(navigation image)
Home American Libraries | Canadian Libraries | Universal Library | Community Texts | Project Gutenberg | Children's Library | Biodiversity Heritage Library | Additional Collections
Search: Advanced Search
Anonymous User (login or join us)
Upload
See other formats

Full text of "Geschichte der altfranzösischen National-literatur"

This is a digital copy of a book that was preserved for generations on library shelves before it was carefully scanned by Google as part of a project 
to make the world's books discoverable online. 

It has survived long enough for the Copyright to expire and the book to enter the public domain. A public domain book is one that was never subject 
to Copyright or whose legal Copyright term has expired. Whether a book is in the public domain may vary country to country. Public domain books 
are our gateways to the past, representing a wealth of history, culture and knowledge that 's often difficult to discover. 

Marks, notations and other marginalia present in the original volume will appear in this file - a reminder of this book's long journey from the 
publisher to a library and finally to you. 

Usage guidelines 

Google is proud to partner with libraries to digitize public domain materials and make them widely accessible. Public domain books belong to the 
public and we are merely their custodians. Nevertheless, this work is expensive, so in order to keep providing this resource, we have taken Steps to 
prevent abuse by commercial parties, including placing technical restrictions on automated querying. 

We also ask that you: 

+ Make non-commercial use of the file s We designed Google Book Search for use by individuals, and we request that you use these files for 
personal, non-commercial purposes. 

+ Refrain from automated querying Do not send automated queries of any sort to Google's System: If you are conducting research on machine 
translation, optical character recognition or other areas where access to a large amount of text is helpful, please contact us. We encourage the 
use of public domain materials for these purposes and may be able to help. 

+ Maintain attribution The Google "watermark" you see on each file is essential for informing people about this project and helping them find 
additional materials through Google Book Search. Please do not remove it. 

+ Keep it legal Whatever your use, remember that you are responsible for ensuring that what you are doing is legal. Do not assume that just 
because we believe a book is in the public domain for users in the United States, that the work is also in the public domain for users in other 
countries. Whether a book is still in Copyright varies from country to country, and we can't off er guidance on whether any specific use of 
any specific book is allowed. Please do not assume that a book's appearance in Google Book Search means it can be used in any manner 
any where in the world. Copyright infringement liability can be quite severe. 

About Google Book Search 

Google's mission is to organize the world's Information and to make it universally accessible and useful. Google Book Search helps readers 
discover the world's books white helping authors and publishers reach new audiences. You can search through the füll text of this book on the web 



at |http : //books . google . com/ 




über dieses Buch 

Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den Regalen der Bibliotheken aufbewahrt wurde, bevor es von Google im 
Rahmen eines Projekts, mit dem die Bücher dieser Welt online verfügbar gemacht werden sollen, sorgfältig gescannt wurde. 

Das Buch hat das Urheberrecht überdauert und kann nun öffentlich zugänglich gemacht werden. Ein öffentlich zugängliches Buch ist ein Buch, 
das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugänglich ist, kann 
von Land zu Land unterschiedlich sein. Öffentlich zugängliche Bücher sind unser Tor zur Vergangenheit und stellen ein geschichtliches, kulturelles 
und wissenschaftliches Vermögen dar, das häufig nur schwierig zu entdecken ist. 

Gebrauchsspuren, Anmerkungen und andere Randbemerkungen, die im Originalband enthalten sind, finden sich auch in dieser Datei - eine Erin- 
nerung an die lange Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Ihnen hinter sich gebracht hat. 

Nutzungsrichtlinien 

Google ist stolz, mit Bibliotheken in partnerschaftlicher Zusammenarbeit öffentlich zugängliches Material zu digitalisieren und einer breiten Masse 
zugänglich zu machen. Öffentlich zugängliche Bücher gehören der Öffentlichkeit, und wir sind nur ihre Hüter. Nichtsdestotrotz ist diese 
Arbeit kostspielig. Um diese Ressource weiterhin zur Verfügung stellen zu können, haben wir Schritte unternommen, um den Missbrauch durch 
kommerzielle Parteien zu verhindern. Dazu gehören technische Einschränkungen für automatisierte Abfragen. 

Wir bitten Sie um Einhaltung folgender Richtlinien: 

+ Nutzung der Dateien zu nichtkommerziellen Zwecken Wir haben Google Buchsuche für Endanwender konzipiert und möchten, dass Sie diese 
Dateien nur für persönliche, nichtkommerzielle Zwecke verwenden. 

+ Keine automatisierten Abfragen Senden Sie keine automatisierten Abfragen irgendwelcher Art an das Google-System. Wenn Sie Recherchen 
über maschinelle Übersetzung, optische Zeichenerkennung oder andere Bereiche durchführen, in denen der Zugang zu Text in großen Mengen 
nützlich ist, wenden Sie sich bitte an uns. Wir fördern die Nutzung des öffentlich zugänglichen Materials für diese Zwecke und können Ihnen 
unter Umständen helfen. 

+ Beibehaltung von Google -Markenelementen Das "Wasserzeichen" von Google, das Sie in jeder Datei finden, ist wichtig zur Information über 
dieses Projekt und hilft den Anwendern weiteres Material über Google Buchsuche zu finden. Bitte entfernen Sie das Wasserzeichen nicht. 

+ Bewegen Sie sich innerhalb der Legalität Unabhängig von Ihrem Verwendungszweck müssen Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sein, 
sicherzustellen, dass Ihre Nutzung legal ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Buch, das nach unserem Dafürhalten für Nutzer in den USA 
öffentlich zugänglich ist, auch für Nutzer in anderen Ländern öffentlich zugänglich ist. Ob ein Buch noch dem Urheberrecht unterliegt, ist 
von Land zu Land verschieden. Wir können keine Beratung leisten, ob eine bestimmte Nutzung eines bestimmten Buches gesetzlich zulässig 
ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass das Erscheinen eines Buchs in Google Buchsuche bedeutet, dass es in jeder Form und überall auf der 
Welt verwendet werden kann. Eine Urheberrechtsverletzung kann schwerwiegende Folgen haben. 

Über Google Buchsuche 

Das Ziel von Google besteht darin, die weltweiten Informationen zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Google 
Buchsuche hilft Lesern dabei, die Bücher dieser Welt zu entdecken, und unterstützt Autoren und Verleger dabei, neue Zielgruppen zu erreichen. 



Den gesamten Buchtext können Sie im Internet unter http : //books . google . com durchsuchen. 



Ililiil 

I Hill SRVU 1> 







^/rs/, 9" 




i HENRY 'TO'ABE -WALES, M. D*, 
' (Clasa of 18 3 8J 



Rccch'Gd 22 Oc tober, 




r 



I 

/ 



Geschichte 

. -der 

AltfranzöalscheH 



National-Literatur 

von 

den ersten Anfängen bis auf Franz L 



Nebst zahlreichen Sprachpro^ben. 



Als 



Sinleituog zu L. Ideler's und H. Nolte's Handbuehe 
der Französischen Sprache und Literatur 



bearbeitet 

VOB 

Jnllm ImAwig Meter* 



'•^«( 



Berlin, 1842. 
Verlag. der Nanckachen Buchhandlang. 






?J .;.^ rlu. 



Vorwort; 



^chon vor einer Reihe vofi Jahren bestand die Idee, auf 
welche die Verlagsbuchhandlung bereitwillig einging, dem 
liandbuche meines Vaters und seines Freundes; des ver- 
storbenen Ober-Consistarial*Raths NoUe, einen Einlei- 
tungsband vorauszuschicken, vrelcher den Ehtwi^kelungS- 
gang der französischen Sprache tind Literatur von ihren 
ersten Anfängen! au bis auf das Zeitalter von Babelais 
und Marot in allgemeineren Umrissen, jedoch in erfor- 
derlicher Ausführlichkeit, schilderte. Die Ausführung die- 
ses Planes wurde mir übertragen;- die Veröffentlichung 
meiner Arbeit hat sich aber durch mannigfache Verhält- 
nisse bisjjetzt hingezogen. Ein Vortheil wurde wenigstens 
durch diese Verzögerung erreicht, die Möglichkeit nehm- 
lich, eine Reihe neuerdings erschienener Werke noch be- 
nutzen zu können. Ueber Anordnung des Ganzen hier 
weitläufiger zu reden, mufs ich mich füglich und billig 
enthalten : ich~ überlasse die Beurtheilung .des Geleisteten 
competenten Richtern. Manche Notiz hätte freilich noch 
beigefügt werden können, so z. B. bei Erwähnung der 
Alexander-Sage des Mittelalters dasjenige^ was in den 
Jahrb. f. w. Kr.. 1839, März, no. 43, S. 344 darüber be- 
merkt worden ist. Bei Erwähnung des lieblichen Fa- 
bliau d'Aucasin et de Nicolete in Abtheil. Ay Kap. III, 



§. 84, Amnerk 3, S. 148 hätte wol zireckmäfsiger Weise 
der Titel „Tpchter des Königs von Karthago'^ näher er- 
klärt und darauf hingedeutet werden müssen, wie im 
ganzen Mittelalter eine Tochter des Königs von Karthago 
fast sprichwörtlich für eine gute Heirathspartie galt. Yergl. 
z. B. den Roman des sept sages, v. 162. Roman de la 
Violette, p. 62. So auch in der Geschichte von Cres- 
centia. Haupt und Hoffmann, Altdeutsche Blätter, 
I, S. 300. Im Uebrigen bitte ich das freundliche Publi 
kum um nachsichtige Aufnahme eines Budies, dem es an 
geeigneten Vorgängern in dem beabzweckten Sinne völlig 
fehlte, luid scheide vertrauensvoll von ihm mit einer 
Stelle des Koran: 

Was Da gethan hast, wirf*9 in*8 Meer: 
Siebtes anch der Flach nicht, sieht's der Herr. 

Berlin, den I.Februar 1842. 

Juliua Lnidwig Ideler. 



Inhalt. 

A. UebeiMjck über die Grescliichte der iraiizö»!- 
scheu National -Literalnr bis aaf tVaiiz 1. 

Nachweisnng der Titel und Aa$eabeii einiger Sammelwecke, «tc. , 3 

Kap, I. TJrsprQiis utid £i^twiäelang«(gai)g der franz. Sprache • 15 
Kap. EL Einige Bemerkungen über das Yerhiiltnirg der pro- 

yenzaliscben Liteirator ?ar nordfranz^aiechen . . ^ . . 43 

Kap. lU. Die grofsen nordfranzösischen £pen des Mittelalters 62 

Kap. lY. Didaktische Poesie 163 

Kap. y. LiederpoSsie • • 193 

Kap. YI. Dramatische Poesie 221 

Kap. YIL Prosa 244 



B. Sprachprobeil. 

Der Eid KarFs des Kahlen und Lndwlg's des Deutschen 



3 
4 
8 
9 
12 



Fragment da poSme snr Bo^ce 

Fracmente ans einem sehr alten Liede auf den heil. Nicolaus 
. Proben aus der Uebersetzung der Werke des heil. Gr^or • > 
Anfang der Uebersetzung der Bücher der Makkabäer . . . 

Spracnproben aus den ältesten englisch ^normannischen Dichtem 13 

Proben aus der Uebersetz. der Distichen^ des Cato yon Eyerard 17 
Bruchstücke aus der Exposition sur les Epitres et Eyangäes de 

la demi^re semaine de carSme yon Haimon ...... 19 

Barbe be Yerrue 20 

TmBAUT, Roi DE Navabre 21 

Harie de France 25 

Agkes de Bracelongne de Plancy , 43 

Thibaut, Roi de Navarre 44 

Robert Wage * 45 

Christine de Pisan 53 

CoRTEBARBE 66 

GUERIN 84 

RüTEBEUF '• 87 

Le Preyost d'AquiUe 91 

Ohastelain de Coucy 124 

Clotilde de Yallon^Ghalysl, Mme. de Survii#le .... 131 

Olh^ier Basselin 143 

Alain Chartier. . . . . .^ l62 

Franko» Yillon 156 

GuiLLAUME GOQUILLART 165 

Martial-d'Auvergne 167 



f ragment de la Farce de Staistre Pierre Pathelin 173 

Ville-Hardoüin 194 

Jean, Sir£.de Joh^ville . . . 202 

I^ILIPPE DE COMinES i 210 

Fragment da Renard contrefait • . « • • • 2^6 

Fragmens da Roman da Renart 227 

Fragment da Renart le Nonvel .••..,..... 245 

Fragment da Roman de la Rose • . . • 248 

Rondels da Miracle de Saint -Ignace. • 253 

Fraemens da lüjst^re de St» Crespin et de St. Crespinien . • 254 

R^cit de la mort de Tnrpin, tir6 de la Chanson de noland . 258 

Fragment da Roman de berte aox granis pies •••«.. 260 

Fragment da Roman Garin le Loherain 268 

Chrestien Troyes 272 

Vieax Proyerbes fran^ais, tires da Roman da Renard . . . 273 

Jean Froissart . , , 277 

Jacques de Lalain .\'. 281 

Enguebrand de Monstrelet 287 

Jean Molinet" 294 

Auszug aus dem Romane Perceval le Gallois 302 

Proyerbejs,. tires du Roman de la Rose 309 

Bruchstück einer Predigt aus dem XIIl. Jahrhundert, am Pfingst- 

feste gehalten : * •' ^^^ 

Anfang der Bearbeitung des Roman du Saint -Graal yon LucEs 

DU Gast 311 

Chronique du Chastelain de^ Couci et de la Dame de FaYel • 311 

Jean Froissart, Fragmens des Poesies 313 

Fabliau d'Aucasin et de Nicolete 317 

Duc Charles d*Orleans . 342 

Alain Chartier *. . 345 

Charles de Bordigne 346 

Pierre Michaült 347 

Jean Molinet ' 348 

Jean Regnier 348 

Andre de Vigne * 349 

OcTAviEN DE Saint-Gelais 349 

Jean Bouchet 350 

Roger de Collerye 351 

Martin Franc . 352 

Olivier de LA Marche 356 

Pierre Michaült . . .* 357 

GuiLLAUME Alexis 357 

Martial d'Auvergne 358 

Fran^ois L, Roi de France . 358 

Vielle Chanson Languedocienne ........... 359 

Jacques de Chison , - . 360 

Gaces (Gasses) de Brulez 361 

Thierri de Soissons 362 

Raoul de Soissons . 363 

Proyerbes, tires de la Chronique de Philippe Mouskes . . . 365 



Ueberblick über die Geschichte 

der 

franz. National - Literatur 

bis auf Franz I. 



li tt^est dSlif, $die, fette^ soulas, 
Joust€8y tournois, tlSduit, tsöateAtvnt, 
De qnoy chascuns nm soü a la f'oiz /<r«, 
Comhien que laut plaise au eommencement ^ 
f.'ontiuuer ieh cAoset long^ement 
Eng-endre mnnuiet en quelque dSplaimanee f 
Estudier n*a ftas ee mouvementf 
Car iottt deplaict^ fora mstude «I teience. 

EUSTACHE DesCUAXPS. 



Ueler Aitfrant. Lit. Gesch. 



Nachweitiiung 

der 

Titel und Ausf^aben einig^er- (Sammelwerke« auf 

welcbe in dem KTachfolgenden fortwährend 

Bezug genommen wird*). 



Strobsl, MitUieilangen aas dem Gebiete der alten Literatur def 
nördlichen Frankreichs. Abth. I. 

T«rgl. R€VU€ Germa»iqu0f Trois. Sirie, aniUm 1835, T<m, III^ 
p. 287-333. 



NoSTMiADASiUS, Vies des plus edlebres et anciens poHes Pro- 
vengaua: gut ont fleuri du temps des Comtes de Provence. 
Lyon 1575^ 8. 

Italiänische Uebersetcangen : tob Giovanni Giudici, Lyon 1575, S.j 
TOB Crcscimbeni, 1701, 4, 

♦ * 

♦ 

Für den Norden Frankreichs sachten Aehnliches za leisten: 
CLAUBB Fauchet (gest aU Premier President de la Cour de» Man» 
nayes zu Parte im Jahre 1602), Recueil de la langue et po^sies 
frangaises, ryme et romans; plus les no»ts et sommaires 
des Oeuvres de CXXFII poetes fran^ais vivant avant Van 
1300. P. 1581, 4. — Oeuvres completes. P. 1710, 2 Folls. 4. 
AtIENNE PaS^UJER (Avoeai ffinirai du Boy en la Chamhre dee 
Compiee de Paris, starb 1615, 87 J. alt) j RechercheS de la FranCS. 

P. 1665. — Oeuvres compUfes. Amsterd. 1723, 2 Folls. foL 



La Crofk bu Maine, Bihliotheque fran^aise, P. 1584, foL 

Antoine du Ferdier, seigneur de Fauprivas (geb. 1544, 

gect. I600)j Bihliotheque fran^aise, contenant le catalogue 



**) Wo es nicht ansdrUcklich bemerkt worden ist oder ich mieh nicht auf 
einen anderen Schriftsteller als GewÄhmmanD berufen habe, sind die in dem 
Werke aogefUbrteu' Bücher sämmtlich von mir selbst verglichen worden. 

1^ 



STaeh Weisung der Titel und Ausstellen 

de tous lej auteurs qui ont ecrit ou traduit en fran^ais. 

Lyon 1585, /o/. 

Neue Ausgabe ;b«ider Werke von Rigol ey de Juvigny, Paris 1772, 
6 Bde 4. Vergl. Roquefort, p. 14. Theilnehmer an der Arbeit waren : 
Foncemagne, La Curne de Sainte - Palaye, Br^quigny, der 
Abbe Richard von Doyon u. m. a. Auch, enthält dieee Ausgabe habd- 
•chriftMche Anmerkungen vom Präsidenten Bouhier. 



Aimnr de Ranconnet^ Trisor de la langue franQoise^ tont 
nncienne que moderne ^ reveu et augmentd par Nicot* 
(Avec une grammaire frangoise,) P, 1606, foL 
Ant. OunMNy Curiositex fran^oises pour suppldment aua: 

diceionnaires. P. 1640^ 8. 
P. BBH'ELi TrSsor de recherches et antiquitex Gauloises et 
Fran^oises, rdduites en ordre alphahitique. P. 1655^ 4. 

Die neue Ausgabe, welche Barbaxan vorbereitet hatte und Crapelet 
ersrheinen lassen wollte, ist nie herauigekommen. S. die Vorred« Bam 
dritten Band« der FaMiauae ei Conte», 



Notizen über die altfranzösdsche Literatur im Journut des Savans, 
/ 1665-1792; 1816 (Sept) ff. 



Jugements des savants sur les ouvrages des auteurs par 
Adhien BAMLiLETy avecdes remarques de La Monnaye 
et TAnti'Baillet de Menage. P. 1722-1730. 8 Volls. 4. 



Histoire et Memoires de tAcad4m%e des Inscriptions et BeUes- 
lettres, P. 1709- 1809^ 50 VoUs. 4. — 1815-1838. 14 Folls. 4. 

Vergl. Pefisson, Befaiion corttenant P histoire de PAcadSmie fran^ 
^aise, J*. 1671, 12. ä fa Hat/e 1688^ ^msterd. lltl, 8. 
' Von der Histoire lit^aire de la France ist unten die lled«. 



MENAGllNÄy OU les bons motsj remarques, critiques etc. de 
Gilles Menage^ Trois, edit. (donnäe par Ltt Monnaye)* 
P. 1715, 4 rolls, 12. 

G. MANAGE, Dictionnaire etymologique ou Origines de la 
langue fram^oise. P, 1694, foL 1650, 4. 

V«rgl. /. B, Moriny Dictionnaire itymolog^que des tnots d^riv^s du 
Grrec, Enrichi de HOtes par d'Ausse de ^'il/ois&n* 2. idit, P. 1809. 
2 rotts. 8. 



einiger Sammelwerke. 5 

B, d9 Rotfu^fort^ DietionnmrB Stymolog^que de la liutg^ue ffmn^mtstt^ 
prSeSdS dun^ dissertaUo» sur l'Sti^mologih par Champoilion* Fig-eae. 
P. 1829. 2>o//*. 8. 

HoSl et Carpentier^ Philolog-ie fran^aise im Dictioimaire itymo' 
IcgiquB. P.*iSZi, 2 FolU, 8. 

MANAGE y Observattons sur , la langue fran^aise. See, MU, 
P. 1675-76, 2 Volls. 8. 

Vergl. Fran^ois de Neufehateau, Benai aur la langte fratt- 
foise et partietdierement eur les Provineialee et lee PemsSes de Paeeaf^ 
P. 1818, 8. 

* * 

NiCERON (1685-1738), Mhnoires pour servir h Phistoire des 
kommes illustres dans la republique des lettres, avee un 
catalogue raisonnd de leurs ouvrages. P. 1727 — 1740. 

44 Folls. 12. 

* * 

♦ 

MEnVESIN {abbS)y Histoire de la poisie fran^aise. P. 1706^ 8. 
Ist nicht mehr tu gebrauchen. 

TrroN nu Ti£,LETy Parnasse fran^ais, P. 1727, 12. 1732, 

foL — Suppldmenty 1744. 
Massmeu {!ahbk\ geb. 1665, gest. 1733)^ Histoire de la poisiefran- 

^ise. P, 1739^ & 

Geht bis auf Fnins I. 

* * 

♦ 

HiSTOinE DU thüatre jfeajv^ois; depuis son originejus" 
qu^ä presenty avec la vie des plus cilehres poetes drama" 
tigues^ un catalogue exact de leurs pieceSy et des notes 
historiques et critiques, P, 1745 jf, 17 Volls, %i 

TerfMier und die GebrUder Parfaict. Hieber gehören Vol. 1- IV. 
Vei^l. Pierre FranroU Godard' de Beauehampe (gest. 1761), 17«- 
eherehee sur les iheutres de France, P, 1735, 3 Foih, 8. und die in 
Kap. TI, %, 141, Anm. 2. aufgeflihrten Schriften. 

* * 

GouJETiabb^, Bihliotheque fran^aise. P 1748-56. 18 Folls, 12. 
LE Beve (ahhki 1687-1760), Dissertation sur V histoire ec- 
clesiastique de la ville de Paris. P. 1739^ 3 Folls. 12. 

* ♦ 

LEFES^IVE BE IjA RAVALLjkEE (geb. ku Troye«, goet. 1765)^ PoS- 
Mies du Comte Thihaut de Champagne^ roi de Navarre. P. 
1742. 2 Volls. 12. 

Wichtig für die Literaturgeachichte wegen der «nleitenden Abhandlungen. 



6 MaeliweisiHig der Tlf6l nnil Aii0s<^^^>^ 

FABLIAUX ETCONTES des POtTES FRAN^OIS des Xle, Xlle, 
Xllle, XIV« et XFe siecleSy tiris des meilleurs auteurs^ 
publiis par Barhaxan, Souvelle Edition ^ augmentie et 
revue sur les Manuscrits de la Bihliotheque Imperiale par 
M. M4on, 4 Volts. 8. P. 1808. 



CVBNM^ Comte de Sainte-Palaye (geb. 1697, geat. 1781; Mogs 

par M, Dupuis in den JUSmoire» de fAeademie^ Tom.'XLF", p, 107. 
Vergl. Journal des Savana 182S, p, 126 ff,)y MemotVeS SUT Tan- 

ctenne chevalerie. 1759, 8. Nouvelle Edition par Charles 
Nodier, /». 1826. 
— Glossaire de Vancienne langue fran^aise depuis son ort- 
gine fusfu'au siede de Louis XFL 

Eft «nchien nar Ein Band, welcher bis Kam Artikel Astenrete geht. 
Brunei^ Manuel du librairey III ^ 275. AU Avant " propos iat die 
bleine Schrift lu betrachten: Prbgres d\n gloasaire francais. P, 1756. 
Die Materialien, aas in«hr als 60 Bänden bestehend, befinden sich aaf der 
K'dn. Bibliothek tu Paris. 

* * 

MlLl^OTy Histoire des troubadours, PAH A. 2 Volts, 8. n. öfter. 

¥ 

SnfJfEB, Extraits de poisies du Xllle siede, Lausanne 1759, 8. 

— Catalogus Mss, hihtiothecae Bernensis, P, 1772, 3 Volts, 8. 
LouiSA Stuart Castei^lo^ Spedmens of the early poetry 

of France. London 1835, -8. 

S. die Anteige dieses Buches im Athenaeum, 1835, 16. Mai. 

* * 

Notices et Extraits des manuscrits de la Bihliotheque du 

Rot, 4, Das Werk vv'urde im Jahre 1785 von acht Mitgliedern 

der Acadimie des inscriptions et hetles^lettres hegonnen 

(Deguignes, de Briquignyy GaUlard^ du Theit^ 

d'Ansse de Villoison, Kdralioy Vauvitliers, Silv, 

de Sacy). I (1787). II (1789). IH (1790). IV -X (1799-1818). 

Xl-Xn (1829). 

Hieher gehören voraOglich Tom, V, VI, VIL IX, 

n * 

♦ 

Anthologie FBAN^aise^ P, 1765, 3 Vlls. 8. mit einem emlei- 

tenden Memoire von Meusnier de Querion: M6m, histo- 

rique sur la chanson en gdnerat et sur la chanson fran- 

^aise en particulier. 

S. oben Levesque da la Ravallikre, 

* ♦ 



JBMN Ben^mmn M^M M.ä B^»BB;^B99ai$''^rlämm9^U9 «»• 
eienne et moderne. P. 1780^ IFoüs. 4. 

Hieher gehört Ufond^n Fol. IL ^ ■ '' ^ 

* ^ ....♦,. ;l , ' .' .., 

IHetionnaire fortaUf de$ poHes fra^äU mores. Fl 18Qi3, V^. 

Henntgeber w«r PMUppön La Miad^lmiHB^ OKfi^fidl de^' ddädl- 
mie dm Lyon. Da» B^ch bildet dea ersten Biuid d«r PeHt0 BnfigO^pldiB 

franeaüeu , , . t . 

* * 

€r. Gl^EYi Langue et littärature des anciens Francis. P. 

1814, 8. 
AT. Jos, nM CerkwMERy Pragmens du cöurs de iiteirä€ure fytt 

ä rAtUnde de Pttris en 1806 et 1807. .P. 1810/ 0. 
Vergl. Handb. Th. tV, S» 170 der zvreiten Ausgabe. 

* - ' * 

La CombBj Dictionnaire du vieux Tangage /ra^pais, P. 1766, 

8. Supplement. P. 1767, 8. ^v . .%.\. 

Leteteret mit einer I^Sfaee ou, Coup d*oeii sur tor^inB^ §ur Ims pro^ 
grhs de Id langue et la poS^i« francaises avec des fragmens des IrMc« 
hadours et des autres pohtes depuis Charlemag-ne jusquh Fraricois 7., 
welche nieht ohne IVerfh int. ^- Daa Vuck^iehciiat ielM' fin Frafbtreich 
nur wenig bekannt geworden an aeipi. \ . . » 

. 0^ I. .. . .^ .-. ^ 

€r. EfMJWJnr, Histoire de imianguefiranfaise: i^'lOll^ 2f^alii. 8. 

•/. Km G. Beck (eimt FrofeMdrIn Sehulpforta), Qtfflr^^^td^^lTI <^ß Ort- 
^inibus Hmguae ^raneö^gmlUcu^ spedim'en. ' LipS. 1810^ 8. 



J. E, »E Ro^UEMi^^Ty Glossaire de la langue Romantk. P. 

1818^ 2 Falls. 'S. ^uppMthent l^d. . ;' "/^ 

Noch immer nicht entbehrlich. .<S. .fouenal 4fi» Sfiwms, 182.Q,(^|f. 193. 

— de Fdtat' de la poMe fran^twe dans les Xlie et'iXJIIe 

Stieles, i». 1821,-8. . . ' ' ' 

Gekrönte Preisachrift. Herr v. Roquefort lebt, nachdem er sein Ter- 
mlSgen dem Studium der «lifrtaitSeiscIhen Lltteratur aufgeopfert imt, in «dir 
bedrängten Terh'ältnissen xu Paris, auf WelqUe neuerdingt UP. Pari unauf- 
merksam machte, indem er fUr den achtiMi^svffrthen Greis eine UntfrstUttung 
aas Staatsfonds in Anspruch nahm. .-.«'. '..<-. 

* *■ 

JH. CH. Jos. he PoVGENS (unehelicher 9ohn des Piintbo von. Conti 
and einer hohen Person am' frant. Hofe, gel. 1755, gest. 1833, 6^ über ihn 
Mager, II, S. 312 ff.), Archiologie fran^aise^ ou Vocahulaire 
des mots anciens tombds en ddsudtude. P. 1823, 2 Volls. 8. 



8 MaeliwelMUW #i»r TUM.mmsik Aumgahen 

.. Alp» Hudi U^ MX<iit««ir der «HfMMiiSiUebeo SchHMtlUr .«^n »o im. 
entbehrlich, wie die A.ltfraDt3ais^e Grefinietik von C. v» Orelli., ZUrich 
1830, 8* So verdienstvoll die letztere Arbeit ist^ ao dflrfte eie doch noch 
mu frfihteitig erechienen §ein. H^ceA», ttn Journat des Saciuis^ Oct, 1832, 
p. 577-585 <von Raynonard)« 

üf. JCm. Jias. »B Pqu^BNS^ Tr^ar des oHgines des langue$ et 
dictiimnaire. graviMatical et raiwnne de la iangue fran^ 
. f^^«e. iSpeeimew de 500 p^.) P. 1819, 4. 

Das Werk «oU jettt vpUatändig in 10 Foliobänden encheinen. 



DOJ!HMNM€iUE MARTIN MkoN (geb. 1748, geet. 1829)^ BlttiOftSy 

podsies uneiennes des XFm et XFI0 siecles, P. 1807^ 8. 

Ausgebe der Schrift yon Lorria: De* ammjtmgea ^nn pourrmi ürer 
de la lecture de$ anciens Scrivains frun^aia* P, 1811^ 8. 
8. ench oben Berbesen; und unten Kap. III. B, §1 82. 
Nouveau Recueil de fahtiaux et de contes inddits des poetes 
frangäis des Xlle, Xllle et XIFe sieles. P. 1823, 2 Folls. 8. 



RAYNOUARn^ Grammaire de ta langue Romane. Recherches 
smr tantiquite de lu langMS Romane. P. 1817> 8. 

Die Grammaire comparSe ist unten erwähnt* 
DiP LA RUJB fgest. alc' Ehrenkaaonilcus u Bayeux in der Normandie, Prof. 

«u Caea, im Oetbiv 1&3S) ■ Recher ckes sur Us ouvrages des bar des 

de la Bretagne armoricaine. P. 1816^ 8. 
— Essais historiquBS sur les Bardes, les Jongleurs et les 

Trouveres. Caen 1834^ 3 Folls. 8. 

Ein Hauptwerk, welches jedoch immer nur mit grofser Yorsicht «u ge- 
brauchen ist, d* es eine grofse Antabl irrthUoilicher Angaben enthält, wie 
Am. Dttval (in der Hist. lUSr. dm la France^ Vol. XVIII.), Reiffeab^erg 
(s. unten) u. a. vielfältig nachtuweisen Gelegenheit und Veranlassung gehabt 
llabeB. (S. tiber De la Rue: Notice sur les iravaux titiSraires de fahbS 
d« la Ruey et jtrmeipalemeut sur ses üf«»., par üf. FrSdlric Ga» 
lerony memhre de la SociSti des antiquaires de Normandie* Caen 
1837, 29|jp. 8.) 

Lt DiEFFENJBACH , Ueber die jetzigen Roioanischen^ Sehriftspachen 
tu 8. w. Leipzig 1831, 4. . ' 

Recens. von Dietx in den Jahrbüchern Hlr wissenschaftl. Kritik, 1831, 
Oktober, S. 577-584. 



Cohen, Anciennes poSsies fran^aises, London 1818, 8. 

.Vergi, Journal des Saoansy 1819, p, 398. 



dufter glammelwerlEe« 9 

CitAMBONNMkMBS i Riemens de Vhistoire de la lUtirature 
fran^aise jusqu'au milieu du XVIIe sieele, P. 1817^ 8. 

Ohne Wertb, ebenso wie das Werk von Aug. Despret: Histoire de 
la litlSraiure franeaisg depuia 8oa orig-ine jusqua uos jours {du X» au 
XFllL stiele), P. 1837, 12. 

AUGUiSy Les poetes fran^ais depuis le Xlle siede jusqtCh 
Malherbe. F. 1824^ 6 Folls. 8. 



A, C, RoBERTy Fahles inedites du XI Je^ XI Ue et XIV e siede s, 
P. 1825^ 2 Volls. 8. 

— Fahliaux inidits tiris des Mss* de la bibliotheque du Rot» 
F. 1834, 8. 

Das vierte Fabliau ist das Dea deux trouv^ea ribaux, welches fUr die 
Geschichte der Sagenkreise von grofser fVichtigkeit ist, und aal welches 
daher unten vielfach Besag genommen wird. 

Hieran schlieften sich ferner die Fablea an vara du XllJ, aikcta (?), < 
^aprea un JUa, de la bibliotAeque de Chartraa par M, G, ZI. Chartrea^ 
Garmar ßs, 1834, 8. 

• * 

♦ 

CJRAFELETy Collection des andens monumens de t histoire 
de la langue frangaise, F. 1826^. 

Die einteloen Schriften sind im Werke selbst gehörigen Ortes angeführt« 

Wir erwähnen hier den berttcbtigteu Kommastreit, twischen Prompsault 
and Crapelet: 

Discour» aur les puhlicattons h'tterairea du moyen-dge^ auivi d^nn 
Errata comprenant plna de 2000 correctiona et rectifications efc. par 
VabbS H. IL Prompsault, P. 18^5, 8. 

Fillonie littSraire de fabbS Prowj>sault par Crapelet, P. 1835, 8. 
(Uan erinnere sich, dafs Prompsault Herausgeber der Gedichte von 
Viilon ist.) 

Lettre a M. Crapeht .... pour sermr , , . , de rSponae a sa broehure 
itttituiiei Fillonie littSraire etc, P, 1835, 8. 

Endlich s. die gerechten Bemerbungen von Raynouard im Journal 
das Savans, 1835, September, p. 572 ff. 

♦ ♦ 
♦ 

Rittnes et refrains des TournaisienSy iditis par FninRRlC 
Hennebert. Mons 1837, 8. 

Analyse von van Hasselt in dem Indlpendaht^ i, Juillet 1837. 

* 

VHlätel de Cluny au moyen-ägey par Mme DE Saint- SURIN, 
suivi des contenances de table^ et ,autres poisies inedites 
du XFe et Xrie siedes. F. 1835, 12. 



10 STacliweüMiBs d«r Titel imil Ütiuisaben 

O. L. B. WoLFF, Altfiranzösisclie Volksiieder. Leipzig 18S1, 8. 

F. Wolf, üeber die neuesten Leistungen der Franzosen för die 
Herausgabe ihrer National - Heldengedichtet insbesondere aus dem 
fränkisch •karolingischen Sagenkreise; nebst Auszügen aus unge- 
druckten oder seltenen Werken verwandten Inhalts. Wien 1833, 8. 



Jean 'Jacques AMränE^ Littirature H Foyages, P. 1834^ 
3 FolU, 8. 

— Discours sur la litterature de la poSsie. P. 1830, 8. 

— Discours sur la litterature fran^aise dans ses rapp^rls 
avec les litt^ratures dtrangeres, P. 1832. 

S. Handb. Th. III, S. 591 ff. 2. Aung. 

EMWAün Q^uiNETi Rapport' h M, le ministre des travaux 
publics sur les 4fop4es fran^aises du XiU siede resties 
jusqtCa ce jour en manuscrit dans les hihliotheques du Rot 
etc. P. 1831^ 8. 

S. «ber ihn Mager, HI, 1, S. 246 ff. 



Reeherches sur les formes grammaticales de la langue fran- 

^aise et de ses dialectes au XIITe siecle par GVSTAVE 

Fallot, publikes par Paul, ACKBRMANNy et pr4cedees 

Sune Notice sur Vauteur par M. B, Gv^rarb, P, 1839, 8. 

S. über diese» bedeutende Werk Jottrmd des SaoanSy 1839, Septenbcr, 
p. 570 ff: 

DiEZ,. Grammatik der romanischen Sprachen. Bonn 1837-38. 2 Bde. 

Raynouard, Lexique Roman. P. 1837. VoL I-IL 



P, Paris, Les Manuscrits fran^ais de la hihliotheque du Roij 
leur histoire etc. P. 1836. VoL 1-2. 8. 

8. den Artikel von Daunoa im Jcumal des Sawms^ 1837, Februar, 
p. 85-95, 



Fr. Michel, Rapports ä M. le ministre de Nnstruction pu^ 
blujfue sur les anciens monuments de Vhistoire et de la 
litterature de la France qui se trouvent dans les biblio- 
theques de tAngleterre et de lEcosse. P. 1838-1839, 4. 

S^ P* TaOMMEREL, Reeherches sur la fusion du Franco- 
Normand et de FAnglo-Saacon. P. 1841^ 8. 



^ einiger glmiiiiielweiice« 11 

M^langes 9ur le9 tangueSy dialectes et patois» P» 1831> 8. 

Ein bSchtt wichtiget Werk. — Man vergl. auch den Artikel Modier 
im Handb. Th. III, S. 518 ff. (2. Aasg.) 



Poisies gothigues frart^aises par CnjrjELET. F, 1832^ 8. 
Paulin Parms^ Le Romancero fran^ais. P. 1833, 12, 

S. Raynouard im Journal des Savans, 1834, Februar, p. 104-117. 
Crapelet in den MStn, de la SocihS Roytde des Antiq. de la France, 
XII, p. 304 ff. 

Arthur Dinausl^ Les TrouvSres Cambresiens. See. HiU 
Valenciennes 1834^ 8. Trois, 4dit. P. 1837. 

S. Raynouard im Journal des Savans^ 1834, Juni, p. 344-354. 
— Als Fortsetiung erschien 1839 das Werk: Les Trouvhres de la Fiandre 
et du Tourhaisis, P, 8. 

jFr. MJCHELy Romans, LaiSy Fahliaux^ Contes^ Moralites et 
Miraclet inidits des Xlle et Xllle siecies* .P, 1834, 8. 

Jongleurs et Trouveres^ ou Choix de salutSj crieries et autres 
pieces Ugeres des Xifle et XlVe siecleSj puhlii pour la pre- 
miere fois par A. JUBJNAL, a apres les Mss, de la bthlio- 
theque du Rot. P. 1834, 8. 



A. VlLLEMAlJV^ Cours de littirature fran^aise (Litterature 
du moyen-äge). P, 1830, 2 VMs. 8. 
S. Handb. Tb. III, S. 567. (2. Aufl.) 

CARPENTJERy Essai sur Vhistoire litter aire du moyen-äge. 

P. 1838, 8. 
HENRJONy Histoire littiraire de la France au mayen-üge, 

P. 1827, 8. Nouv.edit. 1837, 8. \ 

Ein höchst achwaehes Produkt. 

Chronique de Ph, Mo uskes, publide par le Baron nE Rejf- 
FJENBERG. Bruxelles 1836-1838, 2 Volls. 4. 

Gehört hieher wegen der Überaus wichtigen literar - historischen Einlei- 
tungen, welche das gesammte fransÖsiscfae Olittelalter umfassen. Eine un- 
entbehrliche HUlfsquelle. 

BouTERWEK, Geschieh ke der Poesie und Beredsamkeit. Göttingen 
1806.1807. Bd.V.VI. 8. 

Fr. von Schlegel, Geschichte der allen und neuen Literatur. Vor- 
lesungen, gehalten zu. Wien 1812. 2 Bde 8. 

\a. Wachler , Handbuch der Literaturgeschichte. 3te Umarbeitung. 
Breslau 1834, 4 Bde 8. ~ 



12 Maeliwelsanip der Titel und Aussaben 

Rosenkranz, Allgemeine Geschichte der Poesie. Bd. II. Halle 1834, 8. 
SlsmoiVBE DE SlSMONDly De la littirature du Midi de VEu^ 
rope. F. 1813^ 4 Falls, 8. See. edit. P. 1819. Trois, edit, 
P. 1829. 

Deutaeh von Hain. • Leipug 1815, 2 6de 8. Verg). Handb. Bd. III, 
S. 409. (3. Ausg.) 



Die Schriften, welche man hier vermissen möchte, sind in dem 
Buche seihst gehörigen Ortes angeführt worden. Manche dagegen 
habe ich absichtlich weggelassen, wie z. B. die Abhandlungen und 
Werke des bel-esprii de la cour du rot Stanisläs, des Mar- 
quis de Tressan, 



Für diejenigen, welche die altfranzösische Sprache und die Ge- 
schichte ihrer Ausbildung genau erforschen wollen, ist eine eindring- 
lichere Kenntnifs der verschiedenen französischen Patoit unumgäng- 
lich nothwendig. „Cest dans les patois^'^ sagt Reiffenberg, 
Introd, h tidit. de la Chroniq. de PhiL Alouskes^ /, p. CXtFy 
,^qu*il faut Studier les antiquitis des langueSy dont, pur leur 
immobilitS^ ils reprisenteni tfune maniere presque identique, 
les formes anciennes ou primitives. 

Man vergleiche über diese Patois: 
CHAMrOLLMON' FiGJEAC , Nouvelles recherches sur les patois 

ou idiomes vulgaires de la France. F. 1809^ 12. 
C/r. NoDMERy Comment les patois furent ddtruits en France 

in dem Bulletin du, bibliophile (Techener). No. XIF, p. 148. 
Milanges tiris d^üne petite bibliotheque^ p, 148. (s. oben.) 
BaübaeaNj Sur la langue des Suisses vor dem 2. Bande des 

Recueil de fahliaux. 
L. A, «7. GnäGOJJtE D'EssjGNYy Memoire sur le patois picard 

in dem Magasin encyclop. de Milliny 1811^ Sept, p. 116-142. 

öc^. ;?. 241-283. 
Dictionnaire roman^ wallon, celtique et tudesqne, pour ser- 

vir h tintelligence des anciennes lois et contrats (von dem 
' Benediktiner Dom Jean Frangois). Bouillon 1111 j 4. 
L. Remacle, Dictionnaire wallon- flamand. Lüge 1823, 8. 
Cambüesier» Dictionnaire wallon- fran^ais. Lüge 1787^ 8. 

Thiate Liigoi. Lüge 1837^ 32. 



eiaiiper filAiniiielwerlce* 13 

G. Jj J. HbCART, Dictionnaire rouchi-fran^aia. See, idit, 
Falencienne» 1826^ 18. Trois. 4dit. 1833, 8. 

Die erste Ausgabe bildet« einen Theil des Jimmtd central des JleadSmies, 
Die Abhandlang von Isidore Gabriel Jos. Lebeau (President de« Tri- 
biuals in Avesnes, geb. dsnelbit 1767) in den Memoire» de la So- 
ciStS Royale des AntiquaireSy Tom. X über das Patois der 
Umgegend von Avesnes und das Wallonische, ist mir leider nicht 
zu Gesicht gekommenl 

S. mager, 111, 2, S. 203. 
Essai d'un glossaire wallon qui peut servir ä dSmontrer 
que eet idiome^ tel ifuil se parle encore aujourd'hui dans 
la province de Hainauty n'est que le roman ou frangais 
des Xley XI fei Xl/I^y XlVe et XFe siecles^ peu corrompu et 
milange d^un fort petit nomhre de mots Strangers, par 
PHII.MBERT DELMOTH, 

Bisjetxt nur handscbriftiich im Bestir. der ächwie|;ertO('hter des Gelehrten. 
S. über ihn Goethals^ Histvire Wteraire de la Befg-ique ou Lettres 
relatives a PAistoire de* seiettcesj den artSj des Uciures^ des moeurs^ 
et de la poUtique de la Belgique. Bruxellea 1838, Fol, 1, 8. — Es 
ist ihm dort ein besonderer Artikel gewidmet worden. 

QlTinjJinj Pranee litiraire^ VII^ p, 155. 

' Nützliche Beiträge zur Kenntnifs des Dialektes von Bourgogne 
hat gegeben: 

Claude Nie. Amanton in seinem Virgile virai an Borguignan 
und in seiner Uebersetzung des Baches Rath. Dijon ^831, zweite 
Anflage, 12. 

S. die Recension von Raynouard im Journal des Savans^ 183.2, 
Janvrier^ p, 5-14. Das Buch ist sprachlich von Wichtigkeit und xugleich 
lesenswertb ali geschmackvolle Travestie. 

Za vergleichen ist auch das Buch desselben Verfassers: Lettrea bout" 
ffuiffttonnes ou correspondance sur divers points d'hist, litUr»^ de bi<^, 
etc. JP* 1823, 8. 

Cx. Fn, Ach ABB y Dictionnaire de la Provence et du comtS 
de Fenaissin, P. 1785^ 4 Folls. 4. Wichtige Beiträge zur pro- 
Tenzalischen Literatar and Sprache enthaltend, ebenso wie dessel- 
ben Verfassers (gest 1794) Essai sur thistoire de la Provence, 
Marseille 1785, 2 Folls. 4. 

Ueber die Dialekte des Departements der Ober -Alpen findet 
man vieles Erhebliche in dem Werke von: 

De hABONCETTEy Histoire^ topographie, antiquitis, usages, 
dialectes des Hautes- Alpes, P, 1834^ 4. 



14 STaeliweiflius ^^^ fi^ammelwerke. 

Ferner: 
Vocabulaire du Patoi» de Velay et de la Haute Auvergne 
far Jf. Dermbier de Cheissac in den Mimoires de la So- 
ciitS Royale des Antig. de France^ IX, p.Sßl jff\ 

Yergl. deMclben YwfMMn SUtÜstique «l» la Haute-Lmre. P, 1S24, 
8. CAmp.ii, 

Foeabulaire des mots Patois enr^usage dans le departement 
'de la Meuse par M, CoRniER, ebendaselbst X, p, 416-469. 

S. ferner in derselben Sammlung: IF, p, 322 ff, V^ jp, 246 f, FI^ 
p.in ff. IZT ff. 160 ff. 235 ff. Xily p. 328 - 390. Die frUbere Samm- 
lung fttbrte den Titel : Mvmohes de fJeaMmie Celiique, P. 1807-1812. 
5 Fdh. 8. ^ 



,,Oit est iotijours enfant tluna sa lan^ue quand on n« 
lit qu« l«s auteurs. de ton femSy et que I on ne parle 
que 1a lang-ue de »a nourrice. On donue un tour plus 
nei ttt plus sublime a son disroitrs quand on satt la 
g^nlalogie des iermea dont on se sert ; et comment 
la saura -t»on si ton na point 1u les anciens dans 
leur lang-ue? La rSjmhlique de Vhüse ua jamais fait 
de Im plus sage que celle qui ohligm les nobles a se 
servity dans les affaires^ du langete aneieny pour le 
eonserver^ ei par ce moyen eonserver line inßnitS de 
pratiques qui en d^tendent. Cela nempeche pas que 
la langue ne sä polisse d'ailleurs, et qu^on ne parU 
aussi Inen a P'enise dans It^s cott4til4 et /«Broglio, 
que dans iout le resle d^ltalie."* 

Menagiaka, II, p. 50 (id. de Fu» Monnaye), 



Kapitel I. 

Ursprons und SSntwtckeliuiffsifans der firan- 
flEd0l0ehen fi(pr»che« 

XA.Is Cäsar Gallien eroberte und es nach hartnäckigem Kampfe 
in eine römische Provinz umschuf, fand er daselbst mehrere 
Völkerschaften vor, von denen namentlich drei völlig verschie- 
denen Stammes waren, die Aquitanier jenseit der Garonne, 
die Beiger diesseits der Seine und Marne und die von den 
Römern vorzugsweise Gallier benannten Kelten oder Gel- 
ten^ welche sich selbst den Namen Galen beilegten, und 
einen der Stämme jener grofsen Yölkerfamilie bildeten, die 
sich über die britannischen Inseln, Gallien und die pyrenäische 
Halbinsel veii>reitete. Das Volk war nicht ohne Kultur: über 
Massilia ') war ihm einige Kenntnifs der griechischen Sprache 
und Literatur geworden, auch hatte es die griechischen Buch- 
staben angenommen '). Diesem Umstände ist sicherlich eine' 
Anzahl von griechischen Worten beizumessen, welche sich seit 
der ältesten Zeit in der Sprache der Gallier vorfinden, so wie 
sich auch durch den Handel der Phönizier und späterbin durch 
Hannibal's läitgeren Aufenthalt in der Gallia Narbonensis eine 



16 Kapitel I. Ursprung and Kutwldcelanys- 

grofse Anzahl punischer "Wörter einschlich, welche durch die 
Gewohnheit der gallischen Soldaten in den Heeren dieses Feld- 
herren, die ihnen geläufig gewordene Sprache zum Theii bei- 
zubehalten, sich das Burgerrecht erwarben. Wenn auch das 
Celtische um so leichter untergehen mufste, als es sich nie zur 
eigentlichen Schriftsprache erhoben hatte, also nicht Grundlage 
und Trägerin einer besonderen Literatur geworden war, und 
weil späterhin die von C'asar angestellten Blutbäder, die Fort- 
führung der Gefangenen in die Sklaverei, der Ehrgeiz derer, 
welche man zu römischen Bürgern gemacht hatte, theils die 
Einwohner des Landes decimirte, theils die allgemeine Ver- 
breitung der lateinischen Sprache begünstigte, so blieb doch 
in dem Volke der celtische Charakter vorherrschend. Mit 
Recht sagt Heeren'): „Für die Geschichte der französi- 
schen Nation ist es ganz wesentlich, sie als celtis eben Ur- 
sprungs anzusehen; denn nur so läfst sich der so ganz von 
dem Deutschen verschiedene Charakter erklären, da trotz der 
vorgegangenen Mischungen der celtische Charakter, wie ihn 
schon Cäsar schildert, vorherrschend geblieben ist." 

Für Literaturfrennde, welche tiefer einzudringen wünschen, 

föhre ich hier noch folgende Schriften an, in denen die in dem 

obigen §. und den folgd. behandelten Punkte gleichfalls und aas- 

fuhrlicher besprochen werden: 

DUCI4OS3 Second Memoire sur forigine et les rivolur 

tions des langues celtigue et fran^aise in den Mdmoir. 

de VAcad. des Inscriptions ^ XVII ^ p. 178 ff. — jEAN 

BAmSTE BuLLETy Dissertations sur differents su- 

Jets de thistoire de France, Besangon 1759j 12. DiS' 

sertat, sur la mythologie franf^aise et sur plusieurs 

points curieux de Vhistoire de France, P, 1111, 12. 

M^oires sur la langue eeltiqu^, Bäie 1154' 1110, 3 

Foils. Fol. 
Simon Pelloutjejr, Hisu des Celtes, F. 1740., 2 Falls. 

12. Nouv. ddit. par de Chiniac, F. 1111, 2 Volls. 4. 

(8 Volls, 12.) 
Jean Ficot, Histoire des Gaulois depuis leur origine 

jusqu'ä leur mdlange avec les Francß, Geneve 1804, 

3 Volls, 8. 
TffäorHJLE Malo Corret de Latour m^Auvergne 

(der bekannte Erste Grenadier von Frankreich), Ori- 

gines gauloises. F. 1801, 8. 



Am. fhx^nnir, ßistbim iei ^äuibU depü^ä iA' itäs let 
ptUi reculih jks^u^h feiitiere äökMhsiön -Si td^Onule ä 
ia dömination romaint, P. föiS; Shills. k Ä?£r: Mf."l»4834. 

BONAMY^ Reßexioni sur la langue taiin^^ vvfgat^re', in 
den Memoires de tjcad. des Inscrrpt, Xxty^^ p.^ffy ff, 
Sur les cause» de la cessation de tä *längüe tutfesque 
en France, ebend. XXI V, p, 657 jf, — J^^moiri sür^Tin- 
troduclion de la langue latine dans let Gaules y fou9 
la dominatjtofi des Romains^ ebend. XXlVl p, 582'^ 

CAMt^ENTtER^ Essat sur thistoire litt^raire du jmoyen^ 
äge. F. 1833, 8. p. 190. — Augustjn Thjerry, hettrcM 
sur Thistoire de la France, Bt-ux.l^i^ 8. p. 401 ff. 
(YcrBl. Über thierry Haodb. th. III, S. 546). — Ch. NODIER, 
Sur torigine de la langue fran^ais^ im, pictionnaire 
de la Conversation, XKVJII, p, 197, 

Gabr. PEiGNOTy 3tonumenf de la langue fr an^aise de- 
puis son origine Jusqu'au XFIie siede in der Francs 

litUraire, 183^, Mai, /?. 48-1Q8, (Ist «vuch besonder» abgtdruckt.) 

sparen des celtisclien m den franzosisdren Patois bat nach* 
zuweisen yersnclit Mmrchal, Merkur e Melgäj FI, ]^. 468^523, 
FII, f>. 250« Nur in der Anrerpie hielt' eich die UrspradifeGal- . 
Mens noch längere Jfeiti Die Leistängcn Ton Wilh. von 'Hum- 
boldt, Flenry rEcluse, Ahlwardt, Lor. Dief^nbarch, 
Prichard, Bopp, Alb. Scbalz u.a. m. könnbn hier nicht ans- 
föfarlieher berührt werden. Wir erwihnen nur als minder bekannt: 
LE BntGANT, ikUmens dd la langue des Cettes gofnS» 
riques ou Bretons. Strafsb. 1779, 8. — EäcameH' cri* 
tigue du Manuel de Id langue Basque par Lor OR" 
KERSlGARRMS, Bordeauit 1826j 8. — Chr. GöWlieb 
VON Arndt, ( Ueber den Ursprung n; s. w. dir europäischen 
Sprachen. Frankfurt a. M.).biTngt sie mit dem finiiischen und 
samojedischen Sprachstamm zusaminen. (Vergl. die li8cbst#9äti|e 
Dissertation critiqu9 ' et apolog-itiqus sur tu fangiM Basqu9, pmr un 
EeelSsiasfique da diothse de ßayonne, Bay^uae t830, S. ' Rvr^iis. 
in dem tubinge^ Lite^ator - BlaH, 1831; Nö. ''S. S. 3^11 ff. 
Attsland, 1881, No. 203.) — Be' Taffiniti dts langues eel" 
tiques aveC le sanscrit par, H, ÄDOLPEtE PiCTEf, /•• 
1837, 8. — Dissertation sur la langue des Cettes ou 
Gaulois par Barbazan in den Contes et FahHaUic, 4d. 
de Mion, Fol. II, p. 1-24. (&. noch besonders Magaslnf. d. 
Liter, de» AnsK, 1641, No. 07.) 
ld«lcr Altfraas. Lit. GarnJi. 2 



18 WiAptUi I# V9t9tmmg wmäWSmtwUkelnn^mm 

>•) Hmeille wurde g^rfindet im J. 1&4 d. Eiob. Roms; OL XLV, 1 ; 
599 y.Cbc S. JuBtin. XLIII, 3. Carry, Dissertation sar 
Itta^eüle, p. 66. Anfser den Phocäero liefsen sich anch Bebrj- 
. cier und BitbYnier za Narbonne und Montpellier, Rhodier an 
den Ufern der Rhone (Rhodanus) nieder, welche von ihnen 
ihren Namen erhalten haben soll, was jedoch nur Sage zu sein 
scheint. , In Blarseilie wurde übrigens lateinisch, griechisch und 
gallisch mit gleicher Geläufigkeit neben einander gesprochen^ so 
dafs die Einwohner den Namen trilinguet erhielten, s. Hi>e\ 
ronymus^ praefat. secund. in Cononentar. in Epistol. ad Ga-* 
lat ,libr. 11. Der Einflufs von Marseille auf Gallien tritt hier 
und dort auch in der Sprache hervor.* Man vergl. z.B. chef 
\mA.'^6ifalilj {chef kommt nehmlich nicht von caput her, 
wovon man c ap gebildet hatte, das. sich noch in der Redens- 
art armd de pied ä cap findet und sowohl in der Bedeutung 
^ prqmontoire im französischen als in dem deutschen Kappe, 
' ^ cape, eapuchon^ sich erhalten hat; vgl. Handb. Th.II, S. 78, 
' ^ K.nm.^)y prStre und itQsaßvrtQoSy presbyter; hast, baster 
und ßaara^iiv (davon auch basterne, eine Art Wagen); broc 
■' tmdff^öx^f bourse mkd ß^^aa; x^e und £7/^0« b.s. w.; Worte, 
die nicht .durch Yermittelung des Lateinischen nach Frankreich 
gekommen sind« Freilich möchte es schwer sein, die Epocho 
- ihrer Ein&hrung nachzuweisen; zu den ältesten gehören aber: 
. . tuer, '&viiVy toiere, %ol*j\ toke^os (noch bis auf Malherbc 
. erhielt sich nebenher, auch ire, yre^ von iru^ und Amyot biU 
' dete selbst das EigenschaiWrort ireux); squeleite^ oie^vlcroff; 
.,4f^uffer, cvifBiv; tombe^jomheauj rvfißos/, /rapper und 
.\ .,f(>a3r/{^w, ^uniCf/o ; patir in der alten Sprache und nd&os, IIji9Q\ 
. J^cker» lüx^iv^ lecken; u. s. w. Auch, sind diese Wörter nicht 
. etwa- erist in Folge der Kenntnisse entstanden^ w^elche sich fran- 
. Eösisdie jScbrifisteller in der griechischen Literatur erworben 
hatten, wie z.B. Ronsard u. a. (Vergl. Handb. U, S. 11.) 
?) Das Griechische war die Handelssprache im Mittelmeer; s. Ja- 
, stin. XLHI, 4. Ich bemerke hier noch, dafs mit dem Christen- 
thnme, welches von griechischen Lehrern nach Gallien gebracht 
wurde, die griechische Sprache sich abermals einer grofsen Yer- 
, breitung in Gallien ?a erfreuen hatte, selbst unter den Franen, 
welche sich freilich früher als die Männer, zu der neuen Lehre 
.bekimnten. So sind die Acta Martyrum Lugdunensium 
griechisch geschrieben, ebenso wie die Briefe des Heil. Irenäus, 
. .. welche hauptsächlich an Frauen gerichtet waren (Epist. I, 13, 7. 
Histoire literaire de la France, Tom. I, P. I, p. 59. 137. 228.). 



gang ter finuuBMteflliem »^taM^m^ f 9 

ffi^ber gehören feipier der heil. Pothinns, Schüler ron Polf- 
Ic^rp, welcher im J. 177 den Märtjrertod zn Lyon erlitt, der 
)ieiL Dionysins Areopvgita (St, Denis), welcher zn Fori» 
die erste christliehe Kirche gründete. Dagegen bedienten aidi 
die übrigen christlichen Lehrer, der heil. Uieronymas, heil. Hi- 
larias, heil. Avitas, Sulplcias Severas u. a. m. der lateinischen 
Sprache, und die Schriften des heil. Augustinus, Prudentius, 
waren ebenso in aller Händen, wie die des Yarro und Horatius. 

§. 2. Das zweite Stadium der Literaturgeschichte Galliens 
(lihrt uns zu den Römern, welche allmalig weiter und weiter 
in das Innere des Landes bis zu dessen äufsersten Grenzen 
vordrangen. Den Weg bahnte ihnen ein Sieg über die Kö- 
nige Congolitan und Aneroestes unter dem Consulate des C. 
Attilius Regulus und L. Aemilius Papus im J. 225 v. Chr. Geb. 
Auch hundert Jahre später (629 u. c.) leistete Gallia cisalpina 
nur geringen Widerstand, und nach dreijährigem Kampfe ge- 
gen die Salier und Allobroger, welche dem Consul M« Fulvius 
f iaccus unterlagen (121 =»633 ), hemächtigte sich dieser letztere 
der Gallia Narbonensis, wo er durch Anlegung von Kolonien 
die Herrschaft der Römer befestigte. Cäsar's £rfoige sind 
allzu bekannt, als dafs sie einer Schilderung bedürften. ' Die 
Romer brachten das überall von ihnen gültig gemachte Be- 
streben mit, ihre Sprache zu verbreiten und zur Weltsprache 
zn machen'), und so ward bald in ganz Gallien die lingua 
romana rustica oder vulgaris das einzig gültige Idiom. Irren 
vrürde man aber, wenn man mitBarbazan kein anderes Ele- 
ment, als das lateinische, in dieser Provinzialsprache , wie sie 
sich allmälig herausbildete, anerkennen wollte >). Die Römer 
thaten viel für d|e Bildung der Gallier, welche ihnen mit ih- 
rem Talente und erfreulicher Lernbegierde entgegen kamen: 
sie legten eine grofse Anzahl von Schulen an,- und schon Ju- 
venal klagte'), dafs die Beredsamkeit in Rom vernachlässigt 
werde, während er denjenigen, welche sich in ihr vervoll- 
kommnen wollten, den Rath ertheilte, nach Gallien oder Afrika 
zn gehen : 

— — ip— — — ^ccipiat te 

Gallia y %>el potius nutriciUa caussidicorum 

Afrioa *)• — . 

2* 



Vor der Völkerwanderung war das Lateinische die fipraclie 
aller Gebildeten*), und selbst wabi^eiid der Vcrheeruitgen, 
welche das Zusammenstofsen so vieler' Völker seh aftiert hervor- 
rief, erhielt sich in den Klöstern die Bekanntschaft mit den 
Schriftstellern Griechenlands und Roms ^). Späterhin, als nach 
der Taufe Chlodwigs durch den heil. Remigius, Erzbischof von 
Rheims, die Geistlichkeit zu einem bedeutenden E^nflu^se. ge- 
langte, behielt das Latein wieder eine Zeitlang die Oberhand, 
bis es allmäb'g wieder zur lingua ru^tica herabsank ')* — 
Viel bedeutenderen Einfluß würde die römische Literatur in 
Frankreich auf die Dauer ausgeübt, haben, wenn nicht die Zer-- 
siorung der gallischen Tempel durch den Bischof Martin von 
Tours*) den Untergang der reichen Bibliotheken nach sich 
gezogen hätte ^). 

*) Valer. Maxim. II, 2, 2t Magistratus prtset guantapere 
auatn populifue Romani maieitatem retinentes se gesse^ 
rintj tunc eognosci p^test^ quod inter caetera obttnen- ' 
'dae gravitaüs indicia» illud guöque magna cum perse-- 

. verantia cusiodiebant , ne €rratcis un^am nisi Latime 
responta darent,* Qmn etiam ip$a linguae volubilitate, 
fua plurimum valent^ excutsa, per interpretem log$H 
cogehant; non in urbe tantum nostroj sed etiam iiß 
Graeeia et Asia: quo scilicet Lfitinae vocis bonos per 
omnes gentes venerabilior diffundaretur. -7- Sueton. 
Tiber. cap.71. Dio Cass. Hb. LX, p. 955 ed. Reimar. Schon 

' zu Platarch^s Zeiten konnte die römische Sprache fast als Vni- 
versalsprache betrachtet werden. Plutarch. Quaest Moral X 
Tom. V, p. 112 Wyttenb. Zu Hippo verstand man, als Augu- 

' fitinus daselbst Bischof war, fast gar- kein panisch mehr; dagegen 
war das Lateinische selbst den Kindäm geläufig. Confess. I;: 
Verba Latinu didiei sine ullo metu atque erudatu, in^ 
ter etiam blandimenta nutricum et ioea arridentium et 
laetitias alludentium.^ De trinit. XV, 10: Q,uae linguae 
.... quarum nostra latina est, Serm. CLXYIII. de verb. 
Apostol.: Proverbium notum est Punicum, quod quidem 
latine vobis dicam, quia punice, non omnes nosHs; pu- 
nicum enim proverbium est antiquum: Numum quae- 
rit pestilentia, duos Uli da, et ducat se» Civit Dei 
XIX, 7: Nihil prodest ad eonsociandos homines tanta 
similitudo naturae: ita ut libentius homo Sit cum cane 



9«l*ir 4er:f^««9B99toelieii SpviMpHe« 21 

' 9U0, ^uhm cum hömine aUem^. Ät enim opera da$a est, 
u^ imperiosa eivitas nan solum iugum^ verum etiam lin- 
guam suam domitis gentihus per pacetn soctetatit impo- 
neret^ per quam nan deesset ^ imo et ' a/mndaret etiam 
interpretum copia, Rutil, ^umatian, Itinerar. I.: 
Feeisti patriam diver sts gentibus unam^ 
Urbem fecistiy quod prius orbis erat» 

Ein Gesetz befahl den Praetoren ihre Verordnungen nur in la- 
teinischer Sprache bekannt zu machen: Decreta a praetori- 
bus latine interponi ^ebent. L. 48. D. De Re iudicata, 
(lib. XLU, tit. 1.) Zu Strabo's Zelten wurde in dem gröfsten 
Theile Ton Gallien nur lateinisch gesprochen ( lY, p. 258 
Falconer). Vergl. noch Boxhorn, Orig. Gall., p. 80. Ruhe, 
Philolog. num. II, p. 54. Es steht jedoch ohne Zweifel fest, 
dafs, wenn auch der gebildetere Theil des Volkes die lateinische 
Sprache lernte und fast ausschliefslich sprach, ja sich ihrer in 
einem solchen Grade bemächtigte, dafs ein gelehrter Gallier den. 
Vorrang vor dem eigentlichen Römer zu behaupten wagte, wenn- 
gleich femer die lateinische Sprache die einzige war, welche in 
dem Tribunal des Prätors gesprochen werden durfte, und ohne 
Kenntnifs derselben kein Zugang zu Aemtern und Ehrenstellen 
offen stand, doch die grofse, dem Ehrgeize und der Liebe zu 
den Wissenschaften fremde Masse das alte Idiom geraume Zeit 
hindurch beibehielt. Der heil. Irenäus, Bischof von Lyon im 
zweiten Jahrhundert (s. oben §. 1, Anm. 2.), beklagt sich über 
die Nothwendigkeit, in welcher er sich befand, die celtische 
Sprache zu erlernen, um sich dem gallischen Volke verständlich 
zu machen. Eine grofse Anzahl von Belegen far das fortdau- 
ernde Bestehen ,der celtischen Sprache neben der römischen hat 
bdgi^bracbt Hallam, View of Europe in middle-age, chaput. JX. 
Hierau« erkläreu sich auch die grofsen Veränderungen, welche 
die. lateinische Sprache schon vor dem. Einbrüche der Völker- 
Wanderung iu Gallien erlitte Wir bemerken noch, dals eine 
Vernachlässigung der grammatischen Regeln für die lateinische 
Sprache bei den ersten Christeo absichtlich war. S. Hiero- 
nym. Epist« XXII. ad Eustach. c. 3. Corp. iur. canonici, Can. VII, 
dist 37. Kopp, de difGc. Interpret. §. 352, Voll, p. 409. 

'> VoLI, p/11 ff. ntit Unf echt leugnete er den Einflufs der cel- 
tischen «nd germanischen Sprachen und läfst sich zu den ge- 
xwongienstea und theilwei^e selbst höchst lächerlichen Etymo- 
»iQgicwi Tepleitea, yna %, B« h^c voa nectum (vehere), cunal 



22 Kapitel I* ITrsprang vnd Bniwlekelangs« 

p0Ur introduire la nourriturfi des oiseaux danä leur 
estomae; — mar ehe von margine^ während es to« deut- 
schen Mark herkommt; — ebenso marechal von margine 
und eapitalis; *— fr anc (germanischen Ursprungs ; s. £ i n - 
hard, II, S. 345 ff.) von fractum, frangere^ wobei er an 
vincula frangere erinnert; — troupe (Trupp), vom lat. 
turha; — hourg (Burg) von urht^ was er durch die 
alte Orthographie: hurt, hört, hours zu beweisen sucht, wo- 
rin das s nur das Zeichen des Sujet im Singulier ist; — Ät- 
g-©^ von t;i*tg-o* (8. unten §.6.); — moequer yonmusca; 

— fßor d Yon ora u s. w. — La Ravalli^re dagegen be- 
-hauptete, dafs die französische Sprache keine Tochter der latei- 
nischen, sondern die ursprüngliche celtische in wenig veränder- 
ter Gestalt sei. Die Uebereinstimmung, welche- mehrere Wör- 
ter in beiden Sprachen darbieten, erklärte er daraus, dafs beide 

• gleichzeitig und neben einander entstanden seien. Um das Sprach- 
liche hier zusammenzufassen, bemerke ich gleich, dafs viele fran- 
zösische Wörter während der Periode der Kreuzzüge aus der 
arabischen Sprache entlehnt worden sind, z. B. truehement 
(besser drugement) von drogoman; guille (ehemals 
ghile; s. Barbazan, Vol. I, p. 14), vergl. Journal des Savans^ 
1756, Nov., p. 2209; bagatelle von hawathely nach Bar- 
bazan von vagut; assassin von Hassassein, dem 
Namen des Alten vom Berge, u. s. w. Viele dergleichen Wör- 
ter finden sich namentlich bei Villehardouin und Joinville. 
Von dem Einflüsse der Kreuzzüge und der orientalischen Lite- 
ratur auf die französische Nationalliteratur kann natürlich erst 
unten die Rede sein. 

») Satir. VII, 147 ff. 

^) Vergl. Justin. XLIII, 4: Adeoque magnus et hominibus et 
rebus impositus est nitqr, ut non Graeeia in Galliatn 
immigrasse, sed GaUia in Graeeiam translata videreiur» 

— Claudian, de IV Consulatu Honorii, v»582: 

Te Gallia doetis 

Civibus et toto stipavit Roma senätu. 
Gallier waren unter den römischen Schriftstellern z.B. Corne- 
lius Gallus, Trogus Pompeius, Petronius, Lactan- 
tins, Ausonins a. s. w., während Spanien die beiden Seneca, 
Lucanus, Pomponius Mela, Colnmella, Martialis, Si- 
lins Italiens, Hyginns u. s. w. hergab. — Das Zusammen- 
ziehen lateinischer Wörter wurde Veranlassung zur Homophonie, 



gaiiff. der ttmnm9nU€hen Spr'aelie« 1^3 

welche in allen Sprachen genAieden worden ist, denen Zeit zu 
einer selbststSndigen, organischen Entwickelung gelassen wurde. 
Beispiele. 
nomenj nom, non» non, non* 

noxs nuit, nocet, nuit. 

nuda, nue, nubes, nue, 

caroj ekair, caruSj eher, 

sinusj sein. tanus^ sain. 

vanus, vatn, vinum, vin, 

securusj MÜr, super, st^r. 

novus, nevf, novem, neuf, 

muru9^ mur, maturus, mür, 

legere, Ure, lyra, lyre, 

falsu9, faux, "" falx, faux, 

fintM, ßn. fatnee, faim: 

Man nehme hier keinen Anstofs an der jetzt so verschiedeneib 
Orthographie mehrerer zusammengestellten Worte; im IBttel- 
alter gingen sie in einander tiher. 

*) Yergl. Sidon. Apollinaris, £p. II, 9. Steph. Balaze, Mi- 

ßccUan. Tom. VI, p. 536. 
•) Mabillon, Annal. Ord. S. Bened , lY, p. 47. Frodoard, IV, 2. 

7) jlfit den Römern kam auch der Reim nach Gallien, denen er 
niemals ganz fremd gewesen war und der sich in der lateini- 
schen PoSsie des Hittelalters fortpflanzte, in den nationalen Poe- 
sien zum Gesetz wurde. Man vergl. Beispiele, wie die folgenden: 
^ Quem mortis timuit gradum 

Hui sieeis oeulis monstra natantia, 

Qui vidit mare turgidum 
Infames seopulos Aeroeeraunia. 

(Horat) 
Mpsum inter peeudes vasta se mole moventem 
Pastor em Polyphemum^ et litera nota petentem ... 

(Virg.) 
Terribilem cristis galeam flammasque vomentem, 
Fatiferumque ensem lorieamque ex aere vigentem, 

Sanguineam, ingsntem 

(Virg.) 

Der Reim wurde aber nicht blofs in der ISitte und am Ende 
lateinischer Terse häufig angewendet, sondern auch in Prosa an| 
Schluss der Vorder- und Nachsätze. 



^4 KasM^|,^.-10^|fpf4ll>«-il««^^I&^l^ 

. ( Ps^^ißl!» aus den Prodjgtea de« Richocd de St Victor, 
i , ßiat. liUer. de la Fraace, Yol, XIII, p. 488: 

Cum contra tnandafuM^ divinum aliquid praesumi^ 

turj per contumaciam contra v{aie$yitem agitur* 
Sed, cum maiestatem laesam propitiam volumus, ad 

eius misericprdiam concurrimus, 
Recur^imu9 ad eius bonitatem^ imo et a4 eius ve- 

ritatem. 
Nam venia poenitentibus promissa esty ahef^quimtn^ 

tiri omnino non potest, 
Sic transiet ngxy ut iterum redeat, sie rediet dies^ 

ut iterum recedat, 
Alane ne laborantes deficiant, nosp ne incauti fianU 
Illud utique ad medelam, istud autem ad cautelam» 
Man vergl. besonders noch Ginguene, ifist« llt«i!>, dltalie, I, 
^ jp.iJoO ff. Rocjuefort,. de la poesie frangaise dans les Xlle et 
, .Xllle si^cles, p. 30 ff. Es wird über Reim und Alliteration 
weiter unten noch mehrfach die Rede sein* — Massieu, Hist, 
de la poesie franjoise, p. 82 sagt : La Provence avait dtS la 
■' porte paf*'OÜ la rime entra en France: Dubois (Vanx- 
de-Vire d'Olivier Basselin, p. 5.) leitet ihn dagegen, wie den Ur- 
sprung der franzosisehen Poesie überhaupt, aus der Normandte her. 
. ^).SaLpicius Seyerus, de vita Sflurtim, c.IX-XIY. 
») Ginguene, a. a. O., I, S. 32. 

• ' '§, 3. . Die Völkerwanderung brachte ein drittes El€ment 
in die Sprache- d«r Bewohner Gatliens, das germanische. 
Es kann hier iiici>t davon die Rede sein, diie einzelnen Völker 
aufzuzählen, welche früher als die Franken, die endh'chen 
Besitzer des Landes ^ den Rhein überschritten: wir erwähnen 
nur, dafs die Alanen und Sueven, unterstützt von Hunnen, 
Sarraaten, Sachsen, Quaden, Turulingern, Gothen und anderen 
barbarischen Horden im J. 406 in Gallien einfielen^ Marseille 
zerstörten, und immer neue und neue Horden an und nach 
sich zögen, welche die Leichtigkeit der Eroberung und des 
Landes Wohlstand anlockten. Im J. 413 gingen die Alle> 
mannen und Burgunder*) über den Rhein, bemächtigten sich 
Helvetiens, des Landes der Sequaner und Aeduer, des späte- 
ren Lyonnais und des I)auphine. Endlich kamen im J. 428 
die Franken unter Anfuhrung des Clodion» welche sich zuerst 



in der Gegend niederlieCsen, wo jetzt Brüssel liegt *). DurcK 
die fortdauernde Yermengung des latemischen Elementes mit 
den verschiedensten germanischen Mnndarten entstand altmälig 
das Romanzo, Romano), ein eigenihümliches Misehidiom, 
welches unter Karl Martel schon seine völlige Ausbildung er- 
langt hatte, in einzelnen Formen gewifs aber schon früher 
vorhanden war ( §. 4). Bei den Deutschen führte diese ro- 
manische Sprache den Namen der wä Ischen oder wallo- 
nischen*). 

') Spuren der beiden nahe verwandten Dialekte, des go^schen 
und burgandischen , sind noch jetzt im Französischen nicht zu 
verkennen; s. A.W. von Schlegel, Observationa snr la langue 
et la Ktterature Provenfales. P. 1818, 8., p. 93. 

•) Nivellä, Nibelungensage. S. Emil Äückert, Oberen von 
Mons und die Pipine von Nivella. Untersuchungen über den 
Ursprung der Nibelungensage. Leipzig 1836^ 8. — Ueber die 
Franken s. meine Ausgabe des Einhard, Bd. I, S. lOt If. II, 
S. 345 ff. Was ich dqrt gesagt habe, mag ich. hier nicht wie- 
derholen; nur bemerke ich, doTs die gallischen Franken' erst mit 
der völligen Trennung der Reiche Frankreich und Deutschland 
im Anfange des X. Jahrhunderts aufgehört haben, ihr deutsdiei^ 
Idiom zu reden. S. v. Schlegel, a.a.O., p. 24. Diez, Fe^ilf 
der Troubadours, S. 328. 

') S. Dom Liron, de TOrigine de la langue fran^oise: Dissert»^ 
llon oü Ton recherche a quels tcmps eile a commeoc^ it deveniv 
volgaire in den Sio^arites historiqaes, Tom. I, p. 103* 133^ 
niy p. 100« Enlart de Granval, DisCours lüstorique lur 
Torigine de la langue fran^oise im Mercare, 1757, juin (secYc^l,) 
etjuillet. — Ueber die Benennung Romanisch, s. Du Gange 
et Carpentier, Glossar, ad Script; med. et infim. I^tinit s. v. 
Romana lingua, Romanus über, Romana literatura« Albericus 
Trium Fontium (Chron. a. 1177): Multos libros et maxime 
ritus Sanctorum et acta Apostoloruvi de Latin o vertit 
in Romänum. Ord. reg. Franc, Tom. IX, p- 359. a. 1408. 
Testam. Raim. de Villanova, a. 1449:' Lof/ue/jatur ift- 
Romancia seu lingua laica^ was weiterhin srklärt wird 
durch die Worte: nonin latinoj sed in lingua materna, 

*) Chronic. Blonaster. Sti. Trudonis, I, p. 348 : Nativam linguam 
non hahuit Teutonicam^ sed quam corrupte nominant 
Romanamj Teutonice Wallonicam* — Ueber die Ab- 



grenzung des germanischen und romanischen in Belgien rei^I. 
Warnkönig, Hist de Flandre, I, p. 120. II, p. 4. 38. Les 
Pays-Bas Bvant la domination Romaine par A. L B. Schajes. 
Bruxelles 1837, 8. I, p. 33. 40. 372. — Viele Schriftsteller ha- 
ben nehmlick geglanbt, dafs die ilamändische Sprache .sich fro- 
her bis in die Picardie hinein, bis über die Somme hinweg nack 
den Ufern der Seine zu ausgedehnt habe. Yergl. Des Koches, 
Epitome histor. Belgic. I, p. 214« Hist ancienne des Pays-Bas 
Autrichiens, p. 44. Lesbronssart, ed. de P. d'Ondegherst 
(1789), I, p. 9. Roqu^efort, etat de la poesie fran^aise, Er- 
rata k la p. 25 (p. 479). De la Rne, Essai historique sar les 
bardes, les Jongleurs et les trouv^res, I, p. XXIX. Diese An- 
sicht beruht aber, wie Reiffenberg gezeigt hat, (Chroniqne 
de Phil. Mouskes, I, p. CX ff.) nur auf einer mifsverstandenen 
Stelle des Mönches Hariulph (im Chronic. CentuL III, 20. bei 
. Bonquetj Recueil XI, p. 99; vergl. Pref. p. 25), wo nicht von 
dem deutschen Ludwigsliede, sondern von anderen Yolksgesän- 
gen die Rede ist 

§. 4. Dafs dieses Miscbidionif ein durch die Sprache nnd 
den fremdartigen Sinn der Einwanderer*) verderbtes Latei- 
nisch, wirklich damals unter dem Volke bestand nnd in den 
wesentlichsten Hauptpunkten mit dem späteren Provenzaliscben 
scbon übereinstimmte, dafür sind mehrere Beweisgründe vor- 
handen. In den Karolingiscben Litaneien waren die Response - 
rien des Volkes in dieser Sprache, während die von den Geist- 
lichen gesungenen Worte lateinisch waren '). Als am Schlüsse 
des sechsten Jahrhunderts Commentiolus, Heerführer des Kai- 
sers Mauritius, den Krieg gegen den Chagan oder König der 
Hunnen führte, befanden sich in seinem 'Heere Gothen und 
Franken*). Während eines nächtlichen Marsches warf ein 
Maulthier seine Ladung ab, dessen Eigenthümer schon weit 
vorauf war« Die Kameraden riefen letzterem Ty itar^d^ 9>f'^S 
zu: TOQvoy TOQva (p^dS^e, torna, torna fradre^)^ was fiir das 
gesammte Heer, vfrelches die Ursache dieses Zurufes nicht 
kannte, dief Veranlassung zur schleunigsten Flucht wurde *).^ 



*) Nmrh der Eroberung Gallienn durch die Franken trat eine solche Cfe- 
ringBchätiung der R'dmer ein, dafs der Franke, welcher einen R'öner get'ödtet 
hatte, 1050 Denare zahlen miifate; der Römer dagegen fUr das Blut eines Fran- 
ken 2500 Denare. So wollten es die fränhiichen Krimiiialgesetce. 



ffaiiff der ttmmmBwUtläen Spraelie« 27 

Raynouard hat in Urkunden, welche sich auf die Geschichte 
Italiens im 8. und 9. Jahrhundert beziehen, Formen, wie corre 
(ü couri)j apent {ayani)^ ora (jnaintenant) u. s. w. nachge- 
wiesen. Gregor der Grofse sagt in seinen Dialogen, die nach 
Labbe in dem J. 593 geschrieben sind: Quodam quoque tem- 
pore Exhilaratua noster^ quem ipse conperaum nosti^ trana- 
missus a domino suo fuerat^ ut Dei piro in monaaterium 
pino plena diio lignea paacula, qucffi pulgo flaaconea {fla- 

cons^ Flaschen) pocantur, deferret •). Kurz zuvor, im 

J- 572, hatte Gregor von Tours in der Vorrede za seinem 
Geschichtswerke geklagt, dafs diese lingua ruatica oder pul^ 
garis fortwährend, um sich griffe und die lateinische dagegen 
immer mehr und mehr in Vergessenheit geriethe: Phdoao- 
phantem rhetorem intelligunt paucij so spricht er, loquentem 
rusiicum midti •). Daher müfste auf mehreren Concilien, 
namentlich zu Tours im J. SIS^ den Geistlichen auf das Streng- 
ste anbefohlen werden, dafs sie ihre Predigten in der Volks- 
sprache hielten, da die lateinische dem gemeinen Manne nicht 
mehr verstandlich war7). In der Lebensbeschreibung des heil. 
Adhalard, Abtes von Corvey (gest. 826), die von seinem Schü- 
ler Paschasius Ratbert herrührt, heifst es: Quem, ai pulgo 
audisaea, dulcißuua emanabat; ai pero idem barhara^ quam, 
teutiacam dicunty lingua loqueretur^ praeeminebat caritatia 
eloquio ®). JM^ Grabschrift des Papstes Gregor V., der von 
Geburt ein Franke war, lobt s^Ine Kenntnlfs In der lingua 
pulgaria^ die keine andere sein konnte, als die romanische, da 
sie mit der /ra^cwca ( althochdeutsch ) und der latina zusam- 
mengestellt wird •). 

') S, Mabillon, Analecta vetera, p. 170: 

Sancta Maria, ora pro nos. 

Sancte Cherubim ^ nra pro noa, 

Sancte Seraphim^ ora pro nos, 

Sancte Petre, ora pro nos* 
Adriaino summo pontiflce etc, vita: 

Redemptor mündig tu lo juva. 

Sancte Petre^ tu lo juva. 
Karolo excell&ntiaümo et a Deo coronato etc. vita et 
Victoria : 



SaipfTtor mundiy tUf lo juva, r ; 

Sancte Joh aivniSi tu lo juva, 
Plpino et Karolo naidlitisimis ßlius eiu9s vita ttc, 

tu lo juva^ ' . 

Chtodovico rege AtfuitnnnruM, vita etc, 

tu lo Juvn, 
Onenihus indicibus et cunctö eoSercitui FraitCorum, vitn 
et victaria: 

V. Sancte Hernigü., tu lo juvn. 
Daf« der als Sohn zuei*st genannte Pippin nicht der Kdnl^ von 
Italien sei, sondern der älteste Sohn Karl's von der HliiiStru^i« 
bekannt anter dem ]Namen Pippin der Höckrige^ Tvielcber 
sich gegen seinen Vater empörte; darüber habe ich schon in 
meiner Ausgabe des Einhard gesprodien, Bd. I, S. 208 ff« — 
Was das Absingen solcher Litaneien zur Zeit Karls des Grofsen 
anbetrifft, so vergl. Einhard, Bd. II, S. 77, Anm. 1., wo man 
noch hinzufugen kann: Pippini r^gis constitutio generalis 
de litaniis faciendis pro über täte terrae (a. 764.). Bai uze, 

I, p. 185«; femer: Decretale precum quorv/ndam EpiscopO' 
runiy qunliter pro Rege et exercitu eius hac imtaviti 
tribulatione fidelibus in orationibus et eleemosinis Deo 
tupplicandum sit (a. 779). Bai uze, I, p. 199. 

*) Raynouard, a.a.O., I, p.IXff. lieber d^n Namen Chagan, 
welclier in mittelalterlichen Schriftstellem sehr häufig sich findet, 
s. Einhard, Bd. I, S. 188. (Füge dort hinzu: Paul Warne- 
fridi, de gest. Langob., lY^ 39. Sigeb. Gemblacens., Chron. 
a. 520. Anonym. Salernit, Chron. c. XCVIII, p. 245, D, bei 
Muratori, 11,2. Alberic. Trium Fontium ad a. 761, p.98 
bei Leibnitz, Accession. histor. Vol. II.) * 

») Theophan. Chronogr. fol. 218. Vergl. Theophylact. Bist. 

II, 15: f7r*;jf(y^/cji rfj ykaJzTfj alXo^ ak?.M QsroQVa (re- 

torna), , 

*) Aimoin (II, 5) erzählt von Justinian: Augustus efßcitur 
lustinianus; qui^ nihil moratuSj collecte ea?ercitu con^ 
tru barbaros est profectus, et^ commissa pugna fugatis- 
que hostibuSj regem se eorum cepisse gavisus est, Quem 
in solio regni iuxta se sedere fecit, et nJb ptovinciaSy 
quas Romanis eripuerat^ sibi restitueret imperavit. Cui 
illej nonj inquifj dabo. Ad haec-iustinianus respondit : 
Daras. Pro cuius novitale sermonis civitäs eo loci 
Ofnstructa est, cui Daras nomen est. Auch hier findet 
sich wieder die spätere provenzalische Form. 



**) fiitievdt^'fiffttpttirs&cben hfet^^n hg iik der geriiigeA BegOiisti- 
gang, wdche d^ latelnisdieta Sprache rdu denjenigen Mltanerii 
ZH Tfaeä wÜfde/Weldie am Ersten dalu beHragen ktmnten; ihr 
Achtang' nnd' Gftltigkelt zu rerschaffett^ Gregor der Grofse, 
iVelche^ am Scfilasse des 6. Jahrhundertg auf dem päpstlichen 
"Stnhlle' 'j^stfa, , sagte nach Jtihannes Dideonns (tita SiL Gre- 
glotii Fapeie/'Iib. lY, praef. ad lib.moral. äeut) 16) in einem sei- 
ti/6t Brifefe: Bptstolae tenor enunttai': nöft-^netueiäün €ol- 
iiiionem fugio, non barbarUmi confusiontm^devito;' kio' 
tms tnotusque etiam et praepositionetH casus serväre 
conteTitndj tjnia indignum vehem&ntet existimo, ut vi^ba 
coeleHit oracuU restringam sttb regulis Donatio n^ue 
enim ha^e ab Ulis interpretihüs in seripturne sanctae 
atvctoHtäte servatn sunt. Auch soll er liämmtliehe Exem- 
plare des Livias,' deren er irgend liabhaf( werden konnte, haben 
▼erbrennett lassen (St Antbnin. Soramar. p. 4, tit 2, cap. 4, 
§.3), obWorihii gegen diese nnd ahdiei^ ähnllthc Vorwürfe Ti- 
r&boschi (6toria della letterat. ifoüäiia, 111,2,2), Gihgnen^ 
(Hist. de la litt^rattxre' dltalie, Tom, I, p. fö ff;) gegen Brncker 
(Hist. ciit. pfailos., Tom. III, p. 560} und Denina (Yicende 
delU letteral. I, 36) zn vertheidigen gesucht haben. Wie weit 
die 'Ignoranz selbst der Geistlichkeit in der lateinischen Sprache 
ging, erhellt daraus, dafs der Papst Zadharias die Tauffbrmel: 
Ego^ te'' hapliso in nomine patria et filia et Spiritus 
säiitti, die ein Priester gebraucht > hatte, gulheifsen mufste. 
(Zachariile epist. 134 an den Bischof Boni&z roh Mainz, der die 
Taufe für ungültig edclärt hatte.) S; Hund, Metropolis Salis- 
burgensis, I, p. 341. £ i n h a r d , Bd. II, Beil. LXXXIY, b, S. 266. 

*) Easdem ' homiKas quisque episcopus dperte transferre 
studeat in romanam rusticam linguam, aut tkeotiseamj 
quo faciHus cuncti possint intelligerey quae dicuntur, 
— Maan, Wetrop Turonehs. (Turon. 1667, fol.), P. II, p. 30. 
Concil. (Labb6), Tom. VII, p; 1249. 1256. cap. 15 (Concil zu 
Rheims, 813): Ut episcopi ^ermones et hömilias saneto' 
rum patrum prout omnes intelligere possint, seeundum 
proprietatem linguae praedicare studeant. Ebend. p. 1263, 
cap. 17 (Concil zu Tours, 813): Visum est unitati nostrae, 
ut quisque episcopus habeat hömilias continentes neces- 
sarias admonittoneSj quibus subiecti erudiantur; id est 
de fide cntkolica^ prout capere possint , de perpetua re* 
tributione honorum» et aeterna damnatione malorum. 



30 Kapitel I* llMpnmip fwd Batwlclc^angs- 

de resurrectione quoque futura et uUimo iuSieiej mt 
guibus operibus potsit pramereri vita beata quih^tv« 
eopcludi; et ut easdem homiliah guiefue tra^$ferre etu~ 
deat in ruttieam romanam Unguam aut theotiscqm, quo 
facilius eunctt pqesint intelltgere, ^ae dicuntur. — 
Tom. yill, p. 42, cap. % (Concil zu Mainz, 847). Ferner lieifst 
^ in den Capital. R^. Francor. a. 813: De officio prae- 
dicatorpm: Ut iuxta^ quod bene vulgär i populue m- 
telligere possit, continuo fiat* YergL Histoire litteraire de 
la France, VI, p. 370. 
*) B oll and. Acta SS. Januar. Tom.I, p. 119. Daiüs in dieser Stelle 
unter dem vulgo die Volkssprache (die lingua romana vul- 
garis) zu verstehen sei, -geht aus nachfolgenden, denselben Punkt 
betreffenden Worten einer anderen Lebensbeschreibung dessel- 
ben Heiligen herror, deren Verfasser Gerhard von Corvey 
ist: Qui si vulgaris id est romana lingua logueretur, 
omnium aliarutn putaretur inscius; nee mirum; erat 
denigue in omnibus liberaliter educatus; si vero teu^ 
tonicas enitebat perfectius. B oll and. Acta SS. Januar. 
. Tom. I, p. 116. In einer lateinischen Ekloge, wdiche Pascha- 
sitts Ratbert (gest 865) am Schlufs der obenerwähnten Lebens- 
beschreibung des heiL Adhalard mittheilt, werden die romani- 
schen sowohl, als die lateinischen Dichter aufgefordert, die Tu- 
genden des Heiligen zu besinsen: 
Rustica conceltbret Rom an a latinague lingua 
Saxo qui, pariter plangens, per carmina dicat: 
Vertite kuc cuncti, cecidit guum maximus ilUy 
Et tumulum facite^ et tumulo superaddite Carmen. 
Act. SS. ord. S. Benedicti. Saec. IV, p. I, p. 340. Im dritten 
Verse habe ich cecidit geschrieben statt eecinit, welches 
selbst bei Rajnouard, Choix des Troubadours, II, p. CXXXV 
steht Man ersieht hieraus deutlich, dafs die romanische Sprache 
schon damals ihre Dichter hatte, — VergL besonders Reif fen- 
berg, in der Einleitung zu seiner Ausgabe des Philippe Mous- 
kes, I, p. C folgd. 

•) Ante tamen Bruno ^ Franeorum regia proles 

Usus francisca^ vulgaris et voce latina, . 

Jnstituit populos eloguio tripliei, 

Fontanini, della Eloquenza Italiana, p. 15. 
Die Interpunktion francisca vulgari ist nicht zu billigen, 
denn die romanische Sprache hat nie den Namen francica, 
' francisca geführt. 



fMm: der fr*nsli«iiehen 0pr*«lie« 31 

■ §. 5. Karl der Grofsre bestrebte sich, die bteioische 
^rache io ihrer Jüeioheit wieder in Aufnahme zq bringem in 
welcher er sich selbst von Alcuin halte unterrichten lassen, 
weil er in ihr ein zweckm'afs iges Verstandigungsmittel fiir die 
verschiedenen Völkerbestandtheile sah, aus denen sein grofses 
Reich zusammengesetzt war, wol auch nebenbei um seine Schöp- 
fung als eine Fortsetzung des römischen Reiches betrachtet zu 
sehen. Es bedurfte aber eines solchen Mittels nicht; die ro- 
manische Sprache war schon allgemein verbreitet und wurde 
überall verstanden*). Seine Versuche waren daher fruchtlos; 
nur einige wenige Männer, wie Einhard, Lupus*), wid- 
meten sich mit besonderer Vorliebe der Vervollkommnung des 
lateinisi^hen Stiles: die romanische Sprache war und blieb Ei- 
genthum des Volkes. Glücklicher war Karl in seinem Bestre- 
ben, die germanische Sprache zur Schriftsprache zu erheben, 
ihr eine Grammatik zu schaffen'). Leicht begreiflich ist es 
daher, dafs unter ihm die romanische Sprache auf ihre eigene 
Entwickelung durch das Volk angewiesen war. 

') Ein Spanier hatte sich unvorsichtiger Weise im Ehre gebadet, 
wurde krank, und suchte in allen Kirchen von Frankreich, Ita- 
lien und Deutschland Heilung von seinem Uebel. Endlich wurde 
er zu Fulda an dem Grabe der heil. Liobe wieder hergestellt. 
Hier konnte er sich mit dem Priester verständigen, der ein Ita- 
liäner war und daher ebenso gut romanisch verstand, als dei* 
Spanier, qnoniam linguae eins (Hispani)y eo guod esset 
Italus, notitiam habebat, S. Mabiilon, Act. SS. ord. S/ 
Bened. Sacc. III, p. II, p. 258. ( Der Verfasser des Lebens der 
heü. Liobe ist Rodolf, Mönch des Klosters zu Fulda ^ der 865 
oder 866 starb.) 

>} Einhard, Bd. II, S. 138 £P. Beil. LI ff. Ueber des Lupus Be- 
mühungen, .sich gute Bücher zu verschaffen, vergl. von Hont- 
heim, Prodrom, histor. Trevirensis, I, p. 443, No. XXXIII, not 

^) S. meinen Kommentar zum Einhard, Bd. I, S.245 ff. — Mar- 
changy^ Tristan le Voyageur, Vol. II, p. 385 ff. will Eiohard^s 
Worte von celtischen Gedichten verstehen (wie viele andere 
schon vor ihm gethan hatten), was aber eben so lächerlich ist, 
wie seine Verfolgung des Beranger. Vgl. Bei f f e n h e r g , Chro- 
nique de Mouskes, I, p. 123. 11, p.743. — Ueber die Sprache, 
wdche Karl der Grofse gesprochen, über die von ihm erfundeaea 



Wind- nnd Monatsnamen, s. aacli noeh Mone, Quellen iind.For- 
«cbungeti tur Crescliichte der deut^clien Literatur. Aaehen ISSO, 
I, S. 25a Reif fe&berg, a. tu O., I, p. 123 (not. zo v. t2990). 

§. 6. Bald nach Karls des Grofsen Zeit, unter dem und 
seinem Nachfolger Walafrid Strabo, Theodulf*), AI- 
cuin*), Tbegan, Ermold Nigellüs, Rhabanus Mau- 
rus, Frothar, Hinkmar, Hilduin, Godeskalk u. a. 
gelebt hatten, erlosch der wissenschafdiche Eifer in den Klö- 
stern, und Geistlichkeit sowohl als Mönchsthum sanken wieder 
zur tiefsten Unwissenheit herab, indem sie sich sinnlichen Aus- 
schweifungen aller Art ergaben *). Auch die Bekanntschaft 
mit der lateinischen Sprache wurde immer seltener und The- 
gan hebt als besonderes Lob für Ludwig den Frommen her- 
vor, ^uod latinam linguam sicui naturalem aequaliier loqui 
poterat *). Besondere Beschützer der Wissenschaften wurden 
erst späterhin wieder Robert Ü, Sohn Hugo Capet's, Wil- 
heln\ V., Graf von Poltiers und Herzog von Aquitanien, Wil- 
helm der Eroberer, worüber noch weiter unten wird gespro- 
chen werden. Eben so schnell erstarb die Kenntnifs der 
fränkischen (germanischen) Sprache in Frankreich, wenigstens 
wurde dieselbe am Hofe Karls des Kahlen im Jahre 912 nicht 
mehr verstanden: denn als. der Normannenherzog Rollo die 
Worte hi got als^Eid aussprach *), eriregte er ein aligemeines 
Geföicfater"). Indefs wafT das Roms^nzo noch fast völlig über- 
eiksirmmend mit dem Provenzallschen , wie es sich späterhin 
als Schriftsprache herausgestellt hat, was aus dem Eide her- 
vorgeht ^), welchen Ludwig der Deutsche im März des J. 842 
zu Strafsbnrg seinem Bruder Karl dem Kahlen leistete •). 
>) S. Einhard, Bd. J, S. 233. 

') Vergl. Loren tz, Alcuins Lehen. Ein Beitrag zur Staats«, Kir- 
chen- und Kulturgeschichte des karolingischen Reichs. HaUe 

1829,8. Einhard, Bd. I, S. 231 ff. 
«) B a l u z e , Miscellan., Tora. YII, p. 52. Concil. (Lahbc), Tom. IX, 

p. 512. 664 866. 1042« 1049. 1109. 1147; Gallia Christian, nova, 

Tom. I, p. 10. 
*) Raynouard, a. a. O., p. XIX. 
*-) Sollte hiervon das französische hi^ot herzuleiten sein, dessen 

Ursprung den Etymologen so viel zu schaffen gemacht hat? 

S. auch Buchholz,' Handb. der i^an. Sprache, I, S. 312 Anm. 



*) Bovqdet^ ¥111, p»3]6^ VergL auch den Romim de Ron, edit 

de Plaque t Voll, p. 9» ff* t 

7) Ueberden Eid s. B^ S. 3 (Mit B werde leh die zweite Abthei- 
. longj wekhe die Spracbprob^i enthält, der Kürze balber be- 
^cbnen.). Man flöge dort hinau: Knipis, Scriptpn rer. Ger- 
man., p. 113. Lünig, Spicileg« ecclesiast, p. 113. Contin. II, 
p. 17. Schilter, lus publ. II, 38. Schoepflin, Alaatia il- 
lustrata, I, p. 811. Heu mann, Commentar. de re diplomatica, 
II, p. 321. Mensel, Geschichte von Frankreich, I^ S. 293 ff. 
Grandidier, Histoire de I'Eglise et des Ev^ques-Princes de 
Slrafsbourg, 1778, 4. Ü, p. 156. Pikees justific, p. CCXVI.ff. 
Am letzlen Orte stehen auch Uebersetzungen in das Patois alsacien, 
lorrain tmd languedocien^ welche die Wichtigkeit des Studiums 
der Dialekte för die genauere Kenntnifs der altfranzösischen 
Sprache darthirä. Deshalb^ habe ich in der Einleitung eine An- 
zahl Ton Schrifien Über dieselben namhaft gemacht, di^en man 
nodi bidziifugeh kann: S^b. Botiin^ Melange» snr les langue«, 
dialectes et paiois, renfermant entre autfes une* 'colIeotion.de 
versions de k parabole de l^nüant prodigue, en <?etit idiomes, 
en patois differens, pres<pie ^ons de France. P. 1831, 8. und 
Origine^ de quelques coutumes anciennes et de plv^sieurs fapons 
de parier triviales. Caen, Cavelier, 1672, 12. Wenn aui:h das 
Dasein gewisser grammatischer Regeln aus dieser Urkunde auf 
das Entschiedenste hervorgeht, so dafs die Dauer der Sprache 
schon mehrere Jahrhunderte betragen haben mufste, so hat docb 
jedenfalls Raynouard die Gültigkeit dieser Regeln mit zu gro- 
fser Bestimmtheit angenommen und der kaum entstandenen Gram- 
matik eine zu subtile Logik untergelegt. Yergl. Lanjuinai^, 
Snr la grammaire comparee des langues de TEurope latine par 
M. Raynouard in der Rev. Encyclop. 1821, Mai, p. 346-3S1. 
Paulin Paris, Critique des idees de M. Raynouard euf. la 
fixite des r^gles grammaticales de la langue romane in der France 
litteraire, I, p. 28-46. — Borel (Antiquites de Castres, p»l^), 
Dom Rivet (Hist, litteraire de la France, Tom. VII, Avertisse- 
ment, p. LXYllI) u.a. hielten folgeades Epitaphiupi des Grafen 
Bem^rd , welcher im J. 844 auf Befehl Ludwig's des Frommen 
lunge'ricKfet "wurde^ iiir gleichzeitigen Ursprungs:. 

jiissi fae to comte Bemard Jci g-it le comte ßernard 

FUel eredeir^ ml strng^ saerat>, Fid^ eroyant mt smng' ȊcrS^ . ' 

Que .sempre prud hont es esitU: Qui ioujöura ftrauae komm« a ^h4\ 

Preg-uen^ la divina bountat Prions la, -dirnns honiS 

0uaqüela ß que to iuai Qu9 cette ßu qui te tua 

" JRMf«« ^&y -aHna alkt salimti. Puiss^ son 4rM mwOt' «barv^. ,'- ^'> 

Ucler Altfrant. Lit. Gesch. 3 



34 KmMÜ!!. Vi 



Man vei^i^L thtr die Iran Raynoaard, Choit de TTmAtÄunn^ 
VoL II9 p« CXXV ff., naclv dem Ypcgaiige mehrerer Gelehrten 
.gegen die Aechthei« dieses Spraclidfinlunals eii%estellten Zsreirel. 
*) Atteh der Traktat sn Coblmiz zwischen Karl dem Kahlen nnd 
Ludwig dem Deatsdien im J. B60 wnrde in romanisclier und' 
'in deutscher Sprache bekannt gemacht. S. Capit regnm Fran- 
eoromj Tom. II, coL 144. 

§. 7. Es ist viel darüber geschrieben und gestritten wor- 
den, ob das nordfranzosische Romanzo ' ( die /a/zgzi^ cToil^ 
laugte d'ouij lingua de »i) oder das südfranzösische (die langue 
d*oc; oc ^ auch) älter sei; Raynouard entschied sieb för 
4ie letetere, De la Rue') für die erstere: es könnte aber 
ieii^bt der Fall sein, dafs keine von beiden Meinungen die völ- 
Jige Wahrheit auf ihrer Seite hätte, sondern dafs beide Idiome 
vielmehr unabhängig neben einander sich ausgebildet, . das nörd- 
.liebe mehr. unter germanischem, das stidüche mehr unter rö- 
mischem Einflüsse*). Als Epoche der Trennung des Südens 
von Nordfrankreich kann man wol den Zeitpunkt annehmen 
(c. 855), wo Lothar für seinen Sohn ein eigenes Königreich 
zu gründen suchte, welches aufser der eigentlichen Provence, 
die aber nicht 30 weit nördlich hinaufreichte wie die Provin- 
cia Romana, das Herzogthuro J^yon, einen Tbeil Ats Viennois, 
Yivarais und Uzis umfafste. Zwar verschwand dieses König- 
jcelch bald, erschien aber nach wenigen Jahren in veränderter 
.Gestalt von Neuem, indem Karl der Kahle im J. 876 seinen 
.y fsrwandten , den Grafen Boson von Autun, zum. Statthalter 
iher Provence und Lombardei (Cisjuranien und Transjucaiiien) 
jbit dem Titel eines Königs von Provence ernannte. Nach 
(dem Tode Karls machte sich Boson unabhängig und ward Stif- 
ter des, von seiner Hau{)tstädt Arles also genannten, Arelati- 
sehen Kpnigreiches, was das ganze Land zwischen Rhone und 
Alpen, nebst Savoyen und an der Küste bis Lyon, wie auch 
die Franche-Comte umfafste. Im J. 933 wurde das Arela- 
tische Reich mit Burgund vereinigt und kam 1032 an den 
deutschen Kaiser Konrad den Salier als Erben Aes letzten Kö- 
nigs Rudolf ^s III. — - Unermefslich war der Einflufs der Norman- 
nen, durch welche die langue (Toui ihre eigentliche Consistenz 
nnd die frühe Ausbildung erlangte, die es ihr möglich mach- 
ten, dem an und (Ur sich viel hoher stehenden Romanzo des 



flndticben Frankreichs aUmä% den . Aaog str<^iM'g zu macben 
und sie znleUt zum ranea Paiois . bfrabsadciickeD *)• Auch 
waren es vorzugsweise die N4>riaaBnen, welche die weite Ver- 
breitung der' französischen Sprache (langue d'oui^ durch ihre 
Eroberungen yeranlafsten, indem sie, wie einst die Römer 
(§. 2) dieselbe den bezwungenen Volkern, obwol minder ab- 
sichtlich als jene aufdrängten. Wie sie Wilhelm der Erobe- 
rer in England zwar nicht zuerst einführte *), aber doch nach 
geschehener Besitznahme Aes Landes im J. 1066 zur Hof- und 
Staatssprache erhob*), so kam sie nach Portugal durch den 
Herzog von Burgund, welcher- König dieses Landes im J. 1090 
wurde*); nach Jerusalem durch Gottfried von Boullion *) im 
J. 1099; nach Conslantlnopel durch die Courtenaj's, Grafen 
Yon Flandern, die vom J. \%QQ bis zum J. 1216 im Besitze 
des lateinischen Kai^ertlirones waren; nach Neapel ebenfalb 
durch die Mormannen unter Jlobert Guiscard ^) und späterhin 
wieder durch den Herzqg.von ^njou (1245-1265), nachdem 
QRter den Hohenstaufen dort die provenzaliscbe Poesie geblüht 
hatte*). Trotz aller ihrer Mängel war die langue dHoui we- 
gen einer gewissen Eleganz und geseltsiihaftlichen Angemes- 
«enheit so allgemein' begebt, dafs Brunetto Latini, des 
groisen Dante Lehrer, im Vorberichte zu seinem im J. 1260 
in nord französisch er Sprache erschienenen Tresor de sapience 
sagen konnte: Et se aücuns demandoit por coi chius liprea 
est escria en Roman selonc le patois de Franche^ puis ne nöa 
eommee Italiens, Je dirois que ehest pour deus raisons; Cune 
que nous somm'es en Franc he^ Vautre pour chou que la par» 
leure est plus delitable . et plus kemune ä tous langages ' •). 
Selbst in Deutschland war das nordfranzösisqhe.Rpmanzo be- 
kannt und beliebt''). 

') Observations sur le roman de Rou, p. 1-74. 

*) De Mar tonne, de la priorite de la langue doil sur la langue 
d^oc QU de }eur cohkemporan^ite in den- Mem«ires de la Societe 
Royale de&,AnUqiiaires de Frauce, Vol. Xt pi^93ir. — üeber 
den Gegensatz der l^ormanpen, ^a d^n, Bewohnern des aüdlichen 
Frankrelohs vergl. Glaber., .pi $d|» bei Du Chesno, Tom, IV. 
und. Ge&ta .Taacredi,..cap4 LXI, beii JÄuratori, Script, rer. Ita- 
Ucar, Tpm. y,. p, 306. , /S^ Eichhorn, Cesdiicbtc der Kultur 
tßdttiflg^nlWft ^ J^d^ Jfi Edi«ut«Mru|i6«.uüd Bewfpinf) S. 72-73. 



36 Kapitel T» IfiwpiVAt ^«W« Baihritacaiiiiifffl- 

3) YergS. Heeren, Ueber -^n Eidflufe der Normanaehl a»f dk 
franzSskobe Sprache und Literatur. GSt^g. 1789y 8. -* Elch- 
korn, ABgemeine Geschichte der Cnltor nnd litterator des neo- 
eren Europa. Gdttlnge^ 1796^ I, 3. — War ton, The history 
of Esgli^ poetry« dissertat. I. — : Capefigue, Essai sar les 
invasions maritimes des Normands dans les Gaijes, p. 285 ff. — 
Depping, Histoire des -expeditions des Normands. P. 1826, 8. 
(Gekrönte Preisscbrtft.) Desselben Histoire de Normandie sous 
le r^gne de Guillaume-le-Conquerant, P. 1835, 2 Yolls. 8. 

*) Denn schon unter Eduard dem Bekenner, der vom J» 1043 an 
regierte und in der Normandie erzogen war (Du Cbesne, HI, 
, p. 370) war es Ho&pracbe geworden (Guibert ab Noi.Tigent. 
III, 2). Yergl. besonders Ingulfus, Histor. Croiland«, p. 8d5 
(Bouquet, XI, p. 153. Raoux, Origine des langaes flam. et 
wall., p. 21): Coepit ergo tota terrae 9uh rege (Edwardo) 
et 9ub aliis Normannis introductis, anglicos ritus di- 
miitere et Francorum moreM in multis imitari^ gatlicufh 
idioma ümnes magnätes in suis euris, tunquam hihgfmm 
gentilitium s iofui^ Chartas et ehirographa sua more 
• J!f\rancorum conßcerey etc. -— Nach der Eroberung di^rch die 
Normannen wurde Wlstan, fiischof von Worcester seines Amtes 
för unfähig erklärt (1095), V.eil er kein Französisch yersfand. 
Ma.tth. Paris, a. 1095. fiüstoire literaire de la France, TU, Aver- 
tiss., p. XLiy, ~ Uebrlgens war die normannispde Sprache seit 
dem J. 1000 zu Ronen im Gebrauch (Dudon de St. Quentin, 
Hist Normannor. lib. lil, p. 112, Ausg. vom J. 1619)^ während 
in Bajeux damals dänisch gesprochen wurde Auch finden sich 
Spottgedichte in romanischer Sprache (Lantus vulgares) auf 
Arnulf, Kanzler des Herzogs der Normandie, welcher trotz sei- 
ner ausschweifenden Sitten auf dem ersten Kreuzzuge im J. 1099 
zuip Patriarchen von Jerusalem erwählt worden war. Vergl. die 
Anm. in den Gestis Dei per Francos von Ja c. Bongars, p. 190. 
— Im Roman du Ron wird von dem jüngeren Richard gerühmt: 
Richard sout en daneiz et en normanx parier, 
Une Charte sout lire et le parx . diviser. 

Der Mönch Orderic Vital klagt In der Vorrede zu seinem Ge- 
schichtsweHce dayiiher, dafs er die- in der Normandie gebräuch- 
lichen Sprachen nicht verstehe. Besonders eihielt sich der Ge- 
brauch der normannischen nnd dänischen Sprache in den See- 
städten, welche in fortwährender Verbindung mit ihrem Vater- 
lanlde blieben. — Ich föhre hier noch an, dafs der Bischof von 



Y-ecdoli AimOn auf dem GQiu*il m Mif^uaBon sar Meuse' die Yer- 
stfiDinliiiig franzdaiscli anredete. • {Aimo BpUcopus surrearit et 
gniHte conciitaU&s ^^ GoA<ci). Haf daini, Tom.YI« |k734. 
Coöc. L^t^bei, Tarn. IX, p,747. Vgl. Du Cbeame, IV, p;40.) 
— R^beHy «Sö^H^eB Hugo Kapet^ waf Imgnue Gallieae peri- 
tim fa^undisHmus. Vergh. dl« ganze Sdk im Chroa. Sancti 
MicbagUii:bei Mabillon, Anäile^ta, Tom, II, p.391. 

*) In ihr sind die Gesetze geschrieben, welche die Grundlage des 
englischen Rechtes bilden. ' Hier folgt eine Probe mit der latei-^ 
nischen Uebersetznng: 

XFI. St home apeled altre de larciiiy et il sot francx 
home, ed il ait ond ca verre testimonie de lealtej s'en 
€9Condirad per plein »erment: et altre qui blasmed ait 
ettedj per serment nomed: ^o est a savoir gu*ä corte 
homes leaU per n&n, si il^er leg potj si ^en escou' 
riad sei dudzimede fhdin^ ^let "si aver nes pot, si se 
defende per iuii^ e Ih äpelettr jitrra sur lui jur set 
homes nomes, qui pur Haur nel fist ne pur altre chose, 
si pur son dreit non purchn^er, 

XFI. Si quis alterutn nppellet de latrocinioy et is 
sit über homo y et aÜquando hahuerit verum testimo' 
nium de legalitate^ excondicet (i. e. excusahit) se per 
planum sacramentum : et qui infamatus ante fuerit^ 
per sacramentum nominatum: videlicet ex curia ho- 
minum legalium parium^ si eos habere potuerit, ex- 
eondicet; seu purgabit se duodecima manu; et si eos 
habere non potuerity def endet se per iudicium (i, e, 
purgatio vulgaris) et appellans iurabit super se et 
Septem homines nominatos, quod pr^pter nullum odium 
id feeerit; nee pröpter ullam. äliam causam quam ut 
itu suum persequeretür» < . 
S. Jc^h. Seldeni Notae in Ei^dm^gm, p. 116 ff., am Schluss« 
der Opera Sti Anselmi Caatuariensis* arcbieplscopi cd, Gerbe- 
ron. ecUt. IL Lutet. Parisior« 1721, fol. Andere Ausgabe von 
Hauair d.9 2 VoUs, 4. — Poch bediente sich Wilhelm mitunter, 
wiewohl s^ten, auch der sächsisdien Sprache« So z. B. in ei- 
ner Akte ^ d«n Scberiff to^ Somers^lshire bei Hickes,' The- 
. sanrns, p. 106. pra^f. p. 15.. I>ie(. erste engU^eh ab^efafste Akte 
ia .deip;Satnmln»g. YQn.Rjmef^ ist, aii^ den» J. 1368 (Tom* VII, 
• p..6t26p — Von EngliMi^ fms erbi^H di« nwdfranzösisctM» Sprache 
ibm.#Ji§|ieB|liAe.»A!isb|ldi|ng; pnd. be^nd«»» trug bi^nu Tiel di« 



Liebe Heinrich's 11. von England m den WisMÄscbnlften nnd 
seiner Mnttersprdche bei. Damftls ging die engli^oli« J«gend 
ntcli Frankreich, nih dort die Sprache »oJernttr. -*- Dfe Toch- 
ter Wilbehns des Eroberers AdMe, GrSfin Vdn Kois, and die 
Grifin Mathilde von Flandern waren DiGfaterinneff. Bist, liier, 
de la France, Ylf, p. XLIX, 1^2. IX, p. 131. -* leb bemerke 
noch, dafs die Nbrmandie Frankreich eine lange Reibenfelge aas- 
gezeichnete Dichter gegeben hat: Wace, Alexandre de, Ber- 
nay (AI. de Paris), Basselin, Cretin, Ghartier, Marot, 
Malherbe, Corneille (Fontenelle), CbanHea, Malfi- 
latre, Chenedolle, Delavig^^e u. s. vf. . Aujch herrschte 
slets in der Normandie unter dem Volke Tiel Sinn für die Poesie. 
Jean le.Chapelain sagt in seinem. Dis du Soucretain (Le dit 
du Sacristain): . ' 

, JJsnignfie^t en Narme^ndie 
Que qui heberßid est, guil die 
Fahle ou chafi9on fie ä son hotte. . 
.. (Jßtte coustume pae rCen oete 
Sire Jehan de Chapelain .... 
Mss. de la.Bibliotheque dU Roi^ No. 7615. (Dubi>is, Olivier 
Basselin, p. 14.) — Man vergL über die Vertheilüng d^r fran- 
zösischen Dichter nach Provinzen noch Auguis, Pontes fran- 
jais, I, p. 379. 

^) Alfons VI, K&nig von K^astiiien/ nnd Leon (gest 1109), gab da- 
mals alle seine, im heutigen nordKehen Frankreich gemachten 
Eroberungen mit der Hand seiner nalnrlichen Tbchter an den 
Grafen Heinrich von Burgund (vom Kapetingischen Königsstamme}, 
der ihm zu Hälfe geeilt war, als ein von Castilien abhängiges 
Fürstenthnm. Unter Alfons VUI. aber, welcher sich im J. 1135 
zum Kaiser von Spanien ausrufen liefs, machte sich der Graf 
von Portugal unabhängig und nahm die Königswürde an« 

») Gottfried von Bouillon ist der eigentliche Verfasser der Asslses 
de Jerusalem; sie wurden aber mehrere Male von Neuem redi- 
girt: von dem Rechtsgelehrten Philipp von Navarra (La Ra- 
valli^re in den Memoir. de TAcademie des Inscrjpi, Tom. XX, 
p. 329; Bist, lit^r. de la France, Tom. XIII, p. 94 ff.), von Jean 
d*Ibelin, Giiafen von Jaffa und Askalon u. m. a. S. die Histoire 
literaire de la France, Tom. VII, p. LXl, 108. VIII, p. 612 ff. 
Pnquot, Memoires Kteraires, föl, IIT, p. 5. 6. uhd' die Abhtind- 
lung von Tallandierin ileü ^M^oires de \h Soc. Royale , des 
Antiqnaires de Fraüee, Tom. IX, p.'9 ff. Die erste AttBg^li er- 



39 

schiea za Venedig 1596 in italiSnischer Sprache: den Urtext gab 
xuent La TlianmASsiftre heraus nnter dem Titel: Aasisea et 
bomi lisaiges da rolaome de Jemsalem, par M. Jean d^Ibelin^ 
Comte de Japfaa etc. Avec d'antres anciens Coatdmes et les 
notes de Thaumas de la Thaumassi^re« P. 1690, fol. 
r^eue Aasgaben yon Victor Foacher, Arthar Bengnot^ 
£. H. Kaasler. S. über diese drei Ausgaben: Jonm. des Savans, 
1838, Blars, p. 192. Join, p. 369. 1839, Jany. p. 56. Join, p. 378. 
— S. auch die Ausgabe in der Collection des lois maritimes 
anterieures au XVIIIe si^cle par Par des aus. P. 1828-1831, 4. 
2 Bde, und die Recens. dieses Wierkes yon Daunoa im Joum. 
des Sayans, 1831, Mai, p. 290 ff. Der Umarbeiter, Philippe 
de Nayarre ist erwähnt in dem lateinischen Gedichte Carolinas 
y, 455: dictantem iura Philippum bei Boüquet, XVII, 
p. 295. — Uebcr die späteren Assises du Reaume de Chipre, 
yrdche sich handschriftlich in der Münchener Hofbibliothek be- 
finden (das Manuscript ist yom J. 1320) s. die Abhandlung yon 
Docen in y. Aretin's Beitr., Bd. IX, S. 1278 ff. — Seiten- 
stncke hierzu bilden in sprachlicher Beziehung: 1) der Friedens- 
▼ertrag zu Valenciennes vom J. 1114 von Baudonin III. 2) £ine 
Charte yom Grafen Baudouin VI. S. Chartes de Hainant, de 
Van 1200, en gaulois, fran^ais et latin, ayec des notes etc. par 
De Lattre. Mons 1822, 8. — Derselbe Baudouin liefs auch 
▼or seinem Aufbruch zur Kreuzfahrt eine Chronik von Erschaf- 
fung der Welt an bis auf seine Zeit anfertigen, die aber verlo- 
ren gegangen ist. Auch war er provenzalischer Dichter. S. Ra'y- 
nouard, Choix des Troubadours, V, 152. Hist. lit^r. de la- 
France, XVIII, p. 632. Freilich war die Art, wie er auftrat, 
för ihn nicht besonders empfehlungswerth. Unbekannt mit den 
Freiheiten, welche sich die provenzalischen Dichter in Gegen- 
wart der Ffirsten herausnehmen durften, liefs er Folquet de Ro- 
mans hart an: 

Pero conseill U darai gen 

Et er fals ^el no Tenten^ 

Cades tegna son viatge 

Dreit lai vas §on estalge; 

Que sai vei la gent diten 

4lue per oinq cent marea Margen 

No ill callria metre gatge. 
Der lüehter antwortete hierauf yoll Adel: 

Aissi com la elara stela 

€hHda laa naua e eondmi. 



40 Knpüell« WktmfitmmmumA 

Si guida £o# pretx Meliti 
Q;ei valanis francs e gennire, 
r . . E Sei fui gran faiUimen 

4lu0 fo pro 9 et £en repen 
Per flac avol ^orntge; 
.xQu'en §ai tei fuames en gatg^ 
Pre% € vaUr e joven, .« » 
Si (fue la febree Iq repren 
Qui Cen^uer, tan tes gatvatge, 

•) Morihus et tingua quoscunque venire^ videhant 

Triformant propria, gens efficintur ut vna. 

Maratori, Script, per- Italic, Tom V, p. 255. VII> p.322. Die 
Gesetze uiid VeroFdnungen wurden in der französische^ Spi^che 
ab^fafsf, welche sich mit solcher Schnelligkeit über Italien ver- 
.breitete, dafs sie bald zur eigentlichen Yolkssprachei wiirde. 
Man liest, in einer alten. Mailänder Chronik (bei Grosley, Ob- 
serrations sur Tltalie, Tom. I, p. HS)« d^rs die Eroberer Sici- 
lien und die Provinzen Italiens durchzogen und ihre National^ 
gesänge von Olivier und Roland absangen. Im XIII. Jahrhundert 
war die Anzahl dieser Trouveres sogar beträchtlich gewonnen, 
dafs die Uunicipalbeamten in mehreren Städten Italiens sich ge- 
nöthigt sahen, ihnen zu Terbieten, sich auf den öfiPentlichen 
Plätzen zu vertveilen, indem sie befürchteten, dofs Unordnungen 
und Lärm durch sie veranlafst werden möchten« Yergl. Mn- 
ratori, Dlssertat. antich. Ilal., Tom. II, chap. XXXIX, p. 16. 
NappU 1752. Ut cantntores Francigenarum in plateis cora^ 
tnvnis ad cnntnndum morari non possint, Gingnene, 
Hist, liter. dltalie, Tom. I, p. 384. Dies ist yon den Jongleurs 
zu verstehen, von denen unten ausführlich die Rede sein wird. 
— Die Gräfin Mathilde von Toskana, die Freundin Gregors VII, 
welche im J. 1125 starb, sprach und schrieb fertig französisch. 
(Leibnitz, Script. Rer. Brunsvicens., p 645.) In dem Romane 
Berte nvx grans pies spricht Bertha, die Tochter des Kö- 
nigs von Ungarn (I, 10, ed. de Paul in Paris): 

Tout droit a celui temps que je ci vous devit 

Avoit une coustume en9 el tyotM pa'ie, 

Que tout li gr.ant seignor, le conte et H marchis 

Jvoientj entour aus, gent frnn'^aise teus die 

Pour aprendre fran^ois leur fiUea et leur ßla 

Li rois et la rotjne et Berte o le cUr vis, 

Sorent pres d'auSH bien^le fran^6ij$ de PariSj 



d«^ A« Wiahtifc«« gpi'aefc», 41 



Com 9e ü fust^nt nik ei- bour k Smnt^ DwntMi - 
€ar U rois de Hongrie fu tn f^nmee n&ufir4s, * ' 
De ton pai' ei fw men4>mouU trik petiä^ . 
Fran^ois eaveit Aliete, cur Ue^e tot itprit. 
Im Parlanopeus de Blois ISftrt Soniagur, K5iÄg von iVatarra 
und I^nemÜrk' (rüi des rois), sdnen Nefffen in FrankrMcb, 
damit €r die Sprache des Landes efleri^e: 

H est fils al hon rot Pahur . '\ 

Et de la serür Sornegur, 
Qui Partonopeus tot tremis 
Pour aprendre fus del'^pats \ * 

Et de fran^ois tafaitementx. 
Les mors et le conteneinent* ^ . ,-. 

^En son pais et non Pursinj' ' 
Ensi tapelent harharin: .','.' 
Li Cuens ta Güillemöt nomi^ 
Son nom'en Pranceplus usd. . , 

(Atisgabe von Crapelet, Ü,^.) 
Im Romane Garin le Loberain heifst es (Ausgabe yon Pa^is, 
n, p,263): .;•'.: A ("t 

De lettres sot li Lokeraipfi ^aryfitf^s;' '! - ,.. 
Quant fu petis si ft^., an, Utlres. mis^ . ,\ ,. .,. 
Tout que iL set et. romßn et latin, . . ;, 

Bien vit les lettre et en recon^^t^ tesetritl .<> 
Florent Y, Graf von Holland« schrieb französisch am den >K0-' 
nig von England (1282). — Im J. 1119 war zu Valenciennes 
vnd Fosses bd Namur die französische Sprache die einzige, 
welche verstanden wurde. Dies erhellt aus den Lebensbesohrei- 
bungen des heil. Norbert, Stifters des Präm<Mistraten8er'»0rdeii&!i 
Vergl. Acta SS. Bolland. lun. 6, p..827, No. XXIV. HistoirfB 
üteraire de la France, VII, Avertiss., p. XLIV. D'Outre&Kf n^i 
Histoire de Valei^ciennes, p. 120. Raoux, AncieAne'demarca.-| 
tion des pays flam. et wall., p. 424. Archives historiques et li-,, 
ter. du Nord de la France, Les Ho mm es et les C]^ose43, 
Tpm. III, livr. IV, p. 316. Roquefort^ poes. frapcais., p. 41. * 
Reiffenberg, a. a. 0., I, p. CXXVII. II, p. 741. ' Ebenso pre-' 
digte der heil. Vital de Savigny französisch. Fleu'ry, Histoire 
Ecdlsiast. livr. LXYII, no. 10.' — Lambert Von Lüttich 
(Lambert de St Christophe, Lambert -le-B^gue; die Beguin^n' 
«ölTen von ibm ihr^n Namen haben) «ehrieb viele Seiligenlebeii' 
im FrttBzÖfliKhen und tfbens^te. die- Apostelgeadüqktei S. AI* . 



42 K»p«.Ii£ Vmi^nn^^M^MmtmitoUmHmwnß^mm ete. 

berieos Tiiiini^*FoBtiiiinv ä. .1177. ^ Le Beaf ia ^den Memoires 
de rAcaileinieAdeAlnscffipt;^ JEVIU^ p. 720. Hist)(»ire liter. de la 
France, JX^ ]^. IMI; Vgl. aoeh Leresqae de la Kavaliere, 
AcadVdes Instript.^ JÖQÜEI, p; 254. Lambert donneFte in yolks- 
thftmliclien Predigten gegen die Sittenlosigkeit des Clerns, wel- 
.. cber ihn dechalb auf das Grimmig9te yerfolgte and gefiingen 
setzen liefs. Noch waren in Frankreich und Belgien nicht die 
Zeiten eines Abraham a Sta Clara und Taaler gekommen 
und man darf daran zweifeln, ob letzteres Land sie jemals zu 
boffen hat, 
■) Ueher die Hohenstanfen als provenzalische Dichter s. Crescim- 
beni, Istoria della volg. poes. Yenez, 1730, Tom. II, P. I, p. 185. 
Ob die Decime, welche Friedrich Barbarossa zugeschrieben 
wird, wirklich von demselben herrührt, ist noch zweifelhaft, da 
Friedrich auf seine deutsche Sprache in so hohem Grade hielt, 
dafii er sich immer nur durch DoUmetscher mit fremden Ge- 
sandten verständigte, wenngleich er ihre Sprache selbst verstand. 
S. Eichhqrn, a. a, O., Bd. I, Erläut. S. 78. 94. Ginguene, 
a. a. O., I, p. 227. Si-smondi,. a. a« O, (Uebers. von Hayn),* 
^I, S.'75. 

*•) So lautet die Stelle in der von Roquefort verglichenen Pari- 
ser Handsehrilt. S. Glossaire de la lahgue Romane, Tom. ü, 
p. 306, b. «— D^r Tresor de sapiepce dos Maistre Brunet Latin 
de Florence findet sich handschriftlich auch zu Jena. VergL 
O. L; B; Wolff, Altfranz. Volkslieder, S. 173. 

'i}/.Ghron« abbat« Urspergens.^ n^. 937. 

§.8. Bevor wir zu der provenealisehen Literatur über- 
g^ibeh uild' die eiozeWti Pnnkte berühren, welche von wesent- 
liehem Einfinsse auf die nordfranzösisehe Literatur gewesen 
sind, erwähnen wir hier noch die moralischen und religiösen 
Gedichte der WaldeOser (^audois)^ die in einem von dem 
Frovenzalischen abweichenden, dem Allroraanischen bei weitem 
näherstehenden Dialekte abgefafst sind *). Das Gedicht JLa 
rici>lä Leyczon^ welches der Angabe iit^ Verfassers zufolge, 
um das J. 1100 geschrieben worden ist*), enthält eine kurze 
Qie^chichte des alten und neuen Testaments in 479 alexandri- 
njisp)kei» Versen. Die übrigen sind: hu Barcm^n^ ein G,e;<b'cht 
üfr^r.das, Mi^rere imd über die Kürae des uiem^bUchipp! Le- 
b««$.voD( 386 Versen; hß rwPel S^mübn^ (408 Vei?se), Zo. no^ 
väiCmifoH^ welche aui vierzeil%eii Stäiuien bestehen, die. am- 



■»ip^ni. mUmi^m mtm/^Humg^ eUi 43 



mer zösamincnreimen'*) ; Lo Payte tttrncA in Strophen von 
zwei ztisämmenreitnentfen Versen; Lo De%prec%i del mont in 
115 einfach reimenden Versen, niid VAvangdi de U quatre 
semenvz^ die Parabel vom Säemann *). 

') Rajnoaardy Choix des Troabadonrs, H, p. CXL ff. 

') Ben ha mil e Cent ane% eompK entieremefit 
Que fö icripta tora cur gen al derier tempw. 
Es steht bei Raynouard, II, p. 73-102. 
•) Anfimg: 

Aqueet navel eonfort de vertuos iav9r 
Mande, voe ecriven$ en^cariia et en amori 
Pr^0 V0e earament per tamor del eegnor; 
Abandona lo eegle, ser^e m di/& emm iemar. 
FoM dörme longitment en la voeira itrieiMft, 
F^ß neu vole veUkar, emr eegme im fUgrMm 
. jBeaumeni keepmutmr mI Uj^ dopoHcüh 
• Faexent a voetre estp caysin de embiHeim* 

«) S. Raynoaard, 11, p. 103-133* 



Kapitel a 

CSittIge Bemericiiiiireii ftber da« TerhftltiitM der 

provensEallseheni Iitteratur asur nord- ' 

firanzSsisehen. 

§.9. Es kann nicht unsere Absicht sein, hier auch nur 
eine Uebersicht über die Geschichte der sadfranzösischen {pro- 
venzalischen) Literatur zu geben, welche eben so selbststan«{ig 
und unabhängig von der nordfranzösischen dasteht, wie von 
denen des übrigen romanischen Sprachgebietes, der itairini- 
sehen, spanischen, portugiesischen, virallachischen ') u. s. w. 
Jedoch ist hier der Ort, über den Einflufs dieser Literatur 
auf diie nord französische zu reden, namentlich in Bezug auf 
die äu£sere Form. Wie viel von den durch die Dichter des 
Mittelalters behandeltea Gegenständen auf Rechnung der Pro- 
venzalen zu setzen sei, wird sich, weiter unten ergeben, wenil 
von den grofsen Nationalepen des franzdsiscfaen Mittelalters 
die Rede sein >lrird. (S. Kap. III.) 



44 WLmpitn^fx BiumMlumtftn OMor d«FT<r«itfUtiif0s 



') Die Bojaren 'und die'Bamatis, das Yolk oder ilie Bauern ut 
. ; der Wallachei sprechen bekannUich einen romanischen. Qiaiekt, 
, indem sie gröfstenthe^ls yom ^iner römischen Kolonie abstam«* 
men, welche Trajan im J, 107 n, Chr. nach Dacien fahrte, wo- 
her er auch den Beinamen Dacicus erhielt 

• • ' ' '1 " •' •' •;' • • '"''■ ; '• ■' • , 

§. IQ. Dias/aUe$te ^cbriftdenkinal ^er provenzalUchen Li- 
teratur, welches nächst dem J^lde Ludwigs des Deutschen (§. 6) 
erhalten worden, ist das Gedicht über die Gefangenschaft des 
Boethius '). Es ist spätestens aus dem Anfange des X. Jahr- 
hunderts, also. 100 Jahre älter, ajs der älteste Troubadour^). 
— - Ein picht .xminder altes Denkmal ist der Hymnus auf die 
Heilige Eulalia in .'der Bibiioithek zu Valenciennes^ früher in 
der KlosterbibliothelD sa St. Amand'). \ 

J) Boftthiu» war Tön allen lateiili^clien SdirifMf^ilier« tU^r spSteren 
Zeit, Acbst f^J^nys. Cato,- dtt »beJtefcleWe. Wir WerdAi unten an 
seinem Orte «ehen, "dafs es irndThlige idtfVaineOistsehe Bearbeitun- 
gen seine» 'Werkes: de consolhlione pMlösOpbi^e gieH — Um« 
die Mitte des XII. Jahrhundatis' a. B. verfertigte. Sim'oD' 4^ 
Fr^sne, Kanonikus an der Kathedralkirche zu Yalenciennes, 
eine Uebersetzung des Boethius in anglo- normannischen Versen. 
S. I>e la Rue, a. a. O., E, p. 329-334. 
*) Zuerst machte Lebeuf (Htstoire de la Ville et du Diocese de 
, Paris, ¥•! 11) p^4^9) anC die einzige Handschrift t| der^A^tw 
Fleury qder St. Bepoit sur Loire .(jetzt in der Stadtbibliothek 
zu Orleans) aufmerksam^ in der es aufbewahrt worden ist, und 
gab einige kleine Bruchstücke. Vollständig ist das erhaltene 
Fragment mitgetheOt von Raynonard; Cb^ix des Troubadours, 
VoL n, p. 4-39. (Vergl. p. eXXVII-CXXXVL) Wir geben ip. 
der zweiten Abtheilung eine Probe, S. 4-8. 
,3) Entdeckt yon Hoffmann von Fallersieben; s. Reiffei^- 
berg, Chronique de Mouskes, 11, p. CCXC. Hier der Anfang: 
ßuo^a pulcella fut Eulalia, Bei auret corpSj h^lle 
xour anima, . . ' . 

.^\ Voldrent laveintre li ßö inimu Voldrent ia ^Atre 
, , diaule servir, 

Elle non eskoUet tes tnals conseillieri, ^üette Dö 
' * ' . • » ',{ 1 räneiet' cht fhaent sus en tieL " 

I .§;IL^ I>^' Are;lalisph€i jReif^h, de^ciq im Obigen gedacht 
worden ist (§.7), kam mc^ dem. Xode;GUI*vUiliin 4«' 1092: 



tum ^lieiK stk dwi" »firtkün von Tt>iilott»e, «mi TWl aik den 
Grafen von Barcelona, da der etstefe die Tofchtcr Poydide, 
letzterer die Tochter Douce des verstorbenen Könige geefelicht 
hatte. Hierdurch entstand zugleich effie noch viel enger^ Be- 
rührung als zuvor, mit Katalonien und den theilweise hoch- 
gebildeten Mauren der pyren'aischen Halbinsel. Kaimund Be- 
rengar IV., Graf von Barcelona (Katalonien) vereinigte durch 
Heirath dieses Fürstenlhum mit dem Besitze mehrerer süd- 
fjraozösijscheo Pirovinzen zu ejner Herrschaft von bedeutender 
Ausdehnung, wfelche den Nami?n d«r Jfrqyence erhie^lt*),- Die 
Bereagare reglerteii in derselben vom J. 1100- 1243. Da» süd- 
{fanzosische Aomanzo verbreitete si^h aU Dichtersprache 
schnell über eiheii bedeutenden Theil des südlicbeki Europa's 
bis nacK'Sidlien*), und bei 'vk^eiteiii nur die W^igst'en der 
mit diitf 'Namöii Troubadours belegten 'Öi^htei» üilS^Sftnger 
wa^M^vöü Geb'urVTrbv^nzälerf *). *^^XnV reinsten^ Wurd^' 'diese 
Sprache" im Limbüsin ^espfoch^n *). Hie'Sanger waren Ifrou- 
badour^ und Jogiars zu^2(mme^^ d. h. sie dichietep und trugen 
ihre Produkte selbst untpr musikalischer , Begleitung y^or •). 

•) Eigentlich Provincia lÖti Aegidii, Pfbviiiee* de' St. Gilles; nicht 
von d^m rÖmiscbeÄ provincia j eiheni f^dtähil v^efchen die 
Galüa Narbonensis xar i^oxrjv ierhälteh hatte.' 

') Ginguene, a. a. O., I, p. 292 rf. 

*) Le Grand d'Auasy, Fabliaux e^c^ I, pref. p..7.^ 

^) DIaii. yergl. Anionio BA»tero, .La .Cmca .proveneale>. |). 5: 
TQt9^ h9^ .fM0 vol trohar.ni' entendrei, deu primier^ment 
gaber .^e ntiguna parladura MOn ^§ n/ituraU ni 4reta 
. del nostre Jengatge^ mas ,agttßiA de l^ßmwUs « de Preenxa 
e d':Mvergna e de Caersin, Fjsrpte euvoe die, ^e qaant 
, ren parlerai.de lerne sein, gue t»ta^, eetae terre^e en- 
tendflie e -tiftae lar vexinae e totne ceUae ^ue eon.entre 
elln^, e. tot tarne ^ue en aquellae terrae ean natj ni 
nßrifi^ an. Ja parladura natural' <e .dretß. S. Diez, Ge- 
««]|H>hte disr Troubadours» S* lö, a >.. s v .,* 

*) im N«rd&Mz5sii»cii]^iit Tronv^resy, Jen^tBinr»»^ Let2tereI^^'I^ame 

^s<^ nadisL» •R'ay al 1 ii& r e , • P«i^9»es' ' dn^ Rbi > d«. N«nrr», II, 

, f^24^,won^e^gier,*jöngierj ^eSn 'SüitftnlmStiNHneBt spielen,> her- 

^ Irammeii/c^vVahrafthtinltoker j«dötdivv4]0ft>ito<^ t%^l*)i ^*^®r io- 

^ «v^iMMnMy^Wmnit altfiMiglklp letlaei^e» eike^|^fts6igevNeben- 



4S mtm^M. «mMvk««0m.«lier*i»:FM(tFWtoiM 



hl 



bed^rt<ittg ▼erbnuJbBB ^t^t^ me zu de& 2eit|Bii. dfvi Verßtlles der 
anilierzielieQdea Sängerachaft. S. ilber die Jongleiirs die Bchon 
-oben erwähnte Schrift von A. Jubinal, Jongleurs et trouT^es 
(recens. von Raynonard im Journal des Savans, 1835, Mai, 
p. 273-276.). Die Bittschrift gegen dieselben an Alfons X, Kö- 
nig von Castilien von Seiten der Troubadours steht bei Millot, 
Hist. des Troubadours, II, p. 28. Ginguene, HisU liter. de 
ritalie, 1, p. 223. Diez, Geschichte der Troubadours, S. 21 ff. 
75-79. Wie schon Karl der Grofse dem Unwesen der iocula- 
tores (Ganckler) zu steuern suchte (s. Loren tz, Leben Alcuins, 
Sa 150), so späterhin kidwlg der Heilige. In den ^blissements 
.des mesiiers deParis^ par Estienne Boilean, qui fostpreFost 

I de Paris depuifi 1258 jusqu^lt 1268 (baadschriftl. in der Paciser 
J^ibl, jetzt yon Depping herausgegeben) heifst es: l»t Hng€9 

, mu marcJkant. dpU quatre deniers, te il pour VBndre le 
porU; et $0 H tipgtiM eät ä harne qui tuit Mch^t4 por 
\9qn deduit^ #* est quitee^ et ee li iingee est au jqfßsur, 
$»uer en doit devant fe pamgier, et por eon Jeu doit 
eeire quitee de taute ia ckoee, qu'il achete,a ean üeaige, 
et aueeitSt li Jongleur eont quite por un ver de chanfon. 
^— Wir . kommen unten noch einmal auf die Jongleurs zurück, 
.bemerken jedoch. hier noch,- dafs auch Philipp August. i9iefi<;hon 
jm J.;L|81 Ton seinem Hofe verjagen mufate, ein König, welcher 
nichts weniger, als feindselig gegen die Volksbelustigungen auf- 
trat und völlig Mazarin's Grundsatz in dieser Beziehung theilte. 
(S. Handb. Bd.ni, S. 298, 2. Aufl.) In den Chroniques de 
St. Denis h»ifst es (bei Bon quet, XVII, p. 363 C. D^r // 
avient quelqme/aie que jogi^or, enekantior, goliardoU, 
et ^atftree, monier ee des m^nestrieJCj e'mesemblent -aus carx 
des prineee et des härene et des rickee homee, et- eert 
ehnecune de eon meetier au mieux et au^lue upettement 

• que H puetj paur^avair dane au robee au autresfoiaue, 
et tkäntene et content noviaue tnotex et'^naviuus'^iK, fit 
risiee de divertee guieee, et faignent b^ia iomngenee des 
'riehei'homee quanque il puent faindre^ ^pour-eeque il 
l^r plaisent mieux, Si avone ffu aueune fain^^avenir 
que aucun riche home feeaient fe9te et roÜes'^dew^mie^ea 
par gran$ eetmde porpeneSea, par grant tratfail loMerdea 

,0$ pmr grämt avoir ack^^ee, qui,atmient,p0fr.av0nture 
^QUetd XXmtaree iPargenf.ou XKXj.aii .niee auaient pae 
p^tidea plue -deMnq Jare ou eise; ig^^umiulee domikient ä 



queste, Dont ^Mt gram% -doul^ur; eär du pris £une 
tele rohe seroieiU par un tvmsienues XX povrew per^ 
tonnes ou XXX, Maia jMur ee fue li honi rotV' (Philipp 
Anglist) regarda fue tautet cet ehotea eHoient faitee 
pour le hoban et jHwr ia vanit4 du Mteeies st estoient 
eontraires ä fame; et ttautre part 41 ramenoit ä mä- 
moire ce gut ii avoit o^ dire ä aucunt religieus, que eil 
gut done ä tiex mänestriex il fait saerilige au diahle, 
il voua et propesa en son euer que^ tont €om il vivroit, 
il donroit eet viex robee aus pevree gent reveetir, pour 
ce que aumoene d^livre de picMi et done grant flanee 
devant Dieu ä tout ceus qui. ht fönt, Se 4utt le prinee 
et li riche kome fesoient auti com Ji preuxdont fiet, il 
ne eorroit nde tmnt de . Uekeurt mval le paHt, -^ YergL 
De la Rae, a.a. O.» I, p.247. Reiffeiibe'rg, a. «• O.» I, 
p. CCim ff. S. noch das lange Gedicht yon Giraud de Ca- 
lan^on, über die Jongleurs, nnd Rayniruafd, a.a.O., H, 
p. 159 ff. Diese Verbote gegen die longleni» besogen sich aber 
keinesweges anf die Tr^ny^res; denn Philipp Angust liefe sich 
selbst wShrend der Mahlzeit „Mähren aus alter Zeit'* nnd 
Schwanke yon dem Dichter H^inand erztthlen (s. nnten). La 
Rayalli^re, Poesies dn Rot de Nayarre, I, p. 158-167. So 
heifst es im Roman d'Alexandre (nm 1184, s.. Roquefort, 
p. 85 ff.): 

4luant li Roi$ ot mangii, iapeiu Blinant, 
Por li ethanoier commande que il ehuwt; 
Cil commence ä noter, ainsi com li Jutant (Giganten) 
Fourent monier au delycome gent meseriant, 
Enire les 2)ieua: en ot une bataille grant, 
Se ne fuat Jupiter, h la foudre bru^ant, 
4lui tout lea deerochm; ja nduttent garant* 
Vergl. aach Le Grand d'Aussy, Fabliaux, I, p. 196, <Gin- 
gaene, 11, p. 278. Schon bei den idten Franken feidet* man 
diese Sitte. S. Sidon. Apollinaris, Epist. I, p.6 (Sirmond). 
Alfridi yita S. Liadgeri,« II, 1, - bei Perts, Monum, German. 
bist. II, p. 412. T ri them« Excerpt. ex Hnnibaldo bei S oba r d , 
•Script, rer. Gei^iimiicar., I, p. 146. W. Grimm, AHdeotsche 
WMlder, I, & 292 £ Mein Eiahard, ßd. I, S. 245«. ^ Die 
Babsnckt. der spfiteren Jongleors .i^ncht si<^ .recht '{deutlich in 
: räem yon Roquefort, a. a. C, p. 88 ft iJintgetheilten. Brueb- 
•tficke MS dem Rmmbi de ÜAtre petilkoz Hot. Die Stelle 
•iMiele . .-•-/.'• 



,^^ \ V.. . AndMM^i M jois fnäuH gränt . . 

.^> ^^i fant ii.f^etit €. li grant„ 

. . CUJoitgU^ur de.p4mtäorM telet 
. ^Conient et sonetU lor uiefes, 
.... ,Mu$e9^ katytes et äresm^ns, - 
Timpmnes et salterione^ 
\,. ^iguee, &etüfe4 et /restiaus, . 

£t buUinet et. ealemiaue, 
.... {^teuMS J^eU grant /oie demaine; 
Jfe Joie\sst\to^e la Cors plaine» 
, . Cttr moult^tmrt li t^oie Artus rices 
^ '. % Onques ne^fü malvaie ne ehickee; 

\\ . ^..^\ Mmilt ior fietMeu ä taue aidier 

J: . I / .« >JDt« fuanfMi lor /u mettUr (Ueeoin). 

.1 ,.o .1. .. ^ 7W#s emscune o e'eipouede, 
.r/> .S •>. &i c^melüi plett.£tagr4e. 
.11 ,.\) r A. .Aunyitift ^umnt ii fu grani J&Ts 
•I .<!>; s: i .> Futent fmi^ Ujougläors 
.{ : *.' .^> Li un orente Jkiaar paie/roisj 

t. ,1 •• '. ..V ' Beles robee,, et bia^ ägtroie .(Agraffto, Klemodien); 
1./ u) i lifi mittre lonc ce qu'iLeitoi^t ■■ 
<,<'. .. Tuit rehee \it deniera.atH>ieni; 

,j'j . .TuiV ftirent pmid ä lor gr^, 

Li plus povre orent a plente, 
^U09tt':ii )fougleor sont paii 
EnMtr pnte eont repairie; 
(,,»: i; ■', Et la, CouTM ' eeteit departie. 
' . ^K',.\€as€un,s.€heif0UerM ot #« )mV 

JS^^e» vet k joie et ä bandor (hUegresee), 

Man sehe Aocbv das Fabliaa de St; Pierre «t du Jongleor bei 

Barbaean, UJ, p. 262; Les dem btirdtors ribasds (unten B, 

- . 8. 74-84) bei Lei Grand d'Au6,sy, I^ p. 299*311; Le songe 

oia.la Yoie d'enfer yon Raool deHoudan, von dem unten 

^eichfälb die. Bede sein wird, bei Le. Grand d'Au8s>y, II, 

. pi 17« Gingaene, a. a. O., II, p.21-23 ^ Uebidgcns iconnte 

... ..«ich. mancher unter dett Troov^res am Schlüsse seines Lebens 

•,.i . t!nhnten,.mehr als .5-600,000 Yerse gemacht sa haben. -^ Was 

•;^ nochifichlieialich. die Existenz der Jongleresses anbetrifft (io- 

I.: tiealiftbric«»« s. Chron. Gisleberti) Ausgabe von Du Chas tele r, 

-i! >. fU IM); . so ist folgende Stelle «entbcheidend. In dem Romane 

lÜM.Bealilos de. Havstohei^ deaaeil Ahfanswigt wahnscbrinlich m die 

Mitte des 2QII. Jahrhunderts föllt, faÜBt Josiane, die erste G«tebte 



4B 

des Beavea, naeUem .sie in Erfabran^ gebracht, daTs Ihr Ge- 
liebter die Tochter des Königs von Sevilla geheiratfaet und das 
Versprechen abgelegt habe, nie T?ieder nach Hanstone zurück- 
zukehren, den Entschlnfs, sich als Jongieresse verkleidet nach 
Sevilla zu begeben. Nachdem sie dort angekommen ist, bemerkt 
sie Beuves, welcher auf seinem edlen Rosse zur Jagd in einem 
benachbarten Walde abzugehen im Begriffe steht: 

£le sospire et Beuves ehevalca 

Tant que li plot^ e il s*en retorna. 

Et Josiane bien garde s^en donna 

J^unes fenestr^s haute s^u ele esta, 

Quant ele voit que In vile aprocha^ * 

Prent sa vieie, de Tostel sen toma^ 

Fient as estaus% oU eU ^assUia; 

Tote la gent ehtor lui awna* 

4l»ant Vit JBuevon, ä canter comeneka 

Si faitement cnmje VQS dirai jh 

Des aventures qui lor avient piechä: 

jyOiSs seignorj porDieu qui ne mentij 
s^Boine. canchon dönt li vers sunt J)irnii 
jjCesi de Buevon un Chevalier ardi$ 
9,La soie mere en qui flans el nasqui 
yyLi porcacha mortel platt et hasti; 
syVendre le ßstj che sa-fe hien de fi, 
y^Al roi Hermin que soef le norru 
ißil damoiseus h sa fllle servil 
' iySiy li gar da un destier arabi^ 

y^Moult bien resamble celui que Je voi chiy 
fjCest Arondelj oncques millor ne vi, 
,jSi tappeloient eil qui Vorent nortu^ 

Yergl. Reiffenberg, Chroni^jue de Philippe Monskes, I^ In- 

troduct, p. CXXXIX. 

§. 12* Di£ Poesk der Troubadours^"*) erreichte ihren 

toben Glanz dur<:b den Umstand, dafs der Adel sich ihrer 



*) Hwr la pUeepMiftu. **) A. W. vn S«hles«l Mgt Über dieMtt« 
(Observfttiont «ir U ia«gii« «t U UkteratUM. provao^les, P. 1818, 8. |fo 8 ff.^ 
0« n« saurait eansidSrer Im ch^tnU des Troubadoura eomme /«« effutiams 
*poutan£e9 ttun^ naiure enoorw louiB sauvag«* li if a de Variy *<mveut mSm^ 
M ort fort iMglmeuac^^ autiimt um fi/ti^e eompliqul de vereißeaiio» y atme 
tferiiii et^une abomdauee daneievi^doi, des rimes qm H^out Ui SgaUee d^me 

Ueler Altfnas. Lit. Geich. 4 



-bebSelittgfte tind 9ir die dbaDstgtmärte Avisbüdunggab, durcb 
"Welche äie -geraume Zeit bfridarch zum gtän^endeo Vorbilde 
llir die, poetischen Literaturen der europäischen Völker, na- 
niöntlich des Südens, wurde und als'Vermittelungssprache und 
Ausdructsweise für die roinantischen Begriffe und Grundlagen 
des Rittertfauou sich überall hin erstreckte, wohin dieses seine 
Waffen trug und einer eben so weiten Verbreitung in dieser 
Beziehung sich erfreute, wie die lateinische als Universabprache 
der gelehrten Welt. Der Kampf gegen die Mauren in Spa- 
nien, wozu Alpbous VI» von Castilien die europäische Völker- 
schaft aufforderte, um Toledo wieder in seinen Besitz zu be- 
kommen (was am 25. Mai 1065\gelaog) und die Kreuzzüge') 
brachten Morgenland und Abendland in nähere Verbindung mit 
einander; und wenn einerseits die dadurch rege gewordene 
Begeisterung einen poetischen Enthusiasmus wid einen Ideen- 
schwung hervorrief, wie es nur darch eine so lange Reihen- 
folge aufserordentlicher Begebenheiten geschehen konnte, so 
wurde andererseits durch Annahme der kunstvoll verschlunge- 
nen Reime (nicht des Reimes überhaupt; s. §. 6) und einzelner 
eigenthümlieher Formen von den Arabern*) die formelle Seite 
der abendländischen Dichtkunst nicht minder gefördert, als das 
Materielle durch die neugewonnene Bekanntschaft mit dem 
gesammten poetischen Besitzthume des Orients. Indien und 
Persien namentlich übermachten damals durch den Mund der 
Araber einen groCsen Theil ihres poetischen Reichthums dem 
Abendlande'), das bisher fast nur in den klassischen Remi- 



tmeuHB U$nfm0 mcnieme, th§ Tt6ti$mdow§ appelaient mtacmtima» eet ew^mtpi* 

fh pß^ß et de mueique .09quei ite. ee:er^meM IntrM tMeue, une aeiemee^ maie 

e^hait la ecienee g^aie. BUe n^ltait pas puisie a la wurce dea Iwree^ td 

dee modhlea rSpuiis elasHques^ ette leur Stau inapirie uniquemard per law 

imathtei poSiique et par ie dSair de plaire h leura eotaemporaina, Le eiMe 

'nit äe vivoieut n^itmt mdlemeut emuani m* phUaaepkigue ^ muna nbmete^ m- 

. dUeipUniy guerriar^ avantwrewp m4me, il y mmt dea etmtraatea fta^ptpamei 

d*un eSiS une noble dilieateaae dana iea aentimena, un raffinement Mgami 

dana' ha $nanihtea dea elaaaea aapirieurea f de fatttre de fortea ambree de 

"IfaMiM, de rudeaae et d^ignemmee dana fenwemMe de tm^e eeeial, liee 

'.poiaiee dtwa iel iema, emrtoni eeOea gni tienmnt de pima peka k tinepu^ 

Uen dm moment et a la »ie indhiduelle, ha poiaiee lyriquea^ me reaaemblent 

poini auae fiewa uaneUea de noa Jardine liitindreey nuue bien plufSt k eee 

« pianiea etpbtea gm ne aauralent 4tre iramepertiee höre de Une eet nmtal et 

de la temp iraiue e du eiel foi leue eet propre, -' -* 



Mm pr^reummh Ktt^raCwr «w aerdAnuMlIii. 61 

niscenzeii nnd in dem engen Gebiete der Lokal- und Natio- 
nalsagen sith bewegt halte. Auch bildete sich dnrcfa den' Yer* 
lehr mit den Morgenländern die noch jetzt in deq tiläfen des 
Hitteloieeres als Vcrstandigungsmittel allgemein gebräuchliche 
lingtia franca (nicht zu verwechseln mit der Uitgua francica 
der älteren Franken), deren Benennung späterhin auf das pord- 
französi&che Romanzo übertragen ward. Selbst in England, 
wo doch das letztere seine büchste «ind früheste Ausbildung 
crlaiigt hatte, blühte am Hofe die.^aj^a ciencia^ besonders nach 
der Verheiratbking der berüchtigten &leonore von Aqnitonien 
(Guyenne) mit Heinrich IL (Plantagenet aus dem Hause An- 
jou), dem Vater des Königs Richard Löwenherz. Dieser letz- 
tere gehörte bekanntlich zu den ausgezeichneteren Sängern 
seiner Zeit*), ebenso wie sein treuer Begleiter Blondel oder 
Blondeau '), von dessen Gedichten sich jedoch nichts Authen- 
tisches erhalten zu haben scheint '). 

') Auch boten die AnfYbrdemngen zu lien KreazzÜgen eine der 
Hauptveranlassangen zui^ Verbesserung der französischen Sprach^ 
dar. S. V. Reiffenberg, Introd. anx Le^ons de litteratm'e ei 
de morale, p. XIV: LeB eroisadcs/qui pour ta premiere 
f9i$ riunireftt toute la grande familie chrMennej dans 
Tunitd ^une ^nSme voloniS religieuse^ lt$ eroUades» en 
ea^itant la poMej d^erminerent let progres de la prose. ^ 
Pour iehat^er tenthoünatme reltgieua:, pour arracher 
U prinee de son trdne^ le noble k son manoir, Vinsou^ 
ciant ä son repoe, le riehe^k ton opulence, tipoux k ea 
feune ^pousej le pere k ees evffans, teloquence itait yor^ 
tee de reeourir k ses moyens les plus entratnans. La 
prädidation fut la premiere cause du perfeetionnemeni 
du langage non mesurS, 

•) Qaadrio, Storia e r^gion. di ogni poesia. Tom. VI, 1. II, 
p.299. Gingnene, a. a. C, I, p. 263. Namentlich sind die 
Tenzone (s. §. 11) und die Sitte des Envoi (provenx. tomada) 
▼on den Anibem entlehnt 

») S. unten, wo von dem Romane „Dolopathos oder den VA 
weisen Meistern '^ die Rede ist 

«) Ibn ver^. besonders das treffliebe Gedicht des Troubadours 
©aueelm Faydit auf den Tod Richards (1199) bei Ray- 
noüard; Tom. IV, und die UebeFsetzung desselben Tom. H, 
P.LIV-LVI. 



>) S. den Roman de Blondeaa erwähnt bei Reiffen^erg, D, 
Introd.^ p. LXXI, ohne nUhff e Nachweisung. — Zu vergleichen 
ist über ihn Gautier Vinisauf, Itinerarium regis Anglorum 
Richard! et aliorum in terram Hierosoljmorum. anno MCL XXX . 
Vergl. Capefigue> Histoire de Philippe Auguste, 11, p. 16. 
(P. 1829, 8.) 

*) lieber die Musik ist nachzusehen Roquefort, a. a.O., p. 98-131. 
lieber die ersten Bemühungen, den Kirchengesang zu heben, von 
Seiten Pippins nnd Karls des Grofsen, s. meine Ausgabe des 
£inhard, Bd. I, S. 236 ff. E, Beil. Nr. LXXV-LXXyil und 
Lebeuf, Traite.duXhant ecclesiastique, p. 15.ff. Besonders 
viel für die Kirchenmusik that König Robert, v^elcher sdbst als 
Componist sehr thätig war. S. Gerbert, De Musica sacra in 
Scriptor. Ecclesiast., Tom. I, p. 63. 94. 103. 170. 229. 252. 303. 
II, p. 338. III, p. 1-16. In der neueren Zeit hat sich nament- 
lich Pe,rne durch Wiederherstellung der altfranzösischen Musik 
bedeutendes Verdienst erworben. Man sehe z. B. die musikali- 
schen Beilagen zur Ausgabe der Chansons du Chastelain de 
Concy von Fr. Michel. — Instrumente: Fiole (viele) j rote^ 
rubele (rubelle, rebelle, reber) s guitare (guitarne, gut* 
Uarmey guiterne), enmorache, micamon, citole (Cither?), 
psallerion (psaltere, salt^ion, sultepre), harpe^ tabour 
(tabory tabur), tympaus trompe, bovine (buitine, buc- 
cine, btuvina, vom lateinischen buccina, nicht von buapeus^ 
wie Curne de Ste Palaye wollte, Projet d'un gloss^ire^firan- 
yais, p. 24 S. oben S. 6 über dies Buch.), nacaires (na-- 
guaires)y orgues (organ, orgene, orguettesj ogre), cornes^ 
cors sarracinpis {oh zsz galoubet?), flute, cornemute^fla- 

^ geolets (ßaJoSj flagel, flajots,^ fiageux, flagie^)» chevrette 

(chevrie, chevre, bidon, loure), ^doüceine (doucine, doul- 

. ciMe; Symphonie doucette, s. Coquillart, Monologae des 

Pays, edit. de Coustelier, p. 153. Die Stelle findet sich auch 

bei Roquefort, a. a. O., p. 125), fleuthe traversainf (fl&te 

traversiere), cimbales (simbales), clqchetteM (cleeetteM), 

, tymbre, flute brehningne, grand comet d^Allemq>g7iey 

flajo9 de Maus (flageolet de s'aule), flstule, pipe, muse 

' d^Aüstay, trompe petite^ eles (dies), monocorde (Mono- 

chordlon), muse de biet ou bUf (Blechtrompete?), chalu- 

t , meau, arofne, chifonie, charum, clairon^ estive, frestel, 

gigue (Geige), graÜe, lyre, luth (Laute), loure, moinel, 

orlogesy rote (Raute, Bratsche), simphans, triblere, tube 

u. 8. w. Für die Instrmente bt namentlich folgendes Brach- 



der proTenSEal. liU^irmiur zur nordfranlkSfl. 59 

Stück aiÄ' ^em Tems pastonr (Ghap. j^Comment li amant fut 
au dfner de la dame^'J Ton Gaillaaine de Macfaaalt Ton 
grofser Wiiektigkeit, wekhes Roquefort &iit vier Handschk'iften 
der Pariser- Bibliothek «oUatidnirt bat r 

Mais qui v^tst apres mengier 
Venir tnenestreux sans dangier, 
Pignex et mis en pure Corps, 
* Lh furent ineints divers acorSj 
Car je vis lä tont en nn cerne [ccrcle*)J 
Viole, ruhebe, guiterne' ' 

Venmorache, le micamon 
Citole et le .p salter ion^ 
Harpes, tahours, trotnpes, nacaires, 
Orgues, cornes plus de dix paires, 
Cornemuses, flajos, chevrettes, 
DouceineSy simhaleSy clochettes, 
Tymbre, la flauste hrehaigne. 
Et le grant com et d^ AlteMaigne, 
Fla Jos de Saus, fistule, pipe, 
Muse dtAussay, trompe petite, 
^ BuisineSy eles^ monocorde 
Ok il n*a qu*une seule corde 
Et' muse de biet, tout ensnmhle; 
• Et eertainifrient il nie samhie 
' Qu^oncques htai's tele melodie ''■-•>' 
Ne fut oncf/ues vSue ne oye. 
Car chascuns (Feus-^*)'seJonc Tncort ' 
De S071 Instrument sans descort,' 
*'■ Viole, guiterne, cito ley 

Hftrpe, trompe, corne, flajole, ' 
Pipe, Souffle, fnuse, naquatre, 
• ' 'Tabtture, et quanque on puet faire, 
' D^ dois^ da pennes et äe-Vnrchet, 
O'is et vis en ce parthet, 

§. 13* Der Einflufs der proveoaalischen Sprache auf die 
nordfraozösische bewährt sich in vielen < einzelnen Redeweisen 
und Idiodsmen^ die aus jener' in • diese berübergekommen sind, 
z. B. ne^pou%n>ir mai&^ «'m 4>oüloir tnal^ rüavoir que faire j 
passär le paa, prendre gccrde, rmttre en ouhli^ rCavoir ni fin 

*) ö. f. 13: AiiAi. 2. **)* tiea musictins. 



ni pause u. dergl. m. *) Namentlich aber mvSs bervorgefaoben 
werden, dafs das Südromanisebe von der gröfstea Wichtigkeit 
für das nord französische Romanzo Insofern gewesen ist, als es 
wesentlich zur Fixirung des letzteren beigetragen hat^). 

>) Raynonard, Grammaire de la langue des Troabad., Chap.YIIy 

p. 337-342. 
') Einen Beleg för die Unsicherheit nnd das Schwankende der 
Sprache giebt die Gefügigkeit, mit welcher sich die Worte den 
fremdartigsten Formen anpassen liefsen, durch die der Dichter 
den Reim herbeizufuhren strebte. So wurde aus atme ain 
wegen des Reimes auf vilain, Jehan de Meung im Roman 
de la Rose: 

Gentilesce est noble, et si tain 
Q,tCil Tientre mie en euer vilain. 
Aus Charles wurde Challos wegen des Reimes repos; il pa* 
role för il parle wegen escole. So machte, man m^iit/rtf» aus 
matiny forment aus fertement, penanier ans jpeniteneier 
u. s. w. Vergl. Auguis, a.a.O., Voll, Discours prelimin., 
p. XXYII. Renax in dem Gedichte: La Conqudte du Rojaome 
de Jerusalem sagte: 

Quel maisnie a li dus o lui en sa maisonf 
Par ma foi, sire, ^ Vore que fu% en son roion 
Estoient bien o lui dix mile compaignon. — 
wo roion für royaume^ nicht für rayon steht« — Im Roman 
d'Alexandre le Grand belfst es: 

Si commenQa un Laiy gut moult et bien apris. 
De la harpe^h flautie, ne fu mie entrepris y 
Moult fu bien escoutex, d* Alexandre et des Gris 
statt Grees, In dem oben erwähnten Fablian des deux Bor- 
deors Ribaux wird Bourgoigne gereimt hui Sassoigne (Saxe); 
aus Alexandre wird Alis wegen des Reimes auf treS'lis im 
Roman de la Violette, p. 88. — Noch in den Zeiten des Mon- 
taigne war die französische Sprache so wenig fixirt, dafs die- 
ser Schriftsteller, der mehr als irgend ein anderer zu ihrer Festr 
Stellung beigefragen bat, sagen konnte (Essais III, 9): Jfeeris 
mon lyvre a peu £hommes et h peu dCann^es; si e'eüt 
dt^ une mattere de dnrde^ il teilt fallu cpmmeUre ä mn 
langage plus fermei selon la Variation continueie qui a 
suivi le nßtre jusqtCa cette keure, qui peut espärer que 
la forme präsente soit en usage d^ici h cinquante ansf 
11 icoule tous les jourt de nos mains, et, depuis que Je 



^Mff.w^wemm9iM^mmm9$ßa^9mtmmdikwmriHtk Stt 



kämre parfaiU autufU 0» 4it du $ien ehaqum sücle. J0 
n'ay garih de ten Unir lä tant quil fuira» ei s'ira dif- 
formant eomme il fait, Ce9t aua: bons et utiles 4crit9 
de le clouer h eux, et ira sa fortune eelon le crädit de 
notre 4tat, Wie tief ist dock dieser gesnnken, — ^enn dies« 
Bemerkung richtig ist — da die Franzosen sich beeilen, Deutsch 
SU lernen ! — Uebrigens bemerke ich noch, dafs selbst ein Dich- 
ter wie Dante sich di^ Freiheit nahm, die Wortendmigen we. 
gen des Reimes sa Snderm S. Raynoaard im Journal das 
Savans, )833, Jnfllet, p. 392 ff. 

§. 14. Der Hauptgesichtspunkt, aus welchem man die Trou- 
badours betrachten mufs, ist der der Originalität: sie schufen 
eine, der Form und dem Inhalte nach, von der tish^rigen 
Weise gänzlich yers<;hiedeiie, 90 mannigfachen Schönheiten 
reiche Dichtungsgattung, die allen neueren Völkern bei ihren 
poetischen Leistungen mehr oder minder zum Vorbilde, gedient 
hat. Die meisten Dichtungen der Troubadours sind lyrischen 
Inhalts voA verschiedener Form. Man untierschied : 

Vers'), eine allgemeine Benennung für alle Gedichte, spe- 
ciell fiir solche, die nicht gesungen wurden. Gemeinig> 
lieh bestanden sie aus 7 Couplets, bisweilen aber auch aus 
6 oder 8. Die Abtheilung in Couplets war aber nicht 
nothwendig, wie dies der Fall war bei der 
Chanson, die zwar auch in weiterem Sinne mancherlei 
Dichtungsgattungen umfa£ste, deren Name aber gemeinig- 
lich auf Gedichte angewendet wurde, welche Liebe und 
Lob zum Gegenstande hatten. - Sie wurden gesungen^ bis- 
weilen nach schon bekannten Weisen. Gleichbedeutende 
Worte mit Chanso waren Chant, Chansonete.. Die 
Die Anzahl der Couplets (Coblas) war gemeiniglich 5 od«r 
6, bisweilen auch mehr^). 
Son, Sotiets, gäüzlich Verschieden von unreren Sonetten; 

Liebeslieder, wie die Chansons. 
Cobla, Couplet, Chansons nach bekannten Weisen*). 
Planh, Complainte, Lieder zum Andenken an Gönner, 
Freunde, Geliebte gedichtet, oder durch ein öffentliches 
Unglück veranlafst; immer in Versen von 10 oder 12 SjU 
ben^ sonst .yon derselben Form wie die Chanson. 



Teiiso, Tcnsatt*, Coiitcnciov Paf timfcn, Jacs-^?ar- 
titz, Partia, dialogisirte Gedichte, in deneti v^idertpre- 
chende Meinungen über Gegenstande der Liebe, des Rit- 
terthums, der Moral u. s. w. aTjgehandelt Wurden. Fast 
immer bestehen sie aus einer gleichen Anzahl von Cou- 
plets mit zwei Envoys. Oft mögen sie das gemeinschaft- 
liche Werk mehrerer Troubadpur.s gewesen sein •), ebenso 
oft aber sind sie nur von Einem verfafst, der seinen Scharf- 
2 sino in Disputationen fiir und wieder glänaen lassen wpUte. 
Diese Dichtungsart stand in enger Yerbindnng mit den 
Liebeshöfen '). 
Torneyamen, Tournoyement, wenn mehr als zwei 
streitende Personen eingeführt werden. Diese Art von 
Gedichten kommt selten vor «). 
Sirventes, Gedichte satirischen Inhalts. Die Satire vJar 
meist persönlich, kaustisch, bittere Moquerie, die zuweilen 
selbst in unverschämte und anmafsende Grobheit ausartete. 
Oft war sie aber auch, zumal in politischen^ feinsinni-^ 
.. ger angelegt. Am berühmtesten machte sich durch seine 
Sirventen, die viel Unheil anstifteten, Bertrand de 
Born, den man als Dichter loben, als Mensch gering 
schätzen mufs '). Eine besondere Art war die Sirvente 
Joglaresc^ unstreitig so genannt, weil sie den Jongleurs 
zum Vortrage und zur Verbreitung übergeben wurden^ in 
denen Lob und Tadel als Gegensatz mit einander verbun- 
den waren •). 
Sixtine, Decime u. s. w. sind Namen, welche keiner Er- 
örterung bedürfen ö); über balada, dansa, ronda, so- 
las, torneys, galambeys, pastoretas, vaqueyras, 
donaires, salutz wird noch später untern die Rede sein. 
Alle diese Dichtungsarten gingen zu den Nordfranzosen- über, 
denen dagegen die Lais elgenthümlich waren?®), 

') S. Raynouard im Journal des Savans, 1835, Avril, p. 210 ff. 
=) *Dafs es im Grande keinen Unterschied zwischen vers und chan- 
Bon giebt, ersieht man aus folgenden Worten des Troubadours 
Aimeric de Peguilain bei Raynouard, II, p. 173: 
Mantat% vets sui enquerit% 
En cort, cassi Fers no fatXj ■ 



Per qU*ien vwiite st' apelatXj 

Et sia lurs io chauxitx, 

Ckanso ö Fers aqnest ehan^ 

^ respon als demandan, 

^u'öm non troba ni sap devexio 

Mas sal lo nom entre Vers e chanso. 

