi primaria longitudinaliter striata. 

Sternb. Flora der Vorw. IL S. 155. Taf. XXXVII. 3. 4. 

Schimper Paleont. veget. I. p. 537. 

ünter-Atanekerdluk ; neben dem Taf. XXVI. Fig. 3. abgebildeten Wedel liegt ein 
Blatt von Popul. Berggreni. 

Ist sehr ähnlich der Gleichenia Giesekiana (Flora aretica I. p. 78) aber die Fiedern 
sind gegenständig; sie entspringen nicht in rechtem, sondern halbrechten Winkel, sind 
daher aufgerichtet, und ebenso sind auch die Fiederchen nach vorn gerichtet, und ihr 
Mittelnerv bildet mit der Spindel, einen etwas spitzigen Winkel; ferner ist ein grund- 
ständiges Fiederchen theilweise an der Hauptspindel befestigt. 

Die gemeinsame Blattspindel ist von zwei deutlichen Längstreifen durchzogen, 
ebenso die Spindel der Fiedern. _ Diese Fiedern sind gegenständig, lang und ziemlich 
parallelseitig. Das unterste Fiederchen ist an der Stelle befestigt wo die seeundare 
Spindel von der primären sich trennt und theilweise an dieser angeheftet. Die Ficder- 



KONOL. SV. VET. AKADEMtENS HA NDM GAK. BAND. .2. N:o6 . 95 

chen stehen dicht beisammen, so dass sieh !fc™ o v, , , 

his auf den Grund getrennt, langlS und vorn i f """' b< ^ W Sie sind fc < 
.Mittelnerv gehen jederseits 5-7 Se und Lrven P «««»»** Von dem .arten 

theilt (cf. Fig. 8. b. ein ßlattstuck vergrö"^ ' "" de " en jeder M ' ch ! " ei » fi G «'-> 

Zwei weitere Stücke von Unter-Atin^r-rH i *• 

ST ERN n EEG giebt seine Art m tÜf^lST, ""' *"" oW «» ß ^°- 
aber auch in Niedersehonau in Sachsen „Zebcn waf d ^T^ **> ^ ™ ä 
gang als P. striata beschrieben hat, ist dTe P arct'ica * W8 "° ^^ V ° n St ' W °' f - 

4. Pearls aretica H,, S. 40. Taf. XXVI. Fig. 4. vergrößert 4. b 
Heer Flora foss. aretica I. p. 30. Taf. I. 1.3. XLIII 5 
P. striata ünoee Sitzungsberichte der Wiener Akad. 1867 Taf II Fi , 

W ohi s^z n r tr 'jsrr r ■ von ^^ä«.-« 

.-inauf ünt 22.T ^^STÄ tm^l ^ T^ f^> * ^ * »" 
Wappen und reicht bis zu seiner sl !, T ?" Seht *'" Secunda ™erv nach jedem 

>. Pecopteris Pfaffiana m. Taf. XXVI. Fig 5 

-i, LÄSS'Ä" liberis ' ;tentibU8 ' inte ™> ovalib -- <*- «*- 

Unter-Atanekerdluk. 

. tJt^wZiTt:? ml s 1v chön , erhait r n FiedBrehen - «- -— 

Aeint, nur an de StelVw / u P \ ' ^ "" G ™ nd z "g e ™"<äet und, wie es 
* keinem Blattstiel vi h £ 1 ^T ""^ " die Spi " del befesti ^ indes *» 

«ite von 5 Ml Dies? 6 "^- , v^ 6 " ^'W 6 ™ 9-10 Millim?, bei einer 
nem deutlt) l f ^ lederchen !St ™ ra ««"« «umpf zugerundet; es ist von 

- Blat sp S*^ MittelnerV durehz °g-' weIch - gerade verlauft und 2 
^ bJS in et Zbl hn :h e eilt Prlngen ^^ ^ ^ **-"'»■ ™ *- 

e -rolr! n F Ch l ^ PeCOp , teris «.vperborca (Flora aretica p. 81) von Korne, aber durch 
D rosscrn F.ederchen und gabiig getheilten Seitennerven leicht zu unterscheiden. 

Pecopteris denticulata m. Taf. XXVI. Fig. 7. vergrößert 7. b. 

ie serr,Z niS ^ P innati P artitis > P™«"* oblongo-laneeolatis, apice acuminatis, mar- 
serruiatis, nervis seeundariis furcatis.. 



96 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

Pecoptcris serrulata clira. 

Unter-Atanekerdluk, nur eia paar Fiederstücke. 

Die Fieder muss eine Breite von etwa drei Centira. gehabt haben. Von der mit 
einer tiefen Längsfurche versehenen Spindel gehen die etwas nach vorn geneigten Fieder- 
ehen aus. Es sind diese am Grunde verbunden, doch ist nicht sicher zu ermitteln wie- 
weit hinaus diese seitliche Verwachsung reicht. Die freie Partie des Fiederchens (oder 
der Lappen der Fieder) ist nach vorn verschmälert und zugespitzt; am Rande mit sehr 
kleinen, aber scharfen, deutlichen Zähnen besetzt. Nach jedem Fiederchen läuft ein 
zarter Nerv, der bis zu seiner Spitze reicht und gabiig getheilte Seitennerven aussendet. 
— Bei Fig. 7. c. haben wir nur einen Fetzen einer Fieder, der aber schärfere und 
grössere Zähne besitzt. 

7. Pecopteris argutula in. Taf. XXVI. Fig. 8. vergrössert Fig. 8. b. 

P. pinnis pinnatipartitis, pinnulis lanceolatis, apice acuminatis, margirre argute 
serratis, nervis seeundariis furcatis. 
Unter-Atanekerdluk. 

Sehr ähnlich der P. denticulata, aber mit viel kleinern und tiefer gezahnten 
Fiederchen. Die Fiederchen stehen dicht beisammen und sind am Grund verwachsen. 
Sie haben einen schwachen, in spitzem Winkel auslaufenden Mittelnerv, von dem Seiten- 
nerven ausgehen, die sich in eine Gabel theilen. Nach jedem Zahn läuft eine solche 
Gabel. Die Zähne' sind scharf und relativ gross und beginnen schon am Grund des 
Fiederchens. 

8. Pecopteris bohemica Corda. Taf. XXVI. Fig. 17. a. , 

P. pinnis anguste lanceolatis, pinnatis, pinnulis lineari-laftceolatis, acutis, integer- 
rimis, obliquis, nervis primariis tenuibus, excurrentibus, nervis seeundariis obsoletis. 

Corda in Reuss Versteinerungen der boehmisch Kreideformation p. 95. Taf. XLIX. 

Fig. 1. _ 

Schimper Paleont. veget. I. 537. 

Nur eine Blattfieder von Unter-Atanekerdluk, neben Blättern der Populus Berg- 
greni und einem Zweig der Sequoia subulata. 

Es ist nur eine Fieder eines sehr wahrscheinlich doppelt gefiederten Blattes er- 
halten. Sie hat ganz die Form der P. bohemica Corda, welche aus dem untern Quader 
von Misseno in Boehmen und von Niederschöna in Sachsen bekannt ist, doch sind die 
Fiederchen bei derselben Länge bei dem Grönländer Farn etwas schmäler: sie haben 
eine Länge von 11 Mill. und am Grund eine Breite von 2 1 /, Mill., während beim Farn 
aus Boehmen sie am Grund 3 Mill. breit sind. Die Fiederchen sind aber ebenfalls frei 
und mit der ganzen Blattbreite an die Spindel befestigt. Sie laufen von dieser in halb- 
rechtem Winkel aus; ihre Seiten sind ein Stück weit parallel, dann verschmälert sich 
das Fiederchen und spitzt sich zu. Gegen die Fiederspitze zu werden die Fiederchen 
allmählig kürzer. Es ist an denselben nur der Mittelnerv zu erkennen und auch dieser 
ist sehr zart und nur bei guter Beleuchtung bis zur Fiederchenspitze zu verfolgen. 



kon-gi, sv. veT. in», au««,» ,„ iN „ l2 . K;0 6 97 

.■od, st2 e tlTLlZüV£ c £en Z^Z^Z^fT"- aus de,n Wealden = 

vatur tritt viel deutlicher hervor. Es »hfln .k - S u l & belsamme « und die Ner- 
Gattung Matonidium, wofür ein freilich Ihr „nt» ™ v " n* Pe °° pt - bohemica ™' 
kann, den ich auf Taf. XXVI. Fig 17 d t eb f ,e w f'' F, "' nrCSt aD « eftl ' rt —den 

zwei Reihen Sori, die an dem Mitt einerv h \ u" Matonidi <™ ^ben wir hier 

der Mitte eine kleine Vertiefun! " s n fh"' "r "? ^ Matonidi ™ «*ben wir in 
teris, nicht länglich, wie bei M^n d u ^ D el ßa dl " ^'l™"' 1 ' * M U ^' " 
wischt, und so bleibt es zweifelhaft oh ,iJ. ' f L $ Bruchstf "*es ist leider ver- 
gehöre oder nicht. iWeltelhaft > ob d "»<" f".ctifiz,rende Blattrest zur P. bohemica 

9. Pecopteris kudliseiensis in. Taf. XXVI Fi» 18 

verwachsenen Fiederoh f >n vorigen Art durch die unten 



-he 2' Ita^^^Jr ---^setzte n Biattes; sie ist bis 

'«und verbunden! Die gasten \T b e^; B ° r ^3 ^ 3*T*«! ^ ™ 

17 Mil. Sie sind mrnliri 00 ; + : , ^ieiie von 6 MilJ., bei einer Länge von 

Sie sind in h abrecCm Äl" 717 *" "*??** w ™*»4« »" d *4nM 
^Pitze hin an Grö se a b so dt 1 r r"™ ^^ Uud Mh,ne < *B« die ««'-- 
Auf den Fiederche, ist ' r ? Vi! , DaCh V0 ™ SiC '' ziemKch rasch verschmälert, 

zum Theil verwtht. ' '*" ™ ^^ U " d aUch dieser «^ -rt und 

f" 

U. Farn. OLEICIIEMACEAE. 

10. Gleichend Zippei p. 44. Taf. XXVI. Fig. 10—13. 
Unter-Atanekerdluk. 

weit £eZl e nZ aT 7\ ""^ Kede "* Q * e gefunden, doch stimmen dieselben, so 
dargestellte mjt den F j o U " torn KreideGröala « d « «berein; so das Fig ,0 

einzelne Fedhenurtl 'I' ™ ^"V* * *** °" Bei ^ » und " •»»* 

deren Fiedc ch ffil C "T f " " t? F ' g ' ^ " ' ,aben "** dus E,,d< -' eiaCT Fi ^-'. 
ricoe.chen mit zwei Reihen von Fruchthäufchen versehen sind. 

von einer £1 T^ f^ f ^ Spinde ' Fi * 15 ] '° hrt S ^"' -ahrscheinlieh 
nei Weichema her, doch ist die Art nicht zu bestimmen. 

"' ^wT" ° miUa HE - Taf ' XXVL Fig - U - fünf,nal »"W«-ert Fig. 14. b 
'Pice acutiV „ b '. pinDalis ' P innis linearibus, pinnatisectis, pinnnlis liberis, brevissimis, 
aeufs, nervis secundaria inferioribus furcatis, superioribus simplieibüs. 



K- V«. AkA.I. Ii.au.n. Rand. 12. X:o ( 



98 OSWALD HEER. 



DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 



Heer Beiträge zur Kreidenora, Schweizer Denkschriften XXIV. S 5 Taf I Fi* 2 
Unter-Atanekerdluk. iai. i. ng. ;. 

An einer relativ ziemlich starken Spindel stehen mehrere, alternierende Fiedern 
bie haben nur emo Breite von 3 Miliin, Die alternierenden Fiederchen sind b f 

den Grund getrennt und mit der ganzen Breitseite an die Spindel befestigt. Sie sind 
kurz sehr stark nach vorn gerichtet und in eine scharfe Spitze auslaufend! Der untere 
Rand bildet eine sehr starke Bogenlinie, während der obere in fast gerader Linie zur 
Buc läuft Die meistenSecundarnerven sind einfach, die untersteh indessen T e 
Gabel geheilt. Stimmt in der Form und Grösse der Fiederchen ganz mit dem Farn 
von Quedlinburg überein, bei diesem sind aber die Nerven ganz verwischt. 

12. Gleichenia gracilis Hr. S. 52. Taf. XXVI. Fig. 13. b. c. d. 

Unter-Atanekerdluk mit Sequoia subulata. 
Aus der obern Kreide liegen mir nur kleinere Fiederstücke vor. Bei Fi« 13 c 
waren wohl mehrere Fiedern an einer gemeinsamen Spindel befestigt. Diese Fiedern 
sind klein; sie haben eine Länge von 15-20 Mill., bei einer Breite von 4-6 Mill Sie 
sind in scharfe Lappen geschnitten, diese sind sichelförmig nach vorn gebogen, und vorn 
zugespitzt. Die Nervatur ist völlig verwischt. ' 

III. Farn. OSJHUNDACm 

13. Osmunda Öbergiana m. Taf. XXVI. Fig. 9, restaurirt Fig. *9. 1, Taf. XXXII 

Fig. 7. a. 

0. pinnulis integerrimis, oblongis, sessilibus, nervo medio stricto, nervis secun- ' 
darns numerosis, furcatis. 

Unter-Atanekerdluk. 
Es sind nur ein paar einzelne lose Fiederchen und das Endstück einer Fieder uns 
zugekommen. Ist sehr ähnlich der 0. petiolata und muss derselben Gattung zueehören, 
Die Fiederchen waren aber nicht gestielt. 

Das Taf. XXXII. Fig. 7. a. abgebildete Fiederchen hat eine Breite von 9 Mill. 
und war wahrscheinlich 3 Centim. lang, während das zweite Fiederchen (Taf. XXVL 
I H ig. 9) nur eine Breite von 6 Mill. und eine Länge von 17 Mill. hat. Ohne Zweifel 
waren zahlreiche Fiederchen an einer gemeinsamen Spindel befestigt und müssen so 
«ehr ansehnliche Blätter gebildet haben. Ob sie mit der ganzen Breite oder nur in 
der Mitte an der Spindel befestigt waren, ist nicht sicher zu ermitteln, letzteres in- 
dessen wahrscheinlich, einmal weil das Taf. XXVL Fig. 9. abgebildete Blättchen am 
brund zugerundet ist und zweitens auch die lose vorkommenden Fiederchen dafür 
spricht. An der Spitze der Fieder scheinen indessen die Fiederchen mit der ganzen 
Breite angeheftet zu sein (Fig. 9. c). Die Fiederchen sind hier dicht zusammengedrängt. 
Bei Fig. 9. d. haben wir wahrscheinlich die Früchte dieses Farn. An einer veraestelten 
Spindel sitzen kugelrunde Körperchen (Sporangien), die freilich sehr stark zerdrückt sind, 
von der ohne Zweifel langen veraestelten Spindel ist nur ein kleiner Rest erhalten, 
indem der Stein dort zerbrochen ist, 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAR. BAND. 12. N:0 6. 99 

GYMNOSPERMAE. 

I. Ordn. CYCADACEAE. 
I. Farn. CYCAD£AE. 

14. Cycadites Dicksoni in. Taf. XXVIII. Fig. 7. XXVII. 9. c. 

C. foliis pinnatis, pinnulis linearibus, apice obtusiusculis, approximatis, uninerviis, 
nervo subtili, excurrente. 

Unter- Atanekerdluk selten. 

Fig. 7. stellt wahrscheinlich die äussere Partie des Blattes dar, da wo es sich 
gegen die Spitze verschmälert, da die obersten Blattfiedern kürzer sind. Es sind diese 
Blattfiedern mit ihrer ganzen Breite an die ziemlich dünne Spindel befestigt (cf. ein 
Stück vergrößert Fig. 7. b.) und nicht herablaufend. Ihre Breite beträgt da 3 Millim., 
und sie behalten diese fast bis nach vorn bei, die Seiten verlaufen daher parallel, vorn 
sind sie stumpflich; die Mittelrippe tritt zwar nur schwach hervor, ist aber bis zur 
Spitze zu verfolgen. Die Fiedern stehen so dicht beisammen, dass sie sich an den Rän- 
dern berühren und nur vorn etwas aus einander treten. Sie haben eine Länge von 4 
Centini. und sind etwas nach vorn gerichtet. 

Es weicht diese Art von den wenigen aus der Kreide bekannten Cycadites-Arten 
bedeutend ab. Am nächsten scheint sie mit "dem . C. Morrisonianus Dunk. aus dem 
Wealden verwandt, doch sind die Fiedern dichter beisammen, stehen nicht wagrecht 
von der Spindel ab und besitzen eine viel zartere Mittclrippe. Von der C. Heerii Schenk 
aus dem Tirgon Maehrens ist sie auch durch die Form der Fiedern verschieden. 

15. Otozamites (?) grönlandicus in. Taf. XXVI. Fig. 2. 

0. pinnis lineari-lanceolatis, leniter curvatis, 12 Mill. latis, nervis subtilissimis, 
dichotomis, numerosis. 

Atane, auf demselben Stein mit Thuites Pfaffii und Proteoides crassipes (auf der 
Rückseite). 

Hat die Nervation von Otozamites und Glossozamites; da nur Eine Blattfieder er- 
halten und an dieser die Basis fehlt, welche darüber entscheiden könnte, welcher dieser 
beiden Gattungen die Art zuzutheilen ist, bleibt die Bestimmung zweifelhaft. Die Form 
der langen, nach vorn verschmälerten Fieder spricht aber für Otozamites, daher ich sie 
hier untergebracht habe. Die Fieder hatte eine Breite von wenigstens 12 Mill. und ist 
nach vorn allmählig verschmälert, wahrscheinlich war sie vorn zugespitzt, doch fehlt 
die Spitze, wie der Grund. Die Nerven sind sehr zart, stehen dicht beisammen und sind 
vielfach gabiig zertheilt; die seitlichen sind nach dem Rande zu gebogen. 

Otozamites ist bis jetzt nur aus der raetischen Formation und dem Jura be- 
sannt. 



100 OSWALD HEEH. DIE KREIDE-FLOKA DEB ARCTISCHEN ZONE 

II. Ordn. CONIFERAE. 

I. Farn. TAXIXKAE. 

16. Salisburea pviinordiaUs in. Taf. XXVII. Fig. 1 — 3. 

S. foliis reniformibus, indivisis, petiolo crasso, longo ornatis. 
Unter- Atanekerdluk. 

Unterscheidet sich von der lebenden, wie der tertiären Art durch den dicken 
Blattstiel und dass die Blattfläche nicht in denselben hinabgezogen ist.. Der Blattstiel 
hat eine Länge von 56 Mill. bei einer Breite von 2 1 /* Mill. Er ist fein gestreift. Es 
ist zwar nur die eine Hälfte der Blattfläche erhalten, doch lässt sich darnach das Blatt 
leicht vervollständigen. Es muss eine Breite von 5 Ccntim. und eine Länge von 28 
Mill. gehabt haben, war also fast doppelt so breit als lang. Am Grund ist es tief herz- 
förmig ausgerandet und die Blattfläche ist nicht in den Stiel hinablaufend. Der übrige 
Rand ist nicht eingeschnitten, das Blatt daher ganzrandig. Die Nerven sind zart und 
treten nur schwach hervor, doch sieht man, dass, wie bei der lebenden Art, zahlreiche 
Nerven von der Basis des Blattes ausgehen, welche sich strahlenförmig verbreiten und 
sich mehrmals gabelig theilen. 

Wenn schon die Form und -Nervatur des Blattes, in Verbinduno- mit dem langen 
Blattstiel, seine Bestimmung als Salisburea-Blatt sichert, so wird dieselbe noch durch 
die Früchte zur vollen Gewissheit erhoben. 

Wir haben bei Fig. 3. a. (von Unter-Atanekerdluk) den obern Theil des Frucht- 
stieles, welcher dort wie bei der lebenden Art sich verbreitert. Auf demselben sitzen 
zwei kurze Becherchen, von welchen das rechtsseitige einen Samen trägt, während das 
linksseitige keinen solchen zeigt, sei es dass er abgefallen ist, oder dass, was viel wahr- 
scheinlicher ist, dort keiner sich gebildet hat, wie diess auch bei der lebenden Art häufig 
der Fall ist. Auch bei dieser haben wir häufig am Ende des verdickten Fruchtstieles 
zwei kleine Becherchen, von denen nur Eines einen ausgebildeten Samen (Frucht) trägt, 
der andere aber einen verkümmerten. In diesem Fall steht der erstere schief nach 
Oben, während, wo beide Früchte sich entwickeln, sie fast wagrecht vom Stiel abstehen, 
weil sie nur so neben einander Platz haben. Da nun bei Fig. 3. a. der Same schief 
nach Oben steht, wird nur dieser sich entwickelt haben. Er ist eiförmig; die Spitze 
ist weggebrochen, wahrscheinlich hatte er eine Länge von 16 Mill.; die grösste Breite 
beträgt 10 Mill. Die Aussenfläche ist von Längsrunzeln durchzogen, welche ohne Zweifel 
von der eingeschrumpften weichern Partie herrühren. Den nussartigen freien Samen 
haben wir bei Fig. 2. Er hat eine glatte Schale, wie bei Sah andiantifolia und ist 
eiförmig. 

II. Farn. MJPftESSlNKAK. 

17. Tfiuites Pfaffii m. Taf. XXXI. Fig. 8. b. c, vergrössert Fig. 8. d. 8. e. 

Th. foliis oppositis, lateralibus falcatis, acuminatis, uninerviis, facialibus ovalibus, 
dorso planis. 



KONOL. SV. VET. AKADEMIEN« MANDUNGAU. RAN,,. 12. N:ü 6 . 10 j 

_ Atane neben einem Blatatück von Proteoides crassipes. 

lis sind nur kleine Bruchstücke der Zweiee erhaltpn ,„„i„i • „ 

mung nicht zulassen. Es sind die Zwei« T dicht 2ft* iT - . """ Be8tim - 

Blattern bedeckt; die seitlichen sind J«^ „Kmt; Ä^ "^f ? 

durchzogen; die „itt.ern sind oval, oben ^^^1^^^^ 

III. Fam. TAXOIMKAE. 

18. mddringtonites subtüü m. Tat. XXVIII. Fig. 1. vergrößert 1 b 

Ünter-Atanekerdluk. 

».edr^ * **» - ^^ 

venvanaseh^cl,, Beziehung stehe, ist sei, zwelftl^; l^Ja 
». alternmrenden, an die Zweige angedrückte. Blatten, die noch kein e b oTJZZ 
Gattung zugetheilt werden können, in die Sammelgruppe Widdringtonites bringen^ " 

h die vorhegende Art dahin. Lesquereux hat ein sehr ähnliches Nadeil olfm 
fene„, .arten Zweigen von Nebraska, Glyptostrobus gracillimus genannt (cf. on so n 
Cretaceous fossil Plant, from Nebraska S. 92). Bei dieser Art fehlen abe die si h 1 - 
förmig gekrümmten Blätter. 

Es sind mir mehrere Zweige zugekommen; sie sind stark veraestelt, die Aeste 
nahe beisammen stehend und aufgerichtet, ungemein zart. Die untersten Blatter der 
Aeste sind sichelförmig gekrümmt und vorn zugespitzt, dicht beisammen stehend, die 
Höher am Zweig stehenden sind gerade, aufgerichtet oder nur wenig vom Zweig ab- 
gehend, auswärts zugespitzt, mit einem schwachen Mittelnerv. 

Bei manchen Stücken sind die Zweige dichter beisammen stehend und die untern 
>tark verengert (Fig. 1. c .). Sie sind sehr stark zusammengedrückt und die Blätter 
undeutlich, wodurch die Pflanze ein anderes Aussehen erhält. Ich habe sie anfangs für 
eine lnchomanes gehalten, bis eine genaue Untersuchung mich überzeugte, dass es die 
stark zusammengedrückten Zweige des W. subtilis sind, an welchen man mit der Lupe 
<lie angedrückten kleinen Blätter sieht. 

19. Sequoia Reichenbachi S. 77. Taf. XXVIII. Fig. 2. XXXIV. Fig. 1. 

Ist mir nur in wenigen Zweigresten von Atanekerdluk zugekommen, und zwar 
<md es dünne äussere Zweige, die mit stark sichelförmigen Blättern besetzt sind, welche 
jussen in eine feine Spitze auslaufen. Bei Fig. 2. b. liegt der aufgesprungene Zapfen, 
e bchu PPen sind ganz verkohlt und in ihrer Form schwer zu bestimmen, doch sieht 
»an, dass sie vorn schildförmig verbreitert waren. Auch der Zapfen Taf. XXXIV. 1. b. 
st ganz zerdrückt und die Schuppen verkohlt, scheinen aber in ihrer Grösse zu denen 
er S. Reichenbachi zu stimmen. Daneben liegt ein verzweigter Ast mit stark sichel- 
onnig gekrümmten Blättern. Dass die Blätter mit einem Mittelnerv versehen zei«t 
'ig. 2. a. ° 



r 

102 OSWALD B«, DIE nBDMMlu DEK abctiscben ^ 

20. Sequoia Hgida in. S. 80. Taf. XXVII Fio- s „ q , , 

Ist häufig in Ünter-Atanekerdluk doch 8 M •„, JN*' £ " l1 ' 12 ' a ' 13 ' u - 
den Fig. ,0. 11. „„d 12. .eigen un6 di e ste i^ „ Ws 17 Z *?***** -halten wor- 
an C Basis Einon MiU .» , 51 ;S \,Tv 01 ; : £r d f ei abor süoh 

inahhg sich zuspitzen, daher «ehr wahr«c)„.;ni; i • , nach vorn z " all- 

ganz gerade, nie sichelförmig g Ir n t , r ' T T*?** ^ lu * tm > si " "''<' 
tiefen Mittelnerv versehen. Bei f" T u'L B1 " Ast "^laufend nnd mit einem 

Zapfen 9. b., der wohl sicher zur vo fie~ti en L"\ 'V'''' 6 '" ^"^ 9 " a - ei ™> 
pen so in einen Kreisgestellt dasIieTen G, / l \ E ' S ^ * bolzi « e ^pfensehnp- 
hatte einen Durchmesser yonuZllff^^^ Zapfe " S daratel >^ Er 
etwa 8 Müh, die Breite oben 7-9M11 p, ,*" , '' : mZelnen Z «Pfenschnppe beträgt 
dünnen Stiel verschmälert, oben IbTin ^„Tsc.h ST Zapfenschu Ppen ! » ei ™> -mlid, 
ohne Zweifel rautenförmig war ^^^m/^'"?*"**' deSS ° n 0bel *'ehe wohl 
Grosse des Zapfens kommt ÄKtSKtS?" " ^ ^ ^ * 

Undeutlicher ist der Zapfenrest, der be Fi, « 7 f Sem P ervIre " s «herein. 
,, s - . , . . ' ' 61 bel J '«• 8 -" : - » eb en emem ZweigstC.ck liegt. 

-1. Sequoia fastigiata Sterne, sp. Taf. XXVII Fio- 5 6 

decurrentLT .W'iSS ?W ? ^T ^ folii * -bricatis, basi 
alatis, nucleo recto. aCUm,nat,s > »bfakatis; strobiiis globosis, minutis; seminibus 

Heee Beiträge zur Kreideflora I. p. n. Taf. XI. 10-13 

Oaulerpites fastigiatus Stebnbeeg Flora der Vorwelt IT <? 09 ti • 
Steenb. 1. c. I. Taf. 4.5. Fig. 1. Vorwelt II. S. 23. Huntes alienus 

Atane und Ünter-Atanekerdluk 
Zweige ZrSX^^LL TtS ^/^^ ^hon von Atane gefunden. 

Maehren bekannten Art ^ 7e ein dals^ iLe"/ ' "" f™ ^ ™" B ° ehme » «* 

rv j.. üerun ' üass lhl e ^usammeno-ehör o-keit nicht 7» WumV 1 • 

Uie dünnen spilanl-™ 7„„- • -i t , ö " wlJ ö KUU nicnt zu bezweifeln ist. 

an. Grund am Stengel he Ä "„" 1 ' ^f"" ^^ DieSe si " d klei '- 

laufend; sie sind thek Irade ^'l t V ° ra Ve f chmälert ^ «» eine Spitze aus- 
Zweigen liegt der kleine ,j «"«.«*«• sichelförmig gekrümmt. Nebenden 

Mffl."nnd ein Breite vT 14 IPT" 6 f^ A^ *» ^ ™» cirea » 
von 6-7 Mil] der zZf , ^ , , el " Zelne " Za P fens chuppen hatten eine Länge 
Der z LS ?! pfeM ? ,U , hatte höchstens *™° Durchmesser von 3 Hill. Fi. 5 * 
hesetzt Ch dU " ne Zapfen8t,eI i8t »> h -huppenförmig angedrückten Blattern 

mJ: Al S Grun a d bS i:f e d r e m> Z i: ig ' ^ ™ ü " to -^ekerdl«k.> hat etwas längere 
Steht zwar d V , Ze ™' dl ° hter 8tehen den Blättern besetzt, 

^tter en die starke Mitt" f ^ lV^ ^ ^ ^ kfl «™. «-"«» 

, starke M.ttelnppe fehlt, und die kleinern Zapfen zu unterscheiden 

qU W.T: ^ .^ XXVIL K * 3 - b - 7 - 8 - h - -- »■ - XXVIII. Fig. 8-6. 

»tibi subiflalrSel 8 ' r^T te 7 ibU ,!' &CCidiS ' C ° nfertiS ' f °' iis densis ' basi d — 
, »uüuiatis, rectis, strobiiis subglobosis. 



kosol. sv. vkt. m 4DD1Ms IIANDUNGAK . band |2 s;o6 iog 

Es ist diess dass häufigste Nadelholz im schwarzen S„l • c 

tst zwar sehr ahnlieh der S. rigida bildet 2 ,?* V °" At "^ke,xlluk. 
hat viel zartere, schmalere Blätter. Von S fasttint T T™™' SMatt ' c Zwei S e ■""* 
B'attcr die zartem Zweige und g^\%^ £%££ * **»>*»*» 

Es hegen meist zahlreiche Zweite beisamm.n unt " sche 'den. 
verbunden. Fig. 5. Taf. XXVIII. stellt den wT 7 F* * Selt °" Unter ei » a ^ 

Blättern besetzt. Sie haben nur 7 -, i i I g - ***'' 6 '' ist mit scl "' »finalen 

Mill., sie laufen in eine feine Spitze L , Z'l T ' elTeichen abe >' eine Länge von 12 
»eben Sic sind gerade, nicht ittfö rtt etan!^ ?~ *»? « MiJlnervver- 
^ück Fig, 4 . b. vergrößert), Taf. XXVII Fif TT \ T "^ die K * 4 " < ei " Art- 
Sie zeichnen sich alle durch ihre sehr dünne A.'h Ti- l0 ' "' ab 8 obi 'doten Zweige, 

schmalen und, wie es seheint, zien ih zarten !Z *"* f *** beiSa ' mM " stebc "^en 
Winkel abstehenden Blätter aus De \ lud ' .' ** ^ V ° m ^ "' ^Iwchtem 

Neben den Zweigen licen bei Trf XXV T r T^ «■" Wrwücht - 
Zapfen, welche sehr tvaluvsch i d ! ' SS ^ ? ' ^ U " d X ™ %• «■ b. die 
Länge von wenigstens 21 Mill „ ci Zf, S Tc Art gehören, Sie müssen eine 
fi»t kugelig. D fe Form der einzelnen S,h ^ "^ S ° habt h,lben > ™™ *>- 

-ht man °a„ s beiden Zapfe ^l^ , ""t *""""" ™ beat ™™> "och 
auffallender Länge war und nach oben •^W^«« d« Zapfenschuppen von 

X'XVII. 7. b. ist. wenigste, he l , '" Cht Stark 8ioh ^brcitei-te. Bei Taf 

»*>- Es hatteir;2Vnnr e ntZLtntSnL^ h^O, ~ 
seite ausgesehen hat, ist nicht zu ermitteln fre ' 1,ch Seme 0bel " 

Var. k foliülationbus. Taf. XXVIII. Fig. 1«. vergrößert 16 b 

'-ablaufend und mit SSCSL^ ^^fSV* T *"* «~ 

aber nur ein nn 9 ,. tu,-« v • , Bildet wohl eine besondere Art, da mir 

vor sie einlv „ " e f J*£* ™ ^^tanekerdlus) -gekommen siidziZ 

hui, uci o. suouJata zu vereinigen 

IV. Farn. ABIET1NEAE. 

**• Änu« ^ö& in. Taf. XXVII. Fig. 15 b " 

f0l,i SSn 2 ekSuI atiS ' ri?idiS ' P,UrinCTViiS - ^ ^ ^ «**■ 
aar Ä t' 6 '" 7? zahlreicben Querfurchen durchzogenen Zweige liegt ein Nadel 

Mi" tre * a t n iettt t e " M11L l ? 8 * SCheide 4bMden * ^BUttf td 

™esen sei» da sie e ■ w- f,"* 6 " Länge CThalten ' Sie müssen derb ^derartig 

™ g sner n dnro o r d f% K ^^ hinterlassen haben. Sie sind von 8 scharfen 
eiche Run" ,) n S i ^ Interstltlen sind querrunzelig (vergrössert Fig. 15 c ) 
ÄÄSS ' SSen Wahr8Cheinlicb - A1 % i^undvon'dem Zerspringend;!'- 

« durct'dHant S^^ der ] K j efern ,nit ^einadeligen Blättern und ist ausgezeich- 
>rcn die lange Scheide und die steifen, breiten Nadeln ohne Mittelnerv. 



104 OSWALD HEER. DIE KREIDE- FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

24. Pinus Quenstedti Hr. Taf. XXVIII. Fig. 13. 14. 

P. foliis quinis, longissimis, tenuissimis, uninerviis, longe vaginatis. 
Heer Beiträge zur Kreideflora I. p. 13. Taf. II. 5. 9. III. 

Unter- Atanekerdluk. 
Es .sind mir von dieser Stelle einzelne Nadelreste zugekommen, welche aber nicht 
in ihrer ganzen Länge erhalten sind. Bei Fig. 14. liegen 3 solcher Nadeln beisammen, 
diel bis l 1 /* Mill. Breite haben; sie sind flach und von einem Mittelnerv durchzogen. 
Sie stimmen, so weit sie erhalten sind, mit den Nadeln von Moletein überein, von welcher 
Stelle ich prachtvolle, mit den Nadeln besetzte Zweige, ferner die Zapfen und Samen 
beschrieben habe. Es steht die Art der P. pseudostrobus Lindl. und P. macrophylla 
Lindl., die auf den Gebirgen Mexicos leben, am nächsten. 

25. Pinus Staratschini m. Taf. XXXIV. Fisf. 1. c. , 

P. foliis solitariis (?), longissimis, 2 — 3 Mill. latis, deplanatis, uninerviis. 

Neben den "Zweigen und Zapfenresten der .Sequoia Rcichenbachi liegt auf einer 
Steinplatte von Unter-Atanekerdluk ein ziemlich dicker Ast, an welchem Blätter be- 
festigt waren, von denen aber nur Eines erhalten ist. Es ist steif, lederartm, linien- 
förmig; und hat eine Breite von 2 Mill. und eine Länge von 67 Mill. ohne dass .seine 
Spitze, die abgebrochen ist, vorliegt. — Bei einem Exemplar liegen drei Blätter neben 
einander, .sie haben eine Breite von 3 Mill. und eine starke, von % Linien eingeiasste 
Mittelrippe (Taf. XXVIII. Fig. L r ). ein Stück vergrössert 15. b.). Die 3 Nadeln liegen 
beisammen, als würden sie zu Einem Büschel gehören, doch spricht dagegen ihre Breite, 
welche für die Gruppe der drcinadligen Pinus sehr ungewöhnlich wäre. 

Aus Grönland sind mir nur die abgebildeten Stücke zugekommen, während vom 
Eisfiord von Spitzbergen aus der Kreide des Cap Staratschin mir mehrere Nadeln vor- 
liegen, die zwar noch etwas grösser sind als die Grönlander, sonst aber so wohl zu 
denselben stimmen, dass sie sehr wahrscheinlich derselben Art angehören. Sie sind 
wahrscheinlich in die Gruppe der Weisstannen zu bringen, doch ist mir in derselben 
keine lebende Art mit so langen Blättern bekannt. Sehr ähnlich ist P. hyperborea Hr 
(Flora foss. aretica I. p. 94) aus dem Miocen von Grönland; diese Art hat aber noch 
breitere Nadeln. 

Vielleicht gehört zu dieser Art die Taf. XXXIV. Fig. 2. abgebildete Zapfen- 
.schuppe. Sie hat eine Länge von 26 und eine Breite von 17 Mill., ist vorn stumpf 
zugerundet, fast glatt, nur mit undeutlichen, etwas wellig gebogenen Längsstreifen. 

i 
I 

MONOCOTYLEDONES. 

I 

I. Ordn. OLÜMACEAE. 
I. Farn. GBAHIKKAE. 

26. Arundo grönlandica m. Taf. XXVIII. Fig. 8 — 11. 

B. eulmis validis, 21—25 Mill. crassis, foliis 25 Mill. latis, apicem versus angu- 
•statis, multinerviis, nervis aequidistantibus, aequalibus, nervis interstitialibus nullis. 



KONGL. SV. VET. AKADEMIEN« HANDLINGAE. BAND.' 12. N:0 6. 10S 

ünter-Atanekerdluk. Kudliset. 
Bei Fig. 9. und 10. haben wir dicke RohratflpV» ■* • 
der keine Wurzelnarben «igt Die Internodifn s n 'i tt t """"^ ^f""™ K " 0t "'' 
ah Knoten erhielt ieh von Kudliset. VoT^nZ Soln^Z ^^ ^^ 

nur ein Fetzen erhalten (Fig. 11 ) der J T ? TT , ' V ° n Atan ekerdlnk ist 
25 Mill. und parallele Seitfn hatte wT t'T' **" da * Blatt ehle Breite ™ 
Die Blattfläche' ist von 1 Zl S Marken jSn - "" " V °" beträohtli <^ ^nge. 
nerve» aber fehlen. - Viel" c ter st 'T r Lan S snerven durchzogen. Zwischen- 
einen Stück 17, bei de™ z Sr 2 t;: ? 'hlf ir^T^ ***'> -"^beiden, 
oder Bestücke aus der Nahe der ^e Diese TltZ itj^n »"? 

