(navigation image)
Home American Libraries | Canadian Libraries | Universal Library | Community Texts | Project Gutenberg | Children's Library | Biodiversity Heritage Library | Additional Collections
Search: Advanced Search
Anonymous User (login or join us)
Upload
See other formats

Full text of "Fürsten und Völker von Süd-europa im Sechszehnten und siebzehnten ..."

Google 



This is a digital copy of a book that was prcscrvod for gcncrations on library shclvcs bcforc it was carcfully scannod by Google as pari of a projcct 

to make the world's books discoverablc online. 

It has survived long enough for the Copyright to expire and the book to enter the public domain. A public domain book is one that was never subject 

to Copyright or whose legal Copyright term has expired. Whether a book is in the public domain may vary country to country. Public domain books 

are our gateways to the past, representing a wealth of history, cultuie and knowledge that's often difficult to discover. 

Marks, notations and other maiginalia present in the original volume will appear in this flle - a reminder of this book's long journcy from the 

publisher to a library and finally to you. 

Usage guidelines 

Google is proud to partner with libraries to digitize public domain materials and make them widely accessible. Public domain books belong to the 
public and we are merely their custodians. Nevertheless, this work is expensive, so in order to keep providing this resource, we have taken Steps to 
prcvcnt abuse by commercial parties, including placing lechnical restrictions on automated querying. 
We also ask that you: 

+ Make non-commercial use ofthefiles We designed Google Book Search for use by individuals, and we request that you use these files for 
personal, non-commercial purposes. 

+ Refrain fivm automated querying Do not send automated queries of any sort to Google's System: If you are conducting research on machinc 
translation, optical character recognition or other areas where access to a laige amount of text is helpful, please contact us. We encouragc the 
use of public domain materials for these purposes and may be able to help. 

+ Maintain attributionTht GoogXt "watermark" you see on each flle is essential for informingpcoplcabout this projcct and hclping them lind 
additional materials through Google Book Search. Please do not remove it. 

+ Keep it legal Whatever your use, remember that you are lesponsible for ensuring that what you are doing is legal. Do not assume that just 
because we believe a book is in the public domain for users in the United States, that the work is also in the public domain for users in other 
countries. Whether a book is still in Copyright varies from country to country, and we can'l offer guidance on whether any speciflc use of 
any speciflc book is allowed. Please do not assume that a book's appearance in Google Book Search mcans it can bc used in any manner 
anywhere in the world. Copyright infringement liabili^ can be quite severe. 

Äbout Google Book Search 

Google's mission is to organizc the world's Information and to make it univcrsally accessible and uscful. Google Book Search hclps rcadcrs 
discover the world's books while hclping authors and publishers rcach ncw audicnccs. You can search through the füll icxi of ihis book on the web 

at |http: //books. google .com/l 



Google 



IJber dieses Buch 

Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den Realen der Bibliotheken aufbewahrt wurde, bevor es von Google im 
Rahmen eines Projekts, mit dem die Bücher dieser Welt online verfugbar gemacht werden sollen, sorgfältig gescannt wurde. 
Das Buch hat das Uiheberrecht überdauert und kann nun öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein öffentlich zugängliches Buch ist ein Buch, 
das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugänglich ist, kann 
von Land zu Land unterschiedlich sein. Öffentlich zugängliche Bücher sind unser Tor zur Vergangenheit und stellen ein geschichtliches, kulturelles 
und wissenschaftliches Vermögen dar, das häufig nur schwierig zu entdecken ist. 

Gebrauchsspuren, Anmerkungen und andere Randbemerkungen, die im Originalband enthalten sind, finden sich auch in dieser Datei - eine Erin- 
nerung an die lange Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Ihnen hinter sich gebracht hat. 

Nu tzungsrichtlinien 

Google ist stolz, mit Bibliotheken in Partnerschaft lieber Zusammenarbeit öffentlich zugängliches Material zu digitalisieren und einer breiten Masse 
zugänglich zu machen. Öffentlich zugängliche Bücher gehören der Öffentlichkeit, und wir sind nur ihre Hüter. Nie htsdesto trotz ist diese 
Arbeit kostspielig. Um diese Ressource weiterhin zur Verfügung stellen zu können, haben wir Schritte unternommen, um den Missbrauch durch 
kommerzielle Parteien zu veihindem. Dazu gehören technische Einschränkungen für automatisierte Abfragen. 
Wir bitten Sie um Einhaltung folgender Richtlinien: 

+ Nutzung der Dateien zu nichtkommerziellen Zwecken Wir haben Google Buchsuche Tür Endanwender konzipiert und möchten, dass Sie diese 
Dateien nur für persönliche, nichtkommerzielle Zwecke verwenden. 

+ Keine automatisierten Abfragen Senden Sie keine automatisierten Abfragen irgendwelcher Art an das Google-System. Wenn Sie Recherchen 
über maschinelle Übersetzung, optische Zeichenerkennung oder andere Bereiche durchführen, in denen der Zugang zu Text in großen Mengen 
nützlich ist, wenden Sie sich bitte an uns. Wir fördern die Nutzung des öffentlich zugänglichen Materials fürdieseZwecke und können Ihnen 
unter Umständen helfen. 

+ Beibehaltung von Google-MarkenelementenDas "Wasserzeichen" von Google, das Sie in jeder Datei finden, ist wichtig zur Information über 
dieses Projekt und hilft den Anwendern weiteres Material über Google Buchsuche zu finden. Bitte entfernen Sie das Wasserzeichen nicht. 

+ Bewegen Sie sich innerhalb der Legalität Unabhängig von Ihrem Verwendungszweck müssen Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sein, 
sicherzustellen, dass Ihre Nutzung legal ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Buch, das nach unserem Dafürhalten für Nutzer in den USA 
öffentlich zugänglich ist, auch für Nutzer in anderen Ländern öffentlich zugänglich ist. Ob ein Buch noch dem Urheberrecht unterliegt, ist 
von Land zu Land verschieden. Wir können keine Beratung leisten, ob eine bestimmte Nutzung eines bestimmten Buches gesetzlich zulässig 
ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass das Erscheinen eines Buchs in Google Buchsuche bedeutet, dass es in jeder Form und überall auf der 
Welt verwendet werden kann. Eine Urheberrechtsverletzung kann schwerwiegende Folgen haben. 

Über Google Buchsuche 

Das Ziel von Google besteht darin, die weltweiten Informationen zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Google 
Buchsuche hilft Lesern dabei, die Bücher dieser We lt zu entdecken, und unterstützt Au toren und Verleger dabei, neue Zielgruppcn zu erreichen. 
Den gesamten Buchtext können Sie im Internet unter |http: //books . google .coiril durchsuchen. 



Leijox Library 



PnretiiiaefttnWSS. 



gÄrften unt» aSHfer 



t>on 




üt).gutopa 



tm 



fe^öjel^nten . unö fteßje^nten "^af^v^mtxxu 



SSortte^mlic^ au6 ungebrudPten ©efanbtfd&aftö:? 

85end)tett* 



iBon 



JBeopo(l) 3ianfe. 



Vierter 95 «nb. 



Q3er(in, 1836. 
95ei !Dun(fer unb •^umMot, 



^3 • V 



u-^s. 






ii)tt ^itc^e unb i^t @taat 



im 



fe^^^e^nten unD fie65e^nten 3<(^f^uni>(>^t* 



93on 



ßeopolt) Slanfe. 



S>rtttcr $anb. 



Berlin, 1836. 
fSbtl ^unifet unb ^utnbUt- 



3 n M^ *• 



Cff'tt 

^ä)U^ S3u4 ^ie ^dppe um bie iO^itte be^ fte^r 

§e]^nten Sal^rl^unbertl @pdtere Spo(!^en . . I 

^eitnfaö won Wtbtno 4 

^nn>a4^^ ber @(()u(ben be$ Jftr(|^enffaate^ 10 

®r&nbung neuer ^amiUm 15 

^rteg öon ^af?ro . . . -. 25 

^nttocen^ X , 38 

^e^anber VII. unb Sternen« IX 50 

Elemente ber r^mifc^en ^et>&(ferung 60 

^aun>erfe ber ^dpffe 69 

^igreffton ^ber ^5nidin d^vifHm wn @<i^eben ... 78 

^enDaltung M @taated unb ber Xird^e 103 

£)ie 3efuften in bef Witt M ftebae^nten SaHunbert« 123 

Sonfeniffen W5 

©teOung bei r^mtfcften ^ofel ^u ben beiben Parteien . 145 

^er^Itni^ in ber mmiä^m maö^t 152 

ttebergang auf bie fpdteren Qpod^tn 157 

Jubwig XIV. unb Snnoceni XI 160 

®panif*e Qthfot^t . , 172 

^erdnberte SBeltfleOung. 3nnere (^d^rungen. 9(uf(>ebund 

beif Sefuiten 182 

9tet>oIutiondrel ^^ialitv 202 



VI anmalt. 

3}er|etc6ni§ ^er benutzten J^anbfc^riften/ nadftxägli^t $(u<iit$e unb 

frttifc^e ^emerfungen. 

@e{te 

€rf!er ^bfc^nttt. ^U $um trtbenimif(()en (&)n€((mm . . 227 

Swetfer 3lbfd)nttt. 3ur Äritif ©arpi« unb qjallamcmi« 270 
©ritter 3(bfd)nift. 3«^«i ^^^ Ü?e|!auration bi3 auf @i>* 

tu^ V 290 

Vierter Sfbfcfenift. ©iytuö V 317 

I. 3ur ^ritif bcr ^tograf>^en biefe^ $af>ffed £ett unb 

Ztmpifii 317 

II. JpanbWrIften 324 

Sftnfter 3(bf*nitt. S^tiU dpoä^t ber firc^licjen SReffou^ 

ratton 346 

■ 

Q^inf (Haltungen: ^emerfung fiber bie ©enfwörbigs 
feiten 95enti\)ogIioö 354. — lieber einige ©efc^ic^t* 
((f^reiber be^ Sefuitenorbenö 381. 
©ectfJer 9fbfc&n itt. , Spätere ^poäftn 442 

^infd^altung: fBemerfung {^ber hU Vita di Donna 
Olimpia Mal dach in a 450. 



Sfc^te^ S3tt(^. 



Ote gipfle um bte SRitte beS flebie^ntett 3a(r^ 



yat^fie 



«« 



fü 



j emeuern/ fo votit er tmd) httttti gebieten t0at, boc^ {it^ 
(e$t mtfKunsen tji, f)at fidf t^re &UUmQ überhaupt ut^ 

' inbttu S>ie a3er()d(tni(fe be^ $ttr({ent^um^, ber Skrmat 
tung, ber innem €ntn>i(f elung t^^^en unfere 9(ufmerffam> 

^ feit fioteber am mei({ett att ftc^. 

9ßie man au^ bem ^o^en ©ebtrge, toelc^^ groffe unb 
tt>eiee 3lu#c^ten eröffnet, in ein XSfal tritt, Ud ben ä^Iid 
befc^rdnfe unb in engen ©renken fefl^dle; fo ge^n toit t>on 
ber ^tvadftvms ber grofleh SBeltereignifre {tt einer ®a^r# 
ne^mung ber befonbern ^ft^efcgen^eiten Ui ^irc|en|taaee^ 
über. 

€rfr itt ben^ Griten Ur^d YHI. gefon^M 9er Air« 
djtn^aat ju fritier tÖoBfenbung. SSleginaen »ur mif biefem 
€reigni(fe. 

1* 



4 $&u<^VIII. 2)ie g>apfie um b. Wtittt b. IT.^a^tf). 



ifjeimfatt wn Urbino* 

2)aJ JE>er{Dgt^um Urbino umfafte ftc6en &tibtt, Ui 
300 @c^Ioffer: e^ ^attt eine fruc^ttare, jum Jg)anbel too^t 
gelegene ©eefu(!e/ — bie Slpenninen hinauf gefunbe«/ an* 

fSßie bie ferrareftfc^ett/ machtet! ftc^ auc^ bte urbtna^ 
tifc^en J^er}&se ba(b burc^ ^affent^aten/ ba(b burc^ liu* 
rarifc^e S3eflrebungen/ ba(b burc^ einen freigebigen gldn^em 
Un Jg)ofl^a(t bemerflic^ ^). @uibuba(bo II. ^m im 3<t^re 
1570 tier J^ofl^altungen eingerichtet: auf er feiner eigenen 
befonbere für feine ©ema^Iin, ben ^rinjen unb bie ?prin* 
}en!n: fte n>aren aüt gldn^enb/ gern befuc^e loon ein^eimi« 
fc^en (gbetteuten; offen für bie gremben ^>. SRac^ alter 
©itte tt)arb jeber grembe In bem ^pattaff bewtrt^et. ©ie 
Sinfunfte be^ ianM Ritten ju fo bielem 9(ufh>anbe n>o^( 
nic^t hingereicht; f!e fonnten ftd^, mm ber Äom^anbel in 
6inigag(ia gut ging, auf 100000 ec. belaufen. 916er bie 
Surften fianbeu/ menigffen^ bem S^amen unb tttel nad), 
immer in frembeu Ärieg^bienjfen : bie glucfljc^e Jage Ui 
imUi in ber ^itte ton Italien 6en>irf te, baf bie benac^« 

1) 93emarbo Saffo f^at l^nen im 47f!m {BudiK b<^ ^ma^gi 
einen prdd^tigen 2ob{i)rud7 gewibmet: 

Vedete i quattro a oai il vecchio Apennino 
omerii U petto suo di fiori e d^erba — — 

2) l^elatione di Laizaro Mao^pi9i> ritornat^f da Gnidttbaldo 
daca d^Urbino 1570. Vuole alloggiar tutti li personaggi che 
passano per il suo stato, il nomero de^ qoali alla fine delP anna 
si troTa esser grandissimo. 



^timfall von UtUno. . 5 

folbungnt/ ®it6f{Ucn in &s<6en^tt {it oralem. 

SRati bettierfee itt ton&ttte, taf tor^Arf nM^rcitt« 
hvinit, 0li er fofle* 

Snnir mmbtn n>o^I auc^ ^ter tm« aUm^äfbtn SkrfUc^ 
gmadit bit {%a6en {u er^^en: aber e^ (etgtett fic^ l^kM 
fogro$e@c^terisfeiten/ DoraKem in Urbtno felbfi^ bofimM 
ed boc^ am €nbe, ^(6 an^ gutem Sßitten, ^ft loetl man 
nic^t anber^ (onnte; Ui Um ^tiftbmtnliäfm 6et9enben Uef. 
Slttd^ bte yrtt>Uegten, bte @ea(tt(en blieben nnangetaflef. 
Unter bem @(^u$e btefirf J^anfe^ benni^te @an SRorino 
feine unfä^nlbige Sret^^ 0« SBA^renb in bem übrigen ^ta^ 
lim aOent^Iben ba^ ^iiv^tnt^um freier, ungebunbener, 
tndc^ttger mürbe, blieb e^ ^ier in feinen alten @c^ranfen. 

Stauer fam ej, bafi bie €inn>p^ner fic^ auf bad engffe 
an t^re Dpnajlie anfd^bffen; f!e toaren i^r um fo ergebe^ 
ner; n>etl eine Skreinigung mit btm Xirc^enßaate o^ne 3tt>ei« 
fei bie SHuf^bung aOer ^rgebrac^ten S}er$<Utniffe herbei« 
flirren muffte. 

Sine £anbe^nge(egen^it t)on ber grofiten SBic^tigfeit 
tiMr bemnadS^ bit Sortpffan^ung bei ^ertoglic^en ©efc^lec^te^. 

9Bir fo^, mlä) einen entf(^eibenben einfluf £ucre« 
tta t)on (£fle auf bai ©(^icffal, bie SBuflbfung bti Jg>er'. 
{ogt^um^ Don Serrara ^ttt. 9iuc^ in bie urbinatifd^en 
Slngelegen^eiten finben u>ir ffe auf bai ung(i^(ic^f{e t)er^ 
flochten. 

1) ,,Ha humore d'esser republica^^^ fagt ein Discorso aN. 
S. ürbano YUI sopra lo stato d^Urbino t^ott @. Marino. Sdti 
htm tteberdang an hm Stivä^ftaat enoetterte ed m^ feine ^rivh 
legiett. 



6 Sbud) Vm. S>{e f>lp(te itm b. fRitte b. 17. ^a^t^. 

2)cr ^n) Don Uriitto, 3r«t) SRavia^ ^c(( fid^ etne 
3de lang an bent J^fe ^Qq^p« IL auf ^> ^r gertet^ 
^, n^ie man cr{d^(e, in ein fe^ mtfifyüfM Snf^ilmifi 
{tt einer fpanifc^ S>ame unb backte fh^ mit i^r (U t>er^ 
m&f}lm. 9(ber ber akfer (Snibnbalbo ti^r fcf^ed^rerbing^ 
basegen: er n>o0ee wt aOem eine ebenbürtige @d)mtQtr^ 
toc^ter in feinem J^oufe fe^en. €r nbe^igti feinen ®o^n 
{urncf}n(ommen unb jener firrrarefifi^en ^rinjeffln iuctciia 
wn €|le feine J^anb lu geben^ \ 

& ^ttt ein n>0^1 {nfornmenpaffenbe^ ^4ar fc^einen 
foOen. 3>er ^in}/ gen^mbt mh ^axt, geiibt in Ma^m 
fpiel; nnb nic^t D^ne ^iffenji^aften befonber^ mifirdrifc^e: 
bie ^rititeftln, sei^reic^, t>e0 ^o^itde unbSlnnint^ ^an 
überlief ft(^ ber J^offhnng, ba|i boö Jg)an^ ^iemit n>o^t6e^ 
grünbet fet^n n^erbe : bie @t4bfe n>etteiferten bie 9krm4^Iten 
mit Sriumi^bbgen mf> fc^bnen @efc^nfen ju empfangen. 

Slber iai Unglncf n>ar/ baß ber ^tnj erf{ 25, bie 
^rinjefpn bagegen fc^on gegen Dierjig S^^re j4l^lte. Skv 
fSater ^affe barnber n>eggefe^en/ um bie 93ern>eigentRi^ ber 
ft>anifc^en 93erbinbung; bie'boc^ am Jg^ofe ^ilifpi feinen 



1) 3m Q^aMgt erfcbeint er nocb (4^ {ug^nblicb/ recbt arttg 
portraitirt: 

Quel piccolo fanciul, che gli occbi alzando' 
par che si specehi ueW avo e nel padre 
6 Palta gloria lor quasi pensando. 
SKocenIgo fd(;i(bert t^n ^ur ^^it feiner 5Jermd^Iung. Giosira leg- 
giadramente, studia et ^ intelligente deHe matematiche e delle 
fortificationi: tanto gagUardi sono i suoi esercitii — come 
giuocare alla balla, andare alla caccia a piedi ^er babituarsi 
allMncomodo della gu^rra — e cosi eontinui che molti dubi» 
tano che gli abbino col tempo a nuocere. 



^timfAil von Urtitto. 7 

gntett ©ttbrucf gemacht ^«e, »itrcfy eine fo ^, g(in{enbe 

bnbalboi Xobt muffte £ttcre{ta md) Scrrftm pträ^e^rm: 
an fRad^fomtnenfc^afit Wit nic^t {u ^(en 0- 

®c^n bmnalel hntnoc^ atö Serrara gtnmmm inutbt, 
fc^en ati^ ber J^ettnfaa Den Urbtno gmif , mn fo me^r, 
ia ti ^ter feine Slgnafen sa(, toel^ 9(nfimtc^ auf Ht 
@ucceff!on ^tttn ntad^n fönnen. 

3eboc^ noc^ einmal dnberfen ffe^ We Goc^. 3m ge* 
hvnax 1598 (tarb «ucrejia: granj SRaria fonnte {u einer 
neuen Sermd^fong fd^eifen. 

S>a^ Sanb toar do0 €ne{fi((en , a« man balb barauf 
Mrna^m/ ber gute <Oerr/ ber äffe bie 3<t^^ ^^ ^<n mik 
be^ unb ru^ige^ 9Iesiment sefüSa^rf; ben aOe^ IMtt, ^äbe 
tmrHic^ <Oi>ffnnns, obt^o^I er nun auc^ ft^on in bie Sa^re 
Sttümmtn, bafi fein ®tamm nic^t mit i^m unterge^n tt>erbe. 
mti tfyat @elubbe fär bie slficf lic^e Stteberfunß ber neuen 
J^erjogin; aU bie ^\t ^eranfam; t>erfammetten fidSf bie (£btU 
Itutt bej £anbe^; bie SRasiflrate ber 6tdbte iti ^faro/ 
fl>o fic^ bie Särjtin auffielt: in ber <Stunbe ber ©eburt 
UHir ber $(a$ t>or bem ^aOafle fammt ben naben Geraden 
mit ^mfd)tn nberfSfft. €nb(ic^ iti^tt fft^ ber J^er^og am 
genfler. ,/©ott'S fi^f ^^ <"tt lauter ©tjmme, „©Ott ^at 
mi mm SmUn beft^eert.'^ ^it unbefd^reibUc^em Subet 



1) Mathio Zane: Relatione del duca d^Urbino 1574 ffnbet 
£ucrejta htr^iH eine Signora di bellezza manco cbe niediocre^ ma 

81 tien ben acconcia y 8i dispera quasi di poter veder da 

questo matrimonio figliuoli. 



8 Söni^ Vin. Siit ^ivftt um b. fSßitte b. IT.^a^r^. 

mtb biefe Slac^ic^t empfangctt. S>ie &tibH ttbmUn 
^irc^n unb miä^Mm fromme ©tifKusgcn/ tt>ie fie gelobt 0< 

9Bie beArAgmfc^ aber (i»b ieä) Jg^offttutigen bie (ic^ 
auf ^enfti^en grdnbenl 

2>er ^rinj (oarb fe^r ttH)^( er{ogen; er ettttoicfelte Sa« 
(ent tt)entdfteni$ literarifc^eö; ber (du J^riog ^tte bte greube 
i^tt wdfy mU einer ^rinsef|in p^n Z^itMa t>ennd^(en {» 
f&nnen. Z)ann jog er fk^ fe(bf{ in bk Siu^e Don Sa|{e(» 
burante inxnä, unb überlief i^ bU Steaterung. 

Stber farnn n>ar ber ^in} fein eigener ^err, ber .^rr 
be^ {anbe^/ fo ergriff i^n ber 9{au((^ ber ©etoatt* €r({ 
in biefer 3Ht na^m in 3(<<Ii^n ber ©efc^mad am Z^taUv 
tlber^nb: ber junge $rtn| nnirb um fo me^r bat)pn U^^^ 
geriffeu/. ba er (Ic^ in ein^ @(^auf|^ielerin Derliebte» 9(m 
Sage machte er flc^ ba^ neronif(^e ißergnugen bm &a^ 
gen {u (enfen: am 3tbenb erfc^ien er fe(b({ auf ben ?duu 
fern: toufenb andere 9lu^rc^n>eifungen folgten. Sraurtg 
faf^en bie ej^rlie^en S3urgerd(eute einanber an. 6ie m^ttn 
md)tf foSten f!e e^ befiagen ober fic^ boruber freuen / afö 
ber ^rin$ im 2fa^re 1623 nad^ einer wilb burc^bten SRac^t 
mti ^orgen^ in feinem f&ttu tobt gefitnben n>arb. 

hierauf mußte ber altt Sronj ^via bie SKegieruttg 
noc^mal^ t&berne^men: t>oK tiefen ©rame^; ba^ er nun 
bo(^ ber Ie|te dio\>tvt toav f ba^ ti mit feinem J^aufe ganj 
{tt Snbe ging: boppeU unb breifae^ unmut^ig; ba er bie 

1) La deFolazione a S. chiesa. degll stati dl Francesco Ma- 
ria II della RoTere, ultimo duca d'Urbino, descritta dair ilV^o 
S' Antonio Donati nobile Venetiano. (Jnff. Politt«, au4) bereite 
gebrudt.) 



ecfc^fte I9iber aBiOm fu^, oiib in bm Uttcm Skgcg» 
ntmgen mie bent r&mifc^cn ®^^fe andern mtifte '> 

Son aacm 9bifangc glänze et fürc^tm {u mäffmi 
bafi fic^ Me Sßarbirini bcr £oc^efr bte t>on fciaan Ctoftm 
tt6rtg mr, etne^ J(inbe^ toit einem 3a^, bemic^gen 
tvtirben. Um fie i^ren aSerbutigen auf immer tu ett(|iebett| 
liefl er fie mie einem ^rin^en Don Z^ium tntflfxtäten nnb 
mif ber ©eeOe in boß benachbarte £anb bin&berbringen. 

älber ti tnt^n flc^ (bg(ei(^ ein anberr^aKifiKrbilMi^ 

Slttc^ ber ^aifer machte Slnfpräc^ auf einige nrbino^ 
tifc^e Sanbe^tbetle: Urban YIIL forberte eine €rf (drang t>on 
bem JS^erjoge/ ba|l er aUti paß er beft|e t>on bem pdp({« 
liefen @tub(e in £eben trage, fange n>etgerte ftc^ Srant 
^atia: er fanb biefe SrHdrung n>iber fein ®en)ijfen: enb$ 
lic^ gab er fte boc^ toon fic^: //aber feiebem^'/ fagt unfer 
S5ertc^terf!atter/ //ifi er nie n>ieber b^iter getvorben: er 
fünfte ^fic^ baburc^ in feiner ©eele gebrÄcff 

S3atb barauf mufite er {»(äffen/ baß bie S5efe^(^baber 
feiner feflen ^(dge bem ^apfle ben €ib (eifleten. €nb(t(^ 
— ti Wit in ber "Sfyat ia€ fdtflt — gab er bie !Kegie$ 
rang be^ fanbe^ gan) unb gar an bie SSeDoOCmdc^tigten 
M ^apf{e^ auf. 

icbcnim&bc, a(ter^fc^tt>a(^/ ton J&er{e(eib gebeugt/ nac^ 
Um er a(Ie feine vertrauten Sreunbe ^ttt ({erben feben/ 
fanb ber 4>er{og feinen einigen Srojl in ben Uebungen ber 
grommigfeit. dv flarb im 3abre 1631. 

3(uf ber ©teOe ei(te Sabbeo S3arberini ^rbei/ txtn bai 

1) P. Contarini: trovandosi il duca per gli anni e per 
riDdispQsitioDe giä cadente prostemato et a?Tilito d^animo. 



ftinb in IBffi^ )» xAk/ma. SMe Slfobialer^i^fi^ (am m 
Slorrtt}. Slud^ Ki^ 6e6iet t>on UrMio t^ur^e nac(^ bem 
9Rnf!fr ber Abrief n Sanifd^aften etn^md^fef ■)• 

kommen t^tr nun auf biefe aSertoaleuttg ö6er^u|>f, 
unb si9«r {itnid^ auf ben nnc^ttsf^n ^mmt^ twn btm 



SBenn ©^tu* V. bte Slu^gaben befc^rinfte, einen ©c^a$ 
famme(fe/ fo \^CiXit er boc^ auc^ {ugletc^ Sinfunfte unb 
Sluflagcn t>erme^t/ unb eine große SDJajfe ©c^ulben barauf 
gegrunbet. 

©ic^. einjufc^rdnfen, ©efb }u fantmefn mx nlc^t 3^* 
bermannö ^^i:it. 2luc^ würben bie 35eburfni(fe fomo^l 
ber Äirc^e cXi be^ ^ic^aXti ton 3a^r ju 3a(^r bringenber. 
3un>ei(en griff man ben ©c^ag an: jeboi^ mar feine 93er$ 
menbung an fo flrenge 93ebingungen gebünben; baf bieff 
bccf> nur in feltenen Sdffen gefc^cpen fonnfe. .©onberbarer 
^etfe mar e^ um Dielet leichter 31n(ei^en {u machen, a(^ 
ioA @elb \>Cii man liegen \^<xXiti ju brauchen. 31uf ba^ra^ 
fc^e(?e unb rucfftc^tölofeffe gingen bie ^dpfte auf biefent 
SEtJege t>ormdrt& 

So ijl fe^r merfmurbig ju beobachten/ mie jtc^ baö 
Serf)dlmi|l ber Sinfunfte vccii ber ©umme ber ©c^ulb 

1) SCIuife (Sottfartnt ftnbet 1635 bte €inwe^)Mer ftl^r unjufrle* 
bcn: quei sudditi s^aggravano molto della mutatioDe^ chiamando 
tfrannico il governo de*^ preti, i quali altro interesse 4^e d^arri- 
cbirsl e d'^avanzarsi non vi tengonö. 



ttttb l^er ^itiftn in bm iHt(dttAmtn ^afym ^OUti t>on 
benen n>tr gHavibtnAMgt SJcred^mtndm bantter ^obctu 

3tii 3a|re 1567 betntgm bie €tnMiifite 1/358456 
®cubt, bte @(^ttlben flebntt^Ib SRilHoiiat Cc Uii^# 
fS^r btt ^ftt ber €infditfre, 715913 ®(., Mt attf bie 
Sinfen ber @(^tt(b affigtiirt. 

2lm 3a^re 1502 fiiib bie @ti(uttfle 4ittf 1,585520 
®cubt, bie ec^ulben auf 12,242«^ defHe^. Der 9(m 
toad^i ber @(^utb i# kreit^ itm t>ifM ^r&fer aU bie 
Sntta^me ber ilgintiiitfie: e^ Utih I7O686OO ®e., b. i. ttiu 
gefl^ {»ei Drittel ber einnähme, )um ^xni ber ®c^u(b 
in älemtern unb ^og^i bi ^onte angen)tefen 0- 

@f^oit btef Skr^nifi war fo mifiltc^, bofl e£ srofk 
S5ebeitfK<i^etftn erregen mufte. ^an mdre gern fogleic^ 
tu einer SSerringerting M Z^ifu^ti gefc^ritten; e^ toorb 
ber aSorfc^lag semoc^t, eine ^Bion an< htm CoftirH {u 
ne^en, n« Denen, bie ^ einer IKebucHon ber %m^ 
fen n»iberfe|eR tvärben, bai (Kapital ^erdu^(0{d^(eit. Da< 
reine fintonmien ipArbe baburc^ betrlc^tli^ gefliegen fepn. 
2febod^ bie^uBe &ftia V, bie ^forgnifl t>or einer 3^r» 
fe^Ieubening be^ ®(^ei$ell ber^eree SJfaaf regeln btefer Stre, 
itnb nmn mttflee auf bem einmal betretenen ^fabe. bleiben. 

SSieOeic^t (bmile man glauben, bafi bie €mwbung 
eine^ fo einträglichen Sonbe^, u>ie bai Jg^crjogt^ ^er» 
rora, eine befonbere €rleri^temng gewirrt ^äben würbe;' 
jeboc^ ijl bai n\(3t)t ber gaK, 

1) ^uifnirliä^ "S^erjeicftttif ber pd^f}(t<t^en ^tnan^ttf ^cm tv*' 
^m 3a^e &mtni YWy o(»ne befonbere Ueberf^rift. BiMiot. 
Barb. n« 1699; auf 80 $S(4ltem. 



12 S5tt<^ Vin. !Die ^4p(te um b« SRitte b. 17. 3^^xf). 

&ätm im 3a^re 1599 «crfc^otiacn Ne Stttfen na^ 
an brri fBim^U fcr^ ®efaitiiii^tiifoiiiiitni& 

2N 2M^ 1605 aber, bri bm tUtsittmsiMttitt 
^uü y, ivamt t>on bctt @efd0en ber iffammer nur noc^ 
70,000 ®c titil^ f&r Sinfen oi^miefm ')• <SarbtttaI bu 
^krron Mrftc^m, baf bcr ^p(l tott feinem regelmiPtgett 
Ctnfommm, obwohl bte Sln^oben M ^Ua^t6 fe^ m&^ 
$10 feiKn, bod|^ nic^t ein ^ 2[<)^r leben fftnne. 

tun fo toentger foante e^ t^ermteben toerben, baff er 
Qd^uSbin attf Gd^nlben ^4iifite. Sud ane^endfc^en Ser# 
{etc^ntfl^n (t^en n>tr, i9te regelm4|lis ^(ktnl Y. t« btefetn 
^itul grif; im SRoDember 1607, Januar 1608 {toei 
9Rar, 3Rert, 2lttni, 3ttlt 1608, @et>eember bef{irlben 3a&« 
xti iwi 0RaI: fo fort burc^ a0e 3a^re feiner SXesienms. 
& finb nic^t grofle SInleiM in nnferm @inne: bie tku 
nen ^bärfhiffe, tote fte t^orfommen, toerben burc^ bie Sr« 
ri4;tuns unb ben Serfouf neuer Euog^t bi ^onte, tn gr&^ 
fkrer et^er in ^ingerer 3a^(, gebecf t. S5a(b toerben ^e auf 
ben 3oK ^on 9lncona, ba(b auf bie2>ogittt oon SXom ober 
einer ^ot>ift), balb auf bie fit^^nng M @a()tMttf^, 
bolb auc^ auf bm (Ertrag ber ^ofi gegnlnbet. SlOmi^Kd 
toa^en fle boc^ getoalt^ ^tu ^u( Y. aUtin ffnt ubetr. 
2 SRtttionen ©c^ulben in Sueg^i bi SRonte gemacht ^). 

* 

1) Per sollevare la camera apostolica discorso cli m Mal- 
yasia 1606. 6ii interesai che hoggi paga la sede apostälica as- 
Borbono quasi tutte Pentrate di maniera che si viye in continua 
angustia e difficolta di provedere alle spese ordinarie e neces- 
sarie, e venendo occasione di qualche spesa straordinaria noo ci 
^ dove Yoltarsi. 

2) Nota de^ luoghi di monte eretti in tempo dd pcwtificalo 
della felice memoria di Paolo V 1606—1618. 



Unmadfi btt ^ä^nihtn. 18 

& vo&tU bief dbtt umni^Hc^ 8d9ffcn fn^tti toixt 
nid)t ein Um(lanb bcfonberer ährt ^t<fcm fkipfle )o GloMm 

3mntrr )k^t bte ^StaäH auäf b^ tMb m. 60 fange 
bk fipax^t SRononljfk in ifyctm groffen gortfil^ritt tvor 
onb bie SBelt mit i^ran Sinflufl htffmfätU, ^Iten He 6^ 
nttefcn, tomotö bie reic^ßen ®<Ib6efi$er, i(nre €apifatteii « 
ben foniglic^ Sinlei^ untersebrad^e, tmb fic^f bnrc^ einige 
gett>alt(ame SKebnctionen unb Singrife fl^Uippj II, barin 
niöft (}&mt lofm. aOmif^Iid aber, ba bie grofe Setoe^ 
gnng abnahm, bie ^iege unb bie 93ebärfnifre berfetten 
anfl^brtett, {ogen f{e i^r ®e(b {nröcf. @ie tiHmbeen ßc^ 
nac^ 9iom, bai inbeff lieber eine fo gefiMlrige aBeftfkSnng 
eingenommen: bie ®cbi^ t>m €uro]oa ({rftmten ouff neue 
ba^in tufammen. Unter ^au( V. toor 9lom i^ieOeic^t ber 
torne^m({e ®etbmarft Don (Suropa. SMe rbmifc^ {ui># 
g^ bi SRonte tDurben ou^ererbentUi^ gefuc^t. Zki {le be» 
beutenbe Sinfen übv^atftn nnb eine gendgenbe €iid^er^il 
barboten, fo f{seg i^r j(aufprei< {utoeifen bi^ auf 150 
fhrocent. @o Dtei i^rer ber fkrpfi ouc^ grinben mod^, 
fo fonb er Aiufer in SRenge. 

®o gefc^^ e^ benn bafi bie @(^ulben unoufl^^rli^ 
fliegen. 3« anfange tUfmi VUt beliefert fie fUtt auf 
18 ^RiOionen. 9ltt(^ bie <£inna|men mufiten bei bm @)h 
(}eme be^ rbmifd^rn «Oofe^ ^iemit in 3kr^4Imtfl bleiben; 
fie tHxbm im Anfang biefer SKegierung auf 1,818104 ®c 
96 93a|. berechnet 0* 3<^ f^»^ tti<^^ genau, toie t>iet ba* 

1 ) Entrata et uadta della «ede apoatolica del tempo di Ur- 
bano VIII. 



14 S^uc^vm. 2)ie9>apfle nmfr.9&{tteb.l7.3a^(^. 

Mn }tt ben 3i#tt t^nitMäft toatb; 6od^ nrnfl tß M 
toattm bn fßthftt S^nl gttotftn fe^it. @c^nt ti^tr bie 
Sled^nungen im Stn{e(nen an/ fo iUerffieg Ue ^erbe^ 
tung gar oft Ue Siima^tite. 3|m ^a^re 1592 ^atte bie 
Stegona bt SEotna lfi2450 <Sc. gettagm: tm 34#re 1625 
trogfrt 209000 @c.; boAtaMaber Mriti boc^ 16956 @c 
t» bit Saffeit b(t Aianmct gcfieffm: ie|t dbcmof bte ^ixu 
toii^ni bk ettmo^me ttm 13260 @c: SMe @ia(ata bf 
Sltma tvar in bi<fer 3eU iyon 27654 auf 40000 @c. gc» 
fti^en,. 1592 o&er n>ar ein Ueberfd^fl Don 7469f @c. ge» 
Hieben, 1625 ^ctttt man ein ^itmi tM)n ^21 @c.^ g^a;. 

IDtar fle^f , n>ie toenig e^ ottd^ bei einer j||»arfamen 
J^ott^^ttimg ^i^bei fein S5en>enben ^obtn hantt* 

aBtf titt mnlsft unter einer Sbgieruvg tme Uu 
bmi Till, ben feine pt^ütif^t Siferfbc^t fo oft {tt DtiU 
fhmgot unb gort^cationen antrieb. 

Stoor toatb Urbino ertterbm: (ritein toenrg({en^ fitS 
€rf{e i(rng ei mir toenig ein. Shtc^ bem Skrlufle ber 9U> 
(obien b«Iiefen ^#bic ^infnnfite nur mtf 40000 @c 2)a^ 
gegen ^arte bir ^^ergr^fung, bti btt man ben (£rben 
nic^t unbebeutenbe 3ugef{4nbmffe mod^te, bie(e Uttföflen 
muvfc^^^. '- , ■ 

®öm <m Sobre 1635 boW Urbon: TIIL bie ®äfnU 
bmbif^4ttf'30 smOionetti :@cttbfoet^b^. U«i bie nbi 
(^ig^n^onbil ba^n ju befbmmen> \)aiu er Umi& %fS^ü 
iM\AfLifkt(t 9luT(<rgen enmeber neu emgepS^t, ober boc$ 
er^^. Jttbeti er n>ar botlM nbi$ (atfge nii^ an feinettt 

1 ) ^dmvcfm% ^on| ^ai^irtmd an ben 9luntmd In ffilen^ \>a 
ber jfatfer auf jene Sm>er(ung. ^nf)»r&(be gr&tbete. 



@r Aitbung itftiev fattiKien. 15 

Sieb. &. (Tdfm CMi^tearionat ttn bit i^n tttütikftm 

tonnen/ tvenn tt>ir mt anbere Snfmidelnn» M Singe g^ 
fsfit fyihtn. 

©riinbung neuer ^amtlten* 

fragen tok nmlid), tot^in nun aOe jene Ctntönfbr 
geriett^/ UMafil fio angiemubt n>urben^ fo ifl «Serbingit 
unieugbdry bdfl ^c grofient^M ben affgemdnm SBcßreinn« 
gen be^ XoeMkiAniK^ bteneen« 

J^eere t^ie f{e ®regot XIV* noc^ Sranfrek^ (äfidtti 
bit bann üuö) feine SRa(^fo(ger eine Seit long untfr^lMi 
mitfleen, bie tätige 2;M(n#ne ClMten« VIIL am Sdrfem 
{riege/ @ufailiief HHT fle ber.&ga; beni\^n|> i>e(lret(^ tin» 
eer 9kitt( y. fo^ 00b gemixt tVMrbim^ bit ®r^r XV« ^ 
nac^ iteti^e^ttunft tttfo» VIU. mtmfltni tum 2M 
auf 9tajmttttan Jben Skiern, itftrrtrt^/ mufleen beniromif 
fd^ @te^( tttogemeinr Summen t^fkm 

3lu(^ bie 93eburfniffe be* Airt^enfrooftd nof^igfen ;oflt 
|tt. aiiflerovficiitKi^SiilfMttbe: tie Srvberung tM>rt ^i^rara 
unttr ClemM^ Yill, -- ^ßattf« V^ 9tn^eäi gegen iSe« 
nebte/ -^ aOe ^ AMgiäröfittngen Urbantf VIH. 

2)a|u tarnen bie groflardgen 93autt>erte, Jbatb^ inr 8er^ 
feürftnerung Jbpt. &tfibt/Mb m^öt^f^^n^^m B&atti, 
t9 benen )eber nttui ^(kipilt.^it hmr.^b^ 
ftifyM mHiift«t* 

«flei^ e« UrtMi fi«^ Mi(^.no4 ein^fifufi ^ m 
)ttr Slttf^dttfung |ener ©c^uOimmdffe nic^ ^enigr ioimtai 



mb bai freiließ toebet Ut (Ifytlfltf^it neäf bm ©taatt, 
attd^ ni^t ber Gtobt, fonbmt bol addn ben gamiUen btt 
^ftt {tt Sitte frnii. 

& fyittt ftd^ überhaupt eingef&^rt, mb ^dttgt mit ber 
©feOttng be^ $rie(!er({anbej tu einer fef^r enttt>t(feften ^a^ 
titiKenDerfaffung iufammen/ baf ber Uebetfc^uf ber gei({({^ 
c^en Sinfunfte in ber Stegel ben aSertoanbfen tinti ^tben 
(tt !£^U würbe. 

S)ie ^pf{e tiHiren burc^ SbuBin t^er^htbeft l^ren %n^ 
^t^ngtn, mit fit ftu^t mfadft, S&rftent^nter {u Mr^ 
letzen: bagegen liefen ffe tS f{c^ um fo an^^gener (e^ttf 
benfefben bitr^ Steic^t^umer unb ft^tn ^^ ein erbUc^eö 
anfe^n )tt DerfdS^affen. 

®ie Derfii^ren ^iebei nic^r o^ne eine fij^inbare SJU^U 
fntXQmi. @ie singen bat>on auif ba^ fk btirc^ fcin^e^ 
l&bbt tnr Strmut^ Derpfli^tet fepen: inbnn fle nun fc^Iof« 
fen, bafi fit ben Ueberfc^nß bdr Sräc^te bej getfUic^ fHtm 
tii M i^r Stgent^ anfe^ bArfeen, gloitbeen f{e ju^ 
Sletc^ bai fXtdft {u ^ben i^rtn Sermonbtm mit biefem 
ttcberfc^ufl ein ®ef(^en( }tt mod^en. 

SBei toeitem me^ über oU biefe rationeDen ®rAnbe 
totrften ^iebei JS^erfommen vmb 9Mut, unb b(r natürlich 
SReigund be^ !B}enf<^n eint @t{f(itt^ n(»c^ feinem Sobe 
Itträcfunlaffen. 

S^ <Srf{e ber bie^ gimn fant(/ an t^eCd^ bomad^ 
bie Sti^ern fiäf hielten; war &ipui Y. 

S>en einen feiner ^ronepoten er^ob er - jmti Carbi« 
imt, lief i^n Stnt^U an ben ®e(i!^2ften ne^meny unb gab 
i^m ein Hrc^tic^e j (ginfommen »on 100000 ®c — ben 

am 



j 



©tAnbnng neuer %amiUtn. 17 

anbent wmil^ltt er mit einer &omMiQlia, mb etfyeb i^n 
{tttn ^axä^tft Don ^entono; mosu fpiter^in hai ^&tftm 
tbnm aSenafro unb bie ®va^äfaft €e(ano im ^tapoüta* 
föftn f amen. S>a^ Jgmtt^ ^retti erhielt ftc^ in grollem 
9tnfe^n: (u mieber^otten ^den (rfd^tnt e^ im €arbina(i 
coDegium. 

^eitt>et(em mdc^tiger a6ern>urben bie9((bobranbini*)i 

SBtr fa^enftoelc^en SinfTuf ^ietro SUbobranbino tod^renb 

ber fKtQittmd fUnti Obtimi aniubtu €r b^ttt fdjfon 1599 

bei 600006c firc^Iic^er ©nfunfte: n>ie fe^r muffen fle feit^^ 

bem noc^ an^ettHic^ren fepn. 2)ie Srbfc^aft ber £ttcre{ia b'Sße 

fam i^m trePc^ jn ©tatten: er (aufte f!c^ an: and^ 

finben tt>ir; bafi er @e(b in ber f6ant ton SSenebig nieber# 

legte* 9Bie tiel er ober andf )ufmnmenbringen modfU, fo 

mufte boö) luU^t aUti ber Samilie feiner ©c^mefler tinb 

i^re^ @ema^(e^, ^obann %xMi SUbobranbini/ ^ufaDen. 3o^ 

^ann Sranj mürbe Saffedan t>on @. 9(nge(0; ®ot)ernatore 

M 93orgO/ Sapitdn ber ®arbe, @eneral ber Air^e. 9(uc^ 

er ^atte 1599 bereit« 60000 ®c. ©nfurtfte: oft beJom er 

baare« @elb t>on bem $ap({e: ic^ ftnbe eine 9le(^nung; mdf 

toelc^er Giemen« YIII. feinen SRepoten nbtxbanpt in ben 

13 ^a^ren feiner «^errfc^aft Aber eine ^iOion baar ge» 

fc^cnft ^ot. @ie n>urben um fo tüo^I^benber, ba 2fo^ann 

Sran) ein guter SBirt^ n>ar; bie @üter 9iibo(fo ^io«, 

bie biefem mift me^r atö 3000 @c eingetragen, faufte er 

l)NiccoI6 Gontorini: Storia Veneta: Clemente YDI nel 
conferir li beneficli ecdesiastici alli nepoti Don hebbe alcun ter- 
mioe, et andd etiandio di gran luDga superiore a Sisto Y suo 
precevsqre, che spalancö questa porta. 



18 Sbndf Vin. S>U gipfle um b. ^ittt b. n.^a^r^. 

an ftc^ unb btadfU fle {u einem Srtrage t>on 12000 (Sc 
Stiege o^ne grofe Unfof{en nnirb bie aSermd^Iuns feiner 
£oc^ter SRargaret^ mit Slainuccio S^^^tefe burc^gefelt; 
fte brachte bemfelben auffer einigen t)ort(^ei(^affen Sergun^ 
fligungen 400000 ecubi SWitgift ju 0^ — <>^»D()t flc^ 
biefe SJerbinbung/ n>ie n>ir fa^en, fpdter bann boc^ nic^t fo 
innig ettoiti tQU man gerefft ^atte. 

S(uf bem SBege ber 9l(bobranbini fuhren nun bie S5or^ 
g^efen faft noc^ rafc^er unb t&äfid)tilo{tv fort. 

earbinal (Scipione (SafareOt SJorg^efe ^atte Aber $aul V. 
fo ml 9tutoriede wie putto SUbobranbini nur irgenb u6er 
&mmi YIII. ^nö) bra^fe er tt>o^( noc^ gr&0ere Sieic^ 
t^Ämer jufammen. 3m 3a^re 1612 ttjerben bie ^Pfirunben, 
bie i^m übertragen n>orben/ bereit^ auf m Sinfommen 
t)on 150000 ©c. Uß ^a\)Tti gerechnet. S)en SReib, ben 
fo Diel SRac^t unb 9teic^t^um not^enbig ^ertorrief; fuc^te 
er burc^ Sßo^IwoKen unb tin ^6flic^e^ )ut>orFommenbe^ 
3Befen )tt terminbem/ iodf toivb man fic^ nic^t munbem 
wnn i^m ba^ nic^e DoOKommen gelang. 

Z>ie n>e(tlicf^en 9iemter famen an SRarc 9(ntonio f6ou 
g^fe/ ben ber ^apß uberbiefE mit bem Snrffent^um QuU 
mona in ^taptl, mit ^aüiftm in 9lom unb ben fe^onflen 
SiKen in ber Umgegenb au^ftaftete. €r dber^ufte feine 
SRepoten mie ®cfc^enfen. SBir ^aben ein fßerieid^nifl ber« 
felben feine ganje 9{egierung^{eit ^inburc^ f>ii ini ^a^v 

1) Contarini: U papa mostrando dolore di esser condotto 
da nepoü da far cosi contro la propria eonseienza, non poteva 
tanto nasconder nel cnpo del cuore ehe non dirompesse ia so- 
prabondanza delP allegrezza. 



©rAttbutts neuer %timiUtn. 19 

1620. 3ttt9et(en ftitb a dbtlfMntf &itbtTg^itfy(diafttn: 
prAöftisc StontterbeHetbuttgen mtbm mmittttbat ata bett 
Sorrdt^n bti ^Dfafte ^ gencmmeti unb beit fSitpottn tiber^ 
bxadfti halb toerben t^nen Darrofen / balb fogar ^u^fe» 
ten unb S^Iconetten gegeben; aber bie JE)aupefac^e tfl im* 
mer ba« baare ®elb. & fittbee fic^, bafl fte bii )um 
3a^re 1620 im @anien 689727 @c 31 SBaj. baar, in 
Suog^t bt SRonte 24600 @c. naä^ i^rem 3}ennu>ert$; in 
SlenKent/ nac^ ber Summe bie e^ gefoßet ^aben n>ilrbe 
fte SU (aufen, 268176 6c. ernteten: mß fic^ benn aud^ 
tt>ie bei ben Stlbobranbini {iemlid^ mtf eine 9){iDion be» 
läuft 0- 

Stttc^ bie ^crg^efen aber t>erflum(en nic^t/ i^r ®e(b 
fog(ei(^ in Uegenben ®rilnben anjulegen. 3n ber €am# 
{Higna t>on tüom ^aben fle gegen 80 ®uter an flc^ gebrac^^* 
bie rbmifc^en &tümtt liefien ffd^ burc^ ben guten ^rei^, 
ber i^nen ge^a^lt n>arb, unb bur^ bie ^o^n ^nftn, toctdft 
bie Suog^i bt ^onte trugen, bie fie bafur anfauften, Der« 
Mtm i^r a(te^ Sigenf^um unb Srbe ju toerduflem. 9(u(^ 
in t>ie(en anbern @egenben bti ^irc^enfiaafed fieberen 
fle ftc^ an; ber ^pfi begdnfligte fle babei burc^ befom 
bere ^rtt)i(egten. SuuKüen empfingen fle bai dUd)t Skr« 
bannte ^n^tUtn, einen ^arft }u ^lun, ober i^re 
Untert^anen n>urben mit Siremtionen begnabigt: e^ tt>ur« 
btn i^nen ©abetten erlajfen: fie brachten dnt Sutte 
ati&f txaft beren t^re ©iiter niematö confi^cirt t^erben 
foDten. 

1) Nota dl danari, ofBcii e mobili dooati da papa Paolo V 
a Buoi parenti e concessioni fattegli. MS. 

2* 



20 »u(^ VIIL JD<e q>appe um b. SRftte b. 17. S(^f)tfy. 

2)te SSorg^efen mürben ba^ reic^fte unb mä^ets(le 
®efc^(e(^e bä^ noö) in 9lom emporgcfoinmen. 

j^Uburc^ toav nun aber btefl iRepotenti>efen bergeßaU 
in &d)toms gebräche, bafi auc^ eine fur^e Stegieruns ju 
einer dldn^enben 3(uä({attund bie SRietel fanb ■). 

O^ne 3tt)eife( noc^ unbebingter ali bie frühem 92e^ 
potcn ^errfc^te ber g?effe ©regor* XV; Sarbinal JuboDico 
£ubot>ifto. & ^attt bai ®i&d, baf tt>d^renb feiner ^n 
toaltmi bie beiben toic^tigflen SIemter ber €urie/ bai 
aSicecanceOariae unb bai Santerlensae, loatant würben unb 
i^m {uftelen. & tmatb über 200000 ecubi firc^Hc^r 
€infunfte. 2>ie toeltlic^e ^ac^e, bai ©eneralat ber 
Xirc^e unb mehrere anbere einerdglic^e 3(emeer gelangten 
{undc^fl an ben S5ruber be^ ^pfle^, S)on jDra(io/ &€na^^ 
tor ju S3o(ogna. 2>a ber $apfl Uin langet £eben ter# 
fprac^, ^atte man e^ um fo eiliger bk Familie ani^uftattm. 
& floffen i^r in ber (ur^en Seit für 800000 @c. inth 
bt SRonte )u. fBon ben @for{en n>arb ba^ JS^er)O0« 
t^um Siano, t>cn ben Sarnefen ba^ ^Atfttntfyum Saga» 
rolo für ße angefauff. @c^on burfte ber ^unge 9}icco(o 
SubDt)t{!o auf bie g(dnsenbf{e/ reic^fie aSermd^btng %n* 
fpruc^ ma^en. S)urc^ eine erfle Jg)eirat^ brachte er 93e« 
nofa, burc^ eine }U>eite ^iombino an fein J^au^. S)ie 

1) Pietro CoDtarini: Relatione di 1627. Quello che pos- 
siede la casa Peretta, Aldobrandina, Borghese e Ludovisia^ li 
loTO principati, le grossissime rendile^ tante eminentissime fa- 
briche, superbissime supellettili con esfraordinarii ornamenti 
e delizie non solo superano le conditioni di signori e prin 
cipi privativ ma s'^uguagiiano e s^avanzano a quelle dei medo- 
sinü re. 



©runbtinj neuer ^amfCieit. 21 

@ttti({ Ui ShnisS wn Spanten ttuQ ba^u nod^ 6efom 
bni bei. 

aBeteelfrrnb mit fo gUttienben 93etfpie(en toarfen fic^ 
nttn auöf hit S&arberini in biefe S3a^n. ^nx @eite Ur« 
banö VIII. er^ob fic^ beffen diterer S&ruber 2>on Carlo 
a(d ®enera{ ber ^rc^e, ein emf{er geübeer ®ef€^4fr^mann, 
bet mnig SBorte machte, fic^ burc^ ben Slufgang feinet 
®(tlcfet m(^t bknben noc^ {u nichtigem J^oc^mut^ t>er(ei$ 
tm (iefi/ unb |e$e t)or aOem bie ©runbung einet gro« 
^en Samilienbeft^et int Stuge fa^tt '> „Sr toeiff,'^ 
^ft et in ber SUIaeion Don 1625, „bafi ber S&e{t$ bet 
®e(bet oon bem groflen Jg>aufen nnterfc^ibee: unb ^Mt 
et ni(^t für ge^ientenb, bafi toer einma( mit einem ^apft 
in ^Stmmitfäfaft gefianben, nac^ beffen £obe in befc^rdnf^^ 
tet iagc erfc^eine.^ S>rei @6^ne' ^atte 2)on Carlo , bie 
ttmt unmittelbar {u einer groflen ^ebeutung gelangen muff« 
tm, Srancetco, Slntonio unb Sabbeo. 2)ie betben erflen 
loibmeten fic^ gei({(ic^en Slemtem. grancetco, berbure^ 
S3ef(^ben^eit unb SBo^ttootfen fic^ bai aOgemeine Sutrauen 
ertoorb, unb et {ugteic^ t>erf{anb fitfy in bie Saunen fei« 
netO^imt )u fügen, befam bie (eitenbe @ett>alt: bie i^m, 
obtoo^I er f!c^ im ©anjen gemdpigt ^ie(t, boc^ in fo (am 
den Sauren gan} t^on felbjl UbmUnU Steic^t^ümer }ufu^. 
ren muflte. 3m Sa^re 1625 ^at er 40000 ©c, fc^on 



1) Relatione ,de^ quattro ambasciatori 1625. Nella sua casa 
d buon eoonomo et ha mira di far danari y assai sapendo egli 
molto bene che Poro aecresce la riputatione agli uomini, anzi 
Toro gli inaka e gli distiDgne vantaggiosamente nel cospetto 
del mondo* 



23 9»U(^VIU. 5Dte gipfle um b.!D{{tteb. 17. 3a^r^. 

im Starre 1627 ^egen 100000 ®c (SmluRfte ')• di mt 
nid)t DoOfommen mit feinem ^iüm, bafi auc^ SIntonio 
{um €arbina( ernannt n>arb, unb nur unter ber aiiibviä^ 
(id^en SBebingun^ gefi^aft biefi, ba^ er feinen 9im^i( an 
ber SKegierung nehmen foOte. 9lntonio umr ^(^(heben^i 
^artn4^tS, flcti, n>ien>o^( f&rperlic^ fd^mac^: um wntg« 
flen^ nid^t in aKem Don feinem trüber Derbunfelt )tt wt^ 
btn, beeiferte er ftc^ eine SRenge @teOen {ufammen {u 
bringen; grope €infunfte; bie im 3a^re 1635 auc^ fc^on 
auf 100000 @cubi anliefen: er befam aOein fec^j ^aU 
tefercommenben, wii nun too^l ben SKtttern biefe^ Orben^ 
niii}t fe^r gefaOen ^aben n>irb: av^ na^m er ®efc^nfe: 
bcc^ gab er auc^ ttoieber t>ie( aui: er n>ar mit 9tbft(^t freu 
gebig, um ftc^ in bem romifc^en 9(bel einen 9in^ang {u biU 
Un. 3ur ©runbung einer Familie burcfy (Erwerbung erb? 
Hc^er S5eft$t^itmer n^ar ber mittlere UQter biefen S&rttbern/ 
S)on Sabbeo/ au^erfe^en n^orben« (Sr befam bie aßurbett 
btß tt>e(tlic^en iRepoteu; unb n>arb nac^ feinet SSater^ £obe 
@enera( ber ^rc^e, SafleOan Don &. 91nge(o, ®ot)emator 
M S3orgo: fc^on im ^ofyvc 1635 war er mit fo Dielen 
S&efl^t^timern au^gef{attet, baf audS^ er ein ;4^r(ic^e£ &n* 
(ommen Don 100000 @c. genofi 0, unb unaufhörlich touu 
bm neue em>orben. 2)on Sabbeo (ebte fe^r {urutfgeio^ 

* 

1) Pietro CoDtariDi 1627. E di ottimi, Tirtuosi e lodevoli 
costumi, di soave natura, e con esempio unico non yuole rice- 
ver donativi o presente alcuno. Sark nondimeno vivendo il pon- 
tefice al pari d^ogni altro cardinale grande e ricco. Hör deve 
aver intomo 80000 sc. dVntrata di beneficii eccl«'^, e con 11 go- 
verni e legationi che tlene deve ayvicinarsi a lOO"* sc. 

2) ;D. t. fo i^oä) beliefen ftc^ hk (Stnfänfte t>on hm ®tmb* 



&v&nbnns neuer %amiUtn. 23 

gen itnb führte eine mufler^fre JEkitt^ImnS' 3n (ui^em 
jred^aete man bte regelmif ige Sinna^nte ber brei S^ruber 
{ttfammen )4^rH(^ auf eine ^albe ^ittion @cttbi. 2>ie 
«Nc^eifißen älemeer le^&rten i^nen. fffiie baj Samerfengat 
m 9(ntonio, fo nnit ba« aSiceconcedariat an grance^co, 
bte |)t4frctttr, bie burc^ ben Xjob beä fytin$ t>on Urbino 
ttUHst t9i>rben/ an S>on Sabbeo gelangt. 9Ran n>oIIte 
btttä^mf baf im £aufe biefe^ ^ontificatö ben 95arberini 
bte unglaubliche &nmmt t>on 105 SRiSionen Gcubi |tt« 
gefaOen fe^ ')• n^i^ ^U^t," fi^xt ber Slutor biefer 
Sßoc^ric^t fort; „{um 93eirpie( ber ^aOaß m ben Üuattro 
gontanei ein {oniglic^ SBerf, bie SSignen, bte @e« 
mdpe, S3i(brdu(en, ba^ verarbeitete @ilber unb ©olb, bte 
(£be(({eine/ bte i^nen )u X^til geworben/ finb me^r tt>ert^ 
ol^ -man glauben unb au^fprec^en tann. " S>cm ^ap({e 
fe(b(t fc^eint eine fo reiche 3luä(iattung feinet @c{(t)kdfUi 
icdf iutt>et(en bcbenf (ic^ gemorben ju fe^n : im ^a^re 1640 
fe^te er formlid^ eine Sommiffion nieber, um bie tÜcd^U 
mifitgfeit berfelben }u prüfen ^). S^nidf^ fprac^ biefe 

^dtn: per li novi aequisti, fagt STl. (^ontatini, di Palestrina, 
MoDterotondo e Yalmontone, fatto vendere a forza dai Colon- 
nesi e Sforzescbi per pagare i debiti loro — — hai ^mt einei 
®tntraU ber Ätrd^e trug 20000 ©cubi em. 

1 ) Conclave di Innocenzo X. Si contano caduli nella Bar- 
berina, come risulta da sincera notitia di partite distinte, 105 
milioni di contanti. ^tefe (Summe tf! fo unglaublich^ ba$ fte tvo^l 
fÄr einen ^d^reihfcf^Uv gesotten »erben f6nnte. ©ocö ftnbet ftefttfe 
in mehreren ^anufcrtpten g(eid^f6rmtg, unter anbern in bem fodca^ 
rtnifd^en ^u ^im, unb in meinem eigenen. 

2) 9ZiccoIini l^anbelt ]^iet)on. ^udft ^ai) idt^ nod^ ein befonbered 
@(^rift(!^en : Motiv! a far decidere quid possit papa doBarOi al 7 
di Luglio 1640, t>on einem 97litgliebe biefer (Sommtffton. 



24 föndf VnL S>{e ^ipftt nm b. SRitte b. 17. JSa^r ^. 

Cornminfpn bnt ®ruRbfa$ au^/ mit bem ^p^vmc fep 
eilt S&rfient^ttm i>erfnüpfi(, au^ beffen Ueberfc^uf ober &* 
fpomiffen b<r ^pfi feine 3lnde()oriden befc^enfen f^nne. 
JS^ierauf emog fie bie S^r^AUniffe biefe^ Surflent^om^, 
um |tt befiirnmett; toie tveit ber ^pft ge^n bürfr. fRad)^ 
bem adej beregnet toorbett, urt^eilfe f!e/ ber ^(t foitne 
mit Qutm @et9iffen tin Majorat t^on 80000 ®cttbi rei^ 
nem €infommen itnb ttberbiefi noöf tint @ecmibosenitttt 
in feinem J^ufe fliften; bie Stu^lfener ber 2:^ter toerbe 
fidS> auf 180000 6c. belaufen burfen. 9(tt(^ ber ^efttiten^ 
Seneral ^iUUtid)i, benn in aUm S>indtn muffen bie 3eftti» 
ten i^re Jg»anb ^Utif tooxb um feine ÜReinung befragt: er 
fanb biefe SSeilimmungen mdfiis unb sab i^ncn tSeifaV. 

S>tvst^alt erhoben ftd) Don ^ontificat )u ^ontificof 
immer neue ©efc^lec^fer ju erblicher SRac^t: fte (iiegen um 
mittelbar in ben Siang ber ^c^en Strißofratie be^ iatibti 
auf, ben man i^nen tt^iOig {uerfannte. 

SRaturßd^ tonnte e^ unter i^nen ntc^t an Steibum 
gen fehlen. S)er ©egenfa^ {n>if(^en SSorgdngem uub 9}a(^ 
folgern/ ber fru^ t>on bm gactionen be^ €onc(at>e abge» 
^ans^rif fleate fic^ je$t in ben SRepoten bar. ^ai jur 
Jf^errfc^aft gelangte neue ©efc^lec^t ^ielt eiferfuc^tig über 
feine b^9^ SBdrbe, unb t>er&dngte in ber Siegel geinbfe^ 
(igfeiten ja SSerfolgungen über baä {undc^fi t>or^ergegam 
gene. @o Dielen Stnt^eil auc^ bit 3((bobranbini an ber Sr» 
Hebung ^utö Y. gehabt/ fo tourben (1^ b^ Don ben 3ln$ 
ge^&rigen beffelben bei &ciu gefegt, angefeinbet/ mit (o(l^ 
fpieHgen unb gefd^rßc^en ^roceffen ^eimgefuc^t 0* fi^ nann« 

1) din 93eifpiel in ber Yila del O CeochiDi. &. b. «n^atig. 



©tAnbtttig neuer %amiUtn. 25 

ten ifyx bm groflen Unbonf^ren. &m fo mtd^ Oun({ 
fanbeti bte SRepoten ^ul^ Y* bei ben Subotifl; Carbtnal 
£ttboDtfto fe(bf{ muf te »nmtttelbar nac^ bem €tn(ri(t bet 
barbetinifc^n fyttfifaft 9lom t>er(a(fen. 

2)enn mit btelem Sorget) motten nun aud^ bie !5ar» 
bertni bie @enHi(e geltenb mld)t i^nen ber S3efi$ ber päi^fU 
liefen ^ac^f ober Un ein^eimifc^ Sbel unb bie iealieni^ 
fäftn Sttrf{en Derfc^ffite. 2)arttm t>erlie^ Urban YIIL fei» 
ttem tpeltfic^ Slepoten bie SBurbe einej ^refetto bi IKoma, 
iDetl mit berfelben S^renrec^ee terbunben loaren, t^elc^ bie» 
fem Jg^aufe auf ewig feinen S^orrang Der ben äbrigen fic^ 
{« muffen fc^ienen. 

J^ieran f nupfte ftd|^ jebod^ {ule^t eine ?6mtsmdi toelc^ 
{UHur nic^t n>e(tbebeu(enb ifl, aber für bie &uUmi M 
^ft^nmi fon>o^( innerhalb be^ ^taatti olj in 9ml 
Italien eine n>id^tige (Epoche au^mac^t. 

Ärieg t)Ott Safhro* 

2)en ^^({en Slang unter ben nic^t^errfc^ben pa» 
palen Samilien behaupteten allemal bie gamefen, ba f!e 
tS niäjt aOfein ju SKeic^t^ämern im Sanbe, n>ie bie äbri^ 
gen, fonbern äberbiefl )um S3eft| eine^ ni^t unbebeuten» 
ben Silrf{ent^ume^ gebracht ^tun; unb e^ n>ar ben regier» 
renben SRepoten niemals (eic^t gen>orben/ biefl Jg^au^ in 
(Ergebenheit unb gebu^renber Unterorbnung ya b^tm. 9U^ 
J^oQ jDboarbo §arnefe 1639 nac^ Siom fam, marb i^m 
aKe mbgiic^ (£^re anget^an ' )* S>er ^apß Hefi i^m SBo^nung 

1) Deone: Diario di Roma tom. I. £ fatale a sig» Bar- 



26 S&u^ Vin. 5&{e ^ipftt um b. Sßitte b. 17. 5^^x^. 

amorifett; SbeDettte t^n )tt Mittun, trnb UifttU t^m 
aiu^ in feinen ®elbgef<^ften SJorfc^b: bie SBarberint 90^ 
6en t^m Sefie, befc^enften ifyx mit ®emA^(ben, mit g>fer^ 
ben: mit aOe bem fonnten f!e ifyn nic^t toOfornmen get 
toinnen. jDboarbo garnefei ein S^tfl ton Solenr, @eifi unb 
©elbßsefu^I/ ^egte ben C^rgeit )ener Seiten, ber ffc^ in 
etferfäc^tider SBa^rne^ung ffeiner Sbt^teic^nungen gefie(, 
in ^t^ @rabe. €r toat nid)t ba^tn ju bringen; ba$i er 
bie Sßurbe eined ^refelto in Sabbeo geb&brenb anerfannf, 
unb i^nt ben Slang , ber mit berfelben mbunben n>ar/ |tt^ 
geflanben ^ttt. @elb({ tt>enn er ben ^ft befuc^te; {eigte 
er ftc^ Don ber S^orne^nt^eit feinet J^aufej unb fogar t>on 
feinen ptv^tdid^n a3or)tigen auf eine Ufiige ^ife burd^ 
brnngen* & tarn {u aRtflt>erf{dnbnifren/ bie fid) um fo toe^ 
niger ^ben (ieflen, ba fte auf tinm unt>em)inbbarm pe^ 
fbniiidfyen €inbru(E beruhten. 

S>a tDar e^ nun tint n>i(^tige S^age, ttie tnan btn 
«Oerjog bei fetner 9ibreife begleiten tourbe. jDboarbo for« 
berte bie nemlic^e S5e^anb(ung n^elc^e Um @rof^er)oge 
ton Zoicam {u £^eU geworben war; ber ^errfc^nbe Ste» 
pot| €arbina( §ran{ ^arberini/ foDte i^m perfonlic^ ba^ 
@eleit geben. S>iefer tooDte ba^ nur tbun, toenn i^m ber 
fyvioQ {UDor einen förmlichen 9(bfc^ieb^befu(^ im SSatican 

berini di non trovare corrispondenza ne^ beneficati di^ loro. II 
duca di Parma fu da loro alloggiato, accarezzato, serrito di gen- 
tiPhiiomini e carrozze^ beneficato con la reduttione del monte 
Fa^nese con utile di grossa somina del duca e danno grandis- 
81010 di molti poveri particulari, corteggiato e pasteggiato da 
ambi li fratellt cardü per »patio di piu seUimane, e regalato di 
cavalli, quadri et altre galanterie, e si parti da Roma senza pur 
aalutarli. 



Xtiii Don Caftro. 27 

machen vktU, mb ^te}u ^ielt fic^ jDbearbo ni^t f&t t>er> 
pflichtet & iamn dnige @4lti>ierigfdeen bie man i^ot 
in feinen Gelhfoc^n moc^fe ^in^tt, fo fta{[ feine b^ptU gt* 
tvMtt €tdenlie^e ^efitig aufflanintf e. Sßac^bem er mit (ur# 
{en aSor^/ in benen er fic^ no<^ il6er ben 9lepoten Mlagittg 
t>on bem ^t>ft Slbfc^ieb genommen, urlief er ^Dafi unb 
©tabt, obne €arbinal gran} mtc^ nur begröft in ^btn. 
& ^offtt ibn bomie bii inj J£)er) )tt (rdnfen ')• 

9ber bie 93arberint/ im 93eß$ einer abfototen 9tmH 
in bie(i»n £anbe, befaflen bie ^itttl fUfy no^ empfinbUc^ 
)tt xM^m. 

2>ie (SelbttHTtbfc^dft bie (ic^ in bem (Staate ent« 
fvicf e(te, fonb auc^ bei aSen jenen fat^iiäftn ^finfnUf wU 
ä)€ bie airtftofrttie beffelben aüimdäftm, (Eingang nnb 
Siac^obmung: fit ^tttn f4mmtlic^ SRonti errichtet, nnb 
ibre @Idttbiger eben fo auf ben Ertrag ibrer ©uler am 
gemicfen, n^ie bie pdpfUic^n auf bie ^fdOle ber Xam* 
mer angemiefen n>aren: bie Suogbi ii ^onte gingen anf 
bie nemlic^e 3(rt ^n J^anb in J^b. SDiefe ^onti n>dr^ 
Un jebodl^ fd)XotxUäi Srebit gefunben bobcn, b^tttn fit niäft 

1 ) Unter ben martd^trUi @trettf(i^riften In biefer ^aäit, n>e(<be 
banbf(bnft(i(b &brig fmb^ ftnbe idf befonber« folgenbe rubig unb 
g(aubn>&rbig : Risposta in forma di lettera al libro di duca di 
Parma, in hon 45f}en ^anbe ber Information!: II duca Odoarda 
fu dal papa e ringrazioHo, soggiunse di non si poter lodaredel 
S' O« Barberino. Dal papa gli fu brevemente risposto che co- 
nosceva Tafietto di S. Em'^ verso di lui. Licentiatosi da S. 
Beat>>* senza far motto al S' cardinale se n^and6' al suo pa- 
lazzo, dovendo se Toleva esser accompagnato da S. Em'^ rima- 
nere nelle stanze del Yaticano e licentiarsi parimente da S. 
Em**, come ^ usanza de^ principi. La mattina finalmente parti 
senza far altro. 



28 Sbn^ THI. ^{e gipfle um b. SRitte 5. 17. .Sa^r^. 

unter brr Slufffd^e bet ^Hf^en ®etoaft geflanben: nur mit 
iffonberer Gcne^mtguns M ^({e^ burften f!e errichtet 
ober mobtfictrt toerben. €^ gt^htte mit {u ben fßomd^ten 
M ^mfc^bcn JEmuff^/ bafi e< burc^ eine fo((^ Oberauf^ 
f{^t einen bebeueenben Sinflufl auf bte ^u^Hc^en Slngele^ 
gen^eiten aOer anbem emarb: bie SXebucttonen bet ^onti 
auf einen niebrigem 3tn jfttfl maren an bet itage^orbntind, 
fie fingen Don feinem guten fSiffen, feiner ©enei^e^it ab. 

9lun toaren ouc^ bie Sornefen mit fe^r anfe^nlic^en 
Gc^ttlben belaben. %kt ^onu Samefe t^ecc^io fc^eb |!c^ 
ttoc^ wn ben SBeburfhijfen unb bem Slufioanbe SUejrmiber 
Somefe^ in ben ffonbrifc^en Se(b)dden^er: ein neuer 
nxnr errichtet toovbtn: 2lnbtt(te ber ^(U ^tun bie ^affc 
Mrme^rti wib inbem neue Sui^^i mit geringen Sinfm^ ge« 
srAnbet; ik alten nic^t gefilst; bie Derf(^iebenen £)peratto« 
nen aber t>on t>erf(^iebenen auf einanber eiferfuc^tigen Jgkm^ 
bel^ttfern geleitet n^urbeu/ mar aOeJ in S^enoirrung ge^ 
ratM *)• 

^lu tarn aUt jt^t, ba^ bie 93arberini einige SRaafl^ 
regeln ergriffen/ toelc^e bem Jg^er^og grofen Schaben ya» 
fugten. 

2>ie beiben famefifc^n SRonti nniren auf ben €rtrag 

1) Deone T. 1. Fu ultimamente Puno et Taltro stalo^ cioe 
Castro e Ronciglione, affiitato per 94'" scudi Panno a gli Siri. 
Sopra questa entrata ^ fondata la dote dell^ uno e delP altro 
moDte Famese, vecchio cio^ e duoyo. II Tecchio fu fatto dal 
duca Alessandro di 54"* scudi Panno^ denari tutti spesi in Fian- 
dra: al quäle il presente duca Odoardo aggiunse somina per 
300» scudi in sorte principale a ragione di 4j- per cento: e di 
piü impose alcuni censi: di modo che poco o nulla rimane per 
lui, si che se li leva la trat<a del grano, non ci suk il pago 
per li creditori del moote, non che de^ oensuarii. 



Sttits von Caflro. 29 

Don €aiiro mtb SKomsilmt Mdmitftn. S>te ®iri, ^Md^ 
Ut btt ®efdae t>on €affro, {aalten bcm J^ttipgf 94000 @c.| 
mit toüdtm bit 3infm btt SRonti e6en noc^ bnofyU totts 
bcn tomtm. 9(ber e^ toat nur in golge einiger t)on f>att( 
nL feinem ^uft ete^eiften ^bmlUidUtiitn bafi ber (Ertrag 
fic^ fo ^ Mief. ^pf{ ^ul ^atte {u bem (Snbe bie grofe 
£anbf{rofEe iH>n @tttri nadf SXonciglione terlegt^ unb jenem 
iüttbfttid} eine gr&flere grei^eie ber Xovnanifu^t {ugeflanben/ 
ati onbere ^rotinten befafen. 3e$t befc^Ioffen bit !Barbe^ 
rini, biefe S^eg&nfiignngen {u toiberrufen. ®ie DerlegMt 
bk ®tta$t inx&ä naOf Qntti: in SRonealto bi ^axtnma, 
too bai (Setreibe Don €a({ro gelaben tu toerben |>flegte/ tit* 
^ fie ein ^Stvbot ber 9tu^ftt^r begannt machen ')• 

Slugenblicf (ic^ {eigte fid!^ ber beabfic^rigte Erfolg. 2>ie 
@iri/ bie o^e^in toegen -jener Operationen mit bem «^ei^oge 
gefpannt mren unb je$e einen dinäfydt in ben |hiSai{ ^eten^ 
— man behauptet, noc^ befonberj auf eintrieb einiger ^xi* 
latm, bie in^ge^eim an ibrem @ef(^4fte Z^i ttafyaim — 
n>eigerfen ftc^ i^ren €ontract )tt fydttnx fit ffixttn auf, bie 
Sinfen be^ SRonte S^mefe {u }a^(en. S)ie SRontiften, be« 
nen i^r Sinfommen pIo^Uc^ feblte, brangen auf i^r fRtä^t 
unb toanbten fid^ an bit pdpf{lic^e Slegierung. Z>er J£>er{og 
t)erfdifmd^fe e^, ba er f{^ fo abftc^tli^ beeintrdc^tigt fo^, 
älnßaften {u i^rer S^efriebignng {u trefen. 9(ber bie ^Kla^ 
gen ber SRontifien tonrben fo lebhaft, bringenb unb affge^» 

1) @ie fihüitn ft4 WUi auf hU SBorte ber ^nUt ^auU HI, 
tu ber tbnett tutr bte ^^ facultas frumenta ad quaecunque etiam 
piaetatae Romanae ecclesiae e nobia immediate Tel mediate sub- 
jeeta coDducendi^' gegeben n)ar; — iebo(^ (>atte ii^ ivibtf bie freie 
^(K^ftt^r äber^oupt gebiibet. 



30 S5u(^YIII. SXe^ipflenmb. !K{tteb. 17.3a^r^. 

mdn, M ^ ^V^ ^^' ^^t V^ ^^ Staubte, um fo 
t>ldm rimtfdiK« 95Ärgern {u J^rer SXente )u twr^elfm, flc^ 
m S5«ft| b<r J&^potM J» f^^^»- 3« Wefer »bfU^f fi^icf te 
er eine fleine fytxttmadft md) (Soflro. 9}ic^t o^ne aUm 
aBtberfianb ^ins e^ babei ab: ,/t9ir (inb genie^tst gett>efen'', 
ruft er unter anberm in fonberbarem 3orne^eifer in feinem 
SRoniforium au«, „tier gref e ©c^üffe t^un ju la jfen, burc^ 
totldft audf €iner ber S^nbe geblieben ifl'' *)• SIm 13- 
October 1641 na^m er€afiro ein. Unb felb|{ ^iebei fttf^n 
tu bleiben n>ar er nid^t gemeint 3m Januar 1642 toarb 
über ben Jg^erjog , ber fid^ jene €inna^me nid^t rd^ren lief, 
bie Sjecommunicafion au^gefproc^en; aUer feiner Se^n 
»arb er terlujHg erflirt: ti nicffen Jruppen in« gelb, 
um i^m auc^ ^orma unb ^iacenja {u entreiflen. !Bon einer 
^aeiftcaeton tvoffte ber ^apft n\d)ti ^dren; er erfUlrte: „^ttoU 
fiftn Um ^txm unb feinem a>afallen finbe eine feiere nic^e 
&tatu er n>Dae Un J^{og bemdt^igen, er ^abt 9elb, 
^Outb unb ^ieg«t>oie, @ott mb mit fep für i^n.^' 

Jgyieburc^ aber befam biefe @ad^e eine allgemeinere ^e« 
beutung. 2)ie itaKentfd^en (Staaten tt>aren fd^on Mng(f auf 
bie mieber^olten Erweiterungen be« ^rc^enflaate« eiferfuc^ 
(ig. 6ie tooUtm nidft bulben, bafi er etnni auc^ ^amta 
an fic^ sieben fotfe, t^ie Urbino unb ^errara: noc^ ^ttvx 

l) & war bei einer ^rftcfe. ^^Dictus domirnu Bfarchio, ex 
quo milites numero 40 circiter^ qui in eisdem ponte et vallo ad 
pugnandum appositi fuerunt, amicabiliter ex eis reeedere recusa- 
bant, immo hostiliter pontificio exercitut se opponebant, fiiit coa- 
ctu8 pro illorum expognatione quatuor magnorum tormentorum 
ictns explodere, quorum formidine hostes perterriti fugam tan- 
dem anripuerunt, in qua unus ipsorum interfectus remansit.^^ 



Xtiti von Caftro. 31 

bie (Sflt ifytt fntarefifc^, ik SKcbid smlffe urSinatif^ 
^nfpvudft nidft anfatQibtn: bntäf bk Slimtaafluiisen 2)oit 
3:abbeo^ tooxtn fie fdmmelid|^ 6eletbigf : bie Senetioner bo|H 
pe(t, ba Urbatt YIU. i»or htrtmt dne 3nf:^rifit in bcr ®ala 
Slcgia/ in ber fie wesen ;ener i^rer füM^fttn flktt^ibU 
imd' 9Htfanbtti IIL gtpxkftn »urben; ^ttt tcmii^een 
lajfen: ttki^ fle f&c mm grofen Schimpf hielten 0: — 
auc^ aSgcnteinere poMfdft fündfidftm gefeDtm fld^ ^instt. 
SBte fm^r bu fponifc^, fo emgee je$t bie ^ani&fifc^ 
Uebemac^t bie S^ebenHic^feiten ber ^uAUxht. Mtnt^ 
ben erßtt bie fpanifc^e SRonarc^ bie greiften SSerlufle: 
bie Italiener f&tdfttun, ti m&c^te auc^ bei i^nen eine aO^ 
gemeine Unitt>A()ttng erfolgen; n^enn Urban YIII, ben fie 
für einen entfc^iebenen SSerb&nbeten ber granjofen ^ieleen/ 
noc^ mdc^eiger ti^erbe. 3lu^ aKen, btefen ®runben befc^Iof« 
fen fie fid^ i^nt )u n>iberfe$en. 3^Fe Gruppen Dereinigten 
fidf im ^obenefifd^em 2>ie iSarberini mufften ben 2)nrd^ 
)ug burc^ bit^ ®ebtet aufgeben ; ben SSerbdnbeten gegen^ 
über be{og bie p4pflli<^e J^ereämad|ft i^re Üuartiere um 
Serrora. 

®emifferma{[en toieber^Ite fi(^ bemnac^ ^er ber 9e^ 
genfa$ be^ frant&fifc^en unb bti fpanifc^'n 2fntereffe/ ber 
Suropa uber^upe in SJetoegung ^tlt SISein mie t>ie( 
f(^tt>Ad^er nmren boc^ bie S3en>eggrunbe; bie Ardfite, bie 9ln» 
fbtngungen/ bie ti ^ier }u einer 91rt t>on Aampf btaditm ! 

&n 3^9 f ben ber «^erjog ton ^arma, ber fic^ nun^^ 
mifyt o^ne tiel Sut^un t>on feiner @eite befc^u^t unb boc^ 
nic^t gebunben fa^ , auf eigene J^nb unternahm, ofj^nbart 

l) 3^ toerbe tiefen ®egenfianb in htm ^n^m^ ber&(^ren. 



xmt ttdfi Me 6onber^fdt Ui Suflanbed in n>e(d^ man 

O^nt ®cfd^u$ no(^ SuffiM)!!, nur mit 3000 SKeitem 
hta^ Oboacbo in ben Airc^fiaat ein. 2)a^ Sort Urbano, 
ba< mit fo f)ie(en ^f{<n errichtet n>orben/ bie Derfammelte 
9Riit{f btc fic^ nie auf einen (euHilfheten geinb gefaflt ge« 
mac^, hielten i^n nic^t auf. 2>ie SJoIognefen fc^Ioffen f!c^ 
in i^re SRauetn ein: of^ne bie pipftli^m Gruppen auc^ 
nur in @efi(^te {u belommen; {09 ber J^rjog Doruber. 
3mo(a eröffnete i^ bie !£^ore: er madf^te bem pdpfiHc^en 
SSefe^tö^aber einen S5eftt(^: er ermahnte bie <Btait bem 
r&mifc^en (Stuhle getreu (u fepn. S>enn nic^t gegen SRom/ 
nic^t einmal gegen Urban \U1, nur gegen bie Slepoten 
betreiben be^uptete er bie ^EBaffen ergriffen }u ^ben; er 
(og unter ber Sa^ne be^ ®onfa(oniere ber j(ire^e tinfftr, 
auf toelc^ man ®t fkter unb &u ^au( erbiicfte; im 
fRamen ber .ftir^K forberte er ben Slur(!^{ug. 3n Saen^a 
^ttt man bie S^pre Derfc^n^t: M aber ber ©oDernatore 
ben S^inb anftc^tig tt>urbe/ (ief( er ftc^ an einem @eUe bie 
flauer herunter um perfbnlic^ mit htm J^erjoge )u unter^^ 
Rubeln: ba^ Snbe ber Unter^nblung toar; baff bie 2:^ore 
geöffnet tourbem @o ging ti aud^ in $or(t. Sinnig fa» 
^ f!(^ bie Sinmo^ner atfer biefer @tdbfe Don ben gern 
flern auf btn ©trafen ben 2)urc^{ug t^reö geinbe^ an* 
3>er J^rtog begab f!(^ über bai @ebirge nac^ £o^cana: 
t>on Stre^o ^er brang er bann auf^ neue in ben ^rd^en^ 
fiaat tin. €afiig(ione ba SagO; €itta bei ^ieoe bffheten 
i^m i^re $^ore: unauf^tfam eilte er t>ort94rtJ: mit bem 

©c^recfen 



Qätttdm feinet S^omettf erftiDtte er bat Smtb 0- 93mitr^ 
(ic^ in Sicm gertet^ man ^ierAber in fbtft&xitmi; in ^ßaif^ 
fur^tete &a^ @^icf fal ©entenj TIL (Er fitc^tt frine fRb^^ 
met {tt ^maffhen. 9ISein crfl vm^tt eine Shtfli^e toibttp 
rufen, Jgmud 6ei J^u^ mufften ädeitrdse einsefammele toer» 
ben, toobei tt bmn nic^e p^ne an^dglic^e SKeben abglnSf 
e^ man eine Heine @dfaat {U ^fetbe aufraffen fomtfe. 
SBiire ber ^^ ton ^tma in biefem 9(ttgenb(icte erfc^ie» 
nen, fo f>iittt man ifym o^ne 3t9eifel ein paar €arbin4(e 
am ^cnU ^Koüt enege^ensefc^icfe tmb i^m aüt feine $o^ 
berungen {ugefianben. 

3(ber tin ^ieg^mann toax andf er nic^e. @ott n^ifl 
t9e(^ SSetrac^tungen/ mläft Slücffic^ten i^n {urdctbieieen. 
€r Itefl fi(^ betoegen auf Unterbanblungen tininst^nf wn 
benen er mema{^ etma^ entarten f ortnee. 2)er ^fi fd^&pf(e 
triebet Sttbem. SRit einem burc^ bie ©efabr t>erjtlngeen (£U 
fer befefiigte er Stom ""). €r fieOte ein mmi Jg)eer inä ^(b, 
bod btn J^er)0Sf beffen sg^annfc^fien auc^ nic^t {ufammen» 
hielten, gar ba(b ou^ bem Airc^enftaate ^auäbrdngte. 
aSte nidfti mebr {u furchten mar, machte Urban auf^ nette 
bie ^rteßen S^ebingungen: — bie @efanbeen ber prf{en 

1) tfwSföM«^ dr^WütiQ hl^tt MnttTnii)munq m @iri« Mer- 
corio fom. II, p. 1289. 

2) Deone: Si seguitano le fortificationi non solo di Borgo, 
ma del rimanente delle mura di Roma, alle qnali sono deputati 
tre cardio all, Pallotta, Gabrieli et Orsino, che giornalihente ca- 
vaicano da una porta alP altra: e si tagliano tutte le vigne che 
sono appresso le mura per la parte di dentro di Roma, ciod 
fanno strada tra le mura e le vigne e giardini condauno grau* 
dissimo de^ padroni di esse: e cosi Terra anche tocco ii bellis- 
simo giardino de^ Medici, e perderi la particella che havera 
nette mura di Roma. 

iw^^** 3 



34 S3u(^ Vni. S)ic ^apfle um 5. ^ittt b. 17. 3A^r^. 

tKriteflen SXom: att(^ in Um frteUic^en Statten r&fiete man 
ftc^ nod) einmal dn^eimifc^e SBaffen {u Mfitc^n. 

3uerf{ im SRat 1643 grifen bie Sktb&nbeten tm ger^ 
rarefifc^en an. S>er Jgwjog Don ^ma na^m ein ipaat 
fefle ^A|e: S3onbeno/ @tellafa: bie SSene^ianer unb ^o« 
benefen vereinigten ftc^; nnb ructten tiefet tnä Sonb. 9l6et 
anc^ ber ^apß, mie gefast, f^attt fic^ tnbefi aui aSer ^aft 
gerfijlet: er fy^tU 30000 SKann jn gtt|(, 6000 jn Vfetbe 
beifammen: bie Skne^ianer trngen SBebenfen eine fo ftatt^^ 
lid^e^ac^t antugretfen: fle {ogen fb^ inrAä, unb in htr^ 
{em finben mir nun bie (ird^Hc^en Smppen in bae so^obe« 
nefifi^e unb in^^olefine bi Stovigo torbringen ^). 

S>er ®rofl^r)09 t)on £o^(ana marf flc^ bann utgt^ 
Uni auf Brugia: bie Sruppen be^ ^pftti ptifttn ^ie 
unb ba fogar ini grofl^r^ogtic^ e^itt 

^ffiie fonberbar nehmen flc^ biefe SBen^^ngen aviß: 
wn beiben (Seiten fo ^ani unb gar o^ne Sladj^brudE unb 
9lert>f t^ergli^en mit ben gbic^teitisen Admpfen in 2)eutfc^^ 
(anb/ mit jenen fc^mebifc^ Sögen t>on ber Öfifee big in 
bie fSiÜ^ Don ^Bieu/ t)on aR4^ren bii nac^ ^uelanb! 
Unb boc^ n>aren fte nic^t einmal rein itaüenifc^; (u bei« 
Un @eiten biehten grembe: in bem DerbAnbeten «Oeere mac^« 
ten bie S>eutfc^en, in bem firc^Uc^en bie gran^ofen iit gr&« 
$ere 9(n{a^( au^. 

S)ie Solge ^atte inbeffen auc^ ber itaUenifc^e Sititsi 
ba^ bai £anb erfc^opfit n>urbe unb befonber^ bie pipp 
lid^ Waffen in bie größte 93erbgen^eit geriet^en ^). 

1) Frizzi: Memorie per la stoiia di Ferrara V p. 100. 

2) Riccius: Rerum Italicarum sui temporis narrationes^ Narr. 



Sttiti voit Caßte. 35 

@ar manc^Iei 9Rtltc( wcfttäftt Urion VUL ttm ^ 
to^ eelb i« i^erfdlKiffm b^ tt itmittt. edftn im Qkih 
tmibtt 1642 toatb bie StoOe ®{jrtit< V. dner netten Cr« 
tDd^ung untemorfen, unb ^teranf m bem Conflftoritmi ber 
Sbefdfta^ gefaxt, 500000 @c. <m« bem €a({ea {u enMe^ 
men')* SRatärKc^ fonnee biefi nic^t fe^r mit ttUttn: 
man fing an, Slnlei^en bei bem riefle |ene^ ®c^a^ {u 
mat^f b. i man fe^te fefl, bo^ @elb ba< m0n enena^,. 
in S^Onnft in benfelben )un}(F}a^(en }tt tPoOen. SBir fa^ 
fd^on, bafi man )u perfbnlic^en Zaftn fc^ritt: bfüer tvnrben 
fie toteber^ft: ber ^pf{ {eigte ben €onfertHitoren attf mläft 
&tmmt er bebdrfe: ben €intoobnem, and^ bie S^emben 
nic^t an^efc^Ioffen, tvarb olöbann i^re Üuoee anfsefegt. 
2)ie Jg^att)>efac^e aber blieben boc^ immer, bie Sluflagen. 
älnfang^ n>aren fie noc^ t]>emd fn^I^rf {. 95* eine 9(ttf« 
(age auf ba< . ©c^rotfom für bie a^ogelbei^e: balb aber 
fblgeen fc^n^erere, auf bie unentbe^rric^flen ^eben^bebiirf« 
niffe, 93renn^oI{, @al), SBrot unb ^in: — ^e nahmen 

XIX, p. 590: Ingens opinloneqae majas bellum ezarsit, sed 
primo impetu yalidum, mox senescens, postremo neutrius partis 
finicta, imo mflitum rapinis indigenis ezitiale, iiritis oonatibna 
prorsus inane in mutoji atudia officiaque abiit. 

1) Deone 20 Seit 1642: Hayendo ilpapa fatto studiare da 
legisti e tbeologi di potere eonforme la bolla di Sisto V ces- 
tare deDari dal tesoro dal.castel SanCAagvlo, il lunedi 22 del 
mese il papa tenne conaiatoro per U medeaimo affare. — -* Fu 
risoluto di cesaare 500» acadi d^oro, a 100» per Tolte, e non; 
prima che ai« speai qaelli che al presente sono ancora in es- 
lere della eamerai. 

2) Deone 29 Nov. 1642. Si sono imposte 3 naoye gabelle, 
nna sopra il aale oltre Palfre, la 2^ sopra le legna, la 3* ao- 
pra la dogana, la quäle in tntte le mercantie che yengono per 

3* 



aS 95u(^VIIL Siit^ip^t um b. Wittib. 11. 3<^^t^. 

jf|t i^rm imttn grofen ®(^tt>ttnd; fle erhoben ffc^ 
1644 (i^ auf 2,200000 @c & mfU^t fidf fc^tt, ba^ 
man jtbt (Sx^mi, |ebc nmt Stttflage fofort capitalifttte, 
eilten SRonte barauf grunbete, unb t^n ^ttiauftu iSjcabU 
nai €ef{f frn^r &d)aimtifttt, berechnete, bafi auf biefe 
fSetfe 7,200000 6cttbt neue ©c^ulben gemacht tvorben, 
oitoc^l noc^ 60000 @cubi im @c^a$e geti^efcn fe^en- 
2>en ganzen 3(tffta>anb bej Ariege^ gab man ben Dene^ 
{ianifc^en @efanb(en im 3a^re 1645 onf me^t al^ 12 
SHOtonen an 0* 

3n iebem SRomenf füllte man me^r, n>ie Diel ba^ {u 
bebeufen ^atte; ber (Srebit toarb mt €nbe bod^ erf(^6}>f(; 
aOmi^Ug mufften aOe Jg^dlfSquenen t>etfagen. Sinc^ ber 
Arieg ging nic^e immer nac^ SBunfc^. 2ht einem ®äfau 
mii|e( bei Sago^curo — 17. SRer) 1644 — entfam €ar^ 
binal SIntonio nur burc^ bie ©c^neOigfeit feinet ^fttbti 
ber ®efangenrc^afi( ""> 2>a ber $ap(l f!c^ tdglic^ ^infaili^ 
ger f&^lte, fo mußte er auf ben ^rieben benfen. 

S)ie Sran{ofen übernahmen bie SSermitteiung. S>ie 
©panier Dermoc^ten fo tt>enig m bem pdpfllic^en Jg)ofe mb 
^ttm auä) anbertt>drt^ <m ifym Slutoritdt fo t>ie( t>erIo^ 
ren, bafi fie biefmal ganj au^gefc^loffen blieben. 

größer ^ttt ber ^apfl oft gefagt, er toilfe tt>o^r, bie 

terra, riseaote 7 per cenio, per acqaa 10 per oento. Si h ere» 
sciuto imo per cento- d^awantaggio, e si aspettano alfare 3 ga- 
belle per le necessiU correnti, nna sopra le case, l'altra sopra 
li censiy la terza sopra li casali, cio^ poderl nella ^uupagna. 

1) Relatione de' IV ambasciatori: L'erario si troya Dot»- 
bilmente esaosto essendoci stato afTermato da piü C^y aver 
spesi i Barberlni nella guerra passata sopra 12 milioni d'oro. 

2) Naoi: Storia Yeneta lib. XU, p. 740. 



Stttii t»ott €aßro. S7 

^hfiäft btt akne)tamr ftp ifyx bmäf SRiffM^dgen |tt 
tobten, a6er c^ foOe i^nm nic^t gelfotden: er tverbe i^nen 
@tanb {u ^(ten t^tffen; je$t fa^ er fic^ hx^ genftt^igt 
aUeö tu bctoiaiden tiKi^ {!e forberten: ben Jg^erjog »on ^kirma 
Mti bem S3<mne lo^ittf^rec^en unb in Saf{ro n>teber^er{tt« 
{leKen. SRiemal^ ^ttt er geglotibt, bafi e^ fo tveit fom» 
men toerbe: er empfanb ti auf ba^ tiefjle. 

9lo^ etttKtö 9lnbere^ bebrdngte i^n bmm. (E< fdlften 
t^m auf^ neue, ol^ ^o6e er fetne ^tpotm bod^ n>o^( ttm 
gebu^rKc^ begönfitgt, al6 tottbt btefl fein (Senden t>or 
bm 3(ngef!d[^te ®otted befc^toeren. tSi^ einmal rief er 
einige £§eo(ogen, auf bie er ein befonbereö Sßertrauen fe^te, 
unter Umn €arbinal Sugo unb ^ter {upi^ ün 3efuit 
genannt «werben / {u einer Sonfnltatton in feiner QegenuHirt. 
©ie Slntwort war: ba fiö) bit SJlepoten ©. Jg)eiligf eit fo 
t>ie{e S^inbe gemacht, fo fep e^ bttttg unb für bie €^re 
be^ apöflolifc^en &ttx^Ui fogar not^menbig, i^mn bie ^iu 
tel ju laffen um fic^ biefen Seinben {um ltro$ au^ mdi 
btm Abgänge bti ^pf{e^ in ungefc^m4(ertem ätnfe^en ju 

3n fo fdfmttiUiiim 3n>eife(n unb bem bitfern ©efu^Ie 
einer mißlungenen Unternehmung ging ber ^ap^ Um Sobe 
entgegen, ©ein 3lrjt ^at terfic^ert/ bafl er in bem 5lugen* 
Miefe/ in welchem er bm griebm t>ott€a|iro unterieic^nen 
mufte, ton @€^mer{ übermannt in O^nmaäft fie(: n^omit 
bie Äranf^eit anfing an ber er parb. €r flehte ben J&im-^ 
mel an, i^n an bm gottlofen Surflen )u rdc^tt, bie i^n 
jum Äriege genot^igt. Sr j!arb am 29. 3u(i 1644. 

1) Nicoletti: Tita di papa Urbauo, tom. VIII. 



38 S&u(^Vni. ^it^ipftt um b. ÜSitteb. Vt.ä^^t^. 

Xatm mx Ut pip0^ @ttt^( t)on bm ^ttelputtf te 
ber europdifc^en ®ef(^dfte {urucf getreten; fd erlitt et in 
ben italienifc^en, in ben Slngelegen^eiten bti ©toateö eine 
Slieberlase, n>ie er fle lange nid^t erfahren. 

anc^ ^({ Siemens YUL nnir mo^t mit ben ^axnu 
fen (erfaDen unb ^ttc ifyxm ivAttgt akrjei^tutg angebei^en 
laffen. 3ebo(^ t^at er baö nur, toeil er fic^ mit Jg^lfe 
ber dbrigen italienifdjfen gdrften an btn &pmitm rdc^en 
tooOte. 3e$t toot bie Sage ber S)inge itm Dielet anber^. 
9Rtt oQer feiner SRac^t ^atte Urbon YIII. ben <&erii>g Don 
fkirma angegrifen. 2>ie vereinten ftrdfire t>on Italien ^ 
ten bie feinen tt{ä)bpft unb i^ {u einem ungunfligen $rie« 
ben geneigt di liefl fie^ nid^e leugnen, ba^^pfh^um 
tm enblic^ einmal entfc^ieben im 9Sac^t^eU geblieben* 

Snnoccnj X* 

®(e{€^ in bem tiMf^m Sonc(ai)e jeigte fld) bie SKücf^ 
mirfung ^ietLon 0« 2)ie Sf^epoten Urban^ VIII. führten ac^t 
unb i[>ier)ig (£arbind(e, Kreaturen i^re^ £)^etm^/ ein: nie 
l^atte e^ eine fo ftarfe Saction gegeben. iRic^t^ beßo min^ 

1) 9lo4 immer bor alte geYtaltfame 3uf!anb ber @ebtdt>acan^en. 
J. Nicii Erythraei Epist. LXVIII ad Tjrrhenum 3 non. Aug. 
1644. Ciritas sine jure est, siue dignitate respublica. Tantus 
in urbe armatonim numerus cernitur quantum me alias Tidisse 
non memini. Nulla domus est paulo locupletior quae non mi- 
litum multorum prae^idio muniatur: ac si in unum omnes coge- 
rentur, magnus ex eis ezercitus confici posset. Summa in urbe 
armorum impunitas, summa licentia: passim caedes hominum 
fiunt: nil ita frequenter auditur quam: hie Tel ille notus homo 
est interfectuB. 



dnttoceti} X. 39 

bcr fo^ f{e dar halb, ha$ (te im SRatttt iftrcr fBBa^l^ 
@acc^tri/ ttic^e bntäffttsm toitrbctt: bfe ®crtttinint fieleti 
t>on Sage )tt £age ungiinfiiger ott^. Um nidl^t etnm tttlit^ 
im ©tgntt luv Stara tmmtn {u laffhi, «itfc^icb f!d^ Sratt} 
^r6ertni ettblic^ für Sarbtnol ^amftti , btt toetitgfidrf 
dne iSttatuv Uxbani YIU. tvar; oHoo^I er fi<^ flaxt auf 
bU fpantfc^e @eite netd^e; o6ti>o^( ber frant&fifc^ «Oof i^tt 
auAritcUtc^ t)er6efat ^tte. 3tm 16. @e|»eaiiber 1644 toatb 
€arbtna( ^^filt getod^It. €r mmtt fic^ ^nnocett} X, 
{um älnbmfen t^ie man glaubt an 3nnocni{ YUI/ unter 
bem fein Jgmu^ nac^ 9lmn geSommen t)>ar. 

J^icmit dnberte ftc^ nun aber auf einmal bie ^olitif 
be^ romifc^en J^ofe^. 

2>ie Derbunbeten S&rf{en/ namentlich bie ^ebtci; be« 
nen ber neue ^pf{ feine Sr^bung t>ortug^n>eife tufc^rieb, 
gettHinnen ie$t €inf{ufi auf bie ®€wAt, bie fle eben be^ 
fdmpft Ratten: jene t>ene{ianifc^e ^nfc^rife tt>arb n>ieber ^r^ 
gefieHt ^): in ber erflen ^romotton tt>urben fafl (auter 
Sreunbe ber Spanier erhoben. 2)ie gefammte fpanifc^e ^r^^ 
Ui ermac^te t^ieber, unb ^ieft ber frantoftfc^en tt>enigf{enö 
{u dtom bai @(ei(^gett>ic^t. 

3undc^f{ befamen bie SBarberini biefen Umfc^mung ber 
ZMnge tu fugten. (£i (dfit fic^ ie|t n>obl nidS^t mebr avO^^ 
madj^n, toie bie( loon alle btm gegrünbet tft, n>a^ man 
i^nen @c^ulb gab. @ie foUten ftc^ (Singriffe m bte 3ufli{ 

1) Relattone de^ IV ambasciatori 1645. II presente pon- 
tefice nel bei principio del suo govemo a con publiche dimo- 
strationi registrale in marmi detestato le opinioni del precessore, 
rendeodo il lastro alle glorie degll antenati di W. EE. ^an 

fte()t wie ^o4 fu bad aufnahmen. 



40 SbndfYlll. 5Die zapfte iim6.3ß{tteb. 17. 3a^r^. 

erlaubt/ ftmbt ^frt&nben an ^d) geriffen/ ^voftfidiliä} 
foOtcn fk hu ofl^nflic^m &Hbtv unterfc^agm ^abm. S>er 
gkipfi befd^Iof / bie 9}epoeen feim^ aSorgdttgtr^ tvegen if^tct 
®e(bt>ern>altttttg t94^retib be^ ^riege^ wx Saßro jur SCe^^ 

Stnfans^ dlattbmi fic^ bie föoxbmni int^ bie ^Ot» 
tection Don gronfreic^ flehet fleHen }u fontien; ba ^a^a^ 
rini in i^vtm ^nft, bnrcfy i^re SSefiirbernns em)>ordefom^ 
tnen, tie$ er ti i^nen ie$t an tlnter({u$uns ntc^t fehlen: 
fie ffedten bie frant^ftfc^en SBappen an i^ren ^dften auf 
unb U^aUn flc^ firmlk^ in bm @c^tt$ t>on Sronfreici^. 
äUlein ^ap^ 2tnnoceni erHdrte: et fep baju ba, um bie 
©ere^tigfeie {u ^anb^aben, unb n>enn S&ourbon wt bat 
Sporen ftmbtt fhmtt er bat)on nic^t ablaffen. 

Jg)ierauf entflog juerfi Slntonio/ ber am meiflen gei» 
fd^rbee tt>ar, im £)cto6er 1645; einige ^onat fpdter mU 
femten f!(^ anc^ granj, unb Sabbeo mit feinen .Kinbenu 

2)er $dp{{ (ieff i^re ^aDdjle befe^en, i^re ^lerntet t)er^ 
t^eiten, i(ire Suog^i bi ^onte fe<|uef!riren. S>a^ romifc^e 
Sßott ^immte i^m in feinem 93erfa^ren bei. 3(m 20. ^«» 
bruar 1646 ^ie(t ti eine S^erfammluns auf htm Sapitot 
€^ t9ar bie gidnjenbfie beren man fiäf erinnerte: fo Diet 
tome^me; bure^ Slang unb Sitel au^eieic{)nete ^erfonen 
nahmen baxan 9tnt^eU. (&i toaxb ber SSorfc^lag gemacht; 
ben 5paj)jl ju erfuc^eu/ Don ben auflagen Urbanö VUL 

1) Relatione delle cose correnti 25 Maggio 1646. MS Chigi. 
I Barberini, come affatto esclusi dal matrimonio del novello 
pontefice, cöminciorono a machinar vastitä di pensieri stimati 
da loro oobili. II papa contipud ad invigilare con ogni accu- 
rateasza, che la discamerata camera fasse da loro sodisfatta. 



3niio(ett) X. 41 

tomd^tni bk ht&ämbftt, fcie ^a^l^tmtf mfttt^iat. 2)ic 
äittse^ingen in SSarbertni, in (er S^orgtttß/ matt tottbt, 
ff>6atb bie ©teuer ottfoe^oben fe^, hit borauf gegr Anbete 
@€^ulb Don t^rem aSerm^gen btiaU^n tooUntf fe|ten fid^ 
bat)9tber: S>onna 3(nna €o{onna, ©emo^Un Sabbeo SBar^ 
bertno^i lief eine (Schrift t>er(efen, in nnh^er fie an bie 
$Berbienf{e ttrban« YIIL um bie etabe, feinen €iftr für 
bie JgKtnb^bnng ber ®erec^tigfeit erinnerte, unb ti für 
mtiiemli^ erfldrte, toiber bie gefe^mifiigen Sluflogen tu 
mi fo t^o^toerbienten ^^apflti ein|uf ontmen. fSHäftS befte 
ntinber nnirb ber Sbtfiflu^ defaft: o^ne 3(nf{anb ging ber 
^apfi barauf ein: ber^it^foO ber baburc^ entf{anb, foSte, 
tme man richtig torau^efe^n; t)on bem akrm&gen 3)on 
Siabbeoö gebecft nnrben 0- 

2(nbent nun bai &tfitltdft ba vorigen ^pftti fo 
lebl^aft angegriffen unb verfolgt tourbe, fo fragte fic^ — 
e^ n^r jtfjt bai tt>ic^tig(le 3ntereffe in jebem ^ontift^ 
tat — n>ie ba^ neue ft^ einrichten toürbe. gur bie @e» 
fc^ic^te be^ ^pflt^nmi uberbaupt if{ ein toic^tige^ €reig^ 
nifl, ba^ btef nidj^t gan) fo gefd^a^ toie früher: obn>o^ 
ber Slnßofl bm ber ^of gab, ftc^ eigentlich noc^ t>ermebrte* 

^pft 3nnocen) ^attt gegen feine @(^n>4gerin/ S)onna 
DKmpia ^aibaic^ina Don Siterbo; befonber^ be^^alb Ser« 
t>flid^tungen, toeil fie ein bebeütenbe^ aSermbgen in bai 
^a\xß ^parnftti gebracht W^^' ^^ regnete e^ i^r ^oc^ an/ 
bafi fte ftc^ nac^ bem Xobe feinet S3rttberä i^re^ @emabl^ 
nic^t n>ieber fyattt Dermd^len tooden 0. €r fel6({ n>ar ba^^ 

1) S>it @telle au^ bem S)(arti) S)eone m ^nf)at\%^. 

2) BuBsi: Storia di Yiterbo p. 331. ^nfong^ t^üe fte ou^ 



42 9bnd) vm. ^U^ip^t um b. ÜJlfcte b. 17. ^a^r^. 

burd^ 9ef5rbert ii>otben. SBott je^er ^attt er i^r M< ofo^ 
Ronttfc^m Slngelesen^tm ber SantUtr äberlaffen: jt^t er» 
folgte , bafi fie attd^ auf bte fBenoaftitng be$ ^p^umg 
€influfi befatn. 

@e^r 6a(b gelattgte fie {tt grofiem Slnfe^en. 3^r 
{tter{{ machen bte anlangenben SSotfc^after einen SBefuc^: 
' Sarbindle fleden t^r S3t(b in i^ren ®em4c^n auf/ tote 
man baä S&t(b feinet Surften auffieDtr frembe 4>6fe fnc^n 
ftc^ t^re ®ttnfi burc^ ©efc^enfe ju ertt>erb;n. 2>a anc^ 
aQe 9(nberen bie an ber €urte ettoa^ fuc^en/ biefm 
SBeg einfc^Iagen — ntan behauptet f^atf baf fle ftc^ 
Don geringem 9(emtem bie fte Derfd^ffite eine monatlid^r 
Slbgabe f)abt )a^(en laffen, — fo ftthmm i^r bte 9lei<^ 
t^umer {u. 3n furjem machte fle ein grofle^ J^au^: Qah 
gefle, €om5bien/ reifte, unb fauffe ©uter an. S^reSic^* 
ter. mürben in bie Dorne^mften, begiltertften SatniHen t>er^ 
^eträt^et: bie tint mit einem Subooifl, bie anbere mit ei^ 
nem ©iufliniani. %üt ifycm @o^n 2)on SamiOo, ber Don 
geringen Sd^igfeieen toar, ^ttt fit ti anfangt angemeffe^ 
ner gefunben, baf er geifHic^ n>tirbe/ unb toentgflen^ 4u^ 
^erlic^ bie ©teOung eine^ Sarbinal Slepoten einnähme '): 
ali ftc^ aber auc^ für i^n @elegen^eit }u einer gMnjenkn 



guten 9tuf. Donna Olimpia, fagen bte t>ene^. ®efanbten wn 1645, 
d dama di gran prudenza e Talore, conosce il posto in cui si trova 
di cognata del pontefice, gode la stima e Paffettione della S^ S., 
ba seco molta autorit^. 

1) ®(ei<|> SCnfang^ »unberte üdf 3ebermann bavhber: „lo sti- 
mo, fagt unfer ^eone, 19 Noy. 1644, che sia opera della S» 
donna Olimpia che ha yoluto vedere il figlio cardlnale e de- 
sidera piä tosto genero che nora. 



3ntiocetta ^ 43 

S^miti^it^s {eiste — inbcm bte ttiäf^t (Erbin in dlont, 
Donna ÖUmpia ^Ubehtanbina, bmäf bm £ob i^rc^ ®e* 
ma^li leUs tDurtC; — fc^rte er in ben tveMic^ Gtonb 
im&d unb ging biefir fßerbinbuns ein* 

S>on €amtKo non tonrbe bicbnrc^ fo il&dUäfi äU 
er nur mrben fonnte. @eine @emabHn n>ar niäft aOein 
reic^f fonbern auc^ noc^ in bliibenben ^^vtnf t»oD 9(m 
muf^ unb @eif{: fte ergdn)te feine ^dngel bnrc^ an^ge^ 
{dt^nete ©genfc^afini. $lber ouc^ fie »olKe b^rrfc^en. St^i^ 
fcf^en ber ©c^mtegenntttter unb ber @d^n>iesertoc^ter blUb 
nid)t einen Slugenbüct griebe. 2>aö J^Kut^ bti ^^tS 
erfüllte fic^ mit beut J^abtt {toeier Sranen. Sinfang^ ntufl« 
tm fic^ bie!Reut>enndbften entftmen; aber nic^t lange bielten 
fie eä ani: toibtt ben SBiOen bed ^ap({e^ f amen fie {urucC: 
hierauf fiel bie Sntitoeiung aOer Sßeit in bie 9(ngen. 2>onna 
OUttipia ^aibalc^ina erfc^int {* 93. einmal n>4brenb Ui 
^vtMaU in prächtigem 9luf)uge im Sorfo: ibr @obn unb 
feine @emablin f{ebn an htm Sen({er: fo toie fie ben 9Ba« 
gen ber Butter anffc^tig werben, begeben fte fic^ toeg. 
2tebermann bemerft e^: gan) 9lom fpric^t baoon '^). S>ie 
oerfc^iebenen Parteien fUci^en ficfy ber Sntjn^iten {u be« 
mächtigen. 

Ungincf (ic^er fSBetfe fymc ^apf{ 3nnocen§ eine @inne^* 
miftf bie flc^ eber eignete Swiffid^^^^tt biefer Slrf {u .be^ 
fbrbern aU fie )u b^ben. 

1) Diario Deone. Sin atiber ^a( er^d^It er )»te folgt. Mer- 
cordl la tarda (Ag. 1648) la S^ Olimpia con ambedue le flgliuole 
con molta comitiva pa8s6 per longo il oono: ogn^uno credeva 
che ella andasse a yisitare la nttora^ ma pass^ aTaoti la casa 
■enza gaardarla. 



44 SDuc^vni. 5D{e ^ipfte um b. ÜRitte 5. 17. 3a^r^. 

ain ^ xoav er tin ^ann t>on fetne^toege^ gemeinen 
<Stdenf(^afiten. 3n feiner frü^ern taviff>af}n, in ber Stcta, 
äli Shmtittö, atö €arbina{, ^atte er fk^ t^^tis/ un6e^ 
fifoUtn mb vtbUdf sejetgt: anc^ jt^t hmi^xu er biefen 
9tof. 0Ran fanb feine 9tnf{rengungen um fo anßerorbent^ 
lieber, ba er fc^on 72 2^a^re ^d^tte atö er getod^Ie würbe: 
//babei mac^e i^n'V rä^te man, ,,bie 91rbeitnt($t mibci 
er fe^ mä) berfelbeh fo frtfc^ n^ie Dörfer: e^ mad^e i^m 
Skrgnugen itntt in fpred|^en, unb ^ebermann (äffe er ati^ 
reben. " ©er floljen Snrncfgejogen^it Urban^ VIIL fegte 
er 3u9dng(ic^feit unb mmtm imnt entgegen, ^onberö 
Iie|l er fic^ bie Orbnung mb 0lu^ loon SKom angelegen 
fepn. €r fuc^te einen Sorget} barin, bie @i(^er^eit be^ 
Sigent^mnd, bie @id^erMt ^ ^krfonen bei £ag mb 
SRat^t aufrecht |U erhalten; leine ^if^anblungen ber ttn^ 
tmt Don ben Obern, ber @ci^todc^en Don Un ^dc^tigen 
}U{u(a|fen 0- €r not^igte bie S3aronen i^re ©c^ulben ju 
betagten. S)a ber J^og ioon ^rma feine @(dubiger noc^ 
immer nic^t befriebigte, unb ber ^ft fiäf in tHom nic^t 
{eigen burfte o^ne ba^ man i^m jugeruf^n ^dtte, er m&ge 
ben ^S^ontißen @ere((}tigteit Derfc^affen, ba iiberbiefl auc^ 
ber S3ifc^of ton Saflro, mt man glaubte, auf a3eranf!a(^ 
tung ber ^^{ogUc^en 9{egierung getobtet n>orben, fo n>ur^ 
bm enblid^ auc^ in biefer ©ac^ burd^eifenbe (Sd^ritte 



1 ) Relatione di CoDtarini 1648. Rimira solamente con ap- 
plicatione aila quiete dello stato ecciesiastico e particolarmente 
di Roma, acciö goda ciaschedune delle proprio facolta e della 
Ubertii del praticare la notte e non rimaoga Pinferiore tiraa- 
neggiato dal superiore. 



set^tt S)ie ®afer ber §«rnefen mürben aufj neue {ttm 
SSerfauf aufgeboten: e^ gingen ©olbaeen unb @birren noc^ 
€afirc, tnn ed im SSamen ber SRontif^en in 95efi$ {u ne^ 
men *)• ^^c^ i^¥ tt>iberfe$te fk^ ber «^eriog: er matt^tt 
SSetfttc^e in ben iKtrc^nftaat t)or{ttbrtnsen. 2>ief{ 9Ra( 
aber fanb er feine Jg>ä(fe. 3ttnocen) X. nnirb Don bm 
ttalienifc^n S^rfien nic^e me^r gefnrc^tee/ er nnir; n>ie 
n>ir faben, e^er i^r Serbänbeter. €aj{ro tomit genommen 
nnb gefd^Ieift: ber Jg)er)og nrnftte fic^ be<|uemen jtmi ianb 
ber 93erttH)Ifnng ber pdpfißc^en Kammer {u dberlaffen, bie 
f!^ bafur t>er)>fn(^tete feine ©(dubtger {u befriebigen: er 
erga6 0^ fogar in bie 93ef{immttng/ ba^ er ba^ Sanb ganj 
Derlieren foOe/ toofem er bie famefifc^ 9)}onei binnen 8 
2^a^ren nic^t getilgt b<^bt. 3)a^ (iapital betrug gegen 
l;7O0000, bie aufgelaufenen Smfen gegen 400,000 ©c. 
S>er Jg)er)og festen ntc^f im @tanbe }tt fepn eine fo groffe 
@utttme aufjuiftringen. 3n ber Slbfunf^ — bk Abrigenö 
toieber unter fpanifc^er aSermittetung {u @tanbe fam — (ag 
g(eid^ bamal^ eine er|t9ungene unb nur nic^t eingeflanbene 
a3er|id|^t(eif{ung. 

3tt alle biefen SJer^dltniffen erfd|>eittt Snnocenj Irdf 
tig/ {(ug mb entfc^tofen: er litt aber an einem Sebler, 
ber e^ fc^mer machte mit i^m au^$ufommen unb i^m fe(bf{ 
fein 8eben verbitterte: er ^atte ju SRiemanb tin unerfc^üt^ 

1) Diario Deooe 16 Oiugno 1649. II papa in questo ne- 
gotio sta posto totalmente^ e mi disse: ,,non possiamo andare 
per le sirade di Roma, che non ei venga gridato dietro che 
faedamo pagare il daca di Parma. Sono sette anai che non 
paga^ e di qnesta entrata deron Viver molti luoglii pii e redoye 

e popiUi ^ gflan fU% ha^ feine S^ottt^e nl^^t lottmx^i^ fmb. 



46 I5u(^ VIIL 5Die gipfle um b. ^i.ttt b. IT.^a^t^. 

MrU^ ^ßtttxavm, Ottnf{ itnb Ungunfi med^feftett naäf 
im (iinbt&dtn M übtgenbßdPe^ in i^tit ab. 

Unter anbem ber 2)aear &cd^i erfit^r ba^. 9}ac^ 
bem er lange bte pip^Uätt ®nabe genoffen, fa^ er ftc^ mit 
einem ^aU beargto&^nt/ angefahren; getabelt, unb feinem 
Itnterbeamten nac^gefe^t, jenem sg^a^combrnno, bem f|>dter 
bie aufierorbemli(^f{en SSerfilfc^ungen nac^gewiefen n>or» 

ben pnb *)• 

Stber no(^ Diel empftnbUd^ere 93ern>icfelungen entftam 
ben in ber pdpfUic^n gamilie fetbfl, bk fc^on o^ne^in enf« 
imit toat. 

^nnocenj X. ^attt md) ber fßermd^Iung 2>on €a« 
miOo ^|knnfi(i^ feinen geiflHc^en fSitptttn mt^t, toa€ boc^ 
feit langer Seit nnn einmal )u einer pApfÜiditn J^of^Itnng 
geborte. (£in(t fä^(te er fein Jg>er{ {u befonberm ^SofyU 
tootUn benagt/ atö i^m 2>on €amilIo 9lftalli, ein mu 
femter aSermanbter feinet J^aufeä, DorgefteUt n>ttrbe. (Er 
faffte btn (£ntf(^lu|i biefem jungen ^enfc^en bie ^rbe 
eine^ €arbtnaP^iRepoten }u dbertragen. €r na^m i^nanf 
in fein ^ani, gab i^m Simmer in btm ^aUaftt unb 9lnt^il 
an ben ©efd^ften. ^it hfftntlldttn Seierlic^feiten/ mit ^en-^ 
benfc^dffen t>om €afleO lief er biefe (Erhebung anf änbigen. 

Z)o(^ folgte barau« ni<^f$ atö (auter neue sDKff^elligFeit. 

2>ie übrigen 9}em>anbten beä ^ap^ti glaubten f!c^ {u^^ 
r&cf gefegt: felbf{ bie bi^^er Don 3nnocen} ernannten Sa^ 

1) Vita del C^ Cecchini scritta da loi medesimo. Scrittora 
eontro inons' Mascambruno, con laqaale s'intende che s^insiniisca 
il processo che eontro il medesimo si va fabricando; ttnb hit 
npd^ ttuifi^tliä^t @^tft Pro R. P. D. Mascambrano. MS. 



3nnoceni X. 47 

Hn&U i»atm mi^tHvsKt&^tf baff i^nm ein (Spdfer^efomme^ 
nrr t^orge^osen tt>tirbe 0' t>Dme^tnltc^ abtt toar 2>onna 
Olimpia ^atbafc^ina unjafrieben. @ie ^ete ben lungen 
Slflaffi stlobt, fte ^attf t^n )um (Sarbinal Dorgefd^Iagett; 
boc^ ^atte fle niemals deglaubt; bafi eä fo mit temmtn 
ttourbe. 

Suerjl ttwrb nm fte fefbjl entferne. S)er »eWic^e 
aitepot unb beffen ©euMbUn, bte, n>ie f!c^ m Seitgenofie 
anßbvndt „eben fo mit über gemb^nltc^e ^vaum ergaben 
toar, n>ie er uneet getob^nltc^en SRdnnern flanb'^ traten 
in bm ^aKaf{ ein. 

älber nic^t lange Dertrugen fic^ ber natt&rltc^e n>e(t^ 
lic^e unb ber angenommene geifUic^ Stepot. S)te alte Ölmr 
pia toatb toitbtv herbeigerufen um ba^ J^uä in^rbnung 
ju fyAttn. 

3n fur}em gelangte fte aufi$ neue {u i^rem get^o^nten 
gtnflujfe 0- 

2[n einem Simmer ber fSiOCa ^mftU fle^n bie 93A^ 
(ien be^ ^apfle^ unb feiner @(^n)4gerin. SBenn man ffe 
mit tinanUt Derglei^t^ bie 3nge ber ^rau, mldfc €nt« 

1) Diario Deone 10 Sett. 1650. Diseorre la corte cheU 
papa ha perduto il b^neficio conferito a tutte le soe creature^ 
che 81 tengoDO offese che papa habbia preferito un giovane senza 
esperienza a tatti loro, tra quali sono huomini di molto valore^ 
s^iio che tutti Tha per diffideiiti overo inetti alla carica. 3n 
einer ^ä^vift Osservationi sopra la futura elettione 1652 n>trb 
aud^ wd bar&ber bt^curirt. ^^lo credo che sia solamente un Ca- 
priccio che air improviso gli venne conoscendo appena 

mens' Camillo Astalli.^' 

2) Palla?icini: Vita di papa Alessandro YII. La scaltra 
yecchia passö con breve mezzo dalP estremo della disgratia 
air estremo della gratia. 



4% S&ud) VIII. S)(e ^apfle um t. 9)Htee b. 17. ^a^t^. 

fi^Ioffen^ek unb ®eifl af^mett, tnU bem mUben unb ati^ 
itndilofm Slntltg be^ ^<)pft^f fo n>irb man inne; toie 
eä nic^t aQein m^glt^; fonb^tn fogat mmmtibUäf toaXf 
bafi et tH>n t^r be^rrfc^e n>urbe. 

SRad^bem fte aber toieber aufgenommen morben, tt>oaee 
fle auc^ ntd^t bufben, bafi bte SSort^eile, n>e(c^e bte @te^ 
lang eine^ SRepoten mit flc^ brachte, einem anbern 
Jg^attfe atö bem i^ren ju 3;^ei( mürben. S)a StßaOi nic^e, 
n>{e fie münfc^te, mit i^r ereilte, fo ru^te fte nid^t, 6iö 
er bie ®unf{ beä ^apfie^ terlor, ge|lilr{e unb au^ bem' 
J^aKaf{e entfernt n>urbe, 6i^ fle mieber o^ne 9ie6en6tt^» 
(er J^err im J^aufe n>ar. ^Dagegen trat fte/ burc^ ©efc^enfe 
(egötigt/ mit ben S^arberini; bie inbefl tmrucfsefommen, 
yt%i fogar \xi engere 93erbtnbung. 

SSBie fe^r mu^te alle biefer SSßec^fel t)cn ©nabe unb 
Ungnabt/ ein fo unaufhörlicher 4)aber ber n4d|^f{en t>ertrau$ 
teflen Umgebung \>iXi armen alten ^apfl bebrdngen ! 9(uc^ 
ber erHdrte S5ruc^ fann boc^ bie innere J^inneigung be^ 
@emiltM ntc^^ vertilgen: fte t^irb baburc^ nur unbe« 
quem unb peinlich , ftatt tt>ie f{e U^\x(mx todre )u SjtxxtU' 
feil unb SEBoblbe^agen ju fuhren. Ueberbieß fublte ber alte 
J&err am €nbe boc^, h<K^ er bo« ®er!jeug weiblicher J&errfc^is 
fuc^t ViX&> Jg)abgter toar: er mißbilligte e^, unb \^ixtt tß 
gern abgeftefft, boc^ füllte er nic^t Äraft unb Sntfc^luß 
baini aud) tonnte er nic^t o^ne fle fertig ju »erben, ©ein 
^ontiftcot/ bcig o^ne bemerfeniSwertb^ 5Bibertt>drtigfeiten 
ba^inging, gebort fonfl ju bm glucflid^ern: burd^ biefe 
Uebeljldnbe in gamilie mb ^paHajl i|l e« jeboc^ in fc^lec^* 

Un 



teil SKuf gerat^cn 0- 3nnocetii X. vmb taburcfy per* 
ihniidf noc^ me^t; atö er e() ton fRatur toat, launifc^, 
xoanUtmnt^iif eisenfinnig/ ßc^ fe(6er btfd)tmüä): nodfin 
feinen legten l&tgen finden n>{r i^n mit SBeraubuns unb 
neiter Entfernung feiner dbrigen SSermanbten (efc^dfti$t: 
in biefent Unmuts f{arb er^ 5. 2t<uiuar 1655. 

2>rei Sage (ag bie Seic^e^ o^ne ba$i einer feiner 9ln^ 
ge^&rtgen/ benen e^ nac^ bem ©ebraud^ be^ Jg^ofeä {uge» 
foinmen n>dre/ @orge für bie Sgeerbigung berfelben getragen 
^t. S>oma ^(impia fagfe, fte fep eine arme SBitn^ei 
baß ge^e aber i^re Srdfte: fein Sinberer glaubte bem Skr» 
ßor^enen t>erpflid^tet (u fepm &n Sanonicu^, ber früher 
in pdpfUic^en !Dien|len geflanbeu/ aber fc^on lange entfernt 
iDorben tt>ar/ n>enbete enblic^ einen ^Ibm @cubo baran, 
utib Heff i^m bit legte €^re ermeifen. 

©(auben n>ir aber nic^t, bafil biefe ^du^Iic^en SRifiter» 
^dltniife b(ofl perfbn(i(^e folgen gehabt ^ttm* 

& liegt am Sage/ bafi bie 3}epotenregierung/ bie in 

« 

ben Dcr^ergegangenen ^ontificaten eine fo DoQfommene 
©ettalt in bem &taaUf einen fo mdc^tigen Sinflufl auf 
bie SixtUft av^tnbt ^tU, nac^bem fie fc^on in ben Itfj^ 
ttn Sauren Urbanä YIIL einen ({arten 6tof erlitten, jegt 
n\ö)t einmal me^r ^ur ^DarjieKung gekommen mt unb fic^ 
i^rem @tur{e nd^erte. 



1) Palla?ieini: Fra pretiosi arredi oggetto fetente e stoma- 
cherole — — proruppe a Tarie dimostratioDi quaai di smanie. 
— «— Assai temuto, Diente amato, non senza qualohe gloria e 
felicitä ne^ succesat esterni, ma inglorio»o e miserabile per le 
continue o tragedie o comedie domestiehe. 

V^ftt** 4 



Alb SbuiS) Vin. S>{e ^ip^t um b. 9)Htte b. 17. ^a^r^. 

fi^Ioffm^eit mh @et({ at^mm/ mit bem milbfit unfr auft» 
{^rucf^bfen 9nt(t$ be^ ^Pf^ei^f fo n>{rb man imte, i»U 
ti ni^t alldn mh^liä), fonbern fogot unt>ermeibß(fy mtf 
bafi er tH>n t^r be^rfc^e n>urbe. 

dlad^bem fte aber totebcr aufgenommen morben/ wOee 
fie au^ nid^e bu(ben/ bafi bte S>ort^et(e/ n>e(ci^e bte ®ee(« 
lung eine^ 9}epoten mit ftc^ brachte, einem anbern 
Jg^aufe atö bem i^ren {u 2;^ei( mArben. S>a 3lf{aai ntc^e, 
n>{e f!e mAnfc^te, mit t^r t^etlte, fo m^te fte nic^t/ h\& 
er bie ®unf{ beö g)apffe^ t^erlor, defldrjt unb au^ bem 
^allaf{e entfernt n^urbe, bi^ fte n>teber o^ne SRebenbu^» 
(er Jg)err im Jg>aufe war. ^^t^tt^ trat fte/ burc^ ©efi^enfe 
^egutidt/ mit ben SSarberini/ bie inbefl surüdfgefommen, 
\t%X fogar in engere fBerbinbung. 

SBie fe^r xm^it aOe biefer SBec^fet t>on %m%t nn6 
Ungnabe; ein fo unaufhörlicher J^ber ber ndc(^|len tertrau« 
teften Umgebung ben armen alten ^apf{ bebrdngen ! 9(uc^ 
ber erffjrte S3ruc^ tann bo^ bie innere J^inneigung beä 
®emdtM nic^t t>erti(den: fte toirb baburc^ nur \xxi^i^ 
<)uem unb peinKci^ / flatt n>ie ff e beflimmt tt>dre {u J^eiter^ 
(ett unb ^o^ylbe^agen ju fuhren. Ueberbie^ füllte ber alte 
J&err <m ^Xibt boc^, \>^% er \i^ ®erf jeug weiblicher Jg^errfc^«» 
fuc^t unb J^abgier n>ar: er mifbidigte e^/ yxx^ \^iiit e^ 
gern abgefieHt, boc^ füllte er nic^t ^aft unb (Sntfc^lufl 
baju: auc^ wußte er ntc^t o^ne fte fertig ju werben, ©ein 
^ontiftcat/ b<A o^ne bemerfeni^wert^ SBtbern>4rttg{eiten 
ba^inging, gebort fonfl ju ben glucflid^em: burc^ biefe 
Uebeljlanbe in Samilie m\ ^aHajl ijl e^ jebo^ \Xi fc^led^-. 



un SKuf gerat^en 0- Snnoceit} X. tiHirb baburc^ per* 
fonltc^ noc^ nte^t/ ali er e<$ Don IRatur wir, (auntfd^i 
UHinfelmut^ig, eigenfinnid/ fic^ fe(6er befc^merlic^: noc^ in 
feinen legten Zagm pnben n>tr i^n mit S3erau6ung unb 
neuer (Sntfernuns fetner itbrigen 93em>anbten beTc^dftigt: 
in btefem Unmut^ flarb er/ 5. Januar 1655. 

2)rei Sage (ag bie £eic()e/ o^ne bafi einer feiner 9ln^ 
gehörigen/ benen e^ md) bem ©ebraud^ be^ ^ofti tuge» 
(omnten tt>dre/ @orge für bie ä^eerbtgung berfelben getragen 
l^e. 2>onna Ölimpia fagte, (ie fe^ eine arme SBittoei 
baß ge^e ober i^re Ardfte: fein 9(nberer glaubte htm Skr« 
({orbenen t>erpf[ic^tet {u fe^n. &n (Sanonicu^f ber früher 
in )>dp{Ui(^en S)ien|len ge({anben/ aber fc^on lange entfernt 
tDorben tt>ar/ n^enbete enblic^ einen ^albtn 6cubo baxatif 
unb liefl i^m bie legte €^re em^eifen. 

@(attben n>ir aber nic^t/ ba{l biefe (^du^Uc^en 9Riflt>er<» 
^Itniffe btefl perfonU^e ^oi^m gehabt H^^^n* 

S^ liegt am Sage; bafi bie SRepotenregierung/ bie in 
bm Dor^rgegangenen ^ontificaten eine fo DoDfommene 
@etoa(t in bem ®taaUf einen fo mächtigen (Sinflup auf 
bie Airc^ an^mbt ^atu, nac^bem fte fc^on in ben leg« 
teil Sauren Urban« VIII. einen parfen ©toß erlitten, jejt 
n\ö)t einmal me^r ^ur 2)ar({eKung gekommen n>ar unb f!c^ 
i^rem ©turje näherte. 



1) PaHavicini: Fra pretiosi arredi oggetto fetente e stoma- 
chevole — — proruppe a varie dimostrationi quasi di smanie. 
— «^ Assai temuto, niente amato, non senza qual«lie gloria e 
feliciti^ De'' succesai esterni, ma inglorioso e miserabile per le 
continue o tragedie o comedie domestiche. 

W>(N** 4 



50 a^ud^ VIII. S>te<pap(teitm b. SRüte b. I7.3a^r^. 



mtxanUx VIL unb eiemend IX» 

@cg(et^ bad SoncIaDe bot einen ungett^o^nfen 9Im 
blicf bar. 

gWit ja^Iretc^en ©c^aaren ergebener Sreafuren toaven 
bi^er bte ^tpctm erfc^ienen um bie neue ^BaU {u 6e^ 
berrfc^en: 3uuocenj X. binferlfeß feinen SfJepoten ber bte 
SarbittdJe feiner ©a^I jufammengebaften, ju einer gactioit 
bereinigt b<tfte. 3enem Jlffaffl, ber ba^ SRuber nur eine 
furje Seit geführt unb Mnen ^m^djtnbch Cinftuß au^* 
geöbt ^attCf waren jie i$re 95ef6rberung nic^l fc^urbig/ 
fonnfen f!e jtc^ auc^ nic^t t)erpfHc^tet fuhren. 6eie utt* 
torbenflic^er 3eit jum erften 50?ale trafen bie neuen Sar^» 
bindfe mit un6'efc^rdnfter grei^eit in iai 6!oncIat>e ein. 
^an fc^tug i^nen Der, ftd) Don freien @tucfen unter dn 
J^^upt iu t)ereini3en: (ie fotlen geanftt^ortet ^aiettf ein je* 
ber ba6e ^aupt unb Sufie für pc^ fefbfJ. & toaxm groff* 
tenf^eiW au^gejeic^nete SRdnner/ t)on unabhängiger ®e* 
mut^^art; bie flc^ tooi)t md) jufammen^ielten — man 
bejdc^nete f!e mit bem 2ifel Ui Squabrone tolante — 
aber bie nun tiic^t mebr Un ®ihfen eineö SRepoten, fon* 
bcrn ibrer Ueberjeugung unb ©nftc^t fb(gen molften. 

SRoc^ an bem ©terbetoger Snnocenj X. rief einer Don 
tbnen, €arbina( jDttobuono, anit ,/tt>ir muffen einen rec^f* 

1) ^aUcvdkini nennt folgenb« aii ^erbunbene: Swpmate, 
iDmobeK ^orrcmet/ £)befca(co, ^io> ^^uwvca, £)ftobuono, ^IbijtV 
©walftfrf; Qf^^otfin. JDm S'^omen ©quabrone br(U^te ber f^wni'fd^e 
©efanbte auf. 



h. 



3fUjtanber VII. 51 

f^affenen ^am jUc^." ,,6ttc^e i^r einen re^f fc^afenen 
SRonn^'/ enfgegnete ein anberer Don t^ntn, Sljjolfno, „bore 
(fe^e ein fcfc^er'': er jeigfe auf S^tgt ')• SRic^t «Bein ^ö«e 
ftd^ €^igi d^rigen^ ben fRnf elne^ gefd^icf ten unb tt>o^U 
seftnnfen ^anne^ emorben, fonbern fid^ auc^ befonber^ 
ali einen ©egner ber 9)?i{ibrdud^e ber bi^^erigen Slegierung^ 
form gejeigf; bie freiließ niemaW fd^relenber 8ett>efen waren. 
3>tefen ^reunben gegenüber fanb er jebocfy auc^, befonber^ 
in ben ^ranjofen, ni4c^Hge ^Slberfac^r. 3(f^ ^d) 9Ra{arm/ 
burc^ bie Unru^n ber gronbe auß granfreic^ terfrieben, 
m bm beutfc^en ®ren}en r&fiete, um f!cfy mie ben SBaffen 
in Un S&efi$ ber t^erlorenen ®ema{( tu fegen; ^afte er bei 
S^igi; ber bamatö Stunttuö in €b(n n^ar, ntc^e bie S&r« 
berung gefunben auf ixt er rennen {u bürfm gfaubee: er 
^egfe feitbem perfbnlic^en ffitberwiBen gegen benfelben. 2)a 
^er fam ti baf e^ boc^ t>id ^nf)t foflefe: bie ^a^U 
fdmpfe bantttm »ieber einmal fe^ lange; enblic^ aber 
brangen bie heuen ?KitgIteber bti Coffeglumg, bie Qqna* 
broniflen burc^: dm 7. apriM655 warb gabio S^igi er^ 
tt)d^{t: er nannte f!^ ^Upanitv VII. 

2>em neuen ^pfl u>ar fc^on burc^ ben ©runbgeban« 
fen, ber ju feiner ©r^ebun^ SSnfafl gegeben b^tfe, bie 95er* 
pflic^fung aufgelegt ein anbere^ , Siegiment {U fuhren ali 
feine nde^flen SSorfa^ren: auc^ fc^en er baju entfd^Ioffen 
JU fepn. 

Sine geraume Seit liefi er feine SRepoten nic^t nadj^ 

1) Se yogliamo un uomo da bene, quegK k desso, et ad- 
ditö C^ Chigi, che era indi lontano alqiianto nella medesima 
Camera (Pallayicini). 

4* 



52 S^nc^ VIII. 3:>lt^ipfttum b. ^ittt b. IT.^a^r^. 

fflom (ommoti er r&^mte {t<^ baff er i^nen feinen ^fem 
nid {uflieflen (äffe: fc^on fledit fein 93eic^tDater ^OaiHcint, 
ber bamali bit ©efc^ic^te Ui tribentintfc^en (SoncUiumt^ 
fd^rie6, eine ^teOe in fein 3CBer( ein, in melc^er er 3((<i^ 
jranber VIL bt(ot(bcc€ mcgen biefer Snt^attfamfeic gegen fein 
Sblut mm unßerbiic^ tUn^tn t^erfänbigee 0- 

(ii toivb jeboc^ niemals (eic^t fepn, mt ©en^o^n^eir 
bie einmal eingeriffen ifl, {u tertaffen: fle tombt ja nic^t 
baben b^fc^enb n>erben fönnen / t^enn fle nic^t auc^ etnt^ 
ge^ Sutpfeb(ungött>ere^e, Statiirlic^e b^t(e: an jebem Jg>ofe 
tverben fic^ Seute finben bit bit^ ^orbeben, unb bei Um 
J^erfontmlid^ett; n>dre ber SRif brauch gleich in bie Singen 
faOenb, fefl^n^alten fuc^en. 

lÜDmdbKg fledte Siner mb ber Sinbere fAUpanitt htm 
YII. Dor, ti fep nic^t anf!4nbig für pdpflHc^e ^mombu 
einfache S&drger einer @eabe px iUibttif auc^ fep bai ja gor 
nic^t möglich , in @iena laffe man ftc^ bod^ nic^t abfyiU 
un feinem Jg)aufe f&rftlic^e ftfyct )tt ertoeifen, unb leicht 
f bnne er babnrd^ btn b- @tub( in SRifft^dtoiffe mie £o^ 

1) Populus, fagt er tn ber latetntfd^en 2eSen<6ef<bretbung 
9(I(;ranber^ VII, qui prae mulüs vectigalibus bumeris sibi ferre 
Tidebatur recentiore« poDtifieias domos tot opibos onoatas, huie 

Alexandri S"*^ magnanimitati mirifice plaudebat; inexpli- 

cabili detrimento erat et sacro imperio distribatione minus aequa 
beoeficiorum et perpetuis populi oneribus. Relatione de^ lY 
ambasciatori 1655. E continenza sin ora eroica quella di che 
S. S^ si mostra armata, escludendo dalP adito di Roma il fra- 
tello, i nepoti e qualunque si pregia di congiontione di sangue 
aeco: et e tanto piü da ammirarai questa pantimonia d^affetti 
Terdo i suoi congiuntt quanio che non d diaüllata neüa mente 
dalle persuasioni, ma d volontaria e nata?i per propria elet- 
lione. 



TlUTanbtv VII. j» 

cona uemtcfeln: — Slnbere UflMsttn btefl ntc^t aütin, 
fie fugeen ^tn^tt, (er ^pfl totxU ein no($ beffere^ ^U 
fptel seftett/ DKttn er feine aSemninbien {tiHir annehme; aUt in 
@ä)tmfm {u ^ttm miffe, aK n>enn er fie ganj entferne: — 
bm meiffen Sinbrud a6er mad^tt o^ne 3tt>^if<I b^ Slector 
Ui 3eftt{tenco0egium^ OliWi, 6er gemb^n erfMrte, ber 
^t>f{ bege^ tinc @ilnbe/ nnnn er feine Sftepoten ni^^e ^* 
Mrufe: {ti einem bioflen ^OHnifler »Arben bie fitmbett 
etfxvbtm niemals fb Diel SBertrauen ^ben/ n>ie }tt einem 
S5tot£t>emHmbten be^ ^pflei: ber ^. Safer mtit mn fo 
titl fd^Iec^eer nnterric^eet n>erben unb fein 9(me nic^t fo 
Qut ^maltm tonnen ')• 

Xüvm Ubmftt ti fo t)ie(er @rttnbe/ van ben ^)>f{ 
{tt Uwitnf ber o^ne^in ba^in neigte: am 24. 9lpri( 1656 
^dlte er in bem €onf!f{orinm bie %xagt auf, ob e^ ben 
€arbin4(cn feinen ä5r&bem ^nt fc^eine, bafi er fldf feiner 
SBcrtoonbten jmn 2)ienfle be^ apoffoKfd^en @tn^Ied bebiene* 
^an nrngte ni^t ju n>iber(^rec^n: twc^ baranf langten fie 
m ^). S>er SSmber M ^pfied 2)on fD^ario befom bie 
eintrdglic^lien SUmter, bie Stuffic^t Aber bie tHnnona, bie 
Gerec^tigfeit^pfTege im S5orgo: beffen @o^n glaDio nnirb 
€arbinat ^brone nnb ^attt in furjem 100000 ec. dti^lu 

1) Scrittore politiche etc. ,yUa giorno Olivä prese occa- 
rione di dire al padn^ Lnü^^ ^ |}. £tttt Yoar mit bem ^apf attf^ 
gnDa(bfetv he^nä^U i^ti l^duftg^ unb n>&t{d^te bie S3erufun9 ber ^tif 
potm — yyche il papa era in .Obligo sotto peccato mortale di 
cfaiamare a Roma i suoi nepoti.^^ S>dsm fährte er {ene ®.dbbe an. 

2) PaUavicini: In qnei primi giorni i partiall d''Ales8andro 
non potean comparir in publico senza soggiacere a mordaci 
scbenti. 



dJKr Cmfunfte: ein mhtxa SJ^ruber be^ ^apjic j, Un berfirl^e 
Ivfonber^ dHtef^t; toar ibertM s^^Ptbmi befett @o^ Stse« 
flino tvarb itxx ©riinbung ber $ami(te au&rfe^n: mit Utt 
f(^&n(kii $&cft$t^ti«em, bem unbersfek^Iti^it arkda^ bettt 
^ttdpai S^rnefr, hm ^Ba({ ort ^iatta Sotomift/ tteletr 
Suo0l^ bi ^onu ttNirb er mäf ttnb nac^ ati^e({<Mef, unb^ 
mit einer a^oi^^efe iwtiia^t 0- 3<i Mefe @titig ftHtrfr 
auöf mf entferntere aSemninbte/ $. SB. ben Somntenbitfore 
SBi<^i, ber tumtlen in bem Kriege i^on €<nbta erfU^eftie/ 
Mf bte @anefen A^er^anpt t9arb f!e aii^debe()«t. 

Unb fb festen n^o(y( aCe^ gnoerben t» fe^n, tt>ie e^ 
früher toav. ^nbejfen n>ar biefl boc^ nt<^t ber SaO. 

S(ai>ii> Wsi befafi 6ei wtfem nic^t bie Stotoritat 
^etro 9((bobrimbtno^ eber ©ct^none SaffareOiä ober Sranj 
S^bertno^: Audf fxtbu er mc^t banac^: ti ^atte fiir i^ti 
feinen fRHi, iU regieren: er benetbete e^er feinen n^edtiic^ti 
Setter SIgefitno, bem i>^ t>iet ^% mib ^tbtit ber 
tDefent(i4l^ ®tw^ )it)Mfanen festen. 

^ ^(ejmnber VII. fHb^ regierte fon^e nfc^t me^t 
mit ber nSefn^rfc^nben ^igenmdc^ fHnet 93otfa^ren. 

ai}od^ unfi^r Urban VIII. tt^dtb eine S^regatt^ne bi 

1) Vita di Alessandro VII 1666. II prlncipato Farnese, 
che Tale 100™ scudi, ]a Riccia, che costa altrettanto, il palazzo 
kl piazza Coionna, che finito arriTeri ad altri 100* %e,j for- 
mano bdlisatini atabili per Don Augvstiho, et aggiuntevl i luo* 
gfai di monte et alUri offieii comprati faranno gli stabili di una 
sola teata piü di mezzo mHiooe, senza le annue rendite di 25*" 
sc. cbe gode il commendator Bicbi, e senza ben ]00>* e piä ac. 
d^entrata ehe ogni annö eotrano nella boraa del Ci Cbigi. !öai 
ftnb noi^rlidf 83^edbnunden toU man ^e bamaU m ®efpr4<b M Za* 
ge^ Qnf{e0en mochte unb benen fem |i6(^erer SBertb ju^ttfdf^rei^m iß. 



Tlttnnitx VII. U 

ßoro «ingcr^M; tit Ut Me tofdS^fictt aOgcaicmcti Gtootf» 
onsclegeti^itcn fctirc^ ^at^itttg |um S^fif^ sebroc^ 
tiHrI>cn foSttn, 664 ^^^ P^ ba nod^ mnig ^tattett. 
Un^r 2titnecm) X. toorb ^e f^n vm tieb^ t^c^ttgcr. 
^k^ctreloi &tmtit biefcr €onpcga(i98/ ber €r(i< üit^ 
{ästete ^8mn in btifer {gSörbe b<t i^r fpitere^ Slnfr^ 
begiti^btUf fyittt bi$ in (einem £obe im sroften SdttMt 
mt im ^terititd Sunocmi %i mii iftm t^or «Ocm toirb 
^ |iV^(|ri(bmi Io0 ftc^ bamal^ f^m 9{e{>ot In ber (Se^i 
tMit fri{fe$m fomttc . S^w fitbfi bef Mbefe eine Seit Uxig 
biefr ©teOe. 2^e$t erlai^te (ie SlD^piflltoft. Sr ^tte.bie 
ati^Arf^en @fid)iftt bttnti t>on{pnn»en^ in feinen ^t^ 
btiu Sieben if)m mt €arbina( Cmobo Don gemra in 
&ad]m ber firc^ßc^ ^mmunitde m4iJ^t^; bie itituna ber 
geifilic^n jDrben ^atte SRonfJ^nere ^ngn^m; ffKoIogi^e 
Sriigen entfc^ieb ^Oat^idn. S>ie €0nsre:gatie!ne{t/ mclc^ 
unter ben fr%m ^pjlen n>eMg bcbeatet, ddangten toiebei; 
iu 9(nfe^n nnb ngettti^umiic^r fEßirtfamfeit. @c^on ftprtt 
man be^ut>ten : Um |kipf{e f{e^e etgentli^ nur in geifili^ 
cfyen @ad(rm bie abfolute @c(b({entfc^eibttng ju: in aOm 
toeltUcf^ett @ef(^ften bagtgmi xomn er ^ieg anfangen/ %vm 
ben fc^Kepen; ein Sanb t>erdufem/ eine Stuflage einforbem 
wOe/ mÄfle er bie Sarblndle um Stat^ froflen 0- 3n ber 
%J^ m^ ^fi ^Uf^anber VII. an ber ®ta(ftiwmU 
tting nur totnis f^detsen Slne^eU. 3tt>ei ^onat ging er 



1) Giac« Quirini. I cardinali^ particolarmente C^ Albicci, 

pretendevano che il papa potesse disporre d^indulgenze, 

ma per pace e gaerra^ alieaatione di stati, ünpositione di ga- 
belle dovrebbe ricorrere ai cardinali. 



anß iavb ttdd^ Cofklsanbolfo, too Um ik ®irf(^^ ^« 
fltffeneHc^ Mrtitkbnt wttrbcn: n^tt er in tüom toor, mnu 
Un tit ^a^mittäst btt iitttatnt grmltotet: &di/tift^t1kc 
erfd^ieneti, fofcn i^tt SScrfe wt; btv ^pfi Ketu e^ feine 
akrbefferttngen anttt^ingen. Mnäf in ben SrA^finnben tiHit 
e^ f<^ttW; für eidentUd^ Qefc^fte bei i^m 9tttbien{ in be^ 
fommen. /;3(^ bknte'^ fa^f ®i<icomo Üutrini/ ,,42 SRonot 
M ^ft 9iUfanitti i^ tttwmt, ifoff er nur ben SRomm 
eineö ^ftti ^atttf nid^t Ht ®tf>taudf iti ^p^untf. 
Son jenen <Etgenf(l^firen, bie er atö €arbindl enfmitfettf 
Se^M^Sfeit be^ @etf{e«, Salenf (ur UnferfdS^eibnns, €ne^ 
fdfMm^it in fc^mietiaen giOen, Seic^tidfeit ftc^ mi^^ 
brAtfen, fanb man feine Spur me^r: bie @efi^df%e mttr^ 
ben t>on ber Jg^at^ gemiefen: er backte nur barauf in um 
gef{&rter ©eelenrit^ ju leben'' 0- 

Sttioeilen empfanb unb miflbtGfigte auc^ aiejranber bie^ 
fen 3ttf{dnb. SBenn feine ttn^erbanbtongen mi^si&äun, ^ah 
er e4 ben Sntereffen ber €arbinä(e (S^uCb. IRod^ in fei» 
nent ^rrereben f ur{ bot frinent 2Me ^rte man i^n bot^on 
ffttäftn* 

S)a e^ aber bte IRdfur, ber eans ber S)inde fo mit 
f{^ brad^te, fo blieb e^ nun an^ frrner babei. 

2lene QEarbind(e be^ Gquabrone, bie {ur SGBa^( 9((e« 
^anberä YU. bai SRetfle beigecrd^en , unb unter feiner gan» 
|en Stegterung ein grof e ^ Slnfe^en bebaupree bitten, ^abin 
andf nad) bem £obe beffelben in bem neuen Sonc(at>e ben 
ätu^fc^Iag. Stur ba^ fle bie|l 9Ral me^r im €ini>erf{dnb» 

1) datosi quel capo alla qu!«(e ddPanimo, al tolo pen- 
siere di vivere, e con severe di?ieto ripudiato il negotio. 



(iimtni IX. 87 

ntffe ndt ^caxitttiö) toatm. S(m 20. 2|ttn{ 1867 t9ait bn 
bliest ®ea<itöffcreedr Sto^tsliofi tmerr Um fRomen de« 
mttnß IX. ottf bot p4)>({n(^n iJfyt^n «r^bm 0- 

Slfle Grimmen «erefnidten fUff ba$ ti bn (efle, gi» 
%f{e !D}mf(fy fep ber fic^ nur finbett (affir. ®e^( tmir er 
nid)t fo t^rtg ti^ie tpo^Igefitmt: mmt t^ergUc^ i^n mit ei« 
nem Saume t>cn toOfommenem Oe4f{e/ tveb^r {aub bie 
gdffe unb t>teSei^ am^ SMAt^ aber feine gräd^fe ^ 
t^orbrin^: aber ade |ene moraRfc^ Sttgenben bte auf einer 
abtioefen^f t^onffe^lem beni^, Stein^it ber 6itten, föt^ 
fc^eibenl^eif, ^A^i^md, befaf er in ^^ Orabe. Cr tDor 
ber ttfU ^pft ber in ber {B^Anftignns fetner tRet>oten 
ti^ivtlidf ^aa^ ^Ult &k n>urben nic^t gerabeju entfrmf 
geilten, fie befamen bie getob^nltc^en GfeOen unb flifteten 
felb({ eine neue gamilie: aber ti^ sefd^ nnr babnrc^/ 
bafi flc^ eine ©elegen^it fmb einen iungm Sto^piflliofl 
mit einer reichen Crbinf einer fhiOai^icina tmil 0emtaf 
tu mmUfyUn. I&ie ^gAnfKgimgen, bie fe i^on intern 
O^m genofien/ «Mren f^r semdflise: ba4 bf entfiel Ser« 
mfrgen eigneten fie fk^ nic^e An, et n>4re benn, bafi i^nen 
Snog^i bi ^nfe gegeben nmben «Aren: bie Oefc^fte^ 
bie eewale elften fk nid(>t mfer fic^. 

Jgrterin liege nun bie grbfite Umtoanblung. 

Sbii^ tomn bei jeber X^rimbefieigung bie {Beamten 

1) Qnirini. Dalle pratidie di volanti, di'in vero ebbero il 
merifo della presente eleUione, Bucoess« che t)higi to& mal re<i 
goiaCo consiglio e flaori di temipo et ordine si dicfaiarö in aala 
regia nelPentrare in capella allo scrutinle , cbe acoonsentiTa 

alla Domina di Rospigliosi. OttoboQi inanzi dell^adora-* 

tione fu dichiarato prodatario, Azzolini aegreiario di atato. 



mtMbet fimmtlidt ober bt>^ sthftcntW^ wtiinbm voov^ 
tot: itx iff0xatttf Ht fSnofgung bc^ J^^fei betn^tat 
bavauft {uerfi Siemens IX. (HKff bit$ ab: er n>oRte iRte$ 
mottb tn$tierdtiäge machen: aufer in einigelt toeitifleit ^o^ 
^ Steffen beßirigte er ade SBeomfe bfe er fanb 0- 3(tt 
)enen fe|te er SarbhtAk tote jDteobuono unb 9^plm ettt/ 
SRttsltebrr be^ ©qtuibrone, bie bie {e|t«n 98d§(en gelettee 
unb o^ne^tft mdc^eig. S)i> M^eriyn !S4)wteii t^ .t>erfb{^ 
gen, tote ei^ bei fb t>fe(en ftenti^caiett äftlic^ ^nnfen/ war 
er n>eie enffemf: bie €tti))fe^it8en S^airie S^tgt'^ gaUen 
bei ibnt nid^ t^iel txmtiger M mttt 9tlejranber: bie Sbt^ 
g&nfägungen gtttgen femer bttrc^ bie jgHinb bcfTelben: tä 
Hieb oOe^ tme ti tDor. 

®ie fe^r fuM M i^¥ S^bi^btiee be^ ^fNr ^te 
fifbff(m geedftfdj^t Sie Nfett 4ttf SSegtinfligiingen ge« 
rechnet, ttrte ^ fo. ttelen @anifen fo eben {u S^U gerntyr« 
ben: fle ^en^ fogt mn, fi> t>iele ibrer. in füem toatm$ 
fd^n tome^nte (Sitten angenommen unj» angiefangen aitf 
(gbefmonn^f^arole (u fe^m&ren: loie #«iert(iij^ erfiannten 
f{e, i)aflrb^:®teaen wf t^l^ ,fir fioffttn i niäft einim^ 
(rfebtgtf gefc^lge.bcnn tbti^n {t^ietfmlt ttnrben. 

SBo^l (ie^ aud^ €Iem€n^ IX; bie Si^igrNgfeit niel^ 
oermiffen, mit ber bie ^ipfk ibre S:brottbefleisttng {u 

. 1) 6rlinaii£; BeUtione. I saoi eorteggittni. sono mal so- 
disfattiy per non ba?er yolsuto rimuoTere alcuno de^ ministri et 
offieiali di ^elli delP anteoedeote pontefice, oome aempre oostu- 
marono di far gli'alfri pontefioi. @Aon tdbelt man ^ad, itxtter 
feto« Slepoten tiS^t t>it d^&nge@t&4e laffen »erbe. Quelli che ha- 
▼erano riceriUe le caricbe di Aleasaodro YII| benche noo ri- 
moaai da Olemeiite) oonserveranno Tobligatione agU eredi di 
Alessandro* 



^ek^n pfUtMi er gin^ borte fe$m ongetoft^nlkl tp^\ 
in feium r rfim SSonae M er über 600000 Qc Mc« 
fc^nfe. Sber btefi ton tveber (Wneit Amb^icttMt luQirtfi 
tto^ fefb^ ftmm fRtpotm, benen man fci^r fBor(MIim«en 
Aber biefe Sktmäfl&f^iW^ <5rer SNecefien tiKK^lr ^0; ^ 
bem e^ toarb Mter bie €arbitiAle, tmter bie f^mfiMAfM 
9Ke0lieber ber €iirie iibtt^wpt txxtiiüt @c^o» tooRit 
man glauben, ti fe^en ©tipulütionen be4 QoiKl<m babd 
im @pif(e^ bec^ finbee f!^ b^t^n feine benelic^e ^nv. 

& entfpr^t auc^ bief tmloiebr ber «Bgememen 
(EntmcfetoQs, jot« fi< fi^ i^dbreiib bte(br <£))0(^ fafi in 
Um fefmmneeif öbriden ^rppa t)oQ|00« 

€^ bat (etiK. 3et( m^^ ^^ ^^ 9(rt<fa>6r«(te gdm 
fitser gefi^efen to^re, oI« bie 9Ri((e be^ fteb{ebttf€n 2laibr^ 
bunbertö: t&o über ben santm ttntfang ber fl^mif^ 98^ 
narc^ie bin bie @ttoalt n>ieber in bie «^dnbe bti ^hdt/fim 
^Mi geriet^, bem fie fritbere J^bnige ent}ogen bitten; 
too bie engtifc^e !8erfaffung unter ben gefd^rlid^ffen Xim^ 
)>fen ben artffoFrattfcben Sb<^raf(er au^bilbcte, beh fie bi^ 
fat mifttc 3fittn beb^lleen; bie fMi^i^fd^n^ümmitt flc^ 
überrebeten, eine dbnlic^e SRode fptelen t» Ctoten tith 
ba« engnfci^; in dfen bmtfc^ . 2;erne0rint ber 9tb^I ein 
tntfdfiAtat^Utbtsti^iftMMif ein unb i<ii i^nbcre ouöii 
genommen; in ttnicf^eni ein ittpfitti ^rfl mMlbbtegtgeSS6 
ffarcbungen burd^M^t; t^o bie ^tobe in ©d^ben no^ 
einer unptlAftigen SSefc^rdnfung ber b^c^en ®itocit troc^ 

* • • ♦ - ■ 

J) GODsiderandogli che con tanta profusione d^oro e d^ar- 
geoi« una lunga «saieaa per U p,overt4* della loroi^ caaa lavora» 
vano (Quirini). 



m S&uc^ Vni. ^(e ^ipftt um ^ SRitte b. 17. 3a^r^. 

Mm/ imb ber )>o6ti((^e 9(M {u DoQfomtmnet SiMonemte 
9f(anslf. ®o gefd^^ e< nun ant^ in SXmn: eine {a^(# 
rdc^, mic^fige nnb ireic^ Slriflofratie untsibf ben pipft^ 
liefen tl^toni bie fd^n gebilbeten Oefc^Ie^eer befc^dn^ 
ba^ ouflfonmienbe; Mi ber 6e(bflbe(!tmmuns nnb burd^» 
gmfmben M^n^t ber ^norc^e ge^e hk gei^ic^ ®e^ 
fiHi(e in bie S&erat^ung/ 9lti^ nnb Oemdc^ßc^feit einer 
«fiftofMrifd^n IßerfaffbRd aber. 

Unter biefen Uttt({dnben na^m ber JSM)f eine t)erdm 
ber(e Or({4lt «n. 3n |enent unanf^brlic^ 3^(1^ &n<^ ber 
Sremben, bie bofrlbft i^r 9(ii<i ftufftm, in bent enrigen 
SBec^fel ber €nq)9rl5nnn(inge ttat ein fe|r benterHi<j^er 
@(tfl({<mb ein; ti ^e fic^ eine ({e^nbe ^opnlaHon ^e^ 
bittet/ beren Smenerung in einem bei mdeetn geringeren 
SRdafie @tatt finb. SBerfen toir einen 9(icC auf bie^ 
f«be. 

Elemente ber romtfd&cn ©eöfliferung» 

gangen wir t>on ben ^ßen Jtreifen att/ bk «rir 
eben ber&^rten^ 

2)a bälgten nod^ |ene altberd^en rbmif«^ Oe^ 
föfitäfUti ®atdli, Conti/ Orfini/ (Eobnna/ Gaetanl. Die 
etoeKi befii#en no^ i^re ofte ®eric^t^rfett ber Corte 
6at»eEd/ ndt bent ffttäftt aOe 3a^r einen fSerbred^er t>on 
ber Sif^be^firafe ju befreien '); bie 2>anten be^ J^{ti 
Dtrliefien na^ untorbenRic^em Jg>er(omnien ibren ^aUaft 



i) Discarao del dominio temporale • spirituale del 8omino 
pontefice 1664. 



mttotUt mmciif oUt bod^ nur in biä/t Mfc^Ioffiner €ar# 
roffc. 2>te Conti btwifyxttn in t^ren SSorfälen bie ^iU 
in btt ^pflt bie aui i^ttta Jgkiuf^ enffproffcn nnuttt 
Slid^t o^ne ©elbfiscfu^I erinnerten fH^ bie ®<ietani an 9^ 
ntfacht^ VIlI: fle mtinttn, unb man nnir geneise tt 
i^ntn miviit^t^n, ber @eif{ biefe^^pf{e< ru^ auf i^nen. 
Cobnna unb iDrftni ruhten fic^f bop ^a^r^unberee (ang 
fein ^iebe {mifc^en ben c^riflltc^en ^ux^m gefc^fien tt>0^ 
beu; in mefa^n man fte nic^t namentlich eingefc^bfTeti 
Wtt ')• ^i^ mdc^S ße aber am^ fru^ getoefen fe^n 
mochten / fo Derbanften fie boc^ i^re bamalige 95ebeutung 
Dor Odem i^rer Sßerbinbut^ mit ber €urte unb ben fMlp» 
f{en. jDbmo^I bie £)r{!ni bie fi^Dn({en S5ef{|unsen ^etetti 
bie i^nen bei 80000 @c ^ttm einbringen foOen, fo n»a# 
ren fte boei^ burc^ eine niö)t mo^I berechnete Sreigebigfeit 
fe^r ^runtergefornmeu; unb beburften ber Unter(lai|ung auf 
gei^Iid^en älemtem. 2>er (£ontej{abi(e S>on %Hippo Co^ 
lonna ^e feine Sermbgen^umfidnbe eben erft burc^ bie 
Srlaubnifl Ucbmi VIIL bie Sinfen feiner @c^u(b ^rab* 
{ttfc$en/ unb bur^ bie geifHic^n ^frilnbett (u benen trfer 
&bfyiu Don i^ befbrbert towcbtn, mieber^tuiieOen i^r» 
moc^t ')• 

1) Descrittione delle famiglie nobili Romane, MS auf ber 
Wlaxcn^mmi^a VI, 237 unb 234. 

2) Almaderi: Relatione di Roma. II primogenito h Don 
Federioo principe dt Batcro: il secotfdo Don, Girolamo eardi- 
nale, cuore del padre e meritamente .per esser signore di tutta 
bonti: il terzo Don Carlo, il quäle dopo diversi soldi di Fian- 
dra e di Germania. üi fece monaco ed abate Casinense: il quarto 
Don Marc Antonio, »ccasato in Sicilia: il quinto Don Prospero 



62 »n(^ VHI. Zit^ipftt nnib.9liH(t b.i7:äaf)tf^. 

3)etti! fc^cn fottge mm ti f)tvfhmmlMff baf hk neu* 
auftommmUn 0ffc^fec()tet mit bUftn afefftrfllic^m ^ttmu 
Am m Qtmtxt S^ejic^ung (roten. 

Unter *3nnocen j X. htHanUn tint 3«t l^^ng gfeic^fam 
jtoei $<tction<n/ ^wef örofe S&erwanbtfc^aften. 5)Wtt ben 
^amfjK toaren Ötfini, €efarini, SSorg^ef!, Sllbo^ranbfni, 
Subotnf!, ®iuf!miam terdnigf; t^nm gegenuSer €ölDttne* 
fen urib töavhtml ©urc^ bte ©erj^l^ung ber ©ortna 
£>nni)>ia mit ben ^atbttim tt>atrb bie SSeretntgung df^e» 
mein: fle umjl^Iof dOe namhaften ©efc^fec^ter. 

eben fn biefem Äreife bemerfen toxt jegt eine 58fr* 
dnberUng- Sturer f^aiit bit wgferenbe gannlte aUt SJfal 
bte grofk SÄölKe gefpteft/ bfe fßorgdnger t^erbrdngt/ burc^ 
bte erwetbttng größerer 3?etc^b«tner in &dfüttm geflettf. 
5e§t Wör bieg nit^t mei^r ntbgltc^ : einmal toM bie Ältertt 
^Auftt bnnif »ec^felfeitigt äer^lrat^ttngen ober bure^ gute 
SfiBirt^fS^dft fd^on aBjureicfy get^c^rben n^aren, fobann out^ 
h>et( bft @df|ia@e iti ^ap^tfyntni fi($ atPmd^lfc^ erf())<())f^ 
tin. '3!)ie S^igt fonnten nicfit nte^r barän benfen, i^re 
SJörgJnger jü Verbieten: bfe SJo^pignoft tDaren toett mu 
fernt bamäf ju tratl^ent ft^on genug^ tt>enn fle* ba^ ge« 
langten unter fte aufgenommen ju toerben. 

3n irgenb einem geif{igen ^robuct, einer &itUf einem 
©ebrauc^ n>irb ftc^ jebe ©efeHrc^aft barfledeU/ fo {u fagen, 
abfpiegeln; ba^ merfmurbigjie gJrobuct biefer rbtnifc^en ©e* 
feSfc^ft unb t^rej ithtni unter etnanber ti>ar ba^ €ere« 
moniett bti ^t>^4. SRie l^at eö überhaupt eine €po^e ge^ 

commendalore di S. Giovanni: il sesto Don Pietro abbate se- 
colare Stroppio della persona^ ma altrettanto fatica dHngegno. 



(Sitmtnu btv Hmifdttn S^eviirernn^. (BS 

geben in v^Uiftt man ^nstt auf bai dvtmonkU gt^Utn 
^tu atö bamaK; e« entf^rid^e ben ari({ofraiif:l^ S^ti» 
benien berfeI6m uberbaupt; baff c^ in 9lom fb f)ortu0^ 
fDrifi^ ati^btlbfe toütbf mag baber räbren, nKi( biefer J^f 
ben S^rrans t>or aOen onbem in 9lnf|»rtttb nabnt; mb 
biefl in d^fR» ^euflerltcbfettm auinahvAätn ftu^ 
loeti aud^ ^itt bte @efanbten t>en granfeeic^ unb Spanien 
f^on j^ um im fßotrrtte geftritten bd<(^- 2)a gab etf 
bemt miifylist fRms^mtidUittn: stvif^M ben Gcfanbren 
tinb Un b&b^n 93eamten {. S3. bent @ot)ernafore; iti>i# 
fc^ ben Sarbin4(en ble (ugfeic^ in ber fKota fitpen, unb 
btn dbrigen; iwfd)tn fb Diekn anbcrn Korporationen Don 
f6tamtm; {totfiEben Un Derfc^tebenen ®efd^Ied|ffirn, {. 9. 
Orfini mb €o(onnen« ^apfl ®t^^ V. ^attt l^rgeben^ 
be(Knimt/ bäfl inmier ber dltefle Mi U^m i^i^tm ben 
SSorfriee b^ben fbOee: toar biefl ein Solonnai fb errc^ieiten 
bte 0rf{ni nkbf;' toar ti ein £)rflnO/ fo blfeben bie €^ 
lomia tt^ : aber ibnen felbft rdnmten €on(l nnb ®at)e0i 
nur nngem unb unter tiHaufbi^rlfc^n ^roteflationen btn 
bbb^m 9iang titu S>le Itrtterfc^eibnngen maren auf ba< 
genanefb beftimutt; ben Sermanbten be^ ^apffe^ j. 96i 
tonrben bei ibrem €in^itf in bie pdpfUicben ©etndeber b^ 
%lugd ber iSb^re erbffhet/ anbere Sharonen ober €arbin4(e 
nmftm fldf mit einem begn&gen. €ine fonberbare 9trt f)on 
Sbrenbejeugung b<t^^ fi^ eingefiibrt: man ^itlt mit feiner 
Correfe <m, tomn tMOi bem Wagtn timi ^^tn, tinti 
©bnner^ begegrtete. ^i wät, toit mitn bebatipret, juerfl 

1 > tl^er biefe 9>etfu(^e ftagt unter anhttn 1627 23. ^ttv. btt 
ftan^hfiiä^ ®efattbte SSet^une bei @irt Membrie rec. YI, p. 262. 



64 S^uc^VIIL S)t€^ipfle um ^{KitU.b.l7.3a^r^. 

SRarc^fe 0Ratfti| Uv bm ^otbiml 9((cfiatibro Sümrf^ bicfe 
(E^re emi<J: atK^ bic(<r (Eaxbiml f)Ult al^ntt mi/ uti5 
(ie fprad^^n einige ®orte '). 9^(5 folgten älnbere bem I5eu 
f|>ic(- 2>te äiotff^fter empfittgcn biefett ibct»di t^ott Jg)oc^ 
oc^tung Don H^xmianiHmun: ti mtb ein aUlgemctner ®^* 
bvauäi, fo f^fl tillbequem er mä) toav^ eine aKgcmetnc 
$fii(^t €ben dn ba« Slidl^t^betttenbe ^dngt fic^ bic €1« 
senitebe am f{drff{cn: man ifl bamie entfc^tilbigf, bap man 
feinen 9lnge^br^en ober ben ®(eic^gei{ellten nic^tö ühi^* 
ben burfe. 

®e^n mir einr ©tofe UKtfer ^ob. 

2ln ber SRirte be^ 17. ^a^r^nnbert^ recf^nete man in 
9lom ungefi^ funftig abliefe gamUten bie 300, fünf unb 
breiflig bte 200/ fec^ebn bic 100 ^a^r üH fepen. J^^ 
(Kr Hwutf n>o0ee man feine gelten (ajfen; unb auc^ biefen 
fc^ieb man ein geringfügige^ upb niebrtgi^ J^rfommen 
{u ^). Urf)>rungtidS^ toar ein großer 2;^eii t)on iffnnt in 
ber Sampagna angefeffcn* UngläcHic^er SSkife aber (irfmt 
fie ft^; «>ie mir fc^on berä^tes/ in ber Seit, in «oek^r bie 
Snogl^i bi ^onte |o^ Sinfen trugen, tmleiten i^re ®iU 
(er grofent^tf^ an bte 2Re|M>tenfamilien {u Derfaufen unb 
ben Srtrad in bm t^df^fHid^n ^pnü aniufcgett. anfangt 

festen 

1) 3n bor SBarberma fat; t<b einen befonbern ^ffaf (ürftber; 
Circa il fermar le carrozze per complimento e come s^introdusse 
in ttso. 

2) Almaden: La maggior parte delle famif ?1e &ggi stiatate 
a Roma nobili vengono da basso prmcipiO) come da notaro^ 
speziale che sarebbe da sopporiare^ ma deir arte puzzolente 
della coflcia di corame. lo bencb^ sappia particolarmenti) To- 
rigine, non per6 lo scri?o per non offendere alcuno. 



eilntfitte ttt ritDif^en S^n^iCfertttts. 

la^bmfe^t suf; oftmals i^ bmsakrtf^: bk Shtfht mt< tat 
Stto^t bt 9Bonte, Ue man o^ne SSA^ ^tet^z Mtefto f{c| 

hti SottM srfiugm fepn t^iirbe. 3<bo(^ tote ba(b Mo^ 
tum fk {tt fl^kn, bafi fte Iksmht et&vbt in ffik^tige ^ 
pitoHitn tm^AomAtU ^amtt. SUcfoiAcr YII. fa( fid^ }» 
dkbuctttnett btt ^tnti tmonlaf t/ bitrdS^ t9f(c^e ber €rebi( 
rrfk^Attcrt tDUtibe tttib Ut fSrr^ bet f itog^t denMftig fönt 
& mat Mnt ^amilit bie ttic^t baM t>er(orm ^it». 

Sieben i^nen er^ben fl(^ ober lo^retd^ anbere tteite 
®efc^(e(^« eben i»xt bie ^dpf{e oetfubren attc^ bk (Eor^ 
btitdic ttttb ^dlate» ber €ttrk/ ein ieber natörlic^ nidf bem 
SRdofEe feinetf a3ennbsen& %xä) fte t^erfdumtm nkl^ mtf 
btm ttebci#tt0e ber firc^c^n Cinfftnfire i^ fRtpotm {u 
bereidlKtn/ gamUien in srättben. 9nbere erbeben ^d^ bmc^ 
attifteOmisen m ber 2NH|* Sticht toeni^e famen d^ SSBed^tf» 
(er burc^ bie Qtfififit ber 2>ataria em|>or. SRan id^fte 
in uiiferer Seit 15 florenttnifc^/ 11 gennefifcl^/ 9.|>orM« 
gieflli^/ 4 frantbflfc^ SantUien bie ^ieburc^ in IHnfita^ 
gehwimen, me^c ober tveni^er, |e niidl^bem f!e (Si&ä «nb 
Zdent gehabt: ebttge unter i^nen/ beren 9tttf nfc^t mt^r 
Mit ben €efc^ften bti Soge« abging f Abnige be^ ®et 
be« — tmfer Urbon YIII. bie @iti<%iarbini, S)bnf, beoen 

l) .Almaden: Non passano ancora la seconda. generatione 

di dtiiidfiianza Romani, son venute da Fiorenza e GetiOTa 

mMP otaisiM» da daoaco — — molte voUe mojono ncfie fiuscie. 

IMpfl«** 5 



9«iiitim ütif nic^ üWAn-wn UMnbtff^M^Vkktmf 
fbRitm atidl^ wa iporma «nb Qlotcti}« S)ie (Sfifrif^ttns 
ler ÜRorni ttitb bk fdttflt<|m Sktfitar. loben botiiitti; iangt 
Seie t9aren bit Sno# bi ^ontr ein fs^t st^d^tir 9f#|t 
6cfonber# bie bocoMK, btc dne 9lrt £ettr«itm hübat^U^ 
im ttttb bd^ 10^ Vroa Sinfett totgettf a(er n^t^ak 
fcin in ^ SUgel imi tm Sefttm auf bie ^Aitgcr» ttec^ 
tragen, fonbem au^, mttn mm bief Derfiiitiit^itK^ sc» 
rob^n t)mt6t t^itrM: ^^t^e @<^MsMt iot :Me 9ättt 
i^tt ^Hinb boin. SRic^t unbtti ^§ ei mt tmiinßdfm 
Skinemi. @ie ^mtr mit b<m 90be bed Sn^atüW an bie 
ftammtr {«rucffaBen fblkn: be^lb loor bof Sttnifl bm f{e 
oHoorfm; im aSer^dltnifl' su bem uxflpxAttilUfy (inK^{tt|Am 
Copttol fo bebititf nb^ itnb boc^ in bitS:^ reim nnb'iMltte 
gtettie^ ba bm ^^9^0^ ttint Ipßiäft ber UnrtiMl Amg . ot^» 
(«9: ober o^'^iet ®(^t9i<rtgirie fomte one^..^ 6ie 
Uetererasottg bmitH -Mrben. SJfoiu^^ Sme ffi eto 34^ 
^totbert (ang nit^ loieber tocanl geiiMNrbm. > 

2>ie akrein^ititg ber SSeisiiMtf ber ^^oti<^ 
legieii 906 4^nen €int gemifr Slcfirdfi^MäOK/^ uhb tdiwtl^ 
num l^en i^e ffitäfit imc^ imbt mc^ iwrCätnmer«vr^^6» 
(eti fie boc^ immei: eine (ktt#inbise Stttun^^r 3>a^' ork 
fttaraetfil^e ^riiKipy mit €nbtir« uitt eMaftffl^rbntorp^ 
mfrfti>Ar&i9 wtf:ilfmo({m^ bä< biefrn sm^tnteftaat-iuidi^ 
brons, 4i>ar am^ i|men f&rbcvßi^. %tmb€^pifibm^^ bo4 
(tttoeflen ol^u amnafei^. 