Q,i^ieu ai motx mascles auxitx 

Et chansBnetas assatx 

E motz femenis pauxatx 

En Verses hos et graxttx; * 

E cortx sonetx e cochans 

Ai ieu au%tt en verses manSj ' 

E chansos ai auxidas ab lonc so, 

E'ls motx d^amdos tun gran e'i chan d^un to.-^ 
— Motx im letzten Verse bedeutet Zellen, Verse. 
') Raynouard, II, p. 175. 

*) Ein klares Beispiel IiierTon giebt Raynouard, a.a.O., p. 193 IT. 
Die erste Spur der Tensons findet sieb in einer Episode der 
Babyloniscben Gescbicbten des Jamblichus aus Syrien, .welche 
Photius (Bibl. cod. XCIV, p. 130-137, ed. 1601) im Auszuge 
mitgetbeilt bat. S. Scbmidt in den Wiener Jahrb., iSXVI, 
S. 24. Formelle Vorbilder findet man schon in den Idyllen des 
Theokrit und Virgil. — Von Le Grand d'Aussy, Conles et 
Fabliaux, I, p. 328-332 wurden: die den Tensons entsprechenden 
Jeox-Paptis als dramatische Produkte betrachtet; man selie je- 
doch die richtigen Bemerkungen gegen diese Ansicht von A-Du- 
val in der Hist. literaire de la France, XVI, p. 213. Freilich 
spricht für Le Grand d'Aussy die Walil der Sujets. Bei- 
spiele solcher Jeux Partis findet man bei letzterem (I, p. 533-339. 
349-357. 367-373: Jeux d'Adara,. de St. Nicolas, du IPtlerin, 
de Robin et de Marion, du Miracle de Theophile, von Ailam- 
le-Bo88u, Bodel, RütebeuFJ Dichtem, von denen unten 
ausffehrlieher die Rede sein wird. 
*) Vergl. V. Are tin, Aussprüche der Minnegerichte aus alten Hand- 
schriften hemasgegeben und mit einer historischen Abhandlung 
über die Minnegerichte des Mittelalters begleitet München 1803, 8. 
Raynouard, Cboix des Troubad. , Vol. II, p. LXXIX- CXXIV. 
Die Hanptqaelie ist das Weik des Andreas (Francorum aulae 
regiae capellanus, der um 1170 lebte) , de vita amandi et d« re- 
probatione amoris. Roq^uefort, a.a.O., p. 93. Eichhorn, 
a.a^O., ErL S. W-OO. Diez, Poesie der Troubad., 8.25-3». 190. 
BeitrXge zof Kenatäifs der romantisches Poesie, Berlin 1825^ 



Heft I, welches aosaehileDitich dtetten Ge^nstmid behandelt. 
Ferner: 6. Ferrario, Storiii ed Analiai di6gU anU«hi romanzi 
di cavalleria e del poemi romloizeachi d'lulia (Milano 1828, 
4 Bde 8. mit einem bibliographiachen Anhange von Melzi), 
Vol. I, p.2Sl*a25. Die Schrift dea Andreas Gapellanas er- 
schien zu Dortmund 1610 (1614). S. Fabricius, Bibl. lat. 
med. et Inf. aetatis, ed. Patav. ITSiy'Tom. f, p. 91. Mencken, 
Süscellan. Lipsiens. nova, 1751, Tom. YIII, P. I, p. 545 ff.^ wo 
die yerschiedenen Ausgaben angefUhrt sind. 

*) Ein Beispiel bei Rajnouard^ a. a. O., S. 199 ff. 

^) Wie weit die Redefreiheit bei den Troubadours ging, ersieht 
man unter andern aus der Sirvente von Sordel (Rajnonard, 
Tom. IV: Planher vuelh n. s. w.), in welcher er den Tod seines 
Gönners und Freundes Blacas beklagt. 

') Besonders ausgezeichnet als Dichter von Serentois ond sottes 
chansons in nordromanischer Sprache war Jehan Baillehana» 
S.Roquefort, a.a.O., p. 383. Hecart, Serrcntois etc. 
3e editj p. 47. 83. Dem Dichter Luc de la Barr^, welcher 
sich besonders in sottes chansons auszeichnete, verdammte Hein- 
rich L von England zur Blendung, wodurch der Vorliebe fttr 
diese Dichtungsgattung bedeutend gesteuert wurde, S« Hist li- 
ter. de la France, XVI, p. 214. Luc de la Barre (oder de 
la Barbe, wie ihn andere nennen) zog es aber vor, sich in 
dem Gefsingnisse den Schädel einzurennen, S. über ihn den Be- 
richt seines Zeitgenossen Ordericus Vitalis bei Duchesne,* 
Recueil des histor. de Normandie, p. 8S0 fiP. Memoires des An- 
tiquaires de Normandie, p. 388. Hist. liter. de la France, XYl, 
p. 214. Und doch war Heinrich I. ein so grofser Verehrer der 
Dichtkunst, dafs ihm seine Zeitgenossen den Beinamen „le bean 
clcrc" gaben. 

*) Vergl. Eichhorn, a.a.O., ErlXnt, S. 81-95. Rajnoaard, 
n, p. 155 ff. Ginguene, I, p. 247-290. Diez, Poesie der 
Troubadours, S. 84-23L Sismondi, a. a. O., I, S. 68 ff. 
'*) Die Lais sind Gedichte von geringerer Kürze, als die Romane, 
obwohl, mit diesen meist verwandtjen, aber ernsten Inhalts, wo- 
durch sie sich von den Fablianx nnterscheiden: gemeiniglich auf 
armorikanische oder gSlische Ueberliefemngen gegründet, seltner 
anf romanische (z. B. das La! da comte de Toulonse) oder |nj- 
tholo^chen Inhalts, wie das Lai de Narcisse bei Barbazan 
et M^on, IV, p. 143. Gemeiniglich waren rie in aditföfsigen 
Versen geschriebeB, — Lai sch^t das deutsche Wort Lied 



d«r pMTewMl« IMefmtmw mmß w^mw^UlnvmMm ft9 



«n sein, welches unter der Fonn Leadas im Barbarischen. L«* 
tein des Mittelalters (z. B. bei Vefiantius Fortmuitus it. a.) er- 
scheint S. Ancient English metrical romances, TomI III, p. 243. 
Nach anderen kommt es Tom lat iessus her, nach anderen von 
iejPj gleichwie das griech. pofiof beide Bedeutungen in sich ver* 
einigte. S. Dubois, Tanz de Vire d'OHvier Basselin, p. 9. 
Slan unterschied zwei Arten: 1) die Lais de Chevalerie, 
rrAche oben genauer bezeichnet worden sind; 2) die Iiais ies 
Troifv^res, welche unter dieser, bei ihnen etwas unbestimm- 
ten Benennung ihre Chansons, Gentes deTots, Fablkiax and 
selbst Fabebi verstanden. So sini, das Lo^r d'Aristot« von 
Henry d*Andelys (Barbazan, III, p« 9€L Le Gratnd 
d'Anssy, I, p. 197), Lay de Conseil (übersetzt bei Le GrAii4 
d'Aussy^ II, p. 396>, Lay de TOmbre Ton Jehan Renar^ 
(ebendas. I, p. 179) wahre Fabliaux ; das Lai de rOiselt't (Bar- 
bazan, III, p. 114; vergl. Le Grand d*Aussy, III, p. 113) 
eine Fabel; das Lai en Thonneur de la Vierge von Tbibaut 
de Navarre (Chans. LXIV, Tom. II, p. 156, edit de La Ka- 
▼ alli^re) eine Chanson u. s. w. Die ersteren Lais wurden ge^ 
sungen. S. Le Grand d'Aussy, Fahl., I, p. 106. Roque- 
fort, Po^sies de Marie de France, I, p. 32. — Was das in die- 
sem §. berührte Metrisehe anbetrifft, so vei^L man noch das 
Weilt: [Gslrani] Osservazioni suila poesia de' trovatori e soHe 
prineipaU maniere e forme dl ess«, c<mirontate brevemente oolk» 
anttche «italiane. Modena 1829, 8. und besonders die treffliciM. 
Recension desselben von Raynouard in Journal des SaT«Q«| 
1831, Juin, p. 341-349. 

§. 15. Verweilen wir nun noch am Schlüsse dieses Ka- 
pitels bei den schon im §. 14 erwähnten Liebeshöfen und 
poetischen Gesellschaften, von denen einzelne im siid« 
liehen Frankreich noch bis auf den heutigen Tag, wenngleich 
in veränderter Form bestehen. Als die Kunst der Troubadours 
unter den letzten wehmüihigen Tönen ihrer Sänger erstarb, 
als selbst die Sprache immer mehr und mehr in Verfall ge- 
riethf indem der Adel, welcher beide (Sprache und Dichtkunst) 
repräsentirt hatte, gegen die reiche Bürgerschaft immer mehr 
und mehr in den Hintergrund trat, als sich, mit Einem Worte, 
im siidlicben Frankreich dasselbe Schauspiel wiederholte, wel- 
ches in der deutschen Literatur so scharf abgrenzend hervor- 
tritt, der Uebergang vom Minnesang zum Meistersang, da ver^ 



00 K»p.a, V^ttMlflctittgek filier «AB TMIlSlinlafl 

suchten es die Magisrtratspersonen der damals reichen und mäch- 
tigen Stadt Toulouse, deren Glanz auf den Trümmern des 
Adelthums gegründet war, auch ihrerseits die gaya ciencia am 
Leben zu erhalten, vermochten aber nichts weiter, als ihr ein 
kümmerliches Dasein zu fristen. Die im Jahre 1323 errichtete 
Sobregaya Companhia dels sept Trobadors, welche un^er den 
besonderen Schutz des Magistrates jener Stadt gestellt w^rde, 
entsprach den spiefsbürgerlichen Zwecken, aus denen sie her- 
vorgegangen war, und hat sich, obwol in manniglach rerän- 
derter Form, zum Theü bis auf den heutigen Tag erhalten. 
Nur insofern die ans jener Gesellschaft hervorgegangene Aca- 
demie des jeux lloraux auf Aragtynilen einen wesentlichen Ein- 
llufs ausübte, welches damfals noch mit der Provence zu einem 
gemeinsamen Reiche verbunden war, ist ihr einiges Verdienst 
hicht abzusprechen: als Dichter von höherem Gehalte treten 
hier die Herrscher selbst auf, Alfons II. (f 1196), Peter IL 
(t 1213), Peter III. (f 1285), der Infant Peter, Bruder des 
Königs Alfons IV. u. m. a. Ü^önig Johann I. bemühte sich, 
als auch hier das Institut immer me(ir und mehr hinwelkte, 
es durch neu^ Begünstigungen wiedei^ zu heben; dasselbe that 
Ferdinand I. von Kastilien, König von Aragon (f 1416), wel- 
cher den berühmten Dichter in limosinischer Mundart (s* §. 12, 
Abm. 4) und Grofsmeister des' Ordens von Calatrava, Marquis 
von Villene (f 1434) zum Präsidenten der wiederhergestellten 
Akademie ernannte, an welchen sich noch Ausias March (-1^ unk 
1450), „der catalqnische Petrarca,*.' wie er gemeiniglich ge- 
nannt wird, ehrenvoll anscblofs, wiewol letzterer schon im 
Grunde mehr der katalonischen Poesie angehört. Der .gänz- 
liche Untergang, dieses Zweige^ der romanischen Pojesie ist 
von dem Augenblicke der Vereinigung Aragons mit Kastilien 
zu datiren. Einen höheren Glanz, als die poetische Verbrü- 
derung des Südens, erwarben sich die zu 'ähnlichen Zwecken 
gestifteten Gesellschaften in der Normandie, der Picardie nnd 
in. der Bourgogpe, deren Puys*) und Gieux sous l'ormel *) 
von hohem Einflüsse auf die Gestaltung und Ausbildung^ der 
nord&anzösischen Poesie gewesen sind. Besonders zeichneten 
sich die Puys zu Valenciennes aus'), nächst diesen das Pali- 
nod zu Caen, puj de la Concepcion genannt ^), dann die Con- 
frerie du Puy zu Amiens *) und Dieppe*). 



V) Von podipm, . &. Du Canig;« «•.v».^.>Rf>qiit^fort, Gloss. de 
la langae Romac^,.^, puefchy pMgj pui» Ders., de Tetat 
de la poesie frav^ai^ etc., p, 93 ff. 

*) Le Grand d'Aas8y, Contes et F^^aiix, I, p. 244. Vie pri- 
veß.des Fransais, Tom. IJ, p.^ 222-226. Daitre (Cdlestiner- 
«xöno}^), Hist. ciyile et eeclesiasti^ne' de la vill» d'Amiei^s (P. 
1757, 2 Bde 4.), II, p. 108. Dessdben Tableaii hUtorique des 
^cijences, des belles - lettres et des arts dans la province de Pi- 
* cardie depnis les premiers temps. P. 1769, 12., p. 158. (Man 
hat Ton ihm anch eine Histofre lit^raire de la yflle d'Amiens. 
P. 1782, 4.) Farin, Histoire de Roiien, 1738, 4. Tom. I, 
P, 3, p. 56. 

^) Serventois et sottes chaQsons courpnnees h. Tal^nclennes, 3« ed. 
. Yalenciennes 1834^ 8. [Herausgegebep von Hecart, geb. 1755, 
gest. 1838. Wir haben schon in der Einleitung sein Diction- 
naire rbuchi - fran^ais erwähnt; 2e edit. P, 1826.] Man vei^L 
noch' das Precis historique et statistique sur la ville de Valen- 
ciienpes par Defontaines-Deprenx,, suivi d'i^ coup d*oeil 
sur les usages anciens vX modernes de cette vilfe (par Hecart) 
und des letzteren Recherches sur le theatre de ' Valenciennes. 
1816, 8. Hieran schliefsen sich die Notides sur les communau- 
tes de femmes etablies a Cambray, par Mme Clement-He- 
rn ery. 1826, 8. Die Verfasserin hat auch eine Hist. des fetes 
ciyiles et religieuses et des usages anciens et modernes du depar- 
tement du Nord herausgegeben, vrelchiö nicht ohne Verdienst ist. 

*•) Rapport sur les trayaux de FAcademie de Caen, p. 197. Moni- 
teur, 1808, 7. Juin. Handschriftlich vorhanden ist eine Schrift 
von Robert Wace (s, unten}! Estahlissement de la feste de 
Concepcion. 

*) S. Daire, a. a. O., p. 67. 
•) S. unten Kap. VI, §. 150. 

§. 16. .Neuere Versuche, die proVenzalische Poesie wieder 
aufzuerwecken, sind sammtKch mSsluugen. Zu den glückliche- 
ren, gehörte derjenige, welchen Jean Millet in seipien D rah- 
men, machte'). Hier nur eine Strophe eines Liedes, da die 
im Uebrigen allerliebsten Stücke von Anstüfslgkeitea . keines- 
wege^. frei sind: 

Et vaut bien mieu prendre per force 

Lou beUii gue ne heiti4 paj 



62 Kap. III. Hie «Mwei^ MorMvMittWtiblleii 

L0U% kontou p perdm$ leur pa. 
Et eomme Tahro sen ^ytioreyj 
Devinon sec, g%Mmd la tömb 
Rtfu9e d0 lau% arrasa ')• 
Dab dies frdlidi nicht mehr das reine altprovenzalische Ro- 
manzo isrt, sieht man leicht ein; als Beispiel aas sp'äterer Zeit, 
das an manches noch jetzt gehräachliche Languedocsche Volks- 
lied erinnertf steht es vielleicht nicht am unrechten Orte '). 
') La Constance de Philin et Margoton, Pastorale en cinq 
aetes, en Ters Proven^aux , et quelques vers Franpais , <lediee \ 
Monseigneur de Sault, Fran^ois de Bonne -Creqnj, avec nn Pro- 
logne repite par la Nymphe de Grenohle In Monseignenr le Comte 
de Sault, et k Madame la Comtesse. Grenoble 1635, 8. — Ja- 
nin on laHanda, Pastorale et Tra^ - Comedie, representee \ 
Grenohle en cinq actes, en vers Proven^anx, etc. Grenoble, 
Edouard Raban, 1636, 8. — La Bourgeoisie de Grenoble, 
Comedie en cinq actes, en vers Proven^anx, etc. Grenoble, 
Philippe ChamjB, 1665, 8. Yergl. Bibliotfa^qae da theltre Fiin- 
(ais, II, p. 507-520. 
*) D. h. // vaup bien mieux prendre par foree 
Le baiter que ne bai$er pas, 
LeB honteux y perdent leur paäj 
Et comme tarbre »ans eeoree 
Devenone mccm» quand la rosde 
Refu$e de Varroter. 
') Einige derselben sind mitgetheilt von Lacombe, Dictiomuure 
da vieoz langaage fran^ais, Supplement, p. LXVI-LXX. S. aach 
Mager, UI, 1, S. 234-239. 



Kapitel UL 

nie ||ro00eB BordfiranBlteiü^CB Kpen .de« 

Mitielalten. 

§. 1?. Wir sind zu dem wichtigsten und zugleich schwie- 
rigsten Abschnitte in der französischen National- Literatur ge- 
langt, welcher die grofsen epischen Gedichte des romanischen 
Mittelalters um'fafst. Wie im Süden Frankreichs die poetische 
Richtung vorwaltend lyrisch war, so im Norden vorwaltend 
episch, bis sich beide am Sehlasse des XIV. Jahrhunderts und 



>. 63 

im Beginne des XV. (bq einer Art von fiofpoesie Terscbmol- 
zen, welche alle €raf(«ngen nnd Richtangen mit emaoder ver- 
einigte. Bei DarstellttDg der epischen Poesie in Nordfrank- 
reich werden wir die von Rosenkranz ') versuchte Klassi- 
fikation dieser meist aus dem XII. und Xm. Jahrlijunderte her- 
rührenden Gedichte ') nach materiellen Prinzipien befolgen 
und mithin der Reihe nach berühren: 
1. Die epischen Ueberliefenuigen der Kirche, deren Stoff 
dem Allen und Neuen Tealanente und den Geschichten 
der Märtyrer nnd Heiligen eotlehnt ist. 
9. Die Sagen des nationalen Epos und zwar « 

a; des frankischen oder merwingisch - karlingbchen 
Sagenkreises, 

b. des bretonischen, 

c. des normannischen- Cyklus, welcher vermittelnd 
zwischen beide tritt Hieran schlielsen sich 

d. die antiken, aus dem griechischen und römischen 
Alterthume entlehnten Stoffe. 

3. Die dem eigenen Leben, der Wirkliehkeit entnom- 
menen Erzählungen, Centes et Fabliaux^). 

>) Allg. Geschichte der Poesie, II, S. 36 ff. 

') Tom XnL Jafarhimdert sagt Amaurj Dnval: Lm pluw hril- 
iamts f^^riode de la UtUratmre frun^tMe du mayem-ägs 
eammen^ verä le milttu du XIU McUm 4t ne finit gu*ä 

U fin du XUI: j9# touttM le$ hrtmche* de Im lit- 

tirmture p$i furtmt euUivieM en ee tetns avte xeie et 
tueces, aueune ne te montra piut fdeonde fue laffMe* 
La ffoitie semdiait Stre devenue un*betüin de la ttciitd. 
II failait des po^mes fvwr toute* iet eiaisee de im na* 
tion: det remant en ver$; 'des ehantt tPamour et de 
ekevalerie dorne iet ehäteaux; det Ugendee rimdet dane 
iee eouvemtSj 4ant Iet viiiages et lee hameaua^f des fa» 
hliauof, det eontee erduriere et des ckamone de mime 
eepeee dane lee viüet, pour lee artisane et lee villaint, 
Citait en vere, qu^on träitait de phyiiquej d^agrieuUure, 
de religion, de mprale, Tout ^ierivait en vers: lee ae» 
tione hiroiptee comme lee ivSnemene lee plus vulgairet; 
Iet WMruUt4t eommt Iet anecdottt Iet pkte ecandaleutee; 
taut, Jutfu'ä det titenmtient eur. le mdrite det vine de 



64 Kap* ai« Wto ^pB^tmem aoirdlieAnBlistocheit 

fdiverM erusj et des pioUbeit $ur des nams de ruee, sur 
les cris de Paris etc. — Vergl. Les Hne& de Paris bei Bar- 
bazan et Meon, U, p*237 fP. Lea.Crieries de Paris par Gail- 
laame de la YUleneave, ebendas. p.276ff. Les Monasteres 
de Paris, c. a d. de renameration des Eglises de Paris, ebendas. 
p. 287 ff. La ßataille des Tins, ebendas. Vol. L Le Lai da 
Lendit*) rime, ebendas. p. 301 ff. — Wir setzen auch nacbfol- 
gende Worte her (Hist. liter. de la France, i. a*B., p. 793): 
Ju Xllle siede les reis n^avaient point uns eour; ' ils 
vivaient duns leurs demaines, au sein de leurs f amilies: 
ce ffitait que dams ces fStes qtoils paraissaient avee 
quelque Courj et elles avaient ordinairetnent Heu aux 
trois grandes fites de tanniie, (S. meinen Ei nbard, Bd. I, 
S. 116 ff.) Ces Cours ou fites ^taient indiquies long' 
tems davance; les invitations se faisaient par des hi- 
rßuts; chacune pour Toi^dinaire trois jours. On y itait 
defrayi, nourri etamusi pendant tout ce tems; c*^ 
taient pour les trouijeres^ les minestriersy les Jongleurs 
de toute espice, de helles oceasions de diployer leur ta- 
lens et leur savoir -faire. Hs s'y priparaient^ les uns 
en c^inppsanti les autres en s'essayant ä r4eiter des 
poemes ou{ gais ou h^fi'iques eu moraux; et ils ehoisis^ 
saient le spectacle a donner dapres la eonnaissance 
quils avaient du caractete et des göüts de celui gui 
\\ dennait iäfStiep.ouj ce.qui est la mime chose, tenait la 
eouTw. . l*es seigneurs riches, les possesseurs de gtands 

. fiefSi ä.l'imitation dn roi, tenaient aussi des eours par- 

ticulierss, dans iesquelles mSnestrels et Jongleurs Staient 

^galement appeles, II en risultait que leur m/»se 4tait 

.ea:eessiveme^t active, et que le m4tier devait itre assex- 

,.. proßtable: on ne doit..do^uD plus itre StonnS du\.grand 

u n'omifre de noms de irowveres- que nous foumit. cette 

.\\ 'p4riode.de notre histoire^ ni- deJ/Bffiruyante miuUitude 

de poemes de tout'genre en langue vulgaire que con- 

tiannen/t nos . bibliotheques. ,et surtout ia Bibliotheqtie 

. royale- ä , Paris, — (Näcbst dieser besonders das Britische 

. Museouk) . Wenn Ghenier , Tableau etc», P. 1818, Introd., p. XV 



*) Ueber die Foire de Lendit (oder Lendi, von Indictum) sn St. Denys 
f. Feliblen et Lobineaa, Hist. de la Ville de Paris, VoL I, p. 833. 1051. 
1182. Memoires de I'Acadcmie des Inscript. et belles -lettre», Vol. XXI^ Hist. 
p. 16'? IT. Reiffenberg, CSiroluque de Philippe Houskee) ^w. sv r. 12179, 
VoLJU, p. 24 lt. 



Mue fmi moiM rares qU€ /r# p^wnn«e0S äignes, d^itre 
udQp$49 pur eUe: cm^ che/s t^oeu^re 4patt ^n trente 
siMei le prouvent asse% -*-j so iit dec .Gniiicl jn ganz aa- 
dei^ . Ur8acheo zu «jichen. Auch die Deutacben haUf)9 nach 
.1300 kein £poa mehr. An d^n Scblufs dea XIL und in daa 
XUL Jahriinndert feilen als« alle diese £peQ, die gröfaientheüa 
zwiacbeo dem ersten , und zureiten Kreazznge enUtaaden sind, 
als die ValgSraprach« aich bereibs binlänglicb entwickelt and zu 
solchen gröfseren Werken geeigneter gemacht hatte; S. Uh- 
land, über daa altfranz. Epos» S. 94-89; Tarner^.Historj of 
England dari$g the middle-ages, IV, p. 262-270; Heeren, bi- 
ßtor. Werke, Tb. II, 8.341-343. 375-377; Ferd. Wdlf, Alt- 
firanzi Heldengedichte, S, 28 ff; l{onin, Diss. anr le Ratoan de 
Ronceyaiix, p. 87; Faariel, Revae des deilx moudes, VII, 
,p.5l9-521. 539-540.. Raynooard (im Jonm* dea Savan«, 1830, 
Dee., p« 718) macht auch noch besoaderff anf den Umstand anf- 
merksam, daifl erst imter der dritten Dynastie Paris die bc- 
atändige Residenz der Könige wurde, welche Stadt auch in den 
Homanen stets alsHanptsitz Karls 4^8 Grofsen. und. «eines. Hofes 
völlig gegen die' historische Uefoerliefetung erscheint. .Denn 
falsch ist, was Feliblen (et Lohinean), Hist. d<^ la Ville de 
Paiis, I, 13. Vol. I, §. 22, bemerkt, dafs schon Chlodowig J, nach 
£er Besiegung des Alaricfa Paris zur beständigen RjBsidenz er- 
hoben habe. Die Stelle aus 4em. Gregor« Turonens^ H, 38, 
«pricht eher dagegen als dafür« , 

^) Der verschiedenen' Färbung 'gemäfs, welche die germanisch frän- 
kische Stammsage durch Lokaltraditionen erhielt« wollte Ferd. 
Wolf, Altfranz. Heldengedidite, S. 12, die Gedichte. djjsses Krei- 
aes eintheileii ia den karlingischen (ans denn i^andeSEitischen 
der Seine nnd Loire, Dache de France), aqaitanlsobeny pro- 
irenzalisehen, burgnndischoarelatischen, Iptharingi- 
a<^h«^n, belgischen. Ich leugne nicht, dafs diese tAbtheilnng 
zweckmäfsiger, dafs sie selbst 'för d^n G'eschichtsaciiiielber bei 

. waUe^i^.'l^e^etner ist und viel weniger Schwierigkeiten darbie- 
tet, .ft>lg<i Jedoch dci: seither allgemein l|eli^ten, -qf« eine Ver- 
gleichimg, der altXbanz. IXationalliteraturm^t. der anderer Völker, 
namentlich mit der deutschen, zu, erleichtern. — Diß.Gctindlage 
ia den Heldeagedichten des fränkisch :karlingis^h^9 Sagenkrei- 
ses ist übrigens o^enbar deutsch und gebort, wie da9 ganze 
durch diese Gesänge verherrlichte Geschlecht dem germanisch- 
frankischen Stai^me an* . Daa denteohe; Element ist selbai in den 

Idder AltfrAtti. Lit. Owk, 5 



i% Kap. III* mtm- m ^ ^^^ *ovfliHmfE4i0toelieii 

afif tmB gekotiimeiieti wätothen Crediekten noeh so VoriiemchencI, 
Aaia slok die eigentlich gulHscben Bestandtheile lama meiur er- 
^ l^eimen h^sen. S. Monie, Geschichte des HddenthliBies im 
ti^rdliclieii Eui«o[>a^ 11, S^ 421-426. Mit Utirccht hahen daher 
• c^ige englische KriÜker behauptet, dafs auch die Remane von 
Karl dem Grofsen bretoftlBehen Urspnmgs seien. S. Ley- 
den, Prc^iaaTj dissert. tö the Oimplaint of Seotland. Edin- 
' bttrgh 1801, 8. p.263flP. Elli«, Speclmens ef eaVly English 
lüetrical Romattces, London 1811, Vol. II, p.297 ff. Tarner, 
a. a. O., IV, p. a2a. 
3) Die Romälie des Karlingisehen Sagenkreis^ beziehen eich kei- 
n^tt^es sammtMch auf Karl den Grofsen, -Im Gewi« de Rons- 
- ^ill^n, von welchem nnr eine spätere Beäfbeitang oder Nach- 
'• ' fthranng fthrig gehlieben ist (s. unten), werden die Kriege von 
Karl Martel erzShlt; G«rin le Loherain, Girhert und Berte aus 
grahs pi^ um^ssen die Regierung Pipins des Kleinen; Raonl 
de Cambray, Gtiillanme au CJor-ne«^ Gerdrs de Nevet» spielen 
an dem Hofe Ludwigs des Flammen, ja mehrere andere föhren 
' in die Umgebung Karls des Kahlen. Diejenigen in diesen Sagen- 
kf eis gehdrigen Gedichte, welche unbedingt auf Karl den Grofsen 
hinweisen und dessen Heldenthaten schildern, sind: Agolant 
(Vertreibung der Sarazenen ans Italien), Jean de Lansoii (Krieg 
gegen die Langobarden), Gniteclin de Sassoigne (Kt^eg gegen 
die Sachsen), les Qualre fils Aymon und Girars de Vienne 
(Kriege ht der Auvergne und iin Dauphin^); endlich Ogier le 
Danois und Roncevaux (Kri^g in Spanien). In allen diesen Ro- 
Annea kottimt flbrigefis kein Wort von der Fahrt nach Jerusa- 
lem vor. — Zu vergleichen sind feber die Gedichte des karlin- 
' ' gis'cfeeil Sagenkreises: Dippoldt, Leben Karls des Grofsen. 
• ' Töbtegein 181Ö, S. 234 ff. Anh. Gör res, Deutsche Volksbücher, 
Öeldclberg 1807, 8. S. 11^-131. Docen, in Fr. Sddegels Mu- 
i' mthk, II, S; 236 ff. Schmidt, über die italiSrnscben Helden- 
' ■ gedlehte aus dem Sagenkreise Karls des Grofsen. Beilin 1820, 
8t (ftolahd's Abenteuer, Tt HI.) 
'♦) W«s das Metrische anbetrifft, so veredle faM namentlich 
•••' ^te» Aufsatz vött Ühland, über das altfranxÖsifedieBpos'ln den 
'» Süisien^ eine Zeitsehtift^ herausgegeben von F.Baron de la Motte 
• - ' FOttqtt^ und Neumann, Berlin 1812, la Quartal. Pa«lin Pa- 
• irliB, IJc^tHre I M. de Monmerque vor der Ausgabe des Romans 
'"Berte fms gran« pf^s, p. XXII ff. Namentlich sind drei Vers- 
' »rten zu unterscheiden, der Alexandriner (vers leönine), 
"^ der fttnffäfsige jambische V^r^trad der vierfüfsige 



4M munmhMwB. er 

Scfalagreim (limcs plM«i), UiQndm ia >4en tiedlcbten aus 

dem bretcmiMlM« Sagenbewo mi ja den klwnepen EraSWungen. 

-- Gelegentlich ttag hier bemerJct werden j daTs die Rime leo- 

Ma« <reieherRera) naeb Roaenkranz, II»S.39 ao^nannt 

worden ist, weil er för den Kdnig der'Reiine galt, gleiebwlc der 

Löwe föp den König der Thiere. -r- Die Rttmana (namentlich 

die der XBL Paif» de France> waren gemacbt, am gesungen tu 

werden, gleieb den grtecbiacben ÄhapfiQdieo; Die Musik war 

zweifelsohne emat, ohne grȣi6 AbweobseJiiDg, wie die der 

prosea religieuses oder d«r bäuriacben Romanzen, bei de- 

nen die letcUm Noten sngl^l^ die KWedwpköbr der ersten an- 

deuten. In dieser Art singt man noch jetet in Frankreich das 

alte Lied vom Comte Om, «idor aelUt die burleske Scfailde- 

nmg von MarlboMNighta RintriU; 

Madamt^ A,,\tL\tq^r fmmt^j — *f kuv,t qn'elpput monier, 

Elle a^^r^iii spn p4^ge — ife iout noir ^aMl^s 

Beau j^^s^ pufp i^ei^^ fiagf,. -^ quef npupelie aporiigf 

La mmvelt qu^fqport^, — Vßs be^u^ yeua^ vont pleurers 

Mo^^^r Malbn^gh ^U m^rf, es^ mqrt eit enterrS. ete. 

Den Bcbiagendsteii Beweis dalUr liefert eine schon, ton Roque- 

fort 0. m. a. angefahrte^ Sielle aus dem Romane G^ard de Ne- 

Tcrs, w«kbe P. Paris aus der Bandachrift iro^ Neuem mitge- 

tbeilt hat, und welche ailch hier nicht fehlen dart — Gerars 

fiberzeugt von der Treulosigkeit seiner Geliebt«»! und seiner 

Grafschaft IN^ners rom Herzoge von Hetz beraubt, entschliefst 

sich, auf seinen aken Gütern wieder aufzutreten, verkleidet sich 

jedoch, um nicht sofort erkannt zu werden. 

L»rt vteeti un.fjieux garnemäni *. 
Ee pemd h ton col une mMUs 
• Car Girare bei et hien vieU .. . * . 
// aloit h pii, sans chevaL 
Tant a marcbiS piain et Mal 
^iu'ä la eM de\ Fevers uint: 
^P^rfoie r^tgaxdtnt^ ptuM. debint 
^i disyiemt*) toü0 ^ riant: 



itelUr lind «qs ibetriacft^ü Stelltiikv' wie dil obige, «fttir« iuM mif-SrdiftriMif, 4afii 
Ah E«d«ilb#Bi 4tov i/¥tH^r'an^lais, frantioig, /aftMif^, j'itbis «. «. w. frlAer wia 
die Silben '^4tf, foi «iMgesprodiea Wnrdeta; döfh ab FrXDC der 1^ 'f^adifolger, 
Hdorlcb-Il, aidi'iAi Jahre 15^8 niit'-Ktftliarliia von Ittedici« verwX&lte, • kamen 
wit i^Htlhin an«b'Vid»IiafikMf an den Hof. Jette HeVren nun, denen ee nn- 
nSglich war, die 8Ube oi auaxoapreclMn, 'Wrwandchen (fieselbe ih M^ mÜ "knld 
wnrde •■ unter den fnuisISeiachen Hofleutotfy.A^r K8wgiA.ftii'g«f«iUfia, Jl«de, dem 

5* 



U8 Kap. III^ -iM«:ttWi€»k0r«|ifc»ii««ri»clien 

Trote 4;e«er scfeleekt^ Vorbeactalu<if5eii »eigt ticb: G^räes vor 
deiü Schlosse des Herzogs Ton Mete:. 
J^ lä p9rte tnnt at»ndi 
Q,vhi/n8 ekevali^ ena tapeim ^ 

Quis par U mur trdiant, aüa, 
Bn la sali» temmenB ä fAont 
Bt d0 vMer U sem^nt ..... 
Lört öomeMfe/H com vfoif sembh - 
Com cii fui m4ml$ Urt denSs 
Cb» vers de €htillaume am Com4» 
A eiere voi» et' h d»u» »»m* 
^rant /u la corteen Id »\tle hL&on 
' Moült öt a» tahle» öiseäx et venaiion, 
ilui qt^e mänjait la ehar et le poi»»on, 
' Ü'ttcque» Guillaume n'en pasta le mentoiti 

Aiks ^menjä toutte^ et büt m^ue h foiion, 
Quant mengier orent li ekevaliSr barani 
If»» nape» otent e»cuier et gar ^n. 
Li quens Guillaume mi»t le roc h raison: 
^ „Qu'as en pen»e'^ dit-ily ,yli ßS» C&ärlonf 
- '^ „Secoret-moi ver» la gette Mahonf^ 

]>ist Loi'i»: ^yNou» en consilleron», 
i,Et le matin savoir le von» feron» 
3yMa volentis »e je irai o non^^r 
GüUlaume ' Toh si taint aome tluOcbon ; 
II »*abäi9a^ »i^a'pri» un b)a»ton 
Put» dit au roi: y,Vo»tre ße% mu» rendon^ 
yyK'en tenraime» vaillant ün esperon^ 
j^N^ tH>»tre- ami f^e »erai ne i>a»tre hom^ 
j,Et si venreXs o^vou» voillex o «öw.** — 
En»i lot dU ver» dusq^a qüäHre *) 
Four au» »oluCieret iswbatrt, etc« 



BfikpieU d«r It«Uk>«r xa ttA^u. N«c1i and nach ▼erbfeit«ie sich i$fM Aot- 

tprackvwei*« U der Hauptftadt und von dort av ai^ieli in. die Proviaaen, «o 
. j#dock . die IrUhare noch imner , Bicht to% exioac^eii .iat ( B o U e«,^ ^ B • e i n e 

«i)d U« lief 9 biall^ nch jedoch ap^i^rhin noch immer an die alte Methode. 
.Erat YoUaire fUbrte daa ai in aeinen Sfchrifte^ ein, aber selbst jetat iat diese 

neuere jSphreibart noch imnier. nicht gauf aUgf«|eia aagenomauii. S» 9Qch Jour- 

!nal de« Savana, 183», Ayril^ p. 24^ ff. .... . 

' •) Nehmlicfc rÄwa» oder emplH$, ' "- '"'j')*' "... • . ■ -; -u f 



Dfki^ weisdöii .die 'RouMna too üirea VecliisMini selbst Mufig 
Gliaiisoiis g^aottt, me in folgenden Verfe»: ^ ,. . 
. — ^10^« ckttn^on» seignsur, plaist^voM otr$ .,m 

— Seigneutj ae» une heU ^hanii^n 

— Chan ton dstgeste, et de merpfilies pres ... etc. 
Daher war ferner die Ciianson de Roland (de Ronce¥tfivt) kein 
Lied im neueren. Sinoe des Wertes i sonderp eine Chanson 
de geste (Roman); s. ^nten. — * Vielle^lit das Sltesle Beispiel 
der Alexandriner (nber den Ursprnng d^ IX^mens s. unten, 
Köman» d'Alessandre) ist iin Rflinan d'Hildehaaad. und im Ro- 
man de.Homvei de-Honlaf (s. e))en&lis unten und /irergl». Grimm 
im Susenm der, Alteetl^uinsiyij^sepsck« , ■ Berliq 1311« 8. Tb. II, 
S. JS84 - 31B)f vrelebes in nahei? Beziebong zu dem Hild-ebrands- 
Hedo «tebi... Bierans folgende Bjradistnclce: ^ 

L Lart,ftreni.la harps ä.Hi» f« oomencp^ ate^nprerj 
Deu ki 4u»0 te9ga$^ßBt» ^wm U ta itot> n^nnier^ 
Cmm.sfiß co§;4eM tu^l^t, cum letfeBeit trßmhUr! 
^ 4 ^uantesfaw lee Qhan%s ä kuani^^s Qrgunerj 
DeT armonie del ciei Ue pureit remembrer,, 
Sur tu% €ieu9 ke i sunt, fait eist ä m^veilier, 
Euant celes notet, ot fmit, pr^nt Ben amv/nter^ 
. JR par tut MUtre tuns fait ies cordes soner: 
Muit $'e§m^vHllent tm^y g^il ta sot mßnier} 
Mt qa&and il.ot eifßitj eomen^a. d,nQter 
Le JLay,,dmnt orain» dis, d^ B.ato^ haut ^ der, 

> Si cum sunt ^il ßretun de tel fait cmitumer» 

IL En ia butelrif Kimsk^apree. ^ e pnjMr^e, . 
Un corn prist dunt ia liste est gemmSe, 
K^entur Ia, b^oßiche es^ bjien diemi pi6 Ue, . . 
,^%l es^ foK off ricain ä merveille bie^. ^v4r4e. ;. 
De vpimen/t € fsii empU heivre ke bien agr'4€s ' 
A son dru fa porti cum est Vacustumee; 
Et les autre ensemeni od vesselle dorie, 
Servent al manger en Ia sale curttnie; 
Katre turs ont Ja fait ke ne funt arrestSe, 
Deci ke vint al quint ke Hörn tad a lui sachie; 
AI trepas ke le fist par joi man^ce orfreisie, 

Puis li a en riant^tele^parole mustrie; etc. 

Von dem fönfifufsigen jambischen' Verse bilden oft 80 und mehr, 
zuweilen jedoch auch nur 10 und selbst noch weniger Zeilen, 
mit demselben Reime schliefsend, eine Strophe, die bisweilen 
noch durch eineii .dr^tföisigen iJ>Ml m^ weiblicher Endung, 



der in keiner ReiniT<irbthdtlfig steht ^ »bgesclilMBeli trM. Die 
Reime können miftniicfa oder welblieb (mil rtUtamettt #)'6eia. 
Auch IdofeeAsS'^iranls findet sidl nSefat «elten in den Sltesten 
Gedichten. S. dairfiber den Anfsatz von Andres Bello, Uso 
*antigno de la rhna osonante ^pa la poesin htinia de la media 
edad y en la francesa n. s. w. im Repiertorio americano, London 
1827, 8. Tom. Ü, p. 21-33. Die Ge^te des bfretonischeti Sa- 
genkreises bestefren ans acbtsübig«^ ^»aiirwelse gereimten Versen 
(ä rimes plates). Qninet, Snr leg cpopees fran^aises dn XII« 
sii&cle (P. 1831, 8., p.26): Les pffeM€9 d*ortgiHe ewiiique 
coffserrent tow» foöfwve (c. ä, tf, ievtr$ *di» kuüwj^het), 
tis fne^ure rapide 4^ fmuetffuHit ^ri^es /* 9owpiesse 
fieB chrtittJB ^^puinir^eä Au toniraii^ey les peemes 
tudesquei ^mi $e gt&uptmi nntour de'Ch4tirlenmgmP3 ont 
hdepH »an^ eacepiit^n /« grand f^äts''*äSrm'que, 
le verw den ßfidfi^it^üge^eed^tiNNgmfnsfyttiüet, Avec 
teVT Time Uni/^'rmB tfuiriftemtft to^i^igrw *la mime 
pendftnt d^ß ahnfks etitier^i eiitnme in länc^ itär le hau- 
herty &est in i&uf*de f^nre^e^ ie )t9urd fr/tnitt&ment des 
hntaiii^ns appiwnittiB xur tnrmure €t U JtAfmnU de in 
chdvitt&rie ftnisämtie, Anch ¥ii>l«tid bemerkte ^a. a. 0., 
S. 10^), dttfs d^ «fpükibe AhxandHner d«r ü^ankiSGlie^ Gedichte 
mit nnsei^em Nibeiuikgdiirei^ sebr nahe «isitmttt^tri^e. Uh- 
lund hat Ätieb (a; a. O., S.«2-8Ö; l^^gi-^Fofd; W^K, altfran- 
«SSi. »Heldengedibl]^, 8. 13^ Anm.) aus ^n^n^itf^ings im Aus- 
luge bdbnnt gemaöhien fl«ildengedielile CaroHnM dte Gilles 
de Puria*), eines ktekiSsoben Ditebters des Xlß. Jabrbnnderts 



*) Nicht tu veHrkcfifieln'ti^t^iSifrea 'ae'Vibrei'a; itviflm Dichter de» 
XIII. JabrbilfASViHs <n^ti«ll «1^ t»«d«to f rik^u« Vivittil fB«<^ j|r. 900. Fauchet, 
p. 5 7 4 . L a .B o r 4 e , Raum )9nt'H\ w^niipif^ il, , |h 930. Ro q ii¥l o r t , IStat, 
p. 74 ff.). Hiar eiae Prolie von ihmr * ^ 

Au portir de /« froiduri 

' Dure^ " '^ ' 

crt^; '...•►.'.% 

. *.« Apr# .plmmg- ma m^savmtiutff^ . , ' • 

Cure \' ' " ' / 

N*'äi eu d^aime'rt ' 

^Ckr'^hftier ' *• * '- ^'- ' «v . 

^ Prov4 

,, , ^' 9ovenie$ /o»V , 

'jftafefofg ' ■ ^ ' 



(Hbt^mUr. d« k Ff anee» TflfB.&yil, pw4a £L), di«: Cliigtip««^ 

dickte imldicb abgesungen wprden: , ./.; >; 

/?€ Karolo clari praeclara proie Pipiph ... i 

Cuius npud populos venerabile nqmen ßb .Qfß^i , ^ 
Ore satis claret, et decanpata per orhem 
GeBta $olent melitiM aures sopire vieüis^ 
Vgl. auch Fauriel, Rev. des deux mondes^ VoLVII, p. 557- 560. 
Hierin bestand def ' cbapakterislikche Unterschied zwischen deti 
' gr^fseren ejfiiscben ^Achten und den Cmftes etFdfoliaox, nicht 
aber, wie P. Paris geraubt hat, iWio, dafs erstelle lUr die sa- 
geBMmte ftittertreh, ktzlere för das niedere Volk bestnint wa- 
ren. Denn dafs sicli gfioCs« Heisren qnd.^arone ancl^ ap{ den 
Oont^ und Fablianx ergöUten, ..^rbellt aus nelen Stellen, z. B. 
deok Eingänge des Fablian des trois aveugles d^ Go,mpi^gne 
(8. unten Abtb. II, S. 66, V..6.). — Denys Pjramns.sagt im 
Eingange seiner Lehensbeschreibung des heil. Edmund .(Ms, Cot- 
ton. Lib. Donüt A. XI. bei Turner, History of England duiing 
the middle-ages. Vol. IV, p. 263, not 3): ' ' 

Li reyj It prin&e^ e M eour'tur ' ^ ' 
۟nt^ Barun et 9^afHt4ur 
A^ment ^unte$^ e^nemr^ e fakleä '-■ 
E ho» diu fui suaU .deii^akU^. ^ 
Ans dieser Sriefie ecttdit i»an detttli^i dafs «ocb.llis Beiligen- 
. ieben, ^€|cb.4«n;,C!i>n*^ iMid.Ffibliail», ^n.d^ip Jv^kttrs ab- 
ge$inigei^ wn(d|#* fPie^rr.e df i&ro«, Verfa$»^ 4^ J^din des 
.»obl^ (Xy^ Jahrbundi^.) sagte? JSt le9. kystfiß^t pu Jon- 
gleur* 'peut ton perfHettre ^uf t^han^ent leß fais des 
-.prtMceßK et les Fies de^ $aintSy ou qui ffi/it eshate- 
ment devaut les malades ou les tristes pour If^ conso- 
lery mais que iis ne fassent choses deshonestes ou tour- 
nant hmal .:iv S. Beltfenberg, I, p/CXlX; M^ pl741. 
• ©enys Pyra*»u8»4ebte.unterBbii«icbin.*r<niEnglaiid dndieich- 
oete sidi ni» .ab.yei?fjisafir.r*ü Seratanfcdjs, Chansons^ die häufig 
sehr ausgelassen «iid onzüehtig wafleat'4n,«rinem. Alter wurde 
.«■ FrönmJ^i.PPA verf^fste La Vi^ fjt ;l«r]M(a^i[^e du rpi saint 
EdmoHd.pnd. Miracjj^s demselben .JJ^jli§.e;i;i .(hajfd^cbrjifi^y ii^ Mu- 
seum Britafi^cumj.. V^rgl. De la RuCj Ärcbaeologia, XIU, 
p. 248-250, Roquefort, £tat, p. 246-240. . , ' .^ 

§. 18. i. öie epischen U«l>eriiefeV«ng€D der 
Kirche. -^Heiligtölelieb. — B^eatbeil^iingeii alt- 



72 WLmp.vaU'Wim 

und ii€u-*te»tanieiitliclier Schriften. — * Ab Quellen 
der in diesem §. abztihandelndeD G^ichte, die in Ssthetischer 
Beziehung gröfslentheils von nnr sehr geringem Werthe, aber 
in sprachlicher zu berücksichtigen sind, müssen das Alte und 
und Neue Testament, die Acta Martyrum und die Acta Sancto- 
rum abgesehen werden. Alle vorhandenen zu erwähnen, selbst 
auch nur diejenigen^ welche schon herausgegeben worden sind, 
möchte überflüssig sein ; die nachfolgend au%e(uhrten sind ge- 
wissermafseq als Repräsentanten der ganzen Klasse in ihren 
verschiedenen Gattungen und Arten anzusehen, und eeichnen 
fiich entweder auf die eine oder die andere Weise au»: 

1) Voyage de St. Brandon au paradis terrestre, 
eine Art mönchischer Odyssee in achtföfsigen Versen 
ohne Unterschied der männlichen und der weiblichen 
Reime; ist auch deutsch '), niedersächsisch und flaman- 
disch vorhanden und oft gedruckt sowol in Prosa als in 
Versen *). 

3) Beranger (Berengiers), dessen Lebensumstände gänz- 
lich unbekannt Mnd» Wachte die. Bibel (A* u. N. Test.), 
d^. Ld^en der Jieil. Junglrau, die Passion^ den Tod und 
die Auferstehnng Christi in Alexandriner nnd fiigte eine 
Epistel über die Ankunft des Antichrisis, ein langes Ge- 
dicht über das jüngste Gericht und eine Predigt an /das 
Volk hinzu, zusammen mehr als 10,000 Verse *); 

8) Rutebeuf, ein Dichter, von welchem weiter unten aus- 
führlich die Rede ist, schrieb Vie de Ste l^lisabeth, reine 
de Hongrie,; de Ste Marie l^gyptienne, de Ste Thais 
d'Egypte u. m. a. 

4) Gibert de Montreuil *) eine Vie de St Eloy. 

• 6) Thibaut de Vernon, Kanonikus, zu Ronen nach der 

Eroberung Englands * ), bearbeitete namentlich in franzosi- 

• ' sAen Versen das Leben des heil. Wandril (Wandregisil) 

und anderer bei den Normannen verehrten Heiligen^). 
6) VVace''). Von ihm hat man eine Vie de St. Nicolas, 
welche neuerdings mit dem Jeu de St Nicolas von Je au 
Rodel d'Arras zusammen erschienen ist '). 
, , 7) Benoit .<)e.St Maui^e, wahrscheinlich zu Ste Maure, 
einer kleinen Sjtfult in der Toaraine gefaqren^ lebte unter 



n 

Heinricb IL /von EngUtid and YerGiAte mF« Befehl die* 
se$ Monarchen s^ein« fli«i6ire de» Ihics de N^rmandie in 
etwa 23060 achtsübigeii Versen*). An 'dfesei Gi^dficht 
schliefst sich in der unten erwähnten Handschrift eine 
Aufforderung an die englischen Grofsen zu einem Kreuz- 
zuge an, die in derselben Sprache geschrieben, gleichfalls 
von ihm herzurühren scheint Sie besteht aus sieben 
Stanzen, von denen eine $,,3» 15. als Prohe . mitgetheilt 
vf Orden ist (VergK B». 14-150 Von demselben Dichter 
röhrt ferner her. eine Histoire de Li guerr^.de Troie^*), 
in etwÄ 30,000 achtsilbigeo V.ersea geachriebefw < Die 
Hauptquellen dts Verfassers warea nath seiser eigenen 
Angabe >dte bekannten dpokryphischen Sehrifte» de^ Da- 
res Phrygin» und Dic.tjrs Cretensis **). 

8) Der Priester Herman '•); 

9) Gautiers (Vau tiers) d'Arras»*); 
10) Guernes oder Garnier**); 

11} Pierre Longa-Testa '•); 
12)Chardry'«)i ! . > 

13) Etienne de Langton •»); 

14) Guillaame de Wadington '•) n.in. «.'•).. . 

Wir erwäiinen noch, ab zu dieser Klasse gehörig, eine Üeher- 
setsong der vier Bücher der Könige mit beigemischten Ver- 
sen ••) und den Roman Judas Machah^e**). ' üeber an- 
dere faieher gehörige Bruchstücke virird unten bei den betref- 
fenden Dichtern die Rede $em, 

>) Abgedruckt mit Einleitmig in Bran's Ausgabe «hpiattdentscher 
Gedichte; nadi Gritiitm (Graami.'8.4&2) aus dem XiL Jahrb. 

*) Verfafst gegen das Jahr 1121, was aus der Zaeignung an Alix 
de Louvain, Gemahlin Heinrich's I. (1106-1135) erhellt, und 
aus dem Glückwünsche über die mit diesem Konige vollzogene; 
Ehe« Findet sich im Britischen Museum. Roquefort', jp. 234, 
Vergl. La legende latine de Saint Brandaines, avec une tra- 
dition inedite en prose et en poesie romanes, publice par BL 
Achille Jubina 1 d'apr^s les Üss. de la biblioth^que du Roi, 
remontanta aux Xle, 201« et KIII« si^clea. ; P. 1836, $. 

s) Bb. de la bibL du Roi, no. 7534. Hwtcire Ut^r. de la France, 
,XVin,.p.838ff. 



>^) Dter Yerfaner iea &%nktm d^ la Violette (s. den Mg^Üden §.). 

. Vei^l SUiffeDl^erg, I, p.€IiWU. • 

*)<S, .De la R«e, in Archaeelogia or IBscellisiMas tracts rela- 

ting to aatiquitj, YoLXlI, 1796, p. 297. 326. Aaozag daraus 

in der Bist liter. de la Franee, VoL XIII, p. 59. 66. 

•) Acte Sanct. Ord. S. Bened., Vol. III, P. I, p. 379: Hie multo- 

. rum gesta sanctörum a sua latinitate transtulit atque 

in communis linguae usum satis facunde refudit, Ana- 

lect. Üb. LX, no. 41: De la Rue, a.a.O., Vol. X!l, p. 299. 

•^) Der Verfasser des Roiiiim'd^Brfit, von dem unten die Rede ist 

®) Ueber Jean Bodel s. ebenfalls hriten. Herattgeber fst Mon- 

merque im Bd. VIL def dnrdi die Booi^t^ de« Bibliophiles 

erscliieBenen Samskingi 

.') BdttdflcbnftUoh in der BibL HarL no. 1717 im JBrit. Museum; 

neuerdüngs unter dem Titel Ciironkpies heransgeg. vo^ Fran- 

cisque Michel. P. 1836-38, 2 Bde 4. Die Behauptfii^ von 

Warton, History «f English poetry, VoL II, p..235^ dafr das 

Gedicht durchaus fabelhitft sei, ist Ton De la Rue (Arcb^i^L, 

a. a. O. p. 316) zurückgewiesen worden. 

' ^) Handschriftl. Bibl. Harl. no. 4482 im Brit Museum und in der 

Königl. Bibliothek zu Paris no. 7189, 7595, 7621 u. m. a. Vergl. 

Gallahd in den Memoh^ de l'Acad^mfe ' des Inscr., Vol. II, 

p. 749. De la Rde, in der Ai^ehaeologia, X3I, p. 320 ff.- 

\K) Aluliihrli<^eti Auszug daraus in der fiisUnre iit^.de-lt Frattoie, 

VolXUI, p. 424-429. Das' Gedtcht, w&e es fich^int, geraume 

Zeit hinduroh eine Lieb^gslektore 4er Franzosen, wurde im 

, Xiy. Jahrhundert prossusch bearbeitet und im folgenden aujf das 

Theater gebracht Jacques. Mille t liefs es unter dem Titel: 

Destruction de Trojes le Graut, mise en rime fran^oise et par 

. . ' . ipetaonbpiiges,' P. >I4S4^ M« evsdMinen und es ist seitdetn «Viel- 

. ' t £ich .wieder «nfgele^ .wosden;. jS. BiUiolh^ue du^tiväi^tre fran- 

, ^ais, l, p.. 49*53. Auch,fi;idet sich auf d^r Köu. fBi]bliol;|iek zu 

j Paris eine sehr ,gei^au|e ^i^iechische Uebersetz^ng des p^iichts. 

^^) (geboren zu Valenoieunes , nicht in der Normanili^fj wie De la 

Rue behauptet (II, 270). S. flisL liter« de .la France, XVIII, 

' ; ^. 830 JBT. -Mjui kit von ihm Vie de Tobiiß (14p8 Veme},, Bibel- 

Übersetzung m i t A Qt-go ri ü q y^rmengti Les,,J[oica djS f^o.tre -Dame ; 

. , lies troi$ moLs de rEvcij^e de Linpolni (i^oi^ißcbe; }3e^r^chtun- 

gen üW die tln i ^Yorle /jfirfieej-'pli/if^' f^4fmeX}, Histoire de 

Madeleine (712 ^Stbl^); La Mort de la Sainle Vierge, schildert 

den Tod der liril. Juiigfrau und iht Be^äbnlfs !iu Tbale Josa- 

phat durch die zwölf Apostel ; ein allegorisches 'Ibritnä X^Vahr- 



w 

Iwill lioi Gereebtigfaat freien «b Anülger iek Bünden tfü dem 
f%raife defi Alkrh^cMen «ttf, Mitieid and Friedeh «kiVerthei- 
aigep>; riUstoiire des S^ylles (tMeVerie); Geheeis neirart eini- 
gen andern gereimten Theilen der Bibd; Maid Hitnsidlfahrt, 
L'AssoMpcion de Nestre-Damft; Lee Mirade« de r^oatre-Dame, 
d'nn prestre, d'on nstifiev et d'one ^vieiHe; Yie -de Sl. Alexis; 
Vie de Rt. Agn^s; La Pagsion de Jeans Oirist; PHistawe du 
Prkieiut Sang; La Yie de 1^. S^bastlen; L^Mcoone od»r La 
2^cop||e> ^ne Art r«n Fa'bel in Yersen; La Yk tde ^ Vehan 
Paulas. Me1ire»e dieser 8eliHften ^d« nnr tbeüe de« (Bedtchles 
6eseslb, tinelches folgendermafsen-anftlnglt - 
9ign0r, or \^$eo9^iti ^^n^endi^s mm *rmkon9 
Je f»# vos dis p^üt fahhi ne /ne tw» Ü» ennftmr '' 
€i4frs swi'j pövreg ife §^n9 «e wuiy m^uit pmfpk$ 'hon, 
TFSs pui^äe Faienci^nis, Hermtin m^i^püte ^n. 
'be p&rütme Bbw eure ne prend s'sMt grand U'mifki 
fün a sov^nt gTMnt niie v?« p\eiite wainon^ 

Tot >ce äi'fe por «^oA"> je 9uU ntMtA peiUfk^ • 
CdnoneM tmi et pregtp^ par groHe feSeeÜQM, 
In einer Pariser ^Hiiifftselirfft ündet «idh iincii idie un n iet l iehe 
Le^nde n^omtiüiieer f'ano^'iafid dei^ Qtkmt der'lieÜ Jvngfraa, 
^«Idie -^vlalifself einlieh orlentalisiihen Ursprung» (ist • 

•y ^a«U%rs od«r Vatitliers ^d'Av*r«B i>eBcbrieb'^e£rie§e tM- 
neben dem Keiner HigMilcliss tmd dem Könige Ghom*«^ II. von 
feffsien, den ^^Itlst d«8 fiolses vom wahren KrctaM Kösr^Erlö- 
iMM Und 'dess^ Wlede^eroberang, .endlich "äen tFrspnltig des 
Feslei ider Krefi^^erlmlinng,- weiclwr in' der gi4ecli!Behefa nnd 
' «Otnlsofaen >£ätfehe'^m ]4.~8i^eieber •gefefieH wird^ 4» 14000 
Veirsen. ^Bug. '«edidif ist ikn Attfange des IQIL JaMiänderts 
'gesi^neben, d* ^es >deifti ^i9rdif<itt IMnint de-Bloisv'Boiiiie Lud- 
wigs IK. f0««idnke« iiA, welcber'hniJ.im^^slirh. < 

^ €b "Gtt^c^fne» «o^ CUii^nfer 2ii Pmit''8t.^aii^n««»in-der Pi- 
*e«vdle '^eberen ist, trie ^enieki%Meh «nd >tmt\k'ym »Rid4|>vefort 
«igegeben ifvird, ist vn^eifi^Hnift,' da er^8ie!i"bMfe 'V«rtoler da 
P«r»t nennt ttnd'faiern^ler i^enso'Wohl Pbhi;in*<^»dWge) Pont 
enr tlf^enne im GdthMi», iPMit-^A«Mtemer, >Pottt U^t^ne-, Pont 
de rAvelie in der t^<»niiatfdie' gemeint 'dein Ic^hmed. (tS;<^stoire 
llter. de la Franee> Yol. XIII, p. 47L Et'^fffönlb^ i|cbrieb 
in Yersen eine Yfte deTbemas'Becket, des bekMinten im«). 1170 
ermordeten En^s^dfs'^Von Cmietbtty, D* 'Cfr' es^ noehf ange- 
^nanen Angaben- >f<neifertigt haltej iso begab er, sidi «4b8t im 



79 M»p. iii^ 

.. ): J« 1172 mA Ettgland, wo er. sieb- An alleii 0«(eu' nteßk lfe«8eren 
« Nacbnchtcn nmsab, beganai cUraaf «eld Gedlebt von Negern und 
- miitbte €8 im J. 1177 bebmnt Alk diese nbd mebrere «ädere 
Angaben über das Gidicbl finden qlch in dem Prologe tob dem 
. Diditer selbst angdf&brt Es iat in Alejuodrineni (mebr als 
600(Q gescbrieben, welche in Stanzen Ton 5 Versen mit demsel- 
ben Reime ah^thtüt sind, und zäcbntt sich durch Reinhmt des 
Stils imd Korrektheit der Sprache aas. Handschrift in der Bibl. 
HtfL flo.270. 6. Dela Rjie, Aüchaeol.^ Tom,XI|, p.323-325. 
RoqnefoffI, Statt )f.M(K (Proben s. B, S. 17.) 
> *) Ein gebomer Fransos^f regnUrer Chotherr m Bridlington» Er 
lieferte eine Uebersetsnng des Ldiens des beil. ^Thomas ?on Can- 
terbwy» welshe der Sekretär des Eiabischols^ Hejribtrt von 
Bosham, abgefa&t hatte, in iramsösischea Versen um dafiJ.llSl. 
DiedaraarhesügliehenClIate s. bei Roqaefart, p..24^1. Bist. 
Uter.^e la Franc«, XIII, p.474« — Ein anderes Leben des Tho- 
mas Bedcet ,in. Grancdsischen Veiten findet sich in Hatl. Bibl. 
no. 3775 im Bri^« JUns., vwelobes T jrwhitt (Ganterb«^ Tales 
of d»iu>cer,^ Tarn« IV) .mit U^ireoht dem Benoft 4e St Maure 
zuschriebb S. De la Rae> a.a, 0., JOI, p*.319. Es > scheint 
• eiliMen.gleiohnl»nigeDt:e^gliBehen.Mdiich.ntm Verfasser zu haben, 
md seine Ab&ss«ng ftlk in. die Regienmgrispoche Eduards IIL 
S. Warton, History of the English. poetry, VoL II, p* 235. 
>^) Ein Meniästrier, schrieb eiiie Vie de St Jofsphat (2900 Verse). 
VergL ftber diesen Stoff: Val Schmidt in den Wiener Jahrb., 
.; 'XXVI^ ia24, S. 20-4S»;, Hüllmann, StMlewesen des Mittel- 
' alters,. Th. IV, 192», S. 195..201; Ebert, Bibl. Lexikon, I, 
<SL 1381. F^nief. ist ▼o» ihm eine Vie. des Sept Frk«s Donnants 
( > oa des Sept Maftyrs, mel^r als 1800 Vense, aus dem Lateinischen 
, über$ei^t((Acta Sanetonim, bA. XXVII), migofthr um 1230-40 
: ges^hriebeti. — Dialogne do PeÜt Pl^t (unge&hr 1^00 Verse), 
ein Gesprich zfv^hen dn^m Greise und einem .{Hiigea Manne 
: ! . aber: das Cäiiekilnd die WeehaelföUe des m«nsfiUioIu*i Leblos. 
rlit(i«t. den Weprken dieses Dichters ist dieses Werk bei^dtem 
I i, das .Bedeoieiid«fte, ii^denoi es sich dnrch jeinegesundev Moral und 
I 'i l4ebiWC|»fatlosophie und einen lebhaftenDialoganszekhoet. (Die 
.,.. ; Bandscbriften dieser sihnmtliohen Ged*eht$ finden, sidi im Mus, 
, .Äritann.) VergL De la Rue, in dw Archaeologk, Tom. XHI, 
1. p.2a4, Roquofort^ a^ a. O;, p. 241. 2^« : . 
• r*^) Ein gebproer Engländer,. Sto^rt^ %« Paris, Kurde. 1206 oder 
1207, Eczbtschof von.fCUat^rbury .und Marb 1228 m Frankreich 
1 1 1 : : . j^ ExiUu Er gehörte su den bess^n französiccb «- iu>ri|ii9nnischen 



r>4i*-ö2ftf^flpr»«4a0imM||lallinUi''i .tu ^ W 



. EKchton: be§)abt ttiil finidgetf nif«U8le»j:w«fe«e «r. aii«li die 
(Sjpradie in bobedl Giräile ia hmdht&wL ; — .Yei^. AteiiMiilogia, 
Xm, p.SaL lEla4«ef<M*t, pj243 ff. 26^7 ff. -^ Ujiter seine 
Prangten, misclite er Stellen von Gedkhte« einii treidle wahr- 
scheinlich von ihm selbst abgefafst. iviraren« «Anoli fast mm von 
am, ein thedlogisches Drama, .in.^elchemri der .Yerfiftss^ die 
W:a^rkeity die Ger«cktig kell, dad Mitleid und.denTrie- 
den einführe, vrekhe sich' über, dÄSr Schicksal lAdiimä uidli dem 
Siindenialle bespredien» Dte; Aiisfiihnmg. ist^nieht jobne Ge- 
schmack. Von demselben Yerfaaeer ist ein. ans dcnii Latekiischen 
nberselzies Cantiqne.jiar la Pinsion. in 123 .S(afopfcm - T^n je 5 
. Versättnfa^. ventiisohten Reimen- S« jedoch' D-avtMi^ in der 
Ilist Uten de la Frsnce,.XVJ[B,..p» il3.ff. ; r.. ,./,,;, 

Hy £in gfdioriier £ngläsder, war ]llö««bv.«iid Ubfte.wabr«h|finlicb 
. wBvt-die Mitte des ^IL. Jahrbiin4er<i|. Er. ^chvwb \in .sngeföhr 

.s 6Ma .Versen .ekt Tollsföndiges BmdU^ . 4^> .i^bsistiiciien Reli- 
"^gionsiflbiiA,;. welches er ans d««xJisl«iiiM4)hen.„ oft i gedruckten 
(London 1^20, foL.Caen, 4^ a. a. . L;^n ^^98, #.), bald dem heiL 
Bernhard, bald dem »Papste Qemuii^ a^^g^sobfiebenen Gedichte 
Floretns entlehnt hat YergL.Lejsefi. HlAt poSt med. aevi 
(HaUe 1721, 8.),:p.42Ö. , , . 

") Samson de. Nantenil übersetzte die Sprivhvysprter des Salomo, 
nnter der Begiemng. ^ König» «St€t»bflA ▼«n &iigknd (1135-54). 
Handschr^ in der Bibl Harie^na, ao.\43^, ia Brit Mns. — 
Hier gedenkeii wir. der^merk^Tt^ndigen BallftdiB.Anglo-rbrmande 
SOS,!« ]iie:9rtKi;«ommbj pardes-.Jsifii snrnnmCmt de- Lincoln, 
avec des introdnctions et des notes^^vocanuamu^e pair. M. Fran- 
cisqne MickeL >P«.1834t8*x .EiabesttndenufJibdmck ans den 
Mem. de la Society RoXale.des Antiqnaires dd France, Tom. X, 
p. 358-392. G^eoirUnd dieser BaUade 1^ d«f Raub eines Kin- 
des, Namens Hngo^. mid d«^ grans^^neD Maftem» welche dasselbe 
▼onv den Jnden . zn .erdulden hatte.^ lieber dos F^tom . . yergl. 
Mattb•^Pflri8, Mon. Albadeos. AngU^ fiisjtonA maior, ed. Will 
. . xWafB (P. 1644^ M^ p. &13^ coL 2. ed. Londiii. 1640, iol. P. B, 
.^v ^p..>912, 1.15).. Henric. Ka^^ght^öm,, in^Hist^AsgUcanae Scri- 
^ ploces Xi ex>-TetB8tis Mäs. xniüifi..prim«mvia\li^eii^':0diti opera 
Rogerii Twjrflidea et .Johannis.&eldlMil.i Lond. 1652, fol. 
col. 2444, 1. 13, .mid nnziUjige andere Schtiftftteller, welche in 
der AbhandfamgvTon^Kichei ty^;eföhK&^d:f 

>*) Die OriginalhandsBhnllb bflfaBd'sick^friihet'lQvder Bibliothek der 
Cordeliers zu Paris, ist aber während der Revolution Terloroi 
gegsn9Bn}<il(o»^efQrl, ßlsm4 ll^.f^J'lS) Mnä wahracheinlich, 



78 M»p.lIIr 

' !' ivie nun tenmitiiet, wfA RnUind gdbrachl vtordn« Bi sind 
ober däToti wret AbcehriAcn TochaudeB, die eine in der Pariser 
KönigK Bibliothdr (von Cnrne de Ste Palaje), die «ndere 
in der BibliotlMk des ArMnab. VergL Leben f in den Mem. 
de.rAeadIm. dee Insoript, XVII, p. 720. Dissert eor la ville 
de Paris, n, p*38. Barbasan, Contea et FaUiaox, edit de 
K^bn, Tom.111, pr^f.p.IV. Roquefort, Etat, p.42ff. Hist. 
Utar. dela Franee, Tom« VII, p. 18-^. — Lelong, BibL sacra, 
' ' I,- p. 332, betraditet diese Ueberselznng als das älteste, franz5- 
:: • «sdte Scbriftdedbnal. Die Bearbeitung der Bücher der Könige 

< '\ mk nidit etwa blols eine Uebersetznng, sondern^ in einzelnen 

< • £api#ds wenigstens, zogleieh eine kommentartthnlicfae Paraphrase. 

Bisweilen sind Vene beigeaaischt, z. B. ' 
<! ' I» ^ d: Arcus foriium superatu» «#«, €t inßrmi ^eeineti 
wtmt fvAore. RepUU frius pra pmnibuä äs la€amnMUy 
i! .;. stfmmMori tiüiurati mn$3 ^Ummü steriU$ pep€9i$ piu- 
:t) .! .'rimas^ et'ptde mule^ hatebit ßhos, inßrmaia est, 

«' Li ares die($'fsr% 4st surmunUx,- 
»'• ' JSe li ßetdesunt ^g^eitm^ 

" < '^ " Mi ppimsü fik,r4Wt ta%ii%y 

Ore se sunt pur pain lu^ 
>. i j Ee U famiBiltiMr [smntf a^a^idxs 
. r I .pf/iis^u0 ia- Jfarai^ne piusurs snfmaitad 
— >.'.<*.. J? ceie kimuix out en/ams ^/tebii'ad, 
>' ii .l^'%Si^i(Sfuscihai ^dominus) de^puhferis ^gpemmm et de ster- 
•i' ^ ^€€^e\^t^m>at'^wwperwm^ u$ tedeat 9ttm prm^pUms et 
^ '-'^ ^Hu^ •gföriae teneat, • 
V • >. ^> .; .;->:) . liamenaike mtdrtxee dei puldrisr 
. / .15 ; . . JU Muwß sdcke del furnier 
-tu /• . i. :Od*)Jei prinees le faU ^eddr^ 

Chdene de §lmrie U.fmt' aPein 
•U *«I,.^il4i2&: N^n est bona fama, quam ego audio j ut 
tratisgredi faeiäiis popuium, Si peccatfetit vir in vi- 
•ti '' f^u^f'plmeari ea palest Dee; sin auiem in ikiminum 
peeta^erit 'Virj. qnis öraHt pro- eofBf^ ncfn.jtMifruait 
>' "I ivecem patris swi: -gmavakUt J^ammus eisciders eos. 
Mi. ..;..' .. f^4f9t^e ffisme n'en bstnaie seinei " « 

*>^ '*' • 'J^ar a mai ie pdple nieime, ; ' • 

N^ faiftes mßis tetwüsrmnnal^y 
•".I '•-'; . Dunt ie^saereßse 



t 



*)^ji60e, **) D.i. om(«»)0«. > |i«q««fofft^ h^^S^ gM^t 



Si.hdm f^che vm/f» aUre^a Beu te ^jmrrad meorder^ 

€lue reddement*) Um cha$tia; . . 

Parabel les feprUt e pur a9^ur, , 
Nient par destresce ne par reddur*^) 
Cume apent***) & maiHre e a pastur. '.' . 
Li fol pruveire\) ne receurent te chastiement, 
Knr Deus le\DoU occire e faite veng^ment. — 
Die Bücher der MakkabSer sind olme, Zasäize des Üeberselzers, 
ja sogar Disweilen etwas abgel^rat. Den Anfaiig derselben rfebe 
xxkstk als Probe B, S. 12 If. ~ fVagmeüte etüe^ Bibel inTeMen 
sehe man \a- deit M^m. de FAeadem. d^ losiiHpftVTaift. JS^fT^ 
p.T29, XlSm, <pi 264. • : . w 

**) Der Roman Judas ITiicIkabi^e vmrde begonnen ton Gdntieir 
de Beeile- Fercfae, beendet toti Pieri'e de Rie^fc (Rieis)^ -9. 
F«ti«liet, Il/p. m^l23. ' be U Rne; Barde» et Jod^ear«, 
nVp^na v.Rciffcnbcpg,!, p.CXCFÄ 

§, 19. Sie Chronik deg Tnrpln» Bei Sagea nach 
emem ersten Yeifitöser zu frageri, ist lächetlich^ obwohl es 
noch jetzt tagtäglich zu geschehen pflegt; nocb licherlichck' 
aber eine Untetsuchung über die ui^sprüogliebe .Qaelle eines 
ganzen Sagenkreises» Ebenso gut könnte man geben uftd.nack« 
forsdien woUen^ wie ein Seboeekom und welches gerade den 
Sturz einer Lawine veranläfft hab<e, . Jeder Unbefangene wird, 
sobald er die französischen Naüonalepen.des kariingiscben Sa- 
genkreises kennen gelernt hat, und dann die Chronik des Tu^ 
pin in die Hand nimint, eingestehen, daTs dieselbe nichts. ai^ 
deres sei^ als eine Lebejfiisbeschreibting Karls des. Grois^n^ bei 
welcher, i^icbt sowohl die geschichtlichen Ueberliefernngen, als 
vielmehr vorzugsweise die epischen zu Käthe geJjogen wprden 
sind. Hiernach würde die Chronik des Turpin in einer Ge- 
schichte, der akfranzösiscben Kationalliteratur ,kaum niQ|pr^,als 
belläofig zu erw^finen , sein, wenn nicl^t noch fortwährend, na- 
mentlJMJb.von\deut$c;h^,.Literarhistorilu;rn, i^uf sieiSib Urquelle 
hingewiesen würde.' Sl:l)on ArAoid Qibenarft') aagte mit 
Recht, dafs sie aus Volkslieikrn, «Romanzen,, altati Traditionen 



*) Bmdmneml. **) Boidßur. *ry ^^tpÜHUnL^ t)* ^^lAte. 



80 WLmp. laOL .M«S0M«eir*wM«nB«0l0eheii 



berrorgegangen^sei, mit £inem WV)Bte' and den. Ciiaiisons de 
Geste "s^elbsi*), ebenso wie die Gesta regutn Ftatocoriiin, die 
Gesta Dagobert!, die G^sta Karoli Mägtii des 'Manches von 
St. Gallen ^). Nach diesen Befmerknngeft ist es dutcliaas über- 
flüssig, die Ansicht von VTarton *), Giogüene •) und so 
vielen andereii«) zu widerlegen, dafs gerade sie die Quelle 
aller französischen Gedichte dieses Sagenkreises gewesen, wäh- 
rend bei denen des bretoniscben Sagenkreises auf geradehin 
entgegengesetzte Weise argumentirt wird, Bedarf es noch ei- 
ner Widerlegung, so braucht man nur auf den Umstand auf- 
fn^^füjß ^u machen, dafs verschiedenen Gescblechtsfo!g<en an- 
j^^rige ^Helden 5) in ihr schon arls ^gleichseitig zusammenge- 
stellt werden, ferner auf die absichtliche EntlteHang der Tra- 
djtkOf^eii hinzuweisen, dje nnr jz,m dem Enc^ Statt, gefunden 
)isat,..si|e ein^i^. <ieutUf:h g?pug ausg^es|nro(;^enem Zwecke ;anzu- 
,pM«^i nehmltck al» lApeitipfehlung! ^9fr \Mlllf»htt na^ St 
Jago di Compos£illa^ zu Glahbenskriegen gegen diä Sfiriisenen, 
zur Stiftung von Kirchen und Dotirung von Klöstern zu die- 
nen; 0.'su- w.' Grett'genu^ trhk überrall der ohen angegebene 
Zwdck dieser Bar^telliing hervor, die weltKAen Güter der 
Kii^he cmd ihrer Diener als Gott wohlgefällig zu bezeichnen, 
tmd jedermann auf^ufotdern, des Heils seiner Seele und seiner 
Seeltgfcfit willen, Gdd und Gut Priestern und Klö^tera xnzu- 
wbndien*), -Auch geht fbirner aus dem Umstände, dafs (nach 
dem Rompu dh- Roncevaux) Tufpin «elbst m der Roncesral- 
sehlaehl iimkommt^ hervor, däfs dieser l^oma» ebbnso wenig, 
wiö die meisten anderen, ans j«« er ACöuckscompilation . ent- 
standen sein könne y sondern gleichz«ii% -mit dieser, ioder 
<vilel£eieht 'gar schon Itilher, aus Vokksi^g^n' lind Volk&iiedcfn. 

*) Notitia utriuscjue Wasconiae, P. 1638, 4. IIl, 3. p. 397^ 

«) Vgl. Raynouard im Journ. de$ Say.i 1832, Juillet;'p.390-393. 

Ifaurlef, in der Reyiie des deux mondes, VHI, p. 271-274. 
») P.Paris, Chröm>es ^e St. Denys, Tvit, p. XXXIV ff Reif- 

fenberg, H, p. CLXXIII fP. Martdnne, in den Memeires de 

la Soei^te Ro jale ' des ' Antiquaires de 'France-, XI, p^ 3^ 
♦) Hi#tory 'of the Eogllsli Pofetry^ Vol. I, p.' XEL 
^) Hirtoire lit^raire de Htidie, V<»I. IV, p. 13& 
') S. Neue Jahrbücher für Philologie und Pädagogik, 

Jahrg. m, ndiYUr HeH 3, S. 204. 



^) Gnte geiiealdgiitehe Tabellen fiber die in den rerocbiedenen Sagen- 
kreisen torirömmcfnden Helden bat Giulio Ferrario geliefert 
in seinef Storfa'id AnaÜsi degli antichi Romanzi dl Cayalleria 
IL B.w. Mflano 1828, 8. Yol.IL Tay. ag^ante alle pp. 172. 296. 362. 

«) S. Scbmidt, a. a. O , S. 56. 

§. 20. üeber den wirklicben Verfasser dieser Cbronik 
sind eine grofse Anzahl von Verniuthungen aufgestellt worden, 
ohne dafs man etwas Bestimmtes und Zuverlässiges darüber 
mitzutbeilen im Stande gewesen ist '). Wenn, gemeiniglich 
als Abfassungsepoche das eilfte Jahrhundert angegeben wird >X 
so bestätigt sich diese Ao&icbt dadurch , dafs der aus ihr ge-- 
schöpfte Kojn^D . von dar Reise Karls des Grofs^n nacb Kon- 
stantinopel (§. 21) ans diesem Jahrtmaderte herrührt *). 

•) Roquefort, lEtat, p.l37. 

*) War ton, a. a. O., Dissert 1. — Gingnene, a. a. O., p, 134. 

Eichhorn, a.a.O., I^ S. 42. 
') De la Rne, Rapport sar les travanx de TAcademie de Caen, 
p. 198. Ich stelle hier die verschiedenen Angaben znsammen: 
Jaliff d«r AbfaMm|. 

877. Nach Papirius Masson (also kurz nach dem 
Tode Karls des Kahlen). 
900-999. P. de Marca; Dom Rivet 
1014.. Abbe d^Jjongerne. 
1000-1099.. Hnet 

1092. Gai Allard (Bibi; da Daaphin^, p.224.. BÜt ' 
Ciampi und Daunou bSlt er für den Verfasser des 
Romanes'Geoffroy, Möndi zu St. Andre de Yienne 
im Danphine), Daunoa^ Voltaire, Ciampi. 
1100. Schmincke, in seiner Aasgabe des J&inhard; 
Utrecht 1711^ 4. Ebenso L» Carne de Sto 
•Palaye. ' ' 
11^-1124. Casimir Oudin. 
Il00-ll25. Giiignene. De la Rne. 
1085.' 'SismOndL 

1154.' Mar Chal (s. Notice sar la Chroniqae de Tarpin 
in dem Bulktin de TAcad^mie royale de Broxelles, 
seatice da K« janvier 1820, p. 23-32). 
1170 oder kurz zuvor. De Foncemagne, Dom Brial. 
1150-1200. Mone. 
900-1200. PanÜn Paris, Francisque Michel u. s. w. 

IddM Allfrans. Lit. Gtsch. 6 



f ? Kap. III. .JRHfiirA'l««!» u V^p?pii»ö«I«ctoen 

Di« «njgeblich« BalU dea Papstes Csl^t^a IL ub^f di^, Aythen- 
ticität dkser Chronik vo^ J. 1122 (1123) a,^h4 P- P.<)ri^9 Les 
MonumenU frai^ais de la Bibl. du Roi, P. 1836, I,^ p. 91J^-216. 

/..Die 2lw«ifelgrikide ^egen die Aechiheit der^eU^eii e* man bei 
Reiffenberg^ a.ä. 0„ 11, p.CLXVI. .Vergl. noch Gipgoene, 
a. a. 0., lY, p. 20. Man hat Calixtas IL selbst, und nicht ohne 
alle Wahrscheinlichkeit, für den Verfasser gehaUen,.aijiinent]ich 
haben dies J« Ger. Vossius und B r e d o w gethan. *S.. beson- 

•' " diirs Turner» History of England during ihe middle-ages, lY, 
p. 32Ö-dS8. — Dunlop, History of ficlion, I, p. 369, hält ei- 
' ncn Ksmonilrus von Barcelona för den Verfasser. Die Chronik 
^fitde Abrigens gröfstenlheils' hi die €hroni(pies de Saint -Denis 
aa%e»omvnen. VergL dSe Ausgabe ders^bea von P. Paris (Les 
gribdes ChroniqUeiB de FFance>, Dippo 1 d t , a. la. O., 8. 316| Bnd 
. Ko|ler»: Aaalecla VinMMmensM^ 1, p. 469; 415. -^ In der Pa- 
riser Bibliothek findet sich eine französisdie Haiu^i^*ift der 

. ^ Chropik des Turpin < ijo. 819j))^ dewn ^tcr . bi« ^J P^iVpp 
August hinaufreicht. v 

X , Ausgaben:. 

I. Ißei.SimoB Schardius«. Germasiicaruii rertm.vetasiion» 
chronographL Frankfurt 1566, fol. 

: . \ Jh I. Rituber^ Vcterum Seriptorum c^i Caesaram et Impe- 
ratorum Germanieorom res per aliquot saecula gestas lite- 
ris mandaront, Todmia tnus. Frai^furt 1584, Col. 
HL In der Ausgabe dieses WeAeSs von G. C. todnnis. Ha- 
nau 1619, S. 97 ff. Neue Ausgabe, Frankfurt 172Ä. ' 
IT. -Von Ciampi, Florenz 1822, 8. 
' 'V, Von Relffenberg, in seiner Ausgabe der Chronik des 
»..;... Philippe Mouskes, Tom-. I. 

'"'Vl«',p*e, kritisch^, ■ längst yersprochenc Aivsgab^ von Mon- 
' * ' ' • merque wird erwartet. 

Das Verzeichnils der Ueberselznng^n icaqn man nachsehen 
bei Reiffenberg, a.a.O., Intra^^ct II, p, GLXX YPI* . Vgl 
Hist. de FAcademie des In^fsrii^ et be^4et*res, ij, p^ )42 ff. 
Die erste französische Üebersetzung yirur4e im J, 1^^ auf Be- 
fehl des Grafen Jlcnapid YOn $oii|yg^e,(Xer^«ptal^ (nicht Ton 
ihm selbst angefertigt, wie Dip:'pfl.d|t, »^«uP-» S. 244 sagt); 
eine zweite von Michel de Ha]{*^ßs 'm^f, lß07 unter Philipp 
.August (handschriftlich, auf der J>iv^isfx B^b)f.pt^que du Roi, 
no.8190; s. Roqüeifort, a. a. O.,' p." 137).. Dann, vofk Br<lbert 
Gaguin im XV,, ^f^hrlinnderl ujiter.^Vpi, dj^ ,8i^ ^inen 



: #tlAä^em dnimiiilbtev aackad^^ommeii in liii M^r des 
Ch]««iiiqa<»8^ PwlBOS« . 8päfta#e Dratke dieser Cbroniki '€kwi- 

;iBiqii0 de« |^roa0$s^».et faits. d'4imei di» Gkarkmagne, aUribnce 
i TArdifvaque Tarpisu. P 1505. 16i7,i4. Lyon 1583. 

Ueber die deatsclveii «Bear beitan gen 9, Sc]iEU«i^, 
Tfaes. antiq. Teuton., Y«L IL t« d./H«^eii usd Bflselkisf, 
Qrandrifs tnr Geschichte der dea^chen Poesie, III, S. 164. 
]@[dchst gelupgeu ist die Bearbeitung in Romanzen ?on Friedr. 
S.cl^l'egel im Poejtiscben Tasckenbuch f. d. X 1S06, Welche den 
eintacneo, ^naiven Cdronikencharakter £^af eine treffende Weise 
jaacbabmJU Tfrgl. noch Slelaqges tlr^s d*ane^ grande Biblioth^que, 
,V, p.78. Bjbliöthöcjue des Romans, Juillet 1777, Voll, p.l32. 
Bredo.w, Karl der Grofse, Ältona 1814, S.'?00. Ferner.: De 
Mar tonne, Examen de qnelqaes opinions emises au sujet de bi 
'Ciiroiiique de Tui:pin in den Memoires de la Soci^te Rojal^ des 
Aiitiqnaijres de t*rance, XI, p. 301 ff. ' ." , ... 

., .. Uef^r den e«achic^(li^e^ furpJQ^ Mq|h^ .{m Siloster St 
benys, und dann im ,^. ^$ ]gi;;[^b|s<iiof yoi^ RMf^s» W J. 769 
.zif J^9m .^f de^ (^noü.jpv^ca der.;Ri)derYerel»:^iiig,, gestorben 

. im J.8Q0 >:Flod^o9rd^ Bist. Rem*, JI, 30^47» , Cofciit«, An- 

. naL, Tow,V, ^753, i7(). a. 800, §. W. MablUoa, .Annal. 

^ ^ Prd. S. Benedict!, Tom. II, p. 163. 349. Pa g i, Ciitipa in Baron. 
a.775.,Xom.IJI, p.348. Sirmond, Concil, Gallica,.U, p. 65 ff. 

, Sw Nachfolger war W^}far, Wolfbard,^ S. Fl^doard, 
II, 18« . Cointe,. a. a. Ö., p, 802. , Hiirlot/ tf€^t)ropv lUmens. 

Aqb dem Turpin baben gesobftpft (auike» icn Tepfassera 

der Graodtts Cbroniques de France, der Chroniqaes de' St. De- 

. Afs) Siffridua. JÜtaensis, Gobelinns Pers^na^ Vin- 

..cetit de Beauvftis ha Spetvluu historkle, Peitf as a Tk jmo» 

SQEehet^.iJBtpeld .Littdapbrucb (s. Einbfavjd,: Bd. II, 

■ Ss.dMyn.ui SU • ..•....-.» ... : ' 

Grywbi^üder , de WekJibiHi» Saxonicfe; c. Xlfl^XV,, und 

• l^tfVt^ti «tfWfttaiitts, AttfniädVers. IV, babto did Aütbettticitot 

•' Me#'»Vk«»ABt f*s€*itdo-Turpin berfcbtetfen Ercrigifi^i^*'!ä<iH^rffcber 

••• 'W^ijrttf 'bktV^ristbtoi Wege dariAfAuii sieb' beinÄlil ~ In 

:i<>^ef' Atf^^e>on''Reuber feblen eine Aüxabf"y6Vi 'Kapiteln, 

"^Wi^be >^n Lambecciu^ (Comment. de l^iBL^pa^sarea, II, 

'p;^9i3ä9), Kellarius (AnalectaYindolio^Qensia,!; ^.468-489) 

.• • 'ttdtjgHheilt 4rot^eb sind. S. auch Rclffenberg, äJk, Ö., I, 

f. 9ik ff. Bist lit€r. de h France, Vol. IV, p. 208. ' 

6* 



:84 Kap. III» Me;sni«ieB mvMfmnmBBUieläen 

u- §. 21« Das Gedicht von der flOgeblilsheB Wallfahrt 
KA9U dfis Grofsen »atfli Konitantiniipel 'ii«d J«ru- 
«alem') ist mehr ein koini«ch«s Epo», als eine €hatis<6n de 
geste, vidlefcbt von'-dem ^nglo 1 hormamiischen Dith'ler'Tu- 
i?Ql;dv da ia diesem Romane der yoiv jenem herrührende über 
.di< Schlacht hei Aoae^vkix« angekündigt wird '). 

') S, F*r. Wilken, Erste Beilage zu seiner Geschichte der Krenz- 
' ' zfige: Ueber den fabelhaften Zug Karls des Grofsen nach Pa- 
lästina. Die Sage findet sieh zuerst bei Petrus Tudehodns 
ap. Du Chesne, IV, p.771; dann bei Marino Sänuto, Se- 
creta Fidelium Crucis, IIb. III, P.3, cap. 6. 7." (Die Stelle ist 
',' abgedruckt in dem Urkundenbuche zu meiner Ansgäbe des. Ein - 
^hard, Bd. 11,' S. 155 IT.) Die fibrigen Schriftsteller, welche 
dieses Zuges als historischer Thatsache gedenken, s. map bei 
DippoTdt, a. a. 0., S, 242 Anm. Bredow, Karl der Grofse, ' 
S. 201. Vergl. noch Le Beuf in den Memoires de TAcademie 
' deg Idseriptföns, XXI. Hist p. 137. 149-156. Dela Ru«, 
' ■ » Bardes, Troirr^res et Jo^glenrs, H, p. 25. 
1 Attsfefig' ans dem französischen Gedichte zuerst in der BibL 

' Atk Ronians^ Octohre 1777, Tom. I, p. 134. Die im Brifiächi-n 
i Mus<miÄ befiadliehe Handschrift (De la Rue, Rapport snr les 
traVaust de l'Aeademie de Caen, p. 198-201. Rajnouard im 
•'• • Journal des Savans, 1833, Fevr., p. 69-73) wurde yon Fran- 
»• cisqae Micjiel seiner neuen Ausgabe: The Travels of Charle- j 
ntegne, London, Ptckering, 1838, 8. zum Grunde gelegt Def 
Titel lautet in der Handschrift: Ci commence le livere «oment 
]• Chardst'^ France yoi^ in Jherasalem et'par parcds sa femme 
a Cobstanitöoihle pur yere my Hugon., — Neaerdings haben ei- 
M nigß>:i6chriffstelkr ! diese Dichtung als Grundlage aller Romane 
. ..d€A ifi^QJdaoheä Sagenkreises betrachtet Hist. Hter. de la France, 
:i Xyi,i|tl78 (vergl. XYIH, p. 704-714); James, History of 
Chiyalry, London 1830, p. 319. LetEterer macht .noeli ^äberdem 
1^ dep/Ps^udo-Tnxpiiy znm Verfasser dieses Romanea« . / 
.'). Karl« erhält unter anderen Reliquiea vom Patriarchen l^>f^.1|era- 
, (.galem ann^h .eine Flasche mit HUlch von der l^i)« J|aiip;fipaiv 'Die 
,,) Erzäli^n^ von den gabs der XH Pairs, die ei|ie Hdiipttcene 
,.., dieses ,R9manes bildet, findet sicl^ auch im ,6aliea Reatore 
II (^.' unten ^. 30)^ aber bedeutend erweitert. Yesgl. über.jUeaelbe: 
^ Peiai^^ 4e ll J. Chenier, Tom. IV, p. 150 (P. 1820» l^M^ 8.). 
I 9^uvr^8 de Nivelle de La Chaussee^ Tom. Y,! SuppMilient, 
p. 66-71 (P. 1777, S Bda 12.). Chenier seibat hat dij^ ^nze 



«. Kl-; mp€ü «e» miUMmlierm. ' 85 

Ei^ähluDg behimdett in semeni Conte jes Minidles; Oeuvres, 
IH, p. 23»*2Bb. S. nodb die Menagima (R 1715), I, p. 09 ff, 

§.32. Philomena (Philuiueoa oder Phitomeb), .eigenu 
lieh der Gescbt€bU.der.,prQveiV5aIU€hen Pgiesi« adg^dbörl^ ist 
der einzige tillgedruckte, prosaische Reaan ans so früher 
Zelt und schon am Schlüsse des XII. Jahrhundetts In nieder- 
laognedoescher Spi^dcbe geschrieben. Es werden darin die Tfaa- 
ten- Karls des (rrofserf im südlichen Frankreich gegen die Sa- 
razenen beschriehen ; der Roman ist aber, ebenso wie die Chro- 
nik des Turpin aus rein mönchischen Absichted hei^vorgegan- 
gen *), und einzig und allein zur Verherrlichung des Klosters 
La Grasse bestimint ')• 
■) S.^8ehmidt, in den Wiener Jahrbäehem, XXXI, S.\0$. 
») Rosenkran«, Allgemeine Geschichte der Poel^ie, 8.65. 113. — 
Proben des Originalis in der Biblioth^qae <les Romans, Octobre 
1777, I, p. 170. iiterarisdw Nadiw^sitiigen, ebenda«, p. 116. 156. 
Proben avch bei I. B eJc ker m der fiinleitiia^ za seiner Aas- 
gabe des Fierabras (A1ihinidlaiigl;n der Akademie der Wissen- 
schaften EU Berlin^ Bdk X,. auch besonders abgedruckt). .S. über 
die provenzalische Ausgabe des Fierabnis, Fier^i'-Bras,- lie Re- 
cension yon Rajnouard, iin Joarn. des Sar., 1831^ p.U29 ff. 
Ausgabe in Prosa (s. L et a.) angefahrt bei Reiffeitberg, 
a. a. 0., II, p. CCXXXV. YergL noch die Hktoire Ht^raire de 
la France, IV, p. 211; VI, p. la Le.BAnf in den SKmoires 
de TAcad. des Instriptions et BtUes^lettres, Vol. XXI; ^Gail- 
Iard» HiMlre de Gharlemagne, III, p.384. Raynouard, 
Chofa&.de8 Pö^aiCs des Troubadours^ II, p. 11. 293. Lateinisch 
herausgegeben von Ciampi, Florenz 1823. (Reeens. vonRaj- 
noaard, im Journal des Sayans, 1824, Nor., p. 668-675.) 

V ; . ■ > . ' : ' • , ^ *'"^' . 

§. 23«i ,- £ioes der ältesten') Gedichte dieses . Sagenkreises 

ist die Chanson dts Säxons voi^ Jean Bodel aus Arras« 

von welchem weiter unten ausfuhrlicher die Rede sein wird *), 

deren Held Widukind«) ist«). 

') S. P. Parils, Berte aux grans pies, prefc p. XXXII. — Fau- 

riel, Revue des deux mondes. Vol. VII, livr. 7, p. 532 (1832), 

hielt ihn irriger Weise las einen der längsten. . ^^ 

'} S. über ihn besonders Wonmerque, Th^re ik'ampaiiis an moyen 

ftge,\l^ p. 157 .ff. ^ Falsch ist, was der Marquis de ViUeheuve- 

Trans (Histbire de 8t. Louis; P^ 1839, 8., IW. UI, p. 520) 



96 Map. III. Hie 8t»9pett'iMi!4lk#ii9E5slMlieni 

6«gC, dafo Jeon Bodel aueb Verfasser dea tif blkbM Fftbliaa 
d'Ajicassia et de Kicolelc sei. S. Fe. MiclieV i«. der Y^trede 
za seiner Ausgabe der Cbanson des Saxons (P. 1839, 2 Bde 8.)? 
I9 p.'LXXXTIII; ^ Eihe spamscfae Nacbabmatig'die«e^ Roma- 
> nes v^n Don A« Justin Dii>#«n, itn Bi^ninwcfiri» de-R^man^es 
cdbaliereseos e lusldriaM anteriore« ai sigloXYIlI, P^L Madrid 
1832, 8.,,p.207lft 
*) D*.b. d«r< Sobn der Wiilder, «»1^ eki^ät Ufo^4'CAiiä, 
der Verwiesene, wie l^obiu HoocL , S< den Art. von Wrigbt 
über den letzteren im Geatlepuan's ])Iagazin^, Vol. Yllf Februar 
1837, p. 162. — Wir theilen folgeode £pisode aas diesem Ro- 
mane mit: 

(Coupl LixVU-LXXX, |i, J30-136L) 

COWTnB. £>BA DAMMS IXJFtDäl^St^ \\ 

Lxxvn. 

Iji.Rois LohauM de Frise re^arde U seei . , ' . ' 
JPui$ ie e»mmande ä lire .t, sien €lerc VdinBi^ . • 
Et dl hrite ia eite ^t deipioie ta pei: ■ 
. ,^Sire, ce dUt H clerti ik dr6it ie vqu$ espeij'- 
M^a räpns deEritk^ tuer. Be$\art'ie dan%ei, 
W . Vftt^e^ete de Romme sakte de fupufe/, 

E^ puii Ie rot Lekout qmi feMpeusa d^äneiy >• / 
S£ eom. eil qtU Idiseiereni^ Ie. leu avt^äc. faignel 
i A Saiht^H^rhett del Eins oU or fon^ lor mvel 
I . RQyaes.et' dueköises et ^mrg&n ei bedeL 

Peur 6el Seigwpr vous prtej gmi^fotmalktmeli' 
< %üe dei häitre Saint* Herbert Im getissiex iänelf - 
. 'lEt se vouf.ce hefaitee, liw[de e$t h mmiäeir • 
, Cor peu paut miäät 'lan < vi»" d>um fuemunäl . bordeL ' 
Or i ont fait les dames estorer .t. chastel 
A töurs et h brete^ehes de moft rieke qüatrel;' 
Lei 'p6He9 soiit ferM^es^ et bendS H flaeL 
' • iJi''dedem9 ne lor falent engten 4ie mangonne' 
Desfendre $e vorront, s'an ler tramet cembeL^^ 
.Qua^t/liparon^fentendfntpneJorxf^tniebeL 

-;. • . ' .'j; ., LXXVIU. ..;•.•• ..=. . .'.• 
Dolans fu Vetaperere, n-£ <ft fu^€^rraHederj \ 
. Li roi et M htir0ik, li.i^ue^-et li prineier: .. 
/ CJkMMiuins ot. duei et Aonee peur i^idrait 4m mo^lHei', 
; L'eifiperer\e ape^ du^Nmmlan Ie ßaiwi0ra^\ 



Puis k\>/idbnti'e'fei än^es^oi ep)i,i)ieni'oit6i^r) 
Faiteiiä rot LohoUt tn gent'apäreittiie^^ ' '^' 
Englebevf le^Ftafike'kc et l&dri>h, fe Peutuerf' * 
Et snt^t liii vb route \XXX, 3f. ch4t alter. 
A SaÜtt' Herbert tres pour la honte veni^ier; ' / 
Nou$ rd^anroHä en Tokt pour^ la Htre gailierj ^ 
Que li Saisnes ne pästent as gud$ de Moreatter. 
i— iiNatrilety diH Vemper^re, tien fäh h ot^oier:*" 
Qui donc väi)ft cJiascun tomäfdire hott i ei- i^'"^ \* 
Au cA^ht s^aro'uteri>nt ckareteä et iohimter: 
De $i h ßaint'Heihett ne vorrent detrU^r. 
Les po^tei furent closeSj et houMS li cloie^: ' 
Laien$ te fönt les dames ventouser et bäignterf 
Gräm laissiur en avoieni li keu et h hv/i stier, 
Karies vott ta tour haute Uorent fäit hateillier 
Et riehes harhakanes poHr t^aire et pör lancier 
Lot* Heirb sa inäin dkstre, st se pr^nth saignier; 
Bi}gfk Mit '}jfil^'par 'defbt^s te dOüvieM' heHergief;;^ 
Puii' täMmäkii ier h^fin^s'ifa^te thafhp )5r Vo^VM 
La tr^g^titit hiaift^e ^U^^^e^'toktre^heki arretier/ 
Mainte c&¥^ tend^'e ei^^aVh}^ pniJillldn chle¥\ * 
RisseMliiedh'Pri}ih''iJfhi^ //* miiri ''opoüer,'' " ' '' 
Cele qui fist Teä ltH¥^ h Kli^to^ Vfttbiier) * * * 
Et Vit hs olx de Erhtnce environ areugier, 
Et,ä vik' San' fl^iei'eBerart de Mondidier,' '' 
EtlMn'heigndr JJolifoüt ^ue ele avOit mouU chi'er: 
Vdiihtiief^i'tei regaräe^ mäik ^nis oke \ir4ih7tter ' 

'Pim^^Üi^ifito^ SH dhfndk dont He ett M ddngtef': 

I ■)'■•;{• ....'» »i'i •".• / .. •.»..., *.i .' ■ •• •• '» 

'.;.:. ■ r-- ' . * hXSSSLf •' •" • •» l** ' " 

'£eti, nuit' t&ufjini Karies tfue as chans se herber t,' 
t/BwäeVfäln' güänt il vitent te jour der et apert, ' 
Tbstyk^ent de lor armes drr^e et couvert 
'iü6ti fü^knt tuit vers Dien ä genols porojd^erty ' 
\iVrai Dftä:, dist KartemaineSy qui Jtinas et d^sert^ , 
€W 'fnvd^'^^l^enkontte iioiis oüt ferme tit CuiveH 
Fk^^ S9^k] ir^Budkierj fjtte f vedfis ^'dpert;' 
Car^'^ifp ^yts'lör p^hiex eftihii^t et^s^^t.'*' ; ; 

• th\^^s pt^te^Hes^iear, et -sok viäire tefk: ; / 

^i^^/%Uik^^smt^yi'f9iirstofä )Seur et tmt ehtt; * 



^ Kap. lil. nie i^fosMA »nvdiCrtinBdfllscIieB 

^4pre$i4 de des/endre: nu» ttäus^ ne Mtn t^^ert. 
Ef Di€X» qui chaicun paie Melone ce yu^U desteri, 
A iluec ton miracle mouMfrd tout 0^ apert; 
Car li murs de la tour dessoivrt U desaert: 
Ifa 9% fort pilier qui «val ^e detsert. 
Quant voit Rweus de Frise gue la viie se perl, 
Prepneraine e^t iisue del boure de Saint ^ Herbert, 
Et chaecune me^faite, sqn viaire couvert, 

LXXX. 
Quanp par itel mapiere fu la pifle canquise, 
Premiere $\n issi la royne de Frise, 
Karlemaines la baise li rois de Saint -Denise, 
Puis la rendi Lohout qui h femme tot prise: 
Se eil tamoit devant, or faime miex et prise, 
La v4issie% plorer mainte haute marckise, 
Qui devant son seignor estoit mate et conquise, 
Nule 71 en quiert merci: tant se sent entreprise! 
Läßst nostre empereres merveilleuse franchise: 
Tant losenge ses homes et sermonne et devise, 
Qßie chascuns des barons a sa moi liier reprise; 
Puis lor requiert .t. don en gr4 et en servise, 
Qut^jamais eeste cbp^e n^ Ufr sait devant mise; 
Puisa fait dts felons assex bele Justise: 
Ckascun liier au col uns granß pierre bisst 
En geter ^en% el Rin dfune haute folise^ 
Die Grundlage dieser Geschichte ist gewifs historisch, sie geht 
darch das ganze Mittelalter, his sie zuletzt in eine reine Scene 
der Galanterie aasartet. Beispiele yon Damen - Turnieren führt 
Michel an (Tom. II, p. 192 ff.) hei Muratori, Antiquk. Ital. 
medii aeyi, Tom« 11, coL 837 (zu Treviso im J. 1214), wi« frei- 
lich nur allegorisch war, denn die Damen rertheidigten ihr Holz- 
schlofs mit Blumen, Fruehten und Süfsigkeiten gegen die an- 
stürmenden Ritter; <'in ernsteres, welches Ho es d'Oisy be- 
schreibt (Dinattjc, Trouv^res Camhresiens, p. 129-140), 'in der 
Absicht Ton den Damen unternommen, um sich . daTon vx über- 
zeugen, von welcher Bedeutung die Hiebe wären, welche die 
^^tter für sie zu empfangen sich rülimten; ein anderes ist in 
dem Gedichte: Li Xoumoiemens as Dames. geschildert (in dem 
Nouveau Recueil de Fablianx ou Contes yon U^OJtf I, p«394): 
jenes fand zu Jjiagny-sur- Marne Statt, dieses .zn ^tteanx^ 
«) S. noch BibL des Romans 1777, Jnillet, I^ p..l^. |leiBh«rd, 
Romanenbibliptbek., lY, S. 22 01. .Fortselzi||^ dies^f.Rwianes 



99 

bildet die Sdilldertltg des Krfegeg, welchen Diandas gegen 
Rolnnds Brnder Baldnin, zweiten Gemahl der Sibylle fäirte. 
S. die Bibl. des Romans, 1777> Octobre, p. 123. GatUard, 
Histoire de Charlemagney Tom« III, p. 381. 

§. 24- Einleitenil in den fränkischen Sagenkreis l$t ferner 
der Roman von Berthe mit dem grofsen Fafse')^.der 
Tochter von Floren»^ dem Könige von 'Ungarn und Blanche* 
flear'). Zuerst bearbeitet von Adenez (Adans) le Roi, 
Ministrel') des Herzogs Heinrichs III. von Brabant, welcher 
selbst Dichter war. 

') Es mafs nicht heifsen Berte aus grans pi^Sj aonäem Berte 
aU'grand'piS, y^Berchte mit denfuoxe;" y,Baerte met' 
ten hraeden vaeten" (in Floris ende Blancefloer, v.3966); 
ßerta d^el gran pii» percke ella aveva un pU un 
poco maggior deW altro, e quello era il pii destro. 
(Reali di Francia, VI, 1.) Jak. Grimm, Deutsche Mytho- 
logie, 1835, S. 173. Ferd. Wolf, Deutsche Heldengedichte, 
S. 5-7. 37-72. De TAuluaye, Gloss. de RabelaU, ÜI, p.318. 
') VergL Fr. Michel^ ^Chansons des Sazons, I, p. LX ff. 
*) £s sind verschic^dene AnaicJiten aber den Uvsprang des Namens 
U Rois aufgestellt worden, welchen Adenez fthrte (s. ReSflen** 
berg, Chron. de BlonskeS, I, p. CISXSN), emmal, iveil er 
Yorstand (roi) einer jener a^ahlreichen instStnttons rh^rifpies 
in Belgien war; dann, weil er den Preis, das landsjuwel, in 
einem dichterischen Wettkampfe gewonnen; endlich, und dies 
ist die Ansicht von Fauchet, weil er Wafitenherold des Her- 
zogs gewesen« — Die erste Ansicht, welche Ro^qu^fort, Gtat, 
p. 138, AufgpßteHt hat, ist von Paris «ui:u«}kgewie<«n wonplen, 
weil. die. in den Puls d'amoui zu Yalenciennes (s. K^. U, §«15), 
C^nbray u. a, a O. gekrönten Trouv^res wohl C4»ur4um^s, iiber 
• nie: rois genannt wurden. Ganz deili ubgektnsteltea JSittin je- 
ner Zeit widersprechend ist die in' der IBsi Ut^r«. de ]L« France, 
XVI, p«233, aufgestdlte Ansicht, dafs er den BeMiame» als 
„Dichter für st** seines Zeitalters srhalten. Am wabrsehein- 
lichsien ist, dafs er Roi d'armes (King at arms) irar, wje auch 
«ne Stelle im Roman de Berte (CXXXI, p. 176-177)Hi bestä- 
tigen scheint, wo der Dichter. mit besonderem Wohlgefiillen 
imd genauer Beachtung der techtischen AiHsdrücke ausdrücklich 
, das Wappen beschreibt, ^welches der König Pipin dem Retter 
Berth;is» Simon, und dessen Si^hnen verbüht. S.^chwidt, in 



M M»p. 111* '«Ifc «MriMi»*rf»*«lMbB«sl0elien 

de» Wiener Jaftvbdcben», XIX<^ S.iM/ Aii^h leantt «r Roi 
» ■ 'des 'tfeneslrcdg, R«i d«i RibmidBj Roi de r£qfinettef*<eiiMri^ be- 
! f sfibuteA Geftdlbchaft inf Handera;«« Mtcbely BxMiiefl «rffiqae 
du Roman de Bede,- pi 7-i) igeHveten .«eib. Bei gldiehzeltigen 
Dichtern ydrd er nicht erwähnt: es sei denn, dafs die von Mi- 
' ' isbÄe^Jj a, a. Ö.v p.'S',* aus dem' Roma«* Wltassc^le-Monie ange- 
> föli^le Stelle «uf ihn m tosiieben Watet 

Le rmMjoey (IX) fit jmiser 
J groMinavüi a»$r^ Intimer. 

Par $on cors et par sa personne, 
Od tut mena le roi Adan^ 
woraus denn geschlossen werden durfte, dafs er einen Rrcuzzug 
unter dem heil. Ludwig mitgemacht hätte. Die meisten Nach- 
richten über seine Lebensumstände .finden sich In seinen eigenen 
Werken I namentlich in dem Roman de Cleomades (s. unten), 
wo es am Schlüsse. heifst: 

Ce Hure de CUo^fuä^es 

']'. ,Rimat'je li r'ois Adenes,^ 

Mene$tr^s au bon duc^ Henri 

Jkd, e£t nCntel)a itt Hori^i 

ch >i.i:. •' ' Bti-mk 0dt mon -metti^ dprendrü. - 

<' 'Cidboi^tt 'wür er In Brabnnt um difs J. t240. Nacli dem Tode 

•> fiehirielwiS. folgte er desBoii Toebfer, wekbe Königin von 

^ '''jPrttdb^^iofa wWde^ n«cb Paris, wo er die Chroniken der Abtei 

"i St; D^tifl betitttsle, welche ihm von den M5iieben Savari und 

' ' i^^loola» de Rbelms mitgethdiU wurden. S. die Histoifc^ fiter. 

: fie la Frbnce» Tora. VII, Avertiss. p. XXXHI-LXXIII. Tom. VHI, 

' p. 594; X^ p. 67. Von ibinr sollen auch llerr&br^ die Romane: 

• >i 'Bertraud du B<)is, nach Angal>e des Friisidenien H^ault; -Doo- 

•1< -lin ÄeÄayence, weicher riaeb Roquefort votl'HüoW d!fe Vil- 

'*'' Ion e live' i^ (8.'unten)* und Enfanees dX>gier (nicht Bnlans 

i d'Ogtef, wie De U Rue schreibt), worih ^ sich selbst als 

VerfMser nennt. S, A Catalogue of tfae Harleian Mstf. In Bi^tish 

Museum. London 1808, foL lil, p. 141, no. 4404. Der Roman 

ist nbdi fiidit gedruckte Ein Brucbsteck daraus unten $.29. 

•' ' — S. noch War ton, Historf of the English poetry, see. edit., 

»Vol. 1, p; 199, not. k, Hisloire litÄp; de la Frani^e, Tom. XVI, 

p. 1*^5.^33. Reiffenberg, Archlves histor. desP^js-Bas, Hl, 

* p. 156-159. F. Wolf, Altfranzös. Heldengedichte, S. ^>37. 

Paris, hl der Einleitung zu Seiner Ausgabe des Romans: Li 

Romans de Berte ans grata» p!^, prMd^ d'un^ dfssertatfeii sar 



JHMolalllM. ' ^« ^.''- 9t 

kt RoRMilB des cloiiie Pairs* di France, P. i«di,.'9' Tergl. 
fizamen ■ -cviüqne da Rttmifti <k B^He 4räx gramds« pied», des 
Heien de IL Paris, ten. Edition, ei data kttre I 1^ llohm^rquc 
tfar kft.RAidBiM des do^ePeiiiB, p«r Fr;MibhelV'Pi^6dli> 12. 

• «^ Gaiut fabelt ist, Mn^SCngaeni, «. a* O.v fV^ fpdfc^ «agt, 
dcb di^er Koman einer- der lltesten ^des'Sigsiikrflses. leiü/ • I>er 
▲bfasBaag sadüiist er vkiaMUr cäne# d«r jfkigsteii. '* ' • *' 
üae-ZteamiiieBstelliing def eagUsdien Bptfhlittig kÜ deu 

' bistofisdüBn Fünekickfen bat v. AreÜB gegeben 'liitit«r der: 
AeltestesSäge über^die tiebtirt aiid< Jugend Klirto des ^rofsen, 
Manchen 1803, 8. Yergl. Schiiirdt,:it»1iäiiisdbeHeiddgedA;bte, 
S. 28-36 nnd meinen Einhard, Bd«I, S. 134 fiT. II, S. 6 mit 
der Anmerk. Bin Idirz^r frantösischi^r Auszug aus dem Gedichte 
des Adene2 s. bei Galllard, Histoire de Chdijrlemagne', Hl,' 
p. 382. — Auf der Kdnigi Bfbl. tn Berlin (ftbs. Gäll. Fd; 130, 
defek<i) itk eiti' frantösisehef Prosa '-Roman «ins. dem 15. Mh^ 
bopdcrt; ;Histoise de ia Reine Bertbe et d« RoyiPepio, Ailsang 
b« Schmidt, iua.O., &a«i1fiS« - ..... i 

§. 25* Der Roman Flos et Blancflos.^ wahrscheinlich 
provenz^lischen '), nicht spanischen *) Ursprungs^ schildert die 
schuldlos Liebe der Altern Bertha's mit dem grofsen, FuTse.^ 
Als Yerfa^ser wird in der mittelhochdcutschep Bearbeitung: 
Robert d'Orbent, d'Qrlant oder von Orleans, «in^ 
sonst unbekannter Dichter genannt B o c a c c i o . entlehnte, 
lucrauÄ den Stoff zu seinem Filocopo '). , j 

i).Sy Rajnonard,. Cboi^ d^ pojB^ies originatea dos tro.abAdMrs^ 
JI« p, 304 if. Fauriel, Introduction ao^ cbantf popuil^jre^ d« 
la Wce moderne, P. islS, ß., p. XVIII, . ... .; « 

^) Der Prosafofna^ von. Vincent , ans ^em i^nisch^nJIb^rsieUl^, 
^P. 1&34)^ fst sicherlich nach einem prov^alischeix Origiiu^e; 

' *.b^rteiietl S. F, tVolf, Altfranz. äeldengedichle, S. 69. . 

^) Italiäu» Qandbach, I, S. 18. S, aueh Lodoyico Dolce, 
, Amore di Florio et di Biancailore, Yenet. 1S32, 4. in ottaTe-ri^ie^ 

. Nicht hieher gehörig 'ist das .Gedicht, hei B a rb aza n .und Mc .o n , 

Gentes et ifa|)liauz, Vol. JV, p, 354 IT. Ci commence de Flor 

raticc et de Blanchefioür^ äli^s, Jugement d*Amour^"%yomit zu 

ver^idbeÄ ist: D6 Hü^n^ M d^Aiglantine im rlfouveau Recueil, 

'"I, -piSW^.-«- ' • '■•'■' '• .■ '•' " 

' ' 'Üeber den-wiiillt^ek ZusaMättt^nhang dietie^' Gedichtes mit 

>idem inrüngkcbea. Bn^eiikrctoe'/s.i'r.'d* äagea ui»4 Bilsebifrg;r' 



n K»p. m. Mite fe^MWtt MivMMknslislTCheB 



läfennr. Grtikidlirs, I, S. 158. Roaenkranz, GcacUckie der 
deatoc^en Poesie im Mittdalter, 8.801 -304. WaTton, a»a.O., 
YoL H, p. 186-187 not Ein Ansang yoÜ dem Grafen Treasan 
in der Bibl. dea Romana, 1777, F«trier, p. 161 •225. Yei^ 
JHäingea tir^a d^nne grande bibJiolli^ne, XIV, p.334. Roqne- 
fort, Gloaa., Tom. II, p.776 a. ▼. Flore, j^ne An^be Yon 
Robert wird erwartet. S. beaondera Reiffenberg, a.a.O., 
.> I, Introd., p.CCL3ÜQ:-CCLYI. Eine von P. Paria In den Zn- 
aätaen zu der Auagabe dea Roman de Ber Ae miigetbeOte Ro- 
manze Tod Flore und Blancbeflbr ana dem Ende dea Xlll* Jahr- 
bnnderU 8. wnten B, S. 58 ff. 

§. 26. Der Roman de Roncevaux, das Rolands- 
lied, war Yor allen übrigen Cbansoos de geste im Mittelalter 
zn einer besonderen Berübiutbeit gelangt. Wie es Gebrauch 
war, einzelne Episoden der Romans bei Tafel oder bei ande- 
ren Gelegenheiten voreutragen (a. §. I?) Anm. 4), so pflegte 
man beim Vorrücken zur Scblaebt von Alters facfr besondere 
KriegsUeder ') zu singen, und, als die Chansons de geste all- 
gemein bearbeitet und Eigentbum der ganzen^ Nation gewor- 
den waren, Episoden, einiselne Stellen aus denselbefi *). Kein 
Gedicht war geeigneter hierzu, als der Roman von der Ron- 
ceralschlacht , dessen erster Ursprung wol bis zu den Zeiten 
Ludwigs des Frommen hinaufreicht'). So wurde es z. B. 
von dem Menestrel Taillefer in der Schlacht bei Hastings (am 
14. Oktober 1066) an der Spitze der normannischen Ritter 
gesungen^ lind von den letzteren im Chore wiederholt*), und 
unter den Königen von der dritten Race war es im ganzen 
Heere bekannt *). Verfasser des vorhandenen Roman de Ron- 
cevaux ou des XII Pairs de France ist Turold*). Der In- 
hjilt stimmt im Wesentlichen mit den deutschen Gedichten 
über die Roncevalschlacht vom Pfaffen Konrad und dem 
Stryckäre überein'). Es ist wahrscheinlich der älteste nord- 
französische Roman dieses Sagenkreises, iu der ersten Häifle 
oder um die Mitte des XII. Jahrhunderts entstanden und si- 
cherlich nach einem provenzaiischen Vorbilde gearbeitet*). 
Vorhanden sind mehrere Redaktionen desselben, welche theil- 
weise zu Einem Ganzen verknüpft worden sind, wie aus der 
unten (0, 258 ff) mitgetheiltea Probe erhellt, ans welcher zu- 
glei<:h hervorgeht, . dalk diese verscfaiedenea Versionen ebenso 



»8 

Tide Volkslieder über densdbea ' Monieot ^r Sage in^aren, 
da& aber die frühesten Anfzeichneri gleich den Diaskenasteii 
der -Griechen, nichts Weiteres thaten, als die VolksHcdef der 
mündlichen Tradition nachzuschreiben, zu ordnen und zu ei- 
nem grpfseren Ganzen zu Yerb&oden, und dafs erst die späte- 
ren Uma'rbeiter durch Weglassung, Abrundung, kurz durch 
eine mehr künstlerische Umgestaltung diese Spuren des ursprüng- 
lichen, ganz yölksgemäfsen Charakters alimälig verwischten *). 

>) Alte Sitte im gaszen weatl. Eurepa« S. Silins Italicav, m.: 

Misit dive$ Gallaeeiu pubem, 

Barbara nunc patriis ulnlantem eatm{na /tfi- 

guit; 
und daselbst Ae Ausleger. 

^) Will man ein schlagendes Beispiel . (Ibr solche Rhapsodenkmist 
ans der Gegenwart haben, so .denke man an die Schifier des 
Lido zu yene4ig9 die SSnger des Tasso, wie Göthe sie ons in 
seiner ItaliSnischeü Re|se geschildert hat Ebenso wird der 
Ariosto in. Italien behandelt. 

'} Dies hat P. Paris, und wie es scheint mit Tolligem Rechte asoB 
den Worten des Astronomns (Tita JBludoTici PU) geschlossen: 
JDum enim quae agi potuerunt in Hiapania peractm et- 
s&nt et protpero ittnere reditum esMet, df^ortunto ob- 
vimnte, extremi quidem in eodem montß regit cafisi sunt 
iigminii^ Quorum quia vulgata Munt nomina [d.L in 
»re vp^lgi], dicere iupersedi. Ver^. Les Grandes Chronicpes 
de iFrance, VoL II, p. XVL 

*) Die Haoptstelle im Roman de Ron, unten B, p. 45 if, Vergl. 
Gnilelm. Malmesbur., de reb. Angh'cis, fiKII, cap.XI, p^ 101. 
. Script. Rer. Angl. ed. Saville, Francoi 1601. Albert, Chro- 
nic^ paH. II, p. 108. Poljchron. Ranulphi Hickeden, lib.BDL 
Hi«t»r. Brit Script. XV, ed. Gale (Oxoniae 1691, Tom. I, p.286). 

/ De la* Rue im Rapport snr les travanz de TAcad^mie de Caen, 
p. 198*^203. Da Gange, Glossar, s. y, Ca ntllena Rollandi. 
Demselben Dissertation iXL snr J«inTille, p. 205. Annoalre hi- 
*.8t«ri<{ae ponr Tann^ 1837, pnblle per la socilt4 de rhiHloire 
deiFrtfM^Cy p. 215« — * Sdion ans dem Worte C«ntilenaj wo- 
mit das Rolandslied gemttniglich bezeichnet Yrird, erhdk, dafs 
dasselbe eine Chanson de geste, keine Chanson , im neoeren 
Sinne war^ nnd Ritson, Anc. engL metrieal Romanees, VeL I, 
p. XXXVI ff. sagte mit vollkommenem Rechte: Tke reml 



M Kap. EEM^OKtm t p l i Wc » ^to»#<»nadsliiehen 



.{I : €h»n9^n,4f RöimHäma^^ ukqnMHonahiir»' a tdetviicai 

. ; ({€VßW$ qf wH^h Tmiltfer onety ehanted ß p^rt. — 
Die Versuche dep Gr^/en von Tresaan {Corp$ d*extraita de 
Roiiäans de Chevalerie, Tom. I, p. 356) und des Mar^is de 
Paulm.y (bei La Borde^ Essai sur la Musique, Tom. 11, p. 141. 
Airi» gravis, pl. 117)^ das Lied als solches im jetzigen Sinne des 
■ 'Wortes wiWerherzustelleii, siiid daher gänzlich verunglückt. Der 
erstere stützte sich auf einige Bruchstücke, welche noch im 
. MiW je der B^rgf^wivlmfir in ^n Pjcev^Att . ^ioli befinde ioUen, 
der letztere auf angeblich in Hai^^^c^rij^ aufiefundene Frag- 
.^^^|ite^ .yV^as ^ie erstjcre Bji^iiuptnng anjbetrifft» ^o^ .ynssen in 
dpf\X|iat die Basken in den Felsenlbalem der Pyrenäen noch 
heutigen Tages viel von Karl dem (irt!of(Mm AoiKolMidl i» er- 
zählen, u|id Blqmen .gowohl.aj^ Felsen tragen. Rolandes. I^men. 
S. Ja,m'ps,, France in the )Xyt:& of her great men, Vol. I, p.231 ff. 
' . y.-Ii.üde^^nn, Züge durch die Hochgebirge und Thäler der 
*' 'Pyrenäen (Berlin .1^25, 8.), S. 157. Fauriel in de^ Revue des 
deux mondes', Vol. VlII, p. 17{S.. Allein dies sind nicht. Remi- 
niscenzen aus jener Zeit, wo die Roncevalschlacht geschlagen 
'» • WttfdÜ, sondern aus einer wc5t späteren j al4 maA auch In den 
" '"Pyfenättithälerti allgemein den Roman voii ^öncevanx kannte 
-*• tthd^'Äang. — Meferer« ' Chtonistcn haben Übrigens den Roland 
A^ gde^ilifelrt för^eh tabelhiä^cii Neffen ICarlö des Grofsfeta gehalten, 
^^ '^^soWÄ^fh tfer'Äeh fiRÄTnfeinettheßOg Rollo (Hrölfr, vo^ EiAigen 
* ^ liAl RdtRolandtt's hüd Rolandus genannt), wozu wol die 
•iWöirle des Bi'nhard Arilafs gaben: HruotXanüü^^ Ifri- 
tannici limitig praefectUt ...... (cap. IX^, Diese 

. : . , .Wor.H &hkn. In ebfir ganaen Klasse • von flambdhHßwa« S. mßi- 
.{ .4n«fi.ifii«bAild« % 8. 35. 16S. Peria, Dfom GermanL, ü, p. 11. 
M.ui4Ma.i «md' die bdi Eeiffenber^, a;a..Oi, iUi'p/OLiqpffi er- 
.fil .^hA^ lAlibandlaiig :> Roliiidiim inaJimm.Tarils Mmlai^minvo- 
.((Vlucrii .ifff^ica^toti veriUtiqufi rastitutnin bcmsensti tnelitäM fac. 
.niut^iUi. phM^iiJlt G«:8jcihttHi;aBiius,' B& M; et trqioiiidcds Dam. 
.i l.> ifiltuBl^afMder^ K. Jtt^ placidae erodilnrum^idisqttl&iäoife gi^ens. 
-ti! Li|M4'lk694, .4. Auck'koBMit ev nbäinfon in «mem Plaeh« evin- 
.fjtofUMonhiniiKMTfe des. Gro&ea .vojsi J[ 7(66' im Clbrpnii'IiMn^esha- 
.<, .'fO^^^m^ \ \m X)[^h»r^ li p. &9. (fietM^n. rer. iscriptr «oL Fnkcof. 
Ai:MMr\bl)ly'rTT Jfine^obeft ^rvkridaiiflD. €kt»nist8it glaaVtetiv'etvt 
i,.:Ri«h«t{td:Wac(e («.iuiten) sei ibr Elidel* der > Verwandlung 
,! jR^llo's ioi^n feSnkiscben Paladimnnd des i^saUcs TMiiCarl 
^ .. demCrnofsen, Ofirer^ and demi Tjodb.der Hdden in dcr^Roiice- 



Yntf^apht .(Ranwn 4ia Aoo, Tom« ü« p. VU). Y^^gL Ta» er, 
Hiäu^iQr.^Qf ^ngbnd d«ii|^ die niddle ag««, YoLIV» (n 318. 
. SAsm^indi. Hj«talrc^ d«» Fran««is, T#iil lY, p. 338. Walke- 
njuar, I^ettfea aar- )e» coate# de fee« attribaees h Peersnlt et 
8jar .ljorig|i|q de la feerie. P. 1826, 8. 8. dagegen jedooh Ray- 
nouard im Joamal. des Savaiia, 1832, Jnillet, p. 302*308. — 
Aasgabe; La Cbai^soff de Roland, pabliee poor la prefeui^i« fois 
dapr^ le manoscrtt de la Bibliotb^qae Codleienne, avee nne 
IntroducUon, na Index -glossaire et an Appendice par IL ¥t4 Mi- 
chel. P.1836, 8. (Y^rgl Rajnoitard iia Journal des Sarans, 
1836, Fevri^^ p. 83 ff.) 

') Hector Bo^tbiua, Hist. Scotor., IIb. XY. Yergl. besonders 
Cbsp. Bartblii», Anlmady; in Plultfipiini, p. 178. 

•> Wa» De.la Rae, Tvonv^^s Normands, II, p. 24. 67. 64 n. a. 
a. O. ober ibn gesagt hat, ISFst sich durehaas nielit nachweisen. 
S. den Aufisatt aber ihn Ton Am. Dnval in der Bist, liter. de 
U Ffanoe, YoLXYIlI, p. 7J4 ff. Henri Monin, Dissertation 
sor le roman de la bataille de Roncevaox. P. 183l, 8.; \tomit 
xa vergleidKiii ist Fr. Michel (Tv^Ieher «euerdings den ganzen 
Roman herausgegeben hat), Examen critiqne de lattisisertation • 
de M. Henri Monin, sur le Roman de Roncevanx. P. 1832, 8. 
und Feri Wolf, a. a. 0», «. 160 ff, S. noch Mem, de TAcad 
de^ Inscriptions, Tom. II, p. 736. Tyrr\?bitj^ zu Chaucer's 
Canlerbury Tales, v. 13741* Fr. Michel» £xamen crUique da 
Roman de Berte^aux grans pies, p. 5. D.r. Wirth, Ueber die 
NordfranzQ^ischen Heldengedichte des Karolingischen Sa^nkrei- 
sesi 1836, 4., S.4 

7) Neue Aasga))e von W. Qrimm, Göttingen ^833, 8. ^$. Ro- 
aenkraaz, Geschicht<e de? deutschea Poesie im Mittelalter, 
S, 25Ä-230. 

•) Ferd. Wo4f, a.a*0., S.165ff. 

») Monin, a. a. O., p» 69-71. Wolf, a. a. Ö., & 178: 

§« 27. Mit dem FcuddlvcK'hältnisse zwischen KaH dem 
Grofseo und seinen Yasallen beschäftigen sich folgende Ro- 
manen 

a) Les quatre fils Aymon, an die sich die l'hystoirc 

du no|>le ei; vaillant chevalier Regnault de Montauban knüpft. 

Prosaroman zu Troyes s. a« 4. . — Ausgaben, Uebersetzungen 

n. 8. w. 8. bei £bert, bibL Lexikon, 1450-1469. 18754-18794. 



06 Kap. III» Me «v^Me» KoMApABsSfllselieB 

-^ Adssso^ in der SiMioth^que' des Rotnons, 17^8, Jnfllet, I, 
p. 60*- 102. YergL Gin^aene, ffisKi&re liferaire de Tltalie, IV, 
pw 173. Gorres in Fr. r. Schleg^rs Deatechem Museum, IV, 
Sfc 29S. — Vergleiehmig der franzSsisdieii und deutschen Recen- 
' sion in Gdrres, Deutsche YölLibaclier, S. 99>I31i Adelung, 
For^esctzte Nachrichten, S. 65. Decen, Miscellaneen , II, 
S. 131 ft Ueber den alideutchen Melst^^esang, S. 130 N. 118. 
— Der «wte bekannte Bearbeiter ist Hnon de Villeneuve, 
dessen Gedicht Regnault de Montanban nach Fauchet, des an- 
«iens pö^tes fran^ais, $. 14, p. 562 (in den Oeuvres, P. 1610), 
in das J. 1200 Mt YergL Roquefort, p. 140. Eine andere 
Bearbeitung ist von Imm, Bekker in der Einleitung zu seinem 
Fierabras bekannt gemacht worden. S. Mose, Anteiger, Jahrg. VI, 
Heft lU (1837, ß. 329 ff), S. 89*205. Fr. Michel, La Chan- 
, son des Saxons, 1, p. III. Reiffenberg, La Ghronique de 
Ph. Monskes, II, Intr<Kl., p. CCUI ff. Hist liter. de la France, 
XYIII, p. 721 ff. — Folgende Stelle aus diesem Romane ist von 
Wichtigkeit, weil sie über die Absingnng n..s. w. der Chansons 
de geste AnfschlaTs giebt (s. Fauchet, Origiaes de 1a poesie 
fran^aise, p, 562): 

Gardex quHi fCi ait noi$e^ ne tabor, ne criSe: 
II e$t ensine cous turne en la vostre contr^e, 
^uant un ehanterres vient entre gent hoiioree 
Et il a endroit 90t sa vielU atremp^ej 
Jii tant tCaura mUntei ne eotte de$ramie [vtiej 
^ue sa premiire [thche, dehut da poemej iaiese ne 
sott bien eseoutSe^ 
' • Pui» fönt ckanter ntfänt se de rien$ lar agr^e, • 

• OW t0wi gnn$ vihnie peut recoUHr s^ettrie [seine Strafse, 

peut reprendre Mon ekiminj. 
Je vos en dirai d^une. i^uintöU evt Aonö^4e, 
El rffyifipfiiß- de France ,n'a nuüs si Me, i ^ 
Huon de VlUenoeue ta molt estroit gardde, 
,, , A^'eii 9f4fi prendre chevul ne la mule afeltree fkarna- 
t .: . * . ch4e] , 

Pelikan vair ne gris^ mantel, chapes foree [fourr^el, 
Ne de buens paresia une gränt hdnepie [un kat^ap 

plein] 
Or en ait il maulgre% qiCele U est emblie [ soustraite 
d4rohee] , 
' Une molt riehe pieee vqs en ai aportde, ' 



JE^CB des MIttelaltera. 97 

. :!>) Guerin (Garin) de Montglatve, und seine Soline 
Girard, Hegnier, Milon und Amand, eine Nachahmung der 
Yier Haimonskinder. 

Die Slteste dichterische Bearbeitung unter dem Titel: Roman 
de Yiane (Yienne an der Rhone, wo Girart vom Kaiser Karl 
belagert wird) rührt yon einem Kleriker Bertrans her (s. Uh- 
land, über das altfranzösische Epos, S. 68-73. Rosenkranz, 
S. 61 ff.) und ist wahrscheinlich schon im XII. Jahrhunderte ab- 
gefafst Der Prosa -Roman fuhrt den Titel: Hystoire de tres- 
prenz et vaillant Guerin de Montglaye, lequel fit en son temps 
plusieurs nobles et illustres faits en armes, et aussi parle des 
terribles et merreilleux faicts de Robastre et Perdigon ponr se- 
courir le dit Guerin et ses enfans. P« s. a., 4. Bruchstück bei 
Reiffenberg, II, p. CCXXXIX. S. noch Ebert» no. 9056. 
Biblioth^que des Romans, Oetobre 1778, II, p. 1-90. Gail- 
lard, EQstoire de Charlemagne, III, p.479 ff. Dunlop, Historj 
of fiction, I, p. 420-426. — Ueber die Haltung der einzelnen 
Charaktere vergL Schmidt, in den Wiener Jahrb. , Bd. XXXI, 
S. 123 ff. 

c) Der Roman vom Zauberer Maugis d^Aigremont 
(Malegis, Madelgis), Sohne des Herzogs Beuves d'Aigremont 
(Buevo von Antona bei den Italiänern). Auch als Verfasser 
dieses Romanes wird liuon de Villeneuve genannt 

Der Titel äea Prosaromanes lautet: La tres-plaisante histoyre 
de Maugis d'Aigremont et de Virian son frere, en laquelle est 
contenu comme le dist Maugis ä l'aide de Oriande la Fee s'amie 
alla in Tisle de Boucault on il s'habilla en diable, et comment 
il enchanta le diable Raouart et occist le serpent qüi gardoit 
la röche par laquelle chose il conquist le bon cheval Bajard et 
aussi conquesta le grand Sorgalant. P. 1527, 4. Auszug in der 
Bibl. des Romans, Juillet 1778, I, p. 1-59. Dunlop, Historj 
of fiction, I, p. 461-463. Quadrio, Storia di ogni poesia, lY, 
p, 566. Reiffenberg, II, p. GCXIV ff. Ueber das Bibliogra- 
phische 8. Eber t, no. 13419 ff.; über den Charakter des Malegis 
vergL Schmidt, a. a. 0., XXXI, S. 113. 

d) Beuves de Hanstone, von unbekanntem Verfasser, ein 
Roman, welcher eine vollständige Orestias bildet Als Proöar 
roman bearbeitet erschien er im J. 1520 zu Paris. 

VergL flbei:.die,prcisai8che BearbeUmig, ebenso wie über dit der 
Romane des Hnon de Villenenve, die Histoire lit4raire de la 
Ualer Altfnai. UU GtMb. 7 



OS Kap. III. Ute sromen iioritArftBKlifliflichen 

France, XVIII, p. 730 not — Antona, Hans tone, ist Soath- 
• ampton bei London. Vergl. die Reali di Francia, HI, 17. 
, Reiffenberg, a.a.O., Vol. II, Introd., p! CLXXXHI. IKLm 

ersieht hieraus die Unrichtigkeit der Schreibart B ovo von 

A n c o n a. 

e) Der Roman Mabrian ist nur prosaisch vorhanden. Er 
zerfäUt In zwei Thelle, von denen der letzte ungleich spateren 
Ursprunges ist. Der erste schildert Malegls' Ausgang (bis 
TCap. XVI), der letzlere die Thaten des Mabrian, Sohnes von 
Ivo, König von Jerusalem, Enkel von Reinbold, dem Sohne 
Uaymofls. 

S. über die Ausgaben Ebert, no. 12596 ff. Im Druck erschien 
er zu Trojes, 1625. Ein Auszug findet sich in der Biblioth^que 
des Romans, Jnillet 1778, I, p. 102-159. 

f) Neueren Ursprunges (erst im XIV. Jahrhunderte ent- 
standen, da er die Veranlassung zur Stiftung des savoyischen 
Annunciadenordens im J. 1362 beschreibt) ist der unter dem 
Titel: La conquete du tres-puissant Empire de Trebisonde et 
de la spacieuse Ksio, (Paris, s. a. 4.) erschienene Roman. 

S. die Biblioth^ne des Romans, Jnillet 1775, I, p. 161. Ebert, 
no. 18785-18786. -^ Schmidt, in den Wiener Jahrb., XXXI, 
S. 116, vermuthet» 4ar8 er von dem. alten Gedichte des Fran- 
cesco Tromba von Gualdo di Nocera: Trabisonda histo- 
riata, nella quäle se contiene nobilissime baitaglie, cpn 1^ vita 
et morte di Rinaldo, ausgegangen sei. S. über dasselbe Gin- 
.guene, Hist liter. de Fltalie, IV, p. 551 und den reichhaltigen 
bibliograpWchen Artikel bei Ferrario, Antiche Romami di 
Cavalleria, IV, p. 163-165. Vergl. S. 343 in dem Supplemente 
von Cajetano Melzi. — Es ist höchst wahrscheinlich, dafs 
dieser Roman rein Italiänischen Ursprung und nur in frai^ösi- 
scher Prosa vorhanden gewesen ist. 

Diese bisher erwähnten Romane bilden, da' sie von den- 
selben Personen und ihren Lehnsverhällnissen zum Kaiser Karl 
handeln, ein zusammenhängendes Ganze und sind als solches 
auch verbunden zu wiederholten Malen erschienen. (Ueberdie 
angeblichen geschichtlichen Grundlagen s. Gaillard, Histotre 
de Gh^ai'lemagiie, III, p. 431: sie werden ab^r voo S<^hmidt, 
a. a. O., S. 118, »n Zweifel gezogeoi) 



Bpe» des HIttelaUeM. 99 

§.^. Zu derselben Klasse von Romanen aus dem frän- 
kischen Sagenkreise, welche sich mit dem Feudalverhältnisse 
zwischen Karl und seinen Vasallen beschäftigen, gehören noch: 
a) Huon de Bordeaux, angeblich im XIII. Jahrhundert 
ebenfalls von Huon de Villeneuve bearbeitet*). Der Pro- 
saroman erschien (beendigt im J. 1454) zuerst unter dem Ti- 
tel: Les prouesses et faits merveilleux du noble Huon de Bor- 
deaux, Per de France, duc de Guyenne, s.a., fol., dann 1516, 4.*) 

») Nach Dunlop, I, p. 394. Schmidt, a. a. O., XXXI, S. 118. 
Roquefort, Etat, p. 140, erwähnt dagegen dieses Werk nicht 
unter den arbeiten des Huon deVilleneuve. Vielleicht fand 
eine Yerwechselang des Titels mit dem Verfasser Statt. 

*) S. Ebert, no. 10394. Biblioth^cpie des Romans, Avril 1778, ü, 
p. 7-163. Einige Beiträge zur Vergleichang mit Wieland's 
Oberon bei Schmidt, a. a. C, S. 118 ff. 

§. 29. b) Die vier Romane : Doolin de Mayence, 
Ogier le Danois, Meurvin und Gerars d*Euphrate 
bilden ein zusammenhängendes Ganze, da ihre Helden Glieder 
einer und derselben Familie sind. 

I. Doolin de Mayence. Der Inhalt ist in Deutschland 
aus Alxinger's verunglückter Epopöe bekannt. Als erster 
Bearbeiter in Versen wird auch hier Huon de Villeneuve 
genannt. 

') S. Roquefort, p. 140. Auszug von Tressan in der Biblioth. 
des Romans, Fevr. 1778, p. 1-70. Vergl. Ebert, Bibl. Lexik.,' 
BD. 6368. Reichard, Bibliothek der Romane, IV, S. 42-90. 
Der Titel des prosaischen Romanes lautet: L'Hystoire du preox 
et vaillant Dolin de Mayence, en son temps la flenr des Cheva- 
liers Fran^ais, contenant ses faits, gestes, batailles et aventures 
admirables; ensemble les prouesses- et haat faits d'armes de 
Charlemagne et antres chevaliers. 

II. Ogier le Danois, der Tradition Kufoige em Sohn 
des Königs Geoffroy von Dänemark ') und Enkel des Doolin, 
ist eine historische Person. Ogerius Danus (oder Dacus) Afich- 
ieie mit den enterbten Söhnen Karlmanns zu dem liangobar- 
denkönige Desideriu^ und wurde nach dessen Besiegäng von 
Karl dem GroCsen zu Gnaden aufgenommen und zu einem sei- 
ner Heerführer ernannt^). Mit diesem Oger oder Otkar ist 

7* 



100 K^p* ill«^^i0 gf mnieii;9ft«4|eranK68i8clien 

die Geschichte eines luinder bekannten OtV^ius Cafxileiltria- 
censis verscbmoJzcn •). Es giebt zweialtfranzösiscbeBeaÄbei- 
tungen in .zehn:iilbigen Versen. Die ältere verlegen die ge» 
lehrten Benediktiner *) irrig an den Schhifs des XI. Jahrhun- 
derts, da sie vielmehr von Raymbert (Rimbert) de Paris 
am Anfange .des XIII. Jahrhunderts geschrieben worden ist*). 
Das jüngere Gedicht hat den schon oben erwähnten Adans 
li Rpjs zum Verfasser. Der Schfufs lautet in demselben: 

Icy endroit est eil lipre finex 

Qui des efifänce Ogier est apelex, 

Or veuille Diex quil sott parachevex 

En teile maniete queste rCen puisse blamet 

Li Roy AdanS par ki il est rimex •). 

Es ist dem Grafen Guy de Dampierre voh Flandern gewidmet, 
welcher im J. 1305 starb. Beide Gedichte, de^ Rimbert' und , 
des A d e n e z , finden sich auch handschriftlich im Britischen Mu- 
seum. S. Warton, History of the English poetry. Vol. I, p, 139, 
not. k,' new edition. Aus dem Gedichte des Adenez sind die 
beiden deutschen Gedichte durch niederjändiscbe Vermittelung 
hervorgegangen. S. Ho ff mann, Horae ßelgicae, Vratislav. 1832, 
P. I, p. 60. — Ueber die prosaischen Bearbeitungen s. die Biblio- 
th^que des Romans, Fevrier 1778, p. 71-167. Melanges tires 
d'nne grande biblioth^que , Tom. VIII, p. 178. G'aillard, Hi- 
' stoire de. 'Charlemagne, Tom. III, .p. 444 fPv Dunlop, History 
of fiction, I, p. 449-459. Schmidt, a.a.O., S. 126:il39.-- 
.i^l:.J:fKil•a^n^S(.4l9 .])Ion^^viIla kurieuser Reiys^be^chreibupg.in 
. 4as.,|el,QJh.t^ .Land,;^ind di'c Tbaten .des Ogier bis nacli {ndjcn hin 
,<l[Qn idem .Upbers.§t?er eingeschoben worden-. S. Görres, Deut- 
y/sqh^ VoU^büpher,; S. 7-0, v, d. Hage^, [J^useumfilr filtdeutsche 
.J^ij^eratur undlvanstj I, S. 269-276. Vergl Manges tires d'une 
.giT^i^d^^bibliotJieque, .y, p. 242. Nqph erwähnt Duinlop, a..a. O., 
einfi^.pisserU^o hj&torip^ de Hulgero. Dano qui Caroli Magffi .tem- 
pore floruit. S. auch Eber t, no. 15067-15076., .., 

') lieber KarFs. Kriege ' mit dem Dänenk^nige Gottfried s» meine 
Ausgabe des Einhar^, M I, S« 192 ff, 

*) Mon. San-Galiens. II, 26 bei Pertz, Monumenta German. 
hietor., n, p. 759 (Einhard, H, S. 35 ff.). Chron. Ä^issiac. 
774 bei Pertz, n,.p. ^5. Bouquet, V, p. 607 B. a, 753. V, 
p- 435 G a. 753. Epist. Pauli (L) Papae bei Bt>uqn«.t,: V, 
p.522 B. Anastasios Bibl, bei Bouquet, V, p. 4^ C. 461 A. B. 



' Spen de« Mittelmltewn» . 101 

Annal. Lobiens. 772, bei Pertz, Q^ p. 195. v. Eckbart, Com- 
ifacnt. de rebus Franc, oriental., XXXIV, $. Ja&. 145. — Uebcr 
den Ursprung der Sage s. Mone, Anze^er, 1836^ S. 63 ff. 

») S. über, das Geschichtlicbe : Mabillon Acta SS. ord. S. Bene- 
dict!, Saec. IV, P. I, p! 656 ff., wo auch p. 661 alte Volkslieder 
über Ogier auf Gewäbrleistjing des Mönches Metellus Von Te- 
gemsee (gest. 1160) erwähnt werden. S. Canisius, Lect. an- 
tiq. ex edit. Basnage, Tom. Iir/P. 2, p. 117-196, und vergl. 
T. d. Hagen und Busch in g, literar. Grundrifs, S. 175. 

«) Hist. liter, de la France, Tom. VIII, ,p, 594. \ 

•) Der Anfang lautet nach der Handscfarifk der K5nigl. Bibliothek 
zu Paris, no. 7608 •■7637, oder' Fonds de Ciange, no. 34, folgen- 
dermafsen: ' *' * . ' 

Seignew^s, oySi (que Jhesus hien vout fate ■ 
Et le glorieux Fere esperifnhle *) ^ 
De flere geste et de grant' ifrtsselfnge, 
Raymhe^t le fist a id dure couraige; 
Jonglierres fut, si vesifui son iagey 
Genta ttütni fu et trestout ton tignäige^ 
Mainte ehan^on ßst'tt de grant barnäge. 
Hui me$ diröns d'^'Ogier^de 3an^emäf*'&lk€\ 
Le filsGkufroi .:,,. « ^ 

Es enthält mehr als 21600 Ve^se. S. Fr. Michel, Examen cri- 
tique de la^ dissertalion de H. Monin sur le Roman de Ilonce- 
vaux. P.1832, 8., p,12-i5.' 

•) VergL Borelji Tiu^e§or .^e.^recfaercbe^ G^nloises etxFarapyoises, 
p. 605^ Jöi^oir<BvJiteF^r«.de la Fi«i»nce, T«m.-VIU* Avertissem. 
p.LXXIV. RoqijtefQrt, ]^tat,p.l3a .Iie}f(eBberg, a.a.O., 
I, p. CLXXXVIII-fiXCUL II, p. CCXIV^. vlj^^ diie Bear- 
beitung des Rlmbejp^ 8..noch\De la Kue,\Es&.bi«lp.r.» \ p. 137. 
Reiffenberg,.Jl\ pvCCXXV. — Au^^Hg voö^oMai^uis de 
Tressanj^ 4en Oei^vi^«« ph^ies, Ev^^e^HX, l^Oß, . 8., . p* 48 - 126. 
Hier folgt der Anfang des vCl€i4ioht* (v» l-56)i ... \ 
Bieti doit chdm>ww »ön nfäire mrj6fif\ '< 
A ce quH puist^ wn ^vie ^en^- bien -»m*. 
Jumo9nes<^9t'^ou^bie^ am^ne^ttr 
Et des preudoums le bie?^ fait recorder, 
Cnr \nus iCel ot qm nen doie amender, 
..,/ Pour ce '.me. plßist ^toirea deoiaer ... 

CerUiine-'^tVraie, tfui ma]Ult faU tkamer; • .' - 



102. Kap. III« IHe ^M»nt iMrdflraiis5st0cheii 

Ce est ^Ogier qui tant fUt a her, 

Q,ui pour tamour de Dieu h conqueater 

Bi pour sa foi eeiaucier et lever, 

Fist maint paien tarne dou cor$ sevrer, 

Par lui morurent maint Türe [et] maint Escler*). 

Cil JougUor gut ne $orent rimer, 

JVe firent force fors que dou tans passer; 

Vestoire firent en plusours Ileus f ausser, 

IXamours et d^ armes et donnour mesurer 

Ne sorent pas les poins ne compasser, 

Ne les paroles ä leur droit enarmer' 

^ui apartienent h noblement diter; 

Car qui estoire veut par rime ordener, 

II doit son sens a mesure acorder 

Et ä raison, sans point de descorder, 

Ou il fCi puet ne se doit assener. 

Li rois Adans ne veut plus endurer 

Que li estoire ttOgier, le vassal her**), 

Soit corrompue, pour ce i veut penser, 

Tant quil le puist a son droit ramener, 

tCau roi Adam le plest a Commander 

Celui que il ne doit pas refuser 

Que ses commans ne face sans vSer, 

Cest li quens Guis de Flandres seur la mer. 

Li jougUour defjeront bien plourer 

Q,uant il morra, car moult pourront aler 

Ain% que tel pere puissent mais recouvrer : 

Or le nous veuille Diex longuement sauver. 

Droit en% ou täns k*yver eouvient eesser, 
Qüe ar brissei prennent h boutonner 
Et herbeletes commencent h lever, 
' Ala Adans, plus ne volt demouter, 
A Saint Denis, en France, demander 
Commant pourra de ceste estoire ouvrer, 
Parquoi le puist seur v^iti fonder, 
Car vbi vorra nule riens ajouster . . 
Fors que le voir, et mensonges oster, 
La ok seront les vorra fors sarcler***). 



*) D.i. Baelave»^ Baelaoons. S. Roquefort, GIom., I, p. 502. Allein 
es ist hier, wie bei Ph. Mouakes, Chron. V, 7328. 3458, von den Seraienen 
Bv veratehen, so defs deranter wahnicheinlich die Hamelaken Aegypt«ns 
(d. h. SkUven) geneint nnd. **) Ual^ loyal. ***) mrrmAtr. 



,. y . ^fSpen. 4efi lKltte|»Uerf . . 103 

Uns courfois m^tnnes eui Diex fuisse honnorer^ 
Dant Nicolas de Ray'ns toy nommcTj 
. lA fist testoire de chief en chief mottstr^er, 
Si comme Charles en fist Ogier mener 
En sa prisony el bourc h Saint -0 toter. 
Iceste estoire dont ci tiioex parier^ 
Est gracieuse h dire et a chanter^ , 
En la matete vueill desormais entrer, 
Phf-s ne m*en quier tenir ne ari'eiter; 
Or me doinst Diex que la puisse achever 
En. ttl fnaHierö c'on ns ntien pudit blasmer. . i 

* Uli Dfer Roiman von Meörvin, dem Sohne des Ogier und 
der Fee Morgane, i^ nur in einer ptosaisehen Ueberselzung 
vorhanden und eines der unbedeutendsten Erzeugnisse dieses 
Sagenkreises *). • 
«) Er erschien zuerst im J. 1539. S. Ebert, no. 1396 ffl und ei- 
nen Auszug in der Bibl. des Romans, Fevrief 1778, p. 168-179. 
IV. Gerard d'Eup brate ist der dritte Sohn des allen 
Doolin. Ein altfranzösisches Gedicht war -vorhanden, welches 
der Verfasser der prosaischen Bearbeitung *) seiner eigenen 
Angabe nach vor Augen hatte*). 
») Zuerst gedruckt zu Paris 1545; zuletzt 1783. 
3) S. Dnnlop, I, p. 460. Ebert, no.8355. Schmidt,, a. a. O., 
. XXXI, S 130. 

§. 30. Wenn schon in den zuletzt genannten Dichtungen 
der Kainpf gegen die Ungläubigen mehr hervortritt, als das 
Lehn'sverhältnifs der Vasallen zum Kaiser, so ist dies in noch" 
höherem und fast ausschliefslichem Grade der Fall in den nuii 
nrf2tt^»h)eft>d^n, welche iik diieser Hiil«[icht mit Aha vorherge- 
. hebden züjfeammengenommeh eine besondere Klasse bilden : 
' I. Der Roman voji Fierabras, ist in einer prosaischen 
fijanzÖsischen, Bearbeitung vorhanden gewesen, wie.$chmidt ') 
aus einer Erwähnung ii;^ dem Richard sans Peur, von dem bei 
dem normannischen "Sagenkreise die Rede sein wird, nachge- 
wiesen bat. Die provenzalisiche Bearbeitung dieges Romans' ist 
neuerdings . yon tmm. Bekker bekannt gemacht worden*). 

A. a/O., XXXI, 5. 13a 

») Berlin 1830, 4 Vergl. Ebert, no. 7536. 7539. Bibl. Jcs Ro- 
.. Qpn% Nov,.1777, p.. 39-67» Melanges tires dune grande biblio- 



1^4 Kap« III« Bie flössen »or^UhransSsUielien 

th^qne, YIII, p. 176. Gaillard, Hbtoire de Charlemagne, 
Tom. ni, p. 420. 
II. Der Roman Galyen Rhetore (nach einer spateren 
etymologischen Künstelei, welche sich auch in dem Prosa -Ro- 
mane findet, le Restore) handelt von der Fahrt K^rls des 
Grofsen und seiner zwölf Pairs, die ungeschickter Weise mit 
Christus und den zwölf Aposteln verglichen werden, nach Je- 
rusalem. £r ist voll der wunderlichsten und abenteuerlichsten 
Gaskonaden *)• 
*) S. oben §.20 und die bei Gaillard, Hist. de Charlemagne, HI, 
p. 400 aafgeföhrten Schriltsleller, zu denen man auch Yincen- 
tius Bellovacensis, XXIY, p. 963, 4. (ed. Duaci 1624) hin- 
zufügen kann. Die Prosabearbeitung ;des Romans fiihrt den Ti- 
tel: Nobles prouesses et vaillances de Gallyen Rhetore, fils du 
noble Olivier le Marquis et de la belle Jacqueline, fUle du Roi 
Hugues, qui fut Empereur de Constantinople. S. Ebert^ lio. 
8056. Dunlop, I, p. 426-430. Schmidt, XXXI, S. 124 ff. 
Auszug vom Grafen Tressan in der Biblioth^ue des Romans, 
Octobre 1778, II, p. 90 - 1 14. 

§.31. Zu dem Sagenkreise Karls des Grofsen gehören 
ferner mehrere Dichtungen von encjklischer Tendern;, wie ei- 
nige der ungedrnckten Pposaroman« und das italianisc^he Volks- 
buch: I Reali di Francia *). Ferner gehören hieher: 

a) Le Roman de Gharlemag.ne^ fils de Berthe, als Jort- 
^el?;ung der oben erwähnten Histoire dePepin ^t de Berthe 
sa fe n:\me von Girardin d 'Am Jens') in drei Büchisi^n und 
in Alexandrinern,*). ,, , . 

*) S. über; dieselben Sct>:inidt, ilaliän. Heldengedichte, 8.61-72. . 
Wiener Jahrbücher, XXXI, S. 105-109. Ein herausgeris- 
senes Stück aus demselben ist das Volksbuch vom Kaiser Opta- 
' : vian. Vergl. den französischen Roman de Florent et Lyon, eu;? 
fans de Tempereur de Romme (Octavien). Ebert, Bibliograph; 
Lexikon, jm, 7639. Fe'rrario, a. a. O., IV, p. 1-5. 
^^ Uhland, a. a. O , S. 65-67. Gaillard, Hist. de Charlemague, 

III, p.368. Bibl. des Romans, Octobre 1777, I, p. 119, 
») S. Gaillard, Hist. de Charlemagne, III, p. 368. Bife de^ Ro- 
mansj Octobre 1777, I, p. 119. — In dem ersten Buche dieses 
Romanes findet sich die Sage von Karls Aufenthalte am Hofe 
des Galafras, Almiraldus Toletae, als er noch ganz jung aiuä sei- 



«p«tt dm HIttelAllcM. 105 



Vaterland^ yerbanni wurde, die im Tafpin ganz kurz be- 
rfthrt wird .(Kap, XXI) und dann ans einer anderen französi- 
schen Bearbeitung in die ReaH di Francia (lY, 18-51) überging« 
Vergl. Fr. von Aretin^ Aelteste Sage über die Geburt und 
Jugend Karls des Grofsen. München 18D3. S. 53-63. Ferd. 
Wolf, Altfranz. Heldengedichte, S. 25 ff. Meine Ausgabe des 
Einhard, Bd. I, S. 210. 

b) Das Volksbuch: La conqueste du grand roy Char- 
lemagne.des Espai^nes et de$ vaillanceis ^es dpuze 
pairs de France et aiissi Celles de FIer-4-Bra>'(Iiyon 
I5OI9 4.)9 Terzeicbnet bei Ebert, 110. 5128* 

c) La Cour de Charlemagne~*,} von Gandor oder 
Graindör'), welcher auch den Boman du Chevalier au Cygne 
fortgesetzt hat (s. unten), und Verfasser des Bomanes Anseis 
de Carthage •} ist^ der auf die aus Verwechselung des Anse- 
gisus mid Anchises entstandene Fabel von der angeblichen Ab- 
stammung der Franken von d/n Trojanern zurückführt *). 

*) Arcbives du Nord de la ^ranne, II, Livr.VI, p. 205. Boque- 
fortj £tat, p. 162. Glossair«:, U, p. 769, wo fälschlich ein Un- 
terschied zwischen Jean Renard und Jean Renax. gemacht wird. 

^) Wol Gandor de Don«y, den Borel außuhrt? 

») De la Rue, a. a.. O , III, p. 170-172. Mone giebt ein Bmcli- 
Stücke Anzeiger, 1835, S. 77-80. * 

*) Reiffenberg, Anmerk. zur ^hr9n. deMouskes, v. 515^, Vol. I, 
p, 89. Meine Ausgabe des Einhard, Ii; S. 287 ff.' 

d) L,es Chansons des hauts faitsües dpuze Pairs 
de France. en Perse. 

S. fr. Mi«hel, Charlemagne, Pri^f. p. LXU-CYIIl. Desselben 
La Chanson des Saxons, 1, p. XXVIlff. 
c)CharIeihagne, ein bisjetzt nuä Hand^dii^ftlich rOrhan- 
handenes encykh'sches Gedicht über diesen Sagenkreis. ' 
Reiffenberg; Ä. 3u O., B, p, CXCVIIL 

§. 32. Lother et Maller,, verfafst von der Qf-äfin Mar- 
garethe von Videtnont, Herzogin i von Loihringett im 
J* 1405. Man kennt diesen Boman nur aus der Bearbeitung; 
der Gräfin 'Elisabeth zu Nassau -Saarbrnck, einer Tochter der 
Verfasserin*). Maller ist der Sohn des Galien Rhetdre. 
■) Bearbeitet nnd herausgegeben Ton Fr. Schlegel. Frankfurt 



196 Kap« in« Wiit urMsm imNUf^ansSsIsehen 

§.33. MUles et Aroys (d.i. Miie^r et Aini<3us), dk all- 
IrekanMe rührende Krzalflung von dem Schicksale zweier treuen 
•Freunde, die zuerst in der Chronik des C ister zienserniöiiches 
^Ibet-ich von Trois- Foritaines in der Chatnpafgire, vorkoiiitiit*). 

,*3 Bei' Leib nitz, Accession. histöric, 11, p. 108. Abweichend ist 
V die Erzählung bei Vincent. Belloyacensls, Spec.historial., 
XXin, p.. 169. lieber ihren Zusammenhang mit dem Sagenkreise 
und die Yervrandschaft der einzeluen Theile dieser Dichtong mit 
anderen, n. Schmidt, a. a. O., XXXI, S. 130^133. Das fran- 
j^^sche Voikäbuch fuhrt den Titel: Le Roman des yaillans 
Chevaliers Milles et Amjs, lesquels en lenr vivant fireilt de 
.grandes prouesses. — Auszug in der Bibl. des. Romans, 1778, 
Decbr., p. 1-50. Dunlop, Historj of fiction, I, p. 430-441. 

• Seltene italiänische Bearbeitung s. angeführt bei Ferrario, IV, 
p. 282. Supplimento di Melzi^ p. 366. — S. noch Reiffen- 

, ' berg, a.a.O., II, p. CCLII, und über die Legende: Mone, 

Anzeiger, 1836, no. 145. 161. 353. 420. Fr. Michel, Chanson 

de Roland, prel., p. XXIX-XXXI. Bulletins de PAcademic de 

Bruxelles, Tom. IV, no. 5. H. Piers, 'M^moires des antiq[uite8 

' de la Morinie, III, p. 144-146. 

§.34. Hieran knöpft si<;h der Roman von Jourdafn 
?fe Blatyes, dem Enkel des Amys, aus «ng^Cahr ^2000 Ver- 
sen bestehend, der nur handschriftlich vorhanden ist'). 
' >) S. Reiffenberg, 11, p. CCLVI ff. — Prosaische Bearbeitung: 
Les faits et prouesses du noble et vaillant chevalier Joardain 
de Blaves , üh de Blaves , lequel conquesta plusiears royaumes 
barbares; les peines qu'il eut h obtenir Pamour de la hello 
< Driabelle, ülle äu hrt roi Richard de, Gardäs. P. 1520^ Id. foL 
•r- Auszug in der Bihltotk. des Romans, 17^8, D^c, p..öi-91. 
Pttntop, a, a.O,, I, p. 441-445. — Verschieden davon sind der 
gleichnamige Roman, von welchem Fr. Michel., Chanson de 
Roland, prelimin. p;jXXXJ*XXXV eUiei). ij^uszug'gjieht Femer 
der Roman de Jonrdain, welchen Raynouard citirt im Jonro. 
de^ Savans, 1833, Juillet,' p. 389, und welcher sich hwitdschrift- 
Üch in der Pariser Bibliothek befindet 

-^ : §.-35- Guillaume d^Orang.e, surnomme au Court- 
nez*J, ist der schon von Ordericu5 Vitalia .erwähnte ') 
^nifQ FODrVyif^gljai den^ Heiligeq; ein yersuph,, d^^j^.Uaiifihel- 
den des ersten Kreuzzuges, Gottfried von Bouillon^)^ ^e^Hel- 



Bpe» dM BUMelaMe». 107 

den des altfranzösischen Ur^agenkreises anzuknüpfen. Das Ge- 
dicht rührt Yon Guillaume de Bapaame her'), weiehep 
im XII. Jahrhunderte lebte : es ist in zehnsilbigen Versen ge- 
schrieben und findet sich in mehreren Handschriften zu Paris *). 

') An conrb-nez, d.i. mit der Adlernase; an comet, d.i. mit 
dem Hörn. Die letztere Etymologie ist^ wie mir es scheint, 
die richtigere, da die Fürsten von Orange in ihrem Wappen &n 
Schlacbthom fuhren. Nach der Angabe von R o q u e f o r t , p. 163, 
soll er den Beinamen Court -uez erhalten haben, weil er in ei- 
nem Kampfe mit Conolt durch einen Schwerdtstreich ein Stück 
von der Nase verloren. 

') Act SS. 28. maji. Yergl. Rajnouard im Journal des Savans, 
iai2, JuiUet, p. 391 ff. 

») S. Reiffenberg, a. a. O., I, p. CLVI ff. 

*) Vergl. Roquefort, Etat, p. 163, der in der Table alph: Ade- 
nez als Verfasser nennt — Das Gedicht zerfallt in fönfTheile: 
1) Le Couronnement du Roi Looys; 2) Le Charroj de Nismea; 
3) Les Enfans Yivienz (vergl. Fr. Michel, Chanson des SaxonS^ 
1, p. .XXXITI ff); 4) Le Moniage de Renouart (Rainiez); 5) Le 
Moniage de Guillaume au Court -Nez. In dem . vierten Theile 
erkennt man den Uebergang zum Reineke Fuchs, über wel- 
chen man Schmidt, Wiener Jahrb., XXXI, S. 112-114 .ver- 
gleichen kann, wovon auch unten die Rede 'sein wird. — .Lange 
Stellen daraus haben mitgetheilt: Catel in den Memoires de 
rhistoire de Languedoc, Toulouse 1633, fol., p. 567-573; vergl. 
p. 549. Reiffenberg, a. a. O., I, p. CLfX ff. Van Praet, 
Catalogue de La Valli^re, 11, 224, no. 2735. Auszüge bei Sin- 
ner, Catalogus Cod. Msb. bibl. Bemensis, III, p. 333. Melanges 
tires d'une grande biblioth^que, Vi, p. 190-194. Eine Cantilena 
(chanson) von dem heil. Wilhelm, welche von den iocnlatorisi 
(Jongleurs) gesungen wurde, erwähnt Ordericus Vitaliq^ 
a. a. O.; s. auch dessen Bist Ecclesiast, lib. VI (im J. 1141 gef 
schrieben), bei Du Chesne, Bist. Norm. Script antiq., p. 598| 
von der Schmidt (ji. a. O., XXXI, S, 141) mit Recht vermu;- 
thet, dafs sie das- Gedicht des Guillaume de Bapaume sei. 
— Da6 Geschichtliche findet man in den Act SS. Bolland. Mal. 
XXVin. (Antwerpen 1688, p. 808-828). S. noch v.d.Bageh 
und Büsching*s Hterar. Grundrifs, S. 176-181.. 

§w 36. Eide grofse Artfsabl von Romanen ««»/dem^ üin* 
kisch-kariingisfi^heii Sagenkmse sind verlort ge^^angen* Sb 



108 Kap» III« Bie arrossen wL^ifäAanmömUehen 

werden unter andern in dem Fabliau des deux Bordeors Ri- 
!>aux (s. B.) folgende hieher gehörige Diclitungen angeführt: 
Ale de Nanlcull, Garnier d'Arignon, Guion d'AIeschans, Vuien 
de Bourgoigne, Bonard de Sassoigne, Guiteclin de Brebant, 
'TibaQt de Viane, Girard d^Aspremont, Buevons de Comniar- 
jchk u. 8. w. £s ist aber auf die Genauigkeit dieser Titel nicht 
Tiel zu geben, da der Dichter äbsithilich und auf komische 
•Wel^e die Na^n^n '^er eineeinen Romane unter einander ge^ 
mengt hat. 

II. Der Bretonische . Sagenkreis.. ' 
, . , .§. 37. Das Charakteristische der Romane dieses. Sagen- 
kreises '), in denen sich Lieh und Leid, Kampf und Ruhe, Sieg 
und Tod im buntesten Gemisch der Vorfalle einer thatenrei- 
.c|i^ii Zeit abspiegeln, ist als Mittelpunkt, um weichen sich 
Alles dreht und dem Alles zustrebt , die Erlösung und Besie- 
giung durch den Weltheiland , die durch das Heilige. Blut 
^Sanctus Cxuor, Sang real, San Greal, Graal), welches aus 
'(^hrfsti V Seite - durch den Lanzenstich des Longinus hervor- 
strömte, von Joseph von Arimathia in einer Demantschüssel 
aiifgefangen iind unter die Obhut' des geweihten Ordens der 
Alfter von der Tafelruride gestellt wurde, als äußerlich wahr- 
nehmbares Zeichen repr'asentirt ward. Den. Ausgangspunkt bil- 
det die Geschichte de;s aus den Evangelien bekannten Joseph 
von Arimathia, welche schon in dem alten, aber apökryphischen 
Evangelium Nicodemi') bedeutende Zuspitze erhi^ltep . ;l^t '). 
j)er..bretoniscl>en Ueberlleferüng zufolge soll Joseph ypn Ari- 
mathia persönlich nach England gekommen seia* Er ^segelte 
Itrenach auf Eiirem Schiffe mit Maria Magdalena M>n PddUstina 
itödh^iFrankreich^i begab sich von dort nach Spanien undi Eng- 
land- zur Ausbreitung des C bristen thnmei •) und brachte das 
Heiligthum des.Graal nach jenem Lande. Wahrscheinlich kam 
ei* nach der Klein-Brefagrte, weil er als Schutzpatron* dei^ Kirche 
und Einsied^lung von' Glaslenburg verehi:t ^wnrde, und auf 
diese WeiseV verschmolz sich die auf ihn bezügliche 'fradition 
mit dem von wälischen Barden ausgegangenen und verherrlich- 
ten Sagenkreise des Königs Artus. So stellte sich dem idealen 
Prinzipe^ welches durch die' sagenhaften Grfinder des'€hristen- 
thiimes in Armorika und Wales und das Voti den^sfelben über- 



brachte seg^nsvaüe und gnadenreiche Kieinod repräsenUrfe^ 

wurde, König Artus, der Gründer einer nationalen Rilterschaft. 

und Rechtspflege, mit seinen Helden der Tafelrunde als realem 

Princip gegenüber. 
») S. Skhmidt, Wiener Jahrb., XXIX, S 71-129. Dunlop, 
History of fiction, I, p 154-368. Büschlng, Museum für alt- 
deutsche Literatur, Bd. 1, 1809, S. 491-546! Rosenkranz» 
Geschichte der deutschen Poasie im Mittelalter, Halle 1830, 8., 
S. 209-307. Görrcs, Einleitung zu seiner Ausgabe des Lo- 
hengrin. Heidelberg 1813, 8. — -lieber die angeblichen histori- 
schen Grandlagen des Sagenkreises yergk besonders Ellis, Spf- 
cimens of early English metrical Romances (London .1811), I, 
p. 43-131. Eine solche geschichtliche, lokale und nationale 
Grundlage leugnet aber gänzlich Fauriel in der Revue des 
denx mondes, Vol. VII, p. 672 ff. 
») Acta S. Thomae Apost., illustr. Thilo! Lips. 1823, p. XXX-LH. 