& -)^i:t tt a rind d aw r :n o eS; p g i:::r ^ (he - fi °- -• h — « *■ 

Die Arundo Donax L. stellt die ahXhste Tlfende Ar '' J™ L ? n f™ durchzogen. 
Grönlands hohe mit grossen Blattern JS^Ä*^ *£"" * ^ 

W* -Striae lull l A «™ 8 ) d0 DlI taCe " S üT ^ ""^ " ^ 
vollständige Bruchstücke datdrie^lht^Jlft!-""^ 8 ^ 1 " ""- 
Ä ist Dasse,he 3 gi,t von detn Cuhnites ^ÜS^^glZZ 

II. Ordn. SPADICIFLOßAE. 

'27. Sparganium cretaceum m. Taf. XXVIII. Fi«: 12. 

fbrman S tib„! UCtibUS lanCe °' atiS ' ^ loD S e atte "° uatis '- «cuminatis, capitulum globosun,. 

7 • , ü ; At anekerdluk, » e ^n Resten von Seqnoia rigida und Gleichem« Zii.pei 

Zwei fretl.ch stark zerdrückte Fruchtstände liegen nahe beisammen und wVren 

»rsprung heb ohne Zweifel an derselben Spinde, befestigt Sie bestehen ans einer groln 

Fo™ ™ sa ™7"gedrangter Früchte, die aber so stark zerdrückt sind, dass ihre 

Wtl chT /" • mmen i S - " c" eiDZelnen Sieht maD indeSSe "' dass sie «*™i 

circa 9 i, ^ '" eme ^ *?*" a " slaufend sil ' d - Sie haben eine Länge von 

Ist ähnlich dem Sp. valdense, doch sind die Früchte schmäler und länger. 

III. Ordn. SCITAMIJHEAE. 

28. Zingiberites pukheüus m. Taf. XXVII. Fig. 12. b. 

^ Z. foliis integerrimis, nervig seeundariis e costa primaria valida angulo acuto 
-gredientibus, distantibus, nervis interstitialibus 5—7. 

K. Vol. Akwl. Hanrtl. B. i*. N :0 ß. j ^ 



106 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCIIEN ZONE. 

Unter- Atanekerdluk mit Sequoia rigida und Arundo groenlandica. 

Das Fig. 12. b. abgebildete Blattstück, das auch im Abdruck erhalten ist, stellt 
nur einen kleinen Theil des ganzen Blattes dar, das ohne Zweifel eine bedeutende 
Grösse besass. Der Rand ist nur auf eine kleine Strecke erhalten, doch sieht man, dass 
derselbe ganz war. Von der' ziemlich starken Mittelrippe entspringen die Seitennerven 
in spitzigem Winkel; sie stehen auffallend weit aus einander, so dass die Felder eine 
Breite von etwa 5 Mill. erhalten. Jedes ist von. 5— 7 feinern, parallelen Längsnerven 
durchzogen, die ziemlich stark hervortreten. 

Ist von den tertiären Arten (Z. multinervis, undulatus und borealis) durch die viel 
weiter aus einander stehenden Seitennerven verschieden. . 



DICOTYLEDONES. • 1 

A. APETALAE.' 
I. Ordn. ITEOIDEAE. 

I. Farn, SAUCINEAE. 

29. Populus Berggreni in. Taf. XXIX. Fig. 1 — 5. 

P. foliis ovatis, basi in petiolum longum decurrentibus, integerrimis, nervis secun- 
dariis subtilissimis, camptodromis. 

U. Atanekerdluk nicht selten. 

Das vollständigste Blatt ist Fig. 5. abgebildet. Es ist eiförmig, unterhalb der 
Mitte am breitesten und von dort allmählig gegen die Spitze sich verschmälernd; am 
Grund ist das Blatt nicht zugerundet, sondern in den Blattstiel verschmälert und etwas 
an demselben herablaufend. Der Rand ist ungezahnt. Der Mittelnerv ist ziemlich stark, 
dagegen die Seitennerven verwischt; 2 fast gegenständige entspringen nahe dem Blatt- 
grund. Grösser ist das Blatt Fig. 2. a., dessen 33 Mill. langer, dünner Blattstiel er- 
halten ist; die Seitennerven sind etwas' deutlicher erhalten und stark bogenförmig ge- 
krümmt. Fig. 3. und 4. sind wieder kleinere Blätter, aber von derselben Form und 
mit zarten, stark bogenläufigen Secundarnerven. Zu dieser Art gehört sehr wahrschein- 
Iick die Fig. 1. dargestellte PVucht. Es ist eine dreiklappige Kapsel, die in Form und 
Grösse mit derjenigen der P. mutabilis übereinstimmt. 

Ist sehr ähnlich der P. mutabilis ovalis; die Blätter haben dieselbe Form und 
Grösse, sind aber am Grund etwas in den Blattstiel hinabgezogen, was bei der miocenen 
Art nicht der Fall ist. Von der P. primaeva unterscheidet sie sich durch das eiförmige 
Blatt. Bei der P. primaeva fällt der grösste Blattdurchmesser auf die Mitte des Blattes, 
bei P. Berggreni ist er unterhalb der Mitte. 

30. Populus hgperborea m. Taf. XXIX. Fig. 6—9. XXVII. Fig. 8. d. XXX. 2. b. 

P. foliis ovatis vel breviter ovalibus, basi rotundatis, integerrimis, nervis secun- 
dariis ramosis, valde camptodromis. 



KONGL. SV. VET. AKADEMIEN« HANDLINGAR. BAND 12. N:0 6. 10 7 

U. Atanekerdluk. 
Das grosse Blatt Fig. 6. ist eiförmig, länger als breit, am Grund zugerundet nach 
vorn alhmlhlig versehmalert. Die etwas hin- und hergebogenen Seeundtn mm er 
laufen „, grossen Bogenlrmen Aueh Fig. 9. stellt ein großes Blatt dar; e is abe 
wenig langer als treu daher fast rund, am Grund ganAtumpf zugerundet ,,o aueh 
vorn „.cht ,n eine Spitze auslaufend. Von den. starken Mitte/nerv gehen schon 
dem Blattgrund Seitennerven aus. Es entspringen diese Seitennerven in halbrechtem 
W.nkel und sind stark veraestelt und in Bogen verbunden. Kleiner ist Fi. 8 a bei 
.lein die Secundarnerven mehr verwischt sind, wo«e«en sie hei H„„ tu- v , 
(Fi" 7 a und T a f YYVn v o j\ j , K0 o e o en sie bei den kleinen Blattchen 
(log. . a. und faf XXVII Fig. 8. d.) deutlich -hervortreten; sie laufen hier in starker, 
Bogenhmen gegen den Rand, wo sie sich verbinden. Bei Taf. XXX. Fi" 2 b habe 
wir einen Fetzen eines grossen Blattes. Die Seitennerven sind nach Papeln* hin- Ts 
hergebogen, veraestelt und durch zartere Nerven verbunden 

der m„n P^op. tLSSf. £ * ^ ** """f*! ^ "^ ** *** 
31. Populus stygia m. Taf. XXIX. Fig. 10. 

basilarfhn!°f -T datiS ' ^S 6 ™ 8 ' ^ervo primario valido, nervis secundarii.s ramosis, 
Dasiiaribus 5, mnmis margine approximatis. 

Unter-Atanekerdluk. 
Ist sehr ähnlich der P. Lancastrensis Lesquereüx foss. Plante of Nebraska n 93 
laf. V. 1., aber der Blattgrund ist nicht zum Stiel herablaufend und die Tertiärnerven 

sind nicht so stark entwickelt. 

Es ist nur der untere Tlieil des Blattes mit einem Theil des dünnen, langen Stieles 
erhalten. Das Blatt ist am Grund breit und seicht herzförmig ausgerundet, Der Mittel- 
nerv ist stark und gerade. Von demselben entspringen nahe am Grund fünf Nerven 
drei auf der linken, zwei auf der rechten Seite; der untere ist dem Rande sehr ff e- 
nanert die folgenden haben Tertiärnerven, die in ziemlich spitzigem Winkel auslaufen 

Da das Blatt ganzrandig ist und ziemlich steif lederig geweäen zu sein scheint 
gehört es ebenfalls in die Gruppe der Lederpappeln. Es scheint mir wahrscheinlich' 
aass das Blatt, das in einem losen Block bei Udsted auf der Insel Disco gefunden 
wurde und das ich in meiner Flora aretica (I. p. 99. Taf. L. 9.) mit einem Fragezeichen 

7 v j geZ ° gen habe ' ZU dieser P * st ^ ia ^ ehört ' und dass J e "er Findling daher 

der Kreide und nicht dem Tertiär zuzutheilen ist. 

II. Ordn. AMENTACEAE. 

I. Fam. MillCACEAE. 

32. Myrica thulensis m. Taf. XXXI. Fig. 1. 

M. foliis lanceolatis, dentatis, fructibus globosis, in spicam longain dispositis. 
Unter-Atanekerdluk. 

Ich habe die Art auf die Fig. 1. c. dargestellten Früchte gegründet, welche wohl' 
unzweifelhaft zu Myrica gehören. Es sind kugelrunde Nüsschen von 4 Mill. Durch- 



108 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

messer, welche an einer dünnen Spindel sitzen und eine lange Aehre gebildet haben 
müssen. Es stimmen dieselben sehr wohl überein mit den Früchten der M. vindobonensis 
Ett. sp. (cf. meine baltische Flora p. 32. Taf. VII. 5). 

Zu diesen Früchte.. :iehe das Fig. 1. abgebildete Blattstück, dessen Myrica-Natur 
indessen noch zweifelhaft ist. Es ist gegen den Grund verschmälert und hatte einen 
grob gezahnten Rand. Die zarten Secundarnerven entspringen in spitzem Winkel und 
reichen bis gegen den Rand. Schmäler ist das Fig. 1. b. abgebildete Blatt, es ist gegen 
den Grund verschmälert; die Zähne stehen weit aus einander, die weit aus einander 
stehenden Secundarnerven entspringen in spitzem Winkel. Diese Blätter ähneln am 
meisten denen der M. cretacea Hr von Quedlinburg, welche der miocenen M. banksiae- 
folia Uno. und der lebenden M. californica verwandt ist. 

33. Myrica Zenkeri Ettingsh. spec. Taf. XXXI. Fig. 2. 

M. foliis linearibus, coriaeeis, utrinque acuminatis, argute denticulatis. 

Dryandroides Zenkeri Ettingshausen Flora von Niederschöna p. 257. Taf. III. 
1—3. 11. 

Sali* fragiliformis Zenker Beiträge zur Naturgeschichte der Urwelt p. 22. 
Unter-Atanekerdluk. 

Es ist nur ein Blattfetzen erhalten, dessen Nervation überdiess verwischt ist, die 
feinen und doch scharf geschnittenen Zähne zeigen aber, bei ähnlicher Blattform, eine 
so grosse Uebereinstimmung mit denen der Myrica acuminata Ung., welche zur Mioccn- 
zeit von Mitteleuropa bis Grönland verbreitet war, dass derselben mit grossen' Wahr- 
scheinlichkeit zu Myrica gebracht werden darf. Er stimmt, so weit er erhalten ist, 
wohl überein mit den von Ettingshausen abgebildeten Blättern. Diese sind vorn 
in eine lange Spitze verschmälert und auch am Grund stark zusammengezogen. Sie 
lassen ausser dem Mittelnerv noch zarte, gebogene Secundarnerven erkennen. 

Das Blatt hatte eine Breite von 1 Cent., die Seiten sind parallel, der Rand mit 
ungemein feinen, aber scharfen Zähnen besetzt (Fig. 2. b. diese vergrössert). Sie sind 
nach oben gerichtet. 



IL Fam. MOKEAE. 

34. Ficus protogaea m. Taf. XXX. Fig. 1 — 8. XXIX. 2. b. 

F. foliis obovato-lanceolatis, basin versus attenuatis, integerrimis, nervo medio 
valido, stricto, nervis seeundariis numerosis, parallelis, subtilissimis, saepius omnino ob- 
soletis, reeeptaculis pyriformibus. 

Unter-Atanekerdluk ziemlich häutig. 

Aus Fig. 1. und 3. ersehen wir, dass das Blatt oberhalb seiner Mitte seine grösste 
Breite hatte und nach beiden Enden sich verschmälert, gegen den Blattgrund indessen 
stärker als gegen die Spitze, welche nicht erhalten ist. Das Blatt Fig. 1. muss wenig- 
stens eine Länge von 165 Mill. und eine grösste Breite von 52 Mill. gehabt haben. 
Etwas parallelseitiger sind die Blattstücke Fig. 2. a. und 4. a., die aber doch wohl der- 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDL1NGAU. BAND. 12. N:<) 6. 109 

selben Art angehören. Die Nervation ist bei den ineisten Blattstücken, die sehr stark 
zusammengedrückt sind, verwischt. Am besten erhalten ist sie bei Fig. 3. Von dem 
starken Mittelnerv gehen in ziemlich spitzem Winkel zahlreiche, dicht beisammen ste- 
hende Secundarnerven aus, welche aussen in Bogen sich verbinden. Die schmalen Felder 
sind von einem Netzwerk ausgefüllt, das fast ebenso stark hervortritt, wie die Seiten- 
nerven. Die Zellen sind in die Länge gezogen, fast parallelogrammisch und ziemlich 
von' gleicher Grösse. Fig. 3. b. vergrössert. 

Zu diesen Blättern gehören sehr wahrscheinlich die Fig. 5. (>. und 7. abgebildeten 
Fruchtbecher, welche so grosse Uebereinstimmung mit denen von Ficus zeigen, dass 
deren Bestimmung nicht zweifelhaft sein kann. Fig. 6. hat eine Länge von 28 Millim. 
und eine grösste Breite von 12 Mill. Der Stiel ist dick und erweitert sich allmählig zu 
einem birnförmigen, oben stumpf zugerundeten Körper, der stark zusammengedrückt ist. 
Dieselbe Form hat Fig. 7. doch ist dieser Fruchtbecher etwas grösser. Die körnige 
innere Partie ist durch eine deutliche Linie von der glatten äussern Rindenpartie ge-' 
trennt und die Körnchen rühren wohl von den Carpellen her, welche das Innere des 
Fruchtbechers erfüllen. Fig. 5. ist durch den dünnern Stiel ausgezeichnet, dessen 
verdickte Basis die Stelle bezeichnet^ wo Deckblätter befestigt waren. Auch ist dieser 
Fruchtbecher gegen den Grund weniger verschmälert und erhält dadurch eine etwas 
andere Form als Fig. 6f und 7. 

Das Blatt ist sehr ähnlich der F. Krausiana Hr, aus der obern Kreide von Mo- 
letein, und der F. primordialis Hr von Nebraska; bei der erstem fällt aber die grösste 
Blattbreite auf die Blattmitte und bei letzterer haben wir basale aufsteigende Seiten- 
nerven. 

Von tertiären Arten haben die Ficus Giebeli Hb, F. lanceolata Hr, F. Heerii 
Ettlngsh. und F. ducalis Hr ähnlich geformte Blätter. 

Das Auffinden der Fruchtbecher von Ficus in Grönland hat die Bestimmung dieser 
Blätter als Feigenblätter in sehr erfreulicher Weise bestätigt. 

In der feinern Nervation stimmen diese Blätter am meisten mit Ficus elastica, 
F. Benjaminea, F. strieta und Verwandten, welche zur Untergattung Urostigma gehören, 
doch kann keine dieser Arten als eine analoge oder gar homologe bezeichnet werden. 
Zwar haben auch alle diese Arten unzertheilte, ganzrandige Blätter, sie besitzen aber 
andere Blattumrisse und viel kleinere kuglichte Fruchtbecher. Immerhin stehen indische 
Ficus-Arten (Urostigma) unserer Kreide-Art am nächsten. 



III. Ordn. PßOTEINAE. 

I. Farn. LAUBINEAB. 

35. Sassafras aretica m. Taf. XXXI. Fig. 3. a. b. 

S. foliis trilobatis, basi sensim in petiolum attenuatis, triplinerviis, nervis latera- 
libus inferioribus in lobos excurrentibus, nervis seeundariis camptodromis. 
Unter- Atanekerdluk. 



Ht) OSWALD HEER. DIE' KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

Es sind mehrere Blattstücke auf uns gekommen, doch ist keines vollständig er- 
halten und die Form und Grösse der Lappen bleibt zweifelhaft. Wir sehen aus Fig. 
3. a. und b., dass das Blatt gegen den Grund allmählig verschmälert . war, wie diess 
bei der lebenden Art (S. officinarum N.) und bei den bis jetzt bekannten fossilen Species 
der Fall ist. Von dieser verschmälerten Partie des Blattes gehen die zwei starken seit- 
lichen Nerven in spitzem Winkel aus. Von denselben entspringen seitliche Nerven, die 
in starken Bogen verbunden sind. Von dem mittlem Nerv gehen weiter oben zwei 
gegenständige Nerven in spitzen Winkeln aus. Die Felder sind durch zarte, querlaufende 
Nervillen ausgefüllt, die sich zu weiten Maschen verbinden. 

Ist "sehr ähnlich der S. cretacea Newb. aus Nebraska, das Blatt ist aber am Grund 
weniger verschmälert und weniger weit hinabgezogen. Dasselbe Merkmal unterscheidet 
es auch von S. Mudjii Lksq. 



II. Farn. PROTEACEAE? 

36. Proteoides longus m. Taf. XXXI. Fig. 4. 5. XXIX. 8. b. 

Pr. foliis coriaceis, lineari-lanceolatis, basi apiceque acuminatis, integerrirnis, nervis 
secundariis obsoletis. * 

Unter-Atanekerdluk. Fig. 4. Atane. Kudliset in dem schwarzgrauen Sand- 
stein. Fig. 5. 

Ich habe unter Proteoides schmale, meist lederartige und ganzrandige Blätter zu- 
sammengefasst, deren Seitennerven verwischt sind. Sie ähneln den Blättern mancher 
Grewillien, doch ist ihre systematische Stellung noch sehr unsicher, und kann diese Be- 
stimmung nur als eine provisorische betrachtet werden. Aehnliche Blätter sind in der 
obern Kreide sehr verbreitet, dahin gehört Proteoides lancifolius Hr von Blankenburg, 
Phyllites proteoides Ung. aus der Gossauformation von S:t Wolfgang, die von Reuss 
als Salix macrophylla (von Ettingshausen als Grewillea Reussii) abgebildeten Blätter 
der boeh mischen Kreide, und Proteoides acutus Hr von Nebraska. 

Fig. 4. (von Unter-Atanekerdluk) ist ein ganz schmales, fast parallelseitiges Blatt, 
dessen Basis und Spitze fehlt. Von dem Mittelnerv entspringen äusserst zarte, nur mit 
der Lupe wahrnehmbare Seitennerven, die in Bogen sich verbinden. Taf. XXIX. 8. b. 
zeigt uns die Basis des Blattes; es ist allmählig in den kurzen Blattstiel verschmälert. 
Die Seitennerven sind ganz verwischt. Vollständiger erhalten sind die Blätter von 
Kudliset (Fig. 5.); sie sind vorn allmählig in eine Spitze verschmälert und ebenso auch 
gegen den Blattstiel zu zusammengezogen. Sie sind lederartig. Von den Secundar- 
nerven sind nur wenige erhalten und stark gebogen. Es scheint dieses Blatt in Kudliset 
häufig zu sein, die meisten Stücke kamen mir aber nur in kleinen Fetzen zu. 



37. Proteoides crassipes m. Taf. XXXI. Fig. 6. 7. 8. a. 

Pr. foliis coriaceis, lineari-lanceolatis, integerrirnis, nervo medio crasso, nervis se- 
cundariis obsoletis, petiolo longo, valido. 
Atane. 



KONGL. SV. VET. AKADEMIEN» HANDLINGAR. BAND. 12. N:0 6. 1 1 ] 

Blattstiel. a, ' SgeZeiChnet dUr0h <lle aUffa ' lend dickc Mitte,ripi>e und de » la "g- «"**> 
Das lange schmale Blatt ist fast parallelseitig und am Grund allmahlig in den 
langen dicken Süd verschma ert (Fig. 6.). Die steif aufsteigenden Secundarne™ sin 
ausseist zart und losen sich m ein feines Netzwerk auf (Fig. 6. b. vergrössert) Bei 
ig. 7 kann man sie indessen bis nahe Z um Bande verfolge,; „ud das Zwischengeader 
ist völlig vcrw, s0 h Der Mittelnerv ist sehr breit, aber flach und wenig vortretend 
Er ist von S Randhnien eingefasst. Etwas schmäler ist derselbe bei Fig. S°a _ Ob das 
Blatt Fig. 7. b. von Atane hierher gehört, ist noch zweifelhaft; der dicke Nerv spricht 
dafür wogegen die etwas starkem Secnndarnerven und der weniger verschmälerte Blatt- 
grund abweichen. 

38. Proteoides vexans m. Taf. XXXI. Fig. 9—10. ' • 

_ P. foliis coriaeeis, lanceolatis, basi apiceque attenuatis, integerrimis, nervis seeun- 
darns obsoletis. 

Unter-Atanekerdluk. 

Aus Fig. 9 und 10. ersehen wir, dass das gestielte Blatt in der Mitte am breite- 
sten ist, gegen den Grund aber und ebenso gegen die Spitze sich allmahlig verschmälert, 
Der Mittelnerv hat eine massige Stärke. Die Seitennerven sind äusserst zart, und nur 
mit der Lupe sieht man hier und da eine zarte bogenförmige Linie, 

Bei Fig. 10. bemerken wir auf dem Mittelnerv einen ovaleil Körper, der eine 
starke Kohlenrinde zurückgelassen hat. Es ist diess wahrscheinlich eine Insekten -alle 
welche auf der Mitte des Blattes ihren Sitz hatte. Der Mittelnerv ist hier von zahlreichen 
Querstreifen durchzogen. 






39. Proteoides granulatus m. Taf. XXXI. Fig. 11., vergrössert 11. b. 

Pr. foliis anguste lanceolatis, integerrimis, tuberculatis. 
Atane. 

Das Fig. 11. abgebildete Blatt ist ausgezeichnet durch die kleinen Wärzchen 
welche seine ganze Oberfläche bedecken. Es ist sehr schmal, nach vorn allmahlig sich 
verschmälernd und zuspitzend. Der Mittelnerv ist deutlich, wogegen keine Secundar- 
nerven zu sehen sind. 



III. Ordn. OLERACEAE. 

I. Farn. P01YG0NEAE? 

40. Credneria spec. Taf. XXXII. Fig. 20. 21. 
Atane. 
Die abgebildeten Blattfetzen gehören unzweifelhaft einer Credneria an; es sprechen 
dafür der lange Blattstiel und die Nervatur des Blattes. Wie bei Credneria entspringen 
überhalb der Blattbasis zwei starke gegenständige Seitennerven, unterhalb dieser Stelle 
über laufen in fast rechtem Winkel zartere Seitennerven aus, die zum Rande o> e hen 



112 OSWALD HEER. DIE KREIOE-ELORA DER ARCTISCHEN ZONE. 



(Taf. XXXII. Fig. 20.). Weniger deutlich* ist diess beim Fig. 21. abgebildeten Blatt- 
fetzen ausgesprochen, der durch den langen Stiel sich ausgezeichnet. 

Während diese charakteristische Nervation über die Crednerien-Natur dieser 
Blattreste keinen Zweifel lässt, ist dagegen die Species erst zu bestimmen, wenn einmal 
vollständigere Blätter erhältlich sind. 

Die ßlattbasis ist bei Cr. integerrima Zenk., Cr. denticulata Zenk. und Cr. sub- 
triloba Zenk. gleich gebildet und es ist wahrscheinlich, dass das Grönländer-Blatt zu 
einer dieser Arten gehört. Nur sind die Blätter von Blankenburg grösser. 



B. GAMOPETALAE. 
I. Ordn. BICORNES. 

I. Farn. EßlCACEAE, 

41. Andromeda Parlatorii Hr. Taf. XXXII. Fig. 1. 2. 

A. foliis lanceolatis, basi apiceque acuminatis, integerrimis, coriaceis, nervo medio 
valido, nervis secundariis subtilissimis, angulo acuto egredientibus, camptodromis. 

Heer et Capellini Phyllit. cretacees de Nebraska. Schweizer Denkschriften p. 18. 
Taf. I. Fig. 5. 

Prunus Parlatorii Lesquereux Plants from Nebraska p. 102. Taf. XVI. 2. 3. 
Unter-Atanekerdluk (Fig. 1.). 

Das Blatt stimmt in Form und Nervation so wohl mit den Blättern von Nebraska 
(ich habe ein solches aus der Sammlung des Herrn Marcou von Jekama in Fig. 2. abge- 
bildet) überein, dass es wohl nicht zu gewagt sein wird, es derselben Art zuzutheilen. 
Lesqurreux hat es zu Prunus gebracht, allein bei dieser Gattung bilden die Secundar- 
nerven viel stärkere Bogen und lösen sich vor dem Rande in zahlreiche kleine,, ge- 
schlossene Felder auf, dann ist der Rand bei Prunus fast immer gezahnt, nur bei ein 
paar tropischen Arten ungezahnt. Es kann daher dieses Blatt nicht zu Prunus gehören 
und scheint mir nach Form und Nervation den Andromeden am nächsten zu stehen. 

Das Blatt Fig. 1. ist nach vorn allmählig verschmälert und zugespitzt. Die zarten 
Secundarnerven entspringen in spitzigem Winkel, sind stark nach vorn gerichtet und 
nahe dem Rande in Bogen verbunden. Das feinere Adernetz ist verwischt. Fig. 1. b. 
ist gegen den Blattstiel stark verschmälert; die Secundarnerven laufen auch in spitzem 
Winkel aus und verbinden sich erst nahe dem Rande in weiten Bogen. 

Ettingshausen hat ein ähnliches Blatt von Niederschöna als ! Laurus cretacea be- 
schreiben. Bei diesem sind aber die Seitennerven gabiig getheilt. 

» 

42. Dermatophyllites borealis Taf. XXXII. Fig. 8.. vergrössert 8. b. 

D. foliis ininutis, 10 Mill. longis, 2 1 / i Mill. latis, coriaceis, oblongis, apice obtusis, 
basi in petiolum attenuatis, nervis secundariis nullis. 
Unter-Atanekerdluk. 



KONGL. SV. V ET . AKA DE M,ENS WANDUNGAR. EAND . , 2 . „^ ^ 

Goeppeut hat kleine lpfWow-i'«.« i. 

o,, aber .Menden oJ'J^^^ £ „iTat"^ t^ ^ 
usammengefasst und dieselben in die Familie d~ ]"• dem Namen Dermatophyllitea 
n Bernstein. Ein ähnliches Blattete kommt W^ g ^ eUt " Sie f ^en sich 
s ist lederartig, gegen den Stiel 1^1^^" G**^*** vo, 

«ttelnerv ist ziemlich stark, wogegen diete^ *■ 

IL Ordn. STYKACIJVAE. 
I. Farn. EBENACEAE. 
i. Diospyros prodromus m. Taf. XXXII. Fig 3—7 XXVIII 6 

Atane und Atanekerdluk 

.* vi ^ B ^!^^^i te j-2- b der r ambreiteste - 

cn kurzen Blattstiel etwas vorgezogen D~S& • , ^gerundet, sondern gegen 

gn die Seenndarnerven in halbrech L Wintf 7J M ' ^ ^ V ° n ^ *«***■ 
vrn in starken Bo-en verbunden Zl p , ^ We " aUS einander und si » d 

zeifelhaft ob das Blatt lederarS nll ™ .&**> ^mlieh weit abstehen. Es ist 

u u« man ieüerartig oder krautartig- war Taf YXVTTT & a 
* Spitze des Blattes dar. Man sieht dass da, RW '• , " ? g ' * C ' Stellt 

'Ät5 ta Ärtb™/ ,l, r h t ^ PrimaeVa be ^ '^en (Pbyllites 
Gammen. k ch ahnii ob er S 'L die Zt " iT ^ di « Secund.n.ervcn dichter 

Idstein von Sko, " ef f n ,. - , u°°- ^"^ H " m,S ' ,<! ' n obereoeenen 

V i_,m i *? , ( , KR saon8,8cl1 - thüringische Braunkohlenflpra S 10 Taf 

Pwnd die i M ,' .' eSC ' ''" <Jü " '" <iischc " Formen ■* 5-gli«drigen Blumen 

an u. Lotus L. des südlichen Europa sich anschließt. 



F 

Z( 
ZI 

d 



44 



III. Ordn. MYESMAE. 
I. Farn. MYßSINEAE. 



tyrsine borealis m _ Taf> XXXJj[ p .^ % 
fo| s , camptUmil! (?) ' iDtegerHmis ' nervis -f«^* nümerosis, approximatis, ra- 

K - Ve;. Akad. Handl. B. 12. N :0 6. 



15 



114 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

U. Atanekerdluk. 
Der Grund des Blattes fehlt, nach vorn ist es verschmälert und schwach zusre- 
spitzt. Von dem deutlichen Mittelnerv entspringen zahlreiche und daher dicht beisam- 
menstehende zarte Secundarncrven. Von denselben, wie von dem Mittelnerv, gehen in 
spitzem Winkel sehr zarte Nervillen aus (Fig. 23. b. vergrössert), die unter spitzem 
Winkel sich verbinden und so ein eigenthümliches Zwischennetz bilden. In dieser Ner- 
vation kommt das Blatt mit der tertiären Myrsine formosa Hr von Skopau und mit der 
lebenden M. Simensis Höchst, (aus Abessynien) überein, daher es zu dieser Gattung zu 
gehören scheint. 



C. POLYPETALAE. 
I. Ordn. UMBELLIFLORAE. 

I. Farn. ARAIIACEAE. 

45. Panax cretacea m. Taf. XXXII. Fig. 9. 10. 

P. fructibus bicarpellaribus, acheniis complanatis, rotundatis, subtilissime rugulosis. 
Unter- Atanekerdluk. 

Die Fig. 9. abgebildeten Früchte stimmen sehr wohl mit den Früchten von Panax 
circularis von Oeningen überein (cf Heer Urwelt der Schweiz S, 331. Fig. 177) nur ist 
die Oberfläche von feinen Querrunzeln durchzogen, welche der Oeninger Art fehlen. 
Wie bei Panax besteht die Frucht aus zwei flachen Carpellarblättern, die in einer ge- 
raden Mittel wand an einander stossen und ein fast kreisrundes Körperchen von 6 x / 2 Mill. 
Länge und 7 — 8 Mill. Breite darstellen. Eine dem Rande parallel laufende Bogenlinie 
bezeichnet die Grenze des Samens. Die zarten hin- und hergebogenen Runzeln laufen 
theils horizontal (Fig. 7. vergrössert 7. b.), theils schief (Fig. 7. d. zweimal vergrössert). 
Ohne Zweifel waren mehrere solcher gestielter Früchte in eine Dolde zusammengestellt, 
wie diess in Fig. 10. angedeutet ist. 

IL Farn! AMPELIDEAE. 

46. Chondro yhyllum Nordenskiöldi m. Taf. XXXII. Fig. 11. 12. XXX. Fig. 4. b. 

P. foliis ovalibus, integerrimis, basi attenuatis, nervis primordialibus quinque, 
duobus lateralibus basi connatis. 
Unter- Atanekerdluk. 

Das vollständigste Blattstück ist in Fig. 11. (vergrössert Fig. 11. b.) abgebildet. 
Es ist am Grund keilförmig verschmälert und zwar sehen die Seiten dieses Blattgrundes 
wie ausgeschnitten aus, was auf ein zusammengesetztes Blatt hindeutet, dessen Seitcn- 
blättchen wahrscheinlich in diese Einschnitte des mittlem Blattes eingefügt waren. — 
Weiter nach vorn ist das Blatt verbreitert; es ist ganzrandig. — Die Nervation ist sehr 
ausgezeichnet. Wir haben zunächst einen ziemlich starken Mittelnerv, von dem weiter 
oben in spitzem Winkel zarte Secundarnerven auslaufen. Neben dem Mittelnerv ent- 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS IIANDLINGAR. BAND. 12. N:0 6. 115 

springt aus der Blattbasis jederseits ein starker Nerv, der sehr bald in zwei Gabeln 
sich theilt, so dass 5 Hauptnerven vom Blattgrund zu entspringen scheinen. Der untere 
Gabelast verläuft nahe dem Rande und vereinigt sich mit dem ersten Seitenast der 
obern Gabel, welche noch mehr solcher Aeste aussendet, die sich aussen nahe dem 
Rande in Bogen verbinden. Die Felder zwischen diesen Haupt- und Seitennerven sind 
mit einem zarten Maschennetz ausgefüllt, das aus grossen polygonen Maschen besteht. 

Zeigt in der Nervation viel Uebereinstimmung mit dem Chondrophyllum hederae- 
forme Hr von Quedlinburg. 

Da in Unter-Atanekerdluk die Frucht von Panax gefunden wurde, gehören viel- 
leicht die unter Chondrophyllum zusammengefassten Blatter zu dieser Gattung, indem 
wenigstens bei den Panax verwandten Aralien Blätter mit ähnlicher Nervation vor- 
kommen. 

47. Chondrophyllum orbiculatum m. Taf. XXXI. Fig. 3. c. vervollständigt Taf. XXXI I. 
Fig. 13. 

P. foliis orbiculatis, nervis secunclariis numerosis, ramosis. 

Unter-Atanekerdluk, auf demselben Stein mit Sassafras, Cycadites Dicksoni 
und Osmunda Öbergiana. 
Ausser mehreren Blattfetzen ist ein Stück (Fig. 3. c-.) auf uns gekommen, das die 
Form des Blattes bestimmen lässt. Es muss fast kreisrund gewesen sein, ist indessen 
am Grund etwas in den Blattstiel verschmälert. Der Rand scheint ganz gewesen zu sein. 
Der Mittelnerv tritt nur schwach hervor, von demselben gehen zahlreiche zwar zarte, 
doch wohlerhaltene Secundarnerven aus. Diese sind gabiig mehrmals zertheilt und 
reichen bis zum Rand. 



II. Ordn. POLYCARPICAE. 
I. Farn. MGNOLIACEAE. 

48. Magnolia Capellinii Hr. Taf. XXXIII. Fig. 1—4. 

M. foliis coriaceis, late ovalibus, integerrimis, apice obtusis vel obtusiusculis, nervis 
secundariis angulo acuto egredientibus, curvatis, camptodromis. 

Heer et Capellini Phyllites cretac. de Nebraska p. 20. Taf. III. 5. 6. 
Unter-Atanekerdluk. 

Es ist mir kein vollständig erhaltenes Blatt zugekommen, doch können wir aus 
Fig. 1. und 4. ein Bild desselben zusammensetzen und es mit den Blättern -von Ne- 
braska vergleichen, von denen ich in Fig. 3. das am besten erhaltene, dessen Mitthei- 
lung ich Prof. Marcou verdanke, dargestellt habe. 

Das Blatt ist in der Mitte am breitesten, gegen den Grund zu verschmälert. Bei 
Fig. 1. ist die Spitze nicht ganz erhalten, wohl aber ist diess bei Fig. 4. der Fall. Es 
erscheint hier ganz stumpf zugerundet. Freilich ist nicht ganz sicher, dass diess Blatt 
zu M. Capellinii gehöre, da die Secundarnerven in etwas weniger spitzen Winkeln aus- 



inVaVec^Vinkmn, WiSTÄJ^!T3 ^ '■", " C " Ncb ^abla«orn, 

E.ne Vergleichung des Blattes fi g 1 mit V f " Slch T erst Mi« de» Bande. 

macht es sehr wahrscheinlich, dass sie derselben A* " \ (V °" Jok * mah in N «bra S ka) 

«nd „„ Verlauf der Nerven übereinstimmen gehören, indem sie in der Form 

49, Magnolia alternam Hb. Taf. XXXIII. Fig 5 6 XXXIV F" 

eundarit ^T^^^St F " «"*^U> ~* s , 

h eer et c ÄPrw °p hyUites bu ; ; NixrrTafm t s ' 4 al T; s r ioribus - 

Unter- Atanekerdluk 4 * faf - IV - l- 2. 

^c sowit s^ÄnTnHohrrrr d m ^ r rsr* ind — — 

gebildeten Blättern überein Es i das Bktt 7 i™ ", PMiteS V ° n Nebraska ^ 
gegen den Grund allmähbV verschmäW bedeutend kleiner als bei voriger Art 

steil aufsteigenden Seitenn°erle Tstehen dieTte^be " ^«^»d. Diefiemli h 
deutlich, wie bei den Nebraskablattern, e W^ZZ Vt *" f" ^ •** S ° 
eundarnerven hervor. wecnsel von starkern und schwächern Se- 

Hl. Ordn. MYKTIFLORAE. 

I. Farn. MYRTACEAE. I 

50. Myrtophyllum Geinitzii Hr. Taf. XXXII Fi. i 4 __ 17 x^jjj p . 

acuto V^£^' C ° riaCeiS ' *« '"^ -^ secundal sub angulo 

Taf. X?^?? 6 ZUr feidefl0ra - Schw -' Denkschriften. Erster Beitrag. S. 22. 
Unter-Atanekerdluk. 

des ^L;2Zl D ltJ UU8ta * d E™ ^ b - } U " d die mi «-n Partien 
letein (cf. besonder^ F . 4)L' 7 ^ Z ° W ° h ' mit den Bli «tern von Mo- 
rgen den Gruna isf das Blatt ' f* T ^^ AH zu S etheilt we « ] en müssen. 
-itig. Die Seitennein te^ Ä £ ^ ^ ^ **** ' )aralIel " 
% 15. in starken BoXbsff f g 'n "^ 16 ' nur in schwa ehen, bei 

-he gerückt ist. Die^Fede "ind m e" T* 1t "" SaU,em,erV ' der d ™ Rande 
Wer ganz die für die MwtT 1 T? 1 femen Netzwerk ^gefüllt. Wir haben 

Fi i Myrtaceen charaktenstische Nervation. 

Unter def ÄuTa^ ^f einlich - neuholländischen Gattung Eucalyptus, 
-nächst verwandte A rl EuCa '^ tUS rhododendroides Mass. vom Mt. BoJ/die 

Ol- -)fero«Vi« rM peregrinus m. Taf. XXXII. Fi*. 22 

angulo' acnto'U'Etions T ^' ""'"r r"*"* ten " issimis > numerosissimis, sub 

t ö ieaientibus, parallehs, simplicibus. 