Um fo Diele 6eft|enbe, em)>or(ire6enbe , nadj^ unb nac^ 
immer me^r fij^irte ®efc^(ed^eer ^er, benen bie €i^ttf(e 
btt Sütäft äier^npe |it Oote fowctt^ bUbttt fUi^> mm 



4tHl^ bie dcringere fB^SMafe InoMr {o^bric^r imfr fr* 

fir 6te fbUbani ürrfelbrn «m m^ nterftv&t^e^ SlefUtet 
txfjtbt Sltc^ tef |{e im eatt|Ktt ftfyt taftif gefUegm 
I94fc: Hr|! tbrntt matt pUft fosm: im ^o^rc 1600 fhtf 
im t»it gfigm^ 110000^ fe^t uitb fünfte ^o^te 6amac^ 

oid^e^ aiit#rroifbentUc^e«: aber e« bilhft fidlf ^icr ein ott^ 
bfittf , icr a^cmcrfmis mtttfyii fBer^^ittnifL 8rd^ wir 
bic thmifitc €inttm^ttnrf(^f!t fe^ ^d^rig gewfhi:: twn 
80000 fottt b«e SMento^I unter ^tt( IV. 4ttf fiOOOO; 
wnigt So^rie^ttte boroitf et^pb ^ fld^ Aber lOOOOft 
2>a^' rA^rte bo^ mil i4 mei^ (ebige 4Kdmter mrov Me 
bm J^of bittefett, t9eiriS|eieei«e Neibenbe Seilte bafflbfT |te^ 
tm- 2k$t fTjnrte flid^ bic Se^bfferütts itf atffV^ 
Gc^m 9<gen (Ettbe be< feK^^se^i^en ^M^r^mbertf fttfs btefl 

oh: (kut|>tfttd|fli(^ obe: 6^h ^ in ^^ ^^ ^f^ ^ 
fiebie^tett. Stom^ttt 
im 3aire 1600 109720 (Sitttts unb2001Si ^SrntOm; 

1614 115643 2(422 

161» 106Q50 24380 

. l«28v 115374 ^ 2442» /- - 

1644 110600 2727» - 

1653 118ÖS2 - 29661 

1666 120596 30183 0- 

1) «Die .9«»<t4titf(e «m» btMit. tiife 3<4l«n «Hf>m f»^* 9«^ 



<» Sbn^ VIIL S>ie ^ipfti um b. Sftitte b. 17. 3a^t^* 



aO^meitte 



ttt einem unb bem anbem 3a^re fogat »leber ab: in regcl* 
mifäsem Sortfc^rtfte bagegen t>erme(Hrt fic^ &ie 3a^l btt 
gomilten. 3tt jenen (fa^^nöb fiinfjig Mren («eg fle mii 
Qte^t aU le^tttaufenb: tcaß nun aOerbingi^ mt fo nte^ 
figen toitlf ba ber Untoai^i . btv . &nti^^net Mn^ai^>t 
eben auil^ nnt biefette Qoi^llaMtHt,. S>tt@^a<ir ber le&t^ 
gen Scanner n>elc^e ab unb. ^imm, :m!A geringer: 
bie aitefe ber ^t)M(erung. fe^te fld^ Wogegen «nf mmier 
feit 3n jenem 93er^mt|l:iß fle mit imbebe^ben ftöf 
£panf^(en unb ber natärli^ €i^4n{ut9 beru^eid^eaSI^ 
mmbbtngen feitbem t«rblieben. . . 

9}ad^ ber fUMU^t ber ^ipQe Dott 3li>^non urt Ue 
SSieUegttttg be^ @c^i^nta^ M ^äf bie @tobt, iie bdtmil^ 
t« einem S>orfe {u merben bro^te/ um Jbie €urie^er ge^ 
bUbet (&fi nne htt Sftaäft ui6 bem SEeic^e^ne ber {>a^ 
polen Gefc^Iec^r jebiK^/ feif&em.i«>e&er inner« Unruhen Mdi 
audf aui$t9irtige Seint^e {u befdrc^ten umreu/ feitbem bfe 
SKente bie man awel ben Sinfunften bejS ^aatti ober ber 
Xirc^e )i>g, einen mii^elofen ®enufl smifyßl^i f<^^ <ine {o^k 
reiche onfäfige 93e^ffernng pt &anbt. 3^ ©lud unb 
S5efl| fc^rieb fid^/ fei^ e^ burc^ unmittfl^ire ^Begabung 
ober bur^ mttlei^aren Sort^t/ oEe 9)}#( i^on ber Sßebeu^ 
eung ber Airc^ unb be^ J^ofc$ ^ir: e^ mren eigentlich 
a\ki (Empotf&mmUnge, mie Mt 9}9>ofen. fef^fl. 

S5i%r toartn bie bereitö <Shi^imifc^.geworbenen burc^ 
ftifäit äinftebler, bie befonbet;« ou« ber fSaterflabt jebe« 

ben üä^ ](^anbf4^rtftU4^ in ber S3ar6erma. €m fpdtere^, Don 1702 
M ISl^ M CanoeUieri dd taraatiflno di Borna p. 73, 



« . 



nettm fßaii^i v^Mäf ^oM^hmtmi mtottfl^ftrlic^ ut^ 
mcfre unb t>erjingt iMvUnt Ui btt 9tfUk, Ue btt J^of 
ie$t. mtn^m^ ^hxtt Me^ mtf; Unter ton (&nflnfft |ei 
nnr grofett SEBifteimotrEuns; bk btt Tomtf:^ Gta^l tanl^ 
Ht SUflautatitn Ui. j^^^H^ciMtftf.äto^opt gctimiiteit, 
«MT attc^ bte ^j^mtpt^aM g^grönb^ tootfbnt; ba ^ttm ffd^ 
bit . r&titifl^m ^€icfa^b^er «ebüM bie mc^ ^te tiü^ 
ftUbmbk 91tlf»itimtt0 be^ seiftHd!^ Sldi^ imt |iiU^ 
^irte mit ber gett otic^ btt Siti^Ifimittd oitf {tt tMid^cm 
§£Btr (dnnen fagen: fie ifi etn.^lhrebuct fettet €)mxj^« 

. 3a bie mebectte (5t<ri^t iäk»^#t, «»ie fie nod^ ^itte 
Ue 9lu^erf^(ett ibc« Sterbe» ^tlt, ae^&rf srofkil# 
t^ettö bemfelbett Seitrüim ber f «itNif^ Ste^attrati^ «b 
aSeifcti tt^ir mtd^.bimmf eine» Sbliä* 

©auwcrfe ber ^apfle* 

• ■^ • » * 

■ &taitn^ Till. f0(0t( i^tit Kidn Mif. 2tn €>. ®io« 

^: ^^^«id» IN? ®t««(«tf((»(^r too^lKn tUK^ Nut m ^( 

mit Um%mt^mt $u wttelftnt. „3n bpe ganjett <^<a>t", 
figt eise 9(ei%itide £(^.n^6(f(^ret6und «on i^m, ,/^( er 



%ie . 9(tt(aseJ noMT CkMitiNt itac^. ^Uc^ gtmat^t: hi4 
^fl^'toi (rl^rfe^^r^ ig q^t mc^r M €|»ie( dncr 

tt mgOtit: i 3n Nm SNnem ffistc IßriMittatiMtot «Unit 
aie(!üfoii..e»tb.Mi& eKtiorj mit. (gMfÜHmnifirt&^fienb^ 
fii00^l^<ifm&at a$ ttf&ttt. m MftmiSm CntxSett 
4tf|e6m: fli^ .tw'e SBofHitot, bfe SSa(aifar toie Sraip<Ir bit 

tai V. 3<9enö6er eine noc^ txi vocitm gldnjenfcere/ Juw^» 
ott^ t)om fo|!6arjlett 3Rarmor. 

SRoc^ mitn aK @lytu« V, fünf unb breißta ^isßm 
«Mit ^er, fahrte et b«^ ®4fl|ir txa fHntti S^Mten ttiQt, 
We 9(<fn« ^dj«<», n«(^ bem 3<wUttto«j Ut ^faiut UNb 
bem «Wofe« St>ttt« V. <m^ bet Settie 8<9«ti»rt, Mc^t 
^e, beltta^e fänfiiMr fo (fort »ie bkife, in t)»^r settMltisen 
«nn*tt ^ettjor. ®er tMr nit^f Jier, bJefe Mtbevd^iMeti 
4>Ö8el |tt befUe^, bie Vwfen« an^rfff; >|t failftr «Mo» 
sarien^£>bg$ar(en «nb S)i«Hte: ttMtt dbeirfte^ 43ir«bt tm» 
«anb biö ju ben entffrirteft «erjjen, bfe 6« ftbeub mit 
»ttnbett>oB fdrWfiiem ©«fie, »ie fttif eineiR bwtl^tiden 
&^ltitt, be^cft. l3on-«em ©etif« b(«^er«bi!J»tM^enbeit 
Sßaffir^ wirb bit &n(mMt-^li^ belebt. !ß»« 9lom 

1) Vita P*ull V compendiose scripW, MS B«rb. 



. ' SöäUwttU bit ^f^t. 71 

UM.- HiKii < «Bocm tgooffn nufimfctcxt/ t|i .Mt ncvCffOip 

tt^.ft«ii:4piäi«r'@{f{9. ^h ^ tuu^ b€t tiimtliäftn @to6( 
§riUM: lbier4«minnt 4m tan linufif^eR ^o^e mb wU 

fc#l^> <br/it((iertw|ni.tpattl V. tie MsdfK il0r|Mt)t |ti 
tmltaAm ^)^ Cc fS^fe b«« ütt ®wiieifftn«r Srit im grftfE^ 
lw.18^ttf#dkr>i(Mi<. «^r |a Sloie fi^ snm tDoH U^ 

Sioietiflonni: tw; looOte vfctif^ #i^ ff^^ 9tkr 

@etdttbe^, ber ^(a$, btt JÜMUl m(b tk gifoimiiite Umm 
matt <k»fe#d|^te ^ iittib. to :fk^ »m^iberfb^td^i ttnoitä^ 

tcr. @tabt^ti«iAfMi94pi9tMl^e« 3)atfiwd seiKfiet. Sttccob 



2) Magnificentia Pauli V, seu publicae utUitatis et «plendo- 
118 opfen B /Faiilp 'vd w lurbf vek alibi tnstifuta. MS. Udios 
P«Dli jiannr'iDipmstsqa« ivatmctA ejus iempli pars cum reliqais 
ab oflidHfa8!nto>9»«kiÜfiiübiift estitmctis partiboa inerho eonfarri 



72 9>u(^ vm. 2){e fj^ipftt um b. SSitte b. 17. ^a^t^. 

ftifioDtfio U^^ tinft ^tdß ^iftt, ik er nb-er^t oto^ 
Mrfc^^nerte. ^ 

2>a« ®(bad^tnt{i UrBanöYIIL ftnbot tvie tdd/t Oän 
in iKm^ttlä SMitn — ®.f&ibkm, &. Striticö, ©.©e» 
^fiton auf bcm ^iaün, — fonbern feinm St^gmtgetr: ^ 
toifi im^ mt^x in ^Qdfini imb SBefrfKgut^n. jERod^M» 
er @.9tnde(o mit &cibm loA 93mi{toe^.tiiiiB0betr^i'ibi(# 
€«fleB, oie er auf eiiKr feiner ^SÜttum ri^ntf/fgeriHb^ befe^ 
fi^t, t^en^et ^oete, führte er bte SRmer nod^ beüi (IpMMirf 
be< biMerfIdnbtgen €arbimi( SRacnlano nnt ben ;aS(ittfiMr 
unb ben ®attm SMpdktt iU nod^ ^er f^stoCoiMtteggteri: 
^er fingen bom anbrre SSefeftigfingen «t^ tk.inngar«/ 
Sm£tet>ere unb ben 3nnfcuIo< nmfiifreniinb ficS. an to^ 
fMordt auf bem Attentat reu^n foStett>.m;t^eii^ fc|ori6t 
ful^ ^rta ^rmenfe Mpifdc^Bc^ den Itrban. \iil. (ler. 
<Erf{ in biefer Umgebung fui^Ue er ^ fic^e^ : SeneJBrncft 
bie wn ben pdpßtic^en SBo^nungen nac^ ban SaiZeS ffii^itf, 
N er forgf4(ttg l^ieber^erge(MIe ')• 

9(n(^ ^apf! ^nnocen) X. ^ (liiptg:ge6«ttt: aufbeut 
SopiteC; beftn beibe ©eiteh er in Ue^erein#inummg iu 
bringen fuc^te: in ber {aeeranfirc^e; too er gc$ b^ SQerbitiiii 
ertMrb fc^onenb^ mit ben alten formen txanugi^ iM matt 
UxtiäiS get9o^t mar: ^mtfl^idtUdf an btv ^<Wi SRattona« 
SRott bemerfte, tt>ettn er über ben ^er^#fam/ ^ffer 
feine Singen nic^t t>on ber gontana t^ermanbte bie ^oul Y. 



SBeife nodf^ in 9tpm t^enintreut werben -^ ber ^txn^m^ ^erfit^ 
ben meine Sammlung erlitten ^at -* Ifai Qanceaiert M, .tar«H 
tiamo di Roma p. 55 bte t^te^er ged&rtgen @tetten abbnuf enioffen. 



mb fdi^n iUbiitisip^ nOttmet «oc^ .fi:^mt itföfmddu 
S&emtnt toanbte alb fctne ihmft j^toti. €tii XXf (i4f tp«^ 
Ott« &em Circttf 60$ SatinaDa ^«tgcftl^rt^ m brm man 

ta^Striffnt um ton ^g .ciffe nette Qciialf: ^t 8<i^^n« ®* 
9^ite(e t>mt @cmA ;itu« erntttf; mifam cr^ob fk^ battni 
mit SIH^attfM, ®emA^INh mtib fo^loftr innmr <CinrU^ 
tund rdd^ott^f (bittet, ber ^Pftlfofl ^fiK.. ^ tSigno) 
Me'fBiiiriSamttie jntßrif beS IßafiMn N^/%fd^nf erju^i 
nev bet^fJ^^toflen^Oetttttfi, Mld^ Oki in ^ fc^ieft 

3h Sd^MMkbir yiL bmtdm voit fd^n beq mobertnni 
Ginn für b^ SCegefotafKfle. Wk t»te( {>4llfet^ i#t er tm 
ttlffen btffa ttm gerube @(rdf en i» geik^tnnen^ ber.^lo^ 
eähi0BA mnfite f4|[e% tun f>tn fUDihti (E^ife^^ SHomanf) 
|tf tnUn: mäf bn 1|lia$ CofaMtn«; an bm fi$^ fein gftf 
müimpafU^ a^th, mxb wtt $m umgefc^afeii« <Sx ^ 
Me'®a)»tat^ unb 6te tprc^attba etnenert. :6dn tm^ 
ne^miiej S>enfmal ftnb aber o^ne ^mifd bie €o(onna^ 
benr'mit benen er ben ebern S^eit b(i ^tttipkiici um^ 
faffee; ein coloifare« 55Berf t)oh 284 eanfen unb 88 ?pfp«ertti 
^BM mm mi) dUü^ Wn 9(nfand un( fpdttr Umtn qu 



> (. 



1) biafio Dappe 4.Luglio 164^. ^r Jbemcrft cij5er ^Uläi: 
la qn^«' (la fontayia di papa. Paolo -7* e^ n)ar hamdü nur eittO 
difficUmeDte potr4 superare n^ io.bellezza nh in quaatrtü'd^acquel 

2) ^agf^do. I,;CQlonDati ch« si Tanno intorhö alla' piazza 
erigendo, di quatro ordini di qij^esU re^tar cinta doVetido tutti 



74 Sbn^ Vin. Alf ^ifftt um h. mutt b. 17. 3a^t^. 

Ur ^jjbit M 9emim giMift fbib, ttttb {it imiSkind :M 
{ttgld^ ttttcnmfßd^ «nb J£^difr^aMH^i(^# tat tar 

^{rk^ mit ®(^a^ aBer airt. S^ftimdSK ^t^Iiotlefcii 
t»ititm ^(HttnMler 4ii<^ dbin Nr 9a(icao, ober bk StÜ0 
f{fr »fr 9(it^#intrr to 2)0mintc«mr^ ^ie ^iifrr tar 2^ 
^llctt ttRb biir ScUer be^ ürat^etatril/ . (bnta» mul^ 
He faUä^t tmitn btatAt Mi^üüit} mm «Mtc^ciM 
Scbrucfee fScrife oi^tt^litfiw, ^^tteoe JgMnlfi^iiftai .)ii(i«iii» 
tnen{u6rtnsen- M4)t tef nMm Mfi Atiri^i&m$ßiffntfil^ 
tvtt'felr dfrig obgelegen |Aett; miti ^uMote; dbtt ndt 
!Ruffe: «weniger unt ittiM^ 9)r«ei; t» mäbtiim, oM um 
b^ ^ttmitt M ^^ fß bringen unb (u tmtrbdteo. . ^Bm 
«ae ben Siliibemien, bie f(^ 3<ibi; fiir 3^^^^^ «tb^ 
mete fld^eine unb bte\anbe«e jbertStftnc^cpjlMng, -etM bet 
SMeimtf, 0^e^( aui^ o^ne »c^ ^tgcnt|inmlt^e,€ir^e O^ 
vliti iiOe bie -anbern, bie t^gjätaiinfen ""), kk %9rbti^ 

in forma OTata, i quali formeranno tre portici coperti coh tre 
mdgnifict ingressi^ e sopra da od carridore .ob«, tuuri d^altro ihv 
4if«t dl piceli^e colonoe ^ 4t statue adoroatO) il papa preteode 
€}he senrir debbano per ricevere della pioggia e del soTe alle 
carrozze. ^amaU hilitfm fiä) btt Sofien httnti auf 900000 Sc, 
bk <md ber (^ffe drila Uhfk^. dl S. Pietio geaotmnen xpiirben. 

1 ) 34 meine bie 2mcet^ 1603 t)on Sebertgo ^eft gefliftet, wel* 
(be bD^ etdent(t(^ ntd^t Dtel me^r ju @tanbe gebra<bt aI4 bie tt<u 
lienif^e Bearbeitung ber 9lafarger<!^^e ^e^co^ t)on ^entunbei. 
Xiraboachi: Storia della letteratura ftaliana ¥fll, p. 195. 

2) ^tnn fo »erben ipir timortfit §u fiberfe^en ^af>m, ben 
fftadiviiiUn M dv^fbv&n^ ju ^olge, bie bei 9lf<ber Vita Eiyfluraei 
p. L. LI re^t gut ^ttfornmeuge^eat fbtb. 



tm, Ue 3im8Niia#eii, bi« y^otttafHfdjim/ Ue Cinfkint« 

9m, «tA wU^e fNiberte» 9i4mtn fie fU^ fnt(l^iiktt| 

M^i^Stm ft(^ ititr Mtt ^e^ iittb iBftrt<(iitiiMl, tU6ttiti 

sm grifUger OftMiNM^r Me in dmiii eftfieit XMtfr im 

e^tooffit ^n UMfiti, mb boc^ ttfele fdfhnt dNfte Mr« 

NttiM^K«* ttnb fiid^t «Oeki otif l&i^mi, fottbcm m<^ 

mit Xut^BneOnf oktf «tb tteiter 3ei(, mit Iliiti<|ttit4iiii 

mmtdifafei ^/ SBttbf3li{m; Sd^neffunb 3tif<ri|Mfoiim mif#* 

Im !Me tpoSifle sef^s^mAcfi ftt^ 3ii rnifntr C)M^ mo« 

tm Ik Jgrikffir Ccfi/ 0ttt(Htti<iiN, C»ro|){, Qtaffimi, Mt 

QirjM iltr aRottd ^Mi 6<ilt^t«|Nfi; im^it |{4 Stemm« 

imi^Ui i»k bk 5M<^ ^ Mi 3efbifctt }tt tiiil^t y# 

xktgmr Sbmmb^m^ h^ witi^utu 1H^ tm 

tiwi^f^tfltkf mit^lltttifl^e ®e(i|rfiimfeie, tiHtf {« ben 

@amiii(ttngm t^eranlafte; a(^ ®{ttn firbic ^omtrn ^lir 

ttefnt^ aSerfMnbntf. ^ ift mcrfnrtrbts, «af man im 

Onmbc ^ immer bordficr badete wk 9iiftM V. S)m 

guftai: »e^ ftßcrt^mt nnir m«ii tm^ wH iiwfrnu bie 

9NUiir^mAi( imb f^^ 9htgf<äf p nihmm toc^K 

fik fl^tä^iu s^fibm ^bm. ^M barf nm tmavtxnf 

mmt^^pff urm AMb«rti'ifprt»ftf0iltt bcrlBer^fint dn< flu» 

bctf loeU^e^ ((jfddf; tMf f{( burl^ fdncrfd 9(rt iMon ^^ 

ftimi^-Mi ^tütaft MTfuOtn fl^ti fMfon. attun foBte feum 

Stabm, w» man fic^ im fl<6|i$mm ^abrlnnbett twd^ 

irföubt ^or« 2Mi t^ermen bt$ €onfian(tn Mm anbem 

lowm fk^ Mn^f» 4>itf iom^r^^lntie Sderdimtie ^oc^ immer 

}iimt({^ in ®^tfb^ elften, niib 9en>i$ bift« fä^on ba< 

SerbimO l^t^ iSebauer« nm bie J&errfc^t ber (^rifHic^ 

j(iti|e ffe'^^AfKn fo8m; |eboü^ mifer ^1 V. mürben 



99 »ttc^vni. ^ii9ipiSttntni,,mtub.n.3a^vff. 

pe Mn 9mnft 0i.mfATtf mt^ in im(B^m(ki[:}mix QHt 
{tt ^0af{ nni»^®arren img^offcn; wdö^bmiaäf: ßt bit 

6cr/ SiieNn^j^mtKlf iiwmH Atnf^W noc^ {iemUcfy gut er» 
^etir fnitb 9or Vauiv. irm^ ©tMe. .& fbfte bctt 
(tei^tftiinn ^ebanfcit, ber 3u«i)9fh>tt>9}<tri4..iiit beut Stnbe 
ftne (»(»ffa^ «^neS&ili^iif^ S\f$tt^:vmbi,bk(Mit fb ^c^ 
anffifBm )I4* {affin, ia$ bk ^bt ttoit: bk^ t^m 9te> 
f<^$mtt SAt« äbtrfel^ tofrbm fi^tt^^^ 9?tfr ge^r(tl»it{tt 
litte eUiid t^oit ttn§itt>o|»Ii(()ir:8dogfv €r fimb.dmi fott^ 
mbtts^. im gciif»«i^tiiii]M:/e^ bo^ f{e 

i߀tm 9tt^iSh i^$tl/ bt| fk ^fk6^ )(inie(rmi^ (Htfmi 
Hüb (WivB^i^ «^ f#5i|>wb |RK<iNi^ Mi$rt«Nitt tiMftiabr, 
fift^rte IT fle tMür utib bra^ jutm €oIo# bumuf «tt^ im 

:@oOtt auc^ »M^tjiBe« tu^ fcf^t, tx^ tndtt bot 
fMbtvM it^flifadt §^tr. fo . tfl' b«^ tmtoigbar^ ba0 fle 
im Mimtitm in <bm Ifiitfm UnmWc* 

^ vm. li^tei maniti bor 2^ noc^ etrnitol bieObfb^ 
jcm^ ^rvtg eid^^ urtb ^(tejn^ untxr^td^tc^ SKonameat 
ber «i))itNi{4ittfcl^ 3ei(iii, iA$pinfmi ktt (EdciSa SRi^ 

*rtfo/ 414 jrrßftwni»« -^n SR^rmor ,M vbir 3»w^«<i bi 
iüri^H Mptt^enbm. S)ir iiix^mtiße D^il^^Uj^ unb Stets» 
WHlir.iW^ SiJtr SSiWW^ bitn- We jftiitfwa; ü^irtfilgl» 

«orbtrif wc^tt biifiti ^in>ttffr,iii0 b» ^opff ^g^b iftm 
in mm ^m bie €«bmNioittr : ^«<f Jitensg. 94m 

Usitt nm J&imb an, (Aibai rimtfc^ist S3o|(|..b«^ feine 
8Utexi#iimfv üdbtei bie.^Mc^ tnne n>u^e unb .(^ niie 
J^^Al^ J^«t«tbfffem:::3mi4n>()ifiQi 40^. ixfl(re.i(ä:>biifen 



fdncti dfftßdi SKfi^ SQhut wuftt.dbfk^Ui ttm Wncii 
Stoflöttf jtt mfgm •> 

€1$ Tätigt aba cUt» pB^fmmm. 2>k <E|m^ ftcr ffU^ 
f{aiiRittim M t&re M<Mta:eti fÜbedi/.SlntrUe (tiddicfftfi 
Me aitc^ m Aattjf. unif iifttsdfttr »Ki^ ber aOldtt^ai^i;^ 
firt^dtf boß '^wxASjttisii toAtt iHtfl^u wä^ Md^ unoA 

. V^a 6ef{o mifibnt «Mr 9toiit ttixl^ ttmntr ettit ^«(»fr 
fiftbt; tcrCttfotr, ,6ie'Jti fmntmlt^ Qric^fmtildt unb etttir 
^nf{A6un0 n^ie fie ber Q^li^mad! jene« Sätdfcrt mm <ttf> 
tnof beliebte/ t^jßUk^ tiM^t ^otte; probmftt» npi^imnier 
in ber 9&i#t: h-: ber ^tusmtiroibe (Stpl ber €<mtoee ir«t 
bomatö bem @t9( ber SapeOe {ur @ette; «^ ed et^udee bte 
Steifenben. n^cca müßte t>ott ber SRatur t>ertt>«&rio(l fepn,'' 
ruft @)>Dn avLii ber 1674 na(^ SKom fam, //tDenn man ntc^t 
in tr^et^, einmt 3^)^: f<^ S&efrteb^un^ f4nbe'' ^). <&r 
gef^e btefe 3tt>etge burc^: bte 93ibUot^e(en/ tt^o man bie festem 
f{ett SBnrfe f{nSimv bie Soneerte in JHtc^en ttnb 9404flen, 
100 man edglic^ bie fc^bnjien @Hmnm ^^htm tttlite; fo 
t^ifl Sammbtngen für. alte mi> nm &(vXptm unb ÜRaie» 
rci; fonief ^irrdii;^ SB&unmrCe aBer:;3eitenr aante 93|i09i 
mit 93oä;eIiefä nnb ^N^cripffiDnen/ iuvx er attetn Mu^ 
nette cofrfrt ^at, d6ecSetbet; bie ®e0enn>art fo ineier grenn 
ben t>on oOen Sdnbent nnbStmsen; bie 9)aMr genieße man 
in ben )>arabieflfc^en @toen; unb «»er bie ttebunjien bet 



78 Sdndf Yin. 5DU gipfle iim k Otf tte ». 17. 3a^r^. 

§[italntgtrt( (Mff f3gt ft ^ii^iti fir bttt ifF 6infd^ Atr^ 
d^ 9leK<|ttien, ^ccfßonen fein £eN(aiiB wN^ffl^ 

£^iie Swi^I gab a oiAtmiM mdt g»fSiMtgere geU 
füge St^ngctt; aber bie Soiknbimg bir rbmirclett SSBett, 
i^ «efc^ioflimbeie m f^ fHbft, btr^iUre be«giet4t$ttm«> 
bet nibigt 0emi$r Derdnige tait bor Gfc^erbett itib SScfHe« 
btgtmg; ttdcbe ben Oldnbtgen ber tmanfbbrl&jbc 9tibM(i 
ber ®egenf{4ttbe feiner {ßerebriing geoNlbrte, Abfe-nod^ im 
tuet etttf mdd^eige ainiicbttng mi^ UM mebt bwM^ boö 
liiie, balb mebr bnrc^ baf anbere Stotto; )iit9e8m lutent» 
fi^iebm bofv^ loelc^it ans ntfifbii» . • . 

tSiRigegmttMgen mh m$ biifc 91tt)i^tttng o» beut 
•ttff alhn bflen SMf|)lelei iat |ttgifi((^ onf ben rbii#^ J^ 
Menbiii mrjUfnMrfte. 



». 



t^tgr^flton über Xdmgtn €$t{fHhe Don ^(^n^r&em 

&^t^ eft fittb fi>Qr in bem gaOe gitveifin ttn(ht JBIUEe 
nac^ Sc^tveben binfMmben. 

IM fanb, wo i<i< tetbertbnm jnevil: bie gcfimtniir 
flkrfaffung poHeifi^ umgefiaftefef b& 9(ntirefbniiadon Mf 
eine fb nttsjrtt>bbnttc^ fEMfir in beir b^hn ftefboen Dbi 
Iffdfhtranten unb fiDibetfad|Kr fimb, Mn too bonn^M 
grofle Cntft^eibnltg in bent wlü^oxifiifni Aanit>fe |iaupe^ 
fi^ßd^ oin^gongen toar; tUn ba maä^tt je^i ber Siat^olU 
tiimui audf in ber nenen @ef{alt bie er angenommen, bie 
unemHirtetfie Srobening. S>ie Sodj^ter fene^ Sorfimpferi 
ber ^tefbmfen^ ift&nigtn CfMri(ltne i^on Gc^io^^i 109 er 



ntgtn in turait mnor ciinti^tiu * 

9ta(^ fiM Sote €tit(bi^ 9i!Mfg tpitt atK^ in e4«96 
ben, fl* 1619 in ^irfirvk^, 1640 in 9or(i«a(/ nab in 
tiefer 11^^ öli fo ij^iAm onNnr Orfm einni tugmüM 
tk 9Me bo^Pii'r ob man fUf tMft wa bcr ttnigliil^ 
eewklf frei mdd^ mAnCf StepuMiT confüMitcn fbOe *> 

iRnn tfmS bkfer 9lntrd0 {niar Mmorfim: nnni (Mb 
bt(^ bcr ttäftn M Mrfioiibetten Abn%<; abir baf bicf 
ein 5Knb Mn ftdfi'^vm toa^r ^9 ^ SMnnanb ^on Cft^ 
nigBd^ et(äfM^§tA bcr bie 3M Nttr ersfeifm fte» 
nctt, ben>irfte bod^f baff bie Oennitt in Mt 4^nbe eini^or 
aknigen tom. S)te onümomird^fc^ £oibAi)in }en«r 3cft 
fonbinrtin ec|ioeiim ^ttSatitt tmb iBiOisttnd: iid^ii bai 
^Bafdlimi M bmam ^tfomlniM in €n|bnb, nm^ MA 
nu^rübcr bie SSemgniIfcff bct g^rtnbef ba fie nm ^ 9itf 
enffd|^Mer drifloff&t^c^ nKven. /f3d^ bcnterfe n^o^ff'' 
fdgte €^n({ina etnfhnatö fe(bf{ in bem (Senate, i,ntan wunfc^t 
^{(t, bau eäfw^^ fki flta^iriii^ ober eine Mffefratie 
»ei*e.'^ 

SMefe Intige SAriün ober toar nic^t* s<<>^ ^i^ (^ 

1) La Tie de'la reine Christine faiie par elle^mtoe M 9r<f ett« 
^H M^moires pour senrir k Pbittoire de Christine Tom. III^ 
p. 41': On m^a yooltt persnader qu^on mit en d^Kberation en 
taiaiMB assembl^ee partfeiilMres s^U falloit ne mettre en -H* 
ber4^9 n^ajant qu^un enfiant en tMe, dont U ^ioit ais^ de se 
d^Mre, et de e^Mger em f^pnbUqne. ^Bergl bie 9lote van 



nigJEfc^e eemU t^tfO^ in Uffm: i(k fitmtftt f!c^ an/ m 
i^oUtm &mt M.fB^rtf S&nipn $tt fa^ 18m Am tStt^ 
gftä>üät an baff ^e bie.SXfgtmttts fcliift atiAat,: ort ^a^re 
1644, totbntete fte flc^ im Stfc^äftm mit eittem. bettttn» 
toti^touübism Stfer. S^matf J)iittc fle dne:@etftitf9$und 
Derfaumt: tmr flltbat, U^ fte tmt tem giefirtf sqalagt iff, 
bafi fte |ttr tlbct gelaffht M* f^ M^cf^ bte ®i$tin$ befl 
fctwtigea^tet. &u wßnmt ntd^t ftd^ ottf bai hdft t)9r« 
{itberejteii. S>ebttctiottctt^ «kre SBogm kns, lieft fte burc^ 
ttitb vMä)t fkfy i^rett ^^t {u eigeir: Sieiib^ »br beut 
Siitfc^afett, fru^ beim (Sma^tn überlegt fle bfe fictit^ett 
f ttttbe 0* ^t doofer ©efc^rfüe^f wffe^t fte batm bie 
§rase Dott^S^* f^ ^^ ^^^^^^ bemerfen attf t^elc^ @etle 
ft flc^ tteigt; noc^em fk olle Stitglieb^r ge^rt^ar, fogt 
oisi^ fie t^ {Reumng, bie fk^ ttntiter .t^D^Ibesrunbee ftit» 
betf bie ttton ttt.berJJtegel beitebe. S>te.iiitäi ©ettttoreit 
fHtb tfemnnbttt t9eic^;®etwdi fit fl^ iUJMcfdfafm wnf ^> 
Sa bein 9U>fii)it4 M Jvef^^iU^c^griebett« ^oete fie pet^tt^ 
Ifc^ t>klm Sbtt^etl: bie O^ivm btv Slrtnee, i^r @{fatt^r 

aiti 

1) Pablo disati al pa^a Alessandro VÜ w^ru la rtguia di 
Suecia. MS. Ella m^ha piü d^una yolta assicurato di qoq a^er 
mai portato avanti alcun negotio grave a cui non avesse qiiasi 
dae aimi prima penimto^ e die moUe höre della maHma^ dopo 
che s^era sregliata da qael poco sonno che era solita di pren« 
dere, impiegaTa nel considerare i negotii e. coiDseguenze loro 

beucht lontane. 

'. , ' ' . •■ «• 

2>*M4$Boirefl de ce qiri est pass^ ea Suede tirez des d^pe- 
achea de M^. Cbaimt I, p, %ih (1648 F^n*.). 11 est inproyabU 
commeBt eile eat puiasaDte dans aon oenseil, car eile ^outa i^ 
la qaalit^ de r^e la graee^ le credit , le^ hienfaits et la forco 
de penuader. 



am Cotisref tmm triebt tefftt: ao^ in edßkbtn 90! tf 
Setsfe toelclK bie Sttd^fUnMfTer bte mm tat Jtaf^oltbtt tefiim 
tarö fär bte h^bctüflfd^ni etblanit mädfUf nidit iWigtm: 
0b€t fle m^Utt boä &i&d nidft iwuut ottfS. nmt ^aui» 
fbr&cm: niemals toar Gc^tMbm fo glortdd^^ fo ttiAc^g 
getDcfm: fle fa^ eine SBefUe^ung i^tti ®eIH^rfä^ bori^ 
bafi bem fe mXf fle wiliifc^e t^ Stomen an btefe» So» 
flanb in fnäpftn. 

J^lele fle nim firlbfl bie &§tfmca^t ber «riflofmfie 
Mdf Xtifttn tiiAtt, fo foSte flc^ biefe ebett fo imi% 
ft^meic^bt b&rfm, ettoa in Snfunft {n i^rem Sieb in 
gelangen: fo jun^ fle auc^ noc^ mar, fo bxa^tt fle boc^ ^ 
bott bie 6ttcce(fton i^red aktterö btt ffaligrafm Carl 
®itfiat> in ajorfd^lag. ®ie nteint, ber ^rot) ^ ba< 
nid^t tu ^ffen gemage: fle aOetn ^obe e^ bnrc^gefe^f, toU 
ber ben SBiOen M <3tmtiif ber e« nic^ einmal ^ 
tnUeberbgung nei^men tooOen, miber ben ffitfien ber ®tdnbi^ 
bie nur ani SRAdflc^e auf fle barin gemiOigt: genug iwft 
©ttccefflon toarb unn>tberrufliii^ f^g^( 0« 

3)oppe(t merfmurbtg ifl e^ nun, ba^ fle bei biefem 
eifer für bie ®efc^fte {ugleic^ ben @tubten mit einer aitt 
Don Seibenfc^afe oblag. 9}o^ in ben ^b^m ber JNnb^eit 
toar i^r nic^t^ angenehmer gemefen ali bie fe^rflunbe. 
€* mochte ba^r fommen, baf fle bti i^rer1D^tttter too^nfe^ 
bie fic^ ganj bem 6c^mer{e über i^ren ®mabl Eingab: 
mit Ungebulb ermartete fle tdgltc^ btn 9(ttgenb(i(l, wo fle 
mi biefen bunfeln ©emdc^em ber Stauer erttfl toutbe. 

1) R^gne de Christine jusqu^^ sa rösignation 6et ^rcfen^o($ 
m, 162 fftoim. 



atctttttd^tö ickut; fkttjii^ltf ba$^ i»te. mriftot eigetidk^ 
:t^m Sd^rer gelernt -^e 0; tv^- »tn fo loe^r fa^^n ttiiS, 
ta f e tiimttiäf itt eitrigen, btö pit S^ctigfett etite^'(£mde^ 
60rmtt gtlbr^d^t ^at 9Bte :fk i)ufhnt(^ / urnri) fte mmter 
mdif>t xim im S&ci^t ergrifeo brr itt 5er fieemtitc Itcse. 
eg «Mt btr (gpcd^ in. mAt^tt fid^ Ue ^(a^rfamfeft aK^ 
mütfiis Don ben Seffeln ber t^eo(odtfc^en.€trettisfejeelia&^ 
'B^> <>t;a>eic^er ft# öfter 6eibe ^Meien.^in aKglnnein an<» 
tttomee SiqAtfafiimf^n er^ofe». @te,^e ben S^rgeif bes» 
.tp^tnte Seutr an ^.|U ^kl^eti;/ i^t^ 1M(eitUIS^e^ iU 
genieflcn. Snerfi Innren einige bm0)t ^ifologeit: iui& 
4#omfer, {. 15. ^veingftrinf^ <titf ^ffht Sbbutn fbt. ftmx 
^tetlble UM^en gra^Mt :£N( ber.i^r ait^negtäi ftm#» 
«ontritoeton erfiejL 0? ^<^n firfgten 9üe|)ert4nber: 2^f 
iBefltü^ktt^tie b«g ©ttibätm be«;l@tie(l^tf^en:in6<i^»uiig; 
pe. bemdil^tgtt fic^ in {tir{emf;&er toicMtglMt nden. ^(o^ 
«en^ tmb :fett# ibie ^tn^eniMriee biykn ^t nte^t fcem;^. 
3m 3a^re IGSO «fc^en ^Inm|itttf^ bie £6mgtn ^affe 
iftmfagen btffeti: fonmie erint<(^t ttt.i&r^fl> toerbe fte ge« 
gMt&t^igt tfe^n tu i|to ^u: EMidien: etn 3a^r J<tng to^tt 
tt in i^reoi ^ktOafTe. CnUtc^ Witrh ane^ ^atUfiytiUtmh 






1.) La-TJe de €bH$iilie d<nr. p. p, m. p» 53. „Je s^foi» 4 
Pdge de quatorze ans toutes les languea, toutes les sciences e(; 
tous les ei^ercices dont ofnt touIoIC m^insttuire. Mais depüis 
j'tn m apfm.hitJX d'antres saus le seoours dl'auoto^oraitfe: et 
il est cert^in que je n^en eus jamais ni pour apprendre la lan- 
gue Allemande, 1a Fran^oise, Tltalienne, nl TEspagoole. '^ 

2) Harangue pan^gjrique de Freinsbemius k Christine 1647^ 
bei ^Urdm^ol^ II, ^weiter ^n^atiQ, p. 104. 



<ft(n<9{n l[^^<ftlne'vott!0i^ebenf. 



6S 



»n fiäf SU {^ jtiP ie^6mt:4t^ S^^rgcn ^m fAitf ^m rt 
Ut e^t ^t in %er SiMHorM {U fif|eli: mm i^uptHf 

im ^m^^ipUikn smufu 9t t^ d^i^t ^^fl |e iif 
l^ren Confmitien «tt bett ©cle^rteit »te in ü)ttn • tB(rfj>» 
c^seH itait im ©enof e ble lMtol<gm^eit t>etf ^cf (k^ 
fim e^Hd^ife^ tfnb einer mfc^ ttuffaffiin^ tinb ^kne^ 
Itaftoft lAj^u. ffjf)t @eifi ift ^&d^({ duffcnHMntdc^^V ruft 
S^aubdtt^ mit ^rffciunen mi: ^fte ^t «ffe^ sefirflm/ alM 

gelejÄtV ft^ t»^<|f ^Äi?«'' *> 

SBlitft)ei<»Ate J^i^or^rittduttg ber tJ^atur unb be^ ®f Ad tf« 
(Sin fändet S^duttift fret-t>eii »»et <&'fde(i<: ^e fM^t e< 
trid^t {tt terber^n, b^ ^e^te^m 6il^tif(er'^^irr ^^ ai$ 
ik anberet mdtt ^(ü i^r ge^f/ Ityci ^^äfin^tU^t^ ht* 
fetillmti k t^refff' rdd^ft J^mipi^(»r/ fk mKbef mid^ ttfii^ 
bte gevob^nliä^c^tTsfaH baf^df; iebrÜfeiW e^Mf^e be^ 
i^im i^üfytfcmlii^i fitffüt ffd^ <ttMt(i(» um 4^re 3M{<flf 
befömmert, fit iat^Uit Abet eint @)^ire Qitl^itf ^ tiintl 
nic^tö ai^ m^ixi Äufff 4im i)c^ibH# Arbeit fK>t fle nii^ 
begr^eit: — -bttje^n ma0 ti^i^t^'^gnüsmi jU^oren/ 

bol^^Mi fic'biei i^et 6ebtirt#t einen i^abet(S deri^<<^^/ 
b«|i (k in ber fHt^eflen j^itfl^eir bdm a»^uei« b^ 
fU^$ #»rt {i(^^«rfc^fecfett in bte ^iniV^itlclim^mi^^ä^ 
Miik tt^tti '@i»>a1tntitib äußg^it^ Ijäfk; auf bo« 



1) Naud^ k Gassendi 19 Oet 166^ .Lar^ne^la «quelle 
je puis dire sans flatterie qu^elle tient niieux sa partie es con- 
förences qu^elle tient assez souTent a^ec messieurs Bochart, 
Bonrdelot/ dii Fresne et iii4>i, qu'^aueun de lacötnpä^nie, et'si je 
YOtis dis qne iibn esj^rlt est tout':^' fäit extraordtnfth'e, je ne 
meütirai point^ car eile a tdüt Vn/ ellä 1A iotd !ii, eile 'fiait'ioat. 



84 435 tt(^ VIII. S>ie ^4|>fte um b. fOlitte b. H.^a^t^. 

fA^f{e fi^t ^t tu Vferb, <Sitcn 3»$ tot ISAdtl, fo flk^t 
fle ba^tn: auf ber Sagb mifi fie ba^ SBitb mit bem er« 
({m @(^ttfl itt erksen; -* fle ^bttt Zacitva nnb ^Iato| 
)tnb fafit btefe Slutoren (utpeUen felbfl beffer atö ^^tloliy^ 
gm wn ^rofefllort; — fo jung fle t(l/ fo toetß fte flc^ 
felbjt in @taatö0efi^ften fe(bj{dnbid eine treffenbe ^tU 
nung |tt bilben, unb fte unter ben in ^Iterfa^ung er« 
grauten @enatoren burc^iufet^en: fte totrft ben ^tfc^n 
SSttt^ eine^ at^ebornen ©c^arfpnn^ in bie 3lrbeit; tot 
aUtm i(f fie t>cn ber ^o^en 93ebeutung burci^brungen iit 
i^r i^re .^erfunft gebe, Don ber 9h>t^t9enbigfeit ber @elbf{« 
regierung: (einen ®efanbten ^ttt fie an if^re 9Rinif{er ge« 
toiefen: fte tritt ntc^ butbeu; I^afi einer i^rer Untertanen 
einen auft)>drtigen jDrben trage / n>ie fte fagt, bafi ein ^it« 
gtieb i^rer J^rbe t>on einer fremben {Hin& ftc^ bejetc^nett 
(äffe: fte t^eifi eine Jg)a(tung aniune^nteu/ Dor meld^er bte 
Generale i>er({umnten toeb^ 2)eutf):^(anb erbeben gemad^t: 
toixt ein neuer ^ieg au^gebrodl>en/ fo mürbe fie ftc^ unfe^f« 
bor 4tt bie 6)>i|e i^rer Gruppen gefieOt ^aben* 

S5ei biefer ©eßnnung unb t)onoaltenben (Stimmung 
t9ar t^r fc^on ber @ebanfe unerträglich fl^ ya Der^ira« 
t^/ einem SRonne Siechte an i^re ^rfon )tt geben; ber 
a3er|>f{i(^tung ^ie(u, bie fie gegen i^r £anb ^ben ihnnte, 
glaubt fie burc^ bie S^f{fe$ung ber @ucceffion dber^oben 
ju fepn; nad^bem fie gefront ift erfWrt fie, fie »örbe e^ec 
fierben aW fi<^ t^ermd^kn *)• 

1) „J« me serois", fagt fte fibrtgen« in if^rtr itUniU^d^m* 
bttttg p. 57 9 99 Sans doate marine si je n^eusse reeonnue en moi 
la force de me passer des plaisira de ramour^^; unb man barf 



Stiniiin C^riftine t»on S^toebett. 65 

&o1itt aber mo^l ein 3i(it<)nb biefer 8trt ittcr^oitpt 
bc^tt|>M mcrbcn fftnnen? €r ^t etnKiJ Ocf^Hintite^/ 9Iim 
ge^ettsee^, <^ fe^(t t^m bo« ®bic^mtc^e ^ ®cfimb^ 
bfc' 9bt^ etnc^ tuil&r(ii^ unb in ^öf iefricbigien 2>a^ 
fe9n«. €^ i({ nic^t SReiguns (tt ben etfäfilfkn, baff ^e 
fU^ fo etfrtg ^einwirft; S^rgei) unb filrf{(ic^ 6cI6({0efd^( 
treiben fu baju an: Skrgnigcn finbet fte boran nic^t 9Iqc^ 
Vubt fte itft 83ater(anb nid^t, mbet feine aSergniigungen 
nodf feine ®en>o^n^ei^en: meber feine 0e{f{(i<^ nod^ fi^itie 
totlüxd^ Skrfafßtng : aw^ nic^t feine fSergangen^e, t>on 
ber fte feine 9l^ung ^t: bie 6eaat^cerenionien; bie (on^ 
gen tUtbm, bie fte antu^6ren t>erpf{i(l^eee ifl, ^ gunctipn 
M ber ße perf&nlic^ in ^fptud^ genommen toixht fhtb 
ifyt gerabeju Det^aflt: ber Xrei^ oon SSilbung unb ®e(e^r» 
fiimfeie in bem fic^ i^re £anb^Ieute galten, fc^eint ifycyttf 
dc^elic^ J^tte fte biefen S^ron nic^t ton Ainb^eit an 
befeffen / fb nmrbe er i^r DieOeid^t M ein ^tl i^rer asitn» 
fdSK erfc^ienen fe^n; obtt ba fie Königin mar, fo mit fte 
{tträcfbenfen fonn, fo |KiNn bie bege^renben Sttiftt bti 
®emut^/ mldit bie Sufunfi^ eineö ^enfc^en i^m Dor« 
bereiten, eine Don i^rem £anbe abgemenbete. SXic^tnng ge^ 
nommen. ^ontofte unb Siebe )u bem ttngem&^niic^en fan* 
gen auf i^r£e6en {u be^errfc^: fte fenni feine DlticCfic^t: 
fte bentt nic^t baran, Un €in!brucfen be^ "^vif^i unb beä 
^omtntti bk Ueberlegen^eit bed moralifc^en &trmaa^tßf 
totldft i^rer ®teOung entfprac^e, entgegen^ufe^en ; ja fte if{ 
^oc^gefinnt, mue^ig, doH (Spmntxaft unb Energie, groß^^ 

Oft bterin um fo me^r glauben, ba btefe^ SBerf ^nQUid) eine 9(rt 
Don Seilte ift. 



{tiHMr tttc^t oBcm gestii i^jt.^IRittttr: ond^ ba^ .^düseSlm 
&f6feti t|reä fBfttcti fc^ont fie tii^/ mn eine td^h 9(tte^ 
n»rt }u geben: e^ i^ $nn>eHen als n>»f te fte nic^t nmiS 
fte fagt *> '@o 1)odf fieatuj^ gfefMle ifi, ^ fonnen b^c^ 
Me SKtKhmrftittgen eme^ foftj^en SSefragenä nfid^ anjifei« 
bmr nm f» toeniget #^11 fie fid^ bann. $nfriebftt, bW»^ 
ober glncflU^; . . 

®(i gcfcbiebt nun, bafi biefVr;®eift bet fRicbtbef^iebM 
gttitg . ffc^ rttot oBem auf bie teliigiifen ^nge n>ttft: mo^ 
mäi.t^ folgenbeügefatt {nging. 

3tt ibnctt <grinner«(ttgen t^m^ältfilt ^oftgiti mit 6e^ 
(buberer SSorltebe bei tbrem £4rer 2>r. Sob^nn 9bottbiA/ 
beffen einflute, reine/ miibejSeele fre bom erfhn äfugenblict 
an frfiUte: ber. tbc erfiet SSertronier nntrbe: mtcb in aOen 
Keinen ^Ingelisgenbeiteit "")• Unmittelbar ito^em ^ ge^ 
letgi; ba(l «on ben brflebeiiben ;^lrcbeR9efeaf(Jbaf^ feine 
bie onbett Abertt)dltjigen Merbe, tegfe ftcb bi^ »Rb ba in 
n^Igefinnten ^Mutbetn bit Senben} fie p M?einigen. 
9ltt^ 4Ratebtd ^s^t biefen aSunfc^: er gab ein 93ucb b^r^ 
mi, in Ml<bcm er «int fBerrinlgang Jbet beiben pn>te#am 
tifcb^n Xitä)tn m Anregung braute. 2>ie ^bnigin nun 
vm febr jUner ^eituing: fb fa^e bm @eban(m eine tbeo« 

• • • 

1) ^on t()rem ©efprdc^ mit i^er Butter Ui d^annt lU, 
365, mai 1654, Idft ft* ntc^t anber« urt^eilert. 

2) tres capable, fagt fte in i^rer STutobiograpl^te p. 51, de 
bien instruire uo enfant tel que j^^tois, ayant une honndtet^, 
une discrätion et une douceiir qui le faisoient aimer et estimer. 



• i 



A&il^itt C^irjltoe «Ott ®4tt)ebe». 97 



35ieleonttti<{i{..at6^o fÜtO^. J3tlfa;tn auf .iiet @teBr er« 
^. fii^^ ^temibn: i^. tnifte$4^ihtr €tfir^ itttn:$imfiedii9et 
ent^mner. (gm.i^o|>(riittmbcitt «eh Salmof gtijf |enf4 
SBud^ mt ^ndfintii jatt:> 6te ®i^ditbe tto^tttm bamtte 
fartri. 3>ie .S^ifc^Ht ctim^m Ntt aiHi^af^^ u^nr.^ie 
Sanbeärelidton \\\ n>ad^en: ber @rofifan{(er begQfe.fic^ tot: 
^ftigitt/ mtb ma^tf : i^ fo noci^räcfKc^ StotfieOiinsen, 
baß t^ S^dttm M ttntmti^eä in bteälttji^rt frateii 0- 

Ste mas fte tM^e 6<uä^ )u bhn^fen jeglottb^ 1^^ 
6en, Jb(t0 e« nic^t dttxetner €tftc fe^/ toai) i^c Sutf^eco« 
ner in Smegung fege. . @ie meitüe/ nt^ui iDoOe ,fle mit 
bet.Si'ee 9on @ote idttfi^, Vit tarn, \%x ga^^ nur um fie 
ttd^ eiiMiit t)oirfteb(ic^eti 3iek (u Ii itm. <£i$ fc^h t^r @ot9 
fe^ mc^ toäö^if tott man i^n t^ tor^idto 0» . 

Säe J9eit(dufttgett fprrbt^teit; ixt x^t^tn tmtnct Sttts^ 
%mi\Xt gemacht, unb bie fie uni ber ^tc^orbuungm iM^ 
teil an^ton :mu|ite; n>uffben % mut untr^dgßd||. £)f6 
jagter.'ße i^e Itngebitlb: fie xMtz mitbem ©M^lff fptelte 
tmt intern ^i^nlbc^en; &ef{o fdngetf unbarmherziger fachte 
man jie fe^julfotert. 

2tn ber i@ttiiimuiig tn/mtd^e fte j^iebucc^gerieiis^, iü 
ber fk ftcl^ t^ott-ber angetunttmenen . .^(^nbeäfeflgi^n itmierlic^ 

1) (Schreiben »on STyel jDjrcnfiieriia 2 9^oi 1647; Bei Slrcfen?' 
^(| IV, :4pp.-.n. JJI, unb befoiiber^ bon ®raf !8raH Sfecfenl^. 
IV, p. 229. -r- ©a5 ©erf ^iHatt^id« i|l Idea boni ordinis in 
ecciesia Christi. 

2) „Je cras", foi^t f?e in einet »on ©ofeenMab mitget^jeil«' 
ten 9lot^/ 99 Qu^ l^s bondmefi voh& fa1s<Jiefit "pafler h, leur mode 
et quUls jne vouloient tromper et me faire peur pour me gou- 
Terner k la leur": bei 5frcfent;ot6 tom. Ilt, p. ^0^. 



88 Sbuäf Vin. Siit ^ipftt ttm b. 9ßitte b. 17. ^a^r^. 

entfernte, todxb fU nun bnrc^ Ue Slnbtnfe &er fVemben ®e« 
(ehrten 6ef{drft. Stnige toaren fat^otifc^: avibttt ). 95. 
Sfoat aSoffitt^ galten derabe)u fär ungtduHg: S5ottrbe(otf 
ber bei i^r um fo ^h^ ({anb, ba er fte Don einer ^d^^ 
üäfm iffranf^eit gltlcfUd^ (geilte, Derf|»ottete aUti, $ol9^U 
^tfloren unb &mbe<reItgioneni tmb galt gerabetu für emeti 
9laturaU(ten. 

ätamd^lis geriet^ bie junge Surfttn in umulflhmdft 
Streife!. €^ fc^ien i^r, M frp aOe pofitiDe gteligion eine 
(Erfinbnns ber ^nf^^en, al^ gelte iebed Sd^ument gegen 
bic eine fo gut n>ie gegen bie anbere: ali fep e^ tnle^t 
gleic^giilttg toefa^r num ange^bre. 

2lnbe|fen ging fie ^iebei boc^ nie bij {u eigentU^ 
(^er 3rreIigio(!t4t fort: e^ gab auc^ in i^r einige nnerfi:^ät» 
terlic^e Ueber^engungen: in i^rer fnrfUic^en Sinfamf eit auf 
bem £^ne fyittt fte boc^ ben ©ebanfen an ®ott nic^t 
entbe^n fönnen: ja fit glaubte faf{ i^m mm ®ä)ntt nd« 
^ iu jie^n: i,bn toei^V ruft fit ava, „toie oft ic^ in 
einer genteinen ®ei({em unbefannten Qptadft bic^ vm bie 
®nabe bat mic^ {u erleuchten; unb bir gelobte bir {u ge» 
^orc^en, foKte id) auä) itbtn unb ®l&d boruber aufopfern.^' 
iSc^on Derfnäpft fie bief mit i^ren äbrigen 3been: ;,ic^ 
tKxiiötMt", fogt ße, ;,auf aUt anbere £iebe unb n>ibntete 
ntic^ biefer." 

&oUu aber ®ott bie ^enfc^en o^ne bie ma^re Sleli^ 
gion gelaffen ^aben? Sefonber^ machte ein älu^fprud^ Q[i« 
cero^; ba|i bie toa^re 9le(tgion nur €ine fepn fonne unb 
aUt anbern fa(fc^ fe^n mA$ttn, auf fie (Sinbruct 0^ 

1) PallaTieini: Vita Alexandri YU« (Stelle m ttdtt^ong. 



Stini^in C^rfftine 9011 ®((ioebeti. 89 

S){e grage mr nur tbm mUift bit^ ft^. 

Suchen mir |^ter nic^t nac^ ®rAttbeR; fbmtiftn. ®te 
^t oft gefagt, fie |Ki6e <tn bem ^roteßantt^nitt^ feine toe^ 
fentlic^en ^rrt^ämer im Z>tgma sefttnbem aber mie i^re 
atfeneigung gegen &enfe(6ett auj einem ttrfprunglic^, nic^t 
toeiter ab^nleitenben, nur intdi bie Umfiinbe er^^een ®e» 
fä^ie ^vv&fytt, fo ttfirj) (ie flc^ mit einer eben fo unerfMr^ 
Kc^n Steigung, mit unbebingter Qi^mpa^it auf bte ®eite 
bei iftatboüci^mu^. 

@ie n>ar neun ^afyc dt/ (Ai man i^ {uerfi eine ni* 
fytt SRoti) t>on ber fat^ifc^n iftirc^ gab: unb i^r unter 
anbern fagte, baff in berfelben ber e^elofe 6tanb ein 9kr# 
bienfi fep: ,Mt'' tief fie a\a, "ti>\t fc^bn if{ bieff, biefe 
Dteligion will ic^ anne^n.^' 

^m ti^tt>ie^ ^r baö ernf{(ic^: be^o ^artnMiger 
blieb fie bobei. 

2)aran fn^pften fic^ n>eitere bertiHinbte €inbritcfe. 
„fSJenn man fatbolifc^ W fast fie, „ \^t mccx ben Srofi, 
{tt glauben xo<t& fo oiel eb(e ®eif{er 16 2fa^r^unberte lang 
geglaubt: einer SXeligion anjuge^bren bie burc^ SRiOionen 
SBunber, SRiOionen SRdrt^rer be^itigt ifi: bie enbtic^,'' 
fügt, fie ^it^u, ,ifo oiele munberbare Jungfrauen btroorge^ 
bracht i^atf n>e{c^e bie @d^tt>ac^btiten i^re^ ®ef(^(ed^t^ über^ 
tounben unb fic^ ®ott geopfert b<^ben. '' 

©ie SBerfaflfung oon @(^tt)ebeft beruht auf bem ^ro* 
tefianti^muä: ber SKubm, bie ^acf)t/ bie SBeltfleKung bie^^ 
feö Sanbe^ finb barauf gegrunbet; ibr aber tt>irb er xox^ 
eine 9}otbtt>enbig(eit aufgelegt : abgeflogen oon taufenb 3u» 
fdOigEeiten, unberührt oon feinem @ei(ie, eigentoiUig reift 



M 9bnd}\UL 5Die ^ipr(tc:tMn [»..!D^it£e:6. IT.^a^t^. 

fte flc^ t>on t^m lod: Ug$ ^ntgtgen^efelte, tM>tt &in fte 
ttuir eine biuifrle ^"iti^e f)(itf {te^t fte an: baf eä;nt bem 
^pfi me «aftäglu^ SUtMitdt gek/ fc^int i^tr efm faeir 
9iAu @ottti ütisnntfftnt (Smiä}bxtt§i fmanfmxft fte fic^ 
tott Sage {it: Sage mit uoRirer SntfÜ^kbetiffdt : e^ i({: 
atö f&f)Uc ftc^ baä 93ebArfht# metfalic^er ^itt^bntts :^ie^ 
bur^ iefrtebigef a{^ enefpirdnge in t^mn ;C)>^r}en ber (Sltfutie 
toie in einem onbe^n bie Siebe/ eine jiebe bc^ tnibefiDttfilen 
Slffecte^, bie t>on ber 9Be(t Derbammt nMrb/mtb iier^eim^ 
(k^t merben ;mu0/ aber barttm nnr befb tiefirr mitr^eft, 
in b«r tin mlblidit^ J^ti ^äf ^eßat, ber e# aDe^ ^ 
opfern enefd^Ioffen ift . - . 

3Kenig|{en^ manbte ^^ifline mitt/ um |ic^ bem thi 
mifc^en J^ofe ju nähern/ eine ge^cinmi^t^bKe fBerfc^Iagen^ 
9ttt an, n>te jlef^nfi nur. iti älngdegen^tc« ber £eiben« 
fcf^aft ober beä <£(Hrdei{eö Dorfommt: fie fpoim . gkic^aoi 
eine ^fnitisue an imp fati^ii^ jtt , merben. !Dartii . jeigte 
ffe f d; t>o(ltoimnen atö eine -grau. 

S)er erffe bem fle if^re S^ei^ftng jn erfemien 9^, mat 
ein 3efuit älnr^ftio SJ^ocebo, SBeiil^ttxafecbeä portusiefifid^ 
©efanbten jpinto ?pereira '0- ^ereira fprac^ riflr ptrtngie* 
fi^ift er brandete f^rtnen Sj^eid^tooter: ijtigfeic^. oü^ ^ImH^ 
fäj^t. €in fonberbored akrgodsm bätf ßil^ bie Aomgtn 
mad)Uf in Un 3lubten)en bie fte bm ©efanbten gab; in^. 

1) ^att i^at $un)et(en einen gemtfTen ©oltfr. Sr(infen f^r ben 
Url()eber i^rer 95e!e]&rung erfidrt. 9^oc^^ ber SKetdtiön hierüber bei 
9(rcf en^($ I, 465 n>ltrbe ber er^e ®ebanfe Sifdnf ett. nac^ Stodfi^obu 
au f<^icfen bei ber 9tik^fe^r bed ©olmafmd «)i>n ba, n)e((i^ 1651 
erfolgte, entflanben fet)n. SWacebo war jiebod& fc^on 1650 bofetbff; 
fein 3(n<ipru4> tf^ untdugbar. • " / . 



Um tt t>m &taat^9t^iiften ju f^avlban g^aOrtCf nüt fiU 
mm S>oImetfc^er auf reUgtofe (SontroDctfm {tt fomttitii/ 
imfe bkfim iti BBsentoart tititi 3>tium im büt>tm ntc^tö 
txtibnb/ il^r: liefM @e^mttrij{ ansut^irframn 0* 

S^isin tfyatf aU:(aft ftc t^n fluc^tt, f>erfi>f{|m/ oifcr fte 
^^ l^ane i^tt nac^ IXont gefl^icftf um i^vc 9tbfki^ iu* 
tt&^ft i^m. 3ifutfeitdenera( i>or}ntrd^% tittft i^n }U MMi 
i^ cm 4>a(ir. &mr«ttee ^Ritglicber feinet Örbett< }U{b(htb<n« 
' 3tn geftruur 1652 (actjrnt bt<e to b4t S^e in Stoct^ 
^m an. ^i tomti tm :paar fdngere ^dnnerf bte f!c^ 
oül . retjirnbe itoßmtfc^e (gbelleirte tonßieilen (iefleti^ unb f^ea 
ottf t^pn i^r {ur Säfel dcgo^en mutbcm @ie f>imutfyttt auif 
btr ^etff, mtv ftttoürni inbem ffe unmitfrl^r 9etr t^t ^ 
in boä :@pei^{tmnier gitts^tt, fagtc f{e leiiV {n bm ^imnr 
t>te0^^ fyiU crSBrtefe an fit; bteferie^o^ bii^, o^he ffl^ 
tini^menben; .^c fa^tti {pt(ä)t ntü SKonanb/ imb fc^tcfe^ 
iramt noc^ Sifi^e iißtn tmtvmu^m S)kner ^f^^min J^olm 
tun bie S&rieft, betr anbern ^rgen um 0« ftl6fl im ttef^ 
f{en @e^dfimt|l not^ brni ^aSa|te abju^fen 0- 

3« bem .ff6mg^)^aa(l ©ttf&iio f(b6((i^ traten SI6georb« 
nete Don SRiDm mte^femeir l&x^ftr'jufamntien um tfiif i^r 
itto; i^ren VLiUmitt ^nt vbmipfttt Siv^t ju unteti^änbclft. 

i 4 

1 ) Pallayicini : Arctius idctrco -sermones • $t p^lld^aia mi* 
scuity non tiinc solum qiium ad eam Macedus ab legato mitte- 
batnr, sed etiam ipso praesente, qoi nihil int^lligens animadver- 
tobat laf&en löngior^ iqter eos* esse'searfnoheaM^aDi. res ferrent 
ab se interpreti propositae et slbi ab interprete relatae« 

2) Relatione di Paolo Oasati al papa Alessandto VII., 
tfu^jug im Anfang. ; 



92 95ti(^ VIII. 5D{e gipfle um b. iKitce 5. 17. 3a^r^. 

2)0: 0fot{ fiir €^ri({tne (ag anc^ barui; fcaf SNemanb tU 
toai ba»on aftnbete. 

2>te dttten Sefutten beabflc^tigtcn anfangt bie iDrb^ 
nrntg beä Xaeec^t^ntuö {u beobachten, boc^ fa^en fle ba(b/ 
bafi ba^ ^tet ntc^t angebrac^e fep. S>ie ^nigin toaxfi^ 
tm gmt) anbere fragen auf, ali bte bort t>orfamen. ob 
et$ einen ttnterfc^tcb )totf(%n ®ut unb SSAfe gebe, ober ob 
aOe^ nur auf ben 9}u$en unb bie &dfiblidfMt einer J^nb« 
tung anfomme; toU bte St^^iftt |u erlebtgen, bte man ge^ 
gen bie Slnna^me einer Sorfe^ung er|K6en fftnne; ob bte 
@ee(e M SRenfc^en mirflic^ un|ierbU(^; ob e^ nic^t am 
rat^famf{ett fep, feiner fanbe^reKgion du^ic^ ju folgen 
tmb nac^ ben @efe$en ber Sßernunft (U leben. 3>ie Sefnt^ 
tm melben nid^t, toaj fle auf biefe fragen geantwortet ^^ 
ben: fie meinen, tt>4^renb be^ ©efprdd^ fetten i^nen ®e^ 
banten gefommen, an bie fie ftnf)tt nie gebadet utib bie 
fte bann toieber oergejfen : in ber Königin ^abe ber ^eilige 
@ei(l getoirft. 3n ber %^t nnir in i^r fc^on eine tnu 
fc^iebene JS^tnneigung , tt>e(c^e aDe @ränbe unb bie Ueber« 
{eugung felbf{ ergdn)te. 91m ^dufigj{en fam man auf jt^ 
nen oberflen ®runbfa@ luräd, ba|i bit SBett nic^t o^ne 
bie toa^re Sieligion fepn fönne: baran tt>arb bie föt^axp» 
tung gefnApf^, baf unter ben oor^anbenen ik fat^oKfc^ 
iit oernAnftigfle fe;^. „Unfer Jg^auptbejlreben tt>ar,^' fagen 
bie Stfuiten, „ju bettjeifen, ba^ bie ?punfte unfereÄ ^eili^ 
gen ©(auben^ aber bie SSernunft ergaben, aber feine^toe^ 
ge^ i^r entgegen fe^^en.'^ S>ie oome^mfie @c^tt>ierigfeit 
betraf bie 3(nrufung ber Jg>eiligen, bie 93ere^rung ber ?&iU 
ber unb SXetiquiem „3^re SRajefldt aber faßte,'' fahren 



f{e fett, //tntt einbringenbem ®eiffe iit 0an(e ArafK ber 
®mnb</ bie totr tbt torbiehm: fpnft M^cn tiHr ((ittd< 
Seit gebraud^t ^ 9(tt(^ Aber bic <Sc^toimsf<ifm f^rac^ fie 
mit tbnett; btc e^ ^ahtn wtbt, n>enn fle fic^ fu betn UtUt* 
ttiue mtfc^Itefle/ tbn tn^ SBerf {u fe|en. Sutetilen fc^tenen fie 
tttiubfrfietdltc^/ unb etne^ Sage^/ a(ä fte bie ^efbiteti lieber 
fa^/ erfldrte fte i^ntn, fie tnbd^ten lieber tt>ieber nacb JEHittfe 
ge^n: ttndu^fubrbar fe;^ boj Untemebnten: auc^ tbttne fie 
fc^rltc^ jtmali gati} twn J^rim fat^oHfc^ t^erben. 2Me 
guten ^tre^ erf{mtnten: fie boten aOei! auf/ um fle feft 
|tt b<tlten/ fteOten i^r ®oet unb Sf^isfeit wx, unb erfUr^ 
ttn i^re 3n>eife( für eine Stnfee^tung bed &atani. & be« 
teid^net fie ree^e, bafi fie gerabe in biefem Sugenbliefe eiit^ 
fc^Ioffener mt atö bei trgenb einer frA^n Snfannnen^ 
fünft /,9Baä t^urbet i^r fpred^en,'' fing fie p^ljUäf m, 
/itoenn ic^ n%r boran mdre, fotbolifc^ (u toetbm, M 
t|^r glaiibe?'' — „3^ fann bai ©efO^I ntc^t befc^reiben,'^ 
fügt ber lefuirifc^ S3ericf)terf{atter; „bai n^tr tmpfanbmt 
tt>ir dlaubtm t^on ben Siobeen ju erfiebn.^' 2)ie ^bnigin 
fragte/ ob i^r ber g)at>f{ nid^t bie SrlaubnifE geben fbnne 
to^ SIbenbnia&I aOe 3a$r einmal nocb lutberifc^em de« 
broitd^ )tt nehmen. //®tr antworteten: nein; bann/ 
fagte fie/ ifi feine ^lUfe, ic^ ntufi bie ^one aufgeben.^' 

2)enn ba^in richteten fi^ o^nebiefl i^re @ebanfen ton 
ZdQt {u £dge me^r. 

3Jicf>t immer gingen, bte ©efc^dfte be^ imbtß nadf 
S^nnfc^. S)er mdc^tigen Strifiofratie gegenüber/ bie fic^ 
enge jufammen^ielt/ bilbete bie 5t6nigin mit t^rer ani fo 
Dielen £4nbern herbeigezogenen Umgebung/ mitbemX^ron» 



fcifstXf bm fie lern icmU mf^ttibif^i^tr vtrib- im ®taftn 
SRagnu^te la^atbUf bm ^tifyt ^ttmxm'^mUtf Ütn 
<Äer bet ö(te fa^ebtfc^e aw Hi>d> immer ^f<fye ofö e^ett^^ 
6dttid 4ncrfettnen ttoQfe^ em^ gartet bie dle{<i^am atö ek^ 
frembc 6efWKl^tet tt>art. 3^re unbefc^Mnffe Swig^felgWt 
^attt bU'^lnm^n crfc^pft; iittb man fa^ beit Sttt^^nMicC 
ttmmenf loo man mit <iDen ^{ffe(n j» €ttde fe^n toette* 
@c^on im öct^Uv 1651 ^afle fte beit ®t&nbm'iit ^fh 
ftäfi iM ttfifintittt anid&nbi$t^ <S6 mt in hm^mmtt 
iili fi< Antonio ^Siactbo nac^ Stotft ^^^ä)lät f}äfU. SRoc^ 
eteirtät )tfb<>c^ Miffl fte ft«^ -batrtm jurud^rin^n. S)cr Sfeic^»* 
fittjkt jteffifi t^p ft0T, fle möge fic^itfc^t^ewa' buifc^ 5k 
fHfaitilcDe «Bfbrönflniipf tefllmmifii Minr mdn'toefiiiäfon 
»«farföf5en,:1^f[ber@tan{ ber-Ämne m'i^t Um '}*• S»^ 
f)R^ fle' Y0t3ff)ly, ^ bJefe J^anNimg ber ®dt mc^t fo 
^totfd^ Dt>rtoWmen mürbe/ ttne fte aftfansfö - äejfaufet 
8» Ittrj barawf ^rmj S^i^i«^ i^on J^cffenmft etneftt d^n^^ 
IS^ett @c^tW rnngingv wa^ftee fle i^n itugbrÄcflfl^ Idfr: 
fliege gerobe au^ •trff3t6fe*©i'unbe«: ffe »innertef^h mir/ 
iJ^rfetitett ©feiufteft' ijerdnbere/ toerbe .t)«Mt behen ^^afft bre 
eti^ertoffe, tmb »ort befien berai^fet ju bewetf et öftergel^e'^). 
$l6er aM&^id^mttm btefe »etrac^ÄJitgen attf freftfTbff 
nJi^t iile^; €» tt^r WrSeben^, baß fli ftd> but*^'»{^ 



• 4 • 



1) Pufendorf Rerum Suecicarum üb. .23; p. 477, 

2) Lettr« de .Christine au. prince Prüderie LajidgFtiTe de 
Hesse, bei 3(rdfen^o(§ I, p. 218.' „Pouvez-vous fgnorer combien 
teax 4ui changönt sont b^ös- do c^üx dod • seiitiiiiens -desquels 
Us s^eloigneiit, et ne saurez-vous pas par tant dUllu$tres exem- 
ples. ^u^ils sont mäprisös de ceux aupres desquels ils se 
ralngeotl** -'.<:'' 



Ritdein i^tiftittt «ett &^WJtbtn. 



itt^tt &atnmi^, in. Um fReic^wt^/ bm fit twn 
28 ^itslubtvn auf 39 6m^tr^ eine^mt )u nuM^n 
fttd^: ^43^. ätit^^nüet: 0)«(liema> bai tim 3dt (ans 
^ettettfdf nkif; d^ ftdfbnxdt^manbtfSioftmi ®en>o^m 
M( ^^ ^11 in rbtefifc . SamUte glct^om erbUc^eö £aienf 
aitf% nmtii in me^rmti loid^ttgnt Sro^env {. f&. bat ^ttit 
entatißbdrfclinig mit iSrOnbenbitrg, bttel ibte .S6iti0tn in btr 
^'mritat 3ui# ®raf ^D^nt^ b^ la @acbte iMr(or i^e 
©tüiib^. 2)0^ @etb^ fing triitiHf an in mon^cbt unb mc^tc 
ofi^ tii^r }tt ben Ügjliäfm. SBebiurftÜfftn bnJ Jg^itU^M^eä ')» 
aSar e« mc^t i« btt S^ai Seffhr, tt>enn ße fk^ dne ji^t* 
lic^e diente au^bebang/ unb bamit o^ne. fo t>M 99Biberreb< 
iäoüfifn ^biger / ttr lin i^m Ig^utr Jtqb . SretbM nur 
eine a6(RiM^rli(^egwtofr(i(/. einen. SbfaStwn ber SRef 
Itgiotc «nb :Mn;@ltteR beä ianbed f^^en, mi^ ü^vtä. ^^ 
tenS @eSifk^, tq Jbtm Muil^b -ie^^? @d^0inf iMren i^x 
bit.&e^ifu pt^ibn, ttob fie füllte ft^nti^lMliiiff toentt 
ful^ i^ bte ; @ecrMdi:e ni^ertrHi. ;@c^.ging. fte.mitini^ 
gmt mit i^ fp^ni^m @rf<nibfen S>on 9bdo|t1o ^tntentel 
um, : Set: «11 aaen i^rtfn Qefdiftl^m unb .IS^ignö^ngiett 
S^dl no^, :'ben<:iQerfamm(ufigm ' jind 91mamn&norben#, 
ben f e fiiftete, beffen 55Ri(3lieber jtd> ju einer 2lrt »on €6« 
Hbot i^erpflic^ mufiren. ^m 91fftenii> m$te um #re füi» 
t^oltf^e 2fj6j!c^i: * er fegfe feincit ^errn batjön'in Äenntntß/^ 
ber bie SäcfiiiiMtn feinen ©taalenaufjune^n/ t^ren tU^^ 
bertritt bü btm fdpp ju lßet)ortt)crfen öerfprai^ *). 3ri 

1 ) Motm , .ont(J,e . 81 crede la regina di Suezia aver presa kl 
risolatiope di rinoQciare la Corona, hü ^rcfen^olg U, App^ n^ 

2) Pallayicini Vita Alexandri 'yQi Aulae Hlspanicae ad- 



sc 9bnd}\nL 5D{e^a|>jt€nm 5. fOlittt 6.17. 3 a^r^. 

3(ttHen ^tfen f<^ jene ^efUeett, bte wb^ inv&dstQangen^ 
einige aSorberettungen getroffen. 

S)te$i 9Ra( nmr fte bnrc^ Um aSorfieOuttgen a6$u^ 
bringen. 3^r SBrief an ben frant&ftfc^en @efanMen €^a^ 
nut 6en>ei({/ nne toentg fie auf SeifaK rechnete. 3(6er fte 
Derfic^, baß fte ba^ nic^t fttmmere. (Sie werbe glucf^ 
Hc^ fepn, f!ar( in ^df, o^ne gurc^t t>or @ott unb ^em 
f(^en, unb t>on bem Jg)afen auä bie ^ein S)er)enigen att^ 
fe^en/ bie t>on ben @tdrmen bti £eben< um^rgefc^foubert 
toärben. ^^xt einzige @orge n>ar nur, fld^ i^re tStmtt auf 
eine SBeife ftc^ )u fielen, baf fie t^r ntc^t n>ieber mt9 
rtffen tverben fonne. 

älm 24. Sunt 1654 n>arb bie Zeremonie ber fAbbatu 
fung t>oO{ogen. @o mannen StnfiofI bie 9legierung ber 
ft&nigin gegeben b^tUi fo maren bod^ SSome^me mb @e^ 
ringe Don biefer Soöfagung M legten &ptoffm ber ^Safa 
ton i^rem janbe ergrifen. 2>er alte @raf ^ra^e tpeigerte 
flc^ i^r bie J(rone toieber ab}une^nten/ bie er i^r wt brei 
^afyctn aufgefegt battc: er btelt ba^ S5anb in>ifc^en gürfi 
unb Untert^an f&r unaufl&Atc^, biefe J^anblung für um 
rec^tntdliig ')• 3)ie Königin mufte fic^ bie ^one feI6f{ 

Dorn 

minifitri, cum primum rem proposuit Malineq (ber bo^in ^i^i^idt 
n>urbe) omnino voluissent ab regina regnum retineri, ob emolu- 
menta quae tum in religionem tum in regem catholicum redun- 
dassent, sed eognito id fieri non posse nisi laesa religione, pla- 
cuit regi patronam esse facti tarn generosl. 

1) „^i flritte »iber ®ott, hai gemeine ®6lf erregt, unb ben 
®b, mit bmt fte bem 9tei(t)e (Sdfewcben unb ii^rm Untert^janen »er^ 
bunben n>dre, — eö fe^ fem et^rlicfter 5Wann, ber 3i&rer§Kaj. einen 
folgen fftati) gebe." Seben be« ©rafen ?Jeter aSrat^e in ©^Öjer« 
@cl^n)ebifd(|er a3iodra^t^ie 11, p. 409. 



Stini^in C^rifitne von 0(^meben. 97 

t>om Jgmupte neunten: ttft mi i^ttt J^b na^m er fie am 
2>er Sietc^^mflgmen entHeibef, tn ;emfa(^nn tofifem JUdb/ 
1 1 etn)>fing hierauf bk ^ntgtn bie Sl^fc^teb^^utbisuttd i^m 
1 1 ©tdnbe. !Ra^ ben übrigen erfc^ien aud) ber Sprecher be^ 
S5auern|tanbe^. €r (niete t>or ber ^nigin nteber^ fäfk* 
Ultt t^r bie Jg)anb/ fdffee fie t^ieber^oft: bte !l:^rinen bra$ 
t^en t^m ^ert)or: er tDifc^te fte ftc^ mit feinem Sud^e ab: 
o^ne ein SBort sefagt {u ^Un tt^vtt er i^r ben fX&dtn 
nnb Qtng an feinen ^ta^ 0* 

3^r flonb tnbefE aO t^r ©innen unb Srac^ten nac^ 
ber §rembe; feinen älugenMid v^oUtt fie (dnger in einem 
£anbe tertoeilen/ too fie bie oberfie ®malt an einen am 
bem abgetreten ^ttc. @c^on M^^ fi^ i^re Xofibarfeiten 
f)oratt^sefcl^t(ft: inbem man bie glotte au^räfiete; bie fie 
nac^ ^i^mar bringen follte, ergrif fie ben erfien günftt« 
gen Slugenbßcf fic^ Derf leibet mit tt>enigen SSertrauten t)on 
ber Idfiigen 9iufft(^t ju befreien bie i^re bi^^erigen Unter« 
tränen über fie ausübten, unb fic^ na^ JS)am6urg {u U^ 
geben. 

Unb nun Uiam fie t^ren 3ug bnrdli €iiropa. 

S&ereitö in SSrnffel trat fie in^^m, hierauf in 3n^ 
bmcC offentlid^ jum ^at^oKci^mu« ober: t>on Um @egen 
be^ ^apfieä eingelaben, eilte fie na^ 2fta(ien: ^one unb 
Septer (rächte fie ber Jungfrau ^aria in ioxcto bar. 
2)te t>ene{ianifc^en @efanbten erfiaunten, mtäft SSorbereitum 
gen man in allen ®tibUn Uß ^ir^enfiaate^ traf um fie 
prdc^tig {tt empfangen; ^apf{ ^Ujcanitt, beffen (S^rgei) e^ 
befriebigte/ ha^ eine fo gf^njenbe aSefe^rnng in fein ^om 

1 ) dn^^lm^ von S^ttetof. 



98 93ud^ Vm. S)fe gipfle «m b. ÜRitte b. 17. 3a^v^. 

tificaf gtfafferi; erfd)opfte He apoffoliji^ (Saffe, um bjeß 
gretgnfß feierlich jü bege^n; titcf)t tote eine SBufienbe, fon^ 
bern triump^irenb jog fie in SSom ein ')• 3« ^^ ^* 
ften 3a^ren ftnben wir fle noc^ oft auf SSeifen: tt>ir be* 
segnen i^r in ©eutfc^Ianb, ein paar SRal in Sranfreid^, 
felbjl in ©c^meben : politifc^en SSejirebungen blieb fie nic^e 
immer fo fem, tt>ie fle ft)o^l anfangt beabfic^rigt f)attt; 
fte unter^anbelfe einmal atteö €rn(le^, unb nic^t o^ne eine 
getüijfe au^fi^t, bie Ärone Don ^olen an fic^ Jtt bringen, 
tto6ei fte toenigffenö ^attt fat^olifc^ bleiben fonnen; ein 
anber 9Kal jog fie ftc^ ben 58erbac^t ju, Sleapel in fran* 
jbfifc^em 3n(ereffe angreifen ju woOen: bie SRot^enbigfett 
für i^re ^enfion ju forgen, mit beren SSeja^lung ti gar oft 
miflic^ Hanhf liefl i^r feiten DoOffommene SKu^e. S)a^ fie 
feine ^rone trug unb boc^ bie DoOe Stutonomie eined ge^ 
fronten ^anpUi in 3lnf>ruc^ na^m, }uma( in bm @inne 
t9ie fie bai t>erf{anb, ^attt m paar ^a( fe^r bebenRic^e 
Solgen. SBer tonnte bie graufame @enten{ entfd^ulbigen, 
bie fte in ^ontainebleau in i^rer eigenen @ac^e Aber ein 
^itglieb i^re^ ^au^^ttti ^onalbe^c^i au^fprac^ unb t)on 
beffen 3lnt(4ger unb perfonlic^em ^einbe i>oaf{re(fen (iefl? 

1) Relatione de^ IV ambasciatori: U sospetto che prese 
papa Innocentio che il ricevimento dovesse costarli caro ritard6 
il suo arrivo in Roma: e contento quel buon pontefice del ri- 
spannio del danaro laseiö la gloria intiera al suo suecessore 
d^accomplire a questa memoranda funtione. Intorno a ci6 ri- 
trovammo al nostro giongere in Roma occupate le maggiori 
applicationi della corte, et al ritomo ci si fece Tedere tutto lo 
stato della chiesa InTolio in faceode et a gara Puna cittä delPal- 
tra Chi sapeva fare maggiore ostentatione di pomposi accogli- 
meiiti. 



Stint^in C^rffline von &^wthtn. 99 

@te d^b i^m nur eine &tmU Seit/ um f!d^ {itm Sobe 
t>or}u6ereteen ')• 2>ie Sreulofldfett, bie ber VUißl&dlidtt 
gegen fie begangen fyiUn (oütt, fab fie an ati J^odf^f 
r4tb: tbn t)or ein @ertc^t (u ({eOen, wl(i)tß ti audf int^ 
nter fenn mocbte, fanb fte umer ibrer SBürbe. „^itmanb 
übet ficb {tt erfennen,'' ruft f!e ani, /,if{ mebr toertb a(^ 
bie ganje €rbe ju beberrfd^n- '' — 6ie terac^tete felbjl 
bie bffentlicbe Meinung. Slacb jener Jg)inri(btung, bie t>ot 
oOent in SKont; tt>o ber J^abet ibrer J^au^gencffenfc^aft 
bem ^bUcum beffer befannt toar atö ibr felbfi, aOgentei^ 
nen Slbfc^u errege fy^tu, eilte fie babin {urucf. SSo 
bdete fte aucb fon|{ leben fönnen a(^ inSlom? ^it jeber 
meUUcben ®eo>a(f, bie einen ibren 3tnfprucben gleicbartigen 
€bdrafeer gebabe b^ttt, tt>ttrbe fte in unaufborlic^e Sompe* 
ten{en geratben fe^n« @ogar mit bm ^dpfien, mit tUn Um 
ällej^anber YIL beffen ^amm fte ba bem Uebertritte bem 
ibrigen bintngef&gt/ gerietb fte oft in bittere Stviilig^eiten. 

3UImdb(ig aber tvarb ibr 9EBefen milber/ ibr Suf^anb 
mbiger, fte genninn e^ über ftc^ einige Stücf ftcbt {u nebmen, 
ttnb fanb ftc^ in bie Stotbtoenbigfeiten ibreö ^nfcntboU 
Uit ^^ i<^ obnebin bie geifilicbe «Oerrfcbaft ariftofrati^ 
fc^n S5erecbtigungen ttnb perfbniicber Unabb^ngigfeit ei^ 
nen Otiten @pie(raum geffattete. @ie nabm immer mebr 
iJb^l an bm &lanic, bm ^cb^f^igungen, Um itUn ber 
Surie; tt>obnte f!c^ ein, unb geborte aQmdblig rec^t eigent» 
(id^ mit jtt ber ©efammtbeit jener ©efeUfd^aft. 2>ie Bamm^^ 
langen bie fte anS ©cbtoeben mitgebracbt, t>ermebrte fie 
nun mit fo tie( Sluftarnnb, @inn onb ©lud, bafi fte bie 

1) ^allamcint: im ^nbang. 

7* 



100 95u(^ VIII. ©le ^äpfle nm b. SRttte b. 17. S<^f)tf). 

etn^etmtfc^eit gatnilien übertraf, unb bieff SEBcfen aug &em 
©ebicte bcr gurtofttdt ju einer ^J^ern ^ebeutung für ®e* 
fe^rfamfeit unb Äunfl er^ob. SRdnner tok ©pan^etm unb 
J^aDercamp b^ben e^ ber SRu^e mtt^ gefunben i()re SRÄn^ 
Jen unb SJRebaiBen ju erldutern; i^ren gefc^nittenen ©teinett 
tt>tbmete ©anf e SBartolo feine f unflgeubte J&önb. ©te Sorreg^ 
gio^ i^rer ©emd^Ibefammlung ftnb immer ber befle ©c^mutf 
ber ^ilbergaHterien gettoefen, in mld^t ber SBec^fel ber Seieen 
fte geführt ^at. S)ie J^anbfc^rtften i^rer f&Motfyd ^abett 
ntc^t n>enig boju beigetragen, ben 9iu^m ber SSaticana, ber 
fte fpdter einverleibt tooxbm finb, }u erbalten. Erwerbungen 
unb S5eft§tbumer biefer 2lrt erfüllen iai tdgli^e Beben mt^ 
barmlofem ©enufl. Sluc^ an »ijfenfc^aftlic^en SBefirebun^ 
gen nabm fte (ebenbigen 3(ntbei(. di gereicht ibr febr jur 
(ifytc bafi fte ftc^ be^ armen verjagten SoreHi; ber in bob^ 
3abren tt>ieber genotbigt mar Unterricht ju geben, nac^ Ärdf* 
Un annabm, unb fein rubmn>Arbige^, no^ immer uniiber^ 
troffeneö 5SBerf über bie SKec^anif ber Sbi^^bemegungen, 
iai and) für bie Sntmicfelung ber ^b^ffofogie fo große 
S&ebeutung gebabt ^at, anf ibre Äojien bruden lief. 3a wir 
burfen, benf ic^, U^anpttn bafi auc^ fle felbjl/ tt>ie fte flc^ 
weiter augbilbete, ibr gereifter ®eifl einen nac^tvirfenben unb 
unt>ergdngli^en (Einflufl auggeöbt ^at; namentlicb auf bit 
italienifcbe Literatur. €^ ifl befannt, »eichen SJerirrum 
gen in bag Ueberlabene, ©efucbte, SBebeutunggtofe ftc^ Ha* 
fienifc^e ©ic^tfunfl unb S5erebfamfeit bamatö bingab. Ä6* 
nigin ^xiilint toat ju gut gebilbet, ju geijtreic^, ati 
ba^ fle von biefer SRobe fy&ttc bejlrirft toerben fotten: tbr 
tvar biefelbe ein ©rduel. 3m 3a&re 1680 jüftete |le eine 



&ini$in C^rtfKne von &dfwtbtn. 101 

^itabmit f&v poKtifd^e unb (itcradfc^e Ue^ttttgfn in i^mtt 
J^ufe, uneer beten. @tatttten bai t>ome^mf{e iß/ bafman 
fic^ ber fiUfpil^imi ntit ^etapbem öber^duf^en mober« 
nen Lanier mt^ltttif unb nur ber gefunben SJemnnfi unb 
ben SKujlem M augufleifc^en unb mebiceifc^en Seitalter^ 
folgen t0otU 0- ^^ mac^t einen fonberbaren €inbrutf, 
tt^nn ntan in ber ^ibliot^ef Sllbani {u SRom auf bie 3(r« 
beilen biefer 9(fabemie flbflf/ Uebungen iealienifc^er SUbba« 
tm, i>erbefert t>on ber JgHinb einer norbifc^en Shnisin; )e« 
bod^ tf{ bai nidit o^ne SSebeutung. Slud i^rer 3({abemie 
gingen ^dnner ^ert>or tok 9Ueffanbro @uibi/ ber früher 
auc^ beut gewohnten @fple gefolgt toor, feit er aber in 
bie 9}d^e ber Königin gekommen / ftc^ enffc^Ioffen Don i^m 
lo^fagte, unb mit einigen greunben in ^mb trat um i^n 
u>o möglich ganj {u t>erti(gen: bie Slrcabia; eine Sifabemie 
ber man bai 33erbienf{ {ufd^reibe bit^ DoÜbrac^t ju ^abm, 
^at fld^ ani ber ©efettfc^afl ber Äonigin Sbnpine enftoif* 
Ult Ueber^aupt / bai ifl nic^t )u leugnen / ba^ bie ^6^ 
nigin in ber ^itte fo t>ie(er auf fie einbringenben Sin« 

1 ) CoDstitozioni delP accademia reale, 6ei ^rcf en^ol^ IV, p. 
28y § 28. In quesf accademia si stndj la pnritä, la graTiU^e 
la maesta della lingua Toscana: sMmitino per qnanto si pu6 i 
maestri della vera eloquenza de^ secoli d^Augusto e di Leone X, 
— — e pcr6 si dia bando allo stile moderno turgido ed am- 
poUosa, ai traslati, metafore, figure etc. €in anberer ^araQvapi) 
(11) verbietet a0e Sobe^er^^ebungen ber ^&ntgtn^ »a$ benn auc^ 
fe^r not^wenbig wor. 3n hitn t>ierten SSanbe von Slicotett^ö Se* 
ben Urban4 VIH. ffnbet ff^ eine ©dbi^berung biefer SCfabemie, in 
ber ^avoptfäd)Uä9 bar^ett^an with, ba^ bk t^orne^mflen ^itglieber^ 
Sfngeto beUa S^loce, ©iufeppe Suarej, 3oI;. ^van^ 2(Ibani (fpdterl;in 
^ßopf)f &tp^an ©rabi, CttatJto Sölconieri, (Stephan ^tgnatefli, 
^auSgenoffen M (Sarb. 3ron^ Färberin« gemefen feigen. 



102 9bn^ VUI. S>{e ^ip^tum b. !Rftte b. 17. 3a^tr^. 

brMe eine eb(e (Selbffdnbidfeit M ®tifta bem^rte. 2>er 
9(nfbrberun0 , bte man fonf{ an €onbertt(en mac^t; ober bte 
fie fic^ bon freien @t&dtn auflegen; einer in bie Slugen faU 
lenben Srommigfeit toar fie nic^t gemeint flc^ )tt Uqutmm. 
@o ta^oUfdf fie ift, fo oft fie auc^ i^re Ueberjeuguns 
bon ber SnfaQibiKfdt be ^ fap^ti tbieber^oU, bon ber !Rot^^ 
tbenbigfeit aUti ju glauben n>aj er unb bie ^rc^e gebiete/ 
fo ^at fie bod^ einen wahren ^a^ gegen bie äSigotten, 
unb berabfc^eut iit 2>treceion ber SJeic^tbdter, bie bomatö 
iai gefammte £eben U^tvtfifU. @ie (iefl flc^ nic^e ne^ 
mtn, Sarnebal; (Soncert, €omobie/ unb n>a^ baö romifd^e 
&ben i^r fonjl barbieten mochte/ bor aOem bit innere %e^ 
toegung einer geiffreid[|en un^ lebenbigen ©efeSfc^aft }uge^ 
niesen. @ie liebt, n>ie fte benennt/ bie @atpre : ^a^quino 
mac^t i^r Sergnugen. ^ bie Sntriguen bei J^efti/ bie 
Snt{n>eiungen ber papalen J^dufer, bie gactionen ber €arbi^ 
ndie unter einanber ijl fte immer auc^ mit bermicfelt. ®ie 
^alt ^ö) an bie fquabronif{if(^ %attxon, beren <Oaupt i^r 
Sreunb 3(i{oIini if{, ein ^ann bm and) SInbere für ba^ 
gei|{rei(^f{e SRitglieb ber Surie f)alun, ben fie aber gera^ 
bc^n für einen göttlichen; unbergleic^üc^en/ bdmonifc^en 
9)fenfc^en erfldrt; ben einzigen ben fie btm alten SKeic^d« 
(an)(er fAfd £); enfiierna überlegen glaubt. @ie tt^oKte i^m 
in i^ren Memoiren ein 2>enhna( fe^en. UngliidHc^r 
fSJeife ijl nur ein Keiner S^eil berfetben begannt gewor* 
beu; ber aber einen dinft, eine SBa^r^aftigfeit in bem 
Umgange mit fic^ felbfi; einen freien unb fefien @eif{ tnu 
^&Ut, bor bm bU Slfterrebe berfiummt. (Sine nid^t min« 
ber merftoArbige ^robuction finb bie @innft>rtl(^ unb )er^^ 



Stiniiin C^rtfitne von ^^totbtn. 103 

^mün ®tbanUn, iit toix ali eine Strbeit i^rer Sieben« 
pmbm 6eft$en ')• ^^i f^ ^i^t feinen S&emerbtnsen/ fo t>ie» 
(er <£infi€^t in ba£ betriebe menfc^Iic^er £eibenf(^afeen, fo 
t>te(em 6inn für bie SSJelt, boc^ eine entfc^iebene Siiäitm^ 
auf bo^ SBefentlic^e/ (ebenbige Ueberjeugund Don ber @elbf{« 
befiimntung mb bem 3(be( be^ @eif{e^/ gerechte SBurbiguns 
ber menfc^Iic^en S)inge, meldte n>eber {u gering/ noc^ aiu^ 
{u l^oc^ angefc^Iagen n)erben/ eine @eftnnung bit nur @ott 
mb ftcfy felbf{ genug ju t^m fucf^e. 2)ie grofle S5en)egttng 
U6 ®eiflt6, bit fld^ gegen baä €nbe be^ fteb^e^nten 2[<t^r^ 
bunbertö in aUm 3tt)eigen ber menfc^Iic^en Sb^tigfeit tnU 
midtUt mb eine neue 3(era eröffnete/ toK^og flc^ and/ in 
biefer gurflin. 2>asu mar i^r ber 9lufene^a(e in tintm 
Mittelpunkte ber eurcpdifc^en SBitbung unb bie Mufie beö 
^rit>at(eben^ n>enn nic^t unbebingt not^n>enbig/ boc^ ge« 
m^ fe^r forberlic^. ^eibenfc^aftKc^ UthU fie biefe Umge^ 
bung: fie glaubte nic^t (eben )u fonnen mnn fie bie &ift 
wn tHom nidft at^nte. 



Verwaltung bti (Btaaiei unb ber .ßird^e. 

(ii gab fdjmtUdf ntxi) einen anberh Ott in ber bama^^ 
(igen SSBeK, wo ftc^ fo t>iel Sultur ber ©efetifi^aff, fo man^^ 
nigfaltige^ 95ej!reben in Literatur unb Äunfl/ fo t)ie( ^ei* 
tereö gei jlt)one^ SSergnägen / überhaupt ein &ben fo erfüllt 

1) SBtr tiahm fit in jwei t>on emanber ehva^ ahw^d^cnbrn 
IXebactionen : Ouvrage de loisir de Cbristine reine de Suede im 
^n^ange bed jiveiten unb Sentimens et dits memorables de Chri- 
stiae im^td^anQ^ M t)tertenJ8anbe$ wn ^rcfen^ol^- 



104 Jßu^ vm. S)te zapfte um b.9R{tte b. I7.3a()r^. 

mit S^eilna^me a6gmtnnenben, 6efc^dftigenben 3ntereffett 
gefunben ^Atte, wie am Jg)ofe {u 9lom. S>ie ®en>aU füllte 
man wenig: bie ^errfc^enben ®ef(^(ec^ter t^etften im ©runbe 
®Umi nnb ^a^t; auä) bie geifilic^en Stnforberunsen (onn^ 
Un nid)t me^t in a0er i^rer ©erenge bttrc^8efe$t toerben: 
f{e fanben fd^on in ber @e{tnnung ber SBeU einen merfli» 
(^en ®iberf{anb. 9)^an m&c^te fagen: bie im £aufe ber 
^tm emporgefonrntenen seifiigen Eintriebe unb ^rfbn^ 
(id^^feiten bewegten f!c^ in fc()we{9erifc^m ©(eic^gemic^f. 

Sine anbere Srage war aber, wie man t>cn fyUt avi:i 
Six(^t unb ®taat regieren werbe. 

S>enn o^ne 3toeife( ^attt ber J^of ober Dielmebr bie 
^rdiatur, welche eigentli^ erfi bie DoKguItigen SRitglieber 
ber Surie umfaßte, biefe 93erwaltung in i^ren J^dnben. 

®ö)on unter aieyanber VII. ^attt ftc^ bai Snjlituf 
ber ^rd(atur in feinen mobernen formen au^gebilbet. Um 
SKeferenbario bi @egnatura {u werben, woi^on aUeä abging, 
muffte man 2>octor ^xiß fepn , 3 2[dbre Ui einem 3lbt>0i» 
caten gearbeitet, m befiimmteä Silter erreicht b^^ben, ein be^ 
flimmte^ Sl^ermogen befi|en,.unb übrigen^ {einen Sabel bar« 
bieten, ©aö 2W(er war früher auf 25 3abre, ba^ SBermogen 
auf ein €infommen ^on 1000 ©c. fellgefegt i 2lle;;anber traf 
bie iiemlic^ ariflofratifcbe 3(bdnberung, bafi nur 21 ^a^re 
erfbrberlic^ fepn, aber bagegen 1500, ©cubi fe(le (Einfunfte 
nac^gewiefen werben feilten. SEBer tiefen Stnforberungen 
genügte, warb t>on bem^refetto bi ©egnamra eingef leibet, 
unb mit bem Vortrag über jwei ©treitfac^en üor t)erfam* 
melter ©egnatura beauftragt *)• ©o trgriff er S5eft|: fo 

1) Discorso del dominio temporale e spirituale del S. Poii- 
tefice Romano 1664. MS. 



SSermaUung 5e< Staate^ unb btt Stixd)t. 105 

toaxb er )» aOen anbmt 3(em(em ^fi^igf. aSott bem ®o» 
t>erno einer @tabt/ einer ianbf^aft ftks man {u einer Shtm 
tiotttr, einer SSicelegation auf; ober man stlanstt {u einer 
&Mc in ber SSofa/ in bm Sondregaeionen: bann folgten 
€arb{na(at/ Negation, ©eifttic^e unb n>e(t(i(^e ®ema(t toa^ 
ren felbfi in ber a3em>a(eund in ben ^oc^flen ©eeOen t>er^ 
einigt. fEBenn ber it^at in einer ßtabt erfc^ine, öftren tu 
nige geißlid^e <£^rent>orre(^(e be^ S5if(^of$ auf: ber Segat 
gibt btm aSoKe Un 6egen xoU ber ^apfl. Unaufl^oritc^ 
toec^fcln bit ^ifglieber ber Surie {tt>ifc^en geißlic^en unb 
toeblic^en Stemeern. 

bleiben wir nun {uerß bei ber toeMic^en ®eite, ber 
@taatft)ertt>altttng f{e^n. 

Sffe^ ^ing t>on bm 95ebftrfhiffen ab, t>on ben Slnfbr^ 
berungen/ bie man an bie Untertanen machte, t)on ber 
£age ber ginan^en. 

fSir fa^en^ mldf einen t>erberb(i(^en @c^n^ung bai 
@c^u(benn>efen unter Urban VUL befonber^ burc^ b^n 
^ieg Don €af{ro Utam i aber noc^ einmal waren boc^ bie 
3ln(etM (urc^gefegt worbeu/ bk Suog^i bi ^onte ffam 
ben b^äf im greife: o^ne SRürfftd^t noc^ (Einfalt fuhren 
bie ^dpße auf bem betretenen ^ege fort. 

3nnocenj X. fanb 1644 182103|, unb ^interBeg 
1655 bie 3aW t)on 264129i £uog&i bi SRonte, fo ba0 
bai Kapital, totldfti ^ieburc^ be^eic^net wirb; t>on 18 auf 
me^r a(^ 26 Millionen ge|ltegen war. Obwohl er mit 
biefer @umme auc^ anbertoeite @c^u(ben beja^It/ (SapttaUen 
abgelifl b^tu, fo tag boö^ immer ein ftarfer ^nroaäjS ber 
©efammtmaffe batin, bie man 6ei feinem 3(6(e6en auf 48 
SKidionen @cubi (ere^nete. (£r b<^ttt bad @(ucC gehabt, 



t>ott ben ^Ittflagen Urbanä YIIL einen ^t^tttttas ju )te« 
^en/ auf ben er bte neuen SRonti funbtrte. 

2tnbent nun Sllej^anber VIL bte SKegierung mttat, 
{eigte flc^ too^lf bafi eine S^erme^runs ber Auflagen nn^ 
t^mlidf fe^; neue Slnlei^n o>aren nun fc^on fo jur ®e» 
too^n^ett gen^orben; bafi ntün i^rer gar nic^t nte^r entbe^« 
ren fonnte: 9IIejcanber entfc^Iofi fic^ eine neue ^Uf^mUt 
in einer 9{ebuc(ton ber ^infcn px fu^en* 

3>ie SBacabili, mldft 10^ ^rocent Sinfen trugen/ flm^ 
ben auf 150: er befc^IofE fte aUt e{n{U)ie^n. £)6o>o^t er 
fie nac^ htm €ur^ be)a^(te/ fo ^attt er boc^ babei einen 
großen ^otffytil, ia bie Kammer int SlOgemeinen für 4 ^ro^ 
Cent aufnahm, unb ba^er, n>enn fie auc^ mit geliehenem 
©elbe jurÄrfja^lfe, boc^ in "ßntnnft jiatt 10^ nur 6jpro* 
Cent Stnfen {u iai)kn brauste. 

J^ierauf faßte $apft ^UfanUt bie Slbfh^t, auc^ aOe 
IRontHicabiH bie über 4 ^roc. trugen, auf biefen Sin^foß l^ 
rädjubringen 0. 3)a erfic^ aber ^iebei um ben (Sur^nic^t 
funtnterte, ber 116 ^roc. ftanb, fonbem fc^Iec^tweg nac^ beut 
Wortlaut feiner 93eq>f{ic^tung ^unbert für btn iuoQ^o ya* 



1) Pallavicini: Vita di Alessandro YII. Perdocchd in nes» 
sun altro paese d^Italia la reDdita del danaro aveasi tanto pla- 
gue e lanto sicura, pian piano era succeduto cbe qaei luoghi 
del primitivo lor prezzo di 100 fussero cresciuti nella piazza al 
Talor di 116. Hör la camera valendosi del suo diritto, come 
ayrebbe potuto qualsivoglia privato, rendeva il prezzo origina- 
rio di 100, non permettendo la vastiti della somma — er re^« 
net 26 SSRiü- — ni persuadendo la qualiti^ de^padroni, in gran 
parte ricchi e forastieri, che ad aggravio. de' poTeri, alle cui 
spalle stanno tutti i public! pesi, il pontefice usasse piüla libe« 
raliti usata da lai nelP estintione de^ monti vacabili. 



9ern>a(eutt9 bef Qtaatti. 107 

rörf{a^(te mb titelt me^r, fo machte er einm neuen fe^r 
^ebeutenben SSort^eU. SlKe biefe Sinfen beru^een, tok n>it 
fa^, aufätuflagen, unb tß mag t^ieOetd^e anfangt bie 9(6« 
fic^rgewefen fepn bie brucfenbflen {uerlaffen; aber bantan 
bei ber alten SBirt^fc^aft be^arrte, fo nnir bai nidft burdf* 
{Uferen: auf einen Stac^Iafl an bem @a({pretfe erfolgte fe^r 
balb eine ^rbb^ung ber ^a^lfleuer: jener gan^e ®emtnn 
toarb t)on ber (BtaatSi^moaUnns ober bem SRepoti^mu^ 
Derfc^Iungen. Üiec^net man bit €rfparniffe ber SKebuctionen 
{ufammen/ fo mäffen fte ungefi^r 140000 @cubi getragen 
^aben, beren neue 93ern)enbung ali gin^ eine SJerme^rung 
ber @c^ulb ungefd^r um 3 ^iOionen inootoiren mürbe. 

3lu(^ €(emen^ IX. tt>uffte bie ©taat^oenoattung nur 
mit nmm 3(n(ei^en {u fuhren. 9(ber fc^on fa^ er fic^ fo 
n>ett gebracht, ba^ er bm Ertrag ber S^atma, ber bi%r 
immer gefc^ont n>orben, auf ben ber tdglic^e Unterhalt bti 
pdpfUic^en J^ofeä gegrunbet n>ar/ boc^ enblic^ auc^ an« 
griff. €r f^at 13200 neue 8uog^i bi ^onte barauf ge« 
grunbet. ^ Sa^re 1670 tonnten ftc^ bk papfUidfm 
@c^ulben auf ungefähr 52 SSiKionen @cubi belaufen. 

2)arau^ folgte nun einmal, ba|i man bie Mafien; bie 
ftc^ in einem unprobuctit>en; an bem SBelt^anbel feinen 
Slnt^eil ne^menben ianbt fdfon fe^r br^cfenb ermiefen, aucfy 
bd bem bef{en Tillen nic^t anber^ al^ unmerflid|^ unb 
Doruberge^enb t)erminbern fonnte. 

€tne anbere .^lage n>ar, ba^ bie 0){onti auc^ an 
grembe gelangten, benen bann bie Stnfen ju ®\xtc tamm, 
o^ne ba^ f!e }u bm 3(bgaben beigetragen Ritten, ^an be^ 
rechnete, bafi jd^rlic^ 600000 @c nac^ @enua gefc^tcFt 



108 95u(^ Vm. ^ie g>a|>fte um t>. SSiittt b. 17. 3a^t^. 

toürten; iai ianb tourbe ^teburc^ jum @c^u(bneir einer 
fremben imbimannfdfaft, im$ feiner freien Snttoicfeluns 
iinmosUd^ forbertic^ fe^ fonnfe. 

Unb nod) eine tiefer eingreifenbe SBirfung fnüpfite flc^ 
hieran. 

SBie ^tte ti anUxi fe^n tonnen, ali ba^ bie ^n^d« 
6er ber fümtm, bie ®e(bbefi$er auc^ einen greifen Sinflu^ 
aof ben &mt mb feine ^m^ltms erlangen nmften? 

2>ie grofien Jg^anbetö^ufer bttamm einen unmittelbar 
ren Sint^eil an ben @taat%f(^äften. S>em £eforiere tt)ar 
immer ein Jg^anbetö^au^ beigegeben, M bem bit (Selber in 
^Smpfang genommen unb au%$a^(t tourben; bie (Raffen beö 
@taate^ toatm eigentU^ immer in bm Jg)dnben ber ^auf« 
Imu. '3(ber fie n>aren auc^ bit ^c^ter ber Sintunfte; 
@(^$metf{er in ben ^rot^injen. @o Diele 9(emter n>aren 
fduflic^: fie befafen bie SRittel (te an ftc^ }tt bringen. 
@c^on o^ne^in geborte ein nic^t unbebeutenbe^ SSermogen 
bdiu, nm an ber €urte ft>rt}ufommen. 3n Un toic^tigf{ett 
@teOen ber a3ertt>a(tung finbtn toit nm bai 2ta^r 1665 
Florentiner unb ©enuefen. S)er ®eifi beö Jg^ofe^ no^m eine 
fo mercantife SKidj^tung, ba^ aOmd^Iig bie S5efbrberungen bn 
tontm t^eniger wn 9}erbien({ atö t)on @elb abbmtn. n^i^ 
Kaufmann mit feiner SSbrfe in ber Jg>anb", ruft ©rimani 
ani, „bat am dnbt alle ^a( ben SSorjug. S>^r J^of 
erfiittt fitfy mit 5Riet^Iingen, bie nur nac^ ©ewinn trac^* 
tmi bie fiäf nur aW ^anbel^Ieute füllen, nid^t ali @taatg^^ 
mdnner; unb (auter niebrige ©ebanfen ^egen.^' 

1) Antonio Grimani. Per la venditä della maggior parte 
degli offieii piü considerabili si viene a riempire la corte d'uomini 



^Xiß nmr nun um fo toi^üitt, ba ti inUm Sonbe 
feine @e(6({dnbts(ett me^r sah. fSbxv SSobgna enttoicfete 
{umetlen einen nac^^attigen ^iberf{anb; fo ba$ man in 
fKmn fo^ar einmal batan badfU, boxt eine SieobeOe |tt er^ 
ri<j^een. ^o^( t9iberfe|een ftc^ bann mb nninn attc^ m-^ 
bere €ontmunitdten: ,bU (Sinmo^ner Den ^ermo tvoDten 
einft nid^e bulben, baf @eereibe/ beffen fte felbfi {u bebilr« 
fen glaubten, ouä i^rem ®tbutt totss^f>tt toixbt ^): in 
Perugia tt>eigem man ftc^/ tucffidnbige SlufTagen nac^tu^ 
jaulen; aber bie ©enerakontmiflfarien be< J^ofe^ unferbrucf^ 
tm biefe S3ett>e0ungen (eic^f, unb führten bann eine um fo 
flrengere Unterorbnung ein: aOmdblig tiourbe aud) bie Sers» 
toaltung ber Sommunalgäter bem €rmeffen be^ Jg>ofe^ m-- 
temorfen. 

&n merbourbigeä 95eifpie( t>on btm ®anQt biefer fSer^ 
n>attuns s^bt mi baß ^nflitnt ber 9(nnona. 

SBie e^ im 16. 2^abr^unbert überhaupt tin aOgemeit^ 
ner @runbfa§ ft>ar bie Slu^fu^r ber mmU^vtiii)m Se» 
benebeburfniffe }u erfc^noeren, fo trafen au^ bie ^dpffo 
babin {iefonbe Sinric^tungen / t)or}ugIi(^ um ber Sb^u^ 
rung beS f&xotti t)or{ubeugen. S>od) bo^tu ber ^refetto 

mercenaij e mercanii, restanti indietro quelli che potrebbero pos- 
seder tali officii per merito e per Tirtü, male veramente notabile 
ehe smacca il credito concepito della grandezza della Corte Ro- 
mana, non avendo detti mercenaij d'officii involto Panimo ehe 
in cose mecaniche e basse e piü toste mercantili che politiche. 

1) Memoriale presentato alla S^ di N. S^« papa Innocen- 
tio dalli deputati della cittä di Fermo per 11 tumulto ivi seguito 
alli 6 di luglio 1648. MS. @. Bisacctoni Historia delle guerre 
ciTili p. 271, n>o neben Sngtanb^ i^ranfretc^^ ^olen^ Sleopel auc^ 
Jermo auftritt. 



HO »ud^ vni 5Die*Paj)jlettm b. 3R(tte b. IT.^a^r^. 

UV 9(nnona, bm biefer 3n>etd ber auffe^enbett ®en>aft 
lib^räragen toatb, anfangt nur fe^r 6ef£^rdnfte SSefugntffe. 
Suerfl ©regor XIII. emeiterte fte. £)^ne bie €rlau6ni|l 
M ^refetto fottte bai getoonnene ®e(retbe mUt uber^ 
iKtupe auä bem ianUi nod) auc^ nur t)on einem SSejirfe 
in ben anbern au%fu^rt n^erben. 9}ur in beut SaKe aber 
toarb bte Srlaubnifi mf)üU, ba^ bca (Seereibe am lf!en 
^erj unter einem getviffen greife {u ^abm toat. <ik^ 
mtni VIII. befiimmte biefen 5prei^ auf 6, ^aul V. auf 
5i ©cubi für bm SRubbio. (£i toav ein befonberer Züxif 
für ba^ f&xot md) bm t>erf(f}tebenen .Kornpreifen ft^gt^ 

fest '). 

iRun fanb ffc^ aber ba^ bixi SSeburfni^ ton 9tom t>on 
3a^t {u 3a^r antondfi. Die Sinn>obner{a^I na^m }u: 
ber Stnbau ber Sampagna geriet^ in SSerfaK. 2)er SSerfaK 
ber (Sampagna tt>irb befonber^ in bie erf!e ^alftt be^ fleb^ 
je^nten 3a|)r^unbert« ju fe^en fepn. 3rre id) nic^f, fo 
ti^irb man i^n au^ imi Urfac^en ^erjuleilen ^aben: einmal 
)ener Serduferung ber Heineren S3efigt^umer an bie gro^ 
fen gamüien: benn biefeö ianb forbert bte forgfdfttgffe 
SSearbeifung / bie i^m nur ber (leinere Sigent^ümer ^n^ 
totnbm pflegt/ ber mit feinem san^m Sinfommen barauf 
t)ertt>iefen if!; unb fobann ber june^menbeh fSerfc^Ie^terung 
ber Suft. @regor XIII. ^atu bm @etreibebau au^be^nen, 
©iytuö V. bie ©c^lupfwinfel ber 95anbitm ju t>ernic^ten 



1) Sfn htm 9Berfe Nicola SOtaxia ^Uolafi Memorie, leggi et 
oflseryationi sulle campagne e suiraDnone di Roma 1803 ftnbet 
Üd^ S3. n. hk lange 9lel^e p^fiiiditt ä^erorbnungen &ber biefe @e^ 
genjidnbe. 



^tvwaltnnd bt^ ^taatti. 111 

L defttd^f f unb fo ^otte |ener bit tieferen Oegenben nac^ bem 
SÜ^eere ^in t^rer S3dume unb ®ebilfc^e/ biefer bie 3(n^&^ 
tbrer fEBalbungen beraube 0- SBeber baj €me nod^ ba< 
älnbere famt t>on SRugen d^tvefen fepn: bie 9(ria caetioa 
be^nte fid^ au^z unb trug ba{u bei bie €anipagna )tt t>eri» 
oben. 93on 3a^r {u 3<)^ na^m ibr (grerag ab. 

SHefe^ 0)^iflt>erbd(tntß nun s^tfc^en Ertrag unb S3e$ 
bärfnifi t>eran{aftee ^pfl Urban YIU. bie Slufficbt ju fc^dr^. 
fen, bie SXec^te Ui ^refeeto au^jube^nen. 2>urc^ eine fei» 
ner erf{en Sonf^imeionen fyob er aOe Stu^fu^r ton @etreibe 
ober aSie^ ober £)e( fon>o^( au^ bvn &taaH ubtx^avipt 
atö ani einem ©ebiete in bai anbere fc^tec^ebin auf, unb 
betonntdc^tigte bm ^refetto bem Ertrage einer jeben Srnte 
gmä^ bcn ^tcii Ui ©etreibe^ auf (Sampofiore {u befiim« 
matf unb Un SSdcfern bai @ett>ic^e Ui ?6xoui mäf 
^aa^dobe beffelben Dorjufc^reiben. 

^Hbütdf toarb ber ^refeeto aKmdd^tig, unb er f>er« 
fdmnfe nic^t; bie i^m (usefianbene S3efudnifl {u feinem 
unb fetner ^reunbe 93ore^ei( an{un>enben. & befam gera» 
be{tt ba^ 9]7onopoI mit ^orU; £)e(, Sfetfc^, mit allen er# 
f{en Seben^beburfniffen in bU ^dnbe. S>afl bie.SBobIfeik 
^eie berfelben fe^r befbrberf »orben »dre, fann man nic^f 
finben: btn S3egun|li8een toarb felbf{ bie Slu^fu^r {ugeftam 
bm, unb man fublte ^^nptfdc^Iic^ nur bm S)rucf ber bei 
auffauf unb SSerfauf (Statt fanb. Sluf ber ©teKe tooütt 
man bemerken/ ba|i ber ^iderbau no^ me^r abnehme '^). 

1) Relatione dello stato di Roma presente, ober Almaden. 
@. ben ^ti^an^. 

2) Pietro .Contarini 1627: II pontefice avendo levato le 



112 S&uc^ VIIL S>fe^apfleum b. SRitte b. IT.^a^t^. 

Ue6er^upt 6edinnen nun bie .ftlasen ii6er ben aOge^ 
meinen SSerfaK be^ ^irc^enfiaate^, bie feitbem nie toieber 
aufge^&re. ,/^uf unfrer SKeife ^m unb ^et^'/ fagen bte Dene^ 
liantfc^en ©efanbten t)on 1621, bei benen ic^ fie iuetfi ftnbe, 
//^aben n>ir grofle Slrnme^ unter ben S&auetn unb in beut 
gemeinen !ßo(fe, unb geringen Sßo^Ifianb nm niöft }u fo^ 
gen grofie ^efc^rdnfung in allen iibrigen tt>a^rgenommen; 
eine ^d^t ber SKegierung^art unb befonber^ bei geringfib 
gigen SSerfe^r^. S3o(ogna unb gerrara ^abtn in ^lUf{en 
unb 9lbel einen getviffen @(an{; 9fncona ifl nic^t o^ne 
J^anbel mit SKagufa unb ber Surfet; aOe anbern @t4bfe 
aber ftnb tief gefunden.'' Um boi 3a^r 1650 bilbete fic^ 
bU Meinung gan} aKgemein aui, ba^ eine geifilic^e SKe^ 
gierung Derberblic^ fet>0- @c^on fangen auc^ bit&w»o^* 
ner an ftc^ bitter )u beffagem ,/2>ie StufTagen ber S5arbe^ 
rini'^, ruft eine gleichzeitige Seben^befc^reibung au^, ,,^aben 
ba^ Sanb; bie J^abfuc^t ber S)onna Olimpia ^t btn J^of 
tt^opft, t>on ber £ugenb SUejranber^ YII. ertoartete man 
eine äkrbejferung: aber gan} ®ima l^at f!c^ nac^ bem Air^ 

€in 

tratte concesse a divers! da suoi prece^sori bora venden- 

dole ne cava bona somma dl danaro: non vole i prezzi troppo 
Tili nd grano forestiero : Tarte del catnpo viene ad abbandonarsi 
per il poco o niun guadagno cbe ne traggono. 

1) Diario Deone tom. IV. 1649 21 Ag. E dovere di favo- 
rir la cblesa: per6 veggiamo che tutto quello che passa a lei, ^ 
in pregmdlcio del publico, come cbe le terre sue subito sono 
dishabitate e le possessioni mal coltivate^ si vede in Ferrara, 
in Urbinoy in Nepe^ in Nettuno et in tutte le piazze che sono 
passate nel dominio della chiesa. 



93ern>a((utts bt$ ^taatti. 113 

d^rnftaatt tcsoffm, um t^n wiknbi aniinfansttu" ') ttnb 
inbt$ lit^m bte Sorbeningm boc^ ntemoU noc^ 

€tn €arbinat ut^ltd) biefe aSemaltung einft mit tu 
nem ^ferbe, ba^ im ianf ttm&btt mfi neue angetrieben 
tverbe, unb f!c^ anfi neue in Sauf fe$e, bi^ ti ttfäfbpft 
fe9 unb ^inft&xit. 2)iefer SRoment einer DbOigen (Srfc^b^ 
pfan^ f(^ien ie^t gefommen. 

<S^ ^ttt f!(^ ber fdj^tec^tejie ®ei({, ber eine fdtom^^ 
mfifaft ergreifen fann, gebilbet: tia 3eber fa^ bai 9t* 
meinn>efen ^aupefSd^ßc^ a(^ einen ßegenfianb feinet per« 
fbnUd^ ^ott^m, oft nur feiner JgKibfuc^t an. 

SBie rifl bie S5e({ec^(i(^eit auf eine fo ^rc^tbare 
SBeife ein! 

9(n bem ^oft ^nnocenj X. t>erf(^affi(e 2>onna Olim* 
pxa Slemter unter ber SBebingung einer monatlichen Srfennt^ 
lic^f eit Unb tt>4re fte nur bie <£in{ige 9ett>efen ! Stber bit 
Gcf^todgerin bti 2)ataritt^ Secc^ino, 2)onna €Iementia, fott* 
fit^r auf d^nlid^ ^eife. S5efonberä ba^ SBei^nac^t^fefi 
toar bie gro^e €mte ber @t{äftnft. S>af S>on (lamitio 
a|!a0i einfbnaU, tbtoof)l er e^ ^ttt hoffen (äffen; bann 
bocb mit 2>onna jDlimpia nic^t tf)tiltn n>o0te/ regte be^ 
ten heftigen 3ngrimm auf, unb legte Un ®xmb {u feinem 
6tttrse. 3tt mUi)tn Skrfdlfc^ungen Uefl fic^ ^a^tambruno 
burd^ S3ef{ec^ung ^inrei|fen! S)en 2>ecreten bie er bem 
^(i Dorlegte, fugte er falfc^e @ummarien Ui: ba ber 
^({ nur bie @ummarien la^/ fo unterzeichnete er S>inge 

1) Tita di Alessandro YII: Spolpalo e quasi in teschio 
ridotto dalle gabelle Barberine lo stato ecclesiastico e smunta 
la Corte dalP ingordigia di Olimpia confidavano generoso ristoro 
deUa bonU d^Alessandro. 

VäpfU ♦♦ 8 



114 »uc^VIII. JDie^apfleum b. SRitte b. 17.3a^r^. 

l>on benen er (eine 3(^nbttng ^atte, unb bte ben romlfc^ett 
J^of mit &d)mad) beberfteti ')• ^^ si^t nidjtS ©c^merj* 
Hc^ere^ ali wenn man lie(l/ ber SSruber Slleyanber^ VII 
2)on ^ario fe9 unter anbern baburc^ reic^ gemorben/ &af[ 
er bie ©erec^eigfeit im SSorgo t)ertt)alWe. 

3)enn (eiber toar auc^ bie Otec^t^pfTege t)on biefer 
©eu^e ergriffen. 

SBir ^a^en ein SSer^eic^ni^ ber ^iflbrduc^e bk an 
bem ©eric^tö^ofe ber fHota eingeriffeni iai bm $apf{ 
Slleyanber ton einem SRanne übergeben würbe ber 28 3a&r 
an bemfelben gearbeitet (>a«e ^). €r rechnet, baß e^ ttU 
nm 3lubitor bi SRota gebe ber {u SBei^nac^ten nic^t an 
500 @c. ©efc^nfe erhalte. $lBer an bie ^erfon be* fAnbu 
tere felbii tiic^t ju fommen Dermoc^te, tt>u{[te bo^ an feine 
fßero^nbten, ©e^ulfen, S>iener }u gelangen. 

SRic^t minber t>erberbli(^ aber toirften bk €mpfe^(ttm 
gen Ui Jg>ofe^ pber ber @to$m. Die Siic^ter ^Un fidt 
{tttDeiten bei btn Parteien felbfl über ba^ ungerechte Ur^ 
t^eil entfc^ulbigt/ bai fie au^gefproc^: f!e txUixtm, bk 
©erec^tigfett erleibe ©etoalt. 

SBa^ fonnte biefl nun für eine Siec^t^pflege geben. 
fßier ^onat ^tt^ man Serien: and) in ben übrigen n>ar 
baS feben (erflreuenb, aufreibenb: bie Urtel t^erjogen flcfy 

1) ^a0at)ldnt fud(^t ed bamtt ^u entfd^ulbtgen^ wtil bte^erfi^ 
gungen ber ^atavia gef(^ief>en »)orben 93 di carattere francese, 
come ö restato in uso della dataria dapoi che la sedia fu in 
Avignone", wai btnn ber ^apf niäit gern la«. 

2) Disordini che occorrono nel supremo tribunale della rota 
nella corte Romana e gli ordini con i quali si potrebbe rifor-v 
mare, scrittura fatta da un avvocato da presentarsi alla S^ di. 
N. S'«» Alessandro VII. MS. Rang, ju SBien n» 23. 



^tttoaltuttd bti &t(iaUi. 115 

mscbu^tliäff unb tniden }ttle$f bodf aUt ®purm ber Uebm 
eUun$. So toävt DergebUc^ detpefen flc^ auf fUpptUatw^ 
tten emtulaffcn. 3tt>ar tourbe bann bte ®ac^e anbem 9Ri& 
Sitebem dbergeben: aber tote ^dtten biefe nic^t cbtn fogttt 
tDte bte frühem jenen Sinfluffen unterliegen foDen? @ie 
nahmen fogar uberbtefi auf bo^ Oor^segansene SSotum 

Uebelfidnbe bte ftc^ t)on bm ^oc^fien @ertc^f^ofe in 
aUt anbem, tn bte 3u({t) unb Ütesierung ber ^roDin{en 
auöbretWen *)• 

auf baö brinaenbjie flettf fie garbinal ©ac^ettl in 
einer un« aufbehaltenen ©c^rtft bem ^apfl «leyanber t>or: 
bte Unterbrfirfung beö atrmen, bem Sltemanb Mfe, burc^ 
bte SKdc^ttgem: bie gjeetntrdc^tisung ber ©erec^ttgfett burc^ 
bte SBerwenbungen t>on garbindlen, gfirpen unb 3lnge^5* 
rtgen be« ^attajle^: bai Serjbgem Don ©ac^n, bte in 
ein paar Jagen ab^tt^n mxbm f bunten, auf 3a^re unb 
Sa^rje^enbe: bie ®et»altfamfetten, bie ber jenige erfahre 
ber ftc^ t>on einer untern SBe^brbe an eine ^b^ere toenbe: 
bie Serpfdnbungen unb Syecutionen, mit benen man bie 
abgaben eintreibe: graufame SKiteel, nur ba^n geeignet, 
bm Surften Der^t unb feine S)iener reic^ ju mad^en : 
„&iben, ^eiltgjter 58ater,'' ruft er anß, „»eld^e fc^Iim* 
mer finb aU bie Reiben ber Jg>ebraer in €g9pten! 5851* 
fer bit nic^t mit bem ©^tvert erobert, fonbem entweber 

1) Disordini. Con le male decisioni di questo tribanale 
sapremo (deUa rota) si coirompe la giustitia a tutti gli altri mi- 
Bori, almeno dello stato ecGlesiastico, vedendosi da giudid dar« 
sentenze con decisioni si fatte. 

8* 



116 9)ii(^VlIL !D{eg>apfie um b.9Rittf 5. IT.^a^t^. 

fcurc^ furftlic^e ©c^enfttttgen, ober im^ freiwtttige Unter* 
mrfung an ben romifc^en @tu^( gekommen f!nb/ n^erben 
unmenfc^Hc^er Ufytnbüt aU bte @Hat>en in ©prten ober 
in afVifa- ®er fann e« o^ne S:^rdnen ^eme^men!'' ') 

@o flanb ti mit bem ^irc^enflaate bereite in ber 
gRitte be« fiebje^nten Sa^r^unbert«. 



Unb »dre e* nun too^l ju benfen, baß f!c^ ble S8er* 
n>a(mnd^ ber ^irc^e t)Ott ^ifibrduc^en btefer 9lrt ^dtte 
frei galten fonnen? 

@ie ^ing eben fo int toit bie ^ßcmaltnni be^ ®taa* 
fe^ Don bem ^ofe abi ton bem @eif!e beffelben empfing 
fie i^ren 3(ntrieb. 

Siderbingd toaren ber €urie auf biefem @ebiete ©d^ran^ 
fen sejogen. ^n Sranfreid^ genofi bit Sttont bit bcbtWr 
tenbffen fßortec^te; in 3>eutf(^(anb behaupteten bie €apite( 
i^re ©elbffdnbtgfeit. 3n ^^^atien unb (Spanien ba$tQtn 
^ättt fte freiere Jgmnb: unb in ber £^t mad^te f!e ^ier 
i^re (ucratiDen Siee^te ructflc^täloä seUenb. 

3n ©panien f{anb bem romifc^en Jg>ofe bie (Srnen* 
nung tu aOen seringeren/ in 2^a(ien felb(i ju aOen ^o^eren 

1) Lettre da cardinal Sacchetti öcrite peu avant sa mort 
au pape Alexandre VII en 1663) copie tir^e des Manuscritti 
della regina di Soezia, hei ^rcfen^^ol^ Mömoires tom. IV, App. 
n« XXXU: eint fet>r unitnidiimht ®dfttfi, bie bntd) gar mit an* 
bere befldttgt ittrb^ }. ^. eine Scrittura sopra il govenio di Roma, 
ani berfelben ^tit (Bibl. Alt.). I popoli, non avendo piü ar- 
gento ne rame nd biancherte ni matarazze per sodisfare alla 
indiscretione de' commissarj, converrA che si yenderanno scbiavi 
per pagare i pesi • cameralL 



^tmaltntii 5er Sivd)t. 117 

Ämtern nttb ^fritnben {u. (li if{ tanm }u slanbtn, totU 
d)t ©umtitm ber S>atarta burc^ bit ^iu^fertigung t>on S5e^ 
({aDungen/ bk ©poHen, bte €infiinfite tod^rmb bn SSacam 
seit au^ (Spanten ^ufloffen. f&txi bm ttdienifc^n !8er$ 
^dltntfl aber iog bie (^urie, ali ©efammt^eit betrachtet, 
t>teO[etc^t noc^ großem SSort^eil: bte retc^flen 93t^t^ümer 
unb Slbteien, fo t>ie(e ^riorate, €ommenben unb anbere 
^frunben famen bm ^itgltebern berfelben unmittelbar {u 
&ütt. 

Unb n^re e^ nur ^iebei geblieben! 

Stber an bie Siedete/ bte fc^cn etn>ad S3ebenf(t^e^ 
polten, (nnpften ftc^ bte t^erberbltc^fien SRtfbrduc^e. ^d) 
mü nur Stnen berühren, ber freiließ m^l auc^ ber 
fc^Kumtfle fet^n t^trb. & führte f{c^ ein, unb Um in ber 
^ttte bti ftebjef^nten 3<^^r^unbert^ fo rec^t in @c^n>ang, 
ba^ man bte ^fränben; bie man Dergabte, ju @unfTen m 
genb etne^ ^ttgltebe^ ber €urte mit einer ^enfton be^ 
laf{ete. 

3n ©paniert toat bieß au^brudf lic^ verboten : tt>ie bit 
^frunben felbjl nur an Singeborne gelangen burften, fo 
fottten au^ nur ju beren @un(!en ^enfionen &tatt ftn* 
ben. 3(0ein man n>ußte {u fKom biefe S3e(ltmmungen ju 
umge^n. S)ie ^enpon warb auf bm SRamen eine^ m^c^^ 
bornen ober eine^ naturaliftrten ©paniert ausfertigt: bicfcr 
aber verpflichtete ftc^ bur^ einen bürgerlichen Sontract; 
jd^rlic^ eine befiimmte ©umme für bm eigentlich S3egum 
fligten in einem rbmifc^en «Oanbel^l^aufe jaulen {u lajfen. 
3n Stallen nm brauchte man ni^t einmal biefe SRudf fic^t 
iu nehmen: oft ttsiren bie S&i^t()umer auf eine unertrdg^ 



118 Sbnd} VIII. S)<e ^äpfie um b. !D2f tte b. 17. 3a^t^. 

lic^e ^dfe betaffet. SRonftdnor be ^Ingeltö/ S3tfc^of t>ott 
Urbitto, {(agte im 3<)^re 1663, bafi er mi biefem retd^en 
S$töt^ume ntc^t me^r dbris behalte atö 60 @c. be^ 3a&^ 
re^, er ^aU fc^on a^er^tc^t de(etf{et unb ber <&of n>oKe feine 
<£ntfagund nur nic^t annehmen. (S^ fanb ftc^ Sa^re 
(ang IRiemanb ber bie @i$e t>on 9tncona unb ^efaro nnut 
ben fc^weren SBebingunsen bie man auflesre; ^dtte äber^ 
nehmen mhs^n. 2N 3a^re 1667 i&fyltt man in 9}eapel 
28 S5ifd)6fe ttttb ©rjbifc^ofe welche t>on i^rem 2lm(e enfo 
bunben n>orben, n>ei( fte i^re ^enftonen nic^t beja^Iten. 
SSon ben 93i^t(^ilmern ging man unmittelbar ju ben ^far^ 
ren fore. Sluf ber reic^flen Pfarrei fanb ber Sn^aber oftmals 
nur ncäf tin burfrige^ Slu^fommen. S)ie armen Sanbpfart^ 
rer fa^en {un^eilen auc^ i^re Slccibenjien belaflet 0* ^wd^c 
tt>urben unmut^ig unb t)erlie^en i^re ©teOen; aber mit ber 
2tit fanben ftc^ immer wieber kompetenten; ja fte tt>ettei* 
ferten mit einanber, ber €urie grof ere ^enftonen anzubieten, 
ffiaö mn^tm hai aber für imu fepn! 6g fonnfe 

1) iDer bo^^afte Safabona fagt: Bisogna cöDchiudere cbe 
ogni beneficio capace di pensione rimanga caricato come Pasino 
dl ApulejO) cbe non petendo piü sostenere il peso meditava dt 
gettarsi in terra^ quando il Teder caduto il compagno e tosto de' 
vetturini scorticato hebbe per bene di sopportare Pinsopporta- 
l>il soma. 3n ber @<ibiG>erung be^ UtUU felbfl fftmmen aüe 2^U 
genoffen oberem, d^ ihf^vte üä) aud^n)teber ein, ha^ man bte^ir^ 
<^en mit ©orbe^alt eine« ^tiiti ber Sinffinfte Sfnbern obfrat. 
JDeone^ Diario 7 Genn. 1645, nodfebem er &6er ba6 botodneftfdfte 
(Sr^bi^tbum, ha^ ber (Sarbinal Solonna an ^Ibregati ikbertief , be» 
rid^tet t^ai, fSf)rt fort: con questo esempio si e aperta la porta 
d^ammettere le risegne: e cosi stamane si dpublicatala risegna 
della cbiesa di Ravenna fatta dal card^ Capponi nella persona 
dl mons' Tungianni suo nipote con riserra di pensione a suo 
fa?ore e dopo la morte sua d'una buona parte al card^ Pamfilio. 



33ermäfeuns btt Stivd^t. 119 

nid)tß anberö öW baß Sßerberfem ber ianbpfacttn, We Srr* 
tM^rlofung be^ gemeinen ?Soltci erfolgen. 

9Bett Keffer tt>ax ei iodf in btt ^at, ba$ mm m 
ber pvottHantifd^n Sixdft bai UeberfldfUige ton üUm 3(n^ 
fan^e befeitiflt ^atte, unb nun toenigflen« jOrbnung unb 
?Htd)t toalun (te^. 

SlOetbing^ bewirken bte Steic^t^umet ber fat^oUfc^en 
ftirc^e mb ber toeltüc^ dtang, ju toelc^em tint ®Uttans 
in berfelben et^ob, ba^ ftc^ bte ^o^e ätrtflofratie ifyv toib» 
mete; ^pfl ^Itfanbct ^ttt fogar bte 9)}a^{me t)or{ttd& 
tpdfe Seute t>on guter ©eburt ju bef orbern; er ^egte bte 
fonberbare SRetnung, ba eö fc^on benS&rffen ber Srbe 
angenehm fei), S>tener t>on t>ome^mer Jg^erfunft um ftc^ {u 
fe^it/ fo mufe e^ anä) @ott gefaKen, toenn fein 2)ienj{ 
t>on ^erfonen t>oD$ogen toerbe toelc^e ober bte anbem er$ 
^aben fe^en. 3(ber getoi|[ ba^ toar nid^t ber ®eg auf n>e(^ 
^m bie Äirc^e fidf in frühem Sa^r^unberten erhoben, 
eö toar fe(bf{ ber nic^t attf toetd^em f!e ftd^ in bm U^tm 
Seiten rejiaurirt Wt^* ^ie ^^lofier mb (Kongregationen, 
bie fo t)iel jur SBicberaufna^me Uß Äaf^oliciömuö bei* 
getragen; Kefi man bagegen in fSerad^tung gerat^en. S>ie 
SRepoten mochten SfJiemanb ber burd^ ÄIof?ert)erpf[ic^tun* 
gen gebunben n>ar, fc^on barum toeti ein folc^er i^nen 
nfc^t fo tinatif^orlid^ ben J£)of mad^en fonnte. S5ei bm 
Soncurrenjen be&ielten jc§e in ber Siegel bie SBeltgeiföitJ 
d^en.ben pa^, auc^ noenn fte in SSerbienflen ober@e(e5>^* 
fomfeit ttac^j!anben. „ 5SRan ft^einf bafür ju galten, '' fagt 
@rimani/ f,büi SBi^t^um ober gar ber ^urpur toerbe be* 
fc^impft; toenn man fte einem Älojierbruber ert^eile." & 



120 Sbudf VIII. 2){e zapfte um b. Sßitteb. n.^a^tj^- 

toiO hmafm, baf bie SR&nd^ nic^t me^r rec^t toagen flc^ 
am Jg)ofe 6Iitfen {u (ajfcn; tveil ifym ba mx Qpett mb 
SSeleibtgung toatU. @€^on {ei^e {!(^/ ba^ nur Seute t)on ber 
sermsftm J^etfunft in bie ift(bf{er }tt treten geneigt fepen. 
;/@elbf{ ein faOirter ^dmer^', rufK er mif nWt fiäf 
für {tt Qtxt um bie ^apnic {u neunten. ^' 

93ertoren bergefialt bie iff(&f{er mxtlid) an innerer S5e^ 
bentung, fo if{ e^ (ein SBunber. n>enn man audf bereift 
anfing/ fie ^r &UT^&ßi {u galten. <S^ if{ fe^r bemerfen^^ 
tvert^, ba|l fic^ biefe Meinung juer^ in 9lom entmicfette/ 
baff man ti {uerfl ^ier not^menbig fanb bai ^nc^^tt>e^ 
fen ju befc^rdnfen. @c^on tm ^abxt 1649 Derbot ^nno:? 
^en} X. burc^ eine fdnUt aUc mm 3(ufha^me in irgend 
einen regulären ^rben, bii bai €infommen ber t)erf(^iebenm 
€om)ente berechnet, unb bie 3^^! ber ^erfonen befltmnK 
fe9 welche barin leben fJnnten ^). SRoc^ »ic^iger ijl eine 
SSuOfe t>om 15. jDctober 1652. S>er ^pf{ beflagt barin^ 
ba|l e^ fo t>iel (leine ^ontente gebe/ in benen man totbtt 

1) ©nmamfägt ^in^u: Si toglie ad ognuno affatto la voglia 
di Stadiare e la cura d\ difendere la religione. Deteriorandosi 
il numero de^religiosi dotti et esemplari, potrebbe in breve sof- 
frirne noo poco detrimento la corte: onde al mio credere fareb- 
bono bene i pontefici di procurar di rimettere 1 regolari nel 
primo posto di stima, partecipandoli di quando in quando ea- 
riebe, — — e ' cosi nelle religioni tI entrerebbero buomini 
eminenti. 

2) Unfcr ZaQthnd) f(i^i(bert Uim erffen Januar 16i>0 hm Sin« 
brad hm bie Sonfitiutton maÖ^U. Non enlrando quella ragione 
ne^ cappuccini et allri riformati cbe non possedono entrata, te» 
mono cbe la probibitione sia perpetna, e cosi cred* io, fin a 
fanto che il numero de^ regolari boggi eccessivo sia ridotto a nu- 
mero competente e la republica da loro non yenga oppressa. 



9erma(tnti9 bet Stirbt. ui 

bte jDff^icn M ia^t ober bri SDac^t t>frfe^, nedf sA^ 
liäft ttebttttsen fyüttn, nedf bte Clattfur beobachten fimte, 
%ttifUMtn fit ixAttli^Uit mb ^ttbvtdftn: i^re Slnta^I 
^be jt^t Aber oOe^ SRaafi {ugenommen; er ^U ffe mit 
einem ©(^(ase aKe auf: benn ba^ Unfraut muffe man fon« 
bem t>bn bem aSet{en 0* ®^m begann man nnb {toar 
{ttndc^fi ebenfaK^ in 9lom baranf {u benfot/ finantteOen 
S3eburfniffen fe(b(t frember ®taattn burc^ einiie^nngett 
ntd^t Don StÜ^txn, fonbem t>on ganten 3nf{i(uten {u J£)&(fe 
2tt f onunen. 9U^ SUejranber YIL fnr) nad^ feiner £^rom 
bef^etgung t>on ben 93enettanem erfu<^t tt>arb fte in bem 
Kriege Don Sanbia gegen bie Domänen tu unterfid^en/ fc^lug 
er fetbfi i^m bie Suf^ebung einiger jDrben in ifytm &inbe 
tor. €ie nnutn e^ bagegen/ toeil biefe Orben bod^ eine 
Sßerforgung fiir bie armen Sßobili barboeen. 316er ber ^p(l 
fe$re feine älbflc^f bnrc^. SktS S^afepn biefer Sonoente, 
fagte er, gereiche ben ®(dubigen e^er {um 9lnj{ofl atö {ur 
(£r6attung: er Derfa^re n>ie ein ®drtner, ber bie unnA^en 
3t9eige t>on btm Sßeinßocf e abfdfntiUi nm i^n bejio ftndfU 
barer {u ma^en '). 

S>o(^ ^dtte man nid^t fagen tonnen, bafi ti nun nm 
ter S>enen, bie man befbrberte, befonber^ gidn^enbe Salen^ 
gegeben ^ittt. 3n bem fiebte^nten ^a^r^unbert if{ eine 
aDgemeine £(age über ben 0Range( an au%)eic^neten £eu^ 

1) CoDstitatia saper eztinctione et suppressione pairorum 
conTentuum, eorumqno reductione ad statam secularcm, et bono- 
rum applicatione, et prohibitione erigendi noTa loca regularia in 
Italia et insulis adjacentibus. Idibus Oct. 1652. 

2) Relatioue de^ IV ambasciatori 1656. @. b. %vif^an^. 



122 jßu(^ VIII. S>it ^apfle nmb. ^ittt b. 17. 3<^^tf}. 

tm 0« €tRtna( btitf>m talmVo^Uc Ginnet ^uft^ fc^on 
bantm Don ber ^rdlatitr du^gefc^toffen, toeU f!e ju^ acm nxi« 
rm um iene SBebingungen ber Sluftta^me ju erf&ttm ^). 

3>aj Sot^^^iii^^^ ^i^d ^^ ^^i^ f^^^ ^^^ ^^ ®^^^ ^^^ 
SRepotm ab, bie ftc^ nur burc^ eine ©efc^metbtgfeie unb 

Untermilrftgfdt erreichen liefi, n>elc^e ber freien <£ntn>ic(e^ 

lung ebler ©eifte^gaben nic^t gänflis fepn fonnte. Sluf bte 

gefonmtte ©eijKicf^feit tDtrfte bief {uräcT. 

@en)ifi if{ e^ auffaSenb, ba$ in bm n>ic^idf{en t^eot» 

lodtfi^en 2>t<ciplinen fo gut toit gar feine originalen ttalie^ 

ntfc^en 9(utoren auftreten , toeber in ber ©c^rifj^erHirungf 

too man nur bU J^Dorbringungen bti 16; 2fa^r^unbertö 

toieber^olte, noc^ ouc^ an ber ^ora(/ obmo^I biefe fc^r 

cultioirt tt>urbe, noc^ auc^ in bem 2)ogma : fc^on in ben Som 

gregationen aber bie @nabenmitte( erfc^inen lauter grembe 

auf btm .Kampfpla^e: an ben fpdferen @treitig!eiten t&ber 

Srei^eit unb ®(auben nehmen bie Italiener nur n>emg 9(m 

t^iU fSiadf @tro(amo ba Starni t^ut flc^ {Abfl in 9tom 

fein att%}e{c^neter ^rebiger me^r ^erDor. 3n jenem !£age^ 

buc^e oon 1640 bii 1650, bai ein fo f!renger ^at^olif t>er« 

fa^t ^atf tt>irb e^ mit (Srjiaunen bemerft. „9Rit ben ga^ 

f{en '' , ^eifit e^ barin, /, ^bre bit Sombbie auf in ben Od« 

1) Grimani: Tolto Peconomia esteriore ogDi altra cosa si 
deteriora; — — d^huomini di valore effeUiyamente scarseggia 
al pres?nte la corte al maggior segno. 

2) Relatione di Roma sotto Clemente IX. Portando lo 
Stile che le oariche si trasferiscono solamente a prelati e che la 
prelatura si concede solo a queUi che banoo entrata sufficiente 
per mantenere il decoro, ne siegue per6 che la maggior parte 
di aoggetti capaci ne resta esclusa. 



$ern>attuns ber Stirbt. 123 

len unb Jg)dufi?rn tinb fange an in Itn Stttdftn auf ben 
Xanidn. S>a^ b^iKse ©efc^dft ber ^rebi^e bune ber Stubnu 
fuc^t ober ber ®d)mtidftUu ^an trage SRefap^^fiE t>or; 
tt>oi>on ber (Sprec^enbe n>entg/ feine Sub^rer aber gar nic^t^ 
Derflebn. Statt {u (ebren/ ju tabeln, laffe man Sobreben 
ttfdfaüm, nur um flc^ emporjubringem &dim fontme e^ 
auc^ bei ber 9Ba^( ber ^rebiger niij^t me^r auf aSerbienfl, 
fonbern nur aaf SSerbinbung unb ®un|l an.^' 

S>le @umme iß: jener grofe innere Stutrieb, bertru^ 
ber J^of unb &taat unb ^irc^e be^errfc^e unb i^nen i^re 
preng reltgibfe ^altutiQ QtQtbtn baf, ift tjerlofcl^en : mit 
ben Senben^en ber Sieflauration unb Eroberung ifl ti i>or* 
bei : jtiit machen ftcfy anbere triebe in ben S>ingen geltenb, 
ixt bo(^ {ulegt nur auf SRac^t unb ®enuf! btttau^aufen 
unb bai ®eiff(i(^e auf$ neue lotmdüldftn. 

S)ie ^xüQt entfielt/ toelc^e SRic^tung unter biefen Um« 
f!dnben bie ©efeOfc^ft angenommen ^atte bie auf bie ^r(m 
cipien ber Sieflauration fo befonber^ gegrttnbet nHir, ber 
Orben ber 3efuiten. 



©ie 3cfuiten in ber ÜRttte bti ftebjel^ntm ^a^u 

l^unbcrtd* 

S)ie Dorne^mfle Serdnberung in bem 3nnern ber ©e* 
fettfc^aft 3^fu beflanb barin, ba^ btt ^rofefen in ben S5efi§ 
ber ^ac^t gelangten. 

^rofeffeu/ tt>e(cf)e bie Dier @eIAbbe ablegten, gab ti 
anfangt nur toenige: t>on ben SoDegien entfernt/ auf ^U 



124 Sbn^ VIII. !&ie ^ipfit um b. ÜRtttt 5. 17. ^a^r^. 

mofen angetotefen; ^ftm fie fiiif batanf Uföftinft eine 
setf{(ic^e ^ntmüt au^u&bm : bte ©(cHeti t^elc^e n>eUH(^ 
$(^4ttgfett erforbettett/ t>on fütctotttif $rot)tnciaten/ bte Sok 
legten xtUx^npt toaren in ben J^dnben ber Soabjutoren ge^ 
ttKfen. 3e|t aber inbttu ftc^ bief. S)te ^rofeffen (clbft 
SÜansttn {u ben @teKen ber SJemaUung: f!e m^mn Si^eit 
an ben €in(unfiten ber €oOegien: fte mürben Siectoren, 
^rot>incia(e 0- 

S)a^er folgte nun {undc^fi, baß bie (irengeren Sen« 
ben^en )>erfonItc^er 2)et>otion, bie bi^^r in ber 9ibfon^ 
berung ber ^rofefjton^^dufer t^or^ugUc^ fejtge^alten n>or^ 
ben/ aümd^lig erfalteten; fc^on bei ber Slufha^me fonnte 
man nic^t me^r fo genau auf bit a^ceeifc^e S3ef<l^igung fe^ 
^en; namentlich a^itede^c^i ließ Diele Unberufene ju: man 
brdngte ftc^ nac^ bem ^^c^ffen ©rabc/ tt>ei( er {ugleicfy 
geißlic^eä 3(nfe^en unb n>e(t(ic^e ^ac^t gen)d^rte. Slußer^ 
bttn aber {eigte ftc^ biefe SSerbinbung auc^ gan) im %U* 
gemeinen nac^t^eilig. €oabjutoren unb ^rofeffen Ratten ftd^ 
früher toecf^fetfeitig beaufftc^tigt: j^^t meinten flc^ pxattU 
fc^e ^ebeutung unb geifUic^er Sinfpruc^ in benfe(ben ^er^ 
fönen. 9(u(^ bie S&efc^rdnftejlen hielten ftc^ für groffe ^^opfe, 
ba i^nen 92iemanb me^r }u n>iberfpre(^en n>agte. ^x S3e^ 
ft^e ber au^fc^Hef enben ^errfc^ofe fingen fie an, ber Dieic^^ 

1) 3n einer Sammlung Scrittare politiehe, moralt e satiri- 
che sopra le massime^ istituti e goyerno della compagnia di Gesu 
(MS Rom.) finbet fiä) ein a\xiiiti)tliäitx StuffaJ t)on fceinal^e 400 
^iatt: DUcorso sopra la religione de^ padri Gesuili e loro moda 
di govemare, — gefd^rteben jwtfd^en 168 L unb 1686 )>on einem 
augenfdt^einlid^ tief eingeweichten ^anne, — aud htm bit fo(genben 
9loti^en gr6fltent](^ei(S genommen ftnb. 



beruften. 125 

t^umer, mldft bte SoOegten im Sauft ber Seit emor^, 
in SXu^e ju gentef en unb ^uptfi^ic^ nur auf eine Skr# 
me^rung berfelben ju benfen: bte eisentKc^e SImtf (Sprung 
in ©dS^ule unb .^rc^e äbetUefen fle bcn jiingem imttn 0« 
^ttc^ bem @eneral gegeniiber normen fie eine fe^r felbfldn» 
bige Jg>a((ung am 

SBie groff bie Umn>anblung ttHnr, fle^t man unter am 
bem an ber Statur uttb ben @c^icffa(en ber Generale, — 
n>elc^e £eute mm flc^ {u jDber^du}>tem n>d^(te, n>ie mm 
mit biefen terfu^r. 

SBte t>erfc^teben tcat ^utio SiteOe^c^i Don feinem 
felbfl^errfc^enbeu/ Derfc^migten , unerfc^utterlid^en SSorgdn^ 
ger SlquaDiDa! ^ßittUeiäii UHir t>m Statur mi(b, nac^gie^ 
big/ t>er(o^nenb: feine S&e(annten nannten i^n ben €nge( 
M Srieben^: auf feinem Sobtenbette fanb er in ber Ue» 
berjeugung einen Zteft, ba0 er Stiemanb bekibigt ^6e. 
SrePc^e (Sigenfc^af^en eine^ Keben^mArbigen ^emüitM/ 
bie aber nic^t hinreichten einen fo n^eit t>erbreiteten/ t^ri^ 
gen unb mdc^tigen Orben }u regieren« Sluc^ wnnodfU er 
bie @trenge< ber S)i^cip(in nic^t eirttnal in J^infld)t ber 
Xteibung fef{{u^a(ten/ gefc^meige bm S^rberungen eineJ 
entfc^toffenen S^rgeije^ ^iberfianb }u leiflen. Unter feiner 
S^ermaftung/ 1615—1645, fe|te ftc^ bie oben bezeichnete 
Umtoanbiung burc^. 

3n feinem @inne t>erfu^ren auc^ feine ni^flm Stac^^ 

1) Discorso. Molti comparisoonoy pochi operano: i po- 

Y«ri non si visitano, i terreni non si coltivano. Esclu- 

dendo quei pochi ^ d^ardinario giovani, che attendono ad inae- 
gnare nelle acaole, tutti gli altri, o che sono confeasori o procu- 
ratori o rettori o miniatri^ appena hanno occopatione dt rüievo. 



12« Sbn^ VIII. S^ie^a^fie um b. !D2ftte b. IT.^a^i:^. 

fblger: aSincm^o €araffa (—1649), ein ^ann btt feI6f{ 
ctne p<rf5n(t(^e Skbietmng Derfc^tni^tei lauter S>emue$ unb 
Sr&tnmtgMt foax 0/ <t^^t n>^er mit feinem S3eifpie( noc^ 
mit feinen Sma^mmgen burc^tubringen t>ennoc^te: $ic$ 
cotomini (—1651), ber einer Steism^ ju burc^greifenben 
^aa^vtitln, bie i^m Don Slatur eigen nrnr, je$t entfagte, 
unb nur noc^ auf bie 6enuijt^uung feiner jDrben^Mber 
S3ebad!^t na^m. 

S)enn fc^on n>ar e^ nic^t me^r ratl^fam, hierin eine 
Slenberung treffen ju' »ollen. Slleffanbro ©ottofrebt — 
3anuar btö ^er{ 1651 — ,^&ttt bai gern Qta)an: er 
fttc^te toenigfienj ben flc^ Dorbrdngenben S^rgei} in @c^ran^ 
fen {u fyitcn: aber bie jtoei 0Ronate feiner fSeruHiItung 
reichten ^in i^n aDgemein ter^aft {u ma^en; man begrüßte 
feinen Sob atö bie ^freiung t)on einem Sprannen. Unb 
noc^ weit entfc^iebenere Abneigung jog fi^ ber nic^fie 0e* 
neral, ©o^win 9}itfe(, }u. ^m IhmU nic^t fagen, bafi 
er tief eingreifenbe ^Reformen beabflc^tigt ^i^tu; er lief e^ 
im ®anim ge^n wie e^ ging; er war nur gewohnt mit 
J^tndcFigfeit auf einmal ergriffene Meinungen {u beffe^n 
nnb zeigte ftc^ rau^/ abfloflenb; riicfflc^t^lo^; aber fc^on 
^ieburc^ t)erle|te er bie (Eigenliebe mdc^tiger SRitglieber bti 

1) Biario Deone 12 Giugno 1649. Martedi mattina mori 
Sl generale de' Gesuiti: fu di pocbe lettere, ma di santitä dt 
Tita non ordinaria: quanto alla sua persona , egli non ba mai 
Toluto carrozza al suo serrigio, n^ esser differentiato da quäl- 
siyoglia minimo tra di loro nel traitar del yitto o vestito: qaanto 
agli altri, voleva che i padrl Oesuiti fossero e yiyessero da re- 
ligiosi lasciando f trattatl politici eU frequentare le corti, nel che 
hayendo troyato difficolti impossibile gli banne cagionato il 8^ 
dio della morte. 



f 



SefMÜett. 127 

Ovbtta fo tief tmb le^^ofe, ba$ bte eemmlcondtegatiott 
t>on 1661 {u ^aaffregeln gcsen t^n fdS^rttt^ Ue man M 
hn monarc^d^en SRatar bed ^nfütofe^ nidft ^ttt f&v rnftg» 
If(!^ Ratten foOm. 

@te erfu^te {uerfi ^dpft ttIMnber YIL um bie €r» 
(au^ntfi, i^rem ©eneral einen Sicar mit bem SKedlfee ber 
Slad^folde bei^uorbnen. Seicht nmt bit (StUiubnif erlangt, 
ber Jg)of bezeichnete fogar einen Sanbibaten bafdr, jenen 
OltM ber iuerf{ bie Sinberuftmg ber 9}e))oten angerat^en, 
tmb man toat fägfam genug; biefen ®iinf{Iing be^ ^aOa^ 
fteö {u n)i^(en. (Sä fragte fic^ nur, unter welcher ^orm 
man bit ®malt txm bem @enera( auf bm Sicar Abertra^ 
gen fbnne. S)aä SBort ^bfegung au^sufprecfKU (onnte man 
ttic^t ober fid^ geminnem Um bie @a(^e }u erlangen unb 
bai ^ort )u umgebn, fteüfte mm bit ^rage auf, ob ber 
aStcar eine cumuIatiDe ^ad)t baben foDe, b. i. {ugfeic^ mit 
bem @eneral, ober eine prit>atit>e, b; i. o^ne i^n. 2>ie 
€ongregation entfd^ieb naturHd^ für bie pritoatiDe: ffe er^ 
fidrte in golge biefer Sntfc^ibung au^r&cflic^, baff ber 
bi^btnge @enera( aKer fdner @etoaIt Derluflig, unb biefe 
DoDfldnbig auf ben SSicar übertragen fepn foDte ')• 

©0 gefc^a^, bafi bit ©efeBfe^aft, beren ?princip ber 
unbebingte ©e^orfam toar, i^r Ober^ÄUpt felbjl entfernte, 
unb {toar o^ne ba|i flc^ biefi eineö eigentlichen Skrge^enä 
fc^ulbig gemalt ^ttt. ۊ liegt am Sage, tote fe^r ba-^ 

1 ) ^tt^fäbrli^e (£r^d(i(ung in htm gletd^^ettigen ^t^corfo. Ye- 
nendo noi^ fc^lteflt ber ^»iot, in tal tempo a Roma ed andando 
a fargli rWerenza (a Nickel) — — conchiuse con dire queste 
parole: ^^io ml troTO qui abandonato e non posso piü nieote.^^ 



128 jßu(^ Vm. SXe^ipße um b. tmitte 5. 17. ^a^t^. 

burc^ aiM^ in biefem jOrben bte artf{o(ratifd^en Senbntsen 
jur J&etrfc^afl gelatistm. 

£>(tt>a tpar ein ^ann ber infttt SKu^e, SBo^lIeSnt/ 
poUtifc^ Snfrigue liebte; unfern Stl^ano ^otte er eine fßiUa, 
bei ber er bie feUenfien au^Unbifc^en @en>4d^fe anpffatijfe; 
auc^ tvenn er in ber @tabt nHir, {og er flc^ boc^ t>on ^tit 
in Seit nac^ bem 9lof>i}en^ttfe t>on @. SInbrea (uräcf / n>o 
er SRiemanb Slnbien) d^f> : auf feinen S^tfc^ brad^te man nur 
bie au%fuc^te({en @)>eifen: nie ging er }u Sufi au^: in 
feinen aBo^n^innnern ttHir bit Sßequentltc^feit bereite taffU 
nirt: er senofi feine ©teOuns/ feine ^a^t: smi^ tin fol^ 
d||er ^ann toar nic^t geeignet ben alten ®eif{ be^ 0r$ 
ben j mieber {u beteben. 

3n ber £^t entfernte ftc^ biefer tdglic^ me^r ton &en 
@runbf3gen/ auf bie er gegrunbet morben. 

aSBar er nic^t öor aBem verpflichtet bie StttereflTe» 
be^ ronrifc^en @tu^le^ {u f>erfed^ten, unb ^ie^u eigentlich 
gegiftet? Slber i'ene^ fein ni^ti aSer^dltnif in Sran& 
reic^ unb bem Jg)aufe S5ourban fyittt er jt^t ba^in au^ge« 
bilbet/ ba|l er in ben aOmd^lig ^n>ortretenben €ompe^ 
tenjen romifc^er unb frans&fifc^r ^ntereffen faf{ o^ne 9iu^^ 
na^me auf bie Qcitt ber le^tern trat ^). St^^^^^^ ^^^^ 
ben iefuitifc^e SBerfe wn ter 2[n<)ui{itipn )U tRom verbammt, 

toetl 

* 1) Relatione della nuntiatura di mons' Scott!, nunzio alla 
M^ del re X»« 1639—1641. I GesuHi, che dovrebbero essere 
come altre volte defensori della santa sede, piii degli altri la 
pongODO in compromesso. — Profesaano totale ritiratezza (dalla 
nuntiatura) dubbiosi sempre nell^ accostarsi al nuntio di non per* 
dere appresso minietri regj. 



3efuiten. 12» 

ti>ei( fte bie ffttd)U htt Sttont {u lebhaft t>erfo€^tnt. 2)ie 
Ober^dupter btt franjoftfc^en ^efutftti mmitfm bm Vlm 
QatiQ mit bm pipfUiäftn fStmtini, vm ni^t ben SBer» 
bad)t nltccmontamx ©efinnung <mf ftc^ {u (aben. 9(tt(^ fottfl 
fonnte ber romtfc^e ®tnfyi ben @efyorfam b<« jOrben^ in 
biefer '^dt nidft rühmen: namentlich in ben 9Rif{!onen xouu 
htn bie pdpfiK^n Sioorbnungen faf{ immer in SBinb ge« 
fd^fa^en. 

Serner mt ein Jg)an}>fdrunbfa$ be^ Otbatif aUm totlu 
tidirn 93erbtnbungen ju cntfadtn unb ft^ nur ben geiflU« 
c^en ^(lic^ten ju n>ibmen. QBie ^attt man fonf{ fo fireng 
barnber gebalten/ baß jeber (Sintretenbe auf aKe feine S&e^ 
fi^t^umer a3er$tc^t leiffete! Suer({ t^arb bca dm 9Bei(e 
terfc^oben; bann gefc^ab e^ toc^l, aber nur bebingund^« 
tt>eife, n>etl man ja am Snbe toieber auögefioflen xoetbm 
tonm; enblicf) fAb^te fic^ ein, baff man feine ®uter ber 
©efeQfc^aft fclbf! überließ: ieboc^ tt)o^(t)er|lanben/ btm bei» 
flimmten SoUegtum in xodAfti man ttat, berge({a(t baß 
man fcgar bie S}em>altttnd berfelben nur unter anberm Zi* 
ttl oft nodS) fetbfi in Jgninben bebielt 0* S)ie SRitgßeber ber 
SoOesien ^attm bie unb ba mebr freie Seit aU ibre SSer« 
nHinbten bie mittm im itUn ({anben: fle teruHiIteten be» 
ren ©efc^dfte, jogen i^r ®elb ein^ fö^rten i^re ?proceffe *). ; 

1) Yiacentii Carrafae episiola de medüs conserrandi pri- 
maevuin spiritam societatis: Definitis pro arbitrio dantis domi« 
bos sive cpUegUs in quibus ai^t .sedem sibi fixurus <^st aut jam 
animo fixerit, — — anxie agunt ut quae societati reliquerunt^ 
ipsimet per se administreDt. 

2) Epistola Go8wini Nickel de amore et studio perfectae 
paupertati«. lUad intolerabile, si et litea inferant et ad tribiina* 



130 S5u(^ Vni. 2)te q>ap(ic um b. ÜRitte b. n.3iaf)tf). 

91ber (itxdf in ben Collegiett oU Qcfmmt^dtm no^m bie« 
fct tnercanttle @etfl dbcr^nb. 9R<m n^oDte i^ren SBo^Ifianb 
fic^: ba bie gtofleit &äfniSmgm auf^htun, fnäftt man 
btefl burc^ 2ln^tt|{rie {u bemerffieatsen. S>ie ^cfbiten ^tebm 
ed f&r fetnm befonbfm Unterfc^teb, bett Slcfer ju battm, 
tote bie dfteftat SS&nc^ get^itr unb @ef(^fite )n tretien, 
tote fie ti tttfnäftm. S)a^ Soffesio Stosiano lief |tt ^a« 
ceraea £u(^ fobrictrettf anfangt bfofi )u eigenem ®ebrau(^f 
batnt für oOe €oOe0ten in btt ^rot>in(r enblti^ fütr 3<ber» 
mann: man betog borntt bie Sl^effen. Sbei bem engen S«r» 
^Itnifl ber f)erf(^iebenen SoOesien bUbeten ftc^ aBed^felge» 
fc^dfte att^. S)er porttisiefifi^e @efattbee in 9tom tiHit fuc 
feine €affe an bie 3efmten aui ^oreugal onsetoiefen. 93e» 
fonberä in im Kolonien mac^ fie Qi&dlidft @efc^fie: 
aber beibe gefien ^in breitete pc^ m fRe^ t>on äkrbin» 
banim biefeä £)rbend au«, ba^ in Siffabon feinen SRittel^^ 
pnnft ^atte. 

€in @eif{ bet; fo n>ie er einmal ongefclj^asen toar, 
nctl^toenbtg auc^ auf aOe innem akr^Itniffe )ttr&(fn>irf te. 

9}oc^ immtt 6{ieb ej bei bem ®rtmbfa$e ben Unter» 
ric^t imifonf{ %n geben. 9t8ein man na^m @ef4Knfe bei 
ber yinfnäfyxttf ®eft^n(e bei feierlic^n ©elegen^eiten^ ein 
paav SRal be^ 3a^re^ ')• ^^^ (^tt t>ortttg£t9eife Ugi* 

Ha eonfiigant et violeiitas pecuniarnm repetitiones faciant, aat 
palam negotiantur ad quaestum, — — • specie quidem priino 
aspeeta etiam honesta ^ caritate in conaanguineos, decepti. 

1) Discorso. Per lo meno Panno due volle cioe al natale 
e nel giorno della propria festa si fanno le loro Offerte ovrero 
maneie, le quali ascendono a somma conniderabile. — 11 danaro 
pof dl qaeste Offerte o che venga impiegato in argenti, quadri 



defnieeiu 131 

Uttt &df&ltv. 3>arau^ folgte jebix^, ba^ Uefe nun ottd^ 
eine gmiffe Una6^4nstg(e{t ^tcn tinb fidf Ut &ttmQt 
btt alten 2)i^cip(m nid^t me^r fägett moOicn. €m 3e« 
fuit/ ber bttt @tDcf gegen einen @(^iUer er^ob, empfing 
f>on btefem einen 2>o(d^f{o{l: m )nnger SRenfi^ in @ttbbtOf 
bec ftc^ Don bm ^er ^efetto }u ^art be^nbelt glaubte, 
brachte benfelben bafur um. 9(ttcfy in 9tom gaben bie S9e^ 
t^egtmgen m SoOegium^ ber @tabt unb bem ^Uafl m* 
attfb&rii^ {tt reben. S)ie Sekret «würben Don i^ren &(if&^ 
lern einmal gerabe^n einen tag lang eingefperrt geilten: 
ber 9{ector mu^u, mit biefe forberten, (ule^t bo<^ wirf« 
Üdi entlaffen n>erben. fti ftnb ba< Symptome eine£ ah 
gemeinen Aampfe^ {n>if(^n ben alten £)rbntmgen unb 
neuen Senbenjen. Sm (Snbe behielten biefe legten bod^ 
loirHtc^ bm $(a^. 2)ie ^efuiten Dermoc^ten ben Sinflu^l 
nic^t mebr ju behaupten, mit toelc^em fte frA^er^in bit 
@emutber be^errfc^t Ratten. 

Ueberbaupt bai toar nic^t me^r i^r @inn fläf bie 
SBelt {u untertt>erfen/ f!e mit religi&fem @eifle )tt burc^ 
bringen: i^r eigener ®eif{ tt>ar Dielme^r felbfi ber 9Be(t Der» 
foOen: fte ffrebten nur, ben ^mfd)tn unentbebrlic^ px tt>er» 
bat, auf mläft SBeife bai auö) immer gefd^^en mochte. 

Sticht aOein bie aSorfc^riften bei ^nftituui, bie £e^ 
ren ber SKeHgion unb ^ora{ felbfl bilbeten fte nac^ biefem 
3n>ecfe um. 2>em ©efc^dfte ber ^eic^te, burc^ b<i^ fie 

o fappezzerie, caliei o altri addobbi somiglianti, tuito ridonda 
in utiliU de' collegi medesimi. Avegna che i rettori locali se 
ne senrono indifferentemente} dal che ne derivaDO infiDike oäen- 
sioniy poco o nulla stimano i lamenti de' propij Scolari. 

9* 



132 9»u(^ Yin. iDie Zapfte um 6. ÜRitte 5. 17. 3a^r^. 

einen fo unmittelbaren €influfi auf bai 2fnnerile ber ^-^ 
fonltc^feiten ausübten/ QaUn fte eine SBenbung ik auf 
aOe Zütm maftowciis if!» 

9Btc fyiUn ^ierdber uttitt>eife(^af%e Documente. 3n 
^f)lxtid)tn ou^f&^rHc^en SBerfen ^(en fte bie @runbfd|e 
t)ordekst, bie fte bei SSeic^te unb Ülbfolution felbfi beob^^ 
achteten unb SXnbem an bit J^nb ^aUn. (&i ftnb im 9111' 
gemeinen mvilidf h'u nemlic^n/ bie i^nen fo oft lum 93or$ 
t}>urfe gemacht morben« 6uc^en toir menigfien^ bie J^aupt^ 
principien in faffeu/ t^on benen aui fte ftc^ bai gefammte 
@ebtet tu eigen mac^n. 

S5ei ber ^eic^te tt>irb aber o^nfe^Ibar aOe^ bai>on ah 
fangen, toelc^en S3egriff man t^on ber SSerge^ung, i^onber 
@unbe auffleOt. 

@ie erHdren bie @unbe für bie freitpittige Slbtoeid^ung 
t)on ©otte« ©ebot 0- 

Unb worin, fragen »ir tt>eiter, befielt nun biefe grei* 
toiCigteit? 3&re Slnttvort ip in (Sinflc^t t>on bm %t^^ 
(er unb DoOfommener SSetfiimmung bej 3Bt0en^ ""). 

S)iefen ©runbfa^ ergreifen fle mit btm Sorget} ettva^ 
S^eueä t^orjutragen unb bem $e({reben ftc^ mit btn ©emobn« 
Reiten be^ £eben^ abjuftnben. ^it fc^olafiifc^er @pi^n^ 

1) !!Deftnttfon w>n 3fr. XoUho : ^^voluntariu» recessus a regula 
diyioa.'^ 

2) Busembaum: Medulla theologiae moralis lib. V, c. If^ 
dub. III br&cft ft4 fo aai: Tria requirantur ad peccatum mor- 
tale (quod gratiam et amiGitiam cum deo solvit), quorum si unum 
desit) fit Teniale (quod ob suam levitatem gratiam et amicitiam 
son toHit): 1. ex parte intellectasy plena adTertentia et delibe- 
ratio, 2. ex parte Toluntatis, perfectus consensas, 3. gravitas 
materiae. 



btgfett tmb tttnfttffettbet 93enl((ft^ btc wdwmttfbtn 
%&Uc btlben fie i^n (t^ ju ben anfi&f igficn golgr ntn^ 
gen au^. 

2^^rer £e(^r( {ufbige ifl etf fdlfott genug ^ bie @ünbe 
nur ntc^t atö fold^e }tt tooOcn ; man f^at vm fo me^r auf 
$8er)et^ung ju hoffen / )e tofniger man bei ber UtUU^at 
an @ott bfttft, je heftiger bie Seibenfc^ft tt>ar t>on ber man 
fic^ getrieben f&^Ite: (Semo^n^eit; ja bai bbfe S^eifpiel^ 
welche ben freien 3BiKen befc^r4n(en, gereid^en )ur &it* 
fc^ulbigung. 9Bie enge wirb fc^on ^ieburc^ ber J(rei^ ber 
fßergef^ungen! 92iemanb n>{rb ja bit @Anbe um i^rer ftlbft 
mUtn (ieben. 9lu|lerbem ernennen fie aber auc^ nocfy dnu 
fc^ulbigung^grunbe anberer 9(rt an. SlKerbingä iil {. 95. 
bai S>ueK t>on ber Aird^ Derboten; jeboc^ bie 3efui(en 
finben , foSte jemanb be^^tb n>ei( er ein 2)ueS au^fc^Iuge 
@efa^r laufen f&r feig gehalten |u n^erben, eine ©tefle tbtt 
bie @mbt feinet Sür({en ju verlieren , fo fe^ er nic^e 
ju tctbommm totm er ej annehme 0* ^^nen falfc^en €ib 
(u (eif{en tt^re an fic^ eine fe^mere ®dnbe: tt>er aber/ fa^^ 
gen bU 2i^fuiten/ nur 4uf erlief fc^wort; o^ne bief inner» 
Uc^ ju beabflc^tigen; ber toivb baburc^ nic^t gebunben: er 
fptelt ja unb fc^mbrt nic^t '). 

S)iefe &^ren finben ficfy in ^uc^eru/ bie (i(^ au^nicE» 
{ic^ f&r gemdfligt ausgeben. 9Ber xooUtt je|t nodf/ ba bie 

1) Privandus alioqui ob snspicionem ignayiae^ dignitate, df- 
fido Tel favore principis. Busembaum lib. III, tract. IV, eap. 
I, dub. y, art. I, n. 6. 

2) Qui ezteriua tantum juravit, sineanimo jorandi, non 
obligatur, nisi forte ratione scandali, cum non juraverit sed lu- 
serit. (lib. III, tract. II, c. II, dub. IV, n. 8.) 



134 S^nc^yni. 5Dte zapfte um b. SKitte b. n.Sia^t^. 

Setent tH>rti6cr ftnbf bU mittm Skrtmtnsm ditcö aUt 
^cval t>cmi(^tenbcn ©c^rfßnne^/ m toelc^m wn biefm 
£e^rern einer ben anbern mit ßterarifc^em Wetteifer {u dber^ 
bieten ({re6te, ^erDotfnc^en? SIber ju leugnen iß nidl^t, 
bafl^ auc^ bie fc^offefien Se^ren einzelner 2>octoren burc^ tU 
nm anbern ®mnbfa$ ber ^efuiten, burc^ i^re £e^re t)on 
ber f)robabi(itdt, fe^r stfaf^tüdf tombau @ie b^txptttmf 
vmt btirfe in {toeifel^aften ^iütn einet SReinung folgen 
t>on ber man nid^t felber öbei^eugt fep, Doran^fe^t bafi 
(ie (>on einem angefe^enen Sfutor tert^eibigt n>erbe 0* f^^ 
^itlttn ti nie^t aOein filr erlaubt, ben nac^flc^tigfien £eb^ 
rem )u folgen, fonbem fte riet^en ba< jfogar an. @et9if^ 
fen^fcrupel mäffe man iHxad^ttn, ja ber UHibre SBeg fic^ 
i^rer {u entlebigen fep, bofl man bie milbef{en ^tmundtn 
befolge, felbfl tt>enn fie weniger flc^er fepn foOften ''). SBie 
tt>irb ba^ innerfle @e^eimnifl ber @e{b(lbe|limmung ^ieburc^ 
ein fo ganj 4u$krlic^ Üfyun. 3n ben lefUitifd^n J^nb^ 
bik^em finb ade SR&glic^fetten bir gdOe btg itbtni be^ 
^nbdtf ungefd^r in bem @inne tote ti in Spflemen bti 
biirgertic^ fUtdfti ju gefc^eben pflegt^ unb nac^ bem 
@rabe i^rer Sritfc^ulbbarfeit gepr&ft; man btaudft nur bar« 
in nac^{uf(^(agen, unb fic^ o^ne eigene Ueberjeugung bar» 
nac^ }tt rid^ten, fo ifl man ber Sbfobttion Dor ®ott unb 

4 

1) Em. Sa: Aphorismi Confessariorum s. ▼. dubium. Po- 
tent quis facere quod probabili ratione vel auctoritate putat li- 
cere^ etiamsi oppositum tutius sU: auffielt autem opinio ali- 
cojua gravis autoris. 

2) Busembaiun IIb. I,c. IH: Remedia conscientiae scrupu- 
l09ae sunt 1. Bcrupulos contemnere, 4. assuefacere se ad sequen- 
das sententiaa mitiores et mioua etiam certas. 



3aiifetti^fii. 135 

StM^ fidtn. €ttte leic^ SftttKWblttng M 9Mmhni 
tnüa^tt iwn idifr aSerfc^ttlbuns. — 9Nl eimr getmffirn 
SMi(^<^t( erf{aunen )umilen bte ^cfUtten felbfl, t9te fo 



& mitfite in ber (atMf(^ Airc^ bercttf alM Se. 
bctt itfbrben gctoefen fcpn, toenn fid^ srgm fo MrborMtc^ 
2>octntiett tttib bte $tfcamnu (Stitmiif ebuig bie bomit ju« 
finrnnett^tttg triebt tod^ aitdS^ in bntifelbeti SXoment dm 
jDppofidott ^Me ^ort^tm foOeit. 

®(^on nntren bie mi^tn Orbm mit ben ^efuircn ge» 
fpotitit, Me 2>mntmcan<r mgm i^rcr Slbtoetc^ungen t>on 
l^^onutf t>on ^quinOf bie Sranct^cafter ttnb €apit{iner tot* 
gm ber ott^fc^iefknbm ®noaft, bie fte f{(^ in ben 9Rif« 
ftonen in Jg)mterafien anmaften: {umetlen tonrben fte t>m 
ben ^i^ifm Mimfft, beren Shieoritde fie fc^mdletten, jn^ 
todien t>0n ben Pfarrern, in beren ^mtfgefe^fite fie dm 
griffen; and) an Un Uniterfititen erhoben fic^ toentgf{en< 
in %vanttckfy nnb ben Sliebedonben no(^ oftmatö Segner. 
aber äUti bteff bUbetc boc^ noc^ fdnen nac^^ltigen WU 
ber^anb; ber ton einer tieferen unb mit frifc^em @df{e er« 
griffenen Uebertengnng ^erril^ren mufite. 