Vergl. Fabric, Cod. Apocryph., Tom. I, p. 214-237. 
^) VergL Kap. XIL und besonders den Schlafs von Kap. XY., in 
Birch, Auctarium Cod. apocryphi N. T. Fabriciani. Haimiae 
1804, p. 91 , wo die wanderbare Rettang des Joseph aus dem 
Gefängnisse berichtet wird, die sich ' schon bei Gregor von 
Toars, Hist. Francor., 1, 2, wiederholt findet. 
*) Acta SS. Rolland, mens. Marl., Tom. II, p. 507. Ushör, Bri- 
tannicarum edclesiaram antiqnit. (Dublini 1659), capr. i. Tille-- 
mont, Memoiites pour scnrir ä Thistoire ecelesiasttque, *P. I7(il, 
Toin.I, p,482. . ; . . ; / , ' 

§. 38» Der älteste bieber gehprige Schriftsteller wtG Fi- 
des, der Sohn des britischen Fürsten Caw, angeblich gestor- 
ben im J. 570 *). Seiiae Schrift: de calamitate,' excidib et .con- 
questu Britanniae, quam Angliam nwnc vocant, steht inGale^s 
Sammlung *).• Wichtiger ist des Nennius* Historia Britto- 
num '), das vorzüglichsle Buch dieser Gattung aber nnbedingt: 
Galfredi Monemutensis (Geoffrey of Monmoulh *)) Hi-. 
slorla Regum Britanniae *). HiVrin ist aber noch weder von 
dem heil. Graal noch von der Tafelrunde die Rede, tjnge- 
druckt ist desselben Verfassers lateinisches Gedicht: Vita. Mer- 
lin! Caledonü ad, Rober tum Lincolniensem und der dazu ge- 
hörige- Commentarius in Prjophetias Merlini utriusqu^ Als 
Quelle sin,d, die von dem Archidiakonus zu Oxford, Walter 



110 K»p« III. Bie gromen ii«Mfr»nsS0i0elien 

Calenius, auf seiner Reise durch Annorika (die Bretagne) 
gesammelten Volkssagen zu betrachten, unter dem celtischen 
Titel: Bruty Brenhined, auf die wir unten in der III. Reihen- 
folge zurückkommen werden. Aus derselben Quelle, den äl- 
teren bretonischen Sagen und UeberJieferungen, schöpften auch 
die Trouveres •) ; und alle hiergegen erhobenen Zweifel fallen 
seit der Entdeckung einiger der wälischen Originale fort'). 
') Vergl Fabricius, Bibl. med. et inf. Latinitatis, III, p. 171. 
«) Script. Hist. Brit, Oxon. 1691, fol. 
») Ed. W. Gunn, London 1819. 

*) S. über ihn Fabricius, a. a. O., III, p. 10, ed. Mansi. 
') Zuerst herausgegeben yon Badius Ascensius. Paris 1508. 
1527. Dann in Rerum Britannic. scriptores vetusliores ac prae- 
cipui. Heidelberg 1587, fol. Beste Ausgabe von Fr. Michel 
und Thom. Wright, P. und London 1838, 8. 
®) Beneke, Vorrede zum Wigalois, S. XX-XXIL 
') De la Rue, Recherches sur les bardes armoricalns. Caen 1815. 
Warton, a.a.O., I, Pref. p. 99, p. XVI, not. g. LXXIV flF. 
not b. Turner, History of the Anglo - Saxons, London 1823, 4* 
Vol. III, p. 493 ff. Historj of England during the middlc-ages, 
sec. edit., London 1825, Vol. IV, p. 297 ff. 339 ff. 

§. 39. Einleitend in den S.igenkreis sind der Roman de 
Merlin *) und der Roman de Sang-real (St. Graal)*). 
\) Auszug in der Biblioth. des Romans, Juillet 1775^ Dunlop, 
a. a. O., I, p. 203-217. Literamotizen bei Ebert, Bibliograph. 
Lexikon, no. 13880 - 13900. Auf der Kön. Bibliothek zu Berlin 
~ findet sich der zweite Theil einer mit gothischen Lettern ge- 
druckten, im J. 1528 erschienenen Oktavausgabe. Eine frühere 
. Ausgabe erschien zu Paris bei Verard im J. 1498, 3 Bde foL 
— Die älteste französische Prosabearbeitung rührt von Robert 
de Borron und Heils de Borron her. S. Catalogue de la 
Vallifere, Tom. II, p. 605. Hist. liter. de la France, Tom. XV, 
p. 497. 
*) Auszug in der Bibl. des Romans, Aoüt 1775, p. 88. Dunlop, 
I, p. 218-222. In Prosabearbeitung gedruckt zu Paris 1516, fol. 
unter dem Titel: L'Histoire du Saint-Greaal, qui est le pre- 
mier lyvre de la Table -Ronde, lequel traicte de plusieurs ma- 
ti^res recreatives; ensemble la Q^este du dict Saint-Greaal, 
faicte par Lancelot, Galaad, Boort et Perceval, qui est le der- 
nier lyyre de la Table-Ronde. S. Roquefort, p. 153. Qua- 



drio, SiöA'tL di egai p«eria, iV, 487, bei kteterem etwias ab- 
weichend. Die erste Bearbeitung wurde begonnen von Lac es, 
cfaevalleF et seignenr des cbateau de Gast bei Salisbarj in Eng- 
land. S. Roquefort, Glos«, de la langue Romane s. y. Graal; 
Etat, p. 147 ff. Der Anfang ist abgedruckt in dem Catalogue 
de la Yairi^re, Tom. II, p. 614, no. 4015. Histoire lit^r. de la 
France, Tom. XV, p. 495. 

§.40. Roman de Perceval (Perceforest), begonnen 
von Cbrestien de Troyes, beendigt vaa Gautier de 
De߀t und Manessier^), die ibn der Graün Jobanoa von 
Flandern widmeten (zwischen 1208 und 1210). 

') Galland schreibt ihm in seinem Discoars sar quelques anciens 
po^tes et sur quelques romans gaalois peu connus in den Me- 
moires de TAcademie des Inscr. et Beiles - lettres, Tom. II, den 
Roman Raoul de Beauvais zu, und verwechselt überhaupt 
diesen Roman mit Er ec et Eni de« S. Bist, liter. de la France, 
Tom. XV, p. 194. — S. Ebert, Bibl. Lexikon, no. 16166; ge- 
druckt 1530, foi. Auszug in der Bibl. des Romans ^ Novembre 
1775, p. 37. Eine Probe daraus gedruckt bei Jak. Grimm, 
Altdeutsche Wälder, I, S.30. Dunlop, a. a.O., I, p. 486-488. 
— Wir geben unten (B, S. 302 ff.) einen Auszug nach der Eist, 
literaire dfe la France, Vol. XV, p. 246 -25t. Zu Paris befinden 
sich drei Handschriften; zwei in der Königl. Bibliothek (no. 27 
tind 73 des 'Fonds du Gange), die dritte in der Bibliothek' des 
Arsenals. Den Anfang s. bei Schmidt, a.a.O., XXIX, S. 90. 

§. 41. Constans, Roman vom Dichter Butor^ im 
J- 1294 fiir den schon oben mehrfach erwähnten Grafen Guy 
de Dampierre von Flandern gedichtet, nur handschriftlich /vor- 
banden *). 
>) S* M^on, Roman du Reoard, I, p. IX. Ard^ives pfaäqlog., I, 

p.220.224. m,p.64.69. Reiffeubjarg, a. a. O., I, p. CXCIX. 

Robert, FablianX inedites, I, p. GXXIX not 

§.42. Roman de Lancelojt du Lac ou de la Char- 
rette'), schildert bekanntlich die leidenschaftliche Liebe des 
Lancelot zu der Königin Gen^vre (Ginievra). Er wurde be- 
gonnen im J. lläO Yon Chrestieo de Troyes') und nach 
seinem Tode von Gadefroi de Leingni (Ligay) fortgeführt, 
bebandelt aber nur eine £pi«ode' de«> Gwiee^i . 



112 K»p«III< Me sK#i«CNB üwMranBSsiseben 



') Die älteste prosabche Bearbeitung nach det Laleimscben rührt 
von Gautier Map oder Mappes her. S. Fabricios, Bibl. 
lat med. et infl aeTi, Tom. III, p. 117, ed, Man^i. Bist liter. 
de la France, XV, p. 496. Gedruckt zn Paris 1553, fol. in drd 
, Bänden. Der erste führt den Titel: Le premier Tolome de Lan- 
celot du Lac nouvellement imprime 1^ Paris; der zweite; Le se- 
cond Tolume etc. ; der dritte : Le tiers yolume etc. Am Schlüsse 
des Buches stehen die Worte: Cy fine le dernier volume de 
la Table Ronde faimnt mention des faicts et proesses 
de Monseigneur Lancelot de Lac et lautres plusieurs 
nobles et vaillans hommes et compaignons, Nouvellemenl 
imprime ä Paris pour Phelippe Le Noir^ etc. Vergl. die 
die bibliogr. Notizen bei Ebert, »o. 11678-1168a Eist liter. 
de la France, XV, p. 499. Auszug in der Bibl. des Romaüs, 
Oct.1775, 1, p.61. Duulop, Histoiy pf fictioi^, I, p. 234-246. 
Auszug in der Bibl. des Romans, Ayrü 1777, ), p. 67; £11 is, 
, Specimens of earlj Engllsh metrical romances, I, p. 328; Hist. 

nter. de la France, XV, p. 255-264 
■) Ueber Chrestien de Troyes vergl. Auguia, PoMes fran^., 
I, p. 450. Dieser Dichter widmete die meisten seiner Werke 
dem Grafen Philipp yom Elsafs, z. B, den Tristan (s. §. 44). 
YergL Raynonard, Choix des poesies originales des Trouba- 
dours, II, p, 316. Reiffenberg, a. a. O., I, p. CXLIL Der 
Lancelot ist einer Dame ans der Champagne gewidmet, wahr- 
scheinlich der. Gräfin Marie de Champagne yon Flandern, Ge- 
mahlin Baudouin's IX. S. Hist. litejr. de la France, XV, p. 253 
Von ihm sind: Erec et Enide, L'Art d'aimer d'Ovide, La Mort 
de TEspaulIe ou la Metamorphose de Tantale, La Hupe et 
l^Aronde, La Muance del Rossignol ou Metamorphoses de Teree, 
de Progne et de Philom^le (sämmtlich aus einer Bearbeitung des 
Ovid), Le Chevalier au Lion, Guillaume d'Angleterre (Fragmente 
daraus bei Mone^ Anzeiger, 1835, S. 80-81): keinesweges aber 
von ihm ist das'Fabliau don cbeVaMer-^ Tesp^e, wo es von dem 
Dichter folgendermafsen bäfst: 

Ven ne doit Cresthn d0> Troies, 
. Ce nCest vis, par raison blasmer^ 
. ^ui sot dpu rpi Artu conter, 
" De sa cort et de sa mesniie, 

Qui tant fu loie et prisiSe, 
Et qui les fe% des autres eonte^ 
Et onques de hii ne tient eontez - ' i . 
Trop est preudon ä oblier. 



SSpen des Mittelalters. 113 

S. Meon, Nouv. recueil de fabl., 1823, Tom. I, p. 128. Hist 
liter. de la France, XV, p. 197. 

§.43. Roman de Meliadus de LeoDDoys, nur in 

Prosa vorhanden *), welche nach der älteren Bearbeitung des 

Ru stielen de Pise') auf Befehl des Königs Heinrich's II. 

(1154-1189) angefertigt wurde, deren angebliche Quelle ein 

lateinisches Original gewesen sein seil. 

') Der Titel lautet: Au present volume sont contenus les nobles 

faicts d'anues du vaillant Roy Meliadus de Leonnoys : ensemble 

plusieurs autres nobles prouesses de Chevalerie faictes taut par 

le Roy Artus, par Palamedes, par Morhault d'Irlande, par le 

bon Chevalier Sans -peur,- par Galehault le Brun, par Segurades 

et par Galand, que autres bons Chevaliers estans au temps du 

dit Roy Meliadus. Hystoire singuliere et Recreative nouuelle- 

ment imprimee a Paris cliez Galliot du Pre. Yergl. Ebert, 

Bibliogr. Lexikon, no. 13676. 

') S. über ihn unten bei dem Roman de Brut« 

§. 44* Roman de Tristan. Die Ausgaben des prosai- 
schen Roipanes sind aufgezählt bei Brun et'). Die älteste 
Bearbeitung wurde von Luces de Gast (Gau) und von 
Ga SS es li Blond (Gace le Blond), einem Verwandten 
des Königs Heinrich's II. von England, Gautier Map, Ro- 
bert und H^lis de Borron fortgeführt, nach dem ausdrück- 
lichen Zeugnisse des Rusticien de Pise in seinem Meliadus 
de Leonnoys '). Die neuere französische Bearbeitung •) rührt 
von Jehan Maugin dit FAngevin her*). Poetisch be- 
arbeitete diesen Roman Chrestien de Troyes, dessen Ge- 
dicht lange Zeit hindurch ftlr verloren gehalten wurde *), bis 
ihn neuerdings Fr. Michel wieder auffand und herausgab 
unter dem Titel: The Poetical Rofnances of Tristan in French, 
in Anglo-Normand and in Greek composed in the XII and 
XIII centuries edited by Fr. Michel. London , W. Picke- 
ring, 1835, 3 Vqlls.. 8. Aus ihm entlehnte Marie de France 
(s. unten) ihr Lai de Chevrefeuille. Zahlreich sind die Anspie- 
lungen auf diesen Roman bei provenzalischen und nordfranzÖ*^ 
sischen Dichtern •). 

>) Manuel du libraiVe, Ule edit. 1820, Tom. III, p. 482. Histoire 
literaire de la Frauce, Yol. XV, p. 498 ff. Auszug vom Grafen 

Ideler Altfranx. Lit. Gefch. 8 



114 Kap. lil. Ble sroissctn uordfranBÖsisctaen 

Tressan in der Bibl. des Romans, Avril 1776, p. 53. Dunlop, 
History of Fiction, I, p. 255-276. Roquefort, ifitat, p. 150, 
not. 1. Fr. Michel, Introd., I, p. XXVIU ff. LXVffl ff. 

2) S. Catalogue de la Valliöre, Tom. II, p. 606 ff. Hist liter. de 
la France, XV, p. 495. 

3) Paris 1554, fol. 1577, 2 ßde 12. 

«) eist, liter. de la France, XV, p. 194. 246. 

*)Raynoaard, Choix des Troubadours, ü, p 312 ff. V, 402. — 

II, 313. V, 70. - II, 314 III, 140. - II, 314. 111, 204. — II, 314. 

m, 176. - II, 315. III, 186. — III, ^5 V, 102. Barbaaan et 

Meen, III, p. 155. 390. IV, 319 ff. Zwei dieser Anspielungen 

. bei Tbibaut, Rot de Navarre, setze ich hieh^. 

Chanson III, c.4, p. 7: 

D^nce Dama^ s*tl vos platsoit un soir 
M^auriex p(u8 de joie donie 
C'oncques TristanXi qui en fit 9en ^^ir, 
Ne pot avoir tant come il od dur^e- 
La moie joie est tom4e h pesance, etc. 
Chanson LIX, c. 2, p. 145: 

Car quant je pefis h son tres doux vtsage. 
De men penser aim miex la conipaignie» 
Quonques Tristan ne fist Yseul s^awtie, 
S. noch Reiffenberg, Introd., II, p. LXI ff. Hier ein Bruch- 
stück (II, p. 24-28): 

Mult fud Tristan surpris d'amur; 
Ore s'aturne de pavre atur. 
De povre atur^ de vil abitj 
Que nuls ne que nule quit, 
^e aperceive que Tristan seit, 
Ptir un herbe tut les ddceit, 
Sun, vis em fait tut esiever. 
Cum se malade fustj emfier 
Pur sei siurement covrir, 
8es pez e ses mains fait vertir^ 
Tut iapareille cum fux laxre*) ' 
B p^is prent un hanap de ma%re *^) 
Ke la r^ne li duna 



*) ladre^ von Lazarus} **) Die Bedeutung diesem, Wortes iet nicht geaao 
bekannt, s. Carpentier, «. v. mazw, Roquefort, s.v. maäre. Naret, 
GlQMary, London 1822, 4, v. mnzw. — Yielleicbt ^m defetache Woct H&aerf 

Kiiue Trinkftchaale aua lÜMeruhoUt 



Kpeii des Mfttelaltemi. Il5 

Le frimer nn qu[ej et Pamat, 

Mes i de buis vn gros nuei*) 

Si sapar eitle un flavel**), 

A la eure le rei puis #Vn vait 

E fret des entr^es se trait 

E desire molt k $aver 

JJestre de la curt e veer, 

Sot^ent prie, souent flavele, 

Ne puet o'ir nule novele 

Bunt en sun quer am4 seit, 

Li reis un Jur feste teneit, 

Si 'n alat h la halte iglise ' 

Pur o'ir t le grant servise; 

Eissux en ert hors del pales. 

Et la reine vent apres. 

Tristan la veit, del sun li prie, 

Mais Ysolt rCel reeonuit mie; 

E il vait apres i si fiavele^ 

A halte vuix vers li apele, 

Del sun requert pur Deu amur 

Pitusement^ par grant tendrur, 

Grand esehar en unt li serjant 

Cum la reine vait si avant^ 

Li uns tempeinH, taltre le hüte, 

E sUl metent hors de la rute^ 

Vum. mnnace, taltre le fert; ^ 

II vait apres, si lur requert 

Que pur Den, aloun hen li face, 

Ne s'en returne pur manache, 

Tuit le tenent pur ennuius, 

Ne sevent cum est besuignus, 

8uit les tresquanx en la capele, 

Crie e del hanap flaveie. 

Ysolt estuit ennuiäsj ^ 

Regarde le cum femme ir^e» 

Si se merveille que il ait 

Ki pruff de li itant se trait, 

Veit le hanap qu^ele ennuit 

E Tristan ert hen s*aper^t 

Par sun gent [corsj, par sa faiturs. 



•) noeuJf naymu, **) «om««!/«, flmgmolei. 



116 Kap. III« Die groffsen nardAranzdffiseheii 

Par la furme de iestature; 
En sun euer e^ est affr4ee 
E el vis ieinU e colurde, 
Kar ele ad grant poiir del r^i; 
Un anel d^or trait de »on dei» 
Ne set cum li puisse dunßr^ 
En sun hanap le voU geter, 
Si cum le teneit en sa mainj 
Aperciue en est Brenguen, 
Regarde Tristan^ stl cunut. 

De sa cuintise*) s'aperQut^ 

Dit lui quil est fols et bricuns**), 

Les serjanx apele vilains 

Qui les suffrent entre les seins. 

Et dit h Ysolt quele est feinte; 

y,Des guant avex estS si seinte 

Que dunisex si largement 

A malade u a povre gentf 

Vostre anel doner li vulex, 

Par Pia fei I dams nun ferex^ 

Ne donßx pas h si grant fes 

(lue vos repentex en apres», 

E si vus ore li dunisex 

Ancore ui vus^ repentirex/^ 

A serjunx dit quilluques. veit 

Que hors 4^ teglise mist seit^ 

E eil le metent hors al l'u^s 

EU ftose preier plus, 

§. 45. J)er Roman Ysaye le Triste ist Jahrhunderte 
später, als die übrigen dieses Sagenkreises abgefafst worden, wie 
-aus der Anlage und Behandlung des Ganzen und namentlich 
aus dem Umstände hervx)rgeht, dafs sich keine Hinweisungen 
auf ihn in den alten Gedichten (den Roman du Renart ausge- 
nommen) vorfinden. 

Die prosaische Bearbeitung erscLieu zu I^. 1522, fol., bei Galliot 
du Pre. — Eine launige Skizze des Inhalts' in ^der Biblioth^qae 
des Romans, Mai 1776', p.. 58t ff,* VergL.p.ui^lop, History of 
fiction, I, p. 277-295. ; 



*) prud^nce, pri^caution, '*y nuensi' 



B^M-dM lEttteliiUer9. • 117 

§.46. Encyklischer Tenden« ist der Roman d'Artns^ 
welcher nur in prosaischer Bearbeitung (>ekannt ist. -^ 

Sie föhrt den Titel: Le Roman da Roi Artus et des Compa- 
gnons de la Table Ron de, recoeilli par les Sires Clercs on An- 
nalistes de cet Ordre de Cheyalerie. Erste Ausgabe P. 1488« 
fol., zweite Aasgabe s. a.^ 3 Bde fol. Kurze Uebersicht des In«- 
halts in der Biblioth^que des Romans, Juillet 1776, p. 90. Be- 
langes tires d'une grande bibllotbeque, YlII, p. 172. Dunlop, 
History of fiction, I, p. 295-307. 

§. 47. Am Schlüsse dieser zweiten Abtheilung theilen wir 
noch eine Stelle aus der Chronica compendiosissima ab exor- 
dio mundi usque ad annum Domini MDXXXIY (Antverp. apud 
Simonem Cocum. I534| 8.<y fol. 65 v».) des niederländischen 
Schriftstellers Amandu£ deZierickz^e mit, worin< die Sagen 
vom Zauberer Merlin und dem Könige Artus auf eine böchst 
übersichtliche Weise dargestellt sind. Reiffenberg') hat 
sie aus dem äufserst seltenen Buche wieder abdrucken lassen. 
Sie lauteti Jn Brytannia, i^olente Vortigirno construere tur- 
rim pro sua defensione^ semper mergebcUur fundamentum^ 
donec Mir Sinus iKites quaesitus ei auccurreret suo auxUio, 
Qui etiam paticinaius est de combusiione Vortigirni et He- 
reglsti et de Saxonum destructione. Hfira enim praedixit de 
futuris regibus in Brytannia et maxime de Aurelio Ambro- 
sio et fratre suo Ulher Pendragon^ fitiis Constantiniy de quo 
priua dictum est: qui propter turbationes prius positas fu- 
gerant in minor i Brytannia^ ubi et enulriti sunt. Praedixit 
autem quomodo isti duo fratres victis Saxonibus regnarent^ 
et posteos ßlius Vther Pendragon^ scilicet jfrturus^ de 
quo mira et i^ix credibilia leguntur, Regnat ergo Aurelius 
Ambrosius aliquot annis. Sub quo legitur quod idem Mir- 
linus itdduxit choream gigantunt ex Hybernia^ ad decorem 
sepulturae nobätum Brytanniae, ab Heregisto et Saxonibus 
proditorie occisorum» Post Aurelium Ambrosium regnat fra~ 
ter eiuSj dictus Pendragon, id est caput Draconis. Regnat 
autem extincto fraire i^eneno per quemdam Saxonem, Hie 
uxorem Gorlois^ ducis Cornubiae, amat et^ iupante Mir Uno 
praediciOy occiso piro , accipit eam et gignit ex ea filium et 
filicmu Nomen fdiae Anna, quae postea accepit Loth pirum. 
Et nomen filii ipsius Uther fuit Artur pel Arturus, 



tl8 K*p. 111« nie gTMiiett n«v4firaiixdiiischeii 

ÄV, mortuo patre, anno XIIL Leonh imperatoriist incipit 
regnare et regnat utque ad ajmum Domini DXLJ/ty secun- 
dwn historiam Britonum. Quae si pera suni^ regnasse vide- 
tur annis LXXX et ultra; eed tarn ntira de isto leguntur, 
quod uix sunt credibilia» Maxime dnbium est de illo Lucio 
Tiberio^ Rhomnnorum imperatore^ quem legiiur occidisse^ oc- 
cisumque senatui mlsisse pro tribulo^ nisi haec inielliganiur 
de Tiberio secundo : sed anni non concordartt^ nee Leo aliquis 
Rhomanie impcrat, cum eo nee post eum, Ideo praedicia 
historia midUs i^'idetur non satia t^era, Post hunc Arlu- 
mm regnat Modredus^ hoc est^ voluit regnare: sed occisus 
est a Constantino ierlio et filii eins trucidati in ecdesia. 
Post iltum nepos Arturi^ Conanus secundtts, qui secundo 
anno ntgni moriens reliquit Maigoni regnum^ qui post annos 
IV successorem kohuit Catherlvum^ qui pellitur in Galliam^ 
et regnum in partes dividitur, etc. ^) 
«) A.a.O., II, p. LXIIIff. 

') S. noch Gervasius Tilbnriensis, Otia imperialia, cap. XVI, 
de regQO Britonom, bei Leib nitz, Scriptor. reram BransYicens., 
p. 931-938 Ferner ist za rergleichen: Schlegel, Geschichte 
des 2«auberers Merlin, in dessen Sammlnng romantischer Dich- 
tungen des Mittelalters, Bd. I. Leipzig 1804, 8. SämmtlicLe 
Werke, Wien 1822-1825 (10 Bde 8), Bd. VII. Ballade de la 
prophetie de 'Merlin sur la deslnictlon prochaiiie de l'Angleterre 
von Enstache Deschamps in dessen Poesies morales et hi- 
storiques publikes jiar Crapelet P 1832, 8., p. 29-31. — 
lieber die Romane von der Tafelrunde s. noch besonders P.Pa- 
ris, Les Manuscrits fran^ais de la bibliotbeque du Roi, Tom. l, 
p. 160-211. 

in. Der Normannische Sagencyklus. 
§. 48. Wir haben schon oben in den einleitenden Wor- 
ten zu den Gedichten des Bretonischen Sagenkreises angedeu- 
tet, wie .derselbe durch die celtiscb-armorikanische Sage von 
dem Bruty Brenhined mit dem normannischen Cyklus Kusamnieu- 
hängt. Hier ist im Grunde nur Ein Dichter zu erwähnen, 
Richard*) Wace, an dessen Persönlichkeit und Schriften 
wir die nötbigen Bemerkungen anknüpfen wollen '). 
') Nicht Robert, wie er gemeiniglich, aber fölschlieh genannt 
wird. S. De la Rue, Essais historicpies sur les bardes, troi- 



lipen de0 Mmelallers. "" 1li) 

yhteß et fon^lenrs, II, p. 147. Am. Dural, Htst Uter. d« & 
France, XVU, p. 616-632. Reiffenberg, 11, p. V. ~ Den 
Yomamen Robert giebt er sich selbst nirgends «nd aoch 0« 
AouHb ertbeilt ihm keinea. Du Cadge nennt ihn Jllaitbie« 
and flu et scheint der erste gewesen za sein, welcher ihn I^o- 
bert genannt hat. Wenn der Name Gace, Gasse, Vace, Vaice, 
Yistace nichts anderes wäre, als eine korrumpirte Form des Na- 
mens Eusfache, so wurde es höchst unwahrscheinlich sein, dafs 
zwei Namen Robert und Eustache mit einander verbunden wor- 
den wären. — lieber einen Dichter Gaces Brulez s., linlsn. 
2) S. Pluquet, Notice sur la vie et les ecrits de Robert Wace. 
Ronen 1824, 8- Wieder abgedruckt vor dem ersteh Bande der. 
im J. 1827 zu Ronen ersdiienenen Ausgabe des Roman de Ron 
et des ducs de Normandie. — Vergl. die Abhandlung: De Ro- 
berti Waccii carmine qnod inscribitur Brutus dissert Lerin- 
hin 8 Abrahamus (ein gelehrter Däne), Paris 1828. S. das 
Journal des Sayans, 1830, p. 566. Reiffenberg, U, p. LXII. 
Das Bulletin du Bibliophile (Paris, Techener, 1837, Livr. XYI, 
p. 495-501) enthält eine Notiz von M. J« de. Gaulle über eine 
Bearl>eitung dieses Romanes in lateinischen Versen aus dem An- 
fange des XIII. Jahrhunderts. Zugeeignet ist sie dem Bischöfe 
Cadioc von Vannes, welcher im J. 1254 starb. 

§.49. Wace war auf der Insel Jersey gegen den Aff- 
fang des Xlt. Jahrhunderts geboren und starb In England um 
«las J. 1184« Seine erste Erziehung .erhielt er zu Caen, wo- 
liin er auch, nachdem er sich längere Zeit in den dem Könige 
von Frankreich unterworfenen Staaten aufgehalten hatte, zu- 
rückkehrte. Heinrich I. von England hielt dort gemeiniglich 
Hof. Im J. 1160 beendete er den Roman du Rou und wid- 
mete ihn Heinrich IL, der ihn dafür mit einem Kanonikate an 
•ler Stiftskirche zu Baycux belohnte. Aus der alten Urkunde 
des Stiftes erhellt, dafs Wace seine Pfründe ungefähr 19 Jahre 
iiindurch genofs. In seinen Schriften nennt er sich nicht an- 
tlers als Maistre Wace und giebt sich den Titel Clerc li- 
sant oder Clerc de Caen, woraus man hat schllefsen wol- 
len, dafs er Geistlicher in der Kapelle Heinrichs II. gewesen 
sei. Man kennt von ihm folgende Werke: 

§.50. I. Le Brut d'Angletcrre. Dieses Gedicht 
iVihrt seinen Namen von dem angeblichen Urenkel des Aeneas, 



HO K*p« III. Ute sroMen n^rdfirAiisdsfsebeii 

Brutas, welcher Könige von Grofsbritanoien gewesen sein sollte. 
Es war ursprünglich im Dialekte der Nieder -^Bretagne ge- 
schrieben, dann von Gottfried von Monmoutk in das La- 
teinische übersetzt und endlich von Wace romanisch bearbei- 
tet worden. Es besteht aus ungeföhr 18000 durchgangig acht- 
siibigen Versen*). Das Jahr der Abfassung ist 1055*). 
*) Der Reim wechselt von awei zu zwei Versen, Im Allgemeinen 
ist dies auch das Metrum des Roman du Rou, jedoch ^den 
sich hier auch längere Stellen, die aus zwölfsilbigen Versen 
(Alexandrinern) bestehen, und wo einer und derselbe Reim 
durch 20, 30 und mehr Verse fortläuft. 
•) Dies erhellt aus folgenden Versen:' 

Pots ke Dex incnrnation 
Frist por nostre redemjition, 
M. C. L. et cinq an% 
Fi$t Mestre Wace cest romanx. 
Handschriftlich in der Königl. Bibliothek zu Paris, no'. 7537. 
La Ravailli'cre, T, p. 145 ff., glaubt aus dem Umstände, dafs 
der Verfasser bei jeder Gelegenheit sich in Lobeserhebungen des 
Poitou und seiner Bewohner ergeht, schliefsen zu müssen, dafs 
er von dorther geburtig gewesen. Poitou gehörte damals den 
Engländern. Absicht des Verfassers war, Geschichte und kei- 
nesweges einen Roman zu schreiben* Er beklagt sich selbst 
über die Fabeln, welche die alten Ghronisten der Geschichce ih- 
res Landes beigemengt hätten: 

En ceste grnnt paia: que je di 
Furent le9 merveilles trauvees 
Que et Artus sont tant racomptdes: 
Ne tout mensongej ne tout voir, 
Ne tout faultes ne tout savoir, 
Tant ont li comptSour comptSj 
Et li fableour tant fahU, 
Pour les comptes emheleter, 
Que tout ont fait fahle semhler u. s! w. ' 
— Thibaut de Navarre kannte den Roman du Brut, auf den 
er sich Chans. LXV, c. 4, p. 160 bezieht. Es heifst daselbst: 
Bien devrions ens testoire veoir 
De la hatailh, ^ui fut des deux dragonSy 
8% com on trouve en livre des Bretons, u. s,-w. 
%, 51. II. Den Roman de Rou (d. i. Rollon) et des 
DuGs de Normandie, eine Fortsetzung d«s vorhergehenden 



Gedichtes. Es besteht aus mehrerea Abtheilungen, die von 
mehreren Literatoren fälschlich als abgesonderte: Werke be- 
trachtet worden sind. Die erste, eine Art von Einleitung, 
weiche die Geschichte der ersten Normanneneipfalle in Eng- 
land und Frankreich nnifafst, ist in achtsilbigen Vcrsm ge- 
schrieben: die zweite, die Geschichte des Rollon, in Alexan- 
drinern: die dritte enthält die Geschichte des "Wilhelm Lang- 
schwert (William Longsword) und seines Sohnes Richards L 
ebenfalls in x\lexandrinern : die vierte Abtheilung endlich, an 
uod für sich langer als die drei übrigen zusammengenommen 
und in achtsilbigen Versen geschrieben, giebi den Schiufs der 
Geschichte Richards L und seiner Nachfolger bis zum 4[ahre 
1106*). 

in. Eine aufsteigende Chronik def Herzöge von der Nor- 
mandie von Heinrich IL bis auf Rollon ^). 

lY. L'£stablisseroent de la feste de la CoDcepcion^ dicte 
la feste as Normands ^). 

V. Den Roman du Chevalier au Ljrön. 
Mti et Cent cinquante cinq ans 
Fist Maistre Gasse ce Romans % ' 
wenn anders hier nicht Gasse Brulez gemeint ' ist. 

*) Das ganze Gedicht umfafst 16547 Verse. 

^) Das Gedicht besteht ans 314 Alexandrinern. Abgedruckt in den 
Memoires de la Societe des Antiquaires de la Normandie, Vol. I, 
p. 444. Wir erwähnen hier die Samlong: Chroniques anglo* 
normandes (en vers et en prose). Recneil d'extraits et d*6crit5 
relatifs Ik rhistoire de Normandie et d'Angleterre, pnbli^s. par 
Fr. Michel. Tom. L Ronen 1836, 8. Enthält Bruchstücke von 
Geoffroy Gaimar, aas der Fortsetzung von Wace, aus der 
Vie de St. Edouard le Confesseor, der Chronik des Pierte 
Langtolf und dem Gedichte des Bengit. de St^ More«^ 

') Vergl. Fclibien et Lobineau, Histoire de la Ville de Paris, 
I, p. 445. 

^) S. Galland in den M^moires de FAeademie des Inscriptions et 
Beiles -Lettre», U, p. 730. 

§. 52. Noch ist hier zu erwähnen, als entschieden dem 
normannischen Sagencyklus angehörig, der Roman von Ro- 
bert dem TeufeP). 



■) Yergl. 'ül>er den RomaA^ de Robert- le-Diable dnc de-Normandie 
und die letEteren betreffende Sage: Histoire lit^r. de la France, 
XVm, p. 751 ff. Anwerk. Revue Germanique, 183&, Yol IV, 
p. 191 ff. Reiffenberg, a.a.O., II, S.LVI. Du Dict de 
Robert -le- Diablo par M. deMartonne in den Memoireg de 
la Soc. R. des Antiquairec de France, XI, p. 318 ff. Auszug des 
^ Romanes yon A.Pichard in der Revue de Paris, 1834, Juillet 
Aucb ist zu vergleichen: Le Miracle de Notre-Dame de Robert- 
le-Diable, fils du duc de Normandie, a qui il fut enjoint pour 
ses meffaiz qu'il feist le *fol sans parier; et depuis Npstre-Sei- 
gneur ot mersy de li et expousa la fille de Tempereur; publie 
pour la premi^re fois d*apr^s un Ms. du XlVe si^cle de la bi- 
blioth^ue du Roi par M. Achille Deville. Ronen 1826, 8. 
S. unten Kap. VI. 

IV. Romansmixtes. 
§..63* Bevor wir die Romane, deren poetische Gniod- 
läge dem griechischen und römischen Alterthume entlehnt ist, 
auffuhren, wollen wir noch einer Reihe von Gedichten geden- 
ken, die wir, weil sie keinem der übrigen Sagenkreise ans- 
8chlie£slich angehören, sondern durch Vermengung derselben 
entstanden oder aus Quellen geflossen sind, weiche späterhin 
mit den oben erwähnten in Berührung traten , Romans 
mixt es nennen, wenn wir gleich gern zugestehen, dafs diese 
Benennung nichts weniger als scharf bezeichnend ist Da sich 
hier, der Natur der Sache nach, kein innerer Zusammenhang 
nachweisen läfst, sondern nur höchstens Anklänge und An- 
knüpfungspunkte an die bisher aufgeführten Epen, so befolgen 
wir die alphabetische Ordnung und nehmen auch Gar in le 
Loherain hier auf, welcher eigentlich mit den verwandten 
Gedichten einen besonderen Sagenkreis, den lotharingi- 
schen bilden sollte. (S. oben §. 17. Anm. 2. S. 65.) 

§.54. Athys et Prophyliasi, wahrscheinlich von AI e- 
^aadre de Paris (s. unten Abschn. V. dieses Kapiteb), dem 
Verfasser des Romanes von Alexander dem Grofsen '), was 
nur deshalb fraglich erscheinen dürfte, weil der Roman in 
achtstlbfgen Versen geschrieben ist. 

') Galland, in den M^moirea de TAcad^inie des Inscriptions, 
Tom. II, p. 731 ff. 



§• 55, Aymeri de Noirbone (d. i* Narbonne), wol 
die erste Branche des Komanencyklus Guillaume-au-Court- 
Nez (s. oben §.35). Der Anfang lautet (v. 1*13): 
A cest estoire dire me plest entendre 
Ou l^en peut sens et ea:empie aprendre 

Si veuU un poi de ma andre 

Pour ee que eil fait forment h reprendre 
Q.ui »et le sens et ne le veut aprendre, 
Q,uar sens repost, eis vbus di sans mesprendrcy 
Semble le fen que ten cuevre de eendre 
Qui desoux nrt et flamme ne puet rendre 
Et pour ice, dirai sans plus, atendre, 
Del plus prudaHme qui fust puis Alixandrei 
Tres bien le sevent li plus grant et li mendre 
Pour ce fait mieuLv la changon h entendre, 
Q,uele est de haute ystoire '), 

') S. Reiffenberg, a. a. O., 1, p. CLXV-CLXXi. Fragmente 
daraas bei Ach. Jubinal, Myst^res inedits du XVe siecle etc. 
(8. oben Einleitung und unten Kap. YII.) 

Ich habe auch diesen Eingang hiehergesetzt , nin ihm den 
eines neugriechischen Gedichtes an ^die Seite zu stellen« Es 
geht aus der Yergleichung beider herrer, wie die Oekonomie 
der Heldensagen, und überhaupt ihrer epischen Darstellungen 
von gröfserer oder geringerer Ausdehnung eine und dieselbe 
Form angenommen hat, sei es, weil die allgemeine Entwicke- 
lung der Po6sie es so mit sich brachte, sei es, weil die einen 
es Yon den anderen anzunehmen für gut fanden» S. also den 
Anfang der ^loroQia tov Ftoj^yt] tov ^xatoß^gya bei Fauriel 
(Neugriechische Volkslieder, übersetzt Ton W.Müller. Leipzig 
1825, 8. Bd. II, S.206): 

"Onoioc xdX' dcpovxgdSeTaty naXi «aXa dijyarat^ 
*^Av tp'&avij t6 xsfpciXi' tov xaXd vd rd xtufidrat, 
^Erai dtpovvtgdoTrpia xiyojf itlnafixt, JTiwgytdSay 
Tov rswgyrj tov ^xatoßiQya dno ttjv UtdidSa, 
Td yQdfiuara $iv, TJ^svga, Kai va firj ttjv I*;? </aw, 
TgotyovSi tov tijv l'xafia^ xald vd Ttjv q^vld^ca, 
d. h. auf deutsch : 

Wer gut bort, der erzählt auch wieder gut, 
Wenn es der Fall ist, dafs sein Kopf sich gut daran erinnert. 
Auch ich habe g^iört und eine Georgiade gemacht 
Von dem Georgis Skatoverga von der Ebene. 



124 Kap. III« iMe ipriMBta 'üorAlf anK^sIgeheii 

Ich verstehe die Baclistaben nieht, and damit ich sie 
nicht vergesse (die Geoi^iade), 

Habaich ein Lied daraas gemacht, damit ich sie .wohl 
behalte. 

§.56. Roman du Chevalier au Cygne*), eine ro- 
mantische Schilderung der Eroberung Jerusalems durch Gott- 
fried von Bouillon, von Jehan Kenax') oder Renault be- 
gonnen, fortgeführt von Gandor oder Graindor aus 
Douay'), ist wahrscheinlich vor dem J. 1205, d. h. vor der 
Vereinigung des Poitou mit Franikreich geschrieben. Er besteht 
aus ungefähr 30000 Versen. Die älteste prosaische Bearbei- 
tung ist von Pierre Desrey*). . — Als Fortsetzung können 
die Romane Baudouin de Sebourg und Bastard de 
Bouillon betrachtet werden, über die wir jedoch nichts Nä- 
heres zu berichten wissen. 
*) Ueber die Sage vergl. Favin, Theatre d^honneur et de cheva- 
Icrie, Tom. n, chap. 7. Teschenmacher, Annal. Cliviae, Ju- 
liae, Mbntium etc. Frankfurt 1721, fol, p. 124 ff. p. 189 ff. 
Phil. Moaskes^ Chronique, v. 16024 - 16045 : 

Entour cest tanSy pat verai signe, 

Si vint iuCevalien al Cigne 

Parmi le mer en I baliel, 

La iance et tescut en cantiel*) 

Et si arriva h Nimaie^*)^ 

U la dueoise ert et s^esmaie 

Pour le duc Renier de Sainogne, 

Kl li livroit assis etsogne***). 

Et sa tiere li kalengoit\) 

Pour ^ou qu'ele avoe-jri") navott. 

Mais li preus Chevaliers al Cigne, 

Ki le euer ot et juste et digne, 
" Envers le duc li kalenga 

La tiere, et la datne en sauva; 

Si qtCil Vocisty et fu d^livre 

Sa türcj et il en prist sa fille 

A ferne, et fu dus de Bouillon, 

S*en fu Godefrois, ce set-on, 

*) de colS, **) NimhgMe, ***) toueu f ) dispuiaii. Im patoit wallon 
und roucbi noch Jetzt gebräuchlich. S. Hecart, Dict. roochi-francait, p. 92. 
ff) d^fenseur. 



Bpen f|e« WHtelmliejcM. 12b 

Ki fu de JhSrusalem rois. 

Puis avint^ par aucun effrois^ 

Que tout ^usi com il vint lä 

Devint cisnes et s^en r'ala, 
Vergl. Hist. liter. de la France, XVI, Disco ars preliminaire par 
M. Daunou, p. 210.232. Le Grand d'Aussy, Fabliaux et 
Contes , I , p. 265. M o n e , Anzeiger , 1 834 , S. 375. Grimm, 
Deutsche Heldensage, S 43. Man kann die Sage von Leda und 
dem Schwane vergleichen. Ja sollte nicht Lier sogar eine Ety- 
mologie von Leodium eine Rolle spielen, wenn gleich JNimwegen 
als Ort der Handlung augegehen whrd? S.noch J, GOrres, 
Lobengrin, Heidelberg 1813, S. LXVIII. LXX u. ff. T<^i«8ier, 
Bihl. CSsterc, VII, p. 73. Gebr. Grimm, Altdeutsche Wslder, 
Bd. III, S. 49-96. Die Sage war ursprünglich . niede^lS^sch. 
S. Hoffmann von FaJilersIebeD,.Horae belgicae^ I, p. 5^. 

*) Nach De la Rue, lü, p. 213-215 aus der Normahdie gebürtig 
(aus dem Bessin), wofür aber kein Beweis vorhanden Ist. — 
Von ihm sind auch: 

a) Das Lay d'Ignaur^s, P. Silveslre, 1832, 8. Vergl. Le 
Grattd d'Aussy, Contes et Fabliaux , Tom. III , p. 265. 
OeuVres de M. J; Chenier, Tom. IV, p. 95. Der Schlafs 
giebt eine völlig Sh'nliche' Entwiekelung, wie im Roman du 
'Chastelain de Coucy. Die zwölf Geliebten des Ignanr^s 
verwehten, ohne es zu Ivlssen, das Herz desselbien und ster- 
ben sodann eines freiwilligen Hungertodes. S. Hist. liter. 
de la France, XVIII, p. 776. 

b) Le Lay de TOmbre et de. PAnpeiau, welches sich 
durch eine in den Produkten jener Zeit ganz ungewöhnliche 
Galanterie auszeictjnet. Er versetzt uns in das Jahrhundert 
der Concetti in der italiänischen Literatur und erinnert also 
lebhaft an Guarini, Marini und deren Nachahmerhorde. 
Vergl. Le Grand d'Aussy, Tom. I, p. 181. 

*) Diesen Dichter haben wir schon oben erwähnt, als Verfasser 
der Romane Anseis de Cartbage und La Cour de Charlemagne. 

^) Auszöge daraus' in. Jlielatigesltires d!ane grande blbliath^que, ,VI, 
p. 4'- 62. Nouyelles Archives histor. des Pays-Pas, V, p. 62-68« 
— \Mi^e\ PilSll, 4. (MiA. Lenöir). 1523, 4.' (Phil. Lenoir). 
Lyöh 158«, a (Frän^ois Arnoulle*). P. s. ar., 4 (Ni<«)la8 Chf©- 
Stirn). P. s. a;;. 4. (Jehan Bohfons). -^ Fiiigmente des Gedichles 
bfi R^iff e*bergj ü, S. 6öaff. : 



l26 Kap. III* Bfe ffrassen iior4lllraiiBtf«l«eheii . 

§. 57- Cleomad^s (et Clermondine), von Adenez 
le Roi, versetzt uns in die Zeiten der Regierungsepoche des 
Diocletian. Der Roman besteht aus 19000 achtsilbigen Versen^ 
ist häufig durch anziehende Episoden unterbrochen, z. B. durch 
dit Beschreibung der Wunderthaten des Erzzauberers Virgil 
(s. unten). Auch fuhrt er in vielen Handschriften, deren es 
«ine bedeutende Anzahl giebt, den Titel: Le Cheval de 
fust, weil ein magisches Pferd von Holz^), auf welchem 
man die Lüfte durcheilen konnte, sobald man den Zapfen zu 
lenken verstand, eine Hauptrolle darin spielt. Der Stoff ist 
von den Orientalen entlehnt und wahrscheinlich mit den Kreuz- 
Zügen nach Europa gebracht worden« Vieles davon findet sieb 
in 1001 Nacht'). Auch Girardin d'Amiens, ein Zeit- 
genosse dts Adenez behandelte metrisch denselben Gegen- 
stand'). Der Roman des Adenez ist zwischen den J. 1280 
und 1283 abgefafst«). 

*) Bekannt aus dem Don Quizote. 
.. *) Der Einflofs dieser Erzählungen auf die französische Literatur 
des Mittelalters (s, die Abhandlang von Martonne, Observa- 
tions 8ur quelques points de la litteratore Romane au sujet de 
la lettre de M. Paulin Paris aar lea roman« des douze Pairs 
in den Memoires de la Societe Rojale des Antiquaires de France, 
X, p. 393 ff.) tritt aofser dem Cleomad^ noch deutlich in dem 
Romane Pierre de Provence et la Belle Jttaguelone 
hervor, welcher ebenfalls von Adenez herrührt — Freilich 
sind sie, wie Silv. de Sacy nachgewiesen hat (Memoires de 
l'Academie des Inscriptions, 1829) erst in dem XIY. Jahrhundert 
niedergeschrieben worden; ihr Bestehen ist aber offenbar älter. 
') Catalogue de La Yalli^re, P. I, Tom. 11 , p. 220. Ein Auszug 
aujB der späteren prosaischen Bearbeitung des Gegenstandes bei 
T res San, Corps d'extraits de Romans de Chevalerie, Tom. I, 
p. 293 ff. Oeuvres choisies da comte de Tressan, 1796, YEl, 
p. 271-316. — fragment aas dem Gedichte selbst bei Reif- 
fenh erg, a. a. O., I, p. CLXXIII ff. 
6. Fcrd. Wolf, Altfranzftsiache Heidengedichte, S.34. 

., .. §. 5>8* L'Histoire du Chätelain de Couey et de 
laDame de Fayel. — Dj^r Kastellan von Coucy, über des- 
sen ^oche und Lebensverhältnisse die unten angeßibrten 
Schriftsteller nicht einig sind, lebte nach den genauen For- 



S^n dM MitteliOten. 127 

schutigen von Fr. Michel') zwischen den Jahren 1187*1203 
oder 1221. £r war ein tüchtiger Kenner der Nationalliteratur 
und seines gesammten Zeitalters und hatte, wie aus seinen Ge- 
dichten erhellt, die Bihel eben so eifrig gelesen, wie die Chan- • 
sons de Geste. Er war Dichter und Musiker ')* Die bei uns, 
namentlich durch Uhland's Bearbeitung, bekannte Begebenheit 
mit der Dame von Fayel wird übrigens von Provenzalen, (diese 
nennen den Helden Guilhem de Cabestanh oder Cabestaing), 
Itaiiänern (dort heifst er bald Guardastagno , bald Guiscard) 
und Spaniern (für einen Marquis von Astorga unter König 
Karl II.) als National eigen th um in Anspruch genommen '). 
Nach dem Romane zog der Kastellan von Coucy im J. 1190 
mit Richard Löwenherz in das heil. Land, wo er zwei Jahre 
darauf in einem Kampfe mit den Sarazenen fiel *). — - An die- 
sen Roman knüpft sich unmittelbar der Roman de la Cha- 
stelaine deVergy, dieselbe Sage unter veränderter Scenerie 
behandelnd, . von unbekanntem Verfasser, vielleicht von d^tß 
oben (§. 56) erwähnten Jehan Renax herrührend*). 

* ) Dem Herausgeber der Chansons du Chätelain de Coacy, revuea 
sur tous les Manuserits, snivies de l'ancienne mosiqae, mise eh 
notation moderne, avec accompagnement da piano par M. Ferne. 
P. 1830, gr. 8. Der Roman selbst ist herausgegeben worden 
von Crapelet, P«1829, 8. unter dem oben angegebenen Titel. 

>) Proben seiner Gedichte s. unten B, S. 124-130. 

^) VergL Bocaccio, Decamerone, Giom. IV, nov. 4. 9. — Le 
Grand d'Aussy, Coiites et Fabliaox, III, p. 26&. 

*) Man findet unten B, S. 311, eine kurze von Fauchet mitge- 
theilte Chronique du Chastelain de Coaci et de la Dame de 
FaieL — Vergl. noch über das Sujet: Fauchet, Recneil de 
rOrigine de lä Langue et Poesie fran^oise, Rjme et Romans. 
P. 1581, 4., p. 124-130. — Jovet, Histoire des anciens Sei- 
gneurs de Coucy. Laon 1682, 12., p. 53. -^ La Ravailli^re, 
Poesies du Roi de Navarre, P. 1742, 12. Tom. II, p. 79, not. A. 
p. 169. — De Belloy, M^mmres Mstoriques sur la maison de 
Coucy. IL $nr la Dame de FayeL P.1770, 8. Le Grand 
d'Aussy, «. a*0., III, p. 280. — Laborde, Essai sur k mn- 
siqne anoienne et moderne. P. 1780, 4. II, p. 235-307. -^ Hi- 
rtohre liteiwe de la France, XIV, p.579. — Michaud^ Eist 
des Croisades, II, p.523. VI, p. 38. Augnis, Pontes firlnfais, 
n» p^ 1^. Sr an<^ noch Ritson, Andent English metnoal ro- 



126 Kap. III* Hie igtonmen norAfranacdsiselien 

mances. London 1802, 8. Tom. III, p. 193: The Knight of Car- 
tesy and the fair lady of Fagn«ll. 
•) ffistoire liter. de la France, XVIII, p. 779 ff. XVII, p. 646. — 
Nadigeahmt von Bandello, Belleforest n. a* m. S. Mar- 
guerlte deNayarre, Heptameron, Tom. II, Nout. 70. 

§.59. Gar in le Loh^^renc bildet nur einen Theil 
eines weit umfangreicheren Gedichtes, welches den Titel führt: 
Chanson des Loherens ') und in mehrere Aeste (Brancbes) 
zerfällt: 

1) Histoire du diic Herviz de Mez; 

2) Hist de Garin le Loherenc et Begon de Belin, ses £ls; 

3) Histt de Girbert, fils de Garin, Hernaust et Girbert, fils 
de^gon <[ Verfasser ist Jean, de Flagyl); 

. 4) Bist, de Garin de Montglave et de ses predecessears. 
Diese Gedichte bilden, wie schon oben bemerkt worden ist, 
einen eigenen Sagenkreis. An Versuchen, ihn an die Sage 
anderer Kreise anzuknüpfen, fehlt es nicht, obwohl dieselben 
von zu g.ering^r Bedeutung waren, als dafs sie von nachhalti- 
,ger Wirkung hätten sein können. Die Tradition ist eine der 
ältesten des JNÜttel alters: hier Enden sich noch keine Feeo, 
.keine bezauberten Waffen,^ keine Kiesen oder. Zwerge; grofs- 
iartige. Schilderung des> Charakters ist der einzige Hebel, wel- 
chen der Dichter iuT Erregung des Interesse in Bewegung 
gesetzt hat; Der Roman selbst ist gewissermafsen eine Um- 
gestaltung der Nibelungensage*). Auch findet man hier noch 
keinerlei Art von Anspielungen auf andere alte noch erhaltene 
Gedichte und ebenso wenig bieten diese irgend einen Umstand 
dar, welcher auf die in dem vorliegenden Romane erzahlten 
Ereignisse auch nur den entferntesten Bezug hätte, was um 
so inerl^würdiger ist, als es unzählige Handschriften dieses Ge- 
dichtes giebt, zu Paris, im Vatikan, zu Wien, Bern u. s, w. 
Fast alle .jCopien sind ai^ dem XII. JahrhunderL. . . 
'":}•) Der lohalt i^ ein iTbeil.der Expedition Karl Bforleüs und sei- 
-.» iäes Sohnes Pipin gegen die- Sarazenen änd- andere Volker. Es 
V.' werden die Heldentbatfen von Hervis, Belöge von Metz, Sohne 
des; Herzogs Pierre und Väter, von Garm le Loherain (oder Lo- 
... faerenc)V gUicbfalls Herzöge von Metennd Brabant, von B^gae, 
- • : iGräkn von Cbateaa^detBeÜK, ^lildil^ und von einem Mädchen, ^ui 



C^en dM Mittelalter«. 139 

Devtnt mere du vaiet JUarvesiffj 
Qui tant aida h ses germaim cou$in$. 
Es wird angenommen, dafs diese lotharingischen Fürsten unter 
den Regierangen Pipin's und Karl MarteFs lebten. Von Leiden 
Fürsten werden eine Menge von Abenteuern und Fahrnissen be- 
richtet, die sich zum Theil ziemlich genau an die geschichtliche 
Ueberlieferung anschliefsen. (S. das Bruchstück B, S. 268-271.) 
Vergl. über das Sujet: Richard de Wassebourg, Les anti- 
quites de la Gaule belgique, rojaume de France, Austrasie et 
Lorraine (P. 1549, foL), 1. II, fol. CIII vo. III, foL CLVII. Ja- 
kob Grimm, Heidelberger Jahrbücher, 1813, Heft IX, S. 849- 
T. d. Hagen, Grundrifs, S. 98-158, 

*) S. Arthur Dinaux, les Trouvftres Cambresieus, p 46-60. 
Histoire literaife de la France, XVI, p. 232. XVHI, p. 738 ff. 
Görres, Lohengrin, Heidelberg 1813, S. LXV. S. die Notiz 
fiber Jean de Flagy von P. Paris in der Ausgabe der Histoire 
et ouvrages de Hugues Metel von Fortia d*Urban, P. 1839, 8. 
Fälschlich sind als Verfasser genannt worden Camelain (oder 
Camelin) de Cambrai, Hugues Metel oder Metellus 
(▼on Dom Calmet in der Histoire de Lorraine, II, p. 122; 
über Metel s. Hist. liter. de la France, XII, p. 495-510) u. a, m. 

^) Mone, Untersuchungen zur Geschichte der tentschen Helden- 
sage, S. 195. Reiffenberg, H, p. CCLXXH ff. — Als Be- 
weis för die grofse Volksthümlichkeit und allgemeine Verbrei- 
tang dieses Gedichtes ist einmal die aufserord entlieh grofse An- 
zahl von Handschriflen Und ihre bedeutende Verschiedenheit, 
anderer Seits die Beimischung der verschiedenartigsten Dialekte 
zu betrachten (Champagne, Lorraine, Picardie, Normandie, Isle 
de France, Belgique). S. Reiffenberg, H, p. CCLXXV. 
Vcrgl. noch die Analyse critique et Ijteraire du roman de Ga- 
rin le Loherain, precedee de quelques observations sur lori- 
gine -des romans de chevalerie, par M. Lerouz de Lincj, P. 
1835, 8. Auch s. man die Recensionen im Journal des Savans, 
1833, Aoüt, p. 459-468. Sept, p. 513-525. 

§. 60. Die alte Legende verlegte deii Helden des Roma- 
oes G^rard d'e Roussillon') unter Karl Martel, uod erst 
die spätere Bearbeitung läfst ihn unter Karl dem Kahlen spie*' 
len. Letztere Annahme schliefst sieh näher an die' beglaubigte 
Geschichte an ^). — Der Roman Gerard de Vienne*)' 
war einer von denjenigen, deren Vortrag den JoDgleuti die* 
Idder Altfranx. Lit. GMch. 9 



130 Kap* ni. Ble fvonMB nortfiraiistetocheii 

meisten Spenden brachte*). Verfasser desselben war der Clerc 
Bertrans (Bertrand), welcher in ßar-sur-Aube schrieb*). 
— Hieher gehört ferner der Roman du Chevalier Paris, 
natif de Dauphine et de la belle Vienne, handschrift- 
lich in der Bibliothrque de Bourgogne •). 

') Mone, Anzeiger, 1835, S. 208-222. 

«) L'Art de verifier les dates, edit. in 8., Vol. X, p. 392-394. 
') Aofaiig des Romans bei Sismondi, de la literatare du Midi, 
I, p. 184 (Brüsseler Nachdruck); Ende bei I. Bekker, Fiera- 
bras, p. LIII. 
*) S. A. Jubinal, des Jongleurs et trouv^res, ou choix de salnts, 
cpitres, etc. P. 1835, 8., p. 169: 

Me$ qui seet bien chanter de Bor going Auberi 
De Girart de Viene, de tArdennois Tierrij 
De Guiliaume awCort-NeZy de son pere Aymeri^ 
' Doivent par tout le mond& bien estre seignori. 
') Chroniqöe de Ph. Mouskes^ t. 4502, mit der Anmerbmg von 
Reiffenberg — Roquefort, Glossaire, II, p. 757. ~ Bio- 
graphie universelle, LVIII, p. 179. 
•) 'Reiffenberg, a.a.O., II, p. CCLII. M^langes tires d'une 
grande biblioth^que, V, p. 143 - 156. 

§. 61. üeber die Romane Guion de Bourgogne*) 
und Jehan de Lanson oder Lan<;on') sehe man die unten 
Terzeichneten Nachweisungen ' ). 
») Histoire liter. de la France, XV, p. 484. Reiffenberg, Chro- 

nique de Mouskes, I, note zu v. 4579. 
') P. Paris, Le Romancero frao^ois, p. 78-89. 
') Auch möge hier noch erwähnt werden der Roman d^Eustache 
le Mo ine, pirate fameux du Xllle siicie, public pour la pre- 

mi^re fois par Francisqne Michel. P. et Londres, 

1834, 8. S. Rarynouard im Journal des Savans, 1835, Mai, 
p. 279 ff. 

§.62. Cyperis de Vineaux') oder Vignevaux (Si- 
paris de Vineaus) gehört, wie die Romane Parthenopex 
de Blois und Florient et Octavien, von welchen unten 
die Rede sein wird, zu dem merwingiscben Sagenkreise, deren 
historischen Hintergrund die Regierungsepochen von Chlodveig 
und Dagobert bilden. 



Bien dM HtttelAllera« 131 

') Ob er yon Huon de Villeneuve Ist, mofs dahingestellt blei- 
ben. S, die ffißt liter. de la France, XVIII, p. 730, note. Als 
Prosa -Roman nachgewiesen bei Reiffenberg, a.a.O., II, 
p. CCXI, not 1, wo auch von dem Roman de Blanchenden 
die Rede ist. 

§.63. Der Verfasser des Lai d'Haveloc le Danois, 
welches zuoäcbst dem bretonischen Sagenkreise angehört, ist 
unbekannt, war aber jedenfalls ein anglo- normannischer Dich- 
ter >). 
') S. Histoire liter. de la France, XVIII, p. 731 ff. De la Rae, 
Troav^res anglo -normands, III, p. 119 ff, Ausgaben: The an- 
cient Romance of Hayelok the Dane, accompanied by the french 
tent, with an introdaciion, notes and a glossaiy by Frederik 
Madden. London 1828, 4. — Fr. iSichel, Lai d'HaTeloc le 
Danois. P. Silvestre 1833, 8. S. besonders Raynouard im 
Journal des Savans» Arril 1831, p. 206-214. 

§•64. lieber die beiden Romane d'Aiol et de Mira- 
bei sa femme und de Julien de Sa!nt-Gille et son 
fils Elye ') vermögen wir nichts Näheres anzugeben. 
1) Histoire lit^raire de la France, XVIII, p. 751 ff. Anmerk* 

§.65. Die Aventures d'Isambart et de Gormond 
sind offenbar pikardischen Ursprungs '). Gormont (Gormund?) 
war ein Normannenh'änptling und Isambart (Eisenbart), Herr 
von La Fert6 in Ponthieu, ein Franke, welcher bei d^n Söh- 
nen Ludwigs des Stammlers in Ungnade gefallen war. Lud- 
wig III., Sohn dieses Fürsten, schlug Gormont bei Saucourt 
io Vimeu im J. 881 und der Normannenhäuptling seihst wurde 
im Handgemenge getödtet. 

') S. Jleiffenberg, D, p. VIL CCCXXIII. 80. 741. Mone, An- 
Zeiger, 1825, S. 347. Die Legende wird berührt im Chrenieoa 
Centnlense. Vergl. auch Chron. Fontanell. a. 890 a. m. a. Stellen 
bei Pertz, Hörnern. G^ip. histor., ](, pu464. II, p, 3()3j. ^13-ßl5. 
75?}, "^«e^^us h^iTTPfge^» dafs die Pers^nep keinesweges nnliislo- 
risch sind, aber auch hier wiederum, wie in anderen Roofianen 
d^ |;9ijrli9g^cheii S;igeakreis«s^ unzählige Verwechselai^gen SUkit 
gefunden haben. S. noch Depping, Histoire des e^ipeditions 
imu^iam^ 4e« Kv^a^d^^ t |u232. 2a6u Willews, Note «ur 
les^Slf^one^ßU. de floffmapn de Fallersle^^n (Gand 1837, 

9* 



132 Kap* HI* Die ffrossen n^rättBnmönlne^en 

34 pp. 8.)* -^ Anspielangen auf diesen Roman bei den Trouba- 
dours. S. Rajnouard, Choix, I, p. 295. 297. 

§.66. PartoDopeus de Blois. Dieser liehliche Ro- 
man ist eine Bearbeitung ( contre - ^preuve ) der alten Sage 
von Amor und Psyche bei Apulejus in orientalischem Ge- 
wände *). Es wird die Liebe eines jungen Ritters und einer 
Fee (Melianor) geschiltJert. 

') Zwar bestritt dies Paris; s. jedoch pulanre in den Memoires 
de la Soc. Royale des Antiquaires de France, Vol. I, p. 398-410. 
XI, p. 420. — Schlechter Auszug von Cochu in der Bibl. des 
Romans, 1779, D^c. Ausgabe von Crapelct, 1834, 2 Bde 8. 
Bericht darüber von Mar tonn« in den Mem. de la Soc. R. des 
Antiq., XI, p. 410 fiP. Raynonard im Joum. des Sav., 1834, 
Dec, p. 725-735. Der Roman ist aus dem XII. Jahrhundert, 
nicht aus dem XIII., wie Le Grand d*Aussy, Contes et Fa- 
bliauz, Tom. lY, p. 261, behanplete. S. auch Roquefort, Etat, 
p. 166-168 und in den Notices et Extraits des Jttss. de la Bibl. 
Imper., Tom. IX, P. U, p. 3-84. 

§.'67. Von Raoul de Houdan'), einem Zeitgenossen 
des Chrestieh de Troyes sind die Romane:' 

a) Merangis li Porlesquez "); 

b) Aesles (d.i. ailes) de Courtoisie, handschriftlich in 
der Pariser Bibliothek; 

c) La Voye ou le Songe d'Enfer'), eine treßliche 
Satire, die vielleicht Dante die ersten Ideen zu seiner Di- 
vina Commedia gegeben hat. Auch Miltan fafste den ersten 
Gedanken zu seinem Paradise lost, nachdem er in Italien der 
Aufführung eines Mysteriums beigewohnt batte *). — Der 
Roman de Pierre de Provence et de la belle Ma- 
guelone war, wje Raynouard*) nachgewiesen hat, ur- 
sprünglich provenza lisch geschrieben. 

") Histoire literaire de la France, XVIII, p. 786-790. 

^) S. Fauchet, a.a.O., p. 558. Montfaucon, Bibl. Bibliotb., 

I, p. 30, B. 
•) Le Grand d'Aussy, II, p.l7. Massien, de la po^sie fran- 

^aise, p. 132. 
^) Ein analoges Gedicht, aber nicht von demselben Verfasser, ist 

überschrieben: Voye de Paradis (Hut. lit^r. de la France, XYIII, 



in^^n de« mitteUMerfu 133 

p. 790 £P), Auch ist ähnliehen Inhaltes: La Qort de Paradis. 
S. ebendas. p. 792 ff. Barbazan et Meon, III, p. 128-148. 
Golt der Herr giebt allen Bewohnern des Himmels am Alier- 
Heiligenfeste eine grofse F^te. Das Gedicht erinnert lebhaft an 
den „bairischen HimmeL^' 
*) Joornal des Sarans, Sept 1833, p. 516 ff. 

§. 68. Den Roman de Raoul de Cambray hat Edw. 
Glay im J. 1839 zu Lille herausgegeben ') unter dem Titel: 
Fragmens d'epop^es romanes du Xlle siecle. 
') S. das Speeimen in den Memoires de la societe d^emulation d« 
Cambray, 1835, p. 145-178. 

§. 69. Der weltbekannte Roman der sieben weisen 
Meister (Li Romans des sept sages de Romme) 
oder Dolopathos. Herbert, der Verfasser, schrieb dies 
Gedicht für einen Prinzen Philipp, Sohn eines Königs Lifdwig 
von Frankreich, um das J. 1260, also wahrscheinlich für Phi- 
lippe - le - Hardi, Sohn Ludwigs des Heiligen. Er will es aus 
dem Lateinischen eines Mönches der CIsterzienserabtel Haute- 
Selve in der Diöcese von Metz in das Französische übertra- 
gen haben. Ursprüngliche Quelle waren die Fabeln des Sind- 
bad ') oder der Hitopadesa; und es giebt kaum eine Sprache, 
in welche dieses Werk, welches im Grunde mehr der didakti- 
schen als der epischen Literatur angehö^*t, nicht übersetzt wor- 
den wäre"). Der Anfang lautet: 

Jndis fi Romme fu uns rois 

Ki moit fu sages et cor tot s, 

II ot nom Vespnsianus; 

Des ftutres rois fu nu dessus^ 

Toute Romme en sa main tenoit^ 

Et quantjue de ckh mer avoit; 

De loial lignage fu nes^ 

Ses pere ot nom MatusalSs 

Ki JX eens ans et X veski, 

JVe onf/ues n*ot le poit flori. 

Dien not le terme de sa vie - 

Par les arts de la prophitie^ 
') Assemanni, Bibl. Orient, Tom. III, p. 221. 
*) Groddeck, Theatr. libr. anonym., fol., p. 708. Dacicr^ in 
den Memoires de VAcademie des Inscript., Tom. XLI, p. ^55 ff. 



134 Kap. III* Vie iproflseii nnHtttmnm^mint^en 

Le Grand d^Anssj, Ü, p. 189. Daclos, in dien fleni. de 
TAcad. des Inscr., XX, p. 355. Sinn er, Extraits de qnelcpies 
poesies, p. 53. Gingnene, Hist. liter. de Fltalie, HI, p. 73-77. 
Melange» tires- d'une grande bibliolh^qne, Tom. II, p. 5. V, p. 77. 
Biblioth. des Romans, 1775, Oct , Vol. I. Roquefort, Etat, 
p. 171 ff. Robert, Fabks, I, p. CV. CLXIII. Reiffenberg, 
II, p. CLXXXV. 

Die Hauptaasgabe ist: Li Romans des sept sages de 
Romme, nach der Pariser HandschriH; von H. A. Keller. Tü- 
bingen 1836, 8. — Weiteres s. nnten §. 93. 

§.70. Aucb die Sage von dem Schmidt Wieland, 
welche die Deutschen aus Simrock's neuerer Bearbeitung*) 
kennen, ist bei den Franzosen unter dem Titel; V^land-le- 
Forgeron bearbeflet worden»). 
') Bonn 1835, 8. 

*) Veland-le-Forgeron, Dissert. sur une tradition du moyen- 
^ge. par G. B. Depping et Franc. Michel. P. 1832, 8. — 
New Monlhly Magazine, I8!i2, Tom. IV, p. 527 ff. (Aufsatz Yon 
Depping). Memoires de la Soc. Royafe des Antiquaires de 
France, Tom. V, p. 217 (ebenfalls von Depping). — Reif- 
fenberg, a.a.O., 11, p. XCVI. Grimm, Deutsche Heldensage, 
S. 29. 147. 178. 288. 322 ff. 341. (Göttingen 1829, 8.) Deutsche 
Mythologie (Göttkgen 1835, 8.), S. 221. Mone, Untersachun- 
gen zur Geschichte der teutscben Heldensage, Quedlinburg 183d, 
8., S. 98 ff. Edda Saemundar hins Fr6da (Kopenhagen 1828, 4.), 
Th. III, S. 850.860. Franc. Michel, Sur la legende de Wade 
(P. 1837, 8.), p. 16 ff. 

§.71. Der Roman de la Violette (ou G^rard de 
Nevers) von Gyrbers de Motteruei oder Gibert de 
MontreuiP), ist aus dem ersten Viertel des XIII. Jahrhun- 
derts und von einer grofsen Anzahl von Chansons durchwebt 
Fast ganz ähnlichen Inhaltes sind: Le romandouRoi Flore 
et de la biele Jehane und Le Comte de Poitiers, 
herausgegeben von Franc. Michel'). In letzterem wird als 
Datum der Ereignisse die Regierungsepoche Pipin^s angegeben, 
während sich in den beiden anderen gar keine Zeitbestimmun- 
gen vorfinden. Nachgeahmt haben das Sujet Shakespeare 
in seinem Drama Cymbeline, Bocaccio*) und viele andere 
Dichter*). 



■»en «M MiM<Aid«er9. 135 

') Hki litlr. de la France, XVIII, f. 760 ff. Joamal de« Saraiu, 

1835, p. 203. De la Rue, III, p. 152 ff. 
') P. 1831, 8. Vergl. darüber Rajnoaard im Journ. des Sarans» 

1831, JuiUet, p. 385-394. 1835, AvrU, p. 202 ff. 
*) Decamerone, Giorn., II, nov. 9. 
*) Vergl. auch Oeuvres de Tressan, IX, p. 295-422. 

§.72. Francisque Michel hat der eben erwähnten 
Ausgabe des Romaues de la Violette ein kleines Gedicht : D e 
Groignet et de Petit beigefügt, welches seiner Annahme 
nach gleichfalls von Guy de Montreuil herrührt, aber des 
erwähnten Dichters in keiner Beziehung würdig ist £s ist 
eine platte Satire gegen den Geiz der Grofsen, welche die 
Trouv^res nicht mehr mit hinreichender Freigebigkeit bedach-, 
ten. Rudolf von Habspurg hat Aehnliches von den Reini> 
künstlern seines Zeitalters hören müssen, ohne dafs sein Ruhm 
dadurch geschmälert worden wäre. 

De la Rae (III, p. 156) legt Gibert de Montreuil noch eine 

handschrlftl. zu London befindliche Vie de St. Eloy bei (s. oben 

S. 72.). 

§. 73* Indem wir jetzt von den eigentlichen Chansons 
de geste scheiden (denn so viel äufserliche Verwandschafts- 
bezieh ungen auch die im Folgenden zu erwähnenden Romane 
darbieten, so zeigt sich in ihnen doch eine ganz andere, nicht 
minder charakteristische Seite der französischen Nationalität im 
Mittelalter), bemerken wir noch, dafs es kaum einer Wider- 
legung bedarf, virenn Fauriel behauptet, dafs alle. Ritten- Ro- 
mane, so yiei wir ihrer aoch aufgeführt haben (leider ohn< 
durchgehends die Literatur vollständig angeben zu können), 
aus provenzalischen Quellen geHossen seien. . Mit Recht leug- 
nen dies P. Paris und Martonne"), welcher letztere na- 
mentlich höchst bündig nachweist, dafs man auf das Paradoxon 
hinauskommen müfste, que les chants kiroiques destinis ä ce- 
lebrer les hauts faits des i^ainqueurs auraient iti composis 
par les paincus! 
') Memoires de la Societe Royalc des Antlquaures de France, XI, 
p. 300. 

§• 74. Wir erwähnen hier nur noch eine Anzahl im Obi- 
gen nicht genannter Trour^res, ohne uns in ausfuhrlichen Er« . 



136 Kap. III» Bie frossen ii^fil0raiiB5«l0ehen 

örterungen zu ergehen, welche der Plan dieses Werkes ver- 
bietet: also nur Namen, und ausnahmsweise hier und dort^ 
eine Bemerkung: 

Alars. Albert. Camelain. Enguerrand d'Oisy. Foucquart. 
Geoffroy de Barale. Guy du Pin. Jacques du Pin. Jean 
le Tartier '). Martin le Beguins. Mars. Raoul. Roix. 
Roger et '). 

Jean Fremaux (Frimiaux) Pierre -le-Borgne (le Treso- 
rier). Richard und Marie (Marotte) Dreguau aus Lille« 
Michel don Mesnil (Seigneur du village d'Auchy). Jean 
Despain (Mönch zu Vaucelles). Giiles li Muisis '). 

') S. das Bulletin de U Comm. Royale d'histoire de la Belgique, 
- p. 104. 

^) Verrf. Arthur Dinanx in ^en Arcliives du Nord de la France, 
Tom. III. Raynouard, im Journal des Savans, 1834, Juin, 
p. 344-354. 

*) Aus Tournay, geb. um das J. 1279. Vergl, d:*s erwähule Bul- 
letin, p. 53* Foppens, Bibl ßelgica, I, p. 31. Blbliotbeque 
historique de la Frauce, I, p. 8631. 12634. Ferner s. eine No- 
tiz von de Ger lache in dem Messnger des sciences et des arts 
de la Belg., 1835, p. 382. Reiffenberg, a. a. O., I, p.CQV ff. 
— Yoa ihm hat man auch handschrifll. noch Lamentations. 
Das ßlss. gehörte einst Sb Richard Heber, dem bibliomanischen 
Bruder des nnvergesslichen Bischofs von Kalkutta. (S. über die- 
sen Engl. Handb., Bd. UI, S. 149 ff.) 

V. Antike, dem griechischen und römischen Alter- 

thume entlehnte Stoffe. — ^ Die Amadisromane. -— 

Der Roman du^Renard. 

§. 75. Mit Recht bemerkt Ferdinand Wolf«), dafs 
die bretonische und fränkjlsche Heldensage vor der romantisch- 
antiken das voraus habe, dafs ihr Grundstoff iu dem lebendi- 
gen BewufstseTn der Völker noch fortlebte und sich als ein 
Nationales, durch Tradition Fortgepflanztes mit dem hinzuge- 
kommenen christlich - germanischen Elemente und deren ge- 
meinsamer Fortbildung zum Romantischen leichter verschmelzen 
liefs, als die schroff gegenüberstehende Denk- und Handlungs- 
weise des iu sich abgeschlossenen und abgestorbenen Alter« 
thumes; daher eben die altklassischen lieroensagen im mittel- 



BpM dM Mittetotterfli. 137 

alterKcIten Kostüme durch den unüberwindlNiren Kontrast zwi- 
schen StofT nnd Behandlung zu wahren Parodien wurden, die, 
je ernster sie gemeint waren, desto lächerlicher uns erscheinen 
müssen. Ein Bild, in welchem Karthago von den Römern mit 
Kanonen beschossen wird, ein Titus mit einer mächtigen AI- 
longenperrucke konnten sich nicht komischer ausnehmen: den- 
noch ist die Behandlung weit naturgemafser als in den classi- 
schen Ungeheuern des Siecle ile Louis le Grand und der neue- 
ren Nachtreter. 
') Altfranz. Heldengedichte, S. 9. 

§. 76.. Wir werden hier nur einige wenige dieser das 
Gebiet der antiken Heldensage umfassenden Gedichte erwäh- 
nen, da viele schon im Obigen beiläufig namhaft gemacht wor- 
den sind, andere dagegen in naher Yerwandschaft zu Stoffen 
stehen, welche wir unten werden zu behandeln haben, so dafs 
dort der geeignetsle Ort sein möchte, näher auf dieselben ein- 
zugehen. 

§.77. Histoire en vers des Empereurs de Rome 
von Calendre (Qualandre), nur handschrirtlich vorhanden, 
besteht aus mehr als 7000 Versen >). Sie wurde auf Veran- 
lassung des Herzogs Ferri I. von Lothringen gedichtet, wel- 
cher im J. 1207 starb. Da der Dichter aber Ferri H., den 
Sohn und Nachfolger, eben nicht glimpflich behandelt, so ist 
es höchst wahrscheinlich, dafs das Gedicht erst nach dem Tode 
des Letzteren, welcher im J. 1213 erfolgte, erschienen ist. 
*) Histoire literaire de la France, XVIII, p. 771 ff. 

§.78. Der Roman d'Alexandre le Grand, zuerst*) 
im J.1184 von Alexandre (je Paris und Lambert li Cors 
herausgegeben*), ist eine wunderliche Mischung von Ereig- 
fiissen aus dem Heldenleben des macedonlschen Königs und 
Begebenheiten aus der Reglerungsepoche der Köhige Lud- 
wig VIT. und Philipp August'). 
') Nach Fauchet, Borel, Menage (Menagiana, H, p. 45) u. a« 
war ursprüngU eher Verfasser desselben einClercSimon, wel- 
cher mit Simon de Boulogneflir identisch gehalten wird. 
— Wenn eine Vermuthung gestattet ist, so mochte ich auf Si- 
nken du Fresne rathen (Histoire literaire de la France, XVIII, 
p. 822 ff.), welcher um das J. 1200, vielleicht aber schon etwas 



138 K»p.III. Bie fraMen Mr«fruBa0is<Acii 



frfther, Kanonlkto cn Hereford in der Grabchaft Wales war 
nnd upter den Namen Simo Frazinus, Simon Ask als la- 
teinischer Dichter bekannt ist. S. Leyser, Hist. pogt mcdii 
aevi, p. 760« Schon der antike Stoff läfst einen Frennd and 
Kenner des klassischen Alterthames rermathen. In einem Akro- 
stichon der 20 ersten Verse seiner Nachahmung des BoSthias 
de consolatione giebt er seinen Namen: Simnn de Freisne 
me fist, Tielleicht das älteste Beispiel dieser Art Hier zwei 
Proben von ihm: * 

L'InCONSTANCE de LA FORTUNE. 

Plus bien de li ne. sai dire 

For gue dolor fit et ire, 

Matin donne et tolt le seir. 

Apres joie fet doleir; 

Ki de li prent un veel, 

Sur espine lecke le mel. 

Home de guster est ongres, 

Mes que eher tachate apres! 

Prenex gar de de la lune, 

Issi vet il de fortune: 

Kant la lune est runde et pleine, 

Dune descret dedanx quinxelne, 

Ore en avant, ore arere, 

Ore oscure et ore clere. 

De fortune est ensement, 

Primes donne et puU reprent^ 

Primes donne granx honurs, 

Puis apres sospirs et phurs. 



La Yanite des choses d'ici-bas. 

Tuit teil qui heitt^s*) sont 
Por hautene de cest mond, 
Ifeitt4s sont de chose veine 
Et qui Corte joie ameine, 
Ceo Tb est pas durahle chose 
Que la coleur de la rose: 
Presche est par matin la fieur 
Et al seir pert sa coleur: 
Maint hault home par matin 



*) Da« dieiitfieh« h«i(«r. 



VlipeM ^tes HIttelAitert. 139 

Teine le seir ta tente enelim» 

Haultetce ressembls bien 

Fum^e plut que nitre rien; 

Fume CO US plut monie en haut 

Plus descret et plu$ defautj 

Del home est tout ensementj 

Plus est hauts plutost descent*), 
*) Ueber das Gedicht Ton Laiqbert li Cors und Alexandre 
de Bernay (oder de Paris) s. die HisL liter. de la France, 
XV, p. 119. 166. Als Fortsetzer wird genannt: Jean le Nive- 
lois oder Jehan le NeTclois, wahrscheinlich aas INeT^e in 
Flandern, nicht aus Nivelle im wallonischen Brabant, dem alten 
Sitze der Nibelungen. S. G6rard, Memoire snr la biblio- 
tb^que de Bonrg., p. 117. De la Rue, Bardes, Jonglenrs et 
TrouT^res Normands , 11, p. 341 - 352. Ueber die verschiedenen 
Zweige (branches) der Alexander -Romane s. Franc. Michel, 
La chanson des Saxons, I, p. XXIV ff. — Von Alexandre de 
Bernay rührt auch der grofse yersifizirte Roman Athis et 
Profilias her. Auszug in der Bist liier, de la France, XV, 
p. 179-193. Ueber die deutsche Bearbeitung s. J. £. Graff, 
Dintiska, I, 1, S« 47. (Dies zur Verbesserung zn S. 122.) 
') Wie beliebt das Sujet toU Alexander dem Grofsen im Hittel- 
alter war, erhellt ans dem Umstände, dafs um die Mitte des 
zwölften Jahrhunderts eine Alexandrias von Gautier de 
Lille (oder de Chätillon) gedichtet, öffentlich in den Scha- 
len erläutert wurde. S. Henr. Gandavensis, de Script. £c- 
cles., cap. XX, p, 165. Gas. Oudin, Script, eccles., Tom. 11, 
p. 1666. Daher giebt« es unzählige Manuskripte mit Varianten 
und kurzen Erläuterungien versehen und eine grofse Anzahl Von 
Drucken. (Strafsburg 1513. 1541, 12.; Ingolstadt 1554, 12.; 
Lyon 1558, 4.; in monasterio S. Gall. 1659, l2. n. s. w.) 

§. 79. Hieran knüpft sich unmittelbar der Roman de 
Florimond, des angeblichen Sohnes von Alexander dem 
Grofsen, von Aym^ de Varennes (de Cbsitillon), wel* 
eher im Lyonnais um das J. 1188 schrieb'). 
') S. Bist lit^r. de la France, XV, p. 490. Reif fenberg, a. a.O., 
II, p. CCXIV. In diesem Romane findet sich folgende merk- 
würdige Stelle, welche wir hier nicht übergehen dürfen: 



*) ^«rgl* ^ schSne Gedieht tob Roniard: Mignon^ aihn» voir H Im 
Ba»0 «te. Handb. II, 8. 13. 



140 Kap. III. Ute tptmmem nrnv^rnnmönlnehen 



Au9 F^an^oi» jo voil tttnt servir, 

(lue ma langue lor est sauvage, 

Q,ue jo ai dist en lor lang/ige 

El Mteul» ^iue jo le ai su dt're, 

Se ma langue la lor entpire 

Por qe ne tue dient ennui; 

Mi49 aitn ma langue que tautrui, 

RonianM ne estoire ne plait 

Aus Fran^oiSs se il ne Vont fait, 

Ifest merveillej quar el hoschage 

JSon a si lait oisel salvage 

Qfie ses nis ne lui soit plus biels 

Que tax le moindre des oisels. 

Et li estre de man pats 

Me sent plus hei a man avis 

En droit de pris et de orior 

Et de Service que li lor. 

Voire est gue i a des Fran^ois 

Et de vilains et de cortais. 
Eitlen Kommentar hienn zn liefern, würde Seiten erfordern. 

Wir erwähnen femer nocb den Roman deBeandous von 
Robert de Blois und den Roman de lllarqnez le fils 
Ca ton. S. Le Roux de Lincy, Roman des sept sages de 
Rome, P. 1838, 8, , p. VL VU ff. XXXVUL 

§. 80. Das handschriftlich iü der KönigL Bibliothek zu 
Paris vorhandene Gedicht La.Guerre de Troie ist, wie 
auch der Dichter desselben Benoit de StMore schon oben 
erwähnt worden'). Es ist aus dem Dares Phrygius') 
geschöpft. 
') S. §. 18. S. 72. Roquef^jrt, p. 160 ff. 

^) S. über den Dares PhryJ;ias und Dictys Cretensfs: Men- 
sel, Bibl. histor.. Vol. II, P. I, p. 74-81. Harles, Introd. in 
Hist iit. Ciraecae, I, p. 135. Introd. in Eist lit Romanae, I, 
p. 389 sqq. ad Fabrlc, Bibl. Gr., I, p. 21 sqq; Yilloison, 
Prolegom. ad Homerum, p. 32 not 

§.81. Der Roman von dem Erzzauberer Virgilius 
ist jetzt nur noch in der oft gedruckten {prosaischen Bearbei- 
tung übng'): es läfst sich aber kaum daran zweifeln, dafs 
nicht auch eine metrische Bearbeitung vorhanden gewesen sein 
sollte »). 



SSpea üem MItietetteH. 141 

■) Les Faicts merreilleax de Virgile. Trepperei 4«, «.1. et ä. — 
G. Niverd, 8., s. 1. et a. Neuer Abdruck P. 1831, 8. 

^) Yergl. über den Roman und die ihm zum Grande liegende Sage: 
Melanges tires d'une grande Biblioth^qae, Y, p. 18! '185. Chro- 
niqnes de Jean d'Anton, publiees par P. Lacroix, I, p. 321. 
Reiffenberg, a. a.O., p. CLXXXL II, p. VI ff. Fr. Michel, 
Notes et Eclaircissemens sur le roman d'Eastache le Moine, 
p. 85. 86. Das Buch hatte einen so allgemeinen Eindraek ge- 
macht und der Glaube an den Zauberer Yirgil*), dafs es 
Petrarca's Neidern gelsfng, ihn wegen seiner Yorliebe för den 
Dichter Yirgil bei dem Papste Innocenc \L anzuschwSrzen. 

§. 82. Wir knüpfen an die Erw'ähnung dieser Romane 
noch dasjenige an, was wir über die Amadisromane und 
den Roman du Renart zu sagen haben , welcher letztere^ 
ebenso wie die Contes und Fabliaux, zwischen der epischen 
und didaktischen Poesie gewisscrmafsen in der Mitte steht. 
Die Amadisromane können nur insofern hier erwähnt wer^ 
den, als ihr Einßufs am Schlüsse der Epoche, welche uns hier 
beschäftigt, zur Zeit nehmlich als das Ritterthum seinem Un- 
tergange sich nahte, in Frankreich eben so wenig, wie in al- 
len übrigen Ländern des westlichen Europa, überwiegend war; 
der eigentlich poetischen Nationalliteratur Frankreichs gehören 
sie kaum an, da sie einerseits fremden, wahrscheinlich spani- 
schen Ursprungs waren '), was auch die französischen Literar- 
historiker selbst hierüber sagen mögen ^), andererseits nur in 
prosaischen Bearbeitungen uuter dem Yolke vorhanden waren, 
endlich auch, auf der Grenzscheide zwischen der älteren und 
neueren Nationalliteratur stehend, mehr in die neuere hinüber- 
reichen "). 
') Yerfasser des Amadis von Gallien soll der Spanier Yaseo de 
Lobeira sein. S. Nicolaas Antonius, Bibliotheca Hispana, 

*) Wahrscheinlich durch die sories Firg'itianae enttUnden, deren mm sich 
hediente, al* di« Bibel tu diesem Zwecke verboten worden war, ri^lleicht auch 
durch den Bischof Virgilius von SaUburg, einen fUr sein Zeitalter Üurseret 
klugen Mann, Zeitgenosiien des Bonifatius (s. meinen Einhard, II, S. 266 ff.), 
welcher sogar an Antipoden su glauben wagte , wofür ihn aber auch dasselbe 
Looe traf, wie Albert Atn Grofsen, nebniich als Zauberer angesehen «u werden. 
Ueber den Enuinberer Ytrgil und den sagenhaften Charakter des Sokrates, PlatO, 
Hippoknitee u. a« in den Dichtungen des Mittelalters vergl. Wyttenbach in 
PItttarch de aud. poet., p. 21, e. Schmidt su Petr. Alphonsi Discipl. cle- 
rieal.,^ p. 91. 105 ff. Ueber den mythischen Aristoteles ». uAt«tt. ' 



142 Kap. m« Mie ^p ra— ^a n^w^MkmnmBmUthetä 



P. II»p.Q9* Placcins, Theatr. Anonjmor., p,673. Barbesa 
filachado, Bibl. Lasit, P. III, p.775. 

3) Jacob Frisius behauptete sogar, ein Holländer sei der ar- 
sprüngliche Verfasser gewesen* 

s) Ueber die Fortsetzungen, Uebersetznngen und Ausgaben s. die 
Bibiioth^que des Romans, Tom. II, p. 195. Dom. Clemens, 
Biblioth^ue curieuse historiqne, Tom. I, p. 238 ff. Schmidt, 
in den Wiener Jahrb., Bd. XLI. Ferrario, Storia ed Analisi 
degli antichi Romanzi di Cavalleria, Vol. IV, p. 239 ff. Supple- 
ment von Melzi, p. 379 ff. S. aiteh den Artikel Bernardo 
las« a im Italiäp, Handb. H, S. 240 ff. 

§.83* In ^^^ Roman du Renard (Renart), diesem 
köstlichen Vermächtnisse des poetischen Mittelalters ist ebenso 
\^ie im Dolopathos oder. Roman des sept sages (s. §. 93) das 
Didaktische vorwaltend, die Form aber ist die epische. Er 
war scbon im Anfange des XIII. Jabrbunderts berühmt, da ihn 
Gautier de Coinsy, der schon genannte Prior von Vic-sur- 
Aisne, welcher im J. 1236 starb, erwähnt'). Der Verfasser 
der ersten Abtbeilung (branche) ist Pierre de Saint-Cloud, 
dem mehrere andere Dichter folgten, von denen nur Einer, Ri- 
chard de Lison, sich genannt hat. Die Anordnung der ver- 
schiedenen Abtheilungen ifit in den verschiedenen Hand^hriften 
verschieden. An den alten Roman (lu Renart knüpfen sich: 
I. Le Couronnement du Renard, dem Grafen Wilhelm 
von Flandern gewidmet, welcher am 6. Junius 1251 in einem 
Turniere zu Trasegnies in Flandern getddtet wurde. Dafs 
Verrath dabei im Spiele gewesen, sagt der Verfasser ausdruck- 
lich (v. 78ff.). M^on glaubt, Marie de France*) für die 
Verfasserin dieser Fortsetzung des Renard halten zu müssen, 
da sie ihre Fabeln gleichfalls einem Grafen Wilhelm von Flan- 
dern •—- le plus ftaillant de cesi royaume^ wie sie ihn i« dem 
Epiloge nennt ;— gewidmet hat ; da ferner v. 3362 ff. 3398 ff. 
offenbar auf die damals noch nicht erschienenen Fabeln ange- 
spielt wird ^) , welche in der Handschrift unmittelbar auf das 
Couronnement folgen — da sie sich ferner auf völlig überein- 
stimmende Weise in dem Lai de Gugemer ausspricht Ist 
diese Vermnthung von M^on die richtige^ wie es scheint, so 
war Marie keine Bretagnerin, wie man gemeiniglich an- 
nimmt ^), soadcxo aus Flandern gebürtig ')« 



BpM dM MMtetolten. 143 

n. Renart le Noovel, am Schluß des XIII. Jahrhun- 
derts gedichtet von Jaquemars Giel^e'), aus Lille in Flan- 
dern gebürtig. Das Gedicht ist zum ersten Male von M^on 
herausgegeben, obwol es sich vielfältigen Beifalles zur Zeit 
seines Erscheinens und späterhin zu erfreuen hatle. Im XV. 
Jahrhunderte erschien es in Prosa unter dem Titel: Le livre 
de roaistre Regnard et la dame Hersant sa femme, livre plai- 
sant rt fac^tieux, contenant maintz propos et subtilz passages 
couvers et cellez pour monstrer les conditions et meurs de 
plusieurs estatz et offices, comme sera declar^ cy-apr^s. Paris, 
Philippe Le Noir, 4.9 s. st.'') 

m. LeRenardContrefaict (d.h. imit^), handschriftlich 
in der Pariser Bibliothek, enthält ungefähr 32000 Verse. Der 
nicht genannte Dichter ^) begann, wie er selbst sagt, seine Ar- 
beit im J. 1320 und führte sie bis zum J. 1368 fort, denn die- 
ser Jahreszahl geschieht noch Erwähnung. — « Eine andere ähn- 
liche Forlsetzung von einem aus Troyes gebürtigen Dichter 
von etwa 19000 Versen befindet sich ebenfalls handschriftlich 
in derselben Bibliothek und ist von Le Grand d'Aussy in 
einem ziemlich weitläufigen Auszuge bekannt gemacht worden*). 
Es wird in dem Gedichte ausdrücklich gesagt, dafs der Ver- 
fasser sein Werk im J. 1328 begann und länger als 13 Jahre 
daran arbeitete. 

IV. R^nard le Bestourn^ '•). 

Ausgabe: Le Roman du Renart, pahlie d'apr^s les ManuscritS' 
de la Biblioth^fjae du Roi de« Xlll«, XIV» et XVe si^clea par 
D. M. Meon. 4 VolU..a P. 1826. — Hiermit iat zu verbinden: 
Le Roman du Renard, sapplemensi variantea et corrections, pu- 
blies d*apr^8 les Mss. de la Biblioth^ne du Roi et de la Biblio- 
th^que de 1' Arsenal par P. Chabaille. P. 1835, 8. Recensien* 
der Ausgabe von Meon von Raynonard, im Jonm. des Savans, 
1826, Juin, p. 334-345. 

') In den von ihm verfafsten Miracles de la Vierge faeifst es: 
Plus delitout 8ont si fait conte 
As bone gens par Saint ^Omery 
^U€ de Rtnart ne dß Röurner^ > 
N0 de. Tardiu. le lime^on, 
*) Die« leugnet De la Rue, Trouv^res, Bardes et Jongleurs^ HI, 
p. 17a S. dagegen Reiffenberg, I, p. CXCVR ff. 



144- Kap. m. Dte ^ptoMem nmrdftmnmHntnehen 

^) leb setze diesen ganzen Epilog hieher, znmal da in der zweiten 
Abtheilang keine Probe des Couronnement gegeben worden, ist: 

(v. 3324-3398. Tom. IV, p. 121. 123. Meon.) 

Ha/ Cuens Guillaumej conquerant 
N'esties mie fors que d^anoVy 
A droit on vos tint ä singnor 
Et ^ou fu droit a tnon avit, 
N^est merv eitle se li Marchis 
f De Namur de ^ou vos resanblej 

€ar onques jouVj si com moi sanbie, 
ßTeut que faire de renardie, 
Mais Sans faille jou ne di mie 
Caucune fois ne puet tien iestre 
' 4iue Renars ait dedens son iestre*) 

Esi4 far aucune maniere. 
De ciaus qu'il savoit lour maniere, 
■Qui bien s'i sont arenardu 
Ha! sire CuenSy ce poise mi 
4lue tant ne savds dou Renart, 
Par coi siussids tempre ou tart 
(lui eil sont de coi Je paroilj 
Pour coi qui Juent as eschis 
Ne voient pas tous les bons trhs 
Q,ui demeurent sour teschakier, 
Anchois avient c^uns de derier, 
D'encostej de Ids ou de lonch 
Foit teil chose qui la setonck 
' Trairoity qu'il gaigneroit le geu. 
Et pour (iou di'je li soutiu 
En malisse et en orgueil 
4iui traient le pene par fueil 
As gentius cuers qui fCont talent 
For que d^ounor et largement 
^ Faire ä tous ice qtCil covient, 
Vienent h ^ou^u'il covient 
Faire ä la fois teilte aramie 
Dont on parale en vilonie 
Par tout P Empire et U Roiaume; 



) /iV«, place., — Man achte anf die Ungeschicklichkeit der Reime: r«« 
ttnble, sanMef iestre, iestre^ manierey moniere; coment, comeni. Die« allein 
TerrXth einen «p'iteren Yerfaeser. 



£i po^tr pou d^u Cmte Guillanme 
Qut ceste honor eut encharcie*) 
Puis mon prohgue com Marie 
Qui pour Im traiia flxope^ 
Et pour itant ici ßn met 
De Renart gui est couron4si. 
Isi com vof oi' aväSj 
Que conf remis fu de par Rome 
St que partout portß couronne 
En Fränche et en toute Bretaigne 
En Engleterre^ en Alemaigney J ' . 

En Pott du et en Hhngtceriej ' ' - ' ^ 

En Escoche ei en Hiermenie, 
En Loheraine et en Saisoingue**)^ 
De Cit€tmpamgne et en B^rgMingne, 
En €rresce, en Aise, en GalilSe. 
Q,ue- vos dia^oiei N^est contrie 
En tout le monde eh on ahite 
4lue Renart n^ait home tout cititey 
dui de lui iingne aucune ckoaej 
' Et'^i öhoser nien oeuty st chose: 

• ' €kir*.'ner diraipoür eeü rien ..■.'.•• 

Que ßaU sacke käme terrien 
Quide.re^arddesemeüe^ 
'.. Mais ili jc^Msaws si H droit melle 
■ A i^u ^ueje\ cpitifermceßtconte' 

• >< QsoB je traitid poür ie hon Conte ; 
• .Ai-isi com dtrdä'o'iy ! ' 

Q,t»e nüff ne puet/ ce poisemij 
Au jour £ui venir ä maistrie 
Se ii ne set de rehardie^ « 

'Et pöur itant saehiSi^varroie 
Mon -singnar mdissen idvoie' 
Par €m il siust plus' des • ckiens 
Q.u'il ne fa>cey si seroit Mens 
» :'ii ciaus qui naiment for le droit, 
it' Et.paur gou veil ici endf^oit'> 
i . Raüconi^^r pbür €oi kdentr einet < " '> '-' 

.i^f^DssboatM.^dverbhs.d^J^pet**^ 



'-*) ^^i^th^t^^'*''^:) )$hxi!'}' *'**)^%itivent dan's h'lnannscrU t le« Fable» 
d'MSiope pM Ittarie de FB«ii/i«.i^'vi .f] .'/i%. • •-J' '< ' •'' • -' •• 

Ideler Altfrans. Lit. Gesch. 10 



146 Kap. m. nie ^rmiBett mmr4Utmim9mUeHem 

Fragmente ans dem Roman da Renart selbst s. B, S. 226-248. 
S. 273 ff. 

«) Histoire literaire de la France, XVI, p. 209. 

') Conronnement, ▼. d2&8 fL 3302 ff. 

<) S. besonders über ihn Reiffenberg, I, p. CCIII ff. 

^) Vom J, 1477. S. Fran^ois de Nenfcbateaa, Essai snr la 
langae fran^aise. P. 1818, 8., p. XXI. 

•) Es ist Mariin Franc, welcher im XIY. Jahrhundert den Cham- 
pion des Dames und die Gesta Romanoram (?) Terfafste, nach 
Reiffenberg, I, p. CLXXXII. 

^) Notices et Extraits des Manascrits de la Bibl. da Roi, Tom.y. 
'^) lieber dieses ßeiwort s. de TAalnaje, Gloss. de Rabelais, 
HI, p. 165. — Ueber den lateinischen, flamändischen, dentschen 
Reineke Fuchs s. Reiffenberg, a.a.O., I, p. LXXXIff.; 
Jakob Grimm, Eioleit zu seiner Ausgabe des Reineke Fuchs, 
Berlin 1834, 8.; auch den Aufsatz von Xavier Marmier: Sor 
la po^sie Hollandaise in der Revue Germanique, wo Ton den 
verschiedenen Bearbeitungen des Reineke Fachs nicht ohne Geist 
gesprochen wird. Was den lateinischen Reineke Fuchs anbe- 
trifft, so erwähne ich hier wenigstens die Hauptausgabe: Rei- 
nardus Yulpes, Carmen epicum seculis DL et XIII. conscri- 
ptum; ad fidem codd. Mss. edidit et adnotationibus illustrayit 
Franc. Josephus Mon«. Editio prinoeps. Stuttg. et Tab« 
1832, 8. Yergl. den Artikel yon Rajnouard im Journal des 
Savans, Juillet 1834, p. 405-417; femer Le Grand d'Aassj, 
in den Notices et Extraits des BIss., Y, p. 294-357. A. C. M. 
Robert, Fahles in^dites, I, Essai, p. CXX- CHX, J.Ch.H. 
Gittermann^ Ueber die Qaellen des plattdeutschen Gedichte 
Reinke de Yofs, im Hannoverschen Magazin, 1828, S. 680-690. 
Reinaert de Yos, episch Fabeldicht, Tan de twaelfde en der- 
tiende eeuw, met oenmerkingen en ophelderingen van L F. Wil- 
lems. Gent 1836, besonders die überaus reichhaltige Inleiding, 
p. XIHff. G ervin US, Geschichte der poetischen Nationallite- 
ratur der Deutschen, zweite Ausgabe, Bd. I, S. 123-161. Man 
s. noch die Artikel von St Marc Girardin im Journal des 
D^bats, womit die Aufsätze von Langer in der Neuen Allgem. 
Deutsch. Bibliothek, Th. LXXX, S. 172 ff. und yon Ettmuller 
in den Blättern für literar. Unterhaltung, 1833, no. 20. 23. zn 
vergleichen sind, sowie das Dictionnaire faistoriqae, k la Haye 
1758, fol., I, p. 277. Paquot, M^moires poor Aenrir k Thistoire 
literaire de^ Pajs-Bas, lY, p. 361-370. 



SSpcii des miUelmiierm. 147 

Auch ist bei dem Roman da Renart die schon oben §. 83 
angedeutete und in den darauf folgenden §§. weiter ansgefäirte 
Eintheilang in einzeke branche« noch besonders hier am Schlosse 
der literarischen Nachweisoogen herrorzoheben. 
V. 1265 Ici prent ceste branche ßn, 
6472 Or diraij ne me voil plus tere 
Une branche et un seul gäbet. 
7186 De ceste branche nH a plus. 
15309 Uns prestres de La Croix en Brie 
A mis son estude et s^intente 
A fere une novele branche. 
Die zuletzt angeführten Worte sind auch in Bezug auf den Na- 
men des Verfassers, wenigstens einer Rhapsodie von Be- 
deutung. 

Auch der Orient hat bei der Entstehung und Bildung des 
Roman du Renart nicht Weniges beigetragen. S. die bei Wil- 
lems, a. a. O., S. XLYI angeführte Stelle aus den Flowers of 
Persian literature, London 1804, 4., p. 198. 

VI. Die Fabiiaux und Contes« 

§. 84* An die gröfseren epischen Gedichte schliefsen sich 
die Lais, deren schon oben (K^p. II, §. 14) als besonderer 
poetischen Gattung gedacht worden ist, und die Contes et 
Fabiiaux an. Da die Hauptverfass^rin der ersteren, Marie 
de France, in dem nächstfolgenden Kapitel ausfuhrlich be- 
sprochen werden mufs, so verweiset! wir auch wegen der 
Lais *) auf dasjenige, was dort gesagt werden wird, und be- 
schäftigen nns hier mit den Contes et Fabiiaux, £rz'ählungen 
aus dem eigenen Leben unmittelbar entsprungen, welche die 
ganze Wirklichkeit desselben in allen ihren ertisten und 
heiteren Richtungen abspiegeln *). Die grofse Menge von 
Dichtern aufzufuhien, welche diesen bei den Franzosen vor- 
zugsweise beliebten und von ihnen fast ausschliefslich bebauten 
Zweig der poetischen Nationalliteratur Frankreichs gepflegt 
nnd gefordert haben, überheben uns die in der Einleitung auf- 
geHlhrten Sammlungen von Barbazan, M^on, Le Grand 
d'Aussy, Allguis, Robert und Jubinal, worin theils die 
alten Originale, theils Auszüge oder Uebersetznngen mitge- 
theilt worden sind'). 

10* 



148 Kap. UHU- JMb umM* «Mrilliraiiz60f Bellen 

. '\) S.;iiii fo|gvi4eii Kapitel iiei ]|[«rie de Frante. Wir erwah- 
i.iißB hieriiMir 4as liÖQhk'iergdtEliche La! d'ibristote von Henri 
.^ d'A»deai (Barbasan et Jtteon, IH, p. 96 ff.) iwd li Lais 
de rOiselet !(ebä^da8., ^. 114-128). 
^) In der zweiten ^bthejlung findet Ria» : Fabliau des trois avngles 
d^ Compiengne von Cortebarbi;, S.j66 fT. Les deux Bordeors 
ribaas, ein j^Xv die Gescbifhte der epischen ^Sagenkreise höchst 
wichtiges und in dein Obigen oft 'angeführtes Gedicht, S. 74 ff. 
Du Proyajre qui menja les Mores, Fabliau .von Guerin, S. 84 ff. 
C'est li testa^nent de.lfsne yqu .Rut^eb-euf^ S. 87 ff. Du Pre- 
Yost d'Aquilee ou . d'un H^ermite ^ue Ja Dame fist baigner en 
aigufi froide, S. 91 ff. Du Roi qui volt fere ardoir le filz de 
son Senechal, S. 104 ff. De rErinite qui s'cnivra, Conte devot, 
S. 114 ff. Das liebliche Fabliau d'Ancassin et de Nicolete, 
S. 317 ff. Gute französische Ausgabe desselben von Curne de 
^ " Sie Pal ä je: Les amours du bon vieux tems (P. et Vaucluse, 
'' 1760); deutsche Bearbeitungen von Köre ff (im Berl. Tafechen- 
'" kälender, 1820), O. L. B. Wolff (im Taschenbudhe Minerva, 
Jahrg. 1833.). Bülow, Novellenbuch, Th. Ifl. 
^) S. aufser den oben in der Einleitung angeführten Werken: das 
Memoire sur les Fabliaux par M. le comte deCaylus in den 
! . Memoines d^- l'Academie des Inscriptions et de Beiles -Lettres, 
. XX, p. 352 ff. — Verschiedene Dis (Dicts) angefahrt und bruch- 
' stückvveise mitgetheilt von tr, Michel, Chanson des Saxons, 
^ ] ' I, p. LXXnrff. — lieber die Fabliaux inodits von Robert s. 
Journal des Savans, 1835, Janvier, p. 58 ff. 

' 1 . ) §- 89- Man bat der Klasse von Diebtungen, wddie wir 
..hijer b€rübren, den Vorwurf einer grofsen und dureVgäilgigen 
^nsittlicbkeit gemacht. Diesem zu begegnen, wissen iivir joichts 
3^s$ier0s ^u tbuA, als folgende Worte von BarJ[>azao herzu- 

xu.iL^u^agß oii iioieat' no& anciens Poetea de nömmer toutes 
-Usi cAoses naturelles par des terrnes qite la poliäesse a han- 
inisxdepuis du langage^ les fdit passer pour grohsiers et ch- 
:%phifse-; nkkis .on nä faitpoint. attention Ijue cet' uaa'ge ne leur 
-itoif ptknt. partiotdier^ «t que ces memes terrnes qiion leur 
hrepTQe?i8y i^oient entployes sans aorupule par les parsonnes 
*j&« "pidi gratis M les plus poliäs* On s^escprimait ainsi dans 
■ieA'.^eoles ilöignes de nous. On n^dt^it pointsci^ndcdiae des 
motSy ni des choses quHls signißoient) gn^ nh^. ag aoandaldsoä 



des MiMclaMer0. 149 

que du maupais usage que Pon en faUoit , et d^s maupaises 
actions qui indiquoient la corruption du coeut. On itoit 
alors plue simple , et par consequmt moins rnaupais, , Si ijf 
lecteur peut s^en coHpaincre., ü peut consulter un^ j^fi^^isic^ 
de la Bibliotheque du Roi^ no. 6701 ^ qui contient une tra-^ 
duction literale de la Bible. II y Sierra qu'au persei 14. du 
ckap, JLVl de la Genese: Masculus cuius praeputii 
caro non fuerit oircumcisa^ etc, le traducteur rend 
le mot praeputii par un terms fr angois que nous n'osons 
plus prononcer. De merfte au i^'erset 2% du c/iap, XXX: 
Recordatus Dominus Rach^lis^ aperuit pulpam 
eiusy le mot pulpam est traduii par 14.1% autre dont il n^est 
plus permis de se servir. Ce n^est pas ^eulement dans ces 
deux endroits que je piens de ciier , mais presque par - tout^ 
qiCil pourra faire la meme remarque. Ne serait - on pas 
Strangement surpris.^ si Von entendoit aujourd^hui un Pri- 
dicateur s^exprimer comme le fit un Orateur ancien dans uji 
Sermon sur V humilile y qui se troupe dans un JkTanuscrit de 
la bibliotheque de St. Germaln- des - PrSs^ 7zo. 2343? Cet. 
Orateur se disposant ä paraphraser le Cantique Spangelique 
JkTagnificat , vita ce pers latin; Laus mea sordet eo 
quod sit in ore m^o ; et le traduisit ainsi: Ma loenge 
n'est que merde et coiichiure^ parce qu"* eile est 
falte d^ ma bouche. Gautier de Coinsy (s. §.86, 
Anm. 7)» Religieux de Vordre de St, Benoit, dans Vahbaye de 
St, Medard de Soissor^s^ a compose un polume considerable des 
Mir ade s de Notre - Dame de Soissons. Au lip. % chap, 20, 
il en rapporte un d^une fille qui apoit pouS sa pirginitS et 
la Vierge, Ses parens la marierent malgre ce poeu, mais le ' 
mariage par miraele ne put etre consomme. II s'exprlme tout 
natureüement ; mais apant que de le faire^ il s*excuse ainsi: 

Un petitet trop plengemenP 

Ici endroit parier niestuet^ - . ^ ^ 

Mais autrement estre ne puei, 

Se le miraele fpeil retrair&j 

Si con la lettre me desclaire. 

S*aucune foiz chastes oreilles 

S*esmerir'eillent de te» merpeüles^ 



150 K»p« III. Die vro00eii iiMrilflMiiESslBclieii 

Raison depri que me defferide^ 

Cor dire estuet si c*on lUntende. 
Je pense que Von ne serd pas fdch6 de sapoir commeni cet 
Auteur ^eet exprim6 contre les Sodomitee *) ; 

La Gramaire hie a hie acouple^ 

Mais nature maldit la couple^ 

La mort perpituel engenre 

Cil qui aüne masculin genre 

Plus que le fiininin ne face^ 
, Et J}iex de son Hure Vefface. 

Nature rit^ ei com moi sanble, 

Qitand hie et hee Joignent ensanble; 

Mais hie et hie ehose est perdue ; 

Nature en est tot esperdue^ 

Ses poins debat et tort ses mains^ 

Et Diex rien poise mie mains» 
A en Juger par ee que dit Jean de Mehun dans le Roman 
de la Rose il semble qu*au commencefnent du XlVm siecle, 
ü y apoit des gens qui se scandalisoient dCeniendre nommet 
certaines choses. 11 se dechaine contre euxj et fait parier 
la raison, ä qui Von reproche d^apoir donn6 de pareils noms 
ä certaines choses que Von ne nomme plus, Elle dit que Dieu 
son Pere lui a accordi le poupoir de donner des noms ä 
toutes choses, et qu*il est ridicule de lui reprocher d^en avoir 
donni a tout ; car, dit- eile j si J'apois nommi ces choses re- 
liques, je ne pourrois donc plus prononcer ee motj pendant 
que je pourrois aller rMrer dans les Eglises des choses qui 
porteroient ces noms. 

Ge fis les moz et sui certeine 

CTonques ne fis chose pileine •). 
En effet Vindicence ne consiste point dans les mots, mais 
dans les choses et dans les actions ; et les mots dipendans 
uniquement de Visage, on ne peut bldmer un Auteur de se 
serpir des termes que cet usage ou que la poliiesse n^ont point 
banni du langage. Au reste en justifiant ainsi nos anciens 
poetes sur certaines expressions qu*ils ont employSes y je 
n*entreprends point la difense de tous. Je conpiens qu*il y 
en a quelques -uns qui, ä trapers la simplicitd de leur lan- 



Klicn dM mitUlmätertu 151 

gage^ fönt poir de la dissolution et du libertinage^ qui ont 
eti de tous les temps; et ^il peut etre permis de les lire^ 
ce ne doit itre que pour y trouuer les ditaüs instructifs 
qu^ils contiennent sur notre hvitoire et sur nos antiquites. 

') S. Barbazan et Meon, Contes et Fabl, VollH, p.XXI-XXIV. 
') Livre I, chap. 2. Vergl. das Fabliau: Ci commence de Sainte 

Leocade, qui fa Dame de Tolete, et da Saint Arcevesque, 

T. 1233 ff. bei Barbazan, I, p. 310 ff. 
3) V. 7301, edit de Meon. 

§. 86. "Wir nenncQ wenigstens einige von den Dichtern 
der Fabliaux, indem wir uns auf dasjenige beziehen, was wir 
schon oben (§. 11) von den Jongleurs gesagt haben. Mehrere 
der hier aufgeführten sind schon früher bei anderen Gelegen- 
heiten genannt worden, von einigen anderen wird unten noch 
die Rede sein: 

Adan de la Haie '). Baude Fastoul «). Baudouin de Condi '). 
Jehan Bodel d'Arras*).' Cortebarbe *). Durant"). Gautier 
de Coinsy'). Gu^rln«). Henri d'Andeli"). Hue de Taba- 
rie » •). Hugues de Cambray ' '). Huon le Roy ' ') (den Bei- 
namen führte er wol aus gleichem Grunde^ wie der oben 
erw'ähnte Adanz oder Adenez le Roi; s. §.24, Anmerk. 3)* 
Jean de Boves *'). Jean le Gallois d'Aubepierre/ *). Jehan 
de Condeil (Cond^). Rutebeuf»*) u. m. a.*«). 
") Mit dem Beinamen le Boyu d^Arras, Verfasser einer grofscn 
Anzahl von Contes, Fabliaux, Liedern und zweier der ältesten 
französischen dramatischen Dichtungen: Le Jeu de Robin et 
Marion und le Jeu de Manage (s. Kap. VI.). — Ein Absducds- 
gedieht an seine Wohlthäter zu Arras findet man bei Barba- 
zan und M^on, Voll, p. 106-1 IL — Er ist nicht zu ver- 
wechseln mit Adenez li Rois, wie es de laRue gethan hat, 
Ess. histor. sur les bardes etc. II, p. 335-340. Notiz über ihn 
in den überaus seltenen M61anges de la Societe des bibliophiles 
fran^ais, Tom. VI. Hier finden sieb von öim: Li jus d'Adan ou 
de la Feuillee, de Robins et de Marion, du Pderin, Tom. IL VL 
Vergl. Fauchet, Rec. II, p. 121. — Bf hatte den Beinamen: 
Le Bossu d'Arras, ohne es wirklich zu sein, denn in seinem 
Gedichte auf Karl von Anjou, König von Skili«»^ Bruder Lud- 
wigs des Heiligen, heüst es: On nCapkU Bochu, matt je #i# 
l# Mui mie. Reiffenberg, I, p. CLVI. 



152 Kap. m« Mie gr^MMi nordttimBdfiisclieM 

?) Abschied von Arras, welches er wegen einer Krankheitf wahr- 
scheinlich des dort herrschenden Aussatzes halber, hatte yer* 
lassen müssen, Barbazan et Meon, I, p. 111-134* 

») S." Roquefort, Etat, p. 121. Glossaire, H p. 757. Reiffen- 
berg, I, p. CLIV. 

♦) Abschied von Arras, a, a. O., Vol 1, p. 135-15ä. Li jus de &t, 
Nicolas, in den erwähnten M^ttioires de la soci^Ce des biblio- 
philes franpais, Tom. VI. 

•) Man hat von ihm 13 Fabliaux, von denen Les trois Avngles de 
Compiengne unten mitgetheilt worden ist (B, S» 66 ff. VergL da- 
mit Sacchetti, Nov. 141. Fl ö gel, Gesch. d.flofnarren,S. 307 ff.> 

*) Aus dem Xlll. Jahrhundert. Viele Fabliaux, die sich durch sinn- 
reiche Erfindung und anmuthige Darstellung auszeichnen. S. Des 
Iröis bo^us bei Auguis, I, p. 386*396. 

^) Geboren zu Amiens im J. 1177^ Mönch im Kloster des Heil. 

' MedarduB zn Soissons im J, lld3, Prior des Klosters Vic sar 
Aisne 1214, Prior in dem Kloster des Heil. Medardns 1233, 
gest 1236. Man vergl. von ihm z. B. Du Varlet qui se maria 
h NostrfoDame, dont ne volt qu'il habitast k autre bei Bar- 
bazan, n, p. 420-439. Auguis, I, p.299 ff. Seine Contes 
devots sind meist nach lateinischen Originalen gearbeitet, na- 
mentlich nach Hugues Farsi (Mönch zu S. Jean- des- Vignes 
in Soissons), Guibert de Nogent^ der Mönche Berman nnd 
Catimpre u. m. a. Der gröfste Theil* seiner Produktionen fin- 

'' det sich noch handschriftlich in der Pariser Bibliothek. Auch 
hält man ihn ter einen der ältesten französischen Liederdichter. 
£r ist besonders ieu^ an Wortwitzen. S. Lebesf, dissert., 
H, p. 1^1. Le Grand d'Aussy, IV, Pi^f. Gatalogne de la 
VaUi^re, TomvI,p. 45. U,'p. 171. Mcmolres de FAcädteie des 
InAcri^tions, XVIH, p. 357* XX^ p". 352. Daire, TabL histor. 
' de. la Picardie, p. 159. La Ravälli'^re, Poesies du Ro} de 
. Navarce, I, p. 215. Roquefortv Etat^ p. 189, not^ Gbss. 

/. de la langne Romane, U, p. 761. *— S» auch ndi 15. 

V & das Fabliau in B, S. 84 ff. = 

^) La Bataille de^ vins (schon oben §. 17 angefahrt) bei Barba- 
zan et Meön, I, p. 152-158. Von ihm ist auch das Lai d^Ari- 
&föte bei Barbaza'n et M^oit, HI, p. 96 ff. S. darüber beson- 
ders Schmidt'« Aasgabe der Discipliua dericaMs A^ Petrus 
Alphonsiy p. 106. 
'®) Von ihm hat man ein Credicht, welches die Cercfulionien be- 
fldiieiht, die im XII. Jakrhoaderte bei dem Kitterschlage Statt 
fanden. Abgedruckt bei Marin am Sehlniae seiner EKstoire du 



mi^em 4m Hlittelftlters« 15SI 

Gt^nd Saladin, nach einer sehr fdikvlififteii Al)«cbrift roü Garne 
de StePakye bei BarbaKan et Meon^ I, p. 60-79: Ättgues 
(Huea, Huon, Hagon, Hugnet, Ende«) Vmt Chastelain 
von Saint -Omer und folgte dem Zuge des Gottfried von Bouil- 
lon nach dem Gelobten Lande. Der Naiiifolger diede« Königs 
Balduin, ertbeihe ämi das Furätentbum (PHne^) von Giililäa 
tmd die Herrschaft (Seigntöurerie) Tiberia«, worauis durch Ver- 
onstaltung Tabarle geworden ist. Jedoch tvird diese ganze Er- 
zäblnng von einigen gelengnetr Die Hist. literaire de la France, 
XVI ^ p. 230, «rklSrt den Verfasser fftr einen M&nch-, welcher 
gegen Ende des XII. Jahrhunderts gdiebt haben boIL 8. buch 
ebendas. Tom. XVHI, p. 752 ff. 

* *) Im XIII. Jahrhundert; schrieb eine Reihe Fabiiaus, welche sich 
d«treh Erindungsgabe und Naivetttt der Davst^Ifong auszdctnen. 
V^enn das bei Anguis, Vol. I, p. 380- 388», Äftgethrfke Fabliau: 
La Male Honte vrirttlkh eii^e Satire äüti d^ K9iiig Heinrich von 
EtfgUud ist, wie La CVoix du Maine annimmt, so ibtifs er 
ktich «u den satirischen Dichtern gereehnet werden. 

;*) Conte da vair palefroy s. bei Barbazan, I, p. I64-W8. 

'^) JSeit^enosse des nachher zu erwähnenden Rutebeuf. Man hat 
von Üini einige trefüiehe Pabli^afUx, meist kuhs, bündig; Müfach 
-önd trotz maneher- UnWahrscheinlichkeiten, wegen ilrfer Mune 
unterhaltend. Sein Stil ist gefeilt und ahmuthi^ EiAfg^ davon 
6ind diai^isirt «itd daher zugleich den eftlfen Anf^ngien^ der 
drama(^chen PoStsie anzureiben. Mati vergiJ i, B. D^ Bt^nain 
feVache aU Pretstre (Auguis, I, p. 361-: 364); De Gombett et 
des deux Clers ( ebendas* I, p. 364-370); Des den* Cb^lraux 
(ebendaa. I^ p. 370 -3f8). Auch hat man voti ihm ihehre^i*" Fa- 
beln, ^. B. Dou Lou et de POie OAüguis,^!, p. 359. Ba^ba- 
«aft, Hl, p. 63). • ' . ' 

'♦) Zl»itgenosse von Rutebeuf. Seine Fabliaujc sind löeistentiieils 
• dialdgisirt:. Vergl. als ^ Beispiel: De la bourse^pleiile äe sens 
bÖ Atiguiö, i; p. 342 ff. . ; '. 

*^) LcT)te unter den Kßrfgen Ludwig dem Heiligen Und PbfK{i{)e le 
Bsifdi tmd war unbedingt einer der bedeutendötenfHchter des 
' XDl Jalbrhunderts. Man hat von ihm Fabliau:x, in 'denen ei^ be- 
sonders ausgezeichnet ist und die alle übrigen durch - giFSfckliche 
Einfachheit der Darstellung, interessanten Inhalt der Erzählung, 
treffende Bilder, feine Gedanken, richtige fteflexioii, kraftvollen 
Ausdruck, Mannigfaltigkeit und selbst äufseren Schmuck der 
Darstellung . vor allen übrigen sioh benrorthun. E^ erheb sich 
«oerst zu einer wfAiren KrHUc der dichterischen Leistungen ^i- 



154 Kap*inu Ble gr^Mcn ii«rilf)raifcBfeiselieit 

nes Zeitalters, wie man namentlich aus seinem Gedichte: Les 
Tabareors ersieht, in dem er den Verfall der Poesie den Mene- 
striers und Jongleurs zuschreibt. Wir heben hervor: Le Ma- 
nage de.Rutebeuf, La Dispute du Croise et du Decroise (vergl. 
Le Grand d'Aussy, I, p. 373-382), wahre Anfänge drama- 
tischer Dichtkunst; Ci du yilain mire ou le m6decin malgre loi 
(bei Auguis, i, p. 317 ff.); De la Dame qui fit trois tours en- 
tours le moustier (ebendas. I, p. 330 ff.)) G'est li testament de 
Tasne (ebendas. I, p. 336 ff.). Man hat yon ihm aufser einer 
grofsen Anzahl yon Contes und Fablianx auch Fabeln (z. B. 
l'Ane et le Cbien bei Barbazan et Meon, III, p. 55), Heiligen- 
leben (s. oben §. 18, S. 72), Satiren, historische Gedichte, didak- 
tische Gedichte (z. B. Le dict d' Aristo te, yon welchem Auguis, 
I, p. 306 sagt : ^Cett un ouvrage vraiment remar^able 
pour le tempsj ok il a it4 eomposS, Les eonseiis que le 
pohte donne aux rois sur la manüre dont ils doivent 
rendre la justice^ sont pleins de sageste et rendus avee 
guelque nobleswe, gualitS q^on reneontre rarement dans 
les auteurs de cette ipoque."). Wir haben ihn schon oben 
(§. 83) als Verf. des Roman Renard le bestoum^ kennen gelernt 
(zum ersten Male in Jak. Grimmas Ausgabe des Reineke Fuchs), 
wir werden ihm unten als Verfasser von Miracles wieder be- 
gegnen (Kap. VI), z. B. des Miracle de Theo[^ile, herausgegeben 
Ton A. Jubinal, P. 1837, 8.*). Jubinal hat auch eine yoU- 
ständige Ausgabe der Oeuvres de Rutebeuf besorgt, P. 1838- 
1839, 2 Bde 8. S. darüber Journal des Savans, 1839, Janvier, 
p.41ff. Mai, p. 276-288. (Recons. von Chabaille.) -- Wir 
zeichnen hier noch das satirische Gedicht: La Voie du Paradis 
Ton demselben Dichter aus ; es ist eine allgemein gehaltene Be- 
schreibung der Laster oder Todsünden. Viel bitterer und bos- 
hafter ist ein kleines Gedicht von ihm (Le Grand d'Anssy, 
Fabl. II, p. 117-118), dessen Inhalt in der Kürze folgender ist: 
Gott, als er die Welt geschaffen hatte, bevölkerte sie mit drei 
Menschengattnngen, den Adlichen, den Geistlichen und den yi- 
lains (Leuten, die an der Scholle haften). Er gab das Land den 
ersten, die Zehnten den Zweiten, und verdammte die letzteren 
dazu, ihr ganzes Leben hindurch ftir die beiden ersteren Klassen 



*) Hiermit ist nicht la v«rw«cl»«lii dM MiMcle de Tbeopbilt, nii en yvK% 
aa eommencement du Xllle sidcle, pjir Gjiuthier de Coincy (vergl. Ann. 7.). 
Herautgegeben von M. P. IM eilt et, Rennet 1838, 8. — Uebrigent ist das obig« 
Hiraele de Thiophile von Rutebeuf niehts anderes, als die deutsche Legende 
vom Faust. S. Reiffenberg, Cbron. do Monskes, U, Inirod« jp. LXXXY. 



Bpem de« lUilielAliera. 155 

za arbeiten. Tfoch blieben zwei Klassen übrig, welche nicht 
bedacht waren, die Menetriers und die Freudenmädchen. Gott 
legte den Adlichen die Verpflichtung ob, für den Unterhalt der 
ersteren zu sorgen, und vertraute die FreudenmSdchen den Prä- 
laten an, welche durch die Sorgfalt, die von ihnen auf diese 
▼erwendet worden ist, sich das Paradis und das ewige Leben 
errungen haben, während der Adel keine Gnade im Jenseits zu 
hoffen haben wird, da er die Sänger hat Hungers sterben lassen. 
(Man yergl. die Bearbeituog eines ähnlichen Stoffes bei Schil- 
ler: „die Theilnng der Erde.") -— W^gen des Miracle de Theo- 
phile verweisen wir noch auf die treffenden Bemerkungen im 
Journal des Savans, 1838, Janv., p. 57. Der Schlufs, wo die 
Heil, Jungfrau dem Theophilus den von ihm unterzeichneten Kon- 
trakt mit dem Teufel zurückgiebt, lautet: 

Dilivre ta tout h handon 
ha dieu ancele 

Marie la virge pucele 

D4livr6 ta de tel querele 

Chantons tuit pour eeste novele: 
Or leve% sus; 

Disons: Te Deum laudamus. 
— Von wem das Lay (dit) du Lendit rime ist (beiBarbazan 
et M^on, n, p. 301-307), läfst sich nicht genau angeben. Len- 
dit (eigentlich Flndiction) war der Name einer Messe zwischen 
Paris und Montmorency, welche seit dem J. 1109 bestand. S« 
IDemoires de l'Academie des Inscriptions , XX, Hist. p. 167 ff. 
Du Gange, s. ▼• Indictum. Dulaure, Hist de Paris, 4. edit 
Brux. 1828. IH, p. 19-21. IV, p.l6. Reiffenberg, Chron. de 
Mouskes, ▼. 12719 ff. II, p. 24 ff. ^- Ich erwähne hier noch den 
Roman du Meunier d'Arleux en vers, du XHIe si^cle par 
Enguerrand d^Oisy, publie pour la premi^re fois par Fr. 
Michel. P. 1833, 8. Gedicht in 413 Versen. Eine Analyse 
gab schon früher Le Grand d'Aussy, U, p. 413-420. Das 
Sujet ist schon oft behandelt worden; nächst Poggio, Sac- 
chetti, der Königin von Navarra u. a. von Lafontaine im 
„Quiproquo.'^ — Femer: Le dit d'aventures, herausgegeben von 
G. S. Trebutien. P. 183&, 8. Frühere Analyse von Le Grand 
d'Aussy in den Notices et Extraits, Tom.V. S. Raynouard 
im Journal des Savans, 1835, Mai, p. 279 ff. — Ueber die Mi- 
racles de la Vierge im Allgemeinen s. Göttinger Gel. Anzeigen, 
1825, S. 707 ff. Hoffmann von Fallersleben, Horae Bel- 
gicae, I, p. 45. 



156 Kap. HI. M^ (gi^0ketä nMafranzSiBiflelieii 

>«VZ. Ei. Gnillaume de Maeliäti ( 13^0*- lS7e). S. Sberilm Le- 
beüf, Blemoires de TAcadefliic des IniScript. et bellißs^-l^ttres, 
XX, p. 377 if. Cdrate de Caylus, «b^ndas. p. 39b ff. Bo- 
caccio's Decamerone ist fest dtiröh^ängig aus den FabHäB« ge- 
öchSpft; RabclaiiS, -Margaretlre vo» Nararra, B^CfHefo- 
pfest n. a. haben sie gekannt und hennlzt, Moliere riek seiner 
witzigsten Stellen darauf entlehnt, La Fontaine sie ttieder 
aufgefrischt. 

Vli. Allegorische Romane. -* Der Rotnah de 
lä Rose. 

§.87. Der Roman de la Rose war unbedingt eines 
der vielgelesensten Bücher in einer gevi^issen Periode de^ firan- 
zösiscben Volksleben« *). So viele Freunde er aber auch fand, 
so viele Gegner traten ihm auch entgegen. Ger so n*), Kanz- 
ler der Pariser Universität schrieb die Worte: Auferatur ergo 
über talis^ et exterminetur ahsque utlo usu in futurum^ spe- 
ciabiliter autem in his partibuSj in quibus utitur personis 
infantibus et prohibitis^ sicut petula damnata^ quae iudicari 
debft aci supplicium piltcrii . * . , * Anno gratiae 1402, 18 
maii. Auch Christine de Pisan^) gehörte zu den entschie- 
densten Gegnern, was^. ein Beweis fiir ihren g^ten Geschmack 
i^^, denn ihre Vorwürfe warieH nicht theologischer^ sondern 
ästhetischer Art ^). J)ie..zahlreichai Abschreiber hatten diesen 
Roman durch Zusätze,- Auslassungen, Aeiida*uiigen aller Art 
s'chon sa eAtSttÄlIt, dafe es kaum zwei nnt* einander überein- 
stinimeride Haildschrifteh gab,- als Marot während seiner Ge- 
fangenschaft 2ü Chäfti*6s im J. 1526 eine völlig iieuö Bearbei- 
tung und Verfüngung desselben veranstaltete'). 

?;) Wenn Leu gl et den Verfasser „den franzdsiscllen Homer'', nennt, 
: m ist dies höchst abgeschmackt; eher hUttea die Chanc^Q$ de 

Ge6te mit den . homenaeh^n Getrangen verglichen w>erden können. 
. Auth Marot's Zosa^amenstellung mit. dem EnniuB hinkt. 
^) J. Gersonii Tractaitts; contra romancfnm de rosa-, qiu a4 illi- 

oilam venet>em et libidinbs«üi atooreni utrias^e statns hominis 

quodam libeHo ex«itab«t. S. Journal des Sav^ns, 1816^ p^ 73 ff. 
• Heber iß er son vergl: L'Ecäj (Abb^), Essai sur hi üt de 

Gereon. P. 1832, t Vojls. 8. 
3) S. unten Abschnitt V. 



«PMk 4ttf W^eimteiv. 157 

'*)' I>iieV/er8daedeQeQ$Ghi!iftea gegen |le9Ll3loni;aiia..i)fei M^oq« I,p.yff. 
») S. Hanib. mil, S.3. 

§. 88. Der Anfang des Gedichtes (v. 1-4(F70) rührt von 
Guillanme deLorris ber (gest. utn das'J. 1*260), der übrige, 
bedeutend umfangreichere Theil von Jean de Meung'), 
welcher aus einer sehr alten adlioben Familie des Orleanais 
stammte. In seinem Testament spricbt er sich selbst folgen- 
dermafsen über den ^Verlauf seines Lebens aus: 

niex nCa trait sans reproche de Jone sehe et düenfnnce, 
Miex nCa par maint perü» cond^it sans mß^eheanccs 
DieQs vffa donne au ndew honneu^r et grant chevuncey 
Diex ma donrU servir les plus grans gens de France. 
Dafs Jean de Meung vor dem J. 1279 oder 1280 (wie alle 
Biographen angeben) geboren sei, erhellt schon aus dem Um- 
stände, dafs er im J. 1*284 den V^getius för Jefaan de Brienne, 
Grafen von Eu, übersetzte. Mit ilccht nennt ihn daher Je- 
ban li Maire de Beige in seinem Temple de V^nus einen 
Zeitgenossen des tJ^ante, welcber im J. 1265 geboren wurde. 
^) £r führte den Beinamcii Clopinel yon einem f^ehler am Fnfse. 

§. 89. Mel-kwürdig ist der üihstand, dafs das Gedicht 
Jahrhunderte läng eine XieMingslektüre der Frauen gewesen 
ist, "welche in demselben keinesweges geschönt, im Gegentheile 
oft auf ziemlich rohe Weise beleidigt worden sind. Man vergl. 
tral-'2/ß. V. ^192 ff. (Tom; H^ p. MO rf.)r' 

Toutes estes, seräs^ oii fut4s^ » ^ . 5, 

De fnit ou da volenti put es y 

Et qui bilen vous €ncercheroit% 

Toutes putes vous trouveroit: 

Car fjUi quB pulst le fatt estaindre, 

VöUitti ne puet nus contraindre. 
• Tel avantage oht toutes farnes 

^u'^el sufit de lor- volenti \dh?nes ; 
' " ' ' L'^Ti ne Ibr puütle euer changier; ' '^'^' » ' v 

Por baire, ne poY 'lidengier**)j ' 

JMais' qttl changier 7e$ lor pii&st/ 

Des cars la seignorie ittst, "' ' - 
Jedoch fehlt «s aüch tiidht im weiteren Vei'laufe an Palinodien '). 



*) ehercherak* **^ ü^^mmer^^ i^^ery ^^4!^^ nadirmUr^- 



158 Kap. m. Die groieiieii noTdtta.nm^ninehen 

>) S. y. 15396 ff. (III, p. 57 ff.), den Äbschn. mit der Ueberschrift: 
Comment VAuteur moult hwmhlement 
S^excuse aux dames du Rommant .... 
und vergL auch v. 8679' ff. (Vol. II, p. 208). 

§. 90. Jean de Meung soll um das J. 1316 oder 1318, 
nach anderen >) schon im J. 1310 gestorben sein. Jedenfalls 
ist der Roman vor dem J. 1307 beendigt worden, in weichem 
man die Tempelritter einzog'). — Allegorie, Satire, Moral, 
vermengen sich auf eine wunderliche Weise in diesem Romane. 
Einen Anklang z. B. an die Emanzipation des Fleisches nach 
der späteren St. Simonistischen Doktrin 6ndet man, wenn 
gleich etwas krafs ausgedrückt, v. 14083 ff. : 

Car Nature riest pas si tote 

Q;uele f^ist nestre Marote 

Tant Molement por Robichon, 

Se tentendement i fichon, 

Ne Rohichon por Mariete, 

Ne por Agnes, ne por Perrete; 

Ains nous a fait, btau fil% n^en doutes, 

Toutes por tousy et tous por toutew^ 

Chascune por chascun commune. 

Et chascun commun por chascune '). 
Man glaube ja nicht, dafs es sich blofs um Abweisung van 
Standesunterschieden handle. 

*) So namentlich nach Dom Rivet in der Hiat lit de la France. 
») Die« erhellt ans v. 11608 ff.: 

Sil entroit, selon le commant, 

Saint Augustin, en Ahhaie 

Qui fust de propre, hien garnie, 

Si com sunt ore eil hlanc Moine% 

Cil noir**), eil reguler Chanoine, 

Cil de rOpital*''*), eil de Temple, 

Car hien puis faire d^eus exemple, 
*) üeber seinen Stil entschuldigt sich der Verfasser folgenderma&en: 

Si niexcuse de mon langage, 

Car [je] ne suis pas de Puris, 

Ne si cointes\) gue Paris ji); 

Mais me rapporte et me compere\W) 

*) de ateauao. **) de St. Binöit. ***) de St. Jean de Jiruetdem. f ) Dm 
Ut. comtuBy ilSgam. ff) ^«'i. fff) rt^,^, eompart^. 



Hpen de« lUtteliilter«« 159 

Au ^parier que m*apprit ma mkre 
A Mdung quandje talaitoie*)^ 
Dont mes parlers ne s^en desvoye» 
Ne fCai nul parier pluw habile 
Que celui gut keurt ä no ville» — ^ 
S. noch über den Roman de la Rose: Goujet, BibL fran^aise, 
IX, p. 26-71. Flö*gel, Gesch. der Kom. Poesie, II, S. 411 ff. 
Gesch. der Hofnarren, S. 413. Bouterwek, Gesch. der franx. 
Poesie, I, S. 31 £F. — Chancer hat ihn bekanntlich nachgebildet 
S. über den Romannt of äieRose dess. das Engl. Hand b. II, S. 6. 

§.91. In den Ausgaben von Lenglet Dufresnoy^) 
und M e o n ') sind hinter dem Roman de la Rose noch, eine 
Anzahl verwandter Gedichte mitgetheilt, welche wir hier in 
der Ordnung auffuhren, in welcher sie, sich im vierten Bande 
der letzteren finden: 

I. Le Testament de Maistre Jehan de Meung. In den Hand- 
schriften pflegt es folgende Ueberschriften zu fuhren: Ci est 
le derhier Romant que Maestre Jehan le Meung fist, puisqu'il 
et fait les Romans de la Rose; et est appel^s Peres et Filz et 
Saint- Esperil*), ou le Testament. 

IL Le Codicille de Maistre Jehan de Meung^, ou Epitaphe 
des Trespassez. 

in. Les Remonstrances ou la Complainte de Nature ä i'Al- 
chymiste errant, zwar auch angeblich von Jehan de Meung, 
aber wol untergeschoben, ebenso wie die folgende 

IV. Reponse de PAlchymiste ä Nature. 

V. Petit Traicte de l'Alchymie intitule le Sommaire philo- 
sophique de Nicolas Flamel. 

VI. La Fontaine des Amoureux de Science, composee par 
Jehan de la Fontaine, de Valenciennes en la Comt^ de 
Hainault, Fan 1413. 

VII. Rallade du Secret des Philosophes. 

») P. 17Ö9, 5 VoUs. 8., höchst unkorrekt. 

«) P. 1813, 4Bde 8. Beste kritische Ausgabe. — Ueber die reich- 
haltige Literatur des Roman de la Rose s. Ebert, Bibliogr. 
Lexikon, im betreff. Art. Eine Probe s. unten B, S. 248-252. 

*} quami J9 tu^mt son hui. 



160 Kap. III* IMe ^prdflBeA a«NrtfCraiizdieilsclien 

^) Die Anfangswoite «des €^eclieiite6 lM|ten aead^^^- 
Li Per es. et U Füx et li Saif^ e$peris. 
Uns Bißosen trais jiertones aorex et eheris^ 
Tiegne les h^ks en graee et recoust Ut peris^ 
Et doint que eiis TVmUez sott üi nCame mirts*). 
nt^ Zu bemer^n ist n<>ch, tlafs oeuerdings Etienne Huard 
: (er ist anf der Insd Bourbon geboren; kann also europäische 
. üteratoff^schichte und 'Sitte schwerlich Icoinen) eine Modemisi- 
. irviig des Boman. de la Rose in das Publikam geschickt hat, von 
,1 dto ieh Btir den ersicn Theil gesellen habe (P. 1835, B.).. Od* 
pvfanum vulgus et arceo ! — Ueber Handschriden des Ro- 
(.' raanes in deutseben Bibliotheken s. Hoffmann von Fallers- 
'» leben, fiorae Belgicae, I, p. 64 ff. Weckherlin, Beiträge, 
< ! &:i«i7^110. Docen in v. Aretin's Beiträgen, IX, S. 1102-1112. 

§. 92. Als schlechte Nachahmungen des Romans von der 
^ose sind fpigende, grölstentlijeils mislungene Gedichte aufzu- 
führen: 

. I. Ein Gedicht von der Pil£;erschaft von einem Geistlichen 
.GuilUiiq^e de Deguilleville, um das J. 1300 abgefafst. 
£s besteht aus drei grofsen Allegorien ^ von denen die erste 
die Pilgerfahrt des Menschen hieniede^ behandelt, die zweite 
die !Pilgerschaft der abgeschiedenen Seele darstellt, und in de- 
rcA dptter CJjri$tus der Pilger ist So gut der Gedanke, so 
Vchliecht'ist die Ausfuhrung *).' 

^ '11. Jean du Pin, ebenfalls ein Geistlicher, schrieb zwei 
allegorisch - moralisirende Gedichte: Le champ vertueux de 
bonne vie, und Evangile des femmes*). 

in. Jean le F^ vre, ein Parlamentsädvokat, schrieb ein 
Lehrgedicht: Respit de la mort, ohne allen Werth. Er sucht 
dariii den Siatz durchzuführen, dafs das Leben eine feste Grenze 
Tlät, die sich öJcht verrücken läfst.' - 

IV. Gaston, Comte de Foix, mit dem Beinamen Ph^- 
bus, verwebte seine Lebensgeschichte allegorisch in ein rohes 
Gedicht, das von der .Jagid iunddk^?!).. Eiüige 'ahnUebe Ge- 
4üJbte,: ratet ton h^iherem Weiribie,. umi wegen itres Alters in 
jiprädificller) Htnsicht von Wiohtigkdl:, Wesdemwir ai^äch- 
stoä jAa>so&aflte- kennen lernen. ' .: • .! : i'< <.' i. . 



*) mSriiS, recompensS. 



Kpen deiei IHittelalteM. 161 

V. JeandeBeuil, Admiral von Frankreich unter Karl VII, 
schrieb in Prosa einen allegorischen Roman: Le Jouvencel, 
welcher Maximen fiir die Lebensweise eines Soldaten darbie- 
tet*). — Ungedruckt sind die Gedichte von Pierre Gen- 
tien'*). 

*) ffier zwei Bruchstücke (nach Mager, I, S. 332 ff.): 

Fragment ans dem ersten Gedichte, welches die Pilgerschafi 
des menschlichen Lebens darstellt (Der Pilger ist mi,t der 
Gnade Gottes bewaffnet; diese giebt ihm gute Lehren. Hier ist 
die Rede von der Liebe.) 

Quant de tous poinets arm^ seraSj 

TouHes/ois nul si tres souvant 

Ne trouveras certainement 

Comme feras ceste venu 

A gut ne se compaire nuls 

Veneur du monde quel qu^il sott; 

Trop plus asseXj eile de^oit^ 

Et prend des bestes^ et occist 

Qu^oncques autre veneur ne fist* 

De vener Venus eile a nom, 

Qui point ne fault ä venoison; 

(Test la mauvaise veneresse 

Qui jamais de vener ne cesse, — 

Fragment aus dem zweiten Gedichte, welches die Pilgerschaft 
der abgeschiedenen Seelen behandelt. (Es ist die Rede von der 
Natur, die Nebukadnezar im Traume gesehen; s. Proph. Da- 
niel, Kap. IV.) 

Statue vient de statuo^ 
Aussi du verbe qtCon dit stOj 
(Test 'ä 'dir e qtCelle est stablcy 
Et establie et permanable^ 
Et que tousiours doit remanoirj^ 
Sans soy remuer, ni mouvoir. 
De qu^i on dit qtCune statue 
Est celui qui ne se remue. 
Vymage du roy proprement 
Se monstre en son gouvernement. 
Tel est rhomme, teile est sa terre, 
Autre ymage rCy faut-il guerre, 
Ainsi que chacun se maintient^ 

H«Ur Altfran«. Lit. Gctcb. 11 



169 Kap* III* Ble grotieieB iiavilflraiiBds* ete* 

A sage ou ä fol on le tient, 

Comme le juge se comportej 

A faire ainsi tou9 il enhorte, 

^tfel est le roy (Tune citij 

Tel est le peuple en viriti, 

Roy gut n'est sage perd sa gentj 

Mais par bon sens il la ddfenty 

Pour ce je dy gue son ouvrage 

Sa stätue est; et son ytnage 

En son gouvernement formte 

Est son ymage peintur4e; 

A sa Statue et son ymage 

En son gouvernement formte 

Est son ymage peinturie; 

A sa Statue et son ymage 

he cognoist'Ony ou foly ou sage; 

Et aux Statuts auisi guHl fait, 

Comme j c^est qiiCil est stable on voitj 

Car si establis bien ne sont^ 

De stabilitS rien ils fCont, 

Parquoi ä parier proprement^ 

Un roy a son gouvernementj 

A sa loy et ä ses Statuts 

Et ordonnances est cogneu, 
— Auszüge bei Goajet, Bibl. fran^aise, IX, p. 72-95. Boa- 
terwek, a. a. O., I, S. 43. 

3) Geb. 1302^ hatte, als er sein Gedicht im J. 1340 yerfaTste, schon 
unter fünf Königen gelebt, Philipp dem Schönen, Ludwig X, 
Philipp V, Karl iV, Philipp von Yalois. Er starb unter dem 
sechsten, Karl V, im J. 1372. 

') Urheber des Gedichtes war Gace de la Vigne (Gasto de 
Vineis), Hofkaplan des Königs Johann, welcher seinem Kö- 
nige nach der unglücklichen Schlacht bei Crec;^ in die englische 
Gefangenschaft folgte. Es führt den Titel: Roman des Deduiz. 
Gaston Phöbus, Graf von Foix (1331-1391), schrieb nur die 
Fortsetzung in Prosa unter dem Titel : Deduiz de la Ghasse des 
bestes sauvaiges. S. Goujet, a.a.O., IX, p. 113 ff. Bou- 
terwek, a. a. O., S. 45. 

*) Auszüge daraus gab La Curne de Ste Palaye in Bd, XXVI 
der Memohres de TAcademie des Inscriptions et Beiles -Lettres. 
Im Druck erschie^ der Roni^n zu P. 14^3» fol. 



MayltellT. m[aaUi0cAe PofiHc^ 168 

*) S, Gent he, o. o. O., I, S. 65. ,jBn admirant cew grogMters 
essait de la verHfioation fran^aise, on ne eontribuerait 
pas au maintien du hon goüt, ni aux progres de$ nou' 
veaux talenw/' Joum. des Sayans, Fevr, 1838, p. 128. 



Kapitel IV. 
Bidaktlieiclie PoCsfe. 

§. 93. In den vorhergehenden Kapiteln ist schon Vieles 
vorweggenommen worden, was theils der didaktischen Poesie 
aasschliefslich angehörte, theils nahe an dieselbe hinanstreifte'); 
wir sahen ans aber gezwungen, diesen Uebelstand nnbeseitigt 
ZQ lassen, um eine grofse Anzahl von Wiederholungen eines- 
theils zu vermeiden, und um andererseits, da die verschiedenen 
Dichtungsgattungen eben so wenig schroff in einander über- 
gehen, als es mit der Umwandlung des poetischen National - 
sinnes der Fall ist, bald diese bald jene Dichtungsgattung vor- 
zugsweise oder selbst ausschliefslich bearbeitet, nicht allzu pe- 
dantisch zu erscheinen. 

I) Z.B. der Roman des Sept Sages oder Dolopathos, oben 
§•69. Man vergl. über denselben noch P. M. Placiändi, Pro- 
loqainm de Üb. erot antiq. in Longi Pastoralia ed. SchSfer. 
Lips. 1863, 8., p. Xll-Xyn. F. W. S ehmidt, Beiträge zur ro- 
mantischen Pogsie, Berlin 1818, S. 126 ff. Loiseleur Des- 
longchamps, Essai sur les fahles Indiennes et sur lenr intro- 
duction en £urope, suivi du roman des sept sages de Rome, en 
prose avec une Analyse et des extraits du Dolopathos, par Le- 
ronx de Lincy. P. 1838, 8. — Aus diesem erst kürzlich uns 
zugekommenen Werke thdlen wir noch folgendes mit, woran 
wir gleich eine Anzahl anderweitiger literarischer Bemerkungen 
kn&pfen. Za vergleichen sind: Walke naer, Essai sur la Fable 
et sur les Fabulistes vor dem ersten Bande der Oeuvres de La 
Fontaine. P. 1822, 8. Kaiila and Dimna, or the fahles of ' 
Bidpai, translated from the arabic by the Rev. Windham 
Knatchhull, Oxford 1819, 8., p. 65. Silvestre de Sacy, 
Calila et Dimna, ou Fahles de BidpaT, en arabe, pr^c^d^es d*nn 
memoire sur Torigine de ce llvre, et sur les diverses traductions ' 
qoi en ont ete faites en Orient .... Griechische Uebersetswig 
gegen das Ende des eilften Jahrhunderts von Simeon Selb, 

11* 



S. Seb. Gottfr. Starck, Specimen sapientiae Indonim vetcmm, 
i.e. Liber ethno-politicus dictus Arabice Kaiila oue Dimna 
graece ^t^fpa^vlttfi nal ^Ixi^lartfi. BeroL 1697. Die hier feh- 
lenden Prolegomena erschienen zn Upsala im J. 1780, heraus- 
gegeben von P. Fab. Aurivillius. Ferner v. Sinner (Pref. 
de Longus, P, 1829, 8.)j p. XXX. — Die meisten neueren üe- 
bersetzungen und Bearbeitungen flössen ^ wie Silv. de Sacy 
nachgewiesen hat (Notices et Extraits, Tom. IX, p. 398)j aus 
der lateinischen Uebersetznng des gelehrten Joden Johann Ton 
Capua: Directorium humane vite alias parabole antiquorum Sa- 
pientum^ kl. fol. goth. s. 1. et a. (nach De la Serna Santan- 
der, Dictionn. bibliogr. choisi du XVe siicle, Tom. II, p. 378, 
Tom J. 1480). — Aelteste französische Uebersetznng nach der 
lateinische» des Raymundus de Biterris (d.i. ßeziers, 
s. Notices et Extraits, X, P. ü, p. 13) fand sich in der Bücher- 
sammlung KarFs Y. Das Manuskript ist verloren gegangen"^). 
«^ Die französische Prosa ist bearbeitet nach den sehr freien 
Bearbeitungen des Angelo Firenzuola*") und, des Doni***), 
und unter folgendem Titel erscliienen; Plaisant et facetieux dis- 
• cours sur les animaux. Lyon 1556, 16. — Deux livres de filo- 
sofie fabuleuse, le premier prins des discours de M.' Auge Fi- 

renzuola, Florentin le se.cond, extrait des traiclez de 

Sandebar, Indien, philosophe moral par Pierre de La 

Rivey, Champenois. Lyon 1579, 16. Spätere französische Be- 
arbeitungen gehören nicht hieher. (S. Loiseleur Deslong- 
champs, p. 24 ff.) — lieber das indische Original s. florace 
Hayman Wilson, Analytical account of the Panchatantra 11- 



. ) Karl V. (der Weite) w«r der erste KOnig von Frankreich, welcher eine 
BihliotJiek zu Paris gründete, die namentlich viele Uebersetuingen aus dem La- 
teinischen, Griechischen, Arabischen, Italiänischen und Spanischen enthielt, als 
deren Verfasser: Nicolas Oresme, Evrart de Conty, Jean Goulain, Giles l'Au- 
gustin, JeAn de Tignay, Jean de Baguaj, Jean Dandin, Denys Foulechat, Jacques 
Baachat de St. Quentin, der Prior der Abtei des beil. Eligins tu Paris u. m. a. 
genannt werden. .S. Boivin le Cadet, Bibliotheque du Lonvre sous ks Reis 
Charles Y, Charles VI, et Charles VII, in den Memoires de PAcademie des In- 
scriptions, II, p. 747 ff. Man hat ein Inventaire derselben von Gilles fliallet, 
in wielchem es in Beaug auf die neuerdings wieder aufgefundene Handschrift 
helfet : Itetn ung liore de QuüUa et de Dymas, moralitSs h propos aux estats 
du momdea rymS et hysioriS. Eseript de lettre formSe ä deuac eotdombes^ 
oommenqauii ou Ile fetallei qu* il eonviendra et ou dernier iremhler 
pour aa morty et est signS du roy Jehan^ couuert de cuir vert k deuac 
fermauic de tatom.. — Jetzt Handschrift der Pariser Bibliothek, no. 8054. 
**) Prose di Agnolo Pirenzuola. Fiorenza 1548, 8. ***) La Filosofia 
noriU« del Doni tratta da molti antichi serittori. Venitia 1552, 4. 



^ Kapitel IT. DldaJktlsebe Poesie. 165 

lustrated with occasional translations in den^ Transactlons of the 
Royal Asiatic society of Great-Britain and Irelaiid, Vol. I, 
London 1827, 4. J. A.' Dubois (Alibcy ehemaliger Missionar 
zu Mjsore), Le Pantcta - tantra , ou les cinq Ruses, fable du 
BrahmeVichnou-sarma; Aventures de Paramarta et antres contes, 
le tout traduit pour la premiere fois sur les originaux Indiens. 
P. 1826, 8. — Hitopadesas, i.e. institutiö salutaris. Textum 
codd. mss. collatis recensuenint A. <3r. a Schlegel et Christ. 
Lassen. Bonn 1829, 4. S. noch besonders t. Diez, Ueber 
das Königliche Buch. Berlin 1811, 8. — Der Roman des 
Sept Sages ist unmittelbar aus dem Buche des Sendabad 
(Sindbad) geschöpft. S. Silv. de Sacy, Notices et Extraits 
des Manuscrits , Tom. IX , p. 404 ff. Die griech. Üebersetzung 
(anter dem Namen des Syntipas) ist herausgegeben von Bois- 
sonade unter dem Titel: 2vvTma9. De Syntipa et Cyri filio . 
narratio c codd. Pariss. edita. P. 1828, 12. (Neugriechisch schon 
früher zu Venedig 1805, 8.) ffiermit dürfen die von Matthäi 
im J. 1781 herausgegebenen Fabeln des Syntipas nicht ver- 
wechselt w^erden. Vergl. Dacier in den Memoires de TAead. 
des Inscript., Tom. XLI, p. 556 ff. — Lateinische üebersetzung 
vom Mönche Johannes de Alta- Silva (Haut-Selve, Haute- 
Seille, Abtei im Bisthume Nancy; s. Gallia Christi ana, Xlil, 
p. 1372), handschriftlich zu Paris und zu Berlin; s. Keller, 
Li Romans des sept sages, Einleit. S XXXL — Französische 
Prosabearbeitungen: Genf 1492, 4. Les sept sages de Rome, 
Histoire d^Hohcianus (lies de Poncianus), empereur, et de son fils 
unique, nomme Dyocleciän. Lyon, Jean d'Ogerolles, 1577, kl. 12. 
Les sept saiges de Ronlme, histoire de Poncianus Penipereur, 
qui n'avoit qn'ung fils qui avbit ä nom Dyoclecian. Lyon, Oliv. 
Arnoullet, s. a., 4. goth. Le Roman des sep£ sages de Rome. 
Troyes, Nicolas Oudot, 1662, 8. Üebersetzung in französische 
Verse von einem unbekannten Trouv^re. S. Ellis, Specimens, 
III, p. 16 ff. — Analyse von Loiseleur Deslongchamps, 
a.a.O., p. 141 ff. — Das oben "erwähnte Gericht von deiÄ 
Trouyere Herbers hat mit dem 'Originalwerke nur die Grund- 
lage und vier Erzählungen gemein, in denen nocli überdem die 
Einzelnheitcn auf abweichende Weise berichtet sind. ~ Aus 
diesem Werke hat uilter iandem auch Shakespiea^c ^eincu 
Stoff zum „Kaufaiann,von.Vencdig'^eiv*aebi>t (Le Conservateur, 
1760, Janv., p. 204.). Eiae Branefco des Roman des sept saged 
ist der Roman de Cassiodorus; s. Pauli a Paris, Les 
Manuscrits de la Biblioth.i;que du Roi, I, p. 109 iT. (P. 1836, 8.)^ 



166 Kapitel IT. BldakttBelie PoCide. 

Wir dieilen hier zwei Fragmente mit: das erstere aas dem Pro- 
saromane (p. 26-29; yergl. p. 154), das zweite aas der metri- 
schen Bearbeitong (p. 225-230). 

I. Ci paroles Ypocras et de son nerea aa qael il ne 
Teat riens apprendre de son sens'*'). 

Sire^ Ypoeras fut li plus sage* mires que Ten peust 
trover en toutes terres. De tout son lignage il n^ot que 
• t . neveu. A celui neveu ne voU il riens aprendre de 
son sensj ne riens dire. Ne porquant li volles se pör- 
pansoit que aucune chose li convenoit il savoir, Si en- 
tendoit et metoit s'entente de son pooir. Et tant fist 
q%Cil se descovri vers son oncle^ Ypocras regarda et vit 
quHl sot assex, Ne demora gu^es que nouvelles li vin- 
drent que li rois de Hongrie avoit .f. fil malade; si 
manda Ypocras que il venist h li. Et il li manda q^Cil 
nH pooit aler, mes il li envoieroit un sien neveu. II a 
commandi h son neveu que il salorty et il iatorne; et 
il Charge son neveu somer. Et il erra tant que il vint 
en Hongrie, au roi. Ven li a ameni tsfrfant devant. 
II le regarde et esgarde le pere et regorde la mkre. II 
prent la tn^re, si la maine ä une partj et lor demande 
torine tCeuls trois* Ven li mostra trestoutes; et quant 
il les ot veuesj il pensa mult pro/ondementj en son euer, 
et les provit encore u/ne autre foix, et apela la roine: 
Dame, dist-il, qui fill est eil enfesi de quel home fu il 
engendrSf — Sire, il est mesßl% et fil% de mon seingnor, 

— Dame, je crois bien qu'il est votre filx, mks il tiest 
mie filx de vostre seingneur, — Sire, si est, dist la roine. 

— Non est, dame, et se vos ne me dites autre chose. je 
ftCen irai. — Sire, se savoie que vos le me deissiex ä 



*) Hippokrates tpielt im altfraniätifchcn Mittelalter eine eben so schlechte 
Rolle eis Aristoteles. Es ist, als ob sich das Volk, welches unter der eisernen 
Autorität, deren sie sich erfreatet), viel tu leiden hatte, an ihrem Rufe habe 
rächen wollen. 8. Le Grand d'Aussy, Fabliaux, I, p. 288. Desloiseur 
Deslongehamps, P. I, p. 154. — Ueber Sokrates, Hippokrates, Plato, Ari- 
stoteles, Vir|ilj als mythisrb« Personen im flllttelalter s. Fr. Wilb. Vnlent. 
Schmidt, Ausg. von Petri Alfonsi Disciplina clericalis, Berlin 1827, 4., S. 91 it 
Ueber Virgil namentlich s. oben Kap. HI, ft. 81, wo man noch hinxafOgen kann: 
Notioes et Extraits des Hss., V, p. 263-255. Thoms, The Life of Virgilins 
in der CoUeetion of early prose romances, ToL IL Le Rons de LiBcy^ im 
Cabinet de leetore, 29.0ctl835. Loieeleur-Deelongchampa} a««. O., 
p. 150, not. 2. 



eertes^ je vos feroie fere grant honte* — Datne^ ditt-ih 
je nCen trat, car se je ne sai la veriti, je ne li donroie 
mie la guariton. II e'en jtart et comtnenee h tresser, 
Quant la roine voit ce^ si le rappeile et il dist: Sire^ 
je le vos dirai, et por Dteu^ gardex fue n'en sott paroli. 

— Dame non sera, iL ' — Sire^ il avint que li quens de 
Namur vint par cest 'pai's, si her her ga o mon seigneur; 
et tant qtCil me plut^ si quil jut o moi et engendra ce 
vallet, Sif'^j pour DeUf or n^en parlez ja, — Non ferai- 
je, dnme; il est avoltre*), je li ferai poison k avoltre: 
donnex li h mengier char de hufif, II firent son com- 
mandement; tantost comme il en ot mangiSy si gari. 
Quant li rois vit que ses fil% estoit garix, si done ä eelui 
de so^ avoir. Et ien revint a son oncle, Ypocras li 
demanda: As -tu tenfimt garif -^ Oil^ Sire. — Q^e li 
donaS'tu? — Char de huef, — Dont estoit 'il avoUres? 

— ^Sire, voire, — Sages es, dist Ypocras, Tantost^ pensa 
YpocraSj fälonie et mautalant vers son neveu et tratson, 
Ilapela: Biauni^s^ dist-ily venex> apres moi^ eneelver- 
gier, II entrSrent ens^ par le gut che t^ et quant il furent 
en milieu: Dex! dist Ypocras ^ com je sens une hone 
herbe, Cil saut avant, si iajenoille, si la quest et li 
aporte, et li dist: Sire^ vee% la ci. Et il la preht en sa 
main: Foirs estj dist-ily hiaus nies. II a(la} encore 
plus avant: Ore en sent, fait^il^ encore une meillor, 
Cil vient avant, si dagenoiüe pour cueillir la, Ypocras 
se fut hien appareiUiex et tret un coustelj si vient äpres 
le valletj ^i le fiert, si tocist parmi tout ce. Bt^ore 

fist'il plus: il prist trestoux les Itvres qu'ilftVoitj si les 
ardi, Si fu el mal de la mort; si ot me^koison**): ce 
sont li mesage de la mort, II fist guerre un tonnel d'un 
muij si le fait emplir de la plus clere fontaine que Ten 
puest trouver; si fait les fonx perier en .c, hro^hes; si 
i mist poudre au dedansj environ chaucune broche, si 
mande plusorx genx et de ses amis: Seingnor^ fmt-il, 
je sui k la mort; ge ai menoison, Esgardex: ai-ge ce 
tonnel ampli de la plus clere fontaine que ten peust 
trover, Or traex tous les doix. Et chascun trait le sien, 
et s\l nen o'tssi onques goutes tCeve: or poex veoir, fet 
Ypocras, que ge puis ceste fontaine estangc hier***). Or 



*) avouidresj ill^time^ bmt«fd^ oMUriH. **) dysenlwfie. ***) supprhner. 



168 Kapitel IT. JHdjOctisclie PeSsIe. 

puts ge bien savoir que Je me mutr. Etvoir ditt-il; ne 
demora mie lont termine que il fu mor% et trespassex. 

— Ore, dist messires Auxilles a temperSor^ or est Ypo^ 
eras mort et son neveu mort^ par la main de son oncle 
et ses livres ars, — Certes fait li empereres» riens ne U 
grevast; ain% fust resons et biens, sUl dust apris son 
neveu et lessii ses Itvres, — Autretel volez-vous fere^ 
ijfuant . i . sol fil que vous aveXj volex destruire, pour le 
dit de sa maratre» Si savex bien que vos estes vielx et 
debrisieix, et si Wen aurez Jarnos plus et se vos en ceste 
tuaniere le volex destruire^ si vos en puisse avenir si 
comme il fist a Ypocras de son neveu. — Par mon chief, 
dist li emper^resy il ne m*en avenra Ja ainsij se I}ex 
plest; car ü ne morra mes huu — Sire, dist Auxiiles^ 
V. c, mereix, Ainsint remestrent tres que ä la nuit; et 
quant la nuit vint, les portes du pales furent closeSj li 
empereres vint h Vempererix; ele fist moult male chi^e; 
et ot les elx gros de plorer, Li empereres Vapela et li 
dist: Dame^ q'avex-vos? dites moi que vos avex? — Sire^ 
je ai assis ire et mautalant, — Dame, pour eoi! — 
Sire, mes dires ne me profiteroit rien; mes toutes voies, 
me poise que* vos öncques me priistes por si tost lessier. 

— Dame, somes nos ore au lessier? — Otl, que Je n^es- 
garderai mie vostre abessement, ne vostre avillance, car 
je sai bien que vos estes h terre perdre, — Dame^ cotn- 
mant? — Sire, que Je voi bien que tuit li home de vostre 
terre vos courent seure; et por celui que vos apelex fill^ 
que il veulent qtCil ait la terre et Tempire, Et se ce 
avient que vos le soujffriex, si vos en puisse avenir si 
comme il fist ä celi qui gita la teste son pere en la Ion- 
gaigne, — Pour cel Sire qwi JHex a. non, qui fu eil, 
dist li empereres, qui fist ce? Vempererix respont: Sire, 
qu*an avex vos afaires nule riens ^ ce sai^ge bien, — 
Je veil que vos le dies, dit li empereres, por savoir le, 

— Sire, dist ele, völantiers, pour savoir se vos i pran* 
driex esperement, — Or dites doncf — Sire, völantiers, — 

n. 

Signor, fait-il, entendex-moi: 
Lone tans ait k'an Rome ot ;«., rot 
Preudome, ki moult sot de guerre. 
Anemis ot, dedans sa terre. 



KapttcfllT. Miliilrttaelie PoCrfe» 169 

Qui grant damaige U faimHent^ 
Par foree sa terre prandoient, 
Cil riches rois ce porpansaU: 
San ost semont et assamblait 
Ses Chevaliers et ses amisj 
Por aier $or ces anemis, 
Grant assamblee fait de Jan», 
De Chevaliers et de serjans. 
Et armes bones et eslites, 
Parmi .11» villetes petites, 
Convint passer Vost ä droiture, 
Qui ff an aloit grAnt alSure. 
Une povre fame manoit 
En la ville, ki maintenmt 
Une poure maisoncenete, 
Estroite et baisse et petitete, 
. /. fil avoit tant soulemant, 
Qui moult la gärdoit doueement 
De ceu ke gaaignier savoitl 
Une soule g4Une avoit. 
De toustes bestes n*avoit plus, 
JV'ot vaillant . F. S. an tous hus» 
Par devant son huis trespassirent 
Li 0% et eil ki la menerent; 
Et si passoit li fil% le roi 
Qui menoit moult riche convoi» 
Sor son pQing . i, ostor de müe, 
Devant Ptus le fame, a vSue 
La gSline par avanture, 
Qui aloit querant sa pasture. • 
Li ostors se debat et saehe, 
Li filx le roi la ligne saiche. 
Et si gete vers li V ostor ... 
Quiy de piain vol, sanx outrA tor, 
8H encharnait dedans les.pauä. 
Mais de ceu ne fut mie baus,' 
Li filx ä la dame veueie^. /^ 
Qant morir vit sä gelinete, 
Ce fut sa grant mesäventure, 
Cele part vient grant alSurer 
Le bon ost^r fiert, si le tue. 
Li fix le roi trestox tressu^ > 



170 K»»iMI WW. BMalCCiflcIle FiriMa. 

Del fuerrt üit Pesp^e Maiehie^ 
Et la tette li ait tranchii; 
Onkea raison n*i antandit, 
Jusc^a hraier U profwmdit^ 
Quant la m^e Vit son fil mortj 
Stelle ot grant duel n*ot mies fort, 
Or ait perdut kant k*ele avoitj 
Trop a grant duel, kant mort lo voit. 
Apres le roi s'est eseorcie, 
Toute dolante et esmarrie; 
Et st sanglout et si sospire, 
^ Ä painnes puet . t . sol mot dire, 
Fielle estoit et de povre force. 
Et toutes oures tant s^ejrforce. 
Et tant ait lou kamais s^ut 
Qu'ele ait lou roi a consiut. 
Com fame dolante s^escrie. 
Et an plorant merci li erie. 
Et dist: Par ta bone avanture, 
Rois, de celui me fai droiture 
Qui m^a tolu toute ma joie, 
./. sonl anfant ke jou avoie; 
Roisj tu m'an dois Justise faire. 
Li roisfut dou% et ddbonaire, 
Moult tres doueement la regarde. 
Et dist: ./. petitet te tarde. 
Je sui or moult anbesoingnien^ 
Moult sui ancor poc esloigniex. 
Et si vois sor mes anemis^ 
Mais foi ke doi ta% mes amis. 
Droits vanjance € an f er au 
Tantot ke revenus serai* 
Cuifait eles 8i t'an irais, 
Que vet^amce ne nCan ferais; 
Ligi^retnen^ puet avenir 
Que tu ne porras revomr, 
Qui me feroit donkes tfenjancef -— 
Bone fame, tu die enfaneoy - 
Fait li rois, dl te t>angerait 
Qui de mon reigwe rois sermt^ 
Car Je f voü et si le eomant. 
Celle reepont: Sire, edmamt 



Kaiiltol V¥. MdaHtiMlie V^iM». 171 

Vangerait la dssconvenue 

Qui ä ton tans est aveHuef 

FotTj je ne cuit k'il eu ait eure» 

Et se iavient par avanture, 

Dites moi kel grei ne gel graice 

Vos säur ai 'Je de tel menaice? 