KONGL. SV. v.T. AKABEMIENS HANBLINOAR. BAND . |2 . ^ „ m 

U. Atanekerdluk. 

g. in spitzem* Winhe, ^ die EE£r£. ff "? "* ■***' 
aber gegen den Rand hin verwischt Es hat ES%£ £?£ fi^ SM 

Steht dem M. calophyllum Ett. von Haerino- fc-t m T 

nahe und muss wohl mit" demselben in dieselbe fot W ! S ^V^™« * 82 > sehr 
gleicht seine Art mit M. polymorphns Gaud von den S»^ ? v ?" E 1 TTINGSIIAUSEN ver- 
That eine sehr ähnliehe Nervation haben Sa ^«"«=h>nseln ( deren Blätter in der 

I 

IV. Ordn. ACE&A. 

I 

I. Farn. SAiTOACEAE. 
52. Sapindus prodromus m. Taf. XXXIV. Fig. 5 

-ndLife^—t? "^^ ^-'^ inaeouilateralibus, nervis 
Atane. 

lerten^tt * .™ ifelh f ft ein M"tehen eines zusammengesetzten und .war „efie- 
luten Blattes wie die ungleichseitige Basis und die Krümmung des Blattes Tett F 
T dl6 L TraCht dei ' Blattfiedem von Sapindus, so von Sap alcifoiu A Bk H 
,n Miocen sehr verbreitet ist (cf. H EEß Flora tert.Helvet. III. p 61 Taf ci'.X CXX 

'benaf i ) ^ • ht I f dUTOh d!e dichtere SteU ^ ** Secund'arn LI ab Itn^e 

Das Blättchen ist ziemlich derb, doch scheint es nicht lederartig gewesen zu sein 

neleftet b^d ^T^' "^ V °™ *-*** ^»^ ^p £J 
"cundL ' \ eSOnders m der ™tern Hälfte, viel schmäler als die andere Die 

:3^4tä£r diCht beiSamme " "* «*" «» **" WS «^ zun! 

V. Ordn. TEBEBXNTINAE. 

I. Farn. ANACAKMACEAE. 

5 - Mus microphylla m. Taf. XXXII. Fig. 18. 

^. foliis pinnatis, foliolis sessilibus, oblongis, grosse dentatis. 
Unter-Atanekerdluk. 

*a L^T 1 ab f T h ^ der Spindel b * festi S tes Blättchen; es ist stiellos, aber 

2bne «m? attgrUn( J allraäh % verschmälert; vorn stumpflich, am Rand gezahnt. Die 

™ü gross und nach vorn gerichtet; auf einer Seite stehen 4, auf der andern nur 



118 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

2 Zähne, und das Blättchen wird dadurch ungleichseitig. Von dem Mittelnerv . e hen 
zarte Secundarnerven gegen die Zähne, sind aber auswärts verwischt 

Aehnliche kleine Blättchen fand Prestwich bei Reading (Eocen), doch haben diese 
viele und schärfere Zähne auf beiden Blattseiten und scheinen zu den Proteaceen zu 



VI. Ordn. LEGÜMINOSAE. 

Theilblättchen zusammengesetzter Blätter sind in Unter-Atanekerdluk nicht selten 
doch ist es zur Zeit noch nicht möglich sie bestimmten Gattungen zuzuweisen Die 
Mehrzahl gehört wahrscheinlich zu den Leguminosen, doch können wir diess noch nicht 
durch die bezeichnenden Früchte belegen. Es ist nur ein Stück (Taf. XXXIV FW 3 b ) 
gefunden worden, das wahrscheinlich als Legumen zu deuten ist, da aber die Samenein- 
drücke fehlen, ist die Sache nicht sicher. Die Oberfläche ist von feinen, etwas ver- 
worrenen Längsnerven durchzogen. 

54. Leguminosites prodromus m. Taf. XXXIV. Fig. 13. 

L. foliis pinnatis, petiolo communi sulcato, foliolis petiolatis, oppositis, lineari- 
lanceolatis, nervis seeundariis obsoletis. 
Unter-Atanekerdluk. 

Es kann kein Zweifel sein, dass das Fig. 13. dargestellte Blatt ein zusammen- 
gesetzt gefiedertes ist. Der dünne gemeinsame Blattstiel ist mit einer scharfen Mittel- 
furche versehem An demselben sind die Blättchen paarweise befestigt. Allerdings 
sieht man nur ein Blättchen; dass aber ein zweites diesem gegenüberstand, zeigt die 
Anschwellung des Blattstieles, während, das Blättchen selbst verloren ging. Das weiter 
oben stehende Blättchen ist kein foliolum terminale, sondern auch ein Seitenblättchen, 
wie die seitliche Stellung zum Blattstiel zeigt, Das Blättchen hat einen dünnen, unge- 
furchten, ziemlich langen Stiel; ist am Grund auffallend ungleichseitig, schmal linien- 
lanzettförmig. Ausser dein Mittelnerv sind keine weitern Nerven sichtbar. Die Blätt- 
chen müssen am Stiel weit aus einander gestanden haben. 

Die Blättchen sind schmäler und mehr parallelseitig als bei Palaeocassia angusti- 
folia Ett. von Niederschöna. 

55. Leguminosites phaseolites m. Taf. XXXIV. Fig. 7—11. 

L. foliolis petiolatis, ellipticis vel sublanceolatis, basi inaequilateris, nervis seeunda- 
riis angulo acutiusculo egredientibus, curvatis. 
Unter-Atanekerdluk, nicht selten. 

Bei Fig. 11. finden sich mehrere Blätter beisammen, die wahrscheinlich ursprüng- 
lich an dem dabei liegenden Stiel befestigt waren. Die ungleichseitige Basis lässt auf 
ein folium pinnatum schliessen. Aus Fig. 9. und lü. sehen wir, dass diese Blättchen 
gestielt, und aus Fig. 8. dass sie gegen die Spitze verschmälert waren. Die Secundar- 
nerven stehen ziemlich weit aus einander und sind nach vorn gebogen. Das Blatt scheint 
zarthäutig gewesen zu sind. 



KONÜL. SV. VET. AKADEMIENS 11ANDL1NGAR. BAND. 12. N:0 6. 119 

Erinnert in der Form lebhaft an Cassia phaseolites Ung., C. Fischeri Hit und hy- 
perborea Ung., und gehört wohl zur Gattung Cassia. Ettingsh. hat ein sehr ähnliches 
Blatt von Niederschöna als Palaeocassia lanceolata beschrieben (Flora von Niederschöna 
S. 262), es hat aber mehr und daher dichter beisammen stehende Secundarnerven. 

56. Leguminosites cassiaeformis in. Taf. XXXIV. Fi«-. 12. 

L. foliolis membranaceis, ellipticis, basi valde inaequilateris, nervis secundariis 
numerosis. 

Unter-Atanekerdluk. * 

Ein zartes Blatt, mit sehr ungleichseitiger Basis. Von dem dünnen Mittelnerv 
gehen zahlreiche, sehr zarte Secundarnerven aus, die aussen in Bogen sich verbinden. 

Hat ganz die Form von Cassia Berenices Ung., aber viel dichter stehende Se- 
cundarnerven. Ist wahrscheinlich eine Cassia. Von der Palaeocassia lanceolata Ett. 
durch die breitern am Grunde mehr ungleichseitigen Blätter zu unterscheiden. 

57. Leguminosites atanensis Taf. XXXIV. Fig. 6. 

L. foliolis firmis, oblongis, crassinerviis. 
Atane. 

Ein länglich ovales, ziemlich derbes Blatt, das vorn ganz stumpf zugerundet ist. 
Von dem Mittelnerv gehen starke Seitennerven aus, welche weite Bogen bilden, die nahe 
dem Rande sich verbinden. Sie sind durch deutlich vorspringende Queradern verbun- 
den. Die eine Blattseite ist schmäler als die andere. 

58. Leguminosites coronilloides m. Taf. XXXIV. Fig. 14. 

L. foliolis parvulis, ovalibus, breviter petiolatis, nervis secundariis distantibus, 
curvatis, subtilissimis. 

Unter-Atanekerdluk. 

Ein kleines Blättchen, das an Coronilla und Colutea erinnert. Der etwas ge- 
krümmte Mittelnerv und die ungleiche Breite der beiden Blatthälften sprechen für ein 
Fiederblatt eines zusammengesetzten Blattes. Es ist in der Mitte am breitesten und 
nach beiden Enden gleichmässig verschmälert; am Grund mit einem kurzen Stielchen 
versehen. Der Mittelnerv ist ziemlich stark, dagegen die Secundarnerven sehr zart und 
nur wenige mit der Lupe zu sehen. Sie stehen ziemlich weit aus einander und bilden 
starke Bogen. 

59. Leguminosites amissus m. Taf. XXXII. Fig. 19. 

L. foliolis minutis, ovalibus, inaequilateris, nervis secundariis angulo acuto egre- 
dientibus. / - 

U. Atanekerdluk mit Ficus protogaea. 

Ein kleines zartes Blättchen, am Grund ungleichseitig und stumpf zugerundet, 
ohne Stiel. Mehrere Secundarnerven in ziemlich spitzem Winkel entspringend und in 
Bogen sich verbindend. 



120 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 



INCERTAE SEDIS. 

60. Pliyllites linguaeformis m. Taf. XXXIV. Fig. 15. 

Ph. ovato-oblongus, apice obtusus integerrimus, nervis seciindariis valde curvatis, 
camptodrorais. 

Unter-Atanekerdluk. 

Das Blatt war unterhalb der Mitte am breitesten, ist nach vorn nur weniff ver- 
schmälert und vorn stumpf zugerundet. Es ist ganzrandig. Von dem ziemlich starken 
Mittelnerv gehen zarte Secundarnerven aus; sie sind sehr .stark nach vorn gebogen und 
ihre Bogen sind dem Rande sehr genähert. Die Felder sind mit einem zarten Netzwerk 
ausgefüllt (Fig. 15). 

61. Phyllites laevigatus m. Taf. XXXIV. Fig. 16. 

Ph. oblongus, integerrimus, nervo medio obsoleto, basi modo conspicuo, nervis 
secundariis nullis. 

Unter-Atanekerdluk. 

Ein länglich ovales, ganzrandiges Blatt, dessen vordere Partie weggebrochen ist. 
Der Mittelnerv ist nur am Blattgrund schwach angedeutet und verliert sich völlig. Von 
Secundarnerven ist keine Spur zu sehen. 

62. Carpolithes scrobiculatus m. Taf. XXVI. Fig. 15. 16. 

C. oblongo-elongatus, apice rostratus, longitudinaliter costatus, interstitiis ner- 

villosis. 

Unter-Atanekerdluk. 

Ein durch seine Skulptur ausgezeichnetes, aber noch zweifelhaftes Gebilde. Am 
meisten ähnelt es der ^Balgfrucht einer Ranunculacee, doch ist mir keine Frucht dieser 
Familie mit so eigenthümlicher Berippung bekannt. 

Die Frucht hatte eine Breite von 5 Mill. und eine wahrscheinliche Länge von 
22 Mill. Sic ist länglich und oben in einen Schnabel verlängert (Fig. 16.). Auf einer 
Seite (ich bezeichne sie als Bauchseite) ist sie flach, auf der andern (Fig. 15.) schwach 
gewölbt. Auf der Bauchseite ist die flache- und ziemlich glatte mittlere Partie eingefasst 
von einer gekerbten Längsrippe. Von dieser zum Rand gehen in schief aufsteigender 
Richtung zahlreiche feine Querstreifen (Fig. 16.). Auf der Rückenseite haben wir eine 
schmale Rückenrippe und eine den Rand umsäumende Rippe, die Zwischenräumen sind 
von zarten Querstreifen durchzogen. (Fig. 15). 

MYRIAPODEN. 

Julopsis cretacea m. Taf. XXXIII. Fig. 7. 

Unter-Atanekerdluk. 
Ist stark zusammengedrückt, doch sind etwa 20 Ringe zu zählen. Sie haben eine 
Breite von V/ 2 Mill. Die Beine sind sehr kurz; jeder Ring besass wahrscheinlich ein 



kokgl. sv. VET . AKADEMIESS Handlingar eand _ |2 



n:o 6. 121 



. '■ — l\.KJ u. TOI 

paar Beine. Der Kopf ist n' ht 
ein cylindrisches, etl 3 CenTC^f^** Tl *~ Leb » ^.cheinHch 
^anschliessenden Ringen und vielen sehr klL BeZ ^J^' Init zahlreichen, 
Mynapoden «nd scheint namentlich mit Tul^T T Gehört in die G ™PPe de^ 

alter Thiertypus, welcher schon in dT St JuLll^ ^ Es ist diess ^ «£ 
of Geology p. 509). fete.nkohlenpenode auftritt (cf. Lyell Element 



{ 



K - Vet. Akad. Handl. B. m. N;o 6 . 



122 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 



Vierter Abschnitt. Kreide-Pflanzen Spitzbergens. Vom Cap Staratschin. 



FARN. 



1. Asplenium Johnstrupi Hr. S. 32. Taf. XXXV. Fig. 1—5. 

Einzelne Fetzen dieses Farnkrautes sind in dem Sandstein des Cap Staratschin 
nicht selten, doch sind sie meist sehr undeutlich und zur sichern Bestimmung zu schlecht 
erhalten. Die besten Stücke habe in Fig. 1. und Fig. 2. 3. abgebildet. Bei Fig. 1. 
haben wir eine hin- und hergebogene Spindel, welche seitlich veraestelt ist. Diese seit- 
lichen Spindeln haben in der Mitte eine tiefe Längsfurche, wie bei den Grönländer 
Farn, die daran befestigten secundären Fiedern sind aber grossentheiles zerstört. * Wo 
sie erhalten, sind sie in nach vorn gerichtete, ungezahnte Fiederchen gespalten, so an 
der unterste]] secundären Fieder. Fig. 1. 

Bei Fig. 2. sind zwei losgetrennte Fiedern auf einem Stein, die in .schmale, un- 
gezahnte Fiederchen gespalten sind, deren Längsnerven ebenfalls; deutlich hervortreten. 
Der Mittelnerv ist hin- und hergebogen; die Seitennerven entspringen in spitzen Win- 
keln; jedes Fiederchen erhält einen solchen Seitennerv, der sich weiter veraestelt. (Fig. 

2. b. vergrössert). 

Stimmt in der gebogenen gefurchten Spindel und in der Form der secundären 
Fiedern und der Fiederchen, so weit sie erhalten sind, zu Aspl. Johnstrupi, doch ist 
diese Bestimmung nicht völlig gesichert. 

Var. b. Fig. 4. ist eine Fieder, die am Grund unzertheilt, vorn aber fiederspaltig 
ist. Die Lappen sind ganzrandig und lanzettlich. In jede läuft ein Seitennerv, der 
in spitzem Winkel von dem Mittelnerv ausgeht. Bildet wahrscheinlich eine besondere 
Art, da aber nur das kleine Blättchen mir zukam, das eine sichere Bestimmuno- nicht 
zulässt, mag es einstweilen hier untergebracht werden. Dasselbe gilt von den Fig. 3. 
dargestellten Blattfetzen. Es sind kleine Fiederstücke, die fiederspaltig und gegen den 
Grund verschmälert sind. Daneben liegen linienförmige, mehrfach veraestelte Gebilde 
(Hg. 3. c), die von einem Mittelstreifen durchzogen sind. Es sind diess vielleicht 
Wurzelzasern. 

Var. c. Fig. 5. Eine einzelne Fieder, deren Lappen vorn gezahnt sind. In jeden 
Zahn läuft ein Nervenast aus. Auch für die sichere Bestimmung dieses Blattfetzens 
müssen vollständigere Exemplare abgewartet werden. 

2. Asplenium Boyeanum Hr. S. 33. Taf. XXXV. Fig. 6. 7. 

Es liegen mehrere, aber sehr stark zerdrückte Wedelstücke vom Cap Staratschin 
vor, welche mit denen Grönlands wohl übereinstimmen. Bei Fig. 6. sind die Fiederchen 



KONGL. SV. VET. AKADBIMK HANDL.NGAE. BAND. 12. K:0 6 . m 

noch au der dünnen Spindel befestigt. Sie sind »m r. j 

gerundet, nach vorn etwas verschmälert und « ""„ T^ a " de » Kcke » 
theils verwischt; etwas deutlicher hei Fi, 7 lf L P u ' f erVe " Si " d grOSSe "- 
io eine Gabel gespalten sind. * ' "" Sehe "' dass die Secundarnerven 

3. Sphenopteris hyperborea m. Taf. XXXVIII Fig 1 b 2 b 9 b 
H^iÄfSjC^ liberfS ' inferi:ribUS "** '»* ^-latls, supe- 

n der Mitte an, breitest, und nfoh ^ den Enden If T" "^ V™*** 
Vei, nur die Endfiederchen sind nG^^SZZ^tX* T^T^' l^ 
■ind nur undeutliche Spuren zu sehen d;!! Nervatur .st verwischt. Es 

; ende Sccundarnerven K^M^V^ u„°d Fi " ATVJ* ^ r^ 
mzertheiltcn Fiederchen »Hielten di. hiV ff-' «T 8 ;, ' 9 " C ' ' S,nd nur die obe ™ 
her dort frei sind ' ** 2 ' b ' "" GrUn<1 «*-»*«, bei Fig. 9. c. 

ä/ä arrtfaa ln . Taf . xx XV Fig n _ lg XaJ xxxy ^ t iq b 

atiseefe löbis S I? ria °f S ; ,a,, . Ce0,ntis : a P'' Cem ™ »«enuatis, pinnalpartitis' vel pi„- 

;r ^s^rt^ , - rf, * e ner ™' Urio — 

-össeren "•* Ti °* P 1 ^ twhin häufi S zu «*«. da zahlreiche Blattfetzen und eini a 

8V CeTm bef er R altenen Blattfiede ™ m!r ZUkameD - K S- 16 ' bat -- L" " 
n 8 / Oentim. bei einer Breite von 12 Mill. Nach vorn zu werden die Launen 

^: d s SiI ; utSd si D a TT' etw r nach vwn i-^-ÄX^K™ 

iP pl s hTef naeh t f • *"* *"" VerWiSCht ' d ° Ch Sieht ™" »™f A«. 

li'tewtsgehen. ^ '^ Se ' ten ™' die in -hr spitzem Winkel von einL 

■d vo^^uflf m f ^ ^ "^ die Upi>en a ™ G " lnd CtWaS verschmälert 
rv schein sTeh' bau -T T ^ """ Sehr SChwach «"««•P'ooh«. der Mittel- 
Jt" ' Cl bald " zarte Seitennerven aufzulösen. Etwas grösser ist der Blatt- 
ei ,V ," , D ge ' stum P fe La Pl>en am Grund verbunden sind. Bei Fie 15 

itzc L m wL f SH< ; h ° Valen „ LaPPeD th6ilWeiSe Ios S et ™nt- Fig, 12. ist aut de,' 
rven ZSlgt steiIenweise die sehr feinen, steil nach vorn gerichteten 

»i d?n„!,!' ZeiCHne [ ^ dUrCh d!e kIeine ™' Ws a,,f den Grund getrennten Lappen 
aiuf T V u? Iei " WCTden ' S0 dass die Fieder in eine lange schmale Spitze 

A ' *u trennen dadUr ° h ™ "^ andereS Aussehe "' ist aber doch nicht als 

uiern t' 6 Ga "" ng Thinfe ldia ist bis jetzt nur aus der raetischen Formation und dem 
was bekannt, das Auftreten derselben in der Kreide Spitzbergens ist daher von 



all- 



124 OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTISCIIEN ZONE. 

grossem Interesse und zeigt uns, dass, so weit uns diess wenigstens bis jetzt bekannt 
ist, im hohen Norden diese Gattung viel länger sich gehalten hat als in Europa. Dass 
die vorliegende Pflanze wirklich zu Thinfeldia gehört, geht hervor; l:stens aus der le- 
derartigen Beschaffenheit der Blattfiedern; 2:tens ihrer Form, da sie fiederschnittig und 
die Lappen öfter am Grund etwas verschmälert und immer herablaufend sind; 3:tens aus 
ihrer Nervatur, indem aus einem zarten und sich verlierenden Mittelnerv zahlreiche sehr 
zarte und in spitzem Winkel entspringende Seitennerven ausgehen, die nur sehr wenig 
hervortreten. Die Art ist freilich von allen des Raetik und des Lias verschieden, kann 
indessen doch in der Form und Grösse der Blätter mit Th. rhomboidalis Ett. ver- 
glichen werden; so Fig. 14. mit Taf. XLIII. Fig. 5. 6. von Saportas Paleont. francaise, 
terrain jurassique. 

5. Sclero'pkylLina cretosa S. 59. Taf. XXXV. Fig. 8 — 10. 

Das Fig. 8. dargestellte Stück stimmt ganz überein mit der auf Taf. XIII. Fig. 14. 
aus Grönland abgebildeten Pflanze. Es laufen zwei Lappen von 5 Millim. Breite in 
spitzem Winkel aus einander und sind von freilich grossentheils verwischten Längsner- 
ven durchzogen. Das rauhe Gestein ist der Erhaltung derselben sehr ungünstig, doch 
kann man an einer Stelle 7 solcher paralleler Längsnerven zählen. 

Var. b. major. 

Beträchtlich grösser sind die Fig. 9 und Fig. 10. abgebildeten Stücke und bilden 
vielleicht eine besondere Art. Die Lappen haben eine Breite von 8 Mill., ihre Länge 
ist nicht zu bestimmen, da sie an Basis und vorn abgebrochen sind. Bei Fig. 10. ist 
das Blatt weit hinauf unzertheilt und dann in zwei in spitzem Winkel aus einander lau- 
fende Lappen gespalten. Die Längsnerven sind nicht in ihrem ganzen Verlauf zu ver- 
folgen, indem .sie stellenweise verwischt sind. 



«' 



EQUISETACEAE. * 

6. Equisetum sp. Taf. XXXVIII. Fig. 8. 

Es wurden nur einzelne Stengelreste gefunden, welche keine genauere Bestimmung 
zulassen. Bei Fig. 8. haben wir einen solchen von 6 Mill. Breite, der mit einem Knoten 
versehen und von etwa 8 Längstreifen durchzogen ist. In Grösse und Streifung stimmt 
er, so weit er erhalten ist, mit dem Equisetum amissum Grönlands überein. 

CONIFERAE. 

7. Phyllocladites rotundifolius m. Taf. XXXV. Fig. 17 — 21. 

Ph. phyllodiis coriaceis, pinnatis, lobis petiolatis, rotundatis, integerrimis, fructi- 
bus sessilibus. 

Bei Fig. 17. haben wir einen Fruchtstand. Die starke, etwas hin- und hergebo- 
gene Spindel trägt an der Spitze drei sitzende, eiförmige blattartig ausgebreitete Or- 
gane, sie sind dick lederartig, die Nerven verwischt, am Grund mit drei runden Ein- 
drücken versehen. Unterhalb dieser endständigen blattartigen Organe bemerken wir auf 



KONGL. SV. VET. AKADEMIEN HANDLINGAR. BAND. 12. N:0 6. U5 

der linken Seite an der Spindel drei FVfiphto L,^ •* * • 

der Mitte einen eiförmigen Samen der von ,; w ,i bemerken wir in 

reich, Es ist diess wohl dJ^taÄT we le 2 ^T 5" * ** * ™ ^ 

wie bei Salisburea. Auf der reehten Seite hl " SameD ganz Um * ab > 

f A ♦• . ■ , , , recnten öeite haben wir etwas tiefer an der \ch^ h» 

festigt eine ganz ähnliche, sitzende Frucht die am fimnH »♦ r , . 

~u • 1 i t -, l| UIC am ^riuna stumpf zuo-erunder ist nnrl 

oben sieb verschmälert, und so verkehrt birnförmig wird |) or S „„! , 

etwas deutlicher von der Fruchthülle ab. Er ist efföTmt ,,„ r! "," d ' 

-gespitzt, hat eine Lange von 6 Va Mi... und ein S £^ß ^V^ 
unten folgen dann anf der rechten Seitp rli,. M.« f " """"f 's MlU - ~ Weiter 

ken, mit denselben alterniere nd Früeh te 1^T S !Z ^T' n "* *« ^ 

und sehr kurz eiförmig, am Grund 'a„ z tum'nf S?T Organe sind gestielt 

dick ledcrartig, die Nerven J^CtÄ- 5 Iff T ""F 
einen Mitte.nerv der aber schon vor der £Z£t> Llj^Tl^ 
eiche weiter gab.ig sich verzweigen. Diese zartem Nerven entspringen zum TiKdvo,' 
Blattgrunde und sind nach vorn gerichtet. olu 

Dieses wichtige Stück zeigt uns .unzweifelhaft, dass an derselben Achse Früchte 
und blattartige Organe sitzen, wir haben daher hier eine Bildung w befp dloc ladus 
und es ist dieser scheinbar beblätterte Fruchtstand als ein phyAoÄnm^SSlT™ 

£r ;s b eT pr; ch i ?• ils . Frö f e ; theiis biatta ^ *■**■* *$sl^£ 

Das auch bei Phyllocladus atzende Früchte vorkommen, zeigt der Ph. hypophylla 
Hook hl. (icones plantar, t. 889. cf. Decandolle Prodrom™ XVI p 499) 

Unsere Pflanze ist demnach mit Phyllocladus zunächst verwandt, 
itzendt F F Fr " ChtSta '" d ™ ^Mlocladites durch die in den Ausbuchtungen der Spindel 

X v ai / l,Ch ^ CyCaS erinnept ' bilden wohl di * PhylloclÄen und Phyllo- 
iden die Anknüpfungspunkte zwischen den Cycadeen und Conifercn 

Zur vorhegenden Art gehört sehr wahrscheinlich das Fig. 18. abgebildete Phyllo- 

iun. Die Spindel ist etwas hin- und hergebogen, die seitlichen blattartigen Organe 

tehen ziemlich weit aus einander, sind nur ganz kurz gestielt, am Grund stumpf zuge- 

unoet^und von zahlreichen, aber verworrenen Längsnerven durchzogen. Das Ende der 

^cnse ist blattartig ausgebreitet, aber grossentheils zerstört. 

( Fig. 21 und Taf. XXXVIII. Fig. 16. a. sind eiförmige Nüsschen, die in Form und 
rrösse so wohl zu den Samen passen, die wir Fig. 17. innerhalb des ureeolums sehen 
ass sie wohl sicher unserer Pflanze angehören. Sie haben eine Länge von 6 1 /, Mill' 
ncl e ine Breite von 4 7, Mill. Die Kohlenrinde lässt auf eine holzige Schale schliessen 
eiche von zahlreichen, sehr feinen Querrunzeln durchzogen ist (Fig. 21. b. verorössert)' 
ferner sind Fig. 19. und 20. Sie haben eine Breite von 3 7, Mill. und eine Länge von 
Mill., besitzen aber auch eine starke Kohlenrinde. 

Araucarites Nordenskiöldi m. Taf. XXXVII. Fis 3 4 
A. strobilo subgloboso, squamis rhomboidalibus, 11 Mill. latis, peduneulo crasso. 
Ls wurde nur der abgebildete Zapfen gefunden. Die verkohlten Zapfenschuppen 
ia grossentheils verwischt, und nur mit vieler Mühe ist die Form und Stellung der 



126 



OSWALD HEER. DIE EUEIDE-FLOKA DER ABCT18CHEN ZONE. 



selben ,u ermitteln. In Fig. 3. sind dieselben ,u deutlich gezeichnet; sie sind „ament- 

11 Jm, u ^f Pfe ° 8 faSt Sa " Z vtrwischt - Es hat der Zapfen eine Länge von 

54 IUI, bei einer Breite von 46 Mill. Die grossem mittlem Zapfenschuppen hatten 
eine Breite von erka 11 Mill. und eine Höhe von 7 Mill. Sie sind rhombisch, hatten 
m der Mitte einen Andruck, der freilich bei den ineisten ganz verwischt ist. Hacken 
ist keiner zu sehen. In der Mitte des Zapfen, gehen etwa 6 Schuppen auf die schiefe 
Keine. 

Es ist der Zapfen mit einem dicken Stiel versehen, der eine Breite von 9 Mill 
hat. Die Unebenheiten, die an ihm auftreten, scheinen von Blattnarben herzurühren 
doch ist diess nicht sicher zu ermitteln. Beblätterte Zweige sind mir von Spitzbergen 
keine zugekommen, welche mit Sicherheit mit diesem Zapfen combinirt werden könnten 
Vielleicht dass aber die Fig. 4. dargestellten Fragmente dazu gehören. Bei Fig. 4. a 
ist ein Zweigstück, das mit undeutlichen, oben zugespitzten Blattnarben besetzt Fio- 
4. c. (auf der Rückseite desselben Steines) ein solches, mit einem lanzettlichen, am 
Grund herablaufenden Blatt, wenn wenigstens der seitlich hervortretende, übrigens'ner- 
venlose Lappen als solches gedeutet werden kann. 

Es kann in Frage kommen ob der vorliegende Zapfen nicht zu den Cycadeen 
gehöre, indem die Cycadeen des englischen Wealden (Cycadeostrobus ovatus, C. sphae- 
ricus Carr. ; und C. elegans Carr.) ähnlich geformte Zapfen und Zapfenschuppen hatten; 
auch der dicke Zapfenstiel erinnert mehr an die Cycadeen, als an die Coniferen. Wenn 
aber dieser Zapfenstiel wirklich mit Blattnarben besetzt ist (wie diess aus den Ein- 
drücken desselben hervorzugehen scheint), so werden Jie Cycadeen ausgeschlossen und 
muss der Zapfen einer Conifere angehören. Unter diesen hat die Gattung Araucarites 
die meisten Ansprüche auf denselben. Es hat Carruthers aus dem Oolith Englands 
den Abdruck eines prachtvollen Zapfens dieser Gattung abgebildet x ), der freilich o- ar 
viel grösser ist als der Zapfen Spitzbergens, aber dieselbe Form hatte und ebenfalls 
rautenförmige Schuppen besass, welche breiter als hoch sind. Noch näher steht unserer 
Art in Grösse der Zapfen die Araucaria cretacea Brogn. (Sohimper Paleont. IL p. 255. 
laf. LXXVI. 2.) aus dem Grünsand von Nogent le Ratrou (Eure et Loire), doch hat 
dieser einen Durchmesser von 7 Centim., während die einzelnen Schuppen nur 8 — 9 
Mill. Breite haben. Der Zapfen ist also etwas grösser als der Spitzbergens, hat aber 
dabei kleinere und zahlreichere Schuppen. 

Die Zapfen, welche aus der Kreide Boehmens und Schlesiens als Dammarites albens 
Pr. und D. crassipes Goepp. bekannt sind, dürften auch viel eher zu Araucarites zu 
bringen sein ; von den Dammara Zapfen weichen sie in der Form der Schuppen sehr ab. 

9. Sequoia Reichenbachi S. 77. Taf. XXXVI. Fig. 1—8. XXXVII. Fig. 1. 2. 

Es sind mir sehr viele Stücke vom Cap Staratschin zugekommen, von denen einige 
auf laf. XXXVI. dargestellt sind. Am häufigsten begegnen uns da einzelne beblätterte 
Zweige, doch sind auch mehrfach veraestelte, grössere Zweige nicht selten, und von 
den vielen Hölzern, die im Sandstein liegen, mag wohl die Mehrzahl unserm Baume 

, ) Ben Araucarites sphaerocarpus Carr. Journal of Botany for January 1867 Tab. 60. 



KONGL. SV. VF.T. AKA„E,M IENS HASDL.NGAR. BANJ) . |2 . ^ fi ^ 

angehören. Am Endo pinJaw 7™r«;~. i 

und nebe, einen Zwe g 7egfd e * ISjrj r^ ^ '"^i^" »«■>«*"«*«, 

•stein Spitzbergens alle wichllern Orlne , '"" R Fn ' chtZa P fens > **« <™ dieser Sand: 
rv • , . .""o ern uigane dieses Baumes aufbewahrt hat 

D,e jungen Zweige sind dicht mit Blättern besetz TkT-a c ■ 
stark gekrümmt und vorn in eine Snit™ i t T , e S ' nd stelf ' ^eiförmig, 

lieh und bis in die Spitze verfo^n Ä ^ ^ Sne ™ ist m ™' -hr de«" 
kurzer. Diese Jahresiriebe ^ ^Z^Z^I^gT^™ f "*- 

hOhe, so da, dann drei Zw^hf Z^%?$? 3^/" ^ ^ 

—n^tlrde^aLllntSr £T?5 "* ^ ™ *" «t bei- 
rundet. (Fi.. 1 .) ^ Es S '" d dlese ,a "S lic h oval und oben abge- 

^l^k^ T ein 

:Snr:r^Äairtt\rH e h vo ™ ^ : - d ^-- 

«ehe,, in grosser zl^t ^^^^t^^T * 

3t. r te dünnT ffi^- w^ ' * i^ 1 ^^ ^ 

« erkennen ist. Die G ös und l IT !' v r™ ^ einZeI " e " Schu PP eD nioht 

De JUDgen Zwelge sind zwar durohschnittl; he dom r,- 

aliei kein Grund zur Trennung vorliegt. '' 

Die zahlreichen Hölzer sind sämmtlich verkohlt. Die Kohle ist meist wegfallen 

1 "ist f l r" im - SandStei " ÄebHeben - Eine S™ Untersuchung dSer 

r col mC , mÖSllCh ' Ma " Che Sind von Zahlreichen P arallcI <- üJÄ 

üi fer LanJ , " ?" ^ AMrÜCke *" JahrHn ^ Manche ^ Hölzer 
ssen der Lä„„ e nach gespalten sein, so das Taf. XXXVI. Fig. I; dargestellte Stück 

•t sehr stark vortretenden, rippenförmigen Jahrringen. Wir können einen Ast bi ns' 

Z11Z!Tm S V6r R Ser - ° ie Breit ° ^^"^^taufgOnstigeWachsthu^s! 

«üarbe d e v r,'" • i!' T m Weitei ' n Sta '<"» st » ck haben wir aussen eine kreisrunde 

narbe, d,e von zahlreichen Ringen umgeben ist. Einzelne Stammstücke erreichen einen 

nehme V on 13-X6 Centin, Bei Taf. XXXVII. Fig. 2. haben wir ein Staunn^trmk 

^henbachi y n h , *"£* ^T ^^^ * Daneben l ^ n Zwd S e äer Se <J<">» 

^ »«nbachi , dah er dasselbe sehr wahrscheinlich zu dieser Art gehört. Diese Hölzer 

biet hlT' daSS r . diese Se< i uoia >'" Spitzbergen bei 78° n. Br. noch grosse Bäume ge- 
ki n „„ ' , \vr lg ' 2 ' b - Sleht man stellenweise auf der Rinde die Eindrücke von 
• nen runden Wärzchen, welche vielleicht von Flechten herrühren. 



12« OSWALD HEEE. DIB KEEtDE-ELOEA DBR AK0IBCMH ^ ' 

Var b. .ßtoto- w< ,„^ r sichd f örmi k 

Neben den oben beschriebenen Zweigen fanden sieh an i Cap £at V • 
Zweige, deren Blätter nur schwach "ekrümmt «;,, I % , P t ' tarat5ch "i ein paar 

der Zweigspitze stehenden Blatte . ° m üeb" ^ ' tblr 7 * ' ^ ^ ^ naW 

Reichenbachi, dass sie doch wohl zu dieser Art gelten " ^ " W ° M "" SeqU ° ia 

10. &j«omi rigida S. 80. Taf. XXXVIII. Fi. y a 10 

hohe lll'TZr^t^ZS 1 ^ ^ '°* £ — hi " - ** wenig deut- 
(Fig. 10. y. ,) hatten ÄC S^ f" f" "*" *"* 
auswärts sich verschmälern. Auf derben Steh! t • u v Z ° gene ßlatter ' di * 
altere Zweig, der wahrscheinlich zur vo ^ j£ \ Tj h , r ^^ **» ™ 
Blattnarben besetzt (Fig. 11 ) Diese unte, !h "T l S ^ ' St mh elli P^^r, 

dass sie oben nicht abgerundet sind. UnteiSChe ' de " Slch ™ H der S. Reichenbachi, 

11. iiequoia fartigiata S. 102. Taf. XXXVIII Fig 12 13 

länglich elliptischen Blattnarben bedeck ist S^,*"* ^ aber n ° dl mit den 
borstenförmige Blätter erhalten Smd n '"" "' eni °" e ab s"^nde, fast 

12. Pin*} Peterseni S. 83. Taf. XXXVI. Fig. 9. 10. Taf. XXXVIII. Fi. .5 

Fi. 9 H> T K '.f"' nadeln sind am Ca P Staratschin nicht selten. Die in Taf XXXVI 

^d, aber keinen tTrefeSn' M tlL^t^ "1^ ^d F"S '7^ 
eine Seheide verbunden (Fi- 9 in } FT a „fi„ 7 ■',■ u ■ i J * am Grunde durch 

auch .erbrochen. "' g fre ' llCh Smd . 81e aus einander ff^en und 

13. Pin»* Quenstedti He. S. 104. Taf. XXXVIII. Fig. 1—4. 

von /!* S "] d ebenfüUS SaM dUnne ' lan « e Na deln,"welche' aber durch den Mittelnerv 

zu welche, so weit sie erhalten, wohl zu denen von Moletein stimmen. 

U.e .Nadeln haben eine Breite von 1 Mill. und sind in der Mitte mit einem de„t 

taer stT^T r Sehen - ße! Fig ' 3 - He = en Zahlreiche Nadel » auf e™ 1 Ste e t 
Nad In h „ S1 ? emem , B0SChel VerbU " den ' W6iter ° be " treten »«»«* zwei weiter 

dTess ,V ' 7 ^ wahrscheinlich d ^ Büschel aus 5 Nadeln bestand. üeber- 

die hegen „och mehrere Nadeln in der Nähe des Büschels und in verschieden r 

f 2 und 4 Mltte i lner \ ist theilwe - -™'-ht. Sehr deutlich ist dersetoe bef F T, 

*■ i- und 4., wo auch mehrere Nadeln nahe beisammen liefen 

sehrieben 6 W^T' Welche u S0HENK (Wernsdorfer-Pflanzen °p. 18) als P. Quenstedti be- 
W "^I = ei ° ren nach ™'" en Dafürhalten nicht hierher. Sie sind doppelt so 

eh z a ü ?o?i n A ir n und aus Spitzbergen und stimmen in dieser ^-s 



KOKGL. SV. VET. AKADEMIEN* IIANDLIM; Ali. IiANI). 12. N:<> 6. 1 T.) 

14. Pinus Staratschini m. S. 104. Taf. XXXVIII. Fig. 6. 7. 

Neben den zarten, dünnen Nadeln der P. Petersen! und P. Quenstedti kommen in 
den Sandsteinen des Cap Staratschin ' auffallend lange, dabei flache und mit einem star- 
ken Mittelnerv versehene Nadeln vor. Die steife lederartige Beschaffenheit dieser Nadeln 
zeigt, dass sie zu Pinus gehören. Sie haben eine Breite von 2 x /j bis 3 Milk, und ein- 
zelne Stücke eine Länge von 90 Milk, obwohl sie keineswegs in ihrer ganzen Länge 
erhalten sind. Es ist dicss, bei keinem mir bis jetzt zugekommenen Stück der Fall. 
Dieselben Blätter haben wir auch aus Grönland. 

15. Pinus spec. Taf. XXXVII. Fig. 5. 

Der Fig. 5. abgebildete Zapfen gehört wahrscheinlich zu Pinus; leider ist aber 
derselbe zur -sichern Bestimmung zu schlecht erhalten. 