2>enn {uk$t ^ngen boc^ and) bie moralifc^en 8e^ren 
ber 3efttiten mit i^ren bogmatifc^n SSorfieSungen genau 
{itfammen. 2ht |tnen xok in biefen gen>i^rten fie bem freien 
SBiKen einen groflen ©pielraum. 

€ben bie|i toat nun aber ou^ ber ^utüt, an totld^m 



136 S5ud^ Vm. S>ie 9>ap(ie um b. ^ittt b. 17. 3<^f)tf). 

füf btt grofte SBiMl>^(^ anfdjflof toe(c^en bte 3efttctett 
ä^Nupt gefmtbett ^bm. <£r ennotcfeltc fic^ folgmbcr« 

3n bm Sagten, in mldftn bit &txntigftittn &btt 
bit ®nabtnmitul bU t|>eo(ogtfc^e aBe(t in ber fat^oKfc^en 
Airc^e in gto^tt ©pannung erhielten, fiubtrten {u ibtom 
{toei junge ^enf(^cn, SorneH^ 3anfe aui ^oUanb unb 
3ean bn Setgcr ein Qa^cogner, bie mit einmne^iger Uu 
^(eugung für bie ({rengeren £e^ren/ bk ja in iht&m nie^ 
ntal^ untergegangen toavtn, gartet ergriffen, unb einen ^ef^ 
eigen 9Bi6ertDiaen gegen bk ^tfuitm faxten* aSerger mar 
Dorne^mer; mo^I^abenber: er na^m feinen Sreunb mit fic^ 
noc^ 93a9onne* J^ict t>errieften fte ftc^ in unabUffig n>ie» 
ber^ottem ©tubiurn in bie ^rfe bti Stuguffinu^: ße fa^» 
ttn für bie Sebren biefe^ ^irc^nt^afer ^ Don @nabe unb 
feiern SBiffen eine ^geifierung, bit i^r gan{eä folgenbe^ 
Seben be({immte ^). 

^anfeniu^/ tt>e(c^er ^rofeffor {u Sotoen, f&ififof {u 
ppern tontU, fc^Iug me^r ben t^retifc^en/ äkrger; ber 
bie Sibtei @t Spran befam, me^r ben praftifi^eu; a^ceti» 
fc^en 9Beg ein um fie lieber geltenb in macf^en. 

2)a^ 93uc^, in toelcf^em ^t^^nfeniu^ feine Ueber^eugun^ 
gen au^fu^rUc^ utA f^fiemotifc^ enttt>icfe(te, .Uüttlt: 9(u^ 
Quftimi, ifi boif fe^ bebeutenb/ nic^t aKein tt>ei( ti ftc^ 
ben 3efuiten in i^ren bogmatifc^en unb ntoralifc^en Sen» 

1) S^opsis yitae Jansenii t)or bem ^uguflinu^ : In Canta- 
briam deiode migraTit^ abi eraditissimomm ▼irornm consaetu- 
dine et familiari stadioram communione in SS. Patrum et prae- 
sertim Augustini intelligentia magnos progressus fecisse, saepe 
tettatua eat* 



:3[anftttifien. 137 

ifyatf ia^ ti bie ^frfcmmUc^n Formeln t>oti ®nabe/ (Sttnbe 
unb SSergebtttts auf^ neue }tt lebenbigen Otbox^n burc^» 
bilbete. 

2^anfenittd ge^f t)on ber Unfreiheit be^ menfc^Iic^en 
SBtOen^ auä: bmä) bie SBegierbe nac^ irbifc^ Dingen fep 
er defefelt, in ^ec^tfc^ geilten: avii eigener jtraft tuer^ 
mhsc er fic^ au< btefem Suf^^nbe nic^t jn ergeben: ^ 
@nabe muffe i^ {u Jg^ulfe {ommen; bi€ ®nabe, bie nic^t 
fomo^ S^ergebung ber @unben aU Ut Sefretuns ber @ee(e 
Don ben S5anben ber 93egierbe fe^ 0- 

J^er tritt f^Ieic^ feine unterfc^eibenbe Slnfl^t ^» 
Der. 2>ie ®nabt li^t er burdli bai ^6^ere unb reinere 
SSergnugen eintreten, toüdiici bie @ee(e an ben göttlichen 
S>ingen empfinbe. 2)ie toirf fante @nabe Ui ^tüanbti 
fagt er/ iji nic^t^ anber^, atö ein geifUic^e^ €rgft|en/ 
bure^ toelc^ ber ®itte belogen toivb {u n>oIIen unb {u 
toObringen toaä ®ott befc^(o(fen ^at. @te i^ bie um 
tolQfiirlic^e Don @ott beut aBtden eingeflößte S^emegung, 
burc^ n>el<^e bai ®\ttt bvxi ^otfc^en n^o^Igefdüt, unb er 
betoogen t^irb barnad^; ju fireben 0* SBieber^oft fc^drft 
er ein/ bafi bai ®uu ntc^t ani gurc^t Dor ber ©träfe/ 
fonbern ani Siebe {ur ©ercc^tigfeit getrau n>erben muffe. 

1) Com. Jansenii Augustinus töm. III, lib. I, c. II. Li- 
beratio yoluntatis uon est peccati remislsio, sed relaxatio quae- 
dam delectabilis vinculi concupiscentialis, cui innexus servit 
animus quoad per gratiam iufusa coelesti dulcedine ad suprema 
diligenda transferatur. @i> t)erf!e^t aaö^ ^aUai biefe £e(^re. Dieu 
change le coeur de rhomme par uoe douceor Celeste qu^il y 
repand. Les Provinciales 1. XYIII, tom. III, p. 413. 

2) Tom. m, lib. IV, c. I. 



138 Sbu^TTU. ^it^ipfttum b. Wiitu b. n.^a^r^. 

Unb Dott btcfhntptmftr üM tt^ht tt fi(^ nun )tt ber 
^iKrn Srage, «MJ btcfe ®ered^tts(eit fq^? 

€r onmortet: ectt felbfl 

2)fnn ®oee muff man fic^ nic^e btnttn mte ftnen A^r» 
per/ ob<r tmtor trgcnb etnem 95t(be, felbfi ntcf^ unter bem 
M ^äftei: mm ma$ ifyn betrachten tmb lieben ol^ bte 
emtge ^BM^x^t, ani ber ade SBa^r^t imb SBetf^ 
qotat, M bte Oereij^tigldt, ntc^t in ti>ieftrn pe bie ^ti^ 
genfc^aft etne< e€ni&^ ift, fonbem in »iefem fte a(^ 
Hne Sbce, a(j eine ^(^(le ttm>erle^t(^ Stigel t^m twr^ 
fc^toebt. Z>te Siegeln nnfhr Jgmnbbtngen Riefen an^ bem 
ewigen ®efe$e: fie finb ein älbglan} feinet Sid[fte^: toer bte 
eerecbtigfeit liebt, liebt eott felbfl ')• 

S)er ^^enfd^ wirb nic^t babun^ gnt, baff er fein Qe« 
nttttb auf biefl ober jene^ @ttte richtet: fonbern baburc^, 
bofi er bai unmdnberlidS^e einfach ^d^fle &iit ini 9luge 
fafit, loelc^ bie ÜBabrbeit, toefc^ ®ott felbft ifl. 2>ie 
Sngenb ift bie Siebe &otUi. 

Unb tbm in biefer Siebe befielt bie SBefrdung Ui mu 
Itni: i^re unau^fprec^ßii^ eftfigfeit i^ertilgt bai ^IBo^U 
gefaOen ber Segierbe: e^ ent^e^t eine freiwiOtge unb be« 
glttcfenbe ißot^tvenb^feit nic^t in f3nbtgen fonbem gut ju 



I) Tom. III, lib. y, c. III. Regulae TiTendi et quasi lu* 
mina virtutum immutabilia et sempitema non sunt aliud quam 
lex aeterna quae in ipsa dei aeterni veritate splendet, quam pro- 
inde diligendo non aliud diligit nisi ipsum deum seu yeritatem 
et justitiam ejus incommutabilem, a qua promanat et ex cujus* 
refulgentia lads fulget quidquid velut justum et rectum ap- 
probamus. 



3«nfettf(ten. 189 

libm ^)/ ber tix^re frrie fSiOe, h. u an 9Biflt, fxftdt 
Don btm S3&t>it, ttf&Ut mit im @nun. 

fti t(i an Hefcm SBerfe 1>mm(lbtaawSixbi$f in toit 

&itmicf elnnsen selten finb/ fclbfi in ton gtfe^m €tfrr 
dncr fembfeltsai 2)t^cnffion: bie &nxribit«dfft f{nb t»9lti(^ 
motolifc^ unb uligihit fpcculotto nnb profeifc^: jmm in» 
flerltc^en ©tc^^abftnbcn ber jtfuitifdfm it^tt fc$t ti ({rcnge 
2[nner(i(^frit, ba£ 3bea( einer in ber liebe )tt (Sott aufs 
ge^enben ^^tigEeit enegegen. 

SBd^renb ober 3anfeniu< nik^ mit ber Sibfaffnng bie» 
{d aßerfe^ befc^iftigt toar, mfn^tt fein Srennb f(|>on,«. 
bie 3^en bie bemfelben )tt Qrunbe lagen, {undd^ft in fei« 
nem eigenen itbm bartnjieOen unb in feiner Umgebung 
ptotüföf ausbreiten. 

®e. €9ran, benn fo UHirb $8erger ie$t genannt, ^ttt 
flc^ mitten in ^ri^ eine gelehrte/ a^cetifc^ (Einfiebetei ge» 
fc^en. 3n unerm&bnc^em ©eubiunt ber Eiligen @<^rift 
unb ber ftirc^en^dfer fnc^te er fic^ mit i^rem @eif{e )tt 
burc^bringen. 2>ie Beeren, bie ^anfeniuö me^r im StOge« 
meinen nniiebilittf toanbtt er auf ba$ @acrament ber 
f&ufi an. ®idf erniebrigeu/ bitlben; t>on @ott abb^gioif 
ber 9Be(t DoSig entfigen ')/ ft<^ ^it aOe feinem !^un unb 
2:rad|^ten ber iitbt )tt ®ott toibmen, bai (inb feine %ot^ 
bemngen. 9lber nac^ feiner Se^re mufl bie ®nabe ber 93u^e 

1) Tom. III, lib. YII, c. IX: voluntas felix, immutab^lis et 
necessaria non peccandi recteque vivendi. 

2) S^hmnilier, «ouffirir et ddpendre de Dien est toute la vie 
Chretieime. 



140 S6n^ VIII. 3>it ^ipftt um 5. "SÜittt b. 17. 3a^r^. 

fc^ott Dor^rrde^n. ,,9Benn ®o(t eine @rele retten ttnUf fo 
fdngt er inmenbig an : — ifi ba£ Jg)er) nur etmnal t^erdn^ 
bare, tt>irb nur erft toa^^re SXene empfiinben, fo folge bai 
onbere aOtS naäf : bie abfolntion f ann nur ben erf{en @era^I 
ber ®ttabe 6e|etc^mn: mte ein fAxit nur ben t&ettKgungen 
unb innern ®trf ungen ber 9latur nac^{uge(»n ^a^ fo muf» 
fen auc^ bie Ster^te ber @eele ben SBirfungen ber ®nabe 
nac^fblgen.^' Oft »ieber^olt er, bafi er felbß ben ganjen 
aßeg t>on Skrfuc^ung unb @unbe }tt S^nirfc^ung, ®e« 
bet unb Sr^ebung burc^gemac^t ^abe. Stur SBenigen 
t^Utt er fic^ mit: er t^t hai jtM SRa( o^ne t>ie( SBorte, 
mit bem Sttu^rude ber SKu^e; ober ba feine gonje @ee(e 
t>on bem er^Ot UHur mä er fprac^, ha er immer @e(e^ 
gen^eit unb innere @timmui^ abmortete, fott>o()l in ftc^/ 
ali in ben Slnbern, fo machte er einen untt>iberf{e^li(^etr 
&nbxnd: unwiOfurlic^ füllten ftd) feine Su^^rer umge« 
loanbelt, bie Zfyt&nm brechen t^nen ^ert>or, e^e fte e^ a^ttt^ 
ben ^). @at balb fc^toffen ftc^ i^m einige au^ejeic^nete 
SSdnner ali entfc^tebene ^rofelpten an: — 9(rnaulb b'9ln^ 
bi((9, ber )tt Sarbinal SÜc^elieu unb Abnigin 3(nna Don 
£)e(trei(^ in engem 93er^d(tnifl fianb, unb in ben toic^tig« 
flen ©efc^dften gebraucht rnarb: bejfen Sieffe, (e SRaitre, 
ber bamatö aü ber er({e 9lebner t>or bem ^rlamente be» 
tounbert würbe, unb bie gldn^enbfte £aufto^n t>or fic^ i^tt^i 
fid) aber )e$t gerabeju in eine €infiebe(ei bei $ari^ ju? 
rucfjog. älngelique 3lrnaulb, beren tt>ir bereit^ gebadeten, 
unb i^re Spönnen t>on ^ortroQal fingen mit ber unbe-^ 

1) M<emoires pour senrir a rhistoire de Portrojal par mr 
Fontaine I, p. 225. Racine: Hist. de Portroyal p. 134. 



:3«nfen<fien. 141 

btngten Jg^ingebung mlä)< fromme %tamn für t^ren ^rof 
p^teit (tt fugten pfltstttf an ®e. Cprott. 

Sanfmiu^ <{ar6, e^e er fein Suc^ sebmcft fa^: &t 
€9ran toorb gleich nac^ feinen erften SJefe^ningen Don 9tU 
c^elieu/ ber einen naturlid^en flBibenotOen gegen eine folc^ 
aBirtfamfrit ^ttt, tn^ ®efingmfl geiDorfen; aOein btefe Un# 
fdQe t)et^inber(en ben Fortgang i^rer Se^ren ntc^t. 

3)ai ^ndf bti ^anfeniu^ brachte bnrc^ fein innere^ 
93erbienf{/ fo tt>te burc^ bie S^^n^it feinet ^olemif nac^ 
ttnb nad) einen aOgemeinen^ tiefen €inbru(f b^or 0* 
@f. Spran fe|te feine befe^renbe S^^tigteit t>on bem @e$ 
fdngnifi ani fort: bai unt)erf<!^ulbete Reiben bai if)n be» 
troffen, unb bai er mit grofer (Ergebung trug; Derme^rte 
fein Slnfeben: otö er md) bem Sobe Stic^elieu^ frei mürbe, 
toarb er mie ein JS)eißger, mie ein ^obanneä ber Sdufer 
betrachtet. S^^^ i^^b er menige Monate barauf (il.£)ct. 
1643) ; aber er ^attt eine @c^tt(e gegrünbet, meiere in fei« 
ner unb feinet §rennbe^ fob^^en ibr €iHinge(ium fab: „feine 
Qd^nUt", fagt einer t>on ifyncnf //gingen mie junge Slbler 
unter feinen Slugeln bert>or: €rben feiner £ugenb unb ^rbm« 
mtgfeit/ bie iai, toai fte bon ibm empfangen, mieberum 
9(nbem t^erüeferten. (Hiai liefi €Iifa'« nac^, iit fein fBerf 
fortfeftten." 

@(^on fommelte ftc^ in ber €infiebelei t)on ^ort» 
ropoi biß €bampä, in bie flc^ {uerfi (e ^aitre {urucfge» 

1) Oerberon: Histoire du Jansenisme I, 63. Les tfaeolo- 
gieas de Paris s^appliquerent tellement k Pötüde de PAttgastia. 
d^Ipres^ oü ils reconnoissoient celui d^Hippone^ — — qii^on 
eommen^oit k n^entendre plus parmi ces theologiens quo les 
noms de Jansemu^ et de S. Augustin« 



142 Sbu^ vm. !Dte ^ifftt um b. «Dritte 1. 17. 3a^r^ 

)osen, trat t^n ^er eine tttd^t ttttottfe^itlu^e @efeOf<^, bic 
fidf )u )enctt ®ruitbfd$en iefottnte. 

Urfprnn^Uc^ ^ttt fit ntm ti>o^( eftoa« S3efc^rdn(te^; 
(ie Monb ^ttpefid^ßd^ au^ SNtgliebent unb Sretmbeti bet 
Sontüie Slmaulb. it 9Raittt ^og aSettt t>ter ferner SBtäber 
nac^ fi(^: t^re SRtsfter, bk t^tten t^ getfHtc^ Sltc^tts 
etngeflo^e, toat ettte 9lntatt(b: bet ditefle grettnb ®t. €9^ 
ron^, bem btefer fem J^ti t)ertiiad^ee, tt>ar 9lntaitlb b'Sltt^ 
biO^: ettblic^ trat auc^ er m btefe SefeUf^ft: fem ittttg^ 
fter 93ruber, 9infome 9tritau(b/ oerfafite bte erfie bebeuteitbe 
@^nft )tt @unf{eit berfelben. &at mandfc atfbttt S^er^ 
loanbte unb S^eunbe feilten i^nen nad). Sttic^ ba£ Xfo^ 
f{er ^orttopal in ^ri^ timr faii att^fi^Iieflenb in bm J^dn^ 
bm biefer S<)mi(ie. SlnbiKp ertd^It, bafi feine SRittter, bte 
tnbUc^ auc^ ^tneintrat, Doa itt>Mf £6c^tem nnb €nf elinnen 
ttmgeben ittotfm 0- SBir erinnern un^ ^iebei, baff bet 
dttere 9lntoine Slmaulb; t>ott n^elc^ biefeSlfle abfiamm^ 
Un, ti ^auptfdc^Hc^ nnir, burc^ beffen gldntenbe^ ^loi^ 
boper im ^t^^re 1594 bie (Entferming ber ^efuiten aug 
^(kixii entfc^ieben n)orben. 2>ie älbneigung ^egen ben £)r^ 
ben toar gleic^fam erblich in biefer Somilie. 

aOein tt>ie fo halb unb fo groffartig t^arb biefer enge 
Jtreiö erweitert. 

€tnma( fd^toffen ftc^ i^m t>ieie 9inbere an^ burc^ 
feine anbere SkrttHtnbtfc^ft ali bie ber Oeftmtmtg oi^e» 
{ogen. 93efonber^ toar ein einfluflreic^ ^rebiger ju ^^ 
ri«, einglin, Sn^dnger @t. ^tani, f&e fte t^tig. @ing^ 
ßn ^attt bie befonbere Sigenfc^aft/ bafi er |tc^ im 0ett>b^n^ 

1) M^moires d'Arnaiild d'Andilly T, p. 341. 



/ 



^«nfeniflen. 143 

fic^ £c6m nur mit &^xoietiglttit auAr&dftf/ cixx fo mte 
er bte Siaxud be^g, eine ^nreiffenbe SScretfanrfeit etit» 
midtltt 0. S>teieistsm Ue fic^ am cifrigßen {u i^ ^td« 
ktif fä^idte er nac^ ^^Mrtro^al, t9o man fle gern onf^ 
näfyxu & toawt fm^ ®dßlic^ vmb ®eie^f toofjiU 
f^abcnbe XanflMtf ^dnner ava ben angefir^fien S<nn<« 
Uenr 9ter{te/ He fcf^n eine 6ebeutenbe QttUnng ^ttmi 
^tgüAtt dnberer öthtn, jAüöf aUti itnu, bie nur m 
nerer £rte6 unb entfc^iebened €tnt>erftdnbntf {u 'biefem 
Schritte tennoc^ten* 

Unb in btefer ©nfamfeit nun^ ^{etc^fam einem frein>il$ 
(igen unb burc^ (eine 9ktpflxd)tms {ufammenge^Itenen 
£Io({er, Qcilb d aOerbing^ Dtel religibfe Uebungen; man be# 
fu^ee bte Xixftft fietfits: man bttttt tief, gemetnfc^fUtc^ 
ober aOein: auc^ nourben Idnblid^ Slrbeifen, Don €tnem 
ober htm 9Inbem UHirb ein ^nbtottt getrieben; aOein 
bauptfdc^ti^ mibmete man fic^ literarifc^en SSefc^ßigun» 
gen: bie ®efdlfd^ ton ^ortropal itor {ugletc^ eine 9(r( 
i>ott 9i(abemie. 

SBd^renb bu ^uittn in unüberfe^baren Solianten 
@e{ebrfamfeie ouffpetd^erten, ober fic^ in bie tt>ibem>drrige 
6d^ola^( tän^lU^ @9f{eme ber 3RoraI unb ber ^o^ma^^ 
tit Derbren / toanbten flc^ bit ^anfcni^m an bie Sßatton. 

@ie fm^en an )tt öberfe^en: bie ^. ©c^rifti ^irc^en« 
loiUtf loteinifc^e ®ebetb&d^r: Ql&dlUif tonftm fie ^iebei 
bit oftfrdnKfc^ formen {u mmriben, bie bi^^er Slrbei^ 
im biefer 9(re gefc^abet b^^ttm, mb fic^ mit anjiebenber 
aSerildnblid^feit au^jubrucfen. (£int Unterric^t^aniialt/ bte 

1) M^moires de Fontaine 11, p. 283. 



\ 



144 S5tt4^in. 2D{eg>apfie um b.9ßitte b. IT.^a^t^. 

ixt fU btl ^orfropal einrid^fefett/ sab t^nm Sttrlofl @(^uk 
6öcj(^er ttt terfafenf aber alte ttitb neue &ptadim, Sogtf^ 
@contctrte/ ml^e ani frtfd^er Suffaffims ^etDorgegangen 
neue ^et^oben an bte Jg>anb gaben, beten 93erbtenf{ Don 
3ebermann anetfannt warb. S>aimifc^ traten bann an« 
bete Sirbetten ^ert)or/ Streitfd^rtften t>on einer Gc^drfe «nb 
^ticifion, mldft bie Setnbe geifitg vernichteten: SJerfe üt* 
ftrer Srommigf dt/ n>ie bie J^ure^ be ^ortro^al, bie mit 
lebhafter SSegierbe empfangen tt>urben tmb nacfy SJrrlauf ei« 
ne^ 3a^r^unbert^ noc^ fo neu unb gefuc^t noaren tDie ben 
erf{en Sag. ©eißer Don fo eminenter Sßiffenfd^aftlic^fett 
toie ^a^cal, ^orpp^en ber fran{6fifc^en ^oefte tt>ie 91a« 
eine gingen auß i^rer ^itte ^erobr. & if{ nic^t ^u er« 
meffen, toe(c^en Sinflufl biefe aSereinigung geif&eic^er, Don 
einer großen Intention erfuOter SRdnner, bit gan) Don 
felbfi im Umgang mit einanber einen neuen Son bd 9lu^« 
brucfä, ber ^itt^eilung enttoicfelten, auf bie Literatur Don 
granfreicf^ unb Don Europa überhaupt auiQt&U ^at 0* 

SBie f)itu nun aber ber ©eij!, ber aUt biefen JE>erDor« 
bringungen }u @runbe lag; flc^ nic^t burc^ fle in ber 9}a« 
tion S3a^n moc^n foDen? SlOer jDrten erhoben flc^ i^m 
Sln^dnger. SSefonber^ fc^Ioffen fic^ i^nen bie ^arrer attf 
benen bie jefuitifc^e SBeic^te fc^on lange Der^afit gen>efen 
war« StttoeUen, {. 95. unter bem €arbina( SRe^/ fcfyien ti 
totf)lf aH tourben f!e auc^ in bie ^b^ere ®eif{(ic^(eit ein^ 
bringen: e£ iDurben i^nen tDic^tige @teQen tu S^eiL ©c^n 

ftn» 

1) Notice de Petitot t)or ben Memoiren wn 9(nbill9 Ij fibn# 
9end eine ^ur ^enounbemnc) )>arteitf(b^ 9xUit 



finden tt>ir f{e itic^t aSeiit ttt bm SRUbertoibm unb in 
Sranfoci^, <mc^ in ®)^amen |a^ fle Sftnntr: noc^ um 
ter Snnocen} X. f)btt man einen janfenijKie^ i^ttt hff 
(entließ in dism prebigen 0* 

SM fragte fic|f nun Dor iillenii nne ber rftmifd^ ®tn^t 
biefe SReinungen anfe^n mürbe. . 



(Steffung beö röttiifd^en ^ofed ju bett Reiben ^or^ 

teten« 

€^ 5^(te fk^ nur un(er tttoai t>erdnber(en formen 
berfelbe ©rrelt erneuere, welchen toter jtg 3a^re früher »es^ 
ber (Slemen^ VIII; nod^ ^au( V. {u entfc^eiben gemagt 
Ratten. 

3c^ »eif nid^f; ob Urban VIII; 3nnocenj X. etttfc^fop^ 
fener gemefen fepn n>urben/ n>dre nic^e unglucf Heiner SBetfe 
in bem äßerfe beä ^anfeniu^ eine ©teile borgefomnten; an 
mldjtv ber romifc^e @tu^( anß anbem ©runben großen 
9in({ofl na^m. 

1) Deone tom. IV. Fa citato per il nsnV officio monsieur 
Honorato Herzan (Heraent), dottor della Sorbona di Paciggi^ per 
la predica che fece in San Luigi nel giomo della festa^ nella 
quäle sostenne e difese Topinione di Jansenio con esaltarlo per 
unico interprete di S. Agoatino non specificandolo ma per6 d^ 
lineandolo che da ciaschedano era inteso. Eglt si ritirö in casa 
dell" ambasciator di Francia e di Ik a Pariggi. II suo libro Ä 
prohibitOy et il maestro del sacro pala^ezo se ha bavoto ^ualche 
traraglio per baveme permessa la atampa: egli.si ^ipusa con 
dire che Tenira dedicato al papa et era in lingua francese, la 
qnale egli non lotende 9. per^ contenendo il libro Popiilione fa- 
Toreyole all^ opinione loro contro Popinione 4®^ Geauiti. 



3it ^nm Mttm 9ht^ lAn teil &tanb bcr Unfil^ 
hmM 3anfhtiirf <nif €mn <5a| ^e< flusufltnf »en bem 
er nid^ leusnen Hm, M ^t d^m rotnifc^en J^ft Mr» 
bammt tt>orbett fep. (£r nimmt einen Kttgett^Uct 3Ui(tenb, 
toem er folgen fbSe, btm Sitdi^tMft ober bem tpopße. 
tRüö) einigem 93ebenfen aber bmteiCe er '}; ber timifäft 
@ttt^{ oerbamme {utt>ei(en eine {e^re b(o$i um M Srieben^ 
toiOen; o^ne fie barum gleich für falfc^ erfUren {u tt>o((en: 
er tntftl^eibre flc^ fiiMiftWi f&t bcn angttfttnimttfii^ 
«e^rfaß. 

9?aeiirnc^ machten fic^ feine ®egner biefe @ee0e {u 
Ißu^e: fie erfldrten fie für einen Slngriff auf bie p4p({(t(fye 
3nfaOibUit4e: gfeicl^ Urban VIIL warb oermod^e fein SRif^^ 
faQen über ein ^Skd au^iufprec^n, toeld^ed }ur S^errtm 
gerung be^ apofioltfc^ Slnfe^en^ @d$e mtfyiUt bie fd^on 
Oon frul^ern ^ipfien Mrbammt noorben fepen. 

' ^tt biefer Crffdrung richtete er jeboc^ no<!^ n>enig 
au!i. !S>ie janfenifiifc^en Se^ren griffen nid^t^ befto minber 
getoaltig um fic^: in t$ranfreic^ trat eine aOgemeine €n^ 
)toeiung ein. Die ®egner oon ^ortropal ^ie(ten e^ für 
nol^toenbig tint onbere befiimmtere SSerbanunung oon bem 
Tbmifi;^ &M^ ott^tttringen. da bem €nbe fuftoi |ie 
Vit ©runble^ren be^ ^n^tAui, tok fie biefelben Derflan» 
kiti, m fimf 6^ pfmamui unb forbcr^n bm ^f{ ^* 



1> D« «Iftta miunM purM lil, c XXSLy f. 408. Qaodii, 
fftgt tr "(flniit, T«t tMie Mtendi ipodäsMt hMie BliaiH|«e dobbiü« 
las prop^titiMM« ak Aognvtiao doütorooi »ttsiafli coiyphaeo 
Ira^tM, «OBqiaMi, aHMrar, hnjuMMdi decretum A apostoUai 
sede permaiKisset. 



^tetlnns b. rim. J&afel ju k. lefhc r ^arttien. 147 

necciQ X. auf, frttt a)»e(b>(i(i^ Urt^eil hmibtt auiius 
fprcäfm 0* 

Unb hierauf fdfvltt man mm mtbm tkrifäftn J^ 
)tt einer ^rmlid^n Uittirfod^itRs- & «Mit eine Cengre« 
sotten Mn t^ier Corbinllftt geMttef/ unter bere» !tttf|id^t 
bmje^tt t^eetosffd^ €on(b(toren ble ^Mifia^ üerna^en. 

Sinn tMren jene ®d$e fo beft^ffhtf b«f fle «nf ben 
elf en i&Hif biufir ^rtttcbtfkn mt^tatf aber nl^ be« 
trachtet fUf bodf toentgflentf audf pm S^ in uäitslim 
higim &mt tvtlittn litfm *> Unter ber €0mmt({to« )eig« 
ttn fid^ foglet«^ Mrfc^tebene SRcinuttgeit Sicr SRttglteber 
berfelben^ §n)d 2>oniintcaner, ein SSinerit^ Sucn SBobbing^ 
nnb ber StngufiineTsenetal fonbcn bie Serfemmnung unrot^ 
fom. S)te übrigen nenn aber nxiren bt^r *> €1 forn 
nun barauf on^ eb ber ^apj( ber 8)?a;orttdt betftimmeti 
tȊrbe. 

^nocen) brm X. toor bit gonse Sr^ {umtber. Sc^on 
an flc^ ^flte er fli^ierigere e^ogifi^e Unterfktd^m 
gen: ober uberbief fa^ er t)en biefte^ i»k er fi<j^ ant^ im-^ 
mer erOiren^ mochte; nur n>tbem>4rtige ^ti^tn wcaui. 
Sro| ber €nefc^etbung einer fo groffen ÜRe^r^eit (onnte 
er ftc^ nic^t entfc^ßefm. ;/f®mn er an ben 9lanb be^ 

1) Pallatieini; Vita di Alessaad»» YII: 5,a€QiMM Un in- 
formato dichiarasse ci6 che doYea permettersi o proibirsi intomo 
einqae prindpali proposltioni di quelP autore/^ 

2) IbMioei Jklir^^ de Pliieteire eedMastiqae ton. Xly 
p. 15. 

3) ^aUwmni, b«r fel^fi unter btn QFonfuttoren war, tbetit 
biefe ^ttaili mit 9on htm ^apft fagt er: D suo intelletto alie- 
nissimo delle aottigliexaEe seolattidw. 

10* 



148 Sön^ vril Sbit ^if^t nm b. 9ß(tee b. 17. ^a^t^. 

®Tabtni (am''/ fagt ^aDaDicmi/ „unb mit ben Stegen 
bte ®rofte be^ ©prunge^ ma|l, ^ie(t er tnne unb noar nit^t 
miut Mmixü )u bringen.'' 

Slber nic^t ber gefammte JE>of t^eilte btefe SebenHic^fet« 
ten. Unmittelbar )ur @eite itß ^^i flanb m ®taati* 
fecretdr, ber €arbinal ^igt; ber t^n unaufl^brUc^ anfeuert 
^odf in S&In ^aete €^igi ba^ ^uc^ ju Jg>anben befommen 
unb gekfen: fc^ bomal^ fyittt i^n jene ©feOfe mit bei» 
t>oter €ntrttf{ttng tvf&üt, fo bafi er e^ ton fte^ n>arf; ton 
einigen bentfc^en £)cb(n%i{H{c^en n>ar er in feinem ^u 
bertt>iaen bt^Atft toorben: an ber ^rufung^congregaeion 
fyitu er t^üQtn Slnt^eil genommen unb jum 9{efultate ber^ 
felben bad ©eine beigetragen; /e|e brang er in ben^apji 
nic^t {u fc^weigen: fc^ipeigen n>ilrbe biefknal ^eiflen erlam 
ben: er bärfe bit it^tt ber pdpjlHc^n Unfe^Ibarfeit nic^t 
in ^ifcrebit gerate I^ffen: tbm bai fep eine ^ouptbt* 
f{immung be^ apojloliftc^en^ @i$e^f in ben Smeifeln ber 
@Idubigen eine €ntfc^eibung )u geben ')* 

9lun mar 3nnocent/ mie mir miffen, ein ^ann ber 
flc^ Don pIo$Hd^en (Einbrücfen Uittn (iefl. 2tn ^iner wxi^ 
glücflic^en @fnnbe t&bermdltigte i^n bie S^orfkOung Don 
ber @efa^r ber pip^tvä)m SnfaHibilitdt. & na^m bai 
nm fo me^r für ^b^ere Singebung, ba e^ am Sage bed 
^. ält^anafiu« mar. t(m 1. 3uni 1653 erliefl er feine 
S5uOe, in melier er jene fünf ©d§e terbammte, aW fe$e^ 
rifd^,. bla^p^emifc^, ffuc^belaben. & erHirt, ^iemit ^offe 
er ben grieben ber Äirc^e ^er jufleffen ; nic^t^ liege i^m 
me^r am Jjerjen aK ba|i baß ©c^iff ber Äirc^e mie im 

1) mttl^tiinnQm ^adat^idttii 



&ttlluni b. vim. J^oft$ )» b. btibtn ^^tttitn. 149 

feit gclansett m^se ^). 

Witin tote fo t&Ots anbcrd muffte Udf ber (grfo{g 
au^fanen! 

2>te ^anftnifltn lenditeten, bdfi bte 6d|e in betn fßttc^ 
Sotifenö {tt finbett, unb ticc^ t)iel tne^r, ba$ (le i>on beim 
felbcn in bem @inne i^fionben fe^en^ in bcm man fie t>€u 
bammt b<tbe. 

9lttn ttft {etgee fic^/ in toelc^ tint falfc^e @feBttng 
ber rbmtfc^e J^ef gerat^en ttmr. S)te frant^ftfc^ ^{f(^6fe 
branden in Diom anf bie (Etf Idrung / bafi jene @4$e mtt* 
lid^ im (Sinne ^anfen^ Derbamme n>orbem Sbtsif bet in# 
befl unter btm tRamm SUej^anber YIL ben Si^ron befHe* 
§tni fonnte biefelbe um fo n>entser mmiitm, ba er fe(bf{ 
fo großen älnt^tl an ber S^erbarnmung genommen ^ttt: er 
^(td) fie ununnounben unb förmlich au<: i,bie f&nf 6d|^ 
fepen aOerbing^ an^ bem S&uc^e Don ^onfen setogeu/ unb 
in bem @inne bejfelben oerurt^eilt toorben'' *). 

älber auc^ ^ien>iber toaren bie ^Mnfeniften geriifiet. 
@ie entgegneten : eine (Sxtl&mng biefer 9(rt uberfc^reite bie 
Qrenjen ber pdpfiHd^en SRac^t: bie pip^iitifc Unfehlbarst 
erjbrecfe fl^ nidft auf ein Urteil über £^atfa(^m 

S>er0efia(t gefettte fic^ ber bogmatifc^ ®treitid(eit 

1) S5et Cocquel. VI, ni, 248. STu« ^Jattawcini fe^ »tr, 
ba^ fte ))on &)iQl unb ]()auptfdcbt(<4 ^on ^Ihi^i, S3eiftQer ber 3nqut« 
fttion^ »erfaßt ifi. 

2) ^ei Gocqu«l. YI, IV, 151. Quinque illas propositiones 
ez libro praememorati Cornelii Jans«nii episcopi Iprensis cai 
tituliis Augustinus excerptas ac in sensu ab eodeu Jans«nio in* 
tento damnatas fuisse deelaramut et definimus. 



ibvHk^ eine ^ge 46er He ®mqen ier pAjKH^en (Be» 
toalt ^m{tt; in i^vtv unleugbaren OpfMifMon gc^ bat 
tkHniftftfii &tMl^ sonften pdf bk 2M^eniififn b9df wöf 
immer aU gatt StatfyoliUn {u be^upeen* 

9m^ Mr ^ iSjtoid nmi gor «ti^e me^ )a befei^ 
Hgm. duflHikn mnc^fe man ttn €ietten M Xreitc 91m 
ffaiie Hin; H watbin Sormulare im Sinne ber fSetfrom» 
muns^buOe erlaffen, bte ton aOen getflUc^en fßevfbnen un* 
mfd^rMen v^Atn ifbOtatf f4bf{ 6m 6ij^(meifiem, fe(6fi 
ben tRoomi. SMe 3|an(ent|{en fhrdubten ^d(^ md^tf bie f tef 
®A|e {tt tcttenmeni bie mit sefkge anc^ eine ^tmbtft 
^ikgaui tnliefkn, fk todgetten fld^ tun*; bnrd^ eine tm^ 
btbinttt VMa^ift anjttertomen/ b«p fit in 3«ifimM 
ent^Ifenf bofl biefi bie i^un iißtti 9R#ec< fofmz Mie 
9krf0%0n9 tarnte f!c b«{n tooesm. 2(|!re Stonb^tg» 
Me Uimttttf ba^ t^re tluia^I, t^r Crcfeit imt i^oge {« 
XqjK fano^: i^l^ ^en fic^ ««d^ Mier ten SKifc^&M 
(a^lretc^e ißerferi()(ter i^er SReinnng *). 

Um tit SKu^ n>eiri0f{enel Aufedi^ ^r{ttMnv mu^te 
fM^ «bmen^ IX. im 3a^ 1«68 mit einer Untarfc^^ 
{K(Ueben nSdecu/ 'ttie oni^ ein ^^^nfenifi ^ Jeifbn fomile* 
<Sr begni^fe fic^ mit einer Serbommmg ber fSnf @^ 
im 4l%emeinen, «Ine «tatanif ^n befie^n^ b«^ fe Don 
3anfeniu« »trflic^ gelehrt »orben fepen *). 3» b«f 5^«t 

1) ^^M^eibe« Don 19 igifcb^fen an btn ^o^ lß%l 1. !Dec. 
Kovam et inauditam apud nos nonnulli dogma proea^emiit, co- 
clesiae nempe decretis qiiibas quotidiana nee revelata divinitoa 
faeta deciduntur, certam et infallibilem constare veritatem. £i(^ tfl 
bO(b eigcntli^^ bie oiurf annte ^^egung ber Srage von droit unb fait« 

2) £)ad If«te «ecmitfar l9(U)ranbii4 m <1& «ebr. 1665) 



entölt bai bodf eine toefentUd^e 9}ac^gie6id(eie M r&» 
mtfc^eti «Oofe^: ntc^t aOetn lief er bm älnfpruc^ faOertr 
jt6ec bie S^atfac^en )u entfc^eibert; fon5ern er fa^ att(^)U/ 
baf fetti aktbammsisgäirt^eit ifter 3M(^nia< o§a» aOe 
Sonett Uitb. 

ttttb feitbem ec^ (14 Ne ^i^tri ®€. $9r<urf Mnb 2Mo^ 
fett^, t>on ber €urie gebulbet, mit bem fftnigUc^ett J^«fc 
ttt jotem Ser^tttiif — bir bef«iiMv SRint^ir ^m^tmt 
tm ein 6o|n 9(nbi09^/ — t>oii eiwam Srofien 6esiift^ 
flistr iti immer gr&ferer @ti(fe tMib ^beutims« 2Hpre 
literarifcISre S^tigfett »mfal^ nun trf{ bic SSottM. Stlbec 
mit t^rem (Empocf^nnteji taierbrettete ^c^ tro^ b<4 Svie» 
ben^Ittfe« V^tUtäf eine lebhafte 0f>)>ofleioit gegen bnt 
romifc^n 6ttt^; pe mufken rec^ t9f>^, baff fie gtr nUft 
beße^n lonfbeni nKna e< mul^ bcffrn 9(bfu^ gesangm 
niire. 



UxMi 9, Je rcrjeOe et condwiiM gincerenMiit Ics dnq |iirop«Miia« 
extraileft du li^re de Coraeliue Janseiiiu^ inUtiil^ AugnstiDiM, et 
dans le sens du m^me auteur, comme le saint siege apostolique 
les a condaimi^es par les snsdHes eoneliliilioiis.^ ^ya^tQtm bte 
oiitff&I^It^Ktre SnebtttderCybnsD^} 79^oua derez von» oUigcv i 
condamner eincerement, pleinement, »ans aucune r^serre ni ex- 
ception tous les sens que T^glise et le pape ont condamnes et 
condamnent dans les cinq propositions.^^ di folgt ein jivetter 
Griffel : d^clarons que ce seroit faire injure k P^glise de com- 
preudre entre les sens condamnes dans ces propositions la doc- 
trine de St. Aagustin et de St. Thomas touchant la grace effi- 
cace par elle-m^me n^cessaire 4 toutes les actions de la pietä 
chr^tienne et la Prädestination gratuite des i^Ius. 



in 9bu^ vm. a>{( ^ipftt «m ». ÜRttte 1. 17. 3«^«^' 



SScr^ältnif ju bcr »eWtc^ett SWa(f)t 

2>a ^atte fi^ anäf fc^on t>0n einer anittn @eite |er 
ein toenisßen^ ntd^t minber gefd^rlic^r @esenfa$ in ftei^ 
senber «OefrigMt unb immer tveiter greifenber ^v^hxtitunQ 
er^o^. 

3w jirtje^nten 3<>^r^tttt^^ fl^'S ^^t rimtfi^e ©fti^t 
an/ feine ^uri^ictioneOen @ere(^tfame iö) n^eif nic^t oft 
leb^afiter tinb nac^brucf (ic^er abtt gemifi f^flemattfc^er unb 
itnnac^gtebtger ti^^rjune^men aÜ bij^er. Urban VIII, ber 
feine Sr^bun^ unter anbem and) bem 9(nfe^en t>erbanfee, 
in büß er ftc^ üli ein eifriger a3erftc(^(er biefer SlnfVr&c^e 
gefegt ^atfe 0/ ßf^^tt eine eigene Scngregation ber 3«t» 
nrnnitde. Weniger (Earbindlen, bie fd^on in ber dlegelein 
fBer^dltnifi {u ben SRic^ten Ratten, a(^ |üngern ^rdlafen; 
bie nac^ bem Stfer, ben fte l^iebei beriefen, befbrbert {u 
tverben hofften; Dertranee er ba£ ®efc^ift an, aufatfeStn« 
griffe ber f^urflen in hk getfUic^e ^uri^iction ein n>ac^^ 
fame^ Sluge ju ^aUn. @eitbem n>urbe nun bie ^eebad^^ 
tutiQ vtm i>UUi fc^drfer unb regelm^figer/ bie ätnma^nung 
bringenber; aimt^eifer mh Snterejfe t>ereini3ten ftc^: ber 



1) Relatione de^ IV ambasciatori 1625. Professa sopra 
tutte le cose haTer Tanimo iDflessibile e che 1a sua indepen- 
denza noa ammetta alcuna ragione degP interessi de' principi. 
Ma quello in che preme con insistenza et a che tende Pim- 
piego di tutto il suo spirito e di cooservare e di accrescer la 
giurifldittione ecclesiastica. Questo medesimo concetto fii sem* 
pre sostenuto dal pontefice nella sua minor fortana^ e ci6 e 
atato anche grandissima causa delia sua esaltatione. 



^tv^iltnif )u btt wtHH^tn Stacht 183 

hffmtÜ^t @eifl bed J^ofe^ ^itlt ti fir. einen ^6müi twn 
%AmnAQMti übtt jetot ^unft Mefet äUfytxitita^ttn 

@ofltm f!c^ af>tt bit 6taaten biefer gefc^rfcen SHuf^ 
fic^t gttttDtDig bequemen? 2>a^ ©efit^ re(tgt5fer ^etni> 
gtmg, ba^ im Kampfe mit btm^v^ttftca^imui ttmdt 
twcbttt, toar xoUbtt erhaltet; afki ffarebte nac^ tnnmr 
@tAfUf ^(itifc^r @ef(^loffm^tt; tß gefd^a^/ ba^ btt tif 
mtfc^ J^of mit Mm la^Hfdftn ®taattn in Uttevt &txtu 
tisßütm geriet^* 

SRac^ten boä) fet6^ tte Spanier )ttn>et(en Serfui^ 
bit (Eintoirfunsen Storni {• 93. auf Sleopd |tt 6efc^rdnfot, 
btv 3n<inifttion bafelbß einige S5etfi$er t>on @taatö »egett 
betjugeben! ^an f)ittt in 9lom ä^ebenfen setragetf bem 
Xaiftt bai ^atriatttfat t>on 9iquUe)a/ auf bai er Slnfpolc^ 
^tttf inpQtiltfyn, m6 %ixv^t, er benu|e ben ^ft| beffeb 
ben {ur €rn>erbttns eit^r gro^a ftrc^Iid^en Unabb^gtg» 
ftiu 2)ie beutfc^en SXeic^fiänbe fachten in ben SSa^Ioi» 
pitttlationen t>on 1654 ttnb 1658 bie ®erte^täbarFeit ber 
SRuneien unb ber Surie burc^ ffarengere SJeftimmungen eini^ 
{ttf(^rdnfen; in unaufb&rUd^r S&etoegnng xoat SSenebig über 

1) Job. Bap. de Luca S. R. E. Cardinalis: Relatio ciuriae Ro« 
manae 1683. Disc. XVII, p. 109. Etiam apud bonos et zelan- 
tes ecclestasticos remanet quaestio, an bujus congregationis 
erectia eeelesiasticae imitonltati et jurisdictioni proficua vel prae- 
judicialis fuerit, potissime quia bonus quidem sed forte indiscre- 
tus Tel asper zelus altquorum, qui circa initia eam regebant, ali- 
qa« pröduxft tnconTenientia praejüdiciali», atque asperitatis Tel 
nimitiiii eractae et exorbitantis defeosiönis * opinionem inpressit 
apud seeolareB» dki hoä^ fefnr ibcbetstenbe^ ^e^dnbntfl von tkttm 
Sarbtnal. ' 



bm Cittfbtf Ui J^üfti auf fcie 9}efe|itttg btx geijiUc^ii 
dtdbn im $mbt, bit tpenfiottfit/ bte ^nmafttingm ber 
SRepoten; 6alb fanb ®enua, Mb @aD09Ctt Stitafi; fdmti 
9efanbien twn 9totit abttt&mtfrn ; aber ben (cb^fleflen ®u 
bierf{anb ktftete, t9te b^i and) f(Sfm im ^indp ^rer 
9t(f{<mraetott last Me firant^fifclK ^itc^e <)• S>ie IRttitttcit 
fmbett (em (gnbe ber S$efi:l^nxrben; bie fte madfm {u mAffm 
glauben, DorjiisUc^ aber bie SBefc^dtifungett t^el^e bic 
9eif{(tc^ Sttri^bictbn erfahre: e^e fte mif einen @<j^riet 
get^an, lege man fc^on SHppeOation ein; man entließe i^v 
bte ^efad^ timer bem fBomanbe; ti fep eine (Sntfu^^ 
ning hn <Spie(e; man fc^liefle fle «wn ben peinlichen ^o^ 
ceffen au^; intoeilen mxbt ein ®eif{(tc^ Eingerichtet o^ne 
erf{ begrc^trt {u fe^n; o^ne dlMfid)t erfaffe ber Xonig 
€bicte Aber j&t|erei unb ©imonie: bie SefKntm fe^en 0IBU 
md^Ug )tt einer immertod^bcn Slufkge getoorben. 93ebenf^ 
(k^ere 9(n^nger ber €nrte fa^en in biefm aimnafitngctt 
fi^on bit Sorboten ju einem @c^i^a. 

%>ai SSer^tnifl, in bai mm hmd) biefe ^rru^n 
geriet^, ^tng n^t^floenbig aucf^ mit anbern Umfldnben, f)wptf^ 
fidfüif wit ber poUetfdl^en Jg^oltnng bte ber r&imff^ J^ 
annahm; jufammen. 

S(uä fK&dfxdft auf Spanien n>agte Weber 3miocen{ 
noc^ 911ej;anber/ $ortuga(, bai ftc^ t>on biefer ^onarc^ie 
loiJgeriffen, an^uerfennen, unb bm bafelb({ ernannten S&t» 



1) Belatione della noDtiatora di Franeia £ moiia' Scotti 
1641 5 Aprfle. €r IM etmti ^enbtni aO^Mmtt deU' i»p«4i- 
nMDti Mlft nantuitiir» ordinari«: Li gindici regj si pii^ dir« cIm 
levino tutta la giurisdittione ecd<» in Francia alli prelati. 



TtOftmäpist fbi^iccpat t)on fomtgd ({ati aut: Ut titäf* 
lüfm eiwc mxxben pm grofen ^il btn 0fft(icrcii in 
Xrmee Übnlciffm: SAviSt &etui wob &uot ttUP96fyxtm fld^ 
in frti^cni (Ergebcn^ie. 

aiBet auc^ itbri^nii misten fk^ Me ^^ nac^ Ur# 
toi VilL loicfcrr 4iof bie ANmif(^«»((rci(^ifc^e Seite. 

^Btot batf ^äf borjlber ni(^t toiinbenir ba bie tl<# 
ienttoc^ i>on ^aitftei<i^ fb boib einen bie aflgemetne Srei» 
^ gefiiirbenben C^roter enttoicfdte. & Um ^n)», 
baf! )ene ^p^e t^e ^r^ebung bau f^Hintfc^ CinflufTc 
betbanftis, itnb betbe pn^nli^ ®tffm 4Ra}artn< «hi» 
ren 0- 2(n 9Uejranber fprac^ ftc^ btefe SttnbfUtgfeit immer 
(Urfer ott^: er Hnntt bem €arbina( m(^ ber^eben, bafi er 
^ mit €como^elI «IlUrte, nnb kn^e 3tit ben ^eben mit 
®)Msien an^ petf&nlic^ S5en>e9gnfaiben ber^inberle. 

S>arait^ folgte tmn ahn mdf ^ bofi fie^ in tJfninf reft^ 
bte Oppoßtioa gegen ben rhntfc^ @t)t^( immer tieftr fef{# 
fe$le, tmb t>oa ^ {u gttt in ^igen @c^Ugen ^erbor* 
isvaäi. 8ßie fe^r befrni bci6 wdf SHrfMnber (u empfinben ! 

ein @tiettf . ber fic^ tn Siom {ttKfdSKn bem @efbrge 
M fvan$if!ri^en Sotfc^erd Sre^pip nnb ben wc^äfm 
®tabtfBfbiiten er^eb, in wldftm Sneqni^ luk^t (e(b({ be» 
ieib^ mürbe, gab bcm ^ntge Sbtiofi m in bie 3^tf{tg« 

1) Deone: Ottobre 1644. Si sa yeramente che Pesclu- 
•ione ix Faafiiio falte da cardiaali Francesi nel condare non 
m T«ioatii f«9U m^ inataDsa M c^ Antonio ^ ma opera del 
cl Manafini, emulo a poco ben affetto al c^ Panair^i^ ii ^ala 
|M«v«4aa dM dovera «ver gran pmte in qsaalo ponleficato. -* 
^te ba< otub »irflt^ bcr Soll war. 



friten M rftntif^ ®as^Ie« mit tot JS^äitfitn €^ iittb 
Santefe {tt.mtfd^m, unb (u(e$t gerabe)tt Sruppcn nac^ 3t<N 
Um marfc^iren (U (äffen. 2><r arme ^>ap({ fiteste fic^ bntdf 
eine ge^ime ^mtßaüen (u Reifen: Dor ben Slttgen ber 
SBelt aber muflte er bem Xontge in bem SSertrage {u ^tfa 
aQe fHne gorberungen {ttgefie^n. SRon fennt bte IBeisung 
tor ^äpfle tu e^renDeOen^nfcriptionen: feinen ®ftin, fagtt 
man, laffen fie in eine SRauer fe^ o^e i^ren S^omen^^ 
{ttg: SUejranber mnflee in feiner J^upef{abt, auf timm ber 
beftt(^tef{ett VU$e, eine ^pramibe errichten laffen, bereu 
ffnfc^rifit feine S>emttt^igttn0 t)eremtgen foOle. 

S>iefer Set aOein mnf te bte 9lttf orifdt M ^ap^tmi 
tief (^erabmArbisem 

Slber auc^ Abrtgen^ toar biefl Slnfe^en um boö 2[a^ 
1660 bereit^ in toDem aSerfaU. 2>en ^rieben ton SSer^ 
Diu« ^atte ber pdpfittc^ @tu^( noc^ ^erbetgefli^rt, bnrc^ 
feine Unter^Kmbbtngen geforbert unb )nm Slbfc^bifl geirac^t; 
bei Um tt)efip^nfd^en ^ttt er feine SIbgeorbneten ge^bt, 
ober fic^ fd^on stnht^igt gefei^, gegen bie 9$ebingungen 
über n>elc^e man itbereinfam, )u protefHren: an bem p^re» 
ndifc^en ^rieben na^m er auc^ nic^t einmal me^r einen 
fi^inbaren 9(nt^etl: matt termieb tt feine 9lbgeorbne# 
Un {tt{ulaffen: tavm tombt feiner noö) barin gebac^tO* 
Sßie baH finb S^ieben^fc^Iiiffe gefolgt, m benen man ober 



1) Galeazzo Gualdo Priorato della pace conelma fra le diie 
eorone 1664 i^at p. 1^ Ossdrrationi sopra le came per le quält 
si cenelude la pace aenza intervento de] papa. ffflir fefK»/ ba# 
hai ((^(ed^te ®erbd(tntf ^iDtfcbeit bon $ap^ itnb Wa^rin m jenen 
Seiten eine befonnte @ad^ n>ar. 



Ue^irgaiis attf b(r fpittvtn ttppi^tu» 157 
jtt ftastn. 

Uebergaitg auf bie fpateren Speeren» 

Uebermt^ tnerfmdrbts bfeite <<( äffe 9}a( tinb et&IM 
itn^ einen ?6lid tn ben 6ans ber menfc^Hc^en Üntmäa 
Ittng dber^atipt/ bü$ iai ^^^vm in bem SRomence bafi 
t8 in ber SUvcäffÜfyxms feiner auf eine emeoeite affgemeäte 
Jf^rrfc^af^ ab{ielcnben fMdne f(^et^rte anc^ in ftc^ fe(bj{ )tt 
wfaffen anfing. 

3n |enem Seiftanm be^ fSorefd^riete^, ber Steftauration 
nnir aOe^ gegninbee n>inrben. S>a fyittc man bie £e^re er^ 
neuert, bie firc^Kc^en Serec^tigwigen ff4rfer centrali^re, mie 
im %ntfltn 9$uttb sefd^Ioffen, bie äffen £>rben Derjinge unb 
neue gegrunbet; bie Straft bti Xirc^nfiaaee^ {ufammense^ 
nmnmen, |u einem Organe firc^Iic^er {Beftrebungen Qtmad)tf 
&inn unb @eift ber €urie reformirf/ Mti naä) bem du 
nen ^itk ber aBieber^rfieOnns ber ®ema(e unb beö fat^o# 
Hfc^tt @(auben^ seleitef. 

€ine neue ©empfang tt>ar bai nidftf toit toiv fa^en: 
ti toat eine ^ieberbe(ebung burc^ bie SRac^e neuer ^been^ 
mläfe einige SRißbrduc^ abfc^affte, unb nur bie t)or^^ 
lenen Seben^elemente in frifc^ 2N>^I^ ^^^ f^^ fortriff. 

£)^ne Streife! iß aber eine 90Sieber^erf{eQung biefer 
9(rt n^ e^er bem SkrfaB ber belebenben ^otiDe an&^ 
gefe$f/ aÜ eint t>en @runb au^ neugefcf^affene ®ebur(. 

Skr erfle (iin^t bm bit firc^tid^e 9lefIauration er# 
^^r, gefi^a^ in grantreic^. 2>ie päpßlic^e ®en^aft fonnte 



156 Z>a^ Vm. 9>{e ^hft* nm b. ^ittt h. 17, 3a^r&- 

auf tfoii httttttntn aBrge nid^( bttrc^n$en; fie mttfte 
eine ^fftrc^, o6tDo^( fat^oltfc^, boc^ nidft unter ton €itt> 
fluff btn fie 6ea6ft(^tiste/ ftc^ büben; ft(^ ergeben fe^/ 
nnb ft(^ {tt einer Slbtunft mit berfelben entfc^Keflen. 

2)amtt ^tng bann )ufammen, baff fogret^ anc^ in 
bem Innern ({arte ®i9enfS$e fi^ erhoben f @trejl^fetten 
aber bte miöfüsftm eiouben^putifte, aber hai SBer^ift» 
nifl bcr s^iäftn jn ber tveMk^ 9Rad|ft; — an ber €tt» 
rte btibete fid^ ber ^Sttpettiamt auf tbut ^e^^rbro^be 
tteife Uta, — bte finontieOen SMftt, f{att MOfMnbig )ii 
t^rem ^mdt »erttHinbt {u n>erben/ fanten {wn gtofM 
tJ^l em)e(nett gamUten {u ^te« 

aM^ immer ober ^atte man ein grofM mtb a%e» 
meinet Siel; noc^ mfäftm man mit anfkrerbenttic^ eüä 
wn»ixti fäftttu 3n biefem ^o^em ^reben ttnrbJRt §Sk 
Segenfi^e t^enmitelt; bte ©tretttgfeiten ber £e^re mtb M 
Hvd^iä) meltlid^ 9in(ptnö^ befc^toic^tist; bte ^ntf^mhm 
fftn ber ÜRdc^te t>er(b^nt; ber Sortgong ber aKsemetnen 
Unteme^mtgen im S^ge er^tfen: bit Cttrie mat ber 
ben ^eg anmeifenbe ^ttte(punft ber fat^otifc^en SBelt: 
im grbf tm &tt^l festen flc^ bte Sefe^ungen fort 

SIber i»tr fa^en loie ti gefc^, bofi man bod) nid^t 
)mn 3te( gelangte, fonbem bnrc^ innem 3t)Mfl ttnb dt^ertt 
^iberfianb auf ftc^ fe(bf7 {urAcfgen>orfett tourbe. 

@eitbem nahmen nun auc^ aDe SSer^Itntfe bti &taa* 
Ui, btr Innern Sntmtctelung eine anbere @ef{a(t am 

^ bem 0ei^e ber (Eroberung unb Snoerbmig , ber 
ftäf einem groflen 3tt>ece toihmct, liegt jugkid^ *f)tngebung , 
mit einem bef€^4trften €goi^muJ tertrdgt er fhi^nit^t; 



Utbttsani auf tic fpittttn (Ipc^tn. IM 

j^ trat m bct Stttte ber®eif{ M 0emt#(</ M f6t9%a 
ein. €^ ftUt^te fid) eine ®eno(fenfc^ft t)on 8tente«in^« 
6em auif bit ein gute^ 9{ec^ auf tot Srtras be< ®taa« 
Munb bn ftre^Hc^en fBemaltung |n ^^en glmte. ^ 
Um fie bie0 9ted^t auf eine Mrber6Uc^ Sßeife miflbrattc^te, 
^iOt f!e l)oc^ mit bemfel^n €ifer baran ft^, M ftff boß 
^Sefen bti ®(an6ett^ fcaran f^Mpft 

S6ett bobutäf sef(^ aber, baf^ fcer IBiberfimK^ fi^ 
Mn entgesengefeften @eitcn unt^rfi^Ii^ tr^^. 

€^ trat eine ft^e auf, Me an< einer neuen 9ln» 
fc^ttttg 5er tkftn ber 9leIigion ^w^vit^nstn, tion Nm 
romifdJKn «Oofe i>erbantmt unb Derfoigt lourbe, ober nU^ 
kfritigt in wtbm Demtoc^te. S>ie 6taaeen normen eine 
unab^togise Jg^altung an: tH>n ber Üldtffic^t aufbiepApf» 
Kc^ ^olitif madftm fie ffc^ (o^; in i^ren innem 9lnde(e# 
genbetten na^mtn fie eine Slutonomie in 9lnfprnc^; bie ber 
<£urie auc^ in firc^Uc^er Jg^inftcfyt immer n>eniser Sinflnf 
übrig lief. 

tSuf biefen beiben ^menten beruht nun bie fernere 
®ef(^i(^te bei ^apftt^um^. 

& folgen (ipodfcn, in benen eä bei totitm n>eniger 
eine freie S^deigfett entwicfelt, ali ba{l tif balb t>on ber 
einen balb t>on ber anbern ®eite angegriffen, nur Ubadft 
{f{ ftc^ in jtUm Slugenblicfe fo gut ali mbglic^ )u Der^ 
t^ibigem 

2>ie Slufmerf famfeit totrb in ber SReget wn ber ^afit 
ongeiogen, unb nur ton ber @eite ber l^^tigfeit (ann tin 
(Ereignifl «er^anben werben: aud^ ge^t e^ nic^t {u ber 
9lbfi(^t biefej Sbnd^ti bie ie|ten Spod^en ju fd^übm. 



160 S&u(^ Tin. 0|)itete (Ipp^tn. 

WMn ein übtftavüi mthouthi^ti Sc^ufpiel bitttn fte boc^ 
immer bat/ unb tDk toir mit einer Slnfic^e ber frühem 
Seiten begonnen/ fo burfen D^ir t^bi tiid^t fäflufm, o^ne 
ben Serfbc^ jn mac^, aue^ bie fp4eem/ tEi>ien>o^I nur in 
furien äugen; t>or bert Singen twruberge^n )u laffen. 

Sundc^ft erf)ebe ftc^ aber ber Eingriff t>on ber @etee 
ber Staaten. 9(uf ba$ genaue({e ^ngt er mit ber &jfiaU 

tum ^ (otMiff^ ^it in ttoei feinbfeltge 3:^e/ in 
bie bftreid^tf(^ unb bie ft(a^o^fä}t Partei/ bie ber ^opfi 
nid^t me^r ju ubert^dittgen ober {u beruhigen t>ermag, ju^ 
fammen. SMe )^i>Iitific^ @tell[ung bie Jtr annimmt; befiimmt 
andi baf SSaafi ber geif{Iic^en €rgebenbeit bie er ftttbee. 
SBir fa^en fc^ou; toie bog begann. SRe^men mir toa^r; i»vt 
tß fidf VHxttt entmicfelte. 

Subwig XIV. unb Snnocenj XI. 

@o gut fat^oltfc^ 8ubtt>tg XIV. auc^ n>ar/ fo Farn e^ 
i^m boc^ unerträglich t)or; bafi ber romifc^e @tu^( tint 
unabhängige; ja ber feinen nur allf{u oft entgegengefegte ^o« 
(itif befolgen foOte. 

SBie 3nnocen{ unb 9I(e;anber; unb noenn S(emen^ IX. 
nid^t felbf!; boc^ feine Umgebung; neigte fic^ auc^ &e^ 
men« X. (1670 bi^ 1676) unb bejfen SRcpot ?paulu|ji 
9l(tieri auf bit ©eit^ ber ©panier 0- inbtoi^ XIV. rdc^te 

1) Morosini: Relatione di Francia 1671. Conosciuta natu* 
rale partialitä del card^ Altieri per la Corona cattolica rende alla 
zm« Bospetta ogni sua attione. J\ pontefice presente ö conau 
derato come un ^magine del dominio che risiede yeramento 
nelParbitrio del nipote. 



inbtoii XIV. unb ^nnocett} XI. 161 

fld^ baf&x bux^ itnaof^rlic^e &tiffnfft in He seifUid^ 

€t$enmdc^eta {09 er deif{H<^ ®A(er ein; mutbtMu 
einen ober ben anbem Or^en; er ndfym bie S5efiistii|l 
in ainfpruc^ bie ^friinben ber .^ilrc^ mit miOtdrifc^ 
^nfionen jn Maftm; bc^ Stecht ts^renb ber {Boconi 
eine^ SSi^t^ttmd bie ^mt&Bftt btffObm jit genieflen unb 
bie bat>Dn ab^nsigen ^ftunben {u 6efe$en/ bai unter bem 
fRamen ber SKegale fo ber&^mt gen^orben^ fachte er auf ^rof 
Dingen an^ube^nen, in benen e^ nie geholfen; bie fc^nter)« 
Ud^ße SBnnbe fcl^lug er (en rimifcl^ 9tentebefi$em/ in« 
bem er bie ©eibfenbundcn an bm Jg>of in ^fc^rdntertbe 

@o fu^r er nun üwif unter 2Emt^c^tti ^I« f^^i ^ 
im @an{en bie nemlic^e ^oUtif ^oi^ad^tete> an bm aitt 
fanb er aSiber({anb. 

2|nnocent XI, aui bm JgHiufe Obefea(c|^i wn €ontP| 
nxir in feinem 25{{en 3^^^^ mit S>esen unb ^f{o(e not^ 
gtom gefommen, um flc^ irgenb einer n^eltlic^en t&efc^df« 
tigung i^ieOeic^t in 9}eape( bm £riegäbten({e {u tt>ibmen. 
2)er fX/dtb tinti (iaxbinaUi ber i^n beffer bnrc^c^dute otf 
er fic^ {tU>^ tannUf i^ermo^te i^n, fic^ ber imfba^n 
an ber €urie {u mibmem <Sr t^t baö mit fo t>iel Jg»im 
gebung unb €m(f ; unb t>erf<^affte (i(^ näc^ unb nadf tU 
mn foU^n 9luf Don ^c^tigf eit unb guter @eßnnung/ bafi 

1) Instnizic^ne per mons' arciveseovo di Patrasso 1674« 
Questo fatto arrivato alla corte sicome eccit6 lo stupore e lo 
■candolo universale cosi penr^uto alla notitia di N. S*« mosse 
un estremo cordoglio nelP animo di S. Beaii^*. 

^^ftt ♦* 11 



162 9>u(^ Vin. &piteve <£po(^en. 

Hi 9$o(f n>4^renb be ^ €onc(at>e^ feinen 3}amen un(er ben 
^orttci t)on @. ^etcr rief/ unb bie öffentliche Meinung fic^ 
befHebigt fünfte; cAi er mit bet Stare gefc^mudt anS betn# 
feCbhi bert)orötn9. (21. ®tpt 1676-) 

Sin 9Rann ber feine S>iener t90^( unter ber f&ebm 
gan^ rufen U^i mnn fie Feine Slb^ftung ^4tten — Don 
bem fiin S&eic^tDater beteuerte; er ^abe nie ettoa^ an tbm 
Wahrgenommen xoai bif @eele oon @ott entfernen (bnnte 
— mtlb unb fanftmötbifl/ itn aber btefelbe ©ewiffen^af* 
tigfeit/ bie fein^rioatleben befltmmte; nun anö) antrieb 
bie a^erpffic^tunsen feine« ^mtti rucfftc^t^lo« )tt erfuKen. 

®ie smaltls griff er iit Uebelfldnbe befonberö btt 
ftnaniieOfen ^QtmaUnns an. 3>ie 9(u«gaben n>aren auf 
2,578106 @c. 91 ^a}. gefti^en; bie Sinna^men, S>ata^ 
tia unb @po(ten mit eingefc^foffen, betrugen nur 2,408500 
ec. 71 SSa).; ein fo groffe« 3>eficit, j&^tlid) oon 170000 
@Cf bro^e ben offenbaren ISanArutt l^rbeijufu^ren ')• S>ap 
ti ju biefem Sleuferffen ntc^t tarn, if{ o^ne Streife! ba^ 
58erbien|l Sunocenj XL . €r entbleit ft<^ rtiblit^ Ui 3?e* 
petiimnß burc^au«. (£r erddrte, er liebe feinen Sleffett 
S)on Stbio, ber bai burc^ feine ^efi^en^t terbiene, 
tben battm aber tooOe er tbn nic^f in bem ^IIa({e. 
3tOe 9lemter unb €infunfire bit bißfytt bm Slepoten ju @ute 
gefommen, jog er gerabeju m. ©o Derfu^r er nm aber 
ün^ mit Dielen anbern ©teOen, beren S)afe9n me^r eine 
iafl toar. Unji^Iige a){ifibr4uc^e mb €j;emtionen fc^affite 
er ab: ba ti i^m tnbliäf ber ^nftatib bei ©elbmarf teel er-. 

1) State della camera nel presente pontificato di Innocenzo 
XI. MS (Bibl. Alb.) 



iubtols XIV. unb ännoctni XI. 163 

laniyUi trug er lein SBeNitfoti iit ^mä twn 4 fk. ottf 
3 fc. ^a6{ufe$eii ')• 9}ac^ einigen ^a^reti tiHir ti ifyn 
in bet Zfya gehin ^en Ibie €tnna^iite mieser auf rinen niöft 
nnUUnUnbm UtUxfdfnf über bte Stu^abe {u er^&^ 

Itnb mit berfelben (Siitfip^Iofeit^it besegnete ber ^ft 
nun ouc^ btn Singriffen Sttbtojgd XIV. . 

&n paar f6x(ä)bft )anfentflifd|fer ee^nnmsf bit fiäf 
jentv Stuibe^nung M Slegalrec^ee^ n>iberfe$ten/ tourben ba* 
f&v Den bem Jg)ofe bebrdcfe unb gedngfHgt; ber SBtfc^of tH>n 
^amier^ mufiee eine ^tiüatii ton SUntofen (eben. @ie 
iDanbeen ft^ an ben ^pf{. ^nnocenj fiomte nid^t fic^ 
i^rer anjune^nten. ^) 

€in ^al, {n>ei 9)?a{ erma^nee er ben JSbntg/ bm 
@c^meic^(em (ein @e^br )tt geben, bie greiften ber Xirc^ 
mc^e aniutaflen: er mbdiU t^rurfae^n; ba^ bteündleber 
S&etlic^n @nabe aber fein 9tei(^ Dererocfone. 2>a er feine 
3(nttt>ert bef am, fo foieber^ol^e er feine Ermahnungen jum 
brieten ^a(e: nun aber, fdgfeer ^in}u, mrbe er nie^e mie» 
ber fc^retben, ffc^ )ebod^ auc^ nic^ Unger mit (£rma^ungen 
begndgen , fonbem f{<^ aOer SRittel ber Sl^ac^e b Aitnen, bie 
®ott in feine J^b ge(egt ^abe. ^eine ®efa^r, feinen 
@turm tt>erbe et baUi fürchten, in bem ^reuje €^ri(ii fe^ 
er feinen IRu^m. *) 

1) 3n einer ipanbf^rift von 763 &(iUn ttom Saläre 1743, 
Erettione et aggionte de^ monti camerali, ftnben iidf bte ^it^tx 
ge^6rtgen ^ecrete unb S3ret)en. 2fn einem S5ret>e an hm £eforiere 
Slegroni üon 1684 erfldrt 3fnnocen§ §tter|l feine ^hfi^t d'andar K- 
berando la camera del fhitto di 4 p. c. — ehe in questi tempi 
^ troppo rigoroso. 

2) Bacine: Histoire eccl^siastique X, p. 328. 

3) g5ret>e »om 27. ©ej. 1679. 

11* 



184 SDuc^VUL ®paute epod^cn. 

<S$ tfl tottner eine ^aj^ bd ftanihflfdfm ^c^ 
Qmcftn, bnviit bit pdpf{(ic^e SRac^t feinen Sleru^, bnt^ 
ben €(eruä bte ^ntotrhinsen btt pdpfUtd^en ^a^t {u U^ 
f^rdnfem ißientaM aber be^rf^e ein S^rfi feine @etf{« 
(ic^feit «oOfoniniener aM Sttbmts XIV. Sine Si^eben^ett 
o^ne eUidim at^nien bie Sieben, mit binen man i^n bti 
fricrlic^en ®c(egen^eiten begru{l(e. ,,9Btr nmgen faum,'' 
^eiflt ti in einer berfelben 0/ nSo^^^^nd^t^ )» machen, 
ani Surc^t, bem ttrc^Uc^en €ifer €m. ^aj« ein 3ie( {u 
fe^en. 3)te traurise S^ret^ett 93efc^nKrbe )n fuhren i>er^ 
n>anbelf fic^ je$t in eine fiiffe S)oe^tt>enbigfei( unfVrn W^U 
t^ttx jtt (oben.'' ^rinj Sonbd meinte, foSte tß bem ^ 
nige etttfaSen {ur prote^anrifd^ ^ird^e öberjuge^n, fo 
toArbe i^m btt €(ertt^ suer({ nachfolgen. 

Unb wnis^mi gegen ben ^pf{ ^onb bie @e{|{(ic^ 
fett o^e @crut0fl i^em ^ftbnige bei: Don 3a^r ya ^afyt 
erliefl fie entfcfyiebenere SrHdrnngen {u @un({en ber tenislU 
(^n @en>a(t. Snblic^ folgte bit SSerfammlung t^on 1662. 
„@ie nnirb,'' fagt ein t>ene{iantfe^er ©efanbter, „nac^ ber 
€ontKnint{ bti @taatämtnif{erium^ berufen unb aufgelb^, 
noc^ beffen Singebungen geleitet" ^). S>ie i»ier Strtitel, bie 



1) Bemontrance du clergö de France (assembl^e k St. Oer- 
main en Laje en Pann^e 1680) faite au roi le 10 juillet par 
pillme et r^v«« J. Bapt. Adheimar de Monteil de Grignan. M^m. 
du clergö tom. XIV, p. 787. 

2) Foscarini: Relatione di Francia 1684. €on non dissi- 
mile dipendenza aegue Pordine eccl<M> le massime e Pinteresse 
della Corte,- come Pha fatto conoscere Passemblea sopra le yer- 
tenze della regalia, unita, diretta e disciolta aecondo le conTe- 
nienze ed ispirationi del ministero politico. Provenendo della 



iubwii XIV. unb Sfnnoctni XI. 165 

fie abf<4tt, &a6en feitbem ttmmr aU bai fRonifrfi ber gab 
Itcantfc^n grci^itcn gegoKen. 2>te itü erfbit toteto^olm 
dUere SSe^aupAtngen: Unab^dtigtgfett b<r torUtc^m ®ett>aU 
i>on btt getflUc^m/ ©ttpettorlt&t etnetf SottcUmni^ übet tat 
^popfi, Un<mtaf{6ar(eie bet golföcanifc^n ®et9o|ti^itett. SSo^ 
iAglic^ tmrboilrbig ober ift btt vierte, toeU tt awif bte 
setfHtc^e ^utorieit befc^rdnft /,6elb({ in fragen b<^ ®(atM 
bett^ fep bte Stttfcl^etbund ba g)a|>fle^ ni^ft ttni>erbeffer(tc^, 
fo (dttge er Ue Setfüittmung ber ^c^ tttc^t ^UJ' aBtt 
fe^ttf bte betbett ©etoattett unterjiii^tett etttattber. S>er Sinis 
«Darb Di»n ben (gtittvtrf tingen ber toeitUc^n; ber Cleru^ Dott 
ber ttttbebingtett ^motitit ber geifUic^en ®etoatt be^ ^f{» 
t^utti^ fretgefproc^n. 2)ie Setfgettoffen fattbett/ toentt tnatt 
in grattfrei^ ja nod^ innerhalb ber (at^olift^en Atrc^ fe;^, 
fo f{e^ matt b^c^ fc^ott auf ber ©c^t^eUe ttnt ^eratt^ttttre^ 
tett. S>er Stonid erbeb jette @(i$e |tt ettter 9(rt ton ®(att# 
ben^rttfel, t>ott f^tttboQfd^m 9$u(^. 3n aKett ^utett 
foKte barttad^ gdlebrt mtbrn, SRtetttattb ettteit ®rab ttt ber 
jurifitfc^tt ober ber tbeologtfc^ett Saculedt erlattgen fottttett/ 
ber btefelbett tttd^t befd^tobre. 

Stber aucfy ber ^pfl ^atu nödf ettte SBaffe. S>er j(bx 
tttg beforberte t>or aUett anbertt bte Urheber ber S)ecla^' 
ratfott, bte SKttglteber btefer Jßerfatnititung in bie bifc^bf^ 
Itc^ett SUtttter: ^ttnocen^ toeigerfe ftc^ t^nen ik gei(!(ic^e 
3itf{ttitttott in geben. S>te €iiifonfite tttod^tett fie gettiefiett/ 



rnano del re Tesaltatione e fortuna de' soggetti che lo eom- 
poDgonOy dominati sempre da nuoTe pretensioni e speranze si 
scorgono piü aitaccati alle compiacenze del monarca che gli 
stessi seeolari. 



186 Sbu^YUl. &piiUu ^pti^tn. 

oicr bie jDrbfatation rnif^fii^nt fie nic^t, einen ddfHid^ 
See Ui ttpiicopatii bmftm f{e ntc^t auiiibttu 

2>{efe 8)emt(fe(ung Derme^rte f!c^ nod^ bahvatäf, ba$ 
Mvois XIV. m Mefem ^ingnMiätf unb (toar DoifüsQc^ 
be^Ib um f{(^ a(^ DoOfonmien rec^gUubts oti^tutveifen, 
)n )ener grattfamen atn^ttung ber J^genoften fdftitt & 
glaubte bamtt ber iatfytü^n S^td)t Htm gtofen SMenfi 
}tt (elften. Slnc^ ^t man toof)l gefagt, ^pfi Si^ocent 
fei^ bamit einDerfianben gen)efen 0- ^^^ ^ ber £^e {(t 
ba< nt(^t fo. S>er rbmifc^e J^of tocUtt )e|e mit einer $Be# 
(ebrung burc^ betmiffhete 9lf>of{eI nic^tö {u fc^ffen baben: 
„biefer s07et^obe ^abe ft(^€brif{ttä nid^t bebtent/ mm mnffe 
bie SRenfc^en in bie Sempel fuhren, aber nic^e ^intin 

fc^ieifen^'O. 

Unb immer neue Errungen erhoben fld^. 2)er fran» 

{bfifc^e SBotfc^after (og im ^a^e 1687 mit einem fo (fair» 

fen @efb(ge; fogar ein paar €k^nHibronen CatHiKerie; in 

9tom; ein, ba0 ifyn ba^ 3(fi)Ired^t, mlc^e« bie ®efanbten ba» 

mali nic^t aOeirt für ibren ^Uaft, fonbem auc^ für bie 

benachbarten ©trafen in 9lnf))ru(^ nabmen, ob!i>o^( ti ber 

1) Bonamici Vita liinoeenm M £e(ret: ^ago^tn VIII, p. 
98y tmb bte Slote Sebretd: ,,^Ifa if ed ntd(^t ju n>tberfpred(^m'' 2€. 

2) Yenier: Relatione di Francia 1689. Nell^ opera tentaU 
nella conTersion degli Ügonotti dispiacqne al re, Don riportar 
dal pontefice lode ehe sperara^ e riceve il papa in mala parte 
che fosse iatrapresa senza sua participatione et eseguita con i 
noti rigori, — -* publicando che non fosse proprio fare inis- 
sioni d^apostolt armati, e che questo metodo nvoTO non fosse il 
migliore giach^ Ghrislo non se n^era servito per convertire il 
mondo : in oltre parve importuno il tempo di goadi4piar glt ere- 
taci alUora che erano piü boUenti le controTersie col papa. 



iubwi» XIV. unb 3nn0€tni 2fl. 167 

i»€tUn fbnmtu Wt bm^ffatttr SKannfc^ft trotte er beut 
%>at>f{ in fetner ^txptHabt „@ie fommen mit ?Ho$ unb 
SBagen/^' fdgt^ 3itnocenS; /^totr alber tDoOen toanbeln im 
SRomen be« J^erm.'' Sr fpra^ bie firc^Itc^en (£<nfaren 
ui^r ben S5otfc^fter auä: bie Süxi^ @. Stttgi, in mlä)tx 
berfelbe einem feierlichen J£)od^t beigetDo^ne ^tte , nnirb 
mit bem unterbiet belegt 0- 

3>a ging apc^ ber $5itig |tt ben dufkrfbn @(^rtt(en 
fort €r apftUitU an ein oDtgemeinetf €onciIimn, Iie0 
at^ignott bef!r|en/ ben Stuntiu^ in @. £)Ion einfc^Hefen; 
man staubte, er ^äbt b\t 9(b({d^t/ ben (£r)bifc^of ^arlai 
Mn ^ari^/ ber aSe biefe@^tte tt>o nic^t teronlofft boc^ 
gebtOtgt ^atte, }um ^triord^ Don granfreic^ in creiren. 

@o n>eit fom e^: ber frant&ftfc^e ©efanbte in diom 
€):connnttni(trt/ ber pdp^Uc^e in granf reic^ fef?ge^{ten ; — 
35 ftani&flfc^e SSifc^ofe p^ne bie canonifc^e Snititution; — 
eine pdpßli^e Sanbfc^aft Dom Einige eingenommen; baß 
&iiv8ma toat biemit in ber ^t f(^on au^gebrod^en. SRic^t^ 
beflo minber toiäf 3nnocenj XL feinen ©^ritt breit. 

'fragen tt>iri tt>orauf er ft^ babei flugte/ fo mar e^ 
nid^t eine 9lttcf n>ir&ing feiner Senfuren in granfreid^, 4tic^t 
bie SRac^t feinet apoffoltfc^en Sinfe^en^; fonbern eö toar 
t>or aDem j^ener allgemeine aBiberjlanb/ meieren bie €nro|)a 

1) Legatio marchionis Layardini Romam ^jusque com Ro- 
mano pontifice dissidmm 1697. ^ine SBiberlegung t>on £at)arbut, 
wtld^ tiefe iSretgntffe mit Dteler iKui^t unb (iinfid)t erörtert; fit ge^ 
b&rt mit p ber SKei^e trt^iä)zt pnUicifiiiäin ©d^^riften bte burtb 
bie ^nmaflungen £ub»}^d XIV. in :Deutfd(^(anb/ ben 9ltebertanben^ 
@l>anien unb Stauen |^en)orgentfen würben. 



168 fbu^YUl. epAtete (ipo^tti. 

in Um SSkfhi (iimr SrriMt Uito^Un Untetne^mmtsen 
8tt^tot9«XIy. tmcdt ^tun, an biefe fc^lofi au^ ber ^t>f{ 

fic^ Ott« 

& mtferff il^te Öejbd^ in fefnem tdrtifi^n 5(r{ege 
tmd^ i^m Sitiftm '): Nr gludUc^e erfolg btefer ^Vb^ 
i&et ^ab btt danken ^rtei uttb aud^ im ^pf! tine nme 

2>aj totrb fi(^ {mr fc^nKrlid^ (en>e{fen (af|ht, ba|l 
3nn^cen)/ ti^ie nton gefagt ^at; mit aBtl^Im IIL in utt^ 
nttmlborer 93er6inbttng ge^onben unb um ben ^lan beffelbett 
gegen Snglanb getouflt b^U '^). f&Ut fo biet liegt am l&ige, 
bafi bie OppeRäon n^iber ^ranfretc^ ^auptflc^lid^ auf pto* 
feflantifc^ Giften nnb Slnfrieben beruhte, unb bafi bec 
$a)>f{ ba< enge aSer^tntff ^aco^ IL {u £ubtt>tg XIV, mU 
^ jene Unternehmung bertorrief/itnauf^irnc^ mtflbiaigte ^). 
S>er SBiberpanb ben er Um t>on Sranfreic^ begunfHgtm 
Canbibaten f&r bai erjbi^e^um €6(n (eiftete, mr im 2[n« 

1) Relatione di Roma di Giov. Lando 1689. «Die @Kbftf 
bien n>erben t)t(t auf 2 ^iHiotmi @c. angefc^Iagcn* 

2) ^u(^ in ben M^moires sur ]e regne de. Prüderie I, roi 
de Prusse, par le comte de Dobna p. 78 ftnbet ft^ biefe ^e« 
liaupiung. ^nvö^ Mni^in S^ifüne («^«n bie Briefe an feinen ^ater 
gefommen/ ^^qui les fesoit passer par le comt^ de Lippe ^ d'oü 
un certain Paget les portoit k la Haje.^^ >tro$ be$ ^etat(^ btefer 
Sfngabe muff man fte be^meifetn; wenn man bemerft, \iai ^U Shnu 
Qxn ^btifitne in biefer ganzen 2^it mit htm $ap|! gefpannt n)ar. 
S3et bem ^erf^dltnif , ba^ ftd^ aud i^er ^orrefponben) ergibt^ |)alte 
t(l(^ ed f&r unmftglic^, ha^ ii)x ber $ap|l, ber etnfl hit ^d^fel ^uc^enb 
gefogt J^attt ,,^ una donna^^, i^r ein fo((^ed (^e^eimni^ an))ertraut 
lioben foQte. 

3) Estratti delle lettere di mons' d'Adda nonzie apostolieo 
in Mackintosh: History of the revolution in 1688. II. Append. 



Ubwii XIV. unb 3nnocetii XL 16» 

Uttf^ }mtt £)ppof{eiott mh trug )um ^niitnd) M SMt* 
fifö tiiij^t toenig bei. 

(£tne^ SititQtß, Ut nun anc^ fogbtc^ auf bai ^tift* 
Uc^e aSet^ttntfl im&iSxoixfU. ®c^mt mufffen bie ^rDfe« 
^antm, inbcm ße ba^ europdifd^e @(eic^enHc^e gegen bte 
fftfotUtanU ^aö)V* oufVec^t erhielten, ba}u mtemtrfen, 
bafi biefe flc^ au(^ ben setfttic^n 3(nft>rA(^n bed tpat>fY5 
tf^tttn^ ftlgfe. 

SttHir 2(nnocen$ XL erlebte ba^ ntdft nte^r. SIber 
gleich ber etf{e fran)bf{f(^e @ef<tnbte, ber nac^ bem Siobe 
beffelben (10. Slug. 1689) in SÄom erfc^ten, t^erjfcftfefe 
auf bai 9(f^(re(^; bte Jg>altung iti Shntdi dnberee flc^; 
et gab 3tt>ignon {urAcf, unb fing an }u unter^anbeln. 

€; UHtr bai um fo not^wenbtger, ba ber neue ^ap^ 
Stle^anber YIII, une wit er auc^ übrigen^ t>on bem 
({rengen S3eif^{e( feinet a3^g4nger^ abn>tc^, boc^ in bte» 
fem fünfte bei ben ®runbfd$en beffelben au^b^^I^ 3l(e>^ 
jfanber erfWrfe auf» neue bie SBefc^lufe twn 1682 *) für 
ungAftig unb (eer, nuO unb nidfyttg, für unDerbinblic^, felbfl 
tijenn fte mit einem €ibe befraftigt morben fe^en; Sag unb 
Stacht bmU er mit einem J^rjcn t^oll SSitterfeit batattf 
mit J^rdnen unb ©eufjen erbebe er feine »ugen. 

1) iD dictis comitiis anni 1682 tarn circa extensionem juris 
regaliae quam circa declarationem de potestate ecclesiastica acto- 
rum ac etiam omnium et singulornm inandatorum, arrestonim, 
confirmationum, decIaratioDum, epistolariim, edictorum, decreto" 
rum quavis auctoritate sive ecclesiastica sive etiam laicalt edi- 
tonim^ nee non aliorum quomodolibet praejudicialium praefato- 
rnm in regno supradicto qaandocunqae et a quibusris et ex 
qaaeonque cansa et qaorls modo faotonim et gestonim ac inde 
Becatorum quorumeunque teoorea. 4 Aug. l690Cocquel. IX, p..38. 



170 fBn^ VIII &piux€ €|»9<^€tt. 

fRadf bm ftA^m $obe ^pattbtti YIIL teotibtcn bie 
Srantofnt aOe^ attf um einen frtebferttgen; )ttr SSerfo^nong 
genetgeen ^ann {um ^)>jl (u bekommen *)* ^i^ t^nen 
bai 4U(^ nttt Slntomo ^tgnateKt — ^nnocen) XIL — ^e^ 
iMd (12. 3aU 1691). 

S)er 9B&rbe M i»dt>f{(tc^en @tti^(e^ etttm^ |tt Derge^ 
bm, b<^ttt jeboc^ atic^ btefer ^pß eben fo tomiQ Sletdtmg 
atö trgenb bringenbe SSeranlaffungf ba bte t>erbitnbeten 
aSafen Mtoig XIV. fo ernfUic^ unb bro^enb bef(d^4fi(igeen. 

3tt>et 3a^re lang tvarb unter^nbelt. 3nnocent Mr^ 
tporf tne^r M einmal bie tM)n ben fran^ftfc^en ©tißiätm 
ifyxi t>orgerc^(agenen Sonnein. €nb(ie^ tmi^tm fte boc^ in 
bet ^at erfUren; ba|i aUti toai in jener SlffemMee berat^eti 
tinb befc^offen toorbeu; atö nid^e berat^en unb nic^t be« 
fc^Ioffen angefe^ fepn foffe: „ niebergetoorfht tu ben %&* 
fien €to. Jg^eiligfeit benennen toir tinfent unait^prec^Kc^en 
©c^merj borüber" ^). €rfl nac^ einem fo unbefc^rdnftett 
SBibemtfe gab i^nen ^nnocen^ bie canonifc^e ;2[nfütueion. 

Slur unter biefen S5ebingungen toarb ber triebe ^r« 
gefieOt £ubtt)tg XIV. fc^rieb Um ^p^, ba|l er feine auf 
bie 4 Slrtifel gegr&nbeten S5efe^(e )unltfne^e, 9Bir fe^ 

1) Domenico Contarini: Relatione di Borna 1696: Te- 
nendosi questa Tolta da Francesi bisogno d^un papa facile e 
d^animo assai rimeaso e che potesse facilmente esser indotto a 
modificare la bolla fatta nelP agonia di Alessandro YIII sopra 
)e propositioni dell^ assemblea del clero delPanno 1682, diedero 
mano alla elettione di esso. 

2) ^an i^ai jnoar Ut^ava^ttt, unb unter anbn'n ^etitot (No- 
tice 6ur Portroyal p. 240) if ber STlemimg, bafi biefe^ @(breibeit 
ton ben Sfanfentflen erfunben fe^^ pour röpaodre du rldicule 
et de Todieux sur les nouveaux äy^ques; •— aber tinmol t)at 



Stibwfg XIV. unb 3nii0cett) XI. 171 

^m t0^if ntd} einmal bt^nj^Utt ftc^ bet r&mtfc^e ®tu^( 
auc^ tem tnid||tisf{en A&nt0e segcnil6er ttt fetnett ^riroga^ 

ttt>en. 

SBor e^ aber ntc^t fc^n ein (irefler Slod^t^etl, baf 
SBe^aupfungen Don fo entfc^iebener SeinbfeKsfett eine Seit 
lan^ ©eltung unb 9(nfe^ se^be ^tten? 9Rit Uirmenf 
bem 9tttffe^en/ ali SKeic^öbefc^luffe toaren fie t>er(ünbtge mou 
ben: pritHitim, gan) in ber ©tiOe, in SBrieffomt tourben 
fie tvibemtfem Unb noc^ eine anbere fdmtxfnn^ mAffen 
totr mac^m Aeiite^meged bnrc^ eigene Sttaft ^attt ber 
r&mtfc^ JS^of ftc^ be^aut>tee, fonbem boc^ nur in So{ge 
einer gropen politifc^en €onibination, nur baburc^ baf grank 
reic^ tiber^upt in engere @(^ranfen lurucfgemtefen toarb. 
9Bie bann, n>enn biefe Ser^dltntffe ftc^ dnberten, toenn t« 
einmal Stiemanb me^r gab ber ben romifdS^en 6tu^t ge« 
gen bm angreifenben S^eU in @c^u$ nehmen wüul 



man bo(l(^ wn ber anbem ®dtt tiiemäU eine anbere Sormel Dor« 
gebraut; fobonn t^ bte obige toon ben r&mifcben &ä)riftfitütm 
irenigflend tnbtrect immer anetfannt n>orben, $. 93. bei i)ToDae^: Storiä 
de^poDtefiei tom. XI, p. 117; enb(i(ib vi>arh fte <)Iei(ib bamald attge» 
mein f&r e(ibt gebatten, aucb an bem ^ofe, obne ^iberfprtt<b- ^ome« 
nico (^ontarini fagt: poco dopo fu preso per mano da Francesi 
il negotio delle cbiese di Francia proponendo diverse formale 
di dichiaraztone , — -^ materia ventilata per il corso di due 
anni e conclusa ed aggiustata con qaella lettera scritta da Tea- 
coTi al papa che si ö difusa in ogni parte, (^i if! hai aber thtn 
iene Sormel. dint anbere if! ntcbt befannt gen)orben. — ^ucb IDau* 
nou: Essai historique sur la puissance temporelle des papes II; 
p. 196 t^cilt bai Schreiben aU autbentifcib mit. 



17i S3u(^ VUL ®piteVe <Epoc^eti. 



©i)amfd&e Erbfolge* 

S)afi bte fpanlfc^e imk M ^aufti £)ef!retc^ aitöjlar6/ 
xoat md) für ba« ^papffe^um ein gretgnt^ t>on ber ^cc^* 
flett SSebeueung. 

auf bem ©egenfö^e, in welchem bte frantfc^e 3Ro* 
narc^ie mit Sranfretc^ fonb, ber bett €^araftcr ber eure* 
pdtfc^cn ^oHtif überhaupt U^immU, beruhte su(e|t antS) 
bie grei^eie unb ©elbjIbejHmmung iti pdpfiKc^en @m^* 
W: burc^ bie ^afimm ber ©patrier noar ber Ätrc^en(faat 
onbert^afb Safyr^unberte lang mit griebe umgeben »orben. 
2Ba^ and) gefc^e^en mochte, fo xoat ti aCe SRal gefd^r* 
Rc^ , bafi ein Supanb , auf »eichen ftc^ afife ®ett>o^n^eiten 
be^ ©afepn* bejogeu/ jtoeifel^afi würbe. 

2lber no^ Diel gefd^rltc^er »ar, baff über iU €rb» 
folge ein ©treit obwaltete, ber in einen aKgemeinen Ärieg 
ou^iufd^lagen bro^e, einen ^rieg ber bann grofent^ttö in 
Italien au%foc^ten werben muffte, ©er $ap|l felbj! fonnte 
ftc^ ber SRot^menbigfeit gartet )u ergreifen fcf^merlic^ ent^ 
jte^en, o^ne baß er boc!^ jum ©iege biefer ?partei (txoai 
Sßefenilic^e^ beizutragen ftc^ f)itu fc^meicl^eln {bnnen. 

3c^ fjnbe bte SRac^ric^t *)/ Snnocenj XU, ber je^r 

1) Morosini: Relatione di Roma 1707. Se 11 papa abbia 
avuto mano o partecipatione nel testamento di Carlo II, io non 
ardir6 d^asseririo, n^ e facile di penetrare 11 Tero con sicurezza. 
Bensi addurr6 solo due falii. L'*uno che qucsto arcano non si 
83, se con veritA fu esposto in un manlfesto tiscito alle stampe 
in Roma ne^ primi mesi del mio ingresso all^ ambasciata all'ora 
che dair uno e Paltro partito si trattava la guerra non meno 



&pünif^€ erbfot^e. 173 

mit tm Srm^ofen t>txß^nt mti fyä>t €arl bm IL mh 
@pamen 5en Siat^ ert^eUt 6en ftan)5f{f(^en $rtn{ett {um 
<£r&en em}ttfe|en, unb biefrr tStatft M ^. fßauti ^6e ^ei 
h€x ätbfaffung jenr^ Sefimmntc^, auf iaS fo Diel anfattii 

ätuf )eM M ^tlit^ ber rimifc^e ®ttt^( bU antu 
frantbfifc^.^Uttf; bU et fett Urban YIIL fa(i iy()ne 9lu^ 
na^e befolgt ^attt: er moc^ee e£ atö bie seringere SSer« 
4nbmtti9/ atö bai mtnbere Uebel anfe^en/ toettn bie Qanyt 
sB^onarc^u i>^ne X^etTung an einen ^rin)en auä einem 
«Oaufe überging iai g4 bamaltf f^ Di>r{ugätoeife tat^clifif 
^ielt €(emen« XI| ©tanfranc 9t(bani, gen»4^(t 16. SRod. 
1700, lobte bm (lnt(ä)lu^ Mmig« XIY, bie €rbfc^ft axt^ 
{une^men; öffentlich} er erltrfi ein ©incfmdnfc^ungäfc^ref» 
ben an ^W^t^P ^f unb gett>d^fe ibtn ©ubftbien au^ geift 
liefen @iitern/ gkid^ a(^ n^alte Uin Stoeifel an feinem Siechte 
ob 0- Siemens XI. fonnte alä ein S^d^^d; ^^^^ <^I^ ^^n 
SXeprdfentant Ui rbmifc^en J^ofeä angefe^en totxbtn, ben 
er niemals Derlaffen fyitte; (eutfe(ige^ SSSefen, literarifc^e^ 
Salent; untabel^afted £cben ^atun i^m ben aSgemeinen 
SSeifatt Derfc^aP '^)> bm brei le^en ^dpfTen/ fo terfd^ieben 
fie au^ toaren, ^tte er fxd) $Ui<ff fe^r anjufi^miegen, not^^ 

con Panni €he eon le carte. L'^altro che il papa non s^astenne 
di far public! elogj al cfurist™® d^essersi ritirato dal partaggio 
riee?endo la.monarchia iotiera per il nepete. 

1) S3uber: 2^m unb ft^tm Qimmi XI, tom. I, p. 148. 

2) Erizzo: Relatione di Roma 1702. Infatti pareva eglila 
delizia di Roma, e non eravi ministro regio nd natione che non 
credesse tutto sno il cardinale Albani. Tanto bene, f&gf er 
l^inj^tt/ sapeva fingere affetti e rariare lingnaggio con tutti. 



174 St>n^ VITL 2>pitttt ^i^oc^en. 

iotniid {u tnad^ dftoufft; huxäf ein dtuhtti, hx(iud)f>atti 
mb boö) niemals un6eqtteme4 Z^almt tarn er empor. SBenn 
er etnmol gefagt ^t, att Sarbinat ^6e er sufett Dtar^ {u 
geben Derflanben, aU ^p(l t^iffe er ffd^ nidit {u ^tfen; 
fo mag bai btitiöftttn, baff er ftc^ geeigneter f&W^t ^<n^ 
gegebenen Smputö ju ergreifen unb toeiter )u leiten, atö mit 
freiem €nef<^(ufl feine f&abn {u n>d^(em 3nbent er unter am 
bem gleich bei feinem Eintritte bie jurtöbictioneOen fragen 
mit erneuter Strenge aufnahm, folgte er nur ber öffentlichen 
SReinung, bem 3ntereffe ber Surie. 60 glaubte er nun 
auc^ an bai (Sl&d unb bie SRac^t bti groffen ^&nig^. 
Sr sn>eife(te nic^t, baff Subtoig XIV. ben 6ieg be^upten 
toerbe. S$ei jener Untemebmung t>on 2)eutfd^{anb unb 
3ta(ien ^er gegen 9Bien im 3abre 1703, n^elc^e aüti en# 
bigen jtt möffen festen, fonnte er, wie ber Denejianifä^e 
@efanbte t>erftc^ert, bie greube unb ©enugtbunng nic^t Der^ 
bergen, xotlöft i^m ber Sortgang ber franjofife^en SSBaffen 
machte. 

3(ber tUn in biefem SlugenbKcfe fd^Iug bai Qli&d um; 
jene beutfc^en unb englifc^en ®egner US ^bnig^, bmtn 
^nocen{ XL ftc^ angefc^foffen, €(emen^ XL aber aKmd^Iig 
entfrembet ^atttf erfo^ ten @iege, tote noc^ nie; bie tai^ 
ferUc^en @(^aaren, Dereinigt mit preufiifd^n, ergojfen fic^ 
nac^ Stallen; einen ^apjf, ber flc^ fo jweibeutig betrage, 
toaren fte nic^t gemeint (u fronen; bie alten ^rdtenftonen 
bti iftaifert^umö, beren feit €arl V. nic^t mtfyt gebac^t 
tt>orben, ertoac^ten »ieber. 

S>a moKcn n>ir nun nic^t alle bie bittern Errungen 



&panii^t er(fe(ge. 175 

erörtern/ in mek^ €(€meii^ XL t>emi(fe(t toarb 0> cnN 
Uc^ fegten t^m bie j^atferlic^en ettieti Sennin )ttr annähme 
t^ter Srteben^t>orfd|^Mgef unter benen Ut Slnerfontong Ui 
ofbetc^ifc^en ^rdtenbenten bie miditig^t t»ax. SSerseben^ 
fa& fk^ ber ^({ mdf J£)AIfe um. (Er toartete btö auf 
ben feftgefegten Xas, mdf beffen nnbenugtem Skrtonfe bie 
Aaiferlt^en @tabt unb (Seoae fetnbfelid {u tltber)ieben ge» 
bro^t b<Kmn, 15. 3am 1709; ttft in bet legten Gennbe 

m 

beffelben, eUf Ubr SIbenb«, sab er feine Unterfd^f^ 0* ^t 
^ttt fritber ^biiip)> ^* besUtcfmtinrdlye; |egt fab er flc^ 
genotbidt beffen ^e^ner €arl IIL cü tatbolif^en Stbnis 
antuerfennen 0* 

S>(mit befmn mtn nid^e aOein bie fd^ieb^ric^terlic^ 
3ltttoritdf be^ ^)>f{tb»m^ einen borten ®eofl, fonbern ade 
poKtifc^e greibett unb ©elbftbeftintmuns warb ibm entrif« 
fem 2>er franjbfifcbe ®efanbte Derliefi 9{om mit ber €r^ 
fi&vnn^f ti ftj) gar ni^t ntebr ber @ig ber Xirc^e 0. 

@dS^on nabm aud^ bie Sage ber aSelt Aberboupt eine 
anbere @ef{a{t an. 9lni Snbe ttHir e^ boc^ hai protefiam» 

1) 3* ^* ^^ ^<^ Sinquartierung t)on ^arma unb ^iacen^ci; 
wo cMäf bte ®eif!(t(!^en ju ben Jfrteg^contrtbuttonen (erMge^ogen 
n>orben. Aceord avec les döput^s du duc et de la Tille de Plai- 
sance 14 d^c. 1706 art. IX, que pour soulager Tätat tous 
les particiiliers quoique tr^s priviMgi^s contribueroient k la sus- 
ditte somme. €6en bief »oflte ber ^ßapf md^t leiben. S>te tau 
ferltdi^en 9nfpr&4e niurben (^terauf mit boppetter Sebf^aftigfett er« 
neuert. Contred^daration de Pempereur bei £ambert9 V9 85. 

2) 2)ie fBebingung, anfangt geheim ge^^alten, xoarb bur^ em 
@4retben be^ 6|iret(6tf(ben ®efanbten an ben J^er^og i^on 2Sllartbo* 
rottgf^ btfannt, bei £ambert9 V, 242. 

3) Lettre da mar^olial Thessd aa pape 12 juillet 1709. 



17« S&ud^VnL ^pittu ^ptdftn. 

ttfd^e Cnglanb; mi^ bk €ntfc^tbttn$ Utt bte (e#(e SBe« 
gimmung ber fpanifc^ii mb f ae^oUfd^eti SRottarc^ie ^tr^t« 
ffi^rte: mUiftn Slafluf (otmte bann ber ^pf{ noc^ att^ 
oben« 

3m Srteben Don lUrec^f tDitrben Sdnber, bte er M 
feine 8e^en betrae^Me, <Stcftten; ©arbinien, m neoe gitr« 
f{en gemiefen ; o^e bafi man ifyn babei auc^ nur pi 9lat^ 
sejosen ^eee '> Sin bk ©eeOe ber nnfi^Ibaren (£ntf(^l« 
bung be^ seifKic^ £)ber^irten trat bie Son^enienj ber gro^ 
fen SRd^te. 

3a eö n>tberfu^ bem pipßkifm @tn^(e ^ebei be^ 
fonbere^ Unglilcf . 

(SJ mar aOeieit einer ber Dome^flen @ep4t^unfte 
feiner ^oUtif gemefen; anf bie itaUemfc^en Staaten <£in^ 
flu^ {u beft^eny n»i> mbglic^ eine inbirecte Jg)oM^ über bie» 
felben au^|tiuben. 

3e$t aber b(^ttt fic^ nic^t affetn bai beutfc^e £>e({rei^ 
fafi in i>ffenem Kampfe mit bem ^p(ie in Italien fe|!ge^ 
giefelt: auc^ ber ^er^og Don.Sa&open gelangte im ^iber^ 
fpruc^ mit i^m {u fönigUc^r ^ac^t unb großen neuen 
$e{i|t^umern« 

Unb fo ging ba^ nun »etter. 

«m ben (Streit jwifc^en S5ourbon unb öejlreic^ ju 
Derfol^nen/ gaben bie 0R4c^te bem SBunfc^e ber .ft&nigin 
t)on ©panien ®e^6r, einem t^rer @6^ne ^arma unb ^pia^ 
cenja iu uberlaffen. @eit |mei 3<^^t&unberten toax bie pdpfl^ 

Vie de Clement XI tom. II, p. 78. 



^fünif^t (itbfolit. 177 

fei detogm t^ettat: 6ie SArßett ^cii bie Se^ m^iti» 
gen, bcn Sln^ttt getaltt; je^t dbn ba Ucfc^ Stecht eine neue 
a^ebettttms (efam, ba (id^ Doran^f^ (tefl tof ber 9Kamtf# 
fiatstm be^ J^mufe^ garnefi^ in 6tr{em trttfc^ toerbe, na^m 
man nid^t m^t SUItfßc^t baraif. Xkr Aaifhr gab ba< 
Sanb einem Infanten wn ® (xmten |n £eM* S>em ^Hq^ 
blieb nic^tö übrig atö $t:otefbitionen {u erlaffen^ mtf tt>dc^ 
SDtemmib achtete 0« 

SIber nrnr einen äit^enbUcC it^axfb bev triebe to^ifi^ 
ben beiben Jg>dnfem. 3nt 3abre 1733 ttntmttm bie SSomr« 
f>Mi i^re 9lnA>r&c^ an Sled|)e(, boj in ben ^»inbm Don 
Odfitdif vm; mit ber fponif:^ SeffcM^ ^t ^^ 
9yat>ft Setter nnb Sribnt am 2k$t b^ ^# €Ieaien< 
XII. bie Singe gern gebifen i»k f!e (Itnben; er ernannte 
dne €onmtif{ion ton €arbini(en/ n>eb^ für bie latferßc^ 
Vbx^tAdfC entfc^ieb. 3lber ancb biefl aSoI tief ba« J(rieg<# 
giäct bem pdp^td^en Urt^Ie entgegen i bie fpaniftd^ 
SBoffen bebatt)>te<en ben Sieg. 3n furjem mafte Clement 
bie 2|nt)efiitttr toa SReopel unb @icUien bemfelben 3nfam 
tm {uerfennen/ ben er mit fo groflem fBetbm^, t>on ^hmna 
^üt SStefi^ nebmen feben. 

SBobl n>ar mm ber enbUc^e SrfoJtg aOer biefer Ximpf^ 
bem nid^t fo gmt) undbnUc^, mi ber rbmifc^e J^ ur^ 
fprungUd^ beabfid^tigt bittet bo^ «&att^ S3onrbon breitete 
fic^ i^ber @t>anien mb einen grof en Sb^it Don 2(ta(ien anä : 

1) Protestatio nomine sedis apostolicae emissa in conventu 
Gameracensi M SKouffet sappläment au corps diplomat. de Du- 
mont m, II. p, 173. 

l^ftpfH ** 12 



178 »U(^ VHL Bvittvt «pochen. 

— 4btt unter mit sau) mbtm Wm/fldnim mat bai b^äf 
gifä)ifytn, M mdd^ man urfprättgnc^ im @itme battt. 

3)ai SGBort btv Stttfä^nng in bem tm^tisflm ^Sh* 
mmt mar t>on (gnsloitb ou^egangnt: nur tn offettfrormt 
fffii6erf)Mrtt(^ mit ton p4p#(i(l^ @tn^(e t^aren bie SSmr^ 
bmi in Sralien eingebrtmgen: bit Trennung ber ^rot^in« 
)en, bie man t>emteibcn n^oDte, toor eben eingetreten, jinb 
ttf&üu Stalten unb ben ^c^nfbiot unauf!^lt(^ mit fdnbf 
feltgen SBafen. S>ie tt>eltli(^e Sttttoritdt be^ papfiUc^en 
@ttt^(e^ tt>ar bomit bi^ in feine ndd^fie UoQebmtd t>er^ 
nid/tet« 

9(nf bie (irc^nrec^tlic^m @äreitfr<^n, bie mit btn p^ 
litifd^en akr^dltniffen fb ^mott jnfimtmen^tiden, ntttfte btti 
bamt att(^ eine grof e ÜtucEnu^ng au^iilni. 

aBie fe^r ^Uc ti fc^ &tmm6 XL {u empftnben ! 

^e^r atö einmal warb fe&t. Sßuntin^ aui Sleopel ntt» 
frrnt: in ©iciUen mürben tinft Ui rbmifc^ s^^^ ®^ 
(tf^en in ^affe aufgehoben unb hac^ b^n ^rc^nfiaat ge^ 
trafst 0; f^on er^b fic^ in oKen itaüentfc^ ©efrieten 
bie 9lbfic^t, nur noc^ Singeborm )u Mrd^Iic^en SBurben 
Setangen )u laffen ^): auc^ in @panien marb bie Suntia^ 
tur gefc^Ioffen ^), unb Stonen^ XI. glaubte eimnal genetf^igt 



' 1) ^nhtt: 2eUtt unb ^aim dimm^ XI, tom. m, p. 571. 

2) ^ttd Lorenzo Tiepolo Relatione diRoma 1712 it^tn wir, 
\>ü9bit .tatferlit^en in 9leapel wie tn ^ffiaiimh f^^on banfol^ bie 
^bftd^t (matten, che li beneficii ecclesiastici siano solämente dati a 
nationali , colpo di non picciolo danno alla corte di Roma se si 
effettuasse. 

3) ®an Settpe SBeiMde a»r @ef(^tc^te \>on Spanien lU, 214. 



&panif^t Sr^folse. 179 

1« mtben bm teifntben f^nifc^en 9Ntiiffer Slttcrjmi innt 
^k 3rt<tmf{t{on )tt {te^n. 

Son 3a^r }u 2ta^t toitrtot btefe Struttdett todfr 
ao^fe^etiber. 3)fr r&mtfd^ J^ 6rfafl ntd^t tne^r Ue 
Straft unb Innere Energie feine &&vibi$m (nfonmienti^ 
^tten. . 

f,2(<^ fann ni^t Imsß^m," fagt ber «enetmnifU^e ®e> 
finMeSRöcemgo 1737, „e^ ^t eMDo^aBibetnatAfÜc^, n^nn 
ntan bte fot^olifi^en SKegierungen fdmmtftc^ in fo groflett 
^IßdMtm mt bem r&mtfc^en J^ofe ttbtiät, bofi fic^ f etne 
SSerfo^nung benfm {dfft; bte nid^t btefen ^ef an fetner Se« 
ben^rafir Derle|en ntttfee. @e9 e^ gr^ere StaflUntt^, tt>ie 
fo aStele annehmen/ ober ein @eif{ ber ®ettHdet^gfeit ge» 
gen ben @c^to4(^/ getotfl ift ti, bafi bie Surften mit 
rafd^en Gearteten barauf (o%^n ben rbmifd|^n &tn^l aU 
(er fesner weltlit^en @ere(^^ame {u beroubett.'' 

Sr^ob man in Siom einntof bie 9(ngen , fa^ man mn 
ftiSf ^tf fo mufite man inne werben, bafi aOeJ anf bem 
&fiüt (le^e, toenn man niäft bie Jg^anb pxm ^rieben bieee. 

S)atf Slnbrnfen SSenebtct XIV. — ?pro^pero 8amber# 
um, 1740--. 1758 — t({ in (Segen, tt>et( er ftd^ entfc^Iofi 
bie »nerldfinc^en Sngeftdnbniffe }tt machen. 

^an tt>etg, wie tt>enig ftc^ SBenebtct XIV. burc^ bie 
^0^ ^ebeumng fetner QBArbe b(enben, mit @e(bfigefu^( 
erfuffen ließ. 6einer ft^erji^afifen SRnnterfeif, feinen bolo^ 
gnefifc^en 93onmotö tourbe er nic^t ungetreu, tt>ei( er ^pf{ 
war. €r jlanb t>ott feiner Slrbeit auf, trat ju feiner Um* 

1) Alaise Moeenlgo IV: Relation« di Roma 16 Apr. 1737. 

12» 



180 S3uc| Vin. ep4tere Specken. 

sAmSf it^iäfU einen StnfaO Dor, hm et inkf geffa^ 
unfr ding triebet an feinen iStfc^ 0- ^tr Mte& tmnter ö6er 
ben 2>in9en. SRtt firetan S8(tcf ä^erfd^aute er bai Sk^ 
^4{(ntfl M pisp^U^, Sttt^leJ {» 6en europ4{fcl^en ^M^ 
ten/ tmb na^nt xoofyc, toai fidf ^en lofef xoai man a# 
geben mAfe. <Sr tt>ar ein {u gntet €anonif{ tinb boc^ aitd^ 
Stt fe^r ^pft/ um fM^ hierin }tt mit fiiHrtitt|len ^u toffen. 
aSteOeic^t ber auflerorbentfid^fie 9tct fi^ine^ ^ntifUatti 
i^ bad €oncorbae, ba^ er 1753 mit ®p(iimn abfc^IofL 
Sr genmnn e^ ober f!d^, auf |ene aßergabons ber fletnerett 
^Pfränben; «oelc^e bie €urte bort noc^ immer befof, obtt>o^( 
|e^ mtr unter btfHgem as^berfpntc^, SSerfic^e )tt leiftot. 
Sollte aber ber ^of ben bebentenbett ©elbgen^inn ben er 
bi^ baber gebogen, fo o^ne aOe (Snefc^dbigung t>eräeren? 
&oUtt bie pipßit^ @ett>alt aucfy ibren ©n^uf auf bk 
fkrfonen mit einm ^oie fabren (äffen? S3enebtct fonb f6U 
senben 3(tt^n>eg* 9}on |enen ^^inben tt>urben 52 namenf^ 
(ic^ ber S&efelung Ui ^pfitä Dorbebalten, ,,bamit er bie» 
lenigen f^anifcben ©eiflßcben belobnen fbnne, totläft fic^ 
burc^ Sugenb, ©ittenreinbeie, ®elebrfamfeit; ober burc^ 
©ien(le/ bem romifc^ ©nibfe geleiflet, einen anfprm^ 
baranf ertt>erben «körben '' ' ). S)er aSer(ttf{ ber dmit 

1) Belatione di F. Venier di Roma 1744: Ascese il papa 
al trono di S. Pietro, non seppe cambiare Pindole sua. Egli 
era di temperamento affabile insieme e vivace, c vi rest6, spar- 
geva fin da prelato 11 suoi discorsi con giocosi sali, ed ancor 
li conserva, — — dotato di cuore aperto e sineero trascar6 
sempre ogn' uDa di quelle arti che si chiamano romanesche. 

2) aecid non meno S. S^ che i suoi successori abhiano il 
modo di provedere e premiare quegli ecclesiastici che per probiU 



epanifc^e Crbf^lge. 181 

iMtfr auf @^Ib msf^äjUism. SRan fottb, er 6e{ait(t fic^ 
tMcl^tiKtölt^ auf 34300 &oä>i. Skt ft&nig f)erp(U(^ 
fic^ c^ CofHtal tu laufen, ^eff^n Sinihi {u 3 fhroccttt 91» 
rechnet eben fo «ie( befragen nibdtkn: 1,143330 ®ciibi. 
Z>ii^ aaej mt^gleic^N (Selb teilte ai«^ etiUi^ einmal in 
Krc^Uc^en 9in$tUsni^Un feine t>erf)bnenbe J(rafi 

Sinc^ mie ben meiftat anbern ^hfm traf 9eneMct XIY. 
nof^diknbe aSertrAae. 2>mt ^(inige t>mi VorMgal warb 
taö fkitronatrec^t, büi er fc^ iefiifii no(^ ertoeifert/ nnb 
|u ben anbem 9ei|Ui(^€^rem>orrec^, bie er ermorben, 
onc^ noc^ ber ÜUl M Staergetrenefien smifycU S)er f<ir« 
ünifätc J^ — boppelt miffvergnistf tvett b» 3n0ef{4nb« 
ntffe, bie er in giinfiiden äingenbOcfen erlange, nnfer bem 
legten yontificat «lieber tnriicfgenoninten t^orben — mnrbe 
bnr^ bie concorbirenben ^nfimceionen t»pn 1741 nnb 
1750 beliebige 0- 3^ SReopel, m ^ unter ber 9$egäm 
fligung anc^ ber (aiferlie^en Diegierung befonber^ bufdl^ 
Qaetono äirgento tint iuribifc^ Schule gebilbet, n^eb^e bie 
€ontef{at{onen M geifWc^en Slec^te^ )u i^rem torne^nt^^ 
ftot @tubittm machte, unb ben tnlpfißd^en 91nfpriic^en Ufh 
baften ©iberjianb leijlete *), ßeff SBenebict XIV, gefc^eben, 
bafi bie Steckte ber JRuntiatnr getvaUg befc^r4nfe, nnb bie 

e per illibatezza de' costomi o per insigne letteratora per ser- 
yizi prestati alla 8. sede se ne renderanno meritevoli (9Borte 
be^ Soncorbatd/ unier anbem in bem endUfcben Sommttf eereport 1816 
p. 317). 

1) Risposta alle notizie dimandate intomo alla ginriadit- 
tione ecclesiastica nello stato di S. M^ Turino 5 Marzo 1816. 
ibid. p. 250. 

2) Giaiinone storia di Napoli VI, 387. 



i' 



182 fbu^ Vm. eif&Utt <lpcditn. 

®e{({ßd^ {ttt S^tlna^me an Un Sluflagen ^Mm^^m 
t0mbtn. S>em faifitßc^en J^oft würbe bie S3ef(^4n(im9 
bft gebotenen Sefitage setod^rt, bte ju i^rer ^it fo gro^ 
fki$ Slttfie^n machte; ^tte ber ^t>f{ nur erlaubt an bie« 
fen 2:agen {n arbeiten, fo trug ber f aiferdc^e Jf^of Uln S5e^ 
benfen mit @ematt ba{u ju n&t^igen. 

S)erdefia(t ttt^Wtn f!(^ bie f at^oHfid^en Jgibfr noc^ 
einmal mit i^rem ftrcfylic^n Ober^aupte. Stoc^ einmal 
toarb ber triebe ^ergefUft. 

^utftt man fic^ aber too^( fiberreben, baff e# ^iemf t 
abgetan fep? @oate ber @trett {wifc^en ©faat unb j(iiv 
c^e, ber faft auf dner innem 9{ot^n>enbt9feit M Xatf^o* 
(ici^nrn^ bern^t, burc^ fo leidste ^ran^cfiorien gefi^Iic^tet 
fet>n? Unmöglich fonnten biefe boc^ für me^r atö für bnt 
SlugenbiicC^ gendgen, an^ bem fie ^ert>orgesanden toavtiii 
@(^on fAnbigten fid^ ani ber aufgeregten Siefe neue unb 
bei n>eitem genniitigere @t&rme an. 

V 

SSeränbertc SßeUjlettung* ^nncrc ©a^rungcm 
Stuf^ebung ber ^efuiten^ 

9lic|t aOein in 3ta(ien, in bem fläbUd^en Suropa, fon« 
bem in ber aOgemeinen politifc^en Sage ber S>inge ^attt fldf 
bie grbfte Serdnberung t^oUjogen. 

aßo tt>aren bie Seiten ^in, in toeb^en fic^ ba^ 9^apf{^ 
t^um/ unb {tt>ar nic^t o^ne ®runb, J^offhung ma^ 
burfte (Suropa unb iit Wdt auf$ neue ju erobern? 

Unter ben fünf großen ^dc^ten, tt>elc^e bereite in ber 
MtU M adj^tte^nten ^a^r^unbert^ bie SSeltgefdl^icfe be^ 



i8er4tt5erte SßfCtfieKtmg. ist 

itimmtm, ^ttm fid^ fcret imCo^onfc^ er^o^cit. aSBir 6f ^ 
ro$r(e», mlc^ Skrfiif^ bie ^p4|>i{e in frü^ (£f>o((^ 
ntad^tett; tH>rt fpolen au^ 9it^aitb itnb ^ktttfett/ m^ 
Sraitfmc^ ittib @)3attfen ^er (Enslanb (u ilbemAMsett 
(Sbnt biefe SRck^te no^oim )e$t 9ttit^U an ber SBeb^ettf 
fc^fr; ja man barf nH>^I o^e S^nf^Mmg fagnt/ bop flf 
in )enrc Seit baij UefieisenHC^I ti6rr bie fat^olifc^ Jg^fte 

fRidft tt»a bofl ein S>i)sma über bai anbete, bie prof 
teffoniifc^e SIeefosie aber bie : fa^oiifd^e ob^rfiest ^tte: 
ottf biffem @ebiete belD^tf fUtf ber ®Utit nii^e me^r; 
fonbern bie aSerdnbmrung i»av bnuf) bie nationalen (inu 
tmcfelunsen etngeftettnf btun ©rnnbloge Mir eben nnibrna^f 
men: bie @eaaien ber unto^Hfc^en ®eite {eigten fic^ ben 
faebdif^en im SXDgetneinen ÜHtkifn, S>ie (ufümmen^f» 
mbt ntonarc^ifc^ 0eftnnttns ber Siuf^ ^tee über bii 
andeiitottberfaBenbe 9(ri({ofraeie Don ^len/ — bie 3nbtt* 
firte, ber ptoSüfiift (Sinn, bai feemdnnifc|fe £alent ber 
Sngtdnber aber bie Slac^Mfiigfeieen ber @t)anier nnb über 
bie ^n>anfmbe, ton {ufimgen abtoanbhtngen innerer 3n^ 
f{dnbe abb^ngige. ^olittt ber grantofen, — bie energifc^ 
OrganifoHon mb bie nutttdriftd^e 3>iäcit>tin t>on ^reufen 
botte ttber bie ^kincipien einer SoberaHtmimarc^ie n^ie fk 
fic^ bontal^ in £)ef{reic^ borfieaie, ben @ieg baton getragen* 

SBor nnn gleidl^ biefl Uebergetoidl^ feine^meg^ ton 
tMß^ ZiatUT, . fo nittfte e^ boc^ auf bie (ir^Iic^en 
SMnge eine noe^toenbige ^dmirfiing ausüben. 

Sinntal fc^on, inbent mit ben Staaten bie Sieligion^ 
(Hurteten entt>orfamen. Stuf (anb }. S3. fegte )e$t in ben 



184 S5u# Vni« epitttt ^pt^tn. 

ttttirten ^Mltt)(it wn ^otm o^ne SBdfereö gtied^fü^e $5^ 

bnttfc^en ^fefbimen loieber ein ®efÖ^( ton ^el^diMg« 
feit mi Sitd^^ tok fte ej (onge nic^t ge^oiit; )e entf^ie^ 
&metr ^ ^e t>ro(tfiantirc^ SR«^ tmt Sttglanb jur @ee« 
/ |iit^^ €V^6/ bef{o me^r tim^tm Ui fat^Ufd^n 9tt^ 
ftonen in @c|atten ttetm fin6 an i^er fSBirGfornMl f)ar« 
litttn, iit ^ einfbnatö auc^ mf poUtt^^ €ittfbtfl 6e^ 
ru^e. 

^Ut mdi in t9e{(erm Sitme. Stoc^ in btr ttvrifm 

fcanih^^ ^0Ut^ d^&pftf SRufHanb i>m htm ibti^m 
€tiropd fo gttt t9ie ^ttxttmt wac, Ik feaiibett6ttrgtfc^«f>rat« 
fiifc^ fRad^ f!(!^ elm orft ei^6, ^ofeen bk fat^ottfc^ 
aRdd^fe, fSlr«tfre{^, ®|Niiani, Ot^^, ^olett fe(ii{ ttt t^^ 
rer €nesn>ettttig bie enropiifc^e fSrft bi^errfc^t. €^ mttflte, 
bftuc^t tnid^; ba$ ©efll^t b<d Stefe^« umtvonbete, ba$ 
hit9 fo fe^r t>erAnbert tim; hai @db^tfä!^l timt unbc* 
Mngten SSi^beutund mußte befc^rditfe tt>et^n, t>ttfäftoixibm* 
2>er ^t)|{ tiHirb )e|t erf{ tone; iafi er ntc^t me^r an bet 
@pi$e ber f>omaItenben ^(fmad^e (lanb. 

SnbKc^ aber ; foSfe man nic^ baron benfen, too^ 
bie fBerdnbentns fam? 3ebe fSHtbtxkstf |eber aSetibifl 
tt>irb bei t>m föe^csm, ber nod^ nid^ m fk^ t)er{t9e{^ 
f^It; eine innere @d^mng hervorrufen, S^od^^numg beö 
Aberfegenen @^$n(tß, 9det(eifer mit i^. S)ie ffrenser mo« 
narc^tfc^eu/ mtütdrifc^^^commercieOen 3:enben)en bej nnfot 
t^olifc^en t^tiM htatiQm jegt in bie fot^olifc^ Staaten 

1) Rulhidre: Histoire de Tanaroliie de Pologne I, 1^. • 



^ttinbtttt !Sf(tfte((itns. 18S 

ettr. ^ ti fidf b^ nütt Itugom lit^f baf Ut {ßad^ 
t^il, ttt ben ß« serot^ töawtf mt i^QtifUiöfm 93m 

attf H»fe ©dte. 

J^er aber traf fk tdt midfü^ imtem @lb>^tttt0<tt ttt« 
faimiietr, He ntHfl auf bem @ebiete be« ®Iaub€n< onb ber 
^mmi tttmrbalb be^^atboUd^tim j attJ^ebroc^ tMrcti. 

S>te janfenifiifi^ett ^tttiü^ttUm, bereit Utfptmd toit 
beobad|^(eten/ emetiereen fi(^ feie bem Slnfanse M ac^eteb»» 
ten SMi^rlttitbert^ titie t)erboppe(fer J^qMu 9kn bM^« 
f{er @eeBe dt^gett f{e mi. 3tt betn ober({en geifinc^ 
SKatbe m grantoic^ f flegeen ber SBekbttHiter be« ICbttig«, 
üt ber tKtg^i tht^^tf unb ber <Sr|bifc^of t>on ^rtö ben 
Mrttebntfien €ttt^ttf att^uAbem £a ibaife unb J^rlai 
Rotten MX bier au^ in enger fßeretnisnns bie t^eemeb^ 
mungen ber ^one gegen ba< ^pwp^tlfim geleilet Sticht 
fo gut Mrftonben fH^ ibre 9la<|fel^er^ (e SeOter unb 9}o» 
atOe^. S^ mögen leichte SJ^einung^tw^ebenbciten getoe^ 
fen fepn; n^el^ bm erfien 9(n(a$ gaben: ({rengere^ Seß« 
galten be< (Sinen bei ben )e|teitif(^n, molinifiifc^n/ to(e^ 
rtrenbe ^tmte^ung bti SInbern ju ben jonfeni^fc^n ®e^ 
grtfen; aDm^bßg aber broc^ eine DotSommene SnQmeiung 
anß: Don bem Sabinet bti Xini^i bet ^luu ftc^ bie 
Sdotion. S>em S^icb^ater gelang a, tti^t allein ftc^ in 
ber ®etoale jn be^atf|>ten, ben Jtbnig )u gen>innen/ fbnbem 
au^ ben ^apfi ju ber S5uDe Unigenitu^ {U betoegen, in 
toelc^er bie janfenijiifc^ £ebren oon @unbe, @nabe/ SttäfU 
ferttgung unb ^irc^e auc^ in i^rem minber berben 9(u^ 
brucE / {tttoeilen toortlic^ tote man fie in 3(ugu({inud )tt 



IM 9bu^ Vllf. epätere S|»oi^(n. 

ftiibin metnee, uvib in M totittm gr{fk«er Sit^^tmttg a& 
hl jtnm f&nf &ii^, Mrun^ift totnbm ')• S< nmr bie 
U^te (gtitfc^etbutTd in btn oltm burc^ fOMtna andttt$tm 
fSknhtniftdQm; btt r&mifd^e @m^l trat nac^ fo langem 
Smtbern vnbli^ mvmfd^ft mfbU jtfniüfäft edu. S>a« 
tarc^^Iang t^ i^m nnn aOerbingä, ben mäc^gen iDrbm 
fte fid^ {tt gminnen, Ut falbem, nni^ ei> ftiH^ mietotr 
^^ tfineStotgfi inuner tfyitf ik ttitramontmien SJoctri« 
mn, bie Slnfpnic^e ber pApfOiäitn &mcit auf b«a Ub^^ 
teile t^oc^t; ti gdms ffym auäff mit btt ftm^fif^ 
Stegierung in gutem 93er^d(tnifl )u bleiben, t)on ber Ja 
)ene Sntfc^ibnng ^ertorgetufen morben; balb ti^urben nur 
nodf 3)te angefleOt, bie flc^ berfi5uKe untemnirfen« 916er 
^uf ber anbem ®eite et^ob fUt) ouc^ bie gemaltigfle 0ppo^ 
fttion: in ben ®e(e^rten, bie fic^ an 9(ttgufHn, ben Orben, 
bie ft(^ an S^oma^ Mn 9(<|uino l^ielten; in ben Ißarla^ 
menten, mldft in jebem neuen Stete bti rbmifc^ J^efed 
eine tBerle^ung ber gaOicanlfe^n SKec^te fo^en; |e$t enb« 
It^ ergrifrn bie ^anfeniflen fär biefe ^cei^iten emf{({c$ 
^artei: mit immer wittt (l^reitenber Xd^n^it bilbeten fre 
eine ber rbm^cfKti entgegentaufenbe S>octrin über bie ;$Hre^e 
ou^; ja unter bem ©c^u^e einer }>ro(ef)antif(^ 9tegierun$ 



1 ) iDte M^moires secrehi sor la baHe ünigenitos I^ p. 123 
fdbrtbem ben erflen iSinbrttcf ben fte bcn>orbrad)te. Les uns pu- 
blioient qu^on j attaquoit de front les premiers principes de la 
foi et de la morale; les aufres qu^n y condamnoit les senti- 
meots et les expressions des saints pöres; d^aufres qu^on y eo-* 
levoit k la charit^ sa prö^minenee et sa force; d^autres qu^on 
leur arrachoit des mains le pain Celeste des ^critures; — les 
nouveaux r^anis k IMglise se disoaeni trompi^s etc. etc. 



^nntre ^i^tun^tn. 1S7 

feiern fk i^^ 3bee fodtetc^ ini ®<rf ; ftt tttre(|( mtftetA 
eine <r^d^^t(i^e StMtt, bk f!(^ tat aiDstmeinm Ut^^ 
lifc^, dto* ^a6d itt DoOer Unaft^nsigfeit t>on Stern ^icftf 
unb ber |efutäfd^^ttl(ram»tttdnen 0U<l(>tund unaufl^rlic^ bm 

Ums, ^kxbttitms unb üBirffamfeie bu fer Steimtnsett über 
san$ €iiro(>(t ^in ttm^ufbrfc^eit. 3ti ^iratift^eic^ tvurbeti 
bte 2(<tnfhiif{en betätigt, Dcrfolgf; tM>n bett ®tatn migh 
fc^foffen; übet; tote e# {u gefd^^m p^fegt/ in ber ig^üupti» 
fac^e fip^befe t^nen bai nic^t: n^^renb ber Skrf^Igungen 
erfidtte fl^ ein grofer £^H bc« ^publicum« filrfte. ^^ 
im fle nur ri tc^f bur^ i^re n^unbersIAubigen ttebertretbun^ 
gen auc^ i^re besrüttbeten Se^cn in ^tfcrebie gefSr^t Slber 
auf jtbtn^ be^ftelten fle ein enge^ Ser^dlmtfl {u reinem 
rer @itAic^fett mb tieferem Glauben, ba^ i^nen aUmt^U 
ben SSa^n m<ic^e. 98tr fmben ibre ©puren in SBien mV 
tir 9Wiffei, in (Spanien mü> ^Jortugal *)/ in ganj 3to* 
ßen ""> Surc^ bte gefammee tat^tli^ d^viftm^tit brei^ 
tefen flc^ i^re {e^ren auä: )un>eikn hffmt^, ^uftger in^ 
Se^im. 

\D^ne Sweiffl tt>ar eö unter anbem ait^ biefe €ntif 
jtt>ei»n9 ber ®tif(iid)Mt , weiche ber ^r^ebung noc^ einer 
tt>eit gefd^rlic^ern ©efinnung ben ©eg bahnte. 

€^ if{ ein auf emig nterfn>urbige^ ^^dnonten/ n>e(« 

1 ) Wlan finbet bei £(orente Histoire de rinquisition III , 93 
Ui 97, wie »rel bie Sfhquifftton ttntcr ^arl Ifl. unb^Sarl IV. mit 
mabren ober, angi^iä^m Sanfeniflen $u fc^offett i^attt 

2) 3. S3. fel^r fr&( In S^eopel; fd^on 1715 gHauhUman, in §Rea« 
^el fe^ hU ^difte t>on ben einigertnallen nad^benfenben 2eufen San« 
fenifl^en. ^et^fler IKeifen p. 780. 



IM SbnäfVüL €^piceve Specken. 

^ Stnfittli Ne reHgi^ffn 9Se({tf6^en giibmtfi^ XIV. auf 
im ffanibfi^^f ja auf bm europdifc^tt ®et({:A6<r^pt ^» 
t)er^rac$t ^n. (& ^lie btc 4ii0erf{e 6^i>a(t at^fenHuibt/ 
0&tfUc^( mi mcnff^lid^ etfiljt Mrile^/ um hm ^r^tffiam 
ti^ttm^ au^ur^tett, uti6 ftli^ oOe a6t9ck|(nM ^tinttn^ 
§cn imtt^ M X<a^Uti^ami {u »ertttc^tcti; fein $m* 
^ ^^bm mx getocfen/ fefoem 9t<iij(K eme txoHfiDmmm 
unb 9rt^o^; farMifd^ «Oatoti^ t» seben« Simßn ^tt€ 
tt a&er bie äugen sefdl^Ioftn, a(^ aKe^ mn|c^{ug. 2)er 
reprimim ®eift toarf fic^ in eine i&$tV9ft S^eUKgung. 

@erabe Ut SUfc^u gegen hai Skifi&ren SubnNg^XIV. 
U»Hxfu, bofi fk^ eine Sl^einung tt^, Ut beut Xatftoli^ 
üimvtif ja aller )>o{itit>en SXeligion äber^oupt ben Jlrieg 
erfUrte. fßon 3a(^ {u 3<t^ tra^nt fte an innerer Xraft 
tmb ajerbreieung nac^ aufm {u. 2)te fiibeuro)»dtf<j^ Steic^ 
ivaren auf bie inntgfle SSerbtnbung ber ^irc^ unb be^ &taaf 
M gegrunbet. Jg^ter bilbete ftc^ eine ©efinnung a»i, toelc^ 
Un SBiberuHÜen gegen ^ire^ unb 9le(igion {u einem ^fkm 
ennoteteitei in nKbUfem fre aOe aSorßeOungen t>0n ®ott 
unb SBeft; aOe ^rindpien be^ &taaUi unb ber ©efeKfclafti 
cXk SBiffenfc^ften f^fiematiic^ begriff/ eine iiUtatat ber 
Oppofition, ttKic^ bie ®et(ier unmiOEu^rlic^ an (fa^ rif 
unb mit unauflo^tic^ S5anben fe(fefte. 

€^ liegt am ^age, nne tt)enig biefe Senben^en mit 
einanber ubereinfiimmten: bie reformirenbe n>ar x^tttfRatuv 
mä) monarc^ifc^: toai man pon ber p^ilofop^ifc^en nid^t 
fagen fanu; bie fu^ gar bolb au^ bmix Qtaatt entgegen« 
fe$te : bie janfeniflifc^e ^ielt an Ueber^eugungen fefT; mlc^e 
ber einen tt>ie ber anbem gleichgültig tt^o nic^t t>er^f[t 



3nnert ®4^tuit9en. MB 

fiHirm; aUt )und<^ vtMHn fle (tiftoimett. ®ie htdäfttn 
jmm ®c{ft ber tRenentitd ^or, bcr mit fo toderr ttm 
fkj^ ffcäftf j|e mmgcr er dn Mimmie^SiH Mf )eiite$ir 
et bie sefammee Suftttift in Slnfpruc^ niimne, tuib Ut aui 
ben aRifbtiuc^ be^ S&efb^ben t4sad^ neue Jtrifte 
faltet 2)iefic ®e{fi ergriff je$t Me tatfyolifätt Xitäft. 3» 
®nmbe lag t^m t9o^ iit ber Siegel, betouft ober iinbe« 
tottfe/ too^ man bte ^^ilofop^te be^ a^tte^itfeii ^t^tfym* 
bttte genannt M> ^i^ |anfeni(Hfi^n Serien gaben i^m 
tixäßidit Somt mlb ^mfntng; {ur S^Attgfeit trieb i^n bat 
SBebdrfMf ber &mtmf bie ®elegen^e be^ ^mente^ an. 
3n oOen ßtobent/ an aOen ^hftn bitbeten fi^ )tt>e{ ^u 
feien au^, t>on benen bie eine ber Surie, ber geltenben fBer^ 
fafittng unb £e^re ben J(rieg ntad^te, bie anbere bie XHnge 
n>ie fle toaren, bie ^rdrogatit^ ber aOgemeinen Airc^e fefü^ 
lti:^Um fttc^te. 

3>ie (e^ee fkUtt fic^ Dor aOem in Un ^efititen bar; 
ber 0rben tt^im ätö bai Jg>auptboQioerf ber nltramon:^ 
tanett ®nmbf4|e: imid^ft gegen i^n richtete ^ ber 
©turnt. 



Sloc^ in btm a<|t{e^ntat !3a^Nnbert «Mren bie ^o 
fniten fe^r ntdd^tig; n^ie fi*ii^er; ^uptfiäfUäf baburd^, ba^ 
fe bie S5ei(^tf}u^(e ber Groffen unb ber %&x^m inne ^U 
Un, unb ben Unterricht ber 3ugenb leiteten; i^re Untere 
ne^mungen, fep e^ ber SKeligion, ti>iett>o^I biefe nic^t mit 
ber alten Energie getrieben »urben, ober an^ beS J£)anbeW/ 
umfaf ten noe^ immer bie SSkit. 3e$t hielten fle flc^ o^ne 



IM 9>u(^ Vlli eifltete Speeren. 

®attfm t« >^ S>o€(ritien fit;<^{(^ Ore^obofi< uitb Um 

ttnslattfte, fanfmt^ifü^ 9$^ttfe/ Stttbcntett ber Ütefbmt, 
aBc^fiel (et i^en in btefd^ aSefbatmimifl. 

3uerf{ n>ttrbm fie auf bm ®tf>ktt ber SRcitttins/ ber 
eieerofur mg^giAffm. (ti ift n>o^( nt^t {u tm^nm, ia^ 
fU ber SRcnge unb Jtraft ber auf fie embdnge»ben Sctnbe 
tne^r ein flatrej %t^^tcn an ben einmal ergrifenen Se^* 
vtn, inbirecfen Sntffufl auf hit ®rofien, Serbammni^^m^l 
entgesenfe^een ali bie ec^een SBafen be^ ®et|fe^. ^an 
tmn ti Utm begreifen , bafi n)eber fk felber noä^ aüdf 
anbere mit i^nen berbunbete ®Mubige ein eintige^ ori^ 
girtalej itnb n^irffame^ SSnc^ {ur Skrtb^ibidund ^ertoor» 
brachten f tod^enb bie ältbeiten i^rer Öegnec. bie Wtlt 
öberff^n^emmten unb bie bffentlic^e Ueber^eugung fepfie^een. 

S}a(f)bem fte aber einmal auf biefem %tibt ber %^re, 
ber SBifenfi^aff/ bd ®dfltif ubermunben n>aren , tonntm 
^ ^cb auc^ ntcbt me^r (ange tu 9^$ ber @en>alt gälten. 

2tn ber ^ittf be^ 4ämtfyxun ^a^^unbcrtö tonen 
im SEBiberfIreit jener beiben Senbenjen fafl in allen f a* 
t^olifd^en @taatm reformirenbe ^ini(!er an^ 9iuber: in 
granfreic^ S^oifeul ■)/ in ©panien ^0, @qui(lace/ in 
9f}eapel Sanucci; in Portugal €artHi(^: a0e< 0Sdnner 

1) 3m ^(ong SU hm Jfflmoirm b«r SBUcb, bn jQciu/^ttßnM 
fi(b tin ^uffa$ : de la destruction des J^suites en France, xüorin 
ber SBibcmjiHe (S^oifeul^ gegen hk 3^\xxtm bat^er geleitet tt>irb, 
ba^ ber (General if)m ttnft in 9lom $u erfennen gegef^ett/ baf er 
iDtffe xcai in ^arii bei einem @ouper gefprod^en n)orben war. ^ai 
ifl aber eine (^efc^id^te, hit fiö) auf mancherlei ^rt n>ieber{^o(t, unb 
fd^werd^ \>itl auf fid^ ^at. ^ie &aä^n liegen etwad tiefer. 



7iuf1)tbun9 ttt ^efttfttii. IM 

tocfa^ ti lfm eAtäOm. t^tti Mmi armoi^t ^tMm M 

2)ie {ird^ttd^e Opipoflüon bdmn in t^nm 2>arf{c0itii9 iin^ 
aRttc^t; t^re pnihnliätt ©tcOttttd (<m^ borottf; Nr of» 
frne Siampf xoat um fo unMrtiietbäc^, ba t^nen btc 3c» 
fttiteti bmä^ pafinUd^t QegetmtrfttttS/ buri^ (Einfbtfl auf 
bk ^fien .Kreife m bm ^g rratetu 

3>er erf{e Sebanfr ging noi!^ ttkfyt auf eine aScriUi^ 
gtmg bti jDrfteit^: man tOJoKte t^tt nur )onifl^({ t>mt ten 
4>ofen entfernen; t(^n feinet Srebtteö, u>o m&gUc^ anc^ 
fetner SKetc^tj^umer berauben. J^ie^u glaubte mtiM fic^ fogar ^ 
be^ r&mtfil^ Jg^efe^ bebienen ju t6nnen. 2)ie Spaltung 
n>eb%e. bie falboüfctfe ^tt tbeitte/ toar am Snbe auc^ bto 
in smiffm &imu eingetreten : ti gab eine f{rengere unb 
eine mübere fkirtet: S5enebtct XIV, ber bie l^e reprdfen« 
ttrte, war Uugfi mte ben ^efuittn uniufrieben : i^ a3e^ 
fabren in ben fDKfßonen b^ttt er oftmals laut Mrbantmt O« 

9hi#ein . SortHifbo ht ber SSemegung ber gaeiionen 
be^ ^ort^giefifi^n J^fa, ben ^tfmtmi bte ibn }u #ur}en 
fuc^teUf }um Sro^, Jg^err unb ^eifler 6er (Staat^euHiIt, )a 
bti f ontglic^en fSiUend geblieben, f&rberte er beti ^pß. tu 
einer Stefbrm be£ Orben^ mtf 0* €r bob, wie natdr» 
(ic^, bie @ei(e ^rtor bie ben mä^n Sobel barbot: bie 
mercaneife 9{ic^tung ber ^eSfic^e, bie i^ amifi^ uber# 

1) 64)0tt M $rdtat 2am6ertmt. Mtooires jdu p^re Nor- 
bert II, 90, 

2) ^on jefuttifd(^er @eite n>irb biefer (Streit ber Sacf tonen in 
ber t>on 97^rr au^ einer italienifd(^en Jpanbfc^rtft ftberfe^ten ©efd^ic^te 
ber Sefuiten in ^ortu^al bo(b re^^t anf(^au(i(b gefc^ilbert 



ua Sdn^ VIIL 0p jure (Epochen. 

d^Mifi Ui fcitim cornmcrckOm S5<#retetigen fc^r Ufi^intt* 
lUlt Htl 2)er ^pf{ trug fein S3cb(nlm ftarai^ dntttge^ 

iBftiml 9tttf ben Stttfrag <£arüa(^p^ Beauftragte er eittett 
greutib betreiben; mm ^hHeiigiefeti/ (Earbtnal @a(ban^, 
mit einer Stfieaeion bti Orben j. ^ fuqem ^ging ein 
S)ecret biefeö ^i^tatexi, n^orin ben 3efm(en i^re ^kinbel^ 
gef^fte emfiUc^ Dem>te(ht, unb bie thn^litifm SBe^j^rben 
ttmixffÜQt mürben aUt btefen ©eipc^en ^tge^irige aSoo» 

ren ein)U{ieM- 

Unb f<^on ^ete man inbefi in Sran&eid^ bte @^tfU 
fc^aft ton berfelben @ette angegriffen. Z>er föatOtntt eine^ 
mit bem ^ter SataDette auf ^artint<}tte in fSerbinbung 
fte^nben Jg^anbett^aufe^, bai nm SKense anberer SoKif« 
femene^ nac^ fic^ }og, i^eranlafiee bie bei bmi äSerlit^ S3e« 
tätigten , fk^ mit i^ren SBefc^merben an bie @erk^te {u 
tvenben, n>elc^e bie ®acl^e eifrig in bie J^anb na^tmn 0* 

SMre SSenebict XIY. (dnger am iAm geblieben/ fo 
(dfft fid|> too^I annehmen, baf er ben Orben |i»ar ni^t 
tma wniiö)Mi aber aOm^(ig einer bitrc^greifenben unb 
griinblic^ SUform mitermorfen ^oben m&cbe. 

3ebo€^ in biefem Stn^bfidE ({arb Sknc^ct XIV. 
Sind bem 6onc(at>e git^ — 6. 3[uli 1758 — ein SRann 
tn>n en^gengefelter @eftnnnng/ Sternen^ XIII, a(d ^f{ 
^ert>or. 

Sfemend war ton reiner ©eele, reinen aibpc^ten; er 
betete t)tel unb inbrunflig: fein ^oc^fier €^rgei{ n>ar, einmal 

fdig 

1 ) VIe priv^e de Louis XV. IV, p. 88. 



Znf^tbnui btt ^efuiteit. 103 

f^tid Stfpteäftn {u wtbm. Z)abei ^egee er abtt bit ^tU 
mxnst i><i$ <^Ke älnfpr&c^e (e^ ^apftt^vmi ^lig mb ontm^ 
Ie$Hc^ fetten: et beflagte tief, bafi man einige faOen laffen; er 
iiHir entfc^teben/ feinerlet 3udef{4n6niffe {u machen, ja er 
lebte Hr Ueberteugung, ba|f man burc^ fianb^afte^ Sef{^I> 
Un noäf aUti sminmUf btn f>erbttn(e(ten ®Iatt) t>ott 9tom 
WÄer^terfieBen fonne *)• 3» i^ Sefuiten fo^ er ble ge* 
treuefien 93erfec^ter beö ^^fiU^en @ttt^e^ unb ber 9t^ 
(igton; er biHtgte fte mie fte waren: einer Sleform fanb er 
fte ni(i)t bebörftig. 3n aOe bem bejldrfte i^n feine Um« 
gebung, bie mit ifyxi bttete. 

%Mn n>ie bie ©ac^en nun einmal ftanbin, fonnte er 
bamit ni^t^ anbere^ bewirfen, oU bafi bie ^ngtifft ^efti« 
ger mnrben, unb f!(^ (ugleic^ gegen bm r&mtfd^n @ttt^{ 
felber manbten. 

3n Portugal t^urben bie ^efuiten, man fann boc^ 
noc!^ nic^t beurüc^ fe^en, ob fc^ulbig ober nic^t, in bit 
Unterfuc^ung tt>egen einci^ f&ttmtati gegen baß i^bm bt6 
.ftftttig^ Demicfelt; e^ erfolgte @^(ag auf 6c^(ag; enb^ 
Itcfy tourben fte mit unbarmherziger ®maüf(mätU vertrieben 
nab gerabeju an ben j(uf(en beä i^rc^enflaated an^efe^t. 

3nb#n toaren fte in granfreic^ burc^ jenen ?pro* 
ce^ in bie ®en>alt ber Parlamente gerat^en, Don btnm 
fte t)on Stnbeginn ge^a|t nwrben. ^^vt &aä)t n>arb . ndt 
grof em ©erdufd) t)er^anbe(t; {ule^f Derurt^eilte man bk 

1) @aoim{uitg ber merfw&rbigflen &^tiftm bte ^uf^e^ung 
ber Sefuiten befreffenb 1773 I, p. 211. 2Bie fe^r bte oügememe 
Meinung bamiber voot, ikf^t man unter anbern ani ^ix^dmann^ 
^Briefen. 



194 S3u(^ Vin. &pittxt (£poc6en. 

gefammte ©efeSfc^afe bk SScrpfÜ^tungen £aDa(ette'^ ju er« 
^Ben. 916er ^te^i blkb man nidft fielen. SRan machte 
ten ^efniten bte unumfc^rcinfee @timU btß ®tncxalß, bic 
mit im 9ieic^^dcfe|en ntc^t t)erein6ar fcp/ auß mm inm 
^ßabttäftttf unb jog bte @efe|U(^eit t^re^ S)afe9t^ über« 

^attpt in Bto^if^^I« 

0em b^ttt Xttbwtg XV. ben Orbeti gerettet. fSiitift 
tan i^n {u i>erberben; fonbern um t^n fo t>iel aii mhstidf 
{u f(^A|ett, unb nur n>et( bte &f entließe ©ttrnme/ bai Ur« 
tfynl ber ©erlebte, bte ^e(^r{a^l feinet Sonfettö i^n ba^tn 
brdngtef fd^Iug er bem @eneral i^Dr^ einen Stcar in %tanU 
mdf jtt ernennen 0- 

^{Benn tin ^ann n>te 9(quatHt>a an ber &pHit gc^ 
fianben ^tte, fo noörbe man o^ne ^mifü auc^ in bie^ 
fem ätugenbltcE ncd) auf eine 9(u^funft/ eine SSereinba^ 
rttn$ gebac^t ^ben. 316er bk ®efeBf<^aft ^tte je$t bai 
unbeugfornfie Oberhaupt/ £orenso 9licci, ber nic^t^ ali ba^ 
Unred^t f&bitt bai i^r gefc^^. (Er mtQCdmttf eine fo 
n^efentlic^e SIenberung ber SSerfaffung fh^e nid^t in feiner 
^adft ^an n>änbte ftc^ an ben ^pf{; Siemens XIÜ. 
ertoieberte/ burc^ baß (>. trtbentintf<i^e (SonciUum/ burc^ fo 
Diele €onf{itnttonen feiner S^orfa^ren fe^ biefe fSerfaffung 
aUin bmtlid) gutge^eiflen, alS ba^ er fte abinUvn f onne ^). 
2(ebn>ebe SRobtfi'caeion tt>iefen fle t>on ftd^. ^ i(l gan^ ber 
@tnn dlicci'ä: sint at sunt aut non sint 

1) ^äittihm t)on ^va^lin 16. Sfan. 1762 Ui Flassan: Hi- 
stoire de la diplomatie fran^aiseVI, 498. ^te gan§e 2)arflellititg 

2) ffr^a^ruitg berSefuiten bei ®oIf: @ef(<;i(6te berSefuitcnlir, 
365. ©iefe^ SSudö i(l nur ihtv bie Sfuf^ebung be« £)rbenö braud^bar. 



Tinff^tbnns 5er ^efuiten. 195 

& erfolgte bai Wäftfvfn. 3tm 6flm älitgttfi 1762 
fpraci^ bai Parlament Don $art^ bte ^lufj^bung ber ^t{uu 
Un in ^vanfveidf aui. Snoar erHdrte ber ^pft in tu 
nem €onfif{ortum btefen S&efc^bt^ f&c mU mb nic^tis Or 
aber fc^on tt>ar e^ fo wit gefontmen; bafl er bte %Üemtien, 
in ber er ba^ itt^an , nidit bttannt ju ntac^n toaste. 

Unb unauf^Iefam t>er6reitete ftc^ biefe SSett^eguns ii6er 
aUt bourbonifc^en Sdnber. Sari IIL toon Spanien tt>arb 
überrebef; ti fep ein $Ian ber ^efuiten, feinen S3rttber 2)on 
Suiä an feiner &tatt {um 2:^rone {u beforbern 0; h^^* 
auf liefi er mit ber entf(^(offenen Serfc^miegen^eit bie i^n 
über^anpt ani^tid^mu, aUd vorbereiten/ unb bie Jg>dufer ber 
2(efuiten an einem unb bemfetben Sage in gan) (Spmitn 
fc^iieffen. 3n Steapel unb ^rma folgte mon biefem S$ei« 
fpiele o^ne )u jogern. 

§8ergeben^ n>ar aüti <£rma^neh, S3itten/ 93efi^n>oren 
be^ ^apfte^. €nb(ici^ machte er auc^ einen anbern Sßer« 

1) Fotestatem ipsam Jesu Christi io terris vieario ejus unice 
tributam sibi temere arrogantes totius societatis compagem in 
Gallico regno dissolvunt etc. etc. iDaunou ^at hic^ ^ctenftö^: 
Essai U, 207. 

2) ^d^retben bed franj6ftf<ben ®efanbten, bad aai htm iialkf 
ntfc^en ÜBerfe: Delle cagioni delP espulsione de^ Gesuiti, in £e« 
bret'^ @ef(i^i(^te ber ^uUe in coena domini IV , 205 i^bergegan^ 
gen iß. (Sine Relatione al conte di Firmian 1767 7 Apr. (MS ber 
^rera) t>erft(it)ert^ bte Sefutten i)&iiin bo4^ eine ^(nbung gel^abt. 
Non fü senza forte motivo che poco prima di detta espulsione 
dimandarono al re la confirma de' loro privilegi e del loro in- 
stituto^ U- che aolamente in oggi si e saputo. @ie (matten if^v 
®elb unb ifyce Rapiere bei (BtiU gebrodfet. 5(ber ber 3Jort{)etI ber 
Ärone f*ien SdrI IIT. fo gro^, ba^ er aufrief, er 1)aU eine neue 
fflelt erobert. 

13* 



196 S6ud) Vm. ®i>atete ^po^tn. 

fnö). 9(tö Ut Jg)er{C9 Don ^rma fo mit ging; aud^ Un 
tfltmxi m romifc^e ZxibmaUf fo tote oDe SSerlei^ung 
fcer ^frÄnben Ui ianUS an SRic^femgeftorne ju öerbjetcit, 
ermannte fic^ ber ^apft ju einem ^ontrorium, n>orin et: 
btefem feinem ie^mimam feie geiftlic^en @:enfuren^ anfun^ 
bigte *)• ^^^ ^^P^ ©erriet einet ben Stngriff jurücf geben* 
ben Sert^bigung. Slber er tyittt bie fd^limmften Solgen : 
ber J&erjog antwortete auf eine 2Betfe wie eö in früher« 
Sa^r^unberten ber md(^tigf!e ^onig nic^t gen>agt ^abeti 
n>urbe: bie S3ourbonen nahmen fi^ feiner in^gefammt an. 
SiDignon; $5enet>ent/ ^ntecorDo n^urben t>on t^nen befe^t. 

2>a^n entmidelte fic^ bie Seinbfe(igfeit ber bourbo^ 
nifc^n J^bfe. 93on ber 9}erfo(gang ber ^t^fuiten gingen 
fle unmittelbar }um Stngrif auf ben rbmifc^en @tu^( itber. 
• 2ln wen fottte ber ^apfi fic^ vombml 3We italieni* 
fdfm <StaaUn nahmen wiber i^n ^atui, @tn\xa, SRobena; 
SSenebig. & richtete feine 9(ugen noc^ einmal auf Oef{$ 
reic^. €r fc^rieb ber Äaiferin 5Karia S^erepa, fie fep auf 
(grben fein einjtger £ro|l; fie mbge nic^t jugeben, baff man 
fein 9llter mit ®ett>alttf)dtigfeiten erbrücfe, 

©ie Äaiferin entgegnete, wie einjl Ürban VIIL htm 
Äaifer gerbtnanb, eö fet) eine ©oc^e M &taaM unb 
nic^t ber Sieligion / fie würbe unred^t t^un flc^ iaxin tm 
{umifc^en. 

©er ?Wut^ gfemen« XIII. war gebrochen. 3m Sm 
fang M ^a^ta 1769 erfc^ienen bit @cfanbun ber bour* 
bonifd^en Jg)bfe, einer nac^ bem anbern, erfl ber neapolfta^ 
nifc^e, bann ber fpanifc^e, enblic^ ber franjopfc^e, um bit 

1) Botta: Storia d'Italia tom. XIV, r. 147. 



Znffftbuns btt ^efufteit. 197 

utmtbtrmßdtt ^uf^una M stfmmtm £>tbmi ttt fot. 
bernO- S)et ^opjl berief auf ben 3. gebr. ein gottfjjiormm, 
in mUi)m er bie @ad^e tt>enidftenö in Ueberlegung nehmen 
)tt tooOen festen. 9(6er e^ nnir ntc^t (ef{tmmt, (afi er 
eine fo tiefe Skmut^isms erleben foffte. S>en ^btttb tu« 
Dor ergriff i^n eine SonDuifton/ an btt er t>erfc^ieb. 

S>ie Stellung ber ^bft tt>ar ju bro^enb/ i^re Simoir« 
fung in mächtig; ali ba^ fle in bm (londaiH, bai nun« 
mebr folgte, nic^t fyittm burc^bringen, unb einen ^ann 
tpte fie ifyn beburf^en, }ur breifac^en ^one bef&rbcrn foOkn. 

3}on ollen €arbin4{en toax £oren$o ©anganedi o^ne 
SttKifel ber milbejJe, gemdßigtjle. 3n feiner Sugenb ^at 
einer feiner &^rer. t>on i^m gefagt/ e^ fe9 (ein SBunber, 
t^enn er bie 9Rufi( (iebe, in i^tn felber fep aüti Jg^mn)« 
nie *). ©0 ent»i(felte er flc^ njeiter/ in unfc^ulbiger @e« 

1) CoDtinuazioiie degli annali d^Ifalia di Muratori XIV, 1, 
p. 197. 

2) Aneddoti rignardanti la famiglia e Topere di Clemente 
XIYy hei bm Lettere ed altre opere di Ganganelli, Firenze 
1829. 2Bag hkU SBetfc^en unb 95ricfe felbfl anbetrifft^ fo m5gen 
fte xooi)l inttrpoiixt fe^n^ aber ber i^au)>tfa(ifte nad^ (^alte icb fte bO(l(^ 
f&r ed^t: 1) weiC bie ^erf^eibigung berfelben in htm Ringratia- 
mento dell' editore alP aiitor delV anno literario im ®anjen 
notibrltti^ unb befriebigenb if: obtool^l t)or ber J^eraudgabe ein un> 
»erantwortlii^er ®ebrauc<^ ba\yon gemadfet war; 2) »eil glaubwfir* 
bige ^Kdnner, j. 95. ^arbinal S5erni4, bie iDriginale gefe|;en jn ^a 
Ben t)erft(!berten: ber eigentlid^e ©ammler war ber fforentintfc^e 2i* 
terator 2ami: md) einem 93riefe beö ^bb^ QSeHegarbe Ui ^otter 
Yie de Ricci I, p. 328 befidtigten bieienigen^ n^elci^e bie £)rigina(e 
befafen unb bie Kopien geliefert Ratten, i^re (Scf^t^^eit; 3) n>eil fte 
ba$ ®e))rdge einer Origtnalitdt, einer etgent^tolic^en unb in allen 
£agen be^ 2thm^ ftc^ gleid(^b(eibenben ©efmnung tragen, bie fein 
(Erffnber erbit^tet ^ahen fann. ^i ifi ein (ebenbiger S^enf^^ barin. 
IKm YDenigfien finnen biefe 93riefe von Saracciolo flammen, ^an 



198 S)u<^ VIIL Spätere ^pod^cn. 

feffisWtf Sutfucfgejogcn^dt t>on ber ^EBeft, einfamett ©tti* 
bien, bje t^n immer tiefer unb tiefer In iai (Se^tmniff 
ttw^rer S^eologle fS^rten. ®le er twn »rlflotele« ftc^ halb 
{tt ^(ato toanbee; ber feine @ee(e me^r befrlebigte, fo sin^ 
er ton ben ©c^olaflifern ju ben Älr^em>dtern, twn biefeti 
jtt ber ^. ©c^rtft fort, bie er mit ber Sn^^^tttifl ^^^^ t)ori 
ber Offenbarung be^ ®orte« Aberjeugten ©emiit^e^ faßte: 
an beren Jg^anb er ftc^ bann tntt jener fiiOen unb reinett 
^pfiif burcf^brang, bie in aOen ^ingicn @ott fie^t, unb 
fic^ bem S)ien({e be^ Sftdc^ßen mibmet. (Seine SReligion 
toax niäft &ftt, SSerfoIgung; J^errfc^fuc^t, ^olemlf, fon* 
bern ^titit, S)emut^ unb innere^ Serfldnbnifl. S)er um 
aüf^orltc^e J^aber bei ^ dpfidc^en @tu^(e^ mit ben fat^o* 
Uferen &taatßsffoatunf ber bie ^irc^ {erruttete, n>ar i^m 
t>on ganzem J^erjen t>er^afit. ©eine ^(tfigung tt>ar nid^t 
(Sd^mdc^e ober auferlegte 9}ot^tt>enblgf eit, fonbem freiet 
SSoDen unb innere ©eniaUtdt. 

31u^ bem @^oof[e ber 9teltgton ennoicfelte flc^ eine 
@eftnnung; mld)t, fo terfc^teben fie auc^ in i^rem Ur^ 
fprunge loon ben »eWIi^en Senbenjen ber J^bfe tt>ar , i^nen 
boc^ t>on einer anbern @ette ^er entgegenfann 

^anptßdßdt burc^ bie S5ourbon^/ jundd^fl auf einen 
9}orfc^(ag ber fpanifc^en unb fran$ofifc^en €arbind(e, n>arb 
(SanganeUi in bem €onc(ai>e burc^gefe$t. & nannte ftc^ 
glemen« XIV. 



hrandft mr feine Vi* de Clement XIV ju lefen,' um fwft §u &6er* 
jcugcn, wie tief olle feine SSemerfungen unter htm Mn, wa^\yon 
ditmmi XIV. ^errüH- 5>a3 ©ufe wel*e5 biefe ©d^rift t^ot, iff 
attd^ nur mt 9ii^cfn)trfttng M ganganeütfc^en ©eifle^. 



: Tluf^tbnni btt 3t\uittn. 199 

S>ie romtfc^e (Smt toav, tok btt&^xtr fo gut mit am 
bttt in imi gearteten {erfaKen: bteSelantt; toel^ aüc aüm 
@eret^tfame aufrecht ju ermatten fachten, unb bit fKesali^cn^ 
wld)c bai J^eil bet Xitd)t in tmftt S^ac^gtebigfeit ju fmben 
glaubten, bie ^rtei ber jfronen , in (SanganeDi f am btefe 
Ie|te iut ®ttoaÜi in 9lom tooUiog fic^ bie nentlic^ SSer^ 
änberung/ bie bereit^ an oUtn furflUc^en J^bfen eingetreten. 

@an$antüi begann bamit, bie SuOe in coena bomini 
nic^t t>erlefen ju laffen: bie Sugefidnbniffe mldft S3ene^ 
biet XIV. bent i^&nige t>m @arbinien gemacht/ unb bit 
man feitbem nic^t l^tte anerfcnnen n>oKen, emeiterte er 
nod^; gleich am 2;age feiner SSefigergreifung erflarte ^r, 
bofi er einen Stuntiu^ nac^ Portugal fenben totxbt; er fu^« 
penbirte bit ^irf famfeit jene^ ^onitoriumä gegen ^arma; 
alöbann na^m er alle^ <£vnflti bit jefuitifc^e @ac^e Dor. 
(Sine €onuniffion Don €arbindlen toatb niebergefe^t, bai 
Slrc^it) ber Ißropaganba burc^fuc^t; bai %nx unb SSiber 
bebdc^tig ermogen. €(enien^ XIY. n>ar tt>o^( Don Dom 
herein ungünfiig gefiimmt. €r geborte bent Oxbtn btt 
Sranci^eaner anf btt fd^on immer befonber^ in ben ^if» 
ftonen bie ^efuiten btUntpft ^attt; er ^itlt fid^ an ben 
augu{{inianif(^ '^^omifiifc^en £e|)rbegriff, fo gan^ in@egen' 
fa| mit ber ©efettfc^aft; Don janfenijWfc^en Meinungen 
tiHir er t0of)l nidft burc^au^ frei. S)a}u famen nun bi: 
mancherlei fänflagepunf te , bie man nic^t n>egargumentire8 
(onnte; unb Dor aKem bie Unmogltc^feit ben ^rieben ber 
Äirrfje auf eine anbere SBeife ^erjujMen. 3Jm 21. Suli 
1773 erfolgte fein ©pruc^. „ 2lnge$auc{>t Don bem gbtt^ 
liefen ©eifle, tDie toir Dertrauen, burc^ bie ^fiid^t getrie* 



2M Sbu^ Vm. ®paute epoc^ett. 

Un bie (Eintracht ber fttrc^e ^x&difif&fycmi itberjeudt, 
bafi bie ©efeDfc^fe 3fftt ben 9}tt^ ntc^t tm^r tetf{m f omt/ 
)tt bellt fle sefltftet tvorbett/ unb ton anbem ©rtttiben ber 
Alttg^ett unb 9le9ierung^t9d<^ett bmog/m, bie ti>ir in tm« 
ferm ®emite^ terfd^Ioffen be^^en, ^eben toir auf unb 
Mrälgen toir bie (BtftUfifaft ^t^n, ifyxt SUtntet/ J^ttfer, 
3ttfHtttte.'' 

€in (Schritt Don unermefKtc^er ä^ebetttung. 

Einmal fdS^on für bai 93er^4(tnifi ju ben ^rotef&im 
ten. 3tt bem Kampfe mit benfelben mar bo^ SttfKtue uu 
fpriingßc^ berechnet, Don ©runb aui eingeric^eet: — be{og 
flc^ bocfy fetb({ feine S)ogniati( ^nptfSc^tic^ auf ben @e« 
fienfa$ gegen €a(Din; — e^ nnir ber S^arafter, bm Ut 
^efuiten noc^ am Snbe be^ 17een Sa^r^unbertö in bm 
J^ugenottenDerfblgungen erneuert unb befeftigt Ratten. 9>Kt 
biefem Kampfe UHir ci aber je$t am €nbe; auc^ einer ge« 
fliffentlic^en ©elbfhdufcfyung ^itti er feine toefentUc^e 3ta& 
fic^t mebr bargeboten : in bm grof en SBeltDerb^Itni^ befa^ 
fkn bie Unfatbo(ifc^en m unleugbare^ Uebergemtc^t, unb 
bie fat^olifc^en ©taaten fuc^ten fi^ ibnen Dietoe^r anju^ 
nd^ern ali fle an fiö) {u {te^en. 2)ariO/ foSte id) gfam^ 
ben, liegt ber Dome^ntf{e, tiefte @runb ber 9lufbebung btß 
£>tbmß. €r tt>ar ein ^ieg^inflitut/ bai für Un ^rieben 
nic^t nie^r pafite. S>a er nun van fein «Oaar breit mu 
äftn tooUu, unb aUt dttfoxm, beren er bo(^ au<^ in onberer 
J£>inflc^t fe^r beburfte, ^artndcfig Don ftc^ u>ie£, fo fprac^ 
er fic^ felbfl fein Urt^eit ani. & ifl Don ^ober Sßebeu^. 
fung, ba^ ber pdpflUc^ @tubl ümn örben nidSit ju be« 

1 ) Gontinuazione degli annali tom. XI V, P. U, p. 107. 



Tlnffytbuni 5er ^iftiiteti. 201 

Raupten Demtag; btt }ur S&cfdmpfttng ber ^tott^antm ge« 
grunbet t(f, bafi ein ^apf{ unb jmar {ugletc^ au$ tnnerlt« 
c^er S3ett>egttng t^ aufgibt 

2)ie ndc^fle ^trhing ^atte bai aber auf bie (at^oUfc^n 
£&nber. 2>ie ^efuiten waren angefetnbet, gefldr{t toorben 
&auptfd(^Ii(^ n>ei( ft^ i^^ llrengften S&egriff ber jDber^o^eit 
be^ rbntifc^en @tu^(e^ t>erfoc^fen; inbem biefer fie faOen Hefl, 
gab er ^ugleic^ bte ©trcnge |eneä S&egriffeä unb feine €om 
fequenjen felber auf. S)te SSejirebungett ber Öppoption er« 
fönten einen un^meifel^aften ©ieg. S)afl bie ©efeOfc^aft, 
tt>elc^e bm Unferric^t ber Sugenb ju i^rem ©efc^dft ge* 
mac^t unb noc^ immer in fo großem Umfange trieb; o^ne 
SSorbereitung/ mit (Sinem (Sd^Iage Dernic^tet tt>arb/ muffte 
eine (grfc^iitterung ber (at^olifc^en Jffielt bii$ in bie iliefe, bi^ ^ 
ba^in n>o bie neuen ©enerationen fiä} bifbeu/ ^ert^orrm 
fen *)• S)<> ^<^* 3tuflenn>erf genommen worben, mu|[te ber 3ln* 
grif einer fiegreic^en (Sefinnung auf bU innere Seflung noc^ 
t>iel {eb^after beginnen. S)te 99emegung n>uc^^ t>on Sage 
}u Sage, ber SIbfaO ber ©emdt^er griff immer toeiter um 
fic^; toai ließ ftc^ ermarten, ba bie @d^rung je^t fogar 
in bttn SÄeic^e ^ert>ortrat, beffen ©afe^n mb SKac^t mit 
ben Slefultaten ber fat^oHfc^en 93ef!rebungen in ber €po; 
c^e i^rer J^erflellung am genaue jten {ufammen^ing, in 
Ot^tidf. (Sine aOgemeine Umn>a(}ung (tinbigte fic^ ba« 
mit an. 

1) Montbarey: M^moires I, p. 225. 



202 9budt VIIL ^p&ttxt (£p^4^tn. 



fRcwlutiomtti ^eitaltet. 

& mt ber @mn 3ofep^« IL aOe Ärdfte fetner SRo* 
narc^te unumfc^rdnft in fetner J^anb {u teremtgen. SSBte 
^tte er bte (Etnmtrfungen Don fRonif bm S^f^^ntmen^and 
fetner Untert^anen mit bem ^pfie biDigen foDen. ^ep tß, 
ba^ er me^r t)on ^anfmfltn ober me^r Don Ungläubigen 
umgeben tt>ar *) — fie boten einanber o^ne Streifet auc^ 
^ter bte JgHinb, mie in bttn Eingriff auf bie S^fuiteu/ — 
(iDen {ufammen^altenben, auf eine <lu{(er(ic^e (Sin^eit ber 
^irc^e abjielenben 2in|lituten maci^te er einen mabla^tQtn 
terfl&renben £rieg. aSon me^r atö 2000 ^(o({ern ^at er 
nur uugefd^r 700 übrig gelaffen; t>on ben Slonnencongre« 
gationen fanben nur bie unmittelbar nu^Iic^en bei i^m 
©nabe; unb auc^ bk, mUi)t er noc^ Derfc^onte, rip er 
von i^rer Serbinbung mit Siorn lod. S)ie pdpfflic^en S)i^^ 
penfationen fa^ er an ton mHinbi(d)z SBaare/ unb tooütt 
fein ®e(b bafur ani bem Sanbe ge^n laffen; er erfidrte 
^c^ öffentlich für bm Slbminiflrator ber ^eltlic^feit ber 
^irc^e. 

©c^n fa^ ber SRat^foIger ©anganeBi'^, 5piu^ VI; baß 
einzige Mittel ben ^aifer toon ben inftt^m ©c^ritteu; 
toiedeid^t auc^ in bogmatifc^er ^inflc^t, {urucf {uralten/ in 

1 ) SBa^ \>an @ivicten qe^lanU ^at, ma^ ba()in ^eßeOt hliihm. 
!Da^ e^ aber auöi eine U^v au^gebÜbete ianfentfiifc^e ffüdfinnq in 
SBien Qahf ^it^t unter anbern t>ai £e6en »on SeflCer. Se^Ierd ffi&d* 
blicfe auf feine ftebjidid()rige ^i^j^erfcbaft p. 74, 78 unb an anbern 
@teflen. ^gl @<iilbaer« ©taattfan^eigen IX, 33. p. 113. 



htm Sittbrucf*/ bm er in pttßnlid)cv SSegegnartg auf U)n 
ju machen ^offite: er fe(6f{ begab ftc^ nac^ SBien, unb man 
tt>trb nic^e fagen bürfen ; bafi bie ^tlbe, ber Slbet unb bte 
3(nmut^ feiner (Srft^einung o^ne &nflu^ geblieben. 3eboc^ 
in ber «Oauptfac^e fu^r 2(ofep^ o^ne SBanfen notS) tüM* 
ftc^t fort. S)em Älojter, bei mldfon er feierlich t)on htm 
^apfl Sbfcf^ieb genommen/ tt>arb unmittelbar barnac^ feine 
9tuf^ebung angetunbigt. ^iu^ YI. mufite fic^ {ufe^t cnU 
fc^Iie^fen bie S8efe|ung ber bifd^ofiic^en ©teilen bem SiaU 
fer auc^ in Italien {u uberlaffen. 

@o brangen bU antipdpfilic^en SSejlrebungen je$t aucfy 
»Ott ber bpreic^ifc^en &titc in 3talien t>or. feopolb, fo 
Diel tioir urteilen tonnen ; fe(bf{ ton ^nfenifüfc^er ®eftm 
nung/ reformirte bit Sivd^c t)on So^cana o^ne fündfidft 
auf Un 6tu^l t)on SRom: unfern ber Kapitale ber 6^ri(!en* 
^tit erlief bie ©pnobe t>on ^ipoja in if)vtn SSefc^lujfen ein 
rec^te^ ^anifefi ber Bereinigung gaKicanifc^er unb janfeni« 
flifc^er ©runbfd^e. SReapel, ba^ burc^ bie Königin Saro^ 
{ine auc^ mit biefer 6eite in enger SSerbinbung ftanb; ^ob 
bit leiten S^ic^tn bei Se^en^&erbanbe^ mit bem rbmifc^en 
@ttt^(e auf. 

9(ttc^ auf bie beutfc^e ^irc^e f)atun bie Unternehmung 
gen bti Saiftti mittelbare StöcfwirFung. S)ie geif!li(I;en 
€^urfiirflen begannen nadf fo langem SinDerjldnbnifl frc^ 
mblidi and) bem romifc^en @tu^Ie entgegen$ufe|en. "Siaö) 
i^rer Srfldrung t>on Sm^, „gefdjrieben mit einer geber'V 
fagt ein romifd^er ^rdlat; „bie in bie ©ade^aul @arpiä 
getaucht tt)ar,'' fotfte ftc^ ber romifd^e ^rimat in Sufunft 
mit bm Steckten begnügen/ bie i^m in ben er(!en 3a^r« 



304 Sbu^ VIII, ®p4teve Spp^eti. 

^mUtUn (ugeftonben '). 2)ie beutfc^en Saaonifien Ratten 
i^nm trefflich t)ors«ir^i(et. Stur gab e^ neben bkfm audf 
anbere 9iec^tölebter, m(d^e baö ganje aSkfen ber fat^oK^ 
fc^en ^trc^e in Skntfdflanb, bk polUif^t ^ad)t btefer 
J^maväf'Ug ibre ©eaötötocrttHiftung beimpften *). Skx ©e* 
lebrten n>te ber Säten ^atu fic^ eine lebbaffe Steueruns^» 
fUc^t bentac^dst. S)er geringere Sleru^ unb bie S3tfci^6fe/ 
SMfc^bfe unb (Srjbifc^bfe/ biete felbf! unb ber ^ap({ n^aren 
gegen einanber. <?^ liefi fic^ auc^ ^kx aUti {u einer 93er^ 
4nberung an. 



€b^ tnan aber ncd^ ia^u f(i)xittf ebe mäf 3ofef^ mit 
feinen 9{eformen }ttm Siel gefommen; brad^ bie genniftigfle 
€;;p(ofton ber in ber itiefe gdbrenben ^Umcntt in Sran& 
reic^ au^. 

(£i liege am Sage, baff bie Errungen bti (Sicmß in 
fid) felbfl/ ber @egenfa| }n>ei feinbfeliger ^xttim in aUm 
religibfen 9(nge(egenbeieen; bie Unfdbigfeit ber b^<*fc^^ben/ 
ftc^ auf bem ©ebiete ber Meinung unb ber ^Utatnt gu 
bebauptett/ ber aDgemeine 9Bibern>iae/ ben f!e nic^e gan{ 
ebne ibre @cbu(b auf ftc^ gelaben, ju ber Sntmicfelung 
Uß Sreigni^e^ ba^ ben €bara(ter ber neuem Seit belb^rrfc^t, 
ber franjcfifcben 9let>0lution, unbefcbreibttcf^ beigetragen bat. 
2)er @(ifi ber Opposition , ber ftc^ ani btm Innern be^ 

1) Bartolommeo Pacca: Memorie storiche sul di lui sog- 
giorno in Gennania p. 33. 