Que par vos ne la puls avoir. 

Ja ne VOM guter nul grei snvoir; 

Et si me dites or en droit 

Me poex mault bien faire droit, 

Li rois dist: Greit ne fdan sauraix 

Quant par autrui Justise» aurais, 

Celle dist: Bont me fai venfance 

NeV metre pas en antendtmce* 

8e faice ke vuelx g^autres faices 

Grant lo% en auras et grant graice» 

Et Dex €an saura grei par m'armef 

Car povre sui et veve fame, 

Por ton honor et ton loange. 

Et por Deu proprement me 0ange; 

Je lou te proi por amistiex^ 

Li rois en ait moult grant pitiex. 

Et bien vit k'ele atfoit raison» 

Ainx puis n*i guist autre ocoiso^ 

Son ost comanäe ä herber gier 

Et flst ses haus harons logier» 

Et enguist ki /ist le mesfHit 

Tapt k'il sout £e ses ßl» tot f ait. 

Moult fut eil rois bons chevaUers» 

Et trop par fut bons justiciers» 

Et moult fut plains de grant savoir. 

Quant il ot bien anguis lo voir» 

Dont apella la veve fame: 

Je te ferai droit» bone dame» 

Fait'il» n'an mantiroie mie» 

Qui c*an ait duel ne gui i^au rie. 

Or antant bien ä ma parole» 

Garde ke tu ne soies folle» 

Et tu sex bien tot le covine. 
, Li ostots tuait la gdline» 

St te* m^s iVülor flii0«^ 

Omk^ puis -n^. 9e reamait. 



Vtt Kapitel IT. Dfdaktlfiiehe PoSsfe. 

Or sott li uns por Vautre tnis? 

Tes filx estoit moult tes amiSj 

Por lui une chose te part 

Bien puex panre la meillor part. 

Bieti sai et h droit et h fort 

Que li miens fil% a le tien mort; 

Et se tu vuex je Vocirai^ 

Ou por ton fil le te donrai; 

To% sera tiens outriemanty 

Tot fera ton comandemant: 

Come meire te servirait 

Que Ja k $a vie ne te faudrait, 

Del tot ä ton voloir Vauras 

Si longuemant com tu vivras: 

La veve fame se porspanse^ 

Bien li vient en euer et en panse 

Que se li fl% le roi moroit 

Jai pour ee li siens ne vivroit; 

Et par lui n^iust eile mie 

Tel honor e tel signorie; ^ 

Dont li aii la mort pardoneit, 

Li rois li ait lou sien doneit. 

Et saicAie» n^elle fist savoir^ ♦ 

Or fut dame de grant avoir; 

Car li fl% le roi Penmenaitj 

De li honnorer se penait. 

De tot fut f ait h sa devise, 

Ricke robe ot et vnire et grise; 

Bien ot mueit son duel h joie^ 

Por ses sinces ot dras de soiey 

Et por sa bordete .t. pallais, 

§. 94. Als satirische Gedichte, welche zwischen der 
lyrischen und didaktischen Poesie mitten inne stehen, haben 
wir schon oben, als wir von der provenzalichen Dichtkunst 
sprachen (Kap. II, §. 14), die Serventois und Sottes Chan- 
sons kennen gelernt. ' Wir theilen zwei derselben in der An^ 
merkung mit') und gedenken nur d^s Satirikers Thibaut 
(Thiebault) de Mailli oder de Marly ?). 

^) Die beiden hier unten mitgetbeilten Gedichte stehen bei Ro- 
quefort, l^tat, das erstere p. 378 ff., das zweite p. 383 ff. 



Kautel WW. MidtMAneUe Vierte. 173 

Serventois conronne au Puy de Valenciennes, 
et dedie h la Vierge. 

Se chascuns cuers pensoit ä la s^uffrance, 
Qu€ li filx Dieu por picheours souffri. 
Et regardast st grant humiliance 
Dont nous sommes rächet^ et nourri, 
Vierge tous tans servie sanx nul si 
Seriex dou moult grant contraire 
Car en vos heneois flans 
Fu priae pour nous refaire 
Char humainne et sans. 

Dont sai^je bien, et tele est ma criance^ 
Que Diex et hom, Vierge de vous nasqui^ 
Et tot ce fist par rieule*) d^ordenance 
Vraicy acomplir que prise avoit en liy 
Quant il de vous pour le pichii issi 
D^Adan, et se voult estraire^ 
Sanc et sueur souffrans. 
De se cors pour exemplaire» 
Monstrer dH estre amans. 

Et apresy ce Dame de grant poissance 

Se benoite chars le vendredi 

A i*estake**) batue, tenre et blanche 

Fu. cruelmeofit et tönt ce consenti. 

Et puis souffri plus assez dont je di 

Ke sHl ne te vousist faire 

Pour pichiours mendians 

Li mondes fust en grief haire ***) 

En ynfier manans. ^ 

Bien nous refist par vraie ramombranche 
Et par sa mort k'aprex en croix senti 
Quant consenti que Longis\) de sa lanche 
NavraW) son euer et son costS ouvri. 
Puis säurent trestout li anemi\W) 



*) regle. Noch jetet im CamBrIsis. **) colonne, jioteau; das dsotoche 
Staken. ***) pemoy tribulation. Vergl. da» deutsche härenes Gewand, 
Babgewand, Hemde aaa Haaren geflochten. f) Longinas, s. oben^ S. 108. 
tt) per^a. Jetzt sagt man nur noch: avoir le coeur navrS, Uebrigens ist es 
^ plattdeutsche Wort knabbern, fff) d. i. dimons. 



174 KivMM 11^. m<telrtlselie FMirte. 

Ke H roy» de nable affaire 
Yroit et en moult brief tans 
.2\fus tes amis itinfer traire 
Comme tout potssans, 

Dont seut deffi sans doutanche 

Se benoite mort les abati 

Or K pri'jes^ fleur de taute honnourance, 

Pour tout le mont*) et proprement**) pour mi*'*); 

Car voe doulx ßl% qui onques ne menti 

Diets et che nous doit bien plaire^ 

Ke nus p4chierre8 st grans 

N'est^ kHl n^ait cueur ddbonnaire 

DH estre pardonnans, 

E n V o i. * 

Dame ki tou% cueur s iclaire 
Taus les mescrSans, 
fVelle****) ä nostre loy atraire 
Dieux Sans fins durans* 



IL Sote Chanson coarounnee a Yalenciennes, 
par Jehan Baillehans. 

Lda miex tumant\) de taute no riviere^ 
Me fist amours Vautre jour enamer^ 
Entours trois jours la laissai estraiere^ 
Q,uant je revinch nen peuc mie trouver. 
Perdue VeuCj se ne seuc ke penser 
Donc m*en alat ä la matson no prestre, 
La la trouvatj ne sai ke ce puet estre^ 
Mais on ne peust leur kemises nouer, 

S'en teure fis no prestre mate chiereW)^ 
Nus ne m^en doit^ ce nCest avis, blßsmer ; 
Car il ahierst \\\) ma Dame par derriere 
Ensi ke il la vosist estranler- 
Donc m'estrenaij;j^) moult forment a plorer^ 
Car je vie tout parmie unefenestre; 



*) monde, **) parHcnUhremeta. ***) mot. „Vor »i**, pkttdeiitocli. 
*•**) tfemUe, f) tombam. ff) muuvaUe miae* fff) «W«#, prenJ. 
ffff) eommen^ai. 



KnytMlV. Mitafeilseke P«Me. 175 

Mßis il tenoit un bäton de geniestre*) 
Pour chou**) vbogai la paupiere lever, 

Un petit mis en respit ma mamere^ 
Si nien alai dan$ no maison arrierey 
Puts nCen revins de goutiere en, goutiere, 
Moult hien wctruis^^) d^erpSe et de houcler. 
Grane sanlant****) fi de no prestre tuer^ 
Mais il fiiakierst errant par U poing diestre, 
Puis me bati ä destre et ä genestre, 
Tant quHl niestuet i) en un van repsrter, 

Joiaus seraij fo^ que je doi saint Pierre» ^ 

S*ensi me puis ä ma Dame acorder; 

Car Je sai bien que n'est par coustumiere 

D^autrui ami adikier]\) ne haper. 

Des Dames doit la baniire partes, 

En amour est boullansj caude et piestre\W), 

Plus que ne soit une quailie campiestrey 

Partant ne puis s' amour seur acater fttt)- 

De tel jeu wta jouet ma dame chiere. 

De quoi il na en moi que destourbes*\)y 

Mais non pourquant une sieue buisniere **•}) 

A'tant brasset pour le pis eseives, 

Que li prestres doit ma dame aporter 

Par pais faisant au cor an de no iestr^''**\) 

Et cest crokiet****\) k'au plus pres d'une fü^itr^i*), 

Ne puet jamais nul sör ä li parier. 

E n y o i. 

Dame viellecx me canehon rekaoter. 

Je vous donrai un palefroy en, destte^ ^ 

Cßr n^^iert pas h Dame de vo iestre; 

Ke voist^X") « V^^ *^* aumosnes rouver^*}^ . 



*) Das deutflche Ginster, Gmdsta im^efria, **) oe, e^la* ***) gwnf» 
••••) semblant, f) conviaty fallut, ff) ddiH^iv. itt) »"»«>. d^cidS^t 
ttft) ttcheter. ••[; ) irouhU^ ennui, confusion. ••f ) aienne, servanie, — AucJi 
die« Wort ist germ4Dii>chen Ursprungs, doch Tergleicbe tch et nur ftweifelnd mit 
dem plattdeutschen BUchsuerin. ***f) Le bord de iqmäitßn* Jestre iM 
das plattdeutsche Estrich. ****f) croquant, manaftf. f*) d*una dManem d^u^ 
krtu droit. „Zehn Sehritt weit Tom Leibe.^* ft*) V^eüe aUle. fft*) ratt- 
btrn, mit Gewalt qehmen. 



176 ttapitiaiV. UMaMAtM^e Folteie. 

Man sieht leicht,' dafs dies letztere Gedicht an der Grenze des 
deutschen nnd des französischen Idioms entstanden ist. Ro- 
quefort hat hiervon nichts geahnt. 

«) S. Fauchet, II, no.VIII. Bist, de la literat. frani^aise, XVIIl, 
p. 824 ff. — Thibaut de Marly, Vers sur la mort, publies 
d'apr^s un Ms. de la biblioth^que du Roi; 2e edit. augmentee 

. du Dit des trois mors et des trois vifs, et du Miroir du Monde. 
P. 1835, 8. 

§. 95. Die beiden satirisch - didaktischen Gedichte La 
Bible Guiot de Proyins und La Bible Hugues de 
Bersil (deBerze) gehören zu den ausgezeichnetsten Lei- 
stungen auf diesem Gebiete. Pasquier') schrieb beide ei- 
nem und demselben Verfasser zu; allein der Unterschied in 
Sprache, Ton und Auffassungsweise ist zu hervorstechend, als 
dafs man an der Verschiedenheit der Verfasser zweifeln könnte *). 
Der erstere lebte um das J. 1180, da er von der Krönung 
Heinrich's VI. (Sohnes von Friedrich I.) zu Mainz als Augen- 
zeuge spricht: .vier Monate hindurch war er Mönch zu Clair- 
vaux, dann zu Cluny. Merkwürdig ist besonders die freimü- 
thige Art und Weise, mit welcher er von dem Papste und 
der Geistlichkeit spricht (v. 656 ff.). Hugues de Bersil 
ist wahrscheinlich identisch mit dem provenzalischen Trouba- 
dour Hugues de Bersie*). 
') Recherehes de la France (P.1643), p. 405. 
^J S. Caylus, M^mbires de FAcademie des Inscriptions, Vol. XXL 

Le Grand d'Aussy in den Notices et Extraits de la biblio- 

th^que duRol, Tom.V, p. 279. Abgedruckt bei Meon, Contes 

et Fabliaux, II, p. 307 ff. 
') Ugo de Bersia bei Crescimbeni, Istoria della volgar Poesia 

(Venezia 1730), VoL ü, p. 220 ff. Vergl. Bist Uter. de la France, 

Tom. XVÜI, p.640. 806 ff. -^ Proben sind unten mitgetheilt B, 

S. 36-4a 

§. 96. An diese beiden Dichtungen von gröfserem Um- 
fange knüpft sich eine Satire gegen die Mönchsorden von 
Roix de Cambray"), einem Reimer des XIII. Jahrhunderte; 
ferner die noch viel stärkere und heftigere Gomplainte de Je- 
rusalem contre la Cour de Rome *) und das Dit dou Pape, 
dou Roy et des Monnoies gegen die vom Papste Clemens V. 
gerügten Münzverfälschungen Philipps des Schönen.»). Auch 



KApttellV. IMdakibielie FoCMe. 177 

erwähnen wir das satirische Gedicht: Les XXIII Mani^res de 
Yilains, ouvrage inedit en prose et en yers du Xllle siecle, 
publik par Fr. Michel. P. 1833, 8. 
*) Handschriftlich. Massien, p. 158. Fauchet, p. 583, a. 
*) Vor dem Jahre 1218 hei Gelegenheit der Streitigkeiten zwischen 
Jean de Brienne nnd dem päpstlichen Legaten geschriehen. 
Sinner, Catalog. Bibl. Bemensis, Töul III, p. 348-350. 
') Roquefort, l^tat, p. 230 ff. 

§. 97. Hier gedenken wir auch der zahlreichen Ueher- 
setzungen der Disjtichen des Dionys. Cato, cfnes im Mittel- 
alter allgemein beliebten Dichters, von Everard, Mönch eu 
Kirkham, späterem Abte zn Holmecultram, geschrieben im 
J. 1145*); von Adam de Guiency'), Adam du Suel*), 
Jehan de Pari's oder Du Chastelet*), H^lie de Win- 
chester*), Ffevre oder Lefevre*). 
') S. Monasticnm Anglicannm, I, p. 885. II, p. 105. Vergl. den Ar- 
tikel in der Histoire liter. de la France, XIII, p.67-70. De la 
Rue, Trony^res anglo-normands, U, p. 124-128. 
') Fauchet, p. 584, Roquefort, Gloss. de la langue Romane, 
Tom. II, p. 755. Etat, p. 231. Histoire literaire de la France, 
XVffl, p. 826 ff. 
') Handschriftl. S. Koquefort, Etat, p. 232. Barbazan, pref. 

au Recueil de Contes et Fabliaux, ed. de Meon, I, p. 15. 
*) Handschriftl. Fauchet, p. 583, b. Massieu, a. a. O., p. 157. 
') Handschriftlich. Roquefort^ Etat, p. 232. De la Rue, Ar- 

chaeolog., Vol. XIU. 
') Hist. liter. de la France, XVin, p. 828. ^ S. noch Le Grand^ 
in den Notices et Extraits, Y, p.509. Robert, Fahles inedites, 
I, Essai, p. LXXX. Ho ff mann von Fallersleben^ Horae 
Belgicae, 1, p. 11659. 

§.98. Trait^ sur lesMoralit^s des Philosophes, 
in etwa 3000 achtsilbigen Yersen von Alars de Cambray'). 
Der Verfasser citirt eine grofse Anzahl von Schriftstellern des 
klassischen Alterthumes, ohne sie gekannt, geschweige denn 
selbst gelesen zu haben. TuUius und Cicero, Virgilius und 
Maro sind ihm verschiedene Personen. 

') Handschriftlich. S. Sinner, Catalog. cod. Ms. Bern., Tom. HI, 

p. 34a 
UeUr Altfranx. Lit. 6««eh. 12 



178 AkifH^rV. VidalEtiNflHD t^Mte. 

§.99. Ueber Pierre de Vernon, Verfasser eines nur 
handschriftlich vorhandenen, wahrscheinlich aus dem Lateini- 
schen übersetzten *) Gedichtes von mehr als 2000 Versen, 
Enseignements d'Aristote oder Le Secret des Se- 
ier eis genannt, ist nichts Näheres bekannt'). Er darf mit 
dem oben (§. 17) erwähnten Thibaut deVernon nicht ver- 
wechselt werden. 
>) Sinner, a.a.O., I, p. 283. HI, p. 53». Fabric.^ BM. Gr, 

ra, 6, p. 167. 
*) S. Roquefort, ^tat, p. 233 ff. Gloss. de la langue Romane, 
Tom. n, p. 768. Bruchstücke daraus in der Histoire liter. de la 
France, XUI, p. 115-118. Der Anfang lautet: 
Primes saciez ke icest tretiex 
Est le secrS des secrex numex; 
' Ke Aristotle le philosopke ydoine, 
Le fix Nichomache de Macidonie^ 
A sun ddciple Alixandre^ mt hone fei, 
Le graunty le fix Phelippe le rei, 
Le fist en sa graunt vtelesce, 
Qant de cors estott en fiebleshe, 
Puis ffiiil ne pout pas travatUer . 
Ne al rei Alisandre repeirer. 
Von den darin mitgetheilten Lebensregeln nnd Vorschriften mö- 
gen hier einige stehen: 

Petit home n^eiex &n despit 
Kar cell Icore est vil e petita 
Si cofne avenu est soventj 
A richesees 4 h honurs ascent, 
E dune ert fort i de plus poes 
A nuis les ßutres i greves, 

Rei vus gardex 

Ke vosre fei pas n^enfreignex, 
E gardex aussi fermement 
Sur tute rien vostre serment. 

üniversitex apparaillex 

Estudie en citex establiex; • 

E en tun regne le suffrex, 

E ä tes homes le comandex, 

Ke hir fix apreignent de Uttrure, 

E ke d^ estudie preignent eure 



Wi^UM EW. BlAfetf«!«« ff#8M«^ 179 

En Um ar% 4 eu moralitex 

Si ke seiSnt clers esprovex, 

Car vostre purväance apent 

De trover lur susteinement. 

Fetsr dune aucun avantage 

A bien estudianx, e^est fet de sage. 
Drollig genug schliefsen diese angeblichen Lehren dea Aristote- 
les mit schönen Sentenzen anf die christliehe Religion, die Per- 
son des Heilands, dogmatische Lehren und christliche Tagenden. 
Dfte letzten Verse lauten: 

Mit ore priex pur Deu amur 

En teste fin pur le translatur 

De cest Uvre, ke Piere ad nun ^ 

Ehestreit est de ces de A Bernun. 

Ke de bien faire lui doint sa grace 

E an US lux issi le face 

Ke le regne pussum merir 

Ke donc ä suens h sun pleisir, 

Amen, 
Ob hieraus herrorgeht, dafs der Dichter Pierre de Ycraon 
geheifsen habe (nach Analogie des oben erwähnten Thibaat 
de Vernon), mag dahin gestellt bleiben. Det r, 4 Übt we- 
nigstens mehrere andere Erklärungen zu. 

§.100. Indem Romian d'!^racle PEmpereür hat der 
schon oben (§. 86 Anm.) erwähnte Vautiers d'Airras die 
Kriege des Kaisers Heraklias IL mit Chosroes IL, Könige von 
Persien, den Verlust des Holzes vom wahren Kreuze Christi 
und dessen Zurückgabe geschildert, endlich den Ursprung des 
Festes der Kreuzeserhöhung (14. September) beschrieben. Das 
Gedicht umfafst nicht weniger als 14000 Verse. und fst dem 
Grafen Thibaiit VI. von Blois, Sohne Ludwigs IX. gewiclmet, 
welcher im J. 1218 starb»). 
') Nur handschriftlich. Roquefort, ^Ut, p. 236 ff. 

§. 101. Im XIII. Jahrhunderte ging die Wutb zu reimen 
so weity dafs man sogar die Klosterreglement«'), di« I^tito- 
tionen Justinians >) und die Costumes de Mormamfie ^) ia Verse 
brachte. Auch besitst man Predigten in. Versen ^), 

') S. Le Grand d'Aussy, I, p. X. 

^) Von Riehard d'Annehant. S. Roqnefort/J^tat, p. 212. ; 

12* 



180 Kapital WW. midaktüielie r^C^to. 

») Von Nicolas Doürbanlt im J. 1280. S. Galland in der 
Histoire de TAcademie des Inscriptions, III, p. 475, ^d, in 8. 

*) Le Sermon de Guichard de Beaulieu (Xllle si^cle), public ponr 
la premi^re fois etc. P. 1834, 8. Der Verfasser war Mönch in 
der Abtei St. Alban. — ün sermon en vers, public pour la pre- 
mi^re fois par M. Achill e Jubinal, d'apr^s le Ms. (2560 ou 
1856) de la Bibliolh&que du Roi. P. 1834, 8. (430 funfsÜbige 
Verse). — Ich efvräbne hier femer: La Pleure-Chante, prose 
morale et religieuse en roman du XIIU si^cle, publice pour la 
premi^re fois par M. Monin. Lyon 1834, 8. S. Journal des 
Sav,, Avril 1834, p.252. — Le Fabl^l du dien d'Amours, 
extrait d'nn Ms. de la Bibl. Rojale, public pour la prend^re fois 
par M.A. Jubinal. P. 1834, 8. (568 lehnsilbige Verse.) 

§.102. Philippe de Than (Thaun, Thaon nach 
der damaligen Orthographie) stammte wahrscheinlich aus der 
alten Familie der Seigneurs de Than in der Nähe von Caen '). 
Man hat von ihm zwei Gedichte: 

I. Liber de Creaturis, ein chronologischer Traktat in 
Versen, in welchem von den Tagen, Wochen, Mond- und 
Sonnedmonaten, Finsternissen und im Allgemeinen von allen 
zur kirchlichen Kalenderberechnung erforderlichen Dingen ge- 
handelt wird. Die Zeilrechnung der Juden, Griechen und 
Rön^er wird mit ziemlicher Genauigkeit auseinandergesetzt, die 
Q^schichte des römischen, von Numa Pompilius eingeführten, 
von lulius Cäsar verbesserten Kalenders erzählt, und dabei fort- 
während auf Plinius, Ovid, Macrobius, Beda Venerabilis u. s. w. 
verwiesen. Endlich fuhrt er die abweichenden Ansichten an- 
derer Schriftsteller über Chronologie an, deren Schriften nicht 
auf uns gekommen sind. Das Gedicht ist zum Gebrauche des 
Clerus abgefafst und von dem Verfasser seinem Onkel Hum- 
frey de Than, Kapellan des Hugues Bigod, Seneschäls des Kö- 
nigs Heinrich I. von England und späterem Grafen von Nor- 
folk, der im J! HOT' starb *), gewidmet. Es ist also vor 1107 
geschrieben, und zwar längere Zeit zuvor^ als Hugo durch- 
gängig mir Seneschal genannt wird, ohne den Grafentitel zu 
erhalten. (Ein Bruchstück s. B, S. 13.) 

II. Le Bestiaire, ein Traktat über die Thiere, namentlich 
die Vögel, und über die Edelsteine In Versen, nach einem äl- 
teren lateinischen Werke abgefafst, wie der Dichter selbst in 



Umpitel MIT. Bi4ftUl««be Po«0te. ISt 

seiner Vorrede sagt ■). . Die BeschreibuDg jedes einzelnen Thie- 
res endigt mit einer Nutzanwendung (Bruchstück, B, S. 13 fT.}. 
Dedicirt ist das Gedicht der Adela'ide de Louvatn,' welche Hein- 
rich I. im J. 1121 heirathete. Es ist also bald nach diesem 
Zeitpunkte geschrieben*). 
') Die Angaben in der HisL liter. de la France, IX, p. 173* 190. 

X, p. LXXI sind unrichtig. 
') Ordericus Vitalia, Histoire, p, 833. 

^) Yielleicht ist dies: Liber FisioIo.(F]6iologicii8?), Theobaldl ex- 
positio de natura Aniraalium vel Avium seu.Beatiamm, ans dem 
XIL Jahrhundert, oder der Physiologus aus dem XI., welchen 
Sinn er handschrifUich zu Bern aufgefunden hat S. Catalog« 
cod. Mss. Biblioth. Bernensis, I, p. 128. 136. 
*) De la Rue behauptet, dafs die Verse des Philippe de Than 
nur in der Mitte gereimt seien, nicht am Ende,, analog den la- 
teinischen Gedichten aus jener Zeit^ z.B. des Marbodus, Bi- 
schofs T6n llennes (s. unten §. 103), über Maria von Aegypten 
und auf Odo, Bischof von Bayeux (beide handschrifUich in der 
Bibl.tJotton. Vitelüus AXIl.); des Serion Paris (d.i. Serion 
de Paris), Kanonikus zu Bayeux, auf. denselben Odo; der Satire 
des Odo auf Gilbert U., Bichof von Caen. und des Gedichtes 
auf die Belagerung uod Zerstörung von Bayeux o. m. a. S. Ro- 
quefort, Etat, p. 66. Ginguene dagegen (Hist. lit^r. de la 
France, XII, p. 61 £f.) erklärt sich !ilr die Abtbeilung in kurze 
sechssilbige Verse h rime plate (s. oben §. 14). — Ueber das 
Bestiaire des Perrot de St. Cloud s* Wiüems, Inleiding 
zu seiner Ausgabe des Reiaaert de Voi, SLXL ff. Mone, An- 
zeiger, 1834, S. 159-163. 

§. 103. Marbodus, Bischof von Rennes, schrieb ein Ge- 
dicht De gemmis et lapidibus, welches wahrscheinlich von ihm 
selbst in französische Verse gebracht worden ist*). 
*) In der Ausgabe seiner Werke von Beangendre, P. 1708, fol. 
col. 1638 ff. Beste Ausgabe von J. Beckmann, Gott. 1799, 8. 
VergL Duclos in den Memoires de FAcademie des Inscript., 
XVin, p. 187. 727. Histoire literaire de 1» France, VII, p. 109. 
Lebeuf, Dissert. sur Thist eccl^s. et civile de Paris, II, p.38. 
La Ravalli&re, Peesies du Roy de Navarrc, I, p. 117. Po- 
lyc. Leiser! Historia poSiarum et poSmatom medii aevi, Halae 
Magdeb. 1721, 8., p. 369 ff. Hier den Prologne und das Kapitel 
über den Magnet: 



18s «Lalittel WV. IMOäMUUke P««rte. 

Prologüe. 

Evax fut un muU rtcAes Reis: 
Lu regne tint des Arahais. 
MuU fut de plustus choses sages: 
Udult aprist de plusiurs langages, 
Les set arts sut, si en fut maistre, 
Mult fut poischant et de hon estre, 
Grans tresors ot d^or e d'argent, 
/ £ fut larges a tuite gent. 
Pur lex grent sen pur (a pruece, 
Ke il ot e gran largece. 
Fut cunniu% e mult amex 
Par plusurs terres renumex, 
Neruns en 6t o'i parier • 
Pur ce ke tuit loi loer. 
Vom« forment en sun curage, 
Si H tramist un sen message. 
Neruns fut de Rume emperere: 
'' ' En icei'tens ke li reis ere^ 

' Mtmda li kel enveast 
Pisp sa merei kenuUaisast^ 
De sun sen^ de sa curteistej 
NeJseireit altre manantie*, 
Evaac un livre li escrist, 
KU meisme de sa main fäistj 
• Ke fit de natures de pierreSj 
De lor vertus, de lor manierreSj 
Dum venentj e u sun truv4eSy 
En guels luis^ e en quels cuntrees; 
De lor nunsj e de lor culurs, 
Quel puissance unty e gu^l valurs: 
« Mul sunt les lur vertux cuvertesy 
V Mois lor aies sunt overteSy 

Li mire d trovent grant sueeurs; 
Cil ki minuissent lor valurs y 
A faire medieinement 
I irovene gra^t seitiemeht» 
Nul sages 6m dutes ne deity 
Es erbes ne sunt tont trövSes, 
FerH§* si seient espron4es. 
Den les fiist mult glomisis 



Sur c^..s*a^elent pretuis^s. 

E ce nus di ge ben pjnr vein, 

Ke rien ne poit vertu aveir^ 

St deu U Vetos ne U cunsent, 

E H de lui ne H d'escent, ' > .. 



Magnete. (§. XIX.) 

Magnete trovent Troglodite, 

En Inde e precieus est ditte, 

Fer resemble e st le trait 

Altresi cum taimant li fait. 

D^endor tatna mult durement 

^V'i lusoit ä enthantement 

drce lus a dot mult ckiere, 

Cele merveillose sorciere. 
8i en fait un esperiment^ 
JKi est provä de Itmgement, 
Si verU4 vdilt um saveir. 
Si la ferne atme altre purveir, 
hß piere sur sun Chief metra, 
En dormant ke el ne sauroj 
Si chast est el en sun dormant. 
De tuser li fera semblant. 
Se ele ne'test gel nus pleins» 
' En% el lit repundra sun i»s, 

E cuin viendra hunteusement, , : 

Cum seit butde laidement. u»- 9. t^; .. 

§. 104. Guillaume de Normatidfe*) reimte eFo 
Bestiaire oder eine moralisirte Naturgeschichte der Tfciere, 
welche uw da« J. 1212 (drei Jahre nach dem über England 
aasgesprocbenea Interdikte, so sagt er selbst) yplleadet wurde >). 
Kurz darauf erschienen das Volucraire yon Guiflauixite 
Oimont*), an die. wir die anch im Druck erschienene des 
Bischofs Jean deBeauveau yon Angers (gest. 1479) ^^'• 
reÄen*), 

^) Verfasser desFabliau da Prestre et d'AUson, bei Barbaias .«I 
M60n, Tom. IV. 

') t{pticea et Extraits des Manuscrits, V, p. 275. 

9) Ebendj^. p. 9j67. 

*) If^^^qu<if»rt; Etat, p. 255. 



184 Kapitel IT. Bldalctliielie Poenle. 

§. 105. Eine gereimte EncylLlopädie scbrieb Oraons 
(Osmond) oder Gautier de Metz im XIII. Jahrhundert 
unter dem Titel: L^Image du monde'). 

>) S. Le Grand A^Avlbbj in den Notieeg et £zb*aits, V, p. 244 ff. 
Roquefort, a.a.O., p. 255. Glossaire, II, p. 761. Robert, 
Fahles, I, p. CLYII, not 2. R e i f f e n h e r g , Chron. de Konskes, 
I, p. CLXXXL 

§. 106. Das Doctrinal Sauvage enthalt grammatische 
und moralische Vorschriften von Bernardin le Sauvage in 
Verse gebracht nach Anleitung des Boctrinale pueromm des 
Alexandre de Ville-Dieu und einigen anderen ähnlichen 
Grundrissen. Es ist in Alexandrinern geschrieben und zwar 
in Strophen von verschiedener Länge: 4, 5, 6, auch 7 Verse 
auf denselben Reim'). 
') Erwähnt wird es von Henry d^Andely in der Bataille des 

VII arts, welche ähnlichen Inhalts ist. Vergl. Notices et £x- 

traits, V, p. 49^-511. 515-517. Histoire literaire de la France, 

XVI, p. 217. 

§. 107. Die L*Art de l'aimer von Guiart ist ein 
schlüpfriges, licencieuses Produkt'). Auch Richard de Für- 
'nival') benutzte in seinem Bestiaire d'Amour die Zoo- 
logie (alias Zotologie) nur zu dem Zwecke, um seiner Dame 
eine lange Reihe von zum Theil höchst schlüpfrigen Kompli- 
menten zu machen. 
>) Le Grand d'Aussy, Fabl., 11, p. 61-65. 
») Noticea et Extraits, V, p. 277 ff. 

§. 108- Zu erwähnen sind hier noch Geoffroy Gaymar 
und David, obwol sie mehr der historischen Poesie angehö- 
ren. Ersterer schrieb eine Geschichte der angelsächsischen 
Könige bis auf Wilhelm Rufus in Versen. Das Gedicht ist 
keine Fortsetzung des im Jahre 1155 geschriebenen Roman du 
Brut von Richard Wace (s. oben §.48), vne Tyrrwhitt 
behauptete'), sondern um mehrere Jahre älter, als dieser. 
Unter anderen Gründen, welche De la Rue anfuhrt, bemerken 
wir nur, dafs in dem Gedichte der oben erwähnten (§. 102) 
Adelaide de Louvain, Gemahlin Heinrich'« I. von England, 
welche im J. 1151 starb, als lebend gedacht wird'). -^ Da* 
vid lebte gleichfalls um dieselbe Zeit unt^r König Stephan, und 



Kapitel IT. Mdalüisidie PoAde. 185 

ist nur aus dem Gedichte des Gay mar bekannt. Seine 
Werke, namentlich seine Reimchronik Königs Heinrich*s I, 
sind verloren gegangen. 
») Canterburj Tales of Chaucer, Vol. IV, p. 62i 
*) Probe unten B, S. 14. Die dort mitgetheilte Stelle über den 
Menestrier Taill«fer ist zugleich in Bezug auf die Lebensweise 
der Menestriers lehrreich und beachtungswertL 

§. 109. Wir kommen zu einer der wichtigsten und ein- 
iiufsreicbsten Schriftstellerinnen in der altfranzösischen Literatur, 
zu Marie de France*). Sie wurde, wie sich schon aus 
ihrem Beinamen vermuthen lafst, in Frankreich, wahrscheinlich 
in der Nieder -Bretagne geboren'), da sie die meisten Stoffe 
zu ihren Dichtungen aus Sagen und Ueberlieferungen* dieses 
Landes entlehnte : den gröfsten Theil ihres Lebens brachte sie 
jedoch in England zu'). Die Sprache dieses Landes war ihr 
ebenso geläufig, als die französische: auch die normannische 
und lateinische waren ihr nicht fremd. Dies erhellt aus ihren 
Schriften, aus denen jedoch über ihre Persönlichkeit, ihre Le- 
bens- und Familienverhältnisse sich so gut als gar keine Noti- 
zen schöpfen lassen, lieber die Beweggründe, welche sie zur 
Abfassung ihrer Dichtungen veranlafsten, und über die Wahl 
ihrer Stoffe, spricht sie sich in dem Prologe aus, den wir, 
weil er ein anschauliches Bild von dem Charakter der Dich- 
terin giebt, hiehersetzen: 

Ki Deus ä dond en science. 

De fiarler de bone dhguence, 

Ne s'en deit teisir ne celer^ 

Ainx 86 deit volunters mustrer^ 

Quant uns granx hienn est muH o'i%, 

Dune ä per-mesme est-tl flurix; 
. Et quant loex est de plusurs 

Dune ad espandues ses ßeurs. 
Custume /ut as Aseiens*), 

Ce lo tesmoine Presciens^ 

Es Itvres que jadis fesßient^ 

Assex oscurement diseient^ 

Pur eeus ki h penir estetent 

E ki aprendre les 'deveient^ 

*) d. t UnsUttliitttS Hei«i«tt. 



186 Htei^ttal W. mmmuatiitiß Womßf 

JKi pueisent glosser la lettre j 
E de lur sen le sorplus mettre^ 
Li Philosophe le saveient 
E par eus-mesmes entendeient^ 
Cum plus trespasserent le tens, 
E plus furent sutil de senSj 
E plus se savSrent garder. 
De ceo ki est h trespasser. 
Ki de vice se volt difendre 
Estudies deit ä entendre; 
E greves ovres commencier, 
Par se puet plus estoignier, 
• E de grunt dolur delivrer, 
Sur ceo comen^ai h penser 
D*aukune hone estoire faire. 
Et de Latin en Romaunx traire; 
Mais ne me fust guaires de pris 
Tant se sunt altres entremis. 
Des Lais pensai k'o'i' aveie 
Ne dutai pas, hien le saveie, 
Kß pur remanbranee les firent 
Des aventures KU o'irent, 
Cil M primes les ßomencierent, 
E ki avßnt les escrivierent : 
Plusurs en ai oz conter, 
Ne voil laisser nes' oblier: 
Rimex en ai, e fait ditie 
Soventes fie% en ai veillie, 
En thonur de vos, nobles Reis,' 
Ki tant estes pru% e curteis, 
A ki tute joie s'^encline, 
E en ki quoer tu» bien racine^ 
M'entremis de Lais assemfiler 
Por rime faire e reconter, 
En mon quoer penseie e diseie, 
Sircj ke vus presentereie ^ 
Si vus les piaist h receveir, 
Mult me ferex grant joie aveir. i 
A'tuX'jurs-mais en serai He. 
Ne me tenex en surquidie, 
Si vos OS faire icest present, ' 
Or oe% le commenceme»t^ 



KujrftellF. MMUiMtdclM JPeXiie. 187 

^Welcher Gunst sich Marlon' s Dichtungen in damaliger Zeit 
erfreuten, erhellt aus den Worten eines ihrer Zeitgenossen, 
des Denys Pyramus (s. 'oben §. 18)9 der in seiner Yie de 
Saint Edoaond sagt: 

Se9 lais soleient as Dames plaircy 

De joie les oient et de grS^ 

Car sunt selun lor volente. 

'Dieses Lob mufs für um so höher erachtet werden, als den 
gleichzeitig lebenden Dichter eine kleine Rivalit'at wenn nicht 
geradehin zu einer Parteilichkeit veranlassen konnte, doch ein 
Stillschweigen mehr als verzeihlich gemacht hatte. 

*) S. Archaeologia; or miscellaneolis tracts relating to antiqoitj, 
Vol. XIII, p. 36 ff. — Notice suf la vie et les ecrits de Marie 
de France, au der Spitze des ersten Theiles der von Roque- 
fort besorgten Ausgabe ihrer Werke, p. 1-23. 
^) Jubinal schliefst aus einigen Strophen des EvangUe as fames 
von Jehan Durpain, Mönche von Yauxelles (Jongleurs et 
Trouv^res, p. 26-33), dals Marie de France aus Compi^gne 
gebürtig gewesen sei. Es l^eifst dort (Str. 1): 

DEuvangille des femmes vous weiV cy reeorder^ 
Moult grant proufßt y a qui le veult escouter, 
Cent jors de hors pardon s'y porrait conquester: 
Marie de Coinpiegne^ li conquest outre mer. 
In der folgenden Strophe sagt nun die. Dichterin: 

VEuangille des femmes si est et bonne et digne; 
Femme ne pense mal ne nonne ne beguine^ 
Ne fait que le renafit qui kappe la geline, 
Sß com le raeonte Marie de '€empiegnej 
worin Jubinal eine offenbare Anspielung auf den Roman de 
Reuart und zwar, wie es scheint, mit Recht findet, dessen eine 
Branche von Marie de France wahrscheinlich herrührt. (s. §.83). 
Man s^e jedoch die von Reiffenberg, YoLII, p* 742v dagegen 
erhobeueu Zweifel. 
*) Dafs dies in der That der Fall gewesen sei, ja dafs sie über- 
haupt ihre Gedichte und Fabeln vorzugsweise für Engländer ge- 
schrieben habe, möchte zuvorderst aus ihrem Beinamen erhellen, 
der, wenn er gleich ihr Vaterland bezeichnet, in Frantofeich 
selbst eine Abgeschmacktheit gewesen wäre; femer aus dem 
Umstände, dafs sie die gälischen und armorikauischen 'J9ämto 
4n da« Englisehe übersetete: und so mochte denn der König, 



188 K»YttellT» »M*kilM]ie PoCsie« 

dessen sie in dem Prologe als ibres Beschützers gedenkt, Hefn- 
rich III. von England sein, welcher von 1216-1272 regierte. 

§.110. Marien' s Dichtunged sind zweierlei Art: Lais 
u. Fabeln, von denen letztere unter dem Titel: LeDIt d'Ysopet 
zu einem Ganzen vereinigt lange Zeit ausschliefslich in Frank- 
reich bekannt waren *). Von den ersteren theilte Le Grand 
d'Aussy vier in Uebersetzungen mit: Le Lai de Lanval (I, 
p. 93), de Graelent (p. 120), de l'Espine (III, p.224), de Gu- 
gemer (III, p. 251); der bei weitem gröfsere Theil dagegen 
blieb unbekannt, da sich die betreffenden Handschriflen, in de- 
nen sie erhalten waren, wie so viele Produkte der anglo- nor- 
mannischen Dichter nur im britischen Museum vorfinden. 

') Dafs ihre Fabeln, ihrem eigenen Geständnisse nach, meist nach 
, älteren Volksliedern abgefafst sind, benimmt dein Werthe der- 
selben nicht das Geringste, da die Behandlung eben so selbst- 
ständig und eigentbümlich ist, wie bei La* Fontaine. Es fin- 
den sich aber auch einige, welche sicherlich von ihrer eigenen 
'Erfindung sind, z. B. die von einem Priester, welcher einen Wolf 
lesen lehren wollte, um ihn gleichfalls zum Priester zu machen, 
wo es heifst: 

A, dist U preätress A, dist li leux: 

By dist li prestres, di od mei; 

Bi dist li leuSy la lettre vei . . * . 

Li prestres fist: di par tor. 

Li lox. respunt ^^ Jeo ne sai qou 

Di ke €en semhle et si espeL 

Respunt li loa:: Aignel, aignel, 

Li prestres dist que verte tuche 

Tel en penssi^ tel en la bttche, 
Die Moral ist um Vieles sinnreicher, als das Horazische: 

Natur am expellas furca, tarnen usque reeurret . . . 
so überaus nahe es «auch lag. S. über die Fabeln der Marie de 
France noch die Bemerkungen von Duval in d^ Eist. liter. 
de la France, XVI^ p. 223 ff. 

§. 111. Ihre Fabeln sind einem Grafen Wilhelm gewid- 
met, worunter, wie De la Rue und Roquefort sehr wahr- 
scheinlich gemacht haben, William Longsword, Graf von Sa- 
lisbury, natürlicher Sohn des Königs Heinrich IL zu verstehen 
ist, welcher im J. 1226 starb. Sie siad also vor diesem Zeit- 



KapttellT. mtekttselie Poftrte. 189 

räume abgefafst und walirscheiolicb später als die Lais, in de- 
nen sie mit bei weitem geringerer Zayersichtlicbkeit auftritt, 
und oftmals ein Bedenken darüber ausspricht, ob auch ibre 
Dichtungen den Beifall der Zeitgenossen sich erwerben dürften. 
Ueberdem übersetzte sie dieselben nur aus dem Englischen in 
das Romanische. Es heifst nehraKch in dem Epiloge: 
Pur amur de cunte Williaumey 
he plus vaillant de eest royaume^ 
M'entremU de cest livre feire 
E de Vangleix en vornan treire etc. 
Zu diesen Lais und Fahles kommt noch die aus dem Lateini- 
scben übersetzte Erzählung: Purgatoire de Saint -Patrice. Man 
kennt drei verschiedene Texte derselben, die von drei Mönchen : 
Henri, einem unbenannten aus dem Kloster Saltrey, und Jos- 
selin herrühren, von denen der letzte dem Cistercienserorden 
angehorte '). 

, i) VergL Le Grand d'Aussy, Tom. IV, p. 71. Der Stoff ist 
auch englisch behandelt worden unter dem Titel: Owaine miles 
bei Ritson, III, p. 225. 

§. 112. Von den Lais der Marie de France sind au- 
fser dem angeführten Prologe, welcher gleichfalls hieher ge- 
bort, vierzehn durch Roquefort bekannt gemacht worden : 
Lai de Gugemer, d^l^quitan, du Fresne, de Bisciavaret, de Lan- 
vaP), des deux Amans*), d'Ywenec, de Laustic*), de Milan, 
de Chaitivel, de Chevre - Feuille (wie schon oben §. 44 be- 
merkt worden ist, eine Episode aus dem Roman Tristan), d'Eli- 
duc*), de Graalent»), de FEspine'). 
*) Vergl. Le Grand d'Aussy, I, p. 93, welcher aber eine alte 

englische Uebersetzung vor Augen hatte. 
») B, S. 25-32. 
•) Vergl. Bocaccio, .Decamerone, Giom.V, Nov. 4. Schmidt, 

Beiträge zur Geschichte der romantischen Poesie, S. 50. 
*) Vei^i. die deutsche Sage von dem Grafen von der Gleichen und 
seiner Doppclheirath. Wolf f , Altfranz. Volkslieder, S. 167-200. 
•) S. auch Barbazan, Tom. IV, p. 57. 

*) Vergl. über die Lais der Marie de France aufser der Notice 
von Roquefort noch Ellis, Specimens of early English mc- 
trical romanceis, London 1805, 8., Tom. I, p. 137-190.^ Ancient 
English metrical romancote, selected and published bj Jos. 



190 Ki^Md IT. »UUdctfs^lie W^^ftAm. 

Ritson, Tom. in, p. 225-357. — Aufser den von Marie de. 
France bearbeiteteB armorikamschen Lais hat es gewÜs noch 
andere gegeben; wenigstens findet sich dasjenige, aaf welches 
sich Chaucer (The Frankeleines Prologue, v. 11021) bezieht 
und das auch Bocaccio benutzte (Decamerone, Giorn.X, Nor. 5), 
nicht bei Marie. — Wir erwähnen noch von anderen Schrift- 
stellern: Lai dlgnaures, en vers du Xlle si^cle par Renaut, 
suivi des lais du Meiion et du Trot, en vers du Xllle si^cle, 
public par L. J. N. Monmerque et Fr. Michel. P. 1832, 8. 
Recension von Raynouard, im Journal des Sav., Avril 1832, 
p. 251 £P. Lais inedits des Xlle et Xllle si^cles, publies par 
Fr. Michel. P. 1836, 8. [Du Baro mors et vis; li Molnier 
de Nemox; li Neps del pastur, contes des Xle et Xlle si^cles, 
publi^s par Ch. J. Rieh elet. Au Mans 1^2, 8. — S. den 
Artikel von Raynouard im Journal des Savans, 1833, Janv., 
p. 5-18. Richelet hat ein Delictum k la Wagenfeld (ich mag 
den ebenso unglücklichen als geistreichen Nachahmer des Shak- 
speare Chatterton, kaum andeuten) verübt] 

§. 113. Die ältere französische Literatnr war irichts we- 
niger als arm an Sprichwörtern: die gröfseren Gedichte ent- 
halten eine höchst bedeutende Anzahl derselben, namentlich 
der Roman de la Rose, Roman du Renart*), die Chronik des 
Ph. Mouskes '). Eigene Sammlungen und Zusammenstellungen, 
wie , sie in neuester Zeit veranstaUet worden sind'), konnten 
in früherer nicht anders als höchst selten sein, da sie nicht der 
schaffenden Literatur, sondern der Philologie angehören müssen. 
Doch haben wir hier die Proverbes du Vilain*) und einige 
ähnliche Scntenzensammlungen anzuführen '). 

») S. B, S. 273-277. 365 ff. 

2) Reiffenberg, II, S. 788-789. VergL auch unten §. 127, 

3) S. unten B, S. 365 ff. 

*) Michel, Chanson des Saxons, I, p. LXVI-LXX, wo über die 
Proverbes du Yilain und einige Moralites (d. h. hier sententiöse 
Sprüche) gehandelt wird. (Ueber die eigentlichen Moralites s. 
Kap. VI.) Wir führen hier zwei an, vjon denen das letztere den 
Schlufs des Ganzen bildet: 

Frans ctseunsj vostre makade 

Äten tant que je Vate, 

Ne si n^ai 9oin^ d'autrui; 

Ains Me criem et recriefn. 



KspMidir* ]MM*lttt0i»^ P««rfe« 191 

El si doute et si priem 
Q:»e je ne vous anui. 
Que Inen atent ne soratent^ 
Ce dt st li Filai^s, 



Uns kons gut a C livres 

Molt tot en est delivres 

Quant asse% veut despendre; 

Mais ne se donne gar de: 

Quant il mains se regarde, 

Si n^a noient de prendre, 

Ki konte ne prent 

Ne set que despent," 

Ce dist li Filains. 
S. noch die Sammlnagen: Proverbes et dictomB populairesr iivec 
les dits du mercier et des marchands, et les cri^ies de Paris 
anx XlUe et XlVe si^cle. P. 1831, 8. Berger de Xivrey, 
Remarj^es historiques, philosophiques, critiques et literaires erar 
quelques locutions, proyerbes et dictons populaires inedits du 
moyen-age. P. 1831, 8. Pluquet, Contes populaires, preju- 
ges, patois, proverbes, noms de lieux de rarrondissement de 
Bayeux. Rouen, 2. Aufl. 1834, 8. 
') In neuester Zeit hat Michel -Theodore Leclerq (geb. 1778) 
die Sprichwörter mit Glück dramatisirt. Wir führen ihn hier 
an, da er leider auch in der neuen Ausgabe des IV. Theiles noch 
keinen Platz hat finden können. S. Mager, III, 1, S. 281-283. 
Aber wir wollen die köstliche Comedie des Proverbes, pi^ce 
comique d'Adrien de Montluc, Prince de Chabanois, Comte de 
Cramail (en prose, trois actes et un prologue) hier nicht uner- 
wähnt lassen, wenn sie gleich erst im J. 1616 geschrieben ist. 
Hieher gehört sie insofern, als sie einen reichen Schatz altfran- 
zösischer Sprichwörter enthält. Der Verfasser, geb. im J. 1568, 
gest. am 22. Januar 1646, war ein Enkel des berühmten Bkise 
de Montluc, Marschalls ron Frankreich. S. den Auszug bei Par^ 
fait, Histoire du theatre frangais, Tom. IV, p. 215-236. Biblio- 
th^que du theatre fran^ais, I, p. 421 ff. 

§. 114.' Von Dans Helinand^ dessen schon, oben ge^ 
dacht Worden ist (Kap. lÜ.)^ gehören hieber nur s«ine Strophen 
auf den Tod, ein moralisches Gedicht , welches Ant. Loisel 
im J. 1594 herausgegeben hat'). 



19t KupttellT. BlOaktlflebe PoCüle. 

') Er T7ar MSnch zu Frodmont S. über ibn besonders den Arti 
kel Yon Brial in der Hist. llter. de la France, XYIII, p. 87-103. 
Seine Schriften sind yerzeicbnet bei D. Tissier, Bibliotbeca 
patrum Cisterciensium, Bono-Fonti, 1660, fol. (8 Voll.) VoL VIL 
— Ueber das erwähnte Gedicht vergL Baillet, Jngemens des 
Sayans, lY, p. 281, ed. in 4. Strobel in der Revae German., 
Serie Ille, Annee 1835, 'fem. III, p. 290 ff. Abgedruckt ist es 
bei Angnis, Pontes firanp., 11, p. 57 ff. — Auch hatte er viele 
weltliche Lieder geschrieben, welche aber wahrscheinlich YÖn 
ihm selbst unterdrückt worden sind. « 

§. 115. Das in der Sammlung von Barbazan et M^on 
abgedruckte') Gedicht: Le Chastoiement d'un pere ^ son fils 
ist eine freie Uebersetzung, aus dem Lateinischen des Petrus 
Alphonsi'), eines im J. 1106 getauften Juden aus Huesca 
(geb. 1060). Der Verfasser bat seine trefflichen Fabein und 
Erzählungen aus arabischen Quellen geschöp^, wie die Ver- 
fasser der Chansons de geste aus 1001 Nacht (s. oben §. 57). 
Hieran schliefst sich Le Chastoiement des Dames*), welches 
eine Episode des Roman de Beandous bildet. 
•) Vol. n. S. die Proben B, S. 59-66. . , 

') (Eigentlich Hoses Sephardi.) S. Petri Alphonsi Disciplina 
Clericalis, zum ersten Male herausgegeben mit Einleitung und 
Anmerkungen von Fr. Valent. Schmidt. Ein Beitrag zur Ge- 
schichte der romantischen Literatur. Berlin 1827, 4. Neue Aus- 
gabe besorgt yon der Soc. des Bibliophiles- P. 1834, 12. Blier 
findet sich auch eine berichtigte Ausgabe des Chastoiement. 
Zwölf Dialoge des Peter Alphonsi (den letzteren Namen erhielt 
er yom Könige Alphons VI. von Castilien, welcher sein Pathe 
war) stehen in der Bibl. max. Patrum, Vol. XXI. ^ 

«) Barbazan et Meon, Vol. II, p. 184-219. 

§. 116. Schliefslich gedenken wir der Chronique des 
Philippe Mouskes (auch Mus, Meuse, Meuze, Mouske, 
Mus sehe, was im Flamändiscben Sperling bedeutet, ge- 
nannt), welcher im J. 1242 Kanonikus an der Kathedrale zu 
Tournay, im J. 1274 Bischof daselbst wurde, und am 24. Fe- 
bruar 1282 starb*). Se^ine Reimchronik, vor Reiffenberg, 
dessen für die altfranzösische und überhaupt die mittelalterliche 
Literaturgeschichte höchst wichtige Bearbeitung schon oben in 
der Einleitung (S. 11) erwähnt und häufig von uns angeführt 



yyof:^tJS^,\%^yysiv früher nur in cipzeli^ea ;ßrMcJi^tui|kejtt bek^i^t.'). 

3ie belebt aus 31286 acbtsilbigen Yers/sq. An sie scbljeOit 

sich' ^ Reimal)roniJ( von Georges Cfiastellain, b^i^usn 

gegeben von B^cbon. P. J937, 8. 
*) S. die Kotice .hiptOFlqne fibef ihn bei Reiffenberg, Introd«, 
§•111, Vol. I, p. CCVII ff. — Untei^den vielen Gedichten, welche 
vielleicht hier hätten aufgeführt werden können, erwähne ich nur 
noch folgende : Les Toarnais de Chanvenci, donnes vers la iin 
du XII^ si^cle . decrits par Jacques Brei ex, en vers, annonces 
par feu Philibert Delmotte, pubBes par M. H. pelmotte 
" fils. Valencjennes 1835, 8. Deshalb von Wichtigkeit, we|l eine 
gröf^e Anzahl von Rittern und Damen, welche den Dank aus- 
theilten, namentlich aufgefahrt »ind:. sonst ohne Werth. S. die 
.Beurtbellang und die Auszüge von Ray'nouard im Joum. des 
Sdvans, 1835, Oclobre, p. 622 ff. Ferner die Chroniqne m^- 
tciqae de Jordaii Fantosme sor la guerre qui ent Ken entre 
Henri IL, roi d'Angleterce et Ic roi d'Ecosse, en 1173 et 1174^, 
^fksljBe'el extrait pur ]\{. Monpierf ne, in der Revoe angin» 
fraif^aJ^e, Ser. I, Tom. Y. Auch besonderB abgedrnckt, Pnitiers 
11339». 8, Die Chronik handelt von dem Kriege, welchen Leu!«* 
, Ip-«(eune gegen Heinrich Jll. von England erregle, für dessen 
Sohn er Partei nahm. 
») S.VjlUehardonih, ed. du Gange, p. 209-219, ed. Buch on^ 
p. 3143:345. , 

§. 117- Eine bei den Trouvferes höchst selten vorkom- 
mende, bei den Troubadours dagegen äufsert häufige Form ist 
die* dar poetischen Epistel, von der A. Jubinal neuer- 
dings einige Beispiele bekannt gemacht hat *). 
') In seiner Sammlung Jongleurs et Troüv^res. P. 1835, 8. S. auch 
Raynouard im Joum. des Savans, Mai 1835, p. 274-276. 



Kapitel V- . 
ti i e «1 « r p o c$ i e. 

§. U§. Man müfste im Grunde bei der Liederpoesie bis 
zu ^?Lro\. hiii^ibs (.eigen, .v^alcber, wie Babelais als,Prosaik,er^ 
eigpatliplf nocji gan.z der altfranz.ösis?hen Lfteri^tur angehört^. 
üns€f e Pegnitzscb^ffer* Vielehe anf (Jas gef naauispti^ ÄJit^el- 

Ideler Altfranz. IM, Getdi. 13 



194 WLmpHelV. Iiiedcrp^Mle. 

altef folgten, mochte wol (es wäre denn zu literarhistoriscbeiK 
öder sprachlicben Zwecken) niemand so leicht mehr zu lesen 
im Stande sein: die Franzosen finden aber noch jetzt an Ra* 
can und anderen dergleichen Dichtern' wahren Genafs. Da 
Marot, Octayien St Gelais, Rabelais, Montaigne in 
die früheren Bande aufgemmmen worden sind, so kann hier 
natürlicher Weise keine Rede von ihnen sein; allein die eh' 
renwerthen Manner sind sorgfältig von denjenigen zu scheiden, 
welche unmittelbar nach ihnen und in der Folgezeit die fran* 
zosische Literatur zu einem Mons|re hideux informe,., 
ausgebildet haben. Erst in der neuesten Zeit haben Deutsch- 
land und England (zum Theii auch Spanien) in literarischer 
Beziehung einen heilsamen Einflufs auf Frankreich gewonnen; 
aufserordentliche und, wie es schien, ganz neue Ideen sind 
durch das Studium des Mittelalters und seiner Literatur in all« 
gemeinen Verkehr gebracht worden, und so mochte denn viel- 
leicht mit dem Ende der politischen Wirren und Wehen, das 
freilich noch Niemand so leicht abzusehen im Stande sein 
dürfte, da Frankreich noch immer (und wie konnte es anders 
sein?) mit Revolutionen schwanger zu gehen scheint, auch ein 
neues Stadium für das geistige Leben des Volkes beginnen. 
Wohl ihnen, dafs sie vorläufig zur nationalen Poesie zurück- 
zukehren sich bestreben : das Uebrige wird sich vielleicht nach 
einigen Menschenaltern gleichfalls finden. 

§. 119. Diese Bemerkungen mufsten vorausgeschickt wer- 
den, da die ächtfranzösische Chanson wesentlich politischer 
Natur ist. Wenn Göthe mit Recht es aussprach: 

Politisch Lied — 

Pfui! schlechtes Lied, 
•o bedarf dies für Frankreich einer Einschränkung. Der Fran- 
zose sagte bekanntlich vor der Revolution: La monarchu 
frangake est une monarchie ahsolue iempirie par deschan-- 
sons*)j ein Satz, welchen man unter der Restauration folgen- 
dermafsen umformte: Le despotisme paternd des rois dt 
Francs est un goiwernement ahsolu tempiri par lea Jisuites^). 
Aber selbst die Restauration hatte ihre Chansonniers und rwar 
bei dem lebhaften Parteienkampfe, wie ihn Frankreich kaum 
BQ den Zeiten der Ligue oder Fronde gesehen hatte, yermog« 



M#FttelV. Iile«wp«C(iie. 195 

der Opposition, m welcher die Schtfraiizösiscfae Chanson stets 
en den Machthabern steht, den gröfsten aller Jahrhunderte 
Jean Pierre de Beranger, neben welchem Dichter wie 
D^saugiers u. a. m., die in anderen Epochen zu den bedeo» 
tendsten Erscheinungen gehört haben würden, völlig in den 
Hintergrund' treten. 

<) S. flandb., Bd. IH, S. 298 (2. Ausg.}. 

') Ein Ausdruck, dessen sich Dittmeir und Gare in den Sta- 
tionnaires bedient haben. S. Mager, lY, 2^ S. 659. « 

§. 120« Schon im XI. Jahrhundert finden sich erotische 
Lieder von mehreren Dichtern in der lingua vulgaris'), und 
im XII. war diese Dichtgattung allgemein verbreitet. Die 
Frauen in der Normandie (dem Yaterlande der nordfranzösi* 
sehen Dichter, s. oben §. 7, Anm. 5) sangen lustige Lieder 
(nugaces cantilenas), wenn die Geistlichkeit während der lan- 
gen Prozessionen Athem schöpfte. Hauptsächlich sind aber 
hier der heil. Bernhard*) und AbUlard') zu erwähnen. 

») Mabillon, Annal. Ord. S. Bencd. XI , p. 41. Acta SS. Ord. S. 
Bened. III, p. 378. S. die Abhandlung von La Ravailli^re, 
de Tanciennete des chansons fran^oises in seiner Ausgabe der 
Poesies du Roi de Navarre, Tom. I, p. 183-262. 

*) Er hatte in seiner Jugiend leichte erotische und selbst drama* 
tische Poesien angefertigt, wie aus den Worten des Beranger 
in der Apologie des Abälard gegen den heil. Abt von Clainraux 
(Öpp. Ahael., p. 302) hervorgeht: Canttunculas mimicas et 
urbanos modulos sictitasti u s. w. Bist liter. de la France, 
Tom.Vn, Pref. p. L-LI. 

») La Ravailliire, (a. a. O., I, p. 206 ff.) behauptete auch von 
diesen, dafs sie lateinisch geschrieben gewesen seien, während 
schon Massieu (Histoire de la poesie franj^aise, p. 114) mit 
Recht annahm, dafs sie französisch abgefafst waren. Denn dies 
scheint deutlich hervorzugehen ans den Worten des Abälard 
(Opp. ep. 1) : St qua invenire Uceret carminüy essent ama* 
toria, non philosophiae secreta. Quorum etiäm earmi' 
num plerague adhuc in multis freque?itantur et deean" 
tantur regionihus, ab bis maxifAe quoi similis vita ob- 
leetat $ und der Heloise (ebendas., ep.2): Pleraeqne amatorio 
metro vel rhythmo composita reliquisti earmina; quae 
pro nimia suavHate tarn dictaminiSj quam cantusj tuum 

13* 



.tuam in ore omniM^i Hefifisam ponßbßf- ^^ plateae 
Qfiine$, me domus singulae resonßbt^nt. Yergi. 
die Eist, liter. de.U France, Tom. IX, p.J73. Goujet, Bi- 
bliotb^que frdngaise, Toip. VIII, p. 332. Roquefort, de Tetat 
de la poesie fran^aise, p. 210. — In den' Gesta Dei per Francos 
etc., Raimond de Agiles, p. 180, heifst es: Eodem tempore 
Arnulf u$ Capellanua Normunniae Comieis a ^ibutdam 

<:. t« Pyütriarchäm. eligüur» cinUradieentibua bo^ißi tum 
quin non erat Subdi«€onu», maseime etiatk quitt erat de 
g^nere Sacerdotaii, et in itinere nostro de ineontinentia 
• acüusähntur , adea ut vulgares eamtus äe eo inko' 
neste conrpoeuissent. S. auch Letlres d'Abailard et 
d'HeloYse, traduites da latin sar le Ms. no. 2923 de la biblio- 
tli^ue du Roi; par M. Ed. Oddoul, prec^dees d'un Essai snr 

... la vie et les ecrits d^Abailard et d'Heloise jusqu'aa coneile ds 
Sens, par Mr»« G ui^Qt et continue par M. F. Guizot. P. 1837, 8. 
-^ A'belard et Heloise,- leurs amours, leor« malLeors et lears 
ovvrages, pav Villenenv.e. P. 1834. (Auszug aiis den von 
dem Verf. gehaltenen Vorlesungen im Athenee royal de Paris.) 

§. 121. Yoa den. .äUeren Liederdichter« erwähoen wir 
M'a urice de Craon (XII. Jahrhundert) und seinen Sohn 
Pierre de Gra6n, welcher dem XIII. Jahrhunderte ange- 
-köfft*); Quesnes (Coesne, Quennes) de Bethnn^ (de la 
i^^tune), einen Ahnen A^^ Herzogs von SuIIy?) aus Arras'), 
tond Audefroy de Bastard, unbedingt ^len vorziögliclisten 
tfn!er atleti Chatrsonniers jener Zeiten*). 
») De la Rue, Trouv^res, III, p. 192 ff. 

«) ]||lemoipes de SuUy (Lond. 1747, 8 Vollsi 8.) Tom. i,.p. U not 

I ») Bist, liter. de la Franccp Xyill, p. 845 ff. P'aülin t^arü) Ro- 

,• mj\iy;ero fran^ais, p. 77-110. Er nahm Theil am 3. u. 4. Kreox- 

znge un^ starb um das J. 1224. Philippe Houskes sagt yon 

j ^,«^ l>^i dem J. 1224: ' ' 

La Terre/ut pris en cest an; 

Car li vieus Queen es estoit tnort. 

Vergl. die Ausgabe von Reiffenberg, v. 20451, Tom. II, p. 308 

^ ,init der Anm. Biographie universelle, LVIII^ p. 203. LXI, p. 285. 

s)\*) P.,P«ri«, Romancero, p. 2'ff, Bist liter. de la France, i^VIII, 

. . !>• S^d.lTr. , Aps^e 9AS .se^en Romanzen gab. scIio§ (4^ Gr «nd 



§. 122. TLiüaut^ (iraf von Champagne ufad «pfiler. Kö- 
nig von Kavarra (1201 — 1263), ist von einten KriükJIrn m, 
hocii geschätzt, xnn andertn zu tief herabgesetzt worden. SeiM 
Lieder sind entweder Ansbrnehe der sinniich$ten Liebe , wii-. 
8te sich nur b<ii den provenzalisch^n Saagem finden könaeti,; 
meist ohne alle Innigkeit und tieferes Gemüth $ oder. frdMlne 
Ergüsse iiber die Gnade Gottes , Hymnen an die heil« J«ng.' 
frau Q. s. w. , di^ in grell<?m Widerspruche mit deki ühri^tt 
Frivolitäten stehen.- Fauchet, Pasqurer '), n. v. a. nach. 
iha[i, haben behauptet, dafs die vonThibaut bedungene Dam* 
keine andere als die Königin Blanka, Mutter Ludwig'^s DL, 
Tochter des Königs Alphbns IX. von Castiiien, gewesen si^i 
was dagegen La Kavalliere, der Herausgeber d^r Gedjithtd. 
des Königs ') als durchius .unbegründet nachzuweisen sucbio^ 
Ali^in in neuester Zeit ist diese Liebe mit vösUlger £videnA 
dargethan worden*)« *— Thtbaul, wenn auch im AHg^n^ 
nett monoton, ist doch keinesVeges arm an wahrhaft :poet^' 
sehen Stellen, so dafs selbst Dante ^) seiner mit verdienter 
Acbtung gedachte. Einen Mangel an Originalität, wie er inn ' 
an seinen Zeitgenossen tadelt*), findet man anch bei ihm. '* 

t») R«dhefehes «or la Fr»o% VlI, 3, p^690* i, '. 

») P. 1742, i Bde 8. Einige früher nicht bökatititceitiaibW Ge- 
dichte des Königs finden sich bei Augüii, 'P^^^^^' fratf^si** 
Tol.n,;>. 11*14; i 

•) P.Paris, Romancero fran^ais« p, 167-181. Keirfenberg, 
Chron. de Houskes, ll, p. LXXXVlIi Einte Anspielung darauf 
findet man auch in der Chroniqne de St Magloire, t. 57 (Bar- 
bazan et Aeon, U, p. 224), wo Thibaut sägt: 
^ . — ^ Je nai en null fiance» 

Fürs qu'en la Rotne de France. 

Cele li fu loiale amiej 

Kien monstr-a guele n'en Haiet miß u. •. w. 

») CbwaM XVn,i. p.38: 

FeuiUb neß^TM im wmt/t Hans ^-chuwU^nt^ 

Fl^w ke fi9r d$tf€mte tawr fiiuB de :¥MQ%\er^ 

JSt ^^wrfn^e Mmf^A,» moien^e %e»,t» .... . '., • 



198 WLmpfUIäV. Idederpofeto. 

§. 123« Aufser ihm zeicHneten sich als Liederdichter in 
jener Zeit auz: Pierre M andere, Herzog von Bretagne^ 
der Graf Kari von Anjon, Broder des heil. Ludwig, bekannt 
als Mörder Konradins, der Yidame von Chartres, der 
Chastelain de Concy (dessen Ischon oben Kap. ni, §. 58 
gedacht worden ist), Jacques de Chison, ein Zeitgenosse 
des Königs von Navarra, der zu den besseren Dichtem des 
XIIL Jahrhunderts gerechnet werden mufs ^), Gaces Brulez, 
Freund des Thibaut"), Hugues de Bersy, Robert de 
Marberoles'), Thierri de SoLssons^), Monnier d'Ar- 
ras, Robert de Rheims, Docte de Troyes, eine Dich- 
terin, Jea^ Errars*), Eustache liPeintre«), der €omte 
de la Mar che'), Heinrich UL (Herzog von Brabant, der 
oben §.24 erwähnte Beschützer des Adenez), Guillebert 
de Berneville'), Dans Helynand, der Hofdichter Pbi- 
lipp Augustes, dem homerischen Phemius oder dem virgUiscben 
lopas •) vergleichbar (s. oben §. 11, Anm. 5 u. §. 114), u. v. a. *•) 

>) Eine Probe s. unten B, S. 360. 

*) S. über ihn La Ravalli^re, I, p. 233 ff. Er lebte am Hofe 
Johannas L, Grafen von Bretagne, welcher ein Sohn des unter 
Philipp Angust's Regierung viel genannten Pierre Mauclerc, 
Schwiegersohn Thibault's und auch Dichter war. Eine Chan- 
son von Gaces (Gasses) Brulez s. B, S. 36L 

*) S. La Borde, Essai snr la musique, II, p. 149-363. Mas- 
sieu, Histoire de la poesie iran^aise, p. 152. Le Grand 
d*Anssy, IIj p. 401. Roquefort, Etat de la polsie fran;., 
p. 209 ff. 

*) Begleiter Ludwigs des Heiligen auf seinen Kreuzzügen in das 
Heilige Land, auch als solcher Bei Joinville erwähnt Eine 
Chanson von ihm s. B, S. 362. — Verschieden von diesem Dich- 
ter war Raoul de Soissons, gleichfalls Begleiter Ludwigs 
des Heiligen und Freund des Königs von Navarra, der ihn den 
Sire de Yertus nannte. S. Auguis, a.a.O. Eine Chanson 
von ihm ist B, S. 363 mitgetheilt 

') Es haben zwei Dichter dieses Namens gelebt, der eine am Endi 
des dreizehnten, der andere im vierzehnten Jahrhundert, wahr- 
scheinlich Vater und Sohn. S. Mager, I, S. 303 ffl 

') Ans Rheims gebürtig, daher auch häufig Eustaehe deRheims 
genannt« starb gegen das J. 1240 und war einer der beröhm- 



KAiMItelT« IiIe4erpo««le« 199 

testen IVouT^es feiner Zeit*}- Hier folgende Chanson Ton ihm 
(man kennt deren sieben): 

Cf7 ftftf ehantent de fleur ne de verdure 

Ne eentent pas ia doeur que je sent: 

A£n% sont amanx ausi com d'aventure, 

Quant il vuelentj si ont aUgement, 

Mai» je ne puie chanter joliement. 

Cor tout ades maint mes euere en tormtntt, 

Et ma dame truis de merci si dure 

Qua pou ne die quen son euer faut naßmre. 

■Onqueti je croi, ne» une creature 
N^ot tant de mal pour amer loiaument: 
Si en morrai^ »e longuement me dure, 
Ou la hele de moi pitii ne prent» 
Merci, dame, vou» entrai h garant; 
Ne doit morir qui de tout pris »e rent: 
Non voir pa» droit, Mes tele est m'aventures 
Pour loi'autd sui ä desconfiture. 

Douce dame, bele et vaillante et sage. 
Oh tot biens sont assemhlS pour manoir, 
Pour Dieu vous pri, nel tenex h outrage 
Si je vous aim, que ne m'en puis mouvoir, 
Ne je nel quier, ne je nien ai valoir; 
Et sachiex bien, douce dame, de voir 
Que se je muir ensi de tel malage. 
Je di qu^amours pert son droit hdritage. 

Ors, ne Hon n*est, ne beste sauvage 
Qui, tel fox est, ne fraigne son vouloir 
De fere mal et ennui et damage» 
Mes ma dame f et ad^$ son povoir 
De moi grever et de fere doloir : 
N^autre merci ne puis de li avoir. 



) Er darf nicht mit Eustache De§chainp» verwechsele warden, Toq 
welchem oben die Rede gewesen ist. Dieser letztere hat unter andern auch daa 
Bckaant« Sujet von d«r Matrone d'Kpbese bearbeitet, Über welches man meine 
^*Ca von dem Schuf s des Teil, S. 62, vergleichen und noch hiuiufUgea 
i^n: MemoirM de TAcaderaie des Inscriptiona , Tom. XLl, p. &27. Meon, 
Coatet et Fahiiaax^ 111, p. 462» Loisclear Dealongehampa, Essai aar 
^M Fahles Inditaiics, p. 161 not. S. anch L'Eph^ateane, tragi-com^die do 
^^•rra Brinoa. P. 1614. (Oistoira du theatr« francaia, IV, p. IdS ff.) 



S09 WLlKpitmlW. I<le«et»ö«sM; 

' ^f ne fnit pas seneur ne vassedag'ßj 
Sfele m'ocitf quand je li ßs h9nnag'e% 

Onquet Tristan n^am» en t^ mani^, 
Li Chagtelain, ne Blondiax autresi^ • 
Com je fax vous^ tres douce dame chi^re; 
Et encQr aim c^onques nüs tiama si. 
Ne mten creex pour ce se le {vaus] di; 
'Carce fuon voit ne doit estre en ouhli: 
Qu'ä moi pert Inen au vis et h la chi^re^ 
^ue vostre amor nCest trop cruel et ßere." 
*) Graf Hugo de la Marche, geb. im J. 1172, war mit Isabelle 
von Angoul^me versprochen, ehe diese den König von England 
Johann ohne Land heirathete. Nach dem Tode dieses Fürsten 
vermählte er sich mit seiner ehemaligen Braut Mit Ludwig 
dem Heiligen, führte er einen Krieg, in dem. er den Kürzeren zog. 

Mruisque d'*amours mestuet les maus souffrir, 

Merveilles est c'on les puis endurer ; 

Car ensi s^i du tout a son plesir 

Que nuit ^e jor ne puis aiUors penser ^ 

Mßn euer li ai lessid san% recouvrerf 

Ep s*il re%nent failU 4i ama^er» 

Pour ce li pris, pQu>r Dieux gu'il nß pfeifie. 

I 
Douce Dame^ quänt je priines vous vi 
Toux eihahitn le salu oubliai: 
Nest 'merveilles se je fh*en eiiähi, 
Car ä mon euer pas ne fden conseiUai: . 
Si vous i'aviexj onc puis ndl reconvrait 
Tant le fustes de bele compaignie, 
Qu*ainx puis entrer ne vout en wa kaiUve, 

Et puisqtCen k)ous a soü i'epäi^e pris^ 

Na pas failli h son Men hehergier ; 

Car vous avex povoir de garantir 

Contre toux ^aus qui le voudront grdver. 

Et si avex seur toutes löx et pris ; 

S'esteSy dame, de biautd si garnie 

%ie riens ne faut en vows, mä douce amie, 

Fors tfue pitiex* Dont t^'op sm- eshcMts: 
Si que fen sui li mirese'^ult grani; ' 



Citt ä fiulJtHr, H eomme ii m'tst ttvis, 
Nt p0i ai>oii" d^ vfHtä ufi btatt i&nbiaiit 
Nb iai pourgitöi, S^ön^ues H% man vivant 
'Ne fit vets vowt ne mal ne fSlonnie^ 
Ne en pemefj rCtn dire vilttnie. 

Douce äamej ^uant de ifOU4 diparti. 
Tax effr^BX dHluc^ues m^en Mtti, 
Si ^onques puts, pour vertS le vouä di, 
Ae poi savoir queU part Je tornaü 
H^! lat! yui set de moi qu€ devendrai* 
Tant ai üu euer ifangowe et de hatthie, 
,Que Je morrai,8e,piti4 ne m*afe. > 

*) Rciffenberg, a. a. O., I, p. CLXXXlV. 

>) S* die Aoi^leger zu Yirgiii Aeü» I, 740« 

^) Man ▼ftrglöicbe die Sammluiigeti ron O. L. ft. Wolff, Altfranz. 
Yolki^lifede^ Letpdg 1831, 12. Fast nichts als eiii Wiedterab- 
M<jc dct* im J. 1821 «tt Caen erschienenen Sammhing der Vaux 
de Vire -des O li v i e r B a s s e 1 i n (s. nnten) nnd anideref notman- 
ttiscbeii Volkslieder. Loüisa Stuart Castelio/ Specimetis of 
the e6riy poetry öf France from the time öf the trobddoüts to 
H^nti IV. London 1835, 8. Rittnes et refraitnä Totim^siens, 
po^sies C0tii*bnn6es par le puy d*escol6 de rhetbriqüede Tonr- 
nay ( 147 1 -14dl). Pnbli^s par la äoci^^ d^s bibltopMMs de 
Belgi^e. M«tts 1(^7,' 8. 

§. 124. Indem wir nun hier die Gescbicbte der lyrischen 
Poesie bis anf Gi^meüt Marot Verfolgen, faa)>en wir t)ich> 
tcr TOtt «cht versehiedebem W€i*tbe ottd Verdienste nebe» efkN 
ander zu stellen; unter denen sich mancbe befinden, wel^b^ 
üian den Namen eitoes" lyrischen Dieb lers nicht ohne ÜÄr echt 
streitig macbeü könhte. Wll- wolleti tirts nur bei den^ fc^eii- 
tönderen etwas libgef r^irweilen, welche eii^e- schöne Aljend*' 
töthe am poBlaScbeil Hitntnel Frattkrcicbs befauffiihrteh. ^AbeiJ 
di* I^aclit br^cb nnanfhalts^m binfeint selbst die wimdefbaH? 
Rettung Frankreichs vöiä eng^iscbett Jocbe durch Jeatttte'tf A^c 
im J. 14J9 brachte böebstetis nur ein reh'gioses trstauneft, aber 
keinen )[^öetificb<Bii Eutbusias^ns faerrot; denh ei'st am ScbhiMi! 
^tk XV. Jiahrhtihdelti erstWeh die iniittt Pi^oiJlleg^lidöt -(J'W 
de JrfiÄhir-lli^^Pbetffe'');' ' - \' ■'•> ' ' ' .' ''-^' "''^ - '' 



20i K»pltolT. IiteaerpaAile. 

>) P. 1833, 2 Votis. 8. Hlemadi kdnnten wir im Grande die Ge- 
schichte der Jungfrau Ton Orleans als ein für die altfranzösischc 
Literaturgeschichte völlig unwichtiges Moment mit Stillschwei- 
gen übergehen, wenn nicht der Stoff für folgende Jahrhunderte 
von hoher Bedeutsamkeit wäre, so sehr er auch, und nament- 
lich in Frankreich selbst (von Voltaire, d'Avrigni, Le- 
brun de Charmettes u.v.a.) mishandelt worden ist. S. 
Handb. Th. II, S. 485. III, 445 ff. IV, 182. 422. — Jttan vei^l. 
Histoire de Jeanne d*Arc, vierge heroYne, par Lenglet Du- 
fresnoy. Amsterdam 1759. Fr. Schlegel, Geschichte der 
Jungfrau von Orleans aus altfranzösischen Quellen. Berl. 1802, 8. 
'Jeanne d*Arc, ou coup d'oeil sur les revolutions aux temps de 
Charles VI. et VII., par Berriat de St Prix, P. 1817, 8. 
flistoire de Jeanne d' Are, tiree de sources authentiques par Le- 
brun de Charmettes. P. 1817, 3 Bde 8. Barante, HisL 
des ducs de Bourgogue, Tom. VI, p. 112 ff. Histoire du siege 
d'Orleans, contenant une dissertation ou Ton s'attache ä faire 
connaltre la ville et ses environs, tels qu'ils existaient en 1428 
et 1429 etc. par M. Jollois. P. 1833, fol, 7 pl. Monumens 
anciens et modernes eriges en France k la memoire de Jeanne 
d'Arc. Recueil compose de 9 feuilles de dessins lithographies 
par Ch. Pensee, avec un texte historique et descriptif par 
M. Jollois. Orleans 1834, fol. Noiice sur Jeanne d'Arc par 
Micha ud et Poujoulat. P. 1837, 8, und besonders die No- 
tices et Extraits des Mss. de la Bibl. du Roi, Tom. III. P. 1790, 4., 
wo De TAverdy die sämmtlichen noch vorhandenen Process* 
akten mitgetheilt hat, p. 1-604. (Dies ist die Haluptquelle.) 

§. 125. Zuerst wäre hier Froissart 2u erwähnen, des- 
sen aber unten in Kapitel Yll. gedacht werden mufs. Wir 
gehen also sofort zu Karl, Herzog von Orleans, über, 
dem ausgezeichnetsten lyrischen Dichter aus der ersten Hälfte 
"des XV. Jahrhunders (geb. am 26. Mai 1391, gest. 1466). In 
der für die Franzosen so unglücklichen Schlacht bei Azincourt 
(am 25. October 1415, la jour des eperons) wurde er nach 
tapferer Gegenwehr gefangen genommen und mufste 25 Jahre, 
die schönste Zeit seines Lebens, in der Gefangenschaft zubrin- 
gen. Erst im J. 1440 im 49. Jahre seines Lebens, erhielt er 
durch Yermittelung Philipp's des Gütigen, Herzogs von Bar- 
gund, seine Freiheit wieder. Er rief noch einpfial die Klänge 
der provenzalischen Troubadours zurück, und neben ihm ceich- 



neten sich seine Zeitgenossen and Freunde: Jobann, Herzog 

von Bourbon; Philipp, Herzog von Burgund; Johann, Herzog 

von Lothringen ; Ren^ d'Anjou, König von Sicilien, und einige 

andere aus, welche s'ammth'ch mit ihm in n'äherer Berührung 

gestanden zu haben scheinen '). 

*} S; Goujet, Bibl. frangaise, IX, p. 230-287. Ausgabe seiner 

Gedichte. Grenoble 1803, 8. Proben B, S. 342 ff. — Ich ge« 

denk« hier des Po^me sar la bataille de Crecj ( 26. Aug. 1346) 

von Co lim oder Colin, einem Dichter ans dem Hainault. S. 

D i n a u z , Trouv^res Cambresiens, p. 20. B a c h o n , Collection, 

Xiy, p, 279. Barante, Histolre des dacs de Bourgogne, edit 

de Reiffenberg, II, p. 423. 

§. 126. Eustache Deschamps, geboren zu Yertas in 
der Champagne unter der Regierung Karls des Schonen vor 
dem J. 1328 '). 
') S. Journal des Savans, 1831, Nov., p. 695 ff. Aasgabe von A. 
Crapelet, Poesies morales et historiques d'Enstache Des- 
champs, ^cuyer, huissier d'armes des rois Charles Y. et YL, 
chiltelain de Fismes et bailli de Senlis, publiees pour la pre* 
mi^re fois, d'apr^s le Ms. de la bibliothöque du Roi, avec un 
precis historique et literaire sar l'auteur. P. 1831 , 8. YergL 
besonders die Recension von Rajnouard im Joum. des Sav., 
1832, Mars, p. 155-163. Hier einige Sprichwörter aas seinen 
Gedichten und ein kleines Brachstück: 
p. 7. Foulü est vieulx homs gut jeune fetntne prent, 
p. 8. Tien toudis vraie ta parole. 
p. 11. Fay ce qui doi% et aviengne que puet, 
p. 14. Jläieux vault honeur que honteuee richeeee* 
p. 18. On ne congnoit. aua: robes la pene^e. 
p. 31. // n^est ehose que femme ne coneume, 
p. 32. Je ne dt pas quanque je pence. 
, p. 45. Trop de pSrilx sant ä euir la eourt. 
p. 49. Franfois perdent leur tempe ä conseillier^ 
p. 140. Noble chose est de bon renom aequerre. 
p. 138. ,jLors ne pourra que bien aler 

_ QMant les saiges gouverneront,"- 
Qui pendra la sonnette au chatt ^ 
^i saiges est face ainsi pourvSance, 

(Moral der Fabel: Lm Cigale et la fourmi.) 
On te ieQoit par Ugierement croire. 



t9t iy^pl«c»V«-l.ledlki<;p4l9iie. 

// n^ekt d^lit, joie» fette, toulas, 
J«m0tei, tournoisj deduit, eshatefheni^ 
De funy. chfiscuns ne sott ä la foi% las, 
C9mbiefk que tout platte au commencenient ; 
Continuer tels choses longuement 
ßngendre ennutct en quelque depUiisance ; 
EttUdier n'a pas ce mouvement, 
Car tout deplaist, fort estude et science . . ^ . 

§/l27. Margu^rite Eleonore Clotilde de V^l- 
Ibn-Chalys, später Madame deSiirville, wurde zu Vallon, 
einem Schlosse auf dem liukett Ufer der Ardeche, im T. 1405 
geboren. Ihre Ellern waren Louis- Alphoilse- Ferdinand de 
Vallofi, von. dem nichts weiter bekannt ist, als dals er ein 
tapferer Rlt^r war, und die schöne Puldi^rie de Fa^-Colian<^ 
eine Enkelin der Dichterin Justine de L^vis, welche mit Petrarka 
iä näherer Verbindung stand. Pukheria war ron Froissart 
unterrichtet worden und ging in ihrem 17. Jahre nach Of ihez 
aii d^ft Hof des Gaston *. Ph^bns, Grafen von Foix uttd ßearn 
(^. 6ben §. 92), dessen Gemahlin Agnes von Navarra eine der 
grofsten Beschützeriniien der Literatur war. Zu Orthear be- 
fand sich ^irie Bibliothek, ein damals seltener Schatz. PuU^he- 
ria sammelte die , ausgezeichnetsten französischen Gedichte zu 
einer Guirlande poetique, die sie nach dem Tode ihrer Gön- 
necin, .als sie, den Hof verlieüs, mit nach Yallon nahm. Clo- 
tilde, das dritte Kind der Pulcheria, entwickelte so frühzeitig 
bedeutende Anlagen, dafs ^ie schon im 11. Jahre eiqei Ode des 
Petraricft übersetate, eine Arbeit, übtrwekhe Chrilti^e de 
Pisan (§. 129) sich 'a^fseHe: ^^^Que de gitai^^f^ que <^agr4ment! 
Cette muse- nai&Sttyfte ^ßaöBra tvri fnotÜie ;' jrt Im remtts tous 
mes droits au sceptfi d^ cet HSlicöh,^ ' dhvs^öi noch seW jung, 
hatte Clotilde doch sehöii einen vifel äu fein gebildeten Ge- 
schmack, um sich* viel aus diesem Erbe zd machen; sie ant- 
wortete denen, welcjie ' ihr Glück dazu wünschten:. „»%' du 
rhiteur^ je ne te peux ; si du poete, je T^qn peux,''^ Damit 
man aber nicht glauben möchte, sie habe die Absicht, den Pe- 
trarka zu vei^dunkeln^ ^hmte «ie nie wieder ei^es seiner Ge- 
dichte nach. Im Verein lAit nkelirer«ii(.)ungen, gleich geist- 
reichen Mädehen. verlebte. sie ihre JugeiWl derJ>«chtkunst. In 
ihrem 16. Jahre (1421) heirathete sie B^renger .de Siirville 



((iamais.22 Jahr ^\t% den sie dorcii^ogig ^Is. eiaeo 4ef sotloA^. 
stea, liebeDswürdigst^ Mänoer schildert, und dem 31« mit 
heifser .liebe zugeth^q war. Aber bald nach der Hoebsctt 
mufste er ßiqh von ihr trennen) er aog joacb Puy en VeUj^ 
am KU der Armee K^l*^ YIJ., der d^oaU noch Dauphmfv'arv 
eu stofsen« Während seines dortigen Aufenthalts schrieb ak 
die {8? S» 131) mitgetheiUe H^o'ide, welche äe aU' Gattin 
und ^i|S Frenndin ihres Vaif rlandes in- picht miiider achtbareni 
Lichte erscheinen l^fst^ denn »U Dichterin. Dieses Meistere 
werk wiir4e von. ibxen Zeitgenoasen nicht begriffen: Alaiik 
Chart! er erklärte sich gegen die .Dichterin, und äuüaertd sieh 
dahin: die Yerfasserin besäfse nicht Tair de la cour. Sie ant* 
wertete ihm iß einem ebenfaUs unten (B^ S. 137) mttgetheiitek 
Rondean, das als ein Meisterstück betrachtet werden kann, und 
beoribeiUe seine Dichtungen in m/ehreren anderen Gedichten^ 
t. B. in det ]&pit^e..a Marguerite d'EcoöSÄ, y. 94(fif., dem Dia^ 
logue entre Apollon et Clotilde, y. 145 ff. u« s. w. Sieben 
Jahre ji?bte sie in einer glücklicheo.Ehe mit Berengcr und in die« 
ser Epoche vollendete sie ein grofses Gedicht Lygdamis, einen 
Sdiaferroman Cbatel d^amour, aus welchem unter andern die 
ia d^F zweiten Abtheilung mitgetheilten Triolets entlehnt sind; 
Berenger fiel im Kampfe vor Orleans; kurze Zeit darauf ver^ 
lor sie ihre Freundinnen, die fern von ihr starben. Sie wid* 
mete sich nun ganz der Erziehung ihres Sohnes, Jean de Snr«- 
vitle, and suchte Zerstreuung und Genufs in der Abfassung 
voo M^moires, deren erste Bücher eine Geschichte der fran- 
Kösispben Poesie enthielten. Noch einmal lächelte ihr :da^ 
Glück auf eine . freundliche W^ise« Margarethe von Schotte* 
iand, die Gemahlin des JOai^phin^ wurde ^urch. ednige Jdein^ 
Spottgedichte;, welche sie auf Alain Chartier gemacht hatten 
auf sie aufmerksam und lud «ie aii ihren Hof ein: Kail ytm 
OrleaJ9s ($.; §. 125), den sie nach seiner Befreiung aus der en^^. 
lischen Gefangenschaft in einem besonderen Gedichte bewilU 
lommnet hatte, xereinig^e seine Bitten mit <lenen seiner Schwär 
gerin und sendete ihr zwei junge Schottinnen zu, deren natura 
liehe Anlagen ep während seines Aufenthaltes in En^and ams«» 
gebildet hatte. Auch fiel in diese Zert die Verfaeirathung ib- 
r^s Sohnesr mit einer schönen nßd geistreichen Dame. Allein 
nichts konnte die Dichterin vecmögea, ihren Aufenthalt am 



306 K»ptMLT. IiteAerpoteto. 

Hofe £0 Behmen, wo yielleicbt nör ier Herzog von Orleans, 
dieser geistreiche und geföhlvolle Dichter, sie Terstanden hatte. 
Sie richtete eine abschlagige Antwort an die Fürstin, welche 
ihr eine goldene, mit Perlen besetzte Lorbeerkrone übersen- 
dete 'mit dem Motto: Margu^rite d'Ecosse a Marguerite d^He- 
licon. Ihre Enkelin Camilla pflegte sie bis zu ihrem späten 
Tode im J. 1495. Kurz zuvor hatte sie noch den Sieg der 
französischen Waffen in einem Chant royal ') besungen, den 
wir gleichfalls unten mitgetheilt haben, und der zu dem Vor- 
trefflichsten gehört, was das damalige Jahrhundert, und sie 
selbst, die so hoch über demselben stand, hervorgebracht hatte. 
Ihre Gedichte blieben nicht blofs dem gröfsten Theile ihrer 
Zeitgenossen, sondern auch der Nachwelt, trotz ihrer Vortreff- 
lichkeit, eben so unbekannt, als die des Herzogs von Orleans. 
Erst kurze Zeit vor der Revolution entdeckte sie ein Herr 
y. Surville in den alten Familienpapieren und beschäftigte sich 
mit der Herausgabe derselben. Die Origtnalhandschrift wurde 
ein Opfer des Revolutionstaumels, der sich in der Vernichtung 
der Papiere und Urkunden der alten Familien gefiel: es schien 
selbst, als ob auch die Abschriften, die Herr v. Surville ge- 
macht hatte, verloren gegangen seien, als er im J. 1798 zu Puj 
de V^iay als Emigrant bei der. Rückkehr in sein Vaterland 
verhaftet und erschossen worden war. Indessen fanden sich 
wenigstens diese Abschriften kurz nachher wieder auf und 
wurden im Auftrage der Familie von Ch. Vanderbourg 
(P. 1803, 8.) herausgegeben. Man zweifelte anfänglich an der 
Aothentizitat, was um so verzeihlicher war, als das Erscheinen 
der Poesien von, so vielen, fast romanhaften Umständen be- 
gleitet war: aber es kann jetzt nach genauerer Prüfung kein 
Zweifel mehr darüber obwalten, dafs die Gedichte selbst und 
die Berichte über die Dichterin völlig acht und glaubwürdig 
sind. Ein Grund fiir jene Zweifel lag hauptsächlich in der 
vollendeten Form ihrer Gedichte, in denen männliche Reime 
mit weiblichen regelmafsig abwechseln, eine Regel, die selbst 
M a r o t noch nicht durchgängig beobachtete (s. oben §. 14), 
obwol sich auch Henri de Croie und Jean Molinet der- 
selben schon unterworfen hatten. Sie selbst spricht sich dar- 
über in ihrer Epistre ä sa douice amye Rocca (r. 129 ff) aus. 
Ein anderer Grund des Zweifels lag in der oft ganz modernen 



K»plielV. lAeüerp^tAe. 207 

Sprache. Aber abgesehen davon, däfs eme Dichterin wie CIo* 
tilde, die ihrer Muttersprache in so hohem Grade gewachsen 
war, leicht den Gang zu erfassen vermochte, welchen dieselbe 
im Laufe der Zeit nehmen würde, ist hier auch noch zu be- 
rücksichtigen, dafs mehrere Gedichte der Sängerin von einer 
ihrer Nachkomminnen Jeanne deVallon überarbeitet wor- 
den sind '). 

') Chant Royal ist ^in Lied aus 6 Strophen bestehend, die 
Strophe von 12 Ycrsen mit 3, höchstens 5 Reimen. Er wurde 
zum Theil als Odenform gebraucht, namentlich im XVI. und 
XYII. Jahrhundert. 

') S. die Abhandlung: Romance dite de Clotilde, qui se chante 
dans les montagnes de la Loz^re, communiquee par M. Cajx 
in den Memoires de la Societe Rojale des Antiquaires de France, 
VIR, p. 225. 

§. 128. Wir haben Alain Chartier nnd Christine 
de Pisan erwähnt, so mögen denn auch sie beide hier zn^ 
nächst folgen. Ersterer, geboren 1386, gestorben um das J. 
1438, Sekretär KarPs VI. und VIL, ein höchst frostigejr Rei- 
mer, ohne alles dichterische Gefühl, schrieb ein Breviaire des 
Nobles, ein Livre des quatres Dames und Debat de deux for- 
tun^s d'Amoiirs. In sprachlicher Beziehung ist er nicht ganz 
olineWerth. Man erzählt die Anekdote, daiÜs Margarethe von 
Schottland, die nachmalige Königin von Frankreich, welche 
ihn einst in einer Königlichen Galerie eingeschlafen fand, ihm 
einen Kufs gegeben habe '), mit der Bemerkung: non ä C komme j 
mais ä la prScieuse houche de laquelle sont isseus et sortis 
tant de hons mots et pertueuses paroles *). 

') Bekanntlich begegnete einst etwas Aehnliches unserem Jean 
Paul, der dadurch eine Gattin fand. 

') Auf diesen Kufs spielt Clotilde an in einem hübschen Rondea«, 
welches wir hier noch mittheilen? 

RONDEL A MaiSTRE AlAIN 

du sien escript oii diet le feu d'enfer luyre et 
ponr ee non esciayrer. 1440* 

Ij€ feu d'enfer, sans notoire- hablerie, 
Contesk bien long comme lutct, maistre Jluin^ 
San% esciayrer: point n'est sorcellerie; 



«09 KwU^W. Ibte5^i»t««4«; 

; YQ^sJeß ^crets (ffcelle 4Mierie, 

Bur ce grand füict, piut Bn nif contraria 
Ne 9ÜU* ne luy, se treuvoit le presc&ain, 
" . €omme en ses versj dans vatre parierte 
Du feu. 
^ Au demouranti hien est la resverie 

En cour; beau, livre onc ne fist tant de frain: 
Q^uand va vous Vßoir Apollo^ je parte 
^Fous baffxera; de quoy moult serez vain . . ». 
Mais quand foyra, grand^ peur ay fue s*escr$e: 
^jAu feu !'^ 

§. 129« Thomas von Pisa, der Vater der Christine 
de Pisan, stand geraume Zeit im Dienste der Republik Ve- 
nedig, bis ihn Karl der Weise als Astrologen an seinen Hof 
zqg,, wp Christine sehr früh^' aber glücl^lich an Estienne 
C^stel . Terheiraljiet wur4e. . Ihr -Vater starb bal4 nach dem 
Tode. Karls V. und ihm folgte unmittelbar darauf ihr Mann 
iip J. 1389. Erst in ihrem 35. Jahre trat sie als Schriftstelle-» 
rifl, a,Mf, qijafste aber viel vo^ der Verleumdiing und falschen 
Ai^5)lcg.ung ihrer erotischen Ppesien leiden. Kichard III. lud 
si^.i|afik Englapd ein, was sii^ ausschlug, ebenso wie die An« 
erbiet^ng^n des Herzogs von Mailand, welcher sie nach ihrem 
Vjii^^Unde ^^rückrief. Philipp der Gute, Herzog von Bur- 
g^d, zog sj« |ia &einen Hof und liefs ihren Sphi) ef-ziehen, 
im^. in sein^n\ Auftrage schrieb sie die Lebensbeschreibmig 
IfftrU des VVeisen. Philipp starb jedoch schon im J. 1404 
und mit ihm verlor die Wittw^J den letzten ihrer hohen Gpn- 
ixer* De.r Verlu,;^t ihres Vermögens durch gewissenlose Gläu- 
biger brachte sie in grofse Verlegenheiten, aus der sie gelbst 
eM^^lo^ Vflt/erstützungen, defß« sie sich von ßieiten Königs 
Karls VI. zu erfreuen hatte^ fticht au ziehen yef ipochtj^n. Ihre 
Werke sind: 
a) in Versen: Hundert Balladen, Lays, Virelais, Rondeaux, 
'Jeüx i' V^ndre (oder Vente d'Amours); Epistre au dieu 
d'Amours*; le Debat des deux amans; le Livre des trois 
Jugemens; le Livre du dit de Poissy;. le. Gb^min de lonc 



"' Estuclcrles dit5 Morauh ou les Eiis(ergpriönieÜs*'^u«f Chri- 
stine donne a son fils; le Roman d^Othea du Pifistre 
d'Olhea ä tlector; Ic livre de Mutacion de I*ortune. 
b) In Prosa: Hisloire dfu Roy Charles le Sage (ihrBaiipt- 
vrerk); la Vision de Christine; h CM des Dames; les 
t,pi^tfßs.9pr le Rocoan de la Rose (schon oben: erwähnt 
§> S3);,l|8 Livre de^ Faits d' Ataris et. de,Ch^yall,crie; In- 
'. Miätüom des Pi^iioce^ßes,. Dame/i de Cdur* ^ aDtre« Lettre« 
a Ja 1 Reine laabelle en MCCCCV; les Prorerbe» ttovadz 
et U-övire de Prirdence'). . . . '• 

') S. "Vie de Chmtine de'Ksan; et de Thomas de Pisan, son p&re, 
par M. Boivin le Cadet in denMemVÖe^rAcadL des Inscript» 
If, p,762 ff. Petitot, Colfectitjri "de Memdires,T, p. 203-244. 

§."t99i Bie ilbr^feb. Dichter i&'eses (SeflraAibes, welche 
hier' titfch an erwähnen ^siitid, kann man alle fineliir od«r vreni- 
gcr in^'^Grimde ttor Reimschmiedie' nennen, wenn mari etwa 
Fraä'i^öVs'Cbrbu^il (CöfbeV(f;Corhuel) genannt ViU 
lon^), AÜdr^ de Vigne*) utfd Märti'al d*Äuveirgnc*) 
ausnimmt. Von mehreren anderen haben wir in, der zweiten 
Abtheiiung Proben initgetheilt,' da ihre Cedichle th§3weise we- 
nigstei^s von sprachlicber. Bedeutung sipd: hier nenqpn wir nur 
ihre Naiven; <x.uillauine Cpquillart*), Charli^s,4ie Bior- 
digne'), G:vilUume Cr^tin'), Pierre M^ch^^Jit^),^d[jean 
Mol in et ^), de^en wir bei. den Prosaisten (in Kdp^ VIL)*. nä- 
hwgedeJikdn. werden, Martin Franc^), Jean Reigiii«^'®), 
GaiMamne Alexis "), Octavien de Sainlt^'Gelai'Si"), 
JeÄtiBöuclhet*^)J Roger de Collei-ye*^), ffr'iiB^glois 
Garin«»), Jiaii le Mafre'«)/Jean de Castel '')i Oli- 
vi^r ä^H M^tch^^'% JeanMesdhinbtY);' GböfgWs 
Cfc^*?teniiin*^), Laurent l)esmbulihs'^'.); IjUi^hel 
d'AmBpise**)^.u. y." a. Auch König F r a n z t. \eiiiitV * •)» 
machte ^i^h j^ber.im TJelirigen um den Aufschwung 4er Wis- 
senschaften in Fr^inlreich so hoch verdient, dafs ihm diese 
kleine Schwäche, auch selbst als Dichter glänzeq 211 ,vv;o|len, 
gern verziehen sein mag'*). Und welchem Könige sollte es 
nicht einfallen wollen zu. dichten, wann er von so boabpoeti- 
scken Kammerdienern, wie Clemenit Marot- w^i -Jidssen 
Vater, umgebeB ist? 

ia«l«r> ATtfraas. Lit Getch. 14 



_^)r6eh* ÄU,p^riÄ,im J. 1431, gest. nacb 1461, voi^ dem 3oUcau 
,', . ia'^in^?:^ ^.rtipaetique (,I, r. 1^^^ 

Filion^su^ le pr^mi^r dansces siecles- gr^MsierM 
' Pdirouiller Vart co^fifus de nos vieua: romanders, 
-' ) (Hana'b. Th, IV, S. 242.) 

" *' was 'in sprachliclier Beziehung yollkommeii richtig ist. b sci- 
' ■ riiiiii Lehrgedichte : Ha reptie franche lehrt' er die Kuüst za aehma- 
' roticiii^'i^r'Wle man <4ine Geld schm^nsen klinh^, • ^e Kunst, 
81^ e<^ ^ft ^u$ 'in «^tiem Lebei^ ge^t haben mag«' Alt. Ealsch- 
i ' mliiiz«r «<dhe er gieliäügt. icnerdefn^ «clierzte 4iber nüt grbfsem 
Gleichmathe noch im Gefängnjjsse üfa«r seine Todewrl: 

. ♦/'■ . :•, . 0^ drune ^ordß^ ^'^f toUß • • : _^ • 

Seaura mon col^ que mon cul poise. 

ö.! >Liidw%XL9 ider'^anoei&önig,' begnadigte ihn ai^FfiiÜfpfBoiie des 

_• RaHailieat^^. w^^tes «w ilm dfen9)&t<((ec ftbt«Hi iv«fit^ ,scJddcte 

,; ihxi .aberj in, das £xil. YIHon ist;^^ ei;«!^ j^ff^^i; )in;i^90ge- 

. ? ; naif^ten Stile «spjpue. Vergl über lhii\F:Hg,^]l^ ^j&^scbiqhte des 

/,' . Cf|;<lt^kek«jrajscjiei|, S, 95ff. Die Aepae» fcanc^^Sf ijp4 der,Dia- 

logue des Seigneurs de.Malep^ie et de Bailleyent sollen nicht 

von ih^i' berrühr£;n CMeiifigiana, JI, p- 75). Üie ältere Ausgabe 

'seiner' Werke i^t von. Cous teuer (P, 17^3, 8.),* dann folgte 

■ 'eine Von Form ey veranstaltete (ä la Haye'i742,''%.), Äe ich 

-'^^^bferiützt habeVendlich die Ausg. vcm PrömpsaSili; (P. 1832, 8.), 

' '''dbet' ^e -man den Artikel von Daunon in d^m loiirnal des 

: - $avans, JSeptembrä 1832, p. »82^-564 tergleiehen kapn. S.nodi 

/ ' ' die Mi^dires de' TAcadj^mie 'des' lns«rfpt., . XHI,' p. 58€L Miete« 

/ - 'eoB« jaUmomea^'V, p. 205-211.. jGopiet^^bUothitqiie fraac, 

;. 1 ,1?« p,2ß8~:M7„ /Aml4les jioeHqfi^^ I^ p. l^^ 18«. V4Uei|aYC 

. j ! (i|i 4cr B^qgTjjpliie; j^nivar^^le^ -XlylS,; p. ip^ - JIOIJ^ . i , 

J»)„Ai|4f< df la Vigne vv«r a^(ai^|liclv ÄeJ^rfUii: ,das ßerj^qgs Ton 

I ^ 'jSavpien A^qd le^te lange fif\t Lindqrch zfi C)^i{abery» jQan fyt- 

,^.det in iseifien Werken. viele, pur m jener Rrövioi gekräi^chliche 

■^ . jl^usdriicke. Späterjiih wurde er in £lercher.£igepsct)aft bei der 

Königin'' Anna von "Bretagne apgestentj.lJegleitete'feärl'Vni. auf 

i^eiuem Züge nach Italien und' schrieb seiil'J)okisches Tagebuch 

-' (gemefnsdiaftlidi mit Octavien de Saf-nt- Gelais, Bischof 

^' ^öh AhgotfWme,- naiairlichem Vateidea Dichters '11^11111 de St 

€ielÄ*fe, 8. fl^ndb., Bd. II, 8. 9 ff.) -auf Befehl jenes PtinwiL 

tte E^chfe eeiftes Todes ist nicht gen^iu bekanjrtv aber es ist 

sicher, dafs er im J. 1527 nicht mehr lebte^ida lha.J««» B^«" 



UmwM^ Fr . l.tc<ctp<i»tMi Sil 

chct (8. Anmu 13) iuiter,4ie TM dexj^nigeft ▼cwetit, welche 
Jean d'AutQn in den elysäi^chi^ Felden empfingen. Als Ge- 
scliichtschreiber hat er wegen seiner Detailschildernngen einigen 
Werth, geringeren als Dichter. Der Titel des Werkes lautet: 
Le Vergier d'honneur nonuellement iniprim6 k Paris. De Ten- 
treprinse et voyage de Naples. Aucpel est comprins comme le 
roy Charles hnitiesme de ce nom a baniere desployee passa et 
repasM de iovmiM en idorsee depnisLyon jusques a Naples et 
de Naplss insques a Lyon. Ensemble plnsiears adtres dioses 
faictes et composto P^ r^ereiid |>eiire<en Dk» Moasi^arOctoi* 
▼en de «saint Relais «nesqne J)*ngoidesme: • Et pär maistre Aa- 
drj de k Yigne* secretaire de la Royne et de tnonsienr le dnc 
de Savoye, avec antres. P. s. a. S^hr selten. Der von Andr^ 
de la Vigne-heftlihreiide Tfaeil ist wieder abgedruckt worden 
in der Sammlnng: Arehives cnrienses de )*histolre de France 
depns Löols XI. jüsqnes h LovAb KVlfjL Premix S^rie, Tom. I, 
<P. 1834, 8.) p. 321. 485. 

*) €eliofett zu Pi^s im J. 1440, gestoHten dantelbst 1M8; >rokn- 
ratop bei dem Parlamente in Paris, sehriel^nacttKaris Vüi^ode 

■'i (1491) die Lebensges<4iiehte dieses Ffirsten chronikenarüg in 
• ein&i^er «Sprache und in Form '^iiies Trauergesanges (>¥lgilie) 

" anter dem Titel: Le YJgiles de Charies ¥IL Wenn ei^ gleich 
■ tm den Milftgeln seiner Zeit leidet, so steht er doch ^ell höher, 

1 «is «Ue -fdgenden Reimer. Ueber die Jungfrau von OtlimB 
(s. oben f 1^) sagt er: - / 

Comment la pueelle vint devers le roy. 
,^ost apres en cette d^uleurj, . ., . 

Fine au roy une ber ^ereile. 
Du vilaige ,dit Vaucquhur, 
Qu^on nommait Je&anne la Pueelle*. 

CeMtOfU Mne p^vre her giere, • 
Qm grrdoit lei brsbix es chsamps, 
, . .l^!fM« douUi et kumble Sf^asuerey 
.' De.i^MagB de äix^hiUt ntns, 

Devant le Roy on Vamena, 
' . png ou deux de sa cognoiMsance,^ 
Et alors eile sHndina 
En luy faisdnt fa rdvdrence. 

. i4ß ]R4$^Pfkr Jeu si ail» dire, . 

14* 



119 Kli^ltel m. Uede^pm^m^ 

-...; : ' .. 4Trste% vougy ^e j€ tne faulx pa9. 

Au nom de JXeu^ si disoit elle^ 
Genta, Rolf, je V0U4 we^eray 
Couronner h Rheims qßii que yueillty 
1, , , . . St ^iege d'Orl^ans leveray, ,: .. 
^^^\Xi^vÄ der £^tb^dcale.ztt Rheiwa (le Qompo«0ttr ^UjaO^ wie er 
..»f. hr<)m-9«wwu.Zßii«^»os«0a.€e«atint .wuid«?),. %\fa:h nüeb OL Äarot 
.;,>; «u», Gwm iU)ef seinei^ VerJu^t iiy $|teleJ < . .. • . 
-u/ *:■'• i .l*a »lorre 4*t jen'plre.g^^a^air^i^eMJ 
' „i , .,; JSefgu'aua: ichec^ ne qtiAU quiU^iftf 

Ml *.<; . , ,A' ce ,mMe^nt jeui Co^uiUnrf, .,.-. r \ 

„ , Pprdil ■ fi0 vie et -. s,ä$ €Sf4imiUß9^rr- , ^ . 

;,,...(6r führte .ae»ölicl|. 4«w. JiHsckeln ^ii^/ 8eiii^ii^:,W)^p«». .Seine 
,1 iK.Qroict« npjLtTf^au^ sind^ obs^ol s^lb^^ ;&i)foU/4<^.Mcli«« e^otz- 
liches Werk, welches die FrivolitHt; sfiiier Zei^ AUf geifttrciche 
. , Art: (i^ahader* ui^ yieR^U^t. W« cfcns^.GciöiAtQ geg«lie»e Form 
.j,/ieir«e^ Gje§etzfa^Qh^8,Yei;#arkt dea kqmjActißa. Eiouiruck, welchen 
fil i:ieft,ii»4fih1^».hedeateii4.. D/er Veijfi^UBfir. bi9g;i|u»| ndt dem te na- 
^., :,t^l^; der zweite Jh«il haff4d^ 4^ st^Mi hoDMOiaii; dwi«i{olgen 
,!,;,:re§^§^ iiM^s;. ^ne.jiieae. Rnbi^ik. handelt : 4e . pra^sumpticmibiis; 
.-. i,(.eäa^ jioderd. d« dolp» de impi^nf^^» df^ ioiiurUa iU.S.fW»i md so 
^.w. )iy(M:4ie^]!y!^skeiriide,,mit .trefflicher. jL^Hine bU biis ßiide. durch- 
geföhrt. S. Mager, I, S. 348. Die^, Titel ien xkn%m Werke 
sind: Le,plaido;yer entre la simple et la rjnsee; Le blason des 
f ' armes et des' dames; Le Blonologae^ de la hotte de foing. — 
S. über ihn besonders die Menägiana d^r Ausgabe yon De la 
Monnoye, II, p. 50 ff. and di^ Vorrede Wn Ke nage zur zwei- 
ten Abtheilung seiner Observations 'siir la langu'e franyaise. 
•) Priester zu Angers um das J.'lSSl, nicht zu verwechseln mit 
seinem Bruder Jea^ de-Boirdigse, waltibcr» ijKloniqaes d'An- 
jou in Prosa liittteilas«ien;^at.\ .Er '8cbrieh-^i| ^\Ulon's Manier, 
den er aber JbM weitem nidrik erreichte^' ein liidti^dien von „Peter 
Feuermacher^' (La Legend -de' MatstreiSc^kre^Faifen, ou les 
Gestes et Dits joyeux de Kaistre P.Faifeu, Ecolier d' Angers), 
welches in den Kreis der tlulenspiegelelen (Espiegleries) gefaörJL 
Er meinte (als ächterrEulenspiegel), fiomer "und Yii^ könne 
man nun weglegen und seinen Faifeu lesen. . . 
^) Sein eigentlicher Name war Dubois. Geboren zu Nanterre bei 
Paris, lebte er unter Karl VUI , Ludvvi^'Xil; und^ Franz L, wel- 
cher letztere ihn beauiltagta, die 6eä<Äidkte Frankreldis za 



MmptttA ▼* Iif eAevptoMfln SlS 

fidireiben. . Di<; ArboH hesiäit ans 12 BficiHim gcffeimt«r Chro- 
niken nnd Inldibt 5 Folianten ^ die «iok onÜBlr den Dbttuildpten 
der Kftnigl. BibliotUet za Paris finden,' aier nie gedruckt wor- 
den sind« -*- Wenn 'M*ger, I^ S. 85(^ sagt^ dafft er einer der 
£r8tai gewesen, welche sich in der poSti^hen Epistel «venuclit 
habenv so istidies unrichtig. S. eben §. 117* 

') SekretSr Karls des Kühnen, erneuerte den alten AlUgorfienge- 
schmaek in.sdineln Werke: La danse desavenglesi . Die ']IIieto>- 
sohlen sind die TXnzer, das Glück nnd ^r'Tod dierBlinden, 
▼dr denen getanzt wird. Andi verfa£»te er ein Doetiinal de 
la Gofat; ' 1-...- ' / -r.: 

«)cGeorg^8. C}»98«elLain (gest, 11174) Terfertigte ak Dichter, 
•Re^er und Hlstorfkelr in* poetischer. FdTtt: Unterweibungen ei- 
Mfi: jungen CübM«ii; Teiapel des UnVergangs . einiger, n&glückli- 
fibeit .'£dc(ln; .Wübderbaps» Begebeüheiten iseiner Zeit; ( nnd ein 
mU Prosa itttennisdites.. Gedicht nait dem sonderbereil .Titel:- 
Les Epitaphes d'Hector fils de Priani, Roy de Troyej tA d'A- 
ebilles .fill de.Peleoi,. Roy de JHyrinidoind: et. est eoAtenb «OA 
proc^fiE de tctestuy iraictie les- cemplaintes' idicenx Cherieiliers, 
pre«etti Alexandre le 'Griint. S. darober Oonjet, Bibl. fran- 
i^aite,^ Tom.>I^ p. 401 E Dieses »Werk setete Jean MKklinet 
fort, den wir in Kap. VII. auch als Prosaisten Jcenncn. lernen 
w^rdeo^ Besonders stark war dieser als Dfcbter tttldei damals so 
bdiiebtea yeraebHinknng des Reiines< und des Sinnes. Hier ein 
.Distichon .ron. diesem Kanonikus in Yakncienbes,' d«^ Ftreundo 
ide^.«kunrilett' Cretin: 

^oli^^t n^egi' sant bruit ni sani n-om^'^nom)^ 

II a ton son et comme tu vois', voiw» '-'i 

Utber seine di^matischen Produkte s. ^Gefail:ParXbii;>H|«t 

edu'.tbetoü' lrai)9Ais, 11, p. 243 ff.. Yal^re) Attdife^ BifaUoth. 

Belgique , p. 541. Guicciardin; Descnption de» / Piysf Bas, 

traduite,en\fran$jaisf»ar£ellef'nrestY Amsterd. 1609, 8., p. 433, 

Artik. Valent^ien^nes. (Dieift.isVlindQ'«icH> Ouicciardini, 

..über den nnd. dessen Werke man dasitaliitn. fi«n»fl bi Bd. I, 

S. 107 ff. vergleichen kann. Die hier citirte frauzösistibbitieber- 

.»«*zung hatte/dort «ÄgefäUrt.tvSerÄent'köiJn^n.) * \^s\\ • f;?» ? • 

^> Vm das jJAbr; 14^» .>£r «ntemabm' ^e» in- seineU Gedkhte: Le 

jClMHnifipb 4es,I>av)es, eSnem Ged^hte, vfrodiiroli «iry besonders 

« deni.D;inM^;;itis. dem Hanse SifVQyen'isU'ScItnieiehelA'sBchlii, die 

Frauen gegen die Aq^^er iA Bomwi doila Ronei an ivertheidi- 

' .1 )SiȊ {4^i oh^hoHier ternl^etvdhnlicIwtr.Kopf virar lind^'rda(elh 

. . f4«| $«kfetäBrbn ikn P%M«a Fpl« Y< jmdllSlookiil* V.gb.Dien- 



914 KJipItei ▼. Iii««etiM«flHL 

"<ten siand, die beste Gelegeitih^ft hüte', ^ich nach liaBlnigcheii 
Kutcni TO- bädto, so ist sein €edlcht doch efai^ triviad^, fros- 
' tigie, prosaisefare Allegorie und der Sityl so' wenig gtlyfldet^ daTs 
er mit Wilhelm Ton LoMb za gleicher Z^t gelebt zu liaben 
scfaeifalL Er Terfafste, anoh noch ein mit Prosa' nnte^mUchtes 
moralisches Gedicht: L'Estrif de Fortune et de Vertu. S. über 
ihn 6</njet, IX, p. 187*290. 

>•> Sdgnenr de Gnerchi, Bailii d^Anäcerre, Rsfh Phllipp's des Gü- 
tigen. ' Er hat die halbe Wdt dnrclireisl nnd die lAelsteii sei- 
'neb Gedichte in der Gefangenschaft geschrieben, in welche er 
als Diener des Herzogs von Borgnnd bei Kari YII. ^fciim. 

^') 'Genanbt Le hon Moinede Lyre, ein KlosiergeisUicher^ der'nodi 
nm das J. 1505^ kbte. Er sefarieb hUtne-GeAebte: Le grant 
Blazon des faulses Amoars; Le Passetenps- de tottt honme et 
de tolEfce femme; Le Dtalogne da Cruei&c et Ad P^lei4ii, im 
J. l4S6r in Jenisalem geschrieben, nnd nieht TflUig! abgesdmiackt; 
Mironer des moines. 

«^) S. Anm.2. Geb. zu Cognac im X 1466, gest 1503. Er war 
för das Stodinm der Uassisehen LtterAtor sehr tliStIg nnd hat 
seine grIinJUiche Kenntnirs des Alterdblnms dord^ s%ifie Ueber- 
lietznngen de^ Odjssee, der Aeneide nnd der Herolden des Orid 

' ' dargethan. 

^*) Gek inPoitiers 1476, gest. nach 1550. Er hat eine grofiie An- 
Eahl von prosaischen nnd politischen Werken hinterlassen, jene 
rom Wichtigkeit för diel Geschichtsforscher, diese nicht ohne 
Anmnth, in einem leichten und geßüligen Style geschrieben. 
Asch ist bei ihm die Abweehdnng der mSnnlidien und ^veib- 
lichen Reime zn bemerken. 

y^) Ob in England oder in Frankreidi geboren, ist ungevftfs; Er 
war Sektetär des Biseho& von Anxerre nnd selbst Geistlicher, 
'tnd'wenh er gleich sagtt 

Infortuni jb mie» H pauffT^ pt^üfätre, 
Frw4 des bien$ de ce menäs t^treitrey 
ein dnrchweg heiterer, an witagen fiiftfiiUeM fiberlins reicher 
-. Dictter.- r . 

>*) Oder Gn^rin, gebi nm 1413, 'ein Lyoner Kanlnkann, sefarieb 
-iä smeih 47. Jahre, nachdem er banqueroat ge\^orden «nd sich 
▼on seinen Freonden yerlassen sah, gereimte Verhaltongsregeln 
.ftii seinen Sohn, worin er besonders daranf dringt, diSA man 
«aF geprüften Freunden trauen müsse;' 

I«) Geh« 147d (Ilhistrations de la Gank ttid viele andere Entfilan- 
'^e«), aoll naohr Le Fövre (L«s M«ses eti Ftsnee^ %¥ü - P. 1750, 



' geben haben, iHielldieltt vreil tr Pbnc^rScev W»f ftiil Mliife^Zeit- 
• genossen zu» Verewigen «ttebte». '^'» '^ » ... >^. 

* ^ MSnch^ gair'ehten Mirouer - ^<A» Nebeard'' et'Pi^ek^r^ttBe»^ lieraoa. 
Diese* Äpi^el fe» der Tdd; • ^ ' ^ -> ^ . , , . \ 

ray I422f-1591; ihaeKte sftb als a^li^ofridtl^ itttd Woi^eMiier Dich- 
ter belailtft dttiHüfa ; LeCftevaKerd^tüfe^^ (Lebi^ft ttkid T^ KarFa 
Mäesr KMmä^ totrßti^gttiid^ mi'L^^Pvmatm tt TtM(i{4ie dea 
Baiat^: ■•' ' * *'•• '■■ ' " ' '• ^ '••' * '"-' • '»'»J » ■ ■'i 

•») »•) S. Anmerk.8. - '>" ■ * 

»«) »») S. Goujet, Bibk frÄÄJfÄBe, Tom. X. (Dieser und der yor- 
hergehende Band sind fibethatk^ ^er aämmtliche französische 
Dichter von Dans H^linard biilr aiff iiar«t zir yergleichen.) 
Für diejenigen, welche siöh igenäi:^r'mit dieser Spfttflor von fran- 
zösischen Dichtem bell^sinnt inachifts wollen, habe ich folgendes 
alphabetisches Register sl[AiiÄtI(^<^r,^itt dt«^en beiden Bänden 
angeführten Dichter angefe^l^ :. . i^laise d'Anril, (X, 299) — 
Charles -Bordlgne (X, 32) ^ .^Jl^on Bonrgoinc (X, 165) — 
Jean de Ca^tel (JX^.^2i> ^ gj^iBhon^il Clv»mpier (X, 206) — 
Alain Chartier (IX, 15^^ x^ri^Gio^e Chastelain (IX, 396) — 
Jean de CoUerye (X, 373).— CoqiMllart (X, 156) — Gnillaume 

Cr^Ün (X, 17>.XT,GWlWn^«.4^ I>'4gwl!^^^ (^' "^1) "" ^'*- 
rent Desmoulins (X, 95) — Jean le Fevre'(IX, 104) — Gaston 
de Foix (IX, 112) — Marthi Ftanc (IX, 181) — Jean Froissart 
(IX, 121) — Fran^ois Garin (IX; Sil) — Robert Gobin (X, 177) 

— Pierre Grognet (X,' 383) — Jea^ '-R^ghler de Guerchy (IX, 
324) — Guillaume Alexis (X, 103) — Dans Helinand (IX, 2) 

— Charles de Hodic (X, 367) -^ Guillaume de Lorris (IX, 26) 

— Jean le Maire (X;«8) '- Olkier de b Marche (IX, 372) -- 
Matheolus (X, 129) .rr- .Je«». JMLpi^c{iinot (IX, 404) — Jean de 
Menn (IX, 26) — Vi^j^ Miclwult fIX, 345) — Michel d'Am- 
boise (X, 327) -^^ GuiÜl^nme Micjie^, 4Jt ,^: Tours (X, 313) — 
Jean Molinet (X, 1) ^ PJ(iilippe. Mouske (IX, 23) — Martial 
d'Auvergne (X, 39) — Picffi^e,4^!^»9ii (IX, 177) — Charles duc 
d'Orleans (IX, 23Q) r-^J^^f^ d^..?il^ m^M) — J««» du Pre 
(X, 359) ^ Octavien de Saint -Gelais (X, 226) ^ Guillaume 
Telin (X, 325) — Jeah de Vctictte (IX, 146) — Andre de la 
Vigne (X, 283) — FtAbj^ois VHlöif^ (IX, 288). 

»») Freilich waren sekV ©edicte^ ^M Grtoid^ 'AJir poetische Spiele. 
S. über ihn Auguisj'l^ö^tös^fMf^lfe jusqu'ä Malherbe, Tom. III, 
p. 1-30, welcher^^^ä'säk J" heV^^^Sikes de ce prince n'offrent 
rien de remarquaitl^iiii% räp^ü^t^iditple, gut mangue 



U proteteieur def letW€$j,^ ü fibexiMteru p0$ en France 
de r ecueil consacrä au cuUe den Jk/u$fSji.Ma9^ ^ue son 
nom.glßrieu^s n'y saiß qg^trt po^r perp^tuer ^ Jffmaii 
Vkommage et la connaissance qui lud SQnp.dus^. Da wir 
diea^s gekrjOfitea H«!ft|ites g<^dacht. hüben, so sei. es ^rlaabt| bier 
, 4ocli Heimrieb lY* 29 erfrlümeff^ ob^ol er eine? spateren jE^poche 
.' t . an^l^ weil «eui^Fiiii.Bd. U. iixiiie Sr^äbnoi^ ü^cbehen ist 
Einzelne seiner kleinen Gedichte sind allerliebst , fiq.x, J^. das 
folgende: 

t '.■ Fiens Aurof^e, . 

.. ;t; , Je t^implorey -.. ^\ 

U . ; w .. J^ fu^e güi.q^ßnd Je te voi, , . 

i .A« hergerß _ „ -, 

•--'•U'. ; .) ::i .; . . Qui fß\e§p ct^ercj . 

,,..E$t v^rmeiile cesnmejoi,. 

'••'••'' • • ]be' r^sie 

''" ' '"•' . Ärroitei -^ 

~ ' La rfift a moinf de fratUk^r^ " ' 

\;[' '■' ' Uhe hernßine •■ ' ' '••'•' 

*''"'■', .'.'■■ .' Jßtt fnoin^ fine ; ''-''"' ' *• ' 

' * "" ' ' ' Le lait a müins debianc^eur. * 

' •'.' --.;;:. • ,», - ■ . . : :„ . . ; . 

... .. ,Pour entendre 

. , Sa Vota: tendre -^ 

. On dd9erte le hameauy .... 
r ./ .... : ■ . -ß"^ Tityre 

«' - • . i i . %'^i 9oupire^ . , - 

;. Fai^ taire son chalumeau, 

Elle est Monde '" 

'Sans seeonde}^ ' t> , • • '• 

ßiie a tätaille ä la main^ ' " " '*^ 
Sa prunelte > '' ' •'"•'* 

Jitincelle .1 :'*J 

Comme Tastre du matin* • 



• <.- 



jyambroisiej 
Bien choisie^ 
,^H^bS Ja fiourrit ^ p^rt;^^ 
; • . fit sa bpucbes ., ,. 

. Qu^nd J^y tquekei 
JAe par/ume de nectar,^ ... 



- K 



ihi 



i ) 



Im|lii]ide de« g^Miomtea fr2uw5^8cl|<m.yol]p|8- ifl(t *^oc^.,jji$til 
•ein Lied: . . » , i »,, . . 

f ChariiMnte Gabrtelle, 

... • . / • i ' . - . . . ■ 1 ' 

Peres de mille daridg^ 
Quand la gloire m'nppelle 
A la Suite de Marsj 
CruelledSpartiet/ 
Mälkeureux jour ) 
' Que ns suu-je sans vie, 

Si yotre notn celeBre 
Sur mes drapeauxbriliottj 
Jusgü'au deli de tBbre 
VB$pagne me 'craindroit, 
Crueiie etc, 

... Paxtagex la couronnej^ 
Le prix de.ma valeur; 
Je la tien$ 4e Ballone^ ^ 
Tenex-la de mon coeu^/ 
Crueiie eUH' a '-'• '••^•^ ■ • » 

Selbst die Marseillaise, Bferträbd^s Äbsdtiied und ItÄdere franzö- 
sische Nationalgesänge' haben dies 8cht)ile Lied nicht in Verges- 
senheit bringen kSnneti. • *\ ••^*' 
") War äbcfc. 'auch dfer grofse Riehelieu Van Ahier SdiWücUe 
nicht fcÄl 6. Mager, i, S. 50. Hand6. iV, S.'4t23/ Tto Al- 
fred • de Vi gny die Tbcägödien Etirepe ' und Mirame des KaiiS- 
nals .nennt, , Seine- ^heiter waren» nachdem djsr Pl<^ yyn ,i|im 
ddbsjt aasgegangen, Boisrebert,. !p. Corneille,} «liijOtrbu, 
Co^letet, L*£stoille, Desmarets. S. Be^jac^an^p^, Re- 
cherches ifur Ics thetoes de Trance, II,. p- 190, .: .j^ .,»„.' 

§. 131. Aäsrdhrlich^rer Erwähnung als Sie hier genann- 
ten Dichter^ iist' aber ' noch 1 1 y i e r B a s s e UV werth, welcher 
sich durch seine Vaux-de-Vire .einen waÜlverdienten Namen 
erworben hat. Er war geboren zu .yif^ Jn/^der Normandie 
um die Mitte des XIV. ,^at>rkuw^i;^^. ,^^^ LXI, 

P- 146, wo er sich o£!ii^bar>^ auj^^i^v^^^nt^r ßei^rich VL heran- 
rückenden und die Noi;nxa«d«A« a^^^ftenUiÄ oGi'^d, bedrohenden 
Engländer bezieht, erhellt, daCs dieses Gedicht im J. 1417 ab- 
gefaßt" 'BtEs scheint;,;;, als'- ob J^^ g.4.?l^,^.^* 



ftaberf, VieftMeht bei der Etntiaftme rtfh YiTt difriih (JeÄ Her- 
zog von Glocester am 21. Februar 1418. Ein Voö 'Du'fcois 
(s. p. 169 ff.) aus der alten titandsctinft bekannt gemachtes Ge- 
dicht lautet: 

Hellas/ OUvier Va$9etinf, 
N'orron noui poinct de vo$ nouvelles ? 
FouM ont le9 ßnßtoys mis äjfln 
[Par une mort des plu$ cruelle»*)]* 

Fous soutlliex ga p t m mt e§um$H* 
Et de$mener joyeuUe vye. 
Et les hon», compafgnon» hantfir, 
Pour' le payA.de^Normendye' \ 
Jus^u'ä. Saint 'Lp en Constantlji**)^ 
Oncgues ne vy' tel pelterin. 

Leg Engloys ont faict desraisan 
Aux compaignom du FaU-de-Fire: 
Fous n*drre%"ptu$ dire cha^son 
A ceux (jui les soutloyeni bien dire, 

Nous prieron Dieu dei daU eu^r fln 

.. „,,;, .. Et ia douke FiergeJtfarye,. . , 
-avi / 5ft«^**^jy?*'^f ofti^ ßt^gloys malle fiffi^, _ ! . 

Dieu le pere sy les mauldye^),. .. ,.;..j ,• 
./().HvMr ^.i^A^elin war «in Wa|kmüU^r,.iin4 fPfll» t^'^^ 
-TAge»f hei&t .«eine .Mütl4$ die in >io^9X 5Rfs.«rst! 3ft<?inftö4i#chen 
Tliftk'iiin Uif«r dbr Yi^e. belegieii i&t^ Mbulin-Bfisadii'):: 

*^'*j ^ü CfediiiB^ War sf^Hon Mher iii öhier tlefüenSalänflftöig ge- 

«"^'ätückt,';* Welche' den TitJirfötrt^ S'eiistiytiftht pfasi^üi^Ä'1>elle5 

""' ChäÜötDfnd TibtiVell^ts et fort joyetiseö. P, 1537; ßi (göthl) ;^ Dort 

jßnden sich statt der lefztett «tföphe folgetidte Tferöet *' *^ 

. . Basselin fadsoyt les Chansons : 

Cestoyt le maystre pour bien dire. . ;. 
// hanta tant les compaignons . \, , / 

. fia^.V/ nf' lui demoüra gue frire» 
Cdr fust**^) de 'sidre ou fust de vin\ 
ll en beuvopt Jusgu^h'ta lye »• - ' ■ '• ' •" ' 
-II y ''Et puys revenöy^ du mätin, '" ''* *' " '' ^ i 

II ; . .:.;.', , r. jßkiasJ OlMer Bms$elüil ' •'• i" ' " «- • • ' •-'' 

-(* ' • \VA ... . ' . ' M . .^ . : . .r : '.': i ;. :. 

. ,' • *). ^rgjin^uD^ , voi^ Dubois. **) Die lJiii|cgeiid von ComUnc«« vm Pe- 
partomsitt de ta Bla^cbe. ***) futmtte, Umaeau, 



..irr 



Farin J^ Gaitf tu es un könne stfi komme; 
^Par mon s^rment^ tu es un, ton galots. .-.; ^ 

.MstoiS'tu folnt du t^mps que les Angfois' 
A B asselin fireni si gr and'' vergogne? , 

ma foy^ tarin^ tu es un kahil komme, 

4f«t#;^t»pyf Farim^ y ek-iit^il ffuekfue choMB 
^Ui rnüeua: qUe toy res9embl3 ä BMSMoiini 
> , Ftemierem4n* b^mvmt, s^r €t mmün^ 

Et totfy Farin^ tu ne fais autre- cApsis:.-. ..) 

^tf JpßßTj ne üduHj €he% top an 'üke räpoMo», 

On€ BHsselin ne iföulut de iaitage. 
Et toyy Färinj iä le käis ptus fjike luy; 
Waü pöur vuidery s^üUfaUoH^unfiiäfd, 
Tiii; le ferois et ehtot d^panta^e, 

Si Farin meurtj 't4 setdit g^ä^d dommage, 

! ' : . i ■ . ■ • ' f" 

Baßselin fut de fort rouge visagej 

Iliyanine comme est uai CkeruHn, 

Et toyj Fibrins tu as, tant heu de vin 

Que mtiintenänt tout en toy le, presage» , .. ,) 

' Si Farin meurtj ce eeroit grand dot^mage.^ • 

Baoui BaseeHn fit meüre en curaielle > 
iienem^ement ie tß09i h^mme 'HhtVief^)'; ^ 
Etf Mep} F-arin, this^i^pnamt La IS&Üdi^ > 

^i^en' riänt te fisie meiir^km tu>$elM^ • 
,;{?«, dit FaHn^ par iM» foyy /ein äpp^ie>,^^)'' 

A B asselin ne demeura que frire ***); 
Et toy^ Farin, tu es kon mesnager. 



^ HUranf «pielt Basselin ««Ilist an (V. LVIII, 4, p. 142).- ' .' 

O gutütässehee 4e pomihierj 
* • Silouiyourä f&h bSutey dH i^9j " * 

' -'»i) -,..;',' •;." ■S(9ifoii»^m e^fet fHmr jug^ i . ■ ! ii: : ; . .' u 
. QuÜ.mß faui mestrm «» ocriifelKt/ .-, . , , 

) Afi»pijBlUii|r^ auf das bekannte :. J en 4ipp€lle von Till ob, als dieser tum 
Cal|«ä trihirtl^Ült wöl-den war. (S. Go'uj'et, Bit»1. franc., tom. I^ p/296.) 
M diu TVMosefl «pridhuörtlleli s«w6rdei>« '**^ Aiick'ai«» «rh^Hf «iks des 
MtlitailtiAaaKelUk'ii . (fl LVIv 2, p» t3*>: ; ; .. / 

. . . ^ QuB m «a faH vendr^ moa cjoa 

- •*■ P/nti" paif0r *1öuä' fiiei «cwi, 



999 mm9m^X^<MA€9ewm^^ßtm 

; ^ , i ,. . „ JPaur ^irß'un^ peu, ,c« n'eßf puM-i^rfmd daUger: 
Ce$t de ton creu. Encore faut-il rire. 
^ ^ois äpne, Farin, et ne prens pas de pire, 
') Eine Reihe von Ci taten aas den Schriften des Belle forest, 
Boufgeoille de Bras, Du Chesne^ Yaaqnelin de la 
Fresnaye, die. sich auf die Existenz des Olivier Basselin 
beziehen, ohne weitere Aufschlüsse über seine Lebensgeschicbte 
zu gebend "iindei man l^i D u b o i s , a. a. O., ^.%V>^^X^ Ans meb- 
reren Stetlen- »einer Gedichte erhellt, dafs er der «Iten Sprachen 
mächtig war^ tiiid dafs er sowohl Analereon i^ H^raz kannte 
(XVU, 4,.p.7B>): .■ . x , \ .i 

Quimfme bien le vin est de bomfe-mOUPef 
Les morts ,ne boivent phi,9 dedu^s. la^yM^mfiure. 

. .. . JIS! qui e^mt jiil vwr^a . . v /^ 
Pea$tre$t^e eneor demainf dAassQf^i^jnt^f^f^Aolie 
Je vais hoire^ (f.autant ä.jCftfe compfg,nüt ; 
.- r . ^^ .vo-A 4(wi>^. 9^i, m\aiafef'q^ . . , .xCv . . 
Auch scheint es, als ob er der Astronomie kundig gewesen und 
selbst das Meer' befahren habe, wie Dubois, a. a. 0., p. 29, 
durch Zusammenstellung ta^hrerer VeMfe aus seihen Gedichten 
dargethan hatl Bat dies seihe Richtigkeit, sd kann unser Dich- 
ter immc^in ^ identiseh sein mit' dem Olivier Bisselin des 
La Croix du' Maine oder Olivier Bösselfü des Verdier, 
welcher Verfreser van DekUnationstafeln wat: , ^wlBlche zuerst 
1559 zu Poi^SsNim ^rofik eracbieaen.v «*r. Die «irst^ Sammlung 
der Yaux de Yii^^ Terittstaltete Je^n he Hoax <geb. 1551, 
gest. 161$)^ ,Ad?ok(at zp Vir«) d^ sie* in derTena niederschrieb, 
in: welcher si^ sich im Monde des Y^^lke» erhalten hatten. Die 
Ausgabe erschien .wahrscheinlich im J. 1576 : maa kennt von ihr 
nur ein einiiges Exemplar, i?voran wahrscheinlich die Geistlich- 
keit Schuld ist^ welche den Herausgeber auf ^ie feindseligste 
Weise verfolgte, so dafs er sogar genöthigt war, persönlich in 
Rom bei dem Papste um Absolution' nacT^ukommen, die ihm 
auch zu Theil wurde. Eine, zweite Ausgabe erschien um 1670 
unter dem Titel: Le Kvre des chaiyls nonveanx de Vau-de-Vire, 



par ordre alphab^tiqtife'tfoWigg et'^'ugtoetftß'outre la precedente 
'^,., Impression, Vir*?» Jß^^ "de Cesne, imprimeur (s. i.); / Aucji vo^ 
„..f, ^dieser Ausgabfj,ist ,nur Ein. ExempW : bekannt. .EiiPeliiehCi« 
dichte von Basselin: wni^en. * in niehrere ' 4ilitPe > Aid "«^ei^ei 
W.erke und Sammluntgeh aüfgenoinmfen, Voü jdenen wir nur de 
Essai sur THistoire du\Bocage \et 'de Yii:^ par M. Richar 



tefsiiiisläte!te''A8^ie!i^ unter A^m TOelVLös Vandierires, (K^esies 
da XVe si^ele par Olivier Bdsselia, avec üh Diseonris sor 
sit rie ^ dcÄ notes. "Vire 1811, 8." 'Dfer Her^msgeb^r beging 
ab^r durch sein Bestreben, die nrsprüngliclie Örthograpbie Bas- 
'tffelin's'fH^deiherznstellen, mehrfache Fehler. In den Msher 
^^annten Atisgahen: Svareii die'Oedlelfte (62 an d^ Zirbl) al« 
^iilAbetiscli geörfnet: Dubois ^v^Mtc eJne zweckmlfsk^ere Bei- 
li€!iifB%e, iitdete «r die TerWöndten' Gedichte vereinigte, stellte 
'Äen'Tdtf dttrtbT«rgleifchting-ttfä ÖätiÖsbllHften ^edei' hef und 
fägte cSiie' AbhanMng 'fther den 'Blchter, ft^b^ R%!lie ^^l^t^ner^ 
^pni^hBchet^ gescfaicbdich^)^ und ' Ktcfrbi'- histonseh^r Anttf efkun« 
gcrf und '^Ite Sammlung vdn tvan Theil bis dahin' ungedfuckten 
Eiy^ei^ "vt^tsdded^niär DJchttr' aus der Norm andie hinzu. ' IWe 
Ausgabe fuhrt den Titel: Vauxd^Yit« J|-Ölltier Ba^selii^ po^te 
iiiinnaifd de Ja? %T;da ZIV« si^cle^ suivis. d'im ehioix d>i^i0ns 
..Vjaiix-<de*l^ire^< de Bacbteales et de Chancöos^ p6e«ii« lidraauindeSy 
soit inedites, soit devenues excessivement rare»; »piitiliSB- avec 
d^. ^iissertation^, des netes et des Tariantes.par JUL^I^iORis Da 
3«ifti iCaen^t Paris. et Londres 1821, 9, < I^e&te Aq^aIm^ von 
Jalien Trayers, P.isai, 8. 



9r«;m fit Ische Pofßisfle« .;> 

§•'132. Anklänge an 'dr;inQatische Poesie fanden wir schon 
oben (kapi'tl, §.13) in den Sirventes^ Teosons qi^d Jeux- 
mt-partis. der provenzalischen Troubadours, von. denen sich 
jedoch nur sehr wenige und erst in der späteren Epoche der 
Literatur mit eigentlich djTauiatischen Dichiungen bes€b|i,ftigen '). 
Viel thätiger wareif fur.die^jfp/Zvyreig die Nofdfjrafl^osen, bei 
dfnen^^ich eine .üjberaMS reiche ^i^zahl von: Scb^^^sfid^n, als 
My^j^ejpies,, MptaUfes, rarc^,,i^<\^i{^lfin4fet. . EiUje.aujfführliche 
(ies^f^^;.^^es , /rf n^^sc^e4». rXhpa|lf.ei;^,.bis . ^uf ,f Jo^djC 1 1 e zu 
U()$ep7>^iJ|t,l)ifli;;;Diichl^'indgliish^> wii^ niimeaiins.tluüiie notfa- 
wendigsten Andeutungen und eine Angabe der auf (.uns ge- 
b»ii«i0iieii' Stild&eV io w«ili ubs dieselbeti .bdcanni geworden 
sind,' bescliBänkeD». < ...!>' i 

'')'Da8 älteste b^^iinte |frovenzaMsche Bräma ist die L'fieregia 
'< 'deh 't^ejh69 <L*bere£tici de» P^res) Von Ahselilie Faydit 



9W U99fmv¥f mmii^^fi^t^ mfßfif» 

P^uiel (i^n U90vVe^£v»»er d^9 IJedfcIcktes: Lfi^ Phsnthauina» 
]:ßA del iMgAfisme und mebrer^er Tragödien nnd ]^f»m$dieu), 
., L.)ie9 de iGrimauld (g^ 1^8 dm-ch eig^e ^^md« ancjbdem 
.., j^m ein liebesiiditiget jjlädcben ^in 4^r<>di^i4cain,. in ei^etz- 
. . lioher Quantität gegciieii l|atte; verfafjBt^ ^(^krcre ^ingödiea ge- 
; g^ dm P&pst BomfazTIIL), Repe d*>^njoa (I^Qnigvofi Si- 
^1 cllieuL und Neapel ^fkd Ciraf von P^o?^<^ ^^pt^^te ^ati]Ber,,^on- 
' , deaiox und ^^liaden auch «pinige Komödien),; ^iidlif!^ 4^ Troa- 
.^ , .^dour P^arasols, welcher iun£ eiai^imcli^ Xn^di^ (i^iVenr 
-n i '**l9e»/f);€*6^ die K^^^iJlP«! Johaflyna jL TO^ l^eai^.-^^^eb <Ao- 
, ^f^'^^' ^ T^arantft, L)a J^alhoj^quina, yAUai^^a» J^iobsak- 
..,, nela o,^er;^<]|a^^^), ^ie j^ djBIn.dama^.z^ A^igW^i^eiil^ktiiden 

; Pa|ii3te Clemen3 yii. i^dmete. 
^i*) Aiifaer dÄr acfaon in der Einleitung (S./5i) angeflUiMen.ffiBtoire 
,^ '-.dm Tlieitre fran^ais der Gebrüder Par£ait Terweisen-Mdr noch 
:> //.aaf folgeiide Werke: 

^' ^ -Recfterches snr les th Patres de France depoia Pann^ onze 
"'•^ ' ' eens «oixante et rni jus^ues k prtisent. Par IL deBcau- 
champs, Tom. 1-3. P. 1735, 8. 
Biblioth^que du theStre franpois depuis son origine; contenant 
nn extrait de tous les ouvrages composes pour ce theitre^ 
depuis les Mjst^res. ju^qu'aux pi^ces de Pierre Corneille; 
une Liste Chrondlogiqüe de Celles composees depuis cette 
derni^pe epoque fusqu'ä pn^s^nt;- arec'deul tiibles alpbabe- 
. tlques, Tune des auteurs et Fautre des pi^ces. Qreade 1768 
(ä Tom. 8.), Tom. I, p. 1-130. t- Der anouyme Terfasser 
ist der Duc de la Valli^re. ' ' 

Recueil de £arces, moralites, sermons jojeux, etc. P. 1832, 12. 
(Wiederabdruck mehrerer alten Stücke.) 
[' Taillandier, Les Confr^res de lä Passion, d*apr^8 les re- 
'' ' gistrefi Mss. du parlameftt de Parifei. P. 1834, 8. 

' Le Roi de la Bazoche, po^me latin inedit (ungeföhr 300 

Hetameter) par PbilJbfeVt Orinet; traduit en firangais 

' tfrec des Botes par M. 0.^ reghat du Lut Lyon 1838, 8. 

— Der Yerfaaser Wair eia Ottk^l des bekaimten l^aplria» 

.. Masson« -i. ' •• - . ^ 

V I MjBt^res inedito da XVe si^ck par A. J-akinaL P« 1831^ 

2 Yolls. 8. — S. die Reyue Retrospective^ 183d, p.d3tf ff. 

, ^ v^ fttpd^ 8^ les Mffßim jmmw^^^'MtAmUf^^M Uv^ni^ 



..j .qpQ^ris Je tei;^ poiiSA^f fnmf ;»|a de rjii4tiitlofide,Jea^. 

Cmt, recemmeot d^coarert foe Onesime I^erpj, P.^ 

1837, 8. '— . Vergl. die Recension tou Villemain im ^9^|:n 

nal des. Savans» 1838, Ayril, p. 205-218. ' 

Les J.o^eusetes, f^ceties et folastres inyiginatiöns de.Carefi^e- 

prenanl, Gaathier, Garga^lle. Gillöt Crprju, Roger Bonte^ps, 

Tnrldpin, Tabarin,' Arfequin, MoHÜnet. P. 1831, 2 Bäe 12/ 

'Dlscours jöyeux'des ffipöniers et fripomires, ensemble , la" 

confirkfrie desdit friponlers, et 'les 'pafdonar de la Sütb b6a-' 

' ^eMe. -P. imU ' ••''• 

^Tklsite« .ifi^nf ais im m<rfen Ige, pattM d*aptÖ8 Ie«BbiB. de 4* 

'>' Bibfiodi^^e dii üpi (>äf SMlt; Möviberqüe et'Mii^h^J^ 

v^iUe^OSlYe «i^le). P; 1839^ 8. 
Ifidtoife äe la ^mi'se.en'.scÄiie dqnis les fäftAkt^ ^naipfma: 
Cäd p«rJL ^«ÄileNtitiirioe. P. 1835,12; ! '. 

. Teli^ie« etL^btnisaA, JO&t delaViUe de'Sarif, LiTniKW^ 

: ^.LXyi. yoiöi H, p. 7?ß-72a ; : .: 

■ .. J> . ''" ^ :•".'■ i' i. 

§r 133* Die Mysteres de la f assion wurd^Q dyTcb 

die im Mittelalter allgemeine WaUfahrtslust hefvprg^rjirfeii '^^. 

I)ie Pilger,, welche von Jerusalem und aus dqm Heil, li^n^^j 

zurüc^ehcten, oder voi? St. Jacob de'.Compostella^ X)dcT; , St^., 

Bauiii.ein der Provence, oder Ste. Reine^ oder, vom Mont SC\ 

Älich^l^ von Notre-Dame de Puy u. s. w,^ verfafstejii ^eistj(iqji^ 

Lieder fiuf ihren Fahrten ^ in defien sie Leben und X^d jle«^ 

Sohp^s Qotl^ oder eine Schilderuog des Jüng^^n Gerichte^^, 

freilich nur aiif eine rohe Weise anbrachten, dieaher in iq- 

ner-iZeit t^eil^ bei den geringeren An,sprjichen, .vv eiche mi^i, 

macbt^itheils durch die Gesangl^egl^tung |hochpoetj$pil j^r, 

schienen. Da diese Wallfahrer in den StädtePt <ltt'*A T^.^^f^^) 

sie kamen, sich längere Zeit aufhielten . und itire. Lieder j^b- 

s^p^en^ S^ verfiel man in Paris auf den Gedankei^ qii^ st^^flll-; 

dcjs Theater %vl gründen, auf dem diese Mysterieij 9.pr ^eklj-, 

ruog a|id .Bieli^stigung des, Volkes ^n den Fe§ttagj?p aufgßßihr^^ 

werdefi Jkonnlen, Zuerst traten sie- zu 5on;'g -S. Maur in (|er. 

Nähf von Paris ^ufl. Der|l^rev6t der Hauptstadt erliefs ?|)e,iP; 

bald tzu Ähren Gunsten eine Ordonnanz.J[l^ Juni 1398^, -yorin 

allen ipter seiner Gerichtsbarkqil stehenden; Ortschaften unte^-^ 

sagt wurde, dramatische Spiele (jeux de personn^iges ) oder; 

Heiligenleben aufzuführen, es wäre denn mit apf^ei^Qrd^Q^iichqjr. 



üöd ausdrücklich ef Erlatibtiirs des Königs. ' ISfe gewannen den 
besoAderea Beitall des Kanigs Karl Vi., welcher Ihnen im J. 
I402 einen 'Freibrief zu öffentlichen Vorstellungen in Paris 
selbst ertheilte. Sie liefsen sich zuerst im Ilopital de la Croix 
de 1a Reine nieder, das späterhin Hopital de la Trinite genannt 
>^ürae« Die Vocstellung^ea fanden bald so grofsen Beifall, dafs 
ähnliche Schaubühnen zu Rouen^ Angers, Maps und Metz er- 
rj^fj^te.t ^urden, dfueu a,||lm'4iig andei:^. ia allen. jbe<^u|enderen 
Städten des Reiches folgten. Die Regienin^n .dej^i Könige 
K|irl yi.^ K^rl VII^ and:6elbst th^weis« Ludwig. i^üU^P^^o^ 
sj«.,iin höchstieD. Ma«£se d«r.cb bu^efliobe.Uiimhea gestört 
wurden, hinderten den Förtkistan'd utid<^die Ausbikittilg dieses 
lusikcp ! Theaters, keihesweges; nicht" alleihrerliiek es: sick' wah- 
rend jener stürmischen Zeiten fort, sondern es entstanden so- 
ga6[' :faeae Eiivlchtungen ähnlicher Art^ weiche 'VOn den 'Enfans 
sans Soucy und den Clercrf de la Böz<Hche^) geleitet wurden. 
Diese Schauspiele wurden eine geraume Zeit hindurch . fortge- 
führt: öiän ward ^ber der Mysterien endlich mi}de iini satt, 
weil' sie' tum 'Theil zu ernsthaft waren, so dafs die Schaiispie- 
tör,'um den Aüforderuiigen ihres Publikums zii geriügcn, den' 
geistlithe'n Schaustücken weltliche und sogar Burleske .'Scenen 
beltni^chten , welche <Iem Volke vieles Vergnügen gewährten. 
Dte^e letzteren hiefsen anfänglich mit einem Volksausdr iicke: 
Jeüx dier'Pois Pilez. Allein die.Confreres de ta Passiöii ^aren 
TSd gewissenhaft, dieise Produktionen selbst aufzuführen und so 
vei'traüten sie denn die Sotties (öder Sotlises), so nannte. man 
n^hmli'ch jene Art neuer dramatischer Aufführungen,' den' Enfans 
sälfs SöüCy an, deren Vorsteher den Titel: 'iPrince''<|es' So ts 
oHei* *de !a Sotie annahni, welcher sicti Von den" früKertfri Na r- 
renffesten ») her datirte. Dies Theatjer erhielt durcfi Patent- 
b'rf^fe vöUi' i. 1518 die Bestätigung 'sänimtlicher Freiheiten, 
welche der Gesellschaft von dein Könige Karl Vi. bewilligt 
vvördeir waren. Sie setzten ihre Vorstellirngeft bis* zum* J. 1539 
föft^ wo die Maison de la T^rinite abermals der Tirsprünglichen 
Bestimmung gemäfs in ein Hospital verwandelt wurde. Der 
neue Ort für' ihre Vorstellungen war das' Hotel de Flandres, 
wo sfe bis tum J. 1543 verweilten, in welchem Franz 1. den 
Verkauf und die Niederreifsung desselben nebst der vieler be- 
nachbarten Häuser anbefahl.' ...•..•» 



MapMcl Tl. Bniihtttlseiie I^««rte» 225 

') Ueber die Mystöres und deren Verbreitung aneb in DeutecUand 
s. die vorzagswdse auf Leipzig bezügliebe Sehildemng von dem 
zu früb yerstor benen Rnd. Lor^Gräfe in Illgen'a Zeitsebrift 
för die bistoriscbe Tbeologie, Jabrg. 1839, Heft I, S. 60 ff. und 
die dort aaeb an^fiibrte . Stelle ans Weber, Eyangdiscbes 
Leipzig (2. Aufl. Leipzig 169^, 12.), S. 9 ff. — Als Vorbilder 
nnd Vorgänger der Hyst^res erscbeinen die lateiniscben geistli- 
cben Lufilpiele der Nonne Hroswitba zu Gandersbeim* S. De 
Hrosttitba poetria smpsit et Comoediam Abrabam inseriptam 
adiecit Dr. Gustarus Freytag. Vratiskv. 1839, 8. — Uebri- 
gens dauerte die Sitte, Mysterien au&ufübren, an einzelnen Or- 
ten bis zum Anfange des XVtll« Jabrbunderts fort. Noeb im 
J. 172S stdlte man das Leben und das Märtyrerthum der Heil. 
Regina bei der am 7. Septbr.in dem gleicbnamigea Orte (Ste. 
Reine) darl Vergl. Mercure de France, Decembre 1729, p. 2985. 
Ja, ^^bst nocb in der jüngsten Zeit wurde dnes dieser Mj- 
steres: La Naissance de Jesus -Cbrist in der Nieder -Bretagne 
anfgefubrt Von Frankreich aus wurden sie nach England ver- 
pflanzt S. A Collection of Englisb miracle plays.or mysteries. 
Basel 1838, 8. Herausgeber ist Will. Marriot 

a) S. Parfait, a. a. O., II, p. 78-112. Unter der Regierung Phi-" 
lipp's des Schönen mehrte sich die AnzaLl der Prozesse von Tage 
zu Tage , so dafs die Königlichen Prokuratoren sich gen^thigf 
sahen, eine Vorstellung bei dem Parlamente einzureichen des In- 
halts, dafs sie ohne weitere Bethülfe ihren Geschäften fernerhin 
vorzustehen nicht mehr im Stande wären. Der Gerioht^of ge- 
stattete ihnen daher, junge Leute anzunehmen, welche unter ih- 
reiC Aufsieht arbeiteten, sich auf diese Weise heranbildeten und 
in der Folge zu denselben Aemtern gelangen könnten. Sie er- 
hielten den Namen Clercs (Studirende) und zeigten sich bald so 
brauchbar, dafs Philipp der Schöne (um das J. 1303) ihnen einen 
Roi gestattete (s. Miraumont, Traite des Jurisdictions Royales 
etant dans Tenclos de Paris, p. 615), welcher eine Königsmütze 
(bonnet royai) tragen durile, überdem einen Kanzler, einen Maitre 
de requeies, Advokaten, Generälprokurator, Prokurator . der 
Clercs* Gemeinde, vieler anderer den Grofswürdenträgem des 
Reichs n^digebildeter Titel nicht zu gedenken. Sie erhielten 
aach selbstä^ige Geriehtsbarkeit und sogar das Hünzrecht mit 
besonderem Stempel und Gültigkeit für ihre Liefeiranten, wobei 
es jedoch diesen letzteren freistand, die Münze zu nehmen oder 
nicht: Gerechtigkeit«!, welche, wie sich leicht erachten Ififst, 
Dut der Zdt eine bei weitem gröfsere Ausdehnung erlangten. ,— 

Ideler Altfranz. Lit. Gescb. 1& 



226 KUvttel Tl. mgmmmäbMA9 r«Nd«. 

Ueber die Beamten der Buoche 8. Parfait, a. «.'O., 11, p.81 ff. 
^ Der Name Ba^ocfae kommt her Ton Basilica (d.L Hörsaal, 
Auditorium) im mitt<Jalterl2then Latdoi. 
') Das Narrenfest ist höchst wahrscheinlich ans den Satomalien 
der Römer hervorgegangen, welche XVL Cal. lanuar. (17. bec.) 
gefeiert worden, anfänglich nnr einen Tag hindurch, seit An- 
gttstus aber fiinf nnd späterhin sogar sieben Tage. Die Kirche 
selbst hat die Narrenfeste nie gebilligt, .ja die Bischöfe thaten 
Alles, was in ihren Kräften stand, sie abKoschaffen, als der Un- 
£ag in allzu hohem Grade Ueberhand nahm. An die Stelle des 
Festes wurden Fasten gesetat vom Concü zu Toledo im J. 633 
mud schon früher hatte sieh Angnstin gegen die uralte Sitte 
erhoben. (S. Sermon« CCXY., de tempore. Jean Savaron, 
Traite coatre les Masqnes. P. 1611, 12.) Dagegen fahrte das- 
selbe Theophjlaktus, Patriarch yon Konstantinopel, im J. 956 in 
scaner Kirche ein. (S. Cedren., Hist. p.639.) Die Narreofbste 
waren eine Ei^ötzlichkeit, welche die Clercs,- Diakonen nnd 
selbst die Priester in mehreren Kirchen während des Gottes- 
dienstes anstellten, namentlich vom Weihnacbtsfeste an bis zum 
Sonntage der Heil, drei Könige, mit besonderer Ausgelassenheit 
am Neujahrstage (daher heifst das Fest auch bisweilen Festum 
Calendamm). Man erwählte in der Kathedralkirche einen Nar- 
renbischof oder Narrenerzbischof, dessen Wahl nnd feier- 
Ücfae Einsetzung von yielen lächerlichen Ceremonien begleitet 
waren (Du Gange, Glossar, ad Script med. et.inf. Latiaitatis, 
Tom. I, p. 24, s. y. Abbas Cornadorum), worauf er die 
Messe las und dem Volke den Segen ertfaeilte. In der ezimirten 
Kirche, welche von dem Heil. Stuhle unmittelbar abhing, er- 
wählte man sogar einen Narrenpapst. Während der heiligen 
Handlung safsen die Priester und Geistlichen in den wunder- 
lichsten Masken nnd Yermummungen nmher, sangen obscöne 
Lieder, tanzten in Franenkleidem, afsen Würste auf dem Altare, 
spielten vor den Augen Aea oflicürenden Priesters Karten und 
Würfel, warfen in die Räucherfösser alte Lappen nnd andere 
Gestank erregende Substanzen, nnd was des argen Unfnges 
mehr war. Nach der Messe sangen, tanzten und sprangen sie, 
oh ganz nackt, zogen auf Wagen voll Koth, wcldien sie unter 
die Volksmenge warfen, durch die S|pfeen, zeigten wh in den 
lasdvesten Stellungen und brachten die unsittlidisten und nn- 
zikhUgsten Reden heraus^ Auch weltliche Personen* von beson- 
derer Frechheit und Ausgelassenheit mengten sich unter die 
Geistlichen, wodurch der- Unfug natfirlieher Weise eine um so 



abscbeiiMcbere AnkttneHe erhielt S. Desljons, Tratt^s sin- 
gfdiers et nonveanx eostre le Paganisme da Rei boiteux. H. ed. 
P. f670, 12., jy. 2§6. Eine Hauplrolle bei Äesem Feste spielte 
aach ein mragepntzter Esel, tor welcbem ein lateinisches Lied mit 
dem Volks -Refrain: J/^, Sire Asne^ hd — bergesangen Wtirde. 
Ordonnanzen wurden gegen diese Feste sowol von Seiten der 
Geistlichkerl;, namentlich zvrä yon £udes de Sali 7, Bischof 
von Paris, im J. 1268 erlassen (bestätigt von iseinem Nachfolger 
P. Cambias ; s. PetriBlesensis^ Bathoniensis in Anglia archl- 
diaconi, Opera, ed. P. de'Goussainville. P. 1667« foL Not 
recent:, p. 778-788. üeber Pierre de Blois s. die Eüst liter. 
de la France, XY, p. 341 ff^, als der bili^erlieben Obrigkeit 
Yergl. das Arr^t des Parlamente vob Dijon vom 19. Januar 1552; . 
die Recension der Werke des* Peter von Blois im Joum. des 
Sav. vom 16 Mai 16&7, wo mebrete hierauf bezügliche Akten- 
stücke mitgetheUt «lud; Uez&ray, Abrege de TJÜst ie France, 
Tom. I, p. 578, edit, in 4« Lobinean, Eist de Paris, Tom. I, 
p. 224 ff. p. SfOO ff. Marlot« üist de la metrop^le de Rheims, 
Tom. II, p. 769. (JUathurin de Neur^> Querela ad Gassen- 
dum de parum Christianis Provincialium suornm ritibus nfmium- 
q[ue sanis eorundem morilias: ex occasione Ludicrorum, quae 
Aquis Sextiis in solemnttate Corporis Christi ridicule celeb'ran- 
tur. S. L, 1645, 4., 61 pp» Lancelot in der Hist de TAcad. 
des Inscr., Tom. VII, p. 255, ed. in 4. (Tom. IV, p. 397, ed. in 12.) 
Du Tilliot, Memoires pour servir i Phistoire de la fete des 
^Foux, qui se faisoit autrefois dans plusieurs eglises. Lausanne 
et Gen^ve 1751, 8. — Hieher gehört auch der Roi des Ri- 
bauds. S. Melanges historiques concernant les Ribauds et la 
cbarge des Rois des Ribauds taut en- France quaux Pajs-.Ba8 
in dem Compte rendu des seances de la Commissfon Rojale 
d'Histoire, I, p. 380, no. 490 ff. Mme Clement, Histoire des 
fStes civiles et religieuses, des usages anciens et modernes du 
departement du Nord, Tom, I, 1836 (2. edit), p, 395-398. — 
Als nun Odon de Sully dies Narren fest zu unterdrucken «Ich 
durch alle ihm zu Gebote stehenden Mittel mindestens bemühte, 
und unter Zustimmtmg des Kir^henkapitels, wenigstens die zü- 
gellosesten Ausschweifungen unterdrückt hatte, "ordnete er eine 
andere Art von Feier für künftige Zeiten an, wodurch er die 
schon früberhin, naav&ntU«h im XU Jahrhundert^ gebräu<*!ilichen 
Epitres farcies (s. Martene, de ritibus ecclesiast. ed. Mu- 
ratori. Mediolan. 1736-1738, 4 Voll. fol. I, 3,2) sanctionirte. 
Von der Messe am Tage der Beschneidung sagte er: Missa 

15^ 



22S Kapitel ¥1« UwMmmUmtiMm C#«flte. 

cum caeteris Aoris ordinal ceiebrakiiur ab aiifuo prae- 
dicatorum (einem Sabdiakonns)^ hoc addito, guod epittola 
cum farcia dicetur a duolfus in cappis sericeii. Der 

Sabdiakonus, yon zsvfii Klerikern in seidenen Kappen begleitet, 
stieg Tor das Pnlt (ambon oder jube genannt), Ton welcbem die 
Epistel verlesen wnrde^ sang sie Vers fiir Vers ab, und die bei- 
den Clercs sangen nach jedeuk einzelnen Verse der Vulgata die 
französiscbe Erklärung f farcia) ab. Beispiele bei Lebenf, 
Tratte du Chant ecclesiastique, p. 122 • 138. Histoire liter. de la 
France, XIII, p. 108 ff. Vergl. Roquefort, Etat, p.249 ff. 
Am Tage des heil. Stephanus z. B. begannen die beiden Cleriker: 

Entendex tuit h cest sermon. 
Et clerc et lai tot enrnron, 
Conter Volon» la passion 
De Saint Estevene le baron^ 
Comment et par t/uel ntesproison, 
Le lapiderent li fHouy 
Por JkesU'Crist et por son non, 
Ja torrex dire en la le^on. 

Der Subdiakonus. 
Leetio actuum Apostolorum, 

Die Cleriker. 
Ceste lefon c'on et voust list, 
Sains Lus stapele, gut la ßst, 
Fust des apostres Jhesu-Crist, 
Sains esperis ces li aprist. 



Ce fust au tans f« en arriers 
Que Jhesu - Crist ot maint guerriers, 
Mescriant estoient en leur fei, 
Si despectoient nostre leij 
Qui et est ä Dieu; or escout 
Veriti fine^ voire, et tout, 

,,In diebuM illis^ ctc, 

Jhesu 'Christ ot un champion 
Apres la Sainte Ascension - 
Qui Premiers eonquist a durs cos 
Ce que Adam perdit come fos. 

s>Stephanus plenus gratia^* etc. 



Kaiittel Tl. Brämatfoelie FoSsfe. 229 

Sain% Eiftevene soüt^et moutt pot, 
(tut föTce et gräce de Bleu ot ' 
Au peUpit fu tont de Dieu digneSf 
Fai$oit miracle» et grant signes, etc. 
Das Stück schliefst mit folgender Anrufung: 

Or prions tous le saint Martyr, 
Qu^il nous puist salver et garir, 
K^ensi puissions nos tot tnorir, 
, AI regne Diep, parvenir, 

Amen, 

Dies Eine Beispiel möge genügen. — Die Epitres farcies waren 
noch im Anfange des XYIII. Jahrhunderts in den Diöcesen von 
Meaux, Sens and Anxerre im Gebrauch. Zu Rhelms, Dijon 
u. a. a. O. wurden sie erst im J. 1740 abgeschafft. — Eine An- 
taH lateioiscfacr Verse findet man auch der PassioH beigemischt, 
welche sich handschrifütch auf der Eönigl. Bibliotfan^ zu Paris 
befindet (no. 11ij%) und aus dem Anfange des XII Jahrinuderts 
herrührt Vergl. Hist. liter. de la France, Tom. VlI, p. 40 ff. 
Der Titel lautet: Geste est la Ystoire doa nostre Seignor Yhe- 
sus Grist, et coment il soufri passion et torment et mort por 
saayement de la humaine generacion, et por gieter les armes*) 
hors du limbe d'enfer qui estoient entenebres. Die Zahl der 
Verse ist 1442; der Anfang lautet: 

Cell qe sa qe tot est nient • 

Se no a servir au rot omnipotent 
M'a fait garder en ma memoire 
Dont ay eslit toutes les ystoire 
La plus Vßraye et la m4ilor$ 
Ce est Celle dou nostre Seingnor 
Jhesu Cr ist le dou% fil Marie etc. 
Schlufs: , 

Hie finitur passio nostri Salvatpris 

Nostra est redemptio pena creatoris 

Jpsa resurrectio lux exisiat rohoris 

Pro quam iusta concio vitat iter nemoris. 

Ci por fenist la grant ystoire 

De YheSyU Christ le roi de gloire; 

Comant il fu pris et Hex, 

See mains, ses pie% fu eneloe%y 

D'au destre Ißht**) il fu ferux 



*) d. i. AmM^ **) dexirum latus^ e6i^. 



290 Kapitel VI.. mammmttMtate rmtpim. 

Sus en Im croix d'ah tne8^4m%. 
Et por no'9tr0 r^demption 
11 90¥fri mort 0t pas$ion» 
Com il eU voir et je le croi, 
. HS! sire JOiex, sainUsme rei, 
Perdone% moi tox mes peckiex 
Et me gardex d'aversitex, 

§. 134. Auch in dem Myst^re des Yierges sages 
et desVierges folles, vielleicht dem altesteo alier vorhan- 
denen, unterhalten sich die auftretenden Personen bald in la- 
teinischer bald in romanischer Sprache ^). In der altfranzosi- 
sehen Literatur ist das älteste, bisjetzt bekannte: La Resur- 
rection du Sauveur') ans dem Anfange des XIII. Jahr- 
handerts. £s war keinesweges zur Aiifföhrung, sondern nur 
zurti Vorlesen bestimmt, wie aus dem auch in anderer Bezie- 
hung (nehmlich für die scenisclie Anordnung) wichtigen Pro- 
loge hervorgeht'). 
') Es ist noch nicht gedruckt; die Handschrift, in welcher es sich 
vorfindet, ist zuverlässig aus der ersten Halfle des X. Jahrhun- 
derts. Yergl. Rajnouard, Choix d<s poesies originales des 
Troubadours, 11, p. CXLV und den . Auszug p. 139 ff. 
, ') Public avec une traduction an regard, par A. Jubinal. P. 1834, 8. 

') — — En eeste manere recitom 

La Sainte Resurreccton: 

Primerement apareillons 

Tut tes lius et les mansions; ^ 

Le crucifix primerement 

Et puis apres le monument^ 

Une jaiole *) t deit aver ' 

Por les pritons enprisoner: 

Enfer seit mis de cele part. 

Et mansions de l* nitre part; 

Et puis le eiel; et as estals**) 

*) prisoaj davon g'^olier, **) Stag^esy Gestelle. In clem Prologne da 
Hyetere: Les BUephemetettre in BOra de Diea k dti-eept (18) penoo- 
■ege» vP« 1831) heifst es: 

you» itovez voir ia mus en ees estnigw 
La ^SitS souveraine et divine 
Bt le» ähg'es plat/tt ä'honnMs et pag'ee 
jäeec Marie la vierg^ irhs • benig^ne, 

(Signe J II, v. 5 smy.) 



Kapitel ¥1. BMMtatisclie Pe««ie. 2^1 

Feimes Piiate ^d des vmssmlsf 
JSis u $€t €M9mli0rt aurm; 
f Cayphas en l*altre tira. 