Der ovale Zapfen hat eine Länge von 23 Milk, bei einer Breite von 17 Millim. 
Wahrscheinlich ist derselbe, ehe er eingehüllt wurde, im Wasser gerollt worden, avo- 
dureh die Zapfenschuppen theilweise zerstört worden sind. Wir können daher ihre 
Form nicht mehr bestimmen. Jedenfalls scheinen sie aber keinen Schild besessen zu 
haben und waren wohl auswärts verdünnt. Die Form und Grösse des Zapfens stimmt 
zu den Zapfen der Gruppe Tsnga, zu welcher P. Crameri gehört, und vielleicht ist er 
zu dieser Art zu bringen, worüber indessen erst besser erhaltene Exemplare entscheiden 
können. Die Nadeln der P. Crameri sind bislang noch nicht in Spitzbergen gefunden 
worden. 

MONOCOTYLEDONES. 

Die Sandsteine des Cap Staratschin enthalten die Reste von 3 Arten Monocoty- 
ledonen, von denen aber nur Eine eine nähere Bestimmung zulässt. Bei Taf. XXXVIII. 
Fig. 18. haben wir ein 2 1 /« Centim. breites Band, das von zahlreichen, scharfen, parallelen 
Längsstreifen durchzogen ist. Stellenweise stehen dieselben sehr dicht beisammen, stellen- 
weise sind sie aber weiter aus einander gerückt. Gehört vielleicht einem rohrartigen 
Gras (Bambusiuin) an. Fig. 17. ist ein schmal lanzettliches, nach vorn zu allmählig ver- 
schmälertes Blatt, das in der Form mit Eolirion priinigenium verglichen werden kann. 
Doch ist die Nervatur ganz verwischt und dadurch die Bestimmung kaum möglich. 

HYPOGLOSSIDIUM m. 

Folia (cladodia?) integerrima, triplinervia, nervulis subtilissimis, longitudinalibus 
numerosis. 

16. Hypoglossidiuni antiquum m. Taf. XXXVIII. Fig. 14., zweimal vergrössert Fig. 15. 

Ii. foliis ovalibus, parvulis, integerrimis. nervis tribus acrodromis. 

Auf der Rückseite desselben Steines, mit den Resten des Asplenium Johnstrupi. 

Das ovale Blättchen hat eine Breite von 8 Mill. und war wahrscheinlich etwa 15 

Mill. lansr, doch fehlt die Basis und Spitze. Es ist ganzrandig, in der Mitte am breite- 

17 

K. Vet. Akad. Handl. B. 12. N:o ii. 



13\J OSWALD HEER. DIE KREIDE-FLORA DER ARCTJSCHEN ZONE. 

.stcn und gegen die Basis wie Spitze gleichtuässig verschmälert. Der Mittelnerv ist am 
Grund ziemlich stark, nach vorn zu aber schwächer werdend und sich fast verlierend; 
KU jeder Seite desselben seilen wir noch einen deutlichen Nerv, der von dem Blattirr und 
entspringt, dem Rand ziemlich parallel läuft, aber nicht bis in die Blattspitze verfolgt 
werden kann. Neben diesen drei stärkern Nerven bemerken wir mit der Lupe noch 
zahlreiche, äusserst feine Längsnerven, die aber stellenweise verwischt sind und ihren 
Verlauf nicl. »dich erkennen lassen. Sie sind stellenweise unter sich parallel, und 

scheinen an einzelnen Stellen durch Queraederchen verbunden zu sein. 

Die Nervatur spricht für eine Monocotyled. Pflanze, und zwar dürfte Ruscus zunächst 
in Betracht kommen. Wir haben hier spitzläufige Längsnerven und zarte, durch Aeder- 
chen verbundene Zwischennerven, doch haben wir bei Ruscus zahlreichere und zum 
Theil aus dem mittlem Nerv entspringende spitzläufige Nerven. Der Name soll die Ver- 
wandschaft mit Ruscus (Hypoglossum nannten die Alten eine Ruscus-Art) andeuten. 
Ist diese Deutung richtig, so wäre das blattartige Organ ein verbreiteter Zweig, ein 
cladodium. 



^ 



KOXGL. «V. vkt. AKADEMIEN« HANDLINGAH. BAND. 12. N:0 6. 



131 



ERKLÄRUNG DER TAFELN. 



Taf. I. bis und mit Taf. XXIV. aus der untern Kreide Grönlands. 



Taf. I. 

r-i-'i Vl ? ■}-•>■ jU V li '"""» Dioksoniunum Herr von Knrsok 1 n n 9 •> I, 

Clcichomj, ngid« f, I,. h. vergrössert. I „. Corpolithes thulenrf.HR ' vcr « roMm - '• "». 5. «. I). 

MS. b. /. Asplenium Jolinstriipi 11h ff. I». vergrössert. 

Taf. II. 

14. Ä^ »* -^ 9. b. vergort 

hg- 1». 16. Jeanpaulia arctica von Pattorfik. IG. reataurirt 

Fi- 7 c' J' ^ Pi s U i nm f ° rd T s ^ l f H,{ V011 P «ttovfik. b. vergrößert. 

V"* ' ; !?." ^ cler0 P te ™ belhduln. 17. d. vergrößert. 

fig. 19. Aueumdium Seliimperi Hr von Ekkorfnt 

I<ig. 20. Sphenopteria fragilis Hr von Ekkorfat. 20. b. vergrössert. 

Taf. III. • .- - 

■rig- 1. a. b. 2. a. Adiantum formosum Hu von Avkrusak Fi«- i o o i i /^ 

J- c Fruchte, d. vergrössert. 1. ,. Bequoia Smittiana h r g> * 2 " b ' C ' d " ° SBmnda P etio1 ^'- 

l;ig 3. Baiera arctica Hr von Ekkorfat, 

>ig. 4. Baiern grandis Hr von Ekkorfat. 

Fig. 0. Acrostiehites Egedianus Hr. 5. b. vergrössert mit <hn Soris. Avkrusak 

Jg. G. Pecoptens Bolbroeana Hr von Pattorfik 

Fi? s' ^ e ~P tc 7* Audenoniana Hr von Avkrusak. 7. b. vergrössert. 

Vi o v , ' , Gleichema Giesekiana Hr von Avkrusak. «. b. ver-rössert 

J - 0. I).ctyopl,yll„ m Dicksoni Hr. 9. 1, vergrössert, 9. c. d. Fruchthäufeben vergrössert, von Ekkorfat. 

. . Taf. IV. 

hiß. i —5. Gleichenia Zippei. Cord. sp. 
^ «g- 1. üablig getheilte Blattspindel von Pattorfik; auf demselben Steil, liegen noch mehrere solcher 

Fig. 2. und 4, von Pattorfik. 

Fjg. 3. von Avkrusak. 

*'g. 5. von Korne: daneben ein junger eingerollter Wedel. - 

Taf. V. 

Weicheina Zippei von Pattorfik. 

»Mg. 1. Fruohtwedel. 

Fig. 2. Dreigablige Spindel. 

Fig. 3. 4. und ö. Gabiig getlieilte Wedel. 

*«g. G. Blaulieder mit den Soris. G. b. vergrössert G. c. stärker vergrössert. 

Je- i. a. I). iMcderehen mit den Soris- vergrössert. 

*«g !». Friichlwodel. 



132 



OSWALD HEER. DIE KItfclDK-FLORA DER ABCTISCHEN* ZONE. 



Taf. VI. 

S* \~l' n! eiC ! ,e "i a ? ippeL F ^ h vo " Arkriisakj 2. und 3 von Pattorfik 
ftff. 4-b Gleichenia longiponi.ii Ha von Pattorfik. 6. b mgVössert 

Taf. VII. 

Fig. 1. Gleichenia GieseEiana Hr. Fi«- 2 Gl Zin»! Pn,.,i », n -i 

i 8 . «. ui. Hippel Lord. sp. Beide restaurirt. 

s 

Taf. VIII. 

Fig. 1—3. Gleichenia longipennis Hb 

Fig. 1 grosser Wedel von Avkrusak. ' 1. b. Fiederchen mit Soris vergrössert 

Fig. 2. Gabiig getheilte Blattspindel von Pattorfik ei^iosse.t. 

Fig. 3. Fieder von Korne mit Soris. 3. b. vergrössert. 

ifig. 4. 5. Gleichenia rotula Hr von Korne. 

Taf. IX. 

Fig. 1. a. Danaeites Iirinus Ha von Korne. 1 b Gleichenia rntnln w» r.-;™ o io ■ , 

Fig. 4. Wedelstück von Gleichenia rotula. ^^henia .otula Hr. ] ,g. 2. und 3. viermal vergrössert. 

Fig. 5. Gleichenia polypodioides. 

Fig. G— 12. Gleichenia Nordenskiölcli Pia 

Wedel J, ^"rthemer Sptdet * r '' e ' C '' e, " a l ' el,Cat " 1 "- '• vie '™' ™^™<- «* lä - ™ Avkru M k, 

Taf. X. 

Fig- 1 — 11. Gleichenia gracilis Hr. 

Fig. 1—3. und 5. von Korne. 5. b. vergrössert. 

Fig. 4. von Avkrusak. 

vcrgrössl*.' '' *' G1Hchcilia gl ' acilis - 6 " b " ^ Fiede '' dreimal vergrössert. G. e. Asplenium Johnstrupi. G d. 
den Fru^h^en dlCnii ' *"**■ "" ^^ "* *' W «K***«*- ^iselben Steines vergrössert, mit 



Fig. 9. ein Fruchthäufchen vergrössert. 

Fig. 10. 11. Blattfiederchen viermal vergrössert. 

Fig. 12. Gleichenia acutipennis Hr von Pattorfik. Fig. 13. vergrössert. 

Fig. 14. Gleichenia micromera Hr von Angiarsuit. Fig. 15. dreimal vergrössert. 

ifig. 16. 17. Gleichenia delicatula Hr von Avkrusak. 

Fig. 18. Gleichenia thulensis Hr von Pattorfik. Dieser Name ist auf Taf. XI. zu .streichen. 

Taf. XL 

Fig. 1. 2. Gleichenia comptoniaefolia Der. sp. Pattorfik. 1. b. und 2. b. vergrössert. 

Fig.<-3. und 4. Gleichenia nervosa IIa Korne. 5. 6. vergrössert. 

Fig. 8. Scleropteris bellidula Hr vergrössert. 8. b. stärker vergrössert. 

Fig. 9. Asplenium Boyeanum Hr von Avkrusak. 

Fig. 10. 11. Sphenopteris grewillioides Hr von Korne. 

Tai'. XII. 

Fig. 1. und 2. Danaeites iirinus Hr von Korne. 

l f )8' ^ — 11- Oleandrn arctica Hr von Avkrusak. 

Fig. 3. grosses Blatt. 

Fig. 4. a. Blattfetzen von Korne. 4. b. Cyperacil.es arcticus Hr. 

Fig. T>- und G. 8. und 11. Biattstücke mit einzelnen Soris. Fig. 5. b. Blattstück vergrössert. 

l'Jg, 7. a. 1). Oleandra arctica. c.. d. Senuoia J{< ichenbachi Zapfen und Zwei''. 

i-'jg. .'. a. Hlattspitzc von Oleandra. 9. 1), Sc<|iioia ambigua. 9. e. Junger Zapfen von Senuoia. 

Fig. K). a. Oleandrn arctica. 10. b. Seqnoia Sniittinna. 10. c. d. Pinus lingulata. 



KONGL. SV. VKT. AKADKMIENK IIANDrjNGAK, BAND. 12. N:0 6 



133 



Taf. XIII. 

Fig. 1. Lycopodium rcdivivum Hu von Angiarsuit. 

Fig. 2-8. Gquisetiun nftitssum Hr. Fig. 2. a. von Avkrusik 9 h' iv * 

Fig. 3. Equisotum amissum. 3. b. verbessert,. Avklll9 ' ,L - >>• Adiantum -peciomm. 

Fig. 4. von Konio. 

Fig. 5. von Avkrnsak. 

Fig. (i von Kome; Scheidciiznhne. 

( Fig. 7. Wurzeln und Zweibein von Pattorfik. 

Fig. 8. Grosses Stengelstiiek von Pattorfik. 

Fig. 9. EquUetitea annulnrioidea Hn von Avkrnsak; daneben Stengel von Ecmiafcnm 9 h <ui -j 
stuck vergrössert. n equisctnm. y. u, S>clieiden- 

Fig. 10. Equisetitos grönkndious Hu von Avkrnsak. 

Fig. II. 12. Adiantum speciosum incisum, von Avkrnsak 

F.g. 13. U. Selerophyllina cretosa Schenk, sp. 13. von' Angiarsuit und 14. von Avkrnsak. 

Taf. XIV. " 

Fig. 1—12. Zamites speciosus Ha von Ekkorfat. 

Fig. 12. Same. 

Fig. 13. 14. Zamites borealis Hr. 

Fig. 15—20. Pterophyllum coneinnum Hr. 

Fig. 21. Same von Pinus. 

Taf. XV. ' 

Fig. 1. 2. Zamites borealis Hr von Ekkorfat. 

AneinJiä Llm^H*"*" ""^^ "" ""' Ekk0rfi "' * ^ "«W>» — •«- Ha. Fig. 5. c. 

SaittJ.!*' 6 ' "'"' "'' Z ° mi ' eS a ' C ' iC " S G ° EPP - V °" K ° me - Neben <lem Blntt Fi ?' 6 ' '>• ei " Z >™S '»» S«I«oi» 
Fig. 8 — 10. Zamites brevipennis Hr von Korne. 
Fig. 11. Pterophyllum coneinnum Hr, 
Fig. 12. Same von Zamites? von Korne. 

Taf. XVI. 

Fig. 1. 2. 3. b. Pterophyllum lepidtnn Hr von Ekkorfat. 3. a. Aneimidium 

Flg. 4. Zamites speciosus Hb von Ekkorfat. 4. b. e. Blatt vergrössert. 

biß. o—8. Glossozamites Schenkii Hr von Korne. 5. b. vergrössert. 

Fig. 9. Zamites brevipennis Hr Blattfieder vergrössert 

Fig. 10. Zamites acutipennis Hr Blattfieder vergrössert. 

*}{?■ 11. Same eines Zamites? von Ekkorfat. 

r- g " ?2— J 6. Iuolepis imbricata Hr. Fig. 12. a. Zapfen, b. e. Zweige. 12. d. vergrössert 

JMg. 13. Zweig und Zapfen von Avkrnsak. 

Fig. U. Zweig mu [ Zapfen von Pattorfik. 

Fig. 15. a . Zapfen und b. Zweig von Ekkorfat. 

Fig. 16. Querdurchschnitt von Zapfen. 

Fig. 17. Thuites Meriani Hr von Ekkorfat. 18. vergrössert. 

Fig. 19. Anomozamites cretaceus Hr von Ekkorfat. 20. vergrössert. 



Taf. XVII. 

Fig. 1. 2. Torreya parvifolia Hr. Fig. 1. von Ekkorfat, 2. von Avkrnsak. 

■Fig. 3. 4. Sequoia Smittiana Mit von Ekkorfat. 

Fig. •). b. c. Cyparissidium gracile Hr von Pattorfik. a. Pinus. 5. d. Zapfensehuppe vergrössert, 

£jg- C. 7. Pinus Eirikiana Hu von Korne. 

Fig. 8. Zapfensclmppen von Pinus von Pattorfik. 

Fig. 9. Glyptostrobus grönlandicus Hr. 

Fig. 10. 11. Selerophyllina dichotoma Hu. 10. und 11. b. von Angiarsuit, 11. von Korne. 

Flg. 12. Selerophyllina cretosa Hr von Angiarsuit. 



134 



OSWALD HpKlt. DtE KBEiDE-ELORA DER ARCTI8CHM ZONE. 

Ve,selJ;;T5 1 iu , l!r n ' , ' ynH,US ;,ng,,StiPOlliS H * -'•-' "**** Auf,,,, Tafel und im Text steht aus 
Fig. 14. Curculioitites cretaccns 11k vero-rösscrt. 



Fig. 1—1, Torreva Dick 



Taf. XVIII. 



ng. l — ], lorreya Dicksomnna Hu von Avl-ms-iL- v\ n - 1 i w- • . 

Zweig, der Seqiioio gracilis Hu. Avk.usak. Fig. 1. 1). Sequoia Snuttiana II 



Fig. 2. b. Pinua Eirikiana Hr. 
Fig. 3. Fruclit von Torreva 

1 1 ■ ■ - * 



r. 1. c. Zapfen und 



Fig. ft - 8. Frenolopsis Mohenesjo-eri Ett <n "> n >•»,, i> h n 

Fig. G. in der ober« Ecke links "(6 b ei /«i l J , \ •' T A - vkrU> .! k - 8 " V0 " Kkko 
ergrössert. Fig. 8. ; , kleiner kur/Jlicd irte Zw i, s" Vh C W ariM,d "™ *™»le. 8. b. Zweigs 

/ O t. n iieo.uu Äueig. 8. b. Blattchen eines noch unbestimmten Nadelholz, 



corfnt, 

üek 
:,s. 



Cyparissidium gracile Hb von Pattorfik. 
Fig. 6. Zweigstück vergrössert. 
Fig. 8. und 9. b. Fruchtzapfen, 
Fig. 10. Rindenstück des Stammes 
Fig. 11. Zapfenschuppe mit Same. 



Taf. XIX. 



Taf. XX. 

Fig. 1. a. Zapfen von Sequoia Reichenbachi Gein. sp. 1. 1, Same von Semioia 1 n 7™ ;„ i c 
q.«. am igua Hr. 1 d. e. Cyparissidium gvacile H,, d. Wnlioh« BlüZkäSii! e^wet *' '" SC " 

\t r Ji T r CqU01 ". ß(31chenbaclli von Pattorfik. 2. Abdruck. 3. Durchschnitt 4 Beitaurirt 

Fig. 5. von Avkrusak. 5. a. Sequoia Eeichenbachi. 5. b. Sequoia Smittiana. ^staumt. 

52" ?■ von tvknTak ',' h IT™ f^f.' C " Zapfenschuppen, d. Sclerophyllina dichotoma. 

xig. < von AvKiusak. a. b. Sequoia Keichenbaclu. c. S. Smittiana 

Fig. 8. Sequoia Eeichenbachi Gein. sp. 8. b. von Angiarsuit. 

Fig. 9. Glyptostrobus grönlandicus Hu von Pattorfik. 

Ekkorfat' 10 " "' Z;,1)feilSC,1 "l ) l 5C V0 " Glyptostrobus. b. Pinus Olanana Hr. c. Osuiunda petiolata Hb von 

Taf. XXI. • 
Fig. 1 — li. Sequoia ambigua Hr. 
Fig. 1. Zweig von Pattorfik. 

Fig. 2. a. Zweig mit jungem Zapfen von Avkrusak. b. Oleandra aretica Hr 
l'ig. 3. von Ekkorfat. 
Fig. 4. 5. Zweige von Pattorfik/ 
Fig. 6. Zweige und Zapfen von Pattorfik. 
Fig. 7. 8. breitblättrige Zweige von Pattorfik. 
Fig. 9. a. alterer Zweis 
Fii 



diu in 



ig von Pattorfik. 9. b. Oyparissidium. 

ig. 10. von Pattorfik, Sequoia ambigua. a. ZapfeiisehuppeU. b. Same. c. Zweifflein 
gracile. e 



d. Cyparissi- 



11. Zapfen restaurirt. 



bacl 



ii. 



Fig 

Fig 
Fig 

Fig 
Fig 

FJ2 - . 



Fig. 
Fig. 
natürlicher 



Taf. XXII. 

. 1 — 10. Sequoia gracilis Hu. 

• 1. von Avkrusak. a. Zweige, b. Zapfen. Fig. 1. c. Zapfen zweimal vergrößert. 

• 2. Zapfen restaurirt. 

. 3. Zapfen von Pattorfik. 
4. Zweig, von Avkrusak. 

• 5. von Avkrusak. a. bis e. Sequoia gracilis. e. e. Zweige, a. I). d. Zapfen. I'. Sequoia 
S. rigida 11h. h. Toireya. 

0. Sequoia rigida, Blatt vergrössert. 

7. Sequoia gracilis, Zweig von Ekkorfat. 8. Zweimal vergrössert. K. b. Gi'ossbliittiger Zwe 
Grösse. 



Kei 



enen- 



iffrest. in 






1 KONGr, SV. VKT. AKADEWIB.V8 HAHDLISGAH. BAND, 12. N:0 6 . i33 

Fig. 0. Zwei»' von Pnttorlik. 

Fig. 10. Zweig mit mehr abstehenden Blättern 10 I 7 
Samen (Irt'imnl vergrössert. ' seigre« »»it den ttaiucu von Avkrusnk l<i e 

Tai'. XXII I. 
Fig. 1 - • G. Scquoia Smittiana Hit. 
Fig. 1 a. b. c. Zweige, d. Zapfen; von Avkrusak. 
log. 2. Zaplen zweimal vergrössert. 
Fig. 3. Zweige von Avknisak. 
Fig. 4. Zweigrest mit Zapfen von Pattorfik 
Fig. 5. Zweige von Avkrusak. 5. b. Blattspitze vergrössert. 

Fig. 8. Zweimal vergrössert. 

Fig. 9—15. Piuus Crameri Hit. 

Fig. 9. Blätter dabei ein Same von Ekkorfat, 

Fig. 10. Zapfcnselmppc mit zwei Samen von Korne 

Fig. 11. Beblätterter Zweig von Ekkorfat. 

Fig. 12. Ein Haufen über einander liegender Blätter von Ekkorfat 

*ig. 14. Pinus-Samen. 13. 15. dreimal vergrössert ' > 

Fig. IG. Pinus Eirikiana Hr. 

Fig. 17. Pinus Peterseni Hr. 

Fig. 18. Pinus lingulata Hu. 

Fig. 19. Pinus Olafiana Hr. 19. b. vergrössert. Von Ekkorfat. 

Taf. XXIV. ' 

Fig. 1—3. Eoliriou primigenium ScilK. 

Fig. 1. 2. von Avkrusak. 3. von Angiarsuit. 

Fig. 4. Cyperacites hyperboreus Hit. 4. b. vergrössert. Pattorfik. 

ifig. o. ioacites borcalis Hit von Paftorfik 



Aus den Sandsteinen von Üjarasusuk. 

Fig. 1. bis 3. Gleicheuia Zippei. 

Fig. 4. CJleichenia Nauckhoffi Hr. 

Fig. 5. Sequoia ambigua Hr varift. 

Fig. 6. Sequoia rigida IT c. 



Tai'. XXV. 



r«f. XXVI. bis und mit Taf.' XXXIV. aus der obern Kreide. Alle Stücke, bei 
3n nicht ausdrücklich eine andere Fundstätte angegeben ist, sind von Unter- 



anckerdlu 



\ . 



Taf. XXVI. 



*Jg 1. Asplenium Forsten Deb. 1. b. vergrössert, 

J}g. 2. Otozamitea grönlandieus Hit von Atane. 

*|g- 3. Pecopteris striata Sternb. 3. b. vergrössert. 

*Jg- 4. Pecopteris aretica Hr. 4. b. vergrössert, 

"g- o. Pecopteris Pfaffiana Hit. 

j"»g. 6- a. Asplenium Nordströmi Hit. G. b. Andromeda. 6. c. Populus. 

*jg. /■ Pecopteris denticulata Hr. 7. b. vergrössert. 

»ig- 8. P.-copteris argutula Hr. 8. b. vergrössert. 



USWAL " I,EK "- "« — ™, „„ Älic , nscuES ZOSEi 



Fig. 0. Osimi ud ;i Öbertfjau« II h o i, * 
, «* 10-13. a . Gleicht Z 1 i » ,T£S n ; fc • V'' i^' 
»'drückt. 13. d. grössere Fiedercfaen mit fc,ücht, 'äui'chcn. 13. I,. t , 

Fig. 1-1. Gleidionia acutiloba Hu u i, „ 
Kg. 15. IG. Carpolithea «»Iric 5«t»„ H B Tf '? ' n- 
Fig. 17. a. Pecopteris bohemica S^g b si ? ? ^ P " r » 8 I'»"W- 
Kg. IS. Pccoptens kudliseti.n. S von KuZe * ^ * ^P 1 ' 1 " 8 *W 



Gleichen ja gracilis; stark 



in. 



Tai". XXVII. 



Fig. 1—3. Salisburea primordialis Hk l Bhtt 9 «! 

Kg- 5. 6. Sequoi. fastigiata Sxbg von A ane 5 "fe • 3 " " Frudlt - ö " ' 

Kg. 6. von Atanekerdluk. Belgien, vergrösscrt. 5. e 

F.lff. 7. Sefllioin sul->i>U>tn U„ n 



k!' b '. 8 T ia subul M a Hr - "■ Zwei ° e - b - Z; 'p^"- 



b. Sequoia subulnia. 
Zapfenschuppe. 






Fi , w , , • Taf - XXVIIL 

1- Widdrmgtouites aubtilia Hr, i. b . vergrößert. 
*Jg. •-. Sequoia Keichenbachi Gein. sp. 

*' S '' 2~ 6 ' a \> Sec J uoiil subulata Hr. 4. b. c. vero-rössert 
Kg. 7. Cyeadues Dicksoni H,, 7 . ., Blattstück IrgZll 

F? ?rVn ° 8«"J«ncI.« Hk. 8. 11. Blattreste. 9. 10 Rohratücke 

Biß. IZ. öpargamum cretaceuni Hk «oniatucki. 

Kg. 13. 14. Piuus Quenstedti Hr 

Kg. 15. Pinus Staratschini Ha. 15. b. Nadelstüek vergrössert. 

Kg. 16. bequoaa subulata Hu var.? 16. b. vergrössert. 



i 



S» 



cquoia 



Taf XXIX 

^V.T 5 ' P ° pulus Ber g» r eni Hk. Fig. 1. Frucht. "fl«r 2 a Blatt 2 I w 
subulata. ° : r1 "- *' "• Ji,citt - *• b- Picus protogaea. 2. 



Fi 
Fi 



■ 6- Populus hyperborea Hk. 



F* 8* a' PonÖlu B l latt V ;° a ? ° Pl :h h ff erb ° r€a - 7 - b ' **«*. «***• 
BV Q P , P i 1 W rb ° 1 '*«- 8- b. Proteoides longus Hk. 
*jg. 9. Populus hyperborea. 

Fig. 10. Populus stvgia Hk. 

Tal XXX 

Kg. 2. b. Populus hyperborea. 



Tal'. XXXI. 

Fi? 0' tf y '- (;a J"*" 1 * H *- 1- >■ 1. b. Plätter. 1. c . Früchte. 
.>■ 7' My? 1 ™ denken Ltt. 2. b. Zähne vergrössert. 

p!" 7 J" t,' Si,ssaf,as arctica - c. Chondrophyllum orbiculatum. 

ri e . 4. ö. Proteoides longus. 5. von Kudliset. 

*|g. b. 7. Proteoides crassipes Hr. 6. b. Geäder vergrössert. 

Pif" q ,?'' . ane- 8 - *• K° teoi des crassipes. 8. b. Thuitea 1'faHii Hk 
*J«4. 9. Irotcoidea vexans Hk. 10. mit Galle. 
*g. 11. I'roteoid.'s granulatus Hr von Atanc. 11. b. Blattstück ver-rös 



8. c. d. vcigiösscit. 



Taf. XXXII. 

S S '" \~ 2 - Audromeda Parlatorii Hu. Fig. 2. von Nebraska. 
ig- - 7. Diospyros prodron.us Hr. 3. 4. 7. b. Blätter. 5. 6. Blfilhelikricbe. 7. a. Osmunda Üb^rgiaua. 



KONGL. SV. VET. AKADEMIENS BAHDLIHGAB. BAND. 12. N:0 6. ] 37 

Fig. 8. Dcrmatophyllites borealis Hr. 8. b. verbessert. 

biß. 9. Panox cretacca Hr. b. d. vergrössert. Fi- 10 reatanrirt 

Fig. 11. Chondwphjllun. Nordenskioldi Hk. 11. b. vergrösatt " 

Fig. 12. restaunrt. 5 

Fig. 13. Chondrophjrllum orbiculatmn Hr. restaurirt 

Fig. 14— IG. Myrtophylhm Geinitzii Hit. 

Fig. 18. Ithus microphylla Hr. 

Fig. 19. Legiuninosites amissus Hr. 

Fig. 20. 21. Credncria. 21. von Atatie. 

Fig. 22. Metrosideros peregrinus Hr. 

Fig. 23. Myrsine borealis Hr. 23. b. vergrössert. 

Taf. XXXIII. 

Fig. 1 — 4. Magnolie 
Fig. 5. G. j 

' )ps 



lMg. 1—4. Magnoha Capellinii Hr. Fisr. 3. von Nebraska in« ,!„.. <j om ™i i 

Fig. 5. Mag„„lia „lj„ a „ s Hb. 6. I Mytopl^lhnn Geinitzi. * *" HOT " *** M,RC °°- 

lug. 7. Iulopsis cretacea Hr. 



Taf. XXXIV. 

Fig. 1. a. Sequoia subulata Hr. 1. b. Zapfenschuppen. 1. e. Pinna Staratschini. 
lug. Z. Linus. Zapfenschuppe. 
Fig. 3. a. Sequoia rigida Hr. 3. b. Frucht? 
Fig. 4. Magnolia alternans Hr. 
Fig. 5. Sapindus prodromus Hr von Atane. 
Fig. 6. Lcguminositcs atanensis Hr von Atane. 
1 Fig. 7 — 11. Leguminosites phascolites Hr. 
Fig. 12. Leguminosites cassiaeformis Hr. 
Fig. 13. Leguminosites prodromus Hr. 
Fig. 14. Leguminosites coronilloides Hr. 
Fig. 15. Phyllit.es linguaeformis Hr. 
y'ig. Iß. Phyllites Jacvigatus Hr. 

Taf. XXXV. bis Taf. XXXVIII. vom Cap Staratechin in Spitzbergen. 

Taf. XXXV. 

Fig. 1— ö. Asplenium Johnstrupi Hr. 2. b vergrössert. 
Fig. G. 7. Asplenium Boycanum Hr. 
Fig. 8—10. Sclerophvllina cretosa Sciik sp. 
, Fig. 11—16. Thinfeldia aretica Hr. 
Fig. 17. bis 21. Phyllocladites rotundifolia Hr. 17. Fruchtstand. 17. b. Blatt vergrössert 
Fig. 19. 20. 21. Samenkern. 21. b. Spitze vergrössert. 

v 

Taf. XXXVI. 

.«i i F '"' 1_ 8 ' Sef l uoia fteichenbachi Gein. sp. Fig. 3. Zweig mit männlichen Blüthenkützchen. 3. b ein 
solches vergrössert. 4. Zweig mit Zapfen. ' * 

f)g. 9. und 10. Pinus Peterseni Hr. 

Taf. XXXVII. 

Fig. 1. 2. Sequoia Reichenbachi. 1. Abdruck von Holzstämmen. 2. a. Zweige, b. vcraestelter Stamm. 

Fig. 3. Zapfen von Araucarites Nordenskioldi Hr. 

Fig. 4. Zweigreste. 

Fig. 5. Pinus Zapfen. 

Taf. XXXVIII. 
Fig. 1—4. pj mis öuenatedti Hit. Fig. 1. o, 2. a. 3. 4. Nadeln. 1. b. 2. b. Sphenoptcria hyperboraa 
"»g. 5. Pinus Peterseni Hr. 

K. V.«. Akiul. II.in.ll. Jlaii.l. IL'. NlO 0. 18 



138 



OSWALD nSEII. DIE KIIEIDE-FLOKA DER ARCTISOIIEN ZONE. 

Fig. G. 7. Pinus Slarntscliini Hr. 

Fig. 8. Equisetura. 

Fig. 0. a. 10. 11. Seqnoia rigid a Hit. 11 Blnthmrhpn o i n 

Fig. 12. 13. Sequoia fastigiata Stbg. 9 ' b ' 9 " C> S P hen <>Pte™ hyperborea. 

Fig. 14. Hypoglossidium antiqimm Hr. 15. vero-rössert 

% n. issus s:r ics - b - ""■"^ """'"" « *- *»■ . 

Fig. 18. Blattfetzen einer rohrartigen Pflanze. 



■ » » — 



INDEX ZUR KREIDEFLORA. 

Die mit * bezeichneten Namen sind Synonyma. 



Acrostichites Egedianua Hr. 39. 
Adkntum formoaum Hr. 35. 
Andromeda Parlatorii Hr. 112. 
Anehnidium Schimperi Hr. 36. 
Anomozamitea cretaceua Hr. 70. 
iraucaritea Nordenakiöldi Hr. 125. 
irchiorhynchua anguaticollis Hr. 91. 
Vrundo grönlandica Hr. 104. 
Vsplenium Boyeanum Hr. 33 122. 

Dickaonianum Hr. 31. 

Fcerateri Deb. 93. 

Johnatrupi Hr. 32 122. 

Nordenakiöldi Hr. 33. 

Nordstreemi Hr. 93. 

Jaiera aretica Hr. 37. 
- grandia Hr. 37. 

arpolithea tbulenaia Hr. 89. 

scrobiculatua Hr. 120. 
'aulerpitea faatigiatua Stbg. 102. 
londrophyllmn Nordenskiöldi Hr. 1 

orbiculatum Hr. 115. 
'•edneria apec. 111. 
ireulionites cretaceua Hr. 92. 
•caditea Dickaoni Hr. 99. 
'parissidium gracile Hr. 74. 
1 peracites areticus Hr. 86. 

byperboreua Hr. 86. 

polaria Eichw. 87. 



14. 



Faaciculites gröulandicua Hr. 88. 
Ficua protogaea Hr. 108. 
Frenelopaia Hoheneggeri Ett. Sp. 

(xleichenia acutiloba Hr. 97. . 

— acutipennis Hr. 53. 

— comptoniaefolia Deb. 49. 

— delicatula Hr. 54. 

— Gieaekiana Hr. 43. 

— gracilia Hr. 52. 97. 

— lougipennia Hr. 46. 

— micromera Hr. 55. 

— Nauckhoffii Hr. 90. 

— nervosa Hr. 53. 

— Nordenskiöldi Hr. 50. 

— rigida Hr. 43. 

— rotula Hr. 48. 

— thulensia Hr. 48. 

— Zippei Cord. Sp. 44. 90. 97. 
Gloaaozamitea Schenkii Hr. 69. 
Glyptoatrobua grönlandicua Hr. 76. 

Hypogloaaidium antiquum Hr. 129. 
Inolepia imbricata Hr. 72. 



Jeanpaulia borealia Hr. 57. 
— lepida Hr. 88. 
Julopaia cretacea Hr. 120. 



tnaeitea firmua Hr. 56. 
i-matophyllites borealia Hr. 112. 
^tyophyllum Dickaoni Hr. 55. 
)S Pyroa prodromua Hr. 113. 
yandroidea Zenkeri Ett. 108. 



[ mon primigenium Scbk. 87. 

usetites annularioides Hr. 61. 
" grönlandicua Hr. 61. 
''"^tmn amissum Hr 60. 



Leguminoaitea amiaaua Hr. 119. 

— atanenais Hr. 119. 

— casaiaeformia Hr. 119. 

— coronilloides Hr. 119. 

— phaseolites Hr. 118. 

— prodromua Hr. 118. 
Lycopodium redivivum Hr. 60. 

Magnolia altcruana Hr. 116. 

— Capellinii Hr. 115. 



Metrosideros peregrinua Hr. 116. 
Myrica tbulenaia Hr. 107. 
73. — Zenkeri Ett. sp. 108. 
Myraine borealia Hr. 113. 
Myrtophyllum Geinitzii Hr. 116. 

Oleandra aretica Hr. 38. 
Oamunda petiolata Hr. 57. 

— Oebergiana Hr. 98. 
Otozamitea grönlandicua Hr. 99. 

Panax cretacea Hr. 114. 
Peeoptcris Andcrsoniana Hr. 41. 

— aretica Hr. 40. 95. 

— argutula Hr. 96. 

— bohemica 86. 

— Bolbroeana Hr. 41. 

— borealia Brgn. 40. 

— denticulata Hr. 95. 

— hyperborea Hr. 41. 

— Kutlisetiana Hr. 97. 

— Pfaffiana Hr. 95. 
*— aerrulata Hr. 96. 

— striata Stbg. 94. 
PhyUitea IaevigäJfcus Hr. 120. 

— liuguseformis Hr. 120. 
Phyllocladites rotundifoliua Hr. 124. 
Pinus Crameri Hr. 83. 

— Eirikiana Hr. 85. 

— lingulata Hr. 84. 

— Olafiana Hr. 85. 

— Peterseni Hr. 83. 28. 

— Quenatedti Hr. 104.' 128. 

— Staratacliini Hr. 104. 129. 

— vaginalis Hr. 103. 
Poacitea borealia Hr. 86. 
Populus Berggreni Hr. 106. 

— hyperborea Hr. Iü6. 

— priniaeva Hr. 88. 

— stygia Hr. 107. 
Pterophyllum concinnum Hr. 68. 



Pterophyllum lepidum Hr. 68. 
Proteoides crassipes Hr. 110. 

— granulatus Hr. JH. 

— longus Hr. 110. 

— vexans Hr. 111. 

Protopteris punctata Sternbg. Stein- 
kohlenpflanzen S. 8. 

Rhus microphylla Hr. 117. 

i 
Salisburia primordialis Hr. 100. 
*Salix fragiliformis Zenk. 108. 
Sapindua prodromus Hr. 117. 
Sassafras arctica Hr. 109. 

SclerophyJlina cretosa Schk. ap. 59. 
124. 



Sclerophyllina dichotoroa Hr. 59. 
Scleropteris bellidula Hr. 34. 
Sequoia ambigua Hr. 78. 91. 

— fastigiata Stbg. sp. 102. 128. 

— gracilis Hr. 80. 

— Reichenbachi Gein. sp 77 101 
126. 

— rigida Hr. 80. 91. 102. 128. 

— Smittiana Hr. 82. 

— subulata Hr. 102. 
Sparganium cretaceum Hr. 105. 
Spheuopteris fragilis Hr. 34. 

— Grevilloides Hr. 34. 

— byperborea Hr. 123. 
*— Johnstrupi Hr. 32. 



.ThinfWdia arctica Hr. 123. 
Thuites Meriani Hr. 73. 
*— alienus Stbg. 102. 
*— Hoheneggeri Ett. 74. 

— Pfaffii Hr. 100. 
Torreya Dicksoniana Hr. 70. 

— parvifolia Hr. 71. 

Widdringtonites subtilis Hr. 101. 

Zamites acutipennis Hr. 66. 

— arcticus Hr. 67. 

— brevipennis Hr. 67. 

— borealis Hr. 66. 

— speciosus Hr. 64. 
Zingiberites pulchellus Hr. 105. 



KONGL. SVENSK^VETEi^P^AKADEMI^ Bandet , 3 K& 



NACHTRÄGE Züß MIOCENEN FLOSA GRÖNLANDS, 



ENTHALTEND 



DIE VON DER SCHWEDISCHEN EXPEDITION IM SOMMER 1870 
GESAMMELTEN MIOCENEN PFLANZEN. 