2) j. 95. griebric^ (Sari w. S^ofer: &6er hk 9{egierung ber 
gelfilid^cn (BiaaUn in ©eutfd^Ianb 1787. &tin Jpau|)tt)orfdblag tfl 
p. 161, ba^ fS^tft unb ^ifc^of n)teber \>on cinanber getrennt 
»erben." 



in f{(^ ftlbft irre getDorbmen SaffyoÜdSmtti tt^tUn, ^tH 
f{(^ immer me^r confoKbirt. (Schriet f&t ©d^rift broitg er 
Dorm&rtö; in ben ©täntien be< ^a^tti 1789 gelangte er 
in ben SSeft^ ber ®enM{e, einet OktoaU bie ftc^ berttfen 
glaubte bai 9l(te bun^au« {u jerflbren/ eine neue SBelt 
ju ma(^n; in bem aOgemeinen Umfhtt), ber aber ba^at 
(er(^rif{U(^ffe SKeic^ t>er^dngt tt>arb, traf bann not^n>enbig 
einer ber fldrfften ©c^Ugeauc^ bie geifiUd^e Serfaffung. 
& Um aüti jufammen: ftnanjieaed SSeburfni^, 3m 
tereffe ber Sinjetnen n)ie ber SRunicipalitdten/ ^Md^U 
tig{eit ober J^afl gegen bte beflebenbe SKeUgion: enUic^ 
machte m 0Ritglieb be^ ^o^en €leru^ fe(bf{ bm Eintrag, 
ber SRation; b. i. ber meMic^en @en>alt/ nnb jun^c^ ber 
Sflational^erfammlung ba^ Siecht {ujuerfennen/ aber bie gei({« 
liefen ®dter {u terfdgen. t&iifyit toavm biefe @uter atö 
ein Sigene^um nic^t nur ber fran{&ftfc^ fonbern {ugieic^ 
ber aBgemeinen ^irc^e betrachtet tocrben: {u ieber Serdtt» 
fierung tt>ar eine Sgeifiimmung btß ^pftti erfbrberHe^ ge» 
n>efirn. 9Bie entfernt aber lagen bit 'Siitm, bte ^been^ 
an$ benenSegrife bieferätrt bert>ürgegangeh toaren» S^^t 
fprat^ bie Serfonunlung nad^ fur^er Skbattt ftc^ felbfi ba^ 
9led^r pXf tiber bie @iiter ju toerfttgen^ b. l fte {tt Deriit^ 
{fentf itnb p>at neä) mit unbebingterer SJefugnifi atö bei 
bem erfien Eintrag beabflc^tigt n>ar. Unmöglich aber tonnte 
f!e ^iebei fle^n bleiben. S)a burc^ bie Sinjie^ung ber 
©ttter, mir ber man feinen älugenblid (ogerte/ bai fernere 
S5efle^n ber bi^^erigen SJer^dltniffe umnbglic^ warb, fo 
muffte man unDerjüglic^ {u einer neuen Einrichtung fc^rei» 
teu; n>ie fte in ber burgerlic^n €onjlitution be^ (Skmi {u 



®tanbt sefomtmn tfi 2)a^ ^inctp M vt^olutionivtm 
&tMtt6 toorb auc^ auf Me getßltc^ SXnge öbergetra^ 
gtn ^); <m bit &UfU berbitrc^ bie €oncorbaee be({tmniten 
emfr^ung foOte bte SoIf^toa^I; an bk @UUt ber Una6« 
^nsisfeit^ totld)t ber S5ef($ liegmber Oränbe gen>cl^rfe/ 
bie S^ffolbung treten; aOe 2)wcefen tt)urben gednbert, btje 
0rben ab^tföfafft, bie @elubbe aufgehoben/ ber ^ufam» 
men^ng mit SKont unterbrod^en; ali tini ber r(j^n>eri{en 
aSerbrec^en toärbe bte 9(nna^e eineä S5ret>e betrachtet 
n)orben fet^n. 2)er SSerfuc^ eine^ Aart^dufer^ bie Wkin* 
^errfc^aft ber fat^olifc^en 9ie(tgion }u retten ^attt nnr bcn 
(Srfotg biefe S5ef(^(tt|fe ju befc^Ieunigen. 2>er gefammte 
Sleru^ foDte ficf^ burc^ feierliche Sibe^Ieifinng auf biefelben 
t>erpf{tc^ten. 

<ii Idft ffc^ nid^t (eugnen; ba^ biefer Oans ber %>inst 
fld} unter ber ^Ritmirfung ber franjbfifc^en/ ber Sbäfümmvms 
0lttt äbrigen 3anfeni({en t)oO{09. &it fallen mit SSergntt« 
gen/ bafi bie ^ac^t bon S3abe(; t^ie ffe in i^rem J^affe bte 
rbmifc^e €urie nannten/ einen fo Hartm (Schlag erlitt/ bafi 
ber Sleru^ geftir^t tombt, Don bem fie fo Diefe SSerfbl« 
gungen erfahren ^tten. @e(b({ i^re t^eorettf^e Ueberieu« 
gung ging ba^: //inbem man bie ©eifilid^feit t^rer 9letfi^ 
t^umer beraube/ {mtnge man fle flc^ totrtltc^ Serbtenfie 
jtt ertoerben" ?)• 

1) Üicdbt f^ffemafifd^, naä) ber 2el&re atfer i^tr^^en'^ifforifer: 
Tota ecGlesiarum distributio ad formam imperii facta est. 
(Samud: Opinion sur le projet de Constitution du clerg^^ 31 
mai 1790. 

2) ^Briefe von (^tannt unb emtgen anbern abbaten Bei ^otter 
Vie de Ricci II, p, 315. ISo(f: ®ef(bi4te ber fat^olifc^^ .f tr^e 



m 

2)et r&mtfd^ Jg>of fd^mrid^fte fld^ tto^ einen ^insm* 
blid, biefer S$en>e^ng burc^ eine innere 9Ieactton Stallt 
Qtt^n {tt fehlen; ber ^apjl uneerliefl nic^t^, um baju mit« 
inmxttn. dt Demarf bie neue Sonjiieurimt/ toerbammfe 
ble ^ifc^ofe mlc^ Un Sib baranf geleite ; fachte btnrc^ 
Sufpmc^ unb £06 bie nod) inintet {a^btic^ ^knrtet, bie fic^ 
in btn 9Biberf{dnb Qttoctfm, barin ju befidrfen; enblic^ 
fprac^ er fogar aber bie einfbtffreid^fim unb nom^oftefien 
sOtitglieber be j eonflittttioneOen €(ern< bm fbann aui. 

& toax aber aOeö untfonfi; bie ret>obttiondre tm* 
ben) berieft ben $(a|; ber innere fd&tgctfnts, ben .^anp^ 
fidftiäf bie relisibfen 9ln(riebe ent{änbeten/ (td^lng ^vm Ißor^ 
t^eil ber Steuerung an^. fSt&dtlid^ toitt ber ^apfi ge»e^ 
fen, tt^enn eö nur babei fein a5en>enben ge^bt, n^enn gronk 
rek^ ni^t^ n>eieer ali fkfy t>on t^m (o^eriffen ^ttt 

SIber inbefi n)ar ber aOsentelne Sttiti au^ebroc^, 
ber bie Sage ton (Europa fo i^on ®runb mi umnmnbeln 
foSte. 

9Rie jener unmiberfte^Iic^en SBue^; einer ^Rtfc^nng 
t)0n €nt^ttf{a^ntu^, SBegierbe unb @d^recfen; bie in bem 
innem Kampfe enttoicfelc n^orben, erhoff f{(^ bie ret^oiutfo« 
nire QkMit nn^ &Ut bie franto^fd^en ©renken. 

9Ba< fle berührte/ SBelgien; Jg^oOanb; ba^ tiberr^eini^ 
fd^ S>eutr(^(anb/ t^o gerabe bie seiflKc^e SSerfaffung i^ren 
t>ome^nt(ien ©i$ ^ttt, toanbelte fte auf eine i^r ana(oge 
SBeife um: burc^ btn Selbjug t>on 1796 t^arb fle Reifte« 

unter ^'mi Tl. ^at 93. Vn, p. 32 ein ^apitü ibtt ben ^ntl^eiC 
ber Sonfentßen on ber neuen ^erfaffimsr bad ober fe(nr f^ac^ au$« 
gefallen iff. 



208 fldnä> vm. ^fitttt dpi^^tn. 

ritt oitd^ in 2lta(kn: aUtnt^lbm tt^n ftij^ bie ret>oIts^ 
tiondrett @taaun; iäfM btbco^ fte Un ^pft in feinem 
&taatti in feiner J^v^ßt^t 

ßfym etsentlic^ tätige ii^ünc^mt ^attt er ^d) nut 
mit bm @et9i^t feiner gtifOid^n ®afen auf ber @eite 
ber Cealidon gelten. 9(ber «)crgeb(i4 mochte er biefe fHtie 
fSimttülitit geltenb 0- ®^ine &mbf(^<ifi(ett nmrben iiber^ 
togen, }ttr &nphvmi gereijt; nnerf<i^n>ing(t€^ Siefernngien 
unb Slbiretnngen ivjurben ibm auferlegt/ trit no^ nie einem 
feiner Sorginger ^). VMb bamt nxtr eel n^ nic^t einmal 
get^n. 2>er $apf{ nnir nic^t ein geinb t^ie bie anbem. 
fSBd^renb beä Xriegc^ ^atte er fbgar im^Stu^ gefaf^e bic 
jai^mifitfc^^gaaicanif(d^en 2>0€ertnen t>on $iff9|a bitrc^ bU 
Statte auetarem fidei {n t>eri9erfm: bie nnnod^i^ge J^U 
tnnsf bie er angenommen , |ene feine t^ernrt^ttmben SSre« 
i>en ^tten wdf immer 4uf ba^ innere Sranfreic^ eine groffe 
SBirfot^: bie SrantPfen f^tbtvHn jt^t alS^tÜ bei grie^ 
bmi btn ^iberruf berfelben; bie Sinerfennung ber bürgere 
Hc^n Sonfiitntion. 

2)a)u aber n>ar ^iv^ YL nid^t {u Umm* ^^ &^^<^ 
ifyn eine Slbmeit^nng t»9n bem ®mnH b^ (Slanbm^/ ein 
SSerrat^ an feinnn Wxttt gefc^ienen^ Wvm nac^^g6ben ^> 

• €r 

in Stallen 1797. . <Der ^apf ^affc erfidrf, hit SKeliäion »erntete ei* 
nen ®iber|Ianb, ber SSluttjergieflert tjeräntaffen f6nnte. 

2) 3n ben Memoire» hi^töriq^es et ^hilosopfaiqiTeB sur Fiei' 
VI et son pontificat tomeU wirb ber^erlufl be^ rftmifd^en @tott« 
M auf 220 ®im. £mre0 bered^net. 

3) Memoria direlta al principe deUa*pace hii Tavanti: Fa« 
sti di Pio VI, tom. III^ p. 335. S. Santit^ rimase stordit«, 



9tet»o(tttloftJreil SiiUItev. 

€t tmUitttt auf (te Sorfc^Uge, ;,nacl^bcm er ®ott ittn 
feinen S&eifianb cu^entfett; inf}>irtr(^ tole er $Iai^; t>on ton 
Qhttüäftn @eiftt, todgfst et fit^ auf tiefe SSebingungcn 
ein{uge^.^^ 

(Stnen %vimf>M fc^ienen bte ret>obtt{ondten ®etiHi(> 
tm flc^ ^u (efc^ben — e^ toccA tin 9(6{pnmfen getref« 
fen auäf o^e ^ene Sttse^ntatfe, — ober mtr einen 9(n» 
Stnhlid. aSon ber Sltftc^t flc^ ton bem ^p({ Ioö{nrei^ 
flen Witren fb fc^on {n (ent @ebanf en fortgefc^ritten i^n 
ger^ib^in jn Detnic^ten. ^üsa SMrectorinnt fanb ua SU^ 
Siment ber ^tfUt in ^UAim nm^ertrdgUc^ mit Um fei» 
ntgen. S3ei bcm erflen Slnlaf / ben eine snfdffige Simt^ 
gnng in i>er S5etoi(en«0 ga6/ nmrbe 9lom &6etsogen/ ber 
93aeican befe^e. ^iui YL bat feine ^mU, ifyn ^itt, too 
er gdtbt, nun aud^ md) fierben ju (offen: er ^ fd^n iiber 
80 2(a^r üle. ^Sian antmtttu ifynf fierben.fonne er tibttM; 
nmi beronto fein 9Bo^n){ntnter Dor feinen Stngen;^ anc^ 
feine l(einf{en iSeb&rfhiffe mfyai man i^m tveg; ben 9ting, 
ben er trug/ jog man ton feinem Singer; enbQc^ führte 
man i^n noc^ Sranfreic^ ab, too er im Stttgnfi 1799 
fiorb. 

2|n ber ^t, d tonnte fc^einen/ atö fep ed mit ber 
p&pftliif)m (Bmalt für immer on^. 3ene ^ben^en firc^ 
(tc^r Oppofition, bie n>ir ent^^n, fic^ ergeben fo^, toa. 
ren je^t ba^n gebte^n, eine folc^e 3(bftd^t faffen {u bnrfen. 



yeggendo che si cercava di traviare la sua conscienza per dare 
un eolpo il piä liinesto alla religione. 



9>4))fle 



«« 14 



210 ^u^ Vm. ppitttt (ipt^tn. 

& traten ^rdsniffe tin bit iai boc^ tmfyit^tttttt. 

&mml f^tt bk SXet^oltttton noc^ ttt^t bit Qanit ta^ 
t^oltfc^e 9Be(t ttbermunben: ber £oi> bei ^^d fUl strabc 
in eine ^it, in welcher bit SooHtton totebcr eitrnid ©tcge 
erfocht. J^icburc^ toarb e^ tn5g(t(^f ba|i bte Sdrbtn4(e 
in @. Giorgio bei SSenebig f!(^ Derfammetn unb {ur fSa^I 
eineä ^pfM, ^tt£ be^ YU, fc^reitm Unntm (13. ^er| 
1800). 

@obann ober nc^m bit innere (gntt^icFelnng ber re^ 
fH>Itttion<iren l^ben^en nac^ fo Dielen im ©turnte bti brttt^ 
gtnbtn ^ontenteö Detttogenen ^tamotp^tn eine fSett^ 
bong {ttr ^onar^k. <Sin ®eti>alt^a6er trat mf, ber bte 
3bee eine^ 9Ieid^e £ in ^ trng, {tt bem er, t9te fo t>ie(er 
anbem S<>i^tn ber alten ^taattn, Dor aDem ber €itt^te 
ber SKettsion; ^ierarc^ifc^er Unterorbnnns bebnrf^e. 9}oc^ 
auf bem ©c^Iad^tftlite t>an ^arengo orbnete Sßopoleon ben 
SBifc^of Don SkrceOi ab, um aSer^nblungen Aber bie J^ 
tieihtng ber tat^oHfi^en Airc^ mit bem fapfU an)ufndpftn. 

<£in 91nerbieten/ ba^ {tt>ar ettoa^ äberaud Sleijenbe^, 
aber boc^ auc^ Diel ©efa^rlid^ed ^ttt. Sie «Oerfieffimg 
ber (at^iolifc^en ^irc^e in granfreic^ unb i^rer SSerbinbut^ 
mit bem ^pflt forntfe nitr burdjf aufierorbentttc^e 9}a^ 
giebig&iten erfau^ n>erben. 

^ita YIL entfc^Iofi fi^ ju benfetten, dv ttfanntt 
bie !8er4iiflerung ber geifUid^en @ttter — einen Serinfi Don 
Dier^unbert ^iOionen ^xanttn in (iegenben ©riinben — 
auf einmal m; (tin S5en>eddrunb tt>ar, noie er ftc^ avtg 
brucft: e^ würben neue Unruhen au^brec^en, tt>enn er fic^ 
n>eisem n>oate, er fep aber Dielme^r gefomten fo toeit tu 



ge^n, atö bU dUlidion nur ksmA tüaubt; eine neue 
Organtfation ber frant&fifc^ett (9e{({If(^fet(, (ie mtn befot 
i^( uti5 tM>n ber Ste^terund ernannt nmrbe/ ga6 er {u; er 
nmr tufrieben, bafi i^m bo^ Siecht ber canonifc^en ^nfütUf 
tton in bemfelben Umfange, unb o^ne ^(d^xioitmi M 
füeäftcß ber aSermeigeruns/ iurncfgegeben tonrbe, t^ie ti 
bie fru^n ^dpfle befejfen 0* 

3n ber Z^t erfolgte nun hierauf ^ie Jg^erjlettung be< 
^at^olict^u^ in granfretc^, eine neue Untern)erfttng bte$ 
fe^ Sonbe^ unter bxc geifKic^ ^ntotitit S)er ^pf{ ttHtr 
mtiüdtf ,;bafl bie Xitäfcn t>on ^rofanationen sereinige; bie 
älltdre tt>ieber aufgerid^let; bie ^a^ne be^ Stmi^ß mfS 
neue ausgebreitet/ gefe^mdfige Jg^irten beut Sfotfe tH>rgefe|t, 
fo tMele Dom redeten SBege t>erirrte Sleelen jur (gin^it {tt^ 
rddPge^^rt, mit fic^ felbß unb mit iBott mß^nt fepen.^ 
/;9Bie Diele SRotiDe^^ ruft er ani, „i^t greubigfeit u^ 
|um ^nUl" 

S>urfte man flc^ ober n>o^l uberreben; baß mit bem 
€oncorbat t>on 1801 aud^ lugleic^ eine innige ^Bereinigung 
ber alten geifilic^en ®tto(ät unb Ui reDoIutioncIren @taai 
Ui teKjogen t^orben fe^? 

& nnntn Sonceffionen beiber S^ile; i^nen $ttm £ro$ 
blieb ein )eber auf feinem principe beharren. 

2)er 9le|iaurator ber f at^oßfc^en Äirc^ in granf reid^ 
trug unmittelbar barnac^ bcd ^eifie ba{u bti, baf bai 

1) Lettera apostolica in forma di breve bei ^tflolcft: Vita 
di Pio VII, tom.-I, p. 143, mit einer burc^gangigen ©ergtei* 
*un9 ber ^rbweic^ungen ber ^nmaüoti, mt fte in granfrei* ge» 
f*a^ 

14* 



212 Sbu^ VnL &p&tttt <lpo^tn. 

({olje ®eMttbe ter bmtl(ätm S^Mft cnUic^ t>oOtg umg^ 
fällst toitrbe, i^e SBff{$t^timer ttnb Jg^errfc^ftm an hk 
mUtiäjtn %&t^i 9(d(^i>te( 06 an He proteflantifc^n ober 
fat^tfc^en; gefongtm. 9(m romifc^en JSH>ft umr man bo}[h 
peft unb bretfac^ betroffen. f/Stad^ ben alten 2)ecreta(en 
^abe bte .fte^erei ben Skrlnfi betauter na^ flc^ d^togen/ 
ie^t muffe bte Sttväft {uferen, baf t^re eigenen ®&Ut an 
bte Äe|er Derl^ettt tmbm.'* *)• 

Unb tnbe^ t^ar awi) für ^falten ein (Soncorbat im 
@inne be^ franiof{fc^n enftoorfen; ber ^apf{ mu^te auc^ 
^ier bm fBerfauf ber getf{(id^en @stter sene^mtgen/ bie 95e^ 
fe^ng ber @teDen ber mlüiäfm ©malt ilberlaffen; ja 
bteffm tteberetnfommen tvurben fi^Ieic^ fo Diel neue bt* 
f^rdntenbe S5efltmniimden etnfeitig ^injitgefiise/ baff ^tttö 
TU. unter btefen Umf{dnben ftc^ n^eigerte ti jn public 
ciren *). 

aSor aDem aber machte 97af>o(eon in ^ranCreic^ felbfi 
bte 9lec^te ber ©taat^getoalt gegen bte ^rd^e anf ba^ eif« 
rts#e geltenb; bie S>ecIaration t>on 1682 betriui^tete er cdi 
ein ®rmtbgefe$ be^ DZeid^e^, unb tit^ fte in ben ©deuten 
erldtttem; au^ er moKte feine @eta6be/ feine 0S6nc^; bie 
SSerorbnungen iiber bie (£^f mld)c für fein börgerlic^eä ©e^» 
fegbuc^ angenommen tourben/ n>iberfiritten ben fatboßfi^ 
^rincipien ober ibre facramentale SSebeutung; bie organi« 
fi^en 9(rtife(/ bie er bem Soncorbat Don aUm Sinfang ^im 
{ufugte, Omaren burd^au^ in antiromifd^ @tnne. 

1) 3n(imctton an einen 9luntm« ju SSBten — leiber o^ne ©o« 
tum, n>aM<b^inIi4^ t>on 1803 — Ui ^öunou: Essai H, p. 318. 

2) Coppi: Annali d'Italia fom. 111, p. 120. 



jttö Ut ^opfl tro$ ade bmt f!(^ etiffdSflof , attf Me 
Sgiiten M Xaiftt^r Abtt bit SUpett {u ge^n unb i^n {u 
froneti/ fo tt^ar fein t>ornei^mf{er ^bmtsgmnbi bc$ tt, t9it 
Diel ober n>k rnentg man nun ancfy tH>n ber fir(xn)5ftfc^n 
@etle baju beijetnfgen ^ben ma$, ffc^ mit ber JS)offhun0 
f^meic^tte „ettiMJ }um Sortfieü ber FatMifc^ ^fc^< 
au^Surtc^ten, iai angefangene Sßerf {tt t>0Oenben'' 0« <& 
rechnete babet auf Un (S)ftf(ufl i^erfbnfic^er Umerrebungen. 
€r na^m ben SBrief Jubtt^lg« XIV, an 3nfiocen§ XIL mir, 
um JRapoIeon {u überzeugen; bafi fc^on biefer Sthnis bit 
3)ec(araeton wn 1682 toteber ^aht faffen (äffen. 

aber t0U fe^r fa^ er flc^ getäufdlft. ©(eid^ bti bm 
3(c(e ber Xrbntmg na^m man cm t^m eine tiefe ^elom 
^olie n>a^r. 93on äffe bem wa< er tt^dnfc^te mb Uäb^ 
fle^tigte^ erreichte er nic^t ba* 9Rinbef!e. 3a tbm bU^ 
n>ar ber ^dmenf/ in welchem fk^ bie Slbfii^een be^ SaU 
fer^ in wUm Umfange tnt^&Utm. 

SM^ conftftuirenbe SJerfammhtng ^tee^ft^ Mn bem 
^pji Io^surei|fen gefuc^C ba^ !Direc(oriimf:4de^e i^n ja 
t>emi<!bten gen>unf(^t; Sonaparte^^ @inn n>ar/ i^n }u be^ 
Ralfen; aber iug(eid^ i^n }tt unterjoc^n^ i^n {u einem 
3Berf)enge feiner Slffgcmalt {u mac^m 

£)^ne Umf(^n)eif erf(4rte er )e|t, er fep, tt>ie feine 
!8orfa^en t>on ber {tt>e{(en unb brieten ^t^naflU, ber M^ 
tefte @o^n ber 5(iri^e/ ber bai Sc^mrt fü^re um fle {u 
befc^u|en, unb nic^t hilben Hmtf b4# fle mit Xt^ixn 



1) Alloeatio hal»ta in consistorio seereto 29 oet. 1804. 
3talienif4 bei ^t^oleft: Vita di Pio VU, tom I, p. 193. 



214 Sbn^ Vm. &piutt e^oc^in. 

obfr &dfiimatiftm, tote bte fRuffm mh €nsldnber, in @t-^ 
meinfc^fi^ ({f^. 93efonber^ liebte er e^/ fic^ atö ben iRac^ 
fo(ger €ar(^ be^ ®roflen {u betrachten. & na^nt an, ber 
Xir(^nf{aat fep eine @c^nfung €artö an bm ^p(f, aber 
eben barum ßeae biefem bte SSerpflic^tuns ob, fi(^ nic^t 
wn ber ^olitif be^ ^atfert^umj ju trennen: auc^ er n^erbe 
ba^ nic^t bulben 0* 

S)er ^apfl toar erf{aunt aber bie Surnnt^ung, bte 
Seinbe etne^ Sinbern ali feine S^tnbe betrachten su foOen. 
€r ermieberte, er fe^ ber aDgemetne J^irte, ber Sater Slffer, 
ber S)iener be^ Srieben^, fc^cn eine folc^e Sorberung er^ 
fttOe i^n mit Sntfe^en: „er ntuffe Slaron fepn, ber ^ro» 
p^te @otte^, nid^t ^madi beffen J^anb toiber 3^berniann 
unb S^bermannd Jg^anb toiber il^n.'' 

iRapoleon aber ging d^xciMwsS auf fein 3iel (o^. 
€r (iep 3(ncona, Urbino befe^n, nac^bem fein UttimaUmi 
n>orin er unter anbern bie (Srnennung mci S>ritt^eitö ber 
Sarbindie in ätnfpruc^ nafftn, Dern>orfen tt>ar, feine 2:rup'' 
pen nac^ fKem oorräcf en : bie Sarbindle , bie i^m nic^t Qt* 
wogen toaren, tourben oermiefen, {meimal ber ©taat^fe» 
cretdr Ui $apf!e^; ba aber alTe^ bicß feine ^irfung auf 
^iuS VII. machte, n>arb auc^ feine ^erfon nic^t gefc^ont; 
auc^ er marb aui feinem ^adafl unb feiner Jg^auptßabt ab-^ 
geführt. €in ©enatu^confult fprac^ bann bie aSereinigung 
be^ Atrc^en(iaate^ mit btm fran}bftfc^n Sieid^e au^. 2>ie 
loe(t(ic^e @ouoerdnet4t nnirb für unt>ereinbar mit ber 9lu^« 

1) Schoell ArcbiYes historiques el politiques 11 et III etit« 
galten bte ganje Sonefponbe») ber p^Üd^tn »nb faiferli^ien SXegie* 
rung m bieftr ^^o<i^e. 



9teDo(ution4re< $titaUtt. 216 

d^ttttg seifilk^er Qm^wau etfUrt; ter ^(i fofftc in 
Sufunf^ auf bie i^ier gadicamfc^ @% f^tmüc^ t^erpflic^ 
tet mxbmi er fodte (Stnfunfte aui (tegenfcen ©runNn 6e^ 
ite^en, ungcfd^r wie ein Se^erttrdser beel Sieic^e^: btt ^aot 
iDoIIte i>ie Sofien Ui SarbinalcoOegtum^ dbertie^men 0* 

(iin ^lan, wt man fte^(/ Ut bit gefammte {irc^ß(^ 
®ett>alt bem Dietere untemorfen nvb fle n>eniaf{en^ mittel« 
6ar in bie Jg^dnbe bei Xaiftvi ^tbt^t ^abtn t^&vbt 

SBie tooOte e^ a6er gelingen , tva^ bod^ nnerldfllic^ 
tDati onc^ ben ^apf{ (ut einmiOigung in biefe J^tabto&Xf 
Mgttttg Stt t)ertti6gett. ^inö VII. ^atte ben legten SRoment 
fetner Srei^ie bentt|t/ um bie (g^rcrnnmunicafion du^{tt» 
fpred^. €r öerfagte ben S5ifcfr6fen/ bie ber Äaifer er* 
nannte, bie canönifc^e Snjlimtion. Slapoleon mt nic^t 
f0 t>€!ttlomnten J^rr feinet S(eru^, baß er nic^t ba(b t>on 
ber einen, balb t>on ber anbern, au^ tt>o^l t>on ber beut« 
fd^en ©eite ^er SÄncfwirfungen ^iet>on empfunben ^4((e. 

3iber eben biefer ©iberflanb biente julelt bj^n, Un 
^ft jtt öbertpdlrfgen. ®ie gotgen batjon fielen bem 
fir^lic^en Ober&att}>ee/ bai tin SRitgefu&l mit bem innern 
Sttflanbe ber Äirc^e ^tttf um t)iele.^ fc^merjlic^er ali bem 
Wltlic^en, bm \a bie geifWic^n S>ittge nur ein SRittel ber 
SKac^t waren, in flc^ felbfl gleid)güWg. 

3n @at)ana, wo^in man bm ^apft gebracht, war er 
einfam, anf ftd> felbjl befdjrdnft, o^ne 9la%cber. 2)urd> 
teb^fte unb fafl übertriebene aSorjieaungen , loon ber 58er* 
wirrnng ber Äirc^e, tt>elc^ feine SBerweigerung ber 3m 

1 ) Thibaudeau : Histoff« de la France et de NapoWon. Em- 
pire tom. V, p. 221. 



216 söudf vm. epitttt €po(^cn. 

(HtttfiM nod^ fUtf {ie^, mA Ut gute aRci# loirfiii^ 
t)ennpc^(; o6t9P^( ttiiter (tttetn €Mrmct{en unb ^efügm 
@ttiviben, bitfti tJUd^t iod^ eigmttic^ auftuge^m. 3>etm 
t9(tf ^ei^t a axdbai, wm ttti bm ^ttt^litmtn übtt* 
txigt, fo oft a(^ er fet6f{ ott^ dnnn anbcm @ntnbe äÜ 
tocgtn perfitUtc^ Unwärbtsfde (inger a(ö fe^^ 9)?onat 
t&gcre ti avaivi&bctu & M^tc^me auf ein dU^t, t9orm 
bod^ in SBa^r^t feine b$te ftBafe befionb. 

SUfein bai toar no(^ nic^t aOe^ wi man ton i^m 
tooOte. 3n nndebnlbiget €Ue/ bie feine f &rperlic^ ©c^ohu^ 
^i( no(^ t)ernte^e, f&fyctc man i^n nac^Sontaineblean: ti 
f6l$tm neue SSejtönmtngen/ bie bringenbfien 3(nffbrbemnden 
btn ^rieben ber j(irc^ ooOfommen ^{ufieaen. dnbU^ 
gab ber ^p^ aadf in ben übrigen; btn entfc^benben pwH^ 
tm nad^. (£r toißigte ein, in Srantreic^ {u refibiren; bie 
toefentnc^({en ^(Hmmnngen |ene^ @enattt£confuIt^ gab er 
in. 2)a< €oncorbat t>on Sontainebleau — 25. ^mnat 
1813 — ifl in ber !ßoran^fe$ung abgefafft, bafi er nid^t 
toieber nac^ tHom {urädfe^ren n^erbe 0* 

fSa^ niematö tin fr&^erer fat^olifc^ Silrf{ and^ nur 
emf{Ii(^ in %bfld^t ju faffen gen>agt fyittt, toav f^imit bem 
Siutofraten ber 9let>o(tttion totrflic^ gelungen. S)er ^pfi 
toidigte ein, fic^ btm fran^&fifc^ Sleic^ {u nnfem^erfen. 
(Seine ^ntotitiit todre auf aüt Seiten ein ^ertjeug in ber 
Jg^anb biefer neuen S>9naf{{e getoorben: fte ^ttc ben innertt 
®e^orfam nnb bie SSer^dimiffe ber 9(b^ngig(eit ber noc^ 

1) Bart. Pacca: Memorie storiche del ministero de^ dae 
▼iaggi in Franda etc. p. 323. i&iftor{f<<^ |)onüf<l^e Settf^rift 
I, IV, 642. 



dtt^tiutUKittt 3eica(tet. 817 

nid^t tmum^tfnm ^ütotm {u ^efHgen geblcnf. 3ti fo« 
fern toiirbe 6a^ ip(q>f{^ttm in bit @tefltms {uräcfdefoim 
men fe^tt/ in bie e< unter bnt betttfd^n i^otfem in bcr 
SuOe t^ret ^a^t, tonte^mltc^ unter beut @aUer Jg^ein^ 
rtcfy IIL gerat^en toav. W>tt noc^ bei toeitem fc^tperere 
Seffeln ^itte e^ setragen. 3n bet aRoc^, bie ben ^f{ 
je^t be^enfc^t ^tte, la^ ttwai, bo^ bem g>rincipe ber 
^ttd^ n>ibetfpra(^; fle nnir bod^ im @runbe nur eine onbre 
^etamorj^fe jene^ ®e{f{e< ber f ird^Ud^en 0t>)M)fttiDtt/ ber 
fid^ int a^tffi^ntin ffa^r^unbert entwickelt ^otte; unb eine fb 
ffarfe Jg^inneigung {u eigentlichem Unglauben in fic^ trug. 
S>iefer feinbfeligen ®ettHiIt n>4re iai ^(kpfit^vm untert^er» 
fett get9efen, mb bei i^r ju Se^n gegangen. 



^[ebod^ e£ tpar nid^ befHmmt; bafi e^ fb toeit fom« 
tnen foOte. 

3(tö fl^ ber ^p^ in ber (Sinfamteit feiner eefongen^» 
f<^af^/ tt)o ifym feine ^nbe ber SBeltereigniffe jufam/ enb« 
li^ bett>egen liefl ftc^ ju beugen^ tDor bo^ getvaltige SReic^i 
beffen ^ierarc^ifc^n ^ttelpunft er auSma^n foUUf fc^on 
in feiner legten/ grb^len Unternehmung/ gegen 9lu|IIanb; ge« 
fc^tert; unb burc^ aUt bie Solgen / bie barau^ entfpron» 
gen, in feiner Sief^ erfc^iittert. Suropa faulte bie bei^ 
näfyt aufgegebene Jgwffnung flc^ ju befreien. 3ltö ber 
^f{/ ju bm in Solge feiner Untemer^ng einige SarM^ 
ndle {urddKe^ren burften, Don biefl^rSage ber 3>inge nth 
terrie^tet toarb, fe^rte bcii tSertrouen auc^ in i^m {uru(f : 



218 Sbn^ VIII. &piutt ^p0d^tn. 

er athtnttt loieber auf: jcbtn gortfd^^ritt itt vctlyinitUn 
dKdc^ f&W^, er M einen 3(ct ber Befreiung. 

9iti ^ ^reufien er^6, furj baxanf mö)bm btt %uf* 
ruf bti Sthnißi crfdj^teoen/ ttmmnU fic^ ^iui YIL {u 
einem SSitotttfe iene^ €oncorbaee^.; — ali ber Songre^ 
tM)n ^rag Mrfammelt toat, toa^tt er fc^on feinen fblid 
öfter bie @ren{en M fütidtii bai i^n umfaßt ^iett, jn er» 
^etot; unb feine SRec^te beni ^atfer Don Oc^tiäf in &^ 
innerung {n bringen. Sloc^ ber @(^(ac^e bei Seipttg ^fte 
er tDieber fo toid 3ut)er^t/ bafi er ben 9(ntr(^/ ben man 
iftm )e$t madl^te/ i^m fein £anb jum £^t( {iiritcFittse&en/ 
Don ber J^onb n>ie^; — nac^bem bie aSerbünbeten aber 
bm Sl^ein gegangen, ertldr^e er, nic^t me^r unfer^anbeln 
}n n>o0en, e^e nic^t feine DoIIfommcne 4>erf{eaung erfolgt 
fep. Sluf bai rafcf^efte entmicfeben ftc^ bie (Sreigniffe; alg 
bie 93erbtlnbeten ^ariä eroberten, UHir er bereite an btn 
@ren}en be^ Airc^enftaateö angelangt; am 24. sg^ai 1814 
{og er mieber in 9{om ein. & befam auc^ bie Segatto^ 
nm iuv&df bie er noc^ nie befefen: ade iKrjogten gurflen 
vm i^n ^er feftrten n>ieber: eine aOgemeine SBieberbrtn» 
gung fc^ien einjutreten. 

(ii liegt aber am Sage, bafi bie innere ©d^mng ber 
®emilt^r, bie fo tief eingebrungen nnb fc^on fo lange 
^errfc^te, bamit nic^t beruhigt fe^n (onnte. 2>ie (legrei« 
c^en SRdc^te b<^tten n>eber Steigung noc^ Sd^igfeit, 9}or^ 
mm für bie poUtifc^en, gefc^meige benn für bie religi6fen 
€inri(f^tungen ber tokbtt ^ergeftedten Qtac^ttn feßjttfe^en. 
Sittc^ i({ bie fat^olifc^e 9ße(t, mit Slit^no^me einiger beut» 
fiftn Gebiete, in unoitfi^rlit^er fiurmife^er @d^mng ge» 



9tt«o(iit{on4re^ 3e<ta(ter. 319 

6(le6nt. 9(iif ber pj^xeniifätm ^albin^l itnb 1^ Co(o» 
itten, ttt 3t<tlt<n; ben Atrii^enfbiat ntc^t au%nommen, in 
Sranfrei^; SSelgien, 3^(attb, ^olen i(i me^r ali einmal 
bte gan^e drbnmtg bor 3>inse in Srage gcftcae tporbm; 
itnb unter btefrn S^enKsiuiam gibt ej ttH>^I feine, bei 
ber nic^t reltgtofe ^otiDe mitgemirft ^ittmi ober boc^ 
fofiMt {ur ®prac^e gefonimen toixm. Stuf ber einen (Seite 
^t man bie altt Xiväft mit i^ren |>o(ttifd^en f6tttö)H* 
gungen tDieber aufzurichten / ^efutten, 3n<(uifftion t^ieber 
l^ertufieKen sefu(!^t: auf ber anbern ^t man nun erfl m* 
gefangen bie Stlh^tt auftu^ben, bie geifHid^en ®ilter §tt 
toerfaufeu/ bie 9lutorit4t bti ^pflti anjugreifen. 9Bir 
nehmen nid)t m^r, bafi ber rbmifc^^e J^ einen tt>efent« 
iic^n unb toirffamen (Sinflufi ^iegegen auszuüben Der* 
mb<^te: fd^on genug ; baff man mtäs^tni bi^cv noc^ 
tu feinem entfc^iebenern Slbfad ton i^m gefc^ritten if!. 

^ßobin tourbe e^ aber gefommen fe^n, u>enn nid^t 
bie nbrbiic^en pMä}U, bie benOieg erfoc^en, ®]berf{anb 
geleitet; unb bie allgemeinen !8er^d(tniffe, auf benen pu 
le^t aUei beruht, aufrecht erhalten ^4tten. 

9infi mm if{ ba^ g)apjlf^um in eine fe^r fonberbare 
ber fird^Iic^n 3bee, t)or aOem ben 9$e({rebungen unfVer 
9lef{aurattcn^epod^e miberfprec^enbe SteOung gerat^en. 

2[n ben anbert^Ib Sa^r^unberteu; bie t^ir ^ter in 
fur$em Ueberblicf jufammengefafft ^aben, i|{ ti unaufl^br» 
(i(^ befdmpft/ beflilrmt, in feiner @ett>a(t befc^rdnft; enbi» 
(ic^ fogar bii na^t an eine t>oafommene ttnfertt>erfuttg, biä 
im €inn)iaigung in feine S)ien|lbarfeit gebracht tt>efben: 
noc^ Unit tft e^ |eben 9(ugenbti(f bebro^t unb mit ®tt 



320 9)uc^ VIII. e)>&tife e))o<^en. 

fa^en tttttgebctt. SEBer |!ttb bi</ tiK^K ^ ar^reifen? €^ 
ftnb aOetn bie ^ffat^oltfc^ ^ glitibigen fel6fl. S>ttrcfy ft^ 
ttm aSerfatt ber ref{aurirtm .ftk^/ bcr f{(^ m ber imi^ 
ttn J^lftt be^ f!(6{e&nten ^a^r^utibertö <rfennen lief, t(l 
im @c^Doffe berfel^cn eine Sntitveittng ^etDorgemfen wou, 
Utif bie feiebem in immer tx>teber^o((en älu^briic^en bett 
Ober^irfen befc^4fitist unb bebrdngt SBer fyit bagtfim 
bai ^apfie^um t>on je^r st^^t, i^m feinen fKidHÜ 
gegeben, e^ ^uU^t ati^ offenbaret ^e^ft^afi befreit? <gä 
i({ i^tmer eine ^ßminiQum <tller S3efennmiffe gettKfen/ ^r« 
t^orgegangen au^ )>DUtif(^en @ef{c^(^)mnften, aui SBiber^ 
tDiffen gegen eine bie allgemeine Sret^ett gefi^rbenbe Ueber^ 
mad^t SBir fo^en, m toelc^e @taatm ffc^ 2htnocent XL 
in feinen @ereidgfeieen mit £ubmig XIV. anfcfytof. m^ 
bie 3efuiten t>on ben bourbonifci^en ^&fen bem Untergange 
gemeint maren, fanben fie im SRorben, in SKuftonb unb 
^xm^m ®nabe itnb @c^tt^; ba$ ftd|^ bie ^bfe im ^a^re 
1758 9tt>ignonö nnb ^net>ent^ bemdd^tigten, braute eine 
p^Mfift älttfregung in <£ng(anb ^or. SRiema(^ aber ifi 
bief S}er^4(tnif großartiger ^eroorgetreten atö in ben (e|« 
un Sreigniffen. <S^ »ar ber S3unb ber t>ier großen SKdc^te, 
be^ fat^oUfc^en Oeffreic^ mit bm germanifd^en $rotef{an^ 
Un bentfc^er unb anglicanifc^r €onfefflon unb Un grie^ 
c^ifd^i» gläubigen 6Iat)en, burd^ tt>elc^en ber ^ap(l in fei«? 
ner größten SBebrdngniß errettet, unb in feine gei^Hc^e 
toie feine weltUd^e 3(utoritdt toieber^rgeiielft toorben ifi; 
auf ber jDrbnuog ber 2>inge, bie in .ben Seiten i^reö @ie^ 
ge^ flc^ gleic^fam t>on felbfi einführte, nnb bie feitbem er^ 
^ten toorben ifi, beruht feine heutige ^beutung. 



stt^ütutionitti StHüUtt. an 

J^ieburd^ ift mn ttot^wertM^ in hm ^Btt^tnif M 
^(kp^nmS }it bm froteflaniett/ mtdj^ txni in btcfntt 
SBoc^e Ufä^&fü^t f^t, eine a6fd||(iefenbe aSetdnberund tin^^ 
getreten. <S^ ^at fic^ stHä^am gerec^efertisf/ baf ^ul III, 
Urban YIII. in ben gefd^rlic^fien ^mnenten, bie ber ^ro« 
teflanei^mu^ {u beffe^n ^atte, i^m n^eni^ßen^ mittelbar 
ju Jg)ü(fe gefommen ftnb. SBie (6nnte ber r&mifc^e @ttt^( 
aber )e|t baran benfen, ben Stic^tfat^oHfen einen emftn« 
c^en ^ieg jn mod^n, nac^bem fte einen fo groflen 3lnt^ 
boran genonmien l^n n>iber bie ret>o(tttion4ren Senben^en 
aufregt {u er^Iten. Obtoofyl bie Slatar biefer fßer^Itnife 
DieOeic^t nic^t in jebem Singenblicfe ba^ S3etottf tfein erfilfft, 
fo be^errfc^en f{e boc^ bie Sage ber 9Bett. 2)er ^pf{ ^ 
tnit ben |>ri>te^antif(^en S^rfien nid^t anber^ €oncorbate 
abgefc^teffen aiS mit ben fat^olifc^en / nnb i^nen fird^Hc^e 
SSefugniffe eingerdumt. Xam bod^ fc^on feine enttiveiuns 
tnit ^apoUon inniäfft bo^, baff er fic^ nid^t entfc^tie« 
fm t0onu, miiifytn semeinfc^ftK^e @ad^e n>iber ba^ pro« 
UftanüfiSft Cnslanb {u machen. 3luc^ unter bem proteftam 
tifd^en ©cepter tt>o^nen bie ^Rat^oliten in todfontmener ®i« 
d^eit, ®tattben^fm^it unb gleid^er SJerec^tianng. 2[n 
Sngfanb, n^o bie ©taat^Derfaffung urfprüngHd^ auf bie 
att^f(^ße0enbe Jg)errf(^aft ber $rotef!anten gegrilnbet i^, 
^t man flc^ enblid^ {u ^obificationen in biefem Grunb«. 
fa$e t)erfle^n muffen- 2)a0 bie reßgiifen SReinuns^Der« 
fc^ieben^iten nid^t me^r ^imn fo DoOfidnbisen (Segenfa^ 
in f!c^ fc^Iieflen n>ie e^ebem, if! m Moment ber SJBelt^ 
entn>i((elund/ ber bie|l debieterifc^ er^eifc^t 0- 

1) (Eml ber vorne^mßen SRotive ^^Hti M feinen Cmoncipo« 



222 Sbndf VIII. ei>4ure ^podftn. 

9lva hitfm aSer^totiffin, bicfem ®w(t^ bn S>ingt 
ge^t ahit and) fc^on eine t^ettere SBa^me^mung ^rt)or. 

Skt %titU t(i d^^I^fRn: &te Umfl^be ^6eit i^n 
^eisefu^e. 9ßa(^ ber ^trac^tung ber ial^unbertfom 
gen €nQtt>etung^ n^elt^ bk @ee(e mit @c^mer{ erfäSt, 
er^ftt fie ftc^ jur 9(tt^ftc^t ber aSerfi^mtng/ be^ Scr« 
fldnbniffe^. 

aBie ifi; t^enn nic^t iihtvaU in ben Od^ulen/ boc^ 
bef{o unstt^eifel^fter im {eben, bie J^tigfeit ber (rudern 
^olemit {nrurfgeti^id^n, aufgegeben tt>orben! — 92i(^t 
burc^ blo^e ®(eic^gtU(tg(ett i|{ e^ gefc^e^n: ti n>dre ein 
^rrt^urn. bie^ anjane^men; e^ ifl attgenfc^inlic^ , ba|l 
man auf beiben @eiten angefangen ^at; immer betoufiter, 
einbtingenber, freier tM>n bm Seffeln befc^rdnfenber Süv* 
c^nfbrmetn auf bie endigen ^rincipien ber eckten innern 
Sleligiefitdt {urädE }tt gebn. ttnm6giic^ (ann bai t^nt 
gotgen bletbm. S)ie Dollfommenere 9ltt^f)img be^ ®d^ 
füg '^ pof!tit>en, bad aBen formen )u Grunbe liegt, ntib 
burc^ feine in feinem ganjen ^^(te au^jufprec^ tt)dre, 



tton^t>erfu<!&en. M^Pitt is conviaeed, l^et^f e4 in feinem @4r(t# 
hm an ©ecirg HI. — 31. San. 1801 — that tbe grounds on 
whlch tbe laws on exclusion now remaining were founded, have 
long been narrowed, — that tbose principles, formerly beld by 
the catholics which made them be considered as politicallj dan- 
gerouSj habe been for a course of time graduallj declining, — 
that the political circumstances under which the ezclusive laws 
originated, arising from the conflicting power of hostile aad 
nearly balanced seets — — and a division in Europe be- 
tween catholic and protestant powers are no longer applicable 
to the present State of things. . 



^t^otuthn&tti $titalux. 223 

ntttfi ttfblidf aUt %mi(tÜdUttm in einer ^ft^eren €im 
^t t>erfD^nen. Sluc^ ben Unglauben mufi fte ubemim 
ben. ^n bem ^inber n>efentlid^en mit unbeugfamer @tanf 
^eit fef^iu^alten n>urbe benfelben unaufhörlich auftoecfen: 
bem lebenbigen €^ri({ent^ume in freier 2)arf!e0ung - tann 
er auf bie fdnge nic^t n>iberf{e^n. Ueber ade @egem 
fa^e ergebt ftc^ bie Sin^eit eine^ reinen ntA batum {tU 
ntt @ac^e nid|^t minber fiesem ©otee^bemuf tfepnö. 



^^ n i) a n Q. 



SBer^et^rnff ber bentigten i^anbfc^riftett; naifM^lidfc 
3(udjüge unb frittfc^e ^Semerfungem 



fJÄPfle** 15 



Srjlev 2f6fd^nfct. 
S3tö jum tnbentmtfdjett Qoncilium. 



1. 

Ad S. D^A Nostrum Pontificem Maximum Nicolaum V confor- 
matio ctirie romane loquentis edita per E. S. oratorem 
Joseph. B. doctorem cum humili »emper recommendatione. 
(1453.) Bibl. Vatic. nr. 3618. 



a 



ine ^tage {thtt bte befannte 9erf(f^n)&rund (Bttpi^an ^orcati^, 
Ut tixAt gerabe nd^ere 92ac6nc^ten üUr btefelbe mitt^eiit, aber t>oäf 
einige Momente ber £age ber £)inge ^ur ^nfd^auung brinat ^m 
mal: xooranf bie S3auunterne^mungen ^Zicotau^ V. por^uglicif^ ab« 
Streckten: 

Arces fortiOcat muris turrimque superbam 
Extruit — — — ne quisque tjrannus ab alma 
Quemque armis yaleat papam depellere Roma. 
SBie oft ^aüm fr&^ere ^dpf!e tl;re (ötabt vcrfafTen m&ffen. 9lico? 
lausf hanUf um fiö) gegen innere unb dunere Seinbe »erf^eibigen ju 
f5nnen. 

Semer ha^ 'SlJcrWItnig tton Ütom ju anbern italienifdben (Sfdbten: 
— — Si tu perquiris in omnibusillam (libertatem) 
urbibus Italiae, nullam mihi crede profecto 
iDTenies nrbem quae sie majore per omnem 
übertäte modum quam nunc tua Roma fruatur: 
omnis enim urhs dominis et hello et pace coacta 
praestita magna suis durasque gravata gahellas 
soWit, et interdum propriam desperat habere 
justitiam, .atque ferox violentia civibns ipsis 
saepe fit, ut populus vario rexatus ab Ulis 
fasce suh hoc onerum panper de divite fiat^ 
at tua Roma sacro nee praestita nee similem Tim 
nee grave vectigal nee pondera cogitur uUa 
soWere pontifid ni hamiles minlmasque gahellas: 

15* 



228 Inamdiones Sixii IV 1478. 

praeterea hie dominus tribuit justissimus almam 
lustitiam cuicunque suam, violentaque nuUi 
infert: bic populam prisco de paupere ditem 
efficit, et placida Romain cum pace gubernat. 
dv Derbenft H ben fKbmmi, ha% fte nad^^ ber aitthmi^dim Srel^ett 
Uad)ttn. ^ndi if ti o(^ne 3n>^tf^l ge^r&nbet unb f^at $u ben €r^ 
iDerbungen be^ ^ird^iiaatti viel betgetragen ^ baf bte pdpfllid^e 
(Detroit milber n)ar ald bie ^errfd^aft fldbttf^er iDber^dupter. ttnfer 
9utor ftnbet ben SBiberffanb ber ^hxQtt ^fgen bie ^irä^t umtn 
jei^Iic^/ bie ii^ntn fo viel geiWct^e unb ipeltltd^e ®ikter gen^df^re: 

quibus auri copia gtandis 
argentique ferax aeternaque vita salusque 
iproTenit, ut null! data gratia tarn ardua genti. 
©em ^apfl wirb ber diati) geaeben, ftc^ noc^ me^^r ju befefijgen^ 
nie of^ne 300 S3en)afFnete nad^ St. ^eter ju ge^n: hahti aber auc^ 
nad^ ber iitht ber. (iiüwof^net )u trauten: hit Ernten }u unter# 
^^m, befonberd 9(rme oon guter ^erfunft, ,,Yitam qui mendi- 
care rubescunt^^; 

— succurre volentibus artes 
exercere bonas, quibus incljta Roma nitescat; 
wai nun S^licofau^ bem V. fc^erti^ 3^(**9t ^^ votrhm brauchte. — - 
Uebrigend ifl Mon in ber Vita Nicolai V a Dominico Georgio 
eonscripta Romae 1742 p. 130 unfern SBerf^^end gebac^t. 

2. 

Instructiones datae a Sixto IV RR. PP. D>^« J. de Agnellis 
protonotario apostolico et Ani« de Frassis s. palatii 
causarum auditori ad M. Imperatoris. ] Dec^ 1478. 

Bibl. Altieri VII. Gt. 1. 99. 

^ie dtteffe Snfiruction, meldte ntir unter ben ^anbfd^riften bie 
%6) fa^ vorgefommen ifl. @ie fdngt an: ,,Primo salutabunt Se- 
reniftsimum Imperatorem.^^ 

^m 26iien ^pril 1478 n)ar ber l^nfatt ber ^a^^i auf hU QJ^e« 
bici ^efc^ef^en. ®an^ Italien »ar bar&ber in S3en)eaung. ^^Ecde- 
siajusta causa contra Laurentium mota, clamant Yeneti, clamat 
tota ista Uga.^^ 

^ie ©efanbten fotten ben ^aifer t>er:^inbern einem gen)tffen 2Fa^ 
cob be ^ebio, ben bie ^ene^ianer an btn faiferUdf^en JpojF abgeorb» 
net; Glauben bei^umeffen.^ 99 ^st magnus fabricator et Cfetensis: 
multa enim referebat suis quae nuncquam cogitaveramus neqne 
dix^ramus.^^ Sie fotten ben Äaifer um feine ^ermittelung hitttn, 
;Der ^6nig t>Dn Sranfreic^ i^aht fte angeboten^ aber ber ^ap]! mbä^U 
biefe a^xt lieber hm, ^aifer ^utt>enben. „ Velit scribere regi Fran- 
ciae et ligae isti, ostendendo quod non recte faciunt et pa- 
rum existimant deum et Honorem pootificis, et quod debent 
magis favere ecclesiae justitiam haben ti quam uni mercatori, 

2ui semper magna causa fuit quod non potuerunt omnia con- 
ci contra Turcum quae intendebamus parare^ et fuit semper 
petra scandali in ecdesia dei et tota Italia,'^ 



RelaiUme di Polo Capetto 1500. 229 

!Die ®aäit war f&t ben $ap(l van fo Qifii^vtidfw, ba man U* 
abftci^ttgte/ feinen tDcltltc^en ^nmafungen mii einem Soncilium ju 
begegnen. ^,Petunt cum rege Franciae, concilium in Galliis ce- 
lebrari in dedecus nostrum.^^ 

Riebet erinnern wir und an hm ^erfudt^, ben man einige 3a|^re 
fpdter allerbingd mochte, m (Eoncilinm ju (Stanbe ju bringen, ©er 
^rjbifc^of )>on ^f raina ]()at fidf) baburc^ tintn gewtffen 9camen er^ 
iDorben. So^^ann t>. ^fiöer l^at bemfelben in Um fünften ^anbe 
ber ©cft»eijergefAid)fe iin paar (Seiten geroibmet (p. 286). — Sflur 
tritt in biefer iDarfieflung t>it weltliche ^eranlaffung nid^t genu^fam 
^en)Dr. ©er ^arbtnal ^nbread mar nic^t fo gan;^ geif}lid^, wie ed 
bei ^Mer fc^einen fotfte. ©ie ©efanbten t>on S^oten^ unb ^at» 
lanb fuc^eti i^n in S3afe( auf; fte fommen im iRamen ber ^efamms 
tm 2i^a, bie n)iber (Bijrtud im Selbe flanb. @ie ftnben in if^m^ 
wir ^aben it^ren ^mä^t, gro^e Sßelterfa^rung (gran pi>alica et ex- 
perientia del mundo ) — unb einen heftigen $ag iDtber ben ^apü 
unb beffen 9leffen. ,,£ huomo per fare ogni cosa purche e^ tuffi 
el papa e^l conte.^' @. Baccius Ugolinus Laurentio Medici 
in Basilea a di 20 Sept. 1482 hii Fabroni Vita Laurentii, II, 
229. 38ir fetten; ei ift fd)on bit^ eine cjeifllic^e Cppofi'tion ber 
Stkrffen ani n)elt(id)en 9t^cfftdbten. ^ud? fte i)aitm geifilicbe !ffiaf« 
fen vmb festen fie bmtn M ?Japfled entgegen. 

3. 

Relatione fatta in pregadi per Polo Capello el cavalier venuto 
orator di Roma 1500 28 Sett. ^rt^it) )u SSien. 

iDie erfle SKelation eine« t>enejianif(ften ©efanbten Aber ben jpdpff* 
li^en ^of, bie idi gefunben. 3n hem »ene^^ianifd^«« Strd^it) ift fie 
nid^t ttorj^anben; ed fd^eint, alö fe^cn bie SKelationen bamali no^ 
md)t fd^rtftli^ eingegeben morben. @ie ftnbet fid} in ber @!^ronif 
bed @anutO/ Ui htm badjenige ^ber^aupt ver^eici^net i9, toai in 
bmi @enate, ben ^regabi, vorgetragen würbe. 

^olo dapetto verfpridjt von vier (3tii<fen ju l^anbeln: ben 
ßarbtndlen — bem ^trWtni^ ( disposition ) M ^apfiii ju bem 
Ä5nig tM>n Jranfreic^ unb ju ^enebfg — ben 5(bfi<ftten (el desi- 
derio) @. ^. — »on bem xoai ftd) »on iftm erwarten laffe; 
aber mie biefe <5int:&eilung nid^t eben auf fel)r genauer Unterfc^ei* 
bung beru^^t, fo f)Mt er ftd& auc^ nicfet baran. 

dr bemerft t>orne^mlid?, ha^ weber ??<nebig no4^ Sran!rei(i& 
gut mit htm ^apffe fie^e: jene«, meil e« einen a:^eit be« Wlaii&m 
bif^en an ftd) gebradjt, weil man fftrc^te, ed mi)mz nod> ganj 
Stallen eini-f— bieg aber, weit ber if 6nig htm ^apfJ feine gufagen 
nid^t ^alte. ®ir ^nben bier bie ^ebingungen bed S3unbed jwiftJben 
^6ntg unb ^apfl »om Sa^re 1498. ©er ^Jopft gewd^rte bem 
^6ntg hit ©idpenfation jur @(ibeibung t)on feiner <^ema(>lin. ©a* 
f&r »erfprac^ ber J5nig bem ©o^ne be« ^apjied Sefar 85orgia ei* 
nen ©taat üon 28000 granfen ^infftnften, eine ©ema^lin auö 
f6nigli*em ®ebl6t (S^latjarra?), unb ©erji*t(eiffung auf eine eigene 
neopolitanifd^e Unterne^^mung auger ju fünften ber Sorgia, „ — del 



230 Poio Capetto Bd. 1500. 

regno di NapoU non se impaxzar se non in ajotar il papa/^ 

©0 hai wir fe^en, ber ^apfl i^aiU Won hamaU fel6|! eirw 3(bfi4t 
auf dleaptl SHIem tiefe ^erfpredbungen n)urb«n ni^t ge^^alten. .ipie 
^cnndl;lung, bie Sefarn gcwd^rt würbe/ war ni<$t igan^ nacft 
SEöunW; ber ^apfl hc^üzmU ft'(^, §ur ®i(^ert)eit ber Sfflit^ift felbfi 
eine S5eft$uncj »on 12000 Jranfen ju erfaufen, aber bU junge &ef 
maf)lin blieb in Jranfreid). 9lur bie Uebermacfet beö Äönigd ^ielt 
ben ^apfl in ^flic^t. „Quando il S*" Lodovico intrd in Milao/^ 
fagt Sa^oeflo fe^r b^jeidjnenb, ,,publice diceva (il papa) mal del 
roy." (Sr war entr&(Jet, bag ifem bie Sranjofen nic^t ^ur 3Jerja* 
gung ber ^entit>DdIi t>on ^olo^na bie ^anb Ratten b'utm woQen. 

%hi)vi unö nun biefe ©tette beffer in bai innere betriebe ber 
bamaligen pdf)f}Itdben ^olitif , fo folgt al^bann eine ©d^ilberung ber 
^erfonlidjfeiten, hu x>on »ielem SBert^ ifi. 

JDer 3(ufor fommt juerji auf ben Zoh be^ ©^i^wiegerfot^ne^ 
5CIeyanber^ VI. (gefar ^atte i^^n bereite üerwunbet. Per dubio 
mandd a tuor medici dlNapoIi: ste 33 di ammalalo, et il c^ Ca- 
paa lo coofess^y e la moglie e sorella, ch^e moglie. del prin- 
cipe di Squillaci altro fiol di papa, sta?a con lui et cusinava in 
una pignatella per dubio di yeneno per Podio li baveva il du- 
cba di Valentinos, et il papa li faceva custodir per dubio esso 
ducba non Tamazzasse, e quando andava il papa a Tisitarlo, il 
dncba non vi andava se non una yolta e disse: quello non e 
fatto a disnar si farä a cena. Or un zorno, fo a di 17 avo- 
sto, intrd in camera. cbe era za sublevato, e fe ussir la moglie 
e sorella: li tre (?) michieli cussi chiamati, estrangol6 ditto 
zoTene. — — 

II papa ama et ha gran paura del fiol ducba, quäl e di 
anni 27, bellissimo di eorpo e grande, ben fatto e meglio che 
re Ferandin (ber Ie$te ^6nia t)on 9Zeapel, gerbinanb b.j., ber ffir 
befonber^ fdb^n gatt): amazzo 6 tort salvadegi combatendo a ca- 
rallo a la zaneta, et a uno li tai6 la testa a la prima bota, 
cosa che paresse a tutta Roma grando. £ realissimo, imo 
prodego, e il papa li dispiace di questo. Et alias amazz6 
sotto il manto del papa M. Peroto, adeo il sangue li 8alt6 in 
la faza del papa, quäl M. Peroto era favorito dal papa. Etiam 
amazz6 il fratello ducba di Gandia e lo fe butar nel Tevere. 
— Tutta Roma trema di esHO ducba non li faza amazzar. 

3n bem Seben £co5 X. ^at SRoöcoe üerfu^t, ba^ 2(nbenfen ber 
£ucre$ia ^orgia \>on ben fd^dnblid^en ^efcibulbigun^en ^n befreien^ 
hk man auf fte geWuft ^at <Den 5fnflagen fiber ij^re frohere 3«it 
|iat er eine ^enge g^nfliger S^ngnifTe aud ber fpdtern entgegenge^ 
fe$t. ®Iei^ ber beuff^e Herausgeber feinet ^ucbeä ift baburd& 
aber bod) nidbt Äberjeugt worben. ©eine 5Weinung i(J, fte t)ahtfiä^ 
erfi nacöljer gebeffert. Unfere SKelation ifl.aucft baburdb merfw&rbig, 
bo^ fte ein gÄnfligeS 3^"9ni§ f^^ Sucrejia auö ber fr&i^ern ^^t miU 
t^eilt ©ie fagt: Lucrezia la quäl e savia e liberal. (SefarOSor« 
gia war el&er i^t Seinb afö ii)x Sieb^aber. <Sr na^m if)v ©ermo? 
neta, hai fte t)on htm ^apft er^^alten; er fagte, fte fe^ ein ^eib, 
fte wifTe H b0(l(^ nid^t ^u be^iaupten: „^ donna, non lo poträman- 
tenir. " 



II 9Ucc€S90 de la morie di Aiex. VI. 231 

4. 

Unter hm mandittln ©ociimenten, bie iiäf im fhxtftm Sanbe 
bed @anufo ftnbot; fd^^ten mir fo(()enbe^ ba^ xoid^tiQ^ti 

Qaesto d il soccesso de la morte di papa Alezandro VI. 

Hessendo el c^ datario dno Arian da Cometo stato richie- 
sto dal pontefice chel voleva venir a cena con lui insieme con 
el daca Valentioos a la sua yigna et portar la cena cum S. 
S^*, 81 imagino e8so cardioal questo loylto esser sta ordinado 
per darli la morte per yia di veneno per aver il duca li soi da- 
Dari e beneficü, per esser sta codcIuso per il papa ad ogni modo 
di privarlo di ylta per aver il suo peculio, come ho ditto, quäl 
era grande, e procurando a la sua salute penso una sola cosa 

poter esser la yia di la sua salute. E mando captato tpio 
(tempo) a far a saper al schalcho del pontefice chel ge ye* 
nisse a parlar, con el quäl havea domestichezza. £1 quäl ve- 
nuto da esso cd^, se tirono tutti do in uno loco secreto, dove 
era preparato duc. Xm. d^oro, e per esso'c^ fo persuaso ditto 
schalcho ad acetarli in dono e galderli per suo amor. £1 quäl 
post multa li accepto, e li oferse etiam il resto di la sua fa- 
culta , percbe era richissimo card^ , a ogni suo comando^ perche 
li disse chel non poteva galder detta faculta se non per suo 
mezo, dicendo: vui conoscete certo la condition del papa^ et io 
so chel ha deliberato col ducha Yaleniinos ch' io mora e questo 
per via di esso scalcho per morte yenenos», pregandolo di gra*« 
tia che yoia hayer pieta di lui e donarli la yita. Et dicto que- 
sto, esso scalcho li dichiari il modo ordinato de darli il y&- 
neno a la cena, e si messe a compassione promettendoli di 
preseryarlo. II modo era chel dovea apresentar dapoi la cena 
tre scfaatole di confecion in taola, una al papa, una al d^^ card^ 
et ana al ducha, et in quella del oard^ si era il yeneno. £ cussi 
messe ditto card^ ordine al prefato scalcho del modo che doyea 
seryar, e far die la scutola yenenata, doyea ayer esso card^ , di 
qneUa il papa manzasse 6 lui si atosegaria e moriria. £ cussi 
yeiMtto il pontefice a la cena al 'zorno dato Phordine col ducha 
preditto, el prefato c* se li buito a li piedi brazzandoli et streik 
tisflimamente baxandbli, con affectuosissime parole sup^icando a 
S. S**, dicendo, mai di quelli piedi si leveria si S, Beat, non 
li concedesse una gratia. Interrogato del pontefice, quäl er& 
facendo instanza se leyasse suso, iesso c^ respondeva chel yo* 
leya ayer la gratia el .dimanderia et hayer la promessa di far- 
gela da S. S^* Hör dapoi molta persuasion, il papa stete as- 
sai admiratiyo yedendo la perseyerantia del d^o c^® e non si yo- 
ler levar, e li promisse di exaudirlo: al quäl card^ subleyato 
disse: patre santo, non e conveniente che yenendo il signor a 
caxa del servo suo, dovesse ,el seryo parimente confrezer (?) 
con el suo signor, e perho la gratia el dimandaya era questa 
zusta e honesta die lui seryo doyesse servir a la mensa di S. 
St*, e il papa li fece la loratia. £ andato a cena al hora de- 



232 Poh Capeüo Rd 1510. 

biU di meter U confecion in tavola, fo per il scalcho posto la 
confezion avenenata ne la scutola secondo el primo ordine li ba- 
yea dato il papa, et il c^ hessendo chiaro in quella non ri es- 
ser venen li fece la credenza di dicta scatola e messe la vene- 
nata avante il papa, e S. S. fidandosi del suo scalcho e per la 
credenza li fece esso c^^ judico in quella non esser veneno e 
ne manzo allegramente, e del altra, edel papa fusse avenenata 
si credera e non era, manzo ditto c^. Hör al hora solita a la 
qnalita del yeneno sua S^ comenzo a sentirlo e cussi sen^e morto : 
ei card^ , che pur havera paura, se medicino e vomito, e non hare 
mal alcuno ma non senza difficulta. Valete. 

€ine mo nid)t aut(^enttf^e; hoä) fe^r htmzrftniwttti^t 9la(f^n4t 
ibtr ben Zoh ^(e^ranberd: t)on aüm bie xch i^aUn mMä^t bte htfkt. 

5- 

Sommario de la relatione di S. Polo Capello, venuto orator 

di Roma 9 fatta in collegio 1510. 

^a^ htm großen ^iggefc^tcf, hai bte ^ene^iamr bur4^ bte 
Statte t>on Sombra^ betroffen, gelang e4 t^nen- )und(^ß ^opji S^ 
Ussö II. n)teber p aen>tnnen. 

^olo ^opefto f&^rt einige nodt^ unbefannte ^{omente an, tDte 
bte{[ gefcbe^en. Der ^apfl xoat vor bem SRefuItat han^t, ha^ eine 
profecttrte 2^^ommmfünfi ^ajnmiiian^ mit bem ^6ntg t)on Sranf« 
retd^ ^aben bibrfte. ,,Dubitando perche fo ditto il re di Romani 
et il re di Francia si yoleano abboccar insieme et era certo ia 
ano danno/^ ^me ^tit lang forberte er $n>ar bte ^ene^to« 
tier auf, bte &tät>U fat^en ^u laffen, bte fraft ber £t^ue htm 
beutfd{^en Jt6ntg $ufaUen foflten; ald er aber fa^, hai bte Unter« 
ne^mung ^]!Ha^imt(tan4 fo fd^ied^t ablief , brang er ni(^t femer bar« 
auf. (iv f^ttt t>on bemfeiben eine febr geringe Meinung. ,,fi una 
bestia.^^ fagte er, ,,merita piu presto esser rezudo ch' a rezer 
altri.^^ Dageaen geret(f^te e4 ben ^enejianem, beren Flamen man 
in IKom fc^on f^ auögel^fdbt ge^^aiten \faiie, )u grof er ^^rt, ba# fte 
Üd) behaupteten. ^2tflmd^(tg entfd^Iof iidi ber ^ap^ jur IHbfoIutton. 

iOor beffen (Stgenf^aften ((at ^apello t)tel IKefpect. ,,E papa 
aapientissimo, e niun pol intrinsechamente con lui, e si conseja 
con pochi, imo con niuno.'^ 9Zur fe^^r tnbtreä iiaitt ber Sarbt« 
not ^aflel be fRio (^influf : „parlando al papa dir^ una cosa, 
quäl dita il papa poi considereri^ aquella.'^ ©letcib bamald toax 
ber Sarbinat notoer bie ^ene^taner, unb ber $apfi fdbto0 boc^ feine 
Stbfunft mtt t(^nen. (^apefio finbet t^n febr gut bei ®e(b: er m&ge 
700000 S)uc. m nidit eine ^(Oton im @(^a«e ^abtn. 

6. 

Sommario di la relatione di Domenego Trivixan, venuto orator 

di Roma, in pregadi 1510. 

®ad (^apeflo im (SoOegtum t)orgetragen, f^rt Zmijan im @e« 
nate weiter axx^. Dod^ tfi ber ttnterfc^ieb, bafi jener bie ge^eimett 



Dom. IWrürofi ReltäUme 1510. 233 

^otbe tniwtddtf btefcr ffA mel^r eine odgemetne @(<>i(berung an* 
geleaen fe^n Idfit. ^üd) bie| tfi body merhr&rbig. 

Sr fitmmt feinem (Eofle^en in ber^ere^nung bed p^f}nd)en@Aa(K^ 
bei, er f&gt nur f^in^u: ber ^apfi i)aU hai ®e(b $u einem Kriege 
lüiber bie Ungfdubtgen beffimmt. II papa ^ sagaze praticho: ha 
mal Tecchio galico e gota, tarnen e prosperoso, fa gran fadi- 
cha : niun pol con lui: aide tutti, ma fa quello li par. — E te- 
nuto e di la bocha e di altro per voler yiver piu moderatamente. 
(@otI biej f)iiim, baf er felbfl gedufert, er werbe ftc^ fönftig 
— etwa m »trunfe — mdfigenl) A modo di haver quanti da- 
nari il yole: perche come vacha an beneficio, non li da si non 
a Chi (a) officio e quel officio da a un altro, si che tocca per 
esso ((teburc^) assai danari; ed ^ divenudo li officii sensari piu 
del solito in Roma. ©. i. bU 3femter hk man t^at »erben ju 9Wdf* 
lern t)on ^Jfrfinben, »erf^afpen fife. 

11 papa a entrada duc. 200000 di ordinario, et extraordina« 
rio 81 dice J50m. (b. 1^. \>xt ^dpfle f^aUn gett)it^nli<^ fo tJtel); 
ma questo a di do terzi piu di exfraordinario e di ordinario an- 
cora l'entrader'fo baf er gegen eine WHiUion gehabt ^aben w&rbe. 
^r erldutert fogleicib' Soleano pagare il censo carlini X al du- 
cato e la chiesta era Ingannata: era carlini XIII^ el duc, vole 
paghino quello convien, et a fatto una stampa nova che val X 
el duc. e son boni di arzento, del che amiora da X a XIII7 la 
intrada del papa, et diti carlini no?i si chiamano juli. ^an fte^t, 
met^e^ ber Urfprung ber no4 ^eute gewM)nlicben s&i&nje ift» ©enn 
bte tjeutigen ^aoli ^aben erfl fpdt ben 9^amen unb ^ebrauA ber 
®iult t>erbrdngt. !Die (Martini, weld^e hk (Ked^nung^miknie bilbeten, 
(matten fiä) fo tjerfdblec^tert, bag man in ber Saffe florf ju ©c^aben 
fom. 3N äfnfereffe ber Saffe m^ci^te 3«li«^ H- gute ^^\t. 

Item ^. misero: a pocha spesa. Si aeorda col suo maestro 
di caxa: li da el raexe per le spexe duc. 1500 e non piu. Item 
fa la chiexia di S. Piero di novo, cosa belHssima, per la quäl 
a posto certa cruclata, et un solo frate di S. Francesco di qnelli 
babia racolto diti frati per il mondo li port6 in una bota duc. 
27 m. si ehe per questo tocca quanti danari el vuol. A data 
a questa fabrica una parte de Tintrada di S. M. di Loreto e 
tolto parte del Tescoyado di Recanati. 

7. 

Summario de la relatione di S. Marin Zorzi, dotor, venuto ora- 
tor di Corte, fata in pregadi a di 17Marzo 1517. 

^arin gor^i würbe am 4. Sanuar 1514, unb na(i^bem er bk 
SBa^I abgelehnt i)attt, am 25. Sanuar nocbmal« jum 23off<ftafter 
cm ^ofe £eo« X. gewd^tt Sßenn e« wa^r if?, ba^ tt^m "(Sommif* 
ffonen in S3ejug auf bie €;rpebition S^an^ I. gegeben werben, vok 
^ruta fagt (lib. III, p. 109), fo mu^te er erfi im IKnfang be^ 
Sfatnred 1515 nad^ 9lom gegangen fe^n 

@tint SRelation U^ki^t m auf biefe S^it Sie ift von fo wid)* 
ttger, \>a tt fiäi t)oma^m ha^ 5» beri^^ten, wad er nid^t ^u f^reiben 



234 Marin Zorci Reh 1517. 

amaQt l^otte. Referirii^ fagt bad mt ed fcl^tnt nodf^efd^mSem 
@omniariO/ di quelle cose che Don a scritto per sue lettere, 
perche multa occurrunt quae noa sunt scribenda. 

Jpauptfdd^Itd^ betreffen biefe bte )XnUvi)axit>iun^tn bed ^apüei 
mit Srani I, hie felbfl ^aruta ni(fet fannte, t)on benen mon f^Uv, 
fo viel tc^ Yvet^/ bte beße 9lac^n4t ftnbet. 

^an J^at bi^^er $un)ei(en bat>on gerebet, bai ^CiP^ £eo feinem 
95ruber Sultan eine .frone i^ahe »erfcftaffen wollen : wie bai gefd^e^en 
fotten/ tfi jebo^ nie re<^t an XaQ gefommen. Sorjt t>erftd^ert, bawalsf 
^abe £eo bem ^^^nig i?on Sf anf reid^ t>orgefc^Iagen : ,, che del reame 
di Napoli saria hon tuorlo di man di Spagnoli e darlo al ma- 
gnifico Juliana suo fradelia'^; — er fägt t^in^u: e sopra qaesto 
si fatichoe assai, perche el non si contentava di esser ducha so 
fradello, ma lo Tolea far re di Napoli: il cbristianissimo re li aria 
dato il principato di Taranto e tal terre: ma il papa noo volse^ 
e sopra questo venneno dirersi oratori al papa, mons' di Soglie 
e di Borsi, et il papa diceva: quando il re vol far questo acordo^ 
saremo con S. M. Bor si stette sopra quest'e praüche: il ch">o re 
havendo il voler cheU papa non li saria contra, deliber6' di ve- 
nir potente et cussi yenne: et il papa subito si lig6 con Pim- 
perator, re catholico, re de logbilterra e Sguizzari, 

£)ie 9loti$en welche ftd^ auf bie 2^it M Selb^ugd he^ki^m, ^abt 
i^ f(bon in Zcfi ober 9loten niitgetl)ei(t' 

9Bie fe:^r ber ^apft aber in^ge^eim antifranjoftfci^ geftnnt war, 
gel^t baraud ^en>or, bafi er fo^Ieid^ hd ber Unterne^^mung ^ajrimt» 
lian^ im ndd^flen ^a^re e$ ntci^t aüein hm ^ene^^ianern üerbad^te, 
ba^ fte ftd^ fo entfc^ieben franj^ftfc^ geigten — o che materia, faate 
er, a fatto questo senato a lassar le Tostre gente andar a Mi- 
lane, andar con Francesi, aver passa 8 fiumi, o che pericolo ^ 
questo; fonbern aud^ ^a^tmitian in^get)eim )tnterf!u$tf. II papa 
a questo subito mand6 zente in favor del imperador e sotto man 
dicendo: M. Ant. Colonna e libero capitano a soldo del impe- 
rador. Snbef öerj6aerte ftdb bi< ^Ratification ber S3ef(ib(Äffe »on- SBo* 
logna. JDer i^5nig K^icfte ^efanbte auf ©efanbte um fte ju forbem. 
^nblid) fanbte ber $a»fi bagegen feine eigenen nad^ Sranfreit^/ unb 
bk @apitel würben geftegett. 

$8a(b i)atte Jranj I. eim ©elegen^^eit ftdb l&ieför ju rüen. JDer 
^erjog Dpn Urbtno leiffete htm ^apfi einen unerwarteten SBiberflanb. 
tiefer ^efanbte t>erftd)ert: II re non si tien satisfacto del papa; 
e contento Francesco Maria prosperi. 

@r fcfeilbert al6bann ben ^cr^>ft nd^er. A qualche egritndine 
interior de repletion e catarro ed altra cosa, non licet dir, vi- 
del. in fistula. E hom da ben e liberal molto, non vorria fa- 
ticha sUl potesse far di raancho, ma per questi soi si tuo fati- 
cha. E ben suo nepote ^ astuto e apto a far cosse non come 
Yalentino ma pocho mancfao. dt meint ^oren^o ^ebici. ^r be> 
f^anpUt nun fd^Ied^terbing^, vc^ai ^nbere leugnen, ^. ^. ^ettori, ba$ 
£or. ^ebici felb^ lebhaft nac^ ttrbtno getrad^et ^abe. Julian ^abt 
^xcti «tage ))or feinem ^obe ben $apfl gebeten Ürbino ^u fdf^onen, 
wo er naö:^ feiner ^er^agung aud Stören^ fo viel d^teö genoffen. 



Marco MMo Bei. 1520. 235 

^er ^o^ft QCih niä^H barauf. dx fagte: ^,non ^ da parlar deste 
eose. ^^ Questo feva perche de altra parte Lorenzin li era at- 
torno in volerli tiior il stato. 

Unter bcn iKat^gebern bed ^apHH ftnbet er jund(^f! !3ftt(m^ ^e« 
btcv na^maU (Siemens VIl^ \ypn beffen «Talenten er hod^ feine fo 
aro^e ^orfledung \)at tc'u ^nbere: e hom da ben, hom di non molte 
facende, benche adesso ii manegio di la corte ^ in le sue mani, 
che prima era in S. M* in Portego ; bann SSIbbiena, ben er f&r 
fipanifcft geftnnt ^dlt, wie er benn burc^ fpanif<ibe 25eneftcien bereiti^ert 
fe^; enblid^ jenen ßoren^o ~ quäl a animo gaiardo. 

£oren^o bringt i^n auf Jlorenj ju reben. ^r fogt ein ffiort 
t)on ber ^erfoffung, boc^ fugt er ^jin^u: hora non si serva piu 
ordioe: qael ch^el yol (Lorenzin) ^ fatto. Tarnen Firenze ^ piu 
franeese che altrimente, e la parte contraria di Medid non pol 
far ahro, ma non li place questa cosa. Die £anbmili^ — £)rbt« 
nan^en — war Denninbert n)orben. IDie Sinfiknfte betrugen : 1) von 
ben abgaben am Zt)or unb in ber ^tabt 74000 iDuc. 2) toon bett 
unterworfenen @tdbten 120000 JDuc. 3) wn bem balzello — bu 
rede Sttuflage, eine 5frt Sehnten — 160000 £)uc. 

IDiejp bringt i^n auf bie (Sinf&nfte bed ^ap\it€, bte er im ^tU 
gemeinen auf 420000 IDuc. angibt; unb fo fommt er auf bie^u^« 
gaben unb bie ^erf6nlic^feit bed ^apfied pri^cf. E docto in huma- 
nitä e jure canonicho, et sopra lutto masico excelleotissimoy e 
quando el canta con qualche uno, li fa donar 100 e piu ducati; 
e per dir una cosa che si dimentic6 (t^on i\)mf bem SKebner)^ il 
papa Irahe air anno di vacantie da duc. 60000 e piu, ch ^^, zercha 
duc. 8000 al mese, e questi li spende in doni, in zaogar a pri- 
mier di che moito si diletta. 

9Zad^ri(^ten, wie man ftebt, red^t bejetd^nenb, mit t)ie(er 9lat« 
)^ctM unb gefy^rdd^^weife miiQ€tt)tiit ^an ^6rt unb UU mit. 

8. 

Sommario di la relatione di Marco Minio, ritornato da corte^ 
1520 Zugno. Sanuto Tom. XXVIIL 

ST^arco ilWinio war ber 9ZacftfoIger 3orji'4; feine Otelation ift 
leiber fe^r furj. 

dt beginnt mit ben ^infönften, hiz er geringfügig ftnbet. II 
papa aintradaper il papafo pocha; son tre sorte de intrade: d^an- 
nate traze air anno 100m. duc, ma le annate consistorial; 
ch'e episcopati e abbatie, la mita e de cardinali; di officj traze 
air anno 60m.; di composition €0m. Non a contadi (con- 
tante), perche ^ liberal, non sa tenir danari, poi li Fiorentini 
e soi parenti non li lassa mal aver un soldo, e diti Fiorentini 
e in gran odio in corte. perche in ogni cosa ^ Fiorentini. II 
papa sta neutral fra Spagna e Franza: ma lui orator tien 
pende da Spagna, perche ^ sta pur messo in caxa da Spa- 
gnoli^ etiam asumpto al papato. II cardinal dt Medici suo ne- 
pote, quäl non d legitimo, a gran poter col papa: ^ hom di 
gran manegio — mom Mt, feit 3i>i^i<'^ 3^^^^ ^^^ i^^^ fKt^uia^ 



236 De Branca de TeUni Diario 1494—1513. 

Hon gen)a<l(^fen — a grandissima autoritA ^ tarnen non fa nuUa se 
prima non dimanda al papa di cose di conto ^ hora si ritrova 
a Firenze a governar quella cittA; iL cardinal Bibbiena e ap- 
presso assa del papa, ma questo Medici fa il tutto. 

@eine £anb$leute t>erftd}ert ber (^efanbte ^itmliä^ gi^nfltger &€* 
ftnnungen t>H ^(üpfH, 2^ar n>o0e biefer ^enebtg nidbt großer fe« 
t^tn, aber e^ auc^ van hin ®ut ber SBelt unterge^n kffen. 

9- 

Diario de Sebastiano de Branca de Telini. Barber. Bibl. 

n. 1103. 

€4 ae^t auf 63 lüttem t)om 22f}en ^pril 1494 bt« 1513 in 
bie 3<it HeodX. ^it 93urcarbud tfl e^freilid) ntdt^t ju )>erd(et<i^en; 
itnb ba bent ^erf. ba^ SBenigfie befannt würbe, nid)t einmal ^u 
einer 9iectift(ation beffelben ^u brauchen, dt ^af) nur xoai {eber 9n« 
bere aud^ fa^. 

@o fd)tlbert er ben dtn^ug darld Vin, beffen <&eer er auf 
30000 hii 40000 ^ann fd}d$t. !Den ^5ntg ftnbet er hm Wiüd). 
^en ^enf(^en ben er je gefe^en, fein ^o(f bage^en bad fd^&nfle t>on 
ber !l^elt: la piu bella gente non fu vista mai. ^an muf i^m 
t>a^ nid)t auf ba^ 9Bort glauben: er liebt biefe^rt iid^ au^^ubri^dfen. 
(dx erjd^lt, man f)aU ein ^ferb bxi auf 300 £)uc. be^a^tt.) 

(Eefar ifi ber graufam^e ^enfdf^ ber \t gelebt. S>it Reiten ^t* 
^anber^ burdb ©raufamfeit, ^f^eurung unb Auflagen au^gejeicbnet. 
Papa Alessandro gittao la data a tutti li preti e a tutti li offi- 
ciali per tre anni e tutte le chiese di Roma e fora di Roma — 
— > per fare la cruciata contro ii Turco, e poi la dava allo figliuolo 
per fare meglio la guerra. ß^m ^ufolge ^ab (Eefar 92iemanb ^u« 
bien$ ald feinem genfer WHid^Üotto. ^tte feme Wiener gingen t^err^ 
lid^ gef leibet: yestiti di broccado d'oro e di velluto fino alle 
calze: se ne facevano le pianelle e le scarpe. 

®on ^vAini II. if er tin grof er 95ewunberer. Non lo fece 
mai papa quello che baye fatto papa Jnlio. — dr ^^It bie 
(Stdbte auf hk er erobert, bnä) meint er, bnvä^ feine ^friege fe^ er 
@(i^ulb an bem »tobe t^on 10000 ^enf^^en. 

<S^ folgte £eo. dv begann mit ^erfprec^en, che i Romani 
fosBero fianchi di gabella, ed officii e beneficii che stanno nella 
cittade di Roma fossero dati alli Romani: ne fecero grand^ al- 
legrezze per Roma. 

Sumeilen erfd^einen anä) ^rit>atleute, mt n>ir benn i)itt ben 
f&t^n^en unb berötjmteflen ^rocurator fennen lernen: Ben*« Moc- 
caro, il piu terribile uomo (mdd^tigSe, geioaltigfie) che mai fasse 
stato in ftoma per un huomo privato in Roma, dt t)erlor burdty 
bie Crftni fein 2eben. 

^üd9 in biefem fonfl unbebeutenben 9Berfe fpiegelt ft<^ ber 
®eift ber ^tiUn, ber ®eifl ber üerfc^iebenen Verwaltungen: — bie 
Seiten be4 @d^rec!en^, ber Eroberung unb ber ^ilbe unter i^Cle^am 
ber, Suliud unb £eo. Rubere IDiarien }. S3. bed &>la (SoUeine^ \>on 
1521 — 1561, entl^^alten bagegen rü^H üon SSebeutung. 



NolUia temponm Leotü* X. Air. VI. Oem. VII. 237 

10. 

Vita Leonis X Pontificis Maximi per Franciscum Novellum Ro- 
manum, J. V. Professoreni. Bibl. Barberina. 

Alii, fagt ber ^utor, longe melius et baec et alia mihi in- 
cognita referre et describere potemnt. 3^ looli^L @ein SBerf» 
d^m iß f^dif nnbtbmUvb. 

11. 

Quaedam historica quae ad notitiam tempornm perttnent ponli- 
ficatuum Leonis X, Adriani VI, Clementis Yll. Ex li- 
bris notariorum sub iisdem pontificibus. (S^cerptrt ))on Fe- 
lix Contellorius Bibl. Barberina. 48 ^(dtter. 

J'ur^e ^n^etge M Sn^olted ber Snf?rumetite: j. 93. Leo X 
assignat contessinae de IM edicis de Rodulfis ejus sorori duc. 285 
auri de camera ex introitibus dobanarum pecudura persolvendos. 

34 ^obt btefe Angaben bte unb ha benu$t. 2tidit ba^ mm^äi* 
It(^ merfvDÖrbigHe unb unenvd^nt geblieben i9 folgenber ^u4^ug aud 
einem 93ret)e Dom 11. 3uni 1529. ,,S3ei ^ernarbo ^raccbi maren 
einige ^rettofen be4 pipdlid^en @tuf^(e^ Derfe|t n>orben. 3ur ^ut 
ber Eroberung l^telt e^ ^racd^t f6r gerafften fte in einem ©arten ^u 
vergraben, (er gab bat)on nur ^inem iH^enf^en ^aäirid)i, einem ge» 
yviffen i^ieroni^mu^ ^acato ))on Sloren^, bamit e^ boc^ 3emanb 
iD&i^te, n)enn i^n ein Unglöcf betrdfe. 3" fur^em n^arb nun ^ract^t 
t>on ben Deutf(ben ergriffen unb fe^r gemig^anbelt. ^ieron^mo 
QlouhU fdbon, fein {reunb fe^ unter ben S!Kartern aeflorben, unb t^etCte 
nun au^ gleid^er S3eforantf fein ®ii^eimni^ einem ^nbern mit. tiefer 
aber n>ar ni^t fo t>erfd)n)iegen : t>it ^eutfc^en (5rten t>on t>em »er« 
borgenen ^d^a^e; burc^ neue Derffdrfte hartem n5t^igten fte ä3rac^ 
dii, enbltc^ ben £)rt on^ugeben. Um bie ^retiofen ju retten, mad^tt 
ftd) biefer nun mr S^^^ung t>Dn 10000 ^uc. ant^eifdf^ig. ^ieron^« 
mud i)idt üd) für einen ^errdt^er unb tbhtttt ftc^ felbfr au^ ®diam 
unb 8ßuti>." 

12. 

Sommario di la relation fatta in pregadi per S. Aluixe Gradenigo, 
yenuto orator dlRoraa, 1523 Mazo. S3ei Sanuto Tom. 34. 

3uerff t>on ber ©tabt, hit caxä^ er in furjer 2^ii wn 10000 
J^dufer t>ergr66ert ffnbet; t>on ij^rer löerfaffung: hit ßonfertootoren 
nehmen benfKang ))or ben ^otfdt^aftem in^nfprud^^, ben if^nm biefe 
^nwdc^im; t>on ben (Sarbindlen. 3fuliud ^ebici n?ar in feiner 9te« 
puiaiion nod) ^o^er gefliegen. Hom di summa autoriti e ricbo 
cardinale, era ij primo appresso Leon, bom di gran ingegno e 
cuor: il papa (Leone) feva quell o lui vole^a. ^r befci^reibt £eo 
X. Di statura grandissima, testa molto grossa, bavea bellissima 
man: bellissimo parlador: prometea assa ma non atendea. -^ 
II papa si serviva molto con dimandar danari al imprestido, Ten- 
deva poi li offipii, impegnaya zoie^ raze del papato e fino li apo- 



238 Aluixe Gradenigo Ed. di 1523. 

stoli per aver danaro. ^r berechnet hk mliliäim Smf&nft« auf 
300000, bte getfi(td)en auf 100000 IDuc. 

^te ^oiiüf Seo^ ftnbet er burc^aud antifran^&ftfc^. J^a6e e4 
itmaU anber^ cjefc^ienen, fo l^obe er ftc^ »erflettt. „Fenzeva esso 
amico del re di Francia." ©amaW war er aber aani *>^^" S^ÖWi 
Sfranfretd^, n)ot>on ©rabentgo folgenben ®runb anf&prt. Disse che 
m^^ di Lutrech et m' de PEscu havia ditto cheU voleva che le 
recchia del papa fusse la major parte restasse di la so persona. 
$et$t e^/ H folle t)on htm ^a)>f! nidit me( tmi^v äbrig bleiben aH 
feine £)^ren? Sreiüc^ ein grober ^paf unb abgefc^macft ba^u, ben 
Seo febr ttbet na\)m. fftaäf ber 9taÄrid)t t)on ber Eroberung ^at; 
lanbd fod £eo gefagt traben, e^ fe^ erfi bte ^dlfte bei$ ^rtegef^. 

£eo ^interliefl bie pdpfüid^e Kammer fo erfd)6pft, bafi man $u 
feinen ^jrequien bie ffiacfeöfenen nebmen mugte, weld^e für ben furj 
»ort>er geworbenen Sarbinal ©. ©iorgio Uflimmt geroefen waren. 

©er ©efanbfe erwartete noc^ bie 9(nfunft J^abrianö VI. ©r 
befdbreibt ba« mdf ige, t>erWnbige fiebeh beffelben, unb bemerft, ba# 
er fid^ im anfange neutral gehalten f)aU. Disse: 11 papa per opi- 
nion 8oa, ancora che^l sia dipendente del imperador, ^ neutral, 
ed a molto a cnor di far la trieva per atender a le cose del 
Turco, « questo si judica per le sue Operation cotidiane come 
etiam per la mala contentezza del vicere di NapoH, che yenne 
a Roma per far dichiarar il papa imperial, e S. S^ non volse, 
onde si parti senza conclusioD. II papa ^ molto intento a le 
cose di Hungaria e desidera si fazi la impresa contra infideli, 
dubitache^l Turco non yegni aRoma, pero cerca di unir li prin- 
cipi christiani e far la paxe universal, saltem triere per tre anni. 

13. 

Summario del viazo di oratori nostri andono a Roma a dar la 

obedientia a papa Hadriano VI. 

!Die einzige ^Relation bie ba^ SfnterefTe einer Stetfebefcf^reibung 
gewd^rt, unb bie andi auf ©egenfidnbe ber .^unfi $Köcfftd}t nimmt. 

Öie ©efanbten fdyilbern hk ^(&tbe t)on ^ncona, hU frudiU 
barfeit ber ^arf ; in @peflo werben fte t)on iDratio Sagtione XDot^l 
aufgenommen; fo fommen fte nad^ SKom. 

(^ie f(^i(bern ein ©aflmablf ha^ it)mn ein £anb^mann, Sarbinal 
Sornelio, gab. 5D?erfwÄrbig tbre ©djilberung ber *tafelmuft!. A 
la tavola yennero ogni sorte de musici, che in Roma si atro- 
yaya, li pifari excellenti, di continuo sonorono, ma eravi clavi> 
cembani con voce dentro mirabilissima, liuti e quatro yioloni; 
— aixdi ®rtmani (^ah if)mn ein ^aflmabl; poi disnar yenneno al- 
cuni musici, tra li quali una donna bratissima cbe cant6 in liuto 
mirabilmente. 

@ie befucften aUbann bie Äird(^en. 3n @ta (5roce othtiMc man 
einige "jÖeriierungen an ben X^&ren — alcuni arnesi e volte di 
alcune porte di una preda raccolta delle anticaglie: {eber fteine 
&m, ben man ^ier »erarbeitete, »erbiente nad) i^rer ?Öleinung in 
(^olb gefaft unb am Singer getragen ^u werben. — S>ai ^axtitfton. 



Viaggio degli oraiori a Hadr. VI. 239 

^on emAtet eben einen ^iat, ju beffen S^en bai ®rab iRas 
p^aet^. ?Kan jet^t t^nen^Jerjierunoen, anQtbüä^ von ®oIb, fo gut 
n>ie ju ben r^einiWen ®&lben. ®te meinen, to&re d xodf^r, fo 
iDÖrbe e^ ^apft £eo ntd^t baran getaffen ^aben. @te ben)unbern 
bte @du(en, gr6f er a(^ t^re t>on (&. ^arco. Sosiengono un co- 
perto in colmo, e] quäl ^ di alcuoe travi di metallo. 

Sfflit grofier 9latt)etdt n)ibmen fte ben ^Itertb&mem t^re 93e» 
iDunberung. 3<!b n^etf ntc^t, ob biefe^ S3u<!b ben ^Itert^um^funbi« 
aen in bte ^dnbe fommen n)irb. 9o(genbe ^efcbreibung ber ^o(of« 
fen tfl n^enigüen^ febr auffaflenb. Monte Cavallo i ditto perche 
alla summit^ del coUe benissimo habitato vi ^ una certa m»- 
china de un pezo di grossissimo mnro (eine ro^e ^aftd) , so* 
pra uno di cantoni vi ^ uno caTallo di pietra par de Istria molto 
antiquo e della vetusti corroso e sopra l'altro uno altro, tütti 
doi dal mezo inanzi zoe testa, collo, zampe. spalle e mezo il 
dorso : appresso di quelli stanno due gran giganti. huomini due 
fiate maggiori del naturale, ignudi, che con un brazzo 11 ten- 
gono : le figure sono bellissime, proportionate e di la medesima 
pietra di cayaUi, bellissimi si i cavalli come gli huomeni, sotto 
una di quali. yi sono bellissime lottere majuscule che dicono opus 
Fidie e sotto Paltro opus Praxitelis. @ie b^eben ft^ nadb bent 
^apitol, wo fte benn unter vielen anbem f(65nen ^guren au^ ftnben: 
uno TiÜano di hronzo che si caya un spin da un pe^ fatto al na- 
tural rustico modo: par a cui lo mira voglia lamentarsi di quel 
spin, cosa troppo exceliente. 3m 95elvebere befu<^en fte vor aU 
lern ben Saocoon. ?!J?an gob bi^t^er oft ben beutfdb^n Sonb^fnedbten 
@4ulb, baf fte }ur IKeflauration tint^ ^rme4 an biefem i^unfhverf 
^nlafl gegeben, .^ier ftnben xoir aUv, ba§ er fcbon vor ber (irobe« 
rung ber @tabt feblte. Ogni cosa ö integra, salvoche al Lao- 
coonte gli manca 11 brazzo destro. @te ftnb von S3en>unberung 
i^tngeriffen. @ie fagen von betn allen: non gli manca che lo spi- 
rito. feie Knaben fcbilbern fte fe^r gut: L'uno volendosi tirare 
dal rabido serpente con il suo brazello da una gamba n^ poten-^ 
dosi per mocfo alcuno ajutar, sta con la faccia lacrimosa cri- 
dando yerso il padre e lenendolo con Taltra mano nel sinistro 
brazzo. Si yede in sti puttini doppio dolore, Tuno per yedersi 
la morte a lui propinqua, Paltro perche il padre non lo puol aju- 
tare e si languisce. @te fögen l^injn, ^6nig Sranj bcibe M ber 
3itfommenfunft von 95oIogna ben ^opjl von biefe« SBerf erfudbt «t 
iaie aber fein ^elvebere nidbt berauben Kvollen unb htm Mn'tQ 
eine €opie madb^n laffen. @4>ön feyen bte Knaben fertig. 2ibU 
ober ber ^ti^tt 500 Scif^n, unb axUiUtt l^unbert baran, fo wdv* 
ben fte fo nidbt auffallen. 3m SSelvebere fanben fte aitdb einen jitn* 
gen flamdnbifdben Äönffler, ber jtvei SSilbnifTe be« ^apfle^ verfer* 
tigt i^cdU. 

S(uf biefen unb hm Jpof fommen fte nun. ©ie »idbtigife 9To^ 
tt^ bte fte mitttjeilen ifl, ba^ ber 6!arbinal von ^Jolterra, ber bi^s 
i)tt bie ^ebici verbringt batte, beöbatb gefangen gebalten n)or* 
ben fe9, »eil man S5rief fdbafien von itim angefangen, tnbem er Mf 
nig jrani ermuntert i^abt, Je^t einen STngrtfF auf gtalien ju wa* 



240 (3emmiU VII eondwe. 

am : nitmcAi f 6nne er eine gänfitgere (SelegenJ^ett ftttben. C^ 
9iebur<l() tarn bebtet xoteber emf>or. !Der falferli^e S3otf4^af(er 
@effa ^anb t^m bei. 2tidit b&rfte btefl (Sreigni^ $u ber SEBenbitng 
ber ^olitif i^abrian^ ben entf4^eibenben %tdaf, gegeben ^ohm, 

14. 
Oementis VII P. M . conclare et creatio. Bibl. Barb. 4. 70 El. 

^uf htm Zittl ftnbet ft4) fotgenbe^et^erfung: ^^Hocconclaye 
sapit stylum Job. Bapt. Sangae civis Bomani, qui fuit Clementi 
YII ab epistolis.^' allein man fann tvol^I unbebenflic^ btefe ^er^ 
mutbung »erwerfen. iiin anbered MS ber ^arbertna, iai im Xu 
tel f&^rt: Yianesii Albergati Bononiensis commentarii rerum sui 
temporis, ent^dtt nicibt^ al6 biefe^ ^oncIat)e. @^ hilM ben erflen 
Zi)tii ber (Eommentarien, t>on benen tnbefl feine Sortfe^ung ju ftnbea 
t^. SGBir bi^rfen annehmen ^ haf \>ai obgebac(;te @on€lat)e hm ^iot 
nefto ^(bergati jum ^erfaffer ^at 

9Ber xcav aber biefer ^utor.'' ^^a^^udt^efli 1)at mel(^rere ^(ber« 
gati^ biefen aber nidbt. 

3n einem 25riefe ©irolamo Sf^egro^ ftnbet fiä) folgenbe^ JpiflJr« 
4)en. (Sin S3o(ognefe (te|| ^apft Jpabrion xoi^m, er t)ahc ii)m ein 
n)icbti0e^ (^e^eimnifi mtt$ut(^ei(en, boc^ ftf)U e^ i:bnt an bem ®elb 
um bte Ü^eife ^u maä^ctu Keffer Wiamfio, ein Sreunb unb S3eg6n^ 
ßtgter ber Gebiet, t)ern)enbete fiä) fxtv it)n. tiefem fagte enblidf^ 
ber $apfl, er m&cbte bie 24 Zutaten auflegen ^ n^eldbe ber S3o[o« 
gnefe forberte, er fotte fte jurudfbefommen. 2Jianefto if)at ei; fein 
SfKann fam an. 5luf hai gebeimjle »arb er etngefübrt. »^tiüaet 
^ater/' fing er an, „n)enn 36^ hu ^t&rfen beffegen »oflt, fo mn^t 
3^r eine große SCrmafa )u 2anb unb @ee rftflen." SBeiter bradfete 
er nidbt^_t>or. j,Per deura!'^ fagte ber ^apfl, ben bieg ungemein 
»erbrof , aU er sj^effer 93ianefto »ieberfab/ r.biefer Suer SBoIognefe 
ifi iin großer ©auner: aber er foU midb auf @ure .hoffen betrogen 
|)aben. '' Sr gab il^m bie 24 ^uc. nidbt n)ieber. SBa^rfdb^inlidb ift 
hiei unfer ^utor. ^uc^ in unferm SBerfc^en fagt er, er b^be ^tou 
fcben ben Gebiet unb bem $apfl ben Unterl^dnbler gemalt: me 
etiam interountio. dt i)attt gute S3e!anntf(ib<>f( tnit ^ahriaxi, ben 
er bereite in (Spanien fennen gelernt f)attt, 

^od) b<2t er ii)m hai unru^mlidbf^^ !Denf mal t)on ber SBelt ^e< 
fiiftet. ^an lernt barau^ ben ganzen ^aß fennen, ben J^ahvtcai 
hzi biefen Stalienern em^e^te: ,,Si ipsius aFaritiam, crudelitatem 
et principatus administrandi inscitiam considerabimus, barbaro- 
rumque quos secum adduxerat asperam feramqae naturam, me- 
rito inter pessimos pontifices referendus est. Q^r fcb^mt fidi^ nidji 
bie elenbeflen ^a^quide auf ben ©efiorbenen mit^utbeilen, §. iß. 
iini, »0 er er(l mit einem (Sfel, bann mit einem SBotf — post 
paulo faciem induit lupi acrem, — {a enblic^ mit (S^racalla unb 
Stero »erglic^^en wirb. Jragt man aber nadb SSenjeifen, fo wirb ber 
arme ^apfl bur<^ ba^, wai ^ianefto er^dt^It, fo^ar gered^^tfertigt. 

^abrian "^atit eine ^tnU in ber Itorre S3orata, ^u ber er ben 
&äfih^d immer Ui ftd^ trug, bie man ba^ äCtterpeiligfle ^n nennen 

pflegte 



Oemeniis VII amdave. 241 

pflt^U; mit S3edter er&ffhete man fte cXi er tobt war. S)a er ml 
eingenommen unb nid^U ausgegeben, fo meinte man bter feine ^dS^(e 
»I ftnben. ^an fanb nidbt^ atö S3&<t^er unb Rapiere, tin paar 
gtinge wn 2eo X, fafi gar fein Qb^U>. 9J?an geflanb ftd^ am <Snbe: 
j^mäe partis optime usum fuisse.^^ 

^egdknbeter m6gen bie i^Iagen fe^n^ bie ber ^utor übtt bu 
^erA^gerunaen ber ^efd^dfte erf^ebt .S>er ^apß fagte: „cogitabimos, 
▼idebimus.^^ dt t>enoie4 xüoi)l an feinen ©ecretdr; atUin naÖ9 km 
gern ^er^ua verwieg biefer an ben ^ubitore bi Camera. ^oS war 
ein tDobIgeftnnter ^ann, ber aber niemals fertig würbe, unb ft4 
in feine eigene It^dtigfeit oenoicfelte. ,^imia ei nocebat diligen- 
tia/^ ^an ging aufS neue an <@abrian. ^er fagte wieber: 9,00- 
gitabtmas, Tidebimus.^^ 

Um fo mel^r rikbmt er bit SßHtbici unb2eo X, feine ^U, bie 
@idS^ert^eit bk man unter it)m genoffen, amb feine ^anwerfe. 

34) entnehme barauS, ba# bie ^ra$$i IKapbaetS urfpd^ngti<6 f&r 
bie {if;rtinifcbe (iaptüt U^immt waren. Quod quidem sacellura 
Julius II Opera Michaelis Angeli pingeodi sculpendique sdentia 
elarissimi admirabili exomayit pictura, quo opere Bullum abso«- 
latius ext are aetate nostra -plerique judicant, moxque Leo X in- 
genio Raphaelis Urbinatis arcbitecti et pictoris eeleberrimi au- 
leis auro purpuraque inteztis insigniyit, quae absolutissimi ope- 
ris pulcbritudine omnium oculos tenent. 

15. 

instruttione al Cardl Rey"« di Famcse, che fu poi Paul III^ 

Suando and6 legato alP Imp'« Carlo Y doppo il sacco 
i Borna. 

Sä} fanb biefe Sn^ction ^neti in ber Sibliotbef ^orftni 9lr. 
467, unb acquirirte l^ierauf eine ^bfdf^rift mit ben ©df^rift^jigen ber 
sgflHtc beS 16ten ^abr^unbert«. 

$a0at)icini fannte fte; — Istoria del conciiio di Trento lib. 
II, c. 13 gebenft er berfefben. ^ JDodb ^cd er fte, wie ftcb in bm 
foigenben Kapiteln ^eigt, no(ib weniger benu^t, o(^ feine Sorte 
anbeuten. €r f^at ferne €r§dblung aui anbern ^eOen. 

IDa biefe Snfiruction nidbt aMn fär bie p^^lid^en @ad)m, 
fonbem fü^r bie gefammte europdifcbe ^olttif in einem fo bebeuten« 
bm Seitpunfte t)on großer ^t^tigfett ifi, unb viele fX^omente 
ent^dlt welcbe fonß ntcbt befannt geworben, fo ^abt idf fht bai 
bete gebalten fite t>o(l^dnbig abbruden px laffen. ^ein ^u^^ug 
w^e ben Kennern genug t^un. <S$ fe^en bie paar SBUtter mebr 
barouf gewenbet! 

^an wirb ftnben, baf biefe Snfiructton ouö ^wei t^erfdftiebenen 
^tilm beffel^t: bem einen, in weld^em von ber ^erfon be^ ^cc^iiH 
in ber britten ^erfon gerebet wirb; ^icUtiäift oon (^iberto ober ei« 
nem anbern vertrai^en ^inifi^er be^ ^apM verfaft; i^ber bie fHb 
iftm ^reigniffe fowobl unter 2eo aU (Sternen^ ^5(bß wi<i^g; bem 
anbern, fleinem, weldl^er mit ben fSorten «nfdngt: per non entrare 



242 Insiruiiiane 

io le cause per le quali fommo cottretti, m welkem ber ^fiap^ 
in ber erffen ^erfoit rebet, unb bm er mefletcbi felb^ aufgefegt iat 
Tll*o Re?"** Signore. Nella difficaltik della proTinda ehe ^ 
toecata alle mani di Y. S. Ul"» e R"*, tanto grande qaanto ella 
■tessa conosce^ et nella recordatione della somma et estrema 
miseria nella quäle siamo, penso ehe non avrk se non di qualche 
rilevamento a qnella, barer quella informatione che ei puo di 
tatte Tattioni che sono accadute tra N. Signore e la M^ Ce- 
sarea et in esse conoseere che Y. S. R** va a prencipe del qaale 
8* S*^ et la cass sua h piu benemerita che nessun altra che n^ 
per li tempi passatt ni per 11 presenti si possa ricordare: et 
se qualche offensione ^ nata in quest^ ultimo anno , non e cau- 
sata n^ da alienatione che S* S*^ havesst fatto della solita to- 
Inntii et amore verso aua Maest& o per disegni particulari d'ag- 
grandire i suoi o altri, o per abbassare la reputatione o stato suo, 
ma solo per necessiti di non comportare d' esaer oppreaso da 
chi haveya et anttoriti et forze in Italia, et per molte prove che 
aua B« haTCssi fatto per nnntii, lottere^ mesai et legati, non era 
mai stato possibile trovarci remedio. La S^ di N. Signore da 
che cominciö a esser tale da poter serrir la Corona di Spagna 
et la casa della Maestii Cesarea^ il che fu dal principio del pon- 
tificato della S** M"* di Leone suo fratello^ con el quäle po- 
teVa, quanto ogn'uno sa et la M^ sua ha proyato, fu sempre 
di tanto studio et serritu della parte Spagnuola et imperiale 
che non si potrJi numerar beneficio o gratia o sodisfattione di 
cosa alcnna che questa parte in ogni tempo habbia ricevuta 
dalla S** M"* di Leone et della chiesa, nella quäle non solo N. 
Signore stände in minoribus non si sia trorato o non adyersario 
o consentiente solo, ma ancora auttore, indrizzatore et conduttore 
del tutto. Et per toccare quelle cose che sono di piu importantia 
solamente: la lega che si fece il secondo et terzo anno della 
guM'>* di Leone per adversare alla yenuta prima che fece il 
christianissimo re Francesco pass^ tutta per mano di S. S*^, 
et ella and6 in persona legato per troyarsi in fatto con gli al- 
tri. Doye essendo riusciti li disegni diyersamente da quelle 
che B^era imasinato, et constretto papa Leone a fare queÜi ao- 
cordi che pote con el chr"»^ il cardinale de Medici hebbe quella 
eura di conseryare il papa Spagnuolo che ogn^uno di quelli 
che all' hora yi si troyorono posson render tc»Btimonio, et U86 
tutta Tauttoritä che hayeya col papa suo fratello, che la yo- 
\unik et estremo desiderio cheel christianissirao hayeya di se- 
guir la yittoria et passar con tanto esercito et fayore nel regno, 
fussi raffirenato bor con una scusa et hör con un altra, et tra 
le altre che essendo il re cattolico yecchio et per PinfermitA 
gia a gli ultimi anni, S. M<^ aspettasse Poccasione della morte 
sua, nel quäl tempo Pimpresa riuscirebbe senza difficulti al- 
cuna. Et succedendo assai presto doppoquesti ragionamenii la 
morte del re cattolico, che credo non ci fusse un mese di tempo, 
con quant' arte et fatica fussi necessario reprimere Pinstantia 
grande ehe el christianissimo ne faceya, ne sarebber testimonio 



a/ cardhml Faimese, 243 

le lettere di propria mano di S* M^, se qaesti soldatt, cketra 
le altre cose baDiio ancor saccheggiato totte le nctiitarey o d 
le rendessero orer le mandassero alP imperatore. Et qneste 
eose con uolte altre, che tutte erano in preparar quieta e sta- 
bile la hereditä et suecessione della persona hora dell' impera- 
tore et in assicurarlo etiam vivente Paro de maestrati di Spa^ 
gna, tutte faeeya el cardinale de Medici non per private com- 
modo sao alcuno, anzi direttamente contro Tutile partieulare, 
non faayendo rendita alcnna di raomento ^se non nel dominio 
di Francia, et non procurando mai d^haver ristoro in quel di 
Spagna. Successe la morle delP imperatore Masaimiliano, et 
essende Leone inelinato alla parte del cbrtstianissimo per quella 
digniti et opponendosi alli conati della M^ Cesarea d^hora, non 
pass^ il termine deW elettione che el cardinal de Medici con- 
dusse il papa a non conlravenirTi, e doppo fatta Pelettione ad 
approrarla, assolverlo dalla simonia, dal pergiuro, che non po- 
tera^ essende re di Napoli, si come yuole la costitutione di papa. . • 
. . ., procnrar d^ssere imperatore, rinveetirlo et darli di nuevo il 
regno di Napoli : in che non so — se Paffettion grande et Peppi- 
nione nella quäle el ^ardinal de Medici era entrato della honti, 
pmdentia et religione della M*^ sua non lo scosasse — se füsse 
pia o il seryitio, che pu6 molto apertamente dire d^haver fatto 
grandissimo alla M^ sna, overo il deservitio fatto al fratello 
cio^ al papa et alla chiesa, favorendo et nutrendo una potentia 
tanto grande e da considerare che un di da questo fiume po- 
teva enimpere una devastatione et oltraggio si grande come 
hora e seguito. Ma vedendo il cardinale queste due potenze di 
Spagna et Francia diyise di sorte che malamente non contrape- 
sando Puna colP altra si poteva sperar pace, and^ prima 
con questo disegno d^aggiunger tanta auttorit^ et forze al re 
di Spagna che essende uguale al christianissimo dovessi haver 
rispetto di venire a guerra, et se pur la disgratia portasse che 
non si potesse far dimeno, essende Poppinione d'anteporre il re 
di Spagna al christ»», Spagna fussi in modo ferma et gagliarda 
che attaccandosi in un caso simile a quella parte si potesse spe- 
rame hnon esito et certa vittoria. Et questo lo provassi con 
altro che a parole, se forte le cose sopradette fusser cosi os- 
cure che havesser bisogno di piu aperta f^de; ne fark testi- 
monio la conchisa lega con Cesare contra Francia, et tanto 
dissimili le conditioni che si promettevano da un lato a quelle 
delP altro, c^e non solo. Leone non doveva venire a legarsi colP 
imperatore, essende in sua libertä et arbitrio d^elegger quel che 
piu faceva per lui, ma essende legato doveva fare ogni opera 
p«r spiccarsene: et per mostrar brevemente esser con enette 

Jiuanto io dieo, Pimperatore si trovava in quel tempo che Leone 
ece lega seco, privo d^ogni auttorit&, nervo, amici et reputa- 
tione, havendo perdnto in tutto Pobbedienza in Spagna per la 
rebellione di tutti i populi, essende tomato dalla dieta che sua 
M^ haveva fatta in Vormatia, esduso d^ogni condusion buona 
d^ajati et di favori che si fussi proposto d'ottenere in essa, ha- 

16* 



244 htHruUUmt 

Tendo 1* gaem gi» mossa ne suoi paesi in dae lati^ in Fian- 
dra per via di Roberto deUa Marca et in Nararra, il qnal regno 
gia era tatto andato via et ridottosi alP obbedienza del re faro- 
rilo da iFrancesi: U Suizzeri poeo ioanzi s'eron di duoyo alie- 
gati col cbristianissimo con una nuova eonditione d'obbligarsi 
alla defensione dello stato di Miiano, che el re possedeva, cosa 
che mai per inanzi non havevon voluto fare: et il ser"^ re 
d^AngUa, nel quäle forse Timperatore faceva fondamento per il 
parentado tra loro et per la nemisti^ naturale con Francia, mo- 
strava esser per star a v.eder volentieri^ come comprob6 poi con li 
e£fetti, non si movendo a dar pure un minimo ajuto alP impera- 
tore per molta necessitA in che lo yedessi et per molta instan- 
tia che gli ne fusse fatta, salFO doppo la morte di Leone. II 
christianUaimo alP incontro, oltre la potentia grande unita da ae 
et la pronta unione che baveva con rill«* Signoria et che ha* 
Teva questa nuova lianza de Suizzeri, st trovara tanto piu su* 
perior nel resto quanto li causano la potentia sua, et la face- 
▼ano maggiore li molti et infinit! disordini ne quali dico di so- 
pra che Pimperatore si trorava. Le speranze et propositioni dei 
premii et comoditi^ del successo et prosperiti^ che le cose ha- 
yessero havuto eron molto diverse: il christianissimo voleva 
dar di primo colpo Ferrara alla chiesa inanzi che per soa IML^ 
si facessi ahra impresa, poi nelP acquisto del regno di Na- 
poU S* M^ christianissima, per non yenire a i particulari, 
daya taute comoditii alla chiesa circa ogni cosa che gli tor- 
naya di piu comodo piu utilitä et sicurt4 assai, che non sa- 
rebbe stato se ce Phayesse lassato tutto ; in quest' altra banda 
non era cosa nessuna se non proposito di metter lo stato di 
Miiano in Italiani et far ritornar Parma et Piacenza alla chiesa : 
et nondimeno, essende et nella facilita dell^ impresa in una parte 
et nelP altra il pericolo cosi ineguale et aggiungendoyisi an- 
cora la disparitä de i guadagni si grande, potette tanto la yo- 
\unik del cardinale de JVfedici appresso al papa, et appresso a 
S. S. Rey"»* Poppinione della bonti^ et religione della Mae8t4 
Cesarea, che mettendosi nella deliberatione che era necessaria 
di fare o in un luogo o in un altro questa imaginazione inanzi 
aali occhi, non yoUe dar parte della yista alP altro consiglio 
ne altro esamine se ,noo darsi in tutto et per tutto a quella 
parte donde speraya piu frutti d'animo santo et christiano che 
da qualsiyoglia altri premii che temporalmente hayesser po- 
tuto peryenire per altra yia. Et che sia yero chi non ha yisto che 
non essendo successe le cose in quel principio come si spe- 
raya, et essendo consumati i danari che per la prima portion 
sua la M^ Cesarea hayeya dato, et yedendo male il modo che 
si facessi proyisione per piu, la S^ M"» di Leone per sua parte 
et S. S. Key»* molto piu per la sua non manco metteryi la 
sustantia della patria sua et di quanti amici et seryitori che ha- 
yessi et per Pultimo la persona sua propria, della quäle co- 
nobbe Pimportantia et il frutto che ne segui. 

Mori in quelle papa Leone, et benche S. S. Rey»* si tro- 



al cmrdinai Famese. 245 

rame Demico tutto U mondo, perche quelli ehe baveva offeso 
dalla parte franeese tutti s^eron levati contro lo atafo et digniti 
8ua temporale et spirituale, gli altri della parte delP Imp'« parte 
non lo Yolsero ajutare, parte gli furoo contraij. come V. S. 
Rev"» et ogn' nno sa molto bene, noD dimeno ne il pericolo o 
Offerte grandi dei primi d^ ringrattitudine o sdegno dei seoondi 
bastorono mai tanto che lo facesser muovere pur un minimo 
punto della Tolunts^ sna, parendoli che sicome Panimo di Ce- 
sare et Poppinion d^esso era stato seopo et objetto, cosi quelle 
dovessi esser sua guida: et non si petendo imaginär che que- 
sto nascessi dalP anirao suo nd potendo per il tempo breye su* 
spicarlo, Tolse piu presto comportar ogni cosa che mutarsi niente^ 
anzi come se fussi stato il contrario, di nessuna cura tenne piu 
conto che di fare un papa buono parimente per la M^ sna 
come per la chiesa: et che Poppinione anzi certezza fussi che 
non sarebbe quasi stato differenza a far papa Adriane o Plmp*« 
stesso, ogn^ uno lo sa, sicome ancora e notissimo che nessuno 
fu piu auttore et conduttore di quella creatione cheU cardinal 
de Medici. 

Hör qui fu il luogo dove il eardi« de Medici hebbe a far 
prova, seU giudieio el quäle S. S. havera fatto della M^ Cesa- 
rea gli riusciya tale quäle S. S. Rev»* s^era imaginato, perche 
inanzi Pombra et in drizzo della S^ M*^^ di Leone bayera fatto 
che non si veniva a fare esperienza d^altro, et Panimo di S. S. 
tutto occupato a servir la M^ sua non hayeya pensato di distra- 
berlo in cura sua o di suoi particulari, n^ era cosi ayido o 
poco prudente che s^imaginasse i premii oorrispondenti ai me- 
riti, anzi in questo pareya d^bayer perfettamente seryito et meri- 
tato assai, non hayendo objetto nessun tale et essendosi rimesso 
in tutto e per tutto alla discrettione et liberalita sua. E' yero 
che troyandosi piu di due anni quasi prima che laM^ sua non 
pensaya nd crede?a poter riceyer tanto beneficio et seryitio dalla 
casa de Medici, bayer promesso per scritto di sua mano et di- 
segnato et tenuto a tale instantia separatamente da quella uno 
stato nel regno di Napoli di 6 m. scudi et una moglie con stato 
in dote di X m. pur promesso a quel tempo per uno dei ni- 
poti di papa Leone et dt S. S. R™*, et non essendosi. mai cu- 
rat! d'entrare in possesso dei primo nd yenir a effetto dei se- 
condo per parerli d^hayer tutto in certissimo deposito in mano 
di sua Maest^, morto papa Leone et non essende rimasto segne 
alcono di bene yerso la casa de Medici , che gli facessi ricordo 
d^bayer bayuto tanto tempo un papa, se non questo, mandando 
S. S. RiB« alla M*^ Cesarea a farli riyerenza et dar conto dl se, 
dette commissioni delP espeditione di questa materia, che se ne 
facessi la speditione, la consignatione et li privilegii et yenisse 
alP effetto. Ma successe molto diyersamente da quelle che non 
solo era Poppinion nostra ma d^ogh^uno: perche in cambio di 
yedere che si pensasse a nüoyi premii et grattitudine per li 
quali si conoscesse la recognitione de beneficii fatti alla M^ sua, 
et la casa de Medici si consolasse yedendo non bayer fatto moUa 



246 in»iruiiiou€ 

S^rdita ndla motte di Leone ^ ai mesee diffioolU talendl^ espe- 
tione delle oose dette non come «i fiuue trattato di uno etato 
gia stabilito et debito per conto molto diverso et inferiore ai 
meriii gprandi che s'erono aggiunti prima di disputare, non al- 
trimenti che se la caaa de Medid gU fusee stata nemica, faoendo 
objettioni di eorte che anoorche fiuse stata in quel termine, non 
■i devoTon fare, perche la fede et quel che s*^ una yolta pro- 
messo si vuol seryare in ogni tempo, pure si replicö et mostrd 
il torto che si rice?eva Udmenle die in cambio di sperar piu 
o di havere almeno interamente quello che era promesso d^uno 
State di XVI m. scudi, VI di S» M^ propria et X m. di dote 
che si doveya dare, si risolyette in tre, nel quäl tempo essende 
il cardinale de Medid bene iaformato di tutto, se S. S* R"* non 
si messe dalla devetlone di S* M^ persererando non eome trat- 
tato ui supra ma come se fasse stato remunerato a satieti^ si 
potrebbe dire che Tharessi fatto per forza^ essende la potenza 
deir imperatore fermata di sorte che non poteya far altro, overo 
per mancarli partito con altri prencipi^ overo per trovarsi in qual- 
che gran necessitä nella quäle fussi piu pronto prestar ajuto all' 
imperatore che ad altri: ma chi si ricorda dello stato di quei 
tempi, che e facile essende assai fresca la memoria, conoacerii che 
Pesercito e parte imperiale in Italia per el nuovo socoorso che i 
Francesi hayean mandato reparando Tesercito et forze loro, 
con riil"^ Sign% era in grandissimo pericolo, et in mano d'al- 
cuno era piu in Italia per Topportunita del stato amici, parenti, 
dependentie, denari et gente, che del cardinale de Medid far ear 
der la yittoria in quella parte doye gU fusse parso a S. S. 
R»» salda nella yolonta yerso Pimperatore, cercayono opprimerio, 
non solo poteya sperare ajuto dallt Cesarei, ma essi male haye- 
rebbon fatto i fatti loro se da S. S. R">* non hayesser riceyuio 
ogni Sorte di ajuto tanto ad acquistar la yittoria quanto a man- 
tenerla, essendosi spogliato fino all' ossa et se et la patria per 
pagare una grossa impositione che fu imposta per contribuire et 
pagar Tessercito et tenerlo unito. Direi yolentieri, connumerando 
tutti i beneficii, officii et meriti inftniti del cardinale de Medici 
et di casa sua, qualche amoreyol demostratione ehe S* M^ o 
specie di grattitudine hayessi usato inyerso di loro, eosi per dire 
il vero come per scusare in questo modo questa perseyerantia 
mai interrotta per alcun accidente yerso S* M^ et difenderla 
da chi la yolessi chiamare piu tosto ostinatione che yero giudi- 
cio, ma non yi essendo niente non lo posso far di nuoyo, salyo 
se non si dicesse che in cambio di XXil m. sc. d'entrata perduti 
in Franda S* M^ gli ordind sopra Toledo una pensione di X 
m. sc. , dei quali ancora in parte ne resta creditore. E' yero che 
nelle lettere che S« M^ scriyeya in Italia a tutti 11 suoi ministri 
et oratori et capitani gli faceya honorifica ihentione di S.S.R"**, et 
cometteya che facessin capo a quella et ne tenessero gran conto 
per insino a cometterli che se dio disponesse della S^ M"* d'A- 
driano, non attendessero a far papa altri che S. S. R"<^*: donde 
naseeya che tutti faceyano nei negotii loro capo a Fiorenza et 



al catdkud Famese. 247 

commiiiiicaTaDO le faeende, et quando s^hayeva a trattar dl da* 
nari o altra sorte d^ajuti , a oessuno si rioonreva con j^lu fidu* 
cia che a S. S. R"*% lavorendola gagliardamente contro la ma- 
la dispositione di papa Adriano per triste iaformatioDi ingeste 
daVolterra che mostraya haver di S. S"*: nelle qqai cose, non 
facendo iogiuria al buon animo che Cesare potesse havere con 
el cardinale^ dir6 bene che S* M^ si govemaya prudentissima» 
mente in Tolere che si mantenessi una persona di tanta autto- 
riti^ in Italia, la quäle per poca reeognitione che gli fussi stata 
fatta non si era mal mutato un pelo del solito auo , et non pos- 
sendo saccedere, cosi in questo oome negli altri etati, che mutan* 
do la forma et regimento se ne fasse potnto sentire evidentissimi 
Iratti et commoditii che faceva aua Maestii stände integre in 
Fiorenza el cardinale de Medici. 

Morto Adriano fu il cardinale creato papa, doye aneorche 
i ministri et altri dependenti da Cesare havesser gagliarda com- 
nüssione, parte si portoron come Tolsero, et alcuni che alP ul- 
tinto descesero poi a iarorir la sua elettione ii .primo protesto 
che essi yolsero fu che non intendeyono per niente che S. S^ co- 
noscesse Topera loro ad instantia deW imperatore. na che lo 
faceyotto per mera dispositione privata. £t nonaimeno fatto 
papa ritenne S. S^ la medesima persona del cardinal de Medici, 
quanto comportaya una union tale insieme con la dignitii nella 
quäle dio Thayeya posto : et se in pesar queste due parti del 
debito del pontefiee et delP affettion yerso Timperatore S. S^^ non 
s^ayesse lassato yincere et fatto pesar piu Pultima, forse che 
ü mondo sarebbe piu anni £a in pace, et non paiiremmo hora 
queste calamita. Per che troyandosi nel tempo che S* S^^ fu papa, 
due esserciti gagliardi in Lombardia, di Cesare et del christianis- 
simo, et il primo oppresso da molte difficult4 di potersi mante- 
nere, se N. S. non Pajutaya, come fece con lassar le genti ec-^ 
desiastlche et Fiorenline in campo, con darli tante decime nel 
regno che ne cavayano 80m. scudi, et farli dar contributioni di 
Fiorenza^ et S* S^ ancora priyatamente denari et infinite altre 
sorti d^ajuti, forse queUa guerra hayrebbe hayuto altro esitb et 
piu moderato et da sperar fine ai travagli et non principio a 
nuoye et maggiori tribulationi, alle quali sperando N. S. tanto 
ritroyar forma quanto oltre aXV auttorit4 ordinaria che credeva 
hayer coll^ in^eratore et per consigliarlo bene ci hayeya ancora 
aggiunto queste nuoye dimostrationi, senza le quali non hayrebbe 
potuto yincere, perche et meutere scordato senz'esse mai la Si- 
gnorta faceya unir Pesercito suo, non solo non fu dato luogo 
alcuno al suo consiglio, che dissuadeya di passare in Francia 
con Peserdto , anzi in molte occorentie si cominci6 a mostrare 
di teuere un poco conto di S* S^, et favorir Ferrara in dispreg* 
gio di quella, et, in cambio di lodarsi et ringratiarla di quanto 
hayeya fatto per loro, querelarsi di quel che non s^era fatto a 
yoglia loro, non misurando prima che tutto si facessi per mera 
diqiositione senza obbligo alcuno, et poi se ben ce ne fussero stati 
infioiti, che molto maggior doyeya esser quelle che tiraya S* San- 
iiik a fare il debito suo con dio che con IMmperatore. 



248 Insiruiiiotie 

L^esito che hebbe la guerra di Francia moströ se el oon- 
siglio di N. Sig« era baono, che venendo el chiistia^issimo adosso 
air eserctto Cesareo, ch'era a Marsiglia, lo costrinse aritirarsi, 
di Sorte, eU re seguiva con celeriU^ che prima fu entrato in Mi* 
lano ch' essi si potesser provedere, et fu tanto terrore in quella 
giornata del vicer^, secondo che Phucmo di S. S^ che era presso 
a S. EcC* scrisse, che non sarebbe stato partito quäle S. Signoria 
non avessi accettato dal re^ et prudentemente Tedendosi ia 
estrema rovina se la Ventura non rhavessi ajutato con fare che 
el christianissimo andasse a Paria ^t non a Lodi, dore non 
era possibile stare con le genti che vi s'eron ridotte. ' Bora 
le cose si trovavano in questi termini et tanto peggiori quanto 
sempre in casi cosi subiti Fhuomo s^imagina, et N. S. in ma- 
lissima intelligentia col chri^o et poca speranza di non haver a 
sperar se non male da S* M*^ et rimanerli odiato in Infi- 
nito, essendosi governata^ come dlr6 appresso con quella ve- 
Tiik che debbo et sono obbligato in qualsivogUa luogo, che 
piu potessi stringere a dirla di quel che io mi reputi al pre- 
sente. 

Fatto che fu N. Sig^*« papa, mand6 el christianissimo di 
mandar subito messi a suppUcare a S. S^, che come dio Tha- 
Teva posta in luogo sopra tutti, cosi ancora si volessi metter 
sopra se stessa et vincer le passioni quaU gli potesser esser 
rimaste o di troppa affettione verso Timperatore o di troppo 
mala volunti^ verso di lui, et che rimarebbe molto obbligato a 
dio et a S. S^^ se tenessi ogn^ uno ad un segno, interponendosi 
a far bene, ma non mettendosi a favorir Puna parte contro Pal* 
tra, et se pure per suoi interessi o disegni S. B»« giudicasse 
bisognarli uno appoggio particnlare d^un prencipe, quäl poteva 
havere meglio del suO, che naturalmente et a figliuolo della cbiesa 
et non emulo, desiderava et era solito operar grandezza di essa 
et non diminutione, et quanto alla voluntJi poi da persona a 
persona, gli farebbe ben partiti tali che' S. S^^ conoscerebbe che 
molto piu ha guadagnato in farsi conoscere quanto meritava 
offendendo et deservendo lui, che ajutando et favorendo Pim- 
peratore, venendo in particulari grandi. 

Nostro Signore accettava la prima parte d^essere amore- 
vole a tutti, et beuche poi con li effetti dependessi piu dalP 
imperatorOy oltre älla inclinazione lo faceva ancora con certis- 
sima speranza di poter tanto con Pimperatore che facilmente 
lassandosi Sua M^ Cesarea govemare et muovere, a Sua 
S^ non fussi per essere si grave quelle che offendeva el 
christianissimo, quanto gli sarebbe comodo poi in facilitare 
et ajutare gli accordi che se havessero havuto a fare in la pace. 
Ma succedendo altrimenti et facendo il re, mentre che Pesser- 
cito Cesarea era a Marsiglia, resolutione di venire in Italia, 
mandö credo da Azais un corriere con la carta bianca a N. 
Sig^« per mezzo del sig'« Alberto da Carpi con capitulatlone fa- 
vorevole et amplissimi mandati et con una dimostration d^ani- 
mo tale che certo Phaverebbe possuto mandare al proprio impe- 



ai cardkud Famese. 249 

ratore, perche di voler lo stato di Milano in poi era contento 
nel resto di riporsi in tuUo et per tutto alla voluntik et ordine 
di Nostro Signore: et non ostante questo Sua Santiti non si 
Yolse risolyer mai se non quando non la prima ma la seconda 
volta fu certa della presa di Miiano et hebbe lettere dalP huomo 
8U0, che tutto era spacciato et che el vicerÄ non lo giudicava 
altrimenti. Metta^i qualsivoglia o amico o serritore o frateüo 
o padre o Pimperatore medesimo in questo luogo, (et vegga in 
questo subito et ancora nel seguentel), che cosa harria potuto 
fare per beneficio suo che molto meglio S. S** non habbia 
fattoy dica meglio perche son certo che quellt da chi forse 
S. M^ ha sperato et spera miglior volunta poiche si trovano 
obbligati havrebber Toluto teuere altro conto delF obbligo, che 
non^fece la S. S^, la quäle harendo risposto in man sua far 
cessar Farme nh far proseguir la guerra nel regno di Napoli 
et in6niti altri comodi et publici et privati) non era obligafa 
ad altro in favor delP chriatianissimo se non a farli acquistar 
qaello che gia Tesercito di Cesare teneva per perduto et in 
reprimerlo di non andare inanzi a pigliare il regno di Napoli. 
nel quäle non parera che fussi per essere molta difficultii: et chi 
Tuol farsi hello per li evenü successi al contrario, deye ringratiare 
dio che miracolosamente et per piacerli ha yoluto cosi, et non 
attribuir nulla a se, et riconoscer che U papa fece quella capi- 
tnlazione per conseryar se et Pimperatore et non per mala vo- 
lonte. Perche trovando poi per sua disgratia el re difficultA 
neiP impresa per haverla presa altrimenti di quel che si do- 
revAy N. S'* lo lass^ due mesi dUntomo a Payia senza dar 
un sospiro di favore alle cose sue, et benche questo fusse as- 
sai beneficio delli Spagnuoli, non manco ancora far per loro, 
dandoli del sno stato tutte le comoditi^ che potevon disegnare, 
non mancando dHnterporsi per metter accordo quanto era po»- 
sibile tra loro: ma non vi essende ordine et soUedtando il re, 
che N. Sig^ si scoprisse in favor suo per farli acquistare tanto 
piu facilmente lo stato di Milane, et instando ancora che i Fio- 
rentini facessero il medesimo, a che parimente come S. S^ 
erono obbligati, fece opera di evitare Pbaversi a scoprire nö 
dare ajuto alcuno salvo di darli passo et yettoyaglia per el suo 
stato a una parte dell^ esercito, che sua M^ roleva mandare 
nel regno per far diversione et ridur piu facilmente alp accordo 
grimperiali. Oh che gran servitio fu questo ai Francesi, conce- 
dendoli cosa la quäle era in facolt^ loro di torsela, anoorche 
non glie Pbayesse Toluto dare, trovandosi disarmato et parendo 
pur troppo strano che havendo fatto una lega con S. M^^ chri- 
stianissima non Phavendo voluto servir d^altro, gli negasse 
quelle che non poteva, et una publicatione d^una concordia finta, 
come fu quella che si dette fuora alP hora per dare un poco 
di pastura a quella M^ et fare 4.'he di manco mal animo com- 
portasse che S. S^ non osserrasse ad unguem la capitulatione ; 
et se ri Torrii dire il vero , el chxistianissimo fu piu presto de- 
serrito che senito di quella separatione delP eserdto, perche 



260 Iluiruitiane 

furoDO le genti intertenute tonto in Siena et di poi in questo 
di Roma, die rimperiali hebber tempo in Lombardia di far la 
prova che fecero aPavia: la qüal ottenuta, qualche ragione vo- 
leva, che Timperatore nd i suoi agenti nd huomo al mon- 
do di quella parte si tenesse offeso da Sna S^ o pensassi al* 
tro che farli servitio o piäcere^ se la religione non li moveva 
et il seguitare gliesempii degli aitri prendpi, li quali non solo 
non hanno offeso i papi, che si sono stati a vedere, ma qnando 
hanno ottenuto vittoria contro quella parte con la quäle la cfaieaa 
si fussi adherita, gli hanno havuti in somma adherenza e rive- 
renza e posto termine alla vittoria sna in chiederli perdono, ho- 
norarla et servirla. Lasdamo stare la religione da canto et mei- 
tiamo il papa et la chiesa in luogo di Moscovita, doTe si tro- 
t6 mai che a persona et stato che non ti occopa niente di 
quello a che la ragione ^uole, tu possa pretendere? and ha- 
▼endo una continuata memoria d^haver tanti anni col faTore, 
ajuto et sustantia sua et particularmente della persona ottenuto 
tante irittorie, et se hora si era adherito col re, lo fece in tenqpo 
nel quäle non potendo ajutare^ se ne altri gli panre d'havere 
una oceanione divina di poter col mezzo dd nemid fare qud 
medesimo effetto, non gli dando piu di quello che o la forza 
loro o Pimportantia delP imperatore gli concedeva, et poi qnando 
el corso della Yittoria si fenn6 per i Francesi, haverla piu to- 
ste arenata che ajutata a spignere inanzi: che inhumaniti^ in- 
audita, per non usar piu grave termine, fu quella, come se ap- 
punto non vi fusse stata alcuna di queste raggioni o fussero 
State al contrario, subito ottenuto la vittoria in Pavia et fatto 
prigione il re, cercare di far pace con gli altri, dei quali meri- 
tamente potevasi presomere d'essere stati offesi, alla chiesa 
et alla persona del papa subito indir la guerra et mandarli uno 
eserdto adosso? O gPimperiali havevon yeduti i capitoli della lega 
con el chr">o o non gli haTeyon veduti. Havendo gli visti, come 
siam certi, essende andate in man loro tutte le scritture di S. 
S*^, doveyon produrli, et mostrando offensione in essi o nel tempo 
che furon conclusi overo nei particulari di cosa che fusse in pre- 
giudicio alla M^ Cesarea, giustificar con essi quello che con- 
tavario, se giustiticatione alcuna pero vi potesse essere bastante. 
Non gli harendo risti, perche usiur tale iniquita contra di — 
>— — ? Ma nÄ in scripüs non ha^endo visto cosa tale n^ in 
fatto non havendolo prorato, non haveron sentito offendone al- 
cuna. N^ rest6 N. Sig^« per poco animo o per non potere, 
perche se Pha delP animo o del potere essi in loro benefido Pha- 
Tevon provato tanto tempo et del primo Peta non glien' haroFa 
potuto levar niente et del secondo la dignit^ glien^ harera ag- 
giunto assai, ne anche perche S. S^ hayessi intercette ai- 
cune lettere di questi sig'^ nelle quali si vedeva che stanno 
gonfi et aspettavano occasione di yendicarsi della ingituia, che 
non riceyerono da S» S^, ma per non reputar niente tutte que- 
ste cose, re^petto alla giustitia et al doyere et buon animo della 
M^ Cesarea, senza partidpation della quäle non pens6 md 



ai cardkutd Famese. 251 

che «i iii«ttes86 a tentare cosa aleuna, et non possendo nai 
persuadeni che S. M^ fuste per eomporUrlo. Pero accadde totto 
per il cootrario, che subito senza dunora alcuna fecer pasaare 
Fesercito in quel della cbiesa et coDstrinser S. S^ a redimer la 
Tezatione con 100 m. sc. et col far una lega con loro : la quäle 
mandandosi iu Spagna, la demostratione che S. M^ ue feee 
d'^haverlo a m^e fu che se in essa si conteneva qualche cosa 
che fusse in benefido di N. Sig*« et della chiesa, non la yolse 
raüficare, non. ostante che auanto fu fatto in Italia, fussi con 
11 mandati amplissimi della M^ sua, et tra le altre cose ▼' era 
la reintegratione dei sali dello stato di Milano ehe si piglias- 
ser dalla chiesa^ et la restitution di Reggio, di che non volse far 
milla. Havendo N. Sig'« reduto gabbani tante Tolte et sperando 
sempre che le cose delP imperatore, ancorche alla presentia 
paressero altrimenti, in effetto poi fussero per riuscbre migliori et 
havendo sempre visto riuscirU il contrario, coniociö a dare 
orecchif con tante prore che ne vedera a chi glie Phareya sen* 
pre detto et perseverava che la M^ sua tendessi alla oppressioBe 
di tntta Italia et yolersene far sig'« assolnto, parendoli strano 
die senza un'objetto tale S. M^ si govemasse per se et per 
li suoi di qua della sorte che faceva: et trovandosi in questa 
suspettione et mala contentezza di veder che non . gli era os* 
serrato n^ fede n^ promessa alcuna, gli pareva che gli fusse 
hen conveniente adherire alla amicitia et pratiche di coloro li 
quali havessero una causa commune con la santitJi sua et fus- 
ser per trovar modi da difendersi da una violentia tale che si 
teneva: et essende tra le altre cose proposto che disegnando 
Cesare le?ar di stato el duca di Milano et farsene padrone et 
havendo tanti indicii che questo era piu che certo non si do- 
Teva perder tempo per anticipar di fare ad altri quel che 
era disegnato di fare a noi, S. S^ non poteva recusare di se- 
guitare il Camino di chi come dico era nella fortuna com- 
mune. Et dl qni nacque che volendosi il regno di Francia, la 
S. S^^* di Yenelia et 11 resto di Italia unire insieme per rileva- 
mento delli s(ati et salute commune, N. S. dava intentione di 
non recusare d'essere al medesimo che gli altri s^offerivono: et 
confessa ingenuamente che essendoli proposto un in nome et 
da parte del marchese di Pescara che egli come mal contento 
deir imperatore et come Italiano s^offeriya d^essere in questa 
compagnia, quando s'ayesse a yenire a fatti, non solamente non 
lo ricu86, ma hayendo sperato di poterlo hayere con effetti, gli 
hayerebbe fatto ogni partito, perche essende yenuto a termine 
di t^ner dello stato et saluto propria, pensaya che ogni yia che 
se gli fusse oferta da potere sperare ajuto non era da rifiu- 
tare. Hora egli ^ morto et die sa la yeritä et con che animo 
goyem^ questa cosa. £' ben yero et certo questo che simile 
particulare fu messe a N. Slgnore in suo nome: et mandando 
S. S^ a dimandamelo, non solo lo ricus^, ma tom6 a con- 
fermare egli stesso quel che per altri mezzi gli era stato falte 
intendere: et benche le pratiche procedeaser di questa sorte, 



202 Insiruititme 

dio sa se N. SigDore ei andava pia toste per necessiti che per 
elettione; et di cio poesono far testimonio molte lettere scritte 
in quel tempo al nuntio di S. S*^ appresao Timperatore, per le 
quaii se glt ordinava che facesse intendere alla M^ S* li raali 
modi et atti a roTinare il mondo che per quell a si tenevano, 
et ehe per amor di dio yolesse pigliarla per altra via, non es- 
sende possibile che Italia, ancorehe si ottenesse, si potesse te- 
uere con altro che con amore et con una certa forma la quäle 
fusse per eontenlare gll animi di tutti in universale. Et non 
giovando niente, anzi scoprendosi S. M^ in quel ehe si dubi- 
tava, dMmpatronirsi dello stato di Milano sotto la persona dl 
Girolamo Morone et ehe il dnca si fasse voluto ribellare a S. 
M^, perseverava tuttavia in aeconciarla con le buone, deseen- 
dendo a quel ehe voleva S. M^ se elia non yoleva quel che 
piaceva alla S*^ 8., pnrehe lo stato di Milano restasse nel 
dnca, al quäle effetto si erano fatte tutte le guerre in Italia: in 
die S. S*^ hebhe tanto poca Ventura ehe, andando lo spacdo 
di questa sua volunCi alP imperatore in tempo che 8. M^ vo- 
leva accordarsi col christianissimo , rifiut^ far Taccordo: et pe- 
tendo, se aecettava prima Paccordo con il papa, far piu van- 
taggio et poi piu fermo quel del christianissimo , rifiut6 far 
Paccordo con N. 8ignore, per fare ehe qnanto faceva con il 
re fusse tanto piu comodo vano quanto non lo volendo il re 
esservare era per haver de"* compagni mal content! con li quali 
unendosi fusse per teuere mance conto della M^ Sua ; et non 
e possibile imi^inarsi donde procedesse tanta alienatione delP 
imperatore di volere abbracciare il papa: non havendo ancora 
con effetto sentita offesa alcuna di 8. S^, havendo mandato 
legato sue nipote per honorarlo et praticare queste cose ac- 
cioche conoscesse quanto gli erano a euere, facendoli ogni 
Sorte di piaeere, et tra gli aUri coneedendoli la dispensa del 
matrimonio, la quäle quanto ad unire Pamicitia et intelligentia 
diquei regni per ogni caso a cavargli denari della dote et ha- 
ver questa suecessione era della importanza, che ogn^uno sa, 
et tamen non si movendo 8. M^ niente, costrinse la 8. S^ a 
darsi a chi ne la prcgava, non volendo Pimperatore suppli- 
carle, et a grandissimo torto accettarlö: et avenne che strin- 
gendosi N. Signore con il ehrislianissimo et con Paltri pren- 
eipi et potentati a fare la lega per commune difensione et- pre- 
eipuaniente per far la pace universale, quando Pimperatore lo 
Seppe, volse poi unirsi con N. Signore et mandande ad offrir- 
gU per il sig'o Don Ugo di Moncada non solo quel che 8. S^ 
gli haveva addimandato et importunato, ma quel che haveva 
sperate di potere ottenere. Et se o la M^^ S. si vuol difendere o 
calumniare N. Sig'«, che coneedendoli per il stg'« Don Ugo quan- 
to dissi di sopra, non Phavesse veluto accettare, non danni la 
8*^ 8., la quäle mentre che fu in sua potestä, gli fece istanza di 
contentarsi di mance assai, ma inoolpi 11 poce giudicio di coloro 
che quanto ^ tempo et e per giovare non vogliono consentire a 
nno et vengene fueri d^eecasioni a voler buttar cento. 



al cmrdinal Famese. 253 

Non essendo cen sonuna giustificatione cio in t^po^ che sua M^ 
negasse'd^enlrare in lega con honeste conditioniet ciie le imprese 
riuscissero in modo £fficili che altrimenti non si potesse ot- 
tenere Pintento commune, et chi diibitassi che Pimpresa del regno 
non fusse stata per essere facile, io pu6 mostrare l^esito dl 
Frusolone et la presa dt tante terre, considerando massime che 
N. jSig'« poteva mandare nel principio le medesime genti, ma 
non eron gia atti ad havere nel regno in un subito tante pre- 
paraiioni quante stentorono ad havere in molti mesi con aspet- 
tare gli ajati di Spagna, et mentre non manca nelP amicitia 
esser amico et Toler usar piu presto ufficio di padre, minao- 
ciando che dando e procedendo con ogni sinceritJk et non man- 
cando di diseendere aocora ai termini sotto della digniti sua in 
fare accordo conColonnesi sudditi suoi per levare ogni snspet- 
tione et per non mandar mai il ferro tanto inanzi che non si 
potessi tirandolo in dietro sanar faciimente la piaga, fu ordinata 
a S, S^ quella traditione, che sa ogn^uno et piu sene parla 
tacendo, non si petendo esprimere, nella quäle ^ vero che se 
S. M^^ non ci dette ordine n^ consenso, n^ mostrd almeno gran 
dispiacere et non fece maggior dimostration, parendo che Tarmata 
e tutti li preparatorii che potessi mai fare Pimperatore non ten- 
dessino ad altro che- a Toler yendicare la giustitia che N. 
Sig^ havera fatta confro i Colonnesi di rorinarli quattro ca- 
stelli. Non voglio disputar della tregaa fatta qui in castello 
questo septembre per ii sig'« Don Ugo se teneva o non tene^a: 
ma Passolutione dei Colonnesi non teneva gia in m^do N. Sig>^ 
che essendo snoi sudditi non gli potessi et dovessi castigare. Et 
se quanto alP osservantia poi della tregua tra N. Sig'« et Pim- 
peratore fussi stato modo da potersi fidare, si sarebbe osser- 
vata d'awanzo, benche JNT. Sig'* non fusse mai el primo a rom* 
perla: ma non gli essendo osservata n^ qui n^ in Lombardia^ 
dove nel tempo della tregua cfalando XII mila lanzichineche ven- 
nero nella terra della chiesa, et facendosi dalle bände di qua el 
peggio che si poteva, et soUecitandosi el vicer^ per lottere del 
consiglio di Napoli, che furono intercette, che S. S'i* accele- 
rasn la venuta per trovare il papa sprovisto et fornir quel che 
al primo colpo non haveva potuto fare, non potd N. Sig'* 
mancare a se stesso di mandare a tor gente in Lombardia, le 
qoali, ancorche venissero a tempo di far fattione nel regno, non 
▼olse die si movesser dei confini — et la rovina de luoghi dei 
Colonnesi fu piu per Pinobbedienza di non haver voluto alloggiare 
che per altro — et similmente dl dar licentia a Andrea Doria di an- 
dare ad impedir quelP armata della ouale S. S^ haveva tanti 
riseonfri che veniva alla sua rovina. r^on si pu6 senza nota di 
S. S^ di poca cura della salute et digniti sua dir, con quante 
leglttime occasioni costretto non abbandonassi mai tanto tempo 
Tamore verso Pimperatore, e dipoiche cominciö a essend qual- 
cbe separatione, quante volte non i^olo essendoli offerti ma an- 
daya cercando i modi di tornarvi, ancorche et di questo pri- 
mo proposito et di quest^ altre reconciliationi gltene fumi se« 



264 InslruiHone 

gwio male. Ecco che mcntre le «ose son pia fareiiti che mai, 
▼iene ei padre generale dei Minor!, al quäle bavendo N. Sig** 
nel prindpio della gaerra andando in Spagna dette boone pa- 
role assai delP animo suo verso rimperatore et mostratoli quali 
sariano le vie per Tenire a una pace uoiyersale, la M^ sua lo 
rimandö indietro con commissioni a parole lanto ample qoanfo 
m poteva desiderare, ma in effetto poi durissime: pur deside- 
rando N. Sig** d^uscime et Tenire una Tolta a cbiarirsi fade ad 
faciem con Pimperatore, ae vi era modo o Tia alcuna di far 
pace, disse di si et accettd per le migliori del mondo queste 
eose che Pimp'« Tolera da eua santiti^ et quelle che la M^ saa 
Toleva dare: et Tolendo yenire alle stringere et bisognando far 
capo col yicere, il quäle si troyaya ancb' esso arrivato a Gaetta 
nel medesimo tempo con parole niente inferiori di quelle che 
el generale baveya detto, queste conditioni cresceyano ogn'hora 
et erano infinite et inaoportabili da potersi fare: con tutto do 
niente premeya piu a N. Signore che eraer costretto a far solo 
accordo con Pimperatore in Itaiia, percbe la causa che moyeya 
a farlo, etiam con grandissimo danno et yergogna sua, era Tu- 
nione et pace in Italia et il potere andare alP imperatore, et se 
la Signoria di Yenetia non gli consentiya, questo non poteya 
occorrere, et per praticare il consenso loro, stände il yicer^ a 
Frusolone, si fece la sospensione delParmi otto giomi, tra 
quali potesse yenire la risposta di Yenetia, et andando con 
esse il signor Cesare Fieramosca, non fu prima arriyato Ik che 
gia essendosi alle mani-et liberato Frusolone dalPassedio non 
si pot^ far niente: nel quäl maneggiu certo ehe N/ Signore 
and^ sinceramente et cosi ancora il rey*<> legato, ma troyan- 
dosi gia Pinimici a posta et con Parmi in mano, non era pos- 
sibile di trattare doe cose diyerse in un tempo medesimo. — 
— Si potrebbe marayigliarsi che doppo Payer proyato Panimo 
di questa parte et restarsi sotto con inganno, danno et yer- 
gogna, bora yolens et sdens, senza neceasitii alcuna, libero dalla 
paura del perdere, sicuro di guadagnare, non sapendo che amidtia 
acquistassi, essende certo della aUenatione et nemicitia di tutto il 
mondo et di quei prindpali che di euere amano la S^ sua, andasse 
a buttarsi in una pace o tregua di questa Sorte. Ma bayendo sua 
S*^ proyato che non piaceya a dio che si facessi guerra, per- 
cbe ancorche bayessi fatto ogni proya per non yenire ad arme 
et di poi essendoyi yenuto con tMti yantaggi, il non bayer ha- 
yuto se non tristi successi non si pu6 attribuire ad akro, ye- 
nendo la poyera cbristianiti afflitta e desolata in modo insoffri- 
bile ad ndirsi da noi medesimi, che quasi erayamo per lassar 
poca fatica al Turco di fornirla di royinare, giudicaya che nes- 
sun rispetto humano doy^ssi per grande che fusse yaler tanto 
che bayessi a rimuoyere la S^ sua da cercar pace in compagnia 
d^ogn^uno, non possendola bayer con altri, farsela a se stMsa, 
et massime che in questi pensieri tornomo a interporyisi di 
qnelli ayyisi, et nuoye delP animo et yolunti di Cesare dispo- 
sto a qnello che niol muorere le S. S^ nirabilmente bayendo 



al canUmd Fame^e. 2S5 

haTuto nel medesimo tempo lettere di num proprio di S. M^ per 
via del Sig'« Cesare et per quel di Arezzo di quella sorte che 
era necessario ; yedendo che d^accordarsi il papa col imperatore 
fasse per segnirne la feliciU del mondo overo imaginarsi che 
uomo del mondo noo polessi mal nascer di peggior natura che 
rimperatore se fusse a?*dato a ^trovare questa via per rovioare 
il papa, la quäl fussi indegnissiraa d'ogni vilissimo uomo et 
non del maggiore che sia tra christiaui, ma absit che si posta 
imaginär tal cosa, ma si repula piii tosto che dio Thabbia per- 
messa per recognition noatra et per dar campo alla M^ sua di 
mostrar piu pietä, piu bonta e fede et darli luogo d^assettare 
il mondo piu che fusse mai concesso a prencipe nato. Essendo 
venute in mano di queeti aoldati tutte le scritture, tra Paltre 
gli sar^ capitato una nuova capitulatione, che fece N. S^« ein« 
que o sei di al piu prima che seguisse la perdita di Roma, per 
la qiiale ritomando S. S^ per unirsi con la lega et consentendo 
a molte conditioni che erano in pregiudicio della M^ Cesarea^ 
non penao che alcuno sia per volersene valere contro N. S*« 
di quelli della parte di Cesare , perche non lo potrebbon fare 
senza scoprir piu i difetti et mancamenti loro, li quali dato che 
si potessi concedere che nen si fussi potuto ritrar Borbone dal 
proposito suo di voler venire alla rovina del papa, certo ^ che 
eron tanti altri in quel campo di fanti et uomini d'arme et per- 
sone priocipali che havrebbono obbedito a i commandamenti delP 
imperatore se gli fussero stati fatti di buona sorte: et privato 
Borhone d^una simil parte, restava pocco atto a proseguire el 
disegno suo. Et dato che questo non si fusse possuto fare, beu- 
che non si possa essere escusazione alcuna che vagli, come si 
giustificheri che havendo N. Sig'« adempit4> tutte le conditioni 
della capitulazione fatta col vicere, sicome Y. S. R»* potria 
ricordarsi et vedere rileggendo la copia di essa capitulazione, 
che porteri^ seco, che domandando S. S^ alP incontro che se li 
osservasse il pagamento dei fanti et degli uomini d'arme, che ad 
ogni richiesta sua se li erano obbligati, non ne fussi stato osser» 
vato niente, si che non essendo stato corrisposto in nessuna parte 
a N. Sigr«» in quella capitulatione, da un CAuto facendosi con- 
tro quelle che si doveva, dair altro non se li dando li ajuti 
chesi doveva, non so con che animo possa mettersi a voler ca- 
lunniare la S^ S. o d'una cosa fatta per mera necessiti in- 
dutta da loro et tardata tanto a fare, che fu la rovina di sua 
Beattitndine, pigliare occasione di tenersi offesi da noi. 

Dalla deUberatione che N. Sig'« fece dell^ andata sua alP 
imperatore in tempo che nessuno posseva suspicare che si mo- 
vesfli per altro che per zelo della salute de christiani, essdndo 
venuta quella inspiratione subito che si hebbe nuova della morte 
del re d^Ungheria et della perdita del regno, non lo negheranno li 
nemid proprii, havendo S* S^ consultato e resolute in concis- 
toro due o tredi tnanzi Pentrata di Colonnesi in Roma; n^ credo 
che sia alcuno si grosso che pensi si volessi fare quel tutto di 
gratia colP imperatore prevedendo forse quella tempesta, perche 



256 IntiruiHtme 

non era tale die se si fbssi hayuto tre höre di tempo a saperlo, 
non che tre dl, non si fasse con un' minimo snono potuto scac- 
ciare. Le conditioni che el padre generale di S. Francesco porto 
a N. Sigr* furon queste: la prima di ?oler pace con S* S^, et se per 
caso alla venuta siia trofasse le cose di S» S^ et della chiesa 
ro?inate, che era contento si riducessero tutte al pristino stato et 
in Italia darebbe pace ad ogn^ nno^ non essendo d^animo sno 
volere n^ per se nd per suo fratello pnr nn palmo , anzi lassar 
ogn' un in possesso di quello in che si trovava tanto tempo fa; 
la differenlia del dnca di Milano si vedessi in jure da gindici da 
deputarsi per S^ S^ et S* M^, et yenendo da assoWersi si re- 
stituisse, dovendo esser condennato si dessi a Borbone, et Fran- 
cia sarebbe contento far Taccordo a danari, coaa che non ha- 
veva voluto far fin qui, et la somma nominava la medesima cheH 
christianissimo hareva mandato a offerire dod due millioni d^oro; 
le quaii conditioni N. Sig'« accett6 subito secondo che il generale 
ne pu6 far testimonio , et le sottoscrisse di sua mano^ ma non 
furono gia approvate per gli altri, li quali V. S. sa qoanto gravi 
et insoportabili petitioni gli aggiunsero. Hora non essendo da 
presomere se non che la M** Cesarea.dicesse da dovero et con 
quella sinceritJi che conviene a tanto prencipe^ et yedendosi per 
queste propositioni et ambasciate sue cosi moderato animo et 
molto benigne verso N. Sig*« y in tanto che la M^ sua non sa- 
peva quäl fussi quello di S* S^ in yerso se et che si stimava 
l^armi sue essere cosi potentissime in Italia per li lanzichine- 
che et per Tarmata mandata, che in ogni cosa havessi ce- 
dato, non ^ da stimare se non che quando sari^ informato che 
se la M^ 8na-mand6 a mostrar bnon animo non fa trovalo in- 
feriore quel di N. Sig*« , et che alle forze sue era tal resisten- 
tia che S* S*^ piu tosto fece benefido a S* M^ in depor Par- 
mi, che lo ricevessi, come ho detto di sopra et ^ chiarissinDio, 
et che tutta la roWna seguita sta sopra la fede et nome di 
sua M^, nella quäle N. Sig^« si e confidato^ yerri non sola- 
mente esser simiie a se, quando ändert sua sponte a dedderar 
bene et offerirsi parato rifame a N. Sigr« et alla chiesa , ma an- 
eora aggiunger tanto piu a quella naturale dispodtion sua quanto 
riceirca il Tolere edtare questo carico, et dHgnominioso che sa- 
rebbe per essere, passarsene di leggiero, voUarlo in gioria per- 
petua, facendola tanto piu chiara et stabile per se medesima 
quanto altri hanno cercato come suoi ministri deprimerla et ob- 
curarla. Et gli effetti che bisognerebbe far per questo tanto pri- 
▼atamente verso la chiesa et restauration sua quanto ibenefidi 
che scancellassero le rovine in Italia et tutta la christianitik, 
estimando piu essere imperatore per pacificarla che quaLrivoglia 
altro emolumenlo, sark molto fädle a trovarli, purche la dis- 
positione et giudido di rolere et conoscere il vero bene duve 
eonsiste vi sia. 



Per 



al cmrdinal 'FoPftese, S57 

P«r non •ntere in ie ca«se per ie quali fimmo eo«ti«lti 
a pU;ll*r Parnii, per e«»ere'0o»» ehe ncerc«reb|»e pia tempo, n 
Terr4 selameiite a dire che neu le pigüanmo «nai per odie o 
mala volunti che baTeMime contra Pimperatore, o per am* 
bitiaiie «K £>r piu-grmiide lo State nostre o d^aloano 4e no* 
stri, ma solo pw neceeeita • nella quäle et pareva che faste 
posta la libeiia et etate nostro et -delli eemmni» stati d'Jta*. 
lia, et per far censtieire a tutto II nondo et all' imperatore 
che se si cercava -d^opprimerci) noi Don poteramo b^ dorera- 
mo ceo^rtarlo sensa £ar ogai sforao' di difonderd, in tat»* 
io ehe soa M^y se ha/reva qneir aniiad del quäle mai dabita* 
vamo, iatendesse ehe le cose non erano per riaacirli eesi facä* 
mente come altri förne gl! hareFa dalo acl iiitendere, jorero se 
noi ei fussino gabbad in questa oppmioBe che S* M^ intendessi 
a farsi niiUe, et questi sospetti ci fasser nati piu per. modi dei 
minlstri che altro, faccndosi S. M^ Cesarea intendere esser 
cosi da dovero, si venlsse a una bueoa paoe et amicitia non solo 
tra Doi partieularmente et S. M^, aa in compagnia degli altri 
yreotipi o sig" con 11 qiiali eravamo ooUigaa i^m per altro ef- 
fetto che solamente per difendsrci daUa villania che ei fusse 
fatta o per renir con eend^oai honest ei ragiopeiroli a met« 
tere un* altra volta pace infra la mieera ehrietianitä: et.ee 
quande Don Ugo renne 8i Mß ei havessemandato q»elle resolo». 
tioiii le qoali benestissimiinieQte d parevan neeessarie per ve* 
nir a qaeeto, d harerebbe N. Sig'« Iddio fatto la piu felice gria- 
tia che si potessi pensare^ che in un medesimo di quasi che 
si presero Parmi si i^arebben'deposte. Et che da rero. quel 
che dieiamo ehe habbiaino faamto senqpre in aaimo, ne pu6i 
far testieionio la dtspositione in che ci trov6 11 generale di S. 
Francesco, con el quäle cemmnnicando noi, bora e un^ anno 
che era qui per andare in SpiH^na, le cause perefaenoi et gli al- 
tri d^Italia haTevano da star nuil eontenti deir imperatore, et 
dandogli carico che ' da nostra parte Pesponesse tntte a quella, 
con farli intendere che se roUva atfendere ai cossigli et pre- 
ghiere noetre, le qüali totte tendevano a laude et ser?itio di 
djo et benefido cosi suOv^conie nostro, ci trovcrebbe sempre di 
quella amore^olezza che d havera provato per inanzi, * et essen- 
dösi di Ik alqnanti mesi rnnandatod il detto generale da S. 
M^ CO« risponderd hunrnnissiBiamente che era eontenta, perusar 
delle sue parole, acoettar per comandamento qudlo che noi gli 
haveTamo nandato a consigliare: et per dar cortezza di cio, per«- 
tava tra IHiltre risolutioni d^esser oontento di render li figUuoU 
del christianissimo con quel riseatto et tagUa che gli era stala 
offerta da S. M*^, cosa che sin qui non havera ^volato mai fare: 
oltre che prometteva che se tutta Italia perun modoidi dire a quelP. 
hora che H generale arrivassi a Borna, fnssi in.suo potere, era 
contenta, per far buggiardo chi Phavesse roluto calunniäre che la 
▼olessi oceupare, di restituir tutto nel suo pristino stato et mostrar 
che in essa n^ per se n^ per il ser^^ sao fratello non d voleva' 
un palmo di pia di quelle che era sollte di posdderri antica- 



268 MnwiruUimi 

mmi» U cofona di Spagiia: et fcreh« 1« panle s^aMon^agoas- 
■er Gon 1 fatti^ portava di eio aflipli«mao>iaandato in-sna per- 
•OBH da poter risolTW teUo o eon Don Ugo o cob el vieer^, se al 
tempo cfaa ci oapttava, in tlalia fiissi anrkato* Quanto qui foasi 
il nostro eontento^ mob ai potrtbbe «^rimerey e ci pareva un^ 
hora nrilP aoni rtuke all' effetto di qualche sorte d^aecordo ge- 
nerale di peaar Panne: et «opragiungendo quasi in un mede» 
anno tenpo il ▼ieer^ et mandanded da San Stefiaao, doTO 
prima preaevporto in oneito mare, per el eomandante Pignatoaa 
a dire le mi^or parole« del mondo et niente differend da quanto 
ei bareina detto el genemle, rendenune gratie a iddio che il 
piaeere die barevano piese per Pambasdata del generale non 
fusse per havere diibbio alenno, eaaendoei eonfernato il mede- 
ttmo per il iignor viompA^ il quäle in fard intendere le com- 
miasioni -dall' imperatore d confertaTa in totto, et pur d mandava 
a eerttficare cbe nesauno potrebbe trOTarat. con migliore Tolnnti 
di metterai ad eaeguirie. fiora qualmente ne suocedeaae il contra- 
rio^ non bisogmt durarä aaalta fatica in dirlo^ non esaendo al- 
cun cbe neu .aappia. le. 4unaaime^ inaeportabili et ignominioae 
oonditioni die ne fureaa dimandate da parte del TicerÄ, non 
bayendo noi poata dimem "alcuna in BMindarlo a pregare che 
non si tardaaae. » Teniie. alla conditioine dt tanto bene. Et 
dore noi pensavamo ancom tnovar megUo« di quel cbe ne era 
State dettOy esaendo Puannz» di hni- aempre rlaerro ddle mi- 
gliori cose per farle gustase piu'ggatnminte^ non solo driuaci 
di non trovare nienle ddipaepoeto,' an tutto ii contrario, et 
prima; nen baTere fede alewi^ in noi, eome se neasuno in ve- 
riti possa produnre teatimenio. in contaario; et per aicurta do- 
mandard la migliore et piu impörtantO' parte ddlo State nostro 
et della S^i* di Fiorenza, dipe* sonuna di denari insoporta- 
bile. a cbi bavease ha¥uto i monti.d^o, non cbe a noi, die 
ogn^uDO sapera che non haveramoun carline ^ volere cbe con 
tanta* ignominia nostra, anzi piu deU' imperatore, reatituisaimo 
eoloro cbe contra ogni debüo bwnano et divino, con tanta tra- 
diziene^ vennero ad aasalire la. persona di N. Signore^ saccheg- 
giare In chieaa di San Pietro, il aacvo palazzo; slringerne senasa 
un minimo rispetto a volare cbe d obbligasdmo strettamente di 
piu alla: M^ Cfesarea, sapeodo.tntto .11 meodo.quanlo desiderio 
ne mestrammo nel tempo cbe erat aase nel piu florido State cbe 
fussimo mai, et, pw non dire tntti gli altrirpartieulari, yolere 
cbe soll facessimo acoerdo, non io potendo noi fare se ?ole- 
vamo piu facümente condurre a fine )a« pace uni?arsaie per 1« 
quäle voleyamo dare queato principio. Et coai non ai petendo 
il Ticer^ riauMTcrsi da qnestesue dimaade tanto insoportabili 
et veneodo senoa niuna causa ad inrader lo stato nostro, ba- 
irendo not in ogni tempo et quei pocbi mesi.inanzi lasdato 
Rtare quello deUMmperatore nel regno di Napoli, accadde la 
vemita di Gesare Fieramosca: il quäle trovando ü vicere gia 
neue stato della chiesa, credemmo die pertaase tali oommis- 
sioni da parte doli' imperatore a S. S^* cbe se si lossero ese- 



al catrdktal Famese. 289 

g«iift, HMi fli sartMMT« eendotte le eose in questi temini. Et 
mentre S. S««* voIm fare da« eose assai oantnu4e i&tieme, ona 
mostrare di non bayer fatto male ad ester venuto tanto inansi 
OToro ii<m perdere le oecaaioni ehe gU pareva havere di gua* 
dagnare U totto, Paltra di obb^edire alÜ eemaodamenti dell' im« 
peratMM*e, qatAi erano ohe io ogni modo Ü faoease aecoide, 
non svccesse alPhovarn^ Tuno n^ Paltpot parobe S. S*** si 
troT^ gabbstft) che non potette fare qcteUo che si peatara« Et 
tomando ii eigaor > Geaare cos patÜ di &f tregna per otto di, 
fiotanto che yeniBse riaposta se la 8ig«te di VenetiA vi yeleya 
entrare, qoande arziy^ In eampOT- troy^ gli eserdti alle maoi 
et non n and6 per all^ hera ptu ioanit; salvo die non oetante 
qae9to succeeeo et oonoacendo certo che stassimo siouritsimt 
in Lombardia et in Tosoana per le bnone proybioni et infi* 
nita gettte dt giierra, che yi era di tatta la lega, et che le oose 
del reame nonharesaero rimedlo alenno come Peaperientia Hha« 
yeya comiaciato a dimostrare, mai di^eaemmo dairanimo no< 
atro il desiderio et proeurattene deUa pace» Et i)i esaer sno- 
oesae le cose eosi heae yerso noi, nonhayeyamo altro-contento 
80 non poter mostrare che se desideraramo paee, ei:a per yero 
giadtcio et bnoira' yolnntit BoaCra et nOn per necessiti, et per 
moatrare idil imperatoie ohe^ ae oemandö* con boono ani« 
mo^ come «crediänto, -al padre generide dra anoarcbe tutto 
fnaae preso a aaä derotione si restitutsse, che quel che eUa si 
imaginaya di ' fare quando il easo hayesse portato di esserlo, 
noi easendo cosi in fatio lo' yoleyamo eaeguire. A questo no- 
atro desiderio oiaggiifnsero un:ardoreeatremo piu lettere scritte 
di mano . dell'* imperatore, tra Paltre due che in ultimo hav«m- 
mo da Cesare FieraoMsoa et da Paolo di Atezzo noatro servir 
tore, le quid! sono di tal teoore che non ei pareria bavere mai 
errate se in fede di quelle lettere sole non solo havessimo po- 
ato totto il mondo-. m« Panima propria in mano di S. M^; 
tanto d scongiura che yogüamo dar eredito aUe parole che ne 
dice, et tutte esse parole sono piene di quella satlsfattione di 
quelle promesae et qudP ajnto che noi a noi non lo desiderar 
yamo migliore. Et^come in trattare la pace finche non eravamo 
aicori che corrispondenza s^era per hayere, non $i rimetteya 
niente delle proyisioni della guerra, cosi ei sforaayamo ehiarirei 
bene et essende due capi in lialia, Borbone et il signor yicer^, 
a^era bisogno trattare cc« un solo et q.uello sarebbe rato per 
tnttf, oyero con tuttt dne particularmente« aedocfae se ci fntee 
ayenuto qndche e, la cölpa che e data d^aUra sötte adaltri, non 
fosee stata a nei di pooca prttdeütia: et bayendo irovato che 
queata facaltii di contrattare era solonel vieerÄ, oeneyeltanme 
molto ben chiarire et non.tanto che fusai 4l9si come in efi^to.il 
generale, il signor Cesai^e, il yieerd proprio, Paulo d^Arezco et 
Borbone ne dtceyono^ ma lotender dal deMo Boibo»e non nna 
yolta ma m&lie et da diyerae peraone 'se Pera per obbedirlo, et 
proposto di yoler fare aeöordo' partieularamite cön lui et üecu* 
sando et affmiandö, che a quanto apputttarebbe el yicer^ non 

17* 



260 IfulrulHane 

fareb^ repliea aleuna. Hora fu fadl «oaa et tati aempre «d 
ogn^ ttDO adombrar eon specie di Tiiiü im tmo disegno , et Bon 
lo potendo condurre Tirtuosamente ne all' aperta, tirarlo eon 
fallacia^ eome vengbi ^nde «i vogUa — ci par esser a termine 
die non sappiamo iadovlnar donde proeedcfira -~ ci par ehe si sia 
stato fatto a noi, li quali si vede ehe tutte le diligectie che ei 
pos^ono usare di dob eeser gabbati, sodo state usate per doi^ 
et tanto che.qiialche TOlta ci pareva d'esser euperstitlosi et dt 
meritame reprehensione. P^che harendo - el testimoiiio, et di 
lettere et di bocca deU'imperatore, del buon aDimo euo, et die 
Borbone obbedirebbe al ricer^, et a cautela dando S. m*^ let* 
tere nuore a Paulo sopra qaestä obbedientia al vicer^ dtrette 
a esBO Borbone, et facendosi el trattato oon el poter ai anpio 
di S. M^ che doreva bastare, et havendo Borbone raostrato di 
remettersi in tutto nel vieere, et contentandosi poi easo iH venire 
in poter nostro, fa una facUti tantö >grande a tirarei aHo stato 
ore aiamo che non sappiamo gia che modo si potrii piu trovare 
al mondo di credere alla sempüce fede d*un- private gentil 
hnomo, essendovi qni interrennte molte eose e riascito a questo 
modo. Et per non cercare altro che f are i fatti propni, era molte 
piu lecito et faeile a noi senza ineorrer non solo in infaiaia di 
non servator dl fede, ma b^ ancbe d^altro, usar ddi' occastone 
ehe ia fortona ci harera pdrtato^ di starsi sicoriissiBM) in Lombar- 
dia eome si stara che mai veniva Borbone isansi, se Peaer^ 
cito della lega non si fusse raffreddato per ia stretta {nratliea 
anzi conckision della pace, et valuto di quella commodita se- 
gultar la guerra del reame, et da due o tre fortezze in poi le- 
varlo tatto, e di poi andare appresso in altri lueglu, dove si 
fosse potuto far danno et rergogna alPimperätore, et stände 
noi Saldi in compagnia dei confederati rendere tutti li di&egni 
suoi piu diffidli. Ma parendod che elservitio di dio etlamiaera 
christianitib ricercasse pace. ci proponemmo ädeporre ogni grande 
acquisto o Tittor ia che fussimo stati per faavere, et offender 
tutti li prendpi christiani et Italiani, seaza saper qocdammede 
che barer in mano , ma assai pensavamo d^havere ae Panime 
delP imperatore era tale come H. M^ eon tante evidentie si sfer* 
zara darci ad intendere. Et molto poco slimavämo roffendene 
degli altri prendpi christiani, li qu^i di li a molto poco d ea* 
rebber restati moUo obbligati se si fasse seguito quelle che 
tanto amplamente S. M^ ci ha eon argumenti repUcalo, che aar 
rebbe, acoordandosi noi seco, per rimettere in nostra mane la 
condusion della pace et assenso eon It prendpi christiani. Et 
se alcnno volesse pensare che foasimo andati'con altro objetto, 
eostni eonoscendod nön pn^ piu mostrare in cosa aleuna la 
malignitä sua: non ci öonoscendo et faoendo diligentia di sapero 
le attioni della Tita nostra, troVeri che ^ molto consentiente 
^ehe noi non habbiamo mai desiderato se non bene et operafo 
Virtnosamente et a quel fine posfposto ogni altro interesse: et 
80 bora ce n'd suceesso male ricCTondo di mano di N. Sig*« dio 
quanto giustaraente gli place eon ogni humilti^, non e che da 
gli huomini non riceTiamo grandissimo torto et da quellt massime 



ai cardEfiMi/ JV u - u ^ w. MI 

clie M bfR f&ii<r « ancerto fcxaiine possoB coprini eon !• fona 
et eon la disoMbediensa d^altei^ beoche quaodo t^havessi a di»' 
outere si trorarebbe da dire assai^ bora et ün pezzo fa et 
p«r bonor loro et per miel ehe tiono obbligati seoopdo dio et «e* 
condo U neirta ii potrebber porfare altrimenti di qitel ebe faiino. 
Not siamo entrati nel trattato poi fatte a Fiorenza con quellt 
di Berlnme.per mano dal aig'* Ytcer^ et dipoi non oteerTato« 
perehe non vogHamo perer d*haver tolto aasunto dt fare il 
laale contrik ebi ^ etato causa di trattarei oosi, ii quält die giu« 
dicfai con el suo giusto giudieto^ doppo Ja mbericordia d«l quäle 
TOraa di noi et della sua cbiesa- non eperiaiso in altro cbe nella 
relifioney fede et virlii deli' iaipwatore ; dte essendoci noi con» 
dotti deye aiamo per Popfnione cbe bayeramo di esao con el 
liiitto ebe s^aspetta a tal parte ci rüragga et ponga tanto piii 
alte qnanto siamo in basso. Dalla cui M^ aspettiuno della 
ignonUma et dann! patiti infiniUHtt^ite quella aatisfattioae cbe 
S» M^ ci pud dare eguale alla grandezza sua et al debito, s^ 
alcuna se ne potesse mal tfOv>Mre al mondo cbe bastasse alla 
minima parte. Non entraremo esprimendo i particolari a torre.li^ 
gratia dei conccittiy cbe doviai^ aperire che bair^ et cbe ci man- 
deri^ a juroporre. Dlcoao cbe mettendoci al piu basso grade 
di quel cbe si posst . domaadare et che h per esser piu preslo 
yergQgna a £1. .Mt* a non conceder piu et a noi a non doman* 
dana ebe parer duro. a fai^lo» cbe da.S.,M^ dovrebber venire 
queete pnoviiioni: 

Cbe la persona nostva, el saero coUeggio et la corte dello 
ataio tutto temporale et spirttuale siamo restitnitt in quel grado 
eh'era quaodo furon fatte Findiitle col sig' yicer^, et noa ti 
grayare a pagare un denaro deir obbligato. 

Et »e alcnno sentando questo si burleri^ di noi, ri8pondiamo 
cbe se le ooae. di aopra «on yere, et si maraviglia cbe ci acquie* 
tiaBH> di questo y ba- gran raggijoiie.; ma se gU paresse da. do- 
▼ovo atrano, oonsideri con ebe hoiUk lo giudica o yerso Cesare o 
Tarao noi: ae yerso Cesare , eaitaideri bea^e cbe ogni voHa cbe 
wm si promette di S* M*^ e questo e molto piu, cbe lo fa gia 

Sartee^»e di Intto quel male cbe qui ^ pasaato: ma se yerso noi 
iaiamo cbe iniquamefite ci viucle delranre quelle cbe oeaauno 
mai ardirebbe di far buona mente. N^ si deve ^uardare cbe 
aUuao qui,.aia ai.bene com^ oi siamo ^ et che e pur meglio 
far con yirti!k et ghidicio qoello^ cbe fiaalmente el tempo in ygoi 
modo ba da portare^ se non in vita nostraj in quella d'altri.. 

16. 

Sommario delP istoria dltalia dair amio tb\2 insino a 1527 

scritto da Francesco Vettori. 

diu tthtveüiA mtrtwivhlQti^tttä^tn, xion «tnem in bie (S^efd^fte 
bti ^ctxiJUi ^ffUhUi unb atte ttaliinifcben tief titt^mtiWn gefdKtt)« 
ttn ^amtc^ Sriunbe ^ad)iaA>elI^. unb. (^utc(tarbtm4. 3ä>. faab e^. 
tn ber ^dibüotb^ (forftm )u ^om; boä^ te^nnU iä):H mrmwßivm. 
3«4 nyärbt H fonfi ^^um S>tud h0xhttn, U^m H^h^fi witrbJB tfl 



MS JFVtmc. Veitcriitiwia ^MUÜa 1612—1527. 