Od Iwi tM ia Juerie, 
Puds J9§peke dArUnachie*); 
El quart liu sei( dans Nickodems: 
Chescons % ad od sei les soens; 
El guint les deciples C kreist; 
Les trois Maries saiemt el sist. 
Si seit porviu tfue tom face 
GaliUe enmi la place; 
VEmdus ancore % seit fait, 
U Jhesu fut al Hostel trait. 
Et cum la gent est tute asise 
Et la pes de tute% par% misej 
^ Bon, Joseph, eil d'Arunaehies 
Ven^e ä Pilate, si lud die: u. s. C 

§. 135. Seit den ersten Jahren d^ts XIV. Jahrhunderts 
(lilirte man auch scenische Darstellangen auf, deren Quelle 
nicht in der Heil. Schrift zu suchen war und auf die wir so- 
gleich kommen werden. Seihst der Roman du Renart (s. oben 
§. 83) hat den Stoff zu einem' dieser' Stücke hergegeben. Zu 
Pfingsten des J. 1313 liefs Philipp der Schöne, welcher damals 
mit dem Papste Bonifazius VIII. im Kriege begriffen war, die 
Procession du Renart aufführen: 

Mestre Renart i fu ivesque 
V4u et pape et arcevesque^ 
wie es in der Chronik des Godefroy de Paris heifst'). 
1) S. Jabinal, la Complainte et le Jeu de Pierre de la Broie, 
chambellaa de Philippe le Hardi, qui fut pendu le 30. juin i11%. 
P. 1895, 8., p. 52. ^ S. über diese Schrift: Raynouard im 
Joam. des Say., 1835, Mai, p. 320. — Pierre d^ la Broie, ob- 
wol er die angeschuldigten Verbrechen sicherlich uipht begangen 
hatte, war jedenfalls als falscher Ankläger der Königin Marie 
(T<^n Brabant) strafbar. 

§. 136. Nicht blofs in Paris allein, auch in den Provin« 
zen stellte man Mysterien dar, auf Theatern, welche aus dem 
Stegereife errichtet worden waren. Ein Trompeter zog durch^ 

') Jrimaihie, 



232 KupMel 1^1» Bfamiitiyel^e PoMte« 

die Strafsen, um die Schauspieler ^zusammenzublasen^* und dem 
. Publikum den Beginn der Yorstelluog anzuzeigen'); der Maire 
und die Schöffen wohnten den Aufführungen bei, welche öfters 
mehrere Tage hindurch dauerten'), und irefeen sich ihr Essen 
auf Kosten der Commune nach ihrem hourt (^fchafaud) bringen. 
Während der Vorstellungen wurden die Thore von den G«irdes 
de jour et de nuit und den Sergents de la vingtaine bewacht '). 
Uebrigens wurde den Auffuhrungen jeder nur irgend ersinn- 
liehe Schein von Wahrheit zu geben versucht, wie man aus 
der Notiz ersieht,' welche die Chronik von Metz mittheilt, dafs 
bei Darstellung der Passion in der Ebene von Veximiel einer 
• der Priester beinahe am Kreuze seinen Geist aufgegeben, ein 
anderer, welcher den Schacher darstellte, nur mit Mühe ge- 
rettet werden konnte. 

') S. Cry 9t proclamation public^e: pour iouer le mistere des 
Actes des Apostres, en la ville de Paris, etc. P. Denys Janot, 
154f, 4B1. 8. (Copie figuree, 1830, hei J. Pinard.) 

') Diese Weise der AbtheiluDg nach Tagen dauerte auch noch spä- 
terhin nach Errichtung des regelmäfsigen Theaters fort. Hardy 
(unter Heinrich IV. und Ludwig XIIL) dichtete: Les Amours 
de Theag^ne et de Chariciee in 8 Journees; noch Dnrier 
(1605-1658) theilte die Amours de Leucippe et de Clitophon 
in 2 journees. Man glaube ja nicht, dafs unter joumee'so viel* 
als Akt zu verstehen sei; die Aufführung der einzelnen Abthei- 
lungen fand in der That an den verschiedenen angegebenen Ta- 
gen Statt, wie z. B, Schiller's „Wallenstein". S. Parfait, 
Histoire du Tbeätre fran^ais, Tom I, p. XY note. Das zu Maus, 
Angers, Tours und Paris aufgeführte Myst^re des Actes des 
Apdtres nmfafste 40 Tage! 

*) Vergl; F. C. Louandre, Histoire ancienne et moderne d'Abbe- 
ville et de snn arondisseraent, p 237 ff., wo auch der Preis an- 
gegeben ist, mit welchem man diese Dramen bezahlte (10 Gold- 
tlialer, d. 1. wenigstens 111 frs. 60 cent. =s 31 Thlr. 18 Sgr.). — 
Louandre hat, um dies beiläufig zu erwähnen, eine für die 
französische Literaturgeschichte nicht ganz un\iiditige Biographie 
d'Abbeville herausgegeben. 1829, 8. 

§. 137. Aufser den Mysteres sind, wie schon bemerkt 
worden ist, die Moralit^s, allegorische Stücke, die Farce-s, 
komische Scenen, welche meistentheils bis zur Licenziostiat aus- 



Kapitel Tl. 9v»nAti9<»lie Pe^le. 233 

arteten ^)f und die^otties oder Soitises zu erwähnen, letz- 
tere eine Gattung der^ Farcen, welche sich dber durch ein sa- 
tirisches Element (und zwar war die Satire meist persönlicher 
Art) auszeichnet^. Die Anzahl der auf uns gekommenen Sot- 
ties ist verhaltnifsmäfsjg sehr gering und ihr Verstandnifs wird 
durch vielfältige Anspielungen jetzt sehr erschwert'). 
') Die berühmteste aller französischen Farcen ist der Slaistre 
Pathelin (vergl. B, S. 174 ff.). — Verf. derselben ist Pierre 
Blanchet, geb. zu Poitiers im J. 1459. Er widmete sich früh 
dem Advokatenstande , dichtete Satiren, Rondeaux und Farcen. 
In seinem 40. Jabre wurde er Priester [wie neuerdings der P a r. 
de G6noude] und starb zir Poitiers im J. 1519. lieber dte 
yerschiedenen Ausgaben s. die Biblioth^que du Theätre fran^ais, 
1, p. 56 ff. Der Titel der Lateinischen Bearbeitung lautet: 
Pathelinus, nora Comoedia, alias veterator (Gevatter- 
freund) e vulgari lingua in latinam traducta per Alexandrnm 
Connibertum u. s w. P, Fr. Stephanus, 1543, 8. — Brueys 
brachte 1706 den Pathelin in etwas erneuerter Form auf die 
Bühne. David Auguste de Brueys, geb. zu Aix im J. 1640 
aus einer alten, von Ludwig XL geadelten Familie, war anfäng- 
lich Advokat, trat aber später in den geistlichen Stand, gleich 
als ob er seinen Vorgänger Blanchet habe nachahmen wollen. 
£r starb zu Montpellier am 25. Novbr. 1723. S. über ihn und 
seinen Freund Palaprat die Bibl. du Th. fran^., lU, p. 112-113. 
') So wurde in dem Jeu du Prince des sots et m^re sötte, joue 
aus halles de Paris, le mardi gras, 1511, 8. von Pierre Grin- 
gore (dit Vaudemont oder M^re-Sotte, Waffenherold des 
Herzogs von Lothringen) der Papst Julius IL, welcher damals 
mit Ludwig XII. in Streit lebte, unbarmherzig mitgenommen. 
. Dies Stück bestand aus einer Sottie, einer Moralite (L'Homme 
ohstine) und einer Farce: Faire vaut mieux que dire. Man 
sieht hieraus, in welcher Verbindung (nach Art der griechischen 
Trilogien ; man wird übrigens hier zugleich unwillkürlich an 
das Satyrdrama der griechischen Tragiker erinnert) die oben 
erwähnten dramatischen Arten standen. S. Biblioth. du Theatre 
franp., I, p. 85-88. Gringore, bekannt aus Victor Hngo's 
„schönem Ungeheuer", dem Romane JNotre Dame de Paris (wo 
er, beiläufig bemerkt, ganz falsch aufgefafst worden ist, da der 
Dichter den Titel Prince des Sots, M^re Sötte nicht verstanden 
zu haben scheint), war ein bedeutender Satiriker, wie seine Fan- 
taisies und seine Menüs propos darthun. Vergl. über ihn be- 



334 Kapitel Tl. 99mmmiiMhe P««iie. 

sonders die Bemerknogen yon-Villemain jm Jonnk de» SaT., 
1838, Avril, p. 212 ff. 

§. 138. Als Vorgänger von Jodelle, dem eigentlichen 
Schöpfer des regelmäfsigen Drama's in der bei den Franzosen 
beliebten Form durften blos zu nennen sein: Octavien de 
Saint-Gelais, welcher den Terenz übersetzte (s.oben §.1299 
Anmerk. 2. 12.x Gruiliaume Bouche'tel, Thomas Sibil- 
let, Uebersetzer der Tragödien des Sophokles und Euripides. 
]|^jtiehne Jodelle war der erste, welcher im J. 1552 eine 
Tragödie von. eigener Erfindung, Cleopatra, auffuhren itefs. 
Der anti- kirchliche Sinn jener Zeit sprach sich in den frü- 
hesten regelmalsigen Dramen noch deutlich aus '). 

*) Man vergl. z.B. Le Marchand^Converti, Tragedie nouvelle, 
en laq[aelle la vraie et fausse Religion au Parangon l'one de 
Fautre, sont au vif representees, pour entendre quelle est lenr 
vestu et effort au combat de la conscience, et quelle doit etre 
leur issne au dernier jugcment. Jean Crespin, 1558, 8. S. Bi- 
blioth^qae du Theätre franpais, III, p. 263 ff. — Comedie da 
Pape malade et tirant ä sa fin, oii ses regrets et com- 
plaintes sont au vif represent^s, les entreprises et machinations 
qu'il fit avec Satan et ses Snppois, pour maintenir son Siege 
Apostolique et emp^cher le cours de l'Evangile, sont ^thegori- 
quement decouvertefir: traduits du vulgair arabic en hon roman 
et intelligible par Trasibule. Ronen (Gen^ve) 1561, 8. S. Bi- 
blioth^que du Thedtre frangais, III, p. 268 ff. Im Prologe findet 
sich der Vers: 

Ce JeU'Ci est pour eeux gut le Pape diteUent^ 
welcher als Mott6 hätte dienen können. — Colloque, duquei 
sont interioeuteursj Monsieur notre maitre Friguan- 
douille, Frere Thihaud et Messire Nicaise; steht in 
dem Bande: Satjres chretiennes de la cuisine papale, imprime 
par Conrad Badias, 1560. Weit abscheulicher als die beiden 
vorhergehenden; s. Bibliotb. du Thetoe franpais, III, p. 273 ff. 

§. 139* Es folgt hier ein Verzeichnifs der mir bekannt 
gewordenen dramatischen Leistungen der Eranzosen vor Jo- 
delle. 

Vie et Miracle de St Andry, Myst^re li 86 pp. P., Pierre 

Sergent, 4. goth. 
L'Assumption de la gloriense Vierge Marie. Mjst.ä38pp. 



WLmpHelWE. MmmmmUMmh^ Watimim. 235 



Lft Vle de Madame Saiilte-Barbe. Myst 1^ 98 pp. Lyen, 
Bien-Adyise, Mal-Adris4. Myst^re i 69 pp. P., fol. go 



16. 
> pp. P., fol. goth. 

S. PaTfait, H, p. 113 ff. 
Le Mironer et TExempte des Enfants ingrats, pear lee- 

qnela les peres et Ics merea se delniiMent powr le« augmeiiter, 

qni i-la-fln los desce^oiasent. Hör. Ii 8pp. Ljon 1§89, 16/ 

Ein gotb. Drack erschien schon frfiher. 
Moraiit6 non^elle tr^s frvctvevse ^e Tenfant de perdition. 

P. 1833. . 
Histoire-de TEnfant prodigne, par laqnelle est d^mensiree la . 

▼ie miserable oä parnendront cevz qni depenseat lears hiens 

prodigalement Lyon s. a., 16. 

Farce noavelle du Med e ein, qni guarist de toates sortes de 
maladies, et de plusieurs autres; anssi fait le nez h un enfant 
d^une femme grosse, et apprend k deviner, h 4 pp., s. L et a. 
.Wahrscheinlich Quelle von Lafontaine*s Conte du Faiseur 
d'Oreilles. 
Farce de Colin, fils de Thenot le Maire, qni revlent de la 
guerre de Naples, et am^ne an pelerin prisonnier, pensant que 
ce fut an Türe, etc. 2i 4 pp, 
Farce nouvelle, contenant le debat dW jeune Moine et d'un . 
yieil Gendarme par devant le Dien Cnpidon pour nne fille, fort 
plaisante et recreative, h 4 pp. 

Diese drei Farcen stehen nebst vier anderen in dem Recueil 
de plusieurs Farces, tant anciennes que modernes, lesquelles 
ont ete mises en meilleur ordre et langage qu'auparayant 
P. 1612, Nicolas Rousset, 12. Sämmtlicb vom SchluTs des 
XY. Jahrhunderts. 



Le Myst^re de Gris^lidiir, Marqnise de Saloees, h 35 pp. 
P., s. a., 4. goth. — Neuer Abdrack dieses ausgeseidbnei schö- 
. nen Myst^re P. 1832, 4. 

Ii*H«mme»pdcheur. Ceet k s^am^ir, la terre et le limon qui 
gendre Tadolescent Moralite jouee k Tours, k 60 pp. P., s. a,, 
Teure Jehan Trepperei et Jehan Jannot, 4., goth. — Auch zu 
60 pp. — Oefter wiederholt. Das Sujet ist fast dasselbe, wie 
m dem Myst^re du Bien-adris^ et Mal-ady|s^ (s. oben). 

Le Mystire de la Sainte Hostie, i26pp. P. B.a., 12. goth. 

Sensnyt un myst^re de l'institution des fr^'res-pre- 
cbenrs, et commence St. Dominique, lul ^tant k Rome, y^tu 



Zd6 Kapitel ¥1. ItafmwAtItMte P4»IM^ 

en habit de Chanoin« regaller, « 36 pp/ P., Jeban Tröj^erel, 
4..goth. — S. Parfait, II, p. 547 ff. ' 

Le Las d'amoar divin. Moralite arec an Prologoe, k 8 pp. 

Rouen, S.^oih. P., Felix Balligamlt, 4. gotb. 
-La Yie de Monseigüeiir Saint-Laarens, a 56 pp., avec le 
martyre de Monseigaeur Saint -Hjpolite* P«, Alain Lorian, et 
Denis Janot, 4. gotk 

Moralite nouyelle du manyais riebe et dniadre, il2pp. 
S. gotb. — Mit einigen Zusätzen unter dem Titel: L'Bistoire 
et Tragedie da Mauvais Riebe, extraite de la Säinte-Ecritore, 
et representee par 18 pp. Ronen, Jean Oorsel, 12. Neuer Ab- 
druck, P.1833, 8. S. aucb Parfait, II, p. 145 ff. 

La.Vie de Marie-Magdeleine, contenant plusieurs beaux BG- 
racles, comment eile, son frfere le Lazare et Martbe sa soeur 
vindrent ä Marseille; et comme eile convertit le Duo et la Du- 
cbesse, ä 22 pp. Lyon, Pierre de la Haye, 1605, 12. (Unge- 
ßüir vom J. 1500.) 

I^a Mort de Narcissus. Bloralile ^ 3 pp., 4. gotb. Stebt aucb 
in dem Buche : La Fontaine der Amoureux. -^ P., Jeban Jebannot. 
4. gotb. 

Pramatisi^e Arbeiten von JeanBoacbet (mit dem Beinamen 
Le Traverseur des voies perilleuses, s. §, 130^ Anm. 13.), Pro- 
kurator zu Poiticrs: 

I.- Le Nouveau Monde, avec VEitrif 
Du pourveu et de V^lectif, 
De Cordinaire et du nomnU: 
(Test un livre bien renomme, 
En suivant la forme authentique, 
Ordonn6 par la Pragmatigue. 
Moralite ^ 14 pp. P., Gnillaume Eustace, 8. gotb. AUegoriscbe 
Anspielung auf die pragmatische Union unter Ludwig XII. und 
die dadurcb bervorgernfenen Streitigkeiten. — IL Sottise i 
8 "pp. , 8. gotb. 

Nach Beaucbamps sind diese beiden dr amatiscben Arbei- 
ten von P. Gringo're. 



Le Myst^re deMonseigneur Saint-Pierre et Saint-Paul; 
eontenant plusieurs autres vies, martires et conversions de Saints; 
commei de Saint- Etienne, Saint ^Clement, Saint -Lin, Clete, ayec 
plnsiears grands Miracles faits par riniercession des dits Saints; 



ÜJMpitel Uli llvMMitls«lie V^Aiie. 237 

et la, Sori de Sauen Magns, arte 1» ^rrerse vi« et matiyaise 
fin de.r£mperear Neron, comment il iit mourir sa m^re, et 
conuuent il moarat piteofiement,'li 100 pp. P., Goill/Njver, S. 
L*Histoire de Sainte Sazanne. Exemplaire de toutes sages- 
femmes et de tous boQs Jnges, ^ 14 pp. Troyes« Nie. Oadot, 12. 
Moralite de la Yeadition de Jojseph, etc. h 49 pp. P., 

Pierre Sergent, fol. gotb. — Neuer Abdruck, P. 1835, 4. 

Vita Tel Tragedia beatae Barbarae, filiae Dioscori regia 

sistentis in Palestina, sub Maximiniano imperatore in V. äies di- 

visa, yersibtts gailicis, in fol. Manuskript S. Bibl. da Thiätre 

fran^., I, p. 34 ff. 98 pp. Um 1440 geschrieben. Yergl. Mager, 

I, S, 42. 

Le Myst^re du Roi Avenir, divise en 3 joumees,. h plas de 

100 pp. Manuskr. Verfasser ist Jean du Prier, genannt le 

Prieur, Hofmarscball des Königs Rene des Guten von Sieilien. 

(Cy commence an Miracle de Nostre-Dame et de Sainte- 

Bantbeucb, femme da rej Clodoveus, qui pour la rebellion 

de ses deux enfants, leur fist caire les jambes, dont depnis 

se reyestirent et devienderent religieux. Noch angedruckt. 

Vergl. Miracle de Nostre-Dame, de Robert k Dyable (Rouen 

1836), p. XXX. Der Gegenstand ist die Sage von den Ener- 

ves de Jumi^ges, über welche man vergleichen kann: Belle- 

forest, Histoire de France, I, p. 104 ff. Mabillon, Annal. 

Bened., II, p. 313. Duplessis, Description de ja Haute- 

Normandie, II, p. 236. Marchangy, Tristan le Voyageur, 

III, p. 58. 365. E.H. Langlois, Notice sur le toml>eau des 

Enerres de Jnmi^ges. Ronen 1825.) 

Le Myst^re ou Passion de St. Etienne, k 15 pp. 

La Vie ^a Myst^re de Monseigneur Saint-Fiacre, k 

23 pp. (In der Mitte dieses Mysteriums findet sich eine nicht 

eben züchtige Farce zu 6 Personen) 
Le Myst^re de St. Denis et de ses compagnons, ^26 pp. 
Myst^re de la Yie et des Miracles de Madame Sainte- 

Geneyi^ye, k 41 pp. Handschriftl. Bibl, du th. fr., I, p. 37 ff. 

* 
L^Histoire de ia destruction de Troies, mise par.person- 
nages et diyise en 4 journces. P., Jean Bonhomme, 1484,, fol. 
goth. u. öfter. Verfasser ist Jacques M'illet, nicht Jean de 
Meung. (Ueber den Stoff s. oben Kap. III, §. 80.) 



238 KAfitel TI» 

MysUre du tr^passement Notre-Dame, 4. ttaB^achrift 
yem J. 1468. 

La Patience de Job, seloo Thiaftotre de la Bibie, tiomi^e il 
perdit toha aea biena k guerre et par fortnne, et la grande pau- 
vrete qa'il euat, et comme tont Ini fut renda par la grace de 
Diea , k 49 pp. Handachrift yom J. 1478. Oft herausgegeben, 
z.B. Troyes, Nicolas Oudot, 1621, 4. (Vergl. onch Les Vers 
de Job. Fr. Michel, La Chansan dea Saxons, I, p» LVHI iF.) 

L'Incarnation et Natiyite d« notre Seigneur Jesaa- 
Christ, laqaelle fut montree ainsi, que ci-apris est ecrit, Fan 
1479, les F^tes de NoSl, en la Yilie et Cite de Roaen, 3k 78 pp. 



Le Myst^re de la Concepcion; Nativite, mariage et annon- 
ciatioQ de la Benoite Vierge Marie, avee la Nativite de Jesus- 
Christ et son enfaoce, contenaDt plusieurs belies mati^res, dont ' 
les noms sont en la table (ä 97 pp.). P., Alain Lotrian, 4. goth. 
Le Myst^re de la Passion Jesn-Christ, en4 jonmees, joue 
k Paris et k, Angers. P., Driard, 1486, fol. goth. (oft wieder- 
holt). S. Parfait, I, p. 73ff. 
La Resurrection de Notre Seigneur Jesu-Christ, par 
personnages (80), commeiit il s'apparat k seä Apdtres, et k plu- 
sieurs autres; et comment il monta hs Cieux, le jour de son 
ascension. P., Akin Lotrian, 4. goth. Wiederabdruck Ton A. 
Jubinal besorgt P. 1834, 8. 

Verfasser dieser drei Myst^res ist Jean-Michel, po^te 
Angevin, Leibarzt des Königs Karl VÜI, welcher in nemont 
am 22. Aug. 1493 starb, und nicht mit Guillaume-Michel 
dit de To.urs zu ver^vechseln ist S. oben §. 13P, Anm. 21. 22. 
— Sie erschienen auch zusammengedruckt: P,, Jehan Petit, 
Geoffroi de Marnef et Michel le Noir, 1527, fol goth. — Ver- 
schieden von dem letztgenannten Myst^re ist ein gleichnamiges 
(compose par Jean Michel et joue k Angiers triomphamment 
devant le Roi de Cecile. P., Antoine Verard^ fol. goth.), aber 
wahrscheinlich von demselben Verfasser. S. La Croix du 
Maine, Bibl., p. 248. Anderer Ansicht sind jedoch Beau- 
champ (Recherches, p. 122) und die Gebrüder Parfait (11, - 
p. 238), welche Jean Michel, Bischof von Angers, für den 
Verfasser halten. Vergl. Bibl. du Theltre franp., 1, p. 64 ff. 
-^ S. auch Histoire de la Passion de Jesns Christ compos^ 
en 1490 par le R. P. Olirier Maillard, publik en 1828 
par Gabriel Peignot, sec, edit. P. 1835, 8. 



KiHplielTI. MwmmMltMt%€ rö99ie. 239 

<A«8 dem %rsten dieser Aljsterieii folgen hiei ewei Proben: 
1. Die Heil. Jangfrau spridit bu ihrem Kinde: 
JHon eher enfanty ma tres-douiee port^e, 
Mon hien, mon cuenr^ mon seut avancement, 
Ma tendre fleut que fay lortgtemps portity 
Et evgendri de mon sang propremen^; 
Vtrginalement en mes flancs es eoneeuXj 
Virginalement ton Corps humain receux, 
Vtrginalement €ay enfenti sans peine: 
Tu fn^as donn^ eognoissanee eertaine 
Que h ton poonir ame ne se compere; 
Parquoi ie adore, et te clame h voix piaine^ 
Mon doulx enfanty mon vray Dieu et mon pere* 
2. Lncifer harangairt seine höllischen Geister: 
Diables d^enfer horrihles et cornuSy 
♦ Gros et menuSj ors regards häsiliques^ 
Infames chiens, qu*esteS'Vous devenusf 
Satile% tout nudSj vieulx, jeunes et ckinus, 
Bossus tortus, serpens DiaboliqueSs 
AspidiqueSy rebelies tyranniques, 
Vos pratiques de jour en jour perdex^ 
TVaitreSj larronSj d^'enfer sortexy vuidex. 
ParleS'tu pointj Satan aceusateur, 
Pers4cuteur de tout humain lignaigef 
Toy, Bilial, nostre grand Procureur^ 
Faulx rapineur, infame ditracteur 
Et inventeur de larcin et piliaige^ 
Diable Genfer a vous je me complains: 
Ton Courage canin rempli de raige 
De CerberuSy traistre chien h trois testes, 
Tes apprestes fais de mauvaise sorte, 
Esperitx dampnex^ desraisonnables bestes, 
Plains de deceptesp infames deshonnesteSj 
Faxt es vos questes: saillex hors de vos porteSy 
Grande cohorte de nos diablesses fortes, 
Droictes et tortes avecque vous traisnex; 
Fenex ä moy mauldir speritx dampnetx, 
* * 

La Yengeanee de Notre Seignear Jesus Christ, 4 joam,, 
P«, Antoine Yerard, 1491, fol. goth., mehrmals im Dnick wieder- 
holt, vor Kari YIIL anfsefährt. (S. BiU. da th^tre fr., I, p. 66.) 



I ' 
340 MiipMel Tl. Braitfllüselie F«»«ite. 

Le Viel Testament, p»r personnages, iiaqael sont eontenas 
plasienrs Mjst^re» (der Zahl nac])i 23). P„ Jehan Petit, fol. goth. 
Oft wiederholt Um 1500. 

Le Myst^re du Chevalier qui donne sa femme an diable, 
h 10 pp. represente en 1505, 12. goth. (Ygl. Parfait, II, p.555.) 

Moralite nouTelle de Mandus, Caro, Demonia, en la- 
qn^lle Terrez les dars assauts et tentations qu'iLs fönt au Che- 
valier Chretien; et comme par conseil de son hon esprit, avec 
la grace de Diea, les vaincra, et a fin aara le Royaume de Pa- 
radis, ä 5 pp. 1506. (Wiederabdruck P. 1838, 8.) 

L^Homme juste et Thomme mondaln^ avec le jugement de 
lame devote et Texecution de la Seutence. Moralite a 82 pp. 
P., Verard, 1508, 4. goth. (Verfasser ist Simon Bourgovin 
oder Bourgoin, Kammerdiener Ludwigs XII.) 

* * 

La Condamnation des Banquets, a la louange de diette 
et sobriete pour le profit du corps humain, Moralite 
ä 38 pp. von JNicole de la Chesnaye. P., Antoine Verard, 
4. goth. S. ßibl. du Theatre frangais, I, p. 89 ff. 

Sottie k 10 pp. jouee k Gen^ve, en la Place de Molard, le Di- 
manche des Bordes, Tan 1523. 

Sottie ä 9 pp. jouee le Dlmanche apr^s les Bordes en 1524, en la 
Justice, pour ce que le Di manche des Bordes faisoit gros temps. 
Die beiden letzteren 12 , s. 1. et a. et t. 

* * 
* 

Moralite tr^s- excellente h Thonnenr de la gl?>riease 
Assumption Notre Dame, jouee ä Dieppe le jour du Puy 
de ladite Assumption, Tan de grace 1527. Maitre Robert ]e 
Bouc, Bailli de ladite Ville, Prince du Puy, et maitre de ladite 
Feie pour sa troisieme annee. P., rue de Sarbonne, 1531, 4. 
- Moralite k 10 pp. Verfasser war Jean Parmentier, Bürger 
und Kaufmann zu Dieppe, geb. 1494, gest. 1530. (lieber die 
Puys s. oben Kap. II, §. 14, Anm. 1.) 

La Vie de St. Christophe, ^legamment composee en rime 
Franf^oise, et par personnages, par Maitre Chevalet, jadisSou- 
verain Maitre en teile composition. Grenoble 1530, fol. Moral, 
en 4 jourriees. — Von Neuem herausgegeben von der Societe 
des bibliophiles de France, P. 1834. 

Ordre de la triomphante et magniiique montre da Myst^re des 
SS. Actes des Apdtres-faite h Bourger le Dlmanche demier 
joar d'AvHl 1586, vom Amoul Greban, Kanonikus za Mans, 



MmfiU^ TM. MwmmaMmiAe Po«0ie« »41 

gebaren tu Gompiegne, beendigt von sebem Bruder Simon 
« Greban, Mönch zu Saint -Rieber in Pontbien» Oefters wie- 
der aufgelegt auch unter dem Titel : Les Catoliqnes 
oenyres ^t actes des Apotres u. s. w. P., Amonl et 
Charles les Angeliers, 1541. 2 Yolls. fol. Am Schlosse ^det 
sieh das Myst^re de TApocalipse S, Jean Zebed^ von Louis 
Choquet. , 

Le Sacrlfice d'Abraham, k 8 pp.^ noavellement corrig6 et 
augmente, et joue devant le Roi, en THötel de Flandres ä Paris 
(s. oben §. 133), et depois k Lyon, Tan 1539 in 1% gotb. 



Le Myst^re de la Nativite, par personnages, compose en Imi- 
tation verbale et musicale de diverses cliansons, in dem Bache: 
Chant natal, contenant S€|)t No^is, nn Chant Pastoral et un 
Chant Royal etc Lyon, Seb. Griphius, 1539, 4, gotli. Aach in 
dem W^ke: Genethliac musioal et historial de la Concepcion 
et nativite de Jesus -Christ, sous mistique allusion, avec un 
Chant Royal pour chanter h Facclamation des Rois. Lyon, Go- 
defroi Beringa, 1559, 4. 

Lyon Marchand, Satyre fran^oise snr la comparaison de Paris, 
Rome, Lyon et Orleans, jou^e en 1541, imprim^e en 1542 k 
Lyon chez Pierre de Tours. 4. goth. 

Diese dramatischen Produkte sind von Barth^lemyAneau, 
geh; zu Bourges, welcher von den Bnrgemeistem und Schöffen 
XU Lyon zum Vorsteher des neu errichteten Gymnasiums die- 
ser Stadt erwählt wurde. Er misbrauchte bald das in ihn 
gesetzte Vertrauen, indem er die lutherische Religion begün-, 
sligte. Der Ruf, welchen er sich durch seine Kenntnisse in 
den alten Sprachen erworb<» hatte, die Schwierigkeit, ihn 
genagend zu ersetzen, vecanlafsten den Magistrat, seiner zu 
schonen. Sie hielten ihm nur vor, wie er Murren bei der 
Bevölkerung errege and fordeten ihn auf, in ZukunTi vorsich- 
tiger zu sein. Eine Unschicklichkeit, welche im J. 1565 am ' 
Frohnleichnamsfesie begangen wurde, beendete seine Prosely- 
tenmacherei bei der Jugend und sein Leben auf eine tragische 
Weise, Als nehmÜch am 21. Junius die Procession vor sei- 
nem Gymnasium vorbeizog, wurde ein grofser Stein aus einem 
der Fenster auf den Priester, welcher das Sakrament trug, 
hinabgeworfen: das Volk, überzeugt, dafs Aneau Urheber 
dieses Attentates gewesen, wiewohl er völlig unschuldig ge- 

iael«r Altfrai». Lit. Gesch. . 16 



349 K^pttel Vt. ««wn»«l0cfae r#«iie.. 

wesen sein ddrfte, drang in das GymnfMlfindi dn.mni tOdtete 
ilm auf der Stelle. 



Bead Myst^re de Notfe-Barae, 2k la lonange de sa tr^-digne 
Nethrite, d nfte Jeane fille, laquelle sd vonlat abandonner ^ pecfae 
ponr nourrir son p^re et sa m^re en kor extreme punvrefe, k 
la pp. Lyon, Olivier (Ardodlet« 1543, 12. goth. . 



Moralite et Figure snr la Passion de N. S. J. Chr., par 

personnages bien devotes. Handschriftlicb., S. Biblioih^qne da 

. TbeaUe frans., h p- 127 ff. Vom J. 1544 Y^rfasaer lA Jean 

4*Abündanee» Clerc de h. Bazpvhe nnd Notanre «a P<mt de 

Saint >£sprit. (Am Scblssse diesem Stückes -findet sich de? be- 

; ! rühmte Vers: 

Le Corps *Vw •va^ mais le eo€«r Fon^s d^neurvy 

welchen Metaslasio nachgeahmt hat': 

Partosi ma colte, resta il mio cor,) 

Von demselben DicJiter rühren auch her: 

Le Joy«ux Myst^re des Troiis -Rois, Il 7 pp. Handsehrift- 
lich; nicht zu yerwecbtiehi mit dem gleichnamigen Draona der 
Königin Margaretfae von Valois, SdlkweSter des Königs Franz L 

Farce nonvelle trfes-bonne et trfcs-joyensede Ta Cor- 
nelte, ä 5 pp. HandsdbHfU. Im Auszüge audi bei Le* Grand 
d'Aussy. 



Die erwähnte Königin Margare'the hat -«^afst: €o^m64ie de 
la Nativite de Jesus ->Oh>rist; Com^iede TAdoration 
des fcrois Rois; 'Con»edie des Innocens; Gotn^die du 
Desert; Comedie dedenx>fin«s et de denic mariees; 
. Farce de Trop, Prou, Peu, Moins. Siefittd<nsi«h in den 
Marguerites de la ltIargia«Mte des Princess*«, 4iite -illustre Reine 
de la iNavaJpre. Lyon, Jean «de IVttrties, Jr547, -8. •«. 4>fter. 

(f)a wir in dem folgenden Kapitel nithtvon ihr sprechen, 
sondern eine nShere' Charakteristik Fhi'er&ehriften ehier neuen 
Aifsgäbe des Handbuches, 'Bd. I. ^bferlasseii, erwähnten wir 
nur, difs die beste Ausgabe ihrts Hepttfmeron ta Bern, 
1780, in 3 Bden U ^schienen 'ist, In WtE»ldher man den alten 



Kapitejl FI. BmutatfAelie Poesie. 94^ 

Stil ohne die Modernisfrangen findet, die sich andere Heraus- 
geber haben zu Scbulden kommen Us^en; a. B. Amsterdam 
1698, 2 £de 8« Die erste ToILständige Ausgabe er&obien za 
P. 1559, 4.) 



DialogEie raöral, i 4 pp. y<m OaiHanme des Autels, Edel- 
miaane ans Charolois, gestorben im J. 1629 zn Monteenis in Bour- 
gogne: findet sich nebst einem anderen Dialogne mora( in dem 
Werke: Repos de pliu gratiid TravaiL Ded«e pai' TAlataar k m 
sanile et imprime h Lyon,. 1550$ 8. 

Dehnt d« Folie et.d'Amonr, S^rali%9, diniee ep'5 disconrs 
et a. 6. pp. von Louise Labe (Anagramm: Aelie ä *&ij, die 
unter dem Namen: La belle Cordi^re bekannt ist Steht in 
ihren Oeuvres, Lyon, Jean de Tonrnes, 1556, 8. Neuer Ab- 
druck: Lyon 1824. (Da sie künftig einen Plata in Bd. II. des 
Handbuches erhalten mufs, so vergl. man vorläufig über sie 
Mager^ I, S. 407-414.) 

Tragedie fran^oise du Sacrifiise d*Abraham, necessaire k 
tous Chretiens ponr tronver consolaiion au tems de tribulation 
et d'adyersit^. (Gen. XII. Rom. lY. Abraham a cru 'ä Dieu, 
et il lui a iti r^utS en jusHce.) Lyon, Franjois J^opre', 
1551, 12. — Verfasser ist Theodore de B^ze, geb. zu Vfe» 
zelay in Bourgogne am 24. Junius 1510, gest. zu Genf am 13. Oc- 
tober 1605. Sehr häufig gedruckt 

* * 

Myst^re de St. Crespin et de St. Crespinien, herausgege- 
ben von L. Dessalles und P. Chabaille. Ein. Bruchstück 
aus demselben unten B, S. 253 S, — S. noch die Receusion von 
Raynouard im Journal des Savans, Jiiin 1836, p. 365-374. 

'* *• 

La Diablejfie de Chaumont, ou recberclies historiqnes. sur le. 
grand pardon gcneral de cette yille, et sur les bizarres ceremo- 
nies et repr^sentations ä personnages auxqnelles cette sollemnit^ 
~a donni^ lieu depuis le XYe siecle; cöntenant les myst^res'de 
la natiTil^, de la vie et de la* mort de Saint- Jeaü-Baptiste, pu- 
biiee par ^n^ilse Jolib4>is. Chaunont 1838, 8. 

S'ensuit le Mystfere du tr^s-glorienx Mariir gJaint-Cri- 
stopble, por p^sonnages, nouwlkment imprim^ k Paris. P., 
Didot, 1838, 8. 

16* 



244 Kapitel TII. Prosa. 

Farce da Meunier de qui le diable empörte Tälne en 
enfer, und La Farce dePipp^e in der Sammlung yonCra- 
p e 1 e t : Poesies gotbiqnes fran^aiscs. P. 1 832, '8. S. R a y n ou - 
ard im Journal des Savans, 1833, Juillet, p. 394 ff. 

Tragedie fran^aise a huict personnages traictant de Tamour 

d'un seryiteur enyers sa maistresfie et ^e tout ce qui en advint; 

compoaee par M. Bretog de S.aint-SauTeur. Charlres 

1831, 8. 
Moralite It 4 pertonnages; c'ett k c^auuoir Chascait, Pia- 

sieurs, le Temps qui coart, le Monde. . P. 1836, 8. 

Les Poares Deables, Farce noavelle k 7 pp. P. 1834, 8. 
La Farce des deux amoureux recreatifs et joyeux. 
P. 1835, 12. 



Kapitel Vn. 
P r. o a* 

§. 140. Indem wir in diesem Kapitel die altfraozösiscbe 
Prosa abbandeln, bemerken wir gleicb am Eingange, dafs eine 
Vollständige Aufzählung aller auf uns gekommenen theils scbon 
gedruckten, tbeiU noch ungedruckt liegenden Werke bier um 
so weniger verlangt werden kann, als die wenigsten derselben 
der Kunstprpsa, welche uns in der Geschiebte der Natio- 
nalliteratur ausschliefslicb beschäftigen sollte, angehören. Da- 
her findet man bier Namen, wie Molinet, Monstrelet ii. a. 
kaum erwähnt, von denen wir jedoch, um sie dem Leser vor- 
zuführen, Proben in der zweiten Abtheilung geben zu müssen 
glaubten; dagegen haben wir andere prosaische Schriftdenk- 
mäler bier aufgeführt, welche von sprachlicher Wichtigkeit sind.- 
(Mehrere derselben sind schon oben in Kap. 1. genannt worden.) 

§. 141. Aus dem XI. Jahrhundert soll die Uebersetzung 
der vier Bücher der Könige herrühren, welche vor der 
Revolution in der Bibliothek der Cocdeliers £u Paris aufbe- 
wahrt wurde. D^ese ist mit dem Manuskript während der Re- 
volution vernichtet worden, man besitzt aber zwei Abschriften '). 

') Das Manuskript soll nach Rufslaiid gekommen sein. S. Roque- 
fort, Gloss. de la langue Rom., II, p. 778. Etat, p.42. 



Kapitel l^II. PrMa. 245 

§. 14^. Der Heii. Bernhard predigte in franzosischer 
Sprache. Die Handschrift, welche früher im Feuiliantiner- 
kloster*) zu Paris (jetzt Rne St Honore) aufbewahrt wurde, 
befindet sich jetzt auf der Königl. Bibliothek*). — Auch der 
Stifter des Prämonstratenser Ordens, der Heil. Norbert und 
der Heil. Yitalis (Vital de Savlgny) predigten französisch'). 

>) S. Hand b. IV, 8.590, erste Ausgabe. 

>> La Rayalli^re (Rerol. de la langue Fran^., p. 13^) bat das 
Alter dieser Handschrift bestritten and behauptet, d^fs der Heil. 
Bernhard 'kteinisch gepredigt habe. S. dagegen Barbazan, 
Fabliaox et Contes, I, p. 9. Bist, lit^r. de la France^ £X, p. 146. 
XIII, p. 193. Fragment der ersten Predigt über Advent bei Ufa- 
hillon in der Ausgabe der sämmtlichen Werte, Tom. II, p. 722; 
auch bei Roquefort, Bssai bislor. sur Teloquence de la cLaire 
▼or dem Diet. bSogr. et bibliogr. des predicateurs (P. 1824, 8.), 
p. 27-31. Ein Bruchstück eines Briefes an die EarthSusennönche 
zu Mont-Dieu bei Rlieims giebt Le Beuf, Recherches sur les 
plus anciennes traductions en langue fran^aise, in den Memoires 
de rAcndemie des Inseriptions, XVIf, p. 721. 

3) Bolland, Acta SS., 6. lun., p. 827, no. 24. Fleury, Histoire 
eccUsiasticjue, livr. LXVH, no, 10. 

§. 143. Auch die Exposition d'Haimon sur les 
Epitres et Evangiles de la derlii^re semaine de ca- 
reme') findet sich in einer Handschrift aus dem XII. Jahr- 
hundert, die ehemals in der Bibliothek des Prince de Soubise 
aufbewahrt wurde. Dieser Haimon ist wahrscheinlich der 
Bischof von Chalons- sur- Marne, von dem in der Histoire li- 
teraire de la France, Vol. VII, p. 426 ff. die Rede ist. Aus 
derselben Zeit sind die Ystoire de li Normand und la Chro- 
nique de Robert Viscart (jede in 2 Büchern) von dem Mönche 
Aym6 im Kloster des Monte -Casino geschrieben*), beson- 
ders interessant als Denkmal des alten normannisch -französisch- 
unteritalischen Dialektes ^). 

') S. Histoire literaire de la France, Tom. XIII, p. 127 ff. Vergl. 
^ B, S. 19 ff. 

") Nach einer alten Handschrift aus dem XIII. Jahrhundert, befind- 
lich auf der K5n. Bibliothek zu Paris, für die Societe de Fbi- 
stoire de France herausgegeben und mit wichtigen Prolegome- 



2i6 KapUrii^n» rcMiN 

nen begleitet to^ Cliaiiip4)Uloii-Figeac. P. 183$, 8. Hier 
als Probe die auf das Proh^m^ folgende favocatiOM: 

Dieu pere it^rneh €onc9rdable aV€C lo FUl et avec 
U Saint' Eiperit^ et retient vSn^able dqnnlM de tiige, 
4e splendor et de tomme hon9r de deitS; tu sex la pen- 
sie des homes^y tu commandes h ta fontaine de geter 
teaue^ et la terre stähle de faire herbe florie; et ä toi 
ob^st lo solloil, et la soror d$ la solj e^est la lune, la- 
quelle Selon t lo di$ de li.poÄte est Storior de lo solpource 
gu'elle est enlumin^e de lo. soL A toi obSist Ia grandesce 
de lo cielj et toutes les eAoxes gtU sont sur terre ^ et 
toutes Um choxeM qui vojL^t par l'ßity et tputes les ekoxes 
qui f^atent en Vaigue, Et autresi obdist ä toi infer^ et 
h toute home est manifeste que tuit le temporal t^obe- 
issent, La prefuerevaise *) fait li fi^r dornt s^engendre 
toute chose; Vestd commande que li home taillent li la- 
bor; la autompne fait lo moust, et fyver se,mkninent li 

. lahor, et ensi fait lo monde coment ta main lo governe. 
Tupitou% et Saint/ regarde nostre Operation et^ que fax- 
sons choxe dont soions ame%, et aions m4r,ite dont pur 
li aspre fait de li moult mal dont doions aler en enfer. 

. La toe main sur tant grant poix fai estre fort; adont 
Je abatut en terre pour lo pichii a demandi tot souve- . 
raine vertu. Quar^ comme se dit en VI^v angine i li lar- 
ronj c'est lo pechie^ tnont desrohi et lev4 la honne grace 
et an ome ferute^ dihilitant la vertu sensitive, Adont 

' tu me portex h Vestahle^ c'est ä la mirite de sainte 
J^clixe, et aies Cure de moi que mon rnuire, et me con- 
eede H don que je te requier^ et fai que je die ehoxe 
viraie; et fai ^ue je**) escrive choxe juste; quar tUj 
Roy, conservex et gavernes la rayson de li toyalme, et 
destrui . li süperbe et hausce li humile; quar sanx toi 
nulle chox est digne^ nulle cose est benigne en ceet 
monde. Et adont meintenant que est lo temps ä ce que 
je puisse faire ce que je ai cetnmenciiy te pri que tu me 
doies benedicere et me fai dire cose dont la, grace toe 
sempre remaingnS avec moi, Amen, 

' ') S. oben Kap. I, §. 7, Anm. 8. — Tergl. oocli Raynouard im 
Journal des Savans, Janv. 1836, p. 22 ff. 



*) Im prm$mnpt» **) Bei CbajnpollioB-Fi|eA.c st^t iii«f * IVr /•• 



§. 144. Der Zeit nach möchteti min wol zimiclist foU 
gende Prosawerice zu nennen sein: 

1) Die Uebersetzung der Dialoge des Heil. Gregor des 
Grofsen, seines Commentars über den Hiob und seiner Pre- 
digt über die Weisheit, handschriftlich auf der Kön. Bibliothek 
zu Paris. Der Codex ist aus dem XII. Jahrhundert, die Ue- 
bersetzung selbst aber wol noch alter'). 

2) Eine Uebersetzung des Solin von Simon de Bou- 
logne, welcher noch im J. 1198 lebte, auf Yeranlassuqg des 
Grafen Balduin II. von Flandern angefertigt')« 

3) Die älteste Chronik in halb provenzalischen, halb nord- 
französischem Dialekte von Nicolas de Sendisi, handscbrift- 
lich auf der Kön. Bibliothek zu Paris *). 

4) Die Chronik von St. Denys, Les Grandes Chroniques de 
France genannt, fortgeführt bis auf Ludwig Xt., mit dessen 
Regierungsantritt sie schliefst*). 

') Hieloire lit^r«re de la Franoe, VII, p. 6-18. 

^) Reiffcniierg, Chronique de Ph. Mouskes , f, p.CXLV, 

*) Cod. no. 10307. Anfang: Co est U comen^ament de la gent 
dau8 Franx e de lor lignea. Daus fdis deus reis, En 
Aisa [Asien] e una citez gut es dita Ylion. Ici regna li 
reis ffeneas. Celä gent furent most fort combateor en 
contra lur veisins, Dongues li rei Gresca se töf*fnarent 
contre lui et ot grant ostj eombaterent se eneontre luij 
ot grant batallie et mori grans gens etc. S. P. Paris» 
I, p. XVI. 

*) S. De la Curne Sainte-Palaje, Mem. concernant les ,prii>-. 
cipanx monumens de FHistoire de France, avec la Notice et 
l*Histoire des Chroniques de Saint -Denys }n den Memoires de 
TAcadeniie des Inscriptions et Beiles -lettres, XV, p. 5S0 ff. — 
Ausgabe: Les Grandes Chroniques de France, publiees par M. 
Pauliü Patis.^ P. I«J6, 2 Bde 8. 

§. 145. "Unter der Regierung Ludwig^s IX., welcher sich 
wesentliche Verdienste um die Anordnung der <jerechtigkeits- 
pflege und Administration in Frankreich c^rwarh, begann der 
damalige Pr^vdt von Paris, £y$t««iFne Bnoi^erau^)^ «die 'l^e- 
gistres des Metiers et Marchandises de la^nlte'dff Paris, \fetche 



in sprachlicher. Beziehung von nicht geringerer Wichtigkeit- 

sind, als in geschichtlich -statistischer. Der verdienstvolle G. B. 

Depping hat sie zum ersten Male vollständig^) in der Col- 

lection de Documents inedits sur l'histoire de France, puhlies 

pär ordre du Roi et par les soins du Ministre de rinstructioa 

publique, I. Serie, Ilist. politique, P. 1837, 4. herausgegeben. 

Beigefügt ist eine Sammlung der Ordonniances sur le commerce 

et les m^tiers rendues pär les pr^vots de Paris depuis 1270 

jusqu'^ Tan 1300 »). 

*) Ob dies ein Vorfahre des Dichters gewesen, jnag eben so dahin 

, gestellt bleiben, wie ich die Beantwortung der Frage unerledigt 

lasse, .ob 4er Dichter Jean de la Fontaine von jenem Jean 

> de la Fontaine abstamme, welcher im Processe der Jnngfrau 

von Orleans eine Rolle spielte. S. Notioeq et Extraits de la 

« Biblioth^qae du Roi^ Tom. 111, p. 16. 

^) Schon früher waren sie benutzt worden von Lamare, Tratte 
de la Police, I, p. 361. 11, p. 832. 835. S. auch Isambert, 
Anciennes loix fran^aises, I, p« 290-294. 
^) S. besonders den Artikel von Daunou Im Joum« 4^ Savans, 
Nov. 1837, p. 675-682. — Hieher gehört auch das Livre de la 
Taille de Paris de Tan 1313 in der CoUection de Buchon, 
Tom. IX. P. 1827, 8. — Abgeschmackt ist es, sie mit dem eng- 
lischen Domesdaj-book zu vergleichen , wie neuerdings ge- 
schehen ist S. über dasselbe Roquefort, Etat, p. 206. 

§.146. Villehardouin ist eine historische Person ; wir 
brauchen deshalb bei seiner Lebensgeschichte eben so wenig 
zu verweilen, wie bei der des Comines (§. 148). Geboren 
wurde er auf dem Schlosse seiner Famih'e in der Diöcese von 
Troyes zwischen Bar und Arcis-sur-Aube um 1160, erbte die 
Würde eines Marschalls der Champagne von seinem Vater 
und starb um 1218. Wenn Wieland sagt*); „Man kann 
sich schlechterdings nichts Platteres denken, als seine Manier 
zu erzählen ^% so hat er durch diesen Aussprach ' nur einen 
abermaligen Beweis seines grundschlechten Geschmackes und 
seines durchaus einseitigen Urtheils geliefert'). — Eine Forl- 
setzung des Werkes gab Henri de Yalenciennes, wahr- 
scheinlich der Kaiser Heinrich von Konstantin opel '). 

>) SiSmmtlicfae Werke, Angabe von Grober, Leipaig 1826, 12. 
Bd. XUK, S. 68-75. 



/ 

>) £d.pn TimBlais^fderyigeHftpe^ ]j58fo Anagabni aasL^m 1001^ 
ii^Oiitrem^aii^'s C««#iaiilidopolwBe)|ilMht«i» J.l64d; beM>tf 
Can^ in der Hist, By^ant». vom X 1667 wkiAu d<vr neuen An«* 
ffhe (Yenet. 1729, fo]^ p^l04JP.); endlicb U der Sammlung von 
PetUat, Vol. I, wo aoch aufifubrlich über sein Leben nnd Wir- 
ken gebrochen ist. — Probe, s. B, S. 194-201. 

<) Dom Brial, Bist, fran«., XYÜI, p» 491-495. Bist. lit^. dela 
f*rance, XYII, p. 169. 198. Buchen, CoUection de Cbroniqnee 
fran^., Ilt, p. 195-269. ^ Kaum £rV?äbnnng verdienen als Chro« 
nikenscbreiber Gilbert (Gisilbert)., PreVöt von Mans, welcher 
fiber die Begebenheiten im Hainant von 103^-1195 berichtete 
(s, Recaeil des Historiens de Franöe^ HB,' p. 542-S8(y; fllstoire 
li^. de k SVaM^ :ffl, p. 230.' X*¥, p. 129-184. XYII, p.^ 184) 
tittd'Jeiiti d'^uUtre^meas«, welelrersein(e€bi«Mlkselbst, wie 
er ea^ def^IatiA' en. fihniehoy fibereelste. S-. L. Pola^in, Nbtice 
8iir Jean d'Onltremeuse in dem Beseager' dee' eoienceir et d&t 
artS' en Bfigi^,. VS3AI 3/ Utrab.,. poa79-^4». 

§• 147. J^n,. Site d€i J/oi^lv^illiB stamivte mt: einer 
alten Familie der Cbampagiier welche im' Xllll Jahfh. m^ den 
ber&hmte^tcta^geh&itei Greb. wurde eriiftf^iM« J; liMM^ vrSbrend 
seinrer Jagendjahre- war er* hn* Dienste dfe* Gfafctf-TWbarit IV. 
ron Clrampagne, dessen Sbliesdiai and* Hausbafmeister et spä- 
ferhiii wurde. 1245 nahm er* das Kreuz unter finanziellen An- 
strengungen und Aufopferungen, welche seine Vermögensver« 
bältnisse überstiegen. Innige Vertraulichkeit zwischen ibm und 
Ludwig; IX. ^ die sich wahrend des Kreuzzuges bildete, veran- 
lalste seine Theilnahme an der Gefangei^scbaft des Königs in 
Aegypten^ dessen Begleiter er auch auf der Bikkkebr über 
Syrien naich 'Frankreich' war. 1255 schlofs er die Ehepakten 
zwischen Isabelle, der Tochter Ludwigs IX«, mit dem Gvafen 
Thibaut IV. von Navarra^ Wenn er sich in Paris aufhielt, 
übentrag iftm^dap König die Afnmatoe derrBktschf^ien und 
b'xafig* nahib« «H Anlbetl« am' dien Upche^prfidkeivv 'vvxfictie hvi^ 
wig JSI- «ter fmtem) Himmel «osrnspretäen) pßegie. (M^n 
nannte diesv Mmtet plahff de- Id porte;^ Am zweiteta Kreui^- 
Zug« ' Ludwig» bonntir en,- setner zerrtKceiten Venndgcnsmistände 
halber, keinen AntlveK nehmen. Fhi4iftpe^le-H:aTdi sefaenk?!» 
ihm' ghsidyfidir seid Tertt^aoeti' und übertrug iUnt auc^ einit- 
y^nsälg die VetM^ahttig dev GUampagnev diiy er atick unter PhU 

' Idal«r Altfraax. Lit. G«feh. 17 



85ft 

li|pp dem Schonen anfänglich beibehielt, ak dit ^jräfia J€anne 
Königin von Frankreich geworden war. In den letzten Re- 
gieruDgsjahren dieses Königs nahm er Antfaeil an der Reyolu- 
tion, welche die Barone gegen ihn erhoben: eine Empörung, 
welche erst Ludwig X., der Zänker (Hutin), im J. 1315 unter- 
drückte. 92 Jahr alt, stellte er sich noch zu dem Aufgebote 
Aes Körtigs gegen Flanderft, und starb wahrscheinlich im J. 1319. 
Von dem Hauise JoinviUe stammt die Familie der Herzöge von 
Guise in weiblicher Linie ab '), Sein Hauptwerk ist die Ge- 
schichte Ludwigs des Heiligen ^). . Angeblich soll noch ein 
Credo von ihm herrühren'). 

.' ?) Biographie von L6Tesqa.e de Ravalli^je in den Memoires 

', de rAcadmie des Inscriipt.) XX, p,dlQ ff. Petltet, Memoires 

bist, VoLU. — Wielan.d's sämmtUehe Werke, Ausgabe, von 

. '. Gxub4?r; Bd. XLVUI, S, 19-29. 

^) Hauptaasgabe: Histoire de S. Loujs IX. du Nom Roy de France. 

Ecrite par Jean Sire de Joinvillc, Senechal de Champagne: 

enridiie de'nonvell^s Observatiobs et Dissertations Historiques. 

I Avec les Establissements de S^ Louys, le Conseil de Pierre de 

Fontaines^.et plusiears autres pi^ces contenant-ce r^gne^ tirees 

des Manuscrits. Par Charles da Fresne, sieur da Cange 

eta P.,' chez Sebastian Mabre-Cramoisj, Imprimeur da Roj, 

1668, -fol. Die Ed. pr. ist von Antoine-Pierre de Rieux, 

Poitiers 1547. Dann folgten die Ausgaben von Claude Me- 

nard (1617), von Melot, Sallier und Caperonnier (1761), 

welche die Annales du regne de St. Louis von dem schon oben 

erwähnten Guilläume deNangis beifügten; endlich 1819 die 

Ausgabe von Petitot ' 

») Journal des Savans, 1838, Mars, p. 191 ff. Es ist in den Me- 
langes pnblies par la Societe des bibliophiles ffang. (P., Didot, 
1837, 8, max.) herausgegeben worden. 

' §«148. Jean Froissart und Philipp« deComines, 
obwöl iHauptschriftsteller der altfiranzösiscliea Prosd, werden 
hier ^ur kurz berührt werden, da ibaen künftig eio Platz in 
desR.Bd. L des französischen Handbaches gebüteren axufs, als 
YDrläufiern und Begründem der mittelfran^ösischen National- 
libecatur. Ersterer, geboren zu Valenciennes um das J. 1337, 
gestorben als Domherr zu Lille im J. 1401, durchschwärnate 
den grö&ten Theil Töii Eurppa^ der wdtlichen Uebt baldigead 



Jifc«pitei ««/ iHeM*. 851 



und dem Frolishine, schrieb heitere Lt«der').und ein eraltes, 
reichhaltiges Geschichtswerk*). Philippe de Comines, 
Sieor. d'Argenton , Ritter des goldenen Yliefses, geboren im 
J. 1445 auf dem Schlosse Comines bei Menin in Flandern, be- 
safs das Vertrauen der Herzöge von Burgund,. Philipps des 
Guten und Karls des Kühnen, dessen Dienste er im J. 1464 
verliefs, und sich, nicht ohne den Vorwurf der Zweideutigkeit, 
in die Ludwigs XI. begab, dessen Nachfolger Karl VIIL und 
Ludwig XII. ihm nicht trauten. Er starb in der grÖfsten Zu- 
rückgezogenheit auf seinem Schlosse Argenton in Poitou <im 
17. October 1509 '). 

i> S. B, S. 164. 813-S17. Eine neue Ansgafoe yon Froi&sart von 
La Cabaane wird erwartet S. Reiffenberg, Chronicpied^ 
ttowkes, H, p. CCXCVn, 

') Reiffenbe^g, Histoire de FOrdre de la Toison d-Or. Bnut, 
1833, 4, p. 515. 

3) Die besten Ausgaben sind: Brax. 1706, 3 Volls. 8. Snppl. 17ia 
Londres 1747, 4 Valls. 4. Die von De la Fontenelle de 
Vaudore angekündigte Ausgabe ist, so viel ich weifs, .noch 
nicht erschienen. — S, B, S. 277 £P. 

§.149. Hieran schliefst sich dieChronique de Jean 
d' Au ton,* publice pour la premiere fois en entier, d'apres 
les Mss. de la bibliotheque du Roi, avec les notes, par P. La- 
croix. P. 1834-35, 4 Bd^ 8.; f^^^e^ die Chronique scanda- 
Icase des Je^n de Tr^yes, eine Regierungsgeschichte Lud- 
wigs XL, die Vie de Louis XII. von Claude de Seyssel, 
welcher als Er^bischof von Turin im J. 1520 starb, ^nd der 
Begründer der französischen Vaterlandskunde genannt werden 
mafs. Ferner erwähnen wir die M^moires de Pierre de 
Fenin, contenant le recit des ev^nements qui se sont pass6s 
en France et en Bourgogne sous les regnes de Charles VI. et 
Charles VIL (1407-1427). 'Nouv. Wit par Mlle Dupont 
P. 1837, 8. In historischer sowohl als in sprachlicher Bezie- 
hung ist dieses W^erk und namentlich die erwähnte Ausgabe 
von gröfster Wichtigkeil'). Ein anderer prosaischer Schrift- 
steller war Le Febvre de Sain^-Remy^. erster Waffen-, 
herold des Ordens vom Goldenen Vliefse, gebore zu Abbe.- 
ville um 1394, gestoirb«» 1468 ')i 



'^).2«e|rBt»hmiii8geg6beii .T«D »Denis Godefroy .H63 bbkr der 

.HUtoire de Cbarltts YL ^ar Juv-enal des Ursi«^, düin in 

' »d^r Collectio;! des Mem. relatiCs 2i TliisUlre detFcsnce, ^oin-y» 

p..3dlff., editPerrin, oder Tom. V, p,i237-270, ed-BeUtot. 

Eine fünfte Ausgabe befindet sich. in der Sammlos^von ]}[i- 

cband und Poujoulat. 
') Man bat Ten äim: Merreillenses et pitevses adventures . depjois 

1407 jasqu'lk Tan 1460. Ausgabe hinter der Geschichte des 

Monstrelet in der Collection von Buchon. S. die Notice hi- 

storique s^r le Feh vre de Saint- Remy par lÜle Dupont. P. 

1838, 8. Journal des Savans, Juillet 1837, p. 441 ff. 

«§..lfiO. !l>».wftr.ob«ii«iiiTKap. in. den ]Vi>nafi.de'M«i. 
hO'Di e i . «n YtTs «du iXIII. .siecle par ^ l&x a n dne B u p o n t 
(herausgeg. von Reinaud und Franc. Michel Iv'^'^^iSdlt 8.) 
noch niobt« erwähne ktonaten, isoi holen .wir. ihn Iktenoadi, da 
die Herausgeber die Loi au Sarazin von R-a^iipond. Lulle 
(Prosa aus .dem XIV. .Jahrb«i»dert) 'beigefügt /liabeo'). 

') Das'Gedifcht ^ebt die'Lebensgeschidbtei die zweite Schrift die 
'Dolctrin des Propheten. S. die Recenfeion Ton'Raynouard im 
Journal des Savans, SepL 1831, p. 512-522. Nov., p. 641 -651. 
Die. Zeit der Abfassung ist am Schlüsse angegeben: 

Chi faut U romans de MaJ^Qn^ 

Q.ui fu fais et mont de Loon, 

En Van de Vincamatton 

De notre stgnor JheMuoriU 

Mil etCC eimfusnie -et 'Wie. 
— Üeber ' Ray m and »L alias, den^Verfasser- der Prosa, ^. 'Aeta 
SS., Ion., Tom. V, p. 638-736. :£r war gebprOn ra lllajoika, 
machte in. seiner Jugend^ Gedidite m seiner iatal^MscheutKaiter- 
ipraohe, war als Troubadour '$cbuler<des ansg^^ei^hneten Ar- 
£^a ad ;.d e Y i 1 1 e n.e,a v e , . vedheirath^te \ si^ , Ifuh , lebte .^er 
jhÄchst ausscJiweiXend, fiiWte dann, plpfcjich , den Beruf, dicfflU- 
Jiommedaner zu bekehren, lernte ar^bisfh v^nrejncpi'^ohiimme- 
danischen ^Sklaven, der ihn beinahe aas Glaubensh^s ^etQdtet 
hätte. Lull US hatte schon mehrere Werke, herausgegeben, als 
ihn der Konig von Majorka, welcher damals ^u JJIontpellier Hof 
hielt, zu sich berief. Er sprach albbald von seinen 'Missions- 
plänen und erlangte von dem Könige die 'Gründung und Doti- 
nmg eines Tr«nziskanerIdost<»-s mit IS^Mönchen, w^he sifeh 
vorzugsweise mit dem ArabisdMD beadiAfligpp f «fj^ten , «min 



lAfitka das GliHBteiillMim %xl predigen. Ibravf bagtb» er .aicfc 
meh Rom, am die ifirewhinng ftibuliclier Anttijten von >S€&teii 
des P^t^ in bewirken, scUffle^ siclft endlich «eU'st, na^hdefn jcr 
jndirere ]tfale in aeuem .YeraaUe wankend gemacht worden war, 
Ton Genua nach Tunis ein, wo er sein Bekehrungsgesehäft hegajuil* 
Doch bald des Landes jenrie^en, ging er.Sber r^eapelnach^Paris, 
von da nach Cypern, wo er, als sein Plan, den Chagan der Tar- 
taren ^u bekehren, fehlgeschlagen «war, de;i Häresien, der Jakobi- 
ten, 'Nestorianer u. s. yv, durch Disputiren ein. Ende setzen wollte. 
Wir sehen ihn bald wieder in Genua, Paris^ Lyon, Wie er sich 
Ton JKajorlca nach Afrika einschifft, wo er alsbald nach seiner 
Landung in Bugia in das Geföngnifs geworfen wurde. Auf^Be- 

•" fehl des Herrschers von Konstantine des Landes yerwiesen, litt 
er Schiffbruch an der Küste von Italien, wurde in Pisa gnt auf- 

. genommen, schlug die Bildung eines militärischen Ritterordens 
bis zur gänzlichen Vernichtung der Mohammedaner ror^ ein Plan, 
welchen die Genüeser lebhaft tinterstützten, der Papst al^er nicht 
billigte, verfolgte die Realisirung seiner Ideen auf dem Concile 
zu Yienne, indem er auf Errichtung Von Lehranstalten för die 

^ orientalischen Sprächen, auf Vereinigung sämmtlicher militari- 

' sehen Ritterorden zu einem einzigen, Behufs einer wirksamen 
Bekämpfung der Ungläubigen und auf Verbot des Unterrichtes 
in der Lehre, des ArerroSs auf den Schulen drang. Achtzig 
Jahre alt, kehrte Lullas nach Tunis zurück, wo er erkannt 
imd gesteinigt wurde. 

§. I5L Histoire de Barlaam et de Josäphat, 
roy des Indes, compos^e par Sainct-Jean-Damascene, 
et Iraduit par Jean de Billy. P. 1574, 12.') 

>) Es ist das ^gebliche Werk des Johannes von Damaskus^ 
gedruckt bei Boissonade, Anecdota graeca, Vol. IV, p. 112 ff. 
S. auch Ebert, Bibliogr. Lexikon, no. 1656.. Wiener Jahrbücher 
för Literatur, Bd. XXVI, S. 26-34. 

§. 152. Von den prosaischen Volksbüchern, Prosaüber- 
Setzungen griechischer und* lateinischer Schriftsteller, Rhetori- 
ken, Anweisungen, Verse zu machen u. s. w., welche schon 
s'dmmtlich der Uebergangsperiode, oder yielmebr der modernen 
Literatur angehören, kann hier nicht weitläufig die Rede sein. 
Wer näheren Ausweis darüber wünacht, findet ihn in der Bi- 
blioth^que fran^aiae von Goujet'und in dem Essai sur la 



854 

hngiie fran^aise toh Fran^oisde Neufchateau. Wir er- 

wShnen« daher hier nur noch scbHebiieh die Histbire de 

Gilion de Trasignycs et de Dame Marie sa femme, 

welche sich handschriftlich auf der Unirersitatshibliothek zu 

Jena befindet"). 

>) S. O. L. B. Wolf f , Altfranz. Volklieder, S. 167-200. Der Stoff 

ist der deutschen Sage ^om Grafen von Gleichen und seiner 

Doppelheirath nahe verwandt. — Eine ähnliche Erzählung findet 

man im Lai d'Eliduc der Marie de France (s. oben §. 115). 



Dr'ttökfehJer. 



28 


9» 


7 T. o. 


29 


9? 


11 V. 0. 


37 


»> 


6 y. o. 


38 


• 9* 


8 y.. 0. 


39 


9» 


7 T, ^. 


40 


»* 


.20 f. 0. 


41 


\n 


.U.v4(v; 


4J. 


' »• 


24 y. 0. 



Seite 5 .Zeile 29 v. o. staU §. 141 lies §. 132. 

8 „ 9 v.o. -fü^e huizii: 6, darV^r bfM«d«M II«i4<lb«r- 
«er jAhrblic>«r,. 1820» Nr. 2, S. 17-29. 
28 „ 3 T. o. 8t. fiiiu9 1. filiii* (rege io 7i. 5 
, , 6t^t im Ojriginale). ; 

st indicibus L iudicibut, . 
6t praepoßitionem \. prae^posi- 
tionum, 

fit. Seile 1. Stelle, 

;'st, aasgt9eichiiet<e, 1. aasgezeich- 
.lieber.. >...;• 

st e^talt^'^' ^*Pü^ge.,, 
st sogar, L so gar, . 
st ßt 1.^0^ . ., . : .. 
n . 24 T. 0.^0 i», ist ^eg^]i^reic]i(e|i, fsfiietconmut st 
rtfCOM^^tf^ za schreiben. Uebrigens 
steht die Stelle so, wie sie gegeben wor- 
den, im Originale, 
st dos 1. doo. 
st Foydide 1. Faydide. 
Jongieor. Wenn hier und dort Jon- 
gleor geschrieben worden, so ist dies 
keinesweges Dmckfehler. Die beiden For- 
men Jongieor und JongUor konmien» 
wenn auch nicht in derselbe Handschrift, 
doch in Handschriften eines und desselben 
Zeitalters neben einander Tor. 
50 „ . 7 y. a. st sapSrieures L supSrisurss» 

69 „ 10 y. o. st Hildebaand 1. Hildebrand, 
st Cunt 1. Cunte. 
st inedites 1. inedits. 
streiche die, 

. st Gaimur 1. Gaimar. 
st Kap. YIL L Kap. YL 



42 


„ 23 y. 0. 


45 


.,. 2 V. 0. 


48 


„ 30 y. o. 



71 


„ 21 y. 0. 


111 


„ 7 y. u. 


112 


„ 12 y. 0. 


121 


„ lOy.n. 


123 . 


„ 19 y. 0. 



Seite 123 


Zeile 34 y. o. 


»5 


165 


»9 


26 T. 0. 


W 


166 


W 


9 v.u. 


W 


175 


99 


6 y. 0. 


n 


177 


99 


12 V. u. 


»» 


182 


»9 


4 v.o. 


9» 


189 


99 


9 v.o. 


M 


189 


'' ." 


2 y. n. 


»> 


193 


»> 


26 T. 0. 


♦♦ 


195 


99 


14 V. vti 


M 


196^ 


99 


7 ▼:«. 


?» 


199 


99 


4' r. 0. 


9» 


^0» 


99 


n V. 0. 


»» 


210 


99 


15 V. <y. 


« 


210- 


99 


22\*. 0; 


9» 


ÄIV 


99 


22 V. 0. 


M 


211 


99 


9 v.u. 


9> 


212 


99 


9 r, oi. 


9» 


2»» 


'99' 


23y.oi 


» 


215 


99 


13 V. 0. 


»» 


215 


99' 


12 V. n. 


♦9 


216 


99 


1 v: Oi 


♦9 


218 


99 


13 V. 0. 


99 


229' 


'99 


15 T. 0. 


99 ' 


'sm''* 


99 


9y;o. 



bU reoi^yi^ 1. rstüQytj, 
nack lies setze einen Punkt, 
st. Datloiteur L Loit«I«ar. 
St waruit 1. warais. 
St. Le Grand L Le Grand d'Aassj. 
st» plm*4us L piuMiurs. 
st JU^entremis L M^ entretnis. 
st. romanee\'8 L ramancoSs. 
st. liufsert 1. äufserst. 
6«: $ieHt'a§ti 1. didtita^tu 
St. ;9r*# 1. prit^, 
St. doeur L doleur, 
si. JLe 1.' J^. 

st. ^tftff*a'l. S^aura. . 
St. 9lt«r« 1. Sitestfe. 
si L« i. Les. 
St. grrd^it 1. gardoit, 
St. seinfen 1. eiif<eif. 
St. dieser- L dienet letztere. 
St. Helinard 1. Helinand. 
st. üVtita^'h Bfeuitg. 
1 v: Oi st parfcf^f* \. paf-fei^* 

st. (Tiom'ffa^VtMf'L tftftf #>fii4»et*ji. 
^tk fhefb^kolils flfetse da Colon, 
st: des^it 1; desdits. 



-MiüM 




pt(i^pt0itn. 



Idülter Altfraas. Lit. Gecdi. 



Der Eid Karts des Kahlen und Ludwigs 
des Detdschen. 

Dieses älteste Schriftdenkmal ist erhalten von Nidhardt 
Histor. Francor. ap. Duchesne, Tom. 11, p. 274. FergL Aen. Sy 1 v. EI, 
p. 102. Als die Vatikanische Handschrift des Nidhardt sich 
wahrend Napoleon*s Herrschaft %u Paris befand, calquirte 
Roquefort die Stelle^ und nach ihm (Glossaire de la langue Ro- 
mane, Tome L Disc Prelim. p. XKfolgd.) gehen wir sie hier, mit 
Weglassung der deutschen Eide, Zur Fergieichung folgt die 
von Bonamy (Memoires de FAcademie des InscriptioDS et belles- 
lettres, Tom. XXYI, p. 640) gegebene Übertragung in das Fran- 
xSsische des xwo'lfteh Jahrhunderts. 



Cimupie Karolas haec eadem romana lingoa perorasset, Lodhu- 
yicus qaoniam maior aata erat, prior haec deinde se servataram te- 
statns est: 
Pro Deo amnr, et pro Christian poplo, et nostro cammnii salva- 
ment, dist di en ayant, in qnant Dens savir et potir me donat, si 
salyara jeo eist meon fradre Karlo, et in adjudha, et in cadhnna 
cosa, si cnm om per dreit son fradra salvar distj in o quid il mi 
altre si fazet, et ab Ludher nul plaid num^am prindrai, qni meon 
Tol eist meon fradre Karle in damno sit 
Qnod cnm Lodbuiicus explesset, Eiarolns tendisca lingna, sie 
haec eadem yerba testatus est: 

Es folgt der deutsche Eid, 
Sacnamcntam ankern cpod ntrociunque popalm qoiqae propria 
lingna testatus est, romana lingua sie se habet: 
Si Lodhuwigs sagrament que soh fradre Karlo jurat, conservat, et 
Karins meos sendra de suo part non la stanit, si jo retumar non 
lint pois, ne jo, ne nenls cni eo retnmar int pois in nuUa adjndha 
contra Lodnydg nun li juer. 

Tendisca antem lingna: — — ^ 

Qnibus peractis Lodhuyieus Reno tenus Spiram et Karolns juxta 
Wasagnm per Yuizzunbnrg Warmaciam iter direxit. 



A2 



Por Dex amor, et por Christian pople et nostre commim salra- 
ment, de cest jor in ayant en Icant Dens saveir et pooir me done, 
si salverai jeo eist meon frere Karle, et en adjadhe servi en caseune 
cose si cum um per dreit sun frere salver dist en o ki il me altresi 
faset, et k Lothaire nul plaid n'onques prindrai qui par mon voll a 
eist mottn friire Karle en damn seit. ... 

Se Loois le sagrament ke sun frere Kar^ jure, cunserve, et 
Karies meon Senhor de sue part non lo tenist, se geo no Ten pois, 
ne jeo, ne nulz ki jeo retomer en pois, en nul adjudhe Loois nun 
li serai. 



Fragment bu votME sur Boece *). 

illos jove omne, quandius que nos «stam. 

De gran foUia per foUedat parllam, 

Quar no nos membra per cui viuri esperam, 

Qui noj» soste,<tan quan per terra annam, . . . 

£ qui nos pais que no murem de fam, 

Per cui salves m'esper, pur tan qu'ell clamam. 

•Nos jöre omne menam la mal jorent, 
Qite US non o-preza si s trada sen parient. 
Senor, ni par, si 11 mena malament, 
Tfi Tos vel Taitre, si s £ai fals sacrament; ' 
Qnant o.fait, mica no s'en repent, 
£ ni yers den non fai emendament. - 



Nous jeunes hommes, si longtemps que nous sommes, 

De grande folie par erreur parlons, 

Pirce que ne nous söurient par qui vivre esp^rons, 

Qui nous soutient, tant que par terre allons, 

£t qui nous pait enfin que ne monrions de faim, 

Par qui que je me sauvasse j'esp^re, en tant que riuYoqaons. 

r^os jeunes hommes menons si mal jeunesse, 
Que un ne cela prise, s'il trahit son parent, 
Seigneur, et pair, s'il le meme mechamment, 
£t Fun Yoile Tautre, s'il fait faux serment; 
Quand cela fait, mie ne s'en repent. 
£ ni yers dien ne fait amendement. 



') V.l — 71. Raynovabd, Choix de« Troubadours, Vol.II. p. 5 — 15. 
Die durumter ges9tzi€ F9rb«düb€ra9tsimg ist von Rajnouard. 



Pro non es gaigre, si penedeuxa *ii pren; 
Dis qae Fa bresa, mica nonqna la te; 
Que eps Tor forfarz, e sempre fai qisamen, 
Laisan den le granfc omnipotent 
Kil mort et vins tot a in jutjamen: 
Eps li satan son en so mandamen; 
Ses den licencia ja non faran toiment. 

Enfants, en dies foren ome fello; 

Mal ome foren; a ora sunt peior. 

Yolg i Boecis metre qaastiazo; 

Auuent la gent, fazia en so sermo 

Creessen den qni sostenc passio, 

Per loi aurien trastut redemcio. 

Mas molt s'en penet, qnar hon i mes fbiso; 

Anz per eveia lo mesdrent e prdso. 

Donz fo Boecis; corps ag bo e pro, 
Coi tan amet Torquator Mallios '); 



Profit n^est gu^res, si penitenee en prend; 

Dit qn'il Ta prise, mie jamais la tient; 

Tu que m^me k Tbeore forfait, et tonjoars fait de meme, 

Laissant Dieu le grand tont-pnissant 

Qoi les morts et yiyans toat a en jagement: 

Mdme les satans sont en son mandement; 

Sans de dien.licence Jamais ne fefont tourment. 

Enfants, jadis furent bommes felons; 
Maurais bommes furent; h Tbeure sont pires; 
Voulut y Bo^ce mettre correction *); 
Oyant le penple, faisait en son discours 
Qu'üs crussent dieu qui souffrit passion, 
Que par lui anraient trestous redemption. 
Mais beaucoup s'en peina, car n'y mit foison; 
Mais par enyie le mirent en prison. 

Seignenr fut Boece; corps eut bon et avantageux, 
Lequel tant aima Torquator Mallius; 



' ) Boece «'«ppeUit Awicius SHakuvb Torquatus Sevjebimjs Boetbius. Sod 
biaatenl porUit le dom de Jüakuus Torquatus ; c*est ce biseVeiil que Pauteur flu 
poeme designe ici, ainti qu'aui ven 35,40 et 43. — Ratvouabd. ') Btttspre- 
cAeiKfer wäre chAtiaient, ah caatolenelit« ' 



De sapienefa no fo trop nualloft; 
Tant en retenc que de tot non fo Wo« *•): 
Tan bo essemple ex laiset entre no«, 
No coid qu'e Roma om de so saber foa 

Coms fo de Roma, e ac ta grau valor 
Aprob Mallio lo rei emperador; 
£1 eral meler de tota la onor. 
De tot Femperi '1 tenien per senor, 
Mas d'nna causa u nom atian gtinzor 
De sapiencia Tappdlayen doctor. 

Qnan yeng la fis Mallio Torquator, 
Donc veno Boeci ta gfan dolors al cor, 
INo coid aprob altre dols li demor. 
Morz fo Mallios Torquator dunt eu dig: 
EcTos a Roma Femperador Teiric ') ; 
Del fiel ') deu no volg arec amig. 

No credet deu lo nostre creator; 
Per zo no'l volg Boecis a senor. 



De sagesse ne fot beancoup' recapable; 

Tant en retint que de tont ne fot priv6: 

Tant bon exemple en laissa entre nons, 

Ne cnide qn'en Rome fcomme de son savoir filt 

Consul fot de Rome, et ent tant grande valeur 
Anpr^s de Mallins le roi empereur; 
D etait le meilleur de tonte la dignite: 
De tott^ Fempire le tenaient pour seignear, 
^ Mais d^nne cbose un nom arait plus gentil; 
De sapience 1 appelaient doctenr. 

Qoand yint la foi de Mallius Torquator, 

Alors yint h Bo^e tant grande douleur au coeur. 

Je ne crois qu^anpr^s autre deuil lui demeure. 

Mort fot Mallius Torquator dont je dis: 

Yoici en Rome Fempereur Theodoric; 

Du yrai dien ne youlut »yoir ami. 

II ne crut pas Dieu le notre createur; 
Par cela ne le youlut Bo^ce h seigneur, 



■) Da« JeuUek0 Wort blofs. ') Tkmtdoridk. ^) Firn fi4«li». 



Ni gens de hd wo wolf^ temr «'oiior. 

£n lo ciiaBtk 4a h4 ab so sefno, 

£ Teiric« c«itat e nisi sa rasd«- > 

Per grant eT«a de Ini Tolg fof feil«. 

Fez a breu faire per gran decepdo^' 

£ de Boeci escriare fez lo nom; 

£ sri tramet e Grecia la regio : . 

De part Boeci lor ipanda tal raizo: 

Qae passen mar guamit de coatevoo; * 

£a lor redra Roma per traazo. 

Lo sent Teiric miga no fo de bOf 

Fez SOS mes segre; si 'Iz fez metre e preso. 

£1 Capitoli lendema, al dia dar, 
Lai o solien las altras leis jutjar, 
Lai veng lo reis sa felnia menar. 
Lai fo Boecis, e foren i soi par. 
Lo reis 16 pre» de felnia r^tar *); 
Qu^el trametia los breus ultra la mar, 
A obs los Grex Roma volia iradaiv.w 



Ni point de lai ne vonlttt teair sa dignite. 

n l'enseigne si bien avee Son disconra, . 

£t Theodoric accueille tout en mal sa raison: 

Par grande envie de lui voülut faire felon^ 

Fit un bref faire par grande tromperie. 

Et de Bofece ecrire fit le nom; 

Et ainsi le transmit en de Gir^ce la r^gion : 

De part Bo^ce leur mande teile raison: 

Qaüs passent mer munis de guerre; 

n lear rendra Rome par trabisQo. 

Le sentiment de Theodoric mie ne fnt de bon* 

n fit ses messagers suivre; si les fit mettre en prison. 

Aa Capitole le lendemain au jour clair, 
JA oü soulaient les autres proc^s juger, 
L^ vint le roi sa felonie mener. 
JA fut Bo^ce, et furent y ses pairs. 
Le roi l'entreprit de felonie accnser; 
Qu'il transmettait les lettres outre la mer, 
Aa profil des Grecs Rome voulait ÜTier. 



') Fom lattimvehßn rtpwtaf e. 



8 



Pera Boeci «ac so irene ««pedaft; 
Sal el en ^tant, e cuidei s'ea aaha^^ 
L'om no'l laisaet a salTament lamar. 
Cil li faliren qu'el «aUent ajada»; 
Fez lo lo- reia e aa charcer giUr. 



Poartant h. Bo^ce onc ne vit en penser; 
Se Ihre Ini en seant, et pensa ä'en sauver; 
L'on ne le laissa h. sauyement aller. 
Cenz loi man^^rent qai le sonlaient aider; 
Fit le le roi eh sa chartre jeter. 



Fragmente aus einem sehr alten Uede atif 
den heiUgefi JNicotam *). 

Seyntr^) vos ke alez par mer 
De cet barun oiez parier, 
Ke tant est par tut secörable 
£ ne en mer est tant aidable. 

Sovent se claiment cheitiff e las 
Soyent dient: Seint Nicolas 
Sucurez nus, sein Nicolas, Sire 
Si tel est, cum oum dire '). 
Atount ^) uns boume lur aparuit 
Ke en la nef juste ') se ^) estutt. 

Sein Nicolas s'en va ataunt 

Li boumez remist leez ') et joiaunt ®) 

Ke turne ') fu de povertie 

£ ses files du mauveste. 



^) HiCKEs, Tbetanrua lingiiarHoi •epteBtrionalium, p. 146.149. 
154. auch hei WoLFF, AUftanztiaiBehe roHalUder, S, 1S3 foigd. >- 
JS* iH wuhrsehmiMlich aus dem Ende de» zehnten Jahrhunderts. ') Seigoann. 
^) Comm« le« homnet ditent. *) Eofio, ron tande». ') Anpres, vom juxt a. 



Proben aus der üebersetzunff der Werke des 
ImL Gregor *). 

(XI, Jahrhundert,) 



Aus dem Kommentar über Hiob, 

Un hom estoit en la terre Us, ki oat nom Job; Par ce est dit 
o ') li sainz hom demoroit, ke li merites de sa vertat sont expres- 
seiz '); qaar ki ne Sachet ^) ke Us est terre de Patens; e la paTenie ') 
fut en tant plus enloie *) det Tisces, ke ele n^out ^) la conissance d< 
son faiteuT®). Dnnkes diet lom u **) 11 demorat, par ke ses loz '*) 
creisset "*), cant il ftit bons entre les malvais; quar estre bon entre 
les bons n*est one chose ki mult^') facet k loeer*^), mais estre 
bon entre les malz. Alsi > *), com ce est grevals * *) pechies nient * ") 
estre bon entre les bons, alsi est ce grant loz estre bon entre les 
malz. De ce est ke li bienearoos Job de Ini-mimes et fii;di6i:. je 
soi freres des dragons et compains ■^) des ostrnsces >^). 



Cremanz ^^) Den et repairanz *®) en sns del mal^'). 
Cremoir Den est nul bien» Id a faire soit, trespasseir '^). De ce 
est dit parmi Salamon: „Cil kicrient ^') Den, ne met rien en ne- 
gligenoe.'' Mais par ce ke li alkant^^) fönt ensi alpons biens, ke il 
ne soi ost^f ) mie d*alcans malz, si est bien, apr^s Den cremanz, 
repairanz en sns del mal, dit; car escrit est: „repaire del mal, et si 
£d lo bien.^' Car li bien ne sont mie plaisant ä Den, ni devant ses 
oez '^) enboeit^^) de la mellance '^) des malz. De oe est dit parmi 
Salomon: „Qni en mi forfait, pluisors biens perdrerat^' On oe 
mimes tesmonget^^) sainz Jakemes'®): „Qoi en nn forfait, culpables 
est de toz, mini^ se il ayoit gardde tote la loi/' De ce dist sainz 
Paoles: „Un pan de levains mainef ) tote la masse.'' Dankes, par 
ce ke mostreit soit com n^s par li bienenroas Job fiit es biens, est 
sonioosement ^ ^) ensengief ) com estranges il fat des malz. Coji- 



*) Histoira litteniire de U FrMce, Ton.XlII, p.Tflgd. .^) oü. ^) eipri- 
met. ^) Mit. ') 1« paganisme. ^) liee, enUcee. ^) n'a pas. ^) createar. 
') diMD« lenr oü. ^®) louanges von laut. ' ') augmentattent. ' ^) beaaconp. 
1 3) ioner. * *) De B^ine. ' ^) plut grave. ^ ^) non. ' ^) eompagnon. ' ^) au- 
traehea. '<*) Crayant. ^^) Reccdaat. ^') Die fVwU dm§ Texte*: tiiaea« 
Deum ctt reeftdena a malo. ^*) patner outre, negliger. ^^) craint. ^^) quelquet 
niit. >») dteat. ^*) yeax. »7) toot aeh^ touili^t. ^») m^iange. ="») i&' 
moigne, attette. ^^) ituptm^ das engLimmk^; ^') corronpt. '^') toignevte- 
meDt. ^^) iadiqu^, fait cOBMitre. 



10 

stume s«et ') eatre des recontoors ') Ice cant Ua descrient ^) ]» ba- 
taille de la Palestre, premiers descrient les menbres des loiteors ^), 
cum larges soit li pis *), e com forz e sains, com soient plain e gros 
li bras, e com li ventres desoz soit teis ^) ke il ne soit pesanz de 
groissere ne floibes de teneuece ^); e cant il ont les menbres co- 
yenables mostreiz k la batailhe, dont primes recontent les cols *) de 
lur grand force. Dankes, porce ke nostre ebampSdlis soi deroit com- 
battre encoatre le d^able, si reoontet alsl com ^ ceßz ki ea la gra- 
velle^) sont por esgardeir *®), les recontere« de U saline b^toire, 
les spiriteiz forces de cest champion alsi com uns ipisipibres de la 
pense * ') quand il dist: „Cil hom estoit simples e cremaos Den, e 
repairans en sos del mal,^' ke cant on conoist le. grant ^tenemßiit ^ ^) 
de ses menbres, de la fprti^ce des menbres poist lom deyant ^o- 
.noUtre la rictoire ki apr^s yient 



Übsr die Worte der Fulgata: Consargens dilacuLo« 
offerebat holocansta pro singalis. 

Nos levons nos matin, cant nos ayironeit '^) de la lumiere de 
compunction, laissons la nuist de nostre bumaniteit, et ovrons les 
oes '*) de nostre pense az raiz *') del wai soloilb; et dont offrons 
nos sacrefices por caseun, cant nos sacrefions a D^eu ^sa^refie* de 
priere por cäscnne vertut; ke la sapienee ne nos ellievet;- ke li es- 
tendemenz ne forroiet ki snbtilment cueil i'); ke li consek ne soit 
confos, cant il soi mnltepliee; ke la force ne moint*') ^ trebnehe- 
ment, cant ele donet fiance; ke la- science^ eani ele conoist c n'ai- 
ment mie, n'enflet; ke la pieteiz Toist ' ®) fore mestore, cant de plns 
ke droit soi abaisset;- ke la cremors ''), cani eile dotef^) plas ke 
ele ne deust, ne chaiet en la fosse de desperation. Dankes cant nos 
offrons prieres h. nostre sanier^') por cascttne, ke ele pitre soit, ke 
faisons altre cbose se ce n'es ke nos, solane le nombre des fiz, of- 
frons sacrefice cascan foz por cascans? Et cele maniere de saerefice 
ke Job offiit, s^ avoit nom bolocanstes; bolocattstes dit altimt come 
toz ars**): giers **) doneir bolocaustes, ce est tote k pense del 
fou ' *) de compunction espandre, ke li cuers ardet en Talteir d'amor, 
e si ardet les laideces ' ' ) des penseirs alsi cum les pecbiez de sa 



') Dm9 lat. seiet. ^) cenx qiii reeoatent; racDitteurt, ') decrivenr* 
*) hittears. ^) poilriee. ^) teU ^) petitcste, maigrenr. ^) coupt. ^) IV 
An; Davon der 19ame Graveliegue. *°) vegariler, coouderer, 4ecider. 
" ) de la peat««, de l'etprit. ' ^) pesition. ' ^) enviroBne». ' *) ye«». ' ^) rayona. 
**)court. '7)iii^e. *^)ailie. > 9) erainte. 2<^) aubjegiie, dpnpte. ^>) •«>••««>'• 
2») brai<>. 23) Jone. **) feu. »») aottillurM. . 



11 

propre eselaie ^)« Hak ce ne seveni &ire, se eil n*« Id biim cs^- 
dent*) e taprcssent ') Inr deyentriens ^) moyem^iiz , au»*) Ic« 11 
eissent *) fors al ocorre. Ce ne seTMit faire, se eil vcta Id de ba«- 
ria ') gaarde sevent ^mir Inr caevs. De ce est ke k droit est di^ 
ke HjsWaetb fat mort de ime paere ^) mort, de cid la'tcritare teH« 
monget ke ü n'ayoit ime ea sa matsoD portier, ibms portiere, id diist 
enn: Reclia e Baoala li filh Renmen yirent*), si entroBi en la cliar 
lor del jor en la maiaon Hjsbesetli ki dormoit sor son lü: em meidi; 
U i eotront; et la chambriere Id porti^re etet e lo finimont pargi6 
ret, donnitl 



Aus der Übersetzung der Dialoge, 

n fut one TÜe '®) Yenantii» qui jadis fut patrices ^s contreYes 
de Samnlum, en laqaelle yile ses abaneues ' ') ot nn filb Honoreit 
par nom, ki, del enfantils ans, arst ") par abstinence, h. Famor del 
Celeste pais, e quand il yaloit de si grande conversation, e soi ja 
restraindoit meismes d'oisouse parole, e mult sa cbar dontoit par 
abstinence, alsi com ge ci deyant ai parleit, en nn jor, ses peires et 
sa mere firent un conyiye ä lur yoisins, el quel conyiye cbars estoit 
appardlbee ä mangier; laquelle cbar quant icil refusoit atocbier ä 
mangier, por Famor de Tabstinence, donkes lo comencierent ses peres 
et sa mere h escbemir *') e dire: manjoue '^); aporterons-nos dnn- 
kes h. tei peissons en icez monz? Or en icel loi soloient'"} li peis- 
6on estre ott, nient yent * ') ; mais qoan.t Honoreit astoit escbemiz 
de ces paroles, man^s ") el conviye defalit aigne ' •) al seryice. Or 
uns serjans "), ayoc nne selge de fast**), alsi com i lokes**) est 
coostnme, s^en alat ä la fontaine: quant il pnisievit '*) Faigue, si 
entrat uns pdssons en la selge; e retorneiz li serjanz, deyant les 
bocbes des seans, an peisson espandit ayec Faigue, ki, al yiyre de 
tot lo jor, ä Honoreit polst estre asseis "*); e restot soi meruilbe- 
rent; e toz icü escbemissemenz *^) de son pere e de sa mere cessat 



Buch lIJs Kap. 3. 
Nient**) apr^s midt de tens, demandant la cause des Grothes, 
li ^^6 bieneurous bom Agapitus, alsiment*^) li eyeskes de ceste ro* 



') race. *) regardent, conftidereiit. ^) conprim«»!. ^) preddent, an- 
Urimir*. ^) «vaat. ^) •ortent; ^as iiml, atcir. ^) f«rte, pMi^Mnte; dm» 
grieek» ßa^v€. ^) mauvMiev ^) vinrent. ' ^) maisoo da campagne, villa. 
") fermi«r. ' ') brüU, tat embrate. ' ^) plaisant^r, raiUer. ' *) maoge. 
^*) araient coutumc. ") son vut. '^) rar-le-cJ>amp. ' ^) nao^iAa Ttau» 
"') aerviteur, etdave. ^') ud Mau de boi«. ^') en ce Üeu. ^^) puUait^ 
'^) pAt dtre aasex; pftt »ufEre. ^*) acharnement. '*) noA. ^*) pareilUmcnt. 



u 

maine glise k cni ge serf^ disposatit Den, il alat & Justinen lo prinoe. 
A cni encor alant, par an jor, ja hs contmea de Grece, por gaarir 
fbt offen Ulla maeaz *) et clos '), ki unkes ^) ne pout, ne alcmies 
pareles fors metre, ne soi leveir de teirre. Or qaant li proeham *) 
de celni plorant reuissent offert, li hom dd sanior demaadat so- 
moos ') se il eossent la foid de oele gnarison; k cni qnant en la 
vertat de Den, de raactoriteit sainz Pirre, disient soi scfoir ferme 
Bperanoe de la santeit de celoi, man^s ') li honorables hom soi cid* 
chat^) en orison^), e il commengant les sollempaiteiz des messes, 
el regart del tot poissant Den offrit sacrefice. Or qaanJb il ot par- 
fait lo sacrefice, il eissanz ^) del alteil *®), tait ") la main del dop, 
e lä estisant ^^) lo pople e regardant, jnan^s drezat sos celai de la 
terre en ses propres alemens M) ; or qaant il 11 mettoit en la boche 
lo cprs del sanior, dunkes fat desloie'^) cette lengae, longenaent 
inaete '*) ä parleir, toz en orent merveilhe; si comencerent ä ploreir 
de jole; e manes, corat en las penses cremors e reverence, qaant il 
yiyent qaele chose polst Agapitas faire, en la vertat del sanior, par 
Taide saint Pirre» 



Anfang der IJebersetzung der Bücket der 
Makkabäer. 

(XI, Jahrhundert.) 

Il avint puisqae Alixandres, fiz de Philippe de Macedoipe, qai pri- 
mers regna en Grece, issanz'®) de la terre de Cethim, o«t oscis 
Daire '^), lo rei de Perse et de Medie, si fist plosors batallles, et 
prist les garnisons de toz, e oscit les rois de la terre, et ala jasqae 
en la fin de la terre, et gaigna toz les tresors de la terre, et la terre 
fa en pais ' ^) devant lai. Et assembla gjrant Force, et graad ost * ") 
trop, et sis caers fa essaacez^®) et enorgoeilliz , e prist totes les 
terres et les seignories, et tait li rendirent tread**); e apr^s 90*'), 
si chaj^') en maladie, et s^aperceat qae il se moroit, et apela ses 
nobles barons qai estoient od ^ *) lai norri des enfancC) e si lor de- 
parti son reaame, dementierst^) qae il vivoit. Et regna Alixan- 



') nuet. ') boiteun; claudut. ') j«iiifti9; nnquam. ^) parens. 
*) •oign«iweiiient. *) incontineiit, sur-le-chanp. ''-) ie prottern«. ^) oraiMfb, 
priere. ') aortant. ^®) autel von altnt, nieht voh altare, Hochaltar. 
' * ) tiDt. ■ ' ) £taDt, astisant. ' ^ ) pas, facnlt^ d'aller, d« marcher. ' «) d«lic4. 
") maete hab9 ich g^Mchrieben statt mael«, wi» a. a.O. p. 11 steht, ") torli. 
") Mt tu« Dariu». **) paix. * >) ara^e. >^) exal>atam. 2*)«tibat. 
»*) Mia. *») toaba. «*) avee. «*) pendant, «andia. 



13 

dres Ali ans e muri soi; et ses Chevaliers ouFent son regne, chaacon 
eo son leu '); e tuit ae firent coronier, apr^s sa mort, et lor fil en 
apr^s eaas '), et par mainz anz, et li mal farent acrea en la terre, 
et issi ') de lor racine de pecche. 



Sprachproben aus den ältesten englisch -nor^ 
mannischen Dichtern. . 



1. Aus dem Liber de Creaturis des Philippe de Than. 

Al busoin est truyed, 
L'ami e epruved, 
Unches ne fad ami, 
Qoi al basuign failli. 
Pur cel di ne targez, 
Mes ma raison oiez; 
Prei vus del esculter, 
E puis del amender. 



2. Aus dem Bestiaire desselben Dichters. 

Er schildert die Geschicklichkeit eines It^els im Abreis- 
ten der Weinbeeren: 

El tems de vendenger, 
Lores munte alpalmer, 
\A ü la grappe reit, 
La plus meure seit ^), 
Sin ab^t le raisin, 
Mult li est mal veisin, 
Pnis del palmes descent, 
Sur les raisins s'estent, 
Pois de 8U8 de yolote ^), 
Runnt comme pelote, 
Quant est tres ben charget^ 
Les raisins enbrocet, 
Eissi porte pulture, 
A ses fiz par natore. 



») üeu. *) eux. ») tottit. «) coape, cu«UU. *) Volutat. Im Ori- 
^tud sieht ftlhcMieh volupe. Dia FarUaMenmf rUhrl von Giii^ii«ii^ her. 



14 

Aus dem Prolog %ur Übersetzung der Proverbien. 

von Samson de Nantenil. 

A tort se lait murir de faim 
Ka assez at h ble et paln, 
Turner li pot Fam h. peresce 
' Se ne s'en paist u h. feblesce ; 
S'il bmeillet 6 ne se paisse, 
£ par desdamg marir se laisse, 
De cels est dane, si cum jeo crei, 
Ki al mulin muerent de sei, 
Pur Beut irreit conqoerre en France, 
Ki sufTraite at en habundance, etc. 



4. Aus der Histoire des rois Saxons von 
Geoffroy Gaimar. 

Es ist von dem Menestrel Taillefer die Rede: 

Armes ayeit et bon cbeval, 

Si est hardiz e noble vassal, 

Devant les altres eil se mist, 

Derant Engleis merreilles fist; 

Sa lance prist par le tuet, 

Com si ^o fust un bastunet, 

Encontre mont faalta la geta. 

Et par le fer recene Fa 

Trais fez issi geta sa lance, 

La quarte fea mnit pres s'ayanee; 

Entre les Engleis la kn^a 

Parmi le cors an en nafTra. 

Pnis treist s'espee, arere Tint, 

Geta il s'espee k'il tint, 

Enconntre mont pnis la reedt, 

L'un dit al altre ki jo veit, 

Ke ^o esteit encbantement, 

Ke eil fesait derant la gent, 
\ Quant treiz feiz out gete Fespee, etc. 



5. Auf der Histoire des dacs de Normandie von Benoft 

Beschreibung des Frühlings: 

Quant li irers fii tr^assez, 
Yint li dols tens' e li esiez, 



15 

VcaUi Fanre tiUTe e qnoie, 

Chanta li »crlea e la treie; 

BoiB reyerdirent e pnel, 

E geat fl«rifeBft li ramel. 

Parat la rose baen olanz, 

fi altres flors de maint semblam. 

Er Mchildert Heinrich' m II. ForUehe für die Wissensehaf' 
ten und MChliefst seine Erzählung von dem ersten Einfalle 
der Normannen mit folgenden Worten: 

Avantage ai en cest labar, 
Que al soyerain e al meillur, 
Escrit, transkt, truis e rimei, 
Qui el mimd sei de nule lei; 
Qui meax conaist oevre bien dite, 
£ bienseant e bien escrite, 
Dens mi dont faire son plaisir, 
Kar cest la riens qae plus desir. 



6. Aus der Aufforderung xum Kreuxxuge von 
demselben Dichter. 

Cnnte ne dac, ne li rois conine, 
Ne se poeat de la mort destolir, 
Kar <piant il ont grant tresor amasse, 
Plus lar convient a grant dolor guerpir, 
BBels lor yenist en bon yis departir, 
Kar qnant il nnt en la terre bnte, 
Ne las yalt pnis ne chatel ne cite. 



7. Aus der Histoire de la guerre de Troie desselben 
Dichters, 

Schilderung des Frühlings, in welchem sich Jason ein 
schiffte, das goldene Vliefs %u erobern: 

Qnant yint el tens qn'iyers deyise, 
Que Terbe* vcrs point en la rise, 
Lorsque florissent li ramel, 
Et doucement chantent oisel, 
Merle, manvis et Toriol, 
Et Estornel et Rossignol; 



16 

La blanche flors pent en Tespiiie, 
Et reyerdoie la gaadiae, 
Qaant li iens est donz et sones, 
Lor partirent del port les nei, etc. 

Beschreibung der Rüstung eines Kriegers: 

M^8 el rirage el sablonoi, 
Frist ses armes et 8on conroi. 
Primes can^pa ses genoillieres; 
Ains el siegle n'ot fait si cliieres; 
D'or fin fdrent si esperon 
Taillie de Toevre Salemon. 
Apres a nn auberg vestu 
Onques meillor forgiez ne fu; 
Taliez est bien a sa mesure 
La maille en fut s^r^e et dure. 
Pou li pesa qaant Tot vesta. 
Apr^s lapa un a'ume agu 
Resplandissant de boene teile; 
Jk por armes ne fera falle. 
Li cercles est d'or esmerez *). 
Di Dex i ot nons tos letrez. 
Li nasel fa d'un cbier onicle, 
O front devant ot un bericle, 
Cü que meillor ne plus belle quist, 
De foille el s'entremelst ^), 
Apr^s a ceint un braue d*acier, 
Onques nus bom ne vit si cbier, 
Si riebe, ne de sa valor, 
Clere, en francbant come rasor.' 
Un escu ot d'os d'olifant, 
Fort et bien fait et riebe et grant 
. La bocle en fu dW espaignois 
Et la guige ' ) tonte d^orfrois *) ; 
Un grant espie der et luisant 
Li baillirent d*acier truncbant, etc. 



* ) Enaille. >) im Original sieht : de folie s'eBtrImtist. Die Fmbeue- 
rung- ist von Gingaene, Hitt. lift^r. de la France, XIII, p.428. ^) Awe p«r 
Uqvelle on pendait !• bonclier. *) Broderi«, galon, fraoge d'or. 



17 

8. jius der \ie 4e St Tbom«» de Cantorb^ry 
von Gaernes. 

I^er Anfang lautet: 

Tuit li phjsicien ne sont ades bon mire, 
Tait derc ne sevent pas biei» cbanter ne bien Ihre; 
Asqnanz des Troveurs failleni tort k bien dire, 
Tel choisist le mielz qui le mielz qokbe eslirer 
£ tel quide estre mieldre des altres est li pire. 

Fon dem übrigen Werken über denselben Gegenstand 
sagt er: 

Tat eil autre romanz qa'ant fait del martyr 
Giere a lai maine u dame malt les oi mentir, 
■ Ne le veir ne le piain ne les i oi famir, 
Mais ci purrez le veir e tat le plain oir, 
N'istsrai de verite pur perdre ne pur murir. 



Proben aus der IJehersetzung der Distkheih des 
Cato von Everard. 

(>am animadverterem qua» pltinmos homines grariter errare in ria 
monuQ, soccurendum et consnlendum opinioni eorum fore e^timayi; 
nuudme nt gloriose viverent, et honorem contingerent 

Com ißo aparsoie Pur po maismement 

Pinsars de la Toie Ke gloriensement 

De mors forvoier: El mont Tesqoissent, 

Ayis pur m'estoit, E par tel afere 

E grant bien seroit, Dignetez en Uacte, 

De Toir cnnsilier. En lionors conqoeissent. 

None te, fili carissime, docebo, qao pacto mores animi tni com* 
ponas. 

Ore beaos fiz tr^ cbier, Par quel covenant 

Toi Todl jeo ens^gnier Purras en avant 

Ke tä soies plus sage; Aomer ton coiira^. 

l^tur mea praec^ta ita legito, at intelligas; legere enim et non 
intelligere, negligere est. 

Pur tels acheisons Mais nient entendre h lire 

Fiz jeo te enjoignons ^o est k despire 

Ke mes preceps lises; Si yoil ke t'en diastises. 

Idder Altfrant. Lit 6Mch. B 



n 

liskijAt Deo snpfiMciiv ^arentes «na, etc. 
Den amez, Pere et mere amez, 

E le requerez Parenz honurez 

De 1^0 ke ayerois mestier £ mult le tenez chierz. 

Si Dens est animus^ noUs ut carmina dictint, - 
Hie tibi praeeipne sit pura mente coieudus, 
Si Detf h cultater Lk »^it tan carage 

Est on purpenser Ferm sans ^tre remne 

Come dient li ditie En son estage. 

Si yitam inspicias hominum, si denique mores, 
Cum culpes alios, nemo sine crimine vivit 
Qnant iratre blameras Kar nul n'esi ki vit 

Tei meismes jngehis On ne soit ^ant on petit, 

Tut primerement Ki soit ne mesprent. 

Noli homines blando^ nimimn sermone probare: 

Fistula dulce canit, yolucrem dum decipit auceps. 

Ne voilles losengier Bei chante le firestel 

fiamt ne trop loer Qnant Toiselor Foisel 

Fors snlun6 le droit. Tret k soi, e des^oit 

Litern inferre caye, cum quo tibi gratia iuncta est; 

Ira otdiiim g^n<^at, concorrdia untrit amorem^ 
Nfe mtief ja ä ten^<m Kar ire engendre haof , 

Vers ton öompaignnn, Concorde nurit amur 

Ne y«rB ton biea-yoillant. Ke Dens prise tant« 

Telliflis 81 foi'te velis cognoscere caltns, 

Tir^Katn legito. 
Si tn yoift saVolr Virgille Ilses 

Terre «ttltiver, £ sayoir pün^ls 

K^ bM ni iaiUe nie; Assez de gaignerie» . 

Quod si mage nosse laboras 

Herbarum yires, Macer has tibi carmine dicet; 
Si Ulis flsieien Macär^ ki ne raent 

Yplez estre^ e bien Les granz y^toz a^lrent 

Dooer ks m^didnes, De «bes 6 raoiliei« 

Si rom^na cupii^ et puniea noscere belle^ 
Lucanum quaeras, qui Martis praelia dixit 
Si yek k^ tu ne failks Lucran apren: Kar 

De satöir ks b^taillei^ liluec troyei^s 

D'Attfrik^ ou de Rome; De gnerre la snmme. 



1» 

Sl qaifl sttAskTt Übet, Tel diseere amare legea^, 

INasonem petito. 
Si yels sayoir d'amors Dane sayeras tost amer 

Come Toflient li plasnrs^ E apr^s des -amer 

Li9ez dtunc Oyides. Melz ke tu ne qoides. 

Cosinus mtaiii |ioU ta yerba tinuere:, 
JXam striiet iwdVw t^cEimis, ipuingi kmhfi ploi:«t. 
Qwttt ta femme itee Quant el» loscage « plor» 

Tedit M raponee Gar toi icele «re^ 

N^ca iieng jik nul plait. Kar dano est ea aguait. 

Miraris, rerbis nadis me scribere yersos? 

Hos breyitas sensos fecit coniangere blnos. 
En esmeryeillez Mais ces est Tacheison 

Qo ke )eo aie ces Ke deisse ma reison 

Vers escrit issi naement^ £n dons'yürs brieyemeiit. 

Die üeberseixung sehlie/s^ mit folgendem Epilog: 

De danz Kiton la trace, lUhs si jeo ai meipri« 

Si pr^ come la grace Oa autre cfaose mis 

Den ma enseignie, Ke il ni doit ayeir 

Ai par trestut saY Li sage qui rorrupt, 

E les sens de lai Amender le pammt, 

En romans trestnrne; E jeo les en requier. 

Ne me doit blasmer, Trestut eil ki Torrunt, 

Home secnler £,en quer retendrunt 

Ne nul erestien, Le sen quant Tunt oY, 

Kar c'est mun mestier O Dieu aient grand part, 

De fer« e d« peoser E «^el p^^cbeo Eyerart 

Tuz-jurs sen 6 bien. All dama». Den AercL 



Bruchstück mis der Ebcposition ^nr Ißs Epitres 

et Eyangiles da la deroier^ semaine de careme 

vim Etaimon ^}. 

üans encommenc^rent li alquant ') scupir *) en lui et cuyerre sa 
face, et batre k eoleies *), et dire k lui, deyyne; e li ministre lo 



») Leb««f, H«m. d« TAead^M. des lotcription« et belles • lettre«, Ton. XVII, 
P*725. 3) Quelques . ont. ') cracher. *) toufflete. 

B2 



«0 

battoient II &ciciet^). Et quant Pieres etoit en la eort de lez, se 
yint ane des ancelles ') le soyerain prestre; et quant ille *) ot yeut 
Pieron id se chafienet al fea^ se lesrai ardeit, et se dist k lai: et tu 
estoies ayec Ihesns de Galileie. Cil desnoieit davant toz, et se dit: 
ne ni sai na ni n^entent ce ke ta dis. Si nssit fuers dayant la cort: 
se chanteit li jas *). Lo parax*), qnant nn altre ancele Tot reut, 
se dist k ceos ki lai encor esteiyent^ car eist e de ceos. Lo parax, 
nn petit apr^s, dissent h Pieron eil ki lai esteiyent: yraiment, ta es 
de ceos, car tu es anssi Galileos. Et eil encommen^oit exeommonier 
et jnrier ke jo ne sai ke eist hom soit, ke yos dites. Maintenant, 
lo parax, chanteit li jas: (car es ta parole te fait aparissant) se re- 
cordeit Pieres la parole Jhesa. 



BARBE DE VERBUE. 

Stances. 

Vojd sien hyyert yenir li saiges 
Comme als fins bian jor, belle noict; 
Scet que sont rozes por toz eaiges, 
Si ponr toz eaiges sont ennuict« 

De ma prime yere •) tempeste ') 
Ne me remembre sans plezir; 
Ainz qni dan^a molt k la feste, 
Au soir nTia regret de g&ir '). 

Dant qne ') yy cbeoir foilles d'altonme, 
Belle tretoz m'ont proclame; 
Tretoz, adez ' ®), me dizent bonne ; 
Ne sgaj le nom qu'aj plus ame. 

Heur ") ne despant '') de gentillesse; 
Contre li tams n'ay de rancoeur *'); 
L'er m^ha changie ; n'est de yieillesse, 
Por de qui n'ha changie le coeur. 



') face, TiMg«. ^) ancillae, tervantet. ') celle-eL *) ga«, galla«. 
Barbatan, de ordine de Chevalerie, Pari« 1759, 8., p. 84 /m(«l ifaowt jaaer «6. 
MH09 kamunt mbw vom HaUunut^en gaasa, dm BfsUr^ her. ^ ) AaMitöt, •or-le-chaiap. 
*) printaaUre« ') «aiton. ^) «e coucher, ja cere. °) avantque. **) apr^ 
eeiit, adeeto. ") bonliear. ' ') dopend. '^) rancune. 



21 

Bien soye «mg tautet |2i Tieittotte 
Me doict *) la cort *) di joyancek; 
Ains n'hay regret qae gent^ fillotte 
M'emble, aa sien tor '), josnes ancels *), 

Me duict yeoir doulces pastonrettes 
Maynant lor bergierot gentilz, 
Coeillir ayeline et flourettes, 
Enmyea fustajes et cortilz ^). 

Me duict yeoir, soabz yertes tonnelles, 
Conlple adfjant ') les fetdx du jor; 
Me duict oyr cbant des vilanelles ') 
Appeller au combat d'amor. 

Me duict (bien. qu ayecqoe lor dames 
Gabent ") di mitos resoits longuetz)^ . 
Si conte plaids ^) d'antiques flanies, 
Soubryer nos jolys friquetz * ®). 

Lor est adyiz que rien ne meoe **); 
Ont en pitie mes cheyeulx blans; 
Riottent * ') , si lor conte, esmeue^ 
Qu'heux»*) lord pairs k mes pieds tremblants. 

Et, de ma part, me rys sans faiiidre, 
De yeoir parpeillons esvolez 
Sy narguiUants * *), prest k s'esteindrc 
Flammel qui tant en ha brusles! 



THTOAUT, ROI DB NAVABBE. 

Chanson. 
lies donces dolors. 
Et li mal plaisant. 
Qui yienent d'amors, 
Sont dols et cuisants; 
. Et qui fait fbl hardement, 
A paines aura. secors, 
J'en fis un, dont la payors **) 
Me iäent ou cors '«), ke je »ans. 



•) pUit. ^) coH^ge. *) k wn tour. *) ••rvit«uri. *) HortnUt, 
petit Urdu. •) d^fiant. ») viUH*oi.e#. ») r«II«it. ») f^cit. J« eyr'- 

"•) N«rg«iller, 4iaüi«tif rM >«rg«er. "») p«ft *') M corp»* 



»f 

Mim est grans lohn *) 

D'amer löiaamenft, 

Qoi porroit aiUors 

Cangier') son talent; 
He Dies! j'cn ai apris tant, 
K'an^ois seroit une tors, 
Portee k terre de flops, 
Ke m'en reist recreant. 

Lone respit s) m'ont mort •), 

Et grant desirier, 

A ce qu ä son tort 

Me velt «corrocier ■); 
Moins en sera k prisier, 
Se je ttn de li oonfort, 
C'aa inont n'a rien si fort, 
Pour li^ ne me Fast legier. 

Je chant et deport •), 

Ponr moi solasier, 

Et voi en mon soH 

Amii et doogier; 
Si porrai bien perÜlier ^), 
Quant ne pois yenir k port, 
Ne je n'ai allors resort, 
Sans ma ligence ^) brisier. 

Daine, fsä tout mis. 

Et caer et penser 

En Yous ai asis, 

Sjus ja remner; 
Se je Yooloie aconter, 
Vostre Maates, vosire pris, 
J'aoroie trop 4*enemis, 
Ponr cou ne m'en os melier. 

Envoi. 
Dame, je n'i pms durer, 
Car tont ades m'ira pis, 
Tant ke yous dires, aiinis 
Je Youfi voil m'«mor dojaer. 






pour exciter k la croisade. 

^ignor, saciez, ki or ne d*eii Era 

En cele Terre, u Diex fa mors et v»; 

Et ki la Crois d'ontre mer ne prendra, 

A paines mais ') ira en Paradis: 

Ki a en soi pitie et rjiweinbrance 

An haut Seigpor, doit querre sa yengeance. 

Et deliyrer sa terre et son paYs. 

Tont li mauYab demorront par de^^i, 
Ki n^aiment Dien, bien, ne lionor, ne prn, 
Et chascuns dit, Ma ferne que fera? 
Je ne lalroie ^ nnl faer mes amis: 
Cil sont assis en trop fole attendance, 
K'il n'est amis fors, que eil sans dotance, 
Ki pour nous fa en la yraie Crols mis. 

Or s^en iront eil yaillant Bacheler, 
Ki aiment Dien, et Tonour de cest monl, 
Ki sagement yoelent h. Dien aler, 
Et li moryeas, li cendreus ^) demonrrout 
Ayngle sunt, de ce ne dout-je mie, 
Ki an secours ne fönt Dien en sa yie. 
Et por si pot pert la gloire del mont 

Diex se laissa por nos en Crois .p«iisr ''^ 
Et nous dira aa jour, oü tuit yenront, 
„Yos, ki ma Crois m'aidates ^ porter, 
„Vos en irez U, oa li Angele sont. 
^h me yerrez, et ma Mere Marie; 
„Et yos, par qui je n^oi onques aie, 
„Descendez tuit en infer le parfont *). 

Cascons quid« demo«rer<toz haitios-'j), 
Et que Jamals ne doiye mal «yokr, 
Ainsi les tiejit enemis et pechiez, 
Que ils n'ont sens, hardement •), ne pooir : 
Blau Sirie Diex ostez nos tel pensee, 
Et nos metez en la yostre contree 
Si saintement, que yoas paisse «yeoir. 



' ) Jamm» ') bo^uiet qid ummni U c^ndre, le coio du feu ; Uchw. ') touc- 
iteff. *) profond. *) joywx, heiter. •) hardiette. 



»4 

Envoi. 
Doace Dame, Roine coronee *), 
Proiez pour nos, Virge bicn euree ^), 
Et puis apr^s ne nos pait meacheoir. 



Chanson. 
Adieux 2i sa Dame. 

Dame, ensi est qa'il m'en coniient aler, 

Et departir de la doce contree, 

Oü tant ai mauz soffers et endarez, 

Quant je tos lais ^), droiz est, que je m'en hee *)^ 

Dex! porquoi fu la terre d*outremer, 

Qui tant Amans anra fait desevrer '), 

Dont puis ne fu TAmonr reconforte 

Ne ne porent lor joie remembrer? 

3s^ Sans amor ne porroie durer, 
Tant paritmis fermement ma pensee, 
Ne mes fins cuers ne ml laist retomer, 
Ains suis Ik li 1ä oü il yeut et bee '), 
Trop ai apris durement h amer, 
Pour ce ne voi coment puisse durer 
Sans joie ayoir de la plus desiree, 
C'oncqnes nus boms osast merci crier. 

Je ne vois pas, quant de lui sui partiz, 
Que je puisse ayoir bien, ne solas ') ne joie, 
Car oncques riens ne fis si 2i enyiz, 
Com yos laissier: se je james yos yoie, 
Trop par ensui dolant et esbahiz, 
Par maintefois m^en serai repantiz, 
Quant j'oncques yoil aler en ceste yoie, 
Et je retors yos debonaires dis. 

fieau Sire Dex, yers tos me suis guencbiz *) 
Tont lais por yos, ce que je tant amoie, 



') Man Amt diesfaheklieh Mf/Biaac* h^zog^mi ea Ui die hwUif Jumffrmmf 
dh er anruft, ') BienheureuM. ') Lüm«. *) Sovpir«, pleur«. Dm» JSml' 
wart he«r »«f vo» dmr Imtmrjektion he g^Mldmtj wh man früher imt Demisekem min 
PFort mehmn kaife. ' ) d^unir, teparer. ') ^Mire. ' ) ■onUgesMiit. * ) 6 a « • 
chi, toani^. 



95 

Li gaerredon ^) en doit itte üom, 

Quant por tos peri et mon euer et ma )oie; 

De TOS sejTTir sui tocus pres et garniz, 

A TOS me rait, beau pere Jhesos-Criz, 

Si bon Seignor sTöir )e ne porroie; 

€il qpi TOS sert ne pnet estre trtS». 

Bien doit mes cneurs estre lies et dolanz; 
Dolanz de ce que je part de ma Dame, 
Et 11^ de ce que je sui desiranz 
De serrir ^ea, qui est mes euer et m'ame ; 
Iceste Amors est trop fine et poissanas, 
Par Ih conTient Tenir les plns saichanz '), 
Cest li rubis, T^meraude et la jame ^), 
Qui tout garist *) les Tiez pechiez puants. 

Envoi. 
Dame des Cieux, grans Roine poissanz, 
Au grant besoing me soiez secorranz. 
De TOS amer puisse aToir droite flame, 
Quant Dame pere '), Dame me soit aldanz. 



MARIE DE FRANCE. 

LaI des D£UX ABfANZ '). 

Jadis aTint ') en Normendie 
Une aTenture mut oYe 
De deus amanz qui s'entr'am^rent 
Par amur ambedens *) fin^rent; 
Un Lai en firent li Bretun 
Des Deux amanz rejpuit le nun. 

Verites est ke en Neustrie 
Que nus apelnm Normendie 
Ad un baut munt ') merTeilles grant, 
Lä-sus gisent li Dui Enfant *®). 



*) guMt. » ) qumil je p «rs de U Deme. •) Yol. I. p. 252.-270 der Jm9f^4»be 
von Ro^ U9 fort. ^) airiva, *) tone devs« ') »Ottrurent. '®) Le prieur^ 
Ace Dmn ämnm, l'une 4e« plu aneieaMe tomiUtwu9 4e U Norauuidie, est eitn^ Mir 
une woutAgae ^lev4e 4e <3S0 piede •■ « imnu de U Sein«. S« poaition lei donne aae 
de« veee les plu «gr^Uee de la Fraaee. Lee poile» oai dona^i « ee prieor j aae ori- 
giae roauweeqae. — Roqaefort. 



sc 

Pr^s de €e] mimt k nne part 
Par grant canaeil ^ par eagart, 
Une CSte fist faire an Reis 
Qui estoit Sire des Pistreis *); 
Des Pistreins la fist namer, 
Et Pistre la fist apeler. 
Toz-jurs ad puis dnr« li nnns 
Uncore i ad vile h meisuns '): 
Nas savam bien de la Cuntree. 
Li val de Pistre est nomee. ^ 

Li Reis ot ') «ne iiUe bele 
Mut cnirteise Dameüsele; . 
Cimfortez fu par la Meachine 
Poisqae perdae ot la Reine: 
Piasars k mal li atum^rent 
Li säen meisme le blasm^rent. 
Qaant il oY qu^hum en parla 
Mut fii dolent, mat li pesa; 
Cumenpa sei ä porpenser 
Cument s'en parrat deliyrer, 
Que nul sa fille ne quesist 
£ loinz, k pr^s, manda et dist: 
Ki sa-fiUe »Todteit areir, 
Une chose seast de veir, 
Sortiz esteit h destine 
De sar le munt fors la cite 
Entre ses bras la portereit 
Si qae ne se reposereit. 
Quant la norele fu couneue 
£ par tute la coi^tree seue, 
Assez plusors si i all^rent 
Qui nule rien nl espleit^rent *) 



') Pittra«, «uJourd*hui Pttre, «n Utin.PisftAe, Piüiit, «ncieii chitean 
royal, Mtu^ tur Im Wcd« de U fieiiie,,i tro» lieue* an - deatut 4e Rouen, vis • a - vis de 
U ville de Pont de TArche, «u confluent de l'Andelle et de l'Eure. Charles-Ie-Chewve 
y «vait tena un pariement en 86? ; puis il y ftt co&stniire nne forteresse pour arrdter 
les coaraes des Normands qui s'y Itaient d^abord etablis, et qui en avaient vonlu faire 

lenr place dVme«. >— ' Sons la secoode cace le cbäteau ou la viUe de Pistres 

£tait assea consid^rable, fuisqu'U s^y tint nn ooncile en 861. -» •<— Quant va. niotn 
Pistreins, PistHens, Pistrois, en latia Pintvienses, Us deeigaent hob 
pas une nation, nairf les habitans du ekltnan 4« Ketres, le» ehevnliert et Um teigBeara 
qui y falsaient lenr rMdence. On saitqn« eben no» peres, presque tonjonn leCh&t«an 
designe une viHe, ayant des met, des monnmens, etc. *-« Ao^ «« fort» ') «aieoae. 
') avait. ^) Das Utmn. ex p lere, attäriehtsn» 



«7 

Et tuz 'CeiM qm. tant e'edforfoeiit 
Qai enmi le mant la portoenrt, 
Ne poeient plos avant i^, 
U lear eslent krifiHsi^r «sler. 
Langtens rennst oele k doner 
Que Boi ne la volt demander. 

AI pats ot im Damisel 
Fb k an Conte, .gent h bei; 
De ben faire, piir aveir pris, 
Sur taz autrcs s^est entremis. 
£n la Cart le Reis conversot, 
Assez Bovent i sajamot; 
La liUe al Rei ama 
Et maintefeiz Tareisana 
Qu'ele 8*amonr li olr^iast *) 
E par france druerie *) Tamast 
Pur ceo qu'il est pniz h curleis 
E pur ceo le prisot li Reis; 
Ensemble parlörent sövent 
E s'entr'am^rent leaument, 
Et celereient ä lur poeir 
Que hnm nes' pufst aperceveir. 
La suffrance mut lur greva ') 
M^s li Vallez se pürpensa 
Que menz en volt les maus snifrir, 
Que trop haster e dune MUir; 
Mut fa par li amur destreiz, 
Pnis avient si qu'k tme feiz 
Qnk 8*Amie vient li Damiseas 
Qui tant est sages, praz h beas, 
Sa pleinte li muStTa h dist: 
Anguissassement li recpist 
Que s'en alast ensemble od loi, 
Ne poeit m^s anffrir renui; 
Si k son P^re la demandot 
n saveit bien-qoe tant Famot 
Que pas ne 11 vodreit doner, 
Si il ne la pulst aporter 
Entre ses braz enzom le munt 
La damisele li respont: 



*) accordit. ^) fidtiit^, Tr«M«. ^) f^4m «rairarc 



Z9 

Amjfi, fait-ele, jeo sai hkm 

Si ne we porteries pur rien; 

N^estes mie si yertiias, 

Si jo m'en vois ensemble od tus, 

Bfi P^res auereit h doel ') h ire') 

Ne vivereit mie sanz martore. 

Certes tant Taim ^ si fais chier 

Jeo neF Todr^ie coroeier; 

Aatre cnnseil yas estuet ') prendre, 

Kar cest ne Yoil-jeo pas entendre. 

£n Salerne ai nne Parente 
Riebe femme, mut a grant rente; 
Pias de trente ans i ad este . 
L'art de phisike *} ad tant use, 
Que mat est saines de mescines, 
Tant cunust herbes h racines; 
Si. vus k ii Tolez aler 
£ mes lettres od tus porter, 
£ mnstrer li yostre ayentare, 
£le en prendra cnnseil h cnre. 
Uns lettuaires ') yns danrat 
£ teus beiyres yus baiUerat, 
Qae tat yas recanforterant 
£ bone yerta yas danrant 
Quant en cest paSs reyendrez 
A man P^re me reqa^rez: 
11 yas en tendrat par enfant, 
Si yas dirat le conyenant, . 
Qae k nal hom ne me danrat. 
Ja cele peine ni mettrat, 
Si al mant ne me penst porier 
£ntre ses braz sanz reposer. 

Li Vallez o\ la noyele 
£ le cnnseil k la Pncele, 
Mat en fn li^, si la mercie 
Cangie demande k s^Amie. 
£n sa cantree en est alez, 
Hastiyement s'est atomez 
De riches dras ^ de diyers 



*) 4«aU. >) eolire. ') vou coBviMt de praiar«. «) mMcdiic. *) Jt^ 



29 

De palefireiz ^ de snniers *), 
De ses Imme« leg plus priyez ') 
A li Danzeas od sei meiiei. 
A Salerne reit sejumer ') 
A TAimte s'Amie vet parier 
De sa part li dnnat an brief *): 
Qnant el Tot In de chlef en chief 
Ensemble od li Fa retenn 
Tant qae snn estre ad tant s^a. 
Par mescines Fad esforcie, 
Un tel beirre ') li ad cbargie, 
Jk ne sera taioit trayailliez, 
Ne 81 ateint, ne si cbargiez, 
Ne li resfrechit tat le cors, 
N^is les vaines, ne les os, 
Et qu'il n'en ait tele vertu 
Si-tost com il en aora ba, 
Pais le remeine en san paXs; 
Le beiyre ad en un vessel mis 
Li Damiscas joios h liez. 
Qaant ari^re fa repeiriez 
Ne sejamat pas en la terre, 
AI Rei ala sa fille qaere, 
Qu'il li donast, il la prendreit, 
En-sum le mont la portereit 
Li Reis nel* escundist ') mie, 
M^s mat le tint k grant foiie. 
Pur ceo qa'U iert de j^sne üge; 
Tant produm, k raillant h sage 
Unt asai^ icele afaire 
Kl n'en parent k nol chief traire. 
Tenne li a num^ et pris, 
Ses bame mande ^ 8ea amis 
E tuz ceos k^ilpoeit areir, 
Ne ni laissa nolremaneir, 
Por sa Fille, pur le Vallet 
Ki en aventore se met, 



') B(itM de sona«, SmimtAiere. ') «mit particnlien. ') L« ville de Sa- 
lene den* le rojaome de Naples int loBg> tenpe c^Iibre par ton ^cole et tee prindpee 
de m^dicine ; le (nnd Doeibre de cherUtene qui, dent le« XII* et XIII* u^let, rea- 
pliMaient lee difflrentee villee da Franee, et qui annoD^aieDt y avoir ^tudi^, fit toaiber 
catte Icole dana le diieredit. — ftoqaafort. *) Brief, crom lmtmm»ehmn b r • v e. 
*) benyrage. *) e'cxciwa. 



30 

De li porter en^snn» )e mtnit, 

De tates patz ytnn» i smtt, 

La Dameiseie s'atoriia 

Mut se destreint, h mat ja&a *) 

E h manger pur alegep 

Qu'od stm ami yoleit aler, 

AI jur cpant tnz fnrent venu 

Le Dameisei premier i fti^ 

Sun beirre ni abHa mie 

Devers Seigne ») en la praerie 

Fu la grant geat tut assemblee, 

Li Reis ad sa fiUe meiiee. 

N'ot drap restu fors la ehemise; 

Entre ses bras Faveit eil prise, 

La fiolette od tut «an beirre, ' 

Bien seit qu'ek nel' reut deceitre; 

£n sa main porter li bille, 

lULha jeo creim que poi li vdiUe, 

Kar no^t ea kti point de mestire, 

Od lui s'en reit grant al^are. 

Le mnnt mnnta desi qn'en-mi; 

Pur la jote qu'il od de li 

De snn beirr« ne li membra ^): 

Ele senti «pi'il aboissa. 

Amisj fet-ele, kar beres 

Jeo sai bien que von» rous lassez 

Si recnrrez rostre rerto. 

Le Damisel a re^pondu: 

Bele, jeo sens tut fort man quer 

Ne m'arestereie h nul foÄr *) 

Si luBgement que jeo b^sse 

Pur quei treis pas aller p^usse; 

Ceste gens nus escriereient 

De lur noise m'esturdireient^ 

Tos me porreYent desturber ») 

Jo nel' roil pas ci arester, 

Quant les deu« par« fo mnnte «uz 

Pur un petit qu'il ne cbiet jus «); 

Sorent li prie la Meschine, 

Ami, berez rostre mescine. 



) jeiiM. 2) la Seine. 3) li ne «e rMtonvient pM d« lon lirenniM. Simtt 
d..t«rb«re. «) II m.nquait i tomber en ba.. ^ ' ^ «^' 



31 

Ja ne la Tolt fftr na creire, 

A grand asgidsse od tat Fdre ' ) 

Sur le mimt vint, taat se greva, 

Ueoe ^) chai, puls ne leva; 

Li quors ^) del' yeatre s^en parti. 

La Pucele yit sun ami, 

Qaida qu'il fut en paumeisans *) 

Lez lui se met en genoilluns; 

Sun beirre 11 voleit doner 

It^s il ne pat od lui parier. 

Issi murut cum jeo tus di, 

Ele le pleint ä mnt haut cri; 

Puls a jete h espendu 

Le veissel & le beivre fö: 

Li rauns en fu bien ayusez, 

Mut en a este amendez. 

Tut le pats h la cuntree 

Meinte bone berte i ünt trov^e, 

Ki del' beivre orent racine. 

Or vns dirad de la Mescine, 
Puisque san Ami ot perdu, 
Unkes si dolente ne fu, 
Lez loi ') se cuche h estent, 
Entre ses braz l'estreint h prent, 
Sovent li baisö oÜ b bacbe^ 
Li dols de li al quor la toehe: 
Uec murut la Damiseile 
Qui tant est pruz, h sage et bele. 
Li Reis e eil lur atendeient 
Quant nnt ra qne il ne teneient 
Vunt apröd ens äis nnt trovez, 
Li Reis chiet k terre paumez* 
Quant pot parier, grand dol demaine 
Ki si firent la gent foreine ^)« 

Treis jurs les unt tenu sur terre 
Sarcu ^) de marbre firent quere: 
Les dens Enfans unt mis dedenz« 
Par le cunseil de cele genz, 



*) Cbctaiii^tvA errar«; oJtr ob Mitf ') illic. ') l«co«tir. *) pa- 
moiioi, defailUnee von pfi«er. ^) auprm de lui. ^) ß^ou loraBan«, etra&gw. 
'') cereueil, Sarg", 



3S 

Sar le munt si les enfiüreiit 
£ puis i-tant se departireot. 
Pur FaTeDtiire des En&nz 
Ad nan li Hanz des Dens Amanz; 
Issi aiiDt cum dit yus n 
Li Breton en firent nn LaL 



Fables de Marie de Fbarce. 
Don Lion, don Bngle ') et de an Len ') 

Jadis esteit cofitume et loit, 
Ke li Leanz dut estre Rois 
Seur tntes les Bestes ffoa snnt^ 
ti ki conversent en cest muns ^). 
Don Bügle ot fait san Seneschal 
Car prea le tint et ä loial; 
Au Lenz bailla sa ProTOste. 
Toit trois en sant el bos ale, 
Ün Cerf trnv^rent h chaci^rent, 
Qant pris Forent, si Tescnrclii^rent; 
Le Lox *) an Bngle demanda 
Coment le Cerf d^partira ')? 
Cest bien, fet-il, k mon Sengnar 
Coi nns deynns porter henar. 
Li Leons a dit ^ jarei 
Ke toit sevent par v^ritei 
Ke la premi^re part aureit 
Pur ce que Reiz ^ Sires esteit; 
Ke Fautre part pur 1« gaaing, 
11 ot este li tiers condpaing ^), 
La tierca part ce dit aureit 
Car il Focist^ raisuns esteit; 
£ se nus d'eauz deux la preneit 
Ses anemis mortex sereit. 
Dane ni osa nus atuchier ') 
Tut lur estut le Cerf laissier. 

M o r a 1 i t e. 
Autresi ") est n'en dutez mie; 
Se Povres hum prent cumpaignie 



>) Buffl«. 3) FaU. XI. Fer^l. La Fontai n« I, €. ') moade.. *) lo«p, 
Luchs, *) CommentrondiviteraitlaCerif. ') conpagnon. '} toacher. ^) F^'Om 
alter •imiliaj teaiblablement. 



S3 

A plus Fort htimine kll ne seit, 
Jk don gaaing n'aura espleit ■); 
Li Ricbes Tolt aveir Founur 
U li PoTres per^ra s^amnr. 
Se lur gaaing deiTent partir ^) 
Li Riches veit tat retenir. 



Dou Corbel fe d'uB Werpilx»). 

JBInsi avint, h bien puet estre^ 
Ke par deiyittt «le £enes<ve . 
Ki'en une datpeiwe f) fe« ')^ ,- 
Yola an Corb; si sl Vm 
Parmaigeai qu d^ens esteictft» . 
£ seir nA^ olflie ^) giseient, 
Un en a piiS) ii tot s'en ta^ . ^^ 
Un Yorpilx wioÜ qoi Tespia . 
Da foarmage «t graut desider 
Que il en puiftt s» p&rt noieiigiei;; * 
Par engin ^ ) Tolra esMier 
Se le Corb pmtra tngingmer ^), 
Ha! DkiL Sij^e, £et liGorpix, 
Cam est or eist <»i«iaa8 gentix, . 
V ^) munde n« ü bei oisd, 
Unc de mes elx ne ti si bdi 
Fast tieuft >^) sei cbaaä emn est ses cors 
D Tsuroit mix.**)- que nul fias ors; 
Li Corb s'oi si bien looer 
- Qaen tut le monde u'ot son per *') 
Purpensez s'est cp'U cantera; 
Pur cattker &m los ae pardrai, 
Son bee um, st caimmeucSs» 
Li lormaiges U eseapa; 
A la terra restttt iJuirs 
Et li Hoapi];; le yet atisirt 
Pnis n'ot-il cor« de sim dnut 
Gar dol* fonrmage.ot sna taleoi. 



') Profit, avanUge; von expletio. *) parUgeV; partiri. *) FaW.XIV. 
^«9^7« L 4 P o A t a i B e I^ 2. Man achte mif die verschUsdeHf Orikoir^^fHe de* 
/r«w*«#»jo^piI,vulpe«. ♦) Speieekmmmee, *) fnU ®) claie. ^) ]fci«eM»t 
in-geniam« .8) toowp«^, .ubtiliwr. »> a«. **) td,«e»blaW«. * ') «ieux. 
"») pareil. . 

Ideier Altfrans. Lit. Gesch. 



34 

M or«Hte. 
Cis example est des orgneillox 
Kl de grant pris sont desirrox; 
Par lusenger *) h par mentir, 
Les puet-um bien a gre servir. 
Le lar despendent folement 
Pur fanse^) loange de la gent. 



D'un Lions qai malades fa^). 

Jjoa Leons cunte li escriz 

Ki deffaiz ert et enTeUliz; 

Ulalades jut malt langement 

Del' relever *) ni ot n<nent *). 

Tates les Bestes s'assanbl^rent, 

Pur li yeoir, k Cnrt al^rent. 

Li plusar sunt pur lui dolant 

£ ä aucntis n'en okaut noiant, 

£ tiex ]^ i vant pur dtm 

A la devise dou Lion« . 

£ saveir voeleiit H plosur 

S'en loi a maiz poimt de retor: 

Li Tors ^) de ses cornes le bnte, 

£t li Asnes qui pas neF dute 

De snn {m4 le fiert seür le pis ^); 

D'altre part i vint li Giolpis, 

As dens le mort pas les oroiUes. 

Dist li Leons, or Toi mervoilles,' 

Bien me savient k'en man ae ^) 

Qant junes fu et en sante,. 

Que tates Bestes me dntoient.') 

£t came Seignar m'acroi^it ^ ®) ; 

Qaant ^re iriez ' ') malt se creraeient '*) 

Sear tute rien trop me duteient. 

Or me yeieiit malt affibloi^ 

Malt defolei et avillie, 

Malt me semble gregnar '') vilte 

De cex Id farent mi prive, 



») Lonaage von Un«. ») tromperi«. ^) FabL XV. F^i^I. L.« Fob- 
tftinelll, 14. *) gueri.oB. «) rien (ii&uit). •) Taura». ') p«etit*. 
) tcnp» oo» aevaa. ") craignaiMit, redoutaiaBt. ' •) iiOB^raien«; •') aa 
colÄre. »») il. tremWaient. »3) Fon graBdior. 



85 

A Id jeo fiz hoaiir h bien. 
Kl ne membre de imlle neu 
Qae des autres ki ge mefis. 
lii nun-poissanz a po d'amiB. 

' Moralit^. 
Par meismes ceste resan 
Prenans essanple doa Lian; 
Qtdcnnqaes chiet en nan poei» 
S'il perd se force et san ayeir 
Malt le Üenttent ä grant vilt^ 
Neis li plnsar qm Fant am6. 



Coment an Bretons ocist graut compeigaie 
de brebis ')• 

Jadis ayiiit JcVn an paaqids ^) 
Ot grans'campengnies de Brebu. 
Un Bret s'aleit esbanoi^ 
Parmi le champs od sa Koalier ')• 
Les Berbiz »ms garde tniTa, 
Une en ocist, si remparta; 
£ chascan jnr i rereneit 
Si les ocioit h porteit 
Les Berbis inolt s*en ««rreei^renty 
£ntr*aus distrent et GOBseilli^reat 
Qae ne«e Tolrimt pasdeffendre 
Par droite iror se leront prendre 
Ne ja ne se destamerant 
Ne par rien mdt ne li dirant» 
Tant atendirent lor Berchan ♦) '. 
Qe m remest fors an Moatan* • ' 
Qai tas seas se '▼it sans eompengn^. 
Ne pot tenir qae ne s'en plengnOi s 
Gräntlasq«et^,'iet-il, l^iiames, 
£ malt mayais canssel pr^isines, 
Qant nas grant campaigne estiend i 
£t qant nas ne nas d^endiens - 
Verz ehest Homme qai k grant tort 
Nas a tas pris h trait ii mort 



>) FabKXLT. r«r^/. Le Orand d'Autty, r«Wuii»,ToiiulV. p.?48,ft«8. 
*) jpatttrage. ') femne ; mulier. *) Berger. 

€2 



S6 

Pur tt dit-nih en repftfvier, 
Plasour ne set^ent damdgier 
Ne contredttr las anemis 
Qu'il ne faieal ^ s^us le pis. 



FRAGMEirr t)|: hh Bibls Guror de Pv>vins '). 

Le plvs fierlain de mef( . chdpkrfs 
CoyieBfc;tofii«r sof les liegit^eg ^,)^ 
Qui deyiennent fax plaideor, 
Et de bone hueype tricheor •); 
,.. j , .^t^^lps.faasL p«ijiz traient des bons. 
Je sais bien se -.ifns, Ilois, ou Cuens 
Savoit des lois et des decrez, 
Qu il en Mroii molt ii«hitee& 
Lk söht ][ poiiit, U Bont li dit, 
Et li bian mo« «t It «Iscbit^ • 
Dont 60'*) d<Mt puepie- go^edncD^-i 
Et droUttre et raison gardcv. > 

Tiex ») mestkffs aviemt bie» k. Ppbde, 
Cil netoie Ttigue et irani|ce, 
Le bon vessel, et raoU F«initnde; 
M«s jik BUS Irein qui seit n'alektde i 
A dialr^ Tewci &ipe nM: 
Fox est qui son avoir i mtt. 
Li makaic vessel tot tmpiveiit - 
Quant qu'eii i met loi se mironi • 
Tuit cü qid^folöiönt^) et muaent IJ 
Es bones cscaofes, et knenb 
Lor tans por tneheri« ipenre ^). 
he^ensaumt pnetnen-*) entendriB 
Lop:4b, ^^or nsoE et l«r poinz fiix^ 
De ce ^mA Jboid d«tt eisfare saux ^^y, 
Se pardeüt toi:.«pertement, 
Cil respitent H) lor ^vgemait 
Cist •chapitp^' fa faiz saus loae ^^)y 



>) V.2404— 2691. Bnnbataii Ä BI^äii, Vehll, p.Äd4— 393. ») h 
de loi. 3) trompeur.. *) on. ^) tel. «) libertinent. ') .'adonnent ^ I 



) boniniM 

cUlaBce. *> apprendlre. ») fo», fol.. .»<»> .'au»r » *') '^"itenu!"! *») "ou- 
angc, fiatterie. 



M^8 il £er» ipe fort §Io$e ; 

Au langnes fiius^es d^pliees, . . - | 

Qui denssent estre Hee& 

De ce que j'oi 4ire .es depre?* 

Ceux fieng-je por desespereas, 

Qu'il UQüX ^tpaor et vergoingiie. 

Cil Seigi^op .T9ut-ü h Bolomgoß^ 

As lois por les (novs maiatenir» . ; 

Plus les en vw jenglos *) y«nir, . 

Que n'est estomiax ^) en jaiole ^).. 

Toute lor huevre tieng a fole» 

Vers tricberie fe retrait: 

II prennent de deus pars le plait *)* 

Ce n'est pfis lois, aioz est desjois, 

Ce oe^ tT'Ueveiit-ils pa& es loiiu 

£n trait 4^ ituotere d'ar^ut 

Dont en fait maint bien vessel *) g^nk^). 

Et mainte autre imevre bele et clii^rßi 

Et le vefrÄ de. la foiicluete '), 

Don^ je rjevöi maint luaa vessel ^ 

Qui sont et eler et net et bei; 

Et des iiaa9 llYces eoAorez ^), 

Qu'en apdle Uis et decFez,^ 

Nons traleht ep^n ^) et barat * ®). , 

Dex! com U soizt estroit et m«t * ^).< . 

En ce dont-il nVsploitent ri^p . 

Et com il sont pjus ancien, , 

Lors ardent-.il de coyoitise^. 

Trop ont male. costMn^ apris^, ., 

Toz jorz Yuellßiit vivi^je de tort, . • . 

Qu'il quiere^t «t cb^sce^t '^) Jkitr mo^t. 

Por morz tieng-j^e et por periz. 

Les fax pledeors loeis, . .. , 

Qui ait avoir trop bi^n s\n aide, , [< 

M^s Fnevre est molt cruiez et l^^ide» . 

Quant 11 aToirs le droit, encombre.. ; 

Moult cueilent bi^ savoir 1^ ^mbre; 

Qu'en lor donray.soit.tops, j6<]^t.,dfoiz^ 

Molt par ^t lo?r l^az idießjtf oi^ ; „j. ^ 



') Babillards. ') etonrneaux. ') cage. *) procea, d^bat. ') vaiaaeMi. 
•) J9*«. ') fottger«. *) honor^t. . ») trompeijf. ' **) ruae. » ') ^attua. 



38 

li 11118 8or Tantre a graut envic^ 

Li loiers '), ne la sjmoBie 

Les a liez et araglez: 

S^ims loiax en estoit trorec, 

£n devroit fere de lai feste« 

Cest uns tormenz, nne teinpest«, 

D^aos ') oir, qant il sont en leo '} 

Oh il caident faire los prea *). 

De ce font-il plas lor domaige, 

Dont il cnident estre plns saige. 

Trop sont-il sontil et aga *), 

M^s lor bon sanz ont-il perdo: 

Autant aiment tort comme droit'; 

M^s qne il facent lor esploit 

Ne lor chant de qnel part il pendent, 

M^s a enviz le lor despendent. 

n sont coqnin et jangl^or, 

Et trop hardi demand^or^ 

Et provendes ') et avoir qoierent, 

Coroitoox sont et trop conqnierent 

Molt par aiment rente d^Egtise, 

M^s pon lor memfare don serrise. 

Mplt deyroient bon frait porter. 

Et lor huevre si esmerer '), 

Qn'ele fnst chiere et bonoree: 

Et bon senz et bone pens^e 

Ont-il, qant il sont escolier; 

Molt feroient-il h proisier *), 

Es bones lois et es decrez, 

Se lor sens estoit atomez 

Vers clergie ") loiax et fine. 

Jlolt sont-il en fole doctrine^ 

Qn'il poisent malTese science 

En fontainnc^ de sapience. 

Ne sont mie bien aberr^; 

D boivent ou ruissel troble. 

Aigne ' *) donce tome li amer. 

Et si r'ai-je oT'conter ' 

C'on trait triacle ") de serpent, 

Qui molt a grand mestier sovent 



*) Le« r^compen«««. *) eux. *) liea. *) profit *) fin, riise. *) pre- 
Wb^m. ^) 4p«r«r. *) Mtiaer. *) seienc«. '®) «au. ' *] conf r« - pokoa. 



3* 

A cels qid soAl envenim^. 

€il 8ont malement bestorne ') 

Qui Ott san pnisent la folie; 

Es lo j8 aprennent tricheri« 

Por les poinz' «l por les War dh, 

Qae ii qaeDoksent es escriz. 

Baratent le siccle et engignent, 

n ne' compassent ») pas, ne h^ni ») 

Lor hucvre si com Sl devtok«t, 

Et com il enz *) es decrez vojent 

Or sachiez que bone clergie 

Est en tiex •) genz morte et perfe, 

Por c*est perda qaant qu^ea 1 met 

Qae li vessel ne Btmt pas net. 

Des Fisiciens ') me merveii 
De lor haeyre et de lor conseil 
R'ai^gc certes molt grant merveille: 
Nale vie ne s apareille 
A la lor, trop par est direrse, 
Et sor totes autres parverse. 
Bien les nomme li communs noa.s, 
M^s je ne coit qui nie soit hpns ^); 
Qni ne les doie molt doutef;^ 
II ne Toudroient ]k trover 
^ol homme sanz ancim mechaing ') 
Maint oingnement^) fönt e,t , majni . baing 
Ou il n^a ne sanz ne raisoa. 
Cil eschape d'orde'®) ^pison > -^ 
Qoi de lor mains puet escbaper.;,- 
Qni bien set mentir et guiler *,'), 
Et faire noble contenance, 
Tont ont trouve, fors la creance 
Qae les genz ont loi? fet h. hieji. • 
Tiex mil se fönt Fisicien 
Qui n en sevent voir ne que. gip ") : 
Li plus mestre sont mpU changie - 
De grant envie, n il a*est mestiers 
Dont il soit tant de men^ongiers. 
D ocient molt de la gent, , 



) CorroMfUiP. *) ajattent: <) alignent. *) ^e«*»». *) t«». •)!■«- 
») homme. ») mJÄ^ie. ») 6ii|uent. »•) »lle. »»)g öl II er; 
•») moL 



40 

Jk n'ont ne ami, ne par^nit 
Qae ü Yokisfieat trorer aain, 
De ce reeont-U *) trop ^UaiQi .* . 
Molt a d*ord«are en qea lieas: . 
Qui eu main. a FisicieoiB, . « 

Se met par eU; ils m'ont en 
Entre lor uudiis; onqaea ne fa, 
Ce eiiit, nule plas orde vie» 
Je n'awi mie l0r compaigniet 
Si m*aYt D^x, quant je saia saüis: 
Honiz ^) eat qui ddet en lor nains. 
Par foi qant )e malades foi» 
Moi coviat soffrir lor enaut; 
Qoi les orroit qaat ils orinentj 
Com il mentent, com il devinent, 
Com il jngcnt lo pasceret ') 
Par mos qui ne sont mie net, 
En chascnn homme trorent töche ^) ; 
S'il a fievre, ou la tonz seche, 
Lops dient -il qu'il est tisiques *), 
Ou enfonduz •) on ydropiques 
MelancoHcas on ficas, 
Ou corpeas. na palazinens. 
Qui les orroit de coleriquc 
Pledoier, ou de fleumatique, 
Li uns a le foie eschauf^^ 
Et li aütres yentouset^. 
Trop par sont lor huevres repostes. 
Et lor paroles si enpostea ^), 
N'i a se Tilonnie ■) nom 
Et par ce commence lor non: 
Fisicien sont apel6, 
• Sanz fi ne äont-il pas nomme. 
Por ce a fi ou comnaencement 
Por le yilain definement; 
De fi doit tote lor huCTre estre, 
Et de fi doit Fisique nestre: 
Sanz fi ne les puet-on nommer, 



^) sonh ^) deshoBor4. ^) patient. ^) MaoraUe «{ualite. *) qtt*U a ia 
pbtuie» °) Mngre. B» seheint itber auch zur Bezeichnung' einer Krtmkhmige' 
4iefii zu hu^^n : vi^Ueicijt der Abzehrungi Ma^ sieht, dafe tukfitlgmtdßi^ der me- 
dieiuische QaiimaUHaa der dttmaiS^en Zeit l^her^ch g'emqc^ mifd* ^) »•■- 
aoDgem. *) mechanc«tl. 



41 

Ainsinc ne s'i. doU nos fieTr 

De fi Fi^iqtie m'edei^e 

Fox est qai en tel ;urt se fx^ 

Oü il na'rlea qii*U u'i ait £i: . 

Dont 8ui-je fox se je ml ü. 

Uns boias traanz bieo enparlez, 

Ne m^s qu'il scdt im poa letres, 

Feroit fole geat herl^ pestre, ; 

Tuit sont Fisicien et i^estre: 

Li uns de Fantre mglt bi§n gnik 

L^ ou il sont ii bpae yile, 

Qae li meülpr Flsioi^n 

Prisent celiu qni ae set rien, 

Li miaures ') le poior ^) consent, . 

Per ce ont-il Tor et Fargent, 

Et per ce qü^il le tiegne en pais, 

Li rachods ') conseaat le pugnais *), 

Et 11 pugnais bi€0 lo racbat'). 

Certes trop 1 a de bacat; 

Li racbaz, le punais molt bien, ) 

Ne se desconfortent de rien, 

Poor ce que Tuns et Tantre pat 

Ainz fasse -je pris et batoz, 

Que Fisicien me gardassent 

Un an enüer et gpyernassent« 

Trop sont costoos et trqp se yendenit« 

Et les meillors monsijiii^ defifendenti ' 

Je lor claim qaite lor piletes« 

Certes qm'^les ne sont pas ii«|es': 

S'ü reyieneiiit de Stonpellier, 

Lor leitoain^ sont oAonlt chier. 

Lora dient -ik, ce m'est ayis,. ' 

Qu'ils ont gigiubrajiE ßt ^Uns, 

Et diadragum et rosat, 

Et penidoin et violat, 

Do Diadaro Jolii, 

Ont-ü maint prodome moati> 

Trop sont prisi6 •), trop sont loe, 

n a gigimbre et aloe ! 

En lor dya margaretop. 



*) estime, eherche. 



4« 

Ce dient; m^s im cras cliapon 

Ameroie miex qne lor boiste», 

Qni trop sont coroases ') et moifites ^). 

Icil qoi yient deyers Salerne'), 

Lor vent yesie por lanteme: 

Ils vendent noir bran et sjpfaome 

Por espices de Babyloine; 

Qae s'uns hons en passe le col, 

D anra si le yentre mol, 

Qae maintenant Testuet honib. 

As sainz mengiers m'estaet tenir, ^ 

Et as clers ylns et as forz saases, 

Qae trop par sont les haerres faases. 

D ne sont mie tah igal 

Li boen Fisicien loial;' 

Li prodomme, li bien letr6 

Ont maint yerai conseil donn«: 

Maintes genz qni se desconfortent, 

En lor conseil se reconfortent. 

Qnant uns hom a paor de mort, 

Grant mestier a de bon confort. 

Li bon conseil ont conforte 

Maint prodomme desconforte; 

Et qant bone hueyre est connene, 

Bien devroit estre cbier tenne; 

Mais par tontes ces bones yfles 

Ont si espandues lor guiles, 

Li guileor, li men^ongiqr, 

Qne li prodomme en 6ont mains chier. 

Soyent se yoient et assemblent, 

M^s les haeyres pas ne se semblent; 

Les haeyres sont bien departies, 

Les roses selohc les orties 

Ne perdent mie lor biatit^, 

Ne lor flairor * ), ne lor bont^. 

Jfai yeu delez l'ortier- 

Florir et croistre Ion rosier; 

Se les ortiers sont poingnanz, * . 

Et annaioases et puanz, 

Les roses sont bdes et chieres. 



*) M fait «oalcy« I« coeur. ^) moite, tiede. ^) S,«lie^mm,- 
ii|.e«ix Anao« i;oA Slarie cle Fr *nee. *) odeur. 



a 

Let bone» haevres et emtieres 
Lm yeraies et let loiax 
Sont aufii coitame li metax, 
Qai se setra ') doa maly^s fer. 
Holt son bleu qnenea li Ter 
Qai fönt la soie, c^est-ä-dire, 
Qae la malvaise hueyre n^empire 
La boDe baeyre de nvlt rien. 
Li loial Clerc flsicien 
Doiyent estre molt annore, 
Et molt servi et molt ame. 
Li bei loial ai-ge molt ebier 
Certe^, qant f ea ai grant mestier, 
Et molt desir qaW le m^amaint* 
Qant maladie me destraint^): 
Grant confort et grant bien me feit. 
Et qant m'enfermetez me leit. 
Et je ne sent ma maladie, 
Lors Yoldroie e'mie gadie ^) 
L'emportast droit k Salenique, 
Et lui et tonte sa fisiqne: 
LoFS yneil qne il tieagne «a roie 
Si loing qne jamais ne le voie. . 



AGNES DE BRAGELONGNE DE PLANCY. 

Tenson. ^ 

Ore *) en* dednict *), oree en lermes, 
Vo8 pr! me dire, 6 euere infermes, 
(Se tant en .est, comm' est li miens) 
Aniors est-il malz? est-il biens? ... 

SW malz, d'oa vient qae nnz") Fempe^cbe 
D'encba^ner tendre josnesiohe ^)? 
S^ay conäre li siens carrektz *) 
Foiblent ^) escus, casqaes, borletz >^); 
Mais n'est-il plante qn'en guarisse ^ 
Ny d'encantor qai le jorisse*')? 

■) S«rvira. ») tourmente. «) j»l4re. «) tailtöt — taniÄt. •) p! 
«) wil. 7) j«uaeMe. ^) 4l«iiiio, MM cwr«l, flach». ') foiblitMiit. **) 
releto. ' >) baaniMe par ••• eonjuration«, <l§r ihn kesehufüren Mm 



in. 
bour- 



«1 

jLe mangveer *>? . » . • h« Vikir «i »dosBl 
Le fuyr? . . . cort plus vist» ^e nomd! 

S'est biens, poarguoy. tosjors le creiivdre, 
Et mesmes qaant sobrit, se pleindpe ' 
De son delittable povoir? ..^ 
Ha! ne gronce ^), qui peult avoir 
Dedaict eurayeu paynes ^'eudurel 
Car n'est pas de gieux') qui mainp*)^ dure; 
Tote sejzon ne pond') li flours; 
Emprez deiz riz yiegnent delz plours. 

Ore en d^nlot,' ores mletme» 
Vos pri^'me dire, d eu^ars inferme^, 
(Se taut en est ebmm'.est li mient) 
Amors est-il malz? est-il biens? 



THIBAUT, aOI DE NAVARBE. 

Chanson. 

Jji dowE p^iseKS «i li dem Sövviiirs, 
M^i fait mon euer leqirendre de duinter^ 
Et fine Amors, qui ne m'i lait dnrer, 
Qui fait les suens ^) en joie maintenir, 
Et met hs cuers la doacbe ramembrance; 
Por c^«st AHM>rs de trop baute peiss^nee, 
Qui en esmai ^) fait bon^ resjoir, 
Ne por doloui* ne* laist de li partir. ^ 

Sens et bonor nepuit nujs. maintenir,,, ^ 
S'il na en soi sentis les maus d'aiQer, . 
N*a grant valor ne.puet por rien n^ont^,/ 
N'oncques encor ne vit nus avenir: 
Pm ce TOS pri d' Amors doacbe «^füblMiche, 
L*on ne s'en doli pcortir per eslmaiAiidie^ 
Ne ja de moi net v^ttre» «renir, 
Que tout parfais vm(d en aiiHiur' meiirir. 

Dame, se je tos osaspe proier, 
Moult me seroit, je cuit, bien avenu; 



^)'Ill«i4iM. ') mnrmuT^. das dnOsoi« g'rmnzen. ') j4v* *) ^ 



40 

Mais il n'a pas en mo». Uut de vertii, 
Que devant To« YOß 00 bien mm»fi 
I ce me fönt et laotlust ') et m'e^HMfte; 
Yostre t^ealttQ» lait k mon caer tel pluie, 
Que de mes i^ seid ne me 'prm aidter, 
Dou regarder, d0iit je aidesiri^r, 

Qnant me coyient, Dame de yous loignier'), 
Oncqnes certes plus dolant hom ne fu, 
Et Dex feroit por moi, je croi, yertu, 
Se je james vos p6oie.aprocfaier; 
Que tous les biens et tous les maus, q:ue j'aie, 
Ai-je de vous, dooclie Daipe veraie, .. 
Ne ja Sans yös nul ne me ptiet aidier, 
Non fera il, qu'il n'i aurolt mestif r. 

Des granz beotttez^ doiit ni» lien n*a pooir, 
Qa'il en decnst la cin^antiesme part, ; 
Li dis plaisant, li amorons regiirt. 
Ml fönt soyent resjoir et dok^r; 
Joie en atent, que mes eners ä ce b^e, 
Et la payours e^est dedans moi entree; 
Ensi m'estuet*) mori» par estöToir *), 
En grant esmai, en joie et en yoloir. 

Envol 

Dame, de cni est ma granz desiree, 
Salnz yous mant d*outre la mer sal^e, 
Come II chelie *), oh je pens main et soir, 
N'autres pansers ne me feit joie ayoir. 



Fragment du Roman ine: Rm; et d£s dücs tft Normandie, 
par Robert Wace*). 

A aillefer, ki mull bien cantont, 
Sor un cheyal ki tost alout, 
Devant' li Dus alout cantant 
De Karlemaine h de Rollant, 



') Tue, vom fai, occi^ere. ') d« m'nloigner 6^ von». ^) il ne coaviwtk 
^) ««cetsite. ') ceUe. ^) Tire 4e U ^escription de U bataiUe 4» HMlinge 
(14. Ocf. 1066), v.t3145~. 13427, Vol. II, p. 214^2^27, ^d. de PUf «et. 



48 

£ d'Olher i des mssak 

Ki monireiit en Renchevak '). 

Quant il orent cheyaldo^ tant 

K'as £nglei8 vindrent aprismant *): 

Sires, dbt Taillefer, merci,' 

Jo TOS ai limgeinent sem. 

Tut mon servise me debvez; 

Hai 86 TOS piaist me le rendez 

Por tut guerredun ') vos re^er *), 

E si vos voil forment preier: 

Otreiez ') mei, ke jo n*i faille, 

Lii primier colp de la bataille. 

£ li Das respont: Je FotreL 

£ Taillefer point k descrei •), 

Deyant toz li altres se mist;. 

Un EngleL» ferl, ai Focist; 

De soz le pis ') parioie la panice 

Li fist passer oltre la lance; 

A terre estenda l'abati, 

Poiz trait Fespee^ altre feri, 

Poiz a crie: Yenez, Teiles; 

Ke fetes tos?- Ferez, ferez* 

Dane Font Ei^glelz aTirone; 

AI secand colp k^ü ont done, 

Eis vos ®) noise leTe h cri, 

D'ambedai pars ®) pople estonni | •). 

Normanz ä assaillir entendent, 

£ li Engleiz bien se defendent; 

Li ans fierent'*), li altres botjent»'), 

Tant sant hardi ne s'entre dotent. 

Eis vos la bataille assemblee, 

Dune encore est grant renom^e; 

Malt oHssiez grant comeiz *') 

Et de lances grant /roisseiz ' *) 

De macbaes grant fereiz **) 

Et d'espees grant cbapUis ' *), 



' ) RoncevAux. — Matgre lea roDJectures de Paalmy, Trettaa et Larav«li«r*, 
et le« Mvantes recherchea de moa «onpatriate HL. l'ebbe de La Rue, on peut regardcr 
la ehanson de Roland comme ptrdut. Plu q uet. — Jlf#»4«Ae, mos mwHAer ek0» 
im Teart9 g-esag-t worden ist. Die Herstellung'sversuehe von Pauimy und Tres- 
»an folgen unten» *) approcliant. *) recompense. •)-je von» demande. *) ae- 
fiordea. -'^) pique au galop. 7) la poitriue. ^) voilli. ') de« deox parta. 
' **) ea ^aMlioau * * ) frappent. * *) pouaaent. * ') bruit dca cor». * *J < ' 
'*) irappenena. *•) cliqaeiU. 



* 

A la feie ■) Ea^eb roserent *), 

Et li la feie retoraerent, 

£ eil d'nltre mer assailieieiit, 

£ bien soyent se retraeieiit 

Normanz escrieat: Dex aYe '); 

La gent englesciie: Ut ^) s'escrie: 

Lora yeissiez entre serjanz '); 

Gelde ') d'Engleiz h de NonnanE, 

Granz barates "*) h granz medl^, 

Boz de lances h colps d^ei^iees. 

Quant En^eiz chetent, MoimanB crient, 

De paroles se cmtralieBt, 

£ malt soyent s'entre defient, 

Maiz ne seyent ke s'entce dient; 

B^rdiz fierent, coarz B'esmaient'); 

Normanz dient k'£ngleiz abaient'), 

Por la paroie k'il n'entendent. 

Cil empierent h eil amendpQt, 

Hardiz fierent, coarz gandissent '*) 

Come boems fönt Id eacremiMenl * '). 

A Fassaillir Normanz entendent, 

£ li Engletz bien se defendent, 

Hauberz *') pcrcent et escm '') Cmdent, 

Granz colps receiyent, granz colps' rekdent; 

Cü yont ayant,'. eil se retraient; 

De mainte guise s^entre assaient '*)L ■ 

£n la champaigne out an fosse; 
Normanz Taveient adosse; 
£n belliant ' ^) Torent passe, 
Ne Tayaient mie esgarde. 
Engleiz unt tant Normanz baste, 
,£ tant empeint '^) h tant böte, 
£1 fosse les unt fet ruser ' ^}, 
Cbeyalsr h bomes jambeter ' ^) : 
Malt yeissiez bomes tumber, 



') Paifoi». ') «e retirent. ^)dieu aide. ^) hör» d'ici. Oo Icrh out. 
' ) hommes de gaerre. ^) Cen« de pied ermls de hnce», et qaelquefois de b^ltoae 
ferr^. ^) nisea. ^) »e tronblent. ^) aboieif, jappent. ^^) lee conarte e^ee- 
quivent. ' ' ) gen« effray^i. ' ') Cette de maillea qui couvrait la poitrine Jusqn'a« 
defaut djM edtee, et deeeendait joeqii'aus geoons : Ice nobles et les chevaKcrs avaieat 
senk le droit de la porter; eile se aetiait sur ie gambecoB. — Roquefort. 
*^)seatea. ^*) s'eBtr'attaqoeat. > * ) ea coaibattant ; von b el 1 are. ") ckav- 
gn«- ' ^) recnler. * •) toaibe>, cnlbnter. 



Li uns 6or li «itre» Veracr, / 

E tresbuchiep etadttrter*); 
Ne s'en poeient relever« 
Des Engleiz i moieit asei^ 
iLe Normanz ant od eb tires *). 
En tat H )or n'ouf rak taut 
En la bataille occii Normant, 
Com el foeae dcdenz p^nrent, 
^o diatreat ki H moon yireoL 
Vasletz li m liemeiz ') eateieAt^ 
£ li herneiz garder debretettt, 
Voldrent gaerfiir tat li hemeuB. 
Por li dama^ des Franceiz, 
K'el fosae tirent tresbächier, 
Ki ne poeient redrecier; 
Forraent finrent eapoenle, 
Par poi k'ä ne a'en sunt tom^; 
Li herneiz Toleient gberpitv 
Ne saveient 1x1 pari garir ^). 
Quant Ödes *) li böen corants *>, 
Ki de BaeüRs ert sacrez '), 
Poinst, ol lor diät: Estes^ estes '); 
S^ez en paiz, ne yos mores; 
Pi'aiez poor de nole rien, 
Kar se I>ex piaist noB veiiieroil bien« 
Issi furent asaenr^^ 
Ne se sunt mie remue. 
Ödes revint puignant •) ari^re 
U la bataille estoit plus fi^re^ 
Forment i a li jor valu 
Un haubergeon aveit vestu, 
De sor une cHemise blanche, 
Le >®) fut li cbrs, juiite ]a manche;' 
Sor un cheyal tot blanc s^eit, 
Tote la gent le congnosseit 
,Un, baston teneit en son poing; 
L^ ^ veeit li grant besoing» 
Fascit li cheyaliers tomer, 
E Ik \e6 faselt arrester; 



') T«aib€r a dento, 1« visag« coatM terr«. ') oal entnitfrf» «we wu 
^) basAge». ^) •€ metlre k f»hrij en »trot^. ^) Bruder H^MhAris As £r«6^ 
rti. •) co«roaB4, toasur^. '') qui de Bayeux ^tait <vHiie. •) re«»ei^ rettet. 
') gelopant. * ®) lerge. 



49 

Sovent les faselt auaillir, 

E sovent les &seit ferir. 

Dez ke tierce del jor entni '\ 

Ke la bataille comen^, 

De si ke none trespassa ') 

Fast 61 de si, fiist si de U, 

Ke nas ne sont leqnel veincreit, 

Ne ki la terre cimqaerrdt. 

De tates parz si se teneieiit, 

£ si soyent se cambateient, 

Ke nas ne saveit deviner 

Ki debreit Faltre sormonter. 

Normanz arcbiers ki ars teneient, 

As Engleiz malt espez traeient'), 

Mais de lor escoz se covteient, 

Ke en char förir nes' pöeient; 

Ne por viser, ne por bien traire, 

Ne lor poeient nol mal iaire. 

Cadseil pristrent ke halt traireient; 

Qaant li saetes *) descendreient, 

De sor lor testes dreit ckarreient *), 

Et as viaires ') les ferreient. 

Cil canseil ont li arcliier &it, 

Sor li Engleis nnt en kalt trait; 

Qaant li saetes reveneient, 

De sor les testes lor chaeient, 

Chies h Tiaires ^) lor per^oent, 

£t k plasors les oHz crevoent; 

Ne n'osoent les oilz ovrir, 

Ne lor Tiaires descoydr, 

Saetes plas espessement 

Voloent ke ploie par veQt; 

Malt esp^s roloent ^saetes 

Ke Engleiz clamoent wibetes. 

Issi avint k'ane saete, 

Ki de verz li del ert cbaete, 

Feri Heraat *) de sos Foil dreit, 

Ke Fan des oilz li a toleit; 

E Heraat Fa par a«r traite >), 



, ') Neaf henres doniatiii. ') Jusqa'ii trois bmiret pAiUea. ') tiraieiit tr^ 
£paic ans AnglMa. *) flSrhc«, von sagitta. ^) sur leur« tStes droit tom^ai^aient. 
*) viMfM. ') t^tea «t vuagc* *) Harold. ') par eoMirt ar racb^e. 

Id«Ier Altfrans. Lit. Geach. D 



60 

Getee a les mai&s, si Ta ffaite ' ). 
Por li Chief ki 11 a dolu >) 
S'est apnie «or son eacu. 
Por 90 soleient dire £ngl6ix, 
£ dient encore as Fraftceia 
Ke la saete fa bien traite ') 
Ki k Eimvkt fa en halt trute^ 

' E malt les mist tm graot orgoü, 
Ki al Rei Heraat creva FaiL 
Normanz aperchor^^iit 'i Tiroat 
Ke Engleiz si se desfeadirent, 
E si sant fort por eis desieadr«^ 
Peti poeieB* ftor eis prendre* 
Priveement «nt eonseiUie, 
Et entrels ant.apjoailliie 
Ke des EngleiB sWoigaereient, 
E de fair semldaiii fereteut» 
Tant qae EngleiE les porsiyront 
E par les chams s'eiptfftirotit *). 
Si les podient despartir '), 
Miex les porreieat asaaiUir, 
E lor forcd sereit malt piere ^)i 
Si porreiedt mielx descOofielWb 
Si com il ToreAt dit^ si ürtA%^ 
E li Engleiz les paraiyirettt ^); 
Poi e pol ^) Tont NomansK foiavt, 
E li Engleis hm TMit soiant. 
Tant cum Norauinat plos' s'cskigniArMll, 
£ li Engleiz plas s'aprocbiereni. 
Par resluignement des Franccic 
Kniderent h difitrcMt fingkis^ 
Ke eil de Fnuioe s'enloeient^ 
Ne ]h mez ne retomereknt. 
La feinte faie ks «dechol^ 
Par la fnie grant «lai lor cmt( 
Kar se il «6 ioss^ot teöia, 
Ke il ne se fassent hwo^ 
Mult se fassiMlt btea desfesdu, 

\A grant paiae fossitet iRaincta; 



') Briste. DieStelU ist korrumpirt» Eine andere Lesart: Gctee, buU aio« 
loQt fnita — gieit ksmen bessern Sim», ^) A cause d« la t«Uft ^«i lux fsktit nal' 
— Ooioir oder douloir von dolere. ^) tiree. *) »'^ikarpiUerMciit ') ^ 
*) bcaucoiif Jiffaiblie. ') l«t po«rtiiivirent. ^) pMi«a-peu. 