VON 



OSWALD HEER. 



MIT 5 TAFELN ABBILDUNGEN. 



AN DIE KÖNIGL. SCHWEDISCHE ACADEMIE D. WISS. EINGEREICHT DEN 6 FEBRUAR ]874. 



^' » 



STOCKHOLM, 1874. 

P. A. NOESTEDT&SÖNEE ' 

KONQL. BOKTRYCKARE. 



Im eist n und zweiten Band der fossilen Flora der Polarländer habe ieh die mir bis zum 
J. 1869 bekannt gewordenen miocenen Pflanzen Grönlands beschrieben. Die Mehrzahl 
kam von Atanekerdluk, welches eine der reichsten Fundstätten fossiler Pflanzen ^wor- 
den ist; einige aber auch von der Insel Disco, namentlich von Ujarasusuk und Kudliset 
Es hat Nohdbhbkiöld mit seinen Begleitern auch diese bekannten Lokalitäten besucht 
und Versteinerungen daselbst gesammelt, sein Hauptaugenmerk aber auf das Auffinden 
neuer Fundorte fossiler Pflanzen gerichtet. Ein Blick auf die Kreideflora der arctischen 
Zone zeigt uns in wie grossem Umfang ihm diess für die Ablagerungen der Kreidezeit 
gelungen ist, indem durch seine vom glücklichsten Erfolg gekrönten Bemühungen eine 
sehr reiche und ganz neue Flora aus den Felsen Grönlands hervorging. An miocenen 
Pflanzen konnte seine Ausbeute nicht so viel Neues bringen. Immerhin hat sie der 
Flora Grönlands eine Zahl neuer Arten hinzugefügt und belehrt uns über die Verände- 
rungen, welche während der mächtigen Basaltausbrüche in der Pflanzenwelt Grönlands 



vor sich gegangen sind. 



Nach den Lagerungsverhältnissen hat Nokdenskiöld die miocenen Fundstätten 
fossiler Pflanzen Grönlands in drei Gruppen gebracht. x ) 

hstens die untersten, bestehend aus Sand, Sandstein mit Schiefern, Kohlenbändern 
und eisenhaltendem Thon. Dahin gehört Ober- Atanekerdluk mit seiner reichen Flora, 
die einen untermiocenen Charakter hat; ferner auf der Disco Insel: Ifflosuno-oak und 
lsungoak. 

2:tens die mittlem oder Ifsorisok Laijer. Zwischen mehreren tausend Fuss mäch- 
tigen Lagern von Basalt, Tuff und Lava liegen Schichten von Sand und eisenhaltendem 
Thon, welche die fossilen Pflanzen enthalten. Sie sind ungefähr in der Mitte der Ba- 
saltformation. Solche Stellen sind: 

a. Netluarsuk, nordwestlich von Atane, am Ausgang des Waigat zwischen Nour- 
soak und Noursak, etwa 1,000 Fuss über Meer. Zwischen dem Basalt sind Lager von 
Sand, Schiefer,- Kohle und braunem Thoneisenstein. Dieser ist wie in Ober-Atanekerdluk 
mit Pflanzenresten angefüllt. 

b. Ifsorisok, nordöstlich von Netluarsuk (etwa in 70° 40' n. Br.), 12 Meilen von 
der Küste und etwa 2,250 F. ü. M. Ein weicher sandiger Thon, wechselnd mit dünnen 
Kohlenbändern, enthält die Pflanzen. Sie ruhen auf Basalt, welcher weiter im Innern 
hohe Berge bildet. Der Kinnitak zwischen Niakornet und Ekkorfat ist der nächste und 
erreicht etwa 6,000 Fuss Höhe. Er scheint auch ganz aus eruptiver Gebirgsmasse zu 
bestehen. 

c. Asakak; in der Nähe von Korne auf der Nordseite der Halbinsel Noursoak 
befindet sich der Asakakgletscher, dessen Oberfläche mit Steinen bedeckt ist, zwischen 

') Vgl. Nordenskiöld expedition to Greenland. S. 57. 



<"w«d HEEB . smßE zdb MmcENEN iMEA ^^ 

welchen verkohltes und verkieseltes Rnl ]'•• * 

skiöld nicht die Lagerstätte desselb '2 IT mt Es * elan S ™ar Norden- 
rauhen Sandstein fossile Pflanzen, w che ' n tf r "' **** en ^ckte er in einen, 
fein lassen. [ W6iche an der miocenen Natur desselben nicht zwei- 

3:tens. Die Obern Lanov r 
Disco Insel. Sie "sind nach ^„1 Tl Th ° n m südlichen Ufer de, 

felsen überlagert. Er glaubt. ST^ZTT , ' ^ *" d ° rt die Ge- 
worden seien und denselben aufliefen und L'' 8 ' 6 " ^ Basaltfc '^ eingelagert 
saltformation. Damit stimmt sehr wohl" e FloT" J P°T "f" ^ di ° S e "e Ba- 
Anstrieh hat, nicht aber die Pflanzen rl, F1 °' V" " 1 u,lasok . die einen obermiocenen 
DEXSI «öu> ebenfalls hierher rS „ * a ™ ^ '^ V °" Si " ifik " d ™ *o E - 
einstimmen. Nach den Pflanzen TL *?*" V ° n 0be ^tanekerdluk über- 

Material, welches die Pfl„ in P,n T "^l ***** *'** Sei " aIs PuiI ^- Das 
der übrigen Lokalitäten' E 8 ist ein sc t" ""f'T ' * ^ VCTSchiede » ™ d ^ 
sandiger und schiefriger Thon Ter t l ,n ScWz S rau <* Sand oder weicher 

zertrümmerten PWn«ta V f , ' 1St V °" Sehr stark verkleinerten und 

veranschaulicht die Lagerun.'sverh dtnfse V °" N ° RDENSKIÖ "> ™', .»itgetheilte Profil 




«• Horizontale Lager von Basalt und Bnsaltsiuff. b. Sand 



«. »**, ^r^^tr c - K,d " *■**■ 



Ich habe von sechs der angeführten Lokalitäten 

en sind. 



a >*, denen ich noch ^^' ^IT^l^^Z^™" 



t gewor- 



I. OBEK-ATANEKERDLUK. 
&ffuoia Langsdorfii Bkgn sp. Taf. IL Fi* 5 

* xuii. h S: r h 2 on i: f der l lora f r ilis arctica L ™ xlv - «* »-«»• ■»«> u. 

^ansieht d« ' * ? ^ Z"™ 8 ab « ebiIdet - B « H* 5. haben wir die 

'Pfensch ppen stehtf rT 116 " rt"" f*° T* ^ *°™M™8 verbreiterten 

"tagen die Lerrinn^t n "7 ■ 8tai ' ke AchM herum ' an WelcllCT kki »« Ver- 

■*™!ich auf 2r , ! ^ ab S erissenen Zapfensehuppen bezeichnen, welche wahr- 

ucn aut die tregenplatte gekommen sind. 



KONGL. SV. VET. AKADEMIEN« IIANDLINGAI, BAND. 13. K0 2 . 5 

2. Sequttia brevl/olla Hu.? Taf. II Fi.-- 7 w 

Heb« Flora foss. arctica I. S. 03. 

Wir kennen von Atanekorrllnt rl™; c, • * 
und S. brevifolia. Von den tfiS SÄT^S.* ^angsdorni, g ^.^ 
und 8. abgebildeten Zapfen sind durch d " G l0 s e fhrer 'S ^ ^ ^ ? ' 
verschieden und müssen einer dritte S a „ • , Schuppen von denselben 

brevifolia zu bringen haben. qü0Ul aD S ehören ' di >^ wir sie wohl zu S. 

zwei oWn Fl ihr- s r ö d „ Z£J2ZrS?R ^ ™" <•"» —lieh die 
TT. i - Tr.,, «u» epragG «lnü. bie haben eine Breite vnn p Ami 1 ■ 

Hohe von 5 M 11.. sind also sehr in A\* R •+ ° Ml11 ' und eine 

defe Querfurche/von der tah.retehe fe £ «SlS* "** ** *» 
Rand laufen, üeber die Grösse des „™ ^treiten fast strahlenförmig gegen den 

schluss. Mehr ist dieslde F , ti I ! tZjtT 1Z "t^^ Au( ~ 

we.cher wahrscheinlich dieselbe Grösse batte, wl d! „t ^iT? fT ^ 

zelnen Schuppen aber stimmen in Grösse mit Fi 8 t, % L "^ ^ d '° «n- 

die Breite gezogen aber zum Th»il • j * !" e '"- Sl ° Smd auch sehe >" 

ft^^ u o cl 'j «*oei zum lheil aus einander o-Afallor. c;„ i 

tiefen Querfurche durchzogen. g Sl6 Waren aUch von einer 

3. %« spec. Taf. III. Fig. -4. vergrössert 4. b. 
C Spiculis lanceolatis, squamis apice obtusis 

den vorn zilltel ! r c i ™eized,g geordneten, dicht über einander lie^en- 

nieht:;;;;r s27 P t: sanr""* Von Cyperas arcticus durci die - 

4. 0**ry a >FÄW Hr. Taf. III. Fig. 13. 
Heer Flora foss. arctica I. S. 103. 

claro-es?elLn ig ;i!. 3 ' ab °f H ; lete ^uchtbecher ist bedeutend grösser, als die von mir früher 
u<w »esienten, aber m o-ieicher W^iaa w»n q t ü«™. i t UC1 

ein feines Netzwerk liegt Längsnerven durchzogen, zwischen welchen 

■>■ Faijus Deucalionis Ung. var. Taf. III. Fig. 12. 

Hebe Flora foss. arctica I. S. 105. Taf VIII. 1-4. X. 6. XL VI. 4 

>is ictnlU S »? f " St 1 V0llständi S erhaltenes Blatt dar. Es weicht von den uns 
>»J*rt bekannten Blättern der F. Deucalionis durch den .Mangel an Zahnen ab und 

Bat wl TD M t mal r it , der - F ; Antip ° fii nberein ' D - V^der aber w^ 
>lat t zu F. Deucahoms. Es hat jederseit nur 10 bis zum Rand reichende Secundar- 

Srli e bei.f A " U P°l d *™ U ~- U b6SitZt - DieSe Secnndarnervcn stehen daher 
heilten f be, ^ men ; D 'e Felder sind mit theils durchgehenden, theils gabiig ~e- 
neilten, fast parallelen Nervillen erfüllt. . ° ° ° 



6 OSWALD HEER. NACHTRÄGE ZUR MIOCENEN FLORA GRÖNLANDS. 

IL IGLOSUNGOAK auf der Insel Disco. 
Von dieser Stelle sind mir nur wenige Stücke gekommen. Die Pflanzen sind 
in dem rauhen Sandstein und i„ dem eisenhaltenden, innen dunkelgrauen, aussen rost- 
braunen Phon schlecht erhalten. Sie gehören zu 7 Arten. 

1. Pteris Sitkemis Hb. Taf. I. Fig. 6. a. (auf der Tafel irrtümlich als Fig. 9.) 

Heeb Flora fossilis Alaskana S. 21. Taf. I. Fic. 7. a 

Eine einzelne Fieder, welche wohl stimmt zu dem Farn von Sitka. Sie ist in tiefe 
Lappen gespalten, d.e nur am Grunde verbunden sind. Sie sind auswärts etwas ver- 
schmälert am Rande gezahnt; die Zähne sind scharf. Vom Mittelnerv gehen -abli- 
gethe.lte Settennerven aus, welche in die Zähne ausmünden. Die obersten Seitennerven 
sind einlach. 

Bei dem Blatt von Sitka liegen Zweige des Glyptostrobus dasselbe ist der Fall 
bei dem Blatt von Iglosungoak. 

2. Glyptostrobus europaeus Brgn spec. Taf. I. FW. 6. b. c. 

Heer Flora foss. arctica I. p. 90. 135. '" 

Mehrere Zweige mit angedrückten schuppenförmigen Blättern. 

3. Sequoia Couttsiae Hr. 

Heer Flora foss. arctica I. 94. II. Greenland p. 464. 
Einzelne, doch wenig deutliche Zweige. 

4. Populus Richardsoni Hr. 

Heer Flora foss. arctica I. S. 97. 137. 158. II. Greenland p. 468. 
Ein einzelner Blattfetzen. 

5. Populus arctica Hr. 

Heer Flora foss. arctica I..S. 100. 137. 158. II. Greenland p. 468. 
Ebenfalls nur einzelne Blattfetzen. 

6. Salix elongata -0. Web. Taf. III. Fig. 8. 

6. foliis longissimis, elongato-lanceolatis, basi attenuatis, nervo medio gracili. 

Dünker und Meyer Paleontographica II. S. 177. 

Heer Flora tertiana Helvetiae II. S. 31. 

Es ist nur die untere Hälfte des schmalen Blattes erhalten. Es ist sraDzrandiff. 
gegen den Grund zu verschmälert und mit einem dünnen Mittelnerv versehen. Durch 
diesen unterscheidet es sich vornemlich von der S. longa Alex. Br., der es sonst sehr 
ähnlich sieht. 

7. Platanus spec. 

Nur ein Blattfetzen, der nicht entscheiden lässt ob er zu PI. aceroides oder 
Guillelinae gehört. 



KONGL. SV. V ET . IM«« HANn UNGAR . BAND . ,3. ^ 2 _ ? 

j - III. NETLÜAUSÜK. 

Das sehr harte, schwere, braune und eisenh-ilt™,!» r . ■ ■ 
'fallt, unter denen die beblätterten Zweige d s Taxod um j " * "* "«"«"«*««• 
nselne Reste fast auf jedem Stein zu seien sind viele S '""T?" V ° r ' ,<OTSchcn ' "*** 
deckt sind. Zwischen diese Zweige einstreut Stemplatten aber davon ganz 

ihrend die Zweiglein dieses Lebensbau 2! seZ s d Z^T^™ ^ ^ 
Lödium-Zapfen, auch von der Biota sind 1 Auff "»end ist das Fehlen der 

Manger sind Zweigstücke der LZt St«!- "" ^"^ Zäpfdlen *«g<*°— • 
hngsdorni hier feine, Dass ta J^^Ä"«* f T ^ &qUOia 
'«'eist ein Zapfen desselben, der .wischen TaxoZ . Z te Jen fet S T ' T' 
Mmncn zu einer Art, welche bis W*+ ™,« o , , , g Zwei J annzapfen 

Mr (Pinne Macelurii H R ) die Nadeln ZS" . ^ ^ Barin « Insel ) h ^ 
iHter sind sehr vereint in di!ß e der Nad 1h 5" "" ni ° ht ^^ ° ie Uub " 
h- erhalten. Es stand daher St^Z^tX^S^^ '"T »", ''" 
pwen, gemischt mit Lebensbäumen und Seouoia Stern itw l i T S,,m P%- 

«t Glvptostrobus und Pinus Macelurii und ein" Inen a Ä ,' ^ ^ W ° M wA 

t e„) und Sträuchern von Hasselnuss Laubbäumen (Pappeln und Pia- 



1 Pelyporites Sequoiae in. Taf. I. Fig. 1. a . 
P. pileo suberoso, zonato, radiatim striata. 

L „nT m^ woM t e Seo teiD 1- ' ^^ *" S"^* ^"^ «>j» *»*>■•» von 

na mag «ohl an Sequo.enstämmen gewachsen sein. 

ehen ™ g lg rUnzeb ^ s Aussehe »' Von der Unterseite des Pilzes ist nieh s 

ehen, daher eine genauere Gattungsbestimmung nieht möglieh. 

- } - Ascites subtilis m. Taf. I. Fig. 7. vergrößert 8. 

M. caulibus ramosis, subtilissimis, foliis distiehis, ovalibus, nervo rnedio con- 



flA 

zu 



spi 

Ras 

siiK 
sitz 






> 



i ttillt 9 Za ? ? t ??« elchen lie * en beisammen und haben wahrscheinlich einen 
Imif^hTi S1 V1 Ch veraestelt und die Ae ^ zum Theil gegenständig. Sie 

! un vo ' ZWe r% en B1 ^™ besetzt. Die Blatter sind ovalen stummen 

J< und von einem sehr deutliehen bis zur Blattspitze reichenden Mittelnerv durch- 



>nta borealis m. Taf. I. Fig. 13—29. 

is*' rT n alte ™ is ' cor npressis, foliis squamaeformibus, adpressis, quadrifariam im 
aterahbus falcaüs, acuminatis, facialibus subrhombeis, lateralibus lon<ntudin, 



>nc 



8 0S w ALD HEER . NACHTKÄGE ZCK miocene ;. flora mobmm - 

subaequalibus, obtusis, apice brevissime angularis dn,»„ ■ .- 
squani, oblongo-obovatis, apice mucronatis Jl fZS^Sj^ "^ 
Ihujops.s europaea He ER Flora arctioa I. p. 90. Ta L Fi« ' > 

Atanekerdluk selten- ;.. w«+i \ . „ J 'S- H. a. b. c. 

sorisok. ' NetlDarsuk hä °%. besonders die Nüsschen. ' If- 

Biota,^' aTdteLISfdtL!^ "1 W" S ^" »— «** - 
mit den Sanken nnd Zapfen I tti^^ ^ j*" 

der Zapfenst.el mit solehen schuppenförmigen Blattern beseta t ist Ditj 7°-* ' ^ 
nie,, mit denen von Atanekerdluk fiWein, welche ick fi£££i SerS™™* St " n " 
Sap. von Armissan zusammengestellt habe ' D», ; ™ ne \ ,mtdeI Ibujops.s europaea 
dieser Art zeigt, dass sie zn Clm 2 yp i' .el^t «d 2T J^f^T ^ 
nahe zu stehen, dass sie wohl nicht ei nc • Jde ™ V "aasihe&s seheint ihr so 

•ander Lebensbaum aber ist eine ÄS^ ^dSStt^h^ 1 " Gr °"- 

--denen der xSu a" ELf '«£' «^^^TW" 

-«. II. 6. 7.), wogegen die Zapfen sehr verschieden sind. Von Netluarsuk hfm 
deine Zweio-stücke 7iiwl-nmm fln ä ™- i ^ ^cuuarsuk sind mir nur 

»nd und at eiL Blatac^ si , 7 § ' s^"- 1 ?' daSS die F«W» alternierend 
.huppenform l m^LÄ JTTT J" ^ *"* """ dicht mit i Z ^" 
ind sichelfarmiJ l^rZmi und ■ * ™ ««-»-ttadägea seitlichen Blätter 

■ngefähr Z fc H 7e S '7 'T^V" ^ mitt,CTe Bktt an « edrtlckt »»<> 
aittlerh Ria L ^ sich erhebend, am Grunde sehliessen sie 'zusammen Die 

•chse tt nTdeckT ZW6ä * ,n ^ ^ ^ "" ***** **°4 (*** «•) »d die 

HtB,lf ei K ^' 17 ' , (dreimal vergrössert 13.) haben wir ein Zweigstück mit etwas läutern 
-.tbchen „nd mittlen. Blättern, die aber im üebrigcn dieselbe°Form haben * 

' DaT vT 7*1- S W J r Imr die ZW6i Fi S- 20 - ab g^ildeten Blattpaare. 

Was vollständigste Zäpfchen ist von Atanekerdluk (Fig. 26. vergrössert 2(1 h > F. 

. eihaltui ist. Sie hat eine Länge von U'/, Müh, und eine grösstc Breite von 4' 

iL daT Z 4 z b f ^ fr? 11 " 6 ' DiG S P Hze StelU W0hl de " "->' -'» Sorichtctn 
- s ";''., n , Zapfen?t ' el haben wir d^ gegenständigen angedrückten Blätter. Fi« 
*hupL TJr n''' r'° Ch §' eschlosse " e '- Za Pfe°. der im Stein drin steckt. Die Zapfen- 

iaft eine F ■ uf"^' abCT ^ g '' ÖSSte Ereite VOn 6 ^ Mill. Uebcr den Racken 

Ueie Furche wohl weil diese Partie weggerissen ist. Fig. 28. stellt wahrschein- 

tben L 7 f 6ineS Zft P fchens dar. Bei Fig. 13 (von Netluarsuk) haben wir 

den Zweigen des Taxodium distichum und der Biota einen Zapfenrest, der noch 



KüNGL. SV. VET. AKADEMIENS HANDLINGAK. BAND. 13. N:0 2. 



i) 



die Samen enthält (vera'rössert Fio- ia\ q,*„ t 

von B.ota ausdehnet. Einzelne im Gestein lo s e herumliegen c ant s ld 1 7 

luarsuk hanfig, nur aber auch von Atanekerdluk (Fi.- 25 ) „„„ 1 „ . 

Ut variabel (^^ ,,). DurehschnittÄf sleT ST Uuge S Ä 

SS, :ie,:l,:;:;; (i:^ ££££? :—;'.?; t v r ^ ' : =: 

... ' e „ v "V"sscit.id. o.; uud stellen daher kleine Nussoheii dar. 

D.ese Samen habe,, fast genau die Grösse „nd Korn, der Samen der Wota 



onen- 



,. f A 1 V r, ,. M iy '*»" Ulli" OaillCll 

taiis L. sp. Auch die Zupfen müssen eine ähnliche Form crohnht hufc 
Schufen etwas schmaler „nd langer und der HacLn b ° V1 Ä/' ZT" ^ 
aber waren bedeutend breiter als bei der lebenden Art, die SÄ £ ^ 
Kucke» nicht ,mt einer Furche, sondern einer Kante versehen „tl vorn' mit i 
Hemen Waschen, nahern sich daher in dieser Beübung mehr der Thuja c^uZ 

N 

4. Taxodium distichum miocenum. Taf. I. Figv 13. d. 15. b. 

Heer miocene Flora von Spitzbergen S. 32. 

In Netluarsuk liegen die Zweige in allen Richtungen durch einander; die meisten 
haben die Grösse von Fig, 15. Die Blätter sind vorn meist verschmälert, doch zuw 
»mhch stumpf (Fxg. 13. d.) f wie bei den Blättern von Alaska (Flora Alaskana TJ . I 
IT ;' u sch ™^blättrige Form fr. distichum angustifolium) Spitzbergens 

kommt vor. Bei einzelnen Blättern sind neben dem Mittelnerv, der zuweilen auffaltend 
stariv ist, noch äusserst zarte Längsstreifen zu sehen. 

Fruchtzapfen sah ich keine von Netluarsuk, wohl aber liegt auf einer Steinplatte 
neben den Zweigen der. Same dieser Art. 

5. Sequoia Lanysdorfii Brgn. sp. Taf. II. Fig. G. 

Der Fig. 6. abgebildete aufgesprungene Zapfen zeigt, dass dieser Baum dem Wald 
*on Netluarsuk nicht gefehlt hat, doch ist diess der einzige mir von dieser Art zuge- 
kommene Rest. ' ° 

t 

6. Sequoia Nordenskiöldi Hr. Taf. I. Fi ff . 30 

Heer miocene Flora Spitzbergens S. 36. Taf. II. 13. IV. 4—38. Auf der Fio-. 
0. dargestellten Steinplatte liegen zahlreiche Zweige beisammen. Sic stimmen sehr 
>vohl «berein mit den Zweigen von Spitzbergen. Die Blätter sind schmal, fast parallel- 
'tig, am Grund nicht verschmälert, am Zweig herablaufend, vorn bald stumpflich, bald 
aber mein- oder weniger zugespitzt. Diese sehen den Zweigen des Glyptostrobus ün- 
gen mit abstehenden Blättern sehr ähnlich, doch fehlen in Netluarsuk die Zweige mit 
ingedrückten Blättern gänzlich, daher der Glyptostrobus an dieser Lokalität nicht vor- 
zukommen scheint, 

K- Vet. Akad. Handl. üaud. 13. N:o 8. 2 



10 



OSWALD HEER. NACHTRÄGE ZUR MOCENEN FLORA GRÖNLANDS. 



7. Sequoia Sternberql Goepp. snec T«f TT E\'r* i /i 

' .' & pec. iat. ll. [Hjg. i_4. vergrössert 1. b. 3. b. 

Heer Plora foss. arct. I. p. ho. 

Scheint in Netluarsuk nicht .selten zu sein, doch blichen nur kurze Zweizacke 
erhalten. Ale gehören zu der Fern, mit kurzem Blattern. Diese stehen seh° 
he, am nen den Zweig ganz bedeckend und zicgeldachig über einander liegend Si 
srad sehr ste.f, d.ck ledcrart.g, am Grund a,n Zweig herablaufend, vorn Clitt 
meistens etwas gekrümrat. Der Durchschnitt der Blätter war in, Leben wahr d ei 1 h 

JcÄSÄo flaohe Scitc w dera Zwe * —- - - ^ÄÄT 

ten, wo wahrscheinlich die Gcftissbündel durchgingen. (Fig. 9. b. vergrössert) 

8. Plnus Macclurii Hr. Taf. IL Fig. 10. 11. 

Heer Flora foss. arct. I. p. 134. Taf. XX. 16—18. 

Von dieser bislang nur aus den Holzhügeln des Bankslandes bekannten Art sind 
nur von Netluarsuk zwei Zapfenreste zugekommen. Fig. 1.1. gie bt die Basis des Zap- ' 
teils, der nicht zusammengedrückt ist. Er hat eine Breite von 18 Mill., die Zapfen- 
schuppen hegen dicht über einander, sind aber sämmtlich vorn mehr oder weniger zer- 
brochen. Fig. 10. stellt den Durchschnitt eines Zapfens dar. Er hatte eine Breite von 
-u Mill. und ist nach oben kegelförmig verschmälert. Die dicht ziegelförmig über 
einander liegenden Schuppen sind auswärts verdünnt. In ihrer Achsel liegen die Samen 
öie sind oval und die grössten haben eine Länge von 5 1 /, Mill., die kleinsten 4 Mill. 
sind diese Samen daher bedeutend grösser als bei P. alba L. - Die centrale Spindel 
ist auffallend stark. 

Nadeln, welche mit diesen Zapfen coinbinirt werden könnten, habe in Netluarsuk 

sucht gefunden. 

). Phragmites multinervis m. Taf. III. Fig. 1. 2. 

Phr. foliis multinervosis, nervis interstitialibus 16—20. 

Von Netluarsuk liegt nur das kleine Fig. 1. abgebildete Blattstück vor, während 
^oii Ifsorisok das in seiner ganzen Breite erhaltene Blatt Fig. 2. (ein Stück vergrössert 
').). Es ist dieses Blatt zunächst von neun gleich starken Längsnerven durchzogen, 
um 2 Mill. von einander abstehen. Es ist kein Mittelnerv vorhanden. Die Zwischen- 
aume zwischen je zwei stärkern Längsnerven sind von 16 bis 20 sehr feinen Längs- 
erven durchzogen, wogegen die Queradern fehlen. Diese viel grössere Zahl von Zwischen- 
erven unterscheidet diese Art von Phr. oeningensis, bei welcher auch an den Grön- 

inder-ßlättern nur 5 solcher Zwischennerven zu zählen sind (cf. Flora foss. arct. I. 

o.). 

°- Popukcs Rickardsoni Hit? Flora aretica I. S. 98. 

Nur ein Blattfetzen, der Rund ist fast ganz zerstört, doch sind ein paar Zähne 
■halten, welche auf Pop. Richardsoni weisen. 



"*°L. ^ VKT. AKADEM1EKS HAKnujjGABi bahd _ |3 n:o ^ 

11. Pojmlus arctica Hr. 
Ein Blattfetzen. 



11 



12. Carpinus grandis Ung. 

Ein kleineres Blatt, mit ziemlich dipht B f ö i a 
-rven und einem doppelt gezahnt 1 £ d w ?l F^> . dafilch «» Secu "<>a,- 
balten ist. * ahnten ßan , d ' welc ^r freilich nur an einer Stelle er- 

13. Corylus Mac Quarrii Forb. sp 

Flora IS.T T B af S raSntrDlt 088 ^^ * ** *° «« * - - - 

Grosse, „„d wenn auch der Rand meistens zerstört tt lT\ ■'"* von raittle ™- 

«harf geschnittene Zähne erhalten. ' S ° S '" d ^^wenigstens einzelne 

14. Fagus Deucalionis Ung.? Tat. III. Fig. n 

Fig. II. stellt den Fruchtbecher einer Buch«, ,1.„. ■ r • , 
kerne Buchenblätter gefunden worden ™hl aber n, 7* "^ ''" N «*»»«™k 

Deucalionis nicht selten ist Es »elZ' . 11 J r Ober-Atanekerdluk, wo Fagus 
•üeser Art. Er sitzt an einem zifric icl" Z f™^** ^ wa,,cheinlich°zu 
«*■ B*i ^c geraden Stachel f^^^ bei 18 

regelmässige, abgekürzte Rippen. "= e<m ' ckt "»'1 bilden an dem Fruchtbecher un- 

15. Platanus Guillelmae Goepp.? 

<>• Elaeagnus areticus m. Taf. III. Fig. 5. ß 

Es tt C n, bUS , ° b AK giS ' " m l0 ^' S ' evWentOT 6 - eostntis. 

-sat: : ::£:i e L? elt - in de,n harten stein m ™> «• *■*« 

teines hcraus^efaHcn D F ' T p™ 8 ? m""*" 1 Pu ' VCTS boim Ze "P»"*" des' 
-neu von Elaf. s ü bfrein r' • m El PP enbild ™| ^immt am meisten' mit dem 
eiche ans«,, i „ e,n - Eel Elaeagnus angustifolia haben wir 7 flache Rio,,,.,, 

ei i i d™kTS; n F he 7 nt i-n fen - , Bei de " fossii - Art — • -Ä: 

^gestanden ha b e n b !" E t; ^n ^ ""T ^ dl ' KpPeD ^ "^ 

ne Breite von VI Mill S TT » T k*" 6 ^ Länge VOn I6 Mi »- "» d 

'* stumpf zu Jrunde B„ / § T F™* *"* *"' *" Mitte > die beidc " & > d - 

'sehen sLnen eTn e tt v^w emerke " "'"' *" kleineS Wärzohen > de » wohl am 
oamen eine kleine Vertiefung entsprach. 

»«latul HbWsIT- ^. e Ii E,ae f« nn " rti «e Blüte gefunden wurde (Elaeagnites cam- 
öb;, ist sie vielleicht mit vorliegender Art zu vereinigen. 



17. Hedera Maclurii hin.? 

ind X "t stäC üt gleich sta " ken Ha "" t — = * •"- *r 

LS. ^/,Ä yÄÄCMm ,,, Taf. II. Fig. l«. ve ,„ rösse ,, , 9 

N. fructibus ovatis, putamine 7'/ \rn , 
•Mm». ' ,,, " n, " < 7 '• M' 11 - "»»SO, co S tuli s longitudinalibus numero- 

Ä bei -. z T e ! 8 °? vo " Taxodium distichum - 

Ist sehr ähnlich dem N. Ekmanni Hr Flora aret ir Wi 
Heiner und namentlich durch die vielzahlre Itrn t V P /""^ P " 62 ' ab< ? r etw <" 
chen unterschiede,!. zahlreichem Streifen und den Mangel der Wärz- 

die sehr' »^„„1^2 ZT^ ™ u"" 2 ° U "^-^ durchzogen, 
■Seht mit Wärzchen besetzt sind. ^ 8Chma ' e In,er8tit f »»»*«, wefche 

19. Paliurus borealii Hit? 

Nur ein kleiner Blattfetzen, der aber rlio i v 

, un cioei nie ,-j Nerven erkennen lässt. 

IV. IFSORISOK. 

'-. seh 6 : iTn'S ÄihlutÄn-r *T *•;*-"**•*. auf der Sabine 
unbestimmbare Fragment MmZTvT-T^^ '^ ^entheils »> «eine, 
alle sind zerrissen und zerfe zt Wa l^h V v™' 156 " g '' ÜSSereS ßlaft -leiten 

-'«»düng entstanden u en ji äi d R 't! ' ,' T d ' eS< : Abh **™* "" einer **>- 
Moder aufgelösten Pflanzen I) llw , J«^*«»'»*« und zum Thcil in 

*-■. -'che wohl an Z.^SS'^^ ^ ^ **«* ^ 

Die erkennbaren Arten dieser Lokalität sind: 

»• &hrotiu M CinnamonU H R . Taf. I. Fig. 2. vergrössert 2. b. 
£L penthecio orbiculato, duro, piano, margine elevato. 
,..,r hgnne „f Bovey Tracey. Philos. transact. p. 27. Taf XVI 17 Ml, 
uamsche Flora p. 52. Taf. XII 21—22 Al1, "■ »nocene 

Satorta annales des Sc. natur. VIII. 18(17 p. 39 

»ohl ZrZZZ^f^Ti Blattf f T SitZe " mehrere Pil -> <lie ™* denjenigen 
»achtet Imbe f h! J" "? f^f aUf CiDMm ° m <™ ""« Andromeda Blättern heo- 

<- «nd Ü? , S^ ,taD ^ Z " Wei,en "- °™ le F1 «*» -* •** abgesetztem 

• Spkenopteris Blomstrandi Hr. Taf, 1. Fig. 3-5. 

»• die Reiftet -"fT* ^ ™' ^ ^ ™ 8tark ZerfetZt Bei Fi «' «■ "«ben 
„estreitte Spinde], an welcher mehrere gelappte Ficderchen befestigt sind. Bei 



KONGT, SV. VKT. AKADKMrENS HANDLINGAR. BAND. 13. W-n 2 1« 

Fig. ». und -1. ist die Nervation ziemlich mit erhalte,, ni„ «„;♦ • , 

spalten und entspringen in spitzigen Winke],, Sehnerven S1 nd -gabiig 

3. Taxites validus Hr. Taf. I. Fi->-. 11. 

* T. foliis distichis rigidis sessilibus, lanceolatis, acuminatis, uninerviis patentibua 
Heer miocene baltische Flora S. 26. Taf. III Fig 12 patentibus. 

Mehrere Zweige; haben steife, sitzende, nicht am Zwei- herablaufende RUn 
e „ac vorn sieh allmälig verschmälern und zuspitzen. Der £J ^ 

We ab. m •" P na " S ' DiC BlftttCT St6hen faSt ! " '-'-'« Winkel Z 

Von der Sequoia Langsdorfii durch die am Grund nicht verschmälerten und nicht 
.erablaufenden und vorn mehr zugespitzten Blätter zu unterscheiden. ! 

Bioia borealis in. Taf. 1. 20. 

Nur ein kleines Zweigfragment mit etwas mehr abstehenden Blättern. 
Taxodium distichum miocenum. Taf. I. Fig. 4. b. 

Ist in Ifsorisok sehr selten und mir nur in ein paar kleinen Zweigen zuge- 



ammen. 



Sequoia Langsdorfii Brgn sp. 

Die Zweige sind häufig, und bei einzelnen die am Grund etwas verschmälerten und 
n Zweig decurnrenden Blätter sehr wohl erhalten. 

Sequoia brevifolia Hr. 
Heer Flora foss. aretica I. S. 93. Taf. II. Fig. 23. 

Ein Zweig mit kurzen, breitlichen, am Grund deutlich ' decurnrenden Blättern. 
*| Pinus spec. Taf. II. Fig. 13. 

Zwei wohl zusammengehörende, aber nicht ganz erhaltene Nadeln. Sie haben 
eie Breite von 1 Mill., sind in der Mitte flach, und diese mittlere Partie ist von einer 
-Uie emgefasst. 

i) Pkragmites multinervis m. S. 10. Taf. III. Fig. 2. vergrössert 2. b. 

Carex Noursoakensis in. Taf. II. Fig. 14—17, vergrössert 14. b. und 16'. 

C. foliis linearibus, 4 Mill. latis, medio carinatis, utrinque nervis primariis quatuor 
"erstitialibus obsoletis. 

Es ist ein 4 Mill. breites Blatt mit scharfer Mittelkante, jederseits sind 4 Längs- 
ten, die Zwischennerven sind verwischt, doch glaubte ich an einigen Stellen 2 bis 3 
erkennen. Ist sehr ähnlich dem Cyperites strictus Hr Spitzbergen S. 50, aber das 
tt ist viel breiter. 

Zu dieser Art gehören sehr wahrscheinlich die Taf. II. Fig. 17. abgebildeten 
tter von Atanekerdluk, bei denen aber die Seitennerven verwischt sind. 



ii, 
zi 
\\ 

B 



14 OSWALD HEER. NACHTRÄGE ZUR MIOCENEN FLORA GRÖNLANDS. 

In Ifsorisok kommt eine Aehre vor, welche wahrscheinlich einem Carex angehört 
und unserer Art zugetheilt werden darf. Sie (Fig. 15) lässt mehrere in, freilich gros- 
sentheils zerstörten, Deckblättern sitzende Früchte erkennen. Diese sind eiförmi«- 4 
Mill. lang und 2 Mill. breit, äussert fein gestreift und ringsum mit einem Eindruck ver- 
sehen, welcher die Grenze zwischen dem utriculus und der Frucht bezeichnet, Die 
Früchte bildeten ohne Zweifel eine dicht geschlossene weibliche Aehre. 

11. Populus Ricliardsoni Hr? 

Der Rand des Blattes ist nicht erhalten, scheint aber wegen der Grösse des Blattes 
eher zu P. Richardsoni als P. arctica zu gehören. 

12. Populus arctica Hr. 

Die Basis eines Blattes. 

13. Carpinus grandis Ung. Taf. III. Fig. 14. 

Ein Fetzen eines grossen Blattes stimmt mit dem in der Flora arctica I. S. 103 
beschriebenen überein. Es hat stramme, parallele und genäherte Secundarnerven und 
einen doppelt gezahnten Rand. 

Fig. 14. b. stellt die Blattspitze dar. Die einfachen, nahe beisammen stehenden 
«iSecundarnerven münden in die grössern Zähne aus. 

14. Corylus Mac Qaarrü Forb. sp. 

Die Sammlung enthält mehrere Blattfetzen von Ifsorisok, deren Nervation und 
doppelt gezahnter Rand die Art nicht verkennen lässt. 

15. Corylus insignis Hr. Taf. II. Fig. 22. 

Heer Flora foss. arct. IL Greenland S. 469. Taf. XLIX. Fig. 5. 

Das Blatt stimmt wohl überein mit dem früher von Atanckerdluk abgebildeten. 
Es. ist am Grund verschmälert, hat eine scharfe doppelte Bczahnung und die untern 
Seitennerven senden Tertiärnerven aus, welche in diese Zähne auslaufen. 

16. Platanus spec. 

Nur Blattfetzen aus der Mitte des Blattes, daher die Art sich nicht bestim- 
men lässt. 

17. Pterospermit.es spectabilis Hr? Taf. III. Fig. 17. 

Ein Blattstück mit ganzem Rand, weit aus einander stehenden Secundarnerven; 
der untere sendet Tertiärnerven aus, welche in Bogen sich verbinden. Ist ähnlich dem 
in der Flora arctica IL S. 480. Taf. LIII. Fig. 4. abgebildeten Blatt, zur sichern Be- 
stimmung aber zu unvollständig. 