&t ^fii^ M SMved 19<27 DcrtHeft %vw%Vkttmi»9n 9forfii§; 
auf ff iner Scilla fc^mb «r btefe üebcrft^t b<r ifttigflett Sttigniffe. 

J^aii^d<lf^ltd) befd^9t «r fiä^ mit {(ormtmifdbtn 9(tiae((gm« 
^m. dt n&httt iid^ etticr ä^<fttmttii9* i»h jkne feine ^reimbt 
fte auloebUbet. lEBo er ber (StttrM^d gebenft^ lotld^- bte bebtet 
fetner ^aterffabt Im Sktln-e 1512 gegeben, fo bofi ^L 9){ebtd, na<i^« 
mM Seo X, attet i^ermod^t i^t (si ridusse la citti, die «en n 
fac«a 86 non quanlo Tolea il eard^ de Media),/ fSkgt er f^in^it/ man 
nenne bai fretltd) S^ronnel/ ober er fkt feine ^)krf^ feime feinen 
@faat Weber S^flentl^nm nodf^ ditpMit, ber nIAt etn>ad'S^9rAnnl« 
fc^ed (^abe. ^^Tutte quelle repoblioiie e principaii de? qu«ü lo 
ho cognitiene per hiitoria o cbe io h« yediito mi pare ehe- aen^ 
tino della tirannide.^^ ^an werbe 1^ bad ^ei^Hel wn Sreitf-« 
relcl^ ober Don ^enebla einwerfen. Kber In SranfreM^ bobe ber 9(bet 
ba4 Uebergewld^t Im ^iaüU unb genieße bie ^frtmhtn; miBentbtg 
fet^e man dOOO ^enf^^en Itber 100000 ^errfd^en, mdit Immer ge» 
redfK; ^wlfd^en ^bma mtb Si^rotin fet f^ln UnterfAl^r al^ ba# 
nn guter J^errfc^er Mni^, ein b^fnr Si^rann genannt )tt werben 
t>erblene. 

Utot^ bem nat^en 9)er1^4Ctiiiffe m bem er ^u ben belben m^i« 
cdfd^en ^dpf!en flanb, ifl er von ber €^rtf}llcl(^fett b«r |>d|>f2llil^ 
Gewalt wetng' i^bei^eu^t. Chi eeiKidera bene la legge erange^ 
lica, redr^ i pontefici, aneora ehe tenghin« il noine di vieario 
di Christo, haver indutto una nova rdigione, die hör ve n^^ attro 
di Christo che il nome; il qua! comanda la poverti eloro togiiono 
la richezza, comanda la Iramiltii e lero TOj^lene! la superbia, 
comanda la obedientia e loro voglioao- ^oiaandar a eiascaiio. 
c^lon ftet^t, n)le fe^r ble^ n>e(t(td^e äSefen unb fein ^^egenfa« gegen 
ba^ geifflld^e ^rtn€i)D bem ^roteflantt^mu^t^erorbeMe. 

Sie &at)l £eo6 fd^relbt Letten t>or »Uim b^ Meinung- §tt, bte man 
wn beffen <iutmi^lgfett fiatte. €tf waren- ^wet funf^bare ^Id^fle 
vorausgegangen, unb man war l^rer fatt.> ^9^n i»iä)fk ^ebici^ 
jyHavea saputo in modo snuilare ehe era tenuto- di otüni eo- 
etami/^ £)ad ^elfie trug |^le$u jBtbblena bel^ ber bte Steigungen aU 
(er ^arblndte f annte unb fte gegen l^^r etgened Sntetvffe fu gewinnen 
wu^te. Condosee fuori del couclave iJeani di lero a promettere^ 
e nel conclaye a Gonseiitire a detta elettfose contra totte le rar 
gioni. 

IDIe €;rpebltion %xan^ I. im 3al(nre 1515 unb bie ^tuna £eo4 
X. n)d()renb berfelben f&l^rt er fe^r gut auS. !Daf fte fernen yä^iim* 
mem Q^rfolg f&r ben ^a|>fi gehabt, ml^t er befoiiberf ber @ef<ti^<f« 
Ild)felt M »Irlcarlco bei, ber In ^em Momente In baS fran^6ftfdiye 
£ager fam, aU ber i$6nlg bei ^arlgnano ^u ^ferbe (Heg, van ben 
@%n>el^em SBiberflanb gu lelflen, unb ber bami fpAter bi^ Unter^b« 
lung auf ba^ ft&gfle leitete. 

& folgt bte ^eweoung von Urblno. 3^ li^abe fc^on ange« 
geben, we(<$e ©ritnbe ^ettorl fär £eo anf&^rt. Leone disae, che 
80 non privava il duea dello stato , el quale si era condotto eon 
lui e preso danari et in su Tardore della guerra era conre- 
mito eon li nemici ne pensato die era suo sabdito, ne ad id- 
troy che non sarebbe si piccolo Barone, che non ardisse dl 



Franc. VMati üiürim. ^iini'm U12— 1527. tM8 

Um a medetimo o paggie; e che hunmAa troTtto U pmMiaito 
in ripataitiMM lo Tole?* maiitepere. Et in Tenti yolcndo n- 
▼ere i pontellci come sono vimti d» molt« dimnne dHinni in 
qua, il papa non potera laadar« U ddiito d«l dura, impuntto. 

^3etton ^at nod^ MoabeH tin £e6ctt oon 2oYen)o ^ebki bem 
3. Dcrfafit. €r lobt l(n met^r M \x%tKSb m, onbertr ^intor. ©eine 
^Sioat^oermaltung «»on Sloren^ fleOt er m einem eigentl^mltd^en 
sinb neuen £t<bte bor. €tf ergdn$t ftdy wed^fetöweife^ mad er in \t^ 
ner £ebendbef4retbiing unb in unferm @ommario fagt. 

%(!& bie ^atferiDa^I, bie in biefe ^eriobe fte(, bef^onbett er. (Er 
ftnbet, bag 2eo ben ^6nig t>on S<'anfreid) nur Darum in feinen 93e« 
Arebungen beffdrft %9lbt, n>ei( er f<()on gewußt, ba^ i(^n bie Deut« 
fidtKn bo4 nid^ lodJtKen to&rben. ^etne iBerec^mtng fe^ gemefen, 
Sran§ I. fbfler um nur (Earin ni(()t xxM^im |u laffen, feine (^nü 
einem beutfAen %hx^ta ^uwenben. 3d^ fiinbe bie unenoartete 9loti§ 
— bte t<lb freili^ ni^t- fofort angenommen (oben mtfl — baf ber 
Sthm% xbväivb yM^i bie (Bot^l ^oa^im^ von S3ranbenbttrg yx U* 

f^rbem geftic^t ^e. II re baveva volto U favore imo 

al marcbese di Brandenburg, uno delli eiectori^ et era oontento 
che li danari prometfteTa a qneUi eleeteri che eleggerano lui, 
durgli a quelU che eleggevano diclo narchese. '9Beniafiettd i(l 
ba« ^erfaiiiren 3oad»imtf im biefer 9B41 fe^r «n^erorbenOKS. S>iefe 
%anyt ^^iäj/U^ mxi ntib o^ne SKbftcbt »unberlid» t^erun^lattet, üer^ 
btente etiblic^ totüfi, eimnat t^e ^tuffldnuig. 

^ettort ftnbet ben ^m\> £eo^ mit <Sar( &ber aüe begriffe 
totflug. La mala fortima ^i Italia lo induQse a fare quelio che 
neasoDo oono pmdente avrehbe facto. €r ^i1oi H befonber^ bem 
Sttreben ^ieron^mo tCborno*^ ^df^tt^b. 9(uf bie natitriidyen IH&cf« 
ttc^ten be^ mebiceifci^en ^oufed fommt er nidbt )u f)>re(iben. 

®on bem &be be^ ^o^M tt^fib^ er eimge ber ^articulorif A« 
ten bie i^ aufgenommen, ^n eine ^ei^ifiang ^jMbi er nid^t. Fu 
detto ehe mori di reneno, e questo quasi sempte ai dice delli 
aomini gnmdi e mazime qqando muojono di maJattie acute. £r 
nifint, ^er m&ffe man ftd) mmbern, baf £eo no4^ fo (ange q/t* 
(ebt (^. 

€r befldtigt, bafi&abrtanftd^ anfangt weigerte etuMi^ wiber bie 
Sran^ofen iu tpun; erß auf ein bringenbed ^reiben bed Xotfexitf 
^obe er fto ba^n t)er0anben einiget SSenige y& letflen. 

€0 UMtrbe jn x^xi f&(^ren, \>\t S3emerf uugen bi^r nteberlegen yx 
i»o0en, weCc^ in bcefer @(|Mft Aber ben «Mitern Verlauf ber 93eg^^ 
ben^iten gemalt werben; merfw&rbcg bleibt fte fetb^ ba, »o ber ^utor 
nur feine Seftnnungandipri^t. €r flanb hierin, wie gefagt, ^ocbia* 
i»eflt i^ na^e. lE^on ben OHenf^en %oi er eine eben fo f4^Ie<^fe 
Meinung. Quasi tntti gli uomini sono adulatori e dicono^yolon- 
tieri qnello che ptaccia agil uomini grandi, beuche senüno altrimenti 
nel cuore. ^af %tm^ I. ben Srieben Don ^abrib ni4^ biett, 
erftdrt er f&r bie berrlidl^fie unb ebel^e ^(^at bie feit t^tUn (^unbert 
^ijtta gef^et^. Francesco, fagt er, fece una cosa moUo con- 
Tcniente, a promettere assai con animo di non obserrare) per 
potersi trovare a difendere la patrta sua. (Eine ^nfkt^t, bie M 
principe wftrbig i^. 



2M Jfow FiMcoH JRfL 1686. 

fXhn oitdb iti ontcrar #Mt4t tvnxi^ ficft 99ttfori a(4 em Sd^ictf« 
«enDanbterber ^r^gen Tutoren btcfer^^o^e^ Unfre @#rif^ if w>1L 
Criginalttdt «nb ^if, unb um -fo <iti§te(Knb«r>' ba fte tmr für| ifl. 
£>enB'^offer f a^t nur «bm fiy t)k( ol^ «r uMi^. tfber bkf lifi bo<l^ 
redS^t bebmtenb. & lo&rbe eine ou^^Itct^ert SCrbett ba^o. ^ef;6ren, 
nm ti^m fein Sted^ wiberfo^rm jn laffem' 

17. 

Sommario di la relatione di S. Marco Fos'cari renuto brator 
del sommo pontefice a di 2 Marzo 1526. Set @anuto 
S5b. 4L 

« 

^arco So^eart qepbrU mit ^ iener ®eianbif((^aft,vme(<lK 
^abrton hit iS5bebten| leitete. Sr f<i^etnt bann ^btö 1526 in 9iom s«^ 
hli^tn gtt fe^n. 

9(u4^ t>on ^obrtand Seit fagt er.€tnfged7 iebixft f&r >(äemen^ 
VII. tfi^ et um fo n>i4^ti9er, n>eU er in bem.bmnaiigen. tn^n ^er* 
(^d(tm# §n»ifd^en ^enebig unb htm ^opfl-mit tiefem ummd^efe^en 
lebf^of^en ^etfe^ ^atte.> •• ■ ■ > • 

üt f^iJbert ®eme«4 fblgeiiberpeffalt. Hom prudente e Hario^ 
ma longo a risolFersi, e ^ qua Tiea l'e sfie opeisafiofi yarie.> Dia- 
eorre ben, yc^e tulto, ina ^ moito.iimido: niiln in m^ria di 
■tato pol eon faii, aide tatti e .^oi faqoetto li pär; bomo justo 
et bomo di dio: et in siffDatura,. dorre U^iwcien ; tre. taKdioali e 
tre referendarii, non fars cosa in prcfgiiidttlo. di altri^ e come 
el segna qualche vappliMoieD, non reTtdia piu^ come feya piipa 
Leon. Qnesto non rende beneficti, ne M ila pier aymonia^ non 
tuo offidi con dar beneficii par venderli, come feva papa Leon 
e li altri, ma vol tutto paasi rectamente. Non spende, non 
dona, n^ tuol qnel di altri: onde e reputa mizero. £^ qual- 
ebe murmuration in Rmna, etiain per caofia del eard^ Armeliny 
quäl truora molte invention per trovar- ^^nari in Roma e fa 
metter nore angarie e fino a cbi >pf»rta tordi a Borna iet altre 
eose di manzar. — :-- EVcontinentissmiO} non si. sa di alcona 
Sorte di luxuria che nsi. — — Non vol buffoni, non rnuaici} 
non Ta a cazare. Tutto il sno piacere ä di rasönar con inze- 
gneri e parlar di aque. 

dr fommt bann auf feine dlat^eber.: @einem Steffen geilatte 
ber ^opfi feinen (äin^uf; •— felbf! ^becto tMrm6ge in ®tMHias 
4^en nidftt i^iel: — ü papa lo aide, ma poi fa al.siio modo; ioiidf) 
er ffnbet, ba§ ©iberto — devoto e savio ,— fronai^ftfd^/ &<^mnä 
berg — libero nel suo parlar — faiferü^ f«^. im ^ro^er 3fn* 
I^Anger bei ^aiferd toar aud^ guan Sotettti: er war xtmxQ^ l^hxfi^ 
mit ttm ^apfi, feit biefer in Sirnb wit Smnfreicft: getreten. .3od» 
cari gebenft anöi ber beiben ©eorctire bed ^^öpfle^/ Soc. ^^joiati, 
unb Sr. iDi^arbini (^^uicciorbini)/ ben legten ünbet er dcfc^tcfter, 
aber aanj franj W<^ 

& ift merfn>ikrbid, ba^ ber ^apfi mit ben Srcm^cfen nid^t mel 
beffer ^<tnb atö mit hm Jtatferlidf^en. (§r fällte m^( ,: n>a^ er loon 
a^m SU ermarten t^aüt* fftwt . mit ^enebig ßWt er fiä^ maf^r* 



Mmrco Foteuri Bei. llälL S« 

» 

ruinadoe casa di.E<«ia. 

fBdbe (»e^drftenftd^ »>e(i(^e£{etttd in t^ren ftaliemfd^n 3nt<ntto# 
nen^ luibi fallen "^c €6re bortit. Ser ^[)a¥>fi war So(^^ ba# er Se» 
ttebig abdelcilten it^dbe Üä^ mit htm itaifer §u «erfidnbtgen; bogeg^ 
^ell^oti^tet mm unfer ®efänbter gerobe^u, er fe^ e^, bur4 ben 3^^ 
lim fvti geworben; fdfton (et ber ^^isi^ entfd^liosgen getvefen^ ^our» 
bon aU \^er$09 ))on SRatlonb anjnerifennen, er babe bemfelben fo 
^tnfit^aft ^uaerebet ba^ er wn feinem ^ntfdWuffe ^aräcfgefonimen. 

€r bejUtiat^ bai ber ^fi bem ^«ifer bie iDi^penfation hie 
^n ber <S^e beffelben n6t^ig war, nur unter gewiffen S3ebingut^ea 
atnii^tm woflen *• n>af obige SnftrticttQn ni^^t «nbeutet^ — beb ^oi^ 
fer ^abe fte ober obn^- bieS p befommett genuft 

a^ei biefer IReloiion tritt, ttod? eintbefonbere ^eilioärbigfeit ein, 
^I^ f^dter.bie@yefonbien ongemiefen lottrben^ ibre 9(e(atiMiet| fcbrift« 
li^ ab^faffen unb eit^rekben# tbat bo^dauA ^anco So^c^i. ^^ 
ifk. (Miffottenbr n>ie Diel (<bn)44)er bie j^weite SXelation ifi al^.bie erffe. 
IDiefe loarb nnmtttetbor nad^ beft (Sreigniffen »orgetrogen« «^tM>Ser 
Srifcbe ber (Erinnerung ; f^dter jff>aren fo ^HU ottbere groge j^reigniijfe 
eiftgetfreten« baf iene; Srinner&ngen ft<jb bereite t>.er»>ifdi}ten.. I^d'^eigt 
ha^f wie loiel £)anf wir aucb in biefer ^inftcbt bem S(ei§e be4 um 
a»it&b(td)ienj@anutp f^ulbig finb. £)iet ifk^bi^ UI^H didathn bit 
iä> au^ fetner dbrontf fentttn gelernt, di ^{getv anbere/ jiDekbe in 
etgemn ^bfcbciften, i^onbat ^tonm re»tbirt> :iiiifbe(^(ten worbe«. 

■..','' ' ■'. 18. . . '•••'. "• • '- • 

Relattone riferlta nel cönsiglto di pregadl per il cTarissImo Gas- 
par Contariiii, ritornato ambasciatorö dei papa demente 
Vn e daliinp»« Carlo V, Marzo 1530. Informationi 
Politiche XXy. 95i6l. ÄUÄerlin. ' ' 

5Der nemli(i^e ®a^par (^antarini t>on bem in unferer ®ef((^id^t? 
fo viel £6b(icbe^ }u melben war. 

^ad^bim er fcbon einmal eine (^efanbtfcbaft Ui Qarl bemV. 
verwaltet — hie SÄetation bie er fifier biefe. abflattete, gebart ju ben 
feltenfleit; iä^ J^dU m einjige^ dyem^Iar b(Wön^efetfen, jU 9tom bei 
hm STIboni, — warb er' 1d28, no4 ebe ber ^apfl natb fo ^idtm 
ttngtö^ mth langen 9(bwefefibett. n<i<b 9lont> ^nimgegangen^ <m bit* 
fen ^bgeorbnet^ Cr begattete itnt t>on ^terbonfa^ mom/ i^on ^om 
§ittr ^aiferfrinungnad^^ Bologna, ^iei^ t^im er %i^tii an ben Uni* 
ter^onblungen. 

Sßon aOe bem xoa^ er in "^iterbo , 9iom unb Sioiogna erfa]^n> 
ttbt er bter ^dttiä^Uj^ ifi batan nur bai <S4ne Aud&uf^eiv ba^ er 
it* fo Iura fft|t. 

(Sontarim^ (^efaiübtfcbaft traf in hm wi<6tigen SRonient in wel^ 
4)€ttt. bet'.^opfi fÜi allmdblig wieber ^u bmi SButibemit bixn Mau 
fer ne^e wie it;in ^k. WUbici fiHpi(^er. gel^altem ®ar balb bemerkte 
htt &thabtc mit fBettounberung^ ba^ ber $aji:ifl/ob«>obl er.^onben 
il'atferltcbitt. fo fiarf beleibigt war/ ^aibneo bo^ fall ^n^b^. Vertrauen 
iatU Min ben iBerbfotbeten; batin befürfte i(m loorne^imlidi ^n$ 



9tl Q mt fmr C tm imM ^ JTW, iiSO. 

feMoCa *• Imoim, mt (Senttrhtf figt, ing^egnono e £ ralwe «ssai, 
ma di lingua e di audacia maggiore; -> fo lange ba4 Strieqßcßä 
i&fmxktU, entMicb bct 9<^>^ fi<^ «^ nW; o^^ «ber bte 9tan))ofen 
^ef^togett n>oren^ itnb bte ^oiferlt^Kn fid^ aOmAt^fig bereit färben 
tiefen f ^^ 9^|t gu rditmen bte fte hme ^ottetiy n>«r etf nkf^t me^ 
in>etfe((^«ft. @4on Hn Sr&(^(^ 1529 flonb ber ^qb^^ ivieber gut 
mit bem J^atfer: im Sunt ((Waffen fte innren 93unb, beffen S^ebmgun* 
gen dontarint nur mit ^Ik^e ^u fe|^en befam. 

Ku4 bte ^erfenen iäfihwi dontarint. 

S>er ^pfi n>ar ^temlkf^ grof unb wobigebaut: bomot^ (atte er 
m^ von ben SBtrfimgen fo t>mer UtigtöcfdfiäUe vnb von einer Mtoe* 
ren JhranH^eit no^ nt^t loieber redbt er|)oIt. „<lx %ot weber grof e 
%\th^% fagt ^ntarmt, „no4 (^gni &a%\ er t^ d^oleriftb, ober er 
bd^errf^t f{4 fo. baf ii^ 9lt Atanb baf^ (matten foflte. (Er n>lttif4^te 
n>ob( ben tlebetfldnben ab^tsbeffen »e((tK ^<^ JHrdb^ brMen: bod) er» 
greift er ^e|tt fem geeignete^ ^ttteL lieber feine Sletgungen 14ft 
|t4^ ntc^t mit @i4^ert^ urt(»ei(en. €4 f^ten eine ^ lang, al< 
liege ttm SCorenj toenig am i^en, unb bo4^ Idft er nun ein foi» 
ferliAe« i^eer vor btefe <@tabt sief^n.'' 

3n bem ^m^erlum Slemen« Vn. nxiren meiere Serdn» 
berungen eingetreten. 

JDer IDatorio (^iberto l^atte n^ immer ba< eigentlld^ Ser» 
trauen feinet 4>«rm am meifien, allein na^^em bie fllRaa#reae(nr bie 
unter fetner ^^entfaltung ergrifF^ morben n^aren, einen fo fd^ted^en 
^tt^gang genommen, »g er ft^y von felbff yaxhd, €r loibmete 
ftdb feinem 93i^tt)ume Verona, fliccoto <S<(^omberg[ bagMen war 
bunift eine &enbun^ na4^ !)!leapel wieber in bie wi^tig^en ®ef(bdffe 
gefommen. Sontarini ftnbet \^n fet^r f atferlid^, von gutem ^erflanbe, 
nulbt(^dttg, aber M^tg. 9(u(^ 3<icob @alviati vermochte viel; er 
galt bamato nod» f&r^an^&ftf4^. 

®o für) biefe^ @(l^rtft4^en iß, fo geivd^ e4 bo4^ viele 93e« 
t^ng. 

19. 

lostructio data Caesari a rev»« Campeggio in dieta Augustana 

1&30. (MS Rom.) 

S3t«1^ie^ tvoren bie 9>oIitif(ben ^efc^fte ba« ffiic^trafe: att^ 
md^Iig reifen bie fird(^i<ben bie ^u^erffamreit an fi^. mei^^ im 
d^ingange ^f en n>tr auf {enen MutMnaubenben Entwurf §tt einer 
IKebuction ber ^roteßanten beffen ic^ geba<l(^t (^abe: (^er fbgar nnt 
Sfnfhruction genannt. 

S>er @tdle bie er einnehme/' unb ber dommiffion be^ opoflolt« 
fd^en ^ivS^M gemdf , fagt ber (Sarbinal, n)otte er bie f!llaafrege(n 
angeben, bte man nadf^ feinem Urt^te ergreifen m^e. 

JDie 2age ber JDtnge f^^ilbert er fo(genberge(lalt. In almni luo- 
ghi della Germania per le saggestioni di questi ribaldi sono abro- 
gati tutti li christiani riti a noi dagU antiehi santi padri daü: 
non pia si ministrano li sacramonti , non ai otservano li TOti, 
K matrimonii si coüftindono a nellt gradi prohibtti della lagge 



InUrudto Vamp^^ IMO. M9 

—^ lt. f. i9.# betitle« tbün iifmfUi^s blefe S<i^it§lnabiit «il§ti» 
fd^ret&en. 

IDen Jfalfer #rhtitert et, ba^ b(efe @^icte t^m feinen 3im>a4« 
an ^oAt t^erf^ffen iDerber vok man ifyn iMr^nk^ Me. ^li 
ben @>(^rltt(itr bl< er bemfelben anräit^, «erf^d^ er t>n feine get^« 
li<6e 1lntetfl^iiiM|. Et io, se sarik biiegno, eon le censiire e 
pene ecdesiastfcbe li pro«6gafrd, non pretermettendtK e««a a 
far ch« sia neoessiatta, prtraiido li ber«ti«i benefieiati delli be^ 
nefieii loro e stfparandoU eon le^c^communieatioDi dal «attotioo 
gregge, • V. €«14. €ol suo^ bando irtipdflale jiinto '« famif dabfte 
U ridvittk atale e «i h«rreiido esteiminio' «he ovrero^ ««'anno 
eMtretd a rHornare alla santa e da^toliea fede'^iYrero-eott hk 
loro total rdina maDear* delli ben! » 4ella Tita. — .^* S^ i^ 
eonl Te üb fossero, ebe die nol vogU«) li qoali obstinatamente 
per^efT^rassero io questa diaboiiea via^ -^ ^ qaellä (Y. M.) 
potr& mettere lamano al ferro et al foeo et nkKoHos'extirfiare 
quoati^ male e reHenose piant«. 

^if<fr fftr bit MkMf «0n €n^nb ttnb «>on Sranhti^^ W^^ 
er bie donf^^catton ber ©Aler ber Xtt^ t>or. 

3ebe<^ ti^caxpt^ä&fli^ b(äC»t er bei <Deittfid^(anb jt^n; er ^t, wk 
man bte thrtifel t)on 95are€flona> auf bte er ft<i^ ^^ft$ be^teH beti» 
im ^u b^en gtaubte: Sar^ al propoafto, poiehe sari ridotta questa 
ma^Qtifiea e eattolica imprecai a buono e dfltte •eamino , ehe al- 
cani giomi dipoi si eleggetatino inquisftori bnonie santi, li qnafi 
eon Bumteia'diligenda etattlduiti vadino eeroando et inqüirendOy 
«^alOüdl, qttödab^t, pärseverassero in qoestediaboIMiJB ethere^ 
ttdie opinioni fiö voletieero in alean modo lasdarle, -i*^ — "etftt 
quel easo siano gastigati e puniti secundo le regele e norma che 
81 oseerva in Spagna eon li Marranl. 

€tn e\M hai niäft Wit fe badeten. Ktt«^ (ferffil^ bfefe 93c» 
Prebnngen An tmfem Socmtieyilen no^ nf^t t»pr. 

■'■.••■•■• ^. .. '\i ■ '• j 

'• <» 

Relatio viri nobilis Antonii Suriani doctoris et equitiff, - qui re- 
versus, est orator ex euria Remanau presentata in eoilegio 
18 JulU 15?3. (Archivib di Vcnetia.) 

,;3tt ben n^t^ttgfien iOin^ttt'', i)ihi er an, „v^dä^ ble bei ben 
9&r#<n U^iaMQttn ®efanbten ^u beobactiten l^aben, ^«^{fren i^ 
€f9enf<lKtfteft.'' 

^r bef4}reibt ^erfl ben ^^arafter (Giemen« VII. 

dr meint: n)enn man hk gefegte Seben^weife biefe« ^^0^ 
bie Unverbroffen^eit mk ber er feine ^nbienjen abwarf«/ feitte ^uf« 
tnerffamf eit hzi ben firtl^lc^en (Serem^nien beoba^^e^ fo* feflte man 
it^n f&r metotfdli^lifStJb Ralfen; bo4}r urt^eKen bi^ '^tuttbigen, baf er 
fanguinif(t fe^, nur Don einem falten ^er^ien; '^^o bafl^ er 'ft4 lang« 
fatn entfcblie^e, unb ftc^ lei^t besiegen laffe feinen €ntfdb(u9 ju 
Derdnbern. . 

,,Io per me non irovo die in eose pertinenti a staio la sia 
,,proeeduta cum grande dissimulatione« Ben cauta: et quelle 



Jim. »»rißmo IM. 1683, 

fftme ehe. .8. S^ neu role die li Mendane^ pkt preet« lo taca 
^,che dirle Botlo falso colore/^ 

Unter beit W^^tm (Sitmmiyil. rowftn biejentgmy beren 
bie fr&^ercn iKelattonin im^tfWi^b .dtwAtm^ng ttjmf nicbt tne^r 
»Ott ^^eutung: fie loerben g.ar ni^t emmal genomit; ^ogegm tritt 
Sacob iBattoiati ^en>Dr/ ber )>0me(7mli(& bk ^ersMOtoid ber O^o* 
madna uttb M MwS^tnflaoiti &totK»i«>t ^u leiten Iftf^te^ £>er$a|>f} 
t)erltef 6(| bartii «iflig auf t^it. Qm^t-fai^Am^^apS, bag er.n)oti( 
feinen ^ort(^eä etxDdd p febr ttn Ktige ^dlte; er MIagte ftcf^ felb^ 
ft^tt.m i$dofa>dna bar&ber; ober, er lief ii^n m ben^eM4ften< 

(Sben be^balb ober mar ©alotati ben &brigen 3^em>anbten bei 
9a|»ie4 t)#r(^aft. 0te glaubten/ er 9ti>t i^nm imSBege; ite fd)rteben 
4f iim }u^ wenn fiäi ^UmtM menigier freigeben ge^en fte $eigt« — 
•*-^ pwre ehe suadi all p>a|»a a tener strette le . mam ne li »üb- 
mlnistri ddoari aecundo, i lo .ajipelftto lor<o, ehe e grande dl 
•peoder e spänder. 

^ber and9 ^it übrigen waren unter, etnanber nur afl^u tmeintg. 
(iatbin^.ffipvol^t ^ebici i^re J[i^ei> iDelttitib d^efen. IDer ^apf 
fagte zuweilen nur: ^^er i^ pnZtulftl i»9n 9larr/ er wiU nid|)t^te> 
ß^jT fe^n";^ JL^e matto diavole, el inatto aon . vole easer prete; aber 
^ war t^ boÄ t)^d^ DerbrieSlid), aU .^ij^I^t xüirHi49 ^r{ii<l^ 
madiU b^ <&erAog IKtejrattb^ v^n Sferen^ -^h^ t^erbrltigen. . - • 

(Sarbiual j^v^^i UbU in enger freunbfdboft mit ber jungen 
€at(^arinA ^ebid/bieitM^ atö bie.duebesaioa wifomtvA. ^it i0 
feine cuaioa.in terga grado, com la qn^e vive ia amojr grande^ 
eseendo aaco reciprocameote da ki toß^iOy ne piu in altro lei 
ßd confida. De ad altri riconre in. U siübiaogiii e desideij aalro 
al diclo esurdi. 

©uriano bef4)retbt bal SinW ba^.m einer fo bebeutenben ISelt* 
flelKuag benimmt iDar/ fblgenberde#a(t. Di natura assai Tiva^^ mon- 
stra gentU spirito, ben acqostuni|i|;a: e stata.edueata- e guber- 
nata cum le monache nel monasterio delle murate in Fiorenza, 
donne di molto bon nome e san^ta Tita: ö picoola de persona, 
scarpa, npp de viso deli^cato ,. ha li occhi grossi proprj alla 
cäüsa dfe'MedicL 

SJört'atten ©eften bewarb man fidf nm ße: ©er ^crjog t)on 
^ailanh, ber J^erjog von ^antna, ber Mni^ von @dbott(anb 
wi^nfAten fte |ur ©enia^in; hti €tneni#anb bal eme, Ui einem ^n» 
bern bjftd otibere entgegen; hit fran}6üf(be ^emtdt^lung war bamaU 
no(b ni(bt entf(t)ieben : ,/na4^ feiner trrefoluten 9latur", fagt (Surtono, 
fprad? ber $ap^ fxäb mit gr^ferm« ba(b mit geringem! €ifer von 
beifdben/' 

Sr ftnbet/ bag ber ^o^fi wo](^( auA barum auf bte SBerbtn« 
bung mit Sranfrettf) eIngeH um bie frani^fiffAe Partei in Stören^ 
f^r ftc^ gu gewinnen. Uebrig^l h^caahtlt tt ik on^Artigen ^er> 
tidtniffe nur fur$ unb.)ur&c!t^a(tenb. . 

21. 

Relatione dv Roma d^Antonio Suriano 1536. MS Foscar. ^u 
ajien. ®t. ?Karc. »ibi. ju SJenebig. 

;Die ^bfdt^riften btefer IKelation f(if^wanfen ^wif(if^en ben 3<^^^' 



Atä. 8i»tiano Bei. 1636. 

jaulen 1535 imb 15:39. 3« ^afte 1536 f&r ri^tig. Cmmal »dl 
barin bte fK^dU^r M Xai^eri naä9 8lotn ermd^nt lülrb, bte m ben 
^pri( 1536 fdflt; fobann n>etl ftdb ein iBricf @aboIet< an @ttriano 
finbet, ou« fflom 9^ot). 1536, toel^er ben>et{l, baf ber ®efanbtt 
9^om bamaU id^on loieber t)erlaffen ^atte. 

(S4 ift bod ein 93mf ^ Sadoleti Epp. p. 383 — ber f&r 
^uriano fe^r tprtMOÜ lautet: mihi ea officia praefititisti quae 
Tel frater fratri, yel filio praestare indulgens pate^ solet, — nul- 
lis meis provocätus officiis. 

IDrei Za^t nadjr ber iÜJ^ittf^eilung ber t^origen lEelation — 
21. 3uU 1533 — war @uriano n>ieber ^um ©efanbten in fSiom tx* 
nannt werben. 

^ie neue SXelation entn>i^e(t ben weitem ®ang ber bamald ein« 
geleitete S)erbdltniffe, befonberl ben ^bf4lu0 ber firan$6ftf4^en 3^er« 
tnd(^(uttg/ bie bQdb ni^t allen SBenoanbten bef ^apM genehm war — 
non yoglio taoere che questo matrimonio fu fatto contra il volere 
di Giac. Salyiati e molto piu deUa S^ Locretia sna moglie, la 
quäle etiam con parole iDgioriose si 6forz6 di dissuadere S. 
8^, o^e ^xidv^d weil bie ®a(t>iati \t%t faiferlid) geftnnt waren : ferner 
Jene merfw&rbige Sufammenfunft be4 ^op^t^ mit (Element, beren 
wir gebacbten. !Der ^apfl betrug ftc^ mit duferfler ^orft^^t: er 
%&iit feine ftbriftltdiK ^erft^Krung au^gefieflt. Di tuttt li deside- 
rü a^accommodö Clemente cod parole tali che gli facevano cre- 
dere S. S^ esser disposta in tutte alle sue Toglie seoza pero 
far proTisione alcuna in . acrilture^ JDer $0^^ w&nfd^te feinen 
Jfriegr wenigilend nic^t in Italien ^ er w&nfd>te nur ben Jtaifer in 
^avan yA 6a(ten: y>cen questi spairenti aasicurarsi del spavento 
del concüio.^^ 

^flmd^lig warb bad Soncilium ber ipau^tgegenflanb ber p^W^tn 
^^Qlitif. @uriano er&rtert ^it ®eft<btdpunfte welc!^ ber r6niif4)e 
^f int anfange ^^ÜA UI. bartkber (^egte. ©c^on fagte ©c^om« 
hrt^, man werbe e^ nur unter ber S3ebingung ^m^tn, baf aUeö^ 
a>aö bafelbß oorfomme, ^uo^rberfl in 9iom von ^opfl unb Garbi« 
ndlen überlegt^ beratt^en unb ynm SBefc^lu^ gebradbt werben m&lfe. 



fW 



3ur Stvitit ©arpfg mt> ^aViMidni% 



^ai trtbentinif<i^ Sonctlium, feine ^tnhtt^im^, $B«rtt^ng, 
fWetmaUge ZrtnnunQ unb fEBicbcttrrufun^ tntt afle bett 9Refn>€n 
bte ba^u betgetra9eR ^ahtn, erf&llt dnen ^rofen lt|eH ber'®i^4^W€ 
M 16fen So^rt^ttnbert^. ^r bre befmftbe i^fMUm^ bef l^f^o« 
KfAett ®fauben^bedrtff<^ ttnb fein ^Btt^Altnif §U' bfm- pnA^nüf 
fd^en t^at el, td) broud^ i^tr niii/t ju erftrtetn, iDel^ etnt tuter« 
me9(t4e SBebeutung. & iß fo rec^t ber ^tHei^unft ber tbeofogK4 
\ ^olttif^en (Snt}n>etund, Ut ienH 3a(^r(unbfrt erarifen |Kktte. 

^udb ^ot ed sn)et au^f&^IidK/ in iidf felf^ bebieutenbe/ origt« 
nalt f^tffm'ifc^e ^ar^ungen gcfunbien. 

^ber nt^t dffein ftnb ftcl^ biefe gerabe^tt tntMttf%tftii, fonbem 
n)te fiber ba4 ffadinn, fo (at fif<t bte SBelt autQ Aer' bfe i^ortfer 
enf$n»ett; no^^ ^tnt ^u ^age nnrb t>on ber einen gartet' ®ttr)»t fftr 
»alr^aft nnb gfaubn^ibrbig/ ^oflavtctni' fftr falfd^: rnib %nertf<ib: 
von ber anbem ^allat^icint f&r unbebingt glaubio&rbig, Sorpi faf 
^ridbtoftrftidf^ {^ einen 2dgner erfIM. 

Unbem n)ir an btefe t>o to n wn S f et > SBttfe- f omtiten, faft mt^ eine 
9(rt t>on Sttrdt^t <^^ n>dre f^on fd^n)er> i(re^ ^offe« ^err ^ iDer« 
ben, wenn fte an^ nur ^kubn»&rbige JDinge i^bcrfieferten: i»te im» 
enMtd^ oie( me^aber wtQ ed fagen, bat umr aiidb bei jebem @<t^rttte 
beforgen tnb^ttt, t>on bem einen ober bem anbem mit tUmoi^tptit 
ittiditit unb in tin Sob^rint^ t>on abftc^tlidben »tduf^ungen ge^o« 
gen ju werben. 

!Demo^nera4[tet if! ti andf unt^unlici^r i^re ®(aubn)&rbiafeit 
Schritt f&r ®6iritt an ber anberdwo^er befifer erfannten Z^atfaä^ 
$u pr&fen; n>o fdnbe man &ber biefe lC()atfa<Jben unparteiiftibe ^aä^* 
weifungen? felbß wenn fte ^u ftnben wdren, fo w&rben neue 3olio< 
bdnbe nbff^i^ itt)n, van auf biefe !CBeife ^u €nbe ju fommen. 

di bleibt nt(btd i^brig^ aU bafi wir ben ^erfuc^ ma^^en, ^u 
einer ^nfdbauung ber ^etbobe unfrer Tutoren )u gelangen. 

S)enn nic^t aüt€ pflegt ben ^iSorifem anjuge^^ren, wai in 
ifyem ffierfen vorfommt, gumal in fo weitfdbwetftgen, ^fF(^attigen: 
bie ^afft ber 9lotuen ^aben fte ikberfommen; er^ in ber ^rt itnb 
SBeife ftd) be^ ©toffed $u bemeiffern, i^n ju t>erarbeiten §etat ficb 
ber ^enfcb, ber hod^ }ule«t felber bie Sin^eit feine« SBerM i^. 
^u(6 in biefen ben ^Uii in @c^recfen fe(enben Folianten ßtdi 
ein ^oet. 



StorU 4el «oniäUo Trid«Bii]io di Piftre S*«r« Potao, . 4b#i> 

von firembeit Sttfd^ot frm ^n^do^ ®(nf 1629. 

Suerff in dngCanb/ bttr<!^ einen jum ^roteffantc^nui^ öierge« 
tretenen &sbtfd}of,: ^omlni^ t>on Spalatro, warb biefetf SBerf pu« 
Mtcirt. £)too(rl $ra ^aolo @ar^i ftA niemals ^u bemjfetben befannt 
bat^ fo Id^t ftct; böcb ni(!(^t zweifeln/ ba^ er ber l2(utor beffelben fe^. 
9(n^ feinen 99nefen ftebt ntan, ba| er Sx^ mit einer folgen %u 
fdbi<fcte bef^dpigfe; — in ©enebig nnbet ft<^ eine Stbfdbrift, bie er 
ftdb madben laffen^ mit Sorrecturen von feiner J^anb; -^ man fann 
fagen, er war aerabeju ber einzige ^enfd^^ )u a0en Seiten, ber eine 
©efcbidyte wie |te (^ter t>or un^ liegte )>erfaffen fonnte. 

Sra $aolo ßanb (m ber ^'p\%t einer fatbolifcben £)|>pofttion 
gegen ben ?Japff. 36r ffliberfpruA ging »om ®eftd)t«punfte be« 
<dtaate4 auiS/ nd^erte ficb aber befonber^ burÄ augußinianifcbe 
4l^nmbfd$e ben |>rotef!antifcJben ^nftcbten tnt)ielen <St&cfen: juweilen 
i^ fte foaar xn ben IKuf be^ ^roteßantidmud geratben. 

S)iefer fKi^tung :^alber iü jebocb @ar|>i*d Arbeit ni^t foglei^) ^u 
t>erbd<lbtigen. €< gab in berieft faß nur entfd)iebene9n^ng'er unb 
entfdyiebene (Begner biefe^ @onci(ium4. %bn |enen war ni^t^ al9 
Sobe^er^ebung, t)on biefen nr<^tö aWi&erwerfung ^u erwarten. @ar* 
X\% ©telütng war im ®an^en au^erbalb biefer entgegengefe^ten lKi4« 
tungen. €r %o^X^ feinen ^nla^ ed burcbaud ju ))ert]^eibigen, er war 
nicf^t in ber 9lotbwenbigfeit e^ attentbalben ju t>erwerfen. @eine 
©teflung t>erfcbaffte ibm bie aK5gtid)feit einer freiem 5fnffcibt, — 
xn ber ^\\Xt einer italienifdi^en fat^olifc^en 9{epublif fonnte er wxii 
allein ben ®toff fammeln beffen er beburfte. 

SBoflen wir un4 nun t^ergegenwdrtigen wie er arbeitete, fo m&f« 
fen wirun« erfl erinnern, wie moxK \>\i ^u feiner ^t\i grjfere ^iffo« 
rifcfte SBerfe verfaßte. 

^an ^atte ftcl^ nocib xCx^i \^t äfuf^abe gemadbt weber bie Ma- 
terialien in einer g(ei4artigen ^SoQfldnbtgfeit $u fammeln, xaoi,^ ebne» 
%m fo fdjwer ju errei(ben ifl, noc^ au* fie erß fritifdfe ju Ü4)tenr 
auf yxxmxM^Qxt Aunbe ^u bringen, unb ^i^xi ®toff geifiig burtb^uar^ 
beiten. 

^ !Sie SBenige madben el ft<!b nod^^ l^eutmtage fdi^wer! 

Man begn^te ftcb bamald bie xvcx ungemeinen a(^ glaubwfir« 
big betracbt^en ^dbtiftjteHer nidbt fowo^t ju ©runbe gtt legen all 
gerabe^u ber&berjune^men, i^re ^rjdbtungen $u ergdnun, b. i. wo 
man el vermocbte, ftV^u abof)tiren; wo nidbt neu aufaefunbene b^nb^ 
fdbtiftlicbe 9la<!bri4ten wx ber geb^r^en @te0e ein^ufcbatten. IDann 
war \ixt «^auptbemd^uttg/ biefc^n @tofF einen gteid^mdgigen ©t^t 
§u geben. 

@o beße^t @(eiban wA ben S)oaimenten ber gtefbrmation^t^ 
ßorie, wie er f!e traben fonnte, bie er bann o(ne t>iel ^ritif wi 
einanber reifste unb burdt^ \ixt Sarbe feiner loÄmiiX in txxx glei^ar« 
tigel ®an^e ))erwanbelte. 

2:|^uanttl 1^^i ol^ne !8ebenfen länge Stellen cxA anbern ®e^ 
f((^t(j(^(breibem ber&bergenommen. JDel S3u(ibanan f(bottif<^e ®e« 
fc^idbte ftnbet man auleinanbergenommen unb an bie t>erfdj^iebenen 
(g^teflen bei fremben !ffierfel etngefc^oltet. S)ie englif^^e ®ef4^icbte 



^ ir aiti b«n fDlatmatten Me t^ tfambin fmbHe, bte battf^e eaa 
GUtbanud utib €(^du4^ bie ttofienif«^ att^ 9lbrimti/ bit t&rfif^e 
ou^ S3u$bei)uiud itnb £eunclat>m^ fntü^nt 

Cme uRet()obe bd ber freiltd) bie Drigmatitdi toentg gefd^ont 
VDirb, bei ber man oft ha^ 9Berf eine^ ^nbern lieft, ali hti ^tu 
tori ber auf bem Zitd oenannt ifi, hu fid) |)eut|utage befonber^ bie 
f^erfaffer fran^6ftfd}er ^Aemotren aufS 9leue ^u eigen gemacht (aben. 
2Die. legten freili^ o^ne alle (Sntfc^ulbignng. ^ 3^re etgentlicl^e £em 
ben^foüte e^ ja fet)n, ba^ JDriginale mit^utl^eifen. 

^uf @ar|>i ^ur&cfjufommen, fo ffeflt er un^ in htn erfien ^ä^tn 
feinet 99erfe^ feine ^age un»erbo(en bar. 

„Wfltmt^Uiöit i^, bie ©efcbic^te bed fribentinifciben ^onciliumd 
3u fcbreiben. ^enn obwohl mebrere beru(^mte ^iflortfer unfer^ 3at^r/ 
punbertS in \t)xtn SSerfen einzelne fünfte berfelben UTxä)rt, unb 3o« 
^annl @(etban, ein U^v genauer @4)riftf!etter/ mit grogem St^if 
bie früheren (Jreigniffe, burc^ hie e^ t?eranla§t würbe, — le cause an- 
tecedenti — er^dl;!! (at, fö n)ärbeh hofy aUe biefe @ad)en^ xvtnn 
man fte ^ufammenfledte, nocb nid)t eine t^oflßdnbige &^d^lung ae« 
wd^ren. @oba(b iÖ9 anfing midi um hie ^n^elegen^eiten ber ^enfdf* 
ifeit ^u befi^mmern, befam tcb groge £uf! btefe ©efct^ic^te )>oQ|Mnbig 
ju erfahren; na^bem i(b aüei hai gefammelt upa^ i(6 bat}on ge« 
(^rieben fanb — auc^ hie ^ocumente hie bat)i)n gebrucft ober i)anh* 
fd^riftlid^ Derbreitet n>orben/ fo begann ic6 in hem 9lad}(afTe ber 
$rd(aten unb ^nberer hie an bem (^onciC £beil genommen^ hie ^adis 
rieten auf^ufuciben bie fte bar&ber binterloffen, fo xoie bie Stimmen 
YDelcbe fte abgegeben, von it;nen felbfl ober t>on anbern aufgefeQt^ unb 
bie brieflichen ^ac^ri^ten hie Don {euer ®taht ausgegangen; idi ^abe 
babei feine SSflvii)e unb Arbeit gefpart; auc^ i^abe id^ baS ^Iitcf ge« 
l^abt gan^e (Bammlungen von flöten unb S3riefen t>on ^erfonen 
bie an jenen ^er^anblungen großen ^^Cnt^^eil nal^men, ^u ©eftcbt ju 
befommen. ^ idi nun fo t>ie(e @a4en ^ufammenaebrad^t, n>eI4e 
einen Sberff&fftgen @toff ju einer (Sr^d^lung geben ^ fo.f afte idf ben 
Sntfcbluf fte jufammen^u^eflen." 

^it anf4au(i(!ber '^ai\)etM iat @arpi iiex feine Sage gefc^iU 
bert. ^an fte^t it^n auf ber einen ®eite jmifcben ben Jpifiorifern, 
beren (SEr^d()tungen er an einanber veit)t, bie ibnt inbefi bod) nid^t 
genug t^un : auf ber anbern @eite mit {^anbfc^riftti^^en SRaterialien 
»erfeSen, mit benen er jene ergdnjt. 

Seiber ^at @arpi n^eber hie einen nodi hie apbetn au^fät^rlt^ 
genannt; aud^ bie^et^obe feiner Sorgdnger n>ar hai nid^tj^ er lieg, 
VDte fte^ fein ganjeS ^emi^^en Ut)n, ani ben 9la4rtd}ten bie er ge« 
funben eine n^o^Igeorbnete, angene^me^ in fidi abgefd^loffene ©ef^^i^te 
§ufammen^un>eben. 

3nbe{|en andi o^ne Angabe im (Sin^elnen f6nnen xoir leidet ex* 
fennen^ n)eI4eS hie gebrucften ®ef^id^ten ftnb bie er benuQte: von 
Dorn' (verein 3oDtuS, ©uicciarbtnt^ bann Z^nanni, ^briani, (aupt« 
\idH,idi aber ber, hen er \a audj nennt, @(eiban. 

.3* ^' in ber gefammten iDarfleflung ber Ser^dltniife jur Seit 
be0 Interims unb na^ ber >tranS(ation be^ (SonciUumS nadi So« 
(ogna %oi er hen (Sieiban unb nur ein paar S^al hxe Urfunben hie 

hie* 



&arp{. 278 

bicfcr @<(rrtft^e0er »nßfyrt, tiMgini ahn nldiH M iffti t)or %f* 
gen gel^abt. 

€« tu n)o(^( ber ^ul;e n)(rt(», unb mttf itn^ einen @4rtti n>et» 
ter f&^r^n, ju beobod^ten mit er Riebet )>erfdbTt. 

9Zid)t feiten &berfe$t er ben <gfetban gerabe^u: -- ^war ttnai 
frei, ober er &berfe$t; §. 95. hti ben «erbanblungen be4 Äaifer« 
mit btn Surften ober ibre »orldirfije Unten»erfung unter ba« triben* 
tinifd>e ^ncittunt:* @Ieibon lib. XIX, p. 50. 

EtPalatinus quidem territatus fiiit ettam, nisi morem gere- 
rei, ob recentem anni superioris offensionem, uti dizimas, .cun 
vis ea eicatris coaluisset: JMauricius, qui et socerum landsra- 
Tiam cuperet liberari et ouper admodum ewet auctus a Uae- 
sare, faciundum aliquid sibi videbat, Itaque cum Caesar eit 
prolixe de sua volonfate per tntenmncios promitteret, et ut 
ipsias Gdei rem permitterent fl^taret, iüi demum octobris Alt 
▼igeaimo qiuurto aseentiuntur. Reliquae solum erant civitates: 
quae magni rem esse periculi videbant submittere se concilii 
decretis indifferenter. Cum iis Oranvelianus et Hasius diu mul- 
tura^ue agebant; atque Interim fama per urbem divulgata fuit, 
illos esse praefractoi«, qui recu^arent id quod prtncipes omnes 
comprobassent: auditae quoque fuerunt commtnationes, futurum 
ut acrius multo quam nuper pleetantur. Tandem fuit inventa 
ratio ut et Caesarl satisfieret et ipsis eliam esset cautum. Ete* 
nim vocati ad Caesarem, ut ipsi responsa prineipum corrigant 
non suum esse dicuot, et simul scriptum ei tradunt, quo testi» 
ficantur quibus ipse conditionibus concilium probent. Caesar^ 
eomm audito sermone, per Seldium respondet, sibi pergratum 
esse quod reliquorum exempio rem sibi permittant et caeteris 
consentiant. Sarpi lib. III, p. 283. Con Pelettor Palatino le 
pregbiere harevano specie di minacce rtspetto alle precedenti 
offese perdonate di reeente. Verso Maurioio doca dl Sasso- 
nia erano necessita, per tanti beneficii nnovamente bavuti da 
Cesare, e perebe desiderava iiberare 11 lantgrano suo suo* 
cero. Perilehe promettendo loro Cesare d^adoperarsi che in 
conciiio haressero la dovuta sodisfattione e ricercandogli che 
si fidassero in lui, finalmente consentirono, e furono se* 
guiti dagli ambasciatori delP elettore di Brandeburg e da tutti i 
prencipi. Le eiiik ricusarono eome oosa di gran pericolo il 
sottomettersi indifferentemente a tutti i decreti del conciiio. II 
Granvela negotii con gli ambasciatori loro assai e longamente, 
trattaodogli anco da ostinati a rlcusar quello. che i prencipi 
haverano comprobato, aggiongendo qualche sorte di minacce di 
condannargli in somma magi^ore che la gii pagata; perilehe 
finalmente furono costreite di condescendere al voter di Cefsare, 
riservala per6 cautione per Posservanza deUe promesse. Ondo 
chiamale alia presenza delP imperatore, et interrogate se si con« 
formavano alla deliberatione de^ prencipi, risposero che sarebbe 
stato troppo ardire il loro a Toler correggere la risposta de' 
prencipi, e tutti insieme diedero una aerittura oontenente le 
conditioni con ehe avrebbono riceroto il coneilio. La serittura 



t74 &atpl 

hl rieevQta ma non letU, • per nome di Cesara dal sao can- 
cellario furono lodati che ad essempio degli altri havessero ri- 
■lesflo ü tatto air imperatore e fidatisi di lui: e Pistesso im- 
peratore fece dimostratioiie d^haverlo molto iprato. Coai rona 
e Tidtra parte yoleva esser iogannata. 

®Iei4^ M Mefer Ueberfetintg Id#t fiäf bte 93anerfung tnacfttn, 
tof ft4 Sarpt bod> nidyt oonj getreu an bte itjm i^berlie^e ZtfcA* 
fad^ t)Mt €d iDirb t)on ^leiban iud)t gefogt^ baf €hram)efla bte 
€^te bebrol^t f^a^e: n>ad ber ^etttf<(^e aU ein afigemetned ®ti 
^d4 be^etd^et, legt ber Staliener bem ^intßer m ben 9{imb; 
bie iCitlfttnft bte man mit ben ^tdbten trifft^ n>irb in bem Crigt« 
not beutli<!^er au^gebr&cft aU in ber Ueberfe^ung. — ®ie (ier^ tfi 
H oit^ tn istijdf^li^ anbem @teflen. 

^abet n>drbe )ebo<i^ mÖ9ti «Detter ju bemerfen fe^n: maniD&rbe 
f[4 nur afie^eit ^u entfmnen l^beo/ ba$ man eine etwa^ vMHat* 
tt^ Ueberorbeitung hti i^tetban t>or ft4 t>^^', wtnn ni^t bamt unb 
wann no4 einige wefentfi<(^ere ^erdnbenmgen eintvdten. 

dinmal |Kit @arpi feinen reci^en 93egrtff t>on ber (Ketd^oerfaf* 
fung. €r l^at eigentlich immer eine ^eifaffttng m @inne todäit 
axA ben brei @j[dnben: f^ei^ic^fett, n>elt(id>en «hr^fen rnib (Stdb« 
ten^ be0eH 9li4^t feiten nerdnbert er bie ^Luütrhdt feinet ^Entor^ 
nadf^ biefer eigentbämli^ irrigen ^or^ellimg. g. f8. Üb. XX, p« 
108 erbrtert @Ieiban bie @ttmmen dber ba4 Interim in ben brei 
deliegien: 1. bem (^urfftrftlic^en. ^ie brei ^nfüd^tn ^^rf&r#en ftnb 
baf&r, bo4 tii6)t bie weltltdben: reliqoi «res electores non quidem 
e|iis erant sentcntiae, Palatinus imprimis et M aariciiu , Temm 
vterque eaasas babebant cor Caesari non adiBodom reclamarent; 
2. bem i&t^mcotitqiumi caeteri prindpes, qai raazima parte sont 
•piseopi; eodem modo sicut Moguntinns et eoUegae respondent; 
8. civitatum non ita magna fvit habita ratio. S>aratt^ mact^ nmt 
^r^ (Üb. ill^ p. 300): bie get^li^en ^^ürf&rflen fagen tf^re 
9teinung eben »te hei ®(eiban. AI parerde^ qualis^accostarono 
totti i rescoTi : i prencipi secolari per non ofiendere Cesare tao- 
qneroc et a loro esempio gU ambaeeiatori delle cittii parlarono 
poeo, nd di qael poco fo tenuto oonto. fßai hfx @leiban t)on 
jmei €^nrfMnnt gefagt ift, wirb t^in «tf aQe n>eit(i<tKn %btfim 
übertragen, dti id^tint aU fetten bie S3if4^6fe t(nre Stimmen be» 
fenber^ abgegeben; ba^ gon^e Obium nmrb auf fte genwrfen. ^ie 
^^e SMeutung bie ber9cei<b^f&r0enratl^ in biefen Seiten erlangte, wirb 
«»bflig t^erfannt. -^ ®Uid^ in ber oben angefä()rten ^tefle bef^auptet 
6arpi, bie 9Men fe^en bem ®uta<l^ten ber S^urfftr^en beigetreten. 
3n ber %i^at ober i^atten fte f<(^on ein eigene^ abgegeben, n»eld^ 
von bem (burfftrfflic^n auf bad monnigfaltigile obwicb. 

^ber nodf »id^ti^er ift H, hat @orpt^ inbem er bie 9lott^ 
bie er finbet l^erftbemtmmt, ober audl^ anber^wof^ gefc^M^e ba« 
mit t>erbaibet, e;pcerpirt, Sberfe^t, bat er babei feine tr^^tung }tt« 
Mdf mit eiaenen SSemerfungen bnrcbwebt S9eoba(t^ten wir, weC« 
4Kr 9rt biefe ftnb. €# i^ gan^ merfwftrbtg. 

Svan S3eifpie( nnebert^oft ber gi^e Sletban — lib. XX, p. 58 — 
0^ oftedVrg einen 9)ortrag be«1dif4K^tN)n Orient: worin breier« 



!ef geforbiri wirb; bte SBiebcrf^crUeflitn^ bH (bnäüvani nadi Srteiif, 
bte &tnbvm tmH Segaten nadf ^mtUblanb, unb €im ^dtßimmun^ 
wt( ed tm %aUt einer ©ebi^oacon^ gehalten werben fo0e. S&hrtüd^ 
ftberfe^t bie|@ari»t; bann ahtti^alttt er eine ^emerfung ein: ^,ber 
brttte ^unft'^ fagt er, ,,n>urbe t^insngef&gt, nm ben ^9 an fein 
^e4 9(iter, feinett no(^en 2ob )u erinnern, um i^n babmr^^ ^ §th* 
ferer 9la4^ebt9feit ^n bewegen, benn er werbe ja feinen ^adjitommtn 
ba4 ^tft>eranikgen bed J^aiferd nid^t ^um CrbtbeiU ^urftctiaffen woflen.'' 

3n biefem ©t^Ie ftnb feine ^emerftmgen Oberhaupt, fte finb 
ibnmüid9 i>on 93itterfett unb ®atte bnrd)brunaen. ,,lDer £egat bc^ 
rief bie ^erfammtung unb fogte §uerfl feine Meinung; benn ber ^ 
&etflf wef(^ bie Senaten nacb bem @inne bed ^apM unb bie 
S3if(b&fe noiidb bem @tnne ber Legaten gu bewegen p0egt, tbat caxdf 
bie^al wie er gewobni i^.*' 

9taÖ9 @(eiban ftbicft man bad Snfertm noA 9tom, ,,benn H 
war bo(l^ ancb ben ^rote^anten bann einige! bewittigt.'' 9lcub <Sar^ 
brangen barauf bte beutfdb^ ^rdUtten, ,,benn'^ U^ tt, ^oon it^ 
fuAen fte bie y>d|>#(i4e SCutoritat in ^nfeben §u erbatten, ba biefe aü 
lein ba! Gegengewicht ber faiferli<(^en osximciäii, ber fte obne ben 
^opfl ntdit w^ben wtberffebn f&nnen, befonber! wenn einmal bie 
jfaifer noclb bem <S^ebrau4 ber alten (brifflicben Jtir<(je fte )u tbrer 
^i&Ht n6tbigm unb bie ^if brAu<ib^ ber fogenannten firdblicben %m* 
pett In i@($ranfen galten wollen. '^ 

3m. ungemeinen feben wir wobl^ tCfit febr ftcb @arpt von btn 
hiüi^m^tn ^omptlatoren unterfdb^tbet. !Der ^u!$ug ben er maä^tt 
tfl t)oft t>on Gei^i unb Seben. ^em fremben i!Raterial }um Zx^% 
iai fein ^u^brticf einen leicbten, angenehmen unb gletcbm^^igen 
glu(. SfKan bemerft e! nicbt, wo er t>on einem ^utor ju einem 
anbem übergebt. W>tt bamit 10 freiliefe atwlb t)erbunben, ba^ feine 
S)ar#e(Iung bie- Jarbe feiner Stimmung trdgt, ber fp^ematifidben 
Cppofttton, be! 9Biberwi(len! ober be! iQoS^tA gegen ben r6mif<ben 
i^of. Um fo grbSern (Sinbnuf bringt fte b^rvor. 

9(ber, wie wir faben, ^aul Sarpi ^cüt tvdfS^ gan| anbere ^Süa» 
terialien al! gebrucfte Tutoren. S3ei xotxitm ber wiq^tigere ^eK 
feine! ^ucbe! \^, wa! er an! biefen f<b&^e. 

€r fetb# unterfdbeibet bte Interconeiltaren unb Dorbereitenben 
(EreignifTe t>on ber ei^entlidben ®efebi(bte be! CEonctltum!. (Sr fagt» 
er wofle j^e mebr m Sorm eine! 3abrbu4^!, biefe mebr in Sorm 
eine! Sogebucb! bebanbeln. €in anberer Unterfcbieb i^, baf or fftr 
jene fidb grofentbeil! an bie gelduf gen unb woblbefannien @d)rifib' 
^er gebc^Eten, jkx biefe bogegen mi neuen unb eigeiien S)ocu> 
menten gefcb^pft bot. 

(S! fraoi ft(b ^un^fi^/ weld^er %xt biefe ftnb. 

^a mochte i(b nun tticbt glauben, ba$ ü im €itt}e(nen t>ie( 
wdre, wa! er t)on ^dnnern wie jener @ecretdr be! er^en £ega$ 
ten an bem SoncKtum, DttDa-, ober t>on bem fran)6fifdben (^efonbf 
ten Serrier in 'i^enebig, ber oncb om CEoncillum gewefen war, etf» 
baiten f onnte ^ eben in ^ftcibt £)ltva! begebt @arpi tiiim Warfen 
9eb(er: er (dft i^n ba! CEoncilium eber t)erlaffen, al! bieS gef<bebet| 
iß ^ biefraniMi^en^cte» würben ^r balb gebmcft; bie jQ^inwirffuag 

18* 



278 ^atpl 

btefer WUnntr, bte §tt ben ^ifpm^nh/glttnati^httn, xtnb bartit U» 
fttim, ba8 ftfe ben ^ibermiflen, beit $. &avp\ geaen ba4 (Soncü 
lium empfanb/ t)<ri(^rften. IDie ftgetitlic^en ^ctenfti^cfe boten tbm 
bagegen bie vene$iantf(ben Sammlungen in grofer SMebar: 93rtefe 
bcr ^t^aim, n>te 9Jbnfe*d, geheimer (defcbdftdtrdger, n)te Sl^iäcontc^; 
9lad)rid)t€n DOn 9limticn, tute S()ieregatod; au«fu(^r[t4e »tagebikcbcr 
bie am ^onctlmm gebalten »orben; Settere b*^oift, unb ttn$dblige an» 
bere mebr ober mtnber autb^ttfdbe ^enfmale. dt war hierin fo 
glMltiJb' bot ^1^ @(bnften bemt^t f)at bte fettbem nte n)teber jum ^or> 
f(betn gefommen ftnb, bte $al(at)tcint, tro$ ber gtof artigen Unter» 
ßik^ung bie er fanb, ftd) bo(b ni<bt )u oerMaffen touiii: f&r wdcbt 
bte fmditttht ^iüorie alle^ett auf fetn SBerf anaeiotefen fei^n wirb. 
. 9lttr entilebt nun bie neue fraa^, mit er fte benu^t iat 

3um Hb^il fiai er fte o^^ne S^etfel mit leidster tleberorbeti 
hutg gerabe$u ^erl^bergenommen. (Soura^er verftcbert, er.^abe eine 
fKmbMriftlldl^e (Relation liber bie ^Kongregationen be4 Saf^re^ 1563 
tn it^dnben gebabt, bie t»on @arpt benu^t unb beinobe copirt wor* 
hin, y^que notre historien a consuh^ et presque copi^e mot 
par mot/^ 

3n meinen ^6nhm tu eine ^anbfcbrtftli^e Historia 4el s. con- 
dlio di Trento scritta per M. Antonio JdiUedonne, secr. Vene- 
ziano — loeUbe audf 8o0carint (Lett. Venez. I, p. 351) unb ^tnh* 
bam f ennen — von einem glei<b$eittgen, fe^ ivobl unterri(bteten Kutor, 
troit aller ^&r$e f&r bie fpdtem <6t9ttngen be^ -<Soncilium< feinet« 
wegd unerbebli(b. 

3(b ftnbe nun, baf (Barpi t!e jmoetlen n)6rtlt(b aufgenommen 
t^at, 3* ®- ^tflebonne: li senato di Norimbergo rispose al 
Bontio Delfino, che non era per partirsi dalla confcssione Angu- 
stana, e che non accettava il concilio, come queilo che non 
aveva le conditioni ricercate da' protestantl Simil risposta fe- 
eero li nenati di Argentina e Francfort al medesimo nontio Del- 
fino. II senato di Augusta e queilo di Olma risposero, che 
non poterano aepararsi dalli altrt che tenevano la confessione 
Augustana. 

@arpi p. 450. II noncio Delfino nel ritorno espo^e il suo 
cariGO in diverse cittA. Dal senato di Norimberg hebbe rispo- 
sta, che non era per partirsi dalla confessione Augustana, e che 
non accetterA il concilio, come quelle che non bavera condi« 
tioini ricercate da' protestantl. Simili risposte gli fecero li Se- 
nat d' Argentina e dt Francfort. II senato d'Augusta e queilo 
d'Olma risposero, che non poterano separarsi dagli altri che 
tengono la lor confessione. 

9lur ba folgt @arpi nicbt naA, too SRiflebonne ini £oben ge* 
rim^, wenn e«5 au(b gan$ um»erfdngli(b wdre. 

^tflebonne*. II c^ Gonzaga pratiicp di negotii di stato per 
aver governato il ducato di Mantova molti anni doppo la morte 
del duca suo fratello fino che li nepoti erano aotto tutela, gen« 
tUuomo di bell' aspetto, di buona creanza, libero e schietto nel 
parlare, di buona mente, inclinato al bene. Seripando era Na- 
poKtanO) ardreseoTO di Salemo, frate eremitano^ grandiasimo 



earpi t77 

toologo, persona di ottiBui cosdeoza e ditlngolar bonti, dtsi* 
deroso del bene umirertale della christiwiiU. 

@aq>t if ühn tiefe ^dnner me( farger. Destiod al conci- 
lioy faat er §. 93. p. 456, fra Girolamo, O Seripandoy theo* 
logo di molta fama; bad iß it^m genug. 

2Die f5riefe ^tdconti«, iDeldje «öarpt vor ftd^ ^atte^ ftnb fpdter» 
^in ^ebnuft morben, unb bei ber erfien S^ergteiÄung ttitf^m mr, ha^ 
er ftd) i^iten ^ie unb ba fel^r genau anfd^lof . dtin $Beifpie( fe^ Vis« 
conti lettres et n^gotiations tom. II, p. 174. Ci sono poi etati 
alcuni Spagnuoli, U quali parlando delP istitaziooe de' vescovi e 
della residenza baveTano bariito ordine di affirmare queste opi* 
nioni per vere come li precetti del decalogo. Segoria eegui 
in queste due raaterie Popinione di Granata, dieendo ch'era ve- 
riti espressa la residenza ed istituzioDe delli vescon essere de 
jure di^ino e che niano la poteva negare, soggiungendo che 
tanto piü ei dovea tare tal dichiarazione per dannare i'opinione 
de gli heretid che tenevano ii contrario. Cüuadice, Aliffi e Mon« 
temarano con molti altri prelati Spagnuoli hanno aderito alP 
opinione di Granata e dt SegOTia; ma piacque al signore dio che 
•i fecero alP ultimo di buona rieoluzione. 

Sarpt VIII9 753. €b-anata disse, esser cosa indegna haver 
tanto tempo deriso li padri trattando del fondamento deir in-* 
stituziöne de' vescovi e poi adesso tralasdandola, e ne ricerc6 
la dichiarazione de jure divino, dieendo maravegliarsi percbe 
non si dicbiarasse un tal punto yerissimo et infaliibile. Ag« 
gionse che si doyerano prohibire come beretici tutti quei libri 
che dicevano il contrario. AI auai parer adberi Segovia, af* 
fermando che era espressa yerita che nissuno potera negarla, 
e si doveva dichiarare per dannare Popenione degli heretici che 
tenevano il contrario. Seguirano anco Giiadice, Aliffe et Monte 
Marano con gli altri prelati Spagnuoli, de' quali alcuni dissero^ 
la loro openione esser cosi vera come li precetti del decalogo. 

Sfflan ftebtf @orpi i9 ntdyt ein gen)6^nlid)er %bfd)reiber; ie 
weiter man ibn mit feiner £lueOe t)erg(etd)t, beflo me^r wirb man 
tnne, loie gut er e6 ^txftcf^t ben ^uiarnmtnf^an^ ju ergdn^en, ben^ 
^u^bruc! burd) eine Ui&^U SBenbung §u lieben; — ober ^ugleicf) 
10 audi fein i5emiSt(^en augenfdyeinti^f ben <Sinbru(f 5U Ungunfien 
bH (Soncttium^ ju t>ertldrfen. 

9Bie bo^ ftd) aud) nid)t anber^ benfen l&ft, er be^anbett bod 
Ungebnufte eben wie ba4 (i^ebrucfte. 

di üerjiebt fidy aber, baf ba^ juweiten t>on i>telem (Sin$ 
Hn% auf bie »Kuffaffung ber »tbAtfadfyen ifi, wie ftc^ unter anbem 
hd ber IDartleflung bed wid)tig0en unfrer beutfci^en iKeligion^ge« 
fprMe^ von öiegenöburg 1541, ergibt. 

€r bieUftd) ba junddyfi wieber an @(etban: au4^ !^afte er obne 
Swetfet ben S3erid9t vor ^ugen, wel<ben f^ueer über biefe^ ®efprd4 
trftattit M* 

3n ber S3enu$ttng biefer beutf^en £lueC[en begebt er ben fAon 
Ux&tyrtttt {etiler aufd neue. S)ie @tdnbe gaben an biefem IReicM« 
tage bem Jtoifer |wei 9Rat eine Antwort auf feine 9(ntrdge ein. 9eibe 



278 eatpi 

VMt warm fte fe(6f^ tmfim§. fbai 4^Htfihr#U4K iSoflMÜtm %»at 
fftr bte Snfenttonen be4 Jtatfertf, bol fSr^U<ibe boge^en. IDod^ roac 
ber Unterf^teb, bag bte 9&t^ ba4 crffe ^a( na^^ben, bad 
§mdte ^ol i<bo4) ntt^t; botm retdf^ten fifc eine abn>et(|Knbe ^Cni^ 
tüovt ein. 

@Utban fti^t ben Sibfrf^nt^ be^ f&r^fi^en SoHegiumd baburd(^ 
)u erfldren, ba| er beinerft, e4 fe^en fo t>ieU 93tfcb% barin aeme« 
fen: ein fftr bte dUid^^erfaffung aOerbingd fe(^r mid^ttger ^tm!t. 
&atpi üenDif<i^t aber bad 9Befent(t(be gan§, inbem er bobei Uäbt, 
ha^ Sftrftencoflegiusn gerabe^u S3tf<d^Afe }u nennen, dt fagt bei ber 
erten ^ntiDort: I Tescorl rifiutarono; bti ber §ioetten: i ye- 
•covi con aleuni pocbi prinoipi eattolici^ x&a^ benn, noie gefaxt, 
bie t(nf!4t ber dUtcb^erfaffung burdbatt^ »eriinftaftet. 

SBir »ollen inbcf ^ebei nid^i flef^n bleiben. iDie i^auptfo^e 
i9, n>ie er bie itfm eigent^tolid^en <^^timmi tlneüen benu^t, Don 
benen er alauhm burfte, baf fte no4^ eine geraume Seit unbefannt 
bleiben morben. 

%&t bte ®ef4^i(bte biefe^ 9tei(!^iage< l^atte er bie Sfnßrttctton 
Sontarinid, bie ber (Sorbinal C^irini (pdter^in eben aud^ aitd ettiem 
»ene^tanifc^en MS ^at bmcfen lofFen. 

IDa bemerfen n)ir nun %uitii, bafi er hai wai er in ber 3m 
(hrnction fanb^ balb ffitr balb ba in bie ttnterrebungen loerfüc^t, 
i^elcbe ber £egat ntii bem ifaifer ge(^alten (obe. 

3. €. (^ei|i e^ in ber 3n0ruction : Eos articulos in quibu» ia- 
ter se convenire non posiunt, ad nos remittanty qui in fide boni 
pastoris et nniirersaUs pontificis dabimus operam Ut per univer- 
sale concilium vel per aliqoam viam aequiralentem non praeci- 
pttanter, sed mature et quemadmodum res tanti momeDti ezigit, 
finis bis controversüs imponatur, et remedium qaod bis mäis 
adhibendum est quam diutissime perdurare posait. 

@orpi Idft (Sontarini forbern: ogni cosa 6i mandasae al papa, 
il qiial prometteva in fede di buon pastore et universal poote- 
fice di fare che il tutto fosse determinato per un conciUo gene- 
rale o per altra via equivalente con sioceriti e con nissun af- 
fetto humaQQ, non con precipitio, ma maturament^. 

S)ie SnfiructiDn f4()rt an einer anbern @te0e fort: Si quidem 
ab initio pontificatus nostri, ut facilius hoc religionis dissidium 
in pristinam concordiam reduceretur, primum ofaristianos prin- 
dpes ad veram pacem et concordiam per literas et nuutios no- 
stros saepissime hortati sumus, — mox ob hanc eandem cau» 

sam conoilium generale cbristianis regibus et principibus 

etiam per proprios nuntios significavimua, — — multaque in Ger- 
mania religionis causa non ea qua decuit auctoritatem nostrami 
ad quam religionis Judicium oognitio et examen spectat, reve- 
rentla tractari et fieri non absque gravi dolore animi intellexi- 
m^s, tum temporum conditione moti, tum Caesareae et regiae 
majestatum vel earum oratorum pollicitationibus persuaai qaod 
ea ^uae hie - fiebant boni alioi^us ipde seouturi causa fierent, 
partim patientes tulimus etc. 

®arpi figt tin^U: Sicome la S^ S. nel prindpio del ponii- 



&axpl 279 

ficate per questo medesimo fine havera mamlato lettere e nou- 
tii a prencipi per celebrar il concilio^ e poi intiiiiatoloy e mandato 
al luogo i 8uoi legati, e ehe ne hareva sopportato che in 0er- 
rnania si havesse parlato taute voUe deüa oose della religione 
con poca riverentia delP autoriti sua, alla quäle sola tpetta 
trattarle, Phavera fatto per essergli dalle M^ S. data iDtentiooe 
e jwomeeso che do si faceya per hene. 

®tm^ cd t^ ofenbar^ baf hit (Srfldntngen« wdä^t &axpi btm 
Sotttonni m hm iDimth Ugt, gcrabesu oni her Snfiruction beffelto 
ttttnemmm finb; unb »enn man nun tinmal totif iDoron man if, 
fo mirb man ba4 ieidtt entf^ulbtgen. 3cbo(l^ ^u leugnen i^ aii4 
mänt, ha^ bie 99of^r(^ett bet bcefcm "S^erfabren jmDetUn md ©ebrdnoe 
fommt. IDer Segat Mam bei bcm tdgiUclKn aB<4fe( ber Sreigmjfie 
Derdi^erte Snßructtenen; ^hrftnbe^ ite(4e barattf bttiä^tt martn^ 
bof nur bie um^ertrogenen J3mifte nadb fRom deMMc^t m^rben^ 
Idftt i(^n ber ^utor in einer geit üortragen, n»o man in IKom be» 
rettd forberte^ bof er aOed, au$ bie fünfte fiber bie man f^on i^ber« 
eing^ommen^ ber iBegutad^ttmg M vbmid^tn J^ofed on^eim^eflen 
fotte. 

S>iefer erfien ^btotidvan^, ba$ ber 9(utor ISorte ber Sn^ction 
aitf einen Satt ann>enbet auf ben fte nidbt berechnet loaren^ f&gt er aber 
auäf no4 »id^tigere f^in^u. 

^er ^Qp9 trtUxt ftc^ in ber Sn^ction befonberd gegen ein 

9lattona(conct(tttm: MajestatiiCaesareae in memoriam redi- 

gasy qoantopere concilium illud sit aemper detestata, cum alibi 
tarn Bononiae palam diceret nihil aeque pernicioaum fore et apo* 
stolicae et imp^ali dignitatibua quam Oermanorum nationale 
concilium y illi nuUa meliere via quam per generale concilium 
obTiam iri poese confiteretur: quin imo etiam S. M. poit Ratia* 
boDODsem dietam anno d»^ 1532 habitam pro 8ua singulari pm- 
dentia omni studio semper egit ne qua imperialis dieta bactenue 
Sit celebrata ac ex ea occasione ad concilium nationale deveni- 
reiur. 

S^&rtlidb f&fHrt bief au4 @arpi unb ^rnar aU au€ ber 3n< 
firuction genommen an; iebod) mit einem merhoi^bigen Sufa^. Che 
raccordasse airimperatore quanto egli medesimo havesse de- 
testato il concilio nationale essende in Bologna, oonosoendolo 
pemicioso alP autorita imperiale: poiche i sudditi preso animo 
dal vedersi concessa potesti di mutare le cose delia religione 
pensarebbono ancora a mutare lo stato: e che S. M. depo il 1532 
non Tolse mal piü celebrare in sua presenza dieta imperiale per 
non dar occasione di domandar comolio nationale. 

9Ber fottte nidit glauben, baf ber ^atfer ben ^ebanfen, eine 
9lafion t>erdnbere leidet ibre 9{egierungdfbrm, menn fte ibre iXeligion 
einmal dnbere, felbfi gedufert babe? 34 fann baö aber bem ^ur 
ior nt(bt auf fein SBort glauben. 3n ber 3n^ction ftnbet (idb 
niäiH bat)on. (Sd tfi tin mhanU ber erfi nadb ben ^egeben^^eiten 
ber fpdtern 3«<t ber 9Be(t geUuftg würbe. 

3<(^ benfe ntdbt \>a% mein iBerfa^^ren au fleinlicb erfd)eine. 
9Bad iDitt man maäftn um Ifawa ya befommen ob 3tmonb bie9Ba(^r^ 



280 eavpi. 

Mt iaat, oU ha$ man t^n mit bin Ctiteflen i^crglei^t bte er wr 
fiäf ^v^ahi iat 

3A ftnbe nod^ eine ^bwet^ung, ffdrfer o(4 bie übrigen. 

^letÄ in ber erflen Unterrebmtg, bte er j^ipifcbcn dontarini tinb 
bem ^atfer anfe$t, fiid^t er bte tBorte ber SnflnictiDn etti; jene iDtdb« 
tigen tKBorte, otif bie oucb n)tr un4 belogen ^aben. 

IDer ^opil entfd)u(bi«)t ftc^, baf er bem Garbinat ni<bt etne'fo 
au^gebebtite ^oOmad)t gegeben b^be, wie .toifer unb .t6nig btefelbe 
4|en>^nf(ibt: primnin qiiia Tidendum imprimis est^ an protestan* 
tet — -* in princdpiis nobiscum conveiuant, cujusmoai est hu- 
jns sanctae sedin primalus tanquam adeo et sakatore nostro in- 
•titotusy saeros. ecclesiae sacrameDtay et aiia quaedam quae tarn 
tacrarum literarum aiictoriiate tum uniTersalis ecclesiae perpe- 
tua observatione bactenus obterrata et comprobata fuere et tibi 
nota eRse bene sdniiis: quibus statim initio admissiB omnis sa* 
per aliis coDtroTersiis concordia tentaretur. 

@arpt Id$t dontorint fagen: ehe S. S*^ gU aveva data ogni 
potesti cU concordare con protestaati, purche essi ammettino i 
principii, che 8ono 11 primato della sede apostolica insiituito da 
Christo, et i sacramenti sioome sono iosegnati nella ebiesa Bo- 
mana, e le altre cose determinate nella bolla diLeone, 
offerendosi nelle altre cose dl dar ogni sodisfattione alia Ger- 
mania. 

^an ftebt n>e(4 etn ltnterf(bieb btef tfl. 3n ber Unbe0tmtnt» 
i)tit ber pdj^tKicben i^orte log bte gon^ ^6g(td}fctt etne^ guten (Ir* 
folget: bie Sufammenfunft mütht gar feinen benf boren 3n>^ d^^^bt 
baben, bdtte man biefe ^u^fid^t nid^t gelafTen; bei i6arpt fdut bte» 
felbe eigentlid} bod) burd^au^ »eg. ^er ^apflwifl nid^t,, quaedam 
quae tibi nota esse bene scimus^^, er forbcrt bie ^nerf enntni# ber 
^efllmmun^ ber f6uOe 2eo4 X, b. i. bte 'Serbammung (ut^erifcber 
£e|^ren. (Stne »büig unaudftkbrbare @ad}e. 

Uebert^aupt will €>axpi nid)t anerfennen^ ba§ ber pdp0{id)e @tu(I 
irgenb eine ^rt von fRadrgiebigfeit ben)iefen ^obe. (dontarini muf 
M ii)m bie iß&pfiiid^ ^vttoriiM in ben b^rteften formen )>erfed)ten. 
S3ei (6arpt beginnt er g(eid) bamtt, „ber ^apfl f&nne bie fBejpug« 
nif }meife((>afte (S^fauben^meinungen ^u entKbetben fd)(e(btbin 9}te« 
manb mittbetlen : if^m aflein fe^ tai ^rioilegnim gegeben nt^t j^u ir« 
ren; in ben QBorten: Ego regavi pro te Petre.^^ S)tnge ton be« 
nen ftc^ in ber Snffruction wenigffen^ fein QBort ftnbet. 

£)enn ^berbaupt fab ©arpi ba^ ^apüti)vm in bem 2i6)U feiner 
2iit. an. !Rad)bem bie Öief^auration ftd) wOgogen^ war e4 bei wti* 
ttm gewaltfamer, infle;ribler geworben, aU ti in ben itagen ber ®e* 
fa^r unb ^öebrdngnig gewefen. 31ber in biefer 8Äüe \)on ^Kadit «nb 
ungebrocibenem (5elbflgef&(>l fianb ed (Barpt t^or $(ugen. SSa^ er 
erlebte unb f{ti)lU, trug er bann auA in bie frühem Seiten ^ber. 9itlt 
9tadividiUn unb ^ocumente bie er fanb, fet> e4 gebrucft ober unge* 
brudt, (e^te er in biefem ©inne and, ber ibm fo natörlid» war unb 
auf ber (bteOung feiner ^aterflabt, feiner Partei in berfetben, auf 
feinerperf6n(i(iben @tet(ung beru^^te. 

fSstr l^aben no(^ ein anbere^ @yef<lt^i(4t0werf von ^aul @arpi, 



earpi. 281 

hhit bie oeiie^antM«r^mtf(^en Smingen »oti 1606: Hutoriaporti- 
colare delle cose passate tra"*! summo pontefic^ Paolo Y e Ja 
6er"* rep* di Venetia, Lion 1624; hai im C^an^en tn venranb« 
ttm @mne gef^tieben ifl. iOletfler^aft in ber IDartleUung, im ^an« 
l^en tvat^rt^aft, aber bod) eine 9arteifd)rift. *Son ber (Spaltung ber 
^ene^ianer unter einanber, bie bei biefer Gelegenheit au^brad) unb 
einen fo n)id}tigen 9J2oment ber innern (^efd^idite au^madyt, finben 
loir bei <6arpi ivenig ober nid)td. fBei ibm iH e^, aii berrfd^e nur 
dim iHneinung. (ir fprid^t immer t^on bem ^rincep^: fo be5eid)net 
er bte t>ene5ianifd)e @taat^genoolt. !Dtefe Sidion Q^^atUt bann ntd^t, 
baf er ju einer eingebenben IDarfleUung ber innern ^^erb^ltniiTe ^c* 
langte. £eid)ten Su§e^ fd>l&pft er j^ber hk ^inge ^in, weldye mm« 
ber ebrenoott f&r ^}^enebig ftnb; k. 93. über jene »Xu^liefertmg ber 
@^efangenen; gleicb atö icjitte er nid^t n>e^ba(bfte erfl htm ®efanb« 
ten unb bann mit anbem ^ISorten bem ^arbinal ftbergeben würben, 
älud) tno&i^nt er nid)t, ba$ bie @panier f6r bie tfu^fcbliefung ber 
JSefmten waren. @r bat ibnen beiden einen unt>erf6bnlidben jQa^ ge« 
iribmet/ unb totfi nii^t n^iffen, ba^ it^re S^tcrtf^m ^ier au^einanber 
gingen. 

@o iü ti nun audf ungefdt^r mit ber Gefd)i4)te bti (Eonciftum^. 
!Die tlueUen ftnb fleißig i(ufammengebrad)t, — febr itobl überarbeitet^ 
mit überlegenem il)erttanbe benu$t; — aixä) fbnnte man nid>t fagen, 
ba$ fte t>erfdlfd)t, baf fte (dufig unb wefentlid) Derunffaltet wdren; 
— aber bie 93earbeitung ift im Geifle einer entfd^iebenen Cppofttion 
gemacht. 

i^ieburd) brac^ <Barpi aufö neue nad^ einer anbem ^ciU i)in 
^af)n. 3enem compilatorifd)en ^efen gab er bie ^inf^cxt ber aßge« 
meinen «tenben\; feine Arbeit tfl miBbtOiijenb, t^encrerfenb^ fetnbfeltg: 
bad erfte S&eifpiel einer ©efd^i^te, toelt^e bie gan^e (Sntroicf elung ibred 
©egendanbed mit unauf^^rlidbem »Label begleitet: loeit entfcbiebener 
eis etwa Hbuanu^, ber nur erd an biefe^et^obe greift; (hierin ^at 
benn i6arpt unjd^lige iRadyfoIgcr gefunben. 

Istoria del concillo di Trento scritta dal padre Sforza Pal- 
lavicino della compagnia dl Gesu. 1664. 

€in S3ud) wie bie ®t^diid)tt be? @arpi/ fo reic^ ani^t^attet 
mit bt-^ber niemals befannt geworbenem detail, \)oll oon i^eitl unb 
^alebicen^, Aber ein fo wid)tige^ ^reigni§, bad in feinen 3ol« 
gen hit bamalige geit bebcrrfdite, mufjte nott^wenbig ben gr6§< 
tm ^inbrucf mad}en. ^te erfle ^^gabe war 1619 erfd}ienen: 
hiS 1622 erf(bien eine lateinifcbe UeberfeQung t)iermal, ^berbie$ 
tint beutfd>e unb eine fran)6fiffd9e Ueberfe$ung 

S>er rhmiidbt ^of bad)te nm fo me^r baran fte wiberlegen ^u 
laffen, ta fte bod) in ber Zt^at titele Srrtt^ikmer enthielt, hiz einem 
3eben etnleud)teten, ber bie Angelegenheiten biefer ^eit genauer fannte. 

€in S^uit Serentio ^(ciati, ^dt^ect ber @tubten im (godegio 
(Romano^ befd)dfiHgte ft4 fofort bamtt, ben @tofp )u einer SBiber« 
legtmg, bie gugleicS ein auöf&^rlid^ed ffierf wdre, jufammen ju brim 
gen; fein S3tt<Jb f&^rte ben Äitel: Historiae concilii Tridentini 



283 VqUavictni. 

a Teritatis hostibus evulgatae elendius *); ein tttige^etirei ^cu 
ttrial (dufte er auf: e^e er e^ bearbeitet, ^arb er, 1651. 

IDer 3efuttengenera( i^ototn Sflidtl tod^tte ^ur 9iniaxhtHnn^ 
'beffelben einen anbem fetner Crben^bröber, ber f4^on ein gemtffe^ 
ljterartfd)ed Talent be»dt»rt tfaiU, <Sfor$a ^aOamcini; er mo^^e 
t^n frei t>on anbern (^efdbdften — „wk ein (Sonbottiere einen @oU 
boten '^ fagt ^allavicini felbß, i^aht i^n ber ®enera( }u biefer 9tr» 
beit an^t^tUt 

3n brei bicfen Huartanten fbrberte ^alkt>i€ini feit bem 3o(ire 
1656 biefe Arbeit an« £i4yt. 

din ffierf hai in ber Zt>at einen ungeheuren @toff ent^^ 
unb fftr bie ©ef(bi((te be4 16ten 3a(^r]^unbertd — benn ti fdngt aud^ 
wm Urfprung ber Sleformation an ^ von ber griften SBidl^i^f eit ift. 
S)ie 9ir^m warm bem^utor aufget(^an, xoai bie r6mif((en ^ibltotf^efen 
t»on Materialien bit er braud^en fonnte enthielten, xoat i^m ßn^äng* 
lidb; nid{^ aQein bie Kcten hH QondliunA auf hai an^f&^rhd^fle, 
fonbem an49 ber ^riefwedKeC ber Legaten mit SRom unb eine gröfe 
^enge anberer ^Informationen famen i^ ^u ®utt: er ifl n>eit 
entfernt feine JD^ueOen }u t>erfd^n)eigen : er mad^ e(^er mit i^ren 
»Titeln auf bem fKanht feine« iBu^^e« ^arobe: e« if! i|^rer eine 
Un^a^L 

@etn wtnt'fyn^ ®ef4dft ifl nun, @ar^t ^n mtberiegen. i^im 
ter tebem SBonbe l&ft er einen Katalog r,ber SM^^er in ben ^f^ot* 
fachen" folgen, beren er feinen ®egner &bem>iefen |u {^aben btioxtp' 
Ut-, er }d(It ibrer 361. SCfletn un^d^Iige änbere, fugt er ^in^u, bie 
er aud^ tt>iberlegt f)ahc, fe^en in biefen Katalogen gar niäjft auf$ 
gef&t^rt. 

3[n feiner ^orrebe fagt er: „in Heine @4arm&$el »erbe er 
ftd) nidf^t einlaffen: n>er ii^ angreifen »oQe, m6ge mit orbentii^^er 
i^eere«mad^ anriefen , unb fein gan$e6 S3udb n>tberlegen, wie er 
$aul @arpi gan^toiberlege.'' SBa« wollte hai fkt zin SBerf ge« 
^en l^aben. SBir !6nnen ni^^t t^erfwt^t fe^n, auf eine d^nlidfK 
SBeife )u \>trfa^rm. 

(S« mug un« geniben, n>ie gefogt, un« an einigen 93eifpie(en 
einen ^Begriff t)on ber ^^et^obe be« ^aQavicini ju bitben. 

!Da er nun au« fo mUn ^e^eimen Urfunben fd^5))fte, unb tu 
gentlidb ba« gan^e fBudb an^ t^nen §ufammenn)ebte, fo fommt e« 
vor aflem barauf an, fiäf ju vergegensDdrtigen, toit er biefe htf 
nu^t b«t. 

di wirb un« bie^ befonber« ba m^glidb fe^n, wo ttxoa bie Ur» 
funben, beren er fub bebiente, nacb^er gebrucft worben ftnb. ^n^ 
10 e« mir geglMt eine ganje 9tei(^e Don S)ocumenten einjufe^en, 
bie niemal« gebrucft worben, unb bie er dtirt; e« iß notf^enbtg, 
bie £)rigina(e mit feiner ^Bearbeitung $u vergleidben. 

3($ wiü biet in einigen ^unmn nac^ einanber t^^an. 

1. Unb ba if nun $uer^ ^u befennen, bai bie 3n0ntctionen 
unb Rapiere, weld^e ^aflaioictni t^orfagen, von i^m oft gan^ gedb 
aenb e^rcerpirt unb benu$t worben ftnb. ]3d) (^obe ^. iB. etne 3n* 
flructton, welche ber fpanifc^e ^efanbte im 9lo&ember 1562 erl^iett, 

*) ®o ^elft er bti ^SfUm^i. 



<PaiU9iciti(. 

bte Antwort mMn iifm ber ^ß(ap^ im ^er§ 1563 rrtf^^Ui, bte 
ntat 3n^€ttott mit welcher ber ^apt feinen 9luntttt4 )>erfa(, mit 
ben ^ulAJ^en bei ^aüwiätd »ergti^^en tsnb fte im ®an^ burdbou^ 
&berein#tmmenb gefunben. — Fall. XX, 10. XXIV, 1. dr ^t 
ft<b feinet ditäitei bebten^ «»enn er einige UmSellungen t)orgenommett 
^at, bit ber 3Ba(^r(^eit feinen Eintrag t^un. d^ i^ n>ot)I wd^r, baf er 
einige ßarfe ^u6br&cfe milbert, ). Id. n>enn ber ^ap^ fagt: er bobe 
ba4 ^onciüum nur im Vertrauen auf ben iBetflanb M ^inigid n>iebev 
er&ffnet/ in ber ^eiming, ber ^6ntg n>erbe fein rechter ^rm fei^n unb 
i^m in allen feinen ©ebonfen unb ipanblttn^en ein SEBegioeifer unb 
ICttfu^rer fepn — il foodameoto che facessimo nella promeana di 
S. M^ e de^ suoi ministri di doverci assistere ci fece eotraro 
arditamente nell^ünpresa, penaando di avere S. M^ per nostro 
braccio dritio e ehe ayessv a esserci guida o conduttiero io ogni 
nostra azione e pensiero, — Id^t er itfn nur fa^en, er »örbe ba4 
Soncilittm ntcbt »ieber eröffnet ^aben, n>oin er ntd^ hai "ä^crtrauen 
gebegt t^tf ber Mni^ werbe fein ^rm unb fein ^nfhpvtt fe^n. X>a 
inbe^ Riebet bocb bie Subtlan^bteibt^ fo fann t>ai feinen «tabel be« 
gr&ttben. Sei ber @enbung ^idconti^ nad) Spanien unb eined am 
bern ^efanbten an ben Jt'aifer meint @arpi (VIII, 61), ibr ^uf» 
traa eine 3>^fannnenfunft üor$ufd}(agen fe^ n)ob( nur fdjeinbar ge» 
wefen; ottein hit^ ifi eine aü^n feine ^ermutbung: ber Antrag auf 
einen (Eongref, ober eine ^onferen^ n>ie man bamald fagte, tfl einer 
s>oti ben fünften auf hu in ber Snffruction am metfien gebrungen 
wirb. $aQat>icini b^t o^^ne 3n>eife( 9te|dbt inbem er borauf htÜ^^t 

2. fflid^t immer aber ift ^aflaoicini ber befFer unterricbtete. 
^tnn ©arjKH er^dblt, ^aul 111. b<^be h^ ber gufammenfunft \)oa 
Suffeto ^äifer ^arl.bem V. ben Antrag gema4)tf feinem dnUl ber 
mit einer nat&rlicib^n ^od)ter M ilaiferd oerbeiratbet mavr ^aitanb 
}u y^erleiben, fo wenbet ^adar^idni ein ganjed (Kapitel baran ibn $u 
iDiberlegen. ^r toitl ben ^efdbitibKd^reibem nitbt glauben, in benen 
btef aud) fonfl )>orf ommt. „Wu bdtte benn", ruft er on^, „btt 9a|>ft 
n>aaen f5nnen him Maiiit Briefe in einem >lone }u fd^reiben wie 
er fte gefc^riebenj^at?^^ €oa quäl petto avrebbe ardito di scrivere 
a Carlo lettere cosi risentite. JDer ^aifer i)6ttt it^ ja untrer» 
fd)dmte ^erfiefluag (simulatione Rfaceiata) t>om>erfen f6nnen. ^a 
^attamcini fo beftig wirb, fo mu^ man wobl glauben, ha^ er bier 
bona fide fcbreibt. "^id^H befJo minber bat bie (5ad)e ibre iHid}tig# 
feit, wit fte ©arpi er^dblt. ^ud ben ^epefd^en bei florentinifdben 
(Befonbten (Dispaeeio Guiceiardini 26 Giugno 1543) gebt bad un« 

wiberfpreAltcb b^vDbr. 

Sin einem I>anbfd^riiitlid^en 2eben bed ^afio f[nben fiäj barttber 
nodb att^f&brlid)ere detail». 9Sir werben einen ^Di^corfo bed Q^av* 
binal davpi erwdbnen, ber eben babin )ielt. ^a nod> im 3abre 
1647 batte ber $apfl biefen ©ebonfen nicbt fabren laffen. L« car- 
dinal de Bologne au roi Henry II hti Bibier II, 9. L''un — 
le pape — demaode Milan, qa^il Jamals n'aura^ Pantre — Tem- 
pereur — 400000 sc, quUl n'aura sans rendre Milan. Reffen» 
ungeachtet fcbrieb ^apfi $aul III. )ene 93riefe. 

3. SKber bit Srage entfie(^t, ob ^aOat^icini in ber IKegd nur 



2M ^aKavicini. 

bonft fi«ie irret. 9lkbt aümtfyalbtn mbdfk bief b<r Sali fc9tt. €6 (in« 
bet ft'A iwottim, ba^ feine ^ocumente ni<ibt fo nö^t^l&vbiQ utib 
fat(oItf4» ftnb loie er felber. SBd^renb bie iKngetegen^etten tiodx im 
(Zotige loaren unb ade ©eiteit it)red IDafe^nd, aOe ^ftglid^feitett ei« 
Her anberti dnUciätiiw^ bar^tüttn, fonnte man fte ntd)t fo fhreng 
onfetKn wie fpdterbin, naä)bem ftd) afled «oieber fei^oefteUt iatte, dinen 
^erfrag n)ie ber dteltgion^iebe voax, fonnte bie Siedjtgldubigfeit bed 
17. 3abrbunbert^ nimmermehr billigen; ^allavicini beflagt öte ^^de- 
trimenti gravi Ksimi*' bie er bem romifd^en ©tu^le ;ugef&gt — er 
vergUid)t ibn mit einer ^afliativcur, wel^e nur eine gefa(^rlid)ere ^riftd 
l^oorbringe. IDemot^neracbtet fanb er &ber benfelben bU tKdafion 
etne4 »)2untia$, n^eld^er feine iRotbn>enbigfeit einfa^. di war ber 
$Bif4»of ^elfino t>on £ieftna. ^aHavicint fitbrt bie tXelation an, 
wekbe biei'cr Sbifd^of an ben (Earbinal ^araffa obge^attet t^attt, unb 
bemt$t fte in ber ^at 9Bie aber tbut er bit^f 

^Ue bie (Sydknbe, mit loeldyen iDelfino bie innere S^otbwenbig« 
fett biefer ^bfunft t>tn>tiü, )>em>anbelt er in <?ntfdH>lbigungtfgr6nbe 
bie Seröinanb f&r ftd) anfäb''^. 

^er 9luntiu^ fagt: 3n biefer ^tit roat fein S&rS unb feine 
@tabt bie ni<lbt mit ibrem 9la(l)bar S^Anbd gehabt IfiMt ^ er 
nennt fite: — bai 2anb ging ju (irunbe, — - gleid^forn von einem 
§kgenreidy^tag fcbrteben iBranbenburg» ^t^tn unb (Bacbfen von 
92aiimburg, fte mottten ftd) vereinigt balten, — ber^6mg ^otteben 
^aifer gebeten, lieber {rieben mit Sfonfretd) §u mocben unb auf 
^eutf(blanb fein ^ugenmerf ju ri(bten; bod) iäjilnß er ed ob, — tn ber 
^iitte t>on fo viel Unbeil famen bit &tdnbe ^ufammen, — ber Sit* 
nig htftMi^U nun bie fünfte, &ber n>eld)e beibe ^beile ftc^ t>ereif 
nigt batten: fo freuDig baben fte ba^ getban (si allegramente) bat 
H fett ^a;rimilian niemals in IDeutfdblanb fo' rubig g«n>efen i^ 
mie je$t. 

^tted bie# httdf^ti nun auä^ ^allavtcini (l. XIII, c. 13); aber 
leie febr gei(bn>dd)t wirb H baburti ba( er ed einem ^{aftm in ben 
S^unb legt, ber fttb nur entfcbulbigen vüitL 

Seusavasi egli di eio con addurre che hayeva richiesto d^or- 
dint Rpedßcati, Pimperatore confortandolo alla pace di Francia, — 
— ed bavcrgli ricordato esser quesla Punlea arme per fraoger 
Torgoglio de^ prote^lanti etc. — man balte gegen biefe gefdyraub« 
ttn 3(u^br&(fe bie ^orte S>elftnod: II ser»« re vedendo ouesti 
aodameDii (bie re(igt6fen dfnt^iteiungen) scrisse a S. M^ Ceia- 
rea e«ortandola alla pace col chrigtiatiissimo acetoche ella possa 
aUendere alle cose di Germania e fard ubedire etc. 

^i iü obne 3i«eifel tint fiarfe unb Ui einem 93ud>e bad ft(b 
ber Urfunblid)f eit fo febr Hkbmt, nid)t ^u bulbenbe ^}(bn>eidiung» bag 
ber 9tutor bit (^r^dblung eined 92untiutf gur (Sntfcbulbigung be4 gikr^en 
mac^t: aber batf ^d)limmüe ift, baf baburcb bie reine ^ttfidit ber 
93egebent^eit oerbunfelt wirb. 

Ueber^aupt i|t bU ganje tlrfunbe gebraucht aüi bem (^tjH bH 
fec^^l^nten in ben ©t^l be^ ftebjebnten ^abrlj^unberid äberfe^t^ aber 
gemi§brau(^. 

4. ^Bleiben wir bei ben ^er^^dltniffen bH ^apM h^ %txbu 



iMtnb I. #f^n, fo fiäibcn i»it t»di tmi^t anbare ^dtmatun^m §ii 
mad^en. Wan weif, ba% utrfer ^aifer ottf eine iXeform brang, bie 
bem 9'<^^^^ ntc^t febr angene^ war. 3n ben er^en Monaten b<4 
3abre4 1563 Weite $iu4 i^etmat feine 9lttntien, erfl CEommem 
bone, bann ^orone, nacb Sn^brucf, n>o ber .ftaifer ftd^ bamaU 
oxtf^tli, um ibn von feiner £)^poftfion abzubringen. €>ebr merf* 
n>^rbtge @enbungen, fkt bai äonctlium von großem €rfb(g. S€ 
it tntereffant ^u beobad>ten^ n>ie ^oflaotdni (XX, 4) von ben« 
feiben Q3ert<lbt erjlattet. 89(r i^tm CEommenbone« SKelation 19. %t* 
bmar 1563, bie aud) er vor ^ugen t^attt, 

^a itl nun pueril ju bemerfen, bof er bie ^udbr&cfe beren nmi 
{t4 an bem faiferli<!b^n ,^vfe bebtente, bie %tt$ft<bten bie man ba 
fogte; unenbtid} f(bn>dd}t. ^n ber *S)ereintgung, in ber bamald ber 
.^atfer mit ben Sran^ofen unb bem €arbina( von £otbnngen flanb^ 
U$t er (Sommenbone fagen : rendersi credibile che scanbieFolmente 
81 confirmerebbono nel parer e n prometterebbono ajoto nell^ 
operare : ei werbe g(aub(id) , ba§ fte ftcb in ibrer Meinung mit ms 
anber t^ergleid^en unb ftd) aucb in ibren Unternehmungen ^IkCfe (et< 
^en lo&rbm. (§^an§ anber^ hrhdt üd) ^ommenbone aud. ^m fai« 
feric<lb«n J^ofe ba<bte man ni(bt allein bie (Reform mit ben Sran^« 
fen gemeinfcbafriicb na<b5ufu<ben : pare che pensino trovar modo e 
forma di baver piü parte et autoriti^ nel presente concilio per 
stabüire in easo tutte le loro petitioni giuntamente con Fran- 
cesi. 

^iele$ anbere aber UH ^aCfavieini gerabe^u n>e^. 9im f atfedtcben 
^ofe n>ar man ber Meinung, mit dn>a^ mebr 9?ad>gtebi^f eit uub trnit* 
lieber SKeform bdtte man vielem Ui ben ^roteffanten audrtd)ten f6nnen. 
La sornma e che a me pare Ai barer veduto non pur in S. m^ nui 
nellf prineipali nlnistri, come Trauaen e Seldio, un ardenlis^imo 
desiderio della riforroa e del proin^sso del concilio con una gran 
aperanza quod remettendo aliquid de jore positivo et refoiinando 
mores et diaetpÜDam ecdeaiaaticam non aolo ai possono contfer* 
rare li cattoUci ma guadagnare e ridurre degli heretici, con una 
opinione et impressiione pur troppo forte che qui siano molti 
che non rogliano riforma. ^69 rtiü nid^t unterfud^en, wer^bte 
^roteftanten fe^n mod^ten^ t>on benen im Safle orbent(id)er fKt* 
^rmen eine fRüdUi)t jum .fat^olid^mu^ gu erwarten gewefen 
n>dre/ affetn md ^u an^&gttd) ftnb biefe Sieben t>wt ^ofprdtaten, at^ 
ba# er fte mHtt)tikn fofite. ^,^an fprad) von ben igd)wierigfeitenr 
bie man in bem €oncilium finbe: ^(b antwortete tnr^i Opor- 
tuisset ab initio aeqni aana consilia/' IDie «ft fagen Aber bie ^ö^mt* 
rigfeiten erw4M <ui(b ^oOavicint, bit Antwort verfdbweigt er. 

IDaf&r aber ib^it er einen ^u^fprud> M JTan^ler^ gu ®unP^en 
ber 3efuiten in extenao mit. * 

®enug er toerweitt hti bem wa^ it^ angenehm iß, wai ilfjm 
nnb ber ^urie unbequem fe^n mbö^tt ignorirt er. ^ 

5. €^ fann nid)t fehlen, baf ba« ni^^t f&r bie ^nfie^t bH 
®egenffanbe4 nacbt^etttg werben foflte. 

3. 93. no(^ in bem 3a(re 1547 gaben bie (Spanier einige ^t* 
fbrmotion^artifel etn^ bie unter bem 9lamen ber (Senfuren befannt ftnb. 



$a((at>ic<iit. 

Jlitr) boroitf erfolgte hU ironilatwn hH Ornitüitmi, uab e^ fatm 
feine groge fe^tt, bft0 bte (Senfuren baraitf fe^r t>fe( (StnfCuf ^(^en. 
€^ nxnr aUerbingd von ber gr^ften ^bentong, bo$ bte unmittelbaren 
9(n|»dnger ^atfer QünrU in bem Momente ba§ er ftegretiib n>or, fo 
ungemeine Sorbentngen aufhellten, ^avpi i)at fit in atte i^rer Mu^ 
be^nung, Üb. U, p. 262. ^ud» bie ^nhtorten be^ ^apM t^eitt 
er furi barauf mit IDem ^ottoicini aber ftnb fo ungeü^e Sor» 
berungen re^tgtdubiger ^rdlaten nid^t gelegen. Cr fagt ^cacpi er« 
}A(^(e ba t)ieC iDOoon er nic^ö finben fonne; nur ftnbe er eine %nts 
wort bie ber ^apH auf gemiffe lXef0rmt)orfd)(dge erteilt, bit Don 
irnlen ^4tem gemacht unb t^ von bem ^rifiibenten angezeigt roor« 
ben, lib. IX , c. 9^ sopra Tarie rifoTmazioiii proposte da molti 
de* padri. ^ie an^uf&^en tf&ttt er fi4 n>o(l €d fdnnte i(m bei 
ber SBibertegung ber menfdWi<Jben !Ben>eggr&nbe^ ivel^^e ®arpt ber 
)&aniIatton imtertegt» f(^b(fd^ i»trbm. 

6. 3n biefem ^^df^gen, bn &ntt liegen (äffen beffen toa^ 
tfwi nid^t gefdflt^ i^ er nun fet^r 0arf. 

3n bem brttten ^uä^ j. 93. citirt er ün paat ^ai eine t^en^toni« 
f4e SIefatton von j@urtano. €r iaait von if^r^^ ber ^tor verftd^e^ eine 
audaefud^te unb t^ber aUtn 3n>eifet erhabene ^enntnif ber itractaten 
miii^m Sran$ nnb (Element $u beftleur otsd^ benft er ni<j^t baran 
fte ii^nt pi befreiten (III, c. 12, n. 1): er nimmt göge, hk ber« 
felbe mittifdU^^ßetf^^n in feine ^rj^^Iung attfr h- ^- ^<4 ^lemen4 
«C^rdnen vergoffen f^ahe vor @(i^mer$ unb Unmutf^ M ber ^aä^riäft 
von ber ^efangennebmung feinet fRe^oten burd» bm ^aifer; — ge« 
niig er glaubt an i(^n. ^ud^ gibt er vor: biefer ^enejianer 9ti)t 
mit feinem Sanbömanne ©ar^^i in gerabem äBiber^rudbe. @arpi 
mmüd:^ fagt: II papa negotii confederaxione eol re dt Francia, 
la quäle ai concluse e «tabill anco col matrinionio ^ Henrico 
secondogenito regio e di Catbariiia. ^ieröber fdt>rt j()aQavicint auf. 
^^fDer ^Qp9/^ fagt er^ ^verb&nbete ftc^ ni(^ mit bem Xhni^t, ma€ % 
@oave fo Ud be^^uptet.^' Cr beruft fifd^ auf ig^mcctarbini unb &o* 
riano. fffiad fagt nnn Sortano? SBei^ufHg bebuctrt er, voit unb wo 
bie ipinnet^ung bed ^apfit^ $u ben ^ranjofen begonnen l^abe; ivel^ 
eilte entfd^teben politifd^e Sarbe fi'e l^attt; enblidb ^ri^t er attd) von 
bm Unteii^anblungen ^u 93ologna. i>a leugnet er nun aderbing^, ba# 
e^ }tt einem eigentltd^en ^unbe gelommen fe^ : ailetn nur eine fd^rift« 
1i<Ik ^bfaffung beffelben leugnet er ab. Dt tutti 11 deaiderii (del 
re) s^aecommod^ Clemente con parole taii che gli faimo credere, 
H, S^ esser dbposta in tutto alle sae TOglie, sensa per6 far pro- 
▼iaione alcuna in aerittura. (gr erjd^^lt f^dter, bQ# ber il6mg auf 
bie Crf&Hung ber ^erfpred^imgen gebmngen b^^be^ bte i|mi bort gemad^t 
ivorben: S. M*^ ehr»* dimande che da S. S^^ li fussino esservate 
le promesse; .— tt>a^ nadf bemfelben ^utor mit eine Urfac^e an 
bem S4>be bed ^o^M xoar, S^itv iü ber {bnberbore Safl^ n)o bie 
Unn>at^r]&eit gen^iffermafen wat^er ifl aU bie ^Baf^rf^eit ü^ i^ 
fein gweifel: ®arpi i^at Unrecht »enn er fagt, e6 fc^ ein iBiknb« 
nif gefd^loffen n)orben: n>ad man fo nennt, lom nid^t ^u @tanbe: 
^IMlavictni ^t ffUäit wenn er ed leugnet; aber im ^on^en trifft 
bod^ Sorpi viel nAi^ )ttr SBafnrl^. €d ivar bie eng^e ®ereini« 



<)tni0/ nur eine mftnbti^e^ mdjit mt idfriftüä^. 9iUx VAflatHCtni 
ittcf^t nur fernen Gegner |u n>iber(eden^ o(ne ein 3ntcreffe ^u (a« 
ben bte SBat>r(Kit felbflt an ben «tag a>^ bringen. 

7. 9ltr9enb$ f^Qt bief mel^r in bie $(ugen aU bei jenem 9ie« 
gendburger ^ofloqutum, wn bem n>ir oben fo au^f&()rli(^ ge^anbett i^a* 
ben. Umt^ ^aUawdni fannte biefe SNtfkuction^ n)te man leidet eri^ 
adfttt; er t^ielt fit f&r geheimer oU fte n>irfli4^ if. 3n ber ^vt aber 
»te er fite be^onbett lernen wir i^n t»o0f}4nbig f ennen. Jpefttg fd(ni 
er auf Sorpt lo€: er fd^itt i(^n, ba# er ben ^'apfi ertldren (a|Fe/ 
er n)olIe ben fhrote^anten ^enugt^uung aemü^rta, n>ofem fte nnr 
in ben bereite feffgefelten ^'nnrten be^ fat^oüfd^en ^lauben^ mit 
it;m ikberetn^immen w&rben: che ove i Luterani conveBisfieh) ne^ 
punti gik Btabiliti della cbiesa romana, si offeriva nel resto di 
porger ogni aodisfattione alla Genaania. (Sr ftnbet, baf ba^ ber 
ffial^r^eit gerabe^u entgegen fe^. Questo i dirimpetto contrario 
al primo capo delP instmttioDe. 9Bie? bai (Segent^^it bat>on n>dre 
wa^r? 3n ber ^nfiruäton bH ^ap0e^ f^eift ti: Videndum est 
an in prineipiis nobiacum cmiyenianty — ^ quibus admistts 
omnis super aliis controrersiis coneordia tentaretur^ unb bie übtu 
genSBorte, bte oben ongef^tirt n>orben ftnb. üi ii wabr: @ar^ be» 
gef^t ^ithti einen Segler : er refiringtrt ben £egaten me^r^ ald er e^ 
war; er fagt $u menig t)on ber 9^ac^iebigfett be^^apM; f^attbief 
5u entbecfen, n>ie ei benn am llage liegte gibt ^oQaoicini Dor^ er fage 
)tt toiel: er wirft füdb ba in tim £)i9inction »on ^aubentfartifeln unb 
anbern, toekbe in ber SBnfle nidyt gemacht werben; er bringt emt 
Wenge £)inge (erbei^ hit au4) waf^r fiinb^ aber nid)t allein wa^^r^ 
wel^e t^ne ^orte, bie nun einmal in ber 3n^uction fte^, ni^t 
wegf afien matiben. 3n bem Unwefentli^en i^ er genau: ba^ SSe«» 
fentltd^e t>erunflattet er ganj unb gor. ®enug ^flaotcini betragt 
fid^ wie ein ffCboocat, ber feinen tjart ang^Iagten Renten in atten 
®thdm unb bnr^ou^ §u t^ert^^eibigen unternommen f^at, dt fnd^t 
iffn in bai htftt ä^t $u fe$en^ er bringt (erbei ma^ iim firberlidb 
t^; WO« tl&m nadf^ fetner ^inbilbung tobdbltd) fe^n f6nnte^ l&fi tt 
nid^t allein weg , fonbem leugnet e^ ^erabe^u. 

& winrbe unmSglidb fe^n^ i^n in alle ben weitldufttgen ^itf 
cnffumen $u begleiten, weld^e er unternimmt; e^ if fdf^on genug xcmn 
wir einigermaßen ferne Lanier erfannt traben. 

Sreiltd^ ergibt ftdb borau^ f&r bie ^ef^^i^te be4 Soncilium^ 
ni<l^ bai erfreulid^e fRefuitat. 

^an i)at wo^^l, gefagt, aai biefen beiben SBerfen ^ufammen 
ergebe ftdb bie ffio^ideit. ^iefleid^t fe^r im ®an)(n unb ^flgemei« 
nen IMt ft^ biefl be(^aupten. 3m ^in^elnen i9 e^ niij^t ber %cM. 
s &e weidKtt beibe loon ber ffiabrt^eitab: e^ it gewifr biefe liegt 
in ber ^ittt: aber bur^ ^onfectur fonnte fte nid^t ergriffen werben« 
fte ift wieber etwad ^oftttt)e^, 9^eue^; bur4 feine ^ermittelung ber 
V<^rteien, fonbem nur butd^ ^fc^auung bed Sactumtf Idßt fte ftd^ 
faffen. 

^te wir gefet^n f^aben — @arpi fagt: e^ fe^ ein fBunb ^u S3olo« 
gna gefd^loffen worben: ^afLa»i^m leugnet e^; feine ^nieefatr in 
ber mit forat (wroudbringen, .ba# ber 93unb mfinbli4^ abgerebet^ 



288 &arpi nttjb ^aHwicinl 

nidft iiviftiiä^ verfaß vootbm xöax, nmd bitm fretiict bie fitfden« 
fi$e »ereinigt. 

S)ie 3nfhuctton Sontonntd ))entnffa(tfn fte btiht; ifjv SBiber« 
Ijprud) ift nitmaii auf^ugleiAen; nur inbrni man ba^ iDrlginal t>or 
ft4 nimmt» tritt bte Qi^(^rt^eit an ben Zac^ 

€>it ftnb (^elfter t)on ganj entgegenijefe^ter. ülatur. (Sorpt ift 
idforf, penetrirenbr boi^^aft; (eine ^)inorbnmtg iü ikberau^ getrieft, 
fein ^ttfi iü rein unb ungefu^t, unb obwobl if)n bte ^ru^ca ntd)t 
in ben Katalog berSlafftfer aufnehmen »oflen, Yvabrfcbetitiid) wegen 
einiger ^rooinciali^men bit et t^t, fo iü er bod) nad) (o vielem tBort* 
aeprdnge, burc^ hai man ftcb anbenodrt^ bitr(lb«>)inben tiw%, un wahrte 
iahiai: fein ^ttjl fAOt mit ben <6ad)en felbtl ^ufammen: in i^inftdbt 
ber IDartleUung iü tt vmttr ben mobemen ^efdbitbtfcbreibern üon ^ta* 
lien ^ttci% ber itttontt: — idy fe$e i(^n unmittelbar nod? S>JiadfiaMUi. 

^^u4 ^ttaüicini iü nidyt obne ©eitl: — er madbt mandymal finn« 
retdye iBerg(eid)ungen: *- er vertbeibigt oft tdd^t obne (^en)anbtbeit. 
^ber fein (»eiü W etnai i6d}n>erfd(figed; !Drficfenbe«; e4 iü t^anpU 
fd^Cid) tin Zaüni ba4 ^(nrafen madjt unb auf ^Xu^iluid}te benft: 
fein <5t9( iil ÄberfikOt mit ^Borten, ^arpi itl i^ü unb burd^itdytig 
btj auf ben^^runb; 9aOat)i€ini nic^t obne^all unb SMr Aber trikb^ 
breit unb im ^runbe feid}t. 

99eibe ftnb »on ganzem ^tt^tn parteiifdb; — ber wabre @inn 
be4 ^iiloriferd, ben ^cgen^anb, ba4 Obfect in twOer ^abrbeit gu 
ergreifen unb an hai 2iM ^n fdyaffen^ gebt in ber Ziat 93eiben ahi 
^arpi bdtte gemif ba4 latent ^ aber er xcifl nun einmal auflagen; 
^aOaoicini bot ba4 latent in unenbli^ geringen» ®rabe/ aber um 
leben ^rei^ tDifl er t)ertbetbigen. 

^ud) fann man felbii in iBetben gufammen ben @tofF nodb nidbt 
Dofl^dnbtg Äberfeben. d^ hitM immer merfn)6rbig, ba# «5arpi t>ie« 
M i^attt tcai ^allaoicini mit afle ber großartigen Unteriii^<^ung bie er 
fanb nid)t aufzutreiben gemußt M. 3<ib toiü nur tin iUiemoire bed 
9luntiud ^bteregato ^ber bie S^eratbfdylogungen am J^ofe ^abrian^ 
Vi« onf&bi^en, toeCAed febr widytig iü, unb gegen ba^ ^attatoicini 
CF;rc()>tionen madyt^ bie gar ni<bt^ bebeuten. ^ucb übergebt ^aüa»ip 
eini mandyed aui einer '^rt oon Unfdbigfeit. €r ftebt nicbt ein» t>a% 
wtl borauf^anfommt, unb fo Idßt er e4 n>eg. Dagegen mangelten 
aber bem (Barpi loieber un^dblige Snformationen» toeli^e ^aQaoicint 
batte: t)on ber ^rrefponben^ bed r&mifd)en ^cfci mit ben Legaten 
fab er nur einen fCeinen Zi)ciL i^eine itifltr fommen meiflen^ wn 
bem Mangel an urfunbli^en ^eridyten ber. 

£)ft boben fit aber andf ^eibe loidbtige IDenfmale nidbt ^ebabt 
%hx bie ®efdbidyte bH ganzen (e$ten Zi)tii^ bed (SoncUium^ ifi^ eine 
f leine IXelation be^ ^arbinali92orone, ber bie entfd)eibenbe ®efanbt< 
fdyaft an ^erbinanbl. t>enoaltete, b^4fi loicbtig. @ie blieb t>on$8et« 
bm unbenu$t. 

^u(b mu# man nidbt glauben» ba§ SKainalbui^ ober £e $lat bie« 
fen Mangel o&Qig erfe^e. 9lainalbu$ e;rcerpirt oft nur ben ^aOaoi» 
cini. 2e ^lat folgt it)m ober &Cim oft wbrtlidb» unb nimmt au^ 
ben lateinifdben Ueberfe$un^en ibrer 9Bevfe ba^jenige^tf iDenftttal auf 
wai er fon^ nicbt autbentifcber fanb. <& \}at toentger Ungebntcfted 

M 



®arpt unb ^aUai^Ulnt 289 

ol^ ftd^ enoortett Hefe. 3n S^enb^am^ Memoire of the coaneil of 
Trident ffnbet fid^ mand^ti !Reue unb (Butt; §. S9. ftnben wir p. 
181 einen ^u^^ug au^ ben ^cten be^ ^aleotto^ fogar beffen €in(et< 
tungen/ felbfi ju einzelnen ©efftonen, tvte ^ur 20flen; aber e^ if niöit 
t>a^ geb&rt^e (btubtum ba(Hntergefe4t. 

fSBoüte 3emanb, xoai inb^, ha biefe Sachen t(^r ^ntereffe fe(^r 
t)er(oren traben, mdjt fo Uid^t }u entarten t|l^ eine neue ®ef4t<jbte 
be^ frtbentimfc^en (ionctUum^ unternebmen, fo m&^te er gan§ t>on 
t)om aiif«naen. (Sr m&^te bte etgentttcben ^erbanblungen beffetben^ 
ble IDtöcufnonen ber ^ngregationen ^ufamntenbrtngen, t)on benen 
nur febr nrnit^ autbenttfcb befannt getoorben t^; er m&fte ftd^ au(b 
bte Ö^efdb^ ^tit€ ober bed onbern ©efanbten ber bafelb^ zugegen 
n>ar t>erf(^affen. €rfl al^bann n)&rbe er ben @toff unb bte beiben 
enfgegengefe^ten ^Bearbeiter \>hUt^ ^berfeben f6nnen. (Stn Untemeb« 
men, ju bem e^ iebixlb ntj^t fommen n)trb, ba bteientgen bte e4 
aflenfatt^ t>oflf&bren f 6nnten, e^ niäit n>oOen, unb bte n)el<be e^ n>o(« 
(en, ed nic^t Derm^gen. 



\ 
f 



«papfie ** 19 



5&rietcr }(6f(^nttr. 
3eitett ber SÄellauratioii btö auf ©ixtu^ V* 



9Bir Ui^rm ^u unfern ^Anbfd^riften $itr&<f, in benen fidf, wtnn 
^Uidf fradinentarifc^, hoäf auf jeben Sad tim tdfit unb unt>er» 
fllfd^te ^eU^rung ftnbet. 

22, 

Instructio pro causa fidei et concllii data episcopo Mutinae, 
Pauli III ad regem Romanorum uuntio destinato. 24. 
Oct. 1536. (MS Barb. 3007. 15 S3(.) 

€m red)ter idtcetii xüit notfys»tnhiq ti ber r&mifc^e i^of fanb üd^ 
^ufammen ^u nehmen, f^ feinen guten SKuf ju forgen. !Dem 9lutu 
tiud »erben unter anbern folgenbe 9iege(n gegeben. Sr foll weber 
^u freigebig fe^n no(i^ au<Jb geizig; weber }u emflf^aft no^ ^u ntun« 
ter; er foQ feine getfilic^en ^entgnifTe nic^t bur<i^ 9(nf(^(dge an ben 
Xirdftf^xm befannt mad^m: er m64^e babur<i^ UAertid^ n^erben: 
»er ibn braudb^f ftnbe i^n audb o^ne bad; er fott feine ®ebubr jmar 
nur unter befonbern Um^dnben gan^ erraffen, aber niemals aü^M tu 
frig eintreiben; — feine @4^ulben machen — in ben ®aß;ifhfm ht* 
^Itn. Nee bospitii pensione nimis parce yel fortasse etiam ne- 
quaquam soluta discedat, id quod ab aliquibus nuntiis aliis fa- 
ctum plurimum animos eorum populonim in nos irritavit — In 
vultu et colloquiis omnem timorem aut causae nostrae diffiden- 
tiam dissimulet. — Hilari quidem vultu accipere «e fingant in- 
vitationes, sed in respondendo modum nou excedant, ne id forte 
mali iifl aceidat quod cuidam nobili Sazoni, camerario secreto 
q. LeonisX (^ilti^), qui ob Lutheranam causam componendam 
in Saxoniam missus, id tantum fructus reportavit^ quod saepe, 
perturbatus vino, ea effutire de pontifice et Romana curia a Saxo- 
nibus inducebatcur, non modo quae facta erant^ sed quae ipsi e 
malae in nos mentis affectu imaginabantur et optabant; et ea 
omnia scriptis excipientes postea in conventu Yormatiensi no- 
bis publice coram tota Germania exprobrabant. 

'93ir fe(^en aaä^ ani ^aüamini I, 18, ba§ hai 93etragen bed 
^tltit i^tn tin U^t id^UdftH ^nbenfen wi r6mif4^en J^ofe gegiftet 
I^Ht. 

Unfere Sfn^ction ifi no4^ baburdf^ merfm&rbig, baf fte einige 
weniger befannte S)ert(»eibiger M Jfatf^oKci^mutf in ^eutfc^tanb 



la Pmai in 1536. — /lulr. 1531 2»! 

^rebtger £)rben^, •— qat etsi ni|iil libronim «diderit c4Mitr» Lu- 
&eranos, magno tarnen vitae perieulo ab initio usque hujua tu- 
multus pro defensione ecclesiae laborarit Unter ben befanntem 
n>irb wr aXitiea Subioig $5mtd, ber »on 93afel nadft 9reibitr<) tm 
^ret^<)au geffol^en tvar^ gerü^Wt/ unb b<m 9lunttu^ €n^>fo^Un, 
tum propter sanam et excellentem hominis doetrinam et morum 
probitatem, tum quia sua grayitate et autoritate optime operam na- 
vare poterit in causa fidei. ^an w^%, ba§ tt(^ ^er felbß bei 
hvx ^rote^onten xn guted ^nfe(^en yn fefen Der^onb. 

23. 

Inslruttione mandata da Roma per Pelettione del luogo del con- 
cilio. (1537.) Informationi Politt. T. XII. 

%titt\>m%^ war nun bie iSRemung $aut^ III. ein (Sonciüum ya 
berufen: in unferer Sfnfiruction t>erft^ert er, er fe^ feft baju ent» 
fd^toffen (tutto risoluto). 9lur »finfcftt er e« in Stalten ju \)er* 
fantmebt. @eine 9letgung at\^ gleicb auf ^iacenja unb Bologna, 
iDrte ber ittrd^e ber gemcinlcböftlicften SHutter 3ttler; — ^64fteh« 
auf eine @tabt ber ^ene^ianer, tio, avi^ biefe bie gemeinfc^afttic^en 
Sreunbe ^fler fe^en. @ein ©runb ifl, t% fe^ ben *^rotef!anten mit 
bem ^onciUum fein €mf!; wie man wx^ ben iSebingungen fe^e, 
weC<^e 9on i^^nen aufgehellt n>orben: g(ei(!b ^ier tritt ber ©ebanfe 
(^enoor, ber ](^erna^ eine fo (o()e n>eIt^ijlorifc^e S3ebeutung bekommen 
M/ ^<>^ ^oneirium fe^ aflein eine @a^e ber ^ati)o(ifen unter ftd). 

Uebrigenö gibt er bem .Ä'aifer t)on feinen 95emfi^ungen f&r 
eine Innere 9ieform 9lat^n<!(^t. — ,,Sar4 con effetto e non eon 
parole.^' — 

24. 

Instrutlione data da Paolo III al c^ Montepukiano destinato 
all' imperatore Carlo V sopra le cose della religione in 
Germania 1539. (Bibl. Corsini nr. 467.) 

55et a0e \>tm tag aber am £age, baf ba6 ^eb&rfni^ einer ^er« 
f^^nung ^undd^t^ in IDeutfdylanb l^erüortrat. S)ann unb wann brac^ 
e^ ftdb auf betben leiten im ^egenfa^ mit bem ^opfie ^o^n, ^uf 
bem (Sonvent in ^ranffurt machte ber faiferli^e (^efanbte Sfol^ann 
SBeffel, drjbifdjof t)on 2unb/ ben ?Jrotef!anten fef>r bebeutenbe 3"9«* 
fldnbniffe: — einen funfie^^nmonatlic^en @ti0flanb, wd^renb beffen 
alle« geri(^t(i<6e *©erfat>ren \>H J'ammergeridfct« eingeflettt \r^n fottte; 
er t)erfpradb i^nen ein 9ie(tgion0gefprd(6 obne S^eitnal^me be« ^ap< 
ftt^. 9lat&r(id) war t>k% $au( bem III. ^^d^Iicb t)er())aft: ber @ar^ 
btnal iÖiontepuUianO; fpdter 9)larceflud II, warb be^t^alb nacib ^eutfcl^^ 
(anb gefd^idft, \xm ein fo unfatt)oUf(^e^ ^bfommen r&cfgdngig }u 

JDie 3f«ffntction gibt nun ttor allem bem (JrjbiWqf t)on Sunb 
f4(ed)te perf6nli<ie 95eweggrfinbe feiner 9lad>aiebigfeit @<ibulb: ®e« 
\&iznU, ^erfpre^ungen, weitere ^bftc^ten. „La communiti d'Au- 
gusta gli donö 2500 fiorini d'oro, poi gli fu fatta' promissione 

19* 



292 Autfr. ai emvL MaiäfmieiaM 1539. 

di 4000 f. singnlis anon sopra ü fratto del suo areireseoTato 
di Lttitda occopato per quel ra Luterano (t)on ^dnemarf)/' 
^et bem S^tt^oat t)On ^eoe, hti ber ^^ntgin ^aria ton Ungarn 
tDoÄe er gut ^epn. ^enn t>or aflem n)trb bief« ©d^mefler be^ ^at« 
ferd, bamaU ^tattf^aitttin m b<n 9^teber(anbcn, einer fiarfen i^tm 
netguna ^u ben ^rotefianten angeflagt. Secretamente presta fa- 
Tore alla parte di Luterani, animandogli o^e yaö, e eon man* 
darli hnomini a posta disfayoreggia la causa de^ cattolici. 2^ 
@(!bmaffa(ben l^abe fte einen Sfbgeorbneten getKtbt; unb ben (Et^ur« 
ftvft von ^rier ou^br&dliA obgemal^nt, in ben fat|H>Iifd)en 93unb 
^tt treten. 

^aria unb ber (&jbtf Aof re|>rdfentirten nemli^^ bte ontifran^^« 
ftfc^^e unb antir5mtfc^e dlic^tung ber ^olitif bed faiferlid)en J^ofe^. 
(Sie n)&nf(^ten ©eutfitanb unter bem Jtoifer vereinigt ju fe^en. ©er 
(Sr^bifcftof erfUrte, hai t^ange nur von einigen religi^fen SugeflAnb« 
ntffen ab: ^^che se S. M^ yolesse tolerare clie i Luterani stassero 
nei ioro errori, disponeva a modo e roler suo di tutta €^r- 
mania/^ 

©er ^apfi entgegnet, e^ gebe gan§ anbere SRittel um mit 
©eutfc^Ianb ^u €nbe m fonmien. ^5ren wir ibn an. 

AnnichiJandosi dunque del tutto per le dette cose la dieta 
di Francfordia, et essende 11 consiglio di S. M^ Cesarea et al- 
tri principi christiani, che per la mala dispositione di quesii 
tempi non si possa per hora celebrare il cöncilio generale non 
ostante N. S. giä tanto tempo lo habbia indetto et usato ogni 
opera e mezzo per congregarlo, pare a S. B^* che sarebbe bene 
che S. M^ pensasse alla celebratione di una dieta imperiale, 
per prohibire quelli inconyenieDti che potriano nascere massi- 
mamente di un cöncilio nationale, il quäle facilmente si potria 
fare per cattolici e Luterani per la quiete di Germania quando 
i cattolici havendo visto infiniti disordini scguiti per causa di 
alcun miulstro della Cesarea e Regia M^ vedessero anche le 
Maest^ Ioro esser tardi alli rimedj : n^ detto cöncilio nationale 
sarebbe meno dannoso alla Cesarea e Regia Maestä, per le oc- 
culte cause y che sanno che alla sedia apostoUca non potriano 
non pure partorire scisma ma in tutta la christianiti cosi nel 
tempcnrale come nello spirituale. Ma S. S^e di parere che si 
eelebri tal dieta in evento che S. M** si possa troyare presente 
in Germania o in qaalche luogo yicino a la congregatione : altri- 
menli se S. M^ Cfesarea distratta da altre sue occupationi non 
potesse troyarsi cosi presto, e d'opinione che la dieta non s^ln* 
dichi, n^ che S. M^ si riposi nel giudicio altrui, quantunque 
suf6cienti e huoni che proeurassero e sollecitassero fare detta 
dieta in assenza di S. M^ , per non incorrere in quei disordini 
che sono seguiti nelle altre diete partioolari ove non si e tro- 
yato S. M^ e tra questo mezzo con fama continuata da ogni 
banda di yoler yenire in Germania e fare la dieta e con honeste 
yie et esecutioni trattenere quei principi che la sollecitano e 
Taddimandano : mentre che S. M*^ yenendo da buon senno la in- 
dichi poi e eelebri ^ et interea yedendo 6. M^ quanto bene et 



Tmirudio pro ipUcapo MMmnsi IMD. 303 

utile sia per porUre la propagatlone ddla lega catiolica, attenda 
per hora a questa cosa prindpalmeBte, e scriva al sno oratore 
in Germania e parendoli aocora mandi alcun* altro che quanto 
piü si pa6 procurino con ogni diligenza e mezzo d^aeerescere 
detta lega cattoUca acqulstando e guadagnando ogn^ uno, ancora 
cbe nel j^neipto noB fossero cosi sinceri nella vera religione^ 
percbe a peco a poeo si potriano pol ridurre, e per adesso im- 
porta piü il togliere a loro cbe acquistare a noi: alla quäle cosa 
gioveria molto quando S. M^* mandasse in Germania quella piü 
quantit^ di denari ch^ella potesse, perche divulgandosi tal fama 
confirmarebbe gli altri. che ,piü facilmente entrassero Tcdendo 
che li primi nervi della guerra non mancariano. £ per mag- 
giore corroboraiione di detta lega cattolica S. S^ si risolverii 
di mandare una o piü persone a quei principi cattolici per ani- 
marliy similmente con promissioni di ajuto, di denari et altri ef- 
fetti, quando le cose sUncammineranno di sorte, per il beneficio 
della religione e consenratione della dignitii della sede aposto» 
lica e della Oesarea M^, che si veda da buon senno la spesa 
dover fare frutto: ne in quettto si partirä dal ricordo di S. M^: 
ne sarebbe male tra questo mezzo sotto titolo delle cose^ Tur- 
chesche mandare qualcbe numero di gente Spagnuola et Italiana 
in quelle bände con trattenerli nelle terre del re de^ Romani suo 
fratello^ acciocbe bisognando Pajuto fosse presto in ordine. 

^aflaüicini fannte biefe »ie \>U üorige Snflhruction (lib. IV, 
c. XIV). ^ir fetten bei it^m, bog bie m ber legten enthaltenen 9lo^ 
tijen über £)eutfc^(anb befonberd au^ ben S3riefen ^(eanber^ flammten, 
ber ft(^ tn biefen ^dnbeüt einen fo 5n>eibeutigen ^cantn gemad^t l^at. 

25. 

Instruction es pro rev^o dom^o episcopo Mutinensi apostolico nun- 
tio interfuturo conventui Germanorum Spirae 12 Maji 
1540 celebrando. (Barb. 3007.) 

S)enno4 fam ed ^u ben ^teligiondgefprdd^en. SBir fef^en t^ier 
tn n)eld^em £td)te man fte tn SKom betrad^tete. 

Neque mirum videatur alicui si neque legatis neque nuntiis 
plenaria facultas et auctoritas decidendi aut concordandi in causa 
fidei detur, quia maxime absurdum esset et ab omni ratione dis- 
sentaneum, quin imo difficile et quam maxime periculosum, sa- 
cros ritus et sanctiones per tot annorura censuras ab umyersali 
ecclesia ita receptas ut si quid in bis innorandum esset id non- 
nisi universalis concilii decretis vel saltem summi pontificis ec- 
olesiae moderatoris mature et bene discussa deliberatione fieri 
debeat, paucorum etiam non competentium judicio et tam brevi 
ac praecipiti tempore et in loco non satis idoneo committi. — 

Debet tamen rev. dom. nuntius domi suae seorsim intelli- 
gere a catholiois doctoribus ea omnia quae inter ipsos et do- 
lores Lutheranos tractabuntur, ut suum consilium prudentiamque 
interponere et ad bonum finem omnia dirigere possit, salva sem- 
per sanctissimi Domini Nostri et apostolicae sedis auctoritate 



294 /fMlrticIto iloln card, Comtareno 1541. 

et dignitate, ut saepe repetitum est, quia hinc salos uiiireir«ali& 
ecclesiae pendet, ut inquit D. Hieronymus. Debet idem parti- 
culariter qoadam eum dexteritate et prudentia catholicoa prinei- 
pes, tarn eeclesiaatieos quam saecularea, in fide parentum et 
majorum suonim coofinnare et ne qoid in ea temere et abaqae 
apostolicae sedis auelorifate, ad quam hujiismodi examea ape- 
etat 9 innovari aut immutari patiantor, eos oommonefacece.~ 

26. 

Instriictio data rev"« card^» Contareno in Oermaniam legato 

28. Jan. 1541. 

@4on gebrucft mtb oft Bedi^rf . — Snbli^ li^t M ber thmu 
iä)t J^of bod^ §u einiger Sla^gtebigfeit (erbet. 

3n)tfc(^en ]541^unb 1551 folgen in imferer @amm(ting eine ntd^t 
unbebeutenbe ^n^(^( t)on Briefen, iBert<^ten, änfhiictionen^ wdä)^ 
gan§ €uro|>a umfaffen^ unb ntd}t fetten ein ncued £ic^t auf bte93e> 
geben^^etten werfen , bit (ier \etodf md)i genau er6rtert werben tbn* 
nen; mte ia aud^ baS SBu<(r weldbe^ btefe %u^h%t weiter er(4utem 
fotten, nid^t ju einer au^flk^riid^en ^arfieÜung btefer ^eriobe benimmt 
war. £)]^ne t>ie( @cru|)e( bleibe id^ nur bei bem fffiidbtig^r^n (le^n. 

27. 

1551 die 20 Junü In senatu Matthaens Dandulus eqaes ex Soma 

orator. 

^er Xiid ber Üielation welci^e ^aiti^, ^anbolo — roic wir ou^ 
hm Briefen M (Sarbinal ^olo fe(^en (ed. Quir. IT, p. 90) ber 
@d)wager ^aip, ^ontarinid, — nadb einem ^ufent^^alte t>on 26 
Monaten in diom, ahfiattäc. (Sn>erfpric(t fur^ §tt fe^n: i^alle re- 
lationi non convengono delle cose clie sono 6tate scritte se non 
quelle che sono necessarie di esser osservate.^^ 

dr l^anbelt ^uerff t)on ben legten Slagen ^autö III; idb f^^be 
ba$ 9Bi(^tigfle ba\>on fd)on ange^brt; fobann t>om €onc(at>e: oSe 
(Sarbindle werben genannt, ^anbolo i»erft4^ert, ha% er mit iZRitolie« 
bem bed CEoflegiumiS t)on ber Unit>erfttdt »on^abua b^omme. ä^an 
fVebt wit gut er unterrichtet fe^n mufte. £)ann t^eilt er eine «ta« 
belle iä>tt bie pdpßUcben Sinan^en mitt 11 particolar conto, io Pho 
avuto da essa camera. 

I. La camera apostolica ha d^entrata Panno: per la the- 
aaureria della Marca 25000 sc, per la salara di detta proTin- 
cia 10000, per la thesaoreria della cittii d^Ancona 9000, — d'^As- 
Goli 2400, -^ di Fermo 1750, — di Camerino 17000, — di Ro- 
magna et salara 31331, — di Patrimonio 24000, — di Perugia 
et Umbria- 35597, » di Campagna 1176« per Norsia 600, per 
la salara di Roma 19075, per la doana di Koma 92000, per la 
gabella de cavalli in Roma 1322, per le lumiere 21250, per Paoco- 
raggio di Givita vecchia 1000; per il sussidio triennale: dalla Marca 



Maiih. Dandtdi rdvi. 1551. SMS 

66000, da Romafiia 44334, ila Bologna 15000, da Penigia ei 
Umbria 43101 , da Patrimonio 18018, da Campagna 21520; da 
censi di S. Pietro 24<NM), dalla coDgr«g>« de frati 23135, da Tige- 
mma de Hebrei 9855, da maleficj di Koma 2000. Summa 550473. 
Da dexime del stato ecelesiastico qaaado ei pongono 
3000 ■€., da dezine di Milano 40000, «- del regno 
37000, dalla gabella della farina 30000, — della gabella 
de contratti 8000. » 220(?)000. 

Ha il datario per li officii cbe yacano eompositiooi.et «^ 
admissioni 131000, da spoglie di Spagna 25000 = 147000 

Summa delle entrate totte 706(?)473 
senza le 5 partite non Iratte fiiora, che stanno a beneplaeito di 
N. Signore. 

II. La Camera ha di spesa Paono: a dirersi goTematori, le^ 
gati, röche 46071 scudi, alli ofBdali di Roma 145815, a diTerae 
gratie 58192* in Roma al goyematore Bargello. guardie came- 
rali et altrl orfidi 66694, al capitano generale 39600, alle gallere 
24000, al populo Romano per il capitolio 8950, al maestro di 
casa, il yitto della easa 60000, a diyersi eztraordinarii in Ro- 
ma 35485, al signor Baldniuo cameriere 17000, al signor 
Gioan Battlsta 1750 ^ alla cayalleria quando si teneya Panno 
30000, al N. S. per suo spendere et per proyinioni da a ear- 
dinali e totto il datariato 232000. Summa in tutlo questo exito 
70(6?)5557 86. 

dr fd)lieft mit 93emerftmgen &6er bie ^erfon 3ulm^ III. Papa 
Giulio,' Ser"** Sig^i*, grayissimo e sapientissimo cons<*, Ä aal 
Monte Sansoyino, picciol luogo in Toscana, come giii scriasi 
alle Ecc^'Y*. 11 primo cbe diede nome e qualche ripotatione 
alla casa sua fu suo ayo, dotiere e molto dotto in legge, e fu 
al senritio del duca Guido de Urbino, dal quäle mandato in 
Roma per negotii del suo stato 11 acquistö gratia molta, sieche 
col molto studio che ip detta facultik face il suo nepote, acqni- 
8t6 tanto di gratia et riputatione che el fu il cardind de Monte: 
de ehi po fu nipote questo. Arrtyato in corte per il primo grado 
camerier di papa Julio secondo, fu poi arciyescoyo di Siponto, 
et in tal grado yenne qui alle Ecc« V« a dimandargli Ra- 
yenna et Cenria quandoche eile le bebbeno doppo il saoco ^i Ro- 
ma: et col multo suo yalore nel quäle el si dimostr^ et nelle 
lettere di legge et nei consigli bayuti molti et per Pauttoriti 
molta di suo zio che fu il cwdinal de Monte, doppo morto loi, 
Ib fatto Cardinal questo. Et fatto papa si prese subito il nome 
di Julio, che fu il suo patron, con una perfettion (presun- 
tlon?) dl yolerlo imitare. 

Ha Sua S^^ 64 anni a 28 di Ottobre, di natura coUerica 
molto, ma aacho molto benigna, sieche per gran collera ehe 
Pabbi la cli passa inanzi che compisse di ragionarla, sieche a 
me pare di poter affirmare lui non portar odio n^ ancbo forse 
amore ad alcuno, eccetto per6 il cardinal di Monte, del quäle 
dir^ poi. A Soa Santitli non yolsero mai dar il yoto li cardinali 



296 VUaü MmreeOo IL 

u^ dt Mama (f) nd dlTrento, «t fiirono li suBito etmeglio pre- 
■liati da lei ehe alcun' altro di quei che la farorirono. II piü 
farorito servitore di moUi anni sao era lo arcivescovo di Si- 
pontOy che lei essendo cardinale gli diede ParclYesGOTato e da 
lui fu sempre hen servita, sieche si credea che subito la lo fa- 
rebbe cardinale, ma lui si e rimasto in miiioribus quasi che non 
era quandoche lei era cardinale, che poi fatto papa o poco o 
nulla si e voluta valer di lui, sieche el poverino se ne resta 

quasi come disperato. Unfre ^anbfc^nft ift letber ju fe(« 

l€r^j^/ aU baf ti>tr^ jumal ha bte ^lad^nd^ten b^ oft tn^ Unbe» 
beutenbe faden; fie xDeiter cppiren foltten. 

28. 

Vita di Marcello 11 scritta di propria mano del signor Alex. 
Cerrini suo frafello. (Alb. nr. 157.) 

di c^tfürt ein red^t braud^^bareS SBerf Aen ^ber ^apft ^axUi* 
itt^ II k>on ^eter ^oliboro 1744. '^on ben Duetten raud btnm 
biefer ^utor fcb&^te^. tu gleich bte erfie xodä^ er an<)tbt'unfere 2e« 
ben^befc^retbung t>on ^lepr* @ert)ini. Ung(&cfti<i^er ^etfe aber war 
biefeibe fd)on 1598 bei einem ^ranbe im j^aufe ber S^mtlte ju 
ilOlontepuIctano $um gr6gten Zi^tiU t>erungliicft. 9Btr b<^ben nur 
ein Sf agment übrig. 3c^ t^ebe folgenbe (5tefle au^^ bie ftc^ auf ben 
^erfuc^ ber .^a(enben)erbefferung he^ic^t, ber unter £eo X. gemad!>t 
n>urbe. unb bie ft<!^ hei ^otiboro nid^t ftnbet. 

Havendolo adunque il padre assuefatto in questi costumi et 
esercitatolo nella grammatica, reltorica, aritmetica, e geometria, 
accadde che anche fu esercitato nelP astrologia naturale piü ancora 
che non haverebbe fatto ordiuatamente, e la causa fu questa: 
la S^ di N. Sigr« in quel tempo, Leone X, per publice editto 
fece intendere che chi aycTa regola o modo di correggere Panne 
trascorso fino ad alP hora per undici giomi, lo facesse noto a S. 
S^: ondeM' Biccardo gik detto (^ater be^ $a|>i}e^), siccome assai 
esercitato in qnesta professione, volse obbedire al pontefice, e per6 
con longa e diligente osservatione e c^n suoi stromenti trov^ il 
vero corso del sole, siccome apparisce nelli suoi opusculi man* 
dati al papa Leone, con il quäle e con quella gloriosissima 
casa de Medici teneya gran servitü e. specialmente con il magni- 
fico Giuliano, dal quäle aveva riceruti farori et Offerte grandi. 
Ma perche la morte lo preveone , quel Signore non segui piü 
oltre il disegno ordinato che M' Riccardo seguitasse, senrendo 
la persona Sua £cc'* in Francia e per tutto dove essa andasse, 
come erano conyenuti. N^ la santita di N. Signore potette ese- 
guire la publicatione della correttione delP anno per rarii impe* 
dimenti e finalmente per la morte propria, che ne segui non 
molto tempo doppo. 

SSflcM fU^t bo(^ kDte ber ©etfl ber Stoliener in ben 3^ten 2eo4 
X. mö^ in biefem %aä^e arh^ität; ba# iener i23tf(^of Don Soffom« 
brotte/ ber tm Sateranconcilium Don 1513 ^ htm 9Berfe ber ^a* 
lenberDerbefferuhg ermahnte, nici^t ber einzige n>ar ber baran badete. 



Ani. CarwseUdo vHa di Paolo IV. 297 



29. 

Antonio Caracciolo Vita di Papa Paolo FV. (2 Voll, fol.) 

^nt. ^arocctolo, ^tairntt, 9leapoIttaner, ein @ammler fein 
£e^(ang^ fonnte ni<i^f t>erfdumen feinen gleif av^ bem berft(^mte» 
^en neo^oittonifd^en ^o^^t, bem ©dbiber ter «tt^eatiner^ ^onl IV. 
ut n>ibinen. ffiir'ftnb ii^va baf&r allen Z)anf fe^ulbig. G^ine grofe 
9Renge 9loti^en bie un0 of^ne i^n verloren fe^n n)Ärben, (^at er 
jufaimnengebra^t. ^>mi S3ud) tfl bie ^runblaae bed an^f&^rltdKn 
ffierfe^ t>on &i1o 93romatO: Storia di Paolo IV Pontefice Mas- 
simo, Rom. 1748, ba^ in ^iDei bicfen nnb eng^ebrucNen Cluartbdn« 
ben mit A.berattd retdye (Sammlung t>on Materialien barbtetet. 

SBie e^ inbef M ber @trenf)e ber (Senfur^ xczX^^ in ber fa« 
t^oIif4)en .fird^e ge^anb^aM n>arb/ nid^t anber^ fe^n fonnte, S3ro» 
mato burfte fetne^wegd aUed aufnehmen loa^ feine Quelle i^^m 
barbot. 

3db ^abe 6fter einer au^f^^rli^en Snformatton 3. ^. Saraf* 
fa^ an ^lernend VII. ^ber ben S^l^anb ber ^ird^e dcba<!^t; ^\z im 
Safere 1532 t>erfaft »arb. fSromato mac^t I, p. 205 einen lan« 
gen tludjug baraud. 'ä^teled aber ld$t er aw&f n>eg, n>eld)e^ nun 
freilid^ eben ba^ SSe^eid^nenbtle ifl; §. ^. ftber \>\z Verbreitung lu« 
t^^ertfcber Meinungen in-^enebig. 

Si snpplica S. S^^ che per PhonoFe di dio e suo^ non es- 
sende questa cittii la piü minima n^ la piü yil cosa della chri- 
stianitik et essendovi nella cittä e nel dominio di molte e molte 
mtgltara d^anime commesse a S. S^, sia contenta da persona 
fedele ascoltare qualche cosa del loro bisogno, il quäle, ancor- 
che sia grande, pure se ne diri^ per hora qualcbe parte. E 
percbe, come Papostolo dice, sine fide impossibile est placere 
deo, comminciarete da questa, et avisarete S. S^ come si sente 
degli errori e delP beresie nella Tita e nei costumi di alcuni, 
come Ä in non fare la quaresima e non confessarsi etc., e 
nella dottrina di alcuni, che publicaraente neparlano e tengono 
e commanieano ancora con gii altri de^ libri prohibiti senza ri- 
spetto. Ma sopra tutto direte che questa peste, tanto delP here- 
sia Luterana quanto d^ogni altro errore contra fidem et bonos 
mores, da due sorti di persone potissimamente si ya dissemi- 
nando et aumentando, cioe dagli apostati e da alcuni frati mas- 
sime conventuali, e S. S^ deve sapere dt quella maledetta ni- 
data di quelli frati minori conventuali, la quäle per sua bontä 
fermando alcuni suoi seryi ha incomiuciato a mettere in iscom- 
piglio: perche essendo loro stati discepoli d^un frate heretico gia 

morto, han yoluto far onore al maestro. E per dire quello 

ehe in cio mi occorse, pare che in tanta necessitä non si debba 
andare appresso la staropa usata: ma siccome nelP ingruente 
forore della guerra si fanno ogni di nuoye proyyisioni oppor- 
tune, cosi nella maggior guerra spirituale non si deye stare a 
dormire. E perche S. S^ sa che Pofßcio delP inquisitione in 
questa provincia sta nelle mani de' sopradetti frati minori con- 



298 Bern. Nwagero RekUUme 1558. 

yeDtuali j li qnali a caso s^abbattono a fare qualcfae inquisitione 
idonea, come ^ stato quel maestro Martino da TreTiso, della 
eai diligenza e fede so che il sopradetto di bnona memoria ye- 
scoTO <ü Pola inform^ S. S*^, et essendo bora lai mutaio da 
qaello in altro officio ^ ^ successo nell* inquisitione non so cMy 
per quanto intendo, molto inetto: e per6 bisogneria che S. S^ 
proTTedesse parte con eccitar gli ordinaij, che per tutto quasi si 
dorme^ e parte con deputare alcune persone d^autorita^ mandare 
in questa terra qualche legato, se possibile fosse, non ambi- 
tioso n^ cupido, e che attendesse a riaarcire Pbonore e cre- 
dlto della sede apostolica e punire o almeno fugare li ribaldi 
heretici da mezzo de^ poveri christiani: perche doyunque ande- 
ranno, porteranno seeo il tesiimonio della propria nequitia e 
della bontü de^ ledelt cattolici, che non 11 vogliono in lor com- 
pagnia. E perche la peste delP heresia si suole introdorre e per 
le prediche e libri hereticali e per la longa habitatione nelia 
mala e dissoiuta vita, della quäle facilmente si viene alP here- 
sia, par che S. S^ potria fare in cio una santa, honesta et utile 
proTTisione. 

@o ent^dlt nun ba6 SBerf (Soracciolo^ no(b gar mandbe anbete 
mt^T ober mtnber mö^iiQt 9la<^rid)ten: bie ikbrigend unbefonnt ge^ 
biteben ftnb unb bte ftcb eine audfubrlt^ere Arbeit nid^i burfte entgebn 
laffen. ©on einer anbem feiner ©cbttften CoUectanea historica de 
Paulo lY unterf(betbet fidf bte italienifcbe Seben^befd^reibung bur^« 
an€: fte t^ ein gan$ anbered unb bei n>ettem braud^barere^ ®erf. 
Sebod) ftnbet ftc!^ audb in ben ^bdectaneen einiget n)ad in ber ^tta 
eben fo n)ieberfe()rt, ^. S3. t>it ©djilberuna ber ^erdnberungen, 
n>el<^e ^aul IV. toomaf^ni/ na<i^bem er feine vttpotm entfernt ^atte. 

30. 

Belatione di M. B^rnardo Navagero alla S"»« Rep<^* di Venetia 
tornando di Roma ambasciatore appresso del pontefice 
Paolo IV. 1558. 

^tne t>on ben t)enejtantf(l^en IKelationen, YoeCc^e allgemeine ^er« 
brettung fanben. i^d^on ^aflat)ictni i^t ftd? t^rer bebient er if fo« 
gar be^bAlb angegrifFen n^orben; auc^ SXainalbul (Annales eccles. 
J557r nr. 10) gebenft t^rer, um ber ^ip^Uvn ^u gefc^eigen. 

ib^ne 3weifel Derbtent fte biefe <£bre in bo^em @rabe. 93ern. 
9lat>agero geno{[ in ^enebig ba^ ^nfe^en eine^ (^elef^rten. 9Bte 
reit ani So^carini (della lett. Ven. p. 255) fetjen^ n>ar er im 
^orf(b(ag §um ^i^oriogra))(^en ber tfttpnhlif; auf feinen fr&|^em <^e» 
fanbtfd^anen, hii ^arl v, jpeinrid) VIII, @pltman, t^attt er ftc^ $u« 
gliädf in 93e^anblttng fci^mieriger ^efdydfte unb Beobachtung an^its 
uic^neter 9laturen geöbt. Unmittelbar na<4 bem Eintritte ^aviU tV. 
ram er nac^ 9tom. 

IDrei ^ef<^dfte etne^ ©efanbten unterf4)eibet 9lat)agero: ^erflel^^n, 
n>o)u diniid^if Unter^anbeln, n>oau (Sefd^idtid^feit, meferiren, mo^u 
Urtt^eil ge^6re um baö 9Zot|^n>enbige unb ^lu^Iic^eju fagen. 

dt ge^t t)on ber 9Ba^( unb ber SBüaä^t eine^ ^M aud* <Sr 



Moeadgo lUiaiUme 15S9. 309 

meinte wtnn bte ^ßäpfit^ ft4 an^üt^m fe^tt liefen, C^ri^m naä^f 
Juanen/ fo lo&rben (te hti loettem me^^r $tt f&r^ten fe^n. !Dann 
fd^ilbert er 9,le condilioni^S i^t^ ^ f^S^' 99 o^ P^P^^ Paolo IV , e 
di Chi lo consigUa^S b. t. üor allem feine bret !Re^oten; <— tc^ 
l^abe mir feine Sd^ilberung $tt fRu$e gemad^t: in bem affgemet« 
nen Urt^eil ober fann m^n bod) mit bem ^utor ni(j^t Äberein* 
Timmen, ^t meint, au(ft $au( IV. looQe nur fein S^au^ gro# mo« 
dben. i^dtte et f^dter gefd^rieben, nad^ ber Vertreibung ber §ttpo» 
im, fo tt>urbe er ein fold)ed Urtf^eil nicibt aefdQt ^aben. dbtn biejfer 
Moment i^ ber grofle SBenbe^ur.ft ber pfyiüiä^n ^olitif t)on n>clt^ 
li^en jtt 9ei0(id)en ^bftd^ten. — ißon ben ^krfonen n>enbet ftd^ 
9tat>agero §tt einer i&efd^reibung beö £riege$ Swifd^n ^)3au( IV. mib 
$^tli^f> II; eben fo gCvtcflicb geivorfen unb t>oQ aei^eicber S3eoba(^s 
tung. " ^i folgt eine S3etra(btung über bie audn)drtigen "»Berbdltntffe, 
unb ikber bai n>abrfcbeinlid)fle ^rgebnig einer fjknftigen 9Bab(. ^ur 
mit grofer Vorftdbt ge()t 9lat)agero baran, ]^iet>on §ureben: ^^piu/^ 
fagt er y,per sodi»fare alle SS. V V. £K. che a me in quella parte/^ 
S>odf i^at er ed nid)t ütbel getroffen. Unter ben S3eiben, in benen 
er bie mei^e SBabrfc^einlidjIeit ber 9lad)foIge bemerft, nennt er iDtrf« 
ÜÖ9 ben^ ber bo^u gelangt ifi, ^ebigbi^r obioobi er freiließ ben 
^nbern, $uteo, bod^ nod^ wabrfdb^inlid^er ftnbet. 

3e$t aber,' fagt er, hin idy n^ieber bier, icb febe n>ieber bod ^n^ 
atfiäft meinet Si^r^en, ber erlaubten IKepublif, $u beren IDienfl nid^t« 
fo grof fe^n tt)irb ba^ i<b e^ nicbt wagen , ni^td fo gering hat icb 
t€ nid^t &ber mid^ nef^men fottte. — 2Der ^u^brucf ber (Ergebenheit 
tvi^ht^t noäf bie ^arbt ber !Darf}ettung. 

31. 

Relatione del Ci"^ M. Aluise Mocenigo Cayi'« ritomato della corte 

di Roma 1560. (Arch. Ven.) 

@ieb$e^n ^onat flanb f)!^ocenmo nocb hd ^aul IV, 4 ^0« 
nat 8 «tage bauerte bad (Sonclave, jteben ^onat )>erfaf^ er bann 
bit (^efanbtfd^aft Ui ^iü^ IV. 

dt fd)i(bert $uerß bie fircblidje unb wtUlid^t Bem>altung, bie 
3ufH$ unb ben ^of unter ^aul IV. ^r ma<bt t)ithd eine fBemer« 
fung, beren icb mid^ nicbt $u bebienen gen^agt babe: obmobl fte eine 
Yoeiite ^u^ftd^t harhicttt: I cardinali, fagt er, dividono fra loro le 
cittii dejle legationi (nel conclaye): poi continuano in questo 
modo a heneplacito delli pontefici. 3fi biti ifxca ber Urfprtmg 
ber Verwaltung be^ (Staate^ burcb Seißlicbe, bit fi^ aÜmd^Iig 
einfhfyttt? 

^udb bit 3(ttertb&mer Dergift er nitbt, an benen 9iom, wie bie 
SSef^^teibun^en t)on S3oiffarb unb ©amucci bezeugen, bamatö einen 
grbfem 9iei<btt^um aU itmaU befaf. In cadaun loco, habitato o 
non habitatOy che si scaya in Roma^ si ritroyano yeatigie e fa- 
bridie nobili et antiehe, et in molti laoghi si cavano dl beliis- 
sime Statue. Di statue marmoree ^ poste insieme, si potria fare 
an grandisaimo eserdto. 

!Dann fommt er auf bte UnvUfym, bie beim Sobe $auld IV« 



am MiMd Hfl. 1680. *- Di^^aed degli amh. 1560. 

Mihrad^tn, imb bte ft4 ou4 iiaAb€m fte ge^ttft ^tt fe^n fd^enen, 
no4 «n toitfenb ttnorbtmngen «oteberf^Iten. Cessato c^ebbe il popolo, 
coneorsero nella citti tutti falliti e faoruBcitiy che Don si sen- 
tfva altro ehe omicidii, gi ritroyaTano alcuni che con 8, 7 e fin 
6 scudi 81 pigliaTano U earico d^araazzar un^uomo, a tanto che 
ne furono in pochi giomi commesse molte centenara, alcuni per 
nimidzia, altri per üte, molti per ereditar la sua roba et altri 
per direrse cause , di modo che Roma pareva, come si suol dire, 
il bosco di Baccaro. 

^ai SoncCave war fe^r t)ergn{^gt, atte^tage SBonf ette: ^argad 
war ganje ^Mftt ba; wemgflen^ alli busi dei conclare* — ber 
d^kr ber ben ^opß mad^te^ toat ber i^er^og (üofimo von $(oren^. 
II dnca di Firenze l^a fatto papa: lui Pa fatto poner nei nomi- 
nati del re Filippo e poi con diversi mezzi raccommandar anco 
dalla regina di Franza^ e finalmente guadagnatogli con grand^ 
industria e diligenza la parte Carafesca. SBte fo qcai^ verfallen 
jene Sntnguen, meldte bte <i5efd)i<^ten ber (Iondat>en melben, in t^r 
dZtd^td ^ufammen. ^te ^erfafPer biefer ©efd^ic^ten^ Qfrobt^nÜd^ felbfl 
^ondam^en, fa^en nur bie weci^felfettigen fBeril^^rungen ber ^erf^n» 
Itd^feiten bte fte fannfen^ alle (Sinwtrfungen i)on au^en blieben t^ 
nen i^erborgen. 

^ie C^elation fc^lteft mit einer iSc^Überung ^iu$ IV , fo n>ett 
fid) beffen <Stgentb^li(t^fett bomald bereite eniiDtcfett f^attt. 

32. 

Relatione del CI"*<* M. Marchio Micbiel K' e Proc. ritornato 
da Pio IV sommo pontefice, fatta a 8 di Zugno 1560. 

dtelation einer ©I&cfmönfd^ungdgefanbtfci^af^, bit nur 39 «tage 
von SJenebig abwefcnb gewefcn; fte \)atU 13000 iDuc. gefoffet. ^üö 
SXelation fe^r fd^n^acib- Sffliäiid ermahnt jnr 9^ad^giebtgfeit gegen 
9iom. Non ei tagli la giurisdition del papa, e li sig'« avoga- 
dori per non turbare Tanimo di S. S^ abbino tutti quelli rispetti 
che si conviene, i quali ho visto che molto volte non si hanno. 

33. 

Dispacci degli ambasciafori Veneli ISMaggio — 21 Sctt. 1560. 
Inform. Politt. Tom. VIII. 272 231. Ragguagli delP am- 
basciatore Venelo in Roma 1561. Inform. Politt. Tom. 
XXXVII. 71 251. 

^u(ib bie 9iagguag(i ftnb iDepefdb^n Dom 3an. unb Sebr. 1561; 
atte von ^arc. ^nton be ^ula, ber eine 3<it(<>ng ^t^ (Stelle eine^ 
©efonbten t>erfab. — (@. Andreae Mauroceni Hist. Venet. lib. 
VIII, tom. II, 153.) @te ftnb febr unterridjtenb, — intereffdnt 
f&r bie Seitumfi^dnbe unb bfe Sflainr ^apfl ^iu^; — befonberd tre« 
ten bie Ut^Un @4^ic^fa(,e ber (Sarafe^cben Iben^or, unb e^ ergibt fid^, 
ba# ^(^tlipp II. je^t biefe feine alten S^inbe ^n retten n>iknf(^te. ^an 
ma^te it^m am {)ofe fogar ein ^erbredb^ barau4. ^arga^ ent« 
gegnete, ^^illppll. ^abe fie nun einmal begnabigt: ,^queigranre, 



Proceasua cwd. Caraffae 1660. Ml 

quel Santo, quel cftttolico non facendo eorae voi altri/^ ^«r 
^apfl bagegen maA^it i^^nen bie ](^(ftrgflen ^orw^e: ,^liaTere ibosm 
Parme de Christiaoi, de Tarchi e degPeretici, — —. e chele 
lettere che venivano da Franeia e dagli agenti in lialia, tatte 
erano contrafatte^^ etc. <Der ^o^ß meint, er wolle 100000 (5c 
\)0ixvan geben, ba# fife unfd)ulbig n>dren. ^ber ^diiel mt fte be» 
gano|en> btbfe man tn ber &i^'\^m^z\i ntc^i bu&en. 

Seboiib \^ 0e|)e ah, S3rtefe }tt ejreerptren. €< ^ genug tf^ren 
Sfnl^aU axi%thz\xiti ju traben. 

34. 

Extractus processus cardinalis Caraflfae. Tnff. tom. If. f. 465 
Vx^ 516, mit bem S^fafi: Haec copia processus formati 
contra cardinalem Caraffam reducta in summam cum Im- 
putationibus fisci eorumque reprobationibus perfecta fuit 
d. .XX Nov. 1560. 

^uö bem neunten ^nnft ber ^ert^^etbtgung s. y. haeresia erfef^en 
Vbtt, \>a% ^Ibred^ t)on ^ranbenburg einen gen>if[en £)ber^ Sriebrid^ 
tia<ä9 SKom fd^icfte, um mit ^aipfi ^aul IV. einen '!Bertrag ab^u« 
f4Ue|en^ ber £)berfi li^atit ^ubien^ hti \itm ^apfl fe(b0; aber ber 
^arbtnal toon ^ug^burg (Otto t>on Srud^fef ) machte fo t)te( (Sin» 
loenbungen gegen benfelben, ha% er yalt%i au4 9{om entfernt warb. 
Jpieran fd^Iieflt ftc^: £1 suceesso de La muerte de los Garrafaa 
con la declaracion j el modo qae mitrieron y el di y hora 1561. 
Inform. II. 

35. 

Relatione di Girolamo Soranzo del 1563. Roma. (Arch. Yen.) 

£>te Sa^rja^t 1561 , bie bad i^r^^Iar be^ ^rd^io^ trdgt, ifi 
o^ne 3«>«f«t unrichtig. 9lad> ;bem autl^entifdben ^er^etc^ni^ ber @e* 
fanbtfd)aften marb ^ir. (^oran^o $mar fdbon 1560 22. @^t. gewd^lt, 
weil ^JM& eine ©tette t>on ^apfi '^\\xi IV. angenommen ^atte^ 
unb baburc^ htx ber 9iepubltf in Ungnabe gefallen war; aber man 
ver^ie^ il)m ha^ bod) wieber, unb erjl na<ibbcm ^^ula gar $um dar?, 
binat ernannt werben, im^a^re 1562, (6(Je <5oranio i\)n ah. @o 
hv^\z\ii er fidb bann auci^ oft auf \iai ^oncilium^ bad \a 1561 noc^ 
gar ttid}t fag. 

®ir. @oranjo bemerfte, \>a% hxz Ütelationen htm Senate fowo^l 
nxi%ix^ a\i angenebm fet)en fe volontieri udtte e mataramente 
coDsiderate); — er ^at bie feine mitSleifunb Siebe abgefaßt. (So 
tft wo^i ber 5Flü^e votTi\) baß wir feine ©c^itberug ^iu^ IV. an* 
i^hxtn. 

Delle qualifa delP animo di Sua Beatitudine dir^ sincera- 
mente alcune particulari proprietä, che nel tempo della mia le« 
gatione ho potuto osservare in lei et intender da persone cbe 
ne banno parlato senza passione. II papa, come ho detto di 
sopra, ha studiato in leggi: con la cognitione delle quali e con 
la pratica di tanti anni nelli governi principali^ che ha hayuto^ 




902 GiroUumo Sotmnsto 

lui fatto un giodfcio minbile nelle came coai di giustitU -eome 
di gratU che si propoogono in segnatara, in modo che non s^a- 
pre la boeca che sa qaello si pu6 eoneedere e quello si deve 
negare, la quäle parte e non pur utile nia neeessariain un pon- 
t€6ce per le mohe et importanti materie che oeoorre trattar di 
iempo in tempo. Possiede molto bene la lingua latina e s^ha 

per 

bei 

quello 

che Tuole e facilmente e propriamente. Non ha studlato in theo- 
logia, onde avHene che non vuole mai propria antoriti^ pi- 
gliar in se alcuna delle cause commesse all' uffido dell' inqui- 
sitione: ma usa di dire che non essendo theologo si contenta 
rimettersi in tutte le cose a chi si ha il carico: e se bene si 
conosce non esser di sua satisfatione ii modo che tengono glHn- 
quisitori di procedere per Pordinario con tanto rigore contra gPin- 
quisitiy e che si lascia intendere che piu gli piaceria ehe usas- 
sero termini da cortese gentilhuomo che da frate seyero^ nondi- 
meno non ardisce o non Tuole mai opponersi ai giudicii loro^ 
nei quali interviene poche volte, facendosi per il piii oongrega- 
tioni senza la presenza sua. Nelle materie e deliberationi di 
stato non mole consiglio d'^alcnno^ in tanto che si dice non e«- 
ser stato pontefice piü travagliato e manco consigliato di S. 
S*^9 non senza merayiglia di tutta la corte che almeno nelle 
cose di maggior importantia ella non voglia avere il parere di 
qualche cardinale, che pur ?e ne sono molti di buon consiglio: 
e so che un ^iorno Yargas lo persuase -a farlo, con dirle che 
se bene S. S^ era prudentissima, che per6 unus yir erat nullos 
vir, ma ella se lo lev6 d^lnanzi con male parole: et in effetto 
si vede che, o sia che ella stima esser atta di poter resolver 
da se tutte le materie che oecorrono, o che pur conosca esser 
pochi o forse niuno cardinale che non sia interessato con qualche 
principe, onde il giudicio non pu6 esser iibero e sincero, si vede, 
dico, che non si Tuole servire d^altri che dal card^ Borromeo 
e dal sig'^ Tolomeo, i quali essendo giovani di niuna o poca 
sperienza et esseguenti ad ogni minimo cenno di S. S^ , si pos- 
6ono chiamar piutosto semplici esecutori che consiglieri. Da 
questo mancamenio di consiglio ne nasce che la Beat« Sua, di 
natura molto presta per tutte le sue attioni, si risolve anco molto 
presto in tutte le materie, per importahti che le sieno, e presto 
si rimuove da quello che ha deliberato : perche quando sono pub- 
blioate le sue deliberationi e che li venga poi dato qualche ad- 
vertimento in contrario, non solo le altera, ma fa spesso tutto 
Topposito al suo primo disegno, il che a mio tempo e awenuto 
non una ma molte volte. Con i principi tiene modo immediate 
contrario al suoprecessore: perche quello usava di dire il grado 
del pontefice esser per metter sotto i piedi grimperatori et i re, 
e questo dice che senza PautorltA de^ principi non si pu6 con- 
servare quella del pontefice: e percio procede con gran rispetto 
verso di cadauno principe e fa loro volentieri deUe gratie, e 



ReUaiime 1563. 303 

qoando le niega, lo fa con gran deairezKa e modeatia. Procede 
medesimainente coh gran dolcezza e faciiiti^ nel ürovar i negotii 
indiffeniptemenie con tutti: ma so aleiina yolta segli domanda 
cosa che/oon seote, m mostra Tehemente molto e terribile, ne 
patisee ohe segU contradica: ne quasi mai e neeessaria con S. 
8^ Ja destrezza, perche quando si Ä addolcita, difficilmenie niega 
alcuna gratia: ^ TcrQ che nelP esaecutione poi si trova per ü 
piui maggior difficulti che nella promessa. Porta gran rispetto 
?erBO i rey"i card^', e fa loro volentieri delle gratie, n^ de- 
roga mal ai soi indiüte neue collationi de' beneficii^ quelle che 
non faceva il suo precessore. £' vero ehe da quelli di maggior 
autoriti par che sia deuderato che da lei fusse dato loro mag- 
gior parte delle cose che occorrono a tempo di tanti travagli di 
quelle ehe usa di fare la S. S^: onde si dogliono di vedere de- 
liberationi di tanta importaotia passar con cosi poco consiglio, 
e ebiamano felidssima in questa parte la Serenita Voatra. Alii 
ambasdatori usa S. Beat"« ouelle maggior dimostrationi d^aroore 
et honore che si possi desiaerare, n^ lascia adietro alcuna com 
per teuer li ben satisfatti e content! : tratta dolcemente i negotii 
con loro, e se alcuna volta a^altera per causa di qualche dimanda 
ch^ella non senta o altra oecasione, chi sa usare la destrezza, 
racquieta subito ^ e fa in modo che se non ottiene in tutto quanto 
desidera, ha almeno in risposta parole molto cortesi; doye quando 
segli yuol opponere, si pu6 esser certo di non aver ne Puno 
ne Taltro: e per6 Yargas non i mai stato in gratia di S. S^^ 
perche non ha proceduto con quella modestia ch'era desiderata 
da lei. Finito che ha di trattar li negotii con li ambasdatori, 
fa loro parte eortesemente , parla delli aTvisi che ha di qualche 
importantia^ e poi entra volentieri a discorrere de lo presente 
stato del mondo : e con me Tha fatto in particulare molto spesso, 
come si pu6 ricordar V. S^ che alcune yolte ho empito i fogli 
dei Buoi ragionamenti. Con i 8uoi famigliari procede in modo 
che non si puÄ conoscere che alcuno ha autoriti con lei, per- 
che li tratta tutti egualmente, non li dando libertii di far cosa 
alcuna che non sia conveniente, ne permettendo che se la pi- 
glino da loro medesimi, ma li tiene tutti in cosi bassa e povera 
fortuna che dalla corte saria desiderato di veder verso quelli 
piü intimi camerieri et altri servitort antichi dimostratione di 
maggior stima et amore. Fa gran professione d^esser giudice 
giusto, e Tolentieri ragiona di questo suo desiderio che sia 
fatto giustitia, e particolarmente con gli ambasdatori de' prin- 
dpi) con li quali entra poi alle volte con tal obcasione a giu- 
stificarsi deUa morte di Caraffa e delle sententie di Napoli e 
Monte come fatte giusiamente, essendoH forse venuto alle orec- 
chie esser stato giudicato della corte tutta ch'esse sententie e 
particularmente quella di Caraffa siano state fatte con severitü 
pur troppo grande et eztraordinarta. B' naturalmente il papa 
inclinato alla vita pri?ata e libera, perche si vede che difiicil- 
mente si pu^ aecomodare a procedere con quella maesti che 
nsava ii preoessore^ ma in tutte le sue attloni mostra piutosto 



I 
\ 



304 C?Jrof. SoroMO Relai. 1563. 

Meexza ehe gniriti, lasdandosi yedere da tutti a tutte Phore 
et andando a Garallo et a piedt per tutta la eittä con pochissima 
compagnia. Ha una inclinatione grandissima al fabbricare^ et 
m questo spende volentieri e largamente, sentendo gran piacere 
quando si lauda le opere che va facendo: e par che habbi üne 
lasciar aneo per questa via memoria di se, non vi essendo hor- 
mai loogo in Bama che non habbi il nome euo, et nsa di dire 
il fabbricare eeser partiealarmente inclinatione di casa de Me- 
diei, ne OBserva S. heaV^ quelle che ^ stato fatto dalli altri 
snoi precessori , che hanno per il piii incominciat«» edifidi grandi 
e magnifici laeeiandoli poi imperfetti, ma eUa ha piatosto a 
piacere di far acconciar quelli che minacciano rovina e nkiir gVin- 
cominciati, con fame aneo de^ nuoyi, facendo fabbricar in molli 
luoghi dello stato ecclesiastico: perche fortifica Civita vecchia, 
acconcia il porto d^Ancona, tqoI ridor in fortezza Bologna: in 
Roma poi, oltra la forüficatione del borgo e la fabbriea di Bei- 
yedere e del palazzo, in molte parti della citti fa acconciar strade, 
fabbricar chiese e rinovar le porte con spesa cosi grande che 
al tempo mio per molti men nelle fabbricbe di Roma solamente 
passaya 12 m. scudi il mese e forse piü di quelle che si con- 
yiene a principe, in tanto che yiene affermato da piik antichi 
Gortigiani non esser mai le cose pasaate con tanta misura e cosi 
strettamente come fanno al preaentOr £ percbe credo non hab- 
bia ad esser discaro Tintendere qnalche particulare che tiene S. 
Beatme nel yivere, per6 satisfar^ ancbe a quesla parte. Usa il 
pontefice per ordinario levarsi, qnando d sano, tanto di buon^ 
bora cosi Pinvemo come Testate oh'^ sempre quasi inanzi giomo 
in piedi, e subito vestito esce a far eserdtio, nd quide spende 
gran tempo : poi ritornato, entrano nella sua camera il rev»^ Bor- 
romeo e mens' Tolomeo, con i quali tratta, come ho detto, S. 
S^ tufte le cose importanti cosi pubbliche come private, e li tiene 
per Tordinario seco doi o tre höre: e qnando li ha liceatiati, 
sono introdutti a lei quei ambasdatori cbe stanno aspettando 
Taudienlia: e finito che ha di ragionar con loro, ode S. 8^ la 
messa, e quando Thora non e tarda, esce fuori a dare andten- 
tia ai cardinali et ad altri; e poi si motte atavola, la qual, per 
dir il vero, non ^ molto splendida, com'era quella del preces- 
sore, percne le yivande sono ordioarie e non in gran quantiti^ 
et il seryitio e de' soliii sei camerieri. Si nutrisce di dbi grossi 
e di pasta alla Lorabarda bene piu di quelle che mangia, et il 
yino e greco di somma molto potente, nel quäle non si vuole 
acqua. Non ha piacere che al suo mangiare si trovino, secondo 
Puso del precessore, yescovi et altri prelali di rispetto, ma pia- 
tosto ha carp udir qualcbe ragionamento di persone piaceyoli e 
che habbino qualcbe umore. Ammette alla sua tavola molte volte 
di cardinali e degli ambasdatori, et a me in particulare ha fatto 
di questi favori con dimostrationi molto amorevoli. Dapoi che 
ha finito di mangiare, si ritira nella sua camera. e spogliato 
in'camicia entra in letto, doye vi sta per Tordinario tre o quat- 
tro bore: e svegliato si ritorna a vestire, e dice Puffido et al- 

cone 



huir. del ris catioi. al m** d'Akmäara 1562. 305 

cune volte da audientia a qualche eardinale et amlNwciatore, e 
poi se ne ritoma al suo esercitio in Belvedere^ il quale non in- 
termette mai Testate fia Thora di cena e rioyerno fin che si 
Tede lume. 