51 

Maiz come fol se desparUrent '), 
£ come'^fol leq porsiyirenft. 
Mnlt yeisfiiee par graut yeii& ') 
Retraire ceU de JNormendie; 
Iientement se nrnt retraiant 
Por lere Ea^eix yeiir avant 
NormaBz faient et £iiglei2 chaeeiut, 
Lances aloignent, haches haticent 
Qnant il farent bien esbandi« 
£ par la ehampaigne esparti, 
Engleiz les idoent gabant ^} 
£t de paroles leidissant *). 
Cuarz, ibnt-il, mar *) i yeoiales, 
Ki nos teures ayeir volsistes; 
Nostre terre aveir kaidastes, 
Folz fuates quaiit vos i'entrastetf; 
Normendie tos iert trep Ining, 
N'i Teadrez mie k cel besuing; 
Nient iert mez d'arri^te' aler *) ; 
S'ii an saat n'i poex voler. 
' Filz e filles perdos avea 
Se la mer tote ne hevtz. 
Cil escotoent h soffreient; 
Ne sayeient ke il diseient, 
^o l<fr ert vis k'il glatisseient 'X 
Kar lor langage n'entendeient 
AI arester et al tomer 
Ke Normant yoldrent recovrer, 
OXssiez Baronz rapeler^ 
£ Dex aYe en halt erier* 
Lor erre ") mit NonAans r^rts, 
Tom^ lor sant enuni le yis^); 
Dum veissiez Normaoz toner, 
£ ^s Engleit mtremeder; 
Li uns 11 altres eaeimtrer, 
£ cels ler» h «eis boter. 
CU fiert, eil &at ><"), eil fiiit, eil ckace, 
£ eil asifonpie, h eil manaoe; 
Normanz encnntre Engleiz s'aresten 



~ ') S« «^parireBt. >) raset, artiice. ^) plutfasUat. *) offeMMib ') k 
U «4« heMrft; wul k 9r9fOm, ') «ela im t«m ••nrira 4« mn 4'«üer «l «rriei«. 
7) quih «bojr«M»t. ^) l«^r route. ^) ih m lont «lont touniis an face I*««. 
' **) aMBque Mo «oiip. 

D2 



58 

£ de ferir Nonnanz s^aprestent 

Mult y^issiez par plasars plaoes 

Beles faies h beles chaoes; 

Grant fa la gent, la place lee ■), 

Estnr espez ^), dure mesl^e; 

De totes parz bien ge cambatent, 

Granz sunt li colps, bien s'entrebatent. 

Bien le faseient li Normant, 

Qaant an Engleiz rint acorant; 

En sa compaigne oat chent arm^, 

De plasors armes atornez. 

Hache noresche ') out malt bele, 

Pias de piain pie oat Falemele ^), 

'Bien fa arme k sa mani^re, 

Grant ert h fier, o bele cbiere. 

En la bataille el primer firont, 

La a Normanz plas espez sont, 

En vint saillant plos tost ke cers ') ; 

Maint Normant mit li jor envers *) 

Od sa campaigne Vil ayeit. 

A an Normant s'en vint tot dreit, 

Ki arme fa sor un destrier; 

Od la hache ki fa d'acier, 

Et helme f^rir le caida '), 

Mais li colp altre escorlorja *); 

Par^derant Tarcon glaceia ') 

La hache ki miQt bien trencfaa; 

Li col del cheval en travers 

Colpa k'a terre vint li fers * •), 

£ li cheval cha^* avant 

Od tot son mestre h terre jns * *>. 

Ne sai se eil le f^ plas, 

Mais li Normanz ki li colp virent, 

A grant merveflle s'esbahirent. 

L'assalt aveient tot gaerpi, 

Qaant Rogier de Montgomeri 

Vint poignant '^), la lance beissie; 

One neleissa por la coignie 



1) Large. ') le combat 4pti«, ^lurm. ') du nord. ^) Ufer. Alamell« 

' Mgiitfie enjourd*liui une manvaise lame de eotitcau. ') pia« vit« qu'uD cerf. 

') On dhencore mettre räme ii l'ettvcre, poor taer, faire na aiaavaia 

partl. ') II erat I« frapper rar le cavque. *) vacilla. *) «Ktea. ■*)l«fer 

delabache. » ») resta couch^. ' ") galoppant, piquant de» denx. 



53 

K'il aveit ans el col ler^ 

Ki mnlt esteit lonc enhaiwtee *), 

Ke il Engleiz si ne ierist, 

K'k ia terre platir *) le üat;' 

Dane s'ecria: Ferez, Franceiz'); 

Noslare est li champ sor les Engleiz. 

Dnnc veissiez dure meslee, 

Maint colp de lance h maint d'espee. 

£ veisfiiez Engleiz desfendre, 

Cheyals taer et escnz fendre, — — 



CHRISTINE D£ PISAN. 

Ballades. 

I. 

1. ant me prie tr^s doulcement 
CeUni qui moolt bien le seet faire, 
Tant a plaisant contenement, , . 

Ta]\t a beaa eorps et donlz viaire, 
Tant est conrtois et debonnaire, 
Tant o^ de lai de graiis Mens dire 
Qu^lk peine le puis escondire *). 

U me dist si coartoisement, 
£n grant donbtance de meffaire, 
Comment il m'aime logaument, 
Et de dire ne se penst taire, 
, Qne n^ant seroit du retraire; 

Et puls si doulcement sonspire 
QvÜh peine le puls escondire. 

Si suj^ en trop grant pensement 
Qae je feray de cest affaire; 
\ Car son plaisant gonvemement 

Yneille ou non amonrs me fait plaire 
Et si ne le veuO mie actraire; 
Mais mon euer vers lui si fort tire 
Qn'k peine le pois escondire. 

') EmaMiichle. *) »'etendrc, •• coucher. ') Francaia, frappet. *) coa- 
gedUr. 



54 



IL 



Senlete suis et'senlete vea3 estre, 
Senlete m'a mon doalz ami laissee, 
Senlete suis sens fompaignon ne maistre, 
Senlete suis dolente et coarroacee, 
Senlete suis en langour m^sais^e 
Senlete suis plus ^e nulle esgar^e, 
Senlete suis senz ami demouree. 

Senlete suis k hniz ou k femastre, 
Senlete suis en nn anglet mncee '), 
Senlete suis pour moy de plenrs repaistz«, 
Senlete suis doulente ou appaisiee 
Seulete suis riens n'est qni tant ne siee, 
Senlete suis en ma chambre enserr^e, 
Senlete suis senz am demouree. 

Seulete suis partout et en tont estre, 

Senlete suis ou je Toise on jp si^e, 

Seulete snis plus qn'autre rien terrestre, 

Seulete suis de chascun delaiss^, 

Seulete «uis durement abaissee, 

Senlete «ois sonrent tont esplor^e 

Senlete snis senz, ami demouree. 



DiCTS MORAÜX A SON FTLS. 

1? ils, je n'ai mie grand tresor 
Pour t'eDricbir. Mab an üeu dW, 
Ancuns ensei^oenens monti:^ 
Te yenil, «i ks veuilles noter. 

Ayme Dien de toute la Force, 
Crains le, et de servir t'eflbrces; 
La sont, se bien les as apprins, 
Les dix commandemens comprins^ 

Tant d'estndies 3^ enquerre, 
Qne pmdence puisse acqnerrc, 
Car eile est des rerlus la mere, 
Qni hait fortune Famere. 



>) Ciicli4«. 



5Ä 

D^8 ta jeanesse pure et moade '), 
Apprends h cognoitre le monde 
Si que tu puisses par appreadre 
Garder eu too^ eas de meaprendre. 

£n qaelque estat que soye« 
Par fortune oii ^^ e$ sQuft^ni^f 
Gpuiieni^ toi si en tel ordre, 
Q^ ie viYt^ en sens ayes prdre. 

Se tu Yeux en sens eslire, 
Ton etat par les liures lire, 
Fais tant et par suivre Testude, 
Qn'entre les iclercs ne soyes rud«. ' 

Mannais maistre ^e sers pi>ur rjens, 
Car bon fruyt n'est de mal merrajips ') 
£n ses pnoeurs il conuient le s^ii^re; 
S'il te buldroit ses moeqrs ensoiure. 

Se as bon msöstre, sers le bieo. 
Dys bien de lui, garde le sien, 
Son secret scelles,^ quoi qu'il fasse, 
Sojes bumible deuant sa. face. 

Tr^ Gon^oiieii^ ne sojes wje» 
Car conuoitise est eonemje. 
De chastete et de sagesse, 
Te gard'aussy de foll' largesse. 

S^ 4'armes auoir renommee 
Tu veuhc; »\ poorsuif mainte ar^e, 
Gard' qu'en bataille ne. barriere 
Ja ne soyes yeu derriere. 

Se tu es capptaine ^e ^ent, 
N'ayes renom d'amer argent; 
Car ä peine poorras trouuer 
Bons gens d'armes si en ve^ilx iouer. 

Se pays as a gouaeroer. 
Et longuement tu yenl^ regner, 
Tiens justice et crud ne soyes, 
Nc de greuer gens ne quiers voyes 



' ) f^on m u u d u • , rein. ^ ) Bois d« charpente. 



56 

Se ttt as estat oa offiee, 
Dont ttt te m^les de justice, 
Garde comment ta jagerag, 
Car denant le grant jage iraa. 

Se tu viens en prosperit^, 
A grant cheuance et herite, 
Gardes qa'orgaeil ne te sarmonte, 
Pense qu'it Dien faolt rendre compte. 

Tiens toi k table Iioiinestemeiit, 
Et t'habilles de vestement / 

En tel atour qu'on ne s'en mocqae, 
Car on congnoist Toeuf ä la coque.. 

Ayes piti^ de pannres gens - - 
Qae tu Toys nuz et indigens, 
Et lenr aydes fjvtäni ta porras; 
Soaaiegne-toy qae ta morras. 

Aymes qai te tient amy, ^ 

Et'te gard de ton ennemy; 
Nnl ne peat anoir trop d'amya 
II n'est nnlz petita ennemys. 

Tiens ta promesse et tr^s pea jnre, 
Gardes qae sois troaa6 parjure; 
Car le mentenr est mescren 
Et qaand yrai il dit, ilr n'est creu. 

Se tu realx vivre k coart en paix, 

Voy et escoute, et si te tais, 

Ne te coarroace de legier, 

Ja> qae dangereax ne soit ton mangier. 

Ne soyes decepnear de femmes 
Hononre les, ne les diffames, 
SonfBse toi d'en amer ane, 
Et ne prends cointance k chaeune. 

N'ayes en dedain nal chastoy '). 
Ne desprises moindre qae toy. 
Car il est de.tels mal ^isestos, 
Ca plas qa'en toy a de verlos. 



•) AvU. 



57 

Se tu prends femme acorte *) et sag«, 
Croy la da fait de ton mesnage; 
Adjontes foy k sa parole, 
Mais ne te confesse k la folle« 

Souuent ne menasse de battre, 
Des teste rompre ou bras abbatre, 
Car c^est signe de conardise, 
Personne ou folle ou pou bardie. 

S^nne personne en toy se fie, 
Posons qn^apr^s il te deffie, 
Ce qn'il t'a dit ne dois gehir *)^ 
Tant puisses grener ne hair. 

Se tu veulx foair le dangier, 
D'amour et du tont Festrangier, 
Esloigne toi de la personne 
A qni ton enenr le plns s'adonne. 

Se bien Tenlx et ehastement Tiare, 
De la Rose ne lis liare, 
Ne Ovide de TArt d'amer, 
Dont Texemple sert k blasmer. 

^Ne tiens mesgnie ') 2k ton loyer *), 
Si grant que ne penser poyer, 
Sonaent par trop mesgnie auoir, 
On despent la terre et Faaoir. 

Se ta te sens de cbaade, colle, 
Fai que raison k son escolle 
T'appregne k son sens ordonner;- 
Par ce te poorras refrener. 

Ne rapportes parolles aucanes, 
De quoy il pnst soardre rancnnes, 
Toi^ amy rappaises en son ii«, 
Se ta pealx par. doolcement-dire. 

Se est par fortane desmis 
D'ofBce, et k pouarete mis, , 
Pense qn'on se moart en pou d'hcare, 
Et qa*aa ciel est notre demeurc. 



*) Adroite. ') avomr, ronfestr, ■) maisoD, domestiques. *) gage. 



58 

Selon ton pouuoir resU ta femme 
Honnestement; et si «oit dame 
De Föstel apr^ toi, non »erue, 
Et que ta meagnie la serue. 

Tiens tes filles trop mieax vestues, 
Qae bleu aornees soient veues; 
Fais leur apprendre bei maintieu; 
Jamals ojseases ne lea tien. 

Se ta spays que Ton te diifame 
Sans cause, et qae ta ayes blasme, 
Ne t'en courrouc's. Fay toajours bien, 
Car droit yaincra, je te dys bien. - 

S'aacan parle II toy bien,*prends garde, 
La fin qae le parlant regarde. 
Et se c^est requeste oa senionce, 
Pense nng petit aoant la responce. 

JS'entreprends, sans conseil des sages, 
Grands frais ne perilleax passages, 
Ne chose oa il chee grand doabie, 
Fol est qai peril ne redoübte, 

Bonne exemple et bonne doctrine 
Dys voalonliers et t'endoctrine, 
Car ponr neant son oreille oaure, 
Pour oidr, qui ne met en oeuure. 

Ne laisse pas qae Dieu serair, 
Poar aa monde trop aiSsernir; 
Car biens mondains vont ä defin, 
Et Farne durera sans fin. 



Floires et Blanceflors ')• 

1; loires rerieixt sens de Montoire 
Que fine amors a pris aa las; 



*) S.Wolf, Alifranz, He1dBttg€dichi9, S,1U Der in dwamr rük- 
remtten Romanze dargrestellte Momeni der Gmuchlehie begimti mit der Bäekkmuft 
«Im Fl oi res von dem Oofe deß Könige von JUntoire (Montoria), an welche» 
er verbannt war, in die väterliche Residenz Murcia, wo er erfahrt, dafe eein Fattr 
todtkrank eei, und dafe seine Milcischweeter und Geliebte BUiich«flevrt,ifie 
mftn fäiaehlich der Vergiftung desselben beschuldigte, deshalb eben hingerichtet 
werden solL 



5f 

Ses daels et ses pensere avoire 
De que ses pere est cn porcfaat. 
Mais sll i Ta ^loleot et mas, 
Sans duel li vet encore acraire, 
Que si cruel li fera boire 
Doat il n*atendra nai soulas. 

Floires demande h sa venae 

Cele qu'il aime par amors: 

„Bell^ m^re, qu'est devenue 

Ma dolce dame BlanceQors?^^ 

— „Bels-filsj grans duels nos en est cors 

Floires Tentent, de duel tressue, 

S'amie cuide avoir perdue, 

Sans recouTrer ef sans secors. 

„Cr pnis ayoir nom chante-pleure 
„Qni de duel cbaate et de tristor; . 
„Monlt k Diex au moade, ea poa d'ear«, 
„Tolu qaanqu'il.avait d'onor. 
,^scou8 en a tote la flor; 
,9£t nature se desonore, 
„Quant la mors seule est an desore« 
,^t qu'elle empörte la meillor. 

,yA. toz amans envoi ma plainte, 
„Et de k mort me vcnil trlamer. 
„Atant, doit estre amws estainte, 
,^t nnns ne sl doit plus fier. 
,^ien pnet li Diex d'amors jurer, 
„S'il a cesti et s'il lemporte, ' 
„Que Jamals )or, dedens sa porte, 
„Ne verra sa paroille - entrer." 



FrAGMENS Dir ChASTOIEMENT d'uN pere A SON FIL8. 

Conte XIIL») 

D*an home qni comanda *) son avoir '), et eil ä q.ai il le 

comanda li aia. 

Mß un Espaignol oi conter 
Qni vers Meqae voloit aler; 

') Barliastii, VoLJI, p. 107 — 113. f^er^l. Bocaccio, DooMMroae, 
Gioni.yiII, Mmr.X. >) «oalU. <) mmi biea. 



«0 

Par l^gjpte Pestat <) aler 
Et parmi les deaerzv passer. 
Qaant en Egypte est panrenn, 
a tr^s Men apercea 
Qae ne seroit mie savoir *) 
Par 4es deserz porter avoir. 
Ainz qn'es deserz poYst entrer, 
De son avoir volt comander 
En Egjpte ane partie; 
Du tot •) porter seroit folie, 
D'un loial home a demande *) ; 
Et la gent cel li ont mostre 
Uns hom qoi est de grant aage, 
Et qai estoit leal et sage. 
L'Espagnol de lai s*acointa '), 
Deux mile besanz ^) li bailla, 
En son voiage s'en ala, 
Si tost com il pöt repaira.'), 
Sa commandise demanda ' 
A celui qui il les bailla. 
Cil rendre nel' volt, ainz li dit 
Que il onques mais *) ne le vit. 
L^antres a sa plainte monstree 
As Preudomes de sa contr^e. 
Ne trouva nul qu'il le creist •) 
De chose nule qu*il deist *•), 
Tant estoit li antres loez 
Et de si grand bont^ provez; 
Nel* porent**) croire en nnlle fin 
Que sosist **) faire larrecin. 
Li Espaignox jure soyent^ 
Et requeroit molt bonement 
A la justisie, qu'el feist 
Que eil son avoir li rendist. 
Tant ala et tant escbaufa, 
Que li autres le mena^a, 
Et dist que mar i venist mais ' '), 
Bien li laisast avoir sa pais: 
Et s*il ne se se voloit retpure, 



>) Luiconvint. ') «ÄgeMe. 3) i^ut. «) s^Mt informe. >)m l«i €»■£«. 
•) Byzantiner, eine Münze 1000 Livree an fTerih, ^) raparut. •) jaman. 
®) croyait. '•) d«»it. ") partnt. * ') Älir*it voula; volaisset, mm^h 
vo IIS ist. '^) Et dit qu« mal-a-propo« U «'adreMerait davaatage a luL 



61 

I li feroit grand anni faire. 
Li Espaignox qaant ce oY, 
Mas et marris V) se departi: 
Une bone ferne encontra 
Qni de par Diex le salna; 
Un baton en sa mein tenoit, 
Foible estoit, si s*en sostenoit. 
Qaand ele vit celoi dolent, 
Demanda Ini priv^meiit 
Dont ü ert *), et que il avoit, 
Qne si mate ') chiere ^) faisait 
Et sil li a tot connea *)^, 
Comment il li est avena. 
El le comence k conforter, 
Et dit, amis, laissiez ester, 
Ne soyez mie si dolent, 
Quar s'il piaist Diex omnipotent, 
Ancnn ') bon conseil te dirai, 
Porqoi ton avoir te rendrai. 
Dame, dit-il, et vos coment? 
Cele li dit molt bonement: 
Va-t-en, dit-el, en ton pats, 
Si ameine de tes amis 
Trois on qnatre hastivement 
Qoi semblent cstre bone gent; 
Dix coffres faites aporter, 
Qni soient bien bend6 de fer; 
De gravele ') les fai enplir. 
Et penfife tost da revenir. 
Et eil de rien ne s'atarja *), 
Tot fist quanqu'ele comanda; 
Et qnant il ot ') tot apreste, 
Si come el avoit devise * •), 
Dix homes a fait aprester . 
Qni les coffres puissent porter: 
Vers la maison s'en vct tot droit 
Oü li avoirs dedenz estoit; 
La bone feme li monstra v 
Com faitement * ') se contendra. 



*) Tri.te et abattu. ') a'ou il et»it. ») triste. *) mine, vi»#ge. *) «voue. 
•) quelque. ') SaMe de mer. Daher der Name Oravelin^en, *) Urd«. 
*) eut« '®) ordoim^. '') avec pradence. 



$9 

L«s colfre» fiat donqa«« poFter, 
L'an apr^s lautre et aroi^^ *); 
Puls lapela, ai le garsi ^) 
Que belement ae conte&iat 
Ya fen, diflt-ele, pas por p«i, 
Et quant ob eoffre enire Terras, 
Tantost apr4s loi entreraa, 
Et tes besaiiK demanderaa« 
Qaant ele Tot bies devise, 
Adonc s'en sont avant ale. 
A la maison sont areste, 
Oii li ayoirs fii comaade; 
La bone ferne i est entree, 
Sa compaignie i a men^e« 
Le yielz bom molt bei Fapela« 
Gele sa raison 11 contff: 
Ci a, dist de, bone geat. 
Et molt i a or et argent; 
D'Espaigne sont, la bone terr^ 
Si vnelent sains aler re^erre'): 
Lor avoir Yoelent ei laissier 
En dnsqnes *) k lor repairier ')• 
Molt tr^s bien sai qne tricherie *) 
N*ot onques en tos compaignie; 
Ainz avez est4 molt loez, 
De droitare et de Ualtez '). 
Por ce les ai ci amenez, 
Dix cofires plains ont aport^ 
Qui sont toit plein d'or et d'argcnt; 
Or TOS reqokr molt bonemeat 
Qne TOB les gardiz saayemeiit 
[Jusqnes k lor retornemeni.] 
Si feroiz tos, ce sai-ge bien. 
De TOS ne dont-ge nnle rien, 
Tant TOS ooneis enleante, 
Jk a*iert de tos apeUcie. 
Quant li premi^s coffres entra, 
Lors Tint eil qoi TaTeir baiU«. 
'Quant le Tit Tenir 11 Tiellan, 
Qui plains estoit de males arz, 



') Arout«r, conduir«. ^) EnteigM « prendre far4«. ') AlUr M pd«- 
riiM(e,iDVoqaer Im Saint«. *) jusquM. «) ret<Hir. «) towUffM. ') lo^MlC 



63 

Pensast que eil riens demandast. 
Et de r'aToir le sien plaidaet; 
Ala yers lai, bei Fapela, 
Et bonement Ji dem^da: 
Oa ayec-Tous tant demore, 
Que pie^a *) n'eates retorae? 
Ge quidoie ^) que mors fnsaiez, 
Quant encois nieste« repairiez. 
Tantot son aToir li rendi. 
Et eil s'en est joianz parti 
Quant la bone ferne ce Tit, 
Le Borjoig apela, et dit: 
Pensez de cea cofrez garder, 
Nos irons les autres harter; 
Encontre les autres ^) irona, 
Atendez tant que nos yenrons. 
Mais que U encor attendist, 
La bone ferne ne yenlst. 
Cil d'Espaigne s'en sont torne, 
A grand joie s'en sont ale. 
La ferne olt molt bien troy^ 
Parquoi Fayoir fu recovre. 



Conte XV*). 
D^un bome qui portoit grant ayoir. 

Uns bona qni grand ayoir portoit, 
Par nne cite trespassoit, 
En un sac portoit mil besanz: 
Molt estoit ricbes marcbeanz, 
Et nn seipent d'or si portoit 
Qui les ek ') de jagonce ^) avoil. 
Li marebeant soft sac perdi; 
Quand il le sot 7) moft fu marfl. 
Uns poyres bom par R passa 
Qui le sac k Tayolr troya: 
Cil 11 Sü ^me le bailla, 
Et ele Dies en mercia. 



') Pioce «: II y « long - temp«. ') je m*imagiiiMt. ') Jl U recontre de« 
«utTM. *)p. 120 — 124. ^) yu%, ^) ttD«torted«|MiUt; aifc* Jargontj^e. 
nannt, ') «ut. 



64 

A tant Tmt li bedeaz ') corant, 
Et si' fait avoir demandant, 
Et dit que eil qui le rendröit, 
Cent besanz qnitement aaroit. 
Quant li troTeres ce entent, 
A sa ferne dist simplement: 
Rendon cest avoir k bon gre, 
S'en anrons, et serons lo^;^ 
De ce meisme cent besanz, 
S'en serons riches et mananz '). - 
Et dit sa ferne, non feron, 
Cest avoir pas ne li rendron, 
Qnar icil pas ne le perdist, 
Se Diex consentir le vosist: 
Pnisque Dien le nos a done, 
Gardon le, si Ten saicbon gre. 
Li Prendom rendre le voloit, 
La ferne le contredisoit; 
Mais qui cbaut qae ele deist, 
Ne laissa pas ne li rendist, 
Puis demande le covenant '), 
Que li bedeax ala criant. 
Li Borgois fa piain de voisdie ^), 
Dit li qu'il ne li rendroit mie, 
Quant deux serpens d'or i avoit, 
Et son avoir tot ne rendoit. 
Li poyres hom asses jura, 
Que tänt en ot, plus n'i trova, 
Li richome de la cite. 
Tot ont encontre lui parle, 
Se tienent vers le march^ant^ 
Por ce qu'il ert riebe et manant 
Devant le Juge s'en alerent. 
Et le povre bome i amenerent; 
Li povres bom dit bonement^ t 
Tot le rendrai au marcbeant. 
Tant aloient entr'az plaidant, 
Et h. cel povre bome estrivant ') 
Que la parole vint au Roi, 
Si le fait venir devant soi. 



') BedeftQ, Büilel. >) puisMmment rieh«*. ^) U r^ompen»«. *) rai«. 
^) qaerelUnt. 



65 

Et cpast il 6ont tuit assänble, 
Li FilösofeB «st mande 
Dont nos ayons fait mencion. 
Aide a Besoioneus a non* 
Li Rois bonement li reqaist 
Que il la parole entendist, 
Et p«is en. feist jagement 
SeloDC le sien entendement. 
Le Filosofe li granta: 
Le povre faome a soi apela, 
Comanda li en priyaate ') 
Qu'il li coneast verite. 
Cil jure Dien et sa yerta, 
Qu6 il n'en a riens retenu. 
Li Filosofes bien le croit, . 
Et puis vers le Roi se tornoit, 
Et dit qae 3'il bleu li plaisoit, 
Loial jugement en feroit. 
Li Rois bonement le reqnist; 
Cil commen^a donques et dist: 
Cist ricbes bom a bon_ semblant, 
Bien resamble bome voir disant^), 
Ne demanderoit, Sire Roi, 
Que il n'eust perdü, ce croL 
De l'autre part, ce m'est avis,- 
.Loiax bom est icil cbaitis ^); 
Quar s'il fust bome mal faisant, 
II ne rendlt ne tant ne quant, 
En^ois Feust tot retenu, 
Un seul besant n'eust rendu; 
Assez sanble bien yerite 
Ce que Fun et l'autre a conte. 
Sire Rois, ces( avoir prenez, 
Et h. cest povre bome rendez 
Los Cent besans qu'il li pramist, 
Porqoi Favoir rendre vosist: 
L'avoir gardez, quar ce est droiz, 
Tant qua un viegne qui i soit. 
Cil ricbes bom i^a mespris, 
Quar il demande, ce m'est vis, 
Un sacbet oü sc deux serpenz; . 



■) En pftrticulier. ^) qui dit U verite. 3)* chÄtif. 
Idcler Altfrans. Lit. Gesch. 



66 

Nos nW trorona c'un ci dedna. 
Li ricfaes hom Toist aa bedel^ 
Face demandes son sachel, 
O mil benns, o deus serpenz, 
€e m'est vis, c'est drois jagemenz« 
Li Rois et tea comanaluteiit 
Loent assez ce jugement« 
Li riches hom, quaiit Fentendu, 
Dame-Diex jure et sa yerta, 
Que eil saicheleE siens estoii 
Que eist bons hom trov^ avoit; 
Mais il disoit que phis j ot, . 
Por ce quo riens doner ne w>lt . 
Li Roil^ itel conseil en fist 
Com li Filosofes li dist. 



€ORT£BAHBE. 

Des trois avugles de Compiengne *). 

Une matere ci dirai 

D'un fablel que vous conterai: 

On tient le menestrel \ sage, 

Qu'il met en trover •) son usage 

De fere biaqs dis et bians contes 

C'on dit devant Dus '), devant coAtes. 

Fahles sont hon \ escouter, 

Maint duel maint mal fönt mesconter *), 

Et maint anul *) et maint meiTet "). 

Cortebarbe a cest fablel fet, 

Si croi bien qu'encor 4'en soviegne. . 

II avint ja defors ^) Compiegne 

Trois avugle un chemin aloient 

Entre eus,- ni uns garpon n^ayoient 

Qui les menast ne conduislst, 

Ne le chemin lor apresist; 

Chascnns ärolt son hanepel ^), 

Moult poyre estoient lor drapel, 



') Augui., Vol.I, p. 3S8-.409. ») tnventer (de« faliluiix et contca). 
)^ duc«. *) se tromper d»n« un effet; ^chouer. *) chagrio, ennni. *) ■««• 
VAue «ction. 'j aehof». «.) dimim vo« httiiAf , petit TMe \ beire. 



«sr 

Quar vesia fiirent pourement *): 
Tout le chemin si fetement ') 
S'en aloient deyers Senli«. 
Uns clcrs qm yenoit de Paris, 
Qui bien et mal assez saroit, 
Escaier et semmier ') avoit, 
Et beP palefroi *) dieTaachant 
Lea ayugles viiit aprochant, 
Qaar graut amblear;^ venolt, 
Si yit que dvub ne ies menoit; 
Si pensse que aucwis n'en yoie 
Coment alaissent-il la Toie. 
V Pills dist, el cors me fiere ') goute, 
Se je ne sai s'il Toient goute. 
Li avugle Teoir Fo^rent, 
Erraumeat ^) d'ane part se tindrent, 
Si s'escrient, fetes-noas bien, 
PoTre somes sor tonte rieipi: 
Cil est moult povres qui ne yoit. 
Li clers esraninent ^) se p9ryoity 
Qui Ies vent aler falordant ^); . 
Yez ici, fet^il, nn besaut 
Que je Tous done eutre tous trois. 
Diex TOUS le mfre ^.) et sainte Croiz, 
Fet chascuns, ei n'a plus dou lait, 
Cbascuns 4;nide ses compains Tait. 
Li clers maintenant s^en depart, 
Pulst dist qu'il yeut ^ir lor depart: 
Esraument a pi£ descendi, ' 

Si escouta et eutendi 
Coment Ies arugle disoien^ 
Et coment entr'euß deWsoieut ^ ®). , 
Li plus voeaikes d&ß trcws a dit, 
Ne nous i ^r mie «scondit '.') 
Qui h. nous «est -besaut dona, 
£n un besaut moult biau dou a. 
Sayez, fet-il, que nouß ferous» 
Yers'Compiegue retoruerojps, 
Grant tens a ne fumes aaise ''), 



') PMiTrtment. ') foHen«iit, a'noe maniere ridiculc. ^) >dte 4e somme. 
*> chev,al de par«4e. *) frap^ie. , *) promptement. ') erraument. ^) f». 
lorder, faloiAr; ae mpqu«r. ^) Reconpense. ' °) caiuaieot, conyeKttUfint, 
' * ) rebatl. ' ^ ) II y a long tamp« que nou» oa f u«a«« pas Ä notr« aite. 

E3 



, 6d 

Or est bien droiz que cliascans s'aise. 

Compiegne est de toz bien plentive. 

Com ci a parole soutive *), 

Chascuns des autres li respont, 

Cor eussons passe li poni! 

Vers Compiegne sont retorn^^ 

Ainsi come il sont atorne *) ; 

Monlt furent lie •), baut *) et joiant. 

Jii clers les va adfcs *) sivant, 

Et dist qne ad^s les sivra 

De si adonc que il saura 

Lor fin. Dcdenz la vile 'entrerent, ' 

Si oYrent et escouterent 

C'on crivit' parmi le chastel •), 

Ci a bon vin fr6s et noyel, 

^a d^Au^oire, ^a de Soissons, 

Pain et char, et vin et poissons; 

(^eens ') fet bon despendre ai^nt, 

Ostel i a II tonte gent, 

Ceens fet monlt bon herbregier ®). 

Cele part vont tont sanz dangier, 

Si s'en entrent en ia meson; 

Li borgois ont mis h reson, 

Entendez ^a ä nons^ font-il, 

Ne nous tenez mie por vil 

Si nons somes si povrement: ' 

Estre volons priveement, 

Miex vons paier^^nt que plus*) cointe»®), 

Ce li ont dit, et li acointe, 

Quar nons yolons assez avoir. - 

Uostes pensse qu'il dient yoir * *), 

Si fete gent ont deniers granz, 

D'aus aaisier * *) fa moult engran« * ^), 

En la haute löge les mainet 

Seignor, fet-il, une semaine 

Porriez ci estre bi^ et bei, 

En la vile n'a bon morsel * *) 

Que vous n'aiez si vos volez. 

Sire, font-il, or tost alez, 



*) Subtile, adroite. ') Iquip^: tout comme il« ^tAienf. ^). Fon Uetn*; 
Joyeiix. ' *) Fon validus; gai, alerte. ^) de« ce moment, toajoun. ') bourg. 
^) icfdedena; en cet endroit. ^) auberge. ^) .maint. ^^) conite. * *) vral, 
la verit£. * *) «atisfaire. * *) emj^reas«. ' *) morceaa. 



m 

Si noas fetes assez venir. 
Or m^en lewiez dout convenir, 
Fet li borgoi«, puis si s'en torne. 
De ciuq mes pleniars lor at^rne 
Pain, «t ehar, pastez et cbapons, 
Et yiuB, mhs que ce fu des bons: 
Puls si lor fu»t la aus trametre, 
Et fist du charbon el feu metre; 
' Asfiis se sont k haate table^ 
Li yalles äE clers en^ Featable 
Tret se8 cbevaufi, Fostel a pris: 
Li clers qui moolt ert bieii apris 
Et bien yestuz et qoiutemeat '), 
ÄYoee Toste moult bautement 
Sist ^) ai» mengier la matlnee^ 
Et pois aa souper la yespree. 
Et li avagle du solier^) , . 

Furent servi com cbevalier: 
Cbascuns grant paticle menoit *}, 
L'uus k Taatre le vin donoit; 
Tien» je t^ea duing, apr^s m'en done, 
Cis crut sor un ymgne bone« 
Ne ciiidiez pas qa'il lor anult, 
Ainsi jusqu'^ la mienult. > 

Furent cn solai ') saiiz dangier. 
Le lit son fet, si vont coaöbiec 
Jusqa'au demain qa'il fu bele eure; 
Et li clers tout ad^s demeare, 
Por ce qu'il veut savoir lor fia. 
Et l'ostes fu levez matia 
Et son valles, puis si^conterent 
Combien char et poisson cousterent: 
Dist li valles, en verite, 
Li paias, li yins et li paste 
Ont bien couste plus de dix saus, . 
Tant ont-il bien eu entre.aus. 
Li clers en a cinq sols pour lui. 
De lui ne puis ayou* anui, 
Ya Ih. sus, si me fai paier. 
Et li yalles sanz delaier 



*) PropreaieBt. *) •u%\u ^) chamlire baute, vom dMHtachen SUllar^ 
\ 9on »oX^ wis BoquefortwiH. *) se diverüt. ^) r^creation. 



70 

Yint aux avngles, ii lor disl 
, Que chascmis errant ' ) «e vestit, 
Ses sires yeat estire paies. 
Font-il, ot ne toos esmaiez '), 
Qaar moult tr^s bien li paier^B»: 
Sayez, font-il, qae nous devon«? 
0X1, dist-il, dix eob devez, 
Bien le rant: chascnnfi s*e6t leres, 
Tnit troi sont avaP) descaidii. 
Li clers a toat ce entendu, 
Qui se cfaau^oit derant son lit 
Li trois aragles k Toste ont dit: 
Sire, noofi avons an besant, 
Je croi qxi'il est molt bien pesant, 
Quar nops en rendes le sorplns, 
Aingois qae du Tostre aions plus. 
Yoleotiers, Ir ostes respont 
Fait li ans, qaar li baille dont, 
Liquels Fa? be! je n'en ai mie; 
Dont Ta Robers barbe-florie? 
Non ai, m^s vons Favez, bien sai: 
Par le euer, biea mie n'en ai. 
Liqaels Fa dont? tu Fas, m^s tu. 
Fetes, oa yoos seres bata, 
Dist li ostes, seignor traant *), 
Et mis en longaingne ') puant 
Ain^ois qae vous partez de ci. 
n li crient por Dieu merci: 
Sire, moült bien voas paierons. 
Donc recomenpe lor tenpons •). 
Robers, fet Funs, qaar li donei 
Le besant devant nous uenez, 
Ybas le re^astes premerains. 
Mhs Toas qoi venez daarains ^), 
Li bailliez ^), qaar je n'en ai point. 
Or sai je bien. venuz h point, 
Fet li ostes, qaant on me truffe'): 
L'an va doner ane grant baffe '*), 
Pais fait aporter deax lingnas ' *). 
Li clers qui fa k bfau. hamas * '), 



*) Sar-le-eh*mp ^) inqui^tes. ^) eli ba«. *) giicux. ^) loMg. ^) qu«rrlle. 
^)l«dernier. *) donoM. ") fripoQne. ' <^) »oufflen ' >> UtOM. * ^) ( 



71 

Qui le conte formen^ *) amolt, 

De ris en aise se pasmoit. 

Quant il vH le ledengement »), 

A Toste yint ifinelement '), 

Se li demande qa'il aroit, 

Qael chöse eea gens demandoit. 

Fet Vostes, du mient on eu 

Dix sols c'ont mangie et beu, 

Si ne m'en fönt fors escharnir *); 

Mais de ce les vueil bien garnir, 

Ckascuns aura de son cors honte. 

Ainf^ois le metez sur mon conte, 

Fet li clera, qninze sols vous dai, 

Mal fet povi^e gens fepe anoi *), 

L'oste repont, moult volentiers, 

Yaillanz clers estes et eatiers. 

Li avugle s'en vont tout coite '). 

Or oicz come fete refuite 

Li clers porpeussa "') maiiitenant ; 

On aloit la messe soiiant, 

A Toste vint, si Taresone •). 

Ostes, fet-il, yostre personne 

Da monstier dont ne conissiez? 

Ces quinse sols bien 11 croirlez, 

Se por moi les vos voloit rendre? 

De ce ne sni raie h aprendre, 

Fet li borgois, par saint Silvestre, 

Qne je croiroie nostre prestre^ 

S'il voloit, plus de trente livre*. 

Dont dites j'en soie delivres, 

Esraoment com je revendrai, 

Au moustier paier vous ferai. 

L'ostes le comande esraument, 

Et li clers ensi fetement 

Dist son gar^OH qu'il atornast 

Son palefroi, et qu'il troussast . 

Qne tont soit prest quant il reviegne; 

A Toste a dit qne U s'en viegne. 

Anbedui el moustier en vont, 



') Fortement. ') les outr*gea. ^) fromfUtnenU wie ea schein! vom deut' 
scheu schnei/, Roquefort leitet m ro» 'I g ■ i t • r «&. * ) r»iller, insulter. * ) cha- 
grin, doiileur. ^) a force, bien vfto. ^) «ledita. ^) «'aArMsa. 



72- 

Dedens le chancel entr£ soiit; 
Li clers qui les quinze sols doit, 
A pris sott oste par le doit, 
Si Ta fet delez lui assir. 
Puls dist je n'ai mie loisir 
De demoper dusq'apr^s messe; 
Avoir Tous ferai vo promesse. 
Je Tirai dire qu'il vous pait 
Quinze sols trestout entresait 
Tantost qne il aura cbante. 
Fetes-en rostre rolont^, 
Fet li borgois qui bien le croit. 
Li prestres revestuz estoit, 
Qui maintenant devoit cbanter^ 
Li clers yint devant lui ester, 
Qui bien sot dire sa reson, 
Bien sanbloit eslre gentiz. hon; ^ 
N'avoit pas la cbiere reborse. 
Douze deniers tret de sa borse, 
Le prestre les met en la maini 
Sire^ fet-il, por saint Germain. 
Entendez ^k an poi h mi. 
Tuit li clers doivent estre arai^ 
Por ce vieng-je pr^ de Fanteh 
Je giut anuit k un ostel 
Cbies It un borgois qui moult vaul: 
Li douz Jbesu Criz le consaut, 
Quar preadom est et sanz boisdie; 
M^s fine cruel maladie 
Li prist evsoir dedenz sa teste, 
Entrues que nous^ demeniens feste, 
Si qu'il fu trestoz marvoies'. 
Dieu merci, or est ravoiez, 
M^s encore li deut li cbiez; 
Si vous^pri que vous li lisiez, 
Apr^s cbanter,. une Evangille 
Desus son cfaief. Et par saint Gille 
Fet M prestres, je li lirai. 
Au borgois dist, je le ferai 
Tantost com j'aurai messe dite« 
Dont en claime-je le clers cuite^ 
Fet li borgois, miex ne demant. 
Sire prestre, h Dieu vous comant. 



73 

Fet li clers, adiea,, biaiis dou» mestr^. 
Li prestres h Taatel ta estre, 
Hantement graut messe oomenoe, 

. Par an jonr fa de Diemenche, 
Au moustier yindrent moult de getiz. 
Li clers qui fa et biaos et genz^ 
Yint ä son oste congie prendre; 
Et li borgois, sanz plus atendre, - 
Dasqu'ä son oste) le convole. 
Li clers monte, si ?a sa voie, 
Et li borgois tantost apr^s 
Yint aa moustier: moult fu engres 
De ses qainze sols recevoir: 
Avoir les cuide tout por voir. 
Enz el cbaneel tant atendi, 
Que li prestres se devesti, 
Et que la messe fu cbautee. 
Et li prestres, sanz demoree, 
A pris le jivre et puis Testole, 
Si a hucbie sire JNicbole: 
Venez avant, agenoilliez. 
De ces paroles n*est pas liez 
Li borgois, ainz li respondi. 
Je ne ying mie por ceci, 
M^s mes quinze sols me paiez. 
Voivement est-il marvoiez, 
Dist Ir prestres, nomini Dame, 
Aidiez k cest preudome k Tarne, 

. Je sai de yoir qu'il est dervez. 
0ez, dist li borgois, oe^ 
Com eis prestres or m*escharnist, 
Por poi que mes cueurs du sens n'ist, 
Quant son liyres m'a ci tramis. 
Je yous dirai, biaus douz amis, 
Fet li prestres, coment qu*il praingne. 
Tout adfts de Dieu vous sonyiegne, 
Si ne poez ayoir mescbief: 
Li liyre li mist sor le chief, 
L'EyangUle li yoloit dlre. 
Et li borgois comence k dire, 
J*ai en möson besoingne k fere, 
Je n ai eure de tel afere, 
Mai», paiez- moi tost ma monoie. 



74 

Au prestre durement anoie, 
Toz ses pffroefaiens ftpele, 
Chascuns enlor Im s'atropele; 
Puls dist, cest hom me tenez, 
Bien sai de yoir qoll est dervez. 
Non 801, fet-il, par sjiint Cornill«, 
Ne par la foi qae doi ma fille, 
Mes quinze sola me paierez 
5h. ainsi ne me gaberez. 
Prenez-le tost» le prestre a dit. 
Li paroscfaiens sans contredit 
Le Yont tantost monlt fort prenant, 
Les mains li Tont trestiiit tenant, 
Chascuns moult bei le reconforte. 
Et li prestres le' llyre aporte, 
Se li a mis desear son chief, 
L'Evangille de chief en chief 
Li lut, Festole entor le col, 
M^s k tort le tenoit por fol; 
Puis Fespraha ') d*eue benoite. 
Et li borgois forment covoit« 
Qu'ä son ostel fast reyenuz. 
Lessiez fa, ne fu plns tenuz; 
Li prestres de sa main le saine, 
Pais dist, avez este en paine. 
Et li borgois 8*est toz cois tens, 
Coronciez est et monlt hontens 
De ce qnll fn si atrapez, 
Liez fu qnaht il fu eschapez;^ 
A son ostel en vint tout droit 
Cortebarbe dist or endroit, 
C'<m fet h tort maint honie honte. 
Atant definerai mon conte. 



Les deux Bordeors ribavs '), 
Fabliau. 

Uiya ') qar lai ester ta jangle *) 
Si te va seoir en cel angle; 



') f^otn deufschen spreng-en^ besprangBU, t0$prudelu, ') S. 
Roquefort, d« l'^ut de U po^sie fraiuaiiie d*n« le XII« et XIII« »iecfes, p.290-305, 
von dem auch dia unitirffelefflen Tinmerkungen herrühren. ') Sorte d*excU«»- 
tiou, <bme, boDt^ divine.. *) DkcoHta iHCOttaider^, »Mieniiee, raillerie, aieniODge. 



7a 

No8 n'avoa« de ta jangle eure: 

Qar bien est raison et droitore, 

£n toz les Heus que eil nß teae 

.Qu! rien ne set dire qui plesew 

Tu ne set TaiUant dens festnz^ 

Yez ') com es ore bien vestviz 

De ton gasige d'an '); 

Yoiz quex sollers de Cordoan ^), 

Et com beles chaaees de Broges. 

Certes ce n'est mie de drages *) 

Que tu es si chetiz et las; 

Ge cuit ' ) bien par saint Nicolas 

Que tu aies £aim de forment ^). 

Comment es tu si pauyrement? 

Que ne gaaingnes tu deniers. 

Jh es tu uns granz pautonlers ^), 

Tu n'es pas mendres d'un frison 

Or deusses en gamison ^) 

ÄToir deux pourpoinz endossez 

O k une uerre'de fossez; 

Deusses porter une hote, 

Tant que d'aucune povre cote, 

Peusses iluec amender. 

M^s tu aimes mielz truander 

Le chretien que estre k bennor. 

Or esgardez por Dien, Seignor, 

Cil bomme com ricbement se prueye;' 

Jamals k nul cor cote nuere 

N'aura por cbos^ que 11 die ®). 

Veez or en quel hirandie *®) 

11 s'est iluec entorteiUiez ? 

Moult est or bien apareilliez' 

De qantque cbaitis ' ') doit avoir 

Si t'aüst Diex or me di voir **); 

Quex bom es, tu or me di quex. 

Tu n^es mie menesterex, 

Ne de nule bone oeyre ovrieis. 



^) VoU. 3) Leprofit4'un««nB^e. ^ ) SoulUr« de Cordoue. «,) Bruit, va- 
carae. ^) J« pen»«^ 6) FromcBt, pain, alimMit. ' ) l!l*lhe«reH&, nUeraUfl. 
) Provmmi, pMiifv, vitenent. ^) JftotaM te« uAvkn ne U feroat obteur une ridie 
robe du graBd-ceitneiir ^ui tUnra entendu. ") Caaaqae, »ouqaeBille, mavv«» 
^»t. • >) |||i«4r«ble, nalheuteax. » «) Qu« Dien t'eide, moa imii fus-noi U 
P^ce de M« dir« qnelU «orte d'^onne tu peux dtre. 



f » 

Tu sanble un TÜains boavi^ 
Ausi contrdTez com vn bugks '); 
Ta sanbles men^or d'avngles, 
Mielz qae ta ne faces antre Lome. • 
Ge ne prise pas an trox*) de pome 
Ne toi, ne tot qoanqae 3) ta as, 
Se Diex fatst c'onqaes ta as 
Onques nul bome si se toe, 
Que tu ne vals ane letoe^ 
Ne chose qae tu saiches faire. 
Poe desi te devroies taire, 
Ne doiz pas paller contre moi. 
Que t'ai-ge dit, or me di qoi? 
Tu ne sez k nol bien respondre. 
Por ceci te devroit^on tondre 
Trestot autresi com tin sot.« 
Ta ne sez dire nal bon mot 
Dont ta puisses en pris monter. 
Mais ge sai aasi biex conter 
Et en roumanz et*en latin ^:^ 
Ausi au 8oir.com au matin 
Deyant Contes et devant Das» 
Et si resai bien faire plus 
Quant ]e sms ^ Gort ou a feste 
Qar ge sai de chan^on de gcste; 
Canteres sv^i qel' mond na tel. 
Ge sai de Guülaame au Tinel ^ ), 
Si com il arriva as nez; 
Et de Renoart aa Cort-nez, 
Sai-ge bien cbanter com ge venu; 
Et si sai d'Aie de Nonteuil ^), 
Si com ele fu en prison; 
Si sai de Garnier d'Avignon ') 
Qui-moult estore bon romaiks. 
Si sai ()e Gaion d'Alescbans, 
Et de Vuien de Borgoigne ® ) 
Si sai de Bonart de Saisoigne ^) 



*) Boetif. ') Trognon, queiie. ^) Tont c« que ta poAsedea. *) II e«t a 
renarqtittr qve v«iU hu ncneatrier qui se vavte de Mvoir conter e« romui et en latia. 
*) Le ^ete •'imuM a iatervertir lee noais et surnom« ie$ hero« doDt il Miaonce eoi- 
nattre lec hittoires. II veut parier de» romans deGuillaumeaaCoart-Netetda 
R e n a r d. ^ ) Ronan de Charlemagne. ^ ) Gleiehfalh. ^ ) Ronana de Charleaagae 
qui ue nou» sont pe« parvenus. ^) BonarddeSaxe, romaa de Charkmagne. 



77 

Et de Gmieclin de Brebant >); 
Si sai d*Ogier de Montoobant *)« 
Si com il conqaist AedtnoiB; 
Si Mi de Renaat le Danois;- 
Mais de chanter n'ai'-ge or care. 
Je sai des Romans d^arentare 
De cels de la Reonde- table, 
Qui sont ä otr deEtables. 
De Game ') sai le iual parier, 
Et de Ganyain *) le bon chevalier. 
Si 8ai de Perceval de Blois, 
De pribce noble le Galois •) 
Sai*ge plus de quarante laisses *);' 
Mais tu cbaitif, morir te laissos 
De mauvaistie et de peresce; 
£n tot le monde n'a proesee 
De qaoi tu te puisse yanter. 
DIais ge sai aussi bien conter 
De Rtancbeflor comme de Floire '); 
Si sai encor mnlt bon estoire, 
Chanpon malt bone et anciene. 
Ge sai de Tibaut de Viane ®) 
Si sai de Girart d'Aspremont •), 
11 n'est chan^on en tot le mont ' *)J 
Que ge ne saiebe par nature *') 
Gcant despit ai com tel ordure 
Com tu es, contre moi par&le; 
Sez-ta nul riens de citole, 
ISe de viele, ne de gigue * *), 
Tti ne sez v»llant nne figue 
De toi n'est-il nns recovriers? 
Mais ge sni» moalt tr^s bon orriers 
Donc^ge me puis bien recovrer. 
Se de ma main Yoiaie oyrer '^) 



') Ronan d« Charlemagn«. ') L« po^te coHtiDue k infervertir Im nom« et 
•ttrnoms. II prSte ä'Oger le Danoi« !«• ectioea de Reynoult d.e UfonUuban. ^) G«- 
nelon de Hayciice, qui trahit Charlemagne. ^) Neveu du roi Artua, et I^un de« meil- 
leur» Chevaliers de la Table-Ronde. ') Perceval le Gallois, I'un de«. plus vail- 
lane chevalier« de laTahle<Roiide, qui avoit pour amie la belle Blanchefleur. ') Lays. 
') Der Htmerdiitg'S mretM^nenn Rmmm M>i» Flore und Blanoheflöwr. ^) Tha- 
bant de Vieiine, romm.de Charlenagae. .') Aittre roman de Cbadenagae. 
' *) Le monde, 1« terre. ' ' ) Chanter eo masique. ich fflaube die wahre Bede»' 
imt^Ut hier: aus dem Kopfe wissen. ' ') Instrnmens de masique. ' ^) Tr»- 
vailler^ faire des tour» d'adresse, eaeamoter. 



TS 

Aasi com |^ Toi mainte geiit, 
Je conqnerroie asses argeat. 
Mais k Bol tems ^ ne faz oeavre. 
Ge sni eil qoi les maiaoiis cnevre 
Ayec firiz de torteax ea paele >); 
n n'a bomme jnsipi'i N^ele 
Qoi miek les caeyre com ge &iz. 
Ge sni bona seignerrea ') de chaz, 
Et bona yentoosaierea ') de ba^a; 
Si aui bona relierrea d'aea *), 
Li mieldrea qui el monde aacbea. 
Si aai bien faire firaina k yacbea, 
Et ganz k cbiena, eoifea i cbieyrea; 
Si aai ÜEiire baobert k üeyrea 
Si forz, ^*ü n'ont garde de ebieaa. 
II n'a el monde, .el ai^cLe, riena 
Qne ga ne aaicke faire k point, 
Ge aai faire brocbea a oiat *) 
Mielz qne nns bom qoi aoit aor picaE« 
Si faz bien forreax k trepiez '), 
Et bonee gainea k carpea ; 
Et ae ge ayoie deiUL harpea, 
Ge aeF lairai qne ne voa die 
Ge feroie one mcloudie 
Ainz ne fn oie ai ^anz. 
Et tu diya, di, fox noianz, 
Tu ne aez paa yaülant an poia. 
Je conoia toz lea bona borgoia, 
Et toz les bona serjaaa da monde. 
Ge conoiä Gantier Traacbe-foade ^) 
Si conoia GoiUaome Groa-groing 
Qni aaaomma le bnef aa poing. 
Et Trancbe-fer et Runge -foie, 
Qoi ne donte bMBe que il Toie; 
Macbe-bnignet et Goinement. 
Et tu, conoia tu nnle gent^) 
Qoi onques te faissent bien. 



n 



' ) Le ment^tikr finit Flttoaenitioii d« •«• t«lcM par i#t pkOMiitenM ^si pM- 
^«Bt Itre Jiooat» lonqu'il rompo«« ««n FUiImm. II co«vm Im jbu«om, 4k - il, «wc 
.im oaidWMM «r 4«« imiriiMBx frit» a U foUt, ^) ScigMMrile ckate. * ) Vaatoa* 
■«•«r Ae .bo«u(s. *) II Mit traa-^ien c«rel«r un ocuf. ') ^otiir fair« rdtir de U 
fca£»«e, mettre d« Wurr« a U Woche. °) Fouvraaiiai pour ir^pieda. ^) Noaiaii- 
dicnles que »e donnaient le» menestriers. ^) PareoiMHigiB^ bom»«. 



Nemi Yoir; tu He comioiB lien 
Que riens vaille en-nule saison. 
Or me dii donc par <{ttel rMs<Mi 
Tu te venis ici cumbatre. 
Pr^s va que ne te faz tant batr« ' 
D'un tinel ou d'un batoa -gr^^fi, 
Tant «pe tu fusfies aasi mos 
Qa'use coiUe de moutoii. 
Ainc mais |iar la croiz d'un verton 
N'ol parier de tel fouet 
Vez qnel vuideor de broet '), 
Et quel bomerre de beaas ^); 
A bien poi se tieat que t« n'as 
Da mien^ se ne fust por pecbi<^. 
, Mais il ne m ert j'k reproucbie 
Qae tel di^f fiere ne bäte ; 
Qaar trop petit d'ennor acbate 
Qae sor tel cbetif met sa meiR. 
Mais se ta ne yoies demaia 
Entre nos quel soaies de geste, 
Tn te plaindroifes de la feste. 
Cr t'en ya beax amis, va ten; 
Este arons ea aatre anten. 
Fai deci, sl feras que saiges *); 
Ou tu auras parmi les naiges *) 
D'une grosse agoille d'acier. 
Nos ne te toIodS pas cbacier 
Yilement et por nostre bonte, 
Nos savons bien que bonor monte. 

Response de Tun des deux ribauz. 

Tu m'as bien dit toft ton y^loir; 

Or te ferai apercevoir 

Que ge sai plas de tm assez. 

Et ci sui mieldres menestrez *) 

De toi, moult me Tois merreillant, 

NeF dirai pas et conseillant. 

Ainz vaeil moult bien que cbascun Toie 

^e Dies me doint betör et joie, 

De tex menesterex bordons, 






80 

A qoi en done moolt beax doas, '' 
A haates Cort menuemeut. 
Qui bien sodUt et qoi bien incnt, 
Cil est sires des cheTaliers. 
Plus donent-ils as menteors, 
As cointerax *), as mal parliers, 
Qu'il ne fönt as bons troveors 
Qui contruevent ') ee qne il •dient, 
Et qui de nulni ne mesdient^). 
Assez Yoi sourent maint ribaut *) 
Qui de parier se fönt si baut') 
Que go en ai au euer grant ire '). 
Et tu, bordons, cpe sez tu dire 
Qui por menesteve te contes? 
Sez tu ne beax diz, ne beax contes, 
Por qoi tu doies riens conqerre ' ) ! 

' De qoi sers tu k-yal sur terre *). 
Ce me devroies tu retraire ^), 

' Ge te dirai que ge sai faire. 
Ge sui * ^) jugleres de viele, 
Si sai de muse *') et de frestele ''), 
Et de barpe et de chifonie ' ^), 
De la gigue ' *), de Parmonie; 
Et el salteire »«) et en la rote »•), 
Sai-ge bien cbanter une note 'T). 
Bien sai joer de Fescanbot, 
Et faire venir Tescharbot, 
Vif et saillant desus la table ; 
Si sai meint beau gen de table '*); 
Et d'entregiet * *) et d'artumaire *"); 
Bien sai un enchantement faire. 
Je sai moult plus qne Ten ne euide^'), 
Quant gi yueill mestre mon estuide, 
Et lire et cbanter de clergie^ 
Et parier de cbevalerie, 



') Flatteurs. ^) Inventent. ') Et qui n« uiediseDt de penonne. *) H««- 
VM sujet. ^) Fier, hAotoin.- ^) Colere, indignaduii. '') .Meriter. *) Ici- 
bat Mr la terre. ^) Diacontiaaer, abandonner. '^) Jooeur de violon. ' ') Cor* 
nenufe. ' >) Fl&te de pan. > ^) Sorte de vielle. * *) Espece de flfite. ' '} PmI- 
t^rion. '^) Vielle. '^) Cbanson, romance. ' ") Ce jeu est fort ancien ; car fl 
en e»t fait mention dans Gregoire de Tourt, dana Fredeguire, dana Aimoin et aatm* 
€' jtait ua« eapAce de trictrae, et ron ae aertait de des ^ur en Joner. ' ^j D'adrcMC. 
^ ®) De magie. ^ ' ) J'en »als beaucoup ploa que Ton ne peme, qiM Ton ne pr^i"** 



81 

Et les prea^omes rayiser, 

£t lors armes bien deviser. 

Ge connois monseignor Hunaut, 

£t monseignor Kogier Ertaut 

Qui porte an escu 1^ qipartiers^ 

Tozjors est 11 sains et entiers 

Quar onqnes ni ot cop fern, 

Si conois monseignor Begu 

Qui pofte an esca h breteles, 

Et sa lance de qoinze ateles, 

An tomoiement h. la haie. 

C'est li hons du mont qai mielz paie 

Menesterex k haate feste. 

Si eonois Renaat Brise -teste 

Qui porte un cbat en son esctt; 

Cil an maint tomoi yeinca. 

Et monseignor Giefroi da Maine 

Que tosjorz pleore au diemaine ' ). 

Et monseignor Giboat Cabot^), 

Et monseignor Angis Rabot; * 

Et monseignor Anger Poupee, 

Que k nn seal cop de &^espee 

Coupe bien ä an cbat Foreille. 

A toz TOS sanbleroit merveille 

Se cens Tolöie* raconter 

Qne je conois tant q'ä la mer. 

Ge sai plus de toi quatre tanz, 
Ge conois tos les bons serjanz, 
Les bons cbanpions affaitiez; 
Si en dois estre plus proisiez. 
Je conois Hebert Tue-buef '), 
Q'k uri seuj cqp brise un buef. 
Erracbe-cuer et Runge -foie, 
Qui ne doute hom qu'il voie. 
Et Heroart et Dent-de-fer, . 
Et Hnrtaut et Tierri d'enfer. 
Abat-paroi, fort pautpnier, 
Et Jocelin Torne-mortier. 
£t Ysenbart le Viregle; 
Et Espaulart le fils Raiche, 



') Diaanche. ^) C« ni«nei(rier repond a son confrcre par d aiitr«« pUiMHi' 
teries. ^) Noma de guerre et sobriquel« ridicvle» qn« le donnMent le» iii4tie»tri«r*. 

Ideler Altfr*iic. Lit. Gencb. F 



82 

Et Brise -barrc ') et Godefroi, 
Et Gauqaelin Abat-paroi, 
Et Osoart et Tranclie - fonde, 
Et toz les bons serjanz dn monde. 
Et de^a et dela la mer 
Vos sauroie bien aconter, 
Ge sai tant et si sui itex '): 
Ge conois toz les menestrex, 
Cil qui plus sont ame h Cort, 
Dont li grans renons par tot cort. 

Je conois Hiinbaut Tranche^coste, 
Et Tiecelin et Porte -böte; 
Et Tome-en-fuie et Brise -voirre. 
Et Bomicant ce est la voire; 
Et Fier-lk-braz et Tuterei, 
Et Male-brancbe et Mal - querrelj, 
Songe- feste k la graut yiele, « 
Et Grimoart qui chalemele, 
Tirant, traiant et enbataut. ^ 
Des meußstrez conois si tant, 
Que me yorroit mestre k essai, 
Que plus de mil nomer en sai. 
Ge sai bien servir un prudome, 
El de beau diz tote la some. 
Ge sai contes, ge sai flabeax ^), 
Ge sai conter beax dix noveax, 
Rotruenges *) viez et noyeles, 
Et serrantois et pastoreles '); 
Ge sai le flabel du Denier *), 
. Et du Fouteor h loier ') ; 
Et de Gobet et de dame Erme, 
Qui ainz des elz ne plora lerme *) ; 
Et si sai de la coille noire ^). 
Si sai de Perceval Festoire '"); 
Si sai du Provoire ^aint, 



' ) Ce nom de Briiie • Barre a dcpnis «pp«H«na ä mb poete mort vers 1 3.t0, doat 
OB a le roman dn Rentor du Paon, l'Encole de la foi et !e Tresor de 
Noatre Dame. ') Tel, »emblable, pareil. ^) Fablianx. *) Cbanaons q« oa ' 
aeconnpagnait avec la vielle. ^) Sorte de Chanton». (/f7r iheiten unten mimgt 
LieJer von dieser Gattung' mit,) ') Le fabliau de Dant Denier {handsekrifl' 
iieh), ') Atttre fAbliaii, imprine dans Barbaaan, Tom. fV, p. 204. ^) C/a&e- 
kannte» FtkhVttku, ^) FabNan du Vilain a la Coille noire, fmprime dan« Bar- 
^«an, Tom. ill, p. 1 40. - ' *) Le Roman de Perceval. 



<jiii o les crncefiz'fii paitts *). 

Du prestre qai menja les mear«s; 

Qaant il devoitdire ses henres '). 

Si sai RIchalt «), si sai Reiiard •), 

Et si sai tant d'enging et d^art 

Ge sai joer des baasteax *). 

Et si sai joer des costea^c "), 

Et de la corde et de la fönhe ^), 

Et de toz les beax giex *) da monde. 

Ge sai bien chanter h devi6e 

Du roy Pepin "), de* satnt Denise • •). 

Des Loberans tote Festoire^ 

Sai ge por sens et por memoire ' *). 

De Charlemaine et de Roulant, 

Et d'Olirier le combatant. 

Ge sai d'Ogier, si sai d'Ainmaon • *), 

Et de Girart de Roxillon '3); 

Et 81 sai du roi Loeis ^*), 

Et de Buerons de Commnrchis *'), 

De Faucon '*) et de Renoart *^). 

De Guielin > «) et de Girart * ^) 

Et d^Orson de BeauTct la some *•). 

Si sai de Floranee de Rome "), 

De Femagu **) ä la grant teste. 

De totes les cbangons de geste 

Qne tu sauroies aconter * 

Sai-ge par euer dire et conter; 

Ge sai bien la trompe bailler»^). 

Si sai la cbape an cul tailler, 



' ) Fablia« duPreatre crucifi^ (haneischnftHck). *) Fabliao 00« 6 n e - 
r i n , welehea unier der fof ff enden Nummer mügetheih wird. ^ ) Robu de R i - 
cb*rd. *) RoBandttRenard. ')Dcabatons. ^) Det coutcaux. ^) De U 
fronde. ^) L«« beeux Jcux, ^) Le romaD de Pepib et de Berthe •« femme, 
par Adene« le Roi. ' *) J*ignore ce que le poete veut dire; peut-Stre parle- t-il 
d^une Histoire de Saint -Deny« qui ne nous •erait paa parvenue. ' ' ) Le roman de 
Garin de Lorrain par Jelian deFlagy. ^'^) Lea romaae Ab Chariemagne, 
de Roland, d^Olivier, d*Oger le Danoi«, des quatre Fila Aimon. 
' ^) Roman deG^rarddeRouaeillon. '*) J'ignore du qiiel roi Louia le po^te 
veat parier. '^) HIros de la cour de Charlemagne. ") Le Dit du Faucon 
(Barbatan, Tom.lV, p. 407. Le Grand d'Auaiy, Guillanme au faucon, Tom. III, 
p. 41.) ")' Nom d*an penonnage du roman de Guillaume an Gourt-Ne». 
'*) Roman de Gniteelin de Brabant. '*) Rowftn de Girard de Tienne. 
' • ) Roman d'OursondeBeattvais. **) Handschrifilich Vitrhanden, ^ ') G4- 
ant qui joue an grand rdle daos les romans de Cbarlrmiignp. ^') Sonner de 
la trompe. 

Yi 



84 

Si sai perter consek d'amors '), 

Et faire ciiapelez de flors ^)j 

Et caintare de draerie ') 

fit beau parier de cortoisie *), 

A ceus qui d'amors sont espris. 

Et tu, donc, quides ayoir pris 

Ne parier mais Ik oa ge soie. 

Mais fui de ci, et va ta roie; 

Ya aprendre, si feras bien, 

<jae contre moi ne sez tu rien. 

Besä, seignor, vos qui estes ci, 

Qui DOS paroles avez o% 

Se j'ai auqaes mielz dit de 11 

A toz ge yos reqoier et pri 

Que le metez fors de ceanz 

Qui bien pert ce que c'est an noiense ^). 



Du Provoire^) qui menja les Mores. 
Fabliau par Guerin ^). 

C|ni qu'en alt Ire ne desprit ^), 

Sanz terrae prenre, ne respit *), 

Yos dirai d'un Provoire un conte, 

(Si com Guerins le nos raconte) 

Qui au marcbier voloit aler: 

Sa jument a fait ensseler, ' 

Qui granz estoit et bien peüe ' *} ; 

Deux ans Tot li.prestres tenue: 

N'avait gaires ne soi * *) ne fain, 

Assez avoit aveine et fain * *), 

Li prestre son cbemin atome, 

Ne fait que monter, si s'cntorne 

Yers le marcbie sor la jument, 

Se Testoire ne nos en ment; 

Pour icele saison me membre ' '), 

Bien sai que ce fu en Setembre,* 



* ) Donoer des conMiU aiix amaa«. ') Füre une coroune g%I«nle d« itMn. 
') Notier ttoe ceinture avec grace. '*) Enteigner a teoir dea diseottre agreablei* 
*) II parait bien n'^tre qu'un n^ia^rable. ') PrStre. ' ) Barbasan et ill«oi>i 
Toä.l, p.9ö. F^rg-L Le Grand d'Auesy. Tom. I, p. 222. ^) Qai que et 
pni.se dtre qui ait. ») li^lai. ' «) Noorrie. ") Soif. » ") Foin. ' ') Rw- 
•Ottvient. 



85 

Qu'il estoit graut plent^ ») de mffnres. 
Li prestred vait disant ses enres, 
Ses matini^s et se^ rigiles, ' 
Mais'i feiilr^e de la rile. 
Plus foiAg quc ne gietc unc fonde *y, 
Avoit une rne parfonde *) 
En un' baisson avoit garde *), 
Des meares i vit grant plenife, 
Grosses et noires et mefires. 
Et li prestres tot k droitare *) 
Dist qne se Jhesu Christ li ätst •) 
Si beics meures mais ') ne vist. 
Graut fain«) en ot, si ot talcnt '), 
La jument fait aler plas lent, 
Si arrestnt tot h estal • •) ; 
Mais ane cbose li fist mal, 
Que les espines li neGrent ' » ), 
Et les meures qui se halt fureut 
Les plas belcs el front devant. 
Que yenir n'i pot en seant. 
Adonc est li prestres dreciez 
~ Sor la sele monte h deux piez, 
Sor le buisson s'abaisse et cllne ' ^), 
Puis menjne de grant ravine '*) 
Des jplus^beles qu'il i eslut, 
Ainz la jument ne se remut, 
Et quant il ot mengi^ assez 
Tant que il en fut tot lassez, 
Vers terre garde, et ne se mut. 
Et rit la jument qui s'estut 
Vers le roscboi ' *) trestote qoie ' •), 
S*en ot li prestres molt grant joie 
Qui h deux piez est sus montez; 
Diex, fait-il, qui or diroit, H67, 



*) Abondance; plenitan. *) Fonie, ftreii4e; e«pecr de petit panier «le 
ficelle daas lequel o« met wie- pierrc; aiAL deux boiita (leice petit panier eoat deux 
morceaui de ficelle, que l'on agite, apre» quoi on Uche un boet pour faire jaillir In 
pierre. ^) Chemin creux, et esearpe des deux cötes. *) ^^wdi dana une biaia« 
•oa, «ne tonfe d'epinee et de ronces. ') a propo». *)< aide. ') janMia. *) Le 
mot f aiai eet iei pour envie, be«ola, ear ee mol*n*a p4» aedleoient signifi^, et ne 
le «ignifie paa encore dana bien dei piovince«, faim, fames; maia encore tontea 
«ortee de beaoin, conime fain de dormir, de pisser, etc. , encore utite a Blois et en 
Bourgogne. *) dl.ir. >«) k Hnttant ^^) nuMrent. • *) t^cline.' '') ra- 
ptdit£. '*) roeher. "') quieta; träaquille^ ' 



U le peosa, et dist «nsauble^ 
Et la jujiaent de. poor tranj^ 
Un saut a fait t<]^ h baodon ' }» 
Et li prestres chiet ^) el boiQson, 
Ell tel moniere, entre les ronoea, . 
Qui d'argent.Ii donast cent onces 
N'alast arrierc ne avant. 
Et la jament s'en vaii fuiaat, 
Chez le provoire est revenue, 
Quant li serjant ^) Foot coimeüe . 
Cliascun se maudit et se blasme, 
Et la ferne au prestre se pasme^ 
Qu'ele cpiide qne il soit morz, 
Ci fut molt granz li desconforz. 
Corant s'eu vont vers le marchie, 
Taut ont ale et taut marcbie, 
£1 buisson yienent tr^s-tot dbroit 
Ou le preste en malalse estoit. 
Et quant il les ot * ) dementier *), 
Commen^a lors k escrier: 
Diva, Diva, oii alez-vos, 
Ge sui Ici molt douleroz, 
Pensis, dolens, molt esmaiez, 
Quar trop sui malmis et bleciez, 
Et poinz ®) de ronces et d'espines 
Dont j'ai sanglentes les escbines. 
Li scrjant li ont demande, - 
Sire qui vos a la monte? 
Pecbie, fait-il, m'i embati'); 
Hui matin quant ge vlng par ci, 
Que j'aloie disant mes ores, 
Si me pjis molt grant fain de more« 
Qne por rien nule ayant n^alasse 
Devant que assez en mengasse; 
Si m'en est ainsi avenu, 
Que U buissons m'a retenu: 
Qnar m'aidiez tant que fors ea eoie, 
Quar autre chose ne qnerroie, 
Mais que je fusse k garison, 
Et k repos eu, u^ maisqn. 



' ) S«nft deUi, umn q«« rien U pviss« retenir. *} cheott, tombe. ') val«<. 
*) enteodit. ') plaindre. ^) pi4|u£; punctu«. ''^ fourr^, j^rac^ite. 



sr V 

Par cest fabel poes sJivmr^ 
Qae eil se fait mie saroir ')^ t 

Qui tot son penae dit et conte, 
Qaar maint domaige en yient et honte 
A mamte gent, ce est la voire •), 
Ainai com il fist au Provoire. 



Cestxli testament de Pasne 
par RUTEBEUF ^). 

%^m vaet aa siecle a honeur vivre, 

Et la vie de seux enSuyre 

Qui beent *) a avoir cheyance *), 

Mout trueye au siecle de nuisance, 

Qtt'il at mezdisans dayantage, 

Qui de ligier li fönt damage, 

Et si est tous plains d*enyieux; 

Ja n'iert taut biaux ne gracieux, 

Se dix en sont chiez lui assis, 

Des mesdizans i aura six, 

Et d'euyieux i aura nuef. 

Par derrier ne prisent un oes, 

Et par deyant li fönt teil feste. 

Chascuns l'encline de la teste. 

Coument n'auront de lui envie 

Cil qui n^amandent de sa yie, 

Quant eil Tont qui sont de sa table 

Qui ne li sont ferm ne metable? 

Ce ae puet estre, c'est la yoire. 

Je le TOB di por un prouyoire 

Qui ayoit iine bone esglise; 

Si ot toute s'entente'j mise 

A lui cheyir et faire ayoir< 

A ce ot toriiei son savoir. 

Asseiz ^) ot robes et deniers, 

Et de bleif ®) toz plaius ces gk'eniers, 

Que li prestres sayoit bien yendre; 

Et ponr la yendue attendre 

De Paques h la Saint Remi, 



*),.PrudemiB«iit. ^) verple. ') AuguU^ iy»ete«.fraii^i»l l/p. 336 ff. 
*) 4e«r«iit. ") poMeasion, bien«. ') intcntion. ^) aider. *) U«. 



9» 

Et si a'east si boen aani, 
Qui en petut liens nee trairr, 
S^om ne li £ut k force fiiire. 

Un asne avait en sa maisou, 
Mais teil asne ne yit mala Iiom, 
Qui vint ans entiers le send; 
Mais ne sai s^onqaes teil serf yL 
Li asne mourut de yiellesce, 
Qui moat aida 1^ la richesce. 
Tant tint 11 prestres son cors chiei% 
C'onque nou laissast accorchier» 
Et Fenfu! ou semetiere; 
Ici lairai ceste matiere, 
L'eyesques ort d'autre inaniei-e, 
Que covoiteux ne escEars ') n*iere, 
Mais cortois et bien afaitlez '). 
Qae eil fust ja bien deshaitiez ^), 
Et yeist preudome venir, 
Nuns nel peust el lit tcnir. 
Compaignie de boens crestiens 
Estoit ces droiz fisiciens, 
Touzjours estoit plainne sa salc« 
Sa maignie ii*estoit pas male^ 
Mais quanque 11 sires voloit, 
Nnns de ces sers ne s'en doloit: 
Cil otmueble, ce fut de dete, 
Car qai trop despent, il spendete. 

Un jonr grant compaignie arvoit 
Li prendons^ qai toz biens savolt, 
Si parla-reo de ces ciers riches, 
Et des prestres tmra et cbiches, \ 
Qai ne fönt bontei ne bonoar 
A eyesqae ne a seignoun 
Cil prestres i fut emputeiz *), 
Qui tant fat riches et monteiz *); 
Ans! bien fot sa vie dite 
Con ci la reissent escrite, 
Et 11 dona-Fen plas d'ayoir 
Que troi n'cm peassent avoir: 



*) Atar«, eliitili«. ^) poli, afaM«. ') ioamt. *) uteni^ iMp«tati 



89 

Car ham dit trop plus «k la ckoxe '. 
Qoe on n'i tnieye 1^ la pareloie '). 
Ancor a»t-il teil ohoze faite, 
Dont granz monoie seroit tralte, 
SVstoit qai la meist avant, 
Fait eil qai wet servir derant, 
Et c*en dev^it grant guerredon. 
Et qu'a-il fait? dit li preudon. 
n a pis fait c'un bedujn, 
Qull at soQ asne baudayu 
Mis en la terre beneoite. 
Sa Tie soit la maleoite, 
Fait revesques, se ce est voir, 
Honiz 8oit-il, et ces aToirs. 
Gatttier, faites le nos semondre, 
Si orrons le prestre respondre 
A ce que Robera li mest seore; 
Et je di, se Dex me seeoarre, 
Se c'est Toirs, j^en aarai Taineiide: 
Je yos otroi que Ton me paode ^), 
Se ce n^est voirs que j'ai coatei, 
Si ne TOS üst onques bontei. 

U fut semons, li prestres rient, 
Yeauz est, respoiifdre conTient 
A son cTCsques de cest quas •), 
DoDt li prestres doit estre quas *). 
Fauz, desleaux, Den anemis, 
Oii aveiz-vos vostre asne mis? 
Dist Tesvesques, mont aveiz fait 
A sainte Eglise grant meifaict; 
Onqaes mais nuns si grant' not, ' 
Qai aveiz Tostre asne enfot, 
lA oii- on met ^ent crestienne. 
Par Ma^ie TEgyptienne, 
C'il paet estr^ chose proyee. 
Ne par la bone gent trovee. 
Je YOS ferai metre en prison, 
Conqaes a oy teil mesprison. 
Dit li prestres, biax tr^s-dolz slre» . 
Tonte pf^role s^ lait dire; 
Iffiais je demant jor de conseil, ' 



>) AUfla. ») pende. *) ca«. *) cus^. 



•e 

Qa'il e«t.dr9iz qae je me conteil, 
De ceste cbose, c'il yos pUit, 
Non pas qiie je i bee en pl«iL 
Je Yvcl bien le conseil aiez^ 
Mais ne me tieng pas apaies 
De ceste chose c*ele est Yoire. 
Sire, ce ne fait pas a ctoke« 

Lors se part li vesques dou prestfe, 
Qui ne tient pas le fait 1^ feste; 
Le prestre ne s'esmaie mie, 
QuUi set bien qu'il a bone amie, 
C^est sa borce qni ne li faut 
Por amende ne por deffaut. 

Queqne foz dort et termes vieat, 
Li terrae vint, et eil revient, 
Vingt livres en une corroie *), 
Tous ses et de bonne monoie 
Aporta li prestres o soi, 
N'a garde qu'il ait fain ne soi. 
Quant Fevesque le voit venir, 
De parier ne se pot tenir. 
Prestres, consoils aveiz eu, 
Qui aveiz vostre sens beu? 
Sires, conseil oi-ge sans faille, 
Mais k consoil n afiert bataille, 
Ne vos en derez mervillier, 
Qu'ä consoil doit-on concillier, 
Dive Yos weil ma conscience, 
Et c'il i atiert penitence, 
. Ou soit d'avoirs, oa soit de cors, 
Adonc si me corrigiez lors. 

L'evesqaes si de li s'aproüche 
Que parleir i pout bouche h. bonche, 
Et le prestres lieve la cbiere, 
Qni lors n^out pas monoie cbiere^ 
Desoz sa cfaape tint Targent, 
Ne Tozat montreir pour la gent, 
En concillant conta son conte. 
Sire, ci n'afiert plus lonc conte. 



*) CmntttroD. 



91 

Mes asnes at loac tons-ves^u, 
Moat avoie eo li boen escu; 
n m'at «ervi ^i voleatiersy 
Moalt loiaument viiigi ans entiers, 
Se je soie de Dieu assooic, 
Chascun an gaaignoit vingt sols, . 
Taut qu'il ot espargnie ..vingt liyree, 
Poar ce qu'il soit d'enfer deliyres, 
Les YO lalsse eu .son testament. 
Et disjt Tesyesques, Diex Fament, 
Et si li pardoint ses meffais, 
Et toz les pechiez qii'il at fais. 

Ensi con vos aveiz oy, 
Doa riches prestres sVsjoy 
L'evesque, por ce qu'il mesprit 
A bontei faire li aprlst 
Ratebuef nos dist et enseigne, 
Qui denlers porle ä sa besoigne^ 
Ne doit douteir mauvais lyens, 
Li asnes remest crestiens. 
A tant la rime vos en lais, 
Qu'il paiat bien et bei son lais. 



Dv Prevost d^Aqi/ilee 

ou 

D'un Hermite que la Dame fist baigner 

en aigne ') froide »). 

t£aant Dame Dien ^) le monde fist, 
Et toutes les choses i mist, 
Et riuson en t<nite nature *), 
Cbascune selonc sa natare, 
Tons les biens da monde por voir *) 
De merre et de terre k pooir ®) 
Fist et Diex et estora ^) por bome 
Tonte riens et i ano some ^), 
Et seas et reson li donna, 



/) Eau. . ?) Barbaian et M4oo, T. W, p. 187 — 2^04. ^^land /kmi ^ie$ 
Fablia« m meiner WAsaerk^f» nachg^afyni, ^) J« M|0cur Dien. *) fttre, 
creatar«. *) j||oiir vr^pour »ftr» •) 1^ wieas qu'il pui. ') «rriMigM. •) chMfoe 
choM, toat ensemUe. 



18 

Et ä sa forme le forma. 
Por noas fu de la Virge nez *) 
Et en la saiate croiz pene2 ^) 
Et d'ettfer naus racheta'*il 
Oü tuit *) alions h escil ♦), 
Aasi le bon comme le'mal, 
Touz cstiommes par ygal '). 
Qu'a il fet por nou«? en qud guise •} 
-Li poons soadre ^) sön servise? 
Petit guerredon *) nous demande, 
Ensemble nons prie et commande 
De bien fere et de mal lesfeier ^). 
S*k CO volons nos cuers plessier '*), 
Rendu li auron guerredon, 
Et de s'amor ' ' ) noas fera don. 
A fol et a mauY^s s*encase ' ') 
Qui ceste reqaeste *^) refuse: 
Son preat '^) li doit bien eslongnier '*) 
Qui de son preu se fet proier * ®). 
Dame Diex nous semont ' ^) et prie 
De bien fere tanl com '*) en vie 
Demorons, car apres la mort 
N'arons aide ne confort ' ®), 
S'ainpois * ®) la mort ne porcbassons * ' ) 
Par quoi la cbose avoir doions **). 
As * ^) bons defvons example prendre, 
Et le bien o*ir et entendre: 
.Gar qur n'entekit ce qu'en **) li dist 
Son liseeur'*) gäbe et despit**), 
Si comme Cbatons ^^) le temoi^e; 
Dfcs or vous dirai sanz aloigne ^ ® J., 

Un Herülites fa qui' Diex quist«*) 
Par les oevres qttVnterre flst 
Longnement^*) fu en hermilage 



*) Ne d« la Ti^rg«. ^y mc€tMi de' dbttleai^V pio4t: ^keiner, toameafter. 
') «oa«. *) peine, afflictioii. .^) n(M»^<ioiiiitouft4gavK^ *) de qocllc saniere. 
') pouvon» - nouB payer, rmdre. *).priz^ rfCQJ»pe»«e. '^) laiMer, omettr«, e^iter. 
* **) plier, prdter. ' ') de »on amour. ' ') celui s^accuse eoniaie fo« etc. ' ') de- 
mande. ^*) profit, avantage. *') dtre aloigne, dtre peu Ik coeur. ") prier. 
' ') lafiie* > ^ ') «atft qne. * ^) noiis ii*aaroiis ni Rei^ars nt boülaj^meiit. * ®) araat. 
^\) pourauivoiiä, eberehomi. ^i) Jevon». »«) awk. »*) on: ' •») ttfelijär. 
a «> #aille et ai4pviie< * ^) €atO0. » ») sana retard. * •) cherchit DIea. » •) long- 
tempt. 



93 

Bien les deax pars ') de son äuge, 

£n jeunes '), en oroUons ^), 

£t eQ so^frir temptacions *) 

Qai par maintes foia le greverent^); 

M^ onc oü *) fet ne le meneren^ 

Tant qae un joar k DIeu requist 

Qiie par aa pitie. li feist ') 

Demoastrance, si 11 plesoit, 

Qaiez ses pareus el monde estoit*')« 

En bien fere et en gaerredon. 

A Dame Dien requist ') ee den. 

Dame Dien respons li donna, 

£n responnant *®) li enseigna 

Qae li Jastisiers ") d'Aqoilee, 

Qui mainte ame ot du cors jetee < ^), 

Qui n'estoit reelna ' ^) ne hermite, 

Estoit se« pareus * *) en n^erite. 

Cil "] du respons moult s^esbahi '^), 
Tout son bien- fet en enha'i' ' ^), 
Et dist: La folie me moine ' ^), 
Pour noient **) ai este en poinc ^°), , 
Ne pris *') pas ma vie un ongnon *^), , 
Quant pareus sui k un larron 
Murtrier qui les autres defet. 
Moult ai mal employe mon fet, 
En reclus plus ne demorrai '^'), 
Ainz^*) irai tant que"*) trouverai 
Celui dont j'ai o'i la vie, 
Tenir*') ne men porroie mie, 
Et que Diex mes peres '^) me gart, 
Si que **) de morl n'aie regart. 
Le bien qu'il ot fet ne volt ^ ^) mie 
Perdre por entrer en folie; 
Selonc son Ordre s'atoma ' •) 
Nur piez ") en lenges'^) s'en ala, 



*) Parties, tier». *) jeAneii. *) prieres. *) fenUfion«. *) loarmen- 
tereat. ') ibmb jmiiai» au. ^) f?t. *) qui aa mondc £toit aon parctl. *) de» 
manda. '®) repondaut. ' ') juge, gouvero«ur., ' ^) qui avait mi« a Hort bcaa- 
coup de penonnes. ' ^) moine. ' ^) pareil, rival. '^) celui- ci. ' *) s'etODUF. 
'^) il hai, pric en aversioa. '^) meoc, gouverne. * ^) pour rien, cu vain* 
'°) pcine. ^') prise, eatime. ^^) oignon. ^^) demeurerai. ^*) main. 
3^) JMcqa'a ce que. *) m'abkteair. ^^ ) Üieu mou pere. '^^) autaot que, a 
Proportion. *") voulut. ^") «e dispusa, para. ^') nii-pied». *') fror. 



94 

Sa eure') mist en Jhesa- Christ, 
£n sa garde da toat se mist, 
Qae bien sot ') qne Wen li rendroit, 
Tant comme il en bien se tendfoit •). 
IN'en porta ne or ne •) argent, 
£n aamosnes de bonne gent 
Fu la boarce et fa li hemois *), 
El cbemin se mist demanois *). 

Lonc tans erra par-ses jonü^es 
Oii il fist de granz eonsirrees ^), 
Qn'en tonte la voie delit 
N'ot de yiande ne de Iit ^), 
Por sa char mestir ^) et fouler, 
Qu'ä pechie ne poXst ' ®) monter, 
Tant que iLvint en Aquilee, 
En une moult tris bele pree ' • ). 
L^s les murs de pr^s d'une archie ' *) 
Apafjput une chevauchie ' ^) 
Qui de la cite hors issoit **). 
n demanda que ce estoit; 
Ün pauvres hons certain Ten fist "), 
Qui li aeonta ' ®) et li dist: 
Biau preudons, c'est li Jnstisiers 
Qui les larrons et les murtriers 
De ceste contree fet pendre, 
Et si vous faz bien k entendre ' ^), 
ün en a pris, pendre le vet "). 
Or me dites lequel ce est. 
Veez **) le sus ce cbeval fernnt*®), 
Ce seigneur qui si ya riant, 
Qui a cele robe vermeille. 
Li Hermites moult se merveille 
Quant il le vit en tel noblois ^ ' ) 
Et de robes et de bernois. 
A li vint, m^s grant poine ^ *) i mist 
Pour la presse, si li requist 



') 8oin. *) «ut. ^) il se tiendroit Weh. *) ni — ni. ,*) Equipage. 
•) al'in»t«nt. ^) privations, preuven d'abstinence. ') i!nejoaitm. •) «lompter. 
*•) pflf. ■ •) prairie, pre. * ') \ cflte des mur» a la distance d*un trait d'arc. 
* *) une compagiiic de geim a clieval. * *) aortoit. ' *) rinstrüiiiit. * ®) raconU. 
•') je vou* faiM Ravoir, bien a entendre. ' ®) va. ' *) voyex ^•) fringant. 
") appareil, pompc *') peine. . 



95 

Son hostel, et eil Totrota ■); 

Un anelet >) d'or li bailla ») 

Si li dist: Frere, rous irez 

A ma fame, et si li direz 

Que de vous face •) en bone foi 

Aatant com el feroit de moi, 

Ne qa'elle mie ne 8*eii faigne ") 

L'anel li bailliez h enseigne. 

Li preadons atant ^) s'en ala. 

Cil en la cite s*eii entra; 

La maison li fu enseignie "^ ). 

Celle qai fu de bien garnie 

Le reput monlt trÄs fte^ment '), 

Quant Tanelet vit en prcsent, 

Moult») Facola et conjoif ••). 

Et li Hermites s'esbahi ") 

De la joie qu^elle li fist, 

Et du noblois qae leanz * ') vit. 

En son euer dist: Pere celestre 

Jbesu- Christ, comment paet ce estre 

Que cest hant bom ait paradts, 

Qai en cest monde a son devis '^) 

De fame •*), de cberax '*), de robes, 

De valles ' ®), et de poilles ' ') nobl<^s. 

Et si pent » «) la gent et afole » »). 

En hermitage mnse et fole^*) 

Reclos, si est drois qu'en ^ * ) le tonde ; 

Se eist bons ^*) a Dien et le monde, 

Que ei maine *') si noble Tie, 

Je tieng touz bien fös^^) h folie. 

Longuement fu en tel penser, 
Tant que il fu tans de souper. 
La viande fu aprestee; 
Teile comme el fu eommandee; 
Dui damoisel**) Teve**) donnerent, 
La dame et le preudon laverent, 



') AeeoHa. ^) anneau. ') donni. *) fa»»«. ') «e manage, »e g^ne. 
*) alors. ^) nontr^. *) gatmant. ') embraMa. '*) fSta. * ') /«tonna. 
") la, en tet endroir. ") plaisir, jOviMaiice. ' ^) femm«. *^) de chevaux. 
' ') valets. '^) manteaux, tapi*. * ^) pcnd. ") estropie, perd. '*^) kc con- 
tente de bagatella« et de folie». '^) oo. ^') si eet bommr. '^) qui mene Ici. 
**) fatt», actiOB». ^'*) den Jeunes gentilsbommea. ^') eau. 



96 

Et li autre qui men^er \) durep,t 

Maintenant a l'eve corurent. 

La dame premiere s^assist, 

Son hoste lez loi ^) s«oir fist, 

Car mengier voloit avec lai. 

Li autre furent dui et dai: 

Viandes orent ä foison ^), 

Poissons, oisiax •), et yenoison *), 

Et orent vinÄ clers et rians • .^ 

Fors et aspres et bien bruians *). 

Et li Hermites geunoit ^) 

Por ce qu'^ mengier n avoit, 

Et la dame selonc fta Tie 

Jeunoit por aa compaignie, 

Que li ®) et son «eigneur avoient 

A coustume quil ne ^mangeoient, 

Ainz *) fust la mesnie ' ®) servie. 

Bien voloient avoir envie 

Des biens que devant eus veoient ' ' ), 

Dont il por Dieu se consirroient ' ^), 

Tant c*uns serganz au chief de piece * *) 

Leur aporta une grant piecc 

De pain noir de dure saison * ♦), 

Et de fonteine piain pofjon **). 

Li tiers mes * ®) si fu de chou crus. 

Devant eus mengeoient les Ins * ^), 

Et les grans venoisons pevrees ■ ®), 

Dont il bevoient ■•) les fumees, 

C'onques ^ •) la dame n en tasta ' ' ). 

L*Ermites tout ce regarda 

Ce qu'il ot re^uf*) bonnement "). 

Cele 1 efforpa lieement, 

Et tant quik la dame requist 

Que de la viande preist * *), 

Et eile dist que non feroit, 

Dix ans tenue *') s'en estoit 

De char»»), de vins et de poissons; 



1^ 



■) Manger. *) * röt^ d'elle, 3 ) ejirenf en abond^nce. *) otMau». •) ve- 
1IM900, gibier. *) fori», fumeux, moiw»eu«. ') jeftnait. ®) eile. *) avant ^wc. 
» ®) la tuite. * ' ) vojaient. * * ) »'abnUnaient. ' ^ > domettique enfin, ' *) Man 
dur. • •) Uli pot plein d'ea« de foniaine. ' ^) metj». * ' ) Ica autre» manceaieat 
la» brochetn. * ®) poiVTee», apprOtee» de «auce«. ' ®) abnorliaient, . ' °) mm q«*« 
*")yiouch.V. 2 2^^.ftjreca. '3) voloutier». **) prtr. »^)ab«teua«, *«)via»de. 



»7 

Aatant avoit fet ses barons ^) 
Ne jamais jor ^) n'eiji mengeroit, , 
Ensi h Dieu voe ^) Tavoit. 

Cil se blasma moult et resprit 
De ce qa'il en avoit mesdist; 
A Tatinance *) connat bien 
QaVn eus avoit assez de bien. 

Qaant prent mengie par loisir 
Si fu beore.d'aler gesir ') 
Li preudons qoi fut travailliei ^) » 

D'errer '), rousist •) estre coucbie«. 
La dame qui moult l'onnora 
Dens ses cbambres ') Ten mena 
Qui toute fu eacortinee '"), 
£n une coucbe basse et lee * ') 
Qui moult fu riebe * ^) et moult £u cointe 
De covretoir ' ^),. de coute pointe ' *) '. 
Et d'autres garnemens *^ ) de lis. 
Pour avoir repos sanz delis * *) 
Fist la dame couchier son bpßt^,. i 

Et eile tout maintenant oste 
Sa robe et delez ^'): bii se coucbe, 
Que grant et. la^ge. estoit l^ coucbe; 
Dont li preudons ^e correga ' ®), 
Et k son popir V®) s'effor^a , 

De lever^») et eile U dist 
Qu'il n'aroit leana ' ^ ) aoti^e lit. 
II li cria pour Dieu mqrci **), 
Dame, levez en aus de ci, 
Ou maintenant me leverai ; 

Et bors de ceanz m'en irai, 
Sacbiez que trop mal . feriez 
S^en cest pecbie m^enbatiez ^^), 
Je n'ai pas tel folie aprise. 
Cele qui fu en bien aprise 
Li dist: Frere, or vous reposez, 
Et voslre atinance esprovez, 



*) Somnarl. ?) unjour. . ^) voue, promia. *) abstjneAM. ') coticher. 
®) /«tigtt^. ^) da voyage. ^) voulut. , ^) sa chambre. ^^) tapiase«. ' *) lar);^. 
'*) paree. ^ ^) eoavertHre. *.*)[ courte- pointe. *') garniture*, ornemeii^. 
**) plaisir. ' ^) a cöl* de; ,*®>'»e coiirroitca; * ^| autanf qu^'l put. . *°).a« 
lever et a'eioigner. ' M anrait, en cet endrei^ ' ^) demande gvaoe. ^ ^) .••IrAini««. 

Ideler Altfraat. Lit. Gesch. G 



»8 

Tant li dist qu^il 6e reposa; 

Moalt esprifit et moult eiubrasa * ), 

Quant nae lez et lui la senti. 

£n pechie tantost s'embati ') 

Et s'apensa ^} qu'ä Ini gerroit * \ 

Quant si aprestee la voit. 

De son penser se ressorti *); 

Diex, fet-il, que demeure ei')? 

Bien me Teil ^) tenir ponr musart '), 

Quant ci veil metre en nn essart •) 

Quanque * •) j'ai tnivre en ma vie, 

Quant de cest fei me prent enyie, 

Dont le voloir si petit dure 

Et la merite ' *) en est si dure. 

Jh, se Dieu plest, ne m^avendra ' '), 

J^ Deables ne me tendfa 

Tant que ce face tel outrage 

Oii je metroie m^ame en gage. 

Musart seroie par Saint Po ' •), 

Se Diex perdoie por si po ' *). 

Lors dist que il se leveroit, 

Et cele dist que non (eroit; 

Vers lui se tret, si Fembra^a, 

Et li a dit: Traiez-voos ^a. 

Celle qut ainsi l'atisoit 

Por lui esprover *•) le fesoit 

Qu'el ne soufrist sa yilanie ' *), 

Qui li donnait ") toute Hermenie. 

Quant eil vit qui * ®) fu embrasciez * •) 

De luxure *•) fu enlaciez *'), 

Aguiüons '') de la cbar le point 

Si que d'atenence n'a point. 

La dame prist, fere li yolt, 

M^s eile Fentree li clost, 

Et li dist: Preudom, attendez, 

Levez sus, avec moi venez 

Jusques ci; qoant tous reyendrez, 



') II fat enlUiiiM« et volaptueux. ') (onba. ') ni4diu. *) conchcnit. 
*) M retir«, chmgea. •) demeure -je. *) veox. •) fou. •) peHre, www. 
*•) tottt ce que. ") rleonpense, pnnitioiu •^) arriv^n. •») Saint P««L 
'*) ei peo de chote. • «) poor Tlproaver, nettre k l'^preave. »•) cm •»• 
• avrait pae »ouffert un affront. * ') «i on lai eftt doane. ' ^) qu'il. ' ') enbraue. 
••) ▼oläpt«. «») •arprit. •«) aiguülon. 



De moi vostre plesir fetfc. 
Leyez sas, et cU se lera; 
Celle aa piez da lit le mena, 
Une eure de marbre firoit 
Aa piez de cele coache avoit 
Qoi estoit d'ere firoide plame; 
Enz *) le fist enlregr ^ grast paine 
Celoi et taut i demora *) 
Qu*k poi qae de fi>oit n'acora '): 
Tant qa'ü cria: Por Diea merci, 
Dame, je mair *) k giaiire ca. 

Cele par la main hors le mbt, 
Et coachier arriere *) le fist^ 
Bien le couTci, bie^ Taalaa *), 
Apr^s delez loi se couclia. , . 
Si li diät: Frere, toob ferez 
Yostre ¥oiiloir quant yoas veudres. 
Por ce U dist que bien sayoit 
Qae 4a fere talent^) navoit, 
Qae *) de ireit trembloit dent Ä dent, 
Par le froit perdi 6oa taleivt, 
Et sa moaardie '} ooblia. 
Cele de ses braa le IIa, 
Si loi recbaofTa toat le cors 
Tant qae la froidare en fa hors. 
Qaant eacbaaffez fa, si revolt ' °), 
Gesir k la dame tantost 
Mhs la dame qoi Tamasa, 
Sa mosardie refasa, 
Ne n'et eure de son acost ' '). 
A la caye le fist tantost, 
Oa il Tousist oa non ' *) entrer, 
Poor le mal des rains oublier. 
Pias fa angoisseas et destrois ") 
Qu il n'ot este i Pautrc fois. 
Trois foiz oa qaatre, sanz menttr, 
Le fist entrer enz et issir. 



' > Dcdaas. ') <l«M«ara. ') qu'il •'en falUit pea. — acorer vient de coeur 
(cor): moarir. *) menn. *) de noaveau. ') mit ji eon «i«e, BOttlagea. ^) d4- 
ur. *) puieqoe. ') foli«. ' *) voulut de Bouvean. * *) ni ne «e «oueia de eon 
approch«. '^) bon g ri mal gr^. '^) embarrae»^, chagriii. 

62 



Enssi cele le demena ' ) 
Jnsqn'aa demain qa'il ajomä''): 
Si 8€ leva et eil et cele 
Qai de rHermite fu pacele. ' 

La dame le mist k reson, 
Ainz qn*il ') issist de la tneson; V' 

De son tatte *) mövAt li enqaist- 
Li bons hons certaine Ten fist, 
Mot avant autre H conta. 
Cele Yolentiers IVscoüta. • 
Dame, en herndtage ai este 
Bien a trente anz en cest este, 
Ou j'ai sotifert mainte mesaise f ). 
Tout prenoie en'gre et en ais* 
Qoant je en mon cner' remembfoie ^) - 
Qae je pour Dien ces maus soiiffroiä:-' 
Car qni bien sert k bon seigneur, " •' 
Ne paet faillir h'') grant banneur. 
Qoi Diex sert, Diiex le gnerredonn« ^), 
i^vCii cent doabW) li rent et d«^e. •. 
En ee p^nser me refesoie *•), 
Si qu'ä mal 1>erpe m*aaisoie ") • 
Et tant qu'ä une nüit m'ayint, 
Par un penser qui sos me Vint^ ' 
Que je reqnis^ Jhesn-Cbrist 
Que demonstrance me föst , * 

Qui au mönde estoit mes parex •*),• 
Et il le m'a moustre '3); m^ miex 
Vault de ' ♦) moi ; je ü'apareil * » ) mi« » 
Mes Oeuvres ä sa sainte vie. ' 
Plus senffre *•) en un an mal «t'tret 
Que je ne faz *') en dix et sept,-* 
Et Tous, dame, dont *') paradis ' 
Et coronne anrez h touz diz ^^). "' 

Lors requLst apr^s k la dame 
Qu'ele li deist yoir"*) par s'ame, 



*) Traita, tourmeBta. ^) commenca « faire jour. ^) avant qH'il. *) ^tat, 
nanierc de vivre. *) dcMgr^meiit. ^) me rappeUis. ^) maoquer de. *) re- 
compeiuc. ^) au centuple. ' ®) je ne rem», je me rannrar. ' * ) telleneat q •« 
j« oae dUposaia a tout souffrir. ' ^) pareil, Igal. ' ') montre. * *) ^«e. * *) re«- 
pare. ' *) souffr«. * ^) fn*, *^) dooc, ainM. ' ^) 4 jamai», po«r toujoMi. 
»•) dtt envMU. 



i0i 

S'ele einsi sein se^nvnr« s«rvoit 

Comme la nuit servi ravoit. •/ 

Et cele li dist: OÜ voir.*)^ 

Quant il yenlt fere 'sob Tol^ir, - 

En la cuTe le faiz baignier 

Por son voloir entr'oablier; 

Et sadm bien qü'il vien a .caure ^), • V 

Et si maine vie aspre et dare^ '• -..>«; 

Ne ne mengae avtre metigier : :: i 

Fors itel com.*.) je mengai.hier.. 

Les maufetors •) afole et pent,. 

Et en fet ce qak lui apent ^ ). 

Se jostise en terre n'estoit, ; 

Li mondes k hfonte seroit; ' 

La loi juge, non^pa» li cois P.), i 

Droite joftttse si est loi«. 

Por ce di je qü'aumosne iet ' > 

Qui de droit jugier.s'entrßfnöt.. 

Einsi Celle conta et dist 

Au frere ce qu'il li requiflit. 

Cil loa ®) leur vie et leur fet, 
Merci li requist*) du forfet 
De ce que leur vie.ot blasmee 

Que de Dieu devoit estre amee. , 

Maintenant congie demanda , ' . . 

Et cele. ä Dieu le commanda, ,*. 

Volentiers retenu l'eust * °). 
Se le demourea: li pleust ".). 
M^s li~^8tres pasne li sist '^). 
Maintenant au pbemin se mist, 
Embroncbies, dolens et pensis '^), 
Et dist: Diex! por coi sui->e vis *^j 
Que onques bien ne fis nul jor? . 

Se je sui raongniez ' * ) entor 
Et j'ai blanche cote vestue, , 

Et la baire empr^s la char nue, 
Ai-ge por ce Dieu gaaignie? 



' ' ) Oid cerutnemettt. ^) il «e «'eii Boncie, ni n« •*<»» ficiie {mb. . ^) 4"« ^^ 
qo«. *> »«IWtear«. *> eonvient. •> 1« roi. ') «alui fut «pe booo« oeuvre. 
») l<taa« ») ikiii«naap«r4oD. ' ®) ellerattrai* r. v. »») .'11 «vait veulu rwter, 
• ») Mtte mani^e de vivre ne lui plMiait pa»; » ») trUte, morne, pennf. » *) »fif, 
en vie. '^) tonture. 



Nenil ' ), ain^i» ') Mni |agi4 

Qae j'ai perda mU^rieorde, 

S'k mes dras mon iet ne s'aeorde, 

Dont sni-ge por UHiafes ') hons. 

Et de ramonr de Dieu hon mif. 

N*e8t-il donc retitk certaine 

Qne j'ai anniiit ^) mis Force et paiae 

De fere deas TÜarnz pediies; 

Tost foi amoTS et alacfaiei *) 

En luxare et en avoltire *), 

Soufert en ai paine et martice; 

M^s le sonfrir ne me vant rien. 

Gar je neP aoafiri paa ponr bien, 

Ainz fu poar mon bon aoomplir, 

Oü je ne pnia pas ayeair '); 

Car mieudre de moi m'en retret ^) 

Jk soit ce qne ven li m^atret ^). 

M&8 bien sai qa*ele m*esprouTa 

Tant qne k mnsart * * ) me tronTa> 

Et je la tronyai en plevine '*), 

De tons maus yices nete et fiae; 

Eins! comme bone la \hs '*), 

Et je m'en yois ' ') comme mauv^sc 

Petit pris quanque j'ai ouvre ' *) 

A ce qne j*ai annit trouT^; 

Qne 80 trestont le monde cerchasse 

Dens itiex tronTer n*ea cmdasse '•), 

Qni sont riebe de grant ayoir ' *). 

L'avoir ont mis en noncbaloir 

Et jenne sont, en lenr jonece *') 

Malfe nes semont ne ne ' ^) blece 

Tant qn'k mal fere soient pris. 

Et si sont de bien fere espris '*). 

Selonc Dien, selonc reson vivent, 

Lenrs cners de touz bien fere avivenP^) 

Je cuit ' ' ) qu^en eus de biens a plus, 



*) NoB. *) mu». ^) le d^moD, le diable. *) cette nuit. *) t«Bt« «t 
•Btrata^. ^) adult^re. ^) arriver, atteindre. *) Itaat neilleare qae muu die 
«'#■ pr^eerva. *) q««iqQ*elle n'attirat. * *> feible et fo«« ") en »Amt«, ferae, 
garaDtie. ") je la laiwwk * ^) je »'en vaia» ^*) je faie |pea de caa de toat tm 
^Wl j'ai hkt, ' *) je ne croiraia paa trouver deux peraosMM MablaUea. ' *} Ueaa. 
") jeeaeMe. ' *) !• dUbie ae le« iiedait, ai. ':*) ardeaa, mttUMß, '*) «««r- 
rinseat. ' *) J« p«»»«. 



103 

Plus Toir, je croi, qii*ea dix reclns, 

Tant soient ore d'aspre vie^ 

Qu'il 8ont el fen, si n'ardent mie ')• 

Qoi fame ne rok, ne ne sent 

Quicx*) vertns eet-ee s'ü nVsprent')? 

Legierement *) se paet garder 

Qm se fet clorre et enmurer *), 

Qa'il ne connoisse ne ne yoie 

Le aoulaz *) da monde et la joie. 

Poi pris ^) de tiez gen« le pooir, 

Mhs eil doiyent coronne ayoir 

Qoi pueent ') fere leor talent ') 

El monde^ et il n'en fönt noiant ' •) ; 

Ainz se tienacnt por Dien servir 

Et por sa grace desenrir ' '). 

Einsi s'ala eil repenUnt 
Par ses jomees ala tant 
Qa'il Tint U dont ") estoit venus: 
Mocdt fu k hien fere esmeus, 
Vers Dame Diex tant se plessa ' '), 
De ses pechiez se confessa, 
Sa yie enfor^a * *) durement 
Et pria assidaelment 
Jhesn- Christ par sa grant pitie 
Que il 11 donnast s'emistie. 
Diex Fentendist et secourost 
Qa^il eut s*ame, qnant il mourust, 
Et en Saint paradis le mist, 
Pour ce qak bone fin le prist ' '). 

Qaiconqnes set reson entendre 
Doit toz jors ä bonne fin tendre: 
Car se la bonne fin li faut ' *), 
Qnanqu'il a ouvre riens ne yant: 
La fin si esprouTe le fet 
Et tiex comme chascnns le fet. 
Por ce nons deyons destorner 



') A« milieu des flamme«, iU De brAIent point; iU resistent am tentatiOB», 
') qaelle. ') entre en flammen. *) factiement. ') enfermer, entourer de muri. 
*) divertiMeaieot. ' ) Je prine, J*«atin« pe«. ") peuvent. *) volonte. '*) point. 
■') «eriter. ") d'ojl. * ') a^hnmUU. '*) fortifU. >*) paro« qull Ini Wt 
prendr« «ne bonne fin. ' *) nunque. 



i<Ü4 

De mal et k bien atoraer^, 
Qu*k bone fin päiftsioäis renir, 
Et Famor *) Dame Diex senfir, ' 
Aosi com eist Hei-mites fist '- 
Qm far bone fin Diex conqnist 



I^u Roi 
qai Tolt fere ardoir le fiU de son seileBchal*). 

Un autre conte tos derift^) 

D'an Roi ipii ja fn en Egjpte: 

Briement «) vos icrt *) restoire dite, 

Car je n'ai care ^) de delai. 

Un senescbal ot entor sai ') 

Cil Rois, qui tant servi Favoit, 

Que grant guerredon F *) en devoit. 

A bien servir. covient *) saroir 

Bien et mal, et 6ur * ®) avoir. 

Un fife aroit eil senecbax ' * ) 

Qui de chevex •') ne fu pas cbaux *'), 

Ain» * ♦) ot bele cbeveleure, 

Biau''*) cors, simple cfiiere*') et seure*'), 

Par semblant ^ ®) et bele föpon * •), 

Qui bien sist avec la fajon ••). 

D'entor**) quinze ans fii ses aages **); 

De **) sön aage fu mout sages, ' 

Qu''*) en Dien am'er fu tout son sens. 

Einsi emploia bien son tens, 

Qu*amor, fors cele seulement * * ), 

N*est qu^une boufee de yent, 

Tant que ses peres acoucba ''^) 

Malades, qui mout deffrpncba ^^) 

Por la maladie qu'il ot 



>) De. *) Barbasan et AI^od, T» II, p. 331. Queila der BdUoä» vu» 
Schulen der Gang' nach dem Eisenhammer, S/Schmidiy Taeehenbudi d«f 
Bomaazen, Berlin 1806, 8. .9. 191^. ')Je recite, j • r^citerai. ^ ) aar • le - chaap. 
') »era. ') «oin. ^) autour de soi, de lui. ®) recompenae lui. *) coavieit 
»•) bonheur, grac«. »») alD^chal. » '») cheveux. » *) chauve. ^ *) wk 
*') beau. *•) aiD«. * ') aaaurle. ' •) expressive. » ») forme. *•) toiU 
latourmire. ^')environ. '^) «on äge. ^^) ii proportion de. '*) parce^M» 
* ' ) toot antre anOur horr eelui - la. ^ •) jaaqu'a ce q^u« aon p4rc tombat. * ') 1*^ 
giiit, diperit. 



105^ 

Qnant li Rois hoveles en sot *) 
A qai il ayoit fait liömage, 
Mout fa dolenz de son mafage ') 
Comme eil qui möut l'aroit ehier'), 
Tant qu'on jor de la Salat Richier 
Li Rois le rint v^oir *) et 6ist ') 
Devant lui, tant que •) eil* li dist : 
Sire, je vos ai moat servi 
D^s lors qu*en enfance vois vi ^), 
Bien a passe ') trente et cinq anz 
Que primes fui vostre serganz *) ; 
De cest mal ne pnis respasser **), 
Outre m'en estuet * *) ä passer, 
Car je me sent • ') mout foiblement, 
Si *') ne puis vivre longnement '*), 
Si vos vöil ' * ) demander un don, 
Por Dieu, biau Sire, en guerredon ' •) 
Del servise que fet vos ai, 
Oii mon jovent * ^) tout use ai, 
Qu*h. mon filz bien f^re entendez, 
Et mon servise 11 rendez: 
Si ferez bien et vostre enneur * *), 
Jel' vos requier ' ') com h seigneör. ' 

Li Rois li respondi: Amis, 
Seur ma loiaute vos plevis'®) 
Que touz les jors que je vivrai 
Entor moi vostre filz aurai, 
Et le ferai mestre**j et seigneur 
De ma terre, sauve*?) m*enneur, 
Et sauve 1' enneur de mon hdir "). 
Tant li donrai rente et avoir**), 
Ou soiez morz, ou soiez vis ?*), 
Que riches sera k touz dis ^ *)^ 
Par foi, sire, Diex le vos mire *')! 
Reo ot failli h bon mire ^^). 



' ) Sat U nouvelle. ^) «üriiile de «a maladie. ^) eher. *) voir. ') »'aMit. 
') jasqii*a ee qae. ^) je vi«. ^) if y a plas de. ') je devins votre serviteiir. 
'*) oke r^tablir, revenir. ' ') il faut. *^) sens. ^ ^) avnsi. ^ *) k>n^-tem8. 
") je veax. '/^) recompeniie. ^^) jeunesne. '^) ce qui sera hooorable poar 
vott*. * *) je vbue eh prie. "*) je gäranti«. ^')niattre. *') lauf. ?*) h€- 
rftier. * **) bienk, richeMe». ^*) vif, en vie. '•) poar tonjours. *') reiide, 
recoapens«. ' ^) c« pa^ nunquait de bona mldecins. 



Qae ¥08 coDteroie? Taut jat *}, 

Que de l'enfermete ') morai. 

Li Rois, qoi asu loiaate, 

Se tint bien en sa fermete, 

Vers renfant ne Tolt riena mesprendre 

Mestre li bailla ') por aprendre^ 

Et avec an sien fiLi *) le mist. 

Et enaemble aprendre lea fisL 

Li Rois chascim jor lea Teoit ') 

Et ses presenz lenr enreoit '). 

Moat les avoit chiers ambedena '), 

Et lo dui damoisel ^) entr'eiia 

Comme joene gent s'entr'amoieiit, 

Qui enaemble aourri *) estoient. 

Lenr mestrea, par graut Felonie **) 

Ot corrooz ' ■) enaemble et enirie 

De ce qoe li Roia tant amoit 

Celui qui riens ne li eatoit ' '). 

En aon coer diät par grant folage ") : 

Je ne tieng paa le Roi k aage, 

Qoi an gargon yena d'eaail ' *) 

Tient aaai chier comme aon fil; 

A moi deu8t'^)-il joie fere, 

Et mon aens li denat bien plere, 

Car je ani bona clers eaprovez ■ *) 

Dea arz, dea loia et dea decrez; 

N*il ne m*aime, ainz aime aeent ■ ^) 

Qni ne aet reaon ne entent. 

S'ü aime aon fiz, il fet bien, 

M^a en ceatoi '*) ne voi-je rien 

Por qnoi il tant amer le doie ' '), 

Qu '*) en lui n*a paa de bien dens doie"). 

M^a ceate amor depecerai ^ '), 

Et k tonz jora deffacerai ''). 

A Fen&nt mal fere penaa. 

Et en mal son sena deapenaa. 

Un jor k parole le mist, 




> ') doigto. ' ^) Je m«nrai Hn ^ ' ^ ^ «bolirai, d^truirai. 



in 

Si com eo cbaftiant ') U dist: 
Biau filz, qoant U Rols fa yen^n '), 
Et entre sea bräa tos tendra'), 
Tornez le chief), car Tostre alaine*) 
Ne li eat paa bone ne aaiae; 
U s'en plaint, ai n'oiibliez >mie 
Qae TOS ne li iomez Tote *), 
Qaant il aera liex et meatiera ^)« 
Biau mestre, fiat-il, yolentien, 
Sai^ez que bien m'en membem '): 
Yos dites bien, or i perra %). 

Li Rois an jor veoir ' •) lea vint, 
Andeus '') entre ses braz lea tint, 
Et li filz ji ' '} son seneachal, 
Qae a*i enlendi h nal mal, 
Torna le chief, et escLivoit ' ') 
Le Roi, car grever le caidolt ' *). 
Eins! le fist cinq foiz ou sis, 
Quk 8on seignenr tomoit aon vis **), 
Quant entre sea braz le tenoit, 
Et d'aucunes riens l'aresnoit ' *) : 
Tant que li Rois s*en aper^ut^ 
Qtti dedenz son caer s'en esmut. 
A son mestre vint, si li dist 
Qae du fet certain le feist * '), 
Ne per riens ne lessast h dire ' "). 
Li mestres li respondi: Slre, 
La Terite vos en diroie * •), 
Se coroucier ne vos cuidoie *•). 
Moi ne poez vos coroucier "), ' 
Ain^ois >') vos en aurai plus, chier. 
Plus cbier, Sire, et jeF vos dire ''). 
Li enfös '*) m'a dit et jure 
Que vos avez si forte alaine 
Que seur li n'a ne nerf de vaine '•) 



') Doonant des «vis. ') vieadra. ') tiendra, *) «fte. *) hal«iii«. 
*) onie. ^) lieu et betoin, convenabU et a^cMaair«. *) il m*vk »ottvi^ndra. 
') cela M nontrara (de paroir). * ®) voir. ") tone lee devu '') de. 
'^) ^vitait. **) cro^ait rincoamoder. ' *) vitage. **) et qa'U Ini adresaait 
^«•Iqnee parolee. '^) rendit eertain, iantniuitt. '^) et powr tont aa noQde aa 
loi cacblt ricB. '*) ja diraia. **) »ije aepenfai» voua eourroacar. ^.') vom 
■e pourraa me nattva aa col^a. ") au contraira« *') dlraL '*) tBiaat, 
*•) vaiaa. 



Qui ne li griet ■), quänt il la Bent, 

Si que li ciiers lout Ten dedment *). 

Li Rois qai da dist s'esbahi ') 

Et qui le vallet eh ' hrfT 

De qoanquil pot ♦) *t jura bieti, 

Que jam^s ne li feroit bien; 

Si s'en ala cem forseiM^iE *). 

Et li mestres qai mal fa nez, 

Qui puls compera *) son forfet, 

Ot jote de ce qü'il ot ^) fet. 

Li Rois, qai- fl'öublta pas s'ire ^), 

Ne a nule ame na") voll dire, 

Fist querre ' ") jasqu'ä cinq puceles, 

Gentilz femmesT, joenes et beles, 

Avec elles voll dognoier ' * ), 

Por s'alaine fere essoier * *), 

Qui doutoit qu'el ne fast punaise * ^), 

Dont il estoit mout h malaise. 

Tant «jue par ce«. puceles sot 

Que de ce vice tacbe n'ot 

Bien en fu mout asseurez, 

Mfcs por ce ne fu pas curez **) 

Ses cuers qae celui ne liaist, 

Por ce que le mestres li dist. 

Tout ad^s encontre euer l'ot ' ^), 

N'onques puis veoir ne le pot ' **) 

Que li veoirs ne le grevast *?), 

Et que son sanc ne remuast 

Si dit qu*il s'en deliverroit * ®) : 

Et que jam^s ne le yerroit. 

Ire; qui maint home desvoie *^), 
Cel Roi mist hors de bonne voie 
Et du sentier de verite; • 
Toute oublia sa loiaute 
Por sä felonnie venchier^*) 
Seur celui que point n'avoit cliier, 
Tant qu'un sien forestier manda. 



») F*Me mal ^) »B plamt, «e tourmente. *) »'^tonii«. *) ttnt cju'il 
put, de tottt ion fioeur. •) hon du seim. ®) paya eher. •^) eut. *) wi coler«. 
•) nele. **) chercher. • ») «'amaser. ' ») euay^r. »«) pirtate, »auT»w«. 
**) tuen. '*) töujoura il Teut ett «VeraloD. **) pwt. '^) que boä A«pe<» ae 
le flichitt, «an« ae Acher. ' ®) d^livrerait. ' ^) «gare. ^^) yenger. 



J 



10» 

Cü Tint, et iMl 4;<»inmtfi^a; 

Qu'en son bois un graad feaCemt;.'), :> 

Et qne le premier i meist •'> 

Qui de sa part k li vendroit *), : ! .1 

Sitost com as pokiz ') le tendroit, .. . 

Et 81 fust la chose con^rte. ' '■ 

Que par lai ne fust descouterte^ 

Si chier.comme soü cors ay«it, 

Et sear la foi qü'il li devoit. 

Cil li otroia son coiÄmänt % 

Qva deslui.se partiiAtant. . y 

Li forestiers k lendemain . ; 
Atorna ') le feu de sa main, 
Si comme li Rois* li ot dit. , , 

Li Rois, quant le damoisel ^) vit, 
Commanda qae tantost montast ^ ) . A 
Et qa'un message li poptast^ ... ! 

Si li dist qiiel part U irolt,> .. . . • 
Et qae®) aa foresftkr dkoit ^ 

Li damoisiax atant ") monta' 
*Qui tost de l'errer äe>]iaBtA F?i. i 
Jasqa*aa bois deus liues avoit. * ^) ! 
De \h oh le Tallez moVoit **)^ .; : . -" 
Qui k Dieu 868 peHsees ot*')^ . 
Les beures * *) .Ifostre Damd sot *.*), i ! 
Et tant qii»i dire. les emprist l*)} * 
De cors virge » ') et de euer Jes* disi; i.J 
Et por la Dame; et ftor son Fiä .' 
Qu'il le gardassent • de perül. 
Sacbiez, qui ces bedtes. maintient , 
Et qui 1^ Dieu de .euer se tieüt, - 
Que ja h dampnement ' ') n'ira . / . i 
Le jor *') que de euer les dii^a.. 
Li vallez cbevaucba*?) et Äst '.'" 

Ce que a dire mout li sist'*), ; • 
Et tant qu'un Saint * *) olf soniier, : . ■ } 



*) F?t. ^) viendrait. ^) aux poingii. *) promit de remplir »on ordre. 
») fit et attiM. *) le jeune homme, ') niont;U a dieTal. ®) ceq*ie. . ®) I« 
je«Bfe.bomni« alors. '°) »e hftia de faire. mm chemin« ' *) liewea.. . il y avaiH 
»2) le jeoÄkhOBiiiiepartoU. ' «j etft. .^*.) de. »*)•«». » «) eutreprit, •• 
mhh. » ') ywge, pui». ? ») dannation. » ») jour. »V »»• » <?**«*»'• * *) <"<«^ 
viat. * .»^).ttiiedöcb«. . , 



11§ 

Si dist: Se je pdb «Menef«) 
An Saint et a« mostier irai *), 
Et ilec ') mes heitres dind. 
Et s*il i a messe apprestee, 
Assez Taarai tost escomtee, 
Car je n'ai mie grant besoing. 
Lors toma du cheval le groing *) 
Deren destre '), et tant s'ea ala 
Qae im petit tertre avala *% 
Et li sainz ad^s^) li soBsit 
Qai k son grant p«ea *) le menoit 
OLuntenant vint h la chapele, 
Si li fa Tayenlare bele, 
Qa*il Tit an Harmite aprester 
Por la messe sainte clianter. 

L'Ermites la messe chaota 
Et le yallez si F-esconta. 
Si comme an sacrement estss^ 
Et sa corpe en plorant batoit '), 
Un Colons '*) blancs deTmt hn vint 
Qni an brief ") dedenz son bec tint; 
Sear laatel le lessa ch^oir *') 
Si que eil le pot bien ^oir. 
Qoant il ot son semse dit^ 
Si regarda dedenz Tescrit, 
M^ ainj^ois '*) trois fois le besä; 
Et li esorit li devisa ' *) 
Qae le damoisel retenist ■ *), 
Et par paroles detenist 
Tant qa'enre de midi passast, 
Et apr^s aler le lessast, 
Car Nostre Sires le Toloit 
SaiiTer, qni en garde TaToit. 
Cil de deresür se hasta 
Qa*il ot poor et «e donU ■ ^) 
Qae li vallex ne s*en alast, 
Ain^ois qae ■ ') k lai ne parkst, 



') Arriver, panrenir. >) ^gK«e, ehapdle. ^) Ik *) roia» «». •} > 
4roito. *) dMMndit. 7) dodie tovjovr«. *) ^onhcar. *) rcgr«ttoit aa fwrt« 
Mplranat. — corp«, eolpc (culpa). 06 aber himr miehi vidMeki eorpiaf 
'*) eoloaib«, pigeon. >') lattr«, Acrit, ■') tooiber. * ') avaat, aaparavttt. 
' *} IWorma, avertit. ' ' ) da rateair la. ' ') mit peiir et craignit. ' ^) avaat ^ 



111 

Qai ^ montoit isnelement ■). 
Li Hermites vint erraoment *), 
Si li dist: Amis, atendcz. 
Et k mön conseil entendez 
Dont bien tos rendra, ce tos di '), 
Aioz qae *) passe heare de midi: 
Yenez ceens *} k moi parier. 
Li Tallez, qui se Tolt haster, 
Li dist: Sire, por Dien merci ^) 
Jo ne pais pas demorer ei '); 
Li Rois m^eüToie en un message. 
Certes tos i lerez ^) le gage, ' 
Se tairt ao moins ne demorez 
Qu'aTecqaes moi soies disnez *). 
Remanez ' *). Je non. Si ferez, 
Toat k tens el message irez. 
Par foi, Sire, je remaindrai, 
Et k Tostre los me tendrai '■% 
Yos aTez dit comme senet '^), 
Descendez et aTant Tenez. 

Li Damoisiax 3^ pie se mist, 
Et li preudom k cheTal prist 
Et de rherbe Tert li donna. 
Celoi tint tant et sermoüna 
Par biaa parier, par losengler **), 
Quant nn petit Tot fet meng^er, 
Qa^il fa entre none et midi. 

De son mestre apr^s ci tos di 
Qa*il ne sot oii alez ' *) estoit, 
Et por ee de loi se dontoit '^); 
An Roi Tint, si li demanda. 
Li Rois tantost li bommanda; 
Mestre, montez toat orendroit ' *), 
Et k cel bois alez tont droit. 
Et demandez an forestier 
S'il a fet ce qae li dis lüei<: 



') PromptMoeat ') ^ riastuit. ') von* vovs en trottt«ret bien, je von« 
le dia« *) avantqve. ') c&uia« *) poar 1* grUce de Dien. ^) deneurerid. 
") UiMeret. *) ayes dtn^. ' •) restet. ' * ) conteU . . aie tieadraf. ' >) sea««, 
•«ge. * *) ea diMUit des chosee «gr^ablee et obli|eantee. ' *) elK. ' ') •'iaqui^- 
toit. '*) to«t-e-11ieiire. 



Bien crois cpie de.s« bonche orrois^ \}.i: 

Tant qae celui m^« ne verroiz *). 

Li mestres monta demanoLs ') 

Tant chevaacha qa'il vint el bois. 

Li forestiers li vint devant *), 

Li mestres li dist maintenant: 

Li Rois m'envoie ci savoir 

Se TOS avez fait son voloir. 

Non, fet-ü^ mi^s tost sera fet. 

Li forestiers saps nnl arest ') 

De Ini embracier ') se hasta 

Et toat plat el fea le raa,')^ 

Tost fu mors, que ^) grons fa li feiw» - 

Einsi morat qom enyi^as. 

Et 11 enf^s yint erraament *) 

Qui son mestre vit el torment, , 

M^s connoistre ne le pot '*) pas. 

Li forestiers isnel le pas ' ') 

Li dist: Bi«i sai que vos volez^ 

Alex TOS en et si parlez . 

Au Roi, si li dites briement 

Qne j*ai fet son commaHdement. 

Et li Tallez, sans plus atiendre, 

S*en toma son messäge rendre. 

Quant li Rois sot qu'il fa yenaz, > 
Mout fn pensis et esmeqz '') 
De ce qu'il estoit retomez: . ^ 

De Toir cuida *3) qu'il fust finez '*). 
Mout aTisa *'), que ce pot estre 
Et tant qu'il s'apensa del mestre *^) . 
Et que ses serganz '^) ot mespris,« 
Et le mestre por celui pris. • • 
Le Tallet deTant Ini manda, 
En corou^ant li demanda 
Ovi ot si longnement este. 
Cil 11 conta la Terite, 
Comment k la chapele yiat, 



') Entcndrea. ^) v. ne verre« plus «•lui*la« ^) »ur le rhamp. *) «"' 
deiravt d« lui. ^) del«, *) Tembrasser, Misir, ^) lejetaaufeu. *.) poiiqui. 
') vite, au mSne noment. '^) pii«. ' ') promptemeot. ") peniif et «■"• 
") crut fermement. '*) mort. »*) reflechit. ' •) pensa au «aitre «t soup- 
conna que ete. ' ^ } son serviteur, le foretier. 



IIS 

Comment li preodom le: retint, 

Quant U BWMe 11 ot chant^ 

Del sermon et de la disoee 

Tont li aconta rcrremeat >). , 

Li Rois 0ot de vöir «rraaineat ') • > 

Qae Dicx Tot garant» de nMrt, * 

Eft Taatre dampae k son tort ' ' 

A lendemain monta li Rois 
Soi quart ') sanz plus s^en vint an bois, 
Si sot du mestre Faventüre, 
Qae resoQ ot fet et droiture. 
Apr^s ^ rErmite s'cn rint, 
Grant piece *) li parole ie Ünt, 
Tant qae li Hermites li dist 
Et du coion et de Fescrft 
Qu'en son bec li <rt aporte. 
Lors sot li Rois la verit^ 
Qae, 11 mestres menti li öt. 
Le Tallet fist mander tan tost 
Deyant lui et devant rermite; 
Tost fi ot la verite dite 
Du mestre qui dit li avoit 
Qae li Rois de lu! se plaignoit 
De ce qu*il avoit forte alaine, 
Si qa'l^ lai parloit ä grant paine, 
Et per oe mon cbief *) vos tömoie, 
Sire, qae grever tos caidoie 
Par le chastiement ') mon mestre 
Qai connoissoit moi (fet mon estr^'^). ' 
Et il me disoit le contrairii, 
Fet li Rois, mes mfex fez ä croire-^; 
Qae 11 traitires ^j ne fesoit' 
Qai est dampnez et k hon droit! ' 
S'il ne inst morz, jeToceisse **) ''\ 
Que ja r6an(fon n'en pr^isse '•). ' ' 

Li Su^i« «e pactl de KEnnitis .:- :J 
Qaant eil la yerte li ot dite, 



*) La mmnh9, ^) •• pcrsaa^a d'alord. ') hii qoMriem«. *)ffonif- fem^. 
') «M litt. ') d'apre« ravi* de. ^) caractire, condaite. *) tu ineHtes mieux 
d'dtffv erb. ') ^« ce trattre *^) lueraia. ' ^) cai> je ne prendrais poInt d^ 
riaco«. 

IdderAltfraiis.Lit.6eadi. H 



114 

L'enfant o lui en amen, 

Moult Tot chier et moult li doma • 

Et moult ama sa compaigme. 

Li yallez qui n'oablia mie 

Le bien qne Diez fet li avoit 

Oh il chasom jor se miroit, 

Dist qu'el monde ne seroit plus, ete« *) 



De TErmite qui seniyra. Cente devot'). 

Viebs pecbiez iet noayele honte, 
Si com li proverbe raconte; 
Por ce no8 devons deschargier 
De pecbie, que trop avons cbier. 
Qui son pecbie nourrist et couve, 
L'aignel resemble qui laloure 
Hebei^e, si ne garde de Touvre 
Quelle ocist et devoure. 
Et autresi ') fet li pecbiez 
Com plus le tient ei li akeut *% , 
Taut si oublie qu'il sVn delt *), 
Taut si oublie et amort ^), 
Que li pecbiez le tret k mort: 
A mort qui jamais ne faudra ^), 
Ne jamais bien ne li vendrfi ^), . 
Qu'en face por lui geter bors, 
Qu'enfer ne II arde le cors. 
Por ce loie ^) tant conjurons 
' Que nos cneurs de biens anrons *•), 
Et par confession veröle ' ' ) 
Fesoms et le pont et la voje, 
Par coi k Deu puisson . venir, • 
Quant il nos convendra morir. , 
Nostre sire si done et. lest ' * > 
Sa grace \k ob li plest, 
Et sa grace de-l^ier '*) vieni, 



') Qu'il •• retircrait du monde, et qu^il irait »e faire religieiix. ') Tm 
Roquefort' au9 einer m seinem Beeil ze befindlichen Hantisehrijt mitg-eihetlt (de 
r^tat de U po^aie fran^ai«« au XU« et XIII« aieclea, p».134-3&2|. Fergi. 
Le Grand d*Aua«y, VoMr,p.6S. «) pareilUMeat *) lui platt, «eew^t 
»). r©»douloir. •) .yadoooe. ') faillira, »)vlMldr*. .») aalaire. »•)•** 
donfvif«. '»)vraie. *«)IaiaM. »«)ai.^ment. 



Cil confeision maifttieüli . . 
Par la bone confesaijHi, 
Yien la bele remiMiOB, 
Par k bone repenlawiße» -• >:. . 
Si deyons noltt ftyoir.fiaace ') 
De pr^s garder H teftir, 
,Qo'eii itel pmii ')>ii««s p^et Ytmtir 
Cil qoi k Dam k Dd« mot^pdresi« .. 
De maintenafti qm se fepeni 
De 8on p^faie et il Jk'ame&de. 
Et fait par p^ttitanee «ittettde; 
A-tant^) de aon m^etweii £fice 
Mais qoi cil^plna ne li ueiface *)« 
Gore 86 prent chascans par soi 
Qai tnit «omes ci k lessai* 
Et par Tessai nos jugera, 
Des qni k juges nos aura, 



•). 



Qui nos tel jugement oTotts. 

Ci enpr^ yos dirai ]a yie 

D*an bermite qoi grant eovie 

•Avoit moolt de same sauyer; 

Et moalt si yoloit .esprouyer 

£n abstiB^ice, tant que fenune, 

Fat de «on cors mestreee et dame. 

Li cors ayoec Tarne bante 

Puisqae li cors Tarne dante ^)t 

Si est Tarne pri«e et alee ^ ) : . > 

Tant qa'en enfer en e^t.alee,*. 

Ensi eil sa yie ueaa . >' ! 

Qoi s'ame sa cbar domina ^)% * 

Si qne sa cbftr fu a« .deüsoiu 

Por qae il ne fil mie gloaa '> . ; 

De bans moisians, ne de mo« liz '*•); 

Ainz fouY de tot les deliz.. 

Qoi la cbar reqniert et eeyoüe . t 

Tant que la lasse Dame i^boiti^t xr 

Yoirement '') Tab^te.et I^AHiefiM^o ) 



' l Confiaac«. ^) qa'öi {MMtil avantag^ . . ?) afon. . • ^ > cottBlette4in p^cbl. 
') JL« j»aa«Mcrif «at 4£feeti«*iix, . ^). perd^ dmn«. ^) m^ea, cpodtoit«. ^)>.iioqr' 
Vim9 goiiv«NMut 1« corBib . ^) gl^ntM», «pu? «ip^U ' ®) ^ hqa» lit^ . * ' ) vra|e- 
ntot. ' ') «xcite «t eiUrabMf i 

H2 



11« ^ 

Tant que d'enfer li fflit guae. 

Bien se sot ' ) «il contregairdir 

Qai tendoit k s'ame saaYtir. 

Li enemis ') graad doel ') en ol 

Por ce qa'il Üen tH et «ot 

Qae 1^ s'anie faäli aToit 

Se par engiii neF deceroit. ' >'. 

Meinte fou li ala eator 

Et li liyra maint dor eator; 

Et eil qai en Den bien cremt, 

Par bien erotre se reereoit 

Tant e*an jour en semblaiice dWs *), 

Vint h sa ^nle ') tont le cor«, 

Criant, nllant*) et effondrez, 

La boache et les iex enflambes.*' 

Quant eil le vit, moult se dota '),. 
Monlt s^eprent et si se cara, 
Qne grant peur ot de mourir; 
Com il le vit vers li venir, 
Qae meson fiebk et basse avoit, 
Oroisons qae de Dien savoit 
Dist de bon caer, et se seigna ^). 
Et li maafez ti rechicha *) 
Qae tantost se mist aa repeire. 
Qae h celai vint la croix fere. 
A lendemain la tierce passee ' *), 
Retoma eil geale baee * *) 
En la figare de ]apart " ), 
Chose ressemble oh Dex n'a part. 
fit se demena comte beste 
Qai le diable a en la' teste. 
Com il conat que vers li vint . '^ 
Tel peur ot que ne li souvint- 
De Saint Pierre, ne de croit fere; 
Maugre suen li coavint atrere-*') 
Et fu si pri« et trespensez **). 
Qu'i la terre chaS pasmez * *). 
Com il revint de pamoisons. 



*) iMrUnt. ') f«t •flnyi. «) Ht !• tigbe de U rroht. ^) l«! St in« griBM«. 
' ') a« »"ttUnt pat pr^pare. ■ *) il eut one «i graad« frajrenr. ■ *) UmU ^vaMHU. 



nt 

Si commeii^a «es orokons, 
Et la singaede la oroix fist. / ' 

Et qaaiit li ene[^is ') le rit 
Aitant ') en p^a le leasa, . 
Quh cel jor plus ne Fempresaa '). ' 
A lendeniaio ans *) li rermt, 
Ed founne de fyon se tint'; 
Bien sembla qve il fvasent ceot • 
Qaar come fo«dre qui descent 
n vint bruiant par la brniere, 
£n feu, em yent, et en poodriere *), 
Et qaant eil le sentit venir, 
Ne se sot en qnel. contenir; 
Nns jenolz *) k terre se mist 
Et soQ p^re des cielz reqnist, 
Qne par sa pitie le gardast, 
Que le lions ne devourast; 
Quar si cruelment revenoit 
Que tot 11 lieas retentissoit. 
Cil li ayint h maioiB^d^une lance ^); 
Cil qui ot en Dieu sa fiance 
Li reqnist de euer et di voiz, ^ 
Et fit le singne de la croiz 
Snr son pis ^) et sor son visage 
Por peur da lion sanvage, 
Non pas lions, mais an uiaofez ') 
* Qui tantost fu defigarez; 
Et en sa forme retoma^ 
Et cU ä-tant le confara 
De par Dien qa*il s^en finast. 
Mais ainz la verite deist 
Por qaoi il Faloit apressant; 
E eil li respondi k - tant : 
JSachiez que entor toi irai^ 
Et que je tant te mefferai *•) 
Qne je te mettrai bors da sens«. 
Si ne demarra pas lonctens, 
Se tu ne m*otrQies nn fet 
Ore me di donqaes qne c^est 



•) L« diaU«. ^) ii« Ion. ') iaqui^ta. «) sw. ') |H>iMn^r«. •) g«. 
7) i U «btanee dVne Uaee. *) poitrwa. ») Mthh, Hm9u. > •) tour- 



Et 8e je le fini «an» deki« •. 
Ain^ois qae ■) ta ci< wtotk^f 
Et je Toil ') ^e ta le me dies« 
Je db, quar ta t'en j«rerM, 
Oa foroicattOB fens. 
Se to de ces trois chotea iie ft«, 
Gele ou U «ora meadre (hs *), 
Et qae plas yokntiers fen»; 
Ou ji^ Yis *) n en eclnperas *), 
Oa homieide, c'e<t le trois; 
Or eil fwbs bien prendre k tot. 

Cil qui durement se dota 
Trois jors de respit ^) demanda; 
Et autres jors li respondroit 
Lequel de ces trois il prendroit. 
Celui respit li otroia ^ ), 
De lai tantost se desvoia *), 
Riant que celai degaboit, 
Porce que deceu TavoiL 
Et autres jors li vint devaut, 
Si 4<imanda son convenaut^); 
Cil dit que il s'eojyreroit, 
Mais en tel mani^re seroit 
Qu'il s'enyyreroit en tel point 
Qae du bl^me n'i anroit point. 
Le maufös i-tant le lessa, 
Qui.le bois devant li plessa; 
Et eil remest '®) touz entrepris * *) 
Por le don quil li ot pramis 
Et come il pramis ayoit; 
A aquitier Ten convenoit. 
Desoz la sele ■ ^) oii il estoit, 
Une eve *•) et un moulin avoit; 
Un prodome i ot ä monier ' *), 
Qui eil hermite avoit moult chier, 
Par la bonte qu'en li savoit, 
Son comp^re fet en avoit "). 
Ensemble sovent repeiroient *•} 



') Avant que. , *) veux. ') peinc, fardeM. *) yif, vivant. *) Hkriil 
oßwuhar crMM iMcif pon »W0i Fmrsem, ^) d^lai. ^) «esorda. *) •• aut «a roate, 
le^uitta. ^) da tanir ••• conyentioa«» ' *) rasla. ") cooliKidn. * *) cdMc 
*') MiMiaatt. '*} n•vllier^, '') il ea avait fait aoa aaii. ' *) deaMvrirfMt. 



Come Yoisin qn 9,'emtr^jßfkomaL 

Si ayint k im ^eiitiedi 

Que li bermites ^eseetidU 

De son reclas '), et ala drpU 

hk oh 668 comp^res e«toit. 

Ne fa pas pour ce qa'ü pfsnsauit 

Qae il avec^es »Vn jurast, 

Cele nuit devaqjt ot tooe 

Et moalt.ot plea et vente. 

Si ot li moniers pris poisson« 

Qai ot avale ses penchonB '); 

A son compart dit: Par foi 

A disniez remaiAdrez o moi, 

Et je TOiiüSf convoi^rai ') bieiu 

Non ferai, je n^eii ferai rien, 

Qaar li ordres nttV requiert *) pas; 

Et eil dist isnele-Ie-pas *) 

Si ferez: et tant li pria 

Que li prodom li otroia. 

Qae du diable li soyint 

Vers qui aquiter li coyli^t, 

Et ilueqaes is'aqaiteroit 

Mais que patrage n'ea feroit. 

Cil fist le disuer aprester, 

Et por son compere baster; 

A lor mangier auguiles ot 

£o brouet, en paste, et en vot, 

Dont ricbement se cqnveerent; 

Et de boivre si s'efforcerent 

Qu'il orent vins fr^s et novlaus - 

Qui lor effroia les cerviaus •). 

n burent, -si sont aaisic, 

Et li prodoms se senti Üez, 

Quar li un avoit mie apris 

Si en fu de legier soupris, 

Et dit qu'en aler s'en voloit. 

De la tabje sus se leva, 

Esterdis fu, si cbancela 

Si que avant aler ne pot. 

Li moniers comanda tantost 



') Ermitag*» *) il[i»trument propre k la pftche. ') traitfrai. *) permet. 
*) «ur - le - champ. ^) j|vv i|Bur porta au cervea«. 



A 8a fem« (|ii'e! se leyaat 
Et que belement l'eniueiiafil, 
Tant qa'il v«tiLst eo son reeliia. 
Meintenatil se leva aus. 
Qa'il refu lote cocpiil^'') 
Sa cote entor loi ae cortice'). 
Et prist Fermite par la main: 
Si s'en alerent par un plain. 
Et apr^s la rocfae mont^rent^ 
Puis eil la roelier repos^reDl. 
Et cele meintenant dormi ') 
Qai du Tin a fet son ami *); 
Et eil qai estoft forsenes *), 
Qa'il ne eaidait pas qii*il fbt nei, 
Prist sa comere et h li jat ') 
Et eome en son ipoKn seoit 
Dasqa*al reclns celi Teoit; 
Si, dist-il, m*est aris par m^ame, 
Qae eil yvres ^st h ma ferne. 
Une eoignie en sa. main prist, 
El cors come ja los se mist. 
Cele part vint et vit la chose 
Apertement faire sans glose; 
Qaant li hermites Tapar^nt 
Sus se leva, mais eil corut; 
De la eoignie ') qu'il porfa 
El chief assener *) le cnida. 
Mais li hermites li gaenchi ') 
E li moniers adens ■*) chaü; 
Quar li cous ") ^ soi le tira. 
Et la eoignie li yola 
Des poins, et li freres la prist. 
Et fiers li moniers, si Tocist 
Come eil qui son sens n'ot mie 
La moniere fu endormie, 
Que de la chose rien ne sot; 
Li hermites si come U sot, 
Tumbant, chancelant, esploita 
Tant, qu'ä son reclas se bota ' *) 



•) Coiff^e. •) «lle met •« eotte. ») s'endormit. *) qai «vMt b« Urgc- 
•e«t. ^) bor« d« raUoB. *) coacha avec dl«. ^) coga^. ^) frafipcr. ») evito 
econp. »•) *4oDc; «lor«. »*) eoHp. »•) »epIa^arrivA« 



Ui 

Et se viBt MS ttn poi^) de' faiii *) 
Et se dermS'jasqa'al len^maftt.' ' 

Qaant k son memoire reyint 

De ce qnUl ot fet li sovint, 

Li caers et ventre le serra '), 

Et de ses poins soo vis *) frappa, 

Et tot son cors mit 1^ eissil 'j, 

Tot ot cors •) et ame vil. 

Et dist, las! qa*est-ce qae j'ai faitl 

Et qa*atent Deu qu*il ne me met 

En enfer avoec les felons '), 

Quant ait fait trois mesprisons '), 

Yyresse, homicide, luxarie; 

Bien m*a maufes ') mis k sa eure ' *) 

A perte de mes enemis, 

Qae tel merreiUe m*a fet fere 

Qae je ne pais jam^s deiTere * *). 

Dont perdu ai Deu sans mentir! 

Qu'atent-je doncqae ne m'ocir. 

Je n*ai pas forfet Si ai las! 

Fet Tai -je! je nel' reni pas. 

Que je nel' pais pas renoier * *) 

Donqaes me devroit-on noier, 

Oo-trainer et pais ardoir '•); 

Et j'otroi c'on le face yoir 

Qaant je ai perda en an jor 

Mon bien -fet, et la Den amor. 

Ha las! oii poarrai-je foair **) 

Por ayoir de moi la yenjance, 

Qaar bien sai qoe par penitance 

Yenjance k mon yoloir n'aypie 

Dont -je jamis easse joie.' 

Donqaes yois-je, si m'ocirai 

Com plus m*arai, si arai dael 

Ensi le ferai k mon yaeil. 

Mon dael i doi-je porchacier * •) 

Et je le yoil querre * •) et trachier • ^). 

Maintenant dUlaec s'entorna ' ^) 



») Peu. *) foin. ') il eut le coeur »err*. *) viMgc *) 
plua rade« ch2tiai«i». ') coeur. ^) tnttrea. ^) crime». ") le dieble. ' *) die- 
poehioa. * * ) Dont {e ne paU janai« tae Uv«r. ' * ) reni^. ' ' ) brftler. * * ) f uir. 
* *) poanvivr«. ' *) diercher *vec «oin. ' ^) uiirre k la traec. ' ^) abandönner 



t«9 

Et sa Toie k Rome «torwi ')S • 
Tot egtoit AUS com an de^vfi^')» 
Moult fa aoochiez ') et gabez *}j 
£n toz les liex oh il yenoit, 
M^s en 8on euer ne li chaloit ^ ). 
Tant esploita qu il vint k Rome, 
De nule part ne trouva home 
Ne ferne qui ne Tescriast, 
Vez le fol, vez, et nel* criaat. 
Li uns de torchons Faraehoient ^), 
Li autre de pr^s le feroient^); 
Cil par derri^re l'abotoit •) 
Li autres de soi Fenpaignoii •), 
Tant, que li enfant Taparjurent, 
Qui apr^s lai tant comrent. 
Gardez le fol, gardez le fou, 
Qui tient la ma^ue de fou. 
Tant le suirent;') et cbacierent 
Qa'en p^s par ennui le lesserent. 
Cil en eine boee * **) se mist, 
Son lit d*un poi de fuerre **) fist, 
Qne dedens la boue trova 
Bon lit, onc ne meillear troya. 
Desjennez se fu de pain 
(^ue Ten li ot mis en la main. 
Tele yie longuement meintint 
Tant que de lui noyele yint 
A le Pape qui le manda 
Et 88 yie li demanda. 
Cil li conta tot son fet 
En la mani^re qu'il Tot fei, 
Dont irPape ^e merveilla. 
' Tote yoies ' *) il s'asseura 
Qu'il cbaTst eri' desesperance ; 
Si ji charcba en penitance 
La vie qu'il avoit enprise 
Si que por cbalor, ne por bisf, 
Ne por honte, ne le lachast, 
Peyant que Dex le demonstrast 



jftaic«t df vj««iK lingM, ^) fmyitaieiit. ^) MUit ^) r«po«a«Miitt ' **) »vivircat. 
'') un bourbiar, foste k famier. *^) paille. ^') toutesfoi«. 



l»9 

Qa*il fast qnite». 4e.tos p^chiia» 
Cil qui daretteat fii lies 
Li otroui iiM»alt hoaemenX;. 
De lui 06 pwrti ermamfnt ') 
Poor querre ea «on cor* «lai 
Tant qae Teojance east de luL 
Cil par le» ruea ala ixuant^ 
Eli pjieplea apr^s huant, 
Et disant eist hom est deayex^ 
Bien s'est maufez eu < lai proyez 
Qai einsi Ta saiu fil de robe, 
De sa folie pas ne lobe '). 
Ains est fous hom qai einsi Yet^ 
Et quant. dl h eiasil le met. 

Einsi de lai lor plct tenoient 
Et de ses oeaTres se rioient; 
Mooit fa iescopiz ') et moilliez *), 
Feros et batas, et soillis *), 
En croiz tondas et bertaadez*), 
Et picoal et fol et pelez '). 
En bone penitance prist 
Toaz les anuis qae Ten 11 fist; 
Com plus ot de mal, plus fa l!ez : 
Enfin en fu Den merciez. 
Cil par lor gieu mal 11 fesoient, 
Mais k mal faire se laßsoient; 
£1 mal soufTrir se delitoit 
Por son pechie qu'il aqoitoit. 
Be son pis qaerre se pena, 
Deas ans ceste vie mei^; 
D fu las, meigres et atains ^)j 
Et en color de cire tains •); 
Et Dex qai sot sa repeniance, ' 
Qai ot Y^a sa penitance, . 
De ses pechiez li (ist pardon, 
Et fist par reYelation, 
Qae li Apostoile ' * ) le sot, 
Qae le fist amener taatot 
DeYani lui Si Icfist baigaier. 



') 8iir*l«-e|MBip. ^) •• •• voqutt. *) inault£. *) moiiill«; on lui era- 
clMiliJi|li(«f-tt. h «aiiiU«. ') rate irr^julierement. ^) il fut battu et traite de 
fouetdepel«. ^) difait. *) päle. ><') le pape. 



ifi 

Et Testir et bien aaisier; 

n le tint chier, si l'^nen, 

Et de joie sor Ini bien ploni 

De ce qoe Der Tot visit* «), 

Et hors de son p^cbie gete; 

Et apr^8 Tcsqni •) longaement, 

A Rome fii moult seintement, 

Onques pnis ne s'en yost *) piortir, 

llueques li plot ^ morir, 

Tant qoe Dex le mist h 6a fin, 

Et por.ce qu'il le trora fin, 

Mansion li fist h toz-dis *), 

Avee les bona <» paradia. 

Par ceat contc ei roil prouyer 

Qae nns ne se doit d'eaperer 

Por pechie qa^il face, amis doit qaerre 

A son cors penitance et guerre 

Tant que li cors ait goerredon 

Et loier de sa mesprison, 

Ausi com eil hermite fist 

Qui son cors ä dampnement mist^ 

Por s*anie de dampnement traire 

Que li cors i voloit atraire '). 



Chansons du Chatelain de Coucy. 
I. 

Por verdure, ne por pree, 
Ne por fueille ne por flor, 
Nulle chan^on ne m'agree, 
S'el ne yient de fine amor; 
M^s li faignant proieor 
Dont ]k dame n'iert amce 
Ne cbantent fors qu'en pascor *), 
Lors se plaignent saus dolor. 

Dame ting k esgar^ 

Qui croit faus druz ^) menteor: 



') Daf9 ihn Galt h9im^e8ueht häUe, *) v^at. •) vonlat. •) N 
jottra. ') y Attirer. *) temps oü les piltaragat repouMeiit, 'et oi I'o« ii^e I 
b««ti«us dans le« rhamps. ^ ) galan, aHiaiit. 



w 

Car joie a corte daroe, 
Qoi ayient par tel folor; 
Et foie a povre saror 
Qai en tel Heu est gastee, 
S'en li a tant de vigor 
Qa'el hee ') sa deshonor. 

Fausse drae abandönnee 
Veat les noz et puis les lor: 
Ne ]k amor n'iert enblee • 
Quil ne le saichent plusor; 
M^s h. dame de yalor, 
Bele et bone et acesmee ') 
Qai . ne croit losengeor '), 
Doit-.on pencer nnit et jor. 

Malt m'a Amors atornee 
Doace poine et biaa labor, 
Qaant ]k por riens qoi soit nee 
NWblierai cest honor 
D^amer tonte la mdllor 
Qni soit par les boas loee; 
M^s de ce sni en error, 
Conqnes n'amai sans poor. 

Tant s'est Amonrs afferme. 
En man euer k lonc sejor 
Que j'ai plus baute pensce 
Qne tuit li autre ameor; 
M^s li faus enqaereor 
Font d'euvre madeuree 
Enging de mainte color 
Por tomer joie en tristor. 

Dame, cela part me tor, 
Que m'amonr ne soit doabt^e; 
l^t mi desconfort, greig^or 
Pont je morrai sanz r^tor, 
Se par yos ne sont menor 



flattear. 



Li nonyiaaz tanz ') et mais et riolete 
Et loosseigDolz ^} me semont ') de clianter 
Et mes fins cuers me fait d'ane amorete 
Si doaz present que ne Tos refager. 
Or me lait Diex en tel bonor monter 
Que cele oa j^ai mon euer et mon penser 
Tiegne nne foiz entre mes bras naete, 
Ainz qae j*aille outremer. 

An commencier la troyai si doüoete, " 
Qa'onc ne caidai par li matxs endarer; 
Ibis son cler vis et sa frescfae bottcfaete, 
Et si bei oeil, rer et riant et cler, 
M^orent ainz pris qae m'osaisse doner. 
Se ne me yent retenir ou quiter, 
Süeuz aim k li faillir, si me promete, 
Qu'ä une autre acbever. 

De mil sonpirs qae je H dot p^r 4ete 
Ne m'en ycat paB an seul qidte elamer *), 
Ne faasse amors ae yeat que s'^itramete 
De moi laissier dormir ne reposer; 
S'ele m'ocit, moins anra ik garder« 
Je ne m'en sai yengier fors au plorer; 
Car .qai amors destntit et deshirettt '•} 
Ne Ten doit-on blasmer. * 

Sor tote joie est cele couroonee 
Qae j'ai d'Amoars: Dex! i faudrai-je donc? 
OÜ, par Dieu, tels est ma destinee, 
Et td destin m'ont done li felon f ). 
Si sayent bien qu'il fönt grant mesprison; 
Car qui ce tolt ne paet faire don, 
n en conquiert ^emis et mellee ^J;,; 
N'i.falt ae perdre non. 

Las! poarqaoi hai de mes cuz'regardee 
La doace riens ^) quT faasse 'amie a 'Äon, 



M Smsoo^ ') rossignol», vom laU Inscinioia. ^) il soh»«, oomBaBdt. 
*) df'cUrer. ') desherite. ^) lea mecbans; vom fat, fallax, miemauautJt» 
V€r8€hi9den€u Formen eraiekty untttr denen €S erscheint^ ah fei, f*loii «.«•»•) 
nße&i vom fello, aM« ha M^va^illiero mMtw, ^3 ^iftr«!!«, idiapml«, ael^- 
Haeh Roquefort von miscelUne« (!). ^) chose, von ras. 



Qnaitt «le mol rit, ee> Tai tai* plor^! 
Si doaeemeitt iie fti tmhiz tiuls hon.- 
Taiit eon fii miesi, ne me fist se bi#ti mm 
Mais or siii siei», si mWit fant raison, 
Et c*est por ce qae de euer Tai am^e: 
?ri set aatre achoison. 

Si coiement *) ai ma dolor menee, 
Qa*ä mon semMant ne la fecottnoist-on; 
Se ne fassent la gent malenree, 
N^eusse pas son^pir^ en pardon. 
Amonrs ita'^nst donß son gnerredon '); 
Mais en ccl point' tpie dai avoif mon don, 
Lors fut m'amors descoaverte et monstree: 
3h n'aient-ils pardon! 



IIL 

Quant li estes et la dosce Saisons > 
Font foiUe et floar et les pres ravevdüiV 
Et li doaz chans des menas oizillons 
Fait^ as plusonrs ^ de joie souvenir, 
Las! chascuns chante, et je pleur et sonspir, 
Et si n'est pas droiture ne raisons; 
Car c^est ad^s toute m'ententions, 
Dame, de voos honourer et öervir. 

Se* j'avoie le sens qu'ot Salemons, 
Si me feroit Amonrs pour fol tenir; 
Quar tant est fort iet cruenz sa pHsons ' 
Qu'ele me fait assaicjt 'fe't 6entir: ' '• .' 

Si ne me reult h son ens refcnir * 

?4e enseigner qnele est rnft gnarisons; ^ 

' Car^ j'ai ame longj^emeot en, pradons,, ., , 

Et amerai tos jors saitf-repentir.. . . , j 4 

Mout m'esmerveill quele est U ocholsohs ^) ' 
Qu'ele me fait si longuement languir. 
Je sai mout bien qu'ele croit les felons, 
Les losehgiers, qae Diex puist maleir^)! 



*) TrMqaillenciit, qui«te. *) •alaire. *) aceMirtfoB. ^) matidire. 



U9 

Toate lor paiaAe oat niie en mm tnJiir; 
Mais ne lor Taat lor morieiiz traliMoni, 
Q«ant il sauront qiieiis ') iert.li gaerredooB^ 
Dame, de YO110 qoi tme ne seu meiituv 

Ainc ne la sen Ibsengier ne flater, 

Ne ]k Diex sens ne m*en doinst ne talent! 

Mais ma dame servir et kononrer. 

Et faire ad^s ä son conmandement. 

Et sachiez bien^ se bianz serrirs ne ment, 

On li miens caers qoi bien me puet greyer, 

Qne toos les biens c'on puet avoir d*amer 

Aura mes cners cpii ad^ s'i atent, 

Si Yons daigniez ma. proi^re esconter, 

Donce dame, je yons proie et demant 

Qne yons pensez de moi guerredonner; 

Je penserai de bien seryir ayant. 

De tons les maus qne j'ai ne m'est noYant, 

Donce dame, se me yoles amer: 

En pol de tens poes guerredonner 

Les biens d'amors ke j'ai atendns tant. • 



rv. 

Qnant yoi yenir le bei tanz et sa flour, ^ 

Qne Ferbe yers resplent ayal la pree, 
Lors me souyient dWe douce dolour 
• Et dn douz lieu on mes eners tent et bee ')u 
S'ai tant de joie et s'ai tant de donsonr, 
Qne partir n'en porroie k nnl )onr; 
Et qnant je pluz sni Ipinz deisa con,tree, 
Tant est mes cuers plnz pr^s et ma pensee. 

Yoir, il n^est rienz dont je soie en tristour 
Qnant me 'souyient de la tr^s bele nee, 
Et si cnit bien qne je' falz grant foloür: ' ' 
Qnar maintes folz, Fayoi dnre tronyee; 
Mais biaoz samblanz me remet en yigonr^ 
S'emploierai mont bien la grant amour 
Dont je Tat tant dedenz mon euer amee, 
Se loiautez me puet ayoir duree. 



') Quell. ') «"Pir«; rom Imi. b««re. 



t29 

t 

Diex! tant mar vi ^ea .Tairs ieqz et son vis '), 
Par qaoi mes caers.se Jvu/st en rj^cointaiice: 
Ce est la rienz dont je plas sui espris, 
Se devers li ne vi^nt ma dellyrauce, 
Doacement sui engigniei; et soapris: 
Car s'ele veat, longuement serai pris. ' 
Nel lli pour ce que soie en repentance: 
Ne Diex yoloir ne m'en doint ne poissance! 

Dame, merci, se je sui fins amis ; 

rTesprouyez pas senr moi vostre yenjance: 

Cap Tostre sui et serai h tous dis, _ 

Ne requerrai pour mal ne poor grevance. 

Et si je sui de Yostre amour espris, 

Douce dame, ne m^en doit estre pris; 

Et se pour yons ai et päinne et pesance, '' 

Ne me doit pas trop toumer k grevancc. 

Bianz sire Diex, conment porrai ayoir 
Vraie merci que tant aurai requke? 
3h nel deust ne sou&ir ne yoloir 
La douce rienz qui tant est bien aprise, 
Puiz qu'ele m'a du tout ^ son yonloir. 
Ne me feist si longuement doioir, 
S'ele seust con s' Amors me jnstise, 
J^ ne faussist pitiez ne Ten fast prise. 



V. 
La douce yoi2 du louseignol sauyage, 
Qu'oi nuit et jour contoier et tentir •) 
Me radoucist le euer et rassouage^): 
Lors ai talent que chant por esbaudir. 
Bien doit chanter, puis qn'U yient h plaisir, 
Cele que j^ai de euer fait lige - honmage ^} ; 
Si doi ayoir grant joie en mon corage 
, S'ele me doigne ä son oes *) retenir. 

Onques yers li n'eu faus euer ne yolage, 
Si m'en deyroit pour taat mieuz ayenir; 
. Ainz Taim et yerf et aor ^) par osage, 
Si ne li os -mon peaser descouyrir. 



') Vi«jP(e. ^) retentir. ^) soalafe, , ^) soomii^ion plein«/et «ntiere dVn « 
TMael 3i »on seigneur. ^) gre, volonte« ^) Adore. 

Ideler Altfranx. Lit. Getcfa. I 



13« 

Quar sa biaatez me fiiil taut esbabir 
Que jt ne saiderant fi nal langage, 
Ne regarder n'os son simple lisage, 
Tant eo redöut mes ieoz it departir. 

Tant ai en li ferm aBsia mon corage, 
Qii'aiUeim ne pens; et Diez m'en laist joir! 
C'on^es Tristans, eil qoi bat le breyage '), 
Plus loianment a*ama sanz repentir: 
Car g*i met tont euer et cors et desir, 
Sens et savoir, ne sai se (aiz folage; 
Ainipois me dont quVn trestout mon aage ** 
Ne poisse assez li et s'amonr servir. 

Je ne di pas que |e hee folage, 

ni se pour li me devoie morir; 

Qa'el mont ne trois ') tant bele ne si sagd, 

Ne nole rienz n*est tant k mon desir. 

Mont aim mes ienz qni me firent choisir: 

Lors que la vi, li laissai en bostage 

Mon euer, qoi pniz i a fait lonc estage ^) ; 

Ne ]k Qul jour ne Pen qnier departir. 

Cban^on va-t-eu pourifaire mon message 
Lk ou je n'os trestoomer *) ne guenchir *), 
Que tant redout la male gent ombrage; 
Mais i'ai de ce mont cniel ayantage, 
Qu*il les m'estuet seur mon cueif obeir, 
Qui devinent ains que poist ayenir 
Les bienz dWours. Dies les puist maleir! 
A maint amant ont fait ire et damage. 



') ,, Argiaa (roi d'IrUnde) avait une tre« belle fille, oobib^ Ysenlt; 
Triatan fut cbnrge de U demander ea manage pour aon oncke iUarr. Elle Ini fat 
aeeord^e, et, aitdt que lea c4r4nionie« furent acheveea , Triatan ji'embarqiia avac la 
mie d^Argiua. Avant lear dipart, la rdne d'IrUnde remit enf re lea maina de Brangita, 
r«Be dea. anivantea de la jeune femme, un vaae rempti d^une liqaeur propre a exdter 
le gieu d'aniour, etlui commanda d'ea donner a boire au roi de Coraouailtea et a 
aa belle £pouae, la premiere nait de leur nocea. Dana la travemee, ua jour que Triataa 
et la belle Yaealt jouaient aux Icheca, ila 4prouvdrent une aoif violente et deautaderaat 
k boire. Brangiea, «aae y peaeef, leur donaa le breuvage, qei ^tait daae le vaae d*ar> 
geat. Ila buveat ave« avidite; »aie ila lareat en»bra»6a d*un violent anoar. et raatear 
dit, que Triataa fit aa voloat^ d'Yaeult et ini tolut le dona aon i* 
pucelle.^* RoqvEFORT, de l*£tat de la poeaie francaiae dana lea XU« 
etXIll*aiAelea, p. 153. *) tronve. *) aljunr. *) retonraer. *) alkr 
j^gaacbe, a*<carter. 



131 

CLOTILDE DE YALLON-CHALYS, 

MADAME DE SÜRVILLE. 



HeroYde a son espoulx Bekenger. 

dotilde au sien amy doulce mande accoiade, 
A son espoobc, saiut, respect, amoar! 

Ah! tandiz qa'esploree et de coear si malade, 
^ Te quier ' ) la noict, te redemande aa jonr, 

Qae deTiens, oü coors-tu? loing de ta bien-aymee 
Oü ks destins entraianent donc tes pas? 

Fant que le dize, helasl s'en *) croy la HenoBunee, 
De l»en long-temps ne te revoyrai pas! 

Bellone, an front d'arhain ^), rayage no& provinces; 

France est en proye anx dents des leoparts: 
Bamiy par ses subjects, le plus noble des princes. 

Erre, et proscript en ses propres remparts, 
De chastels en chastels et de villes en yilles, 
~ Contrainet de fuyr lieux oü deroit regner, 
Pendant qu'hommes felons, clercs et toorbes seiTÜes 

L'ozent, 6 crime! en jusdment *) assigner! .... 
Non, non; ne peult durer tant coulpable yertige: 

O peuple Franc, reviendraz k ton roy! 
Et, pour te rendre h luy, quand faüdroit d'ung prpdige, 

L^attends du ciel en ce common despoy *), 
De tant de maulx, amy, ce penser me console; 

One n'a pareils vengie divin secours: 
Comme desgatz de flotzj de volcans et d'Ecole, 

Plus sont affreux, plus croy que seront c^urts. 

I/az donc yeu ce daulphin! ne s*esloingne da Rosne 

Qni roule encor ondes franches d*horrenrs! 
Par luy, puysse Yaloys reconquester nng trosne 

Qu'ont esbranle sequaniques fnreurs ')! 
Pour toy, ne d'nn b^roz si digne de ta race, 

Que, de son sang, mon siecle a yeu payer 
L^eur ^) de luy retracer le triompbe d'Horace 

Qui fist Albainz soubz les aigles ployer; 



') Chardw. >> si j'en. ^) airtto. *) jugcaent. '^) d^ordre. «) /!>> 
SeAm ndih mi ^m am dw Sein0 <Seqiiuia), wo die Bngiänthr hmutem» ^) la boutieur. 

I3 



i32 

Pour toy, dis-je, nos luys suibvc oa non ia Tictoire, 

'{Pie peillt qae trep, las! encor balanceF!) 
S^ay '), ne resteraz moins fidelle qah la gloire 

Aa maistre seal cpii pcult Ia dispenser. 
£st en peril'): ah! tout, et, »'est besoing^), moy-mesme 

Doibz immoler k ce surgcon *) royal! / - 

Te Tcscrips k regrct; mais plus seils que je t'ayme, 

Plus rougiroy de t*y yeoir deloyal. . 
Ja, dict-on, ta beaalte, ta supresme yaülanee, 

Loing de nos bordz, a porte ton renom; 
Bedford, de tes pareils Ta qnerrant alliance; . 

Plus qaong, sednicts, ont desmenty leur nom .^. . 
'De yergongne estonffes, qu'^ defiaut de la foaldre 

P^rissent tou2 sonbz le faix des remords! 
Fran^ois qni yeali la France ayder it se dissonldre 

N'a-t-il, responds, m6riie nulle morts? 
Ainsy permets le ciel telles mesadyentures 

Et laysse oardyr si noyres factions, 
Ponr qae soyent, humains, tos diyerses natures 

£n ang piain jour myses par actions! 
Tel, ayecqnes la terre, escloz sonbz ses entrailles, 

L*or confonda, n'en difTere eil conleur; 
ISais, au fen 8*espnrant^ enmyen ') Tiles scoraOles, < 

Tont son esclat reprent et sa Talear: 
Telz, en ces temps de fea, Toyrons Fran^ois fidelles, 

Comme Tor pur, entre escame, apparoir; 
Et lira l'adTenir, sur leurs nobles rondelles: 

„Moufir plustost que trahyr son debyoir!" 
N'ay -doubte, amy, que soict tienne icelle devise; 

^ Rien qu'i ce prilx n'auray trefve ou repos .... * 
Mais^ que dye? eh! d'oii Tient orguillouze t'adyise ') 

Toy Tescolier, toy Tenfant des heroz? 
Pardonne maintz soulcys h. ceste qui t'adore! 

A tant d'amour est permys quelqu*effroy: 
Ah! d^z chasque matin que Tolympe se dore, 

Se me yoyoiz montant sur le belfroy ^), 
Pourmenant mes regards tant^que peuyent s'estendre, 

Et me liyrant k d*impuissans desirs! 



1) Je MÜc ') «ll Mt. 0) le mettre est en p£>ril. *) •*!! ett besoüi. 
^) rvjetoB. ') aumilieudi, imntiiten, '') d'oü vient, que moi orgaeiileiiM j« 
te conceiUe ... ^) tour de veille «vec une cloche qui aervait a eonner f akrne et 
lei 



133 

Folie que sois^'hekz! ai?eat adhns de t'atteniiiie; 

Dlasionr me tient lien de plajrzirs ! 
IiorB:<|ial ir'esl estran^er a ma.vm tendfessei; 

Te cnyde veoir '); me semlile ie parier: 
„La, me dU-je, aj recea sa dermere. caresse «;..^' 

Et lasqn'avx oz sondain me sens braeler«. 
'„Icy, lez ') ung ormeil cercle «) par aubespine 

„Qae doolx priatiampe ja coronait defleurs, ' 
„Me dict adiea;'' saw^oiz snffoqnent ma poitriae, 

Et dans mes jeax renkiit torrents de plears. 
D^autres foiz escartant ces craelles imaiges, 

Croj, m'enfon^ant an pln» dense des b<|i«, 
Mesler des ressignolz avoL aiBO«reHx' ramaiges, 

Entre tes braz, mon armonreuse reht: 
Me semble ojr, ecfaaj^anf de taboncbe n>see, • 

Ges mots gentils qae me fönt tre8$»IUi^; 
Ahiz Toyds, aa mesme instant, qne me snis abttsec. 