KONGL. SV. VET iifAnm, 

■*• AK A „ HIII!W 1UNm , NßAK bane (3 ^^ 

1 t) 

Tv , V - ASAKAK. 

Uia hellbraunen Blätter heb • u 
doch sind die meisten nur i„ unZ'ri T dem he %rauen .Sandstein 
in bestimmbar Zustand! nn<toAoh «? Renten f rhalte? !tf2^^'fj^ 

1. 2Ta*ifc Ä ÖMfci H R . Taf. I. Fio- ](J 

TT £5" ^ V/i 

ilEEß Flora foss. arct, I. S. 
/ Fi £- 10. giebt einen Zweia mit ,r i * , . 'i 

f Myptoatrobua Ungeri. Hb T«f i n- 

p . •' liK * -iar. i. F ]0 - 12 

^n dünner Zweio- m i+ n i a , , , 
- «* « «™nd ^ teCtX^r 6 ™- * "»* "* «*-* vo „, zugc . 
' Ä '" /fl * '%*to« Hr. Taf. III. Fig 7 

Sm. foliis ovato-laneeolatis, apice attenn -f + • 

; ortandcn waren. Der erhaltene Th Z ß " "f* W ^ nd sel "' -ahrsehei 
; J-höft. Es ist ein dnnnes ^ '- Blatte^ « sehr wohl , u den Blätte 

^ von denen sehl zarte Äi tS; D aber scha,f 

> 4 Ap»ta «* H,. Taf. III. Fl V 9 I 

che de,iseib - v ^ ^e bei g d erp nd :itt rir n,gstens die *■*"— -* 

°' ^ Jfe Qovrü Fo M . spee. 

^"^^Ä^rha 101 ^^ »"* *' —- * «ine 
fr» Ungsstreifen durchzog ist | ' S ' e ScMleSSt einen K «™ ein, der von 

"• *<WW Deucalionü Um.? 

1 iȀ e ^ Se " Bestimmung unsicher ist. 

Ei « »emäch grosses Biatt, mit theihveise erhaltenem ßande. 



erd 



D . J , VL SINIFIK AUF DISCO. 



IG OSWALD HEER 



KM " TliAliK Zll,i «wm H.0 I!A BH ÖN WKDS 
dieser Stelle nur fo ss il e Höker bekannt, von denen Prof C 
noxylon Brevem, Meiikl. besehrieben bat Vol IT f C ' iAME " eu,e Art ■>• Cupressi- 

sind ,um Theil sehr schön erbalten, und'sind mi U aIT*"*, 1 " & ^ Die Blä "<* 

^ Wirten zugekommen. 
1. Sclerotium yopulicola Hu. Taf. II Fi,, 9 n 1 

Hkkii l'lora tertiana Helvet I n ai t t n , 
-. Auf Popnlns aretiea, ganT^m^ (L^, £^. » "»■ 
kreisrunde, schwarze und scharf abgesetzte Pnntt„ £ SJnd un £ emei u kleine, 

theils in der Mitte der Maschen de! Netwe rke t T ^ ^ " dc " NerVille0 > 
bedeckt. Ihre regelmässige Form und .deiche r e '" ^^ ßla " mi * Selben 

zufallige Bildung seien. °Eine Ä^>" "!«"?• «^««- Punkte keine 
land vor. Alt lv0ramt au f den Birkenblättern von Is- 

2. Equisetum boreale Hr. 

Ein mehrmals gegliedertes, von ziemlieb tiefen Falten durchzogem , s ^ 

3. ZVrotes ö/rifc» Hit. var. Taf. I. Fig. 9. 

Fig. 9. stellt eine eigentümliche Varietät dir mit ff n j'i , 
stumpf zugerundeten Blättern. Die Blätter ^ ! Vi 5 auffalle ^ kurzen und vorn 

nur 14 Mill. lang, am Grund zugeruTdet und nichf JSr 1 ^/'' ^ ^ aW 
gerundet, * Und mcht fecurnrend, vorn ganz stumpf 

4. Glyptostrobus Ungeri Hu. 

Ein paar zarte Zweige mit abstehenden Blättern. 

5. Taxodium distichum miocenum. Taf. U Fig 90 d 21 

wolmlic,:: lim dt" da a L P b e e bl T\ lieg6nde ^ <™ * ** 20 ' d '> 8te "« *° ge- 
witzten BlätteTi vor' we ehe / T Tt- ^ "* ^^ ""* V0 ™ mel * «^ 

lattcm voi, welche dem Taxod. Tmajorum sich nähern (ef. Taf. II. Fig. 21). 

«• Sequoia Langsdorßi Begn sp. 

Einige wohl erhaltene Zweige. 

7. Pinus hyperborea Hit. Taf. II. Fig. 12. 

Nadel hatt^W, S R ni ^ ^ 'V™ U " d tri " m Sehr verschiedener Grösse auf. Eine 
MiB die ,, v ?\ ei ," C andCre el '" e Un = e von 68 MiU - bei ei " er »reite von 5 

ler In,' T , Naddn haben indessen nur 3 bis 4 MiU. Breite. Eine ziegt unter 
** Lupe neben dem Mittelkiel äusserst zarte parallele Längsstreifen ° 

<« Podoe.rn, f ^ ? ' ä " er W KaM iSt zweifelhaft ; * 8*««, vielleicht eher 
roaoearpus oder Cephalotaxus. 

Cyperus Sinißkianus m. Taf. III. Fig. 3. 
equalibüs 13 ~~ 24 Millim * latis > medio carinatis, utrinque nervis 20—40 sub- 



-.GL. S v. V ET . AKAREMIENS IMDLINGAE> band13 _ No2 

Mehrere, stark verbotene Blattstiel™ ,11 
reichen und dicht stehende/ung»™ t'h S»^ ßreite »"* *e zahl- 
denen der C . borealis, allein dif Längten IZ*2 t ^^ ßlättCT ^ 
fehlen. » s '»d «hlreicher und die Queradern 

Die schmalen Blatter haben nur mV« p •<. 
MDL erreichen (Fig. 3.). Bei "enT Zr^llV^ ?*"* die b '^» * 
etwa 40 Längsnerven. Sie stehen dich bei ~ n ,t T^ ^ 2 °> bci «-" 
D,e Mittelkante tritt nicht stark hervor n^^Zet^^ * ziem «^ gleich. 

Wahrscheinlich gehört zu *»«,.„ ni .1 seit , llche Falten fehlen. 
Aehrchen von Atanetodluk! " BlattCTn daS ** llh F '^ *• ^ f bildete Cvperus- 

9. Popuhis Richardsoni Hr? 

Ein kleiner Blattfetzen, aber mit wohlerhaltenen Zahnen. 

10. Populus aretica Hr. 

Die' schönen Taf IT Fio- on i 1 -n 
Haupt- und Nebennerven in Lr Ver SS ^T T ™ «**« ^in die 
füglich guter Erhaltung. Auch d e l'lf f- ""£""! 3Uch das feine Netzwerk in 
«"genfällig. ° AUCh d ' e led «™rt>ge Beschaffenheit d e s Blattes ist hie" 

■1. Carpinus grandis Ung. Taf. III. Fig. 14. 

Fig. 14. stellt die gewöhnliche T?™.™ j; r>i 

Aalten sind. Wo der Setndarnet ausuTünde " i ** ^ deSS6n Zäh " e Sel »' w ^l 
in kleiner. CTV ausmund «* «* ein grösserer Zahn,, dazwischen aber 

i 

2. Coryhs Mac Quarrii Forb. sp. 

0" zur SiSen'An^r ^ ^ **** "« d 4™* -• sehr 
! - üfecfcra Macclurii Hr? 

Nur ein nicht sicher bestimmbarer Blattfetzen. - 

• #*« longifolia Hr. 

' ] ™ wo!ü ""'dt "" V : ll8täD 5 igeS B1 f tStÜCk eri,alte "> das abCT iu der Nervation und 
* Taf. XLVII R • f) n ' T"?' die iCh in dCT FI ° ra arCtica •**■""* « a *> (of 
'*» und siud weit vorn llä ,f t T'fT' ^ Secund " » bilden sta ke 
"igen Netzwerk ausgefüllt ' ^ ^ ^ einem ziemM "*»- 

VII. PÜILASOK. 

d | Ganzen S^^' ^ V °" ^f *£*«»„« ™ ^^ -urde, sind 
*v. lik , d . ".1 B .l s If z «sam m engedrnckt. Die Substanz der Blatter ist er- 



18 



OSWALD HEER. NACHTRÄGE ZUR MIOCENEN FLORA GRÖNLANDS. 



baten und sie bilden einen schwarzen, zuweilen glänzenden üeberzug auf dem dunkel- 
farbigen Gestein Wo das Gestein in grosse Platten gespalten werden kann, haben sieh 
auch grosse Blätter erhalten Die meisten freilich liegen nur in Bruchstücken vor und 
viele sind der Art zerstört, dass sie nicht mehr zu erkennen sind. 

1. Sphenopteris Blomstrandi Hr. 

Heer Flora foss. arctica I. S. 155. 

Es sind nur kleine Blattfetzen erhalten, welche in dem am Grunde verschmälerten 
und am Rande gelappten Fiederchen, deren Secundarnerven steil aufsteigen und gabiig 
getheilt sind, mit dem Farn aus der Kings Bai Spitzbergens übereinstimmen? Sie 
können um so mehr mit dieser Art vereinigt werden, da in Ifsorisok vollständiger er- 
haltene Exemplare derselben gefunden wurden. ° 

2. Pecopteris gracillima m. Taf. IV. Fig. 4. 

P. pinnulis angustissimis, 2 Mill. latis, linearibus, pinnatisectis, lobis minutis, sub- 
falcatis, contiguis, acuminatis. 

Ich habe zwar nur ein einzelnes Blättchen durch das Zerspalten des Gesteines 
erhalten, es ist aber so ausgezeichnet, das es nicht übergangen werden darf, obwohl 
seine Bestimmung noch zweifelhaft ist. Es erinnert in der Form und Stellung seiner 
scharf geschnittenen Blattlappen an Dryandra und Myrica, es sind aber diese s°o klein, 
dass sie doch nicht wohl von einer Blüthenpflanze herstammen können, und dann kön- 
nen nur die Farn in Betracht kommen, welche auch ähnliche Formen zeigen. Leider 
ist die Nervation, welche darüber entscheiden würde, verwischt. 

Das Fiederchen hat bei 2 Mill. Breite eine Länge von 15 Mill., war aber wahr- 
scheinlich noch länger. An der relativ ziemlich starken Mittelrippe sitzen die sehr 
kleinen, kurzen Blattlappen, die eng an einander anschliessen, aber bis auf den Grund 
frei sind. Sie sind stark nach vorn gebogen, haben eine fast gerade abgeschnittene 
obere (blattspitzwärts liegende) und eine sehr stark gebogene untere Randlinie. Sie sind 
scharf zugespitzt. Die Nerven sind ganz verwischt. Bei guter Beleuchtung glaubt man 
einen Mittelnerv zu sehen, doch ist die Sache nicht sicher. 

3. Aspidium Meyeri Hr. 

Heer Flora tert. Helvetiae I. S. 36. Taf. XI. 2. Flora fossil, arctica IL Flora 
of Northgreenland S. 461. Taf. XXXIX. Fig. 1—3. 

Nur ein einzelnes Fiederstück, dessen bis zum Grund getrennte Lappen aber in 
Form und Grösse wohl zu A. Meyeri stimmen. Sie sind länglich und vorn stumpf 
zugerundet. Die Nervatur ist verwischt, doch ist wenigstens an einer Stelle die gabiige 
Theilung der Seitennerven zu sehen. 

4. Salisburia adiantoides Ung. (Ginkgo). Taf. III. Fig. 15. 

Heer Flora foss. arct. I. S. 183. Taf. XXII. 14. IL 465. (Grcenland). 

Die Basis eines Blattes mit einem Theil des Stieles, von welchem 1 1 Längsnerven 

auslaufen. 



KONGL. SV. V ET . ,KAn EMMS „ ANDMGAE . BAND|i n:q2 _ . ^ 

5. Taxodium distichum miocenum var. Taf. IV. Fi" 
Es sind mir von Puilasok nur drei 7 ' 1 • 

gedrängte Stellung der Ideinen, sehmalen Bl«^ Z . U f kommen . ^ sich durcl, die 

wohnliehen Form abweichen, eine Ä^ÄSiT "f ?*?* TO * «* 
gründen. Es haben die Blätter eine Länge von ^ K C " le beS ° ndere Art z " 

führen sich an den Randern und habend; !:. S MHte^pe^" ™ ' ^ 

6. Pm W5 ^fons Hr? Taf. IV. Fig 6 

^SrntdeXLLLf,' "• S f teWgen ^ 39 ' "° d S ««. 
eine Breite von l Vs Mill! 'a otm l ^poS."' " ,T ^"^ " ^ "^ 
Art einen starken Mittelnerv. Wäh rend abe, h ' ;"?"","" "" die Nadeln d ^ 
selben in der Regel 2 bis 3 feinere £„" f P " P ° lariS jederseits » ebe « dem- 

von Puilasok nur einen, der dm Ran" I ™T\ ^"T"' haben ™ bei der Nadel 
dessen auch bei der P polaris iJZt § , * AuSnahmswei ^ «»den wir in- 
Spitzbergens Taf. V. Kg Z). ^^^ J ederseits nur Einen Längsstreifen (cf. Flora 

V 

* 

7. Poacites Nielseni m. Taf. IV. Fig. 1 

len Alangel der Zwischennerven leicht zu unterschieden. 

n Atanekerdtk 1 ?JZt t„ "f % f ?". "T *"""""*■ MeSer Däne "*"»* 
■acht Er v" ,, ff a ' T daS d0rÜge La S erfo ä«ler Pflanzen aufmerksam ge- 

weht. E. verunglückte auf der Jagd und liegt in Atanekerdluk begraben. 

• Potamogeton Rinkii m. Taf. IV. Fig. 2. 

-cis^ntSitHs'Slatif 1 Ve '' SUS attenUatiS ' '^ ° bU ' SiS ' De ™ S ^ain-übn. 
Auf demselben Stein mit Salix longa A. Be. 

rt »,d? MÜI " r a "u SeS Und 10 MU1 " breiteS Bla "' daS ? e 8' en den G ™" d verschmä- 
JckriPüT Z1 T StUmP ZU S erundet ist - Die Nel ™ «M grossentheils verwischt 
sieht man das. etwa 4 Längsnerven in Bogenlinien von der Basis bis zur Spitze 
Wattes verlaufen. Die Zwischenräume sind von Queraederchen durchzogen von 



. 20 ■ r LD heeb - na ™ ** «-*■ *~ GKÖNLANDS 

denen die am Rande schief no,l ' 

Potamogeton Blatt, für welehe D eu 7u2 ff •*' f^ ° ieSe N ™' spricht für ein 
die auf derselben Steinplatte (auf der R ] «t***®* -A zerdruckte Ae spricht 
lachen deren Bau ftiilioh Jg, t blttm n 2* ? ** "*« ™£ Ä 
gedrängt und stcIien wahrschel ^ h ^ ^~ n ^ «J* Aehre zusagen- 

9. Potamogeton? dubius m. Taf IV p;„ ■> 

P- foliis parvulis ovalibn! , Ver « rössert F ig. 3- b. 

Es sind drei Blättert ™ ^ "^ deMe nCT ™ sis " 
befestigt waren, docb ££ ZSKfift ^ ^^ - Einen, Stenge, 
«nd vorn stumpf zugerundet und ™^ d ^ser Stengel. Die ovalen Blattelfen 
mit der Lupe wahrzunehmen. Es J& etwa ll T erVat '° n * Sehr zart »^ nur 

eben noch feinere Längsnerven sind, deren Zahl ^f"" 6 " ™ **««, -vischen wel- 
chen scheinen zu fehlen. aM aber nioht zu bestimmen. Queraeder- 

Die systematische Stelluno- dieser Rl«*t„j. ' • 
jeden falls zu den Monoeotyledonfp, w ge-n d e 7Jr "° C 7^^ Sie »ehören 
zustellen sind, was erst nach Auffindet voll« S hö »"d Gattung noch näher fest- 
sein wird. UmMen vollständiger erhaltener Blätter möglich 

10. Populm mutabüis Hb. Taf IV Fi»- 12 

«s^ Ät^j^^TS^ ^ « '*— > «- 
'«is, grosse dentatis vel serrati" ' " Subo '' b ' cuI "ib„ S , oblongis vel lanceo- 

Heer Flora tert. Helvet TT S 10 t * r v T „ T 
Von den sehr polymorphen ßi" t r i ^ LXtt und LXIIL 
finden worden, wel hf S" P Hr'""^' iS * in PuiIosok "»* die Form „. - 
Oeningen die häufigs e Form und Fi"'" ,1 ',• "f* k^^" habe ' Es «* die st 

H. Popxtlus arctica He. 

Heer Flora foss. arctica I. S. 100. 137. 158 ' 

^tfetln SZZ t^en.™ "* ^^ A "< ** * ™«* »»- einzelne 

12 - && lon 9a Al. Be. Taf. IV. Fig. 7-10. 

,- asso S ' f ° liiS l0n S issimi8 ' elongato-lanceolatis, integerrimis, nervo medio valido, petioho 
Heeb Flora tert. Helvet. IL S. 31. Taf. LIX. 12-14 

halten wie ^Z f ^ ^ ^ " PuilaS ° k ' docb si » d »« -eni»e ranz 

ls breit, !efen die R ° i °' ?" dar S esteI,ten - Es sind diese etwa 7 mal so W 

- =e ö en die Basis „nd nach vorn allmählig verschmälert „nd in eine lang/ 



^ 

KONGL. SV. VET . AKADEmENS hammgae _ ; AND(3 _ Roa ^ 

schmale Spitze auslaufend. Der starke Rl.tt *• i 

fort. Die Secundarnerven sind grossentheUs vT • If ^ b *•" dickcn Mitte l™-v 
sie in stark gebogenen Linien hervor Der RnndTt ""f *" We " is ° n Stellen trote " 

schmäleres und mehr parallelseitigcs Blatt dar Un S ezahnt - %• «■ stellt ein etwas 

Eine etwas abweichende Form hat Fi* 1(1 n d. 
vorigen und die Secundarnerven sind stärker ™J, , ' St breiter als bci «°» 

licher Weise am Grund verschmal rt und "] - V ° rn f ^ " ist aber in ah »- 

S. long, ist der S. vimin^tTuHt r^df" 1816 ^ "*"** 

13. Sä te^ra A. Braun. Taf. IV Fio- 11 n 

b. foliis lanceola'tis, latitudine 4—7 nartihn« i™„- -u • 
apiceque attenuatis. P Ü5 " S lou ^onbus, mtegerrimis, teuer», basi 

Heer Flora tert. Helvet. II. S. 32. Taf. LXVIII Fio- 7-10 ', 
Em ganzrandiges, lanzettliches, vorn zugespitztes und L, 1 n , 
verschmälertes Blatt. Fio, U a is l ptwa<s "^P^te* u nd gegen den Grund allmälig 

-d gerade. - Der Mittelnerv st zi mli f arf ^ l^ /" ' "^ ^ ^ 
?egen grossentheils verwischt. ' bo S enf ^migen Secundarnerven da- 

14. Myrica lingulata in. Taf. IV. Fig LS 

*?«ÄÄSÄaa ?*- ■•• 

undct. Der Mittelnerv i,t ,t«l verscJlm ^ Ie ^ ist. Vorn ist es ganz stumpf ZU ge- 

a- sind. slet^en^^^^ »» *<* 4- er- 

nmpf zugerundete VordeLde! S N " ■***""• Unt ^ heidet ** <*» durch das 

>• %nca r/rosÄö sernzfa m. Taf. IV. Fig 14 

Es ^llnZnT^' t Ce ° la !' iS ' baSi ! " te S e ™> «P™ grosse serratis. 

'eh vorn l er ehtten Z"h geS \ '*• ^ 1°™ "* ™^ aber tiefen ™ d ** 
'"dig ist °™ a W f tu n r> Ve T, heD 1St ' Während d!e Untere Hälfte des BI ^s ganz- 
" Spue n erlallTs \ ^"T ^ Zart " nd ™" de " Secundarnervcn'sind 

^richtet entspnngen m sehr spitzem Winkel und sind stark nach vorn 

ählechten^rlf Bla " Und die S-rossen, „ach vorn gerichteten Zähne erinnern an M. 
Auf d» V° n c Bo 5 nStedt ' bei welchem «ber der ganze Blattrand gezahnt ist. 

• -ht und ,:: b T v s müi t lic T wir e i- k,ei r Fru r Sie ist kuselrand ™ d 

^ ^ ia nat 4 / 2 Mill. Durchmesser. Sie gehört wahrscheinlich zur vorliegen- 

Platanus aceroides Goepp. 
- n grosses Blatt, dessen Rand aber grossentheils zerstört ist. 



22 OSWALD HE E E. NACHTRAGE zun M.OCENE, pt0KA a KÖNLANDS . 

17. Duphne persooniaeformia 0. Web. Taf. IV F,v i i n 

DJ? V" l " n * 

. l'olns mem branaccis obov-Hw K no ; >++ 

0. Webeb Palaeontograpttca IV. S. 144. Taf. XXVI Fis 4 etlCuUt,s - 

ü. Heee miocene baltische Flora S. 78. Taf. XXIV 6 7 
Das Blatt stimmt sehr wohl zu den Blattern von RixWt ». i. ( 
gegen den Grund allmälig verschmälert die S»i., Il n , ganzrandig, 

fcen in sehr smtziwn, "WinV^i T • V* , P ' Dle Se oundarnerven entsprin- 

it verascht PS U,Kl Smd Stark Dach V0 ™ Z™^- D- fei-re Geäder 



18. Aristolockia borealis m. Taf. V. Fis\ 4. 

& tfn I uT S clie P l° latiS ', re tr rmibUS ? ) ' inte 6*™™. »«vis basa.ibus numerosis. 

Jls ist nui de Bas,s des Blattes erhalten. Es hat einen langen Stiel ist am 
Grund tief herzförm.g ausgerandet und war wahrscheinlich nierenförmfg Es 1t" 
ranchg. Vom Blattgrund laufen etwa 7, fast gleich starke Nerven aus. Der erse sendet 
mehrere Secundarnerven in ziemlich spitzigem Winkel aus. Die F der ach nen ^ 

r e r s s v r r;r igen Netzwerk ausseftut s — ■ ^ ** * <— £ *" 

19. Andromeda narbonensis Sap. Taf. IV. Fig. 17—19. V. 1—3 

A foliis longe petiolatis, coriaceis, lanceolatis vel lanceolato-integerrimis, utrinque 
attenuaüs, nerv.s secundaria tenuissimis, mo X in areolas subtilissimas dissoluiis. * 
öaporta, Etudes sur la vegetat. Ann. des scienoes natur. 1866. S. 286. Taf. VIII. 

Heer miocene baltische Flora S. 82. Taf. XXVI. 1—4. XXVIII 9 a 
Ist mit Salix longa das häufigste Blatt in Puilasok. Die Andromeda narbonensis 
und A. protogaea stimmen in der Form der Blätter überein und sind nur an der Ner- 
vation zu unterscheiden. Wo diese verwischt ist, bleiben wir im Zweifel, welcher Art 
das ßlatt zuzutheilen sei. Es ist dieselbe nur bei wenigen Blättern von Puilasok er- 
Halten und bei diesen stimmt sie zu A. narbonensis, wir haben daher auch die Blätter 
mit verwischter Nervation zu dieser Art gerechnet, doch mag auch A. protogaea dar- 
unter sein. ö 

Die Taf. IV. Fig. 19. abgebildeten Blätter haben dieselbe Grösse und Form wie 
die vom Graf Saporta von Armissan abgebildeten. Sie sind steif lederartig, ganzrandicr 
gegen den Blattstiel allmälig verschmälert. Es liegen mehrere Blätter in verschiedener 
Kicntung über einander. 

Bei Fig. 17. ist das Geäder am besten erhalten (ein Stück vergrössert 17. b.). 

on dem starken Mittelnerv gehen äusserst zarte Secundarnerven aus, die sich näher dem 

Itande m dem Netzwerk verlieren. Dieses Netzwerk besteht aus relativ ziemlich grossen 

polyedrischen Zellen, welche aber keine feinern Zellen einschliessen. Bei der A. pro- 

ogaea treten die Secundarnerven bis zum Rande aus dem Geäder hervor und die 

Unterfelder sind mit einem äusserst zarten Netzwerk ausgefüllt. — Das Blatt ist lanzctt- 

ich lmienförmig und sehr allmälig gegen den Grund verschmälert. Dasselbe ist der 



«»OL. SV. VKT. AKADEMIE HANDHBGAB . EAND . (3 . N . o2 

Fall bei Taf. V. Fi". 1 un d 8 „„ , 

ebenso Fig. 3. ° 2 " ^ deDeD Fi S" 1- den langen Stiel erhalten hat; 

«nJUiL'S ^i-i s Ä;ry h r ö o :r BIattes; da aber ■*• »««*» «« 

20. Diospijros Loveni Hr. Taf. IV. Fi>. 16 

Heer Flora foss. arctica I. S. 118 Taf VII 7 8 XI VTT 

GeJ^inTt efi: S^J**"*' <^£ *>«> ^ feine, 

bundenen Secundarnerven und in den «2 *"*$" ■*£"**> in 8tarken Bo S- ver- 

BUttern von Ober-Atanekerdlu k besond^"? ST ^tI^™ ^ Wohl mit d » 
abgebildeten, überein. ^sondm mit dem auf Taf. XL VII. der Flora arctica 

21. Acerates veterana Hr. Taf. V. Fi<» 5 

* «tÄJSST baSi ^ aPiCe ° ;a ' de attem ' atiS > -^anaeeii nervi, SCC unda- 
^ B S.OT.1tS"^Si1 Taf - CIV - 5 - 8 - M ~ baltische Flora 

cbmaf^inientUfrd'^tlrirr '^V*? "^ * ™ d «* 
■eise erhalten. In denselben m und™ ' t^"' ßand,lerv ist •«!«- 

ufstiegenden Seitennerven V ° m "^^T* au8 S e benden, etwas schief 

Stimmt sehr gut zu den Blattern von ßixhöft und von Oeningen. 
2- Cornus hyperborea Hb? Taf. III. Fi" 16 

{ He« Flora foss. arctica II. 476. Taf. L. 8. 4. Miocene Flora von Spitzbergen 

«en^DitltaT Z£? ^T ^^ ^ ^ ™ h ™ B ^nmung zu- 
uie stark gebogenen Secundarnerven weisen auf Cornus. 

Apeibopsis Nordenskioldi m. Taf. III. Fig. 18. Taf. V. Fi. 6 

«sso sutto 7' iS ' C ° ria r i -: inte « errirais > cordatis ' Mce emarginatis, nervo medio 
■o, stneto, nervis secundaria subtilibus, 2-3 basilaribus. - 

>* nochlv.UT-VT ZeiChneteS ,' lederarti S- Bla «> d-sen systematische Stellung 
8 dl. Es i t ti r , am ahnliohsten der A - Deloesi Hu Flora tert. liehet! 

wen äClT^T^' hat einen starken Mittelnerv und mehrere Secundar- 

™r' ist daShtt Z fT S1 ' Und r ^r^ ^ iU Stai ' ken ß °S->™» verlaufen. 
Neri mehr ff \ ff am j Grund *«• ungleichseitig, indem auf einer Seite 

1 Grewöosi' t; ^ , r ande ™- AehnH ° he Ne ™aturen haben auch Pterospcrmites 

nd IIT ' t ; ,' vT! aber deI ' BlaMrand in der Re S eI S ezahnt uud dc >- Blitt- 
Dn P !? f Ae bnhche Nervation kommt auch bei der Gattung Ficus vor 

itrfo ■ 1 ""v LäDge V0 " 105 Milh Und Cine S rösste Bre!te von 88 Müh, war 

™ B und ganzrandig. Am Grund ist es tief herzförmig ausgerandet. Es ist un- 



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24 OSWALD HEE E . NACHTKÄGE Z Uß MIOCEKEN FL0KA aKÖNLAXDS , 

terhälb der Mitte am breitest™ nnni, .r~ ^^ i. 

-emlich tief auslände, CZZ^^^^'^] ™ d - d <* Spitze 
laufend und noch am Ende in der A„ J™ 1 j*»' S gCTade Und stramm ver " 

behaltend. Die Secundalrv^^lnd 8 lZ T 7° **f?" ^ ^ 
Auf der linken Seite gehen je 3 auf der 21 Tl ""* Mr theilweise erhalten - 

das Blatt wird dadurch etwa, ungl "Ladt L De ' "t?™^™^ ™, und . 

unten ist sehr stark gebogen u^lTfo^^^ZtVt^ ff, T 
ein weites Feld, in welches ein paar zartere Nerven aLwen A,tl T ^ , dad » rch 
ist in ähnlicher Weise nach vorn gekrümmt Wh .! ? ' , , dw fUnfte NerV 
einander stehende, ziemlich weit vom R rl , t "' ^"J* Weni « e ' weit aus 
Secundarnerven und grosse Felder ^ gr ° SSe ^ bMende > zarte 

Es gehört diese Pflanze mit der Apeibopsis Deloesi wahrscheinlich in die Familie 
derTdaceen und bddet ,» derselben eine eigenthumliche Gattung; ob diese aber mit 
SU'' WerdeD '^ W6lChe ^ * *******&* beschriebt'hab: 

24. üicer angustilobum Hb. Taf. V. Fig. 7. 

A. foliis longe petiolatis, trilobis vel subquinquelobis, lobis dongatis, anhuste lan- - 
Ä. ' inC1S °- dentatis ' late - libus ^^1 fructibus alis di4i^C5o 

Heer Flora tert. Helv. III. S. 57. Taf. CXVII. 25. a. CXV& 1-9 
Lngelhardt Flora der Braunkohlenformat. Sachsens p. 27. Taf VII ' Für 6 
Es wurden mehrere Blätter gesammelt, die aber alle theilweise zerfetzt sind. Fi* 
(. lasst uns die schmalen, vorn gezahnten Seitenlappen erkennen. 

25. Celastrus firmus m. Taf. V. Fig. 9. 
medio °valtd HS C ° riaCeiS ' ° blon - is > basi attenuatis, apice rotundatis, integerrimis, nervo 

f Celastrus protogaeus Heer Flora tert. Helvet. III. S. 68. Taf. CLIV. 30 miocene 
baltische Flora S. 95. «Taf. XXX. Fig. 14. 

Das Blatt von Puilasok stimmt sehr wohl überein mit den Blättern von Rixhöft 
namentlich mit Fig. 15., aber auch mit dem Blatt von Ralligen, wogegen die Blätter 
von Haenng, welche Ettingshaüsen als C. protogaeus beschrieben hat (tert. Flora von 
liaenng S. 70), durchgehend viel kleiner sind und eine dünnere Mittelrippe haben so 
class die Blätter von Ralligen, Rixhöft und Puilasok doch wohl davon zu sondern sind. 
Das Blatt hat eine Länge von 31 Mill. und eine Breite von 6 l / a Mill., ist steif 
ederartig, ganzrandig, mit ziemlich starkem Mittelnerv, wogegen an dem sehr wohl er- 
haltenen, glänzend schwarzen Blatte auch mit der Lupe keine Seitennerven zu sehen 
smd. Gegen den Grund ist das Blatt sehr allmälig verschmälert, das Vorderende (nur 
im Abdruck erhalten) ziemlich stumpf zugerundet. 



«wol. sv. VET . AK4DBmMra BAHMK0AB ; banix a so 2 ^ ^ 

26. Crataegus antiqua Hr. Taf. V. Fig. 8 

Heer Flora foss. aret. I. S. 125. Taf. L. Fio- i 2 

ILs fehlt zwar dem Fig. 8 dar<rf»<s+piit«« vn J 3 ' i ' -A 
auf obige Art. Es sind Ä ljt e T^T^A ^ ** ^ "''* Watio » 
sehr spitzen Winkeln entspringen "und .t^ö Ter H '^ **"*' Seite »»-ven, die in 

die ebenfalls in sehr spitzen Winkeln a „L u J A 77 g6g - D *" ^ nuMendcn ' 
eundarnerven sind zunächst g*«*J?S?^S^ T" ^ **-*» ^ 

C. pvrSoHa ^ ^ """ ^ *« to C " <~- L « Nordamerika und 

27. Leguminosites longipes m. Taf. V Fio- io n 

^L^^^^xt^^ "™* -f* ***** 

Das Fig. 10. dargestellte Blatt hat einen U Mill l • ,. , 

gegen welchen die ziemlich breite Blattlle ve Liiert T'dLT f f"" 6 " ^ 
seitig und der Mittelnerv ist stark o-ebo<.en alle C i ?•' , "' u "S leich - 

zusaminengesetzten Blattes weisen rafs '" ' dle auf ei " Fiederblatt eines 

bildend und seitlieh velesteH S — darnerven sind sehr zart, starke Bogen 

den Terebintinen gehabt Ä^ IhrlÄrÜV 1 ^ 14 «^ « 
crass.pes H K von Rixhoft und Phyllites tcnellus H R von £d dar. ^^^^ 

INSEKTEN. 

OMito punetulatus Hb. Taf. V. • Kg. 12. Zweimal vergrößert. S 

LVI. Fi!' 1 ; 4 C0ntributi0ns t0 the F °- Fl- »f Greenland. Flora aret. II. p. 484. Taf. 

ist paräleS IS™ ^f^ ^ 10 Mil1 " !aa S «* »V. W breit ist. Sic 
paraiielseitig, flach gewölbt und äusserst fein und dickt punktirt Hinten ;.♦ ; 

ESA: F ° rm ' GrÖSSe U " d Pullktat » r <"*» "* d » ^.decken £ 

Gstelües minor m. Taf. V. Fig. 13. Zweimal vergrössert. 
C. elytris 6 Hill, longis, confertissime punetulatis. 

>e S iehert n L 6 f"' 1™?° ,™* 2V « ^ breite F %eldecke, deren Bestimmung nicht ganz 
Da .i. • i, Z,emhch stark « ewölbt und von äusserst ^inen Punkten chaerinirt 

«w selb™ a "^ meiDe " ümriss und Punktatur mit der vorigen übereinstimmt, bringe sie - 
selben Gattung. Sie ist aber viel kleiner. 



K. V 



et. Akud. HandL B. 13. K:o 2. 



•26 



OSWALD BEER NACHTRÄGE ZTO MIOOENEN 



FLORA GRÖNLANDS. 



TJEBEßSICHT. 

bis -jetzt bekannten ^oJ^ttZTp^ '&£ £*" * Zakl - - 
Arten sind neu für die arctische Flora .„ 1 r ten Stiegen ist. 30 

hält. Dazu kommen nun aber no!l die 187, t-t f™ dem Mi ° Cen 321 Arten ent- 

Die artenreichste Fund Lt mio ener pflanzen Gr^T T" "nf ^ ^ 
welche dem Ünter-Miocen angehört Sie b Idet T k ™ S '" 0b e»-Atanekerdluk, 
der Floren der übrigen LokalitC ^Ltl^^. "" ^^ 




Iglosungoak 
Nctluarsuk . 
Ifsorisok .... 

Asakak 

Sinifik 

Puilasok .... 



' 1 


— 


5 


19 


5 


11 


17 


2 


11 


6 


— 


5 


14 


1 


12 1 


1 27 


9 


9 1 



»xis2 ::-7 k ™- « p: w.i ../Sirr c käs 

|LJ?7 , ? 1 . C ! er Schweiz bekannt - von Naiuarmk eine nur von Spitzbergen 

cm In, t /.P IÖldi) ,V 6ine nU1 ' aUS Isla " d ^ Uoia Ste ™ber g i) und ein nu!" 
ßl t " 8 Macclurii); von //«^rf eine nur aus Spitzbergen und P i ,sök 

nd Taxi!" 8 B .7 n ? andi \ 2 nUr aUS d01 ' —P--hen Flora "(Sclerotiun Cinn omi 
"3 von Sinifik ^ T, ^ ^ (SmilaX ^ lllata ) »« - der baltischen F o a 

einte Cent neue ne A ( fr Um ^f^ ^ ™ ^^ Da ™ k " -eh 

diesf fr, 7 8 1 r? ! ' ^ Überd ' eSS ^ selten auftreten. Es bieten daher alle 

he e f lmf Lokal dasse]be pflanzenbM w . e Atanekerd , uk a « 

d ei h : a ns : n z n der mächt ;s- ^^»^ w», „«SüJ k'z : DS 

'" aei JMora vor sich gegangen ist. D 

müich1u SO l d TT WCiC !' t V ° n Atanekerdluk "*» allen erwähnten Lokalitäten we- 

"tt , > A f S , , '"" densdbe " nur V ° seiner Arten > währe » d die «dm» Fund- 

wa si r r , f aDekerd ' uk über die Half t«- > bis % der Arten gemeinsam haben, und 

»edino-t ll n gei ; ade ,. von häufigsten Arten, welche das Aussehen der Flora voraus 

»d» T 6 dlßSe feWen PüÜaSOk ' S ° die sonst überall verbreiteten Sequoien, 

Wein • , ,. 1 °? ,Um iSt S6hr SeIten und erscheint in einer eigentümlichen Form. 

8 „en sind die Weiden häufig, welche an den übrigen Lokalitäten fehlen oder doch 

senr sparsam vorkommen. Es hat Puilasok die meisten neuen Arten geliefert von 



KO.G,. SV. VET . AKADEM1ENS HAND1MGAa BAiffi |3 N;o ^ 



27 



denen die Apeibopsis Nordenskiöldi durch ihre srossen R1-» 
waren uns bis jetzt nur aus der earooarilC , S ' Ch ll ° Si!eiclmct «Arten 

Oeningen angehören. Es sind diess ^^tZ^^fT **'***' V °" d "' e " 4 
rates veterana. Diese erscheinen bei uns in Z 1 ' m f l0Dga ' & tencra u " d Ace- 
mutabilis und Acerates veterana auch i„ Z ,f " USSe; h,deSseu sind P°P"l"s 
gefunden worden, üeberhaupt theilt Puilasok mitT'ZT'Z baltische » Braunkohle 
de,n Unter-Miocen aber 15 Arten. Obwohl dah" Puülk ' ^ '"" S ™™ 9 ' ' nit 
in der Flora anzeigt und einzelne bis letzt dfni em<! WesentI!che Aenderung 



28 



OSWALD HEEB. NACHTKÄHE ZU* MIOCENEN ELOBA GRÖNLANDS. 



ERKLÄRUNG DER TAFELN. 

Miocene Pflanzen von Grönland. 
Taf. I. 