9iüdi gor ntancfce anbere fftr bie ®tW^äjitt jener 2^it mtrfxü&r* 
bi^e 9lottj bringt ©orange Ui. 3- S5- erldutert er ben ■ft^rigen« 
faum erftdrüd^en Uebertrttt M Jf&ntgd von 9lat>arra ^u ben J^atbo^ 
(tfen re4^t gut. ^an i^atU btefem 3&r0en in diom t)erft<^ert, follte 
ja ^i)iiipp 11. ii)n fiJtr ben «verlornen Zt^eil t)on 9lat>arra ni<^t mit 
@arbimen entf^dbigen, fo iverbe t^m ber $a^f! boc^ auf {eben iaü 
li(t>ignon geben, ^idit itt^eologen/ fagt ber ^^efanbte, t^oJbt man ge« 
6rau4^t, um if^n um^uflimmen: bit Unter{^anb(ung t^aU gen&gt 



36. 

Instruttione del re cattolico al C' M' d^Alcantara suo am» 
basciatore di quello ha da traitar io Roma. Madr. 30 Not. 
1562. (MS Rom.) 

3ttg(ei(f) mtt ben ^nhvortm be^ ^opftti. S3et ^allai>icim 
XX, 10 genikgenb e;rcerpirt, biö auf folgenbe (Stelle, bte bei ii^m 
e^er migoerflanben ijf. Circa Pariicolo della commuuione sub 
utraque specie non restaremo di dire con la sicurt4 che sa- 
pemo di potcre usare con la M^* Sua, che ci parono cose molto 
contrario il dimandar tanta libertä e licenza nel concilio et il 
Tolere in un medesimo tempo che noi impediamo detto concilio 
e che prohibiamo alP imperatore, al re di Francia, al duca di 
Bayiera et ad altri priocipi che non possano far proponere et 
questo et molti altri articoli che ricercano attento, che essi sono 
deliberati et risoluti di farli proponere da suoi ambasciatori e 
prelati, etiam che fosae contro la volonta dei legati.. Sopra il 
che S. M^ doTrä fare quella consideratione che le parerä con- 
venienle. Quanto a quello che speita a noi, haremo differita 
la cosa fin qui, e cercaremo di differirla piü che potremo, non 
ostante le grandi istanze che circa cio ne sono state fatfe: e 
tuttavia se ne fanno dalli sudetti principi, protestandoci che so 
non se gli concede, perderannp tuiti li loro sudditi, quali dicono 
peccar solo in questo articulo e nel resto esser buoni cattolici, 
e di piü dicono che non essendogli concesso, li piglieranno da 
se, e si congiungeranno con li settarii vicini e protestanti; da 
quali quando ricorrono per questo uso del calice, sono astreiti 
ad abjurare la nostra religione: sieche S. M^ puo considerare 
in quanta molestia e travaglio siamo. Fiacesse a dio che S. 
M*^ cattolica fosse vicina e potessimo parlare insieme ed anche 
ahboccarsi con Timperatore — havendo per ogni modo S. M*» 
Cesarea da incontrarsi da noi, — che forse potriamo acconciare 
le cose. del mondo, o nessuno le acconcier^ mai se non dio solo, 
quando parer^ a Sua Divina Maestä. 

gipfle ** 20 



3M InHr. a Vimmii 1563. — {hmmendant Bei. 1563. 



37. 

Instrottione data al ■' Carlo Visconti mandato da papa Pio IV 
al re eattolieo per le cose M coodlio di Trento. Unter« 
gci^^net: Carolus Borromaeus uliimo Oct. 1563. 

9n ber Sarnmlung bcr 93ruf< M ^untiu^, bie nur (t^ in ben 
tkpttmhtt 1563 ge^n, ntdjt entt^alten, unb baburd^ merfwtb'biöf 
bat fte bte Sßlloim bai ^oncifmm }u fd^lie^en cr&rtort. ^aU 
lamini ^at XXIV, 1, 1 bicfe Snffruction gro^cnt^jeiC« «ufge* 
nonmicn, ohtoof^ tn anhrtt f^rbnung, a(4 fte gefd^rteben xoav, i^ai 
^erfioibbtgfie in&c^te no4 f«mt/ ba0 man bie 9(bftd}t ^atit, bie 
&adit von €n((tanb auf bem ^oncilium t>or^une()men, unb nur au^ 
fKtidMt auf $|biti|>)> I'. baoon abflanb. Noo abbiamo voluto par- 
lare sin ora nc lasciar parlare in concilio della regina d^Ingbil- 
terra (^aria Stuart), con tutto che lo meriti, nc meno di 
qaest^ altra (^Ufaiet^), e cio per rispetto di S. M^ Cattolica. — 
Ma aneora a queata bisognerebbe un di pigliare qualche verso, 
e la M^ S. doyrebbe almeno fare opera che li vescovi et altri 
cattolid non fossero molesfati. ^an ftebt# baf ^^Wipp bem 11. 
eine flewiffe f^er^flidf^g ai^erledt wirb üdf ber Aaf^otifen tn (in^* 
lanb an^unef^men. 

36. 

Relatione lü scriptis fatta dal Commendone ai 8" l^ati del 
concilio sopra le cose ritratte delP Imperatore 19 Febr. 
1563. 

La Bomma ^ che a me pare di arer veduto non pur in S. M^ 
na nelli prindpali ministri, come Trausen e Seldio, un ardentis- 
eimo deaiderio della riforma e del progresso del concilio con una 
gran speranza quod rimettendo aliquid de jure positiro et re- 
formando mores et diseiplinam ecclesiam non solo si possono 
conserrare li cattolici ma guadagnare e ridurre degli heretici, 
«on una opinione o impressione pur troppo forte che qui slano 
molti ehe non vogliano riforma. ^efonberd bie ^irffairfeit ber 
3<ftttten l^atte Cinbrucf ^emad)t. Seldio dlsse, che li Gesuiti 
hanno hormai mostrato in Germania quelle che si pu6 sperare 
eon effetto, perche solamente con la buona Tita e con le pre- 
diche e con le scuole loro hanno ritenuto e vi soslengono tut- 
(aria la religione cattolica. 

39. 

Relatione sommaria del cardinal Itforone sopra la legatione soa 
1564 Januario. (Bibl. Altieri Vn, F. 3.) 

®&rbe etgetttlt^ w&rtlt4 mftget^eift werben mftffen. UmUid» 
liä)tt Seife fanb t<lb mi4 ni4ft in bem 9^0 eine Sopie ^u nepmen. 
Unb fo mufl ber %ta^uQ ^tn&^m, ben 14 in bem bnttett ^näf ctm 
defdbaftet. 



PaoU Tkpoh Edaikme 1S68. 807 



40. 

Antonio Canossa: VUhte ben 9Rorh)arftt4 auf 9m^ IV. ^gjL 

l, p. 3d0. 

41. 

Relatione di Roma al tenpo di Pio iV e V di Paolo Tiepolo 
ambasdatore Veneto; ^nerfi in ber j^anbfci^nft )u 4^otH 
bonn In t>ie(en anbem ©ammbsngen gelben. •— 1568. 

Saf! m a0en Sopien if! bte SKelatton tn bad 3o^r 1567 ge» 
fe^f ; ba iebodf) ^aul Stepolo audbr&cfltc^ fagt, er babe 33 ^onat 
bei ^m^ V. geflanben, unb biefer im Sanuar 1566 ^ttt^lt wou 
ben tfl, fo mu^ fte nod^ md^ bem (September 1568 fallen, ^udb 
bie S>idpacct btefe^ ©efanbten, hit erflen n>et(be m bem )>ene3iant« 
f(ben ^rdbive aufbewahrt tverben, retten in biefe^ Safir. 

Xicpolo fdjilbert tfiom, ben Jtirdbenffaat unb feine ^enraltun^ 
and) t>U geifKicbe ®en>a(t, toelcbe/ wie er Tagt, beflraft bur^ 3nter« 
biete unb belohnt burdb Snbulgenjen. J^ierauf vergteidfet er ^iu^ IV. 
unb V, i^e Jr&mnitgf eit^ (Sereibtigfeit, Jreigebigf eit , &tit unb 
9totur t^ber|)aupt. . ^enebig b^^te an bem erßen einen febr milben, 
an htm ^weiten einen febr fhrengen .$ap|! ^efunben. ^iud V. 
flaute unauf^&rli(b ^ber bie iSefcbrdnfungen ftrd^ücber ®ered)tfame 
bie (14 3Jenebig ertaube, — l>a$ ti bie Äl6|?er befleuere, ^rieflet 
)>or fein ^ericbt ^iebe; er-befcbn)erte ftcb ^ber bie ^t)ogaboren. £ro(f 
biefer tS^ift^erfidnbniffe fdttt hU ^ergleicbung, tDcIcbe tiepolo an* 
ßeüt, Qan^ unb gar 3u ®unßen be^ firengern, jum 92a(btb^i( bed 
milbern ^apfied ani. ^uä) an btefem ©efanbten ^eigt ftcb ber @im 
brucf, n>eld)en bie ^erf5nli^f eit ^tu^ V. äberbaupt in ber^gefamm^ 
ten fatbolif(ben 98elt b^rt}orbra(bte. 

iDiefe 9^e(ation ifl, n)ie gefagt, t^iel t)erbreitet. ^udb ifi fte $u$ 
n)et(en in gebrucfte SBerfe fibergegan^en. 3(ber man bemerfe auf 
toddfc ^eife. 3» bem »leforo ^olittco I, 19 ftnbet fid) eine Rela- 
tiooe di Roma, in ber afled, wa^ Ijtiepolo t>on $iu^ V. fagt, auf 
@i;rtu3 V. angerocnbet wirb. (Sbarafterjiige, ja felbff >tb4tigfetten, 
STnorbnungen u. f w. werben bi«f obne 2ßeitere$ von ^inem ^apflt 
auf ben Slnöern &bergetraaen. ©iefer fo ganV tjerfdlfdjte S5eridbt 
tf! bann in hit eljevirifd^e Kespublica Romana übergegangen, wo er 
fidi p. 494, unter bem Stitel de statu urbis Romae et pontificU 
relatio tempore Sixti V papae^ anno 1585, wortlicb ftnbet. 

42. 

Relatione di Roma del Cl*"« S' Michiel Suriano K' ritornato 
ambasdatore da N. S. papa Pio V. 1571. 

^ifbifi ©uriono, in v^dfitn, wie larvata fagf, ba« @tubtum 
ber £tteratur ba< Slalent f&r bie ®ef(bdfte in gldn^enbere« £i(bt 
fleHte (Guerra di Cipro I, p. 28), war ber unmittelbare ^aä)* 
folget fl. Stepolo'«. 

20* 



308 JlftcMelSiiHafio Bei. 1571. 

Cr (Gilbert ^lui Y. folQmhttQt^alt 

Si vede che oel papato S. SantiU non ha atteso mai & de- 
litie D^ a piaceii^ come altri suoi antecessorij, che oon ha alte- 
rato 1a vita n^ i costumi, che non ha lasciätö Pessercitio delP 
inquisitione che hayeva essendo privato, et lasciava piü presto 
ogn^ altra cosa che quella, riputando tutte Pallre di manco stima 
et di manco importantia: onde henche per il papato fosse mu* 
tata la dignitA et la fortana, non fa per6 motata n^. la Tolontik. 
nd la natura. Era S. S*^ di presenzagrave^ con poca eame 
magra, et di persona piu che mediocre ma forte et robufita: ha- 
vea grocchi piccoli ma la Tista acutissima^ il nasö aquilino, che 
denota animo geoeroso et atto a regnare, 11 colore tIfo et la 
canilie veneranda, caminava gagliardissimamente, non temea Paere, 
mangiava poco e bevea pocbissimo, andava a dormire per tempo: 
padva alcune Tolte d^orina, et ti rimediava con usar spesso la 
cassia et a certi tempi il latte d^asina et con viver sempre con 
regola et con miisura. Era S. S^^ di complession colerica et su- 
bita^ et s^accendeva in un fratto in viso quando sentiva cosa che 
le dispiacesse: era per6 facile nelPaudientie, ascoltara tutti, 
parlava poco et tardo et stentava spesso a trovar le parole pro- 
prie et i^ignificanti al suo modo. Fu di Tita esemplare et di 
costumi irreprensibili con un zelo rigoroso di religiooe, che ha- 
veria voluto che ogn^un Thavesse, et per questo corregea gPec- 
clesiastici con riserve et con bolle et i laici con decreti et ay- 
rertimenti. Facea professione aperta di sinceritA et di bontik, 
di non ingannare , di non publicar mai le cose che gU eran dette 
in secretezza et dVsser osservantissimo della parola, tutte cose 
contrario al 8U0 predecessore: odiava i tristi et non poteva toi- 
lerarli^ amava i buoni o quei che era persuasa che fosser buoni: 
ma come un tristo non ' potea sperar mai di guadagnar la sua 
gratia, perche ella non credea che potesse diventar buono. eosi 
non era senza pericolo un buono di perderla quando cadea in 
qualche tristezza. Amava sopra tutte le cose la veriti, et se 
alcüno era scoperto da S, S*^ una sol volta in bugia, perdera 
la sua gratia per sempre, et fu visto Pessempio nel sig' Paolo 
Ghisilieri suo nipofe, il quäle scacci6 da se per averlo trovato 
in bugia, come S. S^ medesima mi disse, et per officii che fus- 
ser fatti non yolse mai piü riceverlo in gratia Era dMngegno 
non molto acuto, di natura difficile et sospettosa, e da quella 
Impression cbe prendea una rolta non giorava a rimoverlo niuna 
persuasione di ragione di rispetti civili. Non avea isperienza di 
cose di stato per non 'averle mai pratticate se non ultimamente: 
onde nei travagli che portan seco i maneggi di ouesta corte et 
nelle dificolt4 che sempre accompagnan lanoTita dei negotij, un 
che fosse grato a S. SantitA et in chi ella havesse fede era fa- 
cilmente atto a guidarla a suo modo, ma altri in chi non harea 
fede non potea essere atto, et le ragtoni regolate per pradenza 
humana non bastavano a persuaderla, et se alcun pensara dt 
vincere con anttoriti o con spaventi, ella rompera in un sabito 
et metteva in disordine ogni cosa o per lo manco gli dava nel 



JnfonmiUme äi JPia V. 309 

viso con dir che non temeva il maiürio et che come dio Pha 
messo in quel luoso cosi poteva anco conserTarlo contra ogni 
auttorit^ et podesta humana. Queste conditioni et qualiti di S. 
Santitä, se ben son yerissime, per6 son difficüi da credere a 
cfai non ha auto la sua pratica et molto piü a cht ha auto pra- 
tica d^altri papi; perche pare impossibile che un huomo nato et 
nutrito in bassa fortuna si tenesse tanto sineero: che resisteeae 
cosi arditameote a i maggior prencipi et piü potenti: che fosse 
taoto difficUe nei fayori et nelle gratie et nelib dispense et in 
quell'' altre cose che gP altri pontefici concedean sempre facil- 
mente: che pensasse piü all^ inquisitione che ad altro^ et chi se- 
con^ya S. Santiti in qaella, potesse con lei ogni cosa: ehe 
nelle cose di stato non credesse alla forza delle ragioni n^ all^ 
auttoriti de i prencipi esperti, ma solamente alle.persuasionidi 
quei in chi havea fede: che non si sia mai mostrato interessato 
n^ in ambitione nd in ayaritia, ne per se ne per niun de suoi: 
che credesse poco ai eardenali et gPayesse tutti per interessati 
et o quasi tutti , et chi si yalea di loro con S. Santit^, se nol 
face» con gran temperamento et con gran giudicio, si rendea 
sospeito et perdea il credito iosieme con loro. Et chi non sa 
queste cose et si ricorda delle debolezze, della facilit^^ de i ri- 
spetd, delle passioni et degPaffetti de gP altri papi, accüsaya 
et strapazzaya gPambasciatori, credendo non ehe non potesser 
ma che non yolessero o non sapesaero ottener quelle cose che 
s'^oUeneyano fadimente in altri tempi. 

^on DOtrb e^ bem S3otfc(>after aern gtaaben, \iOi% er mit einem 
fo geftnnten ^a^fi einen (c^meren ^tanb (^oite. %i^ ^xvA $. Sd. 
innt n}urbe, baf man in i^enebig bte ^vSLz in coena domini 
m4^ |>ttbUctren woOie, geriet^ er tn {heftige ^ufn>a0un9, ,,81 per- 
turbö estremamente, et aeceso in collera disse molte cose grayi 
e fastidiose.^^ ttm^dnbe, unter \>mtn bte ©efc^dfte boppelt f^te^ 
rig ü)urben. ©ttrtano loerlor in ber ^oX bte ^nobe feiner ^^vl» 
bltf. €r warb abberufen, unb ein grafer £^ei( btefer iXektton W 
ben 3»ecf fein SJerfal^ren ju rechtfertigen, wojbet n>tr itjn mm 
ni^^t begleiten f6mten. 

43. 
Informatione di Pio V. Inform, politt. Bibl. Ambros. F. D. 181. 

3»ar ondtt^m, aber Ci\x^ genauer .S^enntnif l^eröorgegangen; 
bte lü»rtgen @4)tlberttt^en befldttgenb. fBefonber^ ipt t^, xoai mir 
^ler l^&ren, baf tro^ afler ©trenge btefe« frommen ^Japfleö in fei* 
nem ipaufe benno^^ Sactionen l(^errirdbten. £)ie dltern Wiener ftnb 
gegen bte j&igem, »el^je ftd) me^r an ben j&aud^^ofmeifler SKr. 6i* 
rtEo iKitten. Ueberjau^t »or biefer am meifien jugdngli*. Con 
leearezze • eol mostrar di conoscere il suo yalore fadimente 
a^acquistafebbe: ha Panimo eleyatissimo, grande intdligenza con 
Gambarti. e Coreggio, e si stringe con Morone. - 



310 Bdaiian$ di Mtma 1574. 



44. 



Relatione della eorte di Roma nel tempo di Gregorio XIII. 
(Bibl. Cor», nr. 714.) UnterfArieben 20. gebr. 1574. 

Vitom^m, ober niä^ti btfto minbtr fe^r unterrtd^enb unb tntt 
bem j&eprdge ber SBo^rbafttgfeit. 

©er ^erfaffer fitibtt H fd)wer Aber i^if e unb %iLrftm ju isrt^et« 
(en. ,,Dir6 come si giudica nella corte e come la inteodo.^' 
(Ir gibt fofgenbe ©(^ilberung ©regord XIII. 

Assonto che e stato al pontificato in eik di 71 anni, ba 
parso c^babbl Toloto raotare natura: et il rigore che era solito 
biasimare in altri, massimamente nel particulare del vivcre oon 
qualche iieen^a eon donne, n^^ stato piü rigoroso delP anteees- 
8ore e fattone maggiori eseciitioni: e parimente nella mäteria 
del giuoco si d mostrato rigorosissiuo^ percbe barendo eerü il- 
lustrissiml prindpiato a trattenersi nel principio del pontificato 
con giuocare qualcbe scodo, li riprese acremente, aneorefae al- 
euni dubitarono che sotto il pretesto del giaoco si faeessero 
nuove pratiche di pontificato per un poeo di male e^hebbe S. 
S*^ in quel principio: e da questo cominri6 a caiare qneila ri- 

SiitatioDe o oppinione che si voleva far credere dalP illustriasimo 
e^ Medid, d^baver lui fatfo il papa e doverlo goTemare, la 
qnal cosa fece chiaro il mondo quanto S. S^ abborrisce che al- 
cuno si Toglia arrogare di governarlo o c'babbi bisogno d^easere 
govemato, percbe non ruole essere in questa oppinione di las- 
ciardi gorernare a persona. Percbe in effetto nellecose della 
giustitia n^^ capacissimo e la intende e non bisogna pensare di 
darli parole. Ne^ maneggt di statt S., S^ ne potria saper piä, 
percbe non vi faa fatto molto studio, e sta sopra di se alle rolte 
irresoluto, ma considerato che v^habbi sopra^ n^e benissime ea* 
pace e neir udire le oppinioni disceme benissime il megUo^ £' 
patientissimo e laboriosissimo e non sta mat in otio e piglia 
ancora poca ricreatione. Da continuamente audientia e Tede 
scritture. Dorme poeo, si leva per tempo, e fa Tolontieri eser- 
citio y e li piace Paria, quäle non teme, per cattiva che sia. Man- 
gia sobriamente e beve pochissimo, ed ^ sano senza sorte al- 
cuna di schinelle. E' grato in dimostrationi esteriori a cfai gli 
ba fatto piacere. Non e prodigo ne quasi si pu6 dire liberale, 
secondo Poppinione del voigo , il quäle non considera o dtsceme 
la differentia che sia da nn prindpe che si astenghi dall* estor- 
sioni e rapacilii a quello che oonaerva quello che ba con ten»» 
dti^: questo non brama la roba d^altri e gli instdia per baireria. 
Non d crudele ne sanguinolento, ma temendo dt conämio delle 
guerre si del Turco come deg^i heretici, li piace d^haver somma 
di denari nelP erario e conservarli senza dispensnrH fuori di 
propoaito, e n^ha intorno a un miltione e mezzo d^oro: e per6 
magnifico e gli piacciono le grandezze, e sopra tutto ^ deside* 
roso di gloria , il quäl desiderio 11 fa forse trascorrere in quello 
che non piace alla corte: percbe questi rcTerendi padri Cfaieitini, 



Paoh Tujtolo MäaiiQM 1576. 311 

che rhanno eonoseiuto^.se li sono fatti a eairallere Bopr% eon di- 
mositrarli che il credito et autorita che havera Pio V non era 
se non per riputatiooe delia bonla, e eon quento il tengono qua- 
siebe in ülo et il neeesaitano a far eose contra )a aua natura e 
la sua volonte, perche S. S^ e sempre siato di natura piace- 
Tole e dolcO| e lo reslringono a una Tita non consueta: et ^ 
opplnione che per far questo si slano valsi di far yenire lettere 
da loro padri medesimi di Spagna e d^allri luoghi, dore sempre 
faano mentione quanto sia commendata la vita santa del papa 
passatOy quäle ha acquistata tanta gloria eon la riputatione della 
boni4 e delle riforme^ e eon questo modo pcrseTorano loro in 
doimnare et ha?ere autorita eon S. Beat^: e dicesl che sono 
ajutati ancora dal TescjOYO di Padoya^ nuntio in Spagna, erea- 
tura di Pio V e di loro. Brama tanto la gloria ehe si ritieoe, 
e Sforza la natura di fare di quelle dimostrationi ancora yerso 
la persona del figliuolo quali sariano riputate ragibneyoli et 
honeste da ogn^uno per li scrupoli che li propongono costoro : 
et io tanta feliciti^ ehe ha hayuto S. S^ di essere asceno a questa 
dignita da basso stato , e eootrapesato da questo oggetto e dair 
hayere parenti quali non li sodisfanno e ehe a S. 8^^ non pare 
che siano atti o eapaci de^ negotii importanti e da eommetterli 
Je faeende di stato. 

@o fd^ilbert er nun auA bte ^arbttidle. ^on ®ran\)effo U* 
merf t er, bafi er feinen (Srebtt ntd^t behaupte, (^r ^dnge feinem ^er^ 
^n&gen noA^, er gelte f&r get^tg; m (Socken ber 2tgue t^ahz er e4 
betno(^e bii )uni ^ru<^ $n)tfd)en MniQ unb ^apfi gebracht JDage« 
gen iDtrb ©ommenbone fe^r t)er)>0rge(^oben. ^»Ha la yirtü, la bonti, 
reaperienza eon infinito giudicio.^^ 

45. 

Seconda relatione delP ambasciatore di Roma, c]ar"<» M. Paole 

Tiepolo K' 3 Maggio 1576. 

S)ie obgeba^te anonyme füzlation gebenft anä^ unfer^ ^tepolo. 
im aSejlen. €r gelte f^r einen guten Ä'opf unb ih^ÜQm «Olann» 
E' modesto e contra il eostume de' Veneziani Ä corteggiano e 
liberale, e riesee eceellentemente, e sodisfa molto, e mostra pru' 
denza grande in questi trayagli e frangenti a sapersi regere. 

©a nemltd^ bie ©enejianer Don jener föerbtnbung rotber bie Ztx* 
fen obtrfinnig würben, fo ^atte er einen ft^weren ©tanb. 9Ran 
glaubte/ ber ^cqjft »erbe in t>tm Sonftfforium auf eine <5ycommum* 
cation ber SJeneiianer onf ragen, unb e^ matten ftdb einige Sarbi« 
näU fertig einem folcit^en ©ergaben ju »iberfprec^en. „Leyato Cor- 
naro (ein ©enejianer) nessuno fo che in quei primi^ giorni mi 
yedesse o mi mandaiise a yeder, non che mi eonsigUasse, eon- 
Bola8«e e soUevasrie'^ ^ii hm eigent(id()en ©runb M ©eparatfrie« 
ben« gibt ZUpoU> an, H$ nadfebem bte ^panizt t)erfj>ro<ben Ratten, 
ttn ^rii 1573 gerfiftet ju fe^n, fte in biefem SKRonat erftdrten, fte 
»Ärben erjl im Sunt mit i^ren Üliftungen fertig »erben. 3^ S3e* 
fdnfttgung M ^op^e« trug viel bei, ba$ n4 ^enebtg enbli<lb ent«^ 



313 Paolo Itepph 

Wti ben @o^n be^ ^a^M §«ni v^enejtantfA^n 9loM(e ^u entern 
tten. €4 ifl red^t merhrikrbid n>ie ftd) ^tepola ikber btefen <5o^n 
beS ^opMf (^mtomo 93oneom^a9no, au^bracft. 

11 8' Oiacomo ^ figliuolo del papa: ^ giovane anchor esso 
di circa 29 anni, di belle leitere, gratiose maniere, di grande et 
liberal antmo et d'^un ingegno attis«imo a lutte le cose do^e egli 
Papplicasse. Non bisogna negar che*^! primo et si pud dir solo 
affetto döl papa non sia yerso di lui, come e anco ragionevole 
che sia, perciocche nel principio del pontißcato, quando egli 
operara piü secondo il suo senso, lo cre6 prima castellano et 
dapoi governator di s. chiesa con assegnarli per questo conto 
provisionl di cerca Xm. dacati alPanno et con pagarli un lo- 
eotenente, colonnelli et capitani, acciocfae egli tanto piü bono- 
ratamente potesse comparer: ma dapoi, come che si fosse pen- 
tito di esser passato tanto oltre yerso un suo figliuolo naturale, 
mosso per avvertimenti, come si affermava, di persone spirituali, 
che li metfevano questa cosa a conscientia et a pnnto d^bonore, 
incomincid a ritirarsi con negarli i favori et le gratie che li 
erano da lui domandate et con far in tutte le cose manco stima 
di lui di quelle che prima ayea fatto: anzi come che depo ayerlo 
palesato volesse nasconderlo al mondo, separandoio da lui lo 
fece partir da Roma et andar in Ancona, dove sotto specte di 
fortificar quelia citt4 per un tempo lo interienne, senxa mai pro- 
Tederlo d^una entrata stabile et sicura colla quäle egli depo la 
morte sua avesse possuto con qualche dignitSi vivere et sosle- 
nersi: ohde il povero signore dolendosi della sua fortuna che lo 
havesse volufo innalzar per doverlO poi abbändonare si messe 
piü Yolte in tanta desperatione che fuggendo la pratica et eon- 
versatione di ciascuoo si retirava a yiver in casa solitario, cdh- 
tinuando in questo per molti giorni, con far venir anchora all' 
orecchie delP padre come egli era assalito da fieri et pericolosi 
accidenti, per yedere se con. questp ha^Tesse possuto muoyer la 
sua tenerezza verso di lui. In fine troppo pu6 Tamor naturale 
paterno per spingere o dissimulare il quäle indarno Toomo s'ad- 
Opera. ' Vinto finalmente et commosso il papa dapoi passato 
Tanno Santo yolse Tanimo a proyederli et a darli satisfattione, 
et prima- si resolse da maritarlo. 

S(u(^ fiber hk ©taaWtJetwaltung ©regor^ XIII. unb befonberd 
ben dorbinat t)on (lomo t^etlt Ziepolö nöd^ einige nierfn)ib'bi3e ^ad^ 
tidiUn mit 

Partised il goyerno ddlle cose in questo modo, che di quelle 
che appartengono al stato eoclesiastico, ne da la cura alii d« 
cardinali sui nepoti, et di quelle che hanno relatione alli altri 
principi, al cardinal di Como. Ma doye in quelle del stato eo- 
clesiastico, che sono senza comparation di manco importanza, 
perche non comprendono arme o fortezze, al goyernatore gene- 
rale reseryate, nd danari, de^ quali la camera apostolica et il 
tesorier generale ue tien cura particolare, ma solamente cose 
ordinarie pertinenti al |;oyerno delle citt^ et delle proyincie, non 
si contentando delli d>>> nepoti ha aggiunta loro una congrega- 



JMaiime 1576. SK 

tione di quattro princlpali prelati, tra^ qaali vi ^ monsignor di 
Nicastro, stato nuntio presse la Sereniti V'*, colli quali tutte le 
cose si consigliano per doverle poi referir a lui; in quelle di 
stato per negotii colli altri prindpi, che tanto rilerano et im- 
portano non solo per la buona intelligentia con lor ma ancora 
per beneficio et quiete di tutta la christianitä, si rimette in tutto 
nei solo cardinal di Como, col quäle si redreceiano li anba- 
sciatori dei prfficipi che sono a Roma et li nuntii apostolici.et 
altri mioistri del papa «he sono alle corti^ perche a lui solo soi- 
vono et da lui aspettano li ordilii di quello ehe banno da fare. 
Egli ^ quello die solo oonsiglia il papa, et che, come univer* 
salmente si tiene, fa tutte le resolutioni piüli importanti, et che 
da U ordlni et li fa eseguire. Sogltono hen alcani cardinali di 
maggior pratica et autorita et qualcun^ altro ancora da se stesso 
raceordare al papa quello che giudica a proposito, et suole an- 
cora alle Tolte il papa domandar sopra alcane cose Popinione 
di qualcuno et di tutto il coUegio dt cardinali ancora, massi- 
mamonte quando li toma bene che si sappia che la determina« 
tion sra fatta di conseglio di molti, come principalmente quando 
si Tttol dare qualche negati?a, et gopra certe particolari occor- 
rentio ancora suole deputar una congregatione di cardinali, 
come gia fo fatto nelle cose della lega et al presente si fa in 
quelle di Germania, del conciiio, et di altre: ma nel restretto alle 
eonelusioni et nelle «ose pii^ importanti il cardinal di Como Ä 
quello che fa et vale. Ha nsato il cardinal, sehen cognosce sa* 
Ter et lotender a sofAcientia, alle volte in alcune cose andarsi 
a consigKarecol cardinal Morone et cardinal Coumendon, per non 
si fidar tanto del suo giudicio che non tolesse ancor ii parer 
d^huomini piüi intelltgenti et saviit ma in fatto da lui poi il tutto 
Spende« Mette granlissima diligentia et aoooratezsa nelle cose, 
et s^industria di lerar la fatka et i pen«lieri al papa et di darli 
consigli che lo libertno da travagli presenti et daUa spesa, pol* 
ehe nessona cosa pare esser piü dal papa desiderata cheU spa* 
ragno et la quiete. Si stima universalmente ch^esso abbia grande 
inciinattone al re cattolico, non tanto per esser suo vassallo et 
per haver 4a maggior parte delli sui beneficii nei sui paesi, quanto 
per molti eomodi et utiliti che in cose di molto momento es«* 
traördinariamente riceve da lui, per recognition de' quall all' in- 
contro eon destri.modi, come ben sa us^ar senza molto scoprirsi, 
se ne dimostri nelle occasioiii grato. Yerso la Serenitü Vostra 
posso affermar ch'egli sottosopra si sia portato assai bene, mias* 
simamente se si ha respetto che ne i mtnistri d'altri principi non 
si |>a6 rifroyar tutto quelle che si vorria, et che ben spesso bi- 
sogna contentarsi di manco che di mediocre buona volontä. 

Ctoot^I btefe SUdation i<m^t nid)t bie Verbreitung ber erßen 
gefttnben ^ot, fo tflf fte hodc^ in ber Z^at titelt liimber »t<fetij ünb 
le^rretd) f^r bie fetten ®reaor^ XIII, M iene erfle f^r bie ^^ittn 
füttS IV. uttb ^m* V. 



314 Commeni. de rebus Greffiril XIIL 



46. 

d« rebus Gregoni XUI üb. I ei II. 
(Bibl. Alk) 

UngtikcfUc^er SBeife tmvoflenbei. ^er ^nf^ffer, Sarbtnal t>ciii ^er> 
cfOt^ i»erf)^rt4t ^tta4»bem er nac^ einigen Vorbereitungen auf hai^ ^ap^ 
tffvm (Tregor« §tt reben gffommen ifl^ t»oti brei Singen ^u ^beln: 
bem ^iege gegen bie Surfen^ bem Jfriege ber ^retej^onten gegen 
bte ^6ntpe t)on Sranfrei^ unb ©^anien, anb ben üBtrettigfeiten &ci 
bie ftr(^U<J(^e 3urt^ictien. 

£etber ftnben »ir ober m bem gweiten $Bu4e nui^ben iSrieg ge» 
gen bie £ütrfen bi^ ottf ben tmie^iantfc^en Srtebesk 

S^ir fennen bk Verbinbusig in ber bie orientalif^en äCngeUgen« 
Reiten mit ben SKeligion^fac^ett ^anben; — gor ni^^t.&bd fe$k unfer 
Sitttor bie Venvicteiuhgen be^ S^bred 1572 au^einonber. €i$ war 
bie ^ad^ridft einciegangen^ (Sar( IX unterß^ hit €tttf^e ber ^ro* 
teflonten in ben 92teberlanbeti. Quo4 oiim Gregoriu«, Mle9te fer- 
ret, dat ad Gallorum regem litteras quibus ab «o Tebeiaenter 
petit ne saos in boc se admiscere bdlum patiatur: alioquia se 
ezittimatumm omnia baec illiua Tolnntate nutiniiie fieri. Res 
de suis conttuendia magnae sibi eurae fore poUieetur, id quod 
quantam In se est praestat: verum 4»»snodi litteris, quae paulo 
BiDacius scriptae Tidebantur^ Domibil taotos^ nonuuUis etiam 
eonjecturis eo adductus ut se irritiäri pr^pequ« «4 bellum pro- 
Tocari putaret, meunparatum adorireutur^ ums quas m fiulbus 
regni habebat düigenter communit, duces »suos admonet ope- 
ram deut ne quid detrimenti tiipial, simulque Emanuelem AUo- 
brogum ducem^ utriusque regis pT<qttnqttiim.et amieum, de bis 
rebus omnibus certiorem facit. Eiianuel, qui pno siqgiüiari pru« 
doitia sua, quam liorum regum dtsseusio Suis .totique reipubli« 
cae ehristianae calamitosa futura esset, j>robe inielligebat, ad 
poniificem haee omnia perscribit, eumque obseerat etobtostatur 
naseenti malo occurrat, ne loogius serpat atque inveteratum ro- 
bustius fiat. PoDüfex, quam gerereC personam mioimum obli- 
tus, cum regem Gallorum adoleseeutem et gloria cupiditate in- 
oensum non diffioillime a catholicae idd hostibus, quorum tunc 
in aula maxima erai auctoritas, ad huju»modi bellum impelli 
posse animadverteret, reginam tarnen ejus matjrem longo ab eo 
aldiorrere dignitaÜKque et utüitatis suae ratiouem babituram pu- 
taret, mittit eo Antonium Mariam Salviatum, reginae affinem 
eiqne pergratum, qui eam in officio contineat, ipsiusque opera 
facilius regi, ne reip. cbristiauae aocesaionem imperii etglorlam 

?[uae ex orientali expeditione merito expeetanda es^et invideat 
ünestumque in iilius visceribus moveat b^um, persuadeai. 

Sfnfofem war ber ^o^fl aflerbingö bereite inbireet im ber S3ar« 
t(olomdutfna<l^t htti^tiiiat (St mufte olle^ t)erfu4Kn/ vm einen SCu^^ 
bru<j^ bd Jlrieged ^»if^^en Sj^anien unb ivanfttiä^ §tt »er^inbem. 



Diweorso deOa carte di Ratmu. Btt 

^ wdre fe^ ^u whn^äftn, ha% mir tief VBnfrom^winoä^tapt 
bte rdt^i^fm Sfrrunaen ^fdfm. 

£)bi<)< ©teile ^abe id^ au4^ bmiim a^efftf^rt, n>ei( ^ei^ bie 
erf^etr geHen bemetfen, bdf e^ ju ben tXucflen Q^btt beren fi^y iffb^ 
fet in feinen Annali di Gregorio XlJi Pontefiee Masdmö ba» 
btent bat ^an t>erglet(be I, p. 2t bei ^affei. Scnsse a Caflo 
risentitameiit«, che se egli comports?a eile i «kMiti e niiiislri 
-sMotroniettessero in qiiesta guerra peF^«t<»rnarla. egli tuUeiri^ 
conoBcerebbe da lui e dalla mala sua ittteanione. £ per IHslee«« 
fine oper6 che li Bignori Yeoeziani gli mandastere nn* amb»- 
sciadore con diligenza. Rispos^ Carlo modestamente, ch^egli fa- 
rebbe ogni possibile perche i suoi ne a lui doTessero dar dis- 
gusto ne agli Spagnuoli sospetto di quelle ch^egli non aveva in 
pensiero. Ma non restd per6 di dolersi con Emanuele duca di 
Savoja della risentita maniera con che gli areya scritto il pon- 
tefice: parendogU che si fosse lasciato spingere dagU Spagnuoli 
ehe a?essero voglia essi di romperla: et ad un tempo cominci6 
a presidiare le eitik delle frontiere. 

9(u(b Äbrigen^ ftnbe idi, haf ^affei bie unb ba ein ergdn)en« 
ber 9(u$$ttg unferer @(brift ifi. S)o(b n>itt i4 ^wnit htm SBerfe 
^affet^, bem id) »iel 3)eUbntng verbanfe, unb xütld)H jnotir thm 
ntd}t unparteitt'<!b <lber bod) mt)iQ, tnbaltdreicb unb im ®an§en juoer« 
(df ig ift, nidit im ^inbeflen ^u na^e treten. 

47. 

Relatione di mons' reT*<> Gio P. Ghisilieri a papa Gregorio XÜI^ 
tomando egli dal presidentato della Romagna. @. 1. p. 389. 

48. 

Discorso over rilratto della corte di Roma di mens' illn« Com« 
mendone all illino s' Hier. Savorgnano. (Bibl. Yindob. 
Codd. Rangon. nr. 18. fol. 278 — 395.) 

9la(b allem ^nfcbein geb6rt bie# SBerf m bie ^tiitn ©regor^^ 
(Sommenbone^ Flamen m6d}te idi ni(bt i»erb&rgen; Don xotm ti aber 
au<ib ^trrhirt, e$ 19 ade ^a( ein ^ann t>on ®et^ gen>efen, tief • 
etngen>etbt in bie aebeimeren iBe^^bungen be^ r6mif(ben £eben^. 

^en J^of beftnirt er fo. Questa republica ^ un principato 
di somma autoriti^ in una aristoinratia universa di tutti i ehri- 
stiani collocato in Roma. II buo principio ^ la religione. Con- 
ciosia, fd)Iie§t er nun weiter^ che la religione sia il fine e che 
questa si mantenga con la virtili e con la dottrina, e impoasi- 
bile ehe alterandosi le conditioni degli uomini non si rirolga in- 
sieme sotto sopra tutta la republica. 

dr banbett uun bauptfdd>li4 t)on biefem (Eonflict oeifilidber unb 
iüeltü(ber SBe^ebungen. ®or atlem fcbdrft er arofe lE^orft<!bt ein: 
molto riguardo di tutti i moTimenti. e gesti della persona: cas«! 



SM I^ßeorsQ dfUa cariB'di Rimu^ 

MtrnttTiy caTsIcatare conTepiepti, amidtie e bonora^ e Tiriuose, 
non affeimando cosa che non si sappia di certo. ^er $of fbr> 
bcrt 9,boiiti) grandezza dell^ animo, pntdentia, eloquentia, theo- 
logia.^^ ^Dp4 ^9 ^^ tmfiö^tr, Deve si pensar che questo sia 
un yiaggio di mare^ nel quäle benche la prudentia possa molto 
• et renda favorevole la maggior parte de^ ?enti, nondiraeno noa 
gH Bi possa ptescriyer tempo determiDato o certezza aleuna d^ar- 
rivar. Alcuni di mezza estate in gagliarda e ben fomita nave 
aJBToiidone o tardano assai, altri d^inverno in debole e disarmato 
legno Tanno presto« 



sn 



Mittut Tühi^nitt 
. (Bixtui y. 



I. gut Sttitit btt 9&H$tap^tn bit^ti ^apftti, itti 

unb 2:empe|lf. 

Vita di Sisto V pontefice Romano scritfa dal signor Geltio 
Roger! air instanza di Gregorio Leti. Losanna 1669 ^ 
2 ^.; fp4ter unter minber feltfomcn ZiUln in 3 25. 

93et weUtm me^r bm6^ populArt ^d^tiftin, xotlM ft4 oügu 
meinen Eingang t^erfc^affen^ aU bmä) tebeutenbere (^ifiortfÄ^ SBerfe> 
bie ft4 Au^ oft i^Q^u lange etwarten (äffen ^ pflegt Der 9tuf etne4 
Sjp^anne^, bte ^nftd)t einer 93egt6en()eit fe^geffeflt ^u werben. .£>a4 
publicum fragt mdbt ligentlici^, ob hit S)it^e bie mcM it^ ttortrdgt 
»trflid^ gegrunbet ftnb; H ifi aufrieben ^ xotan t(^m hU (Srtrtnerung^ 
wie fte ftd) in ban (Befprdc^e auöbdkcft^ eben fo mannigfaltig , vteU 
farbigr ober ein wenig ^ufammengenommen unb thm bonim noc(^ 
pifonter gebru(ft t)orgeIegt wirb. 

din S3iu^ biefer ^rt tfl bit SSiogrop^ie @irtu^ V. »on 2eti. 
^itUeiäit bie wirffamfle \)on aOen arbeiten biefe^ ^ielfdbreiber^; 
e^ ^at bad ^nbenf en an ^apf! @i;ttu^ benimmt, xoit bitf feitbem bk 
allgemeine 9J{einttng ber SBelt beberrfdbt. 

93ei bem erflen ^erfud)e bt& Stubium^ gerdtl^ man mit icüiä^tn 
$Bä4^em in bit gr6$te ^erlegent^eit. dine gewiffe ^E^pxbtit i\i iffs 
nen nid^t ab^ufpre^en» man b&rfte fte nid^t unberikcfftc^ttgt laffen^ 
bod^ ftebt man üuÖ9 gletd), ba^ ibntn nid^t wtit p trauen ifi: wo 
aber bie ^ren^e liegt ^ Id§t ftc^ im ^Ogemeinen nt<lbt beflimmen. 

3u einem ftdbem Urt^eil «»ermag man bod) eri^ bann ^u fom« 
men^ wenn man bie £tueflen feinet ^utord ftnbet, unb ftdb bie ^rt 
unb ffietfe i^ergegenwdrtigt mt er fte benu^t l^at. 

S3ei fprtge^enbem (^tubium f}6$t man nun aud^ auf bit SXutU 
Un an€ benen unfer 2tti fd)6pfte; •>- wir finnen un^ ber 9lotl^wen« 
btgfeit ni<ibt entjie^en feine ^arfieflung mit benfdben $u )>erg(etdben. 

1. ^n ber gefammten ©efd^id)te ^iftu^ V. ifi nid^td famofer 
oU ber Sßeg auf btm er gum ^apfitl^ume gelangt fe^n foQ, fein 
betragen in btm ^onclave. ISßer toti^ niä^t, wie ber gebi^cfte an 
feinem &a1} ba|^erfdblei(^be ^arbinal^ nad^bem er ^ap^ geworben, 
ft<b pl64(id^ mannl^aft er^ob, ben ^tah Don ft<6 warf, unb biejeni» 
oen mit btm iS^thraad^t feiner ^adit bebroJE^te benen er fte burcft 
^ttfdbung abgewonnen, ^iefe (Sr^d^lung 2titii f^at in ber ganzen 
Seit Cingang gefnnben. SBir fragen , wo er fte l^tt na^. 



Seti. 

9on {ebcr ^apftwcÜ tfi^m &ärnftm ibtt iifrt SBleti»t, ober 
mimtt^ hbn bie Sntrtaucn hit t^r vorf^ergmgett: au4 i^ber bte 
8Ba(I @t;rtul V. ftnbet ftdb ^n i^tnatmM (EoncfoDe, a(eidb§eittg^ 
n>te bte metflen anbern, mit genauer Xmntni% ber ^erfontul^etten 
oerfa#t. GoneUT« nel quAle lU creato il c^ MoDtalto che fii 

sisto y. 

$8et ber erffen $)erg(et4^ng ^e^ man, baf £ett vor aSent btefe 
^rift t>or ^itgeti ^attt. üRon bemerfe^ baf er fte etgetit(t<lb nur 
itmfAreibt. 

Concl. MS. II lonedi mattina per iempo si ridussero nella ca- 
pella Paulina, dove il cardinal Famese come decano celebrd messa, 
e dl mano sua commubk^ U cardlBaM: dtpoi si venae secondo 
il solito allo scrutinio, nel «juale il cardinal Albani bebbe 13 
▼oti, che fu il maggior numero cüe alcun cardinale bavesse. Ri- 
tornati i cardinaU alle celle, si attese alle prattehe, et Altemps 
cominciö a trattare alla gagliarda la pratica di Sirleto, ajutato 
da Medici e delle creature di Pio lY, per la confidenza che ha* 
▼evano di poter di qualsivoglia di loro disponere : ma subito fu 
trorata TeKlusione^ aooprendosi contra di Ini Este, Famese e 
Sforza. 

Lcti: Luoedi nattina di hatm* hora si adunarono tutti nella 
capella Paolina, ed il cardinal Famese in qualiti^ di decano ce- 
labri^ la messa, e conBuinieö tutti i cardlnail: e poi si diede 
^ndpio ällo scrutinioL, nel quäle i) cardinal Aibano bebbe 13 
▼otiy ehe tu il nnnero jnaggiore. Doppo questo 11 cardinali so 
ne ritornarono alle lor oelle per pransare, e doppo il praoso si 
attese alle pratiche di moUi: ma parttcorlamente Aittmps comin* 
ci6 a trattare alla gagliarda le pratiche di Gtiglielmo Sirleto Ca- 
labrese, ajutato dal cardinal Medici e dalle creature di Pio IV, 
pier la coafi<lenKa «fae bareva ogni uno di loro di poterne dis- 
porre: ma in breve se gli fece innanri Pesclnslone, scoprendosi 
oontro di lui Este, Farnese e Sforza. 

®o bte ^auptfadKn; fo ^lebenum^inbe. 3- ^- ^^^ Famese 
ineapriceiato et aeeeso dt intredihile voglia di essere papa, co* 
nhicia a detestare publicameote la pratica et il soggetto, di- 
cendo: lo non so come costoro lo intendono di ▼<4ere far Sir- 
leto papa. Letii II primo che se gU oppose fu Famese, inea- 
priceiato ancor lui ed acceso d^incredibile voglia d'esser papa: 
onde parendo a lui d^esserne piü meritevole, come in ftitti era, 
cominci6 publicamente a detestare la pratica ed II soggeti», di- 
cendo per tutti gli angoli del conclave: lo non so come costoro 
Tintendono di voler far papa Sirleto. 

^Itdbt minber au<jb bte §Betrad^tungen. 3. t8. fagt ba^ MS, 
«»te htm Sorbtnal ^leffanbrino bodb frtne ^erfCetbung iCnflof gibt: 
Ma dio, che baveva eletto Montalto papa, non permesse che si 
arertisse a quelle che princlpalmenie aterüre si dovea, n^ la- 
sd6 che Famese n^ suoi si svegliassero a impedire la pratica, 
eredendo che non fosse per TeDure ad effetto delP adoratione ; 
ma solo per bonorare Montalfco nello scratinio. Cbwo|^l eine 
fo fromme ^Betradf^tung Sett'n {remb ift, fo t^ e^ itjim bo^ bequem 



ittt SI9 

fit ah^ii^fMin uni> in fdn Sdud^ attf$tm€]^<it. Cr iäfti^ mit tU 
nigen (eichten ^irdnberun^en n)6rfftd^ at>, 

3# bie# nutt nldyt wtlmti^r ein 2o& fh hit oft ongefod^me 
^eue hti 2eÜ ali m Zahei? 

kommen wir aber auf hit €tne @a<be n>e(d|^e l^ier Swetfel er« 
redt: bad Sefraden be^ dorbttidl^. i2)?erfn>^btd, in btcfem €{nen 
fHmmt Sett ntft feinem Original nidt^t jufammen. 

Seit fagt: Montalto »e ne stava in sua camera e non gU 
nel coDcläv^y dtagen^osi totto lasiso et abandonato d^ogni ajuto 
hnmanö« Non nseiva ehe rarAmente, ei ee pure andaya in qual- 
che {Marie, JconkB a oelebrare messa, o nello scmtinio della ca- 
pella, ee ne.>andava con eerte maniere spensieraie. 

^dge^en fagt hai £)rtgina(: Sebene non mostraTa una sco« 
perta ambitiene, non pretermetlera di far poi tniti qoelli offieit 
ehe il tempo et il loogo rtohiedevano, hnmiliandosi a cardinali, 
▼isilandoli' et tfffierendosi; ricerendo aU^ incontro i fayori e Tof« 
ferte degli akri. 

^4 iDrigtnal fdgt: ticä^ t>or htm ^enela^t t^aU er bie{l mit 
Sarnefe gef^^dn, baraitf mit ^ebici nnb €ffe: e^ er^d^ltf n>te er ben 
9(benb loor feiner SBa^I ben ^arbtnaC SOlahm^i unb ben borgen 
^cv^tt ben €ar^na( klUmpi befit<i^t nnb von it^mn hit t^erft^e 
vung tMpfanqtn bof er gemd^ft »erben foQe. ^H Einern SBort^ 
in bem original erfd^nt mcnMtty ti^ü^ lebt^aft^rd^funb: \a bot er 
fo frtf(^ an S^^ren unb munter ifi, wirb ali tin Snotit) fetner 9Ba^ 
^etr^ij^tet. <Dte gan^e Cr^(^litng tn>n feiner t^er^eflten ®d)n>a4(^ett 
unb 3ur6cfge)ogen(ett/ hit fo beri^nit gen>orb^n, ifi ein 3ufa$ Se» 
M; wo^tt er il^n aber natfm, ob er b(of bem ®er&d^t folgte, einer 
(Er^a^ng bie ftd^ von felbf} gebilbet, ober einem onbem <5d^rift< 
n>erf ? — ®ir ifommen nod^ borauf. 

2. €inen ^weiten Moment in bem allgemeinen 9lufe @i;rttt< 
bilbet ber Cinbrucf, ben feine ftnan^ieHen Sinrid^tungen t^en>orgebra4t 
f^ahtn, ^tt(^ biefer gribibet fid^ mm XUü auf Seit. 3n bem $n>et« 
ten S:(et(e bed ^uäft^ (p. 289) ftnbet ft<^ tin ^erjetAnif ber pSipfi* 
Udftn (Einnähe unb ^u^gobe, ber felbfl bti ben gefc^eibtefien unb 
ge(e(^rte^ £euten einen gemiffen @>Ianben gefunben ^at Rendite 
ordfriärie c'hayea la iems apostoUca nel tempo che Sisto en« 
iraya nel ponüficato. SSenigflend feinen Säulen foflte man bo4 
im ungemeinen glauben bikrfen. 

3nbeffen cEAäf ^itr ^eigt ftd^ augenMt(fIt<^, bafi bie @a<!ften nidnt 
fo fitin wit 2tü vorgibt. 3ß« ®irta^ V. im 5tpril 1585 eintrat 
waren no4 bte (Sontracte g&ttig, bie von (^tegor XIII. im ^ugufl 
1576 auf neun 5<^|^re mit ben ^ddf^tem ber 4»nf6nfte abgef^loffen 
worben waren. SÖon biefen ^o^tn wir tin aut^^entifdf^e^ ^er^ei^« 
ni^ unter bem Stttet Enfrata della reverenda camera apostolica 
eofto il ponüficato di N. Sig^ Oregorio XIII faito nelP anno 
1576; fe$r genau, in weldf^em erfi bie ^adl^tfumme, bann ber IH^l 
berfelben welker altenirt war, tnhiiö^ ber IKefl einzeln angegeben 
wirb, ^it biefem ^eneid^nig nun {Timmen itüi Angaben fe^M^ 
fdyledbt. €r gibt ben (ertrag ber S)ogana bt dtoma auf 182450 
6ettbt an, woi^renb er nur 133000 betrug: von allen @ummen 



9» ittl 

^ie er itetttit, nl feine ein^idf ri<t% 9Bof^ <^ Mrei^ ft4 fem 
'S)er)et(^nt6? er fann e4 unm6dlt4 )>&tt^ (^ ^er £ttft gegriffen 
j^ai^en. €6 ifl ein aiitere# in unfern i^£tben, t>om Sa^^rt 1592, 
gpet Sfat^re na4 bem £obe @t^d V. ^it btefem fhnmit ba^ 
^er$et4M$ »an £ett fafi m aüm Sofien, auä) in t(^rer £)rbnun9 
ibaretn; in beiben iti%t ti }. S3. na4^ einanber: Dogana di Civita 
▼eccbia 1977 sc, di Narni 400, di Rieti 100, gabelladel studio di 
Roma 26560, gabella d«l quadrino a libra di came di Roma 
20335 u. f. n>. SBeM» ^int 'SkmtdiWum ifl ^i^ aber! S3ei bie» 
4im ^(len finb id^on afle ^er^nbensngen einb^rifen wtldit fBipta€ 
maditt, unb bie ja nun eben betaiOirt lo^rben Men, 3a niAt ein^ 
mat (hiebet ifl bie t^erwtrrung fte^n geblieben. SBM^rfAeinlidb geriet^ 
£eti an eine ((bleute ^anbfÄrtfi loenn er md)t ^ felbjl einige 
tt»ifl!&brli<^ ^e^erungen anbra^te; wemgfleti^ M ^ bie fettfam« 
ffen ^bmetc^ungen. IDie Salara di Roma hta^t 27654 @c. eittr 
er fe(t 17654; te$oreria e salara di Romagoa ediwg 7139& 
@c., er fe$t tesoreria e salario di Romagna 11395. . Qkmtg fein 
^er|ei<ibm§ ifi nic^t einmal \)on einem anbern 3a^re richtig, fon» 
bem bur(bau4 in aüm feinen Zt^tiltn fa(f4> unb unbroucM^r. 

- 3. 9Btr fe^en f(bon, er compiürte Q^ne Urt^ctl unb ^ritif : — 
er fd^rieb aJb,. aber fl6d)ttg; »ie n>dre.ed oud^ ml^id^, ha^ er hti 
feinem unaiif^brltd}en Slvu^tüng^leben fo viel ^B&d^r bur^^ i»irfli4) 
eigene 9(rbeit ^u @tanbe gebrad^t (^dtte. fffio^er fc^^^fte er nun 
bte^ ^al feine @ad^en P 

Ueber bod £eben (3i;rtu4 V. gibt und ein ^onufcript in ber 
^ibliotbef Sorftni ^u SXom lf^inrei<^nbe ^^(unfi:* „Detti e fatti 
di papa Sisto V." 

^uf ben erden md ergibt HA, ba# biefed 9Ber! im OBefentri» 
äjtn burd)aud bie Arbeit t>on £eti iß. S^ergUid^en n>ir .nur bie erfte 
leße ©tefle. 

3. S3. fagt hai ^i Ui dotiini II genitore di Sisto V si 
chiamava Francesco Peretti, nato Bei castello di Faroese, di 
do?e fu costretto noa so per quäl aecidente partire, oode sUn- 
Camino per trovaro la sua fortuna altrove: et essendo povero 
e miserabile, non aveva da poter vivere, essendo solito sosten- 
tarsi di quello alla giornata guadagnava grandemente faticaodo, 
o eon la propria indastria Wveva. Partitosi dunque da Farnese, 
se ne and 6 a troyare un suo zio. 

Sett bat g(ei{b in ber erßen 9(udgabe: II padre di Sisto si cbia- 
mava Francesco Peretti, nato nel castello di Farnese, di dove 
fu constretto non so per quaP accidente occorsoli di pariirsi, cl6 
cbe fece yolentieri per cercar fortuna altrove, mentre per la po- 
vertä della sua casa non haveva di cbe vivere se non di quello 
che lavorava con le proprie mani alla giornata. Partito di Far- 
nese la matina, giunse la sera nelle grotte per consigliarsi con 
un suo zio. 

di leud^tet iin, baf bit^ gan^ bad SlemlidE^e if, mit einer Itid^ 
fen Ueberarbeitung. 

3a §un>ei(en ftnben ftcb M 2tü fUine (Sinfc^iebfel: *- {ogleic^ 
fommen fÜT^f. unb IDrucf tt)ieber i^ittig ^ufommen. 

Itnb 



ittl 321 

Unh fraaen nnr mm, n>olf^<r fene S^W^t kommen mit wdäftn 
Sett bie dr^hma t^oti htm (Sondaoe ou^^ttete, fo )etat ft% baf 
ottc^ btefe aix^ mtferm ^f. ftnb. IDIe oben anaef^rte @tefle £eti^ 
lautet in ber $anbf<i(^rt^ folgenbergeßatt: Montalto se ne staya tutto 
lasse coD la corona in mano et in una piecoUasima cella abai^ 
donato da ogn'ono, e se pure andava in qualohe parte > come a 
celebrar messa, o nello scrutinio della capella^ se ne andava etc. 
fO^on fife^t, ba# 2ۆ nur eine leiste Umarbeitung mad)tt. 

3cb n>i0 lüegen ber. ffiid^tigtett bt€ d^egenffanbe^ no((^ €ine 
@te(Ie bm^ttf&gen. ^ai SDl^. t^at: Prima di cominciarsi il Mont> 
alto j che staya appresso al card^ di San Sisto per non perderlo 
delia vista o percbe non fosse subomato da altri porporati, gU 
disse alle oreccbie queste parole: Faceia instanza V. S^^* iil»^ 
che lo scrutinio segua senzä pregiudicio dell' adoratione; e questo 
fa, il prjno atto d^ambitione che moströ esteriormente Montalto. 
Non manc6 ii card^ di San Sisto di far ci6: percbe cen il Bo* 
nelli unitamente prindpiö ad alzare la voce due o tre volte cosi: 
Senza pregiudicio della seguita adoratione. Queste Toci atter* 
rirono i cardinali: percbe fu supposto da tutti loro che doTCsse 
esser eletto per adoratione. II card^ Montalto giü cominciava 
a levar quelle nebbie di fintiont che ayerano tenuto nascosto per 
lo spatio di anni 14 Tambitione grande che li regnaya in seno: 
onde impatiente di yedersi nel trono papale, quando udi leggere 
la meti^ e piü delli yoti in suo fayore, tosto allungö n collo e 
si a1z6 in piedi, senza attendere ü fine del scrutinio, e nscito 
in mezzo di quella capella gitt6 yerso la porta di qoella ii ba- 
stoncello che portaya per appoggiarsi, ei|;endosi tutto dritte in 
tal modo che pareya due palmi piü longo del solito. E quelle 
che fu piü marayiglioso, etc. 

^ergiei^Kn tttr (^temtt bie entfpre<^enbe @tette bei £ett I, p« 
412 (^u^g. \)on 16iß9): Prima di cominciarsi Montalto si cal6 
neir orecchia di San Sisto , e gli disse: Fate instanza che lo 
scrutinio si faceia senza pregiudicio delP adoratione: che fu ap- 
punto ü primo atto d^ambitione che mostrü esteriormente Mont- 
alto. NÄ San Sisto manc6 di farlo, perdbe insieme con Ales- 
sandrino cominciü a gridare due o tre yolte: Senza pregindi- 
cio deir adoratione. ^ik commciaya Montalto a leyar quelle 
nebbie di fintioni che hayeyano tenuto nascosto per piü di quin« 
deci anni Tambitione grande che li regnaya nel cuere:^ onde im- 
patiente di yedersi nel trono ponteficale, non si tosto in^se leg- 
ger piü della met^ de^ yoti in suo fayore che assicuratosi del 
ponteficato si ley6 in piede e senza aspettare il fino dello scru- 
tinio eettü nel mezo di quella sala un certo bastoncino che 




quello 

mentae ffiorte cSlti ehm fo lautet. 

2eti f&W ^wtnal ein Seug««« f&f (««^ (ir^^iflm^ an: lo ho 
parlato con uo Marcbiano, ch^ e morto yenti (in fpdtern %ud« 
Qäbm trenta) anni sonO| et assai caduco^.il quäle non ayeya altro 

^äpfu** 21 



3» ittl 

piacere che di parUre di Sisto V^ • ne raccontara tuHe I» par- 
ticolaritä. ®(bon an M i9 etf umoa^rf4e<nlt((^, \>a% £ett^ ber 1644 
14 3<^r olt naA tKom fom, mit itaitn bie &pM V. genau 
fannteti, ^erfe^r Qif>abt, unb au^ t(^ren ^efprMen t^tel f&r (ein 
SBtMJ^ 9ef(b6pft l^aben fo0; — ti t0 ober audy bie# «tne au4 jener 
^anhwift ^er&ber^enonmiene @tefle. Etun giomo parlando oon 
un certo uomo Marcha, che ^ raorto^ che nw% ave^a altro pia- 
cere che di parlare di Sisto Y. ^ie jn^an^t^ ober brei^ig 3a^re 
fiigte ber ^utor me|^rerer ®(attbn)firbtgfeit (falber {^tn^u. 

QCudj^ ^ter f4<tnt mir £ett xcof)l an eine f^Ied^te ^opie aeratben 
)u fe^n. Öte ^anbfcbrift f)at gletdb t)on Anfang, ber ^naoe bobe 
oft bte 9la4t auf freiem Selbe ba^ SßU'fy tj&ttn muffen: in cam- 
pagna aperta; 2eti bat baf&r: in coapagnia d'un^ altro, n>a4 gan$ 
n)te ein idfUd^i jured^tdelegter @(6retbfe(^(er autffteH £)er ^. 9. 
©efleri bei 2eti wirb wotfi aüdf ber $anbf<!i^ft nadf^ ^, ^. @tttaci 
ae^ei^en (aben. 

^it tinm SBorte, Seti« Vita dt Si«to V iß gar fein (efb* 
ftdnbige^ 9Serf . €« ijl eine fh^iftrte mit einigen 3ufa$en Dermeftrte 
Ueberarbeitung eine^ italienifdKn SKannfcript^/ ha^ ii;m §tt i^anben 
gefommen n>ar. 

S)ie aan$e 9rage w&rbe mm fe^n, weMe ®(aitbio&rbigf eti bieft 
i^anbf(^i|t oerbient. @ie iß eine ^nefbotenfammbtng , nacft einem 
)iemlt4«n Verlauf \>on 3a^en gema4^, burc^u^ apoh^p^f^er 9^a« 
tur. 2tü i^ai fte nt<^t aOein nid^t tH>n l|ren Seglern gereinigt fon« 
bent fie nad» ^rdften no4 «veiter t>erun#a(tet. 

9tiöiti beßo minber fanb er bamit ben gr^^ten IBetfafl; fein ^ud> 
erlebte 9(uffage auf iCnfliage/ eine ^enge Ueberfe^ungen. 

QF^ ifl auffattenb, ba$ bie ^ifiorie, fo wie fte in ba^ ®ebd^ 
ni% ber ^enfd^en ikber^ebt, aüi ^al bai &ebkt ber ^t(^(ogie 
ber&f^rt. IDie ^erf&nlid^feiten n^erben f^roffer, fidrfer; fte ndbem 
^d^ auf irgenb eine SBeife einem fafli^en SbtaU bie 93egeben^etten 
werben be^eid^nenber audgebilbet; bie 9lebenumßdnbe unb mitwirfen^ 
ben Urfadjen t>ergefren unb befeitigt. ^uf biefe ^M ü^int au^ aU 
lein ber Sorberung ber 9(H>ntafte genug gef^e^^en ^u fbnnen. 

(Bpät fommt bann ber ^eUt^rte, ber fid^ wunbert n>ie man auf 
fo folfcbe iVleinungen geraten iü, ba6 ®eine tf)ut um bie 3frrt^&* 
mer §u jerflreuen, aber juie^t imte n>irb, baf bai bo(b nid)t fo 
Ieid)t au erreid^en iß. ^er ^erßanb Uf t fifc^ ftber^eugen, bte ^^n- 
tafte iß nid^t )u ftbenotnben. 

Storia della vita e geste di papa Sisto V sommo pontefice, 
scritta dal V'*> M^ Casimiro Tempesti. Borna 1755. 

!CBir ^aben be^ gemdfigten^ (eitern unb loof^geftnnten Vo^ße« 
£ambertini, 95enebici XTV, d^d^t; fein ^ontißcat iß audi babur^ 
au^ge^eid^net, ba# faß alle einiaermaten bvaud^bare ®erfe &ber bie 
innere ^apßgefd^id^te in biefe €pod»e faOen. ^a ftnb bie ^nnalen 
bon klaffet aebnuft worben: ba t^at 93romato feine ©ammlung 
&ber 9aul Iv. i)eranßaltet: bie Seben^befd^reibungen ^arcefl« li, 
S3enebiet< XIII; f oQen in biefelbe 9tegterung : ba pai ciu4 Saftmiro 



/ 



^empeflt. 323. 

Settq>e0i/ etn ^tanüicantt, mt &fttt$ V, ti nntmiommm ®r^ 
gorto £ett ^u n>tberUgen. 

(ii warb ii^m ba^n aüt w^vXö^tniwttff^t grei^eit ae<)e6en. & 
burd^fudMe bie rdmif^cn a3iMtott^elcn, unb fanb ha bce fd^We 9Cu«« 
beute« Seben^befc^reibungen^ ^Bneff^aften, DenffArtf ten manntgfal« 
ttger ^rt, bit er nun atte in fein !5u4 ^ufammenwebte. Sieaeicbi 
»or attem ba$ ^icj^tigüe if! bit Gorrefponben^ be4 9luntm4 in Sronf « 
rei*, SWorofmi, bie einen großen ZUÜ UinH ®erfe« erf&ttf. 55enn 
in ber SHeget nimmt er feine Urfunben nur mit einiger Ueberarbei« 
tung in feinen Zeft auf. 

9lur itl babei $n)eterlei }u bemerfen. 

Einmal ßettt er fify }u feinen Quellen In ein befonbere^ 9^er« 
]&d(tnif . dv glaubt i^^nen, fc^reibt fte au^/ aber er ftnbet, ber ^apfJ 
mSffe n>o(^( mit ben Tutoren ^erfaOen i^n, er mäffe fte beleibigt 
(aben; fo »ie fte j^u tabeln beginnen^ fogt er fidi von ifynm M; 
er Umiii>t fid) bie in ^nfpnt^^ genommenen ^onblungen be^ gelben 
anberd au^^ulegen. 

Suioeilen aber n)ei<^t er auäf t)on feinen Urfunben ah, entweber 
tt)eil fte i^m niöit ürc^lid^ gent^ ftnb^ ober loeil er t>on ben @a« 
4en bo4 feinen red}ten S3egriff |at. €in 93eifpiet fe;^ bie ^^U 
(^dufer 3fngelegen^dt vom Saläre 1587. JDa« 3Wanufcript ba« Stern* 
ptfti bütäf „^non^mo (Sapitolino '' be^ei^net, bai er in fe^r mim 
©teilen gerobeju abgefcf^rteben t^at, tr^lt bie ^adft mit vieler €in« 
ftd^t: betro4)ten n>ir^ wie er e^ benu^t !Der ^non^mo be^eidf^net 
bie in iX^&^lt)aufen^ n)ie £aufer i^elv. ©efd^ic^te XI, 10 ftd^ au^« 
br&eft^ /rtoegen etne^ ^bi^Uni, bad faum ^«oMf fronen gefdbd^t 
toar/^ au^gebrod^ne @treitigfeit mit bm 9Borten ,,in non so 
che cau«a^^ gan^ paffenb. Ztmptfi maä^t barau^ in urgente lor 
em^rgenza. ©ie ä^öbt^ufer feilten einige i^rer SRat^^l^errn gefan« 
gen^ 9,carcerarono parecebi del suo senato'^, — Sempefli fagt nur 
carcerati alcuni, o^ne ju bemerfen, ba{l fie vom 9lat^e getvefem 
Sffian f&r4tete, bte ^ä^Q^dufer m64ten üdi in bie protection ber 
fatffoliid^tn £)rte ergeben, unb ftdfe von ben proteffantifc^en abfon* 
bern: ^^che volesse mutar religione e protettori, passando alP 
ereiica fede con raccomandarsi alli cantoni cattolid, siccome 
allora era raccomandata alli eretici;'^ iva^ ftdf^ barauf bejiel^^t, 
ba^ ssK^((^aufen g(ei(6 bd feinem er^'en (Eintritt in bad f^^wei^e« 
rif^^e ^ertiattni# von Uvi,: @(^9», £u^em unb Untenvalben ni4^t 
angenommeh tvorbeu tvar/ xvie ibm biefe iDrte thtn oüä^ nad^l^er 
i^ren @d^u$ alf*Iugcn; oW fte fid^ jur reformirten Äir*e befann* 
ten <(Bat$ ^ioifi)nm Sortfe^ung von iSRiHIerd ©(^ei^ergefci^icbte 
p. 373 ). 2:empef!t t)ci femt W^mma von biefem eigentbumli<6en 
SßttffMtmi. 6att§ trocf en fogt er: Riputarona che i Milausini 
Tolessero dicbiararsi cattolioi. @o gef^t.baiS v^itet, au6) ba ivo 
ber SJerf. bur* !Dnt^ei4en onbeutet, ha^ er frewbe SBorte an* 
folgte. — . ©er ^fnon^mo Sapitolitto fagt, ber ^apft ©iytu« fei) im 
»egriff gewefen, 100000 (Sc. jur 95ef6rberung biefe« Hebtrttitti^ 
nod) ber @*wei^ gu f*i(!en, aU er S^löAri^t befommen t^ab^, ba^ 
aat» beigelegt fe^. Zmptfii verftd^ert bennod), ber ^ap^ l^abe 
ba« ®e(b gef^^idt. ©ettn vor aOern foO feiti J^O) gtdngenb unb 

21* 



324 Memorle auiografe 

avbi> fret^c^ia erfftetitenr ot^ei^ »un wolfl hai U^U ferne gUtu 
^enbße üigenf^^aft nt^t war, 

3A Witt m*t »eitere 85eifi>lele Wufen. 2)Jef 1(1 fein 3^erfa^* 
ren oberafl mo iäi ii)n mit feinen Cluellen oergli^en. <Sr t(! {{et« 
#tg, for^dltig, mit guten 9lo(|^iAten ait^er&flet, aber befd^r&nft, 
trodPen, eintönig, o^ne wirflld^e Stnftd^t in bie@a4en; feine <5amm« 
hm^tn tnad^en bo4 feine Urftmben md)t entbet^rliÄ. ^em (Stnbnuf 
ben ha^ iSu^ 2eti^ Qtmaäit, einen d^nli(t^en entgegen^ufe^en, war 
fein fflerf ni^t geeignet. 

/ 

IL Jpanbfc^tiften. 

jtet^ren n>tr nun ^u unfern ^anbf^^riften }ur&(f ; fftr eine eigent* 
li<!^e .tenntnig ftnb n>ir boÄ immer auf fte t>em>iefen. 

^^ begegnet und jundd^ff ein ^f. t>on ^opfi &rM felbfl. 
^ufsei^nungen t)on feiner J^anb, bie er nodf^ in bem ^(ofler gemalt 

49. 

Meniorie autografe di papa Sisto Y. Bibl. Chigi n. III, 70. 

158 SSL 

(Sin gen>ifFer @cii^€tti ^ai fte einfl in einer iBobenfammer ge» 
funben utib ^ejranber VII §um ^ef^en! gema(!^t. i&i (d^t ftc^ in 
ber >tt^at an tbrer ^ut^^entie m<i&t zweifeln. 

Qaesto libro sarä per memoria di mie poche facenduccey 
scritto dl mia propria mano, dove cio che sar^ scritto a laude 
di dio sarä la ignuda veritii, e cosi priego creda ogn^uoo che 
legge. 

(Sd ent^dtt nun ^uerfl 9te(4nungen/an benen ieboc^^ n>enigßend 
din ^latt feblt tt>enn ni^^t me(»rere. 

E qui Bark scritti, fdt^rt er fort, tutti crediti, debiti et 
ogn^ altra mia attione di momento. £ cosi sar^ la yeriti come 
qui si troTerii scritto. 

34 n>itt $u htm xoai i6> f4^on in ber €r}d()Iung Bemerft ^aU, 
bodi no((^ (iin 93eifpiel l^in^uf&gen. 

Andrea del Apiro, frate di San Francesco conventuale, 
▼enne a Venetia, e nel partirse per pagar rohe comprate per 
suo fratello, quäl ml disse far botega in Apiro, me domandd in 
presiito denari, e li prestai. preaente fra Girolamo daLunano e fra 
Comelio da Bologna, fionni 30, e ml promise rend^rli a Mont« 
alto in mano di fra Salvatore per tutto U mese presente d^Au- 
gusto, come appar in un scritto da sua propria mano il di 9 Ago- 
sto 1557, quäle ^ nella mia casetta. H. 30. 

Sffian n^i biefe frate^en ©efclf^dfte, n>ie Siner bem ^bem 
®elb Uiffi, ber iBorgenbe feinet S3ruberd fteinen ipanbet unterflSi^t, 
Sfnbere ^^n^m ftnb. ^ud^ Sra @a(oatore erf4^eint. 

IDann folgt ein ä^erjei^ni^ t)on f5^ä)tm. Inventarium omni- 
um librorum tarn seorsum quam simul legatorum quos ego 
Fr. JPelix Perettos de Monte alto emi et de licentia superionim 



Ji pagm «Mo V. 325 

pos8id«o. Qui seprsom fuerit legatusi faciat namenun qni non 
cum aliis minime. (S^ t(^ut aiir it^t leib, baf t4^ mir nt^tö ou« 
btefem ^eraei^mf atigemerft (abe: (^ f4»i€n mir fe^r «nbebeutcnb 
§tt fei^n. 

&ti>{t4^ nttbet mm p. 144: 

Memoria degli amii che andai a Studie, di. officti pvediche e 
commissioni avute. 

34 mü tief ^ier »oUfUinhi^ mittl^tilm, tbmoU Zmptfi ^ 
imb ha einige« baroud M; ta>i4ttg ald ba« einzige Sagebtt«^ eineiS 
^ca^t^ hoi mir beft$ett 

Col nome di dio 1540 il di 1 eetiembre di mereoldi intrai a 
studio io Fenrara, e vi finii 11 triennio sotto II rd« m^ Bart^ dalla 
Pergola. Nel 43 fatto ii eapitolo in Anoona andai a studio 
in Bologna sotto il i^» maestro Giovanni da Correggio: Intrai in 
Bologna il di S. Jaeobo maggior di Luglio. e vi fi^tetti fino al 
settembre del 44, quando il costacciaro ml mand6 baccellier di con- 
veoto in Rimini col rev"« regente m' Antonio da cittik di Penna, 
e vi Onii il tempo sino al eapitolo di Yenezia del 46. Fatto 
il eapitolo andai baccellier di convento in SIena con m^ Ale- 
xandre da Montefalco, e qui finii il triennio fino al eapitolo 
d^Assisi del 49. JMa il costacciaro mi die^ la Uoentia del ma- 

Sisterio nel 48 a 22 Luglio, e quattro di depo me addottoraia 
'ermo. Nel eapitolo generale di Assisi fui fatto regente di 
Siena IS49 e vi finii il triennio, fu generale mons'<^ Gia Jacobe 
da Montefaico. A Napoli: nel eapitolo generale di Grenovafui 
fatto regente di Napoli 1593 dal rev™<» generale ^ m' Giulio da 
Piacenza e vi finii il triennio. A Yenezia: nel eapitolo ge- 
nerale dl Bresda 1556 fui fatto regente di Yenezia, e vi* finii il 
triennio, e Tanno primo della mia regeria fuieletto Inquisitor in 
tutto ViU'^** dominio 1557 di 17 di Gennaro. Nel eapitolo gene- 
rale di Assisi 1559 eletto generale m^ Giovan Antonio da 0er- 
via, fui confirmato regente et inquisitore in Yenezia come di so- 
pra. Per la morte di papa Paolo Uli Fanno detto d'Agosto 
partii da Yenezia per visitare 11 miei a M ontalto, Inquisitore apo- 
atolico: messe da gran tumulti; il 22 diFebbraro 1560 tomai in 
ufficio col brieve di Plo IUI papa, et vi stetti tutto U Giugno, 
e me chiamö a Roma: 11 di 18 Luglio 1560 fui fatto teologo 
assistenie alla inquisitione di Roma e giurai Tofficio in mano 
del card^ Alessandrino. 

(Predicbe.) L^anno 1540 predicai. n^ bavevo ancborcan- 
taio messa, in Montepagano, terra di Abnizzo. L^anno 1541 
predicai a Yogbiera, villa Ferrarese, mentre ero studente in 
Ferrara. L'anno 1542 predicai in Grignano, villa del Polesine 
di Rovigo, e studiavo in Ferrara. L^anno 1543 predicai alla 
fratta di Badenara, (viveva il Diedo cU Manfrone) e studiavo 
in Ferrara. L^anno 1544 predicai alla Canda, villa della 
Badia e studiavo in Bologna. L^anno 1545 predicai le feste 
in Rimini in convento nostro, percbe il m'<> di studio di Bo- 
logna ne preoccup6 la predica di Monte Scutulo, et ero bacc<* 
di convento di Rimini. L^anno 1546 predicai a Macerata di 



326 lihmwie mHogritfe 

MontefBUro et ero httee^M convento di Rittfni. L^anno 1547 
predicai a S. Geminiano io Toseana et ero bace« di conveiito a 
teena. L^anno 1M8 predicai a S. Miniato al Tedeaeo in Toacana, 
et ero bacc<> di Siena. L^anno 1549 predicai in Aacoli della M arca, 
partito da Siena per i^ingresso de Spagnoli intrödatti da Don 
iMego Mendozza.- L^anno 1550 prediciS a Fano et ero^regente 
a Siena. L^anno 1551 predicai nel domo di Camerino eondotto 
dal r"*^'Te8coTo^ #t ero regente a Siena. L^anno 1552 predi- 
cai a Roma 4n S. Apostoli», e tre Ul>>^ cardinali me intrattennero 
in Roma, e lessi tutto l'anno tre di della settimana la pislola 
ä Romani di S. Paolo. L*anno 1553 predicai a Genora, e yi se 
fece il capitolo generale, et andai regente a Napoli. L^anno 
1554 predicai a Napoli in S. Lorenzo, e Ti ero regente, e lessi 
tutto Tanno in chiesa PerangeHo diS. Gioranni. L'anno 1555 
predicai nel duomo di Perugia ad istanza deli' ill"*« cardinale 
della Corgna. l'anno 1556 fu chiamato a Roma al conciUo 
generale, che giä principiö la santitii di papa Paulo IUI, per^ non 
predicai. L^anno 1557 fa eletto Inquisitor di Venezia e del do- 
minio, e bisognandome tre di della 'settimana »eder al tribmiale 
non predicai ordinariamente , ma 3(1) di della settimana a 8. 
Caterina in Venezia. L^anno 1558 predicai a S. ApostoU di 
Venezia e 4 giomi della settimana a S. Caterina, anoorche eze- 
^isse Pofficio della s^inquis*«* L'anno 1559 non predicai 
salvo tre di della settimana a S. Caterina per le raolte occopa- 
tioni del s. officio. L'anno 1560 tomando col brieve di S. 
Santiti a Venezia inquisitore tardi predicai solo » S. Caterina 
come di sopra. 

(Commissioni.) L^anno 1548 ebbi da rev"» m'« Bartolom- 
meo da Macerata, ministro della Marca, una oommissione a 
Fermo per liberar di prigione del S' ricelegato fra Leonardo 
della %pa: lo liberal e lo condnssi in Macerata. L^anno 1549 
ebbi dal sud<» R. P'« commissioni in tutta la custodia di Asooli 
da Febbraro fino a pasqua. L^anno istesso dalP istesso ebbi 
nna commissione nel convento di Fabriano e vi rimfsi frate Eyan- 
gelista deir istesso luogo. L'anno 1550 ebbi dalP istesso padre 
commissione in Senegaglia: rimisi fra Nicola in casa e veddi 
i suoi conti. L'anno 1551 ebbi commissione dal r"» p^ gene- 
rale m*« Gia Jacobe da Montefalco a yisitar tutta la parte de 
Montefeltro , Cagli et Urbino. L'anno 1552 ebbi dall' iit^ car- 
dinale protettor commissione sopra una Mie esistente tra il guar- 
diano fra Tommaso da Piacenza et un fra Francesco da Osimo, 
che aveva fatto la cocchina in Santo Apostolo. L'islesso anno 
ebbi commission dal rer"o padre generale m^ Giulio da Piacenza 
nel conyento di Fermo, e pri?ai di guardianato m^ Domenico 
da Montesanto, e viddi i conti del procnratore fra Ludovtco da 
Fontane, e bandii della provinda fra Ciccone da Monte delP 
Olmo per aver dato deüe ferite a fra Tommaso delP istesso 
luogo. L'anno 1555 ebbi dal sudetto r"»» generale commissione 
di andar in Calabria a far il ministro , perche avea inteso quello 
esser morto, ma chiarito quello esser vivo non andai. L'anno 



15&7 ehbi eommissiooe sopra il Galtoli«^ di GapodMria, «om 
il Garzoneo da Yeglia et allre assai commissioni di fra Giiuio 
di Capodisiria. L'anoo 1559 fui fa|(o commiataiie nella pro- 
vincia di S. Antonio^ teoni il eapitolo^a Bassano, e fu eiletto mir 
fiMtro .ni»> Gonielio Yeneso. L^anno 1560 fui fatto iaquisitore 
apoatoUco in (atlo il dominio Yeneto^ e deir istesao anno fui 
ütttlo toologo Assistent alla inqüisitione di Borna il di 16 Lu- 
giio 1560. 

]Nd capitolo generale di Brescia 1556 fui eletto promotor 
a magisterü con TAndria e eon m>^ Gloyanni da Bergamo, et 
Otto baecalaorei da noi promossi fiiron doitorati dal reT"*« ge- 
nerale t^^ Giulio da Piacenza, eip^ Antonio da Montalcino, 
Ottaviano da Ravenna, Bonaventura da Gabiano, Marc Antonio da 
Lugo, Ottaviano da Napoli. Antonio Panzetta da Padova, Otta- 
viano da Padova, Martiaie Calabrese. Otto altri promossi ma non 
adottorafi da s. p. r«*: Francesco da Sonnino, Antonio da Ur- 
bino, Nicold da Montefaleo, Jaeobo Appucliese, Antonio Bol- 
letta da Firenze. Comtantino da Crema, il Piemontese et il Si-i 
colino. lo pero eon Pautoritii di un cavalier di S. Pietro da 
Brescia addottor» Antonio da Urbino, il Piemontese e Constan- 
tino da Crema. Di Maggie 1558 eon Tautoriti del cavalier Cen- 
tani adottorai in Yenezia fra Paolo da S. Leo, frate Andrea 
d^Arimino, Giammatteo da Sassocorbaro e fra Tironino da Lii- 
naBO, tutti miei discepoli. 

50. 

De vita Sixti Y ipsius mann emendata. Bibl. Altieri. 57 %f. 

SoMir nur eine ^bf^rift^ aUt in wtX^ bie Se()ler bed erjfen 
@<treiber^ unb bie ^erbeffenmaen be« ^o^fie^ treuUd) oufgenom« 
men »»orben ftnb. Ueber bun6ftrt4^ennt SBorten Itefi niaa \i\t @or^ 

^^ fdngt »on ber Sfrmut^ ber €(tem btefe^ 9a))(!ed an, n>eId(K 
„alieni parvique agri cultura^^ xi^x ^^m frifleten; er r&l^mt bon 
ber Samtiie tM)r allem (Btgnora (Samifla, bte vomofitni bamold M 
er fd^eb Itdb m ibren l(nfprud)en no(t) fe^nr mdftgte : ,, quae ita se 
intra modestiae atque humilitatis suae fines continuit semper ut 
ex summa et celsissima fortuna fratris^ praeter innocentiae at- 
que frugalitaiis famam et in relictis sibi a familia nepotibus pie 
ae liberaliter educandis diligentiae laudem, nihil magnopere cft- 
pisse dici possit.<< d^r f&brt dr^tebung, (Smporf ommen unb \>k 
erffe ^^i ber ©taat^vermoltung ouö. SSefonber« i|i er mcrfwfirbig, 
n>et( er \>cA bei ben a3auten t^on diom oorlt^errfi^enbe d^nßltdt^e ^x'va* 
cip ^eraud(^ebt. 

Ungefähr 1587 wirb bieg ffierWen verfaßt fein, ©er ^er* 
fflffer liegte bie 9(bft4t a\x^ Ixt fotgenben ^txUn ya Wilbern. Tun^ 
dicentur nobis plenius com acta ejus ( Sixti ) majori parata or- 
dine prodere memoriae experiemur. Quod et facturi pro firir 
bas noatris, si vita suppetet, omni conatu sumus, et ipse ingen- 
iia animo complezus nee uUa mediocri contentus gloria uberem 



VUa 8ixii V ^liiiw mmm emmäala. 

aeniis matovim praebitan» egrcgie de m eondendi Tolimiiaa 
etnr. 
S3ei bem mm, U)a6 wir vor Kitten l^oben, tfl bte tt>ic|^9fle Wr^ige 
ob e^ lotrfltdb )>m ienon ^a)>fl reotbirt loorben. 

%vai Zm^m, ber bie »bfdbrift ber iBiHtoü^ef ^(tiert tu<«t 
f onnter befaf ctti SBerf 4Kn ba0 man tbm aU t>on ^rastont t>erfa4t, 
iK>n ^a|>^ @trttt4 ra»tbtrt empfoblen l^atte. ^ madf^ dm^e (Ein« 
loenbrnigen bag^en, mib maa in benfelben IKec^t b<^ben. ^^ ifi aber 
mit bem mifem niÄt tb€nttf($. Sem|>efK mad)t miter onbem barauf 
oufmerffam (p. XXX.), ^iaf ®rajiant ben $APfl d^etdi^ f^n^ ^^ 
^roceffton von @. ^poffolt anfangen laffe, ba fte bo<b wn ^raceli 
Ott^gedangen. (am %t\iUx ber fretlid^ idoI^I elb^ einem ^anne entp 
ge^n fonnte ber J^apfi geworben mib bie ^efdb^fte ber ^e(t trieb, 
atö bem ^abre 9Hae0ro £em|>e0i. 9(ber in unterer ^\^a ftnbet er 
ft4 m4t. ®an§ ri^^ttg b^gt e^ in berfelbent Verum ot acceptum 
diTinitus honorem ab ipso deo ezordiretur, ante omnia suppH- 
eationes decrevit^ quaa ipse cum patribus et frequente populo 
pedibus ezimia cum religione obiyit a templa FranciscanoruA 
ad S. Mariam Majorem. 

ffiir baben wi&i nödb <m f)o{ttit>ei ^tn^\% f&r bie ^utbentte 
mtferd SSerfcbentf. ^ine anbere Seben^efd^retbung — bie nddb^e be» 
ren wir gebenfen -* er^lt, ^iftai 1i^t ju gewiffen €ommenta» 
rien an 2>em 9lanbe bemerft: ^^sororem alteram tenera aetate de- 
cessisse. ^^ !CBtr ftnben \ia% eben h\^ in unferer @<Jbrift gefdbe^en 
\% 5Der erße ^eirfaffer b<^tte gefcbrieben: Quarum alt^a nupsit, 
ex cujus filia Silvestrii profluzisse dicuntur quos adnumerat suis 
pontifex'^ etc. ^;rtu^ fhicb ^\^ unb einiget anDere au^, unb fcbrieb 
ptn^u: yy Quarum sdtera aetate adhuc tenera decessit.^^ 

3ene ^Xö^it £eben4befd)reibung fagt femer: In iUis commen- 
tariis ab ipso SIzto, qui ea recognovit, adscriptum r^eri, Sixti 
matrem Mariaoam non quidem ante conceptum sed paulo ante 
editum filium de futura ejus magnitudioe diylDitus fuisse monir 
tarn. ^u(b bieg ftnben wir in unferer @(i^rift. S>er STutor b^tte 
gefagt, ^eretto %oht \m 2;raum bie ^orberfagung empfangen: ^^na- 
sciturum sibi filium qui aliquando ad summas esset dlgnitates per- 
Tenturu8.<< ^oter iß weggefhricben, unb gefegt: 9,£jns uzor pai^ 
tui Ticina.^^ 

$tebur<b befommt nun unfer fSerfcben eine groge ^ut^entie; 
e0 fdbKeft ft<b vaxtaxfttVbox an )ene^ IKutograpt^um be^ ^kp^e^ an. 
€< i^erbiente woi^l einen befonbem $(bbrucL 



51. 

Siztns V Pontifex Maximus. Bibl. Altieri. 80 Sldtter. 

Sben bie @(brrft bur(b welche wir hit ^utbentte ber Dorigen ^u 
beweifen vermo(bten. Sfcb ftnbe ni<bt, baf fte %m!p^ ober em ^n« 
berer gefannt b^be. i 

^er ^utor fcbrieb na(b bem 3:obe bed @t;rtttd. @4on er U» 
flagt, bafi ^ai ©ebdcbtnif beffelben burd^ viele (Srbicbtungen t>emm 
ßaltet werbe. Slxtus V , %tU er an, memoriae quibusdam gratae, 



Steltw V Potä. Mox. MO 

aliqnihns ioTisae^ Omnibus magnae, eam cum Bobu et sine am- 
bitu dicetur: coram ezpectaiio multorum acuit (obwohl bte @^ft 
niemals ^thmdtwtthtn)^ ambüem aenectu« nobis immiDeiis prae- 
cidit. 

(Sdncn ^genfianb ftnb«t er {e^ widfti^. 99^12 ant rernm 
molea major aut majoris aatmi pootifez lülo unquam tempore 
Goncurrenmt/^ 

3n einem erffen Steile feinet ffierfd^entf ge^t er bad £e6en &p 
iü€ y. 6t^ )tt beffen (Sr^ebmig ouf ben lodpfHtd^en @tut^I burd^. ^r 
^dfbipftt babei aud obiger £eben^befd(^reibmigu S3rieffc^afien be^ ^ip 
ta^r bie er 6fter citirt^ unb mibibltcben ^ac^ric^ten t>on ^orbinaC 
^aleotto ober einem Dertraiiien J^oit^enofTen bed ^opüei 9lamtn< 
^opeOetto. ^abei fommen audf gar mancherlei ^enfm&rbigfetten 
}ur ^pro^e. 

Cap. I. SHü genug, pareniea, patria. !Die fonberbare 9^0« 
ti^, ha$ ^ifM üdf in fetner Sngenb i^abt (SxiniM nennen wetten, 
}a fogar in bem ^(ofUr eine ^tiüan^ {0 genannt werben fet. Cr 
)>erßanb banmter einen Kometen, unb wdt^lte biefen 92!amen um itu 
ner (S^(&c!^(^offnuffgen toiden (propter speratam semper ab «e ob 
ea qaae mox exseqaar portenta nomiois et loci claritatem). S>at* 
auf foll ftd^ ber ^tem in feinem ^appm tt^i^^. 9Benigf}en^ ifi 
bte# fem dornet Uebrtgen4 i)at er fe(b# ^oleotto'n gefagt baf bur^ 
bie 93imen auf biefem Sa^en fein ^ater (^trttti), bur^j bie 
S3erge fein ^oterlanb angezeigt werbe: ber 2ovot ber bte 93imen 
trdgtr $eige ^gleic^ ^rof mut(^ unb 9Bo](^It^dtig!ett an. 

II. Ortu» Sixti d^vinitus ejasque fotura magnitado prae- 
nuneiatur. @ijrfud {elbfi er^äf^li, fein ^ater l^abe ein$ in ber ^ad^t 
ben ^wnxf t>embmmen: „ Vade, age, Perette, uxori jüngere: pa- 
ritora enim tibi filinm est, cui FeUcis n<Hiien impones: is enim 
mortalium olim mazimuB est futurus.^^ Hin feltfamer Sau^ War 
biefer ^erdti bo^. @etne frcai war bamald in tbieafitn {ener &iana 
in ber @tabt. ^uf ^Ikranlaffung ber wetffagenben Srmunteicmig fdf^tdt^ 
erftd^ nun bei 9la(^t unb 9ldbel ^inein. ^m itage burfte er itö9 aud 
Sttr<^t 9i>r feinen ^Idubigem nid^t bitcfen laffen. — @e(tfamer Ur« 
fprung! ^pdter i^ai ^eretti feine ®(dubiger auf ba^ (S>M feine« 
@o(me« f6rmlid) t)ertr6fht. ^tnn er bad iftinb auf ben ^rmen 
l^atte, fagte er wbt)l: er trage einen ^'apfl, unb )og bad ^vi^^m 
l^eroor van ed wn feinen 9la(bbam f offen p laffen. 

III. .Nomen, ^eretto fagte, aU man i^m gegen htn ^a* 
men Selir <Sinwenbun()en ma<ibte: ^Baptismo potius quam Felids 
nomine carebit.^^ ^ie ^ttttn fingen einmal t>on einem Mn ge« 
Mtebenen 2td}te Seuer: bie Butter lief ^erbei, unb fanb bai ^inb 
mibefdbdbiat unb laAenb. Ungefd^r, wie bem iSinbe ber @c(at>in 
@en>iu6 kxiäiu^, bit ii^rn b<t)or^e^enbe ipo^eit bwtä^ bie Hantxm 
angef&nbtgt warb, bit im ©d^lafe fein ^awpt um^ah, ^ad^ fo 
v^len Sa^rl^unberten wieberl&olt ftc^ bad ^unber ober ber ©laube. 

IV. Studia. iDaf er @din«>etne ^tff&ttt, i)af>t er bod) nidbt gern 
get^6rt: weil ci in obigen (Sommentarien ge^onben, babe er beren 
Sortfe$ung i^erboten.' ilr^dl^lung i>on feinen erflen rafdb^n Sortfc^rtt; 
ten: fo ba% er ben £ct^rmeißer fi&r feine5 S9aioc<i)i aU^u fe:(>r befcbdf« 
tigte. Vlx mensem alterum operam magistro dederat^ cum ille 



390 SMu8 V Pmä. JMkut. 

Perettam aüt^ «tare se «MiToiitiii poiM toegaos: tan ewolaulta 
Felicem sapra rell^iiorum captum et^iiMrem disoere ut sibi multo 
ploa iaano illo quam io eeteris iostitueDdis onmibiu laboranti 
non ezpediat mazimam operam minima omnium mercede consu- 
•mute. $Bet %ra BofiMtore warb fr. siimltd» l^art gt^atttti. €r htf 
fom mamlfKn ©dKag, w<t( er t^m ^ @peifm nk^ red^ maffe$te. 
IDa^ arme ^tnb ^ob ftd) (^o<i(^ auf bte ^ef^tn, toat ober f» ftetttr ba$ 
ed fomn bie ^tf4))Uitte mit fetner i^&^e erret^te. 

V. ^dnd^dfeben. SBo^ mir ober bie ^rt feine« @tiibiren« 
tmb bte S)tlpistation ju ^f^t bertd^et (aben. tDcr er^e fRuf fei« 
ner ^rebi^ten. 9(uf ben IKeifen \fitlt man üfn p S3elforte auf, unb 
tief nidbt ab, bi« er nnter vui^^twttm gulouf ber iRad^bom bret^ 
mal oeprebiot. 

vi. Möntalti cum Ghislerio Alexandrino jungendae familia- 
riUtis occasio. 

Yfl. Per maipiam mnltorum ioTidiam ad magnoa midtos- 
que honores eyadit 9lamentlt4 in i^enebia, x»o er ben IDrud M 
3nbQr bnnJbfe^te, |kitte er t^iel %n btilben. (Sr iaftt fid^ tixtmtil tnU 
fernen m^en^ imb trug ISebenfen bat^tn.^nr&dtjttfe^^ren. S)er CEar« 
binal <lar|)i» feit jener ^td|mtatioit fein 9M<dy&t^/ f&nbigte ben 
borti^en Srand^eanem an: entn>eber follte iSRontalto- ober if eJnerwn 
t^nen in IBmebig hi^btn. Snhtfftn fomtte er ft4 bod) niM in ^tf 
nebi^ galten. €eine £)rbenlbrikber ffoftten iffn t)or bem 9lat(^e ber 
ge^en an, tag ^er Unorbnung in ber 8bf)nbUf i^ifte, it^em >er no^ 
mentUclb biqenigen nid^t obfobircn n)oae roMft im Seft$e t>er6ote« 
ner ^äd^er ft^en <qui daauiatoalilnroa dorn! letloaaot). @r wx^t 
mä^ 9iom ^tnn&cfge^, n>o er SonfiKtor ber 3nc|uiAtton tmirbe. 

VIII. Romanae inquisitioDis consultor^ sui ordinis proco- 
rator^ inter tbeolopos congregationis TridentiDi «onailii adseri- 
biiur. ^u4 M ben Stanci^onem m9tem fanb Ü^ntoito nur ouf 
üU^ttMüä^t fmpfe^tung be4 €ar^ ^ufhaf^me, mib btefer fc^icfte 
t^ feine Wlcü^l^tit $u. €r bef6rb(rte äj^ in jene @tefle^ er on^ 
^fa^t t^n flerbenb bem €arbinoI ^t^i^üm, 

HL Iter in Hiaq^aniam. €r hta/idittt fBnoncompagnOf na^^ 
mali ^^regor XIII. ^<lbon bamold ver^anben fte ft<^ uur fd^ledbt 
unter einanber. ^ontalto mufite ^moeilen attf htm ^a^fmogen ret« 
fen. Accidit nonnunquam ut quasi per ii^uriam aut neceasita- 
lem jumento destitutns vebiculis quibus impedtmenta c^mporta- 
bantur deferri necesse fuerit. €6 folgten ))ie(e anbere fBenia4)$ 
Idfftgungen. 

X, Post honorifice delatum episcopatum per iniquorinn bo- 
minum calumnias cardinalatus Montalto maturatur. 9^09 ber fftt> 
pote $iu^ V. «oar i^m entgegen^ ,,alium yeterem contiÄernalem 
evehendi cupidos.^^ Unter onbcm fagte man htm ^apt, man (abe 
t>ier n)b](^lüerfd)(ofrene ^i^en in bad Sinimer M ^l^ntalto getragen, 
ber ft'A gan$ Denoet^Iidbe unb inrddb^ woi)m, ^ini ging unoermit« 
iptt fe(b$ in ba« ^(o^er. <^r fanb nacfte SSdnbe, unb fragte» enb« 
lid9 xvai in hm ^ifien fe^, n>el<jbe nodi ba ^anben. ,^$B^d^er, l^ei« 
liger Sater,'' fagte iröontalto, „bie idf mit na4 @* Kgot^a 
nehmen mifl'^ — hai toat fein !8i«t^um, » unb iffnete eine. 



SMus V PoHi. Jlfbr. 3U 

^tt^ war ^6dftfHl(^ fii^'iben/ imb imanntt i^ In f urjtm §iim Car- 
Mna(. 

XI. Mentalti dum oardinalis fuit vita et mores, ^egor 
enf^os f(mt feitte ^tn^n, x»a€ 9tek oisf ba« f&nftige ^otitt^cat b«< 
^Dtitatto beuteten. Levis enim aidieorum quorundam superstitio 
diu credidit, pontifieum animis oceultam quandam in foturoe sno- 
eesseree obtreetationem insidere. 

XII. Francieci Peretti caedes ineredibili anirai aeqnitate 
tolerata. 

XIII. Pontifex M. magna patrnm consensione dedaratur. 
S^itravtf folgt ber )n)eite ^tiL 

y^Haetenus Sizti vitam per tempora digessimns: jam hinc 
per speeies rerum et capita, ut justa hominis aestimatio ouiqoe 
in promptn sit, oxeqoar.^^ 

€^ ftnben ftd) iebo4 t^on btefmt Steile nur bret Kapitel: Gra- 
tia in benemeritos; — pletas in Fraoeiaeanorum ordinem; — 
publ iea beeuritas. 

^d^ {eQte tff burtd feine 6<l^ilberun9 gregortanifdber Reiten bei 
nmtem t>a$ m4^ti^ftt, unb t4 niü, ha id^ ntd^t tim v^lüißt 9tt>* 
fdbrtft genommen/ wemgden^ einen ^u4^ug mittbetlen. 

Initio quidem nonnisi qni ob caedes et latroeinia proscripti 
erant) ut virn magistratuum effugerent, genus hoc vitae institue- 
rant, nt aqua et igne prohibitf latebris silvarum conditi aviis- 
que montium feranim ritu ragantes miseram anxtamque yitam 
f urtis propemodum neeessarils sustentarent. Verum ubi rapi- 
nae duleedo et impnnitae neqoitiae spes alios atque alios extre- 
raae improbitaüs homines eodem expnlit, coepit quasi legitimuih 
aliquod ?el mereimoiHi Tel artifieir genus latroeiniom frequen^ 
tan. Itaque certis sub dueibus, quos facinora et saevitia nobi- 
litassent, sooietates proseriptorum et sicariomm ad yim, cae- 
des, latroeinia coibant. Eorura duces ex audaeia rel scelere 
singnlos aestimahiant: facinorosissimi et saeTissima ausi m^- 
xime extollebantur ac decurionum centnrionnmque nominibus 
militari prope more donaibantur. Hi agros et itinera non jam 

▼ago maleficio sed justo pehp imperio infesta habebant. 

Deniqae operam ad caedem iDimicomm, stopra virginum et alia 
a quibus mens refugit, factiosis hominibus et scelwe alieno ad 
Buam exaturandam liMdinem egentibus presente pretio locare: 
eoquo res jam derenerat ut nemo se impune peccare posse cre- 
deret nisi cui proseriptorum aliquis et exulura periculum prae- 
staret. lis fiebat rebus ut non modo improbi ad seelera, verum 
etiam minime mali bomines ad incolumitatem ejusmodi feras 

bestias sibi neeessarias putarent. Id proceribus et princi- 

pibus viris perpetuo patam nsurpari. Et vero graves Ja- 
cobe Bonoompagno suscepiae cum primariis yiris inimicitiae ob 
vfolatam suarum aedium immunitatem diu fortunam concussere. 
Procorum plerique, sive quos aes alienum exhaitserat, sive quo- 
rum ambitio et luxus supra opes erat, sire quos odia et ulci- 
scendi libido ad cruenta consilia rejecerant, non modo patroci- 
nium latronum suscipere, sed foedus cum Ulis certis conditioni- 



3Xt SUßhts V Poiä. JMbk. 

buB saneire ut operam Uli ad eaedem locareat mcrcede impuiii- 
tatifl et perfugii. Qaum quo quisque sicariorum patrono atere- 
lur notum esset, si ciii quid surreptom aut pet Tim ablatum fo- 
ret, ad patronum depreeatorem cenfugiebator, qui sequestram si- 
mulansy utrinque raptor, tuu praedae partem a sicarüs tum 
operae mercedem a supplicibas, aliquanda reeasanlis specie, quod 
8ae?issimam est rapinae genus^ extorquebat. üec defuere qui 
lütro adversus mercatores atque pecuniosos eorumque filios, 
agros etiam et bona ex destinato immitterent, iisque deinde re- 
dimeodis ad seque confugientibus operam yenderent, casum adeo 
mjserantes ut ex animo misereri credi possent. — — - Lites si- 
cariorum arbitrio prtTatis ioteodebantur, summittebantor vi adacti 

testes, metu alii a testiraonio dicendo deterrebantur. Per 

urbes factiones exoriri, distinctae coma et capillitio, ut hi in 
laeTam, illi in dexteram partem Yel yillos alerent comarum Tel 
comam a fronte demitterent. Multi ut fidem partium alicui 
addictam firmarent, uxores necabant, ut filias, sorores, affines 
eonim inter quos censeri Tellent ducerent^ alii consanguinearum 
Tiros clam seu palam truddabant, ut illas üs quos in suas par- 
tes adlegeränt collocarent. Vulgare ea tempestate fuit ut cui- 
que BITS forma seu opes mulieris cujuscunquis placuis^ent, eam 
procerum aliquo interprete Tel inTitis cognatis uxorem duceret: 
neque raro accidit ut praediTites nobilesque homines exulum 
abjectissimis et rapto TiTentibus grandi cum dote filias coUo- 
care Tel earum indotatas filias ipsi sibi jusso matrimonio jün- 
gere eogerentur. Sceleratissimi homines tribunalla eonsti- 

tuere, forpm indioere, judicia exercere, sontes apud se accu- 
sare, testibus urgere, tormentis Teritatem extorquere, denique 
.solemni formula danmare: alioa Vero a legitimis magistratibus 
in Tincula conjeetos, causa per pr6rem (j^rocuratorem) apud se 
dicta, absolTere^ eorum accusatores ac judices poena talionis 
condemnar,e. Coram damnatos praesens poena sequebatur: 
si quid statutum in absentes foret, tantisper morae erat dum 
sceleris ministri interdum cum mandaitis perscriptis riteque ob- 
signatia circummitterentur, qui per Teram Tim agerent quod le- 

gum.ljiidibrio agebatur. Dominos et reges se cujus coUibuis- 

set prOTinciae, ne solennibus quidem inaugurationum parcentes, 
dixere multi et scripsere. — — Non semel sacra supellectile e 
templis direpta, augustissimam et sacralissimam eucharistiam in 
sÜTas ac latibula'asportarunt. qua ad magica flagitia et execra- 
menta abuterentur. — — MoUitudo Gregoriani imperii malum 
in pejus couTertit. Sicariorum multitudo infinita, quae facile 
ex rapto cupiditatibus conniventium Tel in speciem tantum ira- 
scentium ministrorum largitiones sufficeret. Publica fide se- 
curitas Tel petentibus concessa Tel sponte oblata: arcibus, oppi- 
dis, militibus praeficiebantur. Eos Telut ab egregio facinore 
reduces multitudo , quocunque ireot, spectandp effusa miraba* 
tur, laudabat. 



Memorie dd pmäificato di SUio V. 388 



52. 

Memorie del pontificato di Sisto V. Altieri XIV. a. IT. fol 

480 «Bldtter. 

9lt4}t %(xa% neu unb unbefannt tff btefe4 oxA^yXx&^t SBerf. 
^empetlt XioMt eine ^bfd^rtft au^ \i9m ^rd^it) be^ (Sapitol^, unb be« 
^et<i^net ben Ur()eber beffelben M ben ^nonumo (Sapitolino. 

>tem)>ef!t i^ aber gegen bief SBerf (^oc^fi ungered^t. Q^r co« 
)9(rt e$ m unjdt^ltgen Steden^ unb In \iW(i aflgememen Urtl^etl ^xa 
äfnfang feiner (BefdHd^te f|>ri4^t er \%xa bod^ bce ®laubn>jkrbtg« 
feit ab. 

€« ifl aber of^ne3»eifel ba« !8efte »a« e« &6er ©iarto« V. ®e» 
f*i*te gibt. 

^er ^utor %Q^it bie mid^tigflen JDocumente vx i^dnben. ^wx 
ftel^t ed feiner €r^d^ung an: audb fagt er eö felbf!, $. 33. in beut« 
fd^en @a4en: ^^mi risoivo di narrar minutünente ijaanto ne 
troYO in lettere e relationi autentich'e.^^ 

Ueber bie Sinan$etnrt(ibtungen @i;rtud V. %oi er bie genaueffen 
9la(Jbri4ten: (Sd^ritt fibr ^isitiM beqleitet er ffe. S>oc^ ge^t er babei 
mttmefer ^i^cretion $u ®er!e. Oli veniTano, fagt er, proposte 
inventioni straragantissime ed horrende, ma tutte sotto faccia 
molto bumana di raccor danari, le quali per esser tali non ar- 
disco di metter in carta tutte ^ ma soie alcune poche vedute da 
me nelle lettere originali degP inventori. 

€r \i(x\Xt ein £eben (S^regord XIII. gefcftneben, unb be^^alb 
mag man x^n fftr ^affei gebalten ^ben; obwotil idb fonfi feinen 
^tonb finbe i^n mit biefem ßefutten $u ibentiftciren. 

<S<!babe nur ba$ aud) bie|l föerf nur ein %x^%xMXi\ ifl. ®(ei4^ 
t>on t>orn fehlen \i\t frö^ern ^reigniffe. @ie waren gefc^rieben, bo4^ 
brid^t n>emg^end unfer ^f. xtd^Xtn in einan @a$e ofo, S^wcwl^ n)er^ 
^tti bie Einrichtungen ber erfien 3abre beS $a^f!e$ burd^gegangen^ 
aber ber 'iöerfaffer fommt nur \>\i> ju betn Sobre 1587, 

^en erfreu ^ange( f^nnen xcxt t)erfd)mer$en, ba n>ir bar^ber 
fo t>iel anbere itnb gute ^elcbrung beft^en; aber ber Mangel ber 
fpdtem 3trbeit ifi t>6d)fl empftnbltd>. €« ifl eine Strt europdifc^er 
©efd^id^te, \\t ber ^erfaffer aud wirfUd? glaubiv&rbtgen 9lad)rid)« 
Xixi tcMutxM. Ueber baö Sabr 1588, ben annus cQmacterieus ber 
%e(t^ n)ibben wir c^ensi^ ^tx i^m t>iele gute 9lacbri(bten ftnben. 

s?Wan <^re, wie loemfinftig er ftd> m 3(nfonge feiner 9lrbett 
au^br^cft. 

Non ho lasciata via per cui potessi trar lume di vero . che 
non abbiä cod molta diligenza et arte apertami ^ iadefessa^ 
mente camminata, come si vedrä nel racoonto che faccio delle 
seritture. e relationi delle quali ml son serrito fiella tessitura 
di questa istoria. Prego dio, autore e padre d^ogoi verUä, si- 
some mi ha dato fehna yolontii di non dir mai bugia per in- 
gannare, cosi mi conceda lume di non dir mai il falso con es- 
sere ingannato. 

^xn @ebet/ etne^ ipifloriferd gon^ tD&rbtg. 



334 Sixii Vvüa 

Cr Witft hti ben @arbma(n>a^Ien von 1587 mit ben SBortett: 
£ le speranze spesso cootrarie idle proprio apparenze. 

3^ f^obt einen großen £(el( fetner fftoü^n nadb ^erglet^ung 
mit ben anbem>etten aufgenommen; toa^ ttwa nod? dbrtg lodre (ter 
nadt^^utragen, n>&rbe bei htm Umfange M 9Berfe^ §tt w^t f&^ren. 

63. 

Sizli V Pontificis Masimi Tita a Guido Gualterio Sangenesino 
descripta. MS ber Bibl. Altieri. YIII. F. 1. 54 S3I<ltter. 

Zemptii geb^nft eine^ ItageburfK^ hbct hit S^itm ©t^rtu^ V. 
t>on einem ^utor biefe^ 9lamen^. di iH ber nemtic^e ber unfre £e« 
benöbef4^reibung t)erf a#t %at 3n mtferm SJBerf erd»d(^nt er baö fr&t^ere. 
dx voav oon @t;rtud f^r feine S3em&bungen befbnberd belo^^nt iDorben, 

^ai €rem^iar in bem ^attoii ^fttert t^ iäft ontbentifA unb 
t>teflet4t einzig, di f^at ^nmerfungen t>on ber ^onb M ^utord. 
f^Me puero cum in patria mea Sangeno^^ etc. fagt er bartn^ fo 
baf fein 2^eiftl fe^n fann. 

dx fdbrteb e^ hxr^ naä^ &ftai Xobt, in bett erßen 3^äi die* 
mtni yUl, beffen er 6fter gebenft. dr emWlbnt^ baS gecabe bie 
9la<i^rid^ »rni bem Uebertrttt S^tmxid^ IV. ^um ^ott^c^cidmtid ein« 
treffe^ fo baf tx>ir bai 3abr 1^3 mit ®i<^r^tit M ba§ 3a^ ber 
Stbjpaffnng anne^en f&nnen. 

kudi ifl ber ^iitor befonber^ gIoubtt)&rbt^ dt ^anb mH ber 
Samilie ^erefti in ndfierer ^erbti^ttng: ^arta Seitee^ Slo<^ter ber 
Signora damiUa, n>ar in @angeno erlogen; bte Srau be4 ^utor^ 
war ibre genaue Sreunbin; er felbfl war mit ^nton 93oftQ^ bmt 
@ecretdr be^ erflen 93ef6rbererd t)on ^ontalto, be^ ^arbinat €an>i, 
fe^r genau befannt: ,,8uaima nihi cum eo necessttudo interce- 
debat.^^ 

Unb fo ifl er benn t>omel^m{i(^ i^er bie fr&^ern febenlumfldnbe 
M ^apfiH gut unterrid^tet. 

dt wibmet ibnen ben erflen ^cü feiner @<^nft. 

dt berietet, wie Sra $e(ice ^utrü mit $. ^onl IV. befannt ge« 
worben fe^. 93ei bem ^ranbe einer ^inoritenfircbe in berilRarf war 
bie ^oflie t>erf4)ont geblieben, di muf bad mit einigen befonbem 
Umfidnben Derfnik^ gewefen fe^n; genug man f^dt Ibi^ber gro#e 
(Sonfultation. ^ie dathinäit ber 3nquifttion, Drbendgenerale« t>ieU 
anbere ^rdlaten waren zugegen. Sarbitötl €arf>i bmdbte ben Wont^ 
alto mit, unb brang baranf ^ baS andb biefer fein ^ib^ling feine 
Meinung p fagen ^aU. ^ontalto fagte eine S^einung, bie aS«n 
bie befie fd^ien; b5<^(i<ib ^ii^ieben ging Sar^t weg. «*r In ejai sen- 
tentiam ab omiribus itum est. Sivgens cardiMdis Garpenais di* 
xit: Probe noram quem virum falic additzissem. 

^erfw&rbig if bie ©cf^iberung fet»^ arifbteUf^Kn ^ttn&ß 
(ungen. 

S)ie ^u^aU M ^eibxi, in ber Xh^ tinH @(^&ier4 »on 
^ontalto, wirb von (Shtatteriu^ biefem Iti^ttn gerabebjn ^ugefdbrte» 
ben. Aristotelis Averroisque opera ex pluribus antiquia biMio- 
thecis ezemplaria nartus emendaTity ezpurgavUi i^toque ordine 



a Guido OiKaHeHo deäerifitL 8tt 



in tomos, iit voeant, undacSai dlgeuit. MadKam et magBan 
Averroia in libroa- postariorMn expcMntioiiaBi apta diatrilmtioiia 
Arlatotells textui aceommodairit: mediam Ayerroia expositionaai 
in 7 metapbysieoram llhros iBTenH^ expoaait^ «juadem Averroia 
epitoniata qnaesita et epiatolaa Buis reatitmi locia-, solutionibiia 
contradictionum a dooiniuiiio Zmara aditii (m.benett bte 9Btber« 
fpr&c^e ^mtfc^en %xi^idH tmb 9(wrro€^ oit^egUc^ett werben) cen- 
tum addidit. 

^onn WGurt er ben S^aratter feinet i^elben. Magnanimus 
dignoacebaAur,: ad iram tarnen pronus. Somni potens: cibt paiw 
cissimua: in otio nunquam yiamr nisi aut de aiudiia aut de ne* 
gotiia meditans« 

@ot jelongt er yam (S^ondeeu, ^ierotif fdn^t atu^ er an, bie 
^aten &ptni V. na4 feinen. i^erfdMebenen ^ugenben ^u fd^eni: 
Religio, Pfetas, Joaiitia, Fortitudo, Jüagnificentia, Providentia. 
^ feltfam btefe fint^tfona i9f fo fenmten boc^ babei eine 
^enae iWd^n IDinae prni ^orjo^ein. 

Seb^aft bemi^ fi^^'^ttalterttt^ ben ^kip^ gegen bte9(nnagen ^u 
t>ert^eibigen bie ifym tvegen fetner Zuflogen gemalt werben. SBHan 
t)htt aber wie. „Imprimis ignorare yidentur, pontificem Rom»* 
num non in noatras solum faeultatea sed in noa etiam ipsos 
imperinm habere.'^ SBa^ n>&rbe bte heutige Seit ^u biefem Staot^« 
re<it fagen? 

^onte^Iic^ ben S^omoerfen @t;rM V. wibmet er tCufmerffam« 
feit, unb tfl barikber red)t intereffant. 

€r fdf^tlbert ben Snflanb be^ alten 2ateran. Erat aula per- 
magna quam ooneilii aulam ▼«eabaat — o^e 3n»eifef wegen ber 
2ateranconei(ten, hii ^m £eo X, — eraot porticua tractiiai{ue enm 
saceltis nonnnUts et enbieiilia ab aula usque ad S. Sabae qnan 
S. Salvatoria capellam Toeant. Erant s. scalarura gradus et 
porticna vetuatiisimae e qua yeteree ponttficea, qui I^teranum 
ineelebant, popnlo benedioebant: Aedea illae veterea maxioia 
populi Teneration, eelebrari solebant, cum in illis non paoea 
monumenia eaae crederentnr Hieroaolymis usque deportata. Sed 
fortasae res in superstitionem abierat: itaqoe Sixtus, justis de 
eabsis ut credere par est^ aervatis quibusdam probatioribua mo- 
numentis, sanetia soalis alio translatis^ omnia demolitus est. 
ffiir f^en, ber %ntor unterwirft üdf, ahet er f^lt ba4 Unretbt. 
9lt(lbt minber merfw&rbig ifi bie ^ef(^reibung t)on @. ^er, 
wie ed au biefer geü war (15dS). 

In Vaficano tholum maxJmnmtholosque minores atque adeö 
sacellnm mafus. qnod majorem capellam Tocant aliaqne minora 
saeelU et aedificationem totam nori templl Petre Apoatolo di* 
cati penitus absokit. At plombeia tegere laminis, omamenta-» 
que quae animo destinarat adhibere, templique payimenta ster- 
nere non potuit, morte suUatus. At quae snpersnnt Clemens 
VIU perseenturua perfectumsque eredttor, qui tbolum ipsum 
plnmbeis jam contexit laminis, sanclissimae crucis yexillum ae- 
neum inauratnm imposuit , templi illins pavirnentum jam imple- 
Vit, aeqnavit,. alravit pukherrime, totique templo aptando ot 



336 €ftdeskU VUa Sixii F. 

enmiaiido diligentissimam d«t operam: cam vero ex Michaelis 
Angcli forma crit alMolätomy antjqaitatein omiiem cito supe- 
nbit. 

^'n Ut^tttr baf man nod} immer rdä^H 6eabft4ttgte af^ hm 
^ian hH ^Id^el ^ngelo aui^ufüirm, unb e$ fd^eint aCd fei^ aUe^ 
fcfK'it tßirfiidt tooflenbet ^«oefen (penitus absolvit). 

®ir Il^atten Sber bie ^oloffen f<t^en o^en eine merfiDfirbtge 9lo^ 
iih' 3<4 n'i^ (i^ >i^4 ^tne (^inj^uf&gen. 

^er ^tttor rebet t)on bem J^Iot auf btm £luirinal. dv fagt 
i^on ben ^erfd^^nenm^en befTeCm bur4> @ijrta4 V: Ornavit per- 
eiiBi fönte et marmoreis PraxIteHs et Phidiae equisy quos ve- 
tustate cum eorum rectoribus deformatos una cum basi marmo- 
rea in pristinam formam eoncinnavit et e vetere sede ante Con- 
stantini thermas in alteram areae partem prope S. Paalli mona- 
conim aedes transtulit. ^udb iti ditern ^bbilbungenr Don benen tint 
hei Wfititt mieber^olt ift (C ®efd?. ber ihmft II, 299 unb ^6bi(bun« 
gen ba$u Zafü XV.), erfc^einen bte @o(offen in einer Uf^^tt9hm* 
muten &e9oiU nngefd^ir wie fteunfere.^ene^ianer fd^ilberten (f. @. 
239). £)fJFen6ar würbe t^nen erfl unter eW^ V. t^re (heutige 
Sorm gegeben. 

54. 

« 

Galesini VUa Sixti V. Vatic. 5438. (122 ©tdtfer.) 

i^anbfd}rift pt^ne etgentü<l^en ^fel, auf bem erßen S3(att mit 
folgenber Sßibmung. 

Sanctissimo patrt Si^cto V, pontifici maximo, vigUantissimo 
ecclesiae dei pastori, providissino principi, sapientissimo ani- 
yersae reipublicae christianae moderatori et rectori, commenta* 
rium hoc de vita rebusque ab eo in siogulos annos diesque pu- 
blice et pontifide actis gesfisque distribute ae luculenter scri- 
ptum Petrus Galesious magno et suromo benignisaimoque patrono 
singalaris in illun pietatia atque observanliae ergo in .perpetnom 
dicavit. 

@d^n biefe 9Borte ^tgen^ baf nnr mel^r eine iBo^rtft Mr uni 
1)Qhen aii eine Sebendbefdbreibung. 

£)er ^utor finbet e^ bemeifendmert^, ba|l BijcM V. aÜ hai 
\>ierte Itinb feiner Litern geboren -- ;>8ol enim quarto die creatua 
est^^ — baf er an bem £age ber (^ribbnng SÜPtni ^am ^hpft ge« 
xoü^it n>orben. 

S)te (^rjd^Iung ber frt^bem 3<3t^e ift fe^ fragmentorifA. 9(u4 
(ier mirb bezeugt, bafi ein begabter junger ^enfd^ in IKrmut^ unb 
Strenge am be^en $u oebeif^n pflege« Süit bem .^Mmfe ber ^eretti mar 
bie Butter ihenge: ,,]tfatris metu, cum aliquid mali se cttmme- 
ruiase videret^ in omnes partes corporis se ei^cttaTit.^^ 

S>ie Sfrbetfen in ber IßiUa: Opus manu faciebat-^ ita ut vel 
hortos coleret vel arbores aereret aut aliqua ratione, instar dili- 
gentissimi agricolae, egregtae insitionia opera conaereret, inter- 
locaret. 

S3ei ben ^anbtungen be^ ^apfit^um^ tritt befonber4 hie 9ten* 
gere reltgi6fe 9ii(t^tung ^ert>or ber ftc^ @i;rtud ergab: *^ §. $&. hn 

ben 



lUbHoh^ al ptipa SMo K 337 

bttt SSmttett: ,^iit wUi opera et idolatriae gimiila«ray kiaiiis et 
falsae gloriolae intanaruinque superstitionum moDoneDta, adhoc 
in urbejam diu oimis inveterata quadara renim olim Romanarum 

a christiano cultu äbhonreDtiom curiositate, ad christaaiiae 

pietatis omameDfum pertraberet* <^ 

UriprvmQ bH £ateratipa0afle4. Pontifex com tix eubiculttiit 
inveniret quo ge reeip^et^ eontinuo jussit aedes pontificia ma- 
jestate diguas in Laterano extrui: vaide eoira absurdum abso- 
nunftqufi duxit basiljcam LateraBcnsem, omnium ecelesiarum ma- 
treiiiy proprium pootlficis Rouiati episeopatum aedes non ha- 
bere quae cum tanta epiacopatut dignitate convenirent. 

Utberiaxtpt ftnbct er 9iom fel^r fromm. Dat magna pietatis 
et ifitegritatis indieia. Clericorum disciplina fere est ad prisü- 
DOS sanctissimos mores restituta, ratio divini cultus administra- 
tioqae sacrarum aedium ad probatum velerem morem plane per- 
ducta. •— -* Ubique io ipsis ecclesiis genuflexiooes: ubique in 
omni fere iirbia regione fideles qui sacra illa aexta feria ( Q.f)ar* 
frettag) infinitis yerberibus miserandum in modum propria terga 
ita lacerabant ut sangois in terram usque defluxerit. 

55. 

Vita Sixti V anonyma. Vatic. n. 5563. 

9litr tnni^t fßUiUx ikber bte Sugenbio^^re ®t;rtud V« (Sein 
9lante ^tUy-mth von einem Sroume fetned S^ater^ (hergeleitet 

56. 

Relatione al papa Sisto V. 41 S&l 

^on einem ^ttgUebe ber (^urte, bad ben ^aflafi nt4^t^iefu4^fe^ 
unb nnr eben fo totel erfitl^r xoit Sfebermann teufte; urfpri^ngtid^ an 
einen Sreunb gertdbtet^ ber &ber hU j^anblungen ^i^^ V. unter» 
terrid^tet fe^n xootitt, bann an ben $apfi felbjl. 

3n ©dferiften wie bU unfere, \5on mitUlm&^iQm Seut^ gefcferie^ 
hm welche nur ^ufdöig auö ber ÖHenge l&crauötreten, i(l ii merfwfir* 
btQ ^u UohadiUn, n>el4e ^xtdwivtmiQ c\m fKegierung äberf^aupt auf 
ba€ gr^f ere publicum auihht 

3n unferm ^ßerfcfeen, »elcfte^ burcftau^ in bem (frengem reli* 
gi&fen ©imie jefd^rieben i(J, ber am @nbe be$ 16. Sa^^l^, ^u l&err* 
fdyen onftng, fte^t man nun j^undcbfi n)e(d)en gewaltigen (äinbrnä bie 
UmQt^tanQ ber ](^eibnif4en Monumente in ö^riüiidit ^en>orbrad}te. 

Le croci santissime in cima delle guglie e le statne delli 
prendpi apostolici sopra le colonne scancellano la memoria delle 
antiche idolatrie, — — come anco ehe la croce posta in mano 
della statua sopra la torre di Campidoglio significante Roma et 
moatra che hoggt Roma cioe ii papa non opra la spada per sog- 
gtogare il mondo a gnisa dMnfideli imperatori Romani ma la 
croce per salutifero giomo' delP universo. — d^ ifl auf allenb, 
mie popül&t biefe 3been ber geiffliAen SBelt^^errfc^aft aud^ unter 
ben 2€ntm t)On minberer fBebeutung n>aren. ;Der ^utor leug« 



3IS LoremMo PrMi R^. 1586. 

tiet ferner, bafi ber ^aipff voit etmae fageit um fe^ «i»eife pt iämntn 
-^ per esser savtoDi^ ^ bttr^ fettten @4a$ ftA ^^i ben Sibr^en 
in ^nfe^ p fe$en gebenfe; beffen beb&rfe er mdyt; fein @inn fo^ 
oteCmei^r, baf er bte ^et^rfamm %Mm beie^nen, bie ungtt^orfamen 
g&d^ttgen wolle. 99 Col tesoro castigheri i prendpi ribelli di santa 
chiesa, et ajuteri i preneipi obbedientt nelle imprese cattoliehe.^^ 
(St rüfynt &^^, ba# er i^etnri4^ IV. e;rcommuntcirt ^abe. Su- 
bito fatto papa rioorse a dio per ajoto, e poi privd del regoo 

di Navarra queilo scelierato re eretico, e con qaeste armi 

Bpiritoali principalmeate i papi'banno disfatti e fatti imperalori 
e re. ^a^ ^rieüer unb ^bnäfz atö eine ^tlu be« ^pfied $n bt* 
tra4^en fe^en, wirb ^ier einmal aud^ )>on ber romtMen iSette auS« 
ae{ptodim. II papa tiene grossi presidii in tutti regni , che söno 
irati monaci e preti, in tanto nttmero e eosi bene stipendtaii e 
proTisti in tempo di pace e di guerra. — <- Nelle cose della re- 
ligione vuole esser patrone selo et as»oluto, aieome dio vuole: 
— -— e beati quei populi che anranno preneipi ebbedienttsaimi. 
•>— — Se i preneipi manterranno il peneiero di trattar le eose 
delli statt prima con li aacerdoti che con i lor eonsiglieri seco-* 
lariy credami che manterranno i sudditi obbedienti e fedeli. ^Ue 
^et^auptungen ber poUtifc^^firct^lidben Doctrin treten bier in popnki« 
rer Saffung bert>or. 99a4 fe^ aber tiefe weUlid^e ^ati^t bed ^apHe^, 
t^ergltcben mit ber ^utoritdt meldte er ^abe einen armen ^nec^t ©otted 
jum^eiligen ju erl^ebenp SDiefe ^eiligfprect^ttngen, xodäft ^i;rtud V. 
erneuert batte. f ann unfer ^utor nid^t genug preifen. A maggior gloria 
di dio, ha dedicato alcuni giorni festiri a santi che non erano 
nel calendario, si per dare occasioni a' christiani di apendere 
tanto piü tempo in bonor di dio per saluie delle aoime loro con 
Pintercessione de' santt astenendosi deli'' opere servili, si perche 
siano onorati gli amici di dio. Unter anbern ©r^ben f&^rt er 
anc^ nO(^ an: «^per far vedere gli infedeli e falsi christiani che 
solo i yeri servi di Christo saWatore fanno eammioare i zoppl, 
parlare i muti^ vedere i ciechi, e resuscitare i morti/^ 

57. 

Relatione presentata nelP ecc™<» collegio dal cI*"«» Sig' Lorenzo 
Priuli, rilornato di Roma^ 1586 2 Luglio. 

^on ben r&mifc^en Monumenten ge^n toit aber auf bie Dene« 
gianifdben. 

2oren$o ^riuti i^attt hk legten Sa^re ®regord Xlil. unb bie 
erfJen ©ijrtud V. erlebt; er i|1 \)oft »on ibwm ^genfa^, 

SBir m^en und ba»on nrd^ fögleid) mit fortveife» laffcn: bie 
erpen 2^iUn eined ^apüed mad^ten in ber IRegel einen beffeiti €in« 
brwl aH bie legten, ©e^ ed weil mit hm ^und^menben 3«!^ ba4 
«talent ber ^taaH^müaitunQ notbwenbig abnimmt, ober n>eil 
M afimdt^lig Ui timtn ^i^m Mandbed ftnbet, n>a« man Uthtv weg« 

^ber ^riuli i^ nid^t ungeredbt. (^r ftnbet^ bafI duä^ bie dermal« 
tttttg ©regord ber ^irc^e fel^r nä^li^^ geworben fe^. Nella bonta deila 



Griiii Bei. 1U9. — Madoer Ret. 1589. 339 

Tita 9 nel proearare ü oolto eeelesiastieo, Possenransa del conci- 
Uo j la residenza dei vescovl, neir eecellenza deila dottrina, Puno 
legale Paltro teologicale, si possono dire assai slmili. (Sx prit^ 
©oft, \i<k% er feiner ^ircS^e fo treffli^e SorflcJ^er gegeben l^abe. 

S^tr bemerfen, bo# atul^ bie fremben G^efanbf en t>on ber ®efm^ 
ntitig ergriffen noaren n>e(d)e ben iS>of belwr^te. 

$riu(i ftnbet bie €m>d()(nng (Bi^^ V. burd^aud tounberbar, vca* 
mittelbare 9Btrfung beö ^eif. (DeiM. ©eine ^aterßabt erinnert er 
baran, bag fte burd^ it^r gute^ (ltnt>erfidnbnif mit ben ^4^ßen em« 
porgefommen fe^; er rdtp tM>r atten fingen bie €r]^a(tung beffef^ 
ben an. 

58. 

Relatione del cV^^ sig** Gioy. Gritti ritornato ambasciatore da 

Roma anno 1589. 

3n bem «»enejtanif^^en %x^m ftnbet ft^l nur ein befecte^ (It^^^t 
p(ar. 

^it großem Verfangen griff i^ nadb einem anbem, \>a^ ic^ 
auf ber ambrofüanKdyen ^ibltott^ef ju ^ailanb fa(^, aber aud^ bte$ 
enthielt gerabe fo t>fe( mie jene6 unb nid^t em SBort me^i'. 

€d ifi ba§ um fo met^r $» bebautm, ba ber ^utor rect)t f^fle» 
matif^ 3U SBerfe ge(^t. (^r n>ill erflen^ oon bem ^ird^enßaate, bann 
t>on ber ^erfon be^ ^(xpM, M beffen großen S3eiounberer er ftc^ 
anf&nbtgt, brütend t>on feinen ^bft(^ten, enbltci^ t>on ben (Sarbindlen 
mib bem ^ofe ]^anbe(n. 

9lur Don bem erf!en l^m^ifhd iS tm Keiner It^eit t>or6anben. 
&en n)0 ber ^titor geigen mt, mie bie üinfänfte unter ^xxini ge« 
ivad>fen, bri<!bt bie |)anbfcbrift ab. ^emobnerad^tet fann i<ib nid^t 
^meifeln, ba0 bie Arbeit fertig war. 2Bad xt>ix l^aben^ i^ n^emgflend 
ifein <?ntn>urf, fonbem ein %i^t\i ber Aufarbeitung. 

Aber fettfam t# ed bodbf ba# ftV^ aud^ fogar in bem Arci^it^e 
nur ein mangel|>afte4 ffyem^)lar finbet. 

59. 

Relatione dl Roma delP ambasciatore Badoer K' relata in senato 

anno 15Ö9. 

3n %tm ttenQtawfi^Kn Ardfriwe fe^^lt biefe 9te(ation. 3n ber 
(Sammlung ber Samilie üuirinl finbet fte Siäcif aber au(^> nur frag* 
mentarifd>. 

€« ftnb adf)t 93Idtter, \)k ni(l;t0 aU tm ipaar ^lotijen in a5e< 
)ttg auf bie Sanbfd^aft entölten. 

aSaboer bemertt, \>a% ftc^j SJenebig feine An^ttfll^r in ber «Plarf 
babur^^ entfrembe, bafi ed i^er ju w'ele entweber bem ^ap^ aud* 
liefere ober auf beffen AnftKiKn umbringen laffe. 

5Wan Werfte »on ber Aufna^ime bed ^anbet« tJon Ancona gere^» 
bet, b©<* fÄr*tete ber ©efanbte ni*t^ baß ^ b«« ©enejianem €in* 
trag Hi^vxi merbe. 

Essendo State impofite allora {U\ feiner ^inreife) da Sisto 

22* 



840 IMfpaeci Fmdi 

y doi p«r eento sopra tuUe le mercABtie, !• quali a querell« 
d^AncoDitani furona poi le¥ate, non era gionta in 14 mesi al- 
eana naye in quel porto. 

2Bir Mtn, hai bte beiben ^ufia^m ©regor^ unb @t;rtud V, 
o^ot^i fte micber abgefdyafft würben, bo(6 burd) bte Unftd^er^eit bed 
®en)inne4, in bie ftd» bie ^auf(eute p(6$it(b «>erfe$t fa^en, ^ur ^b« 
nannte hti anconitanifd^en J£>anbeU Qetoaltiq bettru<^en. S)amaU 
matibte man bie meiflen ©efd^dfte in ^ametot unb ^l/^tl^wirt, bod^ 
fanben bie 3uben feine red)te Gelegenheit )u einem >taufd) in £iub 
oDer anbern 99aaren. ^it 3&0e n>aren nur §u 14000 @cubt uer« 
)>a(^tet, unb autb biefe famen niemals ein. 

S3aboer wxtnid^t Äbrigend, baf man bad fBeifpiel von (Spanien 
nad}at|me unb bie Sreunbe, hit man in ber ^arf ehva (^abe, befolbe. 
(Sr bricht ab, inbem er fidf^ anfc^icft biefe Sreunbe ^u nennen. 

60. 
Dispacci Veneti 1573 — 1590. 

SRtemanb foflte glauben, ba0 man Ui einem fo grofen fKeic^« 
tffvm an Monumenten bennod) fanget empfinben f &nnte. £>em« 
obnera(ibt^ n>dre bieg j^er beinabe ber SaQ gen>efen. 9Bir fetten, 
»>e((b tin Unfiem ikber bie tDene^ianifdben 9ie(ationen mattete: bie rb* 
mifdyen ^enffd^riften erldutem nur bie er^en ^^ittn biefed ^ontift« 
cate^ mit einiger ^u^fvi^rlic^feit: iäi wkrhc mt<9 fitr beffen le$te 
Sabre — eine ber n>id>ttg|}en (Spocben ^ bod) am (Snbe auf Sem^ 
petli rebucirt gefeben (^aben, mdren mir nid^t hit ^epefd^en ber De^ 
ne)ianifd)en d^efanbten ju ^iklfe gefommen. 

(5d}on in SSien ejrcex^irte id; bie gan^e IXeibe ber t>enejianti; 
fdben IDi^pacci t>on 1573 bi6 1590, bie in bem bortigen ^rd^io ^um 
SD(^ei( in autbentifd)en Kopien, $um Zf)tii in diubricarien , $um S3e« 
f^uf bed @taated gemad^t, auf bemai^xt werben. 

^ie erflen ju ftbermei^ern f)at in ber Zi^at eine gewiffe @ct^n)te« 
rigfeit: juweiUn fagt ein Monat^eft 100 ^(dtter: fte ftnb heim 
Itran^port t>om ^eerwaffer angegriffen worben: fte bred^en, fo n>ie 
man fte 6ffnet, unb ber ^tt^im füi)lt ftd) t>on tintm wiberli^en <6taube 
berul;rt. Seichter ftnb bie iRubricarien ju i^anhi^ahm: fte ftnb bur<^ 
€inbdnbe gefcb&^t; unb hit ^bf^r^ung er(etd}tert bte ^u^fonberung 
M 9fiefentlid)en t>on ben taufenb unbebeutenben Q^efd^dften, bie ^voei 
ttatienif^e @taaten mit einanber baben mod^ten^ unb hit feiner 
gefcbid)tltd^en dieprobuction n>tkrbig ftnb. 

9Bir ftnben nun l^ier bte S3erid)te t>on ^au( *liepo(o bt^ 1576, 
Antonio »tiepolo M 1578, S^^^nne (Sorrer hii 1581, £ttnarbo ^o^ 
nato m 1583, £oren;(o ^riuli hii 1586, Suanne (^titti hi^ 1589, 
Alberto a3aboer hU 1591. 

9leben biefen regelmdHigen S3otfd?aftem erfc^etnen bann unb 
wann^ and^ noi^ augerorbentlid^e*. Spanne ©oratio t>om October 
1581 hii Sebruar 1582, ber loegen ber @tretttgfeiten über ba^ ^ia* 
triar^^at ^on ^quiteia abgeorbnet worben; bie ©(ikcfiD&nfd^ung^ge* 
fanbtfd^aft t)om Satire 1585 an @i;rtu^ V, bie ani ^. ^nt. a3ar« 
boro, ®iacomo So^carini, SRartno ®rimam unb £unarbo ^onato 



1573--ld90. . 341 

f^ffanb, «nb ii)t^ gemdnfd^^ofttit^m ©greiften bur* bm Äecrctdr 
qjabarmo <ibf äffen Ire#; enblitft wegen ber ^)olitiWen ^emtcfelungen 
be« Sa^re« 1589 auf^ neue £unarbo ©onafo. ©ie JDepeftfeen be« 
legten ftnb bei Xütitem hU tvt^ttg^en: liter warb einmal ba^ ^er« 
^aitntf jiDifd^en ber9{e^Mif unb bem ^aj^ftmeltt^lflorifd^bebeutenb; 
fu ftnben ft(^ gl^^ttd^er 99e(fe au^ tn aKer i^rer ^u«f&^rli(4fett 
unter bem £itel: Reg^tro delle lettere dell^ iU"«> gignor Lunardo 
I>onato K' ambMctatore straordinario al sommo pontefice^ co- 
mincia a 13 ottobre 1589 e finisce a 19 decembre 1589. 

Unb aud^ t)itmii fennen ittr noc!^ ni^t ben gefammten gefanbt« 
iä^aftüd^w 'sBerfe^r. di gab nodf mt befonbere c|e(^elnie (Sorref)^on« 
benj ber ©efanbten mit bem fftatt^t ber ge^en, bte fiäf fe^^r jterli^ 
auf Pergament getrieben ftnbet; ber er^e a3anb unter bem Stitel: 
Libro primo da Roma; secreto del consigiio di X sotto il se- 
reniseimo D. Aluise Mocenigo inclito duca di Yenetia; unter 
entft>re<ftenben Jliteln bte folgenben S5dnbe. 

3d9 wiii redjt n>ot^(, toai fidi gegen bie ^enu$ung gefanbt^ 
f4^aftlt(^er (Bdbreiben einwenben Idgt. ^^ ifl n>a^r^ fte ftnb unter 
ben €mbrd<fen M 9(ugenblt(f^ abgefaßt : feiten gan» unparteüftb: 
l^duftg nur auf getofffe ^egenfldnbe gerichtet, unb fetnedweg^ im« 
mer ^erabe^in §tt abopttren. ^ber man nenne bte ©enfmdler, bie 
@4rtften, benen fo gan$ o^ne SSeltere^ ®icMUn bet^umeffen n>dre. 
^ttent^alben if bad ^brnd^en @a($ unentbel^rltdft. ^uf jeben ^oU 
ftnb bte ®efanbten gteitbseitig, cai lört unb &eik anmefenb, ^ur 
S3eobad)tung ver^flid^tet; unb fte mii^tm in ber Xi^at gan^ o$ne 
^tift fe^n, »enn it^re Söeridjte, in einigem Umfange gelefen, nidjt 
bad ®tfitffi ber Gegenwart, gUic^fam ber unmittelbaren SBa^rne^ 
mtmg mitt^et(en fottten. 

Unfere ^enejianer »oren nun fe^^r geÄbt, fe^jr gewanbt: idf 
fmbe biefe ©d^retben i^häffk unterric^tenb. 

®o^tn woOte e^ aber f&bren^ wenn id^ au^ biefer langen 9tet^f; 
loon ^dnben aud^ i)izv f&n^xiQt mtttt^eiCen wollte? 

^Jl^n wirb mir wo^l geflatten, ba^ i<lb metner 9tegel trett 
bleib« in btefem ^n^ange ^u^ftge an^ iDepefcben ^u t^ermetben. 
9lur eine Idngere Dlei^enfolge f6nnte einigermaßen einen S3egriff 
ipr^ 3nbalted geben. 

^Dagegen tciü id^ nadf^ §wei wt(i^ttge SRifftonen berühren/ bie in 
bie Seit ©fjrtu« V. faOen. 

61. 

Relasione all^ ill>Bo e rev"« cardinale Rusticncci seg"o di 
N. Sig^ papa Sisto V delle cose di Polonia intorno alla reli- 
giöne o delle azioni del cardinale Bologoetto in quattro anni 
ch^ egli ^ stato nuntio in quella proVincia, divisa in due parti: 
neUa prima si tratta de' danni cbe fanno le eresie in tutto qiiel, 
regno, del termtne in cbe Bi trova il misero stato ecclesiastico, 
6 de)le difßcolti^ e speranze die si possono avere intorno a 
rimedlt: ndlla seconda si narrano li modi tenntt dal cardinale 
Bolognetto persuperare quelle difficoltä^ et il profitto cbe fece, 



342 apmmoc^j 

et ü 8110 negoziare in tufto il tempo della sua nan^lnra: di 
Horatio Spannocchj, g^k segno del detto sigM card^« Bologoetto. 

S)tt @ecretdr Solognettod, @|>annocd&t/ ber mit if^m m ^oitn 
deiüejfen xoat, betm(te Ne IXui^e ^ned ^Srntfraufent^te^ au ^o^« 
logna^ um biefe SKeUtton aufammeniufhUen, bre nid^t atUin auifüffr* 
liäf, fonbern atxä^ re^t bele(^renb gerotf^ tff. 

<gr fd)t(bert juerft bte oudne^menbe Verbreitung beö ^roteffan» 
tt^mud in 9o(en: ^^iion lasciando pure uoa minima citti o ca- 
stello iibero.^^ dt feitet biefe ^rfd^einung; n^ie man benfen fann, 
l^attptfd4(id) M^ n>e(t(icl^en 9{tt<fftd^ten ab: er U^auptet, bft0 ber 
fCbel feine Untertj^onen mit ©elbfirafen belegt l^obe^ n>enn fte bie 
prote^antifdben Sitä^m nidftt befugten. 

Uebrigend tt>ar 0069 t^itt n>ie m übrigen (iurcpa einmal ein 
Suflanb ber Sfnbifferen} eingetreten. 9, La dmerenza d^esser eatto- 
lico o di altra setta ai piglia in burla o in riso, come ceaa di 
pochissima importanza. ^^ 

IDie ^Deittfd^en, n>eI4»e ftc^ felb0 in ben fleinfien jDrten onftebeD 
ten unb ftd) l^ier t>er1^eirot(ieten, Ratten großen ^ntt^eiC an ber S(n^ 
breitung ber ^roteßanttfd^en £e(ren, {ebodb nodb gefd^td^er fommen 
htm ^utor hit Italiener vor, meiere bie Meinung ouflibringen, in 
Italien ^Yoeifele man, unter bem ^ecfmantel hH S^attfoUciimu^, fo» 
gar an ber Unfterblicfef eit ber iSeele: man em>arte nur eine i&eltf 
gen^eit, um ftcft gon^ gegen ben ^<^f $u erfüren. 

(Er fd^itbert nun ben S^^^^nb^ in ben bie (iet^i<^eit unter bie» 
fen Umfidnben geratf^en fe^. 

InBniti de^ poFeri eccileaiastici si; trovano privi degli ali- 
menti, si percbe i padroni deile viUe, carettei per il piü, se non 
tutti, hanno occupato le possessioni ed altri beni delle cbieae 
o per ampliarne U proprio patrimonio o per gratificame mini- 
stri delle lor sette OYvero per aliename in varj modi a persone 
profane, si aneora perche negano di pagar le deeime, quantun- 
que siano loro doYute, oltre alle leggi Svine e canonicfae, aneo 
per constituzione particolare di quel regno. Onde i nnseri preti 
in molti luogbi non avendo con che sostentarsi lasciavano le 
ehiese in abbandono. La terza ^ rispetto alla giurisdizione ec- 
elesiastica, la quäle insieme con i priviiegj del ci«ro e andata 
mancando, che oggidl altro non si fa di differenza tra' beni 80t- 
toposti alle ehiese o monasterj e gli altri di persone profane, 

le citazioni e sentenze per niente. lo medesimo ho udito 

da principalissimi senatori che vogliono lasciarsi tagliare piü 
presto a pezzi che aceonsentire a legge alcuna per la quäle si 
debbano pagar le decime a quiUsivoglia cattoUco come cosa de- 
bita. Fu costituito ne' comizj giä sei anni «ono per pubblico 
decreto che nessuno potesse esaer gravato a pagar le medesime 
decime da qualsivoglia tribunale ne eocleeiastioo ne seeolare. 
Tutta?ia perche ne^ prossimi oomizj per Tarj impedimenti non 
si fece detta composizione, negano aemj^e di pagare, n^ vo« 
gliono i capitani de"* luoghi e^seguire alouna sentenza sopra dette 
deeime. • 

(Sr fjfnbet ed nun fär einen Sluntnid fei^r fd^ieer ct»ai axO^u* 



Mekakku äi Polioma 1586. 343 

rtdl^teti. ^< n>erbe nxmAiXii^ fc^n bk 3tK|utütion etn|uf6^en, ober 
aii4» nur ^m^t €(^e§ef^e i fd^tt btr 9lame be« ^'apM f<9 ^«* 
^aSt; bie (^eifia^filt ^atte {t4l f&r t><n>fIiAtet, ba« 3ntereffe be« 
£anbf^ gegen 9(om uM^rsune^itieii; ttitr auf ben ^'img laffe ft4 
§d^(en. 

£)er ^alatin 9l«b^t»ifl Dott 8Bt(nft (Kitte bem Stimmt einen t>on 
einem gioingltitner Dorfa^en SCufruf gegen, bie ZMm mitget(^eilt. 
€r t^^t ber 9lation barin onpfotKeor Dor allem erft (t<f) ju beffem unb 
bie S&tiber ab^uf^affen, bere» ^re^mng er oX^ (36^bten0 betrocbtete. 
S>er £5nig xDofite bie 9Ube fo ntAt i^fftren laffen. (Sr fc^rteb ei« 
gen^dnbig folgenbe Sorte an ben 9ianb. 9,Pr»estat hoe omittere 
quam fuso miputare et oraiionem monitoriam religioDifl anti- 
quifnimae sagillatioiie iofamem reddere« O utioam faciant no- 
vae sectae nos tarn diuturna pace florentes ft^ue fecit sancta re* 
ligio catholiea yero» aecutores suos.^^ ^int ^Itotng, auf xotU^t 
tmfer S3ert4terßatter grofe J^fpnungm hoxit 

(£r gebt ntsn ^u einer &&rterung ber Untemel()mungen S3ob>« 
gnetto^ &ber, hk er auf fteben ^auptflucfe mri^cfbrtngt: 

1. ^rfefiimg ber pApflUd^en IKutoritot; 

2. Verfolgung ber ^e$er; 

3. 9ieform ber @eiWid>en ( modi per moderare la licentiosa 
Tita di sacerdoti seandaloai)^ 

4. ^erßeflung M ^ottedbienfle^; 

5. Bereinigung bed ©erud; ^ 

6. Bertbeibigung ber ^täiit beffetben; 

7. 9i&cfft(bten auf \)(ki (brif!li(b^ ®emeinn>efen uber(»aupt. 
3Ä ^abe bie SSirffomfeit a3olognettod nad^ brefen Angaben fdbon 

im aragemeinm gef<bilbert. »eifpiel« balber folge ?^ier genauer feine 
(gtmwrfung «nf bie englif^e Unterbanbtung. 

La reina d^Inghilterra domandava al ra di Polonia un' m- 
dulto per i suoi mercanti Inglesi di poter portar le loro mer- 
canxie e 'vendere per tutto ü rcgno liberamente, dove ora non 
possono venderle se non i mercanti del regno in Danzica^ do- 
mandando insieme che fos3e loro coneesso aprire un fondaco 

Subblico in Torogno, ch'Ä il piü celebre porto della Prussia 
opo quello di Danzica, e di lä poi portar le loro mercanzie 
eglino stessi a tutte le fiere che si fanno per la Polonia, do?e 
non possono portare ordinariamente se non mercanti del paese, 
che per il piü sono o Tedeschi o Pruteni o Italiani. Doman- 
dara dunque con quest' occasione quella pretesa reina che nel 
decreto di tal concessione si esprimesse, che a questi suoi mer- 
canti noB potesse mai esser fatta molestia per conto di religione, 
ma che potessero esercitarla liberamente a modo loro ovunque 
and^ss^o per il regno. Piaceva questo partito universalmente 
a ttitta la oobUtii Polacca: $olo i Danxicani ostavano gagliarda- 
mente, mostrando che da questo indiiho saria seguito rultimo 
danno al porto loro, tanto celebre e tanto famoso per tutto il 
mondo, e ehe la speranza del minor prezzo era fallace massi- 
mamepte perche i mercanti forastieri quando fossero stati m 
posaeaso di poter vendere ad arbitrio loro e poter servar la mer- 



344 Mfpmimoechj JRflaHone. 

canaa loro Inogo icmpo nelle matii, PaTrebbon Tendota molto 
ptii cara di queUo che la rendoDO oggi i mereaBti del paese. 
Tuttavia il contraccambio che offeriva la regioa a mercanti di 
Polonia, di poter fare lo ttesso loro in InghUterray pareva che 
giä hayesse persuaso il re a concedere tutto quello che domaa- 
davano. II che non prima Tenne agli orecchj del Bolegnetto, 
che and6 a troTare S. M^, e eon effica^iBsime ragioni le mo- 
8tr6 quanto esorbitante cosa sarebbe stata che aresse concesso 
per publice decreto una tanto obbrolwiosa setta^ e come non 
aenza nascosto inganno e aperanza dHmportantisaime conseguenze 
quella acellerata donna voleva che si dichiarasse cosi per de- 
creto potersi eserdtar la eetta Anglicana in quel regno, dove 
tutto 11 mondo pur troppo sa che ai permetta il credere in ma- 
teria di rellgione quel che place a du si sia: con questa ed al- 
tre efficacissime ragioni 11 re Stefano rimase taknenle persoaso 
che promesse non voier mal far menzione alcnna di rellgione 
in qualunque accordo aresae fatto con quella regina o suoi mer- 
canti. 

SJlon fufit, bafi btefe DIelation auä^ nin ^olittfdf^e 9loii^ tnU 

3um @(^lu{l g(]^ ber ^utor no<j(r (tgentii^er banti^ etn. 

dr ftnbet $olen t)on manm^faXti^m^adionm Qft^lt: ~ <Snt« 
}n>etiinaen einmal ^miä^tn • ben Derfcf^tebenen ^^ODtn^nt imb fobomt 
m benfelben ^iDtf^en (S^eißltc^en unb SBettltcf^en: poisä^tn hm ^eno^ 
toren unb hm £anbboten: 3n)if<^m bcm alten t^oi^m W>ü unb bem 
geringem. 

Ueberau^ mää^iiq erfd^etni ber ® rofPan^ler S^moi^f^; t)jDn bem 
alle Anleitungen abf^mgen; befonberi feitbem^ein ^icefon^ler unb ^n 
@ecret4r be^ ^&nigd ganj in feinem Snterefje waren (da che 4 
stato fatto il Baranosky Ticecancelliere et il Toliaky segretario 
del re, persone poco fa inoognite.) 

Ueber^aupt t)attm bie An^eflungen ®ttpi^n §&aii)orj^ ftinti* 
n)eg^ htn allgemeinen iBeifall. @(^on rt4>tete fidb bie Aufmcrffam« 
feit auf feinen 9la(t^plger @igilmnnb, ^^amatisaimo di tuttiiPo- 
lacchi.^^ 

62. 

Discorso del molto illustre e rev">o mens' Minuccio Minucci so- 
pra il modo di restituire la rellgione cattolica in Alema- 
gna. 1588. 

€tne fei^r mi<6ttge &d9tift, beren id9 mid^ befonber^ n, p. 136 
fg. au4f&t^lid} bebient t^aht. 

Minucci biente lange unter Tregor in IDeutfAlanb; bei ^Sflaffti 
erf<beint er oft genug; f^itt fud^t er bie £age ber jbinge anieindmber 
an feien, n>ie er fagt, hamit man t>on 9tom au^ bem Patienten ge» 
fiiirlidit ^ebt^in t>em)eigem lerne. 

€r beflagt t)on t>orn (verein, ba{l man fi^ fatf^oliffter @eitt fo 
wenig ^{it)t gebe hit ^roteflantifd^en iMm )u gewinnen; ^ier< 
auf erSrtert er — imn feine S^ifffon wor in bie Seilen hH M^of« 



Discorso di Mmuccio Minucci 1588. 345 

ttn unb nodf^ unentfc^iebenen Xampfti gefatten — bie 9(ngrtffe ber 
^rotefianten auf ben i^at^olict^mud: ho ^ensato di raccontare le 
praticbe che muoTono gli eretici ogni di per far seccare o svel- 
lere tutta la radice del cattolicismo; enbli(^ hitSSlittü, mt i^nm 
babet i^u U^eo^nm itt), 

(ir jetgt ftc^ ber betttfü^eti ^inge vmQm6i)nU6^ funbtg; boc^ fann 
er no(^ immer etne gewifte ^enounberung nt(bt unterbrttcfen^ n>enn 
er ben gufianb, n>ie er nun einmal i^, mit ber 9{ube unb ®efe$^ 
lt4)felt t>on Stalten Dber von &panim ^tvQitidit ^ud) n>tr f^abm 
ber unrut^i^en S3e»egunaen (Saftmir4 von ber ^fa(^ gebac^t. ^an 
|^6re lüie fte .einen ^ud(£iber in (Srfiattnen festen. 

II Casimiro dopo aver sprezzata Pautoritik delP imperatore 
in miile cose, ma principaJmente in abbrudare le munitioni presso 
Spira^ che si conducevano in Fiandra con salvocondotto impe- 
riale , dopo aver offeso il re di 8pagna non solo con quelP attOy 
ma an CO con tanti ajuti dati a ribelU suoi di Fiandra e con Tha- 
T«r coDcesso spatio alU medesimi ribeUi Fiamenghi per edificare 
una citti (Franchendal) nelli statt suoL con rbaver portati tante 
ruiDO in Francia^ tante deaolationi in Lorena hoc in propria per« 
aonay hora raandaodo genti sue, con Thaver fatto affronto no* 
tabiie alP arciduca Ferdinando impedendo U card^ suo figUuolo 
con minaeeie e con viva forza nel camino di Colonia con Pi- 
steHso diehiarato nemico alla casa di BaTiera, e passato in pro* 
pria persona contra Telettore di Colonia, pur se ne sta sicuro 
in un stato aperto nel n^ezzo di ijuelli c^banno rioe?ute da lui 
taute ingiurie^ ne ha. fortezze o militia che li dia confidenza 
DÖ amid o parenti che siano per soccorrerlo e difenderlo, ma 
gode frutto della troppa pazienza de^ cattolici, che li poU'iano 
d^improviso et a mano sal?a portare altre tante ruine quante egli 
ba tante volte causate nelli stati d'altri, purche si xisol?e&8ero 
et haTessero cuor di farlo. 



3M 



3weite (?|)oc&e ber fitijliijtn 9lej?a«ration. 



63. 

(Sonclat>en. 



3db fftr^^te nt'At barft^er m tinfptnäf 9€ttomtn€tt ^tt tvarbctt, 
baf idf nidfi jthH fliegenbe 93(att/ ieben mtnber Mtutmbtn ^vf* 
fa$^ bnr mir tm £aufe ber moncberlei ^e^er ^<(5H9en <S(ttbien 
^anbfd^rtftlict^ ))orgefommen, an btefer ^efle regtflrtre: c^er tn&^e 
i4 ((ifton ju t>te( Qtt^an l^aben. @(ar mandKr Jcfer btr mir nodb 
feine ^ufmerffamfett fcl^enft/ n^trb o|^n<^in j^er eine finrmCofe on^ 
verf^iebenen ^prad^en gemcfd^te Arbeit ^tf bebttgen empftnbeff ; imb 
boÄ n>fhrbe e4 ntcbt ratbfom fe^n, hit wtfvaMtä^ SRtttbetfiuigen 
bcutfcb }tt aeben: fte n>i^rben babnrdb an tbrer ^rau^^barfeit imb 
8(utbenttdtdt verlieren. Qhtn barum aber borf t<jb bo<ib au^ meine 
CEo0ectaneen ni^f obne Weitere^ in biefe Sammlung erliefen. 

%^on ben ^oncfaoen }. 39., t>on benen eine grofe SCn^abt «i^anb« 
f^riften ejrißirt, wiU i^ bo<b nur^fummarifd^ Reibung tbun. 

!Ra(^ jeber ^ap^abl^ wmebmtitb ^on ber ^nteiten i^Ifle be4 
fedb&ebnten ^abrbunbertd bi$ in ben Anfang be^ dd^Qebnten erfAien 
ein S3eri(bt über biefelbe; ymat nidbt'anber^ aU bdnbfcbriftltcb, 
aber hodf auf eine SBeife, ba0 er ftd) xctii t>erbreitete unb fogar oft 
®egenfd)riften b^n^orrief. S)ann unb wann ftnb fte t>on (larbtnd« 
len Derfaft; in ber iXe^el aber t>on ibren (Secretdren, bit unter bem 
Stitel i>on (Sonc(at>iflen m ben (Eonctat>en blieben, unb ftd^ im !3ntereffe 
tbrer ^errn befonberd angelegen fe^n liefen ben @^ang ber 3ntrtauen 
}tt beobad)ten, n>a4 fftr biefe felbf^, fcbon ber J^altung tDegen bie ipnen 
tbre SB^rbe auflegte^ nicbt fo leidet gen^efen n>dre. ^ntünim baben aber 
aud^ Rubere bie Seber ergriffen. ,,Con quella maggior diUgenza 
che ho potuto^^, fagt ber ^utor be$ @onc(at>e< ®regor^ XIII, „ho 
raccolto cosi dalli signori conclavisti come da cardinali che 
8ono stati partecipi dei negotio, tutto Pordine e la reritk di 
onesto conclave." ffiir fefen, er felbff war ni<bt babet. Söatb 
ftnb ti ^a^thdäitt , bie n>ir in hit ^dnbe befornmen, balb Briefe, 
Mb audf aufgearbeitete (Srjdblungen. 3ebe4 ift ein felbfldnbtge^ 
SBerf(ben: hit allgemein befannten ^ormalitdten werben bod^ no(b 
bann unb wann wieber^olt. 3br SBertb tfl> wit ft4 t)erflebt, febr 
oerfcbieben. ^moeilm ^erflieft atlei in ^n unattffa§bare4 IDetail^ — 
juweilen/ {ebo<ib fetten, ergebt man ft(b bt< )tt einer wirRidben €r< 






Sonclat^fit. 847 

fettnfmf ber Uierrfdfmbtn Momente; ~ {ebod^^ im (Shrtmbe aUtnU 
falben n)trb man mtterrtc^tet, wenn man nur ^txtff b^l^t nnb 
ntdi^ erm&bet. 

^ie mit (Sd^riften biefer ^rt e^tiltren^ fonn man unter an* 
bom att4 bcm ^arfanbfdben Katalog ber ^arifer 93tbUott^ef (eben. 
9(u4 nacb S)eutfcb(anb baben fte ben ^eg gefunben. £>er asfie, 
35fle unb met)rere anbre S3dnbe unferer Snfonnationen entl^alten 
Gopten in reicber ^^tte. 3n 3ob. ®ottfr, ^ei^Ier Programm de 
bibliotbeca Milicfaiana IV, (Bhrlit^ 1767^ merben bie (Sonclaoen 
t>er)et€bnet bie ftc^ in htm 32f}en, 33ftm unb 34f}en @o2)e;r ber bor» 
ti^en (Sammlung beftnben. ^ai aüifht^rUdiftt ^er$ei(bni# ha€ icb 
fenne, ifl in 9lot>ae^ Introduzione alle yite de^ sommi pontefici, 
1822, 1, p. 272, anzutreffen, dr Uttt Sutritt gu ber «BibliotM ber 
äefutten, in ber eine )iemli4) ^otLfi&nbi^t Sammlung biefer ^rbei« 
ten loorrdt^ig xoar, 

(S^ iitQt in ber dlatur ber @adit, baf fte loentgfien^ jum 
^f^etl fe(^r ba(b aud) auf eine anbere ^eife in^ publicum gelang» 
ten. 2^niätfi mürben fte in bie pdptHtd^en ipifiorien aufgenommen. 
^a^ ^ontloiot ^a^fl ^u^ bed V. iii, menn nidyt feinem ooHildn» 
btgen Sn^Kilte nadf, boc^ in feinem ^(nfang trob feinem ^be in 
bte ©efcbtd^ bti ^anwmu^ i^bergeganaen. ^tcarefia (mt bte 
^onclaoen ^regord Xlll. unb @i;rtu^ V. grofent^eiU ^berfe^t; 
bai te^te mit aüt ben ^lebenbetrad^tuagen hit in htm Stolienlfd^en 
üorfommen. S)ie @tefle weld)e @d)r&c!( 91. ^ird^engefd). 111, 288 
a(^ att4 ^icarefla anf^brt, ifl n)6rt(id} au^ bem ^otidaüe. ^u4 
^btumu4 batbtefen 9lad^rtdKen ein« ^teQe eingeräumt; i^oäf, wit 
ft(Jb avii ndt^erer ^ergteid^ung ba(b ergibt, au4 (iicartUa, nid^t aai 
htm Crtgtttal <lib. 82, p« 27). 3n ben Iteforo poütico t^ btefl 
^ondoüe ntd^t minber aufgenommen, aber fe^r unooflfdnbig unb in 
tiatm fl[^d)tig gemad}ten €;r(erpte. SJBie mit biefem, ifl e^ benn 
audb mit aithtm gegangen. 

^ßmd^ltg ober unb ^ar ^unddbfl im fith^t^nitn Sfft^t^unbert 
baditt man baran, <mö9 (Sammlungen biefer €onc(at>en ani^ulegen. 
S>ie erße gebrucite (Sammlung f&brt ben XittU ,,Coaelavi de^ pon- 
tefici Romani quali si sono potuio trorare fin a questo giorno^^ 
1667. ©ie fdngt an mit ^(emett^ V^ but aber eine iüdt M auf 
llrban VU, tim neue 2hdt hii auf 9lico(au4 V; )$on i^itr erfl gebt fite 
rege{md§ig M auf ^Uj^anbtr VII. ^an fafte bti ber ^i^lieation 
»enigüend oflenft'bel ben ^efitbt^unft, ba^ ftd;f an biefem ^eH^teC 
^ge, i«te wenig menfcbli^e ^tiit^tit gegen bie Leitung bti J^tm? 
meid k^erm^ge. ^^Si tocca con mano che le negollaiioni piü se^ 
erete, disaimulate et accorte — — per opra arcatia del cielo 
svaniti sortiscono fini tanto diff&rmi.^^ ^d^ rear ba4*ni€^t ber 
^eftdK^punft ber übrigen 3BeIt, bie ftd) t>telme^ bti curtofen imb $u* 
iDetlen an#if igen ^ateriatö eifrig bemdd)ttgte. <S4 erfdbten eine fran» 
^Üid^t %nic^abt in S^on, unb ba biefe ba(b Dergrifen n>ar, ein 
nadb bem Original reoibirttr ^bbxnd in ^ollanb, be^etdliftet Co- 
logne 1694, nid}t etwa mit 9loYKie$ angibt, 1594. @ie ifl mit 
ferneren 3ufä$en beret(bert oftmals Yoieberbolt tk>orben. 

.^uf biefe SBeife traben bie (Sondatoen mant^erlei ®erdnberun^ 



348 y^» • successi 

§m htfUmbtn. ^Ekmkt^t man hit frattf6ftfdi^e ^atimitini^ not 
b€n Öri^üaUn, fo t^ ed im ^ati^en baffeü>e. 3m din^ünen fibp 
man auf betrd(bt(t(f>e ^erdnberungen. So viel ic^ ftnb«, ^mmen 
ftc 6fter t>oti ^tf oerflAnbat^ old ooit b&fem SBtflen ber. 

SXber audb anbere ^ammlun^en, hit nid^t gebrucft toorbeti^ gibt 
ed. 3n meinen ^dnben beftnbet ftcb eine fo((be, bie sugteid) bie£töen 
cüxifhüi, loelcbe bie gebrudte gelaffen f^t, tmb ber menigtend eine 
tiic^t mtnbere ^ut^enticitdt ^ufommi ali ben anbern. Sör betatD 
Urte S3enu|und loirb freiließ alle SDUi eine (Stnft<i^t ber Originale ^u 
ivönfc^en fe^n. 

64. 
Yita e Buccessi del card^ di Santasererina. 

Sine ^utobiogro^^e btefed xoi^ÜQm darhinMf beffen oftmals 
i)at Qtbad)i »erben mitten. 

©ie tjl etma^ weitfdno^ftg^ t>erüert ftcb oft in ^etnltdbfetten; 
bie Urt^eiie nber ^erfonen unb ^lotijen, bte bann gefdllt iDerben, 
l^^ngen gaa^ t>on ber ^erf&nltd^f eit M ^anned ob: allein ti wtt* 
ben fe^ eigentf^licbe d^orafterif^if^e 9loti^ mitget^etCt. 

(£d tii nur Äbrig, einige von biefen, auf bte Yoir und ^uiDetlett 
be^tet^en^ and^ ^itt n>5rtlid» »ieber^ugeben. 

I. ^rotefianfen in Sfleapel. 

Creseendo tuttavia la setta de^ Lutherani nel regno di Na- 
poli, mi armai contro di queila spina del zelo delia religione 
cattolica: « con ogni mio potere e con Pautoriti del officio, 
eojOi le predicbe publicbe, scriUe da me in un libro detto Qua- 
dragesimale, e con le dispute publiche e prirate in ogni occa- 
sione e con Poratione cercai d^abbattere et esterminare peste 
fli nudele da i nostri pa^esi: onde patai acerbissima pcarsecntione 
dagPereticiy che per tutte le strade cercavano d'offendermi e 
d'ammazzanni, come ne ho fatto un libretto, dtsttntamente in- 
titolato: Persecutione eccitata contro di me Giulio Antonio 
Santorio servo di Gesü Christo per la yeritii della cattolica 
fede. Era nel nostro giardino in un cantone una cappeUetta 
con Pimmagine di Maria s">* con 11 hambioo in hraccio, et ivi 
avanti era nata una pianta'd^olivo, che assai presto con mara- 
viglia d^ogn^uno crebbe in arhore grandey essende in hiogo chiuso 
et ombreggiato da alberi: mi riiiravo ivi a far oratiooe con 
disciplinarmi <^ni volta che dorevo predicare e disputare. con* 
tro Lutherani, e mi sentivo mirabilmente infiammare ed avra- 
lorare senza tema di male alcono e dl pericolo, ancorehe di 
sicuro mi fosse minacciato da quelli inimici della croee, e sen- 
tiTO in me tanta gioja et allegreziea che bramavo d^essere uc* 
ciso per la fede cattolica. — — Intanto redendo crescere con- 
tro di me maggiormente la rabbia di quelli eretici quaii io 
avevo processati, fui costretto nel 1663 al fine di Agosto o 
pnnoipio di Settembre pasaarmene in Napoli all! aervitü d^Ai- 



de! Card, di Smaiouterina. 819 

foBSO Caraffa eardl« del tiUlo 4i S. Giovaimi e Paido atcir 
yescoTO di Napoli, OTe servü p«r laogoleneDte sotto Luigi Cin- 
pagna di Rossano vescoTO di MontepeUsO) cb« esercitava U 
Ticariato io Napolt: e poiche egli parti per evitare 11 tumolto 
popolare concitato contro di Doi per Pabrugiameoto di Gio. 
Bernardo Gargano e di Gio. Francesco d'Alojs detto il Ca* 
serta, seguito alla qnatüro di Marzo di sabbaio circa le 20 bore, 
rimasi sojo nel governo dt detta chiesa: ove doppo molti peri- 
coli scorsi e doppo molte miDacce, sassi et arcbibugiate ti- 
rate, mi si ordisce una coogiura inolto crudele et arrabbiala da 
Hortensio daBatticcbio con fraFlano (I) di Terra d^Otranto, be- 
retico sacramentario e relapso cho io insieme col card' di Na- 
poli e moDs' Campagna Pba^eva (ssi?) richiesto, di distillare 
un Teleno di tanta forza cbe poteva infettwre Paria per estin- 
gu^re papa Pio IV come nemico de^ Carafeachi: e non dubi-^ 
tava Pheretico di far iotendere tutto cio al pootefice per. mezzo 
del signor Pompeo Coloima* 

n. ©rcgor XHI. unb ®i>tug V. 

Appena egli credeva di morire hob ostante la longa e(^ 
essendo sempro vissoto coa molta moderatione e caminato per 
tutti i gradt della corte. Dopoche lascid la leltura di Bologna^ 
renne in Roma, fu fatto coUateralo di Caropidoglio, esercit^ 
Pufficio di luogotenente di mons'« aaditore della camera, fu fatto 
referendario, e la prima Tolta cbe propose in segnatura, renne 
meno: onde tutto pleno di rergogna o di confusrione rolera ab- 
bandonare la corte, ma fu ritenuto dal card^ Crescentio a non 
parlire. Da Giulio III nelP audilorato di rota li fu anteposto 
Palleotto: onde di nuoro confuso di doppio scomo deterniind 
parürsi di Roma, ma dalP istesso card^ Crescentio fu rincorato 
e trattenuto. Fu da Paolo IV fatto rescoro di Vieste, fu fatto 
consultore del sani^ officio, fu al coneilio di.Trento e da Pio 
IV fu fatto Card'« e mandato in Spagaa per la causa Toletana: 
e dopo la morte della santa memoria di Pio V con ammirabil 
consenao fu assunto al pontificato. II quäle risse con molta 
cmtkj liberalita e raodestia, e saria stato ammirabile e senza 
pari, se in lui fossero concorsi ralore e grandezza d^animo 
senza PafTetto del figlio, cbe oscurd in gran parte tutte le at- 
tioni dignisaime di cariti che egli usö rerso li stranieri e rerso 
tutte le nationi che reramente padre di tutti. Dalli signori 
cardinali nepoti S. Sisto e Guastariilano fu fatto subito inten- 
dere la sua morte al sacro collegio, e doppo celebrace Peso* 
quie e tutte quelle funtioni che porta seco la sede racante, 
s^entrd in conclare: ore fu eletto papa il sig' card^® Montalto, 
giik nostro coUega e nella causa Toletana e nelP assuntione al 
cardinalato, per opera speciale del sig' card^ Alessandrino e 
sig' card^ Rusticucci, cbe tirarono in farore di lui il sig' card^ 
d^Este e sig' card^ de Medici, con non poco disgusto del sig' 
card^ Famese, essendoli mancato^ di porola il sig^ card^ San 
SistOy aul quäle egli havera fatto molto . fondamento per ostare 



SSO ^^o e 9uece§H 

äÜi BCKK emoK e nenrfei, essendori adoprato eontro df lui ra- 
loroflamente il «f g^ card^ Riario, ma con pentimeBto poi grande, 
Bon baveodo trovato qttella gratitadine ehe egii si hayeva pre- 
suppotta; aieome anco iniervenDe al sig* card'*Ales8andriao, che 
totto festante ei credera di maeeggiare II pontilkato a modo 
auo: eseendendo in San Pietro le pregai cbe doTesae far of- 
ficio con S. B"« in favore di mons' Carlo Broglia, rettore del 
coltegio Greco, per nn benefieio cbe egli dimandava: mi ri- 
spose tntto gratioso : „ Non dlamo fastidio a qneato porero Tec- 
ehto, perche noi saremo infalltbilnieiite 11 padroni^^: al quäle 
sorridendo io alPbera risposi segretameivte älPorrediie: ^^Fac- 
cia dio che subito cbe sarik passata queata sera, ella non se ne 
penta^^: come appunio in effetto fn, poiebe non sfette mai di 
euere allegro in tutto qnel pontificato, sentendo sempre ramma- 
jicbi, anguatie, traTagii, affanni, pene et ango«cif. E* ben 
Tero cbe esso aiedesimo se Pandara neile naggior parte pro- 
curando o per trascuraggine, inayerteiiza o aHro o pure per la 
troppa superbia con esprobare sempre esao assiduamente 11 be- 
nefidi, servitii et honorevolezze che havera fatii a S. B**. 
Nelli primi ragionamenti cbe io potei bayere con 8. S^ fu il 
rallegranni delP assuntione sua al pontiOcato, con ^rli che era 
atata rolontib di dio^ poiebe in quel tenipo e ponlo ehe fu as- 
sunto erano finite le 40 bore: quiti ella si dolse delia mali- 
gniti de tempi eon molta bumilt4 e pianse: ressorfal che co- 
rainciasse II pontifieato eon un giabileo generale, che teneese 
parimente cura del sant' officio e delle cose sne, sapendo- bene 
ehe da quelle haveTa baruto origine la sua grandezza. 

III. @a4)e t)on Serraro. 

Venufo il duca di Ferrara in Roma per rinvestitura, della 

Snale pretendeva cbe li fosse data buona Intentlone, Ti furono 
i moHl garbugli: et arendomi io opposto gagUardamente nelii 
{»nblici e privat! ragionamenti et in concistoro, ml pemi affatto 
a gratia del papa con procurarmi il sdegno del card^ Sfon- 
drato, qnale andava parlando per Roma cbe io sentivo mala- 
miente deir autoritii del papa: come anco baveva imputato il car- 
dinale dt Camerino, che si mostrara mOlto ardente in serritio 
della sede apostolica. Sentendomi pungere in cosa tanto lon- 
tana dalla mente mia, io ehe ero andato incontrando tutti li 
pericoli per la difensione delPautorlt^ del papa e della sede 
apostolica, non potei fare dl non alterarmene gravemente: e 
come si conreniva: feei ona apologla pro Cardinale Saneta 
ScTerina contra cardinalem Sfbtidratum, ove si tratta qoal sia 
la cariea e qoal sia Pofficio di cardinale: benche 11 papai, che 
ai era mostrato in concistoro mpolto tnrbato e cellerico In ca- 
mera, poi nel palazzo di S. Mareo mi domandd perdoito con 
lagrime e con humilt^ e con havermi anco ringratiato, penten- 
dosl del decreto che egli haveva fatto in pregiudicio delia bolla 
di Pio y de non alienandis fendis. Partendosi il duca da Ro- 
ma senza haver fatto effetto aicuno, da qnel tempo In poi mi 



di Card, di Smt^oBevmrina, 381 

n Vk9&tt6 Mmpr» nearieo, diemdo efce io ero «tala eftgioB« pre- 
cipiia cke egli non haTesM otlmiato Pinrettitwrm di Ferrara pro 
persona nomiDanday o ehe ie oenie antioo «oo amieo dovera 
parkure piÄ mhaaMBte, teoia intrapreailere l'nipteM cob tanta 
aröeoEa, ooeie che io foasi piü oM^ato agli huondoi che a dio 
ei alia santa diicsa. 