Et, sonspirant, suis preste ä desfail^. 
Sonbyent anssy ie seir, lorsqae la noiet my-sembre 

Me laisse errer an -long des prez penchantz, 
De tels soirs me sonbvient, oü libres, graee k 1'ombre, 

L^ong pr^s de l'aaltre aiisiz en m<^tnes champs, 
Doolcement s^esgarer layssoiz mes mains folastres * 

Sar )e 'coDtoor de tes aymables traicts, - - 

Tandis qne de mon seyn tes levres idolai^triBS 
- Eil «i^ssonnaSeHt les pndiq^es attraicts. 
Lors n^avoit tendre amonr de tant seeret mystere ' 

Qne pnst celer ä nos dezirs croissantz; 
Playzir, dont espnysions la bmslante erät^e ♦) 

Rien qifen nng seul congloboit tons nos sens. 
T'iray-je rappelaiit ces tfoctmrnes extases,- 

Du lict d'hymen fruictz tant delicienlz? 
Ab! ceste qüe, si loing, de iouz leä fenlx embrases,' 

Aoins pouvolz-tn qn^mbler*) vivatite aux cieuli? 

Quand teyoyray, dlz-moy, ton si djuyz^mi.^l.Tizag;^? 

Qoand te pourray faco ^ la«^ myrev? >..•.' 
TenUoer teUement a mon frement cors^, , , 

Que toy, ni moy, n'en puyssions respirer? 
Mieulx .qn'ores *) ne convient, te diray mainte chose 

Qn'oultre ne s^ait contenir mon ardeor: 



*) J« eroi» te voir« ^) prÄs de. ^> entoarc. *) conj^c. ^) ei^ever. 
') charaant. ^) a pre»ent. 



134 

Amy, se toat d*nn conp fl'espanoyait la rose 

Plastost cherrait *) sans vie et ssns odeim 
Non ereigne, k tes beaax yenlx, oncqaes oesser die plaire! 

Assez m'ont dict qoe n'aToye ^, doubter: 
fileq soyent, k jamaiz, le Pluire qni m'esclayre, 

Aa mien bonhear qae peayent adjouster? 
Yooldroy ballier*) au tien dlienre en henre eroyssance; 

Et qaand tary Tanrois jusqo^ä Pessor '), 
D'icel, fast-ee h mon dam ^), fostnr remtniscence, 

Pour, att mien gre, t'en assonvyr encor! 

Ne sjpay, jusqaes h toy, comme adira ') 01a lettre; 

Charles ont dict vers Poictiers cbeminaiit: 
Par fraudeleuses maiiis, risqae est de la tramettre; 

Foy ne pitie ne trearons maintenaii£l 
Errent par tont pays desastreoses pbalanges, 

Quierrant batin, saus arroy^) ne sans chiefs; 
Plus n*ont de searet6 borgs, idllages, ne grangea; 

Et» cbasque joor, soyent nooyeanlx meschiefs ')• 
H^ Dien! quand fin aaront nos eures ^) lamentables! 

Ne^reviendra tomps oii, seures de brouts •), 
Brebiettes» an sortir de leors chanldes estables, 

Daoltre ennemy ne creignoient qoe nos loops? 
Ah! ne sont loaps rapahc qa'anx Bourgoignones tourbes 

Comparager '^) on paysse deshorqiais! 
Champz en brugaes") i^duiots et prex flooris ea boorbes 

Lenrs brigandatx marqaeront k jamaiz. 
Combien qae botttions ' *) tooK a« Daolphin de fiance * '), 

Tant est profond gooffre de nos revers, 
Qn'eost mesme de Salmon fortone et aa^ence» 

Pour le combler, n'a trop de vingt hyvers* 

Encor, se centre luy n'east qa*A]bion süperbe, 

Bedfort^ h tout le royal en£uDL|;on * ^) ! 
An moinz de nostre sang, cilz n'ont rougy que Fherbe 

PTont güerroy^ que de noble fa^on .... 
Sy ' ») toasjoars envers nons fast FAnglaia sans reproche, 

Ses droits soostient; sont faolx; ne les croit teil: 



') Tomberait. ^) .donner. . ^) U aource. *) dommag«, *) htrivw^ tnm 
lateiniseheu »Alre, ') ontre ^) d^gi^iti. *) inquvtnd«», *) pfttar«. ' *) coa- 
parer. * *) brousMilleii. ' ') ineHioM. ' >) conBuice. ^*) Heinrich Ft. 
**) rep«nd*nt, on. Starke jäfßrmaiion^ dem Haiiänisehem »i, MW««re« «o •■!• 

sprerheud. 



135 

Ainpois^) poincte l^honaeiur ehasemiB tratcts quHi descochr 

Sans onltragier les roys ne tes aatel». 
«Faut qaen son propre Bßyn Fr;uice te donnast Testre 

Prince felon '), Topprobre de Valoys! 
Montre ^sgorge trop tard '), et qoi n'aoroia dil.l'astre 

Qa^enmyett tormento et par glaifVe des loix;' 
Eust ton JQste guerdon *)^ eussent tea longs Qjcqiplices, 

Ors qne *), sans peur, tonz crimes sont commys, 
Possible '), eamen le coear de tant d'affren compÜces 

Par qui Brittona • nostre Gaule ont saabraya. 
Ainsj fonrbes Tvoyena, beareuk de aon deaaatre, * 

Aox soldata greea vendirent Ibion; 
Ainsy Fran^ois, plns TÜa, qne soldoya Lancastra ^), 

Ouvrent Lutece aox yaultours d'AIbion'. 

Te le redys, ami; ja rentrevoy ceste heure 

Oii, triompl^ant de si noirs attentatr, ^ 

Charles de ses ayenlx va pnrgeant la demeare, 

Et liberer ses coulpables estatz! 
L*£teniel d^on regard brize enfin mill'e obsfacles, 

Des cleulx. ouYerfs veOle encor snr nos lys: 
Enst-il au monde engtier desny^ des miracles, 

11 en debvroit au trosne de Cloyis. 
Paysse l'auguste paiz da sien ^) iey dei^eendre . . . « 

Ah! se rompöst ton fbneste sommeil, 
Qaand de Toyrax marchier snr taz fumants de cendre, 

Peaple esgar^ .... quel sera. ton reveil? , • . 
Ne m'entend "); se eon^laist h &*abreai:er de larmes, 

Tyze ' ®) les feulx qiu le Tont dcTorans .... 
Mieulx ne yauldroit, helas! repos qne tant d'alarmefli» 

Et roy si prenlx qae cent lasches tyrans? 

Ovi que suyves ton roy, ne mets ta donice amye 

En tel onbly qa*ignore oh gist ce lieu: 
Jasqa*alors en sonlcy, de calme n*aara raye. • t 

Pias ne t'en dy; qoe t*en soabTienne! Adieti.' , 



') Au contraire. ^) Der Herzog von BurguutL ^) BekauMi/ieA wurde 
dere^bm mmfder Brücke von MoHtereau oou den BegfeHern dea Bamphin ^rmtordei, 
*> i^aipaBM. *> « pr^M^t qu«. ^) p«tt^-QUre. ') Heinrich F^ ^) iki «on 
trdn«. ') il (le peiipl«) nem'eittend pas. ' *^) attUe. 



n$ 

Ballade a mon fispoüx, 
lors, qnand tornoit emp'rez an an d*absence, miz cn 
* 868 bras nostre fils enfan^on. 

AwL. Premiers jonrs du printemps de mon aage, 
Me paranoy, sans craincte et sans dezir; 
Rozes et lys yssoient ') sor mon yizage, . . . 

- Toos de mirer, et ncd de les coeillir: 

Mais qasmA Fauthear de mon premier 6oa8pir 
Les inst lifrant an plus tcndre nTa|e,« 
Lors m^escriay, me sentani fremolUr: 
,^aat estre deolx ponr aToir da playsir; 
,^lftyrir ne Fest qa'autant cpi*on le partage!" 

Toasjours despuys, caressant le servaga 
Qae par tes yeulx ramoor m'a fait subir, 
Se ne te voy, me scroit affblage ') 
Joye esperer, fors de ton soabyenir: 
Maiz se reviens, soadain de tressailKr, 
^De te presser ä mon tremblant corsage, 
Et m'esgarer^ poor trop bien le sentir, 
Qu'il ö'est qa'ä deux d'espayzer le playzir; 
Playzir ne Test qa aatant qn'on le partage ! 

Or tootesfois, de ce triste rivage, 
S'alloiz partant, emportoit le z^plnr 
lies longs regrets; et ee precienk gage 
De tant d*ardears, ne les sonloit blandir: 
llials, grace k lay, plos ne s^aoroy langoir; 
Lors qa*en mes bras serreray ton ymage, 
^Entre les tiens me cnyderay tollir'): 
Ung tiers si doalx ne faict toi^t an Ji^ayzir; • ■ 
Playzir ne Test qa*aatant qu'on le partage. 

ErfvOY. 
Gentil espenlx, si Mars et ton oemrage 
Pias contraignoient ta Glotüde h gesmir, 
De luy monstrer^ en son petiot langage, 
A t'appeler, feray tont mon playzir. 
Playzir ne Test qa*aatant qu'on le prtage. 



') SortAiwt, BsiBsaiettt. ') folie. ^) jenw'etfoirti cnrevec. Tollir vom 
/af. tolUrc. 



IST 

RONDEL A MklS'tSR AlaIN. 

De sienne flonr de belle rh^toriqae oü laisse otr 
que n'ay mye air de cdur. 

JL air de la cour, vous le.diray-je? entesje 
Chier maistre Alain; c'est ipig dogme receu 
Despays le jour que vous cajdez poSste, 
En cheyenlx gris, et qa'on s'^t appercea 
~Qae d'Helicon projectiez la.conqae^te. 

Ainz ') cottnie' offriez Tod oenvres ponr reqtiestc 
Au blond Phoebas, deyinez veoir nng peu 
^ Ce qn'y treava, qaand en euist fi^t VänqatBiet 

I>e l'air »). 
S'en esbajoij;; h bien rire estoit preste 
Tonte sa cour; qnand' monit fort entendeÄ 
Phesycien •), lors present h la feste, 
Dict: „N'en gabez*); ung jour de lune indeu, 
„Par fa^chenx cas, ü s^endormist nud- teste 

„AVair." 



Roin>EL A LA DAMÖISELliE D'OhfS.* 

Qne dizoit tanf qn'est facH« de Ineter encontre 
U toat-pni8»ant Amoiftr. 

ll est ung dieur dont ae fals la paincturc; , 
Jeunes et vieulx, gargons, iilleS| espoubc, , 
Qui tost, qoi tard, sont de droict sa captare; 
La suys edin: bien faut reigne sur nonz 
Qnand de acs fenx embraze.la nature.. 

Or dans sa geole "), nng tautet söiet ohaed^, 
Que vay risquant? pöur areiagles tretou2 ^%' 
Enfantz et fdk, quo! qoe ebaAte £{^iire, 

II cöt ung di^u. 
Ainz du preiäier onc ü'a craint le coürroutx 
Qui s^apploya ^>, comme fäis, sans mumitir^; 
Et dust playzir n'en guerdonner ®) les cotilps, 
Arec ses pairs on gagne k filer doulx: 
Car que suys moy? ... cbestive creature; . 
^11 est |mg dien« : 



') UftM. >) du veut. 8) lii^^eciii. *) mitlet. ') priton. «) too». 
') Mpli«. 5) r6coupMMr. 



138 

Triolbta. 

jTant aa loing da roy de^ moii coeur 
Cest trop, helaz! langair senlette! 
N'ay pluB ny parier, ny coulear, 
Tant au loing da roy de mon coear? 
PTa donc pitie de ma langaear 
Lay qai n*oyoit qae sa poolette? 
Tant aa loing da roy^e mon coear 
C'est trop, heba! langoir seoletlel 

Da joar qa*ay vea mon roy partir^ 
Voyle des naicto coavre le monder 
Aisles da temps croy 8*allentir, 
Da joar qa'ay vea mon roy partir; 
Ne peolx rester, ne peolx sortir,\ 
Qa*entoar de moy tout ne respondei 
„Du jour qu'a veu son roy partir, 
„Voyle des nuicts couvre le monde.^^ 

n me dizoit: „Je vy ponr toy; 
„Qoe la mort seale nons s^are!^^ 
Je respomdoy, „Sy fais je moy.^* 
Quand me dizoit, „Je vy pour toy;^^ 
Ors qn'est si loing, maugre sa foy, 
S^ay-je le sort qu'il me prepare? 
Luy que dizoit, „Je yy pour toy; 
„Que la mort senle nons separeT" 

^est pour Taymcr, que de le vofrj 
Qoi le Tist, onc ne fast Tollage: 
Dost on Fadorer sans e^oir, 
N'est pottr l'aymer, que de le voir: 
Tant fiere qu'acteint son pouvoir,. 
Se coroplaist en si doulx serrage: 
N'est pour Faymer, que de le voir; 
Qoi le yist, onc ne fut vollage. 

Les fleurs esclozent sonbz ses pas; 
Parfüm de roz est sur sa bousche;« 
Tout s'embellist des sienS arppas; 
Les fleurs esclozent soubz ses pas: 
Est-il des graces qa'il n'ayt pas» 
Ou quHi ne preste h ce qa'il tonsehe? 



t39 

Les flears escloitnt goubz'ses pas; 
Parfam de roee est me sa bonche« 
Tant aa loing du voj de moa' c<iear, 
C'est trap, heiaz! langnir'seuleUe! ete. etc., 



Chant Royal a Charuis viii *). 

C(ai £iit enfier ton cours, fieave brayaüt du Rosne? 

Ponrqaoi roulent si fiers tes flott tamoltneux? 

Qae la njrmpbe de Sayne, au port majestaeubE, 

De ses bras argeniins aille entourant le trosne; 

Tu lay faiz envjer tes bonds impestaenlx ! 

Les fleaves, tes esgaulx, conlent en assarance 

Parmy des cbamps flonris, des plaines et des bois; 

Toj qvLun goa£Pre profond absorbe h ta nayssance, 

Mille' obstacles dirers combattant ta puyssance; 

Tu triompbes de tous. Tel, vengeur de ses droicts, 

Charles brave FEurope et fait dire II la France, 

„Rien n*est tel qa'nng heroz soube la poarpre des roys!'^ 

Dil conrent ces gnerriers dont la tonrbe fojzonne ') 
' Entonr da P6, d'eifroy soudain toormentueulx? 
Nagnere ils conrbaient touz an front respectueolx 
Devant Fost ^) ou des lyz la trompette rezonne: 
Pensent donc t'arrcster, con^isrant vertuenlx? 
De tes haolts faits rescents la seule remembrance 
Desjä, par la terreur, n'enchaisne leurs exploits? 
N'a donc assez cogneu leur parjure alliance 
Qae poar desconforter nos preulx et ta raillance, 
Alpes, voire Apennins sont' fragiles paroys? 
Va! les firappe d'ung coup! parte icel cry de France, 
„Rien n'est tel qn'nng heroz soabz la poarpre des roys!^ 

Tel, des diealx, qa'Hesios «) et cygne de Salmone ') 
(Trop souTent deshontez ®) plas qae volaptuealx') 
Ont despainct vindicteurs • ), poltrons, incestueabc, 
L'arbitre soabyerain qa'east sien temple k Dodone, 
De la terre ecraza les enfantz monstmealx. 
£n Tain ils menapoient l'aagaste demoarance; 



') Schlacht btn Fornmtc 1495. ') abonde. ^) l'arm^e, wah^wh^inUch 
vom /af«ä«.hosti«. *) rabuter. ') rempftr6,tN>iit/atfem. parle«. ') fleuod. 
^) Ovid. ") eflFront^. ') vindicatifs. 



14a 

Ell vain sar Pelion, Ossa jomp'l Irois fois 

Elltasse, sarmontoit l'OIympe en «pparence. 

Ainz se rist Jopitef de lear persev^raaee; 

Et, des rnoAtz foaldrojes les brojant soobz le poids, 

Apprit h raniyers ce qu'ores voyd la France, 

„Rien n'est tel qa'img heroz soabz la poarpre des roysf* 

Aux armes, paladins! Tostre sang ne bonillone! 

Des Romains desgradez TAigle tempestaeülz, 

Le Griffon, la Licome anx paiaiz somptueulx, 

L^Onrs blanc, et de Saint -Marc la snperb'e Ljonne, 

Sonstiennent de Ittilan de Dragon tortneulx. 

L'Eridan, de vos bras, attend la delivrance; 

Hastez-yons! disputez ces passages estroicts! 

Ne Tons aurait le ciel confie sa vengeance, * 

Si de TOS deyanciers portant yaine sembiance, 

Yons ne s^ayiez jonster qn'en spacienlx toiimoys .... 

Anx mains! B'ojez quel sont rendent echoz de France,^ 

„Rien n'est tel qn^ung heroz soabz la poarpre des roys!^^ 

Ainsy, braryant k nert qoi ]h yoas enyironne, 

Fondez sor Tennemi lache et presomtaeolx. 

Ta ne t^attendois pas, pontife fastuealx, 

Aox affronts qa*en ce joar, sar ta triple coaronne, 

Yerseroient tes eiTorts tousjours infractaealx ! 

Quoy! se pealt-il encor que yictoire''balance? 

Diealx seroient incertains ou se montre Yaloys? 

Non, non: sar l'hydre mesme, en Hercale il s'eslance;. 

Perfide Mantoaan, rompz ta derraine') lance! 

L'air an loing en magist: Ladovic '), aax aboys, 

Paslit, tombe et s'escrye: „O trpp hearease France, 

„Rien n'est tel qa'ang heroz soabz la poarpre des roys?** 

Envov. 
Prince, en qai. laict ') yalear, sagesse et temperance, 
Du premier de ton nom *), qu'en despriz *) da gregeois *), 
A l'empyre romain cojnme an reigne gaalois 
Rendist, en dealx hyyers, lear prime transparence, 
T'oifre les demiers sons qa'echappent h ma voix, 
Fiere qae de tei chant retentisse la France,, 
„Gloire k Charles heroz soabz la poarpre des roys!*^ 



' M Derniire. >) üidkoiff Sfarzm, ^) luit, brille! ^> Xarl dew Gräfte i^* 
grem^tnt. ^) depit. ^) de rempire grer. 



141 

aiuonpremierne. 

RjBFRAIN. 

O eher enfantelet, vray pourtraict de ton pere, 
Dors ^ur le seyn qae ta boache a presse! 

Dors, petiot; cloz, amy, sor le- seya de ma in^re, 
Tien doalx oeillet par le somme oppresse. 

Bei amy, eher petiot, que ta pupille tendre 

Gouste nng sommeil qnl plns n'est fait pour moy ! 

Je veille pour te veoir, te nourrir, te defendre ..».' 
Ainz qu'il in'est douhc ne veiller que pour toy! 

Dors, mien enfantelet, mou soulcy, mon idole ! 

Dors sur mon seyn, le seyn qni t'a porte!' " 
Ne m'esjonit eneor le son de ta parole, 

. Bien ton soubriz cent fois ,m*aye enchant^. 

O eher enfantelet, etc. 

Me soabri^iz, amy,^dez ton reveil pent-eatre:..). 

Tu soubriraz k mes regards joyenlz . « , . 
Jk proQ >) m'a dict le tien que me saroiz ««giiestret ■ 

Ja bien appriz te myrer dans mes yeul£ 

Qooy! tes blaues doigtelets abandonnent la mamme, 
Ou vingt puyzer ta bouehette h playzir! . . .'. 

Ah ! dttsses la seehier, eher gage de ma flammt, ' ' 
N'y puyzeroiz au gre de mon de^ir! 

eher petiot, bei amy, tendre fils que j'adore! 

Qier enfan^on, mon souley, mon amour!* * * ' 
Te Toy toujours; te voy et yeulx te veoir encöre: 

Pour ce trop brief me semblent nuict et jour, 

O eher enfantelet, etc. 

Estend ses brasselets; s^espand ^) sur lui le soihme; 

Se elost son oeil; plus ne bouge ... il s*endort .. 
N'esiolt ee tayn ^) floury .des couleurs de la pomme, 

Ne le^diriez dans les bras de la mort? ... 

Arreste, eher enfant! ... fen fremy tonte engtiere! ... 
Reveille-toy! phasse ung fatal propoz *)!... . 

') Am«. 3) Bcrepand. ^) leint. *) idee. 



142 

Mon fils! ... pour ung mornent ... ah! reyoy la lumi^re! 
Au prilz tu tien, rends-moy tont mon repoz! . . . 

Doulce erreur! il dormoit ••• c'est assez, je respire; 

Songes legiers, flattez son doulx sommeil! , 

Ah! qaand yoyray cestuy ponr qai mon coem* souspire, 

Aox miens cosiez, jonir de son reyeil? 

O eher enÜEintelet, etc. ^ 

Qnand te voyra cestay dont az receu la vie, 

Mon jeune espoolx, le plus beau de« homains? 

Ooi, desj^ cujfde voir ta mere aox cieolx ravie 
Que tends vers luy tes innocentes mains! 

Comme ira se duysant ') li ta prime carease! 

Aox miens bayzers com' tlra disputant! , 
Ainz ne compte, k toy seul, d'espuyser sa tendresse, 

A sa Clotilde en garde bien autant ••.. 

Qa'aora playzir, eu toy, de cerner *) son ymaige, 

Ses grands yeolx vairs ^), vifs, et pourtant si doalx! 

Ce front noble, et ce tonr gracienlx d*nng vizaige 
Dont l'amonr mdme eut fors *) este jalonx! 

O eher enfantelet, etc. 

Pour moy, des siens transportz onc ne seray jalouse 
Quand feroy moinz qn'avec toy les partir: 

Faiz amy, comme luy, l'heur d'ugne tendre espouse, 
Ainz, tant que luy, ne la fasses languir! ... 

Te parle, et ne m'entends ... eh! qpie dis-je? insensee! 
Plus n*oyroU-il, quand fust moult esveille .... 



M Be complMsanf. ^) yoir, vom laiein, c«rnere. ') verdfl, verdltras« 
Yeux vaira, ofifiara yXavxd^ yeux per«. Man vergeh über den jitudruek 
yeux vairs: I^a Ravalli^re, Po^ietdu RoideN«v«rre, I, p.231. FBAiMas^UB 
AliCHEL, Chansons du ChateUin de Coucy, p. 139 not. führi einen Vete am» ttoM 
Fabliaux de Barbaun et Mlon, Vol. III, p. 424, v.481 an : Com f aacons vairs 
iex et riana, looraiis hervorg-eht, dafe moit darunter aU^rdk^e dtueMe rar- 
sianden hat, was die Mien umler oculi glauci. fFolff eeheimt aieo Uureeki zm 
haben f wenn er [Jli franz. F'olkeHeder, S.15) v a i r wm v a r i u s herUitat, eo mmh 
reieh die Btymolo^e auch übrig'ene sein mag; Ist sie tHe riekiigef eo ersteht mum 
hieraus^ zu weichen irrthUmern bei BrklUirung der alifranzOsisehen SpraekShar' 
resie die '^omonymie Ferardassung giebt^ was von Diez (P^sie der TromAa- 
dourSf ^,308 folgde) mit ßeispieien belegt worden ist, *) peut-dtre, vom ha, 
fortaaa«. / 



143 

Poyre chier enfSan^ii! dta filx de ta pensee 
L'eschevelet n^est encor debroille .... 

Tretonz avons e^te, comme ez toj, dans ceste heare; 

Triste rayzon qae trop tost n'adyiendra ! 
£n la paix dont jonys, s'est possible, ah! demeure! 

A tes beaux joars mesme il n*eii soQTiendra. 

O cber enfantelet, etc. 



VAUX-DE VIRE von OLIVBER BASSELIN. 
Les perils de mer ■). 

' f^ompagnon marinier, 
Grande et pleine est la mer: 
Le flot bat an rirage. 
II faut prendre ce bord '), 
Car le vent est trop fort 
INe perdons point conrage 

Las! je crains bien que Teau 
N'ait dedans ce bateau 
Entre durant l'orage. 
Sus! compagnoQs, tirons 
La poinpe, et la voidons. 
Ne perdons point conrage. 

IN^ayant plos rien, sinon 
Le trinquet *), qoi soit bon, 
Sa voile et son cordage, 
n nons la fant haasser 
Ponr mauvais temps passer. 
Ne perdons point conrage. 

Le Taissean trop charge 

Est beaucoup soul^e. 

La Charge et Fequipage 

Sont prespne dans le port: 

C'est nn grand reconfort. 

ISe perdons point conrage. ' 



') V. ni, p. 51 fotgrd. *) Cottrir cette bordue. ') C*e»t «io»! qu'on dl-' 
•igiie, duM U neditorran^ le second arbre ente sar le raattre raat. — Du Boi«. 



144 

Compi^iian .iiuucuuer», 
N'aÜons plus »ux la n»^ 
Car je crains le naufrage. 
Mais si le batean pldn 
Fait trafic de ee vin, 
Ne perdons point eourage. 

Ce qui nous est reste 
Est ore ') en searete. 
Si '), refaisons voyage. 
Fant le vaisseaa toarner 
Poar le recalfeatrer ■), 
Ne perdons point coorage. 



RSSOLIJTION DE BOIBE >). 

JLas ^)! je Toy blen que m'a qnitte m'Amie; 

Elle m'a dit qne je boy trop SQuvent 

Et qne cela m'abregeroit la vie.' 

Je m'en Tay done en nn desert sanvage 

Oü, sidre et vin ne beavant nnllement, 

Je passeray le reste de mon aage. 

Si je n'y boy qne de Fean tonte pnre, 
Bien tost ainsi je finiray mes jonrs; 
Car tel boire est contraire II ma nature. 
Ce me sera tres dnre penitence. 
Ainsi monrray, regrettant mes amonrs, 
'Comme nn hermite, en faisant abstinenee. 

Pnis qne an desert on ne boit rien qni yaille, 
Laisser ne veux.ce bon vin dans.le pot 
J^en boy k vous, premier qne ^) je .m'en aiUe« 
Apres ma mort faut sur ma tombe escrire: 
9,Ci gist qui a bien dim6 le piot '); 
„C*est grand dommage ans tavemiers de Yire." 



') A cette heure, maintenant, vom lai, hora. Daher dorenavant <f.t. d'ore 
enavant. ^) d. h, aiaai. ^) calfater. *) V.VI, p. 57. ') d.i, Heia«, noch 
bei Mar ot, ^) avant que. ^ ) Fom lat, p o t u • , häufig bei RabelMS ^tui noch 
fetzt itt der Normandie gebrauchlich. Daher ae pioter </. /i. s'anivrer» 



iift 

Hardy comme an Cesar, je suis k cesle gnerrc ^ 
Ou Ton combat arme ^'un granJ pot ,et d^un Verre. 
Plus tost im coap de Tin me perce et mentre an corpg 
Qa'an bonkt qai croel A^d les.gepi. si Ust.niort«, 

Le cliqaetift qne j'aim« est celnj des botitdlleB. * 
Les pipes, les bereanx *) pleins de liqttetrs T e rtii eBte s, 
Ce sont mes gros canons qai'baftent saus £ullir 
La soif qpi. eßt k fort qae je yenx assaülir. 

Je tronve qnaiit k ukoy qnt les* gen» soat bien bct^ 
Qni ne se fönt plus idsl an vin rompie ks tfste^ - 
Qa'aox conps de coutelas ea cbevcbant dli renom: 
Qne leor chaat^), estant morts, si Ton en. parle oa non? 

De trop boire frappee, nlie t^te en,re9cfajippe;, ;j 
Sent bien xm pen de mal lonqne \e yent.k.b^ppej 
Hais, qoand on a dormy, le'yal s^eif va aondain. 
A ces grands conps de Mars tont remede y est Tain.- 

yant bien mienx cacber son nez dans nn grand verre: 

n est mienx asseure qu'en nn casque de gnerre. 

Ponr oomette on gnidon suivre plus tost on doit 

Les brandks d'h]«re ^) on d'if qoi moinBtrent oa.,)'9o.,^9|[i 

n vant mienx pres bean fen boire la mnscadeffe 
Qtt'aller snr nn rempart. faire la sentlnelle. 
Jaime mienx n'estre point en taveme en defatH 
Qne sniyre nn capitaine 1^ la brescbe, 1^ Tassant, 

Neantmoins tont excez je nnime et ne procnre; 

Je snis benvenr de nom et non pas de natnre. ... < 

Bon vin, qni nous fais vire et banter nos amis, : 

Je te tiendraj tonjonrs ce qne je t'ay promis. 



Qne Noe fnt an patriärcbe digne! 
Car ce fut Iny qni nous planta la yigne 
Et bent premier le jös de son raisin. 
O le bon vin! 



■> y.X. p.64/o/^. 3) Vomlm. bl&«v«,.itaaiiifiMA lere, boire. Wmr 
ist ea soviel als tonneaiix. ^) qae leur Importe, von dem alten Zeitwort cheloir, 
entsprechend dem iialiänisehen edlere, *) hierre oder biere vom lai, hedera« 
jäMs l'bierre ist das neuere lierre entsiamdeß,- ?) YJON^^lQfolgdi 

Ideler Altfrenx. Lit. Gesch. - K 



14§ 

Mab ta ettali» LjeuigD«» nri. labile, 
Qoi ne Toiilas qn'on beiist Tin en ta Tille. 
Lea beoveora d*eaa ne fönt point bonne fin. 
O le bon yin! 

Qui boit %oa Till, U £ut bi^ sa besangne. 
On Toit aooTent Tieillir nn bon jTrongne, 
J^ inonrir jenne un aaTaai medecio. 
. O le bon Tin! 

Le Tin n'est point de cea maaTats betnrragea 
^fjm^' bena par tvop» fönt faülir lea conragea : 
JTaj, ^«and f«n boy, le eoorage HercoUa. 
O le bon Tinj 

Poiaqae No^, nn ai grand personnage. 
De bwe bien nooa a appiia rnsage, 
Je boiray tont Fay comme moy, Toiain! 
O k bon Tin! 



A 8011 NEZ '). 

Bean nes, dont lea rnbia ont eonat^ mainte pipe 

De Tin blanc et elairet, 
Et dnqnel la cpnlenr richement participe 

Du ronge et Tiolet; . . 

Gros nez! qni te regarde 1^ traTers nn grand Terre 

Te jnge encor plns bean: 
Tu ne ressemUes point an nez de qnelfne here 

Qni ne boit qoe de Tean. 

Un jDoq dlnde sa gorge It toy s^mblable porte. 

Combien de riclies gens 
rTont pas si riebe nez! Ponr te peindre en la sorte^ 

n fant beaaconp de temps. 

Le yerre est le pincean daquel on t'enlnmine; 

Le yin est la coulear , 
Dont on t'a peint ainsi plns ronge qu'une gnisne *), 

£n beayant du meiUenr. 



>) V.X¥lII,p.76. *) rOaaa. 



i4r 



On dit qQ*fl miit ««s jtoMi «udi MMtofls les aiaistre«? 

Le Till est guarisoB ' • > . ' 

De nies manx: j'aime micnx pepdw 1« dba feMtrea 

Qae tovte k inaiMii. 



Li wx renb eloqüIert ')• 

C/ertes, i(o0 W mmn 0«/ ^o«»«. 
De maavais latin ne vons chaäle *). 
Si bien coBgra') n^estoit ce jos, 
Le toot ne vaadroit rien qai Taille. 
Escolier f appris qae bon yin 
Aide bien an maavais latin. 

Cette sentence pratiquan^ 
De latin je B*en a^iia gnere 
T pensani etre assez s^avant, 
Pnisqae bon vin aimojr h boire. 
Lorsqne maavais vin on a beo, 
Latin n^est bon, fnst-il congm. 

Fi du latia! Parlons (ran^oiS'; 
Je m'y reoognoy davantage. 
Je venx boire une bonne fois,. . . 
Car voici nn maistre beuvrage, . 
Certes, si j'en beuvoy souvent, 
Je deviendroy fort eloquent 

Dorant qae ce vin j'avaloy, •' 
Qai me cbatouilloit soos la lai^e, 
Me sembloit-il qae je faisoj 
£n conrt qaelque belle barangne. 
TstYoy bien da contentement. 
Las! il s'est passe vistement . 



^ LB' BirVEUlt ET LE HABENG ^). 

J ay grand* peur d'fme. malade: ' 
Une beore y a qoe je n*ay betu 
Tant tarder, las! conune ay-je pa? 
Desja ma face en est blesoue. 



Sr«ere. «) T.XXTU,^89/o^A 

K2 



148 



Le liaitlic Mcaftort perd k tie 
Quand il se sent hws de la men 
. De meme |e w;p«iB darer, 
Lorsqne la boisson m'eat fiftülie. 
J^ay grand pear d*ane maladie: 
üne beare y a que je n'ay bcu. 
Tant tarder, laa! comme ay-jc pu? 
Desja ma face en est bleamie. 

Mais, CMnme au barenc, ne faat mie '^ 
Que tousjoars le bec aye en Veaa; , 
Mesme faat tenir le mnseaa 
Tousjoars en bonne malyoisie« 
J'ay grand' pear d'ane maladie: ^ 

Unc beare y a qui je n'ay bea. 
Tant tarder, las! comme ay-je pa? 
Desja ma face en est blesmie. 

Perdrons-noas, poar femme et mesgnie*), 
De boire II tire-la- Rigaalt ')? 
Taat-il laisser toat plein le pot? 
Yoici si bonne compagnie. 
J'ay grend' penr d'ane maladie: 
üne" beare y a qne je n'ay b;ßu. • 
Tant tarder, las! comme ay-je pn? 
Desja ma face en est blesmie. 



Il r AVT TBD^QVER *). 

He! qa'ayons-noas affaire 
Da tarc ni du sophy, 

Don Don? 
Pouryeu que j'aye ä boire, 
Des ' grandears je dy: Fi! 

Don Don. 



^) NulUment, vom Uit, MiBinif. ^) J, f. miuM^ ') L^origine de cmktm 
loetttion proverbiala «st fort cUirement expos^e dans le pMtag « tuivaat du Reeoeil des 
aatiquites et siugnlaritls de le viUe de Roven, per TeUlepied. Revea 1587, 8. p.l 53. 
L'eateur perle de Terchevdque Rigeult %ui, eu milieu du XIII<* si^le, it don k U ra- 
th^drele de Ronen d'une tre» grbste cloche. II ejoute: „Et pour ce que le teaeps 
pe«»^ il echeoit de bien boire avent que de U tObDer, le proverbe commun eet vcn« 
qn'oD dit d'an bon buveur qa'il boit k tir« le Ri|aalt^^* e'ait-a-dtre de maiüira 
a acqu^rir aseei de force poar bien tirer la Rigault, la cloche de Rigautf. — DxTBOis. 
/• ihm XXF, Fmudmrhm endigi Jüäta Cmiplet mit dem Refrain.: Bt v«de le pot, 
Tire-la-Rigault! «) y.XLTII, p. 134 /olT^il. ^ - 



Ii9 

Hoc aeuie img^mi^m. . .*\ 

Qui 8onge en vin oa Tigne« 
Est im presage heareax, . 

Don don. ^ 
Le wkjk qni reacUgHe 
Rend le coeor t<Nit joy««!, 
Don doB» 
Trinqae, Seignenr: le jbk ^bon. 
lioe acute ingemium. 

Meschant est qui te brooille) 
[Je parle aus tayerniers,] 

Don don* • • 
Le beuvrage k gmooHfe ■ • 
Ne doit estre au oelUers, 
Don doiu ^ \ 

Trinqae, Seigneur: le Tin est boo. 
lioe aeuit ing^mum. 

Qae ce vin on ne conpe; 
Ain^ois ') qa*0B boive net, 

Don don. 
Je prie tonte la tronpe* '" "* 
De cvider le godet, 
Don don. 
Trinqae^ Seigneur: le vin est |io^. 
ffoc acuit ingenium. 



£lO€£ de L'HdTE *). 

JLottMs nostre kestdi, i' ' -'" 
[Btbtmus sdtüf' 

fit riiwte^ leqaei: i ' >> * 
••,A5ö# pavtt grstvfi • ' '». -.1*/ 
Et Sans resdugner^f > 
Onerans mensas 
Hk metfi delicals. . • 

npnla aimie'teQ,- • ik i^O 

Hoc patet nobU; — - 



150 

> Cftr«on' tteHleur ▼!& 

Et nons en a fait 
Üsgue ad ora$ 
Remplir nos hanaps'*). 

Les find« se miyral gniads J 

Nons entre-lMMitaiift 

Mais toasjoare le Tin 
I^vet gingivas 
Aprös le repa». 

Qa'on en dorne donö 

A ^Mte beavow 
Pateris plems$ 
Leremercians. 
. A Tingt an« d*iei 
Pfussions faire ainsi! 



£lOGE du VIBCX TEMPS *). 

Qiu est oomme moj bon beuveiir, 
Ffe craint tant tronver nn robenr ') 

Comme tm mauvais beavrage. 
Car d*iin robenr on se d^fend; 
Hais celoi qni mauTais yin preod, 

Bien tost perd toot conrage. 

Je Tonldroj, beovant mauvais Tin, 
He Yoir la go^e tont sondaio 

Bien couiie« derenue; 
Mais, qaand le Wn tui je boixfojr, 
Qoe le col }Vmsse eBoor.trois fois 

Attssi long qa'une gnie. 

Quant 1^ Teau^ ne me parlez point 
D'en boire, si n*y suis contraint, 
Ou si nefiaiB hennke^' 






16t 

l&ieor fanldnit-K quel^eiibfo ' 
Que m fe heane dtas Its b«». 
Oll je mourroj Men viste. 

Je s^ay bien qae je boj des mieax; 
Mais j*eii ressemble ä mes ayeux: ^ 

fant snivre nos peres. 
S*on^) laisse les TieiUes iapons» 
Jamals, si bien qae nous pensons, 

rriront droict nos affaires. 



Chanson Npbmande *). ! 

li amonr de moy sy est encjose 

£n nng joQy jardinet, 
Oa croist la rose et le mognet, 
Et aassy finct la passerosc^ 

Mon jardinet est si playsant 
Et gamy de tonte floar; 
Et s^y est garde d*ang amant 
Aoltant la nuiet comme le joor. 

Hellas r ü n*est si donlce cliose 
Qne de ce doulx ronssignolet, 
Qni chante clair an matinet.. . 
Qnand il est las, U se repose. 

Je la yeis Fanltre jonr cneillant ' 
£n nifg vert pre la yiolette, 
Et me sembla sy advenant ') 
Et de beanlte la tres parfaicte. 

Je la regarday nne pose ^3 ^ 
Elle estpy^ blanche comme let 
Et doulce comme nng aignelle^ „ 
Yermeillette comme an rose. 



')'8i OB. ^) B4i Dm Boi9^ a, »^Q,, &iVs. ^^ ^MU^' !^f ?***^v 



löf 

par 4Uin Ch^rUejr ')^. . •. * 

'Je G^nstance fais a tous assavoir' 
Qtti jasqaes cjf ont an monde veecu 
Qae cLascan s'arme ou face son deyoii- • 
Poar resister de boucler et escu ., 
Contre fortune en qnl iQaina est yaincu». , 
Ainsi qu'elle est coastamiere de faire 
Car pouoir a d^hoimeur faire et defibire 
Et de richesse en pourete maer, 
Preigne qui vealt % ses fraictz ezemplaire. 
Telz sont les ieux dont eile seet ioner. 

Gloire et honnenr, renomm^e et avoir 

Ce sont ses biens, car. eile sont den. 

Quant il Iny piaist eile les penlt rauolr: - 

A moins les a donnez et retollu 

Par sa roe ^) qni ses faictz a tont len. 

Des biens mondains fait ce quelle reult faire: 

Anx ungs donne aise, anx autres peipe boire; 

Anx ungs bonneur sans les diminuer, 

Anx autres bonte ä qni en do^ desplaure. 

Telz sont les ieux dont eile scet ioner. 

Les plus grans fait trebuscber et cbeoir: 
Et ceulx qni s^nt de petIt lieu venu 
Aucnnesfoi esT hanlx sieges asseoir: 
Pnis tont k coup dont ilz sont esperdn' «' 
Sans dire qui ' n*a gaign6 ne perdu* - 
Cbeoir les fait aussi bas qu'emmy Loire. 
Et anssitost ung roy qde ung populaire 
Hue apres Iny qni y youldra bner, 
D*elle n'anra lamais antre s^laire. 
Telz sont les ieux dont eile scet louer. 

Fortune est fiel auec lednaire -' * 
Donice h la fih, et ptris plaine d^mer; 
Amye aus ata^6,' anx autres adveri^aire: 
Tek sont les i«tu& ddnt <41e scet wött.' ' 



>) mr g^ben den Texi dfr Pisriaer Ms^a&e vom Jakre 4.529 mit Fßrk w 

•9rünj^ iler offentaten Fehler,' *) toiel ' « * »^ * *' ' 



Xes bienB mornUins, ha lioünean %i }m |^oln» 
Qu'on ayme taut, dcsira, piise et love ; ' 

Ne sont qu'abuB et cliofleB tramitoiyea, > 

Plastost passans ipe le vol d*iine alone *)• 
Fortune en tient le compte en aon eacropie '} 
Et les depart h rvng plus, Fa^tres oioiiM; • 
Et pois leur tolt et oste hors des mains. 
Et pour ce dj et sor cela me fonde 
A toas propos que de soir et de mains ^): 
Ce n^est que vent de la gloire du monde. 

Fortune donc assiefc eo haulx pretoires . 

Et les eslieoe au plus Jiaalt de sa roe 

Tons cenlx qoi ont hpimears et terriUiir^, «; 

Et pois les fiert de sa paflme en la ioe 

Et du sommet ks abat en la boe, ^ 

Par ^oy ilz sont de pourete attains. i 

Dont quant on est de ses sieges haultains 

Mis en la eliartre oh poarete redonde ' 

A iugemens faire yrays et certains' 

Ce n'est que vent de la gloire da monde. • 

Trop bien appert ^) par anqiens hystoires . , ^ « 
Que les espritz desveloppe et desnoe , 

Qui donne assez triumphes et yictoires 
A qui luy piaist, ains que le pas leur cloe: i 
Blais en la fin leur appointe autelz bains , 

Quelle iadis appoincta a gens mainct;. | 

Pourtant est fol qui se plonge en son onde; 
Car par ses faiz mal seurs et inoertain« • . 
Ce n'est que vent de lä gloke duodonde« 

Fortune a biens muables et soubdains, 
Et plus escorche d*assez qn'elle ne to'nde ' 
Prise qui reult biens et bonnenrs mondains: 
Ce n*est que vent de la gloire du monde. 



Sor lac de deuilj snr riniere ennuyeuse, 
Plaine de ciys, de regretz et de cläins ') ; 
Snr pesant sourse et melepcolieuse, 
Plaine de plouTs, de souspirs et de plains: 



') Alftttda. ') pike de drap, in ihrer SeAÜrze. ') metin« ^ conne. 



154 

Sor gratts estange d^aiiierttune tont platns 
Et de donkar, tmr abisme profdnde ^ 

Fortane Ih sa maison tonaioim fonde 
A long des lez de roefae ^^eaeiitable : 
Et en peodant affm* q^e pkstost fonde, 
Ell deüMHutriait qa'elle n^eat pas estable. 

D*tme part ^lere et d'autre tenebrense 
Est la maison aox donloareox mesclians; 
DWe part riebe et d*aatre sonffreteiise: 
C*e8t da coste on les cbamps sont proebains. 
Et d^antre part a assez fmicts et grains: 
lA Biet fortane ob toat en air babonde. 
D'ane'piirt noire et de Faalre eile est blonde, 
D'ane part ferme et d^aatre tresbuebable, 
Maette, adarde, aaeagle et sans faconde, 
En demonstrant qu'elle n'eat pas estable. 

Et la endroit par sa deztre orga^eose 
Qai retenir ne yealt brides ne frains 
En sa maison doabtable.et perillease 
Sont les mescbiefz tons moaslez et emprams, 
Dont les delictz sont rompoz et enfirains, ^ 
Et les bonneurs et gloire de ce monde. 
Car par le tour de sa grant roe ronde 
Fait ä la fois d*ang palais nne estable, 
Et aossitost qae le yol d^une aronde '}, 
En demonstrant qa'elle n'est pas estable. 

^Qae Tookz toob qae ie dye et responde: 
Sa fortane est one f<MS dilectable, 
EÜe sera amere h la seconde, 
En demonstrant qa^elle n'est pas estable. 



Comme printemps de belles floars aornc 
La terre et fait le bean boys reuerdir: 
Fortane fait par sa roae qui tome 
De riebesse reluyre et resplendir 
Ceolx qu'elle veolt a flater et blandir. 
Et qaant Uz sont par degrez et espace 



~^) HiroB4«ll«; hlruado. 



U5 

Si hanlt montes qne iamau on les piuse» 

Lnyt dessfis eulz tk tonme antie 

Ce bien qn'ili €st attrape en kdr 

A ang hasart tont se change et se eesae. 

Le beaa soleil 8*en va qnaiit il adiomne 
Tont droit son cours antant qaH pettt Itusir: 
Hais fortnne toasiottrs tonme et destbimie, 
Sans nol repos et sans faire loisir;- 
£t du tont prent esbanoy et plaifiTir, 
A transmner clioses hanltes et bas^es. 
Et ponr ce fait entendz tn qUi amassesy 
Apprens les tonrs de la vieüe deesse; 
Car qnant on a d'or acqnesfe grans masses, 
A nng basart tont se cbang«^ et se eesse. 

Monlt de cbemin ya que nnl ne retonme; 
Et qnant on Toit l6 bien a soy yenir, 
On sesionjst, on se vest, on s^atonme, 
Ponr pensement, sans rien sonnenir 
Dn preterit et du temps aduenir. 
Et mangent on k conp scs sonppes grasses: 
Et tant qu'il dnre et qn'on y est en graces, 
On a bon temps et vit on en lye^e. 
Kais par fortnne a ses fanlces faÜaces, 
A nng basart tont se cbange et se cesse. 



O fok des folz, et les foL^ mortelz bommes 
Qni Tons fiez tant es biens de fortnne, 
En Celle terre ^s pays ob nons sommes, 
Y anez tous de cbose propre ancune? 

' Vons n'y anez cbose vostce nesune, 
Tors les beanlx dons de grace et de natnre. 
Se fortnne donc par cas cTäventure ^ 

Vons tonlt les biens qne yostresr yous tenez,' 
Tort ne yons.fait» ain^ois yons fait djroictnre: 

' Car TouB n'aviei liens qnant yons Xnstts nez. 

Üe laissez plns- le donnir. a grans somme& - 
Ek Tostre liet ptr tinyt obscnre et Iktme^ ' ' >" 
Ponr acqnester ricbesses a grans sommes 
ISe connoitez cbose dessoubz }a lune, 
Ne de Pttds Joannes ^.Pmnpeliinc^ . 



Fora ce cfui fault sane plus k cr^tarc, 

Poor reeontirer fla siniple noorritnre« 

Soufibe Tiava d'eitre bien renoaunez 

Et d'enpoiter bon los en tepaltiirte: 

Car Toas n^ayiez riens, qaant yoas fastes ne;. 

Les ioyeab fraicts des arbres et les pouones, 
Aa tempa. que fmt toute choae commime, 
Le beau miel, lea glandes et les gommos 
Soufiboient büien k chascim et chascune; 
Et pour ce fut sans noise et Sans rancune» 
Soyez coQtens des chaulx et de froidare, 
Et ne prenez fortooe doulce et seore; 
Poor Yoz pertes griefiu» doeil. ne menez, 
Fora k raison, k point et k mesare: 
Car vous n^aviez rien, qaant yoos festes nez. 

Se fortnne yoas fait aacane imore, 

Cest de son droit; j^ ne Ten reprenez, 

Et perdissiez jusqaes h la yestore: 

Car yoas n'ayiez rien, qaant yoos fastes nez. 



Fragment du Grand Testament 
de Fran^ois Villon "). 

Or est yray qu'apres plainctz et plears, 
Et angoisseax gemissemens, 
Apres tristesses et doaleors, 
Labears et grie& dieminemens, 
Trayail ines lubres *) sentemens 
Aguisa (rondz comme pelote), 
Me monstrant plas qae les commens ') ' 
Snr le sens moral d'Aristote. 

Combien *) aa. plas fort de mes m^iabc, , 
En cheyaijlQhant ^) sfm croif ne.rpüle^), 



') Huitain XII - XLf . Die unl erdete fften ^hiärJtung'en MindtgtS/steHÜkeifs 
am» der jäusg-abe von F^ormeij enihhm, ßM^Teaet ietmaek Mtkuret^^ Reemsiom, 
^) Statt Ittgabres, wie orine statt origine tn dem miten mitg-etheUien BruekstSei 
aue der Farce dee PatMim. ^} c^ronehtoCMir». ' ^' tontoafoi«.' *> cbeMwant. 
*/ Cea termea out 6t6 pria He JV<Mif<)iea da St]l49v^,fitm leaqaallaa U f «yut d'uB 
cM uia croi X et de l'autra de pi lU,i , que qüel^Hf^-VAp ccQient avoir ^ da« bcr- 
Miclea, c^eat-a*dire des iostrumeot de bois, ^ns lesqueU on faisaj^t entrer lea 
Jambe« des prisonniers, a qtil Ton faiiait aibsi souffri^'de grandA touimeiudaiuirOriciit. 
Voyes k XIX« diaserUtion de ü^ du Catfefe kor J^kMß^^ p. aft& a läfia« 



IST 

Dien qae les FcOeiw d^EsoMax >) 

Conforta^ ce dit l^Evangilc, 

Me monstca oae belle Tille, 

Et pmnreat dn don d'esperanee: 

Combieii' qae le pechenr soit vilei ' . 

Dien ne hajt qae perscferance. 

Je sajs pecheur, Je le sjay LieiL 
Poortant, ne venlt pas Diea mä mort, 
Maia jcoaye^se, et rive en bien, 
Et tofit autre qae pech^ mord« 
Combien icpie en pecbe sQje mort, 
Diea vit»^et.«a misericovde; 
Et si ma coalpe ine remord, 
Par 8a gra^ pardon m'accorde« 

Et comme le noble RMnant 
De la Rose dit et confbssse ' • 
(En son premier commencement), ^ 
Qa'on doit jefine cuear en jeunes^e 
(Tant qu'ü soit meury par vieülesse) 
Excnser. jQelas! il dit voir^). 
Cealx donc, qai me fönt teile oppresse, 
En meare ^) ne me vouldroient veoir, 

Si poor ma mort le bien pabliqoe 
D'aacone-chose yaolsist mjeolx, 
A mourir (comme mig homme iniqae) 
Je me jugeasse, ainsi m^aid* Dieuk. 
Grief ne faiz h jeune ne vieulx, 
Soje sur pied, ou so je en biere: 
Les montz ne bougent de leurs lieox, 
Pour ung pauvre n*avant n'arriere. 

An tempe qa' Alexandre regoa? 

Ung hom nomme Diomedes .« 

Devant luy on luy amena, 

Engrillon6 poulces' et detz, 

Comme ang larron, car il fat des 

Escumeurs, que voyons courir. 

Se fut mys devant les Cadelz *), ' ^ 

Poor estre jage k mourir. 



I 



') Edimau«. 2) v6fit4. «) statt metttf«t^, «ftwtÄ* *) Dies Wori ihM 
einepMthchetAeenz ttnd einen Jmtehronistnus dar. Es steht nehmßehfUr C*du, 
Piaral von Csdi^ Bicitter beiden /irabsrtt,- . * • 



158 

Ltofttotmut 81 1 ttrriu8oAMi?' 
„Ponrqaoy es. ta larron' de met^^ 
L'anltre re^iue lay doaiMi: 
„Ponrqaoj lanon me faiz nommer? 
ftnVonr ce qn'on te yoit e8caiii«r 
„ ,^n ane petkrte fuste.^ ^ 
,^i connade toj me pensse armer, 
„Comn^e toj £)mperear je fasse.'* 

„Hais qae renx tu? De ma fortnoe, 
„(Contre qm ne ptus bomiement^ 
„Qui si dnrement mMitfortime). 
„Me Tient tont ce goliTememeiitÄ 
„Excnse moy aacunement, 
,^t s^aches qu'en grand' panrret^ 
„(Ce mot dit on commonement) 
„Tle gist pas trop grand* lojaolt^**' . 

Quand FEmperear' eat remire 
De Diomedes tont le dlct: 
„Ta fortane je te mneray ' 
„Manvaise en bonne" (ce Iny dit). 
Si fist-il. One puls ne mesprit ') 
Vers personne, mais Fat vray homme. 
Valere (ponr Tray) nons Tescript, 
Qni fnt nomme le Grand k Romme. 

Si Dien m'enst donne rencontrer 
Ung antre pitenx Alexandre, ^ 

Qni m'enst faict en bon heur entrer, 
Et pnys qn*il m'enst ven condescendre 
A mal; estre ards et mys en cendre, 
Jng^ me fnsse de ma yoiz. 
Necessite faict gens mesprendre, 
Et faim saillir le lonp des boys.^ 

Je plaings le temps de ma jennesse. 
An qnei j'ay (plos qn'antre) galle ') 



') Pdclia. *) Ce fait ne «e tronre poiat den« V«lere lUaxiHie, wum Umm m 
fragMeat de Ciceron deRepablice fibr. III, conterve par Noniu« aUreellwt „Nm 
^aom qaeereretnr «l eo, Quo scelere eonptiltM nare haberetiafeatirai lUloHyoparoMf 
BodeM inqnit, quo t« orbem terrae.^ C'ett tout ce qa'on tait de cette aveatare. C% 
qal peat avoir tronp^ Tillon, e'est qM Valere JHaume (II, 8, 5) m acrt des «oto: 
MyopwoBaM ptraticb roetm. — f>r^/. Auguttia. de civiU dei 17, 4, Freini- 
heiai ad Cart.TlI,8. ') Je ma •nie r4jo«ii. 



15f 

Jusque k Yeoif^ de TieUetfe; . 

Car, 80Q parteHi€iit m'a cele. 

II ne s'cBi est k pied all«, 

Ne k cheval. La«! et conunent doa^)? 

SoadaUieiiieiit s'en e6t.Ti>lle, 

Et ne m'a lauwe quelqae d«a» 

Alle s*en est, et je demeiire 

Pauvre de sens et de sgavoir. 

Triste, failly '), plus noir qaemenre '). 

Je ft'aj 9e cens % rente ne avoir:. 

Dea miens^le moindre (je dy Toir) 

De me desavoner s'ayance; 

Onblyans naitnrel devojr 

Poor faulte d'img peu de cheTance ^). 

Si ne cralns j'avoir despendu 
Par friander ne par lescher, 
Ne par trop ajrmer rien« vendn, 
Qa'amys UM}. aceiAMient jreproelier. 
Au moint qai leus, cooste trop eher. 
Je le äjs et ne crains mesdire: 
De ce me pnys je revencher,*), 
Qoi n'a meffaict, ne le doit'dire. 

Blen est il vray que j'ay ayme, 
Et aymeroye youlentiers. 
Mais, triste -coeor, yentre affaine, 
Qui n'est «assasie au tiers, 
M'oste des amourßoj: sentlers.- 
Au fort quelqtt'nn s'en recomp^^e, 
QhI est remply snr les diantiers ^); 
Car de la panse yient la danse. 

He Dien! se j^eusse estudie, 

An temps de ma jeanesse foUe, 

Et a bonaes meurs dedie, ' 

J'ensse maison et couche moUe. 

Mais quoy! je fuyoye Fescole, 

Comme £iict le manyais en&^t, 

£n escriyant cette parolle, 

A peu €[ae le caenr ne n^ fend* 



') SiiBii donq«M, doac ') decoon^e. ^) m&re. ^) reate fonciere vom 
€•■•■•• *) bitn, pMMMioiu ') reyenger. ^ ') qui a m maiton plein« de tou bitn«. 



161 

Le dictz du ««ige (tre» beMilx cBcti) 
Favorable (et biea tn pnk imils) 
Qai dit: „Esjonys toy, nio* fik, 
„Et ton adokscence m^tis* ' 

„Aillenrs, sert bien d'ong atitr« ineets; ' 
„Car jeunesi^ et adolescenoe'^ 
(C'est son parier, ne moins ne mais) 
„Ne sont ^'abbas et ignorance ')," 

„Mes ]ontB 8*en so&t allez enrant^ 
Comme dit Job '), „d'une ton^e ^) 
„Et de» filelas, qoand tisserknt. 
„Tient en son poing ardente pafUe;**^ 
Car s il j a nul boiit qdi isaille, 
Soudainetnent il le rinist 
, Si ne crains plus que rien m'assaille, 
Car h. la mort tont s*assonTj8t 

Oii sont ks grucknx gaÜAKS, 
Que je suyvoye'ftu temps jhäiß^ 
Si bien dbantatas, si bidn parl^ms, 
Si plaisans en faictz et en dicte? 
Les aucuns sont morts et roydiz, 
D'eulx n'est il plus rien muntenant 
Repos ayent en paradls, 
Et Dien saulye le remenant *). 

Et les anconssont- deremis, 

Dku mercy, grans* Seigneors et Bfaistres^: 

Les antres mendient tons nnife, 

Et pain ne voyent qu'iftusc fenestres. 

Les autres sont entrez ^n cloifftres 

De Celestins et de Cbartreox, 

Bottez, bousez®), com pescheurs d'oystre^*), 

Voyla Testat divers d'entre eulx. 

Aux grans malstres Dien doint bien faire, 

Viyans en paix, et h rccoy '). 

En eulx il n'y a que refaire: 

Si s en fait bon taire tost coy >). 

Mais aux autres, qui n'ont de'qnoy, 

(Comme moy) Dien doint patien^. 



* ) M^ed. Smtom, JK/, 9. 1 0. 2) ^//^ q^ 3) ^^^^ ^ ,ote. *^ U 4cMMnBt. 
•> g«dtr4s. ß> huttr«.. ') 8eer^tem«Bt, eo taehette« *> «»toie, repo«. 



161 

Am antpes nf iaiilt qni nje qiioy, 
Car assez ont pain et pitance. 

Bdn vins ont souyent embrocKez >), 
Sanlces, bronStz, et ^as, jpoissonB; 
Tartres, Hans, oeufs^fritz et pochec, 
Perdoz •), et en toütes ^Ei^ons. 
Pas ne ressemfalent les ]iia$iong, .. 
Qne servir fenlt ^ m grand' peine: 
Os ne yeolent malz eschangons 'X 
Car de verser chascnn se peine. 

En cest incident me bujb mys, 
Qni de rien ne sert k mon faicL 
Je ne snjs jnge, ne commis, 
Poor pnn^rr n'absoudre meffaict 
De tous 6UJS le plna imparfaipt. 
Xone soit le donlx Jesus -ChrisL • 
Qne pr moy leur soit satisfaict 
Cc qne jay eseript est escript. 

(Laissons le monstier oh ü est:) 
Parlons de chose plos plaisante. 
Ceste mati^re h tons ne piaist: 
Ennnyense est, et desplaisante. 
Pauvrete^ chagrine, dolente, 
Tousjonrs despitense et rebelie, 
Dit qnelqiie paroUe cnysante: 
Stelle n^otse^ si le pense eile. 

Panyre je suis de ma jennesse, 
De pauvre et de petite eztrace *) 
Mon pere n'eat onq* grand' richesse, 
Ne son ayenl nomm6 Erace. 
Pauyrete tons noos snyt et trace *), . 
Snr les tumbeanlz de mes Jincestres 
(Les annes desqnelz Dien embrasse) 
On n^y Voit cooronnes ne sceptres. 

De panvrete me gnemetant •), 
SouY^entesfois me dit le cueur: 



') Ali« e» petce et boach^s i*nnt brache. *) Cest oo muifer Floreatia. 
Fergrl deu Pantoffruel von Rmbelais lY, 60. ^) Das deuitehe Sehsnk^ 
Mundschenk. ^) estraction^ origioe. ') tni^ue; marcbe tar no« trace«. 
^) complMfiuuit, touriant. 

Meier Altfrus.Lit.6eMli. L 



168 

„Hommc, nc te dotilotisc ') tant 

„Et ne demaine tel didettr, 

„Si tu n'as tant (jue Jaccpies Cneii]r *}. 

„Myenx vault vivre sous gros bureaux ') 

„PauYre, qu avoir este Seigneur, 

„Et ponrrir soubz rtthes tumbcanx." 

Qa'avoir «st6 Scigneur! Qae djs? 
Seignenr, liela»! nc Test il maw *): 
Selon lc8 auctentiques dictz ■), 
Son lieu ne eongnoistra jamais. 
Quant du surplus je m'en desmectz; 
n n'appartient h moy pecheur. 
Aux theologiens le remects, 
Car c'est ofiice de prescbeur. 

Si ne suys (bien le 'considere) 

Filz d'ange pottant dyademe 

De estoille me d*autre sydere. 

Mon pere est mort: IMeu en ayt Tame; 

Quant est du corps, il gyst soubz lame '). 

J^entends que ma mere mourra; 

Et le sgait bien la pauire femme: 

Et le filz pas ne demourra. 

Je congnoys que pauvres et liebes, 
Sages et folz, prebstres et laiz, 
Nobles, yilaiüs^ larges et cbidies, 
Petiz et grans, et beauli et laidz, 
Dames ä rebrassez coUetz '), 
De quelconque condicion, 
Portant attours et bourreletz ®), 
Mort saisit sans exception. 

Et meure Paris ou Helene, 
Quiconque meurt, meurt h donlieur. 
Celluy, qiii perd verit et alaine,. 
Son fiel se lirere sur son cueur; 



>)-Afflige. ') Grant Argentier de Fränce. Ayant ete aicciu^ d'exactioB et d« 
concttMlon en 1452, il fut cotidamne a faire amende honorabU, et a perdre tous •«• 
biena, en 1463 : mai», que de temps apres, il fut retabli par le parlement. ^) Stoffe« 
ite bttre ; groaiei Stoffes: *) plu«. •) /»*. XXXVII, 10. Äio* tt, 9. «) so«« 
tomBeaä. ^) L'hablt des damen du temps de Villon: Colleta retroae»4« fort 
haat, et au milieu desquek la tete ^tait comme datts iine niche. Cette mode a long-tema 
4te en aaage, comme il parait par les tapiaseries et lea tableaux du teitta. *) 'dfeaperons 



163 

Pays su/e^ Qi<m a^ait qai^ s^uenf : , 
Et n*est qoi de ses ^anlx Tallege: . 
€ar enJEa^ n'a» i^epe, ne soenr, 
Qni lors yoolsis^ estre sou pleige *). 

La mort le faict fremir, pallir, 
Le nez courber, les veines fen^fe, 
Le col enfler, la chair mollir, 
Joinctes ^) et nerfs croistre et est^n^re. 
Corps feminin, qui taut est tendre, ' 
Polly, soüef, si gracieux, 
Faaldra il Ik ces maulx entendre? 
Ouy, ou tout vif aller es cieolk^ / 



Fracivi^^t di:9 Rspues franches ?). 
La repae frtfntjie' des gallunfl saMijSoalcy. 

Une asAenofbl^ de con^ttigiftonlB : n 
Nominez les gaillens «ans «oiücy^ " 
Se trönverent enftre deüx p««U % 
Pr^s le palays il est ainsi; 
D'aultres y en. avoit av^si ' ' * 
Qni aymoyent bien h^oipih Isdeld^ 
Et estoient frane caenr aassi, :• ' 
Et Fabbe de salnete sottfiPrette. > 

Ces liompaignons ainsi assemble^ , 
Ne denunderent que r^as; ^ , . 
D'al'gent üs n estoyent pas comblfiz, 
Non poartant ilz ne donnoynt pas, 
Us se 'bouiteifent tous h. tas, ... ■ ^ 
A Feasieigne du plat d'estaing, ^{ 
Ou ilz repnreat pas eoflipai», . > 
Car ÜE en avoyent grant besoing. . 

Quant ce vint ä Fescot *) compter^ 
Je croy que nully ne xje cource ^\ 
Mais le beaa jeu est au paüer 
Quant 11 a'y a denier ^n bource» , 



/ 



') P«yer pour Itti. ^) jointures. ') ^,Z2•Z^ der Ausgabe von Cou»t€' 
limr, 172«1, 8. *} Ce que chacun paie pour sa part a an repas. ^) coorrouce. 

L2 



Nul tf eulx ii'ÄToit ctcrc rcbowse 
Pour de rescöt Tcnir au bout 
Dist ung gaUaüt de plaine soorce, 
n n'en foult qi^'ung pour payer tout. 

Da appointerent tous ensemblc, 
Que Fung d'iceulx on bandcroit, 
Par aiiwi »elon qoi me semble 
he premier qoi empoigneroil, 
Estoit dit que Fescot payeroit, 
Mais en iceulz eut grant discord, 
Chasom band^ estre Yoajoit, 
Dont ne peurent estre d'acord. 

Le Tarlet voyant ces debatz 

Leur dit, nul de vous nc s'esmoye '), 

Je suis content que par compa« 

Teut maintenant bände je soye. 

Les gallans en eurent grant joye, 

Et k banderent en ce lien, 

Puis diascun d'euÄ m print laveye, 

Pour »'«i aller san« dire k dien. 

Le varlet qni estoit band6 
T^urnoit parmy la maisoh. 
II fut de Tescot prebend^ 
Par ccste subtile -chaysion. 
Affin d'avoir provision 
De Fcscot, Fhoste raonte en hault, 
Quant il vit ceste invention," 
A peu que le cueur ne luy foult 

En montant Fhoste fat bappe . 
Par son varlet saus dire mot^ 
Disant je tous ay atrape, 
II foult que vous payez Fescot, 
Ou vous laisserez le surcot 
Dequoy il ne fut pas joyeulx, 
Cuydant qu'il fast mathelineux. 

Quant le varlet se desbenda, 

Et la tromperre peult bien congnoistre, 



>) S'affUge. 



/ 



165 

Fat estonne qnant r^arda. 

Et Tit bien que c^estoit son malstre, 

Penses qa'il eo ent belle lettre, 

Car il parla lors k baston, 

Et poar sa peine saus rien mettre, 

II eut qnatre coups de baston. 

Amsi farent sans rlen payer, 
Les povres gallans deliyrez 
De la maison du tavemier 
Oü ilz s'estpyent presqae enyvrez 
De Yin qa'on leur avoit Cvrez, 
Poor boire ä piain gobelet, 
Que paya le povre Tarlet 

Et cc soyt vray ^n certain, 

Ainsi qae m'ont dit cinq on sfat, 

Le cas advint an pkt d'estain 

Pres sainct Pierre de Assis; 

Bien escheoit nng grant mercis '-' ' 

A tont le moins ponr ce repas, *''^- 

Et si ne payerent p&s. ' ^ 

Aassl int si bien arengl^j ^ . 

Le poTre varlet malheareah(, 

Qni fnt de tont oda sangle, 

Et fallnst qn'il payast ponr enix; t 

Et s^en aMerent tons joyeulx • . < 

Les mignons torchänt lenr visaige 

Qni ayoyent diso^ dayentaige. i 



BaIiLADE de GüILLA^fME CoQUILLAm'. 

JJicho qn^ant aes mondaines plitisances, ''. 

Cnidant Ten» de son fait an desstis, 

Non regardant les tr^s dnres yengeanees, ;^ 

Qne les hanz Dienx contre eUe ayoient concenz; 

Fnt snrprise de Famonr Narcisns, 

Par qnoy depms endnra maintz trayanlxf ' »^' 

Desir d'aymer passe tous .%tres mavlz. ' • - f 

f. , i I 
Tant y ficha son cneur et son coorage, 

Et tellement k Faymer s'employa, 



160 

Qae Sans prder d^anltres dames Pnsage 
D^estre pnee, eile mesme pria; 
Vers Narcissus assez se humüia, 
Mais rien ne fit pour son hainilite; 
Grand' privaulte eogendre yilite. 

Apr^ plosieors amonreiix passemen«, 
Regards, eneillades, petis cbarivaris, 
Qni toos senrent aux grans embrasemens. 
De caears humains, et mondains espeiitz^ 
Echo Sans plos apr^s plusieurs soabzris, 
Ung tenl baiser requist Ik Narcisas: 
Riens n'est si dar en amoars ^e reffas. . 

¥ttr son orgeüil fier, et presomption, 
Depity oatrage, et felonnie nature, ^ 

En se mirant par grant elacion, 
A sa beaalte et plaisante statnre, 
Enst en desdiiing k povre creature, 
Sans la laisser panrenir ä son esme '): 
C'est bien congnen cpi se congnoit soy» 

Et en effet par llnhniMiKte 

De Narcisas qiii h bweer desoic, . 

La poyre Echo p«r grasde au8tevil3»i 

Usa en pknrs h^ sarplas de sa m; 

En gemissant fiuk jen Tobc eonvertiei 

Et endora mntation sohlte: 

Ung caear pitenx en lannes se delite *). 

Ce Narcisos apr^s considerent 

Qae par sa Dame avoit este prie, 

S'en orgaeillit, et tont en se QÜra»t» 

Apr^s qu*il eust glorifie, 

Poar le voalotr des deax fnt tosi »Mi^ ' 

En ane flear, qoi ha fontaines eroist:" 

Orgaeilkox caer soy-^nnesme se de^lt 

Notez enfans; car.eonune la bea'ulte . 
De la flenr.Dst, iiwMfaAin«nt pMss««, 
L'honnear 4a nMii^gqui.nest «pie vwi^* 
En an moment est aassi abaissee; ^ 



^) D&ir, volootl. 3) •« d^leete. 



If7 

Si a este ce«ie Jastoke hTts$ee>^ > 

Pour ceulx qui fiers et Urop jorgHeilleiix..dQlit: 

Dien et Naiwre saob cmwe deQß »e leot ' 



L'£coLE d'Amoür. 
(Fragment des Droicts Noaveaaz.) 

JVe sniTons plus d'Amour Tescole: 
On n'y lit qne des tromperies ; 
La Bcience est folle parole; 
Les grands jaremQi|s, nlenteries; 
Les Statuts, ce sont joncheries ') ; 
L^universit^, c'est malheor; 
ItwhgiAwn^ JUurd^na, mqe^omes; 
Fante.de seas, .c*e«t h reeteur; 
Trahison en «st on doctejor; 
Faas«et^ en est le. aot^kre; 
Avarioe^ conserviiiefir; 
Snapection, c'est U gpreffier; 
. Dire toQit, e'est le secretaire; 
Desdain, c'est ua premier hoissier, 
Qai gacde le«, liois ^) et fenestrei^; .. 
Refus est le graud cliaiiodier; 
C!e6t celui qui passe ks maklres. ^< 



MOR<XAVX CHOI8I6 DE ULaRTIAL d'AiWERGIIE. 

l 

Les aTantages de radTersite. 

JPiinces qui ont de la misere^ 
Si sont plus enclins de moitÄe 
A soulager le.p^pulaire, 
Et en ont plus gränd pjitie. 

La penr qn'on a d'y reU>ani<^j 
^ fait souvent eisviter gaerre^- 
Noorrir paix, se biea gouYera^y - • *: 
Et gatrder 'searement sa tenre«^ - ? 



^) Braster (vom !>r*ekitfto>^ fttttttf,' #iMU(«r: M^'^iiM-afy'composee« 



IM 

Quant' patfvret^ i^oit I Rone, 
Cfaacim ft¥oit le coenr entiert 
Haw qiunt richesse 7 \piiity tont komm« 
Si derint orgneOleux et fier. 

Quant anx princes vient paaTrete, 
Et da mal aa commencement, 
C*e8t signe de bienheoret^ 
Et d*avoir des biens largement 



n. 

Snr les gens d'^glise da XV* si^cle. 

^a temps benreiix, oh yesearent not per^, 

On ne yit ooc de ces Plpoth^-notaires, 

Qai ont halt, neaf dignit^s on prebende«, 

Grans abbajes, pri^ires' el eommandes. 

Hais qa'en font-ils? fls «n fönt bonne diiere. 

Qoi les dessert? H ne s*en Boaeient goerep 

Qoi fait poor eax? Un antre tient lear ^dace. , 

Hais oa Tont-ils? Ds oonrent h la chasse. 

Et qoi lora chante? Un oa denx paavres inoines. 

Et les abbes? Os anroient trop de peine. 

De contempler? Ce n'est pas la mani^re 

Et da Service? II demeare derriere. 

Oh Ta Fargent? II va en gourmandise. 

Et da compte? Sont les biens de l'Egjiis^,. : 

Et les offrandes? En chiens et en oyseanz. 

Et des babits? II sont toas damojseaaz. 

Et les rentes? En bains et en laxore; '^ 

De prier Dien? De cela Ton n*a eure.* 

Et paarres gens? Ceu^-llk meurent de faim; 

Poor lear donner pas un n^ouvre la main. 

Oii cbarite? Est en p^lerinage. 

Oii est anmosne? EUe ya en voyage. 

He qne faU Dien? H est bien aise ^s cienx. 

He ^oi! dort-il? . L'on nen fit pis ni mieax. 

An monastöre, en lien de libravie» , 

Qu*7 a-t-il donc? Un^ faucpnne^e. * 

Et oa estoient perches voeax et flambeaux, 

Hs <mt judm m aintona i pt. tes oQrs^aiqu .. ) ,«.>' ^n (< 

Les fondateors? 11s sontbieB kin fkB.mm^ie,- . 



Kf 

Et leora oüisf 'Tant qm^ iVif^t «e BMnte. 
Reparent-ils cMtUtt et lievx si beeilt? 
Ils attendront qa*on les üaae nouTeanx. 
Que fönt eyesquos? US sont de biens retatiplis, 
Et sollt honteuz de porter lear sarplis. 



m. 

Le bon temps. . j 

C/hacml vivoit joyenseme&t ' 

Selon Bon estat et mesnage; 
L'on pooYoit par-tont senrement 
Labonrer en son beritage. 
St bardiment qne nol outrage 
Ifeost et4 üiit en place on voje; 
Sor peine d*enconrir dommage: 
Helas! le b4n temps qne faroye! 

Lors estoje en la sauve-garde 
De paix et de tranqaillite; 
De mal oa danger n'aTols garde«; 
Jostice avait autorite; . . 

Le panire estoit autant porte 
Qne le riebe piain de monnoje^ 
Blez et yins croissqient k plapt^} 
H^las! le bon temps qae j'ayoye! 

n n'estoit en ceste saisbn 
De logier par fotnrrier noavelles, 
N*ez bostels mettre gamison^* 
Hais de faire obere h merreflles, 
Boire k denx mains, k grans bouteilles, 
Le gras firomage par la voye ' 
Qn'on mangeait h grosses rotilglles: 
Helas! le bon temps qne ji'avoje! 

He! coidez-youa qn'il fsdsait bon 
En ces beaux ppes, k table ronde, 
Et avoir le beau gras.jamboqi,., , 
L*escaelle de poreaux profonde, 
Diyiser >) de Margot :1a* blonde 'i 
Et puls danser Boas la sanssoyi'*)? 



■) Fair« in dfn», *> aaiaJiß. , 



B B'cstoit d'mütt jtfd anlmoiid&c 
Heia»! Je boB tmapa' que f aTOje! 

Da temps da fea roi trespasse, 

Ne doutois brigans d*an festu; , . 

Je fasse passe, rapasse, 

Blal habille, oa bien yesta, 

Qa*on ne m'eost pas dit, d'oii viens-ta? 

Ni demande qae je portoye; 

Chemin estoit de gens basta: 

Helas! le bon temps qoe j'avoye! 



IV. 

Le ri^gajs.de Cbarles VII. 

Mßu temps du feu rpj, 
rTestois en esmoy *), 
Qui me grerast guere; 
J'allois k part moy 
Donner le beaa moy, 
A quelque bcrgiere; 
Douces cbansonettes, 
Plaisans bergerettes, 
Tontes nouvellettes 
Pas nc «*y celoient; 
Bouquet^ de viol/ettea, 
A brins d'aoxQiyicitte^ 
Et flears joUIettes, 
Ch fsi ^ Toloient: 
Ojseaiix ga^oujjioient, 
Qui noos revellloieat 
J£t ffpssignoUoient, 
Ainsi .q^'alloaeittes; 
Baisers se bailloient, 
Coeurs s'ataoUfcietrt, ' 
Et püis" 8*acoUoient . : • > 
En ces entrefdites. ' J ' 

... . ■ ,. .}> ...:^..... 
II n'«»t\tel pjaklr. i : • 

') fiMotioB, clMgriB. 3^ dir« coach^; 4at«#«. . 



171 

Parmy ks b««ak ehrnnpsf 
L'herbe verd choüir, 
Et praadl«^. ban temps; - 
Ayec ma lioulette 
Et coraemusette, 
Snr la beUe herbette 
Je m'ejoaiMDje 
Avec bergerette, 
I^laisant jolliette, 
Baisant la boucbette, 
Si douce que soye; 
Dieu s^ait qaelle joye! 
En Tair je sautoye, 
Et cbansonä chantoye, 
Comme nne allouette. 

Blieax Tault k. Hesse, x 
L'amonr. et siis^sse 
De bergier« posteurs, 
Qa*ayoir h. largea^ 
Or, argent, richesse, 
.Ni la gentilesse 
De ces grans seigneors; 
Car ils ont doaleure, 
Et 'des maox greignear«; 
' Tfisoß pqnr nos labei;irs 
Noos avoDS Sans cesse 
^ lieft beatp( pres et flears, 
Fxuitaiges, odeurs, 
Et jpje k nos coeurs,' 
Sans mal <pii noas ble^se. 

Tivent pastooreaox, 
Brebis et agneaux! 
Comez, cbalumelles; , 

Filles et pacelles, 
PreneaL vos cbappeaax 
De roses vermeilles, 
Et dansez sous treilles, 
An chant des ojseaux. 

" D^epnis qaarailte ana^ - - 
L'en ne vist les cbamp^ 
Tellement fleoiit, " 



17» 

Regner si bon teiaps 
Entre toates gens, 
Que joafii'«!! momm^ 
Du roy trespags^, 
Qni poor resjouir * 
Et nons «econrir, 
A maint mal passe, . . 

Si pour peine prendre^ 
Boeufs et brebis Teadre, 
Ravoir je pouvoje. 
Le feu roy de cendre, 
Et sar pieds le rendre,. 
Toat le mien. yendroye, 
Et ne cesseroye, 
Que ne lui auroye 
La Tie retouite^e, 
Poar la donce Toye, 
Le bieto et la |oye, > : 
Qu'il noQS a doiinee. 



CoMPLAmTE DES MarOHARDS 

sur la mort de Charles YIL 

Aloos toos marcbans deyons bfens lacrimer 
Ponr ie fen roy, qni faisait k ayml^ 
De nons garder par paix cn" terre et* mer, 

£n nos francbises, 
Trestons larrecins et pilleries bas mises. 
Marcbans gaignoient en toates marcb;indises, 
Draps de soye, et pierreries exquises, 

Voyre h plante. 
L'en eust ou poing or et argent porte 
Par tous pays, reporte, raporte, 
Si seorement, sans estre inqaiete .. 

Qu'on eust voulu; 
Et si bardy que nul si eust tolu 
Le pris ou gaing que la cbose euat yalu; 
Chascun yendoit ^ son mi»Jt absoji^ } 

Selon sa togue. : ,. 



If8 

Marchandise estmt j4ot8 en sa Togue, 

En Bon grant brajt, trjamphe, et en gogoe, 

Et tellement qae Ten devenait rogae 

Pour les grans Mens 
Qae Pen gaignoit pour aoj et ponr lea siens. 
Celiers, garniers estoient combles et plains 
De YmSf bledz, foingz, advoines, et toas graiiu, 

Poflur en ggmir 
Yilles, gens d'armes, qni eust yoolii fonrnir 
Farines, eluini k ung ost soutenir, ' 
Qae Ten faisoit arriver et T^iur 

Dilig<ynmenta 



FltAGMENt DE LA FaRGB »E VaWTBE FokBB PaTBELüT. 

Le Bergier. 
Diea 7 99iil dieu j poiat adyenir! ^, 

Pathelin. ' 

Dien te gard, compains! Qu'3 te faut? 

Le Bergier. 
On me piqaera en defant, 
Si je ne Tois h. ma joom^e, 
Mon seignenr, ä de relevee. 
Et, s'il vous piaist, vous y viendrez, 
Mon döulx maistre; et me defendres 
Ma cause: car je «Y 8?ay rfc«. ■ • ' 
Et je vous payeray tres bien, 
Ponrtant si je sois mal vesta. 

Pathelin. 
Cr yien gh, parle. Qu^es tn? 
On demandenr? on defendenr? 

Le Bergier. 
J'ay k faire k nn entendenr. 
Entendez toos bien? Mon doalx maistee, 
A qni j'ay long temps mene paistre 
Ses brebis, et les Ini gardoye; 
Par mon serment, je regardoye 
Qn'ü me payoit petitemcnt 
Diray je tont? 



174 

Dea sarement 
A 8on conseil doit 6h toat fire. - 

Le Ber§ier. 

11 est ytstj et v6rite, sire, 
Qae je les Inj )ai assomm^; 
Taut que plasienrs se sonl' pMm^ 
ISaintesfois^ et sont eheiite» mortes, 
Tant fenssent elles saines et forte«: 
Et puis je Inj fesoie entendre^ 
Afin qa^il ne m^en penst repreofbre, 
Qa*fls mooroient de la clavelee '). 
Ha! faict-il; ne soit plus meslee 
/Avee les antres: geUe la«, . , n 
Yocdentiers, fais je. Mais cela 
Se faisoit par une autre Toye; 
Car, par sainct Jeati, je les Maqgeoye,.. 
Qui spavoye bien la maladie. 
"Que soulez vous que je yous die? 
J*ai cecj tant continue, 
J'en ay asso^im^ et tue 
Tant, qu il s'en est bien appex^n. . 
Et, qnant 11 s^t trouve dej^o, 
UTaist ') dien, il m a &it espier: 
Car on les onyt bien crier, 
Entendc^ voos? qoand on le Sj*ait. 
Cr, j*ay este prins snr le.faict; 
Je ne le puis Jamals nier. 
Si V0U8 voudroje bien prier 
(Pour du mien, j'ay assez finance) 
Que nous deux luy baillons Fayance. 
Je s^ay bien qn^ü a bonne cause: 
Mais Yous tronyerez bien •elaose,. 
Se voulez, qui l'aura mauvaise. 

Pathelin. . i . > 

. ¥ttt ta iby, seras tu bien aise? 
Quediovnis tu, si je renveoke. 
Le droit de* ta partie adverse, 
Et si je t*en enyeye absooz? 



') Klauenstuche, ') m'^ide. 



1»5 

Le Bergier. 
Je ne vöns payeray point en sotilz, 
Mais en bei or k la conröime. 

Pathelin« • 

Donc auras ta ta caufie bonne. 
Et, fast eile la mojtie pire, 
Tant mieiix yaat, et plustot Tenpire, 
Quant je veuz men sens aplicquer. 
•Qoe tu tt'oiTas bien desdiqner '), 
Quand il anra fiedt aa demandei 
Or, yien ^1^: et je te dcmande,. 
Par le sainet sang bien piMeul, 
Tu es asses maktieu . » 

Ponr entendre bien la canteHe: 
Gomment est ce qoe Ten t'appellB? .* 

Le Bergier. 
Par sainct Kai») Thibaolt VMpkekL 

Patbelin. 
L'Aignelet! Maint aigneau de laict . 
Tu as cabasse k ton maistre. 

Le Bergier. 
Par mon serment, il peut bien estre 
Que i'en ay mang6 plus de trente 
En trois ans. 

Patbelin. 
Ce sont dlx de rent^, 
Pour tes dez et po|ur ta chandelle. 
Je croy que luy bailleray belle« 
Pense tu qu'il puisse tronyer 
Sur pieds, ces faic.ts par qui prouTer? 
Cest le chief de la playderie. 

Le Bergier. 
ProHT^, sire! saincte Marie! . '; 
Par totis les sainots deparadi«, 
Pour un, il en trenvera dix 
Qui conibr« moy deposer^Mut. 



') Parier rapidemeBt 



ITf 

Path^lin. 
Cest an cas qni bien fort desrpmpt 
Ton faict Vecy que je pensoje: 
Je faindray qne point je ne soye 
Des tiens, ne qoe je te viase onqnea. 

Le Bergier. 
ISe ferez» dienx! 

Pathelin. 

r^n rieiij jqodcon^ea. 
Hais yecj qoi te eonviendn: : 
Se tu parle«, o» te pfendca, » 

Coup i oeiqi, anx positions; 
Ety en telz cas, eonfessions 
Soni si tres prejiidiciable% 
Et nnysent tant, qne ce sunt djabluB.* 
Ponr ce, vecy qne ta feras: 
Ja tost, qnant on t*appellera 
Ponr compbroir en {agenent, 
Tn ne respondras nnllement, 
Fors B^e, poor rien qne Ton te die. 
Et, sll advien qa'en te maoldie, 
En disant,'E[6, coroart puant; 
. Dien vons met en mal trnant; 
Vons moqnte vous de la justice? 
Dj, Bee. Ha! feraj-je; Q est nice '); 
n coide parier k ses bestes. 
Mais, s*ils devoient rompre leors testes, 
Qne antre n*ysse de ta bouche; 
Garde t^en bien. 

Le Bergier. 

Le 'faict nie tonche. 
Je m'en garderaj vrajement, 
Et le feray bien proprement; 
Je le Toos promets et affenne. 

Pathelin. 
Or t'en garde; tiens toj bien ferme. 
A moy mesme, ponr qnelqae chose 
Qne je te die, ne propose, 
Si ne respondz point antt^ment - 



>) l|MrM»,llM. 



177 

he Bergier« ^ 
Moy! neimy. Par mon^sacrement, 
Dietes hardiment qae j'affolk, 
Se je dy hoy aatre partile 
A vons, ne k aatre personne, 
Ponr qaelque mot ^e Ton me sonne, 
Fgrs, B^e, qae yous m'ayez apprint. 

Pathelin. 
Par sainct Jean, ainsi sera pnns 
Ton adyersaire par la moe *)• 
Mais aossi fais qae je me loe, 
Quant ce sera &ict, de ta paye. 

Le Bergier. 
Mon seigneur, se je ne yous paye 
A yostre motj ne me croyez 
Jamals. Mais, je yons pry, yoyez 
DiÜgemment k ma besongne. 

Pathelin. 
Par nostre Dame de Boalogne, 
Je tiens qae le jage est assis; 
Car ü «e siet toasioars ^ ^iz 
Heores, oa illee enyiron. 
Or yien apres moy. Neos nlron 
Pas toas deox par ane yoye. 

Le Bergier. 

CTest bi«i dlt: afin qa*on ne yoye 
Qae yons soyez mon adyocat 

Pathelin. 
Nostre dame, moquin, moqaat 
Se ta ne payes largement. 

Le Bergier. 
Diex! k yostre mot yrayement, 
Mon seignear'; n'en faictes nnl doubte. 

Pathelin. 
H6 dea, s'il ne plent, il degoate. 
An moins aaray je ane espinoche: 



') Hon», srimace. 
ladM Altfrans. Lit. GeMb. M 



178 

J'anray de lay, 8*il chei en coche, . 
Un esc« oa deux poar ma peine. 
Sire, dien roüB doint botiae estmne. 
Et ce que yo0tre Coeur deslre^ 

Le Jage. 
Vous soyez le bien venu, sire: 
Or Yoos courrez. ^a, prenez place. 

Pathelin. 
Dea, je suis bien, sauf vostre grace: 
Je suis id plus k delivre. 

Le Juge. 
S*il y a riens, qu*on se deliyre. 
Tantost, affin que je me lieve. 

Le Drappier. 
Mon adyocat vient, qoi aebieye 
Un pou de chose qu'il iaisaity 
Mon seigneor; et, s'ü voos plaisoit, 
Voos feriez bien de Fattendre. 

Le Jage* 
He dea! j'ay ailleor k entendre. 
Si vostre partie est presente, 
Delivrez vous, Sans plus d'attent6r 
Et n'estes vous pas demandeur? 

Le Drappier. 
Si suis. 

Le Jage. 

Oci est le defehdeor? 
Est il cy present en personne? 

Le Drappier. 
Ouy: veez le Ik qui ne sonne 
Mot; mais dien scet qa*il en pense. 

Le Jage. 
Paisque vous estes en presence 
Vous deux, faites vostre demande. 

r 

Le Drappier. 
Vecy donqaes que luy demande^ 
Mon seigneor. II est verite 



f7f 

Qae, ponr die«, «t en charite, 
Je Faj ■«iirfy «n ^n enfance; 
Et, qaant je yy qu'il eut pnissance 
D'aller anx dtamps, ponr abregier. 
Je le fis estre mon bergier. 
Et le mis ^ garder me» beste«: 
Mais, aussi vray coauoie toos ecrtes 
' lA süsßi»9 Vi(m seigneor }e |age, 
n en a faict an tel deluge 
De brebis et de mes moutons, 
Qae ssam &olle .... 

Le Jage. 

Or, escoatoDs: 
Estoit il point vostre aloae ')L 

Pathelin. 
Voire: cär, s'il s^estoit jou£ 
A le tenir Sans doaer .... 

Le Drappier. 
Je pnisse diea desaroner, 
Si n'estes vovs, sans noUe faulte. 

Le Jage. 
Comment tobs teness la main baute? 
A* TOQ^ nuJ aoz dents, maistre Pierre? 

Patbelin. 
Gay: elies me fönt teile gaerre, 
Qa'oncques mais ne senty tel^ raige: 
Je n'ose lever le visaige, * 

Ponr diea» faites les proceder. 

Le Jage. 
Avant, acbevez de plaider. 
Snz, concluez appartement 

Le Drappier. 
C'est il, Sans autre, vrayemcnt, 
Par la croix oii dieu s^estendy. 
C'est k voas k qui je vendy 
Six aalnes de drap, maistre Pierre. 



') Blercliudre. 



M2 



18t 

Le Jage. 
Qu'est ce qi|-il dit de drap? 

Pathelin. 

n erre. 
11 cnide h son propos yenif ; 
Et il n'y seet plas adTenir, 
Poar ce qa*ü iie l'a pas apprins. 

Le Drappier. 
Penda soie, se aatre Fa priiiB 
Mon drap, par la sanglante george! 

Pathelin. 
Comme le meschant homme forge 
De loing, poar foumir son libeile! 
II veut dire, il est bien rebelle, 
Que son bergier ayoit vendu 
La laine, je Paj entendu,^ 
Dont fat faict le drap de ma robe, 
Comme il dict qail le desrobe, 
Et qa*il luy a emble la laine 
De ses brebis. 

Le Drappier. 

Mi^e semaine 
M*enToye dieu, se vous ne TaTez, 

Le Jnge. 
Paix, pr le djable! ypus bavez. 
Et ne spavez vous revenir 
A yostre propos, sans tenir 
La court de teile bavarie? 

Pathelin. 
Je sens mal, et faut que je rie. 
11 est desla si empresse, 
Qu'il ne seet oii il Fa laisse: 
11 faut que noos luy reboutons. 

Le Jage. 
Sa^revenons k nos moutons: 
Qu'en fut il? 



181 

Le Drappier. 

n en print nx aiilnes 
De neaf francs *). 

Le Jnge. 
* Sommes Qoas bejaimes '), 

Oa comarta*)? Ou coidez toob estre? 

Pathelin.- 
Par le sang bien! il yous fait paistre 
Qa'est il bon homme par sa mlnei 
Malst, je le loz *), qa'on examine 
Un bien peu sa partie adverse. 

Le Jnge. 
Yous dictes bien: il le converse 
n ne pent qn*il ne le cognoisse. 
Vicn gli, dy. 

Le Bergier. 
Bee. 

Le Jage. 

Vecy angoisse. 
Quel Bec est ce cy? Suis je chievre? 
Parle k moy. 

Le Bergier. 
B^e. 

Le Jage. 

Sanglante fievre 
Te doint dien! et te mocqaes ta? 

Pathelin. 
Croyez qa'll est fol, oa testo, 
Oa qa'il caide estre entre ses bestes. 

Le Drappier. 
Cr regnie je bien, se vous n'estes 
Celny, sans autre, qai avez 
£a mon drap. Ha! voos ne s^ayez, 
Mon seignear, par quelle malice 



*) Der Franc war eine alte ßlünze, im fVerthe von 20 Soub. ^) Bec 
jftUB« {GeWaehnabel) ^ Ignorant, tot. ') Hahnrei \ dann in ahnUcher Bedeutung' 
ais das vorigu, *) j« loac, prifer«, coBscUle. 



18» 

Le Jage^ 
Et taifez Tom. Estez toos nice? 
Laissez en paix cest acoessoire. 
Et Tenons an principaL 

Le Dcappier. 

Hon seigneor; mais le cas me tonche: 

Toatesfois, par ma foy, ma boache 

Heshaj ■) on seal mot ii*en dira. 

Une auire fols il en yra 

Ainsi qa*il en ponnfa aller. 

II le me connent avaller 

Sans maacher. Or (p^, je disoie 

A mon propos, comment j'avoie 

Baüle six aalnes .... doy je dire 

lies brebis. Je yous en prie, sire 

Pardonnez moy. Ce gentil maistre. 

Hon bergier, qoand ü devoit estre 

Aoz cbamps, il me dist que f anroie 

Six escns d'or, qnant je yiendroie . • • . 

Dy je: depois trois ans en ^a, 

Hon bergier me convenan^a ') 

Qae loyaament me garderoit 

Mes brebis, et ne m'y feroit 

Ne domaige-ne villenie: 

Et pnis, maintenant il me nie 

Et drap et argent {dainement./ 

Ah! maistre Pierre, vrayement 

Ce ribaut cy m'embloit les laines 

n^ mes bestes; et, toutes saines, 

Les fesoit mourir et perir, 

De gros baston sor la oerveUe .... 

Qoant mon drap fut sonbz son aisselle, 

II se mist en chemin grant erre, 

Et me dist que fallasse querre 

-Six^escus d'or en sa läaison. 

Le Jage. 
II n'y a rime ne raison 
En tout quan que vous rafardez. 



') Aajoard'hui, dor^navant. ?> proM«tU. 



183 

Qa*est cecj! V^i^ o9itre|Brdez 
PiÜB .d'niiy^pisls 4'«ntre. Soinme toote, 
Par le sang bieu, je n'j MOfj f^ffo^l 
n brouiUe de drap, et babiUe 
Puis de. brebis, a« conp la qaille. 
Chose qu'il die ne s'entretient. 

Patbelin. 
Or, je m'en fais fort qu^il retient 
An poyre bergier son salaire.' 

Le Drappier. 
Par dien! tous en p^ossiez bien taire 
Mon drap, aussi yraj que la messe. 
Je s^ay mieux oii le bas m'en blesse 
Qae TOUS ne an aaire sie s^ayez. 
Par la ti^ste bjeai tous TaTez. 

Le Jnge. 
Qaest ce qa*il a? 

Le Drappier. 

Rien, monseigneur. 
Certainement, c^QSt Iß g^ignear 
Trompeor .... HoU 1 je m'ea tasrajr, 
Si je puis, et n'en parieraj 
lüeshaj, pour chose qail adyienne. 

Le Jage. 
Et non; mais <pi*il tous en souYienne. 
Or, conclnez appertement. 

Patbelin. 
Ce bergier ne peut nuUement 
Respondre anx fais que l'on propose, 
S'il n*a da conseil; et il n^ose, 
Du il ne scet en demander. 
S'il Toas plaisoit moy Commander 
Que je fasse ä luy, je y seroye. 

Le Juge. 
Ayecques luy? Je cuideroye 
Que ce fast trestoute froidure: 
C'est peu d'acquest '). 



') Aequintioni profit. 



184 

Patlelin. 

' Mais, je yoas jure 
Qa*tiiMi ne vndl rien ayoir: 
Poar diea soit Cr, je yois «i^ayoir 
An pauTTet qa*il Yondra me dire, 
Et 8*11 me s^aura point instraire 
Pour respondre anx iak de partie. 
n anrait dure departie 
De ce, qai ne le secoorroit 
Vien ^k, mon amy. Qai poarroit 
TrouTer? Entens. 

Le Bergier. 
Bee. 

Pathelin. 

Qnel B^e, dea! 
Par le sainct sang q«e dien crea, 
Es ta fol? Dj moj ton affaire. 

Le Bergier. 
B^ 

Pathelin. 
Qael Bee! Ojs tn tes brebis braire? 
Oest ponr ton pronffit: enten? j. 

Le Bergier. 
B^e. 

Pathelin. 
Et dy, Ouy ou Nenny, 
C'est bien falct. Dy toasjoors, feras. 

Le Bergier. 
B^e. 

Pathelin. 
Plus haut; ou tu t'ea trouyeras 
]^n grande depens, ou je m^en double. 

Le Bergier. 
Bee. 

Pathelin. 
Cr est il plus fol eil qui boutc 
Tel fol naturel en proces. 



185 

Ha! Bire, M&Tojei Yem i ies 
Brebis; ü est fol de natare. 

Le Drappier. 
Est il fol? Saint Saayeor d'Esture! 
D est plas saige qoe yons n'estes. 

Pathelin. 
Enyojez le garder ses bestes, 
Sans jonr que jamais ne retonme. 
Que mandit soit-il qni adjoame? 
Tels folz ne faolt adjoamer. 

Le Drappier. 
Et Ten fera l'eii retonmer, ^ 
Afrant qae je poisse estre ouj? 

Pathelin. 
M'aist dieu, pniqu^il est fol, ony. 
Pourquoj ne fera? 

Le Drappier« 

He dea, sire, 
An moins laissez moj avant dire 
Et faire mes conclosionsi 
Se ne sont pas abosions 
Que je yons dj, ne mocqoeries. 

Le Jage. 
Ce sont toutes tribooilleries 
Qäe de plaider k folz ne h folles. 
Escontez: k mains.de paroUes 
La conrt n'en sera plus tenue. 

Le Drappier. 
S'en iront-ilz, sans retenae 
De plus reyenir? 

Le Jage. 

Et qaoj donqaes? 

Pathelin. 
Heyenir? Yous ne yeistes onqaes 
Plus fol, n^en faict, ne en response; 
Et si ne yaalt pas mieax ane once. 



181 

Tons denx seni; fofe et Mot oerrtU«: 

Par saincte Mari« la belle, 

Enx denx n'ea ont pas ua qnarat 

Le Drappier. 
Yous Fen^rtasteB par barat ') < 
Mon drap sans pajer, maistre Pierre. 
Par la chair bien, ne par sainct Pierre, 
Ce ne fnt pas faict de prend'bomme. 

Pathelin« 
Or, je regnj sainct Pierre de Romme, 
S'il n'est fin fol, ou 11 affoUe. 

Le Drappier. 
Je Yons cognois h la paroUe, 
Et li la robbe, et an yisaige. 
Je ne suis pas fol; je snis saige,^ 
Ponr congnoistre qui bien me fait. 
Je Yons compteraj tont le faict, 
Mon seigneur^ par ma coosclence. 

Pathelin. 
He, sire, imposez loy silence. 
N^aTons honte de tant debattre 
A ce bergier, ponr trois ou qnattre 
Yieilz brebiailles on moutons 
Qni ne yalent pas denx bontons? 
11 en faict plns grand kirielle 

Le Drappier. 
Quelz montons? C'est une vielle: 
CVst k vous mesme qne je parle, 
A yons. Et me le readrez, par le 
Dien qni yonlt k noel estre ne« 

Le Jnge. 
Veez-yons? Suis -je bien assene? 
n ue cesaera bnj de braire. 

Le Drappier. 
Je Inj demande 



') Tromperie. 



IST 

PatheliiL 

Faictes le taire. 
. Et, par dien, c'est trop flageoUe. . 

Prenons qu'il en ait affolle 
Siz ou sept, oa wäe doozaine, 
£t mengesB en sjuiglaiite estraine, 
Yous en estes bien mehaigne ')! 
Vons ayez plus qne tant gagne 
Au temps qn'fl les woua a ^atdcz. 

Le Drappiep, 
Regardez, sire; regardez. 
Je luy parle de drapperie. 
Et il respond de berjgeria 
Six aulnes de drap, oh sont elles, 
Qne Toas mistes soubz yos ais^IlesF 
Pensez yous poiht de me les rendre? 

Patbelin. 
Ha! sire, le ferei vons pendre 
Poür six ön sept bestes h laine? 
An moins, reprenez yostre balaine: 
Ne soyez pas si rigoareaz 
An poTre bergier douloureuz, 
Qui est aossi nad comme an yer. 

Le Drappier. 
C'est tues bien retoorne le yeir. 
Le dyable oye ilst bien yendeur 
Le drap h nng tel entendeur. 
Dea^ mon seignear, je Im demande .... 

Le Jage. 
Je Fabsoulz de yostre demande, 
Et yous deffens le proceder. 
C'est an bei honnear de plaider 
A nng fol! Ya t'en k tes bestes. 

Le Bergier. 
B^e. 

Le Jage. 
Yoas mohstrez bien qnel vons esles, 
Sire, par le sang nostre dame. 



') BlebaigBer, UeMer et offenstt avcoB en m pwtouie et en ton i 
tdlMMnt qu'il y ait qiulfm Bcmbr« perdii. "^ 



188 

Le Drappier. 
H« dea, mon seigneur, bon gre m'ame, 
Je luy vueil 

Pttheliiu 

S'en poarroit II tairt? 

Le Drappier. 
Et c'est k Ton» que j aj affaire. 
VooB m'avez trom[^ faalceinent, 
Et empörte fiirti?ement 
Mon ^ap, par rostre beau langaige. 

Pathelin. 
J*eii appelle k mon conraige: 
Et yoos Tojez bien, mon seigneur. 

Le Drappier. 
M'aist dien, voos estea le greigneor 
Trompevr. Mon aeignenr; quoy qa*on die 

Le Jage. 
C'est nne droicte comardie 
Qne de vons denx: ce n^est qne notse. 
M'aist dien, je loz qne je m*en voise. 
Ya t'en, mon amy; ne retoume 
Jamals, ponr sergent qni t'ajonme. 
La coort t'absont: entens tn blen? 

Pathelin. 
Dy grand mercy. 

Le Bergier. 
B^e. 

Le Jage. 

Dis je bien. 
Ya t'en, ne te chanlt; aatant yaille. 

Le Drappier. 
Est ce raison qn'il s'en aille 
Ainsi? 

Le Jage^ 
Oaj. J'ai affaire ailleors. 



n9 

Vons estes par trop grands r«illeiir»: 
Voiis ne m'y ferex plus tenir: 
Je m'en Tois. Yonlez yoas yenir 
Sonper ayec moy, mabtre Pierre? 



Je ne pnis. 



Pathelin. 



Le Drappier. 

Ha! qu'e« tu fort lierre *)! 
Dictea: seraj je point paye? 

Pathelin. 
De qiioy? Estes vous desvoye? 
Mais qai coidez vous qae je soye? 
Par le sang! de moy je pensoye 
Ponr qoi c'est qoe vous me prenez. 

Le Drappier.' 
Bee dea. 

Pathelin. 
Bean sire, or vons tenez. 
Je Toos diray, sans plus attendre, 
Ponr qni vons me coidez prendre: 
Est ee point ponr escervelle? 
Yoy: nenny, il n*est point pelle, 
Comme je suis, dessus la teste. 

Le Drappier. 
Me voulez vons tenir ponr beste? ' 
C^estez vous* en propre personne, 
Vons mesme: yostre lobe le sonne, 
Et ne le croyray . aultrement. 

Pathelin. 
Moy, dea? moy? Non suis yrayement 
Ostez en yostre opinion« 
Seroit ce point Jehan de ^ioyon? 

II me ressemble de corsaige. 

• 

Le Drappier« 

He dea! il n*a pas le visaige 
.Ainsy potatif, ne si fade. 



') Larron. 



i9d 

Ne ywatB laiss^ Je pAS lüaladt 
Oraii» dedens Yostre mabon? 

Patiieliiu 
Ha! qae yecy bonne raison! 
Malade? et qaelle maladie? 
Confessez yotre cornadle: 
Bfaintenaiit est eile bien clere? 

Le Drappicr« 
Cestes vous, je regnie sainct Pierre: 
YoiiB, Sans aoltre. Je le syay bien, 
Poor tout rray. 

Pathelin. 

Cr n'en croyet rien; 
Car, certes,. ce ne suis je mye. 
De yous onc aulnes ne demye 
rVe prins: je n*ay pas le loz tel. 

Le Drappier. 
Ha! je yois yoir en yostre hoste], 
Par le sang bleu, se yous y estes. 
Noos n^en debatrons plos nos testes 
Icy, se je yous treuye 12k. 

Pathelin. 
Par nostre dame, c'est cela: 
Par ce point le s^aorez yous bien. 
Dy, Aignelet 

Le Bergler. 
Bee. 

Pathelin. 

Vien jlk, yien. 
Ta besogne est eUe bleu faicte? 

Le Bergier. 
Bee. 

Pathelin. 
Ta partie est retraicte: 
Ne dy plns Bee; il n*y a force. 



191 

Lny ay je baill^ hefte efftorse ')? 
Tay je polfft conseiH^ h poinl? 

Le BergicF« . 
B^ 

Pathelln. 
He dea! On ne te orra point. 
Parle hardimentl ne te chaille. 

Le Bergier. 
Bee. 

Pathelin« 
n est ja temp« ^e je m'en aüle: 
Payc moy. 

Le Bergier. 
Bee. 

Pathelin. 

A dire roir, 
Ta as tre« bien faict ton deyolir. 
Et auasy bonae contenance« , 
Ce qoi luy a bafll6 l^adTa&ce, 
Cest qae tu t*e8 tena de rire. 

~Le Bergier. 
Bee. 

Patbelin. 
Qael Bee? II ne le fault plus dir«. 
Paye moy bien et doulcement. 

Le Bergier. 
Bee. 

Pathelin. 
Qiiel Bee? Or parle sagement, 
Et me paye: si m'eh iray. 

Le Bergier. 
*) PreMarage. 



19f 

Patkelin« 
So«6 ta qaoj Je te cliray? 
Je te prie, sans plas m'abayer, 
Qae ta penses de moj payer. 
Je ne vaeil plus de bayarie. 
Paye moy. 

Le Bergier. 
B^e. 

Pathelin. 

Est ce moqaerie? 
Est ce qaan qae ta en feras? 
Par mon serment, ta me payeras^ 
Entends ta? se ta ne t'envoles. 
Qh argent 

Le Bergier. 
B^e. 

Pathelin. 

Ta te rigoles! 
Comment! N'en aaray je aatre diose? 

Le Bergier. 
Bee. 

Pathelin. 
Ta ^is le rimear en prose. 
Et i q[ai vends ta tes coqailles? 
Sees to qa'il est. Ne me babilles 
ffleshäy de ton Bee, et me paye. 

Le Bergier« 
Bee. 

Pathelin. 
N'en aaray je autre mon^aye? 
A qai caides tu te joaer? 
Et je me devoye tant louer 
De toy: or fay qae je m'en lo8. 

Le Bergier. 
B^e. 



198 

Ptthelin. 

Me fais ta manger de ToS? 
Maugre bien! ay je tant yescn, 
Qa*an bergier, nn moaton yestu, 
Un yüain paillart, me rigolle? 

^ Lc Bergier« 

B^c. 

Pathclin. 

N»eii anray je autre parolle? 
Se ta le fais poar toy esbatre, 
Dj le: ne m*en fais plus debatre. 
Yien t^en sonper k ma maison, 

Le Bergier. 
B^ 

Pathelin. 
. Par sainct Jean, ta üb bkn vaUon: 
Les oytons menent les oes pawtre. 
Cr cajdois je estre aar toua le maUtre 
Des trompeara d'icy et d'ailleim^ 
Des fors corbinears ^), et des bailleim 
De paroles en pajemeiit, 
A rendre aa joar da jagenent: 
Et an bergier des ckamps me passe! 
Par Saint Jacques! se je troayasse 
Un bon sergent, te feisse prendre. 

Le Bergier. 
Bee. 

Pathelin. 
Heu, ßeei Pen me puisse pendre, 
Se je ne vois faire venir 
Un bon sergent. Mesavenir 
Lay puisse, s'U ne t'emprisonne. 

Le Bergier. 
Sil me ireave, je luy pardonne. 



') Corlinsr, attraper. 
UaUr Altfraat. Lit. OaMli* • N 



aiM 



FrAGMIS^T Di; LA ChRONIQUE DB ViLLE - HaRDOIN *). 

Or olez nne des plas grant meireilles ' et des greignors ayenhires 
qae tos onques oYssies: A cel tens ot an empereor en Constanti- 
nople qni avoit h nom Sarsac '); et si aroit un fixeres qui avoit k 
nom Alexis, que il ayoit racbati de prison de Tars. Icil Alexis si 
prist son frere Tempereor; si 11 traist les yamx de la .teste, et se 
fist empereor en tel traYson com vos ayez oY. Ensi le retint longae- 
ment en prison, et an snen fil qai avoit nom Alexis. Icil Gk si 
echapa de la pn9«n, et ßl f'en fi^ dans an rassel, trosqne ä 3) nne 
eite sar mer qai a non^ Ancs^vj^, • £nqai s'ei:^ alla al Roi Phelippe 
d'Alemaigne qai avoit aar seror }l fame; si.yint k Yerone en Lom-^ 
bardie et herbe ja en la Tille , ei tippTa des pelerins assez qai s'en 
aloient en Post Et eil qai TaToient aidie k eschaper, qai estoient 
«Tee lai, li distrent: „Sire, y^^x-ci an ost*) en Venise pr^s denos, 
„de la meillor gent et des meiUors chcTaliers del monde qai Tont 
„oltre mer; qaar lor criez merci, qae il aient de toi pitle et de ton 
„p^re, qai k tel tort j estes deseriU; et se 11 te Tolent aidier, ta 
„feras qnanqoe it^deWstikront. Je donc espooip qae lor en prendra 
„pitiez.^* Et il dist qae i) le fera- mnll volentiers, et qae eist con- 
ÜSI est bons. 

Ensi prist ses mcfMages; si- les enroiä al marchis Boniface de 
Montferrat qai «Im» ere de Tost, et as aatres barons. Et qnant le 
baron les Tirent, si s'en merreiflerent mt^t, et respondirent as mes- 
sages: „Nos entendons- bfieiis qae tos dites; nos enToirons al roi 
„Phelippe aTCC lui^ o^ il s'en Ta. Se eist nos yielt aidier la terre 
„d*oItremer 1^ recoTrer,-'iio4 ir aiderons la soe terre I conqaerre, qae 
„nos ssTons qa'ele est tolne lai et son p^re k torf Ensi fureot 
enToie li message en Alemaiene al yalet *) de Constantinople et al 
roj Phelippe d*Alemaigne. 

DcTant ce qae nos tos aTOns ici conte, si Tint ane noTcUe ea 
Tost, dont il furent moalt doknt li baron et les antres genz, qae 
messire Folqnes li bons hom, li saint hom, cpii parla premierement 
des croiz, fina et mori ^). Et apr^s ceste aTentnre lor Tint nne 
compagnie de malt bone gent de l'empire d'Alemaigne, dont 11 forent 
molt lie. JJl Tint li eTesqae de HaTest^t ^), et li caens Beltoas de 
Chassenele et de Boghe ^)\ Gamiers de Borlande, Tierris de Los, 



*) P,29folfd.dwJtug>mk0vm9»chon, r»t^K den jäHiUi MickauJ 
im dritten Theih dee Handbuchs, ^) Statt Kyr (xvgof^ %iQiOS) Isaak. 
') juaqaes l, *) camp, armee. ') Jeane «nfant qui n'^taitpa« cncore llevt *a 
rang de Chevalier. •) Her ßhehof atarb *u Ifeuilly im Mai \102, "*) Halber- 
etodt, •) l>.f. Katzenellenboir^' 



195 

Jbml d'Orme, TimU d« Di^ <)« Rogiers di» Suifre >), AlUaadm 
de YiUers, Olris de Toqe >), et mainte «atre bone jg^o^ ^ ne «ont 
wie jretriitt el Hirre^ 

AdoAC iorent departief les n^ et les -visÄers *) par ks ba^on«. 
Ha Dlex! taol bim dettrlers j ot mla! £t quant lea nis fnf ent dme«- 
gies d'armea et de viaode« et de cberaliera ^t de serjaDs, etJi e«e«« 
farent porteoda eaiilpon dea bordz ') et des ebaldeala *) des nea, «t 
les banieres dont il ayolt tant de belles. £t sa^hies qoe il portereot 
^s nes de perrieres ') et de Inangoniaax ') plns de trols eents, d 
ioz les angieus qui ont mestlers k yile prendre, l( grant plf nt^. He 
onques plvs belles estoires ') ne parti de nul port; et ee fu a« oc- 
taves S. Remi '^'j .en Tan de rincaraatioa Jesus -.Cbrlst mllle deox 
cens «BS et denx» Ensi partineat del port de Venise com yes avez et 

La yeiUe Saint -SLartin yindreot devant . Jadres '*) en JEsLiYOsiet 
et vii^it la cite fertpee de bal^ mors et de baltes tor$; et ppr üoiant 
demandesiez plas bele, ne plus fort, ne plus riebe. Et cpant li pe* 
leyiä la rirent, II se nevreiUereDt malt et distreat li ivis as antres: 
y,Cos(iept porrqit ^tre prise te) yiUe par for«e, ae Piex, meisi^es nel 
^alt!^^ Les pff^miers n^s.Tindrent devant la ville et avaacr^reot» 
et attendireot les autres; et al maitin ftstmult bei jor etm«U cler; 
et Tiorent ks galies totes et li rissiers et les autres nes q«i estoient 
ea arrleres, et pristrent ]Le port par force, et rc^mpir^nt la cbaaine 
ipii moli'ere for« ßt biea atoirne^M), et descendireRt h tefre, sl qu« 
li pon». b entr'ai» et la yill^ Lors yeissiez maint cfaeyalier et maJAt 
serjanz issir des. .n^;' et osaiat bon destriers traire des yissiers; et 
maint riebe tref *') et maint payeillozu Ensi se loja Tost, et fn 
Jadres tssiegie le )or de la Saint* Hartin. A cele fois ne farept mie 
yena t«it U baron; car encores n^ere mie yenoz le marcbis de lUoDt* 
Ccrrat qiü isre remes arricre por afaire que il ayoit ' *). Estienes del 
Perche fa reoies malades en Venise, et Mabios de Mommorendset 
qaant il forent gari, $i s'en yint Mablos de ISommorenci apr^s Tost 
k J«dre$$ mes Sstenes del Perobe ne Hat mie si bien, qnar il guerpi 
l'ost et s'en alla en Pnille sejörner. Apris lui s'en aUa Rotio d<$ 



- ') Dißst tu Brabata. ') JSchumdi ; wm» anderß die Femmtkmug' v^ Mm- 
ehon riehfig' ist^ was ich nicht glaube, ') Weder Torna in Ungarn^ noch Tor- 
nau in BShmen, sondern TUnna in Sachsen, *J Barque« ; vaiMeanx de tr«naport 
po«v Im clicvanx. *) h^ chevalieri avaiest eoahinfl 4« r»ag«i» leur# grsMdm bpucliers 
o« pavob ie hng «t au-df«tiui <!•• bor4« du vaiMcaa ponr se t^nir a couvart des traila 
4«« «luicaii«* ') C^teaiix »a touf da boU qu^on placait au baut de« mota. ^) JSort« 
4e filet. *) niacbine da guarra propra a jatar das piarraa dane le» villaa aa#ieg^ei ; 
balliatoa ; vom gtiech. fidyyavov. *) Floite, arail« navala. ' ®) Jm 6. Ootobep 
1202. ■ ') Zara. '') \Q. November, '') Las port« da war 4taiaBt alora b»» 
bituallemfat ffemea par de» chatoa», ' *) Va)a». '/) Yqü« «I« vaiaacan. ' ') lo- 
nocent III. avait defendu an narqnii Bonifata de le rendre avac lei crois^» a Tt^m, 



196 

MMrtfort, etive d« Laridle, et mamt antre qu nmH en fareitt blasme, 
et pa80erei|t aa passage de tnars en Snrie *). 

Lendemain de la Saint -Martin issirent de cek de Jadreft, et 
▼indrent parier al dnc de Yenise qoi ere en son paveillön, et li 
distrent qae il li randroient la eit£ et totes les lor choses, sals lor 
cdra, en sa merei; et li dox dist qail nen prendrmt mie cestai plait 
ne antre, se par le eonseil non as contes et as barons, et qa*il en 
iroit k eis parier. Endementiers qne ^) 11 alla parier as contes et as 
iMirons, icele partie dont tos ayez ot arrieres, qni voloit Tost depe- 
cier'), parlerent as messages et distrent lor: „Porqnoy yolez-TOOS 
„rendre vostre eite? li pelerin ne tos assaiUiront mie, ne d'ans 
„n'avez-vofi garde. Si vos vos poez defendre des Venisiens, dont 
^,estes-yos qnites/* £t ensi pristrent nn d*aas meismes qü ayoit 
nom Robert de Bove, qoi alla as murs de la rille et lor dist ce 
meismes. Ensi rentrerent le message en la rille, et fa li plais *) 
.remes. 

Li dox de Yenise, com il vint as contes et as barons, si lor 
dist: „Seignor, ensi yoelent eil de U dedens rentre la cite, sals lor 
„cors^ k ma merci, ne je n'en prendroie plait cestnj ne aatre, se 
„par vos conseil non>< Et li baron li respondirent: „%e, bos tos 
„loons qne tos le preigniez, et si le tos prion." Et il dit qne il 
le feroit, et^ il s'en retomerent tuit ensemble al paTeiUon le diic per 
le plait prendre; et trorerent que li message sen fnrent all^ par le 
conseil k cels qui Toloient l'ost depecier. Adonc se dre^a anz abbes 
de Yals *) de Vordre de Cistial '^), et lor dist: „Seignor, je tos 
„deffent de par TAposttoille de Rome, qae tos ne assailliez ceste 
„eiste; car ele est de chrestiens, et tos yestes pelerins.*' Et qnant 
ce oY li dttx, si fat mult iriez et destroiz; et dist &8 contes et as 
barons: „Seignors, je aroie de cette rille plait k ma rolente et rostre 
„gent le m'ont tolu, et ros m'aviez conrent que tos le m*aideriez k 
„conquerre; et je rous semond '^) que ros le fapois/' 

Maintenant li conte et li baron parlerent ensemble, et dl qoi i^ 
lor partie se tenoient^ et distrent: „Mult ont fait grant ol trage cU 
„qui ont ceste plait desfait, et il ne fn onques jors que il ne meissent 
„peine k ceste ost depecier. Cr somes nos honi, si nos ne Taidons 



') DepaU lef crouades il •« UuMt r^gulierement dem patsage« de g«emet« et 
de pllerin« daos la terra -«ainte aux deux aaisons les plua favorables de l'aiiliee. L'ea 
appele le Pastage de mamj Passagiam martii ou Passagium vernate, et 
Tavtre PassAge d'ete Ou d'aoOt, appele aussi Passagiam loaniiis, parce qtiMI se 
faiaait ordlnairement vers la Saint- Jean. ^) tandis que. ') decbirer, roanpre^ 
deaqnir. *) la Convention. ^) Guy, abbe de Vaux Sernay, qui fut cnsuite 4vdqee 
de CarcasNonne, et se rendit fameux dan» la guerre contre lea illbigeoie« *) ctteaex. 
') lavite, pne. 



197 

„ä prendre/' Et ils vieneni al duc, et li dient: „Sire, dos ie tos 
„aiderons a prendre, por mal d« cels qui dcstorn^ Tonf ..^nsi fu. 
li conseil pris; et al matia alereat logier devaut les portes de la 
Tille; et si dcecierent lors piereieres et lor autres eogins ') dont il 
a¥oieat a96ez ; et deyers la mer drecierent les eschieles sor les nes. 
Lors comencierent k la ylUe k jeter les pierres as mars et as tors. 
Easi dara cel assab bleu por cinq jors; et lors se mistrent li ii^n- 
cheors ä une tour, et eil commeocierent k trenchier le mar; et quant 
eil de dedens virent ce, si qaistrent plait, tot altre-tel com il TaToient 
refiise par le conseil k cels qui Tost yoloient depecier. 

Ensi fa la ville rendue en la merci le duc de Yenise, sals lor 
cors; et lors rint li duc as contes et as baroos, et lor dist: „Seig- 
„nior, nos avoiis ceste rille conquise, par la Dien grace et par la 
,,yo8tre* Il est yrers entres, et nos ne poons mais movoir de ci 
^tresque k la Pasque; car nos ne troveriens mie marchie en autre 
^XeUf et cette vile si est malt riebe et mult bien garnie de toz Mens; 
„si U parUrons par mi, si en prendomes la moitie, et tos lautre/^ 
Ensi com il fnt derise, si fu faiL Li Yenisien si orent la ^Kirtie 
deTcrs le port oii les nes estoient, et li Frau^ois orent Taatre. Lors 
forent li ostel deparü k cbascun endroit soi , tel com il a£Peri ') ; 
si se desloja Tost et Tindrent hergier en la rille. Et com il (urent 
herbergies, al tiers )or apr^s, se «rint an'e malt grande mes arentare 
en Tost, en droit höre de respres, qae une meslee commen^a des 
Yenisiens et des Fran^ois mult grant et malt fiercj et corrarent as 
armes de totes pars; et fa si grauz la meslee, qae poi j ot des rues 
oii 11 n'eost grant estorz ') d^espees et de lances et d'arbalestes ^) 
et de darz *), et mult j ot gens narrez et morz. Mais li Yenisiens 
ne porent mie Testor endurer. Si commencierent mult k perdre; 
et 11 prod'ome qai ne Toloient mie le mal, rindrent tot armee a 1« 
meslee, et commencierent ik desscTrer'); et com il ravolent dessevre 
en im lea, lors commen^oit en nu aatro. Ensi dura, trosqae a grant 
pieee de nait; et k grai^t traraii et k grant marlire le departirent 
tote-Toye. Et sachiez qae ce fut la plus grant dolors qai onque» 
arenist en Tost,, et p'ar poi qae li ost ne fu tote perdue; mais Diex 
nd Tolt.mie sofirir. IKult y ot grant domage d'ambedeax prs. L^ 
si fii mon uns hanlz hom de Flandre qai aroit nom GiUes.de Lan« 



') liMfrvBenf. ') conveBMf. ') ronlit. ^) AndeikB« arm»- composee i'u»« 
noature ou lAl de boi», m h^ni dvqutl eit «a «rc de f«r, une cord« et une foufchette; 
eile te beodoit avec cftort par le secours d'ua fer (espcce de clef), propre a cet uMge; 
arcu« baiietra. — Roquefort. *) Tont c« qui peut »Vmployer pour jeter, 
conume pierr«, flache, pique, javelot. — Roquefort. ') Es §eheini desevref 
d. h, disaiper, aepartr, gresekrieben werden «m müssen, Dassevrar etdspnekt dem 
lai, datarer«, abandonaer. 



108 

daz, et fefu parmi Foel, et de cop fn mora k ht mesleö, et -maint 
antre dont il ne fu mie si grant parole. Lors erent li dox de Ye- 
nise et H baron graut trayail, tote eele semaine, de faire pau de 
cele mesl6e, et tant y traTaÜlerent qac pais en fa,^ Dieii merey! 

Apt^s cele qninzaine tint li marebis de Montferrad, qtii u'ere 
mie eneore rennz, et Mabhis de Mommorenci, ^t Pierrea de Brale- 
cQel,'et maint autre prod'ome. Et apir^s nne antre qulozaine re- 
yindrent li messages d^Alemaigne qui estoient al roi Philippe et al 
yalet de Constantinople; et asaemblerent li baren et li dux de Yenise 
en un palais on fi dux ere ä ostel. Et lors parlerent ii measage et 
distrent: „Seignor, le roi Phelippe nos envoye II toa, et Hfils Tem- 
„pereor de Constantinople qui frere sa fame est'* — „Seignor, Mi 
„li roia, je tos enyoierai le frere ma femme; ai le meta en k Dien 
„main qni la gart de mort, et en la yostre " Por ce i|ue yoa alles 
„por Dien, et por dtoit et por jnatice, si deyesi & cels qni .aönt 
„desberite II tort rendre lor berltages, si yos poer} et si yos fera la 
„plns haut conrenance qui onqnes fut faite k gent, et la plna ficfae 
„aie a la terre d'oltremer conqnerre. Tot premierem^it se Diex done 
„qne yos le remetez en son her! tage, ^il metra tot l'einpiije de Ro^ 
„manie ') k la obedience de Roüie, dont eile ere partie pie^ '). 
„Apr^s il set qne yos ayez mis le yostre, et qne yos y eatea poyre, 
„si yos donra deux cent mil mars d'argent, et tiande k tous cela de 
„Fost, k petiz et k granz; et il ses cors ira ayec yos en la terre de 
„Babiloine, ou enyoira, se yos cuidiez qne mielz Sera, ii toz dix mil 
„bomes k sa despense^ et ses seryices yos fera par nn an; et ii tez 
„le jor de sa yie tendra cinq cens dieyaliers en la terre d'oltremer, 
„qni garderent la terre; si les tendra al suen." 

— „Seignor, de ce ayons-nos plains podir, fönt li measage, 
„d^asseurer ceste conyenanee, si yos la yolez as9ei}rer deyera yos. 
„Et sacbiez qne si halte conyenanee ne fu onqnes m^ «fferte k 
„gent. H6! n'a mie grant txdant de conqnerre, qni cesti reloaeral** 
Et il dient qne il en parleront; et fn pris nn parkment k lendeuain; 
et qnant il Airent ensemble, si lor fnst ceate parole mostree. Lk 
ot parle en maint endroit; et park Fabb^ de Yanlx de Fordfe de 
Cistiaus, et cele partie qui Toloit Fost depecier, et dktreat qn'ü ne 
s^y accorderoient mie; qne ce ere ser cbrestiena, et il n'estoient nie 
por ^e meu, ainz yoloient aller en Snrie. Et Fautre parti lor re- 
apondi: „Bei Seignor, en Snrie ne poez-yos rien faire, et al le rer- 
„rok bien k cels meismea qni nos ont degnerpis, et aont alle as 
„antres parz. Et sacbiez qne par la terre de Babiloine on par Grece 
„y ert recoyree la terre d*olttemer, s'el jammais est recoyree; et si 



') LVmpire de i'Orient. ') Depuit long • tempt. 



„nofl refit^oikt etitt conV#naiic«j noä 'BOmes boni li i<A' jör«.^' 'Enn' 
ere ea discorde Tort, et nie vdi merveiflei: mfe se k UYd'gMt iire' 
en discorde^ que li blanc molne de Fordre de ClffÜiti^ efeift alti^tfi' 
en ^scorde en Fost Li abb^s de Loces '), cfai nmlt^i'e'siftifa honie 
et prod'om, et li ahre abbe qni ä Im se ten6ierit, {)fö'cb<iierit et* 
crioient mercr k la gent , que il por Dien tenissc^tit l*ost' etiffamble, ' 
et que il recenssent ceste convenance; car ce est la chose par ttany 
on paetmielx recorrer la terre d'oltre-mer; et Pabb^'de Vanl et 
cU qni II löi se tenoient, repreechoient mall sovent,' ^t disöfs^nt 'que* 
tot ce ere mals; mals alassent eü la teirie de SoHej et fdssent ce* 
qae fl ponrroient. ' 

Lors Tint le marchis Bonlface de Montferrat et! Baudoiiis fi cvLtiti'' 
de Fkndres etHennant, et'Ii caens Löe^s, 'tt K cnens Hae diiSaiSa«' 
Pol, et eil qai li eis se tenoient; et distreni qae il ferdient eeste* 
convenance, qne il seröient boni, se il lä refasöient.' Ensi s'fen alJiiretit'' 
a Toste! le dac, et mande furent li'meissa^es, et assearerent la con-* 
renance , si com Favez olf arriere , par sairement •) et paf cbättr^l'* 
pendanz^). Et tant vos retrsnt li Kvres, que il ne furent que donz^' 
qai les sairemens jurerent de la partie des Fran^ois, ne plus n'en'' 
pooient aVöir. De cels si fn li urfs K marcbisdi Montferi^t, li cüens 
Bandonins de Flandres, li cuens Loeys de Bflois'et de^ Cbarteln,'et ' 
li cnens de Saint • Pol, et fanit altres qni h eh setemoient. Eis! fä^ 
la convenance faite et les cbartres bailHes, et n^is' li tiermes quimtfi ' 
Teilet riendroit; et ce fii ü la quinzaine de Pbsqnes aprtr*).* '* 

Ensi stSjonia lost des Frän^ois k Jadl*e^ toz cel' fayvisf CoMM le.' 
roi de Hongrie; et sachez que li caer des genz ne 'furent mief ' ^n'' 
pais; qne Fnne des parties se travailla k ce qne Post se d^partläft; * 
e li amtre }i ce cjuVle se tenist ensemble. Maint ' s*ei!i emblerent dlfis* 
mennz genz ha nes des marcheansi En une nef s'en emblerent' lifen * 
cinq cens; si noierent tnit et furent perdu. Urie altre 'coitinlrghl«" 
s'en embla par terre, et si s*en cuida aller par Eslaröbie,' et'Ii 'paT- ' 
sant de la terre les assaHirent et en ocistrent assez, et'li 'M^'*B*tA' 
'reparierent fniant arriere en Fost; ensi s'en iloienf formehf eriatoe-*' 
nnisant^) cbascun for. En Cel termihe se travailla tant xni halzbom'^ 
de l'ost qni ere d'Alemaigne,' Gvirnfers de Börlantfe, qtie ü ^Vn'ailX - 
en nne mef de marcheans, et gnerpist Tost, dont il teciStli gratti 
blasme. Apr^ ne tarda gaires qne un bantbec?) de Fnuice qul-a - 
nöm Renanz de Monmiraii pria tant, par Faie^) d« conte Loe^s;"^^ * 
il fa envniez en Surie en message en ime dek n^s* dff f estoire'^ '^' 
si jnra sor sains de son pofnt destre, et 11 1« tdit Ir ^heVatters qni; 

>) Loc«do, das« 1« Monl-Fcrrat. L'ubbe *e aouiMait Pierr«. *) S«rnicii«. 
') ScMin petfdv« Mt duttlre« par na fil da <bie. **) Aa f>tQJ. *) IMminuant. 
•) baron. ') l'aid«. " " 



aoo 

aTee Int «lereiit, qae dedans k qainzaine qoc il seroienf en Snrie, 
et anroient fait lors meaaage, ijae il repareroieot arrierea en Tost 
Par oeste convenance ae departi de Toat, et ayee lui Henris del 
Castel aea nieca ^)^ GuüHelmea le Tiadamea de Chartrea, GeofiProi de 
Belmont, Johan de FroeTille, Pierrea sea firere», et maint alire: et 
li aairement qae il firent ne furent mie bien tenu, que il ne repai- 
rerent paa en Tost. 

Lora reyint ane noyelle en Tost qni fnt yolentiers ole: ijne H 
catoire de Flandrea dont tos ayez ot arrierea, ere arriyez k Marseille. 
Et Joliana de Neele chaatelains de Bragea qui ere cheretainca de 
eel oat, et Tierria qni fat fibs le conte Phelippe de Flandrea, et Ni- 
ehoU de Mailli, manderent le conte de Flandrea lor aeignor qae il 
iTem^roient k Marseille» et qae il lor mandast sa volonte, qae il fe- 
roient ce qae il lor manderoit Et il lor manda, par le conseil le 
dac de Yenise et dea autrea barons, qae il measaent k Tiasae de 
mara, et vemaaent encontre lui au port de Modon ea Romanie. Ha- 
laa! il Tattendirent ai malvaiaement, qae onqaea covenz ne lor tien- 
drant, ainz a*en alerent en Sorie, oii il aavoient qae il ne fctroient 
riao nal eaploit. 

Or poez aaToir, aeignor, qae se Dies ne amaat cette oat, qa^elle 
ne peoat mie tenir ensemble a ce qae tant de gent lai qneroient maL 
Lora parlerent li barons ensemble. Si distrent.qu'il enroieroient k 
FapostoUle, porce qa'il lor sayoit mal gre de la prise de Jadrea; et 
caliroit meaaagea deaz cbeyaliera et deux clers, tela qa'ila aayoient, 
qai b<m fosaent k cest meaaage. Des deax dera fa 11 ana Neyelon 
li eyeaqne de Soisaona, et maiatre Joban de Noyon qni ere cance- 
liera le conte Bandolos de Flandrea; et dea cbeyaliers fa li ans Jo- 
kana de Friaise et Robert de Boye: et eil jarerent sor aaina lotal- 
ment qae il feroient li mcssage en bon^ foj, et qae il repaireroient 
k Foat» Malt le tindrent bien li troia, et li qoarz malyaiaement, et 
ce fa Robert de Boye; car il fist le message al pis qae il pot^ et 
a'en parjmra, et s^en alla en Surie apr^a les aatres ; et li aatrea trois 
le firent mnlt bien et distrent lor message enai com manderent li 
baron, et diatrent k l'apostoille: „Li baron voa merci crient de la 
„priae de Jadrea; qae ') il le fiatrent com eil qni mielz ne pooieat 
^iaire, por la deCaute de cela qai estoicnt alle aax aatrea pors, et 
^qae aatrement ne pooient tenir enaemble; et sor ce mandent J^yos 
.i,come k lor bon pere, qae yoa lor commandoiz voatre oommande- 
i,«ient qae il aont preat de faire." £t li apostoles dist aax messages, 
qa*il aayoit bien qae, par la defaate dea aatrea, lor conyint il grant 
«icachief k faire; ai en ot grant piti^, et lora manda aa barons et as 

') NavM« ') Q«« a «a neu CrMcais l*acccption da car oa at iU, muu 
Um ^ M Itafiea. 



SOI 

pelerins Salac, et qaHl les assolt come ses filz, et lor commandoit 
et prioit qae il tenissent Tost ensemble; car il saroit bien qae sanz 
cel oat ne pooit li Services de Diex estre fais; et dona plain pboir 
h Nevelon Tevesque de Soissons et maistre Joliau de Noyon, de Her 
et deslier les pelerins trosqa'adonc qae li cardonax rendroit en Tost. 

Ensi fu j^ del tens passe qae li Qaaresme fo; et atomerent lor 
Bayile >) por moyoir k la Pascpie. Quant les n^s farent chargies, 
lendemain de la Pasqae, si se logierent li pelerins fors de la Tille 
sor le port; et li Yenisiens firent abatre la rille et les tors et les 
mors. Et dont ayint ane aventure dont molt pesa k cels de Tost, 
qae ans des balz barons de Tost, qai ayoit nom Simon de Montfort, 
ot fait son plait al roy de Ungrie qui anemis estoit k cels de Tost, 
qa^il s'en alla k lui et gnerpit Tost. Ayec lui aUa Guis de Montfort 
ses freres, Simon de Ne^fle ') et Robert Malroisins, et Druis de 
Cressonessart, et l'abbes de Yals qai ere moine de Fordre de Cis- 
tiaus et maint autre. £t ne tarda guaires apr^s, qae s'en alla ans 
antre balz bom de Tost, qai Engeirans de Boyes ere appelez, et Haes 
ses frenes, et les genz de lor palts ce qae il en porent mener. Ensi 
partirent eil de Tost com yos ayez ot: malt fu granz domages k Tost 
et bonte k cels qai esirent. Lors eommencierent k moyoir les i^es 
et les yissiers; et fu deyise qae il prendroient port k Corfol, ane 
ysle en Romenie, et li premiers attendroient les darraiens que il se- 
roient ensemble; et il si fistrent 

Ainz qne li dox ne li marchis partissent del porz de Jadres, ne 
les galies, yint Alexis le fils Fempereor Sursac de Constantinople, et 
Yj enyoia le rois Pbelippe d'Alemaigne; et feu recens k malt grant 
joie et k malt grant bonor; et ensi bailla li dux les galies «t les 
yassials tant comme Ini conyint Et ensi partirent del port de Jadres, 
et orent bon yent; et alerent tant qae il pristrent porz k Daraz. 
Enqoi rendirent eil de la yille la yille de lor seignor, quant il le 
virent, malt^yolentiers et li firent fealte; et d'enqui s*en partirent et 
yindrent k Corfol, et retroyerent Post qui ere logie deyant la yille, 
et tendoz trez et payeillons, et les cbeyaas traiz des yissiers por re- 
fraicbir. Et com il olrent qae li filz de Fempereor de Constantinople 
ere arriyez al port, si yeissiez maint bon cbeyalier et maint bon ser- 
Jans aller encontre et mener maint bei destrier. Ensi le recearent 
k malt grant joie et k malt grant bonor; et il fist son tri tendre 
en-mi Fost, et li marcbis de Montferrat le säen de lez, en cai garde^) 
le roi Pbelippe Fayoit commande, qai saa soror «yoit k ferne. — 



*) Floitm, ?> N^aufl« ^tait uB boarg da Faacien pay» da Tezin. *) En la 
garda daqaaU ^ 



t09 



FrAGJMENT de L'hiSTOIBE du ROY SAINT JwOYS 

^ par lean, Sire de Joinville >)w 

MJt Roi Saint Loys fut Tomme da monde,- qni plus se tiravailla a 
faire et mectre paiz et Concorde entre ses sabjectz: et par especial 
entre les Princes et Seignenrs de son Royanme, et des Yöisins, mes- 
mement entre le Conte de Chalons mon oncle, et le Conte de Boar- 
goigne son filz, qni anoient grant gaerre ensemble, an retonr que 
insmes renns d'oultre mer.. Et poär la paix faire entre le pere et 
le filz, il ennoia plusienrs gens de son Conseil en Bourgoigne h ses 
propres conotz et despens: et finablement fist tant, qne par son 
moien la pabt des deux parsonnages fnt falte. Semblablement pour 
son ponrcbaz ') la paiz fnt faite entre le second Roy Thibanlt de 
Nauarre et les Contes de Chalons .et de Bourgoigne, qni anoient dure 
gaerre ensemblement les ungs contre ies aatres: et y enaoya pareil- 
lement des gens de son Conseil , qni en firent Taccord et les ap- 
paiserent 

Aptis Celle palx commen^a nne aatre grant gaerre entre le Conte 
Thibanlt de Bar et le Conte de Loxembourg, qüi auoit sa isear a 
femme. Et lesqnelz se combattirent Fun contre l'autre main I main 
dessoabz Pigny. Et print le Conte de Bar le Conte de Laxemboarg, 
et apr^s gaigna k chastean de Ligney, qni est an Conte de LnXem- 
bonrg II cause de sa femme. Pour laquelle guerre appaiser le Roy 
y ennoia Monseigneur Perron le Chambellan, qni estoit Fornme. da 
monde, en qui le Roy croioit plus, et aux despens du Roy. Et tant 
se y traaailla le Roy, que leur paix fut faicte. Les gens de son 
grant Conseil le reprenoient ancune foiz, pour ce qa*il prenoit ainsi 
grant paine h appaiser les estrangiers: et qu'il fait mal, qnant il ne 
les laissoit gaerroier, et , que les appointemens s'en feroient nüeulx 
aipthn, A ce lenr respondit le Roy, et leur diSt, qu'ilzne disoient 
pas Irien. „Car, ce fa!soit-il, si les Princes et grans Seignenrs, qai 
„sont Toisins de mon Royaume, veoient qne je les lai^sasse gaerroier 
„les angs anx aatres, ilz poarroient dfre entr'eulx, que le Roy de 
„France par sa malice et ingratitude nous lesse guerroier. Et par 
„cfe poarroient- ilz- conqnerir hayne contre moy, et me pourraient 
„yenir courir sns. Dont J€f ponrroye bien soufTrir mal, et dommaige 
„i mon Royanme: et daaantaige encourir Fire de Dien, qai dit qne 
„benoist soit celni, qui s'efforce de mectre vnion et' concorde etitre 
„les discordatts.^* Et saichez, que pour lö bien qae les Bourgnignons 
et les Lorrains yeoient en la personne da Roy, et pour la grant 

* ) P. 1 1 9 ~ 1 15. d0r Aufgabe »o» Da Prcsn«, Seigaeur Du Caag«. *> Sol- 
liciUtion von proquastatio. 



808 

paine qa'il aa«H priDM k les mectre i Tnioif , ilc Tamoitiiit iant, et 
Tobcilssaieiit, qa*ik farebt tous Coatens de ymir pkidoier dewmt fcii 
des discords, qaik anoient lea ungs vere les antres. Et lea j vy 
plusienrs foiz ll Paris, it Reims, k Mdon, et ailleurs, lii oh le Roy. 
estoit. 

Le bon Roy ayma tant Dien, et sa benoiste Mere, quo tous eeulx. 
qa*il poaoit actaindre d^auoir fait aacnn villain serement, ou dit qne^ . 
qae antre Tillaine chose, et deshoneste, il Ics fakoit griefinement 
pvgiiir. Et vis me fbiz k Cesaire *) onitre mer, qa*il fist escbaUer '). 
ung orfenre en braies et chemise monlt yillainetDeat k grant'dosho«- 
nenr '). Et anssi ouy dire, qae depais qa*il fat retonme d'ooltre 
mer, durant qne j'estois k lonuille alle, qa'il aooit fait brosler et 
mercher ^) k fer chaiilt le neys et la banMeare *) d'Tii boorgeois de 
Paris, pour ung blapheme qall auoit (ait. Et ouj dire an boA Roy 
de sa propre j>oiiehe , qa*ü eust yoala aiioir est^ seigne d'im fer 
tont chaolt, et il eust peo tant faire, qu'il eust oust^^) ioos ks 
blapbemes et juremens de son Royaame. 

En so compaignie ay-je bien est6 par Fespaeede ▼iagt«'dital- 
ans. Mais onques en ma vie, ponr quelque ooarrooz q4*il enstaoi 
lui ovy jurer ne blapbemes Dien, ne sa d^ne Mere^ me ancun Saint, 
ne Sainte, Et qnant' il vonloit afiFermer quelque oiiose^ il disoit:' 
„Yrolemeat il est ainsi,^* ou: „Yraiement il nVn Tii pas ainsL^^ Et' 
bien apparut, que ponr nulle rien ü n^eost yonlu regnier ne |ttrer^ 
Dien; qnant le Souldan et les Admiraulx dEgipte lui yonlorent .£ure- 
regnier^) IMen ponr la foy bailler, on cas.qoll ne tenoit rappoisko* 
ment de paix qn'ils yonloient faire. Car le sauit Roy« qnant il' y, 
fut ainsi rapport^, qne les Tnrcs yonloient qn'il fist tel serement^; 
jam^s ne le yonlnt fnire; ains plvstousi eost ame monrir, comm«: 
est dist denatit. lafnais ne lui ony nommerne oppeller le dodbie, 
si n'anoit est^ en ancnn Linre, Ik oü il le faiüist nonftmct par' 
exemple« Et est yne tres-honteuse chose au^Royänme deiFninoo 
de celni cas, et anz Princes de le souffrir ne oyr nommer* Car< 
yons yerrei, qne-Pyn ne dira pas trois motz k Tautce par nial,nqa*il 
ne die: Ya de par le deable, on en autres langaigcs. Le saiit Rojf - 
me demanda yne fois, si je lanoys les pieds aux pomres le yonr de. 
lendi absein en- Karesme. Et je luy respondj, qne non^ et qn'il ne • 



' ) CaMUrea. ' ) Mettre aa pilori. ') In dem 9tanusertj>t '(Roijusfort, 
GloMAire d* U Ung«» Romano, v. EtchieU, Vol.I, p.499, a) umdimS§i' M^trh0r 
Jmag'tihm vom Jokrm 1761 (p. 144) lamit dim SitUe folg^ndwmtifßtui Je vi <)Qe 
il fist metr« un orfevre en l'echielU k Cetaire, en braie« et en chemise, le« boiau« et la 
freeaure d'un port entour le eol, et ei (rant foiacn, que eile li avenoient Jnequ^u uet 
poar ayoirjar^. — fVir HmdimmwdemT^xUwmDuCiMgtg^foi^i ^) mar* 
«|a«r. *) l«sl^rea«lleai«Bt<Mi. ') faire l'aottt, aoieeonaer; Atat. ') r«Dter. 



804 

me semhlut mye eatre chote honneste. Adoae le boa Roy me dist: 
„Ba! Sire deloünille, yons ne deoez pas aaoir en desdaing et deapit 
„ce qne Dien a fait ponr noatre exemple, qui les loua a aes Apoos- 
„trea, Ini qui eatoit lear Maistre et Seigaeur. Et croy qae bien a 
„tort feriez ce qne le Roy d'Angleterre, qui a present est, fait. €ar 
,^ celai jour du lendi saint il laae lea piedz aax mezeaux*), et puls 
yyks baise.** 

Aoant qne le bon Seignenr Roy se coachaat, il auoit soauent 
de conatiune de faire yenir aea enfans deuant Ini, et leur recordoit 
lea beaox faitz et diiz des Roya et aatrea Princes anxieiia: et leur 
diaoit qae bien lea deuoient aaaoir et retenir, poor y prandre bon 
exemple. Et pareUlement leur remodatroit lea faitz des maauais 
hommes, qui par laxarea, rapinea, aaarices, et orgaeilz attoient perda 
leon lerrea etleara Seigneuriea; et que mauuaisement lenr en estoit 
adnemi. Et eea cboaea, disoit le Roy, tous ea gardez de faire ainsi 
comme ilz ont fait, et <}ae Dieo n'en preigne courroux contce yous. 
11 leur faiaoit k aemblable apprandre lea Hearea de noatre Dame, 
et leiv laiaoit oir cbacun jour, et dire deuant eulx les Heures da 
jonr, Selon le lemps ; affin de les accoustumer h ainsi le faire quant 
Ik aeroient k tenir leura terrea. Cestoit un tres-large aumoanier. 
Car par tont oh. il alloit en son Royaume^ il yisitoit les pouures 
Egliaes, lea Malladeries, et lea Hospitaulx. Et a'enqueroit des pouures 
C^tflz bommes, des pouures femmes^yeufuea, dea pouures filles k 
marier. Et par tous les lieux, ou il sauoit auoir necessite, et estre 
Bovffreteux, il leur faisait largement donoer de ses deniers. Et a 
peuurea mendians faiaoit donner k boire et a menger. Et lui ay yeu 
ploaieura foiz lui-mesmes leur coupper du pain, et leur donner a 
bmre. En aon tempa il a fait faire et edifier plusieurs Eglises, Mo- 
' nart^res, et Abbaies. C'est assauoir Reaumont, FAbbaie de saint 
Antboioe lez Paris, TAbbaie du Lis, TAbbaie de Malboisson, et pla- 
aienra autres Religions de Prescheurs et de Cordeliers. II fist sem- 
biablement faire ia Maison-Dieu de Pontbeise, celle de Yemon, la 
Maiaon des Quinze-yii^ts de Paris, et FAbbaie des Cordelieres de 
aaint Clon, que Bladame Ysabel sa seur fonda a la reqneste de Igi. 
Lea benefiees des Eglisea, qui escheoient en sa donaison, anant qu'il 
en yonlnst poumeoir aucun, il s'enquerroit a bonoes personnes de 
Testat et condicion de ceulx qui les demandoient, et sauoir slls 
estoient clercs et lectrez. Et ne youloit Jamals que ceulx, k qui il 
donnoit les benefiees, qu'ilz en tiensissent plus d'autres, que k leur 
estat n'appartenoit, et tousjours les donnoit par grant conseil de 
gens de bien. 

1) Mpr««. ' 



205 

Cj'Apr^s Terrcs commant il corrigea ses BaiUifiiy J«ges, et 
aiitres Offiders; et les beanz eetablissemeiiA noaaeaox, qa'il^fistet 
ordonn« estre gardex par toat son Rojamne de France, qoi sont telz: 

„Nons Loys par la grace de Dieu R$>y de France, Establiasoiis 
„ipie teas Baillifs, Prevostz, llaires, Inges, Recenenrs, et antre«, en 
„qnelqne office qn'il seit, qne chaacnn d enlx dorenanant fera sere- 
„ment; que tandis qa'ÜE seront esdita officea, ils feront droit et 
„justice it nng chasenn, aans aaeir ancnne accepcion de personnea, 
„tant k ponres comme k riches, k leatrangier comme au prine. £t 
„garderont les ts et constumes, qui sont bondes et appronm^es. Et 
„si par ancuns d^eulx est fiiit an contraire de leur serement, nana 
„Toulons et expressement enjoignons, qu*ils en soient pngnix en hiens 
„et en eorps, selon Fexigence des cas. La pugnicion desqnelz nos 
„Baillifz, Preuostz, Jages, et antres OfGeiers, nons resemons k noos 
„et k nostre congnoissance: et k enlx, de lenrs inferienrs et sobgetx, 
„NoK Tresoriers, Recenenrs, Preuofb, Anditenrs des Comptes, et 
„antres 0£ßeiers et entremectenrs de nos finances jureront, qne bien 
„et loianment ilz garderont noz rentes et dommaines anecqnes ton« 
'„et chasonns nos droiz, libertez, et preheminences, asns lesser ne 
„sonffrir en estre riens sonctrait, onste, ne amenns^. Et anecqnes 
„ce, qn^ilz ne prandront, ne laisseront prandre, enlx ne lenrs gens 
„et Commis, ancnns dons ne presens, qu on lenr yneiUe bjre, k enlx 
„ne k lenrs femmes et enfans, ne k antres, ponr et en lenr fanenr. 
„Et 81 ancnn don en est recen, qnilz le feront incontinant et sans 
„delay rendre et restitner. Et semblablement, qn^lU ne feront £4ve 
„ancnns dons ne presens k tinlles personnes, dont ilz soient snb- 
„getz, ponr qnelqne fanenr on support Et anecqnes ce pireronti 
„qne Ik oh ilz s^anront, et congnoiströnt aueun§ Officiers, SergenSy 
„on antres, qui sont rapinenrs, et abusenrs en lenrs offices et nostre 
„sernice, qn*ilz ne les sonstiendront ne celeront, par don, fanenr, 
„promesse, ne antrement: ains qn'ilz les pngniront et corrigeront 
„Selon que le cas le reqnerra, en bonne foy et equite, et sans an- 
„cnne bayne ne rancune. Et Tonlons, jaczoit ce qne ') lesdiz sere- 
„mens soient prins deuant nons, que ce nonobstant ils soient publiez 
„denant les Clercs, Chenaliers, Seigneurs, et tontes antres gens de 
„Commnne: affin que mieulx, et plni fennement ilz soient tennz et 
„gardez, et qu^ilz aient crainte d'enconrir le vice de parjnres, Hon 
„pas senllement pour k crainte et pugnicion de noz mains, et de la 
„honte, du monde: mais aussi de la paeur, et pugnicion le Dien. 
„En apr^s nons deffendons et prohiBons k tous nosditz Baillifs, Pre- 
„nostz^ Maires, Inges, et antres noz OlEciers, qu'ilz ne jurent ne 



') Ualgr^ que; qiioiqu*. 



;,i>Uplkeiiient le nom de Dien, de la digne Mere^ et benoitts Saints 
„et Siibtes de Paradies et k semblable, cp'ik ne soieBt jdHeux de 
„deE, ne freqnentatiB les touenice et bordeanx, aar paiae de prira- 
„eion de leur effice, et de pugtiicion telle^ qae an caa appartiendra. 
„Noas voalene k aemblable, qua toates lea foUes femmes de lenrs 
„c6vpa> et eommtmeB, aoient miaea bora dea maisens priueea, et se- 
„pareea d'aveeqaea les aatre« personnea: et qne ob ne lear louSra 
^,lie «ffSertDera qaelqnea mataona ne habitaciona , poar £iire et entre- 
„lenir lenr vice et pechie de luxure, Aprea ce, nons prabibons, et 
;,deffeadoii8, qae nvAi de noz BaiUific, Prevoatz, lagea et aatrea Of- 
„fieiera et adminiatrateara de laatice, ne aoient tant bardiz de con- 
„qnerir ne achapter, par eulx ne par antrea, anconea terrea ne poa- 
„seaaievia ea lieux, dont ilz aiiront la jnatice en main, aana nostre 
„eon^e, lieenee, et permiasion, et qae aoiona premierement acert»- 
j,neE de la eboae. Et ai aa contraire le fönt, noaa voalona et enten- 
,',don8 leaditea terrea et posseaaions eatre eonfia^eea en neatre mam 
^;Ne k aemUabte ne voalons point qae nos deaaaadiz Officiera ai^- 
^,near8, tant qallz aeront en nooatre aeroice, marient aacana de 
^,leiira filz , ' fillea , ne aatrea parena qa'flz aient , h. nulle aatre per- 
;,80&ne; qne en leara Bailliagea et reaaora, aana noatre congie eapeeial. 
„Ei tdifta ice deadiz acqaeatz et mariagea defiendaz ne entendona point 
,';aaoir Iteift entre les aulrea lugea et Officiera inferieura, ne entre 
„aatrea mineftra d'olfice. Noaa deffepdena auaai, qae Baillif, Preaoat, 
„üe aotre, ne tiengne trop grant nombre de Sergena de Bedeawf, en 
^;lft^n qae le eomman peuple en aoit grea6. Nooa deffendona pa- 
,',rdllenieat, que nalz de noz sabgeta ne aoient prina aa eorpa, ne 
„emptiaonnez poor leura debtea peraonndlea, fora qae poar lea noa- 
„trea: et qae il nie aoit leue amende aar aal de noadiz aubgetz poor 
„aa debte. Aaeeqaea ee, noaa eatabliaaona, qae cealx qai tiendront 
,^no8 Preüoate^ Yicontez oa aatrea noa Officea, qa'ilz ne.lea poiaaent 
„Tendre ne transporter k aatre peraonne,' aana noatre coagie. Et 
,;qäaM plosieoin aeront eompaignons en ang Office, noaa Toolooa 
;,qae Vm la ^xeh:e poar toas. Noaa deffeuidona aaaai, qa'ilz ne dea- 
„aaiaiaaent bomme de aaisine ') qa^U tienae> aana congnoiaaance de 
„caase, oa aana noatre eapeeial commandement. Noaa ne Toakma 
,;qa'il aoit Jea^ auconea exactiona^ pilleriea, taiUea, ne cooatamea 
,jnoaoellea. Aasai noaa voalona, qae noz BailitfiB, Preooaiz, Kairea, 
„Yicontea, et aatrea noz Officiera, qai par aacan eaa aeront mia bora 
„de leara Officea et de noatre aeroice, qa'ilz aoient, aprea ce qa'ilz 
„aeront äinai depoasez, par qaaifarte joara reaidana oa pais deadictea 
„Officea, en leara peraonnea, ou par procorear eapeeial: affin qa^ik 

* ) PosHCftsion. 



^r^tfönimki a«x noaaeaoz cntrei etdicUs Ofificeg, k ce ^'ils leur 
,,ToiiUroiit dewander de leara MMffaictz, et de km pkintes>* 

Par ks^els establusemena cj-dessos le Roy amend* grande« 
meat son Royaome^ et tellement qae chateao Tiooit ea paiz et ea 
tranqulit^. £t aaichei, qae ou tempa paaae TOffiee de la Prenost4 
de Paris ae Teadoit au plas offrant Dont il adaenolt,* qae plasiears 
pilleriea et »aleficea a^en faiaoieat; et eatoit tetallement justice cor«* 
rompuS par iaueara d'amys, et par dons et promesses. Dont le 
eommvn pe oozoit habiter oa Royaame de France, et estoit lors 
prta^e i^agoe. Et soauentesfeis a*aaoit*il aax pktz de k Prenoste 
de Paria, qaant k Preuoat tenoit uea asaisea, qne dix persennes an 
plns: pour les injosticea et abasiona qoi ae y faiaoieat. Povrtant ne 
Yoniat'il plas qae k Prenoste fat vendn^, ains estoit Office, qu'il 
doonoit ii qael^ie grant sage bomme, aaecqaes boas gaiges etgran«^ 
Et fut abolir toutes maaaaises constumes, dout le poaure |»eapk 
estoit greae aaparauant Et fist enqaerir par tont le paHs, Ik oh il 
tronuerolt qaelqne grant sage homme, qai fust bon jasticier, et qoi 
pagniat eatroictement les malfaicteors , sans anoir esgard an riebe 
plus qae au pouure. Et lay fat amene ang, qu^on appelait Estienne 
Boyleaafi, aoqael il donna TOffice de Preaost de Paris : lequel depais 
fist niemeilks de soy maintenir oadit O0ice. Tellement qae desor» 
Quds li'y avo^ larroD» mortrier, ne autre mol-faicteur, qui ozast de- 
moarer. fi Paris^ qae tantonst qa'il ea auoit cogno'^sance, qui ne fast 
^en4v9 QU pagpjy k rigoear de jaztice, selon kqaantite du mal-faict 
Et n'y anait .faueur de parente, ne d'amys, ne or, ne argent, qai Ten 
eos^ pea g^rentir: et grandement fist bonne jnstice. Et finabkmeat 
par kps i^ temps le Royaome de France se multiplia tellement 
ponr k bonne iostice ^t droictore qai y regnoit; qae k dommaine, 
oenei&, rentas, et reaennz da Royaame croissoit d'an en an de moi* 
tie, et «n amenda monlt k Royaame de France« 

D4s k temps de son jeaue eage fat-il pitenx des poaares et 
des soaffreteox: et tellement se y accoostama, qae qoant il f«t en 
son i«gne il aaoit toos)oars communement six- ringt poaares qai 
estoient i;epeai ') ebascan joar eq sa Maison, quelqae part qull fast 
Ei en Karesme le nombre des poaares croissoit Et soaaentesfoia 
le« lay ai vea seruir lai wesmes: et leur £aisoit dooner de ses* 
propi«s Tiaades. Et qaant ce yenoit aax festes anouelles, le joar 
des vi^^lks, auant qa'il beaat ne mengeast, il les seraoit. Et qaaar 
ik eatoient Kpeaz, ik emportoient toas certaine somme k deniers* 
Et k bref dire, fiusoit le Roy saint Loys tant d'aamosnea, et de si 
grandes, qae k paine les poarroit-on toutes dire et deckirer. Dont 



') D«« /a/m'/iMcA« raplati. 



998 

y ettt aacans de ses bmilien, qai mnrmiiroieiti de ee qaH fiaaoit 
81 grans dons et aiuiMMiaes: et disoient, qull y despendoit moalt. 
Mais le bon Roj reapondoit, qa*U aimoit mienlx faire grans deapena 
k faire aamoanea, qae en boubans ') et yanitez. INe pour qadqae 
grans amnosnes qoU feist, ne laissoit-il h. faire grant despence et 
large en sa Maison, et teile quil appartenoit k tel Prinee. Gar il 
estoit fort liberal. Et aux Parlemens et Estatz, qn'il tint k faire aes 
nonaeaox establissemens, il faisoit toos semir k sa Cour les Seig- 
neors, Cheualiers, et aatres, en plus grant babimdaace, et plus bad- 
tementj qae jamais n'aaoient £ait ses predeoesseors. II ajmoit monlt 
toutes manieres de gens, qui se mectoient au semice de Diea« Dont 
il a depuis fonde et fait plusieurs beaux Monasteres et Maisons de 
Religion par tout aon Royaame, £t mesmement enoironna-il tonte 
la Tille de Paris de gens de Religion, qn'il y ordonna, logea, et fon> 
dea k ses deniers. 



Enseignemens qae Louis IX, an lit de mort, donna 
k son fils Philippe'). 

Jf ean fili, la premiere ebose qne je t*enseigne et conmiande k gar^ 
der, si est, qae de tout mon cueur, et snr tonte rien, ta ajmes 
Dien. Car sans ce nol bonune ne penlt estre sänne. Et te garde 
bien de faire ebose, qui Ini desplaise: e*est assanoir pecbie. Gar td 
denerois pinstost desirer k sonffrir toutes manieres de tourmens, qae 
de pecber mortellement. Si Dien t^enuoie adversite, re^oyla benig- 
nement, et lui en rends graces: et pense, qne tn Pas bien dessemj, 
et qne le tont te toumera k ton pren '). S'il te donne prosperite, 
si Ten remereie tres-hamblement, et gardes qne ponr ce ta n^en 
Boies pas pire par orgneil, ne autrement Car Ton ne doit pas gner- 
roier Dien de ses dons, qu^il nous fait Confesse toy souoent, et 
eslis Confesseur ydone *), qai preadomme soit, et qui te pnisse sea- 
i^ment enseigner k faire les chouses qui sont- neoessaires ponr le 
salut de ton ame, et anssi les choses dont tu te dois garder: et qne 
la soies tel, qne tes Confessenrs, tes parens et familiers te pnissent 
bardiement reprandre de ton mal, qne tu anras fait, et ansisi k t*en- 
scigner tes faitz. Esconte le seruice de Dien et de nostre mere 
sainte Eglise, deuotement, de cueur et de bouche; et par espedal k 
la Messe, depuis qne la consecracion du corps nostre Seignenr sera, 
sans bonrder *), ne tmfiPer ®) anecques antroL Aies le caeor donlx 



') Fast«: pompa. ?) EBendas,^, 126-^12$. 3) gtia; profit *) ido- 
neu«. *) railler, plaiMUiter. *) calomnier, miiue. 



tD9 

ei pkieiix tax potre«, et les eonforte et aide en 'd' qne fwun», 
JKaiiitieB ks boimes cooatimes de ton Royaame, et abbaisse et cor- 
rige les maniiaises. Garde*toy de trop grant eonnoifise, ae ne bovte 
|iaa das trep graaa tatttes ae sabeides Ik ton peaple; al ce n^eat per 
trop grant aeeeasit^, poor ton Royaome deffendre.- Si tu aa ea tob 
eaeur aocaa mabaae, dj-le iaeoatiaent h. toa Coafeaaear, oa i aacoae 
bonae peiiaonae, qai ae soit paa plaia de lülaine» paroUea. Et aiaai 
iegerement poams poarter toa mal, par le recoirfbrt qu'il te doa- 
«era. iPrem toy bien garde^ qae tu aica en ta eompaignie prendes 
geas et loiaax, qai ae soient poiat plaina de coaaoitiae: soient gens 
d'EgUae, de Religioa, aecaMers, oo aatrea. Fay la comj^aignie dea 
maooaia, et t'efforce d'eaceater les paroUes de Diea, .et les retien 
en toa cueor, Poo^cbaaae eoatinoellement prierea, oraisoas et par- 
dons, Anie.ton boanenr« Garde« toy de souffrir aatrvy ,- qnt soit 
81 bardy im -dire deoant toi aaeane paroUej qai seit commeacemeAt 
d'eamooaoir aB% k peebe: ae i|ai meadie d'ao^rai danieres, oa de- 
•aant, par detraetioa. Ne ae souffre aocane Tißaine cbose dbre de 
Diea, de sa digne Mere, ae de Saiat oa Saiacte. Soaaent regraeie 
Diea^ lea bieas, et de 1» prospefite qd'ii te. donaera. Aaasi faia 
droictttre, et jostiee h diascon, tant aa pouore eomme a« riebe. Et 
« tes aeraitepri Sois lolal, liberal et roide de'parolle; ad ce qaHlz 
te craigaeat, el ayment eomme lear Blaistre. Et si aaeane co^tro- 
versite oa actioa ae neut, empilera toy jasqaes i fci «raril^, soit taat 
poar toy qae contre toy. Si ta es adaerti d*aaoif- aaeane ehose de 
Taatrai, qai soit certaine, soit par toy, oa par tes predecessears ; hj 
la rendre incontiuant Regarde o tonte diligence, comment les gens 
et sabgetz viaent en paix et en droictore dessoabz toy, par especial 
es bonnes yOles ei citez, et aillenrs. Malntien les franebises et li- 
bertez, esqnelles tes anxiens ') les ont maintenuz ei gardez, et les 
tiens fanear et amoar. Car par la richesse et paissance de tes boaaes 
Tillea, tes aaaemys ei adaersaires doabteront de te assajpir, et de 
mesprandre enaers toy, par especial tes pareilz, et tes Baroos, et 
aatres sequblables. Ayme ei bonnoare tootes geas; dPEglaie et de 
Religioa, ei garde bien qa'oa ne lear tollisse lears reoeaaz, doas, ei 
aamosnes,. qae tes aaxiens ei daoancier« lear ont lessez ei doaaez« 
On racompte du Roy P^elippes mon ayeal, qae. Tae foix Tyn de «es 
Conseillers lai disi, que les gens d^Eglise lai £usoient perdre et 
amenaser las dreiz et libertez, mesmement tes jostioes; et qoe «'estoit 
granl^meraeille, comment il le«SDuiFroii aiasi. Et le Roy mon ayeal 
lai respOttdit, qa'il le croioit bien: maiai qae Dien lai aaöit tant fait 
de biens et de gratuitez, que il aimoit mieulx lesser aller son bien, 



■) Ancdire«. 
Idelflr Alftfraaa. Lit. 6«tck. 



tp» iI*4iMir debat ne contcns aas gfns de sauite Eg^ise. A toapere 
«t a ia mere posrte honneur et reverenee, -et garde de les «oarMis- 
Mr par desoÜsiance de leuni bom commalidemeBS. Donne ies be- 
nefieea, qui te appartiendront, a bonnes penones «t de nette Tier si 
.k. fay par le conseil de preadea gens et sagesi Garde» 4oy d'esmo«- 
«•ir goerre contre b«inme Clnrestien aans grant eoBseil, et qae amtre- 
neat tu ny pniaaea obvier. Et m ancane gnerre y aa^ « garde les 
geaa d*Egliae^ et cenlx qni en riens ne t^aui'OBt Bivfiait Si gaerre 
et debat y a eiitro tea subgetz, appaise les aa pkialot q«e tu poar- 
ras. Prent garde anaaent a tes Baiilifz, Preuostz^ et antrü tes Of- 
ficiers, et t'enqaiers de leur goaaerneaent: allßn qne si* cbose j a 
en eulx h reprand», qne ta le faees. Et garde, qne qadqoe yiIIub 
peche n« regne en ton Royanme^ mesraement blapbeme ne heresie: 
•et si aacon en y a, fay-le toilir et ouster. Et garde toy bien, qae 
;Ui face» en ta maison despence raisonnable, et de raesvre» Et te 
stipply men en£int» qne en ma iin tu aies de moy sonaenance, et de 
Ina ponre ame: et me seconres par Messe«, oraisons, prieres, a«- 
• mosnes et biensfaiz, par tont ton Royavme. Et me actroie part et 
.porcion- en tous tes birnsfaiz, que tu feras. Et je te donne toate 
benediction» qne iamais pere pent donaer k enfant Priant ^ toate 
U.Triaite de Paradis, le Pere, le Fili, et le saini Esp^t, qa*il te 
garde» et deffende de tonn maulx, par.especial de mourir en pechie 
mortßL Ad ce que nous puissons Tne fbiz, apre» cesLe mortelleTie, 
«stre danant Dien ensenible, k lui ivndre graoes et loüenges sana fin 
..en sottT Kayaume de Paradis, amen. 



Fragmens des Mkmoires de Philippe de Comines. 

Prologue h M. rarcbevesque de Vienne '), ' 

illonse^euv Farclievesqne de Vfetme, pour satisfaire h !a reqneste 
quil Vous a pleu me faire de tous esfcrire, et mettre par memoire 
ce que j'ai s^en, et eonnu des fatfs du feu roy Louis onziesme^ a 
qai Dieu faee pardon, nostre maistre et bienfaicteur, et prince dtgne 

* .,..>■ — — .^^ '' 

*) €«tle^rck«vßqii« ol« Ti«»!!!!« t'fMt Angelo C»tto. Ne a Tarente, dana le roy- 
aHM« de Maple«; il 4v«it emhraiive le paru deHa oiaiiöa.d'Aiiioa, et avaifeite «Uit« 4e 
a'expatrier «vec e\\^ .^f^omque le dne de Calabfe eut leapoir d'^pouner mvl«, fill« de 
Charlea-le-T^meraire, il fut charj^e de «iiivre les negociations a la cour de Bo«r- 
Sdgne. Apr& la mort du dac de Calabre, Charles, qui avait ete frappe'du mlrite d'Aa- 
gelo Catto, le retiut a ton aervice, et lui Et nne peoaion; ce fut alora qu'il m IU d*Mtti- 
tic avec Philippe de Cominea. 



fll 

d« trcfr^csdeileste memoira, |e r«3F iui Je fkm pn^s dt.kvMte ipie 

Da tenps im am jenneMieiie «^anroye parier» «um poor «e ^tit 
je l«y «naye ony pvler ci füre: bum 4c|mii Je tevpe iiite je no$ 
tn BOD Mvfiee^ jusqMe ik Flieui!«! de «en trei|Mf, eii f eelo|re pneeal^ 
mj ütt plv eeTitinsdle rettdepee trec luy, ^e nul «Ktoe de L'eatol 
k qaoj Je letfcrfoyei ipi pm» le mone ejr tonijoiira.eete.doi ^a«ir 
bdÜeni, M eempe en ee& gttndee. effairea. £d luy et em toos aalree 
prioeesy qöe fay oona« en eerry, ay oomra da baail ei da mal; eer 
üs eent'lMiniiieflL comme Bona. * ADiea eeulaj^rtfeni^a perfectiaik 
BIftia, • quasd en oir priace la vert« «t bonnea cenditwus preeedeat f ) 
les vices, il eat digne de graad* meiooHre de louange^ Teu qoe tele 
personoagea aont plaa enclina en choaes Tolontairea qa'aatrea bommea, 
taut pour noorritare et petit chaatoy qa'ila ont ea en lear jeoneaae, 
que poar ce qae Tenana en Taage d'bomme, la piaspart des gena 
tachent k lear complaire» et k lears complezions et conditions. 