Fig. 1. a. Polyporites Sequoiae Hr von NetluavqnV 1 h a ■ o 

Hg. 2. Sclerotium C™. momi Hk von ftZT 2. b veÄ« ^""^ * * S " m * 

Flg. 3-5. Sphenopteris Blomstrandi Hb von Ifsorisot ' 41 T r r .• , 

Fig. ß. von Iglosungoak. ß a Pteris ritt. n«i. H» « t ^asodium disticlmm. 

Fig. 7. Mnsci.es suEtlis Hb v™ NeUu S"' 8 *„£££ rP ' 0Str ° bUS '"'^ »™ * 

Fig. .1. Taxites Oh-iti Hb. 9. von Sinift. f vonTak k 

*ig. 11. Taxites validus Hr von Ifsorisok 

Fi* i* ^J**??? 1 "! U T ri V ° U AsakaL 12 - b - vergrössert. 

vergrössell ^ *"*• ""' B '°' a b ° realiä - 1S ' »' ™> T ™«"»» «**». von Netluarsuk. 16. Zweigstück 

' IV 10 or i 5 lei ", , °" Bi ° ta , b ° realia ' 18 ' dreimal ™-grössert. 

IV an vi.' f; V, "? le !" mit Knos P e » ">" Biota borealis von Netluarsuk. 
J- 1 ig. ~<J. von itsorisok. 

Fig. 29. Biota boreals; restaurirt. 

Fig. 30. Sequoia Nordenskiöldi Hr, von Netluarsuk. 

Taf. IL ' 

Fig. 1—4. Sequoia Sternbergi von Netluarsuk. 1. b. 3. b. vergrössert 

Fi* 7 S 7°^ Langsd o 0rfii ' Za P fen > Längsdurchschnitt, von Atanekeiflluk. Fig. 6. von Netluarsuk 
*]g. 7. 8 Zapfen von Sequoia brevifolia Hr? von Atanekerdluk. netluarsuk. 

J-ig. 9. Blattnarben. 9. b. vergrössert. 

Fi!' ?2' pL Pi ! UlS i 1 IaCClU1 TJ HR Za P fen VOn N 9 tluarsu k. 10. Längsdurchschnitt des Zapfens 
Jng. 1^. Bums hyperborea Hr von Sinifik. «piens. 

Fig. 13. Pinus Nadeln von Ifsorisok. 

aehre vm^TrV^iT Noursoakensi l H *- 14. Blattstück von Ifsorisok. 14. b. vergrössert. 15 Frucht- 
aeaie von da 16. Frucht vergrössert. 17. Blätter von Atenekerdluk. *o..rrucut 

pS. 18. Isyssidium grönlandicum Hr von Netluarsuk. 19. vergrössert 
xodium dttichurn.' PUlUS *"*'* ^ ^ ^ Blattstück rait Sclerotium populicola. c. vergrössert. d. Ta- 
Fig. 21. Taxodium disticlmm var. von Sinifik. 
Fig. 22. Corylus insignis Hr. Ifsorisok. 

m 

Taf. III. 

Fig. 1 2. Phragmites multinervis Hr. 1. Netluarsuk. 2. Ifsorisok. 2. b. vergrössert 

ig. 6. Cyperus Simfikianus Hr von Sinifik. 4. Aerchen von Atanekerdluk. 4. b, vergrössert. 

J-ig. ö. b. Elaeagnus areticus He. Frucht. Netluarsuk. 

*ig. 7. Smilax lingulata Hr von Asakak. 

Fig. 8. Salix elongata 0. Web. Iglosungoak. 

Fig. 9. Populus aretica. Asakak. 



KOXGL. SV. VKT. AKADEMIEN* HANDLINGAK. 



Fig. 10. Corylus. Nuss. Asakak. 

Fig. 11. Fruchtbecber von Farn.« D D ,.„„r • 

K». 18. Os«,,„ Walke, Ä ÄlT Ne -" arSUk - " 

f& ä S&ÄZ& 14 ' vo " SilÄ u b - ™ nwt 

Fig. IG. Cornua von Puilasok. 

Fig. 17. Ptcroapermites speotabüi« Hr von Ifsorisok 

Fig. IS. Apeibopais Nor,lenskiölcli Hr von Kso k 



BAND. 13. n:o 2. 



2a 



12. Blatt von Atanekerdluk. 



Taf. IV und V von Puilasok. 



Fig. 1. I'oacites Nielseni Hit. 
Fig. 2. Potomogeton Binkii Hu. 
Fig. o. Potomogeton dubius Hr. 
Fig. 4, Pecopteris gracillima Hr 



Taf. IV. 



3. b. vergrössert. 

4. b. vergrössert. 



Fig. 5. Taxodium . disfichnm Hr.* var 

Fig. 6. Pmus. 6. b. vergrössert. 

J* y- 10 - Salix longa Al. Braun. 

i'ig. 11. a . Salix tenera Al. Braun 11 Kr» i 

Fig. 12. Populus mutabilia Hr Daplme P ei ' sool »«efonnis. Web.' 

Fig. 13. Myrica lingulata 11 r 

g £ ^TEIÄ 1 * Nebe » < lem »* * *-ht. 

Fig. 17-19. Andromcda narbonensis Sap. 17. b. vergrössert. 






Fi a . 1—3. Andromcda narbonensis Sap 

JJg. 4. Anstolochia borealis Hr. 

Fig. 5. Acerates veterana Hr. 

Fig. G. Apeibopsis Nordenskiöldi Hr 

£ig f. Acer angustilobum Hr. 

*ig. 8. Crataegus antiqua Hr. 

Jfo- 9 - Celastroa firmus Hit. 

Fi? 1» p, 1 ; {^uminosites longipes Hr. 

r 3 S e 1 es P^nctulatua Hr vergrössert. 
*'«• 13. Cistehtes minor Hr vergrössert 



Taf. V. 



"N 



K - Vet. Akad. Handl. B. 13. N:0 2. 



5 






UEBEKSICHT 



DER 




10 SEIEN EL02A 



DER 



ASCTISCHEN ZONE 



ZÜRICH, 

DhuCK VON ZÜRCHER & FlRRER. 

1874. 



ÜEBERSICHT 
DER MIOCENEN F-RA DER ARCTISCHEN ZONE. 

Es .sind bis jetzt miocene Pflanzen gefunden worden i„ <?,;, i 
»• Hr., in Westerland von 70-71» „ B, Z« a ^f*^" !*» "VW, 78% • 

den Bellsuud (77 ° 50'), im Bellsund im 0,1 <J * >'• ^ P LyeJI im Ein S an S * 

*. .* am CaP Ju G ii:; 5 rrxr^ot rr es (78 ■ ^ 

Jen schwarzen Sei ieZ und dem Lndi. T T 9 ' V ° m ^ S ' aratSChi " 115 («■ 
«-■ W dieser LouLl £ ES^l? ^L"^ ~. f «"^ 1C 
Zusammenstellung hervorgeht: ' gen ' We aus fo) S end e'' 



r. xi ., fScott- 

Es theilt mit dem Glet- 
scher. 



Cap 
Lyell 



Bell- 
suud. 



Cap 
Stara- 
tschin. 



Cap 
Heer. 



Kings- 
lai. 



- 


21 


6 


11 


1 7 


O 


21 


— 


6 


16 


7 


3 


6 


6 


— 


7 


2 


1 


12 


16 


7 


— 


6 1 


3 


7 


7 


2 


6 


_ 


2 


1 3 


3 


1 1 


3 1 


2 1 


— 



Scott-Gletscher 

Cap Lyell 

Bellsund 

Cap Staratschin 

Cap Heer 

Kingshai 

^MSr5 tu p,r ücum ' T r du,m distich,,m ' p ° i>uius Richai - ds< "" «■ p - •»*•. 

/müssend , T aCei '° ldeS Und Hedera M ' Clurii U0mme " fast a » allen Stellen vor 

m ,e„ über alles Land verbreitet gewesen sein. Sie zeigen mit den übrigen mehreren 

t anl ir n- 8emeinSame " **"' ^ dieS6 "»<*«« Ablagerungen Einer Bildung* 
O enoien. D,e neuen Funde bestätigen das schon früher festgestellte Resultat, dass 

f - »ordt*Md\f ^f t ' e \^r n f J P ? anMn am S »"- G1 **«'. •- Ca,, Lyell und Ca,, Heer wnWtea von 

A 'it brijteflH i!t V , , ? ' , bebmicM heracto.cht.gt und in <ta.Verze.chni™ anfgenomn.cn, welch« dieeer 
8 .st. sie haben für die miocene Flora von Spitzbergen einen Zuwachs von 47 Arten gebracht. 



4 MIOCENE FLORA DER ARCTISCHKN ZONE. 

diese Ablagerungen ins untere Miocen gehören Wir finden 4n ^ , 

Fnro.vis und 9q ;„ a„ c ,. • b«"«^. Wu linden 40 Spitzberger-Arten im .Miocen 

jjiinopas unü lö m der Schweiz, wovon 19 Arten ,v> „„. 

Tn Ttw,,,™/ ,7 ■ a .- . mserei ' ,m(ern Süsswassermolasse. 

In TTe^o^ sind bis .jetzt an 10 Stellen miocene Pflanzen gesammelt worden. 
,ie hegen (nut Ausnahme von Asakak) sämintlieh zu beiden Seiten des Waigatt, theils auf 
er Insel Disco, teils auf der Halbinsel Noursoal, Der wichtigste Fundort Ist Ober-Atane- 
kerdluk, an welchem 24 Arten gesammelt wurden. Wir haben m den Nachfragen zur 
miocenen Flora Grönlands, welche in diesen Band aufgenommen wurden, gezeigt, da.; wäh- 
rend der langen Zeit der Ablagerung der mächtigen Basal tfelsen, welche in diesem Theile 
Grönlands ansehnliche Berge bilden, keine wesentliche Aenderung im Pflanzenkleide vor 
sich gegangen ist, Die Pflanzen von Ifsonsok, Netluarsuk und Siniftk stimmen in der Mehr- 
zahl mit denen von Ober-Atanekerdlu; - berein, obwol zwischen ihre Ablagerun. die Bildun, 
von ein paar tausend Fuss mächtigen Basaltfelsen fällt. Nur die Ablagerung von Puüasok 
welche den Basalten aufliegt, zeigt in ihren Pflanzenresten einen etwas abweichenden Character' 
indem sie einige Arten uns weist, welche in unsern Gegenden ausschliesslich oder doch 
vorherrschend der obern Molasse (der Oeningerstufe) angehören. 

Von den 169 miocenen Arten, die uns bis jetzt aus Grönland bekannt geworden, linden 
sich 69 auch im Miocen Europas und 42 noch in der Schweiz. Von diesen haben wir 35 
Arten m der untern und 24 in der obern Molasse. Es zeigen daher die Grönländer-, wie 
die Spitzbergerpflanzen die meiste üebereinstimmung mit der untermiocenen Flora und nur 
Puilasok neigt sich etwas mehr zur obermiocenen. 

In Ost-Grönland haben die Herren Hauptmann Payer und Copeland einige fossilen Pflanzen 
auf der Sabine-Insel (ca. 74V, ° n. Br.) gesammelt. Es waren Zweige von Taxodium disti- 
chum und einige freilich sehr unvollständige Blattreste von Populus arctica und Diospyros 
brachysepala. Alle 3 Arten sind uns aus West-Grönland bekannt und die zwei ersten sind auch 
id Spitzbergen häufig. Die 35 Arten, welche zugleich in Spitzbergen und in West-Grönland 
vorkommen, waren wohl über das ganze Zwischenland verbreitet und daher auch in Ost-Grön- 
land zu Hause. Manche derselben werden ohne Zweifel auf der Sabine-Insel aufgefunden, 
wenn einmal die Pflanzen führenden Lager am Germaniaberge sorgfältiger ausgebeutet werden.' 
Die Braunkohlenbildung ist in Island sehr verbreitet und Pflanzen sind mir von fünf Fund- 
orten zugekommen, von Briamslock (bei ca. 65 7 2 n. Br.), von Hredavatn (bei 64 ° 40' 
n. B.), Langavatsdalr, Sandafell (bei ca. 65V 3 ° n. br.) und Husawick (65 ° 40'). Sie hüben 
bis jetzt 42 Pflanzenarten geliefert, von denen 18 der europäischen Miocenflora angehören. 
Während von Spitzbergen und Grönland seit Herausgabe des ersten Bandes der Flora 
fossilis arctica zahlreiche neue Arten entdeckt wurden, hat die fossile Flora von Island keinen 
neuen Zuwachs erhalten. Dasselbe gilt von der Fundstätte im Gebiet des Mackenzie (ca. 65 " 
n. Br.) in Nordcanada, von der ich früher 17 Arten beschrieben habe. Zwar hat mein 
Freund, Robert H. Scott, Director der meteorol. Anstalt in London, sich alle Mühe gegeben 
durch Colonial -Beamte und Missionäre neues Material von dieser wichtigen, aber sehr 
abgelegenen Lokalität zu erhalten, doch bis jetzt ohne Erfolg. 

Noch abgelegener freilich ist das Banlcsland (74 ° 27' n. B.), dessen merkwürdige Holz- 
berge fünf Nadelhölzer und eine Birke geliefert haben. Da eine Pinus-Art (P. M'Clurii) 



MIOCENE FLORA MB ABCTISCHEN ZONE, 
von Nordenskiöld in Grönland aufgefunden wnrri* i , ■ , 
Termntliuog, da« diese Holzberge miocen seien Cef' Fl™ "' ei " e ^^ au ^ s l'™el.ene 

Stellen wir alle bis jetzt tn der' ( aretIca L S ' 20 )> bestätigt. 

Fundsutue a,n Maekenzie) gesantmelün SSl ^£ EmSC " ,USS "'" ^ Und d " 
Arien, Dieselben verteilen siel, auf folgende Faüul! ZUSam " le "' e '''' a " e " ""' 353 



Uebersient der 
Familien 




Fuugi 
Algae 
Musci 

Filicea . . 
Equisetaceae 

Taxineae 

Cupressineae 

Taxodieae 

Abietiueae 

Gnetaceae 

Gramineae 

Gyperaceae 

■funcaoeae 

Smilaceae 

Typhaceae 

Aroideae 

Najadeae . 

Alismaceae . 

Irideae . . 

Salicineae 

%riceae 

Betulaceae 
C'ipuliferae 
Ulmaceae , 
Moreae ? . 
Plataneae . 
Polygoneae . 
Ci:enopodiaceae 

Lanrineae 



Uebersicht der 
Familien. 



Proteaceae V . 
Aristolochieae 

Synanthereae . 
Erica ceae . . 
Ebeuaceae . 
Gentianeae . . 
^Asclepiadeae . 
Oleaceae . . 
Rubiaceae . . 
Caprifoliaceae 
Araliaceae . . 
Ampel ideae . ' . 
Hamamelideae . 
Rauunculaceae 
MagDoliaceae . . 
Menispermaceae . 
Nymphaeaceae . 
Myrtaceae . . . 
Tiliaceae . . . 
Sterculiaceae . . 
Aceriueae . . 
Sapin daceae . . 
Ilicineae . 
Celastrineae . . 
Rhamncae . . . 
Anacard iaceae 
Juglaudeae . . 
Pomaceae . . . 
Rosaceae . . . 
Amygdaleae . . 
Legxnninosae . . 




Incertae 



45 ' 23 i 14 G 3 

3 179 1169 42 I 17 







MtOCENE FORA DER ABWUSCHEN ZONE. 



Wir haben demnach 31 KrvDtoffanw»n w n™ 
Apetalae, 16 Gamopetalae und sl^Z^B^T^^ ? M °^^„e„, 65 
hafte, Verwandtschaft; apetalae. Dazu kommen noch 45 Arten von zweifel- 

Folgende Tafel zeigt uns die Zahl der gemeinsamen Arten : 



Zahl d. 

[Arien. Spitz- 
bergen 



Theilt mit 



Spitzbergen 

Grönland 

Island 

Mackenzie 

Banksland 



179 

169 

42 

17 

6 



■ -. 



Grön- 
land. 



Island 



*9 
9 



35 

9 
9 
1 



9 
9 



M'Ken-IBanks- 
zio. land. 



9 
9 
3 



m dem Zuwachs an Arten, welche die Flora von Spitzbergen und Grönland in den 
letzten Jahren erhielt, hat auch die Zahl der gemeinsamen Arten zugenommen, welche dafür 
zeugen, dass diese Ablagerungen derselben Bildungsperiode angehören. Mehrere Arten können 
wir von Spitzbergen über Grönland bis nach Nord-Canada (am Mackenzie) verfolgen- 
nemhch das laxodium distichum, Gljptostrobus üngeri, Sequoia Langsdorfn, Populus arcL 
bahx Raeana, Corylus Mac Quarrii, Platanus aceroides und Hedera Mac Clurii. Die Sumpf- 
kresse, die Pappel, Haselnuss und Platane gehören zu den häufigsten und fast überall 
vorkommenden Pflanzen in Grönland, wie in Spitzbergen, ebenso häufig ist in Grön- 
land die Sequoia und der Glyptostrobus, welche in Spitzbergen neuerdings gefunden wurden 
aber hier keine so allgemeine Verbreitung gehabt zu haben scheinen. Als in Grönland und zu- 
gleich auch in Spitzbergen vorkommende- Arten, die wegen ihrer weiten Verbreitung oder 
aber wegen ihres häufigen Vorkommens wichtig sind, haben wir noch zu nennen : 

Lastraea stiriaca, Taxites Olriki, Phragmites oeningensis, Populus Richardsoni, Salix 
varians, Carpinus grandis, Fagus Deucalionis, Quercus grönlandica, Q. platania, Andromeda 
protogaea, Nordenskiöldia borealis, Paliurus Colombi und R'.amnus Eridani. 

97 Arten der arctischen Zone finden sich in der miocuien Flora Europas, wie folgende 
üebersicht zeigt : 



Es theilt mit Europa 



Cryptogamen 

Gymnospermen 

Monocotyledonen 

Apetalen 

Gamopetalen 

Polypetalae 

Incertae sedes 



Die 
arct. 
Flora. 



Spitz- 
bergen 



8 
15 

9 
36 

6 

20 



97 



1 

7 
4 
15 
1 
9 



40 



Grön- 
land. 



7 
11 

6 

30 

6 

9 



69 



Island. 



1 

2 
1 
8 



17 



Mac- 
kenzie 



»OCEM FMBA DKB A8CIISCHEN zone 
Es sind also 27", % (mehr als .,) diese ,. ., ,. , 7 

cenen europäischen Flora gemeinsam. Die IW '!n T " P " anzen - Arto > ■* der ,„i„- 
*r Greniand circa 41 »/„, ,, [slaml u ,, a ^ f ^ * ^bergen cil ,, 22 ,„ 
^bergen, lst wo daher am gering in Gnuu-,nd L '" "'"" »«»««"'^n /„„„,,, „, 

wachst daher nach den sudlichen Breiten. B '° '"* 8 ""''I"' 1 "' grttae, und 

Von allen europäischen Floren steht hi„ i ... , 
H Arten, die uns aus dem Samll d e , "££. <* — — - nächsten. Von den 

-ig von ca. 55 • „. Br.) bekannt geu-o L ' 3 t ", ^iT™ ^ ^ G <^«« ™ 
W euer Zahl allgemein verbreitet m o ne P Li! '^ , °,' '" ** * M ™ **»• 
reiche weiter südwärts bis jetzt noch nicht ^,1?' erW,Cken Wir dara " te '- Arten, 
U- vahdus, Poaciu :' .iengeanus, C re^mtna s"'", ,' ""^ Seil "°' a bl « 

**» 8- '" Haering 5, anders in LTob^T^ t * S1,eC - } ' '" t^ "' » 

it r; s :L«ir-jTi H*~ -- - - 

«U Arnothales noch 12 arlche A " P "° Cen Iiegenden ***««*» des 

In Frankreich haben das untermiocene Manosoue 1 1 110*1 'I > i ■ 
»IGtegas 4, da« an der Grenze v ™ Ar , -n W Arm,8san 10 > St Zacharie 

«gegen das eocene IwSZ und I "" ^ ,U,gende Ak 3 ^^ Art ™. 
A".hch verhält es sich 7ZZl n , " ^ S 6 ™« Art besh.cn 

«•ottiand bekannten mocltSln Im 6 " T "* * *** V °" * Head « 
«** Pflanzen von Bov T^v n v 7 ^^ Ar ' e "' "" ta ' de " 50 «»*»> 

Ai-hav dleS e gemeZJ T, n^nd n "?? n *" T™ **■«<■- 

orta und Marinr/ ^ vei sciiwinden. Es ist daher auffallend, dass Graf 

* ^^ZZ^^TTr 8 ^ vo " Geiinden ta BeIgien <* 26 A - 

Überblicken vvi, dl e PflL enwe dT'' ' "f "^ ^ ^"^ *" '*"' 8chei »' 

«a der ~ m r 7 Wlanzenwelt der arctischen Zone, so nehmen wir i„ der Pi™,>,„ 

eememsamen Arten von Nord nach Süd eine alhnälige Abnahme währ 



S 

m 
S; 



nul- 
luni 

dar; 
seh 
Da: 
Art 



Eine viel 



■^^tJZ^^^T^ ; v rr d r ; uarnes Heersiennes de Geiind - ** * ^ e G de 

111 letzen des Blatt« TT S 1St dl6S3 der C occulites Kanii aus Grönland. Es wurde in Zll a 

Ottern ^ u tlicl " t L , f " ^ gefU ' lden ' ^ eme S ^ »1^ de! Grt 

f,f ^gewiesen, d«. „ch 0^ i f ,t m d61 ' F1 ° ra arctica (L * U ^ ™ Daphnogene gebracht ab« 

"?- ^iol »IC e Art : denl S ""^ ^ b68itZe - ^ ^ ^ >* ÄS \£ 

J;i ^eN et2we rk entfernt il aber V n P "'i " i ?,-""? ™ dGr ^ Z " d « n ^nispennaeeen zu gebörS 

^ 8 Neuntes zu bezeichnen Si! h r launfollU8 ' daher ea wohl ain -eckmässigsten sein dürft dt 

oezeieünen. Sie wurde neuerding, auch in Ardtnn-Head in Schottland gefunden 



8 MIOCENE FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 

raschere Aenderung begegnet uns aber, wenn wir vom Unter-Miocen aus zu den altern 
Ablagerungen hinabsteigen. Die meisten gemeinsamen Arten finden wir in den miocenen 
Bildungen Europas und zwar hier wieder in den untern Abtheilungen des Miocen, so in der 
Flora des Samlandes, der Wetterau, von Bilin, von Sagor in Kram*) und der untern Süsswasser- 
molasse der Schweiz. Schon im Tongrien (Sotzka, Haering, Chiavon, Salzedo, Novale) ist die Zahl 
der gemeinsamen Arten sehr klein und im Eocen verschwindet sie fast ganz. Steigen wir 
dagegen vom Aquitanien aufwärts, tritt die Aenderung viel alhnäliger auf. In der Schweizer- 
Flora hat die aquitanische Stufe 38 Arten mit der arctischen Stufe gemein, die graue Molasse 
(oder das Langhien) 36 und die Oeninger-Stufe 35, und dass in Italien eine nicht geringe 
Zahl von arctischen Arten noch im Obermiocen und bis an die Grenze des Pliocen sieh 
findet, haben wir schon früher gesehen. In Ungarn sind in diesen Grenzschichten noch etwa 
ein Dutzend arctische Arten. 

Die eocene Flora von Europa hat einen südlich indischen Charakter; die Typen der 
gemässigten Zone treten nur spärlich auf. In grösserer Zahl erscheinen diese im Miocen 
und erhalten in dieser, Zeit eine allgemeine Verbreitung , wodurch wir diese eigentümliche 
Mischung von Pflanze** verschiedener Florengebiete erhalten, welche die miocene Flora aus- 
zeichnet. 

Diese Pflanzentypen sind wahrscheinlich von der arctischen Zone ausgegangen, und 
haben sich von da aus strahlenförmig über die nördliche [Hemisphaere verbreitet. Die 
Ausbreitung dieser nordischen Arten nach ' Süden hin begann in der unternüocenen Zeit. 
Welche Zeiträume zur Vollbringung dieser Verbreitung erforderlich \yaren , lässt sich nicht, 
bestimmen, da uns die Bedingungen, unter denen sie stattfand, völlig unbekannt sind. Man 
hört öfter die auf einen Ausspruch von Ed. Forbes sich stützende Behauptung, dass Abla- 
gerungen mit den gleichen organischen Einschlüssen nicht gleichzeitig sein können, wenn sie 
in grosser Entfernung von einander liegen, weil die Verbreitung der Arten von bestimmten 
Punkten ausgegangen sei. Man hat aber dabei vergessen , dass der Massstab für die Zeit 
geologischer Vorgänge ein ganz anderer ist, als für menschliche Verhältnisse. Nehmen wir 
an, dass die Sumpfcypresse , die Sequoia Langsdorfii, die Kastanie und die Platane von 
der arctischen Zone ausgegangen seien, so mag es allerdings einige tausend Jahre 
gedauert haben, bis sie in unsere Gegend kamen; diese Jahre bilden aber jedenfalls 
nur einen ganz kleinen Theil des Zeitraumes, den wir als miocen zu bezeichnen pflegen 
und innerhalb desselben kann sich die Mischung der Arten vollzogen haben, die wir 
in unserer miocenen Flora vorfinden. Ohne Zweifel gieng der Process dieser Mischung 
der Arten ununterbrochen fort, indem einzelne Arten verdrängt wurden und andere ein- 
wanderten, dass aber zahlreiche Arten viele Jahrtausende lang sich in demselben Lande 
unverändet forterhalten haben, zeigt eine Vergleichung der Pflanzenwelt der obern und 
untern Süsswassermolasse der Schweiz, indem nicht weniger als 81 Arten alle Wechsel 



*) Die Flora von Sagor, die ins Aquitanien gehört, enthält eine beträchtliche Zahl von arctischen Arten. Es 
sind bis jetzt von Ettingshausen erst die Cryptogamen, die Gymnospermen, Monocotyledonen und Apetalen publicirt 
(Denkschriften der Wiener- Akademie XXX II. 1872), unter welchen wir 17 arctische Arten bemerken. 



MIOCENE FLORA DER AROTISCHEN ZONE, 
der Zeiten, die Hebungen und Senkungen des r-m,l« i „• , 

mutigen Ablagerungen mariner Gesteh Z^'uZ^r ^ "T* "* die 
Grönland, wo wir gezeigt haben dass ,»„ Aelmhches erfahren wir aue 

der nichtigen Basaltberge fordert d F " , " T" Zeit '' ai,meS ' de " d ' e Bild ™* 
hinreichenden Spielraum ° fül . äiet^T^T^ T ^ * Diese Ze « «"* einen 
Ab solche betrachte diejenigen A, n w f, a " mi ° Cenen P,Wn flber E "™P*- 

Thei, von Europa verfolgt werden ^ n„T tdZi "t 6 " "T " ^ *- " 
miocenen Flora bilden. Es sind ah „ f ^ Element der europäischen 

Taxodimn distichum, G^^^^nt^ "" 
siac, S. Stcrnbcrgi, Enhedra Solzkia,^ " , ^ ^"^ ^^dorfli, S. Conti- 

%gi-, Populus° balsLoi s ^J^TST^ *—+» ^'™> % 
Betnla prisca, Carpinus grandis Co Ins X ■■ L 1 " ltlai " bar europaeum, Alnus Kefersteinn, 
A.rcinervis, Q. elaena, P ££ ü ^ H^ ^d T'^' S""* ^ Q ™ 

^ r: o ,a mi ,,oh, sä^ää'"*- 1 "■— 
"^i^^^rrT , t " B * noch in Mitte,ita,ien 

.«rdlichslen San m von D ^nd 1^ T'p'w" *" ^^ Z ™ ™ bis "» 
naerophvlla Platann C,fit T ' RlX '' Öft) ' ° der his " ach ^^" (Betnla 

venigstens is , ersf Z ^ ^7 °™ th0i< ^ md "'^er anderl sind, 

er näZ vT ^ ^f". § ek ™™enen Straucher und Laubbäume hatten, „ach Analogie 

Ue n 7 6benden Arten " faSt d — hgehends fallendes Laub und es i Ä 

«der!. W ' nte " kah,en PflaMe " de " eUro ^ Che " mi ~ Flora von 21 her 

.tisch! Flofa theilten T ' iatSa ; hen ,aSSe " " iCht ZW * mn > *" die ™ ™ "-hriebene tertiäre 
de n rr Sei r d mit derP1 ° ra d6r Unte ™ St » fe " dieser Abtheihtng der tertiär 
-ode, namenthch m,t dem Aquitanien, die meiste Ueberemstimmung zeigt. Nur Pulaok 
Gtonland gehört wahrscheinlich einer höhern Stufe des Miocen an. 

- ä che y „ le Fir!! Wiei ' io T iS ' dle Ste " Ung UnS6rer amtiSChen F,0ra zu den tertiären amcrica- 

'nvlhen^eLtnlr 611 ^ "* " "" ™ "° Ch ^ "" "' h *" 

«scMW f i F1 ° ra V ° n MaCk6Mie nahe an die are "sche Grönlands und Spitzbergens sieh 
«esst, haben w,r schon früher gesehen. Auch die Flora von Alaska, von der uns 5G 

hilf S '" d ' hat n ° Ch 2 ° arCtische Arten ' TOn de™« IC auch der europäischen 

1»« Z a " 8 ' ehören ' währe "d 4 in dieser sich nicht finden, nemlich : Pteris Sitkensis, 
, '" n T 'najorum, Taxites Olriki und Viburnum Nordenskioldi. 

n den Vereinigten Staaten sind namentlich im Flussgebiete des Mississippi zahlreiche 

^ ie lanzen gesammelt worden. Dieselben sind von L. Lesquereux und Newbeny bearbeitet 

en, doch fehlt uns noch eine genauere, durch Abbildungen erläuterte Darstellung derselben. 



10 



MIOCENE FLOKA DER ARCTISCHEN ZONE. 



Lesquereux fuhrt >„ seinem Verzeichnis der Tertiär-Pflanzen Nordamerikas 420 Arten auf 
Von diesen finden sich 39 Arten, al so ea. 13 % i„ der arctiscflen Flora und 23 von die „ 
Arten sind auch in Europa. Ich habe diese.ben in meiner Kreide-Flora der arctiacilt e 
(S. 27) aufgezahlt*) und als wahrscheinlich angenommen, dass diese Arten om Norden 
ausgegangen seien und sich „ach Europa und America verbreitet haben. D^r A.ma ,me 
«harnt aber entgegen zu stehen, dass nach Lesquereux ein Theil dieser Pflanle mW 
in eocenen Ablagerungen vorkonnnen soll. Nach Lesquereux gehören von jenen 39 JZ£ 
Pflanzen in Amenca 7 m miocene, 18 in obereocene und 14 in untereqcene Ab.ageru g ») 
Da „messen selbst nach Lesquereux's Angaben von den Pflanzen seiner obereoceL TLl 

r s 57 n ./ ( T ,j; ZT: r\ Carbon station ' Evanstone und *■• — ) •** «Ä 

al 57/, ,o mit olehen des arctischen und europäischen Miocen übereinstimmen, sind diese 
Bfldnngen nach ihrem Vegetationscharakter Miocen und nicht Eocen, und was die grosse 
Ligmtformation des Jhss.ssippi-Gebietcs »betrifft, welche Lesquereux zum Untereocen rechnet 
so ist noch zweifelhaft, ob alle dahin gebrachten und weit auseinander flegenden Fundstätten 
zusammengehören oder nicht ganz verschiedenen Horizonten angehören 

Sollten diese amerikanischen tertiären Ablagerungen wirklich älter sein als die unter- 
miocenen der arctischen Zone, was ich bezweifle, würde diese die gemeinsamen Arten von 
dort bezogen haben nnd wir hätten daher für sie den Bildungsherd in America zu suchen. 
Von grosser Wichtigkeit zur Erledigung dieser Frage wäre zu wissen, wie die Flora zur 
Eocen-Zeit m der aretischen Zone ausgesehen hat. Leider können wir aber darüber keinen 
Aufschluss geben. Vielleicht wird man diese eocene Flora noch in Grönland auflinden 
Am Fnss des Hügels von Atanekerdluck lagern die Schichten der oberen Kreide, während die 
untermiocenen Eisensteine erst etwa 1000 Fuss höher oben auftreten. In diesen zwischen- 
hegenden Felslagem ist die eocene Flora zu suchen, deren Auffinden von grossem Interesse 
wäre. Auch in Spitzbergen wird dieselbe vielleicht am Cap Staratschin zwischen der Kreide 
und den miocenen Schiefern zum Vorschein kommen. 

Obwol wir aus Asien erst wenige Fundstätten miocener Pflanzen kennen, begegnen 
uns doch m!i hier aretische Arten. Dass diese unter den tertiären Pflanzen von Java°und 
Sumatra***) fefllen, wird uns nicht befremden. Unter den Pflanzen aber, welche Antipof 
in der Kirgisen-Steppe, in der Gegend von Orenburg, bei 49° 16' n. B., sammelte, bemerken 
wn- das Taxodium distichum, Sequoia Langsdorfii , Carpinus grandis, Quercus Drvmeia und 
Fagus Antipofii und unter den Pflanzen, welche die Eisentlione von Kamtscflaka (bei ca. 58 ° 
n. Br.) einschliessen, das Taxodium, Ahius Kefersteinii und Juglans acuminata. 



. 



*) Das dort mitgetheilte Verzeichniss enthält auch die Arten von Alaska, anderseits sind neu hinzugekommen 
üie Populus balsamoides und Salix elongata. 



*#\ 



lmiocen: 



*) Vgl. Lesquereux in Haydens Sixth annual report. 1873. 

In einer neuerdings publicirteu Abhandlung rechnet indessen Lesquereux die Carbon-Station zum Mittcliui 
und der Evanstone coal sei halb eocen und halb miocen; Black Butt und das Colorado Bassin aber untereocen, Tgl. 
American. Journ. of sciences and arts. VII. Juni 1874. 

) Vgl. meine Abhandlung über die fossilen Pflanzen von Sumatra , in der Zeitschrift der Schweizerischen 
palaeontologisch. Gesellschaft. I. 1. 



»OCENE FLORA ßEB ARCTKCHEN ZONE. 
Einen grossen Reiclitlmm fossiler Pfl™, , ■ U 

lange schmale Insel, „«lieh von Japan "It^ f* ^ ^^ Z » b ^en. Diese 
bis über den 54» ». B, hinauf. lel ' erM , V I 7 ,"" KüS ' e deS A ™^<* von 46 ° 
„>i g e Pflanzenreste, welche an der v^ ^dt f"? ,** **-"» '» "^penh gen 
gesammelt worden waren*). Sie gehören 21 Vr ^'""^ < 49 ° SS ' "■ &■ 

viel reicher ist aber eine Sammlu^^cL^T f"' *** Vari "™ uad » Acer 
-* Dieselbe haben wir den Id« "^ ^ ^ ""« *»*-£ 

P Ver<ianken - Lü ' te is < «*> ^statte diesÄn^ " aT™ d<M Amurian ^> 
~ -e sehr wahrscheinlich von, Ca» Dat fea 5, " '"*?«"»" beZdcbnet - d °°h 
«tau* schon im J. 1861 fossi|e pfl * «^ M n. B ,), wo der Akademiker Fr. 

aperes erfahren haben. Nach seinen Angabt " ,' !'' ^ ^ nocb " icb '* 

eiche die Pflanzen emschliessen, mit Bra ^1 " £ * ^ ™ d Schichten, 

"e Auflagerung von Sandsteinen mit jun^tertiärT « ' ° Pachtete an einer Stelle 

'lanzen. Am Cap Dui sind die Seine den l' ff *" SchiChten der m 'oee„en 

» marinen Kreidesehichten bedeckt «) SenC ' ltet "* *"* West falIe " d und werden 

*ÄtaÄ^ fl ^ — d - - w 

toius JI'Quami Porb. s,,, C. i si^nfs H F ' P ™ S S '™ iiS Var ' ""«na, 

<U Drvmeia Ung., rjhu us p , ^ia^T lo Tf rf " ^^ üllge "' *' ■ 
1 Celastrus borealis Hr., JuglaL acu m Lh AI V ^ ün - Pli '»era Ungeri Kov . 
Merkwürdig Weise sind ! f ' *' ™ d J " ni S eJla H >'- ? 

°k ^^uZi^i r s A ;r me f; Popu,u : arctica - q — d ~. 

»•sen haben und 11 Arten °6 ' " w,r früher von A 'aska nachte 

*« ^ ^ aiiÄS^'^Tr Zone an - Auch von den 3 Ä 

^r diese tertiären Abla~en Äf i l *"" A,aska - Pfl — Es gehören 
jk- ™n Alaska. L.°E Z^^J^TS ^ " ^ * 
miocenen Zeit in diesen Breiten eine T a „H , ( } Zeigen e esucht - dass 

dass die Inselkette de A Üh „1 n t! ' 7* "^ A-an U " d ***** b <^nd 
Wtatimmuii., in de, ™ Ueberreste d.eses alten Festlandes sind. Die grosse 

* Z«H Irenen Zet 0Cen T ™ Sac " a,i » aad Alaska bestätigt eine solche A 

«-ine A~m5 m7 S r V™ ^^ *" ^ SMt ^ ^ -dtm 

- ** ^.ertirL^Lsr über der m ~ auftritt - °- •*** 

^Ä!lT Sachalin«) besteht ans einer Mischung von Arten, welche ans 
" mmen S " ld Und S0lchen > wel «'- ans Japan stammen. Zu erstem gehören 



zu 

HU 

na] 



M100£NE FI '°™ DER ARCT1SCHEN ZONE. 



unsere Birken, Erlen TTImpn t?o 

' Arve (in Zwer^m),' ^^^£Z™£~ ■?«— Waehholder und die 

Vaccinium „ %in0SHm , y. Vitis id Col^X ' "^ "**' Llnnaea "«■»•, 

Azalea procumbens, Trientalis europaea PolemLL " Va T' A ' alpi " a ' And romeda polifolia, 

nigra,,,, Pedicularis lapponica ,,„d P ^delica ' '*'***■ lapP °" ica > Em P e '"™ 

, Wir sehen daher auf dieser von F j 

fernten Insel noel, zahlreiche Pflanzenarten dt Tu l ^"^ Co " Ünent ™ n Asie " e nt- 
«U fmdet sich in der arischen Zone u^d ht T ' ''^ *" *""" Si " d - Die «ehr- 
enropa nnd bis in u „s e r Land velrelt wah '-'-inlich von da aus nach Mittel- 

er sir^; ::;: r e : e r :; h r en M pfl r n v °- ^ - - -. 

ähnliches Verhähniss bestand denn 1.7 da Tf ' ^ SCh ° n "» ™— Zeit <*» 
welche die Wälder von Sachalin budeTn in M^ , ^ k^*" 1 *'' 6 Za '" der »»-. 