IV. (EondQ»m naSf htm Zobe Snnocen^ tX. 

Entrato Panno 1592 si eotr6 in coBoIave, eaaeiidoti raddop« 
piata contro di me la malignttii de miel nemtci, mostrandoai 
ii card^ Sfondrato ardcntiBsimo contro la persona nia, non so- 
lamente per tema delle cose soe, ma anco pia irato delle pa- 
role del card^* Acqoaviva, che timoroto et iovidioso p^ l^ar- 
errescoTo d'Qtranto suo pwente et altri signori regnicoli amici 
miei, movera* ogni pietra ooatro di me: e s^erano uniti inaieaM 
li ca^d<^ Aragoaa, Colonna, AHemps e Sforaa, capitall nemici 
tra esai, ma contro di'nie concordiMinii: Aragona per la con- 
tinua oteetraiuHi et oaeeipiio che io havevo usati^ na pigliava 
pretesii dell* abbadia che havevo tolta alP abbaie Simone Sei« 
iarolo^ Colonna per H moHi seryltii che gli harevo fatll in ogni 
tempo^ ma si raccordava del Talmud impedito da me contro li 
Ginilei, repetendo la morte dt Don Pompeo de Jfonti^ con tao» 
da anco di sna sorella; Altemps per li favori che gli haveno 
fatti appreseo papa Sisto e mens' Pellicano tenatore per conto 
del figlio rattere della Ghilietta, ende ne veane noel galant^ 
huomo in disgratia di Sisto, ma cosi volera ßi^lleotto Belard<> tuo 
padrone; Sforza per baverlo fa?orito nel caso del Massaino, 
quando papa Sisto fulminava contro «di lui, baveodomi ringra- 
tiato con baciarmi la mano in presenza del buon card'* Farnese 
Tccchio, a cui ancora si era miosfrato ingrato liavendo aTUta da 
quei bnon sig' Pabbadia di S. Lorenzo extra moenia, ma egli 
diceva che non poteya .mancare alli amici suoi, ma in effetto 
egli temeva sapendo bene ia sua cosdenza. PalleoUo m^usö 

Zueir iagratüadioe cbe ogn** nn sa. Venne la nette delli 20 di 
tennaro r qeiri ti vappresentd una tragedia de' fatti ndei, men- 
tre Madmcei^ gii mio caro amieo e coUega nel sant' officio con« 
senti taeitamente cogli emolt. miei in danno mio*), onrando per 
questa via di coasegnire ii pontificato , ma egli senti di quelli 
bocconi amari che non petendo poscia digerire se ne mori mi* 
seramente. Lascio da parte gü andamenti fraudolenti del card' Ge- 
snaldo, che come Napoletano non poteya patire cbe io gli fossi 
anteposto, et aoche mosao da invidia contro i snoi patriotti: 
poicbe qaesto e gli altri sig'i card^' I^apoletani Aragona et 
Acqaayiva ha^evano questo senso di non voler nessun compagno 
de' patriotti nel cardinalato. L'atto poi che fece il card^« Co- 
lonna, fu il piü brutto cbe s'havesse seotito giimai, et impro- 
bato etiam da suoi piü^ cari, e malissimo inteso nclla corte di 

*) 9ud> ber i»(n()ton{fd)e @efanbte Sftoro bcmerft, bof @. ^et^nina nid)t 
gfwAllt »Vfdtm, „per mancamento di Gesaaldo decano e MadmccL ** 



rum CkmmUM VIIl. 

SptgiM. Caasno folea infana baMimii in tont» rivenaza die 
iraUo plä, e-^oviuiqiie iB'iiiooBtim?ay aii Tolera baciar lamano: 
■la all' hora teoidato d'ogni amkitia oMbediva al too doca di 
Ferrara; Botmaeo, ajutato da me nella mia promotione per la 
memoria di quel santo cardtoale di S. Praetede et baTendo fatta 
professione di sempre niio caro amico, inyisebiato dall' Interesse 
d^alcune abbadie che bayeya rassegnato Altemps, furiaFa a guisa 
di forsennalo qudlo che non professava altro cbe puriti, de- 
TOtione, spiritualiia e ooedeiiza. Alessaodriao, autore di tutte 
le trame, oon mane^ di fare il suo solito in persegaitare i suoi 
pii^ eari aniei e Creatore con bayenele tnlte alienate^ e massime 
doppo rassontione di Sisto senti in conclave quel cbe non rolse 
per becea del sig' card^ di Sens cbe esdamava pubiiCamente 
contro di lui. 11 fervore alF incontro de' miei amici e famtori 
non fa mediocre, essendosi mostrato ardeate piü d^ogni altro ii 
sig' card^ Giostiniano: quel suo spirito vivace e coraggioso fu 
in quella notte et in quel giomo in gravi affanni^ esacndoaü anh 
cbe stata saccheggiata la ceUa. Ma la notte appresto mi fu do* 
lorosissima sopra ogn' altra cosa ftinesta: onde per 11 grave af- 
faono delP animo e delP intima angoscia sndai sangne, cosa in- 
credibtle a credere: e ricorrendo con molta bumilti e devotione 
al sigM, mi sentii afiatto liberato da ogni passione di animo da 
ogni senso delle cese mondäne, venendo in me stesso e cansi- 
derandole qaanto sono fragili? quanto cadocbe e quanto mise- 
rabiii, e che solo in dio e nella eontemplatioBe di lui sono le 
yere fellcitÄ e veri contenti e gaudii. 

65. 

Vita et Gesta Clementis YIII. Informatt. Politt. XXIX. 

Uripr^nglid) )ur Sottfetfung be^ ©aconmi h^ivmA, n>o iä^ etf 
ober nt(bt ftnbe. 

Ctne (tc^Vaxi^ toon bem ädtffommen bed ^apüe^: •— fetntn 
erfien X^oitm ^^Exulum tunnas coercuit^ qnorum insolens furor 
non solum in contioentem ted in ipsa litora et sidivecta Tibo- 
ris alveo navigia bostiliter insultabat^^: fo n)enta1>attet(^en (Bt;r* 
ttt< V. (in ^nbe auf immer gemod^t: — bte ^tbjobition ipetnrid^d 
IV; toome^mltcb n>irb ber ffiiber^onb ben Qkmtn^ bem Sthm%t^t* 
leitet (^en»orget«ben: noie f4)n>er er baran gegangen: — enMid^ ^t 
(Eroberung von Serrara. „A me jam laüus coepia seribi opportu- 
niori tempore immortalitati nominis tui consecrabo. ^^ IXberan<lf^ 
bavon ffnbet ft'A tit4)t^. SBte ti x^, nur unbebeutenb. 

66. 

Instrutlione al S' Bartolommeo Powsinsky alla M^ de! re di 
Polunia e Suetia. 1 Aug. 1593. Unter^ei^^net Cinthio 
Aldobrandini. 

Ragguaglio della andata del re di Polonla in Sueiia 1594. 

34^ n^&fite bem in bte (&r^iutig ostfaenommenen 3n(^att biefer 



Bei. di Polama 159S. — Rel di Sitezia 1598. 

&äjirtfttn mibH i^m^t^nf&^m, aU tiwa bte S3e(ait|>tun9 in bcr ^met« 
im, ba^ S^tt^OQ (Eari im ®tnnht ^erl^oft fe^: „perehe egli avea 
ridafto in se stesso quasi tutte Tincette e mercantie e tutte le 
caye di metalli e sopra tuUo delP oro e delP argento/' 

67. 
Relatione di Polonia. 1598. 

SJoit einem S^untiu« uerfaf t, ber bfe ungeorbnefe Srei^^eiWIiebe 
ber ^o(en bereite lebhaft h^la^t 

@ie looflen einen f^wö^en XhntQ, feinen ber friegeriW geftnnt 
n>dre. @ie fagen, ^^che coloro che hanno spirito di gloria^ gli 
hanno rebementi e non moderati e per6 non diuturni^ e che la 
madre della diuturnitü degii iniperii e la moderatione.^^ 

t(u<ib n)onen fte feine t^erbinbung mit Sremben. @te hti^aup* 
itn, e^ f5nne it)ntn nietftol« Wwer toerben t()r 9teidb }u oertl^^etbigen. 
Smmer' warben fte .50000 ^erbe öuf bringen, unb im fc^U'mm^en 
gafle im SBinter noiebergewinnen »a« fte im @ommer verloren, feie 
froren auf ba0 S3eifpiel t(irer ^orfa^^ren. 

jDer 9lunttu^ f&(rt if^nen ^u ®imMff: .,che gli antichi Po- 
loni non sapevano ehe eosa fosse smaltire il grano nel mar Bal- 
tico in Danzig o in Elbing, nÄ erano infenii a tj^liar selve per 
Seminare, n^ asdugayano paludi per il medesimo effetto.^^ 

Uebn^end fd^ilbert ber 9luntiu$ hm Sortgang be^ J^at^^lidh 
mu^, ber gerabe im be^enguge vMt. S^ (^abe hit n>i(^tigeren SOh* 
mente aufgenommen. 

68. 

Relatione dello stato spirituale e politico del regno di Suezia 

1598. 

lieber bie Unteme^immigen ^iegmunbd auf ©dbn^eben unmtt« 
telbar t)or feiner ^xütiUn Steife. (SbtnfaUi feinem n)efent(id{^en 3n^ 
l^lte na(ib benagt 

IDod) fommen no4 einige merfm&rbige 9loti$en aber bte frib 
(eren ^ngetegenf^eiten t)or. 

€rid7 n>trb gerabe^u afö »t^rann gefdbilbert. Per impresa fa- 
ceva un asino carco di sale a piedi d^una montagna erta e senza 
Tia per salirvi sopra, et egli era dipinto con un bastone in mano, 
che battCTa il detto asino; ^er Sttutor erfldrt bie^ fc^on an iid) 
fe^r Der^dnblidbe @9mboI: ba^ ^olf foQ mit bemalt gen6t(^igt 
iDerben, audt^ ba^ Unm&glic^e $u leiten. 

Sot^ann wirb oH ein entfdbiebener ^at^oUf betradbtet. Perche 
era in secreto cattolico, siccome al nuntio ha affirmato il re 
sno figliuolo 9 us6 ogni industria perche il figliuolo ritornasse 
mentre esso viyeva in Suetia a fine di dichiararsi apertamente 
cattolico e ridurre il regno ad abbracdar essa fede. 

^iefe ^inge m6^te iA inbef bo4 iti^ unterf((^reiben. 93a(r» 
fd^etn{t<9b hitbttt fit ber gute ^egmunb ftdb nn, nm ben Srofl ju 
(Kiben t>on einem fat|^o(ifd?en ^ater entf)>r6ffen ^u fe^n. 

^mt** ^ 23 



3»4 SgetitioogUo. 

!Oa^%tn tfi bai erße Untom^Hneo (Siegmunb^ mt htm gon^ 
(Seprige ber ®a^r^aftig!ett eme^ din^ixoeibten gefci^ilbert. ^ie $of ^ 
nunam bie ftd^ an feine ^tx>eite fütdiitnüpficn, Vötthm in i^vtt eu« 
ropdiWcn SSebeutung bargejJeüt. 



(Sinf^altung. 
93etnerfung &(er bte IDenfn)&rbt9feiten f8enttt>odIto4. 

2[n fernem 63f!en Sal^re^ nt^t 1640^ tote bie ^udgabe m ben 
Classici Italiani be^^auptet, fonbern 1642, n>ie au^ iÜT^a^^uc^efli 
^at, begann ^arbinal ^uibo S3entit>oglto (geb. 1579)^ nad^bem er 
mondbed anbere Wflemoivt Aber ^eltgefd^dffe «»erfaßt, aud) perfcn^ 
lidbe Denfn)&rbigfeiten meberiuf4)reiben. 

€r beabftd^tigte m\i^rün^ii^, feinen erflen ^fent^alt an htm 
r5mif(ben {)ofe, feine ^Nuntiaturen in Sranfretc^ unb ben 9lteberlam 
be^, bie ^tittn feinet (Sarbinolate^ 5» uo^ffen. ^ißitt er bomtt §u 
i^tanbe gefommenr fo n»{^rbe hit ©ef^id^t^ber erjlen ^&iftt be^ fteb^ 
je^^nten 3<^^r^unbert^ ütn tin fd^ned 9Berf t>oÜ oon ^nfc^ouung r«i« 
<l^er fe^n. 

^ber er ßarb, e|ie er nur nodb mit bem erfleti XUHt ^u @tanbe 
gefommen. @ein 9Serf -^ Memorie del c^M^d^ Guido BenÜTO- 
glio ~ ge(^t nur hi^ 1600. 

di ma^ hm dinhrud ber fSlu^t unh hti ^e^agen^/ n>ie ein 
alter J}rd(at i^rer geniest, ber, frei, wn ^efd)4ften, he^^em in fei« 
nem ^a0af!e J^aud (^d(t. di ifl eine fe^r angen«bme, ^ugleid^ er« 
{reuenbe unb unterrid^tenbe £ectäre: nat^rlic^ aber legte bem (^arbi« 
nal feine Stellung ^flid)ten auf, unb e^ Id^t ftc^ bemerfen, ha^ er 
mit ber ®|prad)e nic^t t)&Uig berau^ge^t. 

JDie (ödjilberung j. 55., bie er jiemltcib auöf&brli<b üon ben 
^arbindlen gibt, »on benen er ^(emen^ VIII. umgeben fanb, ent* 
fpric^t boc6 hm ^ad^rid^m, hit unf 3(nb«re &ber biefeibeu mittbei« 
ien, nur febr,im^}(0gemeinen. 

^(eid^ ber erße, ber !Decan (^efualbo, n>irb )>oti ^ntivoglio 
gef^ilbert aU „ein t>ornebmer ^ann, t)pn lieben^mörbigen bitten, 
ber bie^efcbdfte ni(bt fucbt, aber aud^ nidK oermeibet^^ batwn aber, 
wai nn^ anbere er^b^en, unb au<^ S3enti)>ogUo obne ^V^eifü, Q>u§te, 
tDie.^r hit fBaU Sanfet>erinod m^ :pecf5nlicber Stbneigung ^trpin* 
berte/ r- xiotidit ^rdtenftonen t)bi}ixn 9lange& er gegen hit übrigen 
^arbindte geltenb machte, bie ftc^ nur febr ungern f&gten, — wie 
aUt feine SSeßrebungen itühtm babin gingen, ftdb Sreunbe ^u er« 
n)erben, um hai ^ontiftcat erlangen ^u f^nnen^ xoit er ftdb befonber^ 
an ©panien anfcjblog, ^ Don düt bem erfahren n>ir ntdbtd. 

^er $n>ette ^(ragona. SSentiooglio bemerft t>on if^m,. „tt ibobe in 
fr&bern @onc(at)en befonber^ hit jücngem ^rbindle geleitet; er t^obt 
lodbrenb ber §2(bn>efenbeit be^ ^apffe^ Dtom auf bai treflit^e verwaltet; 
er litbt guten jpauöratb; er babe eine fcb^ne (Eaptüt, mit ben ^Itarbil« 
bern tt)e*fle er ab/' Mtin hamH ifl ber «Kann nodb nidbt gejeld)net. 
dt war, wit n>ir aui £)elftno feben^ ein t)on ber ®iöit gepdnigter 
alter 9Rann, beffen Sob ft* halb erwarten liej^ber aberbaruman 
htn J&offnungen auf hai ?Jonti|tcat nur im fo fefler bielt, 25ei htm 



ReUdume td card. d*Esie 1599. 3ft5 

fpantfcben i^ofe mar er Uintim^ fo attgefe^en tDte er wkn^^it. 
3n bte (Soogregatton &ber bte fron^&ftf^en äCngeUgenl^eiten (^aite er 
nt^f gelangen f6nnen; unb man xou^t, ba$ er badfe(nr^6elna^m: 
aber nicbt^ bedo minber fiK^te er mit ben fpontfcf^en 93otf4^aften Jener 
^bftc^t megen ha^ engfie ^ert^dltnif lu erhalten. 

Sfener (Htthxud ber 9tu(e unb ^üüt, ben ba< fBu^ madti, 
fornmt au(^ bal^er, weit bte 2t4»ter $ugtet4 abftd^tlt^ fe(^r gebdm9>ft 
tDerben, n>etl ba^ £eben in ber SBa^i^ett fetner (Erfc^einrntg niäft et' 
gentU4) re|>robuctrt tt)trb. 



6S^. 

Relatione fatta alP ni<»<> sig«^ card'« d^Esfe al tempo della sua 
promotione che doveya andar in Roma. (Bibl. Yindob. 
Codd. Foscar. n. 169. 46 S3(.) 

Stt 3oIge bed ^bfommen^, ba^ ^(emen^ Vni. bei ber dm 
na^me t)on Jerrara mit btn dße getroffen l^atte, Wog er einen 
^rtn^en biefe^ S^axifti, ^Uronber^ in hit Promotion Dom 3. ^er^ 
1599 ein. 

S>iefer ^rin^ iü ti, ben man hvixä^ mifre'SnfIruction ju feinem 
dintvitt in ben ^of ):>orbereiten »oute. £)6n)oti( fit fein Öatum 
^^rt, fo i9 fit bo4 fil()ne gweifet in hai So^t 1599 §tt fe«en. 

^on einer t^ene^iantf^en SKelation it fte fd^ bnr4 t^e 93e« 
fiimmung Ut^ t^rfd^ben. @ie foll ben ^in^en in @ianb fe^en, 
a(^ ein guter Stenermann^tl^fc^iffen, •— «per pot«re oom« pm- 
dente nocduevo prendere meglio« Paura propiti(a della certe — ; 
t)on ben polittfd^en ^er^dltniffen ent^dlt fte ntd^t^; fefbfl ba^ Un^^ 
qliid, bad ba§ ^ani djit fo eben betroffen, n>irb mit i^ülfci^eigen 
übergangen: bie tfbfifc^t be^ ^erfafferd i^ nur, bie ^igenfd^often ber 
loic^tig^ ^erfonen ^n be^etd)nen. 

S>er ^eap^it, feine 9lepoten, bie (Eorbindle werben gefd^H^bert. 

(^lernend Yilf . ^^Di Tita incolpabile, di mente retta, di oondi- 
üöne umyeisale.- Si pa6 dir di'abbiaia se stesso tutUi la theo- 
lica e la pratica della politioa e ragion di stato/^ 9Bir ftnben 
^ier, ©oloethro Sflbobvonbini i^abe $<mt IV. jum i^iege gegen 
9leapel on^ei^t; — bod) ^aU man barouf ^erfudfte gemad^ bai 
^oud n)emgflen^ mt ben ^ebtci ^u i>erf6^nen. ,,DiceBi ehe Pio 
Y Tolendo promovere llcardl OioTanni, fraiello di questo pmi- 
tefice^ assicur«^ ü OD Cosimo che iatta questa lamiglia gU sa- 
rebbe fidelianma sempre, e che maod^ ristesso Ipp<4ito Aldo- 
brandino, hora papa, a render iestimonio a S. Altezza, della 
qoale fa molto ben Tiato*^ IDamafö mar hn ^opft ^(emen^ Sfo^tnt 
^arbi in ber mei^ ^rnif!. ^^Fra i serritori di Clemenie il piü 
iodmo e favorito e il sig' Giov. Bard» dei conti di Yemio, luo- 
gotenente delle goardie, di mokabonta^ virtü e nobilti.^^ i&n 
ifyn fann ftd^ b«r mixt (Eorbinal um fo mel^r (galten, ba er ed mit 
htm 4>aufe (Sfte> gut meint 

S>ie 9lepoten. JDo« Uebergen)id)t ^ietro ^Ctbobranbinid Aber 
^an ©iorgio n»r entfd^eben. San Giorgio, aecommedato Panimo 
alla fortuna sua. mortificate le sue pretensioni, non gareggia, 

23* 



356 Gioan Delßno 

Bon oontrasta piiJi, ma o lo seconda o non sMoipaccia seco, e 
si mo«tra sodisfalto delP ottenuta segnatura di giustitia. 

^ie (SarbindU tifeiittn ftc^ in $n>ci Sactionen : bte ipaniid^i, wd^ 
d^er auäi ^ontalto beräH an^mg, unb bte albobranbintfci^^ 3^ne n>ar 
bamald 25^ biefe nur 14 entfd^tebetie (teuere fSRitoIieber flarf. fRiä^^ 
tid be^eic^net ber ^utor benjcnigen a(d bcn loa^ria^etnltc^tiett ^anbu 
baten $um ^op^ttfum^ ber (^ernac^ n)tr!(i<i^ bo^ gelangt if}^ ^iefaxu 
ber ^ebtcl ä^an mugte nid^t wie berfelbe mit bem ^ro^f^rjog 
von «lo^cana (lanb, aber bei (iCemend n)ar er bafib befio me^r in 
®unfl: ,,per patria e conformitü di humore,'^ fo gut atö n)dre 
er fcune Kreatur. 

^iä^thhti erf(!()etnt ber ipiffortf er ber if ir^e, S3aromu4: ,,molto 
amato per la dottrina, h^nik e semplicit^ sua: si dimostra tutto 
spirito, tutto risegnato in dio: si burla del mondo e della pro- 
pria esaltatione di se stesso.^^ 

70. 

Relatione di Borna dell^ Hl««» Sig^' Gioan Delfino K' e Pro' ri- 
tornato Ambasciatore sotto il pontlficato di Clement« YIU. 
(1600)« 

^u^ tmt wn ben )>erbrettetem dtelotionen, fe^r anifh^rüäf — 
fte fyd in meinem dpmvplax 94 tluartbldtter, — fe](nr unterridytenb. 

I. ^etfuto htQitmt bamitf ben.^a^fl (,,il nascimento, la na- 
tura e la Tita del papa^^) unb feine 9lepoten §u fd)t(bem. 

Delli due cardinali ( AldobrancUno e S. Oioreio) reputo 
quasi necessario parlarne unitamente. Questo di eti d^anni 45, 
di gran spirito, altiero, viTace e di baona cogoizione nelli af- 
fari del mondo; ma temo assai che sia di mala natura , overo 
che gli accidenti del mondo occorsi, che Phanno levato dalle 
gran speranze in che si ^ posto nel prindpio del pontificato, 
lo fanno esser tale, cio^ demostrarsi con tuiti non solo severo 
ma qnasi disperato. Questo era grandemente amato e grande- 
mente stimato dal papa araiHi che fosse salito al pontificato, e 
doppo per gran pezzo ebhe la cura principale de^ negotj, e si 
cred^va da ogn^uno che egli avesse da esser il primo nipote, 
per che Paltro era piü giovane, assai di pdca prosperiti e di 
poehissima cognizione: ma o sia^stato la sua poca prudenza nel 
non essersi saputo goyemare come ayerebbe hisognato, sendosi 
rotto con Pambasciatore di Spagna quando gitta la beretta, con 
Pambasciator di Toscana quando li disse che il papa doveria 
caeciarlo di corte^ oltre i disgusti che ha dato a tutti in miile oc- 
casioni, o pur la gran prudenza e desfrezza delP altro^ o la 
forza natural del sangue, questo ha perduto ogni giorno tanto 
di autoritü e di credito che non ha cbi lo seguiti e non ottieoe 
cosa alcuna che dimandi. Ha per^ il carico di tutti li negotj 
d^Italia e Germania, se bene li ministri publici trattino li me- 
desimi con Aldobrandino, e nelle cose brusche tutti ricorrono 
a lui. lo eoQ esso sig' card'« di S. Giorgio nel principio ho 



RelalUme di Bmna 1600. 367 

paMftto qualcb« borasea, ami ndla prima aadieBia ftu asl^etlo 
a doleimi apeirtaraente per dlgDlti della republiea, e doi o tre 
▼ölte mi 80D0 lasriato intendere liberamente^ in modo tale cbe 
so ebe ^ stato fmUo appresso di lai, et il papa Tba avuto a 
earrO) e partieolarmente nelP ultima occasione dt Ferrara: ma 
doppo sempre e pasMto tra noi ogni sorte di dimostratione 
d^amore, et io Pbo onorato sempre come si conreniva. Cre- 
do veramente cbe sia mal affetto alla SerenitA Vostra per 
Batara e per acddeote: la sua natura Tbo descritta, ma dird 
solo delli accidenti. Prima sappia che da un pezzo in qua tP^ 
buttato affatto in bracdo de^ Spagnuoli, e si d dimostrate pooo 
amico di quelli ehe sono uniii con Francesi: ba cresciuto an- 
cora quel mal animo suo il vedere che il cardinal Aldobrandioo 
babbi in totte le occasioni protelto li affari deir £E. VV., 
quasi cbe non sla possibile cbe concorrino ambidue in alcuna 
operatione, per giusta e raggionevole che sia. Da cbe si pud 
conoscere la miseria de^ poveri ambasciatori et rappresentanti 
publici. 

II. ^ad ^x»tiU SaptteC/ wtm^fimi in unfern (Sopien f6rmß4 
aU folc^ed unterfdfttcben^ betrifft iKegterungöformr Sinan^en unb U* 
n>affifiete Wlad^t S>elftno erßaunt voit billig, hhtt einige Momente 
ber Sinan)t)em)altung. Mentre Tentrate della chiesa sono impe- 
gnate alPingrosso ordinariamente e straordinariamente; e quello 
cb^^ P^SgiO) si comprano castelli e giurisdittioni de^ sudditi a 
1^ o 2 per cento (id^ t)er^e]^e: bie fo me( abn>erfen) e si pagano 
eensi a 9 o 10 per cento, parendo strano agli uomini savj cbe 
in tante strelteize si fanno queste compre, e piu e cbe se si 
TOgliono far certe spese, non si facciano per via delli danari 
del castello, per non ci andar debitando e consumando del 
tutto. ^ni in jener 2^it, fef^en wir, gab ed ho6i 2mUf bie an 
betn fUt^awivtn geliehenen ©elbe^ ^nfto# nahmen. Uebrigenö n>or 
nadf ber erften furzen gufriebenl^eit in Serrara t>te(e^ ^t4t>ergn&« 
gen eingetreten. Nobili e popolo si darebbero Tolentieri a quäl 
principe si voglia, per uscir dalle manidoye si trovano. 

III. Intelligenze. 9Bie mi^iiä^ ber ^opfl mit bem i^aifer, 
mit ^Sffilipp If. jlanb — er envartete ben ^ob be4 ^intg4 mit ei» 
ner ^rt wn ^ngfl; n>ie W^^t mit Sporen}, benn fefir tcof^l trin* 
nerte man iidi, ba^ bad ^an^ ^(bobranbint $u ben l^u^eiDonberten 

äeb^rte (le cose passano peggio che con ogn^ altro, ricordandosi 
'esser andato il papa e la sua casa ramiogo per il mondo); 
mt t>iel befier bagegen mit %vantuid^ unb ^olen, t)orne(m(i<t) mit 
bem legten/ mit bem er gemeinf^aftli^e Sntereflen unb ^Une t^ 
(concorrendo e dalP una e dalP.altra parte interessi nel pre- 
sente e disegni nel tempo a venire). %\tt 9liemonb aber toav 
Giemen^ eingenommener« aU fht ben %itr^m t>on Siebenbürgen. 
Col prencipe di Transilyania ha trattato il papa con tanto amore 
e con tener un nuntio apostolico appresso di lui e con averli 
dato in mio tempo 60 m. scudi in tre volte e oon infiniti of- 
ficii fatti fare con Timperat^re per servitio che quasi potera 
dirsi interessato et obligato alla continua sua ^otettione^ e 



358 Vmier 

<7edo ehe'l ]M>v6ro preneipe la meriiaya, perche s^^ risokito 
alla gaerra con fondamento prineipale del consiglio et delle 
pr'omesse di S. S**; quanto nel pribeipio giii tre aniii e gia due 
aneora esaltava la Timk e valor di questo prcneipe fino al cielo, 
arendo detto a rae piA roUe cli'egH mÜ faecra ia gaerra al 
Turco, taoto piii ukimamente con la cetdone che gli feoe de^ 
saoi statt restara molto chiarito , et il predieava an gran da 
poeo : onde si vede che se hene aveya promesso alP imperatore 
di farlo cardinale et a lui aneora, non averebbe per6 osserrato 
eosa aleima, e perci6 eredo che eesendo tornato al goyemo de' 
sooi statt abbia sentito S. S^ gran consolatlone» 

IV. Cardinair. ^te n)erben ade na<^ ber tXd^e bur<i^giegan» 
geti, unb me^t ober wmber gimfüg ^eurt^eilt 

Y. De' BOggetti, che cascano in mi^gior consideratione 
per lo pontificato. 

' VI. Interessi con Venetia. 6^ »öteft fdIjDn taufeitb ©tret« 
tigfetten im (Spange. Quando non si proveda alle preteneiMii et 
ai disordini, un giorno si entrerä in qualche travaglio di gran 
momeiito, massime di questi noyi aequisti {itbtt bie @d>t{fa]^rt 
auf hmi ^0)9 che sempre vi penso per * cognitione che ho 
della natura de' preti e della chiesa mi fa temere. 

^a^ ging nur oll^ubatb tn <^rf6flung. 



71. 
Venier: Relatione di IUwki* 1^1. 

&Ö9tm warm bte ^«rettigfeitett jwtfd(>en Vßop^ unb tJ<nebtg 
^iemltdft l^eftig geworben. ©t< ^ene^^taner »crweigerten, t^ren ^Ja^ 
ttiatäm 8«r ?Jrfifung mäf diom ju («^fcfen. Heber bm ^oau«ffo^ 
®oro l&aften bittere 3krungen begonnen: eben um biefer @treittgf eiten 
»fflen »orb Center nö* 9fom gefdjirft. 

9l«r ^ItH furae Seit 6(i^ er bo: bie iS^ifberung, bie er »on 
dtemenö VIII. entwirft, ifk beffenungeödjtet redjt braud&bor. 

Della natura et pensieri del pontefice, per quello che a me 
toeca di considerare nella presente congiuntura per li negotii 
che giomalmente tratta V. Serenit^ con S. Beatitodine, dir6 
die il papa in questa et^ sna di 65 anni Ä piü sano e piü ga- 
gliardo di quello che sia stato negÜ anni adietro, non hayendo 
indispositione alcuna faoriche quella della <^iragra o gotta, che 
perö li serve, come vogliono li Qiedioi, a tenerlo preservato da 
altre indispositioni, e questa molto piü di rado e molto meno 
che per Pinanzi le da molestia al presente, per la bona regola 
particolarmente del yiver, net quäle da certo tempo in qua prp- 
cede con grandlssima riserva e con notabile astinenjzanel bere: 
che le gioya anco grandemente a non dar fomento alla grassezza, 
alla quäle e molto indinata la sua complessione, usandö anco 
per questo di frequeniare Pesercitfo dt camminar longamente 
sempre che senza sconcio de negotii conosce di poterlo fare, at 



^Maikme di Rom» I6ll^l. 959 

qiiali nondimeDo per la sua gran capacita supplisce, intanto 
che le resta comoda parte di tempo ehe dispensa admettendo 
persoDe private et altri che secondo il solito ricorrono a S. 
S^- A negotii gravi gi applica con ogni suo. spirito, et persiste 
in essi senza mostrarne mai alcuna fiachezza, et quando li suc- 
eede di yederli conclasi, gode et fnmce mirabilmente il con- 
tento che ne neeve, Ne di cosa maggiormente si compiace che 
di «sser stlmato, et che «ia rispettata la sua reputatione, della 
qnale e gelosissimo. Et quanto per la complessione Bua molto 
sanguigna e colerica e facile ad accendersi, prorompendo con 
grandissima Tebementia in ecagerationi piene di escandescenza 
et acerinti, tanto anco mentre yede che altri face con la lingua 
sehen s^attrista nel sembiante, si ravede per se stesso et pro- 
cura con gran henignita di raddolcire ogni amaritudine: la quäl 
cosa ^ cosi nota hormai a tutti li cardinali che ne danno cor- 
tese aYTertimento agli amici loro, sicome lo diede anco a me 
nel primo congresso Pillustrissimo sig' card'« di Verona per mia 
da lui stimata molto utile conformatione. Ha S. S^ volti li pen- 
sieri suoi alla gloria, n^ si puo imaginäre quanto acquisto fac- 
ciano li principi della gratia sua^ mentre secondano la sua in- 
clinatione. Onde Spagnoli in particol^re, ehe sempre mirano 
a conservarsi et ad aumentar la gran parte che hanno nella 
Corte di Roma^ non trascurano punto Poccasione^ et per6 con 
tanto maggior prontezza hanno applicato Tanimo a far qualche 
impresa contra Turchi, Qome hora si rede, et con andar soffe- 
rendo non mediocri dnrezse, che provano ancor loro nelli ne- 
goüi importantt, particolarmente per causa di giürisditione, che 
yiyono alla corte di Roma, si vanno sempre piük avanzando nel 
riportare in motte cose non piccole soddisfattioni. £^ tenuto ge- 
neralmente il pontefice persona di gran virtü, bontä et religione: 
di che egli si compiace far che del continuo se ne veggano segni 
et importanti effetti. £ se hen li cardinali si vedono nel pre- 
sente pontefice scemata molto quella autoriti che ne' tempi pas- 
sati sono stati soliti d^havere, restando quasiche del tutto es- 
clusi dalla partecipatione de negotii piü importanti, poiche hen 
spesso fino alP ultima conclusione di essi non hanno delle trat- 
tationi la gia solita notitta, mostrano nondimeno di stimare il 
pontefice, lodano la S** S. con terminl di somma riverenza, c€- 
lehrando la prudenza et Faltre virtü sue con grand' esageratione, 
affirmando che se fosse occasione hora dl elegere pontefice, non 
clegercbbono altro che questo medesimo, sehen son molto re- 
conditi et profondi i loro pensieri, et le parole et le apparenze 
sono volte ai propij disegni fbrse a Roma piu che altroye. 

©em ©efanbten gefang ti, bit ©tretflgfetten nocft einmal Uu 
^nUam, obwol^I ber ^apfl bereite von b<r djrcommunication rebefe: 
et finbet t^n bo<i^ im ®anjen »o^Igeftnnt. ©eneWg bequemte ft<<> 
ben ^atnarc^en na^ tÜom ^n fc^iifen. 



9M Imtr. a Viglimma 1603. — Dkdogo di Malasphw. 



72. 

Instnittione alP ill»<> et ecc*^ marchese di "Vlglieiiiia ambascia- 
tore cattolico in Roma 1603. (Informatt. politt. n. 26.) 

^tglienna n)ar ber ^ad^folQtt @efTa'd. Unfrr Sfutor &ber(d{lt 
ed Bidig bon abge^enben ^ot^ä^afttr, &Ur ben ^kipfi unb beffm nd4« 
^e ^ngeb6rigen |u berichten, dv felbü gibt un^ i^on b€tt Sarbind« 
len 9la4^i4»t. ®dn S^^^^c^ <f^ an^meigen, n>e(d^er %acHon einiger 
onge^re. 2Da (eben n>tr nun, ba| 1t(!b bte£age bcr ^mge fett 1599 
febr oerdnbert i^atte, di werben nur tu>^ 10 entfcbieben f)>amf<^e 
Sarbmdle aufgef&(^rt. ^on ben fran^6ftf(iben n>ar ^vi^tt nod^ wt* 
mg bte Stebe: ie$t erfdf^emen i^rer neun, bie ikbrigen ge^5ren ^ fet« 
ner gartet. 

^on ,ber SBicb^igfett ber &trte tfl anä^ btefer ^utor burd^brun« 
gen. Qui le differenze^ le pretensioni, le paci, le guerre si ma« 
neggiano. — — Le conditioni inTitano i piü Tivaci e cupidi di 
grandezza, di maniera che non h meraviglia che qui fioriscano 
i piü acuti iogegni. 

73. 

Dialogo dt mons' Malaspina sopra lo stato spirituale e politico 
dell' imperiö e delle provincie infette d^eresie. ( Vallle. 
n. 17. 142 S5l.) 

Hin ®eff>rd(b ^voifdben 9^onf. ^atafyina, bem (Sr^bifc^of t)on 
^rag unb ben S3iM6fen \>on Si^on unb t>on €örbpva; — alfo t>on 
&eimdim ber mr Jpau{>tnationen: ungefdbr \>om S^bre 1600. di 
gefcl^lebt bartn ber (^innabme Don ^tnava (Srn>dtfnuna. 

^er 3n>e£f tu eigent(i(b. )u )>erglei(ben xoai hiz jr&^em^dpße 
unb xoai ^af>fi dltniM^ YIU. fitr ben Sortgang bed ^^ot^oltcidmu« 
getrau. 

Unter ben fr^^ern ^dpjlen.* 1. La reduttione delle Indle, 
2. la celebratione del condlio, 3. la lega santa e la Tittoria 
narale, 4. Terettione de^ collegii, 5. Tofferta dagli heretici del 
primato di Pietro al patriarcha Coostantinopolitano — ( ^ ? ) 
6. la consiantia del re cattolico in non concedere agli heretici 
nei paesi hassi cose in, pregiudicio della religione. 

3^om $ap|l Sternen^ VIII. 1. 11 goyemo pastorale et uni- 
versale, 2. ii governo particolare dei dominii del stato eccle- 
siastico, 3. la vita di S. Beatitudine, 4. ii Turca hora per opera 
di S. Beatitudine fatto apparire di potersi vincere^ 5. Ferrara oo- 
cupata, 6. Pessersi fatto cattolico il christianissimo re di Francia. 

Wlala^pina WU^t, ha^ bieg mei)T m UUüUn i)aU, M alled 
vi>ai bte onberen Doflbrac^t. Slatärltc^. S>ai SBerfc^en iß hen pdpf!' 
Itct^en 9lejpoten gen>tbmet. 

9Iur einen etn^tgen bemer!ettdn)ert()en ^unft* l^abe iäf in htm 
langen @efcbretbe aufftnben !6nnen. 

^er ^erf. toat mit auf bem ^^urf&rflentage t)on IXegen^burg 
m 3. 1675. dt f|>ra4 tfi^^ (Sf^urfütrfl ^uguf! k)on @a4)fen. 9lo(9 



> 

w«t Mffer %&tft entfernt hawn, ben Sci^oüfm i&offimna lu fernem 
Uebertritt ju erregen. (Er erfidrte «teime^r er mot^e fuip autf bem 
^opß nt4)t^, n)eber tnfofem er ^ap9r ober S^ t>on SXom fei^, no^ 
auöi wegen feiner @(t^d(e; bte )>(lpfl(i4^e @d(^a$fammer fe^ me(^r eine 
^ifleme, ald eini lebenbiger uued; nur bad ern^ecfe ii^m SZa^ben« 
fen, ba^ ein Wlhnd^ n>ie ^tu^ V. fo m&äftiQt ihrfitn §u einem t&r« 
fifc^en Jtriege vereinigt ffaht; er f5nne hai xtoi^i auä) toihtr bit ^ro« 
ießonten t>oabringen. — 3n ber Zi)at fa^te (Tregor XIII. einen foU 
d^en ^iatL SBetl er iaf), ba$ Sranfreic^ aud Surd^t Dor ben 4^uae« 
notten ftd) t>on jebem 9(ntf^ei( an bem turf tf4en ^'ege lo^fagte^ (telt 
er einen allgemeinen 93unb ber f at^lifcf^en Si^flen n>iber ZMtn unb 
^rotefianten juglei^ f^r not(^n>enblg. IDarikber »arb fofort au(b mit 
bem ifatfer unb mit Ohr^^er^og ^ar( in @teiermarf unterf^anbek 

74. 

Relafione deHe chiese dl Sassonia. Felicibus aaspidis ill^ 
comitis Frid. Borromei. 1603. (Bibl. Ambros. H. 179.) 

^bxdf einer t)on ben mandberlei (Sntn>ikrf^ betf J(at(^olicidmu<, 
ft4^ n>ieber in S3eft$ von IDeutfcblanb $u fe^en. 

iDer ^erfaffer ^dlt ftcib l^ber^euat, man fe^ in ^eutf^Ianb M 
^kotiifcMtiimui attmd(^(ig mhbt» (ii liege ben ^dtem bereite n>e« 
nig barou/ t(^re ^^tnber in ibrer IXeltgion ^u er^ieben. LI lasciaoo 
in abandono, perche dio grinspiri, come essi -dicono, a quel che 
aia per salute delP anime loro. 

3n biefer Ueber^ugung ma<fti er (£ntn>&rfe auf §n>ei t>om)aU 
tenbe protefiantif^K £dnber, @ad)fen unb $fal^. 

3n @ad)fen b^be ber ^bmini^ator bereite b^ Sabini^mutf 
t>ertilgt. ^an m&ffe ii^n burd) bie {)oifnung ber ^iebererlangung 
bed (S^urf&rfientbum^ gen>innen (mettergli inanad speranza di poter 
per la ?ia della conversione farsi assoluto patrone deir eletto- 
rato). ^ud^ ber £anbe^abel n>erbe e^ gern feben, wenn er wieber 
|u bea 93iintb&mem gelangen f ^nne. 

Ueber bie $fa^ br&cft er üd^ folgenbergeflatt ani, II Casi- 
miro ayeya una sorella yedova, che fu moglie d'*un landgrayio 
d^Hassia, la qüale suol yiyere in Braubach, terra sopra il Eheno^ 
e si dimestra piena di molte yirtü morali e di qualche lume 
del cielo: suol esercitare Popere di chariti^ per molto 9elo, fa- 
eendo molte elemosine e consolando glUofermi di quei contorni 
con proyeiderli di medicine: con versa yolentieri cod alcuni pa- 
drt del Gieaü e con Tarcivescoyo di Treyeri. — — - £^ opl- 
nione di raolti. che mediante una piü diligenza o di qualche 
padre del Giesu amato da lei o di qualche principe cattolico 
o yescovo saria facil cosa di ridurla totalmente alla yera fede: 
-^ — * di che se dio benedetto desse la gratia e che la cosa 
passasse con conyouiente segretezza, sarebbe ella ottimo instru- 
meoto per conyertire poi il nipote con la sorella di lui et un^ 
altra figlia che resta del Casimiro. 

^er ^erf affer be^eidbnet ifimiit ^nna ^ii^ahttif wn ber 9fa(|, 
(&€maifUn ^^ilipp^ IT. oon Reffen d^ünftli, ber fd^on im Safere 



9S3 TnsirvUUmi a wiF Bmierkwi 

1593 ffatb. 'Sie nxir fr&f^er im ^bft^t M Salt^int^mu^ ^H^t^ 
fen, unb boräbir in einem iCuflattf fogar einmal oenounbet n>or< 
ben. SBir fe^en, baf fie ft* fpiter^in auf i^rem fflitwenfifS ^roit* 
ba^/ ba^ fie \>er^äfhnevtt, ber enfgegengefe]|ten ^innetgmid jitm Xa* 
t^oltd^u^ Y>erbd(^tid mod^te. 

^tefe Kombination i^ e4, auf n^etc^e unfer %utor hanU dt 
meint/ wenn man hen {ungen ^f a($grafen bemnaci^ mit einer boteri? 
fc^en ^rinjeffm vermd^e, n>erbe ba^ ganje £anb fatbotifcf^ wttn 
ben. Unb n>e(c^ etn^^ort^etC n)dre ti, tin @t^urf&r^entt>um §is 
geti^mnen ! 

Instruttione a V. S"* Mens' Barberino arci?escoYO di Nazaret 
destinato nuntio ordinario di N. Sig'« al re christianis- 
simo in Francia 1603. (MS Rom.) 

^umgearbeitet t>on (Earbinal % ^Ibobranbino^ ber feiner fr&^em 
©efanbtf^aft jxm fran$6ftf4en J^ofe 6fter^ gebenft; baronjp beredt« 
net, ben burc^ hk SSefe^rung jpeinridb^ IV. in ?franfrei(^ in ^uf* 
fci^ung gefommenen ^atbofici^mu^ fefner ju befirbern. 

^6ren n)ir einigt ^uftrdge bie htm fRüntiud (e^ iß ber f)>dter« 
^ßopH tlrban VIII.) gegeben werben. 

Ella farä si con il re eh^ egli mostri wm solamente di de- 
siderare ehe gli eretici si convertino, ma che depo che si sodo 

convertiti, gli ajuti e farmsca. II pensare a biianeiare 

le cose in maniera che si tenghi amiehe ambidue le parti e una 
propbsitione vana^ falsa et erronea, e non potr4 esser sugge- 
rita a S. M^ che da polUici e mal intentioBati e da ehi non 
ama lä suprema antorita del re nel regno. — — N. Sig*« non 
Tuol lasciar di porli (bem ^6nig) in conaideratione una strada 
facile {iiäi ber ^rotefi^anten ^u ^ntlebtgen) e senza ehe possa par- 
torir tamalto e che si eseguisca facHmente e fa 11 siio effetto 
senza coltittitione , et e quella che altre yolte ha S. S^ ricor- 
dato alla M^ S. et addotto Pesempio di Polonla cioö di non 
dar gradi ad eretici: — — ricorda a S. M^ di dar qualche 
sbarbatezza alle rolte a costoro (ben j^uaenotten), perehe e turba 
ribelle et insolehte. — — V. S»'* dovra dire liberamente al re 
che tlere fuggire gli economati et il dar vescoyati e hadie a 
9oldati et a donne. 

3n biefen Economati liegt ber Urf^rung M 9lega{re<ibte§, ba« 
f^JdterJ)in fo grbfe Srrungeri \jcranlafte. II re nomma Teconomo, 
il quäle in yirtü d^un arresto, inanzi sia fatta la speditione 
apostollca, amministra lo spirituale e temporale, conferisce be- 
ne6cii, constituisce yicarii che giudicano, assolyono, dis- 
pensano. 

^c^ foll ber fftnntiui ben .f 5nig felbf! im fat(|oltf(()en &iau* 
Un ju befefHgen fu^en, »dl&renb ber Äriege i^aU er nidbt ge^6rig 
unterrid^tet werben fftnnen; er foll auf bk €mennug guter ^tf^^bfe 
bringen, auf bieSReform bed (Sleru^ feigen: wo m5gli(b bie ^Mica* 
tton bed tribentinifAen (Sonciliumd bewirfen, bie ber ^6nig bem (^ar« 
binal bei feinem ^fc^iebe binnen ^wei SRonat ini SBerf ^u fe<fen 



V€v1|»ro<fKn ^9^r uiib mit ber er titnl^ tnH^fn 3a^(n tt04 K^cre; 
er iott bfe 9)emt4^tiin() ^on ®enf anraf^en (di tor via U tiido die 
haano gli erelid in (ßiiiftTra, eome qaelia ehe ^ asUo di quantl 
apostati fuggono d^Italia), 

3f alten Uegt bem ^[la^^ tM>r aflem am i^erteit: baf tin %v%t- 
nofttfc^er S3efe^(d(aber naä^ ^afleC S>eIfino ienfeit ber SSerge ge« 
fett »orben, erfldrt er fftr unertrAg(t<^'; fettt 99etf^tel fc9 t6bt(t4. 

^(ernen^ truq ft^ iebfiaft mit bem Ocbanfen an einen £ihr« 
fenfriea. 3eber SW fofle bie »llÄrfen t>on einer onbern ^^t ^er 
angreifen : ber SAm% »on Spanien fe» baju bereit, er fwbere nur 
\>\t ^derfidbenrng, ba{[ t^m inbef ber &hn\% t>on 9ranfrei<^ ni<^ ans 
ber^wo Ärieg ergebe. 

76. 

Pauli V'pontificis maximi Tita compendiose scripta. 

(BibL Barb.) 

^ne £ebrebe t)on ni^t tolet ®ert(. 

^\t iXetbt^^fle^, bie ^enoaitmtd, bie S3aismiteme(immi3en 
bttfe^ ^apfied n^erben aii^]^ttt<!t^ ^priefen. 

Tacitus pkmmque et in «e receptas, ubique loeomm et 
temponim Tel in nreasa meditabatür, sctibebat, piurima trans- 
igebat. 

Nallns dabatvr faehioresia reeeptai lo«n8. Ex auli« prina- 
riifl Romae, ex aedium nobüissimanim non dicam atriis sed pe- 
nefralibus nocentes ad suppüciom armato sateliiUo educebantur. 

Cum prtncipotus initio rerom siBgularom^ praeoipue pecn« 
niarum dfffieoltate premeretifr, cum jugiter annis XVI tanium 
auri tot largitionM^us, snbatructionibvs, -ex integro aedifltotioni- 
bas, praesiliia -exterorumque subsidüs insumpsent, rem frumen- 
tariam tanta impensa expediverit, — nihil de arcis Aeliae tbe- 
sauro ad publicum lutamen congesto detraxerit, liubjecias pro* 
Tincias «ubleTaTeiit^ tot innHensis tarnen operibus non modo 
aes alienum denuo nön contraxit, sed^etus imminuit; -non modo 
ad inopiam non est redactus, sed praeter puUicirai nndequaque 
locupletatum priyato aerario novies centena millia nummum au* 
reorum congessit. 

ffiat^rfd)ein(i(ib W^ btefer ^am^yftx^ ^\i Sreation fo t>ie( neuer 
Suog^i ^x ^onte nid^t f&r eine ^nlei^e. 

77. ' . ' 

Relailone dello stato infelice della Germania cum propositione 
delli rimedii opportuni, mandata dal nuntio Ferrero ve- 
scoTO di Yercelli alla S^ di N. Sig'« papa Paolo V. 
(Bibl. Bfirb.) 

!8aM4^mUdb einer ber erflen audfä^Hi(i(^ern ^eri(^te, bie ^aul 
^tm V. \n J^anben faltien. IDer 9^untin^ gebenft ber '€mj^drung 
ber faiferlidb^n »trugen ge^en ifiren (S^eneral ^a^Oi m ^oX 1665 
aU Wit^ eben eingetretenen läretgniffe^. 



SM Ferrero Bd. ddia Germmia 1605. 

Skt mt^ßSiiä^ ®ancL btn ber SMt^ wnitr btefen \infiMbtn 
nafyn, bte Sortfc^rttte ber ItMm unb ber (Kebeflett im J^an^fe mit 
bcm ilatfer, fi'nb «4 o^ne ^t^tifti f^mptUdj^^, »e^^atb er ben Sn« 
fianb t>on !Deutf(f)(anb ttnglMfeltg nennt. 

!Dean Äbrigend entging H t^m iti(|^t/ n>ie t>ie(e Eroberungen bk 
tai^oUi^t Jtr<ib^ in S>wifäfianh madftt, 

Di . questi frntti ne sodo stati prossima causa gli alunni 
cosi di Roma corae delle varie cittJi e luoghi della Germania 
dore la pieti di Gregorio XIII alle spese della camera aposto- 
lica gP iastitui, . glunti li coUegii ^e seuole delli padri Giesuiti, 
alli quäl! Tanpo misti cattolici et heretici; perche li alunni su- 
detti si fanno prelati o canonici. 

^r )^tr(iÖ9crt n>ieber^olt^ hai bie 3efüitehfdt|u(en eine orofe 
^enge junger £eute ftkr ben ^atbotici^mud gen)onnen. !Rur nnbet 
er namentltcb in ^h^mm einen auf erorbentUidl^en Mangel an fat^o« 
tif^^en Pfarrern. 

9(u<b auf ben politifdt^en gn^anb ge^t er ein: hit ®efa|^r t>or 
ben ZürUn ftnbet er bei ben fdbUdbten Knßalten hH ^aifM vufb 
ber in^erli^ (Sn^eiungbe^ ^aufed iDe^eidb fe(^r bebeutenb* 3n 
£>ppofiüon mit htm ^f aifer ^aitm M bit (SxffittfhQt Watt^ia^ 
unb 9Ra;riiiutian i^erßt^nt. Hera Tarcidmca Mattia e Massimi- 
liaoo si SODO uniii in amore, vedendo che con la loro disunione 
facerano ii gioco che Pimperatore desidera^ essendosi risoluto 
il aecondo a cedere al primo come a quello che. per ragione di 
primogenitura toccaTa ii regno d^Ungaria, Boemia e stati d^Au- 
stria, et Alberto ha promesso.di star a quello che se ne fari^ 
e d] comun concerto soUedtano Pimperatore con lottere a 
prendere risolutione al stabilimento deUa oasa; ma egli ^ ca- 
duto in tanta malinconia, o sia per questa lor unione, e gelo- 
sia che dob siano per Talersi di queste sedizioni, o per altro, 
che non provede alla casa ne agli stati ne a se stesso* 

^db mandbe anbere ^erfmtkrbigleiten fommen babei }u £age: 
). 93. p(bft(bten be^ ^ufed ^Branbenburg auf @d)(eften f^on in hit* 
fer 3^t. 9,11 Brandebnrgh non dispera con gli stati che ha in 
Slesia e le sue proprio forze in tempo di revolutiooe tirar a 
se quella. pro?incia.'^ 



78. 



Relatione dell^ iU«« S' Franc. Molino cav e pro' ritomato 
Roma con Till"» sign Gioranni Mocenigo cav' , Pi( 



da 
Piero 
Duodo cav' e Francesco Contarini cav, mandati a 
Roma a congratiilarsi con papa Paolo Y della sua as- 
sontione al ponteficato, letta in senato 25 Genn. 1605 
(1606). 



@<()on war ber ^nihtnä^ ber Unrul^en vorau^^ufe^en. JDie ®t* 
fanbten traben ^aui V. fo genau aU mb^iä^ beobachtet. 

Sicome pronuntiato Leone XI penarono doi höre a Toatirlo 



ndaiiane di Moikko lt06. 366 

pontificahnento, eosi il pretento pontefioe fu qnä«i eredato pri- 
ma yestito eh^eletto et pdr da altri eardinali: che non fa cosl 
presto dichiarato che in moraento dimoströ oontinenza et gra- 
TÜk pontificia tanta nelP aspetto, nelmoto, nelle parole etnelli 
fattiy che restarotio tatti pieni di stupore et merariglia et molti 
forse pentili, ma tardi et senza gtovamento: perche diTersissiino 
dalli altri precessori, ehe in quel ealore hanno tutti assentito alle 
riehieste cosi de' eardinali come d^aUri et fatte infinite gratie, cosi 
il presente stette eontinentissimo et sul serio, tanto che si dichiari 
risoluto a non voler assentire et promettere pur minima cosa, di- 
cendo ch'era conveniente aver prima sopra le riehieste et gratie 
che le erano dimandate ogni debita et maturaconsideratione: onde 
pochissimi fnrono queiki che dopo qnalehe giomo restassero in 
qualehe parte gratiati. Nd tuttavia si ya punto allargando, anzi 
per la ana sempre maggior riserratezza dubitando la corte di yeder 
anco sempre poehe gratie et maggior strettezza in tutte le oose, 
se ne sta molto mesta. Fra 11 wdinaK non t'ä alonno che si 
possi gloriar dl arer ayoto tanto dMntrensichezza o familiariti 
seeo che di certo si possi promettere di ottener prontamente 
alcuna cosa da lai, e tutti procedono con tanto rispetto che si 
smarrlscono quando soflo per andarli a parlar et negotiar seco: 
perche oltre che lo trovano star sempre sul serio et dür le rl- 
sposte con poche parole, si vedono incontrar in risolotioni fon- 
date quasi sempre sopra il rigor dei termini legali: per^e non 
admettendo consuetudini, ch'egli chlama abusi, n^ esempj de 
consenso de' pontefici passatl, ai quali non solamente dice ehe 
Don saperia accomodar la sua consdentia, raa ehe possono aver 
faito male et potriano render conto a die o che saranno stati 
ingannati, o che la cosa stak statä diversa da quella che a lui 
▼iene portata, li la^cia per il piü malcontenti. Non ha caro 
che si parli seco lungo per via di contesa o di disputatione^ et 
se ascolta pur una o doi repliche, quelle stimando di aver ri- 
soluto con le decisioni deVleggi o dei canöni o de' concilj che 
lor porta per risposta, si torce se pastfano inanzi, overo egli 
entra in altro, volendo che sappino che per le fatiche fatte la 
lui il spatio di trenta cinque anni continuo neK studio dme 
leggi et praticatele con perpetui eserdtii nelii officii di corte in 
Roma et fnori, possi ragionevolmente pretendere, se bene que- 
sto non dice tanto espressamente, di aver cosi esatta cogni- 
tione di questa professione che non metti il piede a fallo nelie 
risolulioni che da et neue determinationi che fa, dicendo bene 
che nelle cose dubbie deve Tärbitrio et interpretatione partico- 
larmente nelle materie ecclesiastiche esser di lui solo come 
pontefice. Et per qnesto li eardinali, che per Tordinario da 
certo tempo in qua non contradicono , come solevano, anzi 
quasi non consigliano, et se sono ricercati et comandati di par- 
lar Uberamente, lo fanno conforme a quell' intentione ehe ve- 
dono esser nelli pontefici, se ben non la sentono, col presente 
se ne astengono piü di qneUo che babbino fatto oon alcun dei 
saol precessori: et averanno ogni di tanto maggior occasione 



aas RäalUme dl McHmo IfiM. 

> 
4i Star in iikntio, qoanto che bmuico delli aliri rieerca il 
|>ai«re di loro o di aleuno a parte , com« soleva pur far papa 
Ciemente ei altri: fa fra se steaao aelo le risolotioni et qaeUe 
de improvieo pubUica nel cencistoro: in cut hora si duole dei 
iempipresentiy hera si querela de^principi coa parole poDgenti, 
come feee uitimamente in tempe noetro per ia deditiene di 
SirigODia, eondoiendoei et attribuendo la eelpa allMmperatore 
et aä altri prindpi con parole aculeate et pungenti; hora rap- 
preseotando a^ cardioali li loro obblighi, li sfodra protesti seoza 
alcun precedente ordine o comaadaneDtOy con ehe li motte in 
grandbsioia confumone^ cobm feee aignifioandoli Pobbligo della 
residensa et» coaie ho detto, non per via di eoMando, come fa- 
eevano li altri poateiei, li quali preßgffyano loro aneor siretto 
tenipo di andar alle lor chieae, ma oon solamente dirU dto non 
esciisarebbe li abaeaü da esse da peecato- mortale etf da riee- 
▼ere i frutta, foodando'la «ndetta oonetusione sopra li eanoni et 
aopra il ooncilio di Treato: eol quäl termine solo icoai stretto 
et inaspettatamente eon molta flamma proaoDdhto motte tanta 
confiisione nelü cardinali Tescovi che eonoscendo loro non po- 
tersi fermare in Roma piü Inngamente senza acrup^o et ri- 
morso graadissimo della eonsdentia^ senta dar scaadalo et 
•ensa incorrer in partieolar concetto presM> il papa di p«f)6 cu- 
ranti li aTTWlimenti della S^ Stoa, di poeo- timorati di die et di 
poco hoaore anoor presse il monde», haoao pieso ne^atione 
ebi di andar alla residensa^ et gij^ se ne sono partiti alquanti, 
ehi di rinuaeiarey et ebi di aver dispeasa fin che passi la furia 
deir iBTMvo per Mtdarri alla primavera: n^ ha admesso per di- 
fesa che salvino le legationi delle proyinde e delle citti del 
ststo ecclesiastico: s<rfo doi poteano esser eccettnati, il cardi 
Taraaio arciveseoro di Siena vecdiissimo et sordo, che non 
sari perdd saltato da restar astretto alla reaonciai et il sig^ 
eard^ di Verona ^ medesimameate per Veik grandissima et per 
aTer gii melti aani nkons* soo nipote ch'esereita la eoadjoto- 
ria et ottimamente supplisce per il zio. 

S)ie ^cfanbten famctt bteffr Strengt jitsn ^ro^ mit ^oul V. 
tm ©runbe vtd^t pit wt^. (Sx tniütf Ue auf hai froinbli^^e. 
f&n^ Ut gjki^tgüe ^ap9 t^ttt ftd» ni^^t gcwogetttr andmkcf en f 6n$ 
neti. @ie ftnb ieih^ erffaunt, tme fo ;balb hit @d<#(tt eine fo ge^ 
fd^rlic^e SSknbtsng tiefen. 

79. 

Instruttione a monsnil veseevo di Rimini (C^ Gessi) deatinato 
nttntio alla repubUca di YeDetia dalla Santiti di N. S. P. 
Paolo y. ie07 4 Gtngno. (BiU. Alb.) 

ttnmtttettor nad^ 93eenbigttng ber Srntngen^ iiM^ ttodft nid^t 
fe^r friebfertig. 

iött ^opß beflagt {i^^ haf bte Sen^toner b€n ^ct ber 3rbfo« 
lution gu k>(r|^tm(t(^en fu^en; tn einer (Sitldntng an t^m ©mt^ 



Imir. 0l cwd. Omsi 1607, 367 

fem eine ^tt^euhind ^w, haÜ ber ^apf bie Genfitreit aufgclo^en, 
xotii er bie dUin()eit itn^er ^2tMt(bten kernte: — (che S. Beat^^p^r 
baver conosrciuta la ainceriti degpU anind e delle o]>erationi loro 
havesse levate le censure.) 

S^ennodfe gel^t ^aul V. fo n)eit> fi'c^ ^offnun^ ju ma<fe'en, " baf 
mcat bie (SonfuUortti, au(i^ $ra $ao(o ^n bie Stnquifttion audüefern 
merbe. @et)r ^merfn>&rbia i$ biefe <BUiLt. Deile persone di Fra 
Paolo Serrula e Gio. Ma?6iUo e degU altri sedattori che pas- 
sano sotto oome di theologi s'd diacorso cod Y'^» Sig''*^ in voce: 
la qnale doveria non aver difficolt^ in ottener che fo8$ero 
coDsignati al sant' officio, noo che abbaodonati dalla republica 
e priyati dello süpendio die 8*^ loro constituito con tanto scao- 
dalo. fugten aud^ foldbe ^ntrdde (tn^ufonttnetv um hu Seinb» 
feligfeiten &a ^oM ^vt M^tm unb un\>erf6^nlt(^ i^u moubm. X>tt 
^Apfl n)u#t^ nid^t, kda^ f^r ein Seinb bad loar. ^üe feine ^on« 
ftgnoren unb Sdu^iffi'mi ftnb üergeffm. !9er ^ifi irat $aolD4 le^i 
n>eni9(}en^ in einmi Xt^iU ber tnfiern Opp&iiim in ber fat^Dlif<i^en 
£ird)e nod^ (eute fort. 

Uebrigend (alte, ber Sßiberitdab ben ber ^:kq»^ in ^enebi<) c)^ 
funben/ ben graten (l^nbrud auf it^n ^ma^t Vuele N. Sig'« ch« 
Pauioriti e giurisdittiene ecclesiastica «ia difesa ▼irihnenlia da 
y. S'*^, la qoaLe averte ^uMk diaieno di noo ahbraeciar caufia 
che possa yenire m eontesji dove non abbia ragione^ per che 
for«« ^ minor male il non contendere ehe il perdere., 

c 

80. ■ 

Ragguaglio della dietä imperiale fatta in Batisbona Panno del 
S«" 1608, nella quäle in luogo dell ecc"« e rev"o monsr An- 
tonio Gaetano, arcivescovo di Capua, nuntio apostolico, ri- 
masto in Praga appresso la M^^ Cesarea, fu residente il 
padre Filippo Milensio maestro Agostino vic**<> generalfe 
sopra le provincie aquilonaHe. All' ecc"»® e rev*»** sig'« e 
principe il sig*" card^ Francesco Barberini. 

m^ ber ^aifer Slubolf im Sabre 1607 einen mett^^tag. bertefv 
iDar Antonio ®attano 9luntiud an feinem ^ofe. 

^aetono f)aitt bm ^iufttaQ, hai »^ribentinum ttoQ^dnbiger etiv 
^uf&t^ren^ bie ^nnabme bed gregorionifd^en ^alenber^ ^ bewirf 
— i»ojii bte brei weUIicb^ Gburmrßen fci^on bamald mtQig wafm, 
am entfc^ebenllen ®ctä^m, hai feinen ^efanbten fd^on ha^n infhuixt 
i^attt, — unb ftcb b<fbttberd ber tatWid^m Sntereffen auf bem M^m 
mergerid^te ani^)fe(;men. ^te ©tocfung bie baffelbe erfa^ren^ n^ar 
in hit Sift^mctien fi>igeubcrgeüalt angegeben. 

Di questo tribttniil essende preeidente.gupremo Pintnifto Mag- 
debargese heretico, e voleAdo egli esercitare il euo officio^ non 
fu ammesflO) e da qteel ten^ in qua non essende State reviste 
le cause efc essende moltipUcati gli aggrihrii fatti pariicolacflie»te 
alli catoltei? proteatandp li. heretiei di yelere arere liiogo sella 
detta Camera indifferentemente, oome hanno 11 catolicl, banne 
atteito .eonttnuamente .ad usurpare i beni ecclesiasiijci. 



aC6 FUippo Mäem^io Aagguof^io. 

C< war t»i>rais4)ttfA<n, ba# t>oit biefer @a<jbe am iXet^^age 
lebhaft wftrbe ge^anbett n»erb€n: — benno^ fontite ber 9lunthtd ben* 
felbeit nt^t befu^m. IDer JfaK^r Itef ^s^er^og S^rbmanb aH 
feinen ^mmtfTar batiin ge^n, unb idhrbe e4 old eine SSN^Ieibigung be« 
tracbtet baben, itenn ber 9luntitt4 tbn t>ertafTen ^Attt, 

Öaetano Watt an feiner @fefle ben Ofugti^inenotcar 9ra ^i< 
lentio. S>a ftcb biefer fcbon mebrere 3abre in ^euifd^Ionb oufgel^a^ 
im, nmftt er hit ^erb^lfnifTe efnigermafen fernien. Qeberbief aber 
witi ibn ber 9luntiu4 an Sfflatti^, 9BeIfer — per esatta cognitione 
delle cose deW imperio — unb thm jenen 93if(böf t)on Otegen^« 
bürg, von bem bamal^ ein-<S<lbreiben eine fo grofe Aufregung unter 
ben ^roteflanten b^rt>orbra(^te. 9(ucb an ben ^ttd^ttattr be^ Xai* 
fer« f^ater SBilUr follte er ft(b b<»(ten. 

Ung(&<fli<b(r ffieife iat biefer Vugußiner ben 93eri<lbt über feine 
® irffamf eit erfl t>ie(e 3abre na<lbber aufgefegt. 3ebo4 ifl bai, 
wa4 er wn feiiier ^erf&n(i<ben Xi^äii^Uit envdbnt, nD(b iimner 
Ifbä^fk merfmürbig: wir b<tben eö id^on m tit ®t^ä^id^tt oufges^ 
nommen. 

Ilebrigen^ leitet er bie gefanmite tinrube, bte bamaK in bent 
9tei<!b« autfgebrodben war, i>on ber ^wetfelbaften (Erbfolge Ut-, „es- 
«endo fama che Ridolfo Tolesse adottarsi per figliuolo Leopolde 
arciduea, minor ftratello di Ferdinando, e che poi a Ferdinando 
Btesao inebjnasae. ^* ^df^ia^ war borfiber febr mtft^ergnftgl 9ber 
in jf(efe( unb bem ihrfm 2i(btenfletn/ ber in SfRÜ^tn fo ote( ver^ 
mo^te, fanb er treue unb einflu(rei(be 9(nbdnger. 

S)ictrid)flein unb ©aetano batten biefem 93eri4)te infolge gro« 
fett ^ntt^l an betn9(bfdb(uf M Sertrage^ )wif4en ben S3r^em. 

81. 

Re]atione di Roma delP illustrissimo S** Giovan Mocenigo Kav' 
Amb' a quella corte Pann^. 1612. Inff. Politt. Tom XV. 

IDer erffe ^otfcbafter na(b S3et(egung ber Sfrrungen war Sran^ 
<Eontarini; 1607 — 1609. tlnfer Mocenigo rhi)mt, wit wobl ibtn bef* 
fen Dem&nftiged Setragen pt Statten gefommen. €r felbfl, ber be^ 
reit« 18 3abr in ^efanbtfd^aften befcbafrigt oewefen, ßanb t>fm 1609 
bt^ 1611 in dtem. föet rubrge Son feiner Delation ^^am heften, 
hat ^^ ttu<^ ibttt gelang, ein gute4 ^erb^Itnif aufreibt $» crbalten. 

93ei btefir fKelatron ift nid)t feine ^bfifcbt/ bad 9(flgcmeine, bo^ 
S^efannte §u wieberbolen: fonbem nur hie €igenf(baften unb bie 
®eftnnttngen bed ^apM i>t 93e,^ug auf bie (Republif ju erbr« 
tem: la qualitü, volonti^, dispositione del papa e della republica 
Terso questa republica. Tratter6 il tatto eon ogni breritk, tra- 
laaciando le cose piü tosto curiose che necessarie. 

1. ^apf^ ^aul V. Maestoso, grande, di poche parole: nien- 
tedimeno corre voce che in Roma non sia lücuno che lo possa 
aggnagliare nelli termini di creanza e buoni officii: yeridioo, in- 
nocente^ di costomi esemplari. 

2. Sarbinal S3org^efe: di hella presenza, corteae, benigDo, 

por- 






Mio. Möeenigo Ret. 1612. 8fi9 

porta gran riverenza al papa : rende ciaseuno sodisfatio almeno 

di buone parole: ^ stimatissimo e rispettato daogn^uno. ^jtn 

^cä^rt 1611 i^attt er fc^on 15000a @c. (Sinfornmen. 

3. &eWiiie ^adit dr C>etnerft bag fväl^ttt ^dpf!e eine dt^rt 
barin gefuAt/ ©naben ju getrd^ren; bk bamaligen ßrebfen bie 
bereite aett&f^m el^er n>teber ju entreiffen (rigorosamente sta- 
diano d^annullare et abbassare le gi4 ottenute gratie). ^en^ 
nocfe fudjt man mit ij^nen gut ^ (le(^n, n>eiC man glaubt, ber ®e{)or? 
fam ber ?ö6lfer berube auf ber SReligion. 

4. SBelt(t*e ^a6^t dt ffnbet «ocfr immer bie 9J&rfer be^ 
^tr^^enffaate^ fe^r frtegerifd^ geftnnt (prontissimi alle fattioni, 
alli disaggi, alle bataglie, alP assalto et a qualunqne attione mi- 
litare), t>k päp^iäit Ärleg^mac^t m*t« be^o minber tn wUmt 
SJerfott. man batte frÄt^er 650 leiste ?Jferbe gehalten, l^auptfd** 
Itd) gegen hit fBanbiten; ba btefe beftegt toaren, l^atte man bie 
9ieiteret in ben ungarifdjen iSrteg gefc^^icft, o(^ne eine onbere an 
t^re @te0e ^u fe|en. 

6. SKegierung^form: obfolut. ©er ^arbinal Slepot, ber ©a» 
torto unb £anfrancD ^tten einigen Hinflug: fon^ uourben bit dar* 
bindle nur gefragt, wenn ber ^apft i^ire Meinung gewinnen moflte. 
©elbft'ttJenn er fife fragte, antworteten fte me^r nadj feiner 9letgung 
aU nacb i^vtr ^inffdpt. (Se pure dimanda consiglio, non i al- 
cuno ehe ardisca proferir altra parola che d^applausQ e di laude^ 
siehe tutto vieae terminato dalla prudenza del papa). ^uäf war 
ba^ im ^runbe am beflen, weil bie Sactionen bed ^ofe^ fte bod^ nur 
partetifct gemadbt fetten. 

6. S^erWltnif ju &pan\m unb Sranfret*. ©er^a^oflfudfete 
Üö) neutrat ju l^aiten. Quando da qualcheduno dipendente da 
Spagnoli ^ stato tenuto proposito intomo alla ralidit^ et inva- 
liditik del matrimonio delia regina^ si ^ stato mostrato risoluto 
a sostenere le ragioni della regina. Li poco baoni Francesi 
nel medesimo regno di Francia non hanno mancato d^offerirsi 
pronti a prender Parmi, purche bavessero avuto qualche favore 
dei papa e del re di Spagna. 

11 re di Spagna ^ pi^ rispettato di qualsivoglia altro prin- 
cipe dalla Corte Romana. Cardioali e principl sono consolatis* 
simi , quando possono havere da lui danari et essere suoi de- 
pendcmti. — 11. papa fu gik stipendiato da lui, e dalP autoritik di 
S. M., come soggetto confidente, fa?orito alP assuntione del pon- 
tificato con singolare et incomparabile beneficio. — . Procura di 
dar sodisfattione al duca di Lerma, acci6 questo le serva per in* 
strumento prindpalissimo di suoi pensieri presse S. M^ cattoliea. 

7. @ein 9lat|^: temporeggiare e dissimulare alcune rolte 
eon li pontefiei. ^ 'Vincitori essercitano le vittorie a modo loro, 
Tinti conseguiscono che eonditioni TOgliono. 



^nm ♦♦ 24 



870 IM. JUOa wmdkAwm id SnOsumi 1908—1612 



82. 

Relatione deUa nunziatura de' Smzzeri. Informationi Politt. 

Tom. IX. fol. 1 — 137. 

Inforaiatione mandaU dal S' O d^Aquino a Monsr Feliciano Sil- 
va vMCOYO di Foligno per 11 paege di Suizzeri e Grisoni. 
Ibid. fol. 145—212. 

3it SebfeM flRodaain ^um ®eSratt<(^ ber ^\<xixUn^ unb itir4^en« 
a«f4)f4)te 93b. VU, p. 445 ünbett ftd^ %vA}^^t aud ben ^Briefen, 
bie »Ott bmi r&mtfcben ^ofe in ben Satiren 1609 unb 1614 an bie 
9luntten in ber @*n>eii ergangen ftnb; — man f6nnte md)t fagen^ 
ba# fte fe^r intereffanl »dren; f?e ftnb fo oüein, o(>ne Antworten unb 
^eriÄte/ ni(iftt einmal i^erildnbUdf^ 

©er er^e biefer SRuntien i(l ber SSiWof »on SJenafro, eben ber 
»on welkem ipafler ( S5iMiot^e! ber @(^n)ei§er3ef*i*te a3b. V. 9lr. 
783) mt OUtotion &ber bie @(^eia enDdM* ,,!Der pdpWcf^e iRum 
ttud''/ faat er, ,,2ab. ®r. loon Kquino O^i^copud ^enafranud (^at '\xk 
btefem «Serfe eine $rabe feiner etnfi4»t unb feiner ®efc^<!(t4feit ab« 
aeleat, »nb e^ Derbient fej^r gebru<!t ^u werben." ipafler (af fie in 
^n^ eigen^dnbid eopirt unb auf ber %\a\^ ^Bibtiot^ef nieber« 
gelegt. 

fDtefe IKelation t^ nun eben \m unfere; bo4^ beft<^en n>ir fte doK« 
fidnbtger^ atö fte ^tter fannte. 

^U ber 93if4of von ^enafro bie 9lunttatur t)erlce0/ bie er t>on 
1608— 1612 Derwaltet l^oMt, t^eilte er feinem 92acbfolger, 95ifd)of 
von SolignOf ni^t aOein bie 3nf2ructton vpM, bie er von bem @ar« 
binal 93orgMe empfangen, fonbem er gab 'x%xxi mä^ in einer au^ 
f&btCÄen Information bavon Slatibrtd^t, wie er biefelbe ou^geftibrt 
i^abe (di quaato al ^ eseguito fdno al giomo d^hoggi nelli ne- 
gotii in eA&a raccommandatimi). (Sd ifi bief jbie |ioeite vom ben 
oben be^etAneten ^anbfArtften. @ie beginnt wä einer ©dbtlberung 
ber innern ^arteiungen ber ^d^ivei^. 

E seguitando Pistesso ordine deir instruttione sopradetta, 
dico che da molti anni in qua ei k fatta gran mutatione ne^ can* 
toni cattolici e particolarmente nella buona amicitia e concordia 
che anticamente pas^aya fra di loro: perche-hoggidi non solo 
per causa delle fattioni Spagnuole e Francesi e delle pensioni, 
ma ancora per altri interessi» enoluventi e gare tI k fra «leuni 
tanto poca amidtia che col te^ipo potrebbe partorire molti 
dann! se toeto^ non si prende buon rlmedio con procurare uoa 
dieta particolare non ad altro effetto. che' a ripiuo?are le legfae 
antiche^ Pamiclüay fratellanza et amoreTolezza^ come io molte 
Tolte ho proposto con grandissimo applauso^ se hene sin^hora 
non ho potuto vederne Peffetto. Altorfo k antico emulo di Lu- 
cerna , e tira seco gli altri due cantoni Schwitz et Undervaldo, 
e vede mal Tolonüeri preminenza e primo luogo de^ signori Lu- 
cernesiy et per^ spesse volte contraoice in atüoni publiche non 
ad altro fine che di gara e di poca intelligenza : Luccma tira 



## hifmmaikmi^ dal €kard. dAfttkio. 371 

seco Friborgo e Solotorao e aocora Zug^ e fa un^ altra ]Mrtita. 
Zug e diviso fra se stesso , essendo io gravi controyersie U dt- 
tadini con li coDtadini^ yolendo ancora essi essere conosduti 
per patroni: e cosi ia ogui cantone cattolieo vi 8ono molte pu- 
bliebe e private dissensioDi con pregiudicio delle deliberationi e 
con pericolo dl dann! assai maggiori se non vi si rlmedia, come 
io procuro con ogni diligenza. 

®kid9 bei ber Ueberfenbuna biefer Information Derfpricbt ber 
9luntiud eine nod) au^fu^rlict^ere Dtelation. (Fra pocbl giomi spero 
di mandarle copia d^una piena e piü diffusa relatione di tutti li 
negotii della nuntiatura.) 

<Die0 ifl bie ^uerf! genannte ^anbfi^rtft: biefe war J^oflem be^ 
fannt geioorben. 

^er 9luntiud gel^t bartn etn>a^ mtti)ohiid)tt ^u 9Berfe. Cap. I. 
Della grandezza della nuntiatura. dt Gilbert j^uerf! ben Umfang 
ber iRuntiatur, h'u fo grof fe^ n>ie bad ^5nigrei4 yteapel^ unb ftd) au* 
f erbem ^er ^bUtt ber verfcbtebenßen S^d^n erfirecfe. ^uä^ bie 
romanifd^e (Sprad^e t>ergi|t er ni^t: una favella stravagantissima 
composta di otto o dieci idiomi. 

il. Degli ambasdatori de^ principi cbe resiedono appresso 
Suizzeri e deMoro fini. 

IIL Delle diete e del modo 9 tempo e luogo dove si con- 
gregano fira Suizzeri. 

IV. Delli passi cbe sono nella nuntiatura de^ Suizzeri. 
;Denn thm bie ^dfTe bitbeten ben n)i(^tigflen ©treitpunft ber Wläd^te. 

y. State spirituale della nuntiatura de^ Suizzeri. )Da^ xoiäf* 
ttgfie unb n>te biUig anifhbviidift dapittl: p. 28 — 104; tnn)e((^em 
Aber emjebte ^i5cefen, audb bie Abteien ^erid^t erflattet n>irb. - 

VI. Officio del nuntio per ajutare Io stato spirituale e de^ 
modi piä fruttuosi di farlo. 

YlL Che debbia fare il nuntio per dare sodisfattione in 
C0S6 temporali nella nuntiatura. 

^an Mt, n)ie forgfdltig bie wi^tigffen Momente aefonbert 
unb bur^gegangen n)erben. &ie ^u^f^bning jeigt oon Simnim^ 
ntd)t minber ber 3Jergangen]&eit mit ber ®egenwart, von Qfifer, ®e* 
loanbtt^eit unb €inftd^t. 9tatMid^ n^iebeiH^olt t>k Dielation ba« ^etfle 
von ^tm n>ad in ber Snformotion enthalten war, 

IDennod) war unferm 9luntiu^ aüä) hai noc^ ni<bt genug. £)er 
9teIation f^te er ein Compendio di quanto ha fatto mons'«» di 
Yeoafro in esecutione dell^ instruttione datali nel partire di Roma 
iin^n; ba€ er fdbon Ui einer anbern @^ele^ent)eit gemacht t^attt, unb 
ha^ namentlich mit ber Information fafi ibentifd^ fe^n mufite. dt 
Umextt ti Uib^f legt hai iS^^ift^en aber bod) bei, Sei hzn do^ 
pitn ifl ed o^ne gnxifet gan^ mit 9^edf}t w^^gelafTen n>orben. 

&iaü beffelben folgt em Appendice de' Grisoni e de' Valle- 
sani, ni(^t minber merfn)&rbig ald hai Sr&(^ere. 

„E questo", (erliegt enblid) ber Serf affer fein DoIumin6fe« 
äBerf, ,,e il breve summario promesso da me del stato della 
nuntiatura Suizzera con le parti che a quella soggiadono. Deo 
gratias. Amen.^^ 

24* 



372 Intir. a DMt^letn deH. wmiio in Polonia 1614. 

9loti tmm«r glauMe er nur etne fitrje llefterftAt be< ®tffen«* 
iD&rbtden gegeben §n ^oben : fo loentg Id^ ftci^ bte SBeü in SBorten 
n)tebergeben. 

3<^ ba^< wl4> S5bn, p. 121 fg. ber STotiitn bte ft<f^ Ij^icr ffnben, 
nur $u nreinan 3n>ec!e bebtent : hai Uebrige an ergeben mu^ htm S(et#e 
bcr €M^etser oberlaffen bleiben. 

83. 

Instruttione data a mons' DiotaHevi yescovo di S. Andelo de- 
stinato dalla S^ di N" Sig'« papa Paolo V nuntio al 
re di Polonia 1614« 

Sfligemeine 5(nn)etfung, bie fat^oIiWe SReltgion, bie ©nf&^rung 
hH tribenttmfdjcn eoncilium«, bie SCnffeflung gut fat^oKf^er ?Jerfo* 
ntn §tt bef5rbern, niemals ttcoai ju bulben wa« ivan SJort^etl ber 
^rotedanfen fe^. 

m jeigen ftc^ jebo^ &ipvivtn eine* gemiffen ^ift^erfldnbntffe^. 

©er ^opH i^attt bem Ä6ntg »emoeigert, ben 85if(bof von Äeg* 
^to, »ie biefer toorfd^lug, jum (Sarbinal $u ernennen. S)er 9lttntiu^ 
00 hm ^6nig bar&ber ju bembigen fn<ben. 

gjefonber« wirb t^m eingeWdrft, niemol« ®elb ju verfpredben. 

Perche o non intendendosi o non vedendosi le strettezze 
pur troppo grandi delia sedo^ apostolica, sono facili i potentati 
particolarmente oltramontani a cercar ajuto, e se si desse ogni 
piceiola «peranza, si offenderebbero poi grandemente dell^ es- 
clusione« 



f. 



lieber bie legten ^oiptt ^au(* V. ftnben fiäf weniger hrdfitä^t 
S)enfmale. S3enu$en n>ir biefe ^hdt um einige anbere ^u ber&bren, 
bie iiö9 auf bie ^envaltung be* ^taatti in btefer ^eriobe be^ie^en. 

84. 

Informatione di Bologna del 1595. ( Ambros. Bibl. }u 9Rat(anb 

F. D. 181.) 

!Die Stellung unb Serfoffung ))on 93oIoana, bie STrt von Um 
abt^dngigfeit bie e* befiou^tete^ wann fo mernvikrbig unb bebeutenb, 
ba| man anäi Rapiere unb Öenffdjriften, bie ft^ auf biefe ^ro^ 
t)in§ia(ßabt belogen, in bie @amm[ungen aufnaljmt. 

3m 22^en ^anbe ber 3tnformattom finben wir eine c^^enge 
(S^^reiben vom Sa^re 1580 an WlonÜQnot (^tfi, 2egaten von SBo*' 
logna, hie auf feine Verwaltung fl9ejug b<^ben. 

a^ fmb faf aUti QEmpfel&lungen, Hvtpt^ää^üö^ 3ntercefffonen. 

©ro^bera^Ö «n^ ®roßberjogin von So^cana hittm f&r ben ©rafen 
ßrcole aSentivoglio, htm man gelbfrßcbte fequeffrirt f^aitt; in für* 
um hanft bie ®rof<>erjogin, baf ibre %MHtt berficfftcbtigt »or* 
ben; — ber ^er^og von Jerrara empftebtt eine @*aufpielerin be« 
9lamettd a^ittoria; ber (^xhinai @an @if}o einige unruit^ige Sfu» 



htfQmuäian$ di Bohgna 159S. 373 

tenten bor UnwerftMf: ,,au* wir", fa^t er, „warm ©polaren''; 
O^tacomo S3onconipagno, @o(n M V<»P9^f etnm ^roMor, bem 
fein ^mt genommen n>ar; ber CEorbinal «on ^omo, ber bie C^e« 
fc^dfte bamoU ^vap^&d^Uä^ Uitett, etame ^Me, ble man In iif* 
ren 9Jri\>iIegten fihxt: er fpn^t babei !eme««eg« in bem Jtone et* 
ne« ©ebteter«. ^ber auc^ anbere $Bttten ftnben ftd^. Hin Spater, 
bem ber @o<^n ermorbet worben, bittet bringenb, ja flie^entlijft, an 
bem 9K6rber, hzn man bereite in S3o(odna gefangen bielt, bie ®e* 
red(^tigfett t>oüHrtdm ju (äffen. 

^auptfdc^li4> ntmlidi auf hit SXe(<>t^pjlege Jatte ber ©Oöerna* 
tore ©nfluß. Sn aUm anbem Singen war bie &tat>t fejr unab* 
l^dngia. 

I senätoriy ](^et|t e^ in unferer SHelation, conferisoono ogni 
eosa iiBfwrtante col superiore, et havendo in mano tutti U data 
et entrata daUa dttA, del datio del sale e Tino in poi, che ^ del 
papa, dtspensano li denari publici mediante un ecmtimO} che 
ai fa presente ii superiore con le mandate sottoscritte dal 
detto superiore 9 dal gonfaloniere et assunii deputati secondo li 
negotii. Haan« cura delle impositioni e gravezze imposte a con- 
tadini, reali e personali^ come per li buoi e teste: — attendono 
alle tasse che pagano li contadini; alle muraglie, porte e ser- 
racli ; a coneenrare il numero de^ soldati del contado : — pro- 
yedono ch'altri non usurpi il publico e si conservi la bellezza ' 
della cittii: — han cura dellafiera della seta: — eleggono ogni 
mese per la ruota civile 4 dottori forastieri, che biaogna slano 
almeno dottori di X anni^ e questi veggono e determinano ogni 
causa civile. 

m fragt iiäi mm, in wie fem bie SReprdfentanteti ber pipfilu 
Aen SKegiermtg hei biefer £age ber IDinge no(() (Sinfluf bebalten. 
Wit gefagt, er jeigt ftcb {^au^tfdcblidb in ber SHedftt^p^ge. Un au- 
ditore generale concorre nelle cognitioni delle cause con la 
raota et un^ altro particolare delle cause che avoca a se et uno 
criminale chiamato auditore del torrione del luogo ove risiede, 
quäl tiene due sottoauditori per suo serritio^ e tutti quelli sono 
pagati dal publico. 

Solgen nocb einige flatiffifc^e Slad^ridt^ten. Contado circa mi- 
fflia 180 : semina intorno a corbe 120 m., raccoglie un anno per 
Taltro 550 m. a 66o m. corbe. Fa da 130 m. anime (la cittä 
70 m. 9 che avanti le carestie passava 90 m.) 16 m. fuochi, con- 
■uma corbe 200 m. di formento (la corba 160 libre), 60m. co- 
stolate di Tino^ 18 m. corbe di sale, 1700m. libre d^olio, am- 
mazza 8 m. Tacdne^ 10 m. Titelli, 13 m. porcbi, 8 m. castrati^ 
6 m. agnelli, et abrugia 400 m. libre dl candele. — -^ Si fa 
eonto che un anno per Paltro moreno nella citt4 3 m. persone e 
ne nascono 4 m.^ che si faccino 500 spose e 60 — 70 monachi . 
che siano portati a^ poveri bastardinl 300 putti Panno^ Ha 4Ö6 
fra carrozze e cocchi. Vengono nella citt4 ogni anno da 600 m. 
libre de follicelli da quali si fa la seta, e 'se ne metle opera per 
uso della dtti 100 m. libre Tanne. 



374 BoU^na. — VomM M haroni Rom. 

Instrnttione per un legato di Bologna. (Yallic.) 

©Ott ehütt« fpaterir 3ett. ®hr hmttftn fbtgenbe SRatW^tAge. 

Inyigilare sopra gli arrocati eavlllosi et in particolare quelli 
che pigliano a proteggere a torto i TÜlani contro li cittadini e 
gentiibuomini, — accarezzare in apparenza tutti li magistrati, 
non conculcare i nobili. ^a^ Umoefen ber 93ram ivar fo f)od9 Qt* 
fliegen, ba^ e^ beren fogar unter ben tmmatrtculirten @tubenten gab. 

Rubere ^kpiere f&t^ren mi in bt< Sonq^agna t>on 9tom; n>te 
ber arme Stauer geplagt war, xoai hU S3aronen einnähme», wie hcA 
2anb gebaut n>arb. 

86. 

Dicbikratione di tutto qu^lo che pagano i Tassalli de baroni Ro- 
mani al papa e aggrayj che pagano ad essi baroni. 

I. Pagamenti direrst che si fanno da vassatli de baroni 
Romani al papa. Pagano il sale, pagano un qUattrino per li- 
bra di came^ pagano rimpositione per il mantenimento delle 
galere posta da Sisto quinto, pagano i sndsidii triennaÜ, pa- 
gano i cayalli morti cioe per alloggiamento di' cavalleria, pa* 
gano una certa impositione che si cfaiama de soldati, pagano 
una certa impositione che si chiama Parebino, pagano un^ altra 
impositione che si chiama S. Feiice, pagano la fogüetfa messa 
da Sisto qninto, pagano una certa impositione che si chiama 
sala forastico. 

II. Pagamenti che fanno li medesimi vassalli a baronL Pa- 
gano poi al barone, ove sono molina, tanto grano, perche ^ 
somma molto graTC, pagano risposta di Tino, pagano risposta 
d^olio ove ne fa, pagano di mandare i porci nei castagneti e 

2uerceti fatta la raccolta che chiamano ruspare, pagano tasse 
^hosterie, pagano tasse de pizigaroli. pagano tasse de fomari, 
pagano de bichierari, pagano quelli cne yanno a spigolare come 
e secato il grano, pagano dei bestiami che vanno a nascere, pa- 
gano risposta di grano, pagano risposta di biada. Montane tutti 
qiiesti aggravü, come si paol vedere dalP entrate del duca Al- 
temps, computata la portione del molino della molara che si trahe 
da vassalli, 2803 sc. ; questo si cava da yassalli del M ontecapuri (?) 
del ducato Altemps, che sono da 180 e 190 fnochi, e ci6 si 
mette per esempio, onde si possa vedere appresso come aTono 
aggravati i vassalli de baroni Romani deUo stato ecciesiastico. 
Arertasi che qui non ci e quelle che si paga alla camera. 



Eniraia di signori e Atdd iVom. 376 

87. 
Nota della entrata di molti signori e ducbi Romani. 

O^e Sweifet, reit ba« wvi^t ^ittd, au< bett Seiten (SUmtni 
vm, ber mtd^t^ ber ^apfl ^etflt. 

^te dolonna aei4»nen ffd^ babitrtb ou^r baf fte ^afaflen l^abm; 
Sfnbere beftfen me^ MoUaig^itr. S)er (^onteffobiU CEoIonna mtrb 
auf 25000y «martta 6o(onna von ^^atoio auf 23000 @c ^infhiftt 
gef<W$t. \ 

tBir fa^R, nne ba< @<bulb«nwefen be^ €(taate< von ben S9a< 
ronen nad^j^eo^mt n>arb. S)ie <Bermoneto (Kitten um bod 3abr 1000 
27000 ®e. einthtftt, aber dOOOOO @d^ttlben; ber ^Duca t>on €af}e( 
^anbolfo 14600 @e. €mKbifte, 300000 @c. e<ta(ben. <Da« {>au< 
ciRontalto übertraf bte anbent: H iatU 600000 @<bufben. ^te qe» 
fonmiten dinKmfte ber rimlfd^en iSaronen werben auf 271747 (^e. 
unb t^re S3eftQt^&mer ^u einem tffiertf^ von 9 i9{t(Itonen ©olbed am 
Sefdblagen. 

IDer IKtttor ftnbet, baf bie ®httt feitie^med^ t^ema^Idfftgt wm 
ben. Questi terreni di campaffna, contrario alP opinione com* 
mune e a quel che io pensaTof sono tenuti con grandissima cura 
e diligenxa: perclie si arano qoattro, sei • sette volte, si neU 
tan« d^erbe due o tre, tra m quaU una dUnreroO) si leyano 
l^erbe con la mano, si semiijano^ ragguagliati li quattro anni^ 
li due a grano noi sodi luogbi: dove non si semina, Ti si fidano 
le pecore. Le spigbe si tagiiano alte, onde rimane assai paglia: 
e quella poi si sibbrugia, cbe fa crescere. E li aratri con che 
si arano qiiesti terreni, generalinente non vanno molto profondo: 
e questo avriene perche la maggior parte di questi terreni non 
son molto fondati e tosto si trova il pancone. Questa campagna 
^ lavorata tutta per ponta di danaro ( burcb Sa^el^ner), segata, 
seminata e sarcfaiata: in somma, tutti li suoi bisogni si fanno 
con forastieri: e genti cbe lavorano detta campagna, sono nu- 
triti della robba cbe si porta loro con le cavalle. Questa cam- 
pagna, computati i terreni buoni e cattiyi e ragguagliato un^ anno 
per Paltro, si pu^ dir cbe faccia ogni uno sei, aTvertendo cbe 
nei luogbi di questi signori dore sono i loro castelli molte fiate 
non fanno far lavorare, ma li danno a risposta a^ vassalli se- 
condo cbe convengono. E questo basti qnanto alla campagna 
di Roma, S^affitterä raggnagliato il rubbio di questo terreno 
50 giulj, onde a farli grassa renk il rubbio del terreno cento 
«codi e died giulj. 

ttebrtaen^ red)nete man bamaU in ber (Campagna 79504 Stub« 
bta, unb tbren Crtrag auf 318016 @c. ; 4 @c. ben IKubbto; *- ha» 
t>on Qttfbtm ben S3aronen ettca^ ftber 21000, ben frommen ^ttftun« 
oen gegen 23000, ben Sremben fiber 4000, ben dbrigen r&mifcben 
iltnmobnem 31000 gtubbta. @|>ater 1)at Ü4 bteft ^ert^dltnif gedm 
bert, ba bte rbmif^en SMtraer fo «te(e4 oerfauften. 

Crt^eben xoit mi iebo4 lu ben allgemeineren Ser(!d(tnt{fen. 



376 JH(Mor«o di m. Mtihatia. 1606. 



88. 

Per BoIIerare la camera apostolica. Discorso di mons' Mal- 

yasia. 1606. 

S3et aüt ben ^tCuffagen bemerke man mit &ä^ttätn, baf man 
bodb niöiti beftje.^ JDte Sntereffe«, ruft unfer Uutot aui, »eri^ren 
beinahe ba^ gefammte dtnfommen: man t(i in unauf^^rltd^er SBer« 
legenlb^it bte laufenben ^Cu^gaben $u becfen; tritt ein auferorbentti« 
Ae^ S3ebjkrfni# ein, fo n>ei§ man mdit mobin man ftdb menbcn fofl. 
9leue ^uflaaen an^uorbnen fe^ unm^glidb; neue Srfparniffe nicbt 
einmal ratf^ant: ,,magnam vectigal parsimonia^^; «^.bleibe niä^U 
äbrig al^ ben 3in4fuf ju rebuciren unb jugleidb ®«(b aud bem €a« 
ßett gu nebmen. @tatt afle ber ^cmti mit fo t>erf(blebenen Sinfen 
folle H nur €inen geben^ einen ^onte ^apait mit mer, f^bä^fitn^ 
f&nf ^rocent, afle übrigen ml^ffe man ^ur&cf foufen. gu biefem 
SK&ffauf naÄ bem 9lennn)ertb M Snogo fe^ man t>oQfommen 
bered)ttgt: in ber Dtegel ^abe e^ ftcb ber a^bfloCifdb^ <6tubt M ber 
€rri(btung t>orbe(^aIten; — fe^en bocb fr&b^^^ ^^l^e, ^. S3. ^aul 
lY, gen^tbigt gemefen^ ^umeiUn fogar um 50 ^rocent ^u t>erfau^ 
fen. * @(emen^ Vill. felb^ l^abe nur 96^ befonsmen. (Sx fit^vt l^ier« 
auf aui, in mie fem ba^ tbunlt<ib f^- 

Succederä che staote la larghezza ed abbondanza del de* 
naro che al presente si trova nella piazza di Borna con l^ac- 
crescimento che farä il miUione estratto^ aggianta la difficolt^ 
e pericolo di mandar fuori la moneta e Toiro per la prohibi- 
tion^ sudetta — hk er t)orgefcb(agen/ — che la maggior parte di 
quelli che hanno monti ed offizj estinti, volontieri entreraimo in 
questo monte papale, ed a quellüche yorranno i lor denari con- 
tantiy se gU potranno pagare del detto millione e del prezzo 
del monte papale che si andr^ yendendo. Si pnd anche con- 
si derare che ne^ monti non yacabili ne sono gran parte yio'cu- 
lati ed obbligati a reinyestimento per sicurtä di eccezione di dote, 
di luoghi pü ed altri ohblighi") che necessariamente entreranno 
in qiiesto monte papale, e si tarderä assai a riceyere il dinaro, 
per ritroyare altro reinyestimento o dare altra sodisfattione 
ed adempimento alle conditioni ed obblighi a quali sono äottopo- 
sti, il che anco apporterci molto comodo e facilUä a questo 
negotio. 

Poträ anco la camera accoUarsi tutii i monti delle comma- 
niik e de^ particolari , e ridurli come sopra, e godere qoel piii 
sinor ehe da esse communitä e- particolari saranno estinti. 

A tutti quelli che in luogo di altri mönti e officj yoiv 
ranno del detto monte papale, se gli deye dare la spedizione 
e la patente per la prima yolta gratis senza spesa alcuna. 

In questa maniera pu6 la S^ V. in brey^ tempo solleyare 
e Itherare la sede e la camera apostolica da tanti debiti e 
tanta oppressione: perche con Tayanzo che si farA dalla detta 
estinzione e reduzione di frutti ed interesse, che seconde ü 
calcolo dato alla S^ V. dal suo oommissario della camera 



i dmudi da Paoh V a smn fwrmii. 877 

ascende almepo eon far U redozione a 5 per cento « ic. ^uat- 
tro cento trentunmila ottocento eioque TaanO) potri estin- 
gaere ogoi anno scudi trecento trentunmila ottocento cinque di 
debito, oltre alli sc. centomila ehe saranno assegnaii per rimet* 
tere in castelio ii millione estratto a compire la met4 delterzo 
millione che manca. 

d^ tfl ^itm^, ba^ nur l^ter betnerfen^ n>te ivn^Udi man auf ein« 
georbnete <^tatdn)irt^(d^ft hafyU. £)od} roirb ed nii^t nhitfi^ fe^n« 
hu dtec^nungen mtt^ut^eiUn. !Der r6mifc^e ipof ging ouf ^orfc^Idgt 
btefer ^rt md)t ein, fonbern folgte t>tm leichteren unb bequemeren 
SBege. 

89. - 

Nota di danari officii e mobili donati da papa Paolo V a suoi 

parenti e concessioni fatteli. 

SSlan ^attt bem ^apf! gerat^en, bie jin«tragenben Öfffcii nnb 
SSRenti einjujte^en: Jier ftnben wir 1) eine Nota officiorom con- 
cessorum excell"><* domino M. Antonio Burghesio tempore pon-> 
tificatus felicis recordationis Panli V; e^ ftnb im ®an^m 120 
Sfemter, beren SBert^ naäf ben gewi^nlicften Äaufpreifen bereci^net 
loirb; 2) Nota di moTte donationi di monti fatte alli sig" Fran- 
cesco Gioan Battista e M. A. Borghese da Paolo Y^ con le 
giustificationi in margine di qnalsiTOglia partito. ^. i. ti He^en 
bie Sfuöjöge an^ ben offfcieflen SBficftern bei, an$ welchen ffA biefe 
(ScJfrenfungen ergeben. Unter d^nlic^en SÄubrifen wirb t>erjei(<;net, wa^ 
i^nen an baarem®elb ober an ÄofJbarfetten^ugefloffen, weldjf^ri* 
iyUeQtm ii^mn gewdl^rt würben fe^en. *Die S^ff^ffcationen ftnb in 
folgenber Kanter. Nel libro della thesoreria seereta d^Alessan- 
dro Rn-spoli fol. 17 e da doi brevi, uno sotto la data delli 26 
Genn. 1608 et Taltro delli 11 Marzo, registrati nel libro primo 
signaturarum Pauli V negli atti di Feiice de Totis fol. 126 et 
fol. 131.— A dl 23Dec. 1605 sc. 36 m. d^oro stampe donati al 
sig^* GB Borghese per pagar il palazzo et il restante impiegarli 
nella fabrica di quello, quali scudi 36 m. d^oro delle stampe pro- 
veniTano del prezzo del chiamato di mons' Centurioni ridotti a 
24 moneta a ragione di Giulii 13 per scudo sono 46800 sc. 

S^ f^abe f^on angegeben, ^u wie nnamxeinen ©ummen biefe 
©(tienfungen fliegen, weiciben ©infliufl bo$ (smporfommen ber ipopa» 
len ©efc^te^ter auf t>it ^auptflabt unb \>it ^roüinjen ouö&bte. 

90. 

Relatione dello stato eeclesiäsiico dove si contengotiö molti par- 
^ ticolari degni di consideratione. (1611.) Inform. Politt. 
XI, f. 1 m 27. 

. S^ort Dorn .]()ierein ]()eift e^, ber S^utor fe^ am ^org^ um biefe 
9tela^on.0e4etehworben unb je^t am 9lbenb fenbe er fte. 

^at^rf^aft bewunbermi^dw&rbidf n>emt er im @tai;ibe |d^ tint 



378 PUmro ^^fra la fUg^Hainme mmrUima. 1612. 

fo anifkfyefiäft ffMäHüti, Ut bo^ fi> gar MeC ni^t <i!i9«i<fallett i9, 
iihb tid ^afwh^tQt^ ttif^It, binnen menigen @hfnben ga biitu 
ren. 9^dment!i<!b fommf fibon bt^ ba9 S^ef^ntntf t>er, ba% hit 
^tnwobnfr^obt in t^telen Sbetfen t>on 3t«Iten abnebme/ entnxber bur^^ 
^(kft tttib Sbtunmg; «bcr bunb ble 9^orbtbotfn ber SSatibtten; 
obfr au<b weil bie 9(ttftaa«i aflju febr angcwocbfnt; ef fei^ niiJbt mebr 
m6$It(b M $ur redeten ^eit su toerbWrafben, bte ^tnber ju eradb^ 
ren. Ueberbief bur^) bie Auflagen nimmt man ben Cinmobnem ba€ 
S3(ut; burcb bte unenb(i(ben ^anbeUbefcbrdnfungen Idbmt man ^u* 
(((et<b ibren ®ei^. 

^er anonyme ^utor verrdtf) ft<b einmal, dt bemerft, baf er 
ein fBu4^: Ragione di stato gefcbrieben. 9,Ho diifusamenie trat- 
talo nella ragione di stato, ^' fa0t er trgenbmo. 

€ben biebur(b f ommen tobt ibm auf bit @pux, 3ti bem 3a]^re 
1589 erf(bien $tt ^enebtg: D^lla ragfon di stato libri X eon tre 
libri delle cause della grandezza delle dtt4. @te ifl jenem fEBoIf 
S)ietrt<b wn SRoittenau, &)bif<bof wn (Salzburg, ^emtbmet, ber un* 
ter hm beutfcben 2&rflen §uer^ eine firenaere ber ttalientfcben nacb« 
()ebtU>ete (Staat^^enoaltung etnf&brte. 3br Sejfaffer ifk ber mot^U 
befannte 3obann 93otero, beffen fKtiatiom unt))erfalt ^u ibrer 3^^ 
eine oflgemeine Verbreitung genoffen. 

di )>erßebt M, bai nun biefe 9Utationt unterfu^t werben m&ffen/ 
ob |te nicbt otub bie unfere enthalten. 
, Sn bem eidentü<ben ^auptn>erf e/ wo be4 £ir(benfiaate^ fummo« 

tiiäf gebadet ivirb, ftnbet fte ftcb nidjt: ed aibt aber nocb ein flei« 
nere^ S3uibf bai jenem b^fi^d angebdngt ifl: Relationi del sig' Gior. 
Botero Benese, — di Spagna, dello stato della chiesa, del Pia- 
monte, della contea di Nizza, delP isola Taprobana, beren S)e« 
bkotion vom Sobre 1611 ift; ba itnbet fte ftcb w&rtlicb- 

9tvat if ber (S^ingang anberd. ^It SKefatton f&b^t ben £ttel: 
Discorso intomo allo stato della ehiesa preso della parte delP 
ufficio del cardinale cbe non k stampata. @te aebirte^ n>ie n>ir 
(eben, ^u einem SBerfe aber bk 9f{i<bten ber (Sarbmdle. 

34) laffe babingeflettt fe^n^ ob mit unferm (Hn^an^t trgenb m 
Sei^^tgldubiger getdufcbt n>erben foOte. 

91. 

' Tarqu. Pitaro sopra la negotiatione maritima. 17 Ott. 1612. 

(Vallic.) 

S3otero empfteblt unter anbem, ben J^anbel bH Jtir<ben(Eaafe§ 
in (S(bn>una }u bringen. 3n ber if^at war bamal^ im ^ant, fibr 
bie @tabt Sano einen neuen J^fen ju graben, ^an b^ff^^ ben 
^anbel ber «urbinatifcben ^Id^e ba^^in ju Rieben. 

Unfer 3)erfaffer fett ftd) jebocb biefem JSlane mit ben trifh'gßen 
©ribtben entgegen, dt meint, man m6ge ftcb fpiegeln an bem iBei^ 
fpiele t>on Zintona, ba^ er, n)ie fur^ barauf aucb bie Venezianer, 
aH febr (eruntergefommen f<bi^^* N® ><^n<> partiti li mereaoti 
forastieri. i nativi falliti, le genti graomini impoTeriti, gli ar- 
tigiaüi nuoati 6 la plebe quanehe dispersa, di bftrfte bte 0tabt 



I 

Heiai. ddla Romagna e, 11716. S79 

^ano e^er ^u (Snttibe rtä^tn, xtttm fce ben S^aftn not aitfaenom» 
menem ®dbe baue. 9Bie e6 94colt gegangen^ t>ai tin beoeutens 
be^ ^nleit^en ^zmad^t ttm feine ^aremma urbar §u machen; womit 
ed i^m aber niäft getunaen fe^. 

(S4 war in ber Spat au((^ ani anbem Orftnben nid^t ra((« 
fam barauf etnjuge^n, ba bie urbinatifd^ ^W^t Ja o(>ne(in in für* 
Itm ^etmfallen nmfften. 

92. 
Relatione della Romagsa. (Alt) 

Ungefd^r 1615, ba« 2fa^r 1612 wirb ou^brftcflidi^ enodM» ober 
fftr bie ganje ^eriobe feit 3uliu^ III. t^on ^o^er ^ebeutung. !Dte 
^arteten wiid)t bie $ro\>in$ t(^ei(ten, werben gefd^tlbert; ber 9Se4rfe( 
be« 95eft$e^, ber befonber« burc^ ben (Eintritt ber papalen SamiHen 
@tatt jatte, febr wo^t erirtert. 3<ft t>öbe micb biefer Arbeit 6fter 
bebtent: pitr ftnbe no(4 eine fSemerfung &ber @an iS^arinor ba« 
ft(!^ nod) in biefen S^i^^n nadb unb nad^ burdb fortgel^enbe ^;remtio« 
nen jur Jreitjeit erjob, eirte @tefle. 

La repablica di S. Marino si presnme libera^ se non in qaanto 
e raccommandata al duca d^Urbino. Del 1612 si propose e si 
ottenne in quel consiglio che saccedendo la manranza adla linea 
delle Rorere si dichiararano sotto la protettione ddla sede apo« 
stolica, della quäle per ci^ ottennero alcuni privilegii et in parti- 
colare delP estrattione de grani e dt grascia. Fa questa terra, 
compresovi due altri castelli annensi, circa 700 ftkochi. £' situäta 
in monti e luogo forte et ^ custodita la porta da soldati pro* 
prii. Hanno la libera attiministratione della giqstizia e della 
grazia. Si elegono tra di loro ad tempus i magisfrati maggiori 
chiamati conservatori, a quali tra di loro si da il titolo deir il- 
Instrissimo. In qualche grave eccesso sogliono condurre offi* 
ciali forestieri per fare processi e cause, et in particolare li mi* 
nistri delP Altezza del duca d^Urbino, con quella autoriti che 
loro pare. II publico ^ povero, che non arriva a 500 scudi d'en- 
trada. Ma li particolari alcuni sono comodi et alcuni ricchi 
rispetto alla pocbita del paese. Soleyano affittare banditi d^ogni 
Sorte: ma perche alle volte ne nascevano scandali, ^ stato da 
loro decretato che non si possino affittare banditi se non con 
certe conditioni: ma non si ne pu6 havere facilmente salvocon- 
dotto. 

93. 

Parole universali dello govemo eeclesiastico, per far nna greg- 
gia et un paBtore. Secreto al papa solo. — Informatt. 
XXIV. (26 25L) 

Sem Suf^anbe be« Sanbe«, ber ftd^ affmd^Itg fo merflti^ t>er« 
f^Tedbterte, ^vm Sro^; gab e« no(4 2tutt x(itlä)t bie _tt^nf!en Kb* 
ftdbten ^t^itn. 

@onberbarer unb ou«f4ywitfenber fmb fte aber tcoffi me t^orge» 



380 Pwrde ddh gfmtrmo eccMtmiico, 

trafen »orbm oU von Z^omo^ Sampandla In bem S)or(i^enben 
^erf^en. 

^enn df^nt 3n)eifel iß btefer ung&diiäit ^f^itofopl^^ ber tn ^cr« 
hadii fcan Salabrim t>on ber fpan(f<ibm £[Honardbie lo^retf en ^u n>o($ 
Im unb an ben oit^Mweifenben ^(dnm be^ ^mogd t>on iDffuna 
S^etC QitiomxMn }u paben, ber ^erf affer btefer @($rtft. Questo 
Ä il compendio, \aQi tc, del libro intitolato il governo eeclesia- 
stico, il quäle resto in mano di Don Lelio Orsino, et io autore 
tengo copia in Slilo patria mia; — er fikgt ^inju: Haecetionge 
plura ezplicantur in Monarchia Messiae. (Samj^anena xcat an^ 
^m, biefe ^onarc^ta ^efftd tß fern Serf. 8Bir !6nnen ntc^t 
3n>eifeln/ baf er au(b bad unfere enhoeber o^a%it ober ik^erarbeitete. 

T>it ^i\i fann man unbeflimmt (äffen, ^al^rf^^einltc^ trug er 
ii^ fein £e6en long mii Sbeen biefer ^rt. 

(Ix bemerft^ \iai ber $af>fl fe^r friegerifdbe Untertbanen l(^abe. 
Li Romagnuoli e Marchiani sono per natura inclinati air armi: 
onde servono ä Venetiani^ Francesi, Toscani e Spagnuoli, per- 
che il papa non e guerriero. (ix rdtb aber aud^ \izm ^apß frie« 
ger(f(6 ju n)erben. sii gebe no4^ \>tti @toff ytx Siceronen^ .S3ruten 
unb ^tonen: — ed feble nid)t bie 9^atur/ fonbem hk Svca^. 

dr meint, ber $op(l muffe jwei ^eere. oufri(<>ten, ein^ di S. 
Pi^tro ^ur ®ee,>ein anbered di S. Paolo nt Sanbe, ungefd^r n>te 
bie 3anit(^aren. 9lie fe^ eine ben)affnete Dleligion beftegt xDorben, 
|umal »enn fte aut geprebtgt n)erbe. 

IDenn bte^ fe^t er fetnedn>eg^ ou^ ber ^dbt. & rdt^^ au^ 
aVita Orben bte gejfdbt^t^f^^n ^tait au^juwd^Ien, fte t>on ben S,lo* 
flerpflidl^ten entbinben unb ft(^ hm SBiffenfd^aften n^ibmen ^u (äffen. 

3n ben £(6flern m&ffe man SKed^t, S^ebictn unb freie &\in^t 
fo gut treiben n>ie »l:beo(ogte. iDem ^o(fe m&ffe man t>on bem 
golbnen Z^\icSUxipn\i\^tn, reo ein Jptrt unb eine beerbe fe^^ bad 
@(äcf be$ befreiten 3enifa(em^/ \ik patriardS^adfdt^e Unfc^u(b, bar« 
na<lb. mikffe man beffen @ebnfucbt erwed en. 

9Bann aber n^irb ein fo glikcflicf^er 3uf!anb eintreten? /,^(dbann'^ 
antn^ortet er, ,,tt>enn atie n)eltlicben Surfientb&mer erlebigt fe^n toer« 
ben uhb ber ^tcariu^ (l^x'x^i hbtx atte drbe b^^^fcb^n n)irb/' — 
Sar^ nel mondo una greggia et un pastore, e si vedra il secol 
d^oro cantato dapoeti, Pottima republica descritta da philosophl, 
e lo stato deir mnocenza de^ patriarebi, e la felicita di Geru- 
salemme liberata da mano degli eretici et infedeli. E questo 
fia quando saranno evacuati tutti 11 principati mondän! e re- 
gnera per tutto il mondo solo il Ticario di Christo. 

ill^an m&ffe prebigen, rdtb er an, \ia% ber ^apfi Spttx fe^ au<b 
in n>eltlidben fingen, ein ^rießer n>ie ^bimelecb^ nicbt n>te ^aron. 

@o(dbe @ebanf en Ib^d^^ ^^^ nodb — benn idb mtll nt<bt entfcifei^ 
ben ^ gegen bad (Snbe bed fedb^^ebnten ober xxi' ben erfhn iDecennien 
bed fteb^ebnten 3abrbunbertö. ^ir n)iffen fcbon, in meld^em unge^ 
meinen Sortgange \>xt r&mifcbe '^aö^i \iomM mar. (Sbe idb V^ ben 
!Documenten &ber benfelSen ^urikcffebre, fe^ e^ mir erlaubt no<Jb tm 
^ort Aber hk ®ef(ibidbtf(bretber ber S^fuiten l^in^u^uf&gen» bie eben 
bomald^om elnffufrei^jien iparen. 



®er(^(c^tf(^re{6er bei ^«futrererben«. 881 



Ue^er einige ®t^äiid)iidivtihtt bei S^futterorben^. 

©etb^efäbt unb ^uf e veranlafften aflmd^Itd bie metflen €>v* 
ben t'bre ^efdbtdt^ten au^^(t(ib aufjuietc^nen. 

ferner t>on aUm ffat bod aber n>o|^( fo f^fiematifA gef^ati 
wie ber jefuittfcbe. €r fab e4 borauf ctb, ber ISelt eine ^itfommem 
bangenbe unb umfaffenbe ^^ifforte feiner SBirffamfeit auä) fetber §n 
überliefern. 

3n ber S^at tfl bie Hutoria sodetatis Jesu, bie man unter 
htm 9lamen M Crfanbinu^ unb feiner 9ortfe(er fennt, ein fi^r 
ben Drben, ja n>ir b^en fagen fftr bie ©efdl^idbte be^ Sfabrl^un» 
bert^ 6berbau)>t f^bä^ft bebeutenbe^ %erf. 

9licoIau^ £)r(anbinu^, au^ Storenj Qth&rtt^, tfaUt eine S^it 
(ang bem ^dUmixm ju ^ola, ben 9lotmen üon SfttapH i>orgef}an« 
ben, aU er 1598 üon ^{(cquavit^a nadb S^om berufen unb }um ®e« 
f(!bi4)tf4teiber bed Crben^ ernannt n>arb. @r war n)ie in ben ^o 
fdb^ften M 2thmi, fo au(^ in feinem (Stj^l forafdittg/ fe(^r genau 
unb beba(i()tfam: aber febr frdnflicb. ^it SBUSit hxaäj/U er fein 
9Berf hii ^um l^obe hH Sdnatiu«. & flarb 1606. 

(Sein ^la^Iger in biefem ^^efcb^fte war %vanctim9 @ac^if 
nvA, ani bem (i^ebiete t)On Perugia, t)on ben lefuftif^^en ^iflorifem 
Sbet^au^t wobi ber au^e^eicbnetfte. ^r xoat ber &oifn etnetf 
dauern: juweilen befugte ibn fein ^ater in bem ^offegium 9toma< 
num, n>o er 9lb^torif lehrte, unb e^ wirb ibm gum 9tttbme ange^ 
re(bnet, baf er ftdb feiner ^erfunft nicbt gefdf^dmt t)aht. ^(bt^ebn 
3abre (ang wibmete er fub bi^^i^f ber ^bfafTung feiner ©efdbicbte/ in 
bem 9robationdb<tufe auf bem iCluirtnal ju diom, ba^ er fafi niemafö 
t>er(ie#. ^ber er lebte nidbt^ beflo minber in ber ^f(bauung ber großen 
3ntereffen ber SBelt. ^ie SKeßauration be^ ^atbotici^mud war no^ im* 
mer im gr5f ten ^ort^ang. ®ad f ann f^ einen ^iflorifer ret§enber fo^n, 
al^ bie' £)rtginel eme^ ^reigniffe^ ^u befdbreiben, beffen dnttoidu 
(ung unb SBirfun^en er (ebenbig t)or ft<b b^t? ^aedyinul f&b(^^ f^b^ 
wobt hie einzige €igentbiStmIt<bfeit feinet ^egenffanbeö; ^ biefen fBtiU 
fampf, t)oObra<bt im €ntbuftadmud ber Ortbobo^ie. //i^iege be^ 
f^reibe i(b'^ fagt er, „niM ber %b(fer unter einanber, fbnbem 
bei menfdbßdben ®efcbte<btel mit hm Ungebeuem unb ben ®twciU 
fen ber S^hüt, Mtqt hit nicbt einzelne ^romnjen, fonbem alleSdn« 
ber unb 9?eere umfafFen, iXriege tnhlidf, in benen nicbt bie irbifdbe 
®ewalt, fonbern hai bimmlifd^e 9ieicb ber ^am^fpretl i^-" 3n 
biefem @inne jefuitiftber ^Begeiferung iat er nun bie 9tegierung bei 
Satne} 1556—1564, bei S^orgia hii 1572, ht^ Coerorbul ^ercu« 
rianul hii 1580, jebe in einem 93anbe Don ocbt ^dbäitm, unb bie 
erj^en ^ebn ^^bre ^cquatoii^al in thtn fo viel 93^(bem bef<brieben. 
€1 ftnb hai bier §temli<b ßarfe unb enggebrucfte Soüobdnbe; nt<btl 
beßo minber entftbulbigt er fidf, ha$ er fo fur§ fe^. - Vucb fbnnte 



aast ntbtx citüse ®ef<^i(^tf<(re{6ct 

mon in ber £^t m4rt fagettr ba^ er in SBeiffdlm^eiflafdt toerftde, ober 
SongeoeiU erregte, tlatbxüdi tfl er pavimid^, f^od^ft ^rtetlfA; er 
ftberge^t ha€ toai i^ ni4^t Mißt: au^ bem ii^m oorCtegenben ^(u 
ttriai nimmt er oft nur bad ifyemootk auf, ts. f. n).; ober nt(^td 
beüo minber lernt man febr t>tel au^ feinen 93&<lbem. 3(^ ^<ibe tbn 
bie unb ba mit feinen Jbueflen »ergli^en, ). 93. ben £ttteri4 am 
nui^r wo fie gebrucft ftnb unb )u befommen waren — in unfern 
i^egenben ftnb S3&dKr biefer tlrt bo^y fe(^r feiten: icb bobe bie 
iBibliotbefen t>on Q3red(au unb ®httm^ ^uij^&tfe rufen m&f{en; — 
«flentbalben babe td) feine ^ud^&ge mit Serflanb, Sigent^sitmiicbfeit, 
}a mit (&tiir gemod^t aefunben. — ^it biefer Arbeit aber f^atte iid) 
@a€cbini eine fo autfftibrli<be unb genaue Xenntni^ ber (S^efcbdfte ber 
C^efeaf<baft t>erf(baift, hai i^n ber (General ^utio "Bitttk^i felbfl 
§tt benMben berbei^oa. für vni n>dre %n whnid^en, bad n)dre nc^t 
gef<beben. ^ann lourbe &acd>ini bit SKegierung ^cquai>it>ad «oflen« 
h€t tfübtn, •- eine ber midjtig^en ^oä^tn xo&rbe bei mittm beffer 
erldutert worben fe^n, a(d ed fpdter ber {afl gewefen ifl. @accbini 
#arb 1625. (6(bon fein (e^ter S3anb ifl t>on ^ktrud ^offi'nud ju 
Cnbe gebra<bt unb b^'^^ulgegeben. 

SD^^it ben ^tiim aber ging aucb bie iBegeifierung vorüber, ^ie 
Smogo f^rimi fdeuli, im 3(^re 1640, ifi f^on hti totittm loeni^er 
inbaitreidbr lounbergldubiger, barocfer, — erfi 1710 erfcbien eme 
gortfe^ung &acdiinU wn Souoenc^, hu bie legten funf5ebn Sobre 
^cquwwai umfafte. ^udbSouoenc^ l^at unleugbar Talent; er er^ 
^bit anf(bauU<lb unb fliefenb, obwobi ni(bt ebne ^nfprud); aber ba^ 
Ung(Ä(f iit er nabm ben ^u^bruct Historia aüv» bud^fiAt^Üdf unb 
ioottte ni(bt analen fdyretben, wie ©accbini getpan. (Sr ^erlegte 
baber ben @toff, ben er porf^b, nad) ))erf4<ebenen 9iubrifen: Im>- 
cielos domesticis motibus agitala — soeietas ezternis cladibus 
jactala ^ Texata in Anglia — oppugnata — aucia ^- etc. ^a* 
hd gefdbab ibm nun, ba# er bem obne Sn^eifel n>i<btigf{en ^unft, 
ber SSieberau^breitung be^ ^atbolicidmu^ in ben protetlantifcben 
£dnbemr nicbt bie geborige i^ufmerffamfett loibmete. Die annalißt« 
fcbe iDietbobe war obnebin einem ^egen^anbe mit biefer ifl, bti wo« 
tem angemeffener. ^it alte feinem tfifioriid^tn iBem&b^ bringt 3ou< 
venc9 bocb nicbtd aU Fragmente fu @tanbe. 

^tt(b b^t er bomit wenig fBeifatt erworben. iDer £)rben ^egte 
fogar einmal bit ^bft^t, biefe gan^e €po(be na(b hon dufter hti 
<3acd}inttd um(<breiben in (äffen. 3u(iud ^orbara, ber biefe @ts 
fcbicbte oon 1016^1625 fortfe^te, bielt ft(b genau m bief S^ußer. 
Sfttein ber ®eiü ber fr^b^ni (?^cbe war unwieberbrtngUcb oerloren. 
S>e SBai^ ^rbarol iH gan^ braucbbar, aber weber mit ben frubem 
S)ergdngem, nod^ felbfl mit 3uoeneitt9 an @(bn>ung unb £raft ^ 
si>erglei(ben. dt erfdbien 1750. ^itbem mu^tt bie *<^efeflf<baft oiel 
jtt febr um ibre ^;riflen§ fdm^en, al^ baf fte an eine Sortfe(}ung 
ibrer ^tidfO^tt bdtte benf en f&nnen. Sfudb ^atte fte bie dpod^ H^ 
red (S^Ian^ (cbon vmfa^t 

^u(er biefer allgemeinen ^iflorie ^iht ti nun, wie man weif, 
no<Jb eine groge ^n^abl ^rooin5ialgef<btcbten hti Crbend. ®r6f ten« 
tbeild Üegt hei benfelben bie allgemeine ®efcbi<bte ^ Srunbe; oft 



b€i 3i^iniUtotbtni. 883 



»trb fte dtro^fP coi^trt. Km ottffaUctiMNtt M ®o4(v 
proYinctae Anstriae^ ber @accbtmi^ (^duRg bi^ auf bU dtiulttett 
SBenbitsigen tttpktf mb ). S. ba^ ««pydel refenre^^ ftinc^ Crtat» 
naU ttt tinmi „pudet saoe ref«rre^^ wieber^ringt (Saeehin. IV, 
Yt, 7«. Soehcr VI, d, a3.) 

SeboA iä9 Q>itt tiH4^ nt4t in eine i^ritif biefer Tutoren einlof« 
{en;ba4 8e(b itl adp weit^ unb t>erf&brertf4 ftnb fie 9(^ne(^in in 
unfern ^tiim nid>t, man ^imht tbnen'e(^er |u »eni^ M ^u wel; 
nuY aber bie ^tfä^iä^U Sdnotio £oioIa'6 felb^ fe^ mir eine 93emer« 
fung erlaubt 

SEknn man iDrlonbinud mit ben beiben anbem miä^ÜQwn ®ef 
f<^i<ibtf4r«ibern be^ Sotola k)ergiei(bt^ fo i^ auf ottenb, ba^ er mit bem 
timn t>on ibnen, 9Ka(fei — d« vita et moribus D. Ignatii Loiolae 
— hti mtiUm mebr &bereinflimmt a(^ mit bem anbern, $tetro SRi^ 
babeneira. %uA bie %vt jener Uebereinffimmung if! merfn>Ärbig. 
^a§ S3u(4 t)on ^affei erfd^ien bereite 1585; er^ 15 S^br^ fp4ter 
arbeitete £)r(anbinu^ haii feine au^^ unb M ber groflen Kebn« 
liebfeit ^«»ifcben beiben !6nnte ^affei htm. anbem vorgelegen ^ 
baben fd^einen. 9{id)t§ bejlo minber iß iZRaffei ollentbalben gefu4« 
ter, (l^liftrter: £)rlanbinud nat&rlid^er, einfa^er, unb iDobl autb am 
fd)auli4)er. ^ad IXdtbfel I&fl ftd) auf, wenn wir bemerfen, bag 
htibt au^ berfelben Quefle, ben ^uf|eid)nungen bed ^olancu^ fcb&pf« 
ten. ^affei nennt i1)n niäat, bodb belebrt un^ ein befonberer ^uf$ 
fa( Don @accbinud, „Cujus sit auctoritatis quod in B. Cajetani 
Tita de b. Jgnatio traditur^', ber ftd) in ben fpdtern ^u^gaben bed 
£)rlanbinu^ ftnbet, ba( (Soerarbo.^lercuriano ii^ hit 4panbfd>riften 
von ^olancu^ «vorlegte. 9(ud bemfelben ^olancu^ ^di^pftt barnad) 
£>r(anbinu^ bAU|»tfd^licb* ^ein ^unber wenn fte ikbcreinüimmen 
9lur werben wir hti OrUnbinm^ bit urfpr^glicbe Suf^etdjnung e<b« 
ter ^aben a(^ beiü^afei: -^ jener iß teigiger , oitöffibrlicb^r, bo» 
cumentirter: biefer fud^t feinen IKubm in bii^ovifcbem @<ibmucf unb 
gutem £atein. 

SBober fommtn nun ober bit ^bweid^nngen SXibobenetra^? ^ 
€r fdb&pfte b^)>t(d(blicb <ii^^ einem onbern fdbrtftli^en IDenfmoI/ ben 
9(ttf,$etd}nungen be^ £uboüicttd Sonfaltmd. 

@owi>bl (Spufaltm^ ali ^olancu^ batten ibre 9la(btt4tcn ani 
beM miknb<i(bim ^itt^eiluugen 3gnattod fetbß; fo oiel wir )ebo(b fe» 
ben, nabm ^oUincud mebr bit ^ufdÜigen unb getegentCid^en ^eufle» 
nutzen be^ 4^ene^aU auf# wdbrenb ibn Gotifafoud $u bewegen wugte, 
(tdb einmal ^ einer au^f^rlid^en ir^tanQ, namentticb ^er feine 
er^e (Srwedung« b^rbei^taffen. 

Unb fo ergibt füb, ba^ wtr bier eise bo^peltie Srabitton unter« 
fcbttben mkStni bie eine be^ ^okmcu^, bie in ^aßci unb £)r(an^ 
bin0/ bii aabxt M ^oafafomS, bie in d^ibobeneira wieberbolt i^. 

Km merfw&rbig^en h^i weitem ifi (Sonfabud: ed iß eigentli^ 
eine, (b met ft4^ bier benfin IdÜ, aut^entifcbe lUberlieferung 3gna« 
tiod felb0, bei 'ber {ebocb bit ^dteren ntcbt ftti^n bleiben. 

^Äon diibabentira ging um vkiti wekor. 3. ^. nabm er bit 
&^blung ber aöittAQigtn dfßaU, wel^e Sgnatiud ju ^anrefa 
g4^abt, axU ber er. mit bem SBortSe^ erwocf^t fe^, ani ben Cr$db< 



384 Gitutinian €hima»U CaniarhU Soranxo 

inmtn bcr ffrau SKateSfa 9tof<( du< fBorceHoti« auf. Examen Ri- 
iNideDeirae in comnKnt. praer. AA. SS. Julii t. YII, p. 590. 

^6er man war no4 lange nt^t mit it^ ^ufrtebm. ^fete t>on 
ben SBunbirn, bte man btreitö ^aubte^ b€r&brte er nidbt. ^^Neselo^', 
fagt (Bacdbinu^^ ,,quae mens incidit Ribadeneirae ut multa ejus 

fenerLi miracuta praeteriret. ^< dbm barttm legte ^^oianm^ feine 
Sammlung an unb Iie# ^ercurian btefetbe burdp ^affti beorbei» 
im. @o gingen fte benh au4 in Ortanbin Ikber. 

SCUein felbfl beffen @r$db(ungen genj^gten brni wunberfft^ttgen 
Sefuitt^fmuö be^ 17ten ^at^r^unbert^ nic^t. @d»on im 3a(re 1606 
fam man barauf eine ^6(e bei ^DlRanrefa fikr l^eitig p ](^a(ten, in 
ber man annahm ba^ bie Ezercitia spiritoalia M ^dnottu^ i»er« 
fagt werben fe^en, — obwobi tveber bie eine noc^ and^ felbff bie am 
bere ^rabition ein ffiort ba\>on metbete, unb bie IDomim'caner obne 
Steifet gan^ mit IKe^^t bet^au^teten, in itjvtm ^loßtv fe^ Ut ®pt* 
Umca be4 Sgnatiu^. 

@ben n>aren bie (eftigften @tretttgf eiten ^roi^ä^tn Dominicanern 
unb 3efuiten im @(^n>ange. ^ntti^ genug f&r bte Sefuiten, van 
f&r bie @ribbung t^re^ Orbend fic^ timn oitbern @<tattpta$ ju 
fttf^en. 



Unb nun fe^ren n>ir §tt unfern ^onbfc^rtfien &ber (Sregor XV 
»nb Urban VIII. suru<f. 

94. 

Relation« delli ecc"^ Sn Hieron. Giastinian K' Proes^, Ant. 
Grimani K' , Franc. Contarini Proc , Hieron. Soranzo &, 
amb^i estraord. al sommo pontefice Gregorio XV Tanno 
1081 il mese di Maggie. 

SBie alle SXetattonen biefer ^rt, von mtnberer fBebeutung. 

^it @cbitberung bed neuen ^op^ed unb feiner Stegierung fann 
na4 fo fur^em ^ufentbatt nur flikdbtig fe^n: einige S3emerfungen 
£ber bie SXeife, hai ^onctat^e, ipeif ommen unb ^rdcebentien be^ Se^ 
wi^b^m unb ben erden ^ntauf ber ^enoattung bilben in ber 9t^ 
get ben gan^n @tofF. 

IDte$ ^at Httt nun n>ob( etmad mebr gef^e^^en fbnnen^ ba 
ber orbentticbe 93otf(baf^er^ ber f&nf 3abre am rbmifdKn ^eft refu 
birt i^attt, ^ieron^mo ©oran^o, in ber 9teibe ber i»ier Sefanbten 
auftrat, unb mtt tbnen jugteid; fSernibt ah^att^t. 

*l>ai äfntereffe be^ vene^iantfdKu (Senate^ n>ar iebo<ib tii<|t bai 
unfere, |>otttif(lb^ ni^t ^^rtfdb. 9latureC( mib i£M>fbatt etned xlvt^on 
benen S&rfien reiften bie 9leugier nkbt mebr unb Rotten feine loe» 
fentlicf^e 93ebeutung. @oran^o begnikgt üäf mit memgen S3emerfun« 
gen. ,,Non debbo tralasciare di nanrare qnalche cosa delle piu 
gravi che mi sono occorse di maneggiare in si longa et impor- 
tante. legatione.^^ 

2Da< SBt^^tig^e i9f ba$ er bte SteOungr welc^ Venebig in ben 

furi 



RdaiUme di Mama 1621. 386 

fur^ Doran^ QiQkn^mtn ^i,vMn mH &pmkn htm rimif^en Sfu^i 
^egenikber onnat^m^ erörtert. 

6ii Spagnnoli faeevano eonnda^ar a S. S^ qnelle si op- 
portune eoBgiantare di ravnTar le ragtoni della ehiesa in golfo. 
L'amb' si affatic6 di möstrare il giiisto, antico et indubitato 
possesso del golfo, aggiungendo ehe la rep«« per difenderlo 
rieorrerebbe ad ajiiti stranieri, «i yalerebbe di Inglesi, Olan- 
desi e di Turchi med«^, e te S. S^ havesse fomentato Tin* 
giuste et indebite pretennioni di Spagnaoli. arebbe posta tutta la 
X^ in grand«« aeompiglio. Un giomo S. 8^ mi disae ,,Sti- 
miamo neeeasario che le cose del golfo non si alterino: le no- 
▼iti^ seguite in esso ci aon spiacciute grandemente : lo abbiamo 
detto a Chi ne ha parlato.^' 

^an fit^t, t^ rcar f^on toieber dn Zuihruöf ber alten ®^ 
gmfdfe gtt ofenbaren S^nbfelt^fetten ju beforaen. 

6oran)o bem&^te iiäf nur, ^apft $avl V. ju äberuugen, haf 
ft<^ bte 9te^ttbltf nidit ju ben ^roteflanten ](^inneige. j.Lo resi al 
pleno capace della bonti e del pnro zelo della repnbliea.'^ 

^näi (regten bte ®efanbten bie 3tn>erft<l^t, baf ber neue ^apf 
nid)t fpantf4^ fe^n werbe. Die %rt unb SBeife feiner SBa^I festen 
btefl envorten px ta^tn. 

Nella elettione di Oregorio XV ai mo8tr6 PefTetfo del api- 
ritö Santo. Borgheae, che areva per far il papa a sua Toglia 
sei YOti oltre ü bisogno, era risoluto di far eleggere Campori: 
ma tre delle sue ereatiire dissentendoTi, nasoendo piü altri in- 
convenienti, piü per motiro .et istigatione d^altri che per incli- 
nation propria yenne alla nominatione di LudoTisio sua crea- 
tura. Questo cardinale avera Tamore di Aldobrandino, fa te- 
Buto da Spagnuoli di plaeidi penaieri, Francesi suo confidente 
Tareano. 

9(tt4 ber 9lepot Wen ft4 nod^ frei }u galten« ^^Mostra sin- 
ora genio aUeno da Spagnoli<% fogen bte ^efanbten. 

Sftbo^ nur adsubalb 4nberte ft<^ bief . 



95. 

ViU efatti dlLudonco Ludoviai, di S. R. Ch. yicecane. nepote 
di papa Gregorio XV, scritto da Luc. Antonio CKunti 
tuo servitore da Urbino. (Cors. 122 S3(.) 

,)LndoTico, ch^^ poi «tato il cardl Ludovisi, nacque in Bo- 
logna dal conte Oratio della fan^Üa di Ludovisi e della con- 
teasa Lavinia Albergati Tanno 1595 a 27d*Ottobre.<^ (Sr Würbe 
im Sefmteneoflegium §tt 9tom er^e^, 1615 S>octor, begleitete fei» 
nen Syfftm auf beffen 9hmttft6tf naä^ tBofegna 1617; 1619 begann 
er bte £aufba(n.ber 9rA(atar$ ben taa no^ ber ihrftnung feinet 
C^eMr lB.v&brttaf 1621, vforb er dbrbinat unb befom l^teburdt^ 
imt loeltbebeutenbe &Mbsni bie imr wai^mat^en. 

Dar^, fagt bet.^utor, quateheeenno delle cose parte da Ini 

tmt ** 25 






» I 



proposte^ parte 4« lai cotiiJttTiile promosce nd pontiieato M 
Buo zio Gregorio. 

1. ^(^arafhnr^ftge. — AiitooUaiira tullo con flemsm pijk che 
ordinaria; gU anÄaeciateH «ai si rendeivaoo satii di trattar seeo, 

Bi dava a tatiiy aeoiecbe totti si dassero *lui; Afosiraya 

giufititia e miserieerdia ineieme^ senza passtone o dtfppiessa. 

2. ^ef5rbd!ungM: — ^er^atbtndle »cMk bi* ^nodt^funs fn* 
m^ Ot^m^ MfhvUttfjM verfc^t^enen &9ationeii, Orftno^ m bie ^^ 
magna, yietf m bt« ^ailr Hbdbtnid »ad^ fMoo;»^' ^apponü §utn 
(ir)b.tf4ef von (Kawtma. <So iDitrben tt^nen, t^irer gaMc ibimßt ht* 
U^t ^a6^ aieft^&f« «Mtrbeit 9^ttiilMn att^anbA:- SRafftmi nad) 
ti^cana, ^omfiü nad^ %«a^r Sorftni ned) Sranfretd^, ©angro 
nad() Spanien, ^araffa an ben J^aifer, ^entorlo nady (Bin, ^(bobran» 
bifie brnite M i»tntt^ ^tno Mr^Unmiht m £)eiitM(anb. 9Bir 
^aben ben gr^^ten £^(.ber3n0nicfienett jener 91ittttien öbrig. Um 
fo tnitereffanler. i9 und f»(^8iC(0t)Oti).i&bet bie ttrt t(>i«r ätbfoffung. 
Quantunque fosaero disteee da m* Aguecbia prelato Bä^logaese, 
nondimeBO U eard^ feee in esae particolar fatica nette anaola- 
tioiii di eapi, di mottri, del seoao di S. BeaX^j de^rtpiegbi e 
congigli snggeriti dal sao proprio aTredimento e aapere. !Str 
fe^en, hm (Entwurf mad)te ber ^arbinat ^tpci, bte fäuifh^vun^ 
&bema^ ^auciCbta^ ein Stob'Mami .t)en Eitbot^ift 

3. S3utte Aber b»e ^)5«p(hBa^(. C9ian dnberie bte hii^kjm 
formen: ba^ gel^eime @ienilut{niil. wofb tingtßfyrt, bie SCborotion 
abgef<f)AP. ®iun!ti. jit^rt bieS^ad^ile an, votlä^t Ue ^boration 
\)erurfa4)e: Bandet« i cavdwaili pi^. ttaudi nel .dire il parer loro, 
parteriva e falnelitara grandiagniii'tni gli eiMdudenti e gll es- 
ciasi, cagieaava cbe U pMiMce si eleggease seaaa la debita 
premeditatione, mentre i capi ddle lattieei naiiilestayatio le loro 
Tolantä, faceva che la somma delle elettioni fosse per il piu ap- 
poggiata a cardinali gioiraivi. ^ctn qUoM nun woUi ba#.£ubo^ 
t>tU noc^ anbere ^eimere ®r&ibe $a ber ^bdnbernn^ l^aite: btefe 
f ommen jebod^ ^itt ntd^t tH>r. 

4. Stiftung ber ^f ot>adanba. €anontfatton ber ^etd'den. 2Btr 
l^ahm bat)on get^anbeft. 

b. Ueberfragitng ber (S^ur. Crirferung be« |>erf&ntt(6en 9fm 
t^tiU von SuboDift an btefem (Sretgnt^. 

6. CvoMTbHng bCE! ' ^bi^enier SMlkiffdi r^ per 2a quäle 
(la Viblioteca Palatina) si oper^ mollo il oard>» LttdpTiaio, at- 
teso che riputa^a unq dejtt.ärremiemf piA feitet del pMitificato 
del zio di poterla conseguire. Fu destinato il dottor Leon Al- 
laoeie, scrittore Greeo dell^ btess«. biblloteca Vatieanay che an- 
daase a riceverla et accMnpKgteila. 

7. $r0tection ber. (ba^tf^mti^ bie Atb. fe^ t^ I^Mtf wr^dg« 
It^ ber Skftttten. Sh'teOeftlfii fogit^ but^.ben bcibttbenr^tt«, ben 
90U biefer ^^efeOMofil ttnft^tiffm hfft^^ ^tVb^t baf <ie mrnur et« 
neit großen Sorbnutf |tt i^rem ^iMedar bcfbrnm«: Sde^nmto f ar« 
nef<, iDboerbo Somefe, Stteiauiber £>simr nnbr mm 2i*i Ettbeecft 
dt t^at bte 3efuttettftr4€ti m atem mtb tBoCB^naaitf ftiittm ^« 
)>otoenii6§<n rei4(t4 tmterfift«t, pMH aur VoOmbrnid bev ii#en 



nta A JMEovIc* LmimiH. 387 

20MM St. m fetttntt Zeitmuctti Miwmti @Uffon ^et feinen £eb< 
fetten f^enfte er i|r ofle 3a^ 6000 @€. ^er 9(utor ^dt^It bad ^u 
ben ^imofen bte er ^t^aifU, ttn^ ^ie er (dtrli^ genau auf 32882 
@c. beregnet. 

S. 2>ie SKi^ UrKin« VIII. ^{e wirb (ier bem 6arbma( )u^ 
gefcbrte^en, ,,sup6Pando^ eon la sna destregza^ledifficolt^ cbe si 
frapdiMyaoe.^' @eme diitftrmifig ou^ fHom na4 feinem er^tf4^6f« 
Ii(^ ^t$e in S3o(o^a fe^ gan^ fein etgener <Sntf(f^(u# geroefen. 

9. ^)>a«ere« Se6en. €r prebigte ^niDeifen \n ^Bologna: — er 
bewtrffe/ bof bi'e SSoIognefen ägnai ttn^ 3Eat>er ^u t^ren limntlifdKn 
@d^u4^afronen ^n§uf^ten: after bi« ^auptfa<l&e i%, ba# er ben 9^en« 
ben^ ber t>on t()m gejf^^rten ^envaltung gemdf ftÄ gegen bie (((»man' 
f enbe ^olitif llr^an^ YIII. iif (»eflige £)|>t>0fttfon fe<|te. ^C« im a[at)re 
1631 bte @te0e Unflat) ^boffi erfotgeen, h)t er bem ^nifc^en ^ofe 
100000 @cubt unb ben (Srfrag tM>n feinen fpamf(l(Ktt Abteien, be$ 
ren er ^c^en U\a%, auf bte SDauer be4 JNege^ an. ©tunti ii^vM 
ben 93rtef mtt^ m «Deinem £ubüvifr biefen vii&ta^ auf bie ^^pre- 
senti bisogni della Germania e deir augnstissima casa di S. 
M^, basiee sostegno della reli^one cattolica,'^ begr&nbete. 3n 
Spanien nafim man ba4 nun nt(^t axk: £)(ivare^ anfwcvtete W^m, 
iDtemof^t ber Sthm% biefe^ (Erbieten ablege, fo werbe baS bo4) @. 
^. m(!^ (tnbem, bem 6arbinal bie ©naben gu enveifm Ut er ftc^ 
w&nf^e, unb \>\t man fon^ fär infereffürt (alten f6nnte. 

^on \>tt ^f{d)t bie ein 9^en^ianer \>zm ^arbinal ^uftbreibt^ 
ein (SondUum wiber $apfl Urban Vlll. ^u berufen/ ftnbet füd^ l^ier 
nt^td. 

IDemt &ber]^aujpt iff biefe Beben^befAretbung tm Sone eine^ offi^ 
ctetten ^aneg^ricn^ «erfaßt. iDbn>ot^rfte weCe tdil^\&it nnb gfoub^ 
noikrbtge 9lad^i(ibten entH^, Ü^^"^ fte bö4 bal ®ebenf(i4>ere nid^t mit 

IDer (Sarbinal flarb ba(b na^^er. ,,La cai anima,^ fd^lie^t 
®tunti, jjriposi in cielo.*^ 

96« 

Instruttione a mons' vescoTO d^Aversa, nuntio destinato da N. 
Sig» alla M^ Cesarea di Ferdinando II Imperatore. Bo- 
. ma 12 Apr. J62i.; .. , 

«ir Ji>aben gefef^/ tvi^wi^tig bie Sl^iaHgreit (SarofFa^ loar: 
fd^oti barum itfto bte.Suffrttctiou merhDdrbtg, bie \%m ®regor XV. 
M bem Kntrift feiner ^hrnttatur erteilte. @ie tfl e^ aber aud» 
be^^(6, weil f{e bie f^eftd^l|>m^e tiit(^ttr ^ «min ju IRom nad» 
ber &^\aäift t>en ^^dg fa#te. 

'Tregor get^t boi^on au4r baf e< bie ^bfubt ber ^rotefianten 
geimfen fe9> ba4 i^u4 £)eiirei4 au^^rotten, bcttf JoifnrtlNm an ftd^ 
»t ret#en/ unb homn na4» Sttt^^tt ))om«bringen mn biefeii ebel<len 
£^I ber Seft ^u berauben unb^' ^ftnberm* ^ü 1^t aber ben 
IDingen eine anbere Senbmta gegeben; ^an m64?e,nun barauf htti> 
fen, wa^ berfelben ben mh^im^ 9lu$eii p ^ki^vx, 

€r iteift ben 9luntiu8 an, auf foIgäAe fünfte fein 9(ugen* 
merf ju ti(^ten. 

25* 



388 imiruit. a C. Cmußa lfi31. 

I. fBcfcüigimg be^ ttct^e« M bm Xatf^Utin. dt Mrfinri«^ 
brm itaifer i^&(fe^ imb bringt auf rafftet Serfotgen betf Sie^e^. 

II. Jperfteflttng ber fat()o(tf4Kn iXeli^ton. Skv ^oj^fl t^ er« 
freut xcU gt&cflid^ ftcb biefe Angelegenheit in £>fßrtid9 unb 9Rd(^ren 
anidft. (Si tthftd ii)n, bai man in ^dbUften menig^en^ bie dalw-^ 
niden ntd)t bulbet, bo4) n>&rbe er niäit bifligen, ivenn man in Ungarn 
an6) nur ba4 ^ug4burger S3efenntm0 geflatten i&oflte, bad üä^ bo^ 
bem .f atbotici^mui^ am metffen anndbert (la confessione che, quao- 
tunque reu, Bi dilunga assai meno dalla professione cattolica di 
qaello che facciano le piu aette cattoliche). S3efonber^ abfr liegt 
ii^m 936bmen am i^er^en. S&r tit ^erfieOung be$ ^at^otici^mu^ 
bafelbfl gibt er folgenbe ^ittd an: ^ 

1. Fondare in Praga un^ universitii cattolica; 

2. Rimettere nelle antiche panroccbie i parrochi cattolici 
e per le dtti i maestri di scola parimente cattolici; 

3. L^uso dei catecbismi e di buooi libri per tutto, ma per 
li fanciulli et i(^oti Pantiche caozoni spirituali in lingua Bo- 
hema; 

4. Librarj e atampatori cattolici, facendo visitare le libre- 
rie e stampe degli eretici; 

5. L^opera de^ padri Gesuiti e di altri religiosi; 

6. Ritomare in piedi li collegii di poveri, aaaegnando a 
quelli li beni ecclesiastici alienati. 

Utiti SBfliüil M Unterrt^t4 unb ber ^r^ie^ung. tKuferbem 
wirb ber 9luntiud . aber np4^ erinnert, ft<ib ber ^n^eflung prote« 
ßantif^^er 93eamten ju n)iberfe$en. Lasciandosi le menti numane 
piü conaigliare dal proprio ioteresse che da altro, incomince- 
ranno a poco a poco massimamente i giovani a piegare Tanimo 
alla religione cattolica, se non per altro, per partecipare di pu- 
blici honori. 

III. ^erßeCtuna ber fir^^Iicben ^ert^töbarfeit tteber gor 
S^iele^ ^at ber ^apfl M in biefer $inftd)t ^u beflagen. ^ie ^i* 
fd^6fe motten ftdb ben ©a^ungen l»on Orient no4^ immer nic^t un« 
tenoerfen: bie IDomf^errn b<Kben t)erberb(i<()e (Bemo^n^etten : bie Qa^ 
pitil befe$en bie Stellen i^re^ ^otronate^ Wtä^t: aud^ ber Jfaifer 
ertaubt fu( }u t>ief. L^imperatore istesso sotto varii pretesti di 
spogli, di juspatronati, di concessioni apostolidie, di avocarie, ^di 
iacamerationi e di pienena di poteata trattieoe le chieae gli 
anni yacanti^ et in quel mentre se ne prende per se rentrate. 

IV. i^erffeflung ber pdpfllifjben Stutoritdt. £)ie Jfaifer fdbeinen 
ed gern $u (eben, ba| ber ^opß fi^ft mit feinen (Ercemmunlcationen 
unb Butten nid^t mebr geigen barf. 9Uub M ber pApfUin ^of 
an (Syelbeinf&nften au« jjeutfAtanb, bie fr&t^er 200000 @ettbi be^ 
trugen, unc^emetn t^rtoren. IDo« Serfabren mit liefet miü ®re« 
gor ni^t btfligen, bodb brftcft er ft<b fel^ gemd§tgt bar&ber ani: 
,^on ^ mai piaciuto troppo quel fatto.^^ 9er ^ubitor. bt 9lota 
Sero^pi warb berilberge(4^i(ft^ um ben ^rocef ^u f&t^ren. 

y. 9)er(^dttni0 bH J(atfer< }u Stalten. Sefonber« in ber tMO* 
tjKIimfc^ (Sacbe f5nnte ti n&tlt4 werben. 9locb gebe man in 
Spanten bte^ Sttleifimg ber eroberten S^ßungen nt<!|^t ^u. Pare 



Insiruii, a Softgro per Upagna 1621. 3S9 

che ü duca di Feria et altri ninistri di S. M«^ Ces. in lulia si 
opponghino a quel consiglio, come coloro che yorrebbero ritenere 
i forti e con essi U gloria di quell* acqiüsto. ^Der ^p(i aber 
ftet^t t)60ig ein, xoit grfA^rli* biej fe^; bie ^xtitt^anitti in ©euff** 
lanb idbrben niä^H mepr iD&nfc^en a(d ba« @d}n)ert in Stalten au^ 
fer ber ©d^eibe }u fe^eu. 

VI. »efragen be< Wuntiu«. »or aSem wirb er on Wen* 
berg gemtefen, toie ftc^ batf ta verffe^^f ; ober befonber^ merfn^tkrbig 
'^, hai ft4 ber 9Zepot Aber bie 3efuiten nur fef^r be^utfam au«« 
bri^cft. Terra gran conto del padre Beceano confessore di 
Cesare, e si yalerii con deslrezza delP opera sua, non lasciando 
intanto di osservare i suoi disconsi e consigli per scoprirne me- 
glio i fini et awisarmegli. E parimente a^ padri Gesuiti ricor- 
reri c5on avTeduta confidenza. ^ü t^orftc^tigem Sertrauen! ein 
fe^ on^er ^% 

vRoxi fielet inbeg, ya xoxt gtdnjenben ^u^ftAten ber ^apS ^^ 
bereite er^ob. Sine j^erflellun^ ber gefammten Jtir4eng&ter fa^te er 
fc^on bamal^ in« ^\x^^, ^lefe merfw^rbige (Stefle fdt^liefe xm* 
fem ^u^jua. Secondo che s^anderanno acquistando de paesi te- 
nuti ayanti dagli eretici, ella faccia grandissima istanza con S. 
M*^ di ricuperare i beni ecclesiaslici occupati da loro e di ren- 
derli alle chiese et alli yeri patroni, Questo officio si fece per 
ordine di papa Paolo V, quando il marchese Spinola 8''impo8- 
sessö del palatinato, e Pimperatore rispose che non era ancor 
tempo di trattarne. 

SBir fetten, ba^ ber ®ebanf« be« gteflitutionebicte« im Safere 
1620 t>on $aul V. gjfa^t, aber bamald )>om ^aifer no(^ M un^ei« 
tig )ud^cfaen)iefen n>arb. 

IDer^untiu« fofl ieQt neuerbing« barauf bringen, unb bem Xau 
fer \>Qi,i f^erbienfl t)orf!e0en ba« er ft(^ babur4) em>erben »erbe. 

»7. 

Instmitione a mons' Sangro, patriareha d^ Alessandria et arci- 
yescoyo di Beneyento, per andai; nnnzio dl S. S^^ at re 
. cattolico. 1621. 

^ngro wirb erinnert^ \i(iL^ bie 0en>alt in Spanien {e^t (^aupt« 
\MHxii in ben ^dnben U^^a*« unb be« ©roginquifttpr« fep. (Sr 
fofl benn t)öme^mli4 ^tm legten feine geifflic^en ^flic^ten in« ®e* 
bd^tnif }ur&(frufen. 

Um bie (^e^eimniffe in Srfa(rung ju bringen, wirb er ange- 
liefen ftd^ an bie ®efanbten t)on ^enebig unb !to«cana ju |)atten : 
^,de^ quali si suol cayar molto.'^ 

SSie (Sefct^fte ber Shttmunitdt/ fird^It^en 3uri«bidion, Goflet« 
toria n^erben hierauf nd(er erörtert. 3(b n)i(I nur ge^e^^n, \)oi bie 
fe(^Ier(^afte unb unltferliÄe Sopie bie i4 fanb, mid) abgehalten %Qi 
n^er auf biefe fünfte ein^uge^^n. 

^it {»auptfa^^e bteibt bie (2fr6rterung ber polttifc^en 9er« 
(^ttmffe. 



890 InstrtäL a Torret per PoUmia 1631. 

S)a fjoH nun btr 9ltmtmd (efntbcrd \>k Smeuerung bc4 l^I« 
Un^fd^n ^mgtd forbern. 

dr (od in (Srinnentna Itnngen^ ba| ^rm$ ^ortt f(|^im a(t 
unb fd}n>a(b fe^, unb fd^ fem £ob aflt «tage envarten laffe*. •— bie 
^artcüind ber SCrmintoner tinb ®omart^en (idina>d(^e bie 9Jnn>tn^en: 
mit ^filfe ber erffen J^offe ®raf ipeinri*, mit i^&lfe ber legten 
®Taf(irn(i %vat ^d^tn ®en)alt p gelangen: — bie iSeeUnber fe^en 
arm, bie ipoO^nber wegen i^rer SCnmafungen ben Uebngen )9er(^oft. 
,,LaoBde U re non pa6 roltare le sue forze contra Ai loro in 
meglior temp» OTf«ro Opportunität.^' 

98. 

fats^ttione a V. Sig'^ M' di Toires, ardvesooTO dl Antrtho« 
poli , nuntio destinato da N. Sig^« in Polonta. BO Mag- 
gie 1621. 

£)ad ^l^t^erfldnbnif ^xoiiä)m ^aul V. unb @iegmunb III. n>ar 
bo<ft fo unbebeutenb niö^t „Se la piet4 del re'S.fagt ©regOrXV. 
in biefer St"toction, \>k er feinem erffen Stuntluis mit^ah, „e la 
riyerepza che a questa sede e^li pörta^ jion bavesse ammorzato 
del tufto o almeno coperte le scintille de^ dispiaceri loro^ se ne 
sarebhe per U soffioni aitrui acceso alciui fuoco di discordia ma- 
nifesfa.*' ' 

Tregor tf! nun Umh1)t atiti (et^ulegen. ^r tf! bttr(f)brungen 
wn ben/^erbienfien btefed i^inig^/ ber in diom ni^t l^ittt^ fat{^oI(< 
f4>er ouögebilbet »erben fJnnen. 

!Der 9luntiu^ wirb erinnertr ft4 vor a0en fingen fetbfi o(ne 
£abel ^u betragen: — percbe, tutti gli pongopo gli bcchi adosso e 
prendono ancora e^^mpiö da santl costümi di lui, et il re me- 
desimo il propone a suoi prelatl per norma. 2Den ^antttttn ber 
®ro#en fleißig beizuwohnen, w^re jwar an ft4 fein unebene^ ^iU 
Ui fidf din^u^ }u t>erfd()affen, mdtbe aber hodf ut(e(t bie V4>tung 
f(f^n)4dl}en, hit man Dpr einetn 9luntttt| ^ai^m muffe. 

^^ »firbe gut fe^n, wenn ber 9j[antiud wieber wie frft^bte 
Mitö^tn perf6nlt^ t>i{ttiren woHte. 

IDie £>auptfadbe hl^ht immer bie ^r^ie^fung. 2Da4 ^nffttut ber 
Dottrina Cbristianay wie e^ in Italien befiele, fpOte mdi im ^n* 
aefö^rt werben. 3&r. if ated^i^men ixnb äiifilid^t ^Aer v^i man 
forgen, wMiä^t unb proteßantif^e ®ef4t|ge bui^4f fot^pHfd^ )>er« 
brdngen. 

99. 

Instruttione a V. S»« M' Lancellotti, vescovo di Nola, destinato 

da N. S^ 8U0 nuntio in Pdionia. 

34 tDeif nid^t, ob 1622 ober 1623, aber gewif noi^ unter 
Tregor XV. 

^em 9iuntiu^ wirb bie Sfnffruction wdcf^ Slorre^ empfangen 
i^attt mitQctUiit @ettbem Ratten auf ^cfe^I ber ^ropaganba alle 



InsiHi(4. m LmuMmUi per Poldnia. > 391 

$BIM6fe StTN^iMor t^ £)cMfn tr(taHm tnftffcn: vad^ mti tfts 
tmt fofl b«r 9^iiiitntd iid) nnttttidjitm, '■ 

JDie^oIitifdyen ^erWltnifFe h?<tet «hMtf me^r t«Wr. ©er 9^«m 
tiu« f»« bad g»te ISkrm^nnn ^d^nt ^Uit unb bem ^ou« Öeffreic* 
m6dlt4fi aufrect^t erhalten, ©a^ gd(^me bte xti^rfen unb bte fKtUU 
Un be^ i^aiferd. 

^.@em Wtftn l^ie ^^olen griebft ober wm0tni tii^m man^i^ 
ja&rigetf ©tiflffanb mit ®\iif.a\> .?rbprf.,gef4rojTm.:' au*, jieflte biefer 
vor, bafl i^m bie portiiWe £ini^ fuccebiren folle/n>enn ^rojme Jlin« 
ber (ierbe, aber (Siegmunb xt>ki düe^ »on ber ^anb. Ben- 
dra Oostinra per cvnditione espHesüsa offrisse i^e morendo lui 
senza fi^oll gli ayesse a suecedere S. M«^ e la sua stirpe^ 
s^oppose a questi consigli. SRur aud SX&rffidjt^«ttf bre ^len woöte 
cr^^<i^^)tt einem ftn^ i6ti((i}4ub oer^e^. 

JDie ^erWItniffe berunirten ®md9m waren fd^on in ber 3«* 
fmcüon t>on ^orre^ erörtert morb^n, boi^ sefc^te^t ba& l^ier flarer 
imb aribtbltd^^- 

>L Gveei leOBHBOMi al tempo- di demente Ottaro per opera 

di Rupaevrio Paceiorioy che fu prina vescovo overo vladiea di 

VhHÜmiera.e pot metropolitano di Chiovia, si contentarono i 

veecovi o'^4«d|ci- Imro^ eoeetiuati qaelli di Leopoii e di Prei" 

mieda^ efa&ttcilä iero ostiaatioiic si -^rimasero^ dHiairsi alla chieta 

Roraauay e di Tioonoaeere, come' fecern» l'anno 159^^ il ^iMipa 

per lofo capM^ secenido.la fomia e proüessione di fede nel eoa* 

ciH» -FiiMieotino eontemita.. Ma tante diseordie ne nacqoero, e 

cosi st MWMW BtU^ diete a>- iofugnare quell a uoioDe 11 nobili 

Clreei} nagii lieretici fatoriti,' che a?d havato a mettere sosso^ 

pra dl- re^no: impeifoccfae pochi del clero e moho meno del po- 

pol« l?baBi|OTolirto>abbBaMi|re^ affermando tutti «tsere per pri* 

vttti' dioegni e.per ambitiaiie di puclii stata fatta. e senza loro 

partecipatione. Onde si conserrano hene li vesco?! e pastori cat- 

tolid,. Ma^qveati eoK-Be n« stanno, semea trorare pecorelle che 

eeguitare M- veglioB», :e M pidi oomulo graa risdiiö d'essere 

di^ liedie Sivoeäedaki e che>engao*anoer ad essi levale quelle 

cbies» ebe tottegü alli eeisnatiei 'fuFenfli> cmcediite. Onde in 

tutte le diete se ne fa lo strepito grande; e nelP anno passaio 

arteimeche wi Teecovo orfosseJl patriarca scismatieo di (je- 

nisalenmie.nflndato in M^söivia et m Ruaiia dal patriarca di 

Costantinopoliy si ferm6 fra Russi^ e yi cre6 ianti. scismatici 

quasd socio ^ nnü), «t.eccHo ii coeacchi, chesono tutti Greci 

scismatiei^ ad addimattdare ;vaUa idieta icon Offerte grändissime, 

perche il regno per la ^evTa^col Tureo haresse bisogno di loro, 

che dXi'' antiche loro pretens&mi si sodisfacesse: raa il vescovo 

di Santo Angelo, alP bora nuntio, ne divertl Tnupeto, siehe tra 

per questo e per pubUehenecessiti, ehe a nuove eonteee non 

laseiayaao kiogOy d pose eo& Pantoritii del re il negotio in 8J<^ 

lentio. Si Tive non di- -meno dagli aniti nel mede^mo timoiie; 

e li piü prudenti prelati ne pronosticano alla fine de^ mali eveuti 

se alcun provedimento non vi si piglia: onde bayrebbero alcuni 

ba?uto per io migliore che Punione non si fosse mat fatta, ap- 



Sm UtOfi Laitari JEUUaUmB l&ß. 

portaado essl die urebbe stalo piü agevole fl ridurre IX noMli 
siogolarmente e di famiglia in famii^ia alla cbieta eattolica, per- 
che si rede per prova che tutti coloro ehe ad uno abbandonano 
il rito Chreco e lo scikmay atanno nella noatra diiesa perseveraoti. 

100. 

Relatione fatta alla congregatione de Propaganda fide da Dio- 
nvsio Lazari eopra alcune tose che possono essere di ser- 
yitio alla santa fede cattolica. 1622. 

S)ton. £a§art war eine S^tlang •»* wie er ii^ au^brftcft, mohi 
meai — xn (Engfonb gewefen, tmb ^H nun qm, xo\t itt4 ^ort ber 
J^ot^oßcidmu« (feilen laffe. 

IDrei SBixitti gebe e^, meint er: Unterfianbbtng mit ^em, eber 
mit fielen / ober gewaltfame ^aafrMebt. 

€r meint bod^/ ba0 ftcb bei bem A6nia 3acob perf&nli4^ viel aittf* 
rieten lafTe. S)er i^^ntg fe^ inbifferent in feinet Meinung, unb für^^« 
fam. Mper la pratica ehe ho di lui, lo stinto indifferente in qual- 
sivogha religione.'^ ^an n>&rbe u>obI t^^Hn« an4) burt^ unterge« 
(cbobene S3riefe feinen ^erba^^t ^n nd(n*en. ^^Far artificiosanente 
ayisar qualche suo ministro fitori del regno di persona da loro 
ereduta fedele, e nelP istesso regno far trorar qualche lettera 
a nome supposito che trattasse in forme aegrele queste materie/^ 
9M^ mdre SucfingfKkm mo|^ ya gemimten; feine Sron fe^ bie ItodtM 
ter eine^ ^atij^olif en unb in^gebeim fetbfl f at^if^ (^ segreta catto- 
lica figlia anche di aegreto cattoiico). 95tt(f ingbam gebe Diei auf ^er« 
binbungen mit fremben iO{d(bten:bur(b biefe f&nne er am leicbtej^en 
aen>onnen merben; befonbertf meti er twn bem ^Wurtoment immer ge« 
fdbrbet fe^. Essende oomposto il parlamento quasi per la mag» 
gior parte di puritani^ atimarebbe egÜ specie d'efScace Vendetta 
Pindurre 11 re al cattolicismo. 

SQirfun^ auf bte Stenge. @^ tf^M&i n>&rbe e4 fe^n, menn 
man nur freie ^rebigt erlangte: II che si polrebbe fare per Tia 
di danaro, proponendo^ per cosi dire,' una gabella di predicatori 
et auditoriy induoendoai il re aiolte «rolte per Piateresae a cose 
contrario a sua yolont^^ 

^n gemaltfame ^9laa^egefn> fagt er, fe^nicbt ya. benfc«. 
SBir fef^en aber mo^l^ ba# ou^ ^ friebü^en meUM ^ angibt 
m^i aud^uf&bren fe^n werben. 

£a^ari gebart ^u hzxt beuten, bie burA ^ntriguen unb fein am 
gelegte ^aafregebt auf \>m Sor^ong M £eben^ einmirf en )u f bm 
nm glauben/ xoai bocb niemaU gefcbef^ fanh. 

^on bem em)a(bfenbm ^efd^üdbt ^offt er ntd^t«: H ifi gon^ 
in ben proteßantifcben ^einungm er§ogen; nur ber ^rtn^^ {pia 
ter Sari I, fcbeint ibm i^offnung gn gebenw lo y^bo (prandissima 
speranza, per yederlo d'indole molio iugenoa, dt oostumi aaaat 
generosi, molto sobrio nel detestar U cattolici. 



al deii^ AUaiio. 393 



101. 



Instruftionö al dottot Leone AlUtio per andare in Germania 
per la libreria del Palatino. 1622, (^ofbi&L ^u ffiicn. MS 
Hohenb.) 



IDte Sn^ctton bitr4^ xodäft £eo ^üctmi, bamaM ^ 

an ber ^ottcana^ bfoiiftragt warb bie ip«ibe(bcrger SMitiotf^f in 

&u nnbet ft4 nidit aflein in ffiien, fonbent amb in qar mam 
dt^en atibcnt ^ibliot|^cfen^ j^ S3. ber 93ib(iot(cf C^tai |tt (Korn, um 
ter beti ©ammltmgcn ber Sn^cttonen ®regor< X V. «u4 ^t batf 
gelehrte Sntcreffe be^ (9<gmfanb€< veranlag/ ba§ fte hä un4 be< 
fannt a<m>orb<n. £lttabe, S^aumgartm unb (S^irbH ncu^ einonbar 
(^obcn ne Iateintf4^ abbnsdfen iaffcn. 

9la<lbbem fte einmal ba^ bebtet ber proteflonftfcben ®ele(rfam« 
fett berl^^ t^atte, mu^tt fte enbli^ aucl^ IDttfcuffifoneti (ervomti^ 
fen. 3n ber (S^efc^tc^te ber S^ilbung, SBeraubnna imb Scmid)fung 
ber alten ^eibelbergifcben 95ft(berf(immlungen (^elbelberg 1817) p. 
235 ffat unfer gelef^rter ^ttb&r^er unb Sreunb, i^err ®fK gr. 
SBtlfen, ert^ebltdye giDetfel gegen tf^re ddiit^tit aufgeffeOt. 

3n ber Zt^at tfi bte (atetntf^e Ueberfe^ung auf eine ^rt unb 
fSeife gema4^, bag fte flRiftrauen erregen nut#te. ®l&(f(i4er 
SBetfe ^t fiä^ ba€ iebo4^, »enn man bai (anbf^riftlic^e £)rigt' 
nal wr 9(ugen nimmt. 

3m £atetnif(ben (eif t e^ ). 93. in tBeuig auf ^etoeit^ete SBlt- 
baiHen, hie bmi ^ttatio f&r bie ®o(baten äiu^4 mitgegeben wvac» 
ben*. unum adhuc R. T. D. suppediiamus stratagema, ut scilicet 
sibi magnum nuramoruBi oomparet copiam, quos a sanctis cano- 
nUatos esse fingat. i&eKüifi H ift unglaublid^r baf ber rbmtfcbe 
^cf gegen einen feiner S)iener ftcl^ auf biefe ItBeife audgebrä(ft t^a» 
hm ioU. 

S^ergletdyt man bai Cn^mal, fo lautet e4 au^ in Sal^rf^t 
gan^ anbertf. E qui soggiungerö a Y.l S. ehe se le dai4 un 
grosso numero dt medaglie con Pindulgenza della canonizzatione 
de^ sanii fatia da N. S. 34 t>er^e^e SRebaillen auf bie^^anoni« 
fatton ber {^eiligen, »el^e ^egor XV. vorgenommen ^aüt, mit 
3nbtttaenj. 

dbtn fo loentg ifi in bem iDrigtnal bavon ^ ftnben, ba^ KI» 
latio ben ^er^og t>on S3aiern beutio^ anreben foQe, wie bie lateini^ 
fd)e iMton loitt: ,,tradito<S <^«ft ed bei $Baumgarten, ,,bre?i a 
Saneto Patre fidei ipsius •OBereditO) Germanieo idiomate eom 
affandi.^^ 3tn Original bagegen: presentando a Sua Altezza il 
brere di N. S», le pariert a nome di Sua S^ conforme al te- 
nore di esso. 

€inetteberfe(ttng^ wel^e bem S^cümtiö^m unb aller 9ia1^vfäftin* 
lid^feit ^obn fprid^t 

^0 wie man aber bai iDriginal üti^t in feiner fo Diel oern&tf« 
tigern ^bfaffitng^ imb in einer Umg^ung bie feinen ^^ti suldft, 
fann man an feiner Kut(^enticitdt nicl^t me^ ^loetfeln. 

2)ad a0erbing4 hltibt wat^x, ba# ^ttatio ba^ i&tthäii autfbrei« 



894 /iMlnitt. «/ padfe Tok CWraüa 

im foff/ bte ^Miofifd fofle nadf^ 9t&n4Kn, nt<(^t na4^ 9tom dcfdbaift 
Yoerben. i^In ogni caso sar^ b^ne di metter rote che st. abbia 
da condurre solamente' a Monaco e' non a Roma.^' fß^ir t^btn 
fd^on defet^eti, tok oft ben pd|)fl(t(^en ^bgeorbneten bte.iu$cr^e^or^ 
ftd)t gur ^flic^t gemacfyt loirb. 9lo4^ anbere df^nltdf^e 3ri(!ructu>nen 
od^tt tCfidtto. 3- ^* Massimanieote per i pacsi sospetti sarii 
•empre' megUo di andare in habtto cocto^ cowe persona nego- 
tiante del domiDio Yeneto. @o t>tel ^erßefltmg fd^ien n^ 
MMnbtg. 

^ai ioid)(t ^itYoeifuttgen fc^tftlrd^ gjegebeti tt>erbav boröber barf 
man ftcb tit^t »unbem. Wan tiebte an biefnn >^>ofe namcntUdb 
in. b<r ^an^Iei £ubovifto^ }tt iäfttibm. £)«t SWfantcttonen bte 
^^ncdfia »erfa^e, fef^lt ed nnbt an beb^utenbm politifd^ ®eft(bt0« 
fünften, aber au<!b mit ^nniiöfiti^ biefer 9(rt.ftnb ^ ongefMt. 
®er .^^erfaffer vmüU hcA ^erbtenfl (aben aUH $u bebenfou 

Uebtigcn^ foratte man tctt^i f&rd^ten^ hitwutf} ncmtentttdb ber 
fJlUfmmhtm iber bitfm S^crluß i^rer Metropole t^erau^inforbem. 
Wit einer 9(bt^tUitt9 <Si<a>QUmt ioUU tk Sdiblißt^ timütt 
werben. 

102. 

Instruttione äl padre Don Tobia Corona de' cfaleripi regolari 
mandato da papa Gregorio XV al re di Francia e prima 
al duca di Savoia per Pinjpresa della dtt^ dl Ginevra. 
1622. (95ibIio(bef ju Sranffurt atn «Kain. MSS GUu- 
bürg. Tom. 39, n. 1. 26 251. 4M . 

Anfang : ^^Jtaüia ehe dalP. et<|nia ' pt OTidensa . e .staia «letta 
a reggepe iiora IHrnpede temporale ^ hora Jo apwitvale' -del 
mondo.^ 

^ert^aft iß biefer geifllidben ^errfd^aft t>or allem ®enf, *,iion 
8olo oome -pitoa di huemini' appestati' nta come- e^iedra di pe- 
stUenza.^^ 

' '^ %tt i^vtijiiiqmp $a ^aitvm fümmi «er allem bmi^opi^ ^i* 
«ariud ©i^vifH^ unb bim .^erjog »qu @atM>9eh ^^ b«r fM^ no<ib 
Ifoaf .b«tt)n. nemtt. Mixdy ^aben.bie ^ß^^ mb JQtr^voft hfitH 
^erfu(^e ba^u gemad^t; aOein fte fmb immer an ber protection %t* 
fdb^iteri^ bie fmnfreidt^ bt€fer.@tobl: ong^bet^en Uti. i 

3ei$t aber i# bie fage beriDtn^e otrdnberi 9,La Francia tratta 
il evggetio di domare i rüieUati.heretici^ «tba da ruberer pia- 
cere «bepcr tegiiereioüo .10 foTBee la iripuliaCidne «i'faocia il 
medeaimo senza süo costo im altr» 99rti.^^ 

^er^6^ l^ai tmt ^ang feiiter 9{egterung ben ^\an otfaft, 
vaib benft burd) bie ^tffton eined ^(o9ergeif!(i(^en bte ^u^fli^nttig 
t^or^ttbcretten:' jyPoiche habbiamo-no^ argumento di religione, si 
conviene fuggendone il ramore coprirlo piü ehe si puote: TUole 
inviarvi nn religioso. La P. Vr* porter^ da per tuKo questo 
.Degoüo eome Dato nell^ anmio di Sua S^ senza alira origine 
che dello spirito santo/^ 

€r (oK ''^mtft in bem <$er)og wn (SoDO^en bte dleigimgen cu 



mandato in Savoim e Ftkncia 1622, M5 

ne^ frk^mfc^en i&er^tn^ efxüidtn, ttiibiii>€tm tt ^ftift iHdangt, Ifmt 
p^ax loorfttüm, iok U^ bte bem Jfatfcr mtb bcr 21^ gaedbrte 
UnkrfUM^tnd bm opojbUf^^en ®tu%l er^dAvft, wit md ^nfi^ro^e 
^ekn nta^^/ weldbc ^o(hn ^ingtimt wrtafaäH; i«bo4 tmtge ip»^f« 
Iei#ung oütrhitiQi Mfen (äffen : ,,che Sua S^Don sari stretta a 
S. A. dt tutU qtielii ajati che dalJe piociole forze incir potrftniro.^^ 
^uäf tmrb er ftd) ^er bte SRtdi/ti @o)M)9enl an ®enf bte n6t^t9cn 
Sitfbrmattonen erbitten. 

^e ^atKptfaüft aber ifi, xoa^ er bem .^^^ntae t)im Sranfretcl(^ 
t^orßefien fofl: J. |^ «r ja ni(l()t ben ^erbad^t auf ftt^ (abenn)erbe 
ot^ verfolge er bte ^t^anten blof ati^ <^aatdmtereffe; 2. bafi 
audf^ bte^ tt)o]^(t)er^anben bte ^emtd^tnng tnm :^enf forbere: Se 
Ginerra ntfn fosse stata Hcoyero dl Caivino^ la Vt^S, non ha- 
«r^bbe di pres«Bte da jiortare ranni eontro Postiimti e perverai 
snoi pop0li Ug&nottiy non Bi vedrelito naseere le republiehe 
eontro la .momurchia. — -«- Sokio repaUiidie (bte j^genotttfd^en) 
popolari che in ogni palmo di terreno e fino neli^ istessa corte 

e förseneUa camcxa del re hanno lor dttadini e seguaci. 

6i^ la r^nblica loro v(Ugoii0ttt) <^-:piantata) gik ne sono pabii* 
cate le leggi , e giä in ogni p^ormclii ihamio 'coatihiiti i magi* 
strati; 1 coAsigU et vi goTom^ori delP armi: pid non faanno da 
fare che da andare egünoraxanarore i^rmi.al re percaeciarlo 
di casa. . 

Wan Mi, mtUi)t f^mAn ben fatl^olifd^en iBefhttangen ba^ 
monard^tfdtK <^tement i^enwrtrUt (S^enf. (oE ^nr^rt n)erben al< 
^et#erm unb dtat^^gebertn :ber ImgenotttfcfKn Olepubltfen. 3e$t 
fattn HiUiwi^lft befonmien, ba ofle onbem ^teianten felbfl be« 
f44fttgt, bte ^gl^faer burd^ ^ertrdge gebitnben ftnb. 

)iirf>noa9 iDo(fe btefe 'Serdr6$erun§ voti^^ano^en m>^etglet4^ 
tmi ber fnan^ft^^ Wcxäft n»bl 'iaam; : -^ * ber ^kf l&nne ben 
€#tfet^em nri^t ©erw^et^! werböi, ^t -ber Mnl^ ®r«ffe. beff^* 
I eanicrni «attolict, oon . quali. ia bordna ä piikotogiiiiitay ne ri- 
Gcnreraflino e «ertitip =e piacere: cerlo.'ehie il cantnne .dirFriborgo 
circondato da- Berttesi : betetici, bendie :sia - vAhirOBO 'O.vdi k»ro 
nontejua^ harerä npndimeno piü caro di confikiare per. via del 
lago eonr.qnella citu diveniita i»ttQAiea e postt sotto.il. domi- 
nier di'Un' principe lauico e öattolico, die libera et beretica-Te- 
manente. • -■ f ' ' ■ ' i . • 

(Särbtttal ff^, ^er'Soitnetoble (Sttined), ^ere tCmott^t werben 
bem flater aU biefentgen genahnt, loen benor er befonber^ Unter« 
^4tma en»artm f&tine. . * 

SMrr werben tbalb'Oilften (Erfolg btefer QRtffton fommen. 