Et poar' ce qae je ne voodroje poiat mentir, ae peorroil liiire 
qaW qaelqae endroit de cetseacrlt^ «e- peorroit troarer qaelqae 
choae, qai du tout ne seroit II aa Joaange: mais ]aj esperance qae 
ceox qai liront, consideront les raisoas dessas dites Et tant osay- 
je bien dioe de loy li aon loa, qu'il ae 4ue sewble paa' qoe januia 
i'aje ooBia nnl prinee, ou il j ea$t moina quenlay, k regarder Ja 
teilt Si ay-je ea aatant de eonaoiaaance des granda princesy etaun 
tant de> eommanieation «vee eox» qoe ^ol hovuiie qiu ait eate ea 
France- de- omni fempa, t^ni de ceox qni oat regne* en . ce roya^vei 
qoe en Boetagae, en oce pa? tiea- de Flandres, AUepMgne, Angleterre» 
Eapagne« Portagal ei Italic « tant seigneora apiritaela que.tempoi^la, 
qae de. pl&aears aatrea dont je n'aye ea la tuS , maia «jonnoisaaacq 
par «omnianication de kara ambassadea«. par lettres, et par leara in? 
strndieaa. Parqnoy ob pent aaaei aroir d'inFormation de Ugf^a.jm* 
tarea et conditions« Toutesfoia je ne prete^da en i:i§ii^,.fa le Jaaaat 
en cet endrait^ diqunoer Tbonneur et bonoe r^ommee des aub^^ 
maia veas 'enroye oe dont pporoptement m'est Bov^^nu» esperant ^e 
vvuale.demandea poar le^n»ettre en qaelqae Oi'iiv^e, qiie voas aye^ 
inlention- de Ssire en laagoe ktine« dont voas fsU^ bien osite* P/ir 
laqoelle oemri« ae poorra «onnoistre la grandeqr.dn pq^c^e doat voua 
parleray^ et aosai de voakre enteadeinent ..EtU fuje faadroj.e, voas 
trooirerez moMseignenr dn Boachage et: .aatreq, qoi aüeox voi^s ea 
a^aovoMl parier qae moy^ et k concber ea meiÜear lanj^ge. Mais 
poar obligaüoii d^bonaeor^ 0t grandea privaatet et ^nfiiitz, aans ja- 
nun» entrerotipre, jttsq«e0 k la mort, qtie l\t oa Tantr^ n'y fast, 

.02 



tlf 

fUil D'cR'ikTMit flvfir «wiUeiire aonreoaiice ipe moy} et aiuM poor 
les pertes et dovleara «jae j'ay re^ftM 4cpiiu «mi tnspw. Q«i est 
Wen poar faire redvare k ma memoiie kt grace«. qae j'aj »fe^ttCs de 
lay: eombien qne e^eal cha ae aaaei aoeonstanee, qu'apre« le decet 
de ai granda et paiaaaBa prtaeea, lea miitalieBa aoiit grasde»: et y 
iml lea «oapertea, et lea aatrea gam» Gar lea Uaaa et ]ea.lio«neiiri 
M ae departent point h r«ppetitdif oew ^ Icr denaandent. 

Et poor ywBL9 informer da tempi dont aj ea comiMaaaiice diidit 
aeignewr, dottt fiittes demande, m'eat ibree dta oommencer arant le 
leoipa €fat \& yina k aeii'aerviee: et poia par erdre je eQnüukmtnj 
«HOB propea, fnaqnea k rb^nre <pe je deyina aen aerritew« et cos- 
tlmieray jaeqnea k aon treapa. 



\ IL 

• DigreaaioD aiir qaelqaea yicea et yertna da 
TQj Loaia onaieame. 

(Livre I. Chap, X.) 

«le me aaia- mh eu ce prepee, parce qae j'ay yea beaaemip de 
tvoiiiperies en ce monde, et de beaacoop de aernteora envera leora 
maiatres, et plas aonvent tromper lea prmeea et aeignevra orgaeilleiii, 
qui pen vealent onyr parier lea gena^ qne lea' buBablea qni-Tolaiiticn 
tea eacontent Et entre tena eeax qae j'ay jamaia «Mma, le ploa 
aage pour aey-tirer d*an maarais tempay en tempad^adjreraite, e'cateit 
le roy Lonia XI , noatre maiatre: le plaa homble ea parolea et cn 
iMbita: et qai ploa träyailloit k gagaer an bomme qoi le pouToit 
aervir, ou qni Kij pooroit' naire. Et ne aVannyoit point d'eatie re- 
ÜBi^ nne foia d'an hemme qn'il pretendeit gagner; mala y contiaooit, 
en loy promettant largement, et dönnant par elTet Fargent et eataiB 
qn^ä eonnoisBoit qai l«y plaiaoient» Et ceaz qnll ayait chaaaei et 
d^boates en tempa de pats- et de praaperit^, il lea racbetait bien 
dier, qaand il en aroit beaein, et a*en aerrait: et ne ka avoit cn 
naHe bame ponr lea cboaea paaacea. 11 eatoit natarellement «ni dea 
gena äf moyen eatat, et «nnemy de UUba granda qoi ae ponreient 
paftaer de loy. Nnl bomme ne preata jaraaia tant rnreiUe ans gena, 
fty ne a^enqoi«! de taut de -cboaea, comme fl fiuaoit, ne qoi Vonlnal 
]amata «onn^atre tant de gena: car anaai yeritablement il ceanoiaaeit 
tontea gena ^aadioritl el de ra(ear, qm eatoient en An^eterre, en 
Eapagne, en Portagal» en balie, «t ^ aeigaenriea da Dac de Bonr- 
gogne, et en Bretagne, comme il faiaoit aea anjeta. Et aea tennea 
et fa^ona qa'il tenait, dont j*ay parle cy-deaaoa» Vy ont aanre la 



tl9 

conronne, rtn le« ennemis qn'il ^s^oit lay- mesme acqnis h son ad- 
Tenement an rojanme. Hais snr tont lay a aerri sa largesae: car 
ahtti corimie sagemMt'i! c<md«ifebit r^dWnÜt^,' 1^ roppoAit^ ' cte« ee 
qaH cuidtfit >estfNs:aM««r, on' seiiknieiil e* tiiie tr^^xe, m dv^tUtbit 
mescontenter ies gena, par petita mo^en», qni pea luy aeiroient et 
h grand' peine ponvoit . endurer paix. U e^tpit leger k parier des 
gena, et aiiaai tost en lear preaence qa'en lenr abaence; aaof de 
ceoz qali cnigiioil, qsi estoit beaMcoop: far il eatoi« ctoantif de m 
propre natare. 'Et ipiand poar parier 2 aTnit rece« cpekpie dom« 
viage, OH en avoit^Biispicidn^ et le Toiilott> rcparer, ü nsmt de cotte 
paroh; an peraeonage prapre: ,,Je b^j bien qne' ma laa^oe n*a 
y,port^ grand dommage, aoaai m'a->clle fiiit qaelqaelbis d« pUki« 
,,bea«cwip: toates-foia c'eat raiaon qne je n^re ramende.^ £t 
n'iiBoft poini de eea prhr^ parolea, qull ne fiat qndqiie bien aa 
persennage i qn il parloit, et n*en faiaoit mda petita. • 

Enieore fait Dien grand* grac^ k va pra&ce qoand il a^ayt le 
bien et le mal, et par espectal qoand le bien preeede, cemoM mk 
Roj neatre maistre dee^oaditab Maia i mon avis, qme le irsivail qn.*al 
ent en aa jenneaae, qoand B fot fogitif de aon pere, et' foit aootf le 
doe Philippe de Beinrgegne, oä il ibt aix ana, loj talot beaocoopi 
car U fbt eontraint de eomplake it eenx dont il ayelt beaeiti:. et ce 
bien, qoi n^eslpaipetit, ki apprit adrenit^. Oovdteil aetreoira 
grand et roi eeoronne, d'enlree ae penaa qa*a«x TeB^eanfea, maiii 
tost loy en -vint le' dommage, eb qamid et- qoand la repcRtance. £t 
repara eette folie el «ette erreter, en regagnant ceox aox qael»al üu^ 
aoit tOTt, eemme toos entdidreo ej->apr6a. Et a'il n'eosteiila noor* 
ritore avtre qoe les aeigneors qoe j'aj veb aoorrir eo ce rojaome, 
je ne croy pas qoe jamais se fat resaoors: car tl tee Ica niwrriaaaat 
senlement ^k faire lea fob en habillenens etenparelea. Dekottaa 
letti^ 3$ n'ont-cenneissance« Un aeal sage boaame en ne leor iiael 
h Tenteor. 11s ent des goovemeors h fpd on parie de kors alaka% 
h em rien, et ceok-U diaposent de lenra i^airea; et tela^ adignewa 
y a cpii n*ont qne treiee Irrrea de reute en «rgent, qui ae gkrifiant 
de dire: Parlez k mea gena: coidana par eette parole contrtifiMre 
lea tr^agranda aeigneors. Aosai ay-je bien ^veosooFent kor» aerri-' 
teors faire leor profit d'eox, et' kor donner ii conneistre q«ik«eB^ 
teieM bestes; Et si d ayehtore qudqii'on s^en remnt, cft ^«hi cob« 
nelstre ce qoi loy iqiparticnt, e'est si tard qo'il n<i loy adrt'plos ck 
goeires: car^l fiiot neter qoe tooa les liommes^ q« jamaia ont eat4 
granda et fait grandea eboses, ont commenci krt <jeanea. Et ceiq 
gist }t la neorritore, on vient de k grace de Dien« . i > 



tl« 

. UI. 
Oi^^e«BioD anr FaTAatuge qo^e les Jionae« lettre^, el 
prinftipalem^Jit les Jki«iolr4«» ConI niui; priace» ei agx 
gran^s aeign^ura» 

(Livre II, Cbap. tl.) 

C tBt gnnd' IbIm ji bn prince dk «e sotuiellve ii k pfnstenoe d'iui 
anU«, par efpecial qModl & aMit ea goem: et est gnml ayanlage 
Ktaf prkofia» d'avoir tcii dee hiatoirea en leur jeanesae: csqnellea ae 
vÖ7e]il.largeaaent de teUta aaaembiees^ el ^ gtandea^ firaodea, tronn* 
periea, et parjaveoMiia , qa^aeemia dea-anciena out iait lea ana rer« 
lea antrea^ et pria ehtaea ceux «pii en telks aeiire«ea.a'estoia»l fiez. 
^li n-eat paa dit.qna to«a en ayeat «aer| BMia l'exaaiple dWeaCaawi 
poar ea faire aagea pluaieara, et lear donner Toiälaar die te garder: 
et eat, ce ixA aepble (h ce que fay veU pki0ieiiBa'foilpaff.eiipetieace 
de ee aaonde, aa j'aj esti Mntavr deatprineea TesplMMi ä^ diz-^hoit 
loa OK plus, ajtant daire comaiaaanca dea f^ite gittldaa «t^aacretes 
fliatieees, qtol se aoient traittees en oeirojraime de Fcanoe» et sdgnea- 
riea. voiainea) Fun dea grands möyeaa de read«6 mm koniilie sage, 
davoir le« les iaatoirea anoieiiaes, ^t appl^adre h ae conduire et 
garder, et entrepriftidre aageueat par- ieeUea,. et par lea «xcmples 
de noa predeecssaani. CW noaftre ide eat at brievci qii*elle ae 
aoffit k aroir- de taut.. de clMMea experieoee. Joint anaai qaa dohs 
aommaa dimtamea d'aage, et qua la w des booMBea a'eat-M longoa 
eaanaae die aonldit^ ny lea corpa 8i> puiaaaas« SeodbiableoMat qae 
Bfloa BOBimea affaiblea de tonte foy et loyaate lea ans enrers les 
telreB: et ne sfaurois dire par quel liea an se peasse asseorer les 
warn dea aukreas. et par espeeial des grands piinees, q« soni asscs 
eadins k lear yolaale, saus regarder autre rabonft et qoi f6s iraBit, 
aoni le phia aouvent enviropnez de geas qoi nWt l'oeil a nolle 
aa*ea.cbase, qa'li tomplaire ä leoia maistres, et k lo«^ tontes leors 
oevrres, seit boanes oa mauTaises} et ai qadqu'iui ae.troa¥e qui 
▼«■ille mieax £äire, toot se troavera brooille . 

Eacove ne me pais-}e tenir de blasmer les selgneaia igaoraas. 
EnviroB toos seignears se tnkiTei^ volontiers. ^Iq^ea ckres et gens 
de Tobbes loagaes (comtae raison est) et y sont bdan seana,. fasnd 
ÜB sont bons: et bien dangereox, qoaaNi. ils soni. antres. A toos 
propos ont ane loy aa bec, oa aae bistqirei et k meilleare qui se 
pnbse troaver, se toomeroit bien k mamFtm sensi niais les sages, et 
qui auroient lu, n en Seroient jauMis aboscät^. ny ne aeroient lea geas 
si bardis, de lear faire entendre mensonges. Et ccpyez qae Diea 
n*a point estably roflice de roy ny d'aotre prince, pour estre exerce 



»1% 

par les bf^gie»; n^.paff cei» qni pur voice gJKure, diene; „J<»iie.siiU 
^pas clercy je l«i6«c; faire moA cooiseil, je me fie en eni^.*' . Et. poiav, 
Sans assigner autre raison, s'ea Yoat en leurs esbats. S'lls avoient 
eate bien nonrrj« en la jeqne^se, leurs cüisona seroient autre«: et 
aurovent eavie. qu'on esUmast leurs personnes et leurs TerkuA.^ Je nfij 
Teox. point dire que tons les princes se 4servent de gens mal condi-« 
iioi|iMi«: mais'luen la pluspart de ceux qne jaj eonnos» n'en ontpaa 
Vonsjoars este desgamis, £n temps de necessite ay-je bien ven qiw. 
les ancons. sage^^se ^oot bien ^ceu servir des plus apparens: et le^ 
cherc)ier sans. y rien plaiudre: et entre tous les princes, dont j'ay 
ea \». connaissance. Je Uoy nostre maistre la le mieux sceu £aire, e^ 
plus ho^arer et estiuier Ifs gen« de bien. et de yaleur, Ilestoit 
a«u9ez lettre, il aimoit \ deroander, rt ejitendre de toutes cbos'^t et 
aYoit le sens naturel parfaitement bon: Ijequel precede toutes auti^e^ 
sciences, qu'on sauroit apprimdre en ce monde: et tou&.le« livres 
<|ai en sont faits ne servir^Ient de rien, si ce nVstoit pour rainener 
ea memoire les choses pas&ees: et qu^aussi plus on voit de ..cliose«' 
en nn seul lirre en trois mols, que n^en s^ai|roieat voir \ Toeil^ et 
entendre par experlence» yingt boiiimes de rmg, viyans Fun apref 
Vaatre, Ainsi pour conclure x^et article, me semble que Dieu ne 
peut euvoyer. (Jus grande playe, en un pays, que d'un prince.peu 
ea|£adu: c^r de la procedent tous autres maux. Premierement en 
/Tieat division et guerre; car il met tousjours en main d^autruy son 
aatorjte, qm'il devroit plus vouloir garder, que nul autre chose; et 
de cette divisiqu procede la famme et mortalite, et les autres mauf 
^p^. d^pc|iid^t de la guerre. Or regardez doncques, - si les sabjets 
d^un prince ne se doiveut point bien doulpir, quand ils yojent ses 
eafaus mal nourris, et entro moins de gens mal conditionez. 



IV. 

Digression sur ce que quand denx grands princes . 
s'entrevoyent pour cuider appaiser differends, teil« 
vu$ es't plus dommage^ble (|ue profitable. 

(Liwe II. Cfaap. Till.) 

Grant folie estä deux grands princes, qui sont comme esgaux en 
pnissance, de s'entrevoir, sinon qn*ils n^ont autres pensees qu'a leuns 
plaisirs; mais depois le tempa que TeuTie leur est yenuS d'accroistre 
les uns sur les autres, encore qu'il n'y eul peril de personnes (ce 
qui .est presque impossible) si accroist leur malveillancc, et leur euvie. 
Parquoy youdroit mieux qu'ils pacifiassent leurs differends par sages 



»1« 

et boa* fierritears, eomme faj dit afileor« plus nit loag en ces Bb- 
moires: mais enecrre en venx-je dire qnelcpies espertence« qae fay 
reote et sceaßs de mon temps. 

Pea d'annees apres qae nostre Roj fat conroim^, ei «TMit le 
Bleu Public, se fit mie Tea8 du roy de France et da roy de 
CastiDe >): qni sont les' plus alliez princes qui aoient en la dbre- 
sliente: car iis sont alliez de roj k roj, et de royanme li roymmie, 
et dliomme k bomme, et obligei aar grandea maledietioiis de les 
bien garder. A cette veaS vint le rufj Henry de Caatille, bien ac- 
oompagn^, jaaquea k Fontarabie, et le Roy eatoit k Saint «Jean -de- 
Los, qai est k qaatre lieuea; cbaeon eatoit aox confins de son roy- 
anme. Je n^ estoia pas: maÜB le Roy men a conte, et monneigpeor 
da Laa. Aaasi m'en a eate dit en Caatille par aacans seigiaeors, qni 
f estoient, ayec le roy de CaatiUe: et y eatoit le grand-maistre de 
Saint- Jaquea, et TarcbeTeaque de Tolede, les plas grands de Castille 
poar lors. Aossy y estoit le conte de Lodesme, son nugnon, en 
grand triompbe; et tonte sa garde, qni estoient qnelqnes trois cens 
cbevanx de Maares de Grenade, dont il y en ayoit plasieurs negrina. 
Tray est qae le roy Henry yalolt pen de sa persoone, et donnoit 
tont son beritage, oa se laissoit oster k qai le Tonloit oa ponvoit 
prendlre. Nostre roy estoit anssi fort accompagne, eomme ares Ten 
qn'il en aroit bien constotne, et par eqiecial sa garde estoit bdk: 
k cette yeal( se troora la reyne d'Arrayon, ponr qaelqae differead 
qa*eUe aroit arec le roy de Castille, poar Estelle, et qoeiqaes aotres 
places assises en r^avarre. De ce differend fat le Roy jage. 

Poar continaer ce propos, que la yenik des grands prinoes n'est 
point necessaire: ces deux icy n'aroient jamais ea differend, ny riea 
k departir, et se yirent nne fois ou denz sealement, snr le botrd de 
laririere, qui depart les^deux royaames, k Fendroit d*an petit cba- 
stean appele Heurtebise: et passa le roy de Castille dn coste de 
de^a: ils n'arresterent gaerre, sinon aufant qn'il plaisoit i ce grand- 
maistre de Saint -Jaques, et k cet acheresqae de Tolede. Parqooy 
le Roy cbercba leur accointance, et yinrent deyers luy 3^ Saioct- 
Jeban-de-Luz: et prit grande intelligence et amitie avec eoz, et pea 
estima leur Roy. La pluspart des gens des deux roy s estoient lo- 
gez k Bayonne, qni d'entree se battirent tres-bien, qaelqae alUance 
qa*il y eust: anssi sont-ce langues differentes. Le eomte de I/o- 
desme passa la riviere en an batteaa, dont la Toile estoit de drap 
d'or: et avoit des brodequins fort cbargez de pierreries: et vintTers 
le Roy. Tontesfois il n*estoit pas rray comte: mais ayoit largement 

*) We Zu9ammeitkunft mit Koaig' llemrieh von KatiWen foMd im Jmkn 
ikb2 Statt. ' 



9it 

Mens, ei depäh* je Tay veti diic d'Alboarg, et tenir grande terre eo 
Castllle. Anssi se dressoient moqaeries entre ces dettx nütions si 
alfieies. Le roj de Castille estoit kid, et ses haMlIemens deplaisans 
aux Fran^ois, qai s^en moqiiereiit. Nostre roy sliabilloit fort coort, 
et ai tnal que pia ire povToit: et assez maarafs' drap portoit aacdnea- 
fois, et an maurais chapeau, different des aatres, et une image de 
plomb deissäa. Les CafifÜllans s'en moqadient et dlsoient qae c^estoit 
par chidietS: en effet se di?partK cette assembl^e pleine de moqoe^ 
rie, et de pf^e: onques-pais ces denx rois ne s'entr'aymerent: ei 
se dressa de grands brotiillis entre les servilears du roy de Castllle,' 
qni ont äwei jasqaes h sa mort, et long-temps apres: et l'ay rea 
le plas paarre roy, abandonne de ses serviteurs, que je vis jamais. 
La reyne d'Arragmi se doulat de la sentence que le Roy donha au 
profit du roy de CastSHe. Elle en eut le Roy en grande bayne , el 
le roy d*Arragon anssi: combien qn'nn peu s'ayderent de luy coütre 
cenx de Barcelonne en lenr necessite: toutesfois peu dura cette ami- 
ti6, et y eut Sktre guerre entre le Roy et le roy d'Arragon, plus de 
setze ans, et encore dure ce differend. 

D, fant parier d'autres. Le due de Bourgogne Charles, s'est 
depois yea ik sa grande requeste, avcc lempereur Federic, qui encore 
est Tiyant et y.fit merreilfeuse despence, pour monstrer son triompLe, 
ils traüterent de plcisienrs eboses li Treves, ^u cette reuS se fite et 
cntlraiitres ehöses, du mariage deleärs enfans, qufdepuis est advenu: 
conftme ils entent est^ plusienrs jours ensemble, r£mpereur s'en allä 
sans dlre adieu, k la grand'honte et folie dndit duc: oncques-puis 
ne »'eatraytnerent, ny eu^, ny leurs gens. Les Allemands mepri- 
soient la pompe et parole dudit duc, Tattribnant h. orgueil.' Les 
Boorgoignons meprisoicnt la petite coinpagnie de rEmpereür, et leil 
patnrres faabillemens. Tant se demena la question, que la guerre 
qni lut k Nuz en advint. 

' Je Tis aussi ledit dnc de Bourgogne se voir k Saint -Paul en 
Artois, ayec- le roy Edouard d'Angletcrre [en janvler 1470], dont U 
avoit espouse la soenr: et estoient frercs d'ordre: ils fui^ent deux 
jonrs ensemble. Les serritenrs du Roy estoient fort bandez. Les 
deux parties ne plaiguoient audit duc» 11 presta'Toreille aux uns 
plnsr qa*ai!ix «ntres: dont leur bayne s^accreut. Toutesfois il aydä 
andit'Roy, k recouvrer son royaürae; et lui bailla g^ns, argent et 
narires. Car il'en estoit cbass^ piair Je comte de Warvicb. Et non- 
abstänt ce serrice (d«nt il^recdnira ledit royaume) Jamals depuis ils 
ne s'entr'aymerent, ny ne dirent bien Tun de l'anti'e. 

Je Tis yenir rers ledit dnc, le comte Palatin dn Rbin [Phi- 
lippe] pour le voir. II fnt plusienrs jours ^ Bruxelles, fortfestoye, 
recodlly, honore et löge en chambres ricbement tenda^. Les gens 



dadii dpc -disoieiil .qpe jces 4U^9a||d8.e8t^tt^t ord8y.ne^.qii)|l8 jiettoieiit 
kars housseanx sur ses^Uct« giricliement p«rei, ^t tpHlß n'estoieni 
point honnefites comme noim, et Pegtimerent moins qn'iiyant les con- 
noUtre: et les Allemands, ccuome enyieaz, parb>ifsit et nou^diaoieDt 
de cette grande pon^pe. £a effet oiii[a^,-puU a^ «'a^merent, ny ne 
fireut seryiee Tun k lautre. ' 

Je Tis aussi yenir vers ledit diic, le.duc Si^sinaiid d*Aatriche 
qoi \ny Tendit la. comte de Ferre^te, asaiae anpres la comte de Boor- 
gogoe^ ceot mille florins.d'or, ppqr ce f^'il ne la pouToit deffendre 
des SuiBsps. Ces deux Seigaeurs ne plureqt gqcce» Yw», k lautre: 
et depoifi se pacUia ce dac de Sigjsmond ayec les Siiissea^ e^ osta 
audit duc ladit^ comte de Ferrette^ et retint son ^urgent: et en ad- 
Tindrent des Joaanx infinU audit. duc de Bourgogoe. fin ce temps 
propre y vint le conite de W^rwich:./;« oni|BfiSrpaiA8eiiiblabIeiiieid 
pe fut ami di^ duc de Boorgogne» ny iedit du^ le sien. 

Je me trouv^y present ä .rassemblee qoi ^e fit au llen de Pec- 
quiny-pres la Tille d'Amiens., entre nostre Roy et le soy £douard 
d'Angleterre: et en parleray plus au long ou> il aerrira. U se tiat 
bien peu de eboses entr>ux qui y furent promises: ils besongperent s 
en dissimulation. Yray est qu'ils n'^orent plus de guerre (aosai la 
mer estoit entre eux deux),'mais. par£aite amitie n*y eiU-il jamais. 
Et pcMir conclusion, me semble que. les grands^ prince^ ne se doiTeat 
lamais Toir, s'ils «Teulent demeui:er amia, cooune je Tay dii: et Toicy 
les occasions qui fönt les troubles. Les serTiteur« ne se pewreat 
tenir de parier, de eboses passees. Les vi» ou les äußres le prennent 
en depiU 1} ne peut estre que les gens ou le train de Fun mi soit 
mieux accoustre que celui de Tautre; dont s'engendrent des moci|ae- 
lies: qui sont tboscs qui desplaisent mjerreiUeuseiaent k cenx qui 
sont moquev« Et qnand ce sont dc^ux. ^nations dijOferentes, leurs hat- 
gages et babillemens sont differens: et ce qui piaist k l'un, ne plaist 
pas 11 raatre« Des denx princes, il adylimt souTcni que Tun a le 
personnage plus, bonneste et plus agr/Bable max giens, que lautre: 
dont il a ^loire, et prend plaisir qu'on le loüe; et ne «e fait point 
cela Sans 4>la8mer Tautre. Les premiers, jours qu'ils se sont d^iar- 
tis, tous ces boBS contes se disent en ToreiUe, et bas: et apres par 
accoustumance, inadTcrtence et ccfUtinuation 8 en pafle, en disnant, 
ien sonppant, et puis est rapporte de. deux costez. Car peu de choses 
j a secrettes en ce monde : par . especial de Celles qui pont dttes. 
Icy sont parties de mes raisons, que fay yeiiefi et sc^oea». 
ce propos de dessus. '^ 



•If 

/'• ' ' , : ' * V. ; _ : ' 

Caract^r« da peuple rrau^iils et du ^ouvernement de 
«es rois; cQnsiderdtious sar les inalliea.rs q,ai ■ , 
.'. . «rrivetit «nx gr9kad# «t «qil petita*. 

(Livr« y, C\ap XIX.) '* 

D^ttcqoes poor coDtiainer mon propp«, ya-t^ti rojne flennen* «or 
ten«i ^i^ 4il fioayoir, piUve ton* domaine^ de Mettre un dbnu^r «w 
868 sahjets: «an» octroy et coaseBtenneiibt d« cietui qai lei daMnt 
pyeiV'smMi ff tjraaaie oa.vi^leace? Ob p«tarroit respondi« qull 
y ades «aiflons qa'il Jie fiut pas atteadre rasseDiy«e, et ^«e la 
Glio6e>«etolt ir4p tqtigue a oeatmeboer k guerrt, et k rentreptendret 
fts repiNids i dela qa'd ne a^ inut point lant haater, et Fon a. äna^ 
te^ppa: et si TOlia da» qae lea reya et pHncies en liont tnop pk« 
Ibfitf qMmd iU .eatpepreoneat'.qiielqiie affaire d« canacafämeDt 4(4 
k^ra >»fcieta» ^t ea afnt plaa^craiata enacmisk Et qsand ce vient |^ 
M defißtfidre,. aa t^ü venir oette aa«e de kia« et speciakideot qktäad 
e^aal d^^tean^p: «t ik «ek ne dotveat ks bona 8«i«la rieo' pkiadro 
«e i>c£uev: et ae. »paoroit adveair «aa si saadain aa Taa ne pataaq 
bka appeUer qaelqoaa peiaomaagea^ ielaqoe Taa pause dire^ il 
a'eat :pa« faict aaAa eaaae: et ea cek n^aser pakt de^fic^jm^ 
uy\ ealKateair «ne petita gteive i roknt^ el.aana propos, päar^aye» 
caaae d« krer argeat Je a^ay bka qa'U £biiI «rgeat poav.dcffkidn 
ka froi^äeres) et. lea eavirana ^rder, quand il a'eat. pokt .de -gacrra» 
poae nieatre aarpris: maia il kat fiure k tont nodepemeat^ et i 
tantee ces chaaes.aert k seaa d'on aage priace: «ar.s'il eat bon^ il 
eonaott qa'il eat an Diea«- et quil eat an monde;. et ce qa*ü .doit 
et peat faire oa kkaer. Or «ekn aaea advk^ enire tonte» ka aäig« 
aeariea da moade, doat j'ay eonaoiaa^nee, «b k dibae.pabKqiie. eat 
DuenxtrMtee^ et ob r^gae laoina de viokace sorle 'peaple,iet oii.dl 
uj a nak' ediicea abbataa, n'y demolis poar guecre, c-eat Angiefesnn)! 
et tombe k sort et k malbear aar ceax. qoi kat la gaerre* 

]H4M»t«e Seignear eat k roy da naoode, qoi k< moins a caaae 
d'aaat d» ce mat: J'ay pririlege de lever sar mes sabfeta 
c«' qai me.plaiat: cav njr lai ny autre la; et ne ky font aal 
bonaeor eeax.- qai aiaai k dient , paur k kire estnaer plaa grands 
mm -le. kai baXr et crakdre aux voiains, qai ponc rkn me yaw- 
3rws$l estfe. ^oua aa aeigneureri«:; e^ mesme aacana dn rajaonN 
a'ea paaaeroietit bien qoi «a tienaent Mais st noatre Roy, oa caiix 
qoi k yeaknt eskver et agrandir, disoient: ,y)*ay des aubjeta sibona 
„et si kyaoXy qalk ne reksent choae qae je kar demande, fet suis 
y^dua tirmiX, obey et aervy de ma» «abjets^ qni aal autre princeqoi 



„▼ive Bar la terre, et qai pltis patiemment endinre toas mna. et 
„toat^ rncteases, et k qoi moins il soaTient de lears dommages 
„passezi** il me seinl^le qae cela lay seroit gränd Ids (<ft en dis k 
verite) que non pas dirc: Je prends ce que je veus, ert ea ay 
le priTÜege: il le nkefaiit bteii gardet. Lcroi Charles -Qnint 
ne le diaoit pas: aussi ne Faj-je potnt onj dire anx roja, mais je 
Tay bien oay dire k aucans de leura serritenrs, aaxqaeb il aembloit 
qa'ila faiMieBt bien la besogae: ttiiHs selon nmi adi4i, il« meapve- 
■ment CB^era leor aeigiieur, et ne le diMi^t qne poar fiike les boos 
taletSj et'aiiwi qa'ila ne a^sroient ee qnlls dkoient 

Et pomr prler de Texperience de la b<Mit^ des Fnin$«ia, ne firal 
allegaar de nostre temps qne les ^ois Eatata tenns k Tour», apres 
le deeiis de nostre bon maiitre le n>y Loais XI (2i qai Dien face 
pafdon) qoi Int Tan 1488. L'on poor^it estimer- lors qne eette 
bonne assemblee estoit dabgerense: et disoienl qaelqaes-nna de pe- 
tile conditimi et de petite Terta, et ont dit pur plosienrs fols depiüs 
^. c'est an crinie de lese majesl^ qne de parier d'assemMer les 
Estat9, et qne c*est pour diminaer Palitborit^ dn Roy: et ce sont 
eeOx qni commettent ee crime envers -Dien et le Roy, et la cbose 
pnbUqne: mais aerveient ces paroles, et senrent k ceox qni sont cn 
sntorite el en credit, sans,en rien J'ayoir m^rit6, et qni ne soat 
p ro p re s d^ estre, et n'ont acconstaml qne de flageoler et Senrrter 
eil PoKi^e, et porier de cboses de pea de valear, et cndgnent ks 
grtades assemblto, de pear qo'Hs ne soient connos, on qne lenn 
oenwes iie soient bksanees. Lors qoe je dis, lAacnn eeHnoit «k 
foyaame estre bien eontent, tant ks grands qne les ttoyens, etpe- 
tits, ponr ce ^n'ils woient porte «t sonffert^ yingt ans on plns, de 
grandes et borriUte taiUes: qni ne fur^t jamais si grandcs \ teois 
miliions de Francs pres; j'entends h lerer tons les lins, car ftmaa 
leroy Charles VII neleya plns -de dix^bcdcts cens ndttefrancs par 
tat et le roy i^onys, son fils, en lev^, k Thenre de soik trespas, 
qnainnie et sept cens milk francs, sans rartilkrie et anireo cboses 
semblables : et seiirement - c'estoit '- compassion de Toir on s^Toir la 
panrrete da penple. Mais nn bien aroit en' Iny nostre bon niaistre: 
c'e«t qnll ne mettoit rien en thresor: il prenoit tont, et despendoit 
lontt il fit de grands edifioes^ k la lortiflcation et defibnse des TiUes 
let places de son royaöme; et plus qne toas-les antfes roys qni ont 
est« derant lay: il donna beauconp aOx eglises: en äocnnes" cfaoses 
east nienx valn moins: car ä prenmt des pamres, ponr le Bonner 
k cenx qoi n*en ayment ancon besoin« ^n fort en nnl h*y m nsesore 
prelbiide en ce monde.- 

• Or en ce royanme tant foible et tant oppress^ en. naiikte sorte, 
apres U mort de nostr;» Roy y ent*il dirision de pienple «Siitee e^y 



tu 

^ »es«»?. lies priacea ei ka *iibj^ •e«iftr6Kt-iib ca arimi caiiU« 
loNT leone Roy? ei.ea yottlorent-tlLi fidre an a«trc? Luj votalarMut- 
t'iU (^iter ••• aoUioritl? et k Toulwent-t'üs brider ifii'il ne |Mit oger 
d'offics •! d'aathorite de roy et Commander? My dienx nenny. Ei 
comment aoMi ie ponroient- t'ila faire? Si en y a-t'il e« d'ataes 
^oriewK pour dire qn'ouy. Toateifois ib firent Toppoaite de tevt 
ee ^e je demande: car toos Tindrent devera luy, tant ks princes et 
ka aeigneora» qae eeox dea bomiea yillea. Tons k reeonnoreat ponr 
lenr. Roy, et ky fireat sermeAt et bommage: et firtnt lea princot 
ei aeignear» knra demandes, bamUement, ks gaaoax k terre en 
baükni par reqoeate ce qa'ila deaaandoieut: et d^eaaerent conacil^ 
ob ik ae fireni compagnona de donie qoi y furent nooinici: et d^ 
lora k Rjoy eonunaadoit, qai n avoii qae treize ans, k k vdation de 
ee cooaeaL A kdite aasemblee des £atata deaaaadita, fwent fidie* 
aBCiMMa refoeatea et redioostrancea en k preaenee du Roy et de mm 
aonoeil, en grande bamililtt,' pour k bien da royamne, reaustlaat toaa* 
janra an bon pkiatr dn Roy, et de aondit conseüi ky octrogMreat 
CO qn^on kor vooio&t 4tmander; ei oe quW kor monalra'par eaevü 
eatre neceaaaire poar k kit da Roy, aans rien dire k Fencontres et 
eotoit k aomme demaadee de deox milliona cinq. cena miMe firaaca 
(qai eaioit asaea et i coe^ aoal, et plus trop qne pea , aana- antrea 
affflirea) et auppli^rent leadita Eatata qu'ao bout de deox aai ik 
£uaeni r^asaembkz: et qn^ ei k Boy n'avoit asaes argent, q»*ik Iny 
ea liaiUeroieni i aon pkiair: et qne a'il ayoit gaerrea, on qnelqn'na 
qai k rooMSt offeiiaev, qa'ik y mettroient kars 'peraoanea ei.kuca 
biena, aana rka ky refoaer de ce qni loy aeroit beaoin. 

£at-ce done aar tek a«b)eta qae k Roy doit alkgaer priiilcgt 
da.poavoir prendre i aoa pkiflir, qai si liberalemeni ky doalient? 
Ne aeroit -U paa ploa joste envera Dien et k moade, de krer pi» 
oette forsM, qae par volonte d^ordonnee? car nul prince ae k peat 
antreaieni kver, qae par octroy, comme f ay dit, si ce n'eat par iy* 
vanme, .et qa'il ait excoaei maia il en est bkn d'asaec bestes poar 
ae s^avoir ce qa'ik penvent faire on laisser ea cet endroict. Anaai 
biea il y a dea penpies qoi offensent contre kar seignear, et ne lay 
obeyasent paa, ay ne k aecoarent ea aea necesaiteziaiak en Ika d<k 
Iny aider, qaand le Toyent empeacbe en quelques affurea, ila k mea- 
pffiaent, oa ae metteat ta rebelUon et desobeyaaance contre luy, en 
cootnettint ofknce, et ?ont contre le serment de fidelit^ qa*ik luy 
ont fait lA oa je nomwe roya et princes, j'eat^nda eux ei leora 
gaaTemenras et pour les peuplea, eeax qai oai les pr64nunenoea ei 
aiaktrkes soid>d eaxb 

Lea pkis grands manx yiennent Tokntiers des plus forts: car 
kt Ibibks ne'cberdheftt que patienee. Icy je comprend« aossi biea 



let feuMM«, Muime fee hmnmeg, qal i[ablqa«foisj ^t im aacvMi Mens, 
OBt aothork^ ou mdsirise, oa pour 1 amoor de letnrs maris, 4Mi p«iir 
aroir «dnuaifitnitioii de learg eirfitn8, oa qae le« seignettries viennent 
di par elks. Si je vonloia |iarler des mey«lis estata de ee »Midd, 
•i des>petIU^ ce propos conHnueroit trdp^ et me safBt allegner ka 
graüd^i ear e^eat par ceux-la oh IW conuoist la poissmiee d« Dien, 
H M jvatiee: maia poar meseheolp k nn pattire liMBme oq k oenf« 
ml ne a'ea «dyke! on attribuS toafc k- sa paavreie, oa k awur eaU 
mal penffe: on «*il s'e«! noy^ ou rompo le ool, c^est poor ee cpi'il 
eatoit aeul: it grande peine ea ▼eat^'on onyr parier Qnand ü mea* 
okA h'Utke grande eile, oa ne dtt pas oiiiai; mots ei|Core n'ea parle^ 
t*ian pomt tant qae des prinoea. Oa povfroii demandei' poorqooj 
k- paksäüce de Dieu se tn^mtre plns graade eonti« le» princea et 
iei grindavqae eonrtre lea petita; e'est qoe les peüis et le« pavrrea 
Iroutenlt afsefc qni lea ponisseiit, qaand üb foiit le ^poarqnoy: et eo- 
eoKS aoBt assez «soayeat punis^ aana avoir'rien meafait: aoii poar 
doi»^ exempk aox aatres, on pour avoir leara biena^ oa poar areo* 
tope parla faute da jage: et aoconesfolB' Tont bten desserv^f, et faat 
bien qoe |ostioe ae face. Mais des granda priaces oa des graades 
prinoesaeS) de leura granda gouvemeura, etdea «soiiaeillers des pro- 
riaces et yille» desordonnees, et deaobei(atantes k lear seigninir, et 
de lesrs' gonvem^ira, qoi s'imformera de teor vioe? Ltaformation 
faite^ qai la portera aa jage? Qni aera lejuge, qai en preüdra la 
eonnoisamice^ eA qni en fera la pnnttion? Je dlp des mauTais, et n'en- 
tens point des bons: mair 11 ea eat pev. £t qoelles sont les cäuses 
pourquoj ila commeitent et eax, et ton« aatres,- ton« oes cas dont j'ay 
parle ci-dessus, et assec d'aotres, dont je me sois teapoor brievete. 
Soilfi referiBr la chose h la consideration de la pvi^sance dirine 
«t de «a jo«tice, «n ce cair je di« qne c'est faute de fey, et üax igno- 
rans fiioite de «ens et de foy ensemble: mais prindpalfnient ßiatede 
foj: dont*U me semble que procedent tons les maaxqui sont par 
le monde; et par especial les maux qü'ont partie de ce«: qai se 
ploignent dVstre greves et foules d'aalruy, et des plus fort«. €ar 
rbomme» psayre ou riebe (quel qn il soit) qnt aavoi^ vrbye et boone 
Äy,' et qni crairoit fermetnent les peines d'ei^er esire 4etl^ qoe ve- 
ntabkhient. eile« sont: qui anssi aatiois pris de F^illray.^ tort, on 
q«e «M)b *pefe ou son grand pere l'eat pns, et Iny le possedast (soieBt 
datliez,' comtez, villes ou cbasteaax, meaMes,' pre," «es^ng bu mmüin, 
cliactin en sa qaalite) et qä'^rl creat- fermementvicomme le d^TOns 
kroine, fe n^entreray Jamals en paradk,- si je &« fnl« en* 
tiere satisfaction, et si je ne rends ce qme j'ayd'nntrny 
'^ tnon iray^cHieienty'il n'esfpossäble qu'il y ettl roy^n« royne, 
prince neprincesfe, nyaoitre peraonhe qfadTcoiMftte, de qtteiipie'<«8tat 



011 ecNMlftitfii qalls sbient ence mo&ck^ tant gran^qn« pe^tg^ tant 
hmnmiea q&e Cemin^,- gens ä'egiises, prelats, evesques, arcfaevMq««», 
»bbeE^ ablb^efles, pri^irs, copez, recer?em^ des eglises, e^t autres viranf 
8ar teFre, qui k aoh Tray et bon escient, counne dit e6t ^e^sus, Votir 
wt n'eb retenir- d& son svbfet oa siibjets n^y d'antres pfVsoAntit 
quelaeonques^ soit proekain, ne de -son yoisin oa attlte, ne qdl voa*- 
sbt -^ire mourir Hol k tort, indeaeinent et contre raison, ne iettMAt 
en priaoB, tiy oster avx uns poar donner aux autres, et les eÄrickic^ 
ne (qai «st le plus ord mestier qu'ils facent) proeurer choses des» 
bomiestes eontre^ses parens et servitenra pour lenrs plaisirs,- comise 
pooF femmes oti cas semblables: par ma foy non, au moinis nVst 
|Mis crojaUe: cars'üs ayoient ferme foy, et qalls crenssent öeqM 
Diou et l^Egiise noas commande, sur peine de damnatibn^- co^nois»- 
«ans ieors jonrs estre si briefs, les peines d'enfer estre si borribletf, 
et Sans nulle fin ne remlssion pour les damaes,- ils ne feroient^pa« 
cieqaHls foot U faut conclure quo non, et que ttns les maus vien- 
n^nt de iaute de foy* 

Et pour ezemple, quand un roy on an prince, est prisonnie)^ 
et qn'll a peur de mourir en prison, a-fil rien si eher an monde 
qa'il ne baillast pour sortir? U baille le äien et celui de ses sab«- 
jcts, comme avez veu du roy Jehan de France, pris. par EdoflaHL 
prince de Galles, k la bataille de Poictiers, en Fan 1356, le IQ sep- 
teittbre, qui>paya trois millions de Francs, et baillo tiattte Aqttitafäe 
{en moias ce qu*il en tenoit) et ansec d'autnes citex, yÜlies'et place«*, 
et qoanme' le tierß .du reyantne, et mit k royanme en si grande pinl^ 
vn^, ^a*il ycoavat long«-temps nHmnoye comme de cnir^ qni-avoi^ 
an pctit clon d^av^nt: et tont cecy bailla le rei Mibn, et son fil« 
le roi Charles le Sage, pour la delirrance dndit roy Jehim, et qnand 
ils n^enssent rien vouln bailler, -sine Teussent point les Angloi» fait 
menrir: mais au pis Tenir, Tenssent mis en prison: et quand- 1^ 
Tenssent fait moorir, si n'eust est^ la peine semblable ä la cent mil« 
litisme partie de la moindre peine d'enfer. Ponrquoy-'donfpies bal«- 
loit*t'il txMitce.qne j'ay dit, et destmisoit ses eniansj et subjets de 
Bon royaiime, sinon pour ce qu'il croyoit ce quHl Toyoit et qn'U 
s^aTOit bien qn'aiitrement ne seroit ddirre ? Jllais par ayehtum enk 
eonimeitant les cas pourqnoy cctte punition luy advint, et ^ ses en^ 
£uis, et k ses sabjets, il n'avoit point fei'me foy, ei.crainte d« I of- 
fesfse; qn il commett^it contre Dißu «et son commandement. Or «'est- 
tal. prince, ou peu, que s'il tient .une viUe de son yoisin, qui pour 
nulle rcmopstrance ne pour nulle ccainte de Dien la%yoasist bailler, 
B^/pour eriten le» peines d'enfer: et leroy Jehan. bailla- si grande 
idMse pöut segdement sortir sadite personne de« prison. le dis dow^ 
^es.^pK'Ciest faulte de foy. 



tf 4 

f «7 doBe .denuoide en m article precttd«lit, qtii fen llulbma- 
üom des grands: et qai la portem ao Jiige, et. qai aera le }«f^ q« 
paiiira le maaTaia? Je reaponda it cela que llnfonnatioii aer« la 
plainte et clameon da peuple qu ib foulent et oppreaaent en tant 
de mamerea, aans en avoir compaasioa ne pitie: lea dooloarenae« la- 
meBtationa de veafvea et orpbeUna, dont ila aaroieot fait monrir lea 
lAaria et perea, dont ont aoaffert ceiix qni demeoreiit aprea eiix: et 
genetalement tona ceox qu'ila aoront peraecutec, tant ea knrs per- 
aoonea, qu'en leara biena. Cecy aera rinCormation, et lenrs granda 
cvia, paonr, plaintea et ptteoaes larmea lea preaenteront derant noatre 
Seignenr; leqael en aera le yraj jage: qoi par «drentore ne TOodra 
«Itendre 3^ lea ponir joaquea ik Fautre monde: maia lea ponira en 
cetUiy-cu Donc iaat entendre qu'ila aeront pania povr n^aToir rtea 
Tooln croire, et pour ce qa'ila n aaront eu ferme £oy et crojanoe es 
«onmandemena de IXieo. 

Ainat faat dire qa*il est force que Dien lear monatre de tek 
pointa et de tels signes, qa'eux, et tont le monde croyent qae lea 
punitifona leor adylennent poar leurs mauvais^ croyancea et craellea 
•ffencea: et que Dien monatre contr'eux aa foree et aa vertu et |ob- 
tice: ear nul aatre nen a le pouvoir que luy en ce mo^de. De 
primeofaeet pour lea punitions de Dien, ne ae corrigent point, de 
qiu^lque grandetr qa'elles soient,.!^ traict de temps: maia niille B*ea 
advient h an prince, oa h ceox qoi ont goaTemement aur aea affaires, 
oa 3^ ceox qni gooTement one grande commanante, qae riaaaC n'ea 
aoit bien grande et £ien dangerease ponr ses aabjeta. Je n a|^ielle 
point en eox maleafortunea, ainon cellea dont leüra aabjeta ae aen- 
tent: car de tomber jus d*an cheval, et ae ronpre une jaaabe, et 
avoir one fievre bien aapre, Ton scn gnerit, et leur aont teilet 
cboae» propicea, et en aont plus aages. he» maUadventarea aont, 
qaand Dien est offense, qa'il ne le vent plus endarer: mais veat 
monstrer sa force et sa divine verta: et alo» premierement, il leor 
diminne le seoa: qai est grande plaje pour ceox k cpii il foacbe: 
il troable lear maison, et la permet tomber en diviaion et en mur- 
mure. Le prince tombe en teile Indignation envers noatre Seignenr, 
qa*il fait les conseils et compagnies des sagea, et en ealere de toot 
nenCs mal aagea, mal raisonnablea , violena, flatcsrs^ qai lay con^ 
plaiaettt h ce qu^il dit. S*il vei^t imposer an denier, ila diaent deaz: 
a*il Eienace nn bomme, ils disent qall le faut prendret et de tootea 
Mitrea cboaea, le sembkble; et qae aar tont il ae face craindre: et 
ae mimatrent fiers et orgoeilleux eox-meamea, esperans qa^ila aeront 
«minte par ee moyen, comme sl antborite estoitjear beritage. Ceox 
qnie tels prinoes anroat ainai avec oe cofiseil ebaaaez et deboatcs, 
et qni par longaes annees auront aervy, et ont afcointaaoe et aoiiftie 



»25 

em hä tette, soat mal eontens: et k leor occaneo qa^lqnes aatves 
de Umn und» et bien-yeiullaiis: et "par aventore en lea voadra tanlt 
presser, qiilla seroBt contraiola ä se deffendre^ oa de fidr yers qnei- 
qne petit voiain, par aventcre ennemj et mal-Tueülant de cdoy qm 
les chatee: et ainai, par diviaion de ceiix de dedans le pajs, j ei|»> 
treront cenx de defaoro. Est-il nulle playe ne persecution ai grandc^ 
qae gaerre entre les amis et cenx ^i se connoissent, ne nulle faaine 
si horrible et morteRe? Des ennemis estrangera, qnand le dedum 
est mky, on s'en deffend aisement: car ils n'ont nnlles intelligences^ 
n^j aceointances h te4x da royaame. Cuidez yoas qa^iin prince nsnd 
sage, folement accompagne, connoisse yenir cette maKfortime de loin| 
qae d*ayoir diytsion entre les siens? ne qu^il pense qae cela lui paisse 
naire? ne qu^il yienne de Dien? II ne s'en trouye point pis disn^ 
ne pis coache, ne moins de cheyaox, ne moins de robes, mais beaa* 
coap raieox accompagne: car il tire les gens de leor paayrete, et 
lear promet et depart les despoüilles et les Estats de eeax qa'il aora 
cbassez, et donne du sien pour accrolstre sa renommee, A Theare 
qa*il j pensera le moins, Dien lay fera soudre an ennemy, dont par 
ayentare Jamals ne se fat adyise: lors laj croistrent les pensees et 
les gfands sospicions de eeax qu'il aara offensec: et aura crainte 
d'asseE de personnes,. qui ne luy yealent aacan mal faire. II n'aara 
point 80A refage k Dien, mais preparera sa Force. 



VI. 

Conclasion de l'Autheur. 

t 

Or yoyez-yoas la mort de tant de grands hommes^ en si pen de 
temps, qui tant ont trayaille ponr s-accroistre', et paar ayoir gloire, 
et tant en ont soalTert de passions et de peines, et al»rege lear yie: 
et par ayentore lears ames en pourrönt soaffrir. £n 'cecy ne parle 
point dadit Tarc: car je ti^ns ce point poar vaidd, et qull est löge 
ayec ses predecessears. De nostre roy j'a j esperanoe (^ comme Y&y 
dit) qae nostre Seigneor ait en miserioorde de lay, et aassi aara des 
autres, s'il laj piaist. Mais ^ parier naturellement (comme 'bomme 
qui n'a aacane llteratare; mais qaelque peu d'experience et sans na- 
tural ) n*eat-il point mieax yala k eox, et k toas autres princes, et 
bonunes de moyen estot, qui ont yesca sous ces grands, et yiyront 
sotts ceux qui regnent, eslire le moyen obemia en ces choses? Cest 
k s^ayoir moins se soocier, et moins se trayailler, ^ eatreprendre 
moins de cboses, et plus craindre h dfienser Dieu, et a persecuter 
le peupk, et leurs voidns, par tant de voyes- cruelles, que j'ay assez 
declar^s- pa^ cy-deyant, et prendre des aises et plaisirs honnestes? 
Ideler Altfranx. I Jt. Geftch. P 



SM 

Leon Tie» eii serMent^pliw Ibngues. Imb mtlndras c» Tiendroieiil pl» 
tiard: ei leur mort en Bevoit plus regrett^,'et d« ploide gCMs et 
noiB» desiTtte: et aoroietit . moiiu k deutectla »»rtc PoaiToit-r«ii 
. .t«tr de plfw faeavz exesnpleB. pour cogn^istre'qve c'est pen de choN^ 
4fae .de Fhomme^« et qae cette rie eat misenible ei briefre, et que ce 
aVst liiUi de# grasds. Des qu*Üe «ont morts, tont bemme en a le 
eorp^ .to horrenr et vltupere, ^ qvCH fkat qne Tame säur Pbeare se 
fepare dVox« et aiüe receroir aon jagement. £t k h verite, en Hn- 
•tant qae llame est scparee da colps, ja la sentesce est donnee de 
IHea, sekn les oeairres et merites du eorps:. laquelle sentaiee s'ap- 
palle k jngementparticolier.' 



Fragment du Renar» x^önmiSfian *> 

Conte. 

ün haat hom, Cheralier estoH, 
Qai une damoiselfe amoit 
Plus assez qu41 ne fat raison. 
Ce Chevalier fut tr^s-laid hom, ' 
• Laid fut de corps et de tont mensfare, 
Comme Lhistoire le . ramembre; * 
Saiges etoit parfaitement ^ 

Fors que d^amer tant seulement. 
La damoiselle qu*il amoit^ 
Bestiaux, sote et niche etoit;. 
Mais eile etoit belle ä deyis 
De £3900, de corps et de vis. 
Plus belle ne poarroit on qoerre 
Par Je pajs, ne par la terre. 
Le Cheralieiv yeat ^celle awir 
Qa'il aoKi plus qne nal ayoir 
Poor ce que belle. Ini sembla. 
Tous «es amis en assembla, 
Et leor dit; je veial avoir cette, ' 
Nulle aatre femme ne me halte *). 
Lors ses amis Iny repoudirent, 
Et tretous proprement lui dirent: 
„Sire Tous sarez sa mattiere.^ 
Je sais bien que belle et sote iere. 



■) D.i*. r^pratent^. .9. Le roaiui du Renartpar M^oa, T«n.l,p.XItrM^ 
NRmfoAnl «M iien JUenaguna, p, 4 7 fbl^d. * ) Ne «• pUtt, ae m'w^ «griiU«. 



■f 



Si T0Q8 dn-ai qn'en av«»ira^ 
Yeoir le peof ^ reutendr* : 
Pour Yoif, enfaiM «ara de iqoi^ ' •" 
Et sayet • vdös tpie je y voi ? ' < " t 
Tris beaux ppur cttQse de la ttiere • 
Et saiges poar eaaae da pere, 
Si quils depönt et W '«1| saige, 
Avoir ne penvent mendireuaaige^* 
Sar ce sorts et.snr eet eap^Nr 
Veat eil la Damoiselie aroir. \^ 

Ensemble en manage < farebt* • 
Enfans ' evrent tels cönmie ils doreiit? 
Laids et biden de par le pere,' ' * 
Sota et nicbes de par la merej ' ' 
Tretonl'le conlraire liii Thit 
De ce que poar i^erit6 tinl.' 



Fragiviens du Roman du Renart^ 

■ ' ■ L ' 

Si conme Renart manja le' poissorn ans charretiera *). 

S^eignör, ee fn en cel .ternnne 
Que Ir Aot tens d'eate ddine 
Et yyer reTient en saison, - • 

Qne Renart fu en aa maiami« > 

Sa garison a despeiidae, < / 

Ce ftt mortel desconrettae: 
' N*'<rt que doner ne qAc deapeiidre^ • 
Ne ses detes ne poort rendre; - 

N*a que vendre ne qu'äebetar) 
Ne s'a de coi reconforter. 
Par besoing s'est mis k la voie, - ' 
Tot coiement que nus nel' Toie 
S'en vet parmi nne jonchiere> 
Entre le bois et la riyiere. ^'^ 

A tant fet et tant a erre^ 
Qu'il entre «n un chemin fevre: 
El ebemm se cronpi R^aifz,' 
Si coloie de toates prz; 



') VoI.I, p. 20—35 det ^H»fa60vo»m4n^ v. 749^916. 

P2 



tt9 

Nc set sa pKiBaik ob qnerro» .. 

Et la faiu U fet ÄOV^t gtt^ei 

Nc set 4jOC fere* ti *'e»maia. 

Lora 8*eat coachiei 1<» «i^« ^^ 

Ilec «teii^ aveDtare. 

Atant 4»*TO0 graut aleure 

Mareheams qni pciisaoii meiioieBt, 

Et qai de vers la mer yenoiei^t 

Harens. fir^s orent k plente, 

Qae biae ayoit auques vente 

Treatoute la semune entiere; 

£4 Wiis poiaflona d'autre maniere 

Orent aaaez granz et petiz 
Dont W.paniera farent ganiiz. 
Qae de laoaproiea et d'angoiUea 
Qa il orent achete aa villea 
Bien fn chargie la charrete. 

'El Renart qui le siecle abete, 
Fu bien loing d'eus pr^s d'une archie, 
Qant Vit la charrete chargie 
Et d'angaillefl et de lamproies. 
Fichant musant parmi ces Toies 
Corl au devant per eis dejoirre, 
Ainz ne.a'en porent apargnivre. 
Lors s'eat coachiez enmi la Toie: 
Or oez conment les deavoie, 
En an gaaon s'est yentrilliei, 
Et conme mort apareilliez 
Renart qai tot le monde engingne, 
Lea ealz clot et lea denz rechingne, 
Si tenoU a'alaine en prlson. 
Oistes mhs tel tra'iaon! 

' nieqaes est rem^s geaanz. 
Atant ea-vos les marcheanz, 
De ce ne ae preaoient garde. 
Le preihier le vltj.ai Tesgarde, 
Si apela soa eompaignon« 
Vez \h oa Goipil ou Teascm. 
Li uns le voit, si s'escria, 
C'est an Gorpil, ya^ sei' pren, Ta, 
Filz k patain« gart ne t'eachat* 
Or saara-il trop de barat 
Renart s'ä ae leaae Teacorce. 



JA marcli^aiit d^iler «'bftfbrce» ' ' ' ^ - 
Et 868 eonpftin» venoit apr^s. 
Qant il forent de Renart prfes, 
Le GorpO troTent enrerse, 
De toates parz Fent rey^m^, * ' 
Pincent le eol et pois In eoste, ^ 
n n*ont pas p^or de tel oste; *^- ' 
Li uns a dit, qoalre sola vant, 
Li aatre a dit, fisses plui tv^ttt; 
Ainz yalt^ eine söls k bon iiiardki& * 
Ne 8<rane» nue trop chargiej ' 
Jetons le en nostre eharete; ' 

Yez con la gorge a blimebe et bete.' 

A cest mot se aont ayande, * 
En la ebarete Font ebai^e, '' ' • 
Et pnis se sont mis k la veie. - 
lÄ uns k TaUlre eü fait grant joie- 
Et dient ]k n*en feront iel, 
M^8 eAtqaennit k lor ^tel 
lÄ reyerseront la gon^e; 
Or oni^il anqaes la fayele^ 
Mhs Bttnart n*ea fet ^e sourire, 
Qae nkoalt a entre fere et dire. ' 
Sor les paniere se gist adens 
Si en a nn overt as denz, 
Et si en a, bien le siicbiez, 
Plus de trente barenz sacbiez. 
Auqnes fa ynidiez li paniers, 
QnHl eo menja monit yolentt^rs. 
Onques n'i qnist ne sei ne sänge, ' 
Eneor an^is qne il s^en ange 
Cetera -il son ame^on, 
n n^en ert mie en sonpe^dn. 
L'antre panier a asaiHiV 
Son groig i mist, n'a pas fidlli ' 
Qa*il n*en traisist fors des angulles; 
Renart qui sot de tantes gcules, 
Troi bardians mist entor son col, 
De ce ne\fist-il p2(s qne fol. 
Son col et sa teste passe ontre, 
Les bardeiUons monlt bien aeoutre 
Desor son dos qne bien s'en euerre: 
D^s or pnet-il bien lessier treve. 



II« 

Or li «8ti^i.jer«iiHJ^itPI9ri|VHn?re, ,,, , \ 
Conmen^ ,y, ye^^j?« r]m^ 'K-^^XK^i »^ ; i 

Agenoillieat $ßtA.Xot,.Mv^ \ ."' -.1 
Pop e8gar4er i s^n^ plaijsir . ;. .« «* f 
Conmeai 3 ipvtm^ yß» :ai^lUr:..: , . '! 
Lors 8*e«i^^fiii .perti ^TS^clei, , . . 
Des ^^ detJiRt . s'iefl^it : bnpi^B . 
De laiidw»re1» ^^m U ^P«(P» . ' 

Entpp. ««^ 4ffiik porlCL .s^.froie. .„., 

Appfes ^a^^; il . ipjt ;fet: «Oll . wmt, 
Aa marcli^l^.dist, Di^,Yo«: ««^vU : 
€iU,.ha(pdel 4'*«guJilU8 »onitiiw»*"^,. / 
Et U.^wquoisait «i e»t '^t^Ui^. . • 
Et qant U uiMf^he^at FoKifnl». .. 
A merteUle^. s'eoieeh^Urent» ■' ^ i 
Si c^riwiti. iff9: le GorpiL . 
Cil sailUrent m charretil. :i. . 
Oii ü caideneat Renari .prc^adr«, 
H&a il ne Yolt.|W6 ^nt ateodre«. ^ 
li premier djiirt, qaat o« rögard«, o 
Si m*«ü8t Die«, mauTese gavdc' . 
£n ayoqieQ pris,, c^ me aemld^ . 
Tait fiereot.lQr paimies enacmble» r 
Las! dis li,,ii»s» .con.grai^^ doipag!». 
Avons eu par.nos^ ontrage:! .. i 
Hoalt esjtioa fol ^t^umfart 
Ti^stait. qpi creion.IUnart.. , 
Les paniers « liiea.sQofaicIiie«, i 
Si les a auqiies alegiex, ... 
Que deas graii^ ^goiUes e^^pocte; i 
La male passioa le.torije! . . .., 

- Ha! fottt U marcheant, Re^v^ \\ 
' Moalt par este^.de.male p«irt: . , I 
Man l>ic;9 xw^ pwssent-eles fere^ .- 
Et.Reiuirt }or prist li r^trere,. : < . 
Vos dltfes ce qaUl Toa pler^iy , t 
Je »tti Renaft qai s'en taini, 
Li marolieaiit Tout qpr^s lui, . . , 
BI^s i]l.iiel* baUleroat, qi^s huH . ■< 
Car ^ ot trpp \gp^\ cheval. . .| i 
AinK.ne fina pf^ml mn .Yjal, . 
Tant qi^e.il yintk. so^ pt^i^'* 



Mi 

Lora KtB^U iiUrQ^e«iit:k<9s^<. «: 
Qui por iH»Uv^9. vmAßrt ße UevuenA,: ) 
Jbwte^fe a«it.3et.fil.0*ea yleaftat,. .. ' 
Et tJÜ 8*eii va ftes qo^ le paß, 
Qai pass6. «ftü^t.mAaT^.|Mis, 
Et Tint k :««& «dtel. t4>at. d&oU . . 
Oll sa mMiui>.)'4t<Sttdoi£ j 

Qai assez ^ayoUgr^ftt wmß^e, 
Renatt.i ^ntveipar h hßa^ ... 
Encontr« Itti saUü /la fiime ,: •. 
HermelüieJa ^eude d^HAe, -^ 

' . Qai moolt egtoit corloise et.ifrai(flb^ 

Et Percehaie.Bi Maldbranoh^' , .. -j 
Qai estoi^t ftmb«dxu.&^re. . . 
Cil M-.li^Teiit contre .)«r pf>niL : / 
Qai s'en y^üoII ie&. m^ma aaiiz«. / 
Gai et joiAiiz ^ei lie« et })aiij^ ; 
Les Mügwllefi. aiWr sq^.cqI; . .; 
M^s qni- qoe }e Uegne pojr fol».,«; 
Apr^a loft a dvse Ja porlie . , 
Por las aügoilles ^'U ^nporlis. ■• . > 

• • • . : . / 

.. ..- ' .- •,"> 

C'est de la * Jf innen t' et Üe Ysailirin *). 

Or TOS dirai €0«meal atint 

A Ysengrin ^nt' la «ok Wut; • • • 

Parmi ces bo» «*en v« torbnt,' ' • ■ ^ 

Et si aldit c)c (»orpensaat 

Qae iox est M ihons «t U Leaß' • ^' 

Qai onqoes Ta mde partf sebs • ' >*' 

Pais qa*il pdiirt li^rolr <^otB|i&ingBie, 

Qae mesülir al'^otft'eÄt fd^ifee$>- '; ' 

Et tiex poet-onacQtaipolligiikt' ' ' * \ 

Dont Ten a pois grabt ciasotibrier.' 

Qant ce pensoit en 'son «oimg^' " •' f ' 

Atant isst>de i^el* 'boscägefl '" l ■ - j 

Une jameät tit'-en an ipire' • 

Ou ele pessoit pr^s d'iin'ble* • '• ' 

Li Leas s'-en Ya grant lileure j 



') Yol.I, p. 281^284; v.nMi^U%0.> 



ttf 

Droit a« jmnent fvt U toslcre: 
Qattt I^ hii Tint, dlU mIm^ 
Diex saut, fait^il, RaioMiit ma dnie! 
Et Dies Toa aaiit, dre YsMgrint 
Dont Tenez-vM isai matin? 
Dame, dist-il, eB<^pez md 
De malea mains «^ aaidt iai: 
Preatre Martiii an «agin fiat 
Por preodre moi et si me pfiat; 
Toate une nnit fai en priaon. 
Se i euase ob eompaingiMii, 
D'üoec m'east bientoat jet^, 
Por ce le tos ai raconte, 
Se Yolez eatre ma eonpaingüe, 
Noa fericMi moalt grant gaaiiigiie: 
Aaaez roa donre k mengier 
Da^el qae amies plaa chier« 
Oa bon firoment, o« bone aTaine*' 
Oa bone orge ^ qael qne paine. 
Yoa m'aariez moolt grant meatiery . 
Car je iroie poir diacier: 
No compatgnie aeroit bele, 
Car Toa porpensez, Damoiaeie, 
De cel vüain qoi ai Toa tae 
Et Toa fet trere k la cbarroe: 
Yoa gaaingniez treatot aon bien, 
Ne vos B*en amrez pi rien 
Fora le nonax qae il aora . 
Et ce dont ü eure n'aara« 
HaY! Rainaant ma douce amie, 
Qar Tenez m ma conpaingnie, 
Si aeres Ibra d'aatmi dangier, 
Ne Toa eat^yra ciiarroier» * 

Ne (2k ne U porter nnl £ua, 
A toz jora m^a yivrez en paia. 
Sire Yaengrin, ae je p^oaae, 
Yo compaingnie cbiere ^oaae, 
M^a je ne puia corre n'aler, ^ 

Por ce voil-je ci paatnrer: 
De mon pi^ deatre par deriere 
Paaaai hier en one chariere, 
Une eapine me feri enz; 
Se la me traüez aa denz. 



f3S 

A nnl jor ne «emit partim 

De T08 «mor la dmerie '), 

Grmt mestier tos pon^ ayoir, 

Qar je fere tot ro Tc^oir, 

Qar a'en tos feit gaingnons h«er 

Je 8aiir6 moult biea rejeter, 

Mordre des dem, feiir des pies: • 

Qni coii8iiivr6 toE ert jn^ei; ' 

Cai ge porr^ bien aaener 

N'aara taleot de regiber. ' 

Bist Tsengrin, le piez mostres,. ' 

Celui ob Feapine setitez» 

Tost la TOS voxh esratfaie, 

Z\ mar i anrez antre mire. 

Le pi^ li liere, et il s*acrot, 

O ses ongles li mide tot. ' ■ - 

Qae quTseDgrm ^Toidier broaicbe, 

Et il ie pi6 Bestie et furehe,' 

Rainsant le pi^ a desteada 

Et Tsengrin a si fern 

Entre le pis et le mosel^ 

Tont coi le jeta el prael. 

Rainsant s*en tome regibant, 

Qene leyee ya fniant, 

Et Tsengrin tot coi se gist 

Grant piece apr^s et pois si dist: 

Hai! malenreos cbaitis! 

Se foi hier mal, or ai bni pis; 

Ne me sai mte en qoi fier^ ' 

Ne pnis en ndlni foi troyer. 

Issi se demente Tsengrin, 

Id prent ceste branche fin« 



in. 

Ci commence le Pelerinage Renart, si con 
il ala \ Rome*). 

Jadis estoit Renart en p^s 
I A Malpertois son fort pal^s; 



') Emm mkdm hMmrt Uli De vot U moie eo«p«Knie. Draerie: U«lit^ 
») Vol II, p.l27 — 144; v.l29d7^134<4. 



SU 

Ne Yoloit jp^s.tfk tel 

ViTTe COHfä -CfWl TMCtt« • } • I 

Tant aroit Ah l'aotnu ea ' .' > 
Par.wde MMmret lk«toii,. .:* 

Qae bien Ifl iliaoiftnb'diB..BHirt i< - i 
Plus d V«ft qnÜl 3i*a <m Pali leÜHü» 
Et autretMit,cc;euitv.^:b«ii«»i' • V* 
Or avint-il :jadi».MBi ■ . . / 

Par uu matin dTim TeiwlMdi .' • . ^ 
Issi RfliaH' de •iiä:|te^uifey < ' : * f 
Si 8*esle88a parJabniii^:] . ! ^ 
Ne coroit pas.si tosf mä'äs«» ' ;^ T 
Con il 8olott,..nwilk..fii lMS<iz. •: < 
Ha! las, iMt*^!!, ü'di m^ mteüte i 
De mal ferflfte.dbipecfaier: ■ <> 

P«r;]ftifiänee.4e. mes !»«&• . / . » 
Ai - ge fei ide mouk i^Miiz pedü^. . : 
Je soloie wne si tost -^ •-: ' ■• *< 
Qae trestait Hjch^vil d'un Oflt ( ' i 
Ne m^atainsiM««! eij «b ^ ! .• . '1 
Por qae yosisse :färe n» t<ir):. 
£n ceste^toRre n*a>iiuMtiii- • 
Qai me rescossist na pckci» 
Por qae je reoASö >en^e» ■ . . ^ • 
He! ß^ taatibM «n ai tsibfe^ :^ 
Tant chapon ^. taikie xfdittci! . i* 
One n'i ot..8äTor de .taisiii«i(i =" | r 
Ne vert 8wcie,:.iie aü-^eiposn«^) '' 
Ne cervowe.DC lin Jpdr .bowrrei,.. 
Toz jors ai «^ipaät«iu»ft ' > .^ • 
Et aloie moult Voknüen» . >; 
La oa je sayoie hantins 
De gelines et de pocins: 
n me renoient po^lier 
Et entr^jles jambes /[»echier, 
'Qanf ane eif pooie tenir 
O moi Ik ebVehölt Veilir! * 
Ne U avoit crier .inestier, 
A la mort Testovoit laitier. ^ , . 
Mainte en ocis en tel maniere; 
^ Une en fis-ge porter en biere 
Devant t)mi Noble, le Lion, .. n . , 



(^ 



['r' 


/ 
1 


'. 1 


vi 



M^ icde me fa,tp^»e,,, ^ . , ..„ | 
S*eii dat ma.golß estre pend^. ,. , | 
One Tafllant l'ßle'd-un,pjnj9ii, ,,, <^ 
N'oi - je voir »e 4^ . Fautrui , i^qi^ : 
Ce poiqe.moiy or. m*en.. repefrt, . 
Biax sire Diex onmipotent, , 
Aiei merci de cest (^»^{^ ^ 
Ce poise moi qa,<^ je laut, yjitj 
;Si..CQU Repart se dei^efitpi^ 
Es -TOS. .Uli VHaifi qiii TenofI 
Par mi U Undß tot ji pivM j . > ;• 
£n 8o;pi c|u|>erQn eobrjijaucl^e. i ', 
Renarf, 1^^ yo^t .t9t 8ql yeni^» : . . , ; 
Encontre; y.et,, nc yoI|i, fofe: ', ,, • ., j 
Yilain, ce 4^^. RenHi:t, .Qkmtaa^ .,,m 
HeUies-ta a^e« toi/Ui^l-diM^?,.;, .,,i 
•T^enil, ne t'estuetA.dqtejr; !; „i.,^ i.'h 
Renart' qae .a&-ta, ^ plorei;? . ;, . ^,, / 
Que j'ai ? £etr Re\iai^ , ns; sefi - tu- . : 
J^ n'a-il Jone, ne t^ifiqa. . , ,;; 

En cesl^^terrer.cifte l>ff wpjk^;! ..; .♦! 
Con^pves iie'fai .^n te^ ^Upci ,'. \ > 
OJi jf} po^e }nvl .n^al.fcre, , .:, ,. i 

H^8 OF le Teil* enf^n lesqier, .1 • j 
Qufc foi dire \i^ ;5ennqni^r.> , . , . / 
Que par v);Aie, copfefcsioa,,. .i . ,.. 
Qni merci cri^.,aar;^ pardppp. ;. ,» ,;, 
Renart, mns ^ta . te jQppfesAwri? . , > 
OÜ, se peosse trover- . i,; .,.,.; ; 
Qni la peniUnce m& doingne-'' 
Pist U Vil^ia, Reinart, n(&, hqingfte,.* 
Ta 80Z ^nt de guil^ et de farjt» . . i 
Bien sai tu me tlen^ poie utu0actr ':' 
Plön faz, 4x«t Renart, tien mtk j(bi '- 
Quc je n'ai mid penser vers.tftv. i.l 
TUhs .je te. pci por D($a .ßt qUuur s. < > 
Qne me meines hv^u ibostier. . ^A 
On je puisse prestre trover» • ^ . ' 
Car enfin me. ; yoU. o^nfesser. . : ; ; > : / f 
Dist li Yileins, pJi en cest bois 
En a un, vieA i, qar g*! VQW» i >^ 



23« 

Et li Yfleiiis ttoalt Bien satbit' ' 
Omu boiu crestiens i ayöit 
Tant ont erre par le boschage 
Qn'il sont renn k Fermitage. 
A la porte par de derant 
Le maillet i traeyent pendant: 
li yüains harta darement 
Et rErmite Tint erraoment; 
Le fermal ') oste de la reUIe, 
Qant Vit Renart, moalt ae merreille. 
Nomini Dame, düt li Prefftre, 
Renart, qae qoiers taen cest esiret 
Dex le set qae puls n*i fns-ta 
A eeat porpria de mieiiz en'fu« 
Ha! sire, ^t Renart, merci, 
Qne qae f aie fet or aoi ci: 
De qaanqne j*ai rera tob mespris 
Et Tera mea aatrea anemia 
Vos cri-ge merci et pafdon. 
Ab pi^ fi chiet it oroison. 
Et TErmite Pa redreci^, 
Pub li &t, Renart, or te bi^ 
O deyant moi, si me däcaeTitt 
Tot de chief en chief ta mal oerre. 

Sire, diBt Renart, Tolentiers» 
Qoant iere bachelers l^iers 
Yolentiers gelines menjoie, 
En cea baies oh ges troroie 
Je les tnoie en tralson 
S^es menjoie conme gloton. 
A Tsengrin prig conpaignie 
Qant je li oi ma foi plevie ' 

De l^aument yers loi otrer. 
Par amor li fis esposer 
Hersent la bele ma seror, 
M^0 an^s qne passast tiers jor 
Li rendi-je mavelB loier, 
Qar gel* fi moine en nn mostier. 
Et ai le fia devenir preatre, 
M^a an partir n'i vonaist eatre 
Por nne teste de sengler, 



>) Jmtl9n U$mr%: L Meroil. 



«37 

Qar )e 11 & les sainz «mer, . 

Si Tiiit li pres^res de la Tile 

Et de TileiiiB plus de deuB mile 

Qui le batirent et fnsterent, 

A bien petit qoe nel* tuerent. 

Et pnis li fis-je en an yivier 

Tote ane nait poissons pechier 

Dusqu'aa matin qne an yilain 

I vint sa coingnie en sa main, 

Si li refist mal peli^on, 

Qar ayec lui ot un gaingnon 

Qai li repeli^a la pel: 

Sacbiez de voir moolt m'en fa beL 

Pois le reEs prendre h an piege 

Oh 11 garda trois jora le aiege; 

An partir i leaaa le pie, 

]>ex moie cope del pecbie,, 

Paia Hai ma Dame Hersent 

A la coae d*ane jument, 

Si Tamora et fia reparier 

Tant ffak honte la fia livrer '). 

Moolt ai fet aatrea feloniea» 

De larecina, de roberiea; 

Bien aal qa*eacomeniez aai, 

Certea je ne yoa aaroie hai 

Dit la moitie de mea pecbiez, 

Ce qne yodroiz ai m*en cargiez, 

Qar je yoa ai dite la aome. 

Renart, aler t'eatuet k Rome, 

Si parlera k TApoatoUe 

Et li conteraa ceate eatoire 

Et te feraa ä lai confea. 

Par foi, dist Renart, c'eat grant fea. 

Diät l'Ermitea, mal eataet trere 

A qai penitance yeat fere: 

S}t yoit Renart fere Teataet, 

Eacrepe et bordon prent, ai muet, 

Si eat entrez en aon chemin, 

Moolt reaemble bien pelerin, 

Et bien li aiat Teacrepe an col; 

M^a de ce ae tint-il por fol 



') Ce tour qne Renard 0t « Uentent ii'est point dani le Roman. 



o 



Qa*il est' ikl^m^kia cbnpaigAieJ ' '-^ 
Le grant chemin' n*irä-il inle, '' ' 
Qar il B^ drient tnöolÜ ät iiü peh ' 
Tost passieiröit pair tel thaistei ' ; V 
Oii ü cöVendroit herftirgliei'': ' * ^ 
Et de sii'pd gage lesftier. ' i ' 
Le graut diemin' lessa h ^estns, " ' 
üne sehte' pr7st ä* ^nestre, ' '* * 
Garda ayälen la champaigne 
'Et yit nne moült grimt conpai^e " 
De berbi^ qluf'jpes'senf gAlh '' ' • 
Et^ntrc le foü'Ban Belin • ' '' ^ 
Le lÄoton qtd sc fepösöit, ' ' '"'. 
Tant ot mengl^ <pi6 las estdit ' "** 
Belin, di^t Renart^ i|ne'fez-ta?'' 
Ci me repos toi recr^oi ' ' '. 
Par foi eist repös eist mavisl 
Et dist Belins, je h'en'pnib bis, 
Je serf k un TÜein'fefoA 
Qiii one ne kne fist 6e mal nön: * 
Einz pois qae soi bele ne mnite 
Nc finai de s'^g 'berbfe luire. 
Ces berbis fi' ai-je ^njebdi'^es ' ' 
Qae tu Yoli^ ici afin^es; ' " 
Mal ai mon setvice ern})lbie, 
Qar li Vileins nfa btröie ' ' ' ' 
A ses soieors H Ibr'prise, * '»' 
Et si a-il ma pe! pi*omi6e '' "'" 
A hoasiaus ferci ä tin prodomc "*' 
Qui le8_ en doit pbri^ 'a Roih'el 
A Rome! Par Bfen, dffet Renarl, 
Jh en la yoie n'aura^ pairt: 
BG^x lä te yendroit-il porter " 
Ta pel que toi fere luer*, 
Et se iceste moft t alä^cke, 
Si revendras apr^s la päsqo^ ' ' 
Le joedi de roToisbns " 

Qae Ten menjae !es n^otdns. 
Or es 2i la moH, bien le yoi, 
Se tu n*en prens ba^tif conroT, 
Se ta n'en tornes d*aatre part 
Par amor Den, sire Renart, 
Pelferini^ estes, bien le yoi, 



i . .1 

...... V) 



ConseiUiez iiioi. CA iMtttt^fipij.: -u , ^ 

Pelerins Mi- je T^iriBiBeBt^' ( • . J 

M^8 ta n «■ €fou «n MiBiit . .:. i 
Por le mal eti ^e-)^ an;'* t t i 
M^s je m!«B* 8m. or Fepeatib 
J'ai este k an ]iMBe:ieel - . ' • < 
Qni m'a done bhobU bon .conMil : / 
Par coi serai^os,' se . D«k plleat. 
Dex a canmande que Te» lest ■•. • > 
Pere et mere;^ £rere 6t «eroiv -^ ' 
Et terre et- heil)« por i^qi|u»: "! ^« i 
Cist siecles a'eat fors- ob tvedpafi» .'! 
Monlt par «st eil ckaitis et. laB. :.<,> 
Qni aiißiine fois ne m^rttw i . - >• J 
J2i troYons^Doe en rEseritnse .' ^ 

> Qne Diex est plvs Üez d'na felon^ { 
Qant il-yientii repßndsan,' > • »'' 
Qne de jusles nonante nenf. • 
Cist siecles ne rant .pos'nn- eaf; •• .'} 
A l'Apostoile voil aler . • 
Por conseil ^poerre et demander t . *' 

* Conmeiit. je< me doi meintfanir: i. > >< > 
S'^vec ucd Toioies ▼emlr, •. • . .< 
L'en ne feroit oüan ndel - ..•:.'* 
-Ne chaocewentede. täi^el^ ^' 

Ne 016 tondroit-on tatpiaM^ '•- " •- 
Ainz aroies k grank^fmani'. ' ' ! 

Herbeaiet de- bois et de-pnä, - . 'i 
Et ne seroies. pas .tnes. t . 

L^en ne de^it paspelerin, 
Je vois o toi, ce dist Belin., 1 

En lor chiemin en sont entre, ' 
M^s il norent gumres erre Ȇ 

Qant trovent Bemart FArdie-prestrt 
£b on.fosse les tliardotts pestre. 
Berdarty dist Renart,. Dck te sant! 
Et eil lieve la teste ea haut: . . 
Dex te benele, dist-ill' 
les-tn oe RenaH le Gorpil? 
OÜ, ce sni-ge voirement. • > 

Por le coer be «quex maatalent . < ' 
T'a fet devenii^. pdeiin. 
Entre %A et Sit« IMm^l ^ 



MO 

€e ne fa ma«fcili6iil ne ife, 

Ea^ois volons soffrir mäbrlire 

Et trarail por niM am«ader 

Et por Dame Des sclKiter; 

M^8 de ee ii'«8-ta or cors^, 

Ne dualer en pelerinage? 

Ainpois aimes miex oaan m^ 

De la busebe porter grant fös 

Et grans sacfaiea de charbon. 

Et 81 auras de Faguiloii 

Tot le crepon desua pel£; 

Et qaiit ee yendra en este, 

Qae de mocbes sera grant nombre, 

Lora n'i garras neis en Fonibvew 

Fai le bien, ai Tiem ayee nos, 

Ta ne senia ja aofretoa 

De rien doiit te potason aidier, 

Tu anraa aaaez k mengter. 

Diät Faene, yolentiers iroie 

Se aaaez k mengier ayoie. 

Si auras, ce t'afi par fbi. 

Or en Tont enscmble tait troi, 

En nn grant bois en sont entr^ 

Oü il trorerenjfc grant plente 

De Cers, de Bisses et de.JDeins, 

M&s de-oeiis pristrent-il le mekis: 

Tote jor ajomfe errerent 

Par la forest, aine n i troverent 

Recet ne rile ne meson« 

Seignor, dist Bdin, qne feron^ 
De berbergier est assez tart 
Yoirs est, ce dist sire Bernart. 
Renart respont, biau conpaignon, 
Et DOS quel ostel qnerrion 
Fors la firescbe beiie soz cest arbre? 
Miex Faim qne an palis de marbre. 
Par fbi, dist B^in li Moton, 
J^aim trop miex gesir en meson: 
Tost se vendroient ei enbatre 
Ci enlre nos trois Jen on qatre 
Dont 11 a asser en eest bois, 
Si seronjioniz demanois. 
Renart lor respMtt sans orgsfü, 



241 

Sdgnor, ce que roles je rofl; ' 
Ci delez est Fostel Primaat 
Mon conpere qai ne nos faul: ' 
Alons i, noB i serons ]h^ 
Bien sai qa'il nos herbergerti. 
Tant ont fet qae Ik sont yeira, 
M^s i seront moalt i^ascii 
Ainz qu'il s*en partent, se Reiiart 
Ne les en giete par son art. 
Li Leus ert alez en la lande 
Et Hersent por qnerre Tiande. 
Li pelerin'pristrent Tostel, 
Assez troverent un et el, 
Char salee, formache et o^b, 
Et qnanqu'df pelerin est kxes. 
Et si troyent bonne ceiroise. 
Tant bat Belins que il^sVnroiBe, 
Si a conmencie k chanter 
Et rArche-p^stre k orguener, 
Et Dant Renart cbante en fanset 
5k feissent bien lor feret ' 

Se il fassent lessi^ en p^s; 
M^s li Lens yint k tot Bon fös 
Qail aportoit dedenz sa gole, 
Et Hersent qai n'ert pas saole, - 
-Dont ele estoit tote desv^e. 
Qant il oYrent la criee 
Des pelerins qai leenz erent, 
Un petitet s'en aresterent, 
Et dist li Leos, j oi leenz gent. 
G*irai yeoir, ce dist Hersent: 
Tantost a gete son fez jus, 
Lors esgarda par le pertois 
Si vit les pelerins aa feu, 
Et pois s'en reyint k son Leu. 
Sire Tsengrin^ dont ne sez-ta 
Con il nos est bien arenn; 
Ce est Renart, Belins et rAsne, 
Cez avons-nos en nostre glane, 
Or te pa^s vengier de to^il pi^;' 
Dist Tsengrins, si ferai-gte. ' ' 
Par grant atr a ruis bnrb^, 
M^s ü le trovent bien ferm^; 
ld«Ur AUtnMu Lit.6Mdi. 



U2 

OrrcsE, ^yüil-ik on^ ofm^ 

Tesiez, di»t Rfttart, IMJ gengte. 

Renart, u'i a »esUer. tesir, . 

II TOS estuet cest huis otw, 

Fei trattres, fd renoii, 

Par Toa ai-ge perda Ja pie: 

Voa estes tnit Uv?^ ^ »ftTt» 

Mar araraates a fjeat port, ^ 

Voa et Bernace et li Motoa. 

Ha! las, dial; »elio, q^e fero«? 

Tuit somes pria sanz äuI retor. 

Et dist Refuirt, n'aiez. paor, 

Qar bien ist^ns de ceat teepeil 

Se Tolez ciroire mon conseil. 

Si fcrons-iws, dist rArche-pre#tre, 

Renart, yk =e&-tu nostre mestre 

Qui m ^^ Iw »08 aaieaas. 

Or dont, Bwnart, «pii fors rains a^^ 

Va, si t acule ^ cel huisel 

Et si Teiitr'ovre un petitct. 

Tant que li Leus i pidsse entrer, 

Si li lai la teste boter, 

Puis rodo Fois par gwit v^f ti^ 

A lui joat<era.ce»t cowu. 

L'Asne s^est h \'m ftcul^> 

Un petitet W asb{K \ 

Li Leas bota la teste a^ant, . 

Et eil clot Vuis de »eintenant, 

Assez fu pis qne en prison, 

Qui donqui^a v^ist le Moton 

Con il ruoi* lea eops d'aXr 

Et reculoit por miex ferir» 

Renart le semont et apele, 

Belin, espan li la cervele, 

Garde qi»^ vi* ne s'enk estord«, 

Onquea-eAQ^r^,^ wle porte. 

Ne veistes sf fier ^f^\kt 

Conm, Bülin fcli ä Priimut. 

Tant .a foru at cbap^le., . 

Que le,,(ie« a Dsc^iry«!^^ ' . 

Hersent qi|i par debors eatoit,, 

Et qui aidini: qe ü popi^^ , 

Parmi le.b^ ^^ ^^t IwiaA^ ' 



a4a 

Et les aaft^CB- Lew «ilUMluit. . 
Ell poi d^ope en i asambla • ..• .^ ' 
Plus dectBt'^e o Iiti-iMlu .! 
A Fostslpor Pfimaiift vcDgic»; 
Mos bil''se tovt mk «1 fra^eiv 
Et les Leos les .susent par thiee^ 
Hersent -dnranit nijoak k^ numact^« ; 
Et jarent qa*il les MCBgereni^ : • 
J^ en cei lea aes tnvreroDt • 
Renart o'i les Leas ulery '\ 

Ses compoignons prisi 1^ • kaster t >' 
Seignor, disl;>'il) yenciz gravt loife. ' 
L*Arcbe-ipveitrci oopmence k p«ii«e, \ 
Qa'il n'avod; pas apris ll eorre. - 
Renart roit qw^il nte p«et resoonr•^ 
Ne garder se par eügm boiu 
Seignor, dist Renart,. cpie llerob? 
Tuit somes mort et confonda, ' ' *> 
MontOBB en eest arbre rama, < * ' 
S^aoront nostve trace pei|ibie: ■ M 
Hersent' est forment Irascnfe . ' i 
Por son seignor que morft AT«it« ' ■ ' 
Par foi, ic^crt ßelln leiMdton» 
Je B*ap*is bnqiies k raaper. > : » 

Dist'B«rtiftr8f je ne sai montcTi ■ 
Seigttor, basMng fet monlt api^ndro 
Et tel eiloie Mvent cnprendte 
Dont Vtxk )ik ne s*entreii«tn>il; 
Se li besoing si gtant n'estoit. 
Fetes, SeigKor, moBtez, montez, 
Se TOS Tolez, de vos pensez. 
Renart «loata en Farbre sos, 
Qant il Tirent qu^ll n'i a phs^ > 
A quelque pa»e ras monteriMC, • 
Desns les brancbes ««neroerant;" 
Es -TOS poignant des esperens - ' 
Hersent o toz ses coppaigiMMisv 
Qant il sont reuM ea h pläef, ^ • < 
Steä ot«iit perda la traea. 
Ne serettt mis o^ akr qnerre, 
Et dient qtt'entr^ sobI en ittn^t ^ 
Lasse fwNsit et «rtfreillii, 
Desox Taybr^ se sont ooebi6«< 



2U 

Belins api ksLemedgjffdt, 
rTest merveUle s'il «'eamaia:' > 
Ha! las,'^ai-il,> coa sni duitb! 

Or Yonstsae estre o .mes berbis.« 
Par foi, dist Bemart, }e me doü, . 

Tel oatel pa« ayoir ne soä: ' 

Je me Toil d'autre part tomer. 

Renart le conmeoce h blasmer, 

Vos porrez eneui tel tor fere 

Qui vos tornera h contrere. 

Dist Bernart, je me torneraü. 

Dist Velins, et je si feral. 

Or tom^s dont, qar je tos l^a. / 

Cil se.tonient tait k nn £^s, 

Qii*il ne se sorent jsostenic, 

A terre les estaet yenir. 

Bernart esqnacha qatre Leus, . 

Et Belins en retua deos, 

Et li autre Lea moult s*esmaient . 

Por les eoapaignons qne moct Toient, 

Fait s'en Ton chll et Fantre li^ 

Et Renart ^ui les esgarda, 

Si s'escria^ la barti la hart! 

Tien les Belin, pren les, Betteart^ 

Pren les, Bemart FArche-pHWoire. 

Lots 9*en toment li Len gnant oire, 
Que pw cinquante mars d*argent 
N'en retomast an por Herseat, 
Renart qui fu en.rarbre aus, 
A ses coApaignons desoent jus: 
Seignor, dist-il, qne feles-yos? 
Ai TOS bien de la mort Deseos, 
I a-il nnl de tos bleci^.? i 
Dist Bseraart, ge ani mdiaingnie, . 
Je ne ipnis. i^i^s ayant aUr, 
Ariere »'«estaet retomer. . < f > 

Dist Belins, e^ ge si ierat, 
Jarnos pelerins ne aerai. 
Seignor, dist Renart, par vßfiU cUei& 
Cest errer eist :pesaät et grHf;. 
n a el siecle meint prodome . . 
Qai onqaes ne fiir»it k Rom^: , 
Tiex est jreyenas des ,sept:saitiz ^. * 



245 

Qui est piras qiL'il ne fu täat. 
Je me toü metre ea uma reUc^ 
£t si vivral de moa kbor 
Et güaignerai UelmeBt, ' 

Si ferai bien Ik povre gent. 
Lors oat cri^: ontvee, outreel 
Si Ottt fete la retomee. 



FRAGMZifT HU BjENART LE NoWSC, 

Ein«! com Belins li moutons viut deva-nt l«>Rai et »part» 

• an aignel mort, et si vint B«liii'e la b^rl^i» et Chantecler 

le coc et Pelez^ ii ras et CiieAttt- laioriz >), 

Ainpois^ qne casctras fast assls 
Leva par le sale uns gi^ans cris, • 
Car Beline li moutons.aporte 
Giermete se fille k'ot morte, 
Ce dist, Ysengrins et mordrie:. 
Au Roi en fist graot erierie,. 
Bieline li ferne au moutea 
En vait bekint par le maison. . ' 
Atant es le coc Ganteeier ») ; 
C*au Roi conmen^a k crier 
Yenjanee dou laron cuiidert, 
C'oB nomme rescoufle Hubiert, f 
Ki toHs mes poucins a tues, . ^ 
Et aToec tous mes öes kumes*- ' 
Empri^s le co€ Peies li ra^ ' 

En vint a Court criant beks, .? 
U et Keftue li soris 
De lor fil le lor ot ocis 
Mitoits li cas, li fios Tibiert» • 
Li Roi«, en- jore Saint Lambifirt < 



') Y. 3055 — 316fi der jimtg-ttbe vom M^oti^ ToMVl, p. 347 — 251. 
^) Bim9amder€L9aarti Atwrt et CantccUt 1« coc . f' 
CanRoien vint <miUea|ß,. coc, .. . < 
Et •! disoit, veiigence, lloU; 
f D« dael est mes cuen si destrois 
De Hubert qit'isst lere« provie 
Qui too« nei poudiint « te^i [\ 



e«6 

Ciflt Csvfait seront ^raende. 
Loi» o«nMande k'flttprisoiiae 
Soient eil de cui onuBe plaint« 
Fait fa, jure e» ü nkaiitt fitint ^ 
Li Rois ifoe finte« en «er« ioi»: 
Et jogcdttflns Imam et dr<^ 

Renart Rois KobkJn r«g«da, 
Et dedens son euer se pensa 
C'orendroit se puet bien vengier 
D'Ysengrin k'il n'a mie cier. 
Renari disian Roi, entend^ >- 
Sire Rois, por quoi atendes 
*'' Qüe toti» ne pend^s cete «iofdr«ttfÄt 
»Hl Yivent, plus «Vt gfan« dtdeaHi; 
Lor' jttgeneiis est treitotts fida, ' 
Car sor eaus est proves li fais. 
Li Rois fist Mitool aidcr 
Et Ifaibiert ei puis 'tralBer> 
Et pt^mdre. Ysengrin e4 respit, 
Mais ce li valut moalt pelit, 
Car bkn matiii fii trafoes 
Dusqu-BS £ira#oes et fu montes 
Amont l'cskiele au caidgnon^ 
N'i MoH se I'eskiele nom 
A tourtier k'il ne. fast pendus^- 
Se ne fust gou e'au Rois renos 
En est U corbiaus Tiesselins 
Cata iUi; a dit: Sire, Ysengrias 
N'a coupes oii fait, m^ ses fius 
Pineavs le fist, si m'alt Dieus. ^ 
Lors iu Ysengrins delirres 
Et Pintaits ses fins traYnes 
Et pendus en haut au gil»et 
C*on ot boine preuve don fiiit 
Ensi com U Cours departi 
Et que Canteclers s'en* issi' ' < 
Et li pluseur autre baron, 
. RtnarC cM^ment^^ laroa 
Se mist oh bos et s'enbusGa, 
Et si qat Cantedler passa, 
L'ainsne fA le eoc Canteeler 
Courn Ines Renars estranlert 
Et si netemeat k n^sga 



247 

Qae nal6 '^«Mie n^i luiMa 
Fors les plomes et 1^ osiiiitis, • 
Encor fiist pliM fi ^eedoiMi», 
Si qa Ysengfins 0'eti dut i4^r, 
Li fist Mi pliee de«eti^p 
A Grignart et k RMiiel, 
Ces deus mastins, car lor caiiel 
•Furent par Ysengrin ocis, 
Oe li ot Renart seure mis, 
Dont Ysengrins s'eii conbati 
Encontrfe Grignart pais^ü 
Devant le Roi es camp m«lle; 
Et fu seu par verite 
La traisons que faite e» ot 
Renart, c'ainc tenir ne se pot 
De mal faüre et de triffMn^ ' 

Hiersens li leHwe de ratod<m 
S en fttit, Yfiengrins d^antre part; 
Blais il a laissi^ bien grant part ' 
Des peus de son ^h peli^on^ 
Qu el cümp en gUen« li floci^tt.. 
Et Hiersens oh hos s'en M, 
Et Renars toudis le siri, 
Et de courre taut se lassa 
Hierseäs, ken« oii bos se pasmii. 
Quant Renars le vit si menee, 
81 en a fait sa deätiftee, 
£t pkh le kissd toute <<oi<$^ 
De li se part «I tittt ^ vO^. 
Enmi le bos Tibteft le e^t 
Trofiva ki de dolott# Jlebät •' 

S*ea pils, ain» tel doel nti vit nus^ 
Pbur soH fil ki estoit petidulF, 
Et s'iert de fain s; esriigies, 
C^ paines pot esti*0 Soar piek 
Renars le voit, sei' salua 
Et Ty Wers respondu *li a j • 
Renart, toi he et ted Salus, 
Car par toi fu mes fius pendus.. 
Et Renart d*un et d'el dit a 
Tant qae Tiebers li pardouaa^ 
Si qu'il cnida qu'il n'emst cmi^s 
Bd' f o«k Renart li fist eeut lo>Rpw 



248 

£n derriere, et taot le Uada 
Qae trestoot de doel oablia 
De son fil, txuob sa lain ne pot 
Oablier, qae si ti^a grant ot 
A Renart disty bien mengeroie. 
Renart respont, jaa si feroie. 



Fragaient du Roman de la Rose *). 

Or soit, difit-il, adonc parole 

A toos nne brieve parole, 

Por Jaloasie desconfire 

Qni nos Amans met k martire, 

Yoas ai, dist-il, ci fait yenir, 

Qni contre moi bee k tenir 

Ce fort chastel qu'ele a drecie, 

Dont j ai forment le euer blecie. 

Trop Fa fait fierement horder, 

Moolt i convendra beborder 

Ains qae de nous pulst estre prls. 

Si sui dolent et entrepris 

De Bel-AcueU qu'el i a mis, 

Qui tant avan^oit nos amis. 

S'il n'en Uly ge sui mal-baillis, ^ 

Puisqne Tibulos m'est faillis, 

Qui congnoissoit si bien mes tescbes, 

Por qui mort ge brisai mes flesches, 

Cassai mes ars, et mes culries 

Tratnai toutes desciries, 

Dont tant ai d angoisses et teles, . . 

Qak son tombel mes lasses esles 

Despenai toutes desrompuSs, 

Tant les ai de duel debatugs, 

Por qui mort ma mere plora 



■) V. 10522 — 10714 J«r^tfi^a&«»m9l^on,Tol.lI,p. 300 — 308. Dem 
Bmehgttiek enls/weehen in der 4us$^ahe tionLeii|lttt duFresnoyb v. 10965- 1 115«) 
Vol. II, p. 133 — 142. Der Inhalt ergiebt sieh aus der üebersehrift : 

Comment Aonour« dit a sdb o«t 

Qn'U veult fair« ung astault taatost 

Au chaatcl, et- qo« c'e^t son viMil 

JPoNT en mattr« hors 3el- Ac«u^., 
M • Aecacil iH im der etfmMitfkiu G^mwdof^ie d^ Sohm «on Uus» Courtobi«. 



'H9 

Tant, qae presqne ne sVcora; 

N'onc por AdonU n'ot tel paine^ 

Quant li sangler» Tot mors eo l'aine, 

Dont U nMMrat k grant kascie, 

Ooqaes ne pat estre lascie 

La grant dolor qa'ele en menoit; 

Mäs por Tibaliu plus en oit: 

N'est nus pui piti6 n'en preist, 

Qui por li plorer nous veist. 

£n nos plors n'ot ne frains, ne bride«: 

Gallus, Catulus et Ovides, 

Qui bien sorent d'amors traiti^er, 

Noas reossent or bien mestrier; 

"SLhs cbascons d'eus gist mors porris. 

Ves ci Guillaume de Lorris, 

Cui Jaloasie sa eontraire 

Fait tant d'angeisse et de mal traire, 

Qu'il est en peril de morir. 

Se ge ne pens da secorir. 

Cil me conseillast yolentiers, 

Com eil qui miens est tous entiers. 

Et drois fust; car por li-meismes 

£n ceste poine nous meismes - 

De tous nos barotas assembler 

Por Bel-Acueil. toldre et embler, 

Mais il n'est pas, ce dit, si sage, 

Si seroit-ce moult grant dommage, 

Se si loial serjant perdoie. 

Com secorre le puisse et doie, 

Qu'il m*a si loiaument send, 

Qu'il a bien vers moi deserYi, 

Que je saiUe et que je m atour «^ 

De rompre les 4nars de la toor, 

Et du fort chastel asseoir . 

A tout quanque j'ai de pooir. 

Et plus encor me doit servir, 
Car por ma grace deser^vir 
Doit-il commencier li Romans 
Oü seront mis tuit mi commans. 
Et jusques-U le fournira 
Ou il ä Bel-Acueil dira, 
Qui languist ores en prison^ 
A dolor et §tm mesprison: 



3§0 

Moolt sui 4tir«iMiii eimuAH 
Que enti^^Ue %e m'aU», 
Si en ai d«(d «t deseonfort, 
Jarnos n*iert rkns 4(tli me tmilort, 
Se ge pers yodtt« bUm^roülaaee, 
Car ge tt*ai m^ aUlors lUuce; 
Ci se reposera GiiiUnamef 
Le cui toinbel Mit plain. it. battm«, 
D'encena, de mirre et d'alo^, 
Tftftt m'ä berri, taut m*a lo>6. 

Puls yendra Jeban Clopiii«!, 
Au euer Jollf^ an oors Unel, 
Qui neatra iM»r Loire ^ Mfvii, 
Qai 1^ Mod et li gemi 
Me senrira tonte sa'vie, 
Sana avarice et saiM envie, 
Et aera si tr^a-sages ke«« 
Qa'il n aara eure de ftaiaon 
Qai mes oignemen» het et blaame, 
Qai olent piua soef qoe baame; 
Et s'il flNient, comment qti'ü aitte, 
Qa'il en aneune chose failky 
(Car il n^est pas h«tD0 qdi ne pache^^ 
Totts jors a chaneiiii ^ftt^u« leelie), 
Le euer rers moü tant aara &t, 
Qae toita jora, au maiaa en la fife, 
Qaant eil eope se aeAtira, 
Da forfet se repeiüra, 
Ne me vodra pas tors trichler. 
Cis aara le üom^ ^ ehkr^ 
Qiill le T^dra toat paffeiiir, 
Se tens ^ leu Ten pOet veoir: 
Car qaant 6aillaiiiiie eesscnra, 
Jebans le conliaaera 
Apr^s sa iisort, qne gi^ M metite, 
Ans trefspasses plas de qtMrente« 
Et dira por In lüesch^ftttö^ 
Por paor de desesperftftii«^) ' 
Qu'il alt de Bel-Acoeii p«tfdii# 
La bien-yolDane^ avant eflfi: 
Et si Tai-ge peultte^ Mpoir^ 
A poi qae n« lii*6n deaeipdr; 
Et totttes lea amtf^s pan^, 



251 

Qaequ'el soienty 4ages oa fai»»^ 
Jusqu ä. tttit qu'il anra ooitiie 
Sus la branohe vcrt et £oillI«: 
La tr^S'^bele Rose ▼«rmeiUe» 
El qu'il Boit jor et qu'il s'e^veill^ 
Puis ¥odra «i la chose espoodr«, 
Que ritins ne «'i pon*a repoqdw; 
Se eil ^CQAseil metre i peqMeot, 
Tantost conseillie fiaen «usmäI} 
Mos par cell ae puet <nr estr«, - 
Ne par cell qui e»t & nestre; 
Car eil n'eat niie ei pro»«««» 
Si res^ la chose si peaaM«.. 
Que eertes quant il sera nea« 
Se ge n'i Tkoa toi» empme» 
Por lire li nostre «entence, 
Si tost cum il iatra. d^eafaiice, 
Ce vona.o» jurer et plevir 
Qu il ii*eii .porrmt jan»^ ebevir. 
Et por ce que bien pocroit «atre 
Que eis Jehaua qw est a neatre^ 
Seroit, eapoir, empeeacfaiea, 
Si seroit-ce duel ei peehiea 
Et domages aa ariioreoa, 
Car il fera graias bienas per eua, 
Pri-ge Lucina la deeaae 
D'enfanlement, qn'el deiat qu'il neaaa 
Sans mal et saus euccmibremeiift, 
Si qull pniat vivre lenguenenic 
Et qoaut apr^s k ce Yendra 
Que Jupiter vif le teodra, 
Et qu'il dcvra estre abevf es, 
Des ains nei» qu'il aoii aevrea, : \ 
Des tonneans qu'ü a tous jor» dobles, 
Dont Tung est cler et Tinitr« »trebkf , 
. Li uns est do«6, et Taiitre mner 
Plus que n'est suie, ne la jöet^. 
Et qa*il eü beniuel Sem ibia^- , 
Por ce qu*il iert tant mes^mie, 
Ge Tafublerai de mes eslea, 
Et li cbanterai notes telea, 
Que puis qu'il sera hora d'enfanct 
Endoctrine de ma science, 



85« 

11 fleatera nos paroles 
Par quarrefonrs «t pär esooles, 
SeloDC le langage de France, 
Par toat le rogne en aadience, 
Qae jam^s eil qui les orront, 

^ Des dons maus d'amer ne morroiit, 
Por qall le croient fermement; 
Car tant en lira proprement, , 
Que ti^etuit eil qui ont a virre, 
Devroient apeler ce lirre 
Le miroer as amoreus, 
Tant i rerrmit de biena por eus; 
M^s qne Raison n'i soit cr^uey 
La ch^ÜTe, la recreiie. 
Por cc m'en voil ci conseillier, 
Car tuit estes mi conseillier» 
Si Tons cri merci jointes paamea 

^Que eis las dolereus Gnillaumes 
Qui si bien s'est vers moi portes 
Soit secoras et confort^s. 
Et se por li ne tous prioie^ 
Certes prier von« en devroie 
Au mains por Jeban alegier^ 
Qu'il escrive plus de legier;. 
Que cest ayantage li fkites. • 
Car il nestra, gVn sui propb^tes; 
Et por les autres qui yendront, 
Qui deyotement entendront 
A mes commandemens ensiyre^ 
Qu'il troyeront eserlpt oii livre^ 
Si qu'il puissent de Jalousie 
Sormonter Tengaigne et Fenvie, 
Et tous les cbastidus despecier 
Qtt'el esera jam^s drecier. 
Cons6llle8/-moi quel Ik feron, 
Comment nostre ost ordenieron^ 
Par quel.part juiex lor porrons nnire, 
Por plus -tost lor cliMtel destruire. 



153 



RONDELS DU JVlRACLE DE SaUVT - IcifACS *). 

D i e u. 

Or «ntendez; attornez-vous 
A aler ii cel hermitage, 
Et en alant, selon Fusage, 
De voiz aog^liqae cbantez 
Cbant qai de yous soit freqnentez 
Et bien sc^u. 

M i c h i e 1. 
Yraiz Dieux, puisqii'il Tons a plea 
A conAnander, il sera falL 
— Sas, Gabriel, disons de fait, 
Si qae ne fii^n« k blasmer. 

R o n d e 1. 
Yraiz Dieax, en qai a a point d'amer, 
, Qai vous et vostre M^re sert 

Pardarable gloire en dessert; 
Poar. ce Yoas doit chascun dmer, 
Voire en secret et en appert, 
Vraiz Dieux^ etc. 
Et dire.et en terre et en mer 
Qae nalz son servise ne pert 
Qai le met en yous mains appert, 
Vraiz Dieox en qai n^a point d^amer. 

Les anges reprennent an pea plos loin le demi-rondel: Et dire 
et en terre et en mer, etc. 

R o x^ d ^ 1, 
Venez-TOOfl-eBt, beneiurez, 
Lassus OH Boyanme -de Dka; 
En gloire sans fin mis serez; 
Yenez-TonSH^nt, beaeärez. 
Et tomjoars säns mort vir^rez. 
Trop y a delüable liea: 
Yenez-Toas-ent, etcr 



') 8. den Avant -propo« xu dar Aufgabe des Hyttir« de Saiat-CrMpin tt 
S«« CiMpiai«» 90» Dc»mUm and CbabmIU, p. XTl- XT.1I. . Si» 9rkmtm IMmfi am 
den f^ Prolog' im Himmel*' vor Göihe'» „Faurt/* 



f54 

Premier ange. 
C^c«t velr; pardlftoii«, mni d^üx, • 
Nostre cbant, tant qn*il soit finez. 

R o n d e 1, 
Et tonzjoars san« mort viyerezt 
Trop y n delUable liea: 
Veiiez-Yons-ent» hhkhutesu 



Fragmens du Mystere de ST'.Chespin et St. Crespinier '). 

l ■ . ... 
Saint Crespin. < 
Vray Dieu, en yceslui labil *) 
Vaeullez-noas reconfort donner, 
Si vray, Sire, qu abandonner 
Te Ypalons et Tarne et le corps. 
Vierge et glorieax tresors, 
M^re de nostre Creatour, 
Je te suppli, par ta doulcear, 
Que pour nous ton chier Enfant prie, 
Si voir, doalce Vierge Marie, 
Qae le conceas yirginalment 
En ton Corps precieusement, 
Et au jour de NoSl nasijui 
De toy S2ins douleur et sahs cri; 
Vierge, si comme yt dy voir, 
.:. Prlei-lai que cy apparoif 

Face sa grace et sa vertu, . .s ^ - 
Par quoy nous soyons secouru 
Ou tourment que soojffrir nous fault. 
Vierge, qui mains ks ieitulx Ik iuinlt» 
Ou ton dovlx Filz Va eouroiuiee, 
Et U oh tu «8 IwniMurce 
D'angelz, d'tfdbangiilz ei^imuu 
Et de 'sainotes, Ik jointes maiiis« 
De euer parfail, je te supplye^ 
Dame, ne nous oabliemiei / 

Da tourment quil nous fault sooffrir. 



') JmfttBM tum L. DmmIIm «t F. diabaüfe^ Färb 1886, pk|.-80^8t. 

») Clmte, 



855 

Ha, Vierge! vucUea rf^^r / .. > 
S'il vous pWst, vpj*ti« Fik pomr «1099! 

Saint Crespihien. 
M^re au fruit de vie träs doulx^ 
Du euer vous suppli et requier '; 

Que ne yous vueillez oublier . 
Slk jus, ou sommes eu perllz; 
Se de la grace de ton Filz •. ■ - 

Et de toy ne sommes pourveus, i. 

Vierge, Dame des cieux lassus» 
Vucilles pour nous ton Filz prier 
Que de ce tourmeat, qni e^ fier, 
Qu'il nous convieot ycy eouifrir, ^.^^ 
Que par son doux 6t vray pl^isir ,j ,;;; 
De le soustenir nous doint gjrace, ^ ,,. 
Et que veoir nous puissons sa face ^ 
En la gloire qui point ne fine, 
Et que son saint nom, qui est digi|c»,- 
Puissons soustenir et garder. 
Vierge, vueillez nous re^arder 
En pitie par ton doux plaisir; 
Et si nous convient cy mpurir, 
Dame, vueillez nos amez preudre. , 
Et les secQurir et deffendre, 
Des ennemis et de leur las; 
Et ces poures maleureux las 
Qui cy nous vueullent tourmeAtcr»., .. ; 
Que leur vueillez grace donner 
D'avoir connoissance et advis 
De ton tr^s doux g)arifux Filz; 
Nous t'en sappUons« si te ploist. 



IL«) ■ 

' Saint Crespin. 

Vray Dien, pai«B^n;t roy,^t|sto%. . 
Qui de Uxßt e&.8^i^»mP «l^.nMittM,. 
Louer te ^vwa ei »orvif,. * . . s 
Et celle doiit t« yaplx ysilr . 



>) Mmfai^dtrSwr^iy^ p, 1#»^1»7./ 



«56 

Sans Tirgiidt^ eatamer ; 
Traj Sire, qae devons amer 
Et regracier humblement 
De Tonnear qa'ayons cj present 
Qa*en ta gloire sommes venas. 
Roy paissant, seignear de sä sas, 
Sages est qai fayme et te sert; 
Moat grant loyer il en desert, 
Car des cieax il en a la joye 
On toate paix est; Q*em poarroye 
Dire le rray. 

Saint Crespinien. 
Ha, glorieax Diea paissant et yraj, 
Bien te derons remercier 
De l*onneiir qa*ayons, Sire'chier. 
Sages est, Sire, qoi se paine 
De toj servir; car il n'est paine 
Nalle c*om paist }l tes seirans 
Faire, glorieux Roy pnissans. 
Se ceulx qoi nous ont fait martire 
Savoyent oa oyssent dire 
La joye on ta nous as mis 
En toy aaroyent lenrs caers mis 
En loant'ton nom et de celle 
Qai te porta vierge pucelle, 
Sans Tirginite entamer, 
Laqaelle noos deyons amer 
Et reqnerir. 

Dien. 
Crespin, j*ay ven toat le desir 
De toy et de Crespinian; 
Or apparceves-Toas le bien 
Et la joye qae lyies.amis 
Ont, et le liea on ik son$ mis. 
Trestoas cealx qai me serriront 
Ceste gloire. deserviront, 
Poor ce que Tons m'ay^s serri 
Et ma M^Fe, av^s desisern ' 
La joye du ciel qoi ne fine; 
Ma Toolent^ sera encline 
Enrers cenlx qoi Tons serviront 



257 

Et qni de euer rons reqaerront; 
Leur peticion et priöre, 
Poor vofitre amour, h \je chi^re 
Leur Ottroyeray. 

Saint Crespin. 
Bien voos en devons du euer vray 
Remercier, soaverain P^re. 
Et vostre gloriease M^re 
Qui k Yostre destre est assise, 
De Fonneur, Sire, que promise 
Yous noas av^s. 

Saint Crespinien. 
A Sire! par qni fut sauves 
Et rachete lignie bnraaine 
Et delivr^ de tonte paine, 
Toy et ta M^re mercions 
Hamblement et glorifions, 
Roy souverain. 

No6tre-Dame. 
Bian donlz Fils, qui tont en ta main 
Tiens et tendras h ton Yooloir, 
Plaise-toy, chicr Filz, k yonloir 
A moy accorder ma requeste; 
Cest, chier Filz, que U-bas aoit faitte 
Remembrance et solennite, 
Par ta saincte et baute bonte. 
De ces deux martirs qui/cy sont, 
Qui maint tourment endnre ont 
Pour sonstenir ta saincte foy. 
Je te pry, cbier Filz, plaise-toy, 
De faire les corps esleyer 
Par quoy on les pnist salaer 
Oa nom de toy. 

Dieu. 
M^re, ce don je yous ottroy: 
Esleyes seront, c*est droictnre; 
Et mainte poure cr^ature 
RecouTreront par eulx sant^. 
— Gabriel, n'ayes arreste; 
Lk Tai ik Sir tu fen yru, 
lM«r AltfrMt. lat. CkiM^i. ] 



258 

Et h YiTesqjue ta diras 
Qai Toit ') les ossemens querir 
Des Corps sains, car c*est mon plaisir. 
Et pnis t'en jras it Eloy, 
Et si luy diras de par moj 
Que il y voit, 

Gabriel. 
P^re paissant^ qui partont Toit, 
En ciel, en terre et en abysme, 
Vostre commandement sainctisme 
Yois acomplir, je j suis tenus: 
Or me fault descendre \h jus, 
Puisqn'ä Dieu piaist 

D i e u. 
Raphael, sans plus faire arrest, 
A Romme anssy tu t'en yras, 
Et an pape Clement diras 
Qn'^ Soissons yoit, car il m^agree, 
Sans faire longue demouree 
Pour les deux corps sains eslever, 
Et si les y vaeille nomm^, 
" Car c'est mon Tueil. 

Rapbael. 
Donx P^re puissant, je m'escneil ') 
A faire tont yoslre vouloir: 
Je m^en vois faire mon debvoir 
Quant Yous le nraves commande; 
Par moy ne lui sera mande, 
Mais dlt de boucbe. 
(Hie «Dseli deRcenduttt, et vadunt ad Mnetum Sicuim et iade ad «uictaM Bli(iaM.) 



Regit de la mort de Tüäp^ 
tir^ de la Chanson de Roland ■)• 

A Farcevesque quc Dipx avait taut chier 
Totes les plaies commencent i sai^er. 



*) Qa*il «ille. >) je mUpplique. ') Pari«,. Rornj^H« dtJ XII paire de 
France, I,p.YXXVIII-. XL. 



259 

Lora li eomeiice la color h miier 

£t tait li aaenihre U prirent k froUsier: 

£mini k camp s'alla agenoiller. 

Rolans lo vit; sei corat aaidier. 

Son elme ^ or li prist k deslacier, 

Puis li a trail le blanc anber legier. 

Parmi les flana'le corut embracier, 

Sor Ferbe vert le fait so@f cocbier. 

„Sire/' fait-il, i^gisez, por refroidier.*' 

Dist Farceyesquea : „Penses ^ Fea^ploitier, , 

„Li champs est nostres! bien nos devons prisier. 

„La mort m^aproce, n**! a nul recovrer. 

„Ell paradis oü soat li aumonier 

„Sunt li lit fait, 6 ' ) nos devons cocbier/* 

Rolans ot duel, or ne m^en merveil mie: 
Trois fois se pasme de sor Perbe florie. 
Quant il revint, k baute voix escrie: 
„Dame-Dieu pere^)! Dame Sainte- Marie! 
„Oii est la mort, quant ne me tolt la vie? 
„O douce France I tant estes deguerpie, 
„Des bons vassaux vuidiee et apauvrie!" 
Lors li remembre d'Aude ') qui fut sa mie^ 
Si la regrete o parole serie: 
„Abi! ma douce, com dure de partie! 
„Mos ne serez de tel bome servie. 
„Que que je face Jbesus vos beneie 
„Qui en enfer ala por Jeremie, 
„Fors en gita le propbete Isaie!" 
Lors vint as Contes, si nes mecboisi *) mie, 
Tos, un h un, les porta, sans a'fe 
Devant Turpin, qui mout sot de clergie. 
Turpins en plore, lors n'a talent qu'il rie. 
De Den les seigne en qui il molt se fie, 
Que lor otroie la pardurable vie! 

Pols FArceyesque cid Diex doint beaei^on 
Batit sa colpe, par vorn enteBeion. 
La bocbe ot pleine de saac et de limon, 
Si ot enfie le vis et le penton. 



*) DonincDeus pater! Jl!/ait»«y#. VidMue/Sr Vico«te,D«ni- 

martia u.s.w, *) Fer^l, m9ia04u»gabe Je« Binhard, 1, & 171. *) Bt^coBnnt; 

u «-^ Lm ConUf find die aufd^m Schlaehtf^td« g^btimb^n^m Barome. 



3H0 

Li cneurs li bat, le foie et le ponmon; 
Pr^8 est de mort, n'en ara garismL 
Contre li ciel tiiit ses mains k bandon, 
Puis proie Dea qui par anoncion 
Vint en la Virge, si soffri passion, 
Qu'en paradLs le mete en sa maison. 
Mors est Tarpin an servise Charlon, 
En grant bataille et en grant orison. 
Contre PaYens fa tous tens chanpion; 
Dex li otroie sainte beneipon! 



Fragment du Roman de „Berte aux grans pies." ') 

XLIV. 

ISerte la debonaire a moult grant meschief ere, 
^u'Ji Tajomer fist temps de moult froide matiere: 
„Ha! Diez/' falt-ele, „sire, vrais rois, vrai gouyemere, 
„De mon cors et de m^ame soiez vons bni gardere. 
„Car la nuit qa'ai passee ai troave moult amere; 
„De moi faire assoufrir n'a pas este av^re: 
„Abi! vieille," fait-ele, „et Tybers mauvais lere •), 
„Vostre^rant traYson convient que je compere. 
„Diex doint par^ sa pitie qne encontre yous pere '). 
Ainz que gueres de jour U endroltes ap^re, 
S'en depart la royne, car la lune luist clere. 

XLV. 

Par la forest du Maus, d^s qu'il fu ajoume, 

S*en va Berte as grans pies, ni a plus demonre. 

Une fontaine treuve, si en but k plente; 

Apres et si grant froit qu'ele a forment^) trembl^» 

Ne sait comment le froit puit avoir escbiy^. 

Un petit sentier a la royne treuve, 

En ce sentier 8*en va, si com il plot k D^, 

Si l'a tant porsivi et tant acbemine, 

Qu'un hermitage treuFe, Dieu en a aour£; 

Bien sembloit Fermitage de vieil antiquit^. 



') XLIV-LVI. p. 63-79. — Üf»er die Sage von Berthm der Spinueri^t 
der Müller Karts dts Crofsen^ s,J. Grimm^ über die Keriiug-ieeke Jhn- 
mutier Beria in den jilideuteehen fVaidern, Bd. ///, S. 43-48,«"' 
meine Afisgabe dea ßinhard, /, S. IZh fi^d. //, S, ^ figd, mit der jinmerhnf 
^) latro; voleur. ^) Se montre contre von», vout punitse. *) forteoMBt. 



261 

Cele part est Me 8*a k VmsBei harte. 
D*oii maillet qui Ik peut a sus Tais 
Et 11 hermites vint qni fa plains de bonte. 
Un tr^s petit huisset a tan lost desferme; 
Qaant Berte Toit rermite, de Dieu Fa salae: 
„Franshons,^* fait-ele, „oavrez, par saiate chacit^! 
„Tant qae mon cors eosse an petit eschaafe; 
„Car moolt foi trayeillie et pleine de last^/' 
„Qaant eil la vit si bele, le caer et trespens^, 
j,Forment fa esbahis de sa tr^s grant biaate: 
„Diez/* fait-li, „je Toas tien k mon droit avoa^ '), 
,J(e sonfrez qu anemy ait sus moy poeste ^). ^ 
„Dont ^ent si bele dame parmi cest bois rame? 
„One mes ne vi tant bele en trestoat mon ae. 
„Le deable me caide bien ayoir engan^; 
„Kai» ni aara pooir, si Diez me dont sante!" 
Devant son tIs fist crois, pais^ lai a demande 
S*ele estoit de par Diea ') moult Ten a conjare: 
„Sire,*^ fait-ele, „ou, mon euer li ai donne. 

— „Et dont estes voos nee? dites en veritl.^^ 

— „Sire, nne fame sai plaine de poyrete, 
'„Laissez m'entrer leans, tout vons sera conte 

„Qni snis et qui je quiers ]h ne Tons ert ceÜ« 

— „Bele,'^ 06 dist rermites, „ne Tai pas enpena^ 
„Qae ceens «ntre fiftme, n^en yver n^en este; 
„Qa'ainsi ont no ministre cest ordre derise; 

„II a passe maint an, qa'ainsi fa ordenc. 

„Yoas ni enterrez pas, qaant ainsl l'ai voue,^^ 

Quant Berte Tentendi, tendrement a ploare; / ' 

Et Termite -'li a de son pain present^, < t ' . , <) 

Noirs ert et pluns de pailles, ne Tot pas belate; 

Berte le prent et dtt qae Diex Ten sacfae gre, - ' . 

Mais tant fat traveillie qae point nen a goostä. '» 

Nes an tont seal morsel n'en a-ele avaU. 

Qaant Fermiics le yoit si ena sonpire, 

Ne s'en pot astenir, des Jenx en a lenn6: 

De bonne part *) li semble, si en a grant pite. 

n Teast ens men^ ja n'en fast trestoome; 



*) C'eit-^-dire, je von» tecon^aif fovr mon drait et l^g^aie eouveraie. 
Avouese preDait precque toirjours 4«bi ce sent mi XUi* aiede. ^- P. ') Po- 
teftaa. ') RabeleU ^erit den« le mSme cat : de partDieu, etile raison. lUcont 
U tradaetion de de parte Dei. De par le roi, de parte regia. — P. *) C.ad. 
de U part de Difen. 



262 

Mais il avoit le ciier si plain de loyMt6, 
Qa il se donloit por ce n'eust gon vea £itt8^. 

XLVI. 
„Bele,'* dist li preodoms, „ne sokn si ire«: 
^fiieti Tous est ayena a ceste matinee; 
„Se croire me youies, bien seres assen^ 
„A la maison Symon seit yeie apreet^e^ 
„Et CoHSiance sa fame <pii est sage et senee >); 
„Bone gent sollt et sage et de grant renomee, 
„La «erez hesbetgie et trfes bien escbaa£ee, 
„One ne yit iiäeillor gent, si soit m'ame saiiTee!^' 

— „Sire,^' ce a dit Berte, „je sui moot ti^spens^ 
„Car je n'i sai la voie, s'ele ne m^est moastree.'^ 

— „Bele," ce dfet Fermites, „ne soies «sfreee, 
„Entrez en cest sentier, n'en issiez poar riens nee.,'* 

— „Sire Diest k vons mire, qui fit ciel et roosee, 
„Car je sai traiement, morte sui et aiee 
,fS'encore gis h nnit en la forest ramee. 

„Qu'en nuit y ai estt^ porcement estdee. 
„Si j'aToie cent vies par la Tirge honnouree, 
„Ne me ponrroit pas ^stre me seide eschopeek'^ 
Quant r«rmlte Tentent la porte a desferm^e, 
En la Toie la met, k Dien la eommandee: 
De la pitie qn'en a uainte lerme a plonree; 
Et Berte rentre el b«is doleiufce et towmentee. 
Quant ele ot luie piece la sentelete alee, 
Une ourse a encontree en une grant yalee. 
Qui yers li s'ea yenoit, eourant goeule baee. 
Quant Berte Fapeci^iit, moult fu espoyentee: 
„Aide Diex,'' fait-ele, „qui feis mer salee, 
„P^re de paradis, or est na yie alee.^^ 
De la paour qu^ele a est ebene pasmee, 
Et Tourse Teschiya, autre yoie est tourttee« 
Moult tost eust Bertain mengie et eatranglle; 
Mais Diex l'a garanti et la yirge bonnonree: 
Ne leur plot.qu'aiasi fust Berte k la fin ale«. 
Quant yint de pasnoisea« jbaat h desseur^ 
Que k poi qu'ele n'ot la yoie entroubllee. 
A Tälde de Dieu sa yoie a^raseoee, 
Car ce que ne yoit l'onrse Fa monlt ass^nr^. 



263 

La mere Diea ik li fa aonveoi recknie. 

Ne pooit m^ aler, ear formioit ert lass^c^ 

Car la fain et le froit Tavoit ai aokalee 

Qoe te Dkx nel f^ist, c'est yerite proavee, - ' 

Ne p^oat yera tel paioe ayoir nule duree, 

SeloDC la noarreture dont ele ert gouvern^. 

A ce point Ta Sjmon« 11 Yolers eacontr^e 

Si tost com Tachoiai, a sa reane tiree. 

Grant pitie ot pour ce qa'ele ert espoyentle; 

Qaaat y«it soa mantel gris dont ele ert afoblie, - 

Et sa cote qai ert en luaint liea deapanee '), 

Des roacea qcd Tayolent ens el bois deaciree; 

£t yit Berte ei blanche et si encolouree, 

Ferment se meryeiUa qiii Tot \h amenee, 

Ne oii si bele faroe pooit estre trouvee. 

Qaant Berte Taebrnsi, tantost s'est arrestie; 

Sjmona U ylent devant, de Dien Ta aaluee^ 

Son aala li rend Berte, comme sage et sen^: 

„Sire que la yoatre ame seit de Diea conronni^e, 

„Car me montrez la yoie, s'il ne yoas deaagr^e, 

„A la maison Symon, qu'on la m'a moult lo4e. 

„Si anrez fait aumoane, car mouU sui eagaree; 

„Je »ne menjai pie^a, toute sui afamee, « 

„Et de froit en ce bois sui yilment engelee.'' 

XLVII. 

Qaand Symons öy Berte parier si faitement, 
Bien semble gentil fanie, moult grant pitie Temprent, 
Si que l'eaue du euer sur sa face en descent: 
„Bele, qui estes vous, dites seureraent?" 

„Sire,"' ce dist la 3ame, „je vous dirai briement, j 

„Devers Aussi ^) sui nee, sachiez, certamement ; 
„Moult a eii graut guerre ori ') pais longueiüent [ 

„Fille un vavasseur sui qu'on apeloit Clement 
„Qui en perdi sa terre et tout son chasement. 
„Tous fumes essilles, et tout nostre parent; 
„Par estrange pais quiers mon chevissement •). 
„Une marrastre avoie, le cors Dieu la gravent! 
„Qai tousjours me batoit moult douleifeusement, 



») Dont le tUüU '(pÄiinu«) ^talt «Irach^. ») AI«««*. PrtiU»«H' nomine 
encore ainu cette ff^m. ^ Vi H J«*« »isM.düfk ba ^ Dmiiutdcke Hof» bei 
Rabelais vorkommi, wie C. v, Orell, AUfranz. Grammatik, S. 7 ea^U wmdem 
bedeutend äJterisi. .*) ^iicA .chev*ncc, <l.i. entretien. 



864 

„Et de poins et de pi^s, et mena et soavent. 

„Je n*el poi plus soafrir, ne rae yint k talent, 

„D*eii8 m'emblai Taatre jonr, moult forment m'en repcnt, 

„Car puls en ai soafert grant paine et grief toorment. 

„Uns hermites me dist, orains ') moalt doncement, 

„Qae se venir poois par nol assenement 

„Ches S^mon le Yoier, moalt y a bonne gent, 

„Herbegie seroie et bien et ricbement. 

y^ais je ii*i sai la Toie, s'eo pleare monh sooTent: 

„Gentis hons deboneres, ponr Diea car la m'aprent; 

„Si ferez grand aamosne par Diea omnipotent.^ 

— „Bele,*^ ce dist Sjmons, „or ne ploarez noienty 
„Cil saiB qae demandez, sacbiez le yraiement*^ 
Qaant Berte Tentendi, ses maina k Diea entent; 
Ne pot parier de joie^ quand le preadomme entent, 
£n sa maison Fenmaine, le passet ') belement 
Symons bache sa fame, Constance o le cors gent; 
„Dame esgardez,*^ fait-il, „dont je voas fais present. 
„Troave Tai en ce bois trop merreilleasement; 
„Conte m*a son afaire et toat son errement. 

„De bon Hea est venne^ par amour pensez ent; 
„A nait a jat el bois moalt perilleaSement: 
„Donc forment me merveil par le cor saint Vincent, 
„Comment est escbap^ des bestes telement: 
„Ele est tonte engelee, et s'a faim moult forment; 
„Or soiez bien soigneuse de son respassement,*^ 

— »>Sire, si serai-je, ce voas ai en qoavent** 
Par la main saisi Berte, moalt tr^s courtoisement, 
Berte pleare da froit et du mal qa^ele sent, 

Et Constance en lermoie moult tres -piteusement, 
En sa cbambre l'enmaine delcz le feu Festent; 
Et ses deux beles filles, sacbiez, moult bumblement 
La frottent et eschaufent de euer soigneusement. 
Et de pitie en pleare cbascune tendrement 
Qnand Berte sent le fen ^^Diea graces en rent 

XLVni. 
En la maison Symon, ne qaiers qae rons en mente, 
Fa Berte la royne »), forment li atalente 
Ce qa*ele est eschap^e de st male toormente; 
D« «on meschief estoit Constance moalt dolente. 



>)OMir«f.or«, il./.toiit.».llMar«. *) An p«tit pM. *) rojtt«, 



265 

Et ses filleft aotsi, chMcune s'en gamente; 
L*ane «ot non Ysabel» et l'anlr« ot non A jgleote. 
Bonez erent et beles et de joene joavente, 
Chascane ert de maniere et bonne et bele et gente. 
A Bertaln auaier met ohascune s'enteute, 
A mengier li aportent, chascane Ten presente., 
Hais ele avoit el bois re^a trop male rente, 
Qae de plasiears mediies ot ea plas de trente ' ), 
Si qne ne pot mengier, tant fa et foible et lente. 
„Ah! hermite/^ fait-ele, „Diex Tame o Ini asente, 
„Quant poar yenir droit ci meis en la sente; 
„Car mon cors estoit moult kt donlooreose yente, 
„Ens el bois oh fait froit, car il pluet et yente.*' 
Tont en plenrant de joie, delez le fea s^adente '). 

XUX. 
Grant pitie ot Constance, qaant yit plorer Bertain, 
Et Symons et ses fille chascons ot euer certain. 
Et dous et debonnere, piteus et fin et sain. 
A Bertaitt aaisier met chascune la main, 
Et Symons fait le feu, n*ot pas le euer vilain. 
Entour li fönt estendre tapis et blanc estrain ') 
Touailles eschaufees li boutent en son sain: 
„Constance,^* dit Symons, „je croi que ele ait fain?*^ 

— M>Sire, si mengera, par le cor saint Germain>' 

— „Dame,'' ce li diät Berte, „miex aim le chaufe sain *)i 
„Nonpourquant me donna Termite de son pain: 

„Car je a'en pot mengier tant ert le mien euer fain *).'' 

L. 
€e fu par un li|pdi, ,9U chief de la semaine, 
Que Berte fu trouvee.eu la forest du DIaine, 
Oii eile ot moult soufert de travail et de paine. 
Mais Diex qui est donnerres de joie souveraine 
Li a cestui lundi enyoie bone estraine, 
Selonc ce qu'ele estoit de ses amis lointaine; 
Car Diex maint desyoic bien k yoie ramaine. 
Symons ^ist de la chambre, toute la gent enmaine: 
Fors Constance et ses filles, Berte leur fu prochaine *). 
De li bien aaisier chascune moult se. paine. 



') C. « d. Car eile avait en ploe de freute acridens daat U forde. *) s'araaee; 
»am lai, anteire. ') Fom lal, straMcn; natte. *) Jtueh cbeTeMin; cbevat, 
IH. *) JmekbAntdJ.iukUiimBi»gH9etlmMMMl99$. ') 0«l.pr«&iMa. 



2U 

La char avoit plo« blanche qve ne 0oit bknehe lame. 
Et les di€f€ii8 plas blon« ipie onqute ii*ot Hdaiiie. 

LI. 
Berte fu cbies Sjmon ens el gront bois rama, 
Const^nce et ses deax fiUes eu ont pitie ea. 
Bien en monstre semblant et bien y a pam 
Qae ce qae eles tont ä Berlain BMoat yalo. 
Un petit a mengi^: quant h repoaer fu, 
„Bele,** ce dist Constance, ,,par THea le roi Jbetn 
„Mal fustes conseillie taot Tons en a chaln. 
„Quant pour Tostre marrastre yo pere aves perdtt« 
„Sacbiez, rons ea ares mauvais conseü cren.^ 

— ^^Dame/^ tous dites voir, ainsi m'est meschen. 
„Je crois qu'ä moi requere ont monlt petit tendo, 
„Ne donroient de moi la monte d'un festu/^ 

Par ceste eseuftion a bien son yeu tenn: 
Qn'onques tant qu'ele pot ne fu par li sea. 
Gel jour s^e»t bien chauf^e Berte deles le fu, 
Et a son plaisir a et mengle et ben. 

LIL 
„Bele," ce dit Constance, „ne soie« esperdue: 
„Comment avez h non que bien soiez yenue?^ 

— „Dame, j*ai k non Berte, si seit m'ame asaoliM.*^ 
— ^ '„Ce soifk vostre joie qne tous soit avennef 
„Ainsi a non la dame qui k Pepin est drae, 

„Fille au roy de Hongrie, n^a miendre sons la nite, 
„Chascuns dit qu onc ne fu plus bele riens v^ue." 
Quant Berte Tentendi, tous li sans li remae. 
Poise-li que ''du non ne s'est desconn^ne. 
„Bele," ce dist Constance, „mesaise ave« ^öe; 
„Que longuement avei ^s bois cste perdue?" 

— „Dame d^s hier matin, toute en su! conföndae, 
„Ennnit me sui el bois •tonte seule g^ue. 
„Mainte ronce y trouTai et mainte espine ague 
„Qtti m^ont toute ma rohe depecie et rompne; 
„Mainte trace m*ont faite par dessns ma char Bue: 
„Car de paöur fhloie, comrae nne beste mue '). 

,Jj amonr que' mVez faite vons stit de Di^ rendn«. 
„Bien a Diex et sa m^re hui est^ en m*aiue 

') AlMmie, poüiwii^ fM la» tluwwnrty ai.9ta« 



U7 

„Quant je si matin sui de la forest issae. 
„Bien m'ayez reschaofee et moalt bien .repette} . 
„Grant mestier en avoie, toqt estoie vaincne. 

LIII. 
Forment se repent Berte que son non Lear a diti 
Elle amast as«ez mieux que eile eust mentit, 
„Coiiistance,^' dit Symons, „faites-li faire an lit, 
„Tant qu'un petit eust repose et dormit, 
„Car «1 bais a eu enipiait ') pol de dellt ^)»'^ 

— lySire,'' ce a dit Berte, „de Diea ¥oa$ «oit merit! 
„Or ne pui-je pas dire que m'eusi cn despit 

„Li boQ« preudom« herraiteSj qai buit si main ^) me yit, 

„Qui lu^enseigne la voie: de s'ame ait Diex mercit! 

„Sil ne fat, morte fasse, n'i eust contredit" 

Puis dist entre ses dens, que nas ne l'a oUi 

„Cil IMex, qui de la Yirge en Belleem naqait, 

„n crnifonde Tybert le maai^ai, le faillit, 

„Et Margist^ la Vieille, qui ainsi in'a tra'it, 

„Ne cuida par mes pdres li rois au euer hai*£t, 

„De Blanobeieur ma m^re, cui Daine-Dieu aHt, 

„Que pour t^le aventare me donnassent marit. 

„Bien sai, s'il le saroient, que maint, cner alenlil ^> 

„Avoit en leur rojaume, et dolent et marrif. 

Lors commence k plourer, le euer ot abosnut. 

LIV. 
„Berte»^ ce dist Constance, „ne soiez descadite: 
„yost«e>marras<jre vous a et ferne et laidite; • . 
„Sacbiez qu'ele en a fait que mauvaise et despite. 
„Diex Ten rendra encore, sachiez tout son merite. 
„De njauvaise marrastre est Famour inoult petite. 
„Laissiez tout ce aler, n*en soit pnrole dite, 
„Car dedens cest ostel ne serez pas sougite; 
„Un mois vous dois Tostel trestout ä vostre eslile, 
„De riens que commandez, ne serez j^ desdite.'*' 

— „Dame," ce a dit Berte, „cest don ne claim pas quite; 
„Dame -Dien le yous mire et le preudom bermite; 

„Que dou P^re ei dou Fils et dou Saint -Esperite 
„Soit vostre ame et la s^ve ^) en cest )our beneitel" 



') Innoct«. ') Oa$ Hol, diU*lo. 'i OaaUa, »«••; «mHiu ^). %•- 



268 

LV. 

£n la bMe foreAt oii ert maint liaat sapin, 
En la maison Symon et Conslance aa euer fin 
Fu Berte la royne: moult ot le chief enclin, 
Moalt souTent proie Dieu qa il envoit bone fin 
Celui qui cÄle part la mist ens el chemin; 
Moult empense Constance de vrai euer enterin *), 
Et sesr filles andeols, Diex lear doint bon destin. 
Li une li aporte h mengier d*un poucin, 
Et Fautre li retrempe de fresche eaux en son vin; 
Pnis Ja recuevrent cbaut et de gris et d'ermin; 
Monlt se painerit de euer, h soir et k matin: 
Diex! qne ne s^vent ore qu'elle est famc Pepin! 

LVI. 
En la maifion Symon en la cbambre perrine *) 
Se gist Berte as grans pies desous nne courtine. 
Diex! que ne sait Constance que ce soit la rojne 
Que on eust ainsi lessie en la gaudine')! 
Se ele le s^ust, moult fast a li eneline ^), 
Quant, orendroit, li est si prochaine Toisine. 
Berte se £ait amer com celle qut ne fiiie 
De servir plus h gre qu une povre meschine, 
Car eile ert apensee et bone et sage et fine; 
Ne briseroit son Ten pour sonfirir discepline, 
Aincois se lairoit traire le euer sons la poitrine; 
Com cele qui ert plaine de foy tr^s enterine. 
Bien. li monstre Constance qu'ä li n'a pas hatne; 
Pias Taime «pie' ses ßlles ponr sa bone doctrine.- 



FRÄGMEirr DU Roman „G\rin le Loherain."') 
I. 

▼ ielle clianson voire volez oHr 
De grant istoirc et de 'mervilloux pris 
Si com li Wandre *) vinrent en cest paSs. 
Crestient^ ont malement bailU ^), 
Les bomes morts et art ^) tout le palls; 



•) Sincere, loyal, vom /««.integer. ') de pierre. ') fenillec, Dtatimmt. 
Mm m»rf« fMid, fTmU, *} MunUe, nieliii^. ») Cb. I, Coiipl. i ^ 3. *) V^m- 



2m 

DeBtroirent Rains ') et assisrent *) Paris, 
Et sains Nicaises de Rains i fut oeis'), 
^£t sains Morises ^) de Cambrai la fort cit *)<, 
Uns grans seignears, si com la cfaanson dit, 
£n sa compaigne de Chevaliers sept mil *) 
Qui par Jesu furent verai martir. 
Hui m^s ') commence la chanson k Tenir. 

Charles Martians ne les pot plus sofirir •) ; 
Mort sont li p^re, petit furent li fil. 
Quant il preudons se gisoit en son lit 
£t il aToit grant paour de morir, 
Ne regardoit son frere ne son fil, 
Ne ses pnrens, ne ses gerroains coslns: 
Aus moines noirs qne sains Beneois fist 
Donnoit sa terre et rentes et molins: 
N'en avoit riens la fiile ne li fils. 
Partant, en fu li mondes apanvris, 
Et li clergies si en fn enrichis 
Qu'en deust Gaule estre mise k declin, 
Se Dame-Diex conseil n'i eust mis. 
^ Charles Martians fu forment entrepris. 
A TApostoile en avoit, un jour pris. 
Droit k Lyons qul sor le Rosne sist 
Vint 1 Apostoiles contre •) Charlon son fil * •). 
JA veissiez de clers plus de trois mils, 
De Chevaliers i ot plus de vins mils; 
Mais ils n*avoient palefrois, ne roncins ' ' ), 
Ne destriers, ne bons muls Arabis, 
Escn, ne heaume, ne bon haubert treslis ' '), 
Ne armeure, fors les braus acerins ' ^). 
Des anciens homes i avoit mout petit. 
Et les paroles comencent k venir **): 

„Sire Apostoiles,^* Charles Martiaus a dit, 
„Pour cel Signour qui en la crois fu mis, 
„Aiez pitie et de moi et de ti, 



') Rheims, ') «••iegerrnt. ') St.NiraiM fut en effet aa^Mcr^ par IcnYan- 
«Ule« vcr* r«ii 4 Oft, et sa mort fut le prelude ^e U ruine de Rpimt. *) St. JHaurice, 
von drm die Geschiehle nichts weifs. * ) La forte cite. *) C. k d. : Et »ept nille 
cbcvaliem en la compaKtiie d« St. Maurice de Caiubray. ^) Vaintenant va connencer 
BOtre cbaiifOB. *) dompter, snmionter. ') A IVneontre, aa-devant. '*) im 
g-msitUehen Sinne» * ') Cheval- ii-tranaport, ^/«yifMr, Ptfcü/i/er«/. FFer ketmt 
nicht nom Qmiapüim*9 BoMtnanteh * *) MaiH« trcilliM^. ") Glaivea d'aciM'. 
' *) O.A. Et v«ici qncllOT farcnt Im prcai4tM parale«. 



270 

„En tel mani^re qve iie soions Itonais. 

„Ne sais qael gent ont yers moi enyat, 

„Arse ') ont ma terre et cLeatroit mon palis. 

„Par.deyaat moi fönt mes chaatiana croiaair '), 

„Que je ne pnia endnrer, ce m'eat vis ^). 

„Car ^8 moostiers fönt lea cheTans geair, 

„Ou Diex gloire deast eatre servia; 

„Et les Prevoires escorchent>ila tous vis; 

„Sont Arclieves^es et Evesques ocis; 

De Chevaliers autressi teU vint vil*): 

„N'avoient armes, palefrois ne roncins. 

„Prenez conseil bon et lo'ial et fin ')^ 

„Que il se puissent sauver et garentir: 

,.0u, se ce uon, je vous rens le pais» 

„Si m'en irai come un autre chetif.'^ . 

Cil sont dolent qu'ont la parok o'i, 

Ni ot celni qui n'en fust esbahis, 

Ott ne plourast des^ beaus iex de son vis. 

n. 

Li Apostoiles s'en est en pies leve, 
Tendi*einent plore; s'a sa gent •) appele: 
„Seignior clergie, qnel conseil me donez? 
„II est bien drois que du vostre i metez, 
„Et faites tant que il soient armes 
„De biaus chevaus courans et abriv^s ^). 
„Vous cstes riebe, bien souifrir le pouvez." 
Li archevesques de Rains s^en est leves: 
— „Sire Apostoiles, qu'est ce que dit avez? 
„Ne devriez, pour mil mars d'or, penser 
„Qu'i meissions trois deniers monees; 
„Car li-tousjours seroit acoustum^s/' 

Tuit se descordent ®) ; du conseÜ sont tonrn^. 
Quant l'Apostoiles les a tous apeles '): 
„Charles MavtiattSf, biaus fiTs, avant r^nw; 
„Si m'aYst Diex, J6 n*i pnis rien trouver 
„Que 11 i metent un denier monee; 
„Que ferai donc, pour Dien de majest£? 
f,Or est perdue sainte Crestientes.'* 



>): BovaIh, brOl«. ') .^crouler. Noch im i5,Jairh.*agrt0ma»mgimci0m 
Sinnp eroap^r. ^ ). Hoc mihi vUun est. * \ puvitpn^ a - peu • pre» au aoMbr« d« viagk 
mUU, /) fidel», «ffWctuwK. , ') lecUrg^. ') Fon «bri ; cpuvcrte, »«es, eoMM 
Im chavan de IiauUle. *) S^ «f^arf nt «1 m»i^ •ortia 4« «onifU. "> i:»,&np|wlti. 



271 

IIL 

Adonc parla li Loberens Henris: 
„Sire Apostoiles, qa«st ce quVez dit? 
„Ci a Tins mils de cheyaliers gentU 
„Dont li Cler ont les foars et les moolins *}. 
9,Si, est bien drois quantre conseil soit pris; 
„Oh, se ce non, ü paet mener k pis/' 
Dist Farceyesques : „Je roas ai bien oX. 
„Noas sommes cler, si devons Dien servlr. 
„Nous prirons Dieu por tpetous tos amis 
„Qu'il les deffende de mort et de peril. 
„Chevalier estes, nostre sires vous fit 
„Et comanda et de boacbe yoos dit 
„De sainte eglise salver et garanlir. 
„Qu'en celeroie? Fol que dois Saint rSIartio, 
,^Jä n'i mettroie vaillant un Angeyin '^." 
Adonc parla li abbes de Clagni: 
„Tort en avez, arceyesques gentis, 
„Qui les bienfais ^) yolez oster de ci. 
„Nous somes riebe, (la Dame -Dien merci!) ■ 
„Des bones terres que lor ancestres tint: . ; 
„Mout est or mieus, si coine il m'est ayis, 
„Chascuns i mete du sien un sol petit, 
„Que perdissions ce dont somes saisis/^ 
Mais Farceyesques par ire respondit 
Mienz se lairroit tra'iner k. roncins, 
Que j^ i mete yaillant deus Angeyins. 
Et' FApostoiles durement s'en marri *) 
Par mautalent ') ä son clergie a dit: 
„Par Saint -Sepulcre, il n'ira mie ainsi, 
„Yenez avant, Charles Martiaus^ beaus iis: 
„Je yons otrois et le vair et le gris •) 
„L'or et Fargent dont li Cler sont saisi, 
„Les palefrois, les muls et les roncins; 



' j Les priDcipalM re4le?«nce» ■eiKneorialeB, dans le iQOyen - Ige, ^taient fondlee 
■or le droit ezclncif que se r^ierveient les barons de möudre le ble et de ceire le pain 
des honmes de leur terre. ') Petile monnaie frapp4« a Aofers. ') les dons, les 
offrandes. *) s'en affiigea. ^) naHVAise volonte, mslvcillance. ^) Empreii«imi 
fort commune dans toas I^b romans nonorimes. Le menu» voir et le petit- ^is Talent 
le« deus e«peces de fourrure* emplo}-£eii dan« le rostume ordioaire des cours. A chaquf 
■oleoniie qui ronviait pres de nos rois \en rbevslicrs et barons de la terre de France, 
il y avait des distributJons de manteauz et de peileteries. Elles ^tai«>nt surtout rigou* 
reuRement ekigics par iVsage, quand le roi ou quelque luut baron armait de jeunes ^ 
verleta ^evaÜers. . 



272 

,,Si prenez tont, jel too^ otroie et qnit, 
9,Dont yoas puissiez les sondoiers tenir 
„Qni TODS deffendent, tous et votre paYs. 
,^t a\ Yous prest les dimes, sire fils, 
„Jasqa^ä sept ans/* fait-il^ „et an demi. 
„Quant Yons aurez valncu les Sarrasins, 
„Rendez des dimes; ne les porez tcnir.** 
„Charles Martians li dit: „Yostre mercis!*'' 
— „Or est assez'* li dox Hervis a dit^ 
„Cr aas eglises, aas cherans^ aas rpncins!'' 

La v^issiez prendre et yair et gris, 
L'or et Targent, et les coapes d'or fin, 
Et anneures dont li Gier sont saisi. 
La yeissiez chevaliers reyestir; 
£n poi de terme, com Tistoire dit. 
Et yeissiez plus de quarante mil '). 

Mais li gloaton ') ont trois sieges assis, 
Rains ont destrait et Soissons ont ]k pris; 
Et deyant Troies en ont plus de cent mil, 
Et antretant ') en ont deyant Paris. 
Fosses *) fonderent, si com la chanson dit. 



Fragment du Roman de la Charrette ou de Lancelot 
von Chrestlen de Troyes *). 

Abenteuer avf dem verzauberten Schlosse, 

A micnnit deyers les lates 
Yint nne lance come foudre, 
Le fer desoz, et cnida condre 
Le cheyalier parmi les flancs 
An coyertor et a's dras blans, 
Et an lit Ih oh il gisoit 
En la lance an panon ayoit 
Qui estoit toz de feu espris; 
El coyertor est 11 feus pris 



') 9tmH vergeh über Karl MartelVa Besteuerung- der KirehengfUer meimm 
Jtuegabe de» Biuhard, Bd. l, 5.107, jinm,2. Brt.ll, S. ^56 folgd, *) Ex. 
preMlon injurieute fort lib^ralement employ^e dans le« roniAii« de %9»te^ eartoat « V^ 
gard de* mecr^ans. ' ) autant; tla/ioM. altrcttanto. *) Em Darf i» der Ifikm 
wm Pmrisy weiekem die Smge in der That de» hier er wähnte m Vreprumg' gieht. 
*) Biet. Ktl^. d« 1« FrMce, Vol. XV, p. 2S7. 



373: 

Et es dras, et el lit «rnfttse« 
Et li fers de la lance passe 
Aa Chevalier 1^ le cost^ 
Si qu'il li a del cjair oate 
Un po, mhs neal mie bleciez, ' 
Et li cbevaliecs.s^est dr^iciez • 
S?estaiqt k fea et praiit la lance 
Eonii U saleila balaace, 
Ne por ce son lit neguerpi 
Eine se recdncha et dormi 
Tont autresi searement 
Com 11 ot fet premieremeoit. 



ViEüX PrOYERBES FRAjr^ATS, 

tires du Roman du Renard. 

V. 39 A deBenor muert k bon droit 
Qi^i n'aime livre ne ne croit, 
177 ...... Le fei lier ne sera 

Le jor qu'aatrui n'engingaera. , 

185 .... Envie est teile rocine 

Oa tooz li max prenent orine. 
732 Ce qui est fet nest.ipie ^ fere. 
83!2 ..... Monlt a entre fer9 et dire. 

1186 Ci qui tot conTQite tot pert 

1616 • • . . Foac ne crient tant qu*il soit pris. 

1679 N'est si sage qui ne foloit. 

2058 Encontrc vezie recuit »), 

2160 Cil en porte la colee 

Qui s'entremet d'autre engingnier. 

2175 II est viz et mal venuz 

' Qui de riens ne se puet aidier^ 
2284 Moult Taut un poi dafaitement 
Que ne fet assez .vilanie 
Ne piain un yal de lecherie. 
2704 Motdt Taut faons qui set de baraz. 

4077 Entre boucbe et quillier 

Avient sovent granjl enconbrier. . ' 
4100 De p^beor miseri<^rde. , 



») F«r^l. das Sprichwort: Fi« eontre ia iiV.4 p«« Ik>« k t»Af aottUnre. 
Uttt«r Altfranz. Lit. G«mIi. ^ 



274 

V. 4905 Besoing «l fei ^elie troter. 
5150 Tant grate chievre ^ae mal giat. 

5466 BiMi chanter a^aie 

Et nnit aucuue fois Ensemble. 

5992 Moult aQui« qai atent 

6070 .... Qai bien voit^ et man prent^ 
S'il a'en repent, c^eat )i bon dr«it. 

' 6165 Cil reprent la meiüor voie 

Qai par aatrui sens ae cbastole. 
64d5 . • • . £n cest monde n'a si aa^e 
Qai k la foiz n'aat aa folage. 

6511 II feit malv^ ateMÜre 

En lea oa Ten ne paet riena prendre. 
7121 Selon les eures et le tens 

A bien mestier folie et sens. 
7230 La male garde pest le Leu. 
7443 Cil dil moait bien qai aet conier 
C'ane foiz dpit le pot yerser 
' 7734 N'ns n'amende s'il ne meafait 
8410 . . . . De tel aeignenr tel looier "). 

gg28 Grant vent chiet k poi de plnie. 

10456 A cnvis ou « volentiers 

Convient an «ene aler le preatre. 

11631 Fnis qne ht^m eat entrepria 

Et par force liez et pria, 
Bien puet Ten veoir au beamng 
^ Qai Taime et qai de lai a aoing. 

12804 Bien eacorche qui le pi6 tient 
12852 Feme mesprent it foi^e. 
13060 Qai merci crie aara pardon. 
13598 De doas max prent -en ie manor. 
13609 Fortane «ecort les hartfa. 
13648 Apr^s grant joie vient grant Ire, 

Et apr^s NoUl vente bise. 
13650 Tant va pot k l'eire que brise, 
13701 Jam^s ansprodons nWt amei, 
Li plas loiax est plos blasmes. 

14160 Tex ne peche qnl encort 

14442 Qui mal chace, mal li avtent. 
15006 Poi sont de fames sanz boisdie, 
Por fame est pW tieÄse q«^ pai». 

M lUcompeiiae. 



275 



V. 15566 
15574 
15594 
15720 
159aO 
15932 
15942 
16078 
16260 

16438 

16959 
18263 

18428 



18455 

20616 
20618 
20864 

21224 
21975 
27783 

27805 
27819 



27829 
27949 



Qni ^ise äfent, aise !6 fuit. 
Trop est tSL fbl qui fol afolt* 

Estiiandee cve criettf 

Qai avient ttne, n'ayleiit senile. 
Un jor de respit cenl sols^tmii. 
Apr^s le doil vieBt la gtavt joie. 
Vilain inent voKmlSers tat teiis. 
.... 11 ne set qu'i r«il li pent. 
11 n'est %i gratis niax qirf n'iRt, 
Ne bien qni ti<^ rntise pM* eures. 
Si est-il et raison et droit 
Del ^ngigniere qn^en I'engtM. 

^ui ne trove, ne prent 

Fox est 4}ai ren seSgnor estrive. 

Tel qnide son dnel Tengief 

Monlt bien qni son anni porchact^, 
Et son domage qniert et cha«:e.- 
Droi2 est qni mal Vient faire antmi, 
Qne le mal s*en raingne par Ini. 
Tex est febles qni devient fort. 
An besoing yoit^tm son umi. 
Tex cnide gaigni«r qni pert, 
Et antre enborse le gaain.'' 
.... Cil n^abat pas fpn ne Inite. 
Tot jors siet la pome' el pomier. 
Foux est qni «rort sa feie pense, 
Monlt remaint de nt qni fonx pense« 
.... Qni pon erapmnte; j^vl )^ttt 
.... Qq^ enyre selonc reson, 
Ne Ten pnet venir se bleu aoii« 
Monlt est Ibx qtfi Mdne p^slk^') 
De cbose qni !f «st presto. 
On tost ftn tärt, n« pr^s on leing 
A li fort du Ibtble *bes^^« 
N'est pas tot «r Ice tpA heiwl^ 
Et Hex ne piiet aidtor qni uniBtt 



Dn Gonronn^ment 

V. 158 ' Don fnst 

C'on Unt, sovent est-on batn. 



' ) Ponpe, etftUs«. IKsAer : Mcin«rpoiB«c, ■c'parer, fftift «Halag»» 

S2 



»76 

T. 177 Ja DIU ne bacra ') k choae 

Qa*il n'i Tigne coment qu'il choaf . 
377 ••.. Fox eat eil qai bien eaU,' 
S*ü ae remae et 11 loiia Ta 
Seor e^erance d ayoir miena. 
989 • . . • Teua caiat ieatre monlt acin^ 

Qai toat ae eroke aor le nea. 
4IK^ D*eacoafle *) paet- on bien aaroir 
Qoe hairoB a*en poet-on avoir« 

1288 Teua aa maia aoe 

Qui k vieapre a froit 
1354 Miua vaat engioa qae ne fait forche. 
2321 . . . . Se barbea le aena en oaent, 

Boache et cbevrea monlt aage foaent. 
3165 L^oome qni don Renart ne aeit 

Ne doit-on tenir J^ seneit. 
3282 .... II eat yoira qae miaa moalt Taut 
Uoa mora cortoia c^ana vilaina via'). 

Da Renart leNoavel. 

y. 1 Ki le bien aet, dire le doiU 
680 En poi d'eare i bome meaciet 
807 Par traYtear aont dec^u 

Haint prendomme. 
J034 .... Maaruati tiaate ^) n^'eat preoa ')• 
1840 ......... De priTe laron 

Se pnet nna ^ painea gaitier. 
2005 Par manvaia conael maina hoateoa 

Est hounia. 
2008 Onqoea ne fai ton cpnaeUlier . 

P'ome Id ne aoil de bon non. 
2018 Nna n'eat aoor qai on ne meadie. 
2025 Ne poet darer « . 

Lai^ea enera pop riena i IWer. 
2037 Kiconqnea &U don .aierf aignor^ 

Lai et ton r^^e en grant dolonr 

Met 
2043 Paa ne foVe 

Hom ]d par antmi ae caatie. 



') Pmmta. ') •■confr«, »ilaa, oistan 4# proi«. ') Em frmmMm Spriek' 
wort fmti mmif€g€mg999istw B^dnUmmf ftß^to Kapoteon 1 8 1 4 Im Mmmdo zmßUk' 
rom : Üb («Mjat viiraBt tmI «mx ^ «'u Mip«rwr nort. *) nu4« cnto k la fcrocb«. 



877 

Sires ki maoTais conseil croit, , 

Lni m^ismes avant de^oit 
V. 2049. Onqaes princes escars n'aTen 

A bien ne vient. ^ 

2^1 Sages est ki fait de spn tort 

Jon droit 
2379 •'•• ^^ ^^ souTent qae grans paia 

Gist en.bien grant gerre k le fie. 
2797 Aussi graitt cop fiert uns rilains 

C*ans qaens fait, u c*ans castelaias. 
3252 Cascans ne set c'l^ Toel li pent 
3527 ••... On dit qui a mal voisin 

Qae, U a souvent mal matin. 
3750 ...... Qu Tolt soavent avenir 

£e teua kiet sonrent entre pi^a 

Ki pais y^ent deseure tous fies. 
3912 Teu§ est tous haities au jor d'Hi, 

. Espoir ne vivera demain, 
4539 '..-..'... Se cascans pnnis 

EstoiC de ses meffais, ayis 

])I'est quil n'est nuS, ne haus, n« baä, 

Ki bien ne p^ust.dire belas! 
5230 Ja d| que souvent de ses droits 
.' Retolt norreture ii nature. 

5478 Viyre u monde n'est mie fieste. 
5895 .... Li mors prent tout h. son kios '), 

Sit^st les jouenes com les vius. 
6344 Mpuyais fait croire quanc*on ot 
6514 > U s*essance ki s*umelie. 



. Fbagmert des Chroniques i)£ Jeaai Froissart '). 

CDXCV. 

Commen^ le Roi Charles donna a messire Philippe aoa 
fr^re la dache de Bourgogne; et comment le dit roi Ten- 
▼oja .en France contre les Navarrois et les enneniis 
du rojaume. 
A la reyenue du roi de France k Paris fnt pounm et rey^tu de la 
dache de Bonrgdgne messire Philippe son maina-ne') fr^re; et ae 
parfit de Paria ä*) grands gens at^en alla prendre la aaiaine; le poa» 

') CMs. >) CDXCT, To«. W, p.23l ff. M. 4« Bück«*. ') pma«. '^ «vae. 



*7d 

Session et rhommage des barons, Chevaliers, des cites, cliftteaiix et 
bonnes villes de la dite dach6. Quand le duc de Boorgogne eat 
yisiU tont son pays ü retovina en France en grand sqiüas ') et ra- 
mena avecqnes Ini son comp^ monseignear l'archipr^tre, et le ra- 
paisa ') an roi, parmi bonnes excosations qae le dit archipretre mon* 
tra au dit roi de ce qae k la joamee de Cocberel il ne se put ar- 
mer contre le captal qui etoit adonc amene h Paris de-lez ') le roi 
et qoi avoit jure II U tenir prison ; et k la pri^re du seigneor de La- 
breth *) et des Gascons lui avoit le dit roi elargji cette grice, leqoei 
(Captal aida moolt ^ excuser l'archipr^tre devers le roi et les Cheva- 
liers de France qni parloient vilainement snr sa pa^tie» £t aossi ü 
avoit de nonvel fait aucuns beaux Services au roi de F^^ance et aa 
duc de Bonrgogne; car U l^voit en la dite ducbe de Bonpgogne me 
Jos') an dehors de Dijon bien quatre cents pillarts d^squels Giiiot 
Dnpin, Talebart Talebardon, et Jean db Cbaufour etoient meneors 
et eondoisenrs et capitaines; ponrqaoi le roi descendit plns legere- 
ment i Ini ikire grdce et pardonner son mantalcnt "). 

Si fit le dit roi en ce temps couper le cbef k monseignear Pierre 
de Saqaenville en la cite de Ronen ^ ponrtant ^) qu'il avoit ete Na- 
varrois; et messire Guillaame de Gauville n^en eut mie en moins m 
n^eut 6te messire Guy son fils qni signifia an roi de France qae si 
on faisoit monrir son p^re, ni aotres giiefs, il le feroit semblable- 
ment k monseigneur Braimont de Laval, an grand seimear de Bre- 
tagne, qn^il tenoit son prisonnier an chsitel d^Evreax. De qnoi le 
lignage dn chevalier qni sentoient leur consin en ce peril, en par- 
Urent an roi et firent tant que par ecbange ils r'enrent monseignear 
Braimont; et messire Guillanme de Gauville fut delivre. Ainsi se 
port^rent les parcons *). Si fut envoje le captal de Paris k Meanx 
en Brie; et U tenoit prison, pendant que le duc de Boargogne fit 
ane cfaevancb^e en Beauce dont je vous parlerai. Mais ain^ois *) ra- 
quitta messire Bertran da Gaeselin le chütel de RoUeboise dont 
Wautre c)^bstrate etoit capitaine; mais ain^ois'*) qu*il le vonlsist**) 
rendre il en eut ane grand^somme de florins, ne scais, cinq oa six 
inille francs et pnis s*en Tetoi|ri|a andere en Brabant dont U etoit. 
Encore se tenoient plusieurs forteresses en Normandie, en Caux, oa 
Fercke, en Beauce et ailleurs, qni trop fort berioient ' '} le royaome 
de France, les ancuns du roi de Navarre, et les autres d'eux memes, 
ponr piller et pour rober snr le royaume de France, ^ nul titre de 
raison. Si en deplaisoit grandement au roi de France; car les com- 



^^ »> PWwr, »ü r«f>OQcUU. «) pre«. «) Albret. ») a ba*. •) 

temttbn ') «tt«udu. ') parUse«. ^) auparavant. ' ®) avant. * *) voalut. ' 
'*) baraMoi«nt. 



IkUbte« eQ rem^i^nt loa« le» jour« k iiii: si > vouiat paurvoir ,4^ 
rem^de et y envoj« «an Irere le da& d« ßoacf ogne et grand'fol»o|i^ 
de boos dievaKers et eciijers ea sa coinpj^iiie; et fit le dtt duc so» 
mandement et aou aiaas de gen» danue» ea la cite de Cfaarlre« Si 
se partirent de U quand ton« fureui ensemble, et ae.retrairent ') par- 
devers Maroerenville, na mouft foi*t cbätel qoe lea Navarrols tenoient; 
et poar contraindre le dit cbatel mieax a leur aise, ils ea fireat 
mener et charrier avec eux plosieiirs eogias *) de la cit^ de Chartres, 
Si etoient e« la eowpaigaie du dac de Boorgogae mesmre Bertran 
da Gaeaclio, mesfllre Boacicaut uiaiiBcbal de France, le comte dAq- 
xerre, meamre Looia de Ch^loos, le sire de Beauje«, measipe A>me- 
moD de Pomiuiers» le sire de RaloeTaU 1« Begue de VlljODiieg, taes- 
sire Nicoles de ligne uiaitre des arbaletitere ppur le temps, mesair^ 
Oadart de Reoty, messire Eoguerraii d^Eudio et plusieur« aatres bona 
cheiraliers et ecoyens Si s'arout^reot ') oes gens .d'arniea pavdeTera 
Marcereaville; et etoient cinq mille coinbattants. Qaand ils se vireii^ 
si grand'foisoa sor le» cbauqiSy si eurent coaseil qa'iU se parHfoient 
ea trois partiee, poor plas contraindre lears enaeaus^desqoelles pafr 
ties messiire Bertran da Guesclin en preni^oit jaaqaes a mille com- 
batUnts, et s'ea iroit pardevers Cotentin et sw Ics marches de Cheiv 
boarg poar garder la les froati^res, qae le« Navarrois oe iisseat aol 
dqmmage aa pajs de Normandie. Si se partit le dit Biessire Berti^an 
de la roate ^) da doc, et emmena avecques lui moaseignear . Lpais 
de Saacerre, le comte de Joigay, mooseignear Amoal d'Andrehen *) 
et grand'foisoa de cbeyaliers et d'ecayers de Bretagne et de INor^ 
mandie. L'aatre charge eat .dessoos lui messire Jean de la Rivi^re; 
et se departit aussi de la roate da dac, et ea sa compagaie grand'- 
foison de chevaliers et d'ecviyers de France et de Picardie; et et>» 
trereat ea la comte d'Evreoi; et s'en vinrent seoir deYant an dUatel 
qae. oa dit Aqoegny; et le duc de Boargogae et la plus grosse roate 
sVa Tiareat seoir devant Marcereaville. St Vassieg^rent et environ- 
n^rent de tous poiats, ef. firent tant6t dresser et asseoir lears ea- 
gins pardevaat qui jetoient }/9ur et nait a ia (brteresse et duremeot 
la coatralgooient» 

^ CDXCVl. 

Comment messire Louis- de Navarre guerroyoit le pays 

sur la rivi^re de Loire; et comment trois cents coinp.a-* 

gaoas de sa rourte prirent la Cbarite sur Loire., 

Pendant qae ces gens d^arrmes eti»ient en Beatiee et en Normandie, 
et qae ils gaerrojoient siprement et fortement les Navarrois et les 

') Retirecent ') nuchine«, ^> «•■MnUereut.. ^Mr««>pc. ^) irti4«B«luiM. 



«80 

cimemiB du rojaume de France, 6toit messire Lotds de ^Tarre, fr^re 
äiaihs-n^ du roi de Nararre et aossi h messire Pidlippe qai fut, car 
|l^ ^toit-il tr^pass^ de ee ai^cle, et leqa^ messire Lom avoit en- 
charg6 le falz de la gnerre ponr le roi son fitere et avoft defie le 
roi de France, ponr ce qne cette gnerre toncboit au cbalenge ') de 
lear heritage, si comme informe ^toit; et avoit ras8embl6 depnis la 
bataille de Cocherel, et rassembloit encore tons lea jours, gens d*ar- 
mes Ih oh il les ponvoit avoir. Si avoit tant fait par moyena etpar 
capibines de compagnies, dont encore avoit grandToison an royaume 
de France, qne il avoit bien donze cents"* combat,tants en sa ronie; 
et ^toient de-lez lui messire Robert Canolle *), messire Robert. Ceni '), 
messire Robert Briqnet et Carsnelle; et ^toient ces gens d'armes, qni 
tons les jonrs croissoient, log^s snr la rivi^re de Loire et la rivi^re 
d'Allier; et avoient conm nne grand'partie dn pays de Bonrbomiois 
et d^Anvergne environ MouUns, Saint Pierre le Mofitier et Saint 
Ponrsain. * 

. Be ces gens-d^armes qüe messire Louis de Navarre condoisoit 
se departit nne ronte de compagnons, environ trois cents, desquels 
Bemart de la Salle et Hortingo etoient conduiseurs; et pass^rent 
Loire au dessns de Marcigny-les-]Nonnains,< et puis chevanch^rent 
tant par nuit, car de jour ils se tenoient^s bois sans eux montrer, 
qne snr nn ajonmement i