,um Theil der arctischen Zone JZ en H t T ^ aUCh ^ si " d es Art <^ * 

Wahrscheinlich waren dienen F^t s'w ™ *** 
mischt, doch enthält die mir vorZemTs, f " a " Ch SUd ' iche Fomie " h ^- 

derselben; es fehlen die Lo beerte! und d r^'' 6 ' Wa mit Aus " a "- des Celastrns, ke rne 
häufig sind und die wir „och TL ^^ ^"^ WeIdle fa '"~ E " ro " a » 
gerade in Sachalin erwarten da *re ahn T " k T ^ W * d " rften di « L ^r„ 

Immerhin deuten die mtoce n pt ^T ^ **" "' **« a « Hause -»■ 

jetzt dort bei 51 • ,- Br ^ Man-n von Sachahn ein wärmeres Klima an, als e s 

auch jetzt dort zu Hause dangen fehlen dt 2 T* ^ ^ ^^ ** a " e '' di ^ 

r rr irr jzrr r - ^ — 2:i;r 

^irrmntuIbX'd^ b — * ^ " -"~ 
Asien unter gleichen ßl tl / "! L "" m '° Cenen Zeit ' Wfe ''**' der 0sl '' a » d ™n 

"•ermen in d £^ The Z l * T "* "" EU ''° Pa ^ ^ SCh °" dama,s di * *- 

der Umstand da™ 2 » t \ ! tiefe '' Sta " den ' * fa Eur °P a **> Es « dafür auch 

54 %, daher n dteem The t 7 B f en « rade n * dlicher ***««» baltischen Flora aber 
-aren als i„ Ltpl arC " S "" ^ Weito " aC " SÜden vo ^ c "oben 

W«Ä™ fcJ^JSS?"^ 1 ? 1 ^ u re,,k ' latte im TW ' haI bi3 4 °° R - »"<>• S «"""<" i» Golf te 
'«• Vgl. Schmidt 1. c. S. 8 5 mmerwa ' me lst ■»"" "beutend und anhaltend und es kommen noch im Juni Fröste 
'*) cf. Flora fossilis Alaskana p. 14. 






Verzeichnis der miocenen Pflanzen der Polarländer. 



Spitzbogen K. = Kingsbay. St. = Cap Staratschin Hr 
L. = Cap Lyell. Sc. = Scottgletscber. 

Grönland. A = Ober-Atanekerdluk. As. = Asakak K 
sungoak. Ift. = lf 30ri80 k. N. = Netluarsnk. S ' 

Island, I. - Mac Kenzie, M. 



- Cap Heer. G, = Grünhafen hn Eiefiord. B. = Bellsund. 

= Kudliset U. = Ujarasusuk. D. » Disco. Igl. = Ißlo . 

- Sxmfik. P. = Puüasok . 0< = oatgrönland. * 



Cryptogamae 
Fungi. 

Sphaeria aretica Hr. . 

— annulifera Hr. 

— pinicola Hr. . 

— hyperborea Hr. . 
Dothidea borealis Hr. 
Sclerotium Dryaduni Hr. 

— Cinnamomi Hr. 

— populicola Hr. . . 
ßhytisma induratum Hr. ? 

— boreale Hr. 
Polyporites Sequoiaj Hr. 

Algaa. 
Munsteria deplanata Hr, 




Musci. 

Muscites Berggreni Hr. . 
— subtilis Hr. 



Füices. 

PolypodiaeeaD. 
Adiantum Dicksoui Hr. . 
Woodwardites areticus Hr. 
Lastraea Stiriaca Ung. Sp. 
Sphenopteris Miertschingi Hr. 

— Blomstrandi Hr. . 
Aspidium Meyeri Hr. 

~ Heerii Ettiughs. . 

— ursinum Hr. . 
J teris oeningensis Ung. 

— Einkiana Hr. . 

— Sitkensis Hr. 
'ecopteris gracillima Hr. 



St. 


1 


— 


A. 


L. 


A. 


— 


A. 


K. 


Ifs. P. 


— 


P. K. ü. 


— 


K. U. 




K. 


— 


A. 


— 


A. 




Igl- 




P. 



14 



MlOCEffE FLORA DER ABCTISCHEN ZONE. 




Osmundace». 

Osmunda Heerii Gand. . 
— Torellii Hr. . . 



Equisetaceae. 
Equisetum boreale Hr. 

— Winkleri Hr. . 

— arcticuni Hr. . 



Conifei'ao. 
Taxineae. 

Taxitos Olriki Hr. ... 
— validua Hr. . . . 
Ginkgo adiantoidoa Ung. ep. 
Torollia rigida Hr. . 



/ 



bifida Hr. 



Cupressineaa. 

Juniperus rigida Hr. 

Biota borealis Hr 

Libocedrus Sabiuiana Hr. . 

— gracilis Hr. 

Thuites Ehrenswardi Hr. 
Cupressinoxylon Breverni Merkl. 

— ucranicum Gp. ? . . . . 

— pulchruin Cr 

— polyomrnatuia Cr. . 

— dubium Cr. 



Taxodieae. 

Widdringtonia helvetica Hr. . 
Taxodium distichum miocenuni 



— Tinajorum Hr. 
Glyptostrobus europEeus Brgn. 

~ Ungeri Hr 

Sequoia Langsdorfii Brgn. ap. 
var. b. striata. 

c. acuta . . 

d. obtusiuscula 

e. abrupta . . . 
f- augustifolia . . 

- disticha Hr. 

— brevifolia Hr. . 



K. L. Sc. Hr 



A. 
A. 



A. S. 



St. L. 



St. 
St. 



K. 

St. 
St. 
K. 



A. As. S. 

Iis. 

A. P. 



A. N. If 8 . 



S. 
A. 



St. L. Hr. Sc. 
B. 

Sc. 



L. Hr. Sc. 

L. Sc. 
L. 
L. 
L. 
L. 
L. 
L. 
St. 



K 

A. ff. If 8 . S. 
P. D. 



A. Igl 

As. S. 

A. N. Ifs. 

D. S. 






Banksland 
id. 
id. 



M. 



M. 
M. 






/ 



MIOCENE FLOEA DER ARCTISCHEN 



ZONE. 



— Nordenskiöldi Hr 

— Couttsise Hr. 

— Sterubergi Gp. sp 



Pinna montana Mill 

— polaris Hr 

— thulensia Steenstr. 

— Martinsii Hr. J 

— cyloptera Sap 

— stenoptera Hr 

— macrosperiua Hr 
b. 

— Abies L 

— Urjgeri Eud] 

— Loveni Hr 
~ Macclurii Hr 

c Tsuga 

— microsperma Hr, 

— aemula Hr 

— Dicksoniana Hr 

— Malingreni Hr 

— brachyptera Hr. 

d. Picea Don. 

— hyperborea Hr 

— iiupressa Hr 

— Iugolfiana Steenstr. 

— Steenstrupiana Hr. 

— Aruistrongi Hr 
Pinites latiporosus Crani 

— cavernosus Craru 

— pauciporosus Cram 

— Middendorfianus Gp 
~ Baerianus Gp. 



Gnetaceae 
Ephedrites Sotzkianus Un 



Graminese. 
Phragmites ceningensis Hr 
— uiultinervis Hr. 




Iß 



MIOCENE FLORA DER ARCTJSCHEN ZONE. 



Poacites Mengeanus Hr. 

— Nielseni Hr 

— avenaceus Hr 

* — hordeifomris Hr 

— Friesianus Hr 

— laevis A. Br 

— requalis Hr. (lseviuscülus Hr. olim.) 

— effossus Hr 

— sulcatus Hr 

— parvulus Hr 

— Torellii Hr 

-- argutus Hr. 

— trilineatus Hr 

— bilineatus Hr 

— lepidulus Hr 



Cyperace». 

Cyperus arcticus Hr. . . 

— Sinifikianus Hr. , . 
Carex rediviva Hr. . . . 

— Andersoni Hr. . . . 

— Berggreni Hr. 

— hyperborea Hr. . . 

— misella Hr 

— ultima Hr 

-- autiqua Hr. . . . 

— Noursoakensis Hr. . 
Cyperacites borealis Hr. 

— Zollikoferi Hr.? . . . 

— islandicus Hr. . . . 

— nodulosus Hr 

— microcarpus Hr. . . . 

— strictus Hr 

— argutulus Hr 

— trinierus Hr 



Juncaceee. 
Juncus antiquus Hr. . . . 



Smilaceee. 

ilajanthemophyllum boreale^Hr 
Smilax grandifolia Ung. . . . 

— Franklini Hr 

- lingulata Hr 



Spitzbergen 



St. 

St. 

St. 
St. L. Sc. 

St. 
St. 
St. 
St. 
St. K. 
St. 
St. 
St. 
St. 



St. Sc. 



St. 

St. 

St. 

St. 

K. 

St. 
Hr. 
Hr. 



St. ' 

St. 
St. 



St. 



Hr. 



Grönland 



Island 



A. 
P. 



Mac Kenzie 



Varia 



S. 



I. 



Ifs. A. 
A. 
A. 



A. 



I. 
I. 
I. 



A. 
As. 



M 



MIOCENE FLORA DER ARCTISCHEN 2 



ZONE. 




Typhacese. 
Sparganium valdense Hr. 

— stygium 

— * crassuiu Hr. 



Aroideaa. 
Acorus brachystachya Hr. , 



Najadese. 

Potaniogeton Nordenakiöldi Hr. 

— Rinkii Hr. . . 

— dubius Hr • 

Najas striata Hr. . . . ' 
Caulinitcs borealis Hr. . 

— costatus Hr. 



Alismacese. 
Alisma macrophyllum Hr. . 
Sagittaria? difficilis Hr. 

? hyperborea Hr. 



Irideaa. 
Iris latifolia Hr. 
Iridium grönlandicum Hr. 



Salicineae. 
Populus balsamoides Gp. 

— Richardsoni Hr. 

— Zaddacbi Hr. 

— curvidens Hr. 

— arctica Hr. . . 



— Hookeri Hr. 

-- mutabilis Hr. . 

— Gaudini Fisch ?...". 
—• retusa Hr. . 

— sclerophylla Sap. 
Salix macrophylla Hr. 

~~ variaus Gp. 

*~ Raeana Hr. 

"* grönlandica Hr. . . . 

— elongata 0. Web. . 

— longa A. Braun .... 
~ tenera A. Braun .... 

Liquidambar europa^um AI. Braun 



St. 



St. 



A. K. 



Mac Kenzie Varia 



B. Sc. 



K. 



P. 
P. 



A. 



Sc. 

St. 
St. 



St. 
St. 



Sc. 
St. L. Sc. B. 

St. L. Sc. 

Sc. 

Sc. St. L. 
Hr. K. B. 

L. 



I. 



A.Igl.N.Ifs.S 
A. D. 



A. Igl. D. N. 
Ifs.As.S.P.O 



P. 

A. 



B. 

Sc. 

L. 



M. 
M. 



A. 
A. 
A. 

Igl. 
P. 
P. 
K. 



M. 



18 



MIOCENE FLORA DER ARCTISCHEN ZONE , 



Myricaceee. 

Myrica acuminata Ung. . . • . . 

— borealis Hr 

— lingulata Hr 

— grosse serrata Hr 

— acutiloba Brgn. (Dryandra ol.) 

Betulaceaa. 



Alnus nostratum Unsr. . . 

— Kefersteiuii Gp. . . 
Betula macrophylla Gp. sp. 

— prisca Ettingh. . . 

— Forchhamnieri Hr. . 

— Miertschingi Hr. . . 

— M' ClintocH Cram. . 



Cupuliferce. 

Ostrya Walkeri Hr 

Carpinus grandis Ung. . . . 
Corylus M,' Quarrii Forb. sp. . 



sp. 



— Scottii Hr. . . . 

— insignis Hr. . . 
Fagus Deucalionis Ung. 

— dcntata Ung. ? 

— macrophylla Ung. 
Castanea Ungeri Hr. . . 
Quercus Drymeia Ung. . 

— furcinervis Rossm. 

— Lyellii Hr 

— elaeua Ung 

— grönlandica Hr 

— Olafseni Hr 

— platania Hr 

— Steenstrupiana Hr 

— Laharpii Gaud 

— spinulifera Hr. (Q. venosa ol.) 

— atava Hr 



Ulmaceee. 

Ulnius Brauuii Hr. . . . 

— diptera Steenstr. . . 

Planera Ungeri Kov. . . 



Spitzbergen 



St. L. B. 

St. Sc. B. 

St. Hr. 



L. 
St. B. L. Sc. 

Sc. 
B. L. 



\ 



L. 

L. 
St. 

St. L. 

St. Sc. 



Grönland 



A. 
A. 
P. 
P. 

Ü. 



A. 



A. 



A. 

A. Ifs. S. 

A. N. Ifs. S. 
D. 

A. Ifs. 
A. N. As. 

a: 

A. 
A. 
A. 
A. 
A. 

A. D. 
A. 
A. 
A. 
A. 

A. 



A. 



Island 



Mac Kenzie 



Varia 



M. 



Banksland 



M. 



1. 
I. 



m0 ° Em FL0R A DER ARCTISCHEN 2 



ZONE. 



Polygone©. 
Polygonum Ottersiänum Hr 

Chenopodiace». 

Salsola arctica Hr. 

Elaeagneaa. y 
Elaeagnus arcticus Hr 
Elaeagnites caropanulatus Hr. 

Thymeleae. 
Daphne persoomaeforinis 0. Web 




Iiaurineae. 
Sassafras Ferretiauum Mass. 

Proteaceaa. 

Hakea (?) arctica Hr. 

Aristoloehie® 
Aristolochia borealis Hr. 

Synantherese. 
-ypselites sulcatua Hr. . 
- incurvatus Hr. 



EricaceaB. 
ndromeda protogaea Un 

Narbouensis Sap. 

Saportana Hr. . 
- denticulata Hr. 



Ebenaceee. 

08 Pyro 8 brachysepala AI. Br 
Loveni Hr. 



20 



MIOCENE FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 



Spitzbergen 



Gentianeaa. 
Menyanthes arctica Hr. . . • . . 

Asclepiade». 
Acei'ates veter ana Hr 

Oleaceso. 

Fraxinus denticulata Hr, 

— (?) niicroptera Hr 

Rubiacesa. 

» 
Galium antiquum Hr 

Caprifoliaceee. \ 

Viburnum Whymperi Hr. • . . . , 

— Nordenskiöldi Hr J 

— macrospermum H 

Araliaceee. 

Aralia Browniana Hr 

Hedera W Clurii Hr. ...... 

Cornus rliamnifolia 0. Web 

— macrophylla Hr * 

— orbifera Hr 

— hyperborea Hr. . . . . . 

— ramosa Hr 

— ferox Ung. 

Nyssa arctica Hr - . . 

— reticulata Hr 

— europsea Ung 

Nyssidium Ekmani Hr. . . . '. . 

— crassum Hr. . . ... 

— oblongum Hr 

— grönlandicum Hr 

— fusiforme Hr 

— lanceolatnm Hr 

Ampelidese. 
Vitis islandica Hr. . .'.... 

— Olriki Hr 

— arctica Hr 

Hamarneiideee. 
Parrotia pristina Ett 



St. 



St. 

L. Sc. 

St. 



St. L. Sc. Hr, 

L. Sc. 

Hr. 

L. 

St. L. 
L. St. 

L. Sc. 

Sc. 
St. 
St. 
St. L. 
St. 

St. 
St. 



Grönland 



A. 



A. 



A. K. 
A. 



A. 

A. 
A. 



N. 



A. 
A. 



Island 



Mac Kenzie 



Varia 



M. 



MIOCENE FLORA DER ARCXISCHEN ZONE 



Eanunculacese. 

Helleborites marginatus Hr, 
— insequalis Hr. . 



Magnoliacese 

JTagnolia Inglefieldi Hr, 

— regalis Hr. 

— Nordenskiöldi Hr 
Liriodeudron Procacinii üng, 

Menispermaceee 
Cocculites Kanii Hr. 
Maccliutockia Lyallii Hr. 

— deutata Hr 

— triaervia Hr 

— ? teuera Hr 

Nymphseacesö 
Nymphcea arctica Hr 

— tbulensis Hr 




Myrtaceas. 
Callisteuiophyllum Moorii Hr 

TiliaceaB. 

Tilia Malmgroui Hr. 

Nordenskiöldia borealis Hr 

Grewia crenata Hr \ 

~ crenulata Hr 

— obovata Hr. 
Apeibopsis Nordenskiöldi Hr 

Sterculiacese. 

Pterospermites Hpectabilis Hr 
~~ alternans Hr. 

— integrif'ölius Hr 

— dentatus Hr, 
Dombeyopsis islandica Hr 

Acerineee 

A cer otopteryx Gp 

— arcticum Hr, 
~ thulense Hr 



22 



MIOCENE FLORA DER ARCTISCHEN ZONE. 





Spitzbergen Grönland 


Island 


Mac Kenzi 


2 Varia 


Acer angustilobum Hr. 




P. 




~ 


i 
i 




L. 


— 









Sapindacese. 










1 


Kcelreuteria borealis Hr. 


L. 


— 








Ilicineee. 








• 


i 


Hex macrophylla Hr. 




A. 

A. S. 
A. 


— 


— 


i 


— longifolia Hr. 


Celastrinese. 












Evonymus amissus Hr. . . 
Celastrus cassinefolius Ung. 


Sc. 


A. 


— 


Ss 




— Greithianus Hr. ...... 


L. 






1 
1 




— firrnus Hr. . 

Rhamneee. 


— 


• P. 


— 


— 


I 








1 

1 




Zizyphus hyperboreus Hr. 




A. 




1 


1 


Paliurus Coloinbi Hr. . " 


St. Hr. 


A. K. 




I 






St. L. 


A. N. 
A. 


I. 


— 




Rhamnus Eridani UW. 


— Gaudini Hr. . . 


— 


A. 
A. 






s 


Anacardiaceee. 




. 








Rhu8 Brunneri Hr. 


— 


A. 
A. 


I. 


— 


— 


— bella Hr 


— arctica Hr. . . 


Juglande». * 


. 










Juglans acuminata A. Braun. . 


__ 


A. 








— bilinica Uno\ . 


- 















A. 


1. 






— Strozziana Gaud. 





D. 








— denticulata Hr. 





A. 








— albula Hr. . . . 


Advent- Bai. 





— 


— 


— 


Pomaceae. 


Sorbus grandifolia Hr. 


St. 












Crataegus antiqua Hr. 


Hr. 


A. P. 
A. 




— 


— 


— Warthana Hr. 


— Carneggiana Hr 


St. 


— 


— 


— 


_ 


— oxyacanthoides Gp 


L. 


— 


— 


— 


_ 


— glacialis Hr. . . 


Sc. 


— 


~ • 




— 





MIOCENE FLORA DER ARCTISCHEN ZONE 



Rosaceee. 

Rubua ? scabriuscfulua Hr. 
Frogaria antiqua Hr.. 

Amygdaleaa. 
Prunus Scatti Hr 
— Staratschini Hr 

Legurainosee 

Colutea Saiten Hr, 
Legumiüosites arcticus Hr 

— thulensia Hr, 

— vicioidea Hr 

— longipes Hr. . . 

Incertae Sedis. 

Phyllites Liriodeudroidea Hr 

— membrauaceua Hr. 

— Rubiformis Hr 

— celtoidea Hr 

— evaueaceus Hr. 

— acutilobus Hr 

— teaellua Hr 

— vacciuioides Hr 

— aceroides Hr. 

— hyperboreua Hr 
Aatholitea ainissus Hr 
Carpolithes cocculoidea Hr 

— Poteutilloidea Hr 

— follicularia Hr 

— aulcatulus Hr 

— puaillimus Hr 

— Najadum H: 

— geminua Hr 

— borealia Hr, 

— ayniplocoidea Hr 

— spbffirula Hr 

— lithospermoidea Hr 

— bicarpellaria Hr 
~ aemiuulum Hr 

— caudatua Hr 

— aingularia Hr 

— Eujakioide8 Hr. 




24 



MIOCENE FLORA DER ARCTJSCHEN ZONE. 




Carpolithes pulchellus Hr. 

— rosaceus Hr. . 

— oblougo-ovatus Hr. 

— clavatus Hr. . . 
* — ovalis Hr 

— nuculoides Hr. 

— circularis Hr 

— deplanatus Hr. 

— plaiiiusculus Hr. 

— loeviusculus Hr. . . 

— annulifer Hr 

— iniprcssus Hr. . . . . 

— lateralis Hr 

— apiculatus Hr. . .• 

— oblongulus Hr. . . 

— minimus Hr 

— poajformis Hr. . . 

— tenue-striatus Hr. . .» 



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Osw. Heer SiemMleiipflaazen der ardischen Zu 



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1_3. Calamites" radiatus. 4. Sti^maria ö.Cycloftigma Natliorfti. 



K.Velensk. AkaOandl. l'2.BandN=°3. 



(W.Heer Steinkolilenpflanzen der arrtischenZone. Tal' 11. 



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<W. Heer Stemfcohlenpflanzeii der arctischen Imip Ta£IV: 






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•4.2. Probpteris punctata 3 . L epidodendron Veltheimianum , 



K.\Vtrnsk.Ai-ii(l.lliiii(llin»-iu-. I><L\II..V (,". 



O.Heer Kreide Flora der arcti schon Zoite.Ta/!!. 




Wur3t9i Hui er t C ii ■' i I i i 



l*V. l.-O.Asplfiiium Dicksoniamim. 6. 7. A..Johnslrupi. 1.1). 5.a.t>. (äeichenia rigida. 



K . WUmskAcatUIandliiwar. BtDQI.N? G 



O.Ilccr Kreide-Flora der arcüschen Zone. TaiHI . 




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Kg-: l._lt.J«uipanlia Icpida. 15.16. J.arrtica. 17.iub. Asplenium Nordonskioldi. 17.cd.Ui. Scleropteris bcJlidula. lü. Anehnidhini Selrimperi. 

20. Sphenopteris li-a^-ilis. 



KWYlmsk. \r;iil.!l;m<!lin"';ir licLXJI.N? (I. 



0. Heer Kreide Flora der jireliselten Zone. Taf.III. 




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b.2AAdiaJiLumförmosumlc2fccA0smimdapeM^ Egedianus.6.J , ecopteri» Bi)lbroeana 

7. P. Aiidersoniana. l.d.8. Glcichenia (iJcsckiajia, 9. Dictvophvllum Dioksoiii. 



K.Vctensk.Acml.Han(llino'ar.BdJCH.H? 6. 



(•.ilccr Kreide Flora der arrüsclirn Zonr.Tuf.IV, 




üleichcnia Zippei . 



K.VcU'ii.sk..U';i(l.lliilulliii l ;;ii-. IhLMI.X? li. 



O.Heer Kreide Flora der arcti sehen Zone. Tili*. V. 




Wurslor. Bandigg»r ft C° ffl tfwA 



Gk-ichcnia Zippei. 



K'.VHnisk..'t, ; „),|f;„„||i„„. : „. BitfO« 



<UI,,r lü,.;,|,. F |,„. a ,1,,,, ;u ,, is( ., lrn Zonf . Taf ^ , 




Fig. 1..3. GJeichema Zippei. 4.. 6. Gl. lon^ipennis 



K.Vrt«Msk..\r:i«l.ll;tn.ll'm..-ii:l > > l I.X]].N , . , (;. 



0. Heer Kreide-Flora <1<t arclischen Zone.Taf.VH. 




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Wurster, Randcgger 1 C ", Vfij 



Tir. 1 . (ileichenia Gieselriana 2. Gl.Zippei. 



\Arlet,sk„\c;i,l. Ifwinlliin,-;u'. RLKII..V? «I. 



<Uf '''• K "'' ( '"''' ^»i»a th-r araÜMPlini Zon« TaT 




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Fig*. LS. (rleiclienia lonpipennis V.S.Gl.roiuI; 



KyelenskA'ud.lIan(llin s .-.u:B(L\lI.X?6. 



O.Heer Kreide Klora <\rr arcUschen Zone.TaTX. 




Vi'-jislor, Bandajjger 4. 



T'm Lll.GIeichenia gracilis. 12.13. Gl.aculipeniiis. 14...15.G1. micromera. 16. 17. Gl.delieahila. 18. GL ihulensr 



K. YetMiskA-atülantllniffar. BdJtIf.2\ T ?fi 



QJfecr Krojje-Flora der wclisrhen Zone. Taf.'A'f. 




8- •^1-1, -"T'---'i,| i; ,: 5 .(;.ü].nervosa.Z(iI. l J, ll lensis 8 .S,lcn> | >, (; ris belhdula. 9. Asplenium Boyeanun,. 10. ,1. s,,,,,,,,,,,,,, 

gTfwillioidcs. 



KActen.sk. Acnd. Hatidlinsjar: ßdJDLY! <>'•. 



O.llcrr Kreide- l''li»r;t der ari'li schon Zone. Taf'.MI. 




Wurster, Rani 



Fi« l.Z.Danaciles Grraus.3.J1.01eandraarctica,4.b.Cjrpari€ites bpcücus. 



K.\Yl<Mi.sk.Aca(I.JIan<llins.\-u\ BflJÜI.^N» 6. 



O.JIeer Kroidc-Flora der areüschen Zone.TafTXHI. 




Jfcopodium redivmim . 



2..8.Equisetum amissum. D. E(piseütes anmdarioides. 10. E. grünlandic-us. 11..12. Adiantum forxnosum meisum. 

. 13. li. Scl.erophvlh'na creLosa. 



K. \Vl.-ii>k.Aca(l.]|;iM(lllM..iir.r, ( |.X!I.A'.'(;. 






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O.lWi- Krv'uh Vlom der arclischen Zone. Ta/:.VIV. 




-0. PUToplivlIuni cojicinmim 



K.Vok-nsk.Acad. /!;in.JJino-:w. ßd.XILV.' 0. 



O.llc.T. luridc-Fl,,,-;, d, T .-irdischen Zone. TaCXV. 




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Fig 1 . 1.2. Zamiles borealis. 3.4-.5.Z.acutipennis. 6. 7. Z. ardicus. 8.9.10. Z. brcvipcniiis. .VI». ll.PteroplivIhun concinnum. 



■K.Volcnsk-.Afad.HaiHllinyan BcLXILN? 6 



».Hm- R'rpjfl,. Flora de- arctischen Zone. TaOCVI. 




fel.3.Ptoroplu;]Ium 



lepidumAZamites speciosus.5.filossozamites Sclionkii. 9.Zainilßs brevip'ennis. 12.16. Inolepia i'mbricaia. 17 l8.Thuiu- 

Meriani. 19-20. Anomozamites cretaceus. 



K.Votcnsk.Arad. lhmdlinyar. BdJQÖT; <> 



(Uleer Kreide -Flora, der arctischen ZoncTafSTI. 




'•'.'■II ■ md »r 4 C" 11 Vmli i ij 

rifij.l.-'.'lonvya parvilolia. 3.4, Sequoia SmitUaiuu 5.b.c. Cyparissidium gracile. Äa,Pinus. 6.7. PSmis Eirikiana. 8. Pinu». 9. Olyploslrobus erönlamlieus 
10.11. Sclcropliyllin:) rücholoma, 12. Sic crelosa.l3.Archiorhynchus anpusiicollis 14. Currulionites cretaccus. 



K. Wtonsk. A<'iid.flsHit1HnB,ai-.R(lJCfLN?t». 



O.IIimi- Kiridr Kl»,-., ,1,.,. nrrüsrhon Zmip. T:i/.A'V1([. 




ny;. [.lt. i'orrcva Bicksouiana. l.b. Sccitiuisi Sinilliana. J.c. S. »Turilis. L'.l». I'hius Kinlciana. .t.8. Frenclopsis üohcne«weri. 



k'.\fli-iisk.Ac;i(] UiuuIIingar. BdXlLN?ß. 



0. Hm- Kroi(l.-rior a ,l, r arriisrl,,.., Zonc.TaC-XIX. 




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C^parissidium gracile. 



K. Yctonsk. Acml. ll:imllmo-;u: HdA'ff.N? 6 



Q.Hcer Kreide Flora der aretisrhen Zone TafiXX. 




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Figl.a.2.3.4.5.6.a.c.7.a.b.8.Sefluofa Reichenbachi, 5.1*7. c. S. Sniitliana. I.e. S. ambigua.. I.d.e. Cyparissidium gTacile.9.i0.a.GlrpLosLrobus jrönlandicus. 

lO.b.Pinus Olaiiana. 10. c. Osmunda. 6.d. Sclerophyllina dichobnna. 



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Fig: LH. Scffupia 



Jqupia ambig-ua.2.l>.01eaii(lra arctica. 9.b.i0.d. Cyparissidiun. rracile. 



K.Velensk. Acad. Hajidlinoiir. BdA'II.X?6. 



O.Heer Kreide Flora der arr tischen Zone. Taf.' XXII . 




I*' i i» : LlO.Sefiuraa OTacilis. S.S H.a. Se<prigida. U.b.c. Equisetum amissiun. 12.tiJyptostrobus gTÜnlaiidicu* 



K.Velonsk. Ac-.ul. IfanWIm.-;»- B,|.XJL\? 6 




'§• 1 6. Sequoia Smiuiana. ß.c. 7. 8. Inolepis imbricaLa. 9.15. Pim.s Cramen. 16. P Eirildana 17. P 



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Peterseni. 18.1». Kngulata 19. P. Oiailana. 



K.Vclcnsk. Aratl. HandÜn^-ir. 1k1.XM.N?(.. 



O.llrer Kreide Flora der areliselien Zone. Tuf. XXIV. 




Hg. I 3.Eolirion primijenium A Cyperacites hyperboreus.5.Poarites borcalis. G. Populua priraaeva. 



K. Velensk. Arad. HandlinjRir. Bd.XlI.Y.T>. 



O-Heer Kreide Flora der iireti.selien ZoncTaüXXV. 




Wurstßr, Riuiderger 8c. C ir. Vfatttrthnr 



Fig. L3.Gleichenia Zippei. k Gl.Nauckhofli. 5.Swjuoia ambignavar. 6. Secpoia rigida. 



pyeU?nsLAca<l.Handlingar. 1V1.XII.N? 6 



O-Ifecr Kreide-Flora der «mhA- Zone. TaTXXYl 




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«8T-l.Aspli.nium Forsten. 6.a.A.Nordstromi. 2. Olozamiles grönlsmdicus. 3. Pecopferia striata 4. P. nrcüea S I> pß 
flmuculata. B.P.apjuu.lafl.OMiuna.ObwgiMia. 10.13. Gleichem %ei. 13.b.C.d. Gl. graclis. 14. (J|. acuüloha. V,. Hi.Carpoi,,],, g 



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[K.Yi'lonsk.Aciul.TfHndliiiga]'. Bd.XH.y?6. 



(Ulm- Kreide Flora dvr -.irdischm Zone. Ta/1 XXY7J. 




ig. 1.2.3. a. Salisburea primordialis. 5.6. Sequoia fastig-iala. '3.1». 7.8. b. LT», a. S. subulata. 8. a. 9. a. b. II). LI. 12. a. 13. IV. S. 
rig-ida. 8.d.?opulus hvpcrborca. O.e. Cycadiles Dicksoni. 12. b. Zingiberites pulchellus, 15. b. Finus vaginalis. 



K. VclMwk. Arad. Ilainllimgar. RdJtll.X? 6. 



O.lleep Kreide Flora der arctiscnen Zone. Tal.'XXVHI. 







Fi« L.Widdringionites subtilis. 2.Se<juoia. Reicheiibaclji. 3.6. S. sübulala. 7. Cycadiles Dicksoni.8.ll.Arundo gronlamlica l2.Sparg-an 

crelaceum.13. 14-. Pinus dhienstedti. 1S.P. Slaralschini. 



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K'.Vclci)sk..Ac ; )(I.II ;i ,uHi„ L ,- a ,, M \u v» 



0-ifnrK,vido-Flora de,, ardisch,,, Zone.Ta/TY 



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k.V.-lcii.sk..\ci)(l.lli)ii(li;ii r ,ir. Bd.A'lLV? 6 



ftlfeer KVci.lc Flora de- arctischc,, Zone. TaKXXX 




Fig 1 .8. FiciM promg-aca. 2. b. Populus fyperborca. V.l.. CJiondropliyllura Nardwwkwldi 



•K- VHaisk.AriuUlitnillinu-,)]-. BdXO?6 



».»■•'■■• KVci,l,-|.'i„ rj ,lo,. ; „. ( .i;^.h,„ /,„„, Taaxxr. 







Chondrophyllum orbiculalom. t. 5. Proleoidea 
6.8. a. Pr. crassipes. 8.b-d.Thiriles Pfaffii. iUO.Pr.vexans. Jl.fn ffranulaü». 



%.l.M X n>a Ihulensis. 2.%ica Zenkeri. 3. a.b. Sassafras arclica.3.c 



10110115. 



K.VelPn.sk. Ära d. Ifaiullinsran Bd.XII.X?f>. 



0. Heer Kreide n„ r;i der areüschen Zone.7zT.XXXU. 




• Ho-. l.Z.Andromeda Farlatorii. 3-7. Diospyros prodromus 8. Dermalophyllites borcalis. 8.10. Panax. crelacea. 11.12. Chondrophvlluni 

• «ordenskioldi. 13. Cliondr. orbieuklum. J4-._ JG. Mp-lophylluni Gcinilzii. 18. Rhus miiTopliylla l.lLojnjmino.sitcs amissus. 20. 21.Crcdneria, 

22 MfttroadflV» nfflgirninyj 23 M»Hi.^ 



K.Vclcnsk.Acad. Handlinjrar. Bd.XIL\ T °6. 



O.Hecr Kreide FJora der areüschcn Zone. Taf. XXXIII. 




"Wurster, ftuideg^ ■ , ii 



Fig! L4-. Marnoh'a Capellinii.5.6. M. alternans. 7. Julopsis creUcea, 



K.Vcli-nsk. Aoad.llandlino-ar, BdXII.N?6 



O.Ifocr Kivid,- K),»r ;) der arrtisrhon Zone. TaP. XXX'IY. 




Ffc. 



Sc([iiui;i sul)iilat;i. I.e. Piinis iSlaral.srhini. 3.a.Sci|uoia rigida. 4. Magnolia alürnans.5. Sapindus prodromus. 6. Lcguminosites aJanen 
11. L. phascolit.es. IZ.L^hs.siaHormis. 13. L.prodromu.s. 14. L. coroni'lloidtv ri'vllil^^wi^liHJiuiüi^JliJII^^ 



.sis. 



K . Vetmisk. AradJIantlKn^ir. R.V1I. \ '.' (J. 



O.lU-vr Kreide Y\ura der arrtischrn Z..n. .'i.i!.' V.V.W 




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Figi i .). Asplfiiiuni JoIinsinij)i. (). 7. a. A.Boyoanum. 8J0.So]tTopliy]Jina cretosa IJ 16. Thinfeldia ai'clica. 17 21, Phvllocl 



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idilis 



ri'limiliinli.i 



K.Yetensk.Acaä. IlmuHinoiu' B.XILN? 



O.JIocr Krcidc-Klora uYr wctisriirn /ono.Taf! XXXVI, 




l'io: I...8. Sequoia Rcichenbarhi . 9. 10. Rnua Pelerseni. 



K.Vrtenslc. AcadJI;m<llin^ar. BtLYH.N? 6. 



0.11m 1 Kreide Flora <Ur aivliscLcn Znnc.Ta/TXXXYI 




Fig. L.2.Sequoia Rtichcnbadii.3.kAraucariU;s NVdenskiöldi. 5.Piiuis. 



k. Wlensk.Ar.nl l[aiulliii^iii: ImI.XILV.' ß. 



O.IIeer Kreide Hörn «In- areliselien Zone. Tal! XXXY1II. 







Fi s .L.4. Pimis fiuenstcdti. 5.P. Petersen!. 6. 7. P. Stanü.scluni. 8.E < nus e tum.l.b.2fe9.b«SphenopU«ri8 hyperbopwi.9.a.lO.U. Sequo.o rigida 

1? i'. £ r„ . ,-,.:.,,., iL i' !!. . .1.. -' I' 



k.Wlnisk.AcM.I. ikin.llim-.ir. ]><L\III. N'.' 2 



O.IIeor Miocenc Pflanzen von Grönland Taf.l. 




• Kio:].I'()|\-|)i)riirs Sc 



Scmoiap " Sclrrotium Ciiuwunomi. 3.5: Sphenopürri* Blomsü-aiidi. 6. Pteris SUwn«*.7«Miwril.s»uHili*.9.I0.T«*ÜcH Olriki 
T. validus. l2.Glvplos(n>bi.< euronefe. 13 29. Biota borwdi*. I3.c.d.l5.b. Taaodiun, dJsiichum 30. Se.p.oia tfordensk.old,. 



_K.V.-i.-»sfc..\,...„/., f; „„ if;||i ,, |r />Mt V||| v|[i> 




;£-e-ÄXiSi£^ttfe 



K.\Viciisk..\c.)(i.ii:m(Hii U >-;ii-. B(i..\m..\ , : , j 



O.Heer Mocene P/Ianzen von (ironlaml.TaE ! 




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rig". 1.2. Pliraffmiles mulüncrvis. 3.4. Cvperus Sinifikiamis. 5.6.Eiaeagnus arclicus. 7. Smilax lingulaia S.Saiix elonguta.S.Populus arctiru 
Ji' IZ.Fagus DeucaJionis. 13. Oslnp Waikeri.l4-.Carpinus grandis. 15. Salisburia. 16. Cornus. 17. Pterospermiles spectabilis, 18. Apeibopsis, 

Nordcnskioldi. 



K.Vclciisk..\c:i(J,||:ii)(|linn;)i-, |)(|..\m.,V;2. 



P.lli-.r .Minc.nc Pflanzni von firö»lanif.Ta/ri\' 




V\^. I.Poarilos XiHseni. 2. ?o\amoFe\on Rinkii.3.I , .dul>ius. '4.Pecoplcris gracillima. 6 Taxodium disüchum. 6", Pinus. 

Ii'iht;i !l.!).]);mlinc i>(TSHOiii;ic/<>niiis. HPopuliis nuitabilis.KV M\ ric.i ling-ulalä 14. M. grosse ,inrat:i. I(i. I>n)-,|.yn>.s 



10. Salix 
iiivciü. 17. 



. II.a.S. 
l3./\jiih'oun;dn 



K.Velrnsk.Acad.IIa 



O.Hi-cr .Mioccn,' P/lanzcn von Grönland. TafV. 




Fig: L3.Andromeda narbonensis, 4. Aristolochia borealis. 5. Acerates vetcrana. (>'. Apeibopsis iVordrnskjöldi. 7. Act?i 
8. Crataegus an Lintia. 9. Celastrus firmus. 10. i i. Letruminosiles lonripcs. 12. Cislelile.s puncUdalus. 13, C. minor; 



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