103. 

Relatione di Roma fatta nel senato Yeneto dalP ambasciador 
Rainiero Zeno alli 22 di Nov. 1623. Informat. Politt. 
Tom. XVI, 101 sgL 

i^tmi^ild^ br^cfen f^ bie ^ur&(f fe^enben ^tfcl^after mtt 9dt9 
fd^eibfh^ett .uttb üi)eferen^ ifoio*]^ gegen ben SJhrfbm i^on <bem fte 



3N AMnirro Zeno. 

■ 

romtnen, aM Qt^tn t^re 3«^ftr(r mt<; ff amter 3«no ifl bar er^e, 
ber eme grofe Sd60|ttfrtcb«n(fit {u erfenneit gibt (1fr erfldrt nidf^ 
allem, er (rae eine S3tlan} pia^Hliäftr üinfirnftt unb ^adgaben vor, 
bie er mit fteifid^er <6orgf alt sttfommengeffeflt (f. 80); er erinnert 
auc^ baran, mit wie lebenbigen Sarben er einen ober ben anbem 
€arbinal in feinen IDepefc^en geftbilbert t^U (f. 111); t>on ^ap^ 
Urban fagt er o^ne S^eu: „mit $ioei Sorten madiU i4 feine Witt* 
nung fu ni^te" j er fprtdf^t gerabe^u au^, bie g^ttftd^e Wlayt^^t 
ffaht tifm ba< italent gegeben, in ba< 3nner^e ge^eimnifoofler 
WenfAen gu bringen; ber (Earbinal SubODifto Uft er ber fXepubltf 
bedf^alb dnen £obf^nt4 loibmen, »eil fte ^ur ®efanbtf((^aft von IXom 
immer Wdnner von ber er^nrobtefien Iti^^tigfeit todl^Ie. 

9tainter ^eno erfcf^eint dn paar 3a(^r fpdter in ben t>eneiia« 
t)if<(^en Unruhen be4 Sa^re^ 1^8. 9iud^ ha trdgt aSe^ wa4 von i(w 
au^get^t, n>ie unfere 9telation, ba6 (Beprdge be^ @elbf!gef&(^<, ba^ 
(idf in fo vielen Stolienem nnb &y>aniern biefeö S^^l^unbert^ 
bar^eHt. 

Sivifd^ ^dnnem biefer (Sefrnnung fonnte H nun aber nic^t 
an (Reibungen fehlen: au4 SXainier 3eno erlebte auf feiner ^efanbt* 
fd^ft bie unangene^flen Auftritte. 

®itf ten^ei» fiel fte in bie B^im Sregor« XV. Subovifto 
forberte eine ^tref^rung imb Knerfennung, bie iijm geno ni^t wib« 
men woQte; — gar balb geriett^en fte (efttg cm einanber. 

3n bem legten It^ile feiner Ölelation i^Hbtrt Scno btefe 3r» 
rungen. Cr vh^wt ftd), bem fftepoten oft f^arfe ^ntn>orten gege« 
ben, if^n gum ^(lbn>eigen gebracl^t ^ (^aben. di ixiadjft itjm befon» 
ber4 ^ergnikgen, baf er burcfe^ ge^ime Mittel £)inge in i&fa^rung 
gebradyt, n>eI4K btr 9le^it in tiefe« ®e(^eimnif verf^ftflt geglaubt, 
unb bann benfelben merfen lafFen, er iviffe barum; er freut W> no4 
bei ilRi^ergnikgen« in. bo« £ubovifto baburdf) gerat|^en fe9. 9,Ve- 
dera^^, fagt er, ^^che appresso di menon potera restare in quel 
gran concetto di sapere ch^egli eon tutti ascosamente ämMya.^^ 
Slber man mige utdf^t glauben, ba0 ba0 viel gef^abet. S)ie fKt* 
pnHif fe9 babur^ vteUne(^ in SIeputatten gefommen. §Bet bem 
0ebanfen, i^alteflin M ein S>epofttum in ben^dnben ber Spanier 
SU laffen, l^abe £ttboviffo ft(b vor ni^t« fo fe^r g(fftr<(^tet ivie vor 
ban 2&rm ber venesionifdben ^rote^ationen (il fracasso che era pcar 
fare io^ il rimbombo ddle mie proteste.) 

IDtefe ^titm waren inbef vorabergegangen. Urban VÜI/i^atte 
ben pdpWint S;(ron besiegen, unb Oiainier 3^^ ^t^ ^ f^'n 
vomet^mße« ^efdydft fe^n, beffen ^erf^nlict^eit, S^of unb @taaH* 
venvaltung, fo n>eit fte ftcib bamal« entivtcfelt l^atten, ^u fd^^ilbem. 

dv Yvteberl^olt, baf bie Sarbindle nur barauf Maä^i fe^en, bem 
^apft |(u ^efaflen ju reben: er fbbet e« red^t gut, bag fein ^tnfd^ 
baran benfe, bie pdpßltdben iinan^en in Crbnuna ^u bringen, (li 
gebe^ fagt er, fein geeignetere« Snfirument bie S(riffen(^eit ju ver> 
wirren, aH ben iftopf eine« ^apffe«. 

iSx entwirft barauf ein ^iib von Urban VIII: E^ prendpe 
d^aspetto graye « venerabiloy di statura grande^.di colore oliTa- 
stroy di lineamenti Dobili| df pol nero die cominda a tirar al 



RelmiUms di Rrnm lOß. VI 

canuiOy d^attillMiir» |H(^ che onlinaiiay e di fgn^ liiigolar« iie^ 
gesli e «e^ moti del corpo. Pari« per eccellenza beoe, et in 
qualsivogUa diRCorso che s^entra seco^ ba da difendersi quanto 
Tuolei e d^ogni maleria mostra d'baver peritia sbraordioaria. 
Ha mostrato sin hora diletto grande della poesia, l^uso della 
quäle noa ba mal intermesso, n^ pure oelle occupaUoi^i et nelli 
studil piü serij : perci6 griotendeiiti di questa arte e delle lettere 
che chiamano di bumaDiti^ sooo stati sempre benveduti da lui^ et 
gli ha favorili corteftemente in quello ehe ha potato: non Ta per6 
questo diletto aetratto da quello che importava piu e che era 
piu neeessario per li caricbi che sucoeesivaiiiente li eono pai- 
sati per le mani, dico dallo studio delle leggi, nel quäle ba 
faticato lucessaDtemente dalla prima gioTentü sino a queeti id- 
timi anni coa tanta maggiore applicationey percbe cosi richie- 
deva la earica del perfetto della signatura di giustitia, magi- 
Btrato che richiede studio et acutezza grandissima et esattissima 
per la yarietii delle materie che vi concorrono. Delli affari del 
mondo e degP ioteressi de^ prencipi e inteDdenlissimo, quanto 
che se nelle scuole politiche havessc fatto continua dimora. 

€4 tf} iDO^I nid^t n6t^tg/ ba^ n>etter mitAutf^eilen: e^ ifi bo<i^ 
nur im ^ttßemetneu d(^n(iA. Die feineren §jk^e bcefer ^etfliden 
9(^9ft^>)0>nie, fett e^ ba^ fte ft^ ^^ fpdter entwi(feUen, ober baf 
3eno ue ntd^t auf^ufaffen »erflanb, finben xoxx \)\tc xd&it 

(Sben fo ittenig itl bief htx ben fpl^enben Sd^ilberungen ber 
^enüanbten be^ ^apM ber Sottr o^^ ^( ^^n $arbind(ett| bie ber 
$(utor au^f&(^rlt4) burd;ge|>t. 

9tur ba^ if! $u bemerfen^ \)Ci% er \)on ben ttene^tanifc^en (Ear* 
bindlen f einerlei ^ienfle au entarten rdt(^. ^^Priult^^, fagt.er, ),lan- 
guido di spirito come di corpo. ^^ @o f^n^be bel^onbelt er ft'e. 
t^on fBenier n)tll er gar ntd)t reben, um nidf^t ^dnbet mit ben Ser« 
ivanbten beffelben ju befommen. 

iDann fommt er auf bie politifcben ^er^dltniffe. Sr i0 nur ^u< 
frieben, ba$ bie^mal txn $a^fi gewdt^It n>orben, ber nid)t in bie 
Spanier oerliebt fe^. ^(buqtterque li^aht ben iBoben ungew&t^n« 
lid) (art aefitnben unb man %oik ibm feine Sorberungen ni4}t be$ 
loiffidt. £)a^ Ser()dltni$ Urbon^ VlII. |u Sranfrei^» fcf^ilbert 3eiio 
folgenbergeflfalt. ' 

Non i da dubitarsi che il pontefice Tcrso il reguo di Fran- 
eia habbi molta propensione d^anetto, additandocelo molte couget- 
iure probabilissime: hebbero a quella corte principio le sue gran- 
dezze, alle quali, se bene ascese per meriti proprii, non nega 
per6 egli medesimo che di grande ajuto li fossero le attesfationi 
d^Henrico quarto della sodisfattione che baveya del suo modo 
di negotiare et del gusto che sentirebbe di vederli partecipato 
rhonor solito a conferlrsi alli altri resident! in quella carica; 
quadra benissimo a Sua S^ il trattare de^ Francesi ingenuo et 
liberoy lontano dalli artificii^ lontano dalle duplicitä proprie delle 
altre nationi; ba una certa conformit^ di genio alle qualitii de^ 
studii alli ouali s^applicano et de^ quali si dilettano piü li Fran- 
cesi, eh^^ la pulitezza delle lettere , Perudltione piü acconcia^ 



316 Commro MMko Sanm»» Zmo 

1a poeiU, la o#giiiti#ii« MI« lioga«^ ia <ebe ^v quanio i» par- 
nettoBO le su« atlioni, b*^ figliato moHo piac«re. Slima qu«l 
regno, ^vanto si peMa dire, per reputarlo equilfbrio MV aa- 
lnti4»a d^attri, li c«i fini miraao teioa duMuo alla moDardiia 



nni?enale. 

^tn 9mt%ianem na^ ber ffiapf t^ ^erbinbttttd mitS^t^em 
unbUndlAttbigett ftbet €r meintcy e^ gebe »o^( einen anbem fRM* 
Mt f&tf fie. 

3en» Wi^, mhem er no(Jb einmal @(lbwei{f tntb Arbeit bte 
ibttt fein ^mt gemodyt^ bie wnaaf^biMftn 9taiiffwtLd)tn, benbtttcm 
^erger, iDobuv^^ ferne ^efunb^ett gefdbwA^t loorben, mi @yebd<H« 
nii rttft ,ft>mtioä^*% itc^ tr, /^freue f4 mitb m^t, mmitben tm 
SNenfi^e meinef ^aterianM abgenu^t §u J^ben, aC^ leenn idb ^n 
<)an$e< Sa^^bert gl&flic^ (eben fbmtte, aber unbefdb^ftigi'' 

104. 

Relatione degli ecc">^ signori amb" straordinarü Corner, Erizzo, 
Soranzo e Zeno ritornati ultimamente da Roma, letta air 
ecc»« scnato 25. FeÜr. 1624. (b. i. M. V. 1625.) 

m* Vßapft e^regor XY. erftdrte, ia% er mit fftmnin geno ntd^t 
mei^r ttntert^anbeln wolle , fdbicften hit ^ene^ianer ^ier. (Soron^o, 
um bie ©tefle befpelben }u vertreten. 9loA war jebo<^, wie mir fo 
eben fo^en, geno in 9{pm^ a(4 Urban VIII. gemdbtt warb. S3eibe 
warben ;ftir feierticben fSedCMwImfc^ung bed neuen 9<^^f^^ ^' 
fiimmt; Corner unb (Sxi^^o txid^imm um bte ©efanbtfdbaft ju t>er» 
tooflßdnbfgen. 

2Die 9emetnf(!b#tt<jbe Stetation weT^e fte erffatten, tf^ nun frei 
t)on ben perf5nlidyen &gÄffen, benen ^^no allein ftcb Eingegeben; fte 
befommt baburdb eine gewiffe 3Bi<(^tigfeit^ weti hit ^erbdltniffe ber 
SXepuMif ft(^ burdb ^i^ ^ad^t ton Woitttiin aufi neue verwicfttt 
tiotten. 

^ap^ Xltban fdbien fe^ unjufrieben m fe^n, baf ^enebig an 
htm llngriff ber Sran^ofen auf bie pMiii^tn ®arnifotten Xf^til ge> 
nommen : „ che i cannoni della rejMiMica si f ossero yoltati contra 
i luog^i tenuti in deposito idella S. S^, obe ohiam6 laoghi dell* 
istessa cbiesa.^^ 

„N* iiianeanö,^^ fahren bte Okfanhim fort, „Öt Roma soff- 
getti d*ogni grado et d^ognt qualit4 che propdne?änb a S. S^, 
come ella medesima ci dlsse, ad uliare contra qnelf ecc"«» aenato 
le censure ecclesiaatiche.'^ : 

Bit fti(9en M fb girt wie mh^üfb iu entfc^Ibigeit': fte fftbren 
aui, baf ed bte ^(bfitdbt ber Spanier fe^v fdd^ ber ^einb^Äoftatt 
bemdcbtigen: — rendersi patroni dl 4||iielU piwfii, per facäitartt. 
la monareiitft df qoesta piNorftfeia --i^ ;- bte ^Teligion ffttitie fa büd^ 
geftdt^ert werbet^; baf fte mit ttlfirtitiionfanttt in 93unb getreten, bfirfe 
matt ibnen rnn fo weniger t>erargen, ba itm^ «on ben ^dpflen ftlbft 
bie JCniJjpenwerbung im .^irdjenffaate »erwehrt fe^. 

Urban Ylir. H^tt geglaubt, fte würben if^m in iptnftdbt mtf 
jene ^tigelegen^iit eiitige wermitfeirtbe 1Bi)tf(b(dge maäfttt: btx^-^at* 



JMaihm» d$ Brnw lfi24. »9 

f&r t|re i^fMl« «ttgugdnglid^. @k iint#t«n ^frMbni fe^ii nur fd< 
nett Unn>i0en }U beg&ttgen — non si impetraTa altr» «he nitlg«- 
meato dett* aeerinti moitrata del «oo anino. 

^fl;^« fd^n>«r fann i^nen btef »liH dciiM)rben fe^. ^d^ontrdt 
bfe onftf^mfdK iiycftnnung Urbond boA «wl^ t^enoor. €r etrRdrt, 
che non potevii' paiter »Ho:, p^rcha troppo era drcondato da^ 
Spagnoli e cbe a Madrid lo ehiamavano heretieo, ma che ar- 
mäto 81 haTrebbe faito rispdtare/^ 

^dne ipMert d^fftnttuitg unb i^dltmig liegt fd^on m btcfen 
SBorten. 

^or^^fMr mtt Sntmfftn fott^ev KH bef<(^aftr^ ftcf^ unfere fStt» 
latten t aa^erbem aber fiNlftt fte aud^ Ne 3ii((4nbe p fc^tlbem. .^6^ 
ren n»tr> loie fte bk J^Än^er ber ^^ermaltttng m ben erßen 3^^^^ 
Urban* VIII. bef<4retbt. 

Qtielli cbe di preaenle aoifo in nia^ior autorilä presso il 
pootefice nell^ esseotia degli affbri, si ristringono nel sig' car- 
dinale Bfagaiotü e nel »ig'' Don Carlo Barberino, fratelk> della 
Beatme Sua. Mo»trano per6^ ambidoe di non oonoecere e hob 
bavere qoesta autoritii: scbifano i eongreslBi, parona non eseer 
informatt dei negotii, non gustano dl- essMP freqnevitenieAte Visi- 
tati, e con questa nianiei*a di proeedere, differente assat dal co- 
stnine dei parenii dei pontefiici pafesati, conaerrano in maggior ri- 
potatione la Sanlit4 Sua, Tolendo dar ad- intendere che tutto 
dipende daf söli cenni dt li^. 

Eri s«Hta la Beat^p Saa alte votte nelle occorrenze piü 
gravi cbiamare anche a se It eardinali Bandino, Melim, Scaglia, 
Santa Susanna et qualche altro, percbe conoscendoli di natura 
molto severa, procurava con talisi apparenza dar segno di stima 
yerso il.sacro coUegia Q'^^fp le.persoiM) ioroj. npn. gi^ jP/^r^N 
Yolentieri iDclihi o molto bI üdi. deUe loro ppinioni^e di questo 
concetto della S^^ Sua, bennoto a detti cardinali et ad altri, 
tutü se ne dogliono, idioendd 'ehe dopo-faMe te dellberatietu delle 
cose ella le eommiinicaper ir«o admetlene' il loro eonsiglio. E 
si seirte anco cbe va «gni glorno piü' trtilaseiaAdo qaeste comn- 
nicationi, anzi otnettei^o in tutto e per tutte le consnltatieni 
eefn cardinadi, cosi per c^^nsmrare in se medesimo ii solo de* 
spotico dominio et antortti^, come anco percbe conoScendoli di- 
pendenti et Interessattebi per l^uno dii per Taltro prindpe, giti- 
dfca cosi coavenire al stto serviti« maggionneftte. 

Nelle occorrentie della rep«^ sono intertenufi nölie consulfb m' 
Gesai «r m' diMontefiaseonfiey'c^me stMi nontii in questa cittik e 
bene informall delle cose. E talvolta si ^introdotto anche An- 
soio Badoer, cho sotto alti(o nome e oogttoflie pur si trattiene 
in Borna 'positiraniente: e 'falte ' saeerdovej et'babita per-sna 
ma^gl^ir alimMiW %ina^iw congiMita con ii'iltonasterio de' fratr 
dellli scaUayiiella« cai ehüestt. ^ söliti» celebrM^' iW me^sa. Ma 
com« habbfaaio deMo^ U -cardi' Mng^lofti^et il sig' Carlo Barbe* 
rino satao le sieHe fiste di qu«l .firtaaintfnfo: i^ti negotii rido'tti 
in queato du« sole' iesfe passano-^on moltft seeret<»zza, «iccbe 



400 AMfo*ii»tMie' 

qudlo ehe non il pod penefrare eon i» eongetlim orvero che 
|iOD TieBe rifertto dal medesimo pontefice, diffieilmente si pa4 
sapere per altra Yia. 

II sig' Don Carlo moatra la istesaa iodipendenza da prin- 
dpi nella quäle profeeaa conseirarsi Sua S^* £' in et4 di 58 
annly ben complessioDato e forte. E^ inclinato alla soddisfatione 
de' popoli per eonsenrare la citti abbondante di totte le cose. 
Nelia sua casa ^ buon economo, et ba mira di far denari as- 
eai, sapendo egli molto bene che Poro accretce la riputatione agli 
bnomiDi ^ anzi Poro gli inalza e 11 distingue Tantaggiosamente 
nel conspetto del mondo: oltre che si tiene per massima co- 
mune non essMr conveniente n^ ragionerole che cbi una Tolta 
^ slato parente del papa^ resti dopo la sua morte in angusta 
fortuna. £^ huomo di pocbe parole^ na a^nsitivo. Ha mostrato 
Bomma ri?erenza yerso la serenisslma Republica> et bavendo 
Doi nel couplir seeo detto che auguravamo lungbi anoi a Sua 
Beat*^^ ci rispoae egli con qualche acerbiti che qnando il papa 
havesse ad essere rispettato et honorato come papa, alludendo 
alle cose correnti della Valtellina, 11 deaiderava Tita lunga, ma 
che quando baTCsse dovuto seguir altrtmenti, pregava il sig' dio 
a chiamarlo a ae quanto prima. 

II oardi Magalotti professa egli ancora mere indipendente. 
E'buomo sagace et accorto: mostra grande Tivacitik di spirito e 
dMnquietezza, et e in conpetto di poter esser guadagnato. Cre- 
scendo in eik et esperienza il card^ nepote si crede che non pas- 
seranno d'accordo insieme e che il papa peii&erü pero di yaler- 
sene in qualche Jegatione opportunamenie. 

1Ö5. 

Insfmttione a M'« Sacchetti yescOTO di Grarina, nunzio desti- 
nato di N. S^ per la W^ catt««. 1624. (Barb. fol. 26 f5I.) 

^ie ^uftrdge (S^xdtMi ht^itim fid^ I. auf bte itmem ipani* 
id^tn, II. auf bte aflgemetnen eurc^ifc^cn ^tidekgenf^etten. 

I. (&iaah immer matK^erlet domptttn^ta ^iDifdben fRom unb 
Spanien, viamtatiiäf fi/attc e^ bamatö ber ämifcbe S^of &be( em< 
pfunben, ba# ein €arbina( n>ie £erma feiner (Sinfüinfte beraubt, 
unb »or tin wdtii^ ^md^t aeffeKt n>erben war. 3nbem ber 
^apfi ben Sortgong biefe^ ä^erfapren^ m^ut^Um M^t, l&^t er boc^ 
aud) }ug(ei4£erma erma^nen^ afle i^^offnung 0»f wtlttid^ &rh%t auf« 
eingeben : e^ fe^ ja, boc^ ntc^tl me|r autf^uricbfen , ha £>lwaxt^ fo 
fe^r in @nabe ^e^e, unb er. m6ge ftctf entfalteten, nad^bem er fo 
lange Knbern gelebt, je^t ftc^ unb ®c^ §tt leben. ^Dagegen totrb ber 
9tunttu^ an £)(i)>are^ gemtefen» mit bem ber rimifd^ ^of in biefem 
^ugenblicf nod^ gut ffanb. & fommt babet folgerte ^erfidbrbig« 
Uit t>or. £' ayveunto che la gelosia della regiua per qualche 
sospetto d'altri amori del re Pha provocata a dolerseue col re 
di Francia suo fratello, a segno tale che yenne. penaiero a que- 
sto di far doglianze e querele pubbliche contro il cognato« Di 
cio scrisse Pautecessore di Y, l$n»e che, vi have^a posto rime- 

dio 



'^ 



iper Spmfiiä 1624. 4M 

eon far confidesie. ddia r«gfiia ii eonte Oliräres di diffi- 
dentissimo ehe era prima. 

9[v^ an ben ©ro^inquifttor wirb ber 9tvmtka geiotefm. €r 
foS benfelben no4^ anfeuern^ gegen bke Stnfftl^rtmg feterifc^^er ^h^ 
d^er in ^antett uttb 3ttblen moc^font p fe^n. 

II ^an ^atte in Spanien ben C^ebanfen defaft bie beuifd^e 
£tnie bvotä) jwei neue f^ermd^hmgen in ruhigeren ^e^ i^rer (eften 
Crwerbnngen §u fe^. JDer (Svbpritn t)on ber ^a\^ unb IBeti^Ien« 
gabor feflten befbe mit faifer(t<iben ^rin^effmnen t>ermdt^(t werben: 
^teburd^ l^i^e man^ bie itngarifd^en, unb nod) me^ bie beutfc^en 
tlnruf^en beizulegen. S(nfang4 n>oltte man ^n ffiom boran md^t glou« 
f>en. 3^0(^ nacib neuen ^laäpnö^ttn lief fid9 nidft nu^r zweifeln. 
2Der ^apf eilt bem Mm^ ^or^eflnngen bagegen j^umcuben. ^an 
erfe(^e au$ ^Briefen, baf ed bie tKbft^t ber <lng(dnber feinedn>ege4 
fe^, wenn aud^ ber ^rin$ t)on ber ^a(§ on ben faiferlid^en $cf ge< 
fenbet werbe ^ i|m fat^oltfd^ werben ^u lafFen. Ilnb wolle man 
ild^ einem fb un§ut>erCdf igen ^enf^en toit (^abor anvertrauen? 
€r f5nne etf nt(ftt gfaitben nodb billigen, deinem ^unüni ^iht tt 
ben Sfuftrag ftd^ ou^ allen Ärdften bawiber^ufe^en. „V. S«*, ma 
coB destrezza et a tempo, face! per impedirli (questi due ma- 
trimonj) tiitto quello che uinaiiameDte pii6.^^ 

®ir wiffen, baf 9a)>fl Itrban felb^ an bem (gefeitem biefer 
wenngleidb weitau^fe^enben, boä) wo^^fgemeinten $Idne ^ntbeil 1)aiU, 
^ie Beübung 9lota^, beren wir Q^a^ttn, erfldrt ftc^ au^ biefen 
^eu^erungen. 

106. 

Instrutüone aT. S"^ arcivescovo di Damiala e chlerico di camera 
per la nuntiatura drdinaria al re crisf"». , 23 Genn. 1624. 

JDa« ©eitenftficf ^u ber 3nfir"ction ©acc^ettiö. 

9Cuf bo« Uh^aftefit t^erbammt ber ^apfi oucft <Ker jenen ^(an 
jur ^efiitutton ber ?JWS; ^^ *"f* ^^" <2infl[uß beö Ä6nia^ an, vm 
©acbfen ju bewegen ftd) ben JortWritten ber baierifdben wlaäyt nidbt 
ju wiberfe^en. Ueberbieß wönfdfet er nidfet^ mel&r, aU hai iöranged 
jerf}5rt werbe, waö nur ein ©awmelpla^ för bie Äejer fei;. 

^ad ^id^tigfie aber ftnb hit innern ^ngelegenl^eiten. Mni^ 
£ubwig XIII. wirb foIgenbergefJalt gefdbilbert. 11 re e fuori di 
modo Tirtuoso et abborrisce tuttl quei Titii che sogliono accom- 
pagnarsi alla dominatione: non ^ altiero, ma humanissimo: non 
e amatore de)]a propria' opinione^ ma piü volentieri crede a 
buoni consigli: non ama il ripoBO, ma e dedito alle fatiche e 
le toUera fortemente, fienza eDnoseere altro piaeere che qu^Uo 
della caceia: non nutrisce pcoiisierl dimeBsi, ma ^ avidissimo di 
gloria, aenza ^hmgarsi punto dall» piet4. Con la M^^ S. pos- 
8ono i ministri di stato et i serventi nelle caccie, a qnali volen- 
tieri s^accosfai |ier godere ia-lib^rtä, che non concede la stretta 
praHea de^ grandi. 11 piik care* di quelli che hanno Padito a 
S. M** con occasione delle «aeciiB^e il signore di Toiras, hnomo 
cauto 6 prndente, chfe non ai irime»<Jola negli affari di stato per 
ascondere la Sita aatörit&, ma »« ^ capace. — 

^mt ** 26 



M2 iiuir. a DmiUmia per Främtia 1624. 

Unter bicfcm^Ar^en nun tMtUe XaffftÜtHmui in glinMnbmi 
Sortgan^e. Öer 9lttntm4 loirb an^mit^tn, aXUn itam SBHiiSonm, 
nammtlt4 im f&blt^Kn Sranfr<t4/ na4 MrAfttn b€i§ufie(^n mtb i^re 
@a(^ am f 6nig(id^ Jt^ofe §tt ^üftd^ttnL 

9ber baneben regt fU^ «td^ un&b€rmmb(t# unb Immer onf^ 
nene bte £)pi^üftion ber gofliconifdfKn ^Shmnbfite. 

99ettig^en4 t>on einem £(^le ber SKttglieber ber @or6onne 
wirb bie iit)Tt M)n ber Unabt^ngigfeit ber rndtU^en C^ennift tinb 
bem g6ttli4en UitäfU ber i5if4&fe t^oroetracfen. ^on bringen üh 
ttige bte Meinung auf, ben Pfarrern fcel^ m üfrer Pfarre eben fo 
9igl SBHaö^t hVi, mit ben ^'f4^n in tbrem 93t^t^um. S)er ^apft ünhet 
biefe Meinungen abomtnabeL (li fd^er^t ibn, ha^ fki^, ber fte 
befonber^ eifrig toertbeibigt,. obwoM ercommuntaH ft4 ^^ barau^ 
ni^t^ ma<bt, fonbem fortw4brenb ^cfFe ütß. 

3nbeffen greifen bie 9}<ur(mnente ti)MUäf in bt< fir^Ii^K 3un^' 
bidion ein. ^ie ttppeCUitionen, come d^abus, bte Unterfud^nngcn 
&bfr bte Ausfertigungen iber ^Dataria, bte €ing^ffe in bie ®erid>tS« 
barfett ber S3tfd)of< fommen bem ^opft aU eben fo wd Ufurpatie* 
nen t>or. „ Fi^Toriscono chiimque ad eMi lieorre, et in questa 
manitra procurano dt sof^ioiare !• provincie a loro non sog- 
gette, eomeja Bretagna, la Prorenza e la Borgembrescia.^^ 

^ttcb in bte 93J^en)erbete mtfd^en ft< ftd). ®em bdtten bte 
9luntten 9Serfe ivte wn ^on unb 9tidKr «»erboten^ aber eS n>ar 
ibnen nid^t m6g(t4. ^er neue 9luntiu4 wirb angewiefen» ber ^r* 
fdyeinung fd^dblid^er 93tkd)er (teber }m>or)ufommen aH fle er|l $u 
erwarten. Le stampe de^ libri sonp il fomit« delle false dottrine : 
et ^ necessario che eUa procart di tenersi amoreToli i librari, 
accioche rayisino di mano in mano deMibri ehe si atampano: 
imperoche stampati che aono porta aeco difficoltA di ottenere 
la prohibitione. 

i9?an ftebt fd^on it ber gan^e JTampf ber Surie nnb M ®aU 
Ii€ani4mu4 eingeleitet, ber in mandKrIei ^f^aitn bie 9^iobe ber ah 
tm bourbontfd^en ^onard^ie in Bewegung erbalten ^ot. 



107. 

Instrnttione a V. S"* mens' Campeggi, vescovo di Cesena, desti- 
nato da N. Sig'« suonuntio al S"« Sig*^ duca diSavoia. 1624. 

Cine aud» be^afb merfwftrbi^e Snfimction, vml fte ben dr* 
folg jener ®enbung M fOon Itobta Sorona weiter erörtert. IStr 
(eben, bafi ber $Ian gegen d^enf befonberS m bem SSiberftonbe t)on 
2uineS unb IXoban, ber no4 immer mdcbtig war, bem Anfe^ ber 
i^ugenotten Sberboupt fdKiterte; baf man i^n ober barum feine«» 
wegeS aufgab. 

Da Chi veniase il motlTO di tal impresa, dal papa o dal duca, 
non st sa bene: perche il pontefice lascid brevi e lettere di 
esortatione al medesimo sig* duea et al principe del Piemonte, 
donde poteva farsi congettura che il papa ne foase autore: ma 
nel ricevere Tesortatione ai moatr^ tanto pronta TÄ. S. ob« non 



r^ 



tnsir. u Campeggi per Savoia 1624. UM 

paire lontano dal Tero il credere ehe bareme Indotio il papa a 
scrivergli. — Le difBeoltik ehe ineontr^ il padr« Co- 
rona, non farono dalla parte del re e della regina, ehe pie- 
garono subito alle persuaaioni ponteficie, ma della parte del 
eontestabile Luines, aeguitato da prindpali ministri, o per pro- 
prio Interesse o per adalalione, e da alcuni grandi del partito 
Ugonofto. A Luines si crede ehe instillasse questa avrersione 
all^ impresa il duea di Roano , e eercandosi della cagione ehe 
ha pototo epignere questa ad opporvisi, altra non se ne Irova 
fuori della propria inclinatione al mantenimento degli eretici, 
essende egli tale, ed il timore di perdere il seguito dentro aUa 
Franeia, mentre ehe i seguaei suoi havessero havuto a soe- 
correre i Oenevrini. 11 trattato del padre Tobbta rest6 a 
segne che non solamente il re non rimase offeso di questa mia- 
sione, ma niuno, ettandio di quelli che. Pintendessero bene, 
hebhe ardire di biasinarla; e solamente dissera alcuni che non 
era quelle il tempo di intraprendere un tanto affare, altri, che 
non doveva 11 duea mettere in queste streite il re se non depo 
il fatto, imperciocche allora S. M^ non havrebbe potuto non 
dar lode alla pietii e generositi del duea, ma che antecedente- 
mente non dovera la M*^ S. violare quella fede sotto la qnale 
pensano di riposare sicuri i Oeneyrini. DalP h'ora in qua si ^ 
credato che il sig' duea pensi a tentare la Tia d^una sorpresa. 
e adesso non se ne ha pii!k dubbj, imperciocche S. A. se n^e 
dichiarata con la 8*^ di N. Sig*^, supplicandola a volerlo assi- 
slere. La S^ S. ha risposto che voientieri e con quel mede- 
simo modo che fece papa Gregorio: ma perche il necessarid^ 
segreto della sorpresa non ^ capace di questa via, S. A. si ^ ri- 
Toltata a eontentarsi che N. Sig'« gll prometta di fare tali uffi- 
cii col re christianissimo depo il fatto che la M*^ S. non habbi 
a sdegnarsene. 

Utbviami femmen i)m aud^^ emtge eigentltdb ptemonteftf<f^e @a« 
dbtn 5«r @^rÄd)e. JDte ft>dtern (Streitigfeiten bat^nen üd^ an. ©er 
^erjog mo*te 5Inft)nt* auf QEmennung ju ben bjf*6flid)en (Steöen; 
her ^apff gefPanb t^ nur ba€ 9ved)t ber (Empfehlung ju: &ber 
einige »etafhingen ber ®tifil\6;ftH jeigt er fidf mifwergnögt. 

108. 

Bagguaglio dello atato di religione nel regno di Boemia e «ue 

provinde incorporate. 1624. 

gm SRot lÄÄl langte 6arl daraffa in ^taa an, ttnb Wrfft 
fogtetcft an hai SBerf, bo« ibm ^apß ®regor XIII. »orjug^metfe 
aufgetrtugen, bie SBieberf^erßeflnng M ^at^olict^mu^ in ^^l^^men ^u 

(etten. ^ 

3l*t^e^tt gRonote barauf, wie er fetbd fagt, affo im S^owember 
löM, faitt er unter bem Sitel Rclatio Bohemica einen 95eri(^t 
Aber feine ^dttgfett ab, ben er an Vtt neugegrfinbete ?Jropaganba 
einf*i(fte. 3* fo^ ^a€ original beffelben/ ba« bei ben «Witgtiebern 
ber Kongregation ctroslirte: H waren bie (Sarbindle ^auli, JBanbini, 

26* 



404 C. Cktruffa 

»artoim (ft)dter UrBan VIU), »ergia (f?>a<«r ber HHge l>»)|>o* 
nent Ur^n$)f USalbini, @anta @uf<uiria, ^alerto ©agrato, 3o(« 
lern unb bie ^rdlaten ^ive^^ ^c^t, <5ca(a. goflem fottte eine 
^09)ie nehmen unb aud berfet^n referiren. 

S>iefeti erflen !Beri4>t enDeiterte €araffa i4 ilJlonaf e fp^err a(fo 
im Sonuar 1624, unb Wdit tt^n unter o^em >tite( an Urban ViU 
ein; f,van** wie er fogt ,/beffen )odter(i<^en (Sifer nQ<l(^ nte^r )ur £iebe 
gegen hit 93&t^men ju entflammen/' 

®ir l^aben ein ou^fä^rtic^e^ gebntcfte^ SBerf t>on 6ara{fa: Comb- 
mentaria de Gemania sacra restaurata; eine ber n>i<btig#eu £Xue(« 
len f&r tiiz (^efd?i<i>te ber.<rflen je^n SaJ^re be« breifiigi^iaen Arie* 
ge^. ^ber einmal konnte er ba auf feine b6t)mtfd)e ^IBirffaiiifeit/ be« 
ren er aflerbing^ mii Vorliebe gebenft, bod) nic^t mit fo großer 
^oQfldnbigfeit eingeftn n)ie in einer t\%eo& ha^vi bejiimmten 9ie(a« 
tion: unb ein gebrucfte^ 9Berf ma6M aud^ anbenveite f^xiiMtim nh* 
i\f\^. ^it voaer ^usfi^(^rli<^eif unb Steim&t^gfeit bo^egen br&^t 
ftd) bie 9ie(ation aud. 

@ie begreift freiließ nur beu Anfang ber b6(mif(|^en VixM^av^* 
(ung^ aber fi^r biefen ifl fte in ber *IM fe^r toic^tig. 

3(1) f^a^e mid) i^rer fc^on bei ber (Sr^df^Iung bebtent: bocb, ber 
9latur bed ^egenf^anbe^ na4)!, mit großer S3ef((^rdnfung: id) loilt 
l^ier einige $articu(artt4ten nodbtrogen/ aud benen ft4 ergeben n)irb, 
unter n>e(c^en @4m>ierigfeiten^ bieiibm befonberd bte ^anbe^regte^ 
rung mad^te, ber 9lunt(u^ feine tKbftcibten in^ ^erf fe|tf. 

1. dinf&bning be^ (ateinifcben W>tü^. 

Habende io tenuto sojpra cio proposito eol Plateis € consi- 
derando sicome quei poi^hi Boemi che eraao cattolici frequenta- 
yano in ogni modo le chiese di nostro ri^, dove pore ascolta- 
vano i divini ufficj in Hngua latioa^ giudicai non es^ere dispe- 
rabile che ristesso potessero fare anche queili che di duoto si 
convertissero 9 insinuandosi massime loro da predicatori che 
qitesta lingua sia quasi in un certo modo d'esvenza ne' divini 
ufficj in tatti li paesi cattolici e particolarmente in quelle chiese 
che si comprendono sotto Pimperio occidentale persegno della su- 
perioritü e maggioranza della chiQsa Romaoa sopra tutte le altre: 
pero diedi ordioe ad esso Plateis^ che quaoto prima baFfisse po- 
tuto, usasse ogni suo studio per restituire Tuso del predetto 
idioma in quelle chiese che gi4 si erano levate di mano agli 
eretici: onde il giorno de^ santi apostoli Simone e Giuda deir 
anno 1621, con Poccasione di essere «lata prOvista dalP arci- 
▼escoTO di parroco cattolieo la chiesa di Santo Stefano, princi- 
pale parrocchia di Terra nuova, habitata dal piu minuto Tolgo, 
tra il qnale sono pochissimi cattolici, fu celehrata alla presenza 
di numero grandissimo di heretici nella predetta chiesa Pimmacu* 
latissimo sacrificio della messä in lingua latina con Paspersione 
delP acqua benedetta, con PiuTOcatione de^ santt e con lutti i 
ritl Romani, due secoli depo che n^era stata esclusa la lingua 
latina e che per molti anni non vi si era celebrato n^ nell^ uno ne 
nelP altro idjoma. H ^uale esempio hanno poi seguito con le 
chiese della citti tutti i luoghi del regno senza sentirsi roiyiore 



Ragguaglio di Botmia 1624. 4M 

o s^epiio alctmo nel popolo: et io essendo in Praga ho vitto 
detto popolo Stare con rnoKa «ttentionei alle funüoni diTine. 

Inleso pol da me il senso della sacra coDgregatioiie del aanto 
ufßcio per le letterci e scritture all' liora mandateini, risolm dl 
Tietarlo (il ealice) «imiDamente e non dar piü oreerhie alle ciance 
e preghicre di dettt regnicoli, argomentaBdo che se havessero Toluto 
easere obbedienti ßgUdi santa cbiesa, eanuninerebbero cosi in 
qaesta eome in ogni aitra cosa di conoerto cot reslante delcorpo 
cattolioo; ma se sfuggivsero di recedere da qnesto abuso radi- 
cato anehe negll «nimi de' catlotid per la pretesa concesaione 
di Pio Quarto, tenerlo per segoo di snperbia et ostinatione e per 
iodicio di non veri cattolici: onde tralasciato ogni ailro rispetto 
e tiittore aliegato da politici^ i qoali da qaesta noriti immagi- 
narano soUevationi o ruine irremediabili ^ feci prcihibire a tottl 
li parroehi ehe non porgessero ad aicana persona la spede del 
vino, comandando loro che a chiunque le domandava ambedtte, 
chiedessero se era cattolioo, e confossandosi tali gli enundas- 
sero .la necessitii di nbbedire al rito Romano il quäle esciude i 
laici dal ealice. Cosi noUi che non erano tocchi da Tero zelo^ 
sentendo questo si rimanerano nella loro ostinatione , non com- 
municando n^ nelP una nÄ nelP altra forma, e noi intanto con- 
segnlTamo llntento nostro, che non si porgeva il cafice: ma 
non fu pero niono di qoei preti tomati all' obbedlenza che ha- 
Tevano in cnra le cbiese reconciliate il qoale havesse l'animo 
di porgere la sola speeie del pane in faccia degli heretici che 
freqoentaTaao dette cbiese: sino che il cancelliere Plateisdiede 
intrepidaasente principio a questa santa impresa nella parrocchia 
di San Martino. come di sopra si h notäto. II quäle uso intro« 
dotto poi a laude di Dio neU' «altre cbiese si osserva con intera 

Joiete^ anoorche ini habbiano in cio dato assai che fare i politici. 
'ereiocclie yedendosi gli heretici svanito il disegnö fatto dido- 
▼ere in ogni modo consegnire da yeri saeerdoti oattolici il san* 
tissimo sacramento sotto l'una e l'altra spede, hebbero l'anno 
paasato 1622 ricorso da politici: e qualunque maniera con loro 
si tenessero, a me per adesso non importa riferirlo! basta ehe 
estorsero una lettera del prindpe Lieditestäin , che all' hora si 
troTava qui, in virtü della quäle, come se fosse per ordine di 
Sua M*^, chiamando i due parroohi della madonna del Tein e 
di Santo Enrico, stati gii^ predicanti, comandarono loro che 
nella solennitÄ deUa pasqtia pofrgessevo indifierentemente a ogn' 
UDO^ di qualunque rito fosse, la communione sotto l'una e l'al*. 
tra spede. Cosi il giovedl in caena domini per mera perfidia 
di detti politid neUa chiesa dd Tein fu commessa grandissima 
aboninatione, ricevendo il venerabile oorpb del signore consa- 
eraio sotto lo due spede del pane e del yino da legittimo MtL-* 
eerdote piü di mille scelleräti heretici, dandosi intale guisaper 
colpa d^huomini cattolici il santo a cani. A questo non manco 
il Plateis di fare l'oppositione che se li üspettaya, ma nieote 
pote contro la temeriti loro: onde egli per sostenere la prohi- 



4M C. Carmffa 

iMtione dell' nso del ealiee deltber^ fare animo e dktribuire il 
McrainefitOy oome tre giorai dipoi feee. pubblicamente solto la 
sola specie del pane, nella parroecbia di SaBMartino. Ma bar 
rendo io baTuto noUtta di questo empio attentato, fni subito a 
farne aoerba lamentationo eon Sna M^, dolendomi con ogni piü 
effieaee maniera cbe i anoi Buniatri si Toleaaero ingerire in qvelle 
€086 obe coBceniono la rsfvreiisa Teno il tranendo saeramento 
delP idtarO) cbe meramente liguardaBO lo spirituale e la salute 
dell' anime, e ebe eenza rispetto aiono a^intromelteTano negli 
affari di religione, Don moatrando segoo alcono di obbodicDza 
▼erao dio e la aanU sede Ronana, delia quäle la maeati Sua 
si era sempre mostrata tanto ossequente. Da die foori di BH»do 
eommosso Pinperatore diede sabito rigidissimi ordini a detti po- 
liticiy acc|6 lasciassero la cara delle cose ecclegiasttdie edi re- 
ligione agli buomini di chiesa, facendo loro graTe riprensione 
per la temerit^ oommessa : onde essi gagliardaroente si incitarono 
eontro di me e del Plateis, cooie quellt da anali si persuasero 
essere proceduto il rabbuffo fattoli da Sua M^; et oltie al mi* 
nacciare aspramente il Plateis, non st astennero dal sanomet- 
tere anebe Pautoriti mia^ insinoaiido a mons' arareseove cbe 
egli s'io non li mostrayo sopra do spedal brere di Sua Beat»», 
non fosse tenuto ad obbedirmi in una eosa di tanto rilioTO come 
il sopprimere in Praga l'uso del ealice; e non tralasdando di 
soUoTare i predetti parrodii e farli animo, persoadendo loro ebe 
non bavessero timore aicuno di me n^ delP arcivescovo, percbe 
dal govemo politico , al quäle fai qnel regno per antiquato sttle 
devono soggiaeere gli ecdesiastid, sariano sempre protetti e 
sostenutiy operarono cbe il curato del Tein facendo nnova pre- 
raricatione si ridnsse in aperta disubbidienia, e prese ardire di 
predicare al popolo cbe non Tolesse tollerare cbe i papisti, cbe 
mirarano tiraneggiaro il tutto, li tof^essero Puso del ealice, e 
pregassero dio per Ini vero difensore del patemo antioo rito: 
di modo cbe qnel Tolgo fece un poco di tnmnlto, riqipresenlan- 
dosi queUa sera sino al numero di mille alla casa di detio cu- 
rato come in sua difesa. II cbe venuto a mia notitia, ca?ai su- 
bito da Sua M*^ Oesarea indignatione e comandamento che il 
detto prete fosse subito, arrestato e consegnato a mens** ard- 
Tescovo: come fu senza dilatione alcuna eseguito: e quel po- 
polo y che prima st era mostrato cosi ardente per la sua inden- 
niti, non fece motiro aicuno, perdie lo Tcdesse condunre pri- 
gione in facoia del giomo e di tutta la gente. Et egli dopo al- 
cnne settfanane di carcere se ne morl deniro di quella, supplen* 
dosi alla cura di detta cbiesa, cbe e la principale di terra yee- 
cbia, con altro parroco cattolico e con la predica del canonico 
Bottna, soggetto insigne per dottrina e zelo, il quäle animini- 
stra tuttaria questii carica con molto profitto e con grandisaimo 
concorso cosi di cattoltoi come di beretid, i quali yolenlieri 
ascoltano le predtcbe di questo buon sacerdote per la sua efficace 
e grata maniera di dire. 



^<'€»r*M>er^ <^* Soemm 1624. 407 

3^ $Ui%tnmnH 9<rfdi|^(n. 

Per decreto di S«a M*^ in conforaiita delle risoluüoni prete 
nella congr^alione »refat« tenato in Vienna si sonn dipoi ri- 
forante tutte le eiiU del regno, caeeiando da ette e da loro 
eoniomi li ministri e pr«dicui4i hereiiei. In ciascuna di esae 
oltre il panooQ si «mio measi il oapitano, il giudiee, ü primala 
dei eoBsiglio et ob eancelliere eattotieo^ restandene in etemo 
bandito Pesereitio heretieo^ baTendo rimperatore per prora co- 
nosciatOy eoiP esenpio deUa fedeltii di Budueis e eon Ja perfi* 
«Ha di quasi tutte le altre, quante itaporti ehe le eitti sfano be- 
reticfae o cattolicbe. Et aneorcbe ii principe Lieditestain aopra* 
sedease gik dalla incomineiata riforma riepetto a gran nunori 
ehe si spargeFano dd «fisgusto di Sassonia^ poi la prosegui, ba* 
▼endogUcne io fatto reiterare l^ordine: ma per6 se li sospese 
cirea li drcoU di Egra e Culma per essere contigui alla Sass4H 
nia e pretendersi die la proprieti loro sia delP imperto e non 
della Corona di Bohemia. Con lutto ciö resta per ancora nei 
regno qualebe predieante protetto da baroni beretici o da poco 
bo«ni cattolieiy e partioolanaente ne aono nel circolo di Leit- 
meriz spalleggiati da un barone cattolico, che professando grande 
strettezaEa e fratellanza con Pelettore di Sassonia si persoade 
farli in quesU maniera cosa gratissima: et havendolo io esortaio 
a cacciarli e fattogliene parlare aneora da altri, ha promesso 
mandarli yia, ma dubito che ritennte dalla moglie, che e here- 
tiea^ non Torri farlo se non forzaiamente. Ne sono anco rima- 
sti in quelle citt4 nelle quali si trovano acquariierate militie be- 
retiche, non havendo voluto li commissaij regj eeiporsi col ri- 
fomMuii a pericolo di tuaiolto: ma hora che i sospetti di guerra 
vanno scemando j si dari licenza alli soldati beretici, ovrero se 
li asaegneranno altrt qnartieri, acci^ babbia luogbo Ja riforma. 
Ne resta nne aneera nella citti di Kuttembergh, scusando 11 
principe di Liecbtestain di non poter cacciarlo, perche quegli 
hiiomini non rorrebbero poi lavorare nelle miniere che ivi sono: 
tnttaria col ritomo deir imperatore a Pi'aga spero in dio che 
si rimediadi da ogni cosa. N^ devo tralasciare che nel mio 
paasaggio da Ratisbona a Praga, harendo traversalo una gran 
parte della Bohemia, e cosi da Praga a Yienna ho trovato in 
ogni luogo la riforma effettuata, eccettoche nella cilti^ di Jaro« 
mir , dove erano in alloggio alcune fanterie del colonnello duca 
di Sassonia: ma dipoi ho mandato stretto ordine di Sua M^^, ac- 
cio sia riformata: et in dascuna di esse dtt4 s^istruiscano i 
figliuoli nella dottrina christiana, insegnandoseli orare in lingua 
latina. 

Sono State sotto rigide pene prohibite dentro e fuori di 
Praga le eonventicole degli beretici, sotto qualunque pretesto 
le lacessero, la quäl commissione fu data molti mesi addietro 
a mia richiesta: ma non ostante che io piü voUe nMiabbia recla- 
mato col govemo cU Praga, non era stata mai eseguita. 

Dal .senato della cittii di Praga si sono levati tutti gli he- 
retid, suppl^ndo i loro luoghi di persone cattolicbe, e se li ö tolta 



408 Cataffa Eag^^mifflio di Boemia 1624. 

ogni essentiale autoriU, laseiandogliene solamente qaalche «p- 
pareoza nelle oose che Don sono di molto rfliero^ aonnllando 
in specie totti li priyilegj pregiadlciali alla religioDe eattolica 
cooeetai da re passati, potendo banissimo fark> rimperatore ha- 
Teodod per forza d^armi rignadagnalo «piesto vegno ffik apert»- 
mente ribellatosell. li^aecademia o cottegio di Carlo IV a glo- 
ria divina e della religioiie eattolica si e reatituita alla Boa pri- 
miera istitiitione sotto la cora de' padri Chesuiti, li quali hanno 
ancoca la M^raintendenza di tutte le senole del regno^ et a' sie* 
desimi Pusare diligeoza ebe noB si stempino o Tendano libri 
contraij aUa Teriti eattolica ^ essendosi sottopoati alla loro cen- 
Bora i libraij e gli stampatCHri. Si ^ bavuto intomo alla pre- 
detta accadeoua qualcbe difficolt^, ToleBdootsi deputace un presi- 
dente laico, il che da me bob reniTa bene inteBO^ ma fiiialiBaBte 
spero cbe sarä lasciata qnesta cura a mons' arciveBCOvo, pre- 
tendendo egli per suoi anticbi pri?ilegj essere caneelliero del 
regno. 

Alla casa de^ povm istiiuita in Praga da Ferdinando Terzo 
si Bon« di pi^ aBsegnali 4 m. taUeri annui: 'onde si e ac- 
crescioto ilnumero loro da ottanta^ cbe prima vi aeae ali- 
mentaTaiio^ fino a ducento. A padri Gesoiti si sono dati per 
una Tolta 20 mila talleri da ^apendersi mella fabbrica del loro 
oollegio: et in questo non • occorso cbe si impiegbino H miei 
ufficj, BOB hayendo bisogno di alcun mezzo appresBO dell^ im* 
peratore Tevidenti utiiiti ciie dalle lore attionl si traggono. 
Per augumento dell- anträte eapitoUri della cattedrale sono 
stati assegnati beni' cbe rendono 6 m. talleri annui, e per le 
arcbiepiseopali 24 mila: ma percbe qnesü beni- aono assai gv». 
sti e rovinati, monsignor arci?eacovo desidera ritenersLper qual- 
cbe tempo il mens' d'Oesegg, assegnato gii alla meneaarebie* 
plscopale BOtto Ridolfo in vece della pensione eamerale che ve* 
niva diffidfanente pagata. NelP arbitrio di monsignor arciTe- 
scoTO si ^ riposta la provincia delle parrocchie di Praga e di tutto 
il regno, etiam che prima fossero possedute da signori partico* 
lari che erano tntti ribelli, essendosi riaerbato Pimperatore que- 
sto jus 9 mentre si sono yenduii^li beni di essi ribelli, haven- 
dosi anche havoto riguardo che per molte leghe intomo a Praga 
Biano tntti comprati da cattolici. 

109. 

Relatione alla S^ di N. S^ papa Urbano VUI delle cose ap- 
partenenti alla nuntiatura di Colonia per M' Montorio 
▼escovo di Nicastro ritomato nuntio di quelle pari! Tanno 
di N. S" 1624. 

^itt^n in ienen ^ned^unrul^n langte Montorio in ^taüä^ianb 
an. €r (teilt bte ©cfal^r |eraud, in xMUb^ bie .^at^^olifen derott^en 
fei^n »{krben, wenn ^ann^felb^ ber ben iDberr^in ven @tradkirg 
bt^ ^ain^, unb ber iStfc^of wn ^a(berflabt> ber SBeflp^alen be« 
(^errf^te, e^ hal^in ^thraditM^tm ftc^mitBabenSterladb ^u Derct» 



Mohioria Bei di Cöloma IC24. 409 

nigcn. ^bet alle biefe iKnf&^r«r erCtttett ^Iteberktgen. — Sr f4i(# 
bert nim^ nreCdyar ^eri^etl aui biefen @i«am (^en^orgegangen^ in votU 
ä^ Su^onb bte beutfd^e ^ir^e gelangt fe^. 

3»'SuIba flat bte ^^enreformatton in atter ^^tigfeit ivifber 
angefangen: in O^nahthöt tfi mit ^^Ife ber SNtf antut, unb ber Ü* 
gi^ifd^en Wmm bie fatf^f^e ^artti bur^brungen: in ^inben 
l^at m^n i^ofpnung einen €r)t)er§og jitm S3iK^f §u machen: ott<^ 
in ä3renien ^atU man bur^ eigene Senbungen bie ^om^etrn bear« 
betteQ einen fat^olifc^en ^oabiutor 3« wät^im, bo^ war für hi^^ 
mai ein bini^Ö^tr ^rinj burd^ebmngen-: aber tt>enigf!en$ SDuIbung 
ber fat^olifdjen Sieiigion (^ofpt ber 9lmttiu< in aflen i^anfeßdbten 
eintreten )u fe(^n: il^m fd^eint, ber .f aifer f6nne fie gerobe^u anbe* 
feilm, ^umal ba biefe ^tdbte »on bem ö>anif<l(^»portuaieftfc^n ipan^ 
bei gro|e ^ortt^eile »e^en; Mon ifl itt 9((tona eine Miröa er5ffnet^ 
von ber ftd^ oiefe^ fir ben 9torben ^ofpenld^t: per.potere in qoal- 
che tempo fondani un seminario, onde posisiDO pigliarsi operaj, 
dopo che aTranoo appresa la lingua Danica e Norvegica, per 
ridurre al limie delke yera f ede quei popoli pii!k settentrionali. 

S3ei btefem ^ortfd^ritt ftnbet ^bntorio sugieid) eine 9teform in 
htm Sfnnem ber beutfdben^rdbe unertd^üti^. ^ie^rdtaten fCeiben ftd^ 
wtltüäfr mad^ fi^ Teinen @cru;»e( -borou^, in ben ^f Heg ^n gel^n: 
ha^ ^omt^inat ^errfc^t gan| ^ffentlic^r-ttitb ber 9lttntiul ](^at wegen 
biefe^Se^er^ einen fdn^ fe^nr geeigneten (Sonbibaten, einen j^mber^, 
nidbt )um ^i#t(^um td&r^fmrg gelangen (äffen, ^udf benfen bte 
beutfi^en 93if^dfe wenig an ben ^a^; fte befe^en bit @Uüm in 
ben wrbe:()äCtenen Wonatm, unb bmä^ i^e S3eamten ma^en fte ft^ 
^idc unerlaubte S>inge an. Dispensano ne' gradi matrimoniaii 
probibili, ad sacros ördines et beneiicia vacata, super defectu 
nataHom, ooneedöno extra, twnpora, dispensano super defectu 
aeta^e^ anche taWdta hamio dispensato co^ persone Institute 
in sacris dt pvender mogfie. @te nennen ft<!^ van ü^otte^ Q^nOf 
hm, G^ne bed opofblifdken @tu]^(e^ ^u gebet^en^ unb be^anbeln i^re 
fird)^4Kn (Mter faf! wie ©aent^um. 3n ben .f (^f^ern ^e^t e^ nidbt 
beffer. ^it ^ebte betragen nd^ali abfoütte ^irm. 3n ben ^Ütb* 
Un gibt e^' nid^tf a(6 ^anfette^ ^efetlfd^aftisn mit ^dnnern unb 
Sronen: in ben i^(6flem auf bem £anbe treiben fte bie 3agb, unb 
man Mt ui<i^t^ aU 3agbi^unbe unb 3a$bgefo(ge. 

{Der 9luntiud ^Mit gern ipanb an eine Dtefortn gelegt, bodb vtt* 
l^tnberten ii^n anfle^enbe .^anf Reiten, bie ^rieg^unru^en unb po« 

lttif*e @ef(Wft<. ' f 

^ud) )>on biefen l^nbett er fe()r gut ^d^ 4^be bo<i^ nid^i aM 
aufnehmen f6nnen roa^ er von ber Uebertragung ber &fm fagt, unb 
n>til e^ ^ier nad^^plen. 

Possono esser note a S. Beat^ le cose all^hora occorse, 
ed io benche mi fossero giunti assai tardi i breyi che mi n^aiH 
dava papa Crregorio^ acdocche intenrenissi alla dieta per tale 
effetto adunata in Batlsbona, mi mossi nondiraeno uel maggior 
rigore dell' inverno con grandissime spese, disagi e pericoli per 
GomparirTi: e. condottomi sino ad Herbipoli da ministrü di S, 
S^ e da princtpi eletlorl ivi congregati, a quali aTeTO dato av« 



410 üfonlorto Rel di Cokmia l<i24. 

viio della mia mom) ni fu npti&oAo Bon etmer ptu neeessa- 
ria la mia persona, poicbe la oonclnnoiie del negotio era ritar- 
data da piü alta cagiooe che dal mancameoto del consenso de* 
prindpi ivi adnnati y e ehe il yederri tri comparhi tauft mioistri 
apostolid havrebbe acereecaute le difficolti, mettendosi in g«le- 
sia li protestanti, cone ehe ^ella tfaslatione fu Irattata pidl to- 
sto come materia di religione che di stato. Mi rimasi percid 
d^andarri, tanto piik che il Magontifio^ che cone degano del 
coUegio eletterale era quasi arbitro del negotio, praticato da me 
aicuni mesi prima , stara costaote nell* offerta fattami di voler 
secondare la mente del papa e deir imperatore. Li deputati di 
Trereri baremne ordme dal suo prindpe, datoli a mia iatanza, 
di non iscostarsi dalie deliberationi del Magontino e del Coio- 
nicense. lo non stard qni a divisare a V. Beat*« le difficolta 
ehe incontrai per disporre il Magontino a conaentire a detta 
traslatione: perche hora dicera abborrire la dtti di Ratisbona 
cone d^aria nemica alia sna saniti^ hora diceva troTarsi eaau* 
sto di denari e da non potere suppUre alle spese che M gli sa- 
ria convenuto di fare, hora che il negotio non era maturo, non 
easendod il consenso di Spagna e di Sasaonia. hora iemoTa le 
minacce del re d^nghilterra, di Dania e di altri settaij, hora 
affermaTa che qnella traslatione haTrebbe aocesa nuora e piii 
croda gnerra in Germania , con danno evidente deila religione 
cattolica, mentre i prindjM ecdesiastid^ ciie harerano portato 
fi no alPbora e dorevano portare per PavTenire il peso, esansti 
per le contributioni passate alla lega, spogUati d'ogni loro ha- 
vere dall^ insolenze e rubamenti nön meno de' noslri che de' 
nemid soldati, non solo non poteraao n^ haTorano modo di ap- 
parecchiarsi a nuora guerra , ma erano ridotti ad estrcmiti tali 
che erano costretti licentiare le proprio fandglie a riTore quasi 
priratamente: non lasdara dt porre in eonsideratione il daca 
di Neoburgh, come piä prossimo di sangue al palatino, la cui 
persona non havrebbe recata tanta gelosia a Protestantin die te- 
meano la grandezza del Bavaro, a cui conforme le costitutioni 
imperiali secondo la holla aurea come a piü prossimo doveasi 
quella digoitik, nella qtiale il medesimo duca havera protestato 
non Tolere consentire sino alP ultimo spirito che altri foase a 
se preferito: baata ohe in quattro o dnque giorni che mi trat- 
tenni oon lul in Acoiaffemborgo, depo lunghi discorsi fatti in 
voce et in Iscritto j ottenni la risolutione che io desid^rava. La 
traslatione fu fatta. et aneora si mantiene. II palatinato i in 
parte occupato dal Bavaro, in parte da Spagnuoli, n^ altrore- 
sta al Palatino che la dtti di Franchintbal depositata in certo 
tempo in mano della serenissima infanta di Fiandra con ^ncerto 
del re Inglcse. 

Mentre per detto negotio io ero in Acciaffemburgo , giunse 
ivi la nuova della presa di Adilbergb: et havendo io giii fistto 
officio per commissione di Soa S^ eol sig*' duca di Baviera per 
la libreria Palatina et havendone havuta offerta, mandai suhito 
iin' espresso al sig' conto di Tilly, facendoU istaaia per la con- 



Insir. a L. Cmafa per ColotUa 1624. 411 

sormtione M cm», p i»iche mi veniTa alinrmafo per Im qualHi • 
quanütü de^ libri maflsinie maiNMcritti etsere di valore inestinu- 
büe : e mi ritpose S. £• ehe il tutto en io »oter siio ben eon- 
serrftto per eseguime Tordine del sig' duea: di ebe harendo dato 
conlo a patrooi, haTendOv^essi mandata penooa a pigUario^ fu 
delto tibreria dopo akuni meai oandoita a Borna. 

110. 

Instruitione a V. S. Mens' Caraffa Tescovo di Tricarico desti- 
nato da N. S. suo nuntio in Colonla. 26 Giugno 1624. 

£ttbn)t9 (Sorofpa tfl htt Slacbfofgir ^ontortotf: er war 9litm 
tbid in (S6in ^ bcrfelben ^^, M dort <§araffa bie 9luii(tatnr m 
ffiicit tMrwaltete. 

3» einer fe(Mr au^f&f^rlicben 3nfiructton it^tiit iifm ber ^)ä^ 
^nat 9nfiAten i^ bie bentfdben (5odKn mit 

(Er erörtert borin atte jene fünfte 1^ hit innere ^^Kn^i^ctplin, 
melcfK iHRontorto in tCnregung gebrad^t tfokU, @d9on iidbt ber o^o« 
ßoÜfdK @N^( fo viel 9er Ulfe an ^nfommen nnb 8(nfe(Nm ertitten; 
ber fRtmtttttf fofl verfu^eR t>a6 Verlorene mieber (erbet^ubringen. 
V. S. stia attentissiroa a tutto quello ehe pn6 eostentare Panto- 
riti ^ostoUea e ipeciafaBente a procnrare che da etsa eiehi&o 
le doTote proTieiODi beneficiali. di ifi merfmihrbtg^ ba# bem 9lttn* 
tttt^ l^ier I(nftrd4)e gegeben loerben bie nnmittelbar auf bie 9iat(M 
Wigt ÜRiniiecto ^imtedd gegriinbet fmb. 3* ^» ioü er eine £if}e 
ber ber 93ef5rberung »farbigen beutfdben ^etiHi<ben nod) füom fem 
ben. De' piu eostumati, de' piii dotti, de' piik nobiliy de' mo- 
glio appoggiali all' autoriti d'aleon principe eattoiico. -— Cosi 
Doi aremo notizie tali che soUeeitamente la sede apoatolica po« 
tri^ provedere prima che scorra ii suo tempo. l66rt(i4 eben 
ba4^ mad ^inncct 1588 onempfo^ten ^fte. JDo4 i^i bie ^t n^ 
neueSRaafregeCn an bie S^h gegeben, ^ie midi^^e i^, ba^man 
einem attemben tBifc^of nod> hti feinen £eb^eiten einen fat(^oIifd)en 
(Soabiutor beigefefle. @d»on tfot-mon hai in ^aberborn xoit in 
^hi9tt mit bem beflen Erfolge ind 9Berf gefe«t. 

S)te ^attptfa^^e bCeibt nun aber bie weitere ^Xn^breitung bed Xt^ 

jDie 2iga fott au^ aßen Xriifttn aufre<ftt ermatten werben: ber 
9limtiud fott bartoer wa<l^en, ha^ Sfebermann feine 9tata beja^U. 
3n (ihtn i9 wit geHKid^ d^efefifdhftft §ttr ^ef et^rung ber ^tott^an* 
ten gefliftet^ «n weld^er ^rin^ wn t^t^rndf unb ^iem £^et( ne^« 
men, unb bie eine gute (^affe befifft: ber tluntiu^ fott fie nid^t ein« 
gel^n lafTen. (Einige f^^li<l^e ^dufer werben M ^uge gefa^, bie 
man ^unddftü ju gewinnen i^i, namentlich ^arm^<wt unb Sad^ 
fen. IDer 9luntiu0 fod biefe Steigung bef&rbem, ,/attf ba$ biefeffftr» 
^en ber ®nabe mäft wiberfle^n hit ®ott i^en erweifen xM." Sdu 
fonberd fott er bie (irnä>Una tM)n ^emtnarien^ bie €inf&(^rung ber 
Seftttten befMem. 5Diefe ^tette iß viefleid^t bie nterfwftrbigße ber 
Qan^ Sn^ction, unb fte mag w6rt(i4 folgen. 

Snk opera degnissima di 8, S"* Pimpiegarsi a coUiyare i 



m 

scmiiMij gii fatü ei a proenrare che aliri «» ne faeeino di mioro^ 
e per qiie»te simili «pere chi hob vede obe i padri della com- 
pagnia di Oesü sono mafarigliosi? Laonde il predetfesaere di 
S. S"* diede principia a prattlicare Pintrodattione di qudli in 
Franeltfort, scrivendo 9opra dt eio ealdiasime letterc a Gesare, 
e Tolera fare altretfaoto Telettare di Goieoia. N. S'«, per aol- 
leciUre Peffettuatione di questo buon pensiero, face scrivere al 
nuntio presse Timperatore che non si riscaldi: col quäle 8. 
S'j* sHotendera per quello che restasse da fare^ avvisandone 1e 
speranze e i successi. L^elettore di Magonza baiatto rappre- 
sentare alla S^ dl N. S^ che per propagare la religione catto- 
lica^ che col favore divino piglia piede nel palatinato inferiore, 
Duma oosa yiene giudtcata piü spediente quanto Perettione de^ 
seminarj e delle case doye possino con?enire i nobih del Bxno : 
e per cio fare, propone a S. B** che si patrebbono comoduaente 
applicare i beni d^alcunt monasteij e spedaimente di Germers* 
haim, Spanhaim et Odernhaim, poBti nelia dioeesi di Ma- 
gonza et altre Tolte occapati da principi Palaüni d^ Reno: la 
quäle propotia d stata stimata da S. B^ di molto rüievo, e 
prima di risolrere yoleva che Tantecessore di V. S^^* presane di- 
ligeoie informalione ayritosM dietintamente lo stato di detti mo- 
nasterj col suo psurere: ma perche la breviü^* del,tempo non gii 
hnYtk penneaso. eseguir tutto^ S. B^ vuole che ella aupplisca 
al rimanente con ogni aoUecitudiiiie et accuratezza. 

L'elettore di Golonia ancora Yuole inatituire un' univerait^ 
nella sua citt4 di Munstero: e di cio e stato ragionato nelia 
sagra congregatiooe de Propaganda fide, inelinando la S^ dlN. 
S'* che si faoci deita untrersit^y con oonditione per^ che oltre 
alle acieuae yi ai iasegnino le laggi -canoniche e eurili. Serva 
a 3. S"* per ayriso^ aceioche etta tratti in questa foitea con 
detto elettore, quando 8* A. le. paiieri d'havere ottenato per 
detta eretüone ii benepladto iq»ofitoUeo. 

111. 

Relatione delP ill™« et ece"« sig^ Pietro Contarini K' ritomato 
delP ambasceria ordinaria di Roma, presentata alli 22 
Giugno 1627 e letta il medesimo giorno nelP ecci"<> senato. 

Uthtt intttiM Salt^r — 44 g^onote — l^atte $. (Sontormt an 
bem ^fe Xlrhan^ VIII. ^u^bra^^ M er btefen fBertd^t ttfiatUtt. 

an Dter S^bt^eiiungen Iwnbelt er in^ bemfelben t)on ber v^M* 
dim, ber ^äüUöHn ^tnüaUim^, ben wid^iiQ^tn ©efc^d^en unb ben 
ein^uf retciH^en ^itgliebem M ^ofe^. 

^efonber^ au^&(^rli(b unb unterrtd^enb tfi er Sber bte <Sn»ei« 
terung ber geifUttt^en Suri^btction. €r ftnbet, nixi) niemals fe^ fte 
mit fo((t)er ^Strenge in Statten attd^^^^t morben: hm^ bte bop|>eIte 
^bftd^t eine unmittelbare J^rrfd)aft &ber bte $etfHtd)en ^tr^* 
nen Mub tinz freie £)i^pofttt0n Mer bte geifllid^n (Später ^ be^ 
I;aupten, werbe ber r^mif^e Jpof ben S^^en fe^r ge^Mrrltct^. Ur« 
ban YIU. fage oft, ti>ean ein t)ene$iani((l^er ^beUnomt futf bem xbi 



Relaiifme di Romm 1627. 418 

mtf4<n i^nKe fdffe^ f tonte ^m fobl^er bm 9<tH§t«iiem matt ^me» 
gener fei^n al^ er, ber de9fitn)arttge ^fl» beffenungeoflt^tet erlange 
man ^on ifm nimM bit minbe^e <Bun0. 

1ieber(>oupt (^at er tine W^U ^emuna wn bem ai^ammUn 
r6m(fc^en 9Be(en. IDnd ^riticiy) ber danken Verwaltung {tt^ ber 9le« 
poti^mud. 

LUncliBatioii« dei papi di far grandi i nepoti da in quesii 
tempi il primo moto all^ attioni, dicbiarationi e dipendenze eon 
altri prindpi. Prima si p«n9a ad impresß contra infideli, ad ac- 
quisto di stati, ma oome gU anni soq brevi^ le difficoU4 moUe, 
cosi si ferma U concetto seoz'* effeUuatione alcuna: doppo altra 
strada U prende piü faeiley aocanmlaDdo grandi riehazze^ com- 
prando stati. 

& fd^ilbert hU Umgebuni) Urband fotgeabergefiatt. 

Per ordinario si eonsigäa il ponteficc con il card^« Maga- 
lotti , cognato del fratello y e ehe tiene anco. il carico di segre* 
tario di stato^ per le cui manl pasßano ^utate Pespeditionl. E' 
cardioale dlngegno ^ande^ vivace: lo stima assäi il papa: Tba 
Toluto sempre approsso di .se, et in pariieolare nella legatione 
di Bologna, dove le diede. la viceregenza di qnel goyemo. E 
se vi e alcuno cbe arrivi ad havere predominie nelP animo della 
S^^ Sua^ quest' e Puno, ne si «a se per proi^io affetto et in« 
cUnati/ane di lei o se per la grande accortezza del cardinale, che 
bene conoscendo. il genio dt chi cosi luugamente si e servito 
di lui sa va^rsi delli mezzi.propr} per.condursi a questo segno.: 
e pa6 dirsi che negli affari di niomento di esso solo si vale, 
Egli per6 ff'affatica d^aggiustar» alle uiclinationi del ponte^ce^ 
le contradice meno che pu6, e nelli suoi sensi procura d^incam* 
minare. le proprie aUiooi per conservi^re il posio, la con6denza 
e la riputatioae che le apporta Tesser adoperato pelli maneggi 
piü gravi.. Procvra con ^allontaparsi da tut4e le apparenze, fug<? 
gendo Paudienze ordioarie deVmimstri di principi, de^ cardio ati 
e quasi d^ogiii sdtro (ma splo tratta i negoUi ch^espressamente 
gli sono incarjcati) di non acquisiar Todio qhe per Pordinari<^ 
suole cader sopra quelli che si veggopo piu vicioi e partecip.ano 
deir autorlt^ o g^atia del principe: e lo fa maggiormente pei; 
non ingelo^ire il card^« Barberino, che da principio non mostr^ 
di ricevere intiero gnsto di yed^lo avanzarsi tanto, e piu valersi 
ihpontefice di lui £e della sna persona; e percio bene spesso 
per questa causa sHidirono da Barberino parole che dinotavano 
il sao sentimento. .. Hora nondimeno lascia correr le cose come 
vannp, e niostra confidar nel zio, o per .sollevarsi del peso.de- 
gli affari y o perche non sa o . conosce di non poter fermare il 
corso alla fortuna di questo. II tuito pure si partecipa col me- 
desimo' Cardinal Barberino, con S. Onofrio e Don Carlo. 

II primo, come nipote, e veramente amato. Vorrebbe la 
S^ Sua che con piu applicatioite attendesse alU negotii: ma egli 
v^appansce alieno assai, ne 11 suo ^laturale punto si vede incli- 
nato, et pare.che quasi a forza assista solo dove per il carico 
cbe liene; :npn .puo far altriinei^ti, scaricando;il peso degli af- 



414 PMro Cänimrmi 

ftri piü gnW Mfra ristesso eard>« Migilotli^ contentondösi di 
•pogliani di quello die dovrebbe esaer suo partieoUre per ye- 
stime il zio , contro la pratica degli patsati pontefiei , sia o per 
propria debolezza, o per non saper volersf di quella antoriti che 
gode ehi arriva a posto tanto emineiite. E^ di otümi, virtuoai 
e loderoli costumi, dl soaye natura, e con esempio untco non 
▼uole rieerer donatiyi o preeente aleano. Sari nondimeno yI- 
Tendo il pontefice al pari d^gni altro cardinale grande e ricco. 
Hör dere hayer intomo 80 n. scudi d^entrata di beneficj eeele- 
siastiei, e eon 11 goyemi e legationi che fiene deye ayyicinarri 
a 500 m. s^udi, e tutto il neglio ehe caya, sarä suo, prind- 
piando a farsi delle inyestite di momento. E poeo spendendosi 
m breye tempo, yerrassi ad accunllalar riechezze immense. 

II Card' S. Onofrio essendo yissuto del eonünuo nei Cap- 
puceini, seguito tuttayia in una yifa religiosissima, non sMn- 
gerisee se non in quello le yiene oommesso, e degli affari del 
mondo poOo ne sa e mono nMntende: e bene si e conosciuto la 
Bua Inabiliti in questo nelP absenza di Barberino, mentre fu 
necessario di trattare e negotiar seeo. Hora «i ritroya alla re- 
sidenza della sna ebiesa di Sinigaglia. 

II sig' Don Carlo pnre. firateUo de! pontefice, ^ generale 
dl Santa cblesa, e tutto qu«lo ehe appartiene alla müitie, alle 
fortezze, alle galere, d sotto il suo comando. £' signore d^ln- 
ielligenza, prudente, cauto nello diseorrere e trattare, e la eura 
delP entrate e maneggi della eamera ottimamente rintende, es- 
sendo stato hnomo di negotio e yersato in queste materie. 
Qualcbe cosa ha rilasdato dalla sua prima applicatione agii af- 
fari, per non aggrayar maggtormente li suoi anni, essendo il 
piÄ yecchio dellt fratelli e per öualcfae sna dispositione aneora. 

Due altri ntpoti tiene la S** Sna. II sig' Don Taddeo, nel 

3ualo si pensa di stabilire la casa, gioyane di anni 23 incirea, 
i nobflissime maniere, di grande ingenuiti, et ^ soramamente 
amato da tntta 4a oorte. Qualcfae disegno yi i nel pontefiee di 
farlo prefetto della dtt& dopo la morte del dnca di Urbino, che 
hora gode questo tttolo, carieo degnissimo, ehe a tutti precede 
e dura in yita e dopo la morte anco del pontefice tiene luogo 
nel solio. E Don Antonio, commendatore di Malta, di anni 
18. Ha intomo 14 m. scndi dt commende. E^ di uno spirito 
pronto, yiyace, et a sno tempo yi yorrii esser perla sna parte: 
desidera egli partmente il canlinalato, e si crede lo compiaeeri 
la S^ Sua. Molti che non amano il card'« Magalotti, lo yedreb- 
bono yolentieiri quanto prima prome«8o a quella digniti, con 
opinione possa egli arriyar dore non giugne fl fratello a farle 
contrasto et oppositione. 

iDte Dalteflinifc^e &aä^t wirb Ifiet fironaC in iprtm gitfarnrnfm 
f^anQc er&rtert. 

Paltro importante negotio h quello della Valtellina, intomo 
al quäle pure grandemente yi trayagliö la Santit4 Sua, ma con 
fortuna diversa, se bene nel prindpio yogliono che potesse ap- 
plicaryi maggiori e piü risoluti rimedj. L^esser entnrto In af- 



I 



di Hama 1827. 415 

fare taato arduo li primi giorai M pontefieaiOy mdto e nom 
ben aoeora rimeaao da una grare indispoaitione, con il pensiero 
piu appliealo al fHrimo che a questo negotio, «aus^ forse eb« 
81 lascid correr molte cose che allora il proyedeni non era dif- 
fieile, sicome il remediairi poi dopo nusei inpoMibile. Fn 
il depoBito della VallelliDa fatto dai Spagnolt in maoo di Gra- 
gorio XV, • Chia?enna con il suo contado la conaegnarono 
con le medesime conditioni al prescnte pontefice. Le prima na- 
gotiatioDi passarono per mano del conuneiidatore Silleri oon 
tanta cantela e aecretezza ehe il certo d^esee non solo ai oo- 
municava alli ministri di V. Sereniti, ehe pure ne doreano 
aver tanta parte , ma con fatica reniva a loro notilia il vero di 
quanto si trattara. In. ninna alira cosa preraera il pontefice 
che nel ricevere soddisfattione per il pagamento delli presidj 
ch^egli teneva nelli forti delia Valle, e depo infinite doglian- 
ze et instanze consegni , credo y fra Pnno e Paltro re intomo 
200 m. scodi. Questo danaro and6 diminuendo ii dispiacere del 
deposito, che prima e dopo aache dann^ sempre grandemente, 
Btimando non esser aoUevato dalP interesae, niono pregiudicio 
poteaae apportarle la longbezza et irresolotione di tal mane^io. 
Quelfi del Yaltellina s'efferivano al papa per vassalli, as- 
sicurandolo che li datii che potrebfee imporre sopra li vini e for- 
maggi baaterebbono a mantener li presidj ordinarj per difesa 
di quella Valle. Molti consideravano al pontefice che il ritomar 
la Yaltellina alli Griaoni e rimetter in mano degli heretici U 
cattolici nön si poteva da easo ne si dovea^ se non con gran- 
disaimo scandalo e danno e^egoire, che darla ai Spagnoli niuno 
n^havrebbe assentito j et ai Francesi o ad altri quelli non lo per* 
metterebbono; n^ meglio Tifosaedieai conseryasse alla chiesa 
la Yaltellina, non contenendo alcun^ altra conditione di mo-> 
mento quel paese c1\e det pasai, che si possono havere o pro- 
tender per venirtene et andarsene oltre ai monti: queati restando 
in potesti del pontefice patre comune, gli harrebbe aperti e con- 
ctesi sempre secondo il bisogno e necessHi d^ogn^uno. Le ra- 
gioni se bene poco fondate non lasciano di far impressione, e 
talvolta anche persoadono doTC apparisce alcuna speranza di 
comodo et utile. Del concetto se ne ]asci6 intender la S^^ Soa, 
et aggiunse anco, quando vi fosse qualche difficoltü nel restar 
alla chiesa, ne si potrebbe investir* un suo nipote. Era pro- 
moaao dai SpagnoK il partito, a loro per6 n^ ai Francesi pia- 
eera: in fine ai ferm6 da Silleri il trattato "ben noto a Y. So* 
renitik, che non fu in Francia approvato dal re, in -particolare 
nella parte ehe Spagnoli aressero ii passo per le genti ehe an- 
dassero in Fiandra e per le medesime solo che ritomassero: 
poiche il formar della Yaltellina una quarta lega, che tanto pre- 
tesero Spagnoli, meno il pontefice v^assenti. Fu mutato per 
questa causa Pambasciatore, o foase per la caduta del cancel* 
liere e di Puysieux segretario, Tuno fratello e Paltro nipote del 
medesinto Silleri. E giunse in Roma mens' di Bettune, mini> 
atro di nigttor consiglio, di piii gdnerosi e naoluti parüti, dis- 



416 P. Osfniärmi Bei. di Bauka 1627. 

'auiorizzö il negotiato del suo ^«cessiiHrey iosistd e parlö Sem* 
pre per il trattato di Madrid, Jieg6 »«»olutamento il permettere 
per qualsiroglia maniera a^ Spagnoli il passo, e soUecitd in fire- 
quenti audienze il pontefice a risolyere alcuna cosa, poiche ne 
a maggiori lunghe^ze ne a piuiUurde dilationi potea la lega as- 
«entire. 

II pontefice, clie non stimd mai tanta risölutione nelli col- 
legati ne da queefta causa Uisuero per eundursi all' armi^ ma»- 
sime ebe'l suo nootio in Francia e qu^llo di Suizzeri afferma- 
rono del continuo alla .S^ Saa con lettere cheU marchese di 
Covre mai havrebbe pre^entate Parmi del re doye vi fessero le 
iosegne della Bcai^e Sua, »""andd pure continuando nelle irre- 
soluliooi, e quaoto piu accrescevano et apparivano le difflcolta^ 
tanto maggiormente veniva ella a persuader^i (ne vi mancava 
Chi la eonfermaya in questo) che in fine nelje contese essa ne 
restarebbe. posseditrice. E bencbe Bettune per AiUimo signific^ 
al papa the il re e la lega insieme la $uppUoarano di rimettere 
ai Spagnoli li fort! conforine allo obbligo del deposito, acctocbe 
essendovi necessitä di moyer racmi non a'attribuisca a poco ri- 
spetto Pandar contro quelle della S^ Sua, e seair borail pon- 
tefice si risolyea e prendea partito come doyea^ efferendo ai Spa- 
gnoli li forti, il tutto yeniya ad agginstarsi oon la riputatione 
8ua e spddififatione degll altrl, poiche. non gU bayrebbono rice- 
yuti li Spagnoli non trovandosi in termine di poterli difendere, 
e ces8a?a la causa di dolersi i^efitre in tempo e^eguiya il pon- 
tefice le conditioni del deposito, ne poteya alcuno coniradire la- 
sciandoU a Grisoni^ corsero alcuni giorni: in fine surprese il 
marchese dl Covre PlaU Mala: allora il ponießce pretese et 
adimandd Ire mesi di tempo, e dopo si ristrinse.a tanto che 
bastasse di ecriyer in Spagna e farne resbibitione., dicendo che 
li minislri d^Italia non teneyano facolta di.riceyer. liforti. Ma 
essendo di gia ayanzate et ogni gioruQ procedendo di beae in 
meglio rintraprese di Coyre, non fu stimato a proposito, ana 
sair^bbe riuscito dani^oso il suspender i progressiv per attender 
poi di Spagua risposte incerte: e cosi andö ü pontefice a poc<> 
a poco perdendo tutto quello teneya in deposito, solo restan- 
dole Riya e Chiayenna^ che sole furono soccorse dai Spagnoli. 
Si dolevaS^ Sua che questi, se ben ricercati alle prime dlfese, 
mai yennero al soccorso , et ess.i . di non essere ßtatj cbiamati 
in tempo, di modo. che .m^ so^djsfatti Spagnoli,... non. Gontenti 
Francesi| ella sommamente disgustat^ stimando. poco rispetto 
s'hayesse po^rtato alle sue insegne^ del continuo e grandemente 
con ogpuno se ne q^nerelaya; n4 altrimenti faoeyano Spagnoli, 
mentre attribuiyano tutti grincoB^yeniepti a. lei, e.di lei piu d'o« 
gni allro si 4oleyano:.et ancorche dopo spedisse il nipote le- 
gato in Francia et in Spagna col fine :ben noto. a V. Serenita, 
e conoscendo bayer preso altra maggior mossa le armi d'Iialia, 
piäi grayi si rendessero i pericoli se yi applicasse da doyero, 
con tutto cio non sl e potuto levare il primo concetto che da- 
gli antecedenii mal incamminati principj oon siano dorivati glUn- 

con- 



C. Caraffa Reka. deUa Germania 1628. Hl 

ccMiFenieRti ehe si sono depo Titti. Ugaalmeote Francesi come 
Spagnoli altribuivano le dnrezze e difßcollA ehe si bodo ineon- 
trate in queHta negotiatione, alle pretenaioni del pontefice^ ▼<>- 
lendo che ad esso fossero eonsigDati li forti, senza dichiararsi 
quello che n^havrebbe fatlo. negando per6 assolatamente di yo-» 
lerii demolire. Da che Ki na reso sopramodo diffidle il trovar 
ripiego conveniente, si d eonsumato tanto tempo^ falte taute 
Spedition!, et in fine portale il negotio in Spagna, che in Roma 
diffieilmente s'haTrebbe terminato. 

112. 

Relatione dello stato delP imperio e della Germania fatta da 
mens' Caraffa nel lempo che era nuntio alla corte dell^ 
imperalore Tanno 1628. 

S)ie an^ifviiäf^ 9tetation, rotlä^ mir &6er(^atipt t)orgefommen 
tll: In einem r^mifd^en ^;remp(ar ^Itt fte 1080 ®tittn %oUo. 
9iud9 in 2)eutf4(anb ifi fit ntd^t feiten: i^ taufte ein (^;rem|>tar 
in £etpjtg, unb in einer ^rit^atbtMtot^ef §u SBerltn ftnbet fid9 ein am 
bere^ in einem f dehnen foliobanbe^ wel^e^ ein gen^iffer ^^nman 
im 3a^e 1655 bem Sdifi^of t>on €t(!(^^4bt mit einem iprid^ti^en Xif 
tei ftttneidiie. 

©ie be9e()t au« toier Streiten. 3n bem erflen werben hie henU 
(eben Unrut;en im ^Oaemeirien gefd^ilbert/ im ixceiten hie £oge. Die 
95eft#ungen unb bie ^er^ttniffe jerbinanb« II, im britfen bte beut* 
f<d&en S^rflent^&mer nad^ ben streifen, im vierten bie 93finbniffe, bie 
befonber« in ber legten ^eit in iDeutf<tIttnb &iatt cjefunben. 

JDer 9(utor erfidrt, baf er niä)H (^reiben werbe, n>a« er nic<;t 
feCbff gefeiten, ober fon^ gfaubwfirbig erfat>ren ^^obe. Protestan- 
domi che tulto quello che scriverd, parte n^ho praticato e vi- 
slo 10 stesso per lo spatio di 8 anni che sono stato in Germa- 
nia, parte n^ ho inteso di persona degne di fede, parte n^ho ca- 
Tato della lettura de' libri commmi e delle leltere e cancellarie 
tanto d^amid quanto dMnimici, che sono stale intercette in di- 
Torsi tempi, de' qaali alcune sono date alle stampe, altre no. 

^an fte^t; e^ wirb l^ier fd^on eine gele^^rte Suf^mmenflenung 
beabfif^tigt. 

^ie gebrurften ^ommentarien (5araffa3 beobachten bie 3ettfoIge; 
biefe« ffierf iff me^r in ben Sormc» einer SRelation abgefaßt. S'lur 
in bem erflen ^^eile werben bie ^reigniffe d^ronologifd} aufgejdblt. 

34 Witt jebo<ft nic^t ver^e^Ien, baji id) oft gweifel an ber (i6)U 
^eit beffelben gef^egt l^abe. 

^ie Sufammenfe^ung tfl &berau« loci er. ^a bef ommen wir ju^ 
er^ bie bb^mifd^e 9ieiation wieber ^u lefen, mit einigen wenigen ^utf. 
laffungen: wir ftnben bann ein fet^r merfw^rbige« ^thä übet bie nm 
gartfdye ^^nig^wa^l von 1625^ aber an unre^^ter @te0e eingefd^al« 
tet', enMid^ wa« von nod) größerer !5ebeutung i9, eine 9le(atton vom 
Sajre 1629, von ber ft<^ feine @^)ur ftnbet bafi fte von ßaraffa 
felb^ wdre, dber !Deutf(^(anb, ben ^aifer unb bie dürften iß i)iex 
swar erweitert; aber übrigen« w&rttidt^ aufgenommen, ^udf^ mandt^e 

Vi^ftt ♦♦ 27 



418 C. Caraffa 

atibere Sbetle finb offenbar frmM (But. ^n Äinig 3«ob I. wn 
€tt$Ianb ijt aW wn „prescnte re d'Ingbilterra" bie fXebe, noa« bixft 

1628 nl*t gefagt nwben fimnte. .. . ^ . «. 

5Ran foflt« glauben, baf irgenb ein ^Dmi^iJator o(me eigene (5im 
ft<(>t biefeJDootmente sttfainrnet^efleUt Wtte. 

■ gia* weiterer tteberlegtmg m^ ft* ba« jebo* att4> m*t »ol&r. 

S)em alten IRagguagKo «araffa* »erben bo* ^ler recW »tätige 
wnb einbringenbe SRottjen &ber bte fpdtere 3«}* Wh^^Q^f ^ö« ^^* 
nen ein ßornpilator nid)t« geabnbet f^ahm roörbe. 

€< fommen 9iladbrt*ten »or, »eld^e nur an einen Eingeweihten 
qelangen fonnten. 3- S5. n)et|L ber 3futor t)on jener Unter^^anblung 
Urban« VUI. in (Jnglanb bur* ben eapujiner Äota, bie fo ge^ 

l^eim getrauen warb. , , ^ « «* r 

Äu* fprid)t ber 9luntiu« ni*t feiten tn ber erden ^erfon. 

3* f*lie#e, ha^ bieß ffiert »irfli* t)on €araffa <>err&^rt aber 
ntdbt m eigentltdjer ?^ollenbung gebrodjt worben, fe^ e«, baf bem 
gftttor bie Seit, bie 2nft, ober ou* felbfl bie Är«ft baju gebradb; 
benn etwo« iDiffufe« unb Sormlofe« t^at n>enigften« otidb Uitt^ bob* 
niif*e Delation, dt wo<*te, aU er na* ^ttjerfa jurftif gef ommen, ei- 
nige niÄ#ige @tmi\>tn mtt ber Sufaimnen^ßung fetner «Wateriolien 
au^f&flen. 

aCttf jeben gatt »erbient bie STrbeit aud? m bi<f<t ®effa(t aüc 
9(uftnerffam!eit. . ^ . ^ c . . 

JDie Delationen bie fife aufgenommen unb mdpr ober minber 
»erarbeitet :^at, ffnb wn bo^em aSertbe. 5(tt* bte i^^iftorifsfeen 95e^ 
merfungen unterf^eiben fi* bo<^ immer »on ben in ben gebrauten 
(Eommentarien entl&altenen. 

^ Sdb n>ill einige 9loti^en ^eraud^eben, bte mir befonber^ benr- 
«o&rbig ftbetnen. « . ., 

I. ©erfatt be« beutfdfeen J^entl^ume«. ^tm H \>tcft^ ftd) 
tßc% hai bter hti weitem mebr von beutfcben mtb i^et^^tfc^en ^w 
f^dnben bie 9tebe i^ aU t>on r6mifd)en ober f ircbltcben. 

Per il passato era tantii i^abbondanza che li prineiprdi Ger- 
mania a pena potevano saper la quantiti de regali, datii, ar- 
genti, et altredoritie venute da ogni parte, et hora a pena ri- 
trovano il principio per haverle, e pare che virano solo alla 
giornata, e quelle che da una giornata, Paitra lo consoma. Non 
vi e raccolta grande di danaro, se non di cose refiutate da^ cre- 
ditori e che sono piü di titolo che di realti. Di tal neglig«nza 



per ie sediuoDi de' cittaaini, aitn nnaimeme assegnaoo la causa 
a** ministii, prefetti e vicarii: yeramento si vede tali officii ba- 
rer Toluto abbracciare piü di quello che potevano stringere et 
essere arrirate troppo oltre le comoditi^ prese da goreroatori: 
con questo 11 poco conslglio, Pinteresse proprio anteposto 
al commune, cose che poterono estinguere il gran Romano 
imperlo, perche non ponno estinguere il G^rmanol Nasce 



Retaiione deOa Germania 1628. 419 

anco la itmna di Germani« dalTotio de"* priocipi e dal loro 
troppo deiitiare, o dalla pooa ioraa d'ingegDOy o da una pre- 
cipttosa Tecchiaja, o pure per efseer ianto nemici del govemo 
ehe piik si conteDiaDo di dare io maoo d^uo^altro il maneggio 
delle cose publicbe, benclie riconoschino spesao la poca idoneiti 
di coluiy e quasi a foggia di alcuni antichi Eritrei farli secondi 
principi, da loro solo differenti per nomey ma pari nel total ma- 
neggio« come fu Joab appreiso David et altri appretso altri prin- 
dpi. I qoali maneggiatori, come presi dalla plebe, abusaTano 
et abiuano la loro data poteetiy e piii coo la passione che con 
la moderatione della Tirtu goyemandosi e dati in preda a para- 
siti et adulatori constituiTaoo e constituiseono altri sottoministri 
indegni, che con prezzo e ragione di parentela et ambitione 
corrompeyano e corrompono .la giustitia) et a tale esempio 
dietro a se tirando altri prindpi ciroonvidni facevano commune 
giustitia do ch^era proprio ioterease. 

II. Ut^artfd}( Xhni^^wa% 

Sopragiungendo alla dieta li voti del regno di Schiavoma 
e dl Oroatia^ che erano quasi tutti cattolid, e superando con 
questa ginnta la parte de^ cattolici et adhtf enti di Sua Maesti 
di non poco la parte degli herettci e non eonfidenti, la Toce 
sparsa della volonte di S. M^ dell' elettione Teniva giomalmente 
meglio intesa. Tuttayia li deputati delP imperatore^ per meglio 
assicurarsi delli voll della dieta^ volsero prima di proporre Te- 
letUane dell^ ardduca farne esperienza con Pelettione del Pala- 
tino^ oho si doveya fare per la morte del ThorzO) desiderando 
S. M** che si facesse un cattolico e particolarmente il sopra- 
detto conte Esterfaasi, ancorche secondo le leggi e costitutioni 
di quel regno havesse proposto alli stati quattro soggetti, due cat^ 
tolict e due heretici: et il negotio riusci felicissimamente, poiche 
detto conte fu eletto con 150 voti, non havendo baruto il con- 
trario piii che 60. Fatta questa prova e con essa rincorati 
niaggiormente li confidenti et amici delP imperatore, parva non- 
dineno alli ministri di S. M^ che oltre alli sopradetti voti 150 
saria stato bene a superare qualche buona parte delli 60 con- 
trarj con presenti e con doni acci6 riuscisse Pelettione con mag- 




leniani e suoi adherenti, ancorche non fosse all^ hora pubblicata 
la Tolonti delP imperatore, sebbene si teneva per slcuro che 
volesse fare eleggere re Tardduea, non mancavano di contra- 
xiare al posdblle. 

8oggittnger6 un^ esempio delP ardire di una donna in que- 
sto propo'sito, dal quäle, si come h straordinario, si conosceranno 
le forze di detii contrarii. La madre del barone Bathiani, che 
e de' piü principali signori di qualita e di stato e di adherenza 
d^Ungaria, hebbe ardire di mettere in consideratione alP impo- 
ratriee ehe non doveva permettere che si facesse questa elet- 
tionOy perche si veniva a pregiudicare a S. M^ stessa, poiche 

27* 



420 Cwaffa Rdai. di Germama 1628. 

se fotse renuta qualdie dkgratia alia vha deir imperatore, lei 
per Pinteregno, oome coronata regioa d^Ungaria, linebe fosse 
stato eletto un nuovo re, ha^eria goremato quel regno. Ma 
Pimperatrice, con Bomma prodenza dissimulando, le rispoae die 
la ringratiaTa dell^ affetto, ma ehe lei doppo la morte dell^ im- 
peratore, se fosse Bopravissuta« non Toleva pen»kre ad altro 
che air utile delli fig]i di Sua M^ sao marito: al quäle subito 
diede parte della sopradetia proposta. 

Ma ancorche il negotio dell' elettione si stimasse g\k si- 
euro, Pimpedi tuttavia molti giomi il contrasto graode naio tra 
ministri piä supremi di Saa M*^, includendosi ancora mens*' ar- 
cive^coTO di Strigonia et ii nooyo palatino con mons' cancel- 
Uere et altri che yi baTOvano interessi^ come era Tambasciatore 
di Spagna et io come indegno ministro apostolico. II contra- 
sto fu se seguita detta elettione si doyera far subito la corona- 
tione. Alcuni diceyano di si: percbe con qnesta yemya Parci- 
duca ad assicurarsi totalmente nel regno, il cbe non saria stato 
se fosse stato solamente eletto* per Taccennata di sopra elet- 
tione dei Gabor 9 essendo gli Ungari buomini yolubilissimi e per 
lo piä infedeli: 2® diceyano cbe la coronatione, se si fosse 
fatta, bayeria gioyato assai nella prima dieta imperiale, se Pim- 
peratore bayesse yoluto far eleggere Sua Allezza in re de' Ro- 
manis ^ per il matrimonio delP isfanta di Spagna , essendosi 
coU dichiarato di volere Parciduca prima eletto e coronato re 
di Ungaria. AUri per 11 contrario, tra quali ero io et il padre 
co'ifessore delP imperatore, diceyano cbe questa coronatione non 
si doyeya fare alP bora, perdie li stati di quel regno non ba- 
yeriano mal permesso cbe seguisse detta coronatione se Sua 
Altezza non bayesse promesso loro e giurato, tänto nelli punti 
politici come di religione tutto quelle cbe promise il padre 
Stande nelli maggiori pericoli^ onde non yi essendo alPbora detti 
pericolie petendo con il tempo migliorarsi assai leoosediS. A., 
o per la morte del Gabor o per 11 felici successi delP imperio 
o per altro, non era bene intrigare la conscienza di questo prin- 
cipe gioyane con serrarli la porta a' progressi dellä religione et 
impedirgü insieme Pacquisto di maggiore autorita politica e do- 
minio nel regno: 2® diceyano, e questo per lo piü li camerali, 
cbe nella coronatione yi saria andata una buona speaa, come 
ancora nelP accrescimento della corte di Sua Altezza, onde 
Stande alPbora imminente la spesa grossa del yiaggio d^Ulma, 
si saria potuto differire in altro tempo , non potendo probabil- 
mente apportare alcun detrimento detta dUatione, percbe se il 
Gabor bayesse yoluto pigliare pretesti, yenendo qualcbe acci- 
dente di morte alP imperatore, tanto Pbayeria pigliato aneor- 
cbe Parciduca fosse stato coronato, come fece contro Pim- 
peratore ancorcbe fusse eletto e coronato; cbe per elet- 
tione in re de' Romani e per il matrimonio delP infanta di 
Spagna bastaya cbe Parciduca fusse yero re d'Ungaria, e come 
tale si potesse intitolare per la sola elettione. Standosi dunque 
in questo contrasto, ancorcbe Pambasciatore di Spagna facesse 



Relaiio dioecesis Augmiemae \Ü29, 421 

DuoTe instanze per la coronatione^ dieendo cbe in Spagna non 
hayeriano fattö il matrimonio delP infanta oon l'arciducay sti- 
mandoai altrimeiiti la successione nel regno non sicura^ Sna 
M^ con la solUa saa piei^ si dichiarö äe non voleya che si 
faeesse, sttiniaiido »econdo il consiglie del süo padre confessore 
che fosse coniro conseienza se rarciduca havesse giurato, come 
non poteva far di meno, ^aello che era staia forzata giurare 
Sua M^ nelli pericoli grandi, quali alPhora non vi erano/ 

113. 

Relatio status ecclesiae et totius dioecesis Augustanae 1629. 

^on feiner befonbem S^ebeutung. di wirb nur f)aüpt^^ä)ü^ 
auf bte @tabt ^ug^burger ^ert^ltniffe ^üdfidft genommen. 

^ie SBtrffamfett unb enbltd}e Entfernung ber proteffantifc^en 
„?lfeuboboctoren" au« Sfugöburg tfl ber t>orne(^mße ©egenpanb be« 
^uforö. 

(Sr ]&0fFt, bo# nacl^bem bte^ befonber^ bur<i i^teron^mu« Swl&of 
unb SBem^. 9ie^ltngen bei b^m ^'atfer burc^gefe^t war, in für* 
itm aße« n>teber fat^oltfc^ werben fofle. 

114. 

Legatio apost«'« P. Aloys. Carafae episcopi Tricaricensis sedenie 
Urbano VIII Pont. M. ad tractum Rheni et ad prov. 
inferioris Germaniae obita ab anno 1624 usque ad annum 
1634. Ad Cie™ Franc. Barberinum. 

(Sine fel^r au^fvtMi^e diilaüon, auf 204 ^(dttern: woi^i anä) 
ttroa^ wtiffc^eiftg, boii) tntf^äii fte gute iSad^en. 

guerfl wirb bie 9ietfe erjdl^It: wo benn auä^ ba« Unbebeutenbe 
t)iel ^lai wegnimmt. JDer 9luntiüd fommt unter ahbern nac^ 
Sulba. dr mac^t ft* ein ?öerbten|l barau«, ba# er bie 16 2(^nen, 
bie 3emanb ^aben ntvi^U, welcher ber SEBikrbe be« '^bU^ fdt^ig fe^n 
woOte/ auf aä^i ^erabgefel^t i^abe. 

95efi>nber« au^^rli«^ i^ er ober bie ipdnbel won Stol^ mh 
bem 95if(^of/ in bie er felbfl ti^Stii^ eingriff: er »erlegte ben^i^ ber 
9lunttatur t>on @6(n na<j^ £iktti(t). 

Ö^ne 3nx^f«t bad ?Kerht){trbigf}e ifl eine @d()ilberung ber bama* 
ligen f at()Dlifdben Uniüerfttdten in btm (Sprengel feiner iRuntiatur. 

fflir fe^en barauö, wie fo ganj ber ^6^ere Wnterncfct in biefer 
Seit in ben ^dnben ber Sefuiten tag. @te waren bit ^eifler in 
Srier unb ^oin^; ^aberborn, ^hi^tr, aixä) £)^nabrhä, reo man 
erfl t)or furjem eine ^o^e @d^ule gegr&nbet^ waren burc^aud in i^ren 
^dnben: fte lehrten aber nur Humaniora, ^^itofopbie unb £t)eo(o« 
gte. ^te ^tä^te würben gan$ t^erna^^idfftgt. ^ dbin, weld^e« nodb 
immer bit erfle t>on biefen Unt^erfttdten blieb, würbe bie Sfft^i^in nur 
von ^xoei £e^rem vorgetragen, welche wenig gu]^6rer ^aitm. JDer 
^aupt&belßanb in G5ln war fri^t)er$in, baf bie £)ocenten aü^m^äi 
mit ^rdbenben au^geflattet worben. „Earum opibus ad vitam de- 
mentem et suavem instructi^ raro aut nunquam ipsi sacram doc- 



422 Mjegaiio P. Ahys Caraffae 

triDam tradebant, sed aUorum Ticaria opera passini atebantnr. 
Hinc sine^pondere et methodo instraebantur academici, et anni 
quindeni facile eircomagi solebaot priotquam nmversam flu theo- 
logiam aadirent. Ea res vero antehac non parom incomnoda 
ftterat archidioecesi GolonieBsi et praesertim ditioiiibas Joliae 
Cliviae ac MoDtioniy qaod pro adeunda in iis animaruiii procu- 
ratione reparandisque religionia eadiolieae roinis panydii et sa- 
cerdotes idonei hoc pacto nisi post longissimum diem non insti- 
tuebantor." ©ie ^dter Sefuiten ^tVAm biej ab. S)tt« ®)öegmm ju 
ben brei Äronen, boö W^ntn übergeben n)ttrb, genof einen grofen 
«Ruf: e« l&atfe 1634 fiber 1200 iS*fiter. 3ener ®eift be« ©enuffe« lief 
ficft aber nidbt fo leidet öcrfilgen. ©ie ^JWogiflerf^mdufe »erme^^rten 
bie Äo^en ber ^Jrpmotton unb ben 2u;ru«. „Tota quadragesüna 
sunt quotidie academiconim Bjmposia.^^ »- ^en .^at^oltci^mud 
itnb \>a^ 9Bo()Ueben ber @Mner bef(i(^retbf unfer 93if(ibof gar ni^t 
&bel. Populus Golonieosis religionis avitae retineDtissiinus est, 
quam ntique semel susceptam nunquam deseruit. Tolerantur qui- 
dem in civitate familiae aliquae sectariomm , sed yetitum eis est 
exercitium omne sectaram saarum, et aere gravi mulctantur si 
qui clam habere privatos conrentas et andire Lutheri aut Calyinr 
buccinatores deprehendantur. In senatum ipsum nulli cooptan- 
tur qui catholici non fuerint, et quotquot in eo conscripti ad 
curiam yeniunt, sententiam dicere aut ferre suffragium non pos- 
sunt nisi prius eodem die intervenerint rei sacrae in proximo 
palatii senatorii sacello. Noctü ipsi cives excubias babent in po- 
tioribus plateis civitatis, nee Tis aut injuria metui potest, quia 
strepitu quovis exciti adsunt et opitulantur, grassatores vero ac 
sicarios in vincula conjiciuDt. Sed et plateae omnes catenis fer- 
reis noctu vinciuntur, ne pateant liberis excurBtOfnibns, ideoqae 
populus maxime in tranqnillo agit Inter alia plebis commoda 
illud imprimis commemorari debet, licere caique ineunte hieme 
boves et sues emere eosque fnmo arefacere ac in escam anni 
consequentis, qua vescuntur aride, domi servare. Spatiom vero 
ejusdem anni eis concedi solet ad pretium repraeseniandum, dum 
Interim aiiqui a senatu constitati mercatoribus solvnnt: nee un- 
quam opifices uUi, quamvis inopes, patiuntur suam fidem in 
ea re desiderari, quia deinceps haad foret integrum eis rorsus 
ejusmodi aj^nonam rei cibariae illo tam insigni anbsidio aeris 
publici coemere. Sunt et triclinia tribuum communia, in eisque 
possunt omnes iis diebns quibus feriantur in hebdomade, con- 
stituto pretio admodum facili, conyiTari. 

(ii n>erben aber ntd^t alletn ©tdbte tmb Umt>erftt4ten^ fonbem 
cax^ Jörflctt unb 85egeben?>etten • gefcibilbert. gerbinanb üon €5ln: 
grayitate morum^ professione pietafis et ingenii maturitate nulli 
secundus; Snebridb t>on ®4r$bttrg: lingnarum etiam ezterarum pe- 
ritia, morum suayi quadam gravitate, prudentissima dexteritate 
Omnibus carus^ (Safifmir t>on ^ain^; eloquens vir in Germanico 
idiomate, legationibus functus. 

%\x^ t)oii ben SJegebenl^eiten bringt 5. (^araffa m<ai^H ^ttfwht* 
btge bei. Sdt^ n>et|l nic^t, n)orauf fit^^ t>k Meinung gr&nbet^ ftBoflenßetn 



ad iraciutn Rheni ei mfer. Germ, 1624—34. 423 

%MU ©trotfunb it^l^mcn f6nnen: ,,819 quod mnlii exisUmant, pe- 
cuDiam quam urbem capere non maluisset.^' 2&r ein gro§e^ ItiU 
ofkä %Ut w ed, \>a% SiO^ ft(( nM)t bei ber erßen fBeioegun^ t>on 
»6a<|>fm auf bieg ganb Jjabe werfen b&rfen. @e^r merfw&rbicj ift 
au(^ feine @d;ilberuna be^ gu^^^nbe^ t)on €&bt na4 ber ^&i\a<bi 
pon ^«yygf wnb ber ^nj6jtf*en 5l^ftfd?ten bie in biefem SKomente 
t^ert>Of!lrttten. 

Ex aecepta olade ad Lipsiam fractae vires fuerant et fractt 
eatbolieorum animi, et tuoc repente imperitia vel meius in pro- 
pugnandis arcibas aditum hosti victori magnum aperuerunt, ut 
viscera imparii mox infestis armis invaderet, ex quo Fulda, Her- 
bipolis, Bamberga, Mogontia, Wormatia, Spira aliaeque urbes 
atque oppida fuerant exiguo tempore vel expugnafa Tel dedita. 
Colonia superfuit principum exulum perfugium, et bi the- 
sauros qua sacros qua laicos in eam dritatem importaverant, 
si quibus lieuerat tarnen illos avehere antequam ingmeret ea belli 
vehemens et subita tempestas. Ibidem anxiae curae principum 
et dubia consiiia erant, an , sicut proposuerat oraior Gallus, ex«- 
pediret deinceps neutri parti, seu Caesaris seu Gustavi regis, tarn 
arma prineipum eommdem quam arma ipsiusmet ciritatis Colo- 
niensia favere. Id Coloniae suadebat orator christianissimi re- 
gia; sed necessariom fore affinnabat ut in eam urbem parifer 
atque i» alias ditiones prineipum eleetorum cobortes praesidia- 
riorum ex regis sui legionibus introdttoerentor: tunc enim re- 
Teritus Coloniam Oustayes rex alio arma convertisset, aut si 
venire bostis nibilominus deliberasset, provocasset merito chri- 
sttanissimum regem , ac foedere exatincto inimicitiam et iram ejua 
experiri coepisset. O^ravis nimiirum videbatur ea conditio admit- 
tendi cobortes praesidiarias regis externi in ci?itates ac ditiones 
imperii; sed graviore« multo erant conditiones aliae, quibus ut 
neutri parti favereni deinceps proponebatur, quia in bello tarn 
aneipiti Oaesarem non juvare sed quasi deserere videbatur ma- 
xime alienum a professione pervetere civitatum ac principum 
ipsiusmet imperii. Hoc snperesse tarnen consilii et eum portum 
securitatis unice adeundum «sse judicabat pariter apostolicus nun- 
tius Parisiensis. ad quem scripseram de ingenli clade religioni 
cathoHcae tempiisque et aris iilata per Gusta?um regem. 

€d folgt no4) eine oxxi^i^xXx^ ^itt^eiamg u6er W it'atafiro« 
pl^e SBaSenflein^, \>xt xi^ onber^wo mxMiitxim mli. 

115. 

Relation« della corte di Roma del Sig' K' Aiuise Contarini 
dell' anno 1632 al 1635. (Arcb. Yen.) 

tine (et^r avA^tix^t 9te(atio», in 35 ^opiteltt, ouf 140 ^tu 
ten; unb boppelt n>i4^ti9/ ba ^luife ^ontorini unmittelbar v>on 
Sranfrei(b na^ Slom geifonmten^ unb be^t^atb um fo fd^iaer nnir, 
\ixz fo eigent^fimlidje politifdje ©tettung, bie ft* Urban Vlli in bie* 
fer ^tii gegeben, ^u beurt(^ei(en. 



424 AMse ConiatUU 

(Sx Wtbtft anerfl hai ^üfÜM unb bai n>eiia<l(K Dtedtmntt be^ 
9apf}e4. 

(Er finbet e« aan^ momtd^üä^. ®on aßen alten ^ngregatio* 
nen »erfatnmelt ft(^ nur eine regelmditg, bie ber änqutfttton; — 
bie (Sorbindle traben feine n>eitern ^orred^te^ aU baf man mit bam 
ffia^en fitfl b^tt n>enn man ibnen begeanet^ ben ^urpur unb bit 
@ttmme bei ber ^opfhoabl: ber ^apfi ijt tbnen fo n^entg geneigt, 
baf er in lotdytigen ©aciben eber geringere ^xälaUn braudbt/ beren 
i^offnungen mebr t)on i^m abbangen, atö ^arbindle^ biz id^on tne^r 
Unabb^naigfeit f^abtn, 

3e jnrenger man aber bie 3&gel anhiebt beßo mef^r verliert man 
an 9(utontdt. ^^L^antica veneratione sta oggidi molto dimU 
nuita. '^ 

^orjikglicb ttn^ufrieben n>aren bie i£inn>o(^ner Don ttrbino. 
,,Quei sudditi si aggravano molto della mutatione, cbiamando 
il gOTorno di preti tirannico, i quali altro Interesse che d'arrie- 
ehirsi e d^aranzarsi non ti tengono.^^ ^er ^utor beflogt nod) 
immer, ba^ Urbino in bie ^l^dnbe be^ ^opM geratben fet^, atö einen 
großen ^erlufi f^ (Spanien unb f&r ^enebig. 

3n einem 2ten£bet(e fdbilbert er nun bie ^erfSnlid^f eiten. Nac- 
que il papa Urbano VIII del 1567 (^nbre 68) d'Aprile, oode cam- 
mina per ii 69 di saa etik , conservato dal vigore della comples- 
sione non soggetta a qualsiroglia malattia^ e dalla viTacitik deir 
ingegno. La statora mediocre, il color bruuo, il pelo bianco, 
Pocchio vivo, il parlar pronto^ la temperatura sanguigna e bi- 
liosa. Vive con gran regola. Regola in gran parte le sne 
attioni coi moti del cielo, dei quali ö molto intelligente ^ an- 
corche con censore grandissime a tutti gU altri n^habbia probt- 
bito lo stadio. Li saoi moti sono subiti e vehenienti, tali che 
alcuna volta confinano con la pazzia, non potendo con la pa- 
tienza frenarli, se ben egli dice che questa commotione della 
btle di quando in quando raglia molto eccitando il calore alla 
preservatione di aua salute.. Cavalca, villeggia^ cammina, ama 
Pesercitio. Non s^aflfirgge per le cose moleste: e tutte queste parti 
concorrono a predirli qualche anno di yita ancora, non ostante 
ehe nel tempo del mio aoggiorno assai decaduto sia. 

£^ arriyato al papato con un servitio conünuo di 30 e piü 
anni alla corte. Fu prima prelato di segnatura e poi goyema- 
tore.di Fano. Poco appresso, per opera di Francesco Barbe- 
rini suo zio paterno, prelato dl poco grido ma di gran richezze 
accumulate con parsimonia Fiorentina, compr6 ufficil in corte 
e finalmente il chiericato di camera. Clemente Vlil lo impiego 
in diyerse cariohe, ma particolarmente sopra quella del noyo (a- 
glio del Po, dacche sono arrivate in gran parte le differenze 
presenti dei confini con la republica, per la cognitlone che pro- 
feasa di quelP affare e per il disgusto che allora non si eseguisse 
a modo suo. Fu poi dair istesso Clemente mandato nuntio in 
Francia, prima estraordioario per teuere a battesimo ii re pre- 
sente, e poi ordinario di Enrico IV suo padre, doye si mostro 
zelantissimo delP immuniti^ ecclesiastica. Paolo V successore di 



Belalione di B^ma 1632—1635. 425 

Clemente lo confermö nella medesina legatione di Franoia: poi 
lo fece cardtnale^ legato di Bologna , e ritornato a Roma pre- 
fetto della signatura di giustitia, carico d^onore et impiego bea 
graode. Finaimente del 1623 fu in luogo di GregorioXV eon 
pratiche moKo artificiose assonto al pontificato neiP etk sua di 
56 anni: et oggi corre il XIII anno: con disgusto di tutta la 
Corte, alia quaie non meno che ai principi torna conto i pan- 
tificati breviy perche tanto piu tengono conto di tutli, abbon« 
dano nelle gratie, non temporalizzano come. se fo«8ero bereditaij 
del papato: e finalmente la corte in generale trova impiego e 
fortuna nella freqiienza delle mutationi. 

In ogni stato hebbe il papa di se ste«so grande opinione 
con affetti di dominio sopra gli altri e di»prezzo al coneiglio di 
tutti. Par ch'egli esercita oggidi tanto piu liberamente quanto 
che si ritrova in posto sopra a tutti eminente. Ha ingegno grande, 
ma non giudlcio: ingegno , perche nelle cose che da lui solo di- 
pendono e che riguardano la sua persona e casa, si e sempre 
condotto ove ha desiderato, senza omettere gPinganni e gli ar- 
tificii di lui molto oonnaturali, come si Tide particolarmente 
nelle pratiche del soo papatO, nelle quali seppe far coqTenire 
nella sua persona le due fattioni contrario di Borghese eLudo- 
▼isioy solo col far credere alP una d!esser inimico delP altra: 
negli affari poi generali , nei quali si richtede il giudioio di sa- 
per ben congiungere gPinteressi della sede apostolica con quelli 
degli altri principi, si ^ osservato il papa esseme per sempre 
stato mancbcTole. Tale lo dichiarano il negotio di Valtellina; 
la guerra di Mantova, che non sarebbe seguita se il papa si 
fosse dichiarito contro il primo innovatore; la perdita di Man- 
tova, attribuita ai viveri che riceverono gli Alemani dallo stato 
ecdesiastico, senza auali oonyeniva loro o disassediarla o mo- 
rirsi; la prefettura ai Roma data al nipote, privando la sede 
apostolica delP assistenza di tanti ministri di principi. che sono 
il piu bei fregio di lei^ et aggravando lo stesso nlpote d^invidia, 
di riguardi e d^n posto assolutamente insostentabile dopo la 
morte del ponteBce; il mal termine usatosi contro Pambasciatore 
di Y. Sereniti^ mio preoessore, lasciandolo partire senza sod- 
disfattione; Pultiraa comprotettione di. Francia nel cardiqale An- 
tonio nipote prima persuasa et acconsentita, poi ritrattata e pro- 
hibila, con nota appresso il mondo di grande artificio, per non 
dire inganno, e con divisione della propria casa. Tralascio ii 
gran detrimento che sotto il presente pontefice ha fatto la reli- 
gione eattolica in Fiandra et Alemagna^ i pericoli a\V Italia per 
la negata dispensa al duca di Mantova, e molto piu per aversi 
portato il papa in modo che ha disgustato tutti i principi grandi 
e piccioli, che nessuno gU e amico : onde si e reso incapace di 
poter esercitar con essi loro quelle parti di autoriia e di pa- 
terno consiglio ehe potrebbe pacificarli et unirli insieme alla di- 
fesa della religione: parti che sono stale cosi esaitamcnte ma- 
neggiale e conosciute proprie de^ pontefici che per sostenere il 
nome di padre comunc, dal quäle proviene.loro ogni veneratione, 



426 Aluiw Ckmiarini 

e per mantenere runione tra i prineipi chriatiani, che cagUnta 
in essi molta autoriti^, si eono espoati ad azzardi^ a viaggi, a 
pericoli, non militändo nel nom« di padre quai puotigli ebe neir 
intromiasiooe degli altri prineipi poaaono facilmente inoontrarsi. 

Si ^ sempre professato iJ papa presente neutrale, attribuendo 
a siia gloria l'ayer arricehita et ingrandita la aua casa aenza com- 
prar atati in regno di Napoli ne aottonetterai a favori det prin- 
eipi grandi. NelP interne per6 suo egU e affettionato a Fran- 
eeai, le loro prontezze e risolutioni eaaendo piu eonformi al ge- 
nie di S. S*^, in ordine di che ha fatto le maggiori dimostra- 
tioni quando segui Pacqoiato della Boacella. Persuase la pace 
eon Inglesi, affincbe la Francia potesse accorrer al soecorso di 
Casale allora asaediata dai Spagnoli: eonsiglid ai medesimi Tac- 
quisto e la eonservatione di Pinarolo per neoessario equilibrio 
alle cose dUtalia: troiro sempre prete«4ti di diferir o diminuir 
i Boeeorsi in Alemagna, een opinione^ la quäl vivetultavia, ehe 
a S. S^ 8ia dispiaeciuta la morte del re di Suezia e che piu 
goda o per dir meglio manco tema i progreaai de' protestanli 
ehe degli Austriad. Anzi ^ opinion eomnne ehe quando anche 
foase portale il papa dal eardl Barberino totto Spagnolo^ a quäl- 
ehe unione eon essi tomerebbe facUmeBte a maggier rottura di 
prima. £ la causa i questa: perehe govemandosi 11 papa eon 
artifieio e credendo che Spagneli faeciano il medesimo y saranno 
sempre tra di loro anzi geloaie dUnganni che eonfid^iza di ben 
▼era nniene. 

d^ tfl ntdyt nhi^tQ, bte ^i^übtrunQ bcr ^tpoim, bte ^btife @on« 
tarint ^Ibt, ^ter aufjunet^men. @e(bfl iran^ fBarbertno^ otoo^l ipn 
btt ^o^fl am metfien liebte, unb er ft^ mä^ ^an^ ben @ef4^en nnb» 
mete, l^tna bod^ burd^au^ t>on feinem £)^tm ab. ,,Nessimo nipote 
di papa fu giamai alle fatiche del negeüo assiduo come egli e, 
non avendo minimo divertimento: ma egli e anche yero che nes- 
suno manco di lui ha operato.^^ 

^te ^arbinMt §u fd^ilbem %ii>i er auf. €r ftnbet eine afige« 
meine ^eud^elet in biefer Korporation. Sar^ tal cardi« sanissimo 
che per facilitarsl il papato yorrii esser creduto infermo: cami- 
nando zoppica: discorrenda tosse: useendo si sta tutto in una 
aeggietta racchiuso. Tal altro che sari^ buon polUico, si rao- 
sfrerii lontano da ogni negotio, nei discorst s'amBtutisce,' ne* 
quesiti si stringe le spalle, nelle risposte geoeralizza. — ^an 
fommt auf ben (i^ebanfen, ba^ bte^ hk £)rt<(tna(e fe^en, nad^ benen 
man jene gäbet \)on ber ^Srfjebung <Bijrttt4 V. erfunben J^abe. 

^^ folgt ber britte »li^eiC: ikber ^z ;f>oIttifdben ^er^dltnifTe, t>oQ 
einbringerÄer unb lebenbiger (Jinffd^t: wie gefagf; für un4 bertoid)« 
trgffe. 

@o gut fran^6ftfdft geftnnt ^ap^ tlrban anÖ9 war, fo iDurbe 
bodb ben gran^ofen in ii)vm firci^tid^en Soi'berungen nid^t immer Qi- 
n^iflfa^rt. Bisogna anche confessare, ch^ essi banno addimandato 
delle gratie difficili, come la dispositione delP abbazie di Lorena, 
la nullitJ^ de^ matrimonj tanto del duca Carlo di Lorena come di 
monsieur et altre similL ^nö) war ^van^ barberino nid^t fo fe^^r 



MMaiioM di Borna ie32— 1635. 427 

auf ber fratiniflfd^ <Setfe voit fein ^t)^. S)te|[rati^fm ^ofF^en 
fd^ott nt4^ mti)r etne aitffattenbe ^rfldtung $u t^ttn (»unfien, aber 
fte reviftm audi, ba^ ber ^apfl nt<bt ge^en fte fe^n n>erbe: feib^ 
hai war fcbon ein grofer ^ortbtil fftr fu, ba# er f&r franjbfifdt^ 
galt/ unb bte Gegenpartei tbm ntd)t traute. 

IDeflo ntifveramtgter nMnrcn bie panier. &h machten H bem 
<S(. ^orgta jum ^onourf, baf er ttrban VIH. t^aU wdb^en (äffen, 
unb man behauptete, ba^ biefer Qi, mir burdy ^er^rec^ung von man« 
^Id ^oben geiDonnen tw>rben fe^. 3n ben Unterjt^anblungen 
&ber ^afteflin^ ber ^oUttf ber SranM^en, ben t)erb4(tniffen loeC^e 
ftd> 93atem gegeben, xooütm fte bte €tn9^e ber ttitgunfi bed ^op« 
0e4 tDa](;me|^men. dagegen bel^ouptete auÄ S^orberino, ba# bie 3»« 
gefidnbniffe bie er t^nen «^ematJbt, feine tXnetf ennrnig hti i^nen ge^n« 
btn. S)a^ ^tfoer^dnbntf ifk loed^elfetttg, fe^^ wir. 

9im audf&br(i4flen iH ^ontarint &ber ba« ^erbdltni^ fSiomi 
ju ®enebig. (Sr ftnbet, bie <6(ibwterigfett fomme befonber^ baber, 
iDeil/ wä^rmh anbere ^taattn t>on d^om aU md<lbttger gefükrcbtet 
ober ali loeniger mdd^tig t>ema4tld^igt iD^ben, S^enebig ald g(ei4) 
betrachtet unb be^anbelt n>erbe. 

3n 9(mii t^ man fdb^n barAber empfinbltdd, ba# €ttg(dnber unb 
^oMnber einige ffreibeiten bofelb^ genief en. SBirb aber einmal 
t>on @eiten ber n>elt(ic^en Geriete ^anb an eine geifilicbe ^erfon 
gelegt, fo et^^ebt fifcb ein allgemeiner @turm. 

^er ®efanbte t<l beffemmgeacbtet ber ^Dleimsng, ba^ man ft<lb 
nicf^t irren laffen hhrft, Gerabe mit jDenen, u>e(4e bte bettebtf^en 
fe^en, mefcbt bie meiden i5eidytfinber b^ben, fe» ber 9luntiu0 beauf» 
tragt ftd^ in be^ ^ei^dltnlS )u erhalten. „K V V EE tengano 
per eonstante, che col mezzo di questi tali rengono i nancii a 
risapere il midollo delli arcani/^ ttm fo notbn>enbiger fe^ ed, bie 
^utoritdt ber fftepfAllf ilber fte ntd^ aufzugeben. 

9(ber dbeiti<f n>ar man &ber bie ^enjen fortiodbrenb flreitig. 
Urban YIII. n>irb mit nieten al^ ein ©bnner ber ^enejianer be< 
tradfttt, fBefonber^ fw^e er 9(n€ona ^im ^ad^Ü^^l Don Senebig 
empor ju bringen. 

116. 

DlscorBO deUa malattia e morte del card' Xppoljto Aldobran- 
dioo camerlengo di S^* Chiesa col fine della grandezza 
del pj^a demente VUI. 163^. 

di madbte einen auferorbentiicben (Sinbrud tn 9tom, ba0 bie 
fo i>or furjem erf} gegri^nbete iamiiit ber ^(bobranbini fo rafcb um 
terging. 

3n biefem Sinbrucf ift unfer 9Berf<i(Kn def<lbtieben. E' stato 
superato della morte qnel gran iagegno! beginnt e^. di war 
t)on bem gan§en ^aufe nur no(b bie ^oibter tH>n SFobonn Georg 9iU 
bobranbino 6brig, loeldber ein -unerme^Iicber 9{et(btbum ^ufaOen 
mu^te. 

{Den gu^anb ber r6mif<ben GefeOfdftaft be^etcbnet fotgenbe (Stelle 
nicib^ ^be(: j^H marchese Lodoyico Lanti, il conte Gio. Franceseo 



i2S Discorio dUla wmi9 ^MfpMlQ AidobramUni. 

da Bagni) Berlingieri 0«Mi e Bernardino Bisda, aspettando tufü 
quattro a gara il pontificaio de' loro xii) arabivaoo le nozze deHa 
principessa Aldobraodina. 3n ber Jpoffnung auf bai ^otitiftcat 
t^re^ £)(^etmd loetteifem bie |>rdfumth>en 9lepoten um bit ^anb ber 
rei^flen (Erbin. 

S)o(^ marb i»<b«r biefe ^trmätfbm^ noä^ auä^ bie ^a^ tine^ 
Slepoten einem bon ii^ncn }u flptil, 

3ppo(9ta t>ermA(^Ite ft'A mit einem 93ordHe. Unfer ^utor ttl 
im gr^iten €r#aunen. ^aul V. (^atfe bie ^(bobranbini t>erfo(^ 
unb ben ^ater ber ^ippoluta felbfl gefangen gefe$t 3e$t Der« 
mdt^Ite fte ftd) mit feinem ^rone^oten. 

3ebo(^ f)>dter gelangte fte, n>ie imt iDifTen/ wirfUd^ an ben 
9?e^oten eine^ regierenben ^(üß^^i, 3nnoceo$ X n>oiu bie Umfldnbe 
unb bie Sonvenien^ M r&mifc^en ^ofe^ fte mm eitmtal befitmmten. 

117. 

Relatione di q. Zuanne Nani K' Proc*^ ritomato dt ambascia- 
tore estraordinario da Roma 1641 10 Luglio. (Arch. Yen.) 

9Ran(belriei ^i{l(^e0tgfeiten gab e^ unauf(^6rlidt^ iiDtfdben fStom 
unb ^enebig; im Sa^re 1635 trat tux^ tixu neue ber befonberflen 
^rt i}in^. 

dint magniftfe Snfdfnrift in prdd^tgen Porten, in ber Sala re- 
gia M ^atican Don $iud IV. aufge^eflt, bezeugte tint ^ot ber 
l^ene^ianer, auf bit fte ft4^ immer mel eingebilbet, bit in it^ren Ifn« 
na(en prangte: einen <Sieg ober $riebri(^ ^rbaroffa/ burdb ben fte 
^apfl ^le^anber III. »on bem ^erberben errettet ju (Kiben be» 
^oitpteten. 

3n fHom fanb man ober a(hiid()(ig {fton bie SCu^br&cfe biefer 
Snfdf^rift un^^uldflig. JDa# ed ^r ]^ie# ^yPontifiei Yeaetae reipu- 
blicae beuefido sua dignitas reetituta'S erfldrte bie immer ßarrer 
n>erbenbe iDrtf^obojrie f&r eine ^rt \>oa 93eleibiguna. £)er ©eifi ber 
O^ongfireitigf eiteu/ ber bie ffielt bet)errfAte, warf ftd^ aui) auf biefe 
fo Idngfl oor&bergegangenen, Derfd^oQenen (Ereigniffe. ^ber &berbie0 
ftn^ man au4 au/ bie ICBa(^r^eit ber dr^lnnQ, wie fte in ben t>e» 
nejtanifd^en ®ef<ibi(l(^t^b&d^em enthalten ifi, ^ber^aupt ^u be)u>etfe(n. 
€d erfc^ienen ^c^riften iyoti betben leiten. 

Q.i ifi biefl eine Sroge, bte no4 ^i^ ^f ben heutigen Stag tm$ 
mer wieber erneuert worben i(!. 

Sc^ fann ni^t glauben, baf fte fjlr 3emanb jweifeQ^oft 
fe^n f6nne/ ber 't>on ^tjiorifc^ ^ritif aiKi^ nur ben mtnbe^en fBe« 
griff tiat. 

9Bie btm nun aber au(() fe^n mag, auf {eben Satt war e^ nitit^ 
attein l^iflorifi^ Ueber^eugung, fonbertt aucb polttif^e (Siferfudyt, wa« 
Urban ben. YIII. uermo^te, iene Snf^rift ^uerfi uerdnbent, enb» 
li4 gan^ t)erti(gen ^u laffen. 

^Bon biefer @ziU naf^m e^ au<j^ bie SKepubttf: ba ft^^ gerabe 
bie 3rrungen über bit ©renken, über ben fortritt be^ neuen ^refetto 
hitttt unb bitterer entwtcf eUett, . fo fenbete ^enebig eine ^tit lang 
feinen regelmd|igen ®efanbten nad^ IKom. 



Zuanne NmU ÜWI. di Roma 1641. 429 

%i4^ 9t(mi, b^ tm iS^^e 1638 hotf^tn ^ht^, war nur auf eror< 
b«ntlt4)er ©efonbter. €r Mteb tnbef g^en Dterti^alb 3a^r, unb feine 
9ieIatton ben)eff}^ ba# er ftd^ eine ^e ^^enntnif i)on btefem J^ofe 
9frfc!^afft ^ttt, 

IDie i^ouptabfti^t bei fetner ^iffton watf ben ^opft ju einer 
UnterfKt$una ber ffttpuhlif f&r ben ^aU, baf fle t>on ben ^&rfen an* 
degrtffen mürbe, n>e(d)er bama« fe(^ na^e f4ten, §u bewegen. 

<@onberbar, btefe Q3tfte fom bem ^ap# fogar em>ftnfc^t dr 
fonnte btefe 9^ot^n)enbt9fett ben unauf^orli^^en ^nforberungen be< 
^aufed Ceffretc^, ba^ t>on ^roie^anten unb Sran^ofen fo (ebt^aft 
bebrdngt ivurbe, entgeoenfe^en. 

&ern ^dtte bef ^efanbte t^n auö^ ^ur ^ermiftetun^ ^wifd^en 
ben Irtegf^tbrenben ^dc^ten vermoc^, tnbeffen genof btefer ^apfl 
nicfrt baö aflgemetne '^ßertvaum, ba^ ^te^u notbmenbtg gewefen w&xt. 
,,Pullulando tante amarezze colle corone, restava fiacca, per non 
dir qaasi odiosa Pautorita del p«nt«fi«e.^^ 

3m Uebrigen bemerft ani^ biefer (^efanbte bfe 9letgung Urban4 
militdrifc^ ffarf ju erf4^einen. ©on feinen Sortiffcotionen mufte man 
tbm reben, n^enn man mit t^m gut ße^n wollte. £)ft enüd^nte er 
fte felb^. <^r fagte wo% baf er binnen 20 2:agen mebr M 20000 
^. aufbringen n)o(Ie. (£r %&ffiU bie ^elbmittei auf, bie er iaht, 
%hx ba« nad^jie S3eb&rfhi# t^attt er 400000 @€. ber @ette gdiegt : im 
@afle0, glaubte man, fe^en von ben ft^nf Millionen be^ <St;rtu^ nodb 
immer bret ^rtg. 

Jp&ren wir, wie 9^ani bie ^erfon unb bie Stegierungtfnreife hitf 
fed ^apflt^ fd^ilbert. 

II pontefice ^ nel principio del settantesimo terzo della siia 
eik e nel fine del XVII del pontificato. dopo un spaiio di 324 
anni che altro papa non ba godufo cosi longo goverao. £^ di 
forze robusto e gagliardo, e per tale li place di esser creduto: 
et in effetto, levato qualche dabbio di flussioni e d^acddenti im- 
provisi ai quali pare sottoposto, e in tale costitutione di buona 
Salute che pu6 raantenerBi piü anni. Usa governo esquisito 
nella sua cura. AI presente, ch^Ä piü grave Veik, manco 8^ap* 
plica alle faccende, delle quali non suole per6 prendersi piü 
disturbo di quello che vuole. La mattina e dispensata in au* 
dienze et in negotii, il dopo pranzo ^ riserrato alla quiete et 
alla conTOrsatione domestica, nella quäle ^ allegro e faceto, 
come in ogni altro discorso erudito e facondo, e nelle audienze 
stesae paasa Tolentieri dal negotiare al parlare di cose piace- 
▼oli e di Btodio, al quäle Ä dedito asaai. Possede gran talenti 
e gran qnalitii. Ha memoria meravigüosa, petto e yigore che lo 
rende alle y(4te troppo eostaate nelli suoi sensi. Ha spiriti 
grandi aecreBciati dalP esperienza del governo e det negotii. 
Deferisce asaai al suo proprio parere, perci6 non ama di con- 
sultare ne oura le qualiti dei minism, che possino maggior- 
mente far risplendere le sue risolutioni. Non moKo inclina al 
gratiare. E^ ardente, et alle Tolte con li ministri medesimi dei 
principi non ha potuto dissimulare 11 suo fervore. Ama che 
sia trattato seco con destrez^a e soavitä; e se vi ^ sfrada di 



490 

potor far dedliniur« dai «aoi aeosi Panimo di Sua S^, qaesta ^ 
sola, la quäle, se pure aUe volte non pu6 profittare, avama 
eerto, che se dod st spiega« almeuo non si rompe. — — 

Nel governo presente e desiderata roaggior e miglier ewor 
auUa, perche dove nanca A discorao, suele manoar la ragione: 
e Feramente pocbisaiaii sono 11 mtnistri e pochi quelli che faab- 
bino autoriii e confideBsa a palasso. ApfMresao il pontefice non 
ai sa alcuQO che pos») e preponendo S. S^ il proprio parere a 
quelle di tuUi, sogliono 11 altri o lodarlo o secondarlo. Sius^ 
in altri tempi che haverano 1 papi appresao di se tre e quattro 
eardinali e con la loro discussione risolrevano i plü gravi nego* 
tii, e si teneya per aroano dei nepoti medesimi uitrodurre suoi 
dipendentl nelU confidenza del zio, per condurio pol e guada- 
gnarlo dove o non peteyano essi spuntare o non Toievano sco- 
prlre gli affetti loro propij. 

Barberino non ha Tolnto eircuire in tal modo la« liberta del 
papa: ma riseryando a se solo il posto piu vicino alle orecchie 
di S. S^, obbliga gli altri a stare retirati et al solo parer di 
lui sottopooare le proprie opinioni, non mostrando gusto ehe da 
ehi si aia si parli al pontefiee di negotio senza sua precedente 
participatione. Non si serre per6 ne anco di qnesta. autoriti, 
che gode solo con quella liberti ehe per arrentura conplirebbe 
al ben publice et al suo proprio Interesse; ma nen osando re- 
spirare contro le risolutioni e li sensi del papa, prende molte 
Tolte Phabito della costanza medesima dl S. S'^, essendosl in 
tal maniera sottoposto al disgusto delle corone e d^altri prin- 
dpi e di loro ministri per non dlvertilre e non sopire molti strani 
accidenti* 

Appresso di questo li eardinali pur sl dogltono e nassime 
le creature di non haver apertura ne confidenza. Dl pochis- 
simi ministri si serve il sig' card^«, mentre la mole dei negotii 
et altre circoslanze di molti lo posaono render bisognevole. 
Pandrola e Rtcchi, auditori dl rota, sono li pifl domeslici e li 
piii adoperati. 

Pandrola i soggetto raaturo e di molta eaperienza, che fu 
impiegato in Piemonte per la pace sin nel prindpio delle guerre 
di Mantova. Ser?e per li negotii del goyerno delio stato eccle* 
siastico, e non hayendo bavuto che traitar meco^ non ml resta 
che dire delle sue conditioni. 

Riecht ^ di gran spinto, presto et sagace: dirige quasi tatti 
li negotii dei prindpi e partioeiarmente ha in mano quelli della 
republiea. £' dipeatdentisaiBO da.Barberino, qualiti tke lo rende 
oltre modo gralo al sig'' cardinaku Ha ilicontrabo dis^isto di 
mohi ministri de' prtndpi, nemeno e amato dall' uniyeraale. 
Non ha altra esperienza che quelia che 11 coneede Timpiego 
presente, che ^ graode. Ha egli sempre trattato meoo, e neue 
mie lottere e nella forma dei suoi offidi Payeranno plü volte 
yeduto descritto VV £E. Tratta con destrezza e con flemma 
e con altrettanto ingegno e solertia. Della serenissima repu- 
bliea parla con tutte )e espressioni di riyerenzä e dlyotione. 



Reiaiime di Bomm 1641. 431 



Tiene a ciiore certo ioteratse di pensioiii del aH*diB«l mo fra- 
tello, del quäl« ho scritto altre volte. 

A questi aggiungerd moDs' Cecea^ segretario di stato, per- 
ebe assiste al preseate alia trattattone della lega. Non ba egli 
talenti piük che ordioarj: ma per la lunga esperienza della sua 
carica tiene buooa iDfornatione de' negotii. £^ yeechio aaaai, 
e si crede yicino al cardioalato, se ben dalli nepoti e pooo 
amatOy ma molto rispettato per Paffetto che li porta la S^ Sua. 
Servi ii segretario del pontefice mentre fii nuntio io Fraoeia, 
e con passaggio mostraoso di fortuna ma solito della corte oc- 
cupö il luogo del padrone medesimo, e mentre questo Tive an- 
cora con poco baona sorte, Cecca gode carioo, rendite e spe- 
ranze piü che ordinarie. Appresso Barfoerino non vi sono altri 
di eredito e di talenti che merittno d'esser osservati. 

Per il governo dello stato vi ^ consulta dei cardinali e dei 
prelati, che in due giomi della seltimana diaeitte diverse oc- 
correnze. Altre congregatioai sono delP inqutsitione, de propar 
ganda fide, del conciUo, de' regolari, de' riti e d'altri simili in- 
teressi. Tutto per^ serve a discorso, percfae la riralotione re- 
sta al gusto di S. S^ e del nipote. Una congregatione di stato 
si tiene di qnando in quando avanti ii papa per le occorrense 
piü gravi, e non v'intervengono che le creature e i piÄ eonfi* 
denti che hanno servil o nelle nuntiature: ma anco questa suole 
iservire ad accreditare le deliberationi piu che a risolverle, per- 
che nh si dtscorre nd si forma il decreto che per quelP opi- 
nione nella qaale si sotragge o si lascia intendere esser Si 
S^, et in enetto si querelano i pontefici di non haver di chi 
confidare, perche tutti li cardinali virono con li loro interessi 
e rispetti verso i principi stranieri« 

118. 

Racconto delle cose piü considerabili che sono occorse nel go« 
verno di Roma in tempo di mons' Gio Batt« Spada, 

^üi ben legten ^tiUn Uvhani YUl, t^oU Don 2^Qen bed £e« 
ben^ unb ber @ittt, bie bo^ &tbi«t ber $o(i$ei unb ber 3uf}t^ be^ 
rüifrtm, unb t^ter re<!^t urfunblic^ ftd^er aufbcwal^rt ftnb. * 

9lod9 tmmer ©treittgfeiten iXD^äi^m ben alten ©ef^Ied^tern; 
§. 93. ^oetanen tuib (SoConnefen; e^ if ntdyt attein Mmer einen ^er» 
oletd) ^mtfil^en ipntn §» füfttn, fonbent man brau((^ felbß mehrere 
«ta$e ha^n, vm in bem Snfinmient, hai hbtt einen folc^en oufgcnom« 
men n>trb^ eine iSr^d^btng i^rer i^dnbel ^u @tanbe $u bringen, Don 
ber {iö9 nid^t ber eine ober ber anbere £$et( beUibtgt ^f &b(e. 

©treifigfeiten ^midim Sranjofen unb ©paniern. @ie treffen 
einanber in iDflerien: jeber Xt^til trinft auf hai SBof^lfet^n feinet M^ 
nig^: ii fommt ju SSeleibigungen; bod) ^d(t ftc^ ber fdi)n>dcl^ere Z^iii 
no(^ ^itmiiäf gemdStgt: fo wie er üd) aber \>ttft&xft tfatf fo wie fte 
einanber auf offenen ^(d$en bec^egnen, fommt eö )u X()dtlid}feiten; 
ber SbavQtUo f)at hit grbj^te Sffluiit fte aui einanber ^u bringen. 



432 Gio. Bali. Spada Raecmdo di Roma. 

&mb fit aber unter cmonbor entjwdt, fo n)etteifem fte ha^t^m, 
bem ^ofe^ ber ^oluei t>on fKom ftdf^ entdegen^ufe^en. 

iBefonberd bie |[nibafrobeur9 ftnb fc^er ^u bet^anbeln. ^llmd^^ 
tig erboben fte bie ^nfpr&^e^ tDe(d)e fpdter fo gro^e Smtngen Deran« 
(oft ^oben. 9lif^t aUein tbren ^aflofl erfidrten fte f&r eine 3rec« 
ß&ttt, (o bat f<^ bafelbfl verbotene @|>ie(e gefl^atteten/ fonbem fte 
wollten audb fc^on bie benachbarten ^dufer in ibren @d)ttf nehmen, 
^onftf^nor @paba n>ar nat^rlicib bagegen. ^^Che se si era usafa 
eortesia con i S" ambasciatori di non entrare nelle ease loroe 
delle loro famiglie, era una troppo grasde estensione quella che 
Tolevano introdurre hora, ehe ne anche nelle casevicine e com- 
prese nella medesima isola si potesse far esecutione/^ 

J&if!orif(b ba^ ^cbtig^e fifnb gn>ei ^erfudye auf ba^ 2^en Ur^ 
band YIII, ^ber bie t^ittmit aflern>&nfdbendn)ibbi9en SCutbentie be$ 
ridb^t tDirb. 

1. Dal proeesso di Giaointo Centini, nepote del card' d^As- 
coli, e d''alcnni complici — — la sostanza era, ch^essendo stato 
pronosticato ch'al presente pontefice dovesse Buccedere il car- 
dinal d^Ascolif inragbito Giadato del pronostico e desiderando 
di yedeme prestam^nte Peffetto hayesse trattato con fra Sera- 
fino Cherubini d^Ancona minor osservante, fra Pietro da Pa- 
lenne eremita, che si faceva chiamare fra Bernard ino, e fra Do- 
mentco da Fermo Agostiniano, di procurare con arte diabolica 
d^abbroYiare la Tita a N. S'«, et a quest' effetto fu risoluto di 
fare una statua di cera rappresentante il papa, come si essequi, 
e dopo molte invocationi di demonii e sacrilicii fattigli la fluire, 
distruggere e consumare al fuoco, con ferma credenza che di- 
strulta quella dovesse terminare la Tita di papa Urbano e farsi 
loco alla successione del card' d^Ascoli zin di Giacinto. 

2. La confessione dl Tomaso Orsolini da Recanate. Che 
per instigatione di fra Domenico Brancaccio da Bagnarea Au- 
gustiniano era andato a Kapoli per scoprire al Ticer^ un sup- 
posto trattato di priocipi d^inTadere* il regno di Napoli con in- 
teressarsi ancora S. S*^, e chMl rimedio era di far morire uno 
de^ collegati o il papa: al che fare s^ofTeriTa il padre Bagnarea 
sudetto, mentre se li dessero sc. 3000, quali ToleTa dare al sa- 
grista di N. S*«, gik reso inhabile, e'suecedendo eglt in quel 
carico, n barerebbe posto il Teleno nelP bostia ch^aTesse doTuto 
consegrare S. S*^ nella messa, o pure quando non fosse succe- 
duto sagrista, haTerebbe operato che lo speciale Carcarasio suo 
parente, mentre medicaTa le fontanelle a S. S*^, ti ponesse il 
Teleno: non pass«^ per6 ad esprimere al Ticere questi partico- 
lari, poiche hayendogli accennato di doTer far morire ii papa, 
vide chUl Ticerd non si applied* 



119. 



Roiiure tra BmrheHM H Od. Famese. 433 



119. 

HiBtoriea relatione AeW origine e progrctsi delle rotturt nate 
tra la casa Barberina et Odowdo Farnese duca di Parma 
e Piacenza. ( fBtbCtot^ef m ®ten. Historia PMf. n. 899. 

224 931) 

eine ^arteittrift m SSricfform ä6erfa«bt, in weiter ber Ur* 
fprung iener Srrunsen gan^ htm ühtln Iffiiflen ber ^axhmni juge» 
fd^rteben n)trb. ^ie ^onti ber 93aronen fni^pft auc(^ biefer ^utor an 
hitSfflonü bt^^taaUi: Uiäit ()abe ber ^opfl bie erforberh'^e Urlaub» 
ntg gen)dbrt; er i^ahz baburcb h'u S3aronen fidi nur noA untenD&r« 
ftger Qmtaäit (Nella erettione di simili monti il principe era 
malleTadore, riserratosi il beneplacito di poteme dimandare Pe- 
stiotione a suo piacimento.) 

34 ff«be md)t, baß biefeö SBerf troj feinet Solumen^ befon* 
bere ^uff^l&ffe ertbeilte^ ober, ba wir beren in biefem Jade {a ntd^t 
einmal beb^rfen, ba^ e^ grofe^ ^erbienf! (dtte. ^ai Wltrhüitr* 
btgffe ftnb n>ol^( feine ^n^aben &ber bte anti5fhret(!b<f<^^n unb m ge« 
u)iffem ©inne antifat()o(tf^en «tenben^en Vßaißfl Urband. 

Si lasciava tal Tolta intendere, essergli ben grati li progressi 
de^ caitolici contra li beretid, ma esserri insieme da temere che 
un giorno queste prosperitii cadessero a danno e precipitio de^ 
medesimi per le gelosie che si sarebbero avegliate in tutto il 
mondoy che il imperio dovesse assorbir ogni residuo di libertii 
che yi riuianeva. Corse fama per tutte le corti che dalli im- 
pulsi d^Urbano originassero quelle ombre del duca Massipiiliano 
di Baviera, che apersero una gran scisma nell^ unione de' prin- 
cipi caitolici posti su i sbalzi, che domali li heretici fosse per 
con?ertirsi lo sforzo delle armi Austriache a dann! di quei 
medesimi che erano stati ministri delle grandezze di quellacasa; 
e per dir tutto, vi fu chi in quei tempi si vantö di sapere che 
la missione di Ceva, confidente ministro della casa Barberina. 
in Francia con titolo di nontio straordlnario , havesse ne' suoi 
piui reconditi arcani secrete commissioni d'eccitare il re di Fran- 
cia a miscbiarsi nelle turbulenze di Germania, a fine che inten- 
dendosi con Baviera si pensasse al modo di alzare qualche ar- 
gine alla crescente potenza della casa d'Austria. 

(5« jeugt wmiQfttn^ för bie Serbreitimg fol^er Sfnft^ten in b(e» 
(er 3«t- 

120. 

Della Tita di papa Urbano YIII e historia del suo pontificato 
scritta da Andrea Nicoletti. 8 Sdnbe in folio MS. 

€i$ ifi fei&r §» bebaueni/ baff ed s)on htn aud9e^et<ibneten ^erfo^ 
nen ber SBeltgefcibi^te fo n>enig gute ober aud) nur brauci^bare £e« 
bai#bff4ret6ittigen gibt. 

^te Urfadbe m^ Uebaßanbe^ t)} niM in einer fBema<^Idftgtmd 

mfit** 28 



434 AnApea. Jfkoklti 

tt^red 9Cnbenfen^ ^u fud^en, ba4 t>te(me(^r t)im ben ^i^el^irtgen, xoenn 
titd^t ^berfd^a^t, bodb fe^r (^o^bde^alten au werben pflegt: er f^at ef^er 
fotgenben Urfprung. 

Sm ^ang, n)o ba^ Vnbenfett frtf4 if^^ ba« Material no4l 
^ufommen ge^ac^t n^erbcn fami/ nimmt man IXficf <td^ auf bte ^tiu 
genoffen: man wagt nt^t ütiH ^ fagen: eine ^enge $erf6nlid)fei$ 
ten warben compromittirt unb taufenb ^nimofttdten gegen ben ipel« 
ben felbfi hervorgerufen werben. 

©pdf er, wenn t>U Seitgenoffen aucft bat^tngegangen ftnb, wenn 
man nun ftdb getrauen b&rfte ju reben, ifl aud) t>ai 5Cnbenfen »er* 
(ofdjen, bie Materialien ftnb jerflreut: ba« Sntereffe felbfU^at abge» 
nommen, unb erwacht nur in ©enen wieber, bie nun vorn @tanb* 
punft ber l&ifloriWen 3ßiffenf4aft ^er unterrid)tet ju werben w&nfd^en. 

iDa traf man nun in St^Ii^n ifter^ folgenbe 5fu^funft. 

(Sinem t)ertrauten Sreunbe ober S)tener be0 $aufe^, ber im ^U> 
gemeinen mitwiffenb unb unterrtdbtet fe^n mu^te, würben bie ^ca 
terialien übergeben: er ßeUte fte ^uiammm, orbnete {te an unb 
t>erbanb fte ju einer ^ufammen^^dugenben (Sr^df^tung; iebo<4 fihr ben 
JDrucf würbe biefelbe nidyt befümmt: fte warb i)ant>i6ftiftiiä^ in bem 
^rdi^it) bed i^aufed aufbewa'&rt. 

£)ergeßalt f<lbonte man bie @u^€eptibi(itdt ber Seitgenoffen unb 
erhielt bo4 auc^ bie SfflbgiidAtit bereinfiiger ^uffiriflfung eined rafc^ 
t>erf(^winbenben ^nbenfen^ in t)otIer tBa^rf^eit. 

3u ben SBerf en biefer ^rt ge(6rt * hit Arbeit be^ 9(nbrea 9li« 
coletti. 

@ie entt^dlt bie Erinnerungen beS i^aufed an bie ^erf&nlidbfeit 
unb bie {>anb(ungen UrbanöYIII; hai aber wa$ i^r ^6rper gibt, 
mai bie Maffe au^macbt i(! bie ^ufnal^me ber gefammten gefanbf» 
fdbaftitcben (Eorrefponben^ wie fit in ben 21 Sauren Urban^ gepffo» 
gen worben war. 

©iefe 2eben$bef(f)reibung befielet wefentlidb Au^ einer ^ompila* 
tion ber 9luntiaturbepefd)en. 

^€ ftnb ni^t hit ^inatberi^te, hit eigenttidb fogenannten dt^a* 
üomn, fonbern bie^epefc^en felbf!: xoit ftdb ba$ benn au<lb f&r eine 
fieben^befcbreibung jiemt; ber ^apfi erfc^eint barin immer felber an* 
orbnenb, befciblie^enbr (^anbelnb. 

34 l^abe gefeben, ha9 man in S^enebig d^nlidbe Sufammmen* 
fi^ellungen t>erfu(ibt W- aber ba bte Zi)MiQUit ber 9tepublif »er« 
((^winbet, unb nur bie Maffe ber eingegangenen 9la<^ridbten vorge« 
legt iPirb, o^^ne baj tim StAcfwirfung ftdbtbar bertjortrdte, fo jer« 
^eut fid9 bie ^ufmerffamfeit gar balb, unb erm&bet. 

^ier ift e^ ganj^ anberd. ©er iBeruf beö ^apfHbumd, bie »er« 
wicf elte potitifdb« ©teOung tlrban^ VIII, bie unmittelbare fBebeutung 
aller 9la4ri(^ten f&r tin grofe^ SBeltereignif bringen Einheit unb 3n» 
tereffe ^enjor. 

di liegt am Sage, voit hUtani xoiäiüc^ nun bte Sta^rtdbten 
bte f^iit »orfornmeu; f&r bie fleriobe bed bretftgidbrtgen JtriegetS tn 
©eutfAlanb finb. @ie eridutem ti^n in {ebem ^D^ente. 

®o ber ^utor urt^eilt ober in fetner ^3erfon referirt wirb man 
it^m früliäf nid^ itnbebingt ^u folgen t^abm, J^it unb ha gebrad» 



Viia di pi^M IMmio FIIL 485 

H t^ ^MUiM an ben tdfkn ^äfiiä^tm: bit officidle %cxht Kcf 
ft4 ^<t b^m Urf^nntg unb ber (rüm <Soiitq»iion ehic4 foCdi^en SBer» 
M nkbt Dcrleugnat. Sd^ wifl wir €in ^Mfptü atifft|iren. 3m brtt» 
teit Sdanhe ferne« SBerfe«, p. 673, M^wpttt 9ltco(etti, ttrban VIII. 
I^abe ben Üf^fuf eine« Srieben« }n>if4eti €iM|lanb ititb franfreU^ 
im S[a](^re leo» mit bttterm i^er^elctb erfahren (ü rammarioo fu 
aeerbissimo ); {ebdil^ au< ^luife €oiitormt^ ber an allen SBitf^anb* 
Iimgen ^erf&nlt^ ^nt^eil nobm, fe(^ wir, ba# ber ^$a^fl fene Um 
ter^onbtung, {eneii ibWnf fogav angeraft^en l^atte. {Der ^rr» 
t(^mn 9li€otettt<) diM bat^er, ba# tbm in Um nnabfe|^(id|^en lieber« 
fdbwang feiner (Sorre^onbenjen biefe fRottjf entgon^ war, unb baf 
er ben ^apft nad) ber Sbee ferner ftrd^li^en (Stellung beurt^^tlt 
@o fommt nodb moncbe« anbere vor. 3ebo4^ batf ^tnbert ntd^, bem 
^ütsr )tt glauben, tDo er nur e;rcevpnrt. 

@em ^^abren tfl, ba^ er bie Rapiere gerabe§u (erftbemtmmt, 
m otter ^(udf^rlidyfett, nur mtt folcben Kbdnberungen, wie fte eine 
(Eri^dl^lun^ notf^wenbig macf^t. (S4 f5nnte t^böf^m^ ber Soll fe^n, 
bo^ er emtge« weggelaffen ober nmge^llt ^e. S3ei ber 9latur 
fetner 9(ufgdbe, bte nur bann beflanb hai (Begebene sufammemu* 
f^eflen, unb ber S^efdbaffenbeit M ffierfe« ikber^auy^t, ba« {a ntdbt 
f&r bo« ^ubltcum hH^immt war, if btef inbeff t>on tM>m (^rein nidbt 
wrau^pK^en, unb idf l^abe baoon feine <S)mr gefunben. 

£)bn>obl iä$ aOe biefe S9dnbe {leidig burcbgegangen, unb bte &u 
legen^ett nicibt t>erf4umt bobe midf eine« fo bebeutenben @tof e« för 
bit SBelt^tfforie }u bemddjtigen, fo tt>dre bo(b unrniglicb, an biefer 
®teQe bat^on wettern iBendjt gu erflatten. SBer ft(b mit (Sorrefpon» 
benjen befdb^f^tgt |!^at, wei^, wie md man lefen muf um Aber it* 
genb ein %actnm in« .f (are ^u fommen. din fo weitfcbtcbttge^ ^a« 
terial fann idy nidyt in biefe« 93ttd) aufnebmen. 

<S« folge iebod) bie ^dyilberung ber legten ^(ugenblicfe ttrban« 
VIII, bie re4^ merfwibrbig ifl, unb feiner ^erf6n(id^f eit, wie fte ber 
9(utor auffo^te. 

Tomo ottara am @4tuf . Erano in quei giomi nel fine di 
Giugno ealdi eeeeasm in Roma e molto piü del solito perico- 
lo8i: Dondimeno, parendo al papa di essersi alquanto rihamto, 
e sapendo che diciasette diiese erano senza i loro veAcoTi e non 
havere it cardinale Grimaldi, tomato dalla nuntiatura di Francia, 
riceyuto il cappello cardinalizio, si dichiar6 di volere teuere il 
concistoro nel prossimo lunedi. II cardinale Barberino credette 
di poterlo indurre ancbe alla promotione de^ cardinali: percid 
non gli oppose la pericolosa sua debolezza e la febbre^lenta che 
se gli poteva raddopplare, anzi lod6 irpensiero e confortoUo, 
che fosse quasi in sicuro della sanitii. Divulgatasi la voce del 
faturo concistoro , mentre si tenera il papa da alcani moribondo 
e da altri induhitatameDte morto ma che per alcani giomi si 
fosse la raorte di lui occnltata, si ride la maggiore parte di 
Borna impanrita, benche ciascuno iSngesse nel viso allegrezza e 
contento per la ricuperata salute. Accortosi dapoi il cardinale 
Barberino che il papa non voleva venire alla promotione di al- 
cun cardinale 9 giacche ne mancavano otto nel sacro eoUegio, 

28» 



436 Andrea NicoUHi 

o perche non rimanesse sodiifatto de' soggetti ehe m ^ propo- 
nerano, o percfae laadar rolera al anceessore qaalla eanu fece 
oon ragioni efficaeiasime e con pregUere Pultima pmova di dia* 
aaadergli in qaei giorni il eondstoro, e tanto piä si adoper6 
quanto redera, oltre il danno del papa, ehe egli aarebbe Amar 
sto in diseapito della atima e del crodito sao, perche non fa- 
cendoii i cardinall si sarebbe confenuata Topinione ehe unirer* 
salmente correva, die egli per eagione delle guerre foase cadato 
dalla potenza che harera appresso il papa, e che se haTeaae 
la S^ Sua alluDgata la Tita, liayrebbe amninato ii cardinale An- 
tonio« Non esaendosi a qaeile preghiere e ragioni mosao il papa^ 
monsignor Rosdoli, conoscendo di dare gnsto al cardinale Bar^ 
berino e di giorare alla-vita di Sua S^ col rimnoverlo dalla detta 
deliberatione, confidato nellä benevolenza di Sua B*« yerso di 
se^ stabili di adoperarsi con ogni efficacia possibüe, anche a 
nome pubblico de^ eardinali e della dtti^ di Roaui, di Tokrlo 
dissuadere dal condstoro. Preso aduoque il tempo oppor- 
tune , entr6 dal papa, e posloaegli inginocchioni gU dtsse di 
non TOlerlo sopplieare a nmne de' suoi mintstri ne per parte 
de' suoi nipoti n^ deUa casa Barberioa, ma della citti tntta 
di Roma: imperdo^e esaendo la S*^ Sua stata eletta per 
la Salute de' popoli e per goyemare la cfaiesa, al>bandonando 
la cura di se medesima con esporsi inferma a ^erieoloso acd- 
dente yenira insieme a lasdare in abbandono la citti et il 
goyerno commessole della chiesa, non senza grandissimo do- 
lore di tutti: importare pii!l il suo bene o il soo male alla 
christianit^ che alla casa Barberina o alla S^ Sua mede- 
sima: che percio se non yoleVa differire qnelJa fatica alle pre- 
ghiere de' nipoti, lo facesse almeno per Pistanze della tMik di 
Roma, che la supplicaya. II papa dopo di essere stato alquanto 
pensoso rispose di non curarsi di prolungare piiüt la yita, cono- 
scendo il pontificato non esser piii peso delle sue forze, et iddio 
bayrebbe proyeduto alla sua cbiesa. Dopo questa risposfa es- 
4ieodosi alquanto trattenuto, si accorse monaignor Rosdoli che 
il papa hayeva gU occhi pieni di lagrime, e sospirando si ri- 
Toltd al delo e proruppe in ferventi preghiere a dio acdoche 
Ifi maestft sua diyioa lo yolesse liberare didla yita presente, mo- 
strandosene grandemente annojato. 

Yenuto finalmente il lunedi determinato per teuere il con- 
cistoro, concorse al palazzo gran moltitudine di popolo curioso 
di yedere il papa, che poco ayanti hayeya creduto per morto. 
Appena entrato, i eardinali. si accorsero hayere egli hormai finita 
la yita, imperciocche comparye languido, palUdo e quasi smar- 
rito neile parole, e particolarmente nel fine del oonciirtoro mo- 
straya di essere rimasto quasi senza intendimento. Fu data la 
eagione all' eccessiyo caldo della stagione accresduto dalla calca 
della gente peuetrata dentro; e non andarono senia biaaimo i 
ministri piü Intimi del palazzo et ancbe ü cardinale Barberino 
per non hayere impedito il papa da qudla si fatieosa funtione, 
non sapendo il popolo le manifatture che si erano fatte per 
distoraelo: imperciocche ognuno dal yederlo in cosi grande squal- 



Viia di papm IMmo VUL 437 



)or« et «bbattiiMDio di foxsEe si sareUto niotso a picü, 
chiarameDte coDoseeyasi die il male gli baveya ingombrata la 
mente et il vero «entimento del govemo delle eose. Dopo 1» 
propositioDe delle chiese e dopo havere dato il cappello al car- 
dioale Grimaldi partissi dal concistoro soniniainenle aggravato 
dal male, come gti fu predetto. 

Nel di aeguente fece uo' attione con la quäle si aeqiiisld 
fama dl graa pieti e dcgoa di rimaaere per eseoiplo a tulti i 
priDci|M ecclesiastici. Questa fu di chiamare alla sua presenza 
alcuni theologi in quella sotensa e nella probit4 riguardeTolis- 
sinai e dal papa creduti loofani dall' adulatione, a quali fatta 
prima dare piena Gognitione di tutti li beul et entrate ecclesia- 
8ticbe delle quali in tempo del suo pontificato haveva arricdiita 
la caaa Barberina, ordinö che gU rifejrissero se in aieuna cosa 
egli baveTa trapaasato il potere e Tautoriti sua: perche era pre- 
parato a ripigliare da^ nepoU tutto cio ehe aggravare gli poteva 
la coscienza avanti al tribunale di dio. Li theologi furono 11 
cardinale de Lugo^ il padre Toi^quato de Cupis della conipagnia 
di Gesü, et alcuni altri. £ si anini6 ii papa a fare queeta at- 
tione dal sereno che yide in fronte al cardinale Barberino, quando 
cbiamatolo prima di tutti lo fece partecipe di questo suo pen- 
siero, che non ostanti Pombre passate quaei volle parere di vo- 
lere da li|i prenderne conaiglio. Lod6 ü cardinale la piet^ della 
S^ Sua, e mostr^ di baTcrne particolare contenlo, sperando mag- 
giori felicitii dalla mano liberalisaima di dio, mentre solo per 
aodisfare a Sua Divina Mae&ti tutto do si faceva. Dicesi che 
il parere uniforme de^ theologi fu, che bavendo Sua S^ arriccbiti 
li suoi nipoti, poteva con sicura coacienza laaeiarli godere tutti 
li beni che haveva loro conceduti, e cio per due ragioni: Puna 
perche havendo promossi al cardinalato una quantitä di soggetti 
quali non haveva proveduli di entrate secondo il loro grado, li 
medesimi nipoti havessero comoditji di accomodarli secondo il 
loro bisogno: Taltro motivo per quietare la coscienza del papa 
fu^ che havendo 11 sopradetti nipoti in si lungo principato e 
nelle passate guerre contratto Podio e Pinimicitie con diversi 
principi, era ragionevole di lasciarli ben comodi per mantenere 
ü loro grado, anche per riputatione della sede apostolica, e non 
essere vilipesi, come suole accadere a quelli che dalla cima del 
dominare si riducono a stato inferiore ; onde Pessere bene provisti 
di ricchezze e di beni di fortuna gli bavrebbe fatti maggiormente 
rispettare: et oltre di cio li medesimi nepoti havevano di loro 
natura tali viscere di christiana pietii che hayrebbero erogate Pen- 
träte in beneficio de^ poveri et in altri usi pü. £ con queste 
et altre ragioni moströ il papa di quietarsi. 

Si andava dunque preparando alla morte, che da se stesso 
eonosceva essergli vidna: ma fra questi pensieri e dispositioni 
si mostrava in tutti 1 ragionanienti pleno di giusto sdegno con- 
tro i principi d'Italia, sentendo immenso dolore che havesse a 
restare memoria che in tempo del suo pontificato si fossero col- 
legati contro di lui et havessero assalito con eserciii lo stato 



438 AnAw Nic9klti 

dcUft dii«Mi: onde toWolte |proroiiip«v» in parol« aottfM, come 
86 fouero stati senza pieti, aenza religione e seosa legge, ei 
implorava dal cielo giasta Teadetta per Tederli da die gastigati 
prima di morire o almeno pentiti. Gikj eome altrove m ^ detto^ 
8i era con loro fatta la pace, firmata dalla S^ Saa e eottescritta: 
ma in essa non yeDiyano li due cardinali Barberini n^ eompresi 
hä DomiDati: onde le ereature villi fedeli giodiGarono che men- 
tre la easa Barberina era per la vita del papa aneora temiita, 
si doTesse impiegare ogni iodustria perche i princlpi Itallanl 
li dichiarassero inclasi nella medesima paoe. Et il cardinal 
Biedii, che agli stessi prineipi aodd plenipotenliario per parte 
di Francia, alTermö che per non essere certi della morte del 
papa non sarebbero stati Ipntani dal trattarla e dalP accettarUk 
Ma il cardinal Barberino con ordini precisi yietollo, ordinando 
al Bicchl che di cio non ne trattasse punto, ancorche I prineipi 
spontaneamente glier hayessero offerto; ne rolle mai sopra di 
cio sentire consigli di aleimo, allegando per ragione che il to- 
lere loro essere inclusi ne' capitoli della pace e nominati in essa 
altro non era che un farsi dichiarare per autori di habere mosea 
la guerra, conciossiacoftadie ne' trattati di pace non sia mai so» 
lito ne si costumi di nominare i ministri, ma i prineipi e capi 
che a parte della gnerra sono renuli. 

Vaca?ano in qnel tempo , come dianzi fu detto, etto Inoglii 
nel sacro eollegio de' cardinali: onde grande era Pagitatione in 
che staya la corte, petendo cosi gran numero cagionare non pi^ 
ciola mutaüone nelle cose de' capi di fattioni gi& stabilhe. li 
papa, come piü volte diese a not il eardinale Bniierino, deaide- 
rando che i cardinali fossero in maggiore estimatione e meglio 
proyeduti di entrate, pens^ di ridurre con particolare constitu- 
tione tutto il sacro coUegio al numero di cinquanta: onde staya 
fisso in non fare altra promotione. Barberino per6, eonoscendo 
che col lasciare tanti luoghi yacanti non baTrebbe il papa otte- 
nnto l'iotento et hayrebbe ser^ito d'ingrandimento alla fattione 
del successore, piü yolte supplicoUo che si lasciasse yincere did 
consentimento comnne in promuorere tanti soggetti che yi erano 
meriteyoli della porpora. Ma il tutto gli riusci vano, rispon- 
dendogli il papa di non yolere che alcuni de' suoi snccessori col 
suo esempio potessero nel fine della yita priyatamente senza de- 
coro e stando in letto creare cardinali, e che questo esempio da 
Ch^egorio Decimoquinto riceyuto faayeya e yoleya con uguale glo- 
ria lasciare a' posteri. Vi si adoperarono altri personaggi e 
particolarmente il eardinale de Lugo, il quäle per rendere effi- 
caci l'istanze del eardinale Barberino suggeri al papa il decre(o 
condstoriale delli tre cardinali fatti ^k spedtto depo il conci- 
storo in cui fu fatta l'ultima promotione, e che il eardinale Bar* 
berino come yicecancelliere era obbligato a ricordarlo a Sua 
S*^, non perche promoyesse, come fü il caso di Gregorio, ma 
solo accioche dicfaiarasse i Cardinali gik creati e riseryati in 
petto, la quäle publicatione a tutto il sacro eollegio pareya ra- 
gioneyole, n^ yi era bisogno di altro concistoro. Ma il papa, 



Viia di fmpa lMmu> VUL 439 

o che fosM sdegnato perehe il c«i4i«ale Barberioo gli liafvva 
proposti alcttni soggetti ehe dob «nmo dt lodisfaltione di Sua 
S^^, o eredesse di lasciore piü gloriosa hi memoria di ee. sftetU 
saldo a tutte le ittanie, ordinattdo che niuDO pii!^ arduse di 
parlargU di proraotione. — -i— 

£ra Paspetto di papa Urbano giocondissimo ^ ma pleno di 
maeetj^: e sebbene nei suo temperamento ti era alquanto di ma- 
IiDCotiico, sieche' qnando si Tenira all^ emiasioiie dei eangue, che 
per l'ordinario era ne^ tempi di primaveim^ glt «scirano daUo 
Yone pezzetti eome gelati dt qo^l' homore, ni aenaa «oesto 
havrebbe potuto profittare tanto nelle lottere, dicendo il filosofo 
che la matinconia contribuisce assai per apprendere le seieiue 
e rilenerle impresso nelP animo. La dUpositione poi del oorpo 
e deile membra era tiobiiinente compartita. La statura piutosto 
grande che medioore : le cami di eolore oÜTaetro e piü tosio piene 
di 8UCCO che grasse: ii capo grande, che diDotava ua maravi* 
glioso ingegno et naa vivadssima memoria: la fronte spatiosa 
e serena: gli oechi di eolore fra l*aizurro et il bianco: il naso 
proportionato: le goando rötende, ma negli Ultimi anni iiotabil<^ 
mente estennate: la bocca piena di gratia: la Toce sonora, ma 
söare, onde con la fayeUa Toscana, che sempre ritenne finche 
▼idse, usdrano da essa doldsaime parole piene di eloquenxa • 
sparse di fiori di buone lottere e di eruditioni eacre e di anti« 
dii crtMsmpj : nutri infino da prelato la barba honestamente lunga 
e riquadrata, la quäle con la caoitie rendera 11 suo aspetto piü 
renerabile. ^ 

Yeramente era tanto amabile che da una troppa apertura 
in poi che dimostraya, so pure Pimportanza del negotio non lo 
ratteneva, non ▼! era altro che da critici bene attenti vi fosse 
da tacdare. E se talvolta sidiva in collera, ben presto tomava 
alla gieconditi di prima. — — L^opinione de^ saggi era che con 
esso lui stimavasi necessario di essere o di alto sapere o di 
niuno o di poco: poicbe sicome non isdegnaya di essere gua- 
dagnato dalla saviezza delP uno , cosi compaüya tanto all^ al- 
tro che egli stesso lo «occorreya e solleyaya, se per6 questo non 
fosee siato presuntuoso o orgogUoso, abusandosi delia huma- 
iiit4 e buona conditione del papa, il quäle duto et inflessibile fu 
aempre con gli orgogliosi et arroganti, sicome altrettanto amo«* 
rerole c benigne mostrarasi yerso i rispettosi e modesti. — — 
Verso i sopradetti seryitori e yerso anche i parentl propij era 
discretisshno in scegliere 1 tempi per Tsüersene piü comodi a 
queUi che a se stesso, non isdegnando talyolta di udire con 
patienza qualche parola o atto di sentimento o di doglienze loro. 
ES nelle sne malattie pareya che pigiiasse piü dispiacere de' pa- 
timenti e yigiUe degU assistenti a lui che del proprio male o 
de^snoi dolori. Gosi anche non era facile a sfogamenti o la* 
menti delle persone*. ma gli era graye il negare o yedere par- 
ttre da se alcuno discontento. Coi suoi piü confidenti seryitori 
era giocondissimo , e talyolta con essi usaya de' motti o come 
81 tuol dire de' sali ingegiiosi. I^on si scordö mal degli 



440 ^liMlmt NicokiH 

MMd aaHehi, o fossero «sMiiti <► morli, et in qaesio fa animi- 
mkalMle la sua benevolenza: OBde ordtii6 al cardinale Biscia 
&na creatora, che era aiato ano di queUi siioi piik confidenti, 
accioeke havesse la cara di dargli spesso nnoya di loro^ e se 
fossero morti, che pigliasse nota de"* loro dtscendenli per pro- 
vederli aXV oceattoni. -^ -^ 

, Fiori in Roma nel suo tempo grandissima abhondanza di 
tatte le eose: e soleva dire che egli da Fireoze haveva havuto 
ü suo nascifflentOy ma da Roma iutta la sua grandexia, et ha- 
Trebbe Toloto che ogni persona godesse la felicitii del sno pon- 
Uficato, che gli ufficj Teaiüi della cancelleria fruttassero copio- 
samente, e percio egU era graüossimo nelle speditioni della da- 
taria, che gli artigiuii nelle loro faccende facessero grossi ma 
ledti goadagni, e lo stesso facessero ancbe i mercanti di ogni 
Sorte: e quindi era che nel suo pontificato correva tanto il da- 
naro che ogn^uno di qualsiTOglia professione rinianeya sodisfatto 
e contento. Diede taU ordini per Pannona che perdoni a spesa 
per mantenere Pabbondanza. Gosi il suo maggiore godimento 
era che gli agricoltori non restassero privi di qiiei guadagni che 
a lui pareva si richiedessero dal pericolo della Tita e della fa- 
coltii che impiegarano ndla vastita delle campagne di Roma e 
nelP aere insalubre: e quando quasi a niun' altro impiego pareva 
atta la maritima che della agricoltura, qutvi fiss^ il pensiero, e 
teane piu volte proposito di seccare le paludi Pontine, per guada» 
gnare quelle immensiti de^ paesi che hora sono sotPacqua, e cto 
per beneficio publice : ma altre eure gravi non gli lasciarono go- 
dere Peffetto di si gloriose disegno. N^ volle mai^ per mante- 
nere la detta abbondanza, che si stabilisse il prezzo del grano 
e delP altre vittovaglie, ma che ogni oosa iosse libera, owiando 
in questo modo ai monopolj : ende i mercanti riempiendo i gra» 
nari^ ciascuno faceva a gara di vendi»rlo a buon mercato^ e cosi 
la citt4 di Roma diveniva opulenta. 

Se poi nel suo pontificato fiorirono le letteroi non k mera- 
viglia: p4nche non haveva migliore divertimento che coi letterati^ 

Suali accolse sempre eon benigniti e rimnnerolli. Cosi anche 
elP altre pröfessioni nobili fii amantissimo, come della pittura, 
seoltura et altre buone arti, sieche non isdegnd piü volte e par- 
ticolarmente un giomo^andando alla visita delle sette chiese 
eon tutto il sacro collegio, giunto^a Santa Maria Maggiore, doppo 
havere fatta oratione in quella basilica, di entrare oon la stessa 
eomitiva de' cardinali in casä del cavaliere Giovanni Lorenzo 
Bemino col& vidna^ per vedere alcuni lavori di celebre seoltura 
del suo scalpello. 

I/essere egli stato necessitato per la medeaima cagione d'im- 
porre loro le gravezze e le gabeile: onde tal volta a tali awisi 
si vide piangere, dicendo che volontieri havrebbe dato il pro- 

Srio sangue o de^ suoi congiunti piü tosto che di sentire le af- 
ittioni de' popoli e di Roma e gPincomodi della camera apo- 
stoiica. Et a monsignore Loreozo Raggi, tesoriere di essa^ il 
quäle in tempo della sua ultima infermiti^ and6 alla udienza, 



rua ifi papa Utiauo VUL 441 

disse che desiderava di Ttrere aneora doe toli mesi per Ire ea- 
gioni: Pana per habere piü lungo tempo di penitenza e chiedere 
a dio il perdoDO de^ suoi peecati; Paitra per finire di rimettere 
in castel Sant^ Angelo tutto il denaro che fu levafo per la guerra 
di Castro; la terza per yedere finita la fabbrica delle miira di 
Borgo e di TrasteTere et assicurata la citti di Roma. 

Se le azioni eroicbe del Papa per debolezza della mia penna 
saranno senza eloquenza, senza nobiltik di 8tile et in somma im- 
proportionate per un pontefice si grande, nondimeno sono gtafe 
scritte con pura e sincera veriti: il che particolarmente mi fu 
imposto et inculcato da chi teneva sopra di me suprema auto- 
ritiy cio^ che io scriTessi semplicemente da istorico, 
e mi tenessi totalmente lontano da pgni adalatione 
e yaniti e da rettorici ingrandimenti, attendendo piü 
alle cose che alle parole. 

Ma tomando alla sua applicatione intomo alle cose sacrCj 
oltre Phavere fatto emendare e ristampare il ceremoniale Ro» 
maoo, non manc6 di dare molti ordini per la cappella pontifi-